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Text
Das große
Fremdwörterbuch
Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter
über 85 000 Fremdwörter aus der Allgemein
sprache und den wichtigsten Fachsprachen
ausführliche Herkunfts- und Bedeutungs
angaben
exakte Beschreibung von Rechtschreibung,
Worttrennung, Aussprache und Grammatik
Mit „umgekehrtem“ Fremdwörterbuch
„Deutsches Wort - Fremdwort“
4.
Auflage
[klɛr'mð:] der; -[s], -s [,,,'mð:s] (nach der gleich
namigen franz. Stadt im Département Puy-de-Dôme): ro
ter franz. Muskatellerwein
Clelvelit [kleve.... auch ,,,'ɪt] der; -s, -e (nach dem schwed.
Chemiker P. Th. Cleve (1840-1905) u. zu t2...it>: ein Mi
neral, Seltenerdmetalle enthaltender Uraninit
cle ver [kleve] (aus gleichbed. engl. clever): in taktisch
schlauer, geschickter Weise vorgehend, klug, gewitzt. Cle
verness die; - (aus gleichbed. engl. cleverness): clevere
Art u. Weise, cleveres Verhalten
Clilanlthus [k...] der; - (aus gleichbed. nial. clianthus zugr.
kléos „Ruhm“ u. ánthos „Blume“): Ruhmesblume, zu den
Î Leguminosen gehörender australischer, rot blühender
Zierstrauch
Clilché [kli'ʃe:] vgl. Klischee
Clilent ['klaɪənt] der: -s, -s (aus engl. dient „Klient, Kun
de", dies aus lat. cliens, vgl. Klient) : Rechner innerhalb ei
nes Netzwerks, der vom Server Dienste in Anspruch
nimmt (EDV). Clilent-Ser|ver-Ar|chi|tek|tur [klaɪənt
'sə:və...] die; Anordnung in Netzwerken zur effektiveren
Nutzung der einzelnen Rechnerkomponenten (EDV)
Cliff-Dwel|lings ['klɪfdwɛhŋz] die (Plur.) (aus engl. cliff
dwellings „Felsenwohnungen“): in natürliche Felsüber
hänge od. -höhlen gebaute Siedlungen der Ureinwohner in
den ÎCanons im Südwesten Nordamerikas. Cliff Ihanger [,,,hɛŋn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. cliffhanger): ef
fektvoller, Spannung hervorrufender Schluss der Folge ei
ner Fernseh- od. Rundfunkserie, der Neugier auf die Fort
setzung wecken soll
Clinch [klmtʃ, klɪnʃ] der; -[e]s (aus gleichbed. engl. clinch zu
to clinch „umklammern“): das Umklammern u. Festhal
ten des Gegners im Boxkampf; im Clinch liegen: heftig
miteinander streiten, clinlchen (nach gleichbed. engl. to
clinch): den Gegner im Nahkampf mit den Armen so um
klammern, dass keine od. nur Schläge aus ganz kurzer Dis
tanz gewechselt werden können
Clilnolmolbil [k...] vgl. Klinomobil
Clinlquant [kle’kä:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. clinquant,
eigtl. „Klingklang“, Part. Präs, von älter />. clinquer
„Krach, Geräusche machen“): (veraltet) I. Rauschgold,
Flittergold. 2. falscher Glanz, TTalmi
Clip [k...] der; -s, -s (aus engl. clip „Klammer. Streifen“): 1.
vgl. Klipp. 2. Kurzform von ÎVideoclip. Cliplboard
[,,,bɔ:d] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. clipboard): ver
deckte Zwischenablage, z. B. in Textverarbeitungspro
grammen (EDV). ’Clipiper® der- -s, - (aus gleichbed.
engl. clipper, eigtl. „Schnellsegler“): (veraltet) auf Über
seestrecken eingesetztes amerik. Langstreckenflugzeug.
2Clip|per der; -s, - (zu engl. to clip „begrenzen", eigtl. „ab
schneiden“): Begrenzerschaltung zur Erzeugung von
Rechteckimpulsen (Phys.). Clips vgl. Klips
Clilque ['klɪkə, auch kli:kə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. cli
que zu altfr. cliquer „klatschen", also eigtl. „beifällig klat
schende Menge“): a) (abwertend) Personengruppe, die
vornehmlich ihre eigenen Gruppeninteressen verfolgt; b)
Freundes-, Bekanntenkreis
Clilvalge [kli'va:ʒə] die; -, -n [...jri] (aus/r. clivage „Spal
tung, das Spalten“ zu lat. clivosus „abschüssig, steil"):
schräge Schieferung, quer verlaufende Ablösungsschicht
in Gesteinen (Geol.)
Cli via ['kli:via]. auch Klivie [...io] die; -, ...vien [...[on] (aus
nial, clivia; nach einer engl. Herzogin. Lady Clive, in de
ren Gewächshäusern die Pflanzen zum ersten Mal in Eu
ropa zum Blühen gebracht wurden): Zimmerpflanze mit
orangefarbenen Blüten
Clolalca malxiima [kɪo'a:ka-] die; - - (aus lal. cloaca ma
xima „Hauptkanal"): der älteste, vom 6. Jh. bis ins 1. Jh.
v. Chr. gebaute, zugleich bedeutendste Entwässerungska
nal Roms
Clerlmont
'N
I
— Stichwort mit Betonungsangabe
I
(_ = lang, . = kurz) und Trennfuge (|)
ausführliche Angaben
zur Wortherkunft (Etymologie)
I
I
i— Ausspracheangabe
in internationaler Lautschrift
I
Bedeutungsangabe
grammatische Angaben
idiomatische Wendung
I
I
I
Zeichen für als- Markenzeichen
— geschützte Wörter
— zeitliche Zuordnung
I
Angabe der Stilschicht
Zuordnung zu Bereichen
und Fach-/Sondersprachen
I
Variante des Stichworts
außerhalb der alphabetischen Reihenfolge
Ausführliche Erläuterungen zur Einrichtung des Wörterverzeichnisses auf S. 7-14
ife
z
[klɔ'ʃa:r] fiter; -[s], -s (aus gleiehbed,/r. clochard —I—
zu clocher „hinken“, dies über das Vulgärlat. zu spätlat.
cloppus „lahm“): Stadtstreicher (bes. in Frankreich)
Cloche [klɔʃ] fite; -, -s [klɔʃ] (aus gleichbed. fr. cloche, eigtl.
„Glocke", dies über das Vulgärlat. aus dem Kelt.): bes.
beim Servieren verwendete Metallhaube zum Warmhalten
von Speisen; Wärmehaube
Clock [klɔk] die; -, -s (aus engl. clock „Uhr“): Taktgeber
zur synchronen Ablaufsteuerung von Prozessen (Elektro
nik)
Clog [klɔk, e ngl. klɔg] der: -s, -s (meist Plur.) (aus gleichbed.
engl. clog): modischer Holzpantoffel
Cloilson [kloa'zö:] ¿te.v; -[s]. -s (aus fr. cloison „(Zwischen-,
Trenn-, Scheide)wand“. dies aus vulgärlat. clausio zu lat.
clausus „geschlossen"): (veraltet) 1. Verschlag, Scheide
wand. 2. Schott (in Schiffen). Cloilsojnislmus [kloazɔnis...] der: - (zu Î...Ismus (1)): Malweise, bei der die Farb
flächen durch schwarze Linien umrahmt sind, vergleich
bar der Technik des Cloisonnés in der Emailkunst u. Glas
fenstern mit Bleistegen. Cloilsonlné [...'ne:] das; -s, -s
(aus gleichbed. fr. cloisonné, eigtl. Part. Perf. von cloison
ner „abtrennen", dies über das Vulgärlat. zu lat. claudere
„schließen"): eine bestimmte Technik bei Goldemailarbei
ten, Zellenschmelz
Clolning [k...] i/as; -s, -s (zu engl. clone (vgl. Klon) u.
T...ing): künstliches Erzeugen von Leben, einem Lebewe
sen durch genetische Manipulation. 1Clo|nus der: -, -se
(über n/ɑ/. clonus aus gr. klön „Schössling, Zweig“): svw.
Klon. 2Clo|nus der: -, -se (zu-ΑClonus): ohne natürliche
Zeugung aus lebenden Zellen entwickelter künstlicher
Mensch
Clolqué [klo'ke:] der: -[s]. -s (aus fr. cloqué „zusammenge
schrumpft, blasig" zu cloque „Wasserblase"): modisches
Kreppgewebe mit welliger Oberfläche; Blasenkrepp
CI os [klo:] das; - [klo:(s)], - [klo:s] (aus fr. clos „Gehege“,
dies zu (m)lat. clausum „Geschlossenes", substantiviertes
Part. Perf. (Neutr.) von lat. claudere „schließen“): von ei
ner Mauer od. Hecke eingefriedeter Weinberg od. -garten
in Frankreich. Closed Loop ['kloʊzd 'lu:p] der; - -[s], —s
(aus gleichbed. engl. closed loop, eigtl. „geschlossene
Schleife“): Betriebsart von Computern, die automatisch
Daten aus einem technischen Prozess erhalten u. aufgrund
der errechneten Ergebnisse den Prozess unmittelbar steu
ern (EDV); Ggs. Î Open Loop. Closed Shop [- 'ʃɔp] der; -[s], - -s (aus gleichbed. engl. closed shop, eigtl. „geschlos
senes Geschäft“): 1. Betriebsart eines Rechenzentrums,
bei der der Benutzer die Daten anliefert u. die Resultate
abholt, jedoch zur Datenverarbeitungsanlage selbst kei
nen Zutritt hat (EDV); Ggs. t Open Shop (l). 2. Unterneh
men, das ausschließlich Gewerkschaftsmitglieder be
schäftigt (in England u. in den USA); Ggs. tOpen Shop
(2). Close-up [klo: zap] das; -, - (aus gleichbed. engl. close-up): Nah-, Großaufnahme bei Filmen u. im Fernsehen
Clos|tri|di|um* [k...] das: -s (nlat. Verkleinerungsbildung
zu gr. klöster „Spindel, Garnknäuel“): Gattung Sporen
bildender [krankheitserregender] f Bakterien
Cloth [klɔθ] fiter od. das: - (aus engl. cloth „Tuch“): glänzen
der [Futterjstoff aus Baumwolle od. Halbwolle in Atlasbindung (einer besonderen Webart)
Clolture [klo'ty:r] die; -, -n [...ran] (aus fr. clôture „Einzäu
nung, Einfried(ig)ung; Klausur“ zu lat. clausura): (veral
tet) I. Einfriedung. 2. (ohne Plur.) klösterliche Abge
schlossenheit. 3. Rechnungsabschluss
Clou [klu:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. clou, eigtl. „Nagel“,
dies aus lat. clavus „Nagel, Pflock“): der Höhepunkt (im
Ablauf) von etwas; Kernpunkt
Clown [klaun] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. clown, eigtl.
„Bauerntölpel“, dies über fr. colon aus Z«Z. colonus „Bau
er, Siedler“): Spaßmacher [im Zirkus od. Variété]. ClowClo chard
Hinweis auf die Herkunftssprache(n)
fakultativer Wortbestandteil
in eckigen Klammern
Verweis auf das an entsprechender
alphabetischer Stelle aufgeführte
und erklärte Wort oder Wortbildungs
element (Î)
Hochzahlen kennzeichnen gleichlautende,
aber semantisch oder grammatikalisch
unterschiedliche Wörter
Verweis auf das an entsprechender
alphabetischer Stelle aufgeführte
Antonym (Î) mit Angabe des Unter
punktes in Klammern
Hinweis auf andere zulässige Trennungen
ergänzende Zusatzinformation
zur Bedeutungsangabe in Klammern
iscarded by '
PUEBLO LIBRARY
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Duden Das große Fremdwörterbuch
Duden
Das große Fremdwörterbuch
Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter
4., aktualisierte Auflage
Herausgegeben und bearbeitet vom Wissenschaftlichen Rat
der Dudenredaktion
Dudenverlag
Mannheim • Leipzig • Wien • Zürich
Redaktionelle Bearbeitung der 4. Auflage
Ursula Kraif
Herstellung Monika Schoch
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Das Wort Duden ist für den Verlag
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ISBN-10: 3-411-04164-1
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Vorwort
Das „Große Fremdwörterbuch“ liegt jetzt in einer vierten, auf der Basis der seit Au
gust 2006 verbindlichen Rechtschreibregeln aktualisierten Auflage vor. Es ist kon
zipiert als Nachschlagewerk, das neben dem aktuellen Fremdwortgut in der deut
schen Sprache der Gegenwart auch diejenigen Fremdwörter des ausgehenden 18.
und des 19. Jahrhunderts verzeichnet und erklärt, die in den schriftlichen Zeugnis
sen dieser Zeit, insbesondere aber in der klassischen Literatur eine Rolle spielen und
für das Verständnis der kulturellen, wissenschaftlichen und technischen Entwick
lung von Bedeutung sind. Deshalb dient das „Große Fremdwörterbuch“ nicht nur
zum alltäglichen Nachschlagen, sondern kommt auch anspruchsvollen Benutzer
interessen entgegen.
Neben den Angaben zur Aussprache, zur Bedeutung und zum Gebrauch der
Fremdwörter stellen die ausführlichen Herkunftsangaben eine Besonderheit dar.
Sie machen das „Große Fremdwörterbuch“ auch zu einem etymologischen Wör
terbuch.
In dem Kapitel „Zur Geschichte und Funktion des Fremdworts“ finden Interes
sierte weitere wichtige Informationen zu den Fremdwörtern im Deutschen.
Im Anhang bietet dieses Werk außerdem ein „umgekehrtes“ Fremdwörterbuch.
Darin wird von deutschen Wörtern auf Fremdwörter verwiesen, die in ihrer Bedeu
tung oder in Feilbedeutungen mit dem deutschen Wort synonym sind. Dieser Teil
des Wörterbuchs erlaubt es seinen Benutzerinnen und Benutzern also, Fremdwör
ter zu finden, die sie zwar kennen, die ihnen jedoch im Augenblick nicht gegenwärtig
sind. Sie können hier aber auch nach fremdsprachlichen Ausdrücken suchen, wenn
sie - aus stilistischen oder anderen Gründen - eine Formulierung variieren wollen.
Der Wissenschaftliche Rat der Dudenredaktion dankt an dieser Stelle allen, die
zur Fertigstellung dieses Werkes beigetragen haben.
Mannheim und Leipzig, im Januar 2007
Die Dudenredaktion
Zur Einrichtung des Wörterverzeichnisses
a®»
I. Allgemeines
Das „Große Fremdwörterbuch“ enthält in seinen beiden Teilen mehr als 85 000
Stichwörter. Es verzeichnet nicht nur den zentralen Fremdwortschatz der deutschen
Gegenwartssprache, sondern auch Fremdwörter, die nur regional verbreitet sind
oder im Begriff stehen zu veralten, sowie fremdsprachliche Fachausdrücke. Zu fin
den sind außerdem heute veraltete Fremdwörter des ausgehenden 18. u. des 19. Jahr
hunderts, die aber für das Verständnis der klassischen Literatur und der techni
schen, wissenschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung dieser
Zeit von Bedeutung sind. Lehnwörter werden nur dann aufgenommen, wenn sie für
eine fremdwörtliche Wortfamilie erhellend sind. Fremde Eigennamen sind in der
Regel nicht berücksichtigt, es sei denn, dass sie als generalisierende Gattungsnamen
verwendet werden. Enthalten sind auch zahlreiche produktive Wortbildungsmittel
(aero..., ...anz, ...ast, auto..., bio..., cyber..., des..., ...em, ...fizieren, foto..., logo...
usw.). Diese Wortbildungsartikel vermitteln ein Bild vom Ausbau des Wortschatzes
und helfen, mit fremdsprachlichen Bestandteilen neu gebildete Wörter zu erschlie
ßen.
An das Fremdwörterverzeichnis schließt sich der Wörterbuchteil „Deutsches
Wort - Fremdwort“ an, in dem deutsche Wörter aufgeführt sind, für die es sinnver
wandte Fremdwörter gibt.
Die Rechtschreibung folgt den seit August 2006 verbindlichen Rechtschreibregeln.
Es werden aber nicht alle zulässigen Schreib- und Trennvarianten angeführt. Nach
welchen Kriterien die Variantenauswahl getroffen wurde, wird in den folgenden Ab
schnitten im Einzelnen erläutert.
II. Zeichen von besonderer Bedeutung
Untergesetzter Punkt bedeutet betonte Kürze, z. B. Abiturient.
_
Untergesetzter Strich bedeutet betonte Länge, z. B. Abitur.
I
Der senkrechte Strich dient zur Angabe von Worttrennungsmöglichkeiten, z. B.
Abiltur, Chilrurg, kaltalstrolphal.
*
Das Sternchen nach einem Stichwort kennzeichnet Wörter (u. Wortfamilien), bei
denen auch andere Trennmöglichkeiten zulässig sind, z. B. Abiltur* (möglich ist
auch: Ablitur), Chilrurg* (möglich ist auch: Chirlurg), kaltalstrolphal* (möglich
ist auch: kaltasltrolphal oder ka|tast|ro|phal), Tellelskop* (möglich ist auch: Teleslkop). Vgl. hierzu auch S. 9f. Das Sternchen vor einem Wort innerhalb von
etymologischen Angaben zeigt an, dass das betreffende Wort nicht belegt, son
dern erschlossen ist.
/
Der Schrägstrich besagt, dass sowohl das eine als auch das andere möglich ist,
z.B. etwas/jmdn.; ...al/...eil.
8
Einleitung
®
Das Zeichen ® macht als Marken geschützte Wörter (Bezeichnungen, Namen)
kenntlich, z. B. Intercity® ; Neopren®. Sollte dieses Zeichen einmal fehlen, so ist das
keine Gewähr dafür, dass das Wort als Handelsname frei verwendet werden darf.
-
Der waagerechte Strich vertritt das unveränderte Stichwort bei den Beugungs
angaben und auch gelegentlich (um Platz zu sparen) bei den Beispielen für den
Gebrauch des Stichworts, z.B. Effekt der, -[e]s, -e; amüsieren:... sich -.
... Drei Punkte stehen bei Auslassung von Teilen eines Wortes, z. B.
...täre; mega.... Mega...
[]
Altar
der; -[e]s,
In den eckigen Klammern stehen Ausspracheangaben (vgl. S. 10 f.), z. B. à deux
mains [adorne], Daneben werden sie verwendet, wenn Buchstaben, Silben oder
Wörter weggelassen werden können, z. B. Akkord <7er;-[e]s,-e; ad hoc ... 1. [ei
gens] zu diesem Zweck [gebildet, gemacht], 2. aus dem Augenblick heraus [ent
standen].
() In den Winkelklammern stehen Herkunftsangaben, z.B. Flair ... (aus fr. flair
„Witterung, Spürsinn“ zu flairer „riechen, wittern“, dies aus lat. flagrare „stark
riechen, duften“).
() In den runden Klammern stehen erläuternde Zusätze, z.B. Stilschicht, Fachbe
reich: Visage ...: (ugs. abwertend); Homecomputer ... für den häuslichen
Anwendungsbereich (EDV). Innerhalb der Winkelklammern für Herkunftsan
gaben stehen runde Klammern für Buchstaben, Silben oder Wörter, die wegge
lassen werden können. Sie umschließen auch weiterführende Angaben, z. B. Ver
weise, Lebensdaten u.Ä.
:
Der Doppelpunkt trennt im Allgemeinen den Artikelkopf (Stichwort, Ausspra
che, grammatische und etymologische Angaben) von den Bedeutungsangaben.
T
Der Pfeil besagt, dass das damit versehene Wort oder das Wortbildungselement
(in den Herkunftsangaben) an entsprechender alphabetischer Stelle aufgeführt
und erklärt ist, z. B. Compact Cassette ...: eine genormte Tonbandkassette
für Îminiaturisierte Aufnahme- u. Abspielgeräte; akut...; Ggs. Î chronisch.
III. Anordnung und Behandlung der Stichwörter
1. Die Stichwörter sind halbfett gedruckt und farblich hervorgehoben.
2. Die Anordnung der Stichwörter ist alphabetisch. Die Umlaute ä, ö, ü, äu werden
wie die nicht umgelauteten Vokale a, o, u, au behandelt.
Ara
Ara
Araber
Die Umlaute ae, oe, ue hingegen werden entsprechend der Buchstabenfolge al
phabetisch eingeordnet.
Caduceus
Caecum
Caeremoniale
Cafard
3. Stichwörter, die im Ganzen oder in ihren Bestimmungswörtern etymologisch
miteinander verwandt sind, sind in der Regel in einem Stichwortblock zusam
mengefasst. Etymologisch nicht zusammengehörende Stichwörter beginnen da
gegen stets mit einer neuen Zeile.
4. Wörter, die gleich geschrieben werden, aber in Aussprache, Herkunft, Genus
oder Pluralform voneinander verschieden sind, erscheinen in der Regel als ge
trennte Stichwörter mit hochgestellten Indizes.
1 Adonis der;-, -se: schöner [junger] Mann. 2Adonis<7/e;-, -: Hahnenfußgewächs.
9
Einleitung
5. Angaben zum Genus und zur Deklination des Genitivs im Singular und - soweit
gebräuchlich - des Nominativs im Plural sind bei den Substantiven aufgeführt.
Aquarell das; -s, -e; Ära die; -, Ären
Substantive, die nur im Plural vorkommen, sind durch die Angabe die (Plur.) ge
kennzeichnet.
Alimente die (Plur.) ...
6. Rechtschreibliche Varianten werden beim jeweiligen Stichwort (aus Platzgrün
den teilweise in verkürzter Form) und häufig auch zusätzlich als eigene Stich
wörter mit Verweis angeführt.
Kick-down, auch Kickdown ...
Diktafon vgl. Diktaphon
Diktaphon, auch ...fon ...
7. Nach der Rechtschreibreform nicht mehr gültige Schreibungen sind nur dann
verzeichnet, wenn sie an anderer Stelle des Alphabets als die neue Schreibung
auftreten.
Friteuse, fritieren usw. : frühere Schreibung für Fritteuse, frittieren usw.
Mop: frühere Schreibung für Mopp
8. Nach der neuen Regelung der Worttrennung am Zeilenende ergeben sich bei vie
len Fremdwörtern mehrere Trennvarianten. So kann das Wort Konstruktion
zum einen nach den Wortbestandteilen getrennt werden. Da hier das lateinische
construere zugrunde liegt, das aus con und struere zusammengesetzt ist, trennt
man entsprechend Kon-struktion. Zum anderen kann auch ohne Rücksicht
auf die Wortbestandteile getrennt werden, wenn das Wort nicht als Zusammen
setzung erkannt oder empfunden wird. Dann gilt entweder die Regel, dass bei
Fremdwörtern die Verbindung von Konsonant plus 1, n oder r ungetrennt' bleibt,
so trennt man also Kons-truktion. Oder man richtet sich nach der Regel, nach
der von mehreren Konsonanten zwischen zwei Vokalen nur der letzte auf die
neue Zeile kommt; dann ergibt sich die Trennung Konst-ruktion.
Im Großen Fremdwörterbuch wird in solchen Fällen jeweils nur eine korrekte
Trennstelle im Stichwort durch den senkrechten Strich markiert. Zusätzlich sind
die betroffenen Stichwörter (oder das jeweils erste Wort des Stichwortblocks) je
doch noch durch ein Sternchen gekennzeichnet, das auf andere Trennmöglich
keiten hinweist.
Die Frage, wann die Bestandteile eines zusammengesetzten Wortes nicht mehr
als solche erkannt oder empfunden werden, ist sicher nicht in jedem Fall eindeu
tig zu beantworten. Den Trennungsangaben in diesem Wörterbuch liegt die Ein
schätzung zugrunde, dass Wortbestandteile wie -gramm, -graf/-graph, -krise
(z. B. in Diakrise), -plastisch (z.B. in pathoplastisch) u.a. von den meisten
Sprachteilhabern als eigenständige Komponenten einer Zusammensetzung an
gesehen werden; deshalb ist in solchen Fällen das Sternchen nicht gesetzt wor
den. Damit ist jedoch nicht gesagt, dass eine Trennung wie Prog-ramm grund
sätzlich falsch sei.
Bei geläufigen Zusammensetzungen und Ableitungen, deren Bestandteile heute
kaum noch erkannt werden, wird die Trennung nach Sprechsilben angegeben, al
so: Chi-rurg, Pä-da-go-ge, Vi-ta-min usw. (Bei deutlich erkennbaren Wortbe
standteilen dagegen wie bisher: Bio-sphäre, Manu-skript, Typo-skript usw.)
Ob in Fremdwörtern die Sprechsilbengrenze vor oder zwischen Konsonanten
verbindungen wie bl, dr, gn usw. liegt, ist oft nicht eindeutig zu bestimmen. Die
Diskussion über die neue Wahlmöglichkeit hat aber gezeigt, dass die bisherige
10
Einleitung
Praxis, diese Gruppen ungetrennt zu lassen, bevorzugt wird. Deshalb findet man
im Großen Fremdwörterbuch hier die gewohnten Trennungen wie Ta-blett, Qua
drat, Ma-gnet usw. Die betroffenen Stichwörter (oder das jeweils erste Wort des
Stichwortblocks) sind jedoch auch in diesen Fällen durch das Sternchen gekenn
zeichnet, sodass ein deutlicher Hinweis auf andere Trennmöglichkeiten gegeben
ist.
Sprechsilbengemäße Trennstellen zwischen und nach Vokalen im Wortinneren
sind im Allgemeinen berücksichtigt, also z. B. Ru-ine und Rui-ne, The-ater und
Thea-ter.
IV. Aussprache
Ausspracheangaben stehen in eckigen Klammern hinter den Wörtern, deren Aus
sprache von der im Deutschen sonst üblichen abweicht. Die verwendete Lautschrift
fußt auf den Aussprachebezeichnungen der Association Phonétique Internationale
(Internationale Phonetische Vereinigung), ist aber den Zwecken des Großen Fremd
wörterbuchs angepasst.
Die Angaben zur Aussprache beschränken sich auf Wörter oder Wortteile, deren
Aussprache Schwierigkeiten bereitet. Bei den übrigen Stichwörtern werden Beto
nung und Kürze bzw. Länge des akzenttragenden Vokals bzw. Diphthongs angege
ben. Ein unter den Vokal gesetzter Punkt gibt betonte Kürze, ein Strich betonte
Länge an.
Besondere Zeichen der Lautschrift, Beispiele und Umschreibung
Der Hauptakzent ['] steht vor der betonten Silbe, z. B. Catenaccio [kate'natʃo]. Die
beim ersten Stichwort stehende Ausspracheangabe ist im Allgemeinen für alle nach
folgenden Wortformen eines Stichwortblocks oder einer Wortgruppe gültig, sofern
diese nicht eine neue Angabe erfordern.
[a] Butler [bat...]
[a:J à la hâte [ala'a:t]
[ɑ:] cast [kɑ:st]
Bulldozer [...do:zr]
[?l Friseur [,,, zo:n]
[ä] Centime [sa'ti:m]
[à:] Franc [frà:]
[æ] Campus ['kæmpəs]
[ʌ] Dufflecoat ['dʌfleout]
[ai] live [laif]
[au] Mouse [maus]
[Ç] Bronchie [...çio]
[dj] Gin [dʒin]
[e]
[e:]
[ɛ]
[ɛ:]
[ë]
[ë:]
[ə]
[ə:]
[i]
[i:]
[i]
[ɪ]
[1]
Regie [re'ʒi:]
Shake [ʃe:k]
Handikap ['hɛndikɛp]
fair [fɛ:n]
Impromptu [eprö'ty:]
Timbre [tɛ:brə]
Rage ['ra:ʒə]
Go-go-Girl [...god]
Citoyen [sitoajɛ:]
Creek [kri:k]
Ingenieur [ɪnʒe'niæ:n]
Freeclimbing [...klaimiq]
Faible ['fɛ:bl]
11
[n]
[ŋ]
Io]
[o:]
[ɔ]
[ɔ:]
[ð]
[ð:]
[0]
[o:]
[ce]
[æ:]
[œ]
[æ:]
[oa]
[oy]
[S]
Einleitung
joggen ['ʤɔgn]
Bon [bɔŋ]
Logis [lo'ʒi:]
Plateau [... to:]
Hobby ['hɔbi]
Baseball ['beɪsbɔ:l]
Bonmot [bö'mo:]
Chanson [fä'sö:]
Pasteurisation [...to...]
Friseuse [,,,'zo:zə]
Feuilleton [fæjə'tð:]
Chef d’Œuvre [ʃɛ'dæ:vr]
chacun à son goût [fakœasô'gu]
Parfum [par fœ:]
chamois [ʃa'moa]
Boykott [boy...]
City ['sɪti]
Charme [ʃarm]
Cella [ts...]
Match [mɛtʃ]
Route [ ru:...]
[u] Routine [ru...]
[y] Lingua ['lɪŋgua]
[O] Booklet ['buklɪt]
[V] Viola [v...]
[w] Whisky ['wɪski]
w Bacchanal [baxa...]
[y] Budget [by'dje:]
[y:] Avenue [ava’ny:]
[ÿ] Habitué [(h)abi'tÿe:]
[Z] Bulldozer [,,,do:zn]
[3] Genie [3e...]
[θ] Thriller ['θrilə]
[ð] on the rocks [ɔn ðə rɔks]
Lll
[ts]
[tʃɪ
[u:]
Sonstige Zeichen der Lautschrift
Zeichen für den Stimmritzenverschlusslaut („Knacklaut“) im Deutschen, z.B.
Weekend [’vi:k|ent]; wird vor Vokal am Wortanfang weggelassen, z.B. Effet
[ɛ'fe:]; eigentlich [lɛ'fe:].
: Längezeichen, bezeichnet Länge des unmittelbar davor stehenden Vokals, z. B.
adieu [a'dio:].
~ Zeichen für nasale Vokale, z. B. Fond [fö:J.
Betonung, steht unmittelbar vor der betonten Silbe, z. B. Ballon [ba'lɔŋ].
, Zeichen für silbischen Konsonanten, steht unmittelbar unter dem Konsonanten,
z. B. Bushel ['bʊʃl].
- Halbkreis, untergesetzt oder übergesetzt, bezeichnet unsilbischen Vokal, z.B.
Milieu [mi'lio:]; Etui [ɛt'vi:, a'tyi:].
I
V. Grammatische Angaben
Mit Ausnahme der nur verwiesenen Stichwörter hat jedes Substantiv grammatische
Angaben, und zwar den Artikel, die Genitiv- und die Pluralform(en). Einschrän
kungen bzw. Hinweise zum Gebrauch in unterschiedlichen Sprachlandschaften
(z.B. österr.) wurden durch Komma abgetrennt oder, wenn dadurch die Verständ
lichkeit besser gewährleistet wird, in Klammern eingeschlossen.
VI. Etymologische Angaben
Alle Stichwörter sind mit Angaben zur Herkunft versehen, sofern es sich nicht um
bloße Ableitungen mit deutschem Suffix oder um Zusammensetzungen handelt, de
ren zweiter Bestandteil an entsprechender alphabetischer Stelle mit etymologischer
Einleitung
Angabe verzeichnet ist. Der Entlehnungsweg wird, soweit feststellbar, bis zur Ur
sprungssprache zurückverfolgt.
Entlehnungen der gleichen Wortart werden durch „aus“ verbunden: Baiser ... (aus
fr. baiser „Kuss“, subst. Infinitiv von baiser „küssen“, dies aus gleichbed. lat. ba
siare).
Gehen sie auf eine andere Wortart zurück, steht die Präposition „zu“: Devant...
(zu fr. devant „vor, vorn“); burlesk (aus gleichbed. fr. burlesque, dies aus it. bur
lesco zu burla „Posse“).
Die Präposition „zu“ steht auch beim Verweis auf Wörter, bei denen die weitere
Herkunft erklärt ist, auf Wortbildungselemente und auf Wortteile, die unmittelbare
Bestandteile des Stichworts bilden: Bakteriämie ... (zu ¡Bakterie u. ¡...ämie);
Bakteriologie ... (zu T...logie); Biofeedback ... (zu tbio... u. ¡Feedback);
Bubblegum ... (aus engl. bubble gum „Ballonkaugummi“ zu bubble „Blase“ u. gum
„(Kau)gummi“.
Vermittelnde Sprachen od. Wortformen werden mit „über“ angezeigt: Bai ... (aus
gleichbed. niederl. baai, dies über fr. baie aus span, bahía (aus spätlat. baia)); Bal
sam ... (über lat. balsamum aus gr. bälsamon „Balsamstrauch“ ...); Kumpan ...
(über altfr. compain aus spätlat. companio „Gefährte“, eigtl. „Brotgenosse“, dies
über das Vulgärlat. zu lat. con- (vgl. kon...) u. panis „Brot“). Sind Formen von Mitt
lersprachen nicht feststellbar oder belegt, steht statt „aus“ die Präposition „zu“.
Bei Wörtern, die auf einen Namen zurückgehen, wird die etymologische Angabe mit
„nach“ eingeleitet: Celsius ... (nach dem schwed. Astronomen A. Celsius,
1701-1744). Häufig wird dabei zusätzlich die Form der Herkunftssprache vorange
stellt: Fauna ... (aus lat. Fauna; nach der altröm. Fruchtbarkeitsgöttin Fauna
(Schwester od. Frau des Faunus), vgl. Faun).
Mit „nach“ werden auch etymologische Angaben von Wörtern oder Fügungen ein
geleitet, die in der Herkunftssprache eine ähnliche Form aufweisen bzw. als Be
standteil mit ähnlicher Form einer Fügung vorkommen, im Deutschen aber eine
deutsche bzw. eine dem deutschen Sprachsystem angepasste Endung aufweisen:
kuvrieren ... (nach gleichbed. fr. couvrir; vgl. Kuvert u. ..deren); sprayen ... (nach
gleichbed. engl. to spray, vgl. Spray).
Gelegentlich wird das Benennungsmotiv angegeben; es wird meist mit „weil“,
„nach“ oder „wegen“ angezeigt: Kroton ... (aus gleichbed. gr. krötön, eigtl. „Hun
delaus“, weil die Frucht des danach benannten Baumes ähnlich aussieht); Rhe
nium ... (zu lat. Rhenus „Rhein“ (nach der rheinischen Heimat der Mitentdeckerin
I. Noddack-Tacke, 1896-1978) u. zu t ...ium); Albiklas ... (zu lat. albus „weiß“ u. gr.
kläsis „Bruch“ (wegen der schrägen Spaltungsebene der einzelnen Kristalle)).
In der Darstellung der etymologischen Angaben herrscht das Prinzip der Verwei
sung auf das wichtigste Wort der etymologisch zusammengehörigen Wortgruppe,
sofern dieses Wort nicht selbst am Beginn der Wortgruppe steht. Bei allen ihm fol
genden Stichwörtern wird auf einen nochmaligen Verweis verzichtet. Beim Aufsu
chen der Etymologie eines Wortes mit fremder Endung bzw. fremden Ableitungs
silben, die als Wortbildungselement in der etymologischen Klammer angegeben
sind, muss immer beim wichtigsten Wort der Wortgruppe mit nachgeschlagen wer
den. Wortbildungselemente sind immer dann angegeben, wenn eine entsprechende
fremdsprachliche Form nicht feststellbar oder belegt ist.
13
VII. Stilistische Bewertungen, räumliche und zeitliche Zuordnungen,
Hinweise auf Fach- und Sondersprachen sowie auf Fachgebiete
Alle eigentlich sprachlichen Angaben, d. h. stilistische Bewertungen, räumliche und
zeitliche Zuordnungen sowie Hinweise auf Fach- und Sondersprachen, stehen vor
der Bedeutungsangabe, während sachliche Zuordnungen zu Fachgebieten und Be
reichen nach den Bedeutungen zu finden sind.
Stilistische Bewertungen von Wörtern und Verwendungsweisen
Den überwiegenden Teil unseres Fremdwortschatzes bilden Wörter, die in ihrem
Stilwert neutral sind. Diese normalsprachlichen Wörter, die z. B. Barriere, Exkla
ve und Konjunktur, werden nicht besonders gekennzeichnet. Das gilt auch für sol
che Wörter, die in [leicht] gehobener Sprache verwendet werden, wie z. B. Odium.
Alle Wörter unterhalb der normalsprachlichen Stilschicht werden mit „ugs.“
( = umgangssprachlich) markiert, z.B. blümerant, meschugge, Promi. Gele
gentlich sind solche Wörter, wenn sie durch starke Abweichung vom Normalsprach
lichen nicht zum Allgemeinwortschatz gerechnet werden können, mit „Jargon“ ge
kennzeichnet (z. B. abgefuckt). Gebrauchsangaben wie „scherzhaft, ironisch, ab
wertend, verhüllend“ u.a. sagen etwas über die Haltung des Sprechers oder die
Nuancierung einer Äußerung aus.
Räumliche und zeitliche Zuordnungen
Bei Wörtern und Verwendungsweisen, die nicht gemeinsprachlich sind, wird ange
geben, dass sie nur in einem Teil des deutschen Sprachraums üblich sind. Ist die Zu
ordnung zu einem bestimmten Sprachgebiet gesichert, so wird dieses genannt:
„Schweiz.“ (= schweizerisch, z.B. Kantonnement), „österr.“ (= österreichisch,
z.B. Palatschinke) usw. Lässt sich das Sprachgebiet nicht genau abgrenzen, so
steht der Hinweis „landsch.“ ( = landschaftlich), z. B. penibel ... 2. (landsch.) un
angenehm, peinlich.
Bei den zeitlichen Zuordnungen besagt „veraltend“, dass ein Wort nur noch selten,
meist von der älteren Generation verwendet wird (z. B. chauffieren). Mit „veral
tet“ wird angegeben, dass ein Wort nicht mehr Bestandteil des Wortschatzes der Ge
genwartssprache ist, aber noch im Zusammenhang mit alten technischen, wissen
schaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung bzw. mit Bezug auf kulturhistori
sche Gegebenheiten oder auch in altertümelnder, scherzhafter oder ironischer Aus
drucksweise gebraucht wird (z. B. kurant, Chemikal, dekalkieren, Physikus).
Die Angabe „früher“ kennzeichnet Amtsbezeichnungen, Sachen und Einrichtun
gen, die heute nicht mehr üblich oder aktuell sind (z.B. Profos, Schogun, Kafess). Mit der Angabe „selten“ wird darauf hingewiesen, dass ein Wort nur ganz
vereinzelt gebraucht wird (z.B. Dejekt, Rayonchef).
Hinweise auf Fach- und Sondersprachen sowie auf Fachgebiete
Das Wörterbuch grenzt das Allgemeinsprachliche vom Fach- und Sondersprachli
chen ab und kennzeichnet genau die Bereiche, in denen die Wörter verwendet wer
den. Während Hinweise zu Fach- und Sondersprachen vor der Bedeutungsangabe
stehen, sind Zuordnungen zu Fachgebieten danach zu finden.
Einleitung
14
VIII. Bedeutungsangaben
Die Angaben zur Bedeutung eines Stichworts stehen hinter dem Doppelpunkt, der
dem Stichwort und den Angaben zur Aussprache, Grammatik, Etymologie usw.
folgt. Hat ein Stichwort mehrere Bedeutungen, die sich voneinander unterscheiden,
dann werden die einzelnen Bedeutungen durch Ziffern oder Buchstaben voneinan
der getrennt. In den Bedeutungsangaben sind Verweispfeile angebracht, wenn nicht
erwartet werden kann, dass der Benutzer alle darin enthaltenen Fremdwörter ohne
spezielle Vorkenntnisse versteht. Pfeile stehen auch dann, wenn nur auf eine be
stimmte Bedeutung des Wortes verwiesen werden soll; hinter dem betreffenden
Wort wird dann die Ziffer bzw. der Buchstabe für die Bedeutungsvariante angege
ben.
Zur Rechtschreibung der Fremdwörter
Bei der Neuregelung der deutschen Rechtschreibung wurden auch für die Fremd
wortschreibung einige Änderungen festgelegt. Dadurch gibt es jetzt insgesamt mehr
Schreib- und Trennvarianten als früher.
Es gibt mehr eingedeutschte (integrierte) Schreibungen.
Die Getrennt- und Zusammenschreibung mehrteiliger Fremdwörter
wurde den allgemeinen Regeln angenähert.
Die Bindestrichschreibung wurde den allgemeinen Regeln angeglichen.
Bei mehrteiligen Fremdwörtern gibt es mehr Großschreibungen.
Die Regeln der Worttrennung wurden liberalisiert.
Die im 19. Jahrhundert noch häufiger zu beobachtende Tendenz, Fremdwörter auch
in ihrer Schreibweise ins deutsche Schriftsystem zu integrieren (aus „Blouse“ wurde
„Bluse“, aus „Strike“ wurde „Streik“), ist in jüngerer Zeit kaum noch lebendig. Ob
die Zulassung weiterer Integrationsformen (z. B. „Portmonee“, „Katarr“, „Spaget
ti“) durch die Rechtschreibreform dieser Tendenz einen neuen Impuls verleiht, lässt
sich heute noch nicht absehen. Deshalb steht bei der Mehrzahl der betroffenen
Fremdwörter die „fremde“ Schreibung (noch) an erster Stelle; einige Ausnahmen
sind im Folgenden genannt.
Eine kleine Gruppe von Wörtern wurde in der Schreibung an andere
Wörter derselben Wortfamilie angeglichen, deren Eindeutschung in
der Schreibung schon weiter fortgeschritten war:
Aus „plazieren" und „plaziert“ wurde zum Beispiel „platzieren“ und „plat
ziert“ (in Anlehnung an „Platz“); statt „Stukkateur“ und „Stukkatur“ schreibt man nach den neuen Regeln „Stuckateur“ und „Stuckatur“
(wie bisher schon „Stuck“).
Ähnliches gilt für die Wortteile -tial- und -tiell-; sie werden zu -zial- und -ziell-, wenn
zur entsprechenden Wortfamilie ein Wort gehört, das auf z endet. Wenn also eine
Zuordnung zu einem Grundwort mit z plausibel ist, dann steht bei Wörtern wie
„existenziell“ und „Existenzialismus “ (wegen: Existenz) generell die z-Schreibung
an erster Stelle im Wörterverzeichnis. Die ebenfalls mögliche Schreibung mit fist je
weils mit „auch“ als Nebenform angeschlossen.
Die größte Zahl der Änderungen in der Fremdwortschreibung besteht ohnehin da
rin, dass in vielen Fällen eine zweite (eingedeutschte) Form neben der bisherigen zu
gelassen wird. So kann beispielsweise das ph in den aus dem Griechischen stam
menden Wortteilen -phon-, -phot- und -graph-generell durch f ersetzt werden.
Vor allem in Texten der wissenschaftlichen Fachsprachen dürften die /^-Schreibun
gen auch weiterhin vorherrschend bleiben, nicht zuletzt wegen der Parallelität zum
Englischen. Da der Übergang von der Fachsprache zur Allgemeinsprache oft flie
ßend ist und die Existenz unterschiedlicher Schreibungen in beiden Bereichen keine
Einleitung
16
besonders befriedigende Lösung darstellt, könnte man geneigt sein, hier ohne Aus
nahme beim ph zu bleiben. Dem widersprechen jedoch bereits heute überwiegend
gebräuchliche Schreibungen wie „Telefon“ und „Fotografie“, die zum Teil nach
dem amtlichen Regelwerk nur noch mit der /-Schreibung zulässig sind. Aus diesem
Grund gibt es hierbei eine Reihe von integrierten Formen. Auch „gemischte“
Schreibungen, sogenannte Hybridformen, bei denen ein Wortteil der Schreibweise
im Deutschen angepasst ist und ein anderer nicht, sind möglich, z. B. „Orthografie“,
„Fotosynthese“.
Daneben gilt Folgendes:
■■ phot/fot
Bei alltagssprachlichen und eher dem [druck- und satzjtechnischen Bereich zuzu
ordnenden Wörtern ist die /-Schreibung (Foto, fotogen, fotokopieren, Fotosatz
usw.) im Wörterverzeichnis an erster Stelle eingetragen, bei naturwissenschaftli
chen Fachwörtern dagegen die /z/z-Schreibung (Photochemie, Photometrie, Photo
synthese, phototrop usw.), jeweils mit den entsprechenden Nebenformen.
Wie „Telefon“ (nach amtlicher Wörterliste nur noch so) schreibt sich auch „Mikro
fon“ und „Megafon“ mit /jeweils auch alle Ableitungen und Zusammensetzungen
wie „telefonisch“ oder „Telefonzelle“. In allen anderen Fällen ist die^/z-Schreibung
(Phon, phonografisch, Xylophon usw.) an erster Stelle im Wörterverzeichnis zu
finden.
graph/graf sass
Neben den schon seit längerem gebräuchlichen Schreibungen „Fotografie“, „Ste
nografie“ und „Telegrafie“ sind nun auch „Biografie“, „Grafik“ und „Paragraf“
immer häufiger mit der /-Schreibung anzutreffen. Daher steht nun in den meisten
Fällen die /-Schreibung an erster Stelle, die weiterhin mögliche /z/z-Schreibung wird
als Nebenform gezeigt.
Die sehr oft gebrauchten Wörter „Fantasie“, „fantastisch“ usw. werden an erster
Stelle mit/geschrieben, bildungssprachliche Wörter wie „Phantasmagorie “ behal
ten dagegen das ph („Phantom“ ist im amtlichen Wörterverzeichnis auf ph festge
legt).
Wörter aus dem Französischen mit e/ee wie „Dragee“, „Frottee“ und „Separee“
sind in diesen Schreibungen schon so gebräuchlich, dass auf das Akzent-e verzichtet
werden kann. In „Pappmaschee“ ist der erste Bestandteil bereits integriert; deshalb
wurde auch der zweite Teil des Wortes der deutschen Schreibweise angepasst. Eine
Ausnahme bildet hier der Schreibgebrauch in der Schweiz, wo Fremdwörter aus
dem Französischen meist in der nicht angeglichenen Form („Dragée“, „Frotté“,
„Séparée“, „Pappmaché“) geschrieben werden. Dagegen sind Wörter wie „Expo
sé“ oder „Varieté“ noch häufig in der „fremden“ Schreibung anzutreffen, sodass
diese Formen an erster Stelle im Wörterverzeichnis eingetragen sind.
Bei den sonstigen Varianten in der Laut-Buchstaben-Beziehung, etwa hinsichtlich
der c- oder Zc-Schreibung, ch- oder xc/z-Schreibung, der ou- oder w-Schreibung, der
17
Einleitung
e- oder ¿¿-Schreibung u.a. lässt sich kaum eine systematische Richtlinie aufstellen.
Hier hat die Redaktion in jedem Einzelfall geprüft, ob eine Tendenz zugunsten einer
Variante im Schreibgebrauch feststellbar ist. Solchen Beobachtungen folgen die
Stichwortansetzungen im „Großen Fremdwörterbuch“. Überhaupt ist in vielen Fäl
len das ältere c in Fremdwörtern (schon vor der Rechtschreibreform) im Zuge der
Eindeutschung zu k oder z geworden, und zwar abhängig von seiner ursprünglichen
Aussprache. Es wurde zu k vor a, o, u und vor Konsonanten. Es wurde zu z vor e, i
und y, ä und ö. Beispielsweise wurde „Copie“ zu „Kopie“, „Spectrum“ zu „Spek
trum" und „Caesur“ bzw. „Cäsur“ zu „Zäsur“. In der Allgemeinsprache sind diese
Formen heute völlig geläufig und haben die traditionelle Schreibung mit c verdrängt.
Dagegen besteht in einzelnen Fachsprachen, so besonders in derjenigen der Che
mie, die Neigung, im Sinne einer internationalen Sprachangleichung das c in den
Fremdwörtern, die im Rahmen eines festen Systems bestimmte terminologische
Aufgaben haben, größtenteils zu erhalten. In solchen Fällen werden fachsprachlich
nicht nur Eindeutschungen vermieden, sondern es kommen auch immer häufiger
„Ausdeutschungen“ vor, auch bei Fremdwörtern, die in der Gemeinsprache bereits
fest verankert sind. So wird aus „Kampfer“ fachsprachlich wieder „Campher“, aus
„Kalzium“ wegen der Systematik der chemischen Elemente „Calcium“, ringförmi
ge Verbindungen sind nicht „zyklisch“, sondern „cyclisch“ usw. Diesem Trend fol
gen auch andere Fachgebiete, so etwa die Datenverarbeitung. Unter englischem
Einfluss wird das bereits seit längerem oft eingedeutschte Verb „kodieren“ meist
wieder zu „codieren“ und damit auch „Kode“ zu „Code“. Dagegen behauptet sich
bei „kodifizieren“ wegen der ebenfalls eingedeutschten Endung nach wie vor die
Æ-Schreibung.
Beispiele für Varianten bei anderen Laut-Buchstaben-Beziehungen sind etwa
„Ketchup“, eingedeutscht auch „Ketschup“; „Nugat“ als häufigere Form neben
„Nougat“, dagegen hat „Bouclé“ nur als Nebenform auch „Buklee“. In der chemi
schen Fachsprache steht neben allgemeinsprachlich „Äther“ die aus dem Eng
lischen beeinflusste Form „Ether“, ebenso bei „Polyäthylen“ die chemisch fach
sprachliche Variante „Polyethylen“. Solche Einzelfälle sind jeweils dem Wörterver
zeichnis zu entnehmen.
Zusammengesetzte Fremdwörter werden in vielen Fällen nach derselben
Grundregel wie die deutschen Zusammensetzungen behandelt: Man
schreibt sie in einem Wort.
Ist der erste Bestandteil ein Substantiv, so gilt neben der Zusammenschreibung auch
die Bindestrichschreibung, z. B. „Fairychess“, auch „Fairy-Chess“. Ist das Wort in
der Zusammenschreibung (z. B. wegen seiner Länge) schlecht lesbar, wird die Form
mit Bindestrich an erster Stelle gebracht: „Desktop-Publishing“. Als Nebenform ist
hier auch „Desktoppublishing “ angegeben.
Ist der erste Bestandteil ein Adjektiv, kann zusammengeschrieben werden, wenn die
gemeinsame Hauptbetonung auf dem ersten Bestandteil liegen kann. Andernfalls
Einleitung
18
gilt nur die Getrenntschreibung, also z. B. „Hotspot“ oder „Hot Spot“, aber nur
„Electronic Commerce“, „Top Ten“.
i||| Für Fremdwörter aus dem Englischen, die als zweiten Bestandteil eine Prä-Ä position oder ein Adverb haben, empfiehlt sich die Bindestrichschreibung,
< da eine Zusammenschreibung in Fällen wie „Sit-in“ oder „Make-up“ zu
sehr ungewohnten und schlecht lesbaren Schriftbildern führen würde.
IWO®
Wenn das Wort allerdings im Englischen bereits zusammengeschrieben wird (z.B.
„Blackout“ oder „Countdown“), ist es in dieser Form an erster Stelle verzeichnet.
Die Bindestrichschreibung folgt an zweiter Stelle.
In mehrteiligen substantivischen Fügungen werden alle Substantive mit
großem Anfangsbuchstaben geschrieben.
Beispiele dafür sind „Alma Mater“, „Eau de Toilette“, „Commedia dell’Arte“.
Handelt es sich jedoch nicht um eine substantivische Fügung, so bleibt es bei der
Kleinschreibung: „de facto“, „a capella“ (in Zusammensetzungen: De-facto-Aner
kennung, A-capella-Chor).
Bei der Worttrennung am Zeilenende ergeben sich bei vielen Fremdwör:
mehrere Trennvarianten. Darauf wird bei den Stichwörtern durch ein
Sternchen hingewiesen.
Zu der Worttrennung am Zeilenende vgl. S. 9f.
Zur Geschichte und Funktion des Fremdworts
Wie in allen Kultursprachen, so gibt es auch in der deutschen Sprache eine große
Zahl von Wörtern aus anderen, d.h. aus fremden Sprachen. Sie werden üblicher
weise Fremdwörter genannt, obgleich sie zu einem großen Teil gar keine fremden,
sondern durchaus altbekannte, gebräuchliche und nötige Wörter innerhalb der
deutschen Sprache sind.
Was ist überhaupt ein Fremdwort? Woran erkennt man es? Es gibt zwar keine ein
deutigen und zuverlässigen Kriterien, doch kann man vier Merkmale nennen, die
oft - wenn auch nicht immer - ein Wort als nichtmuttersprachlich erkennen lassen:
1. Die Bestandteile des Wortes. So werden z. B. Wörter mit bestimmten Vor- und
Nachsilben als fremd angesehen (expressiv, Kozzfrontatz'on, Lamento, Mobbz/zg,
reformieren, SputnzÆ).
2. Die Lautung, d.h. die vom Deutschen abweichende Aussprache (z.B. Team
[ti:m] oder- wie der folgende Reim erkennen lässt- „Büchersc/zecÄ:- mehr als ein
Gag1' oder die nasale Aussprache von Engagement [agaʒəma:]) und die Beto
nung, d. h. der nicht auf der ersten oder Stammsilbe liegende Akzent (absolut, di
vergieren, Energie, interessant, Parität).
3. Die Schreibung, d.h. das Schriftbild zeigt für das Deutsche unübliche Buchsta
benfolgen, unübliche grafische Strukturen, z. B. Bibliomanie, Bodybui lder, cou
ragiert, Nuntius, Palazzo. Bestimmte Buchstaben- und Lautverbindungen kön
nen Fremdsprachlichkeit signalisieren. Im Deutschen kommen beispielsweise
die Verbindungen pt- und ts- nicht im Anlaut vor, sodass man Ptyalin, Ptosis, Tsuga u.a. aufgrund dieser Buchstabenverbindung als fremdsprachlich erkennt.
4. Die Ungeläufigkeit oder der seltene Gebrauch eines Wortes in der Alltagsspra
che. So werden Wörter wie exhaustiv, extrinsisch, luxurieren, Quisquillen, pagi
nieren, Revenue, stigmatisieren wegen ihres nicht so häufigen Vorkommens als
fremde Wörter empfunden. Meistens haben die Fremdwörter aber mehr als eines
der genannten Merkmale.
All diese Merkmale sind jedoch nur Identifizierungsmöglichkeiten, keine sicheren
Maßstäbe, denn es gibt beispielsweise einerseits deutsche Wörter, die nicht auf der
ersten oder Stammsilbe betont werden (z.B. Forelle, Jahrhundert, lebendig), und
andererseits Fremdwörter, die wie deutsche Wörter anfangsbetont sind (Epik, Fa
zit, Genius, Kamera, Positivum, Schema). Außerdem werden die üblicherweise en
dungsbetonten fremdsprachlichen Wörter oftmals auch auf der ersten Silbe betont,
wenn sie im Affekt gesprochen werden oder wenn sie besonders hervorgehoben oder
auch in Gegensatz zu anderen gestellt werden sollen, z. B. exportieren, finanziell, ge
nerell, Import, kollektiv, permanent. Allerdings ist dabei die Stellung im Satz nicht
unwichtig. Prädikativ gebrauchte Adjektive werden - beispielsweise - seltener auf
der ersten Silbe betont (attributiv: der skandalöse/skandalöse Vorfall; aber prädi
kativ fast nur: der Vorfall ist skandalös).
Der Alltagssprecher neigt dazu, fremdsprachliche Wörter den deutschen Ausspra
chegesetzen anzupassen. Im Unterschied zu Kindern, die so gut wie möglich nach-
Einleitung
20
zuahmen versuchen, gleichen Erwachsene in der Regel das Fremde dem Phonem
system ihrer Muttersprache an, beziehungsweise sie überhören die Abweichungen.
Auch sonst tragen die sogenannten Fremdwörter meist schon deutliche Spuren der
Eindeutschung, so z. B. wenn eine nasale Aussprache teilweise aufgegeben ist (Pen
sion, Balkon), ein fremdsprachliches sp und st als seht (Station) bzw. schp (Spurt),
ein in der fremden Sprache kurzer Vokal in offener Silbe im Neuhochdeutschen lang
gesprochen (Forum, Fokus, Logik), der Akzent den deutschen Betonungsgewohn
heiten entsprechend verlagert wird (Discount statt engl. discount, Come-báck statt
engl. comeback) oder wenn ein fremdes Wort im Schriftbild der deutschen Sprache
angeglichen worden ist (Telefon, Fotografie, Nummer, Frisör).
Die im Deutschen nicht üblichen Laute oder Lautverbindungen in fremden Wörtern
werden bei häufigerem Gebrauch durch klangähnliche deutsche ersetzt, oder die in
der fremden Sprache anders gesprochenen Schriftzeichen werden der deutschen
Aussprache angeglichen (Portrait/Porträt; Poster: gesprochen mit langem oder
kurzem o neben der englischen Aussprache 'poustə). Der Angleichungsprozess be
ginnt mit Teilintegrationen und vollzieht sich sowohl in der Aussprache als auch in
der Schrift.
Manche fremden Wörter werden vielfach für deutsche gehalten, weil sie häufig in
der Alltagssprache vorkommen (Möbel, Bus, Doktor) oder weil sie in Klang und Ge
stalt nicht oder nicht mehr fremd wirken (Alt = tiefe Frauenstimme; Bluse, Dose,
Droschke, Film, Flöte, Front, Keks, Klasse, Krem, Peitsche, spurten, Start, Streik, Trup
pe, boxen, parken). So ist es auch zu erklären, dass das vor allem vom Lesen her be
kannte Wort Puzzle von Testpersonen für schwäbisch gehalten und dementspre
chend auch so ausgesprochen wurde. Es kann auch vorkommen, dass ein und das
selbe Wort aufgrund mehrerer Bedeutungen je nach Häufigkeit der Bedeutung als
deutsches oder fremdes Wort eingruppiert wird, z. B. Note in der Bedeutung Musik
zeichen als deutsches Wort, Note in der Bedeutung förmliche schriftliche Mitteilung
als fremdes Wort. In manchen Wörtern sind auch ein fremdes und ein deutsches
Wort in der Lautung zusammengefallen, z. B. Ball (französisch bal) = Tanzfest und
Ball (althochdeutsch bal) = Spielzeug, Sportgerät. Andererseits aber werden wieder
deutsche Wörter für Fremdwörter gehalten, weil sie selten sind (Flechse, Riege, to
sen) oder weil bei ihnen an einen deutschen Wortstamm eine fremdsprachliche En
dung getreten ist (buchstabieren, hausieren, Bummelant, Schwulität).
Gerade bei diesen Mischbildungen, den sogenannten hybriden Bildungen, besteht
bei den Sprachteilhabern in der Beurteilung, ob es sich um deutsche oder fremde
Wörter handelt, Unsicherheit, wobei sich in der Regel zeigt, dass fremde Suffixe die
Zuordnung zum Fremdwort begünstigen, während Wörter mit fremdem Stamm und
deutschen Ableitungssilben wie Direktheit, temperamentvoll, risikoreich und Naivling
eher als deutsche empfunden werden.
Da der Begriff „Fremdwort“ eigentlich nur für eine historische Sprachbetrachtung
brauchbar ist, wurde vorgeschlagen, im Hinblick auf die Gegenwartssprache darauf
zu verzichten. Es ist aber bisher keine Bezeichnung gefunden worden, die ihn zu
friedenstellend ersetzen könnte.
Das Phänomen „Fremdwort“ ist nicht nur als Terminus schwer abgrenzbar und in
den Griff zu bekommen ; es ist auch grundsätzlich zu einem umstrittenen Thema ge
worden. Wörter aus fremden Sprachen sind schon immer, nicht erst in der jüngsten
21
Einleitung
Vergangenheit und in der Gegenwart in die deutsche Sprache aufgenommen wor
den. Im Laufe der Jahrhunderte sind sie ihr jedoch meist in solch einem Maße an
geglichen worden, dass man ihnen die fremde Herkunft heute gar nicht mehr an
sieht. Das sind beispielsweise Wörter wie Mauer (lat. murus), Fenster (lat. fenestra),
Ziegel (lat. tegula), Wein (lat. vinum), die die historisch orientierte Sprachwissen
schaft als Lehnwörter bezeichnet. Der Grad der Eindeutschung fremder Wörter
hängt aber nicht oder nur zum Teil davon ab, wie lange ein fremdes Wort schon in
der Muttersprache gebraucht wird. Das schon um 1500 ins Deutsche aufgenom
mene Wort Bibliothek beispielsweise hat seinen fremden Charakter bis heute beibe
halten, während Wörter wie Streik (aus engl. strike) und fesch (aus engl. fashiona
ble), die erst im 19. Jahrhundert aus dem Englischen ins Deutsche gekommen sind,
bereits völlig eingedeutscht sind.
Der Kontakt mit anderen Völkern und der damit verbundene Austausch von Kennt
nissen und Erfahrungen hat im Mittelalter genauso wie heute in der Sprache seinen
Niederschlag gefunden, ohne dass jedoch im Mittelalter aus der Aufnahme solcher
Wörter eine irgendwie geartete Problematik erwuchs. Viele Bezeichnungen und Be
griffe kamen damals - vor allem auch in Verbindung mit dem Rittertum - aus dem
Französischen ins Deutsche, wie turnier, visier, tambür = Handtrommel, harnasch = Harnisch.
Erst mit der Entstehung der deutschen Nationalsprache in der Neuzeit entwickelte
sich eine Sprachbewusstheit, die den Ausgangspunkt für den Sprachpurismus bil
dete, woraus dann die kritische oder ablehnende Einstellung zum nichtdeutschen
Wort resultierte.
Dem Fremdwort - dieses Wort wurde vermutlich von dem Philosophen und Puris
ten K. C. F. Krause (1781-1832) geprägt und durch Jean Paul im Hesperus (1819)
verbreitet - begann man in den Sprachgesellschaften des 17. Jahrhunderts besondere
Aufmerksamkeit zu widmen. Hand in Hand mit der Kritik am fremden oder aus
ländischen Wort - wie man es damals noch nannte - ging die Suche nach neuen
deutschen Wörtern als Entsprechung. Bedeutende Männer wie Harsdörffer
(1607-1658), Schottel (1612-1676), Zesen (1619-1689) und Campe (1746-1818) so
wie deren geistige Mitstreiter und Nachfolger setzten an die Stelle vieler fremder
Wörter und Begriffe deutsche Wörter, von denen sich manche durchsetzten, wäh
rend andere wirkungslos blieben oder wegen ihrer Skurrilität der Lächerlichkeit
preisgegeben waren. Nicht selten trat aber auch das deutsche Wort neben das frem
de und bereicherte auf diese Weise das entsprechende Wortfeld inhaltlich oder sti
listisch. Fest zum deutschen Wortschatz gehören solche Bildungen wie Anschrift
(Adresse), Ausflug (Exkursion), Bittsteller (Supplikant), Bücherei (Bibliothek), Em
porkömmling (Parvenu), Fernsprecher (Telefon), fortschrittlich (progressiv), Sterb
lichkeit (Mortalität), Weltall (Universum), während andere wie Meuchelpuffer für
Pistole, Dörrleiche für Mumie, Lusthöhle für Grotte oder Lotterbett für Sofa lediglich
als sprachgeschichtliche Kuriositäten erhalten geblieben sind. Selbst Lehnwörter,
also solche Entlehnungen, die sich der deutschen Sprache in Lautgestalt und Flexion
derart angepasst haben, dass erst wortgeschichtliche Forschung ihre fremde Her
kunft zutage fördert, versuchte man zu ersetzen, z.B. Fenster durch Tageleuchter.
Sogar ein Erbwort wie Nase wurde fälschlicherweise für ein Fremdwort gehalten
und sollte mit Gesichtserker verdeutscht werden.
Einleitung
22
Der Anteil der Fremdwörter am deutschen Wortschatz ist gar nicht gering, was man
in Fernsehen, Rundfunk und Presse, den Massenmedien, beobachten kann. Der
Fremdwortanteil beläuft sich in fortlaufenden Zeitungstexten beispielsweise auf
8-9%. Zählt man nur die Substantive, Adjektive und Verben, so steigt der prozen
tuale Anteil des Fremdworts sogar auf 16-17 %. In Fachtexten liegt der prozentuale
Anteil des Fremdworts meist noch wesentlich höher. Man schätzt, dass auf das ge
samte deutsche Vokabular von etwa 400000 Wörtern rund 100000 fremde Wörter
kommen. Der mit rund 2 800 Wörtern aufgestellte deutsche Grundwortschatz ent
hält etwa 6% fremde Wörter. Den größten Anteil am Fremdwort hat übrigens das
Substantiv, an zweiter Stelle steht das Adjektiv, dann folgen die Verben und schließ
lich die übrigen Wortarten.
Erwähnenswert ist in dem Zusammenhang auch die Tatsache, dass man bei einer
Auszählung der Fremdwörter in einer Tageszeitung aus dem Jahre 1860 zu einem
Ergebnis kam, das nur wenig unter den aus der heutigen Tagespresse ermittelten
Durchschnittswerten lag. Der Grund dafür liegt u.a. in der relativ schnellen Ver
gänglichkeit vieler Fremdwörter: Es kommen nämlich fast ebenso viele Fremdwör
ter aus dem Gebrauch wie neue in Gebrauch. Die alten Fremdwörterbücher machen
bei einem Vergleich mit dem gegenwärtigen Fremdwortgut das Kommen und Gehen
der Wörter oder ihren Bedeutungswandel genauso deutlich wie die Lektüre unserer
Klassiker oder gar die Durchsicht alter Verordnungen und Verfügungen aus dem vo
rigen Jahrhundert. In einem Anhang zu Raabes Werken werden beispielsweise fol
gende Wörter, die heute weitgehend veraltet oder aber in anderer Bedeutung üblich
sind, aufgeführt und erklärt:pragmatisch (geschäftskundig),/zerzVo/p ’sc/z (wurmför
mig), Utilität (Nützlichkeit), Idiotismus (mundartlicher Ausdruck), Kollaborator
(Hilfslehrer), subhastieren (zwangsversteigern), Subsellien (Schulbänke), Malefiz
buch (Strafgesetzbuch), Molestierung (Belästigung), Molesten (Plagen), Pennal
(spott. : neu angekommener Student), quiesziert (in den Ruhestand versetzt), Cockpit
(Kampfplatz, (Zirkusjarena).
Heute, in einer Zeit, in der Entfernungen keine Rolle mehr spielen, in der die Kon
tinente einander näher gerückt sind, ist die gegenseitige kulturelle und somit sprach
liche Beeinflussung der Völker besonders stark. So findet grundsätzlich ein Geben
und Nehmen zwischen allen Kultursprachen statt, wenn auch gegenwärtig der Ein
fluss des Englisch-Amerikanischen dominiert. Das bezieht sich nicht nur auf das
Deutsche, sondern ganz allgemein auf die nicht englischen europäischen Sprachen.
Gelegentlich werden Wörter auch nur nach englischem Muster gebildet, ohne dass
es sie im englischsprachigen Raum überhaupt gibt. Man spricht dann von Schein
entlehnungen (Twen, Handy, Showmaster) und Halbentlehnungen mit neuen Bedeu
tungen (Herrenslip, engl. briefs). Es gibt jedoch auch den umgekehrten Prozess, dass
deutsche Wörter in fremde Sprachen übernommen und dort allmählich angeglichen
werden, wie z.B. im Englischen bratwurst, ersatz, gemütlichkeit, gneiss, kaffee
klatsch, kindergarten, kitsch, ɪeberwurst, leitmotiv, Ostpolitik, sauerkraut, Schwär
merei, Schweinehund, Weltanschauung, Weltschmerz, wunderkind, Zeitgeist, zinc.
Auch Mischbildungen oder Eigenschöpfungen wie apple strudel, beer Stube, sitz
bath, kitschy, hamburger kommen vor. Die im Deutschen mit altsprachlichen Be
standteilen gebildeten Wörter Ästhetik und Statistik erscheinen im Französischen
als esthétique bzw. statistique. Das deutsche Wort Rathaus wird im Polnischen zu
ratusz, Busserl im Ungarischen zu puszi, und im Rumänischen gibt es u. a. chelner
23
Einleitung
(= Kellner), chelneritä (= Kellnerin), halbä (= Halbes [Bier]), slager (= Schlager[lied]), sprit ( = gespritzter Wein) und strand ( = Strand).
Eine besondere Gattung der Fremdwörter bilden die so genannten Bezeichnungsexotismen, Wörter, die auf Sachen, Personen und Begriffe der fremdsprachigen
Umwelt beschränkt bleiben, wie z. B. Bagno, Garrotte, Iglu, Kreml, Torero, Türbe.
Viele Fremdwörter sind international verbreitet. Man nennt sie Internationalismen.
Das sind Wörter, die in gleicher Bedeutung und gleicher oder ähnlicher Form in
mehreren Sprachen vorkommen, wie z.B. Medizin, Musik, Nation, Radio, System,
Telefon, Theater. Hier allerdings liegen auch nicht selten die Gefahren für Missver
ständnisse und falschen Gebrauch, nämlich dann, wenn Wörter in mehreren Spra
chen in lautgestaltlich oder schriftbildlich zwar identischer oder nur leicht abgewan
delter Form vorkommen, inhaltlich aber mehr oder weniger stark voneinander ab
weichen (dt. sensibel = engl. sensitive; engl. sensible = dt. vernünftig). In diesen
Fällen spricht man auch von Fauxamis, den „falschen Freunden“, die die Illusion
hervorrufen, dass sie das Verständnis eines Textes erleichtern können, die in Wirk
lichkeit aber das Verständnis erschweren bzw. Missverständnisse hervorrufen. Weil
die fremdsprachlichen Wörter sich kaum auf die Wörter des deutschstämmigen
Wortschatzes beziehen lassen, weil sie nicht in einer vertrauten Wortfamilie stehen,
aus der heraus sie erklärt werden können, wie z.B. Läufer von laufen, aus diesem
Grunde ist mit der Verwendung von Fremdwörtern auch ganz allgemein die Gefahr
des falschen Gebrauchs verbunden. Nicht umsonst heißt es daher im Volksmund:
„Fremdwörter sind Glücksache.“ So sind Fehlgriffe leicht möglich: Restaurator
kann mit Restaurateur, Katheder mit Katheter, kodieren mit kodifizieren, konkav mit
konvex oder - wie bei Frau Stöhr in Th. Manns „Zauberberg“ - insolvent mit insolent
verwechselt werden. Dass falscher oder salopp-umgangssprachlicher Gebrauch zu
Bedeutungswandel führen kann, der oft bis zur völligen Inhaltsumkehrung geht,
macht beispielsweise die Geschichte der Wörter formidabel (von furchtbar, entsetz
lich zu großartig) und rasant (von flach, gestreckt zu sehr schnell, schneidig) deutlich.
Fremde Wörter bereiten aber nicht nur Schwierigkeiten beim Verstehen, sie berei
ten nicht selten auch Schwierigkeiten im grammatischen Gebrauch. Es gibt ver
schiedentlich Unsicherheiten vor allem hinsichtlich des Genus (der oder das Curry;
das oder die Malaise) und des Plurals (die Poster oder die Posters, die Regime oder die
Regimes). Neben vom Deutschen abweichende Flexionsformen (Atlas/Atlanten;
Komma/Kommata) treten im Laufe der Zeit nach deutschem Muster gebildete (At
lasse, Kommas). Aus dieser Unsicherheit heraus ergeben sich häufig Doppelformen,
bis das jeweilige fremde Wort endgültig seinen Platz im heimischen Sprachsystem
gefunden hat. Das Genus der fremdsprachlichen Wörter richtet sich in der Regel
entweder nach möglichen Synonymen oder nach formalen Kriterien. So sind z.B.
die aus dem Französischen gekommenen Wörter le garage, le bagage im Deutschen
Feminina, weil sich mit dem unbetonten Endungs-e in der Regel das feminine Ge
schlecht verbindet, während das Wort Campus anfangs zwischen Maskulinum
(nach der Endung -us) und Neutrum (nach dem deutschen Synonym c/as Feld)
schwankte.
Eine wichtige Frage in Bezug auf das Fremdwort ist auch die nach seiner inhaltli
chen, stilistischen und syntaktischen Leistung. Ein Fremdwort kann besondere sti
listische (Portier/Pförtner; transpirieren/schwitzen; ventilieren/überlegen) und inhalt
liche (Exkursion/Ausflug; fair/anständig; simpel/einfach) Nuancen enthalten, die es
Einleitung
24
von einem entsprechenden oder inhaltlich ähnlichen deutschen Wort unterscheiden.
Es kann unerwünschte Assoziationen oder nicht zutreffende Vorstellungen aus
schließen (Passiv statt Leideform, Substantiv statt Hauptwort, Verb statt Tätigkeits
wort); es kann verhüllend (Fäkalien, koitieren), aber auch abwertend (Visage/Gesicht) gebraucht werden, sodass das Fremdwort in der deutschen Sprache eine wich
tige Funktion zu erfüllen hat. Manche Fremdwörter, vor allem Fachwörter, lassen
sich gar nicht durch ein einziges deutsches Wort ersetzen, oft müssten sie umständ
lich umschrieben werden (Aggregat, Automat, Elektrizität, Politik). Das, was man an
Fremdwörtern manchmal bemängelt, z. B. dass sie unklar, unpräzise, nicht eindeu
tig seien, das sind Nachteile - unter Umständen aber auch Vorteile-, die bei vielen
deutschen Wörtern ebenfalls festgestellt werden können. Wichtig für die Wahl eines
Wortes ist immer seine Leistung, nicht seine Herkunft. Die Leistung liegt nicht nur
auf inhaltlichem und stilistischem Gebiet; sie kann sich auch im Syntaktischen zei
gen. Die fremdsprachlichen Verben beispielsweise geben dem deutschen Satz oft
aufgrund ihrer Untrennbarkeit einen anderen Aufbau. Die Satzklammer fällt weg.
Das muss nicht besser, kann aber übersichtlicher sein und bietet auf jeden Fall eine
Variationsmöglichkeit (z. B. Klaus zitiert bei solcher Gelegenheit seine Frau/Klaus
führt bei solcher Gelegenheit seine Frau oder: einen Ausspruch seiner Frau an).
Man kann über Fremdwörter nicht pauschal urteilen. Ein Fremdwort ist immer
dann gut und nützlich, wenn man sich damit kürzer und deutlicher ausdrücken
kann. Solche Fremdwörter gibt es in unserer Alltagssprache in großer Zahl, und die
se werden im Allgemeinen auch ohne weiteres verstanden. Gerade das ist auch aus
schlaggebend, nämlich dass ein fremdes Wort verständlich ist, dass es nicht das Ver
ständnis unnötig erschwert oder sogar unmöglich macht.
Fragwürdig wird der Gebrauch von Fremdwörtern, wo sie zur Überredung oder
Manipulation, z. B. in der Sprache der Politik oder der Werbung, mehr oder weniger
bewusst verwendet werden oder wo sie lediglich als intellektueller Schmuck, zur
Imagepflege, aus Bildungsdünkel oder Prahlerei, vielleicht auch nur aus Bequem
lichkeit oder Gedankenlosigkeit benutzt werden, wo also außersprachliche Gründe
den Gebrauch bestimmen.
Fremdwörter können zwar aufgrund ihrer Herkunft aus anderen Sprachen beson
ders geartete Schwierigkeiten im Gebrauch und im Verstehen bereiten; sie sind aber
oft ein unentbehrlicher Bestandteil der deutschen Sprache. Es stellt sich im Grunde
nicht die Frage, ob man Fremdwörter gebrauchen soll oder darf, sondern wo, wie
und zu welchem Zweck man sie gebrauchen kann oder soll.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Ein Fremdwort kann dann nötig sein, wenn es
mit deutschen Wörtern nur umständlich oder unvollkommen umschrieben werden
kann. Sein Gebrauch ist auch dann durchaus gerechtfertigt, wenn man einen gra
duellen inhaltlichen Unterschied ausdrücken, die Aussage stilistisch variieren oder
den Satzbau straffen will. Es sollte aber - das versteht sich von selbst - im sprach
lichen Alltag überall da vermieden werden, wo die Gefahr besteht, dass es der Hörer
oder Leser, an den es gerichtet ist, nicht oder nur unvollkommen versteht, wo also
Verständigung und Verstehen erschwert werden.
25
Einleitung
Im Wörterverzeichnis verwendete Abkürzungen
Die nachstehenden Abkürzungen sind nicht mit den sonst üblichen Abkürzungen
(zum Beispiel a. m. = ante meridiem) zu verwechseln, die an den entsprechenden
Stellen im Wörterverzeichnis stehen.
Abk.
aengl.
afries.
afrik.
ags.
ägypt.
ahd.
Akk.
aind.
aisl.
alban.
alemann.
allg.
altd.
altfr.
altgriech.
altir.
altital.
altnord.
altröm.
altschott.
alttest.
amerik.
amerik.-span.
Amtsspr.
Anat.
andalus.
Anthropol.
arab.
aram.
Archäol.
Archit.
argent.
armen.
asiat.
assyr.
Astrol.
Astron.
Atomphys.
Ausspr.
austr.
awest.
aztek.
Abkürzung
altenglisch
altfriesisch
afrikanisch
angelsächsisch
ägyptisch
althochdeutsch
Akkusativ
altindisch
altisländisch
albanisch
alemannisch
allgemein
altdeutsch
altfranzösisch
altgriechisch
altirisch
altitalienisch
altnordisch
altrömisch
altschottisch
alttestamentlich
amerikanisch
amerikanisch
spanisch
Amtssprache
Anatomie
andalusisch
Anthropologie
arabisch
aramäisch
Archäologie
Architektur
argentinisch
armenisch
asiatisch
assyrisch
Astrologie
Astronomie
Atomphysik
Aussprache
australisch
awestisch
aztekisch
babylon.
Bankw.
Bantuspr.
bask.
Bauw.
bayr.
Bed.
bengal.
Bergmannsspr.
Bergw.
bes.
Bez.
Bibliotheksw.
Biochem.
Biol.
Börsenw.
Bot.
bras.
bret.
brit.
Buchw.
bulgar.
byzantin.
bzw.
babylonisch
Bankwesen
Bantusprache
baskisch
Bauwesen
bayrisch
Bedeutung
bengalisch
Bergmannsspache
Bergwesen
besonders
Bezeichnung
Bibliothekswissen
schaft
Biochemie
Biologie
Börsenwesen
Botanik
brasilianisch
bretonisch
britisch
Buchwesen
bulgarisch
byzantinisch
beziehungsweise
chald.
ehern.
Chem.
chilen.
chin., chines.
chaldäisch
chemisch
Chemie
chilenisch
chinesisch
d
< •
dän.
dgl.
d.h.
d. i.
dichter.
Druckw.
dt.
«SSÍ
dänisch
dergleichen
das heißt
das ist
dichterisch
Druckwesen
deutsch
26
Einleitung
h
e
EDV
Eigenn.
eigtl.
Eisenbahnw.
elektr.
elektron.
Elektrot.
engl.
eskim.
etrusk.
etw.
europ.
ev.
elektronische
Datenverarbeitung u.
-Übermittlung
Eigenname
eigentlich
Eisenbahnwesen
elektrisch
elektronisch
Elektrotechnik
englisch
eskimoisch
etruskisch
etwas
europäisch
evangelisch
f MMMMNNNNR
fachspr.
Fachspr.
finn.
fläm.
Forstw.
Fotogr.
fr.
fränk.
franz.
fries.
Funkw.
fachsprachlich
Fachsprache
finnisch
flämisch
Forstwirtschaft
Fotografie
französisch
fränkisch
französisch
friesisch
Funkwesen
gäl.
gall,
galloroman.
gaskogn.
Gastr.
Gaunerspr.
Geldw.
Gen.
Geneal.
Geochem.
Geogr.
Geol.
Geom.
germ.
Gesch.
Ggs.
gleichbed.
got.
gr., griech.
gälisch
gallisch
galloromanisch
gaskognisch
Gastronomie
Gaunersprache
Geldwesen
Genitiv
Genealogie
Geochemie
Geographie
Geologie
Geometrie
germanisch
Geschichte
Gegensatz
gleichbedeutend
gotisch
griechisch
hait,
hebr.
Heerw.
hethit.
hist.
hochd.
hottentott.
Hüttenw.
haitisch
hebräisch
Heerwesen
hethitisch
historisch
hochdeutsch
hottentottisch
Hüttenwesen
iber.
idg.
illyr.
Imp.
ind.
indian.
indones,
ir.
irán,
iron,
islam,
isländ.
it., ital.
iberisch
indogermanisch
illyrisch
Imperativ
indisch
indianisch
indonesisch
irisch
iranisch
ironisch
islamisch
isländisch
italienisch
j
■NM
Jägerspr.
jakut.
jap., japan,
jav.
Jh.
jidd.
jmd.
jmdm.
jmdn.
jmds.
jüd.
Jugendspr.
Jägersprache
jakutisch
japanisch
javanisch
Jahrhundert
jiddisch
jemand
jemandem
jemanden
jemandes
jüdisch
Jugendsprache
kanad.
karib.
Kartogr.
kaschub.
katal.
kath.
Kaufmannsspr
kaukas.
kelt.
Kernphys.
Kinderspr.
kirchenlat.
kanadisch
karibisch
Kartographie
kaschubisch
katalanisch
katholisch
Kaufmannssprache
kaukasisch
keltisch
Kernphysik
Kindersprache
kirchenlateinisch
27
Einleitung
kirg.
Konj.
korean.
kreol.
kret.
kroat.
kuban.
K-unstw.
kirgisisch
Konjunktiv
koreanisch
kreolisch
kretisch
kroatisch
kubanisch
Kunstwort, Kunst
wissenschaft
Kurzwort
Kybernetik
Kurzw.
Kybern.
I J
"
ladin.
landsch.
Landw.
lat.
lautm.
lett.
lit.
Literaturw.
ladinisch
landschaftlich
Landwirtschaft
lateinisch
lautmalend
lettisch
litauisch
Literaturwissenschaft
malai.
masur.
math.
Math.
mdal.
Meeh.
Med.
melanes.
Meteor.
mex., mexik.
mgr.
mhd.
Mil.
Mineral.
mittelengl.
ml at.
mniederl.
mong.
Mus.
malaiisch
masurisch
mathematisch
Mathematik
mundartlich
Mechanik
Medizin
melanesisch
Meteorologie
mexikanisch
mittelgriechisch
mittelhochdeutsch
Militär
Mineralogie
mittelenglisch
mittellateinisch
mittelniederländisch
mongolisch
Musik
nlat.
nord,
nordd
norw.
neulateinisch
nordisch
norddeutsch
norwegisch
o. ä.
o. Ä.
od.
ökum.
ostasiat.
österr.
ostmitteld.
oder ähnlich [...]
oder Ähnliche[s]
oder
ökumenisch
ostasiatisch
österreichisch
ostmitteldeutsch
Päd.
Parapsychol.
Part.
Pass.
Perf.
pers.
Pers.
peruan.
Pharm.
philos.
Philos.
Phon.
phöniz.
Phys.
physik.
Physiol.
Pol.
poln.
pol. Ökon.
polynes.
port.
Postw.
Präs.
Prät.
provenzal.
Psychol.
Pädagogik
Parapsychologie
Partizip
Passiv
Perfekt
persisch
Person
peruanisch
Pharmazie
philosophisch
Philosophie
Phonetik
phönizisch
Physik
physikalisch
Physiologie
Politik
polnisch
politische Ökonomie
polynesisch
portugiesisch
Postwesen
Präsens
Präteritum
provenzalisch
Psychologie
r
neapolitan.
neuseeländ.
neutest.
Neutr.
ngr.
nhd.
niederd.
niederl.
neapolitanisch
neuseeländisch
neutestamentlich
Neutrum
neugriechisch
neuhochdeutsch
niederdeutsch
niederländisch
iu B
Rechtsspr.
Rechtsw.
Rel.
Rhet.
röm.
roman.
rumän.
russ.
Rechtssprache
Rechtswissenschaft
Religion, Religions
wissenschaft
Rhetorik
römisch
romanisch
rumänisch
russisch
28
Einleitung
sanskr.
scherzh.
schott.
Schülerspr.
schwed.
Schweiz.
Seemannsspr.
Seew.
semit.
serb.
sibir.
Sing,
singhal.
sizilian.
skand.
slaw.
slowak.
slowen.
sorb.
Sozialpsychol.
Soziol.
span.
Sprachpsychol.
Sprachw.
Steuerw.
Stilk.
Studentenspr.
subst.
Subst.
südamerik.
südd.
sumer.
svw.
syr.
sanskritisch
scherzhaft
schottisch
Schülersprache
schwedisch
schweizerisch
Seemannssprache
Seewesen
semitisch
serbisch
sibirisch
Singular
singhalesisch
sizilianisch
skandinavisch
slawisch
slowakisch
slowenisch
sorbisch
Sozialpsychologie
Soziologie
spanisch
Sprachpsychologie
Sprachwissenschaft
Steuerwesen
Stilkunde
Studentensprache
substantiviert
Substantiv
südamerikanisch
süddeutsch
sumerisch
soviel wie
syrisch
tahit.
tamil.
tatar.
Techn.
tahitisch
tamilisch
tatarisch
Technik
tessin.
Theat.
tib.
Tiermed.
tschech.
tungus.
türk.
turkotat.
tessinisch
Theater
tibetisch
Tiermedizin
tschechisch
tungusisch
türkisch
turkotatarisch
u.
u. a.
und
unter anderem,
und andere[s]
und ähnliche [...]
und Ähnlichejs]
umgangssprachlich
ukrainisch
ungarisch
ursprünglich
und so weiter
u. ä.
u.Ä.
ugs.
ukrain.
ung.
urspr.
usw.
venez.
venezianisch
Verlagsw.
Verlagswesen
Vermessungsw. Vermessungswesen
Versicherungsw. Versicherungswesen
vgl.
vergleiche
vieil.
vielleicht
Völkerk.
Völkerkunde
vulgärlat.
vulgärlateinisch
w
Wappenk.
Werbespr.
Wirtsch.
Wappenkunde
Werbesprache
Wirtschaft
z
Zahnmed.
Zool.
z.T.
Zahnmedizin
Zoologie
zum Teil
A
[a] (aus fr. à „nach; zu; für“, dies aus lat. ad „zu“): für, je,
zu, zu je; nach, z. B. â la carte
@ [et] (nach dem Zeichen auf amerikan. Schreibmaschinen
tastaturen für (commercial) at = à): meist als trennendes
Zeichen in E-Mail-Adressen verwendetes Symbol
A... (aus gr. a- „nicht, un-“>: verneinendes, den Inhalt
des zugrunde liegenden Wortes ausschließendes Präfix
von Fremdwörtern, die auf das Lateinische od. Grie
chische zurückgehen, z. B. asozial, Atrophie ; vor Vokalen
u. h erweitert zu an..., An..., z. B. anorganisch, vor rh ( =
gr. q) angeglichen zu ar..., Ar..., z.B. Arrhythmie; vgl. Al
pha privativum
2a..., A... vgl. ab..., Ab...
Aak das; -[e]s, -e, auch Aalke die; -, -n (aus niederl. aak
„Kahn“): flaches Rheinfrachtschiff
Kamdie; -, -e (aus gleichbed. niederl. aam, dies aus kirchenlat. ama): svw. Ahm
Aap das; -s, -e (vermutlich zu niederl. aap „Affe“): Besanstagsegel auf dreimastigen Schiffen
Ab vgl. Aw
ab..,. Ab... (aus gleichbed. lat. ab- usw,): Präfix mit der Be
deutung „weg-, ab-, ent-, miss-“, z. B. abnorm. Abusus; vor
tu. z(= lat. c)abs..., Abs..., z. B. abstrakt, Abszess; vor an
deren Konsonanten außer h auch a..., A..., z.B. Aversion
Abadze u. der; -[s], -s (aus gleichbed. arab. ‘abä’J: a) weiter,
kragenloser Mantel der Araber mit angeschnittenen Är
meln; b) grober Wollstoff
Abadldon der; -[s] (zu hebr. abaddön „Verderben, Unter
gang“ zu äbäd „zugrunde richten“): 1. Name des Todes
engels in der Offenbarung des Johannes. 2. Totenreich,
Unterwelt, Ort des Verderbens (im Alten Testament u. in
der rabbinischen Literatur)
Abalde der; -[s], -s (nach der iran. Stadt Abade): Teppich
mit elfenbeinfarbigem Grund
Abaldes [...des] die (Plur.) (zu span, abad „Spanische Flie
ge“) : früher zu pharmazeutischen Präparaten verarbeitete
Spanische Fliegen
Abaisse [a'bɛ:s] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr. abaisse):
dünn gerollter Teig, Bodenteig bei Pasteten (Gastr.).
abaislsielren [abe...] (aus gleichbed. fr. abaisser): sen
ken, niederlassen, abaislsiert (zu t...iert): nach unten
zum Schildrand gesenkt, geschlossen (in der Wappenkun
de von den Adlerflügeln)
Abalka [auch a'baka] der; -[s] (aus gleichbed. span, abacá,
dies aus dem Indones.): svw. Manilahanf
abakltelrilell (aus gr. a- „nicht, un-“ u. Tbakteriell, vgl.
Bakterie): nicht durch bakterielle Erreger verursacht (z. B.
von Krankheiten)
Ablakltilon die: -, -en (zu lat. abactus, Part. Perf. von abi
gere „wegtreiben, rauben“, u. t'...ion): (veraltet) Vieh
à
diebstahl. Ab|ak|tor der; -s, ...oren (zu t,,,or): (veraltet)
Viehdieb
Abalkus [auch aba...] ¿ter; -, - (aus gleichbed. lat. abacus,
dies aus gr. ábax, Gen. ábakos): 1. a) antikes Rechen- od.
Spielbrett; b) Rechengerät, bei dem die Zahlen durch auf
Stäben verschiebbare Kugeln dargestellt werden. 2. Säu
lendeckplatte beim t Kapitell
abällarldilsielren (nach dem franz. Theologen u. Philoso
phen P. Abälard (1079-1142), der wegen seiner Liebe zu
seiner Schülerin Heloise entmannt wurde, u. zu t...isieren): (veraltet) entmannen
Ab|ali|e|nalti|on [...lie...] die; -, -en (aus lat. abalienatio
„Ent-, Veräußerung“ zu abalienare, vgl. abalienieren): 1.
Entfremdung. 2. Ent-, Veräußerung (Rechtsw.). ablalilenielren (aus gleichbed. lat. abalienare zu Î ab... u. alienare
„entfernen, veräußern“, dies zu alienus „fremd“): 1. ent
fremden. 2. veräußern (Rechtsw.)
Aballolne rZie; -, -n (aus gleichbed. amerik.-span. abulón):
vor allem in der Gastronomie gebräuchliche Bez. für das
Rote Seeohr, eine essbare Meeresschnecke
Abanldon [abâ'dô] der: -s, -s (aus gleichbed. fr. abandon zu
altfr. a bandon „zur freien Verfügung“, dies zu bandon
„Verfügung, Überlassung“): Abtretung, Preisgabe von
Rechten od. Sachen (bes. im Gesellschafts- u. Seefracht
recht). Abanldonlnelment [,,,dɔnə'ma:] das; -s, -s (aus
gleichbed. fr. abandonneront): svw. Abandon, abandonlnielren (aus gleichbed. fr. abandonner zu abandon,
vgl. Abandon): 1. abtreten, verzichten, preisgeben, aufge
ben (von Rechten bei Aktien u. Seefracht). 2. den Aban
don erklären (Rechtsw.)
Ab|an|na|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. abannatio zu
tab... u. annus „Jahr“): Landesverweisung, Verbannung
auf Jahresfrist; vgl. Ablegation
à bas [a'ba] (/r,): (veraltet) nieder!, weg [damit]!, herunter!
Abalsie rfze; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, básis „Tritt,
Gang“ u. t2...ie): Unfähigkeit zu gehen (Med.)
Abalta Plur. von Î Abaton
Abalte der; -[n], Plur. -n od. ...ti (aus it. u. span, abate
„Abt“, dies über spätlat. abbas (Gen. abbatis) aus spätgr.
ábbas, vgl. Abba): Titel eines Weltgeistlichen in Italien
und Spanien
Abaltis [... ti] der od. das: - (aus fr. abat(t)is „(Schlacht)abfälle“ zu abattre „schlachten“, dies aus vulgärlat.
abatt(u)ere): (veraltet) Geflügelklein (Gastr.)
abaltisch (ausgr. ábatos „nicht gehfähig“, eigtl. „unbetret
bar“; vgl. Abaton): 1. die Abasie betreffend (Med.). 2. un
fähig zu gehen (Med.)
Abat|jour[aba'3u:u]der;-s,-s(ausgleichbed.fr. abat-jour):
(veraltet) 1. Lampenschirm. 2. Fenster mit abgeschrägter
Laibung
30
Abaton
das; -s, ...ta <aus gr. ábaton „das Unbetretbare“ zu
ábatos „unzugänglich“): das [abgeschlossene] Allerhei
ligste, der Altarraum in den Kirchen mit orthodoxem Ri
tus (Rel.)
Abatltant der; -en, -en (aus gleichbed./r. abattant zu abat
tre „niederschlagen, -reißen; fällen“): (veraltet) 1. Tür- od.
Fensterladen. 2. an der Wand befestigter Klapptisch.
Abatltelment [...to'mä:] das; -s (aus gleichbed./r. abat
tement): (veraltet) Ermattung, Niedergeschlagenheit,
abatltiert (zu T...iert>: (veraltet) niedergeschlagen, ent
kräftet, mutlos
Abat|ti|men|to das; -[s], ...ti (aus gleichbed. it. abbattimento): (veraltet) svw. Battuta (1, b)
a bat Itu Ita (it. ; vgl. Battuta): [wieder streng] im Takt; Abk. :
a batt. (Musizieranweisung)
aba|zi|nie|ren (aus gleichbed. lat. abacinare): (veraltet)
die Augen mit einer glühenden Metallplatte blenden
Ablba (über spätlat. abbas, gr. ábbas aus aram. aba’ „Va
ter!“): 1. neutest. Gebetsanrede an Gott. 2. alte Anrede an
Geistliche der Ostkirche
Ab|ba|do|na (zu Î Abaddon): Teufel in Klopstocks „Mes
sias“, der den Abfall von Gott bereut u. begnadigt wird
Ab|ba|si|de der; -n, -n (nach Abbas, dem Onkel Moham
meds, u. zu Î...ide): Angehöriger eines in Bagdad ansässi
gen Kalifengeschlechts (750-1258)
ab|bas|sa|men|to di voice [- - 'vo:tʃə] (ft): die Stimme
absenken, sinken lassen (Musizieranweisung)
Ablbalte vgl. Abate
Ablbé [a'be:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. abbé, dies aus
spätlat. abbas, vgl. Abba): Titel eines Weltgeistlichen in
Frankreich
Ablbe|vil|li|en [abəvɪ'liɛ:] das; -[s] (fr. ; nach dem Fundort
Abbeville in Frankreich): Kulturstufe der älteren Altstein
zeit
Ab|boz|zo der; -s, ...zzi (aus gleichbed. it. abbozzo zu abbozzare „entwerfen“): (veraltet) erster Entwurf eines Ge
mäldes od. einer wissenschaftlichen Arbeit
Ab|bre|vi|a|ti|on* [,..v...] die; -, -en (aus gleichbed. spätlat.
abbreviatio zu abbreviare, vgl. abbreviieren): svw. Abbre
viatur. Ab|bre|vi|a|tor der; -s, ...oren (aus lat. abbrevia
tor „jmd., der abkürzt“): hoher päpstlicher Beamter, der
Schriftstücke (Bullen, Urkunden, Briefe; vgl. Breve) ent
wirft (bis 1908). Ab|bre|vi|a|tyr die: -, -en (aus gleichbed.
mlat. abbreviatura): Abkürzung, abgekürztes Wort in
Handschrift, Druck- u. Notenschrift (z.B. i. V., cresc.).
ab bre vi ie ren (aus gleichbed. spätlat. abbreviare zu
Îab... u. lat. brevis „kurz“): abkürzen (bes. von Wörtern)
ab|bron|zi_e|ren (aus gleichbed. it. abbronzare): (veraltet)
ansengen, Bronzefarbe geben durch leichtes Brennen od.
Erhitzen
ablbrulnielren (aus gleichbed. it. abbrunire): (veraltet)
bräunen, schwärzen
Abc-Code [abe tse:ko:t] der; -s (zu tCode): Telegramm
schlüssel, der auf dem Abc basiert
Abc|da|ri|er [abetse...rin] usw. vgl. Abecedarier usw.
abchagrinieren* (zu/r. chagriner „ärgern, betrüben“,
dies zu chagrin „Ärger, Kummer, Verdruss“): (veraltet)
sich abhärmen, abgrämen
ablchanlgielren ['apʃaʒi:...] (zu îchangieren): beim Rei
ten vom Rechts- zum Linksgalopp wechseln
ablchelcken [,,,tʃɛkn] (nach gleichbed. engl. to check off):
nach einem bestimmten Verfahren prüfen, [Punkt für
Punkt] überprüfen, kontrollieren
ABC-Staalten [abe'tse:...] die (Plur.): Sammelbez. für Ar
gentinien. .Brasilien u. Chile
ABC-WafIfen [abe'tse:...] die (Plur.): Sammelbez. für ato
mare, Aiologische u. chemische Waffen
Abd (aus arab. `abd „Sklave, Knecht“): oft erster Bestand
teil arab. Personennamen, z. B. Abdallah „Knecht Gottes“
Abalton
der; -en, -en (nach den Bewohnern der altgriech.
Stadt Abdera u. zu t3...it>: (veraltet) einfältiger Mensch,
Schildbürger. ab|de|ri|tisch: (veraltet) einfältig, schildbürgerhaft
Ab|di|ka|ti|on die; -, -en (aus/öi. abdicatio „das Entsagen“
zu abdicare, vgl. abdizieren) : (veraltet) Amtsniederlegung,
Abdankung. ab|di|ka|tiv (aus spätlat. abdicativus „ver
neinend“): a) Abdankung, Verzicht bewirkend; b) Abdan
kung, Verzicht bedeutend; abdikativer Führungsstil: freies
Gewährenlassen der Untergebenen, wobei auf jeglichen
Einfluss von oben verzichtet wird
abldislpultielren (zu tdisputieren): [rechthaberisch] ab
streiten, streitig machen
Ab|di|to|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (aus lat. abditorium
„Behälter zur Aufbewahrung“ zu abditus, Part. Perf. von
abdere „verbergen“): Reliquienschrein
abldilzielren (aus gleichbed. lat. abdicare): (veraltet) ab
danken, Verzicht leisten
Abldolmen ¿tas; -s, Plur. - u. (in fachspr. Fügungen nur:)
...mina (aus gleichbed. lat. abdomen, Gen. abdominis, viel
leicht zu abdere „verbergen“): a) Bauch, Unterleib (Med.);
b) Hinterleib der Gliederfüßer (Zool.). abldolmilnal (zu
I '...al (1)): zum Abdomen gehörend; vgl. ...al/...eil. Abldominaigravidiität die; -, -en: Bauchhöhlenschwanger
schaft (Med.). Ab|do|mi|nal|tu|ber|ku|lo|se iZz'e; -: Tu
berkulose der Organe des Bauchraums (Med.). Ab Idol minalltylphus der; -: Infektionskrankheit des Verdauungs
kanals (Med.), abldolmilnell (zu Î ...eil): svw. abdominal;
vgl. ...al/...eil. Abldolmilnolskolpie* ¿Zze; -, ...ien (zu
ÎAbdomen u. t...skopie>: svw. Laparoskopie
abldoslsielren (zu i Dossier): (veraltet) abschrägen
Abldukltilon die; -, -en (aus spätlat. abductio „das Weg
führen“ zu lat. abducere, vgl. abduzieren): das Bewegen
von Körperteilen von der Körperachse weg (z.B. Heben
des Armes), das Spreizen der Finger u. Zehen (Med.);
Ggs. Î Adduktion. Ab|duk|ti|ons|pris|ma das; -s,
...men: 1 Prisma, das zur Korrektur des Auswärtsschielens
auf Brillengläser aufgeschliffen ist. Abldykltor der; -s,
...oren (zu T...or>: Muskel, der eine îAbduktion bewirkt;
Abziehmuskel (Med.). Ablduk|to|ren|palra|ly|se die; -,
-n: Lähmung der Abduktoren, die die Stimmritze öffnen
(Med.). Ab|du|zens der; - (aus lat. (nervus) abducens,
Part. Präs, von abducere, vgl. abduzieren): VI. Gehirn
nerv, der die äußeren geraden Augenmuskeln versorgt
(Anat.). Ab|dy|zens|läh|mung die; -, -en: Lähmung des
VI. Gehirnnervs (Med.). ab|du|zie|ren (aus lat. abducere
„wegführen, -ziehen“): von der Mittellinie des Körpers
nach außen bewegen (von Körperteilen); spreizen (Med.)
Abelce|da|ri|er [abetse...riu], Abcdarier der; -s, - (zu
ÎAbecedarius); (veraltet) Abc-Schütze, Schulanfänger.
Abe|ce|da|ri|um, Abcdarium das; -s, ...ien [...ion] (aus
(m)lat. abecedarium „Alphabet“): 1. alphabetisches Ver
zeichnis des Inhalts von alten deutschen Rechtsbüchern. 2.
(veraltet) Abc-Buch, Fibel. 3. svw. Abecedarius (2). Abecedalrius, Abcdarius der; -, ...rii (aus lat. abecedarius
„Schulanfänger“): 1. svw. Abecedarier. 2. Gedicht od.
Hymnus, dessen Vers- od. Strophenanfänge dem Abc fol
gen. abe|ce|die|ren (zu !.. deren): Töne mit ihren Buch
stabennamen singen (Mus.); Ggs. Isolmisieren
...abel (teilweise über/r. -able bzw. engl. -able aus gleich
bed. lat. -(a)bilis): häufige Endung von Adjektiven aus
Verbstämmen, die die Möglichkeit eines Verhaltens od.
Geschehens ausdrückt, z.B. diskutabel, operabel, trans
portabel
Abe|!e|spie|le die (Plur.) (Lehnübersetzung von niederl.
abele speien „schöne Spiele“ zu mniederl. abel „kunst
voll“): Bez. der ältesten (spätmittelalterlichen) ernsten
Dramen in niederländischer Sprache
Abel|mp|schus [auch 'a:bl...] <7<?r; -, -se (zu arab.
Abldelrit
31
abü’l-misk „Vater des Moschus“): Bisameibisch, zu den
Malvengewächsen gehörende Tropenpflanze, aus deren
Samen ein wohlriechendes Öl gewonnen wird
a belnelplalcilto [a ,,,ʧito] (z'z.): nach Belieben, frei im
Vortrag (Vortragsanweisung; Mus.)
Aber|deen|rind [ɛbŋ di:n,,,, auch 'ɛbndi:n...] das: -[e]s, -er
(nach der schottischen Stadt Aberdeen): hornlose schotti
sche Rinderrasse
ablerlrant (aus lat. aberrans, Gen. aberrantis, Part. Präs,
von aberrare, vgl. aberrieren): [von der normalen Form
o. Ä.] abweichend (z.B. von Lichtstrahlen, Pflanzen, Tie
ren). Ab|er|ralti|on die; -, -en (aus lat. aberratio „Entfer
nung; Ablenkung, Abweichung“ zu aberrare, vgl. aberrie
ren): 1. bei Linsen, Spiegeln u. den Augen auftretender op
tischer Abbildungsfehler (Unschärfe). 2. scheinbare Orts
veränderung eines Gestirns in Richtung des Beobachters,
verursacht durch Erdbewegung u. Lichtgeschwindigkeit.
з. starke Abweichung eines Individuums von der betref
fenden Tier- od. Pflanzenart (Biol.). 4. Lage- od. Entwick
lungsanomalie (von Organen od. von Gewebe; Med.). Aber|ra|ti|ons|kon|stan[te* die; -: der stets gleichbleiben
de Wert der jährlichen Aberration (2) des Sternenlichtes,
ableijrielren (aus lat. aberrare „abirren, sich verirren,
abweichen“): [von der normalen Form o.Ä.[ abweichen
(z.B. von Lichtstrahlen, Pflanzen, Tieren)
Abeslsilnilen [,,,niən] das; -s (nach dem früheren Namen
von Äthiopien (weil man glaubte, dass man dort unbeklei
det gehe)): (scherzh.) Nacktbadestrand. Abes|si|ni|er
[...niu] der; -s, -: melierte Kurzhaarkatze
Ableslsiv [auch ,,,'si:f] der; -s, -e [...va] (zu lat. abesse „ab
wesend sein, fehlen“ u. î...iv): 1. Kasus in den finnischugrischen Sprachen, der die Abwesenheit od. das Fehlen
von etwas angibt. 2. Wort im Abessiv (1)
Ablevalkulaltilon [...vakua...] die; -, -en (zu Îab... u. tEvakuation): teilweise Entleerung
ab exelcultilolne [- ...ku...] dat.; vgl. Exekution): mit ge
richtlicher Hilfe, gerichtlich (vorgehen, zu etwas nötigen)
ab exlperlto dat.; eigtl. „von einem, der es erfahren hat“,
zu expertus „erfahren“): aus Erfahrung
ablgelfuckt [...fakt] (zu engl. ugs. to fuck „koitieren“):
(Jargon) in üblem Zustand, scheußlich, heruntergekom
men
Ab|gre|ga|ti|on die; -, -en (zu Tab..., lat. grex, Gen. gregis
„Herde“ u. t...ation): (veraltet) Absonderung von einer
Gruppe, Ausstoßung aus einer Gemeinschaft, ablgregielren (zu T ...ieren): (veraltet) von einer Gruppe od. Ge
meinschaft absondern
ablhorjrent (aus gleichbed. lat. abhorrens, Gen. abhorren
tis, Part. Präs, von abhorrere, vgl. abhorrieren): abwei
chend, unpassend, zurückschreckend. Ablhorlreslzenz
die; - (aus gleichbed. spätlat. abhorrescentia): Abscheu,
Verabscheuung, ablhoijreslzielren (aus spätlat. abhorrescere „sich entsetzen“): svw. abhorrieren. ablhorlrieren (aus lat. abhorrere „zurückschaudern“): verabscheu
en, ablehnen; zurückschrecken
ablhorltielren (aus gleichbed. spätlat. abhortari zu tab...
и. lat. hortari „ermahnen“): (veraltet) a) ermahnen; b)
[eindringlich] abraten
Abi das; -s, -s: (ugs.) Kurzform von Î Abitur
Abileltat [abie...]
-s, -e (zu tAbietin u. t...at (2)): Salz
od. T Ester der Abietinsäure (Chem.). Abileltin das; -s (zu
lat. abies, Gen. abietis „Tanne“, u. t...in (1)>: Harzstoff
aus Terpentin. Abi|e|tin|säulre die; -: zu den tTerpenen
gehörende organische Säure, Hauptbestandteil des Î Ko
lophoniums (Chem.)
Abügeat* der; -en, -en (zu tabigieren u. t...at (1)): (veral
tet) Viehdiebstahl; vgl. Abaktion, abligielren (aus lat.
abigere „wegtreiben, verjagen; rauben“): (veraltet) Vieh
stehlen
abkapiteln
[e'biliti] die; - (aus engl. ability „Fähigkeit, Ge
schicklichkeit“, dies über altfr. abiete, (h)abilité aus
gleichbed. lat. habilitas): die durch Veranlagung od. Schu
lung bedingte Fähigkeit des Menschen, Leistung hervor
zubringen (Psychol.)
abilmielren (aus gleichbed. /r. abîmer zu abîme „Ab
grund“, dies über kirchenlat. abyssus aus kirchengr. äbyssos „Hölle" zu gr. ábyssos „grundlos, unergründlich“):
(veraltet) in den Abgrund stürzen, zugrunde richten
ab in|cu|na|bi|lis [- ɪnku'na:bili:s] dat.; eigtl. „von den
Windeln an“): von Kindheit an
ab iniltio* dat.): von Anfang an
ab inltesltalto dat.): ohne Testament
Abiolgelnelse, Abio ge ne sis die: - (zu gr. a- „nicht,
un-“, bios „Leben“ u. génesis „Erzeugung, Ursprung“,
eigtl. „Entstehung aus Unbelebtem“): Annahme, dass Le
bewesen ursprünglich aus unbelebter Materie entstanden
seien (Urzeugung). Abiollolgie die;- (zut ...logie): Lehre
von der unbelebten Natur. Abiolse, Abio sis die; - (zugr.
a- „nicht, un-“ u. bios „Leben“): 1. das Fehlender Lebens
vorgänge, Aufhören der Lebensfunktion (z. B. bei Körper
geweben). 2. svw. Abiotrophie, abioltisch [auch 'a...]:
mit Abiose verbunden; leblos. Abioltrolphie* die; -,
...ien (zu t ...trophie): Wachstumshemmung od. vorzeitiges
Absterben einzelner Gewebe u. Organe (z.B. der Netzhaut
des Auges; Med.)
ab iralto dal. ; eigtl. „von einem Erzürnten“, dies zu iratus
„zornig“): im Zorn; testamentum ab irato: im Zorn abge
fasste letztwillige Verfügung (Rechtsspr.)
ab ir ri tant (zu tab... u./r. irritant „er-, aufregend“, dies
zu lat. irritare „reizen“): (veraltet) reizmindernd
ablisollielren (zu tisolieren): die Isolierung (z.B. von ei
nem Kabelende) entfernen
Abiltilon* die; -, -en (aus gleichbed. lat. abitio zu abire
„fort-, Weggehen“): (veraltet) das Weggehen. Abiltur das;
-s, -e (Plur. selten) (aus gleichbed. nlat. abiturium zu abiturire „fortgehen werden“, dies zu ZuZ. abire, vgl. Abition):
Abschlussprüfung an der höheren Schule; Reifeprüfung,
die zum Hochschulstudium berechtigt. Abiltulrilent der;
-en, -en (aus nlat. abituriens, Gen. abiturientis, eigtl. „wer
(von der Schule) fort-, abgehen wird“, Part. Präs, von abiturire, vgl. Abitur): jmd., der das Abitur macht od. ge
macht hat. Abiltulrilenltin die; -, -nen: weibliche Form
zu ÎAbiturient. abi|tu|rie|ren (zu t...ieren): (veraltet)
das Abitur machen. Abiltulrilum das; -s, ...rien [...rían]
(zu t...ium): (veraltet) svw. Abitur
abljekt (aus lat. abiectus „nachlässig hingeworfen, verwor
fen“, eigtl. Part. Perf. von abicere, vgl. abjizieren): ver
ächtlich. ab|ji|zie|ren (aus gleichbed. lat. abicere): 1. ver
achten. 2. verwerfen
Ab|ju|di|kalti|on die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. abtudicatio zu lat. abiudicare, vgl. abjudizieren): [gerichtliche]
Aberkennung, abljujdilzieiren (aus gleichbed. lat. abiu
dicare): [gerichtlich] aberkennen, absprechen
ab|jun|gie|ren (aus lat. abiungere „trennen“): absondern.
Ab|junk|ti|on die;-, -en (zuZuZ. abiunctus, Part. Perf. von
abiungere (vgl. abjungieren) u. t'...ion): 1. Absonderung.
2. logische Zusammensetzung zweier Aussagen, Verknüp
fung durch „aber nicht“ (Logik)
Abijulraltilgn die; -, -en (aus gleichbed. mlat. abiuratio zu
lat. abiurare, vgl. abjurieren): (veraltet) Abschwörung,
durch Eid bekräftigter Verzicht (Rechtsw.). ab ju rie ren
(aus gleichbed. lat. abiurare): (veraltet) abschwören, unter
Eid entsagen
abljusltielren (zu Îjustieren): abgleichen
ablkalpilteln (zu mlat. capitulare „in der Kapitelsver
sammlung (vgl. Kapitel2, b) tadeln“): (veraltend) jmdn.
schelten, abkanzeln, jmdm. einen [öffentlichen] Verweis
erteilen
Abillilty
A
abklören
ablklölren (zufr. couleur „Farbe“): (veraltet) entfärben
ab|kom|man|die|ren (zu Îkommandieren): jmdn. [vorü
bergehend] irgendwohin beordern, dienstlich an einer an
deren Stelle einsetzen
ab|komlpli|men|tie|ren* (zu îKompliment u. Î..deren):
(veraltet) 1. höflich abweisen. 2. jmdm. etwas höflich ab
schwatzen
ab|kon|ter|fei|en (zu ÎKonterfei): (ugs.) abmalen, ab
zeichnen
ab|ko|pie|ren (zu tkopieren): [ängstlich genau] kopieren
Abllakltaltilon die; -, -en (aus spätlat. ablactatio „Entwöh
nung“ zu ablactare, vgl. ablaktieren): 1. das Abstillen, Ent
wöhnen des Säuglings, die allmähliche Entziehung der
Muttermilch (Med.). 2. Veredelungsmethode, bei der das
Edelreis mit der Mutterpflanze verbunden bleibt, bis es
mit dem Wildling verwachsen ist (Bot.), abllakltielren
(aus spätlat. ablactare „den Säugling entwöhnen“ zu Îab...
ü.lat. lac, Gen. lactis „Milch“): 1. (veraltet) abstillen. 2. ei
nen Wildling durch Ablaktation (2) veredeln (Bot.)
Ab|la|ta die (Plur.) (aus gleichbed. lat. ablata, Neutr. Plur.
von ablatus, Part. Perf. von auferre „wegnehmen“): (ver
altet) das Weggenommene, Gestohlene. Abllaltilon die;
-, -en (aus lat. ablatio „Wegnahme“): 1. a) Abschmelzung
von Schnee u. Eis (Gletscher, Inlandeis) durch Sonnen
strahlung, Luftwärme u. Regen; b) Abtragung des Bodens
durch Wasser u. Wind; vgl. Deflation (2) u. Denudation
(1) (Geol.). 2. a) operative Entfernung eines Organs od.
Körperteils; vgl. Amputation; b) [krankhafte] Loslösung
eines Organs von einem anderen (Med.). Ab|la|ti|onsmolrälne die; -, -n: dünne Moränendecke, die beim
Schmelzen des Eises entstanden ist; Flachmoräne (Geol.).
Abllaltivt/er; -s, -e [...va] (aus gleichbed. lat. (casus) abla
tivus zu ablatus „fortgetragen, entfernt, getrennt“): Kasus
[in indogerm. Sprachen], der einen Ausgangspunkt, eine
Entfernung od. Trennung zum Ausdruck bringt; Woherfall (Abk.: Abi.), abllaltilvisch : den Ablativ betreffend;
im Ablativ [stehend] (Sprachw.). Ablatilvus ablsolutus [auch ... ti:vüs -] der; - -, ...vi ...ti (aus lat. ablativus ab
solutus „selbstständig stehender Ablativ“): im Latei
nischen eine selbstständig im Satz stehende satzwertige
Gruppe in Form einer Ablativkonstruktion; z. B. Troiade
exibant capitibus opertis (verhüllten Hauptes verließen sie
Troja; Sprachw.)
Abllelgat der: -en, -en (aus lat. ablegatus, Part. Perf. von
ablegare, vgl. ablegieren): a) [päpstlicher] Gesandter; b)
(veraltet. Rechtsspr.) Verbannter. Abllelgaltilon die; -,
-en (aus gleichbed. lat. ablegatio): (Rechtsspr.) Verban
nung auf ein Jahr, abllelgielren (aus lat. ablegare „weg
schicken, entfernen“): 1. als Gesandten wegschicken. 2.
(Rechtsspr.) auf ein Jahr verbannen
Ablelphalrie* <r//c; - (zugr. a- „nicht, un-“, blépharon „Au
genlid“ u. t2...ie>: angeborenes Fehlen od. Verlust des Au
genlides (Med.)
Ableplsie* die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, blépein „sehen“ u.
T2...ie>: (veraltet) svw. Amaurose (Med.)
Abletlte* die; -, -n (aus gleichbed. fr. ablette, Verkleine
rungsform von able „Weißfisch“, dies zu lat. albus
„weiß“): kleiner Weißfisch
Ab|lo|ka|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. ablocatio zu
ablocare, vgl. ablozieren): (veraltet) Vermietung, Ver
pachtung. ab|lo|zie|ren (aus gleichbed. lat. ablocare):
(veraltet) vermieten, verpachten
Abllulenltia die (Plur.) (aus lat. abluentia, Neutr. Plur. von
abluens, Gen. abluentis, Part. Präs, von abluere „abwa
schen, wegspülen“, dies aus gr. apoloúein): (veraltet) Ab
führmittel. Ab|iu|ti|on die; -, -en (aus lat. ablutio „Abspü
len, Abwaschen): 1. das Abtragen von noch nicht verfes
tigten Meeresablagerungen (Geol.). 2. bei der 'Messe Aus
spülung der Gefäße u. Waschung der Fingerspitzen [u. des
32
Mundes] des Î Zelebranten nach dem Empfang von Brot u.
Wein [u. der Austeilung der Î Kommunion (1)] in der Î Eu
charistie (kath. Rel.)
Ab|mo|de|ra|ti|on die; -, -en (zu TModeration): die eine
Fernseh- od. Rundfunksendung abschließenden Worte
des Moderators. ab|mo|de|rie|ren: als Moderator einer
Sendung die abschließenden Worte sprechen
Ab I ne Iga Itilon die; -, -en (aus lat. abnegatio „Verleugnung,
Absage“ zu abnegare, vgl. abnegieren): (veraltet) Teil
nahmslosigkeit. ablnelgielren (aus gleichbed. Zai. abne
gare zu tab... u. negare „Nein sagen“): (veraltet) vernei
nen, absagen
ablnokltielren (aus gleichbed. lat. abnoctare zu tab... u.
nox, Gen. noctis „Nacht“): (veraltet) auswärts übernach
ten
ablnorm (aus lat. abnormis „von der Regel abweichend“ zu
norma „Regel, Richtschnur“, vgl. normal): 1. im krank
haften Sinn vom Normalen abweichend. 2. ungewöhnlich,
außergewöhnlich; z. B. ein abnorm kalter Winter, abInor
mal (zu tab... u. lat. normalis, vgl. normal): vom Übli
chen, von der Norm abweichend; [geistig] nicht normal.
Ab|nor|mi|tät die; -, -en (aus spätlat. abnormitas, Gen.
abnormitatis „Abweichung von der Regel“ zu lat. abnor
mis, vgl. abnorm): 1. das Abweichen von der Regel. 2.
krankhaftes Verhalten. 3. a) stärkster Grad der Abwei
chung von der Norm ins Krankhafte, Fehlbildung (Med.);
b) abnorm entwickeltes od. fehlgebildetes Wesen (Mensch
od. Tier)
ablnulielren (aus gleichbed. lat. abnuere); (veraltet) durch
Winken od. Kopfschütteln ablehnen, verweigern
Abo íZízá; -s, -s: (ugs.) Kurzform von t Abonnement
abollielren* (aus lat. abolere „vernichten, abschaffen“):
(veraltet) 1. abschaffen, aufheben. 2. begnadigen. Abollitilon die; -, -en (aus lat. abolitio „Abschaffung, Aufhe
bung“): Niederschlagung eines Strafverfahrens vor sei
nem rechtskräftigen Abschluss; vgl. Amnestie. Abolliltiolnislmus der; - (aus gleichbed. engl. abolitionism zu
abolition „Abschaffung. Aufhebung“, dies aus gleichbed.
lat. abolitio zu abolere, vgl. abolieren; vgl. ...ismus): 1. Be
wegung zur Abschaffung der Sklaverei in Großbritannien
u. Nordamerika im 18. u. 19. Jh. 2. von Großbritannien im
19. Jh. ausgehender Kampf gegen die ÎProstitution. 3.
rechtsphilosophische Strömung, die sich gegen jede staat
liche Aufsicht wendet u. auf Abschaffung des bisherigen
strafrechtlichen Systems abzielt. Abolli|ti|o|nist der; -en,
-en (aus gleichbed. engl. abolitionist; vgl. ...ist): Anhänger
des Abolitionismus. abo|li|ti|olnisltisch: den Abolitio
nismus, den Abolitionisten betreffend
Abpllla iZZe; -, ...len (aus gleichbed. lat. abolla): (veraltet)
Umhang, dichter Mantel
A-Bamlbe rZze; -, -n: Kurzform von Î Atombombe
abo|mi|na|bel (aus gleichbed. fr. abominable zu spätlat.
abominabilis, dies zu lat. abominari, vgl. abominieren):
(veraltet) abscheulich, scheußlich, widerlich. Abolmilnatilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. abominatio): (veraltet)
Verfluchung, Verwünschung, Abscheu, abolmilnielren
(aus lat. abominari „wegwünschen, verabscheuen“): (ver
altet) eine böse Vorbedeutung abzuwenden suchen, verab
scheuen
Abonldance [abö dä:s]
- (aus gleichbed. fr. abondance,
dies zu lat. abundantia, vgl. Abundanz): (veraltet) Über
fluss, Fülle, Menge, abonldielren (aus gleichbed. ʃr.
abonder, dies aus lat. abundare „überfließen“): (veraltet)
im Überfluss, reichlich vorhanden sein
Abonlnelment [abonamä, Schweiz, auch ... ment] das; -s,
Plur. -s, Schweiz, auch -e (aus gleichbed. fr. abonnement zu
abonner, vgl. abonnieren): a) fest vereinbarter Bezug von
Zeitungen, Zeitschriften o. Ä. auf längere, aber meist noch
unbestimmte Zeit; b) für einen längeren Zeitraum gelten-
33
de Abmachung, die den Besuch einer bestimmten Anzahl
kultureller Veranstaltungen (Theater, Konzert) betrifft;
Anrecht, Miete. Abonlnentr/er; -en. -en (zu Îabonnieren
u. t...ent): a) jmd., der etwas (z. B. eine Zeitung) abonniert
hat; b) Inhaber eines Abonnements (b). abon nie ren
(aus fr. abonner „ausbedingen, festsetzen; vorausbestel
len“, dies aus altfrz. abosner „abgrenzen“ zu bosne
„Grenzstein“): etwas [im Abonnement] beziehen, abon
niert (zu T ...iert); in der Fügung auf etwas abonniert sein:
a) ein Abonnement (b) auf etwas besitzen; b) (scherzh.) et
was mit einer gewissen Regelmäßigkeit immer wieder be
kommen, erleben
abloral [auch ap...] (zu Îab..., lat. os, Gen. oris „Mund“ u.
î '...al (1)): vom Mund entfernt liegend, zum After hin lie
gend (von einzelnen Teilen des Verdauungstraktes im Ver
hältnis zu anderen; Med.)
aborldalbel (aus gleichbed. fr. abordable zu à bord „an
Bord“; vgl. ...abel): (veraltet) 1. zugänglich, befahrbar
(z. B. von Häfen). 2. zugänglich (gegenüber anderen Men
schen u. für Eindrücke), aborldielren (aus gleichbed./r.
aborder): (veraltet) 1. anlegen, landen, entern. 2. anreden
ab|ori|gi|nal (zu lat. Aborigines (Plur.) „Urbewohner der
Landschaft Latium im alten Italien“ u. t',,,al(l)): a) die
Ureinwohner betreffend; b) zu den Ureinwohnern gehö
rend. ’Ablorilgilne [ɛbə'rɪʤini:] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. aborigine, dies zu lat. aborigines, vgl. Aborigine):
Ureinwohner, bes. von Australien. 2 A b ! o ri I g i I n e die; -, -s :
weibliche Form zu I 'Aborigine.
abor[nielren (aus gleichbed. fr. aborner, verwandt mit
abonner, vgl. abonnieren): (veraltet) Grenzsteine setzen,
vermarken
'Abort* der; -s, -e (aus lat. abortus „Früh-, Fehlgeburt“ zu
aboriri „abgehen, verschwinden“): Schwangerschaftsab
bruch; Fehlgeburt (Med.). "Abort der; -s, -s (aus gleich
bed. engl. abort, dies aus lat. abortus, vgl. 'Abort): Ab
bruch eines Raumflugs, aborltielren (zu lat. abortus,
Part. Perf. von aboriri (vgl. 'Abort) u. Î..deren): 1. fehlge
bären (Med.). 2. gewisse Organe nicht ausbilden (Bot.),
aborltiv (aus gleichbed. lat. abortivus); 1. abgekürzt,
leicht verlaufend (von Krankheiten; Med.). 2. abtreibend,
eine Fehlgeburt bewirkend (Med.). 3. unfertig ausgebildet,
auf einer frühen Entwicklungsstufe stehen geblieben (von
Pflanzen; Biol.). Aborltivum [...vum] das; -s, ...va (zu
t...ivum): 1. Mittel, das den Verlauf einer Krankheit ab
kürzt od. ihren völligen Ausbruch verhindert (Med.).
2. Mittel zum Herbeiführen einer Fehlgeburt (Med.).
Abprltus der; -, - [...tu:s] (aus gleichbed. lat. abortus): 1.
svw. ‘Abort. 2. Nichtausbildung gewisser Organe bei
Pflanzen (Bot.)
Aboulchelment [abuʃə'md:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
abouchement zu aboucher „in Verbindung treten“): (ver
altet) 1. Fühlungnahme, Unterredung. 2. Einmündung
[zweier Rohre u.Ä. ineinander]
About [a'bu] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. about zu aboutir
„enden“): (veraltet) abgeschrägtes Ende am Zimmerholz,
Balkenkopf. Aboultislselment [abutɪsə mä:] das; -s, -s
(aus gleichbed. fr. aboutissement): (veraltet) Ergebnis,
Ausgang, Ende
ab ovo [- 'o:vo] (lat. ; „vom Ei (an)“>: 1. vom Anfang einer
Sache an; bis auf die Anfänge zurückgehend. 2. von vorn
herein, grundsätzlich, ab ovo uslque ad malla dat.;
„vom Ei bis zu den Äpfeln“, d. h. vom Vorgericht bis zum
Nachtisch): vom Anfang bis zum Ende
ab|pa|rie|ren (zu tparieren): (veraltet) [Hiebe, Stiche] ab
lenken, abwenden
ablpaslsielren (zu tpassieren): [Kräuter od. Gemüse] in
Fett rösten (Gastr.)
abpatrouillieren* (zu Îpatrouillieren): [eine Gegend]
patrouillierend abgehen, abfahren
Abrenuntiation
das; -s, -e (zu tab... u. TProdukt): Abfall,
Reststoff, nicht verwertbarer Rückstand aus einem Pro
duktionsprozess
ablprolzeslsielren (zu Î prozessieren): im Rechtsstreit ab
gewinnen
ab|qua|lilfi|zie|ren (zu tqualifizieren): a) jmdm. die Eig
nung für eine Sache absprechen ; b) abwertend, abfällig be
urteilen
Abra|chie*</ze; -, ...ten (zugr. a- „nicht, un-“, lat. brachium
„Arm“ u. t2...ie): angeborenes Fehlen der Arme (Med.).
Abralchilus der; -, Plur. ...ien [,,,iən] u.... chii (aus gleich
bed. nlat. abrachius): Fehlbildung, bei der ein Arm od. bei
de Arme fehlen (Med.)
Ab| raldat das; -[e]s, -e (zu lat. abradere (vgl. 'abradieren)
u. t...at (1)>: das bei einer Abrasio gewonnene Material
(Med.).1ab|raldie|ren (aus /ai. abradere „abkratzen“):
eine Abrasio vornehmen. 2ab|ra|die|ren (zu tradieren):
durch Radieren entfernen
’Abralhalmit* der; -en, -en (nach dem Sektenoberhaupt
Abraham von Antiochien; vgl. 3...it): Angehöriger einer
syrischen Sekte im 9. Jh., die die Gottheit Christi leugnete
"Abralhalmit* der; -en, -en (nach der biblischen Gestalt
Abraham; vgl. 3...it): Angehöriger der auf die Hussiten zu
rückgehenden böhmischen Deistensekte Ende des 18. Jh.s
Abra ka da bra* das; -s (aus gleichbed. spätlat. abracada
bra, Herkunft unsicher): 1. Zauberwort. 2. (abwertend)
sinnloses Gerede
ablralken (aus gleichbed. fr. embraquer): von einer gefähr
lichen Stelle losmachen (Seew.)
Abralsax* der; - (Herkunft unsicher): svw. Abraxas
Abrasch*
- (aus arab. abras „gefleckt“): beabsichtigte
od. unbeabsichtigte Farbabweichung bei Orientteppichen
ablralsielren (zu Îrasieren): 1. Haare mit dem Rasiermes
ser, -apparat entfernen. 2. (ugs.) dem Erdboden gleichma
chen
Ablralsio die; -, ..donen (aus gleichbed. lat. abrasio zu ab
radere, vgl. 'abradieren): Ausschabung, Auskratzung
(bes. der Gebärmutter; Med.). Ablralsilpn die; -, -en (zu
t‘...ion>: 1. svw. Abrasio. 2. Abschabung, Abtragung der
Küste durch die Brandung (Geol.). Ablralsit® [auch
...zit] der; -s, -e (zu t2...it): aus tBauxit gewonnenes Ton
erdeprodukt, das zur Herstellung von feuerfesten Steinen
u. Schleifmitteln verwendet wird, ablralsiv (zu lat. abra
dere, vgl. 'abradieren, u. t...iv>: a) von reibender, schlei
fender Wirkung u. dadurch glättend, reinigend od. abnut
zend (bes. Techn.); b) durch Reiben, Schleifen bewirkt
(bes. Techn.)
à bras oulverts [abrazu vɛ:r] (/?.): mit offenen Armen
Abralwilza* die; -, -s (aus gleichbed. serb. abravica): Tra
gestange für zwei Wasserkrüge
Abralxas* der; - (aus spätgr. Abräxas, Herkunft unsicher):
1. Geheimname Gottes in der t Gnostik. 2. Zauberwort auf
Amuletten
ablrelalgielren (zu 1 reagieren): 1. länger angestaute seeli
sche Erregungen u. Spannungen entladen. 2. sich abrea
gieren: sich beruhigen, zur Ruhe kommen. Ab|re|ak|tion die; -, -en: a) Beseitigung seelischer Hemmungen u.
Spannungen durch das bewusste Nacherleben (Psychothe
rapie); b) Entladung seelischer Spannungen u. gestauter
Affekte in Handlungen (Psychol.)
Abrélgé* [abre'ʒe:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. abrégé zu
abréger, vgl. abregieren): (veraltet) kurzer Auszug, Zu
sammenfassung. abrelgielren [...'ʒi:...] (aus gleichbed. fr.
abréger, dies aus lat. abbreviare „verkürzen“): (veraltet)
abkürzen, kurz zusammenfassen
Abrelgo* der; -s, -s (aus gleichbed. span, ábrego zu lat.
(ventus) africus ): Südwestwind in Südspanien
Ab|re|nun|ti|a|tilon, auch Ab|re|nunlzi|a|ti|on rZze; -, -n
(aus gleichbed. spätlat. abrenuntiatio zu Za/. abrenuntiare
Ablproldukt
Abreption
„absprechen, entsagen“): 1. Entsagung, Lossagung des
Täuflings vom Satan u. seinen Werken (nach altem kirch
lichen Ritus) beim Übertritt zum Christentum. 2. Ver
zichtleistung, Aufkündigung
Ablrepltilon die; -, -en <aus gleichbed. kirchenlat. abreptio
zu lat. abreptus, Part. Perf. von abripere „wegreißen“):
(veraltet) Losreißung, Trennung der Seele vom Körper
(Rel.)
Abrélvilalteur* [abrevia'ta:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr.
abréviateur, eigtl. „Verkürzer“, dies aus lat. abbreviator;
vgl. Abbreviator); (veraltet) Verfasser eines [literarischen]
Auszugs
Abri* der; -s, -s (ausfr. abri „Obdach, Schutz“) : altsteinzeit
liche Wohnstätte unter Felsvorsprungen od. in Felsni
schen. Abrilvent [..,'vä] der od. das. -s, -s (aus gleichbed.
fr. abrivent, eigtl. „Windschutz“, zu vent „Wind“, dies aus
lat. ventus): (veraltet) Wetterdach, Schutzhütte
Abrolahs* [...as] od. Abrohani die (Plur.) (aus dem Ind.):
feine, schmale Nesseltücher aus Ostindien
Ab|rolga|ti|on die; -, -en (aus lat. abrogatio „Abschaf
fung“ zu abrogare, vgl. abrogieren): Aufhebung eines Ge
setzes durch ein neues Gesetz. ab|ro|gie|ren (aus gleich
bed. lat. abrogare): (veraltet) a) abschaffen; b) zurückneh
men
Abrolhalni* vgl. Abroahs
abrumpieren (aus gleichbed. lat. abrumpere): (veraltet)
abbrechen, ablrupt (aus lat. abruptus „jäh, steil abfal
lend“, eigtl. Part. Perf. von abrumpere, vgl. abrumpieren):
a) plötzlich u. unvermittelt, ohne dass man damit gerech
net hat, eintretend (in Bezug auf Handlungen, Reaktionen
o.Ä.); b) zusammenhanglos. Ablruplta die (Plur.) (aus
/ɑr. (verba) abrupta „abgerissene (Worte)“): (veraltet)
plötzliche, witzige Einfälle [aus dem Stegreif], Ablrupltio
üüe; -, ...tiones [...ne:s] (aus lat. abruptio „das Abreißen“):
svw. Ablation (2b). Ablrupltilgn die; -, -en (zu t',,,ion):
[plötzliches] Abbrechen, Verstummen [von Musik od. ei
ner Rede]
abrultielren* [abry...] (aus gleichbed. fr. abrutir zu abruti
„roh, gefühllos“, dies zu lat. brutus „schwerfällig,
dumm“): (veraltet) verrohen, verdummen; einschüchtern
abs..., Abs... vgl. ab..., Ab...
ablsalven [-seɪvn] (zu engl. to save „sichern“): a) Compu
terdaten sichern, speichern; b) (ugs.) genau absichern
Abslcilsin* vgl. Abszisin
Abi sence [a'psa:s] 4ze; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr. ab
sence, vgl. Absenz): Geistesabwesenheit, bes. epilepti
scher Anfall mit nur kurz andauernder Bewusstseinstrü
bung (Med.), ablsent [ap'zent] (über/r. absent aus gleich
bed. lat. absens, Gen. absentis, Part. Präs, von abesse
„fort sein“): abwesend. Ablsenltaltilon die; -, -en (zu
spätlat. absentare (vgl. absentieren) u. T...ation): (veraltet)
Entfernung, das Weggehen. Ablsenltee [ɛpsn'ti:] der; -s,
-s (aus engl. absentee „Abwesender“): Grundbesitzer, der
nicht auf seinen Gütern, sondern [meist] im Ausland lebt.
ab|sen|tia [ap...] vgl. in absentia. ab|sen|tie|ren, sich
(aus gleichbed. fr. s’absenter, dies msspätlat. se absenta
re): sich [heimlich] entfernen. Ab|sen|tis|mus der; - (zu
t. Jsmus (5)>: 1. gewohnheitsmäßige Abwesenheit der
Großgrundbesitzer von ihren Gütern. 2. das Fernbleiben
vom Arbeitsplatz (durch Arbeitsunfähigkeit, Pausen
u. Ä.). Ab senz die; -, -en (aus gleichbed. lat. absentia):
1. a) das Fehlen; b) Abwesenheit, Fortbleiben. 2. svw. Ab
sence
ablsillielren (aus gleichbed. lat. absilire): (veraltet) weg-,
davonspringen
Ablsinth der; -[e]s, -e (überfr. absinthe aus lat. absinthium
„Wermut“, dies aus gleichbed.gr. apsinthion (nicht indogerman. Ursprungs)): 1. grünlicher Branntwein aus Wer
mut mit Zusatz von Anis u. Fenchel. 2. Wermutpflanze.
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Ablsinlthin das; -s (zu t...in (1)>: Bitterstoff des Wer
muts. Ablsinlthislmus der; - (zu t ...ismus (3)>: Krämpfe,
Lähmungen u. Verwirrungszustände infolge übermäßigen
Absinthgenusses
ablsisltielren (aus gleichbed. lat. absistere): (veraltet) Ab
stand nehmen, ablassen
ablsit {lat.}'. das sei ferne! behüte! ablsit omen {lat.', vgl.
Omen): möge es ohne [böse] Vorbedeutung sein!
abslkonldielren (aus gleichbed. lat. abscondere): (veral
tet) verbergen, verstecken
ablsollut [auch ap...] (aus lat. absolutus „losgelöst“, Part.
Perf. von absolvere, vgl. absolvieren; z.T. über fr. absolu
„unabhängig, unbedingt“): 1. von der Art od. so beschaf
fen, dass es durch nichts beeinträchtigt, gestört, einge
schränkt ist; uneingeschränkt, vollkommen, äußerst.
2. überhaupt, z.B. das sehe ich absolut nicht ein. 3. unbe
dingt, z. B. er will absolut recht behalten. 4. rein, bezie
hungslos, z. B. das absolute Gehör (Gehör, das ohne Hilfs
mittel die Tonhöhe erkennt). 5. auf eine bestimmte Grund
einheit bezogen, z. B. die absolute Temperatur (die auf den
absoluten Nullpunkt bezogene, die tiefste überhaupt mög
liche Temperatur); die absolute Mehrheit (die Mehrheit
von über 50% der Gesamtstimmenzahl); der absolute
Mehrwert (der durch Verlängerung des Arbeitstages ge
schaffene Mehrwert) (pol. Okon.); absolute Atmosphäre:
Maßeinheit des Druckes, vom Druck null an gerechnet;
Zeichen: ata; absolute Geometrie: svw. nichteuklidische
Geometrie; absolute Musik: völlig autonome Instrumen
talmusik, deren geistiger Gehalt weder als Tonmalerei au
ßermusikalischer Stimmungs- od. Klangphänomene noch
als Darstellung literarischer Inhalte bestimmt werden
kann (seit dem 19. Jh.); Ggs. ÎProgrammmusik; absoluter
Ablativ: svw. Ablativus absolutus; absoluter Nominativ:
ein außerhalb des Satzverbandes stehender Nominativ;
absoluter Superlativ: svw. Elativ; absolutes Tempus:
selbstständige, von der Zeit eines anderen Verhaltens un
abhängige Zeitform eines Verbs. Ab|so|lu|te das; -n (zu
lat. absolutus, vgl. absolut) : das rein aus sich bestehende u.
in sich ruhende Sein (Philos.). Ab|so|lu|tie|rung die; -,
-en (zu t,,,ierung): vollständige Entwässerung von Flüs
sigkeiten, bes. von organischen Lösungsmitteln (Chem.).
Ab|so|lu|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. absolutio,
vgl. absolut): Los-, Freisprechung, Begnadigung, Verge
bung, bes. Sündenvergebung. Ablsollultislmus der; (aus gleichbed. fr. absolutisme, vgl. absolut): a) Regie
rungsform, in der alle Gewalt unumschränkt in der Hand
des Monarchen liegt; b) unumschränkte Herrschaft. Abso lultist der; -en, -en (zu î...ist): a) Anhänger, Vertreter
des Absolutismus; b) Herrscher mit unumschränkter
Macht, ablsollultisltisch (zu 1 ...istisch): a) den Absolu
tismus betreffend; b) Merkmale des Absolutismus zei
gend. Ablsollultiv der; -s, -e (aus gleichbed. nlat. (casus)
absolutivus; vgl. ...iv): 1. Kasus im Grönländischen u. in
typologisch ähnlichen Sprachen, in dem das î Subjekt bei
intransitiver u. das ÎObjekt bei transitiver Satzkonstrukti
on erscheint (Sprachw.). 2. Kasus des ÎSubjekts u. des no
minalen Î Prädikats in den semitischen Sprachen
(Sprachw.). Ab|so|lu|ti|vum [...v...] das;-s, -va (zut ...iv):
erstarrter Kasus eines Verbalabstraktums als nähere Be
stimmung der im Hauptverb ausgedrückten Handlung
(Sprachw.). Ablsollultolrilum das; -s, ...rien [...rían] (aus
mlat. absolutorium zu lat. absolutorius „frei-, losspre
chend“): 1. (veraltet) die von der zuständigen Stelle, Be
hörde erteilte Befreiung von der Verbindlichkeit von An
sprüchen o. Ä. 2. (veraltet) a) Reifeprüfung: b) Reifezeug
nis. 3. (österr.) Bestätigung einer Hochschule, dass man
die im Verlauf des Studiums vorgeschriebene Anzahl von
Semestern u. Übungen belegt hat. Ablsollvent [...vent]
der; -en, -en (aus lat. absolvens, Gen. absolventis, Part.
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Präs, von absolvere, vgl. absolvieren): jmd., der die vorge
schriebene Ausbildungszeit an einer Schule abgeschlossen
hat. ab|sol|vielren (aus lat. absolvere „loslösen, vollen
den“ ; vgl. absolut): 1. a) die vorgeschriebene Ausbildungs
zeit an einer Schule o.Ä. ableisten; b) etwas ausführen,
durchführen, bewältigen. 2. jmdm. die Absolution erteilen
(kath. Kirche)
ablsolnant(austo. absonans, Gen. absonantis, Part. Präs,
von absonare „misstönen“): (veraltet) misstönend, abge
schmackt
ab|sor|ba|bel <zu lat. absorbere, vgl. absorbieren u.
t. ..abel): einsaugbar, auflöslich. Ab|sor|balbilli|tät die:
- (zu Î ...ität): (veraltet) Auflösbarkeit. Ablsorlbat das;
-[e]s, -e (zu t...at(l)>: svw. Absorptiv. Absorbend der;
-en, -en (zu 1 ...end): svw. Absorptiv. Ablsoijbens das; -,
Plur. ...benzien [...tsian] u. ...bentia (aus lat. absorbens,
Part. Präs, von absorbere, vgl. absorbieren): der bei der
Absorption absorbierende (aufnehmende) Stoff; vgl. Ab
sorptiv. ablsorlbent (zu t...ent>: aufsaugend. Ablsorber der; -s, - (aus gleichbed. engl. absorber): 1. svw. Ab
sorbens. 2. Vorrichtung zur Absorption von Gasen (z. B. in
einer Kältemaschine). 3. Kältemaschine, ablsorlbielren
(aus lat. absorbere „hinunterschlürfen, verschlingen“):
1. aufsaugen, in sich aufnehmen. 2. [gänzlich] beanspru
chen. Ab|sorp|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. ab
sorptio zu lat. absorbere, vgl. absorbieren): das Aufsau
gen, das In-sich-Aufnehmen von etwas. Ablsorpltilonsprinlziprfrzj; -s: Grundsatz, dass bei mehreren Straftaten
einer Person die Strafe nach dem Gesetz verhängt wird,
das die schwerste Strafe androht (Rechtsw.). Absorptions¡spek!trum*í/<75; -s, Plur. ...trenu. ...tra: Î Spektrum,
das durch dunkle Linien od. Streifen jene Bereiche des
Spektrums angibt, in denen ein Stoff durchtretende Strah
lung absorbiert (Phys.), ablsorpltiv (zu t...iv>: zur Ab
sorption fähig. Ablsorpltiv das; -s, -e [,,,və]: der bei der
Absorption absorbierte Stoff; vgl. Absorbens
Absltelmilus der; -, ...ien [,,,miən] (aus gleichbed. spätlat.
abstemius zu lat. abs „weg“ u. temetum „Met, Wein“):
(veraltet) enthaltsamer Mensch, bes. in Bezug auf Alkohol
u. Geschlechtsverkehr
Absltenltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. abstentio zu
abstinere, vgl. abstinieren): (veraltet) Verzicht, Erb
schaftsverzicht
Abslterlgens das; -, Plur. ...genzien [...tsian] u. ...gentia
(aus lat. abstergens, Part. Präs, von abstergere, vgl. abster
gieren): reinigendes, abführendes Heilmittel, absltergent(zuî...ent): svw. abstersiv. abslterlgielren (aus/ɑt.
abstergere „wegwischen, beseitigen“): reinigen, abführen.
Abslteijsilon die; -, -en (zu lat. abstersus, Part. Perf. von
abstergere (vgl. abstergieren) u. t'...ion): (veraltet) [inne
re] Reinigung, abslterlsiv (zu T...iv): reinigend, abfüh
rend. Abslter|so|ri|um das; -s, ...ien [...rian] (aus mlat.
abstersorium „Reinigungstuch“): Leinentuch zum Sam
meln der geweihten Hostienpartikel u. zum Austrocknen
des Kelches nach dem Abendmahl
absltilnent (aus lat. abstinens, Gen. abstinentis, Part.
Präs, von abstinere, vgl. abstinieren; z.T. über engl. absti
nent „enthaltsam“): enthaltsam, auf bestimmte Genüsse
(bes. alkoholische Getränke) völlig verzichtend. Absltinent der; -en, -en (zu f...ent): (Schweiz., sonst veraltet)
svw. Abstinenzler. Absltilnenz die; - (aus gleichbed. lat.
abstinentia): Enthaltsamkeit, das Abstinentsein. AbsltinenzllerrZer; -s, -: jmd., der enthaltsam lebt, bes. in Bezug
auf Alkohol. Abs|tilnenz|the|o|rie die; im 19. Jh. ver
tretene Zinstheorie, nach der der Sparer den Zins gleich
sam als Gegenwert für seinen Konsumverzicht erhält.
abs|ti|nie|ren (aus lat. abstinere „fern-, zurückhalten“):
(veraltet) sich enthalten
Absltract* [ ɛpstrɛkt] das u. der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
Abszisin
abstract zu to abstract „einen Auszug machen“; vgl. abs
trakt): kurzer Abriss, kurze Inhaltsangabe eines Artikels
od. Buches. abs|tra|hie|ren [apstra...] (aus lat. abstrahe
re „ab-, wegziehen“): 1. etwas gedanklich verallgemei
nern, zum Begriff erheben. 2. von etwas absehen, auf et
was verzichten, absltrakt (aus lat. abstractus „abgezo
gen“, Part. Perf. von abstrahere, vgl. abstrahieren): a) vom
Dinglichen gelöst, rein begrifflich; b) theoretisch, ohne
unmittelbaren Bezug zur Realität; abstrakte Kunst: Kunst
richtung, die vom Gegenständlichen absieht; abstraktes
Substantiv: svw. Abstraktum; abstrakte Zahl: reine Zahl,
d.h. ohne Angabe des Gezählten (Math.). Absltraklte
die; -, -n (aus mlat. abstracta, substantiviertes Fern, von
lat. abstractus, vgl. abstrakt): Teil der Orgel, das die Taste
mit dem Pfeifenventil verbindet. abs|trak|ti|fi|zieren
(zu t...fixieren): zunehmend abstrakter machen. Abs
traktion die; -, -en (aus gleichbed. lat. abstractio, eigtl.
„das Fortschleppen, Entführen“): 1. a) Begriffsbildung;
b) Verallgemeinerung; c) Begriff. 2. auf zufällige Einzelhei
ten verzichtende, begrifflich zusammengefasste Darstel
lung (Stilk.). abs trak tiv (zu t...iv): 1. fähig zum Abstra
hieren, zur Î Abstraktion. 2. durch Abstrahieren gebildet.
Absltrakltum das; -s, ...ta (aus gleichbed. mlat. (verbum)
abstractum zu lat. abstractus „abgezogen", vgl. abstrakt):
Substantiv, das Nichtdingliches bezeichnet; Begriffswort;
z.B. Hilfe, Zuneigung (Sprachw.); Ggs. ÎKonkretum
ablstrinlgielren* (zu lab... u. lat. stringere „zusammen
binden, fesseln“): (veraltet) losschnüren, losbinden
abs|tru|die|ren* (aus lat. abstrudere „verstecken, verber
gen“): (veraltet) geheimhalten, absltrus (aus lat. abstru
sus „versteckt, verborgen“): a) (abwertend) absonderlich,
töricht; b) schwer verständlich, verworren, ohne gedank
liche Ordnung. Absltru|si|on die; -, -en (zu 1 '...ion): (ver
altet) das Verbergen, Verdunkeln [der Begriffe], Absltrusi\tät die; -, -en (zu t ...ität): Verworrenheit
ab|su|mie|ren (aus gleichbed. lat. absumere); (veraltet)
wegnehmen, aufzehren. Ab|sump|tilon die; -, -en (aus
spätlat. absumptio „Verbrauch“): (veraltet) Wegnahme,
Aufzehrung
ablsurd (aus lat. absurdus „misstönend“): widersinnig,
dem gesunden Menschenverstand widersprechend, sinn
widrig, abwegig, sinnlos; vgl. ad absurdum führen; absur
des Drama: moderne, dem 1 Surrealismus verwandte Dra
menform, in der das Sinnlose u. Widersinnige der Welt u.
des menschlichen Daseins als tragendes Element in die
Handlung verwoben ist; absurdes Theater: Form des mo
dernen Dramas, bei der Irrationales u. Widersinniges so
wie Groteskes als Stilmittel verwendet werden, um die Ab
surdität des Daseins darzustellen. Ab|sur|dis|mus der; (zu t ...ismus(l)): moderne Theaterform, die ganz be
stimmte antirealistische Stilmittel verwendet u. satirische
Zwecke verfolgt; vgl. absurd (absurdes Drama). Ab|surdist der; -en, -en (zu t ...ist): Vertreter des Absurdismus,
ablsurldisltisch (zu t...istisch): den Absurdismus be
treffend. Ab|sur|di|tätcZ/e;-,-en (aus spätlat. absurditas,
Gen. absurditatis „Missklang, Ungereimtheit“): 1. (ohne
Plur.) Widersinnigkeit, Sinnlosigkeit. 2. einzelne widersin
nige Handlung, Erscheinung o. Ä.
abszedieren* (aus lat. abscedere „Weggehen; sich ab
sondern“): eitern (Med.). Abslzess der, österr. ugs. auch
das; -es, -e (aus gleichbed. Zat. abscessus zu abscedere, vgl.
abszedieren): Eiterherd, Eiteransammlung in einem ana
tomisch nicht vorgebildeten Gewebshohlraum (Med.)
abs|zin|die|ren* (aus gleichbed. lat. abscindere): abrei
ßen, abtrennen
Abslzilsin* u. Abscisin das; -s, -e (zu lat. abscisus, Part.
Perf. von abscidere „abhauen, trennen“, u. t...in(l)>:
Wirkstoff in Pflanzen, der das Wachstum hemmt u. das
Abfallen der Blätter u. Früchte bewirkt (Bot.)
Abszisse
die; -, -n (aus nlat. (linea) abscissa „abgeschnitten(e Linie)“ zu lat. abscissus, Part. Perf. von abscindere
„abreißen“): 1. horizontale Achse, Waagerechte im Koor
dinatensystem. 2. auf der gewöhnlich horizontal gelegenen
Achse (Abszissenachse) eines Î Koordinatensystems abge
tragene erste Koordinate eines Punktes (z.B. x im
x,y,¿-Koordinatensystem; vgl. Koordinate; Math.). Abszislsilon </ze; -, -en (zu î‘...ion>: 1. Trennung, das Ab
schneiden. 2. Unterbrechung (Rhet.)
Ab tes tat das: -[e]s, -e (zu TTestat): (früher) ÎTestat des
Hochschulprofessors am Ende des Semesters (neben der
im Studienbuch der Studierenden aufgeführten Vorlesung
od. Übung); Ggs. Î Antestat. abitesitielren (zu îtestieren>: ein Abtestat geben; Ggs. Îantestieren
ab|trai|nie|ren [...tre..., ...tre...] (zu t trainieren) : Überge
wicht o. Ä. durch Î Training verringern, abbauen
ablturlnen [...ta:?...] (zu! turnen): (ugs.) aus der Stimmung
bringen; Ggs. fan turnen (2)
Abu [auch abu] (aus gleichbed. arab. abü „Vater“): Be
standteil arabischer Personen-, Ehren- u. Ortsnamen
Abullie die; -, ...ien (aus gr. aboulia „Unentschlossenheit,
Unüberlegtheit“ zu a- „nicht, un-“ u. boule „Wille“):
krankhafte Willenlosigkeit; Willensschwächung, Willens
lähmung, Entschlussunfähigkeit (Med., Psychol.), abulisch: a) die Abulie betreffend; b) willenlos
Abulna der; -s, -s (aus arab. abünä „unser Vater“): Titel in
arabischsprachigen Kirchen [Asiens] für einen Geistli
chen, bes. Titel für das Oberhaupt der äthiopischen Kir
che
abunldant* (aus lat. abundans, Gen. abundantis, Part.
Präs, von abundare, vgl. abundieren): häufig [vorkom
mend], reichlich, dicht; vgl. redundant. Abunldanltia
die; - (aus lat. abundantia „das Überströmen, Überfluss“) :
spätröm. Personifikation des Überflusses. Abunldanz
die; - (zu t...anz): 1. [große] Häufigkeit, Dichte des Vor
kommens, Fülle. 2. Merkmals- od. Zeichenüberfluss bei
einer Information (Math.). 3. (selten) svw. Pleonasmus
(Sprachw.). 4. (größere) Bevölkerungsdichte. Abunldatilon die; - (aus gleichbed. lat. abundatio): (veraltet) das
Überströmen, Überfließen, abunldielren (aus lat. abun
dare „überströmen“): (veraltet) Überfluss haben
Abulra das; - (aus einer westafrik. Sprache): rötliches bis
braungraues Holz aus Westafrika
ab urlbe con di ta [ - - 'kɔn...] (lat. ; eigtl. „seit Gründung
der Stadt (Rom)“): altrömische Zeitrechnung, beginnend
753 V. Chr. ; Abk. : a. u. c. ; vgl. post urbem conditam
Abus [a'by] iter; - [a'by(s)J, - [a’bys] (aus gleichbed. fr. abus,
dies zu lat. abusus, vgl. Abusus): (veraltet) svw. Abusus.
Abi useur [aby'z0:u] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. abuseur): (veraltet) Betrüger, Verführer. ab|üsie|ren (aus
gleichbed. fr. abuser): svw. abutieren. Ab usi ón die; -,
-en (aus lat. abusio „Missbrauch (eines Wortes)“): svw.
Katachrese. ablusiv (aus gleichbed. spätlat. abusive):
missbräuchlich. Ablusus z/er; -, - [,,,zu:s] (über mlat. ab
usus „Missbrauch“ aus lat. abusus „Verbrauch“, dies zu
abuti „aufbrauchen, im Übermaß gebrauchen“): Miss
brauch, übermäßiger Gebrauch, z.B. von bestimmten
Arznei- u. Genussmitteln, ablusus non tplllit usum
(lat.): Missbrauch hebt den [rechten] Gebrauch nicht auf.
ablutielren (aus lat. abuti „missbrauchen“; eigtl. „ver
brauchen“): (veraltet) hintergehen
Abultillon das; -s, -s (aus gleichbed. arab. abütilün): Gat
tung der Malvengewächse (z. B. Zimmerahorn)
ablvoltielren (zu tvotieren): (veraltet) durch Stimmen
mehrheit verwerfen
abyslsal (zu gr. ábyssos „grundlos“ u. T*...al(l)>: svw.
abyssisch. Abyslsal das; -s (zu T '...al (2)>: (veraltet) svw.
abyssische Region. Abys|sal|re|gi|on die; -: svw. abyssische Region, abyslsisch (ausgr. ábyssos „grundlos“): a)
Abslzislse*
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aus der Tiefe der Erde stammend; b) zum Tiefseebereich
gehörend, in der Tiefsee gebildet, in großer Tiefe; abyssi
sche Region: Tiefseeregion (Tiefseetafel), Bereich des
Meeres in 3 000— 10000m Tiefe; c) abgrundtief. Abys
sus o'er; - (über lat. abyssus aus gr. ábyssos „Abgrund“,
eigtl. „das Bodenlose“): 1. a) grundlose Tiefe, Unterwelt;
das Bodenlose ; b) Meerestiefe. 2. (veraltet) Vielfraß, Nim
mersatt
Ablzu ['apsu] vgl. Apsu
ac..., Ac... vgl. ad..., Ad...
Acaldelmy award [ɛ'kɛdəmi ɛ'wɔ:t] der; -, -s (aus engl.
Academy award „Preis der Akademie“): der jährlich von
der amerik. „Akademie für künstlerische u. wissenschaft
liche Filme“ in verschiedenen Bereichen (Darstellung, Re
gie, Ausstattung usw.) verliehene Filmpreis; vgl. Oscar
Acaljou [aka'ʒu:] das; -[s] (aus/r. acajou, dies zu port, acajú
„Nierenbaum“): alte Bez. für westind. Hölzer, heute allg.
für Mahagonihölzer. Aca|jou|nuss die; -, ...nüsse: svw.
Cashewnuss
a cap pel la [a ka...] (z7. ; „(wie) in der Kapelle od. Kir
che“): ohne Begleitung von Instrumenten (Mus.). A-cappel la-Chor der; -s, ...Chöre: Chor ohne Begleitung von
Instrumenten
a Ca pric cio* [a ka'prɪtʃo] (z7. ; „nach Laune“): nach Belie
ben, frei im Vortrag (Mus.)
Acar [ a:ʧar] das; -[s], -[s] (aus gleichbed. indones, acar):
Bestandteil der indones. Reistafel, ein saures Dessert
Acalrya [a'tʃa:ria] (aus sanskr. âcâryà „(geistlicher) Leh
rer“, eigtl. „vom rechten Wandel“): Titel od. Namensbe
standteil in Indien
ac|ca|rez|ze|vo|le [akarɛ'tse:vole] (z7.): [einschmei
chelnd, mit liebkosendem Ausdruck (Vortragsanweisung;
Mus.)
acc.c.inf.: Abk. für accusativus cum infinitivo; vgl. Akku
sativ
aclcel.: Abk. für accelerando. ac|ce|le|ran|do [atʃe...]
(aus gleichbed. it. accelerando zu lat.-it. accelerare „be
schleunigen“): allmählich schneller werdend, beschleuni
gend; Abk.: accel. (Vortragsanweisung; Mus.). Aclcelleraltor [ɛk sɛləre:tn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. accele
rator, dies aus lat. accelerator „Beschleuniger“): Ange
stellter einer Werbeagentur, der die Termine überwacht
Aclcent ailgu [aksätegy] der; - -, -s -s [aksäze'gy] (aus
gleichbed. fr. accent aigu, eigtl. „scharfes Tonzeichen“):
Betonungszeichen, lAkut (Sprachw.); Zeichen ', z.B. é.
Aclcent cirlconlflexe [aksäsirkö'fleks] der; - -, -s -s [ak
säsirkö'fleks] (aus gleichbed. fr. accent circonflexe, eigtl.
„gebogenes Tonzeichen“): Dehnungszeichen, tZirkum-,
flex (Sprachw.); Zeichen ", z.B. ä. Aclcent grave [aksägra:v] der; - -, -s -s [aksa'gra:v] (aus gleichbed. fr. accent
grave, eigtl. „schweres Tonzeichen“): Betonungszeichen,
ÎGravis (Sprachw.); Zeichen ’, z.B. é. Ac cen tus [ak'tsen...] der; -, - [,,,tu:s] (aus lat. accentus, eigtl. „das An
tönen, Blasen“): liturgischer Sprechgesang; Ggs. 7Concentus
Ac cess [ekses] der; -, -es [,..siz] (aus engl. access „Zutritt,
Zugang“, dies über gleichbed. mittelfr. access aus lat. ac
cessus, Part. Perf. von accedere „hinzukommen“): Zu
griff, Zugriffsmöglichkeit auf Daten, die in einem Spei
cher abgelegt sind (EDV). Aclceslsoire [aksɛ'soa:g] das;
-s, -s (meist Plur.) (aus/r. accessoire „Nebensache, Zube
hör“, dies über mlat. accessorium zu lat. accedere „hinzu
kommen“): modisches Zubehör, bes. zur Kleidung (z.B.
Gürtel, Handschuhe, Schmuck). ac|ces|solri|um sequiltur su um prin ci pa le [aktsɛ..tsi... ] (lat.): das
Zubehör richtet sich nach der Hauptsache
Ac|ciac|ca|tu|ra [atʃaka...] z//e,` -, ...ren (aus gleichbed. it.
acciaccatura, eigtl. „Quetschung“): besondere Art des
Tonanschlags in der Klaviermusik des 17./18. Jh.s, wobei
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eine Note gleichzeitig mit ihrer unteren Nebennote (meist
Untersekunde) angeschlagen, diese jedoch sofort wieder
losgelassen wird
Ac|ci|pi|es|holz|schnitt [ak'tsi:piɛs...] der: -[es], -e <zu
lat. accipies „du wirstannehmen“, 2. Pers. Sing. Fut. I (In
dikativ) von accipere „annehmen, empfangen“): Holz
schnitt als Titelbild in Lehr- u. Schulbüchern des 15. Jh.s,
der einen Lehrer mit Schülern u. ein Spruchband zeigt mit
den lat. Worten „Accipies tanti doctoris dogmata sancti“
(du wirst die Lehren eines so großen frommen Gelehrten
annehmen!)
Aclco|gli|en|za* [akɔl jɛn...] die; - <aus gleichbed. it. accoglienza): (veraltet) Annahme eines Wechsels (Wirtsch.)
Ac co la [ akola] der; -s, -s (aus gleichbed. mlat. accola zu
tad... u. lat. colonus „Landmann, Siedler“): Beisasse,
Feldnachbar im Mittelalter
Ac|com|pa|gna|to* [akɔmpanja:to] das: -s, Plur. -s u. ...ti
(aus it. accompagnato „begleitet“): das von Instrumenten
begleitete Î Rezitativ
Aclcon [a kö:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. accon, weitere
Herkunft unsicher) : flacher Lastkahn, Prahm, bes. auf der
Loire
aclcotjdanldo [akɔr...] u. ac|cor|dan|te (¡7.): 1. zusam
menstimmend (Vortragsanweisung; Mus.). 2. auf leeren
Saiten der Streichinstrumente in der Art des Einstimmens
(Musizieranweisung). Ac|cor|da|tu|ra die: - (aus z7. accordatura „das Stimmen“ zu accordare „abstimmen“):
normale Stimmung der Saiteninstrumente (Mus.); Ggs.
Î Scordatura
Aclcou cheiment [akufa’mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
accouchement zu accoucher „niederkommen, entbin
den“): (veraltet) Entbindung
Aclcouldoir [aku doam] das; -s, -s (ausfr. accoudoir „Arm
lehne“ zu coude „Ellenbogen“, dies aus gleichbed. lat. cu
bitus): Armlehne am Chorgestühl
Aclcount [ə kaʊnt] der od. das; -s, -s (aus engl. account
„Verzeichnis“): 1. Rechnung; Berechnung (Wirtsch.). 2.
Benutzerzugang zu einem Datensystem, z.B. zum Inter
net. Aclcounltant [ə kaʊntənt] der; -[s), -s (aus engl. ac
countant „Rechnungsführer, Buchhalter“): Bez. für den
Rechnungs- od. Wirtschaftsprüfer in Großbritannien, Ir
land, den Niederlanden u. den USA. Ac|count-Managelment, auch Aclcountlmalnagelment [,,,mænɪdʒmənt] das; -s, -s: a) auf Kunden[gruppen] ausgerich
tete Organisationsform von Werbeagenturen, Dienstleis
tungsunternehmen u.Ä.; b) auf Großkunden orientierte
Abteilung eines Unternehmens. Aclcount-Malnalger,
auch Ac|count|malna|ger [,,,mɛnɪdʒn] der; -s, -: Beauf
tragter für die kundenspezifische Auftragsbearbeitung u.
anwendungstechnische Beratung
aclcresc.: Abk. für accrescendo, aclcrelscenldo* [akrɛ'ʃɛndo] (z7.; eigtl. „steigernd“, Gerundium von accrescere
„erhöhen, steigern“, dies zu lat. accrescere): stärker wer
dend, an Tonstärke zunehmend; Abk.: accresc.
Ac crolcha ge* [akrɔ'ʃa:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. ac
crochage zu accrocher „anhängen, anschlagen“): 1. a)
Vorpostengefecht (Milit.); b) Auseinandersetzung zwi
schen Polizei u. Demonstranten. 2. Ausstellung aus den ei
genen Beständen einer Galerie. Aclcroche-coeur
[akrɔʃko:e] das; -, -: (aus fr. accroche-cœur „Herzensfän
ger“): Schmachtlocke, Locke, die dem Betreffenden einen
schmachtenden Ausdruck gibt
Ac|cu|ra|cy ['ɛkjʊrəsi] die; - (aus engl. accuracy „Sorgfalt“
zu accurate „sorgfältig, genau“, dies aus gleichbed. lat. ac
curatus): (fachspr.) Genauigkeit (z.B. bei statistischen Er
gebnissen in der Meinungsforschung od. bei Rechenope
rationen in der Datenverarbeitung)
ACE-Hem|mer [a:tse'e:...] die (Plur.) (Abk. für engl. angio
tensin convertising enzyme „Angiotensin-Konversions
Acharnement
Enzym"): Bez. für eine Gruppe blutdrucksenkender Sub
stanzen (Med.)
Acellla® [a'tsela] das; - (Kunstw.): eine aus Vinylchlorid
hergestellte Kunststofffolie
Acelquia [a'se:kia] die; -, -s (ausspa«. acequia „Wassergra
ben“ zu arab. säqiyä, Part. Präs, von saqä „(be)wässern“):
Bewässerungsgraben in einer 1 Huerta
Acelrolla [atse...] die; -, -s (aus span, acerolo „Azerolbaum“, dies aus arah. az-zu'rür): auf den Westindischen
Inseln beheimateter Baum od. Strauch mit kirschenähnli
chen Früchten. Ace|ro|lalkir|sche die; -, -n: VitaminC-reiche Frucht der Acerola
Aceijra [a'tsɛra] die; -, -s (aus gleichbed. lat. acerra): Weih
rauchkästchen, -büchse
Ace tal [ats...] das; -s, -e (zu t2...al>: ehern. Verbindung aus
einem ÎAldehyd u. ÎAlkohol (1). Acet|a!|de|hyd*
[atse:t...] der; -s (Kunstw. aus lAce/umu. ÎAldehyd}: farb
lose Flüssigkeit von betäubendem Geruch, wichtiger Aus
gangsstoff od. Zwischenprodukt für chem. Î Synthesen (2).
Acetlamid* das; -s, -e: Amid der Essigsäure. Aceltat
das;-s, -e (zuÎ...at(2)): 1. eine Chemiefaser. 2. Salzod. Es
ter der Essigsäure. Aceltatlseilde die; -: Kunstseide aus
Zelluloseacetat; vgl. Zellulose. Aceltin das; -s, -e (zu
t...in (1)>: Essigsäureester des 1 Glyzerins, Lösungsmittel.
Aceitón das; -s (zu î2...on): einfachstes 1 aliphatisches
ÎKeton; Stoffwechselendprodukt u. wichtiges Lösungs
mittel; Propanon. Aceltolnälmie* die; -, ...ien (zu
t...ämie>: das Auftreten von Aceton im Blut (Med.), acetolnälmisch*: die Acetonämie betreffend, auf ihr beru
hend (Med.); acetonämisches Erbrechen: hartnäckiges,
meist wiederholt auftretendes Erbrechen aufgrund einer
Stoffwechselstörung. Ace|to|ni|tril* das; -s: Nebenpro
dukt bei der Herstellung von Î Acrylnitril, Lösungsmittel.
Aceltolnulrie* die; -, ...ien (zu t...urie>: Auftreten von
Aceton im Harn (Med.). Aceltolphelnon das; -s (zu
tPhenol u. t2...on): aromatisches Î Keton, Riechstoff zur
Parfümierung von Seifen. Ace tum das; -[s] (aus gleich
bed. lat. acetum): Essig. Aceltyl das; -s (zu t...yl): Säure
rest der Essigsäure. Aceltyllchlolrid das; -: Chlorid der
Essigsäure. Aceltyllchollin das; -s: gefäßerweiternde
Substanz (Gefäßhormon; Med.) Aceltyllen das; -s (zu
t...en>: gasförmiger, brennbarer Kohlenwasserstoff, Aus
gangsprodukt für Î Synthesen (2), in Verbindung mit
Sauerstoff zum Schweißen verwendet. Aceltyllelnid,
Aceltyllid das: -s, -e (zu t3...id>: Metallverbindung des
Acetylens. ace|ty|lie|ren (zu t..deren): eine bestimmte
Molekülgruppe (Essigsäurerest) in eine organische Ver
bindung einführen. Aceltyllielrung die; -, -en (zu t...ierung): Austausch von Hydroxyl- od. Aminogruppen durch
die Acetylgruppe in organischen Verbindungen. Aceltylsäulre die; -: Essigsäure
Achallanldalge [aʃala'da:ʒə] die; - (aus gleichbed. fr. acha
landage zu achalander, vgl. achalandieren): (veraltet)
Kundenwerbung, achallanldielren (aus gleichbed. fr.
achalander zu chaland „Kunde, Kundin“): (veraltet)
Kundschaft anlocken
Acha|la|sie [axa...] die: -, ...ien (zugr. a- „nicht, un-“, chálasis „Erschlaffung“ u. t2...ie): Unfähigkeit der glatten
Muskulatur, sich zu entspannen (Med.)
Achälne die; -, -n (zu gr. a- „nicht, un-“ u. chainein „gäh
nen, klaffen“): einsamige Frucht der Korbblütler, deren
Samen bei der Reife u. Verbreitung von der Fruchtwand
umschlossen bleiben (Schließfrucht, z.B. Beere, Nuss;
Bot.)
Acha|ri|en|tis|mus [açarisn...] der: - (zu gr. a- „nicht,
un-“, charlen „reizend, schön“ u. T...ismus (5)): (veraltet)
Reizlosigkeit. Achalrisltie die; - (aus gleichbed. gr. acharistia) : (veraltet) Undankbarkeit
Achaijnelment [ajarns'mä:] das; -s (aus gleichbed. fr.
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acharnieren
acharnement zu acharner, vgl. acharnieren): (veraltet) Er
bitterung; Kampfbereitschaft, Mordlust. achar|nie|ren
(aus gleichbed./r. acharner zu î à u. chair „Fleisch“, eigtl.
„aufs Fleisch hetzen“): (veraltet) erbittern; gierigmachen,
acharlniert (zu Î ...iert): (veraltet) hitzig; [auf etw.] er
picht
Achat der; -[e]s, -e (über lat. achates aus gleichbed. gr.
achátes): ein mehrfarbig gebänderter Schmuckstein; vgl.
Chalzedon. achalten: aus Achat bestehend
Achaltes [...tes] der; - (nachdem Freund des Äneas): treuer
Freund, Kampfgefährte
Acheillie [,..x..., ...ç...], Achilie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht,
un-“, cheïlos „Lippe“ u. t2...ie): angeborenes Fehlen einer
od. beider Lippen (Med.)
Acheilrie [...x..., ...ç...] vgl. Achirie. Achei|ro|poi|elta
[...pay...] die (Plur.) (zu mgr. acheiropoieta „nicht von
Menschenhänden gemacht“): Bez. für einige byzantini
sche Bildnisse Christi u. der Heiligen, die als „wahre“ Bild
nisse gelten, weil sie nicht von Menschenhand verfertigt,
sondern auf übernatürliche Weise entstanden seien (z.B.
der Abdruck des Antlitzes Christi im Schweißtuch der Ve
ronika)
Ache|mi|ne|ment [aʃminə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. acheminement zu acheminer, vgl. acheminieren): (ver
altet) Einleitung, Anbahnung. ache|mi|nie|ren (aus
gleichbed. fr. acheminer zu 1 à u. chemin „(künstlich ange
legter) Weg“, dies zu mlat. caminus „Kamin, Weg“): (ver
altet) den Weg bahnen, anbahnen; emleiten
achelronltisch (nach Acheron, einem Fluss der Unterwelt
in der griech. Sage): 1. den Acheron betreffend. 2. zur Un
terwelt gehörend
Acheullélen [aʃole'ɛ:] í/ím; -[s] (ʃr,,- nach Saint-Acheul, ei
nem Vorort von Amiens) : Kulturstufe der älteren Altstein
zeit
à che val [aʃ(ə)'val] (fr.>: zu Pferde
Achia [a'ʃi:a], Atchia das; -[s], -[s] (zu Hindi acär „Marina
de“, dies aus dem Pers.): indisches Gericht aus Bambus
schösslingen (Gastr.)
Achian ['akian] das; -s, -e (über schwed. ackja aus gleich
bed. finn. ahkio): offener Schlitten der Lappländer
Achievelmentltest [ətjɪ:vmənt-] der; -s, -s (zu engl.
achievement „Leistung, Errungenschaft“): Leistungstest
für Schule u. Beruf
Achillie [...x..., ...ç...] vgl. Acheilie
Achil|les|fer|se [axiles...] rfze; - (nach der einzigen ver
wundbaren Stelle am Körper des Helden der griech. Sage
Achilles): verwundbare, empfindliche, schwache Stelle bei
einem Menschen. Achil|les|seh|ne rfze; -, -n: am Fersen
bein ansetzendes, sehniges Ende des Wadenmuskels.
Achil|les|seh|nen|re|flex* der; -es, -e: Reflex beim Be
klopfen der Achillessehne, wodurch der Fuß sohlenwärts
gebeugt wird. Achil|lo|dy|n[e* die; -, ...ien (zu t...odynie): Schmerz an der Achillessehne, Fersenschmerz
(Med.). Achil|lor|rha|phie die; -, ...ien (zu gr. rhaphë
„Naht“ u. T2...ie>: chirurgische Vernähung (u. damit Ver
kürzung) der Achillessehne (Med.)
Achilrie [,..x..., ...ç...], Acheirie die; -, ...ien (aus gr. a„nicht, un-“, cheir „Hand“ u. î2...ie>: angeborenes Fehlen
einer Hand od. beider Hände (Med.)
achllalmyldelisch [ax...] (aus gr. a- „nicht, un-“ u. chla
mys. Gen. chlamydos „Oberkleid, Mantel“): nacktblütig
(von einer Blüte ohne Blütenblätter; Bot.)
Achlorlhyldrie* [aklo:p...] die; - (zu gr. a- „nicht, un-“,
ÎChloru. Î ...hydrie) : [vollständiges] Fehlen von Salzsäure
im Magensaft (Med.). Achlolroplsie* [aklorɔp...] die; (zu t...opsie): svw. Deuteranopie
Achllys die; - (aus gr. achlÿs „das Dunkel“): Trübung der
Sehschärfe durch Geschwüre od. Narben der Augenhorn
haut (Med.)
der; -en, -en (zu gr. aichmälötos
„kriegsgefangen“ u. archös „Anführer“, dies zu árchein
„führen, befehligen“): Vorsteher der Juden während der
Babylonischen Gefangenschaft
Achine die; - (aus gr. ächne „Spreu, Schaum“): (veraltet)
svw. ’Scharpie
Achollie [...x..., ...ç...] die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, choie
„Galle“ u. T 2...ie> : mangelhafte Absonderung von Gallen
flüssigkeit (Med.)
Achonldrit* façon..., auch ... dritj der; -s, -e (zu gr. a„nicht, un-“, chóndros „Korn, kleine Kugel“ u. î?...it>: ei
senarmer, chondrenfreier Steinmeteorit
Achrolit [akro'i:t, auch ...'it] ¿Zer; -s, -e (zu gr. a- „nicht,
un-“, chróos „grün, farbig“ u. T 2...it> : farbloser Turmalin
Achrolmalsie [akro...] c/ie; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“,
ehrðma „Farbe“ u. t2...ie>: 1. svw. Achromie. 2. besondere
Art erblicher Blindheit (Zapfenblindheit; Med.). 3. durch
achromatische Korrektur erreichte Brechung der Licht
strahlen ohne Zerlegung in Farben (Phys.). Achrolmat
der; -[e]s, -e (zugr. achrömatos, vgl. achromatisch): Linsen
system, bei dem der Abbildungsfehler der Îchromatischen
Aberration korrigiert ist. Achrolmaltin das; -s (zu t...in
(1)>: mit spezifischen Chromosomenfärbemethoden nicht
färbbarer Zellkernbestandteil (Biol.). achrolmaltisch
(aus gr. achromatos „ohne Farbe“): 1. die Achromasie be
treffend, sie aufweisend. 2. die Eigenschaft eines Achro
mats habend. Achro|ma|tis|mus der; -, ...men (zu T...ÍSmus (3)): svw. Achromasie (2). Achro|ma|top|sie* die; -,
...ien (zu t...opsie>: Farbenblindheit (Med.). Achro matolse ¿¿e; -, -n (zu î’...ose): svw. Achromie. Achromie
die; -, ...ien (zu T2...ie>; angeborenes od. erworbenes Fehlen
von ÎPigmenten (1) in der Haut (Med.); vgl. Albinismus
achrolnisch [akro:...] (zu gr. a- „nicht, un-“ u. chrönos
„Zeit“, eigtl. „zeitlos“) : der Sonne beim Auf- u. Untergang
gegenüberstehend (von Gestirnen; Astron.), achrolnyktisch [akro...] (zugr. nÿx, Gen. nyktös „Nacht“): bei Son
nenuntergang auf- od. untergehend (von Gestirnen; As
tron.)
Ach|sen|hy|per|o|pie die; -, ...ien [,,,pi:ən] (zu THyperopie): durch zu kurze Augenachse bedingte Weitsichtig
keit. Ach|sen|my|o|pie die; -, ...ien [,,,pi:ən]: durch zu
lange Augenachse bedingte Kurzsichtigkeit. Achfsenlzylinlder der; -s, -: von einer Nervenzelle ausgehende, erre
gungsleitende Nervenfaser; vgl. Neurit
Achyllie [...x..., ...ç...] die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“,
chylös „Saft“ u. T2...ie): das Fehlen von Verdauungssäften,
bes. im Magen (Med.), achyllisch: mit Achylie verbun
den, durch Achylie bedingt (Med.)
a.c.i. [a:tse:'i:]: Abk. für accusativus cum infinitivo; vgl.
Akkusativ
Acid ['ɛsɪt] das; -s (aus engl. acid „Säure, LSD“, dies zu lat.
acidus „sauer“): im Jargon der Drogenszene Bez. für
LSD. Acildälmie* [atsi...] die; -, ...ien (zu Î Acidum u.
t...ämie>: svw. Acidose. Acid House [ ɛsɪt haus] das u.
der; - - (zu engl. acid (vgl. Acid) u. house „Haus“): von
schnellen [computererzeugten] Rhythmen geprägter
Tanz- u. Musikstil, der die Tanzenden in einen rauscharti
gen Zustand bringen soll. Aci|di|me|trie* [atsi...] die; (zu lat. acidus „sauer“ u. t...metrie): Methode zur Bestim
mung der Konzentration von Säuren (Chem.). Acildiltät
die; - (aus lat. aciditas, Gen. aciditatis „Säure“): Säure
grad od. Säuregehalt einer Flüssigkeit. Acid Jazz ['ɛsɪt
ʤɛs] der; - -: svw. Acid House, acildolklin [atsi...] (zu
1 Acidum u. gr. klinein „sich neigen“): svw. acidophil (1).
acildolphil (zu T...phil>: 1. sauren Boden bevorzugend
(von Pflanzen). 2. mit sauren Farbstoffen färbbar. Acidolse die; -, -n (zu t'...ose): krankhafte Vermehrung des
Säuregehaltes im Blut (Med.). Acildum das; -s, ...da (aus
gleichbed. nlat. acidum zu lat. acidus „sauer“): Säure.
Ächlmalloltarch*
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das; -s (Kunstw.; zu lat. durus „hart“): säurebe
ständige Gusslegierung aus Eisen u. Silicium
Acklja der; -[s], -s (aus schwed. ackja, dies aus finn. ahkio
„Rentierschlitten“): 1. Rentierschlitten. 2. Rettungsschlit
ten der Bergwacht
à con diti on [akôdi'sjô] (fr. ; „auf Bedingung“; vgl. Kon
dition): bedingt, unter Vorbehalt, nicht fest (Rückgabe
vorbehalt für nicht verkaufte Ware); Abk.: àc.
Aco ni tin [ako...] das; -s (zu lat. aconitum „Eisenhut“ u.
t. ..in (1)>: aus den Wurzeln des Eisenhuts gewonnenes,
sehr giftiges Î Alkaloid (Arzneimittel)
a conlto [a 'kɔnto] (it.): auf Rechnung von ...; Abk.: ac.;
vgl. Akontozahlung
à conltre* cœur [akðtr'kæ:r] (/r,): ungern
à coup peridu [akupsr'dy] (/?.): aufs Geratewohl, auf gut
Glück
Ac|qui|si|tion [ækvɪ'ziʃn] die: -, -s (aus engl. acquisition
„Erwerb, Aneignung“; vgl. Akquisition): Übernahme ei
nes Unternehmens durch ein anderes (Wirtsch.). Aclquit
[a'ki:] das; -s, -s (aus gleichbed.//-. acquit zu acquitter „be
scheinigen“, dies zu quitter „(aus einer Verbindlichkeit)
entlassen, (etw.) erlassen“): (veraltet) Quittung, Emp
fangsbescheinigung; vgl. pour acquit
Acre ['eɪkə] der; -s, -s , (aber: 5 -) (aus engl. acre, eigtl.
„Acker“): engl. u. nordamerik. Flächenmaß (etwa
4047 m2)
Acrildin* [akri...] das; -s (zu lat. acer, Gen. acris „scharf* u.
Î...in ( 1)>: aus Steinkohlenteer gewonnene stickstoffhalti
ge organische Verbindung, Ausgangsstoff für Arzneimittel
Acrollelin* [akro...] vgl. Akrolein
Acrolnal* [akro...] das; - (Kunstw.; zu gr. ákron „Spitze,
Gipfel“ u. î2...al>: Kunststoff, farbloser Lackrohstoff
(Acrylharz)
across*-the-board [ə'krɔsðə'bɔ:d] (engl.; eigtl. „pau
schal“): an fünf aufeinanderfolgenden Tagen zur gleichen
Zeit gesendet (von Werbesendungen in Funk u. Fernse
hen)
Acryl* [a'kryd] das; -s (Kurzw. aus Acrolein (vgl. Akrolein)
u. t...yl): Kunststoff aus Î Polyacrylnitril. Acryl Ian das; -s
(zu t...an): Kunstfaser. Acryllat das; -[e]s, -e (zu T...at
(2)): Salz od. Ester der Acrylsäure. Acryllniltril das; -s:
stechend riechendes Î Nitril (Ausgangsstoff wichtiger
Kunstfasern). Acryl|säu|re ¿Zie; -: stechend riechende
Karbonsäure (Ausgangsstoff vieler Kunstharze)
Act [ɛkt] der; -s, -s (aus engl. act „Handlung, Tat“, dies aus
to. actum „(Rechts)handlung“, zu agere „treiben, bewe
gen“; vgl. Akt): 1. bestimmte Art von Urkunden; Doku
ment (im angloamerik. Recht). 2. Willenserklärung, Be
schluss, Verwaltungsanordnung. 3. vom Parlament verab
schiedetes Gesetz. 4. Großereignis, attraktive Massenver
anstaltung, bes. der Popmusik. Aclta [’akta] die (Plur.)
(aus lat. acta (Plur.) „Taten“): 1. Handlungen, Taten. 2.
Berichte, Protokolle, Akten. Aclta Aposltollolrum die
(Plur.) dat.; „Taten der Apostel“): die Apostelgeschichte
im Neuen Testament. Aclta Marltylrum dze (Plur.) dat.;
„Taten der Märtyrer“): Berichte über die Prozesse u. den
Tod der frühchristlichen Märtyrer. Acltant [ak'tä:] der;
-s, -s (aus fr. actant „Handelnder“): svw. Aktant. Aclta
Sancltolrum die (Plur.) dat.; „Taten der Heiligen“):
Sammlung von Lebensbeschreibungen der Heiligen der
kath. Kirche, bes. der Î Bollandisten
Acltin [ak...] vgl. Aktin
Ac|ting-out* ['ɛktɪŋaut] das; - (aus gleichbed. engl. acting
out): das Abreagieren [verdrängter Impulse] (Psychol.)
Acltilnilde [ak...] vgl. Actinoide. Acltilnilum das;-s(,mgr.
aktis, Gen. aktinos „Strahl“, u. t...ium): ehern. Element,
ein Transuran; Zeichen Ac. Aclti|no|i|de die (Plur.) (zu
ÎActinium u. î...oid>: Gruppe von chem. Elementen, die
vom Actinium bis zum Î Lawrencium reicht
Acildyr®
ADA
[ aktsio] die; - (aus lat. actio „Handlung“; vgl. Akti
on): 1. Klagemöglichkeit im röm. Recht. 2. Tätigkeit, Han
deln (Philos.); Ggs. Î Passio, acltio et relacltio [- - re...]
dat.y. Wirkung und Gegenwirkung. Acltilolgralfie, auch
...gralphie die; - (zu Î Actio u. T...grafie>: Kunstrichtung
in der Fotografie. Acltion ['ɛkʃən] die; -, -s (aus gleichbed.
engl. action, eigtl. „Handlung, Tat“, dies über fr. action
aus gleichbed. lat. actio): 1. ereignis- od. handlungsreicher
Vorgang; spannender, dramatischer Handlungsablauf. 2.
Klage, Rechtsstreit (engl. Recht). Acltionlcolmic [,,,'kɔmɪk] der; -s, -s (zu engl. comic „lustig, komisch“; vgl. Co
mic): Comic, bei dem das Hauptgewicht auf turbulenter
Handlung liegt. Acltion dilrecte [aksjðdi'rɛkt] die: - -, -s
-s [aksjödi rekt] (aus fr. action directe „direkte Aktion, un
mittelbares Handeln“): 1. (ohne Plur.) unmittelbarer An
spruch (franz. Recht). 2. direkte, unmittelbar wirkende
Aktion. 3. Anspruch auf Entschädigung bei der Kfz-Haft
pflichtversicherung, der unmittelbar bei dem Versicherer
erhoben werden kann. Acltionlfilm [ɛkʃən...] der; -s, -e
(zu î Action): Spielfilm mit einer spannungs- u. abwechs
lungsreichen Handlung, in dem der Dialog auf das Nötigs
te beschränkt wird. Acltion-Painlting, auchAcitionpain ting [...pemtirj], das; - (aus engl. action painting
„Aktionsmalerei“): Richtung innerhalb der amerik. abs
trakten Malerei (abstrakter Expressionismus), bei der das
Bild Ergebnis eines spontanen Malvorgangs ist. Action-Re|search, auch Acltionlrelsearch [,,,rɪsəʧ]
das; -[s], -s: sozialwissenschaftliches Forschungspro
gramm mit dem Ziel, eine Änderung der bestehenden so
zialen Verhältnisse herbeizuführen (Soziol.). Acltionstolry [,,,stɔ:rɪ, ...stori] die; -, -s: Wiedergabe eines dra
matischen od. spannungsreichen Ereignisses, wobei die
wichtigsten Geschehnisse zu Beginn gebracht werden. Actionlthrilller [,,,θrɪlə] der; -s, -: Film, Roman (auch Hör
spiel od. Theaterstück) mit nervenaufreibender Spannung
sowie abwechslungsreicher u. turbulenter, oft auch gewalt
betonter Handlung. Ac|tu|a|ry ['ɛktjʊəri] der; -s, -s (aus
gleichbed. engl. actuary): 1. Gerichtsschreiber. 2. Statisti
ker; vgl. Aktuar, acltum ut sylpra* dat.y. (veraltet) ver
handelt wie oben; Abk. : a.u.s.AcItus der; - (aus lat. actus
„das Wirken“) : 1. das schon Gewordene, im Gegensatz zu
dem noch nicht Gewordenen, sondern erst Möglichen
(scholastische Philos.). 2. Bez. für feierl. Musikwerke im
17./18. Jh. Acltus pylrus der; - - (aus gleichbed. lat. actus
purus, eigtl. „reines Wirken“): das reine, aller Möglichkei
ten u. Stofflichkeit bare, aktive Wirken Gottes (scholasti
sche Philos.)
a cunabillis [a k...] dat.y. von der Wiege an
acu te I ti I gis |ti [rem] ['a:ku: - (-)] dat.; zu acus „Nadel“ u.
tangere „berühren“, eigtl. „du hast (die Sache) mit der Na
del berührt“): du hast den Nagel auf den Kopf getroffen
acylclisch* [’atsy...] vgl. azyklisch (4)
ad dat.y. zu, z. B. ad 1 = zu [einem bereits aufgeführten]
Punkt 1
ad.... Ad... (aus lat. ad „zu, bei, an"): Präfix mit der Bedeu
tung „zu-, hinzu-, bei-, an-“ u. a., z. B. in adsorbieren, Ad
latus; vielfach od. stets angeglichen vor folgenden Buch
staben: vor c zu ac... (z. B. Accentus), vor f zu af... (z. B. affirmieren), vor g zu ag... (z. B. Aggressor), vor k, qu und z
zu ak... (z. B. akklamieren, akquirieren, akzeptieren), vor 1
zu al... (z. B. Allokution), vor n zu an... (z.B. Annexion),
vor p zu ap... (z. B. appellieren), vor r zu ar... (z. B. Arro
ganz), vor s zu as... (z. B. assimilieren), vor t zu at... (z. B.
attestieren)
Ada die; - (aus arab. ‘ädä „Gewohnheit“): islamisches Ge
wohnheitsrecht
ADA das; -s (nach der Entwicklerin A. Ada Byron): Pro
grammiersprache für den Îalgorithmischen Programmier
stil (EDV)
Acltio
A
ad absurdum
ad abisurldum (lat.; „zum Sinnlosen“); in der Wendung
ad
absurdum fiɪhren:die Unsinnigkeit od. Nichthaltbarkeit ei
ner Behauptung o. Ä. beweisen
ad aclta [- 'akta] (lat.; „zu den Akten“): erledigt, abge
schlossen; Abk. etwas ad acta legen: a) (Schriftstücke) als
erledigt ablegen; b) (eine Angelegenheit) als erledigt be
trachten
adalgietlto [---'ʤɛto] (it.; Verkleinerungsform von tadagio): ziemlich ruhig, ziemlich langsam (Vortragsanwei
sung; Mus.). Adalgietltodas; -s, -s: kurzes Adagio, ada
gio [a'da:dʒo] <aus gleichbed. it. adagio): langsam, ruhig
(Vortragsanweisung; Mus.). Adalgio das; -s, -s: langsa
mes Musikstück
AdalgüollolgieÄe; -, ...ien <zu lat. adagium „Sprichwort“
u. gr. légein „sammeln“): (veraltet) Sprichwörtersamm
lung
ada|gis|si|mo [ada'ʤɪ...] <zu Tadagio u. -issimo (ital. Suf
fix zur Superlativbiläung)): äußerst langsam (Vortragsan
weisung; Mus.)
Adalgilum das; -s, ...gia (aus gleichbed. lat. adagium);
Sprichwort
Adakltyllie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, dáktylos
„Finger, Zehe“ u. T2...ie>: das Fehlen der Finger od. Zehen
als angeborene Missbildung (Med.), adakltyllisch: fin
ger- od. zehenlos (Med.)
Adallin® das; -s (Kunstw.): Schlaf- u. Beruhigungsmittel
ad alItilolra (lat.; zu altus „hoch, erhaben“): zu höheren
Dingen
Adalmantder; -en, -en (zu î Adamas u. T...ant>: svw. Ada
mas. Adalmanltin das; -s (zu t...in (1)>: Zahnschmelz
(Med.). Ada|man|ti|nom das; -s, -e (zu î...om): Kiefer
geschwulst (Med.). Adalmanltolblast* der; -en, -en
(meist Plur.) (zu gr. blastos „Spross, Trieb“): längliche,
sechseckige Zelle, die den Zahnschmelz bildet (Med.).
Adalmasder; -, ...manten (aus lat. adamas „härtestes Ei
sen, Stahl“, eigtl. „der Unbezwingbare“, dies aus gleich
bed. gr. adámas, Gen. adámantos): (veraltet) Diamant
adalmisch (nach Adam, dem biblischen Stammvater der
Menschen, dessen Name mit hebr. adama „Erde“ in Ver
bindung gebracht wird); in der Fügung atlantische Erde: 1.
Verwesungsrückstand von Leichen. 2. Bodenschlamm von
verfaulten Stoffen im Wasser. Ad a | mit der; -en, -en (nach
dem biblischen Stammvater der Menschen od. nach einem
Sektengründer namens Adam u. zu îü.it): Angehöriger
von alten Sekten, die angeblich nackt zu ihren Kulten zu
sammenkamen, um so ihre paradiesische Unschuld zu do
kumentieren. adalmiltisch: a) nach Art der Adamiten;
b) nackt
Adam|sit[auch ,,,'zɪt] das; -s (nach dem amerik. Chemiker
R. Adams (1889-1971) u. zu Î '...it): Haut u. Atemwege rei
zendes Gas
adap|talbel*(zu lat. adaptare (vgl. adaptieren) u. t ...abel):
1. passend, anwendbar. 2. anpassungsfähig. Adapltalbililtät die; - (zu T...ität): Vermögen, sich anzupassen; An
passungsfähigkeit. Adapltaltilgn die; -, -en (aus mlat.
adaptatio „Anpassung“ mlat. adaptare, vgl. adaptieren):
a) Anpassungsvermögen (z. B. des Menschen an die sozia
le Umwelt); b) Anpassung (z.B. von Organismen) an die
Gegebenheiten, Umstände, an die Umwelt. Adapltaltions syn drom das; -s, -e: krankhafte Erscheinung, die
ihrem Wesen nach Anpassungsreaktion des Organismus
auf krank machende Reize (z. B. Stress) ist (Med.). AdapXerder; -s, - (aus gleichbed. engl. adapter zu to adapt „an
passen“, dies aus /«z. adaptare, vgl. adaptieren): 1. Vor
richtung. um elektrische Geräte miteinander zu verbinden
u. einander anzupassen (z.B. Leitungen von verschiede
nen Durchmessern). 2. Zusatzgerät zu einem Hauptgerät
(z. B. zur Kamera), adapltielren (aus lat. adaptare „an
passen“): 1. anpassen (Biol., Physiol.). 2. bearbeiten, z. B.
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einen Roman für den Film adaptieren. 3. (österr.) eine
Wohnung herrichten. Adaplti|o|ge|ne|se die; -, -n: Ent
stehung neuer Anpassungserscheinungen an veränderte
Umweltverhältnisse (Genetik). Adapltilon die; -, -en (zu
î '...ion): 1. svw. Adaptation. 2. a) Umformung eines Tex
tes in eine andere Gattungsform (Stilk.) ; b) Übersetzung
durch eine ähnliche Situation, weil die gleiche in der Ziel
sprache nicht üblich ist (Sprachw.); c) [elektronische] Än
derung eines Layouts in ein anderes Format (Druckw.).
adaptiv (zu t...iv): auf Adaptation beruhend. Adapltomelterdas; -s, - (zu Α...meter): optisches Gerät, das die
Anpassungsfähigkeit des Auges an die Dunkelheit misst.
Adapltolmeltrie die; - (zu t...metrie): Messung der An
passungsfähigkeit des Auges mit dem Adaptometer.
Adapltrolnikd/e; - (Kurzw. ausîada/ttivu. ÎElektrontTc):
Î interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit t multi
funktionellen technischen Systemen befasst
Adälquanz* die; - (zu lat. adaequare (vgl. adäquieren) u.
t...anz): Angemessenheit u. Üblichkeit [eines Verhaltens],
Adälquanz|the|o|rie die;
Lehre im Zivilrecht, nach
der ein schadenverursachendes Ereignis nur dann zur
Schadenersatzpflicht führt, wenn es im Allgemeinen u.
nicht nur unter bes. ungewöhnlichen Umständen einen
Schaden herbeiführt; vgl. Äquivalenztheorie, adälquat
(aus /ai. adaequatus, Part. Perf. von adaequare, vgl. adä
quieren): [einer Sache] angemessen, entsprechend; über
einstimmend; Ggs. Îinadäquat. Adälquatlheit die; -:
Angemessenheit; Ggs. ÎInadäquatheit (a). adä quie ren
(aus gleichbed. lat. adaequare): angleichen, anpassen
Adar der; - (aus gleichbed. hebr. adär): sechster Monat im
jüd. Kalender (Februar/März)
ad arlma (lat.; eigtl. „zu den Waffen!“): ans Werk!
a dalto (zu lat. a „von“ u. Î dato): vom Tag der Ausstellung
an (z.B. auf ÎDatowechseln); Abk.: ad.
ad belne pia|ci|tum[- - ...ts...] (lat.y. nach Belieben, Gut
dünken; beliebig
ad callenldas graecas [- ka... 'grɛ:ka:s] (lat.; „an den
griechischen Kalenden (bezahlen)“ (d. h. niemals, weil die
Griechen keine Î Calendae kannten, die bei den Römern
Zahlungstermine waren)): niemals, am Sankt-Nimmer
leins-Tag
ad capitum [vullgi][- kap... ('vʊlgi)] (lat.y. nach der Fas
sungskraft [des Volkes]
Ad-Click ['ædklɪk] der: -s, -s (zu engl. ad „Anzeige“ u. click
„das Klicken“ (dies zu to click „klicken“)): Aufruf des
Î Hyperlinks auf dem Bildschirm mit der Maus (EDV)
ad colllilgertlda [- ko...] (lat.y. zur [betreffenden Schriften]sammlung
ad compitum [- 'kɔm...] (lat.y. in od. zur Rechnung [brin
gen]
ad conlcluldenldum* [- kɔnklu...] (lat.}'. (Rechtsspr.) zur
Beschlussfassung
Ad-Co|py ['ædkɔpi] die: -, -s (mengl. ad „Anzeige“ u. copy
„Aufzeichnung“): Werbetext (Wirtsch.)
adldaltur (lat.; eigtl. „es werde hinzugefügt“): svw. adde.
adlde(/ɑt,): füge hinzu! (Hinweiswort auf ärztlichen Re
zepten)
ad delcreltum* [- de'kre:...] (lat.y. nach [dem] Beschluss,
per Dekret
Adlded Va lues ['ɛdɪd 'væɪjʊz] die (Plur.) (aus engl. added
values „zugefügte Werte“ zu to add, vgl. Adder): Zusatz
nutzen eines Produkts, um höhere Marktanteile zu erzie
len (Wirtsch.)
ad de|li|be|ran|dum (lat.y. zur Erwägung
Adldertd der; -en, -en (aus lat. addendus „der Hinzuzufü
gende“, Gerundivum von addere, vgl. addieren) : Zahl, die
beim Addieren hinzugefügt werden soll; Î Summand. Ad
dendum das; -s, ...da (meist Plur.) (aus lat. addendum
„das Hinzuzufügende“): Zusatz, Nachtrag, Ergänzung,
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Beilage. Adldenldus der; -, ...di (aus lat. addendus): svw.
Addend
ad delpglsiltum {lat.}: zur, in Verwahrung
Adlder ['ædə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. adder zu to add
„hinzufügen“, dies aus lat. addere, vgl. addieren): elektro
nische Schaltung, in der die Summe aller eingehenden Sig
nale gebildet wird
ad|de|zi|mie|ren (zu tad... u. lat. decimare, vgl. dezimie
ren): (früher) mit dem Zehnten belegen; vgl. Decima
Ad|di|bi|li|tät die; - (aus gleichbed. lat. addibilitas. Gen.
addibilitatis; vgl. addieren): Hinzufügbarkeit, Vermehr
barkeit
ad dilem dic tum [- ,,,ɛɪn 'dɪk...] (/ɑt,): (Rechtsspr.) auf
den anberaumten Tag
adldielren (aus lat. addere „hinzufügen “): zusammenzäh
len, hinzufügen; addierende Zusammensetzung: svw. Ad
ditionswort (Sprachw.)
ad diles vi tae [- ...e:s v...] {lat.; eigtl. „für die Tage des Le
bens“): auf Lebenszeit
Ad|dik|ti|gn die; -, -en (aus gleichbed. lat. addictio zu ad
dicere, vgl. addizieren): (Rechtsspr.) Zuerkennung
adldio (aus it. addio „Gott befohlen!“): auf Wiedersehen!;
leb[t] wohl!; vgl. adieu
adldilta ae ta te [- ɛ...] {lat.}; im vorgerückten Alter
Ad|di|talment das; -s, -e u. Ad|di|ta|men|tum das; -s,
...ta (aus gleichbed. /ai. additamentum): Zugabe, Anhang,
Ergänzung zu einem Buch. Adldiltilon die; -, -en (aus lat.
additio „das Hinzufügen“ zu addere, vgl. addieren): 1. das
Addieren (Math.); Ggs. TSubtraktion. 2. Anlagerung von
Atomen od. Atomgruppen an ungesättigte Moleküle
(Chem.). adldi|ti|o|nal (zu Î '...al (1)): zusätzlich, nach
träglich; vgl. ...al/...eil. adldiltilolnell (aus gleichbed. fr.
additionnelle)): svw. additional; vgl. ...al/...eil. Adldiltionsithe o rem das; -s, -e: Formel zur Berechnung des
Funktionswertes (vgl. Funktion) einer Summe aus den
Funktionswerten der tSummanden (Math.). Adldiltions ver bin dung die: -, -en: chem. Verbindung, die
durch einfache Aneinanderlagerung von zwei Elementen
od. von zwei Verbindungen entsteht. Adldiltilgnslwort
das; -[e]s, ...Wörter: zusammengesetztes Wort, das zwei
gleichwertige Begriffe addiert; addierende Zusammenset
zung, ÎKopulativum (z.B. taubstumm, Strichpunkt); vgl.
Oxymoron, adldiltiv (aus lat. additivus „hinzufügbar“):
a) durch Addition hinzukommend; b) auf Addition beru
hend; c) hinzufügend, aneinanderreihend; additives Ver
fahren: Herstellung eines Farbfilmbildes durch Überei
nanderprojizieren von drei in den drei Grundfarben gefil
terten Bildern. Adldiitiv [,,,'ti:f] das; -s, -e [...va] (unter
Einfluss von engl. additive „Zusatz“ zu lat. additivus, vgl.
additiv): Zusatz, der in geringer Menge die Eigenschaften
eines chem. Stoffes merklich verbessert (z.B. für Treib
stoffe u. Öle)
ad|di|zie|ren <aus gleichbed. lat. addicere); zuerkennen,
zusprechen (z. B. ein Bild einem bestimmten Meister)
Adldukltilgn die; -, -en (aus lat. adductio „das (Her)anziehen“ zu adducere „(her)anziehen“): heranziehende Bewe
gung eines Gliedes [zur Mittellinie des Körpers hin]
(Med.); Ggs. Î Abduktion. Ad|duk|ti|ons|pris|ma das;
-s, ...men: ÎPrisma, das zur Korrektur des Einwärtsschie
lens auf Brillengläser aufgeschliffen ist. Adldukltor der;
-s, ...oren (aus lat. adductor „Zuführer“): Muskel, dereine
Adduktion bewirkt (Med.)
ad du|pli|can|dum* [- ...’kan...] {lat.}: (Rechtsspr.) zur Be
antwortung der zweiten Klageschrift
ade (aus altfr. adé „zu Gott, Gott befohlen", dies aus gleich
bed. lat. ad Deum): svw. adieu (bes. in der Dichtung u. im
Volkslied gebrauchte Form) Ade das; -s, -s: Lebewohl
(Abschiedsgruß); Ade sagen.
...ade (nach/r. -ade): Endung weiblicher Substantive, die
Adept
meist eine Handlung, eine Tätigkeit, die in der bestimmten
Art von jmdm. ausgeführt wird, bezeichnen; z.B. Chaplinade, Robinsonade; vgl. ...iade
à délcoulvert [adeku'vɛ:r] {fr.; „unbedeckt“): 1. frei, offen.
2. ungedeckt, ohne Deckung (Finanzw.)
Ade lan ta do der; -s, -s (aus gleichbed. span, adelantado,
eigtl. „jmd., der bei einer Sache vorangeschickt wird“, zu
adelante „vor, vorwärts“): a) Statthalter im alten Spanien;
b) Ehrentitel span. Familien
adellolderlmisch (zu gr. ádelos „unsichtbar“ u. dérma
„Haut“): unter der Haut verborgen (Zool.). adellolgenisch (zugr. génos „Geschlecht“): von nicht erkennbarer
Gattung (Zool.). Adel Io Iphalge der; -en, -en (zu Î...pha
ge): Angehöriger einer Sekte des 4. Jh. n.Chr., die das Es
sen in Gegenwart anderer für unstatthaft hielt. Adellopolde der; -en, -en (zu ɪ,,,pode): [anscheinend] fußloses
Tier (Zool.). ade|lolpo|disch: ohne sichtbare Füße
(Zool.)
Adellphie die; -, ...ien (zu gr. adelphoi „Geschwister“ u.
t2...ie>: Vereinigung von Staubblättern zu einem od. meh
reren Bündeln (Bot.). Adellpholgalmie die; -, ...ien (zu
t...garnie (l)): Bestäubung zwischen zwei îvegetativ (2)
aus einer gemeinsamen Mutterpflanze hervorgegangenen
Geschwisterpflanzen (Bot.). Adel|pho|kar|pie die; -,
...ien (zu T...karpie): Fruchtbildung durch Î Adelphogamie
(Bot.). Adellpho|kto|nie* die; -, ...ien (zu gr. kteinein
„töten“ u. t2...ie>: (veraltet) Bruder-, Geschwistermord
à delmi [ad(ə)'mi] (/?.): zur Hälfte
Ademltilgn die; -, -en (aus gleichbed. lat. ademptio): (ver
altet) Wegnahme, Entziehung
Aden der; -s, -e (aus gleichbed. gr. adên): Drüse (Med.),
aden..., Aden... vgl. adeno..., Adeno... Adelnie die; -,
...ien (zu T2...ie): ältere Bez. für Î Pseudoleukämie
(Med.). Adelnin das; -s, -e (zu T...in (1)): Bestandteil
der Nukleinsäure; Purinbase (Biochem.). Adelniltis die;
-, ...itiden (zu t...itis): a) Drüsenentzündung; b) Kurz
form von Î Lymphadenitis (Med.), adelno..., Adelno...,
vor Vokalen meist aden..., Aden... (aus gleichbed. gr.
adén. Gen. adénos): Wortbildungselement mit der Be
deutung „Drüse“, z.B. adenomatös, Adenotomie. Adenolgelnelsis die; -: Drüsenbildung (Med.). Adelnogralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t...grafie):
Drüsenbeschreibung (Med.). Ade|no|hy|po|phy|se
die; -, -n: Vorderlappen der ÎHypophyse (1) (Med.),
adelnolid (zu î...oid): drüsenähnlich (Med.). Adelnoid das; -s, -e (zu t...oid>: drüsige Wucherung der Ra
chenmandeln (Med.). Ade|no|kar|zi|ngm das; -s, -e:
drüsige Strukturen bildende Krebsgeschwulst (Med.).
Adelngm das; -s, -e u. Adelnglma das; -s, -ta (zu
t...om): [gutartige] Drüsengeschwulst, adelnolmaltös
(zu Î...ÔS): adenomartig. Adelnolmylgm das; -s, -e:
gutartige Geschwulst, vorwiegend der Gebärmutter
(Med.), adelnös (zu îAden u. t...ös>: die Drüsen betref
fend. Adelnolsin das; -s (zu t...in (1)>: chem. Verbin
dung aus î Adenin u. T Ribose, die als Pharmazeutikum
gefäßerweiternd wirkt (Biochem.). Ade|no|to|mie die;
-, ...ien (zu î...tomie>: operative Entfernung von Wuche
rungen der Rachenmandel od. Entfernung der Rachen
mandel selbst. ade|no|trop* (zu t,,,trop): svw. glandotrop. Ade|no|vi|rus [,..v...] ¿Zas, auch der; -, ...ren: Erre
ger von Drüsenkrankheiten (Med.)
Adeps ['a:dɛps] die od. der; -, Adipes [,,,pe:s] (aus gleich
bed. lat. adeps): [tierisches] Fett, das in der Heilkunde,
Kosmetiku.Ä. verwendet wird. Adeps lalnae [- ...ne] die
od. der; - -, Adipes - (zu lat. lana, Gen. lanae „Wolle“):
Wollfett, Lanolin (findet als Salbengrundlage Verwen
dung)
Adept* der; -en, -en (aus lat. adeptus „der etwas erreicht
hat“, Part. Perf. von adipisci „erreichen, erlangen“): 1.
Adermin
Schüler, Anhänger einer Lehre. 2. in eine geheime Lehre
od. in Geheimkünste Eingeweihter
Aderimin das; -s (zu gr. a- „nicht, un-“, dérma „Haut“ u.
T...in (í)>: Vitamin B6, das hauptsächlich in Hefe, Getrei
dekeimlingen, Leber u. Kartoffeln vorkommt, das am
Stoffwechsel der 1 Aminosäuren beteiligt ist u. dessen
Mangel zu Störungen im Eiweißstoffwechsel u. zu zentral
nervösen Störungen führt
Adeslpolta die (Plur.) (aus gleichbed. ngr. adéspota, eigtl.
„herrenlose (Werke)“, zu gr. adéspotos „von unbekann
tem Verfasser“): Werke (bes. Kirchenlieder) unbekannter
Verfasser, adeslpoltisch (zu gr. a-„nicht, un-“ u. despo
tes „(unumschränkter) Herrscher“; vgl. Despot): nicht
despotisch, mit beschränkter Macht ausgestattet
ad eslse {lat.; eigtl. „zum Sein“): zum Dasein, Leben
à deslsein [adɛsɛ] {fr.); absichtlich, mit Fleiß, geflissent
lich
Adleslsenltia rZze; - (zu tad... u. 1Essentia): Gegenwart,
Allgegenwart Gottes. Adleslsiv [auch ,..'si:f] der; -s, -e
[...va] (aus gleichbed. nial, (casus) adessivus; vgl. ...iv):
Kasus, bes. in den finnisch-ugrischen Sprachen, der die
Lage bei etwas, die unmittelbare Nähe angibt (Sprachw.)
à deux cordes [ada'kɔrd] (/r.): auf zwei Saiten (Mus.)
à deux mains [ado'mɛ] </?.): für zwei Hände, zweihändig
(Klavierspiel); Ggs. îà quatre mains
ad exlemiplum* {lat.); zum Beispiel, nach dem Muster
ad exltra* {lat.); nach außen, außerhalb der Reihe, neben
bei
ad exltrelmum* {lat.}; zuletzt, aufs Äußerste
ad fultulram me|mo|ri|am {lat.); zu künftigem Gedächt
nis
Adhan [a'da:n] der; -s, -e (aus gleichbed. arab. ädän): der
vom Î Muezzin vorgetragene Aufruf zu den täglichen fünf
Gebeten u. dem Freitagsgottesdienst des Islam
Adlhälrens das; -, ...renzien [...ian] (aus lat. adhaerens,
Part. Präs, von adhaerere, vgl. adhärieren): 1. (veraltet)
Anhaftendes, Zubehör. 2. Klebstoff (Chem.). ad hälrent
(zu T...ent>: 1. anhängend, anhaftend (von Körpern); vgl.
Adhäsion (1). 2. angewachsen, verwachsen (von Geweben
od. Pflanzenteilen); vgl. Adhäsion (2 u. 3). Ad hä renz
die; -, -en (zu T...enz): (veraltet) Hingebung, Anhänglich
keit. ad|hä|rie|ren (aus lat. adhaerere „anhaften, an et
was hängen“): 1. anhaften, anhängen (von Körpern od.
Geweben). 2. (veraltet) beipflichten. Adlhälsilon die; -,
-en (aus lat. adhaesio „das Anhaften“): 1. a) das Haften
zweier Stoffe od. Körper aneinander; b) das Aneinander
haften der Moleküle im Bereich der Grenzfläche zweier
verschiedener Stoffe (Klebstoff; Phys.). 2. Verklebung von
Organen, Geweben, Eingeweiden u. a. nach Operationen
od. Entzündungen (Med.). 3. Verwachsungin der Blüte ei
ner Pflanze (z.B. Staubblatt mit Fruchtblatt; Bot.). Adhä|si|ons|ver|schluss der; -es, ...Verschlüsse: mit einer
Haftschicht versehener Verschluss zum Öffnen und Wie
derverschließen von Briefen o.Ä. ad hä siv (zu t,,,iv):
anhaftend, [an]kɪebend
ad hasltam pu bli cam* [- - ...kam] {lat.); zur öffentlichen
Versteigerung
Ad|hi|ben|da die (Plur.) (aus lat. adhibenda „Anzuwen
dendes“, Plur. des Gerundivums von adhibere, vgl. adhibieren): (veraltet) [anzuwendende] Hilfsmittel, adlhilbieren (aus gleichbed. lat. adhibere); (veraltet) anwenden,
gebrauchen
ad hoc [- hak] {lat.; „für dieses“): 1. [eigens] zu diesem
Zweck [gebildet, gemacht], 2. aus dem Augenblick heraus
[entstanden], Ad-hoc-Pu|bli|zi|tät* [...hak...] iZZe; -:
Verpflichtung eines tEmittenten zur unverzüglichen Ver
öffentlichung aller Tatsachen, die den Kurs des zugelasse
nen Wertpapiers erheblich beeinflussen können
ad holmilnem [- ...nem] {lat.; „zum Menschen hin“): auf
42
die Bedürfnisse u. Möglichkeiten des Menschen abge
stimmt; ad hominem demonstrieren: jmdm. etwas so wi
derlegen od. beweisen, dass die Rücksicht auf die Eigenart
der Person u. die Bezugnahme auf die ihr geläufigen Vor
stellungen, nicht aber die Sache selbst die Methode bestim
men
ad holnglrem [- ...rem] {lat.); zu Ehren, ehrenhalber, ad
holnglres [- ...re:s] {lat.); rangmäßig, dem Range nach
Adlhorltaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. adhortatio zu
adhortari, vgl. adhortieren): (veraltet) Ermahnung, adhor ta tiv (zu t...iv): (veraltet) ermahnend. Adlhorltativ der; -s, -e [...va] (aus lat. adhortativuszu adhortari, vgl.
adhortieren): Imperativ, der zu gemeinsamer Tat auffor
dert, z.B. Hoffen wires! (Sprachw.). ad|hor|tie|ren (aus
lat. adhortari „aufmuntern, ermahnen“): (veraltet) er
mahnen
adilalbat vgl. adiabatisch. Adi|a|ba|te die; -, -n (zu Î adia
batisch): Kurve der Zustandsänderung von Gas (Luft),
wenn Wärme weder zu- noch abgeführt wird (Phys., Me
teor.). adilalbaltisch (zu gr. a-„nicht, un-“ u. diabainein
„hindurchgehen “, eigtl. „nicht hindurchtretend“): ohne
Wärmeaustausch verlaufend (von Gas od. Luft; Phys.,
Meteor.)
Adi|aldolcho|ki|ne|se die; - (zu gr. a- „nicht, un-“ u.
TDiadochokinese): Unfähigkeit, entgegengesetzte Mus
kelbewegungen rasch hintereinander auszuführen, z. B.
Beugen u. Strecken der Finger (Med.)
adilalgnosltisch* (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Î Diagnostik):
gar nicht od. nur sehr schwer unterscheidbar, nicht festzu
stellen (Med.)
Adi|a|kri|to|laltrie*dz'e; - (zugr. a- „nicht, un-“, diakrinein
„unterscheiden“ u. latreia „Dienst, Gottesverehrung“):
(veraltet) urteilslose Verehrung
Adilanltum das; -s, ...ten (aus gleichbed. lat. adiantum,
dies aus gr. adianton „Frauenhaar“): Haarfarn (subtropi
sche Art der Tüpfelfarne, z.B. Frauenhaar)
adilalphan (zu gr. a- „nicht, un-“ u. diaphanes „durchsich
tig“): undurchsichtig
Adilalphon, auch ...fon (zu gr. a- „nicht, un-“ u. diäphonos
„misstönend“): 1. Tasteninstrument, bei dem vertikal auf
gestellte Stahlstäbe durch Anreißen zum Klingen gebracht
werden. 2. Stimmgabelklavier, bei dem abgestimmte
Stimmgabeln die Töne erzeugen
adilalphor (aus gr. adiáphoros „nicht verschieden“): (ver
altet) gleichgültig, tindifferent. Adilalpholrie die; - (zu
T2...ie): (veraltet) Gleichgültigkeit, Uninteressiertheit.
Adi|a|pho|rist tZer;-en, -en (zu t ...ist): (veraltet) Gleich
gültiger; Freidenker, adilalpholrisltisch (zu Î ...istisch):
svw. adiaphor. Adi aipho ron das; -s, ...ra (meist Plur.)
(aus gr. adiäphoron „Nichtunterschiedenes“): 1. Gleich
gültiges. 2. Sache od. Verhaltensweise, die außerhalb von
Gut u. Böse liegt u. damit moralisch wertneutral ist (Phi
los.). 3. a) sittliche od. kultische Handlung, die in Bezug
auf Heil od. Rechtgläubigkeit unerheblich ist (Theol.); b)
Verhaltensweise, die gesellschaftlich nicht normiert ist u.
deshalb in den Bereich der persönlichen Entscheidungs
freiheit fällt
Adilarlrhö die; -, -en u. Adi ar rhöe [...’ro:] die; -, -n
[,,,'rə:ən] (zugr. a- „nicht, un-“ u. ÎDiarrhö): Verstopfung,
î Obstipation
adi|a|ther|man (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Tdiatherman):
wärmeundurchlässig
adileu [a dio:] (aus gleichbed. fr. adieu, eigtl. à Dieu „Gott
befohlen“, dies aus lat. ad Deum „zu Gott“): (veraltend,
aber noch landsch.) leb[t] wohl!; vgl. addio. Adileu das;
_-s, -s: (veraltend) Lebewohl (Abschiedsgruß)
Adilkulla iZze; -, ...lä (aus lat. aedicula „kleiner Bau“ zu ae
des „Wohnung, Haus“): a) kleiner antiker Tempel; b) alt
christliche [Grab]kapelle; c) kleiner Aufbau zur Aufnah-
43
me eines Standbildes; d) Umrahmung von Fenstern, Ni_ sehen u.a. mit Säulen, Dach u. Giebel
Ädil der; Gen. -s od. -en, Plur. -en (aus lat. aedilis, eigtl.
„Tempelbeamter“, zu aedes „Tempel“): hoher altrömi
scher Beamter, der für Polizeiaufsicht, Lebensmittelver
sorgung u. Ausrichtung der öffentlichen Spiele verant
wortlich war. Ädilliltät r/te; - (aus gleichbed. Zar. aedilitas,
Gen. aedilitatis): Amt u. Würde eines Ädils
adimieren (aus gleichbed. lat. adimere); (veraltet) weg
nehmen, entziehen
ad in|fi|ni|tum, in infinitum dat.; „bis ins Grenzenlose,
Unendliche“): beliebig, unendlich lange, unbegrenzt (sich
fortsetzen lassend)
Adilnol der: -s, -e (Kunstw.; zu gr. adinös „fest, dicht ge
drängt“): ein feinkörniges Gestein, das durch Î Kontakt
metamorphose beim Eindringen von t Diabas in Tonge
steine entsteht (Geol.)
ad inltelrim (lat.)'. einstweilen, unterdessen; vorläufig;
Abk.: a. i.
Adi pes [,,,pe:s]: Plur. von Î Adeps. Adilpinlsäulre die; (zu lat. adeps „Fett“ u. t...in (1)>: eine organische Fettsäu
re (Rohstoff für die Herstellung von îNylon u. t Perlon).
Adilpolcire [,..'si:ç] die; - (aus gleichbed. fr. adipocire,
dies zu lat. adeps „Fett“ u. cera „Wachs“): in Leichen, die
luftabgeschlossen in Wasser od. feuchtem Boden liegen,
entstehendes wachsähnliches Fett (Leichenwachs), adi
pös (zu lat. adeps, Gen. adipis „Fett“ u. Î...ÔS): a)
fett[reieh]; b) fettleibig, verfettet. Adilpolsiltas die; - (aus
gleichbed. nlat. adipositas): a) Fettsucht, Fettleibigkeit
(Med.); b) übermäßige Vermehrung od. Bildung von Fett
gewebe (Med.). Adi|po|si|tät die; - (zu t...ität): svw. Adi
positas. Adilpolsolgilganltislmus der; -: Form der
Fettsucht bei Kindern mit Hochwuchs u. überdurch
schnittlichem Körpergewicht (Med.)
Adiplsie die; - (zu gr. a- „nicht, un-", dipsos „Durst“ u.
T2...ie>: mangelndes Trinkbedürfnis, Durstlosigkeit
(Med.)
adi|ra|to dt.): wütend, zornerfüllt (Vortragsanweisung;
Mus.)
a d i I r it I tu I r a dt.): (Kaufmannsspr.) geradewegs, unmittel
bar, ohne Umladung
adilrös (aus gleichbed. it. adiroso): (veraltet) jähzornig
à dislcréltiion* [adɪskre'sjo:] (/r,): nach Belieben, z.B.
Wein -- (im Restaurant, wenn man für eine pauschal be
zahlte Summe beliebig viel trinken kann)
Adilti (aus sanskr. á-diti zu ädi „der Erste, Anfang“): Göt
termutter der ind. Mythologie
Adiltio* heireldi ta tis <Äe; -- dat.): (lat. Rechtsspr.) Erb
schaftsantritt. Adiltilgn die; -, -en (aus gleichbed. lat. adi
tio zu adire „herantreten“): (veraltet) Antritt. Adiltiv
[auch ...ti:f] der; -s, -e [...va] (aus gleichbed. lat. (casus)
aditivus zu aditus „herangekommen, genähert“): tKasus,
der die Richtung einer Bewegung anzeigt (Sprachw.)
a ditlto dt.: zu Îdito): (Kaufmannsspr.) an demselben Tag
Ädiltulus der; -, ...tui (aus lat. aeditu(m)us „Tempelaufse
her“ zu aedes „Tempel“): a) altröm. Tempelhüter, -aufseher; b) (veraltet) Kirchner, Küster
Adiltya [...tia] (aus sanskr. äditya „die Sonne“): Name ei
ner von 1 Aditi abstammenden Göttergruppe
Adi|ure|ti|kum das; -s, ...ka (zu gr. a- „nicht, un-“ u. tDi
uretikum) : Mittel, das den übermäßigen Harnfluss hemmt
(Med.). Adilureltin ¿Zas; -s (zu 1 ...in (1)): svw. Vasopres
sin. adiiureltisch: übermäßigen Harnfluss hemmend
(von Medikamenten; Med.)
Adljalzent der; -en, -en (aus Zat. adiacens, Gen. adiacentis,
Part. Präs, von adiacere, vgl. adjazieren): Anwohner, An
rainer, Grenznachbar, adljalzielren (aus lat. adiacere
„bei od. neben etwas liegen“): angrenzen
Ad|jek|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. Zat. adiectio zu adi-
adjurieren
cere, vgl. adjizieren) : Mehrgebot bei Versteigerungen, ad(aus Zar. adiectivus „hinzugefügt“): zum Beifügen
geeignet, beigefügt; adjektive Farben: Farbstoffe, die nur
zusammen mit einer Vorbeize färben. Adljekltiv das; -s,
-e [...va] (aus lat. (nomen) adiectivum „hinzugefügtes
(Wort)“ zu adicere, vgl. adjizieren): Eigenschaftswort,
Artwort, Beiwort; Abk.: Adj Adijek tiv abs trak tum*
das; -s, ...ta: von einem Adjektiv abgeleitetes Î Abstraktum
(z.B. Tiefe von tief). ad jek tilvielren [...v...] (zu T...ieren): zu einem Adjektiv machen (z. B. ein Substantiv od.
ein Adverb). Ad|jek|ti|vie|rung die; -, -en (zu t...ierung): Verwendung eines Substantivs od. Adverbs als Ad
jektiv (z.B. ernst, selten), adljekltilvisch: eigenschafts
wörtlich, als Adjektiv gebraucht. Ad|jek|ti|vum das; -s,
...va: svw. Adjektiv, adljilzielren (aus lat. adicere „hin
zutun“ zu tad... u. iacere „werfen“): (veraltet) 1. hinzufü
gen. 2. nachbedingen
ad|jour|nie|ren [edʒo:n...] (nach engl. to adjourn (vgl. Ad
journing) u. t,,,ieren): svw. ajournieren. Adljourlning
[ɛ'dʒo:n...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. adjourning, Ge
rundium von to adjourn „vertagen“, dies über/’r. ajourner
(vgl. ajournieren) zu lat. diurnus „täglich“): (veraltet) Ver
tagung (einer Parlamentssitzung)
Ad|ju|di|ka|tar der; -s, -e (zu lat. adiudicare (vgl. adjudizieren) u. t...ar (2)>: (veraltet) der Meistbietende beim
Zwangsverkauf, dem Vermögensgegenstände zuerkannt
werden. Adljuldilkaltilon die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. adiudicatio): a) Zuerkennung eines von zwei od. mehr
Staaten beanspruchten Gebietsteiles] durch ein interna
tionales Gericht (Völkerrecht); b) Übertragung von Vermögen[sgegenständen] durch einen Richter (z.B. bei der
Teilung des Hausrats nach der Ehescheidung; Zivilrecht),
adljuldilkaltiv (zu t...iv): zuerkennend, zusprechend.
adlju|di|zie|ren (aus gleichbed. Zar. adiudicare): zuer
kennen, zusprechen
Adljulment das; -s, -e u. Ad ju men tum rfɑʌ,' -s, ...ta (aus
gleichbed. lat. adiumentum zu adiuvare „unterstützen“):
(veraltet) Hilfe, Hilfsmittel
adljunlgielren (aus gleichbed. lat. adiungere; vgl. Ad
junkt): zuordnen, beifügen (Math.). ’Adljunkt das; -s, -e
(aus lat. adiunctum „das (eng) Verbundene“, Neutr. von
adiunctus „(eng) verbunden“): sprachliches Element, das
mit einem anderen Ikommutiert, d.h. nicht gleichzeitig
mit diesem in einem Satz auftreten kann (Sprachw.); Ggs.
IKonjunkt. 2Ad|junkt r/er; -en, -en (aus lat. adiunctus,
Part. Perf. von adiungere „als Begleiter beigeben“, eigtl.
„(eng) verbinden“): 1. (veraltet) einem Beamten beigeord
neter Gehilfe. 2. (österr.) Beamter im niederen Dienst.
Adljunklta die (Plur.) (aus lat. adiuncta „(eng) Verbun
dene“): (veraltet) Nebenumstände. Adljunklte die; -, -n:
die einem Element einer Î Determinante (1) zugeordnete
Unterdeterminante (Math.). Ad|junk|ti|on die; -, -en
(aus gleichbed. lat. adiunctio): 1. Hinzufügung, Beiord
nung, Vereinigung. 2. Verknüpfung zweier Aussagen
durch oder; nicht ausschließende ÎDisjunktion (lc); for
male Logik. Adljunkltum das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat.
adiunctum): (veraltet) Anlage, das Angefügte; vgl. Adjunkta. Adljunkltus der; -, ...ti: svw. 2Adjunkt (1)
Adljulraltilon die; -, -en (zu spätlat. adiurare (vgl. adjurie
ren) u. t ...ation): (veraltet) Beschwörung, Auferlegung des
Eids. Adljulraltor der; -s, ...oren (zu Î...or): jmd., der ei
nen Eid leistet. ad|ju|ra|to|risch: (veraltet) eidlich
ad|jur|gie|ren (aus gleichbed. spätlat. adiurgare zu tad...
u. lat. iurgare „streiten“): (veraltet) streiten, zanken. Adjurlgilum das; -s, ...ien [...jan] (zu t...ium): (veraltet)
Streit, Zank
adljulrielren (aus spätlat. adiurare „beschwören“ zu Tad...
u. lat. iurare „schwören“): (veraltet) 1. eidlich versichern.
2. inständig bitten
jekltiv
Adjustable Peg
[ɛ'ʤastəbl -] der: - -s, - -s (aus engl. ad
justable peg „regulierbare Markierung“): stufenweise Än
derung der Währungsparität. Adljusltalge [atjʊs'ta:ʒə]
die; -, -n (zu/r. ajustage „Anpassung. Einrichtung“; vgl.
ad... u. justieren): 1. a) Einrichten einer Maschine: b) Ein
stellen eines Werkzeugs; c) Nacharbeiten eines Werk
stücks (Fachspr.). 2. Abteilung in Walz- u. Hammerwer
ken, in der die Bleche zugeschnitten, gerichtet, geprüft,
sortiert u. zum Versand zusammengestellt werden, adjus|tie|rers (zu îad... u. tjustieren): 1. (fachspr.) in die
entsprechende richtige Stellung o.Ä. bringen. 2. (österr.)
ausrüsten, in Uniform kleiden. Ad[jusltie|rungi/Ze; -, -en
(zu t...ierung): 1. das Adjustieren (1). 2. (österr.) a) Uni
form; b) Kleidung, „Aufmachung“ (in Bezug auf die äu
ßere Erscheinung eines Menschen). 3. Berichtigung der
Wertangaben für einzelne börsennotierte Wertpapiere
(Börsenw.). Adljustlment [ɛ'dʒastmənt] das; -s, -s (aus
gleichbed. engl. adjustment): Anpassung an Forderungen
der Bezugsgruppe od. der Gesellschaft (Psychol.)
AdljuItant der; -en, -en (über fr. adjudant aus span, ayu
dante „Helfer, Gehilfe“, substantiviertes Part. Präs, von
ayudar „helfen“, dies aus lat. adiuvare, vgl. adjuvieren):
den Kommandeuren militärischer Einheiten beigegebener
Offizier. ad|ju|tan|tie|ren (zu t..deren): (veraltet) Adju
tantendienste leisten. Ad|ju|tan|tyrrf;e; -, -en (zu T...ur):
a) Amt eines Adjutanten; b) Dienststelle eines Adjutanten.
Adljultortfer.- -s, ...oren (aus gleichbed. lat. adiutor): Hel
fer. Gehilfe. ad|ju|to|risch: (veraltet) aushelfend, unter
stützend. Adlju|to|ri|um das: -s, ...orien [...¡an] (aus lat.
adiutorium „Hilfe“): (veraltet) 1. (ohne Plur.) Hilfe. 2.
Hilfsmittel. Adljultum das; -s, ...ten (aus lat. adiutum
„Unterstützung, Hilfe“, eigtl. Part. Perf. (Neutr.) von
adiuvare, vgl. adjuvieren): 1. (veraltet) [Beihilfe, Zu
schuss. 2. (österr.) erste, vorläufige Entlohnung eines
Praktikanten im Gerichtsdienst. Ad|ju|vans[,..v.... auch:
at'ju:...] das; -, Plur. ...anzien [,,,iən] u. ...antia (aus lat.
adiuvans, Part. Präs, von adiuvare, vgl. adjuvieren): ein
die Wirkung unterstützender Zusatz zu einem Arzneimit
tel (Med.), adljulvant(zu t...ant (2)>: unterstützend (von
Arzneimitteln; Med.). Ad|ju|vant</er; -en, -en (zu T...ant
(1)): (veraltet) Gehilfe, Helfer, bes. Hilfslehrer. Adljuvantlchor der; -[e]s, ...chöre: (früher) vor allem in klei
neren Orten gebildeter Laienchor, der den Gottesdienst
musikalisch ausgestaltete. Adljulvaltilon die; -, -en (zu
T.-.ation): (veraltet) Beihilfe. Unterstützung, adljulvieren (aus gleichbed. /«(. adiuvare): (veraltet) helfen, unter
stützen
AdllaltiviZe/-; -es, -e [...va] (zu lat. adlatus, „hinzugetragen,
-gefügt“, Part. Perf. von afferre ..hinzufügen“, u. t,,,iv):
svw. Allativ. Adllaltus der; -, ...ten (zu lat. ad latus „zur
Seite (stehend)“): (veraltet, heute noch scherzh.) meist
jüngerer, untergeordneter Helfer, Gehilfe, Beistand
Ad|le|ga|ti|on die: -, -en (aus lat. adlegatio, Nebenform
von allegatio „Sendung. Auftrag“, dies zu allegare „als
Unterhändler entsenden"): die Beigesellung der Abge
sandten der Kreise zu denen des Kaisers in der dt. Ge
schichte
ad lelgenldum (/ar. ): zum Lesen. Ad|lek|ta|ti|gn vgl. Allektation, ad|lek|tie|ren vgl. allektieren
ad li|bi|tum </«(.,• „nach Belieben"): 1. nach Belieben. 2. a)
Vortragsbezeichnung, mit der das Tempo des damit be
zeichneten Musikstücks dem Interpreten freigestellt wird
(Mus.); b) nach Belieben zu benutzen od. wegzulassen (in
Bezug auf die zusätzliche Verwendung eines Musikinstru
ments in einer Komposition: Mus.); Ggs. Tobligat (2). 3.
Hinweis auf Rezepten für beliebige Verwendung bestimm
ter Arzneibestandteile; Abk.: adlib., adl,, a. 1.
Ad|lilgatr/ö5,- -s, -e (aus lat. adligatum, Nebenform von al
ligatum „das Verbundene“, zu alligare, vgl. alligieren):
Adljusltable Peg
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selbstständige Schrift, die mit anderen zu einem Band zu
sammengebunden worden ist (Buchw.). Adllilgaltilon
vgl. Alligation, adllilgielren vgl. alligieren
ad lilnelam dat.): nach der Linie, nach der Schnur
ad lilquildanldum [et prae|clu|den|dum] [- - (- prɛklu...)] (/or,): (lat. Rechtsspr.) zur Begründung einer
Schuldforderung [bei Strafe der Ausschließung]
ad loica [- ...ka] dat.): an die Plätze, auf den Platz
ad malgnilfilcum* [ciltalre] [- ...kum (tsi...)] dat.): vor
den Rektor [laden], zum Rektor [bestellen]
ad maliolrem Dei glglrilam [- ma'jo:rɛm - -] vgl. omnia
ad ...
ad manldaltum dat.): nach, auf Befehl : ad mandatum Se
renissimi: (veraltet) nach höchstem od. landesfürstlichem
Befehl; ad mandatum Serenissimi proprium bzw. speciale:
(veraltet) nach höchsteigenem bzw. ausdrücklichem Be
fehl des Fürsten
ad malnum me di ci [- - ...tsi] dat. ; eigtl. „zur Hand des
Arztes“): svw. ad manus medici, ad malnus meldilci
[- ,,,nu:s-]:zu Händen des Arztes, z. B. als Hinweis bei Me
dikamenten; Abk.: ad m. m. ad malnus prolprilas*
[- ...nu:s ...a:s] dat.): eigenhändig (abzugeben)
ad marlgilnem [- ...nem] dat.): an den Rand (von Vermer
ken)
ad|ma|tulrie|ren (aus gleichbed. lat. admaturare zu îad...
u. maturus „reif'): (veraltet) beschleunigen, zur Reife
bringen
ad mellilolrem for tu nam [- ,,,rɛm-] dat.: eigtl. „zu bes
serem Glück"): in bessere Umstände (kommen)
ad men|su|ram(/at.):nach Maß [undGewicht]. Adlmensu ra ti on die: -, -en (zu îad..., spätlat. mensuratus „ab
gemessen“ u. î...ation): (veraltet) Zu-, Abmessung, admen su rie ren (zu îad... u. Îmensurieren): (veraltet)
zu-, abmessen
adlmilgrielren* (aus lat. admigrare „hinzuziehen, hinzu
treten“): (veraltet) zu-, einwandern
Adlmilnaltilon die; -, -en (zu îad... u. lat. minatio „Dro
hung“, dies zu minari „drohen“): (Rechtsspr.; veraltet)
Bedrohung
Ad|mi|ni|cu|lum [...k...] das; -s, ...la (aus lat. adminiculum
„Stütze“): Sehnenverbreiterung. -Verstärkung (an Mus
kelansatzstellen; Med.). Adlmilni|kulla|tor der: -s.
...oren (aus lat. adminiculator „Helfer" zu adminiculare;
vgl. adminikulieren): (veraltet) Witwen- u. Waisenpfleger
in der kath. Kirche. ad|mi|nilkullie|ren (aus lat. admi
niculare „stützen" zu ad manum „zur Hand"): (veraltet)
unterstützen, zur Hand gehen. Adlmilnilkullum das: -s,
...la (aus lat. adminiculum): 1. (veraltet) Hilfsmittel. 2.
svw. Adminiculum
Ad|mi|nisltralti|on*</k>,- -, -en (aus lat. administratio „Lei
tung, Verwaltung“, eigtl. „Dienstleistung“, zu administra
re, vgl. administrieren): 1. a) Verwaltung; b) Verwaltungs
behörde. 2. (abwertend) bürokratisches Anordnen, Verfü
gen. 3. a) Regelung militärischer Angelegenheiten, die
nicht unmittelbar mit Î Strategie u. ÎTaktik ( 1 ) Zusammen
hängen (Mil.); b) Regelung des inneren Dienstes der Ein
heiten (Mil.). 4. Regierung, bes. in Bezug auf die USA. admi|nis|tra|tiv (aus lat. administrativus): a) zur Verwal
tung gehörend; b) behördlich: c) (abwertend) bürokra
tisch, von oben her bestimmt. Adlmilnisltraltor der; -s,
...oren (aus gleichbed. lat. administrator): a) Verwalter,
Bevollmächtigter; b) Verwalter einer Pfarrei (kath. Kir
che); c) Verwalter eines größeren Landwirtschaftsbetrie
bes.: d) Betreuer eines Netzwerks (z.B. eines Intranets;
EDV), adlmilnisltrielren (aus lat. administrare „leiten,
verwalten"; vgl. Minister): a) verwalten; b) (abwertend)
bürokratisch anordnen, verfügen
adlmilralbel (aus gleichbed. lat. admirabilis): (veraltet) be
wundernswert
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der; -s, Plur. -e, auch ...äle (aus gleichbed./r. ami
ral, älter admiral, dies aus arab. amir (ar-rahl) „Befehlsha
ber (des Transports)“; vgl. Emir): 1. Seeoffizier im Gene
ralsrang. 2. schwarzbrauner Tagfalter mit weißen Flecken
u. roten Streifen. 3. warmes Getränk aus Rotwein, Zucker,
Eiern u. Gewürzen. Adlmi|ra|li|tät die; -, -en (zu t...ität>:
1. Gesamtheit der Admirale. 2. oberste Kommandostelle
u. Verwaltungsbehörde einer Kriegsmarine. Ad|mi|ra|litäts kar te die: -, -n: eine von der Admiralität herausge
gebene Seekarte. Ad|mi|ral|stab der; -s, ...Stäbe: obers
ter Führungsstab einer Kriegsmarine
Ad|mi|ra|teur [,,,'to:j] der; -s, -e (aus gleichbed./r. admi
rateur, dies aus Zat. admirator): (veraltet) Bewunderer,
Anbeter. Adlmi|ra|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. Za/. ad
miratio zu admirari, vgl. admirieren): (veraltet) Bewunde
rung. Adlmilraltor der; -s, ...oren (aus lat. admirator
„Verehrer“): svw. Admirateur. ad|mi|rie|ren (aus gleich
bed. lat. admirari): (veraltet) bewundern
adlmislsilbel <zu lat. admissus, Part. Perf. von admittere
(vgl. admittieren), u. t ...ibel): (veraltet) zulässig. Adlmissilon die; -, -en (aus lat. admissio „Zulassung“): 1. a)
Übertragung eines katholischen geistlichen Amtes an eine
Person trotz tkanonischer (1) Bedenken; b) Aufnahme in
eine t Kongregation (1). 2. Einlass des Dampfes in den Zy
linder einer Dampfmaschine
adlmislzielren (aus gleichbed. lat. admiscere); (veraltet)
bei-, vermischen
Adlmitltanz die; - (aus gleichbed. engl. admittance, dies zu
lat. admittere, vgl. admittieren): Leitwert des Wechsel
stroms, Kehrwert des Wechselstromwiderstandes (Phys.).
Adlmitltaltur das; -s (aus lat. admittatur „er, es werde zu
gelassen“): (früher) Bescheinigung der Würde, einen Or
den o.Ä. zu erhalten, Zulassungsschein, adlmitltielren
(aus gleichbed. lat. admittere): (veraltet) zulassen, Zutritt
verschaffen. Ad|mit|ti|tur das; -s (aus lat. admittitur „er,
es wird zugelassen“): alte Amtsformel, die die Erlaubnis
zu einer Handlung gab
Ad|mix|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. admixtio zu ad
miscere, vgl. admiszieren): (veraltet) Beimischung
Adlmoldilaltilon die; -, -en (zu mlat. admodiare (vgl. 'admodiieren) u. T...ation): (veraltet) Verpachtung. Adlmodiator der; -s, ...oren (zu î...or): (veraltet) Verpächter,
Pächter, ’adlmoldilielren (aus gleichbed. mlat. admo
diare zu fad... u. lat. modius „Scheffel“): (veraltet) ein
Grundstück verpachten. 2ad|mo|di|ie|ren (zu t ad..., lat.
modus „Maß“ u. t...ieren): (veraltet) ermäßigen, verrin
gern. ad moldum (lat.): nach Art u. Weise
adlmolnielren (aus gleichbed. lat. admonere): (veraltet) 1.
erinnern, ermahnen. 2. verwarnen ; einen Verweis erteilen.
Ad|mo|ni|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. admonitio):
(veraltet) Ermahnung, Verwarnung, Verweis, adlmolnitiv (zu t...iv>: (veraltet) ermahnend, warnend; vgl. ...iv/
...orisch. Ad|mo|ni|tor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat.
admonitor): (veraltet) Mahner, Warnender, adlmolniltorisch: svw. admonitiv; vgl. ...iv/...orisch. Adlmolniltorilum e/ɑs,- -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mlat. admoni
torium): (veraltet) Erinnerungsschreiben
Ad|mor|ti|ka|ti|on die; -, -en (zu tad..., lat. mors, Gen.
mortis „Tod“ u. Î ...ation): (Rechtsspr. ; veraltet) Übergabe
von Grundstücken von der weltlichen Gerichtsbarkeit an
die geistliche, an die „Tote Hand“ (Körperschaft o. Ä., die
ihr Eigentum nicht veräußern od. vererben kann)
Ad|mo|ti|on die; -, -en (aus lat. admotio „das Anlegen“,
eigtl. „das Herbeibewegen“, zu admovere, vgl. admovie
ren): (veraltet) Hinzufügung, Beifügung. ad|mo|vie|ren
[,..'vi:...] (aus gleichbed. lat. admovere): (veraltet) herbei
bringen, -schaffen
ad mulltos an nos [- ...to:s ...no:s] (lat.): auf viele Jahre
(als Glückwunsch)
Ad mi ral
Adoptianer
ad naulselam {lat.}: bis zum
Ad|nek|to|mie* die; -, ...ien
Überdruss
(zu tAdnex u. t...ektomie):
Kurzform für T Adnexektomie. Adlnex der; -es, -e (aus lat.
adnexus „Verbindung“, zu adnectere „anknüpfen, hinzu
fügen“): 1. (veraltet) Anhang. 2. (meist Plur.) a) Anhangs
gebilde von Organen des menschlichen od. tierischen Kör
pers (z. B. Augenlid; Med.); b) Anhangsgebilde (Eierstö
cke u. Eileiter) der Gebärmutter (Med.). Ad|nex|ek|tomie die; -, ...ien (zu t...ektomie>: operative Entfernung
der Gebärmutteradnexe (Eileiter u. Eierstöcke; Med.).
Adlnelxiltis die; -, ...itiden (zu T ...itis): Entzündung der
Gebärmutteradnexe (Med.)
Ad|no|men das; -s, ...mina (zu 1 ad... u. lat. nomen „Name,
Benennung“): zum Substantiv tretendes Attribut. ad|nominal (zu T’...al (1)): a) zum Substantiv (Nomen) hinzu
tretend; adnominales Attribut: Attribut, das zum Substan
tiv tritt (z. B. liebes Kind, der Hut des Vaters) ; b) vom Sub
stantiv syntaktisch abhängend
ad norlmam (lat.): nach der Vorschrift, nach der Regel
ad noltam (lat.): zur Kenntnis: etwas ad notam nehmen: et
was zur Kenntnis nehmen, sich etwas gut merken. Adlnotan da die (Plur.) (aus gleichbed. lat. adnotanda, Neutr.
Plur. von adnotandus, Gerundivum von adnotare, vgl. adnotieren): (veraltet) Aufzuzeichnendes, Bemerkenswer
tes. Adlnoltalta die (Plur.) (aus gleichbed. lat. adnotata,
Neutr. Plur. von adnotatus, Part. Perf. von adnotare, vgl.
adnotieren): das Aufgezeichnete, Anmerkungen. Adlnota ti on iZ/e;-, -en (aus gleichbed. lat. adnotatio): svw. An
notation. adlnoltielren (aus gleichbed. lat. adnotare):
svw. annotieren, ad no|ti|ti|am (lat.): (Rechtsspr.) zur
Aufzeichnung, zur Nachricht
adlnulielren vgl. annuieren
ad nultum (lat. ; eigtl. „auf den Wink“): (früher) Bez. der
Stellung eines Geistlichen od. Beamten, der einem ande
ren für jeweils zu bestimmende Aufgaben beigegeben ist
Adglbe ¿Zer, -, -s (aus gleichbed. span, adobe, dies aus arab.
at-tüb „Ziegelstein“): iuftgetrockneter Lehmziegel
ad ocultos [- o:kulo:s] (lat.): vor Augen; etwas ad oculos
demonstrieren: jmdm. etwas vor Augen führen, durch An
schauungsmaterial o.Ä. beweisen
adolleslzent (aus gleichbed. lat. adolescens, Gen. adoles
centis, Part. Präs, von adolescere, vgl. adoleszieren): he
ranwachsend, in jugendlichem Alter stehend. Adolleszent der; -en, -en (zu t...ent): 1. Heranwachsender, Ju
gendlicher. 2. (veraltet) Grünschnabel. Adolleslzenz ¿Zze;
- (aus gleichbed. lat. adolescentia): Jugendalter, Reifezeit,
bes. der Lebensabschnitt nach beendeter Pubertät, adoleslzielren (aus gleichbed. lat. adolescere): (veraltet) he
ranwachsen
Adolnai (ohne Artikel) (aus hebr. adonay „mein Herr“):
alttest. Umschreibung für den Gottesnamen Jahwe, der
aus religiöser Scheu nicht ausgesprochen werden durfte
(Rel.)
'Adolnis ¿Zer;-,-se (nach dem schönen Jüngling der griech.
Sage): schöner [junger] Mann. 2Adolnis die; -, - (nach
'Adonis, der von Aphrodite nach seinem Tod in eine Blu
me verwandelt wurde): Hahnenfußgewächs (Adonisrös
chen). adolnisch: schön [wie ’Adonis]; adonischer Vers:
antiker Kurzvers (Schema:-u ul- -). Adolnilseur [,,,ni'zo:n] der; -s, -e (französierende Bildung zu t adonisieren u.
f...eur): (veraltet) Geck, Stutzer. ado|ni|sie|ren (aus
gleichbed./r. adoniser): (veraltet) herausputzen. Adolnius der; - (über lat. adonius aus gleichbed. gr. Adonios):
svw. adonischer Vers
Adopltant* der; -en, -en (aus lat. adoptans, Gen. adoptan
tis, Part. Präs, von adoptare, vgl. adoptieren): svw. Adop
tator. Adopltaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. spätlat.
adoptator): (veraltet) der Adoptierende, Adoptivvater.
Adopltilaner die (Plur.) (zu Îadoptieren u. Î...aner): An
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Adoptianismus
hänger des Adoptianismus. Adop|ti|a|nis|mus4er; - (zu
t...ismus (1)): Lehre, nach der Christus seiner menschli
chen Natur nach nur als von Gott „adoptierter“ Sohn zu
gelten hat (Rel,). adopltielren (aus gleichbed. lat. adop
tare, eigtl. „hinzuerwählen“, vgl. optieren) : 1. als Kind an
nehmen. 2. etwas annehmen, nachahmend sich aneignen,
z.B. einen Namen, Führungsstil adoptieren. Adopltilon
i/ie; -, -en (aus gleichbed. lat. adoptio) : 1. das Adoptieren.
2. Annahme, Genehmigung. Adop|ti|o|nis|mus vgl.
Adoptianismus. adopltiv (aus gleichbed. Zat. adoptivus):
auf Adoption beruhend. Adopltivlelltern die (Plur.): El
tern eines Adoptivkindes. Adopltivlkind das; -[e]s, -er:
adoptiertes Kind
adolralbel* (aus gleichbed. lat. adorabilis zu adorare, vgl.
adorieren): anbetungs-, verehrungswürdig
adloral* [at..., auch at...] (zu Îad... u. Îoral): um den Mund
herum [gelegen], mundwärts (Med.)
Adolrant* der; -en, -en (aus lat. adorans, Gen. adorantis,
Part. Präs, von adorare, vgl. adorieren) : in der christlichen
Kunst eine stehende od. kniende Gestalt, die mit erhobe
nen Händen Gott anbetet od. einen Heiligen verehrt.
Adolralteur [...'tarn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. adora
teur, eigtl. „Anbeter“): (veraltet) Verehrer, Liebhaber.
Adolraltilon die: -, -en (aus gleichbed. lat. adoratio): a)
Anbetung, Verehrung, bes. des Altarsakraments in der
kath. Kirche; b) dem neu gewählten Papst erwiesene Hul
digung der Kardinäle (durch Kniefall u. Fußkuss). Adoratorilum das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. spätlat.
adoratorium): (veraltet) Götzentempel, adolrielren (aus
gleichbed. lat. adorare): anbeten, verehren
Ador|ne|ment* [...no'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
adornement zu adorner „[aus]schmücken, verzieren“, dies
aus lat. adornare): (veraltet) Verzierung, ador|nie|ren
(aus gleichbed. lat. adornare): (veraltet) [aus]schmücken,
verzieren
Ados [a'do:] der; -, - (aus gleichbed. fr. ados zu adosser, vgl.
adossieren): (veraltet) schräg gegen die Sonne gerichtetes
Beet, Frühbeet. Adoslselment [adoso'mä:] das; -s, -s
(aus gleichbed. fr. adossement): (veraltet) Böschung, Ab
schrägung. adoslsielren (aus fr. adosser „(mit dem Rü
cken) anlehnen“ zu dos „Rücken“, dies aus gleichbed. lat.
dorsum): (veraltet) anlehnen, abschrägen, abdachen,
adoslsiert (zu Î ...iert): 1. mit der Blattunterseite der Abstammungs- od. Mutterachse des Seitensprosses zuge
kehrt (in Bezug auf das Vorblatt, d. h. das erste od. zweite
Blatt des Sprosses, das sich auf der der Mutterachse zuge
kehrten Seite des Seitensprosses befindet; Bot.). 2. spie
gelbildlich angeordnet (Kunstw., Heraldik)
adoulcie ren [adu'si:...] (aus gleichbed. fr. adoucir zu doux
„weich“, dies aus lat. dulcis „süß, lieblich“): (veraltet) l.a)
versüßen; b) mildern; c) besänftigen. 2. svw. tempern. 3.
(Farben) verwischen, verdünnen. Adoulcislseur [...si'sa:u] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. adoucisseur): (veraltet)
Glas-, Spiegelschleifer
ad pallaltum {lat.; eigtl. „nach dem Gaumen“): nach dem
Munde [reden]
ad partem [- ...tern] {lat.; eigtl. „zum Teil“): mit jedem Teil
einzeln, besonders [verhandeln]
ad paltres* [- ...tre:s] {lat.; „zu den Vätern“); in der Wen
dung ad patres gehen: (veraltet) zu den Vätern gehen, d. h.
sterben
ad per|pe|tulam [rei] melmglrilam {lat.): zu dauerndem
Gedächtnis [an etwas]
ad pilas caulsas [- ...a:s 'kauza:s] {lat.; eigtl. „zu frommen
Zwecken“): zu wohltätigen Zwecken, für Stiftungen
ad pilos ysus [- ...o:s ...zu:s] {lat.; eigtl. „zu frommem Ge
brauch“): svw. ad pias causas
ad ponldus omlnilum {lat.): nach dem Gewicht aller an
deren Teile [der Arzneirezeptur]
{lat.): (Rechtsspr.) zum
Ausschluss [einer Partei im Rechtsstreit]
ad prjlmam maltelrilam [re du ce re] [- - - (...ts...)]
{lat.): in den vorigen Stand (Erststand) [(zurückver)setzen]
Adlprolmislsor der; -s, ...oren (zu tad..., lat. promissus,
Part. Perf. von promittere (vgl. promittieren) u. t...or):
(veraltet) Mitbürge. ad|pro|mit|tie|ren (zu lat. promit
tere „versprechen“ u. Î..deren): (veraltet) bürgen, mitbür
gen
ad prolpolsiltum {lat.): zum Vorhaben, zum Thema, zur
Sache [kommen]
adlprolprilielren* vgl. appropriieren
ad proltolcolllum [- ...ko...] {lat.): zur amtlichen Auf
zeichnung, zu Protokoll [geben]
ad prolxilmam [seslsilolnem] {lat.): (Rechtsspr.) zur
nächsten [Sitzung (vorzulegen)]
ad pulblilcanldum* [- ... kan...] {lat.): zum Veröffentli
chen, zur Veröffentlichung
ad ra|ti|fi|can|dum [- ...kan...] {mlat.): (Rechtsspr.) zur
Bestätigung, Genehmigung, Ratifizierung
ad relfelrenldum {lat.): zum Berichten, zur Berichterstat
tung
ad rem {lat.): zur Sache [gehörend]
Adrelma®*
-, -s (Kurzw. aus Zk/ressierw/schine): eine
î Adressiermaschine, adrelmielren (zu Î ...ieren): mit der
Adrema beschriften
ad rem nil falcit [— ...tsit] {lat.): es tut nichts zur Sache,
gehört nicht dazu
adrelnal* (zu lat. ad „zu, hinzu“, lat. ren „Niere“ u. Î ’...al
(1)): die Nebenniere betreffend. Adrelnallin das; -s (zu
T...in (1)): Hormon des Nebennierenmarks, adrelnallotrop (zu t...trop): auf das Nebennierenmark einwirkend
(Med.). Adre|nar|che die; - (zu gr. arche „Anfang, Be
ginn“): Beginn vermehrter, der Pubertät vorausgehender
Produktion von Î Androgen in der Nebennierenrinde,
adreinerg (zugr. érgon„Werk, Tätigkeit“): durch Î Adre
nalin bewirkt, auf Î Adrenalin ansprechend; vgl. ...isch/-.
adrenergisch: svw. adrenerg; vgl. ...isch/-. adrelnogelniltal: Nebenniere und Keimdrüsen betreffend; adre
nogenitales Syndrom: krankhafte Überproduktion von
männlichen Geschlechtshormonen durch die Nebennie
renrinde. adre|no|korlti|ko|trop (zu tKortex u.
t...trop): svw. kortikotrop. Adrenokortikotropin
rfas;-s,-e (zu t...in (1)): svw. Kortikotropin. Adrelnollytilkum das: -s, ...ka (zu gr. lytikós „lösend“ u. t,,,ikum):
Substanz, die die Wirkung des t Adrenalins aufhebt
(Med.). Adre|no|pau|se <7z<?; -, -n (zu t’Pause): Rück
gang der Produktion männlicher Geschlechtshcrmone mit
dem Aufhören der Funktion der Keimdrüsen (Med.).
Adrelnosltelron (zu tSteron): Hormon der Nebennie
renrinde. adrelnoltrgp (zu T...trop): svw. adrenalotrop
ad relplilean|dum*[- ...'kan...] {lat.): (lat. Rechtsspr.)zum
Einwenden, zur Gegenklage
Adreslsant*der: -en, -en (zu t'Adresse u. t...ant>: Absen
der [einer Postsendung]. Adreslsatder, -en, -en (zu t...at
(1)): 1. Empfänger [einer Postsendung]; jmd., an den etw.
gerichtet, für den etw. bestimmt ist. 2. (veraltet) der Bezo
gene (derjenige, an den der Zahlungsauftrag gerichtet ist)
beim gezogenen Wechsel. 3. Schüler, Kursteilnehmer (im
programmierten Unterricht). Adresslbuch das: -[e]s,
...bûcher: Einwohner-, Anschriftenverzeichnis. Adresscomptoir das; -s, -s: (veraltet) Stellenvermittlungsbüro.
'Adreslse die; -, -n (aus gleichbed. fr. adresse zu adres
ser, vgl. adressieren): 1. Anschrift, Aufschrift, Wohnungs
angabe. 2. Angabe des Verlegers [auf Kupferstichen],
2Adres|se 4/e; -, -n (aus engl. address „Ansprache,
Denkschrift“, dies zu fr. adresser, vgl. adressieren): 1.
schriftliche Meinungsäußerung, die von Einzelpersonen
ad praelcluldenldum [- preklu...]
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od. dem Parlament an das Staatsoberhaupt, die Regie
rung o. Ä. gerichtet wird (Pol.). 2. Zahl, Wort od. Zeichen
folge zur eindeutigen Kennzeichnung einer Speicherzelle,
eines Teils einer Speicherzelle od. einer Gruppe von Spei
cherzellen im Speicher einer Rechenanlage (EDV).
...adreslse (aus engl. address, vgl. “Adresse): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Schreiben an eine Per
son des öffentlichen Lebens od. an eine Partei o. Ä. an
lässlich eines feierlichen od. offiziellen Anlasses“, z.B.
Grußadresse, adreslsielren (aus/r. adresser „an jmdn.
richten“, dies zu tad... u. lat. directus, Part. Perf. von di
rigere „gerade richten“): 1. a) mit der Adresse versehen;
b) eine Postsendung an jmdn. richten. 2. jmdn. gezielt an
sprechen. Adreslsierlmalschilne die; -, -n: Maschine
zum Aufdruck regelmäßig benötigter Adressen; vgl.
Adrema. Adresslspeldilteur, auch Adress-Spelditeur der; -s, -e: Empfangsspediteur, der Sammelgut emp
fängt u. weiterleitet
ad relstiltulenldum* (Jat.y. zur Wiedererstattung, -Vergü
tung
adrett* (aus fr. adroit „geschickt, gewandt“, dies zu Tad...
u. lat. directus, Part. Perf. von dirigere „gerade richten“):
1. a) durch ordentliche, sorgfältige, gepflegte Kleidung u.
entsprechende Elaltung sowie Bewegung äußerlich anspre
chend; b) sauber, ordentlich, proper (in Bezug auf Klei
dung o.Ä.). 2. (veraltet) gewandt, flink
ad rhomlbum <Zai.; eigtl. „nach der Raute“): tauglich, ge
eignet
Adria* das; -[s] (Fantasiebezeichnung): a) ripsartiges Ge
webe aus Seide od. Chemiefasern; b) Kammgarn in
Schrägbindung (einer bestimmten Webart)
Adrilenne* [...Tn], Andrienne [ädri'en] rZ/e; -, -s (fr.; nach
der Titelfigur Andria in einer Komödie von Terenz, die
1703 bei einer Aufführung in Paris ein solches Kleid trug):
loses Frauenüberkleid des Rokokos
Adrio* das; -s, -s (aus fr. atrian, älter hâtereau „Stück ge
röstete Schweineleber“, dies über altfr. hâte „Bratspieß“
zu lat. hasta „Spieß, Stab“): (Schweiz.) im Netz eines
Schweinebauchfells eingenähte faustgroße Bratwurstmas
se aus Kalb- od. Schweinefleisch
a dritltulra (zZ. > : svw. a dirittura. Adritltulra* das: - (zu it.
a dirittura „geradezu, geradewegs“): Einziehung der Re
gressforderung durch einen Rückwechsel od. ohne Ver
mittlung eines Maklers
Ad|rolga|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. arrogatio zu
Tad... u. rogare „bitten, (nach)fragen“): (veraltet) svw.
Adoption (1). adlrolgielren (aus gleichbed. lat. arroga
re): (veraltet) svw. adoptieren (1)
adroit* [a'droa] (aus fr. adroit „geschickt, gewandt“; vgl.
adrett): (veraltet) svw. adrett (2). à droite [a droat] (/r. ;
eigtl. „zur Rechten“): rechts, nach rechts
ad sa|tu|ra|tilo|nem (Jat.y. bis zur Sättigung (Angabe auf
ärztlichen Rezepten); Abk.: ad sat.
ad se|pa|ra|tum (Jat.y besonders, allein
Ad-Ser|ver [ ædsə:və] der; -s, - (aus engl. ad, Abk. von ad
vertisement „Anzeige“ u. TServer): Server für die [Banner]werbung im Internet (EDV)
adlskrilbielren (zu Tad... u. lat. scribere „schreiben“):
(veraltet) zuschreiben, zueignen. Adlskripltor der; -s,
...oren (zu T...or): (veraltet) Mitunterzeichner
Ad|sor|bat das; -s, -e (zu (adsorbieren u. T...at (2)>: svw.
Adsorptiv. Adlsorlbens das; -, Plur. ...benzien [...ion] od.
...bentia (Analogiebildung zu T Absorbens; vgl. adsorbie
ren): svw. Adsorber. Adlsorlber der; -s, - (anglisierende
Neubildung zu Îadsorbieren): 1. der bei der Adsorption
adsorbierende Stoff. 2. Stoff, der infolge seiner Oberflä
chenaktivität gelöste Substanzen u. Gase (physikalisch) an
sich bindet. 3. den adsorbierenden Stoff enthaltendes Bau
teil einer Kältemaschine (Kältetechnik), adlsorlbielren
adulieren
(aus lat. ad „hinzu“ und sorbere „schlucken, schlürfen“
(Analogiebildung zu (absorbieren)): Gase od. gelöste
Stoffe an der Oberfläche eines festen Stoffes anlagern.
Adlsorpt das; -s, -e (verkürzt aus (Adsorptiv): svw. Ad
sorptiv. Ad|sorp|ti|on die; -, -en (zu ( ‘...ion): Anlagerung
von Gasen od. gelösten Stoffen an der Oberfläche eines
festen Stoffes. Ad|sorp|ti|ons|ana|ly|se gfe; -, -n: auf
der unterschiedlichen Adsorbierbarkeit von ehern. Verbin
dungen beruhende (Analyse. Adlsorpltilonslchrolmatogralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien [,,,i:ən]: Verfah
ren zur Trennung chem. Verbindungen, die unterschiedli
che Adsorbierbarkeit aufweisen, adlsorpltiv (zu T...iv>:
a) zur Adsorption fähig; b) nach Art einer Adsorption.
Adlsorpltiv das; -s, -e [,,,və]: der bei der Adsorption ad
sorbierte Stoff
ad spe|ci|a|lia [- spe'tsia:...] (Jat.y. (lat. Rechtsspr.) zu den
besonderen Umständen, ad speichern (lat.): [nur] zum
Schein
ad specltaltolres [- sp...re:s] (/ar.; „an die Zuschauer“):
an das Publikum [gerichtet] (von Äußerungen eines
Schauspielers auf der Bühne)
Adlstant der; -en, -en (aus lat. adstans, Gen. adstantis,
Part. Präs, von adstare „dabeistehen, helfen“): (veraltet)
Beistand, Gehilfe, bes. Hilfslehrer
Ad|sti|pu|la|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. astipulatio
zu (ad... u. (Stipulation): (veraltet) Zustimmung. ad|stipu lie ren (aus gleichbed. lat. astipulari): (veraltet) bei
stimmen, beitreten
Adlstrat das; -s, -e (Analogiebildung zu (Substrat mit dem
lat. Präfix ad- „zu, hinzu“): fremdsprachlicher Bestandteil
in einer Sprache, der auf den Einfluss der Sprache eines
Nachbarlandes zurückzuführen ist (Sprachw.)
Adlstrikltilon die; -, -en (zu Z«t. adstrictus, Part. Perf. von
adstringere (vgl. adstringieren) u. T'...ion>: (veraltet) Zu
sammenziehung, Verstopfung. Ad|strin|gens das; -,
Plur. ...genzien [,,,iən] od. ...gentia (aus lat. adstringens,
Part. Präs, von adstringere, vgl. adstringieren): auf
Schleimhäute od. Wunden zusammenziehend wirkendes
blutstillendes Mittel (Med.). Adlstrinlgent das; -s, -s (zu
T...ent): Gesichtswasser, das ein Zusammenziehen der Po
ren bewirkt. Adlstrinlgenz die;- (zu T...enz): zusammen
ziehende, verstopfende Wirkung. ad|strin|gie|ren (aus
Zö/. adstringere „straff anziehen“): zusammenziehend wir
ken (von Arzneimitteln)
ad sumlmam (.lat.}: im Ganzen, in der Summe, ad sum
mum (Jat.y aufs Höchste, höchstens
ad sulpe|ri|o|rem iuldilcem [- - ...ts...] (Zat.): (lat.
Rechtsspr.) [sich] auf den höheren Richter [berufen]
adlszislzielren (aus gleichbed. lat. asciscere zu Tad... u.
sciscere „wissen wollen“): (veraltet) annehmen, sich zu
eignen
ad temlpus (Jat.y auf einige Zeit, zeitweilig, ad temlpus
viltae [- - 'vi:tɛ] 'Jat.y. auf Lebenszeit
Adul car [...k...] die; - (aus gleichbed. span, adúcar): span.
Flockseide
a due [a 'du:e] (z7.; „zu zweit“): Anweisung in Partituren, ei
ne Instrumentalstimme doppelt zu besetzen (Mus.), a due
cor Ide [--k...] (it.y. auf zwei Saiten [zu spielen] (Vortrags
anweisung; Mus.), a due voici [- - 'vo:ʧi] (zt.): für zwei
Stimmen, zweistimmig (Mus.)
Adulfe die; -, -n (aus gleichbed. span, adufe, dies aus dem
Arab.): [maurische] Schellentrommel, Handpauke
Adullant der; -en, -en (aus lat. adulans, Gen. adulantis,
Part. Präs, von adulare, vgl. adulieren): svw. Adulateur
Adullar der; -s, -e (nach den Adulaalpen in Graubünden):
Feldspat (ein Mineral)
Adullalteur [,,, to:g] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. adulateur
zu aduler „schmeicheln“, dies aus lat. adulare, vgl. adulie
ren): (veraltet) [kriecherischer] Schmeichler. adu|lie|rer>
A
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adult
(aus gleichbed. lat. adulare): (veraltet) [kriecherisch]
schmeicheln
adult (aus gleichbed. /at. adultus, eigtl. Part. Perf. von ado
lescere „heranwachsen“): erwachsen; geschlechtsreif
(Med.). Adult-Edu|ca|tion ['ædʌltɛdjukeʧən] Æe; - (aus
engl. adult education „Erwachsenenbildung“): Sammelbez. für alle Formen der Aus- u. Weiterbildung von Er
wachsenen
Adullter der; -s, - (aus gleichbed. lat. adulter): (veraltet)
Ehebrecher. Adulltelra die; -, -s (aus gleichbed. lat. adul
tera): (veraltet) Ehebrecherin. Adul|te|ra|ti|on die; - (aus
gleichbed. lat. adulteratio zu adulterare, vgl. adulterieren): (veraltet) 1. Ehebruch. 2. Fälschung, Verfälschung
von Münzen. Adul|te|ra|tor der; -s, ...oren (aus gleich
bed. lat. adulterator): (veraltet) 1. svw. Adulter. 2. Fäl
scher, Münzfälscher. adul|te|rie|ren (aus gleichbed. lat.
adulterare): (veraltet) 1. ehebrechen; zum Ehebruch ver
führen. 2. fälschen, verfälschen, bes. Münzen, adulltelrin
(aus gleichbed. Zat. adulterinus): (veraltet) 1. im Ehebruch
erzeugt (Rechtsw.). 2. verfälscht; unecht. Adulltelrilum
tto; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. lat. adulterium): (ver
altet) Ehebruch, außereheliches Verhältnis
ad ulltilmum (lat.y. zuletzt, schließlich
Adult-School ['ædʌltsku:l] die; - (aus engl. adult school
„Erwachsenenschule“): Einrichtung zur Fortbildung,
Umschulung u. Weiterbildung von Erwachsenen
Ad|um|bra|ti|on* die; -, -en (aus gleichbed. lat. adumbra
tio zu adumbrare, vgl. adumbrieren): (veraltet) kurzer Ab
riss, Entwurf, adlumlbrielren (aus gleichbed. lat. adum
brare zu Îad... u. umbra „Schatten“): (veraltet) 1. beschat
ten. 2. entwerfen, skizzieren. 3. beschönigen
ad yna corlda [- - k...] <z7.>: svw. a una corda
ad un gu em [- ...guem] (Zar. ; eigtl. „auf den Nagel“): sehr
genau
ad unum [omines] [- - (...nets)] (.lat. y. [alle] ohne Ausnah
me
Adulrens* das; -, Plur. ...enzien [...ian] od. ...entia (aus lat.
adurens, Part. Präs, von adurere, vgl. adurieren): (veral
tet) ätzendes [Heilmittel
adlur gie ren (aus gleichbed. lat. adurgere): (veraltet) hart
bedrängen, [eifrig] verfolgen
adulrielren* (aus gleichbed. lat. adurere): (veraltet) an-,
verbrennen, entzünden
Adulrol das; -s (Kunstw.): früher verwendete fotografische
Entwicklersubstanz
ad us. med.: Abk. für ad usum medici, ad us. prop.: Abk.
für ad usum proprium
adust* (aus gleichbed. lat. adustus, eigtl. Part. Perf. von
adurere, vgl. adurieren): (veraltet) entzündet, adusltilbel
(zu T ...ibel): (veraltet) entzündbar. Adusltilon die; -, -en
<zu(‘...ion>: (veraltet) das Anbrennen, Entzünden, adustjv (zu t...iv>: (veraltet) entzündend, verbrennend
ad usum (lat.y. zum Gebrauch (Angabe auf ärztlichen Re
zepten); Abk.: ad us. ad usum Dellphilni (lat.; „zum
Gebrauch des Dauphins“ (weil auf Veranlassung Ludwigs
XIV. für dessen Thronfolger Ausgaben antiker Schriftstel
ler bearbeitet wurden)): für Schüler bearbeitet (von Klas
sikerausgaben, aus denen moralisch u. politisch anstößige
Stellen entfernt sind), ad usum meldilci [- -...tsi], pro
usu medici (lat. y. für den persönlichen Gebrauch des Arz
tes bestimmt (Aufdrucke auf unverkäuflichen Arzneimus
tern); Abk.: adus. med. bzw. pro us. med. ad usum proprilum* (lat.y. für den eigenen Gebrauch (Hinweis auf
ärztlichen Rezepten, die für den ausstellenden Arzt selbst
bestimmt sind); Abk. : ad us. prop, ad usum veltelrilnarii [--V...] (lat.y. für den Gebrauch des Tierarztes (Hinweis
auf Rezepten); Abk.: adus. vet. ad us. vet.: Abk. für ad
usum veterinarii
Advailta* [...v...] der; - (aus sanskr. a-dvaita „Einzigkeit",
eigtl. „das ohne ein Zweites ist“): Îmonistische Lehre des
von der alleinigen Wirklichkeit ÎBrahmans,
während die Welt als Illusion gilt
ad vallolrem [- v...] (lat.; „dem Werte nach“): vom Waren
wert (Berechnungsgrundlage bei der Zollbemessung)
ad vallvas [- 'valva:s] (lat.y. an die Türen [anschlagen, -hef
ten]
Adlvanltage [əd'vɑ:ntɪdʒ] der; -s, -s (aus engl. advantage
„Vorteil“, dies aus gleichbed. fr. avantage zu avant „vor“,
dies aus spätlat. abante): Vorteil, der erste gewonnene
Punkt nach dem Einstand (40 :40) beim Tennis
ad|vek|tie|ren [...v...] (aus gleichbed. lat. advectare): (ver
altet) zu-, heranführen. Adlvekltilon die; -, -en (aus lat.
advectio „Heranführung, Transport“): 1. in waagerechter
Richtung erfolgende Zufuhr von Luftmassen (Meteor.);
Ggs. ÎKonvektion (2). 2. in waagerechter Richtung erfol
gende Verfrachtung (Bewegung) von Wassermassen in
den Weltmeeren (Ozeanografie); Ggs. (Konvektion (3).
adlvekltiv (zu t...iv): durch (Advektion (1 u. 2) herbei
geführt
Adlvelnilat [,..v...] das; -s, -s (aus lat. adveniat „es komme
(dein Reich)“; vgl. Advent): Weihnachtsspende der Ka
tholiken zur Unterstützung der Kirche in Lateinamerika,
adlvelnielren (aus gleichbed. lat. advenire): (veraltet)
hinzu-, ankommen. Adlvent der; -[e]s, -e (aus lat. adven
tus „Ankunft“ (Christi) zu advenire, vgl. advenieren): a)
der die letzten vier Sonntage vor Weihnachten umfassende
Zeitraum, der das christliche Kirchenjahr einleitet; b) ei
ner der vier Sonntage der Adventszeit. Ad|ven|tis|mus
der; - (aus gleichbed. engl. -amerik. Adventism, dies zu lat.
adventus „Ankunft (des Herrn)“; vgl. ...ismus (1)): Glau
benslehre der Adventisten. Adlvenltist der; -en, -en (aus
gleichbed. engl.-amerik. Adventist; vgl. ...ist): Angehöriger
einer der Glaubensgemeinschaften, die an die baldige Wie
derkehr Christi glauben, adlvenltisltisch (zu ( ...istisch):
die Lehre des Adventismus betreffend. Adlvenltjltia rZ/e;
-, ...tiae [...tie] (aus gleichbed. «Zar. (tunica) adventitia zu lat.
adventicius „(von außen) hinzukommend; äußerer“): die
aus Bindegewebe u. elastischen Fasern bestehende äußere
Wand der Blutgefäße (Med., Biol.). Ad|ven|ti|ti|um das;
-s, ...tia (aus nlat. (bonum) adventitium „hinzugekomme
nes Gut“): (Rechtsspr.) hinzugekommenes, nicht von den
Eltern ererbtes Vermögen, adlvenltiv (zu lat. adventus,
Part. Perf. von advenire (vgl. advenieren), u. Î...iv): 1. hin
zukommend. 2. wild wachsend, nachtreibend (Biol.); vgl.
...iv/...orisch. Adlvenltivlbilldung die; -, -en: Bildung
von Organen an ungewöhnlichen Stellen bei einer Pflanze
(z.B. Wurzeln am Spross). Adlven|tivlem|bryo|nen*
die (Plur.): pflanzliche (Embryonen, die sich unge
schlechtlich aus den sie umgebenden Zellen entwickeln.
Ad|ven|tiv|flolra die; -: Gesamtheit der Î Adventivpflan
zen. Ad|ven|tiv|kra|ter der; -s, -: Nebenkrater auf dem
Hang eines Vulkankegels. Ad|ven|tiv|pflan|ze die; -, -n:
Pflanze eines Gebiets, die dort nicht schon immer vorkam,
sondern absichtlich als Zier- od. Nutzpflanze eingeführt
od. unabsichtlich eingeschleppt wurde. Ad|ven|tiz|gut
das; -[e]s, ...güter: svw. Adventitium. adlvenltglrisch:
(veraltet) die Ankunft betreffend; vgl. ...iv/...orisch. ad
ven Itulal (zu lat. adventus (vgl. Advent) u. t‘...al (1)>: zur
Adventszeit gehörend. Adlvenltulrers [ad'vgntjorEs] die
(Plur.) (zu engl. adventurer „Abenteurer, Unternehmer,
Spekulant“; vgl. Aventiure): Name alter engl. Handelsge
sellschaften. Ad|venltu|rin [atventu...] der; -s, -e (zu
(...in (1)): svw. Aventurin
Adlverb [,..v...] das; -s, -ien [...¡an] (aus gleichbed. lat. ad
verbium, eigtl. „das zum Verb gehörende Wort“): Um
standswort; Abk.: Adv. ad I veri bal (aus (ad... u. (verbal):
1. zum (Verb hinzutretend, von ihm syntaktisch abhän
gend. 2. svw. adverbial. Adlverlballe das; -, Plur. -n, auch
Î Vedanta
49
...lia u. ...lien [...ion]: eng zum Verb gehörende sprachl.
Einheit, z.B. Adverbialbestimmung. ad|ver|bi|al (aus
gleichbed. lat. adverbialis): als Umstandswort [ge
braucht]; adverbiale Bestimmung: svw. Adverbialbestim
mung; adverbialer Akkusativ od. Genitiv: Umstandsanga
be in Form eines Substantivs im Akkusativ od. Genitiv.
Adi veri bi |al das; -s, -e: svw. Adverbiale. Ad I ver | bi I al...:
Wortbildungselement mit der Bedeutung „einen Umstand
betreffend od. angebend", z. B. Adverbialsatz. Ad|ver|bial|ad|jek|tiv das; -s, -e [,,,və] : Adjektiv, das das Substan
tiv, bei dem es steht, nach seiner räumlichen od. zeitlichen
Lage charakterisiert (z. B. der heutige Tag). Ad|ver|bi|albelstimlmung die; -, -en: Umstandsbestimmung, -angabe. Adlverbiale das; -, ...lien [...ion] (substantiviertes
Neutr. von lat. adverbialis): t Adverbialbestimmung. Adve r I b i I a 11 i I tat die; - (zu T...ität>: Eigenschaft eines Ad
verbs, Wortgebrauch als Adverb. Ad|ver|bi|al|par|ti|zip
das: -s, -ien [...ion]: vom tVerb abgeleitete Form im Rus
sischen zum Ausdruck einer Nebenhandlung, die die
Haupthandlung näher bestimmt. Ad|ver|bi|al|satz der,
-es, ...sätze: Gliedsatz (Nebensatz), der einen Umstand
angibt (z. B. Zeit, Ursache). Ad|ver|bi|allsuf|fix das; -es,
-e: ÎSuffix zur Bildung eines Adverbs, ad|ver|bi|ell (zu
T ...eil): svw. adverbial; vgl. ...al/...eil. Ad|ver|bi|um das;
-s, Plur. ...ien [...ion], auch ...bia (aus gleichbed. lat. adver
bium); svw. Adverb
‘adlvers [...v...] (aus gleichbed. lat. adversus, Part. Perf.
von advertere, vgl. advertieren): (veraltet) zugewandt
2adlvers [,..v...] (aus gleichbed. lat. adversus zu adversari,
vgl. adversieren): entgegengesetzt. Adlverlsaire [,..‘ze:ç]
der; -s, -s (aus gleichbed. fr. adversaire): svw. Adversarius.
Adlverlsalria, Adverisarien [...ion] die (Plur.) (aus
gleichbed. lat. adversaria): a) unverarbeitete Aufzeich
nungen, Kladde; b) Sammlungen von Notizen. Adlversarius der; -, ...rii (aus gleichbed. lat. adversarius): (ver
altet) Gegner, Widersacher, adlverlsaltiv (aus gleichbed.
lat. adversativus) : einen Gegensatz bildend, gegensätzlich,
entgegensetzend; adversative [...va] Konjunktion: entge
gensetzendes Bindewort (z. B. aber); adversatives Asynde
ton: bindewortlose Wort- od. Satzreihe, deren Glieder ge
gensätzliche Bedeutung haben (z. B. heute rot, morgen tot).
Adlverlsaltilve [,,,və] die; -, -n: (veraltet) Entgegenset
zung. Ad|ver|sa|tor der; -s, ...oren (zu t...or): svw. Ad
versarius. ad|ver|sie|ren (aus gleichbed. lat. adversari):
(veraltet) widerstreben, sich widersetzen. Adlverlsiltät
die: - (aus gleichbed. spätlat. adversitas, Gen. adversita
tis): (veraltet) 1. Widerwärtigkeit. 2. Missgeschick
Ad|ver|siv|an|fall [...ver...] der; -[e]s, ...anfälle (zu Î ’advers u. t...iv): zur TEpilepsie zu rechnende anfallsweise
Blickwendungen nach einer Seite bei gleichzeitiger Kopf
wendung zur gleichen Seite (Med.), adlverltielren (aus
gleichbed. lat. advertere): (veraltet) zuwenden. Adlverltising ['ædvətaɪzɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. adverti
sing zu to advertise „ankündigen, werben“, dies über fr.
advertir „benachrichtigen“ aus lat. advertere, vgl. adver
tieren): 1. Ankündigung, Anzeige. 2. Reklame; Werbung.
Adlverltilsing-Agenlcy [,,,'eɪʤənsɪ] 4fe; -, -s [,,,si:s]
(aus gleichbed. engl. advertising agency): Werbeagentur.
Ad|ver|tis|ment [əd'və:tɪs...]
-s, -s (aus gleichbed.
engl. advertisment; vgl. Advertising): Inserat, Anzeige
Ad-View ['ædvju:] der; -s, -s (zu engl. ad „Anzeige“ u. view
„(An)sicht“): Zugriff auf eine Seite des Î Internets (EDV)
ad|vi|gi|lie|ren [,..v...] (aus gleichbed. lat. advigilare zu
lad... u. vigilare „wachen“): (veraltet) [überwachen
Adlvis [at vi:, auch at'vi:s] der; -, -e [at'vi:zə] (zu 1 ad... u. lat.
visum „gesehen“): (veraltet) svw. Avis
Adlviltalliltät [,..v...j die; - (zu lad... ti.fr. vitalité, dies zu
lat. vita „Leben“ u. T...ität>: (veraltet) lebenslängliche
Nutznießung. Ad|vi|ta|li|täts|recht das; -[e]s: im österr.
Aeipathie
Erbrecht dem überlebenden Ehegatten eingeräumte Be
fugnis zur Nutznießung des anfallenden Vermögens
ad vitr.: Abk. für ad vitrum, ad viltrum* [- v...] {lat.; „in
ein Glas“): in einer Flasche [abzugeben] (Angabe auf ärzt
lichen Rezepten); Abk.: ad vitr.
ad vilvum re|se|ca|re [- 'vi:vʊm ...k...] {lat.; „bis zum Le
benden (Fleisch) zurückschneiden “): es gar zu genau neh
men
Ad| volcaltio [...vo'ka:...] die; -, ...onen (aus lat. advocatio
„Anrufung“ zutad... u. vocatio „Einladung“): Teil rituel
ler Gebete, der die Anwesenheit Gottes herbeiführen soll;
vgl. Epiklese. Adlvolcaltus Dei der; - -, ...ti - (aus lat. ad
vocatus Dei, eigtl. „Anwalt Gottes“): (scherzh.) Geistli
cher, der in einem Heilig- od. Seligsprechungsprozess der
katholischen Kirche die Gründe für die Heilig- od. Selig
sprechung darlegt. Adlvolcaltus Di|a|boili der; - -, ...ti (aus Zur. advocatus diaboli, eigtl. „Anwalt des Teufels“): 1.
(scherzh.) Geistlicher, der in einem Heilig- od. Seligspre
chungsprozess der katholischen Kirche die Gründe gegen
die Heilig- od. Seligsprechung darlegt. 2. jmd., der um der
Sache willen mit seinen Argumenten die Gegenseite ver
tritt, ohne selbst zur Gegenseite zu gehören, od. jmd., der
bewusst Gegenargumente in eine Diskussion einbringt,
um sie zu beleben, ad vo|cem [- 'vo:tsɛm] {lat.; zu vox
„Stimme; (gesprochenes) Wort“): zu dem Wort [ist zu be
merken], dazu wäre zu sagen. Ad Ivo Ikat der; -en, -en (aus
gleichbed. lat. advocatus, eigtl. „der Herbeigerufene“, zu
advocare „herbeirufen“): (landsch., sonst veraltet)
[Rechts]anwalt, Rechtsbeistand. Ad|vo|kalten|bir|ne
die; -, -n: svw. Avocado. ad|vo|ka|tisch: in der Art eines
Advokaten, einem Advokaten gemäß. Adlvolkaltur die;
-, -en (aus gleichbed. mlat. advocatura); (landsch., sonst
veraltet) Rechtsanwaltschaft
adlvollvielren [...volvi:...] (zutad... u. lat. volvere „wäl
zen, drehen“): (veraltet) herbeiwälzen
ad vo|tan|dum [- v...] {lat.y. zur Stimmabgabe, zur Abstim
mung
ad|vo|zie|ren [...v...] (zu Î Advokat u. Î..deren): (veraltet)
als [Rechts]anwalt arbeiten
Adynamandrie* die; - (zu î Adynamie u. gr. aner, Gen.
andrös „Mann“): Funktionsunfähigkeit der männlichen
Teile od. Pollen einer Blüte (Bot.); vgl. Adynamogynie.
Ady na mie die: -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, dynamis
„Kraft“ u. t2...ie): Kraftlosigkeit, Muskelschwäche, adynalmisch: kraftlos, schwach, ohne ÎDynamik (2). Adynalmolgylnie die; - (zu gr. gynê „Frau“ u. t2...ie): Funk
tionsunfähigkeit der weiblichen Teile einer Blüte (Bot.).
Ady|na|to|kralsie* die; -, ...ien (zu Î Adynaton, gr. krasis
„Mischung, Verbindung“ u. t2...ie): schwache, lockere Mi
schung (Pharm.). Adylnalton du.s; -s, ...ta (aus gr. adyna
ton „das Schwache, das Unmögliche): Form der îPeri
phrase, bei der vergebliche Mühe durch Vergleich mit of
fenkundig Unmöglichem umschrieben wird, z.B. „Eher
geht ein Kamel durch ein Nadelöhr...“ (Sprachw.)
Adylton das; -s, ...ta (aus gr. ádyton „das Unbetretbare“):
das Allerheiligste (von griech. u. röm. Tempeln)
Adlziltat der; -en, -en (zu îad... u. lat. citare, vgl. zitieren, u.
î...at (l)): (veraltet) der Hinzugeladene (Rechtsw.). Adziltatilon die; -, -en (zu î ‘...ion): (veraltet) Hinzuladung,
Hinzuziehung. ad|zi|tie|ren (zu !..deren): (veraltet) [zu
einem Rechtsstreit] hinzuziehen
Aechlmea [sç...] 4Ze; -, ...meen (zugr. aichmê „Spitze, Lan
ze“) : zu den Ananasgewächsen gehörende Zimmerpflanze
mit in Rosetten angeordneten Blättern; Lanzenrosette
(Bot.)
aed (aus gleichbed. gr. aedes „unangenehm, ungern“): (ver
altet) ekelhaft, widrig, missfallend
Aeilpalthie [aai...] die; - {m gr. aei „immer“ u. t,,,pathie):
(veraltet) fortwährendes Kränkeln
Aeneolithikum
das; -s (zu to. aenus „ehern, kup
fern“ u. TEolithikum): svw. Chalkolithikum, aelneollithisch: das Aeneolithikum betreffend
aelquis par|ti|bus ['ɛ:... -] (lat.}; zu gleichen Teilen
aer.... Aer... vgl. aero..., Aero... Aelrälmie* [ae...] die; -,
...ien <zu îaero... u. 1 ...ämie): Bildung von Stickstoffbläs
chen im Blut bei plötzlichem Abnehmen des äußeren Luft
drucks (z. B. bei Tauchern; Med.). Aelrat das; -s (zu Î ...at
(1)>: kohlengesäuertes Wasser. Ae|ra|ti|on die; -, -en (zu
Î '...ion): Auftriebsverlust durch Lufteinbruch in das Un
terdruckgebiet an der Profiloberseite des Auftrieb liefern
den Tragflügels bei Tragflügelbooten. Aelrenlchym*
das; -s, -e (zu îaero... u. gr. égchyma „das Eingegossene;
Aufguss“) : mit der Außenluft in Verbindung stehender In
terzellularraum (vgl. interzellular) bei Wasser- u. Sumpf
pflanzen. Aelrilal das; -s (zu t‘...al (2)>: der freie Luft
raum als Lebensbezirk der Landtiere; vgl. Biotop, aelrifilzielren (zu Î ...fizieren): svw. vertikutieren. aelril (zu
T ...il (1)>: svw. aerisch. aelrisch: durch Luft- od. Wind
einwirkungentstanden (Geol.). aelro..., Aelro..., vor Vo
kalen meist aer..., Aer... (zu gr. aer „Luft“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „Luft, Gas“, z.B. aerodyna
misch, Aerobiologie, Aerämie. Aelrolakusltik die; - (zu
Î Akustik): Forschungsgebiet, das sich mit Ursachen der
Lärmentwicklung u. mit der gezielten Lärmreduzierung
bei Îaerodynamischen Vorgängen (z.B. bei Luftstrahl
triebwerken) befasst. ae|ro|akus|tisch (zu îakustisch):
die Aeroakustik betreffend, aelrob (zu gr. bios „Leben“):
Sauerstoff zum Leben brauchend (von Organismen;
Biol.). Ae|ro|bat der; -en, -en (zu gr. batos „gangbar, zu
gänglich“, dies zubainein „gehen“): 1. Seiltänzer. 2. Grüb
ler, Träumer. Ae|ro|ba|tik¿to; - (aus gleichbed. engl. ae
robatics, vgl. Aerobat): Kunstflug[vorführung], Aelrobic [ɛ'ro:bɪk] das; -s (meist ohne Artikel) (aus gleichbed.
engl.-amerik. aerobics (Plur.) zu aerobic „unter Einfluss
von Sauerstoff stattfindend“): im Rhythmus von Disco
musik betriebenes Fitnesstraining mit tänzerischen u.
gymnastischen Übungen zur Schulung von Ausdauer u.
Beweglichkeit. Ae|ro|bi|er [ae'ro:biɛ] der; -s, - (Substan
tivierung zu aerob): Organismus, der nur mit Sauerstoff
leben kann; Ggs. TAnaerobier. Ae|ro|bio|lo|gie ¿to; -:
Teilgebiet der Biologie, auf dem man sich mit der Erfor
schung der lebenden Mikroorganismen in der Atmosphäre
befasst. Ae|ro|bi|ont¿fer; -en, -en (zu T...biont): svw. Ae
robier. Ae|rolbi|os¿/er, -: die Gesamtheit der Lebewesen
des freien Luftraums, bes. die fliegenden Tiere, die ihre
Nahrung im Flug aufnehmen; vgl. Benthos. Aelrolbiolse
die; - izxxgr. bios „Leben“): auf Luftsauerstoff angewiese
ne Lebensvorgänge; Ggs. TAnaerobiose. Aelrolbus der;
-ses, -se (Kurzw. aus îaero... u. Omnibus): 1. Hubschrau
ber im Taxidienst. 2. Nahverkehrsmittel, das aus einer Ka
bine besteht, die an Kabeln zwischen Masten schwebt.
Ae| ro|c ho Ilie die; -, ...ien (zu gr. choie „Galle“ u. î2,..ie):
Füllung der Gallenwege mit Luft. Aelrolclub vgl. Aero
klub. Ae|ro|dia|pha|no|me|ter¿to;-s, - (zugr. diaphainein „durchscheinen“ u. t‘...meter): (veraltet) Luftdurch
sichtigkeitsmesser. Aelroldrom*das: -s, -e (zugr. drómos
„Lauf“): (veraltet) Flugplatz. Ae|ro|dy|na|mik die; -:
Lehre von der Bewegung gasförmiger Stoffe, bes. der Luft.
Ae|ro|dy|na|mi|ker der; -s, -: Wissenschaftler auf dem
Gebiet der Aerodynamik. ae|ro|dy|na|misch: a) zur Ae
rodynamik gehörend; b) den Gesetzen der Aerodynamik
unterliegend. Ae|ro|dy|ne das; -s, -n (zu gr. dynamis
„Stärke, Kraft“): senkrecht startendes u. landendes Luft
fahrzeug. Ae|ro|elas|ti|zi|tät die; -: das Verhalten
(Schwingen, Flattern) der elastischen Bauteile bei Flug
zeugen gegenüber den aerodynamischen Kräften. Aelroelekltrik* ¿to;
svw. Geoelektrik. Ae|ro|epi|thel das;
-s, -ien [-,-iən]: Luft enthaltendes Epithel (z.B. die Zellen
Ae|neo|li|thi|kum [ae...]
50
des ergrauenden Haares). Ae|ro|fo|to|gra|fie die; -,
...ien: a) (ohne Plur.) das Fotografieren aus Luftfahrzeu
gen (bes. für kartografische Zwecke); b) Luftmessbild.
Aelrolgelle die (Plur.) (zu îGel); zur Wärmedämmung
eingesetzte hochporöse, federleichte Materialien, aelrogen (zu Î ...gen): 1. Gase bildend (z. B. von Bakterien). 2.
durch die Luft übertragen (z. B. von Infektionen). Aelrogeo|lo|gie ¿to; -: geologische Erkundung vom Flugzeug
od. anderen Flugkörpern aus. Aelrolgeolphylsik die; -:
Teilgebiet der î Geophysik, in dem die Erforschung geo
physikalischer Gegebenheiten vom Flugzeug od. anderen
Flugkörpern aus erfolgt. Aelrolgraf, auch ...graph der;
-en, -en (zu Î ...graf): Spritzgerät zum Zerstäuben von Far
be (mittels Druckluft). Ae ro gramm das; -s, -e (zu
ɪ,,,gramm): 1. Luftpostleichtbrief. 2. grafische Darstel
lung von Wärme- u. Feuchtigkeitsverhältnissen in der At
mosphäre. Ae|ro|gra|vi|me|ter [...v...] das; -s, -: vom
Flugzeug aus einsetzbares TGravimeter. Aelrolgralvime trie* die; -: Teilgebiet der Î Aerogeophysik, das sich
mit Messungen der Schwerkraft u. der Schwereanomalien
befasst, aelrolid (zu T...oid): (veraltet) luftartig; neblig.
Aelrolkarltolgraf, auch ...graph der; -en, -en: 1. Gerät
zum Ausmessen u. Î Kartieren von Luftbildaufnahmen. 2.
jmd., der mit einem Aerokartografen arbeitet. Aelrolklimaltollolgie die; -: ÎKlimatologie der höheren Luft
schichten, die sich mit der Erforschung der Î Atmosphäre
befasst. Ae|ro|kli|no|skop* das; -s, -e (zu gr. klinein
„(sich) neigen, beugen“ u. î...skop): altes Sturmsignal in
den Niederlanden (senkrecht stehender Pfahl mit beweg
lichem rot und weiß gestreiftem Arm). Aelrolklub der; -s,
-s: Luftsportverein. Aelrollith [auch ...ht] der; Gen. -en
u. -s, Plur. -e[n] (zu T...Iith>: (veraltet) svw. Meteorit. Aerollolgie die; - (zu 1 ...logie): Teilgebiet der Meteorologie,
dessen Aufgabenstellung die Erforschung der höheren
Luftschichten ist. ae|ro|io|gisch (zu Î ...logisch): a) nach
Methoden der Aerologie verfahrend; b) die Aerologie be
treffend. Ae|ro|ma|gne|tik* die; -: Teilgebiet derîAerogeophysik. Ae|ro|mant¿to; -en, -en (zu gr. mántis „Seher,
Wahrsager“): jmd., der mithilfe von Lufterscheinungen
wahrsagt. Ae ro man tie die; - (zu î2...ie): das Wahrsa
gen mithilfe von Lufterscheinungen. Ae|ro|me|cha|nik
die; -: Wissenschaftszweig, der sich mit dem Gleichge
wicht u. der Bewegung der Gase, bes. der Luft, befasst;
vgl. Aerodynamik u. Aerostatik. Ae|rolme|di|zin die; -:
Luftfahrtmedizin, Teilgebiet der Medizin, dessen Aufga
benstellung die Erforschung der physischen Einwirkungen
der Luftfahrt auf den Organismus der Flugreisenden ist.
Ae| ro| melter das: -s, - (zu î '...meter): Gerät zum Bestim
men des Luftgewichts od. der Luftdichte. Ae|ro|naut¿to;
-en, -en (zu î...naut): (veraltet) jmd., der ein Luftfahrzeug
führt. Aelrolnaultik die; - (zu Î2...ik (l)): Luftfahrtkun
de. Aelro|nau|ti|ker der; -s, -; Fachmann, der sich mit
Aeronautik befasst. ae|ro|nau|tisch: a) Methoden der
Aeronautik anwendend; b) die Aeronautik betreffend.
Aelro|na|vi|ga|ti|on [...v. .] die; -: Steuerung von Luft
fahrzeugen mithilfe von Ortsbestimmungen. Ae|ro|nomie die; - (zu T2...nomie): Wissenschaft, die sich mit der
Erforschung der obersten Atmosphäre (über 30 km Höhe)
befasst. Ae|ro|oti|tis die; -, ...itiden: Mittelohrentzün
dung als Folge extremer Luftdruckschwankungen, z.B.
beim Fliegen od. Tauchen (Med.). Aelrolphalgie die; -,
...ien (zu t...phagie): [krankhaftes] Luftschlucken (Med.).
Aelrolpholbie die; -, ...ien (zu î...phobie (a)): überstei
gerte, zwanghafte Angst vor frischer Luft bes. als Begleit
symptom bei Tollwut (Med.). ae|ro|pho|bisch: die Ae
rophobie betreffend (Med.). Aelrolphon, auch ...fon das;
-s, -e (zu Î ...phon): durch Lufteinwirkung zum Tönen ge
brachtes Musikinstrument (z.B. Blasinstrument), aelropho nisch, auch ..Tonisch: die Luft durchtönend. Ae-
51
der; -s, -e (zu t ...phor): ein dem Spielen von Blas
instrumenten dienendes Gerät, das durch einen mit dem
Fuß zu bedienenden Blasebalg dem Instrument Luft zu
führt, unabhängig vom Atem des Spielers (Mus.). Aelropho toigramm me trfe* die; -, ...ien: Aufnahme von
Messbildern aus der Luft u. ihre Auswertung. Aelrolphotolgralphie vgl. Aerofotografie. Aelrolphyt der; -en,
-en (meist Plur.) (zu Î ...phyt): Pflanze, die auf einer ande
ren Pflanze lebt, d.h. den Boden nicht berührt. Aelroplan der: -[e]s, -e (zu fr. planer „schweben“, dies zu lat.
planus „eben, flach“): (veraltet) Flugzeug. Aelrolplankton das; -s: Gesamtheit der im Luftraum schwebenden
Kleinlebewesen (Bakterien, Sporen, Protozoen u.a.;
Biol.). Aelrolsallon der: -s, -s: Ausstellung von Fahr
zeugen u. Maschinen aus der Luft- u. Raumfahrttechnik.
Ae ro skoipie* die; -, ...ien (zu Î ...skopie): Luftbeobach
tung. Aelrolsol das;-s,-e (zulat. solutio „Lösung“): Lein
Gas (bes. Luft), das feste od. flüssige Stoffe in feinstver
teilter Form enthält. 2. zur Einatmung bestimmtes, flüssi
ge Stoffe in feinst verteilter Form enthaltendes Arznei- od.
Entkeimungsmittel (in Form von Sprühnebeln). Aeirosol bom be die,-,-n: Behälter zum Zerstäuben eines Ae
rosols. ae|ro|so|lie|ren (zu t..deren): Aerosole, z.B.
Pflanzenschutz- od. Arzneimittel, versprühen. Aelrolsololgie die: - (zu Î...logie): Teilgebiet der Chemie, das sich
mit der Herstellung u. Verwendung von Aerosolen befasst.
Ae|ro|sol|the|ralpie die; -, ...ien: Behandlung (bes. von
Erkrankungen der oberen Luftwege) durch t Inhalation
wirkstoffhaltiger Aerosole. Aelrolsonlde die; -,-n: an ei
nem Ballon hängendes Messgerät, das während des Auf
stiegs Messwerte über Temperatur, Luftdruck- u. Feuch
tigkeit zur Erde sendet. Ae|ro|sphä|re die; -: svw. Atmo
sphäre (1 b). Aelrolstat der; Gen. -[e]s u. -en, Plur. -e[n]
(zu î...stat>: (veraltet) Luftballon. Ae|ro|sta|tik die; -:
Wissenschaftsgebiet, auf dem man sich mit den Gleich
gewichtszuständen bei Gasen befasst, aelrolstaltisch:
a) nach Gesetzen der Aerostatik ablaufend; b) die Aero
statik betreffend. Aelroltalxe die; -, -n od. Aelroltalxi
das; -s, -s: Mietflugzeug. Ae|ro|ta|xis die; -, ...xen (zu
î2Taxis): die durch Sauerstoff ausgelöste gerichtete Orts
veränderung frei beweglicher Organismen (Biol.). Aelrotel das; -s, -s (Kurzw. aus Îaero... u. HoteZ): Flughafenho
tel. Aelrolthelralpie die; -, ...ien: Sammelbez. für Heil
verfahren, bei denen [künstlich verdichtete od. verdünnte]
Luft eine Rolle spielt (z. B. Klimakammer, Inhalation, Hö
henaufenthalt). aelroltherm (zu Î...therm): a) mit heißer
Luft [geröstet], z.B. im Heißluftstrom gerösteter Kaffee;
b) aus heißer Luft. Aelroltholrax der; -[es], -e: (veraltet)
svw. Pneumothorax. Aelroltolnon das; -s, ...na (zugr. to
nos, dies zu teinein „spannen“): antikes Geschoss, dessen
Wirkung auf der Entspannung von Pressluft beruht. Aeroltrain® [,,,trɛ:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. Aérotrain,
vgl. Train): Luftkissenzug. Aelroltrilanlgullaltilon die;
-, -en: Verfahren der Photogrammmetrie zur Bestimmung
geodätischer Festpunkte aus Luftbildern. Aelroltrolnik
die; - (Kurzw. aus taero... u. ElektrowiA): das Luftfahrt
meldewesen. Ae Iroltrol pisimus der; -: durch Gase (z.B.
Kohlendioxid od. Sauerstoff) ausgelöste gerichtete
Wachstumsbewegung von Pflanzen (Biol.). Aelrolzin
das; -s (Kurzw. aus taero... u. Benzin): Raketentreibstoff.
Aelrolzyslte die; -, -n: die Schwimmblase bestimmter
Meeresalgen
Aes [ɛ:s] das; - (aus lat. aes „Kupfer, Erz“): ältestes u. lange
Zeit wichtigstes Münzmetall im antiken Rom u. in Italien,
daher oft mit Geld gleichgesetzt
Aeltit [ae..., auch ,.,'tit] der; -s, -e (zu gr. aetös „Adler“ u.
t2...it): Adlerstein, Eisenmineral. Aeltgm das; -s, -e (aus
gleichbed. gr. aétôma): Dachgiebel (an Tempeln; Archit)
Ae|tolsau|ri|er [ae,,,rin] der; -s, - u. Aeltolsaulrus der;-,
rolphör
Affektuosität
...rier [...in] (zu gr. aetös „Adler“ u. saüros „Eidechse“):
fossile Panzerechse mit vogelähnlichem Schädel u. kroko
dilähnlichem Körper
Aelvum ['ɛ:vʊm] das: - (aus gleichbed. lat. aevum): Ewig
keit; Lebenszeit, Menschenzeitalter
af..., Af... vgl. ad..., Ad...
AFC [a :lɛf 'tse:, auehe:lɛf 'si:] die; - (Abk. für eng/, automatic
frequency control): Frequenzregelung (zur automatischen
Abstimmung eines Empfängers auf einen Sender; Elektrot.)
afelbril* [auch a...] (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Îfebril): fie
berfrei (Med.)
Aferlmenltie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, 1 Ferment
u. t2...ie): svw. Anenzymie
affabel (aus gleichbed. lat. affabilis); (veraltet) gesprä
chig, leutselig, umgänglich
Aflfailre [a'fɛ:rə] i/ie; -, -n (aus gleichbed. fr. affaire, das
durch Zusammenrückung aus (avoir) à faire „zu tun ha
ben“ entstanden ist): ältere Schreibung für ÎAffäre. Af
faire die; -, -n: 1. besondere, oft unangenehme Sache, An
gelegenheit; peinlicher, skandalöser Vor-, Zwischenfall. 2.
Liebschaft, Liebesabenteuer; sich aus der Affäre ziehen:
sich mit Geschick u. erfolgreich bemühen, aus einer unan
genehmen Situation herauszukommen
Af|fa|to|mie die; -, ...ien (aus mlat. affatomia „Adoption
(eines Erben)“): (hist.) Adoption mit Eigentumsübertra
gung, die dem Erblasser (derjenige, der das Erbe hinter
lässt) aber die Nutzung des Erbes bis zum Tode überlässt
(fränk. Recht)
Aflfekt der; -[e]s, -e (aus lat. affectus „Gemütsstimmung,
Empfindung, Leidenschaft“ zu afficere, vgl. affizieren): a)
heftige Erregung, Zustand einer außergewöhnlichen seeli
schen Angespanntheit; b) (nur Plur.) Leidenschaften. Affekt|am|bi|va|lenz die; -, -en: Bez. für das gleichzeitige
Auftreten miteinander unverträglicher Affekte, z.B. Lie
be u. Hass (Psychol.). Af|fek|ta|ti|on die; -, -en (aus lat.
affectatio „eifriges Streben; Sucht, originell zu sein“ zu af
fectare, vgl. affektieren): a) (ohne Plur.) affektiertes Be
nehmen; b) affektierte Äußerung, Handlung, aflfekltieren (aus lat. affectare „eifrig nach etwas streben; etwas
durch Künstelei zu erreichen suchen“): (veraltet) sich ge
künstelt benehmen, sich zieren, aflfekltiert (zu t...iert):
geziert, gekünstelt, eingebildet. Aflfektlilllulsilon die; -,
-en: durch starke Gemütserregung bedingte Verkennung
(z. B. unrealistische Überbewertung) von Fakten. Af |fektilgn die; -, -en (aus lat. affectio „Einwirkung, Beeinflus
sung; Neigung“): 1. Befall eines Organs mit Krankheitser
regern ; Erkrankung (Med.). 2. (veraltet) Wohlwollen, Nei
gung; vgl. Affektionswert. af|fek|ti|olniert (zu ...iert):
(veraltet) wohlwollend, geneigt, [herzlich] zugetan. Affekltilonslwert der; -[e]s, -e: (veraltet) Liebhaberwert,
aflfekltisch (aus lat. affectus „beschaffen, gestimmt“,
Part. Perf. von afficere, vgl. affizieren) : von Gefühl od. Er
regung beeinflusst (in Bezug auf die Sprache; Sprachw.).
aflfekltiv (aus lat. affectivus „ergreifend, rührend“): a)
gefühls-, affektbetont, durch heftige Gefühlsäußerungen
gekennzeichnet; b) auf einen Affekt bezogen (Psychol.).
Af|fek ti|viItät [,..v...] die; - (zu T ...ität): 1. Gesamtheit
des menschlichen Gefühls- u. Gemütslebens. 2. die Ge
fühlsansprechbarkeit eines Menschen. Af|fekt|pro|jektilon rfze; -, -en: Übertragung eigener Affekte auf Lebe
wesen od. Dinge der Außenwelt, sodass diese als Träger
der Affekte erscheinen, bes. bei Kindern u. Primitiven
(Psychol.), aflfekitulos, aflfekltulös (aus gleichbed.
Za/. affectuosus, fr. affectueux): seine Ergriffenheit von et
was mit Wärme u. Gefühl zum Ausdruck bringend. Affek tulo si tät die; -, -en (zu T ...ität): (veraltet) heftige
Gemütserregung, Leidenschaftlichkeit, Neigung, Gewo
genheit
A
afferent
afferens, Gen. afferentis, Part. Präs, von
affere „hinführen“>: hin-, zuführend (bes. von Nervenbah
nen, die von einem Sinnesorgan zum Zentralnervensystem
führen; Med.); Ggs. Îefferent. Aflfelrenz die; -, -en (zu
T...enz): Erregung (Impuls, Information), die über die af
ferenten Nervenfasern von der Peripherie zum Zentral
nervensystem geführt wird (Med.); Ggs. TEfferenz
Af Iféltelrie [afe...] die; - (aus gleichbed./r. afféterie zu älter
fr. affété „gekünstelt“): (veraltet) gekünsteltes Wesen,
Ziererei
af Ifetltulolso (Zt.; aus gleichbed. spätlat. affectuosus zu lat.
affectus, vgl. Affekt): bewegt, leidenschaftlich (Vortrags
anweisung; Mus.)
Af|fi|bu|la|ti|on ¿te; -, -en (zu Îaffibulieren u. Î...ation):
(veraltet) Anheftung, das Anschnallen, aflfilbullielren
(zu tad..., lat. fibula „Schnalle“ u,t,,,ieren): (veraltet) an
schnallen, anheften
Af |fi|cha|ge [afi'ʃa:ʒə] die; - (aus gleichbed. /r. affichage zu
afficher, vgl. affichieren): (Schweiz.) Plakatwerbung. Affilche [a'fɪʃə] die; -, -n (aus gleichbed./r. affiche): Ansehlag[zettel], Aushang, Plakat. Af lfileheur[afi'ʃo:n] der;
-s, -e (aus gleichbed./r. afficheur): (veraltet) Zettel-, Plakatankleber. af fi chie ren (aus gleichbed./r. afficher;
vgl. ’Fiche): [Plakate] ankleben, befestigen
Af|fi|da|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. mlat. affidatio zu
affidare „versichern“, dies zu Tad... u. lat. fides „Zusage,
Versprechen“): (veraltet) gegenseitige Verpflichtung, Ver
trag. Af|fi|da|vit [...vit] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. af
fidavit, dies aus mlat. affidavit „er hat bezeugt“): 1. eides
stattliche Versicherung (bes. auch für Wertpapiere). 2.
Bürgschaft eines Bürgers des Aufnahmelandes für einen
Einwanderer, aflfildiert (zu t...iert): (veraltet) eidlich
verpflichtet; vertrauenswürdig
af|fi|gie|ren (aus gleichbed. lat. affigere; vgl. fixieren): 1.
(veraltet) [eine Affiche] anheften, aushängen. 2. ein Affix
an den Wortstamm anfügen (Sprachw.). Af Ifilgielrung
cZte; -, -en (zu T...ierung): das Anfügen eines tAffixes an
den Wortstamm
Af|fi|li|a|ti|oniZZe;-, -en (aus mlat. affiliatio „Adoption“ zu
Tad... u. lat. filius „Sohn“): 1. das Verhältnis von Spra
chen, die sich aus einer gemeinsamen Grundsprache
entwickelt haben, zueinander u. zur Grundsprache
(Sprachw.). 2. (veraltet) svw. Adoption (Rechtsw.). 3. a)
Logenwechsel eines Logenmitglieds (vgl. Loge 3 a) nach
einem Wohnungswechsel; b) rituelles Annahmeverfahren
nach eigenem Logenwechsel (vgl. Loge 3 a). 4. a) An
schluss, Verbrüderung; b) Beigesellung (z. B. einer Toch
tergesellschaft). af|fi|li|ie|ren (aus gleichbed. mlat. affiliare): 1. aufnehmen (bes. in eine Freimaurerloge). 2. (z. B.
einer Tochtergesellschaft) beigesellen. 3. (veraltet) an Kin
des statt annehmen; vgl. adoptieren
aflfin (aus lat. affinis „angrenzend, verwandt“): 1. wesens
verwandt (Philos.). 2. die Affinität (2) betreffend, reakti
onsfähig (Chem.). 3. durch eine affine Abbildung ausein
ander hervorgehend; affine Abbildung: math. Abbildung
von Bereichen od. Räumen aufeinander, bei der bestimmte
geometrische Eigenschaften erhalten bleiben (Math.); af
fine Geometrie: Sätze, die von gleichbleibenden Eigen
schaften von ÎFiguren (1) handeln. Af|fi|na|ge [---ʒə] die;
-, -n (zu T...age>: svw. Affinierung. Af|fi|na|ti|on <ZZe; -,
-en (zu T ...ation): svw. Affinierung; vgl. ...ation/...ierung.
af|fi|né[...'ne:] (ausfr. affiné „ähnlich, verwandt“, vgl. af
fin): (praktisch) kohlenstofffrei (Kennzeichnung bei Fer
rolegierungen; Hüttenw.). Af fi ne rie die; -, ...ien (aus
gleichbed./r. affinerie): I. Scheideanlage [für Erze], 2.
Drahtzieherei. Af Ifilneur [...na'.n] der; -s, -e (aus gleich
bed./r. affineur): (veraltet) 1. Beschäftigter in einer Schei
deanlage. 2. Drahtzieher, aflfilnielren (aus gleichbed./r.
affiner): 1. reinigen, scheiden (von Edelmetallen). 2. Zu
aflfelrent(aus/ɑt.
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ckerkristalle vom Sirup trennen. Affinierungrf«?,-, -en
(zu T...ierung): Trennung von Gold u. Silber aus ihren ÎLe
gierungen mittels Schwefelsäure; vgl. ...ation/...ierung.
aflfilnis (lat.; vgl. affin): verwandt (in der biologischen
Systematik zur Andeutung der Verwandtschaft bei nicht
mit Sicherheit zu bestimmenden Formen). Af|fj|nis¿Zer; -,
...nes [,..ne:s] (aus lat. affinis „Schwager, Schwieger
sohn“): (veraltet) Verwandter, Schwager. Af|fi|ni|tätdie;
-, -en (aus lat. affinitas, Gen. affinitatis „Verwandt
schaft“): 1. Wesensverwandtschaft von Begriffen u. Vor
stellungen (Philos.). 2. Triebkraft einer chemischen Reak
tion, Bestreben von Atomen od. Atomgruppen, sich mit
einander zu vereinigen (Chem.). 3. a) svw. affine Abbil
dung; b) Bez. für die bei einer affinen Abbildung gleich
bleibende Eigenschaft geometrischer Figuren. 4. Schwä
gerschaft, das Verhältnis zwischen dem einen Ehegatten u.
den Verwandten des anderen (Rechtsw.). 5. eine der Ursa
chen für Gestaltungsbewegungen von Î Protoplasma
(Biol.). 6. Anziehungskraft, die Menschen aufeinander
ausüben (Sozialpsychol.). 7. Ähnlichkeit zwischen unver
wandten Sprachen (Sprachw.); vgl. Affiliation (1). Aflfinolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu T...graf): Gerät
zur Erzeugung ebener, geometrisch ähnlicher Abbildun
gen. Af|fi|nor der; -s, ...oren (zu T...or): ältere Bez. für
T Tensor (1)
Af [filon das; -s (über it. affione aus türk, afyon „Opium“):
(veraltet) mit Î Ambra u. Î Safran zu Dicksaft eingekochtes
Opium
Aflfilquet [...ke:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. affiquet):
(veraltet) 1. Stricknadelbehälter. 2. (meist Plur.) kleines
Schmuckstück [zum Anstecken]
Af Ifirlmaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. affirmatio zu
affirmare, vgl. affirmieren): Bejahung, Zustimmung, Be
kräftigung; Ggs. TNegation (1). af|fir|ma|tiv(aus gleich
bed. lat. affirmativus); bejahend, bestätigend. Aflfirlmatilve [...va] die; -, -n: bejahende Aussage, Bestätigung, affirlmielren (aus gleichbed. lat. affirmare): bejahen, be
kräftigen
Af Ifix [auch a...] das; -es, -e (aus Zai. affixus „angeheftet“,
Part. Perf. zu affigere, vgl. affigieren): an den Wortstamm
tretendes t Morphem (T Präfix od. Î Suffix; Sprachw.); vgl.
Formans. Af |fi|xo|iddas; -s, -e (zu T...oid): an den Wort
stamm tretendes t Morphem in Form eines T Präfixoids od.
TSuffixoids (Sprachw.)
aflfilzielren (aus lat. afficere „hinzutun; einwirken; anre
gen“): a) Eindruck machen, bewegen, reizen; b) angreifen,
krankhaft verändern (Med.). af|fi|zi_ert(zuT...iert): 1.be
fallen (von einer Krankheit; Med.). 2. betroffen, erregt; affiziertes Objekt: Objekt, das durch die im Verb ausge
drückte Handlung unmittelbar betroffen wird (z.B. den
Acker pflügen; Sprachw.); Ggs. Teffiziertes Objekt
Aflflaltilon* die; -, -en (zu lat. afflatus, Part. Perf. von af
flare „anwehen, -hauchen“, u. T ‘...ion): (veraltet) das An
hauchen. Af|fla|tusder; -, - (aus gleichbed. lat. afflatus):
(veraltet) das Anhauchen [des göttlichen Geistes], göttli
che Eingebung
Af|fleu|re|ment* [aflarə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed./r.
affleurement zu affleurer, vgl. affleurieren): (veraltet) 1.
Abgleichung (Bauw.). 2. das Zutagestreichen [einer Koh
le- od. Erzader] (Bergbau). af|fleu|rie|ren (aus gleich
bed. fr. affleuer; vgl. Fleur): (veraltet) 1. abgleichen
(Bauw.). 2. zutage streichen [von Kohle- od. Erzadern]
(Bergbau)
af|fli|gie|ren* [... gi:...] (überfr. affliger aus gleichbed. lat.
affligere): (veraltet) betrüben, kränken
aflflulent* (aus gleichbed. lat. affluens, Gen. affluentis,
Part. Präs, von affluere, vgl. affluieren): (veraltet) reich
lich. Aflflulenz die; - (aus gleichbed. lat. affluentia): 1.
Zustrom. 2. (veraltet) Überfluss, aflflulielren (aus
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gleichbed. lat. affluere): (veraltet) zufließen, reichlich vor
handen sein. Aflflulxilon die; -, - (aus gleichbed. lat. affluxio): (veraltet) Zufluss, Zulauf
Af IfoIdill, Asphodill der: -s, -e (aus gleichbed. mlat. aspho
delus, dies aus gr. asphodelos „lilienartige Pflanze“): a)
Gattung der Liliengewächse; b) Weißer Affodill (eine Art
aus dieser Gattung)
aflfolliert (aus fr. affolé „verrückt, närrisch“; vgl. ...iert):
(veraltet) 1. vernarrt. 2. falsch zeigend (vom Kompass)
Af|fo|ra|ge [,,,ʒə] die: -, -en (zu fad... u. fr. forage „Wein
zins“): (veraltet) Umgeld, Abgabe [von Wein]
Af formation die: -, -en (zu fad... u. lat. formatio „Ge
staltung“): in der hebr. Grammatik die Bildung der ver
schiedenen Personen des Î Verbs durch Anhängung der ab
gekürzten Î Personalpronomen
Af|fou|a|ge [a'fua:ʒə] die; - (aus gleichbed. fr. affouage):
(veraltet) das Recht, im Gemeindewald Brennholz zu
schlagen
Af Ifoulralgelment [afuraʒə'md:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. affouragement zu affourager „füttern"): (veraltet) Füt
terung, Futtervorrat
aflfourlchielren [afor'Jr:...] (aus gleichbed. fr. affourcher
zu fourche „Gabel", dies aus gleichbed. lat. furca): (veral
tet) a) mehrere Anker auswerfen; b) vertäuen
aflfranlchielren* [afrä’Ji:...] (aus gleichbed. fr. affranchir
zu franc „frei“, dieszum/at. Francus „Franke“): (veraltet)
portofrei machen. Af Ifranlchisiselment [,,,sə'ma:] das:
-s, -s (aus gleichbed. fr. affranchissement): (veraltet) 1. das
Freimachen von Briefen. 2. Freilassung [Leibeigener]
Af|fre|te|ment* [afretə'ma:] das: -s, -s (aus gleichbed. fr.
affrètement zu affréter, vgl. affretieren): (veraltet) das
Mieten, Chartern eines Schiffes; Schiffsfracht, aflfretielren (aus gleichbed. fr. affréter): (veraltet) ein Schiff
mieten od. befrachten, Îchartern
afIfretltanldo* <Zr.>: schneller, lebhafter werdend (Vor
tragsanweisung; Mus.)
aflfrilanldielren* [afriä...] (aus gleichbed. fr. affriander zu
frire „backen, braten“, dies aus lat. frigere „rösten“): (ver
altet) locker machen, verwöhnen; verführen
Aflfrilkalta*, Aflfrilkalte die: -, ...ten (aus lat. affricata,
Part. Perf. (Fern.) von affricare, vgl. affrizieren): enge
Verbindung eines Verschlusslautes mit einem unmittelbar
folgenden Reibelaut (z.B.pf; Sprachw.)
af Ifrilollielren* (aus gleichbed. fr. affrioler): svw. affriandieren
af|fri|zie|ren* (aus lat. affricare „anreiben“): einen Ver
schlusslaut in eine Affrikata verwandeln (Phon.)
Af liront* [a'frð:, auch a'frɔnt] der; -s [a'frð:s, auch a'frɔnts],
Plur. -s [a'frð:s] u. (bei deutscher Aussprache) -e (aus
gleichbed. fr. affront zu affronter, vgl. affrontieren): he
rausfordernde Beleidigung, Schmähung, Kränkung, affronltielren [afrɔn...] (aus gleichbed. fr. affronter zu
front, vgl. Front): (veraltet) jmdn. durch eine Beleidigung,
Kränkung, Beschimpfung herausfordern, angreifen, affronltiv (zu î...iv>: (veraltet) beleidigend
aflfrös* (aus gleichbed. fr. affreux zu affre „Schrecken,
Grauen“): (veraltet) abscheulich, hässlich
Aflfulblelment* [afybla'mä:] ¿as; -s, -s (aus gleichbed. fr.
affublement zu affubler, vgl. affublieren): (veraltet) Ver
mummung, lächerlicher Aufzug. af|fu|blie|ren (aus
gleichbed. fr. affubler): (veraltet) vermummen, ausstaffie
ren
aflfunldielren (aus gleichbed. lat. affundere): hinzugie
ßen, hinzuschütten. Af Ifulsilgn die; -, -en (zu lat. affusus,
Part. Perf. von affundere (vgl. affundieren), u. t*...ion>:
Aufguss, das Zugießen
Aflghallaine [afga'lɛ:n] der; -[s] (Fantasiebezeichnung aus
dem Namen des Staates4/gAanistan u./f. laine „Wolle“):
Kleiderstoff aus Mischgewebe. Aflghan der; -[s]. -s (nach
Afzelia
dem Herkunftsland Afghanistan): 1. handgeknüpfter,
meist weinroter Wollteppich mit geometrischer Muste
rung. 2. Haschischsorte. Aflghaine der; -n, -n: eine Hun
derasse (Windhund). Aflghalni der; -[s], -[s]: afghanische
Münzeinheit
Aflaltolxilkglse* die: -, -n (zu Aflatoxin u. î'...ose): durch
Aflatoxine hervorgerufene Erkrankung bei Tieren, bes.
bei Geflügel. Aflaltolxin das, -s, -e (meist Plur.) (Kurzw.
aus Aspergillus flavus u. Toxin): giftiges Stoffwechselpro
dukt verschiedener Schimmelpilze
afolkal (zu gr. a- „nicht, un-“, lat. focus „Feuerstätte,
Herd" u. t*...al (1)): ohne Fokus, brennpunktlos
à fond [a lo] (/r,): gründlich, nachdrücklich, à fonds per
du [aföper'dy:] (fr.; vgl. Fondsu. perdu): auf Verlustkonto;
[Zahlung] ohne Aussicht auf Gegenleistung od. Rücker
stattung
à forifait [afɔrfɛ] (fr.): ohne Rückgriff (Klausel für die Ver
einbarung mit dem Käufer eines ausgestellten Wechsels,
nach der die Inanspruchnahme des Wechselausstellers
[od. gegebenenfalls auch des ÎIndossanten] durch den
Käufer ausgeschlossen wird)
a forltilolri (lat.: „vom Stärkeren her“): nach dem stärker
überzeugenden Grunde; erst recht, umso mehr (von einer
Aussage; Philos.)
a freslco, al fresco <z7.; „auf frischem (Kalk)“; vgl. 'Fres
ko): auf frischem Verputz, Kalk, auf die noch feuchte
Wand [gemalt]; Ggs. ta secco
Afrilcanlthrolpus* [...k...] vgl. Afrikanthropus
Afri|kaan|der‘, Afrikander der; -s, - (aus gleichbed. niederl. Afrika(a)nder „Afrikaner“): in der Republik Südafri
ka geborener Weißer mit Afrikaans als Muttersprache,
afrilkaans (ausniederl. afrikaans „afrikanisch“): kapholländisch. Afrilkaans das: -: das Kapholländisch, Sprache
der Buren in der Republik Südafrika. Afrilkalna die
(Plur.) (zu t...ana>: Werke über Afrika. Afrilkanlder vgl.
Afrikaander. Afrilkalnist der; -en, -en (zu t ...ist): Wis
senschaftler, der die Geschichte, die Sprachen u. Kulturen
Afrikas untersucht. Afrilkalnisltik die; - (zu T...istik>:
Wissenschaft, die sich mit der Geschichte, der Kultur u.
den Sprachen der afrikanischen Völker beschäftigt. Afrikanthropus, fachspr. auch Africanthropus [...k...] der; (zu lat. Africa u. gr. änthröpos „Mensch“): Menschentyp
der Altsteinzeit, benannt nach den [ost]afrikanisehen
Fundstätten. afro|al|pin (zu lat. Afer, Gen. Afri „afrika
nisch“ u. Îalpin): a) das afrikanische Hochgebirge betref
fend ; b) oberhalb der Waldgrenze tropischer Hochgebirge
vorkommend. Afro|ame|ri|ka|ner der; -s, -: aus Afrika
stammender Amerikaner (Schwarzer). afro|ame|ri|kanisch : 1. die Afrikaner in Amerika betreffend. 2. Afrika u.
Amerika betreffend, afrolasilaltisch: Afrika u. Asien
betreffend. Afrolfrilsur die; -, -en: Frisur im tAfrolook.
Afro look der; -[s] (aus gleichbed. engl. Afro look, zu look
„Aussehen“): Frisur, bei der das Haar in stark gekrausten,
dichten Locken nach allen Seiten hin absteht
Aflschar, Aflschalri der; -[s] -s (nach einem iran. Noma
denstamm): Teppich mit elfenbeinfarbenem Grund
Af |ter-Hour-Par|ty,
auch
Af Iterihourlparlty
['ɑ:ftəauə(r)pɑ:tɪ] die; -, -s (engl.; zu after „nach“, hour
„Stunde“ u. Î Party): Party, die im Anschluss an die eigent
liche Party stattfindet
aflter shave ['ɑ:ftə ʃeɪv] (engl.; zu after „nach“ und to
shave „rasieren“): nach der Rasur (in Bezug auf kosmeti
sche Mittel). Aflterlshave ['ɑ:ftəʃeɪv] das; -[s], -s
u. Afterlshavelloltion [,,,loʊʃən] die; -, -s, auch Afterlshave-Loltion die; -, -s: nach der Rasur zu verwen
dendes hautpflegendes Gesichts wasser
Afl zellia ¿Ze; - (aus nZai. afeelia, nach dem schwed. Botani
ker A. Afzelius, 11837): Pflanzengattung der Hülsen
früchtler
A
ag..., Ag...
.
türk, aga „Herr“}: a) früherer Ti
tel für höhere türk. Offiziere od. auch für niedere Offiziere
u. Zivilbeamte; b) pers. Anrede („Herr“). Agade die; -,
-n (aus bleichbed./r. agada zu hebt; haggädä „Sage, Mär
chen; Erzählung“}: (veraltet) svw. Haggada
Aga Khan [- kam] der,--s,--e (zu (Aga u. Î Khan}: Titel des
erblichen Oberhaupts der islamischen Glaubensgemein
schaft der T Hodschas (2) in Indien u. Ostafrika
Aga|lak|tie die; -, ...ten (zugr. a- „nicht, un-“ u. gála, Gen.
gálaktos „Milch“, u. Î2 ...ie): Stillunfähigkeit, völliges Feh
len der Milchsekretion bei Wöchnerinnen (Med.) ; vgl. Hy
pogalaktie
Agallmaltollith [auch ...'lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n]
(zu gr. ágalma, Gen. agálmatos „Schmuck“ u. T...lith):
farbloses, zur Bildschnitzerei verwendetes Mineral
agam (zugr. a- „nicht, un-“ u. t...gam>: ohne vorausgegan
gene Befruchtung zeugend; agame Fortpflanzung: svw.
Agamogonie. Ag a I met der; -en, -en (meist Plur.) (zu Î Ga
met): durch Agamogonie entstandene Zelle niederer Le
bewesen, die der ungeschlechtlichen Fortpflanzung dient
(Zool.). Agamie die; - (zu î2...ie>: 1. Ehelosigkeit. 2. ge
schlechtliche Fortpflanzung ohne Befruchtung (Biol.).
aga misch (aus gr. ágamos „ehelos“): 1. ehelos. 2. ge
schlechtslos (Bot.). Agalmist der; -en, -en (zu (...ist):
(veraltet) Junggeselle
Agam|ma|glo|bu|li|nä|mi_e* die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht,
un-“, (Gammaglobulin u. T...ämie>: angeborenes od. er
worbenes Fehlen von Î Gammaglobulin im Blutserum (be
dingt Anfälligkeit gegenüber Infektionen infolge verhin
derter Antikörperbildung; Med.)
Aga|mo|ge|ne|se die; -: svw. Agamogonie. Agamogo
nie die; - (zu gr. a- „nicht, un-“ u. t Gamogonie) : unge
schlechtliche Vermehrung durch Zellteilung (Biol.)
Aga!nak|te|se, Aga|nak|te|sis die; - (aus gr. aganâktêsis
„Unwille“): (veraltet) a) schmerzhafter Reiz, Zustand; b)
Entrüstung
agan|gli|o|när*(zugr. a- „nicht, un-“, ÎGanglion u. ( ...är>:
ohne Ganglienzellen. Agan|gli|o|no|se die: -, -n (zu
t`,,,ose): Krankheitsbild, das durch einen Defekt der
Darmganglien charakterisiert ist
Aga|pan|thus* der; -, ...thi (aus n/at. agapanthus, eigtl.
„Liebesblume“, zu Î Agape u. gr. ánthos „Blume“): südafrik. Gattung der Liliengewächse, Schmucklilie. Agalpe
]...pe] die; -, -n (über kirchenlat. agape aus gleichbed. gr.
agápe, eigtl. „Liebe“): 1. (ohne Plur.) die sich in Christus
zeigende Liebe Gottes zu den Menschen, bes. zu den Ar
men, Schwachen u. Sündern; Nächstenliebe; Feindeslie
be; Liebe zu Gott (Rel.). 2. abendliches Mahl der früh
christlichen Gemeinde [mit Speisung der Bedürftigen]
(Rel.)
Agalphit [auch ...'fit] der; -s, -e (Kunstw.; vgl. T2...it>: (ver
altet) eine Art Türkis
Agar-Agar der od. das; -s (aus gleichbed. malai. agaragar): stark schleimhaltiger Stoff aus ostasiat. Rotalgen,
der u.a. als Nährboden für Bakterienkulturen verwendet
wird
Agalrilzin das; -s (zu gr. agarikön „Baumschwamm“ u.
T ...in ( 1)>: aus einem Blätterpilz gewonnene schweißhem
mende Droge
Agalrolpekltin das: -s, -e (zu (Agar-Agar u. ( Pektin): ein
(Polysaccharid, Bestandteil des Agar-Agars. Agalrglse
die; - (zu t2...ose): ein (Polysaccharid. Bestandteil des
Agar-Agars
Agas|trie*<Äe; - (zugr. a- „nicht, un-“, gastêr, Gen. gastrós
„Magen“ u. t2...ie>: angeborenes od. (durch Operation) er
worbenes Fehlen des Magens (Med.), agasltrisch: ohne
Magen (z. B. nach Magenresektion) ; durch das Fehlen des
Magens bedingt; agastrische Anämie: Anämie, die nach
ag..., Ag... vgl. ad..., Ad.
Aga, Agha der; -s, -s <aus
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operativer Entfernung von Teilen des Magens od. Zwölf
fingerdarms auftreten kann (infolge Fehlens des von den
entfernten [Magenjteilen ausgeschiedenen Enzyms);
agastrisches Syndrom: Komplex von schwerwiegenden
Störungen im Verdauungssystem als Folge einer Î Gastrektomie od. Magenresektion, bedingt durch Ausfall der Ma
genfunktion (Med.)
à gauche [ago:j] (fr.; eigtl. „zur Linken“): links, nach links
Agalve [,,,və] die; -, -n (aus gleichbed. fr. agave, dies zugr.
agauös „edel“, eigtl. „die Edle“): Gattung aloeähnlicher
Pflanzen (vgl. Aloe) der Tropen u. Subtropen
Aglba das; -s (aus einer afrik. Sprache): rötlich braunes,
witterungsfestes harzhaltiges Laubbaumholz für Furnier
u. Parkett aus Afrika
age <Jat.; eigtl. „handle!“, Imperativ Sing, von agere, vgl.
agieren): wohlan!, vorwärts!
...age [...'a:ʒə] (aus gleichbed. fr. -age): Suffix weiblicher
Substantive, die meist eine Handlung od. Sache (oft von
verbaler Basis ausgehend) bezeichnen, z. B. Massage, Sa
botage; Passage; Garage
Agelism ['eɪdʒɪzm] der; - (aus gleichbed. eng/, ageism zu age
„Alter“): Diskriminierung von alten Menschen (bes. die
Bevorzugung junger Menschen gegenüber alten)
Agenlda die; -, ...den (aus lat. agenda „was zu tun ist“, Neu
trum Plur. des Gerundivums agendus von agere, vgl. agie
ren): 1. a) Schreibtafel, Merk-, Notizbuch; b) Terminka
lender. 2. Aufstellung der Gesprächspunkte bei politi
schen Verhandlungen. agen|da|risch: zur Gottesdienst
ordnung gehörend, ihr entsprechend. Agenlde die; -, -n
(aus mlat. agenda (dies) „durch Messfeier ausgezeichnet(er Tag)“): 1. Buch für die Gottesdienstordnung. 2.
Gottesdienstordnung. Agenlden die (Plur.): (bes. österr.) zu erledigende Aufgaben, Obliegenheiten
agelnelisch (aus gr. agéneios „unbärtig“): (veraltet) bart
los, ohne Kinnbart
Agelnelsie die; - (zugr. a- „nicht, un-“, génesis „Zeugung,
Schöpfung“ u. (2...ie): a) vollständiges Fehlen einer Or
gananlage (Med.); b) verkümmerte Organanlage (Med.)
Agelniltailislmus der; - (zu gr. a- „nicht, un-“, (Genitale
u. (...ismus (3)>: das Fehlen od. die mangelhafte Ausbil
dung der männlichen od. weiblichen Geschlechtsorgane
à genoux [aʒə'nu] (ʃr,): auf den Knien
'Agens das;-, Plur. Agenzien [...ian] (aus mlat. agens „trei
bende Kraft“, substantiviertes Part. Präs, von lat, agere,
vgl. agieren): treibende Kraft; wirkendes, handelndes, tä
tiges Wesen od. (Prinzip (Philos.). 2Agens das: -, Plur.
Agenzien [...ion], fachspr. auch Agentia: medizinisch
wirksamer Stoff; krank machender Faktor. 3Agens das,
selten der; -, -: Täter, Träger eines durch das Verb ausge
drückten Verhaltens (Sprachw.); Ggs. (Patiens. Agent
der; -en, -en (aus gleichbed. it. agente, dies aus lat. agens,
Gen. agentis, Part. Präs, von agere, vgl. agieren): 1. Abge
sandter eines Staates, der neben dem offiziellen diploma
tischen Vertreter einen besonderen Auftrag erfüllt u. meist
keinen diplomatischen Schutz besitzt. 2. in staatlichem
Geheimauftrag tätiger Spion. 3. a) (österr., sonst veraltet)
Handelsvertreter; b) jmd., der berufsmäßig Künstlern En
gagements vermittelt. Agenltenlrolman der; -s, -e: ein
Genre der Kriminalliteratur, in dem die Tätigkeit von
Agenten (2) im Mittelpunkt der Handlung steht. Agen
tia: Plur. von 2Agens. Agenltie [agɛn'tsi:] die; -, ...tien
(aus it. agenzia zu agente, vgl. Agent): (österr.) Geschäfts
stelle der Donau-Dampfschifffahrtsgesellschaft, agentielren [...t...] (zu (...ieren): (österr.) Kunden werben.
Agenltiv der; -s, -e [...vo] (zu (-’Agens u. t...iv): Bez. für
den belebten Träger der Verbalhandlung in der Kasus
grammatik (Sprachw.). Agent Pro|vo|ca|teur, auch
Agent pro|vo|ca|teur [a jä: provoka`to:n] der; - -, -s -s
[a'ʒa: provoka'tam] (aus gleichbed. fr. agent provocateur,
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eigtl. „herausfordernder, provozierender Agent“): Agent
(2), der verdächtige Personen zu strafbaren Handlungen
verleiten od. Zwischenfälle od. kompromittierende Hand
lungen beim Gegner provozieren soll; Lockspitzel. Agen
tur [ag.-.J die: -, -en <zu Î Agent u. T...ur>: 1. Stelle, Büro, in
dem [politische] Nachrichten aus aller Welt gesammelt u.
an Presse, Rundfunk u. Fernsehen weitergegeben werden.
2. Geschäftsnebenstelle. Vertretung. 3. Büro, das Künst
lern Engagements vermittelt; Vermittlungsbüro, Ge
schäftsstelle eines Agenten (3 b). Agenzilen [a'gɛntsiən]:
Plur. von t1-2Agens
Age ra sie die: - (zugr. a- „nicht, un-“, géras „das Alter“ u.
t2...ie>: (veraltet) das Nichtaltern, rüstiges, frisches Grei
senalter
Agelraltum das: - <aus gleichbed. niât, agératum zugr. agératos „nicht alternd, ewig jung“): Leberbalsam (ein Korb
blütler)
Ager pu bli cus* [- ...kus] der: - - (aus gleichbed. lat. ager
publicus, eigtl. „öffentliches Land“): das staatseigene
Ackerland im alten Rom
Ageulsie die: -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, geüsis „Ge
schmack, u. Î2 ...ie): Verlust der Geschmacksempfindung
(Med.). Ageusltie i/ie; - (zu gr. ágeustos „nicht gekostet
habend“ u. f2...ie): (veraltet) Nüchternheit, das Fasten
age!volle [a'dʒe:vole] (z7.>: leicht, gefällig (Vortragsanwei
sung; Mus.)
Aglgellaltilon die: - (zu lad..., lat. gelare „gefrieren ma
chen“ u. t...ation>: (veraltet) das Gefrieren
Aglger der: -s, -es (aus lat. agger „Damm“): [Schleimhaut]wulst (Anat). aggerieren (aus gleichbed. lat. ag
gerare, Intensivbildung von aggerere, vgl. Aggestion):
(veraltet) an-, aufhäufen. Aglgesltilgn die: - (aus lat. ag
gestio „das Anhäufen“ zu aggerere „herbeitragen“): (ver
altet) Aufschlämmung, Anhäufung, das Herbeischaffen
Aglgiorlnalmenlto [adʒɔr...] das: -s (aus gleichbed. it. aggiornamento zu aggiornare „zeitgemäß gestalten, moder
nisieren“, eigtl. „dem Tag angemessen machen“): Versuch
der Anpassung der kath. Kirche u. ihrer Lehre an die Ver
hältnisse des modernen Lebens (Rel.)
ag giuslta men te [adʒus...] 07.): genau im Takt (Vor
tragsanweisung; Mus.)
AgIgloImelrat* das; -s, -e (aus lat. agglomeratus „zu einem
Knäuel zusammengedrängt“, Part. Perf. von agglomerare,
vgl. agglomerieren): 1. Ablagerung von unverfestigten Ge
steinsbruchstücken; Ggs. t Konglomerat (2). 2. aus groben
Gesteinsbrocken bestehendes vulkanisches Auswurfpro
dukt (Geol.). 3. feinkörniges Erz. Ag|glo|me|ra|ti|on
die; -, -en (zu t'...ion): Anhäufung, Zusammenballung
(z. B. vieler Betriebe an einem Ort); Ggs. 1 Deglomeration.
ag glo merie ren (aus lat. agglomerare „zu einem
Knäuel zusammenballen“): zusammenballen
ag|glu|ti|na|bel* (zu lat. agglutinare (vgl. agglutinieren) u.
t...abel): zur Verklumpung, Zusammenballung fähig
(Med.). Aglglultilnanltia die (Plur.) (aus lat. agglutinan
tia, Neutrum Plur. von agglutinans, Part. Präs, von agglu
tinare, vgl. agglutinieren): (veraltet) schnell verbindende,
anleimende Heilmittel. Aglglultilnaltilon die: -, -en (aus
lat. agglutinatio „das Ankleben“): 1. Verschmelzung (z.B.
des Artikels od. einer Präposition mit dem folgenden Sub
stantiv wie im Neugriech. u. in den roman. Sprachen, z. B.
„Alarm“ ausital. „all’arme“ = zu den Waffen; Sprachw.).
2. Ableitung u. Beugung eines Wortes mithilfe von 1 Affi
xen, die an den unverändert bleibenden Wortstamm ange
hängt werden; vgl. agglutinierende Sprachen (Sprachw.).
3. Verklebung, Zusammenballung, Verklumpung von Zel
len (z. B. Bakterien od. roten Blutkörperchen) als Wirkung
von ÎAntikörpern (Med.). aglglu ti|nie|ren (aus lat. ag
glutinare „ankleben“): 1. zur Verklumpung bringen, eine
Agglutination herbeiführen (Med.). 2. Beugungsformen
Aggressor
durch Anhängen von Affixen bilden (Sprachw.); aggluti
nierende Sprachen: Sprachen, die zur Ableitung u. Beu
gung von Wörtern 1 Affixe an das unverändert bleibende
Wort anfügen, z.B. das Türkische u. die finnisch-ugri
schen Sprachen; Ggs. 1 flektierende u. 1 isolierende Spra
chen. Aglglultilnin das; -s, -e (meist Plur.) <zut...in (1)):
ÎAntikörper, der im Blutserum Blutkörperchen fremder
Blutgruppen od. Bakterien zusammenballt u. damit un
schädlich macht. Ag|glu|ti|no|gen das; -s, -e (meist
Plur.) (zu t...gen>: 1 Antigen, das die Bildung von Agglutininen anregt
Aglgraltilaltilon* die; - (zu mlat. aggratiare „begnadigen“
u. t...ation): Begnadigung (lat. Recht)
Ag| gralvaltilgn* [,..v...] die: -, -en (aus lat. aggravatio „Be
schwerung“ zu aggravare, vgl. aggravieren): 1. Erschwe
rung, Verschlimmerung. 2. a) Übertreibung von Krank
heitserscheinungen; b) Verschlimmerung einer Krankheit
(Med.). Aglgrave [a'gra:f] das; -s (aus gleichbed. fr. ag
grave zu aggraver „verschärfen“, dies aus lat. aggravare,
vgl. aggravieren): [verschärfte] Androhung des Kirchen
banns (ReL). aglgralviθlren [...v...] (aus lat. aggravare
„schwerer machen, verschlimmern“): Krankheitserschei
nungen übertreibend darstellen (Med.)
aglgreldielren* (aus gleichbed. lat. aggredi): (veraltet) an
greifen, anfallen
Aglgrelgat* das; -s, -e (aus lat. aggregatum „das Angehäuf
te“, substantiviertes Part. Perf. (Neutrum) von aggregare,
vgl. aggregieren, Bed. 4 nach engl. aggregate): 1. Maschi
nensatz aus zusammenwirkenden Einzelmaschinen, bes.
in der Elektrotechnik. 2. mehrgliedriger math. Ausdruck,
dessen einzelne Glieder durch + od. — miteinander ver
knüpft sind. 3. Verwachsung von Î Mineralen der gleichen
oder verschiedener Art. 4. Summe von Personen, die [bei
statistischen Untersuchungen] ausgewählt werden, ohne in
einer sozialen Beziehung zueinander zu stehen (SozioL).
Ag gre ga ti on die; -, -en (aus lat. aggregatio „das Zu
sammenhäufen“): 1. Vereinigung von Molekülen zu Mole
külverbindungen (Chem.). 2. Ansammlung von Tieren,
z. B. an Tränken (Verhaltensforschung). 3. Zusammenfas
sung gleichartiger Einzelgrößen zu Gesamtgrößen (Volks
wirtschaftslehre). aglgrejgaltiv (zu t...iv): 1. (veraltet)
insgesamt, im Ganzen genommen. 2. anhäufend, zusam
menfügend. Aglgrelgaltor der: -s, ...oren (zu t...or):
(veraltet) Sammler. Aglgrelgatlzulstand der; -s, ...stän
de: Erscheinungsform eines Stoffes (fest, flüssig, gasför
mig bzw. plasmatisch). ag gre gie ren (aus gleichbed.
lat. aggregare): vereinigen, ansammeln, anhäufen
Ag|gres|si|ne* die (Plur.) (zu Î Aggression u. T...in (1)>:
von Bakterien gebildete Stoffe, die die Wirkung der natür
lichen Abwehrstoffe des Körpers herabsetzen. Aglgressilon die; -, -en (aus lat. aggressio „Angriff1 zu aggredi
„herangehen, angreifen“): 1. rechtswidriger Angriff auf
ein fremdes Staatsgebiet, Angriffskrieg. 2. a) [affektbe
dingtes] Angriffsverhalten, feindselige Haltung eines
Menschen od. eines Tieres als Reaktion auf eine wirkliche
od. vermeintliche Minderung der Macht mit dem Ziel, die
eigene Macht zu steigern od. die Macht des Gegners zu
mindern (Psychol.); b) feindselig-aggressive Äußerung,
Handlung, aglgreslsiv (nach gleichbed. fr. agressif): an
greifend; auf Angriff, Aggression gerichtet; aggressives
Fahren: rücksichtsloses, andere Verkehrsteilnehmer ge
fährdendes Fahren im Straßenverkehr; Ggs. Idefensives
Fahren, aglgreslsilvielren [...v...] (zu T...ieren>: aggres
siv machen. Aglgreslsilviltät die; -, -en (zu T ...ität): 1.
(ohne Plur.) a) die mehr od. weniger unbewusste, sich nicht
offen zeigende, habituell gewordene aggressive Haltung
des Menschen [als î Kompensation (3) von Minderwertig
keitsgefühlen] (Psychol.); b) Angriffslust. 2. die einzelne
aggressive Handlung. Aglgreslsor der; -s, ...oren (aus
Aggriperlen
gleichbed. lat. aggressor): rechtswidrig handelnder An
greifer
Aglgriiperllen* u. Aggryperlen [...i...] die (Plur.) (vermut
lich zu Haussa (vgl. Haussa) gori „Schneckenhaus (als
Schmuckstück)“): Glas-, seltener Steinperlen veneziani
scher od. Amsterdamer Herkunft, die früher in Westafrika
als Zahlungsmittel dienten
aglgroplpielren*, aggruppieren (aus gleichbed. it. aggroppare bzw. aggruppare): (veraltet) sammeln, anhäufen
aglgrulmielren* (aus gleichbed. it. aggrumare): (veraltet)
gerinnen
aglgruplpielren vgl. aggroppieren
Ag|gry|per|len* [...i...] vgl. Aggriperlen
Agha [ a:ga] vgl. Aga
Aghirllik [agir...] vgl. Agirlik
Aghol ra [ago:ra] (zusanskr. á-ghoracaksus „keinen bösen
Blick habend“): verhüllender Name des Gottes JSchiwa.
Aghoiris die (Plur.): Anhänger von Aghora, die dessen ri
tuelles Verhalten nachahmen
Ägilde die: - (über lat. aegis, Gen. aegidis aus gr. aigis
„Schild (des Zeus und der Athene)“, vgl. Ägis); in der
Wendung unter jnids. Ägide: unter jmds. Schirmherr
schaft, Leitung
agielren (aus lat. agere „tun, treiben, handeln“): a) han
deln, tun, wirken, tätig sein; b) [als Schauspieler] auftre
ten, eine Rolle spielen, agil (aus gleichbed. fr. agile, dies
aus /a(. agilis, eigtl. „leicht zu führen, beweglich“): behän
de, flink, gewandt; regsam, geschäftig, agille [ a:ʤile] (zt.;
zu lat. agilis, vgl. agil): flink, beweglich (Vortragsanwei
sung; Mus.). Agilliltät [agi...] die; - (aus gleichbed. fr. agi
lité. dies aus lat. agilitas „Beweglichkeit, Schnelligkeit“):
temperamentbedingte Beweglichkeit, Lebendigkeit, Reg
samkeit (im Verhalten des Menschen zur Umwelt)
Agillops der; - (über lat. aegilops aus gleichbed. gr. aigilöps): Windhafer (Gräsergattung in Südeuropa u. im Ori
ent)
Agilnelten die (Plur.) (über lat. Aeginetae aus gleichbed.
gr. Aiginetai. nach der Insel Ägina): Giebelfiguren des
Aphäatempels auf der griech. Insel Ägina
Aging [ e:dʒɪŋ] das; -s, -s (aus engl. aging „Alterung“ zu age
„Alter“, dies über altfr. aage, eage u. vulgärlat. aetaticum
aus /ai. aetas, Gen. aetatis „Leben(szeit)“): die Reifung
bestimmter Tabaksorten durch ein bis zwei Jahre dauern
de Lagerung in Ballen od. Fässern
Agio [ a:ʒio, auch a:dʒo] das; -s, Plur. -su. Agien[...ian] (un
ter Einfluss von fr. agio aus gleichbed. it. aggio, dies über
mundartlich lajjo zumgr. allágion „Tausch, Wechsel“, dies
aus gleichbed. gr. allagê): Aufgeld (z.B. Betrag, um den
der Preis eines Wertpapiers über dem Nennwert liegt).
Agio|pa|pie|re die (Plur.): Schuldverschreibungen, die
mit Agio zurückgezahlt werden
AgiolsildeEron, Hagiosideron zZas; -s, ...ra (aus gr. hägios
„heilig, geweiht“ u. sideros „Eisen“): der eiserne Hammer,
der den Christen der Ostkirchen zum Anschlägen der Glo
cken dient. Agiolskop* das; -s, -e (zu J...skop): (veraltet)
Apparat zur Herstellung von Nebelbildern
Agioltalge [aʒio ta:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. agiotage
zu agio, vgl. Agio): I. Spekulationsgeschäft durch Ausnut
zung von Kursschwankungen an der Börse. 2. (österr.)
nicht rechtmäßiger Handel zu überhöhten Preisen, z.B.
mit Eintrittskarten. Agiolteur [...’tom] iZer; -s, -e (aus
gleichbed. fr. agioteur): 1. Börsenspekulant. 2. jmd., der
unrechtmäßig z.B. mit Eintrittskarten zu überhöhten Prei
sen handelt. Agiolthelolrie die; -: Kapitalzinstheorie,
die den Zins als Agio erklärt, agioltielren (aus gleichbed.
agioter): an der Börse spekulieren
Agilrin der; -s, -e (nach dem isländ. Meeresgott Ägir u. zu
T ...in (1)): grünlich schwarzes, gesteinsbildendes Mineral
Agirllik das: -s, -s (aus gleichbed. türk, agirlik): Hofge
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schenk eines eine türkische Prinzessin heiratenden Pa
schas
Agis die: - (über lat. aegis aus gleichbed. gr. aigis, eigtl.
„Ziegenfell“): Schild des Zeus u. der Athene
agiltalbel (aus gleichbed. lat. agitabilis zu agitare, vgl. agi
tieren): leicht beweglich; fraglich. Agiltalkel das; -s, (aus gleichbed. nlat. agitaculum zu lat. agitare, vgl. agitie
ren): früher zur Arzneimittelbereitung verwendetes Rühr
stäbchen. Agiltaltio z/zep -,... tionen (aus lat. agitatio „das
In-Bewegung-Setzen“; vgl. Agitation): körperliche Unru
he, Erregtheit eines Kranken (Med.). Agi|ta|ti|on die; -,
-en (aus gleichbed. engl. agitation, dies aus lat. agitatio
(vgl. Agitatio) zu agitare, vgl. agitieren): a) (abwertend)
aggressive Tätigkeit zur Beeinflussung anderer, vor allem
in politischer Hinsicht; Hetze; b) politische Aufklärungs
tätigkeit; Werbung für bestimmte politische od. soziale
Ziele. Agiltaltilon und Prolpalganlda die;-----: svw.
'Agitprop, agiltalto [adʒi...] {it.; zu lat. agitatus „ange
trieben“): aufgeregt, heftig (Vortragsanweisung; Mus.).
Agiltaltor [agi...] der; -s, ...oren (aus gleichbed. engl. agi
tator, dies aus lat. agitator „Treiber“): jmd., der Agitation
betreibt, agiltaltoirisch: a) (abwertend) aggressiv [für
politische Ziele] tätig, hetzerisch; b) politisch aufklärend,
agiltielren (nach gleichbed. engl. to agitate, dies aus lat.
agitare „antreiben; heftig betreiben; aufhetzen“): a) (ab
wertend) in aggressiver Weise [für politische Ziele] tätig
sein, hetzen; b) politisch aufklären, werben, agiltiert (zu
î...iert): erregt, unruhig (Psychol.). ’Agitlprpp die; - (aus
gleichbed. russ. agitprop; Kurzw. aus zlgiiation und Pro
paganda): in den 1920er-Jahren entstandene Bewegung
zur Beeinflussung der Massen mit dem Ziel, in ihnen re
volutionäres Bewusstsein zu entwickeln u. sie zur Teilnah
me am Klassenkampf zu veranlassen. 2Agitlprpp der;
-[s], -s: jmd., der agitatorische Propaganda betreibt. Agit
prop Igruplpe die; -, -n: Gruppe von Laienspielern, die in
der Art eines Kabaretts Propaganda im Sinne der ‘Agit
prop treibt. Agit|prpp|the|a|ter das; -s: in den ehemali
gen sozialistischen Ländern entstandene Form des Laien
theaters, das an die Traditionen der ‘Agitprop anknüpfte
Aglia* die; -, ...jen (aus gr. aglaia „Prunk, Glanz, Herrlich
keit“): Nachtpfauenauge, ein Schmetterling
Aglilgak* der; -s, -s (aus gleichbed. eskim. agligak): grön
ländischer Wurfspieß
Aglolbullie* die; - dzugr. a- „nicht, un-“, lat. globulus „Kü
gelchen“ u. T2... ie> : Verminderung der Zahl der roten Blut
körperchen (Med.)
Agloslsie* die; -, ...ien (zugr. a- „nicht, un-“, glðssa „Zun
ge“ u. t2...ie): angeborenes Fehlen der Zunge (Med.)
AgluItiltiIon* die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, lat. glut(t)ire
„verschlucken“ u. T‘...ion): Unfähigkeit zu schlucken
(Med.)
Aglylkon* das; -s, -e (zugr. a- „nicht, un-“ u. glykÿs „süß“):
zuckerfreier Bestandteil der Î Glykoside
Aglma das; -[s] (aus gr. ágma „Bruchstück“): Bez. für den
velaren Nasallaut gg (ng) [ŋ] in der griech. u. lat. Gram
matik
Agnat* der; -en, -en (aus lat. agnatus „der Nachgeborene“):
männlicher Blutsverwandter der männlichen Linie
(Rechtsw.)
Agnaltha* die (Plur.) (zu gr. a- „nicht, un-“ u. gnäthos
„Kinnbacken“): Klasse von im Wasser lebenden, fisch
ähnlichen Wirbeltieren, die keinen Kiefer haben. Agnathie die; -, ...ien (zut2...ie): angeborenes Fehlen des Ober
od. Unterkiefers (Med.)
Agnaltilon* die; - (zu tAgnat u. t',,,ion): Blutsverwandt
schaft väterlicherseits (Rechtsw.). agnaltisch: im Ver
wandtschaftsverhältnis eines Agnaten stehend (Rechtsw.)
Agnel* [anjɛl] der; -s, -s (aus gleichbed. altfr. agnel
„Lamm“, dies zu lat. agnellus „Lämmchen“, Verkleine
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rungsform von agnus „Lamm“): altfranz. Goldmünze mit
dem Bild des Lammes. Agnelline [anjə'li:n] die; - {aus fr.
(laine) agneline „Lamm(wolle)“): Lammwolle
Agniltilon* iZz'e; -, -en (aus gleichbed. lat. agnitio): Aner
kennung von Rechtsverhältnissen od. Tatsachen
(Rechtsspr.)
Agnolmen* das; -s, ...mina (aus gleichbed. lat. agnomen):
in der röm. Namengebung der Beiname (z. B. die Bezeich
nung „Africanus“ im Namen des P. Cornelius Scipio Afri
canus); vgl. Kognomen. Agnomination vgl. Annomi
nation. agnolmilniejren (zu Î..deren): einen Beinamen
geben
Agnolsie* die; -, ..den (über nlat. agnosia aus gr. agnosia
„das Nichterkennen“): 1. krankhafte Störung der Fähig
keit, Sinneswahrnehmungen (trotz erhaltener Funktions
tüchtigkeit der Sinnesorgane) als solche zu erkennen
(Med.). 2. Nichtwissen; Unwissenheit (Philos.). Agnos
tiker der; -s, - (nach gleichbed. engl. agnostic zu gr. a„nicht, un-“ u. gnöostikös „erkennungsfähig, einsichtig“):
Verfechter der Lehre des Agnostizismus, agnosltisch
(aus gr. ägnöstos „unbekannt, nicht erkennbar“): die
Agnosie betreffend. Agnoslti|zis|mus der; - (nach
gleichbed. engl. agnosticism; vgl. ...ismus (1)): Sammelbez. für alle philosophischen u. theologischen Lehren, die
eine rationale Erkenntnis des Göttlichen od. Übersinnli
chen leugnen. agnos|ti|zis|tisch (zu t ...istisch): die
Lehre des Agnostizismus vertretend. Agnosltus der; -,
Plur. ...ti u. ...ten (aus nlat. agnostus „der Unbekannte“,
dies aus gleichbed. gr. ägnöstos): ausgestorbene Gattung
der Dreilappkrebse (vgl. Trilobit) aus dem Î Paläozoikum
agnosizie ren* (aus lat. agnoscere „anerkennen“): a) an
erkennen; b) (österr.) die Identität [von Toten] feststellen
Agnus* Dei das; - -, - - (lat.; „Lamm Gottes“): 1. (ohne
Plur.) Bez. u. Sinnbild für Christus. 2. a) Gebetshymnus im
katholischen Gottesdienst vor der Î Eucharistie (a); b)
Schlusssatz der musikalischen Messe. 3. vom Papst ge
weihtes Wachstäfelchen mit dem Bild des Osterlamms
Agolgilat der; -en, -en (aus gleichbed. ngr. agögiätes, dies
zu gr. ágein „führen, fahren“, vgl. agieren): (veraltet) Wa
genlenker, Maultiertreiber. Agolgik die; - (zu gr. agöge
„Tempo der Musik“, eigtl. „Leitung, Führung“, u. t2...ik
(2)): Lehre von der individuellen Gestaltung des Tempos
beim musikalischen Vortrag, agolgisch: individuell ge
staltet (in Bezug auf das Tempo eines musikalischen Vor
trags)
à go go [agɔ'go] (aus gleichbed. fr. à gogo (scherzh. Ver
doppelung der 1. Silbe von gogue „Scherz“)): in Hülle u.
Fülle, nach Belieben
Agolgo das; -s, -s (aus dem Afrik.): westafrik. (bes. in Ni
geria verbreitetes) Schlaginstrument
Agon der; -s, -e (über ZaZ. agon „Wettkampf' aus gleichbed.
gr. agön, eigtl. „Versammlung“): 1. sportlicher od. geisti
ger Wettkampf im antiken Griechenland. 2. der Hauptteil
der attischen Komödie, agolnal (zu Î ‘...al (1)): den Agon
betreffend; zum Wettkampf gehörend, wettkampfmäßig
Ago ne die; -, -n (zu gr. ágonos „ohne Winkel“; vgl. Gon):
Linie, die alle Orte, an denen keine Magnetnadelabwei
chung von der Nordrichtung auftritt, miteinander verbin
det
Agolnie die; -, ...ien (über lat. agonia aus gr. agonía
„Kampf, Anstrengung, Angst“): a) (ohne Plur.) Gesamt
heit der vor dem Eintritt des klinischen Todes auftretenden
typischen Erscheinungen, z.B. t Facies hippocratica
(Med.); b) Todeskampf. Ago|nis|mus der; -, ...men (über
spätlat. agonismus aus gleichbed. gr. agonismos): Wett
kampf, Wetteifer. Agolnist der; -en, -en (über spätlat;
agonista aus gleichbed. gr. agönistes. Bed. 2 rückgebildet
aus (Antagonist (2)): 1. Wettkämpfer. 2. einer von paar
weise wirkenden Muskeln, der eine Bewegung bewirkt, die
Agrargeografie
der des ÎAntagonisten (2) entgegengesetzt ist (Med.).
Agolnisltik íZí<?; - (zu gr. agöonistikös „zum Wettkampf
gehörig“; vgl. ...istik): Wettkampfwesen, Wettkampfkun
de. Ago|nis¡ti|ker¿//e (Plur.): Anhänger einer oppositio
nellen, gegen die offizielle christliche Kirche gerichteten
Bewegung im Nordafrika der Spätantike, agolnisltisch:
kämpfend; agonistische Schriften: Streitschriften
Ägolphoinie, auch Ägofonie die: - ( zu gr. aix, Gen. aigós
„Ziege“ u. 1...phonie): Meckerstimme (Med.)
’Agojra íZí<?; -, Agoren (aus gleichbed. gr. agorá): 1. Volks
versammlung der altgriech. Î Polis. 2. rechteckiger, von
Säulen umschlossener Platz in altgriech. Städten; Marktu. Versammlungsplatz
2Ago|ra die; -, Agorot (aus gleichbed. neuhebr. agörä): is
raelische Währungseinheit (1 Neuer Schekel = 100 Ago
rot)
Ago|ra¡nom der; -en, -en (aus gleichbed. gr. agoranomos);
altgriech. Marktmeister, Marktaufseher. AgolralphobieiZze; -, ...ien (zu î 'Agorau. (...phobie (a)): übersteiger
te. zwanghafte Angst in einer Umgebung, in der man sich
hilflos ausgeliefert, ohne Fluchtmöglichkeit sieht, z.B. in
Menschenmengen, auf öffentlichen Plätzen, in öffentli
chen Verkehrsmitteln o.Ä. (Psychol., Med.)
Agolren: Plur. von T 'Agora
Agolrot: Plur. von (2Agora
Agraflfe* die; -, -n (aus fr. agrafe „Haken, Spange“): 1. als
Schmuckstück dienende Spange od. Schnalle. 2. klammer
förmige Verzierung an Rundbogen als Verbindung mit ei
nem darüber liegenden Gesims (Archit.). 3. Verschluss
kappe aus Draht zur Sicherung des Sektkorkens
Agralfie, auch Agraphie die; -, ...ien (zu ( 2...ie>: Unfähig
keit, einzelne Buchstaben od. zusammenhängende Wörter
richtig zu schreiben (Med.)
Agram|ma|tis|mus der; -, ...men (zugr. agrámmatos „ungelehrt, nicht lesen und schreiben könnend“ u. (...ismus
(3)): 1. (ohne Plur.) krankhaftes od. entwicklungsbeding
tes Unvermögen, beim Sprechen die einzelnen Wörter
grammatisch richtig aneinanderzureihen (Med.); vgl.
Aphasie. 2. einzelne Erscheinung des Agrammatismus (1)
agranldielren* [agrá...] (aus gleichbed. fr. agrandir zu
grand „groß“, dies aus gleichbed. lat. grandis): (veraltet)
vergrößern, erweitern, ausdehnen. Agranldislselment
[...mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. agrandissement):
(veraltet) Vergrößerung, Erweiterung
à grands cou rants [a’grà ku'rä] (ʃr,): in langen Zügen
à grands pas [a grá 'pa] (/r,): mit großen Schritten
Agra|nujlo|zy|tp|se* die; -, -n (zu gr. a- „nicht, un-“,
(Granulozyt u. (‘...ose>: durch Fehlen od. starke Abnah
me der TGranulozyten im Blut bedingte schwere, meist
tödlich verlaufende Krankheit
Agralpha die (Plur.) (zu gr. ägraphos „nicht aufgeschrie
ben“, eigtl. „Ungeschriebenes“): Aussprüche Jesu, die
nicht in den vier (Evangelien (1), sondern in anderen
Schriften des Neuen Testaments od. in sonstigen Quellen
überliefert sind. Agralphie vgl. Agrafie.
agrar...*. Agrar... (aus lat. agrarius „den Ackerbau be
treffend“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
,,Landwirtschaft[s]..., Boden...“, z.B agrarpolitisch,
Agrarprodukt, Agrarreform. Agrarlarlchälollolgie
die; -; interdisziplinäre Wissenschaft (bes. Vor- u. Früh
geschichte, Bodenkunde, Botanik) zur Erforschung der
ländlichen Siedlungsentwicklung. Agrar|bio|lo!gie die;
-: svw. Agrobiologie. Agrarlchelmie die; -: svw. Agri
kulturchemie. Agrarleth|nolgra|fie, auch ...graiphie
iZZe; -: Teilgebiet der (Ethnografie, das die Landwirt
schaft als Phänomen der Kultur erforscht. Agrarlexport der; -[e]s, -e: (Export von landwirtschaftlichen Er
zeugnissen. Agrarlgeolgralfie, auch ...gralphie die; -:
Teilgebiet der (Geografie, das sich mit den von der
Agrarier
Landwirtschaft genutzten Teilen der Erdoberfläche be
schäftigt. Agralriler [...in] der; -s, - (meist Plur.) <aus
lat. agrarii „Freunde der Ackergesetze u. der Ackerverteilung“): Landwirt, bes. Großgrund-, Gutsbesitzer in
den ostdt. Gebieten nach 1871. Agrarlimlport ¿er;
-[e]s, -e: Timport von landwirtschaftlichen Erzeugnissen,
agrairisch (aus gleichbed. lat. agrarius): die Landwirt
schaft betreffend. Agrar|ko|lo|ni|sa|ti|on die; -: land
wirtschaftliche Erschließung von wenig genutzten od.
ungenutzten Gebieten. Agrarlkonljunkltur ¿¿e; -: spe
zielle Ausprägung der gesamtwirtschaftlichen Konjunk
turlage (vgl. Konjunktur) im Agrarbereich. Agrarlkredit der; -s, -e: Kredit, der landwirtschaftlichen Betrie
ben gewährt wird. Agrar|me|te|olro|lolgie die; -: Teil
gebiet der Î Meteorologie, das sich mit der Wirkung von
Wetter u. Klima auf die Landwirtschaft befasst. Agraröko no mie die; -: Teilgebiet der ÎAgronomie, das
landwirtschaftliche Betriebslehre, landwirtschaftliche
Marktlehre u. die t Agrarpolitik umfasst. Agrarlpollitik die; -: Gesamtheit der Maßnahmen zur Förderung
der Landwirtschaft, agrarlpolliltisch: die Agrarpolitik
betreffend, zu ihr gehörend. Agrarlproldukt das; -s, -e:
landwirtschaftliches Erzeugnis. Agraijquolte die; -:
Anteil der in der Landwirtschaft Beschäftigten an der
Gesamtbeschäftigtenzahl. Agrarlrelform die; -, -en:
Komplex von Maßnahmen, deren Ziel die Förderung
des Wohlstands der in der Landwirtschaft Beschäftigten
u. die Ertragssteigerung der Landwirtschaft ist. Agrarsoizi ollolgie die; -: Teilgebiet der ÎSoziologie, das sich
mit den wirtschaftlichen, sozialen u. politischen Verhält
nissen der Landbevölkerung (z.B. Landflucht, Verstäd
terung) befasst. Agrarlstrukltur die; Gesamtheit der
Bedingungen (z.B. Siedlungsform, Bodennutzungsform),
unter denen die landwirtschaftliche Produktion u. der
Verkauf der landwirtschaftlichen Erzeugnisse stattfin
den. Agrarltechlnik die; -, -en: Technik der Bodenbe
arbeitung u. -nutzung. Agrar|techlni|ker der; -s, -:
technischer Beruf in der Landwirtschaft. Agrarlwissenlschaft ¿je; -: svw. Agronomie. Agrarlzolne die; -,
-n: Gebiet mit überwiegend landwirtschaftlicher Er
werbsstruktur
agrelalbel* (aus gleichbed. fr. agréable): (veraltet) ge
nehm; angenehm, gefällig; anmutig. Agreement
[ɛ'gri:mənt] das; -s, -s (aus engl. agreement „Vereinbarung,
Übereinstimmung“, dies aus fr. agrément, vgl. Agrément):
1. svw. Agrément (1). 2. [vertragliche] Übereinkunft bes.
zwischen Staaten, wirtschaftlichen Institutionen o.Ä.;
Abkommen; vgl. Gentleman’s Agreement
Agrélgé* [agre'ʒe:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. agrégé,
eigtl. Part. Perf. von agréger „beigesellen, aufnehmen“,
dies aus lat. aggregare, vgl. aggregieren): in Frankreich
Dozent mit Lehrbefähigung für die Oberstufe höherer
Schulen
agre|ie|ren* (aus gleichbed. fr. agréer, zu gré „Wille, Ge
fallen“, dies aus /ɑt. gratum „das Willkommene“): geneh
migen, für gut befinden. Agrélment [agre'mà:] das; -s, -s
(aus gleichbed. fr. agrément): 1. Zustimmung einer Regie
rung zur Ernennung eines diplomatischen Vertreters in ih
rem Land. 2. a) (nur Plur.) Ausschmückungen od. rhyth
mische Veränderungen einer Melodie (Mus.); b) (veraltet)
kleine schmückende Beigaben; Schönheitsmittelchen. 3.
(veraltet) Annehmlichkeit; Zierde
Agrer|go|gra|fie*, auch ...gralphie ¿Ze; - (zu gr. agros
„Acker“, érgon „Arbeit“ u. 1 ...grafie): Beschreibung der
Ackergeräte
agrest* (aus gleichbed. lat. agrestis, eigtl. „wild (wach
send)“): (veraltet) ländlich, bäurisch
Agrest* der; -[e]s, -e (aus it. agresto „unreife Traube, Saft
davon“, eigtl. „Säuerling“, zu agro „sauer“, dies aus lat.
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acer „scharf, sauer“): aus unreifen Weintrauben gepress
ter Saft, Erfrischungsgetränk
Agresltie* die; - < zu lat. agrestis (vgl. agrest) u. l2...ie>:
(veraltet) bäurisches Wesen, Grobheit
Agrilbusiness* [...biznis] das; - (aus gleichbed. engl. agri
business zu ZöZ. ager, Gen. agri „Acker“ u. tBusiness):
svw. Agrobusiness
ägrielren* (zu fr. aigre „sauer“ (aus lat. acer „scharf, sau
er“) u. Î..deren): (veraltet) erbittern
Agrilkulltur* die; -, -en (aus gleichbed. lat. agricultura; vgl.
Kultur): Ackerbau, Landwirtschaft. Agri|kul|tur|chemie die; -: Teilgebiet der angewandten Chemie, das sich
bes. mit Pflanzen- u. Tierernährung, Düngerproduktionu.
Bodenkunde befasst. Agri|kul|tu|ris|mus der; - (zu
f...ismus (1)>: (veraltet) Landwirtschaftswesen. Agri Ikulturlphylsik die; -: svw. Agrophysik. Agrilmenlsor der;
-s, ...oren (aus spätlat. agrimensor „Feldmesser“): Feld
vermesser der röm. Kaiserzeit
Ägrilmolnie* die; - (aus gleichbed. lat. aegrimonia zu aeger
„krank, traurig“): (veraltet) Betrübnis, Kummer
Agrilolthylmie die; - (zu gr. ágrios „wild“, thymós „Sinn,
Gemüt“ u. t2...ie>: (veraltet) ungestüme Wesensart
agro...*. Agro... (aus gr. agros „Acker, Feld“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung ,,Landwirtschaft[s]...,
Boden...“, z.B. agrobiologisch, Agrophysik. Agrolbiololgie die; - (nach gleichbed. russ. agrobiologia): Lehre
von den biologischen Gesetzmäßigkeiten in der Landwirt
schaft. agrolbiollo gisch: die Agrobiologie betreffend.
Agrolbiolzölnolse die; - (zu lagro...): Lebensgemein
schaft von Pflanzen u. Tieren, die sich in einem von Men
schen kultivierten Bereich (z.B. Acker, Garten) einstellt.
Agro|busi|ness [...biznis] das;-: 1. Vermarktungu. Ver
arbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse durch große
private Unternehmen. 2. die Gesamtheit aller für die Ver
sorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln ablaufen
den Wirtschaftsprozesse. Agrolchelmie die; - (nach
gleichbed. russ. agrochimia): svw. Agrikulturchemie.
Agro|che|mi|ka|li|en [...ion] die (Plur.): zusammenfas
sende Bez. für die in der Landwirtschaft u. im Gartenbau
verwendeten Chemikalien wie Düngemittel, 1 Herbizide,
ÎInsektizide, agrolchelmisch: die Agrochemie betref
fend. Agrolmalne der u. die; -n, -n (zu t...mane): (veral
tet) leidenschaftlicher Liebhaber des Ackerbaus. Agro
nom der; -en, -en (aus gr. agronómos „Aufseher über die
Stadtländereien“, Bed. 2 über russ. agronom): 1. akade
misch ausgebildeter Landwirt. 2. Fachkraft in der Land
wirtschaft mit leitender od. beratender Tätigkeit. Agronolmeltrie die; - (zu tagro... u. t,,,metrie): (veraltet)
Feldwertberechnung. Agrolnolmie die; - (zu t2...nomie):
Lehre vom Ackerbau, Landwirtschaftswissenschaft,
agrolnglmisch: ackerbaulich. Agrolphylsik die; -:
Lehre von den physikalischen Vorgängen in der Landwirt
schaft. agrolphy|si|ka|!isch: die Agrophysik betref
fend. Agrolstadt die; -, ...Städte: 1. große, stadtähnliche
Siedlung, deren Bewohner vorwiegend in der Landwirt
schaft arbeiten (z. B. in Südeuropa, Südamerika, China).
2. als Mittelpunkt von Kollektivwirtschaften propagierte
u. geförderte Siedlung städtischen Typs in der ehemaligen
Sowjetunion (nach 1930)
Agros|to|gra|fie*, auch ...gralphie die; - (zu gr. ägröstis
„Gras“ u. T...grafie): Beschreibung der Gräser. Agrostollolge der; -n, -n (zu î...loge): Gräserkundler. Agrostologie die; - (zu t...logie): Gräserkunde
ägrot* (aus gleichbed. lat. aegrotus): (veraltet) krank,
ägroltant (aus gleichbed. lat. aegrotans, Gen. aegrotan
tis, Part. Präs, von aegrotare, vgl. ägrotieren): (veraltet)
krank, kränkelnd
Agro|tech|nik* die; - (nach gleichbed. russ. agrotechnika
zu tagro... u. TTechnik): Anbautechnik (in der Landwirt-
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schäft). Agroltechlnilker der; -s, -: svw. Agrartechniker,
agroltechlnisch: die Agrotechnik betreffend
ägroltielren* (aus gleichbed. lat. aegrotare); (veraltet)
krank sein, kränkeln
Agroltylpus* der; -, ...pen (zu îagro... u. TTypus): Kultur
pflanzensorte als Produkt einer Pflanzenzüchtung
Agrulmen*, Agrumi die (Plur.) (aus it. agrume (Plur.)
„Sauerfrüchte", dies zu lat. acer „scharf“): Sammelname
für Zitrusfrüchte (Zitronen, Apfelsinen)
Agryplnie* die; -, ...ien (aus gr. agrypnia „Schlaflosig
keit“): svw. Asomnie
Agu a dor [agua...] der: -s, -es (aus gleichbed. span, agua
dor zu agua „Wasser“, dies aus gleichbed. lat. aqua): span.
Wasserträger in Madrid
Ague ['e:gju] das; -, - (aus gleichbed. engl. ague zu altfr.
ague, dies verkürzt aus (m)lat. febris acuta „heftiges Fie
ber“): (veraltet) [amerik.] Sumpffieber
aguerlrielren [age...] (aus gleichbed. fr. aguerrir zu guerre
„Krieg“, dies aus frank, werra „Verwirrung, Streit“):
(veraltet) an den Krieg gewöhnen
Aguillalrit [agi..., auch ... rit] der; -s, -e (nach dem mexikan.
Mineninspektor P. Aguilar u. zu t2...it): dem Argentit ähn
liches Silbermineral
Aguija [...xa] der; -s. -s, auch die: -, -s (aus gleichbed. span.
aguja): südamerik. Bussard
Agulrin das; -s (zu lat. agere ,,[heraus]treiben“ u. urina
„Harn“): altes harntreibendes Mittel
AgultirZerod. das,: -s, -s (über gleichbed. span, aguti aus Gu
arani u. Tupi (südamerik. Indianersprachen) acuti): ha
senähnliches Nagetier (Goldhase) in Südamerika
Agylnie die; - (aus gr. a- „nicht, un-“, gynê „Frau“ u.
î2...ie): (veraltet) das Nicht-verheiratet-Sein (von Män
nern). agylnisch: (veraltet) nicht verheiratet (von Män
nern)
Ägypltilenne [eʒɪ'psiɛn] vgl. Egyptienne, ägypltisch
[e'gyp...] (aus gleichbed. gr. aigyptos): das Land Ägypten
betreffend; ägyptische Finsternis: sehr große Dunkelheit.
Ägypltollolge der; -n, -n (zu t...loge>: Wissenschaftler,
der sich mit der Erforschung von Kultur u. Sprache des al
ten Ägyptens beschäftigt. Ägypltollolgie die; - (zu t ...logie): Wissenschaft von Kultur u. Sprache des alten Ägyp
tens. ägypltollolgisch (zu Î...logisch): die Ägyptologie
betreffend
Agylrie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, gyrós „krumm,
rund“ u. t2...ie): Mangel od. völliges Fehlen von Hirnwin
dungen in der Großhirnrinde (Med.)
Agy.rt der; -en, -en (nach gr. agÿrtës, den altgriech. Bettel
priestern der kleinasiat. Mutter- u. Fruchtbarkeitsgöttin
Kybele): (veraltet) Marktschreier, Gaukler, Bettler
Ahar der; -[s], -s (nach der iran. Stadt): Orientteppich von
feiner Knüpfung u. schwerer Struktur
Ahaslver [...v..., auch a'hasvn] der; -s, Plur. -s u. -e (nach
der latinisierten Form Ahasvérus, dem Ewigen Juden, zu
hebr. Ahasweros, eigtl. „Xerxes“): ruhelos umherirrender
Mensch, ahaslvelrisch: ruhelos umherirrend
à haute voix [ao:t 'vwa] (/k): mit lauter Stimme
ah, ça volyons [a: sa vwa'jö] (fr.): nun, wir wollen sehen!
ahe|mi|to|nisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. themitonisch):
halbtonlos (Mus.)
Ahelna die; -, -s (aus gleichbed. mlat. a(h)ena zu lat.
a(h)eneus „aus Erz, kupfern“): früher in der Chemie ver
wendete eherne Abdampfschale
ahelreldiltär (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Îhereditär): nicht
erblich (bes. von Krankheiten)
ahisltolrisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Îhistorisch): ge
schichtliche Gesichtspunkte außer Acht lassend
Ahm das; -[e]s, -e (aus kirchenlat. ama „Gefäß, Weinmaß“,
dies aus lat. (h)ama „Feuereimer“ aus gr. áme „Eimer,
Aigreurs
Schaufel“): altes, bes. für Getränke verwendetes Flüssigkeitsmaß, etwa 1501
aholrisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. lat. hora „Stunde“):
(veraltet) zur Unzeit, zu früh
Ahyllolgnolsie* d('e; - (zu gr. a- „nicht, un-“, hÿlê „Wald,
Holz, Stoff, gnösis „Erkennen“ u. t2...ie): Unfähigkeit,
die stoffliche Zusammensetzung eines getasteten Gegen
standes zu erkennen
Ahyplnie die; - (aus gr. a- „nicht, un-“, hÿpnos „Schlaf u.
t2.,,ie): svw. Asomnie
Ai [auch a'i:] das: -s, -s (über gleichbed. port, ai aus Twpz (ei
ner südamerik. Indianersprache) ai): Dreizehenfaultier
Aichlmolpholbie die: -, ...ien (zugr. aichmë „Lanzenspit
ze“ u. T...phobie (a)): übersteigerte, zwanghafte Angst,
sich od. andere mit spitzen od. scharfen Gegenständen
verletzen zu können (Psychol., Med.)
Ailda das; -[s] (Fantasiebezeichnung): Baumwoll- od. Zell
wollgewebe, bes. als Stickereigrundstoff verwendet
AIDA-Relgel die; - (Kurzw. aus engl. attention, interest,
desire, action „Aufmerksamkeit, Interesse, Verlangen,
Handlung“): zusammenfassende Formel für die Aufga
ben, die zu erfolgreicher Werbung führen sollen, d. h. Auf
merksamkeit erregen, Interesse wecken, Verlangen her
vorrufen u. die Handlung, die im Kauf des betreffenden
Objekts besteht, auslösen
Aide [ɛ:t] der; -n ['ɛ:dn], -n ['ɛ:dn] (aus gleichbed. fr. aide zu
aider „helfen“, dies aus lat. adiutare): 1. (veraltet) Helfer,
Gehilfe. 2. (Schweiz.) Küchengehilfe, Hilfskoch (Gastr.).
3. Mitspieler, Partner [im t Whist], Aide de Camp [ɛ:dəkä] der; —, -s - - [ɛ:dəka] (aus gleichbed. fr. aide de camp,
eigtl. „Lagergehilfe“): (veraltet) Adjutant. Aide-Mé
moire, auch Aidemémoire [ɛ:tme'moa:r] das; -, -[s] (aus
gleichbed. fr. aide-mémoire, eigtl. „Gedächtnishilfe“): im
diplomatischen Verkehr eine in der Regel während einer
Unterredung überreichte knappe schriftliche Zusammen
fassung eines Sachverhalts zur Vermeidung von späteren
Missverständnissen
Aildilolrhythlmus [alidio..., auch alidio...] der; -, ...men
(zu gr. aidios „immer während“ u. 1 Rhythmus): ständiger
abnormer (langsamer) Rhythmus der Wellen im Hirn
strombild (Med.)
Ai|doi|o|ma|nie [aidoyo...] die; - (zugr. aidoia „die Scham,
Schamteile“ u. Î.. .manie) : ins Krankhafte gesteigerter Ge
schlechtstrieb (Psychol.)
Aids [e:ts, engl. eidz], AIDS das; - (meist ohne Artikel) (aus
gleichbed. engl. aids, Kurzw. aus acquired immune defi
ciency syndrome „erworbenes Immundefektsyndrom“):
Erkrankung, die zu schweren Störungen im t Immunsys
tem führt (Med.). aids|in|fi|ziert [e:ts..., engl. eidz...]:
mit dem Aidsvirus infiziert. Aidsltest der; -[e]s, Plur. -s,
auch -e: medizinisches Untersuchungsverfahren zur Fest
stellung von Aids. Aids|vi|rus [,..v...] das, auch der; -,
...ren: svw. HIV
Ailgellstein der; -[e]s, -e (zu fr. aigle „Adler“, dies über
altfr. aigle aus gleichbed. lat. aquila): altröm. Grabstein
mit Adler
Ailgrelfin* [ɛgrə'fɛ] der, -s, -s (aus gleichbed. fr. aigrefin, ai
glefin od. églefin, dies über älter fr. esclefin(s) u. esclevis,
entlehnt aus niederl. schelvisch „Schellfisch“): 1. eine Art
Schellfisch. 2. (veraltet) a) Gauner, Schwindler; b) Hoch
stapler
Ailgretlte* [s...] die; -, -n (aus fr. aigrette „Silberreiher“,
dies aus provenzal. aigreta zu aigron „Reiher“): 1. [Reiher]federsehmuek, als Kopfputz auch mit Edelsteinen. 2.
büschelförmiges Gebilde, z.B. Strahlenbündel bei Feuer
werken
Ailgreur* [ɛ'gro:g] die; -, -s (aus gleichbed. fr. aigreur zu ai
grir, vgl. aigrieren): (veraltet) 1. Säure, Schärfe, Bitterkeit.
2. zu tiefer Stich (Kupferstecherei). Ailgreurs die (Plur.):
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aigrieren
(veraltet) Magensäure, Sodbrennen. ailgr¡e|ren (aus
gleichbed. fr. aigrir zu aigre „sauer, scharf“, dies aus lat.
acer): (veraltet) 1. säuern, sauer machen. 2. erbittern, aigriert (zu î ...iert): (veraltet) erbittert, verstimmt
Ailguade [ɛ'ga:t] ö7<?; -, -n [...dn] (aus gleichbed. fr. aiguade
zu aigue „Wasser“, dies über altfr. aigue aus gleichbed. lat.
aqua>: (veraltet) [Süß]wasserquelle, -platz (am Meer). Aiguière [ɛ'giɛ:rə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. aiguière):
bauchige Wasserkanne aus Metall od. Keramik (Kunstw.)
Ailguilllalde [ɛgija:də] die; -, -n (zu tAiguille u. t,,,ade):
(veraltet) Treibstachel (der Rinderhirten). Ailguil le
[ɛ'gi:jə] die; -, -n (aus fr. aiguille „Nadel, Nähnadel“ zu lat.
acucula, Verkleinerungsform von acus „Nadel“): (veral
tet) 1. Nadel. 2. Berg-, Turmspitze. 3. Uhrzeiger. AiIguilɪetlte [ɛgi'jɛtə] die; -, -n (aus fr. aiguillette „Schnürband“,
eigtl. „Nädelchen“): 1. Streifen von gebratenem Fisch,
Fleisch, Wild od. Geflügel. 2. (veraltet) Achselschnur [an
Uniformen], Schnur zum Verschließen von Kleidungsstü
cken. ailguilllielren [ɛgiji:...] (aus/r. aiguiller „mit einer
Nadel reinigen“): (veraltet) den grauen Star mit einer Na
del beheben (Med.)
Ailguilseur [ɛgi'zo:n] der; -s, -e (aus gleichbed./r. aiguiseur
zu aiguiser, vgl. aiguisieren ): (veraltet) Schleifer, vor allem
für Nadeln, aijguilsielren (aus gleichbed./r. aiguiser zu
aigu „scharf, spitz“, dies aus lat. acutus): (veraltet) schär
fen, dengeln
Ai|ken-Code ['e:kn...] der; -s (nach dem amerik. Mathema
tiker u. Informatiker H. H. Aiken (1900-1973) u. zu
tCode): Code zur Verschlüsselung von Dezimalzahlen
Ailkildo das; -s (aus jap. ai „Harmonie“, ki „(lenkende)
Kraft, Energie“ u. dö „Weg“): Form der Selbstverteidi
gung
Ailkilnit [e..., auch ...nit] der; -s, -e (nach dem engl. Che
miker A. Aikin (* 1854) u. zu î2...it>: ein seltenes, schwärz
liches bis stahlgraues Mineral
Ail vgl. Aul
Ai|lan|thus|spin|ner der; -s, - (über nlat. ailanthus aus
Bantu ai lanto „Götterbaum, Baum des Himmels“): ein
Nachtschmetterling, der mit dem Götterbaum, der Wirts
pflanze seiner großen grünen Larven, aus Indien in Euro
pa eingebürgert wurde
Aiflelrons [ɛlə'rð:] rZze (Plur.) (aus gleichbed./r. ailerons
(Plur.) zu aile „Flügel“, dies aus lat. ala): Flügelstücke von
größerem Geflügel. Ailes de Pilgeon [ɛ:ldəpi'ʒð] die
(Plur.) (zu fr. aile „Flügel“ u. pigeon „Taube“): Ballettfi
gur, bei der nach Absprung von einem Fuß u. gleichzeitig
in die Luft geworfenem anderen Bein die Beine aneinander
geschlagen werden u. dann die Landung auf dem Spielbein
erfolgt, während das andere Bein in die Luft gestreckt wird
...aillle [,,,a:j, eingedeutscht ,,aljə] (aus fr. -aille): Suffix
weiblicher Fremdwörter aus dem Französischen, z. B. Ka
naille, Emaille; noch produktiv bei gelegentlicher Bildung
abwertender Bezeichnungen von Personengruppen wie
Journaille
Ailmalbel [s...] der; -s, -s (zu fr. aimable „liebenswürdig“,
dies aus lat. amabilis): (veraltet) Stutzer, Geck
Ailmant [e'mä:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. aimant zu lat.
adamantinus „stahlhart“; vgl. Adamantin): (veraltet) Ma
gnet
Ai I o 11 i [ajɔ'li] das; - (aus gleichbed./r. aioli, dies aus provenzalisch aioli zu ai „Knoblauch“ u. oli „Öl“): Knoblauch
mayonnaise (Gastr.)
aiophyilisch [ajo...] (aus gr. aei „immer“ u. phÿllon
„Laub“): (veraltet) mit immergrünen Blättern. Ailpathie die; - (zu Î...pathie): (veraltet) ständiges Kranksein,
Leiden
'Air [ɛ:p] ito; -s, -s (aus fr. air „Luft“, dies aus lat. aer
„Luft(schicht), Dunstkreis“): 1. Hauch, Fluidum. 2. Aus
sehen, Haltung
[ɛ:p] das; -s, -s, auch Äe; -, -s (aus fr. air „Melodie,
Lied“, dies aus it. aria; vgl. Arie): liedartiges Instrumen
talstück
air..., Air... ['em...] (aus engl. air „Luft“, vgl. ‘Air): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „Luft“, z. B. Airbag
Ailrak der; -s, Plur. -eu. -s (aus dem Tatar.): tatarisches Ge
tränk aus gegorener Kuhmilch
Airlbag ['ɛ:pbɛk, engl. 'ɛ:bag] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
air bag; zu Î 'Air u. bag „Beutel, Sack“): Luftsack, sich au
tomatisch aufblasende Sicherheitseinrichtung in Kraft
fahrzeugen zum Schutz der Insassen bei einem Zusam
menstoß. airlborne [...boten] (aus engl. airborne „in der
Luft getragen“): im Flugzeug befördert, vom Flugzeug
aus, luftgestützt (durch Trägerflugzeuge). Airlbrush
[,,-brʌʃ] der; -s, -s (aus engl. airbrush „Spritzpistole“):
Farbsprühgerät für besondere grafische Effekte, airlbrushen: (ugs.) grafische Arbeiten in Airbrushtechnik aus
führen. Air|brush|tech|nik die; -: vor allem in der Wer
begrafik, aber auch in der Kunst angewendete Technik,
um bestimmte optische Wirkungen (z.B. metallische Ef
fekte) zu erzielen. Airlbus® der; -ses (auch: -), -se (aus
gleichbed. engl. airbus): Passagierflugzeug mit großer
Sitzkapazität, bes. für Mittel- u. Kurzstrecken. Air-Condiltion, auch Airlconldiltion [,,,kɔndɪʃn] vgl. Air-Conditioning. Air-Con|di|tio|ner, auch Airlconldiltiolner
[,,,ʃənu] der; -s (aus gleichbed. engl. air-conditioner, zu to
condition „in den richtigen Zustand bringen“; vgl. Kondi
tion): Klimaanlage. Air-Con|di|tio|ning, auch Airlcondi tio ning [,..d ɪʃnɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. airconditioning): Temperaturregelung u. Frischluftzufuhr
mithilfe einer Klimaanlage. Airldelsign [...dizain] das; -s,
-s: Unterstützung der Gestaltung von Verkaufs- od. Aus
stellungsräumen durch eine dezente [verkaufsfördernde]
Duftnote
Aire|dale!ter|ri|er ['ɛ:nde:l...] der; -s, - (nach einem Airdale genannten Talabschnitt, durch den der engl. Fluss
Aire fließt): Vertreter einer temperamentvollen, sehr dres
surfähigen engl. Haushundrasse, mittelgroß, rauhaarig,
mit meist gelblich braunem Fell, das auf dem Rücken u.
der Oberseite von Hals u. Kopf schwarz ist
Airlflow me tho de ['ɛ:nflo:...] die; - (zu engl. airflow
„Luftstrom“ u. ÎMethode): Verfahren zur Bewertung der
mittleren Feinheit von Baumwollfasern u. Wollhaaren in
der Textilprüfung. Air Force [- Toms] die; - - (aus gleich
bed. engl. airforce): [die engl. u. amerik.] Luftwaffe, Luft
streitkräfte. Airlfresh [,,,frɛʃ] das; - (zu engl. air „Luft“ u.
fresh „frisch“): Mittel zur Luftverbesserung. Airlglow
[...glo:] das: -s (zu engl. to glow „leuchten“): Leucht
erscheinung in der tlonosphäre (Astron.). Airlhosltess
[,,,hɔstɛs] die; -, -en: (bes. Schweiz.) Î Hostess, die im Flug
zeug Dienst tut; Stewardess. Ailring ['ɛ:rɪŋ] das; -s -s (aus
gleichbed. engl. airing): 1. (ohne Plur.) das Lüften. 2. (ver
altet) Spaziergang an frischer Luft. Airllift ['ɛ:n...] der;
-[e]s, Plur. -e u. -s (aus engl. airlift „Luftbrücke“): Versor
gung auf dem Luftweg, Luftbrücke. Air|lift|ver|fah|ren
das; -s: Verfahren zum Fördern von Erdöl durch das Ein
pressen von Luft, das angewendet wird, wenn die Ölzufuhr
zum Bohrloch nachlässt. Airlline [...Iain] die; -, -s (aus
gleichbed. engl. airline): Fluglinie, Fluggesellschaft. Air
mail [,,,me:l] iZZe; - (aus gleichbed. engl. airmail): Luft
post. Ai|ro|tor [ɛ...] der; -s, ...toren (Kurzw. aus tAir... u.
tRotor): eine bestimmte Art von Zahnbohrer. Airlport
['e:çpo:çt] der: -s, -s (aus gleichbed. engl. airport): Flugha
fen. Air|sur|fing [,,,sə:fɪŋ] das; -s (zu fair... u. tSurfing):
eine Extremsportart, bei der Fallschirmspringen und
Windsurfing miteinander koordiniert werden. Airltermilnal [,,,to:nminəl, engl. 'ɛətə:mɪnl] der, auch das; -s, -s
(aus gleichbed. engl. air terminal): Flughafen
Aise [ɛ:s] die; - (aus gleichbed./r. aise): (veraltet) 1. Wohl2Air
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stand. 2. Bequemlichkeit, Gemächlichkeit; à son aise sein
[a sð'nɛ:s -]: sein gutes Auskommen haben, wohlhabend,
auch aufgeräumt sein
...aise [,,,ɛ:zə], eingedeutscht ...äse (aus/r. -aise): Suffix
weiblicher Fremdwörter aus dem Französischen, z.B.
Marseillaise, Française, eingedeutscht Majonäse
Aislsaugue [ɛ so:k] die: -, -n [ɛso:kn] (aus gleichbed. fr.
aissaugue): Fischerboot (an der Mittelmeerküste)
Ailsymlnelte der; -en, -en (meist Plur.) (aus gr. aisymnëtês
„Kampfrichter“): altgriech. Beamter mit unterschiedli
chen Funktionen, vor allem (im 7. u. 6. Jh. v.Chr.) als
Schlichter zur Lösung politischer u. sozialer Konflikte mit
Gesetzgebungsbefugnis u. fast monarchischer Gewalt
Ailtilollolgie vgl. Ätiologie. ai|ti|o|lolgisch vgl. ätiolo
gisch
Ailzglon das;-s (zu gr. aei „immer“ u. zöon „lebend“): südafrikan. Immergrün
Aja die; -, -s (aus gleichbed. it. aia): (veraltet) Hofmeisterin,
Erzieherin (fürstlicher Kinder)
Ajalda [a'xa:da] die; -, Plur. ...den u. -s (zu span, ajo „Knob
lauch“, dies zu lat. al(l)ium): Knoblauchbrühe, -salat
Ajaltolllah der; ~[s], -s (aus gleichbed.pers. äyatulläh, eigtl.
„Licht Gottes“): schiitischer Ehrentitel für geistliche Wür
denträger
Ajax der: -, - (Fantasiebezeichnung, vermutlich nach den
beiden Heerführern der griech. Sage vor Troja): aus drei
od. fünf Personen gebildete Pyramide, bei der der Ober
mann im Handstand steht (Kunstkraftsport)
Ajilmez [axi'mes] das; -, -e (aus gleichbed. span, ajimez,
dies aus arab. as-sammis): geteiltes Bogenfenster (an mau
rischen Bauwerken)
Ajlmallin [aʧ...] das; -s (aus dem Ind.; vgl. ...in (1)): in be
stimmten, dem Oleander ähnlichen Gewächsen vorkom
mendes Alkaloid, das in der Medizin als Herzmittel ver
wendet wird
à jour [a'ʒu:u] (zuʃr. jour „Tag“, dies zu lat. diurnus „bei Ta
ge, täglich“, Bed. 2 zu/r. ajour „Durchbruchsarbeit“, eigtl.
„Öffnung (für das Tageslicht)“): 1. a) bis zum [heutigen]
Tag; à jour sein: auf dem Laufenden sein; b) ohne Bu
chungsrückstand (Buchführung). 2. (österr. ajour): durch
brochen gearbeitet (von Spitzen u. Geweben); à jour ge
fasst: nur am Rande, also bodenfrei, gefasst (von Edelstei
nen). ajoulrielren [aʒu...] (aus gleichbed. fr. ajourer): 1.
(österr.) etwas à jour herstellen. 2. (österr.) Edelsteine nur
am Rande, also bodenfrei, fassen. 3. auf dem Laufenden
halten, aktualisieren, ajoulriert (aus fr. ajouré „durch
brochen“): durchsichtig, durchbrochen, durchlöchert
(z.B. Stoffe); mit Hohlsaum gearbeitet (in der Stickerei).
Ajourlnelment [aʒʊrnə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed./r.
ajournement): (Rechtsspr. veraltet) Vorladung, Verta
gung. ajourlnielren (aus gleichbed. fr. ajourner): (veral
tet) vertagen, aufschieben. Ajourlstil [aju:u...] der; -[e]s
(zufr. ajour „Durchbruchsarbeit“; vgl. à jour): Ornament
technik in Stein, Stuck, Bronze usw. in der Baukunst des
Islams sowohl im Sakral- als auch im Profanbau
Ajoulté [aʒu'te:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. ajouté): (ver
altet) Zusatz, Nachtrag (zu einer Schrift)
a Jo ve prin|ci|pi|um [a jo:və ,,,'tsi:piʊm] dat. ; eigtl. „mit
Jupiter, dem obersten der röm. Götter“): der Anfang mit
Gott
Ajolwanlöl das; -[e]s (Herkunft unsicher): ätherisches Öl,
das zur Herstellung von Mundwasser u. Zahnpasta ver
wendet wird
ak..., Ak... vgl. ad..., Ad...
Akaldelmie die; -, ...ien (aus fr. académie „Gesellschaft
von Gelehrten od. Künstlern“, dies über/ai. Academiaaus
gr. Akadëmeia, dem Namen der Lehrstätte des altgriech.
Philosophen Platon in Athen): 1. a) Institution, Vereini
gung von Wissenschaftlern zur Förderung u. Vertiefung
Akarophobie
der Forschung; b) Gebäude für diese Institution. 2.
[Fachjhochschule (z. B. Kunst-, Musikakademie, medizi
nische Akademie). 3. (österr.) literarische od. musikali
sche Veranstaltung. Aka|de|mi|ker der; -s, -: 1. jmd., der
eine abgeschlossene Universitäts- od. Hochschulausbil
dunghat. 2. Mitglied einer Akademie (1 a). Aka|de|mi|kerin die; -, -nen: weibliche Form zu IAkademiker, aka demisch: 1. an einer Universität od. Hochschule [erworben,
erfolgend, üblich], 2. a) wissenschaftlich; b) (abwertend)
trocken, theoretisch; c) müßig, überflüssig. aka|de|misieren (zu t...isieren): a) in der Art einer Akademie (1 a, 2)
einrichten; b) (abwertend) akademisch (2b) betreiben; c)
(bestimmte Stellen) nur mit Leuten akademischer ( 1 ) Aus
bildung besetzen. Aka|de|mi|sie|rung die; - (zu Î ...isierung): das Akademisieren. Aka de mis mus der; - (zu
t...ismus (5)>: starre, dogmatische Kunstauffassung od.
künstlerische Betätigung. Aka|de|mist der; -en, -en (zu
t ...ist) : (veraltet) Mitglied einer Akademie
Akailrie die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, kairós „rechte Zeit“ u.
t2...ie): (veraltet) unrechte Zeit, Störung, akailrisch:
(veraltet) unangebracht
Akalkie die; - (zu gr. a- „nicht, un-“ u. kakia „Schlechtig
keit“): (veraltet) Harmlosigkeit, Unschuld
Aka|lit® [auch ... lit] das; -s (Kunstw.; vgl. 2...it): Kunststoff
aus Kasein
Akal|ku|lie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, lat. calculare
„[berechnen“ u. T2...ie): Rechenschwäche, meist infolge
einer Erkrankung des unteren Scheitellappens (Med.)
akallglrisch (zu gr. a- „nicht, un-, “ u. Î Kalorie): keine Ka
lorien enthaltend (z. B. von Vitaminen)
Akanlje das; - (zu russ. akat’ „,a‘ sprechen“ (lautmalend)):
veränderte Aussprache unbetonter Silben in der russ.
Sprache, bes. die Aussprache des unbetonten o als a
Akanlthalriler [...in] <//e (Plur.) (zu gr. ákantha „Spitze,
Dorn“): im Meer lebende, zu den Strahlentierchen gehö
rende Einzeller (Zool.). Akanlthit [auch ,,,'tɪt] der; -s (zu
T2...it> : Silberglanz (ein Mineral). Akan|tho|se die; -, -n
(zu f',,,ose): krankhafte Verdickung der Oberhaut infolge
von Vermehrung bzw. Wucherung der Stachelzellen
(Med.). Akanlthus der; -, - (über lat. acanthus aus gleich
bed. gr. ákanthos zu ákantha „Dorn“): a) Bärenklau
(stachliges Staudengewächs in den Mittelmeerländern) ; b)
Ornament nach dem Vorbild der Blätter des Akanthus
(z. B. an antiken Tempelgiebeln; Kunstw.)
Akaplnie die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, kapnós „Rauch,
Dampf' u. î2...ie): das Fehlen von Kohlendioxid im Blut
(Med.), akaplnisch: (veraltet) rauchlos
Akar|di|a|kus, Akardius der; - (aus gleichbed. nlat. acardi(ae)us, dies zu gr. a- „nicht, un-“ u. kardia „Herz“):
Doppelmissgeburt, bei der einem Zwilling das Herz fehlt
(Med.). Akarldie die; - (aus gleichbed. gr. akardia, eigtl.
„Herzlosigkeit“): (veraltet) Feigheit, akarldisch (aus
gleichbed. gr. akárdios): (veraltet) herzlos, mutlos. Akardilus vgl. Akardiakus
Akariaise die; -, -n (zu gr. akari „Milbe“ u. t...iasis): svw.
Akarinose (2). Akalrilde die; -, -n (meist Plur.) (aus
gleichbed. gr. akari, Gen. akaridos): svw. Akarine. Akarilne die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. nlat. acariña):
Milbe. Akalrilnolse die; -, -n (zu t'...ose): 1. durch Mil
ben hervorgerufene Kräuselung des Weinlaubs, Kräusel
krankheit. 2. durch Milben hervorgerufene Hauterkran
kung. Akalrilzid i/as; -s, -e (zu T...zid): Milbenbekämp
fungsmittel im Obst- u. Gartenbau. Aka|ro|id|harz das;
-es (zu T...oid): aus den Bäumen der Gattung Xanthorrhoea gewonnenes gelbes od. rotes Harz (Farbstoff für
Lack u. Firnis). Akalrollolgie die; - (zu T...logie): Teilge
biet der Zoologie, das sich mit der Untersuchung der Mil
ben u. Zecken befasst. Aka|ro|pho|bie die; -, ...ien (zu gr.
akari „Milbe“ u. î ...phobie (a))übersteigerte, zwanghafte
A
Akarusräude
Angst vor Milben bzw. Milbenkrankheiten (Psychol.,
Med.). Aka|rus|räu|dedfe;-<zun/ßt. acarus „Milbe“ aus
gleichbed. gr. akari) : svw. Demodikose
Aka|ryo|bi|on|ten die (Plur.) (zu gr. a- „nicht, un-“, káryon „Nuss, Kern“ u. T...biont>: svw. Prokaryonten. Akarylpnt der; -en, -en (zu t...ont>: kernlose Zelle (Zool.).
akalrylot: kernlos (von Zellen; Zool.)
akaltallekltisch <zu gr. a- „nicht, un-“ u. Tkatalektisch):
mit einem vollständigen Versfuß (der kleinsten rhythmi
schen Einheit eines Verses) endend (antike Metrik); vgl.
brachykatalektisch, hyperkatalektisch u. katalektisch
Aka¡ta|lep¡sie die; - (aus gr. akatalepsia „Unbegreiflich
keit“, dies zu a- „nicht, un-“ u. katalambánein „fassen, er
greifen“) : von den T Skeptikern (2) behauptete Unmöglich
keit, das Wesen der Dinge zu begreifen, akaltailepltisch
(aus gleichbed. gr. akataleptikös): unbegreifbar, zweifel
haft
Aka ¡ta I pha 1 sie die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, katá „von - he
rab, abwärts“, phäsis „Sprache, das Sprechen“ u. t2...ie):
Unvermögen, die grammatischen Gesetze richtig anzu
wenden
Akalthijsie die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, káthisis „das Sit
zen“ u. t2...ie): unstillbarer u. quälender Bewegungsdrang
der unteren u. oberen Extremitäten, Symptom des Î Par
kinsonismus (Med.). Akalthisltosder; -, ...toi (zugr. akäthistos „nicht sitzend“): Marienhymnus der orthodoxen
Kirchen, der im Stehen gesungen wird
Akalthollik [auch ,,,'li:k] der; -en, -en (zugr. a- „nicht, un-“
u. TKatholik): jmd., der nicht zur kath. Kirche gehört,
akaltholtisch [auch ...’to:...]: nicht zur kath. Kirche ge
hörend. Akaltho|lijzis|rnus [auch ...’tsis...] der; -: Nicht
katholizismus
akaullisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. kaulös „Stängel“):
stängellos, ungestielt (Bot.)
akaulsal [auch 'a,,,] (zugr. a- „nicht, un-“ u. Îkausal): ohne
ursächlichen Zusammenhang
akausltisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Tkaustisch): nicht ät
zend (Chem.); Ggs. Tkaustisch
Aka zie [,,,ɪə] ¿¿e; -, -n (über lat. acacia aus gleichbed. gr.
akakia): a) tropischer, zur Familie der ÎLeguminosen ge
hörender Laubbaum, der Gummiarabikum liefert; b)
(ugs.) svw. Robinie
Akeldie die; - (aus gleichbed. gr. akëdeia): (veraltet) Sorg
losigkeit, geistige Stumpfheit
Akellei die; -, -en (aus gleichbed. mlat. aquile(g)ia): Zier- u.
Arzneipflanze (ein Hahnenfußgewächs)
akelphal, selten akephalisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. kephalê „Kopf“): a) am Anfang um die erste Silbe verkürzt
(von einem Vers; antike Metrik); b) ohne Anfang (von ei
nem literarischen Werk, dessen Anfang nicht od. nur ver
stümmelt erhalten ist); vgl. ...isch/-. Akelphaüe vgl. Azephale. Ake|pha|lie¿/e; -, ...ien (zu T2...ie): 1. vgl. Azephalie. 2. (ohne Plur.) das Fehlen politischer Zentralinstanzen
mit physischer Sanktionsgewalt in den Stammesgesellschaften (Völkerk.). akeipha lisch vgl. akephal
Akilnalkes [...kes] der; -, - (aus gleichbed. gr. akinákés, dies
aus dem Pers.): Kurzschwert der Perser, Sarmaten u. Sky
then
Akilneise od. Akilnelsie die; - (zu gr. a- „nicht, un-“ u. ki
nesis „Bewegung“): Bewegungsarmut, Bewegungshem
mung von Gliedmaßen (Med., Psychol.). Akilnelten die
(Plur.) (aus gr. akinêtoi „die Unbeweglichen“): dickwan
dige unbewegliche Einzelzellen, Dauerzellen der Grünal
gen zur Überbrückung ungünstiger Umweltbedingungen
(Biol.). akijneltisch (aus gr. akinetos „unbewegt“): be
wegungsgehemmt, unbeweglich (von Gliedmaßen; Med.,
Psychol.)
Ak|kla|malti|on* die; -, -en (aus lat. acclamatio „das Zu
rufen“ zu acclamare, vgl. akklamieren): 1. beistimmender
62
Zuruf ohne Einzelabstimmung [bei Parlamentsbeschlüs
sen]. 2. Beifall, Applaus. 3. liturgischer Grußwechsel zwi
schen Pfarrer u. Gemeinde. ak|kla|mie|ren (aus lat.
acclamare „zurufen“): (bes. österr.) a) jmdm. applaudie
ren; b) jmdm. laut zustimmen
Ak|kli|ma|ti|sa|ti|on* die; -, -en (zu takklimatisieren u.
t. ..isation): Anpassung eines Organismus an veränderte,
umweltbedingte Lebensverhältnisse, bes. an ein fremdes
Klima; vgl. ...ation/...ierung. ak|kli|ma|ti|sie|ren, sich
(unter Einfluss von fr. acclimater zu îad... u. ÎKlima; vgl.
...isieren): 1. sich an ein anderes Klima gewöhnen. 2. sich
eingewöhnen, sich anderen Verhältnissen anpassen. Akklimatilsierung die; -, -en (zu t ...isierung): svw. Ak
klimatisation; vgl. ...ation/...ierung
ak|kli|nie|ren* (aus gleichbed. Zat. acclinare); (veraltet)
anlehnen, hin-, zuneigen
aklkliv* (aus gleichbed. Zat. acclivis): (veraltet) hügelartig,
sanft ansteigend. Aklklilviltät [...v...] <Zze; - (aus gleich
bed. lat. acclivitas, Gen. acclivitatis): (veraltet) sanfte
Steigung, Erhebung
aklkluldielren* (zuTad... u. lat. eludere „schließen“): (ver
altet) anschließen, beifügen. Aklklulsum das; -s, ...sa (zu
lat. clusum, Part. Perf. (Neutr.) von eludere, vgl. akkludieren): (veraltet) Anschluss, Beilage
Aklkollalde die; -, -n (aus.fr. accolade „Umarmung“, dies
zu lat. ad collum „an den Hals“): 1. feierliche Umarmung
bei Aufnahme in einen Ritterorden od. bei einer Ordens
verleihung. 2. geschweifte Klammer, die mehrere Zeilen,
Sätze, Wörter, Notenzeilen usw. zusammenfasst (Zeichen
[...]; Buchw.)
al< kom molda bei (aus gleichbed. fr. accommodable zu
accommoder, vgl. akkommodieren): a) anpassungsfähig;
b) zweckmäßig; c) anwendbar, einrichtbar; d) [gütlich] bei
legbar (von Konflikten). Ak|kom|mo|dalbi|li|tät die; (zu T...ität): a) Anpassungsfähigkeit; b) Zweckmäßigkeit;
c) Anwendbarkeit; d) [gütliche] Beilegbarkeit (von Kon
flikten). Akkommodalge [,,,ʒə] die; -, -n (aus gleich
bed. fr. accommodage): (veraltet) a) Zubereitung (der
Speisen); b) das Ordnen (der Haare), akikom mo dant
(aus gleichbed. fr. accommodant) : (veraltet) gefällig, um
gänglich. Ak|kom|mo|da|ti|on <Z/e; -, -en (aus gleichbed.
fr. accommodation, dies aus lat. accomodatio zu accomodare, vgl. akkommodieren): Angleichung, Anpassung,
bes. Einstellung des Auges auf die jeweilige Sehentfer
nung. Ak kom.mo delment [...modo'mä:] das; -s, -s (aus
gleichbed. fr. accommodement): (veraltet) a) gütliche Bei
legung, Vergleich, Übereinkunft; b) bequeme Einrichtung
(z.B. eines Zimmers), ak kom mo die ren (aus fr. ac
commoder „anpassen“, dies aus lat. accomodare zu Tad...
u. commodus „angemessen“): angleichen, anpassen; sich
-: sich mit jmdm. über etwas einigen, sich vergleichen. Akkomlmoldolmelter das; -s, - (zu Î ‘...meter): Instrument
zur Prüfung der Einstellungsfähigkeit des Auges
Ak¡kom|pa¡gne|ment* [...panjsmä:] das; -s, -s (aus
gleichbed. ʃr. accompagnement zu accompagner, vgl. akkompagnieren): musikalische Begleitung (Mus.), akkom|pa|gnie|ren [...pan'ji:...] (ausʃr. accompagner „be
gleiten“) : einen Gesangsvortrag auf einem Instrument be
gleiten. Aklkomlpalgnist der; -en, -en (zu T...ist): Be
gleiter (Mus.)
aklkomlplielren* [akö'pli:...] (aus gleichbed. fr. accom
plir, dies aus vulgärlat. adcomplere „anfüllen, vollen
den“): (veraltet) erfüllen, vollständig machen; vollziehen.
Ak|kom|plis|se|ment [... ma:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. accomplissement) : (veraltet) Erfüllung, Vollendung
Aklkord der; -[e]s, -e (ausfr. accord „Übereinstimmung“ zu
accorder, vgl. akkordieren): 1. Zusammenklang von min
destens drei Tönen verschiedener Tonhöhe (Mus.). 2. güt
licher Ausgleich zwischen gegensätzlichen Interessen. 3.
63
Einigung zwischen Schuldner u. Gläubigern] zur Abwen
dung des t Konkurses (Vergleichsverfahren; Rechtsw.). 4.
Bezahlung nach der Stückzahl, Stücklohn; im im Stück
lohn [und daher schnell]; im - arbeiten. ak|kor|da|bel
(aus gleichbed. fr. accordable): (veraltet) vereinbar, zuläs
sig. aklkorldant (zu T...ant (2)>: sich an vorhandene
Strukturelemente anpassend (Geol.); vgl. diskordant,
konkordant. Aklkorldant der: -en, -en (zu î...ant ( 1 )> : 1.
jmd., der für Stücklohn arbeitet. 2. (Schweiz.) kleiner Un
ternehmer (bes. im Bauwesen u.Ä.), der Aufträge zu ei
nem Pauschalpreis je Einheit auf eigene Rechnung über
nimmt. Aklkorldanz die; -, -en (zu l...anz): Anpassung
bestimmter Gesteine an vorhandene Strukturelemente
(Geol.); vgl. Diskordanz, Konkordanz. Ak|kord|ar|beit
die; -: [auf Schnelligkeit ausgerichtetes] Arbeiten im
Stücklohn. Aklkord|dis|so|nanz die; -, -en: Dissonanz
eines Akkordes (Mus.). Aklkorldelon das: -s, -s (aus äl
terem Accordion (1829 geprägt vom österr. Instrumenten
bauer C. Demian)): Harmonikainstrument mit gleichem
Ton bei Zug u. Druck, Schifferklavier. Aklkorldelolnist
der; -en, -en (zu Î ...ist): jmd., der [berufsmäßig] Akkorde
on spielt. Ak|kor|de|o|nis|tin die; -, -nen: weibliche
Form zu tAkkordeonist. ak|kor|delo|nis|tisch (zu
t...istisch>: a) das Akkordeon betreffend; b) im Stil des
Akkordeons, aklkorldielren (aus fr. accorder „in Ein
klang bringen" zu îad... u. lat. cor, Gen. cordis „Herz“):
vereinbaren, Übereinkommen. Aklkprldikz/ze; - (zu T2...ik
(2)): Lehre von den Akkorden (1). Akkordionist vgl.
Akkordeonist. akkordisch: a) den Akkord (1) betref
fend; b) in Akkorden (1) geschrieben. Aklkordllohn der;
-[e]s, ...löhne: Stücklohn, Leistungslohn
Ak|kou|cheu|se [,,,'ʃa:zə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. ac
coucheuse): (veraltet) Hebamme, aklkoulchielren
[,,,'ʃɪ:...] (aus gleichbed. fr. accoucher zu coucher „nieder
legen“, dies aus gleichbed. lat. collocare): (veraltet) ent
binden, Geburtshilfe leisten
aklkreldiltielren* (aus gleichbed. fr. accréditer zu crédit
„Vertrauen“, vgl. Kredit): 1. beglaubigen (bes. einen di
plomatischen Vertreter eines Landes). 2. Kredit einräu
men, verschaffen. Aklkreldiltielrung die; -, -en (zu
î...ierung): das Akkreditieren. Aklkreldiltiv das; -s, -e
[...va] (zu t.-.iv): 1. Beglaubigungsschreiben eines diplo
matischen Vertreters. 2. a) Handelsklausel; Auftrag an ei
ne Bank, einem Dritten (dem Akkreditierten) innerhalb
einer bestimmten Frist einen bestimmten Betrag auszu
zahlen; b) Anweisung an eine od. mehrere Banken, dem
Begünstigten Beträge bis zu einer angegebenen Höchst
summe auszuzahlen
Aklkrelment* das; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. accrementum zu accrescere, vgl. akkreszieren): (veraltet) Zuwachs.
Aklkreslzenz die; -, -en (zu t...enz): das Anwachsen [ei
nes Erbteils], aklkreslzielren (aus gleichbed. lat. accres
cere): (veraltet) anwachsen, zuwachsen. Aklkreltilonrfze;
-, -en (aus lat. accretio „das Anwachsen, Zunahme“): bei
Sternen die gravitationsbedingte Massenzunahme durch
Aufsammeln von Materie (Astron.). Aklkreltilonslkatallog der; -[e]s, -e: Verzeichnis der neu angeschafften
bzw. eingegangenen Bücher, aklkreltiv (zu t...iv): an
wachsend, zunehmend
Ak|kri|mi|na|ti|on* zZie; -, -en ( zu tad... u. lat. criminatio
„Anklage“): (veraltet) Beschuldigung. ak|kri|mi|nie|ren
(zu Î..deren): (veraltet) beschuldigen
Aklku der: -s, -s: Kurzform von Î Akkumulator (1)
Ak kul tu ra tilon die; -, -en (zu T ad..., Î Kultur u. Î ...ation): 1. Übernahme fremder geistiger u. materieller Kul
turgüter durch Einzelpersonen od. ganze Gruppen (Soziol.). 2. a) svw. Sozialisation; b) Anpassung an ein frem
des Milieu (z.B. bei Auswanderung); vgl. Enkulturation.
ak|kul|tu|rie|ren (zu Î..deren): anpassen, angleichen
aknemisch
Ak|ku|mu|lat rfaj; -[e]s,
-e (aus lat. accumulatum „das An
gehäufte“, Part. Perf. (Neutrum) von accumulare, vgl. ak
kumulieren): (veraltet) Agglomerat (1). Ak ku mu la tion die; -, -en (aus lat. accumulatio „Anhäufung“): Anhäu
fung, Speicherung, Ansammlung. Ak|ku|mu|la|tor der;
-s, ...oren (aus lat. accumulator „Anhäufer“): 1. Gerät zur
Speicherung von elektrischer Energie in Form von chem.
Energie; Kurzform Akku. 2. Druckwasserbehälter einer
hydraulischen Presse. 3. spezielle Speicherzelle einer Re
chenanlage, in der Zwischenergebnisse gespeichert werden
(EDV). ak|ku|mu|lielren (aus Zar. accumulare „an-, auf
häufen“; vgl. Kumulus): anhäufen; sammeln, speichern
aklkulrat (aus Zat. accuratus „sorgfältig“ zu accurare „mit
Sorgfalt tun“): 1. sorgfältig, genau, ordentlich. 2. (ugs.,
süddt. u. österr.) gerade, genau, z. B. akkurat das habe ich
gemeint. Ak|ku|ra|tes|se die; - (französierende Bildung
zu akkurat): Sorgfalt, Genauigkeit, Ordnungsliebe
aklkul salbel (aus gleichbed. lat. accusabilis): (veraltet) an
klagenswert, verklagbar. Ak|ku|sa|ti|on die; -, -en (aus
gleichbed. lat. accusatio): (veraltet) Anklage, Anklage
schrift, Beschuldigung. Ak|ku|sa|ti|ons|prin|zip das;
-s: im Strafprozessrecht geltendes Prinzip, nach dem das
Gericht ein Strafverfahren erst übernimmt, wenn durch
die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben wurde
(Rechtsw.). Aklkulsaltiv ¿Zer; -s, -e [...vo] (aus Za/. (casus)
accusativus „die Anklage betreffend(er Fall)“, einer fal
schen Übersetzung von gr. (ptösis) aitiatiké „Ursache und
Wirkung betreffend(er Fall)“): 4. Fall, Wenfall; Abk.:
Akk.; Akkusativ mit Infinitiv (lat. accusativus cum infini
tivo [Abk.: acc. c. inf. od. a.c.i.]): Satzkonstruktion (bes.
im Lat.), in der das Akkusativobjekt des ersten Verbs zu
gleich Subjekt des zweiten, im Infinitiv stehenden Verbs ist
(z. B. ich höre den Hund bellen = ich höre den Hund. Er
bellt.). aklku|sa|ti|visch [,..v..„ auch aku...]: im Akku
sativ. Aklku|sa|tiv|ob|jekt das, -s, -e: Ergänzung eines
Verbs im 4. Fall (z. B. sie fährt den Wagen). Aklkulsaltor
der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. accusator): (veraltet)
[An]kläger. ak kulsa to risch (aus lat. accusatorius „an
klagend“): (veraltet) auf Antrag eines [Anklägers geführt
aklasltisch* (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Îklastisch): (veraltet)
nicht brechend, durchlässig (von Lichtstrahlen)
Aklilne* die; - (zu gr. a- „nicht, un-“ u. klinein „sich nei
gen“): Verbindungslinie der Orte ohne magnetische Î In
klination (2). akti nisch (aus gr. aklinês „ohne sich zu
beugen, fest“): (veraltet) nicht beugbar, nicht deklinierbar
(Sprachw.). Aklilsie ¿Zie; - (aus gleichbed. gr. aklisia):
Nichtdeklinierbarkeit
aklmasltisch (aus gr. akmastës „kräftig“ zu akmäzein
„auf dem Höhepunkt sein“): auf dem Höhepunkt (einer
Krankheit). Aklme ¿Zze; - (aus gr. akrnê „Spitze; Gipfel,
Vollendung“): 1. Gipfel, Höhepunkt einer Entwicklung,
bes. einer Krankheit od. des Fiebers. 2. in der Stammesgeschichte der Höhepunkt der Entwicklung einer Organis
mengruppe (z.B. der ÎSaurier); vgl. Epakme u. Parakme.
Aklmelislmus ¿/er; - (zu f ...ismus (1)>: neoklassizistische
literarische Richtungin Russland (um 1914), deren Vertre
ter Genauigkeit im Ausdruck u. Klarheit der Formen for
derten. Aklmelist der; -en, -en (zu !.. ist): Vertreter des
Akmeismus. Aklmit [auch ...mit] der; -s -e (zu T2...it>:
svw. Agirin
Ak ne die; -, -n (wohl aus einer falschen Lesart von gr. akmê
„Hautausschlag“): zusammenfassende Bez. für mit Knöt
chen- u. Pustelbildung verbundene Entzündungen der
Talgdrüsen (Med.). ak nelilform (zu t...form): akne
artig, -ähnlich (von Hautausschlägen). ak|ne|i|gen (zu
t...gen>: Akne hervorrufend (von Substanzen; Med.)
Aknemie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, knêmê „Un
terschenkel“ u. T2...ie>: angeborenes Fehlen der Beine
(Med.), aklnelmisch: beinlos (Med.)
A
Aknitis
die; -, ...itiden (zu TAkne u. T...itis): akneartige
Form der Hauttuberkulose (Med.)
Ako as ma das: -s, ...men (entstellt aus gr. ákousma „das
Gehörte“): krankhafte Gehörshalluzination, subjektiv
wahrgenommenes Geräusch (z.B. Dröhnen, Rauschen;
Med.). Ako |e| melter deru. das: -s, - (zu gr. akoë „Gehör“
u. t‘...meter, eigtl. „Gehörmesser“): svw. Audiometer.
Ako|e|nu|se die; - (zu gr. noùsos, nósos „Krankheit“):
(veraltet) Krankheit des Gehörs (Med.)
Akolgnolsie* die; - (.zugr. ákos „Heilmittel“ u. t...gnosie>:
(veraltet) Kenntnis der (in der Chirurgie verwendeten) äu
ßeren Heilmittel, auch Arzneimittelkunde
A-Koh|le die; -: svw. Aktivkohle
Akollalsie die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, kolázein „strafen“
u. t2...ie): (veraltet) Unmäßigkeit, fehlende Enthaltsam
keit, Zügellosigkeit. Akollast der; -en, -en (zugr. akölastos „zuchtlos“): (veraltet) zügelloser Mensch, Schlemmer
Akolluth vgl. Akolyth. Akollu that der; -en (zu mlat. aco
luthus aus gr. akölouthos „begleitend, folgend“ u. T...at
(1)>: (veraltet) Amt u. Würde des Akolythen. Akolluthie die; -, ...jen (ausgr. akolouthia „Folge, Gehorsam“):
1. gottesdienstliche Ordnung der Stundengebete in den
orthodoxen Kirchen (Rel.). 2. stoische Lehre von der not
wendigen Folge der Dinge (Philos.). 3. die Zeitspanne, in
der eine vorhergehende seelische, noch nicht abgeklunge
ne Erregung die nachfolgende hemmt (Psychol.). Ako
lyth der; Gen. -en u. -s, Plur. -en (über mlat. acolythus
bzw. acoluthus „Gehilfe (eines Geistlichen)“ aus gr. akö
louthos „Diener“, eigtl. „Begleiter“): Laie (2), der wäh
rend der ‘Messe (1) bestimmte Dienste am Altar verrich
tet (katholischer Kleriker im 4. Grad der niederen Wei
hen)
Akolmie die, - (zu gr. a- „nicht, un-“, kómé „Haar“ u.
T2...ie> : svw. Akosmie (2)
Akon das; -[s] (Kunstw.): Handelsbezeichnung einiger
Pflanzenseiden, die als Füllmaterial verwendet werden
Akolnist der; -en, -en (zugr. äkön „Wurfspieß“ u. T...ist):
svw. Akontist
Akolnit [auch ... nit] das; -s, -e (über lat. aconitum aus
gleichbed. gr. aköniton, dies zu akönai (Plur.) „steile Fel
sen“): Eisenhut, Sturmhut (zur Familie der ÎRanunkulazeen gehörende Pflanzengattung mit großen blauen Blü
ten). Ako|ni|ta|se die; -, -n (zu t...ase): ein Enzym des Zi
tronensäurezyklus. Akolniltin vgl. Aconitin
Akonltilon das; -s, -s (aus gleichbed.gr. aköntion): leichter
Speer im antiken Griechenland. Akonltist der; -en, -en
(meist Plur.) (aus gleichbed. gr. akontistês): Leichtbewaff
neter, mit dem Akontion Bewaffneter im alten Griechen
land, der durch Speerwerfen den Kampf eröffnete
Akonlto das; -s, Plur. ...ten u. -s (aus it. a conto „auf Rech
nung“; vgl. Konto): (bes. österr.) Anzahlung. Alton |tozahlung die; -, -en: Anzahlung, Abschlagszahlung; vgl.
aconto
’Akolrie die; -, ...ien (zu gr. ákoros „unersättlich“ u. t2...ie):
Unersättlichkeit, Gefräßigkeit
2Ako|rie die; -, ...ien (zugr. a- „nicht, un-“, köre „Mädchen;
Pupille“ u. t2...ie): pupillenlose t Iris (2)
akolrylphisch (zugr. a- „nicht, un-“, koryphê „Scheitel“):
(veraltet) kopflos, ohne Anfang
Akoslmie die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, kösmos „Weltall,
Weltordnung“ u. t2...ie): 1. (veraltet) Unordnung,
Schmucklosigkeit. 2. Gesichtsblässe, kränkliches Ausse
hen (Med.), akoslmisch: 1. (veraltet) schmucklos. 2.
blass. Akoslmislmus der; - (zu f...ismus (1)): philos.
Lehre, die die selbstständige Existenz der Welt leugnet u.
Gott als einzig wahre Wirklichkeit betrachtet (Philos.,
Rel.). Akoslmist der; -en, -en (zu T...ist>: Vertreter des
Akosmismus
akotyledon (zu gr. a- „nicht, un-“ u. kotyledön „Keim
Akiniltis
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blatt“): keimblattlos (Bot.). Akoltylleldolne die; -, -n:
keimblattlose Pflanze
Aklquileslzenz die; - (zu lat. acquiescere, vgl. akquieszieren): (veraltet) das Zufriedengeben mit etwas, die Einwil
ligung in etwas, aklquileslzielren (aus gleichbed. lat.
acquiescere): (veraltet) zufrieden sein, sich zufriedenge
ben
Aklquilrent der: -en, -en (aus lat. acquirens, Gen. acqui
rentis, Part. Präs, von acquirere, vgl. akquirieren): (veral
tet) jmd., der etwas erwirbt. ak|qui|rie|ren (aus lat.
acquirere „dazuerwerben“): 1. erwerben, anschaffen. 2.
als Akquisiteur tätig sein. Aklquilrierung die; -, -en: svw.
Akquisition. Aklquis [aki:] der; - [a'ki:(s)], - [a'ki:s] (aus
gleichbed. fr. acquis, eigtl. „das Erworbene“): (veraltet)
Geschicklichkeit, Fertigkeit, Kunstgriff. Aklquilse
[a'kvi:zə] die; -, -n (aus/r. acquise, Part. Perf. von acquérir,
dies aus lat. acquirere, vgl. akquirieren: (ugs.) svw. Akqui
sition (2). Ak|qui|si|teur [akvizi t0:ç] der; -s, -e (franzö
sierende Neubildung, vgl. ...eur): a) Kundenwerber, Wer
bevertreter (bes. im Buchhandel); b) jmd., der andere da
für wirbt, dass sie Anzeigen in eine Zeitung setzen lassen.
Ak|qui|si|teu|rin die; -, -nen: weibliche Form zu T Akqui
siteur. Aklquilsiltilon die; -, -en (über fr. acquisition
„Kauf, Erwerb“ aus mlat. acquisitio „Erwerbung“ zu lat.
acquirere, vgl. akquirieren): 1. Erwerbung, Anschaffung.
2. Kundenwerbung, bes. durch Vertreter, aklquilsiltiv
(zu t...iv): (veraltet) durch Gewohnheit erworben, ange
nommen. Aklquilsiltor der; -s, ...oren (zu T...or>: (ös
terr.) svw. Akquisiteur. ak|qui|si|to|risch: die Kunden
werbung betreffend
akr..., Akr... vgl. akro..., Akro... akral* (zugr. äkros „spitz,
hoch“ u. t'...al (1)): die Î Akren betreffend
Akralnie* die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“ u. kranion
„Schädel“) : angeborene Missbildung mit Fehlen des Schä
dels od. Schädeldachs (Med.). Akralniler [...in] die
(Plur.): schädellose Meerestiere mit knorpelartigem Rü
ckenstützorgan (z.B. Lanzettfischchen). Akralnilus der;
-, ...nien [...ian] (aus gleichbed. nlat. acranius): Missge
burt, bei der Schädel od. Schädeldach fehlt (Med.)
Akralton* das; -s, ...ta (aus gr. äkraton, eigtl. „das Unge
mischte“ zu a- „nicht, un-“ u. kräsis „Mischung“): (veral
tet) ungemischter Wein. Akraltolpelge die; -, -n (zu gr.
ákratos „ungemischt, rein“ u. pëgé „Quelle“): kalte Mine
ralquelle (unter 20° C) mit geringem Mineralgehalt. Akratoltherlme die; -, -n: warme Mineralquelle (über 20°C)
mit geringem Gehalt an gelösten Stoffen
Akren* die (Plur.) (zu gr. äkros „Spitze, äußerstes Ende“):
die äußersten (vorstehenden) Körperteile (z.B. Nase,
Kinn, Extremitäten). Akrenlzelphallon das; -s, ...la (zu
gr. egképhalos „Gehirn“): svw. Telenzephalon
Akrilbie* die; - (aus gleichbed. gr. akribeia): höchste Ge
nauigkeit, Sorgfalt in Bezug auf die Ausführung von etwas,
akrilbisch (aus gleichbed. gr. akribës): mit Akribie, sehr
genau, sorgfältig und gewissenhaft [ausgeführt], akrilbistisch (zu T...istisch): äußerst akribisch, übertrieben ge
nau. Akri|bo|lo|gie t//e,- - (zu T...logie): Genauigkeit im
Reden, in wissenschaftlichen Untersuchungen, im Leben.
Akrilbolmelter das; -s, - (zu Î ’...meter): Haarzirkel, Ge
rät zum Messen sehr kleiner Entfernungen u. Gegenstän
de. Akribometrie die; - (zu t...metrie): genaue Mes
sung _
Akri din* vgl. Acridin
Akrit* der; -en, -en (aus gr. akrites „Grenzkämpfer“): Sol
datenbauer im byzantinischen Reich, der gegen Beleh
nung mit Land militärischen Grenzschutz übernahm
akriltisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. t kritisch): ohne kriti
sches Urteil, unkritisch, kritiklos
akro...*, Akro..., vor Vokalen gelegentlich akr..., Akr...
(aus gleichbed. gr. akro-, akr- zu äkros „äußerst, oberst;
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spitz“): Wortbildungselement mit den Bedeutungen
„spitz“, „hoch“, z. B. akrobatisch, Akropolis, Akrenzephalon. akro|a|ma|tisch (ausgr. akroamatikös „hörbar,
zum Anhören bestimmt“): 1. nur für den internen Lehrbe
trieb bestimmt (von Schriften des griech. Philosophen
Aristoteles). 2. ausschließlich Eingeweihten vorbehalten
(von Lehren griech. Philosophen). 3. nur zum Anhören be
stimmt (von einer Lehrform, bei der der Lehrer vorträgt u.
der Schüler zuhört); vgl. erotematisch. Akrolanläslthesie die; -: Empfindungslosigkeit in den t Akren, Störung
der Gefühlswahrnehmung (Med.). Akrolbatifer; -en, -en
(aus gr. akröbatos „auf den Fußspitzen gehend“; vgl. Ba
sis): jmd., der turnerische, gymnastische od. tänzerische
Übungen beherrscht u. [im Zirkus od. Variété] vorführt.
AkrolbaltikrfZe,- - (zu t2...ik (2)): a) Kunst, Leistung eines
Akrobaten; b) überdurchschnittliche Geschicklichkeit u.
Körperbeherrschung. Akrolbaltin T/e, -, -nen: weibliche
Form zu t Akrobat. akroibaltisch: a) den Akrobaten u.
seine Leistung betreffend; b) körperlich besonders ge
wandt, geschickt. Akrolbysltie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. akrobystia): (veraltet) a) svw. Akroposthie; b) svw.
Zirkumzision (1). Akrolchollie [,..ç...] Æe; - (zugr. cholé
„Galle“ u. t2...ie): (veraltet) Jähzorn, akrolchollisch:
(veraltet) jähzornig. Akro|chor|dit [...k..., auch ... dit]
der; -s, -e (zu gr. akrochordön (vgl. Akrochordon) u.
î2...it): ein rotbraunes, kugeliges Mineral. Akrolchordondas; -s, ...da (aus gleichbed. gr. akrochordön); gestiel
te Warze (vorwiegend am Hals od. an den Augenlidern;
Med.), akroldont (zu gr. odoús, Gen. odóntos „Zahn“):
(von Zähnen) mitten auf der Kante der Kiefer sich befin
dend (z.B. bei Lurchen, Schlangen). Akroldont der; -s,
-e: Missbildung, bei der die Zähne auf dem freien Kiefer
rand u. nicht in t Alveolen (1) sitzen (Zahnmed.). Akrodylnie die; -, ...ien (zu t...odynie): Schmerz an den äu
ßersten (vorstehenden) Körperteilen (Med.). Akroldystolnierfze; -, ...ien: Krampf u. Lähmung anden äußersten
Enden der Gliedmaßen (Med.). Akroilpoldilum [...oy...]
das; -s, ...dia (zu gr. ákroi (Plur.) „die Äußersten“ u. t Po
dium): äußerstes Glied der Zehen (Anat.). akrolkarp (zu
t. ..karp): die Frucht an der Spitze tragend (Bot.), akrokelphal usw. vgl. akrozephal usw. Akrollelin das: -s (zu
lat. olere „riechen“ u. î...in (l)): scharf riechender, sehr
reaktionsfähiger ÎAldehyd. Akrollith [auch ...'lit] der;
Gen. -su. -en, Plur. -e[n] (zu Î ...lith): altgriech. Statue, bei
der die nackten Teile aus Marmor, der bekleidete Körper
aus schlechterem Material (z.B. Holz, Stuck) besteht.
AkroiloigieT/e, - (zu t ...logie): 1. Erklärung der obersten
Grundsätze. 2. Deutung der t Hieroglyphen als Anfangs
buchstaben. Akrolmelgallie die; -, ...ien (zu gr. mégas,
Gen. megälou „(riesen)groß“ u. 12...ie> : abnormes Wachs
tum der T Akren (z. B. Nase, Ohren, Zunge, Gliedmaßen),
bedingt durch eine zu hohe Ausschüttung des Wachstums
hormons (Med.). Akrolmilkrierfze, -, ...ien (zu gr. mikrös
„klein“ u. t2...ie): abnormer Kleinwuchs des Skeletts u.
der Î Akren, bedingt hauptsächlich durch Erkrankungen
der îHypophyse (Med.). Akrolmilon das; -s, ...mia (aus
gr. akrömion „Schulterknochen“): Schulterhöhe, anthro
pologischer Messpunkt. Akro|neu|ro|se die; -, -n: zu
sammenfassende Bez. für funktionelle Durchblutungsstö
rungen der îAkren (Med.), akrolnylchisch od. akronykltisch (aus gleichbed. gr. akronyktios): beim (schein
baren) Untergang der Sonne erfolgend. Akrolnym das;
-s, -e (zu gr. önyma „Name“): svw. Initialwort, akrolorogen : in der Tiefe gefaltet u. nachträglich gehoben, gebirgs
bildend (Geol.). Akrolpalthierfie, -, ...ien (zut...pathie):
allg. Bez. für Krankheiten im Bereich der t Extremitäten
(Med.). akro|pe|tal(zu/«Z. petere „zustreben, erstreben“
u. Î ’...al (1), eigtl. „nach oben strebend“): aufsteigend (von
den Verzweigungen einer Pflanze; der älteste Spross ist
Akte
unten, der jüngste oben; Bot.); Ggs. tbasipetal. Akropho bie die; -, ...ien (zu î...phobie): mit Schwindel ver
bundene krankhafte Angst vor großen Höhen (z.B. vor
Berggipfeln, Talbrücken; Med.). Akrolpholnie, auch
...fonie die: - (zu t...phonie): Benennung der Buchstaben
einer Schrift nach etwas, dessen Bezeichnung mit dem ent
sprechenden Laut beginnt (z. B. in der phönizischen
Schrift), akrolpholnisch, auch ..Tonisch: die Akrophonie betreffend; akrophonisches Prinzip: svw. Akrophonie.
AkrpipollisTZe;-, ...polen (ausgr. akrópolis, eigtl. „Ober
stadt"): hoch gelegener, geschützter Zufluchtsplatz vieler
griech. Städte der Antike. Akrolposlthie die, -, ...ien (zu
gr. pösthion „Vorhaut“ u. t2...ie>: (veraltet) äußerster Teil
der Vorhaut, der bei der Beschneidung entfernt wird.
Akrolsom das; -s, -en (zu gr. soma „Körper“): den Kopf
des Spermienfadens umgebendes Gebilde (Biol.). Akroso phie die; - (zu gr. sophia „Weisheit“): höchste Weis
heit. Akrosltilchon das; -s, Plur. ...chen u. ...cha (aus
gleichbed. gr. akröstichon): a) hintereinander zu lesende
Anfangsbuchstaben, -silben od. -Wörter der Verszeilen,
Strophen, Abschnitte od. Kapitel, die ein Wort, einen Na
men od. einen Satz ergeben; b) Gedicht, das Akrostichen
enthält; vgl. Mesostichon, Telestichon. Akros|to|li|on
das; -s, ...ien [...ion] (zu gr. stolion, Verkleinerungsform
von stölos „Schiffsschnabel“): verzierte Spitze des Vorste
venaufsatzes am Vorderteil antiker Schiffe. Akroltelleuton ¿fas; -s, Plur. ...ten u. ...ta (zu gr. akroteleütion „End
reim“): Gedicht, in dem Akrostichon u. TTelestichon ver
eint sind, sodass die Anfangsbuchstaben der Verse od. Zei
len eines Gedichts od. Abschnitts von oben nach unten
gelesen u. die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen
das gleiche Wort od. den gleichen Satz ergeben. Akrolter
der; -s, -e (aus gr. akröter „(Giebel)vorsprung“): svw.
Akroterion. Akroltelrie [,,,iə] die; -, -n (aus gr. akröteria
„Giebelverzierung“): svw. Akroterion. Akrolte|ri|on u.
Akroterilum das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat.
acroterium, dies ausgr. akroterion, eigtl. „Spitze, Äußers
tes“): a) Giebelverzierung an griech. u. röm. Tempeln; b)
Schmuckelement auf dem First u. an den Ecken des Gie
bels repräsentativer Bauten, auf Grabstelen u.Ä.
Akroltislmus* der; -, ...men (zu gr. a- „nicht, un-“, kroteîn
„schlagen“ u. T...ismus (3)>: Zustand des Organismus, in
dem der Puls nicht mehr gefühlt werden kann (Med.)
Akroltolnie* die; - (zu takro..., gr. tonos „Hebung, das
Spannen“ u. t2...ie): Verzweigungsart eines Pflanzen
sprosses, die zur Kronenbildung führt (bes. bei Laubbäu
men; Bot.). akro|ze|phal, akrokephal (zu gr. kephalê
„Kopf“): hoch-, spitzköpfig (Med.). Akrolzelphalle,
Akrokephale der; -n, -n: Hoch-, Spitzkopf (Med.). Akrozelphallie, Akrokephalie die; -, ...ien (zu 12...ie> : Wachs
tumsanomalie, bei der sich eine abnorm hohe u. spitze
Schädelform ausbildet (Med.). Akrolzylalnglse die; -,
-n: bläuliche Verfärbung der Î Akren bei Kreislaufstörun
gen (Med.)
Akryllsäulre vgl. Acrylsäure
Akt der; -[e]s, -e (aus lat. actus „Handlung, Geschehen“ zu
agere, vgl. agieren): 1. a) Vorgang, Vollzug, Handlung; b)
feierliche Handlung, Zeremoniell (z.B. in Zusammenset
zungen wie Staatsakt, Festakt). 2. Abschnitt, Aufzug eines
Theaterstücks. 3. künstlerische Darstellung des nackten
menschlichen Körpers. 4. svw. Koitus. 5. svw. Akte. Ak
tant der; -en, -en (aus fr. actant „Handelnder“, dies zu lat.
agere, vgl. agieren): vom Verb gefordertes, für die Bildung
eines grammatischen Satzes obligatorisches Satzglied (z. B.
der Gärtner bindet die Blumen; Sprachw.); vgl. Valenz
ak|tä|o|ni|sielren (nach Aktäon, einem von Diana in ei
nen Hirsch verwandelten Jäger der griech.-röm. Sage, u.
zu Î...isieren): (veraltet) den Ehemann betrügen
Aklte die; -, -n, österr. auch Akt der; -[e]s, -e (zu lat. acta
Aktei
66
Akltilnolthelralpie die; -, ...ien: (veraltet) Strahlenbe
(Plur.) „das Verhandelte, die Ausführungen, der Vor
handlung (Med.)
gang“, dies zu agere, vgl. agieren): [geordnete] Sammlung
zusammengehörender Schriftstücke. Akltei die; -, -en: Akltilon die; -, -en (aus lat. actio „Tätigkeit, Vorgang“ zu
agere, vgl. agieren): a) gemeinsames, gezieltes Vorgehen;
Aktensammlung. Akltenlnoltiz die; -, -en: kurze Auf
b) planvolle Unternehmung, Maßnahme; in Aktion [tre
zeichnung, Anmerkung, Eintragung in die Akten. Ak
ten, sein]: in Tätigkeit [treten, sein]; vgl. konzertierte Ak
teur [ak'to:n] der; -s, -e (aus gleichbed./r. acteur, dies aus
tion. aklti[olnal (zu Î1 ...al (1)>: die Aktion betreffend; vgl.
lat. actor zu agere, vgl. agieren): 1. handelnde Person. 2.
...al/...eil. Akltilolnär rfer; -s, -e (aus gleichbed. fr. action
Schauspieler. Aktlfolto das; -s, -s: Kurzform von tAktnaire): Inhaber von IAktien einer ÎAktiengesellschaft.
fotografie. Akt|folto|gra|fie die; -, -n: I Fotografie (2) ei
ak|ti|o|nell (zu T ...eil): svw. aktional; vgl. ...al/...eil. Aknes Aktes (3). Akltie [...ja] die; -, -n (aus gleichbed. nieti|o|nen|sys|tem das; -s: Wesen des röm. Rechts, das
derl. actie, dies zu lat. actio „Tätigkeit, Klage, klagbarer
privaten Rechten nur insoweit Rechtsschutz gewährt, als
Anspruch“; vgl. Aktion): Anteilschein am Grundkapital
es für sie eine gerichtsfähige Klageart (t Actio) gibt
einer Aktiengesellschaft. Aklti|en|ge|sell|schaft die; -,
(Rechtsw.). Ak|ti|o|nis|mus der; - (zu T...ismus): 1. das
-en: Handelsgesellschaft, deren Grundkapital (Aktienka
Bestreben, das Bewusstsein der Menschen od. die beste
pital) von Gesellschaftern (Î Aktionären) aufgebracht
henden Zustände in Gesellschaft, Kunst od. Literatur
wird, die nicht persönlich, sondern mit ihren Einlagen für
durch gezielte [provozierende, revolutionäre] Aktionen zu
die Verbindlichkeiten haften; Abk.: AG. Ak|ti|en|in|dex
verändern. 2. (oft abwertend) übertriebener Tätigkeits
der; -es, -e: Kennziffer für die Entwicklung des Kurs
drang. Akltilolnist der; -en, -en (zu Î ...ist): Vertreter des
durchschnitts der bedeutendsten Aktiengesellschaften.
Aktionismus, akltilolnisltisch (zu Î...istisch): im Sinne
Ak ti en ka pi tal das; -s, Plur. -e u. (österr. nur) -ien
des Aktionismus (1) [handelnd]. Aklti|ons|art die; -, -en:
[...¡an]: Summe des in Aktien zerlegten Grundkapitals ei
Geschehensart beim Verb, die die Art u. Weise bezeichnet,
ner Aktiengesellschaft. Ak|ti|en|kurs der; -es, -e: an der
in welcher das durch das Verb ausgedrückte Geschehen
Börse festgestellter Preis von Wertpapieren. Akltilenlpavor sich geht, z.B. sticheln (iterativ);/¿Wen (faktitiv;
ket das; -[e]s, -e : größere Anzahl von Aktien einer Gesell
Sprachw.); vgl. Aspekt (3). Ak|ti|ons|ka|ta|log der; -s,
schaft, die ihrem Besitzer bedeutenden Einfluss auf die
-e: svw. Ethogramm. Ak|ti|onslpa|ra|me|ter der; -s, -:
Gesellschaft sichert. Ak|ti|en|spelkullant der; -en, -en:
Größe, die ein Wirtschaftssubjekt direkt beeinflussen u.
jmd., der mit Aktien spekuliert. Ak|ti|en|spejku|la|tifestlegen kann (z. B. Preisforderung eines Unternehmens;
on die; -, -en: ÎSpekulation mit Aktien. Akltin das, -s, -e
Wirtsch.). Akltionslpotenzilal das; -s, -e: elektrische
(zu lat. actio „Tätigkeit, Vorgang“ u. T ...in (1)>: Eiweißver
Spannungsänderung mit Aktionsströmen bei Erregung
bindung im Muskel (Biochem.)
Ak|ti|nj|de vgl. Actinide. Akltilnie [...io] die; -, -n (zu gr.
von Nerven, Muskeln, Drüsen (Biochem.). Akltilonsquo ti ent der; -en, -en: Maß für die Aktivität, die ein
aktis, Gen. aktînos „Strahl“ u. t’...ie): Seeanemone, aktilnisch: a) radioaktiv (von Heilquellen); b) durch Strah
Sprechender durch seine Sprache ausdrückt, das durch
lung hervorgerufen (z.B. von Krankheiten). Akltilnisdas Verhältnis aktiver Elemente (z. B. Verben) zu den qua
mus der; - (zu t...ismus (2)): svw. Aktinität. Ak|ti|ni|tat
litativen (z.B. Adjektive) bestimmt wird (Psychol.). Akltidie; - (zu t...ität>: photochemische Wirksamkeit einer
onsradius der; -, ...ien [...ion]: Wirkungsbereich,
Lichtstrahlung, bes. ihre Wirkung auf fotografisches Ma
Reichweite. Akltilonslstrom der; -[e]s, ...ströme: bei der
terial. Ak|ti|ni|um vgl. Actinium. ak|ti|no..., Ak tiTätigkeit eines Muskels auftretender elektrischer Strom.
no... (zu gr. aktis, Gen. aktmos „Strahl“): Wortbildungs
Ak|ti!onslsub|stanlzen* die (Plur.): Stoffe, die nach
element mit der Bedeutung „Strahl, Strahlung“, z.B. aktiReizung eines Nervs an den Nervenendigungen u. I Synap
nomorph, Aktinometer. Ak|ti|nolbo|lislmus der; - (zu
sen frei werden u. deren T Chemismus zur Reizübertragung
gr. bolë „das Werfen, Wurf1 u. T...ismus, eigtl. „das
vom Nerv auf das Ausführungsorgan (Muskel) dient (z. B.
Strahlenwerfen“): (veraltet) Ausstrahlung. AkltilnoAdrenalin; Med.). Ak|ti|ons|sys|tem das; -s, -e: Ge
elek|tri|zi|tät* die; -: I Elektrizität, die durch Sonnen
samtheit aller Verhaltensweisen einer Tierart. Akltilpnseinstrahlung in einigen Kristallen entsteht. Akltilnoturbine die; -, -n: Turbine, bei der die gesamte Energie
graf, auch ...graph der; -en, -en (zu T...graf): Gerät zur
(Wasser, Dampf od. Gas) vor dem Eintritt in das Laufrad
Aufzeichnung der Sonnenstrahlung (Meteor.). Akltilnoin einer Düse in Bewegungsenergie umgesetzt wird;
gramm das; -s, -e (zu t...gramm): (veraltet) Röntgen
Gleichdruckturbine. Ak|ti|ons|zen|trum* das, -s,
bild. Ak|ti|no|i|de vgl. Actinoide. Ak|ti|no|kar|dio...tren: 1. zentrale Stelle, von der [politische] Aktionen
gralfie, auch ...gralphie die; -: Sammelbez. für Metho
ausgehen. 2. die Großwetterlage bestimmendes, relativ
den zur röntgenologischen Untersuchung des Herzens
häufig auftretendes, ausgedehntes Hoch- od. Tiefdruckge
(Med.). Ak|ti|no|lith [auch ...lit] der; Gen. -s u. -en,
biet (Meteor.)
Plur. -e[n] (zu î...lith>: Strahlstein (ein grünes Mineral). akltiv [bei Hervorhebung od. Gegenüberstellung zu passiv
Akltilnolmelter das; -s, - (zu Î'...meter): Gerät zur Mes
auch 'ak...] (aus lat. activus „tätig, wirksam“): 1. a) unter
sung der Sonnenstrahlung (Meteor.). Aklti|no|meltrie*
nehmend, geschäftig, rührig, zielstrebig; Ggs. Iinaktiv,
die; - (zu T...metrie>: Messung der Strahlungsintensität
1 passiv (la); b) selbst in einer Sache tätig, sie ausübend
der Sonne (Meteor.). ak|ti|no|mprph (zu Î...morph):
(im Unterschied zum bloßen Erdulden o.Ä. von etw.);
strahlenförmig (z.B. von Blüten; Bot.). Ak|ti|no|myGgs. tpassiv; aktive Bestechung: Verleitung eines Beam
kom das; -s, -e (zu gr. mykês „Pilz“ u. t...om): bretthar
ten od. einer im Militär- od. Schutzdienst stehenden Per
te, geschwulstartige ÎInfiltration (3), meist an der Mund
son durch Geschenke, Geld o.Ä. zu einer Handlung, die
schleimhaut, bei Î Aktinomykose (Med.). Akltilnolmyeine Amts- od. Dienstpflichtverletzung enthält; aktive
ko|se die; -, -n (zu t‘...ose): Strahlenpilzkrankheit
Handelsbilanz: Handelsbilanz eines Landes, bei der mehr
(Med.). Ak|ti|no|my|zet der; -en, -en: Strahlenpilz (Fa
ausgeführt als eingeführt wird; aktives Wahlrecht: das
denbakterie). Ak|ti|non das; -s (Kunstw.; zu î4...on>: ra
Recht zu wählen; aktiver Wortschatz: Gesamtheit aller
dioaktives Edelgas (tIsotop des TRadons), das beim
Wörter, die ein Sprecher in seiner Muttersprache be
radioaktiven Zerfall des 1 Actiniums entsteht. Akltilnoherrscht u. beim Sprechen verwendet. 2. a) im Militär
phalge der u. die; -n, -n (meist Plur.) (zu Î...phage):
dienst stehend (im Unterschied zur Reserve); b) als Mit
Strahlenpilze auslösendes ÎVirus. Ak|ti|no|sko|pie*
glied einer Sportgemeinschaft regelmäßig an sportlichen
die: -, ...ien (zu î...skopie): svw. Elektrokymografie.
Wettkämpfen teilnehmend. 3. svw. aktivisch. 4. svw. op-
67
Aktualisierung
tisch aktiv. 5. stark reaktionsfähig (Chem.); Ggs. tinaktiv
auf ihm beruhend, zu ihm gehörend, ihn vertretend. 2. den
(3 a). 6. einer studentischen Verbindung mit allen Pflichten
Aktivisten (1) betreffend, zu ihm gehörend. Akltilviltas
angehörend; Ggs. Îinaktiv (2b). 'Akltiv das; -s, -e [,,,və]
die; - (nach gleichbed. mlat. activitas; vgl. aktiv): Gesamt
(aus gleichbed. lat. (genus) activum): Verhaltensrichtung
heit der zur aktiven Beteiligung in einer studentischen Ver
des Verbs, die vom (meist in einer Tätigkeit befindlichen)
bindung Verpflichteten. Ak|ti|vi|tät die; -, -en (zu
Subjekt her gesehen ist; z. B. er streicht sein Zimmer; die
t. ..ität): 1. (ohne Plur.) Tätigkeitsdrang, Betriebsamkeit,
Rosen blühen (Sprachw.); Ggs. tPassiv. 2Ak|tiv das: -s,
Unternehmungsgeist; Ggs. tInaktivität (1), ÎPassivität
Plur. -s od. -e [...va] (aus gleichbed. ruʌ`ʌ. aktiv, dies zu /ɑt.
( 1 ). 2. (ohne Plur.) Maß für den radioaktiven Zerfall, d. h.
activus, vgl. aktiv): Arbeitsgruppe in den sozialistischen
die Stärke einer radioaktiven Quelle (Chem.); vgl. Radio
Ländern, deren Mitglieder zusammen an der Erfüllung be
aktivität; 3. (meist Plur.) das Tätigwerden, Sichbetätigen
stimmter gesellschaftlicher, wirtschaftlicher od. politi
in einer bestimmten Weise, bestimmte Handlungen. Akscher Aufgaben arbeiteten. Akltilva [...va] die (Plur.) (aus
ti vi tätsihy peritro phie* die; -: Größenzunahme ei
lat. activa, Neutrum Plur. von activus „wirksam“; vgl. ak
nes Organs od. Muskels bei ständiger starker Beanspru
tiv): Vermögenswerte eines Unternehmens auf der linken
chung (Med.). Ak|ti|vi|täts|rhyth|mus der; -, ...men:
Seite der tBilanz; Ggs. /Passiva. Ak ti va tiion [,..v...]
lichtabhängiger Tag-und-Nacht-Rhythmus (Ökologie).
i/ze; -, -en (aus engl. activation „Aktivierung“): ungerich
Akltilviltätslzenitrum* das; -s, ...tren: 1. Mittelpunkt
tete Grunderregung des Nervensystems als Voraussetzung
einer Aktivität ( 1 ). 2. Ursprungsgebiet der Erscheinungen
für die normalen psychischen Funktionen im Wachzu
der Sonnenaktivität (Astron.). Ak|tiv|koh|le die;
stand (Neurologie). Akltilvaltorz/er; -s, ...oren (zu Î aktiv
staubfeiner, poröser Kohlenstoff, als Î Adsorbens zur Ent
u. f...ator>: 1. Stoff, der die Wirksamkeit eines Î Katalysa
giftung, Reinigung od. Entfärbung benutzt (z. B. in Gas
tors steigert. 2. einem nicht leuchtfähigen Stoff zugesetzte
maskenfiltern); Kurzw. A-Kohle. Akltivlkonlten, AkSubstanz, die diesen zu einem Leuchtstoff macht (Chem.).
tivlkonlti od. Ak|tiv|kon|tos die (Plur.): Konten der
3. im î Serum (1 a) vorkommender, die Bildung von Î An Aktivseite der Bilanz; vgl. Aktiva (Wirtsch.); Ggs. tPastikörpern aktivierender Stoff (Med.). 4. Hilfsmittel zur
sivkonten. Ak|tiv|le|gi|ti|malti|on die: -, -en: im Zivil
Kieferregulierung (Zahnmed.). ’Ak ti ve der; -n. -n (zu
prozess die sachliche Befugnis des Klägers, das strittige
lat. activus, vgl. aktiv): a) Sportler, der regelmäßig an
Recht geltend zu machen (Rechtsw.); Ggs. ÎPassivlegiti
Wettkämpfen teilnimmt ; b) Mitglied eines Karnevalsver
mation. Ak|tiv|pos|ten der; -s, -: Vermögensposten, der
eins, das sich mit eigenen Beiträgen an Karnevalssitzun
auf der Aktivseite der Bilanz aufgeführt ist; Ggs. Î Passiv
gen beteiligt; c) Mitglied einer studentischen Î Aktivitas.
posten. Akltivlprolzess der; -es, -e: Prozess, denjmd. als
2Ak|ti|ve die; -, -n: (veraltet) fabrikmäßig hergestellte Zi
Kläger führt (Rechtsw.); Ggs. ÎPassivprozess. Akltivgarette im Unterschied zur selbst gedrehten. Akltilven
sal do der; -s, Plur. -s, ...salden u. ...Saldi: Saldo auf der
vgl. Aktiva u. Aktive. Ak|tiv|fi|nan|zie|rung zZze; -, -en:
Aktivseite eines Kontos; Ggs. î Passivsaldo. Akltivlstoff
Überlassung von Kapital an einen Dritten. Akltivlgeder; -[e]s, -e: Stoff von großer chem. Reaktionsfähigkeit.
schäft das; -s, -e: Bankgeschäft, bei dem die Bank Kre
Akltilvum [,,,vʊm] das; -s, ...va (aus gleichbed. mlat. acti
dite an Dritte gewährt; Ggs. Î Passivgeschäft. Akltjvvum): (veraltet) svw. ‘Aktiv. Ak|tiv|ur|laub der; -s, -e:
hanldel der; -s: von den einheimischen Kaufleuten eines
Urlaub mit sportlichen Aktivitäten, z.B. Wandern, Sur
Landes betriebener Außenhandel; Ggs. / Passivhandel.
fen, Tennis, Golf. Akltivjzinlsen die (Plur.): Zinsen, die
den Banken aus Kreditgeschäften zufließen; Ggs. ÎPas
akltilvielren [...v...] (nach gleichbed. fr. activer; vgl. ak
tiv): 1. a) zu größerer Aktivität (1) veranlassen; b) in Tä
sivzinsen. Akltolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu lat.
tigkeit setzen, in Gang bringen, zu größerer Wirksamkeit
actio (vgl. Aktion) u. Î ...graf): Registriergerät für Lebens
äußerungen der Tiere
verhelfen. 2. etwas als Aktivposten in die Bilanz aufneh
men; Ggs. tpassivieren (1). 3. künstlich radioaktiv ma Akltolmyloisin, fachspr. Actomyosin das; -s, -e (zu Î Aktin
u. t Myosin): aus Î Myosin u. / Aktin gebildeter Eiweißkör
chen. Ak|ti|vie|rung die; -, -en (zu /...ierung): 1. (ohne
per, dessen Bildung u. Zerfall für die Muskelkontraktion
Plur.) das Aktivieren (1). 2. (ohne Plur.) Erfassung von
bedeutsam ist (Med.)
Vermögenswerten in der /Bilanz; Ggs. ÎPassivierung
(Wirtsch.). 3. Prozess, durch den chem. Elemente od. Ver Akltor der; -s, ...oren (aus /ɑt. actor „jmd., der (etwas) in
Bewegung setzt; Vollzieher; Kläger“): 1. (veraltet) han
bindungen in einen reaktionsfähigen Zustand versetzt wer
delnde Person. 2. (veraltet) Kläger, bevollmächtigter An
den (Chem.). 4. das Aktivieren (3) von Atomkernen
walt. 3. svw. Î Aktuator. Akltolrilum das; -s, ...ien [,,,iən]
(Phys.). Ak|ti|vie|rungs|ana|ly|se die; -, -n: Methode
(zu /...ium): (veraltet) die dem Aktor (2), dem Anwalt er
zur quantitativen Bestimmung kleinster Konzentrationen
teilte Vollmacht. Akltrilce* [...sa] die; -, -n (aus gleich
eines Elements in anderen Elementen (Chem.). Akltilviebed. fr. actrice; vgl. Akteur): Schauspielerin. ak|tu|al
rungs ener gie die; -, -n: 1. Energiemenge, die für die
(aus lat. actualis „tätig, wirksam“; vgl. agieren): 1. wirk
Einleitung gehemmter chem. u. physik. Reaktionen nötig
sam, tätig (Philos.); Ggs. /potenzial (1). 2. in der Rede
ist. 2. Energie, die einem atomaren System zugeführt wer
od. im /Kontext verwirklicht, eindeutig determiniert
den muss, um es in einen angeregten Energiezustand zu
(Sprachw.); Ggs. /potenziell. 3. im Augenblick gegeben,
bringen. Ak|ti|vie|rungs|prolduklte die (Plur.): durch
sich vollziehend, vorliegend, tatsächlich vorhanden; Ggs.
Neutronenstrahlung in einem Kernreaktor radioaktiv ge
/potenziell. Ak|tu|al|gelnelse die; -, -n: stufenweise
wordene tNuklide außerhalb des Brennstoffs, z. B. in den
sich vollziehender Wahrnehmungsvorgang, ausgehend
Brennstabhüllrohren, im Kühlmittel, bei den Reaktorein
vom ersten, noch diffusen Eindruck bis zur klar geglie
bauten. Ak|ti|vin das; -s (zu /...in (1)>: ein tChloramin.
derten u. erkennbaren Endgestalt (Psychol.). Ak|tu|a|liak tilvisch [auch ak...] (aus/ai. activus „die Tätigkeit be
sa ti on die; -, -en (zu /...isation): 1. (ohne Plur.) svw.
zeichnend“; vgl. aktiv): das 'Aktiv betreffend, zum 'Aktiv
Aktualisierung. 2. aktualisierter Text (Sprachw.); vgl.
gehörend (Sprachw.); vgl. ...isch/-; Ggs. tpassivisch. Ak...ation/...ierung. akltulallilsielren (aus gleichbed. fr.
tivismus der; - (zu î ...ismus (2)): aktives Vorgehen, Tä
actualiser zu lat. actualis; vgl. aktual u. ...isieren): 1. et
tigkeitsdrang. Akltilvist der; -en, -en (zu /...ist): 1. ziel
was [wieder] aktuell machen, beleben, auf den neuesten
bewusst u. zielstrebig Handelnder. 2. jmd., der im sozialis
Stand bringen. 2. Varianten sprachlicher Einheiten in ei
tischen Wettbewerb für besondere berufliche u./od. gesell
nem bestimmten Kontext verwenden (Sprachw.). Akltuschaftliche Leistungen ausgezeichnet worden ist. akltialliisielrung die; -, -en (zu /...isierung): das Aktualisievisltisch (zu /...istisch): 1. den tAktivismus betreffend,
Aktualismus
ren; vgl. ...ation/...ierung. Ak|tu|a|lis|mus der; - <zu
t...ismus (1)): a) philos. Lehre, nach der die Wirklichkeit
ständig aktuales (1), nicht unveränderliches Sein ist; b)
Auffassung, dass die gegenwärtigen Kräfte u. Gesetze
der Natur- u. Kulturgeschichte die gleichen sind wie in
früheren Zeiträumen. ak|tu|a|lisltisch (zu I...istisch);
die Lehre, Theorie, Auffassung des Aktualismus betref
fend, sie vertretend. Ak|tu|a|li|tat die; -, -en (aus gleichbed. fr. actualité zu lat. actualis; vgl. aktual u. ...ität): 1.
(ohne Plur.) Gegenwartsbezogenheit, -nähe, unmittelbare
Wirklichkeit, Bedeutsamkeit für die unmittelbare Gegen
wart. 2. (nur Plur.) Tagesereignisse, jüngste Geschehnis
se. 3. (ohne Plur.) das Wirklichsein, Wirksamsein; Ggs.
Î Potenzialität (Philos.). Ak|tula|li|tä|tenlki|no das; -s,
-s: Kino mit [durchgehend laufendem] aus Kurzfilmen
verschiedener Art gemischtem Programm. Ak|tu|a|litatstheorie die; -: 1. Lehre von der Veränderlichkeit,
vom unaufhörlichen Werden des Seins (Philos.). 2. Lehre,
nach der die Seele nicht an sich, sondern nur in den aktu
ellen, im Augenblick tatsächlich vorhandenen seelischen
Vorgängen besteht (Psychol.). Ak|tu|al|neu|rolse die; -,
-n (zu I aktual): durch aktuelle, tatsächlich vorhandene,
vorliegende Affekterlebnisse (z.B. Schreck, Angst) aus
gelöste tNeurose (Psychol.). Akltular der; -s, -e (zu Î Aktuarius): 1. (veraltet) Gerichtsangesteilter. 2. wissen
schaftlicher Versicherungs- u. Wirtschaftsmathematiker.
Ak|tu|a|ri|at das; -[e]s, -e (zu t...iat>: Amt des Aktuars
(1). Aktuarius der; -, ...ien [...isn] (aus lat. actuarius
„Schnellschreiber (bei Verhandlungen)“; vgl. Akte): svw.
Aktuar (1). Akltulaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed.
engl. actuator zu lat. actualis, vgl. aktual): Bauelement
am Ausgangsteil einer Steuer- od. Regelstrecke, der in
Energie- od. Massenströme eingreift u. darin als verän
derlicher Widerstand wirkt, akltulell (aus gleichbed. fr.
actuel, dies aus lat. actualis, vgl. aktual): 1. im augen
blicklichen Interesse liegend, zeitgemäß, zeitnah; Ggs.
I inaktuell. 2. svw. aktual (2, 3), im Augenblick gegeben,
vorliegend, tatsächlich vorhanden; Ggs. Î potenziell. Aktum das; -s, ...ta (aus lat. actum, Part. Perf. (Neutrum)
von agere, vgl. agieren): Objektkasus, in den das Subjekt
z. B. deutscher Sätze mit intransitivem Verb in den Spra
chen mit anderer Verbalauffassung gesetzt werden muss
(z.B. im Tibetanischen od. vergleichsweise franz, me voi
là für dt. da bin ich; franz, il me faut un crayon für dt. ich
brauche einen Bleistift). Ak|tuolgeo|lo|gie die: - (zu lat.
actuosus „lebhaft, tätig“): Teilgebiet der Geologie, das
die Vorgänge der geologischen Vergangenheit unter Be
obachtung der in der Gegenwart ablaufenden Prozesse zu
erklären sucht. Akltuo|pa|lä|on|to|lo|gie die; -: Teilge
biet der Paläontologie, das die Bildungsweise paläontolo
gischer Fossilien unter Beobachtung der in der Gegen
wart ablaufenden Prozesse zu erklären sucht. Akltus der;
-, - [...tu:s] (aus gleichbed. lat. actus): (veraltet) [Schuljfeier, [Schul]aufführung
Akuem das; -s, -e (zu gr. akoüein „hören“ u. Î ...em): phonisches u. artikulatorisches Element, in dem sich ein Af
fekt od. Gefühlszustand kundgibt (Sprachw.)
aku ie ren <aus gleichbed. lat. acuere zu acus „Nadel“):
(veraltet) schärfen, zuspitzen, reizen, akiɪlɪert <zuî...iert,
eigtl. „geschärft“): scharf betont (von einer Silbe, einem
Vokal; Phon.). Akuültät die; - (zu lat. acuere (vgl. akuie
ren ) u. 1 ...ität): 1. (veraltet) Schärfe des Tones. 2. akuter
Krankheitsverlauf, akutes Krankheitsbild (Med.); Ggs.
t Chronizität
Akullallie ¿Z/e; -, ...ien (zugr. akoüein „hören“, lalein „spre
chen“ u. T 2...ie>: unsinnige lautliche Äußerung bei t Apha
sie
Aku|le|a|ten die (Plur.) (zu lat. aculeatus „stachelig“):
Bez. für alle mit einem Giftstachel bewehrten Insekten
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(z.B. Bienen, Wespen). aku|le|i|form (zu lat. aculeus
„Stachel“ u. t...form>: (veraltet) stachelförmig
akullielren [aky...] (aus fr. acculer „in die Enge treiben“,
reflexiv „sich auf den Hintern setzen“, dies zu cul „Hin
tern“): sich beim Reiten zu weit hinten (auf das Kreuz des
Pferdes) setzen
Akul meter das; -s, - (zu gr. akoüein „hören“ u. I '...meter):
svw. Audiometer. Akulmeltrie* die; - (zu T...metrie):
svw. Audiometrie
akulmilnös (aus fr. acumineux „zugespitzt“, dies zu lat.
acumen „Spitze“; vgl. ...ös): scharf zugespitzt
Akulpikltur die; -, -en (zu lat. acus „Nadel" u. pictura „Ma
lerei“): (veraltet) Nadelstickerei. Akulpreslsur die; -, -en
(zu lat. pressura „Druck“ (Analogiebildung zu t Akupunk
tur)): der Akupunktur verwandtes Verfahren, bei dem
durch kreisende Bewegungen der Fingerkuppen (unter
leichtem Druck) auf bestimmten Körperpunkten manche
Schmerzen behoben werden sollen. Akulpunklteur
[,,,'to:n] der; -s, -e (zu Î Akupunktur u. t...eur>: jmd., der ei
ne Akupunktur durchführt, akulpunkltielren (zu T..de
ren): eine Akupunktur durchführen. Akulpunkltur die; -,
-en (zu lat. acus „Nadel“ u. punctura „das Stechen, der
Stich“): alte asiatische Heilmethode, bei der durch das
Einstechen von Nadeln aus Edelmetall an bestimmten
Körperpunkten unter die Haut in das Körpergewebe die
den Einstichstellen „zugeordneten“ Organe geheilt wer
den sollen, auch bei Neuralgien, Migräne, Rheumatismus
u.Ä. angewendet. Aku|punk|tu|rist der; -en, -en (zu
t ...ist): svw. Akupunkteur
Akus|ma|ti|ker der; -s, - (zu gr. akousmatikös „Zuhörer,
Schüler des Pythagoras“): Angehöriger einer Untergrup
pe der Î Pythagoreer (Philos.). Akusltik die; - (zu gr.
akoustikös (vgl. akustisch) u. I2...ik (2)): 1. a) Lehre vom
Schall, von den Tönen; b) Schalltechnik. 2. Klangwir
kung. Akusltilker der; -s, -: Fachmann für Fragen der
Akustik. Akusltik log der; -s (zu engl. log „Bohrbe
richt“): Gerät zur Schichtgrenzbestimmung von Gestei
nen. Akusltilkon das; -s, ...ka (aus gleichbed. gr. akoustikön zu akoustikös, vgl. akustisch): (veraltet) ein Höhr
rohr. akusltisch (aus gr. akoustikös „das Gehör betref
fend“): a) die Akustik (1, 2) betreffend; b) klanglich;
durch das Gehör [erfolgend]; vgl. auditiv; akustischer
Typ: Menschentyp, der Gehörtes besser behält als Gese
henes; Ivisueller Typ. Akusltolchelmie die; -: Teilge
biet der physikalischen Chemie, das sich mit der Erzeu
gung von Schall durch chem. Reaktionen u. mit der Be
einflussung dieser durch Schallschwingungen beschäftigt.
Akusltolelekltrolnik* die; -: Teilgebiet der Elektronik,
das sich mit der Beeinflussung von elektronischen Funk
tionen in Festkörpern durch hochfrequente Ultra- u. Hy
perschallwellen befasst. Akusltolopltik die; -: Teilgebiet
der Optik, das die Wechselwirkungen zwischen hochfre
quenten Ultra- u. Hyperschallwellen mit elektromagneti
schen Wellen untersucht u. die dabei auftretenden Brechungs- u. Beugungseffekte z. B. zum Bau von Lichtschal
tern anwendet
akut (aus lat. acutus „scharf, spitz“): 1. brennend, drin
gend, vordringlich, unmittelbar [anrührend] (in Bezug auf
etwas, womit sich jmd. sofort beschäftigen muss od. was
gerade unübersehbar im Vordergrund des Interesses
steht). 2. unvermittelt auftretend, schnell u. heftig verlau
fend (von Krankheiten u. Schmerzen; Med.); Ggs. Ichro
nisch (1). Akut der; -s, -e: Betonungszeichen, Akzent für
steigende Stimmführung, z. B. é; vgl. Accent aigu
Akylalnolbleplsie* die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, kyáneos
„blau“, blépein „sehen“ u. t2...ie): svw. Azyanopsie. Akyalnoblept der; -[e]s, -e (zugr. bleptös „sehend“): (veral
tet) jmd., der blind für blaue Farbe ist
Akylelsie, Akylelsis die; - (zugr. a- „nicht, un-“ u. kÿêsis
69
Akzidens
„Schwangerschaft“ (u. T2...ie)>: (veraltet) weibliche Un
(Plur.): eine Partei der tJansenisten in Frankreich im
fruchtbarkeit (Med.).; vgl. Sterilität
18. Jh. Ak|zep|tanz die; -, -en (zu t,,,anz): 1. (bes. WerAkyn der; -s, -e (aus gleichbed. russ. akyn zu kirg. akyn u.
bespr.) Bereitschaft, etwas (ein neues Produkt o. Ä.) anzu
aserbaidschan. achun „islam. Theologe, gelehrter Mulla“,
nehmen. 2. bejahende od. tolerierende Einstellung von
dies aus dem Turkotat.): kasachischer u. kirgisischer
Personen od. Gruppen gegenüber Neuerungen u. Ent
Volkssänger; vgl. Rhapsode
wicklungen in Wirtschaft, Politik u. Gesellschaft (Soziol.).
Akyltelria die (Plur.) (aus gleichbed. gr. akytéria): (veral
Ak| zepltaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. accepta
tet) Abtreibungsmittel (Med.)
tio): Annahme (z.B. eines Wechsels), Anerkennung; vgl.
Aklzeldenz die; - (zu lat. accedere (vgl. akzedieren) u.
...ation/...ierung. Akzeptierbarkeit <//<?, - (zu Î akzep
T...enz>: Beipflichtung, Zustimmung. ak|zeldie|ren (aus
tieren): svw. Akzeptabilität (b). akzeptieren (aus
gleichbed. lat. accedere): beitreten, beistimmen
gleichbed. lat. acceptare zu accipere „annehmen“): etwas
Ak|ze|le|ra|ti|onÆe; -, -en (aus lat. acceleratio „Beschleu
annehmen, billigen, hinnehmen. Aklzepltielrung die; -,
nigung” zu accelerare, vgl. akzelerieren): 1. Zunahme der
-en (zu î...ierung>: das Anerkennen, Einverstandensein
Umlaufgeschwindigkeit des Mondes. 2. Zeitunterschied
mitetwas/jmdm.; vgl. ...ation/...ierung. Aklzep tilomfe,
zwischen einem mittleren Sonnen- u. einem mittleren
- (zu Î ‘...ion): svw. Akzeptation. Ak|zep|ti|vi|tät [...v...]
Sterntag. 3. Änderung der Ganggeschwindigkeit einer
die: - (zu T...iv u. l...ität): svw. Akzeptanz. AklzeptlkreUhr. 4. Entwicklungsbeschleunigung bei Jugendlichen. 5.
dit der; -[e]s, -e: Einräumung eines Bankkredits durch
Beschleunigung in der Aufeinanderfolge der Individual
Bankakzept. Ak|zep|tor</er. -s, ...oren (aus lat. acceptor
entwicklungsvorgänge (Biol.); vgl. ...ation/...ierung. Ak„Annehmer, Empfänger“) : 1. Stoff, dessen Atome od. Mo
zellelraltilonslprinlzip das; -s: Wirtschaftstheorie,
leküle Î Ionen od. T Elektronen (1) von anderen Stoffen
nach der eine Schwankung der Nachfrage nach Konsum
übernehmen können (Phys., Chem.). 2. Fremdatom, das
gütern eine prozentual größere Schwankung bei den Î In
ein bewegliches I Elektron (1) einfängt (Phys., Chem.). 3.
vestitionsgütern hervorruft. Ak|ze|le|ralti|ons|proStoff, der nur unter bestimmten Voraussetzungen von
zess der; -es, -e: Beschleunigungsvorgang, ak|ze|le|raLuftsauerstoff angegriffen wird. 4. System, das Informa
tjv (zu lat. accelerare (vgl. akzelerieren) u. I...iv): be
tionen von einem anderen System aufnimmt (Kybern.);
schleunigend. Ak|ze|le|raltor<7er; -s, ...oren (zu î ...or): 1.
Ggs. Î Donator (3)
Teilchenbeschleuniger (Kernphysik); vgl. Synchrotron, Ak zess der; -es, -e (aus lat. accessus „Zutritt, Zugang“ zu
Zyklotron. 2. Verhältniszahl, die sich aus den Werten der
accedere „hinzukommen, hinzutreten“): (österr.) 1. Zulas
ausgelösten (veränderten) Nettoinvestition und der sie
sung zum Vorbereitungsdienst an Gerichten u. Verwal
auslösenden (verändernden) Einkommensänderung er
tungsbehörden. 2. Vorbereitungsdienst an Gerichten u.
gibt (Wirtsch.). ak ze le rie ren (aus gleichbed. lat. ac
Verwaltungsbehörden, aklzeslsilbel (aus gleichbed. fr.
celerare): beschleunigen, vorantreiben; fördern. Aklzeaccessible zu accès „Zutritt, Zugang“, dies aus lat. acces
leirie rung die; -, -en (zu t...ierung>: das Akzelerieren;
sus, vgl. Akzess): (leicht) zugänglich. Aklzeslsilon die; -,
vgl. ...ation/...ierung
-en (aus lat. accessio „das Herantreten, Zutritt; Zusatz“):
Aklzentrfer; -[e]s, -e (aus lat. accentus, eigtl. „das Antönen,
1.Zugang; Erwerb. 2. Beitritt [eines Staates zu einem in
das Beitönen“, zu accinere „dazu singen, dazu tönen“): 1.
ternationalen Abkommen], 3. Zusatz eines als Gleitlaut
Betonung (z. B. einer Silbe). 2. Betonungszeichen. 3. (ohne
wirkenden Konsonanten, z.B. des t in gelegentlich
Plur.) Tonfall, Aussprache. 4. svw. Accentus. Ak|zen|tu(Sprachw.). Aklzeslsilonslklaulsel die; -: Zusatz in ei
altilon die; -, -en (aus gleichbed. mlat. accentuatio zu acnem Staatsvertrag, durch den angezeigt wird, dass jeder
centuare, vgl. akzentuieren): svw. Akzentuierung; vgl.
zeit auch andere Staaten diesem Vertrag beitreten können.
...ation/...ierung. ak zen tu ell (zu t...ell): den Akzent
Ak |zes|si|ons|lis|te die; -, -n: Liste in Bibliotheken, in
der neu eingehende Bücher nach der laufenden Nummer
betreffend. ak|zen|tu|ie|ren (zu gleichbed. mlat. accen
tua« u. t..deren): a) beim Sprechen hervorheben; b) be
eingetragen werden. Ak zes|sist<sfer; -en, -en (zu T ...ist):
tonen, Nachdruck legen auf etwas. ak|zen|tu|ie|rend
(veraltet) Anwärter [für den Gerichts- u. Verwaltungs
dienst], Ak|zes|siti/as; -s, -s (aus lat. accessit „er ist nahe
(zu î...ierend): hervorhebend; akzentuierende Dichtung:
herangekommen“, 3. Pers. Perf. Sing, von accedere, vgl.
Dichtungsart, in der metrische Hebungen (Versakzente)
Akzess): (veraltet) zweiter od. Nebenpreis bei einem Wett
mit den sprachlichen Hebungen (Wortakzente) zusam
bewerb. Ak|zes|so|ri|en [,,,iən] die (Plur.) (aus lat. acces
menfallen. Ak|zen|tu|ie|rung die; -, -en (zu T...ierung):
soria, Plur. von accessorium, vgl. Akzessorium): Samenan
Betonung, Nachdruck (beim Sprechen); vgl. ...ation/...iehängsel bei Pflanzen als Fruchtfleischersatz (Bot.). Aklzesrung
solri|e|tät[...rie...] die; -, -en: 1. (ohne Plur.) a) Zugänglich
Akzepisse das; -, - (aus lat. accepisse „erhalten zu ha
keit; b) Zulassbarkeit. 2. Abhängigkeit des Nebenrechtes
ben“, Infinitiv Perf. von accipere „annehmen“): (veraltet)
von dem zugehörigen Hauptrecht (Rechtsw.). aklzeslsoEmpfangsschein. Aklzeptito; -[e]s, -e (aus lat. acceptum
risch: hinzutretend, nebensächlich, weniger wichtig; ak
„das Angenommene“, substantiviertes Part. Perf. (Neu
zessorische Atmung: zusätzliche Luftatmung neben der
trum) von accipere „annehmen“): 1. Annahmeerklärung
Kiemenatmung bei Fischen, die in sauerstoffarmen Ge
des Bezogenen (desjenigen, der den Wechsel bezahlen
wässern leben; akzessorische Nährstoffe:Ergänzungsstof
muss) auf einem Wechsel. 2. der akzeptierte Wechsel. Akfe zur Nahrung (Vitamine, Salze, Wasser, Spurenelemen
zeplta die (Plur.) (aus gleichbed. lat. accepta, Plur. von
te); akzessorische Rechte: Nebenrechte (Rechtsw.). Akacceptum, vgl. Akzept): Einnahmen. ak|zep|ta|bei (aus
zessoirium das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. ac
fr. acceptable „annehmbar“, dies aus gleichbed. spätlat.
cessorium): (veraltet) Nebensache, Beiwerk
acceptabilis): annehmbar, brauchbar. Ak|zep|ta|bi|li|tät
die; - (zu T ...ität): a) Annehmbarkeit; b) die von einem Ak|zi|densdas; -, ...denzien [...ion] (aus lat. accidens „Zu
fall“, Part. Präs, von accidere „an etwas fallen; vorfallen,
kompetenten Sprecher als sprachlich üblich u. richtig be
geschehen“, dies zu lad... u. cadere „fallen“): 1. (Plur.
urteilte Beschaffenheit einer sprachlichen Äußerung
auch Akzidentia) das Zufällige, nicht notwendig einem
(Sprachw.); vgl. Grammatikalität. Aklzepltantrfer; -en,
Gegenstand Zukommende, unselbstständig Seiende (Phi
-en (aus lat. acceptans, Gen. acceptantis, Part. Präs, von
los.); Ggs. tSubstanz (2). 2. (Plur. fachspr. auch Akzidenacceptare, vgl. akzeptieren): 1. der durch das Akzept (1)
tien [...ion]) Versetzungszeichen (it, b oder deren Aufhe
zur Bezahlung des Wechsels Verpflichtete (der Bezogene).
bung h), das innerhalb eines Taktes zu den Noten hinzutritt
2. Empfänger, Aufnehmender. Ak|zep|tan|ten ¿/ie
70
akzidental
(Mus.), aklzildenltal (zu t’...al (1)>: svw. akzidentell; vgl.
...al/...ell. Ak|zi|den|ta|ii|en [,,,iən] die (Plur.): Nebenpunkte bei einem Rechtsgeschäft (z. B. Vereinbarung einer
Kündigungsfrist); Ggs. Î Essenzialien. ak|zi|den|tell,
ak|zi|den|tilell (nach gleichbed. fr. accidentel aus mlat.
accidentalis); 1. zufällig, unwesentlich. 2. nicht zum ge
wöhnlichen Krankheitsbild gehörend (Med.). Aklzildenz
die; -, -en (aus lat. accidentia (Plur.) „Zufälligkeiten, Ne
bensächlichkeiten“; vgl. ...enz); 1. (meist Plur.) Druckar
beit, die nicht zum Buch-, Zeitungs- u. Zeitschriftendruck
gehört (z.B. Drucksachen, Formulare, Prospekte, Anzei
gen). 2. svw. Akzidens (1). Ak|zi|den|zi|en [,,,iən]: Plur.
von TAkzidens. Ak[zi|denz|satz der; -es: Herstellung
(Satz) von Akzidenzen (vgl. Akzidenz 1 ; Druckw.)
ak|zi|pie|ren (aus gleichbed. lat. accipere); (veraltet) emp
fangen, annehmen, billigen
Ak|zi|sant der; -en, -en (zu tAkzise u. t...ant): (veraltet)
der zur Zahlung einer Akzise Verpflichtete. Aklzilse die;
-, -n (aus fr. accise „Verbrauchssteuer“, dies zu /ai. acci
dere „anschneiden, vermindern“, zu caedere „schlagen,
hauen, stoßen“) : 1. indirekte Verbrauchs- u. Verkehrssteu
er. 2. (veraltet) Zoll (z.B. die Torabgabe im Mittelalter).
ak|zi|sie|ren (zu î...ieren): versteuern. Ak|zi|sor der; -s,
...oren (zu t...or): (veraltet) Steuereinnehmer
al..., AI... vgl. ad..., Ad...
’...al (aus lat. -alis): 1. Suffix von Adjektiven, das die Zuge
hörigkeit (wie in embryonal od. orchestral) ausdrückt od.
auf die Ähnlichkeit (wie in oval, genial, pastoral „wie ein
Pastor, in der Art eines Pastors“) hinweist; vgl. ...al/...eil u.
...ial. 2. Suffix von Substantiven (z. B. General, Fanal)
2.. .al (zu tzl/dehyd): Suffix von Substantiven aus dem Ge
biet der Chemie, das das Vorhandensein von 1 Aldehyden
anzeigt (z.B. Chloral)
3.. .al vgl. ...al/...eil
Ala die; - (aus lat. ala „Flügel“); Bez. für die auf den Flügeln
aufgestellten bundesgenössischen Truppen im altröm.
Heer
à la [ala] (fr.): auf, nach Art von ...
à la baisse [ala'bɛ:s] (fr. ; „nach unten“): im Hinblick auf
(wahrscheinlich) fallende Kurse, z. B. à la baisse spekulie
ren; Ggs. t à la hausse
Alalbanldislmus der; - (nach der wegen ihres schlechten
Kunstgeschmackes bekannten Stadt Alabanda in Klein
asien u. zu T...ismus (5)>: (veraltet abwertend) Ge
schmacklosigkeit in der Kunst
Alalbarch der; -en, -en (aus gleichbed. gr. alabárches zu
álaba „Ruß, Tinte“): Zollschreiber, Zolleinnehmer im al
ten Ägypten. Ala Ibarlchie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr.
alabarchia): Amt des Alabarchen
Alalbasiter der; -s, - (aus lat. alabaster „(Salbenflasche
aus) Edelgips“, dies zu gleichbed. gr. alábastros, nach der
alten oberägypt. Stadt Alabastron): 1. marmorähnliche,
feinkörnige, reinweiße, durchscheinende Art des Gipses.
2. bunte Glaskugel, die die Kinder beim Murmelspiel ge
gen die kleineren Kugeln aus Ton werfen. ala|bas|tern:
1. aus Alabaster. 2. wie Alabaster. Alalbasltron* das; -s,
Alabastren (aus gleichbed. gr. alábastron): kleines antikes
Salbölgefäß
à la bonne heure [alabɔ'næ:r] (fr.; eigtl. „zur guten Stun
de“): recht so!, ausgezeichnet!, bravo!
à la carte [ala kart] (fr.): nach der Speisekarte
à la chasse [ala'ʃas] (fr.): in der Art der Jagdmusik (Vor
tragsanweisung; Mus.)
à la fin [ala'fɛ] (/k): am Ende, zum Schluss
à la forltune [alafor'tyn] (fr.; eigtl. „zum Glück“): auf gut
Glück, aufs Geratewohl
à la française [alafra'zɛ:s] (fr.): auf französische Art
Alalga die; - (aus span, álaga „Berberweizen“): Dinkel,
Spelt
[ala'grɛk] (fr.; „auf griech. Art“): die Mode
des t Directoire betreffend, die das Vorbild der antiken
Kleidung nachahmte
à la hâte [ala'a:t] (fr.): in der Eile, hastig
à la hausse [ala 'o:s] (fr.; „nach oben“): im Hinblick auf
(wahrscheinlich) steigende Kurse, z. B. à la hausse speku
lieren; Ggs. î à la baisse
Alaise [a'lɛ:s] íZze; -, -n [a'lɛ:sn] (zu fr. à l’aise „gemütlich;
bequem“): (veraltet) leinenes, nahtloses Unterlegtuch [für
Kranke]
à la jar|di|nière [alaʒardi'nje:r] (fr.; „nach Art der Gärtne
rin“): mit Beilage von verschiedenen Gemüsesorten (zu
gebratenem od. gegrilltem Fleisch); Suppe à la jardinière:
Fleischbrühe mit Gemüsestückchen (Gastr.)
Ala|kri|tät* die; - (aus gleichbed. lat. alacritas, Gen. alacri
tatis): (veraltet) Munterkeit, Lebhaftigkeit
Alakltie die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, lat. lac, Gen. lactis
„Milch“ u. î2...ie>: (veraltet) Milchlosigkeit [bei Wöchne
rinnen]; vgl. Agalaktie
Alallie die; -, ...ien (zugr. a- „nicht, un-“, laleîn „sprechen“
u. T2...ie>: Unfähigkeit, artikulierte Laute zu bilden,
Sprechunfähigkeit
à la longue [ala'lð:g] (fr): auf die Dauer
à la mai son [alamɛ:'zð] (fr.): nach Art des Hauses (Gastr.)
AI amlbik der; -s, -s (aus gleichbed. fr. alambic, dies über
span, alambique zu arab. al-inbiq „Becher“): Destillier
kolben [der Alchemisten]
Alalmelda die:-,-s (aus gleichbed. span, alameda zu álamo
„Pappel“): Pappelallee, Baumanlage in span. Städten
Alalmélrilcaine [,,,ɪneri'kɛ:n] das: -s (aus/r. à l’américaine
„auf amerikanische Art“) : Springprüfung, in der der Î Par
cours beim ersten Fehler beendet ist (Pferdesport)
à la melsure [alams'zy:r] (fr.): im Takt (Musizieranwei
sung)
à la meulnière [alamo njɛ:r] </r.; „nach Art der Mülle
rin“): in Mehl gewendet u. in Butter gebraten (Gastr.)
à la mode [alamɔd] (fr.): nach der neuesten Mode. Alamode|li|te|ra|tur die; -: stark von ausländischen, bes.
franz. Vorbildern beeinflusste Richtung der deutschen Li
teratur im 17. Jh. (Literaturw.). Ala modelwe sen das;-s :
übertriebene Ausrichtung des modisch-gesellschaftlichen
u. kulturellen Lebens nach franz. Vorbild im 17. Jh. in
Deutschland.alaImoldisch: das Alamodewesenbetreffend
Alamlpie die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, lámpein „leuchten“
u. T2...ie) : (veraltet) Lichtlosigkeit
Alan das: -s, -e (Kunstw.): Aluminiumwasserstoff. Alalnate die (Plur.) (Kunstw.): Mischhydride des Aluminiums
à l'anglaise [ala'glɛ:z] (fr.): auf englische Art
Alalnin das; -s (Kunstw.): eine der wichtigsten T Aminosäu
ren (Bestandteil fast aller Eiweißkörper)
Alalpulrin das; -s, -e (zu lat. adeps „Fett“, lana „Wolle“,
purus „rein“ u. 1 ...in (1)>: für Salben verwendetes wasser
freies Wollfett
à la queue [ala'ko] (fr.): am Ende
à la renlverse [alara'vɛrs] (fr.; eigtl. „umgekehrt“): rück
lings
Alarm der; -s, -e (aus gleichbed. it. aliarme, dies zusammen
gezogen aus dem Ruf ,all’arme!‘ „zu den Waffen!“ zuspätlat. arma „Waffe“; vgl. Armee): 1. a) Warnung bei Gefahr,
Gefahrensignal; b) Zustand, Dauer der Gefahrenwar
nung. 2. Aufregung, Beunruhigung, alarlmielren (aus
gleichbed. fr. alarmer): 1. eine Person od. Institution zu
Hilfe rufen. 2. beunruhigen, warnen, in Unruhe versetzen.
Alaijmielrung die; -, -en (zu t ...ierung): das Alarmieren.
Alarlmist der; -en, -en (zu t ...ist): (veraltet) Lärmverur
sacher, Unruhestifter. Alarm|pi|kett das; -[e]s, -e:
(Schweiz.) Überfallkommando. Alarmlsilgnal* das; -s,
-e: akustisches od. optisches Zeichen, mit dem Alarm ge
geben wird
à la grecque
71
à la ronde [ala'ro:d] </?.; eigtl. „in der Runde“): im Umkreis
à la sailson [alasɛzo] (/r,): der Jahreszeit gemäß
Al äsithe sie die; -, ...ien (zu Jallo..., gr. aisthesis „Wahr
nehmung“ u. J2...ie): eine Unterform der TTelepathie (Parapsychol.)
Alas tor der; -s, ...oren (aus gr. alàstôr „Quälgeist, Übeltä
ter“): 1. (veraltet) Missetäter. 2. (ohne Plur.) Rachegeist
im alten griech. Drama. Alaslto|r[e die; - (aus gleichbed.
gr. alastöria): (veraltet) Gemeinheit, Ruchlosigkeit
Alasltrim* das; -s (zu port, alastrar-se „sich ausbreiten, um
sich greifen“): Pockenerkrankung von gutartigem Cha
rakter u. leichtem Verlauf; weiße Pocken (Med.)
à la suite [alasÿit] (/r,,` „im Gefolge von...“): einem Trup
penteil ehrenhalber zugeteilt (Heerw.)
a latere (Jat.Y. von der Seite
à la tête [ala tɛ:t] (ʃr,,- eigtl. „am Kopf“): an der Spitze,
vornan
Alaltilon die; -, -en (aus nlat. alatio zu lat. ala „Flügel“):
(veraltet) Beflügelung. Alaltit [auch ... tit] der; -en, -en (zu
t2...it): versteinerte Flügelschnecke der Kreidezeit
Alaun der; -s, -e (nach gleichbed. lat. alumen; vgl. Alumi
nium): Kalium-Aluminium-Sulfat (ein Mineral), alaulnisielren (zu T...isieren>: mit Alaun behandeln
à l’ave nant [alav’nà:] (/?.): verhältnismäßig, dementspre
chend, den Umständen gemäß
’Allba die; -, ...ben (aus gleichbed. lat. alba zu albus „weiß;
weiß gekleidet“): svw. Albe. 2Allba die; -, -s (aus lat. alba
„Helle, Morgenröte“): altprovenzal. Tagelied (Minnelied)
AI I ba I no I Io Ige der; -n, -n (nach dem Land Albanien aus lat.
Albania u. zu J...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet
der Albanologie. Allbalnollolgie die; - (zu l...logie):
Wissenschaft von der albanischen Sprache u. Literatur,
allbalnollolgisch (zu Î...logisch): die Albanologie be
treffend
Allba|rel|lo das; -s, ...lli (aus gleichbed. /7. albarello): Apo
thekergefäß von zylindrischer Form
Allbaltros* der; -, -se (aus gleichbed. niederl. albatros, engl.
albatross, dies unter Einfluss von lat. albus „weiß“ aus
span, alcatraz zu alcaduz „Brunnenrohr“, dies aus dem
Arab. ; der Vogel wurde nach der hornigen Nasenröhre auf
dem Schnabel benannt): 1. großer Sturmvogel [der südli
chen Erdhalbkugel]. 2. das Erreichen eines Lochs mit drei
Schlägen weniger als gesetzt (Golf)
All be die; -, -n (aus gleichbed. lat. alba zu albus „weiß; weiß
gekleidet“): weißes liturgisches Untergewand der katholi
schen u. anglikanischen Geistlichen. Alibeldo die; - (aus
lat. albedo „weiße Farbe“): Rückstrahlungsvermögen von
nicht selbstleuchtenden, 1 diffus reflektierenden Oberflä
chen (z. B. Schnee, Eis; Phys.). Al|beldo|me|ter das; -s, (zu Î ‘...meter): Gerät zur Messung der Albedo
Allberlge die; -, -n (aus gleichbed. fr. alberge, dies aus span.
albérchiga (mitaraó. Artikel al-zu/aí. pérsica „Pfirsich“):
Sorte kleiner, säuerlicher Aprikosen mit festem Fleisch
Allberlgo das; -s, Plur. -su. ...ghi [...gi] (aus gleichbed. it. al
bergo, dies aus ahd. heriberga „das Heer bergender Ort“):
ital. Bez. für Wirtshaus, Herberge, Hotel
Al|ber|to|ty|pie die; -, ...ien (nach dem dt. Kunstdrucker
u. Fotografen J. Albert (1825-1886) u. zu t...typie): a) (oh
ne Plur.) heute veraltetes Lichtdruckverfahren; b) Erzeug
nis, das durch Albertotypie hergestellt wird
allbeslzielren (aus gleichbed. lat. albescere): weiß werden,
ailbilflolrisch (zu lat. albus „weiß“ u. Î ‘Flor): weiß blü
hend
Al|bi|gen|ser der; -s, - (aus gleichbed. mlat. Albigenses
(Plur.), nach der südfranz. Stadt Albi): Angehöriger einer
Sekte des 12./13. Jh.s in Südfrankreich u. Oberitalien
Allbilklas* der; -es, -e (zu lat. albus „weiß“ u. gr. klásis
„Bruch“ (wegen der schrägen Spaltungsebene der einzel
nen Kristalle)): svw. Albit
Alcazaba
der; - (zu ÎAlbino u. T...ismus (3)>: erblich
bedingtes Fehlen von t Pigment ( 1 ) bei Lebewesen, al|biniltisch, albinotisch: 1. ohne Körperpigment. 2. a) den
Albinismus betreffend; b) die Albinos betreffend. Allbi
no der; -s, -s (aus gleichbed. span, albino, eigtl. „Weiß
ling“, zu albo „weiß", dies aus lat. albus): 1. Mensch od.
Tier mit fehlender Farbstoffbildung. 2. bei Pflanzen ano
mal weißes Blütenblatt o.Ä. mit fehlendem Farbstoff, albinotisch vgl. albinitisch
Al bilon (aus lat. Albion, Herkunft ungeklärt, wohl mit lat.
albus „weiß“ in Verbindung gebracht u. auf die Kreide
kliffküste bei Dover bezogen): alter dichterischer Name
für England
al biisogno* [- bi'zɔnjo] üt.; „bei Mangel“): im Notfall
Allbit [auch al'bit] der: -s, -e (zu lat. albus „weiß“ u. J2...it):
Natronfeldspat (ein Mineral)
Allbizlzie [...ja] die; -, -n (nach dem ital. Naturforscher
F. degli Albizzi (18. Jh.) u. zu Î ‘...ie> : tropisches Mimosen
gewächs
Allbollit® [auch ...’lit] das; -s (Kunstw.): Phenolharz (ein
Kunstharz). Allbulcid® [,,,'tsi:t] ito; -s (Kunstw.): ein
Î Sulfonamid, allbulgilnös (zu lat. albugo, Gen. albuginis
„weißer Fleck“ u. T...ös>: weißfleckig. Allbulgo die; -,
...gines [,,,ne:s] (aus gleichbed. lat. albugo): weißer Fleck
der Hornhaut (Med.). Allbum das; -s, ...ben (aus Za7. al
bum „das Weiße, die weiße Tafel“) : 1. a) eine Art Buch mit
stärkeren Seiten, Blättern, auf die bes. Fotografien, Brief
marken, Postkarten o.Ä. geklebt werden ; b) eine Art Buch
mit einzelnen Hüllen, in die Schallplatten gesteckt werden.
2. im Allgemeinen zwei zusammengehörende Langspiel
platten in zwei zusammenhängenden Hüllen. Allbulmen
das; -s (aus lat. albumen (ovi) „das Weiße (des Eies)“): Ei
weiß (Med., Biol.). Al|bu|min das; -s, -e (meist Plur.) (zu
Î ...in (1)>: einfacher, wasserlöslicher Eiweißkörper, haupt
sächlich in Eiern, in der Milch u. im Blutserum vorkom
mend. Allbulmilnat das; -s, -e (zu J...at (2)>: Alkalisalz
der Albumine. Allbu|mi|ni|me|ter das; -s, - (zu Î '...me
ter): Messgerät (Röhrchen) zur Bestimmung des Eiweiß
gehaltes [im Harn] (Med.). Al|bu|mi|no|cho|lie die, -,
...ien (zu gr. choie „Galle“ u. J2...ie): svw. Proteinocholie.
al bu mi no id (zu T...oid>: eiweißähnlich; eiweißartig.
Al|bu|mi|no|id das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu t ...oid): den
echten Eiweißkörpern nahestehender, wasserunlöslicher
u. unverdaulicher Eiweißstoff. al|bu|mi|nös <zu ...ös): ei
weißhaltig. Al|bu|min|pa|pier das; -s, -e: mit Eiweiß be
handeltes Papier zum Fotografieren. Al|bu|mi|nu|rie*
die; -, ...ien (zu T...urie): Ausscheidung von Eiweiß im
Harn (Med.). Al|bu|mo|se die; -, -n (meist Plur.) (zu
t2...ose): Spaltprodukt der Eiweißkörper. Allbus der; -,
-se (aus gleichbed. mlat. albus zu lat. albus „weiß“): Weiß
pfennig (eine Groschenart aus Silber, die vom 14. bis
17. Jh. am Mittel- u. Niederrhein Hauptmünze war u. in
Kurhessen bis 1841 galt)
allcälisch [...ts...] vgl. alkäisch
All calla [alka'la:] (aus span, alcalá „befestigter Platz“, dies
aus arab. al-qal’ä „Schloss, Burg, Festung“): häufiger Be
standteil von Ortsnamen in Spanien
Al|can|ta|ra® [,..k...] dos; -[s] (Kunstw.): hochwertiges
Wildlederimitat, das für Kleidungsstücke (Mäntel, Jacken
usw.) verarbeitet wird
Al|can|ta|ra|or|den [...k...] der; -s (nach der span. Stadt
Alcántara): span, geistlicher Ritterorden im 13. Jh.,
später militärischer Verdienstorden. Al|can|ta|ri|ner die
(Plur.): vomheiligen Petrus von Alcántara 1540 gegründe
te span. Abzweigung des Franziskanerordens
Al|car|ra|za [alka'rasa] vgl. Alkarraza
Allcaltron* [...k...] das; -s, ...troné (Kunstw.): ein Sperr
schicht-Feldeffekttransistor ( Elektronik)
Al|ca|za|ba [alka'sa:ba] die; -, ...ben (aus gleichbed. span.
Albinisimus
72
Alcázar
alcazaba, dies aus arab. qasabä „Festung, Zitadelle“):
Bez. für eine maurische Festungsanlage, auch für die ge
samte Oberstadt eines Ortes in Spanien
Allcálzar [al'kasar] vgl. Alkazar
Al chattib [al'xa:...] der; -s, -e (aus gleichbed. arab. al-hätib): Prediger in der Moschee
Allchelmie, auch Alchimie iZZe; - (aus gleichbed. fr. alchi
mie, dies aus span, alquimia zu arab. al-klmiyä’ „die Che
mie“; vgl. Chemie): 1. Chemie des Mittelalters. 2. Versu
che, unedle Stoffe in edle, bes. in Gold, zu verwandeln.
Al|che|mist, auch Alchimist der; -en, -en (aus mlat. alchimista): 1. jmd., der sich mit Alchemie (1) befasst. 2.
Goldmacher. al|che|mis|tisch, auch alchimistisch (zu
Î ...istisch): die Alchemie betreffend. Allchilmie, Allchymie usw. vgl. Alchemie usw.
Allcolmat® [,..k...J der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (Kunstw.):
transportables Alkoholanalysegerät
Allcolpops, auch AJkopops die (Plural) (aus gleichbed.
engl. alcopop, eigtl. „Alkoholbrause“): fertige Mischge
tränke aus [hochprozentigem] Alkohol u. Limonade od.
Saft
al cprlso [- k...] (Zt.): zum laufenden Kurs (Börsenw.)
Allcoltest® [...k...] der; -s, Plur. -s, auch -e (Kunstw.): Blut
alkoholtestgerät, bei dem Alkohol in der Atemluft durch
Verfärbung von Chromat nachgewiesen wird
ailcylolnisch [...k...] vgl. alkyonisch
Alldea die; -, -s (aus gleichbed. span, aldea, dies aus dem
Arab.): Dorf, Weiler, kleine Ortschaft in Spanien
Al|delba|ra|ni|um das; -s (nach Aldebaran (arab. ad-dabarän „der Folgende“), dem hellsten Stern im Sternbild
Stier, u. zu t...ium>: (veraltet) svw. Ytterbium
Alldelhyd der; -s, -e (Kurzw. aus nlat. zl/coholus dehydrogenatus): ehern. Verbindung, die durch teilweisen Wasser
stoffentzug aus Alkoholen entsteht (Chem.). Alldelhydoxildalse, auch Al|de|hyd|oxyldalse die; -, -n: in der
Leber vorkommende Î Oxidase, die verschiedene Î Aldehy
de zu entsprechenden î Karbonsäuren oxidiert (Biochem.)
al denlte {it.; eigtl. „für den Zahn (zu spüren)“): nicht ganz
weich gekocht (bes. von Nudeln; Gastr.)
Allderlman [ ɔldemən] der; -s, ...men [...mon] (zu altengl.
(e)aldor „Fürst, Herr“ u. man „Mann“): (früher) [ältester]
Ratsherr, Vorsteher in angelsächsischen Ländern
Alldilne die; -, -n (nach dem venezianischen Drucker Aldus
Manutius, 1449-1515): 1. (ohne Plur.) halbfette Antiqua
schrift. 2. ein Druck von Aldus Manutius od. einem seiner
Nachfolger (bes. kleinformatige Klassikerausgaben)
Alldilolnen die (Plur.) (aus gleichbed. mlat. aldiones):
halbfreie Bauern, bes. die Hörigen der freien Gutsbesitzer
bei den Langobarden u. Bayern
Alldol der; -s, -e (Kurzw. aus .d.Wehyd u. AlkohoZ): Verbin
dung von zwei Aldehyden bzw. von 1 Aldehyd u. Î Keton,
die wichtig für den Zuckeraufbau im Körper ist (Chem.).
AI I d o I la I se die; -, -n (zu t...ase>: Enzym der tGlykolyse
zur Fructosespaltung. Al|do|se die; -, -n (Kurzw. aus Î Al
dehyd u. t2...ose): eine Zuckerverbindung mit einer Alde
hydgruppe im Molekül. Al|dos|te|ron* das; -s (zu gr. ste
reos „starr, hart“u. t2...on): Hormon der Nebennierenrin
de. Alldolxim das; -s, -e (Kunstw.): Produkt aus tAldehyd u. Î Hydroxylamin
Alldrey®* [aldrai] das; -s (Kunstw.): Aluminiumlegierung
von guter elektrischer Leitfähigkeit
Alldrin* rfas; -s (nach dem dt. Chemiker K. Alder (1902 bis
1958) u. zu î...in (1)>: wegen seiner Giftigkeit inzwischen
verbotenes Insektizid aus der Gruppe der Chlorkohlen
wasserstoffe
Aldlschalme* tZZe; -, -n (zu arab. gama’a „vereinigen“):
(veraltet) moslemisches Bethaus
Ale [e:l, engl. eil] das; -s (aus gleichbed. engl. ale): helles
engl. Bier
{lat.y. Endung weiblicher, auch sächlicher Substanti
ve, die von Adjektiven auf ‘...al (1) abgeleitet sind, z.B.
Horizontale, Internationale; Personale
alea iaclta est [- jakta -] {lat.; „der Würfel ist geworfen“ ;
angeblich von Caesar beim Überschreiten des Rubikon 49
V.Chr. gesprochen): die Entscheidung ist gefallen, es ist
entschieden. Alelaltor der; -s, -en (aus gleichbed. lat.
aleator): (veraltet) Würfelspieler. Alelaltolrik die; - (zu
Î aleatorisch u. t2...ik (2)>: Kompositionsrichtung, die dem
Zufall breiten Raum gewährt, wobei einzelne Klangteile in
einer dem Interpreten weitgehend überlassenen Abfolge
aneinander gereiht werden, sodass sich bei jeder Auffüh
rung eines Stückes neue Klangmöglichkeiten ergeben,
alelaltolrisch (aus/at. aleatorius „zum Würfel-, Glücks
spiel gehörig“): vom Zufall abhängig [u. daher gewagt];
aleatorische Verträge: Spekulationsverträge. Ale|a|to|rium das; -s, ...ien (aus gleichbed. spätlat. aleatorium); (ver
altet) Spielhaus, Spielhölle
Alekltrylolmalchie* die; -, ...ien (zu gr. alektryön „Hahn“
u. máche „(Zwei)kampf‘): (veraltet) Hahnenkampf.
Alek|try|o|man|tie die; - (zu gr. manteia „Weissa
gung“): (veraltet) Wahrsagerei aus dem Krähen od. Fres
sen des Hahnes
...al/...eil: Adjektivsuffixe, die oft konkurrierend nebenei
nander am gleichen Wortstamm auftreten, sowohl ohne in
haltlichen Unterschied (hormonal/hormonell) als auch
mit inhaltlichem Unterschied (ideal/ideell, rational/rationell, real/reell); die Adjektive auf ...al geben meist als ÎRe
lativadjektive die Zugehörigkeit (formal, rational), die auf
...eil meist eine Eigenschaft (formell, rationell) an, wobei
es auch gegenteilige Differenzierungen (ideal/ideell) gibt;
vgl. '...al (1 ) u. ...eil
Alemlbik vgl. Alambik
Alemdar der; -s, -e (aus türk, alemdar „Fahnenträ
ger“): (veraltet) Titel für türk. Offiziere, die dem Sul
tan die heilige Fahne des Propheten Mohammed voran
trugen
Alen die; -, - (aus dän. bzw. norw. alen „Elle“): früheres dän.
u. norweg. Längenmaß (62,8 cm)
Alen|çon|spit|ze [alä'sö:...] die; -, -n (nach dem franz.
Herstellungsort): Spitze mit Blumenmustern auf zartem
Netzgrund
à Penlvers [alä've:r] {fr. ; zu gleichbed. lat. inversus): um
gekehrt, verkehrt
à l’enlvi [alä'vi] {fr.; mlat. invidia „Neid“): um die Wette
Alelpine [.,,'pi:n] die; - (aus gleichbed. fr. alépine; nach der
syr. Stadt Aleppo (arab. halab)): geköperter Stoff aus Wol
le od. Seide. Aleplpolbeulle die; -, -n: bes. in den Tropen
vorkommende, ansteckende Hautkrankheit mit Knotenu. Geschwürbildung. Aleplpolkielfer die; -, -n: harzrei
che Kiefernart im Mittelmeerraum
Alepltolne die (Plur.) (zu gr. a- „nicht, un-“ u. leptós
„dünn, mager“): (veraltet) eisenhaltige Tabletten als Mit
tel gegen Blutarmut (Pharm.)
alert {aus fr. alerte „wachsam“, dies zu it. all’erta „auf die
Anhöhe!“ (Zuruf an die Feldwache)): munter, aufgeweckt,
frisch
alelsielren (aus gleichbed. fr. aléser, dies zu à l’aise „be
quem, passend“): (eine Kanone) ausbohren
Alelthollolgie die; - (zu gr. alêthës „wahr“ u. t,,,logie):
Wahrheitslehre (in der Antike)
Aleulkälmie* die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“ u. TLeukämie): Leukämieform mit Auftreten von unreifen weißen
Blutkörperchen, aber ohne Vermehrung derselben (Med.),
aleulkälmisch*: das Erscheinungsbild der Aleukämie
zeigend, leukämieähnlich. Aleulkie die; -, ...ien (zu gr.
leukös „weiß“ u. t2...ie>: schwere Bluterkrankung mit
hochgradigem Schwund der Î Granulozyten, ÎThrombo
zyten u. a. (Med.)
...ale
73
[auch ’...lit] der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n] (zu
î Aleuron u. t...lith> : verfestigter Schluff, Grobton (Geol.).
Aleulrolmanitie die: - <zu gr. manteia „Weissagung“):
(veraltet) Wahrsagerei aus dem Knistern des Opfermehls
im Feuer. Aleulro|me|ter das; -s, - (zu î '...meter): Gerät
zur Bestimmung der Dehnbarkeit des Mehlklebers u. da
mit der Backfähigkeit des Mehls. Aleu Iron das; -s (aus gr.
áleuron „Weizenmehl“): in Form von festen Körnern od.
im Zellsaft gelöst vorkommendes Reserveeiweiß der
Pflanzen (Biol.). Aleulrolnat das; -[e]s (zu f...at (1)):
kohlenhydratarmes u. eiweißreiches Weizenmehl für
Diabetikerbackwaren. Aleulro skop* das; -s, -e (zu
t. ..skop): svw. Aleurometer
A le vit der; -en, -en (nach dem Kalifen Ali, dem Schwie
gersohn des Propheten Mohammed): Anhänger einer isla
mischen Religionsgemeinschaft in Vorderasien
’Alelxanldrilner* der; -s, - (nach der Stadt Alexandria in
Ägypten): Gelehrter, bes. Philosoph in Alexandria zur
Zeit des Î Hellenismus
2Alelxanldrilner* der: -s, - (nach Alexander von Aphrodisios in Karien (um 200 n. Chr.), dem berühmtesten Kom
mentator der Lehre des Aristoteles): Anhänger einer phi
los. Strömung in der Renaissance (Alexandrismus), die
sich mit der Aristotelesinterpretation befasste
3AI e|xan|dri|ner* der; -s, - (Kurzform von alexandrini
scher Vers; nach dem franz. Alexanderepos von 1180):
sechshebiger (6 betonte Silben aufweisender) [klassischer
franz.] Reimvers mit 12 od. 13 Silben
alelxanldrilnisch* (zu t 'Alexandriner): zur Stadt Alexan
dria od. den Alexandrinern gehörig; Alexandrinische Bi
bliothek: Name der beiden von Ptolemäus gegründeten Bi
bliotheken im Museion u. tSerapeion in Alexandria; Ale
xandrinische Katechetenschule: Lehranstalt zu Alexan
dria im 2. Jh. n.Chr., die außer Theologie das gesamte
griech. Wissen behandelte
Ate|xan|dris|mus* der; - (zu ^Alexandriner u. T...ismus
(1)): philos. Richtung der Renaissancezeit, die die Lehre
des Aristoteles in ursprünglicher Reinheit erneuern wollte
u. den Menschengeist für sterblich erklärte. Alelxandrist der: -en, -en (zu Î ...ist): Anhänger des Alexandris
mus. ale|xan|dris|tisch (zu Î ...istisch): den Alexandris
mus betreffend
Alelxanldrit* [auch ..,'dnt] der; -s, -e (nach dem russ. Za
ren Alexander II. (1818-1881) u. zu t2...it>: besondere Art
des 1 Chrysoberylls
Ale|xi|a|ner der; -s, - (nach dem heiligen Alexius u. zu
T ...aner): Angehöriger einer um 1350 entstandenen Laien
bruderschaft zur Krankenpflege
Alelxie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, léxis „das Spre
chen, Rede, Wort“ u. Î 2...ie> : Leseschwäche; Unfähigkeit,
Geschriebenes zu lesen bzw. Gelesenes zu verstehen trotz
intakten Sehvermögens (Med.)
Alelxilne die (Plur.) (zu gr. aléxein „abwehren“ u. t...in
(1)): natürliche, im Blutserum gebildete Schutzstoffe ge
gen Bakterien. Ale|xi|phar|ma|kon das; -s, ...ka: (veral
tet) Gegengift. ale|xi|phar|ma|zeultisch: (veraltet) zur
Alexipharmazie gehörend. Ale|xilphar|ma|zie die; -:
(veraltet) Lehre von den Gegengiften. Alelxilpylreltikum das; -s, ...ka: (veraltet) fiebervertreibendes Mittel,
alelxilpylreltisch: (veraltet) fiebervertreibend, alelxitelrisch (zu Î Alexiterium): (veraltet) als Gegengift die
nend. Ale|xi|te|ri|um das;-s, ...in (zu gr. terein „behüten“
u. t,,,ium): (veraltet) Hilfsmittel, bes. Gegengift
Ale|xi|thy|mie die; -, ...ien (zugr. a- „nicht, un-“, léxis „das
Sprechen, Rede, Wort“, thymos „Gemüt“ u. T2...ie>: Un
vermögen, Gefühle richtig zu beschreiben (Med.). Alelxithymilker der; -s, -: einer, der an Alexithymie leidet
Alelxilusldor der; -s, -e (aber: 5 -) (nach dem Herzog Ale
xius von Anhalt-Bernburg ( 1796-1834) u. zu fr. d’or „aus.
Aleu ro lith
Algesimeter
von Gold“): alte Goldmünze, die unter Herzog Alexius
von Anhalt-Bernburg geprägt wurde
à l’ex té rieur [alɛkste'rjæ:r] (/r,): äußerlich, dem Schein
nach
à l'exitré mi té* [alɛkstremi'te] (fr.): in der äußersten Not,
am äußersten Ende
Alelzan [alə'za:n] der; -s, -e (aus gleichbed./r. alezan, dies
aus span, alazán): (veraltet) Falbe, [Rot]fuchs
ale zi thal (zu gr. a-„nicht, un-“, tLezithin u. t*...al (1)):
dotterarm (von Eiern; Biol.)
Allfa die; - (aus arab. halfa „Gras“): svw. Esparto
Al|fa|ki der; -s, -s (aus arab. al-fakih „Gelehrter“): mauri
scher Priester
AI If al If a die; - (aus gleichbed. span, alfalfa zu arab. al-fasfasah): svw. Luzerne
al|fan|zen (zu it. all’avanzo „zum Vorteil“): 1. Possen rei
ßen, närrisch sein. 2. schwindeln. Al|fan|ze|rei die; -, -en:
1. Possenreißerei. 2. [leichter] Betrug
Al|fa|pa|pier das; -s, -e (zu Î Alfau. t Papier): voluminöses,
weiches, bes. druckfähiges Papier aus Alfa, das von Nach
richtensprechern im Hörfunk u. Fernsehen verwendet
wird, weil es nicht raschelt
AI Faltah [-fa'tax] rfie; -, - (zu arab. fath „Sieg, Erobe
rung“): svw. El Fatah
Al|fe|nid íZízí; -[e]s (nach dem franz. Chemiker Halfen u. zu
t3...id>: galvanisch versilbertes Neusilber
Allfelron das; -s (Kunstw. aus t^/uminium, 1Ferrum u.
ɪɪ,,,on): hitzebeständiges legiertes Gusseisen
al fi|ne (it.): bis zum Schluss [eines Musikstückes]; vgl. da
capo al fine
Allfilsol der; -s, -e (Kunstw.): Boden mit Tonanreiche
rungshorizont u. hoher Basensättigung
Al|fol-Iso|lie|rung® die; -, -en (Kunstw.): Wärmedäm
mung aus mehreren Lagen blanker Aluminiumfolien im
Hohlraum zwischen zwei Wänden
al freslco [- ...ko] vgl. a fresco
Allgallie die; -, ...ien (aus gleichbed./r. algalie zugr. argáleion „Werkzeug“): (veraltet) Sonde, Harnröhrenspritze
(Med.)
Allgalralde die; -, -n (aus span, algarada, eigtl. „plötzlicher
Angriff“, zu arab. gärah „Raubzug“): (veraltet) grobe Be
leidigung, Kränkung
Allgalrolbillla [...’bilja] die (Plur.) (aus span, algarobilla,
Verkleinerungsform von algarroba „Johannisbrot“, dies
zu arab. al-harrübä): zerquetschte Hülsen einer südamerik. Akazienart zum Schwarzfärben
Allgalrottlpullver das: -s, - (nach dem ital. Arzt Algarotto): (veraltet) Pulver aus Antimon, Chlor u. Sauerstoff,
das als Brechmittel verwendet wurde
Allge die; -, -n (aus gleichbed. lat. alga): niedere, meist was
serbewohnende Pflanze
Allgelbra* die; -, ...ebren (durch it. u. span. Vermittlung aus
arab. al-gabr, eigtl „Wiederherstellung, Einrenkung (ge
brochener Teile)“): 1. (ohne Plur.) Lehre von den Glei
chungen,von den Beziehungen zwischen math. Größen u.
den Regeln, denen sie unterliegen. 2. svw. algebraische
Struktur, allgelbralisch: die Algebra betreffend; alge
braische Struktur: eine Menge von Elementen (Rechenob
jekten) einschließlich der zwischen ihnen definierten Ver
knüpfungen
Algeima das; -s, -ta (aus gleichbed. gr. álgema): (veraltet)
Schmerz (Med.)
Al|gen|säu|re vgl. Alginsäure
Al|ge|ri|enne [alʒe'riɛn] die; - (aus gleichbed./r. Algéri
enne, dies nach der Stadt Algier): (veraltet) Wollstoff mit
bunten Querstreifen
Allgelsie die; -, ...ien (zu gr. álgesis „Schmerz“ u. T2.. ,ie> : a)
Schmerz; b) Schmerzempfindlichkeit. Al ge silme ter u.
Algometer das; -s, - (zu Î '...meter): Gerät zur Messung der
A
Algesimetrie
Schmerzempfindlichkeit (Med.). Al|ge|si|me|trie*í//e; <zu î ...metrie> : Messung der Schmerzempfindlichkeit. Alge|sio|lo|gie
- (zu t...logie>: Wissenschaftsgebiet,
das sich mit dem Schmerz, seinen Ursachen, Erschei
nungsweisen u. seiner Bekämpfung befasst. Allgelsisrfze;
-, ...gesen (aus gleichbed. gr. álgesis): svw. Algesie. allgetisch: schmerzhaft. ...allgie (zu gr. álgos „Schmerz“ u.
T2...ie>: Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Schmerz, Schmerzzustand“, z.B. Neuralgie
Allgin das; -s, -e (zu ÎAlge u. t...in (1)>: (veraltet) aus See
tang gewonnenes eiweißähnliches Klebemittel, das auch
zur Herstellung fotografischer Papiere u. zum Appretieren
von Tuch verwendet wurde. Allgilnat das; -[e]s, -e (zu
î...at (2)): Salz der Alginsäure. Al|gin|säu|re, Algensäu
re die; aus Algen gewonnenes ehern. Produkt von vielfa
cher technischer Verwendbarkeit. Al|gi|ziddas; -s, -e (zu
î...zid): chem. Mittel zur Bekämpfung von Algen (z.B.
Chlorkalk, Aluminiumsulfat)
Allgolgelnerfze (Plur.) (zugr. álgos „Schmerz“ u. t...gen>:
Schmerzstoffe; Schmerzen hervorrufende chem. Kampf
stoffe
allgolildisch (zu Î Alge u. 1 ...oid): (veraltet) tangartig
ALGOL das; -s (Kurzw. aus engl. ɑ/gorithmie language):
Formelsprache zur Programmierung beliebiger Rechen
anlagen aus den 1960er-Jahren, die großen Einfluss auf
später entwickelte Programmiersprachen (z.B. PASCAL)
hatte (EDV)
AI|go|la|gnie*Äe;-, ...ien (zugr. álgos „Schmerz“, lägnos
„geil, wollüstig“ u. f2...ie): sexuelle Lustempfindung beim
Erleiden od. Zufügen von Schmerzen; Oberbegriff für
Î Masochismus und Î Sadismus (Med.)
Allgollglge der; -n, -n (zu lat. alga (vgl. Alge) u. f...loge>:
Algenforscher. Allgollolgie die; - (zu î...logie): Algen
kunde. allgollolgisch (zu Î ...logisch): algenkundlich
al|go|ma|nisch vgl. algomisch
Al|go|me|tervgl. Algesimeter
al go misch (nach dem Algomagebiet in Kanada); in der
Fügung algomische Faltung: Gebirgsbildungsprozess in
Nordamerika während des Î Algonkiums (Geol.)
algonkisch: das Algonkium betreffend. Al|gon|ki|um
das; -s (nach dem Gebiet der Algonkinindianer in Kanada
u. zu t,,,ium): jüngerer Abschnitt der erdgeschichtlichen
Frühzeit (Geol.)
Al|go|phy|ti|kumd«s; -s (zu lat. alga (vgl. Alge), gr. phytón „Pflanze“ u. t ...ikum): auf die Entwicklung der Pflan
zenwelt bezogene Bez. für die ältesten erdgeschichtlichen
Zeiträume, in denen die ersten pflanzlichen Organismen
entstanden
Allgorrfer; -s (aus gleichbed. lat. algor): Kälte (Med.)
al|go|rith|misch (zu Î Algorithmus): einem methodischen
Rechenverfahren folgend. Al|go|rith|mus der; -, ...men
(in Anlehnung an gr. árithmos „Zahl“ aus mlat. algorismus, dies aus arab. al-Hwärizmi „der (Mann) aus Chwarism“, dem Beinamen des pers. Mathematikers Muham
mad Ibn Musa Al Chwarismi (9. Jh.)> : 1. (veraltet) Rechen
art mit Dezimalzahlen. 2. Rechenvorgang, der nach einem
bestimmten [sich wiederholenden] Schema abläuft (Arith
metik). 3. Verfahren zur schrittweisen Umformung von
Zeichenreihen (math. Logik)
Al|go|spas|mus*c/er; -, ...men (zu gr. álgos „Schmerz“ u.
spasmós „Zuckung, Krampf“): mit Schmerzen einherge
hender Krampf (Med.)
Allgralfie, auch Allgralphie die; -, ...ien (Kurzw. aus
M/uminiumu. iTypogra/i'e): 1. (ohne Plur.) Flachdruck
verfahren mit einem Aluminiumblech als Druckfläche. 2.
ein nach diesem Druckverfahren hergestelltes Kunstblatt
Al|gu|a|cil [algua'si:l] der; -s, -e (über gleichbed. span, al
guacil aus arab. al-wazir „der Beamte, Diener“; vgl. We
sir): span. Gerichtsdiener
74
AI|ha|gi<Äw,'-s(ausara6. al-käj): daspers. îManna,honig
artige Ausschwitzung des Mannaklees, eines zur Pflan
zengattung der î Leguminosen gehörenden, dornigen
Strauches der asiatischen Steppen
AHhenlnadas, -[s], auchrfze; - (aus gleichbed. arab. al-hennä’): svw. Henna
Al|hi|da|de7/e; -, -n (aus arab. al-’idäda „Abgleichlineal“):
drehbarer Arm (mit Ableseeinrichtung) eines Winkel
messgerätes
alilas dat.; „ein anderes Mal, sonst“ zu alius „ein ande
rer“): auch ... genannt, mit anderem Namen ..., unter dem
[Deckjnamen ... bekannt (in Verbindung mit einem Na
men). Ali|as[auch: 'eɪlɪas] das;-, -[se] (ausgleichbed. engl.
alias): Ersatzname in einem E-Mail-Verzeichnis (EDV).
Alilalsing ['eɪliəzɪŋ] das; -s (zu engl. alias (vgl. alias) u.
T...ing): gezacktes od. stufenartiges Erscheinungsbild von
Kurven u. diagonalen Linien bei Computergrafiken mit
geringer Bildschirmauflösung (EDV). Alilbi das; -s, -s
(aus lat. alibi „anderswo“ zu alius „ein anderer“): a) Be
weis, Nachweis der persönlichen Abwesenheit vom Tatort
zur Tatzeit des Verbrechens (Rechtsw.); b) Entschuldi
gung, Ausrede, Rechtfertigung. Alilbilfunkltilon die; -,
-en: Funktion, etwas zu verschleiern od. als gerechtfertigt
erscheinen zu lassen, die durch eine genannte Person od.
einen genannten Sachverhalt erfüllt werden soll
Ali lean |te[...k...[ der; -s, -s (nach der span. Stadt Alicante):
span. Rotwein
Ali|ca|ta|dos [,..k...[ <7ze (Plur.) (aus span, alicatado „Flie
senbelag, Kacheltäfelung im arab. Stil“): aus farbig gla
sierten, meist quadratischen Mosaikfliesen gebildeter
Wand- u. Bodenschmuck mit geometrischen Mustern
Alilen ['e:liən, engl. 'eɪliən] der od. das: -s, -s (aus engl. alien
„Fremder, Ausländer“, dies aus gleichbed. lat. alienus) :
außerirdisches Lebewesen, alilelnalbel [alie...] (zu lat.
alienare, vgl. alienieren u. t...abel): veräußerlich, verkäuf
lich. Ali|e|na|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. aliena
tio): 1. Entfremdung. 2. Veräußerung, Verkauf. 3. beson
dere Form einer Î Psychose (Med.). Alilelnirfe (Plur.) (zu
lat. alienus, Plur. alieni „einem anderen gehörig, fremd“):
Tiere, die zufällig in ein ihnen fremdes Gebiet geraten bzw.
dieses zufällig durchqueren (Zool.). ali|e|nie|ren [alie...]
(aus gleichbed. lat. alienare): 1. entfremden, abspenstig
machen. 2. veräußern, verkaufen. Ali|e|ni|ge|na der; -s,
-s (aus gleichbed. lat. alienigena): (veraltet) Ausländer,
Fremder
alilfprm (zu lat. ala „Flügel“ u. T...form): flügelförmig
Ali|gne|ment*[alinj3'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. ali
gnement zu aligner, vgl. alignieren): 1. das Abstecken einer.
Fluchtlinie (der festgesetzten Linie einer vorderen, rück
wärtigen od. seitlichen Begrenzung, bis zu der etwas ge
baut werden darf) [beim Straßen- oder Eisenbahnbau]. 2.
Fluchtlinie [beim Straßen- od. Eisenbahnbau], alilgnieren[alɪnji:...] (aus fr. aligner „Fluchtlinien abstecken“ zu
ligne „Linie“, dies aus gleichbed. lat. linea): abmessen,
Fluchtlinien [beim Straßen- od. Eisenbahnbau] abstecken
AHimehvgl. Alme
Alilmelnie
- (zu gr. a- „nicht, un-“, limen „Hafen“ u.
f2...ie): (veraltet) Mangel an Häfen
alilmenltär (aus gleichbed. lat. alimentarius): a) mit der
Ernährung zusammenhängend; b) durch die Ernährung
bedingt. Alilmenltari/er;-s,-e u. Alimentarilusder;
-, ...rier [...ie] (aus gleichbed. nlat. alimentarius): Erbpflegling, durch Testamentsbestimmung zu Unterhalten
der (Rechtsw.). Ali|men|ta|ti|on¿/ie; -, -en (aus mlat. ali
mentado „Lebensunterhalt“ zu alimentare, vgl. alimentieren) : die finanzielle Leistung für den Lebensunterhalt [von
Berufsbeamten], Unterhaltsgewährung in Höhe der amts
bezogenen Besoldung, Lebensunterhalt. Alilmenlte die
(Plur.) (aus lat. alimenta „Nahrung; Unterhalt“, Neutrum
75
Plur. von alimentum „Nahrungsmittel“, dies zu alere „er
nähren“): Unterhaltsbeiträge (bes. für nicht eheliche Kin
der). ali|men|tie|ren (aus gleichbed. mlat. alimentare):
Lebensunterhalt gewähren, unterstützen
alilmilne (lat.; „von der Schwelle“): kurzerhand, von vorn
herein; ohne Prüfung in der Sache
Alilnea das; -s, -s (aus lat. a linea „von der (neuen) Linie“):
(veraltet) die von vorn, mit Absatz beginnende neue
Druckzeile; Abk.: Al. alilnelielren (zu t.Jeren): (veral
tet) absetzen, einen Absatz machen, durch Absatz trennen
(Druckw.)
Alinllik die (Plur.) (aus gleichbed. türk, alinltk): Stirn
schmuck
à l'inlsu [ale sy] fr.): ohne Wissen
alio die [- ’die] (lat.): an einem anderen Tag
ali|pha|ti|sch (zugr. áleiphar, Gen. aleiphatos „Fett“): im
Molekül nur offene Atomketten enthaltend (Chem.); ali
phatische Verbindungen: organische Verbindungen mit of
fenen Kohlenstoffketten in der Strukturformel (Chem.).
Alipt der; -en, -en (aus gleichbed. gr. aleiptës): (veraltet) a)
Salbmeister ; b) in der Antike derjenige, der die Wettkämp
fer einsalbte. Alipltelrilum das;-s, ...ien [...ion] (über nlat.
alipterium aus gleichbed. gr. aleiptërion): in der Antike
Raum, in dem gesalbt wurde. Alipltelrum das; -s, ...teren
(über nlat. alipterum aus gleichbed. gr. áleiptron): (veral
tet) Salbendose. Alipltik die; - (verkürzt aus gr. aleiptiké
téchnë „die Kunst des Salbens“): (veraltet) Salbkunst
alilquant (aus lat. aliquantus „ziemlich groß, ziemlich
viel“) : mit Rest teilend (der aliquante Teil einer Zahl ist je
de dem Betrag nach kleinere Zahl, die nicht als Teiler auf
treten kann, z. B. 4 zur Zahl 6; Math.); Ggs. Îaliquot, ali
quot (zu lat. aliquot „einige“): 1. ohne Rest teilend (der
aliquote Teil einer Zahl ist jeder ihrer Teiler, z.B. 2 zur
Zahl 6; Math.); Ggs. taliquant. 2. die Aliquottöne betref
fend (Mus.). Alilquolte die; -, -n: 1. Zahl, die eine andere
Zahl ohne Rest in gleiche Teile teilt (Math.). 2. svw. Ali
quotton. Alilquotlton der: -[e]s, ...töne: mit dem Grund
ton mitklingender Oberton (Mus.)
alilter {lat.}: anders
1ali|tie|ren (Kunstw.): svw. alumetieren
2ali|tie|ren (aus gleichbed. fr. (s’)aliter zu lit „Bett“, dies
aus lat. lectus „Lager, (Ruhe)bett“): (veraltet) 1. an das
Bett fesseln. 2. sich -: a) das Bett hüten; b) bettlägerig sein
od. werden, aliltiert (zu t...iert): (veraltet) bettlägerig
Aliltur die; -, -en (zu lat. alere „(er)nähren“ u. T...ur): (ver
altet) Ernährung, Ernährungsvermögen [des Körpers]
alilturlgisch (aus gr. a- „nicht, un-“ u. tliturgisch): ohne
Feier des heiligen Messopfers (Rel.)
Ali ud das; -, Alia (aus lat. aliud „ein anderes“): Leistung,
die fälschlich anstelle der geschuldeten erbracht wird (der
Gläubiger erhält etwas, was von der vertraglich festgeleg
ten Leistung entscheidend abweicht; Rechtsw.)
ali us dat.}: ein anderer
à lilvre* oulvert [ali:vr u'vɛ:r] {fr.; „nach offenem Buch“):
frei vom Blatt (Mus.)
Alil za Irin das; -s (durch romanische Vermittlung zu arab.
al-’usära „ausgepresster Pflanzensaft“ u. 1 ...in (1)): früher
aus der Krappwurzel gewonnener, jetzt synthetisch herge
stellter roter Farbstoff
Alljalmia [alxa...] das; - (aus gleichbed. span, aljamía, dies
aus arab. al-’agamiyyä „fremde Sprache“): mit arab. Ele
menten vermischtes Spanisch der christlichen Mauren
1Alk der; Gen. -[e]s u. -en, Plur. -en, auch -e (aus gleichbed.
schwed. alk): meerbewohnender Schwimmvogel der Nord
halbkugel
2Alk der; -s: (Jargon) Kurzform von 1 Alkohol (3)
Al ka hest der od. das; -[e]s (nach dem Alchemisten Alcahest): eine angeblich alle Stoffe lösende Flüssigkeit (An
nahme der Î Alchemisten)
Alkohol
(nach dem äolischen Lyriker Alkäus, gr. Alkaios
(um 600 v. Chr.)>: in Odenform gedichtet; alkäische Stro
phe: vierzeilige Odenstrophe der Antike (auch bei Hölder
lin)
Al|ka|lam das; -s (aus gleichbed. arab. al-kaläm): aus der
Lehre des Aristoteles u. dem Koran entwickeltes philoso
phisch-theologisches System
Al|kal|de der; -n, -n (aus gleichbed. span, alcalde, dies aus
arab. al-qädi „Richter", vgl. Kadi): [Strafjrichter, Bürger
meister in Spanien
Allkalli das;-s,.. .alien [,,,iən] (aus gleichbed. fr. alcali, span.
álcali, dies aus arab. al-qäly „die Pottasche“): ÎHydroxid
der Alkalimetalle. Al|ka|li|ä|mie die; -, ...ien (zu
T...ämie>: svw. Alkalose. Al|ka|li|me|tall das; -s, -e
(meist Plur.): chemisch sehr reaktionsfähiges Metall aus
der ersten Hauptgruppe des T Periodensystems der Ele
mente (z.B. Lithium, Natrium, Kalium). Al|ka|li|metrie* die; - (zu t...metrie): Methode zur Bestimmung des
genauen Laugengehaltes einer Flüssigkeit, allkallin <zu
t. ..in (2)): a) alkalisch reagierend; b) alkalihaltig. Allkalilniltät die; - (zu T...ität): 1. alkalische Eigenschaft, Be
schaffenheit eines Stoffes (Chem.). 2. alkalische Reaktion
eines Stoffes (Chem.). allkallisch: basisch, laugenhaft;
alkalische Reaktion: chem. Reaktion mit Laugenwirkung,
al|kalli|sie|ren (zu Î...isieren): etwas alkalisch machen.
Al|ka|li|tät die; - (zu Î ...ität): Gehalt einer Lösung an al
kalischen Stoffen. Alkallolid das; -s, -e (zu T...oid): eine
der vorwiegend giftigen stickstoffhaltigen Verbindungen
basischen Charakters pflanzlicher Herkunft (Heil- u.
Rauschmittel). Al|ka|lo|se die; -, -n (zu tL.ose): auf Ba
senüberschuss od. Säuredefizit im Blut beruhender Zu
stand starker, bis zu Krämpfen gesteigerter Erregbarkeit
(Med.). All kan das; -s, -e (meist Plur.) (Kurzw. aus ÎA/Zcyl
u. 1 ...an): gesättigter Îaliphatischer Kohlenwasserstoff
Allkanlna die; - (durch span. Vermittlung aus arab. al-hinnä’ „Henna“): Gattung der Raublattgewächse, die bes. im
Mittelmeerraum vorkommt (Bot.). Allkanlnin das; -s (zu
Î.. in ( 1 )) : ein roter Naturfarbstoff
Allkalnol der; -s, -e (meist Plur.) (zu tAlkan u. Î...O1): ge
sättigter Taliphatischer ÎAlkohol (1). Al|ka|nolla|min*
das; -s, -e (meist Plur.): ölige Flüssigkeit od. kristalliner
Stoff (in Wasser leicht löslich)
Al|kaplto|nu|rie* die; -, ...ien (zu f Alkali, gr. háptein „er
greifen“ u. T...urie>: Ausscheidung vonfAlkali enthalten
dem Harn, eine Störung des Eiweißstoffwechsels (Med.)
Al|kar|ra|za [,..sa] die; -, -s (aus span, alcarraza „irdener
Krug, Wasserkühlgefäß“, dies aus arab. al-karräz „Krug
mit engem Hals“): span. Tongefäß zum Kühlhalten des
Wassers
Allkarlsin das; -s (Kurzw. aus TM //cali, ',trren u. 1 ...in (1)):
(veraltet) wasserhelle, giftige, stechend riechende Flüssig
keit aus essigsaurem Kali u. Tarseniger Säure (Chem.)
Allkal sal das; -s (Kurzw. aus î/1/uminium, t.Kaliumu. t Sa/izylsäure): (veraltet) blutstillendes, antiseptisches Mittel
(Med.)
Allkalzar [af ka:zar, auch alka'tsa:n, al katsar] der; -s, ...are
u. Alcázar [al’kasar] der; -[s], -es (aus gleichbed. span, al
cázar, dies aus arab. al-qasr „das Schloss, die Burg“):
span. Bez. für Burg, Schloss, Palast
Allken das; -s, -e (meist Plur.) (Kurzw. aus T^t/Æyl u. t ...en):
ungesättigter Î aliphatischer Kohlenwasserstoff mit einer
Doppelbindung im Molekül; vgl. Olefin. Alikin das; -s, -e
(meist Plur.) (Kurzw. aus îA//cyl u. î...m (l)): ungesättig
ter t aliphatischer Kohlenwasserstoff mit einer Dreifach
bindung im Molekül
alklmälnisch (nach dem griech., im 7. Jh. v. Chr. in Sparta
lebenden Dichter Alkmán aus Sardes); in der Fügung aɪkmänischer Vers: [antiker] Versfuß mit vier Hebungen
Allkclhol der; -s, -e (aus span, alcohol „Alkohol; Bleiallkälisch
A
Alkoholase
glanz", dies aus arab. al-kuhl „das Antimon(pulver)“; von
Paracelsus auf den flüchtigen, feinen Bestandteil des Wei
nes (Weingeist) bezogen): 1. organische Verbindung mit
einer od. mehreren 1 Hydroxylgruppen im Molekül. 2. (oh
ne Plur.) svw. Äthylalkohol (Bestandteil aller alkoholi
schen Getränke). 3. (ohne Plur.) alkoholisches Getränk;
vgl. Alkoholika. Al|ko|ho|la|se<7ze; - (zut ...ase): svw. Al
koholdehydrogenase. Al|ko|ho|lat das; -s, -e <zu t...at
(2)>: Metallverbindung eines Alkohols (1). Allkoholdehydrolgenase* die; -, -n: Alkohol (2) oxidierendes
ÎEnzym (in der Leber u. in Hefe vorkommend). Allkohollemlbryolpathie* die; -, ...ien [...ion]: Schädigung
des 1 Embryos durch Alkoholmissbrauch der Mutter wäh
rend der Schwangerschaft (Med.). Al|ko|hol|en|ze|phalo pa thie die; -, ...ien [...ion]: [meist] alkoholbedingtes
neurologisches Krankheitsbild mit Gangunsicherheit, Ge
dächtnis-u. Merkfähigkeitsstörungen u. a. (Med.). Allkohol hal lu zi no se die; -, -n: durch chronischen TAlkoholismus (2) bedingte akute Î Alkoholpsychose mit Sinnes
täuschungen u. Verfolgungswahn bei klarem Bewusstsein
(Med.). Al|ko|ho|li|ka die (Plur.) <zu T...ika>: alkoholi
sche Getränke; vgl. Alkohol (3). Al|ko|ho|li|kerder, -s, -:
Alkoholabhängiger; Gewohnheitstrinker. Al|ko|ho|likelrin die; -, -nen: weibliche Form zu tAlkoholiker. Alko ho li sa ti on die; -, -en <zu 1 ...isation): svw. Alkoho
lisierung; vgl. ...ation/...ierung. al ko holisch: 1. den
ÎÄthylalkohol betreffend, mit diesem zusammenhängend.
2. Weingeist enthaltend, Weingeist enthaltende Getränke
betreffend, allkolhollilsielren <zu t...isieren): 1. mit Al
koholversetzen. 2.jmdn. betrunken machen. al|ko|ho|lisiert (zu Î ...isiert): unter der Wirkung alkoholischer Ge
tränke stehend, [leicht] betrunken. Allkohollilsielrung
die; -, -en (zu Î ...isierung): das Alkoholisieren; vgl. ...ation/...ierung. Allkolhollislmusätez-; - (zu 1 ...ismus (3)): 1.
zusammenfassende Bez. für verschiedene Formen der
schädigenden Einwirkungen, die übermäßiger Alkoholge
nuss im Organismus hervorruft. 2. Trunksucht. AllkohoI ¡ kri 1 mi I na 11 i I tät die; -: unter Alkoholeinfluss verübte
Straftaten. Al|kolho|lo|melter das; -s, - (zu Î'...meter):
Messgerät zur Bestimmung des Alkoholgehalts in Flüssig
keiten. Allko|ho|lolme|trie*rfze; - (zu Î ...metric): die Er
mittlung des Alkoholgehalts in Flüssigkeiten durch Be
stimmen der Dichte mit einem geeichten Î Aräometer od.
einemÎPyknometer. Al|kolhol|phos|pho|redie (Plur.):
in Alkohol gelöste Kohlenwasserstoffe mit charakteristi
scher tPhosphoreszenz. Al|ko|hol|psy|cho|se die; -, -n:
bei chronischem T Alkoholismus (2) auftretende Psychose.
Allkolhollyl se die; -, -n (zu T ...lyse): Spaltung einer Sub
stanz unter Einwirkung von Alkohol (Chem.). Ai ko lat
das; -s, -e (Kunstw.): alkoholarmes Getränk. AI I ko I mat
der; -en, -en (Kurzw. aus,-l//rohoi u. Autoznat): Gerät zur
Messung des Alkoholspiegels im Blut
All kor® das; -s (nach dem Stern im Großen Wagen): eine
'Folie (1) aus Kunststoff
Allkolsol das; -s (verkürzt aus 1 Alkohol u. T2So/>: Lösung
mit Alkohol als î Dispersionsmittel
Allkolven [...vn] der; -s, - (aus gleichbed.ʃr. alcôve, dies aus
span, alcoba „Schlafgemach“ zu arab. al-qubba „die Kup
pel“): Bettnische, Nebenraum
Alkloxid, auch Alkoxyd das; -, -e (verkürzt aus T/l//rohol u.
T Oxid): svw. Alkoholat
Alkydharz das; -es, -e (Kunstw.): 1 Polyester, der durch
t Polykondensation von mehrwertigen Alkoholen (z.B.
Glyzerin) mit Î Dikarbonsäuren (z. B. 1 Phthalsäure), meist
unter Zugabe von Ölen od. Fettsäuren, hergestellt u. als
Lackbindemittel verwendet wird
Allkyl das, -s, -e (Kunstw. aus I Alkali u. 1 ...yb: einwertiger
Kohlenwasserstoffrest, dessen Verbindung z. B. mit einer
Î Hydroxylgruppe einfache Alkohole liefert (Chem.). Al-
76
kyllanzilen [-iən], auch Alkylantia die (Plur.)
(Kunstw.): Substanzen mit Alkylgruppen, die mit Phos
phatgruppen reagieren u. Moleküle t inaktivieren (zur Be
handlung von Tumoren u. Leukämie; Med.). Allkyllatben zin das; -s (zu Î...at (2)): klopffestes, Î synthetisch aus
TAlkanen u. TAlkenen erzeugtes Benzin. AI I ky I la |ti Ion
die; - (zu ɪ',,,ion): Einführung von Alkylgruppen in eine
organische Verbindung; vgl. ...ation/...ierung. Al ky len
das, -s, -e (meist Plur.) (zu Î... en): (veraltet) svw. Olefin.
Allkyllhallolgelnid das; -s: organische Verbindung, bei
der ein od. mehrere Wasserstoffatome durch Halogen
atome ersetzt sind (Chem.). allkyllielren (zu t...ieren):
eine Alkylgruppe in eine organische Verbindung einführen
(Chem.). Allkyllielrung dZe; - (zu Î ...ierung): svw. Alky
lation; vgl. ...ation/...ierung. Al kyl sul fat das; -[e]s, -e:
organische Verbindung, bei der ein od. beide Î Protonen
der Schwefelsäure durch Alkylreste ersetzt sind, Aus
gangsstoff für Waschmittel
allkylolnisch (zu gr. alkyóneiai (hëmérai) „die Winterta
ge, in denen der Eisvogel (alkyön) sein Nest baut u. das
Meer ruhig ist“): heiter, friedlich
all.... All... vgl. allo..., Allo...
ailla brelve [- 'bre:və] (z7.): beschleunigt (Taktart, bei der
nicht nach Vierteln, sondern nach Halben gezählt wird;
Mus.)
ailla caclcia [- 'kaʧa] <z7.; „in der Art der Jagd(musik)“):
svw. à la chasse
ailla calmelra [- k...[ (z7.>: im Kammerstil, kammermusik
artig (Vortragsanweisung; Mus.)
ailla camlpalgna* [- kampanja] (z7.; eigtl. „auf dem
Land“): nach ländlicher Art
ailla caplpellla [- k...] <z7.): svw. a cappella
Alllachl äs|the|sie*dze;-, ...ien (zu gz: allachè „anderswo“
u. aisthesis „Sinneswahrnehmung“): svw. Allästhesie
ailla diIritlta (z7.>: stufenweise, nach der Tonleiter (Mus.)
alllalgielren (aus gleichbed. it. allagare, eigtl. „zum See
machen“, zu lago „See“, dies aus lat. lacus): (veraltet) un
ter Wasser setzen, überschwemmen
Alllah (wohl zusammengezogen aus arab. al-iläh „der Gott“
od. aus aram. alelahä): Name Gottes im Islam
Alllaitelment [alɛt'ma] das; -s (aus gleichbed. fr. allaite
ment zu allaiter, vgl. allaitieren): das Stillen, Säugen. Allaitelment mixte [- 'mɪkst] das; - - (aus fr. allaitement
mixte „gemischtes Stillen“): Zwiemilchernährung (Med.).
al|lai|tie|ren [ale...] (aus gleichbed. fr. allaiter zu lait
„Milch“): (veraltet) stillen, säugen
ailla marlcia [- 'martʃa] (z7.): nach Art eines Marsches,
marschmäßig (Vortragsanweisung; Mus.)
alllamlbielren (aus gleichbed. spätlat. allambere): (veral
tet) belecken
ailla mer|can|ti|le [- ...k...] <z7.): kaufmännisch
ailla milnulta <z7.; eigtl. „im Kleinen“): Kleinhandel be
treibend
ailla milsulra (z7.): wieder im Takt (Vortragsanweisung;
Mus.)
Alllalnit [auch ... nit] der; -s, -e (nach dem schott. Minera
logen Th. Allan (1777-1833) u. zu î2...it>: svw. Orthit
Al|lara|ti|a|sis die; -, ...iasen (zu gr. alias, Gen. alläntos
„Wurst“ u. T ...iasis): svw. Botulismus. AI|lanlto|iniAzs, -s
(zu T...in ( 1 )>: Produkt des Harnstoffwechsels. Alllanltois [...tois] die; - (zu gr. allantoeidés, eigtl. „die Wurstför
mige“): Urharnsack (t embryonales Organ der Reptilien,
Vögel u. Säugetiere einschließlich des Menschen). Alllanto tolxilkon das; -s, ...ka (zu gr. toxikón „Gift“, eigtl.
„Wurstgift“): das sich in verdorbener Wurst entwickelnde
Gift
ailla pezlza (z7.): stückweise
ailla pollaclca [- ...ka] (z7.>: in der Art einer ÎPolonäse
(Vortragsanweisung; Mus.)
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(it.; „aufs Erste“): die Malweise mit einmali
gem Aufträgen der Farbe, ohne Unter- od. Übermalung
bezeichnend; vgl. Primamalerei
alllarlganldo </Z. >: langsamer, breiter werdend (Vortrags
anweisung; Mus.)
Alllarlgenltum das: Gen. -s od. - <zu tallo... u. Î Argen
tum): ein Mineral, Mischkristall aus Silber u. Antimon
alllarlgielren (aus gleichbed. it. allargare zu largo „breit“,
dies aus lat. largus) : (veraltet) verbreitern, breiter machen,
erweitern
ailla rinlfulsa (//..• „durcheinander“): in loser Schüttung
erfolgend (z. B. bei der Verladung von Getreide)
Alllasch der; -s, -e (nach dem lett. Ort Allasch (Jett. Allazi)
bei Riga): ein Kümmellikör
ailla silciHila Ina [- ziʧi...] </7. ): in der Art eines Î Sicilianos
(Vortragsanweisung; Mus.)
ailla silgnolrille* [- zinjo...] 07.; eigtl. „nach Herrenart“):
(veraltet) edelmännisch, in der Art eines Edelmannes
Allläslthelsie* die; -, ...ien (zu tallo..., gr. aisthësis „Sinneswahrnehmung“ u. t2...ie>: Abschwächung der Oberflä
chensensibilität in der Form, dass ein Empfindungsreiz an
einer anderen Stelle lokalisiert wird (Med.)
ailla stretlta [- st...] (it.): in gesteigerter Bewegung wie bei
einer t Stretta (Vortragsanweisung; Mus.)
AIllalta die (Plur.) (aus lat. allata, Plur. von allatum, dies
Part. Perf. (Neutrum) von afferre „herbeibringen, -tra
gen“): das von der Frau in die Ehe eingebrachte Gut
(Rechtsspr.)
ailla teldeslca [- ...ka] 07.): nach Art eines deutschen Tan
zes, im deutschen Stil (Vortragsanweisung; Mus.)
ailla temlpelra (it.): mit tTemperafarben gemalt
AIIla|tiV [auch ,,,'ti:f] der; -s, -e [...va] (zu lat. allatus, Part.
Perf. von afferre „herbeibringen, -tragen“ u. t...iv): Ka
sus, der das Ziel angibt (bes. in den finnisch-ugrischen
Sprachen vorkommend; Sprachw.)
Alllalturz/ze; - (aus gleichbed. spätlat. allatura; vgl. Allata u.
...ur>: 1. (veraltet) Mitgift der Frau (in Ungarn). 2. von
Dritten zu den Haushaltskosten geleisteter Zuschuss
(Rechtsspr.)
ailla turlca [- ...ka] (it.): in der Art der türk. Musik (in Be
zug auf Charakter u. Vortrag eines Musikstücks; Mus.)
Alllaultal® ¿fas; -s (Kunstw.): mit Reinaluminium plattier
tes Î Lautal
ailla zinlgalrelse (it.): in der Art der Zigeunermusik (in
Bezug auf Charakter u. Vortrag eines Musikstücks; Mus.);
vgl. all’ungherese
Al lèche ment [alɛʃ'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. allèchement zu allécher „anlocken, verführen“, dies aus lat.
allectare, vgl. allektieren): svw. Allektation
Allleclti [a'lɛkti] die (Plur.) (aus lat. allecti, Plur. von al
lectus, dies Part. Perf. von alligere „hinzuwählen“): in der
röm. Kaiserzeit Männer, die durch kaiserlichen Befehl au
ßerhalb der Rangstufenfolge zu einem höheren Amt beru
fen wurden
All lee die; -, Alleen (aus fr. allée „Gang (zwischen Bäu
men)“ zu aller „gehen“): sich lang hinziehende, gerade
Straße, die auf beiden Seiten gleichmäßig von hohen, recht
dicht beieinanderstehenden Bäumen begrenzt ist
alllelgalbel (zu î'allegieren u. î...abel>: zitierbar, anführ
bar. Alllelgat das; -[e]s, -e (aus mlat. allegatum „das Zi
tierte“, substantiviertes Part. Perf. (Neutrum) von lat. al
legare, vgl. `allegieren): Zitat, angeführte Bibelstelle. Alle galti on die; -, -en (aus gleichbed. mlat. allegatio): An
führung eines Zitats, einer Bibelstelle. Al|le|gat|strich
der; -s -e: Strich als Hinweis auf eine Briefanlage. Alllège
[a'lɛ:j] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. allège zu alléger, vgl. Öl
legieren): Leichter, zum Entlasten eines Schiffes verwen
detes kleineres Wasserfahrzeug. Al|lège|ment [alɛʃ'ma:]
das; -s, -s (aus gleichbed. fr. allègement): (veraltet) Er
allia prilma
Alleluiarium
leichterung, Linderung. Allleglgio [a'ledʒo] der; -s, -s
(aus it. alleggio): svw. Allège
Al|le|gha|ny|it [ælɪgenθ'i:t, auch ...Bit] der, -s, -e (nach
dem amerik. Gebirge Alleghany (mountains) u. zu î2...it):
rötliches Mineral, ein basisches Mangansilikat
Alllelgiance [ə'li:dʒəns] ¿ZZe; - (aus gleichbed. engl. alle
giance zu altfr. lige „lehnspflichtig“) : (veraltet) Unterta
nenpflicht, -treue
'al|le|gie|ren (aus lat. allegare „zitieren, sich berufen
auf'): ein Zitat, eine Bibelstelle anführen
2al|le|gie|ren [,,,'ʒi:...] (aus gleichbed./r. alléger zu mlat. alleviare, dies zu lat. levis „leicht“): (veraltet) erleichtern
Al|le|go|re|se <7/7; -, -n (zu t Allegorie u. t...ese): Ausle
gung von Texten, die hinter dem Wortlaut einen verborge
nen Sinn sucht. Alllelgolrie die; -, ...ien (über lat. allego
ria aus gleichbed. gr. allegoria, eigtl. „das Anderssagen“):
rational fassbare Darstellung eines abstrakten Begriffs in
einem Bild, oft mithilfe der Personifikation (bildende
Kunst, Literatur). Al|lelgo|rik die; - (zu gr. allegorikös
„bildlich“; vgl. f2...ik (2)): a) allegorische Darstellungs
weise; b) die Gesamtheit der Allegorien [in einer Darstel
lung], alllelgolrisch: sinnbildlich, gleichnishaft, alllego|ri|sie|ren (zu Î...isieren): etwas mit einer Allegorie
darstellen, versinnbildlichen. Alllelgolrislmus der; -,
...men (zu t ...ismus (2)): Anwendung der Allegorie. Allle
go Irist der; -en, -en (zu T ...ist): jmd., der beim Reden Al
legorien verwendet, der gleichnishaft, sinnbildlich redet
alllelgretlto* (it. ; Verkleinerungsform zu Î allegro): weni
ger schnell als allegro, mäßig schnell, mäßig lebhaft (Vor
tragsanweisung; Mus.). Alllelgretlto das; -s, Plur. -s u.
...tti: mäßig schnelles Musikstück, alllelgro (it.; eigtl.
„lustig, heiter“): lebhaft, schnell; allegro assai [a'sai]: sehr
lebhaft, sehr schnell; allegro con [kɔn] brio: lebhaft, mit
Feuer; allegro ma non tanto: nicht allzu schnell; allegro ma
non troppo: nicht so sehr schnell; allegro moderato: mäßig
schnell (Vortragsanweisung; Mus.). Alllelgro das; -s,
Plur. -s u. ...gri: schnelles Musikstück. Alllelgrolform
die; -, -en: durch schnelles Sprechen entstandene Kurz
form (z. B. gna Frau für gnädige Frau; Sprachw.)
Alllekltaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. allectatio zu
allectare, vgl. allektieren): (veraltet) Anlockung, Reiz, allek tie ren (aus gleichbed. lat. allectare): (veraltet) anlo
cken, reizen
Alllekltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. allectio zu allege
re „hinzuwählen“): (veraltet) Wahl, Aufnahme, Werbung
alllel (zu gr. allelön, „einander, wechselseitig“, dieszuállos
„anderer“): einander entsprechend (von den Î Genen eines
Îdiploiden Chromosomensatzes). Alllel das; -s, -e (meist
Plur.) : eine von mindestens zwei einander entsprechenden
Erbanlagen Îhomologer T Chromosomen (Biol.). AI Hellie
die; - (zu t2...ie>: Zusammengehörigkeit von Allelen; ver
schiedene Zustände einer Erbeinheit (z.B. für die Blüten
farbe Weiß, Rot, Blau o.Ä.; Biol.). alllello..., Alllello...
(aus gleichbed. gr. allelön): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „wechselseitig“, z.B. allelodidaktisch, Allelopathie. al|le|lo|di|dakltisch: auf den wechselseitigen
Unterricht bezüglich, sich gegenseitig unterrichtend. Alle|lo|kle|ro|no|mie* die; -, ...ien (zu gr. kleronomia
„Erbschaft“, dies zu klèros „Los“ u. némein „verteilen,
ordnen“): (veraltet) Vertrag über gegenseitige Beerbung,
gegenseitiges Testament. Allle lo ma chie die; -, ...ien
(zu gr. máche „Kampf“): (veraltet) Streit. Al|le|lo|morph is mus der; -: svw. Allelie. Al|le|lo|pa|thie die; - (zu
Î ...pathie): gegenseitige Wirkung von Pflanzen aufeinan
der (Bot.). Alllelloltrolpie* die; -, -n (zu Î ...tropie): teil
weise Umwandlung einer t tautomeren Substanz in ihr Iso
meres (vgl. Isomerie; Chem.)
AII le I lu|i|a|riIum das; -s, Plur. ...rien [,,,iən] od. ...ria (kirchenlat. Bildung zu Îhalleluja! u. T...arium): Sammlung
A
alleluja
der zwanzig mit „Halleluja“ beginnenden TPsalmen, al
le IluIja usw. vgl. halleluja usw.
Allemande [alə'md:də] die; -, -n (aus/r. (danse) alleman
de „deutscher (Tanz)“): a) alte Tanzform in gemäßigtem
Tempo; b) Satz einer t Suite (3)
Alleimontit [auch ...'tit] der; -s, -e (nach dem franz. Fund
ort Allemont, einer Stadt im Departement Isère, u. zu
t2...it): seltenes mineralisches Gemenge von Arsen u. An
timon u. deren untereinander gebildeten Verbindungen
(Mineral.)
Alllen das; -s, -e (zu tallo... u. t...en): ungesättigter Koh
lenwasserstoff mit einer kumulierten Doppelbindung
(farbloses, brennbares Gas; Chem.)
allenielren (zu Tad... u. lat. lenire „lindern“): (veraltet)
lindern, nachlassen. Al|le|ni|ment das; -[e]s, -e (zu
t'...ment): (veraltet) Linderungsmittel
al|len|tan|do (it.; zu lat. lentus „langsam“): nachlassend,
langsamer werdend (Vortragsanweisung; Mus.)
Alllenlthelse* die; -, -n (zu Îallo... u. gr. ênthesis „das Hi
neinsetzen“): a) operatives Einbringen einer körperfrem
den Substanz ins Gewebe; b) das so eingebrachte t Implan
tat (Med.)
1al|lerg* (zu tAllergie): (veraltet) svw. allergisch; vgl.
...isch/-. 2al lerg (zu tallo... u. gr. érgon „Arbeit, Werk“):
auf fremder Arbeitsleistung beruhend; allerge Wirtschaft:
Wirtschaft, in der die Besitzer knapper Produktionsmittel
aufgrund dieser Vorzugsstellung ein Einkommen erzielen,
das nicht auf eigener Arbeitsleistung beruht; Ggs. auterge
Wirtschaft. Alllerlgen das; -s, -e (zu Î Allergie u. t,,,gen):
Stoff (z. B. Blütenpollen), der bei entsprechend disponier
ten Menschen Krankheitserscheinungen (z.B. Heu
schnupfen) hervorrufen kann (Med.). Allleijgie die; -,
...ien (gelehrte Bildung des österr. Mediziners v. Pirquet
aus dem Jahr 1906 zu gr. állos „anderer“ u. érgon „Werk,
Tätigkeit“, also eigtl. „Fremdeinwirkung“): vom norma
len Verhalten abweichende, krankhaft veränderte Reakti
on des Organismus auf bestimmte (körperfremde) Stoffe
(z.B. durch Blütenpollen ausgelöster Heuschnupfen);
Überempfindlichkeit. Alllerlgielpass der; -es, ...pässe:
Ausweis eines Allergikers, auf dem ärztlich festgestellte
Allergien mit ihren auslösenden Substanzen eingetragen
sind. Al|ler|gi|ker der; -s, - (vgl. 2...ik (2)): jmd., der für
Allergien anfällig ist. alllerlgisch: 1. die Allergie betref
fend. 2. überempfindlich, eine Abneigung gegen etwas od.
jmdn. empfindend; vgl. ...isch/-. al|ler|gi|sie|ren (zu
t...isieren): einen Organismus allergisch machen (von Al
lergenen). Alllerlgilsielrung die; -, -en (zu Î ...isierung):
Vorgang der aktiven I Sensibilisierung od. Umstimmung
des Organismus durch ein Î Allergen bzw. durch Aufnah
me eines 1 Allergens in den Körper (Med.). Al|ler|go|id
das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu T ...oid): chemisch veränder
tes ÎAllergen zur Behandlung einer Allergie. Alllerlgololge der; -n, -n (zu î ...loge): Wissenschaftler auf dem Ge
biet der Allergologie. Alllerlgollolgie iZte; - (zu t ...logie):
med. Forschungsrichtung, die sich mit der Untersuchung
der verschiedenen Allergien befasst, alllerlgollolgisch
(zu 1...logisch): die Allergologie betreffend. Alllerlgomeltrie* die; -, ...ien (zu t...metrie): Prüfung der Stärke
einer allergischen Reaktion durch dosierte Zufuhr von
1 Allergenen. Al ler go se die; -, -n (zu t*...ose): allergi
sche Krankheit
Alllelvalment [...v...J das; -[e]s, -e u. Allevamentum
das; -s, ...ta (aus lat. allevamentum „Erleichterung“ zu al
levare, vgl. allevieren): (veraltet) Erleichterungsmittel, alle vie ren (aus gleichbed. lat. allevare zu tad... u. levis
„leicht“): (veraltet) aufrichten, erleichtern
alliez [a le:] (aus gleichbed. fr. allez!, eigtl. „geht!“; vgl. Al
lee): vorwärts!; los!
Alllilance [a'ljä:s] vgl. Allianz. Alllilanz die; -, -en u. Alli
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ance [a'lja:s] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr. alliance zu
s’allier, vgl. alliieren): 1. Bündnis zwischen zwei od. meh
reren Staaten. 2. Verbindung, Vereinigung
AIIlilein [...ts...] vgl. Allizin
AIIliIga|tiIon die; -, ...-en (aus lat. alligatio „das Anbinden,
Umwicklung“ zu alligare, vgl. alligieren): Mischung (meist
von Metallen); Zusatz
Alllilgaltor der; -s, ...oren (unter Einfluss von gleichbed.
engl. bzw.fr. alligator aus span, el lagarto „die Eidechse“,
dies aus lat. lacertus, lacerta „Eidechse“): zu den Kroko
dilen gehörendes Kriechtier im tropischen u. subtropi
schen Amerika u. in Südostasien
alllilgielren (aus gleichbed. lat. alligare): 1. [Metalle] mi
schen. 2. (veraltet) anbinden, verbinden
alllilielren, sich (aus gleichbed. fr. s’allier, dies über altfr.
aleier aus lat. alligare „anbinden, verbinden“): sich ver
bünden. AI Ili I ier |te der u. die; -n, -n: a) Verbündete[r]; b)
(nur Plur.) die im 1. u. 2. Weltkrieg gegen Deutschland ver
bündeten Staaten, heute bes. Frankreich, Großbritannien,
USA [u. Rußland bzw. die ehemalige Sowjetunion]
Alllilin das; -s (zu lat. allium „Knoblauch“ u. t...in (1)>:
Aminosäure der Knoblauchzwiebel u. anderer Lauch
arten, Grundstoff des t Allizins
all-inlclulsive* ['ɔ:l ɪn'klu:sɪv] (engl.; vgl. inklusiv): alles
[ist im Preis] enthalten (bei Pauschalreisen u.Ä.)
AI 11 i I o I n a I ® das; -s (Kunstw.): Schlafmittel der Barbitur
säurereihe
AlllilsiIon iZze; -, -en (aus gleichbed. lat. allisio zu allidere
„anschlagen“): (veraltet) das Anstoßen, Anschlägen
Al|li|te|ralti|on die; -, -en (zu tad..., lat. littera „Buchsta
be“ u. t...ation): Stabreim, gleicher Anlaut der betonten
Silben aufeinanderfolgender Wörter (z.B. bei Wind und
IPetter). Al|li|te|ra|ti|ons|vers der; -es, -e: Stabreimvers, stabender Langzeilenvers der altgerm. Dichtung, alli|te|rie|ren (zu t ...ieren): den gleichen Anlaut haben
allliltisch (Kunstw. zuT/uminium u. gr. lithos „Stein“); in
der Fügung allitische Verwitterung: Verwitterung in win
terfeuchtem Klima, bei der Aluminiumverbindungen ent
stehen
Alllilum das; -s (aus lat. allium „Knoblauch“): Lauch, Gat
tung der Zwiebelgewächse (Bot.). Alllilzin, chem.
fachspr. Allicin das; -s (zu t Allium, lat. caedere „töten“ u.
T...in (1)): keimtötender, die Bakterienflora des MagenDarm-Kanals regulierender Wirkstoff des Knoblauchs
aillo.... Aillo..., vor Vokalen all..., All... (aus gr. allo- zu ál
los „anderer“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„anders, verschieden, fremd, gegensätzlich“, z. B. Allopa
thie, Allenthese. Alllolbar ¿/us; -s, -e (zu gr. báros „Schwe
re, Gewicht, Druck“): chem. Element, bei dem die Anteile
der verschiedenen Î Isotope nicht der in der Natur vorkom
menden Zusammensetzung entsprechen (z.B. durch
künstliche Anreicherung eines Isotops). Al|lo|bi|o|se die;
-, -n (zugr. bios „Leben“): verändertes Verhalten des Orga
nismus bei veränderter Umgebung (Biol.). Allocheilrie
[...?...] die: -, ...ien (zu gr. cheir „Hand“ u. t2...ie): feh
lerhafte Lokalisation des Schmerzes bes. an den ÎExtre
mitäten (Med.). Alllolcholrie [...ko...] die; - (zu gr. chöretn „sich fortbewegen“ u. t2...ie>: Verbreitung von Früch
ten u. Samen bei Pflanzen durch Einwirkung besonderer,
von außen kommender Kräfte (z. B. Wind, Tiere, Wasser),
alllolchrolisch [,..k...] (zu gr. chrös od. chróa „Haut,
Hautfarbe“): die Farbe wechselnd, schillernd. Alllochroismusder;-, ...men(zuÎ...ismus(2)!: Farbenwech
sel. Alllolchrolit [auch ,.,'it] der; -s, -e (zu î2...it>: ver
schieden, meist grünlich gefärbte Abart des Granats, allolchrolmaltisch [...k...]: verfärbt (durch geringe Bei
mengungen anderer Substanzen); Ggs. tidiochromatisch.
al loch thon* [alox...] (zugr. chthön „Erde“): an anderer
Stelle entstanden, nicht am Fundplatz heimisch (von Le-
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bewesen u. Gesteinen; Geol. u. Biol.); Ggs. Îautochthon
(2)
Al lod das; -s, -e <aus gleichbed. mlat. allodium, dies aus
dem Germ., eigtl. „Ganzbesitz“) u. Allodium das, -s, ...ien
[-iən]: im mittelalterlichen Recht der persönliche Besitz,
das Familienerbgut, im Gegensatz zum Lehen od. grund
herrlichen Land (Rechtsw.)
al lo da pisch (ausgr. allodapós „anderswoher stammend,
fremd“): Einschaltung Îdetritischer Kalke in Tonstein
(Geol.)
al I lo| di lal (zu t Allod u. î '...al (1)): zum Allod gehörend. Alloldi|filkatilon die; -, -en (zu T...fikation): Umwandlung
eines Lehnsguts in eigenen Besitz (Rechtsw.); vgl. ...ation/
...ierung. al|lo|di|fi|zie|ren (zu Î...fizieren): ein Lehnsgut in eigenen Besitz umwandeln (Rechtsw.). Al|lo|di|fizie rung die; -, -en (zu Î...fizierung): svw. Allodifikation;
vgl. ...ation/...ierung. Allloldilum vgl. Allod
Allloldolxie die; -, ...ien (zu Îallo..., gr. doxa „Meinung“ u.
î2...ie>: (veraltet) eine andere, irrige Meinung od. Lehre,
a 111 o I g a m (zu T...gam): a) fremdbestäubend; b) von ande
ren Pflanzen bestäubt (Bot.). Alllolgalmie die; -, ...ien
(zu î ...garnie): Fremdbestäubung von Blüten (Bot.), al liogen (zu t...gen): svw. allothigen. Al lo ge ne se die; -:
Î Radiation (1) einer ursprünglich einheitlichen Gruppe
von Organismen in Anpassung an tdifferente Umweltbedingungen (Biol.). alllolgplnisch (zu gr. gönia „Win
kel“): in verschiedenen Winkeln, nach mehreren Grund
formen kristallisiert. Alllolgraf, auch ...graph das; -s, -e
(zu Î...graf): 1. stellungsbedingte Î Variante (4) eines Î Gra
fems, die in einer bestimmten grafemischen Umgebung
vorkommt (z. B. wissenu. wei/?; Sprachw.). 2. Buchstabe in
einer von mehreren möglichen grafischen Gestaltungen in
Druck- u. Handschriften (z. B. a, a. A, A). Al lo gramm
das; -s, -e (zu T...gramm): svw. Heterogramm. Alllolgraphon das: -s, -e (zu gr. gráphein „schreiben“ u. t‘...on):
(veraltet) Handschrift eines anderen. Al|lo|kar|pie die; -,
...ien (zu T...karpie): Fruchtbildung aufgrund von Fremd
bestäubung
Alllolkaltilon die; -, -en (zu îad... u. lat. locatio „Stellung,
Anordnung“): Zuweisung von finanziellen Mitteln, Pro
duktivkräften u. Material (Wirtsch.). Al lo ka ti onspolliltik die; -: Teilbereich der t Finanzpolitik, der sich
mit der ÎAllokation befasst. Alllolkaltilonslprolblem*
das; -s, -e: die Frage der bestmöglichen Verteilung der
Produktionsfaktoren einer Wirtschaft auf die jeweiligen
Verwendungszwecke im Hinblick auf Kosten u. Gewinn
(Wirtsch.). al|lo|kie|ren im mlat. allocare): für einen be
stimmten Zweck bereitstellen (bes. EDV)
Al|lo|ku|ti|on die; -, -en (aus lat. allocutio „das Anreden“):
päpstliche Ansprache, eine der Formen offizieller münd
licher Mitteilungen des Papstes
AI I Io I la I lie die; -, ...ien (zu Î allo..., gr. lalein „sprechen“ u.
t2...ie>: das Fehlsprechen bei Geisteskrankheiten (Med.,
Psychol.). Alllolmelrie die; -, ...ien (zu t...merie): die
Übereinstimmung der Kristallform bei chemisch unter
schiedlich zusammengesetzten Stoffen (Chem.). Alllomeltrie* die; -, ...ien (zut ...metrie): das Vorauseilen bzw.
Zurückbleiben des Wachstums von Gliedmaßen, Organen
od. Geweben gegenüber dem Wachstum des übrigen Or
ganismus (Med., Biol.); Ggs. tlsometrie. al lometrisch* (zu Î ...metrisch): unterschiedliche Wachstumsge
schwindigkeit im Verhältnis zur Körpergröße od. zu an
deren Organen zeigend (von Gliedmaßen, Organen od.
Geweben; Med., Biol.). Alllolmilmelse <7ze; -: die Er
scheinung der Angleichung mancher Tiere od. Pflanzen an
Form u. Farbe lebloser Materie (z. B. Steine; Biol.). alllomorph (zu Î...morph): svw. allotrop. Alllolmorph <Äw;
-s, -e: ÎVariante (4) eines 1Morphems, die in einer be
stimmten phonemischen, grammatikalischen od. lexikali
allotieren
schen Umgebung vorkommt (z. B. das Pluralmorphem in:
die Bette«, die Kinder; Sprachw.). Alllolmoijphie die; (zu î...morphie>: svw. Allotropie. Al|lolmor|pho|se die;
-, -n (zu gr. morphösis „Verwandlung“): krankhafte Um
bildung
all'on|ga|re|se vgl. all’ungherese
Allon ge [a'lð:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed fr. allonge zu al
longer „verlängern“, vgl. allongieren): 1. Verlängerungs
streifen bei Wechseln für t Indossamente. 2. das Buchblatt,
an dem ausfaltbare Karten od. Abbildungen befestigt sind.
Al|lon|ge|ment [aɪðʒə'ma:] das; -, -s (aus gleichbed. fr.
allongement): (veraltet) Verlängerung. Al|lon|ge|pelrücke [a'lo:ʒə...] die; -, -n: Herrenperücke mit langen Lo
cken (17. u. 18. Jh.)
all'on ghalreise [alɔŋga...] vgl. all’ungherese
al|ion|gie|ren (aus gleichbed. fr. allonger zu long(ue)
„lang, weit“, dies aus lat. longus): (veraltet) verlängern, in
die Länge ziehen
allions [a'lð:] (aus gleichbed. fr. allons!, eigtl. „lasst uns ge
hen!“; vgl. Allee): vorwärts!, los! Allions, enlfants de
la paltrie! [a'lözä'fä də la pa'tri(ə)] (fr.; „Auf, Kinder des
Vaterlandes“): Anfang der franz. Nationalhymne; vgl.
Marseillaise
alllolnym* (zu t allo... u.gr. önyma „Name“): mit einem an
deren, fremden Namen behaftet. Alllolnym das; -s, -e:
Sonderform des Î Pseudonyms, bei der der Name einer be
kannten Persönlichkeit verwendet wird. Alllolpath der;
-en, -en (zu gr. páthos „Leiden, Krankheit“): Anhänger
der Allopathie. Alllolpalthie die: - (zu t...pathie): Heil
verfahren, das Krankheiten mit entgegengesetzt wirken
den Mitteln zu behandeln sucht; Ggs. ÎHomöopathie, allolpa thisch: die Allopathie betreffend. Al|lo|pa|trie*
die; - (zu gr. patriä „Vaterland, Heimat“): Form der Tier
verbreitung ohne Überlappung von Arten (Biol.). Alllophan der; -s, -e (zu gr. phanös „hell, leuchtend“): blass
blaues od. grünliches, wasserreiches, durch Verwitterung
[vor allem auf vulkanischen Aschen] gebildetes, nahezu
tamorphes Tonmineral. Alllophan das; -s, -e (zu gr.
phainesthai „erscheinen“): Erbmerkmal, dessen Entste
hung in Zellen nicht durch zelleigene, sondern zwischen
zellige Genwirkung von außen bewirkt wird (Genetik);
Ggs. Î Autophän. Al lo phon, auch ...fon das; -s, -e (zu
Î ...phon): phonetische Variante (4) des ÎPhonems in einer
bestimmten Umgebung von Lauten (z. B. ch in ¿cA u.Dach ;
Sprachw.). Al|lo|plas|tik die; -, -en: Verwendung anor
ganischer Stoffe als Gewebeersatz (z.B. Elfenbeinstifte,
Silberplatten); vgl. Prothetik. Al|lolpo|ly|plo|i|die*
[...ploi...] die; -: Vervielfachung des Chromosomensatzes
eines Zellkerns durch Artenkreuzung. Al|lo|psy|cho|se
die; -: (veraltet) Psychose, bei der die Orientierung des Be
wusstseins über die Außenwelt gestört ist
alllolquielren (aus gleichbed. lat. alloqui zu Î ad... u. loqui
„reden, sprechen“): (veraltet) anreden
Allloijrhilzie die; - (zu Î allo..., gr. rhiza „Wurzel“ u. t2...ie):
Bewurzelungsform der Samenpflanzen, bei der die Pri
märwurzel alleiniger Träger des späteren Wurzelsystems
ist (Biol.); Ggs. ÎHomorrhizie. Al lo sau ri er [...in] der;
-s, - u. AI I lo I sau I rus der; -, ...rier [...in] (zu gr. saüros „Ei
dechse“): fleischfressender Dinosaurier des Erdmittelal
ters. Alllolsem das; -s, -e: im Kontext realisierte Bedeu
tungsvariante eines TSemems. Al lo som das; -s, -en (zu
gr. söma „Leib, Körper“): svw. Heterochromosom. Alllothelrilum rfas; -s, ...rien [ , iən] (zu gr. thërion „(wildes)
Tier“): zur ältesten ausgestorbenen Gruppe gehörendes
Säugetier von der oberen ÎTrias ( 1 ) bis zum Î Paläozän. a Ilo thiigen (zu gr. ällothi „anderswo“ u. Î...gen): nicht am
Fundort, sondern an anderer Stelle entstanden (von Be
standteilen mancher Gesteine; Geol.); Ggs. tauthigen
allloltielren (aus /r. alloter, allotir zu lot „Los“, dies aus
A
Allotment
frank. löt): (veraltet) durch das Los verteilen. Alllotment [ə'lɔtmənt] das: -s, -s (aus gleichbed. engl. allotment
zu to allot „(durch Los) zuteilen“, dies aus (alt)fr. alloter,
vgl. allotieren): (veraltet) Los, Anteil
Al|lo|trans|planltat das; -[e]s, -e (zu tallo... u. ÎTrans
plantat): Transplantat, das zwischen zwei Individuen der
gleichen Art ausgetauscht wird (Med.)
Allloltria* die (Plur.), heute meist Allotria cto; -[s] (aus gr.
allótria (Plur.) „abwegige Dinge“, eigtl. „fremde Interes
sen“): mit Lärm, Tumult o.Ä. ausgeführter Unfug,
Dummheiten. Allloltriloldonltie die; -, ...ien (zu gr. aliótrios „andersartig“, odoús, Gen. odóntos „Zahn“ u.
T2.. .ie> : das Einsetzen künstlicher Zähne (Med.). AI I IoItriogeusie die; -, ...ien (zu gr. geüsis „Geschmack“ u.
T2...ie>: Täuschung des Geschmacksinns. Allloltrilollogierf/e; - (zu gr. légein „sprechen“ u. T2...ie): (veraltet) das
Einmischen fremden Gedankenguts in eine Rede od. Mei
nungsäußerung. al|lo|tri|o|mprph (zu T...morph): nicht
von eigenen Kristallflächen begrenzt (von Mineralien;
Geol.); Ggs. tidiomorph. Al|lo|tri|olpha|gie<7ze; -, ...ien
(zu Î ...phagie): krankhafte Neigung von Haustieren, Stof
fe zu fressen, die als Futter ungeeignet od. ungewöhnlich
sind, z. B. Steine, Erde, Kot. Al|lo|tri|os|mie die; -, ...ien
(zu gr. osmë „Geruch“ u. t2...ie): svw. Heterosmie. alllotrop (zu tallo... u. t...trop): a) zur îAllotropie fähig; b)
durch Allotropie bedingt, allloltroph (zu t...troph): in
der Ernährung auf organische Stoffe angewiesen (Biol.).
Al lotropie die; - (zu t...tropie): Eigenschaft eines
ehern. Stoffes, in verschiedenen Kristallformen vorzu
kommen (z.B. Kohlenstoff als Diamant u. Graphit;
Chem.)
all’ottava [...va] (it. „in der Oktave“): a) eine Oktave hö
her (Zeichen: 8va über den betreffenden Noten); b) eine
Oktave tiefer (Zeichen: 8va unter den betreffenden No
ten)
allloulalbel [alu...] (aus gleichbed. fr. allouable zu allouer,
vgl. allouieren): (veraltet) zulässig, gültig, allloulielren
(aus gleichbed. fr. allouer): (veraltet) billigen, zugestehen
all lover [ ɔ:louvə] (engl.'); über u. über gemustert (von Stof
fen u. Gewirken). All|over|des|sin [ɔ:l'oʊvərdɛsɛ] das;
-s, -s: IDessin, das über die ganze Oberfläche des Gewe
bes verteilt ist. All|over|spit|ze die; -, -n: Spitzenstoff
vom laufenden Meter (Meterware) im Gegensatz zur in
Form genähten od. geklöppelten Spitze
Alllolxan* das; -s (Kunstw. aus TX//antoin, 1 Oxalsäure u.
1 ...an); Spaltungsprodukt der Harnsäure
al|lo|zie|ren (zu tad... u. lat. locare „setzen, stellen“; vgl.
Allokation): finanzielle Mittel, Materialien, Produktions
kräfte in einem bestimmten Raum verteilen, zuweisen
(Wirtsch.)
all right ['ɔ:l rait] (.engl.); richtig!, in Ordnung!, einverstan
den!
Alll round... ['ɔ:l raund...] (aus engl. all-round „vielseitig“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „allseitig, für alle
Gelegenheiten“. z.B. Allroundsportler. Alllroundlath\etder; -en,-en: Sportler, der viele leichtathletische Sport
arten ausübt. All|roun|der[...do] der; -s, - (aus gleichbed.
engl. all-rounder): svw. Allroundman. AHIroundlman
[...mon] der; -, ...men [...mon] (aus gleichbed. engl. allround man): wendiger, vielseitiger Mann, der Kenntnisse
u. Fähigkeiten auf zahlreichen Gebieten besitzt. Allround Ispie I ler der; -s, - : Spieler, der mehrere Positionen
in einer Mannschaft ausfüllen kann. All|round|sport|ler
der; -s, - : Sportler, der in zahlreichen, z. T. sehr unter
schiedlichen Sportarten gute Ergebnisse erzielt
All-Star-Band [ ɔ:l'stɑ:bænd] die; -, -s (,zu,engl,-amerik. ali
star „ganz aus Spitzenkräften bestehend“ (vgl. Star) u.
T Band): 1. Jazzband, die nur aus berühmten Musikern be
steht. 2. erstklassige Tanz- u. Unterhaltungskapelle. All-
80
Star-Team [,,,ti:m] das; -s, -s: bei internationalen Turnie
ren aus dem Gesamtspielerkreis von einem Gremium
(z. B. von den Sportjournalisten) nominierte beste Mann
schaftsaufstellung
all’s well [ɔ:ls 'wɛl] (engl.); alles [ist] in Ordnung (Antwort
der Schiffswache auf den Anruf des wachhabenden Offi
ziers auf engl. Marineschiffen)
All-Terlrain-Bike ['ɔ:lte'reɪnbaɪk] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. all-terrain bike): stabileres, auch für Gelände- bzw.
Gebirgsfahrten geeignetes Fahrrad
al|lu|die|ren (aus gleichbed. lat. alludere); (veraltet) [auf
etwas] anspielen, [etwas] andeuten
Alllulmetlte [aly...] die;-, -n (aus gleichbed. fr. allumette zu
allumer, vgl. allümieren): (veraltet) Streich-, Zündholz, allülmielren (aus gleichbed. fr. allumer, dies aus vulgärlat.
alluminare zu lat. luminare „erleuchten“, dies zu lumen
„Licht“): (veraltet) an-, entzünden
ail’unlghelrelse [aloŋge...] (it.; „in der ungarischen Art“):
in der Art der Zigeunermusik (meist in Verbindung mit
„Rondo“, musikalische Satzbezeichnung [für den Schluss
teil eines Musikstücks] in der klassisch-romantischen
[Kammer]musik); vgl. alla zingarese
all’uni so no (it.); svw. unisono
AIllülre die; -, -n (aus fr. allure „Gang(art)“, Plur. allures
„Benehmen“, zu aller „gehen“, vgl. Allee): 1. a) Gangart
[des Pferdes]; b) Fährte, Spur (von Tieren). 2. (nur Plur.)
Umgangsformen, [auffallendes, als Besonderheit hervor
stechendes] Benehmen, [arrogantes] Auftreten
Alllul silon die; -, -en (zu lat. alludere, vgl. alludieren): An
spielung auf Worte u. Geschehnisse der Vergangenheit
(Stilk.). alllulsiv (zu t,,,iv): anspielend, die Allusion be
treffend; vgl. ...iv/...orisch. alllulsolrisch: svw. allusiv;
vgl. ...iv/...orisch
al |lu I vi lai [...V...] (zu J Alluvium u. T*...al (1)>: das Alluvium
betreffend; [durch Ströme] angeschwemmt, abgelagert
(Geol.). Al|lulvi|on die; -, -en (aus lat. alluvio „das An
spülen, die Anschwemmung“): neu angeschwemmtes
Land an Fluss-, Seeufern u. Meeresküsten (Geol.). Allluvilum das; -s (aus lat. alluvium „das Anspülen, die An
schwemmung"): (veraltet) svw. I Holozän
Alllyl das; -s, -e (zu lat. allium „Knoblauch“ u. T...yl): un
gesättigte taliphatische Verbindung (Chem.). Alllyllaldelhydi/er;-s,-e: svw. Akrolein. AI I ly 11 al | ko I ho i der; -s:
wichtigster ungesättigter Alkohol. Alllyllen das; -s (zu
î...en): ein ungesättigter gasförmiger Kohlenwasserstoff
Al ma die; -, -s (aber: 5 -) (zu türk, almak „fassen“): frühe
res türk. Hohlmaß für Öl, Most usw. (etwa 5,2 1)
Al ma gra* die; -, ...ren (aus gleichbed. span, almagre zu
arab. al-magra „rote Erde“): (veraltet) Ackererde, Rötel
Allma Malter die; - - (aus lat. aima mater „nährende Mut
ter“): Universität, Hochschule (u. zwar mit persönlichem
Bezug auf den od. die dort Studierenden)
Allmalnach der; -s, -e (aus mniederl. almanag „Kalender“,
dies aus mlat. almanachus): 1. [bebildertes] kalendarisch
angelegtes Jahrbuch. 2. [jährlicher] Veilagskatalog mit
Textproben
All man Idin der; -s, -e (aus mlat. al(a)mandina (nach der an
tiken Stadt Alabanda in Kleinasien) u. zu J...in (1)): Son
derform des Î 'Granats; edler, roter Schmuckstein
Allmalralda die; -, -s (aus gleichbed. span, almaräda): (ver
altet) dreischneidiger Dolch
al marico [- ...ko] (it.; „nach der Mark“): nach dem Ge
wicht einer größeren Menge (bes. beim Justieren u. Prüfen
von Münzen)
Allmalria die; -, ...rien [...ion] (aus gleichbed. mlat. almaria): (veraltet) Urkundenschrank, -saal [in Kirchen u.
Klöstern]
Al|ma|si|go der; -s, -s (aus gleichbed. span, almáciga, dies
aus arab. al-másgara): (veraltet) Baum-, Pflanzschule
81
od. Alimeh die: -, Awalim (aus arab. ‘älime, eigtl.
„die Kundige“ zu ‘älim „gelehrt, wissend“): früher bei
Gastmählern gehobener Kreise auftretende Tänzerin u.
Sängerin im Orient
Allmelmar, Al|me|mor das: -[s] (aus gleichbed. hebt: almemör, dies entstellt aus arab. al-minbar „Kanzel“): der
erhöhte Platz in der t Synagoge für die Verlesung der
T Thora
Allmelralit [auch ... it] der: -s, -e (nach Aimera, dem Fund
ort in Nordspanien, u. zu t2...it): dem Î Karnallit verwand
tes, rötliches Mineral
Allmjllla [...lja] die; -, -s (aus gleichbed. span, almilla): (frü
her) ärmelloses Jäckchen, Wams; unter dem I Kamisol od.
der TChupa getragene eng anliegende, baumwollene Un
terweste
al milnulto (it.): im Kleinen, im Einzelnen
Al|mi|ran|te der: -n, -n (aus gleichbed. span, almiránte): Ti
tel für den Führer einer span. Flotte seit dem 13. Jh., später
Bez. für den Kapitän eines Kriegsschiffes
Allmolhalden die (Plur.) (aus arab. al-muwahhidun „die
Bekenner der göttlichen Einheit“): span.-arab. Dynastie
1147-1269, hervorgegangen aus der gleichnamigen islami
schen Glaubenspartei
Allmolralvilden [...v...] die (Plur.) (aus arab. al-muräbitun
„Bewohner eines Wehrklosters“): Dynastie berberischer
Herkunft in Marokko u. Spanien 1061-1147, hervorgegan
gen aus einem am Senegal zur Islamisierung der Berber ge
gründeten Missionsorden
Allmolsen das; -s, - (aus mlat. eleemosyna, dies aus gr.
eleêmosÿnê „Mitleid, Erbarmen“): 1. [milde] Gabe, kleine
Spende für einen Bedürftigen. 2. (abwertend) dürftiges
Entgelt. Al|mo|se|nier der; -s, -e (zu t'...ier): Almosen
verteiler, ein [geistlicher] Würdenträger [am päpstlichen
Hof]
Allmulcilum [...ts...] das; -s, ...cia (aus gleichbed. mlat. almucium zu /a/, almus „Segen spendend“, eigtl. „näh
rend“): svw. Amicia
Allmud die; -, - (aus gleichbed. span, almud, dies über arab.
al-mudd aus gr. módios „Scheffel“): altes span. Flüssig
keitsmaß (0,32 1) u. Hohlmaß (1,76 1). Allmulde die; -, -n
(aus gleichbed. port, almude, vgl. Almud): 1. altes port. u.
bras. Flüssigkeitsmaß (16,751). 2. port. Hohlmaß (20-25 1)
Al mu kan ta rat der; -s, -e (aus gleichbed. mlat. almucantaratus, dies zu arab. al-muqantarät (Plur.) „Bogenlinien
(auf dem Astrolabium)“): Kreis der Himmelssphäre, der
mit dem Horizontkreis parallel verläuft
Allmultia die; -, ...ien [--iən] (aus gleichbed. mlat. almutia;
vgl. Almucium): svw. Amicia
Ain die; -, Alnar (aus schwed. aln „Elle“): früher in Schwe
den u. Finnland verwendetes, der deutschen Elle entspre
chendes Längenmaß. Allnage ['ælmʤ, 'ɔ:l...]
-s (aus
gleichbed. engl. alnage): die früher übliche (amtliche
Tuch)messung nach Ellen. Aliñar: Plur. von tAln
Al ni co [...ko] das; -s (Kurzw. aus zl/uminium, Wickel u.
Cobaltum (Kobalt)): eine Metalllegierung
al nulmelro (it.): (Verkauf) nach der [Anjzahl (Kaufmannsspr.)
al oclcorlrenlza [- ɔko...] (it.): gelegentlich, nach Umstän
den (Kaufmannsspr.)
aloldielren (Kunstw. aus l^/uminiumu. toxidieren): dün
ne oxidische Korrosionsschutzschichten an der Oberflä
che von Aluminium od. Aluminiumlegierungen durch Ein
tauchen in Chromsäure erzeugen; vgl. eloxieren
Aloe [ a:loe] die; -, -n ['a:loən] (aus gleichbed. lat. aloe, dies
aus gr. aloe): dickfleischiges Liliengewächs der Tropen u.
Subtropen. AI loe vera die; -- (aus gleichbed. nlat. aloe ve
ra „Echte Aloe“): Wasser speichernde Wüstenlilie, deren
Inhaltsstoffe bes. für Hautpflegemittel verwendet werden
Alo|gan|dro|me|lie* die; -, ...ien (zu gr. álogos „unver
Al me
Alphaalkoholiker
nünftig“ (vgl. Logik), aner, Gen. andrös „Mann“, mélos
„Glied“ u. t2...ie): tierische Missgeburt mit menschenähn
lichen Gliedern. Alolger u. Alolgilalner die (Plur.) (zu
gr. a- „nicht, un-“ u. logos „(göttliche) Vernunft“; vgl.
...aner): Anhänger einer christlichen Partei Kleinasiens im
2. Jh., die die Bezeichnung Christi als Î Logos (6) ablehnte.
Alolgie die; -, ...ien (aus gr. alogia „Sprachlosigkeit“):
svw. Aphasie (1). Alolgik die; - (zu gr. a- „nicht, un-" u.
t Logik): Unlogik, alolgisch: ohne ÎLogik, vernunftlos,
-widrig. Alolgislmus der; -, ...men (zu Î ...ismus (3)): Un
vernunft, Vernunft-u. Denkwidrigkeit, alolgisltisch (zu
Î ...istisch): (veraltet) unüberlegt, unbedacht. Alolgoltrophie* die; -, ...ien (zugr. álogos „unvernünftig“ u. t...trophie): ungleichmäßige, ungeregelte Ernährung u. daraus
resultierende Missbildungen an Körperteilen u. Organen
(Med.)
alolha (aus gleichbed. hawaiisch aloha, eigtl. „Liebe, Zu
neigung, Mitgefühl“): a) willkommen!; b) leb/lebt wohl!
Aloi [a'loa] der; -s (aus gleichbed. fr. aloi): (veraltet) gesetz
lich vorgeschriebener Feingehalt der Münzen
Alo|in das; -s (zu JAloe u. T...in (1)): abführend wirkender
Hauptbestandteil der Aloe, ein Derivat des t Anthracens.
Alo in pro be die; -, -n: Methode zum Nachweis von Blut
in Urin, Stuhl, Mageninhalt u.a. mittels Aloin u. einem
Sauerstoff liefernden Zusatz
aloof [ə'lu:f] (engl.; eigtl. „fern, abseits“): dem Wind zuge
dreht, luvwärts (Seemannsspr.)
Alo pe zie die; -, ...ien (aus gr. alöpekia, eigtl. „Fuchsräu
de“): a) krankhafter Haarausfall; vgl. Pelade (Med.); b)
Kahlheit
à l’or di naire [alɔrdi'nɛ:r] (fr.): wie gewöhnlich
alourldielren [alur...] (aus gleichbed. fr. alourdir zu lourd
„schwer[fällig]“>: (veraltet) 1. träge, schwerfällig machen,
[jmdm.] beschwerlich fallen. 2. betäuben
al|oxi|die|ren, auch aloxydieren (Kunstw. ausîzi/uminium
u. (oxidieren): svw. eloxieren. alo|xie|ren (Kunstw.):
svw. eloxieren
Allpaclca [...ka] vgl. 4Alpaka
Allpalgattes [..,'gat] die (Plur.) (aus gleichbed. älter/r. alpagattes): Schuhe aus Stricken u. altem Tauwerk (in den
Pyrenäen)
’Allpalka das; -s, -s (aus gleichbed. span, alpaca, dies aus
Quechua (einer südamerik. Indianersprache) (al)paco zu
paco „rot(braun)“): 1. als Haustier gehaltene Lamaart
(vgl. *Lama) Südamerikas. 2. (ohne Plur.) die Wollhaare
des Alpakas, Bestandteil des Alpakagarns. 2AI|pa|ka der,
-s (zu Î 'Alpaka): dichtes Gewebe in Tuch- od. Köperbin
dung (bestimmte Webart). 3AI|pa|ka die; - (zu t ‘Alpaka):
Reißwolle aus Wollmischgeweben
4AI|pa|ka, auch Alpacca [...ka]
-s (Herkunft unsicher):
Neusilber
Allparlgaltas die (Plur.) (aus gleichbed. span, alpargatas):
Sandalen aus Hanf od. Espartogras, die früher von den
span. Fußtruppen getragen wurden
al palri (//.; „zum gleichen (Wert)“): zum Nennwert (einer
Î Aktie)
al pel so (it.>: svw. al marco
allpeslter (aus gleichbed. fr. alpestre): svw. alpikolisch
al pezlzo dt.; „zum Stück“): (Verkauf) nach Stück (Kauf
mannsspr.)
Allpha das; -[s], -s (aus gr. alpha, dies aus hebr.-phöniz.
äleph, eigtl. „Ochse“ (nach der Ähnlichkeit des althebr.
Buchstabens mit einem Ochsenkopf)): erster Buchstabe
des griech. Alphabets: A, a. Allpha...: Wortbildungsele
ment zur Kennzeichnung einer Abstufung, z.B. Alphaal
koholiker. Al|pha|ak|ti|vie|rung die; -, -en: Aktivierung
des 1 Alpharhythmus. Al|pha|allko|ho|li|ker ¿fer; -s, -:
Konflikt- bzw. Erleichterungstrinker ohne Kontrollver
lust, jedoch mit einer gewissen psychischen Abhängigkeit.
A
Alphabet
1AI|pha|betíZíZ5r; -[e]s, -e <aus lat. alphabetum, gr. alphábëtos, nach den ersten beiden Buchstaben des griech.
Alphabets alpha u. beta): festgelegte Reihenfolge der
Schriftzeichen einer Sprache. 2Allphalbet der: -en, -en
(Rückbildung zu Î Analphabet): jmd., der lesen kann. Alphabeltarius der; -, ...rii (zu î'Alphabet u. T...arius):
(veraltet) Schulanfänger. Al|pha|be|ti|sa|ti|on die; - (zu
Î2Alphabet u. t...isation): Bildungsaktion in ehemaligen
Kolonien u. in Ländern der Dritten Welt zur Beseitigung
des Analphabetentums bzw. zum Erwerb von Grund
kenntnissen in der Schriftsprache; vgl. ...ation/...ierung.
al pha betisch (zu Î'Alphabet): der Reihenfolge des
'Alphabets folgend, allphalbeltilsielren (zu t...isieren):
1. nach der Reihenfolge der Buchstaben (im 'Alphabet)
ordnen. 2. einem Î Analphabeten Lesen u. Schreiben bei
bringen. Al|pha|be|ti|sie|rung die: -, -en (zu T...isierung) : 1. das Alphabetisieren. 2. svw. Alphabétisation ; vgl.
...ation/...ierung. alphalmeirisch (Kurzw. aus alphabetisch u. numerisch): svw. alphanumerisch. AI|pha-r>-Reak ti'on [...’en...] die; -, -en (zu n = Neutron): Kernreak
tion unter Einfang eines t Alphateilchens u. Î Emission ei
nes TNeutrons (Kernphys.). allphalnulmelrisch: 1. ne
ben Ziffern u. Operationszeichen auch beliebige Zeichen
eines Alphabets enthaltend (vom Zeichenvorrat bei der In
formationsverarbeitung) ; alphanumerische Tastatur: Tas
tatur für Alphabet- u. Ziffernlochung. 2. mithilfe von röm.
od. arab. Ziffern, von Groß- u. Kleinbuchstaben geglie
dert. Allpha pri va ti vum [- ...vum] das; - - (zu lat. pri
vare „berauben“): griech. Präfix, das das folgende Wort
verneint. Allphalrhythlmus der; - (zu Î Alpha...): typi
sche Wellenform, die im Î Elektroenzephalogramm eines
Erwachsenen als Kennzeichen eines ruhigen u. entspann
ten Wachzustandes sichtbar wird. Allphalspekltrum*
das; -s, ...tren: Energiespektrum der T Alphateilchen beim
Î Alphazerfall (Kernphys.). Al|pha|strah|len, a-Strahlen die (Plur.): radioaktive Strahlen, die als Folge von
Kernreaktionen, bes. beim Zerfall von Atomkernen be
stimmter radioaktiver Elemente, auftreten (Kernphys.).
Allphalstrahller, a-Strah ler der; -s, -: eine TAlphastrahlen aussendende radioaktive Substanz (Kernphys.).
Allphalteillchen, ct-Teil|chen die (Plur.): Heliumker
ne, die beim radioaktiven Zerfall bestimmter Elemente u.
bei bestimmten Kernreaktionen entstehen (Bestandteil
der Alphastrahlen; Kernphys.). Allpha Itter das; -[e]s, -e:
bei in Gruppen mit Rangordnung lebenden Tieren das
Tier, das seinen Artgenossen überlegen ist u. die Gruppe
beherrscht (Verhaltensforschung). Allphaltron* das; -s,
Plur. ...one, auch -s (Kurzw. aus Alphastrahlen u. Elek
tro«): Messgerät für kleine Gasdrücke; vgl. Vakuummeter.
Allphalzerlfall, a-Zer|fall der; -[e]s, ...fälle (zu ÎA1pha...): der mit der t Emission von Î Alphateilchen verbun
dene
radioaktive
Zerfall
instabiler Atomkerne
(Kernphys.)
Allphiltit [auch ...tit] der; -s (zu gr. älphiton „(Gersten)mehl“ u. T2...it): durch mechanische Zerkleinerung
entstandenes Gesteinsmehl (Geol.). Ai phi toiman tie
die; -, ...ien (zu gr. manteia „Prophezeiung“): (veraltet)
Wahrsagerei aus Gerstengraupen od. Mehlhäufchen
A!|pho|der|mie die; -, ...ien (zu gr. alphós „weißer Fleck
auf der Haut“, dérma „Haut“ u. t2...ie): svw. Albinismus.
Allphol das; -s (zu T...ol): früher in der Medizin gegen
TDiarrhö u. Gelenkrheumatismus angewandtes Pulver
Allphonlsin das; -s, -e (nach dem Erfinder Alphonse Fer
ri): altes dreiarmiges medizinisches Instrument zum Ent
fernen von Kugeln bei Schusswunden
AI I pi Ide ndie (Plur.) (aus gleichbed. nlat. Alpides; nach den
Alpen): zusammenfassende Bez. für die in der Kreide u.
im 1 Tertiär gebildeten europäischen Ketten- u. Faltenge
birge (Geol.). al I pi I disch : zu den Alpiden gehörig; alpi-
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dische Faltung:jüngste Faltungsperiode u. Hauptphase im
tTertiär, die u.a. den Gebirgsgürtel der Alpen schuf, alpi|ko|lisch (zu lat. colere „wohnen“): (veraltet) in den
Alpen wachsend, allpin (aus lat. Alpinus „zu den Alpen
gehörig“): a) die Alpen od. das Hochgebirge betreffend; b)
in den Alpen od. im Hochgebirge vorkommend; alpine
Kombination: Verbindung von Abfahrtslauf u. ÎSlalom
(Skisport); alpine Stufe: Vegetationsstufe oberhalb der
Waldgrenze in den Hochgebirgen gemäßigter und kalter
Zonen; vgl. ...isch/-. Al pi nalde die: -, -n (zu î...ade):
svw. Alpiniade. Al pi na ri um das; -s, ...ien [...¡an] (zu
î...arium): Naturwildpark im Hochgebirge. Allpilni die
(Plur.) (aus gleichbed. it. alpino, Plur. alpini): ital. Alpen
jäger (Gebirgstruppe). Al|pi|ni|a|dedie; -, -n (zu Îalpinu.
t...iade): alpinistischer Wettbewerb für Bergsteiger in den
osteuropäischen Ländern, ailpjlnisch: svw. alpin; vgl.
...isch/-. Allpilnislmusder; - (zu T...ismus (2)): als Sport
betriebenes Bergsteigen im Hochgebirge; vgl. ...ismus/
...istik. Al piinist der; -en, -en (zu T...ist>: jmd., der das
Bergsteigen im Hochgebirge als Sport betreibt. Allpilnistiki/ze; - (zu Î...istik): svw. Alpinismus; vgl. ...ismus/...is
tik. al|pi|nîs|tisch(zuî...istisçh): l.die Alpinistik betref
fend, zu ihr gehörend. 2. den Alpinisten betreffend, zu ihm
gehörend. a!|pi|no|typ (zu î...typ>: der Entstehung der
Alpen ähnlich, den Typ der Gebirgsbildung betreffend, bei
dem der îorogenetische Druck zur Faltung führt (Geol.);
Ggs. tgermanotyp. Al pi num das; -s, ...nen (aus lat. Al
pinum „das zu den Alpen Gehörende“, substantiviertes
Neutrum von Alpinus, vgl. alpin): Anlage mit Gebirgs
pflanzen [für wissenschaftliche Zwecke]
al più [- 'piu:] <z7.): aufs Höchste
Allpla lte|ver|fah|ren* das; -s (nach dem Namen Alplatin
für eine aushärtbare Aluminiumlegierung, dies Kurzw.
aus î/1/uminium u. 1 Platin): das Aluminieren von Gussei
sen u. Stahl in einer Aluminiumschmelze nach Sättigung
der Eisenoberfläche mit Wasserstoff
Allpolralma das; -s, ...men (nach den Alpen u. zugr. hörama „das Sehen, das Geschaute“, eigtl. „Alpenschau“):
Hochgebirgsansicht (bes. von den Alpen)
al punlto (it.; eigtl. „auf den Punkt“): aufs Haar, ganz ge
nau
Allquelil re [al'kɛirə] der; -s, -s (aber: 5 -) (ausport, alqueire
„Scheffel“): altes Getreide- u. Flüssigkeitsmaß, in Portu
gal etwa 13,8, in Brasilien 36,2 1
Allquilfoux [alki’fu] das; - (aus gleichbed. fr. alquifoux, dies
über span, alquifol aus arab. al-kohl „Grauspießglanz“):
eine Art Bleiglanz, der bes. als Schönheitsmittel zum
Schwärzen der Wimpern u. Augenbrauen in der arab. Welt
benutzt wurde
al rilgolre di temlpo(it,): (ganz) streng im Zeitmaß, streng
im Takt (Musizieranweisung)
al rilverlso [- ...v...] u. al rolvelscio [- ...’vejo] (z7.>: in der
Umkehrung, von hinten nach vorn zu spielen (bes. vom
Kanon; Vortragsanweisung; Mus.)
al seclco [- 'zɛko] vgl. a secco
al selgno* [- 'zɛnjo] (it.): bis zum Zeichen (bei Wiederho
lung eines Tonstückes); Abk.: als.
al sgraflfilto (¡7.; eigtl. „in gekratzter Art“): dunkel auf
weißem Grund gemalt
Alt der, -s, -e (aus it. alto „hohe Männer-, tiefe Frauenstim
me“, urspr. „hoch“, zu lat. altus „hoch; tief'): 1. a) tiefe
Frauen- od. Knabensingstimme; b) svw. Altus. 2. svw.
Altistin. 3. Gesamtheit der Altstimmen im gemischten
Chor
AIItalit [auch ...it] der; -s, -e (nach dem südsibir. Gebirge
Altai u. zu T2...it>: schwarzes Mineral von metallischem
Glanz, ein Bleitellurid
Al tam bor der; -s, Plur. -e, auch -en (aus arab. al tanbür,
vgl. Tambour): (veraltet) große Pauke [mit schlaffem Fell]
83
die; - - (zr.; „hohe Mode“): italienische Vari
ante der t Haute Couture (bes. in Mailand)
Alltan der; -[e]s, -e u. Alltalne die; -, -n (aus gleichbed. it.
altana zu alto „hoch“, dies aus lat. altus) : Söller, vom Erd
boden aus gestützter balkonartiger Anbau (Archit.)
al|ta otitalva [-...va] (¡Z.): svw. all’ottava
Alltar der; -[e]s, ...täre (aus lat. altare „Aufsatz auf dem Op
fertisch; Brandaltar“): 1. erhöhter Aufbau für gottes
dienstliche Handlungen in christlichen Kirchen. 2. heidni
sche [Brandjopferstätte. Alltalralgilum* das; -s, ...gia
(aus gleichbed. mlat. altaragium): (veraltet) das dem Altar
Geweihte, Altar-, Opfergabe. Al|ta|re sum mum das; - -,
...res summa [,,,re:s -] (lat.): Hoch-, Hauptaltar. Alltalrist
der; -en, -en (aus mlat. altarista „Geistlicher (an einem ihm
zugewiesenen Altar)“): kath. Priester, der keine bestimm
ten Aufgaben in der Seelsorge hat, sondern nur die Messe
liest. Al|tar[s]|salkra|ment* das; -[e]s: svw. Eucharis
tie (a)
Alt azi mut* das, auch der; -s, -e (zu lat. altus „hoch“ u.
Î Azimut): astronomisches Gerät zur Messung des ÎAzi
muts u. der Höhe der Gestirne
Alltelllus der; -, ...Ili (Verkleinerungsform zu lat. altus,
Part. Perf. von alere „(er)nähren, aufziehen“): (veraltet)
[von der Gemeinde aufgezogenes] Findelkind, Waise
al temlpo vgl. a tempo
alltelralbel (zu lat. alterare (vgl. alterieren) u. t...abel>:
veränderlich, wandelbar. Al|te|ralbi|li|tät die; - (zu
t...ität): Veränderlichkeit. Al|te|rans das; -, Plur. ...anzien [,,,iən] u. ...antia (Substantivierung von Zaz. alterans,
vgl. alterant): den Stoffwechsel umstimmendes Mittel
(Med.), alltelrant (aus lat. alterans, Gen. alterantis, Part.
Präs, von alterare, vgl. alterieren): den Stoffwechsel um
stimmend (Med.), alltelra pars vgl. audiatur et altera
pars. Al|te|ra|ti|on die; -, -en (aus mlat. alteratio „Verän
derung“ zu lat. alterare, vgl. alterieren): 1. a) (veraltet)
Aufregung, Gemütsbewegung; b) [krankhafte] Verände
rung, Verschlimmerung eines Zustands (Med.). 2. chro
matische (1 ) Veränderung eines Tones innerhalb eines Ak
kords (Mus.). al|te|ra|tiv (zu t...iv): die Alteration (lb)
betreffend; alterative Entzündung: Entzündung mit Ge
websschädigung (Med.). Al|te|ra|tiv das; -s, -e [...va]:
Blutreinigungsmittel (Med.)
Allterlcaltio [...k...] die; -, ...iones [...ne:s] (aus lat. alterca
tio „Wortwechsel“): rhetorisch ausgeprägte Wechselrede;
[literarisches] Streitgespräch
Aliter Ego [auch - 'ɛgo] íZúw; - - (lat.; „das andere Ich“): 1.
sehr enger, vertrauter Freund. 2. der abgespaltene seeli
sche Bereich bei Personen mit Bewusstseinsspaltung. 3.
svw. Anima (2) bzw. Animus ( 1 ; als Begriffe für die im Un
terbewussten vorhandenen Züge des anderen Geschlechts
bei C. G. Jung). 4. Es (Begriff für das Triebhafte bei
S. Freud). 5. nach dem Glauben vieler Naturvölker ein
Tier od. eine Pflanze, mit denen eine Person eine beson
ders enge Lebens- u. Schicksalsgemeinschaft hat. allterielren (z.T. unter Einfluss von fr. altérer „beängstigen,
beunruhigen“ aus lat. alterare „anders, schlimmer ma
chen“ zu alter „der andere“): 1. a) jmdn. aufregen, ärgern;
sich alterieren: sich aufregen, sich erregen, sich ärgern; b)
etwas abändern. 2. einen Akkordton î chromatisch ( 1 ) ver
ändern. allterlnant (aus gleichbed. lat. alternans, Gen.
alternantis, Part. Präs, von alternare, vgl. alternieren):
(ab)wechselnd, einander ablösend. Allterlnant der; -en,
-en (zu T...ant (1)): freie od. stellungsbedingte Variante ei
nes Î Grafems, t Morphems od. Î Phonems (Sprachw.); vgl.
Allograf, Allomorph, Allophon. Allterlnanz die; -, -en
(zut ...anz): 1. Wechsel, Abwechslung, bes. im Obstbau die
jährlich wechselnden Ertragsschwankungen. 2. svw. Alter
nation (3). Aliterlnat das; -s (zu T...at (1)): Wechsel der
Rangordnung od. Reihenfolge im diplomatischen Verkehr,
Alita Molda
Alternität
z. B. bei völkerrechtlichen Verträgen, in denen jeder Ver
tragspartner in der für ihn bestimmten Ausfertigung zu
erst genannt wird u. zuerst unterschreibt. al|ter|na|tim
(aus gleichbed. lat. alternatim): wechselweise, alternativ
(1). Al|ter|na|tim rfɑs,- -s; wechselweises Musizieren im
Gottesdienst zwischen Chor, Orgel u. Gemeinde (Mus.).
Al|ter|na|ti|on die; -, -en (aus lat. alternatio „Abwechs
lung“ zu alternare, vgl. alternieren): 1. Wechsel zwischen
zwei Möglichkeiten, Dingen usw. 2. svw. Alternanz ( 1 ). 3.
das Auftreten von Alternanten (z.B. das Vorhandensein
verschiedener Endungen zur Kennzeichnung des Plurals;
Sprachw.). 4. Wechsel zwischen einsilbiger Hebung u. Sen
kung (Metrik), allterlnaltiv (aus gleichbed. fr. alternatif
zu alterne „abwechselnd“, dies aus lat. alternus, vgl. alter
nieren): 1. wahlweise; zwischen zwei Möglichkeiten die
Wahl lassend. 2. a) eine Haltung, Einstellung vertretend,
die bestimmte Vorstellungen von anderen, menschen- u.
umweltfreundlicheren Formen des Zusammenlebens zu
verwirklichen sucht; b) im Gegensatz zum Herkömm
lichen stehend, bes. im Hinblick auf die ökologische Ver
tretbarkeit; alternative Energie: aus anderen Quellen (z. B.
aus Sonne, Wind, Biogas) als den herkömmlichen (wie
z. B. Kohle, Öl) geschöpfte Energie (2); alternative Medi
zin: Richtung der Medizin, die naturgemäße, teilweise
auch historisch überlieferte Heilmethoden (z. B. die Î Aku
punktur) einzusetzen versucht. Allterlnaltivlbelwegung die; -, -en: Protest- u. Reformbewegung, die sich als
Alternative zur Kultur- u. Wertordnung der bürgerlichen
Gesellschaft versteht. 1AI|ter|nalti|ve [,,,və] die; -, -n (zu
t. ..ive): a) freie, aber unabdingbare Entscheidung zwi
schen zwei Möglichkeiten (der Aspekt des Entwederoder); b) zweite, andere Möglichkeit; Möglichkeit des
Wählens zwischen zwei od. mehreren Dingen. 2AI|teijnatilve der u. die; -n, -n: Anhänger bzw. Anhängerin der al
ternativen (2) Idee. Allterlnaltivlelelment das; -[e]s, -e:
eine der beiden Aussagen in der 'Alternative (a; Logik),
allterlnaltivelment [...tiv'mä] (fr.; „abwechselnd“):
svw. alternativo. Allterinaltivlhylpolthelse die; -, -n:
Hypothese, die bei einem Prüfverfahren davon ausgeht,
dass festgestellte Abweichungen von einem Sollwert zufäl
lig sind; Ggs. TNullhypothese. Allterlnaltivlkulltur
-: Gesamtheit der kulturellen Theorien u. Formen von
Protest- u. Reformbewegungen, die sich als Alternative
zur Kultur- u. Wertordnung der bürgerlichen Gesellschaft
verstehen. al|ter|na|ti|vo [...vo] (z'Z.; „abwechselnd“): bei
einem zweiteiligen Tanzsatz die Anweisung, dass der erste
Teil nach dem zweiten wiederholt werden soll od. dass bei
de Teile mehrfach abwechselnd gespielt werden können.
Al|ter|naltivlob|lilgalti|on* die; -, -en: Wahlschuld,
Schuldverhältnis, bei dem mehrere Leistungen derart ge
schuldet werden, dass nur eine von ihnen erbracht zu wer
den braucht. Allterlnaltivlprolgramm das; -s, -e: Pro
gramm, das eine 'Alternative (b) darstellt. Al|ter|na|tivprojekt das; -[e]s, -e: Projekt, das eine 'Alternative (b)
zu traditionellen, als negativ angesehenen Lebens-, Wohnu. Arbeitsformen o.Ä. darstellt. Al|ter|na|tor der; -s,
...oren (zu t...or): Schaltelement zur Realisierung einer
von zwei möglichen Entscheidungen (EDV), allterlnieren (aus gleichbed. lat. alternare zu alternus „abwech
selnd“, dies zu alter „der andere“) : [ab]weehseln, einander
ablösen, allterlnielrend (zu t...ierend): abwechselnd; al
ternierende Blattsteilung: Anordnung der Blätter einer
Pflanze, bei der die Blätter des jeweils nächsten Knotens
meist genau in den Zwischenräumen der vorangegangenen
Blätter stehen (Bot.); alternierende Reihe: Reihe mit wech
selnden Vorzeichen vor den einzelnen Gliedern (Math.);
alternierendes Fieber: Erkrankung mit abwechselnd fieb
rigen u. fieberfreien Zuständen (Med.). Al|ter|ni|tät die;
-, -en (zu T...ität>: (veraltet) Abwechslung, wechselseitige
A
84
alteruter
Folge, allterlyter {lat.)', einer von beiden (unter Aus
schluss des anderen)
Allthee die; -, -n <aus gleichbed. lat. althea, dies aus gr.
althaia): a) malvenähnliche Heilpflanze (Eibisch); b) ein
aus der Altheewurzel gewonnenes Hustenmittel
Allti: Plur. von tAltus. alltigrad <zu lat. altus „hoch“ u.
gradi „schreiten“): (veraltet) in die Höhe steigend. Allti
graf, auch ...graph der; -en, -en (zu t...graf>: automati
scher Höhenschreiber (Meteor.). al|ti|lo|quent (zu lat.
loquens, Gen. loquentis „sprechend“): (veraltet) groß
sprecherisch. Alltillolquenz die; - (zu t...enz>: (veraltet)
arrogante Redeweise, Großsprecherei. Alltilmelter das;
-s, - (zu Î'...meter): Höhenmesser (Meteor.). Al|ti|metrie* die; - (zu t...metrie>: Höhenmessung, alltilmetrisch* (zu Î ...metrisch): die Altimetrie betreffend
Alltin vgl. Altun
alltilor adlverlsis [- atv...] (lat.): über Missgeschick erha
ben (bes. als Ordensumschrift)
Al|tisti/er, -en, -en (zuÎAlt u. T...ist) : Sänger (meist Knabe)
mit Altstimme. Alltisltin die; -, -nen: Sängerin mit Alt
stimme. Al|ti|ty|de die; -, -n (aus gleichbed. fr. altitude,
dies aus lat. altitudo „Höhe“): (veraltet) Seehöhe, Höhe
über dem Meeresspiegel, alltilvollant [,..v...J (zu tat. altus
„hoch“ u. volans, Gen. volantis, Part. Präs, von volare
„fliegen“): (veraltet) hochfliegend
Alltolbaslso der; -s, ...bassi (aus it. alto basso „hoher
Bass“): venez, volkstümliches Saiteninstrument. Alltokulmullus der; -, ...li (zu lat. altus „hoch“ u. ÎKumulus):
Haufenwolke in mittlerer Höhe (Meteor.). Alltolstraltus
der; -, ...ti (zu TStratus): gleichmäßige, graue od. bläuliche
Wolkenschicht in mittlerer Höhe (Meteor.)
Alltrulislmus* der; - (aus gleichbed. fr. altruisme, dies zu
lat. alter „ der andere“ u. t...ismus (2)): durch Rücksicht
auf andere gekennzeichnete Denk- u. Handlungsweise,
Selbstlosigkeit; Ggs. ÎEgoismus. Alltrulist der, -en, -en
(zu t...ist>: selbstloser, uneigennütziger Mensch; Ggs.
TEgoist. alltrulisltisch (zu T...istisch): selbstlos, unei
gennützig, aufopfernd; Ggs. Îegoistisch
Altltulberlkullin das; -s (zu tTuberkulin): von R. Koch
eingeführtes, keimfreies t Filtrat einer abgetöteten Kultur
(3) von tTuberkelbakterien, das zu Tuberkulosetests auf
der Haut benutzt wird (Med.)
Alltun u. Altin der; -[s], -s (aber: 5 -) (aus türk, altin
„Gold“): türk. Goldmünze
Alltusifer, -, ...ti (zu lat. altus „hoch, hell“): 1. falsettierende
Männerstimme in Altlage (bes. in der Musik des
16.-18. Jh.s); vgl. Alt (1). 2. Sänger mit Altstimme
Alltyn der; -[s], -s (aber: 5 -) (aus gleichbed. russ. altyn zu tatar. alty „sechs“): alte russ. Münze im Wert von sechs
Dengi (vgl. Denga)
Alu das; -s: (ugs.) Kurzform von î Aluminium
Alulalte der; -n, -n (aus gleichbed. fr. alouate; nach einer
einheimischen Benennung im nordöstlichen Südamerika):
ein südamerik. Brüllaffe
Alulchrom® [,..k...] das; -s (Kurzw. aus t/ltaminium u.
t Chrom): Werkstoffgruppe, die zur Herstellung von Wi
derstandslegierungen od. Heizleitern verwendet wird.
Alul coa ting [...’ko:...] das; -s (zu engl. coating „Über
zug“): die Herstellung von Korrosionsschutzüberzügen
hoher Haftfestigkeit aus Aluminium auf Stahl durch Licht
bogen- od. Plasmaspritzen. Aluldur® das; -s (Kurzw. aus
t^/uminium u. lat. durus „hart“): eine Aluminiumlegie
rung. Alulfollie [...ja] die; -, -n: Kurzform von Î Alumini
umfolie. Alulkon fitas; -s, -e (Kurzw. aus t^Zuminium u.
t Keton): durch Einbau von Aluminiumatomen abgewan
deltes t Silikon. AI ul man das; -s (Kurzw. aus tA /«minium
u. TMangan): Aluminiumknetlegierung mit Kupfer, Man
gan u. Silicium für hoch beanspruchte Teile. Alulmen
das; -s (aus gleichbed. lat. alumen): svw. Alaun, alulme-
(Kunstw.): Stahl mit Aluminium bespritzen u. an
schließend bei hohen Temperaturen bearbeiten. Alulminat das; -s, -e (zu Î Aluminium u. î ...at (2)>: Salz der Alu
miniumsäure. alulmilnielren (zu T..deren): Metallteile
mit Aluminium überziehen, alulmilnisch (zu lat. alumen,
vgl. Alumen): alaunhaltig. Alulmilnit [auch ...nit] der; -s
(zu Î Aluminium u. T2...it> : natürlich vorkommendes, kris
tallisiertes Aluminiumsulfat (vgl. Sulfat). Alulmilnilum
das; -s (zu lat. alumen, Gen. aluminis „Alaun“ (wegen sei
nes natürlichen Vorkommens in der Alaunerde) u.
t...ium): ehern. Element, Leichtmetall; Zeichen Al. Alumi ni um fo lie [...io] die; -, -n: dünne TFolie aus Alumi
nium. Alulmilnilumllunlge die; -, -n: Aluminiumstaub
lunge (durch Ablagerung eingeatmeten Aluminiumstaubs
in den unteren Lungenabschnitten hervorgerufenes
Krankheitsbild). alu|mi|nös (zu Î...ÔS): svw. aluminisch.
Alulmilnolse rfze; -, -n (zu ɪɪ,,,ose): svw. Aluminiumlun
ge. Alulmilnoltherlmie die; - (zu gr. thérmê „Wärme,
Hitze“ u. t2...ie>: thermisches Verfahren, bei dem schwer
reduzierbaren Metalloxiden Sauerstoff durch Aluminium
entzogen wird, alulmilnoltherlmisch: die îAlumino
thermie betreffend
Alumina die; -, ...nen (weibliche Form zu lat. alumnus, vgl.
Alumne): weiblicher Zögling eines Alumnats. Alumlnat
das; -s, -e (zu Î Alumnus u. t...at(l)>: 1. mit einer Lehran
stalt verbundenes [kostenfreies] Schülerheim. 2. (österr.)
Einrichtung zur Ausbildung von Geistlichen. 3. kirchliche
Erziehungsanstalt. Alumlnaltilkum das; -s, ...ka (zu
t. ..ikum): (veraltet) Beitrag der Pfarrer zu den Unterhal
tungskosten der kirchlichen Erziehungsheime ihrer Diöze
se. Alumine der; -n, -nu. Alumlnus der; -, ...nen (aus lat.
alumnus „Pflegekind“ zu alere „ernähren“; vgl. Alimen
te): Zögling eines Alumnats
Alu|mo|si|li|kat das; -[e]s, -e (zu 1 Aluminium u. t Silikat):
1 Silikat, bei dem ein Teil der Siliciumatome durch Alumi
niumatome ersetzt ist. Alunldumitas; -s (Kurzw. auszl/uminiumoxid u. ’ KorunoWn): blättriges, kristallines, als
Schleifmittel verwendetes Aluminiumoxid, alülnielren
(aus gleichbed. fr. aluner): (veraltet) mit Alaun behandeln.
Alulnit [auch ...nit] der; -s (zu lat. alumen „Alaun“ u.
t2...it): Alaunstein. Alulnolgen der; -s, -e (zu Î...gen): ein
farbloses bis rötliches Mineral, Aluminiumsulfat. Alusil® das; -s (Kunstw. aus Tzl/uminium u. TSzZicium): eine
Aluminiumlegierung zur Herstellung von Motorenkolben
u. einer bestimmten Schweißdrahtsorte
allvelollar [,..v...] (zu îAlveole u. l...ar (1)>: mit der Zun
genspitze] an den Alveolen (a) gebildet. Allvelollar t/er;
-s, -e <zut...ar (2)): mit der Zunge[nspitze] anden Alveolen,
(a) gebildeter Laut, Zahnlaut (ÎDental, z.B. d, s). al|veollär (zu t...är): a) mit kleinen Fächern od. Hohlräumen
versehen (Med.); b) die Alveolen betreffend (Med.). Alvelo|lar|abs|zess* der; -es, -e: Zahnfleischabszess bei
Zahnwurzelhautentzündung (Med.). Al|ve|o|la|rek|tasie* die:-, -n: krankhafte Ausdehnung der Lungenbläschen
(Med.). Al|ve|o|lär|ner|ven die (Plut.): Kiefernerven
(Med.). Allvelolle die; -, -n (meist Plur.) (zu lat. alveolus
„kleine Vertiefung“, Verkleinerungsform von alveus, vgl.
Alveus): 1. Knochenmulde im Ober- od. Unterkiefer, in
der die Zahnwurzeln sitzen (Med.). 2. Lungenbläschen
(Med.), allvelollielren (zu Î..deren): (veraltet) mulden
förmig vertiefen, mit kleinen Fächern versehen. Allveloliltis die; -, ...itiden (zu T...itis>: 1. Knochenhautentzün
dung an den Zahnfächern (Med.). 2. Entzündung der Lun
genbläschen (Med.). Al|ve|o|lo|tolmie ehe; -, ...ten (zu
t,,,tomie): chirurgisches Abtragen von Teilen des knö
chernen Zahnfaches u. des Zahnfortsatzes (Med.). Allveus [alveus] der; -, Alvei [’alvei] (aus lat. alveus „Mulde,
Wanne“): Höhlung, Ausbuchtung in einem Organ (Med.)
Al|weg|bahn die; -, -en (Kurzw.; nach dem schwed. Industielren
85
triellen Txel Leenhart RFnner-Gren, 1881-1961): eine
Einschienenhochbahn
alykltisch (zu gr. alÿein, alyktázein „außer sich sein“):
(veraltet) unruhig, beklommen, ängstlich
Alym|pho|zy|to|se die: -, -n (zu gr. a- „nicht, un-“, Î Lym
phozyt u. t',,,ose): das Verschwinden der Lymphozyten
aus dem Blutbild (Med.)
Alylta die (Plur.) (zugr. álytos „unauflöslich“): nicht zu er
kennendes Ding od. Denkaufgabe mit nicht lösbaren Wi
dersprüchen (Philos.)
a. m. [ei em] (eng!. Abk. für lat. ante meridiem „vor Mit
tag“): (engl.) Uhrzeitangabe: vormittags; Ggs. tp.m.
amalbel (aus gleichbed. lat. amabilis): (veraltet) liebens
würdig. amalbille (it.; aus lat. amabilis, vgl. amabel): lie
benswürdig, lieblich, zärtlich (Vortragsanweisung; Mus.)
amalgneltisch* (zu gr. a- „nicht, un-" u. tmagnetisch):
nicht Î magnetisch
amailgrie ren* [ame...] (aus gleichbed. fr. amaigrir zu mai
gre „mager, dünn“, dies aus lat. macer): (veraltet) abma
gern. Amailgrisselment [...gris ma] das; -s (aus gleich
bed. fr. amaigrissement): (veraltet) Abmagerung
à main [a'mɛ] </h): in Vorhand sein (beim Kartenspiel)
amalkrin* (zu gr. a- „nicht, un-“, makrös „groß“ u. is, Gen.
inös „Muskel, Sehne. Faser“): ohne lange Fortsätze, ohne
lange Fasern (von Nervenzellen; Med.)
Amallgam das: -s, -e (aus gleichbed. mlat. amalgama, dies
unter arab. Vermittlung zu gr. málagma „das Erweichen
de“): eine Quecksilberlegierung. Amallgalmaltilon die;
-, -en (aus gleichbed. mlat. amalgamation Verfahren zur
Gewinnung von Gold u. Silber aus Erzen durch Lösen in
Quecksilber. Amallgalmaltor der; -s, ...oren (zu t...or):
Gerät der zahnärztlichen Praxis zum maschinellen Anmi
schen von Amalgam für Zahnfüllungen. amallgalmieren (aus gleichbed. mlat. amalgamare): 1. eine Quecksil
berlegierung herstellen. 2. Gold u. Silber mithilfe von
Quecksilber aus Erzen gewinnen. 3. verbinden, vereinigen.
Amallgalmielrung die; -, -en (zu T...ierung>: das Amal
gamieren, das Amalgamiertwerden
Amanlco [...ko] das; -s, -s (zu i7. a manco, eigtl. „auf Ab
gang“): (veraltet) 1. Soll, [Waren]ausgang. 2. Vorsehuss[forderung]
Aman di ne die; - (zu fr. amande „Mandel“ u. t...ine>: frü
her als Schönheitsmittel bereitete Masse aus Mandelöl, Ei
weiß u.a.
Amaniltin das; -s, -e (zu gr. amanîtai „Erdschwämme“ u.
î...in (1)>: das tödlich wirkende Gift des Grünen Knollen
blätterpilzes
Amant [a'mä:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. amant, substan
tiviertes Part. Präs, von aimer „lieben“, dies aus lat. ama
re): (veraltet) Liebhaber, Geliebter
Ama|nu|en|sis der; -, ...ses [,,,ze:s] (aus gleichbed. lat.
amanuensis): (veraltet) Gehilfe, Schreiber, Sekretär [eines
Gelehrten]
amalrant (zu Î Amarant): dunkelrot. Amalrant der; -s, -e
(aus lat. amarantus „Fuchsschwanz“ (mit dunkelroten
Blüten), dies zugr. amárantos „unverwelklich“): 1. Fuchs
schwanz, Pflanze aus der Gattung der Fuchsschwanzge
wächse. 2. dunkelroter Farbstoff, amalranlten: svw.
amarant. Amalranltit [auch ,,,'tɪt] der; -s, -e (zu t2...it>:
ein bräunliches bis rotes, strahliges Mineral
Amalrellle die; -, -n (aus gleichbed. mlat. amarella zu lat.
amarus „bitter, sauer“): Sauerkirsche. Amalretlto der;
-s, ...tti (zu/7. amaretto „bitterlich“): 1. ein Mandellikör. 2.
(meist Plur.) ein Mandelgebäck. Amalrolne der; -s, - (zu
it. amaro „bitter“, dies aus lat. amarus) : schwerer ital.
Rotwein aus getrockneten Trauben. AmaIrum
-s,'
...ra (meist Plur.) (aus lat. amarum „das Bittere“): Bitter
mittel zur Steigerung der Magensaft- u. Speichelabsonde
rung (Med.)
Ambi..., Ambi...
der; -s, -e (Fantasiebezeichnung zu tAmaryllis):
künstlicher, hellgrüner tSaphir. Ama ryl lis die; -, ...lien
(nach gr. Amaryllis (Name einer Hirtin)): eine Zierpflanze
(Narzissengewächs)
Amaslselment [amasə'ma:] i/as; -s, -s (zuʃr. amasser (vgl.
amassieren) u. î2...ment): (veraltet) Anhäufung, amassielren (aus gleichbed. fr. amasser): (veraltet) aufhäufen
Amasltie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, mastós
„Brust“ u. t2...ie): angeborenes Fehlen der Brustdrüse
(Med.)
Amalteur [...to:?] der; -s, -e (aus fr. amateur „Liebhaber,
Freund", dies aus gleichbed. lat. amator zu amare „lie
ben“): a)jmd,, der eine bestimmte Tätigkeit nur aus Lieb
haberei, nicht berufsmäßig betreibt; b) aktives Mitglied ei
nes Sportvereins, das eine bestimmte Sportart zwar regel
mäßig, jedoch ohne Entgelt betreibt; Ggs. ÎProfi; c)
Nichtfachmann. Amalteulrislmus [...to...] der; - (zu
t,,,ismus (2)>: zusammenfassende Bez. für alle mit dem
Amateursport zusammenhängenden Vorgänge u. Bestre
bungen. Amalteurllilga [...'to:?...] die; -, ...gen: höchste
Spielklasse der Fußballamateure in den Landesverbän
den. Amalteurlsport der; -s: sportliche Betätigung nur
aus Liebhaberei u. Freude am Spiel; Ggs. Profisport.
Amalteurlstaltus der; -: Eigenschaft, Stellung als Ama
teur
Amalthie die; - (aus gleichbed. gr. amathia): (veraltet) Un
wissenheit
Amalti die; -, -s (nach der ital. Geigenbauerfamilie aus Cre
mona ( 16./17. Jh. )> : von einem Mitglied der Geigenbauer
familie Amati hergestellte Geige
Amaltolrilum das; -s, ...ien [,,,iən] (aus lat. amatorium,
substantiviertes Neutrum von amatorius „verliebt“): (ver
altet) Liebestrank, Î Aphrodisiakum
Amaltoxin das; -s, -e (zugr. amanîtai „Erdschwämme“ u.
ÎToxin): vorwiegend die Leber schädigendes Gift des
Knollenblätterpilzes
Amaulrglse die; -, -n (zu gr. amaurös „dunkel, blind“ u.
î '...ose): [völlige] Erblindung (Med.), amaulrgltisch (zu
T...otisch): blind, ohne Sehvermögen
Amaulse die; -, -n (entstellt aus fr. émaux, Plur. von émail
„Email“): (veraltet) 1. Email. 2. Schmuckstein aus Glas
Amalzolne die: -, -n (aus lat. Amazon, gr. Amazon, Plur.
Amazones, nach dem Namen eines kriegerischen, beritte
nen Frauenvolkes der griech. Sage): 1. a) Turnierreiterin;
b) Fahrerin beim Motorsport. 2. sportliches, hübsches
Mädchen von knabenhaft schlanker Erscheinung. 3. be
tont männlich auftretende Frau, Mannweib, ama zonisch: amazonenhaft. Amalzolnit [auch ...nit] der; -s, -e
(nach dem Amazonas (wo er zuerst gefunden wurde) u. zu
T2...it): grüner Schmuckstein (ein Mineral)
amb..., Amb... vgl. ambi..., Ambi... am|ba|gi|ös* (zu lat.
ambages „Umschweife“ u. t...ös): (veraltet) weitschwei
fig, umständlich. Am|ba|gi|o|si|tät* die; - (zu t...ität>:
(veraltet) Umständlichkeit
Am|bas|sa|de [auch äba...] die; -, -n (aus gleichbed. fr. am
bassade, dies aus it. ambasciata, provenzal. ambaissada;
verwandt mit dt. Amt aus dem Kelt. ) : Botschaft, Gesandt
schaft. Amlbaslsaldeur [...do:?] der; -s, -e (aus gleich
bed. fr. ambassadeur): Botschafter, Gesandter
Amibe die; -, -n (aus gleichbed. fr. ambe, dies aus lat. ambo
„beide“): 1. Doppeltreffer im Lotto. 2. Verbindung zweier
Größen in der Kombinationsrechnung (Math.)
’Am Iber der; -s, -[n] (aus gleichbed. fr. ambre bzw. it. am
bra, diese auszzraA ‘anbar): fettige Darmausscheidung des
Pottwals, die als Duftstoff bei der Parfümherstellung ver
wendet wird
2Am|ber ['æmbə] der; -s (aus gleichbed. engl. amber): engl.
Bez. für Bernstein
amlbi..., Amlbi..., vor Vokalen meist amb.... Amb... (zu
Amalryl
Ambiance
lat. ambo „beide (zusammen)“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „beide Seiten betreffend, doppelt (vor
handen)“, z.B. ambidexter, Ambivalenz; Amburbium.
Am|bi|an¡ce [ä'biä:ss] die; - (aus fr. ambiance „Um
welt“, vgl. Ambiente): (Schweiz.) svw. Ambiente, amlbidexlter </at.; eigtl. „auf beiden Seiten eine rechte Hand
(habend)“): mit beiden Händen gleich geschickt. Amlbidexlter der; -s, -: jmd., der mit beiden Händen gleich ge
schickt ist. Am bi dexitrie* <//<?, -, ...ien (zuT2...ie): Beidhändigkeit, gleich ausgebildete Geschicklichkeit beider
Hände (Med.). Am|bi|en|te das; - (aus it. ambiente
„Umwelt, Milieu“ zu lat. ambiens, Gen. ambientis, Part.
Präs, von ambire „herumgehen, umgeben“): 1. in der
Kunst alles, was eine Gestalt umgibt (Licht, Luft, Gegen
stände). 2. die spezifische Umwelt u. das Milieu, in dem
jmd. lebt, bzw. die besondere Atmosphäre, die eine Per
sönlichkeit umgibt od. einem Raum sein besonderes Ge
präge verleiht. Amlbilentlsound ['æmbɪəntsaʊnd] der;
-s (aus gleichbed. engl. -amerik. ambient sound zu ambient
„Umgebungs-“ u. ÎSound): entspannende Umgebungs
musik, wobei ruhige, spährisch-elektronische Klänge do
minieren. amlbielren (aus lat. ambire „herumgehen“):
(veraltet) sich [um eine Stelle] bewerben, nach etwas
trachten, amlbig u. ambigu [äbi'gy] (aus gleichbed. fr.
ambigu, dies aus lat. ambiguus zu ambigere „etwas nach
zwei Seiten hin betreiben; uneins sein“): mehrdeutig,
doppelsinnig, amlbilgielren (aus gleichbed. lat. ambige
re): (veraltet) schwanken, unschlüssig sein, amlbilgu
[äbi'gy] vgl. ambig. Amlbilgu [äbi'gy] das; -s (aus gleich
bed. fr. ambigu): 1. Gemisch entgegengesetzter Dinge. 2.
kaltes Abendessen. 3. franz. Kartenspiel, amlbilgue
[am'bi:guə] {lat.; Adverb von ambiguus, vgl. ambig): svw.
ambig. Amlbilguliltät die; -, -en (aus lat. ambiguitas,
Gen. ambiguitatis „Zweideutigkeit, Doppelsinn“): a)
Mehr-, Doppeldeutigkeit von Wörtern, Werten, Symbo
len, Sachverhalten; b) lexikalische od. syntaktische Mehr
deutigkeit (Sprachw.). am bi gu os (zu lat. ambiguus u.
T2...os): zweideutig. Amlbillolgie die; -, ...ien (zu t...logie): (veraltet) zweideutiger Ausdruck, Zweideutigkeit.
Am|bi|lo|quie die; - (zu lat. loqui „sprechen“ u. t2...ie):
(veraltet) doppelsinnige Redeweise. Am bio pho nie,
auch ...fonie die; - (zu î...phonie, Analogiebildung zu
ÎStereophonie): Verfahren zur besseren Wiedergabe des
Raumeindruckes bei der (Stereophonie durch Anord
nung zusätzlicher Raummikrofone im Aufnahmeraum,
amibilpollar (zu (polar): beide Polaritäten betreffend.
Amlb i|se|xu|alli|tät die; -: svw. Hermaphroditismus.
Am|bi|ten|denz die; -, -en: bei (Schizophrenie vorkom
mende Störung der Entscheidungsfähigkeit (Med.). Ambi|ti|on <7ze; -, -en (meist Plur.) (aus gleichbed. fr. ambi
tion, dies aus lat. ambitio „Bewerbung, Ehrgeiz“, eigtl.
„das Herumgehen (bei den Wählern)“; vgl. Ambitus): hö
her gestecktes Ziel, das man zu erreichen sucht, wonach
man strebt; ehrgeiziges Streben. am|bi|ti|o|niert (zu
1 ...iert): ehrgeizig, strebsam. am|bi|ti|ös (aus gleichbed.
lat. ambitiosus; vgl. ...ös>: ehrgeizig. Am|bi|tus der; -, [,,,tu:s] (aus lat. ambitus „das Herumgehen; der Umlauf;
der Umfang“ zu ambire „herumgehen, umgeben“): der
vom höchsten bis zum tiefsten Ton gemessene Umfang ei
ner Melodie, einer Stimme, eines Instruments (Mus.).
am|bi|va|lent [...v...] (zu (ambi... u. lat. valens, Gen. va
lentis, Part. Präs, von valere „stark, gesund sein“): in sich
widersprüchlich; zwiespältig. Amlbilvallenz die; -, -en
(zu f...enz): Doppelwertigkeit bestimmter Phänomene
od. Begriffe, z.B. Zuneigung u. Abneigung zugleich (wo
raus Zwiespältigkeit, innere Zerrissenheit resultiert)
Am ble’ [ a:blə] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. amble zu am
bler, vgl. amblieren): (veraltet) Passgang [des Pferdes],
Amlbleur [ä blo'.B] der; -s, -s (aus fr. (cheval) ambleur
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„Pferd, das im Passgang geht“): (veraltet) Passgänger,
amlblielren (aus gleichbed. fr. ambler, dies aus lat. am
bulare „(spazieren) gehen“): (veraltet) im Passgang gehen
Amlblolma* iftzs; -s, -s (aus gleichbed. gr. ämblöma): (ver
altet) Früh-, Fehlgeburt
Amlblylalphie’cfe; -, ...ien (zugr. amblÿs „stumpf1, aphë
„das Berühren; Tastsinn“ u. T:...ie): Stumpfheit des Tastsinns(Med-). AmlblylgoncZas; -s, -e (zugr. amblygönios,
vgl. amblygonisch): (veraltet) Figur mit stumpfen Win
keln. amlblylgolnisch (aus gleichbed.gr. amblygönios):
(veraltet) stumpfwinklig. Am|blylgo|nit[auch . .,'nit] der;
-s, -e (zu t2...it>: ein zur Lithiumgewinnung wichtiges Mi
neral. AmlblylolpieiZze, -, ...ien (zugr. amblÿs „schwach“
u. î...opie): Schwachsichtigkeit (Med.). Amlblylpglde
der; -n, -n (zu t...pode): ausgestorbenes elefantengroßes
Huftier aus dem tTertiär. am bly te risch (zu gr. arnblytês „Stumpfheit“): (veraltet) mit abgestumpften Rändern
u. Ecken
'Amibo der; -s, Plur. -s u. ...ben (aus it. ambo; vgl. Ambe):
(österr.) svw. Ambe
2Am|bo, auch Ambon der; -s, ...onen (aus gr. ämbön „er
höhter Rand“, dies zu ambainein bzw. anabeinein „hinauf
steigen“): erhöhtes Pult in christlichen Kirchen für gottes
dienstliche Lesungen
Amlboilna [am'boyna] das; -s (nach der gleichnamigen Mo
lukkeninsel): rotbraun bis orange gesprenkeltes Hartholz
Ami bon vgl. 2 Ambo
Amlboltrace* [äbo'tras] die; -, -n (aus älter fr. ambotrace
zu lat. ambo „beide“ vt.fr. tracer „zeichnen“): (veraltet)
Werkzeug, mit dem man zwei Buchstaben zu gleicher Zeit
zeichnen kann
am|bou|tie|ren [äbu...] (aus gleichbed. fr. emboutir): (ver
altet) [Metall] ausbauchen, treiben
Am|bo|zep|torí/er; -s, ...oren (verkürztaus lat. ambo „bei
de“ u. ÎRezeptor): Schutzstoff im Blutserum
Am Ibra* tZZe; -, -s (aus gleichbed. arab. ‘anbar): svw. 'Am
ber. Amlbretlte [ä'brcto] die; -, -n (aus gleichbed. fr. ambrette zu ambre, vgl. 'Amber): 1. nach t'Amber duftende
Birne. 2. Bernsteinschnecke. 3. Bisampflanze. Amlbrettollid [am...] das; -s (zu fr. ambrette „Bisamstrauch, -blume“, lat. oleum „Öl“ u. t3...id>: ungesättigtes Î Lacton mit
moschusartigem Geruch, das im Moschuskörneröl enthal
ten ist u. als Moschusersatz dient, amlbrielren [ä'bri:...]
(aus gleichbed. fr. ambrer): mit t'Amber räuchern
Amlbrolsia* die; - (über lat. ambrosia aus gleichbed. gr.
ambrosía zu ambrosios „unsterblich“): 1. Speise der Göt
ter in der griech. Sage. 2. eine Süßspeise. 3. von bestimm
ten Insekten zu ihrem eigenen Gebrauch selbst gezüchtete,
Pilznahrung. am|bro|si|a|nisch (nach dem Bischof Am
brosius von Mailand, um 340-397); in den Fügungen ambrosianische Liturgie: von der röm. t Liturgie abweichende
Gottesdienstform der alten Kirchenprovinz Mailand; ambrosianischer Lobgesang: das (fälschlich auf Ambrosius
zurückgeführte) TTedeum. am bro sisch (aus lat. am
brosius; vgl. Ambrosia): 1. göttlich, himmlisch. 2. köstlich
[duftend]
Amlbroltilne* die; - (zu gr. ámbrotos „unvergänglich“ u.
t...ine>: ein früher verwendetes flüssiges Trockenmittel
für Ölfarben
Amlbulbaljerfie; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. lat. ambubaia, eigtl. „Flötenspielerin“, zu syr. abbüb „Pfeife,
Flöte“): syr. 1 Hetäre im alten Rom, die auch als Sängerin
auftrat
amlbuliant (aus fr. ambulant „umherziehend“, dies zu lat.
ambulare „umhergehen, wandern“): 1. nicht fest an einen
bestimmten Ort gebunden, z.B. ambulantes Gewerbe. 2.
nicht an eine Krankenhausaufnahme gebunden (Med.);
Ggs. 1 stationär (2); ambulante Behandlung: a) (sich wie
derholende) Behandlung in einer Klinik ohne stationäre
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Aufnahme des Patienten; b) ärztliche Behandlung, bei der
der Patient den Arzt während der Sprechstunde aufsucht.
Amlbullanz die; -, -en (aus gleichbed. fr. ambulance): 1.
(veraltet) bewegliches Feldlazarett. 2. fahrbare ärztliche
Untersuchungs- u. Behandlungsstelle. 3. Rettungswagen,
Krankentransportwagen. 4. kleinere poliklinische Station
für ambulante Behandlung, Ambulatorium. am|bu|la|torisch (aus lat. ambulatorius „hin und her gehend, beweg
lich“): auf das Ambulatorium bezogen; ambulatorische
Behandlung: svw. ambulante Behandlung. Am|bu|la|torilum das; -s, ...ien [...¡an] (zu lat. ambulatorius, vgl. am
bulatorisch, u. T...ium>: svw. Ambulanz (4). amlbullieren (aus lat. ambulare „umhergehen, wandern“): (veral
tet) spazieren gehen, lustwandeln
Am bur bi um* das; -s (aus gleichbed. /at. amburbium zu
tambi... u. lat. urbs „Stadt“): sühnender Umzug um die
Grenzen des Stadtgebietes im alten Rom
am|bu|rie|ren* (aus gleichbed. lat. amburere): (veraltet)
anbrennen, verbrennen
Am|bus|ka|de [engl. æmbə'skeɪd] die; -s, -s (aus gleichbed.
engl. ambuscade, dies aus fr. embuscade, vgl. Embusca
de): (veraltet) Hinterhalt [im Busch]
Amlbusltilon* die; -, -en (aus gleichbed. lat. ambustio zu
amburere, vgl. amburieren): Verbrennung, Brandwunde
(Med.)
’Amellie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, mélos „Glied“
u. t2...ie): angeborenes Fehlen einer od. mehrerer Glied
maßen (Med.)
2Ame|lie die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, melétë „Sorge“ u.
t2...ie>: (veraltet) Sorglosigkeit
Amellilolraltilon die; -, -en (aus gleichbed. fr. amélioration
zu améliorer, vgl. ameliorieren): Verbesserung [bes. des
Ackerbodens], amellilolrielren (aus gleichbed. fr. amé
liorer zu lat. melior „besser“): [den Ackerboden] verbes
sern
Amellolblast* der; -en, -en (Kurzw. aus ÎEnamelum u. gr.
blastós „Spross, Trieb“): svw. Adamantoblast. Amelloblasltom das; -s, -e (zu L.om): svw. Adamantinom
Amelius der; -, ...li (zu gr. a- „nicht, un-“ u. mélos „Glied“):
Missgeburt, der eine od. alle Î Extremitäten fehlen (Med.)
Amemlphie die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, mémphesthai „ta
deln“ u. î2...ie): (veraltet) Tadellosigkeit
amen (aus lat. amen, gr. amén, dies aus hebr. amen „wahr
lich; es geschehe!“): bekräftigendes Wort als Abschluss ei
nes Gebets u. liturgische Akklamation im christlichen, jü
dischen u. islamischen Gottesdienst. Amen das; -s, -: das
bekräftigende Wort zum Abschluss eines Gebets; sein
Amen zu etw. geben: einer Sache zustimmen; vgl. amen
amelnalbel [ə'mi:nəbl] (aus gleichbed. engl. amenable zu
altfr. amener „(herbei)führen, (über)leiten“, dies zu là u.
spätlat. minare „treiben, führen“): (veraltet) verantwort
lich. Amelnalge [amə'na:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
amenage zu amener „herbei-, mitführen“; vgl. amenabel):
(veraltet) Zufuhr, Zustellung; Fuhrlohn
amenldalbel [amä...] (zu 1 Amende u. T...abel>: (veraltet)
straffällig; verbesserungsfähig (Rechtsw.). Amenlde
[a madə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. amende zu amender,
vgl. amendieren): (veraltet) Geldbuße, Geldstrafe
(Rechtsw.). Amenldelment [...’ma:] u. Amendment
[ə'mɛndmənt] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. amendement
bzw. engl. amendment zu fr. amender, vgl. amendieren): 1.
a) Änderungsantrag zu einem Gesetzentwurf; b) Gesetz
zur Änderung od. Ergänzung eines bereits erlassenen Ge
setzes (Rechtsw.). 2. Berichtigung od. Änderung der von
einer Partei dargelegten Tatsachen, Behauptungen usw.
im Verlauf eines gerichtlichen Verfahrens (Rechtsw.).
amendieiren [amen...] (aus fr. amender „verbessern“,
dies aus gleichbed. lat. emendare): ein Amendement ein
bringen. Amenldielrung die; -, -en (zu T...ierung): das
Ametrie
Amendieren. Amendlment [ə'mɛndmənt] vgl. Amende
ment
Amelnorlrhö die; -, -en, auch Ame|nor|rhöe [,,, ro:] die;
-, -n [,,,'ro:ən] (zu gr. a- „nicht, un-“ u. IMenorrhö): das
Ausbleiben bzw. Fehlen der TMenstruation (Med.), amenor rho isch: die Amenorrhö betreffend
Amenlthes der; - (über gleichbed. gr. Aménthës aus dem
Ägypt.): ägyptische Unterwelt
Amenltia die; -, ...iae [...ie] u. Amenz die; -, -en (aus lat.
amentia „Sinnlosigkeit, Wahnsinn“): vorübergehende
geistige Verwirrtheit, Benommenheit (Med.)
Amercelment [ə'mə:smənt]
-s, -s (aus gleichbed. engl.
amercement zu to emerce „(be)strafen“): (veraltet) Geld
buße, Geldstrafe (Rechtsw.)
Amélrilcaine [ameri'kɛ:n] das, Schweiz, die; -, -s (verkürzt
aus fr. course à l’américaine „Zweiermannschaftsfahren“,
eigtl. „Wettrennen auf amerikanische Art“): Bahnradren
nen für Zweiermannschaften mit beliebiger Ablösung.
Ame|ri|can Bar [ə'mɛrɪkən -] die; - -, - -s (aus gleichbed.
engl. American bar) : schon am Vormittag geöffnete, meist
einfachere Hotelbar. Amelrilcan Foot ball [- 'fʊtbɔ:l]
der; - -[s] (aus gleichbed. engl. American football): svw.
Football. Ame|ri|ca|nis|mo [amerika...] der; - (span.);
svw. Criollismo. Amelrilcan Way of Life [əmɛrɪkən
weɪ əv 'laɪf] der; ------ (engl.); amerikanischer Lebensstil.
Ame|ri|ci|um [ame'ri:tsiʊm] das; -s (nach dem Kontinent
Amerika u. zu î...ium): chem. Element, ein TTransuran;
Zeichen Am. Amelrilkalna die (Plur.) (zu t...ana): Werke
über Amerika. ame|ri|ka|ni|sielren (zu t...isieren): a)
der amerikanischen Sprache od. den amerikanischen Ver
hältnissen angleichen; b) (einen Betrieb, eine Firma) mit
US-amerikanischem Kapital ausstatten, unter US-ameri
kanische Leitung stellen. Amelrilkalnislmus der; -,
...men (zu î...ismus (4)>: 1. sprachliche Besonderheit des
amerikanischen Englisch. 2. Entlehnung aus dem Ameri
kanischen [ins Deutsche]; vgl. Interferenz (3). Amelrikalnist der; -en, -en (zu T ...ist> : Wissenschaftler auf dem
Gebiet der Amerikanistik. Amelrilkalnisltik die; - (zu
T ...istik): 1. wissenschaftliche Erforschung der Geschich
te, Sprache u. Kultur der USA. 2. wissenschaftliche Erfor
schung der Geschichte, Sprache u. Kultur des alten Ame
rikas. ame|ri|ka|nis|tisch (zu t ...istisch): die Amerika
nistik (1, 2) betreffend.
Amelrind ['æmərɪnd] der; -s, -s (Kurzw. aus engl. american
iridian „amerikanischer Indianer“): Bez. für nordamerik.
Indianer (Völkerk.)
Amerltume [,..'ty:m] die; - (aus gleichbed. fr. amertume zu
amer „bitter, schmerzlich“, dies aus gleichbed. lat. amarus): (veraltet) Bitterkeit, herber Schmerz
Amelsit [auch ... zit] der; -s, -e (nach dem amerik. Berg
werksdirektor James Ames (19. Jh.) u. zu T2...it): ein grü
nes, faseriges Mineral aus der Gruppe der Î Serpentine,
das salzähnliche Massen bildet
a metà [a me'ta] (it.; „zur Hälfte“): (Kaufmannsspr.) Ge
winn u. Verlust zu gleichen Teilen
ameltalbol (zu gr. a- „nicht, un-“ u. metabolë „Ände
rung“): unveränderlich. Ameltalbollie die; -, ...ien (zu
t2...ie): direkte Entwicklung bei flügellosen Insekten
(Zool.)
ameltholdisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. îmethodisch): oh
ne feste ÎMethode, planlos. Ameltholdist der; -en, -en
(zu t ...ist) : (veraltet; abwertend) jmd., der ohne Methode,
ohne Sachkenntnis vorgeht; Quacksalber, Pfuscher
Amelthyst der; -[e]s, -e (über gleichbed. lat. amethystus
aus gr. améthystos, eigtl. „nicht trunken“, da der Stein ge
gen Trunkenheit schützen sollte): ein violetter bis purpur
roter Schmuckstein (Quarz)
Ameltrie* die;-, ...ien (ausgr. ametría „Überschreitungdes
Maßes“): Ungleichmäßigkeit, Missverhältnis, ame-
A
Ametropie
trisch [auch a...] (aus gr. ámetros „ungemessen, maß
los“): nicht gleichmäßig, in keinem ausgewogenen Ver
hältnis stehend, vom Ebenmaß abweichend. Ameltrolpie
die; -, ...jen (zu t,,,opie): Fehlsichtigkeit infolge Abwei
chungen von der normalen Brechkraft der Augenlinse
Ameulblelment* [amoblhmä:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. ameublement zu ameubler, vgl. ameublieren) : (veraltet)
Zimmer-, Wohnungseinrichtung, ameulblielren (aus
gleichbed. fr. ameubler zu meuble „Möbel, bewegliches
Gut“, dies zu /«/. mobilis „beweglich“): (veraltet) ein Zim
mer od. eine Wohnung einrichten
Ameultelment [amotə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
ameutement): 1. a) Zusammenkopplung der Jagdhunde;
b) Koppel. 2. (veraltet) Zusammenrottung, Menschenauf
lauf. ameu'tie ren (aus gleichbed. fr. ameuter): 1. Jagd
hunde zusammenkoppeln. 2. (veraltet) aufhetzen, aufwie
geln
’Ami(Je?-; -[s], -[s] (Kurzw.): (ugs.) Amerikaner. 2Amirfte; -,
-s: (ugs.) amerik. Zigarette
Amilant der; -s (über gleichbed. lat. amiantus aus gr. ami
antos, eigtl. „unbefleckt, rein“): eine Asbestart
Amilcia [.. .tsia] die; - Plur. ...ciae [...tsie] u. ...eien [,,,tsiən]
(aus gleichbed. mlat. amicia, dies zu lat. amicire „umhül
len“): Mönchskapuze
Amid ites; -s, -e (Kunstw. aus tzlmmoniak u. t3...zd>: a)
chem. Verbindung des Ammoniaks, bei der ein Wasser
stoffatom des Ammoniaks durch ein Metall ersetzt ist; b)
Ammoniak, dessen Wasserstoffatome durch Säurereste
ersetzt sind. Amildalse die; -, -n (zu t ...ase) : Î Enzym, das
Säureamide spaltet. Amildo... Wortbildungselement bei
der Bez. anorganischer Verbindungen mit der Bedeutung
„die Aminogruppe enthaltend“; vgl. Amino...
...ä|mie,nach Vokalen auch ...hämie (zugr. haima „Blut“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Blutkrankheit“,
z.B. Leukämie, Anoxyhämie
Ami Iga die; -, -s (aus span, amiga „Freundin“; vgl. Amigo):
weibliche Form zu Î Amigo. Amilgoiter; -s, -s (aus span.
amigo „Freund“, dies aus lat. amicus): (ugs.) als Freund u.
Gönner eines Politikers auftretender Geschäftsmann
amilkal (aus gleichbed. fr. amical, dies zu spätlat. amicalis
zu lat. amicus „Freund“): freundschaftlich
Amil krön* otes; -s, -en (meist Plur.) (zugr. a- „nicht, un-“ u.
mikros „klein“): sehr kleines Teilchen, das auch im Ultra
mikroskop nicht mehr erkennbar ist. amilkrolskolpisch
[auch 'a...]: durch ein normales Mikroskop nicht mehr
sichtbar
Amikt fiter; -[e]s, -e (aus lat. amictus „Gewand, Mantel“):
svw. Humerale (1)
amikltisch (aus gr. ämiktos bzw. ämeiktos „nicht ver
mischt“): nicht durchmischt; amiktischer See: See ohne
Zirkulation
ami|me|tisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. mimetös „nachah
mend“, dies zu mimeïsthai „nachahmen, sich gebärden“):
(veraltet) unnachahmlich. Amilmie fiüe; -, ...ien (aus
gleichbed. nlat. amimia): 1. fehlendes Mienenspiel, mas
kenhafte Starre des Gesichts (Med.). 2. (veraltet) a) Ver
lust des mimischen Ausdrucksvermögens (Med.); b) das
Nichtverstehen der Mimik anderer (Med.)
Amin das; -s, -e (meist Plur.) (Kunstw. aus tT/nmoniak u.
t ...in ( 1)>: organische Verbindung, die durch Ersatz von ei
nem od. mehreren Wasserstoffatomen durch T Alkyle aus
Ammoniak entsteht. Amin... vgl. Amino... Amilnierung cZzte; -, -en (zu t...ierung): das Einführen einer Ami
nogruppe in eine organische Verbindung. Amilno..., vor
Vokalen auch Amin... (zu tAmin): Wortbildungselement
bei der Bez. organischer Verbindungen mit der Bedeutung
„die Aminogruppe enthaltend“, z. B. Aminosäure, Aminurie. Ami no al ko hol der; -s, -e (meist Plur.): svw. Al
kanolamin. Ami|no|ben|zol das; -s, -e: svw. Anilin.
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Amilnolgruplpe die; -, -en: aus einem Stickstoffatom u.
zwei Wasserstoffatomen bestehende funktionelle Gruppe
der Aminoverbindungen. Amilnolnaphltholle die
(Plur.): t Derivate des ÎNaphthalins (Ausgangsprodukte
von Farbstoffen). Ami|no|phe|no|lefife (Plur.): Tisomere Î Derivate des Î Phenols (Zwischenprodukte der Synthe
se von tAzofarbstoffen u. Pharmazeutika). Ami|noplast* fites; -[e]s, -e (meist Plur.): Kunstharz, das durch
î Kondensation (2) von Harnstoff u. TFormaldehyd ge
wonnen wird
a milnolri ad ma ius (lat.}; vom Kleineren aufs Größere
[schließen]
Ami|no|säu|refi(ze; -, -n (meist Plur.) (zu Î Amino...): orga
nische Säure, bei der ein Wasserstoffatom durch eine Ami
nogruppe ersetzt ist (wichtigster Baustein der Eiweißkör
per). Amilnuirie*fi/te; -, ...ien (zu t,,,urie): Ausscheidung
von Aminosäuren im Harn (bei Stoffwechselstörungen;
Med.)
amislsilbel (aus gleichbed. lat. amissibilis): (veraltet) ver
lierbar. Amislsi bi li|tätdie; - (zu T ...ität): (veraltet) Verlierbarkeit. Amis si on die; -, -en (aus gleichbed. lat.
amissio) : (veraltet) Verlust
Amiltolsefilze; -, -n (zugr. a- „nicht, un-“ u. ÎMitose): ein
fache (direkte) Zellkernteilung (Biol.); Ggs. ÎMitose,
amiltoltisch: die Amitose betreffend
amitltielren (aus lat. amittere „loslassen, fallen lassen,
verlieren): (veraltet) verlieren
Ami xie die; - (aus gr. amixia „Ungeselligkeit, Uneinig
keit“): das Nicht-zustande-Kommen der Paarung zwi
schen Angehörigen der gleichen Art aufgrund bestimmter
(z. B. geografischer) Isolierungsfaktoren; Ggs. î Panmixie
(2)
Am min salz das; -es, -e (zu tAmmoniak; vgl. ...in (1)):
svw. Ammoniakat. Am nion das; -s, -e (zu tAmmoniak):
Kurzform von Î Ammonium. Ammoinälmie* die; -,
...ien (zu Î ...ämie): vermehrtes Vorkommen von Ammoni
um im Blut (Med.). Am|mo|ni|ak [auch a..., österr.
a'mo:...] das; -s (aus lat. (sal) Ammoniacum „ammoniseh(es Salz)“, dies aus gr. ammöniakön (nach der Am
monsoase, heute Siwa, in Ägypten, wo dieses Salz gefun
den wurde)): stechend riechende gasförmige Verbindung
von Stickstoff u. Wasserstoff. am|mo|ni|a|ka|lisch (zu
T '...al (1) >: ammoniakhaltig. Amlmolnilalkat das; -[e]s,
-e (zu TAmmoniak u. T...at (2)>: chem. Verbindung, die
durch Anlagerung von Ammoniak an Metallsalze entsteht.
Am|mo|ni|filkalti|on die; - (zu î ...fikation): îMinerali
sation des Stickstoffs mithilfe von Mikroorganismen; vgl.
...ation/...ierung. am|mo|ni|fi|zie|ren (zu t ...fizieren):
den Stickstoff organischer Verbindungen durch Mikroor
ganismen in Ammoniumionen überführen. Am|mo|ni|fizielrung die; - (zu t...fizierung): svw. Ammonifikation;
vgl. ...ation/...ierung. ’Am mo nit [auch ... mt] der; -en,
-en (zu lat. cornu Ammonis „Ammonshorn“ (nach dem
ägypt. Gott Ammon, der mit Widderhörnern dargestellt
wurde) u. t2...it): 1. ausgestorbener Kopffüßer der Krei
dezeit. 2. spiralförmige Versteinerung eines 'Ammoniten
(1). 2Am|molnit [auch .,,'mt] der; -s, -e: Kurzform von
ÎAmmoniumnitrat (2). Amlmoniium das; -s (zu
t,,,ium): aus Stickstoff u. Wasserstoff bestehende Atom
gruppe, die sich in vielen chem. Verbindungen wie ein Me
tall verhält. Amlmo|ni|um|ni|trat* das; -s: 1. ein Stick
stoffdünger. 2. Sicherheitssprengstoff im Kohlenbergbau.
Amlmolnollylse die; -, -n (zu t.Jyse): Spaltung einer
chem. Verbindung durch Reaktion mit tAmmoniak. Ammonpulver das; -s, -: rauchschwarzes Schießpulver,
hauptsächlich aus salpetersaurem Ammonium, Kohle u.
Salpeter bestehend. Ammonshorn das; -[e]s, ...hörner
(zu Î'Ammonit): 1. Teil des Großhirns bei Säugetieren u.
beim Menschen (Zool., Anat.). 2. svw. ‘Ammonit (2)
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die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, mnèsis „das
Erinnern" u. t2...ie>: Erinnerungslosigkeit, Gedächtnis
schwund; Ggs. ÎHypermnesie (Med.), Am|nes|tie die; -,
...ien (über lat. amnestia aus gr. amnestia „das Vergessen;
Vergebung“): allgemeiner, für eine nicht bestimmte Zahl
von Fällen geltender, aber auf bestimmte Gruppen von
(häufig politischen) Vergehen beschränkter [gesetzlicher]
Beschluss, der den Betroffenen die Strafe vollständig od.
teilweise erlässt; vgl. Abolition, aminesltielren (zu
Î ...ieren): jmdm. [durch Gesetz] die weitere Verbüßung ei
ner Freiheitsstrafe erlassen. Am|nes|tie|rung die; -, -en
(zu Î ...ierung) ; das Amnestieren. Amlnesltik die; - (zu gr.
ámnestos (vgl. amnestisch) u. T2...ik (2)) ; Kunst od. Fähig
keit zu vergessen, amlnesltisch (aus gr. ámnestos „ver
gessen, aus dem Sinn"): die Amnesie betreffend. Amneslty International ['æmnɪstɪ ɪntənæʃənl] die; {engl.y. 1961 gegründete Organisation zum Schutz der
Menschenrechte, bes. für Menschen, die aus politischen
od. religiösen Gründen in Haft sind; Abk.: ai
am|ni|ko|lisch (zu lat. amnis „Fluss" u. colere „bebauen,
bewohnen“): (veraltet) am Flussufer befindlich
amlnilo..., Amlnilo... (aus gr. amnion, vgl. Amnion):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Embryonalhül
le, Fruchtblase“, z.B. Amniotomie. Am|ni|o|gra|fie,
auch ...gralphie die; -, ...ien (zu î...grafie): Tintrauterine
Röntgendarstellung des ÎFetus; heute durch Ultraschall
diagnostikersetzt (Med.). Am|ni|o|kleplsis* die; -, ...sen
(zu gr. klépsis „Diebstahl", dies zu kléptein „stehlen“):
Schwund der Embryonalhülle (Med.). Aminilon das; -s
(aus gr. amnion „Haut, die die Leibesfrucht umgibt“, eigtl.
„Schafshaut“): Embryonalhülle der höheren Wirbeltiere
u. des Menschen (Schafhaut, Eihaut; Bioi., Med.). Amlniorlrhö die; -, -en, auch Amlnilorlrhöe [... ra:] die; -, -n
[,,,'ra:ən] (zu gr. rhem „fließen"): vorzeitiges Abfließen
des Fruchtwassers (Med.). Am|ni|o|skop* das; -s, -e (zu
t...skop): konisch geformtes Rohr zur Durchführung der
Amnioskopie. Amlnilolskolpie* die; -, ...ien (zu t...skopie): Verfahren zur Untersuchung der Fruchtblase u. zur
Beurteilung des Fruchtwassers mithilfe eines Amnioskops
(Med.). Am|ni|o|ten die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. amniota (von E. Haeckel geprägt); vgl. Amnion): zusammen
fassende systematische Bez. für Reptilien, Vögel u. Säuge
tiere (einschließlich des Menschen; Biol.); Ggs. î Anamnier. am|ni|o|tisch: das Amnion bzw. die Amnioten
betreffend. Am|ni|olto|mie die; -, ...ien (zu t,,,tomie):
instrumentelle Sprengung der Fruchtblase zur Geburts
beschleunigung (Med.). Am|ni|o|zen|telse die; -, -n (zu
gr. kéntêsis „das Stechen“): das Durchstechen des Am
nions zur Gewinnung von Fruchtwasser für diagnostische
Zwecke (Med.)
amölbälisch (latinisiert aus gr. amoibalbs „zum Wechseln
bestimmt, abwechselnd"): das Amöbäum betreffend.
Amölbälum vgl. Amoibaion. Amölbe die; -, -n (meist
Plur.) (zu gr. amoibë „Wechsel, Veränderung“): Einzeller
der Klasse der Wurzelfüßer; Krankheitserreger [der Amö
benruhr]. Amö|bi|a|sis die; -, ...biasen (zu T...iasis>: Er
krankung durch Amöbenbefall (Med.). Amölbilzid das;
-[e]s, -e (zu t...zid>: ehern. Mittel zur Vernichtung von
Amöben, amölbolid (zu Î ...oid): amöbenartig. Amölbozyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. kÿtos „Gefäß, Zelle“) :
Wander- u. Fresszelle niederer Tiere (z.B. der Schwäm
me), im weiteren Sinne Bez. für alle Zellen mit Î amöboider
Fortbewegung (Biol.). Amoilbajlon [amoy...] das; -s,
...aia u. Amöbäum das; -s, ...äa (aus gr. amoibaion, latini
siert amoebaeum „Abwechslung“): Wechselgesang in der
griech. Tragödie
Amok der; -s {zu Malayalam amuk „wütend, rasend“): Zu
stand heftiger Gemütserregung mit Panikstimmung u. ag
gressiver Angriffs- u. Mordlust; Amok laufen: in einem
Amlnelsie*
Amortisation
Zustand krankhafter Verwirrung [mit einer Waffe] umher
laufen u. blindwütig töten. Amok...: Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „in einem anfallartig auftreten
den Affekt- u. Verwirrtheitszustand mit Panikstimmung u.
aggressiver Mord- u. Angriffslust blindwütig zerstörend u.
tötend“, z. B. Amokfahrer, Amokläufer, Amokschütze
amolllielren (aus gleichbed. fr. amollir zu molle „weich,
schlaff1, dies aus lat. mollis): (veraltet) erweichen, ver
weichlichen
Amom das; -s, -e (aus lat. amomum, dies aus gr. ämörnon
„indische Gewürzpflanze“): eine tropische Gewürzpflan
ze
amön (aus gleichbed. lat. amoenus) : anmutig, lieblich.
Amölniltät die; - (aus gleichbed. lat. amoenitas, Gen.
amoenitatis): Anmut, Lieblichkeit. Amö|no|ma|nie die;
- (zu t...manie): krankhafte Heiterkeit (Psychol.)
amonltal (zu /ɑt. a(d) „zu, bei, an“, mons, Gen. montis
„Berg“ u. t '...al (1)>: nach den Bergen hin, diesseits der
Berge, amonlzellielren (aus gleichbed. fr. amonceler zu
monceau „Haufen; Menge; Berg“, dies zu lat. mons, Gen.
montis „Berg“); (veraltet) anhäufen, aufhäufen
Arno Irai die; - (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Î Moral): Unmoral,
Mangel an Moral u. Gesittung, amolrallisch: a) sich au
ßerhalb der Moral od. moralischer Bewertung befindend;
b) die moralischen Grundsätze völlig missachtend u. daher
verwerflich. Amo|ra|lis|mus der; - (zu Î ...ismus (5)): 1.
gegenüber den geltenden Grundsätzen der Moral sich ab
lehnend verhaltende Geisteshaltung. 2. der Moral gegen
über indifferente Lebenseinstellung. Amolrallist der;
-en, -en (zu Î...ist): 1. Anhänger des Amoralismus. 2. amo
ralischer Mensch. amo|ra|lis|tisch (zu Î ...istisch):
Grundsätzen des Amoralismus folgend. Amolralliitat
die; - (zu t ...ität): Lebensführung ohne Rücksicht auf die
geltenden Moralbegriffe
Amorce [a'mɔrs] rfze; -, -s (aus gleichbed. fr. amorce zualtfr.
amordre „(an)beißen“, dies aus gleichbed. lat. admorde
re): (veraltet) 1. Köder, Lockspeise. 2. (meist Plur.) Zünd
blättchen (für Feuerwerkskörper u.Ä.). 3. (meist Plur.)
Abfallstück von belichteten Filmen, amorlcielren [amɔrsi:...] (aus gleichbed. fr. amorcer): (veraltet) 1. anködern,
anlocken. 2. mit einem Zünder versehen
Amo|ret|te die; -, -n (meist Plur.) (mit franz. Endung nach
gleichbed. z7. amoretto, Verkleinerungsform zum Namen
des röm. Liebesgottes Amor): Figur eines nackten, geflü
gelten, Pfeil u. Bogen tragenden kleinen Knaben (oft als
Begleiter der Venus; Kunstw.). Amor Falti der; - - {lat.',
„Liebe zum Schicksal“): Liebe zum Notwendigen u. Un
ausweichlichen (bei Nietzsche Zeichen menschlicher Grö
ße). Amolrolsa ¿Z/e; -, Plur. -s, auch ...ose (aus gleichbed.
it. amorosa): Liebhaberin in ital. Theaterstücken, amorolso {it.; vgl. amourös): verliebt, zärtlich (Vortragsan
weisung; Mus.). Amolrolso der; -s, ...osi (aus gleichbed.
it. amoroso): Liebhaber in ital. Theaterstücken
amorph (aus gleichbed. gr. ámorphos zu a- „nicht, un-“ u.
Î...morph): 1. form-, gestaltlos. 2. nicht kristallin (Phys.).
3. keine Eigenschaft, kein Merkmal ausprägend (von Ge
nen; Biol.); vgl. ...isch/-. Amorlphie die; -, ...ien (zu
t2...ie>: 1. Missgestaltung. 2. amorpher Zustand (eines
Stoffes; Phys.), amorlphisch: svw. amorph; vgl. ...isch/-.
Amorlphislmus der; - (zu 1 ...ismus (3)): 1. Gestaltlosig
keit. 2. Missgestaltung. Amorlpholgnolsie* rfze; -, ...ien
(zu Î ...gnosie) : Unfähigkeit, die Form eines getasteten Ge
genstandes zu erkennen (Med.)
amor tieiren (ausfr. amortir, vgl. amortisieren): (veraltet)
svw. amortisieren. amor|ti|sa|bel (zu î...abel): tilgbar.
Amor|ti|sa|ti|on die; -, -en (zu t,,,ation): 1. allmähliche
Tilgung einer langfristigen Schuld nach vorgegebenem
Plan. 2. Deckung der für ein Investitionsgut aufgewende
ten Anschaffungskosten aus dem mit dem Investitionsgut
90
Amortisationsfonds
erwirtschafteten Ertrag. 3. gesetzliche Beschränkung od.
Genehmigungsvorbehalt für den Erwerb von Vermögens
werten (Rechtsw.). 4. Kraftloserklärung einer Urkunde. 5.
Abschreibung des Verschleißes, dem die Grundmittel in
der Produktion ausgesetzt sind (in der Sozialist. Planwirt
schaft). Amor|tilsa|ti|ons|fonds [,..fö:] der: - [...fö:(s)],
- [,,,fð:s]: Gesamtheit der an den Betrieb zurückgeflosse
nen u. zeitweilig bei ihm angesammelten Geldmittel auf
der Grundlage der verrechneten Abschreibungen nach
Realisierung der Erzeugnisse u. Leistungen (in der Sozia
list. Planwirtschaft), amorltilsielren <zu/r. amortir „ab
töten; abtragen, tilgen“, dies zu lat. ad- „zu, hinzu“ u. mor
tuus „tot“): 1. eine Schuld nach einem vorgegebenen Plan
allmählich tilgen. 2. a) die Anschaffungskosten für ein In
vestitionsgut durch den mit diesem erwirtschafteten Er
trag decken; b) sich - : die Anschaffungskosten durch Er
trag wieder einbringen. 3. den Verschleiß der Grundmittel
in der Produktion abschreiben (in der Sozialist. Planwirt
schaft). Amorltislselment [...tisa'mä:] das; -s, -s (aus
gleichbed./r. amortissement): (veraltet) Schuldentilgung
Amo sit [auch ,,,'zɪt] der; -s, -e (nach dem südafrik. Fund
ort, der Asbestos Mine of South, u. zu t2...it): ein Horn
blendeasbest
Amoltilpn i/ze; -, -en (aus gleichbed. lat. amotio zu amove
re, vgl. amovieren): (veraltet) Entfernung aus dem Amt
Amour bleu [amur'blo] die; - - (aus fr. amour bleu, eigtl.
„blaue Liebe“): franz. Bez. für Liebe unter Männern.
Amoulren [a'mu:rən] die (Plur.) (aus gleichbed. fr.
amours, Plur. von amour „Liebe“, dies aus lat. amor):
Liebschaften, Liebesverhältnisse. Amou|ret|ten|holz
[amu...] das; -es, ...hölzer (zu/r. amourette „Liebelei“):
hartes, rötliches Holz einer westind. Mimose, amoulrös
(aus gleichbed. fr. amoureux, dies aus mlat. amorosus; vgl.
amoroso): eine Liebschaft betreffend, Liebes...; verliebt
amo|vie|ren [...v...] (aus gleichbed. lat. amovere): (veral
tet) entfernen, beseitigen, entwenden
Amlpellolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu gr. ámpelos
„Weinstock“ u. t...graf): (veraltet) Beschreiber des Wein
baus, der Traubensorten. Am|pe|lo|gra|fie, auch ...gra
phie die; - (zu t...grafie): Beschreibung der Traubensor
ten, Rebsortenkunde. Am pellur gie* die; - (zugr. érgon
„Werk, Bearbeitung“ u. t2...ie>: (veraltet) Weinbaukunde
Amlpere [am'pɛ:u] das; -[s], - (nach dem franz. Physiker
A. M. Ampère, 1775-1836): Einheit der elektrischen
Stromstärke; Zeichen A. Amperemeter das; -s, - (zu
Î'...meter): Messgerät für die elektrische Stromstärke.
Am|pere|se|kun|dedz'e; -, -n: Maßeinheit für die Menge
der elektrischen Ladung, die transportiert wird, wenn
Strom von 1 Ampere 1 Sekunde lang fließt (1 Ampere x
1 Sekunde = 1 Coulomb); Abk.: As. Amlperejstunlde
die; -, -n: Maßeinheit für die Menge der elektrischen La
dung, die transportiert wird, wenn Strom von 1 Ampere
1 Stunde lang fließt (1 Ampere x 3 600 Sekunden = 3 600
Coulomb); Abk.: Ah. Am|pe|rolme|trie* die; - (zu
t...metrie>: elektrochem. Analyseverfahren zur Bestim
mung oxidierender od. reduzierender Substanzen durch
TTitration (Chem.)
Amlpex® die; - (Kunstw. aus engl. automatic programming
system extended): nach dem Ampexverfahren hergestell
tes Band mit aufgezeichneten Bildfolgen. Amlpexlverfahlren® das; -s: Verfahren zur Aufzeichnung von Bild
impulsen
am|pha|rislte|risch (aus gleichbed. gr. ampharisteros):
(veraltet) mit beiden Händen linkisch, ungeschickt
Am phe ta min* das; -s, -e (Kunstw.): T Weckamin, das als
schnell wirkende Droge benutzt wird
amlphi..., Amphi... (aus gleichbed. gr. amphi): Präfix mit
der Bedeutung „um-herum, ringsum, beid-, doppel-“,
z. B. amphibolisch, Amphibie
die; -, -n (zu 1 amphi... u. Î Arthrose):
straffes, durch starke Bänder gehemmtes Gelenk mit nur
geringer Beweglichkeit (Med.)
amlphib (aus gr. amphibios „doppellebig“): svw. amphi
bisch; vgl. ...isch/-. Amlphilbie [...io] die; -, -n u. Amphi
bium das; -s, ...ien [...ion] (meist Plur.) (über lat. amphibium ausgr. amphibion, eigtl. „das Doppellebige“; vgl. amphib): Lurch. Am|phi|bi|en|fahr|zeug das; -[e]s, -e:
Kraftfahrzeug, das im Wasser u. auf dem Land verwendet
werden kann. Am|phi|bio|lith [auch ... lit] der; -en, -en
(zu tamphi...): versteinerter Lurch, amlphilbisch: I. im
Wasser u. auf dem Land lebend bzw. sich bewegend. 2. zu
Lande u. zu Wasser operierend (Mil.); vgl. ...isch/-. Amphi bi um vgl. Amphibie
amlphilbol (aus gr. amphibolos „zweideutig“): svw. am
phibolisch; vgl. ...isch/-. Amlphilbol der; -s, -e: Horn
blende (gesteinsbildendes Mineral; Geol.). Amlphilbolie die; -, ...ien (über lat. amphibolia aus gleichbed. gr. am
phibolia): Doppelsinn, Zweideutigkeit, Mehrdeutigkeit;
vgl. Ambiguität, amlphilbollisch: zweideutig, doppel
sinnig; vgl. ...isch/-. Am|phi|bo|lit [auch ...’lit] der; -s, -e
(zu t2...it): Hornblendefels, ein Gestein aus der Gruppe
der kristallinen Schiefer (Geol.). Am|phi|bo|lo|gierfze;-,
...ien (zu t...logie): svw. Amphibolie
Amlphilbralchys* [...x...] der; -, - (über lat. amphibrachys
aus gleichbed. gr. amphibrachys, eigtl. „beiderseits
kurz“): dreisilbiger Versfuß, dreisilbige rhythmische Ein
heit eines Verses (u - u ; antike Metrik)
Amlphilbranlchie* [...çio] die; -, -n (zu Îamphi..., gr. brägchos „Kehle“ u. t‘...ie>: früher verwendete Bez. für Ra
chenmandel (Tonsille)
Amlphildilplolildie* [...ploi...] die; - (zu Îamphi... u. ÎDiploidie): das Vorhandensein von zwei vollständigen, ver
schiedenen Arten zugehörenden Chromosomensätzen
(Biol.)
Amphidromie* i/ze; -, ...ien (zu tamphi..., gr. drömos
„Lauf“, eigtl. „das Umlaufen“, u. t2...ie>: durch Überlage
rung der Gezeitenströme entstehende, kreisförmig umlau
fende Gezeitenbewegung (ohne Ebbe u. Flut)
Amlphilgolnie die; - (zu tamphi... u. t...gonie): zweige
schlechtliche Fortpflanzung (durch Ei u. Samenzellen;
Biol.)
Amlphilgulrie die; -, ...ien (aus gleichbed./r. amphigouri
zu tamphi... u. gr. gyros „Kreis“): (veraltet) sinnloser
Wortschwall, verworrenes Gerede (Rhet.). amphigurisch: (veraltet) verworren, schwülstig. Amlphilgulrist
der; -en, -en (zu t...ist): (veraltet) verworrener Schwätzer
amlphilkarp (zu tamphi... u. t...karp): (veraltet) zur Amphikarpie fähig; vgl. ...isch/-. Am|phi|kar|pie die; - (zu
t...karpie): 1. das Hervorbringen von zweierlei Fruchtfor
men an einer Pflanze (Biol.). 2. das Reifen der Früchte
über u. unter der Erde (Biol.). am|pht|kar|pisch: svw.
amphikarp; vgl. ...isch/-. Am|phi|kar|pi|um das; -s,
...ien [...ion] (zu t...ium): (veraltet) Umschlag, Pflaster auf
der Handwurzel
Amlphilkralnie* die; -, ...ien (zu tamphi..., gr. kranion
„Schädel“ u. t2...ie): Kopfschmerz in beiden Kopfhälften
(Med.)
Amlphikitylglne* der; -n, -n (aus gr. amphiktÿones
(Plur.) „Umwohner“): Mitglied einer Amphiktyonie.
Amphiktyonie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. amphiktyonia): kultisch-politischer Verband von Nachbar
staaten od. -Stämmen mit gemeinsamem Heiligtum im
Griechenland der Antike (z. B. Delphi u. Delos), amphikltylolnisch (aus gleichbed. gr. amphiktyonikós): a)
nach Art einer Amphiktyonie gebildet; b) die Amphiktyo
nie betreffend
Am|phi|lo|gie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. amphilogia,
eigtl. „das Reden nach zwei Seiten“): (veraltet) Streit, Wi
Amlphilarlthrolse*
91
derspruch. amphilogisch (aus gleichbed.gr. amphilogos>: (veraltet) zweifelhaft, strittig
Amlphilmalcer [...ts...J, Amphimazer der; -s, - (aus
gleichbed. lat. amphimacrus, gr. amphimakros, eigtl. „bei
derseits lang“): dreisilbiger Versfuß, dreisilbige rhythmi
sche Einheit eines Verses; auch TKretikus genannt (-u-;
antike Metrik)
amlphilmikltisch (zu Îamphi... u. gr. miktós „gemischt“):
durch Amphimixis entstanden. Am|phi|mi|xis die; - (zu
gr. mixis „Mischung“): Vermischung der Erbanlagen bei
der Befruchtung (Biol.)
amlphilnoltisch (zu tamphi... u. gr. notos „Süden“): die
Verbreitung von Lebewesen beiderseits des Südpazifiks
betreffend
Amlphilolle® die: -, -n (Kurzw. aus Mmpulle u. 1 Phioley.
Kombination aus Serum- od. Heilmittelampulle u. Injek
tionsspritze (Med.)
Amlphilolxus der; - (zu îamphi... u. gr. oxÿs „scharf,
schneidend“): (veraltet) Lanzettfisch (schädelloser, glas
heller kleiner Fisch); vgl. Branchiostoma
am phi phil (zu Tamphi... u. T...phil>: grenzflächenaktiv
(Chem.)
Am phi pneuimie* die; -, ...ien (zu Tamphi..., gr. pneüma
„Atem, Luft“ u. T2...ie): das bei Atemnot eintretende
gleichzeitige Atmen durchNaseu. Mund (Med.), amphipneus tisch (zu gr. pneustikós „zum Atmen gehörig“):
nur vorne u. hinten Atemöffnungen aufweisend (von be
stimmten Insektenlarven; Biol.)
Amlphilpolde der; -n, -n (zu Tamphi... u. T...pode): Floh
krebs
Amlphilproslty llos* der; -, ...stylen (zu Î amphi... u. T Pros
tylos): griech. Tempel mit Säulenvorhallen an der Vorderu. Rückseite
amlphilstolmaltisch* (zu Tamphi... u. gr. stóma, Gen.
stómatos „Mund“): beidseitig mit Spaltöffnungen verse
hen (von bestimmten Pflanzenblättern; Bot.); vgl. epistomatisch, hypostomatisch
Am phi the a ter das; -s, - (über gleichbed. lat. amphithea
trum aus gr. amphithéatron): meist dachloses Theaterge
bäude der Antike in Form einer Ellipse mit stufenweise
aufsteigenden Sitzen, amlphilthelaltrallisch*: in der
Art eines Amphitheaters
amlphiltolmisch (zu Tamphi... u. gr. tomé „Schnitt“):
(veraltet) zweischneidig
amlphiltrop* u. amphitropisch (zu Tamphi... u.
T...trop>: (veraltet) sich nach beiden (oder nach allen) Sei
ten richtend, wendend; vgl. ...isch/am phi zerk (zu Tamphi... u. gr. kérkos „Schwanz“): svw.
homozerk
am'phi zöl (zu Tamphi... u. gr. koilos „hohl“): beidseits
ausgehöhlt (von Wirbeln; Med.)
Amlphollyt der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n] (meist Plur.) (zu
T amphoter u. gr. lytós „lösbar“, dies zu lÿein „(auf)lösen“>: Stoff, der unter Salzbildung mit starken Säuren als
Base u. mit starken Basen als Säure reagiert (Chem.)
Amlpholra, Am pho re die; -, ...oren (aus gleichbed. lat.
amphora, dies zu gr. amphoreüs, eigtl. „an beiden Seiten
zu tragender (Krug)“, zu Î amphi... u. gr. phorein, phérein
„tragen“): zweihenkliges enghalsiges Gefäß der Antike
zur Aufbewahrung von Wein, Öl, Honig usw. ampho
risch: metallisch, hohl klingend
amlpholter (ausgr. amphöteros „jeder von beiden, der ei
ne u. der andere; zwitterhaft“): teils als Säure, teils als Ba
se sich verhaltend (Chem.). Amlpholtelrie die; - (zu
T2...ie>: Eigenschaft einer chem. Verbindung, sich je nach
Reaktionspartner u. -bedingungen als Säure od. Base zu
verhalten (Chem.)
amlpholtrop* (zu gr. ämphö „beide“ u. T...trop>: von ent
gegengesetzter Wirkung auf verschiedene Organe (von
Amulett
Medikamenten; Pharm.). Am pho tro pie die; -, ...ien
(zu T...tropie>: unterschiedliche Wirkungsweise eines Me
dikaments auf verschiedene Organe (Pharm.). Amlphotrolpin® das; -s (Kunstw.; vgl. ...in (1)): Mittel gegen Ent
zündungen der Harnwege
Amlplex* der; -es, -e (aus gleichbed. lat. amplexus zu am
plecti „umschlingen, umfassen“): liturgische Umarmung
bei der T Eucharistiefeier
Am|pli|a|ti|on* die; -, -en (aus gleichbed. lat. ampliatio
zu ampliare „erweitern“, dies zu amplus „weit, geräu
mig“): (veraltet) 1. Erweiterung. 2. Vertagung einer noch
nicht spruchreifen Sache, bes. eines Gerichtsverfahrens.
Amlplildylne die; -, -n (zu lat. amplius „weiter, stärker,
noch mehr“ u. gr. dynamis „Kraft“): Querfeldverstär
kermaschine, eine elektrische Gleichstrommaschine be
sonderer Bauart. Amlpli|fi|ka|ti|on die; -, -en (aus lat.
amplificatio „Erweiterung (der Vorstellung)“ zu amplifi
care, vgl. amplifizieren); 1. kunstvolle Ausweitung einer
Aussage über das zum unmittelbaren Verstehen Nötige
hinaus (Stilk., Rhet.). 2. Erweiterung des Trauminhalts
durch Vergleich der Traumbilder mit Bildern der Mytho
logie, Religion usw., die in sinnverwandter Beziehung
zum Trauminhalt stehen (Psychoanalyse). Amlplilfika tiv präifix das; -es, -e (zu spätlat. amplificativus
„erweiternd“): svw. Augmentativpräfix. Amplifikativlsuflfix das; -es, -e: svw. Augmentativsuffix. Ampli|fi|ka|tilvum [...vom] das; -s, ...iva [...va]: svw. Augmentativum. am pli fi zie ren (aus gleichbed. lat. am
plificare): a) erweitern; b) ausführen; c) etwas unter
verschiedenen Gesichtspunkten betrachten; vgl. Ampli
fikation. Amlpliltron das; -s, Plur. ...one, auch -s
(Kurzw. aus TAwpZztude u. TElekRon): Variante des
T Magnetrons zur Mikrowellenverstärkung, bes. in der
Endstufe der Hochleistungsimpulsradaranlagen. Ampliltulde die; -, -n (aus lat. amplitudo „Größe, Weite,
Umfang“): größter Ausschlag einer Schwingung (z.B.
beim Pendel) aus der Mittellage (Math., Phys.). Amlplituldenlmoldullaltilon die; -, -en: Verfahren der Über
lagerung von niederfrequenter Schwingung mit hochfre
quenter Trägerwelle; Abk. AM
amlpulllar, am pul lär (zu lat. ampulla (vgl. Ampulle) u.
T...ar bzw. T...är>: zu einem Hohlorgan gehörend. Am
pul I le die; -, -n (aus lat. ampulla „kleine Flasche; Ölge
fäß“, Verkleinerungsform von amphora, vgl. Amphore): 1.
kleiner, keimfrei verschlossener Glasbehälter für Injekti
onslösungen (Med.). 2. blasenförmige Erweiterung eines
röhrenförmigen Hohlorgans (z. B. des Mastdarms; Med.).
3. kleine Kanne (mit Wein, Öl u. dgl.) für den liturgischen
Gebrauch
Amlpu|ta|ti|on die; -, -en (aus gieichbed. Zzzr. amputatio zu
amputare, vgl. amputieren): operative Abtrennung eines
Körperteils, bes. einer Gliedmaße (Med.); vgl. Ablation
(2a). Am|pu|ta|ti|ons|neu|rom das; -s, -e: am Ende ei
nes Amputationsstumpfes im Bereich durchtrennter Ner
ven auftretendes TNeurom (Med.). am|pu|tie|ren (aus
lat. amputare „ringsherum wegschneiden“): einen Kör
perteil operativ entfernen (Med.)
Am pyx ¿Zer; -[es], -e (aus gleichbed. gr. ámpyx): Stirnband
der Frauen in der Antike
Amlrilta das; -s (aus gleichbed. sanskr. a-mfta, eigtl. „un
sterblich“): Unsterblichkeitstrank der ind. Götter
Ämu|la|ti|on die; - (aus gleichbed. lat. aemulatio zu aemu
lare, vgl. ämulieren): (veraltet) Nacheiferung. Ämullator der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. aemulator): (veral
tet) Nacheiferer
Amu lett das; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. amuletum, wei
tere Herkunft unsicher): kleinerer, als Anhänger (bes. um
den Hals) getragener Gegenstand in Form eines Medail
lons o.Ä., dem besondere, Gefahren abwehrende od.
ämulieren
Glück bringende Kräfte zugeschrieben werden; vgl. Talis
man
ämullielren (aus gleichbed. /ai. aemulare); (veraltet) nach
ahmen, wetteifern
Amur ka
- (aus gleichbed. lat. amurca): Ölbodensatz,
Ölhefe
amülsalbel (aus gleichbed. fr. amusable zu (s’)amuser, vgl.
amüsieren): ergötzlich; leicht zu unterhalten, amülsant
(aus fr. amusant „unterhaltend“; vgl. amüsieren): unter
haltsam, belustigend, vergnüglich. Amuse-Gueule
[amyz'gœl] das: -, -[s] (zu fr. gueule „Schlund; Kehle“):
kleines Appetithäppchen. Amülselment [...mä:] das: -s,
-s (aus gleichbed. fr. amusement): unterhaltsamer, belus
tigender Zeitvertreib, [oberflächliches] Vergnügen
Amuisie die: - (aus gr. amousia „Mangel an feiner Bil
dung“): 1. a) Unfähigkeit, Musisches (Künstlerisches) zu
verstehen; b) Unfähigkeit zu musikalischem Verständnis
od. zu musikalischer Hervorbringung. 2. krankhafte Stö
rung des Singvermögens od. der Tonwahrnehmung (Med.)
Amülsier... (zu Îamüsieren): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Vergnügung, Unterhaltung“, z.B. Amüsier
viertel (Stadtviertel, in dem sich Unterhaltungsgaststät
ten, Barsusw. befinden), amülsielren (aus gleichbed. fr.
(s’)amuser, eigtl. „das Maul aufreißen machen, foppen,
belustigen“; wohl zu einem vulgärlat. Wort mit der Bedeu
tung „Schnauze“): 1. jmdn. angenehm, mit allerlei Späßen
unterhalten; jmdn. erheitern, belustigen. 2. sich - : a) sich
vergnügen, sich angenehm die Zeit vertreiben, seinen Spaß
haben; b) sich über jmdn. od. etwas lustig machen, belus
tigen
amulsisch (aus gleichbed. gr. ámousos; vgl. musisch): oh
ne Kunstverständnis, ohne Kunstsinn
Amyle|lenlzelpha|lie* die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“-,
myelós „Mark“, egképhalos „was im Kopf ist, Gehirn“ u.
t2...ie>: angeborenes Fehlen von Gehirn u. Rückenmark
(Med.). Amylellie die; -, ...ien (zu t2...ie): angeborenes
Fehlen des Rückenmarks (Med.), amylellisch (aus
gleichbed. gr. amyelos): rückenmarklos (Med.)
amyleltisch (aus gleichbed. gr. amÿëtos): (veraltet) unein
geweiht
Amygldallin das; -s (zu gr. amygdále „Mandel“ u. t...in
(1)>: blausäurehaltiges ÎGlykosid in bitteren Mandeln u.
Obstkernen, amygldallolid (zu T...oid): bittermandel
ähnlich
amykltisch (ausgr. amyktikös „ritzend“ zu amyssein „zer
kratzen“): (veraltet) stark angreifend (von Heilmitteln)
amyl..., Amyl... vgl. amylo.... Amylo... Amyllaceltat*
[...ts...] das; -s (zu îamylo... u. ÎAcetat): Essigsäureester
des Amylalkohols, Lösungsmittel für Harze u. Öle. Amylalkohol der; -s: Hauptbestandteil der bei der alkoholi
schen Gärung entstehenden Fuselöle; vgl. Pentanol.
Amyllalse die: -, -n (zu T...ase): tEnzym, das Stärke u.
tGlykogen spaltet. Amyllen das; -s, -e (zu T...en): svw.
Penten. Amyllenlhyldrat* das; -[e]s, -e: früher als
Schlafmittel dienende Flüssigkeit, die aus Amylen u. Jod
wasserstoff bzw. Schwefelsäure hergestellt wurde, amy
lo..., Amyllo..., vor Vokalen meist amyl..., Amyl... (aus
gr. ámylon „Stärkemehl“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Stärke“, z. B. amylophil, Amylolyse, Amylal
kohol. amyllolid (zu t...oid>: stärkeähnlich. Amyllolid
das; -s, -e : stärkeähnlicher Eiweißkörper, der durch krank
hafte Prozesse im Organismus entsteht u. sich im Binde
gewebe der Blutgefäße ablagert (Med.). Amy|lo|id|nephrolse* <rfe: -, -n: Î degenerative Erkrankung der Nieren,
Zerstörung des Nierengewebes durch Ablagerung von
Amyloid an den Blutgefäßwänden (Med.). Amyllolildose die; -, -n (zu î '...ose): Gewebsentartung (bes. in Leber,
Milz, Nieren) infolge Ablagerung von Amyloiden, wo
durch eine Verhärtung des Gewebes entsteht (Med.).
92
Amyllo id tu mor der; -s, Plur. -en, auch -e: durch Ein
lagerung von Amyloid entstehender Tumor in Geweben,
die normalerweise nicht von Amyloidose befallen werden
(Med.). Amyllollylse die; -, -n (zu Îamylo... u. t...lyse>:
Stärkeabbau im Stoffwechselprozess, Überführung der
Stärke in tDextrin (2), îMaltose od. 1 Glykose. amyllolyltisch: die Amylolyse betreffend. Amyllolpekltin das;
-s: wasserunlöslicher, beim Erwärmen quellender Teil der
Stärke, der sich vor allem in der Hüllstruktur der Stärke
körner befindet. Amyllolplaslten* die (Plur.): farblose
Î Plastiden zur Speicherung von Stärke in der pflanzlichen
Zelle. Amyllorlrhelxis die; - (zu gr. rhèxis „das Reißen,
Durchbruch“) : das Auflösen der Kleberstoffe in den Stär
kekörnern durch Enzyme (Med.). Amyllorlrhö die; -, -en,
auch Amyllorlrhöe [...'re:] die; -, -n [,,,'ro:ən] (zu gr.
rhem „fließen“): Ausscheidung unverdauter Stärke im
Stuhl (Med.). AmylloIse die; - (zu T2...ose): in Wasserlös
licher innerer Bestandteil stärkehaltiger Körner (z.B. Ge
treidekörner, Erbsen). Amyllum das; -s (über lat. amylum
aus gr. ámylon „Stärkemehl“): pflanzliche Stärke
Amysltis die; - (aus gleichbed. gr. ámystis): (veraltet) a) das
Zechen; b) langer Zug beim Trinken
amylthisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Î Mythos): ohne My
then
Amylxie die; -, ...ien (zugr. a- „nicht, un-“, mÿxa „Schleim“
u. t2...ie>: fehlende od. ungenügende Schleimabsonderung
(Med.)
’an.... An... vgl. 'a..., A...
2an..„ An... vgl. ad..., Ad...
...an [,,,a:n] Suffix in ehern. Bezeichnungen gesättigter Koh
lenwasserstoffe, z.B. Methan, Äthan
ana: Abk. für Îana partes aequales
Ana die; -, -s (Substantivierung zu T...ana): (veraltet)
Sammlung von Aussprüchen od. kleineren Beiträgen zur
Charakteristik berühmter Männer
ana..., Ana... (aus gleichbed. gr. aná): Präfix mit den Be
deutungen „auf; hinauf; wieder; gemäß, entsprechend“,
z.B. analog, Anabiose
...alna, ...iana (aus lat. -(i)ana (Adjektivsuffix, das die Zu
gehörigkeit bezeichnet)): Endung pluralischer, mit Eigen
namen gebildeter Substantive, die zusammenfassend Wer
ke bezeichnen, die sich mit der betreffenden Person od. Sa
che beschäftigen, z. B. Goetheana, Afrikana; vgl. ...ika
Anabaptisimus der, - (zu TAnabaptist u. t...ismus (1)>:
Lehre der Wiedertäufer, einer Sekte der Reformationszeit,
die eine Erneuerung der Kirche erstrebte u. in der die Er
wachsenentaufe üblich war. Analbapltist der; -en, -en
(aus gleichbed. mlat. anabaptista, dies zu mgr. anabaptizein „nochmals taufen“): Wiedertäufer, analbapltistisch: wiedertäuferisch
Anabasin das; -s (zu gr. anabasis „das Hinaufsteigen“ u.
zu T...in): Alkaloid mit nikotinähnlicher Struktur u. Wir
kung, das in einem asiat. Gänsefußgewächs vorkommt (in
Spuren auch im Tabak) u. als Î Insektizid verwendet wird
Analbalten die (Plur.) (aus gr. anabátai „die Aufsteiger“):
Wagenkämpfer in den altgriech. Wettspielen, analbatisch (zu gr. anabainein „hinaufsteigen“): aufsteigend
(von Winden; Meteor.); Ggs. tkatabatisch. Analbaiton
das; -, ...ta (aus gleichbed. mgr. anábaton, eigtl. „das Auf
steigende“): erhöhter Platz vor dem Altar in den griech.
Kirchen
Analbelxis die; - (zu Îana... u. gr. bex „Husten“): (veraltet)
das Aushusten
Analbilolse die; - (aus gr. anabiosis „das Wiederaufle
ben“): Fähigkeit von niederen Tieren u. Pflanzensamen,
länger andauernde ungünstige Lebensbedingungen (z.B.
Kälte, Trockenheit) in scheinbar leblosem Zustand zu
überstehen
analbol (zu tana... u. gr. bállein „werfen“): die Anabolie
93
betreffend. Analbollie die; -, ...ien (zu T2...ie>: 1. Erwerb
neuer Merkmale in der Individualentwicklung (Biol.). 2.
svw. Anabolismus. Ana|bo|li|kum das; -s, ...ka (meist
Plur.) (zu Î ...ikum): den Aufbaustoffwechsel [des Körper
eiweißes] fördernder Wirkstoff mit geringer tandrogener
Wirkung, der auch als Dopingmittel zum Aufbau von
Muskeln benutzt wird (Med.). Ana|bo|lis|mus der; - (zu
T...ismus (2)>: Aufbau der Stoffe im Körper durch den
Stoffwechsel; Ggs. ÎKatabolismus
Ana|cholret[...ç..., auch...k..„ ...x...]der;-en,-en (über Zaz.
anachoreta aus gleichbed. gr. anachorètes, eigtl. „zurück
gezogen (Lebender)“): Klausner, [frühchristlicher] Ein
siedler. analcholreltisch (über lat. anachoreticus aus
gleichbed. gr. anachöretikös): den Anachoreten betref
fend; einsiedlerisch
Ana|chrolnis|mus[...k...] der;-, ...men (über lat. anachronismus aus gr. anachronismös „Verwechslung der Zei
ten“); 1. a) falsche zeitliche Einordnung von Vorstellun
gen, Sachen od. Personen; b) Verlegung, das Hineinstellen
einer Erscheinung usw. in einen Zeitabschnitt, in den sie
eigentlich - historisch gesehen- nicht hineingehört. 2. eine
durch die allgemeinen Fortschritte, Errungenschaften
usw. überholte od. nicht mehr übliche Erscheinung, anachrolnisltisch (zu t ...istisch): 1. den Anachronismus (1)
betreffend. 2. nicht in eine bestimmte Zeit, Epoche pas
send; nicht zeitgemäß; zeitwidrig
An|aci|di|tät [...ts...] zZZe; - (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Î Aci
dität): das Fehlen von freier Salzsäure im Magensaft
(Med.)
Ana|di|dy|mus der; -, ...mi (aus nlat. anadidymus zu
tana... u. gr. didymos „doppelt, zusammengewachsen,
Zwilling“): Zwillingsmissgeburt mit zusammengewachse
nen unteren Körperhälften (Med.)
Analdilplolse* u. Anadiplolsis die; -, ...osen (aus gr.
anadiplosis „Verdoppelung“): Wiederholung des letzten
Wortes od. der letzten Wortgruppe eines Verses od. Satzes
am Anfang des folgenden Verses od. Satzes zur semanti
schen od. klanglichen Verstärkung (z. B. „Fern im Süd das
schöne Spanien, Spanien ist mein Heimatland“; Geibel)
(Rhet., Stilk.)
Ana doisis die; - (zu tana... u. gr. dosis „Gabe, das Ge
ben“, dies zu didönai „geben“): Verteilung des Nahrungs
saftes durch den Körper; Verdauung (Med.)
Analdro|me*z7z'e (Plur.) (ausgr. anádromoi (ichthÿes) „(Fi
sche,) die aus dem Meer in die Flüsse hinaufziehen“) : wan
dernde Wassertiere, die, im Süßwasser geboren, den größ
ten Teil ihres Lebens im Meer verbringen u. zur Fortpflan
zung wieder ins Süßwasser der Flüsse aufsteigen (z. B.
Lachs u. Stör)
Anajdylolmelne [...'dyo:mene, ... memo] (aus gr. anadyoménë „die (aus dem Meer) Auftauchende“): Beiname der
griech. Göttin Aphrodite
an|ae|rob [anlae...] (zugr. a(n)- „nicht, un-“ u. t aerob): oh
ne Sauerstoff lebend (Biol.). An|ae|rolbi|er[...ior] der; -s,
- u. Anaero'biont der; -en, -en: niederes Lebewesen,
das ohne Sauerstoff leben kann (z.B. Darmbakterien);
Ggs. tAerobier. Aniae roibio:se die; -: Bez. für Lebens
vorgänge, die unabhängig vom Sauerstoff ablaufen; Ggs.
t Aerobiose
Anagenese die; - (zu tana... u. tGenese): Höherent
wicklung innerhalb der Stammesgeschichte (Biol.)
Analglylphe* r/ze; -, -n (zu gr. anäglyphos „reliefartig zise
liert, erhaben“): in Komplementärfarben etwas seitlich
verschoben übereinander gedrucktes u. projiziertes Bild,
das beim Betrachten durch eine Farbfilterbrille mit glei
chen Komplementärfarben räumlich erscheint (Phys.).
Ana|gly|phen|bril|le die; -, -n: spezielle Brille für das
Betrachten von dreidimensionalen Bildern od. Filmen.
Analglypltik die; - (zu gr. anáglyptos „erhaben gearbei
Anakoinosis
tet, geschnitzt“, Nebenform von anäglyphos, u. 12...ik (1)>:
(veraltet) die Kunst, erhabene Arbeiten (Reliefs) zu schaf
fen. analglypltisch: die Anaglyptik betreffend. Anaglyp to gra fie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t ...grafie): a) (ohne Plur.) Anaglyphendruck, Verfahren des Blin
dendrucks; b) Druckwerk als Ergebnis dieses Verfahrens
Ana|gnp|ri|sis* die; - (aus gleichbed. gr. anagnorisis): das
Wiedererkennen (zwischen Verwandten, Freunden usw.)
als dramatisches Element in der antiken Tragödie. Anagnos ma <7a.s; -s, Plur. ...men od. ...ta (aus gr. anägnösma
„das (Vor)lesen, das Vorgelesene“ zu anagignöskein „le
sen“): (veraltet) Lesedrama. Analgnpst der; -en, -en
(über lat. anagnostes aus gleichbed. gr. anagnostes): 1.
Vorleser im orthodoxen Gottesdienst (Rel.). 2. in der An
tike ein Sklave, der bei Tisch vorlas. Analgnos |ti Iker der;
-s, - (zugr. anagnöstikös „zum (Vor)lesen geeignet“): (ver
altet) Dichter von Lesedramen
Analgolge* die; - (aus gr. anagôgë „das Hinaufführen“ zu
anägein „hinaufführen“): 1. Hinaufführung des Einge
weihten zur Schau der Gottheit (griech. Philos.). 2. Erläu
terung eines Textes durch Hineinlegen eines höheren Sin
nes (griech. Rhet.). Analgolgik die; - (zu gr. anagögikos
„erhebend“ u. î2...ik (l)): teschatologische Deutung von
Bibelstellen, vor allem in theologischer Literatur u. in der
geistlichen Dichtung des Mittelalters, analgolgisch: die
Anagoge (1, 2) betreffend
Analgramm das; -s, -e (aus gleichbed. gr. anägramma): a)
Umstellung der Buchstaben eines Wortes zu anderen Wör
tern mit neuem Sinn (z.B. Ave- Eva); vgl. Palindrom; b)
Buchstabenversetzrätsel, ana gram ma tisch: nach Art
eines Anagramms. analgram|malti|sie|ren (zu T ...isieren): (veraltet) Anagramme [er]finden, verfertigen
Analka|lyp|te|ri|um das; -s, ...ien [...ian] (über lat. anacalypterium aus gleichbed. gr. anakalyptêrion): a) im Alter
tum die Entschleierung der Braut am Schluss des Hoch
zeitsmahles; b) (meist Plur.) bei der Entschleierung über
reichtes Geschenk
Analkampltik die; - (zu gr anakamptikós „umbiegend“ u.
t2..,ik (1)>: (veraltet) Lehre von der Lichtreflexion (vgl.
Katoptrik) u. Schallreflexion (vgl. Reflexion 1). anakampltisch: (veraltet) [Schall, Licht] zurück werfend,
-strahlend
Ana|kar|die [...ja] die; -, -n (zu Tana... u. gr. kardia
„Herz“): ein tropisches Holzgewächs
Analkaltharlsisdz'e; - (zu Îana... u. îKatharsis): (veraltet)
Entleerung durch Erbrechen (Med.). Analkaltharltikum das; -s, ...ka (zu T ...ikum): (veraltet) Brechmittel
Analkelphallälglsis die; -, ...sen (aus gleichbed. gr. anakephalaiösis zu kephalê „Kopf, Haupt“): (veraltet) kurze
Zusammenfassung od. Wiederholung des Hauptinhalts
(Rekapitulation)
Analklalse* u. Analkla sis die; - (ausgr. anäklasis „Zu
rückbiegung, das Zurückbiegen“ zu anaklän „(zurückjbiegen, umbrechen“): 1. die Vertauschung benach
barter, verschiedenen Versfüßen (den kleinsten rhythmi
schen Einheiten eines Verses) angehörender Längen u.
Kürzen innerhalb eines metrischen Schemas (antike Me
trik). 2. (veraltet) Brechung der Lichtstrahlen (Optik).
Analklasltik die; - (zu T2...ik (1)>: (veraltet) TDioptrik,
analklasltisch: 1. eine Anaklasis enthaltend (von anti
ken Versen). 2. (veraltet) infolge der Lichtbrechung ge
krümmt od. gebrochen erscheinend
Ana|klin|te|ri|um*<Zos, -s, ...ien [,,,iən] (über lat. anaklinterium aus gleichbed. gr. anaklintêrion zu anaklinein „zu
rücklehnen“): (veraltet) Lehnstuhl, Ruhebett, analklitisch (aus gr. anaklitikös „hin-, zurücklehnend“); in der
Fügung anaklitische Depression: extreme Form des tHos
pitalismus bei Säuglingen u. Kleinkindern
Ana|koi|no|sis [...koy...] u. Anakönose die; -, ...sen (aus
A
anakoiuth
gleichbed. gr. anakoinösis zu anakoinoün „mitteilen“, dies
zu koinós „gemeinsam“): (veraltet) 1. gemeinsame Bera
tung, Verabredung. 2. Darlegung der Ansicht des Redners
in Form einer Beratung mit den Zuhörern in der antiken
Rhetorik
analkolluth* <aus gr. anakólouthos „ohne Zusammen
hang“): svw. anakoluthisch; vgl. ...isch/-. Analkolluth
das, auch der; -s, -e <aus gleichbed. gr. anakólouthon, eigtl.
„das Zusammenhanglose, Unpassende“): das Fortfahren
in einer anderen als der begonnenen Satzkonstruktion,
Satzbruch (Sprachw.). Ana|ko|lu|thie die; -, ...ien (aus
gleichbed. gr. anakolouthia): svw. Anakoiuth. analkolluthisch: in Form eines Anakoluths, einen Anakoiuth ent
haltend; vgl. ...isch/Analkpnlda die; -, -s (vermutlich aus einer Eingeborenen
sprache Guayanas): südamerik. Riesenschlange
Analkölnolse vgl. Anakoinosis
Ana|kre|on|te|en* die (Plur.) (aus gleichbed. gr. anakreónteia): Sammlung von anakreontischen Gedichten (vgl.
anakreontisch b). Ana|kre|on|tik die; - (nach dem altgriech. Lyriker Anakreon (gr. Anakreön) u. zu t2...ik (2)> :
literarische Richtung, Lyrik des Rokokos mit den Haupt
motiven Liebe, Freude an der Welt u. am Leben. Anakre|on|ti|ker der; -s, -: Vertreter der Anakreontik, Nach
ahmer der Dichtweise Anakreons. analkrelonltisch
(aus gleichbed. gr. Anakreónteios) : a) zur Anakreontik ge
hörend; b) in der Art Anakreons; anakreontischer Vers: in
der attischen Tragödie verwendeter Îanaklastischer ioni
scher t Dimeter (vgl. ionisch)
analkrot* (zu Tana... u. gr. krotem „schlagen, klopfen“):
den ansteigenden ersten Gipfel der Pulswelle betreffend
(Med.). Analkroltie die; -, ...ien (zu T2...ie): erster Gipfel
der Pulskurve (Med.)
Anaikrulsis* [auch ..,'kru:...] die; -, ...krusen (aus gleich
bed. gr. anákrousis, eigtl. „das Zurückstoßen“): (veraltet)
Auftakt, Vorschlagsilbe, unbetonte Silbe am Versanfang
Anaktinose die; -, -n (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, aktis,
Gen. aktînos „Strahl“ u. t ‘...ose): Erkrankung, die bei feh
lender od. ungenügender Bestrahlung des Organismus mit
ultraviolettem Licht auftritt (z.B. Rachitis; Med.)
Anakltolron* das; -s, ...ra (aus gleichbed. gr. anáktoron,
eigtl. „Herrscherwohnung“, zu anáktor „Herr“): das Al
lerheiligste im [griech.] Tempel
Analkuisis* die; - (zugr. a(n)- „nicht, un-“ u. akoüein „hö
ren“): Taubheit (Med.)
anal (zu Î Anus u. Î ‘...al ( 1)> : a) zum After gehörend; b) den
After betreffend; c) anale Phase: frühkindliche, durch
Lustgewinn im Bereich des Afters gekennzeichnete Ent
wicklungsphase (Psychoanalyse)
Anlallbit [auch ... bit] der;-s, -e (ausgr. a(n)- „nicht, un-“ u.
TAlbit): eine bei hohen Temperaturen gebildete Î Modifi
kation des Î Albits
An|al|bu|mi|nä|mie* die; -, ...ien (Kunstw. aus gr. a(n)„nicht, un-“, ÎAlbumin u. T...ämie>: Trezessiv erbliche
Î Anomalie in der Eiweißzusammensetzung des Blutse
rums (Med.)
Anallcim* [,,,tsi:m] der; -s (nlat. Bildung zu gr. ánalkis
„kraftlos“ (wohl wegen seiner geringen elektrischen Aufladbarkeit)) : ein farbloses, graues od. fleischrotes Mineral
Analleklten u. Analekta die (Plur.) (über lat. analecta aus
gleichbed. gr. análekta zu analégein „auflesen, sam
meln“): Sammlung von Auszügen od. Zitaten aus dichte
rischen od. wissenschaftlichen Werken od. von Beispielen
bestimmter literarischer Gattungen: vgl. Kollektaneen.
Analektiker der; -s, -: (veraltet) Sammler von Auszü
gen od. Zitaten aus dichterischen od. wissenschaftlichen
Werken, anallekltisch: a) die Analekten betreffend; b)
auswählend
Analieplsis die; - (aus gr. análepsis „Wiederaufnahme,
94
Wiedererlangen“): Wiederholung u. Bestätigung ausdrü
ckende Formel der barocken Figurenlehre (Mus.). Analepltilkum das; -s, ...ka (aus gleichbed. lat. analepticum,
dies aus gr. analéptikon): belebendes, anregendes Mittel
(Med.), anallepltisch (aus gr. analêptikôs „kräftigend,
stärkend“): belebend, anregend, stärkend (Med.)
Analleroltik die; - (zu Îanal u. TErotik): [frühkindliches]
sexuelles Lustempfinden im Bereich des Afters, vor allem
im Zusammenhang mit der Kotentleerung (Psychoanaly
se). Anal lerolti Iker der; -s, -: jmd., dessen sexuelle Wün
sche auf den After u. dessen Umgebung fixiert sind. Analfislsur die; -, -en: schmerzhafte Rissbildung der Haut am
After (Med.). Anallfisltel die; -, -n: Mastdarm-, After
fistel (vgl. Fistel; Med.)
Anlallgen das; -s, -e (verkürzt aus ÎAnalgesie u. T...gen):
svw. Analgetikum. An|al|ge|sie die; -, ...ien (aus gr. anal
gesia „Unempfindlichkeit“ zu a(n)- „nicht, un-“ u. álgos
„Schmerz“): Aufhebung der Schmerzempfindung,
Schmerzlosigkeit. An|al|ge|si|me|trie* die; -, ...ien (zu
T...metrie>: Registrierung des Grades der Aufhebung ei
ner Schmerzempfindung [durch Arzneimittel]. Anlallgetilkum das; -s, ...ka (zu T...ikum): schmerzstillendes Mit
tel (Med.), anlallgeltisch: schmerzstillend. Anlallgie
die; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. t...algie): svw.
Analgesie. An|al|go|seldie|rung rfze; -, -en (zu TSedierung): Schmerzausschaltung durch Verabreichung eines
Î Analgetikums
an|al|lak|tisch (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. allaktös „ab
weichend“ (Analogiebildung zu tparallaktisch)): unverän
derlich; anallaktischer Punkt: vorderer Brennpunkt bei
Fernrohren
an|al|ler|gisch (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. Îallergisch):
keine Antikörperbildung im Blut hervorrufend, keine An
tigen-Antikörper-Reaktion mit schon vorhandenen Anti
körpern auslösend (Med.)
ana |log (aus gleichbed. fr. analogue, dies über lat. analogos
aus gr. análogos „verhältnismäßig, übereinstimmend“,
eigtl. „dem TLogos gemäß“): 1. [einem anderen, Ver
gleichbaren] entsprechend, ähnlich; gleichartig; vgl.
...isch/-. 2. a) kontinuierlich, stufenlos (EDV); b) durch ein
und dieselbe mathematische Beziehung beschreibbar; ei
nen Wert durch eine physikalische Größe darstellend;
Ggs. Üdigital. Anallolgat das: -[e]s, -e (zu ÎAnalogie u.
T...at (1)>: analoges Verhältnis von Begriffen (z.B. in der
Philosophie). Ana|log-di|gi|tal-Kon|ver|ter [...'ver...]
der; -s, -: elektronische Schaltung, die analoge Eingangs
signale in digitale Ausgangssignale umsetzt (EDV); Ggs.
t Digital-analog-Konverter. Ana|log-di|gi|tal-Wandler der; -s, -: svw. Analog-digital-Konverter. Analloggröße <7¡e; -, -n: zur Signaldarstellung u. -Übermittlung
verwendbare physikalische Größe, deren Informations
parameter (z.B. ÎAmplitude u. Phase bei zeitlich perio
dischen Größen) in bestimmten Grenzen beliebige
Zwischenwerte annehmen können (EDV); Ggs. TDigital
größe. Anallolgie ¿Zze; -, ...ien (über lat. analogia aus
gleichbed. gr. analogía): 1. Entsprechung, Ähnlichkeit,
Gleichheit von Verhältnissen, Übereinstimmung. 2. gleiche
Funktion von Organen verschiedener entwicklungsge
schichtlicher Herkunft (Biol.). 3. a) in der antiken Gram
matik Übereinstimmung in der Formenlehre (z. B. gleiche
Endungen bei denselben Kasus) od. in der Wortbildung
(gleiche Ableitungen); b) Ausgleich von Wörtern od.
sprachlichen Formen nach assoziierten Wörtern od. For
men aufgrund von formaler Ähnlichkeit od. begrifflicher
Verwandtschaft (Sprachw.). Ana|lo|gielbil|dung ¿/je; -,
-en : Bildung od. Umbildung einer sprachlichen Form nach
dem Muster einer anderen (z.B. Diskothek nach Biblio
thek; Sprachw.). Ana|lo|gie|schluss der; -es, ...Schlüs
se: Folgerung von der Ähnlichkeit zweier Dinge auf die
95
Ähnlichkeit zweier anderer od. aller übrigen. Anallolgiezau ber der: -s,
mit Zauber verbundene Handlung, die
bewirken soll, dass sich Entsprechendes od. Ähnliches [an
jmdm.] vollzieht (z.B. das Verbrennen von Haaren eines
Menschen, der dadurch geschwächt werden od. sogar ster
ben soll). Anallolgilon das; -s, Plur. ...gien [,,,iən] od.
...gia (aus gleichbed. gr. analogeɪon zu analégein „lesen"):
das Lesepult in der orthodoxen Liturgie, anallglgisch
(zu tAnalogie): nach Art einer Analogie; vgl. ...isch/-.
ana|lo|gi|sie|ren (zu T...isieren): an-, vergleichen. Analolgislmus der; -, ...men (zu î...ismus (2)>: svw. Analo
gieschluss. Ana|lolgi|um das; -s, ...gia (über nlat. analo
gium aus gleichbed. gr. analogeion): svw. Analogion.
Anallolgon das; -s, ...ga (aus gleichbed. gr. análogon):
ähnlicher, gleichartiger (analoger) Fall. Anallolgolphilie die; - (zu tanalog u. t ...philie): svw. Maximaphilie.
Ana log rech ner der; -s, -: Rechenanlage, in der die
Ausgangswerte u. das Ergebnis einer Rechenaufgabe als
physikalische Größen dargestellt werden; Ggs. t Digital
rechner. Anallpglsilgnal* das; -s, -e: durch eine ÎAnaloggröße repräsentiertes od. mit ihr moduliertes Signal;
Ggs. ÎDigitalsignal. Anallogluhr die; -, -en: Uhr, die die
Zeit auf einem Zifferblatt angibt; Ggs. Î Digitaluhr
Anlallphalbet [auch ... be:t] der; -en, -en (aus gleichbed.gr.
analphábetos; vgl. Alphabet): 1. jmd., der nicht lesen u.
schreiben gelernt hat, der des Lesens u. Schreibens unkun
dig ist. 2. (abwertend) jmd., der in einer bestimmten Sache
nichts weiß, nicht Bescheid weiß; z.B. ein politischer An
alphabet. an|al|pha|be|tisch [auch ... be:...]: des Lesens
u. Schreibens unkundig. An|al|pha|be|tis|mus<7er,' - (zu
Î ...ismus (3)>: Unfähigkeit, die eigene Sprache zu lesen u.
zu schreiben (weil es nicht gelernt worden ist)
AnallverlkehrzZer; -s (zu Îanal): das Einführen des T Penis
in den After (als Variante des Geschlechtsverkehrs)
Anallylsand der; -en, -en (zu tAnalyse u. t...and): jmd.,
der sich einer Psychoanalyse unterzieht. Anallylsaltor
der; -s, ...oren (zu T...or>: 1. Messeinrichtung zum Nach
weis u. zur Untersuchung von linear polarisiertem Licht
(Phys.). 2. Vorrichtung zum Zerlegen einer beliebigen
Schwingung in harmonische Schwingungen (Phys.). 3.
jmd., der eine Psychoanalyse durchführt. Anally Ise die; -,
-n (aus mlat. analysis „Auflösung“, dies ausgr. anälysis zu
analÿein „auflösen“): 1. systematische Untersuchung ei
nes Gegenstandes od. Sachverhalts hinsichtlich aller ein
zelnen Komponenten od. Faktoren, die ihn bestimmen;
Ggs. 1 Synthese (1). 2. Ermittlung der Einzelbestandteile
von zusammengesetzten Stoffen od. Stoffgemischen mit
ehern, od. physik. Methoden (Chem.). Anallylser ['ænəlaɪzə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. analyser zu to analyse
„auswerten“; vgl. analysieren): Einrichtung an Hi-Fi-An
lagen, die eine grafische Darstellung des Pegels od. Fre
quenzbandes auf einem Display ermöglicht (Elektrot.).
anallylsielren [analy...] (zu !..deren): etwas [wissen
schaftlich] zergliedern, zerlegen, untersuchen, auflösen,
Einzelpunkte herausstellen. Anallylsis die; - (aus gr. anä
lysis „Auflösung“): 1. Teilgebiet der Mathematik, in dem
mit Grenzwerten gearbeitet, die Infinitesimalrechnung
angewandt wird. 2. Voruntersuchung beim Lösen geome
trischer Aufgaben. Anallyst [auch engl. 'ænəlɪst] der; -en,
-en u. (bei engl. Ausspr.) der; -s, -s (aus engl. analyst „Ana
lytiker“): Börsenfachmann, der berufsmäßig die Lage u.
Tendenz an der Wertpapierbörse beobachtet u. analysiert.
Anallyt der; -en, -en (zu gr. analytikös, vgl. analytisch):
der zu bestimmende Stoff (Chem.). Analyltik<f/í?. - (über
gleichbed. lat. analytice aus gr. analytikë (téchnë)): 1. a)
Kunst der Analyse; b) Lehre von den Schlüssen u. Bewei
sen (Logik). 2. svw. analytische Chemie. Anallyltilker
der; -s, a) jmd., der bestimmte Erscheinungen analysiert;
b) jmd., der die Analytik anwendet u. beherrscht; c) svw.
Ananke
Psychoanalytiker, anallyltisch (aus gr. analytikös „auf
lösend“): zergliedernd, zerlegend, durch logische Zerglie
derung entwickelnd; analytische Chemie: Teilgebiet der
Chemie, das sich mit der Zerlegung u. Strukturaufklärung
von Verbindungen befasst; analytische Geometrie: Geo
metrie, die Punkte der Linie, der Ebene u. des Raumes
durch Zahlen im t Koordinatensystem definiert sowie
Gleichungen zwischen diesen aufstellt; analytisches Dra
ma: Drama, das die Ereignisse, die eine tragische Situati
on herbeigeführt haben, im Verlauf der Handlung schritt
weise enthüllt: analytische Sprachen: Sprachen, bei denen
syntaktische Beziehungen nicht am Wort selbst, sondern
mithilfe selbstständiger Wörter ausgedrückt werden (z. B.
dt. „ich habe geliebt“ im Gegensatz zu lat. „amavi“;
Sprachw.); Ggs. t synthetische Sprachen; analytisches Er
teil: Urteil, das aus der Zergliederung eines Begriffs ge
wonnen wird und nur so viel Erkenntnis vermittelt, wie in
diesem enthalten ist (Philos.)
Analmarltelsie* die; - (aus gleichbed. gr. anamartesia zu
a(n)- „nicht, un-“ u. hamartia „Fehler, Sünde“): (veraltet)
Fehlerlosigkeit, Sündlosigkeit. analmarlteltisch (aus
gleichbed. gr. anarmártétos): (veraltet) fehlerfrei, sündlos
Anälmie* die; -, ...ten (aus gr. anaimia „Blutleere“ zu a(n)„nicht, un-“ u. t ...ämie): a) Verminderung des t Hämoglo
bins u. der roten Blutkörperchen im Blut; b) akuter Blut
mangel nach plötzlichem schwerem Blutverlust (Med.),
anälmisch: die Anämie (a, b) betreffend (Med.)
Analmilxis die; - (aus gleichbed. gr. anämixis): (veraltet)
Vermischung
Anamlnelse* die; -, -n (über spätlat. anamnesis aus gr.
anámnesis „Erinnerung“): 1. Vorgeschichte einer Krank
heit nach Angaben des Kranken (Med.). 2. in der Eucha
ristiefeier das Gebet nach der TKonsekration (2) (Rel.). 3.
svw. Anamnesis. Anamlnelsis die; -, ...nesen (aus gr.
anámnesis, vgl. Anamnese): Wiedererinnerung der Seele
an vor der Geburt, d.h. vor ihrer Vereinigung mit dem
Körper, geschaute Wahrheiten (griech. Philos.), anamnesltisch u. anamlneltisch (aus gr. anàmnêstos „erin
nerlich“): die Anamnese betreffend
Anamlniler* [...re] die (Plur.); Sing. Anamnier der; -s (zugr.
a(n)- „nicht, un-“ u. amnion „Haut, die die Leibesfrucht
umgibt“): alle ohne ÎAmnion sich entwickelnden Wirbel
tiere (Fische u. Lurche; Biol.); Ggs. tAmnioten
Ana|mor|pho|se die; -, -n (aus gr. anamorphosis „Umge
staltung, Verwandlung“) : die für normale Ansicht verzerrt
gezeichnete Darstellung eines Gegenstandes (Kunstw.).
Anamorphot der; -en, -en (zu gr. anamorphoün „um
gestalten, verwandeln“): Linse zur Entzerrung anamor
photischer Abbildungen, ana|mor|pho|tisch: umgestal
tet, verwandelt, verzerrt; anamorphotische Abbildungen:
Abbildungen, die bewusst verzerrt hergestellt sind (Fotou. Kinotechnik)
Analnas die; -, Plur. - u. -se (aus port, ananás, dies aus
gleichbed. indian. (a)naná): 1. tropische Pflanze mit rosettenartig angeordneten Blättern u. wohlschmeckenden flei
schigen Früchten. 2. Frucht der Ananaspflanze
Anlan drie* z/ze. - (aus gleichbed. gr. anandreia zu a(n)„nicht, un-“, aner, Gen. andrös „Mann“ u. zuî2...ie): (ver
altet) 1. Unmännlichkeit, Feigheit. 2. Mannlosigkeit. anan drisch: (veraltet) 1. a) unmännlich; b) ohne Mann. 2.
ohne Staubfäden (Bot.)
Ananlkaslmus* der; -, ...men (aus gleichbed. nlat. anancasmus, dies zu gr. anágkasma „Zwangsmittel, Zwang“;
vgl. Ananke): 1. (ohne Plur.) Zwangsneurose (Denk
zwang, Zwangsvorstellung); krankhafter Zwang, be
stimmte [unsinnige] Handlungen auszuführen (Med., Psy
chol.). 2. zwanghafte Handlung. Ananlkast der; -en, -en
(zu î...ast>: jmd., der unter Zwangsvorstellungen (z.B.
Zählzwang) leidet (Med., Psychol.). Ananlke die; - (aus
Anantapodoton
gr. anágke „Zwang, schicksalhafte Notwendigkeit“): 1.
Verkörperung der schicksalhaften Macht (bzw. Gottheit)
der Natur u. ihrer Notwendigkeiten (griech. Philos.). 2.
Zwang, Schicksal, Verhängnis
Anan|ta|po|do|ton* das: -, ...ta (aus gr. anantapodoton
„unvollständiger Satz“, eigtl. „das Nichtzurückgegebe
ne“): bei Sätzen mit zweigliedrigen Konjunktionen das
Fehlen des durch die zweite Konjunktion eingeleiteten
Satzes (Sprachw.); vgl. Anakoluth
ananthisch (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. ánthos „Blume“):
nicht blühend (Bot.)
Analnym das: -s, -e (zu T ana... u. gr. önyma „Name“): Son
derform des ( Pseudonyms, die aus dem rückwärts ge
schriebenen wirklichen Namen besteht, wobei die Buch
staben nicht od. nur teilweise verändert werden, z. B. Grob
(aus Borg), Cerarn (aus Marek)
ana parites aelqualles [- - ɛ'kva:le:s] dat.: „zu gleichen
Teilen“): Vermerk auf ärztlichen Rezepten; Abk.: ää od.
ää. pt. aequ. od. ana
Analpäst der: -[e]s, -e (über lat. anapaestus aus gleichbed.
gr. anápaistos, eigtl. „Zurückgeschlagener, Zurückpral
lender“): 1. aus zwei Kürzen u. einer Länge (u u -) beste
hender Versfuß. 2. (meist Plur.) im Versmaß des Anapästs
(1) abgefasstes Spottgedicht, analpäsltisch: in der Form
eines Anapästs
Analpeltie die; -, ...ien (zu 1 ana..., gr. petannÿnai „ausbrei
ten“ u. t2...ie>: (veraltet) Gefäßausdehnung, Gefäßerwei
terung
Ana|pha|lan|ti|alsis die; -, ...iasen (zu t ana..., gr. phalantias „Kahlkopf* u. (...iasis): (veraltet) das Ausfallen der
Kopfhaare u. der Augenbrauen
Analphalse die; -, -n (zu tana... u. TPhase): besonderes
Stadium bei der Kernteilung der Zelle (Biol.)
Ana pher die; -, -n (zu Î Anaphora): 1. Wiederholung eines
Wortes od. mehrerer Wörter zu Beginn aufeinanderfol
gender Sätze od. Satzteile (Rhet., Stilk.); Ggs. î Epiphora
(2) . 2. Ausdruck, der sich auf vorausgegangene Ausdrücke
im Text bezieht, z.B. in Form eines Pronomens (Karl er
wachte; er hatte schlecht geschlafen; Sprachw.); Ggs.
Î Katapher
Analpholnelse die; -, -n (aus gr. anaphönesis „das Ausru
fen, Deklamieren“ zu îana... u. phônêsis „das Tönen, Ru
fen“; vgl. ...ese): (veraltet) Stärkung der Lunge durch lau
tes Sprechen od. Singen
Analpholra die; -, ...rä (über gleichbed. lat. anaphora aus
gr. (ep)anaphorä zu anaphoreîn, anaphérein „hinauftra
gen, zurückbeziehen“): 1. svw. Anapher. 2. a) Hochgebet
in der Eucharistiefeier der Ostkirchen; b) die Eucharistie
selbst als Hauptteil der orthodoxen Messe (vgl. Kanon 7).
Ana pho re se die: - (Kurzbildung aus rlnode u. TElekixophorese'): spezielle Form der T Elektrophorese, anapho risch (zu t Anaphora): 1. die Anapher betreffend, in
der Art der Anapher. 2. rückweisend (z. B. Ein Mann ... Er
...); Ggs. Îkataphorisch (Rhet., Stilk.)
An|aph|roldi|si|a|kum* das; -s, ...ka (zu gr. a(n)- „nicht,
un-“ u. (Aphrodisiakum): Mittel zur Herabsetzung des
Geschlechtstriebes (Med.); Ggs. (Aphrodisiakum. Anaphrodisie die; -, ...ien (zu tAphrodisie): geschlechtli
che Empfindungslosigkeit (Med.). An|aph|ro|dit der:
-en, -en (zu (3...it): (veraltet) zeugungsunfähiger Mann.
an|aph|ro|di|tisch: (veraltet) zeugungsunfähig
analphyllakltisch (zu Î ana... u. gr. phylaktéos „zu hüten,
beschützend“): die TAnaphylaxie betreffend (Med.); ana
phylaktischer Schock: Schock infolge von Überempfind
lichkeit gegenüber wiederholter Zufuhr desselben Eiwei
ßes durch Injektion (1). ana phy lak to id (zu (...oid):
der t Anaphylaxie ähnlich, mit anaphylaxieähnlichen Er
scheinungen einhergehend (Med.). Ana|phy|la|xie die; -,
...ien (zu tana..., gr. phÿlaxis „Beschützung“ u. (2...ie):
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Überempfindlichkeit, schockartige allergische (1) Reakti
on, bes. gegen artfremdes Eiweiß, eine Sonderform der
T Allergie (Med.)
Ana pla sie* die; -, ...ien (zu tana... u. gr. plässein „bilden,
formen“, eigtl. „Umbildung“; Analogiebildung zu ÎMeta
plasie): für bösartige Gewächse charakteristischer Verlust
der Differenzierungsfähigkeit von Zellen (Med.). Anaplaslmolse die; -, -n (zu ('...ose): durch Anämie u. Gelb
sucht gekennzeichnete Tierseuche (Tiermed.). Analplas
tik die; -, -en (zu tana... u. T 'Plastik): svw. Transplantati
on (1). analplasltisch: 1. die Anaplasie betreffend. 2. die
Anaplastik betreffend
Anlaplsilde die; -, -n (meist Plur.) (zu gr. a(n)- „nicht, un-“
u. tApside): ein (Reptil ohne Öffnung in der Schläfenre
gion des Schädeldaches
Analpsylche die; - (zu I ana... u. gr. psyche „Hauch, Atem;
Seele“): (veraltet) das Aufatmen, Atemholen; Erquickung
Anapltylsis* die; - (aus gleichbed. gr. anäptysis zu anaptÿein „ausspeien“): (veraltet) das Aushusten, Ausspeien
(Med.)
Anapltylxe* die; -, -n (aus gr. anäptyxis „Entfaltung, Ent
wicklung“ zu anaptÿssein „entfalten“): Bildung eines
Sprossvokals zwischen zwei Konsonanten, z.B. fünef für
fünf; vgl. Swarabhakti u. Epenthese
anarch* (aus gr. ánarchos „führerlos“): svw. anarchisch;
vgl. ...isch/-. Anar chie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr.
anarchia zu ánarchos, vgl. anarch): a) Zustand der Herrschaftslosigkeit, Gesetzlosigkeit; Chaos in rechtlicher, po
litischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher Hinsicht; b)
gesellschaftlicher Zustand, in dem eine minimale Gewalt
ausübung durch Institutionen u. maximale Selbstverant
wortung des Einzelnen vorherrscht (Philos.), anar
chisch: herrschaftslos, gesetzlos, ohne feste Ordnung,
chaotisch; vgl. ...isch/-. Anarlchislmus der; - (zu t...ismus (1)>: Lehre, die jede Art von Autorität (z.B. Staat,
Kirche) als Form der Herrschaft von Menschen über Men
schen ablehnt u. menschliches Zusammenleben nach den
Grundsätzen von Gerechtigkeit, Gleichheit u. Brüderlich
keit ohne alle Zwangsmittel verwirklichen will. Anar
chist der; -en, -en (zu Î ...ist): Anhänger des Anarchismus.
Anarlchisltin die; -, -nen: weibliche Form zu T Anarchist.
anar|chis|tisch (zu Î ...istisch): a) dem Anarchismus ent
springend; b) den Anarchismus vertretend. Anarlcho
der; -[s], -[s] (meist Plur.) (italianisierende Bildung zu
ÎAnarchist): (ugs.) jmd., der sich gegen die bestehende
bürgerliche Gesellschaft u. deren Ordnung mit Aktionen
u. Gewalt auflehnt. Anar|cho|kom|mu|nis|mus der; (zu (anarchisch): Variante des Anarchismus, verbunden,
mit der Idee des Kollektivismus. Anar|cho|syn|di|kalislmus der; -: sozialrevolutionäre Bewegung in den ro
man. Ländern (bes. Ende des 19. Jh.s), die die Arbeiter
schaft zu organisieren suchte u. die Gewerkschaften als die
einzigen effektiven Kampforgane betrachtete. Anarlchosyndikalist der; -en, -en: Anhänger des Anarchosyn
dikalismus. Anar|cho|sze|ne die; -, -n (zu (...szene):
Gruppe von Personen mit anarchistischen Zielvorstellun
gen
Anälrelsis* die; -, ...resen (über spätlat. anaeresis aus gr.
anairesis „Aufhebung“): die Entkräftung einer gegneri
schen Behauptung (antike Rhet.)
an|ar|gy|risch (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. argÿrion „Sil
ber, Geld“): (veraltet) ohne Silber, kein Geld kostend
Anlatjthrie* iZ/e; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, arthroün
„gliedern, artikulierte Laute hervorbringen“ u. (2...ie):
Störung der Lautbildung; Unvermögen, Wörter od. Ein
zellaute trotz Funktionstüchtigkeit der Sprechorgane rich
tig zu bilden (Med.); vgl. Pararthrie
Anaisarlka die; - (Zusammenrückung aus gr. aná sárka
„ins Fleisch hinein“): Hautwassersucht, (Ödem des Un-
97
terhautzeɪlgewebes (Med.). Ana|sar|kie die; - (zuî2...ie>:
svw. Anasarka
Anasazikultur die: - <zu Navajo (einer nordamerik. In
dianersprache) ’a-naa-sázi „die fremde alte (Zeit)“ u.
ÎKultur): Indianerkultur im südwestlichen Nordamerika,
die ihre Blütezeit zwischen dem 9. u. 13. Jh. hatte
Anasltalsis* die; - (über lat. anastasis aus gr. anástasis
„Auferstehung“): bildliche Darstellung der Auferstehung
Jesu in der byzantinischen Kirche (Kunstw.). anasltatisch (aus gr. anástatos „aufgestanden“): wieder auffri
schend, neubildend; anastatischer Druck: ehern. Verfah
ren zur Vervielfältigung alter Drucke ohne Neusatz durch
Übertragung der Druckschrift auf Stein od. Zink
An|äs|the|sa|tilon die; - (zu tAnästhesie u. t...ation): das
Ausschalten der Schmerzempfindung; vgl. ...ation/...ierung. Anästhesie iZZe; -, ...ien (aus gr. anaisthesia „Un
empfindlichkeit“): 1. Ausschaltung der Schmerzempfin
dung (z. B. durch Narkose). 2. das Fehlen der Schmerzemp
findung (bei Nervenschädigungen), anläslthelsielren
(zu t...ieren): schmerzunempfindlich machen, betäuben.
An|äs|the|sie|rung die; - <zut...ierung): das Anästhesie
ren; vgl. ...ation/...ierung. Anästhesin® das; -s, -e (zu
t...in ( 1)>: Anästhetikum für Haut u. Schleimhäute. An
äs IthelsioHolge der; -n, -n (zu t ...loge): Forscher u. Wis
senschaftler auf dem Gebiet der Anästhesiologie. Aniästhesiologie die; - (zu J...logie): Wissenschaft von der
Schmerzbetäubung, den Narkose- u. Wiederbelebungs
verfahren. an|äs|the|sio|lolgisch (zu Î...logisch): die
Anästhesiologie betreffend. Anläslthelsist der; -en, -en
(zu T...ist): Narkosefacharzt. Anläsltheltilkum das; -s,
...ka (zu t...ikum): schmerzstillendes, schmerzausschal
tendes Mittel. an|äs|the|tisch (aus gr. anaisthetos „un
empfindlich, gefühllos“): 1. den Schmerz ausschaltend. 2.
mit [Berührungsjunempfindlichkeit verbunden, anlästheltilsielren (zu Î ...isieren): svw. anästhesieren
An| asitigmat der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n], selten auch
das; -s, -e (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. îastigmatisch): [fo
tografisches] Objekt, bei dem die Verzerrung durch schräg
einfallende Strahlen u. die Bildfeldwölbung beseitigt ist.
an|asltig|ma|tisch: unverzerrt, ohne Astigmatismus
(1). Anlasltiglmaltislmus der; - (zu t...ismus (3)): das
Vorliegen gleicher Brechungsverhältnisse der Augen
Anasltölchilolse* die; - (zu Îana...,gr. stoieheɪon „Grund
bestandteil, Element“ u. î '...ose): (veraltet) Auflösung der
Körper in ihre Grundstoffe
Anasltolle* [...le] die; -, -n (aus gr. anastolê „das Zurück
werfen“ zu anastéllein „zurückdrängen“): (veraltet) das
Zurückschlagen der Wundränder zwecks Untersuchung u.
Reinigung
Anasltolmglse* die; -, -n (zu gr. anastomoün „eine Mün
dung (Schleuse) öffnen“ u. t'...ose): 1. Querverbindung
zwischen Gefäßsträngen od. Pilzfäden (Bot.). 2. a) natür
liche Verbindung zwischen Blut- od. Lymphgefäßen od.
zwischen Nerven; b) operativ hergestellte künstliche Ver
bindung zwischen Hohlorganen (Med.), anasltolmosielren (zu Î..deren): 1. sich miteinander durch eine
Î Anastomose (2 a) verbinden (Med.). 2. Hohlorgane durch
Herstellung einer Î Anastomose (2 b) künstlich miteinan
der verbinden (Med.)
Analstrolphe* [...fe] die; -, -n [,..'stro:fn] (aus gr. anastrophë „das Umlenken, Umkehr“): Umkehrung der gewöhn
lichen Wortstellung, bes. die Stellung der Präposition hin
ter dem dazugehörenden Substantiv (z. B. zweifelsohne für
ohne Zweifel; Sprachw.)
Anasltyllolse* die; -, -n (zu Îana... u. gr. styloün „mit Säu
len stützen“): vollständige Demontage eines zu rekonstru
ierenden Bauwerks (Kunstw.)
Analtas der; - (zugr. anátasis „Steigung, Emporstreckung“
(wegen des Vorkommens in gewöhnlich spitzen Kristal
Anchorman
len)): ein blauschwarzes, auch gelbes, braunes od. rotes
Mineral
Analtelxis die; - (aus gr. anátexis „das Schmelzen“ zu
anatêkein „zerschmelzen, auflösen“): das Wiederauf
schmelzen von Gesteinen in der Erde durch Î tektonische
Vorgänge (Geol.)
Anathem das; -s, -e u. Anathema das; -s, ...themata
(über lat. anathema aus gr. anáthema „Verfluchung, Ver
wünschung“ zu anatithénai „(öffentlich) aufstellen, aus
stellen“): 1. Verfluchung, Kirchenbann. 2. a) den Göttern
vorbehaltenes Weihegeschenk (antike Reh); b) das dem
Zorn der Götter Überlieferte, das Verfluchte, analthemaltilsielren (zu (...isieren): mit dem Kirchenbann be
legen (Reh). Ana|the|malti|sie|rung die; -, -en (zu
(...isierung): das Anathematisieren
analtilolnal (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Tnational): nicht na
tional [gesinnt]
Analtol der; -[s], -s (nach der türk. Landschaft Anatolien):
handgeknüpfter, buntfarbiger Teppich aus Kleinasien
Analtom der; -en, -en (zu gr. anatémnein „aufschneiden,
zergliedern“) : Wissenschaftler auf dem Gebiet der Anato
mie. Analtolmie die; -, ...ien (aus gleichbed. lat. anatomía
zu gr. anatomë „Zergliederung“): 1. a) (ohne Plur.) Wis
senschaftsgebiet, das sich mit Form u. Körperbau der Le
bewesen befasst; b) Aufbau, Struktur des [menschlichen]
Körpers. 2. anatomisches Institut. 3. Lehrbuch der Ana
tomie (1). ana tolmielren (zu Î ...ieren): zergliedern (von
Leichen); vgl. sezieren, analtglmisch: a) die Wissen
schaft der Anatomie betreffend; b) den Bau des [mensch
lichen] Körpers betreffend; c) zergliedernd
Analtolxin das; -s, -e (zu tana... u. TToxin): durch Formalineinwirkung entgiftetes Bakteriengift, das zur Schutz
impfung dient
Ana|to|zis|mus der; -, ...men (zu gr. anatokizein „wieder
verzinsen“ u. Î ...ismus (2)): Verzinsung aufgelaufener Zin
sen
analtrop* (zu îana... u. î...trop): umgewendet, gegenläufig
(von der Lage einer Samenanlage; Bot.)
Anatlto der od. das; -[s] (aus indian. annotto „gelbroter
Farbstoff1): svw. Orlean
an axi al (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. Taxial): nicht in der
Achsenrichtung angeordnet, nichtachsig, nicht achsrecht;
anaxialer Satz: bestimmte drucktechnische Gestaltungs
art eines Textes (Druckw.)
An|azi|di|tät vgl. Anacidität
anaizylklisch* [auch ... tSYk...] (aus gleichbed. gr. anakyklikós; vgl. zyklisch); vorwärts und rückwärts gelesen den
gleichen Wortlaut ergebend (von Wörtern od. Sätzen, z. B.
Otto); vgl. Palindrom
...anee [,..ä:s] (aus fr. -anee, dies aus Zai. -antia): Suffix
weiblicher Fremdwörter, z.B. Renaissance, Résistance;
vgl. ...anz
anlceps [...ts...] vgl. anzeps
Anlchilmeltaimorlphplse die; -, -n (zu gr. ágehi „nahe
bei“ u. ÎMetamorphose): gesteinsbildender Prozess im
Grenzbereich von f Diagenese u. Î Metamorphose (4), z. B.
die Bildung von Tonschiefern (Geol.). Anlchilpolde der:
-n, -n (zu t...pode): Missgeburt, bei der das Becken defor
miert ist u. die unteren Extremitäten eng beieinanderstehen (Med.). Anlchilpoldie die; -, ...ien (zu t2...ie>: die
beim t Anchipoden vorliegende Missbildung (Med.)
Anlchor ['æŋkə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. anchor „An
ker“ zu aengl. ancor über lat. anchora aus gr. agkura):
Sprungmarke, [im Text hervorgehobenes] Verweisziel auf
einer Website (EDV). Anlchorlman ['æŋkəmən] der; -s,
...men [...man] (aus gleichbed. engl. anchorman zu anchor
„Anker“ u. man „Mann“): Journalist o.Ä., der im Rund
funk und Fernsehen bes. in Nachrichtensendungen die
einzelnen journalistischen Beiträge vorstellt, die verbin-
Anchorwoman
denden Worte u. Kommentare spricht. Anlchorlwoman [,,,wʊmən] die; -, ...women [,,,wɪmɪn]: Journalistin
o.Ä., die im Rundfunk und Fernsehen bes. in Nachrich
tensendungen die einzelnen journalistischen Beiträge vor
stellt, die verbindenden Worte u. Kommentare spricht
Anlcholse [an'ʃo:zə] die;-, -n (meist Plur.) {zu span. anchoa
n.port, anchova; vgl. Anschovis): aus Sardellen, Sprotten,
Heringen u. a. Fischen durch Einlegen und anschließende
Reifung hergestellte tPräserve. Anlcholvis [an'ço:vis]
vgl. Anschovis
An|ci|en|ni|tät [äsieni...] die; -, -en (aus gleichbed./r. anciennité zu ancien „alt“): 1. Dienstalter. 2. Dienstalterfol
ge. An|ci|en|ni|tätslprin|zip das; -s: Prinzip, nach dem
z.B. Beamte nach dem Dienstalter, nicht nach der Leis
tung befördert werden. Anlcilen Ré gime [â'siê: re'ʒi:m]
das; - - (aus/r. ancien régime „alte Regierungsform“): alte
u. nicht mehr zeitgemäße Regierungsform, überlebte Ge
sellschaftsordnung, bes. in Bezug auf das Herrschafts- u.
Gesellschaftssystem in Frankreich vor 1789
Anlcille [an'tsi:lə] das; - (aus lat. ancile „Schild“, eigtl. „der
auf beiden Seiten Eingeschnittene“): heiliger, länglich
runder Schild, der, angeblich vom Himmel herabgefallen,
als Unterpfand für den Bestand Roms angesehen wurde
Anlcillla [...ts...] die; -, -s (aus gleichbed. lat. ancilla): (ver
altet) Magd. Anlcillla The|o|lo|gi|ae [- ...e] die; - - (aus
lat. ancilla theologiae „Magd der Theologie“): Bez. für die
dienende Rolle der Philosophie gegenüber der Theologie
an Ico Ira una volita [aŋ'ko:ra - v...] <;t.>: noch einmal, wie
derholen! (Mus.); vgl. da capo
An| crage* [a'kra:ʒə] die; - (aus gleichbed./r. ancrage zu
mlat. ancroagium): (veraltet) a) Ankergrund; b) Anker
geld. Anlcre ['a:krə] die; - (aus fr. ancre zu lat. ancora
„Anker“): ankerförmige Hemmung des Kron- od. Gang
rades in alten Uhren
...and (aus der lat. Gerundivendung -andus, die ausdrückt,
dass etwas mit jmdm. geschehen soll): Suffix männlicher
Fremdwörter mit passivischer Bedeutung, z.B. Konfir
mand „jmd., der konfirmiert wird“
An|da|ba|ten die (Plur.) (aus gleichbed. lat. andabatae):
altröm. Gladiatoren, die mit verbundenen Augen kämpf
ten. An|da|ba|tis|mus der; - (zu Î ...ismus): (veraltet) das
Tappen im Ungewissen
Anldallulsjt [auch ...zit] der; -s, -e (nach den Erstfunden in
Andalusien u. zu t2...it): Aluminiumsilikat (ein graues,
rötliches, gelbes od. grünes metamorphes Mineral)
An|da|men|to das; -s, Plur. -s od. ...ti (aus it. andamento
„Fortgang, Entwicklung“; vgl. andante): a) eine der Bez.
für die Zwischenspiele in einer Fuge; b) Bez. für ein aus
gedehntes Fugenthema mit deutlich zweiteiliger Form
(Mus.). an|dan|ta|men|to (it.): ununterbrochen, fortge
hend (Vortragsanweisung; Mus.). an|dan|te {it.; eigtl.
„gehend“, Part. Präs, von andaré „gehen“, dies aus vulgärlat. ambitare zu lat. ambire; vgl. Ambitus): ruhig, mä
ßig langsam, gemessen (Vortragsanweisung; Mus.). Andan te das; -[s], -s: ruhiges, mäßig langsames, gemesse
nes Musikstück. an|dan|te con molto [- kɔn -] (it.;
eigtl. „andante mit Bewegung“): etwas schneller als an
dante (Mus.), anldanlte mo de ra to {it.; eigtl. „gemä
ßigt gehend“): etwas langsamer als andante (Mus.), andanite mollto {it.; eigtl. „sehr ruhig (gehend)“): etwas
langsamer als andante (Mus.). an|dan|ti|no {it.}; etwas
schneller als andante (Mus.). An|dan|ti|no das; -s, Plur.
-s u. ...ni: kurzes Musikstück im Andante- od. Andantinotempo
An|da|ri|ni die (Plur.) (aus gleichbed. z7. andarini): erbsen
große, länglich runde Nudeln
Anld erslsen der; -, - (nach dem dt. Schachspieler A. Anderssen, 1818-1879): den Schnittpunkt zweier Langschrittler nutzende Idee in Form einer Verstellung der
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Wirkungslinie (ohne TKritikus 2 im Gegensatz zum tin
der) mit nachfolgendem Abzugsmatt (Kunstschach)
Anldelsin der; -s (nach den Anden (Hochgebirge in Süd
amerika) u. zu t...in (1)): ein gesteinsbildendes Mineral.
Anldelsit [auch ...zit] der; -s, -e (zu t2...it): ein vulkani
sches Gestein, anldin (zu t...in (2)>: die Anden betref
fend, in ihnen vorkommend
...anldin (aus der lat. Gerundivendung -anda; vgl. ...and):
weibliche Form zu t...and, z.B. Doktorandin, eine Frau,
die an ihrer Î Dissertation schreibt
anldolcken (zu tdocken): [Raumschiffe aneinander] an
koppeln; [elektronische Geräte] miteinander verbinden
andr...*, Andr... vgl. andró..., Andro... Anidralgalthie
die; - (aus gleichbed. gr. andragathia zu anër, Gen. andrós
„Mann“, agathös „gut“ u. t2...ie): Bez. für die Mannes
tüchtigkeit u. Tapferkeit bei den alten Griechen. Anldragolge der; -n, -n (zu Îandró... u. gr. agögös „Führer“, dies
zu ágein „führen, leiten“): Wissenschaftler auf dem Ge
biet der Andragogik. Anldralgolgik die; - (zu T 2...ik (1)):
Wissenschaft von der Erwachsenenbildung (Päd.). andralgglgisch: die Andragogik betreffend. Anldrallogolmellie die; - (zu gr. álogon „unvernünftiges (Tier)“,
mélos „Glied“ u. T2...ie>: (veraltet) menschliche Missge
burt mit Tiergliedmaßen. Anldralppldilsis die; - (aus
gleichbed. gr. andrapödisis): svw. Andrapodismus. Andrapodislmus der; - (aus gleichbed. gr. andrapodismós
zu poús, Gen. podós „Fuß“; vgl. ...ismus): Unterjochung,
Versklavung gefangener Feinde im alten Griechenland.
Anldralpoldist der: -en, -en (aus gleichbed. gr. andrapodistês): (veraltet) Menschen-, Sklavenhändler. Anldria
die; - (aus gleichbed. gr. andria): a) Mannhaftigkeit, Mut,
Ausdauer bei den alten Griechen; b) (veraltet) Mannweib
Anldrilenne* [ädri'en] die; -, -s (aus fr. a(n)drienne, vgl.
Adrienne): svw. Adrienne
anldro...*, An dro..., vor Vokalen meist andr..., Andr...
(aus gleichbed. gr. andró- zu anër, Gen. andrós „Mann“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Mann, männ
lich“, z.B. androgen, Androgynie, Andragogik. Anldroblas tom das; -s, -e: Eierstockgeschwulst, die eine ver
mehrte Androgenwirkung verursacht. Anldroldilölzie
die; -: das Vorkommen von Pflanzen mit nur männlichen
Blüten neben solchen mit zwittrigen Blüten bei der glei
chen Art (Bot.). An|dro|ga|met der; -en, -en: männliche
Keimzelle; Ggs. ÎGynogamet. Anldrolgalmon das; -s, -e
(meist Plur.): Befruchtungsstoff des männlichen tGame
ten. anldrolgen (zu t...gen): a) von der Wirkung eines
Androgens; b) die Wirkung eines Androgens betreffend;
c) männliche Geschlechtsmerkmale hervorrufend. Androlgen das; -s, -e: männliches Geschlechtshormon. Andro|ge|ne|se die; -, -n: Entwicklung eines Lebewesens
aus einer befruchteten Eizelle, deren weiblicher Kern zu
grunde geht u. die nur noch den väterlichen Chromoso
mensatz enthält (Biol.). anldrolgyn (zu gr. gynë „Frau“):
1. Androgynie (1) zeigend. 2. a) zuerst männliche, dann
weibliche Blüten am gleichen Blütenstand ausbildend; b)
viele weibliche u. dazwischen wenig männliche Blüten auf
weisend (von einem Blütenstand; Bot.); vgl. ...isch/-. Androlgylnie die; - (zu î2...ie>: 1. Vereinigung männlicher
und weiblicher Körpermerkmale und Wesenszüge in einer
Person; vgl. Gynandrie (3). 2. Zwitterbildung bei Pflanzen
(Bot.), anldrolgylnisch: (veraltet) svw. androgyn; vgl.
...isch/-. An|dro|gy|no|phor das; -s, -en (zu T...phor):
stielartige Verlängerung der Blütenachse, auf der Stempel
u. Staubblätter sitzen (Bot.), anldrolid (zu t...oid>: einem
Mann ähnlich, vermännlicht. Anldrolid der; -en, -en:
svw. Androide. An|dro|i|de der; -n, -n (zu t,,,oide): (bes.
in der futuristischen Literatur) Maschine, die in ihrer äu
ßeren Erscheinung u. in ihrem Bewegungsverhalten einem
Menschen ähnelt, künstlicher Mensch. Anldrolkelpha-
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loiid der; -en, -en (zugr. kephalë „Kopf' u. (...oid): men
schenkopfähnlicher Stein. Anidrolleplsie die; - (zu gr.
lèpsis „das Nehmen, Erhalten" (dies zu lambänein „ergrei
fen, in Besitz nehmen“) u. (2...ie>: a) Geiselnahme im alten
Athen; b) (veraltet) Anbiederung, Einschmeichelei. Andro lith [auch ... ht] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu
(...lith): Versteinerung menschlicher Knochen. Anldrolo|ge der; -n, -n (zu (...loge): Facharzt für Andrologie.
Anldrollolgiedie; - (zu t...logie>: Teilgebiet der Medizin,
das sich mit den [geschlechtsabhängigen] Erkrankungen
des Mannes beschäftigt; Männerheilkunde; vgl. Gynäko
logie. anldrollolgisch (zu (...logisch): die Andrologie
betreffend. An|dro|ma|nie die; -, ...ien (zu (...manie):
(krankhaft) gesteigerter Geschlechtstrieb bei Frauen;
t Nymphomanie
An|dro|meldi|den* die (Plur.) (nach dem Sternbild An
dromeda u. (...iden): ein Ende November auftretender
Meteorstrom, dessen I Radiant im Sternbild Andromeda
liegt
An|dro|me|ro|go|nie* die; -: (zu (andró... u. (Merogonie): experimentell erreichbare Embryoentwicklung aus
kernlosen Eiteilstücken allein mit dem Samenkern (Biol.).
Andromonözie rZte; -: das Vorkommen von männli
chen u. zwittrigen Blüten auf derselben Pflanze (Bot.).
An|dro|ny|mi|kon<iai; -s, Plur. ...ken u. ...ka (zu gr. önyma „Name“ u. (‘...on, Analogiebildung zu tPatronymikon): vom Familiennamen des Mannes abgeleiteter Frau
enname, z.B. Millerin von Miller. Anldrolpaulse die; (zu (’Pause): das Aufhören der Sexualfunktion beim
Mann (Med.). An|dro|pha|gen die (Plur.) (aus gr. Androphägoi (Plur.) „Menschenfresser“, vgl. Anthropophagen) : frühere Bez. für mehrere Völker in Indien, Äthiopien
u. in Skythien. an dro phil (zu (andró... u. (...phil): zu
Androphilie neigend, Androphilie bekundend. Anldrophillie die; - (zu (...philie): ausgeprägte [homojsexuelle
Vorliebe für reife Männer (Psychol.), anldrolphob (zu
(...phob (a)>: unter Androphobie leidend, Androphobie
bekundend. Anldrolpholbie die; - (zu t...phobie (b)):
(von weiblichen Personen) ausgeprägte Abneigung gegen
das männliche Geschlecht (Psychol.). Anldrolphor das;
-s, -en (zu 1 ...phor): 1. svw. Gonophor. 2. Staubblätter tra
gender Teil der Blütenachse (Bot.). An|drolsper|mi|um
das; -s, ...ien [,,,iən] (meist Plur.): Samenfaden, der ein
( Y-Chromosom enthält u. damit das Geschlecht als männ
lich bestimmt; vgl. Gynäkospermium. Anldrolspolre
die; -, -n: 1. Spore, die zu einer männlichen Pflanze wird. 2.
Schwärmspore der Grünalgen. An|dros|te|ron das; -s
(Kunstw. aus Îandró..., (iteroid u. 1 Hormon): männliches
Keimdrüsenhormon, Abbauprodukt des (Testosterons.
Androtermone die (Plur.); Sing. Androtermon das;
-s: geschlechtsbestimmende Stoffe bei Pflanzen u. niede
ren Tieren (Biol.). Anldrölzelum das; -s (aus gleichbed.
niai, androeceum zu gr. oikos „Haus“): Gesamtheit der
Staubblätter einer Blüte
...älne (aus fr. -aine, dies aus lat. -ana): Suffix weiblicher
Fremdwörter, z. B. Fontäne, Quarantäne
anelanltielren (aus gleichbed. fr. anéantir zu néant
„Nichts, Nichtigkeit“): (veraltet) a) vernichten; b) für
nichtig erklären
anelbisch* (aus gr. änebos „unerwachsen, unmündig“ zu
a(n)- „nicht, un-“ u. hëbê „Mannesreife“): noch nicht
mannbar; Ggs. ( ephebisch
Anée [a'ne:] die; -, -n (aus gleichbed. fr. ânée, eigtl. „Esels
last“, zu âne „Esel“, dies aus lat. asinus) : altes Weinmaß in
Lyon (etwa 82 Liter)
An|ei|dy|lis|mus der; - (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, eidÿllion
„kleines Bild“ u. (...ismus (2)): Unfähigkeit, Bildsymbole
zu verstehen
Anei|le|ma*ifas; -s (aus gleichbed. gr. aneilema zu aneilem
Anenzephalus
„zurückdrängen“): (veraltet) Blähung u. dadurch bedingte
Leibschmerzen
Anek|do|te* die; -, -n (aus gleichbed. fr. anecdote, dies zu
gr. Anékdota (Plur.), dem Titel eines Werkes des byzanti
nischen Geschichtsschreibers Prokop (6. Jh. n.Chr.), eigtl.
„noch nicht Herausgegebenes, Unveröffentlichtes“, zu
anékdotos „unveröffentlicht“): kurze, oft witzige Ge
schichte (zur Charakterisierung einer bestimmten Persön
lichkeit, einer bestimmten sozialen Schicht, einer be
stimmten Zeit usw.). Anekldgltik die; - (zu (2...ik (2)):
Gesamtheit aller Anekdoten, die eine bestimmte Persön
lichkeit, eine soziale Schicht, eine Epoche betreffen,
anekldoltisch: in Form einer Anekdote verfasst
Anlelasltilziltät die; -, -en (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u.
ÎElastizität): Abweichung vom elastischen (1) Verhalten
anleiekltrisch* (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. (elektrisch):
durch Reibung nicht elektrostatisch aufladbar. Anlelektrollyt fiter; Gen. -en, selten -s, Plur. -e, selten -en: Verbin
dung, die nicht aus Ionen aufgebaut ist; Ggs. (Elektrolyt
Anelllierung die; -, -en (zu lat. anellus „kleiner Ring“
(Verkleinerungsform von anus „Ring“) u. (...ierung): Bil
dung von (kondensierten Ringen, in denen zwei benach
barte Ringe zwei nebeneinanderiiegende Kohlenstoffato
me gemeinsam haben (Chem.)
Anelmie die; -, ...ien (aus gr. änemos „Wind“ u. t2...ie):
(veraltet) Blähung (Med.), anelmo.... Ane mo... (zu gr.
änemos „Wind“): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „Wind“. Ane|mo|cho|ren [...k...] die (Plur.) (aus gr.
anemöchöroi „Windwanderer“ zu chôreîn „sich verbrei
ten“): Pflanzen, deren Samen od. Früchte durch den Wind
verbreitet werden (Bot.). Ane|mo|cho|rie die; - (zu
(2...ie): Verbreitung von Samen, Früchten od. Pflanzen
durch den Wind, anelmolgam (zu (...gam): durch Wind
bestäubt (von Pflanzen; Bot.). Anelmolgalmie die; - (zu
(...garnie): Windbestäubung, anelmolgen (zu (...gen):
durch Wind gebildet, vom Wind geformt. Anelmolgraf,
auch ...graph der; -en, -en (zu (...graf): Windrichtung u.
-geschwindigkeit messendes u. aufzeichnendes Gerät,
Windschreiber (Meteor). Anemogramm das; -s, -e (zu
(...gramm): Aufzeichnung eines Anemografen. Anemollolgie die; - (zu t ...logie): Wissenschaft von den Luft
strömungen (Meteor.). Ane|mo|me|ter itezs; -s, - (zu
(‘...meter): Windmessgerät. Anelmolne <fze; -, -n (über
lat. anemone aus gr. anemone (wohl nicht griech. Her
kunft, aber mit gr. änemos „Wind“ in Verbindung ge
bracht)): kleine Frühlingsblume mit sternförmigen, wei
ßen bis rosa Blüten, Buschwindröschen, anelmolphil (zu
lanemo... u. (...phil): svw. anemogam. Anemoplank
to niters; -s: Gruppe von ( Mikroorganismen, die in der nur
wenige Hundertstel Millimeter dicken Grenzschicht zwi
schen Wasser u. Luft an der Gewässeroberfläche leben u.
vom Wind passiv verbreitet werden. Anelmolskop* das;
-s, -e (zu t...skop): Instrument zum Ablesen der Windge
schwindigkeit. Anelmosltat®* der; -en, -en (zu t...stat):
den Luftstrom gleichmäßig verteilendes Gerät zur Luft
verbesserung. Ane|mo|ta|xis die; -, ...taxen (zu gr. taxis
„Ordnung, Stellung“; vgl. 'Taxis): nach der Luftströmung
ausgerichtete aktive Ortsbewegung von Lebewesen
(Biol.). Anelmoltrolpolgraf*, auch ...graph der; -en,
-en (zu gr. tropos „Wendung, Richtung“ u. (...graf): die
Windrichtung aufzeichnendes Gerät (Meteor.). Anelmotrolpol melter* das; -s - (zu(’...meter): die Windrichtung
anzeigendes Gerät (Meteor.)
Anlenerlgiefife; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. (Ener
gie): svw. Anergie, anlenerlgisch: svw. anergisch
An|en|ze|pha|lieáte; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, egképhalos „Gehirn“ u. (2,..ie): angeborenes Fehlen des Ge
hirns (Med.). Anlenlzelphallusder; -, Plur. ...phalen od.
...phali: Missgeburt ohne Gehirn u. Schädeldecke (Med.)
100
Anenzymie
die; -, ...ien <zu gr. a(n)- „nicht, un-“, t En
zym u. t2...ie): völliges od. teilweises Fehlen von Enzymen,
bes. in den Verdauungssäften (Med.)
anlepiigralfisch, auch ...graphisch: unbetitelt; Anlepigralpha die (Plur.) (zu gr. anepigraphos „ohne Auf
schrift, ohne Name des Verfassers“): unbetitelte Schrif
ten
an|epo!nym* (zu gr a(n)- „nicht, un-“ u. ÎEponym): ohne
Zu- od. Beiname
...alner u. ...ianer (aus lat. -(i)ani, Plur. von-(i)an(e)us (Zu
gehörigkeitssuffix)) : Endung von Substantiven od. von Ei
gennamen zur Bezeichnung der Herkunft od. der Anhän
gerschaft, z.B. Arianer, Aquarianer
Anlerlgie die; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, érgon
„Werk, Willen“ u. t2...ie> : 1. svw. Abulie. 2. Unempfind
lichkeit (gegen Reize), fehlende Reaktionsfähigkeit gegen
über TAntigenen (Med.). 3. der nicht in technische Arbeit
umsetzbare Anteil der für das Ablaufen eines thermody
namischen Prozesses nötigen Energie (Phys.), anlergisch: 1. energielos (Med., Psychol.). 2. unempfindlich
(gegen Reize)
Anelrie die; -, ...ien (aus gleichbed.ʃr. ânerie zu âne „Esel,
Dummkopf', dies aus lat. asinus) : (veraltet) Eselei,
Dummheit
Anelrolid das; -[e]s, -e (zugr. a- „nicht, un-“ u. nerös „flie
ßend, nass“, d.h. „ohne Flüssigkeit“): Kurzform von
Aneroidbarometer. Ane|ro|id|ba|ro|melter das; -s, -:
Gerät zum Anzeigen des Luftdrucks
Anlerolsie die; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, érôs „Lie
beisverlangen)“ bzw. Erös (griech. Gott der Liebe) u.
t2...ie): svw. Anaphrodisie
Aner vie [...v...] die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, lat. ner
vus „Nerv“ u. t2...ie): svw. Aneurie. anerlvisch: (veral
tet) nervenschwach
Anlerylthrolpolelse* die; - (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u.
1 Erythropoese): fehlende od. ungenügende Produktion
von roten Blutkörperchen im Knochenmark (Med.). Anerylthroplsie die; -, ...ien: Rotblindheit (Med.)
Anesie u. Anelsis die; - (aus gr. änesis „das Nachlassen,
Erholung“ zu aniénai „nachlassen“): (veraltet) das Nach
lassen des Schmerzes, Schwächerwerden eines Anfalls
(Med.)
Anelthol das; -s (zu lat. anethum „Dill“ (dies aus gr. ànêthon) u. T...ol): wichtigster Bestandteil des Anis-, Stern
anis- u. Fenchelöls
Aneltilkum das; -s, ...ka (zu gr. änetos „nachgelassen;
schlaff' (vgl. Anesie) u. t...ikum): (veraltet) svw. Analge
tikum. Ane|to|der|mi_e die -, ...ien (zu dérma „Haut“ u.
t2...ie>: krankhafte Erschlaffung der Haut (Med.)
anleulplolid* (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. teuploid): eine
von der Norm abweichende, ungleiche Anzahl Chromoso
men od. ein nicht ganzzahliges Vielfaches davon aufwei
send (von Zellen od. Lebewesen; Biol.); Ggs. teuploid.
Anleulplolildie die; - (zu t2...ie): das Auftreten anorma
ler Chromosomenzahlen im Zellkern (Biol.)
Aneulrie die; -, ...ien (zugr. a- „nicht, un-“, neüron „Sehne,
Nerv“ u. t2...ie): Nervenschwäche (Med.). Aneulrin das;
-s (zu t ...in (1)>: Vitamin B,
Aneu|rys|ma* das, -s, Plur. ...men od. -ta (aus gr. aneürysma „Erweiterung“): krankhafte, örtlich begrenzte Erwei
terung einer Schlagader (Med.)
Anlfalnie die;-, ...ien (aus gleichbed. it. anfaniazuanfanare
„dummes Zeug reden, schwatzen“): (veraltet) albernes
Geschwätz, Ungereimtheit
Anlfilxe die; -, -n (zu Îfixen, vgl. fixieren): (Jargon) der ers
te „Schuss“ Rauschgift. an|fi|xen: (Jargon) jmdn. dazu
überreden, sich zum ersten Mal eine Droge zu injizieren
Anlgalria die; - (nach dem sibir. Fluss Angara u. zu Î ’..da):
geotektonische Aufbauzone Nordasiens jenseits des Urals
An en zy mie
das; -s (zu spätlat. angaria „Fron
dienst“, dies über gr. aggareia aus dem Pers.): das Recht
eines Staates, im Notstandsfall (bes. im Krieg) die in sei
nen Häfen liegenden fremden Schiffe für eigene Zwecke zu
verwenden, anlgalrielren <zu Î..deren): (veraltet) zu
Frondiensten zwingen. Anlgalroi [...roy] die (Plur.) (aus
gleichbed. gr. äggaroi, Plur. von äggaros „reitender Eilbo
te“, dies aus dem Pers.): im Perserreich Eilboten für den
Briefverkehr zwischen dem Großkönig u. den ÎSatrapen
anlgelfuckt [...fakt] (zu engl. to fuck „ficken“): (Jargon)
abgerissen-salopp, heruntergekommen
An|ge|li|ca [...ka] rZie;-, Plur. -s od. ...cae [...ko] (ausspätlat.
angelica, weibliche Form von angelicus „himmlisch“, dies
zu gr. aggelikös „den Boten, Engel betreffend“): a) kleine
theorbenartige Laute des 17./18. Jh. mit 17 diatonisch ge
stimmten Saiten; b) ein Orgelregister; vgl. vox angelica.
An|ge|li|ka die; -, Plur. ...ken u. -s (aus gleichbed. nlat.
angelica): Engelwurz (Heilpflanze). An!ge|lo|laltrie*
die; - (zu Î Angelus u. gr. latreia „(Gottes)verehrung“): En
gelverehrung. An|ge|lo|lo|gie die; - (zu t...logie>: Lehre
von den Engeln (Theol.). An|ge|lo¡pha|inie die; -, ...ien
(zu gr. phainesthai „erscheinen“, Analogiebildung zu
TEpiphanie): (veraltet) Engelserscheinung. Anlgeüot
[engl. 'eɪndʒəlɔt, franz, aʒ(ə)lo:] der; -s, -s (aus gleichbed.
ʃr. angelot): alte engl.-franz. Goldmünze. Anlgellus der,
auch das; -, - (nach dem Anfangswort lat. Angelus Domini
„Engel des Herrn“, ausgr. äggelos „Bote, Engel“): a)kath.
Gebet, das morgens, mittags u. abends beim sogenannten
Angelusläuten gebetet wird; b) Glockenzeichen für das
Angelusgebet (Angelusläuten)
anlgi..., Anlgi... vgl. angio..., Angio... Anlgilallgie die; -,
...ien (zu tangió... u. t...algie): Gefäßschmerz, in Blutge
fäßen auftretender Schmerz (Med.). An|gi|as|thelnie,
auch Angioasthenie die; -, ...ien: Gefäßschwäche, Tonus
verlust der Blutgefäßwände (Med.). An|gi|ek|talsie die;
-, ...ien: krankhafte Erweiterung od. Ausbuchtung eines
Blutgefäßes (z.B. 1 Aneurysma; Med.)
anlgielren (aus gleichbed. lat. angere): (veraltet) beengen,
ängstigen
AnIgililtis die; -, ...itiden (zu gr. aggeion „(Blut)gefäß“ u.
T...itis): Entzündung eines Blutgefäßes (Med.)
Anlgilna die; -, ...nen (aus gleichbed. lat. angina, dies zu gr.
agchöne „das Erwürgen, das Erdrosseln“ unter Anleh
nung an lat. angere „beengen"): Entzündung des Rachen
raumes, bes. der Mandeln (Med.). An|gi|na Pecltolris
[- 'pɛk...] die; - - (zu lat. pectus, Gen. pectoris „Brust“): an
fallartig auftretende Schmerzen hinter dem Brustbein in
folge Erkrankung der Herzkranzgefäße (Med.), anlginös (zu Î...ÔS): a) auf Angina beruhend; b) anginaartig
(Med.). An|gi|nolse die; -, -n (zu t‘...ose>: Allgemeinin
fektion im Verlauf u. im Gefolge einer Angina (Med.)
anlgio..., Anlgio..., vor Vokalen meist angi..., Angi... (zu
gr. aggeion „(Blut)gefäß“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Gefäß“, z.B. Angiologie, Angiektasie. Angio|ar|chi|tek|to|nik die; -: Aufbau u. räumliche Glie
derung des Blutgefäßnetzes in der Großhirnrinde (Med.).
An|gio|as|thelnie vgl. Angiasthenie. Anlgiolblast*
der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. blastos „Spross, Trieb“):
Endothelzellen der î Kapillaren, aus denen neue Gefäße
hervorgehen (Med.). An|gio|blas|tom* das; -s, -e: Ge
schwulst des Gefäßgewebes (Med.). An|gio|chi|rur|gie*
die; -: Gefäßchirurgie. Anlgioldyslplalsie* die; -, ...ien:
fehlerhafte Entwicklung von Blutgefäßen (Med.). Àngiografie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t...grafie):
röntgenologische Darstellung von Blutgefäßen mithilfe in
jizierter Kontrastmittel (Med.). an|gio|gra|fie|ren,
auch ...gralphielren (zu Î..deren): a) eine Angiografie
machen; b) Gefäße röntgenologisch darstellen, anlgiografisch, auch ...gralphisch (zu Î...grafisch): mithilfe
An|ga|ri|en|recht
101
der Angiografie erfolgend. Anigiolgramm das; -s, -e <zu
î...gramm>: Röntgenbild von Blutgefäßen (Med.), anlgioid (zu T...oid>: blutgefäßähnlich (Med.). Anlgiolkarldiogralfie, auch ...gralphie die: -, ...ien: röntgenologische
Darstellung des Herzens u. der Lungengefäße mithilfe in
jizierter Kontrastmittel (Med.). An|gio|kar|dio|pa|thie
i/Ze; -, ...ien: Erkrankung des Herzens u. der Blutgefäße,
mit Gefäßmissbildungen kombinierter angeborener Herz
fehler (Med.), anlgiolkarp <zu t...karp>: im Inneren des
Fruchtkörpers erfolgend (von der Sporenbildung bei
Pilzen; Bot.). An|gio|ke|ra|tom das: -s, -e: Blutwarze,
rotes Hautknötchen mit horniger Oberfläche (Med.). Angiole die: -, -n (meist Plur.) (Verkleinerungsbildung zu
gr. aggeton „(Blut)gefäß“>: zusammenfassende Bez. für
die Endverzweigungen (Endstrombahnen) der Blutgefä
ße, also für T Arteriolen, Î Venulae (vgl. Venula) u. Î Kapil
laren (Med.). Anlgiollolge der: -n, -n (zu tangió... u.
t ...loge): Arzt u. Forscher mit Spezialkenntnissen auf dem
Gebiet der Angiologie. Anlgiollolgie rf/e; - (zu Î ...logie):
Wissenschaftsgebiet, das sich mit den Blutgefäßen u. ih
ren Erkrankungen beschäftigt (Med.), anlgiollolgisch
(zu t...logisch): die Angiologie betreffend. Anlgiollolpath je
-, ...ien (zu t,,,pathie): Durchblutungsstörung im
Bereich der 1 Angiolen (Med.). Anlgilom das; -s, -e (zu
t...om): Geschwulst aus Blut- (t Hämangiom) od. Lymph
gefäßen (tLymphangiom; Med.). Anlgilolma das: -s, -ta
(aus mgr. aggiöma, Gen. aggiömatos „Gefäßge
schwulst“): svw. Angiom. an|gio|ma|tös (zu t ...ös> : auf
einer Gefäßgeschwulst beruhend. Anlgiolmaltglse die;
-, -n (zu t '...ose): [erblich bedingte] Erkrankung des Blut
gefäßsystems mit Bildung zahlreicher Angiome (Med.).
An|gio|neu|rolpa|thie die; -, ...ien (zu tangió...): svw.
Angioneurose. Anlgiolneulrolse die; -, -n: zusammen
fassende Bez. für funktionell bedingte Gefäßerkrankun
gen mit Neigung zu Î vasomotorischen t Dystonien
(Med.). an|gio|neu|ro|tisch: die Angioneurose betref
fend, auf Angioneurose beruhend. Anlgio|or|ga|nolpathje die; -, ...ien (zu îOrgan u. t ...pathie): zusammenfas
sende Bez. für Gefäßleiden aufgrund organischer Verän
derungen an den Gefäßen (Oberbegriff für t Angiitiden u.
tAngiosen; Med.). Angiolpathied/e, -, ...ien (zu t...pa
thie): Gefäßleiden. An|gio|pneu|mo|gra|fie, auch
...gralphie die; -, ...ien: röntgenologische Darstellung
der Lungengefäße (Med.). An|gio|sar|kom das; -s, -e
(Kurzw. aus tAngiom u. ÎSarkom): bösartige Blutgefäß
geschwulst (Med.). An|gi|o|se die; -, -n (zu tangió... u.
t'...ose): durch gestörten Stoffwechsel entstandene Ge
fäßerkrankung. Anlgiolsklelrolse die; -, -n: Verhär
tung, krankhafte Entartung der Blutgefäßwände; vgl. Ar
teriosklerose (Med.), anlgiolsklelroltisch: die Angiosklerose betreffend. Anlgiolskolpie* die; -, ...ien (zu
t...skopie): mikroskopische Untersuchung von ÎKapilla
ren (Med.). Anlgiolspaslmus der; -, ...men: Gefäß
krampf (Med.), anlgiolspasltisch: mit Gefäßkrämpfen
verbunden, auf Gefäßkrämpfen beruhend. Anlgiolspermen die (Plur.): Blütenpflanzen mit Fruchtknoten. Angiolstelnolse* u. Anlgiolstelnolsis die; -, ...osen: Ge
fäßverengung (Med.). Anlgioltenlsin das; -s, -e (zu lat.
tensus (Part. Perf. von tendere „spannen, ausdehnen“) u.
t...in (1)>: zu den Gewebshormonen zählendes, aus acht
Aminosäuren aufgebautes 1 Peptid, das auf die Gefäßmus
kulatur t kontrahierend u. dadurch blutdrucksteigernd
wirkt (Med.). An|gio|to|nilkum das; -s, ...ka (meist
Plur.): gefäßverengendes Mittel. An gioltolnin das;-s, -e
(zu ITonus u. T...in (1)): svw. Angiotensin, anlgioltrop*
(zu T...trop): svw. vasotrop. Anlgioltrolpin* das; -s, -e
(meist Plur.) (zu T...in (1)): Protein, das eine Sprossung
von Blutgefäßen auslöst u. die Entwicklung von Gefäßsys
temen steuert
Angostura
[a'glɛ:zə] die; -, -n (aus fr. anglaise „englischer
(Tanz)“): alter Gesellschaftstanz
An gle do zer* [æŋgldoʊzə] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
angledozer zu angle „Ecke, Winkel“ (Analogiebildung zu
ÎBulldozer)): Planierraupe mit schwenkbarem Schild
Anlglelsit* [auch ,,,'zɪt] rfer; -s, -e (nach dem Vorkommen
auf der Insel Anglesey vor Wales u. zu Î2...it): helles, dia
mantglänzendes Mineral, ein Bleisulfat. An|gle|so|baryt [auch ...’ryt] der; -s, -e (zu t Anglesit u. t Baryt): Misch
kristall aus 1 Baryt u. 1 Anglesit (Mineral.)
An gli ka ner* der: -s, - (zu langlikanisch; vgl. ...ianer):
Angehöriger der anglikanischen Kirche. an|gli|ka|nisch
(aus mlat. Anglicanus zu lat. Anglii „die Angeln“ (germ.
Völkername)): die anglikanische Kirche betreffend; an
glikanische Kirche: die engl. Staatskirche. An|gli|ka|nismus der; - (zu T...ismus (1)): Lehre u. Wesen[sform] der
engl. Staatskirche, anlgli sielren (zu t ...isieren): 1. an die
Sprache, die Sitten od. das Wesen der Engländer anglei
chen. 2. svw. englisieren (2). Anlglist der; -en, -en (zu
T ...ist): jmd., der sich mit der Anglistik befasst [hat] (z. B.
Hochschullehrer, Student). Anlglisltik die; - (zu t ...istik):
engl. Sprach- u. Literaturwissenschaft, anlglisltisch (zu
t ...istisch): die Anglistik betreffend. Anlglilzislmus der;
-, ...men (zu 1 ...izismus): Übertragung einer für das briti
sche Englisch charakteristischen Erscheinung auf eine
nicht englische Sprache im lexikalischen od. syntaktischen
Bereich, sowohl fälschlicherweise als auch bewusst (z.B.
jmdn. feuern = jmdn. hinauswerfen; engl. to fire); vgl. In
terferenz (3). anlglo..., An glo.... (aus lat. Anglus „eng
lisch“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Eng
land, Großbritannien, die Engländer, Briten u. die eng
lische, britische Kultur betreffend“, z.B. anglophil, Ang
lophobie. An|glo|ka|tho|li|zis|mus der;
katholisch
orientierte Gruppe der anglikanischen Kirche. Anlgloma ne der; -n, -n (zu 1 ...mane): übertriebener Nachahmer
engl. Wesens. An|glo|ma|nie die; - (zu î...manie): über
triebene Nachahmung engl. Wesens, anlglolphil (zu
t ...phil): eine ausgeprägte Vorliebe für England, Großbri
tannien, für die Engländer, Briten, für die englische, briti
sche Kultur empfindend, bekundend; Ggs. Tanglophob.
Anlglolphillie ¿Zz'e; - (zu t ...philie) : anglophile Haltung;
Ggs. 1 Anglophobie, anlglolphob (zu t,,,phob (b)): eine
ausgeprägte Abneigung gegen England, Großbritannien,
die Engländer, Briten, die englische, britische Kultur emp
findend, bekundend; Ggs. tanglophil. Anlglolpholbie
die; - (zu î...phobie (b)): anglophobe Haltung; Ggs. tAnglophilie. anlglolphon, auch ...fon (zu î...phon): Eng
lisch als Mutter- bzw. Verkehrssprache sprechend. Anglolpholne, auch ...fone der u. die; -n, -n: jmd., der Eng
lisch als Mutter- bzw. Verkehrssprache spricht. Anlglopholnie, auch ...fonje die: - (zu t...phonie): Englischspra
chigkeit
an|go|lie|ren (nach dem südwestafrikan. Staat Angola u.
zu !..deren): (veraltet) mit dem Farbstoff des angolani
schen Rotholzes färben
An|go|phra|sie die; -, ...ien (zu lat. angere „beengen, zu
sammenschnüren“, gr. phrásis „das Sprechen; Sprache“
u. T2...ie>: stoßweises Sprechen unter Einschub unartiku
lierter Laute (Psychol.)
Anlgolra... (nach dem früheren Namen der türk. Haupt
stadt Ankara): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„mit feinen, langen Haaren“, z. B. Angorakatze, Angora
wolle
anlgolsciolso [,,,'ʃo:zo] (zi.>: ängstlich (Vortragsanwei
sung; Mus.)
Anlgosltulra® der; -[s], -s {span.; nach dem früheren Na
men der Stadt Ciudad Bolivar in Venezuela): Bitterlikör
mit Zusatz von Angosturarinde, der getrockneten Zweig
rinde eines südamerik. Baumes
Anlglailse*
A
Angotheke
die; -, -n (zugr. ággos „Gefäß“ u. thêkë „Ab
stellplatz“, dies zu tithénai „stellen“): früher für [größere]
Gefäße verwendetes Gestell (Chem.)
Anlgry* Young Men ['æŋgrɪ 'jʌŋ 'mɛn] die (Plur.) (aus
gleichbed. engl. angry young men, eigtl. „zornige junge
Männer“): Vertreter einer sozialkritischen literarischen
Richtung in England in der zweiten Hälfte der 50er-Jahre
des 20. Jh.s
Angslter der; -s, - (zu lat. angustus „eng“): Trink[vexierjglas des 15. u. 16. Jh.s
Angst|neu|ro|se die; -, -n (zu tNeurose): auf seelischen
Störungen beruhende Angstgefühle, -Vorstellungen.
Angstipsy|cho|se die; -, -n: durch Angst verursachte
tPsychose
Angsltröm* ['ɔŋstræm, auch aŋ...] das; -[s], -, Angström ein heit die; -, -en (nach dem schwed. Physiker
A.J. Ängström, 1814-1874): veraltete Einheit derLicht-u.
Röntgenwellenlänge (1 Â = IO-10 m); Zeichen À, früher
auch A, ÂE, AE
Anlgulalrilna [aŋgua...] die; -, ...nen (aus span, anguarina
„Bauernmantel“): (veraltet) bis auf die Knie reichender
Mantel zum Reiten
Anlguilllette [ägi'jet] die; -, -n (aus gleichbed. fr. anguillette, Verkleinerungsform von anguille „Aal“, dies aus lat.
anguilla): marinierter Aal
anlgullar (aus lat. angularis „winklig, eckig“): zu einem
Winkel gehörend, einen Winkel betreffend, an|gu|lie|ren
(zu Î..deren): (veraltet) winklig od. eckig machen, anlgulös (zu T...ÖS): (veraltet) winklig, eckig. Anlgullus der; -,
...li (aus gleichbed. lat. angulus); Winkel (der beispielswei
se an Knochenflächen, -ästen u. a. gebildet wird; Anat.)
Anguirie [...io] die; -, ..den [...ion] (aus gleichbed. nlat. anguria zu gr. aggoürion): Wassermelone
Anlguslrind ['æŋgəs...] das; -[e]s, -er (nach dem Namen der
ostschottischen Grafschaft Angus): Rind der AberdeenAngus-Rasse, dessen Fleisch (für Steaks) bes. geschätzt
wird
anlhälmollyltisch (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. 1 hämoly
tisch): keine ÎHämolyse bewirkend (von Bakterien; Med.)
An|he|do|nie die; - (zu gr. anhëdonos „ohne Vergnügen,
unangenehm, lästig“ u. t2...ie>: geschlechtliche Empfin
dungslosigkeit (Med.)
An I he I Ii I o I se die; - (zu gr. anhelios „ohne Sonne“ u.
t*...ose): Gesundheits- od. Leistungsstörung, die auf Man
gel an Sonnenlicht zurückgeführt wird (z. B. bei Gruben
arbeitern; Med.)
an|he|milto,nisch (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. themitonisch): ohne Halbtöne (Mus.)
Anlhildrolse*, Anidrose die; -, -n, fachspr. auch Anlhidrolsis, Anidrosis die; -, ...oses [,..ze:s] (zu gr. ánhidros
„ohne Schweiß“ u. t'...ose>: a) angeborenes Fehlen der
Schweißdrüsen; b) fehlende od. verminderte Schweißab
sonderung (Med.), anlhildroltisch (aus gr. anhidrötos
„nicht in Schweiß gesetzt“): ohne Schweißabsonderung
(Med.)
An|hor|mie die; -, ...ien (zugr. a(n)- „nicht, un-“, Î Hormon
u. t2...ie): Antriebsmangel infolge mangelhafter od. feh
lender Hormonproduktion (Med.)
an|hydr...‘, Anlhydr... vgl. anhydro..., Anhydro... An|hydrälmie die; - (zu t anhydro... u. Î ...ämie): Verminderung
des Wassergehalts im Blut (Med.). An|hy|dram|nie die;
-, ...ien (zu T Amnion u. t2.,,ie>: das Fehlen des Fruchtwas
sers (Med.), anlhyldrilcus [,,,kʊs] {nlat. ; zu gleichbed. gr.
änhydros): wasserfrei; Abk.: anhydr. Anlhyldrid das; -s
-e (zu Îanhydro... u. t3...id): chem. Verbindung, die aus ei
ner anderen durch Wasserentzug entstanden ist. Anlhydrie die; - (zu î2...ie> : das Fehlen von Wasser. Anlhyldrit
[auch ... drit] der; -s, -e (zu t2...it): wasserfreier Gips, anhyldro..., Anlhyldro..., vor Vokalen meist anhydr..., An
Anigolthelke
102
hydr... (aus gleichbed. gr. änhydros): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „wasserlos, -frei“, z. B. Anhydrobiose, Anhydrämie. An|hy|dro|ba|se die; -, -n (zu T'Base): wasserfreie chem. Verbindung, die in Wasser ein t Hy
drat bildet, das Hydroxidionen liefert; Ggs. t Anhydrosäu
re. An|hy|dro|biolse die; -, -n (zu î ...biose): bei manchen
Tieren nach Wasserentzug künstlich herbeiführbarer od.
im Wechsel der Jahreszeiten natürlich einsetzender Zu
stand verminderter Lebensaktivität, bei dem die Körper
flüssigkeit auf das eben noch tragbare Mindestmaß herab
gesetzt u. alle Lebensprozesse verlangsamt werden, anhy dro mprph (zuÎ...morph): ohne Wasser, ohne Feuch
tigkeit beschaffen; anhydromorpher Boden: Bodentyp ohne
Grundwasser- u. Staunässemerkmale. Anlhyldrolsäulre
die; -, -n : wasserfreie chem. Verbindung, die in Wasser ein
t Hydrat bildet, das îProtonen liefert; Ggs. t Anhydrobase
Ani der; -, -s (über span. u. port, ani aus gleichbed. Tupi (ei
ner südamerik. Indianersprache) ani): süd- u. mittelamerik. Kuckucksvogel, der in Gesellschaftsnestern brütet
An|i|a|tro|lo|ge* der; -n, -n (zugr. a(n)- „nicht, un-“, iatrós
„Arzt“ u. t...loge): (veraltet) in der ärztlichen Heilkunst
Unerfahrener. An|i!a|tro|lo!gie die; - (zu t...logie): (ver
altet) Unkenntnis der ärztlichen Heilkunst
Anjildrolse*, An i dro sis vgl. Anhidrose
Äniglma das; -s, Plur. -ta od. ...men (aus gleichbed. lat. ae
nigma, dies ausgr. ainigma): Rätsel, äniglmaltisch (aus
gleichbed. gr. ainigmatikös): rätselhaft, äniglmaltilsieren (nach gleichbed. gr. ainigmatisesthai; vgl. ...ieren): in
Rätseln sprechen
anliklmisch (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. ikmäs „Feuchtig
keit“): (veraltet) ohne Feuchtigkeit, dürr
anlikltelrisch (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. ÎIkterus): ohne
ÎIkterus verlaufend (von Krankheiten; Med.)
anilkullalrisch (zu lat. anicula „altes Mütterchen“): svw.
anil, anil (aus gleichbed. lat. anilis zu anus „Greisin“):
(veraltet) in der Art einer alten Frau; vergreist
Anillid das; -s, -e (Kunstw. zu Î Anilin u. t3...id): die dem
TAmid entsprechende Verbindung von [meist organi
schen] Säuren mit Anilin. Anillin das; -s (zu fr. anil „In
digopflanze“, dies über port, anil, arab. an-nïl aus gleich
bed. sanskr. nîlî zu nila „dunkelblau“): einfachstes aroma
tisches (von Benzol abgeleitetes) TAmin, Ausgangspro
dukt für zahlreiche Arzneimittel, Färb- u. Kunststoffe.
Anillinldruck der; -[e]s: Hochdruckverfahren, bei dem
Anilinfarben verwendet werden. An:|lis|mus der; - (zu
t...ismus (3)>: Anilinvergiftung
Ani|liItät die; - (aus lat. anilitas, Gen. anilitatis „hohes Al
ter“ zu anilis, vgl. anil): (veraltet) Altweiberglaube
Anilma die; -, -s (aus lat. anima „Seele“, eigtl. „Lufthauch,
Atem“): 1. Seele (Philos.). 2. Frau im Unbewussten des
Mannes (nach C. G. Jung); vgl. Animus (1). 3. der aus un
edlem Metall bestehende Kern einer mit Edelmetall über
zogenen Münze. Ani|mad|ver|si|on* [,..v...] die; -, -en
(aus gleichbed. lat. animadversio zu animadvertere, vgl.
animadvertieren): (veraltet) 1. Wahrnehmung, Aufmerk
samkeit. 2. Tadel, gerichtlicher Verweis, anilmadlvertielren* (aus gleichbed. lat. animadvertere); (veraltet) 1.
wahrnehmen. 2. tadeln, verweisen, ahnden, anilmal (aus
lat. animalis „lebend, lebendig“): 1. a) die aktive Lebens
äußerung betreffend, auf [Sinnesreize reagierend; b) zu
willkürlichen Bewegungen fähig. 2. svw. animalisch (1, 2);
vgl. ...isch/-. Anilmallilsaltilon die; -, -en (zu Î ...isation):
(veraltet) Verwandlung in tierische Substanz, anilmalisch (zu lat. animal „Tier“): 1. tierisch, den Tieren eigen
tümlich. 2. triebhaft. 3. urwüchsig-kreatürlich, z.B. ein
animalisches Vergnügen ; animalischer Magnetismus: Bez.
für die bestimmten Menschen angeblich innewohnenden
magnetischen Heilkräfte, anilmallilsielren (zu t...isieren): 1. Zellulosefasern durch dünne Überzüge von Ei
103
weißstoffen, Kunstharzen u.dgl. wollähnlich machen. 2.
(veraltet) in tierische Substanz verwandeln. Anilmallismus der: - (zu T...ismus (2)>: religiöse Verehrung von als
heilig angesehenen Tieren. Ani|ma|li|tät
- (zu
T ...ität) : tierisches Wesen. Ani|mal|ku|lis|mus der: - (zu
nlat. animalculus, Verkleinerungsform von lat. animal
„Lebewesen“, u. t...ismus (2)>: svw. Präformationstheo
rie. Anilmallkullist der: -en, -en (zu t...ist): svw. Präformist. Ani mal pol der: -s, -e (zu tanimal u. t ‘Pol): dotter
armer Teil der tierischen Eizelle, anilma na tu ralli ter
christilana [- - kns...] (Zat. ; „die Seele ist von Natur aus
christlich“): von dem röm. Kirchenschriftsteller Tertullian geprägte Formel, die besagt, dass die Fähigkeit zur Er
kenntnis Gottes jedem Menschen innewohnt u. somit Teil
seiner Natur ist. Anilmalteur [... torn] der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. animateur zu animer, vgl. animieren): jmd.,
dessen [berufliche] Aufgabe es ist, dafür zu sorgen, dass
die Freizeit, z. B. einer Reisegesellschaft, durch Veranstal
tungen, Besichtigungen u.Ä. unterhaltsam u. abwechs
lungsreich verläuft. Anilmaltilon die; -, -en (aus gleich
bed. engl. animation, dies aus spätlat. animatio „Bele
bung“): 1. film- bzw. videotechnisches Verfahren, unbe
lebten Objekten [im Trickfilm] Bewegung zu verleihen. 2.
Gestaltung der Freizeit, z. B. einer Reisegesellschaft,
durch einen Animateur. Anil ma Itilons Ifilm afer,--[e]s, -e:
Sammelbez. für Trick-u. Zeichentrickfilme. Anilmaltismus der; - (zu t...ismus (1)): svw. Animismus (1). animaltiv (aus gleichbed. engl. animativ, dies zu lat. anima
tus „belebt, beseelt): belebend, beseelend, anregend, ani
ma Ito (z7.>: lebhaft, belebt, beseelt (Vortragsanweisung;
Mus.). Anilmaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. engl.
animator, dies aus Zar. animator „Beleber“): 1. jmd., der ei
ne Animation (1) vornimmt. 2. Trickfilmzeichner. Animierdame die; -, -n (zu Îanimieren): in Bars o. Ä. ange
stellte Frau, die die Gäste zum Trinken animieren (1) soll,
anilmielren (aus gleichbed. fr. animer, dies aus lat. ani
mare „beleben“): 1. a) anregen, ermuntern, ermutigen; b)
anreizen, in Stimmung versetzen, Lust zu etwas erwecken.
2. Gegenstände od. Zeichnungen in einzelnen Phasen von
Bewegungsabläufen filmen, um den Eindruck der Bewe
gung eines unbelebten Objekts zu vermitteln; vgl. Anima
tion. Anilmier|lo|kal das; -s, -e: Bar od. Lokal, wo Frau
en (seltener auch Männer) angestellt sind, die die Gäste
zum Trinken animieren (1) sollen. Anilmierjmädlchen
das; -s, -: svw. Animierdame. Ani|mie|rung die; -, -en (zu
t...ierung): Ermunterung zu etwas [Übermütigem o.Ä.].
Anilmis mus der; - (zu lat. anima „Seele“ u. ...ismus (1)):
1. der Glaube an anthropomorph gedachte seelische
Mächte, Geister (Völkerk.). 2. die Lehre von der unsterb
lichen Seele als oberstem Prinzip des lebenden Organis
mus (Med.). 3. Theorie innerhalb des tOkkultismus, die
tmediumistische Erscheinungen auf ungewöhnliche Fä
higkeiten lebender Personen zurückführt; Ggs. Î Spiritis
mus. 4. Anschauung, die die Seele als Lebensprinzip be
trachtet (Philos.). Anilmist der; -en, -en (zu T ...ist): Ver
treter der Lehre des Animismus (4). animistisch (zu
T ...istisch) : a) die Lehre des Animismus (4) vertretend; b)
die Lehre des Anismismus (4) betreffend. Anilmo das; -s
(aus it. animo „Seele, Mut, Wille“, vgl. Animus): (österr.)
1. Schwung, Lust. 2. Vorliebe, anilmos (aus lat. animosus
„hitzig, leidenschaftlich“): 1. feindselig. 2. (veraltet) auf
geregt, gereizt, aufgebracht, erbittert. Ani|mo|si|tät die;
-, -en (aus gleichbed. mlat. animositas, Gen. animositatis):
1. a) (ohne Plur.) feindselige Einstellung; b) feindselige
Äußerung o.Ä. 2. (ohne Plur.; veraltet) a) Aufgeregtheit,
Gereiztheit; b) Leidenschaftlichkeit, anilmolso (Zi.>: leb
haft, munter (Vortragsanweisung; Mus.). Anilmus der; (aus lat. animus „Seele, Gefühl“, Bed. 2 angelehnt an dt.
Ahnung): 1. das Seelenbild des Mannes im Unbewussten
Anisometrie
der Frau (C. G. Jung); vgl. Anima (2). 2. (scherzh., ugs.)
Ahnung [die einer Aussage od. Entscheidung zugrunde ge
legen hat u. die durch die Tatsachen bestätigt u. als eine Art
innerer Eingebung angesehen wird], Anilmus Aucltoris [- auk...] der; - - (aus lat. animus auctoris „Wille
des Urhebers“): (Rechtsspr.) Täterwille. Anilmus So|cii
[- 'zo:tsii] der; - - (aus lat. animus socii „Wille des Gefähr
ten“): (Rechtsspr.) Gehilfenwille
An|ion rfɑs`,` -s, -en (aus Tana... u. tlon): negativ geladenes
ÎIon. an|io|nen|ak|tiv: aktiv bezüglich des Anions
(Chem.). Anionenaustauscher der; -s, -: Filtermas
se, die aus einer sie durchfließenden Lösung bestimmte
Anionen aufnimmt u. andere dafür an die Lösung abgibt
(z.B. bei der Wasseraufbereitung), anliolnisch: als od.
wie ein Anion wirkend. Anlionltenlsid das; -s, -e: TTensid, das in wässriger Lösung Anionen bildet
An|i|ri|die iZ/e; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, TIris u.
t2...ie>: [angeborenes] Fehlen der Regenbogenhaut im Au
ge (Med.)
'An is [ani:s, auch, österr. u. Schweiz, nur 'a:nɪs] der; -es, -e
(über gleichbed. lat. anisum aus gr. ánison): a) am östli
chen Mittelmeer beheimatete Gewürz- u. Heilpflanze; b)
die getrockneten Früchte des Anis
2Anis das; Gen. - od. -es (nach dem latinisierten Namen der
Enns): die zweitälteste Stufe der alpinen ÎTrias (1)
anis..., An is... vgl. aniso..., Aniso...
Anlilschulrie* [...ç...] die; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“
u. tlschurie): das Unvermögen, den Harn zurückzuhal
ten, Harninkontinenz (Med.)
An|i|sei|kolnie* iZ/e; -, ...ien (zu Îaniso..., gr. eikön „Bild“
u. t2...ie>: a) ungleiche Größe der Netzhautbilder in einem
Auge bei abwechselnd t temporaler u. î nasaler Blickrich
tung; b) anomale Ungleichheit der Netzhautbilder in bei
den Augen (Med.)
Anilsette [..,'zet] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. anisette zu
anis, vgl. 'Anis): süßer, dickflüssiger Likör aus 'Anis (b),
Koriandern, a. anisielren (aus gleichbed. fr. aniser):mit
'Anis (b) würzen
anliso..., Anliso..., vor Vokalen meist anis..., Anis... (aus
gleichbed. gr. ánisos zu a(n)- „nicht, un-“ u. isos „gleich“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „ungleich, unter
schiedlich“, z.B. Anisogamie, anisodont. Anlisolchromie [...kro...] die; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, Tisochrom u. t 2...ie): ungleichmäßige Farbstärke der roten
Blutkörperchen infolge Unterschieds in ihrem Hämoglo
bingehalt (bei Störungen der Blutbildung; Med.), anlisodelmisch (zu Îaniso... u. gr. démein „bauen“): svw. anisodesmisch. anlisoldeslmisch (zu gr. desmem „binden,
fesseln“): mit nicht verknüpften, isolierten Gitterbaustei
nen (von Kristallen), anlisoldpnt* (zu gr. odoüs, Gen.
odóntos „Zahn“): svw. heterodont. Anlisodontie* die:
- (zu t2...ie>: svw. Heterodontie. Anlisolgalmelten die
(Plur.): bei Algen u. Pilzen verbreitete bewegliche, un
gleich gestaltete od. sich ungleich verhaltende Fortpflan
zungszellen. Anlisolgalmie die; -, ...ien (zu T...garnie):
Befruchtungs vorgang mit ungleich gestalteten od. sich un
gleich verhaltenden männlichen u. weiblichen Keimzellen
(Biol.). An|iso|ka|ry|o|se
-, -n (zu gr. káryon
„Fruchtkern“ u. t '...ose): unterschiedliche Größe u. Form
von Zellkernen (Biol.). Anlisolkolrie die; -, ...ien (zu gr.
köre „Pupille“ u. t2...ie): unterschiedliche Weite der Pu
pillen (Med.)
Anislöl das; -s (zu t'Anis): Îätherisches Öl des 'Anis
Anlisolmasltie die; -, ...ien (zu Taniso..., gr. mastös
„Brust(warze)“ u. t2...ie): ungleiche Ausbildung der weib
lichen Brüste [als Entwicklungsstörung] (Med.). Anlisomeltrie* die; - (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. TIsometrie):
Ungleichheit von Silbenzahl od. Metrum innerhalb der
gleichen Strophe od. des gleichen Gedichts (Metrik); Ggs.
anisometrisch
TIsometrie. anlisolmeltrisch*: die Anisometrie betref
fend. An|iso|meltrolpie*rfie; -, ...ten <zu.gr. a(n)- „nicht,
un-“ u. llsometropie): unterschiedliche Sehstärke beider
Augen infolge ungleicher Brechkraft der Augenlinsen, anisolmprph <zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. Îisomorph): die
Anisomorphiebetreffend. Anlisolmorlphierfze, -: unter
schiedliche Ausbildung gewisser Pflanzenorgane je nach
ihrer Lage zum Boden hin od. zur Sprossachse (Bot.). Anisolmorlphislmus der; -, ...men: nicht volle Entspre
chung zwischen Wörtern verschiedener Sprachen. Aniso phyi lie die; - <zu îaniso..., gr. phÿllon „Blatt“ u.
l2...ie): das Vorkommen unterschiedlicher Laubblattfor
men in derselben Sprosszone bei einer Pflanze (Bot.), aniso to nisch <zugr. a(n)- „nicht, un-“ u. Î isotonisch): an
deren Î osmotischen Druck habend (in Bezug auf Lösun
gen). anlisoltop: nur aus einem einzigen natürlichen
Î Isotop bestehend, anlisoltrop*: die Anisotropie betref
fend; Anisotropie aufweisend. Anlisoltrolpie* die; -: 1.
Fähigkeit von Pflanzenteilen, unter gleichen Bedingungen
verschiedene Wachstumsrichtungen anzunehmen (Bot.).
2. Eigenart von Kristallen, nach verschiedenen Richtun
gen verschiedene physikalische Eigenschaften zu zeigen
(Phys.). AnÜsoltylpierfze; -: t Isotypie, bei der 1 Anionen
u. t Kationen im Kristallgitter vertauscht sind. Anlisolzytolse die; -, -n <zu îaniso..., gr. kÿtos „Rundung, Wöl
bung, Höhlung“ u. î’...ose): das Auftreten von unter
schiedlich großen roten Blutkörperchen im Blut (bei be
stimmten Blutkrankheiten; Med.)
An|ka|the|te die; -, -n <zu di. an... u. (Kathete): eine der
beiden Seiten, die die Schenkel des rechten Winkels eines
Dreiecks bilden (Math.)
Anlkelrit [auch ...rit] der; -s, -e (nach dem österr. Minera
logen u. Arzt Matthias J. Anker ( 1771-1843) u. zu î2...it>:
Braunspat, gelbliches, dem Î Dolomit ähnliches Mineral
Anlkisltron* das; -s, -s <aus gr. ágkistron „Angelhaken“):
(veraltet) hakenförmiges Instrument zum Herausziehen
von Fremdkörpern (Med.). Anlkon der; -s, -e <aus gr.
agkön „Bug, Krümmung“): (veraltet) Gesimsträger, vor
stehender Eckstein (Archit.). Anlkolnalgra* das; -s <zu
gr. -ágra „Gicht“, eigtl. „das Fangen“): Gicht im Ellenbo
gengelenk (Med.)
Anklter der; -s, -e (aus gr. agktêr „Verband“ zu ágchein
„zuschnüren“): (veraltet) Heftpflaster (Med.). Ankltelrias mus der; -, ...men (zu gr. agkteriasmös „das Zusam
menziehen“): (veraltet) das Zusammenziehen der Wund
ränder durch Heftpflaster (Med.)
anlkyllo..., Anlkyllo... (aus gleichbed. gr. agkÿlos): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „gekrümmt, haken
förmig“, z.B. Ankylotom. An|ky|loldak|ty|lie die; -s,
...ten (zu gr. dáktylos „Finger“ u. l2...ie>: angeborene Ge
lenkversteifung der Finger od. Zehen in Beugestellung
(Med.). An|ky|lo|sau|ri|er [...in] der; -s, - u. Anlkyliosaulrusrfer; -, ...rier [...re] (zu gr. saüros „Eidechse“): ge
panzerter TDinosaurier der Kreidezeit. An|ky|lo|se die;
-, -n (zu îl...ose>: Gelenkversteifung [nach Gelenkerkran
kungen] (Med.). Anlkyllosltolmilalse*u. Anlkyllosltomi a sis die; -, ...miasen (zu nlat. ancylostoma „Gattung
der Hakenwürmer“ u. t...iasis): Hakenwurmkrankheit,
Tunnelanämie, Wurmkrankheit der Bergleute. Anlkyllosto|mg|se*iZZe;-, -n (zu î1...ose): svw. Ankylostomiase, ankyllgltisch (aus gleichbed. gr. agkylötos): a) die Ankylose
betreffend; b) versteift (von Gelenken). An|ky|lo|tom
das: -s, -e (zu îankylo... u. gr. témnein „schneiden“): ge
bogenes Operationsmesser
An|mo|de|ra|ti|on ¿/¿e,- -, -en (zu dl. an... u.îModeration):
das Anmoderieren. an|mo|de|ne|ren (zu Îmoderieren):
als Moderator einer Sendung die einführenden Worte
sprechen
Anina der; -[s], -[s] (aber: 5 -) (aus gleichbed. Hindi anä): '1.
104
a) Rechnungseinheit des alten Rupiengeldsystems in Vor
derindien; b) Kupfermünze mit Wappen der Ostind. Kom
panie. 2. Bez. für verschiedene ind. Gewichtseinheiten
anlnal (aus gleichbed. lat. annalis zu annus „Jahr“): ein
Jahr dauerndjährlich. Anlnallen die (Plur.) (aus gleich
bed. lat. (libri) annales): Jahrbücher, chronologisch geord
nete Aufzeichnungen von Ereignissen
Anlnallin das; -s (Herkunft unbekannt): feinpulveriger
Gips
an|na|lilsie|ren (zuî annal u. Î...isieren): die Ereignisse ei
nes Jahres aufzeichnen. An|na|list der; -en, -en (zu
T...ist): Verfasser von Annalen. An|na|lis|tik die; - (zu
T.Jstik): Geschichtsschreibung in Form von Î Annalen.
Anlnalten die (Plur.) (aus mlat. annata (Plur.) „Jahreser
trag“): im Mittelalter übliche Abgabe an den Papst für die
Verleihung eines kirchlichen Amtes
Anlnatlto vgl. Anatto
annektieren (aus gleichbed. fr. annexer unter Einfluss
von lat. annectere „an-, verknüpfen“): etwas gewaltsam u.
widerrechtlich in seinen Besitz bringen
Anlnellet [...'le:, fr. ...'le] der; -s, -s (aus fr. annelet „kleiner
Ring“, dies zu lat. an(n)ulus; vgl. Anneliden): Kranz um
den Wappenrand od. um einen Säulenschaft. Anlneiliden die (Plur.) (zu lat. an(n)ulus „kleiner Ring“ (Verklei
nerungsform von anus „Ring; After“) u. T...iden): Ringel
würmer. An|ne|lu|re [... Ty:ra] 4ze; - (aus gleichbed. fr. annelure): Kräuselung [der Haare]
Anlnex der; -es, -e (aus lat. annexus, Part. Perf. von an
nectere, vgl. annektieren): 1. Anhängsel, Zubehör. 2. svw.
Adnex (2). Anlnelxilon
-, -en (aus fr. annexion „Ver
bindung, Einverleibung“ zu annexer, dies aus lat. annecte
re, vgl. annektieren): gewaltsame u. widerrechtliche An
eignung fremden Gebiets. An|ne|xi|o|nis|mus der; - (zu
î...ismus (5)>: Gesamtheit von Bestrebungen, die auf eine
gewaltsame Aneignung fremden Staatsgebiets abzielen.
An|ne|xi|o|nist der; -en, -en (zu t...ist>: Anhänger des
Annexionismus. anlnelxilolnisltisch (zu t...istisch):
den Annexionismus betreffend. An|ne|xi|tis die; -, ...itiden (zu T...itis>: svw. Adnexitis
anlni curlrenltis [-kʊ...] {lat.); (veraltet) laufenden Jahres
(Abk.: a. c.). anlni fultu|ri (lat.): (veraltet) künftigen Jah
res; Abk.: a. f.
Anlnilhillaltilon die; -, -en (aus lat. annihilatio „das Zu
nichtemachen“ zu annihilare, vgl. annihilieren): 1. Ver
nichtung, Zunichtemachung, Ungültigkeitserklärung. 2.
das Zerstrahlen von Materie beim Zusammentreffen mit
Antimaterie (Kernphys.); vgl. ...ation/...ierung. anlnilhilieren (aus lat. annihilare „zunichte machen“ zu îad... u,
nihil „nichts“): 1. a) zunichtemachen; b) für nichtig
erklären. 2. Elementar- u. Antiteilchen zerstrahlen
(Kernphys.).
Anlnilon die; -, -en (zu lat. annus „Jahr“ u. tɪ,,,ion): (ver
altet) einjährige Frist zur Zahlung einer Schuld, anlni
prae te ri ti* [- prs...] (lat.); (veraltet) vorigen Jahres
(Abk.: a.p.). An|ni|ver|sar [,..v...] das; -s, -e u. Anlniver|sa|ri|um das; -s, ...ien [...ian] (meist Plur). (aus
gleichbed. kirchenlat. anniversarium zu lat. anniversarius
„jedes Jahr wiederkehrend“): jährlich wiederkehrender
Tag, an dem das Gedächtnis eines bestimmten Ereignisses
begangen wird (z. B. der Jahrestag des Todes in der kath.
Kirche). An|nix|hi|lie|rungd/e;-, -en (zu Î ...ierung): das
Annihilieren; vgl. ...ation/...ierung. anlno (lat.); im Jahre
(Abk.: a.). anlno curlrenlte [- k.„] (lat.); (veraltet) im
laufenden Jahr (Abk.: a. c.). Anlno Dolmilni (lat.); im
Jahre des Herrn, d.h. nach Christi Geburt (Abk.: A. D.)
An|no|mi|na|ti|on die; -, -en (zu lad... u. TNomination):
Wortspiel, das in der Zusammenstellung von Wörtern
gleicher od. ähnlicher Lautung, aber unterschiedlicher, im
Zusammenhang oft gegensätzlicher Bedeutung besteht
105
(z.B. der Mond schien schon schön; Rhet.); vgl. Paronomasie
An|no|naí/¡e; -, ...ae [...e] (aus gleichbed. lat. annona): (ver
altet) Jahresertrag [des Getreides]; Getreide[versorgung],
An no naigi um* das; -s (aus gleichbed. mlat. annonagium>: (veraltet) Getreidezins. an|no|na|risch (aus gleich
bed. lat. annonarius): (veraltet) den Preis u. Vertrieb des
Getreides sowie die Getreideversorgung betreffend
Anlnonlce [a'nð:sə] die; -, -n (aus fr. annonce „öffentliche
Ankündigung“ zu annoncer, vgl. annoncieren): 1. Zei
tungsanzeige, Î Inserat. 2. Ankündigung von etw. Annon cen ex pe di ti on die; -, -en; Anzeigenvermitt
lung. An|non|ceu|se [,,,'so:zə] die; -, -n (zu t...euse): An
gestellte im Gastwirtschaftsgewerbe, die die Bestellungen
an die Küche weitergibt. an|non|cie|ren [...'si:...] (aus fr.
annoncer „ankündigen", dies aus gleichbed. lat. annuntia
re; vgl. Nuntius): 1. eine Zeitungsanzeige aufgeben. 2. a)
etwas durch eine Annonce anzeigen; b) jmdn. od. etwas
[schriftlich] ankündigen
Anlnolne die; -, -n (aus gleichbed. span, anona, dies zu indian. anon): tropische Pflanze mit ledrigen Blättern u.
wohlschmeckenden Früchten
An|nolta|ti|on die; -, -en (aus lat. annotatio „(schriftliche)
Bemerkung, Aufzeichnung“ zu annotare, vgl. annotieren):
1. (veraltet) Auf-, Einzeichnung, Vermerk. 2. erläuternder
Vermerk zu einer bibliografischen Anzeige (Buchw.). annoltielren (aus lat. annotare „aufzeichnen“): den Inhalt
eines Buches o.Ä. aufzeichnen, erläutern, analysieren
Anlnua: Plur. von TAnnuum. an nu al (aus gleichbed. lat.
annualis zu annus „Jahr“): svw. annuell (1); vgl. ...al/...eil.
An|nu|a|le das; -, ...lia (zu T...ale): svw. Anniversar. Annu|aliItät die; - <t ...ität): (veraltet) Jährlichkeit. An nualrilum das; -s, Plur. ...ien [...ian] od. ...ia (aus gleichbed.
mlat. annuarium): Kalender; Jahrbuch, anlnulell (aus
gleichbed. fr. annuel, dies aus /ai. annualis, vgl. annual): 1.
(veraltet) [all]jährlich. 2. einjährig (von Pflanzen); vgl.
...al/...eil. Anlnulellle die; -, -n (zu Î...eile): Pflanze, die
nach einer Î Vegetationsperiode abstirbt
an|nu|ie|ren (aus gleichbed. lat. annuere): (veraltet)
[durch Zunicken] zusagen, bewilligen
An|nu|i|tätrZze; -, -en (über engl. annuity „Jahresrente“ aus
mlat. annuitas, Gen. annuitatis „jährliche Zahlung“): Jah
reszahlung an Zinsen u. Tilgungsraten bei der T Amortisa
tion (1) einer Schuld (Wirtsch.). Annuitäten die
(Plur.): jährliches Einkommen (Wirtsch.). anlnuliltätisch: der Annuität entsprechendem Rahmen der Annui
tät (Wirtsch.)
an|nu|la|risch (aus gleichbed. lat. an(n)ularis; vgl. Annu
lus): (veraltet) ringförmig, annulliert (zu T ...iert): (ver
altet) geringelt
an|nul|lie|ren (aus gleichbed. lat. annullare): etwas [amt
lich] für ungültig, für nichtig erklären. An|nul|lie|rung
die; -, -en (zu t...ierung>: [amtliche] Ungültigkeits-, Nichtigkeitserkärung
Anlnullus der; -, ...li (aus lat. an(n)ulus „kleiner Ring“):
svw. Anulus
an|num|me|rie|ren (aus gleichbed. lat. annumerare): hin
zuzählen
Anlnunltilaltilon die; - (aus gleichbed. mlat. annuntiatio
zu lat. annuntiare „ankündigen“): Verkündigung, Ankün
digung [der Maria]. Anlnun|ti|a|ti|onslstil der; -s: Zeit
bestimmung des Mittelalters u. der frühen Neuzeit, bei der
der Jahresanfang auf das Fest Mariä Verkündigung (25.
März) fiel
Anlnulum das; -[s], Annua (aus gleichbed. lat. annuum);
(veraltet) Jahresgeld, Jahresbeitrag od. Jahresgehalt
Anoa das; -s, -s (aus gleichbed. indones, anoa): indones.
Wildrind
Anolde* die; -, -n (aus engl. anode (von dem engl. Physiker
Anonychie
M. Faraday eingeführt) zu gr. ánodos „Aufweg; Eingang“,
dies zu Îana... u. hodós „Weg“): positive t Elektrode; Ggs.
IKathode. ano disch: a) die Anode betreffend; b) mit
der Anode zusammenhängend
Anoldylnum* das; -s, ...na (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, odynê
„Schmerz, Qual“ u. t...ium>: (veraltet) Analgetikum
anolgen (zu gr. áno „auf, hinauf u. t...gen): aus der Tiefe
aufsteigend (von Eruptivgesteinen; Geol.)
Anoia [a'naya] die; - (aus gr. ánoia „Unverstand, Torheit“):
Unverstand, Stumpfheit; vgl. Demenz
Anollyt der; Gen. -en, auch -s, Plur. -e[n] (Kurzw. aus
tänode u. ÎElektrolyt): Elektrolyt im Anodenraum (bei
Verwendung von zwei getrennten Elektrolyten; Chem.)
anom (aus gr. ánomos „gesetzlos“): Anomie zeigend, auf
weisend
anolmal* [auch ... ma:ɪ] (über gleichbed. spätlat. anomalus
aus gr. anómalos „uneben“): unregelmäßig, regelwidrig,
nicht normal [entwickelt] (in Bezug auf etwas Negatives,
einen Mangel od. eine Fehlerhaftigkeit). Anolmallie die;
-, ...ien (über gleichbed. spätlat. anomalia aus gr. anomalía
„Unebenheit“): 1. a) (ohne Plur.) Abweichung vom Nor
malen, Regelwidrigkeit (in Bezug auf etwas Negatives, ei
nen Mangel od. eine Fehlerhaftigkeit); b) Missbildung in
Bezug auf innere u. äußere Merkmale (Biol.). 2. Winkel
zwischen der Verbindungslinie Sonne-Planet u. der t Ap
sidenlinie des Planeten (Astron.), anolmallisltisch (zu
Î.. .istisch) : auf gleiche Anomalie (2) bezogen; anomaiistischer Mond : Zeit von einem Durchgang des Mondes durch
den Punkt seiner größten Erdnähe bis zum nächsten
Durchgang; anomalistisches Jahr: Zeit von einem Durch
gang der Erde durch den Punkt ihrer größten Sonnennähe
bis zum nächsten Durchgang. Anolmallolgie die; - (zu
t...logie): (veraltet) Lehre von den sprachlichen Unregel
mäßigkeiten. Anolmallon das; -s, ...la (aus gr. anömalon
„das Schwankende, Ungleichmäßige“): Wort (bes. Verb)
mit unregelmäßiger Flexion. Ano|ma|lo|skop das; -s, -e
(zu Î anomal u. t ...skop) : Apparat zur Prüfung des Farben
sinnes bzw. der Abweichungen vom normalen Farbense
hen (Med.)
Anolmelre das; -n, -n (ein -s; meist Plur.) (Kunstw. aus
ta«a... u. t Isomere); Isomer (1), das sich im Molekül nur
in der Stellung von zwei Atomen od. Atomgruppen von ei
ner entsprechenden anderen Verbindung unterscheidet
(Chem.)
Anolmiez/ze;-, ...ien (aus gleichbed.gr. anomia): 1. Gesetz
losigkeit, Gesetzwidrigkeit. 2. a) Zustand mangelnder so
zialer Ordnung (Soziol.); b) Zusammenbruch der kulturel
len Ordnung (Soziol.); c) Zustand mangelhafter gesell
schaftlicher Integration innerhalb eines sozialen Gebildes,
verbunden mit Einsamkeit, Hilflosigkeit u. Ä. ano misch
(aus gleichbed. gr. ánomos): gesetzlos, gesetzwidrig. Anomit [auch ...mit] der; -s, -e (zu t2...it): Mineral, Î Biotit mit
abweichenden optischen Achsen. Anomokephalie
die; -, ...ien (zu gr. kephalê „Kopf“ u. î2...ie): unregelmä
ßige Kopfbildung (Med.)
Ano|mölo|me|rie*rfze; - (zugr. a(n)- „nicht, un-“, homoɪos
„gleich“, méros „Teil“ u. î2...ie>: (veraltet) das Bestehen
aus ungleichartigen Teilen
Anlomlphallos der; -, Plur. ...loi [...loy] u. ...phalen (zu gr.
a(n)- „nicht, un-“ u. omphalos „Nabel“): (veraltet) nabel
los geschaffener Mensch (nach der Bibel Adam u. Eva)
Angina die; -, -s (aus span, anona „Flaschenbaum“, dies zu
iridian, (a)naná „Ananas“): Zimt-, Zuckerapfel, große
Frucht des tropischen Flaschenbaumes
anonlnielren (aus gleichbed. fr. änonner, eigtl. „ein Esels
füllen werfen“, zu änon „Eselsfüllen“, dies zu âne „Esel“
aus lat. asinus) : (veraltet) beim Lesen stottern
Anlonylchie* die; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, ónyx,
anonym
Gen. ónychos „Nagel“ u. î2...ie): angeborenes od. erwor
benes Fehlen der Finger- u. Fußnägel (Med.)
anolnym* <über spätlat. anonymus aus gr. anönymos „na
menlos“, vgl. Anonymus): a) ungenannt, ohne Namen, oh
ne Angabe des Verfassers; namenlos; Anonyme Alkoholi
ker: Selbsthilfeorganisation (Hilfe bes. durch sozialthera
peutische Maßnahmen) von Alkoholabhängigen, deren
Mitglieder ihre Abhängigkeit eingestehen müssen, aber
anonym bleiben ; Abk. : AA ; b) (in Bezug auf den Urheber
von etwas) nicht [namentlich] bekannt; nicht näher, nicht
im Einzelnen bekannt; vgl. ...isch/-. Ano ny ma die
(Plur.): Schriften ohne Verfasserangabe, anolnylmisch:
svw. anonym; vgl. ...isch/-. ano|ny|mi|sieïren (zu
1 ...isieren): persönliche Daten aus einer Statistik, aus Fra
gebogen o.Ä. löschen. Anolnylmiltät die; - (zu T ...ität):
Unbekanntheit des Namens, Namenlosigkeit, das Nicht
bekanntsein od. Nichtgenanntsein (in Bezug auf eine be
stimmte Person). Anglnylmus der; -, Plur. ...mi u. ...nymen <,\A>er spatial. anonymus aus gr. anönymos „namenlos“
zu a(n)- „nicht, un-“ u. önyma „Name“): jmd., der etwas
geschrieben o.Ä. hat, dessen Name jedoch nicht bekannt
ist od. bewusst verschwiegen worden ist
Anolphelles* iü'e; -, - (zu gr. anopheles „nutzlos, schäd
lich“): tropische u. südeuropäische Stechmückengattung
(Malariaüberträger)
anolpholnisch, auch...tonisch (zu gr. änö „empor“ u.
phöne „Laut, Ton“): (veraltet) aufwärts-, emportönend
An|oph|thal|mie* <ize; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“,
ophthalmós „Auge“ u. t2...ie): das Fehlen eines od. beider
Augäpfel (angeboren od. nach Entfernung; Med.). Anoph thal mus der; -, ...mi (aus gleichbed. nlat. anophthalmus): 1. svw. Anophthalmie. 2. Missgeburt, der die
Augäpfel fehlen (Med.)
Anlolpie die; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, öps, Gen.
öpös „Auge, Gesicht“ u. î2...ie): das Nichtsehen, Untätig
keit des einen Auges (z. B. beim Schielen; Med.)
an|opisltholgra|fisch, auch ...gralphisch (zu gr. a(n)„nicht, un-“ u. 1 opisthografisch, eigtl. „nicht von hinten
beschrieben“): a) nur auf einer Seite beschrieben (von Papyrushandschriften); b) einseitig bedruckt; Ggs. Topisthografisch
Anloplsie die; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. gr. ópsis
„das Sehen“): svw. Anopie
Anolrak der; -s, -s (aus eskim. anorak „Pelzüberzug,
Schneejacke“): 1. Kajakjacke der Eskimos. 2. Jacke aus
windundurchlässigem Material u. mit angearbeiteter Ka
puze
Anlorlchüdie die; -, ...ien (zugr. a(n)- „nicht, un-“, orchis
„Hoden“ u. T2...ie>: angeborenes Fehlen der Hoden (Med.)
anolrekltal (zu î Anus u. trektal): Mastdarm u. After be
treffend, in der Gegend von Mastdarm u. After gelegen
(Med.)
Anolrekltilkum*, auch Anorexikum das; -s, ...ka (zu gr.
anorekteîn „keinen Appetit haben“ u. î...ikum>: Appetit
zügler. Ano|re|xia neijvolsa [- ...v...] die; - - (aus gleich
bed. nlat. anorexia nervosa): fpsychisch bedingte Mager
sucht (Med.). Ano|re|xie die; - (zu t2...ie): Appetitlosig
keit; Verlust des Triebes, Nahrung aufzunehmen (Med.),
anolrelxilgen (zu t...gen): Appetitlosigkeit erzeugend
(von Medikamenten). Ano|re|xi|kum vgl. Anorektikum
Anlorlgalnik die; - (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, torganisch u.
t2...ik (1)): svw. anorganische Chemie. Anlor|ga|ni|ker
der; -s, -: Wissenschaftler auf dem Gebiet der anorgani
schen Chemie, anlorlgalnisch: 1. a) zum unbelebten Be
reich der Natur gehörend, ihn betreffend; Ggs. Î organisch
(lb); b) ohne Mitwirkung von Lebewesen entstanden. 2.
nicht nach bestimmten [natürlichen] Gesetzmäßigkeiten
erfolgend; ungeordnet, ungegliedert. 3. eingeschoben,
unetymologisch (von Lauten od. Buchstaben ohne tmor
106
phologische Funktion, z. B. p in lat. sum-p-tum statt sumtum zu sumere = nehmen; Sprachw.); anorganische Che
mie: Teilgebiet der Chemie, das sich mit Elementen u. Ver
bindungen ohne Kohlenstoff beschäftigt; Ggs. Îorgani
sche Chemie. An!or|ga|nis!mus der; - (zu t...ismus):
zusammenfassende Bez. für die unbelebte Natur, für an
organische Stoffe. an|or|ga!no|gen (zu t...gen): 1. aus
anorganischen Bestandteilen gebildet. 2. ehem, t Sedimen
te betreffend. Anlorlgalnolgralfie, auch ...gralphije
die; -, ...ien (zu t...grafie): Beschreibung anorganischer
Stoffe. An|or|ga|no|lolgie die; - (zu t,,,logie): 1. alte
Bez. für die anorganische Chemie. 2. alte Bez. für ÎMine
ralogie
Arilorlgaslmie die; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, îOrgasmus u. t2...ie>: das Fehlen bzw. Ausbleiben des TOrgasmus (Med.)
anorlmal (aus mlat. anormalis, einer Kreuzung der unter
Îanomal u. 1 normal behandelten lat. Wörter): nicht nor
mal; von der Norm, Regel abweichend u. daher nicht üb
lich, ungewöhnlich
anlorolgen (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. torogen): geologi
sche Zeitabschnitte betreffend, in denen keine Gebirgsbil
dungen erfolgt sind
Anlorlthit [auch ... tit] der; -s (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, or
thos „gerade“ u. t2...it): Kalkfeldspat (ein Mineral). Anoijtholklas* der; -es, -e (zu ÎOrthoklas): in Ergussgestei
nen oft vorkommende Mischung von Kali- u. Natronfeld
spat. An|or|tho|plo|i|die* [...ploi...] dZe; - (zu -ploid (ver
selbstständigt aus Wörtern wie haploid u. diploid) u.
t2..,ie): besondere Form der ÎEuploidie (Biol.). Anlorthosit [auch ,.,'zit] der; -s (zu t2...it): ein Tiefengestein,
das fast ausschließlich aus TPlagioklas besteht. Anlortholskop* das; -s, -e (zu ÎOrthoskop): Apparat zur Fest
stellung der Abweichungen vom verzeichnisfreien Sehen
(Med.). An|or|tho|sko|pie* die; -, ...ien (zu t...skopie):
das Auftreten einer Verzeichnung bei abbildenden opti
schen Systemen, speziell beim Auge. An|or¡tho|spi|ra|le
die; -, -n: aus den beiden 1 Chromatiden eines Chromo
soms gebildete Doppelspirale (Biol.)
Anjoslmat der; -en, -en (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, osme
„Geruch" u. t...at (1)): Tier ohne Geruchssinn. Anlosmie die; - (zu t2...ie): Verlust des Geruchssinnes (Med.)
Anolsolgnolsie* die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, nösos
„Krankheit“ u. t...gnosie>: Unfähigkeit, Erkrankungen
der eigenen Person wahrzunehmen (bei manchen Gehirn
erkrankungen; Med.)
An|os|phra|sie die; - (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, ósphrasis
„Geruch“ u. T2...ie> : svw. Anosmie
An I os Ite I o I g e I n e I se die; -, -n (zugr. a(n)- „nicht, un-“, ostéon „Knochen“ u. tGenese): svw. Hypophosphatasie.
An os toise die; -, -n (zu î ‘...ose): Störung des Knochen
wachstums u. der Knochenentwicklung (Knochen
schwund; Med.)
ano ¡therm (zu gr. änö „oben“ u. t ...therm): mit zunehmen
der Wassertiefe kälter werdend; Ggs. Tkatotherm. Anotherlmie die; - (zu Î 2...ie>: Abnahme der Wassertempera
tur in den Tiefenzonen stehender Gewässer u. der Meere;
Ggs. 1 Katothermie
Anioltie die; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“, oüs, Gen.
otos „Ohr“ u. t2...ie): angeborenes Fehlen der Ohrmu
scheln (Med.)
Anlovalrie [...v...] die; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“,
1 Ovarium u. T2...ie>: angeborenes Fehlen der Eierstöcke
(Med.). Anlovullaltilon die; -, -en (zu TOvulation): Ab
lauf des Menstruationszyklus ohne Eisprung (Med.), anovullaltolrisch: ohne Eisprung (Med.)
Anloxälmie*, Anoxyhämie die; -, ...ien (zu ÎAnoxie u.
t...ämie): Sauerstoffmangel im Blut (Med.), anloxildativ, auch anoxydativ (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. Î oxida-
107
tiv): von Sauerstoff unabhängig (Biol.). Anloxie die; -,
...jen (Kurzbildung aus gr. a(n)- „nicht, un-“, Î Oxygenium
u. î2...ie>: Sauerstoffmangel in den Geweben (Med.), anoxisch: auf Sauerstoffmangel im Gewebe beruhend,
durch Sauerstoffmangel verursacht (Med.). Anloxylbiose die: - (zu TOxybiose): svw. Anaerobiose. anloxyldativvgl. anoxidativ. Anloxylhälmie vgl. Anoxämie
anquilrieren (aus gleichbed. lat. anquirere): (veraltet) 1.
untersuchen, nachforschen. 2. einen Strafantrag stellen
(Rechtsw.). An|qui|si|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat.
anquisitio zu anquirere, vgl. anquirieren): (veraltet) Straf
antrag (Rechtsw.)
Anlsalveijbinldung die; -, -en (zu lat. ansa „Griff, Öse“):
ehern. Verbindung, in der eine Atomkette henkelartig an
ein Ringsystem geknüpft ist
Anlscholvis [...vis], auch Anchovis [...’ço:...] <Zz'e; -, - (aus
gleichbed. niederl. ansjovis, dies über span, anchoa, it.
mdal. ancioa aus gr. aphÿê „Sardelle“): in Salz od. Mari
nade eingelegte Sardelle od. Sprotte
Anlsetlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. ansette. Verkleine
rungsform von anse „Griff, Öse“, dies aus gleichbed. lat.
ansa): kleine Öse, Tauende mit kleiner Öse
Anslpekt*ifer; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. anspect): Hebe
baum auf Schiffen
ant..., Ant... vgl. anti..., Anti...
...ant (aus lat. -ans. Gen. -antis (Endung des Part. Präs, der
a-Konjugation)>: 1. Suffix von männlichen Substantiven
mit der aktivischen Bedeutung des Präsenspartizips, z. B.
Fabrikant (der Fabrizierende), Formant (der bildende,
formende Bestandteil). 2. Suffix von Adjektiven, z. B. ar
rogant (anmaßend)
Antlacid® [,..'tsi:d] das; -s , -e (Kunstw. aus tAnti... u. 1 Aci
dum): gegen Säuren sehr widerstandsfähige Eisen-Silici
um-Legierung. Antlacildumvgl. Antazidum
Ant|ae|roph|tho|ra*[...ae...] die (Plur.) (zu Î anti..., gr. aêr
„Luft“ u. phthorä „Verderben“): (veraltet) Mittel zur
Luftreinigung
Anltalgolnislmus*der; -, ...men (zugr. antagönisma „Wi
derstreit“ u. t ...ismus): 1. a) (ohne Plur.) Gegensatz, Geg
nerschaft, Widerstreit, Widerstand ; b) einzelne gegensätz
liche Erscheinung o.Ä. 2. gegeneinandergerichtete Wir
kungsweise (z.B. Streckmuskel - Beugemuskel; Med.). 3.
gegenseitige Hemmung zweier Mikroorganismen (Biol.).
Anta go nist der; -en, -en (über lat. antagonista aus gr.
antagonistes „Gegner, Nebenbuhler“, vgl. Agon): 1. Geg
ner, Widersacher. 2. einer von paarweise wirkenden Mus
keln, dessen Wirkung der des Î Agonisten (2) entgegenge
setzt ist; vgl. Antagonismus (2). anitagolnistisch (zu
Î...istisch): gegensätzlich, in einem nicht auszugleichen
den Widerspruch stehend, widerstreitend, gegnerisch
anltailllielren [...taji:...] (zu Îtaillieren): leicht auf Taille
arbeiten, in der Taille etwas einnehmen (Schneiderei)
Ant|al|gi|kum das; -s, ...ka (zu tanti..., gr. álgos
„Schmerz“ u. t,,,ikum): svw. Anästhetikum
antlallkallisch (zu Tanti... u. talkalisch): den T Alkalien
entgegenwirkend
Antlanalgolge die; -, -n (zu tanti... u. TAnagoge): (veral
tet) das Zurückweisen einer Beschuldigung an den Urhe
ber
AntlanalklaIsis*die; - (zu tanti... u. t Anaklasis): Wieder
holung eines Wortes in anderer Bedeutung (Rhet.)
ant an na risch (zu tanti... u. lat. annarius „das Jahr be
treffend“, dies zu annus „Jahr“): (veraltet) vorjährig
Antiapex, Antiapex der; -, ...apizes [,,,tse:s] (zu t anti... u.
t Apex) : Gegenpunkt des t Apex ( 1 )
Ant|aph|roldi|si|a|kum*das,' -s, ...ka (zu Îanti... u. T Aph
rodisiakum): svw. Anaphrodisiakum. ant|aph|ro|ditiseh:svw. anaphroditisch
Antlapolplekltilkum*das; -s, ...ka (zu tanti..., tApople
Anteloquium
xie u. t,,,ikum): Mittel gegen Schlaganfall u. Gehirnschlag
(Med.). ant|apo|plek|tisch: gegen Schlaganfall, Ge
hirnschlag wirkend (von Arzneimitteln)
Ant|ark|ti|ka die; - (zu lat. antarcticus, gr. antarktikós
„südlich", vgl. Arktis): der Kontinent der Antarktis (Süd
polarkontinent). Antlarkltisd/e; - (zu tanti... u. T Arktis):
Land- u. Meeresgebiete um den Südpol; vgl. Arktis, antark tisch: a) die Antarktis betreffend; b) zur Antarktis
gehörend. Ant|ark|to|kar|bon das; -s: am Ende der
Steinkohlenzeit bestehende, später zerfallene Landmasse
der südlichen Halbkugel
Ant|ar|thri|ti|kum* das; -s, ...ka (zu tanti..., (Arthritis u.
t...ikum): Arzneimittel gegen Gelenkentzündung u.
Gicht, antlarlthriltisch: gegen Gelenkentzündung u.
Gicht wirkend (von Arzneimitteln)
antlaslthelnisch (zu tanti... u. gr. asthenes „kraftlos,
schwach"); gegen Schwächezustände wirksam, stärkend
(Med.)
Ant|asth|malti|kum usw. vgl. Antiasthmatikum usw.
Antiatro philkum’ das; -s, ...ka (zu Tanti..., t Atrophie u.
Î ...ikum): Mittel gegen T Atrophie, antlatrolphisch: ge
gen Atrophie wirkend. Antlatrolphon das; -s, ...pha (zu
gr. átrophos „schlecht genährt, dürr“): svw. Antatrophi
kum
Antlazildum, auch Antacidum [...ts...] das; -s, ...da (zu
Tanti... u. T Acidum): Magensäure bindendes Arzneimittel
(Med.)
Anlte die; -, -n (aus lat. antae (Plur.) „(Eck)pfeiler“): die
meist pfeilerartig ausgebildete Stirn einer frei endenden
Mauer (in der altgriech. u. röm. Baukunst)
an|te..., Anlte... (aus gleichbed. lat. ante): Präfix mit der
Bedeutung „vor“, z. B. antediluvianisch, Antepänultima
An te bra chi um [...x...] das; -s, ...chia (zu tante... u.
T Brachium): Unterarm
An|te|ca|pi|tu|lum [,..k...] das; -s, ...la (aus gleichbed.
mlat. antecapitulum; vgl. Kapitel): Vorraum zum Kapitel
saal in Klöstern
anlte Chrisltum [naturn] [- k... (-)] (lat.): vor Christi
[Geburt], vor Christus; Abk.: a. Chr. [n.]
anlte cilbum [- 'tsi:...] {lat.; „vor dem Essen“): vor der
Mahlzeit [einzunehmen] (Hinweis auf Rezepten)
an|te|da|ti_e|ren (zu tante... u. tdatieren): (veraltet) 1. [ein
Schreiben] auf ein zukünftiges Datum ausstellen. 2. [ein
Schreiben] auf ein vergangenes Datum ausstellen; vgl.
postdatieren
anlte dilem {lat.; „vor dem Tag“): vor der festgesetzten
Zeit
anlteldi|lu|vi|a|nisch [...v...] (zu tante... u. lat. diluvium
„Überschwemmung, Wasserflut“, eigtl. „vorsintflut
lich“): 1. vor dem t Diluvium liegend, auftretend. 2. auf ei
ner sehr frühen Entwicklungsstufe stehend
Anltelfix das; -, Plur. -a od. -en (aus gleichbed. lat. antefi
xum): bemalter od. plastisch verzierter Schmuckaufsatz
antiker Bauten (Archit.). An|te|fi|xa|ti|on die; -, -en (zu
tante... u. TFixation): operative Befestigung eines Orga
nes an den Bauchdecken (Med.)
anltelflekltiert (zu Tante... u. tflektieren, vgl. ...iert):
nach vorn gebogen (Med.). An|te|fle|xilçn die; -, -en:
von der normalen Lage abweichende Vorwärtsneigung
von Organen, vor allem der Gebärmutter (Med.)
Anlte|kli|se*dze; -, -n (zu Îante... u. gr. klisis „Neigung“):
weiträumig gespannte Gesteinsstruktur in Tafelgebieten
(Geol.); Ggs. TSyneklise
antekolisch (zu Tante... u. tKolon): vor dem Grimm
darm gelegen (Med.)
An|te|kur|va|ti|on [,..v...] die; -, -en (zu Tante... u. lat. cur
vatio „Krümmung“, dies zu curvare „krümmen, biegen“):
Verbiegung, bes. des Unterschenkels nach vorn (Med.)
Anlte|!olqui|um das; -s, ...quia (zu Tante..., lat. loqui
A
108
Anteludium
„sprechen“ u. t,,,ium): (veraltet) das Recht, zuerst zu
sprechen
An|te|lu|di|um das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. an
teludium zu î...ante u. ludere „spielen“): musikalisches
Vorspiel
An|te|mens|trulum* das; -s (zu tante... u. lat. menstruum
„monatliche Regel“): Zeitspanne kurz vor der ÎMenstru
ation
anlte meridiem [- ...diem] (Zai. ; „vor Mittag“): vormit
tags; vgl. a. m.; Ggs. tpost meridiem
Ant'eme tilkum das; -s, ...ka (zu Tanti... u. TEmetikum):
Mittel gegen Erbrechen (Med.), antlemeltisch: gegen
Erbrechen wirkend
anltelmitltielren (aus gleichbed. lat. antemittere): (veral
tet) vorausschicken
an|te mor tem dal.')-, vor dem Tode (Med.); Abk.: a.m.
anltelmunldan (zu Tante... u. spätlat. mundanus „welt
lich“, dies zu lat. mundus „Welt“): (veraltet) vorweltlich
Ant|enan|ti|olse* die; -, -n (zu Tanti... u. gr. enantiösis
„Widerspruch“): Umschreibung eines Ausdrucks durch
den verneinten Gegenausdruck (Rhet.)
Anlteinat der; -en, -enu. An te naitus der; -, ...tus [...tu:s]
(zu Îante... u. lat. natus „geboren“): (veraltet) 1. der Erst
geborene. 2. Vorfahr
anltenlnalrisch (zu T Antenne): mit Antennen (2) verse
hen. An|ten|na|ten die (Plur.) (zu it. antennato „mit An
tennen versehen“, dies zu antenna, vgl. Antenne): Anten
nen (2) tragende Gliedertiere. Anltenlne die; -, -n (aus
gleichbed. it. antenna, eigtl. „(Segel)stange“, dies aus lat.
antenna, antemna „Segelstange, Rahe“): 1. Vorrichtung
zum Senden od. Empfangen (von Rundfunk-, Fernsehsen
dungen usw.). 2. Fühler der Gliedertiere (z. B. Krebse, In
sekten). anltenlnilfprm (zu T...form): Fühlhörnern ähn
lich. Anltenlnulla die; -, ...lae [,..s] (Verkleinerungsform
von lat. antenna, vgl. Antenne): vordere Antenne (2) der
Krebse
Anltenltemlpel der; -s, - (zu TAnte): ein mitTAnten aus
gestatteter altgriech. Tempel
anltelnupltilal (zu Tante..., lat. nuptiae „Hochzeit“ u.
T ’...al (1)): vor der Hochzeit (stattfindend)
An|te|pän|ul|ti|ma* die; -, Plur. ...mä u. ...men (aus gleich
bed. lat. antepaenultima): die vor der ÎPänultima stehen
de, drittletzte Silbe eines Wortes
anlte paritum dat.): vor der Geburt
an|te|pas|chal [...pas'çad] (zu Tante..., T2Pascha u. T'...al
( 1 )> : (veraltet) vorösterlich
Anltelpenldilum das; -, ...ien [...ion] (aus mlat. antependium „Vorhang“): Verkleidung des Altarunterbaus, aus
kostbarem Stoff od. aus einer Vorsatztafel aus Edelmetall
od. geschnitztem Holz bestehend
Ant|epi|leplti|kum usw. vgl. Antiepileptikum usw.
Antlepirlrhem* das; -s, -ata (zu Tanti... u. TEpirrhem):
Dialogverse des Chors in der attischen Komödie, Gegen
stück zum T Epirrhem; vgl. Ode (1)
antepolnierend (zu lat. anteponere „vorsetzen, vorstel
len“; vgl. ...ierend): verfrüht auftretend (Med.)
anlte pprltas [- ...ta:s] (Zai.; „vor den Toren“): (scherzh.)
im Anmarsch, im Kommen (in Bezug auf eine Person, vor
der man warnen will)
An|te|po|si|ti|on die; -, -en (zu lat. antepositus, Part. Perf.
von anteponere (vgl. anteponierend) u. T'...ion ): 1. Verla
gerung eines Organs nach vorn (Med.). 2. vorzeitiges Auf
treten einer erblich bedingten Krankheit im Lebenslauf
von Personen späterer Generationen (im Verhältnis zum
Zeitpunkt des Auftretens bei früheren Generationen;
Med.)
An|te|ri|den die (Plur.) (aus gleichbed. lat. anterides, dies
zu gr. antereidein „entgegenstemmen, abstützen“): Stre
bepfeiler
dat.): vorderer, nach vorn gelegen (Lagebe
zeichnung im Körper; Med.); Ggs. Tposterior
Anterotikum ¿Zas; -s, ...ka (zu Tanti..., gr. éróos, Gen.
örötos „Liebe(sverlangen)“ u. T...ikum): svw. Anaphro
disiakum. antleroltisch: svw. anaphroditisch
Antesolairiium das; -s, ...ria (aus gleichbed. spätlat. antesolarium zu Tante... u. lat. solarium „Söller, Terrasse“
(zu sol „Sonne“)): t Altan an röm. Häusern
Anltesltat das; -[e]s, -e (zu TTestat): (früher) TTestat des
Hochschulprofessors zu Beginn des Semesters neben der
im Studienbuch des Studierenden aufgeführten Vorlesung
od. Übung; Ggs. TAbtestat. attes tie ren: ein Antestat
geben; Ggs. Tabtestieren
Anlte tor si on die; -, -en (zu Îante... u. TTorsion): Verdre
hung (z. B. eines Knochens) nach vorn (Med.)
an|te|ve|nie|ren [,..v...] (aus gleichbed. lat. antevenire);
(veraltet) zuvorkommen, vereiteln
An|te|ver|si|on [,..v...] die; -, -en (zu Tante... u. lat. versio
„Wendung“, dies zu vertere „wenden“): die Vorwärtsnei
gung eines Organs, vor allem die physiologische (natürli
che) Neigung der Gebärmutter (Med.)
An|te|ze|dens ¿Zas; -, ...denzien [...ion] (aus lat. antece
dens, Part. Präs, von antecedere, vgl. antezedieren):
Grund, Ursache; Vorausgegangenes. an|te|ze|dent (zu
t. ..ent): durch Antezedenz (2) entstanden. Anltelzedenz die: - (zu Î ...enz): 1. svw. Antezedens. 2. Talbildung
durch einen Fluss, der in einem von ihm durchflossenen
aufsteigenden Gebirge seine allgemeine Laufrichtung bei
behält (z.B. Rheintal bei Bingen); Ggs. TEpigenese. Ante ze den zi en [...ion] die (Plur.): 1. Plur. von Î Anteze
dens. 2. (veraltet) Vorleben, frühere Lebensumstände, antelzeldielren (aus gleichbed. lat. antecedere): (veraltet)
vorhergehen, vorausgehen
an|te|zel|lie|ren (ausgleichbed. Zar. antecellere): (veraltet)
hervorragen, sich auszeichnen
An|te|zes|sor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. antecessor
zu antecedere, vgl. antezedieren): (veraltet) [Amts]vorgänger
Antlhelilon das; -s, Plur. ...lia u. ...lien [...ion] (meist Plur.)
(aus gleichbed. gr. anthelion): Gegensonne (Astron.), anthellisch (aus gr. anthêlios „der Sonne gegenüberlie
gend“): das Anthelion betreffend (Astron.). Antlhellium das: -s, ...heben [...ion] (zu T...ium): Art eines THalos
(l) in Form eines leuchtenden Flecks in gleicher Höhe wie
die Sonne, jedoch in entgegengesetzter Himmelsrichtung
(Gegensonne; atmosphärische Optik)
Antlhellix die; - (zu Îanti... u. ÎHelix): Gegenwindung der
Ohrmuschel analog zur Helix (1)
Ant|hel|min|thi|kum das: -s, ...ka (zu îanti..., gr. hélmi(n)s, Gen. hélminthos „Wurm, Eingeweidewurm“
u. T...ikum): Wurmmittel (Med.). ant|hel|min|thisch:
gegen Würmer wirksam (Med.)
Anlthem ['ænθom] das; -s, -s (aus gleichbed. eng/. anthem
zu altengl. antefn, dies über kirchenlat. antefana aus
(m) lat. antiphona, vgl. Antiphon): motetten- od. kantaten
artige engl. Kirchenkomposition, Hymne
An|the|mi|on das;-s, ...ien [...ion] (ausgr. anthémion „Blü
te“): Schmuckfries mit stilisierten Palmblättern u. Lotos
blüten (altgriech. Baukunst). Anlthelmis tZ/e; -, - (aus gr.
anthémis „die Blühende“): Hundskamille (Korbblütler).
Anlthelre iZZe; -, -n (zu gr. antherós „blühend“): Staub
beutel der Blütenpflanzen. An|the|ri|di|um das; -s,
...dien [...ion] (zu gr. eidos „Gestalt, Form“ u. T...ium):
Geschlechtsorgan der Algen, Moose u. Farne, das männ
liche Keimzellen ausbildet; vgl. Archegonium. Anltherozoid das: -[e]s, -e (zu gr. zöiedön „nach Art der Tiere“
u. T...oid): männliche Keimzelle der Algen, Moose u. Far
ne. Anlthelse die; - (zu gr. anthem „blühen, hervorbre
chen“ u. T...ese): die Zeit vom Aufbrechen einer Blüte bis
an|te|ri|or
109
zum Verblühen (Bot.). An|thes|te|ri|en [---iən] die
(Plur.) (aus gleichbed. gr. anthesteria): dreitägiges, im
Frühjahr begangenes Fest des Dionysos im alten Athen
Antlhi|dro|ti|kum* das: -s, ...ka (zu tanti... u. (Hidrotikum): schweißhemmendes Arzneimittel (Med.)
anltho..., An|tho... (zugr. ánthos „Blüte“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „Blüte, Blume“, z.B. anthophil, Antholyse. An tho chlor [...’klom] das; -s, -e: im
Zellsaft gelöster gelber Blütenfarbstoff. Anltholcylan
[...ts...J vgl. Anthozyan. An tho lith [auch ...’lit] der; Gen.
-s od. -en, Plur. -e[n] (zu t ...lith): Blumenversteinerung.
Anlthollolgie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. anthologia,
eigtl. „Blumenlese“): ausgewählte Sammlung, Auswahl
von Gedichten od. Prosastücken. An|tho|lo|gi|on, Anthologium das: -s, Plur. ...ia od. ...ien [...ion] (aus gleich
bed. kirchenlat. anthologium, dies aus gr. anthológion,
eigtl. „Blütenlese“): liturgisches Gebetbuch ((Brevier 1)
der orthodoxen Kirchen, anlthollplgisch (aus gleich
bed. gr. anthológos, eigtl. „Blumen sammelnd“): ausge
wählt. Anlthollolgist der; -en, -en (zu (...ist): Herausge
ber von Anthologien, Sammler von Gedichten od. Prosa
stücken. Anlthollolgilum vgl. Anthologion. An tho lyse
- (zu t...lyse): Auflösung der Blüte einer Pflanze
durch Umwandlung der Blütenorgane in grüne Blätter
(Bot.). anltholphil (zuf ...phil): Blumen liebend, anlthophor (zu t...phor>: Blüten tragend. An|tho|phyl|lit
[auch ...’lit] der; -s, -e (zu gr. phÿllon „Blatt“ u. t2...it):
bräunlicher ÎAmphibol. Anltholphyltum das; -s, ...ten
(zugr. phytön „Gewächs, Pflanze“): Samenpflanze (Bot.).
Anltholxanlthin das; -s, -e: im Zellsaft gelöster gelber
Blütenfarbstoff. An|tho|zo|on das; -s, ...zoen (zugr. zöon
„Lebewesen, Tier“): Blumentier (z.B. Koralle). Anlthozylan, chem. fachspr. Anthocyan [,..ts...] das; -s, -e:
Pflanzenfarbstoff
Anlthralcen* [,,,tse:n], auch Anthrazen das; -s, -e (zu gr.
ánthrax, Gen. ánthrakos „Kohle“ u. Î ...en): aus Steinkoh
lenteer gewonnene chem. Verbindung, die als Ausgangs
material für viele Farbstoffe dient. Anithra|chi|non das;
-s (Kurzw. aus Anthracen u. Chinony. 1. Ausgangsstoff für
die Anthrachinonfarbstoffe. 2. Bestandteil von Abführ
mitteln. Anlthraklnolse die; -, -n (zu gr. nösos „Krank
heit“ ; vgl. '.. .ose) : durch Pilze verursachte Pflanzenkrank
heit (z.B. Stängelbrenner). Anlthralkolmelter das; -s, (zu Î'...meter): altes Messgerät zur Ermittlung des Koh
lenstoffgehalts der Luft. Anlthralkolnit [auch ,,,'nɪt] der;
-s, -e (zu t2...it>: Kohlenkalkstein, Kohlenspat. Anlthrakolse die; -, -n (zu T'...ose>: a) Ablagerung von Kohlen
staub in Organen; b) Kohlenstaublunge (Med.). Anlthrako si li koise die; -, -n (Kurzw. ms Anthrakose u. Siliko
se}: mit Ablagerung von Kohlenstaub in der Lunge ver
bundene ÎSilikose. An|thra|kolthelri|en [...ion] die
(Plur.) (zu gr. therion „Tier“): Tierversteinerungen in
Kohle, anlthralkoltisch (zu ( ...otisch): mit Einlagerung
von Kohlenstaubteilchen verbunden, dadurch hervorge
rufen (Med.). Anlthrax der; ■ (ausgr. ánthrax „fressendes
Geschwür“, eigtl. „Kohle“): Milzbrand (Med.). Anlthrazen vgl. Anthracen. anlthralzit [auch ...’tsit] (zu (An
thrazit): grauschwarz. An thra zit der; -s, -e (über lat. an
thracites aus gr. anthrakitês „Kohlenstein“; vgl. (2...it):
harte, glänzende Steinkohle
anlthrolpisch* (aus gr. anthröpeios „menschlich, irdisch“
zu ánthropos „Mensch“); einen engen Zusammenhang
zwischen den Naturgesetzen, dem Kosmos u. der mensch
lichen Existenz postulierend. Anlthrolpislmus der; - (zu
(...ismus (1)): kosmologische Lehre vom Zusammenhang
zwischen den Naturgesetzen, dem Kosmos u. der mensch
lichen Existenz, anlthrolpo..., Anlthrolpo... (zu gr. ánthröpos „Mensch“): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „Mensch“, z.B. anthropogen, Anthropologie. An-
anthropomorphistisch
[auch an...] die; -: Lehre von den Er
scheinungsformen des menschlichen Lebens u. der biolo
gischen Beschaffenheit des Menschen. Anlthrolpolchemie [auch an...] die; -: Lehre von den chem. Stoffen im
menschlichen Körper. An|thro|po|cho|ren [...’ko:...]
die (Plur.) (zu gr. choros „Platz, Ort“, dies zu chörizein
„absondern, trennen“): durch den Menschen verbreitete
Pflanzen u. Tiere (z. B. Kulturpflanzen, Ungeziefer). Anthro po cho rie [...ko...] die; - (zu (2...ie): durch den
Menschen verursachte Verbreitung von Tieren u. Pflan
zen (Biol.). anlthrolpolform (zu (...form): menschenar
tig, -ähnlich. An|thro|po|gäa die: -, ...gäen (zu gr. gaia
„Erde“): die vom Menschen gestaltete Landschaft, bes.
der Siedlungs- u. Agrarbereich (Ökologie), anlthrolpogen (zu (...gen): durch den Menschen beeinflusst, verur
sacht. An|thro|po|ge|ne|se die; svw. Anthropogenie.
Anlthrolpolgelneltik die;
svw. Humangenetik
(Med.). Anlthrolpolgelnie die; - (zu (...genie): Wissen
schaft von der Entstehung u. Abstammung des Men
schen Anlthrolpolgeolgralfie, auch ...gralphie [auch
’an...] die; Teilgebiet der Geografie, das sich mit dem
Einfluss des Menschen auf die Erdoberfläche u. mit dem
Einfluss der geografischen Umwelt auf den Menschen be
fasst. An|thro|polgo|nie die; - (zu (...gonie): religiöse
Anschauung über die Entstehung des Menschen. Anthrolpolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu (...graf):
Wissenschaftler auf dem Gebiet der Anthropografie. Anthrolpolgralfie, auch ...gralphie die; - (zu 1 ...grafie):
Wissenschaft von den menschlichen Typenmerkmalen.
an|thro|po|gra|fisch, auch ...gralphisch (zu (...gra
fisch): die Anthropografie betreffend. an|thro|po|id (zu
(...oid): menschenähnlich. Anlthrolpolid der; -en, -en:
svw. Anthropoide. An|thro|po|i|de der; -n, -n (zu t...oide): Menschenaffe. An|thro|po|klilma|to|lo|gie [auch
’an...] die; -: Wissenschaft von den Beziehungen zwischen
Mensch u. Klima. An|thro|po|la|trie die; -, ...ien (zu gr.
latreia „Dienst, Gottesverehrung“): gottähnliche Vereh
rung eines Menschen, Menschenkult. an|thro|po|latrisch: Menschen-, Personenkult betreibend. Anlthropologe der; -n, -n (zu ( ...loge): Wissenschaftler auf dem
Gebiet der Anthropologie. Anlthrolpollolgie die; - (zu
(...logie): a) Wissenschaft vom Menschen u. seiner Ent
wicklung in natur- u. geisteswissenschaftlicher Hinsicht;
b) Geschichte der Menschentypen. an|thro|po|lo|gisch
(zu (...logisch): die Anthropologie betreffend. Anlthropollogismus der; - (zu (...ismus (1)): Auffassung, dass
die naturwissenschaftlich orientierte Anthropologie die
grundlegende Wissenschaft vom Menschen sei (L. Feuer
bach). An|thro|po|melter das; -s, - (zu (anthropo... u.
t'...meter): Gerät zur exakten Bestimmung der Maßver
hältnisse am menschlichen Körper. An|thro|po|me|trie
die: - (zu (...metrie): Wissenschaft von den Maßverhält
nissen am menschlichen Körper-u. deren exakter Bestim
mung. anlthrolpolmeltrisch (zu (...metrisch): auf die
Anthropometrie bezogen, anlthrolpolmorph (zu
(...morph): menschlich, von menschlicher Gestalt, men
schenähnlich. Anlthrolpolmorph der; -en, -en: svw. An
thropomorphe. An|thro|po|mpr|phe der; -n, -n: Men
schenaffe. an|thro|po|mpr|phisch: die menschliche
Gestalt betreffend, sich auf sie beziehend, anlthrolpomorlphisieiren
(zu Î ...isieren): vermenschlichen,
menschliche Eigenschaften auf Nichtmenschliches über
tragen. An|thro|po|mor|phis|mus der; -, ...men (zu
(...ismus (2)>: 1. (ohne Plur.) Übertragung menschlicher
Gestalt u. menschlicher Verhaltensweisen auf nicht
menschliche Dinge od. Wesen, bes. in der Gottesvorstel
lung. 2. menschlicher Zug an nicht menschlichen Wesen.
an|thro|po|mor|phis|tisch (zu 1 ...istisch): den An
thropomorphismus betreffend, auf ihm beruhend. Anthro po bio io gie
110
Anthropomorphose
thro|po|morlpho|lolgie die;
alte Bez. für Anatomie
des Menschen. An|throipo|mor|pho|se iZze;
Ver
menschlichung. Anlthrolpolnglse die; -, -n <zu gr. nósos
„Krankheit“; vgl. '...ose): [lnfektions]krankheit, deren
Erreger nur den Menschen befallen u. die deshalb nur von
Mensch zu Mensch übertragen werden kann (Med.); Ggs.
t Anthropozoonose. Anlthrolpolnym das; -s, -e (zu gr.
ónyma „Name“): Personenname (z. B. Vorname, Famili
enname). An|thro|po|nylmie die; - (zu t2...ie): svw. Anthroponymik. Anlthro po nyimik die; - (zu t2...ik (l)):
Personennamenkunde. An|thro|po|pa|thie zZz'e; -, ...ien
(zu t...pathie): (veraltet) menschliche Empfindung, anthro po pa thisch: (veraltet) menschlich empfindend.
An|thro|po|palthis|mus z/er; - (zu gr. páthos „Gefühls
bewegung, Leidenschaft“ u. î...ismus (1)): die Vorstel
lung Gottes als eines Wesens mit menschlichen Eigen
schaften (Philos.). An|thro|po|pha|ge der; -n, -n (zu
t...phage): svw. Kannibale. Anlthrolpolphalgie dz'e; (zuî...phagie): svw. Kannibalismus, anlthrolpolphjl (zu
T ...ptiil): den Menschen bevorzugend (von Krankheitser
regern). Anlthrolpolphillie die; - (zu t2...ie): Bevorzu
gung des Menschen (von Krankheitserregern), anlthropo phob (zu t,,,phob (a)>: an Anthropophobie leidend
(Psychol., Med.). An|thro|po|pho|bie die; - (zu î...pho
bie (a)): übersteigerte, zwanghafte Angst vor dem Umgang
mit Menschen (Psychol., Med.). An|thro|po|phy|sio|logie [auch an...] die: -: Teilgebiet der Anthropologie, des
sen Aufgabenbereich das Studium der Zell-, Gewebe-, Or
ganfunktionen u. biochem. Prozesse bei verschiedenarti
gen Menschengruppen umfasst. Anlthrolpolphylten die
(Plur.) (zu T...phyt>: durch den Menschen verbreitete
Pflanzen. Anlthrolpolplasltik die; -, -en (zu T * Plastik) :
'Plastik (1), die Menschen darstellt. Anlthrolpolplastilker der; -s, -: Schöpfer von Menschen darstellenden
Plastiken. Anlthrolpolsoph der; -en, -en (zu gr. sophós
„der Weise, Kundige“): Anhänger der Anthroposophie.
Anlthrolpolsolphie die; - (zu gr. sophia „Weisheit“,
eigtl. „Menschenweisheit“): (von Rudolf Steiner 1913
begründete) Lehre, nach der der Mensch höhere seeli
sche Fähigkeiten entwickeln u. dadurch übersinnliche
Erkenntnisse erlangen kann. an|thro|po|so|phisch:
die Anthroposophie betreffend. Anlthro|po|tech|nik
die; -: Gebiet der Arbeitswissenschaft, das sich mit dem
Problem befasst, Arbeitsvorgänge, -mittel u. -plätze den
Eigenarten des menschlichen Organismus anzupassen.
An|thro|po|the|is|mus der; -: (veraltet) Vergötterung
von Menschen. Anlthrolpolthelralpie die; alte Bez.
für Humanmedizin. Anlthrolpolthylsie die; -, ...ien
(zu gr. thysia „Opferung“): (veraltet) Opferung von
Menschen, Erbringen eines Menschenopfers. Anlthropo|to|mie die; - (zu t ...tomie): 1 Anatomie (1) des Men
schen. an|thro|po|zen|trisch: den Menschen in den
Mittelpunkt stellend. An|thro|po|zo|en die (Plur.) (zu
gr. zöon „Lebewesen“): durch den Menschen unbewusst
eingeschleppte u. verbreitete Tiere. An|thro|polzo|ikum das; -s (zu t...zoikum>: erdgeschichtliches Zeitalter
der Entwicklung des Menschen bis zur Gegenwart. Anthro polzoo no se die; -, -n (zugr. nósos „Krankheit“;
vgl. ‘...ose): Infektionskrankheit, die vom Tier auf den
Menschen übertragen werden kann (z. B. Papageien
krankheit, Tollwut; Med.); Ggs. tAnthroponose. Anthrolpus der; - (aus gleichbed. nlat. anthropus, dies aus
gr. änthröpos „Mensch“): Frühmensch, Vertreter einer
Frühstufe in der Entwicklung des Menschen (z. B. t Sinan
thropus)
Anlthulrie [...io] die; -, -n (aus gleichbed. nlat. anthuria zu
gr. änthos „Blume“ u. ourá „Schwanz“): Flamingoblume
(Aronstabgewächs). An|thu|ri|um das; -s, ...ien [...ion]
(zu Î ...ium): svw. Anthurie
das; -s, ...ka (zu tanti..., gr. hydrops,
Gen. hÿdropos „Wassersucht“ u. t,,,ikum): Mittel gegen
Wassersucht, antlhyldrolpisch: gegen Wassersucht wir
kend
Ant|hylgron|do|se* die; -, -n (zu tanti... u. gr. hygrós
„nass, feucht“): Stromverteilerdose für feuchte Räume,
Feuchtraumdose (Elektrot.)
Ant|hy|per|i|drolti|kum* das; -s, ...ka (zu tanti..., thy
per... u. tHidrotikum): svw. Anthidrotikum
Ant|hy|po|pho|ra die; -, ...phpren (zu tanti... u. gr. hypophorä „Vorwand, Einwurf“): Anführung u. gleichzeitige
Widerlegung des gegnerischen Einwandes (Rhet.)
anlti (verselbstständigt ausgr. anti- „entgegen“); in der Fü
gung anti sein: (ugs.) dagegen sein; eine grundsätzlich an
dere Ansicht vertreten
anlti..., Anlti..., vor Vokalen u. vor h gelegentlich ant...,
Ant... (aus gr. anti- „gegenüber, entgegen“): a) Präfix, das
einen ausschließenden Gegensatz bezeichnet (z.B. anti
bürgerlich); b) Präfix, das ausdrückt, dass das im Grund
wort Enthaltene verhindert wird (z. B. antikonzeptionell);
c) Präfix, das einen komplementären Gegensatz bezeich
net (z. B. Antimaterie); d) Präfix, das ausdrückt, dass das
so Bezeichnete ganz anders ist, als das, was das Grund
wort angibt, dass es dessen Eigenschaften nicht enthält
(z. B. Antiheld)
An|ti|adre|ner|gi|kum‘rfas,- -s, ...ka (zu Îanti..., Îadrenal,
gr. érgon „Werk, Tätigkeit“ u. t...ikum>: svw. Sympathikolytikum
An tilaging [anti'eɪdzɪŋ] tfös; -s (aus gleichbed. engl. antiag[e]ing zu tanti... u. to age „altern“, dies über altfr. aus
lat. aetas, aetatis „Alter“): Gesamtheit der medizinischen
u. kosmetischen Maßnahmen zur Verzögerung der Alte
rungsprozesse
An|ti|ali|a|sing [æntɪəɪ'liəzɪŋ] das; -s (zu engl. anti- (vgl.
anti,,,)u. Î Aliasing): Beseitigung des gezackten od. stufen
artigen Erscheinungsbildes von Kurven u. diagonalen Li
nien auf dem Bildschirm mithilfe einer speziellen Software
(EDV)
Anltilallkolhollilker [auch an...] der; -s, - (zu tanti... u.
tAlkoholiker): Alkoholgegner, jmd., der grundsätzlich
keinen Alkohol zu sich nimmt. An|tilal|ko|ho|li|ke|rin
die; -, -nen: weibliche Form zu t Antialkoholiker
An|ti|al|ler|gi|kum* das: -s, ...ka (zu tanti..., t Allergie u.
t...ikum): Arzneimittel zur Vorbeugung gegen u. zur Be
handlung von Allergien
An|ti|ame|ri|ka|nis|mus [auch an...] der; - (zu Îanti... u.
t Amerikanismus) : ablehnende Haltung gegenüber Gesell
schaftssystem, Politik und Lebensstil der USA
An|ti|anä|mi|kum* das; -s, ...ka (zu tanti..., tAnämie u.
t...ikum): Arzneimittel zur Vorbeugung gegen u. zur Be
handlung von Blutarmut (Med.)
An|ti|anldro|gen* das; -s, -e (zu tanti... u. tAndrogen):
Arzneimittel, das die Wirkung der männlichen Ge
schlechtshormone herabsetzt (Med.)
An|ti|an|nelxi|o|nist der; -en, -en (zu îanti... u. Î Annexi
onist): Gegner von Annexionen. an|ti|an|ne|xilo|nistisch: gegen Annexionen eingestellt
Anltilapex vgl. Antapex
An|ti|aphro|di|si|alkum* das; -s, ...ka (zu tanti... u.
t Aphrodisiakum): svw. Anaphrodisiakum
An|ti|ar|rhyth|mi|kum das; -s, ...ka (zu t anti..., Î Arrhyth
mie u. t ...ikum): Arzneimittel, das den Herzrhythmus nor
malisiert (Med.)
an|ti|as|the|nisch* (zu tanti... u. tAsthenie): gegen
Schwäche wirkend
Anlti|asth|ma|ti|kum das; -s, ...ka (zu tanti..., gr. ästhma
„schweres, kurzes Atemholen, Beklemmung“ u. t ...ikum):
Heilmittel gegen Bronchialasthma (Med.), anltilasthmaltisch: gegen Bronchialasthma wirkend
Antlhyldrolpilkum*
111
das,-s,-e (zu tanti...u. Î Atom): Atom der Î An
timaterie (Phys).
an|ti|au|to|ri|tär [auch 'an...] (zu tanti... u. Îautoritär): ge
gen autoritäre Normen gewendet, gegen Autorität einge
stellt (z.B. von sozialen Verhaltensweisen, theoretischen
Einstellungen); Ggs. Î autoritär (1 b);antiautoritäre Erzie
hung: Erziehung der Kinder unter weitgehender Vermei
dung von Zwängen (z.B. in Bezug auf Triebverzicht) u.
t Repressionen zu selbstständig denkenden u. kritisch ur
teilenden Menschen
an|ti|au|xo|chrom [,,,'kro:m] (zu Îanti... u. tauxochrom):
in Farbstoffen Farbänderungen hervorrufend (von einer
Elektronen empfangenden Molekülgruppe; Chem.)
Anltilbalbylpillle [,,,'be:bi...] die; -, -n (zu tanti... u. ÎBa
by): (ugs.) empfängnisverhütendes Mittel, dessen Wir
kungsmechanismus in einer durch Hormone gesteuerten
Unterdrückung der t Ovulation beruht
an|ti|bak|te|ri|ell [auch an...] (zu tanti... u. tbakteriell):
gegen Bakterien wirksam od. gerichtet (bes. von Medika
menten)
Anltilbapltist der; -en, -en (zu tanti... u. t Baptist): Gegner
der Taufe
Anltilbarlbalrus der; -, ...ri (zu tanti... u. gr. bárbaros
„Fremder, Ausländer“): Titel von Büchern, die Verstöße
gegen den richtigen Sprachgebrauch aufführen u. berich
tigen; vgl. Barbarismus (1 b)
Antibaryon das; -s, ...onen (zu tanti... u. t Baryon): An
titeilchen der tBaryonen (Phys.)
An|ti|bio|gramm das; -s, -e (Kurzbildung aus Ï Antibiose
u. t ...gramm): Aufzeichnung des Ergebnisses bei Bestim
mung der Empfindlichkeit von Krankheitserregern gegen
Î Antibiotika u. t Sulfonamide. Anltilbilont der; -en, -en
(zu t...biont): Kleinstlebewesen, von dem die Antibiose
ausgeht. An|ti|bio|se die; -, -n (zu t...biose): hemmende
od. abtötende Wirkung der Stoffwechselprodukte be
stimmter Mikroorganismen auf andere Mikroorganismen.
Anltilbioltilkum das; -s, ...ka (zu t...ikum>: biologischer
Wirkstoff aus Stoffwechselprodukten von Kleinstlebewe
sen, der andere Mikroorganismen im Wachstum hemmt
od. abtötet (Med.), anltilbiloltisch: von wachstumshem
mender od. abtötender Wirkung (Med.)
Anltilblock der; -s, -s (zu tanti...): Idee in Schachaufgaben,
bei der ein bestehender Block durch Wegziehen der blo
ckenden Figur aufgehoben wird (Kunstschach)
Anitilblolckieijsysltem das; -s, -e (zu tanti..., tblockieren u. ÎSystem): Bremssystem, das beim Bremsvorgang
das Blockieren der Räder verhindert; Abk. : ABS
Antibolschewislmus [auch an...] der; - (zu tanti... u.
ÎBolschewismus): Gegnerschaft gegen den ÎBolschewis
mus
an|ti|bo|relal (zu tanti... u. tboreal): südlich; dem südli
chen Klima Afrikas, Australiens u. Südamerikas zugehö
rend. an|ti|bo|re|isch: svw. antiboreal
An|ti|cham|bre* [atija:brə] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
antichambre, dies aus /Z. anticamera, zu lat. ante „vor“ u.
camera „Zimmer“): (veraltet) Vorzimmer, anltilchambrielren [antiʃam...] (zut..deren): 1. (veraltet) im Vorzim
mer eines Vorgesetzten, einer hochgestellten Persönlich
keit o.Ä. warten. 2. durch beharrliches, wiederholtes Vor
sprechen bei einer Behörde o.Ä. etwas zu erreichen suchen
Anltilchlor [,,,klo:u] tfas; -s (zu tanti... u. tChlor): chem.
Stoff, der Chlor unwirksam macht u. Reste von Chlor (aus
Geweben nach dem Bleichen) entfernt
An|ti|cho|le|ri|kum [,..k...] das; -s, ...ka (zu tanti..., tCholerau. t...ikum>: Mittel gegen Cholera (Med.), anltilcholelrisch: gegen Cholera wirkend (bes. von Medikamen
ten)
Anltilchrelse [,,,'gre:zə] die; -, -n (zu tanti... u. gr. chrësis
„Gebrauch, Benutzung“, eigtl. „Gegengebrauch“): Über
Anitilatom
Antidiuretikum
lassung der Pfandnutzung an den Gläubiger, anltilchretisch: die Pfandnutzung dem Gläubiger überlassend
1An|ti|christ [...krist] der; -[s] (über faz. Antichristus ausgr.
Antichristos „der Widerchrist, Teufel“); der Teufel; Wi
dersacher Christi. 2Anltilchrist der; -en, -en (zu Î'Anti
christ): Gegner des Christentums. Anltilchrisltilalnismus der; - (zu lat. -ianus (Zugehörigkeitssuffix) u. t...ismus (1)>: dem Christentum feindlich gesinnte religiöse
Anschauung. an|ti|christ|lich [auch ...krist...]: gegen
das Christentum eingestellt, gerichtet
Anltilchrolnislmus [...kro...] der; - (zu Î anti..., gr. chrönos
„Zeit“ u. t,,,ismus (2)>: svw. Anachronismus
Anltichltholne* [,..'çto:na] der; -n, -n (zu tanti... u. gr.
chthön „Erde, Erdboden“): svw. 'Antipode (1)
anti ci pan do [,..ts...] vgl. antizipando
Antilcodon [,..k...] das; - (zu tanti... u. tCodon): spezifi
sche Abfolge von drei ÎNukleotiden (vgl. Triplett 2) in der
Molekularbiologie
Anltilcum [...kum] das; -s, ...ca (aus gleichbed. far. anticum
zu ante „vor, vorn“): Vorhalle, vorderer Teil des altröm.
Tempels
An|ti|dak|tyllus der; -, ...ylen (über lat. antidactylus aus
gr. antidáktylos „Gegendaktylus, umgekehrter Dakty
lus“): svw. Anapäst
anltildälmolnisch (zu tanti... u. t Dämon): gegen Dämo
nie ankämpfend
An|tilde|mo|krat* der; -en, -en (zu t anti... u. t Demokrat):
Gegner der bzw. einer Demokratie. an|ti|de|mo|kratisch: gegen die t Prinzipien einer Demokratie gerichtet
anltildelpreslsiv* (zu tanti... u. tdepressiv): gegen De
pressionen wirkend. Anltildelpreslsilvum [...vum] das;
-s, ...va [...va] (meist Plur.) (zu t,,,ivum): Arzneimittel ge
gen t Depressionen (Med.)
anltildeslpoltisch (zu tanti... u. tDespot): jeder Gewalt
herrschaft gegenüber ablehnend
Anltildeultelrilum das; -s (zu t anti... u. ÎDeuterium): die
dem schweren Wasserstoff entsprechende Î Antimaterie.
An|ti|deu|te|ron das; -s, ...onen: der aus einem tAnti
proton u. einem Î Antineutron bestehende Atomkern eines
Antideuteriumatoms
An|ti|di|a|be|ti|kum das; -s, ...ka (zu t anti..., Î Diabetes u.
t...ikum>: Arzneimittel, das den Blutzuckerspiegel senkt
(Med.)
An|ti|di|älre|se u.An|ti|di|ä|re|sis die; -, ...resen (zu tan
ti... u. tDiärese): (veraltet) Unterabteilung
Anltildilarlrholilkum das; -s, ...ka (zu tanti..., Î Diarrhö u.
t...ikum): Arzneimittel gegen Durchfall (Med.), anltildiar rhö isch: Durchfall verhindernd, stopfend (Med.)
Anltildilasltolle* die; -, -n (zu tanti... u. tDiastole): (ver
altet) genaue Unterscheidung von Krankheiten durch ihre
Gegenüberstellung
An|tildi|e|ge|se die; -, -n (zu Îanti..., gr. diêgësis „Erörte
rung“): Gegenerzählung, andere Darstellung der Erzäh
lung eines Gegners (Rhet.)
Antildikasie die; -, ...ien (zu gr. antidikázesthai „um das
Recht streiten“ u. t2...ie>: (veraltet) Rechtsstreit. AnItildiko|ma|ri|a|ni|ten die (Plur.) (aus gleichbed. mlat. antidicomarianitae zu gr. antidikem „(vor Gericht) streiten, wi
dersprechen“, Maria (Name der Mutter Jesu) u. t3...it): a)
Gegner der Lehre von der unverletzten Jungfräulichkeit
der Maria; b) Bez. mehrerer altchristlicher Sekten. Anltidilkos der; - (aus gleichbed. gr. antidikos): Gegner vor
Gericht, Prozessgegner bei den alten Griechen
An|ti|di|ni|kum das; -s, ...ka (zu îanti..., gr. dine „Wirbel,
Drehung“ u. t...ikum): (veraltet) Mittel gegen Schwindel
gefühl
An|ti|di|ulrelti|kum das; -s, ...ka (zu tanti..., ÎDiurese u.
t...ikum): die Harnausscheidung hemmendes Arzneimit
tel (Med.)
A
Anti-dive-System
[...daiv...] das; -s <zu Tanti..., engl. to
dive „(mit dem Kopf zuerst) ins Wasser springen, unter
tauchen“ u. T System): Vorrichtung an der Radaufhängung
von Motorrädern, die die Nickbewegung des Fahrzeugs
beim Bremsen mindert
Anltildoglmaltislmus der; - <zu tanti... u. TDogmatismus): gegenjede Art von Dogmatismus gerichtete Einstel
lung
An tildo ron das; -s, ...ra <zu Tanti... u. gr. dðron „Ge
schenk“): a) (veraltet) Gegengeschenk, Vergeltung; b)
(nur Plur.) Verteilung des übrig gebliebenen gesegneten
Brotes nach dem Abendmahl unter das Volk in der griech.orthodoxen Kirche. An|ti|do|sis dze; -, ...dosen (aus
gleichbed. gr. antidosis, eigtl. „Umtausch“): (veraltet) Ge
gengabe, Ersatz. Anltildotdas; -[e]s, -e u. Antidoton das;
-s, ...ta (aus gr. antidoton „Gegengabe“): Gegengift. Anti|do|ta|ri|umdas; -s, ...ia (aus gleichbed. mlat. antidotarium): a) Verzeichnis von Gegenmitteln, Gegengiften; b)
Titel alter Rezeptsammlungenu. Arzneibücher. an|ti|dotielren (zu Î..deren): [ein] Gegengift geben, verabrei
chen. Anltildolton vgl. Antidot
anltildralmaltisch [auch an...] (zu Tanti... u. Tdramatisch): den Regeln des T Dramas entgegengesetzt
an¡ti|drom* (zu Tanti... u. gr. drómos „Lauf'): entgegen
der normalen Richtung verlaufend (von der Nervenreiz
leitung; Med.)
Anltildulal der; -s, -e (zu Tanti... u. TDual): themagemäße
Technik zur Vermeidung von Î Dualen (2) in [zweizügigen]
Schachaufgaben (Kunstschach)
anltildylnasltisch (zu Î anti... u. tDynastie): einem Fürs
tenhaus od. der Fürstenherrschaft überhaupt feindlich ge
sinnt
An|ti|dylsen|telri|kum* das; -s, ...ka (zu Tanti..., TDys
enterie u. T...ikum): Arzneimittel gegen die Ruhr
(Med.). an|ti|dy[sen|te|risch: gegen Durchfall wirk
sam (Med.)
Anlti!elek!tron* [auch an...] das; -, ...onen (zu Tanti... u.
t‘Elektron): das TPositron als das ÎAntiteilchen des
T ‘Elektrons
An|ti|eme|ti|kum vgl. Antemetikum
An ti en ne [a tiɛnə] die; - (aus gleichbed. fr. antienne, dies
über älter fr. entievene aus kirchenlat. antefana, umgewan
delt aus antiphona; vgl. Antiphon): kirchlicher Wechsel
gesang
Anltijenlzymdas; -s, -e (zu Îanti... u. TEnzym): Î Antikör
per, der sich bei Zufuhr artfremder Enzyme im Organis
mus bildet u. deren Wirksamkeit herabgesetzt bzw. auf
hebt (Med.)
Anltilepillepltiikumdas;-s, ...ka (zu Î anti..., ÎEpilepsie u.
Î ...ikum): Arzneimittel zur medikamentösen Behandlung
der Î Epilepsie (Med.)
Anftilfakltorder; -s, ...oren (zu î anti... u. tFaktor): natür
licher Hemmstoff der Blutgerinnung (z.B. THeparin;
Med.)
anlti|fa|na|tisch (zu Tanti... u. Tfanatisch): gegen Schwär
merei u. Bimdgläubigkeit eingestellt
An|ti|fa|schisimus [auch an.,.] der; - (zu T anti... u. T Fa
schismus): Îpolitische Einstellung u. aktives Handeln ge
gen Nationalsozialismus u. Faschismus. Anltilfalschist
[auch ’an...] der; -en, -en (zu T...ist): Gegner des National
sozialismus u. Faschismus, anltilfa schisltisch [auch
an...]: a) den Antifaschismus betreffend; b) die Grundsät
ze des Antifaschismus vertretend
An|ti|fe|bri!le*das; -[s], ...lia (zu Tanti... u. lat. febris „Fie
ber“): fiebersenkendes Mittel (Med.). An|ti|fe|brin das;
-s, -e (zu T ...in ( 1 )) : (kaum mehr verwendetes) Fiebermittel
An|ti|fer|mentdas; -s, -e (zu tanti... u. ÎFerment): (veral
tet) svw. Antienzym
An|ti!fer|ro|elek|tri|kum* das; -s, ...ka (zu Tanti..., TFerAnIti-dive-SysItem
112
roelektrizität u. T...ikum>: kristalliner Festkörper mit
Überstruktur im Kristallgitter, wobei die beiden Teilgitter
gleich starke, aber entgegengesetzte elektrische Î Polarisa
tion aufweisen, sodass die Gesamtpolarisation des Kris
talls null ist
an|ti|fer|ro|malgneltisch*: besondere magnetische Ei
genschaften aufweisend (von bestimmten Stoffen; Phys.)
Antifibrinolysin* das; -s, -e (zu Tanti..., TFibrinolyse
u. Î ...in): im Blut gebildeter T Antikörper, der einer Î Fibri
nolyse entgegenwirkt (Med.). An|ti|fi|bri|no!lylsin|test
der; -s, Plur. -s, auch -e: Probe zum Nachweis von T Antifibrinolysinen im Blut (Med.). An|ti|fübri|no|ly|ti|kum
das; -s, ...ka (zu t...ikum>: Arzneimittel gegen u. zur Be
handlung von Blutungen infolge gesteigerter T Fibrinolyse
(Med.)
Anltilfoulling ['æntɪ faolɪŋ] das: -s (zu T anti... u. engl. fou
ling „Verunreinigung“, vgl. Fouling): Anstrich für den un
ter Wasser befindlichen Teil des Schiffes, der die Anlage
rung von Pflanzen u. Tieren verhindert
Anltilfrikltilgnslmeltall das; -s, -e (zu Tanti..., ÎFriktion
u. ÎMetall): wegen seiner geringen Reibung zur Anferti
gung von Zapfenlagern geeignete Metallmischung (z.B.
Zinn od. Zink mit Kupfer)
Anltilgallakltilkumdas; -s, ...ka (zu Tanti...,gr. gála, Gen.
gálaktos „Milch“ u. T ...ikum): Arzneimittel gegen zu star
ke Milchabsonderung (Med.)
anltilgalllisch (zu Tanti... u. Gallia, dem lat. Namen für
Frankreich): franzosenfeindlich
Anltilgen das; -s, -e (zu Tanti... u. T...gen): artfremder Ei
weißstoff (z. B. Bakterien), der im Körper die Bildung von
T Antikörpern bewirkt, die den Eiweißstoff selbst unschäd
lich machen. Anltilgen-Anltilkörlper-Relakltilon die;
-, -en: Abwehrreaktion des Körpers auf artfremde Eiweiß
stoffe (T Antigene), bei der spezifische Î Antikörper die ein
gedrungenen Fremdstoffe unschädlich zu machen versu
chen
anltilgliss (zu Îanti... u./r. glisser „rutschen“; vgl. Glissa
de): rutschsicher (z.B. von Skianzügen)
Anltilgolrit [auch ...fit] der; -s, -e (nach dem Antigoriatal
in der ital. Landschaft Piemont u. zu T2...it): farbloses,
durchscheinendes Mineral, Abart des T Serpentins
Anltilgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu Tanti... u.
T...graf>: (veraltet) Verfasser einer Gegenschrift. Anltigralphon das; -s, ...pha (aus gleichbed. gr. antigraphon):
(veraltet) Abschrift (einer Urkunde)
Anitiihälmoliylsin das; -s, -e (zu tanti... u. ÎHämolysin):
Stoff, der die Wirkung des Î Hämolysins aufhebt (Med.),
anltilhälmolphil: gegen ÎHämophilie gerichtet od. wir
kend (Med.). An|ti|hälmor|rha|gi|kum das; -s, ...ka (zu
THämorrhagie u. T...ikum): Arzneimittel zur Vorbeugung
gegen u. zur Behandlung von Blutungen (Med.)
Anltüheld der; -en, -en (zu T anti...): inaktive, negative od.
passive Hauptfigur in Drama u. Roman im Unterschied
zum aktiv handelnden Helden
Anltilhellilum das; -s (zu T anti... u. ÎHelium): dem Helium
entsprechende T Antimaterie
Anltilhisltalmilnilkum* das; -s, ...ka (zu Î anti..., THistamin u. T...ikum>: Arzneimittel gegen allergische Reaktio
nen (Med.)
An|ti|hor| mon das; -s, -e (zu Îanti... u. THormon): eiweiß
artiger Stoff, der die Wirkung eines Hormons abschwä
chen od. aufheben kann (Med.)
An Iti I hu Iman Iglol bu Hin Itest der; -s (zu T anti..., Î human,
T Globulin u. TTest): serologisches Verfahren zum Nach
weis unvollständiger T Antikörper, die sich an menschliche
Blutzellen (besonders rote Blutkörperchen) binden, ohne
eine sichtbare ÎReaktion (z.B. ÎAgglutination od. THä
molyse) hervorzurufen (Med.)
An|ti|hy|pe|ron das; -s, ...onen (zu Tanti... u. THyperon):
113
Antiteilchen des als Î Hyperon bezeichneten Elementar
teilchens
An|ti|hy|perlten|si|vum [...vom] das; -s, ...va [...va] <zu
tanti..., îHypertension u. î...ivum): svw. Antihypertoni
kum
An|ti|hy|per|tolni|kum das; -s, ...ka (zu îanti..., T Hyper
tonie u. î ...ikum): Arzneimittel gegen krankhaft erhöhten
Blutdruck (Med.)
An|ti|hylpo|gly|kä|mi|kum* das; -s, ...ka <zu tanti...,
THypoglykämie u. t...ikum>: Arzneimittel zur Behand
lung der Hypoglykämie (Med.)
An|ti|hy|po|tolni|kum das; -s, ...ka (zu tanti..., îHypotonie u. Î ...ikum): Arzneimittel zur Vorbeugung gegen u. zur
Behandlung von niedrigem Blutdruck (Med.)
Anltilicings [æntɪ'aɪsɪŋs] die (Plur.) (zu tanti... u. engl.
icing „Vereisung“): Vereisungsschutzmittel, die Vergaser
kraftstoffen zugesetzt werden
An|ti|idi|o|typ der; -s, -en (zu tanti... u. tldiotyp): Anti
körper, der sich gegen die spezifischen Anteile der Î Im
munglobuline richtet (Med.)
An|ti|in|krus|ta|tor* der; -s, ...oren (zu tanti..., tInkrus
tation u. t...or>: (veraltet) Apparat zur Verhinderung der
Bildung von Kesselstein in Dampfkesseln
An|ti|inloku|list der; -en, -en (zu tanti..., ÎInokulation u.
Î ...ist) : (veraltet) Gegner der Pockenschutzimpfung
Anltiljuldalislmus der; - (zu îanti... u. t Judaismus): tra
ditionelle Form der Judenfeindschaft, Vor- u. Nebenform
des t Antisemitismus (b)
an tik (aus fr. antique „altertümlich“, dies aus lat. antiquus
„alt“): 1. auf das klassische Altertum, die Antike zurück
gehend; dem klassischen Altertum zuzurechnen. 2. in al
tertümlichem Stil hergestellt, vergangene Stilepochen (je
doch nicht die Antike) nachahmend (von Sachen, bes. von
Einrichtungsgegenständen); vgl. ...isch/Antikachektikum* [,..x...] das; -s, ...ka (zu îanti...,
tKachexieu. t...ikum): Arzneimittel gegen Körperschwä
che u. Blutarmut (Med.). an|ti|ka|chek|tisch: der kör
perlichen Kräftigung dienend (Med.)
An|ti|ka|gli|en* [,,,'kaljən] die (Plur.) (aus it. anticaglia
„Altwaren“ zu antico „alt“, dies aus lat. antiquus, vgl. an
tik): kleine antike Kunstgegenstände (Kunstw.)
An'tilkankrin* das; -s, -e (zu Îanti..., zu lat. cancer, Gen.
cancri „Krebs(geschwür)“ u. t...in (1)): Serum gegen
Krebs (Med.). an|ti|kan|krös (zu t...ös): gegen Krebs
wirksam (Med.)
An|ti|kar|di|on das; -s (zu tanti..., gr. kardia „Herz“ u.
t'...on): Herzgrube (Anat.)
antikariös (zu îanti..., Î Karies u. Î ...ös): gegen den Zer
fall an Knochen u. Zahn gerichtet (Med.)
An|ti|karlzi|nolge|ne|se die; - (zu Îanti... u. Î Karzinogenese): Gebiet der Krebsforschung, das sich mit der Hem
mung der chem. Karzinogenese befasst
an|ti|ka|tar|rha|lisch (zu îanti... u. Îkatarrhalisch): ge
gen Husten u. Schnupfen wirksam (Med.). An|ti|ka|tarrhalilum das; -s, ...lia (zu t...ium): Arzneimittel gegen
Husten u. Schnupfen (Med.)
Anltilkaltholde, fachspr. auch Antikatode [auch an...]
die; -, -n (zu îanti... u. tKathode): der ÎKathode gegen
überstehende t Elektrode (Anode) einer Röntgenröhre
an|ti|ka|tho|lisch (zu îanti... u. tkatholisch): gegen den
kath. Glauben, die kath. Kirche gerichtet
Anltilkaltglde vgl. Antikathode
An|ti|kaus|ti|kum das; -s, ...ka (zu îanti... u. tKaustikum): Mittel gegen das Verbrennen od. Ätzen (Med.,
Chem.). anltilkausltisch: gegen das Brennen od. Ätzen
wirkend
Anltilke die; -, -n (nach gleichbed./r. antique; vgl. tantik):
1. (ohne Plur.) das klassische Altertum u. seine Kultur. 2.
(meist Plur.) antikes Kunstwerk. An|ti|ken|ka|bi|nett
Antikritikus
das; -s, -e: Ausstellungsraum für antike Kunstwerke, antilkisch: dem Vorbild der antiken Kunst nachstrebend;
vgl. ...isch/-.an|ti|ki|sie|ren (zu t ...isieren): nachArtder
Antike gestalten; antike Formen nachahmen (z.B. im
Versmaß)
An|ti|kla|se* i/ze; -, -n (zu Îanti... u. gr. klásis „Bruch, das
Brechen"): durch seitliches Auseinanderweichen der Fels
wände entstandene u. mit Gesteinsschutt ausgefüllte Spal
te (Geol.)
a n 11 i I k I e I r i | ka I [auch an...] (zu tanti... u. tklerikal): kir
chenfeindlich. An|ti|kle|ri|ka|lis|mus [auch an...] der; (zu t...ismus (5)): kirchenfeindliche Einstellung
An|ti|kli|max die; -, -e (zu Îanti... u. ÎKlimax): Übergang
vom stärkeren zum schwächeren Ausdruck, vom Wichti
geren zum weniger Wichtigen (Rhet., Stilk.); Ggs. ÎKli
max ( 1 )
an|ti|kli|nal* (zu gr. antiklinein „entgegenneigen“ u. Î ’...al
(1)>: sattelförmig (von geolog. Falten; Geol.). Anltilklinalle die: -, -n (zu î ...ale): Sattel (nach oben gebogene Fal
te; Tektonik). An Itilklilne die; -, -n (zugr. kline „Lager“):
1. svw. Antiklinale. 2. senkrecht zur Oberfläche des Or
gans verlaufende Zellwand einer Pflanze. Anlti|kli|no|rium das; -s, ...ien [,,,iən] (zu t...orium): Faltenbündel, des
sen mittlere Falten höher als die äußeren liegen (Geol.);
Ggs. t Synklinorium
Anltilkolalgullans das; -, Plur. ...lantiau. ...lanzien [,,,iən]
(meist Plur.) (zu tanti... u. tKoagulans): die Blutgerin
nung verzögerndes od. hemmendes Mittel (Med.). An|tikoagulation die; -, -en: Verzögerung der erhöhten
Blutgerinnung (Med.)
An|ti|kom|mu|nis|mus [auch an...] der; - (zu îanti... u.
ÎKommunismus): Ablehnung kommunistischer Ideologie
u. Politik, Gegnerschaft gegen den Kommunismus. Anltikomlmulnist [auch an...] der; -en, -en: Gegner des Kom
munismus. an|ti|komlmulnisltisch [auch 'an...]: gegen
den Kommunismus eingestellt, gerichtet
anlti|kon|sti|tu|ti|olnell* (zu îanti... u. Îkonstitutionell):
verfassungsfeindlich, -widrig. An|ti|kon|sti|tulti|o|nist
der; -en, -en (zu ÎKonstitution u. t...ist>: a) Verfassungs
gegner; b) Geistlicher, der sich der päpstlichen Bulle gegen
den î Jansenismus nicht unterwarf
An|ti|kon|ta|gi|o|nist der; -en, -en (zu îanti..., ÎKontagion u. t...ist): (veraltet) Gegner der Ansteckungslehre
(Med.). an|ti|kon|ta|gi|ös: der Ansteckung entgegen
wirkend (Med.). An|ti|konlta|gi|o|sum das; -s, ...sa (zu
î...osum): Arzneimittel gegen Ansteckung, Schutzmittel
(Med.)
anltilkonlvullsiv [...v.„] u. an|ti|kon|vullsi|visch [,,,vʧ]
(zu Îanti... u. îkonvulsivisch): gegen Krämpfe u. Zuckun
gen wirkend (Med.). An|ti|konlvul|silvum [...vom] das;
-s, ...va [...va] (zu t...ivum): krampflösendes bzw. -verhin
derndes Mittel mit Wirkung an der glatten Muskulatur u.
am Zentralnervensystem (Med.)
An|ti|kon|zep|tilon die; - (zu îanti... u. ÎKonzeption):
Empfängnisverhütung (Med.). an|ti|kon|zep|ti|o|nell:
die Empfängnis verhütend (Med.). Anltilkonlzepltivum [...vom] das; -s, ...iva [...va] (zu Zaz. conceptivum „das
(in sich) Aufgenommene“): empfängnisverhütendes Mit
tel (Med.). An|ti|kon|zi|pi|ens [...picns] das; -, ...pienzien [...ian] (zu lat. concipiens „aufnehmend“, Part. Präs,
von concipere „aufnehmen, zusammenfassen“): svw. Antikonzeptivum
Anltilkörlper der; -s, - (zu îanti...): im Blutserum als Re
aktion auf das Eindringen von Î Antigenen gebildeter Ab
wehrstoff (Med.)
An|tiIkriItik [auch ... ti:k] die; -, -en (zu îanti... u. Î Kritik):
Gegenbeurteilung, Zurückweisung einer ungünstigen Ein
schätzung. An|tiIkri|tiIker der; -s, -: Verfasser einer Ge
genkritik. Anltilkriltilkus rZer; -, Plur. -se, auch ...tizi:
antikritisch
Zug eines Langschrittlers [aus der Grundstellung] über ein
Î kritisches (6) Feld hinweg in Gegenbewegung zu einem
vorher ausgeführten (od. gedachten) T Kritikus (2) zum
Zwecke der Beseitigung einer bestehenden kritischen
Schädigung (Kunstschach). an|ti|kri|tisch [auch an...]:
eine bestehende Î kritische (6) Schädigung aufhebend
(Kunstschach)
Anltillalbe die; -, -n (aus gr. antilabë „Haltegriff, Wider
halt“): Aufteilung eines Sprech verses auf verschiedene
Personen
Anlti|lelgo|me|non das; -s, ...omena (aus gr. antilegömenon „was bestritten wird“): 1. (ohne Plur.) Buch des
Neuen Testaments, dessen Aufnahme in den ÎKanon (5)
früher umstritten war. 2. (nur Plur.) Werke antiker
Schriftsteller, deren Echtheit bezweifelt od. bestritten
wird
Anltüleplsis die; -, ...sen (zu tanti... u. gr. lèpsis „das Neh
men“, dies zu lambánein „nehmen, empfangen“): Ein
wand, Einwurf, Widerlegung des angenommenen Satzes,
Tadel (Rhet.). an ti lep tisch: (veraltet) zur Ablenkung
einer Krankheit auf einen dem kranken entgegengesetzten
Körperteil einwirkend (Med.)
Anltillepiton Azs; -s, ...onen(zu Î anti... u. GLepton): Î An
titeilchen des als GLepton bezeichneten Elementarteil
chens (Phys.)
an|ti|le|tharjgisch (zu t anti... u. Î Lethargie): 1. gegen die
Schlafsucht wirkend (Med.). 2. gegen Gleichgültigkeit u.
körperliche Trägheit gerichtet
an|ti|leu|ko|zyltär (zu tanti..., ÎLeukozyt u. t...är>: gegen
Leukozyten gerichtet (Med.)
anltillilbelral [auch an...] (zu Tanti... u. iliberal): 1. der
Freisinnigkeit entgegengesetzt. 2. gegen den Liberalismus
gerichtet. Anlti|li|be!ra|lis|mus [auch an...] der; -: Ein
stellung gegen den Liberalismus
An|ti|lolga|rith|mus* [auch an...] der; -, ...men (zu Îanti...
u. tLogarithmus): svw. Numerus (2)
Anltillolgie die; -, ...ien (aus gr. antilogía „Gegenrede“ zu
antilégein „widersprechen“): Rede u. Gegenrede über die
Haltbarkeit eines Lehrsatzes. Anltillojgik die; - (zu gr.
antilogikös „zum Widerlegen bereit, streitsüchtig“; vgl.
2...ik (2)): Zwiespalt mit den Denkgesetzen
Anltillglpe die; -, -n (aus gleichbed. niederl. bzw./r. antílo
pe, diese über engl. antelope aus mlat. ant(h)alopus, mgr.
anthölöps, dem Namen eines Fabeltiers, eigtl. „Blumen
auge“): gehörntes afrik. u. asiat. Huftier
Anltillolquist der; -en, -en (zu tanti..., lat. loqui „spre
chen“ u. T ...ist): (veraltet) Widersacher. Anltillolquilum
das; -s, ...quia (zu T...ium>: (veraltet) Gegenrede, Wider
spruch
An|ti|lu|i|kum das; -s, ...ka (zu Îanti..., î Lues u. Î ...ikum):
Mittel gegen Syphilis (Med.)
an|ti|lymlpho|zy|tär (zu Tanti..., TLymphozyt u. T...är):
gegen Leukozyten gerichtet (Med.). Anltülymlpholzyten glo bu lin
-s, -e: aus ÎAntilymphozytenserum
hergestelltes Globulin (Med.). An|ti|lym|pho|zy|tenselrum das; -s, ...ren: bei Organtransplantationen ver
wendetes Antiserum zur Unterdrückung von Abstoßungs
reaktionen gegen das körperfremde Gewebe (Med.)
An|ti|ma|chi|a|vel|lis|mus [...makiavel...] der; - (nach ei
ner Schrift Friedrichs d. Gr. (1712-1786) gegen Machia
velli u. zu Î ...ismus): gegen den TMachiavellismus gerich
tete Anschauung
AnEtilmaltelrie [...io, auch 'an...] die; - (zu Tanti... u. T Ma
terie): Form der Materie, deren Atome aus Antiteilchen
zusammengesetzt sind
an|ti|maltri|mo|ni|al* (zu Tanti... u. Îmatrimonial): ehe
feindlich
An|ti|mellan!cho|li|kum [...k...]
-s, ...ka (zu Tanti...,
TMelancholie u. T...ikum): Arzneimittel gegen Melancho
114
lie (Med.). an|ti|mellan|cho|lisch: aufmunternd, den
Trübsinn, die schlechte Laune vertreibend
An|tilmen|si|um das; -s, Plur. ...sien [...ion] u. ...sia (zu gr.
anti „anstelle von, anstatt“, lat. mensa „Tisch“ u. Î ...ium) :
in der griech.-orthodoxen Kirche ein vom Bischof geweih
tes Tuch, womit jeder Unterlage die Eigenschaft eines Al
tars verliehen werden kann
Anltilmelrie die; -, ...ien (zu Tanti..., gr. méros „Teil“ u.
G...ie>: Vertauschung eines Redeteils gegen einen anderen
(Rhet.)
Anltilmeltalbolle die; -, -n (aus gr. antimetabole „Umän
derung, Vertauschung“): Wiederholung von Wörtern ei
nes Satzes in anderer Stellung zur Darstellung einer ge
danklichen Antithese (Rhet., Stilk.). An ti meita bo lit
[auch ... lit] der; -en, -en (zu G...it>: den Zellstoffwechsel
schädigende Substanz, die z. B. infolge ehern. Ähnlichkeit
die Stelle eines T Metaboliten einnehmen kann, ohne des
sen Aufgabe im Stoffwechselvorgang zu erfüllen (Med.)
Anltilmeltalleplsis die; -, ...psen (zu Îanti... u. Î Metalepse): svw. Antimetabole
an|ti|me|ta|phy|sisch [auch an...] (zu Tanti... u. Tmetaphysisch): gegen die Î Metaphysik gerichtet
An|ti|me|ta|the|sisdie;- (zu Tanti... u. TMetathese): Wie
derholung der Glieder einer Î Antithese (2) in umgekehrter
Folge
Anltilmeltrie* die: - (zu Tanti... u. Î ...metrie): ein im Auf
bau symmetrisches System, das unsymmetrisch belastet ist
(Bautechnik), anltilmeltrisch (zu Î...metrisch): belastet
mit symmetrisch angebrachten Lasten, die jedoch eine
entgegengesetzte Wirkungsrichtung haben (Bautechnik)
An|ti¡mi|li|ta|ris|mus [auch an...] der; - (zu Tanti... u.
TMilitarismus): den Militarismus ablehnende Einstellung,
Gesinnung, Bewegung. An|ti|mi|li|ta|rist [auch an...]
der; -en, -en: Anhänger des Antimilitarismus, anltilmillita ris tisch [auch an...]: gegen den Militarismus gerich
tet, auftretend, den Antimilitarismus betreffend
Anltilmolderlnisltenleid der; -s (zu Tanti... u. TModernist): Eid gegen die Lehre des T Modernismus (2) (von 1910
bis 1967 für alle kath. Priester vorgeschrieben)
Anltilmon das; -s (aus gleichbed. mlat. antimonium):
ehern. Element, ein Halbmetall; Zeichen Sb
anltilmolnarlchisch* [auch ’an...] (zu Tanti... u. TMonarchie): gegen die monarchische Staatsform gerichtet
anlti|mo|nas|tisch [auch an...] (zu Îanti... u. T Monaste
rium): gegen die Klöster gerichtet
An|ti|mo|nat das; -[e]s, -e (zu TAntimon u. T...at (2)): ein
Salz der Antimonsäure. 1An|ti|mo|nit [auch ,,,'nɪt] das;
-[e]s, -e (zu tɪ,,,it): Salz der antimonigen Säure. 2An|timolnit [auch ...nit] der; -[e]s (zu G...it): wichtigstes An
timonerz (Antimonglanz, Grauspießglanz). Anltilmonpig ment das; -[e]s, -e: Antimonfarbmittel für hitzebe
ständige Anstricheu. TEmail. An|ti|monlprälpa|rat4n5,
-[e]s, -e: organische Antimonverbindung zur ÎChemothe
rapie bestimmter tropischer Infektionskrankheiten (Med. )
Aniti moira lis mus [auch 'an...] der; - (zu Tanti... u. TMoralismus): ablehnende, feindliche Haltung gegenüber der
herrschenden Î Moral, gegenüber der Verbindlichkeit u.
Allgemeingültigkeit moralischer Gesetze. An|ti|mo|ralist [auch an...] der; -en, -en: Verfechter des Antimoralismus
An|ti|mu|ta|gen das; -s, -e (meist Plur.) (zu Tanti... u.
TMutagen): Substanz, die ÎMutagenen entgegenwirkt
An|ti|my!ko|ti|kum das; -s, ...ka (zu Tanti..., gr. mÿkës
„Pilz“ u. T...ikum): Arzneimittel zur Behandlung von Pilz
infektionen (Med.)
Anltilmylon das; -s, ...onen (zu Tanti... u. TMyon): Î Anti
teilchen des T Myons (Phys.)
an|ti|nalti|o|nal (zu Tanti... u. (national): gegen die Inte
ressen der [eigenen] Nation gerichtet
115
-s, ...ka (zu Î anti..., tNeuralgie
u. t...ikum): a) Mittel gegen Nervenschmerzen; b)
schmerzstillendes Mittel (Med.)
An|ti|neu|tri|no* das: -s, -s (zu îanti... u. ÎNeutrino): T An
titeilchen eines tNeutrinos (Phys.). An|ti|neu|tron rfos;
-s, ...onen: Elementarteilchen, das entgegengesetzte Ei
genschaften hat wie das tNeutron (Kernphys.)
An ti no mie die; -, ...ien (über lat. antinomia aus gr. anti
nomia „Widerspruch innerhalb eines Gesetzes“): Wider
spruch eines Satzes in sich od. zweier Sätze, von denen je
der Gültigkeit beanspruchen kann (Philos., Rechtsw.).
anti no misch: widersprüchlich. Antinomismus
der; - (zu T...ismus (1)): theologische Lehre, die die Bin
dung an das [bes. alttest.J Sittengesetz leugnet u. die
menschliche Glaubensfreiheit u. die göttliche Gnade be
tont. An|ti|no|mist der; -en, -en (zu T ...ist): Vertreter des
Antinomismus
Anltilnulklelon* das; -s, ...onen (zu Tanti... u. TNukleon):
Î Antiteilchen eines T Nukleons (T Antiproton bzw. T Anti
neutron; Phys.)
An|ti|ös|tro|gen* das; -s, -e (zu Tanti... u. ÎÖstrogen):
Stoff, der die Wirkung von T Östrogenen unterdrückt
(Med.)
Anltiloxildans, auch Antioxydans das; -, Plur. ...danzien
[,,,iənj u. ...dantien [.,,iən] (zu Tanti..., gr. ózein „riechen“
u. T...anz): Zusatz zu Lebensmitteln, der die TOxidation
verhindert. an!ti|oxildan|tie!ren, auch antioxydantieren (zu T..deren): bei Lebensmitteln durch einen Zusatz
das TOxidieren verhindern. Anltiloxyldansusw. vgl. An
tioxidans usw.
An ti ozoinans das; -, ...nantien [...jan] u. Antiozoinant
das; -s, Plur. -e u. -s (zu T anti..., gr. ózein „riechen“ u.
T...ant): Zusatzstoff, der TPolymere gegen die Einwirkung
von Î Ozon schützt (Chem.)
Antipädoibaptisten die (Plur.) (zu Tanti..., gr. país,
Gen. paidós „Kind“ u. (Baptist): Gegner der Kindtaufe,
Wiedertäufer
An|ti|pa|pa der; -s (zu Îanti... u. T2Papa>: (veraltet) Gegen
papst. anltilpalpal: gegen das Papsttum gerichtet. Anltipapismus der; -: gegen das Papsttum gerichtete Hal
tung. Anltilpalpist der; -en, -en: Gegner des Papsttums
anltilpalralllel* (zu Tanti... u. Tparallel): parallel verlau
fend, jedoch entgegengesetzt gerichtet. An|ti|pa|ral|lelolgramm das; -s, -e: ein Viereck, in dem zwei Seiten pa
rallel, aber ungleich, die anderen beiden Seiten gleich,
aber nicht parallel sind
An|ti|pa|rally|tilkum das;-s, ...ka(zu Îanti..., Î Paralyseu.
T...ikum): Mittel gegen paralytische Erkrankungen
(Med.), anltilpalrallyltisch: gegen die TParalyse wir
kend (Med.)
An|ti|par|ti|kel die; -, -n, auch das; -s, - (zu T anti... u. T Par
tikel): svw. 'Antiteilchen
An|ti|pa!si|gra|fie, auch ...gralphie t/ze; -, ...ien (zu Tan
ti... u. TPasigrafie); Bez. für eine Abhandlung, die nachzu
weisen versucht, dass eine Allgemeinschrift undurchführ
bar ist
Anltilpaslsat der; -[e]s, -e (zu Tanti... u. TPassat): dem
Î Passat entgegengerichteter Wind der Tropenzone
An|tilpas|to<7erod. rfɑs,-[s], Plur. -sod. ...ti (aus gleichbed.
it. antipasto, zu anti- „vor“ u. pasto „Speise“): ital. Bez.
für Vorspeise
Anltilpalthie die; -, ...ien (über lat. antipathia aus gleich
bed. gr. antipátheia): Abneigung, Widerwille gegen jmdn.
od. etwas; Ggs. ÎSympathie (1). anltilpalthisch: mit Ab
neigung, Widerwillen erfüllt gegen jmdn. od. etwas
An|ti|pe|ris|tal|tik* die; - (zu Îanti... u. TPeristaltik): Um
kehrung der normalen TPeristaltik des Darmes (z.B. bei
Darmverschluss; Med.)
Anltilperlthit [auch ...'tit] der; -s, -e (nach der Ortsbezeich
Anitilneuralgikum*
Antiproton
nung Perth in der Provinz Ontario in Kanada u. zu T2...it):
ein Mineral (mit Verwachsungen von Kalifeldspat in Na
tronfeldspat)
Anltilphalsie die: -, ...ien (zu Tanti..., gr. phásis „das Spre
chen“ u. T2...ie): (veraltet) Gegenrede, Widerspruch
An|ti|pher|na die (Plur.) (aus gleichbed. lat. antipherna zu
Tanti... u. gr. pherne „Mitgift“): (lat. Rechtsspr.) Gegen
geschenk des Bräutigams an die Braut
An|ti|phlo|gis|ti|kum das; -s, ...ka (zu Tanti..., gr. phlogizein „in Brand setzen, verbrennen“ u. T...ikum): entzün
dungshemmendes Mittel (Med.). an|ti|phlojgis|tisch
(zu T...istisch): entzündungshemmend (Med.)
Anltilphon die: -, -en, auch Antiphone die; -, -n (aus gleich
bed. lat. antiphona, dies aus gr. antiphöna zu antiphôneîn
„dagegen tönen, antworten“): liturgischer Wechselge
sang. an|ti|pho|nal (zu T '...al (1)): im liturgischen Wech
selgesang. Anltilpholnalle das; -s, ...lien [,,,iən] u. AnltipholnarzZzM; -s,-ien [...ton] (aus gleichbed. mlat. antipho
nale bzw. antiphonarium): liturgisches Buch mit dem Text
der Antiphonen u. des Stundengebets. Anltilphojne vgl.
Antiphon. An|ti|pho|niez/z'e; -, ...ien (zuT2...ie): svw. An
tiphon. anltilpholnisch (aus gr. antiphönos „entgegen
tönend“): im Wechselgesang (zwischen erstem u. zweitem
Chor od. zwischen Vorsänger u. Chor)
Anltilpholra die; -, ...ren (aus gleichbed. gr. antiphorá zu
antiphérein
„entgegenstellen“):
Entgegenstellung;
sprachlicher Gegensatz (Rhet.)
An ti phraise die; -, -n (über spätlat. antiphrasis aus gr. antiphrasis „Gegenbenennung“): Wortfigur, die das Gegen
teil des Gesagten meint (z.B. ironisch: eine schöne Be
scherung!; Rhet.; Stilk.). anltiphrasieren (zu T..de
ren): eine (Antiphrase anwenden (Rhet.; Stilk.)
Anltiphlthilsilalkum* das; -s, ...ka (zu Tanti..., gr. phthisis
„Auszehrung, Schwindsucht“ u. T...ikum): Mittel gegen
Lungentuberkulose (Med.). an|tiph|thi|sisch: gegen die
Lungentuberkulose wirkend (Med.)
an|ti|phy|sisch (zu Tanti... u. (physisch): gegen die Natur
(gerichtet), unnatürlich
An|ti|pil|ling|aus|rüs|tung die; -, -en (zu Tanti... u. TPil
ling): bei Textilstoffen verwendetes Ausrüstungsverfah
ren, das Knötchenbildung verhindert
an|ti|pleu|ri|tisch (zu Tanti... u. ÎPleuritis): gegen Seiten
stechen wirkend (Med.)
an|ti|pneu|molni|tisch (zu Tanti... u. (Pneumonie): ge
gen Lungentuberkulose wirkend (Med.)
Anltilpnilgos* der; - (zu Tanti... u. TPnigos): schnell ge
sprochener Abschluss des tAntepirrhems; Ggs. TPnigos
1An|ti|po|de der; -n, -n (aus gr. antipodes (Plur.) „Gegen
füßler“ zu Tanti... u. gr. poüs, Gen. podös „Fuß“): 1. auf
der dem Betrachter gegenüberliegenden Seite der Erde
wohnender Mensch. 2. Mensch, der auf einem entgegen
gesetzten Standpunkt steht. 3. Zirkusartist, der auf dem
Rücken liegend auf seinen Fußsohlen Gegenstände od. ei
nen Partner balanciert. zAn|ti|polde die; -, -n (zu T 'Anti
pode): kleine, in der pflanzlichen Samenanlage der Eizelle
gegenüberliegende Zelle; Gegenfüßlerzelle (Biol). an|tipoldisch: den 'Antipoden betreffend
Anltilporltilkus der, fachspr. auch die; -, Plur. - [,,,ku:s] u.
...ken (zu Tanti... u. tPortikus): offene Türhalle mit Säulen
(an Kirchen)
Anltilprolpempltilkon das; -s, ...ka (zu Tanti... u. gr. propémptikon „das Begleitende“, dies zu propémpein „be
gleiten“, eigtl. „vorausschicken“): in der Antike Ab
schiedsgedicht eines Scheidenden als Antwort auf ein
T Propemptikon
Antiproltasis die; -, ...sen (aus gleichbed. gr. antiprótasis) : Ankündigung einer Widerlegung, meist in Form einer
Frage (Rhet.)
An|ti|pro|ton das; -s, ...onen (zu Tanti... u. TProton): Eie-
Antipruriginosum
mentarteilchen, das die entgegengesetzten Eigenschaften
hat wie das Î Proton
An|ti|pru|ri|gi|no|sum das; -, ...sa <zu Tanti..., lat. pruri
go, Gen. pruriginis „juckender Grind" u. Î ...osum): Mittel
gegen Juckreiz (Med.)
Anltilpsylcholtilkum das; -s, ...ka (zu Îanti..., ÎPsychose
u. Î ...ikum): Arzneimittel zur Behandlung von Erregungs
zuständen (Med.)
An|tip|tg!se*ife; -, -n(ausgr. antiptösis „Gegenfall“): Set
zung eines Î Kasus (2) für einen anderen
An|ti|py|re|se die; - (zu Tanti..., gr. pyretós „Fieberhitze“
u. (...ese): Fieberbekämpfung (Med.). Anltilpylreltikum das; -s, ...ka (zu T...ikum): fiebersenkendes Mittel
(Med.). an|ti|py|re|tisch: fiebersenkend, fieberbekämp
fend. Anltilpylrin® das: -s (zu (...in (1)): Fiebermittel
Anltilqua die; - (aus lat. antiqua, eigtl. „die alte (Schrift)“,
Fern, von antiquus „alt“, vgl. antik): Bez. für die heute all
gemein gebräuchliche Buchschrift. An|ti|quar der; -s, -e
(aus lat. antiquarius „Kenner u. Anhänger des Alten“):
[Buchjhändler, der gebrauchte Bücher, Kunstblätter, No
ten o.Ä. kauft u. verkauft. An|ti|qualri|at das; -[e]s, -e
(zu (,,,iat): a) Handel mit gebrauchten Büchern; b) Buch
handlung, Laden, in dem antiquarische Bücher verkauft
werden. an|ti|qua|risch (aus mlat. antiquarius „alter
tümlich“): gebraucht, alt. An|ti|qualri|um das; -s, ...ien
[,,,iən] (aus gleichbed. nlat. antiquarium; vgl. ...arium):
Sammlung von Altertümern
An|ti|quark [,,,kwɑ:k] das; -s, -s (zu tanti... u. TQuark):
t Antiteilchen eines t Quarks (Phys.)
an|ti|quie|ren (zu lat. antiquus (vgl. antik) u. Î..deren): 1.
veralten. 2. für veralteterklären. an|ti|quiert (zut...iert>:
a) nicht mehr den gegenwärtigen Vorstellungen, dem Zeit
geschmack entsprechend, aber noch immer existierend [u.
Gültigkeit für sich beanspruchend] ; b) veraltet, nicht mehr
zeitgemäß; altmodisch, überholt. Anltilquiertlheit die;
-, -en: a) (ohne Plur.) das Festhalten an veralteten u. über
holten Vorstellungen od. Dingen; b) altmodisches Geba
ren. An|ti|qui|tät die; -, -en (meist Plur.) (aus lat. antiqui
tates (Plur.) „Altertümer“; vgl. antik): altertümlicher
[Kunstjgegenstand (Möbel, Münzen, Porzellan u. a.)
An|ti|ra|chi!ti|kum das; -s, ...ka (zu Tanti..., TRachitis u.
T ...ikum): Mittel gegen ÎRachitis (Med.)
An|ti¡ra|ke¡te die; -, -n (zu Îanti... u. Î Rakete): svw. Anti
raketenrakete. An|ti|ra|ke|ten|ra|ke|te die; -, -n:
Kampfrakete zur Abwehr von T Interkontinentalraketen
An|ti|rheu|ma|ti|kum das; -s, ...ka (zu Îanti..., ÎRheuma
u. (...ikum): Mittel gegen rheumatische Erkrankungen
(Med.)
An|tir¡rhi|num rfzw; -s (aus nlat. antirrhinum, eigtl. „das
Nasenähnliche“, zu Tanti... u. gr. rhis, Gen. rhinós „Na
se“): Löwenmaul (Sommerblume)
An|ti|sa¡tel]li|ten|waf|fen die (Plur.) (zu îanti... u. Î Sa
tellit): Waffensysteme zur Bekämpfung militärischer T Sa
telliten
anltilsem (zu Tanti... u. gr. sema „Zeichen, Merkmal“):
entgegengesetzt (in der Bedeutung), antonym (z.B. Sieg/
Niederlage; Sprachw.)
An|ti|se|mitrfer; -en, -en (zu Tanti... u. ÎSemit): Judengeg
ner,-feind. an|ti|se|mi|tisch: judenfeindlich. An|ti|semi tis mus
- (zu T...ismus (5)>: a) Abneigung od.
Feindschaft gegenüber den Juden; b) [nationalistische]
Bewegung mit ausgeprägten judenfeindlichen Tendenzen
An|ti¡sense!tech|no|lo¡gie, [... sens...] die; - (zu Tanti...,
engl. sense „Sinn“ u. TTechnologie): Verfahren zur Unter
drückung der Ablesung der genetischen Information der
Zelle durch Einführung einer Nukleotidsequenz, die
T komplementär zur Nukleinsäuresequenz des Zielgens ist
(Gentechnologie)
Anltilseplsis die; - (zu T anti... u. T Sepsis) : Vernichtung von
116
Krankheitskeimen mit ehern. Mitteln, bes. in Wunden
(Med.); vgl. Asepsis. Anltilsepltik die; - (zu T2...ik (2)):
svw. Antisepsis. Anltilsepltilkum das; -s, ...ka (zu
T...ikum): Bakterienwachstum hemmendes od. verhin
derndes Mittel (bei der Wundbehandlung; Med.), anltiseptisch: Wundinfektionen verhindernd (Med.)
An|ti|se|rum das; -s, Plur. ...seren u. ...sera (zu Tanti... u.
ÎSerum): Antikörper enthaltendes Heilserum (Med.)
Anltilskalbilolsum das; -s, ...sa (zu Tanti..., TSkabies u.
T...osum>: Mittel gegen Krätze (Med.)
Anltilskalting [,,,skeɪtɪŋ] das; -s, -s (zu Tanti... u. engl. to
skate „gleiten“): mechanische od. elektronische Vorrich
tung am Tonarm von Plattenspielern, die den Druck der
Abtastnadel auf die Plattenrille so gering wie möglich hält,
um eine optimale Klangwiedergabe zu erreichen
An|ti|skepltilzis|mus<ier; - (zu Tanti... u. (Skeptizismus):
Bekämpfung des Skeptizismus
Anltilskorlbultilkum das; -, ...ka (zu Îanti..., (Skorbut u.
(...ikum): Mittel gegen den Skorbut (Med.), anltilskorbultisch: gegen Skorbut wirkend (Med.); antiskorbuti
sches Vitamin: Vitamin, das gegen Skorbut wirkt, Vita
min C
An|ti|skrip|tu|a|riler [...in] der; -s, - (zu tanti..., lat. scrip
tura „Schrift“ u. (...arier): Gegner der Heiligen Schrift.
An|ti!skripltu|ris|mus der; - (zu (...ismus (5)): Ableh
nung, Verwerfung der Heiligen Schrift
An|ti|so|maltolgen das: -s, -e (zu tanti... u. Îsomatogen):
svw. Antigen
anlti|so|zi|al (zu (anti... u. (sozial): bewusst gegen die Ge
sellschaft eingestellt
An|ti|spas|mo|di|kum*ito; -s, ...ka (zu(anti..., 1 spasmo
disch u. (...ikum): krampflösendes, krampflinderndes
Mittel (Med.). Anltilspast der; -s, -e (aus gleichbed. gr.
antispastos) : auf T Anaklasis des Î Choriambus beruhende
viersilbige rhythmische Einheit eines antiken Verses (Vers
fuß u - - u ). An|ti|spaslti|kum das; -s, ...ka (zu (anti...,
(spastisch u. (...ikum): svw. Antispasmodikum. anltispasltisch: krampflösend (Med.)
Anlti|spilriltu|allis!mus der; - (zu Tanti... u. (Spiritualis
mus): Leugnung alles Geistigen
Anltilstarrfe/7 -s, -s (zu (anti... u. (Star): bekannte Persön
lichkeit, deren Aussehen u. Auftreten von dem abweicht,
was üblicherweise einen Star ausmacht (wie z.B. Aus
strahlungskraft, Schönheit, angemessenes Verhalten u. Ä.)
An tis ta sis* die; -, ...sen (zu gr. antistasis „Gegenpar
tei“, dies zu (anti... u. stäsis „das Stehen, Feststehen“): 1.
rhetorische Figur, bei der ein Wort od. ein Wortteil in
zwei verschiedenen Bedeutungen benutzt wird (z.B..
„Einbildung ist auch eine Bildung“; Rhet.). 2. (veraltet)
Entgegenstellung, Gegenbeschuldigung. An|tis|ta|tikum das; -s, ...ka (meist Plur.) (zu (anti..., gr. statós
„(still) stehend“ u. (...ikum): Mittel, das die elektrostati
sche Aufladung von Kunststoffen (z. B. Schallplatten, Fo
lien) u. damit die Staubanziehung verhindern soll, anltista tisch: elektrostatische Aufladungen verhindernd od.
aufhebend (Phys.)
An|tis|tes* der; -, ...stites [,,,te:s] (aus lat. antistes „Vorste
her“): 1. Priestertitel in der Antike. 2. Ehrentitel für kath.
Bischöfe u. Äbte. 3. (Schweiz, früher) Titel eines Oberpfar
rers der reformierten Kirche. Anltisltilta die; -, ...ae [...s]
(aus lat. antistita „Vorsteherin“): 1. Tempelpriesterin in
der Antike. 2. Stiftsoberin in mittelalterlichen Klöstern
anltilstokeslsche Lilnie [,,,'stouksʃə -] die; -n -, -n -n
(nach dem engl. Physiker u. Mathematiker Sir G. G.
Stokes, 1819-1903) : tSpektrallinie im (Emissionsspek
trum von kleinerer Wellenlänge als die des anregenden
Lichts (Kernphys.)
Anltistrelphon das; -s, ...pha (zu gr. antistréphein „sich
nach entgegengesetzter Richtung wenden“ u. t‘...on):
117
(veraltet) eine unrichtige Art des Schlusses, woraus man
auch das Gegenteil folgern kann
An|ti|stress|mi|ne|ral das; -s, Plur. -e u. -ien [,,,iən] <zu
Îanti..., engl. stress „Druck, Spannung“ u. T Mineral): Mi
neral, das im Stressfeld (gegen Druck u. Hitzespannun
gen) unbeständig ist
Anltilstrolphe [auch an...] die; -, -n <aus gleichbed. gr. antistrophé, eigtl. „das Umkehren“): 1. in der altgriech. Tra
gödie die der Î Strophe (1) folgende Gegenwendung des
Chors beim Tanz in der Î Orchestra. 2. das zu dieser Be
wegung vorgetragene Chorlied
Anltilsylphilliltilkum das;-s, ...ka <zu îanti..., Î Syphilis u.
T...ikum): svw. Antiluikum (Med.)
anltiltechlnisch (aus gr. antitechnos „gegen die Kunst ge
richtet“ zu Î anti... u. téchnê „Kunst“): 1. sich der techni
schen Entwicklung entgegenstellend. 2. (veraltet) gegen
die Regeln u. das Wesen der Kunst gerichtet. Anltiltechnos der; - (aus gr. antitechnos „Nebenbuhler auf dem Ge
biet der Kunst“, eigtl. „Gegenkünstler“): (veraltet) Kon
kurrent auf künstlerischem Gebiet
Anltilteillchen das; -s, - (zu Tanti...): Elementarteilchen,
dessen Eigenschaften zu denen eines anderen Elementar
teilchens in bestimmter Weise T komplementär sind
(Kernphys.)
An ti thau ma tur gie* die; - (zu Tanti... u. gr. thaumatourgia „Wundertätigkeit“): (veraltet) Leugnung der
Wunder
An|ti|thela|ter das; -s (zu Tanti... u. TTheater): Sammelbez. für verschiedene Richtungen des modernen experi
mentellen Theaters. an|ti|theja|tral* (zu T ‘...al (1)): (ver
altet) gegen die Bühnenregeln [verstoßend]
Anltilthelse [auch an...] die; -, -n (aus gr. antithesis „das
Entgegensetzen“): 1. der TThese entgegengesetzte Be
hauptung, Gegenbehauptung; Gegensatz; vgl. These (2),
Synthese (4). 2. [T asyndetische] Zusammenstellung entge
gengesetzter Begriffe (z. B. der Wahn ist kurz, die Reu’ ist
lang; Rhet., Stilk.). An|ti|the|tik rfze; - (zu î2...ik (2)):
Lehre von den Widersprüchen u. ihren Ursachen (Philos.),
anltiltheltisch (ausgr. antithetos „entgegengestellt, ent
gegengesetzt“): gegensätzlich
Anltilthromlbin das; - (zu Tanti... u. ÎThrombin): bei der
Blutgerinnung wirksamer natürlicher Hemmstoff (Med.).
Anltilthromlboltilkum das; -s, ...ka (zu Tanti...,
TThrombose u. T...ikum>: Arzneimittel zur Verhütung ei
ner Thrombose (Med.)
An|ti|to|xi|kum das; -s, ...ka (zu Tanti... u. TToxikum): Ge
gengift (Med.). Anltiltolxin [auch an...] das; -s, -e: vom
Körper gebildetes, zu den Immunstoffen gehörendes Ge
gengift gegen von außen eingedrungene Gifte (Med.), antiltolxisch: als Antitoxin wirkend (Med.)
Anltiltranlspilrant* das; -s, Plur. -eu. -s <zu T anti..., * tran
spirieren u. T...ant): schweißhemmendes 1 Deodorant
An|ti|tri|ni|ta|ri|er [...re] der; -s, - (zu Tanti... u. TTrinitarier): Gegner der Lehre von der göttlichen Dreieinigkeit,
anltiltrilniltalrisch: gegen die Dreieinigkeitslehre ge
richtet
anltiltripltisch (zu Tanti... u. gr. triptós „gerieben“, dies zu
tribein „reiben“): überwiegend durch Reibung entstanden
(Meteor.)
anltiltrolpisch* (zu Îanti... u. gr. tropos „gewendet“, dies
zu trépein „wenden“): (veraltet) verkehrt im Mutterleib
liegend, in falscher Geburtslage befindlich (Med.)
An|ti|tulber|ku|lolti|kum das; -s, ...ka (zu Tanti..., lat. tu
berculum (vgl. Tuberkel) u. T...ikum): Arzneimittel gegen
ÎTuberkulose, das hemmend auf das Wachstum von Tu
berkelbakterien einwirkt (Med.)
An|ti|tus|si|vum [...vom] das; -s, ...va [...va] (zu Tanti...,
tTussis u. T...ivum): Arzneimittel gegen Husten (Med.)
Anltiltyp der; -s, -en: 1. jmd., der den allgemein üblichen
Antöke
Vorstellungen von einem bestimmten Typ in keiner Weise
entspricht. 2. jmd., der einer bestimmten Person, Figur
o. Ä. völlig entgegengesetzt ist; Gegenfigur
An|ti|va|lenz [,..v...] die; -, -en (zu îanti... u. ÎValenz):
Funktion der Schaltalgebra, die sich als TNegation der
ÎÄquivalenz ergibt (Math., Logik)
An|ti|valri|ko|sum [...v...] das; -s, ...sa (zu îanti..., lat. va
rix, Gen. varicis „Krampfader“ u. Î ...osum): Arzneimittel
zur Vorbeugung gegen u. zur Behandlung von Krampf
adern (Med.)
an|ti|ve|ne|risch [...v...] (zu Îanti... u. Tvenerisch): gegen
die Geschlechtskrankheiten gerichtet (von Arzneimitteln;
Med.)
An|ti|ver|tex [...v...] der; - (zu Îanti... u. TVertex): Gegen
punkt des Vertex (2)
Antilvertiginosum [...v...] das; -s, ...sa (zu îanti...,
ÎVertigo u. T...osum): Arzneimittel zur Behandlung von
Schwindelzuständen (Med.)
an|ti|vi|ral [...v...] (zu îanti... u. Îviral): gegen ÎViren ge
richtet (von Substanzen; Med.)
An!ti|vi|ta|min* [...v...] das; -s, -e (zu Îanti... u. Î Vitamin):
natürlicher od. künstlicher Stoff, der die spezifische Wirk
samkeit eines Vitamins vermindert od. ausschaltet (BioL,
Med.)
an|ti|zi|pan|do (aus lat. anticipando „durch Vorwegnah
me“, Ablativ des Gerundiums von anticipare, vgl. antizi
pieren): (veraltet) im Voraus. Anlti|zilpa|ti|on die; -, -en
(aus lat. anticipatio „vorgefasste Meinung“): La) Vorweg
nahme von etwas, was erst später kommt od. kommen soll
te, von zukünftigem Geschehen; b) Vorwegnahme von Tö
nen eines folgenden Î Akkords (1 ; Mus.). 2. Bildung eines
philos. Begriffs od. einer Vorstellung vor der Erfahrung
(î a priori). 3. a) Vorgriff des Staates [durch Aufnahme von
Anleihen] auf erst später fällig werdende Einnahmen; b)
Zahlung von Zinsen u. a. vor dem Fälligkeitstermin. 4. Er
teilung der Anwartschaft auf ein noch nicht erledigtes
kirchliches Amt. 5. svw. Anteposition (2). 6. das bei einer
jüngeren Generation gegenüber älteren Generationen frü
here Erreichen einer bestimmten Entwicklungsstufe
(BioL).anltilzilpaltiv (zuT...iv): etwas (eine Entwicklung
o.Ä.) vorwegnehmend; vgl. ...iv/...orisch. an|tilzi|pa|torisch (aus nlat. anticipatorius): etwas (eine Entwicklung
o. Ä.) [bewusst] vorwegnehmend; vgl. ...iv/...orisch. anltizi pie ren (aus/at. anticipare „vorher nehmen“): 1. etwas
[gedanklich] vorwegnehmen. 2. vor dem Fälligkeitstermin
zahlen
anltilzylklisch* [auch ,,,'tsvk...] (zu îanti... u. Tzyklisch):
1. in unregelmäßiger Folge wiederkehrend. 2. einem beste
henden Konjunkturzustand entgegenwirkend; Ggs. Îprozy
klisch (Wirtsch.).an|ti|zy|klo|nal: durch eine Antizyklone
bedingt (Meteor.; antizyklonale Strömung: Luftströmung,
die auf der Nordhalbkugel der Erde im Uhrzeigersinn (auf
der Südhalbkugel entgegengesetzt) um eine Antizyklone
kreist (Meteor.). Anltilzylklolne die; -, -n: Hochdruck
gebiet], barometrisches Maximum (Meteor.)
an|ti|zy|misch (zu îanti... u. gr. zÿmê „Sauerteig“): die
Gärung verzögernd. An|ti|zy|mo|ti|kum das; -s, ...ka (zu
T...ikum): die Gärung verzögerndes Mittel
Antlleirit [auch ... rit] ifer; -s, -e (nach dem amerik. Fund
ort, der Antiermine in Arizona, u. zu T2...it): dunkelgrü
nes, in dicken Tafeln kristallisierendes Mineral
Anltglde* die; -, -n (ausgr. antöide „Gegengesang“): Chor
gesang in der griech. Tragödie, zweiter Teil der TOde (1)
Anlto|don|tal|gi|kum* das; -s, ...ka (zu Îanti..., gr. odoüs,
Gen. odóntos „Zahn“, álgos „Schmerz“ u. T...ikum): Mit
tel gegen Zahnschmerzen (Med.). an|to|don|tal|gisch:
gegen Zahnschmerzen wirkend (von Arzneimitteln; Med.)
Anltölke* der; -n, -n (zu gr. ántoikos „gegenüberwoh
nend“): auf entgegengesetzter geografischer Breite, aber
A
118
Antonomasie
auf demselben Meridian wie der Betrachter wohnender
Mensch
An|to|no|ma|sie*</ze,- -, ...ien (ausgr. antonomasia „ande
re Benennung“): 1. Ersetzung eines Eigennamens durch
eine Benennung nach besonderen Kennzeichen od. Eigen
schaften des Benannten (z. B. der Zerstörer Karthagos =
Scipio; der Korse = Napoleon). 2. Ersetzung der Bezeich
nung einer Gattung durch den Eigennamen eines ihrer ty
pischen Vertreter (z.B. Krösus = reicher Mann), anltonym (zu Î Antonym): (von Wörtern) eine entgegengesetz
te Bedeutung habend (z.B. alt/jung, Sieg/Niederlage;
Sprachw.); Ggs. tsynonym (2 a). Anltolnym das; -s, -e
<zu Îanti... u. gr. önyma „Name“): Wort, das einem ande
ren in Bezug auf die Bedeutung entgegengesetzt ist (z.B.
schwarz/weiß, starten/landen, Mann/Frau; Sprachw.);
Ggs. TSynonym (1). AnltoinyImierf/e, -, ...ien (zu t2...ie):
bedeutungsmäßige Gegensätzlichkeit, wie sie zwischen
Antonymen besteht (Sprachw.)
An|toph|thal|milkum*das; -s, ...ka (zu tanti... u. tOphthalmikum): Mittel gegen Augenkrankheiten (Med.)
anltörlnen vgl. anturnen
anltrailnielren [...tre...] (zu Î trainieren): durch TTraining
vermitteln, sich durch Training aneignen
Anltrolskop* das; -s, -e (zu gr. ántron „Höhle, Grotte“ u.
t...skop): TEndoskop zur direkten Besichtigung der Na
sennebenhöhlen (Med.). Anltrolskolpie die; -, ...ien (zu
t...skopie>: tendoskopische Untersuchung der Nasenne
benhöhlen. An|tro|to|miei/ie; -, ...ien (zuT...tomie): ope
rative Öffnung der Höhle des Warzenfortsatzes (des war
zenförmigen Fortsatzes des Schläfenbeins) mit Ausräu
mung vereiterter Warzenfortsatzzellen (Med.)
an|tur|nen [...torn...] (nach engl. to turn on, eigtl. „aufdre
hen“): (ugs.) 1. in einen Drogenrausch versetzen. 2. in
Stimmung, Erregung o.Ä. versetzen; Ggs. tabturnen
Anu|kle|o|bi|pn|ten*r/;e (Plur.) (zugr. a- „nicht, un-“, lat.
nucleus „(Frucht)kern“ u. t...biont): svw. Prokaryonten
Anullusifer; -, ...li (aus lat. anulus „kleiner Ring“, Verklei
nerungsform von anus „(Fuß)ring“>: 1. Ring am Stiel von
Blätterpilzen (Bot.). 2. ringförmiger Teil eines Organs
(Anat.). 3. (nur Plur.) umlaufende Ringe am dorischen
T Kapitell (Kunstw.)
Anulren* die (Plur.) (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. ourá
„Schwanz“, eigtl. „Schwanzlose“): Froschlurche
Anlulrie* die; -, ...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. Î ...urie):
Harnverhaltung, das Versagen der Harnausscheidung
(Med.)
Anusder; -, Ani (aus gleichbed. lat. anus; vgl. anal): After.
Anus praelter[- 'pre:...] der; - -, Plur. Ani - u. - - (verkürzt
aus gleichbed. niât. anus praeternaturalis): künstlich an
gelegter, verlegter Darmausgang (z.B. bei Mastdarm
krebs)
An Iversder; -es, -e (zu Î Vers) : die erste Hälfte eines ÎLangverses
an vi sie ren (zu tvisieren): 1. ins Visier nehmen, als Ziel
punkt nehmen. 2. etwas ins Auge fassen, anstreben
anlvi|su|a|li|sie|ren (zu Îvisualisieren): (Werbespr.) eine
Idee durch eine flüchtig entworfene Zeichnung festhalten
An|xi|e|tät[...ksie...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. anxietas,
Gen. anxietatis): 1. (veraltet) Beängstigung. 2. Angstge
fühl; nervöse Unruhe (Med.), anlxilolgen (zu lat. anxius
„ängstlich“ u. t,,,gen): Angst od. nervöse Unruhe auslö
send (von Medikamenten; Med.). An|xi|o|ly|sedze; -, -n
(Plur. selten) (zu l...lyse): Beseitigung nervöser Unruhe
(durch Medikamente; Med.). Anlxilollyltilkum das; -s,
...ka (zu Tlytisch u. t,,,ikum): angstlösendes Arzneimittel
(Med.), anlxilös (zu t...ös): (veraltet) ängstlich, beängs
tigend
An| xisdze; -, ...xen (zu gr. ágchein „zuschnüren, würgen“):
Einklemmung eines Organs (Med.)
goes ['enɪθɪŋ 'goʊs] (engl.; „alles geht“):
Schlagwort für die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten in
der î Postmoderne
...anzdeilweise über/r. -anee aus/at. -antia): Endung weib
licher Substantive, z.B. Ambulanz, Distanz; vgl. ...anee
anlzeps (aus lat. anceps „doppelköpfig, -seitig, schwan
kend“): lang od. kurz (von der Schlusssilbe im antiken.
Vers)
anlzesltral* (aus engl. ancestral „angestammt, ererbt“,
dies aus gleichbed. altfr. ancestrel (fr. ancestral) zu ancêtre
„Stammvater, Vorfahr“, dies aus gleichbed. lat. anteces
sor; vgl. Antezessor): altertümlich, stammesgeschichtlich
Aochllelsie [...x...] die; - (aus gleichbed. gr. aochlesia):
(veraltet) Ungestörtheit, Ruhe
Aölde der; -n, -n (über lat. aoedus aus gleichbed. gr. aoidós): griech. Dichter-Sänger im Zeitalter Homers
Äollilne die; -, -n (nach dem griech. Windgott Aiolos (lat.
Aeolus) u. zu Î ...ine): ein Musikinstrument (Vorläufer der
Hand- bzw. Mundharmonika; Mus.). 1äo|lisch (nach
dem griech. Windgott Aiolos, lat. Aeolus): durch Wind
einwirkung entstanden (von Geländeformen u. Ablage
rungen; Geol.). 2äo|lisch(nach der altgriech. Landschaft
Aiolis): die altgriech. Landschaft Äolien betreffend; äoli
sche Tonart: dem Moll entsprechende [neunte] Kirchen
tonart; äolische Versmaße: Versformen der antiken Met
rik, die eine feste Silbenzahl haben u. bei denen nicht eine
Länge durch zwei Kürzen od. zwei Kürzen durch eine
Länge ersetzt werden können; vgl. Glykoneus, Pherekrateus, Hipponakteus, alkäische Strophen, sapphische Stro
phen. Äolslharlfetfe; -, -n (zu lat. Aeolus, vgl. 'äolisch):
altes Instrument, dessen meist gleich gestimmte Saiten
durch den Wind in Schwingungen versetzt werden u. mit
ihren Obertönen in Dreiklängen erklingen; Windharfe,
Geisterharfe
Aon der; -s, -en (meist Plur.) (über lat. aeon aus gr. aiön
„Ewigkeit“): [unendlich langer] Zeitraum; Weltalter;
Ewigkeit. Äo|ni|en[...ian] die (Plur.): Jahrhundertfeste
Aolristrfer; -[e]s, -e (über spätlat. aoristos aus gleichbed. gr.
aoristos, eigtl. „unbestimmte Zeitform)“, zu gr. a(n)„nicht, un-“ u. horizein „begrenzen“): Zeitform, die eine
momentane od. punktuelle Handlung ausdrückt (z.B. die
erzählende Zeitform im Griechischen; Sprachw.)
Aor|tai//e; -, ...ten (aus gleichbed. gr. aorte): Hauptschlag
ader des menschlichen Körpers (Anat.). Aor|ta!|gie*iZie;
-, ...ien (zu î ...algie): an der Aorta od. im Bereich der Aor
ta auftretender Schmerz (Med.). Aor|ten|[klap|pen|]insuflfizienzaVe, -: Schließunfähigkeit der Aortenklappe
(Med.). Aorltiltisrfze; -, ...itiden (zu ɪ,,,itis): Entzündung
der Aorta (Med.). Aor|to|gra|fie, auch ...gra phie die;
-, ...ien (zu t,,,grafie): Sichtbarmachung der ÎAorta im
Röntgenbild durch Einspritzen eines jodhaltigen, wasser
löslichen ÎKontrastmittels (Med.)
apslmisch (aus gleichbed. gr. áosmos zu a- „nicht, un-“ u.
osmê „Geruch“): geruchlos
à ou|trance*[au’trâ:s] (/?.): aufs Äußerste, über alle Maßen
'ap..., Ap...vgl. ad..., Ad...
2ap..., Ap... vgl. apo..., Apo...
Apalbhramlsha* [,,,'bramʃa] der; - (aus gleichbed. sanskr.
apabhramsä, eigtl. „Sturz“): von ind. Grammatikern ge
prägter Ausdruck für Abweichungen von der t Standard
sprache, dem streng geregelten T Sanskrit
Apalche [...xa] der; -n, -n (nach dem indian. Stamm der
Apachen, Bed. 2 über gleichbed. fr. apache): 1. [auch a'paʧə] Angehöriger eines nordamerik. Indianerstammes. 2.
Großstadtganove (bes. in Paris). Apa|chen|ball der;
-[e]s, ...balle: Kostümfest, auf dem die Teilnehmer als Ga
noven o.Ä. verkleidet erscheinen
Apäldeulsie die; - (aus gleichbed. gr. apaideusia zu a„nicht, un-“ u. paideüein „erziehen, unterrichten“): (ver-
anylthing
119
altet) Mangel an Bildung, Ungebildetheit, apäldeultisch
(aus gleichbed. gr. apaideutos): (veraltet) ungebildet, ungelehrt
Apalgolge* [auch ...go:ge] die; - (aus gr. apagöge „das
Wegführen"): Schluss aus einem gültigen Obersatz u. ei
nem in seiner Gültigkeit nicht ganz sicheren, aber glaub
würdigen Untersatz (griech. Philos.), apalgplgisch (aus
gr. apagögös „wegführend"): die Apagoge betreffend, in
direkt beweisend; apagogischer Beweis: indirekter Beweis
durch Aufzeigen der Unrichtigkeit des Gegenteils (Phi
los.)
Apailselment [apezə‘mä:J das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
apaisement zu apaiser, vgl. apaisieren): (veraltet) Beruhi
gung, Beschwichtigung, apailsielren [ape...] (aus gleich
bed. fr. apaiser zu altfr. pais „Frieden", dies aus lat. pax):
(veraltet) beruhigen, besänftigen
Apl al la ge [auch ... la:ge] die; -, -n [,,,'la:gən] (aus gleich
bed. gr. apallagê): (veraltet) 1. Befreiung von Leiden. 2.
Entleerung, aplaillakltisch (aus gleichbed.gr. apallaktikós): (veraltet) 1. befreiend, erleichternd. 2. abführend
Apalllilker der; -s, - (zu gr. a- „nicht, un-“ u. lat. pallium
„Hirnrinde“ (eigtl. „Mantel“); vgl. 2...ik(2)>: jmd., der an
einem apallischen Syndrom leidet, apalllisch; in der Fü
gung apallisches Syndrom: Funktionsstörungen bei einer
Schädigung der Großhirnrinde, die sich im Fehlen gerich
teter Aufmerksamkeit, in fehlender Reizbeantwortung
u.a. äußert (Med.)
Apa Imin* das; -s, -e (zu lat. apis „Biene“ u. Î Amin) : im Bie
nengift enthaltenes, zu den stärksten bisher bekannten
t Neurotoxinen zählendes Î Polypeptid
Apalnalge [,,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. apanage, dies
aus mlat. appanagium zu lat. ad „zu, hinzu“ u. panis
„Brot“): regelmäßige [jährliche] Zahlung anjmdn., bes. an
nicht regierende Mitglieder eines Fürstenhauses zur Si
cherung standesgemäßen Lebens. apa|na|gie|ren
[,,-'ʒi:...] (aus gleichbed. fr. apanager): eine Apanage ge
ben, gewähren
Aplanltelse ¿fe; -, -en (aus gleichbed. gr. apántesis): Be
gegnung, Entgegnung, Widerlegung
Aplanlthislmus der; -, ...men (über nlat. apanthismus aus
gleichbed. gr. apanthismós zu apanthizein „Blumen pflü
cken; schmähen“): (veraltet) a) das [mutwillige] Abpflü
cken der Blumen; b) Schmähung, Beleidigung
Aplanlthrolpie* die; - (aus gleichbed. gr. apanthröpia) :
Menschenscheu
Ap|an|to|man|tie die; -, ...ien (zu gr apantän „begegnen“
u. manteia „Wahrsagung“): (veraltet) Wahrsagerei aus
Zufälligkeiten
Aplarithlmelsis die; -, ...sen (aus gleichbed. gr. aparithmesis zu aparithmein „abzählen“): Aufzählung [von Punk
ten, Einwänden] (Rhet.)
Aplarkltilas der; - (aus gleichbed. gr. aparktias zu ärktos
„Norden“): (veraltet) Nordwind
apart (aus fr. à part „beiseite“, dies aus gleichbed. lat. ad
partem): 1. in ausgefallener, ungewöhnlicher Weise an
sprechend, anziehend, geschmackvoll; reizend. 2. (veral
tet) gesondert, getrennt. 3. einzeln zu liefern (in Bezug auf
andere Veröffentlichungen [einer Reihe]; Buchw.). à part
[a 'pa:ŋ] (fr.; „beiseite (sprechen)“): Kunstgriff in der Dra
mentechnik, eine Art lautes Denken, durch das eine Büh
nenfigur ihre [kritischen] Gedanken zum Bühnengesche
hen dem Publikum mitteilt. Apartheid die; - (aus gleich
bed. afrikaans apartheid, eigtl. „Gesondertheit“, zu
tapart): [Politik der] Rassentrennung zwischen weißer u.
nicht weißer Bevölkerung (in der Republik Südafrika in
der Zeit von 1948-93). Apartlholtel [auch ə'pɑ:t...] das;
-s, -s (Kurzw. aus MparZment u. ÎHotely. Hotel, das Ap
partements (und nicht Einzelzimmer) vermietet
Ap|ar|ti|sis die; - (aus gleichbed. gr. apártisis zu apartizein
Aperitif
„vollenden“): (veraltet) Vollendung, körperliche Vollkom
menheit
Apartlment [engl. ə`pa:t...] das; -s, -s (aus engl.-amerik.
apartment „Wohnung, Zimmer", dies aus/r. appartement,
vgl. Appartement): Kleinwohnung (in einem [komfortab
len] Mietshaus); vgl. Appartement. Apartlmentlhaus
das; -es, ...häuser: 1. Wohnhaus, das ausschließlich aus
Apartments besteht. 2. (verhüllend) Bordell
Apasltie die; - (aus gleichbed. gr. apastia zu ápastos „nüch
tern“): (veraltet) das Nüchternsein od. Fasten
Aplasltron* das; -s, ...stren (zu lapo... u. gr. ástron „Ge
stirn, Stern(bild)“): Punkt der größten Entfernung des
kleineren Sterns vom Hauptstern bei Doppelsternen
Apalthie die; -, ...ien (über lat. apathia aus gr. apátheia
„Schmerzlosigkeit, Unempfindlichkeit“): Teilnahmslosig
keit; Zustand der Gleichgültigkeit gegenüber den Men
schen u. der Umwelt, apalthisch: teilnahmslos, gleich
gültig gegenüber den Menschen u. der Umwelt, apalthogen (zugr. a- „nicht, un-“ u. Îpathogen): keine Krankhei
ten hervorrufend (z.B. von Bakterien im menschlichen
Organismus); Ggs. Îpathogen
Apaltit [auch ... tit] der; -s, -e (zu gr. apäte „Täuschung“
(weil bei der wissenschaftlichen Bestimmung mehrfach
Irrtümer vorgekommen waren) u. zu t2...it): ein kristalli
nes Mineral. Apaltolsaulriler der; -s, ...rier [...in] u.
Apa to sau rus der; -, ...rier [...in] (zugr. apäte (vgl. Apa
tit) u. sátiros „Eidechse“): Vertreter einer Gattung Pflan
zen fressender, riesiger Î Dinosaurier (1) der Kreidezeit
Apaltrilde* der; -n, -n u. die; -, -n (zu gr. äpatris, Gen. apätridos „vaterlandslos, mit unbekanntem Vaterland“): Vaterɪandslose[r], Staatenlose[r]
Apaltulrilen [...jan] die (Plur.) (aus gleichbed. gr. Apatoúria): dreitägiges Fest im alten Athen, an dem die im
Verlauf des Jahres geborenen Kinder in die Verbände der
Î Phratrien u. damit in die Bürgerschaft aufgenommen
wurden
Ap|eche|ma* das; -s, ...men (zu tapo... gr. echema.„das
Schallen“, dies zu Schein „schallen, ertönen“): Gegenspal
te an einem verletzten Knochen (Med.)
Apeilrie vgl. Apirie. Apei|ro|ka|lie die; - (aus gleichbed.
gr. apeirokalia): 1. (veraltet) Geschmacklosigkeit. 2. unge
schicktes Streben nach verfeinertem Ausdruck (Rhet.)
Apeilron das; - (aus gr. äpeiron „Unendlichkeit“): das nie
an eine Grenze Kommende, das Unendliche, der unge
formte Urstoff (griech. Philos.)
Apellla die; - (aus gleichbed. gr. apélla): Volksversammlung
im alten Sparta
Ap|enilau|tis|mus* der; - (über lat. apeniautismus aus
gleichbed. gr. apeniautismos): [einjährige] Verbannung im
alten Griechenland
Apeplsie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, pépsis „das
Verdauen“ u. T2...ie ): Fehlen bzw. Ausfall der Verdau
ungsfunktion des Magens (Med.). Apeplta die (Plur.)
(aus gr. äpepta „Unverdautes“, Neutr. Plur. von äpeptos,
vgl. apeptisch): unverdauliche Speisen (Med.), apeptisch (aus gr. äpeptos „unverdaut“, eigtl. „ungekocht“):
unverdaulich, an t Apepsie leidend (Med.)
Aperlçu [...'sy:] das; -s, -s (aus/r. aperçus (Plur.) „Ansich
ten, Bemerkungen“, substantiviertes Part. Perf. von aper
cevoir „wahrnehmen, bemerken“): geistreiche Bemer
kung
Apelrilens [...riens] das; -, Plur. ...rienzien [,,,iən] u. ...rientia (aus lat. aperiens, eigtl. „das Öffnende“, Part. Präs, von
aperire „öffnen“): Abführmittel
apelriloldisch (zugr. a- „nicht, un-“ u. Îperiodisch): nicht
t periodisch
Apelriltif der; -s, Plur. -s, auch -e (aus gleichbed. fr. apéritif,
eigtl. „(magen)öffnend“, dies zu mlat. aperitivus „öff
nend“ zu lat. aperire „öffnen“): appetitanregendes alko-
A
Aperitivum
holisches Getränk, das bes. vor dem Essen getrunken
wird. Apelriltilvum [...v...] das; -s, ...va (aus mlat. aperi
tivum „das Öffnende“): 1. mildes Abführmittel. 2. appe
titanregendes Arzneimittel. Apélro [a'pe:ro] der; -s, -s
(aus gleichbed./r. mdal. apéro): (bes. Schweiz.) svw. Ape
ritif
Aperlsolnallislmus der; - (zu gr. a- „nicht, un-“ u. ÎPer
sonalismus): buddhistische Lehre, dass die menschliche
Person nur trügerische Verkörperung eines unpersönli
chen Allwesens sei
aperlspekltilvisch [,,,vɪʃ] (zu gr. a- „nicht, un-“ u. tperspektivisch): ohne Begrenzung auf den gegenwärtigen
Î perspektivischen Standpunkt des Betrachters (von der
Weitsicht des Schweizer Philosophen Jean Gebser, der die
Zeit als „vierte Dimension“ mit einbezieht)
Aperltolmelteri/as; -s, - (zu lat. apertus „offen (stehend)“
u. Î ‘...meter): Messgerät zur Bestimmung der Apertur bei
Mikroskopobjektiven. Aperitur die; -, -en (aus spätlat.
apertura „Öffnung“ zu lat. aperire „öffnen“): a) Maß für
die Leistung eines optischen Systems u. für die Bildhellig
keit; b) Maß für die Fähigkeit eines optischen Gerätes od.
fotografischen Aufnahmematerials, sehr feine, nahe beiei
nanderliegende Details eines Objekts getrennt, deutlich
unterscheidbar abzubilden. Aperlturlsynlthelse die; -:
Verfahren der 1 Radioastronomie zur genaueren Positi
onsbestimmung und Beobachtung der Detailstruktur von
kosmischen Radioquellen
apeltal (aus nlat. apetalus „kronblattlos“ zu gr. a- „nicht,
un-“ u. pétalon „Blatt“): keine Blumenkrone aufweisend
(von bestimmten Blüten; Bot.). Apeltallen die (Plur.):
Blutenpflanzen ohne Blumenkrone
Apeltislselment (aptis(s) mä:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. apetissement zu apetisser „kleiner machen“, dies zu * a
u. petit „klein“): (veraltet) Verkleinerung
Apex der; -, Apizes [...tse:s] (aus lat. apex „Spitze“): 1. a)
Zielpunkt eines Gestirns, z. B. der Sonne, auf den dieses in
seiner Bewegung gerade zusteuert (Astron.); b) Zielpunkt
eines bewegten Objekts (Meeh.). 2. Zeichen (" od. ') zur
Kennzeichnung langer Vokale (Sprachw.). 3. Hilfszeichen
(’) zur Kennzeichnung betonter Silben (Metrik). 4. die
Zungenspitze (Phon.)
Aplfellsilne die; -, -n (aus älter niederl. appelsina, eigtl.
„Apfel aus China“): Frucht des Orangenbaumes
aph..., Aph... [af...] vgl. apo..., Apo...
Aphalgierf/e; - (zugr. a- „nicht, un-“ u. î...phagie): das Un
vermögen zu schlucken (z.B. aufgrund von Schmerzen
beim Schluckakt; Med.)
aphak (zu gr. a- „nicht, un-“ u. phakös „Linse, linsenför
miges Gebilde“): ohne Augenlinse (als angeborene od. er
worbene Missbildung; Med.). Aphalke der; -n, -n:
Mensch ohne Augenlinse (Med.). Aphalkie </ze; - (zu
t2...ie): das Fehlen der Augenlinse (nach Verletzung od.
Operation, seltener angeboren; Med.)
Aphälrelse* u. Aphä relsis rfze; -, ...resen (über lat.
aphaeresis aus gr. aphairesis „das Wegnehmen“): Abfall
eines Anlautes od. einer anlautenden Silbe, z. B. ’s für es,
raus für heraus
Aphalsietfte;-, ...ien (ausgr. aphasia „Sprachlosigkeit“): 1.
Verlust des Sprechvermögens od. Sprachverständnisses
infolge Erkrankung des Sprachzentrums im Gehirn
(Med.). 2. Urteilsenthaltung gegenüber Dingen, von denen
nichts Sicheres bekannt ist (Philos.). AphalsilkerrZer; -s,
-: jmd., der an Aphasie (1) leidet (Med.), aphalsiseh:die
Aphasie betreffend, auf Aphasie beruhend
Aphel*das; -s, -e (zu tapo... u. gr. helios „Sonne“): Punkt
der größten Entfernung eines Planeten von der Sonne (As
tron.); Ggs. ÎPerihel
Aphe|lan|dra* die; -, ...dren (zu gr. aphelês „einfach,
schlicht“ u. anër, Gen. andrós „Mann“): Pflanze aus der
120
Gattung der Akanthusgewächse aus dem wärmeren Ame
rika (Glanzkölbchen, eine beliebte Zierpflanze). Aphé
lie die; - (aus gleichbed. gr. aphéleia): (veraltet) Schlicht
heit, Natürlichkeit des Ausdrucks
Aphe|li|um*<7as,' -s, ...ien [...ion] (aus mlat. aphelium „Son
nenferne“): svw. Aphel
Aphelmie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, phëmê „Re
de“ u. t2...ie): svw. Aphasie (1)
Aphi|lan|throp*zfer;-en, -en (zugr. a- „nicht, un-“ u. Î Phi
lanthrop): (veraltet) svw. Misanthrop
aphillolsolphisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Îphiloso
phisch): unphilosophisch
aphlolgisltisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. îphlogistisch):
ohne Flamme brennend
Apholbie die; - (aus gleichbed. gr. aphobia, dies zu a„nicht, un-“ u. phóbos „Furcht“): Furchtlosigkeit
Aphonlgeltrielbedas; -s, - (zugr. a- „nicht, un-“ u. phöne
„Stimme“): geräuscharmes Schaltgetriebe. Apholnie
die; -, ...ien (zu î2...ie): Stimmlosigkeit, Fehlen des Stimm
klangs, Flüsterstimme
Apholrislmus der; -, ...men (über lat. aphorismus aus gr.
aphorismös
„Abgrenzung,
Bestimmung,
kurzer
(Lehr)satz“ zu aphorizein „abgrenzen“; vgl. Horizont):
prägnant-geistreich in Prosa formulierter Gedanke, der ei
ne Erfahrung, Erkenntnis od. Lebensweisheit enthält.
Apholrisltik die; - (zu T ...istik) : die Kunst, Aphorismen
zu schreiben. Apholrisltilker der; -s, -: Verfasser von
Aphorismen, apholrisltisch (zu Î.. .istisch) : 1. a) die
Aphorismen, die Aphoristik betreffend; b) im Stil des
Aphorismus; geistreich u. treffend formuliert. 2. kurz,
knapp, nur andemungsweise erwähnt
apholtisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. phös, Gen. phötös
„Licht“) : lichtlos, ohne Lichteinfall (z.B. von der Tiefsee) ;
Ggs. Îeuphotisch
Aphralsie*d/e; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, phrásis „das
Reden, Ausdruck, Ausdrucksweise“ u. î2...ie): 1. Stumm
heit (Med.). 2. Unvermögen, richtige Sätze zu bilden
(Med.)
Aph|ro|di|si|a|kum* das; -s, ...ka (zu gr. aphrodisiakös
„den Liebesgenuss betreffend“): den Geschlechtstrieb an
regendes Mittel; Ggs. î Anaphrodisiakum. Aphlroldüsie
die; -, ...ien (aus gr. aphrodisia, Neutr. Plur. von aphrodisios, vgl. aphrodisisch): krankhaft gesteigerte geschlecht
liche Erregbarkeit.. aph|ro|di|sisch (aus gr. aphrodisios
„die Liebesgöttin Aphrodite bzw. den Liebesgenuss be
treffend“) : 1. auf Aphrodite bezüglich. 2. den Geschlechts
trieb steigernd (Med.), aphlroldiltisch (nach Aphrodi
te): svw. aphrodisisch (1)
Aph|ro|ne|sis*iZze; - (aus gleichbed. gr. aphrönesis zu áphrön „unvernünftig“): (veraltet) Unvernunft, Torheit.
Aphlrolsylne die: - (aus gleichbed. gr. aphrosÿnë): (ver
altet) a) Sinnlosigkeit, Unverstand; b) das Irrereden im
Fieber
Aphlthe die: -, -n (meist Plur.) (über lat. aphtha aus gr.
áphtha „Mundausschlag“): bes. an den Lippen u. im Be
reich der Mundschleimhaut befindliche, schmerzhafte,
kleine, gelblich weiße Pustel; Bläschen, Fleck (Med.).
Aphlthenlseulche die: -; Maul- u. Klauenseuche
Aphlthonlgieiüe; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, phthóggos
„Laut“ u. T 2...ie> : durch Krämpfe im Zungenfleischgebiet
auftretende Sprechstörungen (Med.)
aphlthös (zu îAphthe u. Î...ÔS): an TAphthen leidend
(Med.)
Aphyllleife; -, -n (zugr. a- „nicht, un-“ u. phyllon „Blatt“):
blattlose Pflanze (z.B. Kaktus). Aphylllie die; - (zu
T2...ie): Blattlosigkeit. aphyl lisch: blattlos (Bot.)
Aphyltilkum das; -s (zu gr. a- „nicht, un-“, phytón „Pflan
ze“ u. Î ...ikum): das frühe Zeitalter der Erdgeschichte oh
ne nachweisbares Pflanzenleben
121
[a pia tʃe:rə] (it.: zu lat. placere „gefallen, gut
scheinen“): nach Belieben, nach Gefallen (Vortragsbe
zeichnung, die Tempo u. Vortrag dem Interpreten frei
stellt; Mus.); vgl. ad libitum (2 a)
Apila ri um das; -s, ...ien [...ion] <aus gleichbed. lat. apiari
um zu apis „Biene“): Bienenstand, -haus
Apilces [...tse:s] die (Plur.) (aus lat. apices „Spitzen“, Plur.
von apex, vgl. Apex): mit ind.-arab. Zahlzeichen versehene
Rechensteine zum Rechnen mit dem t Abakus
à pied [a'pje] (/>.): zu Fuß
apilform (zu lat. apis „Biene“ u. T...form): bienenförmig
apilkal (zu lat. apex, Gen. apicis (vgl. Apex) u. Î '...al ( 1)>: 1.
an der Spitze gelegen, nach oben gerichtet (z.B. vom
Wachstum einer Pflanze). 2. mit der Zungenspitze artiku
liert (von Lauten; Sprachw.). 3. am spitz geformten äu
ßersten Ende eines Organs gelegen (Med.). Apilkal der;
-s, -e: mit der Zungenspitze artikulierter Laut (Sprachw.).
Api|kal|do|mi|nanz die;
Wachstum der Gipfelknospe
bei gleichzeitiger Wachstumshemmung der Seitenknospen
(bei Pflanzen; Bot.). Apilkallkörlper der: -s, Kopf des
Spermienfadens (Biol.). Api kal me ris tem das; -s, -e:
pflanzliches Bildungsgewebe an den Spross- u. Wurzel
spitzen (Bot.). Api|ko|tolmi_e die; -, ...ien (zu T...tomie):
tResektion einer Zahnwurzelspitze (Zahnmed.). api kotomieren (zu t ...ieren): eine Zahnwurzelspitze operativ
entfernen (Zahnmed.)
Apilkulltur die: -, -en (zu/ai. apis „Biene“ u. t Kultur): Bie
nenzucht
Apilrie die; - (aus gleichbed. gr. apeiria): Unerfahrenheit,
apilrisch (aus gleichbed. gr. ápeiros): unerfahren
Apis der;-(über gr. Apis aus ägypt. Häpi): heiliger Stier, der
im alten Ägypten verehrt wurde. Apislstier der; -[e]s, -e:
[figürliche] Darstellung des Apis
Api| zes [...'tse:s]: Plur. von fApex
Aplalnat* der; -en, -en, auch das; -s, -e: (zu taplanatisch):
Linsenkombination, durch die die T Aberration (1) korri
giert wird, aplalnaltisch (aus gleichbed. engl. aplanatic,
dies zu gr. aplanetos „nicht umherirrend“; vgl. Planet):
den Aplanaten betreffend
aplalnielren*
vgl. applanieren. Aplalnislselment
[...’mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. aplanissement zu
aplanir „ebnen“, dies zu plain „eben“ aus gleichbed. lat.
planus): (veraltet) das Ebnen, Planieren
Aplalnolspolren* die (Plur.) (zugr. aplanes „nicht umher
irrend“ u. ÎSpore): geißellose, unbewegliche Sporen, die
bei Algen u. Pilzen auf ungeschlechtlichem Weg entstehen
u. der Vermehrung dienen
Aplalsie* die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, plássein „bil
den, formen“ u. T2...ie): angeborenes Fehlen eines Organs
(Med.), aplasltisch: die Aplasie betreffend
Apla zen talii er* [...m] der; -s, - (meist Plur.) (zu gr. a„nicht, un-“ u. tPlazentalier) : Säugetier, dessen Embryo
nalentwicklung ohne Ausbildung einer t Plazenta (1) er
folgt; Ggs. TPlazentalier
Aplit* [auch a'plɪt] der; -s (zugr. haplós „einfach“ u. T 2...it>:
ein feinkörniges Ganggestein
Aplomb* [a'plð:] der; -s (aus gleichbed. fr. aplomb, eigtl.
„senkrechte Stellung“, zu à plomb „im (Blei) Lot“): 1. a)
Sicherheit [im Auftreten], Nachdruck; b) Dreistigkeit. 2.
Abfangen einer Bewegung in den unbewegten Stand (Bal
letttanz)
Apneulmie* die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, pneüma
„Atem“ u. t2...ie): angeborenes Fehlen der Lunge (Med.).
Apnoe [a'pno:ə] die; - (aus gr. ápnoia „Windstille, Atem
losigkeit“): Atemstillstand, Atemlähmung (Med.), apnoisch : keine Atmung zeigend, mit Atemstillstand einherge
hend (Med.)
apo..., Apo..., vor Vokalen ap..., Ap..., vor h aph..., Aph...
[af...] (aus gr. apó „von- weg, ab“): Präfix mit der Bedeu
a piacere
Apogalaktikum
tung „von - weg, ausgehend von, entfernt von, abgesetzt,
abgegliedert, ab, nach, ent...“, z. B. apodiktisch, Apoka
lypse, Apastron, Aphärese
Apo ap sis die; -, ...iden (zu tapo... u. t Apsis): größte der
beiden T Apsis (1)
ApoIbat der; -en, -en (aus gleichbed. gr. apobátes zu apobainein „Weggehen, absteigen, landen“): Wettkämpfer,
der bei griech. Wagenwettkämpfen während der Fahrt abu. wieder aufsprang. Apo|ba|te|ri|on das; -s, ...ien [,,,iən]
(aus gleichbed. gr. apobatërion zu apobatérios „zur Lan
dung gehörig“): 1. (veraltet) Abschiedsgesang. 2. Abstei
geplatz der Äpobaten
Apo chro mat [...kro...] der; -en, -en, auch: das; -s, -e: (zu
Tapo..., gr. chröma „Farbe“ u. T...at (1)>: fotografisches
Linsensystem, das Farbfehler korrigiert, apolchrolmatisch: den Apochromat betreffend, auf ihm beruhend
a polco a polco [a 'pɔko a 'pɔko] (zT. > : nach und nach, all
mählich (Vortragsanweisung; Mus.)
apod u. apodisch (ausgr. ápous, Gen. ápodos „ohne Fuß“):
fußlos (von bestimmten Tiergruppen); vgl. ...isch/apoldeikltisch [auch ...de'ik...] (zu Tapo... u. Tdeiktisch):
(veraltet) svw. apodiktisch. Apoldejlxis die; -, ...xen:
(veraltet) 1. Darstellung; Beweisführung. 2. Festrede
Apoldelmet der; -en, -en (aus gleichbed. gr. apodêmêtés zu
apodêmeîn „verreisen“, dies zu Tapo... u. demos „Land“):
(veraltet) Reiselustiger. Apo|de|mi|al|gie die; - (zu î ...al
gie): (veraltet) Sehnsucht nach der Ferne, Fernweh. Apodelmik die; - (zuT2...ik (2)>: (veraltet) Anleitung zum Rei
sen. apoldelmisch (aus gr. apodemos „abwesend, ver
reist“): außerhalb des ursprünglichen Verbreitungsgebie
tes vorkommend (von Tieren u. Pflanzen; Biol.)
Apolden die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. apodes, eigtl.
„Fußlose“, zu gr. ápous, Gen. ápodos „ohne Fuß“; vgl.
apod): 1. (veraltet) systematische Bez. für einige fußlose
Tiergruppen (z.B. Aale, Blindwühlen). 2. zusammenfas
sende systematische Bez. für Aale u. Muränen. Apoldie
die; -, ...ien (zu T2...ie): angeborenes Fehlen eines od. bei
der Füße (Med.)
Apoldikltik die; - (zu Tapodiktisch u. T2...ik (1)): die Lehre
vom Beweis (Philos.), apoldikltisch (über /at. apodicti
cus aus gr. apodeiktikós „beweiskräftig“ zu apodeiknÿnai
„vorzeigen, beweisen“): 1. unumstößlich, unwiderleglich,
von schlagender Beweiskraft (Philos.). 2. keinen Wider
spruch duldend, endgültig, keine andere Meinung gelten
lassend, im Urteil streng u. intolerant
Apoldil saltilon die; - (aus gleichbed. nlat. apodisatio, dies
zu gr. apodistánai „auseinander stellen, trennen“): [Ver
fahren zur] Verbesserung des Auflösungsvermögens (des
Vermögens, sehr feine, dicht beieinanderliegende Details
getrennt wahrnehmbar zu machen) eines optischen Geräts
apoldisch vgl. apod
Apoldilxis vgl. Apodeixis
Apoldolsis [auch a'pɔ...] die; -, ...dosen (aus gleichbed. gr.
apödosis, eigtl. „das Wiedergeben"): Nachsatz, bes. der
bedingte Hauptsatz eines Konditionalsatzes (Sprachw.)
Apo|dy|te|ri|on, Apo dy te ri um das; -s, ...ien [,,,iən]
(teilweise über lat. apodyterium aus gleichbed. gr. apodytërion): Auskleidezimmer in den antiken Thermen
Apoier. zym das; -s, -e (zu Tapo... u. TEnzym): hochmole
kularer Eiweißbestandteil eines Enzyms (Biol.; Med.)
Apolerylthelin das; -s, -e (zu Tapo..., gr. erythros „rot“ u.
T ...in (1 )> : enzymartiger Faktor, der das Vitamin Bl2 durch
Komplexbindung vor Zerstörung schützt u. so dessen
Î Resorption (1) ermöglicht (Med.)
Apolferlment das; -s, -e (zu Tapo... u. TFerment): (veral
tet) svw. Apoenzym
Apolfolnie vgl. Apophonie
Apolga|lak|ti|kum das; -s, ...ken (zu Tapo..., gr. gála, Gen.
gálakios „Milch“ u. T...ikum): vom Zentrum des Milch
Apogalaktismus
straßensystems entferntester Punkt auf der Bahn eines
Sterns der Milchstraße. ApolgallakltisEmus der; -s (zu
ɪ,,,ismus (2)>: Entwöhnung von der Muttermilch
apo gam (zu tapo... u. t...gam (1)>: sich ungeschlechtlich
(ohne Befruchtung) fortpflanzend (von bestimmten Pflan
zen; Bot.). Apolgalmie die; - (zu Î...garnie (1)>: unge
schlechtliche Fortpflanzung, Vermehrung ohne Befruch
tung (eine Form der ÎApomixis; Bot.)
Apolgälum das; -s, ...äen (aus gleichbed. nlat. apogaeum
zu tapo... u. gr. gata „Erde“): erdfernster Punkt der Bahn
eines Körpers um die Erde (Astron.); Ggs. ÎPerigäum.
Apo|gä|ums|sa|tel|lit der; -en, -en: ein aus dem Apo
gäum einer vorläufigen Umlaufbahn in den endgültigen
tOrbit eingeschossener Satellit. Apolgälumsltriebwerk das; -s, -e: im Apogäum der Umlaufbahn eines Sa
telliten kurzzeitig zu zündendes Raketentriebwerk zum
Einschuss aus einer vorläufigen in die endgültige Umlauf
bahn
Apolgeusitie Ae, - (zugr. apogeüein „kosten, schmecken“
bzw. zu Î apo... u. gr. geustós „was gekostet werden kann“
u. T2...ie): (veraltet) verdorbener Geschmack
Apolgraf, auch ...graph das; -s, -en (seltener -e), (aus gr.
apógraphon „das Abgeschriebene“): Ab-, Nachschrift,
Kopie nach einem Original, apolgralfisch, auch ...gra
phisch (aus gleichbed. gr. apógraphos): abgeschrieben,
kopiert. Apolgralphon: (veraltet) svw. Apograf
à point [a’pwè] (/r,): zu nichts (beim Billard)
Apo|jo|vi|um [...vium] das; -s (zu Îapo..., lat. Jupiter, Gen.
Jovis u. t...ium): weiteste Entfernung des Jupitermondes
von diesem Planeten (Astron.)
Apo|ka|lyp|se die; -, -n (über kirchenlat. apocalypsis aus
gr. apokälypsis „Enthüllung, Offenbarung“ zu apokalÿptein „enthüllen, entblößen“): 1. Schrift in der Form einer
Abschiedsrede, eines Testaments o.A., die sich mit dem
kommenden [schrecklichen] Weitende befasst (z.B. die
Offenbarung des Johannes imNeuen Testament). 2. (ohne
Plur.) Untergang, Grauen, Unheil. Apolkallypltik die; (zut2...ik(2)>: 1. Deutung von Ereignissen im Hinblick auf
ein nahes Weitende. 2. Schrifttum über das Weitende.
Apo|ka|lyp|ti|ker der; -s, -: Verfasser od. Ausleger einer
Schrift über das Weitende, apolkallypltisch: 1. in der
Apokalypse [des Johannes] vorkommend, sie betreffend.
2. a) auf das Weitende hinweisend; Unheil kündend; b) ge
heimnisvoll, dunkel; apokalyptische Reiter: Sinnbilder für
Pest, Tod, Hunger, Krieg; apokalyptische Zahl: die Zahl
666 (s. Offenbarung 13, 18)
Apo|kamlno|se die; - (zu gr. apokämnein „ermüden“ u.
î ’...ose): krankhafte Ermüdbarkeit (Med.)
apolkarp (zu îapo... u. 1 ...karp): aus einzelnen getrennten
Fruchtblättern bestehend (von Blüten; Bot.). Apolkarpijum das; -s, ...pien [...ion] (aus gleichbed. nlat. apokarpium): aus einzelnen Früchten zusammengesetzter
Fruchtstand (Bot.)
Apo|kar|te|relse die; - (aus gleichbed. gr. apokartérësis zu
apokarterem „sich durch Hunger töten“): Selbstmord
durch Nahrungsverweigerung
Apo|ka|tas|ta|se*, Apolka tasita sis die; -, ...tasen (aus
gr. apokatástasis „Wiederherstellung“): Wiederkehr eines
früheren Zustandes, bes. Wiederherstellung allgemeiner
Vollkommenheit in der Weltendzeit (Lehre des Î Parsismus
u. mancher ÎMystiker; Reh). Apo ka tasjtat der; -en,
-en (zu t,,,at (1)>: Anhänger der Apokatastase. apo|katastatisch: die Apokatastase betreffend, zu ihr gehö
rend
Apo|ka|taslte|ris* die; - (zu Îapo..., gr. katá „über etwas
hin“ u. aster „Stern“): der vollständige Sternumlauf (As
tron.)
Apo|ka|thar|sis die; - (zu tapo... u. ÎKatharsis): Reini
gung des Darmkanals (Med.). Apo|ka|thar|ti|kum das;
122
-, ...ka (zu t...ikum>: Arzneimittel zur Reinigung des
Darmkanals (Med.)
Apolkelnglsis die; - (aus gr. apokenösis „Ausleerung“):
(überstarke) Entleerung der Gefäße (Med.), apolkelnotisch: starke Entleerung bewirkend (Med.)
Apo|ke|ry|xis die; - (aus mgr. apokëryxis „(öffentliche) Ex
kommunikation“, eigtl. „Enterbung (eines Sohnes)“):
Ausstoßung aus der kirchlichen Gemeinschaft, Ächtung
(Rel.)
Apölkie* die; -, ...ien (aus gr. apoikia „Ansiedlung, Nieder
lassung“): im Griechenland der Antike eine Form der Ko
lonisation mit dem Ziel der Gründung eines von der Mut
terstadt unabhängigen neuen Staates
ApolklasEma* das; -s, ...mata (aus gr. apöklasma „das Ab
gebrochene“ zu tapo... u. klän „brechen, abbrechen“):
(veraltet) svw. Fraktur (1)
Apo kle ro sis* die; - (aus gr. apoklerösis „Wahl durch
Los“ zu apoklëroûn „durch Los wählen“): (veraltet) Er
wählung (der Obrigkeit) durch das Los
Apolklet* der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. apôklëtos „ab
gerufen“): Mitglied des höchsten Rats bei den alten Äoliern
Apo koi nu [...koy...] das; -[s], -s (aus gleichbed. gr. apô koinoü, eigtl. „vom Gemeinsamen“): grammatische Kon
struktion, bei der sich ein Satzteil od. Wort zugleich auf
den vorhergehenden u. den folgenden Satzteil bezieht
(z.B. Was sein Pfeil erreicht, das ist seine Beute, was da
kreucht und fleucht; Schiller)
ApglkoEpe [...pe] die; -, ...open (über lat. apocope aus
gleichbed. gr. apokopë, eigtl. „das Abschlagen, Abhau
en“): Wegfall eines Auslauts od. einer auslautenden Silbe
(z.B. halt' für hatte; Sprachw.). apolkol pie Iren (zu Î ...ieren): ein Wort am Ende durch Apokope verkürzen
(Sprachw.). Apolkolpos der; - (zu gr. apökopos „abge
hauen, verschnitten“): (veraltet) Verschnittener, Verstüm
melter, Entmannter
apolkrin* (zu gr. apokrinein „absondern, ausscheiden“):
ein vollständiges Sekret produzierend u. ausscheidend
(von Drüsen; Med.). Apolkrilsilar zier; -s, -e (aus gleich
bed. kirchenlat. apocrisiarius zu gr. apökrisis, vgl. Apokrisis): hoher Gesandter in kirchlichen Angelegenheiten, bes.
des Papstes in Konstantinopel. Applkrilsis die; - (aus gr.
apökrisis „Absonderung; Sendung“): a) Absonderung; b)
Ausscheidung überflüssiger Feuchtigkeit aus dem Körper
(Med.), apolkriltisch: a) ausgewählt, geweiht; b) ausge
sondert
apolkryph* (über lat. apocryphus aus gr. apökryphos „un
tergeschoben, unecht“, eigtl. „verborgen“): 1. zu den Apo
kryphen gehörend, sie betreffend. 2. unecht, fälschlich
jmdm. zugeschrieben. Apolkryph das; -s, -en, auch Apokrylphonrfa.s,'-s,Plur. ...yphau. ...yphen (meist Plur.) (zu
gr. apökryphos (vgl. apokryph) u. t',,,on): nicht in den
Ï Kanon (5) aufgenommenes, jedoch den anerkannten bib
lischen Schriften formal u. inhaltlich sehr ähnliches Werk
(Reh); vgl. Pseudepigraf
Apo|ky|e|sis Æe; - (aus gleichbed. gr. apokÿësis zu apokyem „gebären“): (veraltet) das Gebären, die Geburt
apollar (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Îpolar): nicht polar; keine
'Pole besitzend
Apollelpislmus der; - (zu gr. apolépein „abschälen“ u.
Î ...ismus (3)): Abschälung, Abschuppung der Haut (Med.)
Apolleplsis die; - (aus gr. apôlëpsis „das Umzingeln“ zu
apolambánein „hinwegnehmen, hemmen“): (veraltet)
Hemmung, Unterbrechung, Lähmung, Ausbleiben des
Pulses (Med.), apollepltisch: (veraltet) hemmend, un
terbrechend, stockend (vom Puls; Med.)
Apollis der; -, ...liden (zu gr. äpolis „heimatlos; verbannt“,
eigtl. „ohne Stadt“): (veraltet) a) Heimatloser; b) Ver
bannter
123
die; -, -n (zu tapo... u. gr. lithos „Stein"):
(veraltet) Versteinerung
apolliltisch (aus gr. apolitikós „zu Staatsgeschäften unge
schickt"): a) nicht politisch; b) ohne Interesse gegenüber
der Politik, gegenüber politischen Ereignissen
Apoll der; -s, -s (nach dem griech.-röm. Gott Apollo): svw.
Apollo (1)
Apolllilnalrjslmus der; - (nach Apollinarios, dem Bi
schof von Laodizea (*um 390 n.Chr.), u. zu f...ismus
(1)): Lehre, dass Christus das Fleisch nicht mit der
menschlichen Seele, sondern mit der göttlichen Vernunft
angenommen habe. Apolllilnalrist der; -en, -en (zu
t,,,ist): Anhänger des Apollinarismus. apolilinaristisch (zu T ...istisch) : den Apollinarismus betreffend, da
zugehörig
apolllilnisch (aus lat. Apollineus, zum Namen des Gottes
ÎApollo): 1. den Gott Apollo betreffend, in der Art Apol
los. 2. harmonisch, ausgeglichen, maßvoll (Philos.); Ggs.
Îdionysisch. Apolllo der; -s, -s (nach dem griech.-röm.
Gott der Weissagung u. Dichtkunst): 1. schöner [junger]
Mann. 2. ein Tagschmetterling. 3. ein ÎPlanetoid
apolllplnisch (nach dem griech. Mathematiker Apollonios
von Perge, 3. Jh. v.Chr.): nach Art des Mathematikers
Apollonios; apollonisches Problem: math. Aufgabe, be
stimmte festgelegte Linien durch eine Kurve zu berühren
Apolllo-Prolgramm das; -s (zu Î Apollo): Raumfahrtpro
gramm der USA in den 60er-Jahren des 20. Jh.s, das u. a.
die Landung bemannter Raumfahrzeuge auf dem Mond
vorsah
Ap|ol|ly|on der; -s (aus gr. apollyön „der Verderbende“):
Todesengel (nach spätjüdischer Vorstellung)
Apollog der; -s, -e (aus gr. apólogos „Erzählung, Fabel“):
[humoristische] Erzählung, [Lehr]fabel (Literaturw.).
Apollolgelma das; -s, ...mata (aus gleichbed. gr. apolögëma): Verteidigungsgrund. Apollolget der; -en, -en
(Rückbildung zu îapologetisch): a) jmd., der eine be
stimmte Anschauung mit Nachdruck vertritt u. verteidigt ;
b) [literarischer] Verteidiger eines Werkes (bes. Vertreter
einer Gruppe griech. Schriftsteller des 2. Jh.s, die für das
Christentum eintraten). Apollolgeltik die; -, -en (zu
t2...ik (1)): 1. Gesamtheit aller apologetischen Äußerun
gen; wissenschaftliche Rechtfertigung von [christlichen]
Lehrsätzen. 2. (ohne Plur.) Teilbereich der Theologie, in
dem man sich mit der wissenschaftlich-rationalen Absi
cherung des Glaubens befasst, apollolgeltisch (über
spätlat. apologeticus aus gleichbed. gr. apologêtikôs zu
apologeîsthai „sich mit Worten verteidigen“; vgl. Logos):
eine Ansicht, Lehre o.Ä. verteidigend, rechtfertigend,
apollolgeltilsielren (zu f,,,isieren): verteidigen, recht
fertigen. Apollolgie die; -, ...ten (über spätlat. apologia
aus gr. apología „Verteidigung“): a) Verteidigung, Recht
fertigung einer Lehre, Überzeugung o.Ä.; b) Verteidi
gungsrede, -schrift. apollolgisch (zu Î Apolog) : nach Art
einer Fabel, erzählend; apologisches Sprichwort: erzäh
lendes od. Beispielsprichwort (z. B. „Alles mit Maßen“,
sagte der Schneider und schlug seine Frau mit der Elle
tot.), apollolgilsielren (aus gleichbed. gr. apologizesthai) : verteidigen, rechtfertigen. Apollolgist der; -en, -en
(zu t,,,ist): svw. Apologet
Apollun das; -s, -e (zu tapo... u. lat. luna „Mond“): svw.
Aposelen
Apolysis die; - (aus gr. apólysis „Lossprechung“): Entlas
sung der Gemeinde in der griech.-orthodoxen Kirche nach
dem Gottesdienst. Apollyltilkon das; -s (zu gr. apolytikós
„loslösend, befreiend“ u. Î ’...on): Schlussgesang am Ende
des (griech.-orthodoxen) Gottesdienstes. Apollyltrosis* i/ze; - (aus gr. apolytrösis „Freigebung gegen Löse
geld, Loskaufung“): Erlösung der Menschen durch den
Tod Christi (Rel.)
Apolithoise
Apophyten
(aus gleichbed. gr. apömachos zu tapo...
u. máche „Kampf, Schlacht“): (veraltet) kampfunfähig
Apo|mei|o|sis die; - (zu tapo... u. gr. meiösis „Verkleine
rung, Abnahme“): bleibende Reduktionsteilung bei der
Bildung des Embryosackes (Biol.)
Apo me ko meiter das; -s, - (zu Î apo..., gr. mëkos „Län
ge" u. t...'meter): altes Entfernungsmessgerät. Apojmekolmeltrie* die; - (zu t...metrie): ein altes Verfahren,
Entfernungen od. entfernte Gegenstände zu messen
apo|melsos|to|misch* (zu tapo..., gr. mésos „Mitte“ u.
stóma „Mund“): mit nicht in der Mitte stehendem Mund
(Biol.)
apolmikltisch (zu tapo... u. gr. miktós bzw. meiktós „ge
mischt"): sich ungeschlechtlich (ohne Befruchtung) fort
pflanzend (von bestimmten Pflanzen; Bot.). Apolmilxis
die; - (zu gr. mixis bzw. meixis „Mischung“) : ungeschlecht
liche Fortpflanzung, Vermehrung ohne Befruchtung
(Bot.)
Apo|mnelmo|neu|ma* das; -s, -ta (aus gleichbed. gr.
apomnémóneuma zu apomnemoneüein „(sich) erin
nern“): (veraltet) Denkwürdigkeit
Apolmorlphin das; -s (zu îapo... u. ÎMorphin): ein tDerivat (3) des Î Morphins (starkes Brechmittel bei Vergiftun
gen; Med.)
Apolneulrolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu
ÎAponeurose u. T...grafie): Muskelsehnenbeschreibung.
Apolneulrolse die; -, -n (aus gleichbed. gr. aponeürösis):
1. Ansatzteil einer Sehne (Med.). 2. flächenhafte, breite
Sehne (z. B. die der schrägen Bauchmuskeln; Med.). Aponeu|ro|to|mie die; -, ...ien (zu t...tomie): operative
Durchtrennung einer Sehne (Med.)
Apolnie die; - (aus gleichbed. gr. aponía zu a- „nicht, un-“
u. pónos „Arbeit, Mühe“): (veraltet) a) Schmerzlosigkeit,
Wohlbefinden; b) Arbeitsscheu
Apolpempltilkon das; -s, ...ka (aus gleichbed. mgr. apopémptikon zugr. apopémpein „fortschicken, entlassen“):
Abschiedsgedicht einer fortgehenden Person an die Zu
rückbleibenden, im Unterschied zum T Propemptikon
apolphanltisch (aus gleichbed. gr. apophantikós zu apophánai „bestimmt berichten“): aussagend, behauptend;
nachdrücklich
Apolpholnie, auch Apofonie die; - (zu tapo... u. î...pho
nie): Ablaut (Vokalwechsel in der Stammsilbe wurzelver
wandter Wörter, z.B. sprechen - sprach; Sprachw.)
Apo pho re ta die (Plur.) (aus gleichbed. gr. apophoreta zu
apophérein „forttragen“): Geschenke, bes. Esswaren, die
an Festtagen den Gästen mitgegeben wurden (in der An
tike)
Apophltheglma* das; -s, Plur. ...men u. -ta (aus gleichbed.
gr. apöphthegma zu apophthéggesthai „seine Meinung sa
gen“): [witziger, prägnanter] Ausspruch, Sinnspruch, Zi
tat, Sentenz, apophltheglmaltisch (aus gleichbed. gr.
apophthegmatikós): in der Art eines Apophthegmas ge
prägt
Applphylge die; -, -n (zu Îapo... u.gr. phygë „Flucht“): die
bogenförmige Überleitung vom überstehenden Gesims
zum Säulenschaft (Archit.)
Apolphylllit [auch ...'lit] der; -s, -e (zu Îapo... u. ÎPhyllit):
ein Silikatmineral
Apolphylse die; -, -n (aus gr. apophysis „Auswuchs“): 1.
Knochenfortsatz [als Ansatzstelle für Muskeln] (Med.). 2.
Einstülpung des Außenskeletts bei Gliederfüßern (Zool.).
3. a) Anschwellung des Fruchtstiels bei Moosen; b) Verdi
ckung der Zapfenschuppe bei Kiefern (Bot.). 4. Gesteins
verästelung (Geol.). 5. das Schlankerwerden des Säulen
schafts (Archit.), apolphylsiert (zu T...iert): mit Apo
physe (5) versehen, schlanker werdend, sich verjüngend
(von Säulen). Apolphylten ift'e (Plur.) (zu gr. apophyteüein „Ableger machen, verpflanzen“; vgl. ...phyt): einhei
apolmalchisch
A
apophytisch
mische Pflanzen, die ihre natürlichen Standorte verlassen
haben u. auf vom Menschen geschaffene Wuchsorte über
gegangen sind (Bot.), apoiphyltisch: 1. eine Apophyse
bildend, sie betreffend. 2. die Apophyten betreffend
Apo|plek|ti|ker*iter; -s, - (zu Î apoplektisch): a) jmd., der
zu Schlaganfällen neigt; b) jmd., der an den Folgen eines
Schlaganfalles leidet (Med.), apolplekltisch (über spätlat. apoplecticus ausgr. apoplëktikôs „vom Schlagfluss ge
troffen“): a) zu Schlaganfällen neigend; b) zu einem
Schlaganfall gehörend, damit zusammenhängend; durch
einen Schlaganfall bedingt (Med.). Apolplelxie die; -,
...ien (über .spád/aí. apoplexiaausgleichbed.gr. apoplexia):
1. Schlaganfall, Gehirnschlag (Med.). 2. plötzliches teil
weises od. gänzliches Absterben der Krone von Steinobst
bäumen (Bot.)
Apolpsylchie die; -, ...ien (aus tapo..., gr. psyché „Seele,
Lebenskraft“ u. t2...ie>: (veraltet) Bewusstlosigkeit, Ohn
macht. apolpsylchisch: (veraltet) ohnmächtig
Apoplto!se*d(e; -, -n (zuÎapo... u.gr. ptosis „das Fallen“):
genetisch programmierter Zelltod, der für die Entwick
lung vielzelliger Organismen notwendig ist (Biol.)
Apolrem das; -s, -ata (aus gr. apôrêma „Streitfrage“): lo
gische Schwierigkeit, Unlösbarkeit eines Problems (Phi
los.). apolrelmaltisch (aus gr. aporematikös „zweifel
haft, streitig“): zweifelhaft, schwer zu entscheiden (Phi
los.). Apolreltik die; - (zu gr. aporetikös „zum Zweifeln
geneigt“ u. î2...ik (2)): Auseinandersetzung mit schwieri
gen philosophischen Fragen (Aporien) [ohne Berück
sichtigung ihrer möglichen Lösung], Apolreltilker der;
-s, - (nach gr. aporetikoi (Plur.) „Skeptiker“): 1. der die
Kunst der Aporetik übende Philosoph. 2. Zweifler,
Skeptiker, apolitisch: 1. a) die Aporetik betreffend;
b) in der Art der Aporetik. 2. zu Zweifeln geneigt. Apo
rie die; -, ...ien (über spatial, aporia aus gr. aporia „Rat
losigkeit, Verlegenheit“ zu äporos „ohne Mittel u. Wege,
ratlos“): 1. Unmöglichkeit, eine philosophische Frage zu
lösen. 2. Unmöglichkeit, in einer bestimmten Situation
die richtige Entscheidung zu treffen od. eine passende
Lösung zu finden; Ausweglosigkeit. Apo|ri|no|sis die;
-, ...sen (zu gr. aporia „Mangel“ u. nösos „Krankheit“):
jede Art von Mangelkrankheit (Med.). Apolrislma das;
-s, Plur. ...men od. -ta (aus gr. apórisma „Ratlosigkeit“):
svw. Aporem. Apo ro ga mie die; - (zu gr. äporos „un
wegsam, schwer passierbar“ u. î...garnie (1)>: Befruch
tungsvorgang bei Blütenpflanzen, bei dem der vom t Pol
len vorgetriebene Schlauch die Samenanlage nicht un
mittelbar über die Höhlung des Fruchtknotens erreicht
(Bot.)
Apor|rhan|te|ri|on das; -s, ...ien [...isn] (aus gr. aporrhantërion „Weihkessel“): Weihwasserbecken
Aporlrhelta die (Plur.) (aus gr. apörrhea „Untersagtes,
Verbotenes“, Neutrum Plur. von apórrhetos, vgl. aporrhetisch): (veraltet) 1. Geheimnisse, die nicht ausgesprochen
werden dürfen. 2. Waren, deren Ausfuhr verboten ist.
apoɪjrheltiseh(aus gleichbed.gr. apórrhetos): (veraltet)
verboten, untersagt
Aporlrhö die: -, -en, auch Aporjrhöe [...ra:] die; -, -n
[,,/ra:ən] (aus gleichbed. gr. aporrhoê): (veraltet) Aus
fluss, krankhafte Ausdünstung (Med.)
Applschalsis* [...sça...] die; -, ...sen (aus gleichbed. gr.
apóschasis): (veraltet) Aderlass (Med.)
Apolsellen das; -s, -e (zu lapo... u. gr. selene„Mond“>:
mondfernster Punkt einer Mondumlaufbahn (Astron.);
Ggs. 1 Periselen
Apo|se|ma|tik</(e; -, -en (zu t apo..., gr. sema „ Zeichen“ u.
t2...ik (2)>: Warnfärbung (Zool.)
Apol silolpelse die; -, -n (über spätlat. aposiopesis aus gr.
aposiopesis „das Verstummen“ zu aposiöpän „verstum
men“): bewusster Abbruch der Rede od. eines begonne
124
nen Gedankens vor der entscheidenden Aussage, z. B. Hol
dich doch...! (Rhet; Stilk.)
Apo si tie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. apositia zu apositein „zu essen aufhören, fasten“): (veraltet) Essunlust,
Mangel an Appetit (Med.). apo|sj|tisch (aus gr. apósitos
„appetitlos“: (veraltet) appetithemmend
Apo|skeplsis¿/(<?, -, ...sen (aus gleichbed. gr. apóskepsis zu
aposkÉptein „stürzen, fallen (auf etwas)“): (veraltet) Ver
lagerung des Krankheitsherdes an eine andere Stelle im
Körper (Med.), apolskepltisch: (veraltet) die Verlage
rung eines Krankheitsherdes betreffend (Med.)
Apo|spaslma*i/ai; -s, ...men (aus gleichbed. gr. apóspasma zu apospän „abreißen“): (veraltet) abgerissenes Stück
einer Sehne (Med.). Apolspaslmus der; -, ...men (über
nlat. apospasmus aus gleichbed. gr. apospasmós): (veral
tet) das Trennen sehniger Teile (Med.)
Apolsphalkellilsis* die; -, ...sen (aus gleichbed. gr. aposphakélisis zu aposphakelizein „durch Erfrieren ster
ben“): (veraltet) das Absterben der Glieder durch starke
Frosteinwirkung (Med.)
ApoisphralgisimaVLM, -s, ...men (aus gleichbed. gr. aposphrägisma zu aposphragizein „versiegeln“): (veraltet)
Siegelabdruck
Apolspolrie* die; - (aus gleichbed. nlat. aposporia zu
tapo... u. ÎSpore): das Überspringen der Sporenbildung
bei Farnen u. Blütenpflanzen im Generationswechsel
(Bot.)
Apos|ta|sie* die; -, ...ien (über spätlat. apostasia aus gr.
apostasia „das Abfallen vom Herrscher“): 1. Abfall [eines
Christen vom Glauben], 2. Austritt einer Ordensperson
aus dem Kloster unter Bruch der Gelübde, aposltalsieren (zu T..deren): abtrünnig werden. Aposltat der; -en,
-en (über lat. apostata aus gr. apostâtes „der Abtrünni
ge“): Abtrünniger, bes. in Bezug auf den Glauben, apostatisch: abtrünnig
Aposltel der; -s, - (über gleichbed. (kirchen)lat. apostolus
aus gr. apostolos, eigtl. „abgesandt; Bote“): La) einer aus
dem Kreis der zwölf Jünger Jesu; b) urchristlicher Missi
onar (Reh). 2. (iron.) jmd., der für eine Welt- od. Lebens
anschauung mit Nachdruck eintritt u. sie zu verwirklichen
sucht
Aposltem das; -s, ...ta (aus gr. apostema, Gen. apostëmatos „Abstand, Absonderung; Geschwür, Abszess“): Ge
schwür, Abszess (Med.). apos|te|ma|tös (zu T...ös>: ei
ternd (Med.)
a pos|te|ri|o|ri (.lat.; „vom Späteren her“, d.h., man er
kennt die Ursache aus der zuerst erfahrenen späteren Wir
kung): 1. aus der Wahrnehmung gewonnen, aus Erfahrung
(Erkenntnistheorie); Ggs. ta priori. 2. nachträglich, spä
ter; Ggs. ta priori, aposltelrilolrisch: erfahrungsge
mäß; Ggs. Tapriorisch. Aposltelrilsolridas; -, -: Erfah
rungssatz, Inbegriff der Erkenntnisse, die a posteriori ge
wonnen werden; Ggs. TApriori.
Apo stilb das: -s, - (zu gr. apostilbein „erglänzen, leuch
ten“): nicht gesetzl. photometrische Einheit der Leucht
dichte; Abk.: asb.; vgl. Stilb
Aposltillle die; -, -n (unter Einfluss von fr. apostille aus
gleichbed. nlat. apostilla (in Anlehnung an T Postille) zu gr.
apostéllein „schreiben“, eigtl. „abschicken“): 1. Randbe
merkung. 2. [empfehlende od. beglaubigende] Nachschrift
zu einem Schriftstück. 3. (veraltet) Entlassungsgesuch,
aposltilllielren (zu t.,deren): mit Randbemerkungen
versehen, eine Nachschrift anfertigen
Apos|to|latrfa5, fachspr. auch der; -[e]s, -e (aus gleichbed.
(kirchen)lat. apostolatus zu apostolus, vgl. Apostel): a)
Sendung, Amt der Apostel (Rel.) ; b) Sendung, Auftrag der
Kirche; vgl. Laienapostolat. Apos|tg|li!ker</er;-s,-: An
gehöriger verschiedener christlicher Gruppen u. Sekten,
die sich am Kirchenbild der apostolischen Zeit orientie-
125
ren. Apositollilkum das: -s (gekürzt aus kirchenlat. Sym
bolum apostolicum „Apostolisches Glaubensbekennt
nis“): 1. das (angeblich auf die 12 Apostel zurückgehende)
christliche Glaubensbekenntnis. 2. (veraltet) svw. Aposto
los. aposltpllisch (über (kirehen)lat. apostolicus aus
gleichbed. gr. apostolikós): a) nach Art der Apostel, von
den Aposteln ausgehend; b) päpstlich (kath. Kirche);
Apostolische Majestät: Titel der Könige von Ungarn u. der
Kaiser von Österreich; Apostolischer Nuntius: ständiger
Gesandter des Papstes bei einer Staatsregierung; Aposto
lische Signatur: höchstes ordentliches Gericht u. oberste
Gerichtsverwaltungsbehörde der katholischen Kirche;
Apostolischer Stuhl: Heiliger Stuhl (Bez. für das Amt des
Papstes u. die päpstlichen Behörden); apostolische Suk
zession: Lehre von der ununterbrochenen Nachfolge der
Bischöfe u. Priester auf die Apostel; apostolische Väter:
die ältesten christlichen Schriftsteller, angeblich Schüler
der Apostel. Apos|to|li|zi|tät die; - (zu T...izität>: nach
katholischem Verständnis die Wesensgleichheit der gegen
wärtigen Kirche in Lehre u. Sakramenten mit der Kirche
der Apostel. Aposltoilos der: - (ausgr. apostolos „zu den
Aposteln (des Neuen Testaments) gehörig“): (veraltet)
Sammelbez. für die nicht zum 1 Evangelium ( 1 b) gehören
den Schriften des Neuen Testaments
Apolstralteg* der: -en, -en (aus gleichbed. gr. apostrâtëgos): (veraltet) abgedankter od. ausgedienter Feldherr;
vgl. Stratege
Apolstroph* der: -s, -e (über spätlat. apostrophos, apostrophus aus gleichbed. gr. apostrophos, eigtl. „abgewandt;
abfallend“): Auslassungzeichen; Häkchen, das den Aus
fall eines Lautes od. einer Silbe kennzeichnet (z. B. hatt’,
’aus). Apolstrolphe [auch ,,,'stro:fə] die; -, ...ophen (über
lat. apostropha, apostrophe aus gleichbed. gr. apostrophé,
eigtl. „das Sichabwenden (vom Publikum)“): feierliche
Anrede an eine Person od. Sache außerhalb des Publi
kums; überraschende Hinwendung des Redners zum Pu
blikum od. zu abwesenden Personen (Rhet., Stilk.). apostrolphielren (zu 1 ...ieren): 1. mit einem Apostroph ver
sehen. 2. a) jmdn. feierlich od. gezielt ansprechen, sich
deutlich auf jmdn. beziehen; b) etwas besonders erwäh
nen, sich auf etwas beziehen. 3. jmdn. od. etwas in einer
bestimmten Eigenschaft herausstellen, als etwas bezeich
nen. apolstrolphisch: mit Apostroph versehen, anre
dend
apo|sym|bi|pn|tisch (zu tapo... u. Tsymbiontisch): frei
von T Symbiose
Apolsylnalgolgus* der;-, ...gi (niât. Bildung zu gr. aposynägögos „aus der Synagoge gestoßen“ ; vgl. Synagoge) : ein
aus der Kirchengemeinschaft od. aus der Synagoge Aus
gestoßener
Apolsylrinlgolse die: -, -n (zu tapo..., gr. sÿrigx, Gen. sÿriggos „Pfeife, Fistel“ u. î '...ose): (veraltet) die Bildung ei
ner Fistel (Med.)
Apo|te|les|ma das; -s, ...men (aus gr. apotélesma „das
Vollendete“ zu apotelem „beendigen“): (veraltet) 1. Voll
endung, Wirkung. 2. vermeintlicher Einfluss der Gestirne
auf das Schicksal des Menschen. Apoltelleslmaltik die;
- (aus gleichbed. gr. apotelesmatikë (téchnë)): (veraltet)
Sterndeutung, apoltelleslmaltisch (aus gleichbed. gr.
apotelesmatikös): (veraltet) 1. zur Vollendung gehörend.
2. die Sterndeutung betreffend
Apolthalnalsie die; - (zu tapo..., gr. thänatos „Tod“ u.
t2...ie): (veraltet) völliges Absterben, der unzweifelhaft
eingetretene Tod (Med.)
Apolthelcilum [...tsiom] das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleich
bed. nlat. apothecium zu gr. apothëkê, vgl. Apotheke):
schüsselförmiger Fruchtkörper bei Flechten u. Schlauch
pilzen (Bot.). Apolthelke die; -, -n (über lat. apotheca aus
gr. apothekë „Abstell-, Vorratsraum“): 1. Geschäft, in
apparativ
dem Arzneimittel verkauft u. hergestellt werden. 2.
Schränkchen, Tasche, Behälter für Arzneimittel (meist in
Zusammensetzungen wie Hausapotheke, Autoapotheke).
з. (abwertend) teurer Laden; Geschäft, das hohe Preise
fordert. Apolthelker der; -s, - (aus mlat. apothecarius
„der in der Apotheke Beschäftigte“): jmd., der aufgrund
eines Hochschulstudiums mit t Praktikum u. aufgrund sei
ner 1 Approbation (1) berechtigt ist, eine Apotheke zu lei
ten. Apo|the|ker|fau|na die;
Sammelbez. für die in
chin. Apotheken als Heilmittel geführten Fossilien. Apothejkerlgelwicht das; -s,-q: frühere Gewichtseinheit für
Arzneimittel (z.B. Gran, Unze). Apolthelma das; -s,
...mata (aus nlat. apothema zu gr. apotithénai „ablegen“):
a) die vom Mittelpunkt eines regelmäßigen Vielecks auf ei
ne Seite gefällte Senkrechte (Math.); b) Niederschlag von
Pflanzenauszügen (Chem.)
Apo the o se die; -, -n (über lat. apotheosis aus gleichbed.
gr. apothéôsis zu 1 apo... u. theös „Gott“): 1. Erhebung ei
nes Menschen zum Gott, Vergöttlichung eines lebenden
od. verstorbenen Herrschers. 2. Verherrlichung. 3. wir
kungsvolles Schlussbild eines Bühnenstücks (Theat.).
apo the o tisch: 1. zur Apotheose (1) erhoben. 2. eine
Apotheose darstellend
Apo|the|ra|pie die; - (zu tapo... u. tTherapie): (veraltet) a)
vollständige Heilung; b) Nachkur
Apolthelzilum vgl. Apothecium
Apoltilmelsis die; - (aus gleichbed. gr. apotimesis zu apotimän „(ab)schätzen“): Schätzung, Verpfändung; vgl. Hy
pothek
a poltilglri (lat.;' „vom Stärkeren her“): von der Hauptsa
che her, nach der Mehrzahl
apgltisch [auch 'a...] (ausgleichbed.gr. ápotos zu a- „nicht,
un-“ u. potos „trinkbar“): (veraltet) nicht trinkend; nicht
trinkbar
Apoltgm das; -s u. Appltolme [...ine] die; - (aus gr. apotomë „das Aufschneiden“ zu témnein „schneiden“): (ver
altet) a) Abschnitt, Größenunterschied; b) Unterschied
zwischen dem ganzen u. nächsten Halbton im pythagoräi
schen Tonsystem
Apo|tro|pä|er* der; -s, - (zu Îapotropäisch): (veraltet) a)
Abwender von Unheil; b) Nothelfer. Apoltrolpailon vgl.
Apotropäum. apoltrolpalisch (aus gleichbed. gr. apotröpaios zu apotrépein „abwenden“): Unheil abwehrend
(von Zaubermitteln). Apoltrolpälum das; -s, Plur. ...äau.
...äen u. Apotropaion das; -s, ...aia (über lat. apotropaeum
aus gr. apotropaion „das Unheil Abwendende“): Zauber
mittel, das Unheil abwehren soll
à pouldre [a'pu:dr] (fr.; eigtl. „auf Puder“): [Edelsteine]
fassen, eine weiße Unterlage geben
Apo ze ma das; -s, -ta (aus gleichbed. gr. apózema zu zeih
„sieden, kochen“): Abkochung (von Kräutern od. Wur
zeln); vgl. Dekokt
Ap pairat der; -[e]s, -e (aus Zöt. apparatus „Zubereitung,
Einrichtung; Werkzeuge“ zu apparare „zubereiten“): 1.
zusammengesetztes mechanisches, elektrisches od. opti
sches Gerät. 2. (ugs.) a) Telefon; b) Radio-, Fernsehgerät;
c) Elektrorasierer; d) Fotoapparat. 3. Gesamtheit der für
eine [wissenschaftliche] Aufgabe nötigen Hilfsmittel. 4.
Gesamtheit der zu einer Institution gehörenden Menschen
и. [technischen] Hilfsmittel. 5. svw. kritischer Apparat. 6.
(salopp) etwas, das durch seine ungewöhnliche Größe,
durch seine Besonderheit, Ausgefallenheit Aufsehen od.
Staunen erregt (z.B. ein toller Apparat von einem Hecht).
7. Gesamtheit funktionell zusammengehörender Organe
(z. B. Sehapparat; Med.). ap|pa|ra|tiv (zu t...iv): a) einen
Apparat betreffend; b) den Apparatebau betreffend; c)
mit Apparaten arbeitend (z.B. von technischen Verfah
ren); d) mithilfe von Apparaten feststellbar; apparative Di
agnostik: 1 Diagnostik mithilfe von Geräten (z.B. Rönt
A
Apparatschik
gen, EKG; Med.). Ap|pa|rat!schikz/er,-s, -s (aus gleichbed. russ. apparatcikzu apparat „Verwaltungsbehörden“;
vgl. Apparat): (abwertend) Funktionär in der Verwaltung
u. im Parteiapparat, der von höherer Stelle ergangene Wei
sungen u. Anordnungen bürokratisch durchzusetzen ver
sucht. Aplpalraltur die; -, -en (aus lat. apparatura „Ge
rätschaft“): Gesamtanlage zusammengehörender Appa
rate u. Instrumente, die einem gemeinsamen Zweck die
nen
Aplpalreil [.. ,'rɛ:j] der; -s (aus gleichbed./-. appareil): (ver
altet) a) Vorbereitung, Pracht, Gepränge; b) Auffahrt,
Rampe, aplpalreilllielren [...re'ji:...] (aus gleichbed./r.
appareiller): (veraltet) a) zusammenjochen; b) zurüsten,
segelfertig machen
aplpalrent (unter Einfluss von fr. bzw. engl. apparent „au
genscheinlich, offenbar“ aus lat. apparens, Gen. apparen
tis, Part. Präs, von apparere „erscheinen“): sichtbar,
wahrnehmbar (von Krankheiten; Med.); Ggs. tinapparent
appa'remtiert (zu tad..., lat. parentes „Eltern“ u.
T...iert): (veraltet) verwandt, verschwägert
Aplpalrenz die; - (über fr. apparence aus lat. apparentia
„Anschein, Wahrscheinlichkeit, Ersichtlichkeit“): äußere
Erscheinung, Ansehnlichkeit einer Ware
Ap|pa|ri|tiion die; -, -en (teilweise über fr. apparition „Er
scheinung, Gespenst“, eigtl. „das Auftauchen, Sichtbar
werden“, aus lat. apparitio „Erscheinung“): 1. (veraltet)
Erscheinung, Gespenst. 2. (veraltet) Aufwartung, Bedie
nung. 3. Dienst des Apparitors im alten Rom. 4. das Sicht
barwerden eines Sternes (Astron.). Apjpalriltor der; -s,
...oren (aus gleichbed. lat. apparitor): altröm. Amts-, Ge
richts-, Stadtdiener, Diener der röm. Beamten od. Pries
ter. Aplpajriltur die; -, -en (aus gleichbed. lat. apparitu
ra): Amt des Apparitors
Aplparltelment ]...'mä:, Schweiz. ...'ment] das; -s, Plur. -s,
Schweiz, -e (aus gleichbed./r. appartement, dies aus z7. appartamento „abgeteilte Wohnung“ zu appartare „abtei
len“, dies zu lat. a parte „abgetrennt“); a) komfortable
Kleinwohnung; b) Zimmerflucht, einige zusammenhän
gende Räume in einem größeren [luxuriösen] Hotel; vgl.
Apartment. Aplparltelmentlhaus das; -es, ...häuser:
modernes Mietshaus mit einzelnen Kleinwohnungen
ap|pas|si|o|na|to (z7.; zu passione „Leidenschaft“, vgl.
Passion): leidenschaftlich, entfesselt, stürmisch (Vor
tragsanweisung; Mus.)
aplpaulmiert [apo...] (zu Îad...,/r. paume „(innere) Hand
fläche, flache Hand“ (dies aus lat. palma) u. t...iert): mit
einer ausgestreckten Hand versehen (Wappenk.)
ap pau vrie ren* [apo’vri:...] (aus gleichbed./r. appauvrir
zu pauvre „arm“, dies aus gleichbed. lat. pauper): (veral
tet) arm machen. Aplpaulvrislselment [...vriso'mä:]
das; -s (aus gleichbed./r. appauvrissement): (veraltet) 1.
Verelendung. 2. Auslaugung (des Bodens). 3. Verarmung
(der Sprache)
Aplpeal [əpi:l] der; -s (aus engl. appeal „Anzie
hungiskraft), Wirkung“; vgl. Appell): a) Anziehungskraft,
Ausstrahlung. Aussehen, l'Image; b) Aufforderungscha
rakter, Anreiz (Psychol.)
Ap!pease|ment [ə'pi:zmənt] das; -s (aus engl. appease
ment „Beruhigung, Beschwichtigung“ zu peace „Frie
den“, dies über altfr. pais aus gleichbed. lat. pax) : Haltung
der Nachgiebigkeit; Beschwichtigungfspolitik]
Ap pell der; -s, -e (aus fr. appel „Anruf“ zu appeler „(herbei)rufen“, dies aus lat. appellare, vgl. appellieren): 1. Auf
ruf, Mahnruf [zu einem bestimmten Verhalten], 2. das An
treten (zur Befehlsausgabe u.a.; Mil.). 3. Gehorsam des
[jagd]hundes. 4. kurzes Auftreten mit dem vorgestellten
Fuß (Fechten). 5. svw. Appeal. ap|pel|la|bel (zu Îappel
lieren u. t...abel): (veraltet) gerichtlich anfechtbar. Ap-
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pelllantz/er; -en, -en (aus lat. appellans, Gen. appellantis,
Part. Präs, von appellare, vgl. appellieren): (veraltet) Be
rufungskläger (Rechtsw.). Ap pel lan ten die (Plur.):
Partei der T Jansenisten, die die Papstbulle von 1713 nicht
annahmen. Aplpelllat der; -en, -en (aus lat. appelatus,
Part. Perf. von appellare, vgl. appellieren): (veraltet) Be
rufungsbeklagter (Rechtsw.). Aplpelllaltilon die; -, -en
(aus gleichbed. lat. appellatio, eigti. „Anrede“): Berufung
(Rechtsw.). aplpelllaltion conltrôllée* [...lasjôkôtro'le]
(/■.; „kontrollierte Marke, Qualität“): Kennzeichnung für
Weine, die festgesetzten îNormen genügen, aplpeillaltiv
(aus lat. appellativus „benennend“): svw. appellativisch;
vgl. ...isch/-. Appellativ das; -s, -e [,,,və] (aus lat. (no
men) appellativum „zur Benennung dienend(es Wort)“;
vgl. appellieren): Substantiv, das eine ganze Gattung
gleichgearteter Dinge od. Lebewesen u. zugleich jedes ein
zelne Wesen od. Ding dieser Gattung bezeichnet (z. B.
Tisch, Mann). aplpel|la|ti|visch [...vif]: als Appellativ
gebraucht; vgl. ...isch/-. Ap|pel|la|tiv|nalmez/er; -ns, -n:
als Gattungsbezeichnung verwendeter Eigenname (z.B.
Zeppelin für „Luftschiff“). Ap pel la ti vum [...vom]
das; -s, ...va [...va] (aus lat. (nomen) appellativum); (veral
tet) svw. Appellativ, aplpelllielren (aus lat. appellare
„um Hilfe ansprechen, (auf)rufen“>: 1. sich an jmdn., etw.
in mahnendem Sinne wenden. 2. (veraltet) Berufung ein
legen (Rechtsw.)
ap|pe|na!to (z7.; eigtl. Part. Perf. von appenare „quälen,
betrüben, ängstigen“ zu pena „Buße, Strafe, Qual“, dies
aus lat. poena): mit leidendem Ausdruck (Vortragsanwei
sung; Mus.)
Apipenldekltolmie* die; -, ...ien (zu I Appendix u. t...ektomie): operative Entfernung des Wurmfortsatzes des
Blinddarms, Blinddarmoperation. ap|pen|dek|to|mieren* (zu t...ieren) : den Wurmfortsatz operativ entfernen.
ap|pen|die|ren (aus gleichbed. lat. appendere); (veral
tet) an-, aufhängen. Aplpenidijkolpalthie die; -, ...ien
(zu 1 Appendix t...pathie): allg. Bez. für Erkrankung des
Wurmfortsatzes des Blinddarms. Ap!pen|di|ku|la die; (aus gleichbed. lat. appendicula, Verkleinerungsform von
appendix, vgl. Appendix); (veraltet) kleines Anhängsel.
Aplpenldixzter; -[es], Plur. ...dizes [.. ,tse:s] od. -e (aus lat.
appendix, Gen. appendicis „Anhang, Anhängsel“ zu ap
pendere, vgl. appendieren); 1. Anhängsel. 2. Ansatzstück
zum Füllen an Luftballons. 3. Anhang eines Buches (der
unechte Schriften, Tafeln, Tabellen, Karten, den kriti
schen Apparat o.Ä. enthält). 4. (fachspr. die; -, Plur. ...di
zes od. ...dices [...tsers]) Wurmfortsatz des Blinddarms
(Med.). Aplpenldilzilen [,,,iən] die (Plur.) (aus gleich
bed. mlat. appendicia): (veraltet) Zubehör (z. B. zu einem
Amt, zu einem Haus gehörende Grundstücke; Rechtsw.);
vgl. Pertinens, aplpenldilzielren (zuÎ...ieren): (veraltet)
anhängen, beifügen, nachtragen. Aplpenidüziltis rfz'c; -,
...itiden (zu T...itis): Entzündung des Wurmfortsatzes des
Blinddarms, Blinddarmentzündung (Med.), aplpenldiziltisch: die Appendizitis betreffend
Aplperlsolnielrung die; - (zu 1 ad..., lat. persona „Person“
u. t...ierung): schizophrenes Krankheitsbild, bei dem der
Kranke fremde Erlebnisse als eigene ausgibt u. sich mit
Verhaltensweisen anderer Personen identifiziert (Med.)
Ap[per|ti|nens das; -, ...enzien [...ion] (meist Plur.) (aus
mlat. appertinens, Part. Präs, von appertinere „dazugehö
ren““): (veraltet) Zubehör
Ap|per|zep|ti|on die; -, -en (nach fr. aperception „Wahr
nehmung““ zu tad... u. tPerzeption); 1. begrifflich urtei
lendes Erfassen im Unterschied zur tPerzeption (Philos.).
2. bewusstes Erfassen von Erlebnis-, Wahrnehmungs- u.
Denkinhalten (Psychol.). Ap|per|zep|ti|ons|psy|chololgie die;-', (von W. Wundt begründete) Lehre von der
Auffassung des Ablaufs der psychischen Vorgänge als Wil-
127
lensakt. apperzeptiv (zu t...iv): durch Apperzeption
(2) bewirkt, durch Aufmerksamkeit zustande kommend,
aplperlzilpielren (zu !..deren): Erlebnisse u. Wahrneh
mungen bewusst erfassen im Unterschied zu tperzipieren
(Psychol.)
aplpeltent (aus gleichbed. lat. appetens, Gen. appetentis
zu appetere, vgl. appetieren) : (veraltet) verlangend, begeh
rend. Apl peltenz die: -, -en (aus lat. appetentia „Begeh
ren“): a) [ungerichtete] suchende Aktivität (z. B. bei einem
Tier auf Nahrungssuche); b) das Begehren; Sexualverlangen (Verhaltensforschung). Ap|pe|tenz|ver|hal|ten
das; -s: Triebverhalten bei Tieren zur Auffindung der
triebbefriedigenden Reizsituation (Verhaltensforschung).
ap|pe|tie|ren (aus gleichbed. lat. appetere): (veraltet) be
gehren, verlangen. aplpe|tis|sant [. . sä:] (aus/r. appétis
sant zu appétit, vgl. Appetit): (veraltet) appetitlich, köst
lich, reizend, anziehend, verführerisch. Aplpeltit der;
-[e]s, -e (aus lat. appetitus „Verlangen“ zu appetere, vgl.
appetieren): Wunsch, etw. [Bestimmtes] zu essen od. auch
zu trinken. Appetitioni/ze, -, -en (zu tɪ,,,ion): svw. Ap
petenz. aplpeltitllich: a) appetitanregend; b) hygienisch
einwandfrei, sauber; c) adrett u. frisch aussehend. Aplpetitzügler der; -s, -: Medikament, das eine appetithem
mende Wirkung hat (Med.). Aplpeltilzer [ æpɪtaɪzə] der;
-s, - (aus gleichbed. e«g/. appetizer): appetitanregendes
Mittel
Apipla na tilon*í/z(?, -, -en (zu t ad..., /ɑt. planare „ebnen“
(vgl. applanieren) u. î...ation): Abflachung der Hornhaut
des Auges (Med.). Ap|plalnalti|onslto|nolme|ter das;
-s, -: Instrument, das den Augeninnendruck aus der Ab
plattung der Augenhornhaut unter der Einwirkung eines
bestimmten Gewichts misst (Med.), aplplalnielren (aus
gleichbed. fr. aplanir zu plain „eben“, dies aus lat. planus
„eben, flach“): a) [ein]ebnen; b) ausgleichen
aplplauldielren* (aus gleichbed. lat. applaudere): a) Bei
fall klatschen; b)jmdm./einer Sache Beifall spenden. Ap
plaus der; -es, -e (Plur. selten) (aus lat. applausus, Part.
Perf. von applaudere, vgl. applaudieren): Beifallsruf],
Händeklatschen, Zustimmung
Ap plet* ['æplɪt] das; -s (Kunstw. zu engl. to apply „anwen
den“, dies über altfr. aplier aus lat. applicare, vgl. appli
zieren): Anwendungsprogramm, das der Benutzer vom
TInternet auf seinen Computer lädt u. dort ausführt
(EDV), aplplilkalbel (zu lat. applicare (vgl. applizieren)
u. î...abel): anwendbar. Ap|pli|ka|bi|li|tät die; - (zu
t...ität): Anwendbarkeit. Aplplilkant der; -en, -en (aus
lat. applicans, Gen. applicantis, Part. Präs, von applicare;
vgl. applizieren): (veraltet) 1. Bewerber, Anwärter. 2. Bitt
steller. Aplplilkalte die; -, -n (aus n/ai. applicata „die An
gelehnte“): dritte t Koordinate (1) eines Punktes im recht
winkligen Koordinatensystem (Math.). Aplplilkaltilpn
die; -, -en (aus lat. applicatio „das Sichanschließen, Zunei
gung“): 1. Anwendung, Zuführung, Anbringung. 2. (ver
altet) Bewerbung, Fleiß, Hinwendung. 3. Verordnung u.
Anwendung von Medikamenten od. therapeutischen Maß
nahmen (Med.). 4. Darbringung der katholischen Messe
für bestimmte Personen od. Anliegen (Rel.). 5. aufgenähte
Verzierung aus Leder, Filz, dünnerem Metall o. Ä. an Ge
weben (Textilkunde). 6. haftendes od. aufgelegtes Symbol
auf Wandtafeln o.Ä. aplplilkaltiv (zu t...iv): als T Applikation (3) verwendet (Med.). Aplplilkaltiv zfer; -s, -e
[...va]: Verbalform in nicht indogermanischen Sprachen
(z.B. Indianersprachen), die angibt, dass die Handlung
zum Vor- od. Nachteil eines Dritten geschieht (Sprachw.)
Aplplikaltor der; -s, ...oren (zu t...or>: röhren-, düsen
förmiges Teil, mit dem Salbe o.Ä. appliziert, an eine be
stimmte Stelle (z. B. auf eine offene Wunde, in den Darm)
gebracht werden kann (Med.), aplplilkaltolrisch: (ver
altet) anwendend; praktisch; vgl. ...iv/...orisch. Aplpli-
appositionell
ka|tur<Z/e; -, -en (aus gleichbed. lat. applicatura): 1. (ver
altet) zweckmäßiger Gebrauch. 2. Fingersatz, das zweck
mäßige Verwenden der einzelnen Finger beim Spielen von
Streichinstrumenten, Klavier u.a.; Mus.). Ap|pli|ke die;
-, -n (aus/r. applique „an der Wand befestigter od. in die
Wand eingelassener Gegenstand“): 1. in der griech.-röm.
Kunst meist Bez. flacher Tonreliefs, die auf einem anderen
Untergrund befestigt werden (z.B. an Vasen, ÎSarkopha
gen u. Bauwerken). 2. selbstständig gearbeitetes Zierstück
(z.B. vergoldeter Bronzebeschlag für Möbel). 3. ein- od.
mehrarmiger Wandleuchter, aplplilzielren (aus lat. ap
plicare „anfügen, anwenden, hinwenden“): 1. anwenden.
2. verabreichen, verabfolgen, dem Körper zuführen (z.B.
Arzneimittel; Med.). 3. [Farben] auftragen. 4. [Stoffmus
ter] aufnähen. 5. sich-: (veraltet) sich auf etw. verlegen
aplplomlbielren* (zu tad... u. fr. plomber „verbleien“,
dies zu plomb „Blei“ aus gleichbed. lat. plumbum): (ver
altet) anlöten. Aplplomlbist der; -en, -en (zu t...ist):
(veraltet) jmd., der etwas mit Blei verlötet, der plombiert
aplpoglgialto [,,,'ʤa:to] (zi,): getragen, gehalten (Vor
tragsanweisung; Mus.). Aplpoglgialtur u. Appoggiatylra [...d^a...] die;-, ...rentaus gleichbed. it. appoggiatura
zu appoggiare „anlehnen, unterstützen“): langer Vor
schlag, der Hauptnote zur Verzierung vorausgeschickter
Nebenton (Mus.)
Aplpoint [a'poɛ:] der; -s, -s (aus fr. appoint „Rest, Rest-,
Ergänzungssumme“ zu point „Punkt“, dies aus lat.
punctum): Ausgleichsbetrag; Wechsel, der eine Rest
schuld vollständig ausgleicht. Aplpoinltelment [apostə’mä:] das; -s, -s (aus fr. appointements „Gehalt“): (veral
tet) 1. das genau Festgesetzte, Vereinbarte; Gehalt der hö
heren Beamten. 2. gerichtlicher Bescheid. Aplpoinlteur
[,,,'to:u] der; -s, -e (zu T...eur): (veraltet) Gerichtsbeisitzer;
jmd., der [einen Streit] schlichtet, aplpoinltielren (ausfr.
appointer „besolden; (einen Streit) beilegen“): (veraltet)
1. besolden. 2. schlichten, ausgleichen, beilegen. 3. eine
Rechnung genau mit den Geschäftsbüchern vergleichen.
Aplpointlment [ə'pɔmtmənt] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. appointment, dies aus fr. appointement, vgl. Appointement): Festlegung, Termin
ap|poInielren (aus lat. apponere „hinzusetzen“): (veraltet)
beifügen
aplport (aus fr. apporte!, Imperativ von apporter „herbei
bringen“, dies aus lat. apportare, vgl. apportieren): bring
[es] her! (Befehl an den Hund). Aplport der; -s, -e: 1. (ver
altet) Sacheinlage statt Bargeld bei der Gründung einer
Kapitalgesellschaft. 2. (Jägerspr.) das Herbeischaffen des
erlegten Wildes durch den Hund 3. das angebliche Herbei
schaffen von Gegenständen od. die Lage- oder Ortsverän
derung materieller Dinge, bewirkt von Geistern od. von ei
nem ΑMedium (4a) (Parapsychol.); Ggs. ÎAsport. Appor ta ge [---ʒə] die; -, -n (zu î...age): (veraltet) Träger
lohn. ap|por|tie|ren (zum Teil über fr. apporter aus lat.
apportare „herbeibringen“): Gegenstände, erlegtes Wild
herbeibringen (vom Hund). Aplpor|tier|hunlde die
(Plur.): Sammelbez. für Jagdhunde, die speziell darauf ab
gerichtet sind, erlegtes Wild zu bringen
aplporlti|o|nie|ren (zu îad... u. Îportionieren): (veraltet)
svw. portionieren
Aplpolsiltilon die; -, -en (aus lat. appositio „das Hinzuset
zen, der Zusatz“ zu apponere, vgl. apponieren): 1. sub
stantivisches Attribut, das üblicherweise im gleichen Ka
sus steht wie das Substantiv od. Pronomen, zu dem es ge
hört (z. B. Paris, die Hauptstadt Frankreichs; Sprachw.). 2.
Anlagerung von Substanzen (z.B. Dickenwachstum
pflanzlicher Zellwände od. Anlagerung von Knochensub
stanz beim Aufbau der Knochen; Biol.); Ggs. Tlntussuszeption (1). aplpo|si|ti|o|nal (zu T‘...al (1)): svw. apposi
tionell; vgl. ...al/...eil. aplpolsiltilolnell (zu T...ell>: die
Appositionsauge
Apposition (1) betreffend, in der Art einer Apposition ge
braucht; vgl. ...al/...eil. Ap|po|si|ti|onslau|ge das; -s, -n :
lichtschwaches, doch scharf abbildendes T Facettenauge
bei Insekten (Zool.); vgl. Superpositionsauge, aplpolsitiv (zu t,,,iv): als Apposition (1) [gebraucht], in der Appo
sition stehend (Sprachw.)
appraisiv* [apre...] (zu engl. to appraise „(ein)schätzen,
bewerten“ u. t...iv): nicht wertfrei, bewertend (von Wör
tern u. Begriffen)
aplpreihenldielren* (aus gleichbed. lat. apprehendere):
(veraltet) 1. ergreifen; begreifen, auffassen. 2. befürchten.
ap|pre|hen|si|bel (aus gleichbed. lat. apprehensibilis);
(veraltet) begreiflich. Ap|pre|hen|silbi|li|tät die; - (nach
gleichbed. fr. appréhensibilité; vgl. ...ität); (veraltet) Begreifbarkeit. Ap pre hen siion die; -, -en (aus lat. appre
hensio „das Anfassen; das Begreifen, Verstehen“): 1. das
Erfassen eines Gegenstandes durch die Sinne; Zusam
menfassung mannigfaltiger Sinneseindrücke zu einer Vor
stellungseinheit. 2. (veraltet) Besorgnis, Abneigung, appre henisiv (nachgleichbed. fr. appréhensif; vgl. ...iv): 1.
reizbar. 2. furchtsam
Ap|pre|ka|ti|on* die; -, -en (zu Îad... u. lat. precatio „Ge
bet“, dies zu precari „anrufen, bitten“): (veraltet) flehent
liche Bitte
Aplprenlti* [aprä'ti] der; -s [aprä'ti], -s [,,,'ti:(s)] (aus gleich
bed. fr. apprenti zu apprendre, dies aus Zat. apprehendere
„begreifen, lernen“): (veraltet) Lehrling. Apiprenltissa|ge [,,,'sa:ʒə] de;-,-n (aus gleichbed./r. apprentissage):
(veraltet) Lehrzeit
Aplpret* [apre] das od. der; -s [apre], -s [a'prɛ(s)] (aus/r.
apprêt „Zurichtung, Ausrüstung“ zu prêt, vgl. appretie
ren): 1. Mittel zur Î Appretur. 2. appretierte Stoffeinlage
(Textilkunde). Apiprelteur [...'to:u] der; -s, -e (aus fr. apprêteur „Zurichter, Ausrüster“ zu apprêter, vgl. appretie
ren): jmd. (Facharbeiter), der Gewebe, Textilien appre
tiert
Ap|pre|ti|a|ti|on* die; -, -en (zu lat. appretiare (vgl. appretiieren) u. T...ation>: (veraltet) Abschätzung, Wertbestim
mung
aplpreltielren* (aus/r. apprêter „zubereiten; steifen, pres
sen“ zu prêt „bereit, fertig“): Geweben, Textilien durch
entsprechendes Bearbeiten ein besseres Aussehen, Glanz,
höhere Festigkeit geben
aplpreltilielren* (aus gleichbed. lat. appretiare zu Îad... u.
pretium „Preis“): (veraltet) den Wert bestimmen, taxie
ren; werten, würdigen
Aplpreltur* die; -, -en (aus gleichbed. nlat. appretura; vgl.
appretieren): 1. das Appretieren. 2. Mittel. Masse zum
Appretieren, wodurch ein Gewebe Glanz u. Festigkeit er
hält; Raum, in dem Textilien appretiert werden
Ap proach* [ə'proʊtʃ] der; -[e]s, -s (aus engl. approach
„das Näherkommen, Annäherung“ zu to approach „sich
nähern“, dies über altfr. aprochier aus spätlat. appropia
re): 1. Sehweise, Art der Annäherung an ein [wissenschaft
liches] Problem. 2. Anfang eines Werbetextes, der die Auf
merksamkeit des Verbrauchers erregen soll. 3. Landean
flug eines Flugzeugs. 4. Annäherungsschlag beim Golf
Aplprolbaitilon* de; -, -en (aus lat. approbatio „Billigung,
Genehmigung“ zu approbare, vgl. approbieren): 1. staat
liche Zulassung zur Berufsausübung als Arzt od. Apothe
ker. 2. a) Anerkennung, Bestätigung, Genehmigung durch
die zuständige kirchliche Autorität; b) Bevollmächtigung
zur Wortverkündung u. zur Spendung des Bußsakraments
(kath. Reh), approbativ (zu T ...iv): (veraltet) guthei
ßend, billigend; vgl. ...iv/...orisch. ap pro balto risch
(zu/öt. approbator „einer, der billigt, zustimmt): (veraltet)
svw. approbativ; vgl. ...iv/...orisch. ap pro ba tur (3.
Pers. Sing. Präs. Passiv von lat. approbare „zustimmen“):
es wird gebilligt (Formel der kirchlichen Druckerlaubnis);
128
vgl. Imprimatur (2). ap|pro|b[e|ren (aus lat. approbare
„zustimmen“): bestätigen, genehmigen, aplproibiert (zu
T...iert): zur Ausübung des Berufes staatlich zugelassen
(von Ärzten u. Apothekern)
Aplprolche* [a'prɔʃə] die; -, -n (aus/r. approche „Annähe
rung, das Nahen; Zugang“ zu approcher, vgl. approchieren): (veraltet) Laufgraben (Mil.). Aplprolchelment
[aprofa'mä:] das; -s, -s (zu T2...ment>: (veraltet) Annähe
rung. aplprolchielren [,,,'ʃi:...] (aus/r. approcher „näher
bringen, annähern“ zu spätlat. appropiare): (veraltet) 1.
sich nähern. 2. Laufgräben anlegen (Mil.)
aplprolfonldielren* [...fö...] (aus gleichbed./r. approfon
dir zu profond „tief“, dies aus gleichbed. Zat. profundus):
(veraltet) vertiefen, ergründen. Ap|pro|fon!dis|sement [,,,fðdɪsə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. appro
fondissement): (veraltet) Vertiefung; Ergründung, Erfor
schung
aplprolpelrielren* (aus gleichbed. lat. approperare); (ver
altet) beschleunigen; sich beeilen, herbeieilen
Ap|pro¡pin|qua|tilgn* die; -, -en (aus gleichbed. lat. ap
propinquatio zu appropinquare, vgl. appropinquieren):
(veraltet) Annäherung, das Herannahen, aplprolpinquielren (aus gleichbed. lat. appropinquare): (veraltet)
sich nähern
Ap|pro|pri|an|ce* [,,,'pria:sə] d'e; -, -n (französierende Bil
dung zu/r. approprier „in Besitz nehmen“, dies aus mlat.
appropriate, vgl. appropriieren): (veraltet) Besitzergrei
fung. Ap|pro|pri|a|ti|on d'e; -, -en (aus gleichbed. mlat.
appropriatio); Zu-, Aneignung, Besitzergreifung. Appro|pri|alti|onslklau|sel die; -: Klausel, wonach die
Regierung Steuergelder nur zu dem vom Parlament gebil
ligten Zweck verwenden darf. ap|pro|pri|ie|ren (aus
mlat. appropriate „zueignen; (selbst) beanspruchen“ zu
Î ad... u. lat. proprium „Eigentum“): in Besitz nehmen
apEprolvijanltielren* [...v...] (zu 1 ad..., tProviant u. Î ...ieren): (veraltet) mit Lebensmitteln od. sonstigem Vorrat
versehen. Aplprolvilanltielrung die; -, -en (zu T...ierung): (veraltet) Versorgung mit Lebensmitteln
Aplprolvilsaltilon* [...v...] die; -, -en (zu Îapprovisionieren
u. t...ation): (österr. Amtsspr. veraltet) Versorgung, bes.
von Truppen, mit Lebensmitteln. aplpro|vi|si|olnie|ren
(aus fr. approvisionner „versorgen“ zu Îad... u. lat. provi
sio „Vorsorge“): (österr. Amtsspr. veraltet) [Truppen] mit
Lebensmitteln versorgen
aplprolxilmal* (aus nlat. approximalis „berührend“ zu lat.
approximare, vgl. approximieren): die Berührungsfläche,
Seitenfläche eines Zahnes zum Nachbarzahn hin betref
fend (Zahnmed.). Aplproximalkaries [...ries] die; -:.
durch Kontakt mit dem Nachbarzahn zerstörte Berüh
rungsfläche eines Zahnes (Zahnmed.). Ap|pro|xi|ma|tion die; -, -en (aus gleichbed. nlat. approximate zu lat. ap
proximare, vgl. approximieren): 1. Näherungswert], an
genäherte Bestimmung od. Darstellung einer unbekann
ten Größe od. Funktion (Math.). 2. Annäherung (an einen
bestimmten Zielpunkt (o.Ä.). ap|pro|xi|ma|tjv (zu
1 ...iv): angenähert,ungefähr. Aplpro|xi|maltivdz.s;-s, -e
[...va]: Formklasse des Adjektivs, die eine Annäherung
ausdrückt (vergleichbar deutschen Adjektivbiidungen wie
rötlich zu rot; Sprachw.). aplprolxilmielren (aus gleich
bed. lat. approximare zu lad... u. proximus „der Nächs
te“): (veraltet) sich nähern
Aplpui [a'pÿi] der; -[s] [a'pÿi], -s [a’pÿi(s)] (aus fr. appui
„(Ab)stützung; Unterstützung; Pfeiler“ zu appuyer, vgl.
appuyieren): (veraltet) Stützpunkt, Lehne, aplpulyieren [apÿi'ji:...] (aus fr. appuyer „(unter)stützen“, dies aus
mlat. appodiarezu1ad...u. lat. podium „erhöhter Platz“):
(veraltet) 1. unterstützen; sich lehnen. 2. aufetw. dringen,
den Nachdruck auf etw. legen
aprakltisch* (aus gr. ápraktos „nichts ausrichtend“): die
129
Î Apraxie betreffend, mit Apraxie verbunden (Med.).
Apralxie die; -, ...ien (aus gr. apraxia „Untätigkeit"):
durch zentrale Störungen bedingte Unfähigkeit, sinnvolle
u. zweckmäßige Bewegungen auszuführen (Med.)
après*[a'pre] {fr.}-, nach; nachher. Après der; - [a'prɛ(s)], [a'prɛs] : (veraltet) der beim Kartenspiel in Hinterhand Sit
zende. après la letltre [aprɛla'lɛtr] {fr.: „nach der
Schrift“): Formel, die besagt, dass der Kupferstich durch
den Künstler signiert wurde, après nous le déjuge
[...nu lə de'ly:3] {fr. ; „nach uns die Sintflut!"; angeblicher
Ausspruch der Marquise von Pompadour nach der verlo
renen Schlacht bei Roßbach 1757): nach mir die Sintflut!;
für mich ist nur mein heutiges Wohlergehen wichtig, um
spätere, daraus eventuell entstehende Folgen kümmere ich
mich nicht, die müssen andere tragen! Après-Ski [aprɛ'ji:, fr. aprss'ki] das; - (aus gleichbed. fr. après-ski, eigtl.
„nach dem Skilaufen“, zu t après u. T Ski) : a) jede Art von
Zerstreuung od. Vergnügen [nach dem Skilaufen] im Win
terurlaub; b) sportlich-saloppe, modisch-elegante Klei
dung, die nach dem Skisport, aber auch allgemein von
nicht Ski laufenden Winterurlaubern getragen wird.
Après-Swim [... svim] das; - (zu engl. swim „das Schwim
men“, eigtl. „nach dem Schwimmen“): leichte u. bequeme
Strandkombination für die Dame nach dem Schwimmen
apri|cot*[...'ko:[ (aus gleichbed. /r. abricot, vgl. Aprikose):
aprikosenfarben. Aprilkolserf/e;-,-n(aus gleichbed. niederl. abrikoos, dies über fr. abricots (Plur.), span, albaricoque aus arab. al-barqüq „Pflaumen“, dies über das Spät
griech. aus spatial, praecoca „Pfirsiche“, eigtl. „frühreife
(Früchte)“, zu lat. praecoquus „vor der Zeit reif“): a) gelb
liche, pflaumengroße, fleischige Steinfrucht des Apriko
senbaumes; b) Aprikosenbaum; c) Gartenzierbaum aus
Japan, aprilkoltielren (zu Î..deren): Süßspeisen u. Ku
chen mit Aprikosenmarmelade überziehen (Gastr.)
April* der; -[s], -e (aus lat. Aprilis (mensis), weitere Her
kunft unbekannt): vierter Monat im Jahr, Ostermond,
Wandelmonat; Abk.: Apr.
a prilma ae ta te [- - ɛ...] {lat.}-, von frühester Jugend an
a pri ma visita[- - v...[ {it.; „auf den ersten Blick“): 1. ohne
vorherige Kenntnis, unvorbereitet. 2. vom Blatt, d. h. ohne
vorhergehende Probe bzw. Kenntnis der Noten singen od.
spielen (Mus.); vgl. a vista
a pri Io I ri {lat.; „vom Früheren her“): 1. von der Erfahrung
od. Wahrnehmung unabhängig, aus der Vernunft durch lo
gisches Schließen gewonnen (Erkenntnistheorie); Ggs. îa
posteriori. 2. grundsätzlich, von vornherein; Ggs. î a pos
teriori. Apri|o|ri*rfiJ5; -, -: Vernunftsatz, Inbegriff der Er
kenntnisse, die a priori gewonnen werden; Ggs. TAposteriori. aprilolrisch*: aus Vernunftgründen [erschlossen],
allein durch Denken gewonnen; Ggs. Îaposteriorisch.
Aprilolrislmus* der; -, ...men (zu I...ismus (l)): a) Er
kenntnis a priori; b) philosophische Lehre, die eine von
der Erfahrung unabhängige Erkenntnis annimmt. Aprilorist* der; -en, -en (zu Î ...ist): Vertreter der Lehre des
Apriorismus, aprilolrisltisch* (zu T ...istisch) : den
Apriorismus betreffend
à pro por ti on [aprɔpɔrsjo] (fr.)-. im Verhältnis
apro|pos*[...'po:] (aus ʃr. Apropos „der Sache, dem Thema
angemessen“ zu propos „Gespräch“): da wir gerade da
von sprechen ...; nebenbei bemerkt, übrigens
Ap ros|do|ke|se*<7ze; -, -n (aus gleichbed. nlat. aprosdocesis zu gr. aprosdôkêtos „unerwartet, unvermutet“): An
wendung des Î Aprosdoketons als bewusstes Stilmittel
(Rhet.; Stilk.). aprosldolkeltisch: a) die Aprosdokese,
das Aprosdoketon betreffend; b) in Form eines Aprosdo
ketons abgefasst. Aprosldolkelton das; -s, ...ta (aus gr.
aprosdoketon „Unerwartetes“): unerwartet gebrauchtes,
auffälliges Wort bzw. Redewendung anstelle erwarteter
geläufiger Wörter od. Wendungen (Rhet.; Stilk.)
Aptychen
die; -, ...ien (aus gr. aprosexia „Unaufmerk
samkeit“): Konzentrationsschwäche; Störung des Vermö
gens, sich geistig zu sammeln, aufmerksam zu sein
Aprolsollept* der; -en, -en (zu gr. a- „nicht, un-“, prösöpon „Person“ u. leptós, Part. Perf. zu lambánein „neh
men“): (veraltet) jmd., bei dem kein Ansehen einer Person
gilt. Aprolsolpie die; -, ...ien (zu t...opie): angeborenes
Fehlen des Gesichts (bei Missgeburten; Med.). Aprolsopus der; -, ...pen (aus gleichbed. nlat. aprosopus): Miss
geburt ohne Gesichtsbildung (Med.)
aproltisch* (zu gr. a- „nicht, un-“ u. IProton): frei von
Î Protonen (Phys.)
Apl salrasiüe (Plur.) (aus gleichbed. sanskr. apsaräs): ind.
Wasserfrauen, nymphenartige Wesen der altind. Fabel
dichtung
Ap Isjldet/fe; -, -n (aus spätlat. apsida zu lat. apsis, vgl. Ap
sis): 1. Punkt der kleinsten od. größten Entfernung eines
Planeten von dem Gestirn, das er umläuft (Astron.). 2.
svw. Apsis (1). Aplsilden lilniedie; -, -n: Verbindungsli
nie der beiden Apsiden (Astron.), aplsildilal (zu T*...al
( 1 )) : a) die Apsis ( 1 ) betreffend ; b) nach Art einer Apsis ( 1 )
gebaut. Ap|si|di|o|laúüe;-, ...len («lat. Verkleinerungsbil
dung zu ÎApsis): einer Apsis (1) od. einem Chorumgang
angebaute kleine Chorkapelle. Aplsis die; -, ...iden (aus
gleichbed. lat. apsis, dies aus gr. ápsis „Bogen“): 1. halb
runde, auch vieleckige Altarnische als Abschluss eines
Kirchenraumes. 2. [halbrunde] Nische im Zelt zur Auf
nahme von Gepäck u. a.
Apl su, Abzu [äpsu] der; - {assyr.i: babylon. Gott des unter
irdischen Süßwasserozeans
apsylcholnom (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Tpsychonom): au
ßerhalb der Gesetze des Bewusstseins stehend, außerhalb
der psychischen Gesetze ablaufend (Psychol.)
Apt u. Aptien [ap'tjɛ] das; -s (nach dem Ort Apt in Süd
frankreich): eine Stufe der Kreide (Geol.)
ap ta bel (aus gleichbed. lat. aptabilis zu aptare, vgl. aptieren): (veraltet) brauchbar, passend, anwendbar
1Ap|te|rie*iü‘e; - (aus gleichbed. nlat. apteria zu gr. ápteros
„flügellos“; vgl. 2...ie): Flügellosigkeit (bei Insekten;
Zook). 2Ap|te|rie [...is] <Z/e; -, -n (meist Plur.) (zu t’Apterie u. t*...ie>: federfreie Stelle im Gefieder der Vögel
(Zool.). ap te ry got (aus gr. aptérygos „ohne Flügel“):
flügellos (von Insekten; Zool.). Apltelrylgglten die
(Plur.) (aus gleichbed. nlat. apterygota (Plur.)): flügellose
Insekten (Zool.)
Apltilen [ap'tjɛ] vgl. Apt
apltielren (aus gleichbed. lat. aptare): 1. (veraltet) anpas
sen; herrichten. 2. (in der Briefmarkenkunde) einen Stem
pel den neuen Erfordernissen anpassen, um ihn weiterhin
benutzen zu können
Apltiltude [ æptɪtju:d] die; -, -s (aus engl. aptitude „Eig
nung, Begabung“, dies ms spätlat. aptitudo „Brauchbar
keit“): anlagebedingte Begabung, die die Voraussetzung
für eine bestimmte Höhe der Leistungsfähigkeit ist. Aptiltudeltest der; -s, -s: Leistungsmaß zur Bestimmung
der Lernfähigkeit in verschiedenen Verhaltensbereichen
Apltolta* die (Plur.) (aus gr. äptöta, Plur. von áptoton
„nicht beugbar(es Substantiv)“, eigtl. „das nicht Fallen
de“, zu gr. a- „nicht, un-“ u. ptösis „das Fällen, Fall“, dies
zu piptein „fallen“): (veraltet) ÎSubstantive, die nicht de
kliniert werden können (Sprachw.)
Ap tu mis mus der; - (zu lat. aptum, Neutrum von aptus
„passend, bestens geeignet“ (dies zu aptare, vgl. aptieren)
u. t...ismus): (veraltet) Tauglichkeit, Geschicklichkeit.
Apltylallislmus* der; - (zu gr. a- „nicht, un-“, ptyalizein
„viel spucken“ u. î...ismus (3)>: völliges Aufhören der
Speichelabsonderung (Med.); vgl. Asialie
Apltylchen* die (Plur.) (zu gr. a- „nicht, un-“ u. ptyché
„Faite“): als fossile Kieferelemente angesehene, von I AmAprolselxie*
A
Apudom
130
Messe], aqualmalrin (zu Î Aquamarin): von der Farbe
moniten stammende, hornig kalkige od. kalkige, muschel
des Aquamarins. Aqualmalrin der; -s, -e (zu lat. aqua
ähnliche Deckel (Geol.)
marina „Meerwasser“): meerblauer ÎBeryll, Edelstein.
Apu dom das; -s, -e (aus nlat. apudomazu Î Apud-Zellenu.
Aqualmeltrie* die; - (zu Î ...metrie): Gesamtheit der Ver
Î ...om): îTumor der Apud-Zellen (Med.). Apud-Zelllen
fahren zur quantitativen Bestimmung von Wasser in che
die (Plur.) (Abk. für engl. amine and precursor uptake and
mischen Verbindungen, Kristallen, Lebensmitteln u.a.
decarboxylation „Aufnahme und Dekarboxylierung von
Aqua naut der; -en, -en (zu Î...naut): Forscher, der in ei
Aminen und ihren Vorstufen“): hormonbildende Îendo
ner Unterwasserstation die besonderen Lebens- und Um
krine Zellen in der Schilddrüse, in der Bauchspeicheldrüse
weltbedingungen in größeren Meerestiefen erforscht.
u. im Magen (Med.)
Aqualnaultik die; - (zu 12...ik (2)): Teilgebiet der TOzeaa punito (it; „auf den Punkt“): ganz übereinstimmend
nografie, auf dem man sich mit Möglichkeiten des länger
Apulrelment [apyrs'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. /r. apu
fristigen Aufenthaltes von Menschen unter Wasser sowie
rement zu pur „rein; unverfälscht; klar“, dies aus gleich
der Erkundung u. Nutzung von Meeresbodenschätzen be
bed. lat. purus): (veraltet) Prüfung u. Anerkennung der
fasst. Aqualplalning das; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
Richtigkeit einer Rechnung, Rechnungsabschluss (Fi
aquaplaning, eigtl. „Wassergleiten“, vgl. engl.-amerik.
nanz w.)
aquaplane „Wellengleitbrett“): Wasserglätte; das Rut
Apus der; -, Apoden (zugr. a- „nicht, un-“ u. poüs, Gen. poschen, Gleiten der Reifen eines Kraftfahrzeugs auf Was
dós „Fuß“): Missgeburt, der die Füße bzw. Beine fehlen
ser, das sich auf einer regennassen Straße gesammelt hat.
(Med.)
Aqualrell das; -s, -e (aus gleichbed. it. acquerello zu
apylrelnisch (aus gleichbed. gr. apyrenos); kernlos. Apyacqua „Wasser“, dies aus lat. aqua): mit Wasserfarben ge
re|no|me|le die; -, -n (zu gr. mêle „Sonde“): (veraltet)
maltes Bild; in Aquarell: mit Wasserfarben [gemalt], in
Sonde ohne knöpfchenförmige Erweiterung an der Spitze
Aquarelltechnik. aqua|rel|lie|ren (zu !...ieren): mit
(Med.)
Wasserfarben malen. Aqualreillist der; -en, -en (zu
apylreltisch (aus gleichbed. gr. apyretos): (veraltet) fie
T...ist) : Künstler, der mit Wasserfarben malt. Aqualrellberfrei (Med.). Apylrelxie die; -, ...ien (zu îPyrexie): fie
techlnik die; -, -en: Technik, die beim Malen von Aqua
berloser Zustand, fieberfreie Zeit (Med.). Apylrjt [auch
rellen angewandt wird. Aqualrilalner der; -s, - (zu
...rit] der; -s, -e (zugr. äpyros „ohne Feuer“ u. î2...it): ein
t Aquarium u. Î ...aner): jmd., der sich aus Liebhaberei mit
Mineral, pfirsichblütenroter ÎTurmalin (früher bekannt
der Haltung u. Züchtung von Wassertieren u. -pflanzen in
als schwedisches, rauchloses Schießpulver)
Aquarien beschäftigt. Aqualrilden die (Plur.) (zu lat.
aq.dest.: Abk. für ÎAqua destillata. Aqualbike [...baik]
aquarius „Wassermann“ (da die Meteorströme vom
das; -s, -s (aus gleichbed. engl. aquabike zu lat. aqua,
Sternbild des Wassermanns auszugehen scheinen) u.
„Wasser“ u. tBike): kleines, sehr wendiges Wasserfahr
î...iden): zwei im Sommer beobachtbare Meteorströme.
zeug mit Stahltriebwerk; Wassermotorrad. Aqua desltilla ta das;-- (aus lat. aqua „Wasser“ u. destillata, Part.
Aq ualrilen [,,,iən]: Plur. von Î Aquarium. Aqualrist der;
-en, -en (zu î Aquarium u. Î ...ist): jmd., der sich mit Aqua
Perf. von destillare, vgl. destillieren): destilliertes, che
mischreines Wasser; Abk.: aq. dest. Aquä dukt der, auch
ristik beschäftigt. Aqualrisltik die; - (zu Î... istik): sach
das; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. aquae ductus, zu ducere
gerechtes Halten u. Züchten von Wassertieren u. -pflan
„führen“): (altrömisches) steinernes, brückenartiges Bau
zen als Hobby od. aus wissenschaftlichem Interesse,
werk mit einer Rinne, in der das Wasser für die Versor
aqualrisltisch (zu Î ...istisch): die Aquaristik betreffend.
gung der Bevölkerung weitergeleitet wurde. AqualenerAqualrilum das; -s, ...ien [...ion] (zu lat. aquarium (Neu
geltik die; - (zu lat. aqua „Wasser“ u. tEnergetik): [aus
trum von aquarius) „zum Wasser gehörend“): 1. Behälter
der Î Hydrotherapie u. der Î Bioenergie entwickelte] Be
zur Pflege, Zucht u. Beobachtung von Wassertieren. 2.
handlungsweise, die zu gesteigerter Lebendigkeit, Locke
Gebäude [in zoologischen Gärten], in dem in verschiede
rung chronischer Verspannung, Abbau von Ängsten sowie
nen Aquarien (1) Wassertiere u. -pflanzen ausgestellt wer
zu Selbstverwirklichung u. kreativem Verhalten beitragen
den. Aqualtel das; -s, -s (Kurzw. aus /ɑi. aqua „Wasser“
soll (Med.). Aqua|fit|ness riie; -: durch Übungen im
u. tHotel): Hotel, das anstelle von Zimmern od. Apart
Wasser (z.B. Wassertreten) erzielte gesundheitliche Ver
ments Hausboote vermietet. Aqualtinlta die; -, ...ten (aus
fassung u. körperliche Leistungsfähigkeit. Aqua forltis
gleichbed. it. acquatinta, dies aus lat. aqua tincta „gefärb
das; - - (zu lat. fortis „stark, kräftig“) : Bez. für die zum Ät
tes Wasser“, vgl. Tinktur): 1. (ohne Plur.) Kupferstichver
zen der Druckplatten verwendete Säure. Aqualforltist
fahren, das die Wirkung der Tuschzeichnung nachahmt. 2.
der; -en, -en (zu T...ist): jmd., der Radierungen herstellt.
einzelnes Blatt in Aquatintatechnik, aqualtisch (aus
Aqualgilum das; -s (aus lat. aquagium „Wassergraben“,
gleichbed. lat. aquaticus): 1. dem Wasser angehörend; im
zu agere „führen, leiten“): (veraltet) das Recht, Wasser
Wasser lebend. 2. wässrig
von Grundstücken abzuleiten. Aqualjoglging das; -s Äqualtiv der;-s, -e [...va] (aus gleichbed. nlat. aequativus zu
(aus gleichbed. engl. aquajogging zu lat. aqua „Wasser“ u.
mlat. aequatio „Entsprechung, Vergleich“, dies zu lat. ae
Î Jogging): Joggen in brusttiefem Wasser als Ausdauer- u.
quare, vgl. äquieren): 1. Vergleichsstufe des Adjektivs im
Kräftigungstraining. Aqualkomlplex* der,-es,-e: Koor
Keltischen zur Bez. der Gleichheit od. Identität bei Perso
dinationsverbindung, die Wassermoleküle als Î Liganden
nen od. Sachen (Sprachw.). 2. Kasus in den kaukas. Spra
enthält (Chem.). Aquakulltur die; -, -en: 1. (ohne Plur.)
chen zur Bez. der Gleichheit od. Identität (Sprachw.)
systematische Bewirtschaftung des Meeres (z.B. durch Aqua|tone|ver|fah|ren [... tom...] das; -s (zu engl. aquaAnlegen von Muschelkulturen). 2. (ohne Plur.) Verfahren
tone „Wassertönung“, dies zu lat. aqua „Wasser“ u. engl.
zur Intensivierung der Fischzüchtung u. -produktion. 3.
tone „Ton, Färbung“): Offsetdruckverfahren für bes. fei
Anlage, in der Verfahren zur extensiven Nutzung des Mee
ne Raster (Druckw.)
res od. zur Intensivierung der Fischproduktion entwickelt Äqualtor der; -s, ...toren (aus lat. aequator „Gleichma
werden
cher“ zu aequare, vgl. äquieren): 1. (ohne Plur.) größter
äqual (aus gleichbed. lat. aequalis): gleich [groß], nicht ver
Breitenkreis, der die Erde in die nördliche u. die südliche
schieden; Ggs. Îinäqual
Halbkugel teilt. 2. Kreis auf einer Kugel, dessen Ebene
Aqua ma ni le das: -, -n (aus gleichbed. kirchenlat. aquasenkrecht auf einem vorgegebenen Kugeldurchmesser
manile zu lat. aqua „Wasser“ u. manus „Hand“): Gießge
steht (Math.). Äqua|to|relal, Äquatorial das; -s, -e (aus
fäß od. Schüssel [zur Handwaschung des Priesters bei der
gleichbed. nlat. aequatorealis bzw. aequatorialis): (veral
131
tet) ein um zwei Achsen bewegbares astronomisches Fern
rohr, mit dem man Stundenwinkel u. t Deklination (2) ab
lesen kann. äqualtolrilal (zu tÄquator u. t',,,aɪ (1)>: a)
den Äquator betreffend; b) unter dem Äquator befindlich.
Äqualtolrilal vgl. Äquatoreal. Äqualtolrilallsekltor
der: -s, -en: eine den 1 Äquator schneidende Linie. Äquatorialsystem rtas,- -s, -e: 1. 1 Koordinatensystem, bei
dem Himmelsäquator u. Himmelspol die Zuordnungsgrö
ßen bilden (Kartogr.). 2. zur Positionsbestimmung von
Himmelskörpern verwendetes Koordinatensystem, des
sen Grundebene die des Erdäquators ist, die die Himmels
kugel im Himmelsäquator schneidet (Astron.). Äquator|sub|mer|genz die: -: Lebensweise von Meerestieren,
die Î ökologisch den Kaltwasserregionen angehören u.
deshalb das Î äquatoriale Warmwasser im kühleren Î tro
pischen Tiefenwasser unterwandern (Biol.)
à qualtre* [a'katr] (ʃr,): zu vieren, à qua tre mains [...tra
mé] tfr.; „zu vier Händen“): vierhändig (Mus.), à qualtre
parities [.. ,trəpar'ti] : (/`r,): vierstimmig (Mus.), a quáttro voici [a 'kvatro 'vo:tfɪ] (Zí. ): vierstimmig (Mus.)
Aqualvit [,,,'vi:t, auch ...vit] der: -s, -e (aus lat. aqua vitae
„Lebenswasser“): vorwiegend mit Kümmel gewürzter
Branntwein
äqui..., Äqui... (aus lat. aequus „gleich“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „gleich“, z.B. äquivok, Äqui
valenz. Äqui|de|forlma|te die (Plur.) (zu lat. deformatus
„verunstaltet, entstellt“, eigtl. Part. Perf. von deformare,
vgl. deformieren): Linien gleicher Verzerrungswerte in
der TKartografie. Äquildenlsilten die (Plur.); Sing.
Äquidensite die: - (zu lat. densitas „Dichte“, dies zu den
sus „dicht“): Kurven gleicher Schwärzung od. Helligkeit
auf [astronomischen] Fotos bzw. Kurven gleicher Leucht
dichte. Äqui|denlsi|to|me|trie* die: -: photometrisches
od. elektronisches Auswertungsverfahren von tÄquidensiten. äqui dis tant (aus gleichbed. spätlat. aequidistans,
Gen. aequidistantis zu Îäqui... u. lat. distans, Gen. distan
tis, Part. Präs, von distare „getrennt stehen“): gleich weit
voneinander entfernt, gleiche Abstände aufweisend (z.B.
von Punkten od. Kurven; Math.). Äquildisltanlte die: -,
-n (drei -[n]): svw. Parallele (Math.). Äquildisltanz die: -,
-en: gleich großer Abstand, äquielren (aus gleichbed. lat.
aequare zu aequus „gleich“): vergleichen, gleichmachen,
äqui if a Izi al : auf Ober- u. Unterseite gleichartig gebaut
(Bot.)
Aquilfer der: -s (aus lat. aquifer, eigtl. „Wasserträger“, zu
aqua „Wasser“ u. ferre „tragen“): Grund- od. Mineral
wasser enthaltende Erdschicht (Geol.). aqui|fe|risch:
wasserhaltig, Wasser führend
Äqui|fi|na|li|tät die; - (zu täqui... u. 1 Finalität): Eigen
schaft offener Systeme (z. B. Organismen), dass bei Ände
rung der Anfangsbindungen im Allgemeinen der gleiche
Endzustand erreicht wird. Äqui|gla|zi|a|le die: -, -n (zu
lat. glacialis „eisig, voll Eis“): Verbindungslinie zwischen
Orten gleich langer Eisbedeckung auf Flüssen u. Seen
(Meteor.). Äquilgralvilsphälre [...v...] die; -: kosmische
Zone, in der sich die Schwerkraft der Erde u. des Mondes
die Waage halten (Astron.). Äquiljunkltilon die; -, -en
(zu lat. iunctio „Verbindung“): svw. Äquivalenz (Logik)
Aquilla die: -,-s (aus lat. aquila „Adler“): 1. Legionszeichen
bei den Römern. 2. Giebelverzierung in Adlergestalt
(Arch.). 3. mittelalterliches Notenpult mit einem Adler,
auf dessen ausgebreitete Flügel das Chorbuch gelegt wur
de. 4. ein Sternbild (Astron.). Aquilla allba die; - - (aus
lat. aquila alba „weißer Adler“): alte Bez. für fKalqmel
äquilateral (zu täqui... u. t lateral): gleichseitig. Äquilaltelrum das; -s, ...ra (aus nlat. aequilaterum): (veraltet)
gleichseitige Figur (z.B. gleichseitiges Dreieck; Math.),
äquillilbrielren*, auch equilibrieren (nach gleichbed. fr.
équilibrer zu lat. aequilibris „im Gleichgewicht“): ins
Äquipotenzialität
Gleichgewicht bringen. Äquillilbrislmus* der; - (zu lat.
aequilibris „im Gleichgewicht" u. t,,,ismus (1)): scholas
tische Lehre vom Einfluss des Gleichgewichts der Motive
auf die freie Willensentscheidung. Äquilibrist*, auch
Equilibrist der; -en, -en (nach gleichbed. fr. équilibriste):
Î Artist (2), der die Kunst des Gleichgewichthaltens (mit u.
von Gegenständen) beherrscht, bes. Seiltänzer. Äquillibrisltik*, auch Equilibristik die; - (zu Î ...istik): die Kunst
des Gleichgewichthaltens. äqui|li|bris|tisch*, auch
equilibristisch (zu Î ...istisch): die Äquilibristik betreffend.
Äquillilbrilum*, auch Equilibrium das: -s (unter Einfluss
von fr. equilibre zu gleichbed. lat. aequilibrium): Gleich
gewicht
Aquillilfer der; -s, - (aus lat. aquilifer „Adlerträger“ zu lat.
aquila „Adler“ u. ferre „tragen“): röm. Fähnrich, der die
Î Aquila trug, aquillin (aus gleichbed. lat. aquilinus): (ver
altet) adlerartig
aquillisch (nach dem Prätor Aquilius); in der Fügung aquilisches Gesetz: altröm. Gesetz über wissentlich zugefügten
Schaden
Aqui|li|zilum das; -s, ...zien [,,,iən] (meist Plur.) (zu lat.
aqua „Wasser“ u. elicere „hervorlocken“): altröm. Opfer
für Jupiter, um Regen zu erlangen
Aquilio der; -s, -s (aus gleichbed. lat. aquilo): (veraltet)
Nordwind bzw. Nordostwind
äquilmalnisch (zu täqui... u. lat. manus „Hand“): (veral
tet) gleichhändig. äqui|mo|lar: die gleiche Anzahl von
Molen (vgl. Mol) pro Volumeneinheit enthaltend (von Ga
sen od. Flüssigkeiten). äqui|mo|le|ku|lar: die gleiche
Anzahl von Î Molekülen pro Volumeneinheit enthaltend
(von Lösungen), äquilnokltilal (aus gleichbed. lat. aequi
noctialis, vgl. Äquinoktium): a) das Äquinoktium betref
fend; b) tropisch, die Tropen betreffend. Äqui|nok|ti|alkreis der; -s: svw. Äquator. Äquilnokltilallpunkt ¿Zer,
-[e]s, -e: einer der beiden Punkte auf der Î Ekliptik, in dem
sich die Sonne zur Zeit eines Äquinoktiums im Frühling
bzw. Herbst befindet. Äqui|nok|tilal|stür|me die
(Plur.); in der Zeit der Tagundnachtgleiche bes. am Rande
der Tropen auftretende Stürme. Äquilnokltilum das; -s,
...ien [,,,iən] (aus gleichbed. lat. aequinoctium): Tagund
nachtgleiche; Zeitpunkt, in dem die Sonne auf ihrer jähr
lichen scheinbaren Bahn den Himmelsäquator schneidet
u. für alle Orte auf der Erde Tag u. Nacht gleich lang sind.
äqui|pa|ra|bel (aus gleichbed. Zaz. aequiperabilis, aequiparabilis zu aequiperare, vgl. äquiparieren): vergleichbar.
Äqui|pa|ra|ti|on iZze; - (aus gleichbed. lat. aequiperatio,
aequiparatio): Gleichstellung, Gleichheit, äqui I pal rie
ren (aus gleichbed. lat. aequiperare, aequiparare zu
täqui... u. par „gleich“): gleichmachen, gleichstellen.
Äqui|par|ti|ti|on die; -, -en (zu täqui.. u. lat. partitio
„Teilung“): Gleichverteilung, z.B. einer bestimmten
Energiemenge auf die einzelnen Teile eines Systems
(Phys.). Äqui|par|ti|ti|ons|satz der;
Gleichvertei
lungssatz (Phys.), äquilpeldisch (zu lat. pes, Gen. pedis
„Fuß“): gleichfüßig. äquilpolllent (aus gleichbed.
(m)lat. aequipollens, Gen. aequipollentis zu Îäqui... u. lat.
pollens „mächtig, stark“, eigtl. „gleichviel geltend“):
gleichbedeutend, aber verschieden formuliert (von Begrif
fen od. Urteilen; Fachspr.). Äqui pol lenz zZze; - (zu
Î ...enz): logisch gleiche Bedeutung von Begriffen od. Ur
teilen, die verschieden formuliert sind (Philos.). Äquiponldilum das; -s (zu täqui..., lat. pondus „Gewicht“ u.
t...ium): (veraltet) Gleichgewicht, Gegengewicht. Äquipo|tenlzi|al|flä|che, auch Äquipotentialfläche die; -, -n:
1. Fläche gleichen (zeitlich konstanten) Î Potenzials in ei
nem Feld, auf dem die Feldlinien senkrecht stehen (Phys.).
2. Fläche mit tkonstantem tPotenzial (Math.; vgl. Potenzialfläche). Äquilpo|ten|zi|a|liltät die; - (zu spätlat. po
tentials „kräftig“ u. t...ität>: die Fähigkeit von Organen,
A
Äquipotenziallinienmethode
Funktionen anderer Organbereiche zu ersetzen (Med.).
Äqui|poltenlzilal|li|nilen|me|tho|de die; -, -n (Plur.
selten): geophysikalisches Verfahren zur Lagerstättener
forschung, wobei Abweichungen vom Normalverlauf der
Linien gleichen T Potenzials (2) auf Lagerstätten hinweisen
Aquiltan das; -s (nach der südwestfranz. Landschaft Aqui
tanien): die unterste Stufe des ÎMiozäns (Geol.)
Äquiltät die; - (aus lat. aequitas, Gen. aequitatis „Gleich
heit“): (veraltet) das eigentlich übliche u. jmdm. zuste
hende Recht, Gerechtigkeit, äquilvallent [...V...J (aus
gleichbed. mlat. aequivalens, Gen. aequivalentis zu lat.
aequus „gleich“ u. valere „wert sein“): gleichwertig, im
Wert od. in der Geltung dem Verglichenen entsprechend.
Äquilvallent das; -s, -e: gleichwertiger Ersatz, Gegen
wert. Äqui|va|lentlge|wicht das; -s, -e: tQuotient aus
Atomgewicht u. Wertigkeit eines ehern. Elements. Äquivalentladung die; -, -en: telektrische Ladung eines
TMols einwertiger Ionen (Chem.). Äqui|va|lent|tempe ra tur die; -, -en: fiktiver Zahlenwert für den Ge
samtwärmeinhalt der Luft, bei dem auch die latente Wär
meenergie berücksichtigt ist, die eine Luftmasse durch
die ihr beigemischte Feuchtigkeitsmenge aufweist (Mete
or.). Äquilvallentlzahl die; -, -en: Zahl der TÄquivalente an TKationen u. ÎAnionen, die in einem T Mol eines
ÎElektrolyten enthalten sind (Chem.). Äquilvallenz die;
-, -en (aus gleichbed. mlat. aequivalentia): Gleichwertig
keit (z.B. einer Aussage; Logik; z.B. von Mengen glei
cher Mächtigkeit; Math.). Äqui|va|lenz|hy|po|thelse
die; -: svw. Äquivalenzprinzip (3). Äquilvallenzlpalrität die;
Wertgleichheit von Münzen od. Wechselprei
sen an zwei verschiedenen Orten. Äqui|va|lenz|prinzip das; -s: 1. Grundsatz der Gleichwertigkeit von Leis
tung u. Gegenleistung (z.B. bei der Festsetzung von Ge
bühren; Rechtsw.). 2. svw. Äquivalenztheorie. 3. a) der
Satz von der Äquivalenz von träger u. schwerer Masse;
b) der Satz von der Äquivalenz von Masse u. Energie
(Phys., Relativitätstheorie). Äqui|va|lenz|rella|ti|on
üh'e; -, -en: Îreflexive, îsymmetrische u. T transitive Rela
tion, durch die ein neues ideales Objekt in der Logik kon
struiert wird (z.B. T Analogie, T Isomorphie. Äquilvalenzlthelolrie die; -: 1. Lehre von der Gleichwertigkeit
aller Bedingungen (Strafrecht); vgl. Adäquanztheorie. 2.
Theorie zur Rechtfertigung der Erhebung von Steuern
als Gegenleistung des Einzelnen für den Nutzen, den ihm
der Staat gewährt (Finanzwissenschaft). äquilvallieren (zu Täqui... u. /ai. valere „vermögen, gelten“): glei
chen Wert, gleiche Geltung haben, äquilvok [...'vo:k]
(zu lat. vox, Gen. vocis „Stimme“): a) verschieden deut
bar, doppelsinnig; b) zwei-, mehrdeutig, von verschiede
ner Bedeutung trotz gleicher Lautung. Äqui|volka|ti|on
die; -, -en: 1. Doppelsinnigkeit, Mehrdeutigkeit. 2. Wort
gleichheit bei Sachverschiedenheit (Philos.)
à quoi bon? [akwa'bö] (fr; aus lat. cui bono? „wem nützt
es?“): zu welchem Nutzen, wozu?
Aquolkomlplex* der; -es, -e (zu lat. aqua „Wasser“ u.
îKomplex): Anlagerungskomplex mit Wassermolekülen
als Î Liganden (Chem.). Aquolxid*, auch Aquolxyd das;
-[e]s, -e: wasserhaltiges Oxid (Chem.)
1Ar das, auch der; -s, -e (aber: 3 Ar) (aus fr. are „Flächen
raum“, dies aus lat. area „freier Platz, Fläche“): Flächen
maß von 100 qm; Zeichen a; vgl. Are
2Ar [a'ɛr]: chem. Zeichen für Argon
ar..., Ar...: 1. vgl. *a..., A... 2. vgl. ad..., Ad...
...ar (aus lat. -arius, vgl. ...arius): 1. Endung von Adjektiven
mit verschiedenen Bedeutungen, z.B. axillar (räumliche
Beziehung), vermikular (Ähnlichkeit). 2. Endung von Sub
stantiven, z.B. Archivar, Referendar, Ärar
...är (aus fr. -aire, dies aus lat. -arius): Endung von Adjek
tiven u. meist männlichen Substantiven, die über das Fran
132
zösische ins Deutsche gekommen sind, z. B. konträr, vul
gär; Aktionär, Parlamentär
Ara, Arara der; -s, -s (aus gleichbed. fr. ara bzw. port, arara,
diese aus Tupi (einer südamerik. Indianersprache) arara):
Langschwanzpapagei aus dem tropischen Südamerika
Ära die; -, Ären (aus spätlat. aera „gegebene Zahl, Rech
nungsposten; Zeitabschnitt“; eigtl. Plur. von lat. aes
„Geld“; vgl. Ärar): 1. längerer, durch etw. Bestimmtes ge
kennzeichneter, geprägter Zeitabschnitt. 2. Erdzeitalter,
Gruppe von ÎFormationen (5 a) der Erdgeschichte (Geol.)
Aralba iZfe; -, -s (aus arab. ’araba „Wagen“): 1. vierrädriger
Wagen mit Schutzverdeck, bes. für Frauen im arab. Raum.
2. zweirädriger, von Ochsen gezogener Wagen aus Holz im
inneren Asien. Ara badlschi* der; -s, -s (aus arab. arabagy „Kutscher, Fuhrmann“): Wagenlenker, Kutscher im
arab. Raum
Aralban der; -s, -e (zu TAraber u. T...an): aus fArabinose
aufgebaute îHemizellulose, die im Gummiarabikum u. in
anderen Pflanzengummis vorkommt. Araiber ( a:..., auch
a..., österr. u. Schweiz, auch a'ra:...] c/er; -s, - (nach dem
geografischen Begriff Arabien): 1. Bewohner der Arabi
schen Halbinsel. 2. arabisches Vollblut, Pferd einer edlen
Rasse, aralbesk (zu I Arabeske u. T ...esk): rankenförmig
verziert, verschnörkelt. Aralbeslke die; -, -n (ausʃr. ara
besque „(arabische) Verzierung“, dies aus it. arabesco zu
arabo „arabisch“): 1. aus der Dekorationskunst der
griech.-röm. Antike entwickelte rankenförmige Verzie
rung, Ornament; vgl. Moreske. 2. a) Verzierung einer Me
lodie, reiche ÎFiguration; b) heiteres Musikstück [für Kla
vier], Aralbesque [...’besk] die; -, -s [...bssk] (aus fr. ara
besque, vgl. Arabeske): Tanzpose auf einem Standbein,
bei der das andere Bein gestreckt nach hinten angehoben
ist, während ein Arm nach vorne ausgestreckt wird (Bal
lett). Aralbin das; -s (zu TAraber u. T...in (1)): Hauptbe
standteil des Gummiarabikums (Chem.). Aralbilnolse
Jze; - (zu t2...ose): ein einfacher Zucker mit 5 Sauerstoff
atomen im Molekül, der u. a. in Rüben, Kirschen u. Pfir
sichen vorkommt. Araibis ɑfe,` - (aus nlat. arabis zu gr.
äraps „Araber“ (wegen der Fähigkeit der Pflanze, auf san
digem u. steinigem Boden zu gedeihen)): Gänsekresse (ei
ne Polster bildende Zierpflanze). ara|bi|sie|ren (zu
TAraber u. t ...isieren): an die arab. Sprache, an die Sitten,
das Wesen der Araber angleichen. Aralbislmus der; -,
...men (zu T...ismus (4)): a) Eigentümlichkeit der arab.
Sprache; b) Nachahmung der blumenreichen arab. Spra
che. Aralbist der; -en, -en (zu T ...ist): jmd., der sich wis
senschaftlich mit der arab. Sprache u. Literatur befasst
[hat] (z.B. Hochschullehrer, Student). Aralbisltik die; -,
(zu T...istik): wissenschaftliche Erforschung der arab.
Sprache u. Literatur, aralbisltisch (zu T...istisch): die
Arabistik betreffend. Aralbit [auch ...'btt] der; -s (zu
T‘...it>: weißes, wasserlösliches Pulver, fünfwertiger Alko
hol, der durch Î Reduktion (5 b) aus Arabinose entsteht.
Aralbilziltät die; - (zu T ...izität): 1. das Wesen der arab.
Sprache. 2. (veraltet) Kenntnisse in der arab. Sprache.
ara|bo|te|des|co [...ko] (it.; „arabisch-deutsch“): die
Mischung des maurischen u. gotischen Baustils betreffend
Ara|chi|don|säu|re die; - (zu gr. arächidna „eine Hülsen
frucht“): vierfach ungesättigte essenzielle Fettsäure, die in
Pflanzenölen, Fett u. in der Leber vorkommt (Biochem.).
Aralchin das; -s (zu gr. árachos „eine Hülsenfrucht“ u.
T...in (1)>: TProtein der Erdnuss (Biochem.). Aralchinsäulre die; -: Fettsäure, die als Bestandteil von TGlyceriden in der Natur in geringer Konzentration weit verbreitet
ist (Biochem.). Aralchis die; - (aus nlat. arachis): Gattung
der Schmetterlingsblütler (z.B. Erdnuss)
Arachine (aus gr. arächne „Spinne“): antiker Fachaus
druck für das Spinnengeweben ähnliche Netz der Stundenu. Schattenlinien auf Sonnenuhren. Arach|ni|de vgl.
133
Arachnoide. Arachnit [auch ... nit] der; -s, -en (zu t2...it):
(veraltet) Bez. für eine angebliche Versteinerung von Spin
nen. Arach ni tisi/zü, -, ...itiden (zugr. arâchnê „Spinne“
u. T ...itis): Entzündung der Arachnoidea (Med.). Arachno|dak|ty|lieí/ie,-, ...ien (zugr däktylos „Finger. Zehe“
u. t2...ie): abnorme Länge der Hand- u. Fußknochen
(Spinnenfingrigkeit; Med.). Arachlnolgralfie, auch
...gralphie die; - (zu t...grafie>: svw. Arachnologie.
arachnoid (zu t...oid>: spinnenähnlich. Arachl noli Ide
u. Arachnide die; -, -n (zu T...oide): Spinnentier. Arachno ildea die: - (aus gleichbed. nlat. arachnoidea, dies zu
gr. arächne „Spinne“ u. -eidës „gestaltet, ähnlich“): eine
der drei Hirnhäute, die das Zentralnervensystem der Säu
getiere u. des Menschen umgeben (Med.). Arach|no|i|ditis (zu î...itis): svw. Arachnitis. Arach|no|lith [auch
...lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu t,,,lith): svw.
Arachnit. Arachlnollglge der; -n, -n (zu t...loge): Wis
senschaftler, der sich mit Spinnen beschäftigt. Arachlnololgier/ze; - (zu 1 ...logie): Teilgebiet der Zoologie, das sich
mit den Spinnentieren befasst, arachlnollolgisch (zu
Î...logisch): die Arachnologie betreffend. Arachlnophobie die; -, ...ien (zu t...phobie (a)): übersteigerte,
zwanghafte Angst vor Spinnen (Psychol.). Arach|no|podilumifas; -s, ...dien [,,,iən] (zu Î Podium): ein mittelalter
liches chirurgisches Instrument
Araf (aus arab. araf (Plur.) zu urf „hoher Ort“): nach Mo
hammeds Lehre ein Ort zwischen Paradies u. Hölle, ähn
lich dem christlichen Fegefeuer
Aralgolnit [auch ... nit] der; -s (nach der span. Landschaft
Aragonien u. zu T2...it>: ein Mineral aus der Gruppe der
1 Karbonate
Arai die (Plur.) (aus gr. ará, Plur. arai „Verwünschung,
Fluch“): Verwünschungsgedichte u. Schmähverse (altgriech. Literaturgattung); vgl. Dirae
Arallie [---iə] die; -, -n (aus gleichbed. nlat. aralia, weitere
Herkunft unbekannt): Pflanze aus der Familie der Efeu
gewächse
Aralmilde die (Plur.) (Kurzw. aus aromatische Amide):
aromatische Î Polyamide, die sich durch hohe Temperatur
beständigkeit u. z.T. durch eine hohe Reißfestigkeit aus
zeichnen (Chem.)
Arancini [...'tjunij u. Aranzini die (Plur.) (zu it. arancia
„Orange“, dies aus arab. närang(a), vgl. ‘Orange): (bes.
österr.) überzuckerte od. schokoladenüberzogene gekoch
te Orangenschalen
Aranldilsit [auch ,..'zit] der; -s, -e (Herkunft unbekannt):
ein Mineral, feines t kristallines Gemenge von Î Kassiterit
u. Quarz
Aranlyalka der; -[s] (aus gleichbed. sanskr. äranyaka, eigtl.
„Waldbuch“, zu áranya „Wald“): eine Art religiöser Lite
ratur der Inder, zu deren Lesung sich die Gläubigen in den
Wald zurückzogen
Aranlzilni vgl. Arancini
arälo..., Arälo... (aus gleichbed. gr. araiös): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „dünn, schmal, eng; schwach“,
z.B. Aräometer, Aräotikum. Arälolmelter das; -s, - (zu
Α...meter): Gerät zur Bestimmung der Dichte bzw. des
spezifischen Gewichts von Flüssigkeiten u. festen Stoffen
(Phys.). Arä|o|me|trie* die; - (zu T...metrie): Bestim
mung der Dichte bzw. des spezifischen Gewichts von Flüs
sigkeiten u. festen Stoffen (Phys.). Arälolpyklnolmelter
das; -s, - : (veraltet) Gerät zur Bestimmung der Dichte von
Flüssigkeiten. Arä|o|sac|chalri|me|ter [...zaxa...] das;
-s, - (zu TSaccharum u. Α...meter): (veraltet) Gerät zur
Feststellung des Zuckergehaltes im Harn. Arälosltyl*
das: -s, ...len (zu gr. araiöstylos „mit einzeln stehenden
Säulen“, zu stylos „Säule“): Gebäude mit weit auseinan
derstehenden Säulen. Arälo lsyn|kriltos*i/er -, ...ten (zu
taräo... u. gr. sÿgkritos „zusammengesetzt“, dies zu syg-
Arbitration
krinein „zusammensetzen“): (veraltet) Mensch von
schwächlichem, zartem Körperbau. Arä|plti|kumi/a.i,-s,
...ka (zu t...ikum>: (veraltet) Nahrungs- bzw. Heilmittel,
das zum Abnehmen beitragen soll (Med.)
Aralpalilma der: -, -s (aus gleichbed. span. bzw. port, arapaima, dies aus Tupi (einer südamerik. Indianersprache)
pirarucu): ein südamerik. Süßwasserfisch
Ärar das; -s, -e (aus lat. aerarium „Schatzkammer“ zu aes
„Erz, Kupfer; Geld“): 1. a) Staatsschatz, -vermögen; b)
Staatsarchiv. 2. (österr.) t Fiskus
Ara|ra vgl. Ara. Aralraulna der; -s, -s (aus dem Tupi (einer
südamerik. Indianersprache): Gelbbrust-Ara
araire boive et asi|no [-...va - -] (lat.; „mit Ochs und Esel
pflügen“): ungeschickt zu Werke gehen, etw. verkehrt an
fangen
äralrilal (zu TÄrar u. î‘...al (1)>: (veraltet) die Staatskasse
betreffend, zu ihr gehörend, ärairisch (aus lat. aerarius
„die Schatzkammer betreffend“): zum tÄrar gehörend,
staatlich
Aralselment [arazə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. ara
sement zu araser, vgl. arasieren): a) Abgleichung; b) abge
glichene Fläche (Bauw.). aralsielren (aus gleichbed. fr.
araser zu ras „eben; glatt“, dies aus lat. rasus, Part. Perf.
zu radere „glätten“): abgleichen (Bauw.)
Araltinlga der; -s, -s (aus dem Port., dies vermutlich aus
dem Tupi (einer südamerik. Indianersprache)): südame
rik. Sittich, der wie ein kleiner Î Ara wirkt
Araltilgn die; -, -en (aus gleichbed. lat. aratio zu arare
„pflügen, bebauen“): (veraltet) das Pflügen. Araltort/er;
-s, ...oren (aus gleichbed. lat. arator): (veraltet) Pflüger.
Araltur die; -, -en (zu t...ur): die Bearbeitung des herr
schaftlichen Ackerlandes im Frondienst
Araulkalrie [...ja] die; -, -n (aus gleichbed. nlat. araucaria;
nach der chilen. Provinz Arauco): ein Nadelbaum; Zim
mertanne
Arazlzo der; -s, ...zzi (aus gleichbed. it. arazzo; nach der
nordfranz. Stadt Arras) : gewirkter Bildteppich [aus Arras]
Arlbellos der; -, - (aus gr. árbélos „rundes Schustermes
ser“): Kreisbogendreieck, bei dem in einem Halbkreis
zwei nebeneinanderliegende Halbkreise so ausgespart
werden, dass die Summe ihrer Durchmesser gleich dem
Durchmesser des großen Halbkreises ist (Geom.)
Ar bi gas si die (Plur.) (aus dem Türk.): Aufseher über die
Hofbedienten des Sultans
Arlbilter der; -s, - (aus gleichbed. lat. arbiter): (veraltet)
Schiedsrichter; Arbiter Litterarum: Literatursachverstän
diger. Arlbilter Elelganltilalrum, Arlbilter Elelgantiae [- ...e] der; - -, - - (zu lat. elegantia „geschmackvolle
Wahl, Feinheit“): [einflussreicher] Sachverständiger in
Sachen des guten Geschmacks, des Lebensstils
Arlbith das; -s, -s (aus hebr. ‘arvit „Abendgebet“ zu ‘êrev
„Abend“): Nachtgebet der Juden
Ar|bi|tralge*[...3a] die; -, -n (aus fr. arbitrage „Schieds
spruch, Entscheidung“ zu arbitrer, vgl. arbitrieren): 1.
Ausnutzung von Preis- od. Kursunterschieden für das glei
che Handelsobjekt (z. B. Gold, Devisen) an verschiedenen
Börsen. 2. Schiedsgerichtsvereinbarung im Handelsrecht.
ar|bi|trär (aus gleichbed. fr. arbitraire, dies aus lat. arbi
trarius „willkürlich, nach Belieben“): 1. nach Ermessen,
willkürlich. 2. als sprachliches Zeichen (Wort) willkürlich
geschaffen, keinen erkennbaren naturgegebenen Zusam
menhang zwischen Lautkörper u. Inhalt aufweisend, son
dern durch Konvention der Sprachgemeinschaftfestgelegt
(z.B. Mann im Unterschied zu mannbar, männlich;
Sprachw.); Ggs. t motiviert. Ar|bi|tra|ri|tät die; - (zu
T...ität): Beliebigkeit des sprachlichen Zeichens im Hin
blick auf die Zusammengehörigkeit von t Signifikant u.
Î Signifikat (Sprachw.). Ar|bi|tra|ti|on die; -, -en (aus Zat.
arbitratio „Gutachten“): Schiedswesen für Streitigkeiten
A
Arbitrator
an der Börse; vgl. Arbitrage (2). Arlbiltraltor der; -s,
...oren (aus gleichbed. lat. arbitrator): (veraltet) Schieds
richter. arlbiltrielren (aus gleichbed. fr. arbitrer, dies aus
Zat. arbitrari „glauben, halten für“): 1. (veraltet) schätzen.
2. eine Arbitrage (1) vollziehen. 3. (Schweiz.) Schiedsrich
ter sein (Sport). Ar|bi|tri|um das; -s, ...ia (aus gleichbed.
lat. arbitrium): Schiedsspruch, Gutachten (im röm. Zivil
prozessrecht) ; Arbitrium liberum: Willensfreiheit (Philos.)
Ar|bo|relal das; -s, -e (zu lat. arbor „Baum“ u. arealis, vgl.
areal): der Îökologische Lebensraum Wald (Biol.). arlboreslzent (zu Zai. arborescens, Gen. arborescentis, Part.
Präs, von arborescere, vgl. arboreszieren): baumartig
wachsend. Ar|bo|res|zenz die; - (zu t...enz): baumähnli
cher Wuchs. ar|bolres|zie|ren (aus gleichbed. lat. arbo
rescere): zum Baum werden. Ar|bo|re|tum das; -s, ...ten
(aus lat. arboretum „Baumpflanzung“): Baumgarten, zu
Studienzwecken angelegte Sammelpflanzung verschiede
ner Baumarten, die auf freiem Lande wachsen (Bot.), arbolrilform (zu î...form): (veraltet) baumförmig. Arlborilkulltur Æe; -: (veraltet) Baumzucht. Arlbolrilsaltilon
die; - (zu Î...isation): natürliche Baum- u. Laubzeichnung
auf Steinen. ar|bo|risch: (veraltet) baumartig, arlbolrisielren (zu Î...isieren): (veraltet) baumartig zeichnen.
Arlbolrist der; -en, -en (zu T ...ist): (veraltet) Baumgärt
ner. Arlbolrilzid das; -s, -e (zu t...zid>: ÎHerbizid gegen
Gehölze
Ar|bu|se die; -, -n (aus gleichbed. russ. arbuz, dies auspers.
charbüza, eigtl. „Eselsgurke“): Wassermelone, in warmen
Gebieten angebautes Kürbisgewächs
Ar|bu|tus der; -, ...ti (aus gleichbed. lat. arbutus): Erdbeer
baum, ein voreiszeitliches Gewächs
arc: Formelzeichen für ÎArkus
arch.... Arch... vgl. archi..., Archi... Arlchalik die;- (zugr.
archaikös „altertümlich“, vgl. archaisch u. 2...ik (1)): a)
frühzeitliche Kulturepoche; b) Îarchaische (a, b) Art. Archalilker der; -s, -: in tarchaischem (c) Stil schaffender
Künstler. Ar|cha|i|kum, auch Ar|chä|i|kum das; -s (zu
tarchaisch u. T...ikum>: ältester Abschnitt der erdge
schichtlichen Frühzeit (Geol.); vgl. Archäozoikum. archa isch (aus gr. archaikös „altertümlich“): a) altertüm
lich; b) frühzeitlich; c) aus der Frühstufe eines Stils, bes.
aus der der Klassik vorangehenden Epoche der grie
chischen Kunst stammend, arlchälisch (über lat. archaeus aus gr. ardíalos „uranfänglich, von alters her“): das Ar
chaikum, Archäikum betreffend. ar|cha|i|sie|ren (zu
1 ...isieren): archaische Formen verwenden, nach alten
Vorbildern gestalten. Arlchalislmus der; -, ...men (zu
T...ismus>: a) (ohne Plur.) Rückgriff auf veraltete Wörter,
Sprach- od. Stilformen; b) älteres, einer früheren Zeit an
gehörendes Element (in Sprache od. Kunst). Ar|cha|ist
der; -en, -en (zu T...ist>: Vertreter einer künstlerischen,
geistigen Haltung, die sich an einer frühzeitlichen Epoche
orientiert, arlchalisltisch (zu î...istisch): den Archais
mus betreffend. Arlchanlthrolpilnen* die (Plur.) (zu
îarchi... u. gr. ànthrôpos „Mensch“): ältester Zweig der
Frühmenschen; vgl. Anthropus. arlchälo..., Arlchälo...
(aus gr. ardíalos „uranfänglich, von alters her“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „alt, vorgeschichtlich“,
z.B. Archäozoikum. Ar|chä|o|li|thi|kum [auch ...'ll...]
das; -s (zu Î...lithikum): die vor der Altsteinzeit liegende
Ursteinzeit. ar|chä|o|li|thisch [auch ...Ti...]: zum ÎArchäolithikum gehörend, das t Archäolithikum betreffend.
Ar|chä|o|io|ge der; -n, -n (aus gr. archaiolögos „Erfor
scher der alten Geschichte“): Wissenschaftler auf dem
Gebiet der Archäologie, Altertumsforscher. Ar|chä|o|logie die; - (aus gr. archaiologia „Erzählungen aus der alten
Geschichte“): Altertumskunde, Wissenschaft von den
sichtbaren Überresten alter Kulturen, die durch Ausgra
bungen od. mithilfe literarischer Überlieferung erschlos
134
sen werden können. ar|chä|o|lo|gisch (zu tarchäo... u.
t...logisch): die Archäologie betreffend. Ar|chä|o|metrie* die; - (zu Î ...metrie): Teilgebiet der Archäologie, das
sich mit der Untersuchung kulturgeschichtlicher Fragen
mithilfe von natur- u. sozialwissenschaftlichen Methoden
befasst. Arlchälolphyt der; -en, -en (zu t...phyt): in früh
geschichtlicher Zeit eingeschleppte fremde Pflanze (z.B.
Klette, Kornblume). Ar|chä|op|te|ris* die; -, ...riden (zu
gr. ptéris „Farn“): ausgestorbener Farn des t Devons. Archälopltelryx* der; -[es], Plur. -e od. ...pteryges od. die; -,
Plur. -e od. ...pteryges (zugr. ptéryx „Flügel“): ausgestor
bener Urvogel aus dem 12Jura. Arlchälolzolilkum das; -s
(zu tarchäo..., gr. zoë „Leben“ u. t,,,ikum): die erdge
schichtliche Frühzeit mit den Abschnitten Î Archaikum u.
TAlgonkium (Geol.). Arlchelbakltelrie [...io] die; -, -n
(meist Plur.) (zu gr. arche „Anfang, Ursprung“ u. T Bakte
rie): an extremen Standorten (z.B. in Salzseen) vorkom
mender, früher den Bakterien zugeordneter Organismus
(Biol.). Arlchelget der; -en, -en (aus gr. archëgétës
„Stammvater eines Geschlechts“): 1. Stammvater. 2. Vor
läufer, Protagonist. Ar|che|go|nilalten die (Plur.) (zu gr.
archégonos „zuerst entstanden“ u. t,..iat): zusammenfas
sende Bez. für Moose u. Farnpflanzen, die ein Archegonium ausbilden (Bot.). Arlcheigolnilum das; -s, ...ien
[...ion] (zu t ...ium): Geschlechtsorgan der Moose u. Farne,
das weibliche Keimzellen ausbildet (Bot.); vgl. Antheridi
um. Arlchelgolsaulriler [...in] der; -s, - u. Arlchelgosaulrus -, ...rier [...in] (zugr. saüros „Eidechse“): fossile
Î Amphibie aus dem 1 Perm Mitteleuropas (Geol.). Archei on das; -s, ...en (aus gleichbed. gr. archeîon): 1. Ver
sammlungshaus der Behörden in der Antike. 2. Tempel
schatzkammer, Archiv. Arlcheilolte der; -n, -n (aus
gleichbed. gr. archeiötes): Verwahrer des tArcheions (2),
tArchivar. Arlchellon das; -s, -s (zu gr. archë „Anfang,
Ursprung“ u. chelônë „Schildkröte“): fossile Riesen
schildkröte aus der Kreidezeit (Geol.). Ar|chen|ze|phalon* das; -s (zu Îarchi... u. gr. egképhalos „Gehirn“): Ur
hirn (Tembryonales Organ), die vordere Hirnregion mit
Vorderhirn, Riechhirn u. Zwischenhirn (Med.). Arlchespor* das; -s (zu gr. sporá „Samen“): Zellschicht, aus der
die Sporen der Moose u. Farne sowie die Pollen der höhe
ren Pflanzen hervorgehen (Biol.). Arlcheltyp [auch ar...]
der; -s, -en (über lat. archetypum aus gr. archétypon „zu
erst geprägt; Urbild“): 1. Urbild, Urform. 2. Komponente
des kollektiven Unbewussten im Menschen, die die ererbte
Grundlage der Persönlichkeitsstruktur bildet (C. G. Jung;
Psychol.). 3. a) älteste überlieferte od. erschließbare Fas
sung einer Handschrift, eines Druckes; b) Original eines
Kunst- od. Schriftwerkes im Gegensatz zu Nachbildungen
od. Abschriften, arlcheltylpisch [auch ar...]: der Ur
form entsprechend. Arlcheltylpus der; -, ...pen (aus
gleichbed. mlat. archetypus zu lat. archetypum, vgl. Ar
chetyp): svw. Archetyp. Ar|che|us der; -, ...chei (über
gleichbed. mlat. archeus zu gr. archë „Anfang, Ur
sprung“): organische Lebenskraft, Weltgeist (bei Paracel
sus u. in der t Alchemie), arlchi..., Ar chi..., vor Vokalen
arch..., Arch... (aus gleichbed. gr. archi- zu árchein „der
Erste sein, Führer sein“ bzw. archös „Anführer“): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „Erster, Oberster“,
„Ober...“, „Haupt...“, „Ur...“, „Erz...“. Ar|chi|ab|bas
der; -, - (zu 1 Abba): Oberabt in griech. Klöstern. Arlchialter der; -s, - (zugr. iatrös „Arzt“): 1. Titel der Leibärzte
der hellenistischen Fürsten, in der oström. Kaiserzeit der
Hofärzte u. der Gemeindeärzte. 2. (veraltet) Oberarzt. Archilbouf Ifon [arʃibu'fo:] der; -s, -s (aus gleichbed. älter/r.
archibouffon): Obernarr, Erznarr (früher im Theater).
Ar|chi|di|a|kon [auch ...di:a...J der; Gen. -su. -en, Plur.
-e[n] (über (kirchen)lat. archidiaconus aus gr. archidiákonos): höherer geistlicher Würdenträger. Arlchi|di|a|ko-
135
nattas, auch der: -[e]s, -e (zu T...at (1)): 1. Amt eines Archidiakons. 2. Wohnung eines Archidiakons. Archigenelse, Archigenesis die; - (zu tarchi... u. tGenese
bzw. Î Genesis): svw. Abiogenese. Ar|chi!go!nie<//e, - (zu
T...gonie>: svw. Abiogenese. Ar|chi|le|xem das: -s, -e:
das ÎLexem innerhalb eines Wortfeldes, das den allge
meinsten Inhalt hat (z.B. Pferd gegenüber Klepper:
Sprachw.)
Ar chi lo chilus der: - (lat.; nach dem altgriech. Dichter
Archilochos): Bez. für verschiedene antike Versformen;
Archilochius maior: aus einer tdaktylischen tTetrapodie
u. einem T Ithyphallicus bestehende Versform
Ar|chi|man|drit* der: -en, -en (über spätlat. archimandri
tes aus spätgr. archimandrites, zu mándra „Stall; Klos
ter“): in den orthodoxen Kirchen Vorsteher mehrerer
Klöster
arlchilmeldisch (nach dem griech. Mathematiker Archi
medes (um 285-212 v.Chr.)): nach Archimedes benannt;
archimedische Schraube: Gerät zur Be- od. Entwässerung
(Wasserschnecke); archimedisches Prinzip: Gesetz vom
Auftrieb eines Körpers in einer Flüssigkeit od. einem Gas
Ar|chi|mi|me der; -n, -n (aus gleichbed. gr. archimimos):
Anführer, erster Schauspieler einer antiken Mimustruppe.
Ar|chi|mor|phem<ia5.- -s, -e (zu Îarchi... u. TMorphem):
Wortbestandteil, der einem anderen entspricht, ohne ihm
völlig gleichen zu müssen (Sprachw.). Ar|chi|my|zetäter,
-en, -en; primitivste Form der Algenpilze (Bot.). ArlchiorlgalnotZas; -s, -s (zu fr. archi- (vgl. archi...) u. lat. orga
num „Orgel“): Orgel mit 31 Tönen in der Oktave, mit der
man Î diatonisch, Îchromatisch u. tenharmonisch rein
musizieren konnte. Ar|chi|pal|li|um das: -s, ...allia (zu
tarchi... u. ÎPallium): entwicklungsgeschichtlich ältester
Teil des Hornmantels (Biol.). Arlchilpel der: -s, -e (aus
gleichbed. älter it. are(h)ipelago, eigtl. „Hauptmeer“, dies
wohl umgebildet aus gr. Aigaîon pélagos „Ägäisches
Meer“): Inselgruppe, -meer. Ar chilpho nem das; -s, -e
(zu tarchi... u. ÎPhonem): Gesamtheit der îdistinktiven
Merkmale, die zwei oder mehreren 1 Phonemen gemein
sam sind (Sprachw.). Arlchilpreslbylter der; -s - (aus
mgr. archipresbÿteros „Erzpriester“): 1. (früher) oberster
Priester einer [Bischofsjkirche, Erzpriester. 2. Vorsteher
eines ländlichen ev. Kirchenkreises. Ar|chiplte|rylgium* das; -s, ...gien [...¡an] (aus nlat. archipterygium zu
t archi... u. gr. pterÿgion „Fischflosse“, eigtl. „Urflosse“):
primitivster Flossentyp der Fische, der heute noch bei
Lungenfischen vorkommt (Zool.). Arlchiltekt der; -en,
-en (über lat. architectus aus gr. architéktôn „Oberzim
mermann, Baumeister“): auf einer Hochschule ausgebil
deter Fachmann, der Bauwerke entwirft u. gestaltet, Bau
pläne ausarbeitet u. deren Ausführung überwacht. Archiltekltenlbülro das: -s, -s: Büro eines Architekten.
Arlchilteklten|kol|lek|tiv das; -s, -e [...va]: Arbeitsge
meinschaft von Architekten. Arlchiltekltin die; -, -nen:
weibliche Form zu t Architekt. Arlchiltekltolnik die; -,
-en (ausgr. architektonikë (téchnê) „Baukunst“): 1. (ohne
Plur.) Wissenschaft von der Baukunst. 2. künstlerischer
Aufbau einer Dichtung, eines Musikwerkes o.Ä. arlchitek tolnisch (aus gr. architektonikös „zum Baumeister
gehörig“): die Architektonik betreffend. Arlchiltekltur
die; -, -en (aus gleichbed. lat. architectura); 1. a) (ohne
Plur.) Baukunst [als wissenschaftliche Disziplin]; b) Bau
stil. 2. der nach den Regeln der Baukunst gestaltete Auf
bau eines Gebäudes. ar|chi|tek|tu|ral (zu t‘...al (1)>:
(Schweiz.) svw. architektonisch. Ar|chi|tek|tur|kriltik
die; -: Erklärung, Analyse u. Wertung von Gebäuden, ar
chitektonischen Planungen od. î Architekturtheorien so
wie der Intentionen u. des Werks von Architekten. Arlchiteklturlmoldell das; -s, -e: dreidimensionale, plastische
Wiedergabe eines Bauwerks in Holz, Ton, Gips, Pappe
ardente
u.a. Arlchi|tek|tur|mu|selum das; -s, ...seen [,,,zeən]:
Sammlung von Bauentwürfen u. Modellen. Arlchiltektur plas tiki/zc, -, -en: für einen Bau geschaffene, an die
sem fest angebrachte Plastik (meist aus Stein), Bauplastik.
Ar|chi|tek|tur|thelo|rie die; -, ...ien [,,,i:ən]: systema
tisch-intellektuelle Auseinandersetzung mit der Baupraxis
der Vergangenheit, Gegenwart od. Zukunft. Ar|chi|trav*
der; -s, -e [...va] (aus gleichbed. it. architrave, eigtl.
„Hauptbalken“, zu tarchi... u. lat. trabs „Balken“): die
Säulen verbindender Querbalken (Tragbalken) in der an
tiken Baukunst. Arlchiv das; -s, -e [...va] (aus gleichbed.
spätlat. archivum, dies aus gr. archeîon „Regierungs-,
Amtsgebäude“): a) Einrichtung zur systematischen Erfas
sung, Erhaltung u. Betreuung rechtlicher u. politischer
Dokumente; b) Raum, Gebäude, in dem Schriftstücke,
Urkunden u. Akten aufbewahrt werden, arlchilval [...v...]
(zu T ‘...al (1)): einem Archiv angehörend. Ar|chi|va|le
das; -s, ...lien [...jan] (meist (Plur.) (aus gleichbed. nlat. ar
chívale): Aktenstück, Urkunde aus einem Archiv, arlchivallisch: urkundlich. Ar|chi|var der; -s, -e (aus gleich
bed. nlat. archivarius): wissenschaftlich ausgebildeter
Fachmann, der in einem Archiv arbeitet. ar|chi|varisch: a) das Archiv betreffend; b) den Archivar betref
fend. Arlchivldilrekltoráer -s, -en: Direktor eines Ar
chivs. Archivlexemiplar*rfäs, -s, -e: das für ein Archiv
bestimmte Exemplar. Ar|chiv|film<Zer; -[e]s, -e: Film- od.
Videobandaufzeichnung, die im Archiv von Film- u. Fern
sehstudios zur Wiederverwendung bereitgehalten wird,
arlchi Ivielren [...v...] (zu Î..deren): Urkunden u. Doku
mente in ein Archiv aufnehmen, arlchi Ivisch : das Archiv
betreffend. Ar|chi|vis|mus der; -, ...men (zu t...ismus
(5)): sammelnde, anekdotenhafte, im Faktischen verblei
bende Einstellung in der Geschichtswissenschaft. Arlchivist der; -en, -en (zu t ...ist): (veraltet) svw. Archivar. Archi vis tik die; - (zu Î...istik): Archivwissenschaft. Archivmaterial das; -s, ...lien [,,dən]: in einem Archiv
aufbewahrtes Material
Ar|chi|vpl|te [,..v...] die; -, -n (aus gleichbed. it. archivolto,
dies aus mlat. archivoltum zu lat. arcus „Bogen“ u. volu
tum, Part. Perf. (Neutrum) von volvere „drehen, win
den“): 1. bandartige Stirn- u. Innenseite eines Rundbo
gens (Archit.). 2. plastisch gestalteter Bogenlauf im roma
nischen u. gotischen Portal (Archit.)
Arlchollolgie die; - (zu gr. arche „Anfang, Ursprung“ u.
T...logie): Anfangslehre, Grundlehre der Philosophie
Arlchon ¿Zer; -s, Archonten u. ArlchontzZer; -en, -en (über
lat. archon aus gleichbed. gr. ärchön, Gen. archöntos,
eigtl. Part. Präs, von gr. árchein „herrschen“): höchster
Beamter in Athen u. anderen Städten der Antike. Ar
chon I tat das; -[e]s, -e (zu T.. .at ( 1 )> : 1. Amt eines Archon
ten. 2. Amtszeit eines Archonten
Ar|cho|sau|ri|er[...ÍB] der; -s, - u. Ar|cho|sau|rus der; -,
...rier [...re] (zu gr. archaios „alt, uranfänglich“ u. saüros
„Eidechse“): Sammelbez. für die Îfossilen ÎReptilien u.
ihre Vorfahren
arico ['arko] (¡7.; zu lat. arcus „Bogen“): svw. coll’arco. Ar
co der; -s, ...chi [...ki] (aus gleichbed. it. arco): Bogen der
Streichinstrumente (Mus.)
Arlcot [ar'ko:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. arcot (pikardische Form) zu älter fr. archal „Messing“, dies aus lat. au
richalcum): rohes Messing nach dem ersten Schmelzen,
Ofenbruch
Arlcus [...k...] vgl. Arkus
Ar|da|bil, Arldelbil iter; -[s], -s (nach der iran. Stadt (be
deutender Teppichhandelsplatz)): handgeknüpfter Tep
pich
arldent (aus gleichbed. lat. ardens, Gen. ardentis, Part.
Präs, von ardere „verbrennen, glühen“): (veraltet) bren
nend, heiß, hitzig, leidenschaftlich, arldenlte (z7.): feurig,
136
Ardenz
glutvoll (Vortragsanweisung; Mus.). Arldenz die; - (zu
T...enz): (veraltet) Hitze, Glut, Eifer, Inbrunst, arldeszie ren (aus gleichbed. lat. ardescere): (veraltet) entbren
nen, heiß werden, arldilto (it.>: kühn, verwegen, frech
(Vortragsanweisung; Mus.). Aridolmelter® das; -s, - (zu
lat. ardere (vgl. ardent) u. t’...meter): Gerät zur Messung
hoher Temperaturen; vgl. Pyrometer
Arldor der; -s (aus lat. ardor „Brand, Feuer“): brennendes
Gefühl, das Brennen (Med.)
Are die; -, -n (aus fr. are „Flächenraum“, dies aus lat. area;
vgl. ‘Area); (Schweiz.) svw. ‘Ar
...are dat.}'. Endung weiblicher, auch sächlicher Substanti
ve, die von Adjektiven auf ...ar abgeleitet sind, z. B. Polare
‘Area die; -, Plur. Areen od. -s (aus lat. area „freier Platz,
Fläche“): 1. (veraltet) Fläche, Kampfplatz. 2. umschrie
bener Bezirk eines Organs (Anat.). 2Area die; -, -s (über
gleichbed. span, area aus lat. area, vgl. 'Area): Flächen
einheit in Kolumbien u. Argentinien. Arelalfunkltilon
die; -, -en (zu Î'Area): Umkehrfunktion einer ÎHyperbel
funktion (Math.). are|al (aus mlat. arealis „die Fläche be
treffend“, eigtl. „zur Tenne gehörend“): Verbreitungsge
biete (von Pflanzen, Tieren u. sprachlichen Erscheinun
gen) betreffend. Arelal das; -s, -e: 1. a) Bodenfläche; b)
abgegrenztes Gebiet, Gelände, Grundstück. 2. Verbrei
tungsgebiet, bes. von Tier- od. Pflanzenarten u. sprachli
chen Erscheinungen. Arelallerupltilon die; -, -en: vulka
nische Tätigkeit an verschiedenen Eruptionsstellen, die ei
nen gemeinsamen Herd haben. Arelallkunlde die;
Wissenschaft von der räumlichen Verbreitung der Tiere u.
Pflanzen auf der Erde. ArelalllinIgulisltik die; -: [neue
re] Sprachgeografie. are|al|lin|gu|isltisch: die Areallin
guistikbetreffend. Are|al|meltho|de die; -: Stichproben
verfahren der Meinungsforschung, bei dem Personen aus
einem bestimmten, aber willkürlich ausgewählten Sied
lungsgebiet befragt werden; vgl. Quotenmethode
à re cu lons [arsky'lö] (/?.): rückwärts, zurück; rücklings
Arelen: Plur. von 'Area
Arelfakt das; -[e]s, -e (zu lat. arefactus, Part. Perf. von are
facere (vgl. arefazieren), eigtl. „das Trockengemachte“):
(veraltet) das Gedörrte (z. B. Fleisch, Früchte). Arelfaktilon die; - (aus gleichbed. nlat. arefactio): (veraltet) Aus
trocknung, das Dörren. are|fa|zie|ren (aus lat. arefacere
„trocknen“): (veraltet) trocken machen, ausdörren
Arelflelxie* die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, t Reflex u.
t2...ie): das Ausbleiben reflektorischer Reaktionen auf
Reize (Med.)
Are|ka|nuss die; -, ..müsse (Lehnübersetzung von gleich
bed. port, areca, dies aus Malayalam atecca): Frucht der
Areka- od. Betelnusspalme
arelliIgilös (zu gr. a- „nicht, un-“ u. t religiös): nicht religi
ös, außerhalb der Religion [stehend]
Arelna die; -, ...nen (aus lat. (h)arena „Sand; Sandbahn;
Kampfplatz im Amphitheater“): 1. a) Kampfbahn,
Kampfplatz im Amphitheater der römischen Antike; b)
Sportplatz, Wettkampfstätte mit ringsum steigend ange
ordneten Zuschauersitzen. 2. a) Vorführplatz für Stier
kämpfe; b) Zirkusmanege. 3. (österr. veraltet) Sommer
bühne. Arelnant der; -en, -en (zu t ...ant ( 1)>: svw. Arena
rius. Arelna|ri|us der; -, ...ien [...ian] (aus gleichbed. lat.
arenarius): Kämpfer, Gladiator im alten Rom. Arelnaltion die; -, -en (aus gleichbed. lat. arenatio) : (veraltet) Sand
bad
Arenlda die; -, ...den (aus rass. arenda „Pacht“, dies über
poln. arenda aus mlat. arrenda): svw. Arrende
Arenlga die; -, ...gen (aus gleichbed. mlat. arenga): Teil der
feierlichen Einleitung mittelalterlicher Urkunden
Arelnig ['ærɪnɪg] das; -[s] (aus gleichbed. engl. arenig, nach
dem Bergzug Arenig in Wales): erdgeschichtlicher Zeit
raum; Stufe des ÎOrdoviziums (Geol.)
(aus gleichbed. lat. arenosus zu (h)arena, vgl. Are
na): (veraltet) sandig, voll Sand
Arelolgralfie, auch ...gralphie iZie; - (zu gr. áreios „den
Ares (lat. Mars) betreffend“ u. t...grafie): die kartografi
sche Darstellung der Marsoberfläche, arelolgralfisch,
auch ...gralphisch: die Areografie betreffend
Are|olia die; -, ...lae [...le] (aus lat. areola „kleiner freier
Platz“): kleiner [Haut]bezirk, kleiner Hof (Anat.). Arelolen die (Plur.); Sing. Areole die; - (zu î Areola): mit Blatt
dornen u. Stacheln besetzte Seitentriebe der Kakteen, die
kissenartig angeordnet sind (Bot.)
Arelolpag der; -s (über lat. Areopagus aus gr. Areiópagos,
eigtl. „Hügel des Ares“, nach dem Tagungsort): höchster
Gerichtshof im Athen der Antike. Arelolpalgit der; -en,
-en (zu t3...it>: Mitglied des Areopags
arelsorpltiv (zu gr. a- „nicht, un-“, lat. resorptus, Part.
Perf. von resorbere „(wieder)schlürfen, aufsaugen“, u.
t...iv): nicht resorbierbar, auf mangelhafter tResorption
(1) beruhend (Med.)
Aresltum das; -s, ...ta (aus gleichbed. mlat. arestum, vgl.
Arrest): (veraltet) gerichtlicher Spruch
areslzielren (aus gleichbed. lat. arescere); (veraltet) tro
cken werden; vertrocknen
Areltallolge der; -n, -n (aus gleichbed. lat. aretalogus, dies
ausgr. aretalogos): bezahlter altröm. od. altgriech. Philo
soph, der bei Festen die Tugend des Gastgebers zu rühmen
hatte. Areltallolgie die; -, ...ien (aus gr. aretalogia „Tu
gendschwätzerei“): in Form eines Î Traktats abgefasste
Lobpreisung einer Gottheit od. eines Helden (Literatur
gattung in später griech.-röm. Zeit). Arelte die; - (aus gr.
arete „Tugend“): Tüchtigkeit, Vortrefflichkeit, Tauglich
keit der Seele zu Weisheit u. Gerechtigkeit (griech. Phi
los.). Areltollolgie die; - (zu Î.Jogie): Lehre von der
Arete, Tugendlehre
Arlgalli der, auch das; -[s]. -s (aus mong. argol „trockener
Dung“): Wildschaf in Zentralasien
Ar|gand|bren|ner [ar'gä...] der; -s, - (nach dem Schweizer
Erfinder Argand, 1755-1803): ein Gasbrenner
Arlgenltan das; -s (aus gleichbed. nlat. argentanum zu lat.
argentum „Silber“): (veraltet) Neusilber. Arlgenltalrilus
der; -, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. lat. argentarius): (ver
altet) 1. Geldwechsler. 2. Silberarbeiter. Ar|gen|ta|ti|on
die; -, -en (aus gleichbed. mlat. argentatio) : (veraltet) Ver
silberung. arlgenltin (aus gleichbed. fr. argentin): silber
farben, silberhell. Arlgenltilne die; - (zu t...ine): Silber
farbe zur Herstellung von Metallpapier. Arlgenltit [auch
...'tit] der; -s (zu lat. argentum u. t2...it): graues, metallisch
glänzendes Mineral; Silberglanz. Ar|gen|tolme|trie*
die; -, ...ien (zu t ...metrie): maßanalytisches Verfahren zur
Bestimmung des Gehalts einer Lösung an Halogenidionen
(Chem.). Arlgenltum das; -[s] (aus gleichbed. lat. argen
tum, dies zu gr. argös „weiß, glänzend“): lat. Bez. für Sil
ber (chem. Element); Zeichen Ag
Arlghul [ar'gu:l] der; -s, -e (aus dem Arab.): Doppelschal
mei des Vorderen Orients
Arlgillla die; -, ...lien (aus gleichbed. lat. argilla, dies aus
gleichbed. gr. árgillos): weißer Ton, Töpfererde. Arlgilllit
[auch ...lit] der; -s, -e (zu t Argilla u. t2...it): Tonerde, ein
Mineral. Ar|gi|na|se die; -, -n (Kurzw. aus Mrginin u.
Î ...ase}: wichtiges Stoffwechselenzym. Arlgilnin das; -s,
-e (zu gr. arginóeis „hell schimmernd“ u. t ...in (1)): lebens
wichtige Î Aminosäure, die in allen Eiweißkörpern enthal
ten ist
Arlgon [auch ar'go:n] das; -s (zu gr. argos „untätig, träge“
(weil das Element keine chem. Reaktionen einging) u.
t'...on): chem. Element, Edelgas; Zeichen Ar
Arlgolnaut der; -en, -en (aus gleichbed. lat. Argonauta,
dies aus gr. Argonaútes): 1. in der griech. Sage ein Mann
der Besatzung des Schiffes Argo. 2. besondere Art des Tinarelnös
137
tenfisches. Argonaultika die (Plur.) <zu t,,,ika): Ge
dichte, die die Argonautenfahrt behandeln
Ar|gon|me|tho|de [auch ar'go:n...] dze; - (zu tArgon u.
tMethode): Methode zur Altersbestimmung von Gestei
nen u. Fossilien durch Ermittlung ihres Gehalts an be
stimmten Argonisotopen (Archäol., Geol.)
Ar got [argo:] das od. tter; -s, -s (aus /r. argot „Rotwelsch“,
weitere Herkunft unbekannt): 1. (ohne Plural) Sonder
sprache der franz. Gauner u. Bettler. 2. Sondersprache ei
ner sozialen od. beruflichen Gruppe; Jargon (a). Arlgotislmus der; -, ...men (zu ɪ,,,ismus (4)): Argotwort od.
-Wendung in der saloppen Umgangssprache
arlgulielren (aus gleichbed. lat. arguere, eigtl. „erhellen,
beweisen“): (veraltet) beschuldigen, darlegen. Argu
ment das; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. argumentum, eigtl.
„was der Veranschaulichung dient“): 1. Rechtfertigungs
grund, [stichhaltiger, plausibler] Beweisgrund, etw., was
als Beweis, Bekräftigung einer Aussage vorgebracht wird.
2. vom Verb abhängende Leerstelle im Satz, die besetzt
werden muss, damit ein sinnvoller Satz entsteht (z. B. wer
den in dem Satz sie verschenkt das Kleid die Argumente
durch die Wörter (Aktanten) sie u. Kleid realisiert;
Sprachw.). 3. unabhängige Veränderliche einer math.
Funktion. 4. a) (deutsche) Inhaltsangabe u. Personenprä
sentierung bei lat. Aufführungen des Mittelalters u. der
Renaissance; b) (im Barock) allegorische Pantomime, die
auf den Sinn der darauffolgenden Handlung vorbereitet,
arlgulmenltal (aus lat. argumentalis „Beweise enthal
tend“): (veraltet) zum Beweis dienend. Arlgulmenltaltion die; -, -en (aus gleichbed. lat. argumentatio zu argu
mentari, vgl. argumentieren): Darlegung der Argumente,
Beweisführung, Begründung, arlgulmenltaltiv (aus
gleichbed. /«Z. argumentativus): a) die vorgebrachten Ar
gumente betreffend; b) mithilfe von Argumenten [ge
führt]; vgl. ...iv/...orisch. Ar|gu|men|ta|tor der; -s,
...oren (aus lat. argumentator „der Beweisführer“): 1. im
Schultheater der Sprecher des Î Arguments (4 a), der Er
klärer des latein. Texts. 2. (veraltet) den Beweis Erbringen
der. arlgulmenltaltolrisch: die vorgebrachten Argu
mente betreffend; vgl. ...iv/.,.orisch. ar|gu|men|tie|ren
(aus gleichbed. lat. argumentari): Argumente vorbringen,
seine Beweise darlegen, beweisen, begründen. Arlgumenltum ad Holmilnem das;---- , ...ta - - (lat.; eigtl.
„Beweis für den Menschen“): auf das Verständnis des Hö
rers zugeschnittener Beweis. Arlgulmenltum e Con
traído* [- - kɔn...] das; —, ...ta - - dat.): Schlussfolgerung
aus dem Gegenteil. Arlgulmenltum e Si len tio das; - -, ...ta - - (lat.): Schlussfolgerung aus dem Stillschweigen
Arlgus der; -, -se (nach dem hundertäugigen Riesen der
griech. Sage): scharf u. misstrauisch beobachtender
Wächter. Arlguslaulgen die (Plur.): scharf beobach
tender Blick
arlgut (aus gleichbed. lat. argutus zu arguere, vgl. arguieren): (veraltet) scharfsinnig. Arlgultilen [...ion] die (Plur.)
(aus gleichbed. lat. argutiae (Plur.)): Spitzfindigkeiten
Arlgylllith [auch ...'lit] der; -[e]s (zu gr. árgillos „weißer
Ton, Töpfererde“ u. T ...lith): svw. Argillit
Ar|gy|raslpi|den* die (Plur.) (zugr. argyraspis, Gen. argyráspidos, eigtl. „Silberschildträger“, dies zu árgyros „Sil
ber“ u. aspis „Schild“) : Bez. für die Leibwache Alexanders
des Großen. Ar|gy|ri|a|sis rfz'e,- -, ...iasen (zu gr. árgyros
„Silber“ u. ɪ,,,iasis): svw. Argyrie. Arlgylrie iZze; -, ...ien
(zu t2...ie): Blaugrauverfärbung der Haut u. innerer Orga
ne durch Ablagerung von Silbersulfit (vor allem nach An
wendung silberhaltiger Medikamente; Med.). Arlgylrodit [auch ... dit] der; -s (zu t2...it> : ein stahlgraues Silber
mineral, Mischkristall aus Silbersulfid u. Germaniumsul
fid. arlgylrolkolmisch (zu gr. körne „Haar“): (veraltet)
silberhaarig. Arïgy|ro|kra|tie* die; -, ...ien (zu t...kratie):
arios
(veraltet) svw. Plutokratie. arlgylrolphil (zu t,,,phiɪ):
durch Anfärbung mit Silberpräparaten mikroskopisch
darstellbar (von Gewebsstrukturen; Med.). Arlgylrophillie die; - (zu Î ...philie): Imprägnierbarkeit, Anfärb
barkeit (von Geweben) mit Silberpräparaten (Med.). Argylrolpölie die; -, ...ien (zu gr. argyropoiös „Silberarbei
ter“ (dies zu árgyros „Silber“ u. poiein „machen“) u.
t2...ie): (veraltet) alchemistische Kunst der Silberherstel
lung aus unedlen Metallen. Ar|gy|ro|py|rit [auch ..,'rit]
der; -s, -e: Mineral, ein Silber-Eisen-Sulfid. Arlgylrolse
die: -, -n (zu î '...ose): svw. Argyrie
Arhat ['arat] der; -[s], -s (zu sanskr. árhat „würdig“): der
vollkommen Erlöste im ÎDschainismus u. Î Buddhismus,
der nach seinem Tod ins t Nirwana eingeht
arhelisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. rheîn „fließen, strö
men“): flusslos, abflusslos (von geografischen Gebieten)
Arhythlmie usw. vgl. Arrhythmie usw.
Ari die; -, -s: (ugs.) Kurzform von T Artillerie
Aria die; -, Plur. Arie ['a:riə], auch Arias (aus gleichbed. it.
aria, dies über lat. aer ausgr. aer „Luft“): 1. Lied, Melodie.
2. liedhaftes Instrumentalstück, bes. Tanzstück in der Bal
lettsuite des 17. Jh. 3. svw. Arie
Ari|ad|ne|fa|den der: -s (nach der sagenhaften kretischen
Königstochter, die Theseus mit einem Wollknäuel den
Rückweg aus dem Labyrinth ermöglichte): etwas, was aus
einer verworrenen Lage heraushilft
Arilalner der; -s, - (nach dem tPresbyter (1 ) Arius von Ale
xandria (4. Jh.) u. zu ɪ,,,aner): Anhänger des Arianismus,
arilalnisch: a) den Arianismus betreffend; b) die Lehre
des Arianismus vertretend. Arilalnislmus der: - (zu Î ...ismus ( 1 )> : Lehre des Arius, wonach Christus mit Gott nicht
wesenseins, sondern nur wesensähnlich sei
Ari|bo|fla|vi|no|se* [...v...] die;-, -n (zu gr. a- „nicht, un-“,
Î Riboflavin u. tɪ,,,ose): Vitamin-B2-Mangel-Krankheit
arid (aus gleichbed. lat. aridus) : trocken, dürr, wüstenhaft
(vom Boden od. Klima). Ari|diItät die; - (aus gleichbed.
lat. ariditas, Gen. ariditatis): Trockenheit (in Bezug auf
das Klima). Arildiltätslfakltor der; -s, -en: Formel zur
Berechnung der Trockenheit eines Gebiets
Arie ['a:riə] die; -, -n (aus it. aria „Lied, Weise, Arie“, eigtl.
„Weise des Auftretens“): Sologesangsstück mit Instru
mentalbegleitung (bes. in Oper u. Oratorium)
Ariler [a:rɪe] der; -s, - (aus sanskr. árya „der Edle“): 1. An
gehöriger frühgeschichtlicher Völker mit indogerm. Spra
che in Indien u. im Iran; vgl. indoarisch u. iranisch. 2. in
der nationalsozialistischen Rassenideologie Angehöriger
der sogenannten nordischen Rasse, Nichtjude
...ariler [,,,'a:riu] (aus lat. -arius (vgl. ...arius) bzw. -arii
(Plur. von -arius); Zugehörigkeitssuffix): Endung von
Substantiven od. Ableitungen von Eigennamen im Sing. u.
Plur. zur Bez. der Anhängerschaft, z.B. Antiskriptuarier,
Trinitarier
Ariles ['a:rie:s] der; -, Arieten (aus gleichbed. lat. aries): 1.
Widder. 2. Sturmbock, ein altröm. Belagerungsgerät
Ariletlta, Ari et te die; -, ...tten (aus gleichbed. fr. ariette
bzw. z7. arietta, dies Verkleinerungsform von aria; vgl.
Arie): kleine Î Arie
Arilki die (Plur.) (polynes.; „Häuptling“): ehrende Bez. für
steinerne Monumentalplastiken auf der Osterinsel
arilllalrisch (aus nlat. arillarius zu mlat. arillus, vgl. Arillus): hülsenartig (Bot.), arillliert (zu t...iert): mit einem
fleischigen Samenmantel versehen (Bot.). Arilllus der; -,
...Hi (aus gleichbed. mlat. arillus): fleischiger Samenman
tel mancher Pflanzen
Arin das; -[e]s, -e (Kunstw. aus Mromat u. t ...in (1)> : Bez.
für instabile, sehr reaktionsfähige zyklische Verbindung,
die im selben Ring zwei Doppel- u. eine Dreifachbindung
hat (Chem.)
arilos (aus gleichbed. it. arioso zu aria, vgl. Arie): gesang-
A
138
arioso
lieh, melodiös (Vortragsanweisung; Mus.), arilolso (z'Z. >:
in der Art einer Arie gestaltet, liedmäßig (Vortragsanwei
sung; Mus.). Arilolso das; - s, Plur. -s u. ...si: 1. instru
mental begleitetes [gegen den Sprechgesang abgehobenes]
liedhaft-ausdrucksvolles od. arienähnliches Gesangs
stück, Zwischenstück. 2. liedhaft-ausdrucksvolles Instru
mentalstück
arisch <zu ÎArier): 1. a) die Sprachen der 7 Arier (1) betref
fend; b) zu den Ariern (1) gehörend. 2. in der nationalso
zialistischen Rassenideologie die Arier (2) betreffend, zu
den Ariern (2) gehörend, arilsielren (zut ...isieren): (frü
her) [durch Enteignung] in arischen (2) Besitz überführen
(von jüdischen Geschäften u. Unternehmen durch das na
tionalsozialistische Regime)
Arisltarch* der; Gen. -[e]s od. -en, Plur. -e[n] (nach dem
griech. Philologen u. Textkritiker Aristarchos (von Samothrake)): strenger Kunstrichter, unerbittlicher Kunstkriti
ker. arisltaijchisch: streng richtend
Arisltie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. aristeia zu áristos
„der Beste“): überragende Heldentat u. ihre literarische
Verherrlichung (speziell von der Schilderung der Helden
kämpfe von Troja in der Ilias)
Arisltolkrat* der; -en, -en (rückgebildet aus 7 Aristokratie;
vgl. ...krat): 1. Angehöriger des Adels. 2. Mensch von vor
nehm-zurückhaltender Lebensart. Arisltolkraltie die; -,
...ien (über spätlat. aristocratia ausgr. aristokratia „Herr
schaft der Vornehmsten“ zu áristos „der Beste“ u. 7 ...kratie): 1. Staatsform, in der die Herrschaft im Besitz einer
privilegierten sozialen Gruppe ist. 2. adlige Oberschicht
mit besonderen Privilegien. 3. (ohne Plur.) Würde, Adel.
aris|to|kra|tisch (aus gleichbed. gr. aristokratikós): 1.
die Aristokratie (1, 2) betreffend. 2. vornehm, edel. Aristokraltislmus der; - (zu T...ismus (2)>: Grundsätze u.
Handlungsweisen von Aristokraten (2)
Arisltol® das; -s (Kunstw.): ein îAntiseptikum
Aris to lo chia die; -, ...ien [...ian] (aus gleichbed. gr. aris
tolochia zu áristos „der Beste“ u. locheia „Geburt“, weil
der Pflanze eine die Geburt befördernde Wirkung zuge
schrieben wurde): [Vertreter der] Pflanzengattung der
Osterluzeigewächse (z.B. der Pfeifenstrauch). Arisltonym* das; -s, -e (zu gr. önyma „Name“): Deckname, der
aus einem Adelsnamen besteht; vgl. Pseudonym
Aris|to|pha|ne|us der; -, ...neen (aus gleichbed. lat. Aris
tophaneus, nach dem altgriech. Komödiendichter Aristo
phanes (gr. Aristophánés), um 445 bis um 385 v. Chr.): an
tiker Vers (von der Normalform - u u - u - o). aris to
phanisch: a) in der Art des Aristophanes; b) geistvoll,
witzig, mit beißendem Spott
Aris|tolphy|la|xie die: -, ...ien (zu gr. áristos „der Beste“,
phÿlaxis „Beschützung“ u. t2...ie): durch 7Sensibilisierung
od. 7 Immunisierung gewonnene Abwehrbereitschaft des
Organismus gegen Infektionen
Aris|to|te|li|ker der; -s, - (nach dem griech. Philosophen
Aristoteles): Anhänger der Philosophie des Aristoteles,
arisltoltellisch: a) die Philosophie des Aristoteles be
treffend; b) die Philosophie des Aristoteles vertretend.
Aris|to|te|lismus der; - (zu t...ismus (1)): die von Aris
toteles ausgehende, über die 7 Scholastik bis in die heuti
gen Tage reichende Philosophie
Ariltalporlzelllan das; -s (nach dem Herstellungsort Arita
auf der südjapan. Insel Kiuschu): japan. Porzellan des
17. Jh.s
Arith me tik die; - (über lat. arithmetica aus gr. arithmëtikë (téchnê) „Rechenkunst“ zu arithmëtikôs „zum Rech
nen gehörig“, dies zu arithmein „rechnen, zählen“): Teil
gebiet der Mathematik, das sich mit bestimmten u. allge
meinen Zahlen, Reihentheorie, Kombinatorik u. Wahr
scheinlichkeitsrechnung befasst. Arith|me|ti|ker der; -s,
-: Fachmann auf dem Gebiet der Arithmetik, arithlme-
(ausgr. arithmetös „zählbar“): a) die Arithmetik be
treffend; b) rechnerisch; arithmetische Reihe: Reihe mit
gleichbleibender Differenz zweier aufeinanderfolgender
Glieder; arithmetisches Mittel: ÎQuotient aus dem Zah
lenwert einer Summe u. der Anzahl der Summanden;
Durchschnittswert. Arithlmolgriph* der; -en, -en (zu gr.
arithmös „Zahl“ u. grîphos „Rätsel“): Zahlenrätsel.
Arithlmollolgie die: - (zu t.Jogie): Lehre von den ma
gischen Eigenschaften der Zahlen. Arithlmo ma nie die;
-, ...ien (zut...manie): Zwangsvorstellung, Dinge zählen zu
müssen, Zählzwang (Form des tAnankasmus; Med.).
Arith|mo|man|tie die; - (zu gr. manteia „Weissagung“):
das Wahrsagen aus Zahlen. Arith|mo|man|tik die; - (zu
gr. mantiké (téchnë) „Wahrsagekunst“): svw. Arithmomantie. Arithlmolmelter das; -s, - (zu t’...meter, eigtl.
„Zahlenmesser“): (veraltet) Rechenmaschine
...arilum (lat,'): Endung sächlicher Substantive, die (künst
lich geschaffene) Anlagen u. Einrichtungen bezeichnen,
z.B. Delphinarium, Planetarium. ...arilus (lat.): Endung
männlicher Substantive, die meist eine Zugehörigkeit be
zeichnen, z.B. Primarius
Arlkalde die; -, -n (aus gleichbed. fr. arcade, dies aus it. ar
eata zu arco „Bogen(gewölbe)“, dies aus lat. arcus) : a) von
zwei Pfeilern od. Säulen getragener Bogen; b) (meist Plur.)
Bogenreihe, einseitig offener Bogengang [an Gebäuden];
c) nach oben gewölbter Bogen bei Kleinbuchstaben einer
Handschrift
Ar|ka|di|en [,,,iən] das; -s (nach der altgriech. Landschaft
Arkadien): Schauplatz glückseligen, idyllischen [Landle
bens. Aijkaldiler [...íb] der; -s, 1. Bewohner von Arka
dien. 2. Mitglied einer im 17. Jh. in Rom gegründeten lite
rarischen Gesellschaft
aijkaldielren (zu ÎArkade u. 7..deren): ein Gebäude mit
Arkaden (b) versehen (Archit.)
aijkaldisch (zu tArkadien): Arkadien betreffend, zu Ar
kadien gehörend; arkadische Poesie: Hirten- und Schäfer
dichtung [des 16. bis 18. Jh.s]; vgl. Bukolik
Ar|kal der; -s, -e (zu mong. argol „trockener Dung“): dem
Mufflon verwandtes Wildschaf
Arkandisziplin* die; - (zu lat. arcanum (vgl. Arkanum)
u. tDisziplin): Geheimhaltung von Lehre u. Brauch einer
Religionsgemeinschaft vor Außenstehenden (bes. im frü
hen Christentum). Ar|ka|nist der; -en, -en (zu 7,..ist): in
ein Î Arkanum (1) Eingeweihter
Arlkanlsit [auch ..,'zit] der; -s (nach dem Staat Arkansas in
den USA u. zu T2...it>: ein Mineral
Arlkalnum das; -s, ...na (aus lat. arcanum „Geheimnis“ zu
arcanus „geheim“): 1. a) Geheimnis; b) das Geheimgehal-.
tene in manchen Religionen u. Kulten. 2. alte Bez. für Ge
heim-, Wundermittel
Arlkaltur die; -, -en (aus mlat. arcatura zu ÎArkade u.
t...ur>: Gesamtheit der 7Arkaden eines Gebäudes (Archit.)
Ar ke bu salde die; -, -n (aus gleichbed. fr. arquebusade zu
arquebuse, vgl. Arkebuse): (veraltet) a) Büchsenschuss,
Schusswunde; b) Wundflüssigkeit bei einer Schusswunde.
Ar|ke|bu|se die; -, -n (aus fr. arquebuse „Büchse“, dies
aus älter niederl. hakebusse „Hakenbüchse“): Handfeuer
waffe des 15./16. Jh.s. Ar|ke|bu|sier der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. arquebusier): Soldat mit Arkebuse, arlkebulsielren (nach gleichbed. fr. arquebuser): (standrecht
lich) erschießen
Arlkellei, Arike ley die; -, -en (Herkunft unsicher): alte
Bez. für Kriegsmaschinen aller Art, bes. für Geschütze
(14.-17. Jh.)
Arlkolse die; - (aus gleichbed. fr. arcose): mit Feldspat u.
Glimmer durchsetzter Sandstein
Ar|ko|sol, Ar|ko|so|li|um
-s, ...ien [,,,iən] (aus gleich
bed. mlat. arcosolium zu lat. arcus „Bogen“ u. solium
tisch
139
„Lehnsessel; Sarg“>: Wandgrab unter einer Bogennische
in den Î Katakomben
Arkltilker der; -s, - (zu tarktisch): Bewohner der Arktis.
Arkltiklfront die; -, -en: Grenzfläche zwischen den ark
tischen Luftmassen u. den Luftmassen der gemäßigten
Zonen (Meteor.). Arkltis i/fe; - (zu gr. árktos „Bär; Nor
den" vgl. arktisch): Gebiet um den Nordpol; vgl. Ant
arktis. arkltisch (über/at. arcticus ausgr. arktikós „nörd
lich" zu árktos „Bär", nach den Sternbildern des Großen
u. Kleinen Bären am nördlichen Himmel): zum Nordpo
largebiet gehörend; arktische Kälte: sehr strenge Kälte.
Arkltolgäa die: - (zu gr. gata „Erde“): tFauna von Asien,
Europa, Afrika u. Amerika (Zool.). arkltolter|ti|är:über
die gesamte gemäßigte Zone der Nordhalbkugel verbreitet
(z.B. von Pflanzen)
Ar|kulballlis|te<Re; -, -n (aus gleichbed. lat. arcuballista zu
arcus „Bogen“ u. ballista „Wurfmaschine“): Bogen
schleuder (röm. u. mittelalterliches Belagerungsgeschütz)
Arlkus, auch Arcus der; -, - ['arku:s] (aus lat. arcus „Bo
gen“): Bogenmaß eines Winkels; Zeichen arc. Arlkusfunkltilon die; -, -en: svw. zyklometrische Funktion
Arll ecchino [arlɛ'ki:no] der; -s, Plur. -s u. ...ni (aus it. arlecchino „Harlekin“; vgl. Harlekin): bunt gekleideter
Hanswurst der ital. t Commedia dell’Arte; vgl. Harlekin
(1)
Arlma Chris ti [- k...J die (Plur.) (aus gleichbed. lat. arma
Christi): die Leidenswerkzeuge Christi, Geißelsäule, Gei
ßel, Kreuz, Dornenkrone, Lanze, Schwamm mit Stab u. a.,
auch als wappenartige Darstellung in der mittelalterlichen
Kunst. Arlmalda die; -, Plur. ...den u. -s (aus span, arma
da, dies aus lat. armata „bewaffnete (Streitmacht)“; nach
der Flotte des span. Königs Philipp IL; vgl. armieren):
[mächtige Kriegsflotte; Pulk, Heer. Ar|ma|dill der; -s, -e
(aus gleichbed. span, armadillo zu armado „bewaffnet“,
dies aus lat. armata, vgl. Armada); 1. svw. Armadille. 2.
Gürteltier. Ar|ma|dil|le [... dɪljə] die; -, -n (aus gleichbed.
fr. armadille, dies zu span, armado, vgl. Armadill): kleine
(span.) Flotte, kleines bewaffnetes Schiff, Zollschiff
Ar|ma|ged|don u. Harmagedon das; - (aus hebr. harmagedön „Berg von Megiddo“, südlicher Ausläufer des Kar
melgebirges; nach Offenb. Joh. 16,16 der mythische Ort,
an dem die bösen Geister die Könige der gesamten Erde
für einen großen Krieg versammeln): [politische] Kata
strophe
Arlmalgnac* [arman'jak] der; -[s], -s <fr. ; nach der gleich
namigen franz. Landschaft): franz. Weinbrand von hoher
Qualität. Ar|ma|gna|ken [,,,'jakən] die (Plur.): kriegeri
sches Söldnerheer der Grafen v. Armagnac (15. Jh.)
Arlmallcollit [...k..., auch ...'lit] der; -s (Kurzw. aus den Na
men der amerik. Astronauten Armstrong, A/drin u. Co/lins
u. zu t2...it>: graues, undurchsichtiges, rhombisches Mine
ral, das in Mondgesteinen u. in Gesteinsgläsern des Rieses
bei Nördlingen vorkommt
Arlmalles [,..le:s] die (Plur.) (aus gleichbed. spätlat. árma
les (litterae)): Wappenbrief, Adelsbrief. Ar|ma|list der;
-en, -en (zu T ...ist>: (veraltet) durch Adelsbrief Geadelter
in Ungarn, der keinen Grund u. Boden besaß. Arlma lu
so Iría die (Plur.) (aus gleichbed. lat. arma lusoria (Plur.),
eigtl. „Spielwaffen“): hölzerne Waffen der Gladiatoren.
Arlmalment das; -s (aus gleichbed. lat. armamenta
(Plur.)): Ausrüstung; Takelwerk von Schiffen. Arlmamenltarium das; -s, ...ien [...jan] (aus gleichbed. lat. ar
mamentarium): Zeughaus, Rüsthaus. Arlma|ri|o|lum
das; -s, ...la (aus gleichbed. lat. armariolum, Verkleine
rungsform von armarium, vgl. Armarium): Schränkchen
(bes. in der Kirche zur Aufbewahrung der Kelche u. Hos
tien). Arlmalrilum das; -s, Plur. ...iau. ...ien [...ian] (aus
lat. armarium „Schrank“ zu arma (Plural) „Gerät, Waf
fen“): 1. a) (in der Antike) Schrank zur Aufbewahrung
armillar
von Speisen, Kleidern, Kleinodien; b) (in der Spätantike
u. im Mittelalter) Bücherschrank. 2. Wandnische neben
dem Altar zur Aufbewahrung von 1 Hostien, t Reliquien
u. ÎSakramentalien (kath. Kirche). Arlmalrilus der; (aus gleichbed. mlat. armarius): Bibliothekar, Archivar
(einer Kirche od. eines Klosters). Ar|ma|teur [...'torn]
der; -s, -e (aus gleichbed. fr. armateur): 1. Reeder,
Schiffsausrüster. 2. (veraltet) Kaperkapitän. 3. (veraltet)
Kaperschiff
Arlmaltgllen die (Plur.) (aus gleichbed. ngr. harmatoloi,
Plur. von harmatolös, eigtl. „Bewaffneter", zu harmata
„Waffen“): griech. Freischaren der Türkenzeit, Kern des
Befreiungsheeres von 1821-1830
Arlmaltur die: -, -en (aus lat. armatura „Ausrüstung; Be
waffnung“; vgl. armieren): 1. a) Ausrüstung von techni
schen Anlagen, Maschinen u. Fahrzeugen mit Bedienungs- u. Messgeräten; b) (meist Plur.) Bedienungs- u.
Messgerät an technischen Anlagen. 2. (meist Plur.) Dros
sel- od. Absperrvorrichtung, Wasserhahn u.Ä. in Bade
zimmern, Duschen usw. 3. (veraltet) militärische Ausrüs
tung. Arlmaltulrenlbrett das; -[e]s, -er: Tafel, Fläche,
auf der die Armaturen ( 1 b) angebracht sind (z.B. in Kraft
fahrzeugen od. im Flugzeugcockpit). Ar|ma|tur|kammerrftü; -, -n: (veraltet) Rüst-, Gewehrkammer
Arm|co-Ei|sen® [...ko...] das; -s (Kurzw. aus dem Namen
der Herstellerfirma American Rolling Mi 11 Company aus
Ohio): in der Elektrotechnik verwendetes, sehr reines Ei
sen
Arlmee die; -, ...meen (aus gleichbed. fr. armée zu armer,
vgl. armieren): a) Gesamtheit aller Streitkräfte eines Lan
des, Staates; Heer; b) großer Truppenverband, Heereseinheit, Heeresabteilung. Ar mee korps [...ko:n] das; [,,,ko:n(s)], - [,,,ko:js]: Verband von mehreren tDivisionen
(2). Ar mée Selcrète* [ar me: sə'krɛt] die; - - (fr. ; „Ge
heimarmee“): frühere Geheimorganisation nationalisti
scher Algerienfranzosen u. Angehöriger der franz. Alge
rienarmee. Arlmée voilante [- vo'lät] die; - -, -s -s [arme:
vɔ'lat] (aus gleichbed. fr. armée volante, eigtl. „fliegende
Armee“): leichte Heeresabteilung. Arlmelment [arməmä:] das; -s (aus gleichbed. fr. armement zu armer, vgl. ar
mieren): (veraltet) a) Bewaffnung, Ausrüstung; b) Kriegs
geschwader
Arlmelnist der; -en, -en (nach dem Volk der Armenier u. zu
t,,,ist): jmd., der sich wissenschaftlich mit der armen.
Sprache u. Literatur befasst. Ar|me|nis|tik die; - (zu
T.. ,istik) : Wissenschaft von der armen. Sprache u. Litera
tur
Arlmes par lantes [armpar'la:t] die (Plur.) (aus gleichbed.
fr. armes parlantes, eigtl. „redendes Wappen“, zu lat. ar
ma (Plur.) „Gerät, Waffen“ u. fr. parier „reden, spre
chen“): den Namen des Inhabers durch bildliche Darstel
lung andeutende Wappen. Arlmia Kraljolwa ipoln.;
„Armee im Lande“): poln. Untergrundarmee im 2. Welt
krieg, militärischer Arm der in London residierenden
Exilregierung. ar|mie|ren (aus ʃr. armer „bewaffnen;
ausrüsten; verstärken“, dies aus lat. armare zu arma
(Plur.) „Waffen, Gerät“): 1. (veraltet) mit Waffen ausrüs
ten, bestücken (Mil.). 2. mit Armaturen (1 b, 2) versehen
(Technik). 3. mit einer [verstärkenden] Ein-, Auflage, Um
kleidung versehen (Bauw., Technik). Ar mie rung die; -,
-en (zu t...ierung>: 1. Waffenausrüstung (Bestückung) ei
ner militärischen Anlage od. eines Kriegsschiffs. 2. Stahl
einlagen für Beton. Arlmielrungsltruplpe die; -, -n: bis
zum 1. Weltkrieg Bez. für Bautrupp (Mil.). Arlmilfer der;
-s, - (zu lat. armifer „Waffen tragend“, zu ferre „tragen“):
(veraltet) Waffenträger, Knappe
Arlmillla die; -, ...lien (aus lat. armilla „Armband“): 1. ring
förmiger Hauptlappen am Stiel einiger Pilze (Bot.). 2. svw.
Armillarsphäre. ar mil lar (aus gleichbed. lat. armillaris):
140
Armillarsphäre
ringförmig. Ar|mil|lar|sphä|re die; -, -n: altes astrono
misches Gerät zum Messen der Himmelskreise
Ar|mi|lu|di|en [...isn] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. armiludii): (veraltet) Waffenübungen, Waffenspiele. Arlmilustrium* das; -s, ...trien [...inn] (aus gleichbed. lat. ar
milustrium) : Fest der jährlichen Waffenschau u. -weihe im
alten Rom. Ar|mi|lus|trum* das; -s (aus gleichbed. lat.
armilustrum) : Festplatz für die Armilustrien am Aventinischen Hügel im alten Rom
Ar|mi|ni|a|ner der; -s, - (nach dem Theologen J. Arminius
(1560-1609) u. zu T...aner>: Angehöriger einer liberal
evangelischen Glaubensgemeinschaft in den Niederlan
den; vgl. Remonstrant. ar|mi|ni|a|nisch: a) den Arminianismus betreffend; b) die Lehre des Arminius vertre
tend. Ar|mi|ni|a|nis|mus der; - (zu î...ismus (l)): Lehre
des J. Arminius, die den Vorrang der Bibel vor den kirch
lichen Bekenntnissen betonte u. sich gegen die kalvinisti
sche Staatskirche der Niederlande wandte
arjmilpoltent (aus gleichbed. lat. armipotens, Gen. armi
potentis): (veraltet) waffenmächtig, kriegsstark. Arlmipoltenz die;- (aus gleichbed. lat. armipotentia): (veraltet)
Waffengewalt, Kriegstüchtigkeit. ar|mi|so|nant (zu lat.
arma (Plur.) „Waffen“ u. sonans, Gen. sonantis, Part.
Präs, von sonare „klingen, tönen“): (veraltet) waffenklir
rend. Ar|mis|ti|ti|um <¿05; -s, ...tia (zu lat. sistere (Stamm
stit-) „(still)stehen“ u. T...ium): (veraltet) kurzer Waffen
stillstand
Armljak der; -s, -s (aus gleichbed. russ. armjak zu tatar. ärmäk „Rock aus Kamelgarn“): [kamelhaarener] langer,
breiter Bauernrock
atjmolnilolso (zi,): wohlklingend, klangvoll (Vortragsan
weisung; Mus.)
Arlmoirilal das; -s, -e (aus gleichbed. fr. armorial zu armoi
ries (Plur.) „Wappen“, dies zu älter fr. armoyer „mit Wap
pen schmücken“): Wappenbuch. ar|mo|rie|ren (aus
gleichbed. fr. armorier): mit einem Wappen versehen. Armolrist der; -en, -en (aus gleichbed. fr. armoriste): Heral
diker, Wappenkundiger. Arlmulre [ar'my:ra] u. Arlmüre die; -, -n (aus fr. armure „(Gewebe)bindung“, eigtl.
„Rüstung“, zu /a/, armatura, vgl. Armatur): klein gemus
tertes [Kunstjseidengewebe. Ar|mü|re|rie die; -, ...ien
(aus gleichbed. fr. armurerie): Waffenschmiedearbeit,
Waffenschmiedekunst. Ar|mü|rier [...'ne:] der; -s, -s (aus
gleichbed. fr. armurier): Waffenschmied, Waffenhändler
Arlni der; -s, -s (.Hindi}; ind. Großbüffel, Stammform des
asiat. Wasserbüffels
Arlnilka die; -, -s (aus n/ai. arnica, Herkunft unsicher): 1.
Bergwohlverleih; Zier-u. Heilpflanze aus der Familie der
Korbblütler. 2. (ohne Plur.) aus den Blüten u. Wurzeln der
Arnika (1) hergestellter, heilwirksamer Extrakt. Arlnilkatink tur die; -, -en: dünnflüssiger Auszug aus Arnikablü
ten als äußerliches Heilmittel für Umschläge
Arolin das; -s (zu gr. áron „Natterwurz, Aronstab“ u. t ...in
(1)>: giftiges Î Glykosid, das psychische Erregung u. da
nach Lähmungserscheinungen hervorruft
Arom das; -s, -e (zu t Aroma): svw. Aroma. Arolma das; -s,
Plur. ...men, -su. (selten) -ta (über lat. aroma aus gr. ârôma
„Gewürz“): 1. deutlich ausgeprägter, [angenehmer] sub
stanzspezifischer Geschmack. 2. deutlich ausgeprägter,
[angenehmer] würziger Duft, Wohlgeruch von etwas (bes.
eines pflanzlichen Genussmittels). 3. natürlicher od.
künstlicher Geschmacksstoff für Lebensmittel, Speisen
od. Getränke; Würzmittel. Aro ma gramm das; -s, -e (zu
T...gramm): Feststellung der Merkmale einer Weinsorte.
Arolmallith [auch ... lit] der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n]
(zu 1 ...lith, eigtl. „Würzstein“): (veraltet) ein wohlriechen
der Myrrhenstein. Aro I mat der; -en, -en (meist Plur.) (zu
1 ...at (2)>: svw. aromatische Verbindung. Aro|ma|the|rapie die; -; die Anwendung von aus Pflanzen gewonnenen
ätherischen Ölen zu Heilzwecken (in der Naturheilkunde).
das; -s, ...ka (zu Î ...ikum): aromatisches
Mittel zum Würzen. Aro|ma|ti|sa|ti|on die; - (zu Î ...isation): svw. Aromatisierung; vgl. ...ation/...ierung. aroma tisch (über lat. aromaticus aus gr. arömatikös „aus
Gewürz bestehend“): 1. einen deutlich ausgeprägten, an
genehmen Geschmack habend, wohlschmeckend. 2. wohl
riechend; aromatische Verbindungen: Benzolverbindun
gen (Chem.). aro|malti|sie|ren (nach gleichbed. fr. aro
matiser): mit Aroma versehen. Aroimaltilsielrung die; (zu î...ierung): das Aromatisieren; vgl. ...ation/...ierung.
Arolmaltit [auch ... 'tɪt] der; -s, -e (zu T2...it): svw. Aromalith. Aro ma tiizi tät die; - (zu t ...izität): die Eigenschaft,
Aroma (1 u. 2) zu enthalten, arolmaltös (zu T...ÖS): voll
Würze, voll Wohlgeruch, Duft
Aronldellle [arð'dɛlə] die; -, -n (aus fr. arondelle „kleines
Fahrzeug“ zu aronde „Schwalbe“, dies über provenzal.
aronda aus gleichbed. lat. hirundo) : (veraltet) leichtes Se
gellastschiff; vgl. Brigantine (2), Pinasse
Aron ha-Ko|desch (aus hebr. ’ärön-haqödes „der Heilige
Schrein“): Thoraschrein, Kasten zur Aufbewahrung der
Thorarollen in der Synagoge .
Aron[s] stab der; -s, ...Stäbe (Plur. selten) (über lat. aron
aus gr. áron „Aronstab“): bes. in Laubwäldern wachsende
Pflanze mit giftigen roten Beeren
Atjpa die; -, ...pen (aus gleichbed. z't. arpa, dies aus dem
Germ.): (veraltet) Harfe (Mus.)
Ar|pa|den die (Plur.) (nach Arpad, dem ersten Fürsten der
Ungarn): Angehörige einer ung. Dynastie, Nachkommen
von Arpad
Arlpallik das; -s, -s (zu türk, arpa „Gerste“, eigtl. „Gers
tengeld“): altorientalischer Gerichtsbezirk, dessen Ein
künfte die 'Paschas bezogen
Ar|pa|net|ta die; -, -s (aus gleichbed. it. arpanetta, Verklei
nerungsform von arpa, vgl. Arpa): Spitzharfe. Arlpalnette die; -, -n (französierende Form; vgl. ...ette): svw. Arpa
netta. arlpeglgialto [arpɛ'dʒa:to] (z7.): harfenähnlich, ge
brochen (Vortragsanweisung; Mus.). Arlpeglgialtur
[,,,dʒa...] die; -, -en (aus gleichbed. it.-nlat. arpeggiatura;
vgl. arpeggio): Reihe von Akkorden, deren Töne gebro
chen werden, d. h. (nach Harfenart) nacheinander erklin
gen (Mus.), arlpeglgieiren [,,,ʤi:...] (aus it. arpeggiare,
vgl. arpeggio): arpeggio spielen (Mus.), arlpeglgio [ar'pɛdʒo] (aus gleichbed. it. arpeggio zu arpeggiare „Harfe
spielen“, dies zu arpa; vgl. Arpa): in Form eines gebroche
nen Akkords zu spielen (Vortragsanweisung; Mus.); Abk. :
arp. Arlpeglgio das; -[s], Plur. -s u. ...ggien [-dʒən]: ein
arpeggio
gespieltes
Musikstück.
Arlpeglgiolne
[,,,'dʒo:nə] die; -, -n (aus gleichbed. it. arpeggione): ein gi
tarrenartiges Streichinstrument
Arlpent [ar'pä:] (zufr. arpent „Morgen (Feldmaß)“, dies zu
gall, arepennis): altes franz. Feldmaß. Arlpenltalge [arpa'ta:ʒə] rf/e; - (aus gleichbed. fr. arpentage zu arpenter,
vgl. arpentieren): (veraltet) das Feld-, Landvermessen.
Arlpenlteur [...'torn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. arpen
teur): (veraltet) Feld-, Landvermesser. ar|pen|tie|ren
[arpen...] (aus gleichbed. fr. arpenter): (veraltet) ein Feld,
Land vermessen
Ar|pi|cpr|do [,..k...J das; -s, ...di (zu it. arpa „Harfe“ (vgl.
Arpa) u. corda „Seil, Strang; Saite“): spinettartiges Tas
teninstrument in Form einer liegenden Harfe
arlralchielren [araʃi:...] (aus gleichbed. fr. arracher, dies
über altfr. esrachier zu lat. eradicare „mit der Wurzel he
rausreißen“): (veraltet) entreißen
Aijrak der; -s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. fr. arak, dies aus
arab. ’araq „starker Branntwein“, eigtl. „Schweiß“):
[ostind.] Branntwein aus Reis od. 1 Melasse
Ar|ran|ge|ment [araʒə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
arrangement zu arranger, vgl. arrangieren): 1. a) AnordAro|ma|ti|kum
141
nung, [künstlerische] Gestaltung, Zusammenstellung; b)
[künstlerisch] Angeordnetes, aus einzelnen Komponenten
geschmackvoll zusammengestelltes Ganzes. 2. Überein
kommen, Vereinbarung, Abmachung, Abrede. 3. a) Bear
beitung eines Musikstückes für andere Instrumente, als für
die es geschrieben ist; b) Orchesterfassung eines Themas
[im Jazz], 4. Abwicklung der Börsengeschäfte. Arlrangeur[ara'ʒa:t:] der; -s, -e (ausfr. arrangeur „Einrichter“):
1. jmd., der ein Musikstück einrichtet od. einen Schlager
Îinstrumentiert ( 1 ). 2. jmd., der etwas arrangiert ( 1 ). arrangielren [... 'ʒi:...] (aus fr. arranger „in Ordnung brin
gen, zurechtmachen" zu ranger „in Ordnung aufstellen“,
vgl. rangieren): 1. a) sich um die Vorbereitung u. den plan
vollen Ablauf einer Sache kümmern; b) in die Wege leiten,
zustande bringen. 2. a) ein Musikstück für andere Instru
mente, als für die es geschrieben ist, od. für ein Orchester
bearbeiten; b) einen Schlager für die einzelnen Instrumen
te eines Unterhaltungsorchesters bearbeiten. 3. sich - : sich
mit jmdm. verständigen u. eine Lösung für etwas finden;
eine Übereinkunft treffen trotz gegensätzlicher od. abwei
chender Standpunkte. Ar|ran|gier|pro|be die; -, -n:
Stellprobe im Theater
arlrälsonlnielren (aus gleichbed./r. arraisonner zu raison
„Vernunft“; vgl. Räson): (veraltet) gut zureden
Aijraltelrfer; -s, Arrateis [,,,`tɛʧ] (aus gleichbed. port, arrátel): altes portugiesisches Pfund (459 g)
Ar ray [ə'reɪ] das; u. der; -s, -s (aus engl. array „Reihe“): 1.
flächenhafte Anordnung od. Gruppierung von meist
gleichartigen Objekten (bes. von elektronischen Bauele
menten). 2. Anordnung mehrerer verschiebbarer Î Radio
teleskope zur î Apertursynthese (Astron.). 3. matrixförmige Anordnung von überwiegend gleichartigen elektroni
schen Bauelementen, logischen Schaltungen od. Daten
speicherelementen (Elektronik). 4. zusammenfassende
Bezeichnung für ein-, zwei- od. mehrdimensional angeord
nete Daten bei der Programmierung (EDV)
Arlrazlzo vgl. Arazzo
Ar ren daiti on die; -, -en (aus gleichbed. mlat. arrendatio
zu arrenda, vgl. Arrende): svw. Arrende. Ar|ren|da|tor
der; -s, ...oren (aus gleichbed. mlat. arrendator): Pächter,
bes. von Krongütern im alten Russland. Aijrenlde die; -,
-n (aus mlat. arrenda zu lat. reddere „(zurück)geben, über
lassen“): Pachtvertrag (im alten Russland), aijrenldieren (aus gleichbed. mlat. arrendare): ein Gut verpachten
ar|re|ra|gie|ren [,,,'ʒi:...] (aus gleichbed. fr. arrérager):
(veraltet) im [Zahlungsrückstand sein, sich summieren
(bes. von Zinsen)
Arlrest der; -[e]s, -e (aus mlat. arrestum „Verhaftung“ zu
lat. restare „stillstehen“; vgl. arretieren): 1. a) Beschlag
nahme von Sachen (dinglicher Arrest) zur Sicherung von
Forderungen (Rechtsw.); b) Haft von Personen (persönli
cher Arrest) zur Sicherung von Forderungen (Rechtsw.);
c) leichte Freiheitsstrafe, z.B. Jugendarrest. 2. Ort der
Haft. 3. (veraltend) das Nachsitzen in der Schule. Arres
tant der; -en, -en (zu î...ant): Häftling. Arlresltat der;
-en, -en (zuÎ...at (l)): (veraltet) Festgenommener. Arlrestaltilon die; -, -en (aus gleichbed./r. arrestation; vgl. Ar
rest) : (veraltet) Festnahme. Ar | res Ita Ito I ri I um das; -s (zu
1 ...orium): Verbot von Zahlungen an den Schuldner beim
Konkursverfahren. Arlrestlhylpolthek die; -, -en (zu
ÎArrest): zwangsweise eingetragene [Sicherungs]hypothek. Arrestlokal das; -[e]s, -e: (veraltend) [behelfsmä
ßiger] Raum für Arrestanten. Arlrêt [a'rɛ(:)] der; -s [a'rɛ(s)
bzw. a'rɛ:(s)], -s [a'rɛ(:)s] (aus fr. arrêt „das Anhalten“ zu
arrêter, vgl. arretieren) : scharfes Zügelanziehen beim Rei
ten. ar|re|tie|ren (aus gleichbed./r. arrêter, dies über das
Vulgärlat. aus lat. restare „Stillstehen“): 1. verhaften, fest
nehmen. 2. bewegliche Teile eines Geräts bei Nichtbenut
zung sperren, feststellen. Ar|re|tie|rung die; -, -en (zu
Arrhythmie
î...ierung>: 1. Festnahme, Inhaftierung. 2. Sperrvorrich
tung, durch die bewegliche Teile (z. B. an Messgeräten) zur
Entlastung u. Schonung der Lagerstellen festgestellt wer
den können
arlreltilnisch (nach der etrusk. Stadt Arretium (heute
Arezzo) in Mittelitalien); in der Fügung arretinische Keranɪik:rote Tongefäße der tAugusteischen Zeit; vgl. Terra
sigillata
AijrêtlstoB [a'rɛ(:)...] der; -es, ...stöße (zufr. arrêt „das An
halten"; vgl. Arrêt): Sperrstoß beim Sportfechten. Arlretur die; -, -en (zu tarretieren u. î...ur): (veraltet) 1. Ver
haftung, Festnahme. 2. svw. Arrêt. 3. Hemmung, Hemm
vorrichtung
Arlrha dfe; -, - (aus gleichbed. gr. arrhabön, dies zu hebt;
’eräbön): Geld, das beim Abschluss eines Vertrages vom
Käufer gezahlt wird u. als Bestätigung des Vertrages gilt;
Anzahlung. ar|rha|bo|ni|sie|ren (zu t ...isieren): (veral
tet) durch Anzahlung einen Kauf vertraglich bestätigen;
vgl. Arrha, arlrhal (zu 1 *...al(l)>: (veraltet) die Anzahlung
betreffend
Ar|rha|phie die; -, ..den (zu gr. ärrhaphos „ohne Naht“ u.
t2..de): svw. Dysrhaphie
arlrhen..., Arrhen... vgl. arrheno..., Arrheno... arlrhenisch (aus gleichbed.gr. ärrhen): männlich, ar rhe no...,
Ar|rhe|no..., vor Vokalen auch arrhen..., Arrhen... (aus
gleichbed. gr. ärrhen): Wortbildungselement mit der Be
deutung „männlich“, z.B. Arrhenogenie. Arrhenoblasltom*i/«s, -s, -e: Eierstockgeschwulst, die Störungen
im weiblichen Hormonhaushalt hervorruft u. zur Ver
männlichung führt (Med.). Arlrhelnolgelniethe; -, ...ien
(zu Î.. .genie) : Erzeugung ausschließlich männlicher Nach
kommen (Med.); Ggs. TThelygenie. arlrhe no id (zu
t...oid): männliche Merkmale aufweisend (von weiblichen
Individuen; Med.). Ar|rhe|no|i|die die; -, ...ien (zu
T2...ie): Vermännlichung weiblicher Individuen (z.B. Aus
bildung von Hahnenfedern beim Huhn; Biol., Med.). Arrhelnolthellys der; -, ...lydes (zu gr. thèlys „weiblich“):
svw. Hermaphrodit. Ar|rhe|nolto|kie<h'e;-(zugr. arrhenotokeîn „männliche Junge gebärend“ u. f2...ie): 1. Ent
wicklung von männlichen Tieren (z.B. Drohnen) aus un
befruchteten Eiern (Biol.). 2. Erzeugung ausschließlich
männlicher Nachkommen (Med.).; Ggs. TThelytokie. arrhe|no|to|kisch (aus gleichbed. gr. arrhenotökos): [nur]
männliche Nachkommen habend (Med.); Ggs. Tthelytokisch
arlrhelpisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. rhépein „sich neigen,
schwanken“): unwandelbar. Arlrheplsie die; - (aus
gleichbed. gr. arrhepsia): (veraltet) [seelisches] Gleichge
wicht, ruhige [Gemüts]verfassung, ruhiger Zustand
arlrhielren (zu tArrha u. t..deren): (veraltet) ein Drauf
geld, Handgeld zahlen
Ar|rhi|nie4ze; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, rhis, Gen. rhi
nos „Nase“ u. t2...ie>: angeborenes Fehlen, auch rüsselar
tige Missbildung der Nase (Med.)
arlrhilzisch (aus gleichbed. gr. ärrhizos): wurzellos. Arrhilzolphytiter; -en, -en (meist Plur.) (zu Î ...phyt): Pflan
ze, die noch keine echte Wurzel besitzt, z.B. Alge, Pilz,
Flechte, Moos
Ar|rhö4ze; -, -en, auch Aijrhöefa ro:] die; -, -n [a'ra:ən] (zu
gr. a- „nicht, un-“ u. rhetn „fließen“): (veraltet) Mangel an
natürlichem Ausfluss (Med.)
Arlrhos Itel ma das; -s, -ta (aus gleichbed. gr. arrhöstema zu
ärrhöstos „kraftlos“): Kraftlosigkeit, Kränklichkeit,
[Geistesjschwäche. Arlrhosltie die; -, ...ien (aus gleich
bed. gr. arrhöstia): svw. Arrhostema. arlrhosltielren (zu
Î..deren): (veraltet) kränkeln
Ar|rhyth|mie die; -, ..den (über lat. arrhythmia aus gr. ar
rhythmia „Mangel an Rhythmus“): 1. unregelmäßige Be
wegung; Unregelmäßigkeit im Ablauf eines rhythmischen
A
arrhythmisch
Vorgangs. 2. unregelmäßige Herztätigkeit (Med.), arrhythl misch (aus gleichbed. gr. ärrhythmos): unrhyth
misch, unregelmäßig. Arlrhythlmus der; -, ...men: unre
gelmäßiger Pulsschlag (Med.)
Ar|ri|ère|gar|de [a'rie:g...] die; -, -n (aus gleichbed. fr. ar
rière-garde): (veraltet) Nachhut (Mil.), Arlrilèrelpensée [ariɛrpa'se:] die; -, -s (aus gleichbed. fr. arrière-pen
sée): (veraltet) Hintergedanke
Arlrilmalge [.,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. arrimage zu
arrimer, vgl. arrimieren): (veraltet) 1. gleichmäßige Ver
teilung der Ladung im Schiff. 2. Stauerlohn. Arlrilmeur
[...morn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. arrimeur): (veraltet)
Packmeister, Stauer, Hafenarbeiter, arlrilmielren (aus
gleichbed. fr. arrimer, weitere Herkunft unsicher): (veral
tet) ordnen, zweckmäßig verpacken, verstauen (von
Schiffsladungen)
ar|ri|pie|ren (aus gleichbed. lat. arripere): (veraltet) ergrei
fen, festnehmen, [rechtswidrig] an sich reißen
ar|ri|va|bel [...v...] (zu fr. arriver (vgl. arrivieren) u.
T...abel):(veraltet)erreichbar.Arlrilvalge [,,,'va:ʒə]die;-,
-n (aus gleichbed. fr. arrivage): (veraltet) Ankunft, Lan
dung. Ar|ri|val [ə'raɪvəl] das; -s, -s: (aus gleichbed. engl.
arrival, dies zu fr. arriver, vgl. arrivieren): Ankunft (Hin
weis auf Flughäfen)
ar|ri|ve|der|ci [arive'dɛrtʃi] (ii.>: auf Wiedersehen! (bei
Verabschiedung von mehreren Personen)
ar|ri|vie|ren [,..v...] (aus gleichbed. fr. arriver, eigtl. „das
Ufer erreichen“, zu fad... u. lat. ripa „Ufer“): vorwärts
kommen, Erfolg haben; beruflich od. gesellschaftlich em
porkommen. ar|ri|viert (zu t,,,iert): beruflich, gesell
schaftlich aufgestiegen, zu Erfolg, Anerkennung, Ansehen
gelangt. Arlrilvierlte der u. die; -n, -n: jmd., der sich be
ruflich, gesellschaftlich nach oben gearbeitet hat, zu Er
folg, Ansehen u. Anerkennung gelangt ist. Arlrilvist der;
-en, -en (zu Î...ist): (abwertend) Emporkömmling
Aijrolba «üe; -, - (aus gleichbed. span, arroba, dies zu arab.
ar-rob „ein Viertel“): 1. früheres Handelsgewicht in Spa
nien, Mittel-u. Südamerika (11,5 kg), Portugal u. Brasilien
(14,7 kg). 2. früheres span. Flüssigkeitsmaß (16,2 1)
arrodferen (aus lat. arrodere „benagen“): [Gewebe, Ge
fäßwände u.a.) annagen, anfressen, schädigen (z.B. von
Entzündungen; Med.)
arlrolgant (unter Einfluss von gleichbed. fr. arrogant aus
lat. arrogans, Gen. arrogantis, Part. Präs, von arrogare
„sich etwas Fremdes aneignen“): überheblich, anmaßend,
dünkelhaft. Arlrolganz die; - (aus gleichbed. lat. arrogan
tia): anmaßendes Benehmen, Überheblichkeit. Arlrolgatiion die; -, -en (aus gleichbed. lat. arrogatio zu arrogare,
vgl. arrogieren): 1. das Arrogieren. 2. Î Integration frem
der Gruppen, z. B. Familien, in eine homogene Stammesgemeinschaft (Völkerk.). ar|ro|gie|ren (aus gleichbed.
lat. arrogare): eine nicht unter väterlicher Gewalt stehen
de Person an Kindes statt annehmen (röm. Recht)
Ar|ro|ja|dit [auch ... dit] der; -s, -e (nach dem bras. Geolo
gen M. Arrojado u. zu t2...it>: ein dunkelgrünes Mineral
arjronldielren [arɔn,,,, älter arö...] (aus fr. arrondir „ab
runden“ zu rond „rund“, dies aus lat. rotundus): 1. ab
runden, Zusammenlegen (von einem Besitz od. Grund
stück). 2. Kanten abrunden (z.B. von Leisten). Arlrondierung die; -, -en (zu f...ierung): 1. das Arrondieren.
2. Auf- od. Abrundung eines Wertpapierbestandes
durch An- od. Verkauf kleinerer Posten (Bankw.). Arron dis se ment [arðdɪsə'ma:] das; -s, -s (aus fr. arron
dissement „Kreis; (Stadt)bezirk“, eigtl. „Abrundung“,
zu arrondir, vgl. arrondieren): a) dem ÎDepartement (1)
untergeordneter Verwaltungsbezirk in Frankreich; b)
Verwaltungseinheit, Stadtbezirk in franz. Großstädten,
bes. in Paris
Arlrplpe der; -s (zuspan, arropar „(Wein) Sirup zusetzen“):
142
zur Herstellung von Dessertwein gebräuchlicher einge
dickter Traubensaft
Ar|ro|sa|ge [,,,'za:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. arrosage
zu arroser, vgl. arrosieren): Bewässerungsgraben], Ar|roselment [... ma:] das; -s (aus gleichbed. fr. arrosement,
eigtl. „Bewässerung“, zu arroser, vgl. arrosieren): Um
wandlung einer Staatsanleihe, bei der der Nominalzins er
höht [u. die Laufzeit der Anleihe verlängert] wird (Finanzw.). ar|ro|sie|ren (aus/r. arroser „benetzen, begie
ßen“ zu fad... u. lat. ros „Tau“): 1. anfeuchten, bewässern.
2. zuzahlen. Arlrolsielrung die; -, -en (zu T...ierung):
svw. Arrosement
Arlrolsilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. arrosio, eigtl.
„Benagung“, zu arrodere, vgl. arrodieren): Zerstörung
von Gewebe, bes. von Gefäßwänden, durch entzündliche
Vorgänge, Geschwüre (Med.)
Arlrolsoir [...'zoam] das,s, -s (aus gleichbed. fr. arrosoir zu
arroser, vgl. arrosieren): (veraltet) Gießkanne
atjroultielren [aru...] (aus gleichbed. fr. arrouter zu route
„Weg“): (veraltet) auf den Weg bringen
Arlrowlroot [ ɛroru:t] das; -s (aus gleichbed. engl. ar
rowroot zu arrow „Pfeil“ u. root „Wurzel“): 1. Pfeilwurz,
ein Marantengewächs. 2. Stärkemehl aus Wurzeln u.
Knollen bestimmter tropischer Pflanzen (z.B. Maranta-,
Maniokstärke)
Ar|sa|ki|den die (Plur.) (nach dem Ahnherrn Arsakes I. u.
zu t...iden): parthische Dynastie im iran. Raum um 250
v. Chr. bis 224 n. Chr.
Ars Amanldi die; - - (aus gleichbed. lat. ars amandi): Lie
beskunst. Ars anltilqua die; - - (aus lat. ars antiqua „alte
Kunst“): erste Blütezeit der ÎMensuralmusik (bes. im Pa
ris des 13. u. 14. Jh.s); Ggs. Î Ars nova
Arlschin der: -[s], -en (aber: 3 Arschin) (aus gleichbed.
russ. arsin, dies aus turkotat. arsyn „Elle“): altruss. Län
genmaß (71,1 cm)
Ars clelrilcallis [- kleri'ka:...] die; - - (aus lat. ars clericalis
„geistliche Kunst“): Schreibkunst. Ars com|bi|na|to|ria
[- k...] die; - - (aus lat. ars combinatoria „Kunst der Kom
bination“): Kunstfertigkeit, Begriffe zu kombinieren, um
dadurch zu neuer Erkenntnis zu gelangen (scholastische
Philos.). Ars Dicltanldi [- dik...] die; - - (aus lat. ars
dictandi „Kunst des Aufzeichnens“): die Kunst, regelrich
tig u. nach den Theorien der gültigen rhetorischen Lehr
bücher zu schreiben (Rhetorik der Antike u. des Mittelal
ters)
Arisen das; -s (aus älterem arsenic, dies über spätlat. arse
nicum aus gr. arsenikön „Arsenik“, wohl oriental. Lehn
wort): a) ehern. Element; Zeichen As; b) (ugs.) svw. Arse-,
nik
Arl se ñal das; -s, -e (aus gleichbed. it. arsenale, dies aus
arab. dar as-sinä’a, eigtl. „Haus des Handwerks“): 1.
Zeughaus; Geräte-u. Waffenlager. 2. Vorratslager, Samm
lung
Arsenat das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu Î Arsenu. Î ...at(2)>:
Salz der Arsensäure. Arlselnid das; -s, -c (meist Plur.) (zu
t3...id>: Verbindung aus Arsen u. einem Metall, ariseInieren (zu t...ieren>: Metallgegenstände mit einer dünnen
Arsenschicht überziehen, arlselnig: 1. arsenikhaltig. 2.
arsenhaltig. Arlselnik das; -s (unter Einfluss von fr. arse
nic aus spätlat. arsenicum, dies aus gr. arsenikön; vgl. Ar
sen): wichtigste [giftige] Arsenverbindung (Arsentrioxid).
Ar|se|ni|ka|lie [,,,iə] die: -, -n (Kunstw. aus t Arsen u.
t Chemikalie'): arsenhaltige ehern. Verbindung. Ar|se|nikiasis die; -, ...iasen (zu T ...iasis) : chronische Arsenver
giftung (Med.). Arlselnilolplelit* [auch ...'n] der; -s, -e
(zu gr. pleiön „mehr“ u. t2...it): ein braun- bis kirschrotes
Mineral. Arlselnit [auch ..,'nit] das; -s, -e (zu t2...it): ein
farbloses Mineral (kristallisiertes Arsenik). Ar|se|nobenlzol das; -s, -e: Grundkörper einiger organischer Ar-
143
senverbindungen, die als Î Chemotherapeutika verwendet
werden
Arlselnolgolnie die; -, ...ien (zu gr. ársén „männlich" u.
t...gonie): (veraltet) svw. Arrhenogenie
Arsenoklasit* [auch ... zɪt] der; -s, -e (zu tArsen u. gr.
klásis „Bruch“): ein rotes, körniges Mineral. Arlselnolith [auch ...'lit] der; Gen. - u. -en, Plur. -e[n] (zu T ...lith) :
svw. Arsenit
Arsenomorph zZer; -en. -en (zu gr. ársén „männlich" u.
morphö „Gestalt“): (veraltet) männlich scheinender Zwit
ter
Arlselnolpylrit [auch ...rit] der; -s, -e (zu Î Arsen u. t Py
rit): Arsenkies, ein Mineral, arlsenlorlgalnisch: orga
nische Verbindungen betreffend, in denen mindestens ein
Kohlenstoffatom direkt an Arsenatome gebunden ist
Ar|se|no|the|lys der; -, ...lydes (zugr. ársén „männlich" u.
thëlys „weiblich“): svw. Hermaphrodit
Ar|sen|pig|ment ¿Zas; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu Î Arsen u.
tPigment): in Malerfarben verwendete, heute wegen ihrer
Giftigkeit vielfach verbotene Arsenverbindung
arlsilbeɪ (zu/zz/. arsus „gebrannt“ u. Î ...ibel): (veraltet) ent
zündlich, brennbar
Arlsin das; -s (Kurzw. aus ,4 even u. Arm«): eine dem t Amin
entsprechende, äußerst giftige Arsenverbindung
Ar| sis die; -, ...sen (über lat. arsis aus gr. ärsis „Hebung“
(des taktschlagenden Fußes) zu airein „heben, emporhe
ben“): 1. a) unbetonter Taktteil (antike Metrik); Ggs.
ÎThesis (1 a); b) aufwärts geführter Schlag beim Takt
schlagen (Mus.). 2. betonter Taktteil in der neueren Met
rik; Ggs. tThesis (2)
Ars malgna* die; - - (aus lat. ars magna „große Kunst“): im
16. u. 17. Jh. Bez. für Algebra. Ars Mo|ri|en|di die;--, Ar
tes Moriendi [...te:s -] (aus Za/.ars moriendi „Kunst zu ster
ben“): kleines Sterbe- u. Trostbuch des Mittelalters. Ars
noIva [- 'no:va] die; - - (aus lat. ars nova „neue Kunst“):
die neue Strömung in der franz. Musik (kontrapunktisch
mehrstimmig) des 14. Jh.s; Ggs. t Ars antiqua. Ars poletilca [- ...ka] die; - - (aus gleichbed. lat. ars poetica zu poe
ticus „dichterisch“): Dichtkunst. Ars Vi|ven|di die; - (aus lat. ars vivendi „Kunst zu leben“): die Kunst zu leben,
das Leben zu genießen; Lebenskunst.
Arltalbe die; -, -n (aus dem Arab.): zuerst persisches, dann
ägyptisches, noch in römischer Zeit verwendetes großes
Trockenhohlmaß
Arltal das; -s, - (zu arab. ratl „ein Gewicht“): dem Pfund
entsprechendes altes marokkan. Gewicht
Art brut [ar'bryt] die od. der; - - (aus fr. art brut „unverbil
dete Kunst“): von dem franz. Maler Jean Dubuffet
(1901 — 1985) geprägte Bez. für die spontan und unreflek
tiert gestaltete Kunst (z.B. von Kindern). Art délco [ardeko] die od. der; - - (aus fr. art déco(ratif) „dekorative
Kunst“): künstlerische Richtung (bes. Kunstgewerbe) et
wa von 1920 bis 1940. Artldilrecltor ['ɑ:tdɪrɛktə] der; -s,
-s (aus gleichbed. engl. art director): künstlerischer Leiter
[des t Layouts in einer Werbeagentur]
arltelfakt (aus lat. arte factum „mit Geschick gemacht“ zu
arte „mit Geschick“ (Ablativ von ars „Kunst, Geschick
lichkeit“) u. factum „das Gemachte“, dies eigtl. Part. Perf.
(Neutrum) von facere „machen“): künstlich hervorgeru
fen (z.B. von Krankheiten u. Verletzungen zum Zwecke
der Täuschung). Arltelfakt das; -[e]s, -e: 1. das durch
menschliches Können Geschaffene, Kunsterzeugnis. 2.
Werkzeug aus vorgeschichtlicher Zeit, das menschliche
Bearbeitung erkennen lässt (ArchäoL). 3. künstlich her
vorgerufene körperliche Veränderung (z. B. Verletzung),
meist mit einer Täuschungsabsicht verbunden (Med.). 4.
Störsignal (Elektrot.). arIteifi|zilell vgl. artifiziell
Arltel [auch ar'tjel] zZ«s; -s, -s (aus gleichbed. russ. artel, dies
aus z7. artieri, Plur. von artiere „Handwerker“): a) [Arbei-
Artha
ter]genossensehaft im zaristischen Russland; b) landwirt
schaftliche Produktionsgenossenschaft in der ehemaligen
Sowjetunion mit der Möglichkeit privaten Eigentums u.
privater Bewirtschaftung
Ar|tel|li|o|nen|pelz der; -[e]s, -e (Herkunft unbekannt;
vielleicht zu span, ardilla „Eichhörnchen“): aus kleinen
Pelzstücken zusammengesetzter Pelzumhang (im 17. Jh.)
Arltelpelriltus der; -, ...ti (zu Za/. ars, Gen. artis „Kunst“ u.
peritus „erfahren, sachkundig“): (veraltet) Kunstverstän
diger. Arlte povera [- ...v...] c//e; -- (aus it. arte povera
„arme Kunst“): Objektkunst, vor allem in den 60er- u.
70er-Jahren des 20. Jh.s in Italien, die unkonventionelle
Materialien wie Erde, Asche, Abfälle u.Ä. verwendet u.
diese bewusst unästhetisch darbietet
arltelri..., Arltelri... vgl. arterio..., Arterio... Arltelrie
[...ja] die; -, -n (über lat. arteria aus gleichbed. gr. artería):
Schlagader; Blutgefäß, das das Blut vom Herzen zu einem
Organ od. Gewebe hinführt; Ggs. 1 Vene. Arteriektasie die; -, ...ien (zu Î arterio...): Erweiterungeineri Arterie
(Med.), arjtelrilell (nach gleichbed. fr. artériel): die Ar
terien betreffend, zu einer Arterie gehörend. ArlteIriIitis
die; -, ...itiden (zu Îarterio... u. t ...itis): Schlagaderentzün
dung (Med.), aijtelrio..., Ar|te|rio..„ vor Vokalen auch
arteri..., Arteri... (zu Za/. arteria, vgl. Arterie): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „die Arterien betref
fend“, z.B. Arteriosklerose, Arteriekstasie. Ar|te|riogralfie, auch ...gralphie zZze; -, ...ien (zu l,,,grafie): rönt
genologische Darstellung einer Arterie bzw. des arteriel
len Gefäßnetzes mithilfe eines Kontrastmittels (Med.).
Ar|te|rio|gramm das; -s, -e (zu 1 ...gramm): Röntgenbild
einer Arterie (Med.). Ar|te|ri|o|le die; -, -n (Verkleine
rungsbildung zu lat. arteria, vgl. Arterie): sehr kleine, in
Haargefäße (Kapillaren) übergehende Schlagader. Arlteriolli Itis die; -, ...itiden (zu 1 arterio... u. T...itis): Arterio
lenentzündung, entzündliche Veränderungen an den Wän
den einer 1 Arteriole (Med.). Arltelriollolgie die; - (zu
Î ...logie): Teilgebiet der Medizin, das sich mit den Arte
rien befasst. Ar|te|rio|lo|nelkro|se* iZze; -, -n (zu Î Arte
riole): schwere Î degenerative Erkrankung der t Arteriolen
mit lokalem Gewebstod in den Gefäßwänden (Med.). Arteriolosklerose* die; -, -n: krankhafte Veränderung
der Arteriolen (Med.). ar|te|ri|ös (zu Î arterio... u. Î ...ös):
svw. arteriell. Ar|te|ri|olse die; -, -n (zu t‘...ose>: tdegenerative Erkrankung der Arterienwand infolge Stoffwech
selstörungen (Med.). Ar|te|rio|skle|rglse‘ die; -, -n:
krankhafte Veränderung der Arterien, Arterienverkal
kung (Med.). ar|te|rio|skie|ro|tisch‘: a) die Arterio
sklerose betreffend; b) durch Arteriosklerose hervorgeru
fen (Med.). Ar té rio to mie die; -, ...ien (nach lat. arteriotomia, dies aus gleichbed. gr. arteriotomia): operatives
Öffnen einer Arterie zur Entfernung eines ÎEmbolus
(Med.). Ar|te|rit [auch ...rit] der; -s, -e (Kurzw. aus Arte
rie u. t2.,.z7): ein mit TAplit- u. Granitadern durchsetztes
Gestein; Adergneis
arltelsisch (nach der franz. Landschaft Artois); in der Fü
gung artesischer Brunnen: natürlicher Brunnen, bei dem
das Wasser durch einen Überdruck des Grundwassers
selbsttätig aufsteigt
Ar|tes Iliberales [ arte:s ...le:s] die (Plur.) (aus gleichbed.
lat. artes liberales (Plur.)): die sieben freien Künste
(Grammatik, Rhetorik, Dialektik [Î Trivium], Arithmetik,
Geometrie, Astronomie, Musik [î Quadrivium]), die zum
Grundwissen der Antike u. des Mittelalters gehörten
Ar|te|so|na|do der; -s, - (aus span, artesonado „Täfelung,
Kassettierung“ zu artesón „Paneel, Holztäfelung“): Bez.
für reich verzierte kassettierte Holzdecken u. -türen
Ar tha der; - (aus gleichbed. sanskr. ártha, eigtl. „Arbeit;
materieller Nutzen, Vermögen“): eines der Lebensziele ei
nes t Hindu (das Streben nach Besitz weltlicher Güter)
A
arthr..., Arthr...
vgl. arthro..., Arthro... Arlthrallgie
4ze; -, ...ien <zu Tarthro... u. T...algie): Gelenkschmerz
(Med.). Ar|threk|to|mie die; -, ...ien (zu T ...ektomie):
teilweise operative Entfernung eines Gelenks (Med.). Ar
thri ltiIker der; -s, - (zu gr, arthritikós, vgl. arthritisch): an
Gelenkentzündung Leidender; Gichtkranker. Arlthriltis
die; -, ...itiden (über lat. arthritis aus gr. arthritis „Gicht“):
Gelenkentzündung, arlthriltisch (über lat. arthriticus
aus gleichbed. gr. arthritikós): die Arthritis betreffend.
Ar|thri|tis|mus 4er; - (zu T ...ismus (3)): erbliche Neigung
zu Gicht, Î Asthma, Fettsucht u. a. (durch Verlangsamung
des Stoffwechsels bedingt), arlthro..., Arlthro..., vor Vo
kalen arthr..., Arthr... (aus gr. árthron „Glied, Gelenk“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Gelenk“, z. B.
Arthralgie, Arthropathie. Ar|thro|delse die; -, -n (zu gr.
désis „das Binden, Verbindung“, dies zu dem „(verbin
den“): künstliche, operative Versteifung eines Gelenks
(Med.). Arlthroldie die; -, ...ien (über gleichbed. nlat. ar
throdia zu gr. arthrödes „mit Gliedern versehen“): nach
allen Seiten frei bewegliches Gelenk, Kugelgelenk (Med.).
Ar|thro|dy|nie die; -, ...ien (zu tarthro... u. t...odynie):
(veraltet) Gelenkschmerz, arlthrolgen (zu T...gen): a)
vom Gelenk ausgehend; b) von einer Gelenkerkrankung
herrührend. Ar|throlgra|fie, auch ...gralphie die; -,
...ien (zu t...grafie>: Röntgenkontrastdarstellung der Ge
lenkhöhlen mit Teilen des Gelenkapparates. Arlthrollith
[auch ...lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T...lith>:
krankhaft gebildeter, frei beweglicher, verknorpelter od.
verkalkter Fremdkörper in einem Gelenk; Gelenkmaus.
Arlthrollolgie die; - (zu Î ...logie): Teilgebiet der Medizin,
das sich mit den Gelenken befasst. Ar|thro|pa|thie die; -,
...ien (zu T...pathie>: Gelenkleiden, Gelenkerkrankung,
arlthrolpalthisch: gelenkleidend. Arlthrolphyt der;
-en, -en (zu t...phyt): Gewebsneubildung, Geschwulst der
gelenkbildenden Gewebe (z.B. des Knochengewebes;
Med.). Ar|throlplas|tik 4ze; -, -en: künstliche Bildung ei
nes neuen Gelenks nach T Resektion des alten. Anthro
poiden 4ze (Plur.) (zu Î...pode): Gliederfüßer (Zool.). Arthro se die; -, -n (zu T'...ose): 1. svw. Arthropathie. 2.
Kurzbez. für Arthrosis deformans. Arlthrolsis delformans die; - - (aus gleichbed. nlat. arthrosis deformans zu
Î Arthrose u. lat. deformans, Part. Präs, zu deformare
„entstellen“): degenerative, nicht akut entzündliche Er
krankung eines Gelenks als chronisches Leiden (Med.).
Arlthrolskop das; -s, -e (zu Tarthro... u. t...skop): opti
sches Spezialinstrument zur Untersuchung des Gelenkin
neren. Arlthrolskolpie die; -, ...ien (zu T...skopie): Un
tersuchung des Gelenkinneren mit dem (Arthroskop
(Med.), ar Ith rol tisch (zu T Arthrose u. T...otisch>: die Ar
throse betreffend; von Arthrose befallen (Med.). Arlthrotolmie die; -, ...ien (zu Tarthro... u. t...tomie): operative
Eröffnung, Spaltung eines Gelenks (Med.)
ar|ti|fi|zi|ell, auch artefiziell (aus gleichbed. fr. artificiel,
dies aus lat. artificialis „kunstmäßig“): 1. künstlich. 2. ge
künstelt
Arltilkel [auch ar'tikl] der; -s, - (aus lat. articulus „kleines
Gelenk; Glied; Abschnitt“, Bed. 3 unter Einfluss von /r.
article „Ware“): 1. [der Genusbezeichnung von Substan
tiven dienende] Wortart mit identifizierender, individua
lisierender od. generalisierender Funktion; Geschlechts
wort (Abk.: Art.) 2. Abschnitt eines Gesetzes, Vertrages
usw.; Abk.: Art. 3. Handelsgegenstand, Ware; Abk.:
Art. 4. [Zeitungsjaufsatz. Abhandlung. 5. Darstellung ei
nes Wortes in einem Wörterbuch (Wortartikel) od. in ei
nem Lexikon (Sachartikel). 6. Glaubenssatz einer Religi
on. arltilkullär (aus gleichbed. lat. articularis): zum Ge
lenk gehörend (Anat.). Ar|ti|ku|la|ten die (Plur.) (zu
lat. articulatus „mit Gliedern versehen“): Gliedertiere
(Zool.). ArIti|kuIlaItiIon die; -, -en (aus spätlat. articu
arlthr...*, Arlthr...
144
latio „gehörig gegliederter Vortrag“ zu articulare, vgl. ar
tikulieren): 1. a) [deutliche] Gliederung des Gesproche
nen; b) Lautbildung (Sprachw.). 2. das Artikulieren (2)
von Gefühlen, Gedanken, die einen beschäftigen. 3. [Ab
folge der] Bissbewegungen (Zahnmed.). 4. das Binden
od. das Trennen der Töne (Mus.); vgl. legato u. staccato.
5. Gelenk (Med.); vgl. ...ation/...ierung. Arltilkulaltor
der; -s, ...toren (aus /at. articulator „Zergliederer“):
zahntechnisches Gerät, das zur Herstellung von Zahn
prothesen, Brücken u. Kronen die Kiefermodelle in der
richtigen Bissstellung fixiert. ar|ti|ku|la|to|risch: die
Artikulation betreffend. ar|ti|ku|lie|ren (aus lat. articu
lare „gliedern, deutlich aussprechen“): 1. (Silben, Wör
ter, Sätze) deutlich, in bestimmter Weise aussprechen. 2.
Gefühle, Gedanken, die einen beschäftigen, in Worte fas
sen, zum Ausdruck bringen, formulieren. Ar|ti|ku|lierung 4ze; -, -en (zu T...ierung): svw. Artikulation (1,2);
vgl. ...ation/...ierung
Ar I ti 111 e I r i e [auch ,.,'ri:] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. ar
tillerie zu altfr. artill(i)er „mit Kriegsgerät bestücken, aus
rüsten“): 1. mit meist schweren Geschützen ausgerüstete
Truppengattung.2. schweres Geschütz, Geschütze. Arltillelrist [auch ,,,'rɪst] der; -en, -en (zu Î...ist): Soldat der Ar
tillerie. arltilllelrisltisch (zu Î...istisch): die Artillerie
betreffend
Arltilnit [auch ... nit] der; -s, -e (nach dem ital. Mineralogen
Artini u. zu t2...it>: ein faseriges Mineral, Mischkristall
aus Magnesiumhydroxid u. Magnesiumkarbonat
Arltilsan [,..'zä:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. artisan, dies
aus it. artigiano zu lat. ars „Kunst“): (veraltet) Handwer
ker
Ar|ti|schp|cke die; -, -n (aus gleichbed. nordit. (mdal.) articiocco, weitere Herkunft unsicher): distelartige Gemüse
pflanze mit wohlschmeckenden Blütenknospen
Ar|ti|sel|li|um der; -s, ...lien [...ion] (aus lat. artisellium
„Lehnstuhl“ zu ars, Gen. artis „Kunst“ u. sella
„(Amts)stuhl“): (veraltet) Arbeitsstuhl. Arltist der; -en,
-en (unter Einfluss von fr. artiste „Künstler; Akrobat“ aus
mlat. artista „Künstler“ zvdat. ars, Gen. artis „Kunst“): 1.
im Zirkus u. Variété auftretender Künstler [der Geschick
lichkeitsübungen ausführt] (z. B. Jongleur, Clown). 2. jmd.
(z. B. ein Dichter), der seine Darstellungsmittel u. -formen
souverän beherrscht. Ar|tis|ten|fa|kul|tät die; -, -en: die
Fakultät der Î Artes liberales an mittelalterlichen Univer
sitäten. Arltisltik die; - (zu <T2...ik (2)): 1. Variété- u. Zir
kuskunst. 2. außerordentlich große [körperliche] Ge
schicklichkeit. Arltisltin 4ze; -, -nen: weibliche Form zu
ÎArtist, arltisltisch: a) die Artistik betreffend; b) nach
Art eines t Artisten
Art noulveau [arnu'vo] der; - - (aus/r. art nouveau „neue
Kunst“): Bez. für den Jugendstil in Großbritannien, den
USA u. Frankreich
Arltolgalla das; -s, ...len (zu gr. ártos „Brot“ u. gála
„Milch“): (veraltet) Breiumschlag aus Brot u. Milch. Artollaitrie* die; -: Anbetung Christi in der Gestalt des Bro
tes. Arltollith [auch ... lit] der; Gen. -s od. -en. Plur. -e[n]
(zuî.Jith): brotähnlicher Stein. Arltolmelli das; -s, ...len
(zu gr. méli „Honig“): (veraltet) Breiumschlag aus Brot u.
Honig. Arltolphalge der; -n, -n (zu gr. artophagem „Brot
essen“): (veraltet) jmd., der hauptsächlich Brot isst, arltophagisch: sich hauptsächlich von Brot ernährend. Artophoirilum das; -[s], ...ien [...ion] (über gleichbed. kirchenlat. artophorium aus gr. artophórion „Brotkorb, -tel
ler“): Behälter für das geweihte Brot zur Wegzehrung der
Kranken (in der griech. Kirche)
Ar|to|thek die; -, -en (zu lat. ars, Gen. artis „Kunst“ u.
t...thek>: Galerie, Museum, das Bilder od. Plastiken an
Privatpersonen verleiht. Ar|to|the|kar der; -s, -e (zu
T...ar): Angestellter in einer Artothek
145
der; -, ...lloi [...loy] (aus gr. arÿballos „Schöpf
gefäß“ zu arÿein „schöpfen“): kleines altgriech. Salbgefäß
Aryk der; -s, -e (aus gleichbed. russ. aryk, dies aus dem Turkotat.): Wassergraben, Bewässerungskanal
Aryl das; -s, -e (meist Plur.) (Kurzw. aus aromatisch u.
t. .._y/>: einwertiger Rest eines aromatischen Kohlenwas
serstoffs (Chem.). Aryllen das: -s (zu t...en>: zweiwerti
ges Î Radikal (2), das durch Abspaltung von zwei Wasser
stoffatomen aus einem aromatischen Ring entsteht
(Chem.)
'As [a'ɛs]: chem. Zeichen für Arsen (a)
2As [a'ɛs]: Abk. für Amperesekunde
3As [as]: frühere Schreibung für tAss. ‘As [as] der: Asses,
Asse <aus lat. as „Gewichts- und Münzeinheit“ (urspr. im
Wert eines Kupferstücks von 268 Gramm)): altröm. Geo wichts- u. Münzeinheit
As [o:s] vgl. 2Os
as..., As... vgl. ad..., Ad...
Asaldo der; -s, -s (aus span, asado „Braten" zu asar „bra
ten, rösten“, dies aus spätlat. assare); Schmorbraten
Asa foeltilda [- To:...] die: - -, auch Asa|fö|ti|da die; - (zu
mlat. asa „stark riechendes Harz“ u. foeditus „stinkend“,
dies zu lat. foetere „übel riechen“): a) eingetrocknetes
Gummiharz aus den Wurzeln eines asiat. Doldengewäch
ses; b) Nervenberuhigungsmittel (Med.)
a salivo [- ...vo] (z7.; zu gleichbed. lat. salvus): (Kaufmannsspr.) unbeschädigt
Asalna die; -, -[s] (aus sanskr. äsana „das Sitzen; die Sitz
weise“): Bez. für die Sitzhaltung ind. Götter, z. B. Yogasitz
Asalphie die; -, ...ien (aus gr. asaphía, asápheia „Undeut
lichkeit“): Undeutlichkeit [der Stimme], Heiserkeit. Asaphus der: ...phi, ...phi (aus gleichbed. nlat. asaphus zu gr.
asaphës „undeutlich, unbestimmt, unklar“): vorwiegend
in t ordovizischen Gesteinen gefundene Gattung der tTrilobiten
Asar kie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. asarkia zu ásarkos
„mager“): 1. Magerkeit. 2. svw. Myatrophie, Muskel
schwund
As I best der; -[e]s, -e (über lat. asbestos aus gr. ásbestos (11thos) ,,unzerstorbar(er Stein)“): mineralische Faser aus
Î Serpentin od. Hornblende, widerstandsfähig gegen Hitze
u. schwache Säuren, aslbesltin (zu t...in (2)): (veraltet)
aus Asbest, asbestartig. Aslbesltin das; -s u. Aslbesltine die; - (zu t ...in (1) bzw. t...ine): [als Füllstoff in der Pa
pierherstellung verwendetes] Magnesiumsilikat. Aslbestolse die; -, -n (zu t’...ose): durch Einatmen von As
beststaub hervorgerufene Staublungenerkrankung
A-Scan ['a:skæn] der; -s, -s (zu engl. to scan „abtasten, prü
fen“): eindimensionale Î Echoenzephalografie
Aslceltolnym* [astset...] das; -s, -e (über nlat. ascetonymum zu gr. asketös „künstlich hergestellt; eingeübt“ (vgl.
Asket) u. önyma „Name“): Sonderform des ÎPseudo
nyms, bei der ein Heiligenname als Deckname verwendet
wird; vgl. Hieronym
Aschan ti nuss die; -, ..müsse (nachdem afrik. Stamm der
Aschanti): (österr.) Erdnuss
Aschalrit [auch ...rit] der; -s, -e (nach dem Fundort
Aschersleben u. zu t2...it>: weißes, in kreidigen Massen
vorkommendes Mineral
aslchist* [as'çist] (zu gr. áschistos „ungespalten“); in der
Fügung aschistes Gestein: magmatisches Ganggestein,
dessen chem. Zusammensetzung mit dem Muttergestein
übereinstimmt
Aschlkelnalsim [,,,zi:m, auch ...zi:m] die (Plur.) (über
jidd. ’askenazim „die Deutschen, Deutsch Sprechende“
nach dem Namen eines Volksstammes im Alten Testa
ment): Bez. für die Juden in Mittel- u. Osteuropa mit ei
gener Tradition u. Sprache (Jiddisch) im Unterschied zu
Arylballlos
Asianismus
den JSephardim. asch kelna sisch: die Aschkenasim
betreffend, zu ihnen gehörend
Aschlram der: -s, -s (aus sanskr. äsrama „Einsiedelei“): a)
Einsiedelei eines indischen Asketen; b) einem Kloster
ähnliche Anlage in Indien (bes. als Ort der Meditation für
die Anhänger einer Lehre)
Aschug der; -en, -en u. Aschu ge der; -n, -n (aus russ.
aschug „Volkssänger (im Kaukasus)“, eigtl. „Liebhaber“,
zu tatar. asyk „Liebhaber, Verliebter“): wandernder
Volksdichter u. -sänger in Anatolien u. den Kaukasuslän
dern
Äslchylnit [auch ...nit] ifer; -s, -e (zu gr. aischÿnê „Scham,
Scheu“ u. t2...it): ein schwarzes bis graubraunes Mineral
ASCII [aski] tZer; -s (Abk. für engl. American Standard
Code of information interchange): Zeichencode, der in
Rechnern zur Darstellung bestimmter Informationen ver
wendet wird (EDV)
Aslciltes [as'tsi:...] vgl. Aszites
Aslcolgon [asko...] vgl. Askogon. Aslcolmy zelten vgl.
Askomyzeten
Ascorlbinlsäure* [askɔr...] rfz'e, - (zu gr. a- „nicht, un-“,
ÎSkorbut u. 1 ...in (1)>: chem. Bez. für Vitamin C
...alse (aus gr. -asis): Endung zur Bez. von chem. Î Enzymen
(im Stamm ist entweder der Stoff genannt, der gespalten
wird, z. B. Protease, oder der Vorgang bzw. das Ergebnis,
z. B. Oxydase)
...ä|se vgl. ...aise
Aselbie die; - (aus gr. asébeia „Gottlosigkeit“ zu asebein
„gottlos handeln“): (veraltet) Frevel gegen die Götter,
Gottlosigkeit; Ggs. ÎEusebie. asebisch: (veraltet) gott
los, frevelhaft, lästerlich; Ggs. 1 eusebisch
a sedeo [- 'zɛko] (.it.: „auf dem Trockenen“): auf trocke
nem Verputz, Kalk, auf die trockene Wand [gemalt]; Ggs.
1 a fresco
aseisimisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. seísmos „(Erd)erschütterung“): erdbebenfrei, erschütterungsfrei
Aseliltät [azei...] die; - (zu lat. a se „von sich aus“ u.
t ...ität): absolute Unabhängigkeit [Gottes], das reine Aussich-selbst-Bestehen (Philos.; Theol.)
asellelnisch (aus gr. asélênos „mondlos, finster“): 1.
mondlos (von Planeten). 2. mondscheinlos
Asellgie die; - (aus gleichbed. gr. asélgeia zu aselgês „üp
pig, ausschweifend“): (veraltet) Üppigkeit, Ausschwei
fung, Wollust
Aselmie die;-, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, sema „Zeichen“
u. î2...ie): Unfähigkeit, sich der Umwelt durchZeichen od.
Gebärden verständlich zu machen (z.B. bei Î Aphasie od.
bei Verlust der Mienen- u. Gebärdensprache; Med.), asemisch: die Asemie betreffend
Aseplsis die; - (zugr. a- „nicht, un-“ u. ÎSepsis): Keimfrei
heit (von Wunden, Instrumenten, Verbandstoffen u.Ä.;
Med.). Asepltik die; - (zu t2...ik (3)>: keimfreie Wundbe
handlung. asepltisch: a) keimfrei (Med.): Ggs. t septisch
(2); b) nicht auf î Infektion beruhend (bei Fieber)
ase|xu|al [auch ,,,'a:l] u. asexuell [auch ... el] (gr. a- „nicht,
un-“ u. Î sexual bzw. tsexuell) : 1. sich in einem Zustand un
terhalb normaler sexueller Erregbarkeit befindend. 2. ungeschlechtig, geschlechtlos; vgl. ...al/...eil. Aselxulallität [auch ,..'te:t] die; - (zu t...ität): 1. das Fehlen jeglicher
Î Libido (Med.). 2. das Fehlen der Geschlechtsdrüsen
(Med.), aselxulell [auch ... el] vgl. asexual
Ashlbyltest ['æʃbɪ...] der; -[e]s, Plur. -s, auch -e (nach dem
engl. Arzt H. Ashby (1846-1908) u. zu tTest): Methode
zur Bestimmung der mittleren Lebensdauer der roten
Blutkörperchen (Med.)
Ashlram ['a:ʃ...] vgl. Aschram
Asilallie die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, sɪalon „Speichel“ u.
t2...ie): svw. Aptyalismus
Asilalnislmus der; - (zu lat. Asia „Asien“ u. T...ismus (1 )):
Asiatika
in Kleinasien aufgekommene Richtung der antiken grie
chischen Rhetorik, die sich durch Schwülstigkeit, aber
auch durch pointierte Kürze auszeichnete; vgl. Attizis
mus, Asi a ti ka die (Plur.) (zu t...ika): Werke über Asien
Asildelrit [auch ...'rɪt] der; -s, -e (zu gr. a- „nicht, un-“, sidêros „Eisen“ u. t2...it) : ein Meteorstein ohne od. überwie
gend ohne Eisen. Asi|de|ro|se die; -, -n (zu Î *...ose): Ei
senmangel (Med.)
Asilenlto der; -[s], -s (aussptzrc. asiento, eigtl. „Sitz, Lage“>:
Vertrag, [Handels-, Darlehens-, Wirtschaftsjabkommen
im frühneuzeitlichen Spanien
asiglmaltisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. dem Namen des
griech. Buchstabens s (Sigma)>: den Asigmatismus betref
fend. Asiglmaltislmus der; - (zu t...ismus (3)>: Sprach
störung, bei der der s-Laut fehlerhaft gebildet wird
Asi|na|ri|er [...is] der; -s, - (zu Za/. asinus „Esel“ u.
T...arier>: Eselsanbeter, Spottname der Römer für Juden
u. Christen im 2. Jh. asi Ina Irisch (aus lat. asinarius „zum
Esel gehörig, den Esel betreffend“): (veraltet) eselhaft.
Asilnerie die; -, ...ien (französierende Bildung zu lat. asi
nus „Esel“): (veraltet) Eselei, Eselsstreich
Asiltie die; - (aus gleichbed. gr. asitia zu asitein „nicht es
sen, fasten"): (veraltet) 1. das Fasten. 2. Speisemangel, Ess
unlust
Aslkalri der; -s, -s(ausara6. ‘askari „Soldat“): afrik. Soldat
im ehemaligen Deutsch-Ostafrika
As|ka|ri|a|sis die; - (zu îAskaris u. I...iasis): svw. Askaridiasis. As|ka|ri|di|a|sis die; - (zu lat. ascarida „Spul
wurm“ (dies aus gr. askaris, vgl. Askaris) u. t ...iasis): eine
Wurmkrankheit (durch Infektion mit Spulwürmern her
vorgerufen; Med.). Aslkalris die; -, ...riden (meist Plur.)
(aus gleichbed. gr. askaris): Spulwurm
askepltisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Îskeptisch): unüber
legt, unbedacht
Aslkelse, auch Aszese die; - (aus gr. àskêsis „(körperliche
u. geistige) Übung“ zu askem „sorgfältig tun, üben“): a)
streng enthaltsame u. entsagende Lebensweise [zur Ver
wirklichung sittlicher u. religiöser Ideale]; b) Bußübung.
Aslket, auch Aszet der; -en, -en (über mlat. asceta aus gr.
askêtês „der Geübte“): enthaltsam [in Askese] lebender
Mensch. Aslkeltik vgl. Aszetik. aslkeltisch: a) die As
kese betreffend; b) entsagend, enthaltsam; c) Askese (b)
übend; d) wie ein Asket; e) formal zurückhaltend, spar
sam, streng
as|kle|pi|a|delisch* (zu ÎAsklepiadeus): svw. asklepiadisch. As klelpiia de us der; -, Plur. ...deiu. ...deen (Za/.;
nach dem altgriech. Dichter Asklepiades): Versform der
antiken Lyrik (Schema:----- „ u - - v u - u - = Asklepia
deus minor od.----- u u-- ü u -- u u- u - = Asklepiadeus
maior). as|klelpi|a|disch: den Asklepiadeus betreffend,
in der Form des Asklepiadeus
aslkolgen (zu gr. askós „Schlauch“ u. î...gen): denîAskus
bildend. Aslkolgon das; -s, -e (zu gr. gónos „Keim“):
weibliches Geschlechtsorgan der Schlauchpilze. Aslkomylzet die (Plur.) (zu gr. mÿkës „Pilz“): Schlauchpilze,
größte Klasse der Pilze
As|kor|bin|säu|re* vgl. Ascorbinsäure
As|kos der; -, ...koi (aus gr. askós „Schlauch“): altgriech.
kleines schlauchartiges Gefäß mit engem Ausguss u.
bügelartigem Henkel, das vermutlich als Ölfläschchen
diente
Aslkripltor* der: -s, ...oren (aus lat. ascriptor „Mitunter
zeichner“ zu ascribere „dazuschreiben; zuordnen, erklä
ren“): Wortkomplex, der ein Objekt identifiziert u. ihm ei
ne Bedeutung zuordnet (Sprachw.)
Äs ku lap stab der; -[e]s, ...stäbe (nach dem Schlangen
stab des griech.-röm. Gottes der Heilkunde, Äskulap):
Sinnbild der Medizin, Berufssymbol der Ärzte
Aslkus der; -, Aszi (über lat. ascus aus gr. askós
146
„Schlauch“): schlauch- od. keulenförmiger Sporenbehäl
ter der Schlauchpilze
asolmaltisch [auch ... ma:...] (aus gleichbed. lat. asomatus, dies aus gr. asömatos): nicht îsomatisch; körperlos,
unkörperlich (Philos.)
Asomlnie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, lat. somnus
„Schlaf“ u. î2...ie): Schlaflosigkeit, Schlafstörung (Med.)
à son aise [asðn'ɛz] {fr.; eigtl. „nach seiner Behaglichkeit,
Bequemlichkeit“): bequem, behaglich; à son aise leben:
sein gutes Auskommen haben, wohlhabend sein, à son
goût [asö’gu] (/r,): nach seinem Geschmack
Asolphie die: - (aus gleichbed. gr. asophia zu äsophos „un
klug“): (veraltet) Torheit, Dummheit, asolphisch: (ver
altet) töricht, unklug
äsolpisch (nach dem altgriech. Fabeldichter Aisopos, Za/.
Äsop): a) in der Art, im Geist des altgriech. Fabeldichters
Äsop; b) witzig
Asot der; -en, -en (zu gr. äsötos „unrettbar, sittlich verdor
ben“): (veraltet) Wüstling, Schlemmer. Asoltie die; -,
...ien (aus gleichbed. gr. asötia); (veraltet) ausschweifen
des Leben, Schlemmerei
Asowslkit* [auch ...kit] der; -s, -e (nach dem Asowschen
Meer (nordöstl. Nebenmeer des Schwarzen Meeres) u. zu
t2...it): ein Mineral, aus Eisenhydroxid u. -phosphat
aso zi al [auch . ,,'tsia:l] (ausgr. a- „nicht, un-“ u. tsozial):
unfähig zum Leben in der Gemeinschaft, sich nicht in die
Gemeinschaft einfügend, am Rande der Gesellschaft le
bend. Aso|zi|a|le der u. die; -n, -n: jmd., der asozial ist.
Asolzilalliltät die; - (zu T ...ität): gemeinschaftsfeindli
ches Verhalten
Aslpalralgin das; -s (zu TAsparagus u. t...in ( 1 )>: ein IDe
rivat (3) der Asparaginsäure, Eiweißbestandteil (bes. in
Spargeln). Aspairaginase die; -, -n (zu 1 ...ase): in tie
rischen u. pflanzlichen Geweben verbreitetes Enzym aus
der Gruppe der î Hydrolasen, das Î Asparagin spaltet (ver
wendet zur Therapie einiger Formen der Leukämie).
Aspa|ralgin|säulre die; -: eine der häufigsten, in vielen
Eiweißstoffen vorkommende IAminosäure. Aslpalragus [auch ...’ra:...] der; - (über lat. asparagus aus gr. aspa
ragos „Pflanzenkeim, Spargel“): a) Spargel (Gemüse
pflanze); b) Sammelbez. für bestimmte Spargelarten, die
zu Zierzwecken verwendet werden (z. B. für Blumengebin
de)
aslparltisch* (ausgr. áspartos „unbesät"): (veraltet) brach
liegend, unbestellt
Aslpekt* der; -[e]s, -e (aus lat. aspectus, eigtl. „das Hinse
hen“): 1. Blickwinkel, Betrachtungsweise. 2. bestimmte
Stellung von Sonne, Mond u. Planeten zueinander u. zur
Erde (Astron.; Astrol.). 3. [den slawischen Sprachen ei
gentümliche] Geschehensform des Verbs, die mithilfe for
maler Veränderungen die Vollendung od. Nichtvollen
dung eines Geschehens ausdrückt; Verlaufsweise eines
verbalen Geschehens im Blick auf sein Verhältnis zum
Zeitablauf (z. B. durativ: schlafen, perfektiv: verblühen;
Sprachw.); vgl. Aktionsart. 4. Aussehen einer Pflanzenge
sellschaft (z. B. der Wiese) in einer bestimmten Jahreszeit
(Bot.). Aslpekltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat.
aspectio zu aspicere „anblicken, betrachten“): (veraltet)
das Anschauen, der Anblick. as|pek|tisch: den Aspekt
(3) betreffend (Sprachw.)
Aslper ¿Zer; -[s], - (aus lat. asper „rau“): svw. Spiritus asper.
As|pe|ra|ti|ons|prin|zip das; -s (zu lat. asperatio „Ver
schlimmerung“ (dies zu asperare „verschlimmern“, eigtl.
„rau machen; schärfen“) u. IPrinzip): Grundsatz zur Be
stimmung der Strafe bei Tatmehrheit (Rechtsw.)
Aslperlgelrie [,,,ʒə,..] die; -, ...ien (aus gleichbed./r. asper
gerle zu asperge „Spargel“, dies aus lat. asparagus, vgl.
Asparagus) : (veraltet) Spargelpflanzung, Spargelbeet
aslperlgielren* (aus lat. aspergere „anspritzen“): (veral-
147
tet) besprengen (mit Weihwasser). Aslperlgill das; -s, -e
(aus gleichbed. lat. aspergillum): Weihwasserwedel. Asperlgilllom das; -s, -e (zu TAspergillus u. t...om): durch
Pilzfäden von Pilzen der Gattung Î Aspergillus hervorge
rufene Geschwulst in der Lunge (Med.). As|per|gil|lo|se
die; -, -n (zu t'...ose>: durch einige Arten der Schimmel
pilzgattung Aspergillus verursachte Erkrankung (am häu
figsten der Atmungsorgane; Med ).Aslperlgilllus der;-,
...lien (zu lat. aspergillum (vgl. Aspergill), benannt nach
dem gießkannenähnlichen Aussehen der Sporenträger):
eine Gattung der Schlauchpilze (Kolben- od. Gießkannen
schimmel; Bot.)
asperlmaltisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. spérma, Gen.
spérmatos „Samen“): ohne Samenzellen (vom (Ejakulat;
Med.). Asperlmaltislmus ¿Zer; - (zu î...ismus (3)): l.das
Fehlen des Î Ejakulats bzw. das Ausbleiben der Î Ejakula
tion (Med.). 2. svw. Aspermie (1). Asper mie die; - (zu
t2...ie>: 1. das Fehlen von Samenzellen im (Ejakulat
(Med.). 2. svw. Aspermatismus (1)
As per na ti on die; - (aus gleichbed. lat. aspernatio zu as
pernari, vgl. aspernieren): (veraltet) Verachtung, aslpernie ren (aus gleichbed. lat. aspernari); (veraltet) verach
ten, verschmähen
Aslperlsilon* die;-,-en (aus/ur. aspersio „das Anspritzen"
zu aspergere „an-, bespritzen“): das Besprengen mit
Weihwasser. Aslperlsolrilum das; -s, ...ien [...ion] (aus
gleichbed. mlat. aspersorium): Weihwasserbehälter
Aslphalleilalsysltem* das; -s (zu gr. aspháleia „das Fest
stehen, die Sicherheit“ u. (System): das erste Bühnensys
tem, das zur Erhöhung der Sicherheit Konstruktionen aus
Eisen verwandte
Aslphalt [auch as...] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. asphalte,
dies aus lat. asphaltus, gr. ásphaltos „Erdharz“, eigtl. „un
zerstörbar“, zu a- „nicht, un-“ u. sphällesthai „beschädigt
werden“): Gemisch von ÎBitumen u. Mineralstoffen (bes.
als Straßenbelag verwendet). Aslphaltlbelton [auch
as...] der; -s, Plur. -s od. -e: Gemisch aus Sand, Splitt, Füll
stoffen u. ( Bitumen für Fahrbahndecken im Straßenbau.
Aslphalften das; -s, -e (meist Plur.) (zu (...en): Bez. für
( kolloide Erdölbestandteile, die sich durch niedere Î Alka
ne aus Erdölrückständen ausfällen lassen, aslphalltieren (nach gleichbed. fr. asphalter): eine Straße mit einer
Asphaltschicht versehen.as|phal|tisch: mit Asphalt be
schichtet, versehen. Aslphalltit [auch ,,,'tɪt] der; -[e]s, -e
(zu (2...it): harter natürlicher Asphalt mit geringem Gehalt
an Mineralen. As|phalt|ma|ka|dam [auch ’as...] der od.
das; -s, -e: Gemisch aus grobkörnigem Gestein, das zur
Herstellung von Straßendecken verwendet wird
asphälrisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. (sphärisch): nicht
sphärisch, nicht kugelförmig (Math.)
Aslpholdellus der; - (über nlat. asphodelus aus gr. aspho
delos „lilienartige Pflanze“): svw. Affodill. As pho dill
vgl. Affodill
aslphykltisch (aus gr. äsphyktos „ohne Pulsschlag“):
pulslos, der Erstickung nahe (Med.). Aslphylxie die; -,
...ien (aus gr. asphyxia „Pulslosigkeit“): Atemstillstand,
Erstickung (infolge Sauerstoffverarmung des Bluts;
Med.).as|phy|xie|ren (zu t..deren): (veraltet) ohnmäch
tig werden (Med.)
Aslpilden die (Plur.) (zugr. aspis, Gen. aspidos „Schild“):
im altgriech. Heer mit Schilden ausgestattete Krieger, die
den feindlichen Lanzenangriff abzuwehren hatten, aslpidisch: (veraltet) schildförmig. As|pi|dis|tra* die; -,
...stren (aus nlat. aspidistra „die Schildartige“ zu gr. aspis,
vgl. Aspiden (wegen der großen schildförmigen Narbe)):
Schildblume (Zierstaude u. Zimmerpflanze)
Aslpik der, auch das; -s, -e (aus gleichbed. fr. aspic, weitere
Herkunft unsicher): Gallert aus Gelatine od. Kalbskno
chen
Ass
der; -en, -en (aus fr. aspirant „Bewerber“ zu
aspirer, vgl. aspirieren): 1. Bewerber, [Beamten]anwärter.
2. wissenschaftliche Nachwuchskraft an Hochschulen der
DDR. 3. svw. Postulant (2). Aspi ran tin ¿Zz<?; -, -nen:
weibliche Form zu tAspirant. As|pi|ran|tur rZze; -, -en
(aus gleichbed. «Zur. aspirantura): besonderer Ausbil
dungsgang des wissenschaftlichen Nachwuchses. Aslpirata die; -, Plur. ...ten u. ...tä (aus gleichbed. lat. aspirata,
Part. Perf. (Fern.) von aspirare, vgl. aspirieren): behauch
ter [Verschlusslaut (z.B. griech. θ = th; Sprachw.). Aspi ra teur [,,,'to:ɛ] der; -s, -e (aus fr. aspirateur „Ventila
tor, Entlüfter“): Maschine zum Vorreinigen des Getrei
des. Aslpilraltilon die: -, -en (aus lat. aspiratio „das An
wehen, Anhauchen“ zu aspirare, vgl. aspirieren): 1. (meist
Plur.) Bestrebung, Hoffnung, ehrgeiziger Plan. 2. [Aus
sprache eines Verschlusslautes mit] Behauchung
(Sprachw.); vgl. Aspirata. 3. a) das Eindringen von Flüs
sigkeiten od. festen Stoffen in die Luftröhre od. Lunge; b)
Ansaugen von Luft, Gasen, Flüssigkeiten u.a. beim Ein
atmen (Med.). Aslpilraltilonslbiloplsie die; -, -n
[,,,i:ən]: Form der tBiopsie mit Materialentnahme zur ge
weblichen Untersuchung durch eine Sonde, Kanüle o. Ä.
unter Sogwirkung (Med.). As|pi|ra|ti|ons|kü|ret|ta|ge
[,,,ta:ʒə] die; -, -n: Methode, bei der durch Erzeugung von
Unterdrück die Gebärmutterhöhle leer gesaugt wird (zu
therapeutischen od. diagnostischen Zwecken bzw. zum
Schwangerschaftsabbruch; Med.). As|pi|ralti|ons¡lipekito mie* die; -, ...ien Operationstechnik der kosmeti
schen Chirurgie zur Fettabsaugung (Med.). Aslpilraltor
der; -s, ...oren (zu t...or>: Luft-, Gasansauger, aslpilratplrisch: mit Behauchung gesprochen (Sprachw.). aspi rie ren (über gleichbed. fr. aspirer aus lat. aspirare
„hinhauchen; sich einer Person oder Sache zu nähern su
chen“): 1. (veraltet) nach etwas streben; sich um etwas
bewerben. 2. einen Verschlusslaut mit Behauchung aus
sprechen (Sprachw.). 3. ansaugen (von Luft, Gasen, Flüs
sigkeiten u. a.)
Aslpilrin ® ¿Zas; -s, -e (Kunstw.): ein Schmerz- u. Fiebermit
tel
Aslpi|ro|me|ter* das; -s, - (zu lat. aspirare „anhauchen“
(vgl. aspirieren) u. Î'...meter): Gerät zum Bestimmen der
Luftfeuchtigkeit; vgl. Psychrometer
Aslpis die; - (über lat. aspis aus gr. aspis „Giftschlange;
Schild“): 1. schlangenartiges biblisches Fabeltier. 2.
christliches Symbol des Todes. Aslpislvilper [...v...] die;
-, -n: Giftschlange aus der Familie der Ottern. Aslpit
[auch ...’pit] der; -[e]s, -e (zu t2...it): Schildvulkan, Vulkan,
der nur Lava u. keine Asche fördert u. durch die an seinen
Hängen abfließende u. erstarrende t Lava ein schildartiges
Aussehen erhalten hat (Geol.)
As|ple|nie* die; -, ...ien (zu gr. ásplénos „ohne Milz“ u.
T2...ie): angeborenes Fehlen der Milz (Med.)
Aslplit®* [auch ... plit] das; -s (Kunstw.): selbsthärtender
Kitt aus Phenolharz
Aslport der; -s, -e (aus lat. asportatio „das Fortschaffen“
zu asportare „wegführen, -schaffen“): das (paranormale
Verschwinden eines Objektes, das verschwunden bleibt
od. an einem anderen Ort wiedergefunden wird (Parapsychol.); Ggs. (Apport (3)
Aslprilno* der; -[s], -s (aus gleichbed. /7. asprino, dies wohl
zu lat. asper) : eine Weißweinsorte aus der Gegend von
Neapel mit ein wenig herbem Geschmack
Ass das; -es, -e (aus fr. as „Eins“ (im Würfelspiel) zu lat. as;
vgl. 4As): 1. a) [höchste] Karte im Kartenspiel; b) die Eins
auf Würfeln. 2. hervorragender Spitzenkönner, bes. im
Sport. 3. a) platzierter Aufschlagball, der vom Gegner
nicht zurückgeschlagen werden kann (bes. Tennis); b) mit
einem Schlag vom Abschlag ins Loch gespielter Ball
(Golf)
Aslpilrant*
A
assablieren
<zu tad... u./r. sabler „mit Sand bestreu
en“): (veraltet) mit Sand bedecken, versanden
Aslsalfelta ¿fe; -, -s (aus gleichbed. span, azafata): Amme
des Königs od. der Königin am span. Hof im Rang einer
Kammerfrau mit Ehrenrechten
Aslsalgai der; -s, -e (über gleichbed. engl. assagai aus port.
azagaia, dies aus arab. -berberisch az-zagaya „der Speer"):
Wurfspieß eines Bantustammes im südlichen Afrika
aslsaj <zZ. ; aus vulgärlat. ad satis „genug“): sehr, genug,
recht, ziemlich (in Verbindung mit einer musikalischen
Tempobezeichnung; Mus.)
As|sailson|ne|ment [asɛzɔnə'ma:] das; -s, -s (aus gleich
bed. fr. assaisonnement zu assaisonner, vgl. assaisonnie
ren): (veraltet) Zurichtung, Würze, Brühe (Gastr.). assai|son|nie|ren [asɛzɔ...] (aus gleichbed. fr. assaisonner
zu saison „Jahreszeit“ (vgl. Saison), eigtl. „zeitgemäß ma
chen“): (veraltet) zurichten, würzen (Gastr.)
asjsallielren (aus gleichbed. älter fr. assalir zu lat. sal
„Salz“): (veraltet) salzen
Aslsam der; -s, -s (nach dem ind. Bundesstaat): eine kräf
tige, würzige Teesorte
As sa mar das; -s (zu lat. assare „rösten“ u. amarus „bit
ter“): Röstbitter, eine beim Rösten von Brot, Fleisch u.a.
entstehende Stoffmischung, die die bräunliche Färbung
des Bratens u. den Bratengeschmack verursacht (Gastr.)
aslsalnielren (unter Einfluss von/>. assainir „gesund ma
chen“ zu Îad... u. lat. sanus „gesund“; vgl. sanieren): (österr.) gesund machen; verbessern (bes. im hygienischen
Sinne). As|sa|nie|rung<7ie;-, -en (zu Î ...ierung): (österr.)
Verbesserung der Bebauung von Liegenschaften aus hy
gienischen, sozialen, technischen od. verkehrsbedingten
Gründen
As|sas|si|ne der; -n, -n (über it. assassino aus arab. hassäsin, Plur. von hassäs „Haschischgenießer“): 1. (veraltet)
Meuchelmörder. 2. (meist Plur.) Angehöriger einer islami
schen Glaubensgemeinschaft
Aslsaltilon die; -, -en (aus mlat. assatio „das Braten, Rös
ten“ zu lat. assare „braten“): (veraltet) Röstung, Schmo
ren im eigenen Saft (Gastr.)
Aslsautfa'so:] das, auch der; -s, -s (aus/r. assaut „Angriff“,
dies aus lat. assultus zu assultare „heranstürmen“): sport
licher Fechtwettkampf
Assegno* [a'sɛnjo] das; -s, -s (aus gleichbed. it. assegno
zu assegnare „anweisen, zuschreiben“, dies aus gleichbed.
lat. assignare; vgl. assignieren): Zahlungsanweisung,
Überlassung einer Forderung
As|sek|ta!ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. assectatio zu
assectari, vgl. assektieren): (veraltet) ständige Begleitung.
aslsek|tie|ren (aus gleichbed. lat. assectari); (veraltet)
ständig begleiten
As|se|ku|rajdeur [... dorn] der; -s, -e (französierende Bil
dung zu TAssekuranz; vgl. ...eur): Versicherungsagent,
der als Selbstständiger für Versicherungsgesellschaften
bes. an Seehandelsplätzen tätig ist. Aslselkulrant der;
-en, -en (zu t ...ant): Versicherer, Versicherungsträger. Asselkulranz die; -, -en (aus gleichbed. it. assicuranza zu
tad... u. lat. securus „sicher“): (fachspr.) Versiche
rungsgesellschaft], Aslselkulranzlbrief der; -s, -e: Ver
sicherungsschein. As|selku|ranz|prin|zipiZas,--s: Theo
rie, nach der die Steuern Versicherungsprämien für den
vom Staat gewährten Personen- u. Eigentumsschutz sind.
Aslse|ku|rat der; -en, -en (zu t...at (1)): Versicherter,
Versicherungsnehmer, aslselkulrielren (zu Î ..deren):
versichern
Aslsemlblalge* [asa'bla:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed./r. as
semblage, eigtl. „das Zusammenfügen“, zu assembler, vgl.
assemblieren): dreidimensionaler Gegenstand, der aus ei
ner Kombination verschiedener Objekte entstanden ist
(moderne Kunst); vgl. Collage. As sem blee [asä...] A'e;
aslsalblielren*
148
-, ...bleen (aus gleichbed. /r. assemblée, eigtl. „das Sam
meln“): Versammlung. Aslsemlblée nationale [asäblenasjɔnal] die; - -, -s -s [...blenasjo'nal] (fr.>: Nationalver
sammlung [in Frankreich 1789, 1848,1871,1946]. Assem
bler [ə'sɛmblə] der; -s, - (zu engl. to assemble „sammeln“,
dies aus fr. assembler, vgl. assemblieren): 1. maschinenori
entierte Programmiersprache (EDV). 2. Übersetzungspro
gramm zur Umwandlung einer maschinenorientierten Pro
grammiersprache in die spezielle Maschinensprache
(EDV). Aslsemlbleur [asa'blo:n] der; -s, -s (aus gleich
bed. fr. assembleur): (veraltet) Beschäftigter in der Buch
binderei, der die einzelnen Druckbogen eines Buches zu
sammenträgt. aslsemlblielren [asəm...] (aus gleichbed.
fr. assembler): 1. (veraltet) versammeln, vereinigen. 2. a)
sich wirtschaftlich zusammenschließen; b) hinsichtlich
Produktion, Vertrieb u. Werbung gemeinsam handeln. 3.
Programmiersprachen in die spezielle Maschinensprache
umwandeln (EDV). Aslsemiblielrer der; -s, -: Pro
gramm zur automatischen Umwandlung von maschinen
orientierten Programmiersprachen in die speziellen Ma
schinensprachen (EDV). As|sem|bling [ə'sem...] das; -s,
-s (aus gleichbed. engl. assembling): Vereinigung, Zusam
menschluss von Industriebetrieben zur Produktionssteige
rung u. Rationalisierung des Vertriebs
Asjsens der; -es, -e (aus lat. assensus „das Beipflichten,
Beipflichtung, Zustimmung“ zu assentiri, vgl. assentie
ren): svw. Assension. As|sen|si|oniÄe; -, -en (aus gleich
bed. lat. assensio): (veraltet) Zustimmung, Beifall, assenltielren (aus lat. assentiri bzw. assentari „beistim
men“): 1. bei-, zustimmen. 2. (österr. veraltet) auf Militär
diensttauglichkeit hin untersuchen. Aslsen|tie|rung4ze;
-, -en (zu 1...ierung): (österr. veraltet) Musterung. Assen ti ment [asàti'mâ:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. as
sentiment zu assentir „beistimmen“, dies aus lat. assenti
ri): (veraltet) Zustimmung
as|se|re|nie|ren (zu tad..., lat. serenus „heiter“ u. t..de
ren): (veraltet) aufmuntern, aufheitern
as|se|rie|ren (aus gleichbed. spätlat. asserere, eigtl. „zu
sprechen“): behaupten, versichern (Philos.)
aslserlmenltielren [,..mä...J (aus gleichbed. fr. assermenter zu serment „Eid“, dies über älter serement, sairement
u. sagrament aus gleichbed. lat. sacramentum): (veraltet)
vereidigen, einen Eid schwören lassen od. leisten
Aslserltilon die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. assertio,
eigtl. „Freisprechung (eines Menschen)“, zu asserere, vgl.
asserieren): bestimmte, einfach feststehende Behauptung,
Versicherung, Feststellung (Philos.), aslserltojnsch
(aus gleichbed. zr/ßZ. assertorius): behauptend, versi
chernd (Philos.)
Aslserlvat [...'va:t] das; -[e]s, -e (aus lat. asservatum „Auf
bewahrtes“, substantiviertes Neutrum von asservatus,
Part. Perf. von asservare, vgl. asservieren) : ein in amtliche
Verwahrung genommener, für eine Gerichtsverhandlung
als Beweismittel wichtiger Gegenstand. As|ser|va|tenkon to ito; -s, ...ten: Bankkonto, dessen Guthaben be
stimmten Zwecken Vorbehalten ist. aslserlvielren (aus
gleichbed. lat. asservare): aufbewahren, in Verwahrung
nehmen
As!ser|vis|selment [,,,vɪsə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed.
/r. asservissement zu asservir „unterjochen, -werfen“, dies
zu serf aus lat. servus „Sklave“): (veraltet) Unterwerfung,
Unterjochung, Versklavung
As|ses|si|on d/e; -, -en (aus gleichbed. lat. assessio zu as
sidere, vgl. assidieren): (veraltet) Beisitz, das Beisitzen [im
Gericht]. As|sess|ment [ə'sɛsmənt] das; -s, -s (aus engl.
assessment „Schätzung, Taxierung; Einschätzung, Beur
teilung“ zu to assess „(ein)schätzen, beurteilen“ (aus lat.
assessus, Part. Perf. von assidere, vgl. assidieren)): 1.
Steuerveranlagung, -betrag, -Zahlung. 2. Kurzform von
149
Î Assessment-Center. As|sess|ment-Cen|ter, auchAs[...sentn] das; -s, - (aus gleichbed.
engl. assessment centre, zu centre, vgl. 'Center): psycho
logisches Testverfahren, bei dem jmds. Eignung (bes. für
eine Führungsposition) festgestellt werden soll; Einstu
fungstest. Aslseslsor der; -s, ...oren (aus lat. assessor
„Beisitzer, Gehilfe"): 1. jmd., der die zweite juristische
Staatsprüfung bestanden hat. 2. (veraltet) t Studienasses
sor; Abk.: Ass. aslseslsolral (zu t'...al (1)): a) den As
sessor betreffend; b) in der Art eines Assessors, aslsesso risch (aus gleichbed. nial, assessorius); svw. assessoral
Asset [æsət] das; -s, -s (aus engl. asset „Stütze, Hilfe“ zu
altfr. asez (fr. assez) „genug“, dies aus vulgärlat. ad satis):
1. Vermögenswert eines Unternehmens (Wirtsch.). 2.
(meist Plur.) Besonderheit, Ergänzung, Zusatz (z. B. Bildu. Tonbeiträge od. Animationen bei CD-ROMs zur Erhö
hung ihrer Attraktivität)
Aslselvelraltilon [,..v...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. as
severatio zu asseverare, vgl. asseverieren): (veraltet) Be
teuerung. aslse|ve|rie|ren (aus gleichbed. lat. assevera
re zu tad... u. severus „ernst“): (veraltet) versichern, be
teuern
aslsez [a’se:] </?.): genug, ziemlich
AslsilbiliaItiIon die; -, -en (aus gleichbed. nlat. assibilatio
zu Îad... u. lat. sibilare „zischen, pfeifen“): a) Aussprache
eines Verschlusslautes in Verbindung mit einem Zischlaut
(z. B. z = ts in „Zahn“); b) Verwandlung eines Verschluss
lautes in einen Zischlaut (z.B. niederd. Water = hochd.
Wasser; Sprachw.); vgl. ...ation/...ierung.aslsilbillielren
(zu T...ieren): einem Verschlusslaut einen s- od. sch-Laut
folgen lassen. As|si|bi|lielrung die; -, -en (zu î ...ierung):
svw. Assibilation; vgl. ...ation/...ierung
as si dent (aus gleichbed. lat. assidens, Gen. assidentis,
Part. Präs, von assidere, vgl. assidieren): (veraltet) beisit
zend. Aslsildenz die; -, -en (aus gleichbed. mlat. assi
dentia; vgl. ...enz): (veraltet) svw. Assession. aslsildieren (aus gleichbed. lat. assidere): (veraltet) beisitzen
aslsildu [,..'dy:] (aus gleichbed. fr. assidu, dies aus lat. as
siduus „beharrlich, beständig“): (veraltet) beständig, eif
rig. Aslsilduliltät die; - (z.T. unter Einfluss von gleichbed./r. assiduité aus lat. assiduitas, Gen. assiduitatis „(be
ständige) Anwesenheit“): Ausdauer, Beharrlichkeit, assildulös (zu t...ös>: (veraltet) emsig
Aslsiietlte die; -, -n (aus/r. assiette „Teller, flache Schüs
sel; Lage; Gemütszustand“): 1. flacher [Servierjbehälter
(z. B. mit tischfertigen Gerichten). 2. (österr. veraltet) klei
nes Vor- od. Zwischengericht. 3. (veraltet) Stellung, Lage;
[Gemütsverjfassung
Assignant* der; -en, -en (aus lat. assignans, Gen. assi
gnantis, Part. Präs, von assignare, vgl. assignieren): An
weisender, Aussteller einer Geldanweisung. Aslsilgnat
der; -en, -en (zu î...at (l)): jmd., der auf eine Geldanwei
sung hin zahlen muss. Aslsilgnaltar der; -s, -e (zu t,,,ar
(2)): Empfänger einer Geldanweisung. Aslsilgnalte die -,
-n (meist Plur.) (aus gleichbed. fr. assignats, dies zu lat. as
signare, vgl. assignieren): Papiergeld der Ersten Franz.
Republik. As|si|gna|ti|on
-, -en (aus lat. assignatio
„Anweisung, Zuteilung“): Geld- od. Zahlungsanweisung,
aslsilgnielren (aus lat. assignare „anweisen, zuweisen;
übergeben“): [Geld] anweisen
Aslsilmillat das; -[e]s, -e (aus lat. assimilatum, substanti
viertes Neutrum von assimilatus, Part. Perf. von assimilare, vgl. assimilieren): ein in Lebewesen durch Umwand
lung körperfremder in körpereigene Stoffe entstehendes
Produkt (z. B. Stärke bei Pflanzen, ÎGlykogen bei Tieren).
As|si|mi|la|ti|on die; -, -en (aus lat. assimilatio „Ähnlichmachung“): 1. a) Angleichung, Anpassung; b) Anglei
chung eines Konsonanten an einen anderen (z. B. das m in
sess|ment|cen|ter
assonieren
dt. Lamm aus mittelhochdt. lamb); Ggs. Î Dissimilation
(1). 2. a) Überführung der von einem Lebewesen aufge
nommenen Nährstoffe in Î Assimilate; Ggs. ÎDissimilati
on (2); b) die Bildung von Kohlehydraten aus Kohlensäure
der Luft und aus Wasser unter dem Einfluss des Lichtes,
wobei Sauerstoff abgegeben wird. 3. Angleichung von
Menschen, die in einer anderen ethnischen od. rassischen
Gruppe leben (Soziol.); vgl. ...ation/...ierung. Aslsilmilationsgewebe das; -s, -: svw. Palisadengewebe. Assi|mi|la|ti|ons|pro|zess der; -es, -e: Vorgang der Assi
milation. as|si|mi|la|to|risch (aus gleichbed. nlat. assimilatorius): 1. die Assimilation betreffend. 2. durch Assi
milation gewonnen. as|si|mi|lierlbar (zu Îassimilieren):
so beschaffen, dass es assimiliert werden kann.aslsilmilielren (aus/at. assimilare „ähnlich machen“, Nebenform
von assimulare, vgl. assimulieren): angleichen, anpassen.
Aslsi|mi|lie|rung die; -, -en (zu Î...ierung): svw. Assimi
lation; vgl....ation/...ierung. As|si|mu|la|tilon die; -, -en
(aus lat. assimulatio „Gleichstellung“ zu assimulare, vgl.
assimulieren): (veraltet) Verstellung, scheinbare Annähe
rung des Redners an die Meinung der Zuhörer, aslsilmulielren (aus lat. assimulare „ähnlich machen; vortäu
schen, (er)heucheln“): (veraltet) heucheln
Aslsilsen die (Plur.) (aus gleichbed. fr. assises (Plur.) zu as
seoir „hin-, niedersetzen“, dies zu lat. sedere „(zu Gericht)
sitzen“): Schwurgericht u. dessen Sitzungen in der
Schweiz u. in Frankreich
Aslsist [ə'sɪst] der; -s, -s (zu engl. to assist „helfen“, dies
über gleichbed. fr. assister aus lat. assistere, vgl. assistie
ren): Zuspiel, das zum Treffer führt (Sport).
Aslsisltance [,,,'sta:s] rfze; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr. as
sistance, dies aus mlat. assistentia, vgl. Assistenz): (veral
tet) Beistand, Hilfe. Aslsisltent der; -en, -en (aus lat. as
sistens, Gen. assistentis „Beisteher, Helfer“, Part. Präs, von
assistere, vgl. assistieren): a) jmd., der einem anderen assis
tiert; b) [wissenschaftlich] entsprechend ausgebildete Fach
kraft innerhalb einer bestimmten Laufbahnordnung, bes. in
Forschung u. Lehre. As|sis|ten|tin die; -, -nen: weibliche
Form zu 1 Assistent. Aslsisltenz die; -, -en (aus gleichbed.
mlat. assistentia); Beistand, Mithilfe. Aslsisltenzlarzt
der; -es, ...ärzte: Îapprobierter Arzt, der einem Chefarzt
unterstellt ist. Aslsisltenzlfilgur die; -, -en: in sakralen
Bildern verwendete Figur, die nicht zum Sinngehalt des Bil
des beiträgt, sondern das Bild nur auffüllt u. abrundet
(Kunstw.). As|sisltenz|pro|fes|sor rfer; -s, -en: wissen
schaftliche Fachkraft an deutschen Universitäten, aslsistie ren (aus lat. assistere „sich hinstellen, jmdm. beiste
hen“): jmdm. nach dessen Anweisungen zur Hand gehen
Aslsize [ə'saɪz] die; -, -s [ə'saɪzɪz] (aus gleichbed. engl. as
size; vgl. Assisen) : früher periodisch an bestimmten Tagen
zusammentretendes Gericht in England u. Wales
Aslsolcié [aso'sie:] der; -s, -s (ausfr. associé „Mitarbeiter“
zu associer, vgl. assoziieren): (veraltet) Teilhaber
As|so|lulta die; -, -s (aus gleichbed. it. assoluta, dies aus lat.
absoluta „die Vollendete“): weiblicher Spitzenstar in Bal
lett u. Oper. as|so|lu|to {it.); absolut, uneingeschränkt
(Vortragsanweisung; Mus.)
aslsomlmielren (aus gleichbed. fr. assommer zu altfr. as
sommer „einschläfern; betäuben“, dies zu somme
„Schlaf aus lat. somnus): (veraltet) töten, totschlagen.
Aslsomlmoir [... moa:ç] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. as
sommoir): (veraltet) Totschläger, Stock od. mit Leder
überzogene Stahlspirale mit einer Bleikugel als
[Mord]waffe
As|so|nanz die; -, -en (zu Tassonieren u. T...anz): Gleich
klang zwischen zwei od. mehreren Wörtern [am Vers
ende], der sich auf die Vokale beschränkt (Halbreim; z.B.
laben-klagen; Metrik).aslsolnielren (aus lat. assonare
„tönend beistimmen“): anklingen, ähnlich klingen
assortieren
<aus fr. assortir „passend zusammenstel
len“): nach Warenarten auswählen, ordnen u. vervollstän
digen. Aslsorltilmentdai; -s, -e (ausfr. assortiment „Zu
sammenstellung“): Warenlager, Auswahl, TSortiment (1).
Aslsorltislsa'ge [,,,ʒə] die; -, -n (zu t ...age): (veraltet) a)
das Ordnen eines Warenlagers; b) die dafür erhobene Ge
bühr
aslsoltielren (zu lat. ad „zu, hinzu“, fr. sot „dumm“ u.
t ..deren): (veraltet) verdummen, den Kopf verdrehen, assoltiert (zu t ...iert): (veraltet) vernarrt
aslsoulpielren [asu...] (aus gleichbed./r. assoupir, dies aus
lat. sopire „einschläfern; beschwichtigen“): (veraltet) ein
schläfern; betäuben, lindern. Aslsoulpislselment [...pi
so mä:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. assoupissement): (ver
altet) Schläfrigkeit ; Betäubung, Linderung
as|sou|plie|ren* [asu...] (aus gleichbed. fr. assouplir zu
souple „geschmeidig“, dies aus lat. supplex): (veraltet) ge
schmeidig machen
as|sou|vie|ren [asu'vi:...] (aus gleichbed./r. assouvir, dies
zu Î ad... u. lat. sufficere „ausreichend vorhanden sein; ge
nügen“): (veraltet) sättigen, [Hunger] stillen
as|so|zi|a|bel (aus fr. associable „zusammenstellbar“ zu
associer, vgl. assoziieren): vereinbar. Aslsolzilat das;
-[e]s, -e (zu Îassoziieren u. T...at (1)>: größeres Gebilde aus
1 Molekülen, das durch zwischenmolekulare Kräfte zu
sammengehalten wird (Chem.). As|so|zila|ti|on die; -,
-en (aus fr. association „Vereinigung“ zu associer, vgl. as
soziieren): 1. Vereinigung, Zusammenschluss. 2. Verknüp
fung von Vorstellungen, von denen die eine die andere her
vorgerufen hat (Psychol.). 3. Vereinigung mehrerer gleich
artiger Moleküle zu einem Molekülkomplex (Chem.). 4.
Gruppe von Pflanzen, die sich aus verschiedenen, aber
charakteristischen Arten zusammensetzt (Bot.). 5. bünd
nisloser, militärischer u. politischer Zusammenschluss von
Staaten. 6. klangliche, inhaltliche, formale assoziative Be
ziehung zwischen sprachlichen Zeichen (Sprachw.). 7. Zu
sammenhang zwischen zwei statistischen Reihen (Statis
tik). 8. Ansammlung von Sternen (Astron.); vgl. ...ation/
...ierung. Aslso|zi|alti|ons|ex|pe|ri|ment das; -[e]s, -e:
Test, bei dem nach Nennung eines Begriffes durch den
Versuchsleiter die Assoziation des 1 Probanden registriert
u. tiefenpsychologisch gedeutet wird (Biol., Med.). Aslsoz i I alt i I on s I koi 11 o I i d das: -[e]s, -e: 1 Kolloid, das sich auf
grund der Assoziation von 1 Molekülen ergibt, aslsolzialtiv (aus gleichbed. nlat. associativus) : a) durch Vorstel
lungsverknüpfung bewirkt (Psychol.); b) verbindend, ver
einigend. Aslsoizilaltivlgelsetz das; -es: math. Gesetz,
das für eine Verknüpfungsart die Unabhängigkeit des Er
gebnisses von der Klammersetzung fordert, z. B. a • (b • c)
= (a • b) • c. Aslso|zi|altiv|speilcherifer;-s,-: Speicher,
in dem auf die Information nicht durch Angabe einer
2Adresse (2), sondern durch Angabe des Inhalts der Infor
mation zurückgegriffen wird (EDV). as|solzi|ie|ren
(über fr. s’associer aus /ai. associare „zugesellen, vereini
gen“): 1. eine gedankliche Vorstellung mit etwas verknüp
fen (Psychol.). 2. sich -: sich genossenschaftlich zusam
menschließen, vereinigen. As|so|zi|ie|rung iZt'e; -, -en (zu
1...ierung): 1. vertraglicher Zusammenschluss mehrerer
Personen, Unternehmen od. Staaten zur Verfolgung be
stimmter gemeinsamer wirtschaftlicher Interessen. 2. svw.
Assoziation (2); vgl. ...ation/...ierung
Aslsu|e|fak|tilon die; - (zu lat. assuetus „gewöhnt“ (zu as
suescere, vgl. assueszieren) u. factio „das Handeln“): (ver
altet) Gewöhnung. aslsules|zie|ren (aus gleichbed. lat.
assuescere): (veraltet) [sich] gewöhnen
as|su|mie|ren (aus lat. assumere „an sich, zu sich neh
men“): annehmen, gelten lassen. Aslsumpltio vgl. Assumtion. Aslsumpltilolnist der; -en, -en (zu spätlat. as
sumptio, Gen. assumptionis „(Mariä) Himmelfahrt“ u.
as|sor|tie|ren
150
T...ist): Angehöriger der ÎKongregation der Augustiner
von Mariä Himmelfahrt (1845). Asisumltilon die; -,
...tionen (aus lat. assumptio „das An-, Auf-, Zu-sich-Nehmen“ zu assumere „zu sich nehmen“): Aufnahme einer
Seele in den Himmel, bes. die Himmelfahrt Marias. Assurɪtarfie,-, ...ten(ausit. assunta„die Aufgenommene“):
bildliche Darstellung der Himmelfahrt Marias. Aslsunzilolne die; -, -n (aus it. assunzione „die Aufnahme“):
svw. Assunta
Aslsulrance [asy'rä:s] die; -, -n [...son] (aus gleichbed./r.
assurance zu assurer, vgl. assurieren): (veraltet) a) Sicher
stellung, Bürgschaft ; b) Selbstvertrauen ; c) Sicherheit, As
sekuranz. Aslsulré [... re:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. as
suré): (veraltet) Versicherter, Assekurat. Aslsulreellilnien (zu fr. assurrée, Part. Perf. (Fern.) von assurer „si
chern, gewährleisten, garantieren“): svw. Azureelinien.
As su reur [...'rem] der; -s, -e (aus gleichbed./r. assureur
zu assurer, vgl. assurieren): (veraltet) Versicherer, Asse
kurant. as|su|rie|ren (aus gleichbed./r. assurer, dies aus
vulgärlat. assecurare zu Îad... u. lat. securus „sicher“; vgl.
assekurieren): (veraltet) versichern, assekurieren
As|sy|rio|lo|ge der; -n, -n (nach den Assyrern (einem Volk
im Altertum) u. t ...loge): Wissenschaftler, der sich mit der
Erforschung der assyrisch-babylonischen Kultur u. Spra
che befasst. As|sy|rio|lolgi_e die; - (zu t...logie): Wissen
schaft von Geschichte, Sprachen u. Kulturen des alten As
syrien u. Babylonien, asisylriollolgisch (zu Î...logisch):
die Assyriologie betreffend
...ast (aus gr. -astês): Endung männlicher Fremdwörter,
z. B. Gymnasiast, Fantast
Asltalkollith [auch ... lit] der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n] (zu
gr. astakös „Krebs“ u. t ...lith) : versteinerter Krebs
Asltalsie* die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, stásis „das
Stehen“ u. î2...ie>: Unfähigkeit zu stehen (bes. bei Hyste
rie; Med.), asltaisielren (zu t..deren): ein Messinstru
ment gegen Beeinflussung durch störende äußere Kräfte
(z.B. Erdmagnetismus, Schwerkraft) schützen. Asltasielrung die; -, -en (zu Î...ierung): Vorrichtung, die frem
de Einflüsse auf die schwingenden Teile von Messinstru
menten schwächt (z. B. die Einwirkung des Erdmagnetis
mus auf die Magnetnadel). Asltat das; -s (zu gr. ástatos
„unstet, unbeständig“ (wegen des raschen radioaktiven
Zerfalls)): chem. Element; Zeichen At. Asltaltin das; -s
(zu t...in (2)): svw. Astat, asltaltisch (aus gr. a- „nicht,
un-“ u. Îstatisch): gegen Beeinflussung durch äußere elek
trische od. magnetische Felder geschützt (bei Messinstru
menten); astatisches Nadelpaar: zwei entgegengesetzt ge
polte, starr untereinander verbundene (nicht gegeneinan
der bewegliche) Magnetnadeln gleichen magnetischen
t2Moments (2)
As teia to sis* die; -, ...osen (zu gr. a- „nicht, un-“, stéar,
Gen. stéatos „Fett, Talg“ u. î‘...ose): fehlende Absonde
rung der Talgdrüsen (Med.)
Asjtelreolgnolsie* die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, Tstereo... u. t...gnosie): Tastblindheit, Unfähigkeit, einen Ge
genstand bei geschlossenen Augen nur durch Betasten zu
erkennen (Med.). Asltelreolskolpie die; - (zu T...skopie): Fehlen des räumlichen Sehens
Asltelrie [...io] die; -, -n (zu gr. astër „Stern“ u. lɪ,,,ie):
Schmuckstein (Edelstein), der infolge feiner Einschlüsse
im auffallenden Licht einen sternartigen Lichtschein zeigt,
asltelrisch: sternähnlich. As|te|risk vgl. Asteriskus.
Asteriskos der; - (aus gr. asteriskos „Sternchen“): ein
Altargerät aus zwei sich kreuzenden Metallbogen als Trä
ger der Decke über dem geweihten Brot (in den Ostkirchen
verwendet). Asltelrislkus «ter; -, ...ken u. Asltelrisk der;
-s, Plur. -s od. -e (über lat. asteriscus aus gleichbed. gr. as
teriskos; vgl. Asterie): a) Sternchen (Zeichen ♦) als Hin
weis auf eine Fußnote od. eine mögliche Variante; b)
151
Sternchen (Zeichen *) als Kennzeichnung von erschlosse
nen, nicht belegten Formen (Sprachw.). Asltelrislmus
der: - (zu gr. astër „Stern“ u. t...ismus (2)>: Eigenschaft
verschiedener Kristalle, auffallendes Licht strahlenförmig
zu reflektieren (Phys.). Asterit [auch ... rit] der; -s, -e (zu
t2...it>: versteinerter Seestern. Asltelrolid der: -en, -en
(zu T...oid>: 1. kleiner Planet, ÎPlanetoid. 2. (meist Plur.)
Seestern (Zool.). As telro lith [auch ... lit] der; Gen. -s
od. -en, Plur. -e[n] (zu t...lith): svw. Asterit. Asltelronym‘ das; -s, -e (zugr. ónyma „Name“): Zeichen aus drei
Sternchen (***) anstelle des Verfassernamens (in Schrift
werken)
Äslthem* das; -s, -e (aus gr. aisthema „Wahrnehmung,
Empfindung“): Ausdruckswert der klanglichen Beschaf
fenheit eines Sprachlautes an sich ohne die Ausnutzung artikulatorischer Ausdrucksmöglichkeiten (Phon.)
Aslthelnie* die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. asthénaia zu asthenös „kraftlos, schwach“): 1. (ohne Plur.) Kraftlosigkeit,
Schwächlichkeit (Med.). 2. Schwäche, Entkräftung,
[durch Krankheit bedingter] Kräfteverfall (Med.). Astheniker der; -s, -: jmd., der einen schmalen, schmäch
tigen, muskelarmen u. knochenschwachen Körperbau be
sitzt. aslthelnisch: schlankwüchsig, schmalwüchsig,
schwach; dem Körperbau des Asthenikers entsprechend.
Aslthe|no|lolgie die; - (zu f...logie): (veraltet) Lehre von
den asthenischen Krankheitserscheinungen (Med.). Asthenoɪpie die; - (zugr. öps, Gen. öpos „Auge“ u. T2...ie):
rasche Ermüdbarkeit der Augen [beim Nahesehen]
(Med.). As|the|no|sper|mie die; -, ...ien (zu TSperma u.
t2...ie): Verminderung u. herabgesetzte Beweglichkeit der
Samenfäden im lEjakulat (Med.). As|the|no|sphälre
die; -: in etwa 100 bis 200 km Tiefe gelegener Bereich des
__ Erdmantels
Aslthelsie die; - (zu gleichbed. gr. aisthesisu. t2...ie): Emp
findungsvermögen. As|the|sio|lo|gie die; - (zut...logie):
Lehre von den Sinnesorganen u. ihren Funktionen (Med.),
äslthelsiollglgisch (zu Î...logisch): die Ästhesiologie
betreffend. Äslthelsilolmelter das; -s, - (zu Α...meter,
eigtl. „Empfindungsmesser“): Instrument zur Prüfung der
Hautempfindlichkeit (Med.). Äslthe|si|o|neu|ro|se die;
-t -n: Neurose mit Störungen des Empfindungsvermögens.
Aslthet der; -en, -en (zu gr. aisthêtês „der Wahrnehmen
de“, eigtl. „der wahrnimmt“): jmd., der in besonderer Wei
se auf kultivierte Gepflegtheit, Schönheit, Künstlerisches
anspricht, was sich auch in seinem Lebensstil nieder
schlägt. Äsltheltik die; -, -en (aus gr. aisthêtikë (téchnê)
„Wissenschaft vom sinnlich Wahrnehmbaren; vgl. 2...ik):
1. Wissenschaft vom Schönen, Lehre von der Gesetzmä
ßigkeit u. Harmonie in Natur u. Kunst. 2. (ohne Plur.) das
stilvoll Schöne; z.B. auf - Wert legen. Äsltheltilker der:
-s, -: Vertreter od. Lehrer der Ästhetik (1). äsltheltisch
(aus gr. aisthetös „wahrnehmbar, sinnlich“): 1. die Ästhe
tik (1) betreffend. 2. stilvoll-schön, geschmackvoll, an
sprechend. äs|the|tilsi_e|ren (zu Î...isieren): einseitig
nach den Gesetzen des Schönen urteilen od. etwas danach
gestalten. Äsltheltilzislmus der; - (zu T...izismus); Le
bens- u. Kunstanschauung, die dem Ästhetischen einen
absoluten Vorrang vor anderen Werten einräumt. Aslthetilzist der; -en, -en (zu T...ist>: Vertreter des Ästhetizis
mus. äsltheltilzisltisch (zu 1 ...istisch): den Ästhetizis
mus betreffend
Asthlma das; -s (aus gr. ästhma „schweres, kurzes Atem
holen, Beklemmung“): anfallsweise auftretende Atemnot,
Kurzatmigkeit. Asthlmalbronlchiltis die; -, ...itiden:
Form der tspastischen Bronchitis. Asth|ma|ti|ker der;
-s, - (zu gr. asthmatikös „kurzatmig, schwer atmend“):
jmd., der an Asthma leidet, asthlmaltisch: a) durch
Asthma bedingt; b) an Asthma leidend, kurzatmig, asthma to id (zu t...oid>: asthmaähnlich (von Krankheits
astralisch
symptomen). asth|mo|id (zu tAsthma u. f...oid>: svw.
asthmatoid. Asthmolyltikum das; -s, ...ka (zugr. lytikós „zum Lösen, Auflösen geschickt“ (dies zu lÿein „lö
sen, auflösen“) u. T...ikum>: Arzneimittel zur Bekämp
fung od. Linderung eines Asthmaanfalls
Aslti der: -[s], - (nach der oberital. Stadt Asti): Wein aus
dem Gebiet um die oberital. Stadt Asti.
as|tig|ma|tisch* (zu gr. a- „nicht, un-“ u. stigma, Gen.
stigmatos „Punkt“): Punkte strichförmig verzerrend (von
Linsen bzw. vom Auge). Asltiglmaltislmus der; - (zu
t...ismus (3)): 1. Abbildungsfehler von Linsen (Phys.). 2.
Sehstörung infolge krankhafter Veränderung der Horn
hautkrümmung (Med.). As|tig|mo|melter das; -s, - (zu
Î ‘...meter): svw. Ophthalmometer
As|til|be* die; -, -n (zu gr. a- „nicht, un-“ u. stilbe „Glanz“,
eigtl. „die Glanzlose“): Zierstaude aus der Familie der
Steinbrechgewächse mit weißen od. rötlichen Blüten
äs|ti|ma|bel (aus gleichbed. lat. aestimabilis): schätzbar,
schätzenswert. Äs|ti|ma|ti|on die; -, -en (über gleichbed.
fr. estimation aus lat. aestimatio zu aestimare, vgl. ästimie
ren): Achtung, Anerkennung, Wertschätzung. Äsltilmator der: -s, ...oren (aus gleichbed. lat. aestimator): (veral
tet) Schätzer, äsltilmaltolrisch (aus gleichbed. lat. aes
timatorius): die Schätzung betreffend. äs|ti|mie|ren
(über ʃr. estimer aus lat. aestimare „abschätzen, würdi
gen“): 1. jmdn. als Persönlichkeit schätzen, ihm Aufmerk
samkeit zuteilwerden lassen. 2. jmds. Leistungen o. Ä. ent
sprechend würdigen
Asltilpullaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. astipulatio
zu astipulari „(völlig) übereinstimmen“): (veraltet) Über
einkunft, gegenseitiger Vergleich
Aslti spulmanlte [- sp...] der; -- (zu tAsti u. it. spumante
„schäumend“, Part. Präs, von spumare) : ital. Schaumwein
äsltiv (aus gleichbed. lat. aestivus): (veraltet) sommerlich.
Äsltilvallilen [,,,'va:liən] die (Plur.) (zu lat. aestivalis
„sommerlich“ (damit verwandt dt. Stiefel)): (veraltet)
Sommerschuhe
Äsltolmelter das; -s, - (zu to. aestus „Hitze, Glut, Strö
mung“ u. Α...meter): Gerät zur Îenergetischen Strah
lungsmessung mit Photozellen
Asltolmie die; -, ...ien (zu gr. ástomos „ohne Mund“ u.
t2...ie): angeborenes Fehlen des Mundes (Med.), asltomisch: mundlos
Asltorlgie die; - (aus gleichbed. gr. astorgia): (veraltet)
Lieblosigkeit, asltorlgisch (aus gleichbed. gr. ástorgos):
(veraltet) lieblos
Asltralbollislmus* der; - (zu gr. ästron „Stern(bild)“. bolë
„Wurf1 (dies zu bállein „werfen, treffen“) u. t ...ismus (3)):
a) Sonnenstich; b) Tod durch Blitzschlag
Asltralchan* der; -s, -s (nach der gleichnamigen südruss.
Stadt): 1. Lammfell eines südruss. Schafes. 2. Plüschgewe
be mit fellartigem Aussehen
Asltralgal* der; -s, -e (über gleichbed. lat. astragalus aus gr.
astrágalos, vgl. Astragalus): Rundprofil (meist Perl
schnur), bes. zwischen Schaft u. Kapitell einer Säule; vgl.
auch Astragalus (3). asltralga|li|sie|ren (zu t...isieren):
(veraltet) würfeln. As|tra|ga|lo|man|tie die; - (zu gr.
astragalómantis „der aus Würfeln weissagt“ u. T 2...ie> : das
Wahrsagen aus Würfeln, deren Flächen Buchstaben statt
der Punkte aufweisen. As|tra|ga|lus der; -, ...li (über lat.
astragalus aus gr. astrágalos „Wirbelknochen; Sprung
bein“): 1. (veraltet) oberster Fußwurzelknochen (Sprung
bein; Anat.). 2. in der Antike ein kleiner Spielstein (aus
dem Sprungbein von Schafen gefertigt). 3. svw. Astragal
Asltralkalnit* [auch ... nit] der; -s, -e (nach der südruss.
Stadt Astrachanu. zu I2...it): ein meist farbloses, körniges
Mineral
asltral* u. asltrallisch (aus gleichbed. lat. astralis zu
astrum „Stern(bild)“, dies aus gr. ástron): die Gestirne be-
Astralleib
152
(a). asltrollolgisch (zu Î...logisch): a) die Astrologie be
treffend, zu ihnen gehörend, von ihnen stammend; Stern-;
treffend; b) mit den Mitteln der Astrologie erfolgend, asvgl. ...isch/-. As tral leib der; -s, -er: 1. im ÎOkkultismus
tro|lolgi|sie|ren (zu t...isieren>: aus den Sternen wahr
den Tod überdauernder unsichtbarer Leib des Menschen.
2. in der Î Anthroposophie ätherisch gedachter Träger des sagen. Asltrolmanltie die; - (aus gleichbed. gr. astromanteia): das Wahrsagen aus den Sternen. AsltrolmeLebens im Körper des Menschen. 3. (ugs., meist iron.)
dilzin die; - (zu tastro...): Spezialgebiet der Medizin, das
schöner menschlicher Körper. As|trallmyltho|lo|gie
sich mit der Untersuchung u. Überwachung von Raum
die; -: Lehre von den Gestirnen als göttlichen Mächten
fahrern vor, während u. nach dem Flug befasst. AsltroAsltrallon®* fes; -s (Kunstw.): durchsichtiger Kunststoff
melte o ro lo gie die: -: 1. Wissenschaft von den Î At
Asltrallrellilgilon* die; - (zu tastral u. ÎReligion): göttli
mosphären (1) anderer Himmelskörper (bes. der Plane
che Verehrung der Gestirne
ten). 2. Lehre vom Einfluss der Gestirne auf das Wetter.
Asltrild* der: -s, -e (aus dem Afrikaans): vorwiegend in
Asltrolmelter das: -s, - (zu Î ’...meter): Gerät zum Mes
Afrika heimischer Webervögel, Prachtfink
sen der Helligkeit von Sternen. Asltrolmeltrie die; - (zu
As!tri|o|nik*¿Zze; - (Kurzw. aus Astronomie u. Elektrowz'/c):
t,,,metrie): Zweig der Astronomie, der sich mit der Mes
Gesamtheit der in der Raumfahrt anwendbaren elektroni
sung der Ortsveränderungen von Sternen beschäftigt. As
schen Verfahren der Steuerung, Regelung, Fernmessung.
tron das; -s, - (aus gr. ástron „Stern(bild)“): astronomi
Datengewinnung u. -Speicherung u. der dazu nötigen An
sche Längeneinheit; vgl. Parsec. Asltrolnaut der; -en,
lagen. asltro..., Asltro... (aus gleichbed. gr. astro- zu ás-en (zu tastro... u. t...naut): [amerik.] Weltraumfahrer,
tron „Stern(bild)“): Wortbildungselement mit der Bedeu
Teilnehmer an einem Raumfahrtunternehmen; vgl. Kos
tung „Stern, Weltraum“, z.B. astronomisch, Astronom.
monaut. As|trolnau|ten|di|ät die; -: svw. Elementardi
Asltrolbiollolgie die; -: Wissenschaft vom Leben auf
ät. Asltrolnaultik die; - (zu t2...ik (1)>: [Wissenschaft
anderen Himmelskörpern u. im Weltraum. Asltrolblem
von der] Raumfahrt, asltrolnaultisch: die Raumfahrt
das; -s, -e (zugr. blèma „Wurf, Schuss, Wunde“): Îfossiler
betreffend; vgl. kosmonautisch. Asltro|na|vi|ga|ti|on
Meteoritenkrater mit rundlicher Form u. stark zerrütte
die; -: 1. ÎNavigation unter Verwendung von Messdaten
tem Gestein (Geol.). Asltroldyinalmik ¿fe; -: 1. Teilge
angepeilter Himmelskörper. 2. Bestimmung von Ort u.
biet der 1 Astrophysik, das sich mit der Î Dynamik (1 ) von
Kurs eines Raumschiffs nach den Sternen. Asltrolnom
Sternsystemen o.Ä. befasst. 2. Teilgebiet der Raumflug
der; -en, -en (über lat. astronomus aus gr. astrónomos
technik, das sich mit der Bewegung künstlicher 1 Satelliten
(3) befasst. As|tro|fo|to|gra|fie die;-: Stern-, Himmels
„Sternkundiger, -beobachter“): jmd., der sich wissen
schaftlich mit der Astronomie beschäftigt; Stern-, Him
fotografie. Asltrolgnolsie die; - (zu î...gnosie): Kennt
melsforscher. As|tro|no|mi_e die; - (über lat. astronomia
nis des Sternenhimmels, wie er dem bloßen Auge er
scheint. AsltroIgnost der; -en, -en (zu gr. gnöster „Bür
aus gr. astronomía „Sternkunde“): Stern-, Himmelskun
ge, Zeuge für eine ihm bekannte Wahrheit“, dies zu gide als exakte Naturwissenschaft. As|tro|no|mie|saltelgnêskein „erkennen, kennen“): (veraltet) Sternkundiger.
lit der; -en, -en: künstlicher Satellit für astronomische
Asltrolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu T...graf): 1.
Forschungen, asltrolnolmisch: 1. die Astronomie be
astronomisches Fernrohr zur fotografischen Aufnahme
treffend, sternkundlich. 2. [unvorstellbar] groß, riesig (in
von Gestirnen. 2. Vorrichtung zum Zeichnen von Stern
Bezug auf Zahlenangaben od. Preise). Asltrolpholtokarten. Asltrolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu
meltrie, auch ...foltolmeltrie [auch astro...] die; -:
T...grafie): Sternbeschreibung. as|tro|gra|fisch, auch
Messung der Helligkeit von Gestirnen. Asltro|phyl|lit
...gralphisch (zu Î...grafisch): die Astrografie betref
[auch ...'lit] der; -s, -e: ein bronzefarbenes, in sternartigen
fend. Asltrolilde die; -, -n (zu t...oide): sternförmige
Aggregaten kristallisierendes Silikatmineral. AsitroKurve, die ein auf einem Stab liegender Punkt beschreibt,
phylsik [auch astro...] die; -: Teilgebiet der Astronomie,
wenn dieser zwischen zwei Koordinatenachsen bewegt
das sich mit dem Aufbau u. der physik. Beschaffenheit der
wird (Geom.). As|tro|kom|pass der; -es, -e: Gerät zur
Gestirne beschäftigt. as|tro|phy|si|ka|lisch [auch
Bestimmung der Nordrichtung unter Bezug auf einen
’astro...]: die Astrophysik betreffend. Asltrolphylsilker
Himmelskörper. Asltrollalbilum das; -s, ...ien [...ion]
[auch 'astro...] der; -s, -: Wissenschaftler, der auf dem Ge
(über gleichbed. mlat. astrolabium aus gr. astroläbos zu
biet der Astrophysik arbeitet. Asltrolskop das; -s, -e (zu
tastro... u. lambänein „nehmen“): altes astronomisches
î...skop): (veraltet) Sternfernrohr; vgl. Teleskop. AsltroInstrument zur lagemäßigen Bestimmung von Gestirnen.
skolpie die: - (zu î...skopie): (veraltet) Beobachtung der
Asltrollaltrie die; - (zu tastro... u. gr. latreia „Dienst,
Gestirne durch das Fernrohr. Asltrolsolphie die: - (zu
(Gottes)verehrung“): Sternverehrung. Asltrollith [auch
gr. sophia „Weisheit“): (veraltet) svw. Astronomie. As...'lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T ...lith) : grüne, ei
trolspektroskopie [auch astro...] die; -: Untersu
senreiche Abart des î Biotits. As|tro|lo|gas|ter der; -s, chung des Î Spektrums von Gestirnen. As|tro|sta|tik
(zu ÎAstrologe, Analogiebildung zu lat. philosophaster
[auch astro...] die: -: (veraltet) Lehre vom Stand der Ster
„Scheinphilosoph“): (veraltet) schlechter Sterndeuter.
ne u. von ihren Bewegungen. As|tro|theo|lo|gie [auch
Asltrollolgefer;-n,-n <überZ¿zt. astrologus aus gr. astro
astro...] die; -: (veraltet) Erkenntnis Gottes aus den Wahr
logos „Sternkundiger“): a) jmd., der sich systematisch u./
heiten der Sternkunde. Asltrolzyt der; -en, -en (meist
od. beruflich mit Astrologie beschäftigt; Sterndeuter; b)
Plur.) (zu T...zyt): zur TNeuroglia gehörende Nervenzelle
(scherzh.) jmd., der aufgrund seiner Kenntnis der politi
mit zahlreichen sternförmigen Fortsätzen (Med.). As
schen Verhältnisse [eines Landes o. Ä.J Voraussagen über
tro Izyltom das; -s, -e (zu 1 ...om): von Î Astrozyten ausge
zu erwartende Maßnahmen machen kann. As|tro|lo|gie
hender langsam wachsender Groß- od. Kleinhirntumor
die; - (über spätlat. astrologia „Sterndeutung“ aus gr. as
(Med.). Asltrum das; -s (über /«/. astrum aus gr. ástron,
trologia „Sternkunde“): a) der Versuch, das Geschehen
vgl. Astron): Gestirn
auf der Erde u. das Schicksal des Menschen aus bestimm Äsltular das; -s, -e u. Ästualrbum das; -s, ...ien [...ion]
ten Gestirnstellungen zu deuten u. vorherzusagen ; b) Leh
(aus gleichbed. Zai. aestuarium zu aestus „Brandung,
re, die aus der math. Erfassung der Orte u. Bewegungen
Flut“, eigtl. „Wallung“): 1. trichterförmige Flussmün
der Himmelskörper sowie von orts- u. zeitabhängigen Ko
dung. 2. (veraltet) Dampfbad. Äsltulaltilon die; - (aus lat.
ordinatenschnittpunkten Schlüsse zur Beurteilung von ir
aestuatio „Unruhe des Gemüts“ zu aestuare, vgl. ästuiedischen Gegebenheiten u. deren Entwicklung zieht; c)
ren): (veraltet) 1. das Meeresbrausen. 2. Aufregung, äsSchicksalsdeutung u. Vorhersage aus einem ÎHoroskop
tuieren (aus gleichbed. lat. aestuare zu aestus, vgl. Äs-
153
tuar): (veraltet) brausen, aufgeregt sein, äsltulös <aus lat.
aestuosus „wogend; brandend“): (veraltet) aufbrausend,
aufgeregt
asltulrisch (nach der span. Landschaft Asturien); in der
Fügung asturische Phase: eine (variskische Faltungspha
se während des Oberkarbons (Geol.)
Astygraf, auch...graph der; -en, -en (ausgr. ásty „Stadt“
u. (...graf): (veraltet) Stadtbeschreiber. Asltylgralfie,
auch ...gralphie die; -, ...ien (zu (...grafie): (veraltet)
Stadtbeschreibung
asltyllisch* (aus gleichbed. gr. ästylos): säulenlos. Asltylon das; -s, ...la (zu T'...on): Tempel ohne Säulen
Asltylnom der; -en, -en (aus gleichbed. gr. astynómos):
Stadtaufseher, Verwalter der städtischen Gebäude, bes. im
alten Athen. Asltylnolmie die; - (aus gleichbed. gr. astynomia): Aufsicht über die Gebäude einer Stadt in der An
tike
Asltylsie* die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, stÿsis „Aufrichtung
des männlichen Gliedes“ u. t2...ie): (veraltet) Unfähigkeit
zur (Erektion des männlichen Gliedes; vgl. Impotenz
a suo arlbiltrio* <Jat.'>: nach eigenem Ermessen, a suo
Pial cilto [- - ...tsito] dat.y. nach (eigenem) Belieben; vgl.
ad libitum
Asyl das; -s, -e (über lat. asylum aus gr. äsylon „Freistätte“,
eigtl. „Unverletzliches“): 1. Unterkunft, Heim (für Ob
dachlose). 2. a) Aufnahme u. Schutz (für Verfolgte); b) Zu
fluchtsort. Asy liant rfer,--en, -en (zu ( ...ant): jmd., der um
Asyl nachsucht, asyllielren (zu Î..deren): in einem Asyl
unterbringen. Asyllielrung die; -, -en (zu t...ierung>: Un
terbringung in einem Asyl
asylllolgisltisch (aus gr. asyllógistos „unlogisch“): ohne
Schlussfolgerung (Logik)
Asymlblasltie* die; - (zu gr. a-„nicht, un-“, symblastánein
„zugleich od. zusammen keimen“ u. t2...ie>: unterschied
liche Keimungszeiten von Samen derselben Pflanze (Bot.)
Asymlbollie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, sÿmbolon
„Zeichen“ u. t2...ie): Verlust des Verständnisses für Zei
chen; Unvermögen, Zeichen zu erkennen (Med.), asymbollisch: die Asymbolie betreffend
Asymlmeltrie* [auch a...] die; -, ...ien (aus gr. asymmetria
„Mangel an Ebenmaß“): Mangel an ÎSymmetrie (1, 2),
Ungleichmäßigkeit, asymlmeltrisch [auch a...] (aus gr.
asÿmmetros „ohne Ebenmaß“): auf beiden Seiten einer
Achse kein Spiegelbild ergebend (von Figuren o.Ä.), un
gleichmäßig; Ggs. Î symmetrisch
Äsymlnelte vgl. Aisymnete
asympathisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Îsympathisch):
unsympathisch
asympitolmaltisch* (zugr. a-„nicht, un-“ u. Î symptoma
tisch): ohne typische Krankheitszeichen verlaufend.
Asympltolte die; -, -n (zu gr. asymptötos „nicht zusam
menfallend“): Gerade, der sich eine ins Unendliche ver
laufende Kurve nähert, ohne sie zu erreichen, asympto
tisch: sich wie eine Asymptote verhaltend (Math.)
asylnarlteltisch* (aus gleichbed. gr. asynártetos zu a„nicht, un-“ u. synartän „verbinden“): nicht zusammen
hängend, z.B. Verse ohne durchlaufenden Rhythmus
asynlchrom [,,,'kro:m] (zu gr. a- „nicht, un-“, Îsyn... u. gr.
chröma „Farbe“); in der Fügung asynchromer Druck:
Mehrfarbendruck, bei dem für jede Farbe eine Druckplat
te vorhanden ist
asynlchron [auch ...kro:n] (zu gr. a- „nicht, un-“ u. Î syn
chron): 1. nicht mit gleicher Geschwindigkeit laufend;
Ggs. (synchron (1). 2. a) nicht gleichzeitig; b) entgegen
laufend; Ggs. (synchron (1). Asynlchronlmoltor der;
-s, -en: Wechsel- od. Drehstrommotor, dessen Drehzahl
unabhängig von der Frequenz des Netzes geregelt werden
kann
asynldeltisch (aus gr. asyndetos „unverbunden“): a) das
Atakamit
Asyndeton betreffend; b) nicht durch Konjunktion ver
bunden, unverbunden (Sprachw.); Ggs. tsyndetisch.
Asyn|de|ton das; -s, ...ta (über lat. asyndeton aus gr.
asyndeton „das Unverbundene, nicht durch Konjunktio
nen Verbundene“): Wort- od. Satzreihe, deren Glieder
nicht durch Konjunktionen miteinander verbunden sind
(z.B. „alles rennet, rettet, flüchtet“, Schiller; Sprachw.);
vgl. Polysyndeton
Asylnerlgie* dZe; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“ u. (Syner
gie): Störung im Zusammenwirken mehrerer Muskelgrup
pen (z. B. bei der Durchführung bestimmter Bewegungen;
Med.)
Asylnelsie* die; -, ...esen (aus gleichbed. gr. asynesia):
(veraltet) Unverstand, Einsichtslosigkeit
Asynlkliltislmus* der; - (zxt gr. a- „nicht, un-“, gr. synklinein „zusammenliegen“ u. 1 ...ismus (3)>: nicht achsenge
rechte Einstellung des kindlichen Schädels während der
Geburt nach der Seite als Anpassung bei engem Becken
(Med.)
Asylnoldie* die; - (zu gr. a- „nicht, un-“, synodos „Zusam
menkunft“ u. t2...ie>: (veraltet) Unfähigkeit zum Ge
schlechtsverkehr; vgl. Impotenz
Asysltollie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, (Systole u.
(2...ie): Systolenabschwächung od. -ausfall bei Herzmus
kelschädigung. asysltollisch [auch a...]: die Asystolie
betreffend, bei ihr auftretend
aslzenldent* (aus lat. ascendens, Gen. ascendentis, Part.
Präs, von ascendere, vgl. aszendieren): 1. aufsteigend
(z. B. von Dämpfen; Geol.); Ggs. Î deszendent. 2. den Auf
bau kleinerer Einheiten zu komplexeren Ganzen betref
fend. Aslzenldent der; -en, -en: 1. Vorfahr; Verwandter
in aufsteigender Linie. 2. a) Gestirn im Aufgang; b) Auf
gangspunkt eines Gestirns (Astron.); Ggs. (Deszendent.
3. das im Augenblick der Geburt über den Osthorizont tre
tende Tierkreiszeichen (Astrol.). As|zen|denz die; -, -en
(zu Î ...enz): 1. (ohne Plur.) Verwandtschaft in aufsteigen
der Linie. 2. Aufgang eines Gestirns; Ggs. (Deszendenz,
aslzenldilbel (aus gleichbed. lat. ascendibilis): (veraltet)
ersteigbar, besteigbar. aslzenldjelren (aus gleichbed. lat.
ascendere): 1. aufsteigen (von Gestirnen). 2. (veraltet) be
fördert werden, im Dienstrang aufrücken. Aslzenlsilon
die; - (aus lat. ascensio „das Hinaufsteigen; Aufstieg“): 1.
(veraltet) Himmelfahrt [Christi]. 2. Aufsteigen von Krank
heitserregern entlang den Blut- od. Lymphbahnen (Med.).
As|zen|si|onslthelo|rie die; -: alte geologische Ansicht,
dass die Erzlager in Gesteinen durch warme Quellen aus
den Tiefen emporgetrieben seien; Ggs. 1 Deszensionstheorie. As|zen|sor der; -s, -en (aus spätlat. ascensor „Reiter,
Lenker“): (veraltet) Fahrstuhl
Aslzelse usw. vgl. Askese usw. Aslzeltik die; - (zu gr. asketikös „übend“; vgl. Askese): Lehre vom Streben nach
christlicher Vollkommenheit. Aslzeltüker der; -s, -: Ver
treter der Aszetik
Aslzi: Plur. von ( Askus
As zi tes u. Ascites [as'tsi:...] der; - (aus gleichbed. gr. askites): Bauchwassersucht (Med.)
at [et] (nach gleichbed. engl. at>: engl. Bez. für bei (in
E-Mail-Adressen in Bezug auf den Provider); Zeichen @
(EDV)
at.... At... vgl. ad..., Ad...
...at (aus lat. -atus, Endung des Part. Perf. der a-Konjugation): 1. Suffix männlicher u. sächlicher Fremdwörter,
z.B. der Legat, das Derivat. 2. Suffix ehern. Fachwörter
zur Bez. der normalen Oxidationsstufe der Säure, aus der
das Salz entsteht, z.B. Kaliumnitrat
Atalbeg der; -[s], -s {türk. ; „Vater Fürst“): ehemaliger türk.
Titel für Emire. Atalbek vgl. Atabeg
Atalkalmit [auch ...mit] der; -s, -e (nach der Wüste Ataca
ma (Chile) u. zu f2...it): ein grünes, durchscheinendes
ataktisch
Kupfermineral, das in Australien, Südamerika u. Südafri
ka vorkommt
atakltisch [auch a'tak...] (aus gr. átaktos „ungeordnet“):
unregelmäßig, ungleichmäßig (von Bewegungen; Med.).
Atak|to|mor|pholse die; - (zu gr. mörphösis „das Ge
stalten“): (veraltet) Insektenverpuppung
Atalman der; -s, -e (aus gleichbed. russ. ataman): frei ge
wählter Stammes- u. militärischer Führer der Kosaken;
vgl. Hetman
Atalphie die; - (aus gr. ataphia „das Unbegrabensein“):
(veraltet) das Fehlen der Bestattung
’Atarrfas; -s (zuaraè. ’attar „mit Duft umgeben“): Rosenöl
2Mar das; -[s] (aus dem Altiran.; „Feuer“): zentrales Ele
ment im Kult der T Zoroastrier
Ata|rak|ti|kum das: -s, ...ka (zu tataraktisch u. t ...ikum):
Beruhigungsmittel (Med.), atalrakltisch: (aus gr. atáraktos „nicht verwirrt, nicht beunruhigt“): 1. beruhigend,
die Wirkung eines Ataraktikums habend. 2. (veraltet) lei
denschaftslos. Atarlanlallgelsie* die; -, ...ien (Kurzbil
dung aus T/ltoraktikum u. t Analgesie): Schmerzausschal
tung durch Verabreichen eines Ataraktikums (Med.).
Atalralxie die; - (aus gr. ataraxia „Leidenschaftslosig
keit“): Unerschütterlichkeit, Gleichmut, Seelenruhe
(griech. Philos.)
Atalvislmus [...v...] der; -, ...men (zu lat. atavus „Großva
ter des Urgroßvaters, Urahn“ u. Î ...ismus): 1. (ohne Plur.)
das Wiederauftreten von Merkmalen der Vorfahren, die
den unmittelbar vorhergehenden Generationen fehlen (bei
Pflanzen, Tieren u. Menschen). 2. entwicklungsgeschicht
lich als überholt geltendes, unvermittelt wieder auftreten
des körperliches od. geistig-seelisches Merkmal, ataIvistisch (zu T...istisch>: 1. den Atavismus betreffend. 2. (ab
wertend) in Gefühlen, Gedanken usw. einem früheren,
primitiven Menschheitsstadium entsprechend
Atalxiedie; -, ...ien (aus gr. ataxia „Unordnung, Verwir
rung“): Störung im geordneten Ablauf u. in der Koordi
nation von Muskelbewegungen (Med.). Atalxit [auch
...ksit] der; -, -e (zu t2...it): feinkörniger tSiderit (2) mit
strukturloser Meteoreisenmasse
Atlchia [a(t)ʃɪ:a] vgl. Achia
Atelbrin®* das; -s (Kunstw.): ein Malariamittel
Atechlnie die; - (aus gleichbed. gr. atechnia zu téchnê
„Kunst“): Unerfahrenheit in einer Kunst, Kunstlosigkeit.
atech|nisch[auch a...] (aus gleichbed. gr. átechnos): un
künstlerisch, ungeschickt
Ateklnierfze; - (aus gleichbed. gr. atekniazu a- „nicht, un-“
u. téknon „Kind"): (veraltet) Kinderlosigkeit, ateknisch (aus gleichbed. gr. áteknos): (veraltet) kinderlos,
unfruchtbar
atekltolnisch (zu gr. a- „nicht, un-“ u. ttektonisch): nicht
Î tektonisch verformt (Geol.)
Ate|leklta|sedze; -, -n (zu gr. áteles „unvollständig“ u. éktasis „Ausdehnung“) ; Zustand einer Luftverknappung od.
Luftleere in den Lungen (Med.), atellekltaltisch: ver
mindert lufthaltig (z.B. von den Lungen; Med.). Atellie
die; -, ...ien (aus gr. atéleia „Unvollkommenheit“): 1. das
Weiterbestehen infantiler Merkmale beim erwachsenen
Menschen (Med.). 2. Merkmal, Eigenschaft eines Tiers od.
einer Pflanze ohne erkennbaren biologischen Zweck
(Biol.). 3. (veraltet) Freiheit von Staatslasten u. Abgaben
Ate|lier[...'lie:] das; -s, -s (ausfr. atelier „Werkstatt“, urspr.
„Haufen von Spänen, Zimmermannswerkstatt“, zu spätlat. astella „Splitter, Span“): Arbeitsraum, -Stätte (z. B. für
einen Künstler, für Foto- od. Filmaufnahmen)
Atelllalnerfie; -, -n (nach der altröm. Stadt Atella in Kam
panien): (urspr. oskische) altröm. Volksposse
Ate|lo|my!e!lie die; -, -ien (zu gr. áteles „unvollständig“,
myelös „Mark“ u. t2...ie): angeborenes teilweises Fehlen
des Rückenmarks (als Fehlbildung; Med.). Atellolpro-
154
so|pie*r/ze; -, ...ien (zu gr. prösöpon „Gesicht“ u. t2...ie):
angeborenes Fehlen des Gesichts (Med.)
a tetnlpelra tit.): mit ÎTemperafarben [gemalt]
a tem|po(z7.; „zurZeit; im Zeitmaß“; vgl. Tempo): 1. (ugs.)
sofort, schnell. 2. im Anfangstempo [weiterspielen] (Vor
tragsanweisung; Mus.)
äterlnielren (aus gleichbed. lat. aeternare): (veraltet) ver
ewigen
Äthan, chem. fachspr. Ethan das; -s (zu TÄther u. t...an>:
gasförmiger Kohlenwasserstoff.
Äthalnal,
chem.
fachspr. Ethanal das; -s (zu T2...al>: svw. Acetaldehyd
(Chem.)
Athalnalsilalnum das; -s (nlat.; nach dem Patriarchen
Athanasius v. Alexandria, f373>: christliches Glaubensbe
kenntnis aus dem 6. Jh.
Athajnalsie die; - (aus gleichbed. gr. athanasia): Unsterb
lichkeit (Reh). Athalnaltislmusi/er; - (zu Î ...ismus (1)):
Lehre von der Unsterblichkeit (Verewigung) der Seele
Äthanldilal, chem. fachspr. Ethandial das; -s (zu ÎÄthan,
gr. dis „zweifach“ u. T2...al>: svw. Glyoxal. Äthalnol,
chem. fachspr. Ethanol das; -s (Kurzw. aus îÀthan u. T Al
kohol): chem. Verbindung aus der Gruppe der Alkohole
(Äthylalkohol), äthalnollisch, chem. fachspr. ethanolisch: svw. alkoholisch (2). Ätha|no|ly|se,chem. fachspr.
Ethanolyse die; -, -n (zu T...lyse): TAlkoholyse unter Ver
wendung von Äthanol
Athaulmalsie r/ze; - (zu gr. a- „nicht, un-“ u. thaumasia
„Bewunderung“); das Sich-nicht-Wundern, Verwunderungslosigkeit; notwendige Bedingung der Seelenruhe
(tAtaraxie) u. Glückseligkeit (tEudämonie; Phil.),
athaulmasltisch (aus gr. athaümastos „sich nicht ver
wundernd“): gleichmütig, unerschütterlich ruhig
Athelislmus der; - (zu gr. átheos „ohne Gott, gottlos“ u.
Î...ismus (1)): Gottesleugnung, Verneinung der Existenz
Gottes od. seiner Erkennbarkeit. Athelist der; -en, -en
(zu t...ist>: Anhänger des Atheismus, Gottesleugner,
athelisltisch (zu T...istisch): a) dem Atheismus anhän
gend; b) zum Atheismus gehörend, ihm entsprechend
Athellalsie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, theläzcin
„säugen“ u. T2...ie>: (veraltet) svw. Agalaktie
Athe lie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, thëlê „Mutter
brust“ u. T2...ie>: angeborenes Fehlen der Brustwarzen (als
Fehlbildung; Med.)
Athe|ma|tik[auch ...’ma:...] die; - (ausgr. a- „nicht, un-“ u.
TThematik): Kompositionsstil, der auf die Arbeit mit fi
xierten Themen verzichtet (Mus.), athelmaltisch [auch
...ma:...] 1. ohne Thema, ohne Themaverarbeitung
(Mus.). 2. ohne ÎThemavokal gebildet (von Wortformen);
Ggs. Î thematisch (2)
athe mis tisch (aus gleichbed. gr. athemistios): (veraltet)
„frevelhaft, gesetzlos, ungerecht
Äthen,chem. fachspr. Ethen das; -s (zu TÄther u. t...en):
svw. Äthylen
Athelnälumdaj; -s, ...äen (über lat. Athenaeum aus gleich
bed. gr. Athenaion): Tempel der Göttin Athene
Atheo re sie die; - (aus gleichbed. gr. atheöresia); (veral
tet) Unkenntnis, atheolreltisch: (veraltet) unkundig
Äther der; -s (über lat. aether aus gr. aither „obere, feine
Luft“): 1. a) Himmelsluft, wolkenlose Weite des Himmels;
b) nach einer heute aufgegebenen Annahme das nicht nä
her bestimmbare Medium, in dem sich die elektrischen
Wellen im Weltraum ausbreiten (Phys.). 2. a) (chem.
fachspr. Ether) das Oxid eines Kohlenwasserstoffs; b)
Äthyläther (Narkosemittel). 3. Urstoff allen Lebens, Welt
seele (griech. Philos.)
Athelralpie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. atherapeia):
. (veraltet) Mangel an Pflege
Athel rat, chem. fachspr. Etherat das; -s, -e (zu TÄther; vgl.
...at): chem. Verbindung, bei der Äther an einen Metallio-
155
nenkomplex gebunden ist. Äthe|ri|sa|ti|on die; -, -en (zu
î...isation>: Äthernarkose; vgl. ...ation/...ierung. äthe
risch: a) überaus zart, erdentrückt, vergeistigt; b) äther
artig, flüchtig; ätherische Öle: flüchtige pflanzliche Öle
von charakteristischem, angenehmem Geruch (z. B. La
vendel-, Rosen-, Zimtöl). äthe|ri|sie|ren (zu I ...isieren):
Äther anwenden; mit Äther behandeln (Med.). Äthelrisie rung die; -, -en (zu t...isierung>: svw. Ätherisation;
vgl. ...ation/...ierung. Äthe|ris|mus der; - (zu f,,,ismus
(3)>: krankhafte Sucht nach Äther (Med.). Ätherlleib
der; -s, -er: ätherisch gedachter Träger des Lebens im
menschlichen Körper (Anthroposophie); vgl. Astralleib
atherlman (Kurzw. aus ta... u. tdiat/ierman): für Wärme
strahlen undurchlässig. Ather|ma|ni|tät die; - (zu
t...ität>: athermane Beschaffenheit. Ather|mo|sie die; -,
...jen (zu gr. áthermos „ohne Wärme“ u. t2...ie>: (veraltet)
Wärmemangel
athelrolgen (zu ÎAtherom bzw. TAtherosklerose u.
t...gen>: 1. ein tAtherom hervorrufend (Med.). 2. eine
tAtherosklerose erzeugend (Med.). Athelrolgelnelse
die: -, -n: 1. Entstehung eines Î Atheroms. 2. Entstehung ei
ner t Atherosklerose. Athelrom das; -s, -e (zu gr. athérë
(atháre) „Weizenmehlbrei" u. t...om>: 1. Talgdrüsen-,
Haarbalggeschwulst (Med.). 2. degenerative Veränderung
der Gefäßwand bei t Arteriosklerose (Med.)
Athe|ro|ma|nie die;-, ...ien (zu tÄtheru. î...manie): svw.
Ätherismus
athelro ma tös (zu TAtherom u. t...ös>: 1. das Atherom
betreffend (Med.). 2. breiartig (Med.). Athe|ro|ma|to|se
die; -, -n (zu t'...ose>: krankhafte Veränderung der Arte__ rieninnenhaut im Verlauf einer T Arteriosklerose (Med.)
Äthelrolphon, auch ...fon das; -s, -e (zu ÎÄther u.
t. ..phon): Musikinstrument, bei dem die Töne durch Fre
quenzgeneratoren erzeugt werden
Athelrolsklelrolse* die; -, -n (Kurzw. aus IMrAeromatose
u. TXrieriosklerosey. svw. Arteriosklerose, athelrolsklero tisch: svw. atheromatös. Athe|ro|throm|bo|se die;
-, -n (Kurzw. aus ÎAtheromatose u. tThrombosey. Arte
rienverschluss durch Blutgerinnsel infolge Einlagerung
von Blutbestandteilen in den Arterienablagerungen
(Med.)
Atherlrelf lex* ¿/er; -es, -e (zu TÄther u. Î Reflex): durch In
jektion von Äther hervorgerufene Sekretion der Bauch
speicheldrüse (Med.)
Athelsie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. athesia, eigtl.
„Bundbrüchigkeit“): Unbeständigkeit, Treulosigkeit.
Atheslmie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. athesmia): Ge
setz-, Zügellosigkeit, atheslmisch (aus gleichbed. gr.
äthesmos): gesetzlos. Atheltelse die; -, -n (aus gleichbed.
gr. athétêsis zu athetem „verwerfen“): Verwerfung einer
überlieferten Lesart (Textkritik), atheltolid (zu Î *...oid):
der t Athetose ähnlich (Med.). Atheltolse die; -, -n (zu gr.
áthetos „nicht gesetzt, ohne feste Stellung“ u. t‘...ose):
Krankheitsbild bei verschiedenen Erkrankungen mit un
aufhörlichen, ungewollten, langsamen, bizarren Bewegun
gen der Gliedmaßenenden (Med.)
Äthin, ehern, fachspr. Ethin das; -s (zu t Äther u. Î ...in ( 1)>:
svw. Acetylen
Äthilolpilalnislmus, der; - (nach dem Staat Äthiopien,
f,,,aner u. T...ismus (1)): um 1890 unter den Schwarzen in
Südafrika entstandene Bewegung, die den Einfluss der
Weißen in den christlichen Kirchen Afrikas einschränken
od. beseitigen wollte. Äthilolpilde der; -n, -n (vgl. ...ide):
Angehöriger eines ostafrik. Menschentypus (Völkerk.).
Äthi o pislmus (nach dem Staat Äthiopien u. t...ismus
(1)): svw. Äthiopianismus
Athlet der; -en, -en (über lat. athleta aus gleichbed. gr. athlêtés): 1. Wettkämpfer. 2. muskulös gebauter Mann, Kraft
mensch. Athlleltik die; - (aus gleichbed. lat. athletica
...ation/...ierung
(ars)): die von berufsmäßig kämpfenden Athleten (1) aus
getragenen Wettkämpfe im antiken Griechenland. Athletiker der; -s, -: Vertreter eines bestimmten Körperbau
typs (kräftige Gestalt, derber Knochenbau); vgl. Leptoso
me, Pykniker. ath|le|tisch (über gleichbed. lat. athleticus
aus gr. athletikös „zum Wettkampf gehörig, tauglich“): a)
muskulös, von kräftigem Körperbau; b) sportlich durch
trainiert, gestählt
At-Home [əfhoʊm] das; - (zu engl. at home „zu Hause“):
Empfangs-, Besuchstag
Ätholxglse die; -, -n (Kunstw.): Zellulosederivat, das als
wasserlösliches Binde- u. Verdickungsmittel in der Textil
industrie u. Keramik verwendet wird
Athrilolskop* das; -s, -e (zu gr. aithria „heiterer, freier
Himmel" u. t...skop>: in einem Hohlspiegel stehendes
Thermometer für die Messung von Raumstrahlung
(Phys.). Äthri|o|skolpie die; -, ...ien (zu t ...skopie): Mes
sung der Raumstrahlung mit einem Äthrioskop
Athroislma* [a'troysma] das; -s, ...men (aus gr. áthroisma
„Versammlung“); (veraltet) ungeordnete Häufung von
Wahrnehmungen. Athro|zy|to|se die; -, -n (zu gr. athröos „zusammengezogen, zusammengedrängt“, t...zyt u.
Î .ose) : Aufnahme u. Speicherung Î kolloider Substanzen
durch verschiedene Zellarten (z. B. der Nieren; Med.)
Äthyl, chem. fachspr. Ethyl das; -s, -e (zu ÎÄther u. t...yl>:
einwertiges Kohlenwasserstoffradikal (vgl. Radikal 2),
das in vielen organischen Verbindungen enthalten ist.
Äthyllaceltat, chem. fachspr. Ethylacetat das; -s, -e: Es
sigester (Lösungsmittel [bes. für schnell trocknende La
cke] u. Aromastoff). Äthyllallkolhol, chem. fachspr.
Ethylalkohol der; -s : der vom Î Äthan ableitbare Alkohol
(Weingeist); vgl. Äthanol. Äthyllazeltat vgl. Äthylace
tat. Äthyl|chlo|rid, chem. fachspr. Ethylchlorid das; -s:
Chlorverbindung des Äthans, die als Vereisungsmittel zur
örtlichen Betäubung u. als Lösungsmittel verwendet wird.
Äthyllen, chem. fachspr. Ethylen das; -s (zu t...en): ein
fachster ungesättigter Kohlenwasserstoff (im Leuchtgas
enthalten). Äthy|len|gly|kol, chem. fachspr. Ethylengly
kol das; -s, -e: einfachste Verbindung aus der Gruppe der
ÎGlykole, die als Gefrierschutzmittel u. zur Herstellung
von IPolyestern verwendet wird. Äthyllglylkol, chem.
fachspr. Ethylglykol das; -s, -e : Flüssigkeit, die als langsam
verdunstendes Lösungsmittel für Lacke verwendet wird.
Äthyllislmus der; -, ...men (zu î...ismus (3)>: Vergiftung
mit Äthylalkohol, Alkoholvergiftung (Med.)
Athylmie die; -, ...ien (aus gr. athymia „Mutlosigkeit, Ver
zagtheit“): Antriebslosigkeit, Schwermut (Med.), athymisch (aus gleichbed. gr. áthymos): antriebs-, mutlos
Athylrelolse die; -, -n (zu gr. a... „nicht, un-“, thyreós „Tür,
türförmiges Schild; Schilddrüse“ u. î ‘...ose): angeborenes
Fehlen od. krankhafte Veränderung der Schilddrüse
(Med.)
Atilmie die; - (aus gleichbed. gr. atimiazu átimos „ehrlos“):
a) Entehrung, Ehrlosigkeit; b) bes. im alten Athen Entzie
hung der bürgerlichen Ehrenrechte als Strafe, atilmieren (zuT...ieren): (veraltet) a) entehren; b) jmdm. die bür
gerlichen Ehrenrechte entziehen (bes. im alten Athen)
Ätiollolgie die; -, ...ien (über lat. aetiologia zugr. aitiologia
„Angabe des Grundes“, dies zu aitia „Grund, Ursache“):
1. Lehre von den Krankheitsursachen (Med.). 2. Gesamt
heit der Faktoren, die zu einer bestehenden Krankheit ge
führt haben (Med.); vgl. Pathogenese, ätiollolgisch (zu
!...logisch): a) die Ätiologie betreffend; b) ursächlich, be
gründend; ätiologische Sagen: Sagen, die auffällige Er
scheinungen, Bräuche u. Namen erklären wollen
...altilon (aus gleichbed. lat. -atio, Gen. -ationis): Endung
weiblicher Substantive, die meist den substantivischen Ge
brauch des zugrunde liegenden Vorgangs ausdrückt, z. B.
Inspiration, Meditation. ...altilon/...ielrung: oftmals
Ätiopathogenese
156
eine poröse Wand (Chem.). Atlmolmelter das; -s, - (zu
konkurrierende Endungen von Substantiven, die von Ver
t‘...meter): Verdunstungsmesser (Meteor.), atlmolphil
ben auf Î..deren abgeleitet sind. Oft stehen beide Bildun
(zu Î ...phil) : in der Atmosphäre angereichert vorkommend
gen ohne Bedeutungsunterschied nebeneinander, z. B. Iso(z.B. Stickstoff, Sauerstoff). Atlmolsphälre die; -, -n: 1.
lation/Isolierung, Konfrontation/Konfrontierung, doch
a) Gashülle eines Gestirns; b) Lufthülle der Erde. 2. [nicht
zeichnen sich insofern Bedeutungsnuancen ab, als die
gesetzliche] Einheit des Druckes (Zeichen für die physik.
Wörter auf ...ation stärker das Ergebnis einer Handlung
A.: atm, früher: Atm; für die techn. A.: at). 3. eigenes Ge
bezeichnen, während die Parallelbildung auf ...ierung
präge, Ausstrahlung, Stimmung, Fluidum. Atlmolsphämehr das Geschehen od. die Handlung betont, wofür al
renüberdruck der; -s: der über 1 Atmosphäre (2) lie
lerdings auch nicht selten die Bildung auf ...ation ge
gende Druck (veraltetes Zeichen: atü). Atlmolsphälrillibraucht wird; vgl. ‘...ion
en [,,,iən] die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. atmosphaerilia
Ätio|pa|tho|ge|ne|se die; - (zu gr. aitia „Grund, Ursa
(Plur.)): die physik. u. chem. wirksamen Bestandteile der
che“): Lehre von der Ursache u. der Entstehung einer
Atmosphäre (z.B. Sauerstoff, Stickstoff), atlmolsphäKrankheit, ätioltrop* (zu î ...trop): auf die Ursache einer
risch: 1. a) die Atmosphäre (1) betreffend; b) in der At
Krankheit wirkend
mosphäre (1). 2. a) Atmosphäre (3), ein besonderes Flui
Atjar [a:tʃar] vgl. Acar
dum betreffend; b) nur in sehr feiner Form vorhanden u.
Atllantrfer; -en, -en (nach dem Riesen Atlas (vgl. 'Atlas) u.
daher kaum feststellbar; nur andeutungsweise vorhanden,
zu t ...ant) : Gebälkträger in Gestalt einer kraftvollen Män
anklingend, z.B. ein nur -er Bedeutungsunterschied. Atnerfigur anstelle eines Pfeilers od. einer Säule (Archit.):
molsphälrolgralfie, auch ...gralphie die; - (zu t...gravgl. Karyatide. at|lan|tal (zu t'...al (1)>: zum Î'Atlas (3)
fie): wissenschaftliche Beschreibung der Atmosphäre (1).
gehörend (Med.). Atllan|thro|pus*iZer;-, ...pi (nach dem
Atimo sphä rollo gierfe, - (zu Î ...logie): Zweig der Me
Fundort im Atlas(gebirge) u. zu gr. änthröpos „Mensch“):
teorologie, der sich mit der Atmosphäre (1) befasst
Urmenschenform der Pithekanthropus-Gruppe. Atllantikóter; -s (über lat. Atlanticus (oceanus) ausgr. Atlantikös Atoll das; -s, -e (über gleichbed. engl. atoll aus Malayalam
adal „verbindend“): ringförmige Koralleninsel
(pélagos), nach dem Gebirge Atlas): Atlantischer Ozean.
At|lan|tik|char|ta [...karta] die; -: 1941 auf einem ame- Atom das; -s, -e (über lat. atomus aus gr. átomos „unteilbar;
unteilbarer Urstoff“ zu gr. a- „nicht, un-“ u. témnein
rik. Kriegsschiff zwischen Roosevelt u. Churchill aufge
„schneiden“): kleinste, mit chem. Mitteln nicht weiter zer
stellte Grundsätze über Kriegsziele u. Nachkriegspolitik.
Atllanltiklpaktrfer; -s: svw. NATO. Atllanltilkum das;
legbare Einheit eines chem. Elementes, die noch die für
das Element charakteristischen Eigenschaften besitzt,
-s (zu I Atlantik u. t...ikum): Wärmeperiode der Nacheis
atolmar (zu 7...ar): a) ein Atom betreffend; b) die Kern
zeit. Atllanltis die; - (aus Atlantis, dem Namen einer von
energie betreffend; c) mit Kernenergie [angetrieben]; d)
Platon (428/427-348/347 v. Chr.) erwähnten Insel im At
Atomwaffen betreffend. Atom|bat|te|rie die; -, -n: svw.
lantischen Ozean): sagenhafte Insel im Atlantischen Oze
an. atllanltisch: 1. dem Atlantischen Ozean angehörend.
Reaktor (1). Atomibomlbe die; -, -n: Sprengkörper, bei
2. den Atlantikpakt betreffend. 3. (veraltet) riesenhaft, at- dessen Explosion Atomkerne unter Freigabe größter
Energiemengen zerfallen. Atomlbomiber der; -s, -:
lanltolaxilal: zum î 'Atlas (3) u. zum zweiten Halswirbel
(vgl. Axis) gehörend (Med.). Atllanltolsaulriler [...in]
Kampfflugzeug, das Atomsprengkörper mit sich führt.
Atomlbrenlner der; -s, -: svw. Reaktor (1). Atomldisder; -s, - u. Atllanltolsaulrus der; -, ...rier [,..iu]: (zu gr.
saüros „Eidechse“): svw. Apatosaurier. 'At las der; Gen.
perisilonUZ/e, -, -en: Differenz der Atomrefraktionen bei
zwei verschiedenen Wellenlängen (Chem.). Atomlener- u. -ses, Plur. -se u. ...lantén (nach dem Riesen Atlas (gr.
Atlas) in der griech. Sage, der das Himmelsgewölbe trägt):
gie die; -: bei einer Kernspaltung frei werdende Energie,
1. a) Sammlung gleichartig bearbeiteter geografischer
Kernenergie. Atom|ge|ne|ra|tor der; -s, -en: Gerät zur
Karten in Buchform; b) Sammlung von Bildtafeln aus fei
Gewinnung elektrischer Energie aus radioaktiver Strah
nem Wissensgebiet in Buchform. 2. (selten) svw. Atlant. 3.
lung. Atom ge wicht das; -[e]s: Vergleichszahl, die an
(ohne Plur.) erster Halswirbel, der den Kopf trägt (Med.)
gibt, wievielmal die Masse eines bestimmten Atoms grö
2At|las der; Gen. - u. -ses, Plur. -se (aus arab. atlas „kahl,
ßer ist als die eines Standardatoms. Atomlgitlter das; -s:
glatt; Seidenstoff4): Gewebe mit hochglänzender Oberflä
Kristallgitter, dessen Gitterpunkte mit Atomen besetzt
che in besonderer Bindung (Webart)
sind (z.B. beim Diamanten). Atom gramm das; -s, -e:
At|las-Ra|ke|te die; -, -n (zu î'Atlas u. tRakete): amerik.
svw. Grammatom, atolmisch: (schweiz.) svw. atomar.
Rakete für Forschungs- u. Militärzwecke
Atolmilseur [,,,'zo:b] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. atomi
atllaslsen (zu t2Atlas>: aus Î'Atlas
seur): Zerstäuber, atolmilsielren (zu TAtom u. T ...isieAt latl ¿fe; -, - (aus aztek. (Nahuatl) atlatl „Speerschleu
ren) : bewirken, dass etw. in kleinste Teile zerfällt, aufge
der“): als Kriegs- u. Jagdwaffe auf dem gesamten amerik.
löst, zerlegt wird. Atomismus der; - (zu t...ismus (1)>:
Kontinent seit altindian. Zeit verbreitete Speerschleuder
Anschauung, die die Welt u. die Vorgänge in ihr auf die Be
Atlman der od. das: -[s] (aus gleichbed. sanskr. ätmän):
wegung von Atomen zurückführt. Atolmist der; -en, -en
Seele in der indischen Philosophie
(zu Î...ist) : Vertreter der Lehre des Atomismus. AtolmisAt|mi|a|trie* die; - (zu gr. atmös, atmis, Gen. atmidos
tik die; - (zu T ...istik): svw. Atomismus. atolmisltisch
„Dampf' u. T...iatrie>: (veraltet) svw. Pneumologie. At(zu T ...istisch): 1. die Atomistik betreffend. 2. in kleine
mildilaltrie* die; - (zu gr. diá „durch“ u. î...iatrie>: (ver
Einzelbestandteile auflösend. Atolmilum das; -s (zu
altet) Heilung durch Dämpfe mittels 11nhalation. Atlmit...ium): das auf der Brüsseler Weltausstellung 1958 er
dolmelteri/ɑ,s`, -s, - (zuT‘...meter): svw. Atmometer. Atrichtete Ausstellungsgebäude in Form eines Atommo
molbios das; -: die Gesamtheit der auf Landpflanzen u.
dells. Atolmilzer [ætəmaɪzə] der; -s, - (aus gleichbed.
Landtieren lebenden Organismen. Atlmolkaulsis die; engl. atomizer): svw. Atomiseur. Atom|ka|lot|te die; -,
(zu gr. kaüsis „(von Ärzten geübtes) Brennen, Ausbren
-n (zu TAtom u. tKalotte): Atommodell aus Holz od.
nen“): Ausdampfung der Gebärmutterhöhle bei starken
Kunststoff, das die räumliche Ausdehnung des Atoms u.
Blutungen (Med.). Atlmol!olgie<#e; - (zu Î ...logie): (ver
die Bindungsabstände u. -winkel wiedergibt u. als Baustein
altet) Teilgebiet der Physik, das sich mit der Verdunstung
zum Aufbau von Molekülmodellen dient. Atom Ikern der,:
beschäftigt. Atlmollylsedie; -, -n (zu t...lyse>: Trennung
-[e]s, -e: der aus Î Nukleonen bestehende, positiv geladene
eines Gasgemisches unter Ausnutzung der unterschiedli
innere Bestandteil des Atoms, der von der Elektronenhülle
chen Diffusionsgeschwindigkeiten der Einzelgase durch
(vgl. 'Elektron) umgeben ist. Atpm|kon|stan|te*<7ie,-n,
157
-n: für die Eigenschaften u. das Verhalten der Materie in
atomaren u. tsubatomaren Bereichen charakteristische
universelle t Konstante, Atomlmeiller der; -s, svw. Re
aktor (1). Atomlmoldell das; -s, -e: von experimentellen
Befunden ausgehende räumliche Darstellung des Atom
baus, mit deren Hilfe viele der Eigenschaften u. Wirkun
gen des Atoms gedeutet werden können, Atomlmüll der;
-s: Sammelbez. für radioaktive Abfallstoffe. Atomlphysik die; -: Physik der Elektronenhülle u. der in ihr ablau
fenden Vorgänge. Atomlraldilus der; -, ...dien [,,,jən]:
kürzeste Entfernung, bis zu der sich ein Atom an den Kern
eines zweiten Atoms annähern kann. Atomlralkelte die;
-, -n: 1. Rakete mit atomarem Sprengkopf. 2. Rakete, die
durch Atomenergie angetrieben wird. Atomlrelakltor
der: -s, -en: svw. Reaktor (1). Atomlspekltrum* das; -s,
...tren: von der Hülle eines Atoms ausgesandtes ÎSpek
trum. Atomlstopp der: -s: Einstellung der Atombom
benversuche u. Einschränkung der Herstellung spaltbaren
Materials. Atomltest der: -s, Plur. -s, auch -e u. Atomverlsuch der; -s, -e: Erprobung von atomaren Sprengsät
zen im Weltraum, auf u. unter der Erde. Atom|waf|fen
die (Plur.): Waffen, deren Wirkung auf der Kernspaltung
od. -Verschmelzung beruht
Aton {ägypt.; eigtl. „Sonnenscheibe“>: ägypt. Sonnengott
(dargestellt als Scheibe mit Strahlen, die an ihren Enden zu
Händen ausgebildet sind)
atolnal [auch ... na:l] (zu gr. a- „nicht, un-“ u. T tonal): nicht
tonal, nicht auf dem harmonisch-funktionalen Prinzip der
ÎTonalität beruhend; atonale Musik: Musik, die nicht auf
dem harmonisch-funktionalen Prinzip der (Tonalität be
ruht. Atolnallist der; -en, -en (zu T ...ist): Vertreter der
atonalen Musik. Ato|na|li|tät die; - (zu T...ität): Kompo
sitionsweise der atonalen Musik. Atol nie zZZe; -, ...ien
(über mlat. atoniaausgleichbed.gr. atonía): Erschlaffung,
Schlaffheit [der Muskeln] (Med.), atolnisch (aus gr. áto
nos „abgespannt, schwach“): auf Atonie beruhend. Atonon [auch 'a,,,] das; -s, ...na (zu Î ‘...on): unbetontes Wort
((Enklitikon od. t Proklitikon)
Atoipen das; -s, -e (zu (Atopie u. (...en): Stoff, der eine
T Atopie auslöst (Med.)
Atolphan® das; -s (Kunstw.): Mittel gegen Rheuma u.
Gicht
Atolpie die; -, ...ien (aus gr. atopia „Widerspruch“): svw.
Idiosynkrasie, atolpisch (aus gr. átopos „nicht an seiner
Stelle“): nicht in der richtigen Lage befindlich, versetzt,
verlegt (Med.)
...altor (aus lat. -ator (mit Erweiterungssilbe -at- zu Î ...or)>:
Endung von männlichen Substantiven, die den Träger des
im Wortstamm genannten Geschehens bezeichnet (Person
od. Sache), z.B. Organisator, Generator
Atour [a'tu:n] der; -s, -s (meist Plur.) (aus gleichbed. fr.
atour zu atourner, vgl. atournieren): (veraltet) weiblicher
Putz, Schmuck, Staat, atourlnielren (aus gleichbed. fr.
atourner): (veraltet) putzen, schmücken
Atout [a'tu:] das, auch der; -s, -s (aus gleichbed. fr. atout zu
à tout „bei, zu allem“): Trumpf im Kartenspiel, à toute
force [atut'fɔrs]: mit aller Kraft, atout ha Isard [atuta'za:r]: auf gut Glück, aufs Geratewohl, atoultielren [atu'ti:...] (zu (..deren): (veraltet) mit Trumpf stechen, durch
Trumpf mitnehmen (beim Kartenspiel), à tout prix [atu'pri] (/k): um jeden Preis
atolxisch (ausgr. a- „nicht, un-“ u. (toxisch): ungiftig
atra|bi|lär* od. atra|bi|la|risch (ausgleichbed. mlat. atrabilarius, eigtl. „schwarzgallig“, zu lat. ater „schwarz“ u.
bilis „Galle“): (veraltet) schwermütig. Atra billiItät die: (zu (...ität): svw. Melancholie
atralchellisch* (aus gleichbed. gr. atráchélos): (veraltet)
ohne Hals, kurzhalsig (Med.)
AtraIment* das; -s, -e (aus lat. atramentum „schwarze
Attachement
Flüssigkeit, schwarze Farbe“): (veraltet) eine früher ver
wendete schwarze Farbe bzw. Tinte, atralmenltielren
(zu ( ..deren): Stahl zur Verhütung von Korrosion u. Rost
bildung mit einer Oxid- od. Phosphatschicht überziehen,
atralmenltös (zu (...ös): (veraltet) tintenfarbig, tinten
schwarz
atraulmaltisch* (zu gr. a- „nicht, un-“ u. (traumatisch):
ohne Wunde od. Verletzung verlaufend (z. B. von der chi
rurgischen Naht mit atraumatischen Nadeln: Med.)
atrelkisch* (zu gr. atrekem „wahr, genau sein“): (veraltet)
richtig, wahrheitsgemäß
Atrelmie* die; -, ..den (aus gr. atremia „das Nichtzittern;
Unerschrockenheit“): (veraltet) 1. Furchtlosigkeit, Uner
schrockenheit, Ruhe. 2. Unfähigkeit zu gehen u. zu stehen
wegen mangelnden Zusammenwirkens der entsprechen
den Muskeln (Med.), atrelmisch (aus gr. atremes „nicht
zitternd, ruhig“): (veraltet) 1. unerschrocken, ruhig. 2. an
Atremie (2) leidend (Med.)
Atrelsie* die;-, ..den (zugr. a- „nicht, un-“, trësis „Loch“ u.
(2...ie): Fehlen einer natürlichen Körperöffnung (z. B. des
Afters; Med.), atreltisch (aus gr. átretos- „nicht durch
bohrt, ohne Öffnung“): verschlossen, mit verwachsener
Öffnung (Med.)
a tre volci [- - 'vo:tʃi] (Z/.; „zu, für drei Stimmen“): drei
stimmig (Mus.)
Atrilchie* die; -, ..den (zu tatrichisch u. (2...ie): angebore
nes od. erworbenes Fehlen der Körperhaare (Med.), atrichisch (aus gleichbed. gr. ätrichos): unbehaart (Med.)
Atril* der; -s, -e (aus gleichbed. span, atril): (veraltet) Lese
pult
Atriloltolmie* die; -, ..den (zu tAtrium u. (...tomie): ope
rative Spaltung eines Herzvorhofs (Med.). Atrilum das;
-s, ...ien [..dan] (aus lat. atrium „Hauptraum des Hauses“,
weitere Herkunft unsicher): 1. offener Hauptraum des altröm. Hauses. 2. Säulenvorhalle (vgl. Paradies 2) altchrist
licher u. romanischer Kirchen. 3. Vorhof, Vorkammer des
Herzens (Med.). 4. Innenhof eines Hauses. Atrilumlbungallow der; -s, -s u. Atrilumlhaus das; -es, ...häuser:
Bungalow, Haus, das um einen Innenhof gebaut ist
atrop* (zu gr. a- „nicht, un-“ u. (...trop): aufrecht, gerade
(von der Stellung der Samenanlage; Bot.)
Atrolphie* die; -, ..den (über lat. atrophia aus gr. atrophia
„Mangel an Nahrung; Auszehrung“): (bes. durch Ernäh
rungsstörungen bedingter) Schwund von Organen, Gewe
ben, Zellen (Med.). atro|phi_e|ren (zu T..deren): schwin
den, schrumpfen (von Organen, Geweben, Zellen; Med.),
atrolphisch: an Atrophie leidend, im Schwinden begrif
fen (Med.)
Atrolpin* i/ɑs,- -s (zu nlat. atropa belladonna „Tollkirsche“
(dies zum Namen der gr. 1 Moira Atropos „die Unerbittli
che“) u. t...in (1)): giftiges ÎAlkaloid der Tollkirsche
Atrolsie* rZZe; - (aus gleichbed. gr. atrösia): (veraltet) Un
verwundbarkeit
Atrolziltät* die; -, -en (aus gleichbed. lat. atrocitas, Gen.
atrocitatis zu atrox „grausam“): Grausamkeit, Abscheu
lichkeit
atltaclca [...ka] {it.; Imperativ von attaccare „anhängen“):
den folgenden Satz od. Satzteil ohne Unterbrechung an
schließen (Vortragsanweisung; Mus.), atltalchant
[...Ja:] {fr.; Part. Präs, von attacher, vgl. attachieren): (ver
altet) anziehend; anhänglich. Atltalché [...Je:] der; -s, -s
(aus gleichbed. fr. attaché, eigtl. „Zugeordneter“, substan
tiviertes Part. Perf. von attacher, vgl. attachieren): 1. erste
Dienststellung eines angehenden Diplomaten bei einer
Vertretung seines Landes im Ausland. 2. Auslandsvertre
tungen eines Landes zugeteilter Berater (Militär-, Kultur-,
Handelsattaché usw.). Atltalchelment [,,,ʃə'ma:] das,s,
-s (aus gleichbed. fr. attachement zu attacher, vgl. attachie
ren): (veraltet) Anhänglichkeit, Zuneigung, atltalchie-
A
attachiert
ren [,,,'ʃt:...] (aus fr. attacher „festmachen, anschließen,
zuordnen“): 1. (veraltet) zuteilen (Heerw.). 2. sich (ver
altet) sich anschließen. at|ta|chi_ert (zu t.-.iert): (veral
tet) ergeben, zugetan; beigegeben. Atltachlment [ə'tæʧmənt] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. attachment, eigtl.
„Zuordnung; Anhänglichkeit“, dies aus fr. attachement,
vgl. Attachement): als Anlage mit einer ÎE-Mail mitge
schickte digitale Datei (EDV). Atltack [ə'tæk] die; -, -s
(aus engl. attack, eigtl. „Angriff, Ansatz“, vgl. Attacke):
Zeitdauer des Ansteigens des Tons bis zum Maximum
beim ÎSynthesizer. ’Atltaicke [a'takə] die; -, -n (aus
gleichbed. fr. attaque zu attaquer, vgl. attackieren): 1. a)
Reiterangriff; b) Spielzug, durch den der Gegner in die
Verteidigung gedrängt wird (Sport) ; c) mit Schärfe geführ
ter Angriff; eine Attacke gegen jmdn./etwas reiten: jmdn.
od. jmds. Ansichten o.Ä. attackieren, dagegen zu Felde
ziehen. 2. Schmerz-, Krankheitsanfall (Med.). 2Atlta|cke
die; -, -n (aus gleichbed. engl. attack, dies aus fr. attaque,
vgl. 'Attacke): lautes, explosives Anspielen des Tones im
Jazz, atltajckielren (aus fr. attaquer „angreifen“): 1. [zu
Pferde] angreifen. 2. scharf kritisieren, gegen jmdn., etw.
zu Felde ziehen. At|ta|ckier|stoß der; -es, ...stoße: rasch
ausgeführter Fechtstoß bei einer vom Gegner gegebenen
Blöße
at|ta|mi|nie|ren (aus lat. attaminare „entehren“): (veral
tet) beflecken, verderben, schänden
Atltaque [a'tak] die; -, -s [a'tak] (aus gleichbed. fr. attaque,
vgl. 'Attacke): gegen den nicht angreifenden Gegner ge
führter Angriff (Fechten)
Atltalsche die; -, -n (zu fr. attacher „befestigen“): Ansatz
platten für Henkel od. Griffe an Metallgefäßen (bes. aus
Antike u. Altertum), die ornamental (z.B. palmettenför
mig) od. figürlich gestaltet sein können
Atlteinlte [a'tetə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. atteinte zu at
teindre „erreichen; berühren, befallen“, dies zu gleichbed.
lat. attingere); (veraltet) 1. Berührung. 2. leichter Krank
heitsanfall, Anwandlung (Med.)
Atltellaige [.,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. attelage zu at
teler, vgl. attelieren): (veraltet) Pferdegeschirr. at|te!lieren (aus gleichbed. fr. atteler): (veraltet) anspannen
atjtemlpelrielren (aus lat. attemperare „anpassen, anfü
gen“): (veraltet) mäßigen, mildern
atltemlpolrielren (zu tad..., lat. tempus, Gen. temporis
„Zeit“ u. t,,,ieren): (veraltet) sich in die Zeit schicken, den
Zeitumständen anpassen
atltenldielren (über fr. attendre „erwarten“ zu lat. atten
dere „hinstrecken; achtgeben“): (veraltet) 1. achtgeben. 2.
erwarten
at|tenldrie|ren* [atä...] (aus gleichbed. fr. attendrir zu ten
dre „weich“, dies zu lat. tener): (veraltet) rühren, milde
stimmen. At|ten|dris|se!ment [...’mi] das; -s (aus
gleichbed. fr. attendrissement): (veraltet) Rührung
Atltenltat [auch ... 'ta:t] das; -s, -e (unter Einfluss von fr. at
tentat „(Mord)anschlag“ aus lat. attentatum „versuchtes
(Verbrechen)“): Anschlag auf einen politischen Gegner;
Versuch, einen politischen Gegner umzubringen; ich habe
ein Attentat auf dich vor: (ugs. scherzh.) ich werde mich
gleich mit einer für dich vielleicht unbequemen Bitte um
Unterstützung o.Ä. an dich wenden. Atltenltälter [auch
.. ,'tɛ:,,,] der; -s, -: jmd., der ein Attentat verübt, atltenltatolrisch (aus gleichbed. nlat. attentatorius): (veraltet) wi
derrechtlich eingreifend. at|ten|tie|ren (überfr. attenter
zu lat. attentare „versuchen“): (veraltet) 1. versuchen. 2. in
fremde Rechte eingreifen. At|ten|ti|on [atâ'siô:] die; (aus gleichbed. fr. attention): Aufmerksamkeit, Achtung,
Obacht (meist als Ausruf, Mahnung zur Vorsicht). Atten tisimus [aten...] der; - (aus gleichbed. fr. attentisme,
eigtl. „abwartende Haltung“, zu attendre „warten“ (dies
zu lat. attendere, vgl. attendrieren); vgl. ...ismus): 1. Hal
158
tung eines Menschen, der seine Entscheidung zwischen
zwei kämpfenden Parteien vom jeweiligen Erfolg einer der
Parteien abhängig macht. 2. abwartende Haltung beim
Kauf von Rentenwerten (Wirtschaft)
At|te|nula|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. attenuatio zu
attenuare, vgl. attenuieren): (veraltet) Verdünnung,
[Abjschwächung; vgl. ...ation/...ierung. atlte|nu|ie|ren
(aus gleichbed. lat. attenuare); verdünnen, [abjschwächen.
Atltelnulielrung die; -, -en (zu t,,,ierung): Abschwä
chung der krank machenden Fähigkeit von Erregern
(Med.); vgl. ...ation/...ierung
Atlteriralge [--,ʒə] die; -, -n (aus fr. atterrage „Nähe des
Landes; küstennaher Meeresteil" zu atterrir, vgl. atterrieren): (veraltet) das Landen, Landeplatz. at|ter|rie|ren
(aus gleichbed. fr. atterrir, dies zu lat. ad terram „ans
Land, zur Erde“): (veraltet) 1. zu Boden werfen. 2. a) an
landen; b) zu Uferland werden
Atltest das; -[e]s, -e (Kurzf. für älter Attestat aus lat. attes
tatum, Part. Perf. (Neutrum) von attestari, vgl. attestie
ren; vgl. Testament): 1. ärztliche Bescheinigung über ei
nen Krankheitsfall. 2. (veraltet) Gutachten, Zeugnis. At
testant der; -en, -en (zu t,,,ant (1)): (veraltet) jmd., der
etw. bescheinigt. At|tes|ta|tilon die; -, -en (aus lat. attes
tatio „Bezeugung, Bescheinigung“): 1. a) Erteilung der
Lehrbefähigung in der DDR unter Erlass gewisser Prü
fungen; b) Titelverleihung bzw. Bescheinigung einer Qua
lifikationsstufe in der DDR ohne Prüfungsnachweis, und
zwar als Berufsanerkennung für langjährige Praxis. 2.
schriftliche, regelmäßige Beurteilung der Fähigkeiten ei
nes Offiziers der Nationalen Volksarmee der DDR zur
Förderung seiner Entwicklung; vgl. ...ation/...ierung. attesltielren (aus lat. attestari „bezeugen, bestätigen“, vgl.
..deren): 1. bescheinigen, schriftlich bezeugen. 2. (veral
tend) jmdm. eine Attestation erteilen. Atltesltielrung
die; -, -en (zu t...ierung): das Bescheinigen; vgl. ...ation/
...ierung
Atltilka die; -, ...ken (aus Zat. Attica, Fem. von Atticus, aus
gr. Attikös „aus der griech. Landschaft Attika“): halbge
schossartiger Aufsatz über dem Hauptgesims eines Bau
werks, oft Träger von Skulpturen od. Inschriften (z. B. an
römischen Triumphbogen; Archit.)
Atltüla die; -, -s, auch der; -s, -s (aus gleichbed. ung. atilla,
nach dem Hunnenkönig Attila): a) kurzer Rock der ung.
Nationaltracht; b) mit Schnüren besetzte Husarenjacke
atltilrielren (aus gleichbed. fr. attirer): (veraltet) hinzuzie
hen, anlocken, bestechen
atltisch (aus gleichbed. lat. Atticus, gr. Attikös): 1. auf die
altgriech. Landschaft Attika, bes. auf Athen bezogen. 2.
fein, elegant, witzig; attisches Salz: geistreicher Witz
at|ti|sie|ren (aus gleichbed. fr. attiser): (veraltet) anschü
ren, anfachen. At|ti|soir [..,'zoam] der; -s, -s (aus gleich
bed. fr. attisoir): (veraltet) Schüreisen, Feuerhaken
At|ti|tude [,.,'tyd] die; -, -s [,..'tyd] (aus/r. attitude „Stel
lung, Haltung“, dies über Z/. attitudine aus lat. aptitudo
„Brauchbarkeit“ ) : Ballettfigur, bei der ein Bein rechtwink
lig angehoben ist. 1Atltiltü|de die; -, -n: a) Einstellung,
[innere] Haltung; b) angenommene, nur den Anschein ei
ner bestimmten Einstellung vermittelnde Pose. 2AtItiItüde iZ/e; -, -n (aus gleichbed. engl.-amerik. attitude zu î At
titude): durch Erfahrung erworbene dauernde Bereit
schaft, sich in bestimmten Situationen in spezifischer Wei
se zu verhalten
Atltilzisimus der; -, ...men (über lat. atticismus aus gr. attikismös „attische Mundart, attischer Ausdruck“): 1. [fei
ne] Sprechweise der Athener; Ggs. ÎHellenismus (2). 2.
Gegenbewegung gegen den 1 Asianismus, die die klassi
sche Sprache als Vorbild bezeichnete. Atltilzist der; -en,
-en (zu t...ist): Anhänger der klassischen athenischen
Sprechweise, Vertreter des Attizismus (2). at ti zis tisch
159
(zu Î ...istisch): a) den Attizismus betreffend; b) die Auf
fassung des Attizismus vertretend
Atlto... (zu dän. atten „achtzehn“ (weil es den 10'8ten Teil
einer Maßeinheit bezeichnet)): Vorsatz vor Maßeinheiten
mit der Bedeutung „ein Trillionstel (der 10lste Teil)“ der
genannten Maßeinheit; Zeichen a (z. B. Attometer; Zei
chen am). At|to|me|ter [auch ato...] der od. das; -s, ein
trillionstel Meter
Atltolniltät die; - (zu lat. attonitus „betäubt“ u. Î ...ität): re
gungsloser Zustand des Körpers. Regungslosigkeit bei er
haltenem Bewusstsein (Med.)
Atltracltant* [ə'træktənt] der od. das; -s, -s (meist Plur.)
(aus gleichbed. engl. attractant zu lat. attractus, Part. Perf.
von attrahere, vgl. attrahieren): Lockstoff (für Insekten),
atltralhielren [atra...] (aus gleichbed. lat. attrahere);
(veraltet) anziehen, an sich ziehen. Atltrait [a'trɛ:] der; -s,
-s (aus gleichbed. fr. attrait): (veraltet) Anziehung, Reiz.
’Atltrakltilon die; -, -en (über gleichbed. engl. attraction,
fr. attraction aus lat. attractio „das An-sich-Ziehen“; vgl.
attrahieren): 1. Anziehung, Anziehungskraft. 2. Glanz
nummer, Zugstück. 2Atltrak|ti|on die; -, -en (aus lat. at
tractio, vgl. 'Attraktion): Angleichung im Bereich der
Lautung, der Bedeutung, der Form u. der Syntax (z. B. die
am stärksten betroffensten statt betroffenen Gebiete;
Sprachw.). atltrakltiv (aus gleichbed. fr. attractif): 1. ver
lockend, begehrenswert, erstrebenswert. 2. anziehend auf
grund eines ansprechenden Äußeren, gut aussehend. Attrakltilviltät [...v...] die; - (zu t ...ität): Anziehungskraft,
die jmd./etwas besitzt. Atltrakltor der; -s, ...oren (zu
T...or): Bez. für den Endzustand eines tdynamischen Sys
tems bei Ablaufen eines fevolutionären Prozesses (z.B.
Ausgleichsprozess,
Phasenumwandlung;
statistische
Phys.)
Atltraplpe* die; -, -n (aus gleichbed. fr. attrape, eigtl. „Fal
le, Schlinge“, zu attraper, vgl. attrappieren): [täuschend
ähnliche] Nachbildung bes. für Ausstellungszwecke (z.B.
von verderblichen Waren); Blind-, Schaupackung. Attrap pen ver such der; -[e]s, -e: Experiment mit Attrap
pen, d.h. mit [meist vereinfachten] Nachbildungen von
Reizmustern, auf die das Versuchstier seiner Natur ent
sprechend reagiert (Verhaltensforschung), atltraplpieren (aus fr. attrapper „fangen, erwischen, täuschen“ zu
trappe „Falle“, dies aus dem Germ.): (veraltet) erwischen,
ertappen
at|trek|tie|ren* (aus gleichbed. lat. attrectare): (veraltet)
berühren, betasten
atltribuieren* (aus lat. attribuere „zuteilen“): 1. als At
tribut (2) beigeben. 2. mit einem Attribut versehen. Attri
but das; -[e]s, -e (aus lat. attributum „das Zugeteilte“,
Part. Perf. (Neutrum) von attribuere, vgl. attribuieren) : 1.
Eigenschaft, Merkmal einer Substanz (Philos.). 2. einem
Substantiv, Adjektiv od. Adverb beigefügte nähere Be
stimmung (z.B. der große Garten; die Stadt hinter dem
Strom; sehr klein; tief unten; Sprachw.). 3. Kennzeichen,
charakteristische Beigabe einer Person (z. B. der Schlüssel
bei der Darstellung des Apostels Petrus). At|tri|bu|ti|on
die; -, -en (aus lat. attributio, eigtl. „Anweisung einer Geld
schuld“): (veraltet) Verleihung von Rechten, Bevollmäch
tigung. atltrilbultiv (zu Î Attributu. T...iv): als Beifügung,
beifügend (Sprachw.). Atltrilbultilvum [...v...] das; -s,
Plur. ...va u. ...ve (aus nlat. (verbum) attributivum): als
T Attribut (2) verwendetes Wort (Sprachw.). At|tri|butsatz der; -es, ...sätze: Nebensatz in der Rolle eines Glied
teilsatzes, der ein Attribut (2) wiedergibt (z. B. eine Frau,
die Musik studiert,... anstelle von: eine Musik studierende
Frau ...)
atltrisltielren* (aus gleichbed. fr. attrister zu triste „be
trüblich, schwermütig“, dies aus gleichbed. lat. tristis);
(veraltet) betrüben, kränken
Audimeter
(aus gleichbed. lat. attritus, Part. Perf. von atterere
„zerreiben; abnutzen; schwächen, hart mitnehmen“):
(veraltet) abgerieben; abgenutzt; geschwächt. Atltrütilon
die; -, -en (aus lat. attritio „Abreibung“, mlat. „Zerknir
schung“): noch nicht vollkommene, nur aus Furcht vor
Strafe empfundene Reue; Ggs. tKontrition. Atltriltilonislmus der; - (zu t...ismus (1)): katholisch-theologische
Lehre, die besagt, dass die unvollkommene Reue zum
Empfang des Bußsakraments genügt; vgl. Kontritionismus
atü: veraltetes Zeichen für Atmosphärenüberdruck
Atylchie die; - (aus gleichbed. gr. atychia): (veraltet) Un
glück, Missgeschick, atylchisch: (veraltet) unglücklich
Atylpie die;-(.zugr. a- „nicht, un-“, ÎTyp u. î2...ie): Regel
losigkeit (des Verlaufs einer Krankheit; Med.j.atylpisch
[auch a’ty:...] (aus.gr. a- „nicht, un-“ u. Ttypisch): a) unre
gelmäßig, nicht typisch; b) von der Regel abweichend (bes.
vom Krankheitsverlauf gesagt)
Aulbade [o'ba:d] die; -, -n [o'ba:dən] (aus gleichbed. fr. au
bade): 1. svw. Aube. 2. Morgenlied, -Ständchen (Mus.);
Ggs. TSerenade. Aube [o:b] die; -, -n ['o:bən] (aus fr. aube
„Morgendämmerung, Tagesanbruch“): nordfranz. Min
nelied, das neben der provenzal. î2Alba Vorbild des deut
schen Tagesliedes wurde
Aulberge [o'bɛrʒ] die; -, Plur. -s [o bɛrʒ] od. -n [o'bɛrʒən]
(aus gleichbed. fr. auberge, dies zu ahd. heriberga „Her
berge“): (veraltet) Gasthaus, Wirtshaus
au|ber|gi|ne [ober'ʒi:nə] (zu Î Aubergine (nach deren Far
be)): dunkellila. Au|ber|gi|ne die; -, -n (aus gleichbed. fr.
aubergine, dies über katal. alberginia aus arab. al-badingän): 1. a) ein Nachtschattengewächs, Eierpflanze; b)
dunkelviolette od. weißliche gurkenähnliche Frucht der
Aubergine (la), Eierfrucht. 2. a) blaurote Glasur be
stimmter chinesischer Porzellane; b) chinesisches Porzel
lan mit blauroter Glasur
Aulbrileltie* [...io] rfie; -, -n (aus nlat. aubrietia; nach dem
franz. Maler Aubriet): Blaukissen, Polster bildende Zier
staude
Aulbuslson [oby'sö:, fr. oby'sö] der; -[s], -[s] (nach der
gleichnamigen franz. Stadt): ein gewirkter Teppich
au contraire* [okð'trɛ:r] (fr.): im Gegenteil
au coulrant [oku'rä] (/?.): auf dem Laufenden
Aulculba [...k...], Aukube die: -, ...ben (aus gleichbed. nlat.
aucuba zu jap. aokiba): Zierstrauch aus Japan mit gelb ge
fleckten Blättern u. korallenroten Beeren
atltrit*
auldaclter callum ni a re, sem per alilquid hae ret
[au'daktB k... - - 'hɛ:,..] dat.): verleumde [nur] immer dreist,
etwas bleibt immer hängen (Rechtsgrundsatz im alten
Rom). Au|da|zi|tät die; -, -en (zu lat. audacia „Kühnheit,
Mut; Frechheit“ (dies zu audax „mutig; waghalsig; frech“)
u. t...ität): (veraltet) Kühnheit, Frechheit
auldi..., Auldi... vgl. audio..., Audio... auldilaltur et alte|ra pars dat. ; „auch der andere Teil möge gehört wer
den“): man muss aber auch die Gegenseite hören, auldibel (aus gleichbed. lat. audibilis): (veraltet) hörbar. Audilbilliltät die; - (zu T...ität): (veraltet) Hörbarkeit. Audilencelflow ['ɔ:dɪənsfloʊ] der; -s, -s (zu engl. audience
„Publikum; Zuschauer“ (aus lat. audientia, vgl. Audienz)
u. flow „Fluss“): Einschaltquote bei Fernsehsendungen.
Auldilenz [au...] die; -, -en (aus lat. audientia „Gehör,
Aufmerksamkeit“ zu audire „hören“): 1. feierlicher Emp
fang bei einer hochgestellten politischen od. kirchlichen
Persönlichkeit. 2. Unterredung mit einer hochgestellten
Persönlichkeit. Auldilphon, auch ...fon das; -s, -e (zu
T...phon): Hörapparat für Schwerhörige. Auldilmax das;
-: studentisches Kurzwort für îAuditorium maximum.
Auldilmelter der; -s, - (zu îaudio... u. Î ...'meter): Gerät,
das an Rundfunk- u. Fernsehempfänger von Testpersonen
angeschlossen wird, um den Sender sowie Zeitpunkt u.
Audimutitas
Dauer der empfangenen Sendungen zum Zweck statisti
scher Auswertungen zu registrieren. Auldilmultiltasahe;
- <zu mlat. mutitas „Sprachlosigkeit, das Verstummen“,
dies zu lat. mutus „stumm“): Stummheit bei intaktem Ge
hör (Med.), auldio..,. Au dio..., auch audi,.., Audi... (zu
lat. audire „hören“): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „hörbar; Gehör“, z.B. Audiometer, audiovisuell, Au
ditorium. Auldiolbook [...buk] das; -s, -s (zu engl. book
„Buch“): Kassette od. CD, die gesprochenen Text (Belle
tristik, Hörspiele, Sprachkurse o.Ä.) enthält. Au|dio|file
[...fail] der; -s, -s (zu engl. file, vgl. File): Datei eines Com
puters, die digitalisierte Töne speichert, z.B. Geräusche für
Computerspiele (EDV). Au|dio|fon,auch ...phon: vgl. Au
difon. Auldiogrammto.s, -s, -e (zu l...gramm): grafische
Darstellung der mithilfe des Î Audiometers ermittelten Wer
te. au|dio|lin|gu¡al: vom gesprochenen Wort ausgehend
(in Bezug auf eine Methode des Fremdsprachenunter
richts). Auldiollolgerfer; -n, -n (zu l...loge): Facharzt auf
dem Gebiet der Audiologie. Auldiollolgieto; - (zu t...logie): Teilgebiet der Medizin, das sich mit den Funktionen u.
den Erkrankungen des menschlichen Gehörs befasst, audiologisch (zu Î...logisch): die Audiologie betreffend.
Au|dio|me|terrto; -s, - (zu Î ‘...meter): Gerät zum Messen
der menschlichen Hörleistung auf 1 elektroakustischem
Wege (Med.). Auldiolmeltrietoze; - (zut...metrie): Prü
fung des Gehörs mit Hörmessgeräten (Med.), auldiomeltrisch* (zu Î ...metrisch): 1. die Audiometrie betref
fend. 2. mit dem Audiometer ermittelt. Auldilon das; -s,
Plur. -s u. ...onen (zu t2...ion): Schaltung in Rundfunkge
räten mit Elektronenröhren zum Verstärken der hörbaren
(niederfrequenten) Schwingungen u. zur Trennung von
den hochfrequenten Trägerwellen (Elektrot.). Au IdioItex
der; - (Kurzw., Analogiebildung zu 1 Teletex): Bez. für te
lefonische Ansagedienste, bes. in den Bereichen Informa
tion und Unterhaltung. Au|dio-Vi|deo-Techlnik [...v...]
die; -: Gesamtheit der technischen Verfahren u. Mittel, die
es ermöglichen, Ton- u. Bildsignale aufzunehmen, zu über
tragen u. zu empfangen sowie wiederzugeben. Auldiolvisi|on die; -: 1. Technik des Aufnehmens, Speicherns u.
Wiedergebens von Ton u. Bild. 2. Information durch Bild
u. Ton. auldio!vilsu|ell:zugleichhör-u. sichtbar, Hören
u. Sehen ansprechend; audiovisuelle Medien [...ion]: Ge
samtheit der [elektron.] Medien, die auditiv u./od. visuell
dargeboten werden (z.B. das Fernsehen); audiovisueller
Unterricht: Unterrichtsgestaltung mithilfe [moderner]
technischer Lehr- u. Lernmittel, die sowohl auf auditivem
als auch auf visuellem Wege die Wirksamkeit des Unter
richts erhöhen. Auldit['o:dit] der od. das; -s, -s (aus gleichbed. engl. audit): [unverhofft durchgeführte] Überprü
fung; Untersuchung, Prüfung (Wirtsch.). Auldilteur
[audi'tom] der; -s, -e (aus gleichbed./r. auditeur): (früher)
Richter an Militärgerichten. Auldilting ['ɔ:dɪtɪŋ] das; -s,
-s (aus engl. auditing, eigtl. „das Prüfen“, zu to audit „prü
fen, ausforschen“, dies aus lat. auditare, vgl. Audition):
mit psychologischen Tests verbundene Aufnahmeprüfung
für die Mitgliedschaft in der Scientologybewegung. Audiltio co|lo|ra|ta [au... k...] die; - - (aus lat. auditio colo
rata „farbiges Hören“): svw. Audition colorée (Med.).
’Auldiltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. auditio zu au
ditare „oft hören“): das innere Hören von Worten u. das
damit verbundene Vernehmen von Botschaften einer hö
heren Macht (z.B. bei den Propheten). zAuldi|tion
[ɔ:'dɪʃn] die; -, -s (aus gleichbed. engl. audition): Veranstal
tung, auf der [Musical]sänger, -tänzer usw. Prüfern vorsin
gen, vortanzen, um an ein Theater o. Ä. engagiert zu werden.
Au|di|ti|on colorée [odisjðkɔlɔre] (ausʃr. audition co
lorée, dies aus lat. auditio colorata „farbiges Hören“): in
Verbindung mit akustischen Reizen auftretende Farbemp
findungen, eine Form der ISynästhesie. au di tiv [au...]
160
(zu T...iv): 1. a) das Gehör betreffend, zum Gehörsinn
od. -organ gehörend (Med.); b) fähig, Sprachlaute wahr
zunehmen u. zu analysieren (in Bezug auf das menschliche
Gehör; Med.); vgl. akustisch. 2. vorwiegend mit Gehör
sinn begabt (Psychol.). Auldiltiv der; -s, -e [...va]: ein
I Modus (vor allem in den uralischen Sprachen), der an
gibt, dass man einen Sachverhalt nach dem Hörensagen
berichtet (Sprachw.). Auldiitor der; -s, ...oren, auch
...ores [...re:s]) (aus lat. auditor „Zuhörer“): 1. a) Richter
an der tRota; b) Vernehmungsrichter an kirchlichen Ge
richten; c) Beamter der römischen t Kurie (1). 2. (österr. u.
Schweiz.) svw. Auditeur. 3. (veraltet) Zuhörer. Aujdiltorat ¿to; -[e]s, -e (zu î...at (l)): Amt eines Auditors bzw.
Auditeurs. Auldiltolrilum das; -s, ...ien [...ian] (aus
gleichbed. lat. auditorium): 1. Hörsaal einer Hochschule.
2. Zuhörerschaft. Au|di|to!ri¡um ma xi mum das; - (aus gleichbed. lat. auditorium maximum): größter Hör
saal einer Hochschule. Auldiltusto; - (aus gleichbed. lat.
auditus) : Hörvermögen des menschlichen Hörorgans
(hörbar sind Schwingungen im Frequenzbereich zwischen
20 u. 20000 Hz)
auf|adldie!ren (zu Taddieren): zusammenzählen
au fait[o'fɛ] (fr.'/-, gut unterrichtet, im Bilde; jmdn. au fait
setzen:jmdn. aufklären, belehren
auflokltrolyielren* [...troa'ji:...] (zu Îoktroyieren): auf
zwingen
au fond [o'fô] (fr.')-, im Grunde (genommen)
au four [o'fu:r] (ʃr,): im Ofen (gebacken od. gebraten;
Gastr.)
auf pop pen (zu TPop): (ugs.) poppig zurechtmachen, in
der Art der Popkunst gestalten
Auflproliekltilon die; -, -en (zu TProjektion): Filmtrick
verfahren, bei dem der Hintergrund einer Szene auf eine
Bildwand mit hohem Reflexionsfaktor projiziert wird
auflspraylen [,,,ʃpre:ən] (zu 1 Spray): in Form von 1 Spray
auftragen
aulfulgielren (aus gleichbed. to. aufugere): (veraltet) ent
fliehen
Aujgendder; -en, -en (aus lat. augendum „das zu Vermeh
rende“ zu augere, vgl. augieren): der erste Summand einer
zweigliedrigen Summe (Math.)
Au|genldi|a!gno|se* die; -, -n (zu 1 Diagnose): 1. (ohne
Plur.) im Gegensatz zur Schulmedizin entwickelte Diag
nostik aufgrund der Vorstellung, dass alle Organe nervale
Verbindungen zur Iris besitzen, in der dann Veränderun
gen als Organkrankheiten zu erkennen sind. 2. einzelne
Diagnose mithilfe dieser Methode. Aulqenlooltilker
der; -s, -: Optiker, der sich mit der Herstellung, Reparatur
u. Anpassung von Sehhilfen (Brillen) beschäftigt (Berufsbez.)
au ges zie ren (aus gleichbed. lat. augescere zu augere,
vgl. augieren): (veraltet) zu wachsen beginnen, zunehmen
Aulgilaslstall [auch au...] o'er; -[e]s (nach der griech. Sage
der in dreißig Jahren nicht ausgemistete Stall mit 3 000
Rindern des Königs Augias, den Herakles in einem Tag
reinigte); üblich in der Wendung den Augiasstall ausmis
ten, reinigen: einen durch arge Vernachlässigung o.Ä. ent
standenen Zustand großer Unordnung, korrupter Verhält
nisse durch aktiv durchgreifendes Handeln beseitigen u.
wieder Ordnung, ordentliche Verhältnisse herstellen
aulgielren (aus gleichbed. lat. augere); (veraltet) vermeh
ren, vergrößern, erweitern
Aulgit [auch ...'gɪt] der; -s, -e (zu gr. auge „Glanz, Schim
mer“ u. T2...it): ein weit verbreitetes gesteinsbildendes, zu
den tPyroxenen gehörendes Mineral. Aulgiltit [auch
...’tit] der; -s, -e (zu l2...it>: ein im Wesentlichen aus Glas
u. tPyroxenen bestehender, feldspat- u. olivinfreier îBa
salt
Augment das; -s, -e (aus lat. augmentum „Vermehrung,
161
Zuwachs“ zu augere, vgɪ. augieren) : Präfix, das dem Verb
stamm zur Bezeichnung der Vergangenheit vorangesetzt
wird, bes. im Sanskrit u. im Griechischen (Sprachw.).
Augmenltaltilon die; -, -en (aus spätlat. augmentatio
„Vermehrung" zu augmentare, vgl. augmentieren>: a) die
aut mehrfache Weise mögliche Wertverlängerung einer
Note in der tMensuralnotation; b) die Wiederaufnahme
des Themas einer Komposition (z. B. Sonate) in größeren
als den ursprünglichen rhythmischen Werten (Mus.).
Auglmenltaltiv das; -s, -e [...va] u. Augmentativum
[...V...] das; -s, ...va (zu t,,,iv bzw. t,,,ivum): ein Wort, das
mit einem Augmentativpräfix od. -suffix gebildet ist; Ver
größerungswort (Sprachw.); Ggs. t Diminutiv[um], Augmen ta tiv prä fix, Amplifikativpräfix das; -es, -e: Prä
fix, das die Größe eines Dinges od. Wesens ausdrückt
(z. B. dt. un... in Unsumme, maxi... in Maxidiskette). Augmenltaltivlsuf|fix, Amplifikativsuffix das; -es, -e: Suf
fix, das die Größe eines Dinges od. Wesens ausdrückt
(z. B. ital. ...one in favone „große Bohne“; von fava „Boh
ne“). Aug|men|ta|ti|vum [...vorn] vgl. Augmentativ.
auglmen tielren (aus spätlat. augmentare „vermeh
ren“): 1. vermehren. 2. mit einer Augmentation versehen
(Mus.)
au graltin [ogra'tê] </?.>: mit einer Kruste (überbacken;
Gastr.); vgl. gratinieren
Aulgur der; Gen. -s u. ...uren, Plur. ...uren (aus gleichbed.
lat. augur): 1. Priester u. Vogelschauer im Rom der Antike.
2. jmd., der als Eingeweihter Urteile, Interpretationen von
sich anbahnenden, bes. politischen Entwicklungen aus
spricht. aulgulral (aus gleichbed. lat. auguralis); (veral
tet) das Weissagen betreffend. Au|gu|ra|ti|on die; -, -en
(aus gleichbed. lat. auguratio zu augurare bzw. augurari,
vgl. augurieren): Weissagung. Au|gu|ren|lä|cheln das;
-s; viel sagendes, spöttisches Lächeln des Wissens u. Ein
verständnisses unter Eingeweihten. au|gu|rie|ren (aus
gleichbed. lat. augurare bzw. augurari) : weissagen, vermu
ten. aulgu|ri|ös (zu t...ös): (veraltet) mit Vorbedeutung(en) behaftet. Aulgulrilum das; -s, ...ien [,,,iən] (aus
gleichbed. lat. augurium) : (veraltet) 1. Beobachtung u.
Deutung der Wahrzeichen, Mutmaßung. 2. Verkündigung
des göttlichen Willens aus Zeichen
Aulgust der; Gen. -[e]s u. -, Plur. -e (aus gleichbed. lat.
(mensis) Augustus, nach dem röm. Kaiser Octavianus Au
gustus): achter Monatim Jahr; Abk.: Aug. Aulgus|ta|na
die; - (gekürzt aus Confessio Augustana; nach der Stadt
Augsburg (lat. Augusta Vindelicorum)): die Augsburgische Î Konfession, das Augsburger Bekenntnis (wichtigste
lutherische Bekenntnisschrift von 1530). aulgusltelisch
(aus gleichbed. lat. Augusteus) : a) auf den römischen Kai
ser Augustus bezüglich; b) auf die Epoche des römischen
Kaisers Augustus bezüglich; ein augusteisches Zeitalter:
eine Epoche, in der Kunst u. Literatur besonders gefördert
werden. Au|gus|ti|ner der; -s, - (nach dem Kirchenlehrer
Augustinus, 354-430): a) Angehöriger des kath. Ordens
der Augustiner-Chorherren (Italien, Österr., Schweiz); b)
Angehöriger des kath. Ordens der Augustiner-Eremiten.
Aulgusltilnislmus der; - (zu Î ...ismus (1)>: sich auf die
Lehren von Augustinus stützende Richtung der mittelal
terlichen Philosophie u. Theologie
Auk|ta|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat.
auctarium zu augere, vgl. augieren): (veraltet) Zugabe (zu
einer Geldsumme), aukltilfilzielren (aus gleichbed. lat.
auctificare): (veraltet) vermehren, zuiegen. Auktiion
die; -, -en (aus gleichbed. lat. auctio, eigti. „Vermehrung“,
zu augere, vgl. augieren, bzw. auctionari, vgl. auktionie
ren): Versteigerung. Auk|ti|o|naltor der; -s, ...oren (aus
gleichbed. spätlat. auctionator); Versteigerer, aukltilonielren (aus gleichbed. lat. auctionari); versteigern, an
den Meistbietenden verkaufen. Aukltor der: -s, ...oren
Aurantiasis
(aus lat. auctor „Vertreter (eines Eigentums)“) : (im österr.
Zivilprozessrecht) der nach der Behauptung des verklag
ten Besitzers einer Sache od. eines dinglichen Rechts tat
sächlich Berechtigte u. Verpflichtete. auk|to|ri|al (zu lat.
auctor „Urheber" (vgl. Autor) u. T ...ial): (Literaturw.) a)
aus der Sicht des Autors dargestellt; b) dem Autor eigen
tümlich, für ihn charakteristisch auk|to|ri|tär (zu 1 ...är):
svw. autoritativ
Aulkulbe vgl. Aucuba
Aul der; -s, -e (aus gleichbed. tatar. u. kirgis. aul): Zeltlager,
Dorfsiedlung der Turkvölker; vgl. Ail
Au|la die; -, Plur. ...len u. -s (aus lat. aula „gedeckter Hof
raum“, dies aus gr. aulé „Hof; Wohnung“): 1. größerer
Raum für Veranstaltungen, Versammlungen in Schulen u.
Universitäten. 2. freier, hofähnlicher Platz in großen
griech. u. röm. Häusern der Antike; vgl. Atrium. 3. Palast
in der röm. Kaiserzeit. 4. Vorhof in einer christlichen 1 Ba
silika
Au|lae|um [aulɛ:ʊm] das; -s, ...läen u. Auleum das; -s, -s
(aus gleichbed. lat. aulaeum); altröm. Theatervorhang
Aullalkolgen das; -s, -e (zu gr. aülax, Gen. aülakos „Fur
che“ u. Î ...gen) : tiefe asymmetrische Furche in alten Platt
formen (Kontinentaltafeln), die von Sedimenten ausge
füllt sind (Geol.)
au lalvis [ola vi] (/r,): in getuschter Manier, als Tuschzeich
nung (ausgeführt; Malerei)
Aullet der; -en, -en (aus gleichbed. gr. aulëtêr): Aulosspieler. Aulleltik die; - (zu gr. aulêtikôs „das Flötenspiel be
treffend“): das Spielen des Aulos ohne zusätzliche Musik
od. Gesangsbegleitung im antiken Griechenland
Au|le|um vgl. Aulaeum
Aullik die; - (über engl. aulic u. fr aulique zu lat. aulicus,
vgl. aulisch): Kunst, die zur Repräsentation des Herr
schers an afrikanischen Königshöfen gepflegt wird, aulisch (über gleichbed. lat. aulicus aus gr. aulikös): (veral
tet) höfisch, zum Hofe gehörend
Aulodie* die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. aulöidia): Aulosspiel mit Gesangsbegleitung im Griechenland der Antike.
Aullos der; -, Plur. Auloi [ auloy] u. ...len (aus gleichbed.
gr. aulos): antikes griech. Musikinstrument in der Art ei
ner Schalmei
aulmenltanldo (it.); svw. crescendo
au molment [omomä] (fr): im Augenblick
a una eprida [a - k...] (it.): auf einer Saite (zu spielen; Vor
tragsanweisung; Mus.)
au naltulrel [onaty'rsl] (fr.; „nach der Natur“; vgl. Natu
rell): ohne künstlichen Zusatz (von Speisen u. Getränken;
Gastr.)
Aune [o:n] die; -, -n ['o:nən] (aus fr. aune „Elle“, dies über
got. aleinaaus lat. ulna „Ellenbogen“): alte franz. Längen
einheit unterschiedlicher Größe
au pair [o'pɛ:r] (fr; „zum gleichen (Wert)“): (in Bezug auf
einen Arbeitsplatz in einem Haushalt im Ausland) ohne
Bezahlung; nur gegen Unterkunft, Verpflegung u. Ta
schengeld. Au-pair die; -s, -s od. das; -s, -s: kurz für t Aupair-Mädchen. Au-pair-Mäd|chen das; -s, -Junge Frau
(meist Studentin od. Schülerin), die au pair arbeitet, um
die Sprache des betreffenden Landes zu erlernen
au porlteur [opɔr'tæ:r] (fr): auf den Inhaber lautend (von
Wertpapieren)
Aulra die; - (über lat. aura aus gr. aüra „Hauch“): 1. Hauch,
Wirkungskraft. 2. Vorstufe, Vorzeichen eines [epilepti
schen] Anfalls (Med.). 3. besondere [geheimnisvolle] Aus
strahlung; vgl. Fluidum
aulral (zu lat. auris „Ohr" u. t`,,,al ( 1)> : svw. aurikular
Au ra min* das; -s (Kurzw. aus ÎAurum u. (Amin): gelber
Farbstoff, der u.a. als Mikroskopierfarbstoff verwendet
wird
Au|ranlti|a|sis die; - (zu lat. aurare „vergolden“ u. t...ia-
A
162
Aurar
sis>: Gelbfärbung (der Haut) durch Einlagerung von Î Ka
rotin (Med.)
Aul rar: Plur. von tEyrir
au ra risch <aus gleichbed. lat. aurarius): (das) Gold be
treffend
aulraltisch (zu Î Aura): zur Aura (1, 3) gehörend
Aulralturdie; -, -en (aus gleichbed. lat. auratura zu aurare,
vgl. Aurantiasis): Vergoldung. Aulrea Meldilolcriltas*
[- ...k...J die; - - (aus gleichbed. lat. aurea mediocritas; geflü
geltes Wort aus den Oden des Horaz) : der goldene Mittelweg.
Aul relolle die; -, -n (aus mlat. aureola „Heiligenschein“ zu
lat. aureolus „golden, goldfarbig“): 1. Heiligenschein, der die
ganze Gestalt umgibt, bes. bei Christusbildern. 2. bläulicher
Lichtschein am Brenner der Bergmannslampe, der Gru
bengas anzeigt. 3. durch Wolkendunst hervorgerufene
Leuchterscheinung (Hof) um Sonne u. Mond. 4. äußere
Leuchterscheinung eines Lichtbogens od. Glimmstromes
(Elektrot.). Au|reo|my|cin® [,,,'tsi:n] das; -s (nach dem
lat. Namen der Bakterienart Aureoi&ciens Streptomyces,
eigtl. „einen goldfarbigen Stoff ausscheidender Strahlen
pilz“, zu gr. mÿkës „Pilz“): ein ÎAntibiotikum. Aulrelus
der; -, ...rei [...rei] (aus gleichbed. lat. aureus): altrömische
Goldmünze
au relvoir [orə'voa:r] </?.): auf Wiedersehen
Aulrilalsis rfze; -, Plur. ...riases [,,,ze:s] od. ...riasen (zu lat.
aureus „golden“ u. T ...iasis): svw. Chrysiasis. Aulrilfex
der; Gen. -es od. -en, Plur. -e[n] (aus gleichbed. lat. auri
fex): (veraltet) Goldschmied. Auriflamma die; - (aus
gleichbed. mlat. auriflamma): svw. Oriflamme
aulrilfprm (zu lat. auris „Ohr“ u. î...form): (veraltet) ohr
förmig
Au|ri|gnalci|en* [orɪnja'siɛ] das; -[s] (fr. ; nach der franz.
Stadt Aurignac): Kulturstufe der jüngeren Altsteinzeit.
Aulrilgnaclmensch [orinjak...] der; -en, -en: Men
schentypus des Aurignacien
Au ri kel die; -, -n (aus lat. auricula „Öhrchen, Ohrläpp
chen“, Verkleinerungsform von auris „Ohr“): Primelge
wächs mit in Dolden stehenden Blüten. au|ri|ku|lar, aurilkullär (aus gleichbed. lat. auricularis): 1. zu den Ohren
gehörend (Med.). 2. ohrförmig gebogen (Med.). Aulrilkulolakulpunkiturz/ze, -, -en: Ohrakupunktur, fAkupunktur im Ohrmuschelbereich. au|ri|ku|loltem|po|ral: zur
Ohrmuschel u. Schläfe in Beziehung stehend (Med.). Auri|ku|lo|the|ra|peut¿/er, -en, -en: die T Aurikulotherapie
anwendender Arzt od. Nichtmediziner. Au|ri|ku|lo|theralpiezfe; -: svw. Aurikuloakupunktur
Aulrilpiglmentz/as; -[e]s (zu lat. aurum, Gen. auri „Gold“
u. Î Pigment): Rauschgelb (ein Arsenmineral)
Aulrilpunkltur^e; -, -en (zu to. auris „Ohr“ u. t Punktur):
(veraltet) Î Parazentese (Med.). Au|n|skop*ito; -s, -e (zu
Î ...skop): mit einer Lichtquelle versehenes Instrument zur
direkten Betrachtung des Innenohres (Med.). Aulristtto,
-en, -en (zu Î ...ist) : (veraltet) svw. Otologe
Au| ro|ra die; -, -s (aus lat. aurora „Morgenröte“, nach der
röm. Göttin der Morgenröte): 1. (ohne Plur.) Morgenröte.
2. Tagfalter aus der Familie der Weißlinge (Zool.). 3. Po
larlicht (Astron.), aulrolra mulsis amilca [- - ...ka] (lat. ;
eigtl. „die Morgenröte ist den Musen hold“): Morgenstun
de hat Gold im Munde (lat. Sprichwort)
aulros (aus lat. aurosus „goldhaltig“): (veraltet) gold
reich. Aulroslmilrid der; -s, -e (Kurzw. aus "IMurum,
ÎO.sn¡ium u. TIridium) : Mineral, Mischkristall von me
tallischem îOsmium, Î Iridium, Î Ruthenium u. Gold.
Au|ros|ti|bit* [auch ... bit] der; -s, -e (zu "1 Aurum, lat.
stibium „Antimon“ u. î2...it): weißes Mineral, Misch
kristall aus Gold u. ÎAntimon. Au|ro|the|ra|pie die; -,
...jen: Behandlung von Krankheiten mit goldhaltigen
Präparaten (z.B. bei chronischen Gelenkentzündungen;
Med.). Au|ro|xan|thin das; -s (zu gr. xanthös „gelb“ u.
'...in (1)>: Blütenfarbstoff der gelben Stiefmütterchen
(Biochem.)
Aurires ku der; - (bask. ; eigtl. „Vorderhand“): alter baski
scher Tanz, benannt nach dem vordersten Tänzer einer
Kette
au|ru|gi|nös (aus lat. auruginosus „gelbsüchtig“): svw. ik
terisch. Aulrulgo die; -, ...gines [,..ne:s] (aus lat. aurugo,
Gen. auruginis „Gelbsucht“): svw. Ikterus
Aulrum das; -[s] (aus gleichbed. lat. aurum): lat. Bez. für
Gold; ehern. Zeichen Au
auslaqielren (zu Î agieren): eine ÎEmotion [ungehemmt]
in Handlung umsetzen u. dadurch eine innere Spannung
abreagieren (Psychol.)
auslballanlcielren [...lapsi:...] (zu Îbalancieren): ins
Gleichgewicht bringen, ausgleichen
auslballdolwern (zu tbaldowern): (ugs.) mit List, Ge
schick auskundschaften
auslchelcken [,,,tʃɛkn] (zuTchecken): 1. (Flugw.) a) (nach
der Ankunft) abfertigen (z.B. Passagiere, Gepäck); Ggs.
feinchecken (la); b) (nach der Ankunft) sich abfertigen
lassen; Ggs. Teinchecken (lb). 2. (aus einem Hotel o.Ä.)
ausziehen, abreisen (u. die entsprechenden Formalitäten
erledigen); Ggs. Îeinchecken (2)
aus chil len [,,,tʃɪlən] (aus gleichbed. engl.-amerik. to chill
out): sich nach einer Anstrengung, Anspannung erholen;
entspannen (Jugendspr.)
aus diflfe ren zielren (zu tdifferenzieren): svw. differen
zieren ( 1 )
aus dis ku tie ren (zu Îdiskutieren): eine Frage, ein Pro
blem so lange erörtern, bis alle strittigen Punkte geklärt
sind
aus|fes|tolnie|ren (zu TFeston u. Î..deren): am Rand mit
T Feston verzieren
auslfitlten (zu ffit): (ein Schiff) mit dem seemännischen
Zubehör ausrüsten (Seemannsspr.)
auslfliplpen (nach engl. (ugs.)1 to flip out „verrückt wer
den“) : (ugs.) 1. sich einer als bedrückend empfundenen ge
sellschaftlichen Lage [durch Genuss von Rauschgift] ent
ziehen. 2. durch Drogen in einen Rauschzustand geraten.
3. die Selbstkontrolle verlieren, mit den Nerven fertig sein,
durchdrehen. 4. vor Freude ganz außer sich geraten
aus|forlmu|lie|ren (zuf formulieren): einem Antrag o.Ä.,
den man inhaltlich erst einmal in Umrissen entworfen hat,
eine endgültige Formulierung geben
auslklalrielren (zu fklarieren): Schiff u. Güter bei der
Ausfahrt verzollen. Aus|kla|rie|runq die; -, -en (zu t...ierung): Verzollung von Gütern bei der Ausfahrt aus dem
Hafen
auslknolcken [,,,nɔkn] (nach gleichbed. engl. to knock out
(of time)): im Boxkampf durch einen entscheidenden
Schlag besiegen, k. o. schlagen
aus|kris|tal|li|sie|ren (zu tkristallisieren): aus Lösungen
Kristalle bilden
Auslkulltant der; -en, -en (aus lat. auscultans, Gen. aus
cultantis „der Zuhörende“, Part. Präs, von auscultare, vgl.
auskultieren): (veraltet) 1. Beisitzer ohne Stimmrecht.
2. (österr.) Anwärter auf das Richteramt. Auslkulltaltion die; -, -en (aus lat. auscultatio „das Lauschen“): das
Abhören von Geräuschen, die im Körperinnern, bes. im
Herzen (Herztöne) u. in den Lungen (Atemgeräusche) ent
stehen (Med.). Auslkulltaltor der; -s, ...oren (aus lat.
auscultator „Zuhörer“): (veraltet) Gerichtsreferendar.
aus|kul|ta|to|risch: durch Abhorchen feststehend od.
feststellbar (Med.), auslkulltielren (aus lat. auscultare
„an-, zuhören, horchen“): abhorchen, Körpergeräusche
abhören (Med.)
auslloqlqen (zu engl. to log off „sich abmelden“): durch
Eingabe bestimmter Daten die Verbindung zu einem Com
puter beenden (EDV); Ggs. Îeinloggen
Î
163
aus lo gie ren [,,,ʒi:...] (zu Ilogieren): svw. ausquartieren
aus|ma|nölvrie!ren* (zu Îmanövrieren): jmdn. durch ge
schickte Manöver als Konkurrenten o.Ä. ausschalten
a uso (zi. ; zu lat. usus „Gebrauch, Übung, Praxis“): (Kaufmannsspr.) nach der gebräuchlichen Frist (von Wechseln)
auslpilzielren* (aus lat. auspicare „den Götterwillen aus
dem Vogelflug weissagen“): (veraltet) Vorhersagen, die
Aussichten [für ein Vorhaben] ausleuchten, auslpilzilös
(zu t...ös): (veraltet) mit guter Vorbedeutung, Glück ver
heißend. Auslpilzilum das: -s, ...ien [,,jən] (aus lat. aus
picium (für avispicium) zu avis „Vogel; Vorzeichen“): a)
Vorbedeutung; b) (nur Plur.) Aussichten [für ein Vorha
ben]; unter jmds. Auspizien: unter jmds. Schutz, Leitung
auslpolwern (zu fr. pauvre „arm“): wegnehmen, was man
gebrauchen kann, ausbeuten, ausplündern u. dadurch arm
machen
auslpunkltielren (zu Îpunktieren): (veraltet) ergründen
auslquarjtielren (Gegenbildung zu feinquartieren):
jmdn. veranlassen, seine Unterkunft zu räumen
auslranlgielren [,,,raŋʒi:...] (zu frangieren, eigtl. „durch
Rangieren wegschieben“) : etwas, was alt, abgenutzt ist od.
nicht mehr gebraucht wird, aussondern, wegwerfen
au|ßer|tour|lich [,,,tu:r...] (zu fTour): (österr.) außerhalb
der Reihenfolge, zusätzlich [eingesetzt] (z. B. ein Bus)
aus|staf|fie|ren (zu fstaffieren): jmdn./etwas mit [not
wendigen] Gegenständen, mit Zubehör u. a. ausrüsten,
ausstatten
ausltalrielren (zu 1 tarieren) : 1. ins Gleichgewicht bringen.
2. (österr.) auf einer Waage das Leergewicht (fTara) fest
stellen
Ausltelnit [auch ...nit] der; -s, -e (nach dem engl. Metal
lurgen Sir W. C. Roberts-Austen (1843-1902) u. zu f...it):
bestimmter Mischkristall im System Eisen-Kohlenstoff,
ausltelniltisch: wie ein Austenit beschaffen, gestaltet;
austenitischer Stahl: ein unmagnetischer, warmfester, hitze- u. korrosionsbeständiger Stahl. Aus|te|ni|ti|sierung die; -, -en (zu f ...isierung): Wärmebehandlung beim
Härten von Stahl
Auslter die; -, -n (über (m)niederl. oester u. roman. Ver
mittlung zu lat. ostreum „Muschel“, dies aus gr. ostéon
„Knochen“ (wegen der harten Schale)): essbare Muschel,
die in warmen Meeren vorkommt
Aus|te|ri|tätz//e; - (aus gleichbed. lat. austeritas, Gen. aus
teritatis, eigtl. „Strenge; Herbheit“, zu austerus „streng;
herb“, dies aus gr. austeros): (veraltet) Strenge, mürri
sches Wesen. Ausltelrilty [ɔs'tɛrɪtɪ] die; - (aus engl. aus
terity „Strenge, Ernst, Herbheit“, dies aus lat. austeritas,
vgl. Austerität): wirtschaftliche Einschränkung, energi
sche Sparpolitik
Ausltilnit [auch ...nit] der; -s, -e (nach dem amerik. Mine
ralogen F. R. Austin (f 1957) u. zu f2...it>: farbloses, nade
liges Mineral
aus tral* (aus lat. australis „zum Südwind gehörig, süd
lich“): (veraltet) auf der südlichen Halbkugel befindlich.
Ausltral der; -s, -e (aber: 5 -): argentinische Währungs
einheit. ausltrallid (zu f2...id>: Rassenmerkmale der
Australiden zeigend. Ausltrallilde der od. die; -n, -n (zu
f ...ide): Angehörige[r] der australischen Rasse. Ausltralit [auch ...lit] der; -s, -e (zu f2...it): Glasmeteorit; vgl.
Tektit. ausltra loiid (zu f...oid): den Australiden ähnli
che Rassenmerkmale zeigend. Aus|tra|lo|i|de der od.
die; -n, -n (zu f...oide): Mensch von australoidem Typus.
Aus|tra|lo|pi|the|cus [...kus] der; -, Plur. ...cinae
[...'tsime] od. ...einen [... tsi:...] od. ...zinen (zu gr. pithekos
„Affe“): Vormensch, Halbmensch, Übergangsform zwi
schen Tier u. Mensch. Ausltria <,mlat.; zu lat. australis
„südlich (gelegen)“): latinisierter Name von Österreich.
Aus|tri|a|zis|mus der; -, ...men (zu f ...ismus (4)>: eine
innerhalb der deutschen Sprache nur in Österreich (Aus
Authentikum
tria) übliche sprachliche Ausdrucksweise; vgl. Helvetis
mus
aus|trick|sen (zu fTrick): durch einen Trick, geschickt
überlisten, ausschalten
Ausltrilolmalnie* die; - (zu îAustria u. î...manie):
[schwärmerische] Verehrung für alles Österreichische.
Aus|tri|o|pholbie die; - (zu f ...phobie): (veraltet) Abnei
gung gegenüber Österreich. Ausltrilo|sla|wis|mus vgl.
Austroslawismus. Ausltrolasilalten die (Plur.) (zu lat.
australis „südlich“; vgl. austral): Völker u. Stämme in Südu. Südostasien mit verwandten Sprachen, aber unter
schiedlichen Kulturen. Aus|tro|fa|schis|mus der; - (zu
ÎAustria): politische Bewegung in der Republik Öster
reich (1919-1938), die sichamital. Faschismus orientierte,
ausltrolfalschisltisch: den Austrofaschismus betref
fend, von ihm ausgehend. Aus|tro|mar|xis|mus [auch
au...]der;eine von österr. Sozialdemokraten vor u. nach
dem 1. Weltkrieg entwickelte Sonderform des Marxismus.
Aus|tro|mar|xist [auch au...] der; -en, -en: Vertreter des
Austromarxismus, ausltrolmarlxisltisch [auch au...]:
a) den Austromarxismus betreffend, auf ihm beruhend;
b) die Theorie des Austromarxismus vertretend. Ausltrone si er der; -s, - (zu lat. australis „südlich“, gr. nèsos
„Insel“ u. f...ier>: Sprecher austronesischer Sprachen,
ausltrolnelsisch: die Austronesier betreffend; austro
nesische Sprachen: weit reichende Sprachfamilie, zu der
Angehörige verschiedener Völker u. Kulturen gehören.
Ausltrolslalwislmus der; - (zu ÎAustria): politische
Richtung unter den Slawen in der Donaumonarchie Öster
reich-Ungarn in der 2. Hälfte des 19. Jh.s, die eine natio
nale Eigenentwicklung anstrebte
aut.... Aut... vgl. auto..., Auto...
Aultan [o'tä] der; -s (aus gleichbed. fr. autan, dies überprovenzal. autan zu lat. altanus „Südwestwind“, zu lat. altus
„hoch“): warmer, trockener Fallwind in Südfrankreich
Aultarch* der; -en, -en (aus gleichbed. gr. autärches):
Selbstherrscher. Aultarlchie die; -, ...ien (aus gleichbed.
gr. autarchia): Selbstherrschaft
aultark (aus gr. autârkês „sich selbst genügend, unabhän
gig“ zu autos „selbst“ u. arkein „abwehren; ausreichen,
genügen“): [vom Ausland] wirtschaftlich unabhängig, sich
selbst versorgend, auf niemanden angewiesen; vgl.
...isch/-. AultarlkieiZze;-, ...ien (ausgr. autárkeia „Selbst
genügsamkeit“): a) wirtschaftliche Unabhängigkeit [vom
Ausland]; b) Selbstständigkeit, Unabhängigkeit, aultarkisch: die Autarkie betreffend; vgl. ...isch/aulteln (zu TAuto): (veraltet) Auto fahren
aulterg* (zu îauto... u. gr. érgon „Arbeit, Werk“): auf eige
ner Arbeitsleistung beruhend; auterge Wirtschaft: Wirt
schaft, in der alle Einkommen auf eigener Arbeitsleistung
beruhen; Ggs. Îallerge Wirtschaft
Aulteur [o'to:u] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. auteur, dies aus
lat. auctor) : Verfasser, Autor
autlhelmelrisch (aus gr. authemerós „am selben Tag ge
macht“ zu autos „selbst“ u. hêméra „Tag“): (veraltet) am
selben Tag erfolgend od. wirkend
Au|then|t[e die; - (zu îauthentischu. T2...ie): svw. Authen
tizität. Au|then|ti|fi|kalti|on die; -, -en (zu Tauthentisch
u. ɪ,,,fikation): (durch Passwort o.Ä.) Identitätsprüfung
eines Benutzers als Zugangs- u. Rechtekontrolle für ein
System (EDV). aulthenlti|fi|zie|ren (zu t...fizieren>: a)
beglaubigen, die Echtheit bezeugen; b) die Legitimation
(z. B. das Passwort) des Benutzers bestätigen (EDV). Authenltik die; -, -en (zu t2...ik>: im Mittelalter eine durch
ein authentisches Siegel beglaubigte Urkundenabschrift.
Au|then|ti|ken die (Plur.) (aus gleichbed. lat. authenti
cae (leges)): von den hohenstaufischen Kaisern Fried
rich I. u. II. unmittelbar in das Gesetzbuch eingeschobene
Verordnungen. Aulthenltilkum das; -s (zu Tauthentisch
A
authentisch
u. T...ikum): Urschrift, alte Gesetzessammlung des 6. Jh.
au then tisch (über spätlat. authenticus „zuverlässig
verbürgt; eigenhändig“ aus gr. authcntikós): echt; zuver
lässig, verbürgt, aulthenltilsielren (zu t...isieren):
glaubwürdig, rechtsgültig machen. Auithenltilziltät die:
- (zu Î ...izität): Echtheit, Zuverlässigkeit, Glaubwürdigkeit
aulthilgen (aus gleichbed. gr. authigenes): am Fundort
selbst entstanden (von Gesteinen; Geol.); Ggs. Tallothigen
Au tis mus der; - (zu Îauto... u. t ...ismus (3)> : bes. bei schi
zoiden u. schizophrenen Personen vorkommende psy
chische Störung, die sich in krankhafter Ichbezogenheit u.
affektiver Teilnahmslosigkeit, Verlust des Umweltkontak
tes u. Flucht in die eigene Fantasiewelt äußert; Insichge.kehrtheit. Aultist der; -en, -en (zu Î ...ist): jmd., der an Au
tismus leidet. au|tis|tisch (zu T...istisch>: a) den Autis
mus betreffend; b) an Autismus leidend
Autller der; -s, - (zu Îauteln): (veraltet) Autofahrer
’Aulto das; -s, -s (zugr. autos „selbst“): Kurzform von t Au
tomobil
2Aulto das; -s, -s (ausport. u. span, auto „Handlung, Schau
spiel“, dies aus gleichbed. lat. actio): 1. feierliche religiöse
od. gerichtliche Handlung in Spanien u. Portugal. 2. spät
mittelalterliches geistliches Spiel des spanischen Theaters,
das an Festtagen des Kirchenjahres aufgeführt wurde
au|to..., Au|to..., vor Vokalen meist aut..., Aut... (aus
gleichbed. gr. auto- zu autos „selbst“): Wortbildungsele
ment mit den Bedeutungen „selbst, eigen, persönlich; un
mittelbar“, z. B. autochthon, Automobil, autark, Autop
sie
Au|to|ag|gres|si|on* die; -, -en (zu Tauto... u. t Aggressi
on): gegen die eigene Person gerichtete Aggression (Psy
chol.). Au|tolag|gres|si|onslkranklheit die; -, -en
durch Autoantikörper verursachte Krankheit (Med.; vgl.
Autoimmunkrankheit)
Au|tolak|ku|sa|tor der; -s, ...toren (zu tauto... u. lat. ac
cusator „Ankläger“, dies zu accusare „anklagen“ >: jmd.,
der sich einer nicht begangenen Tat bezichtigt, bes. Epi
leptiker u. Psychopathen
Au|to|ana|ly|zer [,,,ænəlaɪzə] der; -s, - (zu Îauto... u. engl.
analyzer „Analysierender; Analysator“): Automat, der
selbsttätig Laboruntersuchungen durchführt
Aultolanltilgen das; -s, -e (meist Plur.) (zu tauto... u. t An
tigen): im Î Organismus selbst gebildetes Î Antigen, das die
Bildung von Antikörpern bewirkt
Au|to|an|ti|kör|per der; -s, - (meist Plur.) (zu tauto... u.
t Antikörper): t Antikörper, der gegen körpereigene Sub
stanzen wirkt (Med.)
Aultolbiolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu tauto... u.
tBiograf): jmd., der eine Autobiografie schreibt. Aultobio gra fie, auch ...gralphie die; -, ...ien: literarische
Darstellung des eigenen Lebens od. größerer Abschnitte
daraus. au|to|biolgra|fisch, auch...gra|phisch: a) die
Autobiografie betreffend; b) das eigene Leben beschrei
bend; c) in Form einer Autobiografie verfasst
Aultolbus der; -ses, -se (Kurzw. aus t 'Auto u. Î Omnita):
svw. Omnibus
Aultolcamp [...kemp] das; -s, -s (zu t’Auto u. t'Camp):
Campingplatz für Urlauber mit Kraftfahrzeug. Aultocamlping das; -s: Urlaub auf einem Autocamp
Aultolcar [...kam] der; -s, -s (aus fr. autocar „Reise-, Fern
bus“): (Schweiz.) t Omnibus
Au|to|chir der; -s, -e (aus gleichbed. gr. autöcheir): (veral
tet) Selbstmörder. Au|to|chi|rie die; - (aus gleichbed. gr.
autocheiria, eigtl. „eigenhändige Tat“): Selbstmord
Aultolcholre [,,,'ko:rə] die; -, -n (zu tauto... u. gr. chörein
„gehen, laufen“): Pflanze, die ihre Früchte od. Samen
selbst verbreitet (Bot.). Au|to|cho|rie [...ko...] die; - (zu
t2...ie>: Verbreitung von Früchten u. Samen durch die
164
Pflanze selbst (z. B. durch Schleuder- od. Spritzbewegung;
Bot.)
Aultolchrom [,,,'kro:m] das; -s, -e (zu îauto... u. gr. chroma
„Farbe“): Ansichtspostkarte, bei der durch farbigen Über
druck auf ein schwarzes Rasterbild der Eindruck eines
Mehrfarbendruckes entsteht
aultochlthon* [...x'to.n] (über lat. autochthon aus gr. au
tochthon „aus dem Lande selbst, eingeboren“ zu tauto...
u. chthön „Erde, Boden“): 1. alteingesessen, eingeboren,
bodenständig (von Völkern od. Stämmen). 2. am Fundort
entstanden, vorkommend (von Gesteinen u. Lebewesen;
Geol. u. Biol.); Ggs. tallochthon. Aultochlthplne der
od. die; -n, -n: Ureinwohnern], Alteingesessene^], Eingeborene[r]. Aultochltholnie die; - (zu t2...ie): Urein
wohnerschaft, Ureingesessenheit
Aultolcoat [...koot] der; -s, -s (zu t 'Auto u. engl. coat „Ja
cke, Mantel“): kurzer Mantel für Autofahrer
Aultolcolder der; -s (aus gleichbed. engl. autocoder zu t au
to... u. to code, vgl. Code): maschinenorientierte Pro
grammiersprache (EDV)
Aultolcross, auch Aulto-Cross das; -, - (aus gleichbed.
engl. autocross): Autorennen auf einer abgesteckten Stre
cke im Gelände; vgl. Motocross
Aultolcue ['ɔ:toukju:] der; -s, -s (aus engl. Autocue®; zu
tauto... u. engl. cue „Stichwort, Zeichen zum Aufnahme
beginn“): svw. Teleprompter
Aultoldalfé [...Te:] das; -s, -s (aus gleichbed. port, auto-defé, eigtl. „Urteil über den Glauben“, dies aus lat. actus fi
dei „Glaubensakt“): 1. öffentliche Bekanntgabe u. Voll
streckung eines Inquisitionsurteils; Ketzerverbrennung.
2. öffentliche Verbrennung von verbotenen Büchern,
Schriften u.Ä.
Aultoldelterlmilnaltilon die; -, -en (zu î auto... u. I Deter
mination): [polit.] Selbstbestimmung[srecht], Aultoldeter mi nis mus der; -: Lehre von der Selbstbestimmung
des Willens, die sich aus innerer Gesetzmäßigkeit unab
hängig von äußeren Einflüssen vollzieht (Philos.)
Aultoldildakt der; -en, -en (zu Îautodidaktisch): jmd., der
sich ein bestimmtes Wissen ausschließlich durch Selbstun
terricht aneignet od. angeeignet hat. aultoldildakltisch
(aus gr. autodidaktos „selbst gelehrt“): den Selbstunter
richt betreffend ; durch Selbstunterricht erworben. Au Itodildalxie die; - (zu Îauto..., gr. didaxis „das Lehren, Un
terricht“ u. T2...ie>: Selbstbelehrung
Au|toldi|ges|ti|on die; - (zu tauto... u. ÎDigestion): 1. svw.
Autolyse. 2. Selbstverdauung des Magens nach dem Tode
u. bei schweren Pankreaserkrankungen durch Enzymakti
vierung (Med.), aultoldilgesltiv: mit Selbstverdauung
einhergehend (Med.)
Au|to|di|kie die; - (zu gr. autödikos „eigene Gerichtsbar
keit habend“ u. t2...ie): (veraltet) Selbstgerichtsbarkeit;
das Recht, sich selbst zu richten
Aultoldrom* das; -s, -e (aus fr. autodrome „Automobil
rennbahn“ zu îauto... u.gr. drömos „Lauf, Rennbahn“): 1.
svw. Motodrom. 2. (österr.) Fahrbahn für t Skooter
au|to|dy|na|misch (zu îauto... u. tdynamisch): selbstwir
kend, selbsttätig
Aultolelekltrik* die; - (zu î 'Auto u. Î Elektrik): elektrische
Ausstattung der Kraftfahrzeuge
Aultoleroltik die; - (zu îauto... u. f Erotik): Form des ero
tisch-sexuellen Verhaltens, das Lustgewinn u. Triebbefrie
digung ohne Partnerbezug zu gewinnen sucht; vgl. Nar
zissmus. aultoleroltisch: die Autoerotik betreffend,
narzisstisch. Aultoleroltislmus der; -: svw. Autoerotik
Au|to|fo|kus der: -, -se (zu Tauto... u. TFokus): Vorrich
tung an Kameras u. Diaprojektoren für eine automatische
Einstellung der Bildschärfe
Au|to|fo|ni_e vgl. 'Autophonie
Au|to|fret|talge [,,,ʒə] die; - (zu tauto... u./r. frettage „das
165
Anlegen von Stahlringen“, dies zu fretter „beringen“): ein
Kaltverfestigungsverfahren für hoch beanspruchte Werk
stoffe, die zur Herstellung von Druckbehältern u. Rohren
verwendet werden
aultolgam (zu t auto... u. Î ...gam ( 1 )>: sich selbst befruch
tend (Biol.). Au to ga mie die; -, ...ien (zu î...garnie ( 1 )>:
Selbstbefruchtung, geschlechtliche Fortpflanzung ohne
Partner (bei bestimmten Pflanzen u. Tieren; Biol.)
aultolgen (aus gr. autogenes „aus sich selbst erzeugt, her
vorgebracht“; vgl. ...gen): 1. ursprünglich, selbsttätig, un
mittelbar [erfolgend]; autogenes Schweißen: das Ver
schweißen zweier Werkstücke mit heißer Stichflamme oh
ne Zuhilfenahme von Bindematerial. 2. aus sich selbst od.
von selbst entstehend (Med.); autogenes Training: von
dem dt. Psychiater J. H. Schultz (1884—1970) entwickelte
Methode der Selbstentspannung durch Î Autohypnose. 3.
vom selben Individuum stammend (z. B. von Transplanta
ten)
Aultolgilro [,,,'ʒi:ro] das; -s, -s (aus gleichbed. span, auto
giro zu îauto... u. gr. gÿros „Kreis“): Drehflügelflugzeug,
Tragschrauber
Aultolgnolsje die; - (zu tauto... u. T...gnosie): Selbster
kenntnis (Philos.)
Aultolgolnietee;- <zu îauto... u. t...gonie): Selbst-, Urzeu
gung aus anorganischen Stoffen
Aultolqralder [auch ,,,greɪdə] der; -s, - (zu Î 'Auto u. engl.
grader „Planiermaschine“): pioniertechnisches Fahrzeug
für den Straßenbau u. andere Erdarbeiten
aultolgraf, auch ...graph:svw. autografisch; vgl. ...isch/-.
Au to graf, auch ...graph das; -s, -e[n] (über lat. auto
graphum aus gr. autógraphon „eigenhändig Geschriebe
nes, Handschrift“): 1. von einer bekannten Persönlichkeit
stammendes, eigenhändig geschriebenes od. authentisch
maschinenschriftliches Î Manuskript [in seiner ersten Fas
sung], Urschrift. 2. (veraltet) der in der Frühzeit des
Buchdrucks noch in Gegenwart des Verfassers hergestell
te erste Druck. Aultolgralfie, auch ...gralphie die; -,
...ien (zu tauto... u. t,,,grafie): veraltetes Vervielfälti
gungsverfahren. au|to|gra|fie|ren, auch ...gralphieren (nachgr. autographeln „eigenhändig schreiben“; vgl.
..deren): 1. (veraltet) eigenhändig schreiben. 2. (nach
einem heute veralteten Verfahren) vervielfältigen, aultografisch, auch ...gralphisch (über lat. autographus
aus gr. autographos „eigenhändig geschrieben“): 1. (ver
altet) eigenhändig geschrieben. 2. (nach einem heute
veralteten Verfahren) vervielfältigt; vgl. ...isch/-. Aultogramm das; -s, -e (zu îauto... u. Î...gramm): 1. eigenhän
dig geschriebener Namenszug [einer bekannten Persön
lichkeit], 2. (veraltet) svw. Autograf. Aultolgralphillie
die; - (zu ÎAutograf u. T ...philie): Liebhaberei für alte
[θriginal]manuskripte
Aultolgra|vü|re [...v...] die; - (Kurzw. aus îauto... u. 1 Pho
togravure): Rastertiefdruck, ein grafisches Verfahren
Aultolhyplnolse [auch auto...] die; - (zu T auto... u. Î Hyp
nose): ein hypnotischer Zustand, in den sich jmd. selbst,
also ohne Einwirkung einer anderen Person, versetzt; Ggs.
Î Heterohypnose
aultolimlmun (zu îauto... u. Îimmun): gegenüber dem ei
genen Organismus tirnmun. Au|to|im|mu|ni|sie|rung
(Zi'e; -, -en: Bildung von 1 Antikörpern gegen körpereigene
Eiweiße (Med.). Au|tolim|mun|krank|heit die; -, -en:
svw. Autoaggressionskrankheit. Aultolimlmunlrelaktilon die; -, -en: krankhafte t immunologische Reaktion
des Organismus gegen körpereigenes Gewebe
Au|to|in|fek|ti|on¿te;-, -en (zu îauto... u. tInfektion): In
fektion des eigenen Körpers durch den Erreger, der bereits
im Körper vorhanden ist (Med.)
Au|to|inioku|la|tilon die; -, -en (zu tauto... u. ÎInokulati
on): Î hämatogene bzw. tlymphogene Ausbreitung eines
Autolith
im Körper bereits zur Wirkung gelangten Infektionsstof
fes (Med.)
Au|to|in|to|xilka|ti|onrfie; -, -en (zu t auto... u. tIntoxika
tion): Selbstvergiftung des Körpers durch im Organismus
bei krankhaften Prozessen entstandene u. nicht weiter ab
gebaute Stoffwechselprodukte (Med.)
Au|to|io|ni|sa|ti|on die; -, -en (zu tauto... u. Î Ionisation):
Selbstionisation eines Atoms infolge inneratomarer Vor
gänge (Kernphys.)
Autokarpie die; - (zu gr. autökarpos „von selbst Frucht
bringend“ u. t2...ie>: Fruchtansatz nach Selbstbestäubung
(Bot.)
Aultolkaltallylse die; - (zu Tauto... u. 1 Katalyse): Be
schleunigung einer Reaktion durch einen Stoff, der wäh
rend dieser Reaktion entsteht (Chem.)
autokephal (aus gleichbed. spätgr. autoképhalos zu Tau
to... u. gr. kephalê „Köpf'): mit eigenem Oberhaupt, un
abhängig (von den orthodoxen Nationalkirchen, die nur
ihrem TKatholikos unterstehen). Au|tolke|pha|lie die; (zu t2... ie> : kirchliche Unabhängigkeit der orthodoxen Na
tionalkirchen
Aultolkilnelse die; - (aus gr. autokinesis „Selbstbewe
gung“): scheinbare Eigenbewegung eines Gegenstandes,
aultolkilneltisch (aus gleichbed. gr. autokinetos): aus
eigener Kraft beweglich
Au Ito Iki Ino das; -s, -s (zu î 'Auto u. Î Kino): Freilichtkino,
in dem man sich einen Film vom ‘Auto aus ansieht
Au|to|klav*ter; -s, -en [...von] (aus fr. autoclave „Schnell
kochtopf“ zu Îauto... u. lat. clavis „Schlüssel“): 1. Druck
apparat in der chem. Technik. 2. Apparat zum Sterilisieren
von Lebensmitteln. 3. Rührapparat bei der Härtung von
Speiseölen, aultolklalvielren [,,,'vi:...] (zu T..deren): mit
dem Autoklav (2) erhitzen
Au|tolkol|li|ma|ti|on die; -, -en (zu T auto... u. Î Koilimation): Verfahren zur schnellen u. genauen Einstellung eines
Fernrohrs auf unendlich (Optik). Autlökollolqie die; (zu tauto... u. tÖkologie): Teilgebiet der Ökologie, das
sich mit den Auswirkungen der Umweltfaktoren auf ein
einziges Individuum befasst
Au|to|kor|so der; -s, -s (zu t 'Auto u. ÎKorso): Korso (1),
der aus 'Autos besteht
Aultolkran der; -[e]s, Plur. ...kräne, fachspr. ...krane (zu
t'Auto): drehbar auf einem Lkw-Fahrgestell montierter
Kran
Au|to|krat*ter; -en, -en (zugr. autokratês „unumschränkt
herrschend“, dies zu kratein „herrschen“): 1. diktatori
scher Alleinherrscher. 2. selbstherrlicher Mensch; vgl. Autokrator. Aultolkraltie die; -, ...ien (aus gr. autokräteia
„Selbstherrschaft“): Regierungsform, bei der die Staats
gewalt unumschränkt in der Hand eines einzelnen Herr
schers liegt, aultolkraltisch: die Autokratie betreffend,
auf ihr beruhend; unumschränkt. Au|to|kraltis|mus
der; - (zu T...ismus (1)): Denk- u. Handlungsweise eines
Î Autokraten (1), Selbstherrlichkeit. Au|to|kra|torter; -,
...oren (über lat. autocrator aus gr. autokrätör „Selbstherr
scher“): 1. der Inhaber 1 autoritativer Gewalt, die in der
Antike noch nicht unumschränkt war. 2. Titel des byzan
tinischen Kaisers. 3. seit dem 16. Jh. Titel des russischen
Zaren; vgl. Autokrat
Aultolkriltik ¿te; -, -en (zu tauto... u. ÎKritik): (veraltet)
Selbstkritik, Beurteilung seiner eigenen Schriften u.Ä.
au to kri tisch: (veraltend) sich selbst beurteilend
Au|to|la|ryn|go|skop*tes; -s, -e (zu Tauto... u. ÎLaryngo
skop): elektrische Lampe, um den Kehlkopf unmittelbar,
ohne Hilfe von Spiegeln, untersuchen zu können (Med.)
Aultollith [auch ... lit] der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n] (zu
Î auto... u. t ...lith) : Einschluss eines jüngeren Î Magmas (1)
in einem älteren, wobei beide von dem gleichen Mutter
magma stammen (Geol.)
Autolyse
die; - (zu tauto... u. Î ...lyse): 1. Abbau von Or
ganeiweiß ohne Bakterienhilfe (Med.). 2. Selbstauflösung
des Larvengewebes im Verlauf der Metamorphose bei In
sekten (Biol.). Aultollylsin das: -s, -e (meist Plur.) (zu
t. ..in (1)>: Stoff, zumeist Eiweißkörper, der körpereigene
Zellen bzw. zellige Bestandteile auflöst (Med.), aultollytisch (zu gr. lytikós „lösend“): sich selbst auflösend (von
Körpereiweiß; Med.)
Aultolmalchie die;-, ...ien (zugr. automacheîn „selbst sei
nen Prozess führen“ (dies zu tauto... u. gr. máche
„Kampf“) u. t2...ie>: (veraltet) Widerstreit mit sich selbst
Au to mat der; -en, -en (aus gleichbed. fr. automate zu gr.
automatos „sich selbst bewegend, aus eigenem Antrieb“):
1. a) Apparat, der nach Münzeinwurf selbsttätig Waren
abgibt od. eine Dienst- od. Bearbeitungsleistung erbringt;
b) Werkzeugmaschine, die Arbeitsvorgänge nach Pro
gramm selbsttätig ausführt; c) automatische Sicherung
zur Verhinderung von Überlastungsschäden in elektri
schen Anlagen. 2. elektronisch gesteuertes System, das In
formationen an einem Eingang aufnimmt, selbstständig
verarbeitet u. an einem Ausgang abgibt (Math., EDV).
Au|to|malten|res|tau|rant das; -s, -s: TRestaurant, in
dem man sich über Automaten selbst bedienen kann. Auto maiten theio rie die; -: Theorie, die sich mit math.
Modellen von Automaten, bes. von informationsverarbei
tenden Systemen befasst. Aultolmaltie die; -, ...ien (zu
t2...ie): svw. Automatismus. Aultolmaltik die; -, -en (zu
t2...ik (2)>: a) Vorrichtung, die einen eingeleiteten techni
schen Vorgang ohne weiteres menschliches Zutun steuert
u. regelt; b) (ohne Plur.) Vorgang der Selbststeuerung. Auto|ma|ti|on dze; - (aus gleichbed. engl. automation): der
durch Automatisierung erreichte Zustand der modernen
technischen Entwicklung, der durch den Einsatz weitge
hend bedienungsfreier Arbeitssysteme gekennzeichnet ist.
Au|to|ma|ti|sa|ti|on die; -, -en (zu Îautomatisieren u.
t ...isation): svw. Automatisierung; vgl. ...ation/...ierung.
au to ma tisch (nach gleichbed. fr. automatique): 1. a)
mit einer Automatik ausgestattet (von technischen Gerä
ten); b) durch Selbststeuerung od. Selbstregelung erfol
gend; c) mithilfe eines Automaten. 2. a) unwillkürlich,
zwangsläufig, mechanisch; b) ohne weiteres Zutun (des
Betroffenen) von selbst erfolgend. au|to|ma|ti|sie|ren
(nach fr. automatiser): auf vollautomatische Fabrikation,
Steuerung o.Ä. ein-, umstellen. Au|tolma|ti|sie|rung
die; -, -en (zu t...isierung>: das Automatisieren, Automa
tisiertwerden; vgl. ...ation/...ierung. Au to ma tis mus
der; -, ...men (zu T Automatu. t ...ismus (2)>: a) (ohne Plur.)
selbsttätig ablaufende Organfunktion (z.B. Herztätig
keit); b) spontan ablaufender Vorgang od. Bewegungsab
lauf, der nicht vom Bewusstsein od. Willen beeinflusst
wird (Med., Biol.). Aultolmaltolgraf, auch...graph der;
-en, -en (zu t ...graf): Gerät zur Aufzeichnung unwillkürli
cher Bewegungen (Psychol.)
Aultolme|cha|ni|ker der; -s, - (zu î'Auto u. ÎMechanik):
1 Mechaniker, der in einer Autowerkstatt arbeitet. Au|tomeicha ni ke rin die; -, -nen : weibliche Form zu Î Auto
mechaniker
Au|to|me|ta|mor|phg|se die; -, -en (zu t auto... u. Î Meta
morphose): gesteinsbildende Umwandlungen bei der Ent
stehung der Gesteine ohne besondere Einwirkung von au
ßen (Geol.)
Automixis die; - (zu tauto... u. gr. mlxis „Mischung“):
Selbstbefruchtung durch Verschmelzung zweier Keimzel
len gleicher Abstammung (Biol.)
aultolmolbil (zu Î'Auto u. lat. mobilis „beweglich“): das
Auto betreffend. Aultolmolbil das; -s. -e: Kraftfahrzeug,
Personenkraftwagen. Au|to|mo|bil|in|dus|trie* die; -,
-n: Gesamtheit der Betriebe, die Automobile od. Teile für
Automobile herstellen. Au|to|mo|bi|lis|mus der; - (zu
Au|to|ly|se
166
t. ..ismus (2)>: Kraftfahrzeugwesen. Aulto|mo|bi|list
der; -en, -en (zu Î ...ist): (bes. Schweiz.) Autofahrer, aultomolbillisltisch (zu Î...istisch): den Automobilismus be
treffend. Aultolmolbillsallon [,,,lɔŋ] der; -s, -s: Ausstel
lung, auf der die neuesten Automobile vorgestellt werden
aultolmorph (zu t auto... u. t ...morph): 1. svw. idiomorph.
2. den Automorphismus betreffend. Au|to|mor|phismus der; -, ...men (zu Î...ismus (2)>: spezielle Zuordnung
der Elemente einer t algebraischen Struktur innerhalb der
gleichen algebraischen Struktur (Math.); vgl. Homomor
phismus
Aultolmultalgen das; -s, -e (meist Plur.) (zu tauto... u.
t Mutagen): beim Stoffwechsel entstandene Substanz, die
Veränderung des genetischen Materials u. damit der Erb
eigenschaften hervorrufen kann (Biol.)
Au|to|ne|phrek|tolmie* die; -, ...ien (zu tauto... u.
ÎNephrektomie): Selbstausschaltung der Niere (bei Ver
schluss des Harnleiters; Med.)
aultolnom (aus gr. autónomos „nach eigenen Gesetzen le
bend“): 1. [verwaltungsmäßig] selbstständig, unabhängig.
2. zu den Autonomen gehörend, von ihnen ausgehend.
Au|to|no|me dem. die; -, -n: Angehörigefr] einer Grup
pierung, die das Gesellschaftssystem ablehnt u. mit Ge
waltaktionen bekämpft. Aulto|no|mie die; -, ...ien (aus
gleichbed.gr. autonomía): 1. Selbstständigkeit [in nationa
ler Hinsicht], Unabhängigkeit. 2. Willensfreiheit (Philos.).
Aultolnolmilsielrung die; - (zu t...isierung): Verfahren
aus der Regelungstechnik, durch das eine gegenseitige Be
einflussung der Regelkreise beseitigt werden soll. Aultonomist der; -en, -en (zu Î...ist): jmd., dereine Autonomie
anstrebt
aultolnym* (zu tauto... u.gr. ónyma „Name“): 1. vom Ver
fasser unter seinem eigenen Namen herausgebracht. 2.
ausdrückend, dass ein Zeichen als Eigenname von sich
selbst gilt (Logik, Semiotik). Aultolnym das; -s, -e: a) Ei
genname (bes. von Schriftstellern); Ggs. t Pseudonym; b)
unter dem wirklichen Verfassernamen veröffentlichtes
Buch
Au|to|oxi|da|ti|on usw. vgl. Autoxidation usw.
Aultopaster [,,,'peɪstə] der;-s,-s (zu tauto... u. engl. pas
ter „Klebestreifen“, dies zu paste „Kleister“): automati
sche Papierrollenanklebevorrichtung an Rotationsdruck
maschinen
Aultolpalthie die; - (aus gleichbed. gr. autopátheia): (ver
altet) Selbsterfahrung, -empfindung
Au to pha gie die: - (zu tauto... u. t...phagie): 1. die Ei
genschaft mancher Tiere, von ihrem Körper abgetrennte
Glieder selbst aufzufressen. 2. das Selbstsuchen der Nah
rung bei Jungtieren
Aultolphän das; -s, -e (zu tauto... u. gr. phainesthai „er
scheinen“): ein Merkmal, das sich durch die Wirkung ei
nest Gens in demselben Zellsystem, in dem das Î Gen aktiv
ist, ausbɪldet (Genetik); Ggs. tAllophän
Autolphillie dze; - (zu îauto... u. Î ...philie): Selbst-, Eigen
liebe (Psychol.)
'Aultolpholnie, auch ..Tonie die; -, ...ien (zu tauto... u.
î ...phonie): überlautes Hören der eigenen Stimme bei Mit
telohrentzündung sowie bei offener Ohrtrompete (Med.)
2Au|to|pho|nie die;-, ...ien (zutauto...,gr. phónos „Mord“
u. t2...ie>: (veraltet) Selbstmord
Aultolphylsiolthelralpie [auch 'auto...] die; - (zu tauto...
u. ÎPhysiotherapie): svw. Autotherapie
Aultolpillot der; -en, -en (zu tauto... u. tPilot): automati
sche Steuerungsanlage in Flugzeugen, Raketen o.Ä.
Au|to|plas|tik die; -, -en (zu tauto... u. t'Plastik): Über
tragung körpereigenen Gewebes (z. B. die Verpflanzung
eines Hautlappens auf andere Körperstellen; Med.), autolplasltisch: die t Autoplastik betreffend
Aultolpoilelse [...poy...] die; - (zu tauto... u. gr. poiesis
167
„das Machen, Verfertigen“): Fähigkeit, sich selbst erhal
ten, wandeln, erneuern zu können. au|to|poi|e|tisch (zu
Tpoietisch): die Autopoiese betreffend, auf ihr beruhend
Au to po ly plo i die* [...ploi...] die; - (zu Tauto... u. t Po
lyploidie): Vervielfachung des arteigenen Chromosomen
satzes bei einem Lebewesen
Au|to|por|trät* [,,,'trɛ:] das; -s, -s (zu tauto... u. ÎPorträt):
Selbstbildnis
aultolprolsolpisch* (aus gleichbed.gr. autoprôsôpos): in
eigener Person, persönlich (erscheinend)
Aulto|prolto|ly|se die; -, -n (zu tauto..., tProton u. t...ly
se): Übertragung eines t Protons von einem als Säure wir
kenden Ampholytmolekül auf ein als 'Base wirkendes
(Chem.)
Aultoplsie* die; -, ...ien (ausgr. autopsia „das Sehen mit ei
genen Augen“): 1. a) Inaugenscheinnahme einer Leiche
durch einen Richter (Leichenschau); b) Leichenöffnung.
Untersuchung des [menschlichen] Körpers nach dem Tod
zur Feststellung der Todesursache (Med.). 2. persönliche
Inaugenscheinnahme eines Buches vor der bibliografi
schen Aufnahme (Buchw.)
Au to psy cho se die; -, -n (zu tauto... u. tPsychose):
(veraltet) t Psychose mit Verlust des Ichbewusstseins
(Med.)
Aultopt* der; -en, -en (aus gleichbed. gr. autóptés zu autoptein „mit eigenen Augen sehen“): (veraltet) Augenzeuge,
aultopltisch: die tAutopsie betreffend
Aultor der; -s, ...oren (aus lat. auctor „Urheber, Schöpfer,
Verfasser“ zu augere „wachsen machen, mehren, för
dern“): Verfasser eines Werkes der Literatur, Musik,
Kunst, Fotografie od. Filmkunst
Aultolraldio das; -s, -s (zu î'Auto u. Î Radio): im Auto ein
gebautes spezielles Radio
Au|to|ra|dio|gra|fie, auch ...gralphie die; -: Methode
zur Sichtbarmachung der räumlichen Anordnung radioak
tiver Stoffe (z. B. in einem Versuchstier; Phys.). Aultolradiolgramm das; -s, -e (zu t auto... u. ÎRadiogramm): Auf
nahme, die durch Autoradiografie gewonnen wurde
Au|to|re|du|pli|ka|ti|on* die; -, -en (zu Tauto... u. îRedu
plikation): identische Verdoppelung der t genetischen In
formation u. der sie tragenden Strukturen (Biol.)
Auitoreferat das; -s, -e (zu tauto... u. tReferat): svw.
Autorreferat
Au Itolrelgu Haiti Ion die;-, -en (zu tauto... u. Î Regulation):
Selbststeuerung bestimmter Körperfunktionen, z.B. die
Gewebsneubildung nach Wachstumsstörungen (Med.)
Aultolrenlkolllekltiv das; -s, -e [...vo] (zu Î Autor u. t Kol
lektiv): Verfassergruppe, die ein Buch in gemeinschaftli
cher Arbeit herausbringt. Aulto|ren|kor|rek|tur vgl.
Autorkorrektur. Au|to|ren|plu|ral der; -s: svw. Pluralis
Modestiae
Aultolrelpeat [,,,rɪ'pi:t] das; -s (zu tauto... u. engl. to re
peat, vgl. Repeat) : Automatik zur Wiederholung (bei Kas
settenrekordern u. CD-Playern)
Au|to|re|prolduk|ti|on* i/ie; -, -en (zu t auto... u. t Repro
duktion) : identische t Reproduktion der Organismen u. ih
rer vermehrungsfähigen Teile wie Zellen u. Î Chromoso
men (Biol.)
Aultolrelverse [,,,rɪvə:s] das; - (zu tauto... u. tReverse):
Umschaltautomatik bei Tonbandgeräten, Kassetten- u.
Videorekordern
Au tc rhyth mie die; -, ...ien (zu tauto..., tRhythmus u.
t2...ie): Aussendung von rhythmisch unterbrochenen Im
pulsen (z. B. durch das Atemzentrum im Gehirn)
Au|to|ri|sa|ti|on die; -, -en (zu Îautorisieren u. t...isation): Ermächtigung, Vollmacht; vgl. ...ation/...ierung. auto|ri|sie|ren (aus mlat. auctorizare „Vollmacht geben“;
vgl.....ieren): 1. jmdn. bevollmächtigen, [als Einzigen] zu
etwas ermächtigen. 2. etwas genehmigen, aultolrilsiert
Autoslalom
(zu T...iert): [einzig] berechtigt, ermächtigt; autorisierte
Übersetzung: vom Verfasser durchgesehene u. genehmig
te Übersetzung. Au|to|ri|sie|rung die; -, -en (zu t...ierung): Bevollmächtigung; vgl. ...ation/...ierung. aultolritär (aus fr. autoritaire „die Regierung betreffend; selbst
ständig auftretend, herrisch“ zu auteur aus lat. auctor,
vgl. Autor): 1. (abwertend) a) totalitär, diktatorisch; b)
unbedingten Gehorsam fordernd; Ggs. Î antiautoritär. 2.
(veraltend) a) auf Autorität beruhend; b) mit Autorität
herrschend. Au|to|ri|ta|rislmus der; - (zu Î ...ismus (1)):
absoluter Autoritätsanspruch. Aultolriltät die; -, -en
(aus gleichbed. lat. auctoritas, Gen. auctoritatis; vgl. Au
tor): 1. (ohne Plur.) auf Leistung od. Tradition beruhen
der maßgebender Einfluss einer Person od. Institution u.
das daraus erwachsende Ansehen. 2. einflussreiche, maß
gebende Persönlichkeit von hohem [fachlichem] Anse
hen. aultolriltaltiv (nach gleichbed. mlat. auctoritativus): auf Autorität, Ansehen beruhend; maßgebend, ent
scheidend. Au|tor|kor|rek|tur, Autorenkorrektur rf/e; -,
-en: Korrektur des gesetzten Textes durch den Autor
selbst
Aultolroltaltilon z/ze; -, -en (zu îauto... u. ÎRotation, eigtl.
„Selbstdrehung“): a) die auf Îaerodynamische Kräfte zu
rückzuführende Drehbewegung des Î Rotors eines Hub
schraubers um seine eigene Achse ; b ) die bei zu hohem An
stellwinkel auftretende Drehbewegung eines Flugzeugs
um seine Längsachse (Luftf.)
Au|tor|re|fe|rat zto; -[e]s, -e (zu Î Autor u. ÎReferat): vom
Autor eines Werkes selbst verfasste inhaltliche Zusam
menfassung bzw. Zusammenstellung der Ergebnisse sei
ner Untersuchungen
Au|to|sa|lon [,,,lɔŋ] der; -s, -s (zu î'Auto u. T Salon): svw.
Automobilsalon
Aultolsave [...seiv] zto; - (zu Tauto... u. engl. to save „ret
ten“): automatische Speicherung von Daten (EDV)
Au|tolse|man|ti|kon u. Autosemantikum das; -s,
...ka (zu Tauto..., gr. semantikös „bezeichnend, bedeu
tend“ u. T '...on bzw. Î ...ikum): Wort od. größere sprachli
che Einheit mit eigener, selbstständiger Bedeutung (z.B.
Tisch, Geist; Sprachw.); Ggs. TSynsemantikon. au to semanltisch [auch ‘auto...] : eigene Bedeutung tragend (von
Wörtern; Sprachw.); Ggs. Îsynsemantisch
Aultolsen|si|bi|li|sie|rung die; -, -en (zu îauto... u. TSensibilisierung) : Bildung von Antikörpern im Organismus
aufgrund körpereigener Substanzen (Med.)
aultos epha (aus gr. autos épha „er hat es selbst gesagt“):
a) Formel der T Pythagoreer, mit der sich die Schüler auf
Worte des Meisters beriefen; b) Hinweis auf die höchste
Lehrautorität
Au|to|ser|vice [,,,sə:vɪs] der, selten das; -s, -s [,,,sə:vɪs] (zu
T'Auto u. T2Service>: auf Ausstattung, Pflege u. Instand
haltung des 'Autos gerichteter Kundendienst
1Au|to|sex der; -[es] (zu Tauto... u. T Sex): am eigenen Kör
per vorgenommene sexuelle Handlung. 2Au|tolsex der;
-[es] (zu T 'Auto u. T Sex): Sex im Auto. Aultolselxulallismus der; - (zu Tsexual u. T...ismus (3)): auf den eigenen
Körper gerichtetes sexuelles Verlangen (Psychol.), aultoselxulell: den Autosexualismus betreffend
Aultolsit der; -en, -en (Kurzw. aus lauto... u. TParajzt):
Hauptkörper einer Doppelmissbildung, bei der ein Teil
des zweiten Körpers im Hauptkörper eingeschlossen ist
(Med.)
Aultolskoolter [,,,sku:tn] vgl. Skooter
Aultolskolpie* die: -, ...ien (zu Tauto... u. T...skopie): un
mittelbare Kehlkopfuntersuchung ohne Spiegel (Med.),
aultolskglpisch: die Autoskopie betreffend
Au|tolsla|lom der; -s, -s (zu T'Auto u. TSlalom): sportli
cher Wettbewerb, bei dem mit Autos eine Hindernisstre
cke zu durchfahren ist
Autosom
das; -s, -en (Kurzw. aus lauto... u. ÎChromo
som): nicht geschlechtsgebundenes îChromosom. aultosolmal (zu T ’...al (1)>: das ÎAutosom betreffend. Aultosolmie die; -, ...ien {zu gr. söma „Körper“ u. î2...ie): all
gemeine Bez. für krankhafte Veränderungen im Bereich
der Î Autosomen
Aultolstelreolgramm ¿Zas; -s, -e (zu îauto..., ÎStereo... u.
î...gramm>: Bild, bei dem sich bei intensivem Betrachten
ein räumlicher Eindruck einstelit; 3-D-Bild. Au|to|stereoltyp das; -s, -e (meist Plur.): Urteil, das sich eine Per
son od. Gruppe von sich selbst macht
au|to|ste|ril (zu îauto... u. Îsteril): durch eigene Abwehr
kräfte des Körpers neutralisiert (Med.). Aultolstelrillisaltilon die; -, -en: Neutralisierung von Bakterien durch
eigene Abwehrkräfte des Körpers (Med.)
Au|tolsti|mu|la|tilon die; -, -en (zu îauto... u. 1 Stimulati
on, eigtl. „Selbstreizung“): Methode der Gehirn- u. Ver
haltensphysiologie zur Beeinflussung der Erregbarkeit
von Hirnzentren, die das Zuwendungs- u. Suchverhalten
regeln
Aultolstopp der; -s, -s (zu t'Auto): das Anhalten von Au
tos mit dem Ziel, mitgenommen zu werden
Aultolstralda die; -, -s (aus gleichbed. it. autostrada): ital.
Bez. für mehrspurige Autoschnellstraße, Autobahn
Au|to|sug|qes|ti|on [auch ,,,'tio:n] die; -, -en (zu îauto...
u. ÎSuggestion, eigtl. „Selbsteinredung“): das Vermögen,
ohne äußeren Anlass Vorstellungen in sich zu erwecken,
sich selbst zu beeinflussen, eine Form der Î Suggestion.
au|to|sug|qesltiv [auch ,,,'ti:f]: sich selbst beeinflussend
Auitoltellelfon das; -s, -e (zu î 'Auto u. TTelefon): im Auto
eingebautes Telefon
Au|to|te|lie die; - (aus gleichbed. gr. autotéleia, eigtl.
„Selbstständigkeit; Vollkommenheit“): Selbstbestim
mung, Unabhängigkeit
Au|to|tem|po|me|ter das; -s, - (zu îauto..., ÎTempo u.
Î1.,,meter): alte Bez. für einen elektrisch betriebenen ÎTa
chografen, Geschwindigkeitsfahrtschreiber
Aultolthelislmus der; - (zu î auto... u. TTheismus): Selbst
vergötterung. Au|to|the|ist der; -en, -en: jmd., der sich
selbst vergöttert
Aultolthelralpie [auch auto...] die; - (zu îauto... u. TTherapie): Selbstheilung durch die natürliche Selbstheilungs
kraft (ohne Medikamente)
Au|to|ther|mik|kol|ben der; -s, - (zu tauto... u. TThermik): Kolben für Verbrennungsmotoren, der bei Erwär
mung seinen Außendurchmesser nur gering ändert
Aultoltolmie die; -, ...ien (zu îauto... u. î...tomie, eigtl.
„Selbstverstümmelung“): bei verschiedenen Tieren vor
kommendes Abwerfen von meist später wieder nachwach
senden Körperteilen an vorgebildeten Bruchstellen (z. B.
Schwanz der Eidechse; Biol.)
Aultoltolpalgnolsie* die; -, ...ien (zu îauto..., gr. topos
„Ort, Platz“ u. Î Agnosie): Unfähigkeit, Teile des eigenen
Körpers zu erkennen u. zu lokalisieren (Med.)
Aultoltour [...tum] die; -, -en (zu î'Auto u. ÎTour): ÎTour
mit dem Auto. Aultoltoulrislmus der; -: Î Tourismus mit
dem [eigenen] Auto
Aultoltolxin das; -s, -e (zu îauto... u. ÎToxin): ein im eige
nen Körper entstandenes Gift; vgl. Autointoxikation
Au|to|trans|for|ma|tor der; -s, ...oren (zu îauto... u.
ÎTransformator): häufig als Regelumspanner verwende
ter Î Transformator mit nur einer Wicklung, an der die Se
kundärspannung durch Anzapfen entnommen wird (Elektrot.)
Au toitrans fu si on die; -, -en (zu îauto... u. ÎTransfusion): 1. Eigenblutübertragung, bei der sich in einer Körper
höhle (infolge einer Verletzung) stauendes Blut wieder in
den Blutkreislauf zurückgeführt wird (Med.). 2. Notmaß
nahme (bei großen Blutverlusten) zur Versorgung der le
Aultolsom
168
benswichtigen Organe mit Blut durch Hochlegen u. Ban
dagieren der Gliedmaßen (Med.)
Au|to|translplan|tat das; -[e]s, -e (zu îauto... u. îTransplantat): körpereigenes Gewebe für die î Autoplastik
(Med.)
aultoltroph* (zu îauto... u. î...troph): sich ausschließlich
von anorganischen Stoffen ernährend (von Pflanzen;
Bot.); Ggs. Îheterotroph. Aultoltrolphie die; - (zu
î...trophie): Fähigkeit der grünen Pflanzen, anorganische
Stoffe in körpereigene umzusetzen (Bot.)
Aultoltrolpislmus* der; -, ...men (zu îauto... u. TTropismus): Bestreben eines Pflanzenorgans, die Normallage
einzuhalten od. sie nach einem Reiz wiederzugewinnen
(Bot.)
’Aultoltyp der; -s, -en (zu î ‘Auto u. ÎTyp): Kraftfahrzeug
typ, -marke
2Au|to|typ der; -s, -en (zu îauto... u. ÎTyp): a) Urabdruck;
b) vom Verfasser selbst besorgter Druck. Aultoltypie
die; -, ...ien (zu T...typie, eigtl. „Selbstdruck“): Rasterät
zung für Buchdruck, aultoltylpisch: die Autotypie be
treffend. Aultoltylpolgralfie, auch ...gralphie die; -,
...ien: Übertragung einer îAutografie auf Zink zur Ver
vielfältigung mittels Î Zinkografie
Autovakizin [,..v...] das; -s, -e (zu îauto... u. ÎVakzine):
svw. Autovakzine. Au|to|vak|zi|ne die: -, -n: Impfstoff,
der aus Bakterien gewonnen wird, die aus dem Organis
mus des Kranken stammen (Med.)
au|to|velgelta|tiv [...v...] (zu Tauto... u. Îvegetativ): sich
direkt, ohne Veredlung vermehrend (Obstbau)
Aut|oxi|da|ti|on*, auch Autoxydation die; -, -en (zu îau
to... u. TOxidation): nur unter Îkatalytischer Mitwirkung
sauerstoffreicher Verbindungen erfolgende TOxidation
eines Stoffes (z. B. Rosten, Vermodern; Chem.). autloxidaltiv, auch autoxydativ: auf Autoxidation beruhend.
Autloxildaltor, auch Autoxydator der; -s, ...oren: Sau
erstoffüberträger, Stoff, der bei gewöhnlicher od. wenig
erhöhter Temperatur freien Sauerstoff aus der Luft auf
nimmt u. an einen anderen Stoff abgibt, autloxildieren, auch autoxydieren: bei gewöhnlicher od. wenig er
höhter Temperatur der Oxidation durch den Luftsauer
stoff unterliegen. Aut|oxy|da|ti|on usw. vgl. Autoxidati
on usw.
aultolzenltriert* (zu Tauto... u. Tzentrieren; vgl. ...iert):
eigenständig, ohne Integration in ein übergreifendes (in
ternationales) System
aultolzelphal usw. vgl. autokephal usw.
Au|to|zid|me|tho|de die; - (zu îauto..., î ...zid u. ÎMetho
de): Verfahren der biologischen Schädlingsbekämpfung,
bei dem durch sterilisierte Schädlinge die Zahl der unbe
fruchteten Eier erhöht wird
aultölzisch* (zu îauto... u. gr. oikia „Haus“); in der Fü
gung autözische Parasiten: Schmarotzer, die sich auf dem
selben Wirtsorganismus entwickeln (Biol.); Ggs. Theterözisch
Au to zoom [,..zu:m] das; -s, -s (zu îauto... u. î’Zoom):
Vorrichtung, die den Zoom in der Filmkamera selbststän
dig reguliert u. somit automatisch eine maximale Schär
fentiefe gewährleistet
aut si|mi|le {lat.y. oder Ähnliches (auf ärztlichen Rezep
ten)
aultumlnal (aus gleichbed. lat. autumnalis): herbstlich.
Au|tum|nal|ka|tarrh der; -s, -e: im Herbst auftretender
heuschnupfenartiger Katarrh (Med.)
Aultulnit [auch ... nit] das: -s (nach der franz. Stadt Autun
u. zu T2...it): ein Uranmineral
Aul vent [ova:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. auvent): (ver
altet) Wetterdach, Vor-, Schutzdach
Aul vers [o've:b] dɑs, -u. Au ver sien [ovɛr'sjɛ:] das; -s {fr.;
nach der franz. Ortschaft Auvers-sur-Oise): Unterstufe
169
des îEozäns (Geol.). Au|ver|si|um [over...] das; -s <zu
svw. Auvers
aux.... Aux... vgl. auxo..., Auxo... Au|xa|no|gra|fie, auch
...gralphie die; -, ...ien <zu gr. auxânein „vermehren“ u.
t ...grafie) : Methode zur Untersuchung der wachstumsför
dernden od. -hemmenden Wirkung bestimmter ehern.
Substanzen auf Mikroorganismen (Physiol.). Aulxalnomelter das; -s, - (zu Î '...meter): Messgerät für das Pflan
zenwachstum
aux armes [o'zarm] (fr.): zu den Waffen!
aulxelnisch (zu gr. aúxein, auxânein „wachsen"): keimfrei
(Ökologie)
Aulxerlrois [osɛ:'roa] der; - (nach der gleichnamigen franz.
Landschaft): weißer Burgunderwein
Aulxelsis die: -, ...esen (aus gleichbed. gr. aùxësis): (veral
tet) Vermehrung, Vergrößerung, Übertreibung
aux fines herbes [ofin'zɛrb] (/r,): mit frisch gehackten
Kräutern (Gastr.); vgl. Fines Herbes
aulxillilar (aus gleichbed. lat. auxiliaris): helfend, zur Hilfe
dienend. Au|xi|li|ar|truplpen die (Plur.): svw. Auxilien.
Au|xi|li|ar|verb das; -s, -en: Hilfsverb (z.B. sie hat ge
arbeitet). Au|xi|li|a|ti|pn die; -, -en (aus gleichbed. lat.
auxiliatio zu auxiliari, vgl. auxiliieren): (veraltet) Hilfe
leistung. Aulxi|li|en [,,,iən] die (Plur.) (aus gleichbed. lat.
auxilia): fremde Hilfstruppen im römischen Heer, aulxililielren (aus gleichbed. lat. auxiliari): (veraltet) helfen,
Hilfe leisten
Aulxin das; -s, -e (zu t auxo... u. Î ...in (1)>: organische Ver
bindung, die das Pflanzenwachstum fördert, aulxo...,
Aulxo..., vor Vokalen auch aux..., Aux... (zu gr. aúxein
„mehren, fördern, vergrößern, wachsen lassen“) : Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „(Wachstum) fördernd,
vermehrend, vergrößernd“, z.B. auxochrom. aulxochrom [...kro:m] (zu gr. chröma „Farbe“): eine Farbver
tiefung od. Farbänderung bewirkend (von bestimmten
ehern. Gruppen; Chem.). Au|xo|chrom das; -s, -e: farb
vertiefende Atomgruppe in einem Farbstoff (Chem.), auxolheltelroltroph*: unfähig, die für die eigene Entwick
lung nötigen Wuchsstoffe selbst zu t synthetisieren (von
bestimmten Organismen; Biol.). Aulxolmelter das: -s, (zu Î'...meter): altes Messgerät zur Feststellung der Ver
größerungsstärke von Fernrohren. Aulxolspolre die; -,
-n: Wachstumsspore bei Kieselalgen (Biol.). aulxolton
(zu îTonus): den Tonus (1) unterstützend (Med.), aulxotroph* (zu t...troph): auf optimalen Nährboden angewie
sen (von bestimmten Kleinlebewesen; Biol.)
Avai|la|ble-Light-Foltolgra|fie [ə'veɪləbl'laɪt...] die; - (zu
engl. available light „zur Verfügung stehendes Licht“ u.
ÎFotografie): das Fotografieren bei ungünstigen natürli
chen Lichtverhältnissen ohne Zusatzbeleuchtung (Fotogr.)
Aval [aval] der. seltener das; -s, -e (aus gleichbed. fr. aval):
Bürgschaft, insbes. für einen Wechsel, avallielren (aus
gleichbed./r. avaler): einen Wechsel als Bürge unterschrei
ben. Avallist der; -en, -en (aus gleichbed./r. avaliste):
Bürge für einen Wechsel. Avallkreldit der; -s, -e (zu
tAval): Kreditgewährung durch Bürgschaftsübernahme
seitens einer Bank
Avallolnen [ava...] vgl. Abalonen
Avanlce [a'va:sə] die; -, -n (aus fr. avance „Vorsprung“ zu
avancer, vgl. avancieren): 1. a) Vorsprung, Gewinn; b)
Geldvorschuss. 2. Preisunterschied bei Handelsware zwi
schen An-und Verkauf; Gewinn. 3. (ohne Plur.) Beschleu
nigung (an Uhrwerken; Zeichen A); jmdm. Avancen ma
chen: jmdm. gegenüber zuvorkommend, entgegenkom
mend sein, ihn umwerben in dem Wunsch, ihn für sich zu
gewinnen. Avanlcelment [avasə'ma:] das; -s, -s (aus
gleichbed./r. avancement): Beförderung, Aufrücken in ei
ne höhere Position, avanlcielren [,,,'si:...] (aus/r. avan
avenant
cer „vorwärts bringen, gehen“, dies zu lat. abante „vor
weg"; vgl. avanti): in eine höhere Position aufrücken.
Avanlcierlte der; -en, -en (vgl. ...iert): (veraltet) der Be
förderte, Unteroffizier (Mil.)
Avajnie [ava...] die; -, ...ien (aus gleichbed./r. avanie): (ver
altet) [öffentliche] Beleidigung, Schimpf
Avanltalge [ava'ta:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed./r. avantage
zu avant „vor; vorn“): Vorteil, Gewinn. Avanltalgeur
[,,,ta'ʒa:n] der; -s, -e (zu t,,,eur): (veraltet) Fahnenjunker,
Offiziersanwärter, avanltalgeux [.../a:] (/r.): (veraltet)
vorteilhaft, einträglich. avan|ta|gie|ren [,,,'ʒi:...] (aus
gleichbed./r. avantager): (veraltet) bevorzugen; begünsti
gen. Avantlcour [avä'kum] die; - (aus gleichbed./r. avantcour): (veraltet) Vorhof. Avantlcoulreur [,,,ku ra:n] der;
-s, -s (aus gleichbed./r. avant-coureur): (veraltet) Vorläu
fer. Avantlgarlde [ava..., fr. avä'gardo] ¿fe; -, -n (aus fr.
avant-garde „Vorhut“): 1. die Vorkämpfer einer Idee od.
Richtung (z. B. in Literatur u. Kunst). 2. (veraltet) Vorhut
einer Armee. Avantlgarldislmus der; - (zu t...ismus
(1)): fortschrittliche Haltung, Einstellung; für neue Ideen
eintretende kämpferische Richtung auf einem bestimmten
Gebiet (bes. in der Kunst). Avantlgarldist der; -en, -en
(aus gleichbed. /r. avant-gardiste): Vorkämpfer, Neuerer
(bes. auf dem Gebiet der Kunst u. Literatur), avantlgardisltisch: vorkämpferisch, avanlti [a'vanti] (it. ; aus lat.
abante „vorweg“): vorwärts! Avantlkorps [avä'kom]
das; - [,,,'ko:n(s)], - [,,,'ko:ns]: militärische Vorausabtei
lung. avant la letltre* [avalaTetr] (fr. ; „vor der Schrift“):
Bez. für die vor Einstechen der Schrift abgezogenen Pro
bedrucke von grafischen Blättern. Avantlprolpos [avàprɔ'po:] der; -, - (aus gleichbed./r. avant-propos): (veral
tet) Vorrede. Avantlszelne [a'vä...] die; -, -n (aus gleich
bed./r. avant-scène): (veraltet) Vorbühne, Proszenium
Avanltulrin [avan...] vgl. Aventurin
avaslkullär [avas...] (zu gr. a- „nicht, un-“ u. (vaskulär):
ohne Blutgefäße (z. B. von einer Geschwulst; Med.)
Avaltar [ava..., auch 'ævəta:] der; -s, Plur. -e u. -s (aus
gleichbed. engt, avatar zu sanskr. avatära, vgl. Avatara):
grafische Darstellung, Animation, Karikatur o.Ä., mit der
sich der Benutzer im Cyberspace eine virtuelle Identität
schafft. Avaltalra [ava...] die; - (aus sanskr. avatära „das
Herabsteigen, Herabkunft; Inkarnation“): Bez. für die
Verkörperungen eines Gottes auf Erden in den ind. Reli
gionen
ave [’a:ve] (lat.; „sei gegrüßt!“): sei gegrüßt!, lebe wohl! (la
teinische Grußformel). Ave ¿as; -[s], -[s]: Kurzform für
Ave-Maria
Avec [a vɛk] (aus/r. avec „mit“, dies aus vulgärlat. ab „mit“
u. lat. hoc „dieses“); in der Fügung mit |einem] Avec: (ugs.)
mit Schwung, avec la letltre* [avɛkla'lɛtr] (fr. ; „mit der
Schrift“): Bez. für die Drucke der fertigen Auflage nach
Anbringen von Titel, Künstlernamen u. Verlegeradresse
bei grafischen Blättern, avec perlmislsion [... sjö] (/r.):
mit Erlaubnis, wenns erlaubt ist
ave imlpelraltor, molriltulri te sallultant [ a:ve------ ]
(lat.; „heil dir, Kaiser, die dem Tode Geweihten grüßen
dich“): Gladiatorengruß an den altröm. Kaiser
avelllielren [avɛ...] (aus gleichbed. lat. avellere): (veraltet)
losreißen
Ave-Ma|ria ['a:ve...] das; -[s], -[s] (aus lat. ave Maria! „Ge
grüßt seist du, Maria!“, nach den Anfangsworten des En
gels Gabriel bei der Ankündigung der Geburt Jesu (Lukas
1,28)): 1. Bez. eines kath. Mariengebets. 2. Ave-MariaLäuten, Angelusläuten
Avelna [a've:na] die; - (aus gleichbed. lat. avena): Hafer
(Gattung der Süßgräser, darunter der Zierhafer). Avelnaeinlheit die; -: Wuchsstoffwirkeinheit, bezogen auf die
Reaktion des Haferkeimlings (Bot.)
avelnant [ava'nä:] (aus gleichbed./r. avenant zu avenir, ad-
Avenida
venir aus lat. advenire „ankommen“): (veraltet) passend,
anmutig, schicklich. Avelnilda die; -, Plur. ...den u. -s <aus
gleichbed. span., port, avenida, eigtl. „Zufahrtsstraße“, zu
lat. advenire „ankommen“): 1. breite Prachtstraße span.,
port. u. lateinamerik. Städte. 2. in Spanien u. Portugal
Bez. für eine Sturzflut nach heftigen Regengüssen. Aventiulre [av£n'ty:rs] die; -, -n (aus gleichbed. mhd. aventiure,
dies über altfr. aventure „Ereignis“ zu /a/. advenire „he
rankommen, sich ereignen“; vgl. dt. Abenteuer): 1. ritter
liche Bewährungsprobe, die der Held in mhd. Dichtungen
bestehen muss. 2. Abschnitt in einem mhd. Epos, das sich
hauptsächlich aus Berichten über ritterliche Bewährungs
proben zusammensetzt. Avenltülre die; -, -n (aus gleich
bed. fr. aventure, vgl. Aventiure): Abenteuer, seltsamer
Vorfall, avenltulreux [aväty'ro:] {fr.}; (veraltet) abenteu
erlich, waghalsig. Aven|tür|han|dei [avsn...] der; -s:
(veraltet) Handelsgeschäft mit fremdem Kapital, aber auf
eigene Rechnung. Aven|tu|ri|er [aväty'rie:] der; -s, -s (aus
gleichbed. fr. aventurier; vgl. Aventiure): (veraltet) Aben
teurer, Glücksritter. aven|tü|rie|ren [aven...] (ausgleich
bed. fr. aventurer): (veraltet) 1. abenteuern. 2. schwindeln.
Avenltulrin der; -s, -e (zufr. aventure (vgl. Aventiure) u.
t ...in ( 1), nach seiner zufälligen Entstehung): gelber, roter
od. goldflimmriger Quarz mit metallisch glänzenden Ein
lagerungen. Avelnue [avə ny:] die; -, ...uen [,..'ny:sn] (aus
gleichbed. fr. avenue, eigtl. „Ankunft“, zu advenir aus lat.
advenire „ankommen“): 1. städtische, mit Bäumen be
pflanzte Prachtstraße. 2. (veraltet) Zugang, Anfahrt
avelrage ['ævərɪdʒ] {engl.; vgl. Average): mittelmäßig,
durchschnittlich (Bez. für Warenqualität mittlerer Güte).
Avelrage der; - (aus gleichbed. eng/, average, dies über
mittelfr. avarie „Seeschäden, Hafengeld“ u. altital. avaria
„See-, Frachtschäden“ aus arab. ’awär „Fehler, Schaden“;
vgl. Havarie): 1. arithmetisches Mittel, Mittelwert, Durch
schnitt (Statistik). 2. Sammelbegriff für alle Schäden, die
Schiff u. Ladung auf einer Seefahrt erleiden können; vgl.
Havarie (1 b)
a verlbis ad verlbelra [- 'vɛr,,. - ver...] dat.}; (bes. lat.
Rechtsspr.) von Worten zu Schlägen. Averlbo [a verbo]
das; -s, -s (aus lat. a verbo „vom Tätigkeitswort“): die
Stammformen des Verbs (Sprachw.)
Ave relgilna cae lo rum ['a:ve - tse...] {lat.; „Gegrüßet
seist du, Königin der Himmel“): eine Tmarianische Anti
phon
avelrielren [ave...] (aus gleichbed. fr. avérer zu lat. versus
„wahr“): (veraltet) [sich] als wahr erweisen, bewahrheiten
averlnallisch [aver...] u. averlnisch (aus lat. Avernalis
„zum Averner See gehörig“, nach dem lat. Wort für „Un
terwelt“ Avernus, deren Eingang in der griech. Sage an
diesen Kratersee bei Neapel gelegt ist): höllisch, qualvoll
Averlroiislmus [avero...] der; - (nach dem arab. Philoso
phen Averroes (1126-1198) u. zu t...ismus ( 1)>: mittelal
terliche philos. Richtung, die die Ewigkeit der Welt u. der
einen, allen Menschen gemeinsamen Vernunft annahm
Avers [a'vɛrs] der; -es, -e (aus gleichbed. fr. avers zu lat. ad
versus „zugewandt“, dies zu advertere, vgl. advertieren):
Vorderseite einer Münze od. einer Medaille; Ggs. 12Revers
aver sa bel [...v...] (zu /at. aversus, Part. Perf. von averte
re „abwenden“, u. î...abel): (veraltet) abscheulich. Aversallsumlme die; -, -n (zu T '...al (1) u. tSumme): svw.
Aversum. Averlsilon die: -, -en (über gleichbed. fr. aver
sion aus spätlat. aversio „das Sichabwenden“): Abnei
gung, Widerwille. Aver|si|o|nal|sum|me die; -, -n (zu
T '...al (l)u. tSumme): svw. Aversum. aver|si|o|ni_e|ren
(zu Î..deren): (veraltet) abfinden. Aver|si|o|nie|rung
die; -, -en (zu T...ierung): (veraltet) das Festlegen einer
Abfindungssumme. Aver|si|onslthe|ra|pie die; -, -n
[,,d:ən]: umstrittene Methode, einem psychisch Gestör
170
ten eine Verhaltensweise abzugewöhnen, indem deren
Auftreten mit negativen Reizen gekoppelt wird. Aver
sum das; -s, ...sa (aus lat. aversum, Part. Perf. (Neutr.)
von avertere „sich abwenden) : (veraltet) Abfindungssum
me, Ablösung
aver|tie|ren (aus gleichbed. fr. avertir, dies zu lat. adverte
re „hinwenden, aufmerksam machen“): (veraltet) a) be
nachrichtigen; b) warnen. Averltin® das; -s (Kunstw.):
ein trektal anzuwendendes Narkosemittel. Averltislsement [... mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. avertissement
zu avertir, vgl. avertieren): (veraltet) a) Benachrichtung,
Nachricht; b) Warnung
avilar [...v...] (aus lat. aviarius „zu den Vögeln gehörig“ zu
avis „Vogel“): Vögel betreffend, von Vögeln stammend
(z.B. aviäre Tuberkelbakterien; vgl. Tuberkel). Avilalrium das: -s, ...ien [-,dən] (aus gleichbed. lat. aviarium): gro
ßes Vogelhaus (z.B. in zoologischen Gärten). Avilaltik
die; - (zu T2...ik (1)): (veraltet) Flugtechnik, Flugwesen.
Avilaltilker der; -s, -: (veraltet) Flugtechniker, Kenner
des Flugwesens. Avilaltilor» die; - (zu t‘...ion>: (veraltet)
das Fliegen mit Flugzeugen
avid [...v...] (aus lat. avidus „gierig“): tAntikörper anzie
hend (Med.). Avildin das; -s (zu 1 ...in ( 1 )> : Eiweißkörper
im Eikiar des rohen Hühnereies. Avildiltät die; - (aus lat.
aviditas, Gen. aviditatis „Verlangen, Gier“): Bindungsnei
gung von t Antikörpern (Med.)
Avildya [a'vidja] vgl. Awidya
Avi|ku|lalri|en [avi,,,riən] die (Plur.) (aus gleichbed. nlat.
avicularia (Plur.), eigtl. „einem kleinen Vogel ähnlich(e)“,
zu lat. avicula „Vöglein“, Verkleinerungsform von avis
„Vogel“): stark differenzierte Individuen der Moostier
chen
Avil® [a'vi:l] das; -s (Kunstw.): ein Î Antihistaminikum
avi lie ren [avi...] (aus gleichbed. fr. avilir zu vil „niedrig,
gering“, dies aus lat. vilis „wertlos, gering“): (veraltet) he
rabwürdigen, entwerten.
Avilolnik [a’vio:...] die; - (Kunstw. aus Mv/atiku. TElektronik}; 1. Gesamtheit der elektron. Geräte, die in der Luft
fahrt verwendet werden. 2. Wissenschaft u. Technik der
Avionik (1)
avilru lent ['avi...] (aus gr. a- „nicht, un-“ u. (virulent):
nicht ansteckend (von Mikroorganismen ; Med.) ; Ggs. t vi
rulent
’Avis [a'vi:] ¿Zer od. das - [a'vi:(s)], - [a'vi:s] (aus gleichbed./r.
avis, zu vulgärlat. mihi visum est „mir scheint“) : 1. Ankün
digung [einer Sendung an den Empfänger], 2. Mitteilung
des Wechselausstellers an den, der den Wechsel zu bezah
len hat, über die Deckung der Wechselsumme. 2Avis
[a vi:s] der od. das; -es, -e (nach it. avviso „Nachricht“, vgl:
2 Aviso): svw. 'Avis. Avilsaltilgn die; -, -en (aus gleichbed.
mlat. avisatio zu avisare, vgl. avisieren): (veraltet) Benach
richtigung. avilsielren (aus gleichbed. mlat. avisare zu
t'Avis): 1. ankündigen. 2. (veraltet) benachrichtigen.
'Avilso der; -s, -s (über gleichbed. fr. aviso aus span, barca
de aviso „schnelles Schiff, das Nachrichten übermittelt“,
vgl. 'Avis): (veraltet) leichtes, schnelles, wenig bewaffne
tes Kriegsschiff. 2Avi|so das; -s, -s (aus it. avviso „Nach
richt“, vgl. 2 Avis): (österr.) t 'Avis (1)
a visita [a vista] (it.; „bei Sicht“): bei Vorlage zahlbar (Hin
weis auf Sichtwechseln); Abk.: a v.; vgl. a prima vista u.
Vista. Avis|ta|wech|sel der; -s, -: Wechsel, der bei Vor
lage (innerhalb eines Jahres) fällig ist; Sichtwechsel
Avi|tail|le|ment [avita(l)jə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed.
/r. avitaillement zu avitailler, vgl. avitaillieren): (veraltet)
Versorgung mit Lebensmitteln, bes. mit Schlachtvieh, avitailllielren [,,,ta(l)'ji:...] (aus gleichbed. fr. avitailler zu
altfr. vitadle, heute victuailles (Plur.) „Lebensmittel“, dies
aus spätlat. victualia): (veraltet) mit Lebensmitteln, Provi
ant versorgen
171
[avi...] die; -, -n (zu gr. a- „nicht, un-“ u.
tVitaminose): Vitaminmangelkrankheit (z.B. TBeriberi;
Med.)
aviltisch [,..v...] <aus gleichbed. lat. avitus zu avus „Groß
vater, Urgroßvater, Vorfahr“): (veraltet) großväterlich,
von den Ahnen herstammend. Avi|ti|zi|tät die; -, -en (zu
T ...izität): (veraltet) Unveräußerlichkeit des Ahnenbesitz
tums (Rechtsw.)
Avi va ge [avi'va:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. avivage zu
aviver, vgl. avivieren): Behandlung von Fäden u. Garnen
aus Chemiefasern mit fetthaltigen Stoffen zur Verbesse
rung von Griff, Weichheit u. Geschmeidigkeit, a vil vie
ren (aus gleichbed. fr. aviver, dies über vulgärlat. advivare
„beleben“ zu lat. vivus „lebendig“): Glanz u. Geschmei
digkeit von Geweben u. Garnen aus Chemiefasern durch
Nachbehandlung mit fetthaltigen Mitteln erhöhen
Avolcaldo [avok...] die; -, -s (aus gleichbed. älter span, avo
cado, span, aguacate, dies aus aztek. (Nahuatl) ahuacatl
„Avocadobirne“): dunkelgrüne bis braunrote birnenför
mige, essbare Steinfrucht eines südamerik. Baumes, deren
Fleisch man z.B. - entsprechend zubereitet - zum Essen
verzehrt
Avo|cas|se|rie [avok...] die; -, ...rien (aus gleichbed. /r.
avocasserie zu avocasser „als Rechtsverdreher handeln“,
dies zu avocat „Advokat“ aus lat. advocatus): (veraltet)
Rechtsverdreherei
Avolcalto [avok...] vgl. Avocado
a voice solla [a 'vo:tʃə -] (¿í.): nur für eine Stimme, ohne
Instrumentalbegleitung (Vortragsanweisung; Mus.)
Avolgaldrit*[avo..., auch ... dnt] das; -s, -e (nach dem ital.
Chemiker u. Physiker A. Avogadro (1776-1856) u. zu
12...it>: ein farbloses Mineral
Avoirldulpois [fr. avoardy'poa, auch ɛvndə pays] das; -s
(aus gleichbed. engl. avoirdupois zu fr. avoir-du-poi(d)s):
engl. u. nordamerik. Handelsgewicht (16 Ounces); Zei
chen: avdp
Avoi si ne ment [avoazinə'ma:] das; -s, -s (zu Îavoisinieren u. t2...ment>: (veraltet) das Angrenzen, die Nachbar
schaft. avoilsilnielren (aus gleichbed. fr. avoisiner zu
voisin „benachbart; Nachbar“, dies aus gleichbed. lat. vi
cinus): (veraltet) angrenzen, anstoßen
Avolkaldou. Avolkalto [avo...] vgl. Avocado
Avo|kalto|ri|en[avo...risn] die (Plur.) (aus gleichbed. nlat.
avocatoria (Plur.) zu Zat. avocare „wegrufen, abberufen“):
Erlasse des Kaisers im Deutschen Reich im Zusammen
hang mit einer Kriegsankündigung, wodurch alle in Fein
desdiensten beschäftigten Deutschen ins Reich befohlen
wurden
Avorltelment [avɔrtə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
avortement zu avorter, vgl. avortieren): (veraltet) 1. Fehl
geburt. 2. das Scheitern, das Fehlschlagen, avorltielren
(aus gleichbed. fr. avorter, dies aus lat. abortare „zu früh
gebären“): (veraltet) 1. eine Fehlgeburt haben. 2. misslin
gen, fehlschlagen
Avoué [a'vue:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. avoué zu avocat,
vgl. Avocasserie): im franz. Prozessrecht der Anwalt einer
Partei, dem bes. die formelle Vorbereitung eines Prozesses
vor den Berufungsgerichten obliegt
avoulielren [avu...] (aus gleichbed. fr. avouer): (veraltet)
zustimmen, bekennen, eingestehen
avolzielren [avo...] (aus gleichbed. lat. avocare): (veraltet)
abberufen, einfordern
Avullsilgn [avol...] die; -, -en (aus lat. avulsio „das Abrei
ßen“ zu avellere „losreißen“): das Abreißen eines Organ
teils (durch Gewalteinwirkung; Med.)
Ävum ['ɛ:vom] das; -s, Även (aus gleichbed. lat. aevum):
(veraltet) Zeitalter
Avunlkullat [avʊŋ...] das; -[e]s, -e (zu lat. avunculus „On
kel (Bruder der Mutter)“ u. t...at (1)): Vorrecht des Bru
Aviltalmilnglse*
Axishirsch
ders der Mutter eines Kindes gegenüber dessen Vater in
mutterrechtlichen Kulturen (z.B. bei Pflanzervölkern)
Aw der; - (aus hebr. ’äv): elfter Monat im jüd. Kalender
(Juli/August)
'AWACS ['avaks, engl. 'eɪwæks] (ohne Artikel) iamerik.;
Kurzw. für engl. Airborne early warning and control sys
tem): Frühwarnsystem der NATO-Staaten bei feindlichen
Überraschungsangriffen. 2AWACS die (Plur.) (zu
t1 AWACS ): fliegende Radarstationen
Awallim: Plur. von Î Alme
Award [ə'wɔ:d] der; -s, -s (aus engl. award „Urteil, Ent
scheidung“): die schiedsgerichtliche Entscheidung (im
angloamerik. Rechtskreis)
Aweslta das; - (auspers. äwestä, eigtl. „Grundtext“): Bez.
für die heiligen Schriften der ÎParsen; vgl. Zendawesta.
awes|tisch:das Awesta betreffend; awestische Sprache:
altostiranische Sprache, in der das Awesta geschrieben ist
Awildya [...dja] die; - (aus sanskr. ävidyä „Unwissenheit“):
die Nichterkenntnis, die in der ind. Philosophie die Bin
dung des Menschen an den Kreislauf der Wiedergeburten
bewirkt
Axel der; -s, - (nach dem norweg. Eisläufer Axel Paulsen,
1855-1938): schwieriger Sprung im Eis- u. Rollkunstlauf
Axelnie die; - (aus gr. axenia „Ungastlichkeit“): Keimfrei
heit des Organismus (bes. beim Neugeborenen mit Im
munmangel; Med.), axelnisch (aus gr. áxenos „nicht
gastlich“): keimfrei (Med.)
Axelrophlthol* das; -s (Kunstw.): Vitamin A,
axilal (zu lat. axis „Achse“ u. T *...al (1)): 1. in der Achsen
richtung, [längs]achsig, achsrecht. 2. zum zweiten Hals
wirbel gehörend (Med.). Axilalliltät die; -, -en (zu
T ...ität): das Verlaufen von Strahlen eines optischen Sys
tems in unmittelbarer Nähe der optischen Achse; Achsig
keit. Axilallturlbilne die; -, -n: vom Arbeitsmittel
(Dampf, Gas od. Wasser) achsparallel durchströmte îTur
bine
axilllar (zu lat. axilla „Achselhöhle“ u. t...ar): 1. zur Ach
selhöhle gehörend, in ihr gelegen (Med.). 2. unmittelbar
über einer Blattansatzstelle hervorbrechend od. gewach
sen; achselständig (Bot.)
Axi|nit[auch ... 'nɪt] der; -s, -e (zu gr. axine „Beil“ u. t2...it):
Silikatmineral von unterschiedlicher Färbung (für
Schmucksteine verwendet). Axilnolmanltiedze; -, ...tien
(zu gr. manteia „das Weissagen“): (veraltet) Wahrsagung
aus Beilen u. Äxten
Axiollolgie die; -, ...ien (zu gr. áxios „wert“ u. t...logie>:
Wertlehre (Philos.), axiolloigisch (zu Î...logisch): die
Axiologie betreffend. Axilom das; -s, -e (über lat. axioma
aus gr. axioma „Grundwahrheit“): 1. als absolut richtig an
erkannter Grundsatz, gültige Wahrheit, die keines Bewei
ses bedarf. 2. nicht abgeleitete Aussage eines Wissen
schaftsbereiches, aus der andere Aussagen t deduziert
werden. Axiolmaltikdze; - (zu t2...ik (1)>: Lehre vom De
finieren u. Beweisen mithilfe von Axiomen, axiolmatisch: 1. auf Axiomen beruhend. 2. unanzweifelbar, ge
wiss. axiolmaltilsielren (zu Î...isieren): 1. zum Axiom
erklären. 2. axiomatisch festlegen. Axilolmenlsysltem
das; -s, -e: Gesamtheit der Î Axiome, die ein bestimmtes
Teilgebiet eines Wissenschaftsbereiches (bes. in der Ma
thematik) begründen. Axiolmelter das; -s, - (zu Α...me
ter): Richtungsweiser für das Steuerruder von Schiffen
Axilondas; -, Axionen (zu ÎAxis u. t ‘...on, Analogiebildung
zu TProton, ÎNeutron): zur Lösung von grundsätzlichen
Spiegelungsinvarianzproblemen der starken Wechselwir
kung postuliertes Î Elementarteilchen (Phys.). Axis der; -,
Axes ['akse:s] (aus lat. axis „Achse“): 1. anatomische Bez.
für Achse, Mittellinie (z. B. eines Organs). 2. anatomische
Bez. für den zweiten Halswirbel
Axislhirsch der; -[e]s, -e (nach dem Namen Axis, den der
Axis Mundi
röm. Historiker Plinius d. Ä. (23/24-79) dem ihm unbe
kannten Tier aus Indien gab): Rothirsch mit rotbraunem
Fell, das ganzjährig lebhaft weiß getupft ist
Axis Munldi (aus/af axismundi „Achse der Welt“): vor al
lem in den germanischen u. altaischen Religionen vertre
tene Vorstellung eines Pfahls, Pfeilers od. Baumes in der
Mitte der Welt, um den sich der Himmel dreht
Axlminslterlteplpich ['ɛks...] der; -s, -e (nach der engl.
Stadt Axminster): Florteppich mit Î Chenillen als Schuss
(Querfäden)
Axollotl der; -s,- (aus dem Aztek.): mexikan. Schwanzlurch
Axon das;-s, Plur. -eu. -en(aus gr. âxôn „Achse“)): [der mit
einer bes. Isolierschicht umgebene] Neurit (Biol., Med.),
axolnal (zu T‘...al (1)>: ein Axon betreffend, durch ein
Axon geleitet. Axglnen die (Plur.): um eine Achse dreh
bare hölzerne Gesetzestafeln od. hölzerne Säulen mit den
Gesetzen des Solon in Athen. Axolnolmelter das; -s, (zu Î'...meter): Vorrichtung zur Bestimmung der opti
schen Achse bei Zylindergläsern. Axolnolmeltrie* die; -,
...ien (zu t...metrie): geometrisches Verfahren, räumliche
Gebilde durch Parallelprojektion auf eine Ebene darzu
stellen (Math.). axo|no|me|trisch* (zu Î ...metrisch): auf
dem Verfahren der Axonometrie beruhend (Math.).
Axonlrelflex* der; -: einfacher, innerhalb eines Axonzweiges ohne Überschreitung einer î Synapse ablaufender
Reflex (z. B. die Erweiterung der Hautgefäße bei Reizung
der lokalen Schmerzpunkte: Biol., Med.). Axolpoldilum
das; -s, ...ien [...ran] (zu lat. podium, vgl. Podium): strah
lenförmiges Scheinfüßchen bei Strahlen- u. Sonnentier
chen
Aya íZ¡e; -, -s (aus span, aya „Kinderfrau“): svw. Aja
Aylan eZie (Plur.) (aus gleichbed. türk, ayan): auf Lebenszeit
berufene (türk.) Amtsvorsteher
Ayaltolllah vgl. Ajatollah
Aye-Aye [auch a jai] der; -, - (aus dem Malagassi): ein
Halbaffe Madagaskars mit langen, schlanken Fingern
Ayillu [ai'lu:, ai'lju:] das; -[s], -s (aus dem Quechua, einer
südamerik. Indianersprache): Organisationseinheit des
Inkastaates (Wohn- u. Produktionsgemeinschaft vom
Umfang eines Dorfes mit gewähltem Vorsteher)
Ayo der; -s, -s (aus gleichbed. span, ayo): Hofmeister u. Er
zieher in Spanien
Ayrlshirelrind ['ɛ:əʃə...] das; -[e]s, -er (nach der schott.
Grafschaft Ayrshire): ein meist weißes, rot bis dunkel
braun geschecktes Hausrind
Ayu der; -s, -s (aus dem Japan.): Lachsfisch der japan. Küs
ten, der zum Laichen in die Flüsse einwandert
Ayun|ta|mi|en|to [ajunta...] der od. das; -[s],-s (aus gleich
bed. span, ayuntamiento): Gemeinderatspan. Gemeinden
Ayurlvelda, Ayurweda [ajurve:da] der; -[s] (aus sanskr.
äyurveda „Heilkunde“ zu äyu „Leben(szeit)“ u. véda
„Wissen (von der Verlängerung der Lebensdauer)“; vgl.
Veda): 1. Sammlung der wichtigsten Lehrbücher der altin
dischen Medizin aus der brahmanischen Epoche. 2. auf
dem Ayurveda (1) beruhende Körperpflege u. aktive Ge
sundheitsvorsorge. ayurlveldisch, ayurwedisch: den
Ayurveda betreffend, in ihm enthalten. Ayurlwelda usw.
vgl. Ayurveda usw.
Azalla die; - (aus dem Türk.): zum Färben des türk. Garns
verwendeter Krapp
Azallee, auch Azallie [...io] die; -, -n (aus nlat. azalea bzw.
azalia zu gr. azaléos „trocken, dürr“): Felsenstrauch, Zier
pflanze aus der Familie der Heidekrautgewächse
Aza|rol|ap|fei der; -s, ...äpfel (zu span, acerolo „Azerolbaum“, dies zu arab. az-za‘rür „Mispel“): Frucht der (zu
den Rosengewächsen gehörenden) mittelmeerischen Mis
pel. Azalrplle die; -, -n: svw. Azarolapfel
Azalselrin das; -s (Kunstw.): ein t Antibiotikum
azenltrisch* (aus gr. a- „nicht, un-“ u. tzentrisch): kein
172
Zentrum aufweisend (z.B. von einem astronomischen
Weltbild)
azeloltrop* (zu gr. a- „nicht, un-“, zeïn „sieden, kochen“ u.
T...trop): einen bestimmten konstanten Siedepunkt besit
zend (von einem Flüssigkeitsgemisch, das aus zwei od.
mehr Komponenten besteht; Chem.). Azeloltropldestilllaltilon die; -, -en: tthermisches Verfahren zur Tren
nung von azeotropen Gemischen, die durch I Destillation
nicht trennbar sind (Chem.). Azeloltrolpie die; -, -en (zu
t...tropie): die Erscheinung, dass zwei od. mehrere Flüs
sigkeiten einen einheitlichen Siedepunkt aufweisen, der
sich jedoch von dem Siedepunkt der Komponenten unter
scheidet (Chem.)
azelphal vgl. akephal. Azelphalle der od. die; -n, -n (zu gr.
aképhalos „kopflos“, dies zu a- „nicht, un-“ u. kephalê
„Köpf') : Missgeburt ohne Kopf (Med.). Aze I pha lien die
(Plur.): (veraltet) Muscheln (Biol.). Azelphallie die; -,
...ien (zu t2...ie): das Fehlen des Kopfes (bei Missgebur
ten; Med.)
Azelrilden die (Plur.) (zu gr. a- „nicht, un-“ u. lat. cera
„Wachs“; vgl. ...ide): Arzneimittel, bes. Salben, die kein
Wachs enthalten
Azetlalldelhyd vgl. Acetaldehyd. Azeltalle vgl. Acetale.
Azeltat usw. vgl. Acetat usw. Azelton usw. vgl. Aceton
usw. Azeltyl usw. vgl. Acetyl usw,
Azid das; -[e]s, -e (zu fr. azote „Stickstoff“, vgl. Azo... u.
3...id): Salz der Stickstoffwasserstoffsäure (Chem.)
Azid... (aus/flZ. acidus „scharf “>: chem. fachspr. nicht mehr
übliche Schreibung für Acid... in Wortbildungen, die sich
auf Säure beziehen
Azillilen [azi'liɛ:] das; -[s] (fr.; nach dem Fundort Le Masd’Azil in Frankreich): Stufe der Mittelsteinzeit
Azi I mut das, auch der; -s, -e (aus arab. as-sumüt „die We
ge“): Winkel zwischen der Vertikalebene eines Gestirns u.
der Südhälfte der Meridianebene, gemessen von Süden
über Westen, Norden u. Osten. azi|mu|tal (zut',,,al (1)>:
das Azimut betreffend
Azilne die (Plur.) (zu /r. azote „Stickstoff“ (vgl. Azo...) u.
T...in (1)): stickstoffhaltige Verbindungen des ÎBenzols,
Grundstoff der Azinfarbstoffe (Chem.)
azilnös (aus gleichbed. lat. acinosus zu acinus, vgl. Azinus):
traubenförmig, beerenartig (von Drüsen; Med.). Azilnus
der; -, Plur. - od. ...ni (aus Zaf. acinus „(Wein)beere“): a)
beeren- od. traubenförmiges Endstück von Drüsen; b) ein
für den Gasaustausch wichtiger Teil der Lunge (Med.)
Azilolne telaltralle* die; --, ...ni ...li (aus Zf azione teatrale
„Theaterhandlung“): Bez. für höfische Festspiele u. kurze
Huldigungsoper im 17. u. 18. Jh.
Azo..., auch Azot... u Azoto... (zu/r. azote „Stickstoff“',
dies von dem franz. Chemiker A. L. de Lavoisier
(1743-1794) geprägte Neubildung aus gr. a- „nicht, un-“ u.
zôê „Leben“): in Fachwörtern aus der Chemie, Medizin u.
Biologie auftretendes Wortbildungselement mit der Be
deutung „Stickstoff“. Azojbenlzol das:-s`. orangerote or
ganische Verbindung, Grundstoff der Azofarbstoffe
(Chem.). Azolfarblstoff der; -[e]s, -e: Farbstoff der
wichtigsten Gruppe der Teerfarbstoffe (Chem.). Azogrup pe die; -, -n: aus zwei Stickstoffatomen bestehende
zweiwertige Atomgruppe (Chem.). Azolilkum das; -s (zu
gr. äzöos „ohne Leben“ u. î...ikum>: Erdzeitalter ohne
Spuren organischen Lebens; vgl. Archaikum (Geol.). azo
isch: 1. zum Azoikum gehörend (Geol.). 2. ohne Spuren
von Lebewesen (Geol.)
azöl (aus gr. akollios „ohne Höhlungen“): an beiden Enden
nicht ausgehöhlt (von Wirbeln mit abgeplatteten Endflä
chen, bei Säugetieren)
Azol das; -s, -e (meist PI.) (zu Î Azo... u. Î ...ol): fünfgliedrige
Î heterozyklische chemische Verbindung, die im Molekül
ring ein od. mehrere Stickstoffatome enthält
173
(zu gr. a- „nicht, un-“ u. Îzonal): ohne Zonen, keine
Zonen bildend, nicht an Zonen gebunden
Azooldylnalmie [atsoo...] die; -, ...ien (zu gr. azöos „ohne
Leben“, dÿnamis „Kraft“ u. î2...ie): (veraltet) Mangel an
Lebenskraft, Kraftabnahme. Azoolsperlmie die; -, ...ien
(zu tSperma u. t2...ie>: das Fehlen von beweglichen Sper
mien in der Samenflüssigkeit (Med.). Azot... vgl. Azo...
Azoltälmie* die; -, ...ien (zu tAzo... u. t...ämie>: Stick
stoffüberschuss im Blut (Med.), azoltälmisch*: mit ei
nem Überschuss von Stickstoff im Blut einhergehend
(Med.). Azote [azɔt] der; -: franz. Bez. für Stickstoff,
azoltielren [atso...] (aus gleichbed./r. azoter): Stickstoff
in eine chem. Verbindung einführen (Chem.). Azoltierofen der; -s, ...Öfen: chem. Reaktor zur Erzeugung von
Kalkstickstoff aus Kalziumkarbonat u. Stickstoff, azotisch: stickstoffhaltig. Azolto... vgl. Azo... Azoltolbakterder od. das; -s, - (zu Î Azo... u. Î Bakterie): frei im Boden
lebende Knöllchen-(Stickstoff-)Bakterie, die molekularen
Stickstoff der Luft zu binden vermag. Azo|to|bak|te|rin
das; -s (zu t...in (1)>: Düngemittel, das tAzotobakter ent
hält. Azoltolgen das; -s, -e (zu T...gen>: aus Luftstickstoff
bindenden Bakterien hergestellter Bodenimpfstoff. Azotolmelter das; -s, - (zu t’...meter): Messgerät zur quanti
tativen Bestimmung von Stickstoff in organischen Verbin
dungen. Azo|tor|rhö die; -, -en u. Azoltorlrhöe [...'ra:j
die; -, -n [,,,'ro:ən] (zugr. rhein „fließen“): gesteigerte Aus
scheidung stickstoffhaltiger Verbindungen (z. B. Harn
stoff) im Stuhl (Med.). Azoltulrie* die; -, ...ien (zu
T...urie): stark gesteigerte Ausscheidung von Stickstoff
(Harnstoff) im Harn (Med.). Azolverlbinldung die; -,
-en: chem. Verbindung mit der Azogruppe im Molekül
Azulleljos [...'lexos, azu...] die (Plur.) (aus gleichbed. span.
azulejos zu azul „blau“): bunte, bes. blaue Fayenceplatten
(vgl. Fayence) aus Spanien. Azullen das; -s, -e (zu Î ...en):
ein Kohlenwasserstoff; keimtötender Bestandteil des
ätherischen Öls der Kamille
Azumlbre* [a'som...] das; -s, -n (aus gleichbed. span, azum
bre, dies aus arab. tumn „achter Teil“): altes span. Flüs
sigkeitsmaß (2,016 1)
Azur der; -s (aus /r. azur „Lapislazuli, Himmelsblau“, dies
überwta. azurrum aus arab. lazaward,pera. lägward „La
surstein, Lasurfarbe“): (gehoben) 1. das Blau des Him
mels (intensiver Blauton). 2. der blaue Himmel. AzulreeazoInal
Azzurris
li I ni len ¿//e (Plur.) (aus fr. azurée, Part. Perf. (Femininum)
von azurer „lasurblau färben“): waagerechtes, meist wel
lenförmiges Linienband auf Vordrucken (z. B. auf Wech
seln od. Schecks) zur Erschwerung von Änderungen od.
Fälschungen. Azu|ree|stem|pel der: -s, - (zu fr. azuré,
vgl. Azureelinien): Stempel zur Vergoldung des Buchein
bandes mit Blattmustern, azulriert (zu Î ...iert): mit Azu
reelinien versehen. Azulrit [auch ,,,'rɪt] der; -s (zu t2...it>:
ein Mineral (Kupferlasur), azurn: himmelblau
Azylalnolbleplsie* (zu gr. a- „nicht, un-“, kyáneos „dun
kelblau“, blépsis „das Sehen“ u. t2...ie): Farbenblindheit
für blaue Farben (Med.). Azylalnoplsie* die; -, ...ien (zu
t...opsie): svw. Azyanoblepsie
Azylgie die; - tzugr. ázygos (Nebenform von ázyx) „unver
bunden“ u. 12...ie> : 1. Ungepaartheit, das Nichtverschmel
zen von t Gameten (Biol.). 2. einfaches Vorhandensein ei
nes Organs (Unpaarigkeit; z. B. von Leber u. Milz; Med.),
azylgisch od. azylgos: 1. ungepaart. 2. unpaarig
azylklisch* [auch a'tSYk...] (aus gr. a- „nicht, un-“ u. tzyklisch): 1. nicht kreisförmig. 2. zeitlich unregelmäßig. 3.
spiralig angeordnet (von Blütenblättern; Bot.). 4. (chem.
fachspr. acyclisch) mit offener Kohlenstoffkette im Mole
kül (von organischen chem. Verbindungen)
Azylma die (Plur.) (über kirchenlat. azyma aus gleichbed.
mgr. ázyma, Plur. von ázymon, vgl. Azymon): 1. Plur. von
Î Azymon. 2. umschreibende Bez. für das Passahfest (vgl.
Passah 1). azylmisch: nicht gärungserregend, nicht
durch Gärung entstanden (Chem.). Azylmit der; -en, -en
(meist Plur.) (zuT3...it): Bez. der orthodoxen Kirche für ei
nen röm.-kath. Christen, der die ÎEucharistie mit unge
säuertem Brot feiert. Azy mon [auch ats...] ifas; -[s],
...ma (über kirchenlat. azymon aus gleichbed. mgr. ázymon
zu gr. ázymos „ungesäuert“): ungesäuertes Brot, (Matze
Azysitie die; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, tZyste u.
T2...ie>: angeborenes Fehlen der Harnblase (Med.)
Azytlhälmie rfe; -, ...ien (zu gr. a- „nicht, un-“, îzyto... u.
t...ämie>: Funktionsstörung in der Blutbildung mit Ab
nahme der î korpuskularen Blutelemente, auch der Î Lym
phozyten (Med.), azytlhäImisch: die Azythämie betref
fend, an Azythämie leidend
Az|zur|ri, auch Azlzurlris die (Plur.) (aus it. azzurri „die
Blauen“ (wegen der Farbe des Nationaltrikots); vgl.
Azur): Bez. für Sportmannschaft[en] aus Italien
['bi:'eɪ] der; -; Abk. für îBachelor of Arts
der; -s, Plur. -e u. -im <aus hebr. ba'al „Herr“): altori
entalische Gottesbezeichnung, biblisch meist für heidni
sche Götter. Baallit der; -en, -en <zu Î3...it): Anbeter eines
Baals, Baalsdiener. Baalsldienst der; -[e]s: Verehrung
eines Baals; Götzendienst. Baalslprieslter der; -s, -:
Priester eines Baals
Baas der; -es, -e (aus gleichbed. niederl. baas): (bes. Seemannsspr.) Herr, Meister, Aufseher, Vermittler (in Hol
land u. Norddeutschland)
'Balba der; - (aus tür/c. baba „Vater“): (früher) türkischer
Ehrentitel von Geistlichen u. Frommen
2Balba die; -, -s (aus slaw. baba (Kinderspr.), eigtl. „alte
Frau, Greisin“): (landsch.) Großmutter. Balba-Jalga
die; -, -s: (aus gleichbed. rwss. baba-jaga): [Name der] Hexe
im russischen Volksmärchen
’Bablbitt ['bɛbɪt] das; -s, -s (nach dem amerik. Erfinder
J. Babbitt, 1799-1862): Sammelbez. für Blei- u. Zinnbron
zen
2Bablbitt ['bɛbɪt] der; -s, -s (nach dem Titelhelden eines Ro
mans von S. Lewis, 1885-1951): geschäftstüchtiger [nordamerik.J Spießbürger
Bal bei das; -s, - (aus hebr. Bävel, dem biblischen Namen für
TBabylon): 1. vom Sittenverfall gekennzeichneter Ort. 2.
Stadt, in der nicht nur die Landessprache, sondern verwir
rend viele andere Sprachen gesprochen werden
Ba|be|si|en [,,,iən] die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. babesia
(Plur.), nach dem rumän. Arzt V. Babes, 1854-1926): Ein
zeller aus der Klasse der Sporentierchen, Erreger von ver
schiedenen Tierkrankheiten, die durch Zecken übertragen
werden. Ba|belsi|o|se die; -, -n (zu tJ...ose>: durch ÎBabesien verursachte Erkrankung
Balbilllalge [babi'ja:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. babil
lage zu babiller, vgl. babillieren): (veraltet) Geschwätz.
ba|bil|lie|ren [,,,'ji:...] (aus gleichbed. fr. babiller): (ver
altet) schwatzen
Balbilne die; -, -n (aus älter russ. babina „Katzenfell“): ge
ringwertiges, braunschwarzes Katzenfell
Balbilglle die; -, -n (aus gleichbed. fr. babiole): (veraltet)
[Kinderjspielzeug, nichtiger Gegenstand
Balbilruslsa der; -[s], -s (aus malai. babi „Schwein, Eber“
u. rusa „Hirsch“): Hirscheber auf Celebes
Balbislmus der; - (zupers. bäb „Pforte (zu Gottes Reich)“
u. t...ismus ( 1 )> : religiöse Bewegung des persischen Islams
im 19. Jh. (ging dem t Bahaismus voraus). Balbist der; -en,
-en (zu 1 ...ist): Anhänger des Babismus
Babouvismus [babu'vis...] der; - (aus gleichbed. fr. ba
bouvisme ; vgl....ismus ( 1 )): Lehre des franz. Jakobiners u.
Sozialisten F. N. Babeuf, 1760-1797. Balboulvist der;
-en, -en (zu 1 ...ist): Anhänger des Babouvismus
B. A.
Baal
Balbu der;-s, -s (ausHindibäbü „Fürst“):
a) (ohne Plur.)in
discher Titel für gebildete Inder, entsprechend dem urspr.
Sinn von dt. „Herr“; b) Träger dieses Titels
Baibulin der; -s, -e (aus gleichbed. fr. babouin, weitere Her
kunft unklar): Î Pavian der Steppen u. Savannen Afrikas
Balbulsche [auch ba'bu:ʃə] u. Pampusche [auch ... pu:ʃə]
die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. fr. babouche, dies
über arab. bäbüg aus pers. päpus „Fußbekleidung“):
(landsch.) bequemer, warmer, aus Stoff hergestellter
Hausschuh
Balbuschlka ['ba(:)...] die; -, -s (auss/aw. babuska, Verklei
nerungsform von baba, vgl. 2Baba): (landsch.) alte Frau,
Großmutter
Balby ['be:bi, engl. 'beɪbɪ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. ba
by zu mittelengl. babe, baby, lautm. nach dem Babbeln
„ba-ba“ von kleinen Kindern): 1. Säugling, Kleinkind. 2.
Schätzchen, Liebling (als Anrede). Balbylbeef ['be:bibi:f]
das; -s (aus gleichbed. engl. baby beef): Fleisch von Jung
rindern, die nach einem speziellen Verfahren gemästet
wurden. Balby Ibonds, auch Balby-Bonds die (Plur.)
(aus gleichbed. engl.-amerik. baby bonds): Schuldver
schreibungen mit sehr geringen Nennbeträgen. Balbyboom [,,,bu:m] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. baby
boom): [plötzlicher] Anstieg der Geburtenzahlen. Balbyboolmer [,,,bu:mn] der; -s, -[s]: (ugs.) jmd., der einem ge
burtenstarken Jahrgang entstammt. Ba|by|car [,,,ka:n]
der; -s, -s (aus gleichbed. engl. baby car): (ugs. scherzh.)
sehr kleines 'Auto. Balbyldoll das; -[s], -s (nach der Titel
figur des gleichnamigen amerik. Films): Damenschlafan
zug aus leichtem Stoff mit kurzem Höschen u. weitem
Oberteil. Balbylfon, auch ...phon das; -s, -e (aus gleich
bed. engl. baby phone zu TBaby u. TPhon): telefonähnli
ches Gerät, das Geräusche aus dem Kinderzimmer über
trägt
Balbyllon das; -s, -s (aus babylon. bäbiläni „Pforte der Göt
ter“ (mesopotamische Stadt)): svw. Babel, balbyllonisch: in den Wendungen eine babylonische Sprachver
wirrung, ein babylonisches Sprachengewirr: verwirrende
Vielfalt von Sprachen, die an einem Ort zu hören sind, ge
sprochen werden. Ba|by|lo|nis|mus der; -, ...men (vgl.
...ismus): Wirrwarr, Vielfalt, Durcheinander
Balbyllook ['be:bɪlʊk] der; -s, -s (zu TBaby u. tLook): a)
verjüngtes Aussehen durch kosmetische Behandlung; b)
Make-up, das dem Gesicht ein junges, kindliches Ausse
hen gibt (Kosmetik). Balbylphon vgl. Babyfon. Balbypro, auch Ba|by-Pro dze od. der; -, - (Kurzw. zu TProstituierte(r)): (Jargon) besonders junger, sich prostituieren
der weiblicher bzw. männlicher Minderjähriger, balbysitlten (aus gleichbed. engl. to babysit): (ugs.) während
der Abwesenheit z. B. der Eltern auf das kleine Kind, die
175
Bacon
kleinen Kinder aufpassen, sie betreuen, sich um sie küm
Backlfitlting ['bæk...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
mern. Balbylsitlter der: -s, - (aus gleichbed. engl. baby
back fitting): die urspr. nicht geplante Ausstattung einer
sitter): jmd., der auf ein kleines Kind, kleine Kinder wäh
technischen Anlage mit zusätzlichen Geräten u.Ä. Back
rend der Abwesenheit z. B. der Eltern [gegen Entgelt] auf
flip der; -s, -s: Rückwärtssalto beim Î Inlineskating.
passt, sie betreut, sich um sie kümmert. ba|by|sit|tern
Backlgamlmon [bæk'gæmən] das; -s (aus gleichbed.
vgl. babysitten. Balbylsitlting das: -[s] (aus gleichbed.
engl. backgammon): ein Würfelbrettspiel. Back ground
engl. babysitting): das Babysitten
['bɛkgraunt, engl. 'bækgraʊnd] der; -s, -s (aus engl. back
Baclcallaulrelus [baka'laureos] vgl. Bakkalaureus
ground „Hintergrund“): 1. Filmprojektion od. stark ver
Bac|ca|rat ['bakara(t), auch ,..'ra] vgl. Bakkarat
größertes Foto als Hintergrund einer Filmhandlung. 2. a)
‘Bacichalnal [baxa...] das: -s, Plur. -eu. -ien [...ian] (ausZai.
musikalischer Hintergrund; b) vom Ensemble gebildeter
Bacchanal „Fest des Bacchus“ (gr. Bákchos)): altröm.
harmonischer Klanghintergrund, vor dem ein Solist im
Fest zu Ehren des griech.-röm. Weingottes Bacchus.
provisiert (Jazz). 3. geistige Herkunft; Milieu, aus dem et
2Baclcha|nal das: -s, -e (zu ΑBacchanal): ausschweifen
was erwachsen ist. 4. Berufserfahrung, Kenntnisse.
des Trinkgelage. bac|cha|na|lisch: (veraltet) trink-,
Backlgroundlmulsilker der; -s, -: zum Background
zechfreudig. baclcha|na|li|sie|ren (zu t,,,isieren): (ver
(2b) gehörender Musiker. Backlhand ['bɛkhɛnt, engl.
altet) ausschweifend zechen. Baclchant der: -en, -en (aus
'bækhænd] die; -, -s, auch der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
lat. bacchans, Gen. bacchantis, Part. Präs, von bacchari
backhand): Rückhand[schlag] im [Tischtennis, Badmin
„das Bacchusfest begehen“): 1. (dichter.) weinseliger Trin
ton, [Eis]hockey u. Polo; Ggs. ÎForehand. Backllist
ker; trunkener Schwärmer. 2. fahrender Schüler im Mit
['bɛk,,,, engl. 'bæk...] die; -, -s (aus gleichbed. engl. backtelalter. Baclchanltin die: -, -nen: svw. Mänade. bac
list): Anzahl. Reihe, Verzeichnis von Büchern, die nicht in
chantisch: ausgelassen, trunken, überschäumend.
neuester Zeit erschienen sind, aber weiterhin im Pro
Baclchilus [ba'xros] e/er; -, ...ien (über Zar. bacchius (pes)
gramm eines Verlags geführt werden (Verlagsw.). Back
aus gr. bakcheíos (poüs) „bacchischer Versfuß“): dreisil
Office ['bɛkɔfɪs, engl. 'bæk...] das; -, -s (aus gleichbed.
bige antike rhythmische Einheit (Versfuß) von der Grund
engl. backoffice zu back „hinter....“ u. î2Office): (in Ban
form u--. ’Baclchus [baxos] (über lat. Bacchus aus gr.
ken, Versicherungsanstalten o.Ä.) Abrechnungsstelle,
Bákchos): griech.-röm. Gott des Weins; [dem| Bacchus
Buchhaltung (Finanzw.). Backlpalcker [ bɛkpɛke, engl.
huldigen: (gehoben verhüllend) Wein trinken. 2Bac|chus
'bækpækə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. backpacker zu
der: -, - (zu ÎBacchus): a) (ohne Plur.) Rebsorte aus einer
back „Rücken“ u. to pack „packen“, dies über mittelengl.
Kreuzung von Silvaner, Riesling u. Müller-Thurgau; b)
aus mniederl., mittelniederd. pak, pakken): Rucksacktou
Wein der Rebsorte 2Bacchus (a)
rist. Back room ['bɛkru:m, engl. 'bæk...] der: -s, -s (aus
Ba che li er [baʃə'lie:] der: -s, -s (aus gleichbed. fr. bache
gleichbed. engl. back room): (veraltet) Hinterzimmer.
lier, dies zu mlat. baccalaris, vgl. Bachelor): svw. Bachelor.
Backlslash ['bɛkslɛʃ, engl. 'bækslæʃ] der; -s, -s (zu engl.
Balchellor ['bɛʧəln] der: -[s], -s (aus gleichbed. engl. ba
back „zurück“ u. slash „Schrägstrich“): Schrägstrich von
chelor, eigtl. „junger Edelmann, Knappe“, dies über altfr.
links oben nach rechts unten, wird als Steuerbefehl ver
wendet (EDV). Backlspin ['bɛkspɪn, engl. 'bæk...] der; -s,
bacheler aus mlat. baccalaris; weitere Herkunft unsicher):
niedrigster akademischer Grad in England, den USA u.
-s (zu engl. back „zurück“ u. to spin „drehen, wirbeln“):
anderen englischsprachigen Ländern; Abk. : B.; vgl. Bak
ein mit Rückwärtsdrall geschlagener Ball (Golf, Tennis).
kalaureus. Balchellor of Arts [ bɛʧəln ɔf a:ts] der; -[s] - -,
Backlspring ['bæksprɪŋ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
back spring): Sprung nach rückwärts, um dem Schlag des
-s - - (aus gleichbed. engl. bachelor u. engl. arts „Geistes
Gegners auszuweichen (Boxen), backlstage ['bæksteɪdʒ]
wissenschaften“): niedrigster akademischer Grad in den
{engl.): hinter der Bühne, hinter den Kulissen. BackltraGeisteswissenschaften; Abk.: B. A. Balchellor of Scicking|ver|fah|ren ['bæktrækɪŋ...] zZzw; -s (zu engl. to
enlce [ betJslB ɔf 'saɪəns] der; -[s] - -, -s - - (aus gleichbed.
backtrack „wieder zurückgehen“): Lösungsverfahren, das
engl. bachelor u. engl. science zu science „Wissenschaft“
die Teillösung eines Problems systematisch zur Gesamtlö
(dies über (alt)fr. science aus ZaZ. scientia)): niedrigster
sung ausbaut u. bei Fehlern den Lösungsweg rückverfolgt.
akademischer Grad in den Naturwissenschaften; Abk.:
Back-up, auch Backlup ['bækʌp] das u. der; -s, -s (aus
B.Sc.
engl. back-up „Unterstützung“): das Sichern von Daten
Ba chot [ba jo:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. bachot, Ver
auf einem zweiten Datenträger, Sicherungskopie (EDV).
kleinerungsform von bac „Fähre, Fährschiff1): (veraltet)
Back-up-Line, auch Backluplline [...Iain] <//<?, -, -s (zu
Fährkahn, Nachen. Balcholteur [baʃo'to:u] der; -s, -e
engl. line „Linie, Reihe“): Gesamtheit der Kreditmöglich
(aus gleichbed. fr. bachoteur): (veraltet) Fährmann
keiten, die ein Kreditnehmer beanspruchen kann. BackBachlschi [baxfi] der; -, -s (aus dem Turkotat.): kirgisi
ward|di|o|de ['bækwəd...] zZZe; -, -n (aus engl. backward
scher Volkssänger
„rückwärts (gerichtet)“ u. îDiode): Rückwärtsdiode,
Bachltilalri der; -[s], -[s] (nach dem iran. Bergvolk der
Halbleiterdiode mit Tunneleffekt, bei der in Sperrrichtung
Bachtiaren): ein handgeknüpfter Teppich
Strom fließt (Phys., Elektrot.). Back woods ['bækwʊdz]
Balcille [ba'tʃi:lə] das; -, ...li (aus it. bacile, Nebenform von
die (Plur.) (aus engl. backwoods „abgelegene Wälder“):
bacino „Becken“): beckenartige große [Majolika]schale
Bez. für die Urwälder im Westen Nordamerikas während
Ba cil lus [ba'tsilos] der; -, ...lli (aus lat. bacillus „Stäb
der Zeit der Kolonialisierung. Backlwoodslmen
chen“): 1. (meist Plur.) Arzneistäbchen zur Einführung in
[...man] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. backwoodsmen
enge Kanäle. 2. svw. Bazillus
(Plur.)): Bez. für die Ansiedler in den îBackwoods
Back [bɛk, engl. bæk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. back,
eigtl. „hinten (Spielender)“): (österr. u. Schweiz.) Vertei Balclalge* [ba'kla:ʒə] die;-, -n (aus gleichbed. fr. bâclage zu
bâcler „(ab)sperren“, dies zu spätlat. baculus „Stock,
diger (Fußball). Backlbonelnetz ['bækboon...] das; -es,
Stange“ aus lat. baculum „Stock, Stab“): (veraltet) a)
-e (zu engl. backbone „Wirbelsäule, Rückgrat“): leistungs
Sperrung des Hafens [für einlaufende Schiffe]; b) Anlege
fähiges Netz, das lokale Netze miteinander verbindet [also
gebühr für Schiffe. Balcleur [ba'klom] der; -s, -e (aus
keine eigentlichen Rechneranschlüsse besitzt] (EDV).
gleichbed. fr. bâcleur): (veraltet) Hafenschließer
Back|fire|an|ten|ne ['bækfaɪə...] die; -, -n (zu engl. back
fire „Rückschlag“): Antenne, die als so genannter Rück Balcon [ be:kn, engl. beikn] der; -s (aus gleichbed. engl. ba
con, dies über altfr. bacon aus dem Germ.): durchwachse
wärtsstrahler arbeitet, indem die Sendeenergie eines
ner, leicht gesalzener u. angeräucherter Speck. BalconLängsstrahlers gegen eine Reflexionswand geleitet wird.
Bacsonien
das; -s, -e: Schwein mit zartem Fleisch u. dün
ner Speckschicht
Bac|so|ni|en [bakso'niɛ:] das; -s {fr. ; nach der vietnamesi
schen Provinz Bacson): Îprähistorische Kulturepoche in
Südostasien (Archäol.)
Baicullalgelwelbe ['ba:ku...] das; -s, - <zu lat. baculum
„Stock, Stab“) : ein Putzträger aus dünnen Holzstäben, die
mit Draht zusammengeflochten sind
Ba|da|ri|kul|tur die; - (nach der oberägypt. Ortschaft Badari) : vordynastische ägyptische Kultur mit charakteristi
scher schwarzrandiger Keramik (Archäol.)
Baldaud [ba'do:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. badaud, dies
aus provenzal. badau): (veraltet) Schaulustiger, Gaffer.
ba|dau|die|ren (aus gleichbed./r. badauder): (veraltet)
gaffen, Maulaffen feilhalten
Badge [bædʒ] das; -s, -s [...djiz] (aus engl. badge „Abzei
chen, Kennzeichen“): Namensschildchen zum Anstecken
Baldía die;-, ...ien (aus it. badia „Abtei“, dies aus gleichbed.
kirchenlat. (ecclesia) abbatia zu (spät)gr. äbbas, vgl. t Ab
ba): ital. Bez. für Abtei[kirche]
Baldin [bade:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. badin, dies zu
provenzal. badar „gaffen“): (veraltet) Narr, Spaßvogel.
Baldilnalge [badi'na:ʒə] die; -, -nu. Badinerie die; -, ...ien
(aus/r. badinage, badinerie „Scherz, Tändelei“ zu badin,
vgl. Badin): scherzhaft tändelndes Musikstück, Teil der
Suite im 18. Jh. Baldilne Ae; -, -n (aus fr. badine „Spa
zierstöckchen, Reitgerte“): a) [Reit]gerte; b) leichter Spa
zierstock des Rokoko (2) mit Schleife für Damen. Baldinelrie vgl. Badinage
Baldisltik die; - (zu gr. badistikós „gut zu Fuß, gut lau
fend“, dies zu badizein „schreiten, gehen, wandern“):
(veraltet) die Kunst, gut zu laufen, zu wandern
Badlands ['bædlændz] die (Plur.) (aus engl. badlands
„schlechte Ländereien“; nach dem gleichnamigen Gebiet
in Süddakota): vegetationsarme, durch Rinnen, Furchen
o.Ä. zerschnittene Landschaft (Geogr.)
Bad|min|ton ['bɛtmɪntən, engl. 'bæd...] das; - (nach dem
Ort Badminton (England), wo das Spiel zuerst nach festen
Regeln gespielt wurde): Wettkampfform des Federball
spiels
badlniltrielren* (zu Tnitrieren): in einem Bad aus ge
schmolzenen stickstoffhaltigen Salzen nitrieren (Chem.)
Bad Trip [bæd...] der; -s, -s (aus engl. ugs. bad trip, eigtl.
„schlechte Reise“): svw. Horrortrip
Balfel u. Bofel u. Pafel der; -s, - (aus talmud. babel, bafel
„minderwertige Ware“): 1. (ohne Plur.) Gerede, Ge
schwätz. 2. Ausschussware
Baflfle [bæfl] der od. das; -s, -s (aus engl. baffle „Prallflä
che“): Vorrichtung, die das Eintreten von Öldämpfen aus
Vakuumpumpen in das Hochvakuum verhindert (Techn.)
Bag [bɛk, engl. bag] das; -[s], -[s] (aus engl. bag „Sack, Ta
sche", dies über mittelengl. bagge aus altnord. baggi): Sack
als Maß (in Kanada 1 Bag Kartoffeln = 40,8 kg)
Balgalge [ba'ga:ʒə] die; -, -n (aus fr. bagage „(Reise-,
Kriegs)gepäck“>: 1. (veraltet) Gepäck, Tross. 2. (abwer
tend) Gruppe von Menschen, über die sich jmd. ärgert
Balgarlre die; -, -n (aus gleichbed./r. bagarre, dies auspro
venzal. bagarro): (veraltet) [durch Streit verursachter]
Lärm, Schlägerei
Balgaslse die; -, -n (aus gleichbed./r. bagasse, dies aus
span, bagazo): Pressrückstand bei der Zuckergewinnung
aus Rohrzucker. Balgaslsglse die; -, -n (zu t*...ose>:
Staublungenerkrankung bei Zuckerrohrarbeitern
Ba|ga|tell|de|likt das; -[e]s, -e (zu ÎBagatelle u. ÎDelikt):
Straftat, bei der die Schuld des Täters gering ist u. kein öf
fentliches Interesse an einer Strafverfolgung besteht. Bagaltellle die; -, -n (über gleichbed./r. bagatelle aus it. bagatella, einer Verkleinerungsbildung zu lat. baca „Bee
re“) : 1. unbedeutende Kleinigkeit. 2. kurzes Instrumental
schwein
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stück ohne bestimmte Form (Mus.). balga|tel|li|sie|ren
(zu t.Jsieren): als Bagatelle behandeln, als geringfügig u.
unbedeutend hinstellen, verniedlichen
Bagldad das; -s, -s (nach der Stadt): Fell karakulähnlicher
Lämmer einer in Syrien, Irak u. Iran lebenden Fett
schwanzschafrasse. Bagldallin der; -s (wohl nach der
Stadt Bagdad; vgl. ...in (1)>: (veraltet) baumwollener, bunt
gestreifter u. gemusterter Stoff
Balgei ['beɪgl] der; -s, -s (aus gleichbed. jüd. beygel, wohl zu
österr., bayr. Beugel „Hörnchen“, dies zu beugen, biegen):
ringförmiges Brötchen aus Hefeteig, das man vorm Ba
cken in siedendem Wasser ziehen lässt
Baglgings ['bɛgɪŋs,engl. 'bægɪŋz]r//e (Plur.) (aus engl. bag
ging „Sack-, Packleinwand“): Bastfasergewebe (Jute),
bes. für Wandbespannungen, Verpackungsstoffe usw.
Bag gy pants ['bægɪpænts], auch Baglgy Pants die
(Plur.) (zu engl. baggy „weit (geschnitten), ausgebeult“ u.
pants „Hose“): weite, sackähnlich geschnittene lange Ho
sen für Jugendliche
Balgno* [’banjo] das; -s, Plur. -s u. ...gni (aus gleichbed. it.
bagno, eigtl. „Bad“, dies über lat. balneum aus gr. balaneion (nach einem alten Badehaus in Konstantinopel, in dem
christliche Galeerensklaven gefangen gehalten wurden)):
Strafanstalt, Strafverbüßungsort [für Schwerverbrecher]
(in Italien u. Frankreich)
Baglpipe ['bægpaɪp] die; -, -s (aus gleichbed. engl. bag
pipe): Sackpfeife, Dudelsack
Baguelnaude [bag'no:d] die; -, -n [...dn] (aus fr. bague
naude „Knallerbse, Schneebeere“, weitere Herkunft unsi
cher): Form der franz. Nonsensdichtung im Mittelalter
Balguette [ba’get] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed./r. ba
guette, eigtl. „Stab, Leiste“, dies aus it. bacchetta, Verklei
nerungsform von bacchio aus lat. baculum „Stab“): 1. be
sondere Art des Edelsteinschliffs. 2. (auch das; -s, -s):
franz. Stangenweißbrot
Baihai der; u. die; -, -[s] (zu IBahaismus): Anhänger[in] des
Bahaismus. Balhalislmus u. Behaismus der; - (zu pers.
Baha Ullah „Glanz Gottes“, dem Ehrennamen des Grün
ders Mirsa Husain Ali (1817-1892), u. t...ismus (1)): aus
dem Î Babismus entstandene universale Religion
Balhar der od. das: -[s], -[s] (über das Arab, aus sanskr. bhára, bhärä „Last“): Handelsgewicht in Ostindien u. Afrika
Balhalsa inldolnelsia die; -- {indones.}', amtliche Bez. der
modernen indonesischen Sprache. Balhalsa Ma lay sia
rfze; -- {indones.}', amtliche Bez. der modernen malaysi
schen Sprache
Balhir der; -s (aus gleichbed. hebr. bahîr): Buch der Kabbala
Bahr [baxsr] der; -s, - (aus gleichbed. arab. bahr): Fluss,
Meer, See (in Zusammensetzungen u. geografischen Na
men)
Baht der; -, - {Thai}: Währungseinheit in Thailand; Abk.: ß
Baihut [ba'y:] rfer; -s, -s (aus gleichbed./r. bahut): (veraltet)
Truhe [mit gewölbtem Deckel], großer Koffer
Ba|hu|wri|hi* das od. der; -, - (aus sanskr. bahuvrihi „viel
Reis (habend)“): Wortzusammensetzung, die eine Person
od. Sache, die nicht in den Wortgliedern genannt wird,
nach einem charakteristischen Merkmal benennt; Texozentrisches Kompositum, Possessivkompositum (z.B.
Langbein, Löwenzahn; Sprachw.)
Bai die; -, -en (aus gleichbed. niederl. baai, dies über fr. baie
aus span. bahia (aus spätlat. baia)): Meeresbucht
Bailao der; - {port.; nach dem brasilian. Bundesstaat Bahia
od. dem ehemaligen Namen Bahia der brasilian. Stadt Sal
vador): moderner lateinamerik. Gesellschaftstanz in offe
ner Tanzhaltung u. lebhaftem 2/4- od. /-Takt
Bai gneur* [bɛnjo:u] der; -s, -e (aus gleichbed./r. baigneur,
dies aus lat. balneator „Bademeister“ zu balneum, vgl. Ba
gno): (veraltet) a) Badegast; b) Bademeister. Bailgneuse [,,,'jo:zə] die; -, -n (ausfr. baigneuse „Badehaube“): (im
177
18. u. 19. Jh. getragene) Haube mit Bändern u. Spitzen.
Bailgnoir [...joa:u] der: -s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed./r.
baignoir): (veraltet) Badestelle. Bailgnoire [,,,joa:ɛ] die;
-, -n [...ran] <aus gleichbed./r. baignoire): (veraltet) Bade
wanne. Bailgnoirllolge [,,,lo:ʒə] die; -, -n: (veraltet) sich
nach hinten wannenförmig verbreitende Loge im Theater
BaiIliff ['be:lɪf, engl. beɪɪɪf] der; -s, -s (aus engl. bailiff, vgl.
Bailli): engl. Form von Bailli. B ai 111 i [baji] rZer; -[s], -s (aus
gleichbed./r. bailli(f), dies über mlat. bajulus, lat. baiulus
„(Last)träger“ zu lat. baiulare „(eine Last) tragen“): mit
telalterlicher Titel für bestimmte Verwaltungs- u. Ge
richtsbeamte in England, Frankreich u. bei den Ritter
orden. Bailjlialge [baja:ʒa] die; -, -n (aus gleichbed./r.
bailliage): a) Amt eines Bailli; b) Bezirk eines Bailli; vgl.
Ballei
Bailnit [auch ... nit] der; -s (Kunstw.; vgl. 2...it): Gefügebe
standteil in hochwertigem Stahl
Bain-Ma|rie [be...], Bains-Marie [bɛ...] das; - (aus gleichbed. fr. bain-marie): Wasserbad (zum Warmhalten von
Speisen)
Bailrakt/er; -s, -s (aus türk, bairak „Fahne, Banner“): Feld
zeichen in der Türkei
Bai ram der; -[s], -s (aus türk, bayram „Fest“): türk. Name
zweier großer Feste des Islams
Baiseimain [bɛz'mɛ:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. baise
main; vgl. Baiser): (veraltet) 1. Handkuss [des Î Vasallen].
2. höfliche Empfehlung. Baiselment [...'mä:J das; -s, -s
(aus gleichbed./r. baisement): (veraltet) das Küssen [des
päpstlichen Pantoffels]. Bailser [bɛ'ze:] das; -s, -s (aus fr.
baiser „Kuss“, subst. Infinitiv von baiser „küssen“, dies
aus gleichbed. lat. basiare) : feines, aus Eischnee u. Zucker
bestehendes porös-sprödes, weißes Schaumgebäck
Baislse ['bɛ:sə] rZZe; -, -n (aus gleichbed./r. baisse zu baisser
„senken“, dies über das Vulgärlat. zu spätlat. bassus
„niedrig“): [starkes] Fallen der Börsenkurse od. Preise;
Ggs. ÎHausse. Bais|se|klau|sel die; -, -n: Vereinbarung
zwischen Käufer u. Verkäufer, dass der Käufer von einem
Vertrag zurücktreten darf, wenn er von anderer Seite bil
liger beziehen kann. Bais|se|spe|ku|lant der; -en, -en:
svw. Baissier. Baislsiler [bɛ sie:] der; -s, -s (aus gleichbed.
fr. baissier): jmd., der auf Baisse spekuliert; Ggs. THaussier. baislsielren [bɛ'si:...] (aus gleichbed. fr. baisser):
(veraltet) a) sinken (von Preisen u. Börsenkursen); b) sen
ken, herunterlassen; c) ein Geschütz tiefer richten (Mil.)
Bait das; -[s], -s (über das Pers, aus arab. bejt, bet „Zelt,
Haus“): Verspaar des fGasels; vgl. Königsbait
Ba ja de re die; -, -n (aus gleichbed./r. bayadère, dies aus
port, bailadeira zu bailar „tanzen“, dies aus (spät)lat. bal
lare, vgl. Ball): ind. Tempeltänzerin
Baljaldo [ba'xa:do] der; -s, -s (zu span, bajada „Gefälle,
Niedergang“ bzw. bajamar „Ebbe[zeit]“>: im Sommer fast
gänzlich austrocknender Fluss im Mittelmeergebiet
Baljan der; -s, -e (aus gleichbed. russ. bajan): russ. îchromatisches Akkordeon mit Knopfgriffanordnung
Baljazlzo der; -s, -s (aus gleichbed. venez, pajazzo, it. pagliaccio, eigtl. „Strohsack“ (nach seiner Kleidung)): Possen
reißer (des ital. Theaters)
Baljolnettrfas; -[e]s, -e (aus gleichbed./r. baïonnette, vom
Namen der Stadt Bayonne in Südfrankreich): auf das Ge
wehr aufsetzbare Hieb-, Stoß- u. Stichwaffe mit Stahlklin
ge für den Nahkampf; Seitengewehr, baljolnetltielren
(zu Î..deren): mit dem Bajonett fechten. Baljolnettlverschluss der; -es, ...üsse: leicht lösbare Verbindung von
rohrförmigen Teilen (nach der Art, wie das Bajonett auf
das Gewehr gesteckt wird). Ba|jo|nett|zan|ge die; -, -n:
Instrument zur Zahnwurzelextraktion am Oberkiefer
Balkel der; -s, - (aus spätlat. baculus „Stock“): (veraltet)
Schulmeisterstock
Balkellit® [auch ...lit] das; -s (Kunstw.; nach dem belg.
Bakterizid
Chemiker L.H. Baekeland, 1863-1944): aus Kunstharzen
hergestellter, spröder Kunststoff
Bak|ka|lau|relat das; -[e]s, -e (unter Einfluss von fr. bac
calauréat zu mlat. baccalaureus (vgl. Bakkalaureus) u.
Î ...at ( l)): 1. unterster akademischer Grad (in England u.
Nordamerika). 2. (in Frankreich) Abitur, Reifeprüfung.
bak|ka|lau|re|ie|ren (zu Î..deren): (veraltet) Bakkalau
reus werden [wollen], Bak|ka|lau|re|us [...reos] der; -,
...rei [...rei] (aus mlat. baccalaureus, dies unter Einfluss
von bacca lauri „Lorbeerbeere“ umgedeutet aus baccalaris „untergeordneter Ritter, Knappe“): Inhaber des Bak
kalaureats
Baklkalrat [bakara(t), auch ...ra] das; -s (aus gleichbed./r.
baccara, weitere Herkunft unbekannt): ein Kartenglücks
spiel
Baklken der; -[s], - (aus norw. bakke „Hügel“): Sprunghü
gel, -schanze (Skisport)
Balklalva* [...va] das; -s (aus gleichbed. türk, baklava):
türk. Blätterteiggebäck mit Nüssen od. Mandeln u. Honig
Baklschisch das; Gen. - u. -[e]s, Plur. -e (aus pers. bahsis
„Geschenk“): 1. Almosen; Trinkgeld. 2. Bestechungsgeld
Bak|te|ri|amie¿/Ze,' -, ..den (zu ÎBakterie u. Î ...ämie): Auf
treten von Bakterien im Blut in sehr großer Anzahl (Med.).
Bakltelrie [...ja] die; -, -n (meist Plur.) (zu lat. bacterium
(vgl. Bakterium) u. tɪ,,de): einzelliges Kleinstlebewesen
(Spaltpilz), oft Krankheitserreger. bak|telri|ell (zu
t,,,ell): a) Bakterien betreffend; b) durch Bakterien her
vorgerufen. Bakltelrilenlemlbollie [,,,riən...] die: -,
..den [,,d:ən]: Verstopfung eines Blutgefäßes durch in die
Blutbahn eingedrungene Bakterien (Med.). Bakltelrilenflolra die; -: Gesamtheit der Îapathogenen Bakterien, die
normalerweise die Haut, die Schleimhäute u. den MagenDarm-Trakt des Menschen u. des Tieres besiedeln (Biol.).
Bak te ri en kuliturdze, -, -en: 1. in festem od. flüssigem
künstlichem Nährmedium gezüchtete Bakterien (Biol.). 2.
Nährboden zum Züchten von Bakterien (Biol.). Baklterilolid das; -[e]s, -e (zu î...oid>: bakterienähnlicher Mi
kroorganismus, dessen Gestalt von den normalen Wuchs
formen der Bakterien abweicht (Biol.). Bak|te|rio|lo|ge
der; -n, -n (zu f,,doge): Wissenschaftler u. Forscher auf
dem Gebiet der Bakteriologie. Bak|te|rio|lo|gie die; (zu t,,dogie): Wissenschaft von den Bakterien, baklteriollolgisch (zu t...logisch): die Bakteriologie betref
fend. Bakltelriollylse die; -, -n (zu t ...lyse>: Auflösung,
Zerstörung von Bakterien durch spezifische Î Antikörper
(Biol.). BakltelriollyIsindas; -s, -e (meist Plur.): im Blut
entstehender Schutzstoff, der bestimmte Bakterien zer
stört (Biol., Med.), bakltelriollyltisch: Bakterien zer
störend (Biol.). bakltelriolphag (zu t...phag): Bakterien
vertilgend, tötend (Biol., Med.). Baklte|rio|pha|ge der;
-n, -n (meist Plur.) (zu t...phage): virenähnliches (vgl. Vi
rus) Kleinstlebewesen, das Bakterien zerstört (Biol.).
Bakltelriolpholbie die; -, ...ien (zu î...phobie): krank
hafte Angst vor Bakterien (als Krankheitserregern; Med.).
Bak|te|ri|o|sea7e; -, -n (zu Î ',,,ose): durch Bakterien ver
ursachte Pflanzenkrankheit (Bot.). Bak|te|rio|sko|pie*
die; -, ...ien (zu f,,,skopie): Untersuchung der Bakterien.
Bak|te|rios|ta|se* die; -, -n (zugr. stäsis „das Stehen“):
Hemmung des Wachstums u. der Vermehrung von Bakte
rien (Biol.). bak|te|rios|ta|tisch*: Wachstum u. Ver
mehrung von Bakterien hemmend (Pharm.). Bakltelriothelralpie die; -, ...ien: Erzeugung einer tlmmunität ge
gen ansteckende Krankheiten durch Schutzimpfung
(Med.). Bakltelrilum das; -s, ...ien [...ian] (über lat.
bacterium „Stäbchen, Stöckchen“ aus gr. baktërion
„Stöckchen“): (veraltet) Bakterie. Bakltelrilulrie die; (zu t...urie>: Vorkommen von Bakterien im Harn (Med.),
bakltelrilzid (zu t...zid>: keimtötend (Pharm.). Baklterilzid das; -s, -e: keimtötendes Mittel (Pharm.). Baklte-
Baladin
die; - (zu t2...ie>: Abtötung von Bakterien (durch
chemische Mittel)
Ballaldin [...'de:] der; -s, -s (aus/r. baladin „Balletttänzer;
Possenreißer“ zu altfr. baller „tanzen“): der Grotesktän
zer u. Possenreißer des ältesten franz. Theaters
Ballalgan der; -s, - e (aus russ. balagan „Schaubude, Jahr
marktsbude“): a) auf Pfählen errichtete Sommerwohnung
in Kamtschatka; b) (veraltet) Bude, Baracke
Ballallailka die; -, Plur. -s u. ...ken (aus gleichbed. russ. balalajka (tatarisches Wort)) : mit der Hand od. einem 1 Plek
tron geschlagenes, dreisaitiges russ. Instrument
Ba|lan|ce [ba'laŋsə, auch ba'la:s(ə)] die; -, -n (aus fr. ba
lance „Waage, Gleichgewicht“, dies aus lat. bilanx, vgl. Bi
lanz): Gleichgewicht. Ballanlcé [..,'se:] das; -s, -s (aus
gleichbed. fr. balancé): Schwebeschritt (Tanzk.). Balancelakt [ba'laŋsə...] der; -[e]s, -e: Vorführung eines Balan
cierkünstlers, Seilkunststück. Ballanlcelment [balasə'mä:] das; -s (aus fr. balancement „das Schwanken, Schau
keln“) : Bebung (leichtes Schwanken der Tonhöhe) bei Sai
teninstrumenten (Mus.). Ba ¡lance of Powler ['bæləns əv
'paʊə] die; — (aus engl. balance of power „Gleichgewicht
der Kräfte“): Grundsatz der Außenpolitik, die Vorherr
schaft eines einzigen Staates zu verhindern (Pol.). Ba
lance rolmaine [ba'la:s rɔ'mɛn] <-//<?.
-s-s [ba'ld:s rɔ'mɛn] (aus fr. (balance) romaine „Schnellwaage“, eigtl.
„römisches Gleichgewicht“): Waage mit Laufgewicht, ein
schon bei den Römern bekannter u. nach ihnen benannter
Laufgewichtswaagentyp, der heute noch in Frankreich be
nutzt wird. Ba|lan|ci|er [balä'sie:] der; -s, -s (aus gleich
bed. fr. balancier): 1. a) waagerechter Balken einer Waage;
b) Unruh (in einer Uhr). 2. zwischen Kolben u. Pleuelstan
ge befindlicher Schwinghebel an alten Dampfmaschinen.
3. Balancierstange (der Seiltänzer), ballanlcielren [balaŋ'si:.... auch balä'si...] (aus fr. balancer „ins Gleichge
wicht bringen“) : (in Bezug auf eine Situation, Lage, in der
es schwierig ist, Mühe macht, das Gleichgewicht nicht zu
verlieren) das Gleichgewicht halten, sich im Gleichgewicht
fortbewegen
Ballanldran* [bala dra:] der; -s, -s (aus fr. balandrán „Re
genmantel“): mit Kapuze versehener Regenumhang (im
16./17.Jh.)
Ballalniltis die; -, ...itiden (zu gr. bálanos „Eichel (des
männlichen Gliedes)“ u. Î ...itis) : Entzündung im Bereich
der Eichel, Eicheltripper (Med.), Ballalnolposlthiltis
die; -, ...itiden (zu gr. pösthe „männliches Glied“ u.
t ...itis): svw. Balanitis
Ba|lan|ti|di|o|se die; -, -n (zu îBalantidium u. t'...ose>:
Dickdarmerkrankung, die bes. in tropischen Ländern auf
tritt (Med.). Ballanltildilum das; -s, ...ien [,,,iən] (über
nlat. balantidium aus gr. balantidion „Beutelchen“):
darmbewohnendes einzelliges Geißeltierchen (Biol.,
Med.). Ballanltin das; -s, -e (aus gr. baläntion „Geldbeu
tel“): (veraltet) aus Silberdraht geflochtenes Arbeitskörb
chen mit gewölbtem Deckel
Ballalta [auch ba'la:ta] die; - (aus gleichbed. span, balata,
dies aus einer südamerik. Indianersprache): kautschuk
ähnliches Naturerzeugnis. Ballaltum® [auch bala:...]
¿Zas; -s (Kunstw.; vgl. ...ium): Fußbodenbelag aus Wollfilz,
mit Kautschuklösung getränkt
Ba|la|yeu|se [baɪa'jo:zə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. bala
yeuse zu balayer „fegen, kehren“): dem Saum untergesetz
te zierliche Rüsche an langen Röcken u. Ballkleidern (um
1900)
Ballban der; -s, -e (wohl zu russ. balaban „(Würg)falke“}:
(veraltet) künstlicher Lockvogel (Jagdw.)
ballbielren vgl. barbieren
Bal ¡boa der; -[s], -[s] (nach dem span. Eroberer V.N. de Bal
boa, um 1475-1519): Währungseinheit in Panama
Ballbus der; -, ...bi (zu lat. balbus „stammelnd, lallend“):
rilzildie
178
(veraltet) Stammler, Stotterer.bal|bu|tie|ren (aus gleich
bed. lat. balbutire): (veraltet) stammeln, lallen. Ballbulties [...es] die; -: das Stammeln, das Lallen (Med.)
Balldalchin [,..xi:n] der; -s, -e (aus gleichbed. it. baldacchino, eigtl. „Stoff aus Baldacco“ (frühere ital. Form des Na
mens der irakischen Stadt Bagdad)): 1. eine Art Dach,
Himmel aus Stoff u. in prunkvoller Ausführung, der sich
über etw. (z. B. Thron, Altar, Kanzel, Bett) drapiert befin
det. 2. steinerner Überbau über einem Altar, über Statuen
usw.
bal do wern (zu gaunerspr. baldower „Auskundschafter,
Anführer“, eigtl. „Herr der Sache“, dies zu jidd. baal
„Herr, Mann“ u. dovor „Sache“): (landsch.) nachfor
schen, auskundschaften
Balleine [ba'lɛ:n] zfe; -, -n ]...nan] (über fr. baleine „Wal,
(Korsett)stange“ aus lat. bal(l)aena „Wal“): (veraltet)
Fischbeinstab. Ballelnit [auch ... mt] das; -s (zu tɪ-,,it):
Versteifungsplättchen aus vulkanisiertem Kautschuk (Er
satz für Fischbein)
Ba|les|ta|ri|us der; -, ...ien [...ion] (zu Î Balester u. t,,,arius): (veraltet) Armbrustschütze. Balleslter der; -s, - (aus
mlat. balestrum „Armbrust“, dies aus Z«t. ballistarium
„Wurfmaschine“ zu gr. bállein „werfen“): (hist.) Kugel
armbrust. Ballesltra* <7z'<?; -, ...ren (aus it. balestra „Arm
brust“): (beim Fechten) Sprung vorwärts mit Ausfall, eine
Angriffsbewegung, bei der sich der bewaffnete Arm u. das
entsprechende Bein nach vorn bewegen
Balliktlschi der; -, - (aus gleichbed. türk, balikçi): türk.
Fischhändler
bal|kalni|sie|ren (nach dem Balkan (türk. ; „Gebirge“) u.
zu Î ...isieren): staatlich zersplittern u. in verworrene poli
tische Verhältnisse bringen (wie auf dem Balkan).Ballkani sie rung die; - (zu Î...isierung): Prozess staatlicher
Zersplitterung u. die damit verbundenen verworrenen po
litischen Verhältnisse. Ba!|ka|nisltik die; - (zu T ...istik> :
svw. Balkanologie. Ballka no lo ge der; -n, -n (zu î...lo
ge): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Balkanologie.
Bal|ka|no|lolgie z/ze; - (zu T ...logie>: wissenschaftliche
Erforschung der Balkansprachen u. -literaturen
Bal kon [,,,'kɔŋ, auch, bes. südd., österr. u. Schweiz.
... ko:n] der; -s, Plur. -s u. (bei nicht nasalierter Ausspr.) -e
(aus gleichbed. fr. balcon, dies aus it. balcone, eigtl. „Bal
kengerüst“, aus dem Germ.): 1. offener Vorbau an einem
Haus, auf den man hinaustreten kann. 2. höher gelegener
Zuschauerraum im Kino u. Theater. Bal|kon|mö|bel
das; -s, - (meist Plur.): wetterfestes Möbel für den Balkon
Ball der; -[e]s, Bälle (aus gleichbed. fr. bal zu älter fr. baller
„tanzen“, dies aus (spät)lat. ballare zu gr. bállein „werfen,
schleudern“): Tanzfest. bal|la|bi|le (zi.; eigtl. „Tanzmu
sikstück“): tanzartig, tänzerisch (Vortragsanweisung;
Mus.). Balllalde die; -, -n (unter Einfluss von gleichbed.
engl. ballad aus fr. ballade, it. ballata „Tanzlied“, dies zu it.
ballare aus lat. ballare „tanzen“; vgl. Ball): 1. episch-dra
matisch-lyrisches Gedicht, in dem ein handlungsreiches,
oft tragisch endendes Geschehen erzählt wird. 2. Verto
nung einer Ballade ( 1 ), meist in Form eines Liedes bzw. ei
nes Songs, balllaldesk (zu T...esk): in der Art einer Bal
lade, balladenhaft. Bal|lad-Opelra ['bæləd ɔpərə] die; -,
-s (aus gleichbed. engl. ballad opera): engl. Singspiel des
18. Jh.s mit volkstümlichen Liedern. Balllalta die; -, Plur.
-s od. ...ten (aus gleichbed. it. ballata; vgl. Ballade): kur
zes, strophiges Tanzlied (in Italien im 13.-15. Jh.; Mus.)
Baillalwatsch vgl. Paliawatsch
Balllei die; -, -en (aus gleichbed. mlat. ballia zu ballivus
„Rechtspfleger u. Verwalter eines Bezirks“, dies aus baju
lus, vgl. Bailli): [Ritter]ordensbezirk, Amtsbezirk
Ballle|ri|na, selten Bal|le|ri|ne die; -, ...nen (aus gleich
bed. it. ballerina zu ballo „Tanz(fest)“; vgl. Ball): [Solo]tänzerin im Ballett. Bal|le|ri|no der; -s, -s (aus gleich-
179
Bal masqué
bed. it. ballerino): [Solo]tänzer im Ballett. Bal|le|ron der;
mit Luft od. Gas gefüllter Gegenstand. 2. von einer gasge
-s, -s (zu/r. balle „Ball, Kugel“): (Schweiz.) eine dicke Auf
füllten Hülle getragenes Luftfahrzeug. 3. große Korbfla
schnittwurst. Balllet blanc [bale'blä] das; --, -s-s [baɪɛsche. 4. Glaskolben (Chem.). 5. (salopp) Kopf. Balllonblä] (aus/r. ballet blanc, eigtl. „weißes Ballett“): Ballett
astro'nomie* ¿te; -: Teilgebiet der Astronomie, in dem
stil, bei dem die Tänzerinnen weiße Knieröcke tragen.
Beobachtungen kosmischer Objekte von Stratosphären
Ballletd'AcItion [balɛda'ksjð] das; --, -s- [baledaksjö]
ballons aus vorgenommen werden. Bâillon d'Eslsai [ba(aus gleichbed./r. ballet d’action): Handlungsballett. Bal
lðdɛsɛ] der; --, -s- [balodɛ'sɛ] (aus fr. ballon d’essai „Ver
let de Cour [bale də 'ku:r] das; ---, -s-- [ba'le
(aus/r.
suchsballon“): Nachricht, Versuchsmodell o. Ä., womit
ballet de cour, eigtl. „Hofballett“): prunkvolles Ballett des
man die Meinung eines bestimmten Personenkreises er
franz. Barocks. Balllett das; -[e]s, -e (aus gleichbed. it.
kunden will. Bal|lon|de|ta|che|ment [ba'lðdetaʃəma:]
balletto, Verkleinerungsform von ballo „Tanz“; vgl. Ball):
das; -s, -s: (veraltet) militärische Abteilung, die einen 1 Bal
I. a) (ohne Plur.) [klassischer] Bühnentanz u. die dazuge
lon (2) bedient. Bal|lo|ne|ment [balonomä:] das; -s, -s
hörige Musik; b) einzelnes Werk dieser Gattung. 2. Tanz
(aus fr. ballonnement „(Aufblähung“ zu ballonner „mit
gruppe für [klassischen] Bühnentanz. Bal|lett|di|rek|tor
Gas füllen, aufblähen“): Behandlungsverfahren, bei dem
der; -s, -en: künstlerischer od. geschäftlicher Leiter einer
Luft in natürliche Körperhöhlen eingeblasen wird (z.B.
Ballettgruppe. Bal|lett|en|semlble das; -s, -s: Gruppe
beim ÎPneumothorax; Med.). Balllolnett das; -[e]s, Plur.
der Balletttänzer u. -tänzerinnen eines Theaters. Balllet-e u. -s (aus fr. ballonnet „kleiner Ballon“): Luftteu se [,,,'to:zə] dze; -, -n (französierende Ableitung von
(Gas-)Kammer im Innern von Fesselballons u. Luftschif
(Ballett; vgl. ...euse): Balletttänzerin. Balllettlkorps
fen. Balllolnielrung tZte; -, -en (zu Î...ierung): akute Auf
[-,,ko:n] das; - [,,,ko:n(s)], - [,,,ko:ss]: tCorps de Ballet;
blähung der Lungen (z.B. beim Ertrinkungstod; Med.).
Gruppe der nicht solistischen Balletttänzer, die auf der
Bal|lon|ka|the|ter [ba'lɔŋ...] der; -s, -s: ÎKatheter mit
Bühne den Rahmen u. Hintergrund für die Solisten bilden.
aufblasbarem Gummiballon. Bal|lon|miit|ze die; -, -n:
Ballletlto rfas; Gen. - od. -s, Plur. ...ti (aus gleichbed. it.
hohe, runde Mütze [mit Schirm]. Balllonlné [balɔ'ne:]
balletto, vgl. Ballett): 1. mehrstimmiges [ital.] Tanzlied des
<Zer; -, -s (aus gleichbed. fr. ballonné): Ballettfigur, bei der
16. Jh.s. 2. [von einer 1 Intrada eingeleitete] Folge von Tän
im Sprung ein Bein vor-, rück- od. seitwärts gestreckt wird.
zen innerhalb einer Oper od. Pantomime im 17. Jh. 3.
Bal|lon|rei|fen [,,,'lɔŋ...] der; -s, -: Niederdruckreifen für
Tanzsatz der Suite des 18. Jh.s. Ballletltolmalne </er; -n,
Kraftfahrzeuge u. Fahrräder. Bal|iort|se|gel das; -s, -:
-n (zu t...mane): Ballettbesessener. Balllettltanz der; -es,
leichtes, sich stark wölbendes Vorsegel auf Jachten. Bal...tänze: [klassischer] Bühnentanz einer Gruppe von Tän
lonlsonlde die; -, -n (aus gleichbed. fr. ballon-sonde
zern u. Tänzerinnen
„Versuchsballon“): unbemannter, wasserstoffgefüllter
Balllgoal ['bɔ:lgo:l] das; -s (aus gleichbed. engl. ballgoal zu
Ballon mit registrierenden Geräten für Messungen in hö
ball „Ball“ u. goal „Ziel“): engl. Ballspiel, bei dem der Ball
heren Luftschichten der Erdatmosphäre. Balllonltellemit einem netzlosen 1' Racket geworfen u. gefangen wird
skop* das; -s, -e: astronomisches Instrument für Him
ball|hor|ni|sie|ren (nach dem Lübecker Buchdrucker
melsbeobachtungen außerhalb der Erdatmosphäre. BalJ. Ballhorn (fl537) u. zu Î...isieren): (selten) verballhor
loo ning [bə'lu:nɪŋ] das; -s (zu engl. to balloon „im Ballon
nen
aufsteigen, fahren“): das Ballonfahren
Balll isimus der; - (nachgr. ballismös „das Tanzen“): plötz 'Balllot [ba lo:] das; -s, -s (aus fr. ballot „(kleiner) Ballen,
liche krankhafte Schleuderbewegungen der Arme (Med.).
Packen“ zu balle „Ballen; Kugel“, dies aus dem Idg.): 1.
Balllisltalrilus der; -, ...rii (aus gleichbed. lat. ballistarius
kleiner Warenballen. 2. Stückzählmaß im Glashandcl.
zBal|lot ['bɛlət, engl. 'bælət] das; -s, -s (aus engl. ballot
zu ballista, vgl. Balliste): Schütze, der die Bailiste bedien
„Wahlkugel, Stimmzettel“, dies aus fr. ballotte „Kugel
te. Balllislte die; -, -n (aus gleichbed. lat. ballista, dies zu
zum Abstimmen“ zu balle „Kugel“; vgl. 'Ballot): engl.gr. bällein „werfen, schleudern“): antikes Wurfgeschütz.
amerik. Bez. für geheime Abstimmung. Ballloltalde [ba
BalIlisltik die; - (zu T2...ik ( 1 )> : Lehre von der Bewegung
lo...] die; -, -n (aus gleichbed. fr. ballotade zu ballotter „hin
geschleuderter od. geschossener Körper. Balllisltilker
u. her schwanken“): ein Sprung des Pferdes bei der hohen
der; -s, -: Forscher auf dem Gebiet der Ballistik, balllisSchule. Ballloltalge [,,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. bal
tisch: die Ballistik betreffend; ballistische Kurve: Flug
lottage zu ballotte „Kugel zum Abstimmen“); geheime
bahn eines Geschosses; ballistische Rakete: Rakete, die
Abstimmung mit weißen od. schwarzen Kugeln; Stich
sich in einer Geschossbahn bewegt; ballistisches Pendel:
wahl. ballloltielren (aus gleichbed. ʃr. ballotter, eigtl.
Vorrichtung zur Bestimmung von Geschossgeschwindig
„hin und her schütteln, schwanken“): mit Kugeln abstim
keiten. Bal|lislto|kar|dio|graf, auch ...graph der; -en,
men. Ballloltilne die; -, -n (aus gleichbed. fr. ballottine):
-en: Apparat zur Durchführung einer 1 Ballistokardiograa) Vorspeise, die aus Fleisch, Wild, Geflügel od. Fisch be
fie. Bal|lis|to|kar|dio|gra|fie, auch ...gralphie die; -,
steht; b) von Knochen befreite, gebratene u. gefüllte Ge
...ien: Aufzeichnung der Bewegungskurven, die die Glied
flügelkeule (Gastr.). Balllotlté [...'te:] der; -, -s (zu fr. bal
maßen aufgrund der Herztätigkeit u. des damit verbunde
lotté, Part. Perf. zu ballotter, vgl. ballotieren): Ballettfigur,
nen stoßweisen Füllens der Arterien ausführen (Med.).
bei der im Sprung die Knie gebeugt u. die Füße gekreuzt
Balllisltolkarldiolgramm das; -s, -e: bei der ÎBallistowerden. Balllotltelment [,..'mä:] das; -s, -s (aus gleich
kardiografie aufgezeichnetes Bewegungsbild.
bed. fr. ballottement): (veraltet) svw. Ballotage. BalllotBaillât [auch ...’lit] das; -s (Kunstw.): ein plastisches Holz
ti|ni die (Plur.) (aus gleichbed. it. ballottini, Verkleine
aus knetbarer Paste
rungsform von ballotta „(Wahl)kugel“): Glaskügelchen
Balllo der; Gen. - od. -s, Plur. ...Ui (aus it. ballo „Tanz“; vgl.
mit hohem Brechungsindex, die z.B. als Lichtreflektoren
Ball): um 1600 schneller, zweiteiliger, geradtaktiger Tanz;
bei Verkehrsschildern verwendet werden. Bal|lot|ti|nivgl. Balletto (1). Bal|lolelekltri|ziltät* die; - (zu gr. bálmolsaik das; -s, -en: (veraltet) das Anschmelzen von
lein „werfen, schleudern“ u. 1 Elektrizität): Wasserfall
Î Ballottini an Glasgefäße u. a.
elektrizität, elektrische Aufladung der in der Luft schwe
Balllylhoo [ bælɪhu:, ... hu;] das; - (aus gleichbed. engl. bal
benden Tröpfchen beim Zerstäuben von Wasser (Phys.)
lyhoo (Herkunft unbekannt)): marktschreierische Propa
Bâillon [ba'lɔŋ, auch, bes. südd., österr. u. Schweiz, ba'lo:n]
ganda, Reklamerummel
der; -s, Plur. -s u. (bei nicht nasalierter Ausspr.) -e (aus
gleichbed. fr. ballon, dies aus it. pallone „großer Ball“ zu Bal masqué [balmas'ke:] der; - -, -s -s [balmas'ke:] (aus
gleichbed. fr. bal masqué): Maskenball
palla „Kugel, Ball“, dies aus dem Idg.): 1. ballähnlicher,
180
Balme
die; -, -n (vermutlich kelt. Ursprungs): Gesteinsni
sche od. Höhle unter einer überhängenden Wand, bes. in
Juraschichten
balineo.... Balineo... (zu /u/. balneum, balineum „Bad“,
dies aus gleichbed. gr. balaneion): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „das Bad, Bäder betreffend“, z.B. Bal
neologie. Bal|neo|di|älteltik die; -: ärztliche Verhaltens
maßregeln für die Anwendung von Bädern. Ballneolgrafie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t...grafie>: Beschrei
bung von Heilbädern. BalIneo lolge der; -n, -n (zu Î...loge):
Arzt mit Spezialkenntnissen auf dem Gebiet der Balneolo
gie. Bal|neo|lo|gie die; - (zu J...logie): Bäderkunde, Heil
quellenkunde. bal|neo|lo|gisch (zu Î...logisch): die Bä
derkunde betreffend. Bal|neo|phy|sio|lo|gie die; -:
Physiologie der innerlichen u. äußerlichen Anwendung
von Heilquellen beim Menschen. Bal|neo|the|ra|pie die;
-: Heilbehandlung durch Bäder (Med.)
Ballorldo (aus z7. balordo „Dummkopf, Tölpel“ zu lordo
„schmutzig“, dies aus lat. luridus „blass, fahl“): svw. Ba
lourd. Ballourd [ba'lu:r] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. ba
lourd zu lourd „plump, schwerfällig“): eine stehende Mas
ke der t Commedia dell’Arte. Ba|lour|di|se [balur...] die;
-, -n (aus gleichbed. fr. balourdise): (veraltet) Dummheit,
Tölpelei
Bal pairé [balpa're:] der; - -, -s -s [balpa're:] (aus gleichbed.
fr. bal paré, eigtl. „Ball, bei dem jeder reich geschmückt er
scheint“): besonders festlicher Ball
’Ball sa das; - (aus span, balsa „Floß“): sehr leichtes Nutz
holz des mittel- u. südamerik. Balsabaumes (u. a. im Floßbau verwendet). 2Bal|sa die; -, -s, auch Balse die; -, -n (zu
Î'Balsa): floßartiges Fahrzeug aus Binsenbündeln (urspr.
aus dem leichten Holz des Balsabaumes) bei den Indianern
Südamerikas
Bal sam der; -s, -e (über lat. balsamum aus gr. bálsamon
„Balsamstrauch“, dies aus gleichbed. hebr. bäsäm): 1.
dickflüssiges Gemisch aus Harzen u. ätherischen Ölen,
bes. in der Parfümerie u. (als Linderungsmittel) in der Me
dizin verwendet. 2. Linderung, Labsal, z. B. das war - für
seine Ohren. Ballsalmilco der; -s (aus it. aceto balsámico
„balsamischer Essig“ zu lat. acetum u. 1 Balsam): tiefbrau
ner, aromatischer italienischer Weinessig, der über Jahre
in Fässern aus verschiedenen Hölzern reift, wobei ein gro
ßer Teil der Flüssigkeit verdunstet. bal|sa|mie|ren (zu
î...ieren): einsalben, Îeinbalsamieren. Bal|sa|mi|ne die;
-, -n (zu t...in (1)): svw. Impatiens, ballsalmisch: 1.
wohlriechend. 2. wie Balsam, lindernd
Ballse vgl. 2Balsa
Balltadlschi* [,,,ʤi] der; -s, -s (aus türk, baltaci „Beilträ
ger“): niedriger Angehöriger der Palastgarde des türki
schen Sultans, später î Pionier (1) im türkischen Heer
Balltisltik die; - (zu mlat. Mare Balticum „Baltisches
Meer“ (Ostsee), nach Baltia, dem lat. Namen für ein Bern
steingebiet im Ostseeraum, u. zu Î ...istik): svw. Baltologie.
Bal to lo ge der; -n, -n (zu î...loge>: Wissenschaftler auf
dem Gebiet der Baltologie. Balltollolgie die; - (zu Î ...lo
gie): wissenschaftliche Erforschung der baltischen Spra
chen u. Literaturen, balltollolgisch (zu Î...logisch): die
Baltologie betreffend
Balluslter der; -s, - (aus gleichbed. fr. balustre, dies aus it.
balaustre zu mlat. balaustium, gr. balaüstion „Blüte des
wilden Granatbaums“ (nach der Form der Säule)): kleine
Säule als Geländerstütze. Ballusltralde* die; -, -n (aus
gleichbed. fr. balustrade): Brüstung, Geländer mit Balus
tern. ba|lus|trie|ren* (zu t...ieren): (veraltet) mit einem
Geländer, einer Balustrade versehen
Ballyk der; - (aus gleichbed. russ. balyk): getrockneter Stör
rücken (russ. Delikatesse)
Ballzac [..,'zak] der; -s, -s (nach dem franz. Romancier H.
de Balzac, 1799-1850): (veraltet) bequemer Sessel
Ballme
das; -s, -s (nach dem Namen eines Rehkitzes, der
Hauptfigur in einem Zeichentrickfilm von W. Disney
(1901-1966)): 1. (Kinderspr.) junges Reh. 2. jährlich ver
liehener Preis für besondere Verdienste im Bereich Film u.
Fernsehen. Bamlbilna die; -, -s (aus gleichbed. it. bambina): (ugs.) a) kleines Mädchen; b) junges Mädchen, Back
fisch; c) Freundin. Bamlbilno der; -s, Plur. ...ni u. (ugs.) -s
(aus gleichbed. it. bambino): 1. das Jesuskind in der ital.
Bildhauerei u. Malerei. 2. (ugs.) a) kleines Kind; b) kleiner
Junge. Bamlboclcialde [bambɔ'ʧa:də] rfze; -, -n (nach it.
Bamboccio, eigtl. „Zwerg“, dem Spottnamen des Nieder
länders P. van Laer (um 1595-1642), durch den Bilder die
ser Art in Italien zuerst bekannt wurden, u. zu T...iade):
genrehafte, derbkomische Darstellung des Volkslebens
Bamlboo [bæm'bu:] das; -s, -s (aus engl. bamboo „Bam
bus“, vgl. Bambus): in Indien gefertigte bambusfarbene
(gelbliche) unglasierte Tonware
Bamlbulle die; -, -n (aus fr. bamboula „afrik. Trommel; zu
Trommelrhythmen dargebotener Tanz“, dies aus einer
westafrik. Sprache): 1. in Form von Krawall[en] geäußer
ter Protest, bes. von Häftlingen; Bambule machen: Lärm,
Radau machen. 2. bes. von Jugendlichen veanstaltetes äu
ßerst ausgelassenes Treiben auf einem Fest o.Ä.
Bamlbus rfer; -[ses], -se (aus niederl. bamboes, dies aus
gleichbed. malai. bambú): schnellwüchsige (sub)tropische
Graspflanze, deren leichter, hohler Stängel stark verholzt.
Ba|mi-go|reng, auch Balmilgolreng das; -[s], -s (aus ma
lai. bami goreng, eigtl. „gebratene Nudeln“): indones. Nu
delgericht
Bamlja das; -, -s (aus gleichbed. türk, bamya): svw. Okra
’Ban der; -s, -e u. Banus der; -, - (aus serb. u. kroat. ban
„Herr“): (hist.) Statthalter, Gebietsvorsteher (besonders
in Kroatien u. Südungarn)
2Ban das; -, - (Thai}; thailändisches Getreidemaß (1 472 Li
ter)
3Ban der; -[s], Bani (aus gleichbed. rumän. ban, eigtl.
„Geld(stück)“): rumän. Münze (100 Bani = 1 Leu)
balnal (aus fr. banal „gemeinnützig; allgemein; alltäglich“
■zualtfr. ban „Bann“): [in enttäuschender Weise] nichts Be
sonderes darstellend, bietend, balnallilsielren (aus
gleichbed. fr. banaliser): ins Banale ziehen, verflachen.
Balnalliltät die; -, -en (aus gleichbed. fr. banalité; vgl.
...ität): 1. (ohne Plur.) Plattheit, Fadheit. 2. banale Bemer
kung, Feststellung
Balnallsit [auch ...zit] iZer; -s, -e (Kurzw.; nach der ehern.
Zusammensetzung aus Î.Barium, Î Natrium, Tyl/uminium
u. î Silicium u. zu î2...it): zu den Feldspaten gehörendes
Mineral
Balnalne die; -, -n (aus gleichbed. port, banana (dies aus ei-'
ner afrik. Eingeborenensprache)): wohlschmeckende,
länglich gebogene tropische Frucht mit dicker, gelber
Schale. Ba nalnenlre pulblilc die; -, -en (nach amerik.
banana republic) : kleines Land in den tropischen Gebieten
Amerikas, das fast nur vom Südfrüchteexport lebt u. von
fremdem, meist US-amerik. Kapital abhängig ist. Balnanenlsplit das; -s, -s (aus gleichbed. engl. banana split,
eigtl. „zerteilte Banane“): Eisspeise, bestehend aus einer
längs durchgeschnittenen Banane, Eis, Schlagsahne [u.
Schokoladensoße]
Balnaulse der; -n, -n (aus gr. bánausos „Spießbürger“,
eigtl. „Handwerker“): (abwertend) jmd., der ohne Kunst
verständnis ist u. sich entsprechend verhält; Mensch ohne
feineren Lebensstil, der Dinge, denen von Kennern eine
entsprechende Wertschätzung entgegengebracht wird, un
angemessen behandelt od. verwendet. Ba|nau|sie die; (aus gleichbed. gr. banausia, eigtl. „handwerksmäßige Ar
beit u. Gesinnung“): (veraltet) Banausentum, Art, Wesen,
typisches Verhalten eines Banausen. ba|nau|sisch (aus
gr. bánausos „gemein, niedrig“, eigtl. „gewerbetreiBamlbi
181
bend“): (abwertend) ohne Verständnis für geistige u.
künstlerische Dinge; ungeistig
Band [bɛnt, engl. bænd] die; -, -s (aus gleichbed. engl.-ame
rik. band, eigtl. „Verbindung, Vereinigung“, zu fr. bande
„Band, Binde“, vgl. Bande): Gruppe von Musikern, die
vorzugsweise moderne Musik wie Jazz, Beat, Rock, Pop
spielt. Banlda ['banda] die; -, ...de (aus gleichbed. il. ban
da): 1. Gruppe der Blechblasinstrumente im Orchester. 2.
Bühnen[blas]orchester (in Opern). Banldalge [,,,ʒə] die;
-, -n (aus gleichbed. fr. bandage zu bande, vgl. Bande): 1.
fester Verband od. Wickel zum Stützen od. Schützen eines
verletzten Körperteils bzw. einer Wunde. 2. Schutzver
band (z.B. der Hände beim Boxen). ban|da|gie|ren
[--,'ʒi:,,,] (zu t„deren): mit Bandagen versehen, umwi
ckeln. Ban|da|gist [--'ʒɪst] der; -en, -en (aus gleichbed. fr.
bandagiste): Hersteller von Bandagen u. Heilbinden
Banldalnaldruck der: -s, -e (über engl. bandana aus dem
Hindi): 1. (ohne Plur.) Zeugdruckverfahren zur Herstel
lung weißer Muster auf farbigem Grund. 2. Ergebnis die
ses Verfahrens
Ban!da|no [...'danjo] der; -s, -s (zu span, banda „Binde“):
svw. 2Foulard
Ban dar der; -s, -en (aus gleichbed. Hindi bädar zu sanskr.
ványa „Waldtier, bes. Affe“): indischer Hundskopfaffe
mit struppiger Kopfbehaarung
Banlde die; -, -n (aus gleichbed. fr. bande, dies über altfr.
bende aus dem Germ.): 1. Rand, Einfassung, besonders
beim Billard, bei Eis- u. Hallenhockey u. in der Reitbahn.
2. Vielzahl eng benachbarter Spektrallinien (Phys.) Ban
deau [bä'do:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. bandeau): (ver
altet) Stirnband. Banldellette [bäds'let] die; -, -n [,,,tən]
(aus gleichbed.//'. bandelette, Verkleinerungsform von fr.
bande, vgl. Bande) : (veraltet) Bändchen, kleine [Zierjleiste
(bes. Archit.). Banldellier [ban...] das; -s, -e (nachfr. ban
doulière „(Trage)gurt“, dies aus span, bandolera): (veral
tet) breiter Schulterriemen als Patronengurt, Degengurt
(Wehrgehänge), Patronentaschenriemen der berittenen
Truppen. Banldellotlten die (Plur.) (zu tBandelette):
(veraltet) Ohrgehänge. Banldenlspekltrum* das; -s,
Plur. ...tren u. ...tra (zu tBande): Viellinienspektrum; be
sonders linienreiches, zu einzelnen Bändern verschmolze
nes, von bestimmten Molekülen ausgesandtes Spektrum
(Phys.)
Banldelrie [,,,iə] /ZZe; -, -n (zu span, bandera „Fahne“ (dies
zu banda „Fahne“) od. fr. bandière, (alt)fr. bannière, dies
aus dem Germ.): 1. berittene Mannschaft, die die Î Mag
naten u. Î Prälaten im alten Ungarn zu stellen hatten. 2.
(nur Plur.) die bei öffentlichen Feiern beritten u. mit Ge
folge erschienenen Edelleute eines ung. Komitats. BandeIril11a [... 'rɪlja] die; -, -s (aus gleichbed. span, banderilla,
eigtl. „Fähnchen“, Verkleinerungsform von bandera
„Banner, Fahne“): mit Fähnchen geschmückter kleiner
Spieß, den der Banderillero dem Stier in den Nacken stößt.
Banldelrilllelro [...nlje:ro] der; -s, -s (aus gleichbed.
span, banderillero): Stierkämpfer, der den Stier mit den
Banderillas reizt. Banldelrolle die; -, -n (unter Einfluss
von dt. Band aus fr. banderole „Fähnchen“): 1. mit einem
Steuervermerk versehener Streifen, mit dem eine steuerod. zollpflichtige Ware versehen u. gleichzeitig verschlos
sen wird (z.B. Tabakwaren). 2. ornamental stark ver
schlungenes, mit einer Erklärung versehenes Band auf Ge
mälden, Stichen o.Ä. (Kunstw.). 3. a) Wimpel an Speer od.
Lanze; b) Quastenschnur um die Trompete der Spielleute
u. Heerestrompeter (im Mittelalter), banldelrollielren
(zu Î ...ieren): mit einer Banderole versehen
Band|ge|ne|raltor der; -s, -en (zu/Zt. Band u. 1 Generator):
Gerät zur Erzeugung sehr hoher Gleichspannungen mit
tels eines isolierten Endlosbandes (Elektrot.)
Banldit [auch ...’dit] der; -en, -en (aus gleichbed. it. bandito,
Banker
eigtl. „Geächteter“, zu bandire „verbannen“, dies aus dem
Germ.): 1. Verbrecher, [Straßen]räuber. 2. (abwertend)
jmd., der sich anderen gegenüber unmenschlich, verbre
cherisch verhält
Band|ke|ra|mik /ZZe; -, -en (zu dt. Band u. t Keramik): 1.
(ohne Plur.) Kultur der frühen Jungsteinzeit. 2. Tongefäß
mit bandförmiger Verzierung (Archäol.). band kelramisch: die Bandkeramikbetreffend
Bandliealder ['bɛntli:du, engl. 'bændli:də] der; -s, - (aus
gleichbed. engl. bandleader zu ÎBand u. leader „Leiter“):
1. im traditionellen Jazz der die Führungsstimme (tLead)
im Jazzensemble übernehmende Kornett- od. Trompeten
bläser. 2. Leiter einer Î Band
Banldglla die; -, ...len (aus span, bandola „Laute“): svw.
Bandura
Ban|do|ne|on, Ban do ni on das; -s, -s (Analogiebildung
zu ÎAkkordeon; nach dem dt. Erfinder des Instruments
H. Band, 1821-1860): Handharmonika mit Knöpfen zum
Spielen an beiden Seiten
Ban|dou|li|è|re [badu'liɛ:rə] die; -, -n (aus fr. bandoulière,
vgl. Bandelier): svw. Bandelier
Banldum das; -s, Plur. ...da u. ...den (aus gleichbed. mlat.
bandum, dies aus lat. bandum „Banner“): Fahne der mit
telalterlichen Fußsoldaten
Banldulra die; -, -s (aus gleichbed. russ. bandura, dies über
it. pandora u. lat. pandura aus gr. pandoùra „dreisaitiges
lautenähnliches Musikinstrument“): lauten- od. gitarren
ähnliches ukrain. Saiteninstrument. Ban|dur|ria die: -, -s
(aus gleichbed. span, bandurria, dies über spätlat. bandurium aus gr. pandoürion): mandolinenähnliches, zwölfsai
tiges span. Zupfinstrument
Banldy ['bɛndi, engl. 'bændɪ] /Zas; -, -s (aus gleichbed. engl.
bandy zu fr. bandé, Part. Perf. von bander „(einen Ball) an
die Bande schlagen“; vgl. Bande): dem Fußball verwandte
Sonderform des Eishockeyspiels, bei der mit einem Kork
ball gespielt wird
Banldyllith [bændi..., auch ...'lit] der; Gen. -s od. -en, Plur.
-e[n] (nach dem amerik. Bergbauingenieur M. C. Bandy
(20. Jh.) u. zu t ...lith): ein tiefblaues, kupferhaltiges Borat
mineral
Ba|ni: Plur. von ’Ban
Balnilza [...sa] vgl. Banniza
Ban,ja die; -, -s (aus gleichbed. russ. banja, dies wohl über
das Vulgärlat. zu lat. balneum „Bad“: öffentliches russ.
[Dampfjbad
Banljan die (Plur.) (aus gleichbed. engl. banian, dies über
Hindi baniyä zu sanskr. vänijä „Kaufmann“): Kaste der
Kaufleute in Indien, bes. in den ehemaligen Provinzen
Bombay u. Bengalen
Banljo [auch 'bɛnʤo] das; -s, -s (aus engl.-amerik. banjo,
nach der Aussprache von älter engl. bandore „ein Saiten
instrument“): fünf- bis neunsaitige, langhalsige Gitarre
Bank die; -, -en (unter dem Einfluss von banque aus gleich
bed fr. it. banco, banca, eigtl. „Tisch des Geldwechslers“,
dies aus dem Germ.): Kreditanstalt, Unternehmen für
Geldanlage u. Finanzierung sowie für die Durchführung
des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. ...bank: Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „zentrale Stelle, wo das
im ersten Bestandteil des Kompositums Genannte für den
Gebrauchsfall bereitgehalten wird“, z.B. Blut-, Daten
bank. Bank|ak|zept das; -s, -e: auf eine Bank gezogener
u. von dieser zur Gutschrift Î akzeptierter Wechsel
Banlkalzinn das; -s (nach der Sundainsel Bangka, Banka):
Zinn, das aus besonders reinen Erzen Indonesiens gewon
nen wird (1710 entdeckt)
Ban|ken|in|kas|so /Z/rs;-s, Plur. -s, auch (österr. nur) ...ssi
(zu îBank u. tInkasso): Rechnungseinzugsverfahren der
Banken, Einzugsverfahren von Forderungen aus Waren
lieferungen u. Leistungen durch die Bank. Banlker [auch
bankerott
'bɛŋkə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. banker; vgl. Bank):
[führender] Bankfachmann, banlkelrott usw. vgl. bank
rott usw. 'Ban kett das; -[e]s, -e (aus gleichbed. it. banchetto, eigtl. „kleine Bank, Beisetztisch" (Verkleinerungs
form von it. banco), vgl. Bank): Festmahl, -essen. ’Ban
kettes; -[e]s, -e, auch Banlketlte die; -, -n (aus fr. ban
quette „Fußsteig“, eigtl. „Erdaufwurf“): 1. etwas erhöhter
[befestigter] Randstreifen einer [Auto]straße. 2. unterster
Teil eines Gebäudefundaments (Bauw.). bankettieiren
(aus gleichbed. it. banchettare): (veraltet) ein 'Bankett hal
ten, festlich tafeln. Ban|ki|er [baŋ'kie:] der; -s, -s (aus
gleichbed. fr. banquier zu banque, vgl. Bank): 1. Inhaber
einer Bank. 2. Vorstandsmitglied einer Bank. Ban,king
['bæŋkɪŋ] das; -[s] (aus gleichbed. engl. banking): Bankwe
sen, Bankgeschäft, Bankverkehr. Banlkinglsysltem
das; -s: von der Höhe der Deckung bestimmte Ausgabe
von Banknoten. Banlkinglthelolrie die; -: Geldtheorie,
nach der die Ausgabe von Banknoten nicht an die volle
Edelmetalldeckung gebunden zu sein braucht. Ban | leist
[baŋ...] der; -en, -en (nach gleichbed. fr. banquiste): (ver
altet) 1. wandernder Geldwechsler. 2. Gaukler, Kunstrei
ter. Bank|kon|to das; -s, Plur. ...ten, auch -s u. ...ti (zu
ÎBank): 1. Soll-und-Haben-Aufstellung eines Kunden bei
einer Bank. 2. Bankguthaben. Bank|li|qui|di|tät die; -:
Fähigkeit der Banken, ihren Verpflichtungen gegenüber
den Kontoinhabern gerecht zu werden. Banklnolte die; -,
-n: von einer Notenbank ausgegebener Geldschein. Banko das; -s, -s (aus it. banco, vgl. Bank): (veraltet) bankmä
ßige Währung. Banlkolkraltie'i/ie; - (zu Î ...kratie): Bez.
für die Herrschaft des Finanzkapitals (aus marxistischer
Sicht). Ban|ko|mat® der; -en, -en (Kurzw. aus TBank u.
ÎAutomat): (bes. österr. u. Schweiz.) Geldautomat eines
Geldinstituts, bei dem ein Kunde auch außerhalb der
Schalterstunden Geldbeträge bis zu einer bestimmten Hö
he unter Anwendung bestimmter Bedienungsvorschriften
erhalten kann, banklrott (aus it. banca rotta (bzw. banco
rotto) „zerbrochener Tisch (des Geldwechslers)“): finan
ziell, wirtschaftlich am Ende; zahlungsunfähig. Bank
rott der; -s, -e: finanzieller, wirtschaftlicher Zusammen
bruch; Zahlungsunfähigkeit. Banklrotlteur [,,,'to:n] der;
s-, -e (französierende Bildung, vgl. ...eur): jmd., der Bank
rott gemacht hat. banklrotltielren (zu t...ieren): Bank
rott machen
Banlner ['bænə] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. banner,
eigtl. „Transparent“, dies aus (alt)fr. bannière „Fahne,
Banner“): Werbebalken auf einer Seite des T World Wide
Webs (EDV)
ban|ni|sie|ren (zu gleichbed. fr. bannir u. Î ...isieren): (ver
altet) verbannen
Ban|ni|za od. Baniza [...sa] die; -, -s (aber: 5 -) (aus gleich
bed. rumän. banita): rumän. Getreidemaß, etwa 80 Liter
Balnon [ba'nð:] der; -s, -s (nach der südfranz. Ortschaft Banon, Montagne de Lure): zum Reifen in Weinblätter gewi
ckelter u. mit Bast umbundener kleiner franz. Ziegenkäse
banlsai vgl. banzai
Banlschaft die; -, -en (zu t'Ban): historischer Verwal
tungsbezirk (im Königreich Jugoslawien)
Ban|tam|ge|wicht das; -[e]s (nach gleichbed. engl. ban
tamweight; nach dem zum Hahnenkampf verwendeten
ÎBantamhuhn): leichte Körpergewichtsklasse u. a. im Bo
xen, Gewichtheben, Ringen, Taekwondo. Banltamhuhn das; -[e]s, ...hühner (nach der javan. Provinz Ban
tam): ein [in England gezüchtetes] Zwerghuhn
Banlteng das: -s. -s (aus dem Malai.): südostasiat. Wild
rind
Banlti-Kranklheit die; - (nach dem ital. Pathologen
G. Banti, 1852-1925): Krankheitsbild mit Leberzirrhose,
T Anämie. Milzvergrößerung u. 1 Aszites (Med.)
Banltu das: -[s] (zu afrik. ba-ntu „Menschen“, nach einer
182
Völkergruppe im südlichen u. mittleren Afrika): bes. im
südlichen u. mittleren Afrika gesprochene Gruppe afrik.
Sprachen. Banltulist der; -en, -en (zu t...ist): jmd., der
sich wissenschaftlich mit den Sprachen u. Kulturen der
Bantuvölker befasst. Ban|tu|is|tik die; - (zu t ...istik):
Wissenschaft von den Sprachen u. Kulturen der Bantuvöl
ker. Banltusltan [,..ta(:)n] der od. das; -s, -s {afrikaans}:
svw. Homeland
Bainus vgl. ’Ban
banlzai [...zai] <jap.): lebe hoch! 10000 Jahre [lebe er]! (ja
pan. Glückwunschruf)
Balolbabder; -s, -s (aus gleichbed. arab. bu-hubüb, dies aus
einer zentralafrik. Sprache): Affenbrotbaum, zu den Mal
vengewächsen gehörender afrik. Steppenbaum
Balpholmetder; -[e]s (Herkunft unbekannt): angeblich ge
heimes Sinnbild der Tempelherren eines mittelalterlichen
Ritterordens
bapltilsielren (zu 1 Baptist u. !..deren): (veraltet) unter
tauchen, tauchen. Bapltislmus der; - (zu t,,,ismus (1)):
Lehre ev. (kalvinischer) Freikirchen, die nur die Erwach
senentaufe zulässt. Bapltist der; -en, -en (über spätlat.
baptista aus gr. baptistês „Täufer“ zu baptizein „ein-, un
tertauchen, taufen“): Anhänger des Baptismus. Bapltistelri|umdas;-s, ...ien [...ion] (über gleichbed. (kirchen)lat.
baptisterium aus gr. baptistêrion „Badestube, Taufzelle“;
vgl. Baptist): 1. a) Taufbecken, -stein; b) Taufkapelle; c)
[frühmittelalterl.] Taufkirche. 2. Tauch- u. Schwimmbe
cken eines Bades in der Antike, bapltisltisch (zu t...istisch): die Baptisten, den Baptismus betreffend
'Bar das; -s, -s (aber: 5-) (zugr. báros „Schwere, Gewicht“):
alte Maßeinheit des [Luftjdrucks; Zeichen bar
2Bar die; -, -s (aus engl. bar „Schanktisch“, eigtl. „Schran
ke“, dies aus ɑ/tʃr. barre „Stange, Schranke“; vgl. Barrie
re): 1. erhöhter Schanktisch mit Barhockern. 2. a) intimes
Nachtlokal; b) barähnhehe Räumlichkeit in einem Hotel
o.Ä.
Balralber der; -s, - (zu it. parlare „sprechen“, urspr. für
jmdn., der parlare statt sprechen sagt, d.h. für ital. Arbei
ter): (österr. ugs.) schwer arbeitender Hilfs-, Bauarbeiter,
balralbern: (österr. ugs.) schwer arbeiten
Ba Iralcke die; -, -n (aus gleichbed. fr. baraque, dies aus
span, barraca „(Bauern)hütte“ zu barro „Lehm“, weil die
Hütten urspr. aus Lehm gebaut wurden): behelfsmäßige
Unterkunft, einstöckiger, nicht unterkellerter leichter
Bau, bes. aus Holz.
Balralka die; - (zu arab. bar’ „Schöpfung“): Bez. für die
überirdische Kraft in der Natur, in den Nachkommen Mo
hammeds u. im Sultan bei den islam. Nordafrikanern (Völkerk.)
Ba|ra|ka|ra|holz das; -es, ...hölzer (aus einer südamerik.
Indianersprache): Holz des südamerik. Korallenbaumes
Balranlda u. Balranldillla [... dilja] die; -, -s (aus gleich
bed. span, baranda bzw. der Verkleinerungsform barandil
la): (veraltet) Geländer
Balranlka die; -, Plur. -s, auch ...ki (aus gleichbed. russ. baranka): weißer russ. Fastenkringel
Balranlke die;.-, -n u. Ba|ran|ken|fell das; -[e]s, -e (zu
russ. baran „Hammel, Widder; Schaf“): Fell des neu- od.
ungeborenen Lammes
Ba I ra I rit [auch ... 'rɪt] der; -s, -e (nach dem Fundort Barari in
Indien u. zu t2...it): ein weißes Mineral
Balralsinlgha [...ga] der; -s, -s (aus Hindi barahsingha
„zwölf Zacken habend“): ind. Zackenhirsch aus der Grup
pe der Rothirsche
Ba|rat der; -s, -s (aus türk, bar’ät „Quittung, Patent;
Brief“): a) von den osmanischen Sultanen ausgestellte Ur
kunde, die dem Inhaber gewisse Privilegien zusicherte; b)
Form des Î Exequaturs (1) für Konsuln
Balratt der; -[e]s (aus gleichbed. it. baratío zu barattare, vgl.
183
barattieren): (Kaufmannsspr.) Tausch von Waren,
Tauschgeschäft. Balratltaltilon, die: -, -en (zu t...ation):
svw. Baratt. Balratltelrie die; -, ...ien (aus gleichbed. it.
baratteria) : Unredlichkeit der Schiffsbesatzung gegenüber
Reeder od. Frachteigentümer (im Seerecht), balratltieren (aus gleichbed. it. barattare): [Ware] gegen Ware tau
schen. Balratltolgelschäft das; -[e]s, -e: (früher)
Tauschhandel [von Ware] gegen Ware (mit Bewertung u.
Verrechnung in Geld)
Bar|ba|ka|ne die; -, -n (aus fr. u. ital. barbacane, dies wohl
aus dem Arab. od. Pers.): bei mittelalterlichen Befesti
gungswerken ein dem Festungstor vorgelagertes Außen
werk, das der ersten Verteidigung diente
Barlbar der; -en, -en (über lat. barbarus aus gr. bárbaros
„Ausländer, Fremder“, eigtl. „stammelnd“): 1. roher, un
gesitteter u. ungebildeter Mensch; Wüstling, Rohling. 2.
Nichtgrieche (für die Griechen der Antike). Bar|ba|rei
die; -, -en: Rohheit, Grausamkeit; Unzivilisiertheit. Barba res ken die (Plur.) (Analogiebildung zu auf -esk gebil
deten Adjektiven; vgl. ...esk): veraltete Bez. für die arab.berberischen, früher wegen Seeräuberei u. Sklavenhandel
gefürchteten nordafrik. Sultanate u. Emirate. Barlbalrikalriler [...re] die (Plur.) (zu lat. barbaricus „ausländisch,
fremd“ u. t...arier): (veraltet) mit ausländischem Ge
schmack arbeitende Künstler u. Handwerker im Mittelal
ter. baribalrisch: 1. roh, grausam; unkultiviert, unzivili
siert. 2. (ugs.) sehr [groß, stark]; über das normale Maß hi
nausgehend. 3. die Barbaren (2) betreffend, barlbalrilsieren (zu Î...isieren): (veraltet) 1. roh, unmenschlich ma
chen. 2. gegen die sprachlichen Normen grob verstoßen.
Bar|ba|ris|mus der; -, ...men (über lat. barbarismus aus
gleichbed.gr. barbarismos zubarbarizein „unverständlich,
schlecht sprechen“) : 1. a) in das klassische Latein od. Grie
chisch übernommener fremder Ausdruck; b) grober
sprachlicher Fehler im Ausdruck. 2. Anwendung von Aus
drucksformen der Primitiven in der modernen Kunst u.
Musik, barbaroglottisch* (zu gr. (attisch) glötta
„Sprache“, eigtl. „Zunge“): (veraltet) fremdsprachig re
dend. Bar|ba|ro|le|xis die; - (zu gr. léxis „das Sprechen;
Redeweise“, dies zu légein „sprechen, reden“): (veraltet)
mit fremden Wörtern vermischte Sprache, Mischsprache
Barlbe die; -, -n (aus lat. barba „Bart“): 1. ein Karpfenfisch.
2. (früher) Spitzenband an Frauenhauben
Barlbelcue [bɑ:bɪkju:] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl.amerik. barbecue, eigtl. „Bratspieß, Grill“, dies über
mex.-span. barbacoa „Feldofen“ aus dem Taino): 1. in
Amerika beliebtes Gartenfest, bei dem ganze Tiere (Rin
der, Schweine) am Spieß gebraten werden. 2. a) Bratrost;
b) auf dem Rost gebratenes Fleisch
Barlbelra der; -s, -s (zi.): ein ital. Rotwein
Barlbet [,..'be:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. barbet zu barbe
„Bart“ (wegen der 1 angen Haare) aus lat. barba) : (veraltet)
Pudel[hund]. Barlbetlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. bar
bette, Verkleinerungsform von barbe, vgl. Barbet): 1.
(hist.) Geschützbank, Brustwehr von Schiffsgeschützen.
2. ringförmiger Panzer um die Geschütztürme auf Kriegs
schiffen.
Barlbie ® die; -, -s (Fantasiename; nach der Tochter Barbara
der amerik. Designerin R. Handler, 1916-2002): Spiel
zeugpuppe aus [Hart]plastik, erwachsene Puppe gegen
über den bis dahin üblichen Babypuppen (seit 1959)
Barlbier der; -s, -e (über gleichbed. it. barbiere, fr. barbier
aus mlat. barbarius „Bartscherer“ zu lat. barba „Bart“):
(veraltet, noch scherzh.) [Herrenfriseur, bar bie ren (zu
t...ieren): (veraltet) rasieren
BarI biIe Irit [...bie..., auch ...’rit] der; -s, -e (nach dem franz.
Chemiker P. Barbier (* 1908) u. zu î2...it>: Î monokline Mo
difikation des Î Albits, die bei hohen Temperaturen ent
steht (Mineral.)
Barème
das; -s, -s u. Bar bi tos iZze;-,-(über gleichbed.
lat. barbitos aus gr. bárbitos, bárbiton): altgriech., der Ly
ra (1) ähnliches Musikinstrument
Bar|bi|tu|rat das; -s, -e (meist Plur.) (zu ÎBarbitursäure;
vgl. ...at(l)>: Medikament auf der Basis von Barbitursäu
re, das als Schlaf- u. Beruhigungsmittel verwendet wird.
Bar|bi|tur|säu|re die; - (Kunstw.): chem. Substanz mit
narkotischer Wirkung
Bar|bo|ti|ne die; -, -n (aus fr. barbotine „Tonschlamm,
Schlicker“ zu barboter „im Schlamm waten“): Bez. für ei
ne plastische Oberflächenverzierung von Tongefäßen, die
durch Aufbringen von Tonschlamm entsteht
Barlbouilllalge [,,,buja:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. bar
bouillage zu barbouiller, vgl. barbouillieren): (veraltet) 1.
a) Sudelei, Schmiererei: b) schlechte Malerei, schlechter
Anstrich. 2. verworrenes Geschwätz. barlbouil|lie|ren
[-'ji:...] (aus gleichbed. fr. barbouiller, eigtl. „einen Bart
machen“, zu barbe „Bart“ aus lat. barba): (veraltet) 1.
[be]sudeln, schmieren. 2. verworren schwatzen
Barlchan [,.. ça:n] der; -s, -e (aus turkotat. barchán „Wan
derdüne“): bogenförmige Binnendüne (Geogr.)
Bar chent der; -s, -e (aus mhd. barchant, dies über mlat.
barchanus aus arab. barrakän „grober Stoff’): auf der lin
ken Seite aufgerauter Baumwollflanell
Barlches [...ças] der; -, - (zu hebt: beräkä „Segen, Seg
nung“): weißes Sabbatbrot der Juden
Barlchetlta [...’keta] die; -, Plur. ...tte, auch ...tten (aus
gleichbed. it. barchetta, Verkleinerungsform von barca
„Boot“; vgl. Bark): (veraltet) kleines Boot (bei Galeeren)
Barlcode [...ko:t, engl. ...koud] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. bar code zu bar „Stab, Stange“ u. tCode): Code, der
aus unterschiedlich dicken, parallel angeordneten Stri
chen besteht u. der Artikelnummerierung u. automati
schen Erfassung der Verkaufsdaten (z.B. des Preises) an
Computerkassen dient; Strichcode
Bar|da|ken die (Plur.) (zu arab. bard „kühl“): irdene, un
glasierte Krüge zum Kühlhalten des Wassers
'Baride der; -n, -n (aus fr. barde „keltischer Sänger“, dies
über lat. bardus aus dem Kelt.): 1. keltischer Sänger u. Dich
ter des Mittelalters. 2. Verfasser von [zeit- u. gesellschafts
kritischen] Liedern, der sie selbst (zur Gitarre) vorträgt
2Bar|de die; -, -n (aus gleichbed. fr. barde, eigtl. „Reitkis
sen“, dies über span, albarda „Saumsattel; Speckschnitte“
aus gleichbed. arab. al-barda zu barda'a „Sattelunterla
ge“): Speckscheibe um gebratenes mageres Fleisch, bardie ren (zu Î..deren): mit Speck umwickeln
Barldiet das; -[e]s, -e (zu Î Barditus in Anlehnung an t 'Bar
de): 1. von Klopstock geschaffene Bez. für ein vaterländi
sches Gedicht. 2. svw. Barditus
Bardiglio* [... diljo] der; -s (aus gleichbed. it. bardiglio):
sehr harter, heller Marmor aus der Gegend von Florenz
barldisch (zu Î 'Barde): die 'Barden betreffend, in der Art
der 'Barden
Barldiltus u. Barritus der; -, - [,,,tu:s] (aus gleichbed. lat.
barditus): Schlachtgeschrei der Germanen vor dem
Kampf
Barldollilno der; -[s] (nach der Gemeinde Bardolino am
Ostufer des Gardasees): trockener italienischer Rotwein
Barldolne der; -s, ...ni (aus it. bardone, Vergrößerungsform
von bardo „Sänger“): svw. Baryton
Barldot [...'do:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. bardot zu barde
„Sattelkissen“): svw. Bardotto. Bardotito der; -[s], -s
(aus gleichbed. it. bardotto, eigtl. „kleiner Maulesel“):
(veraltet) 1. Packesel. 2. Sündenbock
Balrèlge [ba'rɛ:ʒə] der; -s (aus /r. barège, nach dem franz.
Ort Barèges): durchsichtiges Seidengewebe
Balrèlme [ba'rɛ:mə] der; -s, -n (nach dem franz. Mathema
tiker F. Barrême, 1638-1703): 1. Frachttabelle bei der Ei
senbahn. 2. franz. Rechenbuch
Barlbilton
Barett
-[e]s, Plur. -e, auch -s (aus mlat. barretum, birretum zu lat. birrus „Umhang mit Kapuze“): flache,
schirmlose, kappenartige Kopfbedeckung, meist als Teil
der Amtstracht von Geistlichen, Richtern u. a. ; vgl. Birett
Barlgailning [ bɑ:gɪnɪŋ] das; -[s] (aus gleichbed. engl. bar
gaining): a) das Verhandeln; b) [Vertragsjabschluss
(Wirtsch.)
’Barge [barʒ] die; -, -n ['barʒən] (aus gleichbed. fr. barge,
dies aus lat. barca, vgl. Bark): (veraltet) plattes, langes
Flussschiff. 2Barge [bɑ:dʒ] fite; -, Plur. -s u. -n [ba:dʒn]
(aus gleichbed. engl. bärge, dies aus (alt)fr. barge, vgl.
'Barge): (Seew.) 1. flaches Mehrzweckfahrzeug für den
Hafenbetrieb. 2. Schwimmcontainer, der von Spezialschif
fen transportiert wird (zur Verkürzung der Liegezeiten,
zum besonders schnellen Weiterleiten der Ladung).’
Barge|car|ri|er, auch Barge-Car|ri|er ['bɑ:dʒkærɪə]
der; -s, -s (zu Î Carrier) : Schiff zum Transport von "Bargen
(2)
Balrilbal der; -s, -s (Herkunft unbekannt): nordamerik.
Schwarzbär
Ba|ri|le das; -, ...li (aus it. barile „Fass“): älteres ital. Flüs
sigkeitsmaß
BaIrill das; -[s], -s (aber: 5-) (wohl aus gr. barÿllion „Waage
zur Feststellung des Gewichts von Flüssigkeiten“): frühe
res südeurop. u. südamerik. Flüssigkeitsmaß für Wein u.
Öl
Ba I ril I la [barilja] die; - (aus gleichbed. span, barilla): soda
haltige Asche aus verbrannten Meeres- od. Salzsteppen
pflanzen
Balrilnas [auch ba'ri:...] vgl. Varinas
Ba|ri|o|la|ge[...3a] die; -,-n (aus/r. bariolage, eigtl. „buntes
Farbengemisch“, zu barioler, vgl. bariolieren): besonderer
Effekt beim Violinspiel (wiederholter rascher Saitenwech
sel mit der Absicht einer Klangfarbenänderung; höherer
Ton auf tieferer Saite). ba|ri|o|lie|ren (aus gleichbed. fr.
barioler) : (veraltet) bunt bemalen
bairisch (zu gr. barÿs „schwer“): den Luftdruck betref
fend; vgl. 'Bar
Balrislta der; -s, auch: -, -s, auch: -i (aus itɑ/. barista, eigtl.
„Manager einer Bar; Bedienung in einer Bar“, zu ital. Bar
u. ...ista, vgl. ...ist): jmd., der in einer Espressobar o.Ä. für
die professionelle Kaffeezubereitung zuständig ist
Balrilton der; -s, -e (aus gleichbed. it. barítono, dies zu gr.
barytonos „stark tönend“): a) Männerstimme in der mitt
leren Lage zwischen Bass u. Tenor; b) solistische Bariton
partie in einem Musikstück ; c) Sänger mit Baritonstimme.
ba|ri|to|nal (zu t'...al (1)): in der Art, Klangfarbe des Ba
ritons. Balriltolnistter; -en, -en (zu T...ist) : Baritonsän
ger
Ba|ritt|di|o|de ['bæ...] die; -, -n (Kurzw. aus engl. barrier
injection transit rime „Laufzeit durch injizierte Sperr
schicht“ u. 1 Diode): ÎDiode, bei der der Laufzeiteffekt
der Elektronen genutzt wird
Ba ri um das; -s (zu gr. barÿs „schwer“ u. T...ium>: ehern.
Element, Metall; Zeichen Ba. Balrilumlsullfatte/.s', -[e]s:
schwefelsaures Barium
Bark fite; -, -en (aus gleichbed. engl. bzw. niederl. bark, dies
überʃr. barque aus lat. barca, gr. bäris, kopt. bari „Nachen,
Floß“): Segelschiff mit zwei größeren u. einem kleineren
Mast. Barlkalne, Barkone die; -, -n (aus it. barcone, Ver
größerungsform von barca „Boot“): Fischereifahrzeug im
Mittelmeer. 'Bar|kalro|le,BarkeroleiZte;-,-n(ausii. bar
carola „Gondellied“ zu barca „Boot“): a) Gondellied im
6/8- od. l2/8-Takt; b) gondelliedähnliches Instrumental
stück; c) früher auf dem Mittelmeer verwendetes Ruder
boot. 2Bar|ka|ro|le, Barkerole der; -n, -n (zu Î'Barkaro
le): Schiffer auf einer 'Barkarole (c). Barlkaslseate; -, -n
(aus niederl. barkas, dies aus span, barcaza „große Barke“ ;
vgl. Bark): 1. größtes Beiboot auf Kriegsschiffen. 2. grö
Balretttes;
184
ßeres Motorboot. Barkefite; -, -n (aus mittelniederl. barke, fr. barque; vgl. Bark): kleines Boot ohne Mast; Fi
scherboot, Nachen
Barlkeelper [...ki:pn] der; -s, - (aus engl. barkeeper „Bar
besitzer“; vgl. 2Bar): jmd., der in einer 2Bar [alkoholische]
Getränke, bes. Cocktails, mixt u. ausschenkt
Bar|ke|rolle vgl. Barkarole. Barlketlte die; -, -n (aus
gleichbed. fr. barquette, Verkleinerungsform von barque,
vgl. Bark): kleines Ruderboot. Barlkolne vgl. Barkane
Barllong [auch ... lö:J der; -s, -s (aus gleichbed. fr. barlong(ue) „ungleichmäßig viereckig, ungleich lang“): (ver
altet) ungleichmäßig viereckige [geometrische] Figur, bes.
î Trapez (1)
Bar|mi|xerter; -s, - (zu t2Bar): jmd., der in einer 2Bar Ge
tränke, Cocktails mixt
1Bar-Miz|wa der; -s, -s (aus hebr. bar-mizbäh „Sohn der
Verpflichtung“): männlicher Jude, der das 13. Lebensjahr
vollendet hat u. auf die religiösen Vorschriften des Juden
tums verpflichtet ist. 2Bar-Miz|wa die; -, -s (zu î'BarMizwa): Feier, bei der die 'Bar-Mizwas in die jüd. Glau
bensgemeinschaft eingeführt werden
Barn das; -s, -s (aus gleichbed. engl. barn): (nicht gesetzli
che) Maßeinheit für die [angenäherte] Querschnittsfläche
eines Atomkerns (Zeichenb; lb= 10-28 m2)
Bar|na|bitter; -en, -en (nach dem Kloster St. Barnabas in
Mailand u. zu î2...it): Angehöriger eines 1530 gegründeten
kath. Männerordens
balro..., Balro... (zu gr. bäros „Schwere, Gewicht“): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „Schwere, Luft
druck“, z.B. baroklin, Barometer
balroek(aus gleichbed. fr. baroque, eigtl. „sonderbar, selt
sam“, dies unter Einfluss von it. barocco „die Barockkunst
betreffend; schwülstig“ aus port, barroco „sonderbar, un
regelmäßig“): 1. zum Barock gehörend, im Stil des Ba
rocks. 2. a) verschnörkelt, überladen ; b) seltsam, verschro
ben, eigenartig. Bairock das od. der; -[s]: a) Kunststil von
etwa 1600 bis 1750 in Europa, charakterisiert durch For
menreichtum u. üppige Verzierungen; b) Barockzeitalter,
balrolckal (zu î '...al (1)>: dem Barock entsprechend. Baro cke rie die; -, ...ien (zu t2...ie>: (veraltet) sonderbares,
seltsames u. lächerliches Wesen, balrolckilsielren (zu
Î...isieren): den Barockstil nachahmen. Ba|rock|perlle
fite; -, -n: unregelmäßig geformte Perle. Balrocklrock
der; -[s] (aus engl. Barock rock, vgl. "Rock): Stilbereich der
Rockmusik seit Ende der 60er-Jahre, in dem Gestaltungs
prinzipien der sogenannten klassischen Musik (vor allem
der Barockmusik) mit Klangvorstellungen des Î2Rocks ge
koppelt wurden od. Rockversionen klassischer Konzert
werke entstanden. Ba|rock|stil der; -[e]s (zu tbarock):
svw. Barock (a)
Bairograf, auch ...graphder; -en, -en (zu t,,,graf): selbst
aufzeichnender Luftdruckmesser, Luftdruckschreiber
(Meteor.). Ba.rolgramm das; -s, -e (zu tbaro... u.
t...gramm): Aufzeichnung des Barografen, balrolkiin*
(zu gr. Hinein „(sich) neigen“): Bez. für jede Schichtung
der Atmosphäre, in der die Î isobaren Flächen gleichen
Drucks gegen die Flächen gleicher Temperatur bzw. glei
cher Dichte geneigt sind (Meteor.); Ggs. tbarotrop
Balro Io der; -s, -s <zZ.>: ein ital. Rotwein
Ba|ro|me|ter das, österr. u. Schweiz, auch der; -s, - (zu
T'...meter): Luftdruckmesser (Meteor.). Balrolmeltrie*
die; - (zu T...metrie): Luftdruckmessung. ba|ro|metrisch* (zu Î ...metrisch): die Luftdruckmessung betref
fend. Ba|ro|me|tro|graf*,auch ...graphter;-en,-en (zu
T...graf): svw. Barograf
Balron der; -s, -e (aus gleichbed. fr. baron, dies aus dem
Germ.): Freiherr. Balrolnat das; -[e]s, -e (zu t ...at ( 1 )) : 1.
Besitz eines Barons. 2. Freiherrenwürde. Balrolnessfite;
-, -en u. Balrones Ise die; -, -n (aus älter fr. baronesse):
185
Freifräulein, Freiin. Ba ro net ['barɔnɛt, 'bɛronɛt, engi.
bærənɪt] der; -s, -s <aus gleichbed. engl. baronet}: in männ
licher Linie erblicher englischer Adelstitel (die Baronets
stehen innerhalb des niederen Adels an erster Stelle). Baronie die; -, ...ien (aus gleichbed. frz. baronie): 1. Besitz
eines Barons. 2. Freiherrnwürde. Ba roinin die: -, -nen:
Freifrau. ba|ro|ni|sie|ren (zu T...isieren>: in den Freiher
renstand erheben
Balrolrelzepltor der; -s, ...oren (meist Plur.) (zu tbaro... u.
Î Rezeptor): t Ganglienzelle, die auf Druckschwankungen
z.B. mit Engstellung von Blutgefäßen antwortet (Med.).
ba|ro|sen|silbel: auf Druckschwankungen empfindlich
reagierend. Balrolskop* das; -s, -e (zu t...skop): (veral
tet) svw. Barometer. Balrostat* der: Gen. -[e]s od. -en,
Plur. -e[n] (zu Î ...stat): Druckregler, Gerät zur Erzeugung
eines konstanten Drucks. Ba|ro|ther|mo|graf, auch
...graph der; -en, -en: Verbindung von tBarograf u.
ÎThermograf zur Aufzeichnung von Kurven des atmo
sphärischen Zustands (Meteor.). Balroltraulma das; -s,
Plur. ...men od. -ta: Gesundheitsstörung durch Druck
schwankungen, z. B. beim Tauchen od. Fliegen (Med.),
balroltrop* (zu t ...trop): Bez. für jede Schichtung der At
mosphäre, in der die t isobaren Flächen gleichen Drucks
zu denen gleicher Temperatur bzw. gleicher Dichte paral
lel verlaufen (Meteor.); Ggs. îbaroklin
’Bar ra vgl. 'Para (1)
2Bar ra das; -s (ausspan. barra „(Eisen)stange“): altes span.
Spiel, bei dem mit einer Eisenstange nach einem Ziel ge
worfen wurde
Barlralge [---ʒə] die: -, -n (aus fr. barrage „Absperrung“ zu
barre „Stange, Stab“): 1. Abdämmung, Sperrung. 2.
Schlagbaum. 3. Bodenquerhölzer zur festen Verwahrung
von Fässern
Bar|ra|ku|da der; -s, -s (aus gleichbed. span, barracuda):
Pfeilhecht, ein Seefisch mit langem gestrecktem Körper,
spitzem Kopf u. kräftigen Zähnen; Speisefisch
Barlranlco [...ko] der; -, -s (aus gleichbed. span, barranco
„Schlucht“, dies aus dem Iberischen): eine in der Wand ei
nes Vulkankraters verlaufende Erosionsrinne (Geol.)
Bariran da die; -, -s (zu span, barra „Stange; Schranke“):
Absperrschranke bei Stierkämpfen
Barlras der; - (Herkunft ungeklärt): (ugs.) Militär, Militär
dienst
Bar|ré [bare:] das; -s, -s (zu/r. barré, Part. Perf. von barrer
„verriegeln, verschließen“, dies zu barre „Stange, Stab“):
1. Quergriff eines Fingers über mehrere Saiten beim Lau
ten- u. Gitarrenspiel. 2. quer gestreiftes Gewebe aus Che
miefasern. Barlreau [ba'ro:] das; -s, -s (aus fr. barreau
„Gitterstab“): Anwaltskammer (in Frankreich)
Barlrel ['bɛrəl, engl. 'bærəl] das; -s, -s (aus engl. barrel
„Fass, Tonne“, eigtl. „Holzgefäß“, dies aus altfr. baril
„Fässchen“): engl. Hohlmaß; Fass, Tonne. Barlrelhouse-Stil [...haus...] der; -[e]s (aus gleichbed. amerik.
barrel-house-style zu engl. barrel house „Kneipe, Bier
haus“): einfache Klavierspielweise, die in den Kneipen
der Südstaaten der USA entwickelt wurde u. als Vorläufe
rin des t Boogie-Woogie gilt
Barlrême [ba'rɛ:m] das; -[s] (nach derprovenzal. Ortschaft
Barrême): Stufe der Unteren Kreide (Geol.)
Bar|ret|ter der; -s, - (aus gleichbed. engl. barretter, dies zu
altfr. barreter „absperren, behindern“): 1. ein von der
Temperatur abhängender elektrischer Widerstand. 2. svw.
Barretteranordnung. Bar|ret|ter|an|ord|nung die; -,
-en: auf dem Prinzip des T Bolometers beruhende Brü
ckenschaltung zur Messung kleiner Wechselströme
Barlrilalda die; -, -s (aus span, barriada „Stadtviertel“):
Elendsviertel [in großen Städten Perus u. der nördlichen
Andenländer]; vgl. Favela
Barlrilelre die; -, -n (aus fr. barriere „Schranke“ zu barre
Barytage
„Stange“, Stab; vgl. 2Bar): etwas, was sich trennend, hin
dernd zwischen Dingen od. Personen befindet; Schranke,
Schlagbaum, Sperre. Barlrilkalde die; -, -n (aus gleich
bed. fr. barricade zu barrique „Fass“ (Barrikaden wurden
oft aus Fässern errichtet)): [Straßenjsperre zur Verteidi
gung, bes. bei Straßenkämpfen; auf die Barrikaden gehen:
(ugs.) empört gegen etwas angehen. bar|ri|ka|die|ren
(zu Î..deren): (selten) verbarrikadieren. Barlring die; -, -s
(aus gleichbed. niederl. barring zu fr. barre „Stange,
Stab“): Gerüst auf Schiffen zwischen Fock- u. Großmast
zur Aufstellung größerer Boote. Barlrique [ba'rik] iZze; -,
-s (aus gleichbed. fr. barrique, vgl. Barrikade): 1. früheres
franz. Weinmaß unterschiedlicher Größe. 2. Weinfass aus
Eichenholz. Barlrislter [be..., engl. 'bæ...] der; -s, - (aus
gleichbed. engl. barrister zu bar, eigtl. „Schranke“, dies zu
fr. barre, vgl. Barriere): Rechtsanwalt bei den engl. Ober
gerichten
Bar|ri|tus vgl. Barditus
Barschtlschilna* zZz'e; - (aus gleichbed. russ. barscina):
Fronarbeit der Leibeigenen im zaristischen Russland
Barlsoi [bar'zoy] der; -s, -s (aus gleichbed. russ. borzoj,
eigtl. „der Schnelle, Rasche“): russ. Windhund
Barlsorltilment das; -[e]s, -e (zu tSortiment): Buchhan
delsbetrieb, der zwischen Verlag u. Einzelbuchhandel ver
mittelt
Bar|ter|ge|schäft das; -[e]s, -e (zu engl.
barter
„Tausch(handel)“): Tausch- od. Handelsgeschäft, bei dem
Waren gegen Waren ausgetauscht werden
Barltholli|niItis die; -, ...itiden (nach dem dän. Anatomen
C. Bartholin (1655-1738) u. zu T...itis): Entzündung der
Bartholin-Drüsen [beiderseits des Scheideneingangs der
Frau] (Med.)
Bariton ['bɑ:tn] das; -s (nach der südengl. Stadt Barton):
obere Stufe des t Eozäns (Geol.)
Barltolnelllolse die; -, -n (nach dem Erreger Bartonella
(dies nach dem amerik. Naturforscher B. S. Barton,
1768-1815) u. zu î '...ose): eine Bluterkrankung
Balrutlsche u. Birutsche die; -, -n (aus gleichbed. it. baroccio, dies überʃr. birouche aus lat. birotus „zweirädrig“):
(veraltet) zweirädrige Kutsche, zweirädriger Wagen
balry..., Balry... (aus gleichbed. gr. bary- zu barÿs
„schwer“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„schwer; tief1, z.B. baryzentrisch, Barysphäre. Balryakusie die; - (zugr. äkousis „das Hören“ u. T2...ie): (ver
altet) Schwerhörigkeit. Balrye [bari] das; -s, -s (aus
gleichbed. fr. barye): eine in Frankreich übliche Einheit
des [Luft]drucks. Baryglossie* die; - (zu îbary..., gr.
glössa „Sprache“ u. T2...ie>: (veraltet) erschwertes Spre
chen. Ba|ry|la|lie die; - (zu gr. laliá „Gerede“): (veraltet)
svw. Baryglossie. Balryllith [auch..... 'ht] der; Gen. -s od.
-en, Plur. -e[n] (zu t...lith>: ein farbloses, blättriges Mine
ral. Ba|ry|me|trik* die; -: Errechnung von Viehgewichten
aus dem Volumen des Rumpfes (Landwirtsch.). Balrymonpho se die: -, -n: Veränderung pflanzlicher Organe
u. Gewebe durch Einfluss der Schwerkraft
Balrynlja iZze; - (aus gleichbed. russ. barynja): russ. Volks
tanz
Balrylon das; -s, ...onen (zu îbary... u. î4...on): Elementar
teilchen, dessen Masse mindestens so groß ist wie die eines
Protons (Phys.); vgl. Lepton, Meson, Tachyon. Balryphonie die; - (zu î...phonie): (veraltet) 1. erschwertes
Sprechen. 2. tiefe Stimme, Bass (1 a). barypodisch (zu
gr. poús, Gen. podós „Fuß“): (veraltet) schwerfällig ge
hend. Barysomatie ¿ZZe; - (zu gr. soma, Gen. sömatos
„Körper“ u. î2...ie): (veraltet) Schwerfälligkeit des Kör
pers [infolge Î Korpulenz], Balry |sphä Ire die;-: innerster
Teil der Erde, Erdkern. Balryt [auch ba'ryt] der; -[e]s, -e
(zu gr. barÿs, Gen. bárytos „schwer“): Schwerspat, Bari
umsulfat. Balryitalge [---ʒə] die: -, -n (aus gleichbed. fr.
186
Barythymie
barytage): Aufträgen einer Barytschicht auf [das fotogra
fische Roh]papier. Ba ry thy mie J/e; - <aus gr. barythymia „Missmut“}: Melancholic, missmutige Stimmung,
balryltielren (zu tBaryt u. t..deren): [fotografisches
Rohjpapier mit einer Barytschicht versehen. Balrylton
das; -s, -e (aus gleichbed. fr. baryton zu gr. barytonos
„stark tönend“; vgl. Bariton): tief gestimmtes Streichin
strument des 18. Jh.s in der Art der t Viola d’Amore. Baryltolnelse die; -, -n (aus gr. barytönesis „das Setzen des
Gravis“): Verschiebung des Akzents vom Wortende weg
(z.B. lat. Themistocles gegenüber gr. Themistokles). Baryltolnon das; -s, ...na (aus gr. barÿtonon „das stark Tö
nende“): Wort mit unbetonter letzter Silbe (Sprachw.).
Ba ry toise die; -, -n (zu ÎBaryt u. t!...ose): durch
Schwerspat hervorgerufene Staublungenerkrankung
(Med.). Balrytlweiß das; -[es]: aus Bariumsulfat herge
stellte Malerfarbe. ba|ry|zen|trisch*: auf das Baryzentrum bezüglich. Ba|rylzen|trum* das; -s, ...tren: Schwer
punkt (Phys.)
Barlzellletlta die; -, Plur. ...tten u. -s (aus it. barzelletta
„Witz“ zu barzelletare „scherzen, spaßen“): volkstüml.
nordital. Tanzlied (im 15. u 16. Jh. auch als literarisch-mu
sikalische Gattung)
balsal (zu lat. basis aus gr. básis „Sockel, Grundlage“, vgl.
Basis u. tl...al): a) die Basis bildend; b) auf, an der Basis,
Grundfläche (z.B. eines Organs) befindlich. Balsal das;
-s: (veraltet) unterste Schicht einer geologischen Schich
tenfolge. Balsallilom das; -s, -e (zu t...om): eine [meist
lange Zeit gutartige] Hautgeschwulst, Basalzellenkrebs
(Med.)
Baisalt der; -s, -e (aus lat. basaltes, einer fehlerhaften
Schreibung für lat. basanites (aus gr. basanites) „(harter)
Probierstein“): dunkles Ergussgestein (bes. im Straßen-u.
Molenbau verwendet)
Balsailtemlpelraltur die; -, -en (zu tbasal u. TTemperatur): Ausgangstemperatur, bes. die morgens bei der Frau
zur Beobachtung des TZyklus (3) gemessene Körpertem
peratur
balsallten, basalltig, balsalltisch (zu 1 Basalt): aus Ba
salt bestehend. Balsalltit [auch ... tit] der; -s, -e (zuî2....it):
ein basaltähnliches Mineral
Balsälmie* die; -, ...ien (zu t 'Base u. t...ämie): Überschuss
Î basisch reagierender Stoffe im Blut (Med.)
Balsalne die; -, -n (über fr. basane aus provenzal. bazana
„(Futter)stoff, Verkleidung“, dies über span, badana aus
gleichbed. arab. bitänä): für Bucheinbände verwendetes
Schafleder, balsalnielren (aus fr. basaner „schwarz
braun färben; bräunen“): 1. mit Schafleder einbinden. 2.
dunkelbraun färben
Balsalnit [auch ... mt] der; -s, -e (zu lat. basanites (vgl. Ba
salt) u. t2...it>: Alkalibasalt mit Einsprenglingen von Î Pla
gioklas, t Leuzit, t Pyroxen u. 1 Olivin (Geol.)
Balsar u. Bazar [baza:u] der; -s, -e (über gleichbed. fr. bazar
aus pers. bäzär „Markt“): 1. Händlerviertel in orientali
schen Städten. 2. Warenverkauf zu Wohltätigkeitszwe
cken. 3. (regional) a) Verkaufsstätte; b) Ladenstraße
Bas-bleu [ba'blo:] der; -s, -s (aus fr. bas bleu „Blau
strumpf“): veraltete Bez. für eine gelehrte, schriftstellern
de Dame
Basch u. Baischi der: -s, -s (aus türk. ba§i, eigtl. „Kopf‘>:
der Oberste, Befehlshaber (meist in Zusammensetzungen,
z.B. Baschibosuks). Balschilbolsuks die (Plur.) (aus
türk. ba§i bozuk, eigtl. „Tollkopf1): im Osmanischen
Reich berittene Freischärlertruppen, deren Raubgier u.
Wildheit berüchtigt waren. Baschllik der; -s, -s (aus türk.
baçlik „Kopfbedeckung“): kaukasische Wollkapuze
Basch|mak|lik u. Baschlmaliik der; -s, -s (zu türk. ba§mak „Schuh, Sandale“): (früher) der Sultanin zufließende
Abgaben, sogenanntes Pantoffelgeld
die; -, -n (aus türk, bastarda „Galeere“):
(früher) großes Ruderboot des Sultans od. des Großadmi
rals der türk. Flotte
Balschyr vgl. Beschir
Bas-de-Casse [bad'kas] der; -s [bad'kas], -s [bad'kas] (aus
gleichbed. fr. bas-de-casse zu bas „niedrig, tief“ u. casse
„Satz-, Schriftkasten“): (veraltet) unterer Teil des Setz
kastens (Druckw.)
1Ba|se die; -, -n (über lat. basis aus gr. básis „Grundlage“,
vgl. Basis): Metallhydroxid; Verbindung, die mit Säuren
Salze bildet. 2Base [be:s, engl. beis] das; -, -s ['be:sɪs, engl.
'beɪsɪz] (aus gleichbed. engl. base, dies aus fr. base,
„Grundlage, -linie“; vgl. Basis): Eckpunkt des Malqua
drats (einer markierten Stelle) im Spielfeld des Baseball
spiels. 3Base [be:s, engl. bets] c/ze;-, -s ['be:sɪs, engl. beɪsɪz]
(aus gleichbed. engl. base, dies aus lat. basis, vgl. 'Base):
svw. Basis (2). Baselball ['beɪsbɔ:l] der, auch das; -s, -s
(aus gleichbed. engl.-amerik. baseball zu T2Base u. engl.
ball „Ball“): 1. (ohne Plur.) amerik. Schlagballspiel. 2.
beim Baseballspiel verwendeter Ball. Baselballler [bei
engl. Aussprache ,,,bɔ:lə] der; -s, -: Baseballspieler. Base
cap ['be:skɛp, engl. beiskap] das; -s, -s, auch die; -, -s (ge
kürzt aus gleichbed. engl. baseball cap): Kappe mit gebo
genem Schirm und verstellbarer Weite durch rückwärtigen
Klettverschluss o.A.
Basedowoid das; -[e]s, -e (nach dem dt. Arzt K. v. Ba
sedow (1799-1854) u. zu t2...id): eine der Basedowkrank
heit (einer auf gesteigerter Schilddrüsenfunktion beruhen
den Krankheit) ähnliche Erkrankung
Balseliltät die; - (zu ÎBasis u. t ...ität): svw. Basizität (2).
Base line ['beɪslaɪn] die; -, -s (aus engl. baseline „Grund
linie“, dies zu base, vgl. 2Base, u. line „Linie, Zeile“): 1.
Verbindungslinie zwischen zwei Malen beim Baseball
(Sport). 2. unterste Zeile einer Anzeige o. Ä. ; Ggs. t Head
line
Ba|sell|gelwäch|se die (Plur.) (zu fr. baselie „tropische
Nahrungspflanze“): mit den Portulakgewächsen ver
wandte, tropische, bes. in den Anden verbreitete Pflanzen
familie
Base man ['beɪsmæn] der; -s, ...men [...men] (aus gleich
bed. engl. baseman zu ÜBase u. man „Mensch, Mann“):
Spieler der Fängerpartei, der ein ÜBase bewacht (Base
ball). Baselment ['beɪs...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
basement): Keller-, Untergeschoss. Baselmentlstore
[,,,stɔ:] der; -s, -s (zu engl. store „Laden“): Ladengeschäft
od. Kaufhausabteilung im Untergeschoss. Balsen
[ ba:...]: Plur. von TBase u. 1'Basis. Ba|se|o|lolgie die; (zu! Basisu. t...logie, eigtl. „Grundlehre“): (veraltet)Leh
re von den ehern. Grundlagen der Körper, balsilal (zu
ÎBasis u. Î ‘...al (1)): ältere Form von tbasal
BASIC [beisik] das: -[s] (Kunstw. aus engl. beginner’s all
purpose symbolic instruction code „symbolischer Univer
salbefehlscode für Anfänger“): leicht erlernbare, vielfach
verwendbare Programmiersprache (EDV)
Balsic Eng lish ['beɪsɪk 'ɪŋglʧ] das; - - (aus gleichbed. engl.
basic English, eigtl. „Grundenglisch“): vereinfachte Form
des Englischen mit einem Grundwortschatz von 850 Wör
tern u. wenig Grammatik (von dem engl. Psychologen
C. K. Ogden zur besseren Verbreitung des Englischen ge
schaffen). Balsic Meslsage [- 'mɛsɪdʒ] die; - -, - -s
[,,,ʤɪz] (zu engl. message „Botschaft“ : grundlegende Aus
sage, die durch die Werbung vermittelt werden soll. Ba
sic Needs [- ni:dz] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. basic
needs, zu need „Bedarf, Notwendigkeit“): die wesentli
chen menschlichen Grundbedürfnisse. Balsildie [ba'zi:diə] die; -, -n (aus nlat. basidia, Verkleinerungsbildung
zu lat. basis „Grundlage“, vgl. Basis): Sporenträger be
stimmter Pilze, auf dem sich bis zu vier Sporen abgliedern
(Bot). Ba|si|dio|spg|rs die; -, -n (meist Plur.): an einer
Basch|tar|de
187
Basidie befindliche Spore, balsielren (aus gleichbed. fr.
baser zu base, vgl. Basis): 1. auf etwas beruhen, fußen; sich
auf etwas gründen, stützen, z. B. der Roman basiert auf ei
ner wahren Begebenheit. 2. (selten) etwas auf etwas auf
bauen, z.B. Argumente auf bestimmten Tatsachen -. basilklin* (zu t'Base u. gr. klinein „sich neigen“): häufiger
auf alkalischem als auf saurem Boden vorkommend (von
Pflanzenarten u. -gesellschaften)
Balsil das; -s, -s (aus gleichbed. engl. basil mfr. basane, vgl.
Basane): halb gares (halb gegerbtes) austr. u. ind. Schaf
leder
balsillar (aus nlat. basilaris „die Grundlage, Basis betref
fend“): svw. basal. Balsillaijme|nin|gi|tis die; -, ...tiden:
tuberkulöse Hirnhautentzündung, die sich hauptsächlich
an der Hirnbasis ausbreitet (Med.)
Bal sillelollaltrie* die; -, ...trien (zugr. basileüs „König“ u .
latreia „Dienst, Verehrung“): (veraltet) Königsanbetung
Ba|si|li|a|ner der; -s, - (nach dem griech. Kirchenlehrer Ba
silius dem Großen (330-379) u. zu (...aner): Mönch der
griech.-orthodoxen od. griech.-unierten Kirche, der nach
der Regel des hl. Basilius lebt
Balsillie [-iə] die; -, -n u. Ba|si|li|en|kraut [...isn...] das;
-s, ...kräuter (über (m)lat. basilia aus gr. basileia „Köni
gin“): (selten) svw. Basilikum. Balsillilka die; -, ...ken
(über spätlat. basilica „Gerichtshalle, Hauptkirche“ aus
gr. basilikê, eigtl. „Königshalle“): 1. altröm. Markt-u. Ge
richtshalle. 2. [altchristl.] Kirchenbauform mit überhöh
tem Mittelschiff, balsillilkal (zu ('...al (1)>: in der Form
einer Basilika. Ba|sj|li|ken die (Plur.) (zugr. basilike„Regierungskunst“): königliche Rechtsversammlung, ein Ge
setzbuch des griech. Kaiserreiches (886-911). Balsillikum das; -s, Plur. -s u. ...ken im lat. basilicus, gr. basilikös
„königlich“ u. t...ikum): Gewürz- u. Heilpflanze aus Süd
asien. Bal sillisk der; -en, -en (über gleichbed. lat. basilis
cus aus gr. basiliskos, eigtl. „kleiner König"): 1. Fabeltier
mit todbringendem Blick. 2. tropische Eidechse, mittelamerik. Leguanart. Balsillislkenlblick der: -[e]s, -e: bö
ser, stechender Blick
BaIsi liusliturlgie rüe; - (nach dem griech. Kirchenleh
rer Basilius dem Großen (330-379) u. zu (Liturgie): eine
der beiden Grundformen der Liturgie in der Ostkirche
Ba|sillo|sau|ri|er [...in] der; -s, - u. Ba si lo sau rus der;
-, ...rier [...in] (zugr. basileüs „König“ u. tSaurier): ausge
storbener Wal aus dem Miozän
Balsilment das; -s, -e (aus it. basamento „Fundament“ zu
base „Grundlage“, dies aus lat. basis, vgl. Basis): (veraltet)
Grundmauer, Untergeschoss, Säulenfuß, Fußgestell
Balsin [ba'zɛ:] der; -s (aus gleichbed. fr. basin): feiner, ge
köperter t Barchent
Balsilon das; -s (zu (Basis u. 1 '...on>: Messpunkt am Schä
del, vorderster Punkt des Hinterhauptloches, bal si ¡pe
tal (zu lat. petere „nach etwas streben“, eigtl. „abwärts
strebend“): absteigend (von den Verzweigungen einer
Pflanze; der jüngste Spross ist unten, der älteste oben;
Bot.); Ggs. takropetal. basiphil (zu ( ...phil): fast aus
schließlich auf alkalischem (kalkreichem) Boden vorkom
mend (von Pflanzenarten u. -gesellschaften). Balsilpodilum das; -s, ...dien [...ian]: Fußansatz (Anat.). Saisis
die; -, ...sen (über lat. basis aus gr. básis „Sockel, Grund
mauer; Grundlage“, eigtl. „Gegenstand, worauf etwas ste
hen kann; Tritt“, zu bainein „gehen, treten“): 1. Grundla
ge, auf der man aufbauen, auf die man sich stützen kann;
Ausgangspunkt. 2. militärischer Stützpunkt [in fremdem
Hoheitsgebiet] (z. B. Flottenbasis, Raketenbasis). 3. a) die
ökonomische Struktur der Gesellschaft als Grundlage
menschlicher Existenz (Marxismus); b) die breiten Volks
massen als Ziel politischer Aktivität. 4. a) Grundlinie einer
geometrischen Figur; b) Grundfläche eines Körpers; c)
Grundzahl einer Potenz od. eines Logarithmus (Math.).
Basophalangie
balsisch: sich wie eine t'Base verhaltend; basische Ge
steine: kieselsäurearme Gesteine; basische Reaktion: svw.
alkalische Reaktion. Ba|sislde|mo|kra|tie* die: -, -n: de
mokratisches System, bei dem die Basis (3 b) selbst aktiv
ist u. entscheidet. balsis|de|mo|kra|tisch*: a) Basisde
mokratie ausübend; b) auf der Grundlage der Basisdemo
kratie zustande gekommen. Ba|sis|dis|tanz die: -, -en:
die (horizontale u. (vertikale Entfernung von der 1 Erosi
onsbasis (Geol.). Ba sis eiekltrolde* die;-, -n: t Elektro
de, über die der Kollektorstrom in einem Transistor ge
steuert werden kann. Ba|sis|frak|tur die; -, -en: Bruch
der Schädelbasis (Med.). Ba|sis|im|mu|ni|tät die; -: Fä
higkeit des Körpers, auf antigene Reize mit Anstieg der
Antikörperproduktion zu reagieren (Med.). Balsislinnolvaltilon die; -, -en: grundlegende Neuerung (EDV).
Balsislkurs der; -es, -e: (im Prämiengeschäft) Tageskurs
eines Wertpapiers (Börsenw.). Ba|sis|nar|kolse die; -,
-n: durch Medikamente bewirkter Schlafzustand, der
durch inhalierte (Narkotika zur gut steuerbaren Vollnar
kose wird (Med.). Balsislpeldilon das; -s, ...ia: unsym
metrische Spiegelebene in Kristallen. Balsislpilnalkolid
[...koit] das; -s, -e: parallele Spiegelebene in Kristallen.
Ba|sis|re|li|ef [...lief] das; -s, Plur. -s od. -e: (Relief auf
den Seiten des Basisblocks einer Plastik. Balsislschaltung die; -, -en: elektron. Schaltung eines Transistors, bei
der die Basis des Transistors gemeinsamer Bezugspunkt
von Eingangs- u. Ausgangskreis ist. Ba|sis|sys|tem das;
-s, -e: System von linear unabhängigen Vektoren, mit dem
sich jeder weitere Vektor darstellen lässt (Math.). Balsisthelralpie die; -, ...ien [,,,i:ən]: Behandlung von (Rheu
matismus mit langfristig wirksamen Medikamenten (z.B.
Gold; Med.). Ba|sis|vek|tor der; -s, -en: Vektor eines
tBasissystems (Math.). Balsislwort das; -[e]s, ...Wörter:
Wort, das einem abgeleiteten Wort zugrunde liegt (z.B.
Mensch in umuenwAlich). Balsislzolne die; -: schmaler
Bereich an den Übergängen eines (bipolaren Transistors.
Balsit [auch ba'zit] der: -s, -e (zu (2...it): Sammelbez. für
basische [kieselsäurearme] Eruptivgesteine (Geol.). Basilziltät i/ze; - (nach engl. basicity; vgl. ...izität): 1. Zahl
der Wasserstoffatome im Molekül einer Säure, die bei
Salzbildung durch Metall ersetzt werden können; danach
ist eine Säure einbasisch, zweibasisch usw. 2. svw. Alkali
tät
Bas|ker|ville [...vil] die; - (nach dem engl. Buchdrucker
J. Baskerville, 1706-1775): Antiqua- u. Kursivdruck
schrift
Baslketlball der; -s, ...bälle (aus gleichbed. engl. basketball
zu basket „Korb“): 1. (auch das; ohne Plur., meist ohne
Artikel) Korbballspiel. 2. beim Korbballspiel verwendeter
Ball. Baslket-Malker-Kulltur [...meika...] die; - (zu engl.
basket-maker „Korbflechter“ u. (Kultur): Vorstufe der
Î Anasazikultur mit Sammelwirtschaft, beginnendem Be
wässerungsfeldbau, versenkten Hütten, geflochtenen
Matten u. Gefäßen
Baslkilne vgl. Basquine
Baslkülle iüe; -, -n (aus fr. bascule „Schaukel, Wippe“): 1.
Treibriegelverschluss für Fenster u. Türen, der zugleich
[seitlich] oben u. unten schließt. 2. nach oben gewölbte
Hals- u. Rückenlinie des Pferdes beim Sprung (Reitsport).
Bas|kü|le|ver|schluss der; -es, ...üsse: svw. Basküle (1)
Bas malti der; -s (aus dem Hindi): eine langkörnige, aro
matische ind. Reissorte
Balsoche [ba'sɔf] die; -, -n [...Jn] (aus gleichbed. fr. ba
soche, dies zu lat. basilica „Gerichtsgebäude“): Körper
schaft der Parlamentsadvokaten von Paris im 16./17. Jh.
Baisolid das; -[e]s, -e (zu Î'Base u. (3...id>: Stoff, der in
Wasser (alkalisch reagiert (Chem.). Ba|so|phallan|gie
die; -, ...gien (zu ( Basis, (Phalanx u. (2...ie): Missbildung
der Finger od. Zehen durch Verkürzung od. Verlängerung
basophil
der Grundglieder (Med.), balso'phil (zu T'Base u.
t,..phil>: 1. mit basischen Farbstoffen färbbar (bes. von
weißen Blutkörperchen; Med., Biol.). 2. zur basischen Re
aktion neigend (Chem.). Ba so pho bie die; -, ...ien (zu
gr. basis „Tritt, Gang“ u. t...phobie): übersteigerte,
zwanghafte Angst, nicht laufen zu können (Psychol.,
Med.). Balsolzyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu T...zyt):
1 basophiles weißes Blutkörperchen (Med.). Ba|so|zy|topejniedz'e; -, ...nien (zu gr. penla „Armut, Mangel“): ab
norm geringer Gehalt des Blutes an Basozyten (Med.).
Balso|zy|to|se die; -, -n (zu T‘...ose): abnorme Vermeh
rung der ÎBasozyten im Blut (Med.)
Bas|qui|ne[...'ki:ns] u. Baskine die; -, -n (aus gleichbed./r.
basquine, dies aus span, basquiña „baskischer Rock“):.l.
nach unten spitz auslaufendes, steifes Oberteil der Frau
entracht im 16./17. Jh. 2. reich verzierte, lose Frauenjacke
um 1850
Baslrellilef ['bareliɛf] das; -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed.
fr. basrelief zu bas „niedrig“): Flachrelief, flach erhabenes
T Relief. Bassrfer; -es, Bässe (zu it. basso „tief', dies aus
spätlat. bassus „dick; niedrig“): 1. a) tiefe Männer[sing]stimme; b) (ohne Plur.) Gesamtheit der tiefen
Männerstimmen in einem Chor. 2. (ohne Plur.) [solistische] Basspartie in einem Musikstück. 3. Sänger mit Bass
stimme. 4. besonders tief klingendes Instrument, z. B.
1 Kontrabass
Basisa der; -s, -s: früher in Europa verwendete Form von
1‘Pascha
Basisa Dan Iza die; - -, - - (aus it. bassa danza „tiefer Tanz“
zu basso, vgl. Bass): svw. Basse Danse. Bas Isa Inei [loder;
-s, ...lli (ital. Verkleinerungsbildung): schalmeiähnliches
Blasinstrument. Basslbalrilton der; -s, -e (zu tBass):
Sänger mit Baritonstimme in Basstönung. Basslbuflfo
der; -s, Plur. -s u. ...ffi: Opernsänger mit einer Stimme, die
sich besonders für komische Bassrollen eignet. Basse
Danse [bas'da:s] die; - -, -s -s [bas'däs] (aus fr. basse danse
„tiefer Tanz“): langsamer Schreittanz des 15. u. 16. Jh.s (in
Spanien, Italienu. Frankreich). Basse fon|da|men|tale
[- födamä'tal] die; -- (ausʃr. basse fondamentale „Grund
bass“): nach J.-P. Rameau (1683-1764) Îfiktive Funda
mentalstimme, die sich aus den Grundtönen der Harmo
nien ergibt u. nicht mit dem Generalbass identisch ist
Bassellisse [baslis, bas'lis] die; -, ...lissen [...son] (aus
gleichbed. fr. basse lisse): gewirkter Bildteppich mit waa
gerecht geführter Kette; Ggs. îHautelisse. Bassellissestuhl der; -s, ...Stühle: bes. zur Teppichherstellung ver
wendeter Flachwebstuhl mit waagerechter Kettenführung
Baslselnadze; -, -s (unter dem Einfluss von fr. bassin, altfr.
bacin „Wasserbecken“ aus it. bacino „Becken“, dies aus
dem Vulgärlat.; vgl. Bassin): (ostösterr.) Wasserbecken im
Flur eines alten Wohnhauses, von dem mehrere Wohnpar
teien das Wasser holen
Baslset [ba se:, engl. 'bæsɪt] der; -s, -s (aus fr. basset, engl.
basset „Dachshund“ zu fr. basset „kurzbeinig“): Hund ei
ner kurzbeinigen Rasse mit kräftigem Körper u. Hänge
ohren
Basseitaillle [bas taljə, auch bas'taj] die; -, -n (aus ʃr.
basse-taille „tiefer Tenor; erster Bass“): svw. Bariton
Baslseltitfauch ... tit] der; -s, -e (nach den Bassett-Gruben
im engl. Cornwall u. zu î2...it): ein gelbes Uranmineral
Baslsett der; -s, Plur. -e u. -s (aus it. bassetto „kleiner
Bass“, Verkleinerungsform von basso, vgl. Bass): (veral
tet) Violoncello. Baslsettlhornr/as; -s, ...hörner: Altkla
rinette, Holzinstrument (seit dem 18. Jh. gebräuchlich).
Bass|gi|tar|re6Ü'<?; -, -n (zu TBass): Gitarre in Basstonla
ge
Bassialfett das; -[e], -e (meist Plur.) (nach der ostind.
Pflanzengattung Bassia, die nach dem ital. Botaniker
F. Bassi (1714-1774) benannt ist): aus den Samen der
188
Bassia gewonnenes u. zur Seifen- u. Kerzenherstellung
verwendetes Fett
Baslsin[ba'sè:] das; -s, -s (aus fr. bassin „Wasserbecken (im
Garten)“, altfr. bacin, dies aus dem Vulgärlat.): künstlich
angelegtes Wasserbecken, baslsilnielren [basi...] (aus
gleichbed. fr. bassiner) : (veraltet) besprengen, anfeuchten ;
nasse Umschläge machen. Baslsilnoire [basi'noa:p] die;
-, -n [,,,'noa:rən] (aus gleichbed. fr. bassinoire): (veraltet)
Wärmflasche
Baslsistifezy -en, -en (zu ÎBass u. T ...ist, vgl. Basso): 1. Sän
ger mit Bassstimme. 2. Kontrabassspieler. BasslklalrinetlterZie; -, -n: Klarinette, die eine Oktave tiefer als die
gewöhnliche Klarinette gestimmt ist. Baslsorfer; -, Bassi
(zu it. basso „tief'): Bass (Abk.: B); Basso continuo[-k...]:
svw. Generalbass (Abk.: b.c., B.c); Basso (di) ripieno:nur
in Tuttipartien den Streicherchor auffüllende bzw. verstär
kende Bassstimme; Basso ostinato: sich ständig, hartnä
ckig wiederholendes Bassmotiv; Basso seguente: Orgel
bass, der der tiefsten Gesangstimme folgt. Baslson [ba
so:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. basson): franz. Bez. für
Fagott, Basspfeife
Bas|so|rin das; -s (nach der türk. Stadt Bassora (Basra) u.
zu T...in (1)>: Bestandteil vieler Gummiarten, bes. des
f Tragants (1)
Bas spt ti die (Plur.) (aus it. bassotti (Plur.), eigtl. „geba
ckene Nudeln“): dünne ÎMakkaroni
baslta (aus it. basta „es ist genug“ zu bastare „genug sein“,
dies aus mlat. bastare): (ugs.) genug!; Schluss! (mit Nach
druck gesprochenes Wort, das zum Ausdruck bringen soll,
dass keine Einwände mehr gemacht werden sollen). Bas
ta der; -[s] od. die; -: 1. dritthöchster Trumpf im Î Lomber.
2. zweithöchster Trumpf im Schafskopf (Kartenspiel)
Basltaard der; -[s] -s (aus afrikaans bastaard, eigtl.
„Mischling“, dies aus dem Niederl., vgl. Bastard): (veral
tet) svw. Baster
Basltalga die; - (über lat. bastaga „Fronfuhre, Frachtfuh
re“ aus gleichbed. gr. bastagê zu bastázein „tragen“): Rei
segepäck der späten röm. Kaiser. Basltalgalriler [...in]
der; -s, - (aus gleichbed. lat. bastagarius): kaiserlicher Ge
päckträger im alten Rom
Basltardder; -s, -e (aus altfr. bastard „anerkanntes unehe
liches Kind eines Adligen“ (fr. bâtard) zu bast „Kebsehe,
Verhältnis“): 1. Mischling, durch Rassen- od. Artenkreu
zung entstandenes Tier od. entstandene Pflanze (Biol.). 2.
a) (veraltet) uneheliches Kind eines hochgestellten Vaters
u. einer Mutter aus niedrigerem Stand; b) grobes Schimpf
wort. Basltarlda die; - (aus gleichbed. it. bastarda, eigtl.
„uneheliche Tochter“): Druckschrift zwischen Gotisch u.
Antiqua (ÎBastardschrift). Bas|tarlda|gi|um* das; -s
(aus gleichbed. mlat. bastardagium zu ÎBastard u. lat. agere „handeln, führen“): (alte Rechtsspr.) Recht des Grundbzw. Landesherrn auf den Nachlass unehelicher Personen
ohne Erben, basltarldielren (zu Î ...ieren): [verschiedene
Rassen od. Arten] kreuzen (Biol.). Bas|tar|dielrungz7ie;
-, -en (zu T...ierung): Artenkreuzung, Rassenmischung.
Basltarldin die; -, -nen: weiblicher Bastard, basltarldisielren (zu T...isieren): svw. hybridisieren. Bas|tar|disie rung die; -, -en (zu Î ...isierung): svw. Hybridisierung
(1). Basltardlschriftrfze; -, -en: Druckschrift, die Eigen
arten zweier Schriftarten vermischt, bes. die von Fraktur
u. Antiqua
Baslte die; -, -n (aus fr. baste „Eichelass“, dies aus span.
basto „Eicheln, Treff'): Trumpfkarte (Treffass in ver
schiedenen Kartenspielen)
Basltej die; -, -en (aus gleichbed. it. bastía zu altfr. bastir
„bauen, herrichten, fertigstellen“, weitere Herkunft unsi
cher): vorspringender Teil an alten Festungsbauten, Boll
werk, Î Bastion
Basiter der: -s, - (aus afrikaans baster, vgl. 1 Bastaard):
189
Nachkomme aus Verbindungen zwischen Europäern u.
Hottentottenfrauen in SW-Afrika (bes. in Rehoboth)
Bas til le [bas'ti:jə, ,,,'tɪljə] die; -, -n (aus gleichbed./r. bas
tille zu altfr. bastir, vgl. Bastei): befestigtes Schloss, bes.
das 1789 erstürmte Staatsgefängnis in Paris, basltillliert
[...tijirnt, ...tilji:çt] (aus gleichbed./-. bastille, vgl. ...iert):
mit Türmen versehen (von Wappen). Basltilon
-, -en
(aus gleichbed./r. bastion, dies aus it. bastione, Vergröße
rungsform von bastia, vgl. Bastei): 1. vorspringender Teil
an alten Festungsbauten. 2. Bollwerk
Basltit [auch ...tit] der; -s, -e (nach dem Fundort Baste bei
Bad Harzburg u. zu T2...it): ein grünes Mineral aus der
Gruppe der Î Pyroxene
Basltolnalde, älter Bas|ton|na|de die; -, -n (überfr. bas
tonnade aus gleichbed. it. bastonata zu bastone „Stock,
Schlagholz“): bes. im Orient übliche Prügelstrafe od. Fol
terung, bes. durch Stock- od. Riemenschläge auf die Fuß
sohlen. basltonlnielren (zu T...ieren): (veraltet) durch
prügeln, Stock- od. Riemenschläge auf die Fußsohlen ver
abreichen
Ba|tail|le [ba`taljə, ba'ta:jə] die; -, -n (aus gleichbed./r. ba
taille, dies über vulgärlat. battalia „Fechtübungen der Sol
daten mit Stöcken“ zu lat. battuere „schlagen, klopfen“):
(veraltet) Schlacht, Kampf. ba|tail|lie|ren [,.. ji:...] (aus
gleichbed./r. batailler): (veraltet) a) sich raufen, schlagen;
b) eine Schlacht austragen. Baltailllon [batal jo:n] das; -s,
-e (über gleichbed./r. bataillon aus it. battaglione, Vergrö
ßerungsform von battaglia „Schlacht, Schlachthaufen“):
Truppenverband aus mehreren Kompanien od. Batterien
Ba|tar|di|se die; - (aus fr. bâtardise „Bastardierung“ zu bâ
tard, vgl. Bastard): (veraltet) uneheliche Abstammung
BaItalie die; -, -n (ausspaw. batata „Süßkartoffel“, dies aus
einer Indianersprache Haitis): stärkereiche, süß schme
ckende, kartoffelartige Knolle eines tropischen Winden
gewächses
Batchlprolceslsing, auch Batch-Prolceslsing [`bætʃproʊsɛsɪŋ] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl.-amerik. batch
processing): Schub- od. Stapelverarbeitung (stapelweise
Verarbeitung gleichartiger Daten, die sich während eines
bestimmten Zeitabschnitts angesammelt haben; EDV)
Balteau [bato:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. bateau, dies
aus altengl. bât „Boot“): (veraltet) 1. Nachen, Boot. 2.
Holzkasten der Kutsche.
Bath [ba:θ] das; -s (nach der engl. Stadt Bath (on Avon)):
Stufe des Oberen T2Doggers
bath..., Bath... vgl. bathy..., Bathy... Balthik rf/e; - (zu tbathy... u. T2...ik): niedrige, vulgäre Art des Schreibens od.
Redens, balthisch: die Bathikbetreffend; niedrig, vulgär
schreibend, redend
bathlmoltrop* (zu gr. bathmös „Stufe, Schwelle“ u.
T...trop>: die Reizschwelle des Herzens betreffend, beein
flussend (Med.)
baltho..., Baltho... vgl. bathy..., T Bathy... baltholchrom
[,,,'kro:m] (zu Tbathy... u. gr. chröma „Farbe“): farbvertie
fend; Ggs. Thypsochrom. Ba tho lith [auch ... lit] der;
Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T ...lith): in der Tiefe erstarr
ter, meist granitischer Gesteinskörper. Ba|tho|me|ter,
Bathymeter das; -s, - (zu T’...meter): Tiefseelot. Balthomeltrie*. Bathymétrie die; - (zu T...metrie): Tiefenmes
sung. ba|tho|me|trisch*, bathymetrisch (zu Î...me
trisch) : die Tiefenmessung von Gewässern betreffend. Batholpholbie die; -, ...ien (zu î...phobie (a)): (mit Schwin
delgefühl verbundene) übersteigerte, zwanghafte Angst
beim Anblick großer Höhen od. Tiefen (Psychol.. Med.)
Balthrolkelphallie* vgl. Bathrozephalie. Balthrolklalse
die; -, -n (zu gr. báthron „Grundlage, Stufe“ u. klásis
„Bruch“): Fuge zwischen Gesteinsbänken (Geol.). Bathro|ze|pha|lie die; -, ...ien (zu gr. kephalé „Kopf“ u.
t2...ie): stufenartige Ausbildung des Schädels (Med.).
Battarismus
auch batho..., Batho..., vor Vokalen
gelegentlich bath..., Bath... (zu gr. bathÿs „tief* bzw. báthos „Tiefe“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„tief, zur Tiefe, bes. der Meerestiefe gehörig“, z. B. Bathygrafie, Bathometer, Bathik. balthylal (zu T '...al (1)): zum
Bathyal gehörend. Balthylal das; -s: lichtloser Bereich
des Meeres zwischen 200 u. 800m Tiefe. Balthylbilus
der; -(zu Tbathy... u. gr. bios „Leben“): weiße, flockige,
schleimige Masse in den Tiefen des Atlantiks, früher als
Organismen angesehen. Balthylgralfie, auch ...gra
phie die; - (zu Tbathy... u. T...grafie): Tiefseeforschung,
balthylgralfisch, auch ...gralphisch (zu T ...grafisch):
die Tiefseeforschung betreffend. Balthylkarldie die; -,
...ien (zu gr. kardia „Herz“): svw. Kardioptose. Balthymelter usw. vgl. Bathometer usw. Ba|thy|pe|lalgi|al
das; -s: lichtlose Freiwasserzone des Meeres. Balthyphgn, auch ...fondas; -s, -e (zu T ...phon): im 19. Jh. in Mi
litärkapellen verwendetes tief klingendes Holz- od. Blech
blasinstrument. Balthylpnoe* die; - (zu gr. pnoe „das
Wehen, Schnauben, Atemholen, Atem“): tiefe Atmung
(Med.). Balthylscaphe [... 'ska:f] der od. das; -[s], -u. Bathylskaph der; -en, -en (aus gleichbed./-. bathyscaphe,
dies zu gr. bathÿs „tief’ u. skâphê „Gefäß, Trog“): (von
dem Physiker A. Piccard, 1884-1962, entwickeltes) Tief
seetauchgerät. Balthylsonlde die; -, -n (zu Tbathy...):
Gerät zur Messung von Temperatur, Dichte u. Strömung
im Meerwasser. Ba|thy|sphä|re die; -: tiefste Schicht des
Weltmeeres. Balthyltherlmolgraf, auch ...graph der;
-en, -en: Gerät zur Messung der Tvertikalen Temperatur
verteilung im Meer
Baltik der; -s, -en, auch die; -, -en (zu malai. batik „gespren
kelt“): 1. altes Verfahren zur Herstellung gemusterter
Stoffe, bes. zum Färben von Seide u. Baumwolle, mithilfe
von Wachs. 2. unter Verwendung von Wachs hergestelltes
gemustertes Gewebe.
Baltilment [...'mä:J das; -s, -s (aus gleichbed./-. bâtiment
zu bâtir „bauen“): (veraltet) 1. Gebäude, Bauwerk. 2.
Schiff
Baltilnilten die (Plur.) (zu arab. bätin „innerlich, esote
risch“ u. T3...it>: im Islam Bez. für Religionsgelehrte, die
nach dem inneren, d. h. verborgenen Sinn des Korantextes
forschen
Baltist der; -[e]s, -e (aus gleichbed./-. batiste; angeblich
nach einem Fabrikanten namens Baptiste aus Cambrai,
der als Erster diesen Stoff hergestellt haben soll) : sehr feinfädiges, meist dicht gewebtes, leichtes Gewebe aus Baum
wolle, Leinen, Zellwolle, Seide od. Chemiefasern, baltisten: aus Batist
Baiton [ba'tð:] der; -s, -s (aus fr. bâton „Stock, Stab“, dies
aus vulgärlat. bastum) : (veraltet) Stock, [Marschall]stab,
Taktstock, baltolnielren [batɔni:...], älter batonnieren
(aus fr. bätonner „Stockschläge verabreichen“): mit
1,50 m langen Stöcken od. Stäben Fechtübungen (Stock
fechten) ausüben. Baltonlniler [... nie:] der; -s, -s (aus
gleichbed./-. bâtonnier): 1. Vorsteher der franz. Anwalt
schaft. 2. (veraltet) Stabträger bei Zünften u. Bruderschaf
ten. baltonlnielren vgl. batonieren
Baltralchit* [auch ...'xit] der; -s, -e (zu gr. bátrachos
„Frosch“ u. t2...it): (veraltet) Krötenstein, alter Mineral
name
Bat ta glia* [ba'talja] die; -, ...ien [...ion] (aus it. (canto di)
battaglia „Schlachtgesang “; vgl. Bataillon u. Bataille):
Komposition, die Kampf, Schlachtgetümmel schildert.
Batltant [ba'tä:] der; -s, -s (aus gleichbed./-. battant zu
battre „schlagen", dies aus lat. battuere „schlagen, klop
fen“): (veraltet) 1. Glockenschwengel, Klöppel. 2. Türflü
gel
Bat|ta|ris|mus der; -, ...men (aus gr. battarismös „das
Stammeln, Stottern“, dies zu battarizein „poltern, sich
balthy..., Balthy...,
Battarist
190
überstürzen (von der Sprache), stottern“; vgl. t...ismus Ba vet te [ba'vetə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. bavette zu
bave, vgl. bavardieren): (veraltet) Sabberlätzchen
(3)>: stotternde Sprechweise, eine Sprachstörung. BatltaBax|te|rila|nis|mus [bekste...] der; - (nach dem engl.
ristiZer; -en, -en (zu T...ist): (veraltet) Stotterer
Geistlichen Baxter (f 1691) u. zu t...ismus (1)>: gemäßigte
Batltelment
t/as; -s, -s (aus ʃr. battement „das
Form des engl. 1 Puritanismus
Schlagen, Klopfen“ zu battre „schlagen“, vgl. Battant): 1.
im 18. Jh. gebräuchliche trillerartige Verzierung (Mus.). 2. BayIöl [ bai...] das; -[e]s, -e (zu engl. bay, eigtl. „Lorbeer
baum“, dies über mittelengl. baye, mittelfr. baie aus lat. ba
Ballettfigur, bei der das Spielbein aus einer geschlossenen
ca „Beere“): nelkenartig riechendes, ätherisches Öl des
Position bis zur mittleren Höhe gehoben u. wieder in die
westindischen Baybaumes
Ausgangsposition zurückgeführt wird; Ggs. Î Batterie (5).
Bat ter ['bɛtn] der: -s, - (aus gleichbed. engl. batter): Baizar [ba'za:n] vgl. Basar
Schlagmann beim Baseball. Batltelrie die; -, ...jen (aus Ba|zil|lä|mie' die; -, ...ien (zu TBazillus u. t...ämie): svw.
Bakteriämie. ba|zil|lär(zu t...är): a) Bazillen betreffend;
gleichbed. fr. batterie, eigtl. „gemeinsames Schlagen“): 1.
b) durch Bazillen verursacht. Ba|zil|la|rilolphytáer; -en,
der Kompanie entsprechende militärische Grundeinheit,
-en (meist Plur.) (zu t...phyt>: svw. Diatomee. Ba|zil|le
kleinste Einheit bei der Artillerie u. der Flugabwehrtruppe
if/e; -, -n (rückgebildet aus dem Plur. von ÎBazillus): (ugs.)
des Heeres. 2. a) Stromquelle, die aus mehreren elektroBazillus. Ba|zil|lo|pho|bierfze; -, -n (zu t...phobie): svw.
chem. Elementen besteht (z.B. Taschenlampenbatterie);
Bakteriophobie. Balzilllulrie* die; - (zu t...urie): svw.
b) zusammengeschaltete Gruppe von gleichartigen techn.
Bakteriurie. Balzil|lus</cr -, ...lien (aus lat. bacillus, -um
Vorrichtungen, Elementen; c) Mischbatterie; regulierba
„Stäbchen“ zu baculum „Stock, Stab“; vgl. Bakterie):
res Gerät, das Warm- u. Kaltwasser in der gewünschten
Vertreter einer Gattung stäbchenförmiger, Sporen bilden
Temperatur für ein gemeinsames Zapfrohr mischt. 3. die
der [Krankheiten hervorrufender] T Bakterien
Schlaginstrumente einer Band od. eines Orchesters. 4.
große Anzahl von etwas Gleichartigem. 5. Bez. für Ballett Balzoolka [ba'zu:ka] die; -, -s (aus engl.-amerik. bazooka
„Panzerfaust“) : tragbares Gerät zum Abschießen kleinka
figuren, bei denen beide Beine gegeneinander geschlagen
libriger Raketen
werden; Ggs. t Battement (2). Bat|teur[ba't0:j] der; -s, -e
(aus gleichbed. fr. batteur, eigtl. „Schläger“): Schlagma BCD-Code [be:tse:'de:ko:t, engl. bi:si:'di:koʊd] der; -s, -s
(zu BCD (Abk. für engl. binary coded decimals „binär koschine in der Spinnerei zur Auflockerung der Baumwoll
dizierte Dezimalzahlen“) u. îCode): einer der am häufigs
klumpen. Bat|teu|se[ba't0:za] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
ten verwendeten Codes zur Darstellung von Dezimalzah
batteuse): (veraltet) Dreschmaschine. bat|tie|ren(aus/r.
len in Datenverarbeitungsanlagen
battre „schlagen“): 1. eine Batterie (5) ausführen (Ballett).
2. dem Gegner beim Fechten die Waffe aus der Hand Bdeillilum das; -s (über gleichbed. lat. bdellium aus gr.
bdéllion, dies aus hebr. bädal „aus-, absondern“): Pflan
schlagen. Batltilmenltoifas; Gen. - od. -s, Plur. ...ti od. -s
zenharz aus Indien od. Afrika, das dort zu Arzneimitteln
(aus it. battimento „das Schlagen, Klopfen“): svw. Batte
verwendet wird
ment (1)
Bat|to|lo|gie die; -, -n (zu gr. battologem „plappern, Bé: Abk. für Baumé; vgl. Baumégrad
schwätzen“ u. t2...ie): dem Stottern ähnliche Artikulation Beach-la-Mar['bi:tJ13'ma:] das; - (aus engl. beach-la-mar) :
engl. Form von 1 Bêche-de-Mer
(Phon.). bat|to|lo|gisch (zu Î...logisch): 1. die BattoloBeach vol ley ball ['bi:tʃ...] der, auch das; -s (zu engl.
gie betreffend. 2. (veraltet) geschwätzig
Batltulta, BatltulteiZ/e; -, ...ten (aus it. battuta „Schlag“
beach „Strand“ u.TVolleyball, eigtl. „Strandvolleyball“):
zu battere „schlagen“, dies aus lat. battuere): 1. a) Takt
auf Sand von Zweiermannschaften gespielte Art des Vol
schlag; b) Schlag nach unten am Anfang des Taktes; vgl. a
leyballs (1). Beach|wear[ bi:t/we:n] die; - (aus gleichbed.
battuta; 2. beim Stoßfechten starker Schlag mit der ganzen
engl. beachwear zu beach „Strand“ u. wear ,,[Be]kleiStärke der Klinge längs der Klinge des Gegners
dung“): Strand- u. Badebekleidung
Bälty lilen [...ian] die (Plur.) (aus gleichbed. gr. baitylos, Bealgle [bi:gl] der; -s, -[s] (aus gleichbed. engl. beagle):
baitÿlion, dies aus hebr. bethel „Haus Gottes“): Meteor
Hund einer in Großbritannien gezüchteten kurzbeinigen
steine, die im Altertum, bes. im Orient, als Fetische ver
Rasse, der zur Hasen- u. Fuchsjagd mit der Meute verwen
ehrt wurden
det wird
Baud [auch bo:d] das; -[s], - (nach dem franz. Erfinder des Beam [bi:m] der; -s, -s (aus engl. beam „(Licht-,
Schnelltelegrafen, E. Baudot, 1845-1903): Maßeinheit für
Leitjstrahl“, eigtl. „Balken“): keulenförmige Fläche, die
die Schrittgeschwindigkeit (Anzahl der pro Sekunde statt
der Sendestrahl eines Satelliten abdeckt. Beam|an|tenfindenden Signal wechsel; Datenübertragung)
ne['bi:m...] rfze; -, -n : Strahlantenne mit besonderer Richt
Baulmélgrad [borne:...] der; -[e]s, -e (aber: 5-) (nach dem
wirkung. bealmen['bi:mən] (auseng/. to beam „ausstrah
franz. Chemiker A. Baumé, 1728-1804): Maßeinheit für
len“): a) bis zur Unsichtbarkeit auflösen u. an einem an
das spezifische Gewicht von Flüssigkeiten; Zeichen °Bé
deren Ort wieder Gestalt annehmen lassen (bes. von Per
Bautastein der; -s, -e (aus gleichbed. altnord. bautasonen in Science-Fiction-Filmen u.a.); b) bewirken, dass
steinn): Gedenkstein der Wikingerzeit in Skandinavien
jmd. durch Beamen (a) irgendwohin gelangt. Bealmer
Bautltarf/e; -, ...tten (aus gleichbed. it. bautta): klassisches
['bi:mn] der; -s, -: Gerät, mit dem eine Grafik vom Com
venez. Maskenkostüm für Männer u. Frauen im 18. Jh.
puterbildschirm auf eine Leinwand o. Ä. projiziert wird
Bau|xit[auch ,,,'ksɪt] der; -s, -e (nach dem ersten Fundort Be|a|nus der; -, ...ni (Kurzw. aus mlat. heanus est animal
Les Baux in Frankreich u. zu T2...it) : wichtigstes Alumini
nesciens vitam studiosorum „Beanus ist ein Wesen, das
umerz
das Studentenleben nicht kennt“): (veraltet) Grünschna
Balvard [ba'va:p] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. bavard zu
bel, Neuling im Studium
bave, vgl. bavardieren): (veraltet) Schwätzer, balvarldie- Bear[bea] der; -s,-s (aus engl. bear „Bär“) : jmd., der auf fal
ren (aus gleichbed. fr. bavarder zu bave „Speichel, Gei
lende Börsenkurse spekuliert, Î Baissier; Ggs. TBull.
fer“): (veraltet) schwatzen
Bearlmarlket ['bɛmɑ:kɪt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
Balvalria [ba va:...] die; - Inlat.y. Frauengestalt als Sinnbild
bear market, zu market „Markt“): Markt mit fallenden
Bayerns. Ba|va|roise[bava'roa:s] die; -, -n [...san] (ausfr.
Börsenkursen u. Preisen; vgl. Baisse
bavaroise „bayerisch“): vorderer, den bayerischen Trach Bélarlnaise [bear'nɛ:z] die; - (aus fr. béarnais(e) „aus (der
tenhosen nachgeahmter Verschluss der franz. Kniehose
franz. Landschaft) Béarn“): kurz für TSauce béarnaise.
des 17. Jh.s
Bé|ar|ner Solßei/Ze; - -, - -n: svw. Sauce béarnaise
191
[bi:t] der; -[s] (aus engl. beat „Schlag, Taktschlag“): 1.
Kurzform für t Beatmusik. 2. durchgehender gleichmäßi
ger Grundschlag der Rhythmusgruppe einer Jazzband;
vgl. Offbeat
belaltae me mo ri ae [...te ...rie] (lat.): seligen Angeden
kens (von Verstorbenen); Abk.: b. m.
Belalta Maria Virlgo [- - 'virgo] die; Gen.---- od. (ohne
Artikel) ...tae [...te] ...iae [,..ie] ...ginis (/ɑ/. ; „selige Jung
frau Maria“); kath. Bez. für die Mutter Jesu; Abk.:
B.M.V.
bealten ['bi:tn] (nach engl. to beat „(Takt) schlagen“):
(ugs.) a) tBeatmusik machen; b) nach Beatmusik tanzen
Beialten die (Plur.) (aus lat. beatae (Plur.) „die Glückli
chen, Seligen“ zu beatus „glücklich, selig“): in Spanien
Name für Laienschwestern u. TTerziarinnen
Beat fan [ bi:tfɛn] der; -s, -s (zu tBeat u. fFan): jmd,. der
sich für Beatmusik begeistert. Beat|ge|ne|ra|tion, auch
Beat-Gelnelraltion ['bi:tʤɛnə'reɪʃən] die; - (aus
engl.(-amerik.) beat generation, eigtl. „geschlagene Gene
ration“ (urspr. zu engl. beatitude „Glückseligkeit“)):
Gruppe amerik. Schriftsteller, die in den Jahren
1956-1960 Bedeutung gewann u. in deren Schaffen ein be
stimmtes, bes. durch eine radikale Ablehnung alles Bür
gerlichen gekennzeichnetes Lebensgefühl Ausdruck fand
Belaltilfikation die; -, -en (aus lat. beatificatio „Beglü
ckung“ zu beatificare, vgl. beatifizieren): Seligsprechung.
belalti|fi|zie|ren (aus (m)lat. beatificare „beglücken“,
dies zu beatus „selig“ u. facere „machen“): selig sprechen.
Belaltilkum das; -s, ...ka (aus lat. beaticum „das Seligma
chende“): das heilige Abendmahl für Kranke u. Sterben
de. Be|a|til|len [... 'tɪljən] die (Plur.) (aus gleichbed. fr.
béatilles (Plur.) zu béat „selig“, dies aus gleichbed. lat. bea
tus): (veraltet) Leckerbissen, Pasteten, belalti poslsidentes [- ...te:s] (lat.; „glücklich (sind) die Besitzen
den“): Sprichwort des röm. Rechts, das aussagt, dass nicht
der Besitzer die Rechtmäßigkeit des Besitzes, sondern der
Kläger das Gegenteil nachweisen muss. Belaltiltuldo
die; - (aus gleichbed. lat. beatitudo, spät- u. mlat. auch als
ehrende Anrede): (veraltet) Glückseligkeit
Bealtle [bi:tl] der; -s, -s (engl.; nach den Beatles, den Mit
gliedern eines Liverpooler Quartetts der Beatmusik, die
lange Haare („Pilzköpfe“) trugen): (veraltend) langhaari
ger Jugendlicher. Beatlmulsik ['bi:t...] die; -: stark rhyth
misch bestimmte Form der Î Popmusik. Beatlnik der; -s,
-s (aus gleichbed. engl.-amerik. beatnik): 1. Angehöriger
der ÎBeatgeneration. 2. jmd., der sich durch unkonventio
nelles Verhalten gegen die bürgerlichen Normen wendet.
Beatlpad [...pet, engl. ...pæd] der; -s, -s (zu engl. pad „Bu
de, Zimmer“, eigtl. „Schlagschützer“): (Jargon) Stelle, wo
man Rauschgift kaufen kann
Beau [bo:] der; -, -s (aus gleichbed. fr. le beau, eigtl. „der
Schöne“, dies aus lat. bellus „hübsch, niedlich, fein“):
(iron.) bes. gut aussehender [ausgesucht gekleideter]
Mann, der mit einer gewissen Eitelkeit sein gutes Ausse
hen selbst genießt; Stutzer
Beaulfortlskalla ['bo:fɛt,,,, bo'fɔ:r...] die; - (nach dem
engl. Admiral Sir F. Beaufort, 1774-1857): urspr. 12-, jetzt
17-teilige Skala zur Bestimmung der Windstärken
Beau Geste [bo ʒɛst] die; - -, -x -s [bo'ʒɛst] (aus gleichbed.
fr. beau geste): höfliche Geste, freundliches Entgegen
kommen
Beauljollais [boʒɔ`lɛ], der; - [,,,'lɛ(s)], - [...’les] (nach dem
Gebiet der Monts du Beaujolais in Mittelfrankreich):
franz. Rotwein
Beaune [bo:n] der; -(s] [bo:n(s)], -s [bo:ns] (nach der südfranz. Stadt Beaune (Burgund)): ein franz. Qualitätswein
Beaulté [bo'te:] die; -, -s (aus gleichbed. fr. beauté zu beau
„schön“; vgl. Beau): [elegante] schöne Frau, Schönheit.
Beaulty ['bju:ti] die; -, -s (aus gleichbed. engl. beauty, dies
Beat
Beefalo
aus fr. beauté): svw. Beauté. Beaulty lease, auch Beauty-Case [...keis] das od. der; -, Plur. - u. -s [...siz] (zu engl.
case „Behälter, Futteral“): kleiner Koffer für Schönheits
utensilien [der Dame], Beaulty cen ter, auch Beauty-Cen|ter [...sentn] das; -s, -: a) Geschäft od. Teil eines
Geschäftes, in dem Kosmetikartikel ausprobiert u. ge
kauft werden können ; b) Geschäft, in dem Schönheitspfle
ge betrieben wird, Schönheitssalon. Beau|ty|farm, auch
Beau|ty-Farm <ZZe; -, -en: einem Sanatorium ähnliche
Einrichtung, in der sich bes. Frauen einer umfassenden
kosmetischen Behandlung unterziehen. Beaultylflulid,
auch Beau|ty-Flu|id das; -s, -s: flüssiges Mittel zur Pfle
ge der [Gesichts]haut
Bea ver ['bi:və] der; -s (aus engl. beaver, eigtl. „Biber“, dies
aus gleichbed. altengl. beofor): ein stark gerautes Baum
wollgewebe
Bélbé [be'be:] das; -s, -s (aus/r. bébé „Säugling; Puppe“):
(Schweiz.) Baby, kleines Kind, Püppchen
Belbop ['bi:...] der; -[s], -s (aus gleichbed. amerik. bebop
(lautnachahmend)): 1. (ohne Plur.) kunstvoller nordamerik. Jazz um 1940. 2. Tanz in diesem Stil
Belchalmellsolße [beʃa'mɛl...] die; -, -n: (nach dem franz.
Marquis L. de Béchamel, dem Haushofmeister Lud
wigs XIV.): weiße Rahmsoße
Bêche-de-Mer [bɛʃdə'me:n] das; - (aus gleichbed. /r.
bêche-de-mer, eigtl. „Seegurke“, weil die Seegurke ein
wichtiger Handelsartikel der Inseln im westlichen Stillen
Ozean war): vereinfachte Verkehrssprache zwischen Ein
geborenen u. Europäern im westlichen Stillen Ozean
BelchilkumiZfli; -s, ...ka (zugr. bëx, Gen. bechös „Husten“
u. T...ikum>: (veraltet) Hustenmittel
belcirlcen [bə'tsɪrtsn] vgl. tbezirzen
Beclquelrel [bɛkə'rɛl] das; -s, - (nach dem franz. Physiker
Henri Becquerel, 1852-1908): Maßeinheit für die Aktivi
tät ionisierender Strahlung; Zeichen Bq. Bec que rel effekt, auch Beclquelrel-Eflfekt [bɛkə'rɛl...] der; -s: Un
terschied in der Elektrodenspannung, der auftritt, wenn
die eine von zwei gleichen, in einen Elektrolyten getauch
ten Elektroden belichtet wird. Bec|que|re|lit [auch ... lit]
das; -s, -e (zu t2...it> : gelbes, tafeliges Uranmineral
Beczlka [`bɛtʃka] die; -, ...ki (aus gleichbed. poln. beezka,
weitere Herkunft unsicher): [altes poln.] Flüssigkeitsmaß,
Tonne (entspricht etwa 1001)
Bed and Breaklfast [- ənd brɛkfəst] (aus engl. bed and
breakfast „Bett und Frühstück“) : (Angebot der Übernach
tung in angloamerik. Ländern) Zimmer mit Frühstück (in
Privatwohnungen)
Be|de|gu|ar [,..'gua:n] tZer; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. bedég(u)ar zu altfr. bedegard, dies auspers. badaward): zot
tig behaarte Galle an Rosensträuchern
Beldid lik der: -s, -s (aber: 5 -) (wohl zu türk, bedel „Ge
genwert, Preis“): Goldmünze in Ägypten (1839-1914) im
Wert von 100 Piastern
Bed Hal mit der; -en, -en (nach dem Namen der großen Lon
doner psychiatrischen Klinik Bedlam (dies verderbt aus
dem hebr. Ortsnamen Bethlehem) u. zu t3...it>: (veraltet)
psychisch Kranker, Insasse einer psychiatrischen Klinik
od. Anstalt
Bed|lingltonlter|riler ['bɛdlɪŋtəntɛrin] der; -s, - (nach der
engl. Stadt Bedlington u. zu ITerrier): engl. Hunderasse
Beldon [bə'dð:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. bedon zu be
daine „dicker Bauch, Wanst“): dem Tamburin ähnliches
franz. Schlaginstrument des 15. u. 16. Jh.s
’Belduli ne der; -n, -n (über fr. bédouin aus arab. badawiyyün, vulgärarab. bedewin, Plur. vonbadawi (bedewi) „Wüs
tenbewohner“): arab. Nomade; vgl. Fellache. 2Be|du|j|ne
die; -, -n: (früher) der arab. Tracht nachgeahmter Damen
mantel mit Kapuze
Beelfallo [ bi:...] der od. das; -s, -s (Kurzw. aus engl. beef
192
Beefburger
„Rind“ (dies über altfr. boef, buef aus lat. bos „Rind“) u.
buffa/o „Bison“): Bez. für das Kreuzungsprodukt aus
Hausrindu. nordamerik. Bison. Beef|burlger['bi:fb3:go]
der;-s, - (zu engl. beef „Rindfleisch“ u. (...burger): 1. deut
sches Beefsteak (Beefsteak aus Hackfleisch). 2. mit einer
Frikadelle belegtes Brötchen. Beef lealter [,,d:tə] der; -s,
-s (meist Plur.) <aus gleichbed. engl. beefeater, eigtl.
„Rindfleischesser“): (scherzh.) Angehöriger der königli
chen Leibwache im Londoner Tower (eigtl. Yeoman of the
Guard). Beeflsteak [,,,ste:k] das; -s, -s <aus gleichbed.
engl. beefsteak; vgl. Steak): Steak vom Rind; Beefsteak à
la tatare: [- a la ta'tar] svw. Tatarbeefsteak], Beefitea
[,,,ti:] der; -s, -s (auseng/. beef tea „Fleisch-, Kraftbrühe“):
kräftige Rindfleischbrühe
Beel Izel bub [auch 'bei..., auchbe'el...] der; - (.über lat. Beel
zebub, gr. Beelzeboüb aus hebr. Ba’al zevüv „Herr der
Fliegen“): [oberster] Teufel
Beelper ['bi:pu] der; -s, - (aus gleichbed. engl.-amerik. bee
per zu to beep „einen Piepton abgeben“) : kleines, tragbares
elektronisches Rufgerät, das einen Piepton abgibt, wenn
der Träger (z.B. im Bereitschaftsdienst) kontaktiert wird
Beg der; -[s], -s u. Bei der; -[s], Plur. -e u. -s (aus türk, bey
„Herr“): höherer türk. Titel, oft hinter Namen, z.B. AliBei; vgl. Beglerbeg
Belgard der; -en, -en u. Belgarlde der; -n, -n (aus gleich
bed. mlat. beg(gh)ardus, weitere Herkunft unsicher): Mit
glied einer halbklösterlichen Männervereinigung im Mit
telalter; vgl. Begine
Belgaslse vgl. Bagasse
BelgilneiZZe; -, -n (über gleichbed. niederl. begijne aus mlat.
beguina, weitere Herkunft unsicher): Mitglied einer halb
klösterlichen Frauenvereinigung in Belgien u. den Nieder
landen; vgl. Begard
Begllerlbeg der; -s, -s (aus türk, beylerbeyi „Herr der Her
ren“) : Provinzstatthalter in der alten Türkei. Begllik, Bei
lik das; -s, -s (aus gleichbed. türk, beylik): Würde, auch
Verwaltungsbezirk eines Begs
Beg Ima das; -s (aus gleichbed. gr. bègma zu bessern „hus
ten“, dies zu bëx „Husten“): (veraltet) Auswurf beim Hus
ten (Med.)
Belgolnie [,,,iə] die; -, -n (aus gleichbed. nlat. begonia, nach
dem Franzosen M. Bégon, Gouverneur von San Domingo
(fl710)>: Zier- u. Gartenpflanze, die große leuchtende
Blüten, saftige Stängel u. gezackte, unsymmetrisch ge
formte, meist bunte Blätter hat
Belgueule [be'gcel] die; -, -n [...lsn] (aus gleichbed. fr. bé
gueule zu bée „offen“ u. gueule „Rachen“, dies aus lat. gu
la „Kehle, Schlund“): (veraltet) gezierte, spröde, prüde
Person
Belguine [be'gi:n] der; -s, -s, fachspr. die; -, -s (aus gleich
bed. kolonialfr. béguine zu fr. béguin „Flirt“, dies zu s’em
béguiner „sich vernarren“, eigtl. „eine Haube aufgesetzt
haben“, zu béguin „Haube“): lebhafter volkstümlicher
Tanz aus Martinique u. Santa Lucia, ähnlich der Rumba
Belgium die; -, -en (über engl. begum aus Hindi begam
„(meine) Herrin“, dies zu türk, bey, vgl. Beg): Titel indi
scher Fürstinnen
Be|ha|is|mus vgl. Bahaismus
Be|ha|vi|o|ris|mus [biheviə...] der; - (zu engl. behavio(u)r
„Benehmen, Verhalten“ u. T...ismus (1)): sozialpsycholo
gische Forschungsrichtung, die sich nur mit dem objektiv
beobachtbaren u. messbaren Verhalten beschäftigt, behalvi|o|ris|tisch (zu (...istisch): a) den Behaviorismus
betreffend; b) nach der Methode des Behaviorismus ver
fahrend
Belhelmoth der; -[e]s, -s (aus hebr. behemöt „Großtier“,
eigtl. Plur. von behemä „Tier“) : 1. im Alten Testament Na
me des Nilpferdes. 2. in der Î Apokalyptik mythisches Tier
der Endzeit
Bennuss die; -, ..müsse (aus arab. bän
„Meerrettichbaum, der die Behennuss liefert“): ölhaltige
Frucht eines ostind. Baumes
Belhind [bi'haind] das; -s (zu engl. behind „hinter; hin
ten“): (schweiz.) Raum hinter der Torlinie (Fußball)
Beh|rai/ze; -, -s (aus gleichbed. engl. beira, baira, dies aus ei
ner afrik. Eingeborenensprache): Zwergantilope aus den
Gebirgen Ostäthiopiens u. des nördlichen Somaliland.es
Bei vgl. Beg
Bei Idel I lit [auch ...'lit] iter; -s, -e (nach dem Ort Beidell in
Colorado (USA) u. zu (2...it): ein Tonmineral
beige [be:ʃ] (fr.; „ungefärbt; sandfarben“ (von Wolle)):
sandfarben. Beige das; -, Plur. - u. (ugs.) -s: beige Farbe
Beilgnet* [bɛn'je:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. beignet):
Schmalzgebäck mit Füllung; Krapfen
Beillik vgl. Beglik
Beilram vgl. Bairam
Bejlsalanltiliolpe die; -, -n (verdeutlichende Bildung aus
gleichbed. afrik. be’za u. Î Antilope) : fast ausgerottete ost
afrikanische Antilopenart
belkallmen (zu ÎKalme): (einem anderen Segelschiff
durch Vorbeifahren) den Fahrtwind nehmen
Be|kas|si|ne die; -, -n (aus gleichbed. fr. bécassine zu bec
„Schnabel“, dies aus gall.-lat. beccus): vor allem in Sümp
fen lebender Schnepfenvogel
belkiflfen (zu ÎKif): (Jargon) sich durch ÎKiffen in einen
Rauschzustand versetzen
Bekljalren die (Plur.) (zu türk, bekär „Junggeselle“ od.
serb. bécar, ung. betyár „Vagabund“): Räuberbanden, die
vor allem im 17. Jh. in den Balkanländern u. Südungarn
auftraten u. sich als Söldner od. Freischärler u.a. an den
Türkenkämpfen beteiligten
belkomlplilmenltielren* (zu TKompliment): (veraltet)
begrüßen, bewillkommnen
Bekltalschi der; -[s], -[s] (nach dem legendären Hadschi
Bektasch): Angehöriger eines im 13. Jh. entstandenen,
vornehmlich in der Türkei verbreiteten Î synkretistischen
Derwischordens
’Bei das; -s, - (nach dem Amerikaner A. G. Bell (1847 bis
1922), dem Erfinder des Telefons) : Kennwort bei Größen,
die als dekadischer Logarithmus des Verhältnisses zweier
physik. Größen gleicher Art angegeben werden; Zeichen B
2Bel (aus semit. bëlum „Herr“): Beiname mehrerer babylon.
Götter, z. B. Bel-Charran „Herr von Charran“ (entspricht
dem Mondgott Sin)
Bel|ami*iter; -[s], -s (ausfr. bel ami „schöner Freund“ (nach
der Titelgestalt eines Romans von Maupassant)): Frauenliebling. Bel|amour[...a'mu:i3]i/er;-s,-s(zu/r. bei „schön“
u. amour „Liebe, Zuneigung“): (veraltet) Liebhaber
bel|can|tie|ren [...k...] u. belkantieren (zu (Belcanto u.
(..deren): im Stil des tBelcantos singen. Bellcanltist u.
Belkantist der; -en, -en (zu (...ist): Sänger, der die Kunst
des ÎBelcantos beherrscht. Bellcanlto, auch Belkanto
der; -s (aus it. bel canto „schöner Gesang“): virtuoser ital.
Gesangsstil, bei dem bes. auf Klangschönheit Wert gelegt
wird
Bel|chi|te [,,, tʃɪ:tə] die; - (nach der span. Stadt Belchite):
eine Art span. Wolle
Bellemlnit [auch ..,'nit] der; -en, -en (zu gr. bélemnos
„Blitz, Geschoss“ (weil man früher die versteinerten Ske
lettteile für Geschosse hielt, die beim Gewitter zur Erde
herabgeschleudert worden seien) u. zu (2,..it): 1. ein aus
gestorbener, tintenfischähnlicher Kopffüßer. 2. Donner
keil, Teufelsfinger (fossiler Schalenteil dieser Tiere)
Belleslprit* [bɛlɛs'pri:] der; -s, -s (aus fr. bei „schön“ u.
(Esprit): (veraltet, oft spöttisch) Schöngeist. Belletalge
[-,,e'ta:ʒə] die; -, -n (zu (Etage, eigtl. „schönes Stock
werk“): (veraltend) Hauptgeschoss, erster Stock
Be|li|al der: -[s] (zu hebr. bli „nicht“ u. ja’al „Nutzen“): früBe|hen|nuss,
193
here Bez. für Teufel, Dämon. Bellilalsldienst der: -[e]s,
-e: Verehrung Belials. Be|li|ar vgl. Belial
Belliler [be'lie:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. bélier, dies zu
niederl. belhamel „Leithammel“): (veraltet) 1. Widder. 2.
Mauerbrecher
Be|li|no|graf, auch...graph der; -en, -en (nach dem franz.
Erfinder E. Belin (1876-1963) u. zu t...graf>: Bildtelegraf
Bel lit [auch bellt] das; -s (Kunstw.): Zementmineral, haupt
sächlich aus Kalziumsilikat bestehend
bellkanltielren usw. vgi. belcantieren usw.
Bel la don na die: -, ...nnen (aus ü. bella donna „schöne
Frau“ (wegen der früheren Verwendung der Pflanze zu
Schönheitsmitteln)): 1. Tollkirsche (giftiges Nachtschat
tengewächs). 2. aus der Tollkirsche gewonnenes Arznei
mittel. Bel|la|don|nin das: -s (zu î...in ( 1)>: ein Alkaloid
Belllanlde die; -, -n (aus gleichbed. it. belanda, dies wie/r.
bélandre aus niederl. bijlander): nordisches, unten plattes
Segelschiff
Belle Époque [bɛlepɔk] die; - (aus fr. belle „schön, heiter“
u. époque „Epoche“): Bez. für die Zeit des gesteigerten
Lebensgefühls in Frankreich zu Beginn des 20. Jh.s. Belle
Mère [bɛl'mɛ:r] die; - -, -s -s [bɛl'mɛ:r] (zu/r. mère „Mut
ter“, eigtl. „schöne Mutter“): (scherzh.) Schwiegermutter.
Bellleltrist* der; -en, -en (zu ÎBelletristik u. t,..ist>:
Schriftsteller der schöngeistigen od. unterhaltenden Lite
ratur. Bel leitris telrei* die: -: das Schreiben von min
derwertiger Unterhaltungsliteratur. Bel le tris tik* die; (zu fr. belles-lettres „schöne Literatur“ u. f ...istik): unter
haltende, schöngeistige Literatur, Unterhaltungsliteratur.
bel|le|tris|tisch* (zu Î...istisch): a) die Belletristik be
treffend; b) schöngeistig, literarisch. ’Bellelvue [befvy:]
die; -, -n [,..'vy:an] (aus fr. belle vue „schöne Aussicht“):
(veraltet) Aussichtspunkt. 2Belle|vue das; -[s], -s (zu
Î’Bellevue): Name von Schlössern od. Gaststätten mit
schöner Aussicht; vgl. Belvedere
Bel|li|ge|rant [...je'rä:] der; -en, -en (aus gleichbed./r. bel
ligérant zu lat. heiligere« „Krieg führen“): (veraltet) der
Kriegführende. bel|li|kös (aus gleichbed. lat. bellicosus):
(veraltet) kriegerisch, streitbar
belllislsilma (it.; Femininum vont bellissimo): sehr schön,
die Schönste (von Frauen). bel|lislsi|mo (it.; Superlativ
von bello „schön, groß“, dies aus lat. bellus „hübsch“,
mlat. „schön“): sehr schön, der Schönste (von Männern)
Belllilzist der; -en, -en (zu lat. bellum „Krieg“ u. 7 ...ist):
Anhänger u. Befürworter des Krieges; Kriegstreiber, bellilzisltisch: den Krieg befürwortend, kriegstreiberisch
belllo moldo (lat.): auf schöne, passende Art
belllum om ni um conltra* omines [- - kɔn... 'ɔmne:s]
dat.; „Krieg aller gegen alle“): der Staatslehre des engl.
Philosophen Th. Hobbes (1588-1679) entstammender
Ausspruch, nach dem die Menschen sich eine übermäch
tige Staatsmaschine einrichten müssen, um sich in ihrem
Egoismus nicht selbst zu zerstören
Bellolmanltie die; - (aus gleichbed. gr. belomantia): (ver
altet) das Wahrsagen aus mit Zeichen versehenen Pfeilen,
die aus dem Köcher gezogen wurden
Bellolnit [auch ... nit] der; -s, -e (zu gr. belong „Spitze, Na
del“ u. t2...it): nadelförmiger ÎMikrolith (1)
Bel-Palelse der; - (zu it. bel(lo) „schön“ u. paese „Land,
Dorf’, eigtl. „schönes Land“): Butterkäse; vollfetter ital.
Weichkäse
’Bellulga die; -, -s (aus gleichbed. russ. beluga zu bely
„weiß“); 1. russ. Name für den Hausen (einen Störfisch).
2. ältere Bez. für den Weißwal. 2Bellulga der; -s: aus dem
Rogen des Hausens bereiteter Î Kaviar
Beilutsch der; -[e]s, -e (nach den Belutschen, einem iran.
Hirtenvolk in Vorderasien): handgeknüpfter, meist lang
fransiger Orientteppich mit rotlila od. blaulila Grund aus
dem Gebiet der Belutschen
Benefiz
[belve...] das: -[s], -s (aus gleichbed. it. belve
dere, eigtl. „schöne Aussicht“, zu bei „schön“ u. vedere
„sehen“): 1. (veraltet) Aussichtspunkt. 2. svw. 2Bellevue
Bel ma das:-s, -ta (ausgr. bèma „Stufe“, eigtl. „(Fuß)tritt“):
a) svw. Almemar; b) erhöhter Altarraum in orthodoxen
Kirchen. Belmaltist der: -en, -en (meist Plur.) (ausgr. bêmatistês „der mit Schritten Abmessende“ zu bematizein
„schreiten“): Vermesser der Wegstrecken im Heer Ale
xanders des Großen
bélmol [be'mɔl] (fr.): franz. Bez. für das Erniedrigungszei
chen in der Notenschrift
Ben (aus hebr. u, arab. ben „Sohn“): Teil hebräischer u. ara
bischer Familiennamen mit der Bedeutung „Sohn“ od.
„Enkel“, z.B. Ben Akiba
Beinaride die; -, -n (aus gleichbed./r. bénarde): (veraltet)
Doppelschloss, von beiden Seiten zu schließendes Schloss
Belnalres der; - (nach der ind. Stadt Benares): silberge
stickter ind. Seidenstoff
Benchlmark [bɛntʃmɑ:k] der; -s, -s, auch die; -, -s: Maß
stab für den Vergleich von Leistungen (bes. Wirtsch.).
benchmarken ['bɛntʃmɑ:kən] (aus gleichbed. engl. to
benchmark): anhand eines Benchmarks bewerten (bes.
Wirtsch., EDV). Benchlmarlking [,,,mɑ:kɪŋ] das; -s, -s
(aus gleichbed. engl. benchmarking): 1. das Vergleichen
von Herstellungsprozessen, Managementpraktiken sowie
Produkten od. Dienstleistungen zur Aufdeckung von Leis
tungsdefiziten (Wirtsch.). 2. Bewertungsprogramm für die
Rechenleistung von Computern (EDV)
Benldak der; -s, -s (aus dem Pers.): hohe, mützenartige
Kopfbedeckung der Derwische
belne (lat., it.): gut! be|ne|dei|en (aus mhd. benedien,
dies über it. benedire aus lat. benedicere, vgl. benedizieren): segnen, lobpreisen. Belne|diclti|o|na|le [...dik...]
das; -, ...lien [...ion] (verkürzt aus kirchenlat. benedictionalis liber „Lobpreisungsbuch“): liturgisches Buch für die
ÎBenediktion. Be|ne|dic|ti|o|nalri|um das; -s, ...ien
[...ion] (vgl. ...arium): svw. Benedictionale. Belneldictus das; -, - (zu lat. benedictus „gesegnet“. Part. Perf. von
benedicere, vgl. benedizieren): 1. Anfangswort u. Bez. des
Lobgesangs des Zacharias nach Lukas 1,67 ff. (liturgi
scher Hymnus). 2. zweiter Teil des USanctus. Belneldiktenlkraut das; -[e]s, ...kräuter: 1. zu den Korbblütlern ge
hörende, gelb blühende distelartige Pflanze, die reich an
Bitter- u. Gerbstoffen ist u. von der Auszüge aus den Blät
tern für Kräuterliköre verwendet werden; Bitterdistel. 2.
Echte Nelkenwurz (Rosengewächs). Belne|dik|ti|ner
der; -s, - (nach dem Ordensgründer Benedikt von Nursia
(um 480 bis etwa 547)): 1. Mönch des nach der Regel des
hl. Benedikt lebenden Benediktinerordens (Ordinis Sancti
Benedicti „vom Orden des hl. Benedikt“; Abk.: OSB). 2.
ein feiner Kräuterlikör. Be|neldiklti|on die; -, -en (aus
gleichbed. lat. benedictio): Segen, Segnung, kath. kirchli
che Weihe. Belneldikltus vgl. Benedictus. be|ne|di|zi_eren (aus lat. benedicere „Gutes wünschen, segnen“): seg
nen, weihen. Be|ne|fak|ti|on die; -, -en (aus gleichbed.
lat. benefactio zu benefacere, vgl. Benefaktiv): (veraltet)
Wohltätigkeit. Belnelfakltiv der; -s, -e [...va] (zu lat. be
nefactus (Part. Perf. von benefacere „wohltun“) u. T...iv>:
Ausdrucksform zur Bezeichnung des Nutznießers einer
Handlung, z.B. ihm in er gibt ihm ein Buch (Sprachw.);
Ggs. ÎDetrimentiv. Be|ne|fak|tor der; -s, ...oren (aus
gleichbed. lat. benefactor): (veraltet) Wohltäter. Belnefitlting das; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. benefitting zu to benefit „nützen“): Werbeangebot mit unmittel
barem Nutzen für den Adressaten (z.B. kostenloser In
ternetzugang, aber mit Werbeeinblendung; Wirtsch.).
Belnelfiz das, -es, -e (aus (m)lat. beneficium, vgl. Benefizium): 1. (veraltet) Lehen. 2. (veraltet) Wohltat. 3. Vor
stellung zugunsten eines Künstlers od. für einen wohltätiBellveldelre
Benefizenz
gen Zweck; Ehrenvorstellung. Be|ne|fi|zenzí/¿e,-, -en (aus
gleichbed. lat. beneficentia): svw. Benefaktion. be|ne|fizi|al (aus gleichbed. lat. bénéficiais): (veraltet) 1. wohltä
tig. 2. zu einem Benefizium (3) gehörig. Be|ne|fi|zi|ant
der; -en, -en (zu Î ...ant (1)): von einem Benefiz (3) begüns
tigter Künstler. Be|ne|fi|zi|ar der; -s, -e (zu t...ar (2)>:
svw. Benefiziat. Belne|fi|zi|atr/er; -en, -en (zu Î ...at (1)>:
Inhaber eines [kirchlichen] Benefiziums. be nelfi zieren (zu Î ...fizieren): (veraltet) Wohltaten erweisen. Bene|fi|zi|um das; -s, ...ien [...jan] (teilweise über mlat. be
neficium „Lehen“ aus lat. beneficium „Wohltat, Begüns
tigung“ zu benefacere „wohltun, gute Dienste leisten“): 1.
(veraltet) Wohltat, Begünstigung. 2. mittelalterliches Le
hen (zu [erblicher] Nutzung verliehenes Land od. Amt). 3.
mit einer Pfründe (Landnutzung od. Dotation) verbunde
nes Kirchenamt; vgl. Offizium. Be|ne|fiz|kon|zertdas;
-[e]s, -e: svw. Benefiz (3). Be|ne|fiz|vor|stel|lungfiíze; -,
-en: svw. Benefiz (3)
Be ne lux [auch ... luks]: Kurzw. für die in einer Zoll- u.
Wirtschaftsunion zusammengeschlossenen Länder Bel
gique (Belgien), Nederland (Niederlande) u. Luxembourg
(Luxemburg). Be|ne|lux|staa|ten<Be (Plur.): svw. Bene
lux
Belnelmelrenz die; - (aus gleichbed. mlat. benemerentia
zu tbene u. lat. merere „verdienen“): (veraltet) das Ver
dienst um etwas; Wohlverdientheit. be ne mislcelaltur
[- mistse...] tlat.y. es werde gut gemischt (auf alten Rezep
ten). Be|ne|pla|ci|tum* [...tsi...] das; -s, Plur. ...ta od. -s
(aus lat. beneplacitum, Neutr. von beneplacitus „wohlge
fällig“): (veraltet) Wohlgefallen, Gutdünken, belnelventielren [...V...] (zu tbene, lat. ventum, Part. Perf. (Neutr.)
von venire „kommen“ u. Î..deren): (veraltet) bewillkomm
nen. be|ne|vo|lent [...vo...] (aus gleichbed. lat. benevo
lens, Gen. benevolentis): (veraltet) wohlwollend, belnevo ius fat.y wohlwollend, gewogen, freundlich gesinnt
Ben|ga|li|ne die; - (nach der Landschaft Bengalen in Vor
derindien u. zu t ...ine): ripsbindiger (nach Ripsart geweb
ter) Halbseidenstoff, ben¡gallisch: in ruhig-gedämpften
Farben leuchtend (in Bezug auf Beleuchtung); bengali
sches Feuer: buntes Feuerwerk
belnilgne* (zu lat. benignus „gutmütig“): gutartig (z.B. in
Bezug auf Tumoren); Ggs. tmaligne. Be nilgniltät die;
-(aus/ɑt. benignitas, Gen. benignitatis „Güte“): 1. Gutar
tigkeit einer Krankheit (Med.); Ggs. ÎMalignität. 2. (ver
altet) Güte, Milde, Gutherzigkeit
’Benljalmin der; -s, -e (aus hebr. benjamin „Sohn der rech
ten (Seite)", d.h. des Südens; nach dem jüngsten Sohn Ja
kobs im A.T.): (scherzh.) Jüngster einer Gruppe od. Fa
milie. 2Ben|ja|min der; -s, -e (zu Î'Benjamin): kurzer,
zweireihiger Herrenmantel (Mode); Kurzform Benny
ben lelgalto (L.): gut gebunden (Vortragsanweisung;
Mus.)
ben marl caito [- ...ka:to] (it.): gut betont, scharf markiert,
akzentuiert (Vortragsanweisung; Mus.)
BenlnezZ/e; -, -n (über fr. benne „Tragkorb, Kübel, Wagen
kasten“ aus gall, benna „Wagen“): (Schweiz, mdal.)
Schubkarren
Benlnetltiltee die; -, -n (meist Plur.) (zu nlat. bennettitales, nach dem engl. Botaniker J. J. Bennett (19. Jh.)> : Ord
nung fossiler Pflanzen der ÎTrias u. der Kreidezeit
Benlnussvgl. Behennuss
Benlny der; -s, -s: Kurzform von t2Benjamin. Benlnygown [...gaun] das; -[s], -s (zu engl. gown „Robe, Talar“):
seidene Hausjacke für den Herrn (Mode)
Benltang das; -, -s (aus gleichbed. afrik. benteng, bentengi): Männergemeinschaftshaus in Westafrika für Ver
sammlungen u. kultische Handlungen
ben telnulto(/z,): gut gehalten (Vortragsanweisung; Mus.)
benlthal (zu (Benthos u. t`,,,al (1)>: das Benthal betref
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fend, zu ihm gehörend. BenlthalíZ¿zs;-s (zut ’...al (2)>: Re
gion des Gewässergrundes od. Meeresbodens (BioL).
ben thisch vgl. benthal. benltholgen (zu t...gen): aus
vulkanischen Tiefen entstanden (Geol.). ben tho nisch:
das Benthos betreffend. Benlthos das; - (aus gr. benthos
„Tiefe, Meerestiefe“): die Tier- u. Pflanzenwelt des Mee
resbodens; vgl. Aerobios. Benltholskop* das; -s, -e (zu
t. ..skop): eine stählerne Tauchkugel, die an einem langen
Drahtseil von einem Begleitschiff aus bewegt wird
Benltolnit [auch ...' nit] der; -s, -e (nach dem ersten Fund
ort in der Gegend von Fort Benton in Montana, USA, u.
zu t2...it>: ein Ton mit starkem Quellungsvermögen
benz..., Benz... vgl. benzo..., Benzo... Benzlalldelhyd
der; -s, -e (Kurzw. aus Îbenzo... u. ÎAldehydy. künstliches
Bittermandelöl. Benlzenr/as, -s, -e (Kurzw. aus t benzo...
u. Î ...eny. svw. Benzol. Benlzildin das; -s (zu tBenzin):
Ausgangsstoff der Benzidinfarbstoffe. Benlzin das; -s, -e
(zu îbenzo... u. t...in (1)): Gemisch aus gesättigten Koh
lenwasserstoffen, das bes. als Treibstoff für Vergasermo
toren sowie als Lösungs- u. Reinigungsmittel verwendet
wird, benlzo..., Benlzo..., auch benz..., Benz... (aus
mlat. benzoë, vgl. Benzoe): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „(aromatische) Kohlenwasserstoffe enthal
tend“, z. B. Benzaldehyd, Benzin, benzoid, Benzoyl. Benzolat das; -[e]s, -e (zu t...at (2)>: Salz der Benzoesäure.
Benlzoldilalzelpin das; -s, -e (meist Plur.) (zu gr. dis
„zweifach“, îAzo...,gr. êpios „besänftigend, mildernd“ u.
Î ...in> : Arzneimittel gegen Angst- u. Spannungszustände,
Schlafstörungen sowie Depressionen. Benlzoe [...tsoe]
die; - u. Benizoelharzr/a.s, -es (zu mlat. benzoë (Name ei
nes südostasiat. Harzes, zunächst Bez. für das Teerdestil
lat Benzol, dann auf das Erdöldestillat übertragen), dies
über gleichbed. it. bengiui aus arab. lubän gäwl „Weih
rauch aus Java“): wohlriechendes Harz bestimmter ostin
discher u. indochinesischer. Benzoebaumarten (Verwen
dung als Räuchermittel, in der Parfümherstellung u. als
Heilmittel). Benlzoelsäulre die; -: ein Konservierungs
mittel. benlzolid (zu îbenzo... u. t...oid): die Struktur des
Benzols aufweisend. Benlzolc/aj; -s, -e (Kurzw. aus Îben
zo... u. îAlkohol): Teerdestillat [aus Steinkohlen], ein
fachster aromatischer Kohlenwasserstoff (Ausgangsmate
rial vieler Verbindungen; Zusatz zu Treibstoffen; Lö
sungsmittel). Benlzollcarlbonlsäulre [...kar...] die; -:
svw. Benzoesäure. Benlzolyl das; -s (Kurzw. aus Î benzo...
u. î..._yZ): Restgruppe des Moleküls der Benzoesäure.
ben|zo|y|Eie|ren (zu t ...ieren): eine Benzoylgruppe in ei
ne chem. Verbindung einführen. Benzlpylren das; -s (zu
gr. pyroün „brennen“ u. t...en>: ein Krebs erzeugender
Kohlenwasserstoff (in Tabakrauch, Auspuffgasen u. a.).
Benlzyldas; -s (zu T ...yl> : einwertige Restgruppe des ÎTo
luols. Ben zyliallko hol der; -s: in vielen Blütenölen vor
kommender aromatischer Alkohol (Grundstoff für Parfü
me)
Beo der; -, -s (aus dem Indones.): Singvogel aus Indien
Belralchaßfe, -, ...chot [,..'xo:t] (aus gleichbed. hebr. berakä
zu bárak „segnen“): Bez. für Î Benediktionen, Segensfor
meln orthodoxer Juden für verschiedene Anlässe
Beirat vgl. Barat
Berlberi/er; -s, - (nach dem nordafrik. Volk): 1. ein wollener
Knüpfteppich. 2. in Nordafrika gezüchtetes Reitpferd. 3.
jmd., der keinen festen Wohnsitz hat; Nichtsesshafter,
Land-, Stadtstreicher
Berlbelrin das; -s (zu ÎBerberitze u. t...in (1)): aus der
Wurzel der Berberitze gewonnenes, als gelber Farbstoff
sowie als Bittermittel verwendetes Î Alkaloid. Ber|be|ritze die; -, -n (aus mlat. berberís „Sauerdorn“, weitere Her
kunft ungeklärt): Zierstrauch der Gattung Sauerdorn mit
gelben Blüten u. roten Beerenfrüchten
Berlceau [bɛr'so:] der; -s, -s (aus fr. berceau „Wiege“, dies
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über das Altfr. aus dem Vulgärlat.): (veraltet) Lauben
gang. Berlceulse [bɛr'so:zə] die: -, -n <aus gleichbed./r.
berceuse zu bercer „schaukeln, wiegen“, dies über das
Altfr. aus dem Vulgärlat.): 1. Wiegenlied (Mus.). 2. (veral
tet) Schaukelstuhl
Bélret ['berɛ] das: -s, -s <aus gleichbed./r. béret, dies aus
vulgärlat. birrum „Kapuze“; vgl. Barett): (Schweiz., auch
luxemburgisch) Baskenmütze
Berlgalma der: -[s], -s (nach der türk. Stadt Bergama):
handgeknüpfter, streng geometrisch gemusterter Orient
teppich
Berlgalmaslca [...ka] r//e; -, -s {it. ; nach dem Gebiet um
Bergamo): fröhlicher ital. Volkstanz
Berlgalmo vgl. Bergama
Berlgalmotlte die: -, -n (aus gleichbed./r. bergamote, dies
über it. bergamotta aus türk, bey-armüdi „Herrenbirne“;
vgl. Beg): 1. a) in Südeuropa u. Westindien kultivierter
Baum mit süßlich riechenden Blüten u. runden, glatten,
blassgelben Früchten ; b) Frucht der Bergamotte ( 1 a). 2. in
mehreren Sorten vorkommende würzig schmeckende Bir
ne. Ber|ga|mot|telli|kör der: -s, -e: gelbgrüner Likör aus
den Schalen der Bergamotte ( 1 b). Bergamottöl iZas;
-[e]s, -e : aus den Schalen der Bergamotte ( 1 b) gewonnenes
Öl für Parfüme u. Liköre
Berlgelnie [,,,iə] rfie; -, -n (aus gleichbed. nlat. bergenia,
nach dem dt. Botaniker K. A. v. Bergen, 1704-1759): zu
den Steinbrechgewächsen gehörende Pflanze, die in Euro
pa in zwei Arten als winterharte Zierstaude kultiviert wird
Berlgelre [bɛr'ʒe:rə] die: -, -n (aus gleichbed./r. bergère,
eigtl. „Schäferin“; vgl. Bergerette): 1. (veraltet) bequemer,
gepolsterter Lehnsessel. 2. ein schlichter Kopfputz. Ber
ge Iretlte [bɛrʒɛ...] die; -, -n (aus fr. bergerette „Hirten
lied“ zu berger „Schäfer“, dies über das Vulgärlat. zu lat.
vervex „Schaf*): 1. Hirten-, Schäferstück (Mus.). 2. (ver
altet) Getränk aus Wein u. Honig
Berlgilt der; -[e]s, -e (aus gleichbed. norw. berggylta, dies zu
berg „Felsen“ u. gylta „Sau, Schwein“): Goldbarsch
Berglsolnislmus der; - (nach dem franz. Philosophen
Henri Bergson (1859-1941) u. zu l...ismus (1)): philos.
Anschauung, wonach die Welt u. das Leben nicht durch
den Verstand, sondern allein über Intuitionen erfassbar
seien
Belrilbelri die; - (Verdoppelung von singhales. beri
„Schwäche“): Vitamin-B^Mangel-Krankheit (bes. in ostasiat. Ländern) mit Lähmungen u. allgemeinem Kräfte
verfall
Berlkan der; -s (über mlat. barracanus aus pers. baranka
„Schafwolle“): ein glatter Wollstoff
Ber|ke|li|um das; -s (aus gleichbed. nlat. bercelium, nach
der nordamerik. Universitätsstadt Berkeley): ehern. Ele
ment (ein Transuran); Zeichen Bk
Ber|ko|wez der; -, - (aus gleichbed. russ. berkovez zu älter
russ. *brkovsk pod „Gewicht der Stadt Björkö am Mälarsee“>: russ. Schiffspfund, alte russ. Gewichtseinheit von
lOPud (163kg)
Berkshire ['bɑ:kʃɪə] das; -s, -s (nach der gleichnamigen
engl. Grafschaft): schnellwüchsiges, schwarzes Schwein
mit weißen Flecken
Berllilnalle die; -, -n (zum Namen der dt. Hauptstadt, Ber
lin, Analogiebildung zu Î Biennale): Bez. für die alljährlich
in Berlin stattfindenden Filmfestspiele. Berllilne die; -, -n
(nach dem ersten Herstellungsort Berlin u. zu Î ...ine): (im
17. u. 18. Jh.) viersitziger Reisewagen mit einem Verdeck,
das zurückgeschlagen werden konnte. Berllinlgot [...1Ê'go:] der; -s, -s (aus gleichbed. /r. berlingot): eine Form der
Berline, Zweisitzer
Berllilnit [auch ...nit] der; -s, -e (nach dem schwed. Chemi
ker N. J. Berlin (1821-1891) u. zu t2...it): ein faseriges Mi
neral
Besoin
die; -, -n (ausfr. berloque, Nebenform von bre
loque „zierliche Kleinigkeit, Uhrgehänge“): kleiner
Schmuck an [Uhrjketten (Mode im 18. u. 19. Jh.)
Berime die; -, -n (über gleichbed. fr. berme aus niederl.
berm, dies aus mittelniederl. bærm): waagerechter Absatz
in hohen Dämmen u. Böschungen, bes. in Tagebauen
Berllolcke
Berlmuldalholsen,
Bermudas,
Bermuldashorts
[,,,ʃo:gts] die (Plur.) (nach den Bermudas, einer Inselgrup
pe im Atlantik): a) eng anliegende, fast knielange Î Shorts;
b) eng anliegende knielange Badehose
Berlnarldon [... dö:] der: -s, -s (in Anlehnung anden franz.
Personennamen Bernard vom Wiener Schauspieler J.
Kurz geprägte Fantasiebezeichnung): komische Figur des
Wiener Volkstheaters im 18. Jh.
Berlneur [bɛr'no:n] der; -s, Plur. -s od. -e (aus gleichbed. fr.
berneur zu berner, vgl. bernieren): (veraltet) Preller, Spöt
ter. berlnielren (aus gleichbed. fr. berner): (veraltet)
prellen, lächerlich machen
Betjnoilse [,,,'noa:zə] die; -, -n (nach der franz. Namens
form des Schweiz. Kantons Bern): Berner Tanz
Be|ro|li|na die; - (nach dem nlat. Namen für Berlin): 1.
Frauengestalt als Sinnbild Berlins. 2. (berlinisch, scherzh.)
große, kräftig gebaute Frau. Be|ro|li|nislmus der; -,
...men (zu t,,,ismus (4)): der Berliner Umgangssprache ei
gentümlicher Ausdruck
Ber|sa|gli|e|re* [,,,zalje:rə] der; -[s], ...ri (meist Plur.) (aus
gleichbed. it. bersagliere zu bersaglio „Zielscheibe“, dies
über altfr. bersail zu berser „schießen"): Angehöriger ei
ner ital. Scharfschützentruppe
Ber| serlker [auch brr...] der; -s, - (aus altnord. berserkr
„Bärenfell, Krieger im Bärenfell“): 1. wilder Krieger der
altnord. Sage. 2. a) kampfwütiger, sich wild gebärdender
Mann; b) Mann von bes. kräftiger Statur, berlserlkern:
wie ein Berserker wüten, sinnlos toben
Berlthe die; -, -n (aus gleichbed. /r. berthe): kragenartige
Einfassung des Halsausschnittes (Damenmode um 1850)
Ber|til|lo|na|ge [bɛrtijo'na:ʒə] die; - (nach dem franz. An
thropologen A. Bertillon (f 1914) u. zu Î ...age): überholtes
Verfahren zur Wiedererkennung rückfälliger Verbrecher
durch Registrierung unveränderlicher Körpermerkmale
Bertlranldit* [auch ...'dit] der; -s, -e (nach dem franz. Geo
logen M. À. Bertrand (1847-1907) u. zu T2...it): ein farb
loses bis hellgelbes Mineral, das in t Pegmatiten vorkommt
Belryll der: -[e]s, -e (über lat. beryllus aus gr. beryllos, dies
aus mittelind, vêruliya, zum alten Namen Velür der ind.
Stadt Belür): häufig als Schmuckstein verwendetes Mine
ral. Be I ry 11 li lo I se die: -, -n (zu T ‘...ose): durch Î Beryllium
hervorgerufene Staublungenerkrankung. Be|ryi|li|um
das; -s (zu t...ium): ehern. Element, Metall; Zeichen Be.
Be|ryl|lo|nit [auch ...nit] der; -s, -e (zu T2...it): ein farblo
ses od. trübes, berylliumhaltiges Mineral
Beisan [auch ’be:...] der: -s, -e (aus gleichbed. mittelniederl.
besane, dies über it. mezzana „Besansegel, -mast“ zu iai.
medianus „in der Mitte befindlich“): a) Segel am hinters
ten Mast; b) der hinterste Mast; Besanmast
Belschir u. Baschyr der; -[s], -[s] (aus dem Turkmenischen):
rotgrundiger turkmenischer Teppich mit Blüten- od. Wol
kenbandmuster
Beschlmet der; -, -s (aus dem Tatar.): umhangartiges Klei
dungsstück kaukas.u. türk. Völker
Be|sem|schon das; -s (aus niederl. bezemschoon, eigtl.
„besenrein“): Vergütung für die an der Verpackung hän
gen bleibenden Warenteilchen
Bélsigue [be'zi:k], Be sik das; -s (aus gleichbed./r. bésique, Herkunft unsicher): ein franz. Kartenspiel
Belsolgne* [bə'zɔnjəl die; -, -n (aus gleichbed./r. besogne,
weitere Herkunft unsicher): (veraltet) Besorgung, Ge
schäft, Arbeit. Belsoin [bə'zoɛ:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr besoin): (veraltet) Bedarf, Bedürfnis, Not
Bessemerbirne
die; -, -n (nach dem engl. Erfinder H.
Bessemer, 1813-1898): birnenförmiger Behälter zur Stahl
herstellung. beslselmern: Stahl nach dem Verfahren
Bessemers herstellen
besltilallisch (aus lat. bestialis „tierisch“ zu bestia, vgl.
Bestie): 1. (abwertend) unmenschlich, viehisch, teuflisch.
2. (ugs.) fürchterlich, unerträglich, z.B. hier stinkt es -.
bes|ti|a|li|sie|ren (zu f,,,isieren): (veraltet) verrohen,
vertieren, zum Unmenschen machen. Bes|ti|a|li|tätdie;
-, -en (zu Î...ität): a) (ohne Plur.) Unmenschlichkeit, grau
sames Verhalten; b) grausame Handlung, Tat. Besltilalrier[,,,in] der; -s,- (aus gleichbed. lat. bestiarius): mit Tieren
kämpfender Gladiator im alten Rom. besltilalrisch: die
Bestiarier betreffend; bestiarische Spiele: Gladiatoren
kämpfe im alten Rom. Bes|ti|a|rilumdas; -s, ...ien [...ion]'
(aus gleichbed. mlat. bestiarium zu lat. bestiarius „die Tie
re betreffend“): Titel mittelalterlicher Tierbücher. Bes
tie [...io] die;-, -n (aus lat. bestia „(wildes) Tier“): a) Raub
tier; wildes, gefährliches Tier; b) (abwertend) Unmensch.
Bes|ti|en|kalpi|tell [...ion...] das; -s, -e: romanisches
tKapitell mit symbolischen Tiergestalten. Besltilensàuiedie; -, -n: Säule mit reliefartigen Darstellungen mit
einander kämpfender Tiere (romanische Kunst)
Bestlselllerder; -s, - (aus gleichbed. engl. best seller zu to
sell „verkaufen“): etwas (bes. ein Buch), was [einige Zeit]
sehr gut verkauft wird; vgl. Longseller, Steadyseller
Belta das; -[s], -s (aus gr. bêta, dies über hebt; bêt aus dem
Phöniz.): zweiter Buchstabe des griech. Alphabets B, ß.
Belta...(zu Î Beta): Wortbildungselement zur Kennzeich
nung einer Abstufung. Be|ta|al|kolho|li|kerder; -s, - (zu
TBeta... u. tAlkoholiker): Gelegenheitstrinker ohne psy
chische u. physische Abhängigkeit. Beltalbilon® das; -s
(Kunstw.): Vitamin-B,-Präparat. Betablocker der; -s,
-: Kurzform von î Betarezeptorenblocker
Beltalfit [auch ... fit] der; -s, -e (nach dem Fundort Betafo
auf Madagaskar u. zu T2...it): ein grünliches niob- u. tan
talhaltiges Uranmineral
Be|ta|glo|bu|lin das; -s, -e (zu TBeta... u. TGlobulin): he
terogene Eiweißfraktion (vgl. Fraktion 2) des Serums
(Med.)
Beltalin das; -s (zu lat. beta „Rübe“ u. T...in (1)>: aus der
Melasse von Zuckerrüben gewonnene Aminosäure, die als
Arzneimittel bes. zur Senkung des Cholesterinspiegels,
bei Lebererkrankungen u. zur Substitution von Magensäu
re verwendet wird
Be|ta|milme|ti|kum das; -s, ...ka(zu t Beta..., gr. mimëtikós „zur Nachahmung gehörig“ u. î...ikum): Substanz, die
im Körper die gleichen Erscheinungen hervorruft, wie sie
durch die Betarezeptoren ausgelöst werden (Med.). Beltare zepitor der; -s, ...oren: tRezeptor (2) des sympathi
schen Nervensystems, der die hemmenden Wirkungen be
stimmter Substanzen vermittelt (z.B. Erweiterung der
Blutgefäße, Erhöhung von Schlagvolumen und Frequenz
des Herzens) (Med., Physiol.). Be|ta|re|zepltolren|blocker der; -s, - (zu engl. to block „blockieren, hemmen,
(ver)hindern“): ehern. Substanz, mit der die Wirkung auf
die Betarezeptoren blockiert wird; Arzneimittel zur Be
handlung bestimmter Herzkrankheiten, Bluthochdruck
u.a. (Med., Chem.). Beltaspekltrograf*, auch
...gra ph der; -en, -en: automatisch registrierendes Beta
spektrometer. Be|ta|spek|tro|me|ter* das; -s, -: Mess
gerät zur genauen Messung der Energie- od. Impulsvertei
lung von Betastrahlen. Be|ta|spek|trum*das; -s, ...tren:
Energiespektrum der Betateilchen beim Î Betazerfall
(Kernphys.). Be ta strah len, ß-Strah|len die (Plur.):
radioaktive Strahlen, die aus Elektronen bestehen. Beltastrah 1er, ß-StrahIler der; -s, -: eine 1 Betastrahlen aus
sendende radioaktive Substanz. Be|ta|sym|pa|thi|kolylsedie; -, -n: Hemmung der Betarezeptoren sympathi
Bes|se|metjbiijne
196
scher Nerven durch Arzneimittel (Med., Chem.). Beltasym|pa|thi|ko|lylti|kumdas; -s, ...ka: Arzneimittel, das
die Betarezeptoren sympathischer Nerven hemmt. Beltateillchen, ß-Teilchen die (Plur.): beim radioaktiven
Zerfall femittierte Elektronen. Beltaltron*das; -s, Plur.
...one, auch -s (Kurzw. aus îRetastrahlen u. ÎElektron):
Gerät zur Beschleunigung von Elektronen, Elektronen
schleuder. Beltalverlsilon [...v...] die; -, -en: neues Soft
ware- od. Hardwareprodukt im zweiten Entwicklungssta
dium (EDV). Beltalwelllen, ß-Wel|len die (Plur.): im
t Elektroenzephalogramm auftretende wellenförmige Kur
ven mit einer Frequenz von 14 bis 30 Hertz. Beltalxin®
das; -s (Kunstw.): Vitamin-B,-Präparat; vgl. Betabion.
Be ta zer fall, ß-Zer|fall der; -[e]s, ...fälle: der mit der
Emission von TBetastrahlen verbundene Zerfall instabiler
Atomkerne (Kernphys.). Be|ta|zis|mus der; - (zu
mus (4)>: Verhärtung der Aussprache von „v“ zu „b“, z. B.
in der tschech. Umgangssprache „buft“ aus dt, „Wurst“
bête [bɛ:t] (aus fr. bête „dumm, einfältig“, dies über vulgärlat. besta zu lat. bestia, vgl. Bestie); in der Fügung bête
sein: [im Spiel] verloren haben. Bêtedze; -, -n ['bɛ:tn] od.
das; -s, -n ['bɛ:tən]: Einsatz, Strafsatz od. das Geld des
Verlierers beim Kartenspiel; Bête machen: setzen; Bête
ziehen: einen Satz od. ein Spiel gewinnen
Belteider; -s (aus gleichbed. port, bétele, dies aus Malaya
lam vettila „einfaches, bloßes Blatt“): indisch-malaiisches
Kau- u. Genussmittel aus der Frucht der Betelnusspalme
beltexlten (zu TText): mitText[en] versehen (z.B. Bilder)
Beth (aus hebt; bêt „Haus, Wohnung“): Bestandteil vieler
hebr. Ortsnamen, z.B. Bethel „Haus des Herrn“, Bethle
hem „Haus des Brotes“
be|tha|ni|sielren (Kunstw.): Kabel auf Îelektrolytischem
Wege zum Schutz gegen mechanische Einflüsse verzinnen
Beth Din der; - -, - - (aus hebr. bêt-dîn „Gerichtshof“): ein
mit wenigstens drei tRabbinern besetztes Gericht, das re
ligiöse Streitfragen u. in freiwilliger Gerichtsbarkeit
Rechtssachen jüdischer Gemeindeglieder entscheidet, so
weit dem nicht die staatliche Gesetzgebung entgegensteht
Beltilkol das; -s (zu fr. bête „Tier“ (vgl. bête) u. gr. kólla
„Leim“): in kaltem Wasser löslicher tierischer Leim. Betilse die; -, -n (aus gleichbed. fr. bêtise zu bête „dumm,
einfältig“): Dummheit
Belton [be'tɔŋ, auch be'tö: u. (österr. nur) be'to:n] der; -s,
Plur. -s u. (bei nicht nasalierter Ausspr.) -e (aus gleichbed.
fr. béton, dies aus lat. bitumen „Erdharz, Erdpech“): Bau
stoff aus einer Mischung von Zement, Wasser u. Zuschlag
stoffen (Sand, Kies u.a.). Beiton...: Wortbildungseiement, mit dem Unpersönlichkeit, Hässlichkeit u. Ä. emo
tional-abwertend charakterisiert werden soll, z.B. in Be
tonbunker (für Hochhaus), -bürg, -klotz, -köpf
Beltolnie [...ja] die; -, -n (aus lat. betonica, entstellt aus
(herba) vettonica „vettonische Pflanze“ (genannt nach ih
rem Vorkommen im Gebiet der Vettonen, einer Völker
schaft im alten Spanien) u. zut',,,ie): eine rote Wiesenblu
me
belto|nie|ren (aus gleichbed. fr. bétonner zu béton, vgl.
Beton): 1. a) mit Beton bauen, ausbauen; b) mit einem Be
tonbelag versehen. 2. stark, unverrückbar festlegen (z.B.
einen Standpunkt). Beltolnielrung die; -, -en (zu t,,,ierung): a) das Betonieren; b) Schicht, Belag o.Ä. aus Be
ton. Be|ton|kos|me|ti|kerder; -s, -: Arbeiter, der Schä
den am Beton beseitigt. Be|ton|na|ge [betɔ'na:ʒə] die; -,
-n (aus gleichbed. fr. bétonnage): (veraltet) das Betonieren
Betlting das; -s, -s (aus gleichbed. engl. betting zu bet „Wet
te“, weitere Herkunft unsicher): (veraltet) das Wetten,
bes. bei Wettrennen
Belvaltron* [ be:vatro:n, auch ,..'tro:n] das; -s, Plur. -s od.
...troné (Kunstw. aus amerik. óillion electron volts u. syn
chrotron): Teilchenbeschleuniger (Phys.)
197
[bevy:] die: -, -n [be'vy:on] (aus gleichbed./r. bévue,
dies zu altfr. bes „schief, falsch“ u. vue. Part. Perf. (Fem.)
von voir „sehen“): (veraltet) Versehen, Missgriff
Bey [bai] der; -s, Plur. -e u. -s (aus türk, bey „Herr“): svw.
Beg
Belzetite [bə'zɛtə] die: -, -n (aus gleichbed. fr. bezettes
(Plur.)): früher in Südfrankreich gebräuchliches, rot ein
gefärbtes Läppchen [zum Schminken od. zum Färben von
Backwerk]
Belziers [be'zje:] der: - (nach der gleichnamigen Stadt am
Canal du Midi): ein weißer Bordeauxwein
belzirlzen, auch be|cir|cen [bə'tsɪrtsn] (nach der in der
griech. Sage vorkommenden Zauberin Kirke, latinisiert
Circe) : (ugs.) bezaubern, betören, auf verführerische Wei
se für sich gewinnen
Belzolar der: -s, -e u. Belzolarlstein der: -[e]s, -e (über
span, bezoar „Ziegenstein" aus arab. bäzahr, dies auspers.
bäadzahr, päadzahr „Gegengift“): Magenstein von Wie
derkäuern (z, B. der asiat. Bezoarziege; in der Volksmedi
zin gebraucht). Be|zo|ar|wur|zel die; -, -n: Wurzel eines
südamerik. Maulbeergewächses, die als Heilmittel bei
Schlangenbiss verwendet wird. Belzolarlzielge die; -, -n:
eine asiat. Wildziege
Bha|ga|wad|gi|ta [ba...] die; - (aus sanskr. bhagavad-gitä „Gesang des Erhabenen“; vgl. Bhagvan): altindisches
religionsphilosophisches Lehrgedicht in 18 Gesängen
(Teil des TMahabharata). Bhag van [bagvan], Bhag
wan der; -s, -s (aus Hindi bhagvan zu sanskr. bhagavan
„der Erhabene“): 1. (ohne Plur.) Ehrentitel für religiöse
Lehrer des Hinduismus. 2. Träger des Ehrentitels Bhag
van
Bhaklti ['bakti] die; - (aus gleichbed. sanskr. bhakti) : lieben
de Hingabe an Gott als der wichtigste Heilsweg des Î Hin
duismus
Bhar [ba:ç] vgl. Bahar
Bhiklku [ biku] der; -s, -s (ms Pali bhikkhu „Bettler“): Mit
glied des buddhistischen Mönchsordens. Bhiklschu der:
-s, -s (aus sanskr. bhiksu „Bettler“): svw. Bhikku
Bhulta ['bu:ta] der; -s (aus sanskr. bhütá „Wesen“): Dämon
od. Gespenst, das sich nach ind. Vorstellung bes. auf Lei
chenplätzen aufhält
bj (verselbstständigt aus Tbi...): (ugs.) kurz für tbisexuell
bi.... Bi..., vor Vokalen oft bin.... Bin... (aus gleichbed. lat.
bi- zu bis „zweimal“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „zwei, doppel[t]“, z.B. Bigamie, binaural
bi|ai|sie|ren [big...] (aus gleichbed. fr. biaiser zu biais
„schief, schräg“, dies wohl über gleichbed. provenzal. biais
zu gr. epikärsios „schräg, quer, seitwärts“): (veraltet) ab
weichen, schräg verlaufen
Bilanldrie* die: - (zu Tbi..., Tandro... u. t2...ie): das gleich
zeitige Verheiratetsein mit zwei Männern (Völkerk.)
Bi arichie die; -, ...ien (zu Tbi..., gr. arche „Herrschaft, Re
gierung“ u. T2...ie> : Doppelherrschaft, bilarlchisch: die
Doppelherrschaft betreffend, mitregierend
bilarltilkulliert (zu Tbi..., lat. articulus „kleines Gelenk,
Glied“ u. T ...iert): zweigelenkig, mit zwei Gelenken ausge
stattet
Bilas [auch 'baɪəs] das; -, - (aus engl.-amerik. bias „Vorur
teil“ zu/r. biais „schief, schräg“; vgl. biaisieren): durch fal
sche Untersuchungsmethoden (z.B. durch Suggestivfra
gen) verursachte Verzerrung des Ergebnisses einer Reprä
sentativerhebung (Meinungsforschung)
Bilathllet der; -en, -en (zu Tbi... u. Î Athlet): jmd., der Bi
athlon betreibt. 'Bilathllon das; -s, -s (zu gr. athlon
„Kampf1): Kombination aus Skilanglauf u. Scheiben
schießen als wintersportliche Disziplin. 2Bi|ath|lon der:
-s, -s: einzelner Wettkampf im 'Biathlon
bilatolmisch (zu Tbi... u. T Atom): die doppelte Anzahl an
Atomen enthaltend
Belvue
Bibliomane
(zu Tbi... u. ÎAtrium): zwei Vorhöfe (vgl.
Atrium 3) aufweisend (Med.)
bilaulral vgl. binaural
Bilbax der; -[es], -e (zu lat. bibax „trunksüchtig“, dies zu bi
bere „trinken“): (veraltet) Zechbruder. Bi|ba|zi|tät (zu
t. ..ität>: (veraltet) Trunksucht
Bjlbeldte;-,-n (überm/iiZ. biblie (Sing.) aus mlat. biblia „die
Bücher (der Heiligen Schrift)“, dem Plur. von gr. biblion
„Schriftrolle, Buch“, dieszu biblos, bÿblos „Papyrus(staude)“>: 1. Gesamtheit der von den christlichen Kirchen als
offenbartes Wort Gottes betrachteten Schriften des Alten
u. Neuen Testaments, heiliges Buch der Christen; Heilige
Schrift. 2. (ugs. scherzh.) a) maßgebendes Buch, maßge
bende Schrift; Buch, das Gedanken o.Ä. enthält, die
jmdm. od. einer Gruppe als Richtschnur dienen; b) dickes,
großes Buch. Bi|bel|kon|korldanz die; -, -en: alphabeti
sche Zusammenstellung von biblischen Wörtern u. Begrif
fen mit Stellenangabe. Bi IbelIkri|tik die; -: kritische his
torisch-philologische Untersuchung der Bibeltexte
Bi|be|lot [... lo:] der; -s, -s (aus gleichbed. /k bibelot): Nipp
sache, Kleinkunstwerk
Bilbellrelgal das; -s, -e (zu TBibelu. T2Regal): kleine trag
bare Orgel des 16.-18. Jh.s (Größe einer Bibel)
Bi|be|ret|te die; -, -n (französierende Neubildung zu <fz. Bi
ber; vgl. ...ette): 1. Kaninchenfell, das durch Veredlung bi
berähnlich gemacht worden ist. 2. plüschartiger Stoff
Bilber|nel|le die; -, -n (zu lat. pipinella „kleines Ding“):
svw. Pimperneil
Bilbi der; -s, -s (aus/r. bibi „kleiner Damenhut“): 1. (ugs.
scherzh.) Herrenhut mit schmaler Krempe. 2. hauptsäch
lich von Juden getragene kleine runde Kopfbedeckung
BiIblia* Pau pe rum í/ze; - -, ...ae [,.,s] - (mlat.; „Armenbi
bel“): 1. mittelalterliche Bez. für einfache Kurzfassungen
lat. Bibeltexte. 2. spätmittelalterliche Bilderbibel, die die
wichtigsten Stationen der Heilsgeschichte als Zusammen
schau von Neuem Testament u. Altem Testament darstellt
bilblio...*, Bilblio... (aus gr. biblion „Buch, Schrift“; vgl.
Bibel): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Buch,
Bücher“, z.B. Bibliophilie. Bilbliolchrom [.,.'kro:m]
das; -s, -e (zu gr. chroma „Farbe“): Schriftwerk mit ver
schiedenfarbigem Papier zur leichteren Orientierung. Bibliolgnolsie die: - (zu T...gnosie): (veraltet) Bücher
kenntnis, -künde. Bilbliolgnost der; -en, -en (zu gr.
gnöstes „Kenner“): (veraltet) Bücherkenner, -kundiger.
Bilbliolgraf, auch ...graph der;-en, -en (zugr. bibliográphos „Bücher schreibend“; vgl. ...graf): a) Bearbeiter ei
ner Bibliografie; b) jmd., der eine Bibliografie schreibt.
Bilbliolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (aus gr. bibliographia „das Bücherschreiben“): 1. Bücherverzeich
nis; Zusammenstellung von Büchern u. Schriften, die zu
einem bestimmten Fachgebiet od. Thema erschienen sind.
2. Wissenschaft von den Büchern. 3. svw. Biobibliografie,
bilbliolgralfielren, auch ...gralphielren (zu Î..deren):
a) den Titel einer Schrift bibliografisch verzeichnen; b)
den Titel eines bestellten Buches genau feststellen (Buch
handel). bilbliolgralfisch, auch ...gralphisch (zu
Î...grafisch): die Bibliografie betreffend. Bilbliolklast
der; -en, -en (zu gr. klän „zerbrechen“, Analogiebildung
zu TIkonoklast): jmd., der aus Sammelleidenschaft Bü
cher zerstört, indem er bestimmte Seiten herausreißt. Bibliollaltrie die: - (zu gr. latreia „Dienst, Gottesvereh
rung“): a) übermäßige Verehrung heiliger Bücher, bes.
der Bibel; b) Buchstabengläubigkeit, bilbliollaltrisch:
die Bibliolatrie betreffend. BiIbliollith der; en, -en (meist
Plur.) (zu T...lith): Handschrift der Antike, die bei Vulkan
ausbrüchen halb verkohlte u. das Aussehen von Steinen
erhielt. Bilbliollolgie die; - (zu t,,,logie): a) Bücherkun
de; b) Bibelkunde. Bi|blio|ma|ne der; -n, -n (zu T...ma
ne): jmd., der aus krankhafter Leidenschaft Bücher sambilatrialtisch*
198
Bibliomanie
melt; Büchernarr. Bi|blio|ma|nie die; - <zu t...manie):
krankhafte Büchersammelwut. bi|blio|ma|nisch: a)
sich wie ein Bibliomane verhaltend; b) die Bibliomanie be
treffend. Bilbliolmanltie
- (zu gr. manteia „das
Weissagen, Weissagung“): das Wahrsagen aus zufällig
aufgeschlagenen Buchstellen, bes. aus der Bibel, bilbliomanltisch: die Bibliomantie betreffend, auf ihr beru
hend. Bilbliolphalge der; -n, -n (zu t ...phage, eigtl. „Bü
cherfresser“): leidenschaftlicher Bücherleser, bilbliophil (zu Î ...phil): 1. eine ausgeprägte Vorliebe für [schöne
u. kostbare] Bücher habend. 2. für Bücherliebhaber wert
voll, kostbar ausgestattet (von Büchern). Bi|blio|phi|le
der u. die; -n, -n (zwei -[n]): jmd., der bibliophil ist. Bibliolphillie die; - (zu t2...ie>: ausgeprägte Vorliebe für
Bücher, bilbliolphob (zu Î ...phob (b)>: eine ausgeprägte
Abneigung gegen Bücher habend, zeigend. Bilbliolphobe der u. rfze; -n, -n (zwei -[n]): jmd., der bibliophob ist.
Bilbliolpholbie die; - (zu î...phobie (b)): ausgeprägte
Abneigung gegen Bücher. Bilbliolsolphie die; - (zu gr.
sophia „Weisheit“): (veraltet) Lehre vom Zweck des Bü
chersammelns. Bi|blio|taph der; -en, -en (zu gr. täphos
„Grab“, eigtl. „Büchergrab“): jmd., der seine Bücher an
geheimen Stellen aufbewahrt u. nicht verleiht. Bilbliothek die; -, -en (über lat. bibliotheca „Bücherschrank,
-saal“ aus gr. bibliothêkê, eigtl. „Büchergestell“): 1. Auf
bewahrungsort für eine systematisch geordnete Samm
lung von Büchern, [wissenschaftliche] Bücherei. 2. [große]
Sammlung von Büchern, größerer Besitz an Büchern. 3. a)
Sammlung von Programmen od. Dateien; b) Sammlung
von t Routinen (3; EDV). Bilbliolthelkar der; -s, -e (zu
T...ar (2)>: [wissenschaftlicher] Verwalter einer Biblio
thek. Bi|blio|the|ka|rin die; -, -nen: weibliche Form zu
t Bibliothekar. bi|blio|the|ka|risch: den Beruf, das Amt
eines Bibliothekars betreffend. Bi|blio|the|ko|gra!fie,
auch ...gralphiedie; -, ...ien (zu T...grafie>: Beschreibung
der Geschichte u. der Bücherbestände einer Bibliothek.
Bübliolthelkolnolmie die; - (zu t2...nomie): Wissen
schaft von den Aufgaben u. der Verwaltung einer Biblio
thek. Bilbliolthekslprolgramm das; -s, -e: Programm
für einen oft benötigten Rechenvorgang (EDV). Bilbliothelralpierfze,' - (zu tbiblio...): 1. Wiederherstellung alter
od. beschädigter Bücher. 2. Förderung der [seelischen]
Gesundung von Patienten durch ausgewählte Lektüre
bilblisch* (zu ÎBibel) : a) die Bibel betreffend; b) aus der Bi
bel stammend ; biblisches Alter: sehr hohes Alter ; biblische
Theologie: religiöse u. sittliche Anschauungen, die in den
biblischen Schriften zum Ausdruck kommen. B i | blist der;
-en, -en (zu t...ist): Bibelkenner, der nur die Bibel aner
kennt, nicht aber die Tradition. Bilblisltik die; - (zu Î ...istik): Bibelkunde. Bi|bli|zis|mus der; - (zu Î...izismus):
christliche, meist îpietistische Art des Bibelverständnis
ses, die alle biblischen Aussagen wörtlich nimmt u. als un
mittelbare Lebensnorm wertet. BilbliIzist der; -en, -en
(zu T...ist): Vertreter des Biblizismus. Bi bli zi tät rZze;
-(zu t...izität): Schriftmäßigkeit, Übereinstimmung mit
der Bibel
Bilcarlbolnat [...kar...] vgl. Bikarbonat
Bilchet [biʃɛ] der; -s, -s (aber: 5 -) (aus fr. bichet „Schef
fel“): altes franz. Kornmaß
Bilchon [bi'ʃð:] der; -s, -s (aus fr. bichon, eigtl. barbichon
„Löwenhündchen“, dies zu barbe „Bart“ aus lat. barba):
langhaariger, weißer, mit dem Zwergpudel verwandter
Rassehund, bilchonlniert [biʃɔ'ni:nt] (aus gleichbed. fr.
bichonné, Part. Perf. von bichonner „(Haare) kräuseln“;
vgl. ...iert): klein gelockt, lockenhaarig
bilchrom ['bi:kro:m, auch bi'kro:m] (zu tbi... u. gr. chroma
„Farbe“): zweifarbig. Bilchrolmat [auch ,,,'ma:t] das;
-[e]s, -e (zu t ...at (2)): svw. Dichromat. Bi|chro|mie die; (zu t2...ie): Zweifarbigkeit
[bi'tsi:...] das; -s, ...ien [...ion] (aus lat. bicinium
„Zweigesang“): svw. Bizinie
Bi|co|lor|stil [...kolorg...] der; -[e]s (zu lat. bicolor „zwei
farbig“ u. tStil): zweifarbige Mode
Bi|cy|cle-Mo|to|cross* ['baɪsɪkl 'mɔtəkrɔs], auch Bilcycle-Mo¡to-CirossdíM; -, -e (zu engl. bicycle „Fahrrad“ u.
îMotocross): Radrennen mit Spezialrädern auf Hinder
nisbahnen von 200 bis 350m Länge im offenen Gelände;
Abk. BMX
bilcylclisch* [...'tsy :k..., auch ...'tSYk...] vgl. bizyklisch
Bilda die; -, -s (aus arab. bid’ä „Neuerung“): Gesamtheit
der Gebräuche od. Glaubensvorstellungen, die nicht
durch die Î Sunna sanktioniert werden (islam. Rel.)
Bildensi/er; -, ...dentes [,,,te:s] (aus gleichbed. lat. bidens zu
tbi... u. dens „Zahn“, da die Tiere erst nach dem Zahn
wechsel geopfert wurden): Opfertier (Schaf) bei den alten
Römern. Bildenlta) das; -s, -e (aus gleichbed. lat. biden
tal) : bei den alten Römern Bez. für einen vom Blitz getrof
fenen Ort, der durch Opferung eines Schafes entsühnt
wurde
Bildet [bi'de:]
-s,-s (aus gleichbed. fr. bidet, eigtl. „klei
nes Pferd“): längliches Becken für Scheidenspülungen u.
für die Reinigung im körperlichen Intimbereich
bi|di|rek|ti|o|nal (zu tbi... u. engl. directional „die Rich
tung betreffend“): die Eigenschaft besitzend, Signale in
beide Richtungen übertragen zu können (von Übertra
gungsleitungen; EDV)
Bidljar* [biʤa:p] vgl. Bidschar
Bi don [bi'dð:] der; -s, -s (aus fr. bidon, dies über it. bidone
aus mgr. pithon „Weinfass“, dies aus gr. pithos):
(Schweiz.) Eimer, Kanne mit Verschluss, [Benzinjkanister.
Bildon vilie [bidð'vil] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. bidon
ville, eigtl. „Kanisterstadt“): a) aus Kanistern, Wellblech
u.Ä. aufgebautes Elendsviertel in den Randzonen der
nordafrik. Großstädte; b) Elendsviertel, Slum
Bidlschar*, auch Bidjar [bi'ʤa:p] der; -s, Plur. -s u. -e (nach
der gleichnamigen iran. Stadt): schwerer, fest geknüpfter
Teppich mit Blüten- u. Rankenmuster
Bildulum das; -s, ...dua (aus gleichbed. lat. biduum zu
tbi... u. dies „Tag“): Zeitraum von zwei Tagen, zweitägi
ge Frist
Biellilden die (Plur.) (nach dem dt. Astronomen W. von
Biela (1782-1856) u. zu t,,,ide): svw. Andromediden
bien [biɛ:] {fr.; aus lat. bene „gut“): gut, wohl (als Zustim
mung)
bilenn (aus lat. biennis „zwei Jahre dauernd“ zu tbi... u. an
nus „Jahr“): zweijährig (von Pflanzen mit zweijähriger
Lebensdauer, die erst im zweiten Jahr blühen u. Frucht
tragen; Bot.), bilenlnal (aus gleichbed. spätlat. bienna
lis): a) von zweijähriger Dauer; b) alle zwei Jahre [stattfin
dend]. Bilenlnalle die; -, -n (aus it. biennale „alle zwei
Jahre (stattfindendes Fest)“) : alle zwei Jahre stattfindende
Ausstellung od. Schau, bes. in der bildenden Kunst u. im
Film. Bilenlne die; -, -n (zu tbienn): zweijährige (erst im
zweiten Jahr blühende) Pflanze (Bot.). Bilenlnilum das;
-s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. lat. biennium): Zeitraum
von zwei Jahren
bienlvelnu [bieva'ny] {fr.}; willkommen!
Bilerlgol iZas; -s, -e (Kunstw.): ein Raketentreibstoff
bi|fe|risch (aus gleichbed. lat. bifer zu tbi... u. ferre „tra
gen“): zweimal im Jahr Blüten od. Früchte tragend (Bot.)
Bi|fi|dus|flo|ra die; - (zu lat. bifidus „in zwei Teile gespal
ten u. ÎFlora): natürliche Darmflora der mit Muttermilch
ernährten Säuglinge
bilfillar (zu tbi..., lat. filum „Faden“ u. t...ar (1)>: zweifä
dig, zweidrähtig (Techn.). Bi fi lar pen del das; -s, -: an
zwei Fäden od. Drähten aufgehängtes Pendel. Bi|fi|larwickllung die; -, -en: Doppeldrahtwicklung zur Herab
setzung der t Induktivität (Èlektrot.)
Bi|ci|ni|um
199
<zu Tbi... u. lat. flos, Gen. floris „Blume“):
zweiblütig (Bot.)
Bilflujenz [auch 'bi:...] die; -, -en (zu tbi... u. lat. fluentia
„Fluss“, dies zu fluere „fließen“): Flussgabelung
Bi|fo|kal|glas das; -es, ...gläser (meist Plur.) (zu tbi... u.
t fokal): Zweistärkenglas, Brillenglas mit zwei Brennpunk
ten (oberer Abschnitt zum Weitsehen, unterer Abschnitt
zum Nahsehen); vgl. Trifokalglas
bilfgllisch (zu tbi... u. lat. folium „Blatt“): zweiblättrig
(Bot.)
Bi|fo|ri|um das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. mlat. bifo
rium zu lat. biforis „zweiflügelig, mit zwei Öffnungen“):
zweiflügeliges, durch eine Mittelsäule gegliedertes Fens
ter (gotische Baukunst)
bi ¡form (aus gleichbed. lat. biformis): doppelgestaltig. Bifor mi tät die; -, -en (zu Î ...ität): Doppelgestaltigkeit
bi|funk|ti|o|nell (zu tbi... u. Îfunktionell): zwei funktio
nelle Gruppen in einem Molekül aufweisend (Chem.)
Büfurkation die; -, -en (zu tbi..., lat. furca „Gabel“ u.
t,..ation>: 1. Gabelung (bes. der Luftröhre u. der Zahn
wurzeln) in zwei Äste (Med.). 2. Flussgabelung, bei der
das Wasser eines Armes in ein anderes Flussgebiet ab
fließt (Geogr.). Bi|fur|ka|tilonslthelo|rie die; -: math.
Forschungsgebiet, in dem Gleichungen behandelt werden,
deren parameterabhängige (vgl. Parameter 1) Lösungen
sich für bestimmte Werte der Parameter verzweigen
Bilga die; -, Bigen (aus gleichbed. lat. bigae (Plur.) zu biiugus „zweispännig“): von zwei Pferden gezogener Renn
oder Prunkwagen im alten Rom
Bilgahr/i'e,-, -s (aber: 50 -) (aus gleichbed. Hindi blghä, dies
zu sanskr. vigraha „Form, Gestalt“): altes ind. Ackermaß
von etwa 13,4 Ar
Bilgalmie die; -, ...ien (zu tbi... u. t...garnie (2)): [gesetz
widrige] Doppelehe, bilgalmisch: in einer Doppelehe le
bend. Bilgalmist der; -en, -en (zu t ...ist): jmd., der eine
zweite Ehe eingeht, obwohl die erste noch besteht. Bilgamisltin die; -, -nen: Frau, die in Bigamie lebt, bilgalmistisch (zu Î ...istisch): a) die Doppelehe betreffend; b) in
Bigamie lebend
Big-Aplpie-Walk [bɪg'æplwɔ:k], auch Biglaplplelwalk
der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.-amerik. big-apple-walk,
eigtl. „großer Apfeltanz“): in Reihen getanzter Modetanz
(bes. in den 30er-Jahren in den USA)
Bi|ga|ra|de die; -, -n (aus gleichbed. fr. bigarade): 1. bittere
Pomeranze (Zitrusfrucht). 2. bes. zu Entenbraten gereich
te Soße, die mit dem Saft od. der Schale der Bigarade (1)
gewürzt ist
Biglband ['bɪgbænd] die; -, -s, auch Big Band die; - -, - -s
(aus gleichbed. engl.-amerik. big band, eigtl. „große Ka
pelle“): in Instrumentalgruppen gegliedertes großes Jazz
od. Tanzorchester mit [vielfach] verschiedener Besetzung;
vgl. Smallband
Big Bang ['big 'bæŋ] der; - -[s] (aus engl. big bang „großer
Knall“): Bez. für die Ihypothetische Urexplosion bei der
Entstehung des Weltalls; Urknall
Big Business [ big 'bɪznɪs] das: - - (aus gleichbed. engl.amerik. big business, eigtl. „großes Geschäft“): 1. mono
polartige Ballung von Großkapital u. Industrieorganisa
tionen. 2. a) Geschäftswelt der Großunternehmer; b) vor
teilhaftes großes Geschäft
Bi|gelmi|niei/ie; -, ...ien (zu lat. bigeminus „zweimal, dop
pelt“ u. t2...ie): Doppelschlägigkeit des Pulses infolge ei
ner Î Extrasystole, die an den normalen Schlag des Her
zens gekoppelt ist (Med.)
bilgelnelrisch (zu Tbi... u. lat. genus, Gen. generis „Ge
schlecht“): zweigeschlechtig, zwitterhaft (Biol.)
bilgerm (zu Tbi... u. lat. germen „Keim, Spross, Knospe“):
zweikeimig (Bot.)
Biglfoot ['bɪgfŋt] i/er; -[s], ....feet [,,,fi:t] (aus gleichbed.
bilflolrisch
Bikompositum
engl. bigfoot zu big „groß“ u. foot „Fuß“ in Bezug auf die
Größe der Fußspuren): ein mutmaßliches, dem Î Yeti ähn
liches Wesen in Nordamerika. Biglfootlski ['bigfut...],
auch Big|foot-Ski der; -[s], Plur. -er, auch - (zu engl. big
„groß“, foot „Fuß“ u. T Ski) : Ski mit breitem, kurzem Brett
Bilgnetlte* [bin'jɛtə] r//e,- -, -n (Herkunft unsicher): eine
fast kugelförmige Zitronenart
Bilgnolnie* [,,,iə] die; -, -n (aus gleichbed. nlat. bignonia,
nach dem franz. Abbé J. P. Bignon (1662—1743)): tropi
sche Kletter- u. Zierpflanze, Gattung der Trompeten
baumgewächse
Bilgos, Bi gosch das; - (aus gleichbed. poln. bigos): als
polnisches Nationalgericht geltender Eintopf aus Schwei
nefleisch, Speck, Zwiebeln, Weißkraut u. Pilzen
bilgott (aus gleichbed. fr. bigot): (abwertend) a) Frömmig
keit zur Schau tragend, scheinheilig; b) übertrieben glau
benseifrig; frömmelnd. Bi|got|te|rie die; -, ...ien (aus
gleichbed. fr. bigoterie): (abwertend) 1. (ohne Plur.) bigot
tes Wesen. 2. bigotte Handlungsweise, Äußerung. Bilgottjslmus der; - <zuT...ismus (5)>: Hang zur Frömmelei
Biglpoint [...poynt] der: -s, -s, auch Big Point der; - -s, - -s
(aus engl. big point, eigtl. „großer Punkt“): entscheiden
der, für den Verlauf des Spiels oft ausschlaggebender
Punkt im Tennis
Biglpush ['big 'poʃ] der; -[e]s, -es [...iz, auch ...ts], auch Big
Push der; - -[e]s, - -es (zu engl. big „groß, kräftig“ u.
TPush): hohe Kapitalunterstützung, bes. für langfristige
Entwicklungsprogramme (Wirtsch.)
biljekltiv [auch ,,,'ti:f] (zu Tbi..., lat. iacere „werfen“ u.
T...iv): bei der Abbildung einer math. Menge jedem Ur
bild nur einen Bildpunkt u. umgekehrt zuordnend
(Math.)
Biljou [bi'ʒu:] der od. das; -s, -s (aus gleichbed. fr. bijou, dies
aus breton, bizou „Fingerring“): (Schweiz.) Kleinod,
Schmuckstück. Biljoultelrie die; -, ...ien (aus gleichbed.
fr. bijouterie): 1. Schmuckstück, -gegenstand. 2. (ohne
Plur.) Handel mit Schmuckwaren, Edelsteinhandel. Bijoultier [...'tie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. bijoutier):
(Schweiz.) Juwelier
Biljunkltilon die; -, -en (zu Tbi... u. lat. iunctio „Verbin
dung“): Verknüpfung zweier Aussagen in der mathemati
schen Logik
Bilkalmelrislmus der: - (zu Tbi..., lat. camera „Kammer“
u. T...ismus (2)): Zweikammersystem als Regierungsform
in manchen Staaten
Bi|kar|bo|nat, chem. fachspr. Bicarbonat [...k...] das; -s, -e
(zu Tbi... u. TKarbonat): doppeltkohlensaures Salz
Bike [baik] das; -s, -s (aus engl. bike (kurz für bicycle)
„Fahrrad“): 1. kleines Motorrad. 2. a) kurz für TMountainbike, T Trekkingbike ; b) Fahrrad, büken ['baikən] (aus
gleichbed. engl. to bike): 1. Motorrad fahren. 2. Fahrrad
fahren
bilkelphal vgl. bizephal
Bilker ['baikn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. biker): 1. Mo
torradfahrer. 2. a) Mountainbike-, Trekkingbikefahrer; b)
Fahrradfahrer
Bilkilni der, Schweiz, das: -s, -s (Fantasiebezeichnung; nach
demT Atoll in der Ralikgruppe der Marshallinseln): knap
per zweiteiliger Damenbadeanzug
bilkolllaltelral (aus nlat. bicollateralis „von zwei Seiten
her“ zu Tbi..., Ikon... u. lat. lateralis „seitlich“); in der Fü
gung bikollaterales Leitbündel: strangartiges Gewebebün
del im Gefäßsystem einer Pflanze, das sowohl innen als
auch außen einen Siebteil (zur Leitung der Assimilations
produkte) besitzt (Bot.); vgl. Leptom, Phloem; vgl. Hadrom, Xylem
Bi|komlpo|si|tum das; -s, Plur. ...ta u. ...iten (zu Tbi... u.
T Kompositum) : Verb od. Verbalsubstantiv mit zwei Vor
silben (z.B. an-er-kennen, Rück-an-sicht; Sprachw.)
200
bikonkav
[auch 'bi:...] <zu tbi... u. Îkonkav): beiderseits
hohl [geschliffen]; Ggs. tbikonvex
bilkonlvex [...'veks, auch ’bi:...] <zu tbi... u. Îkonvex): bei
derseits gewölbt [geschliffen]; Ggs. tbikonkav
Bilkrisltall der; -s, -e <zu bi... u. î'Kristall): künstlich er
zeugter Doppelkristall aus zwei unterschiedlich orientier
ten 'Kristallen
bilkuslpildal* <zu tbi..., lat. cuspis, Gen. cuspidis „Spitze,
Stachel“ u. t'...al (1)>: zweispitzig, zweizipfelig (von Or
ganen od. anderen Körperteilen; Med.). Bilkuslpildalklaplpe die; -, -n: Klappenapparat zwischen linkem Vor
hof u. linker Herzkammer (Med.). Bi|kuslpi|da|tus der;
-, Plur. ...ti od. ...ten (aus nlat. bicuspidatus „zwei Höcker
aufweisend“): svw. Prämolar
billa Ibi |al [auch bi:...] (zu tbi... u.tlabial): mit beiden Lip
pen gebildet (vom Laut). Billa Ibilai der; -s, -e: mit beiden
Lippen gebildeter Laut (z. B. b; Sprachw.)
Billanzd/e; -, -en (aus gleichbed. it. bilancio, eigtl. „Gleich
gewicht (der Waage)“, zu bilancia „Waage“, dies über das
Vulgärlat. zu lat. bilanx „zwei Waagschalen habend“; vgl.
Balance): 1. Gegenüberstellung von Vermögen (Î Aktiva)
u. Kapital u. Schulden (Î Passiva) [für ein Geschäftsjahr],
2. Ergebnis, Î Fazit, abschließender Überblick (über Ereig
nisse). bi|lan|zie|ren (zu Î ..deren): 1. in Bezug auf Soll u.
Haben ausgeglichen sein. 2. eine Bilanz (1) abschließen.
Billanlzielrung die; -, -en (zu t...ierung): Kontoaus
gleich, Bilanzaufstellung
bi|la|te|rai [auch ... ra:l] (zu tbi... u. lat. lateralis „seit
lich“): 1. zweiseitig; zwei Seiten, Partner betreffend, von
zwei Seiten ausgehend; Ggs. Îmultilateral. 2. svw. bilate
ralsymmetrisch. Bi I la I te I ra I lia die (Plur.) (aus nlat. bila
teralia (Plur.) „zwei symmetrische Seiten aufweisend(e
Tiere)“): svw. Bilateria. Billaltelrallislmus der; - (zu
t...ismus (2)): System von zweiseitigen völkerrechtlichen
Verträgen, insbesondere von Handels- u. Zahlungsabkom
men. Bi|la|telra|li|tät die; -, -en (zu t ...ität): zweiseitige
Symmetrie, die nur eine Symmetrieebene zulässt (Biol.).
Bi|lalte|ral|sym|meltrie* die; -, -n [,,d:ən]: svw. Bilateralität. billaltelrallsymlmeltrisch*: durch eine Symme
trieebene in zwei äußerlich spiegelbildliche Hälften teilbar
(in Bezug auf Menschen und Tiere); vgl. radialsymme
trisch. BiIlaltelria die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. bilate
ria (Plur.)): bilateralsymmetrisch gebaute vielzellige Tiere
mit zentralem Nervensystem (Biol.)
Billbolquet [...bo'ke:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. bilbo
quet, eigtl. „Fangbecher“, zu bille „Ball“): Spiel, bei dem
eine Kugel in einem Fangbecher aufgefangen werden muss
Billge die; -, -n (aus gleichbed. engl. bilge, eigtl. „Bauch“):
(Seemannsspr.) Kielraum eines Schiffes, in dem sich
Leckwasser sammelt
Bil har zie [,,,iə] die; -, -n (aus gleichbed. w/az. bilharcia,
nach dem dt. Arzt T. Bilharz (1825-1862) u. zu t*...ie):
(veraltet) svw. Schistosoma. Bil|har|zi|olse iZze; -, -n (zu
t‘...ose): [ägypt.] Wurmkrankheit (durch Bilharzien her
vorgerufen)
billilär (zu lat. bilis „Galle“ u. t...är): a) die Galle betref
fend; b) durch Galle bedingt, gallig (Med.), biliilfer (zu
lat. ferre „tragen, bringen, leiten“): Galle (Gallenflüssig
keit) leitend (von Körperkanälen; Med.). Billilfuslzin
das; -s, -e (zu lat. fuscus „dunkel(braun)“ u. t...in (1)>:
braunes Endprodukt des Hämstoffwechsels (vgl. Häm),
das dem Kot seine typische Farbe verleiht
biIlilnelal (zu tbi... u. lat. linealis „in Linien bestehend“): in
Bezug auf die Abstammungsreihen beider Eltern gesehen;
Ggs. Î unilineal
bi|li|ne|ar (zu Tbi... u. tlinear): mit zwei [geraden] Linien
versehen; bilineare Form: algebraische Form, in der zwei
Gruppen von Veränderlichen nur im 1. Grad (also nicht
quadratisch u. nicht kubisch) auftreten (Math.)
bi|kon|kav
[auch ...gua:l] (zu tbi... u. tlingual): 1. zwei
Sprachen sprechend, verwendend; zweisprachig. 2. zwei
Sprachen betreffend, auf zwei Sprachen bezogen. Billingulallislmus ifer; - (zu t...ismus (4)): Zweisprachigkeit,
bes. die [kompetente] Anwendung von zwei Sprachen
durch eine Person; t Diglossie, billinlgue [...gua] (fr.; aus
lat. bilinguis „zweisprachig“): svw. bilinguisch. Billingue die; -, -n: zweischriftige od. zweisprachige Inschrift
od. Handschrift. bi|lin|gu|isch, bilingue: in zwei Spra
chen [geschrieben], zweisprachig. Bi|lin|gu|is|mus der; u. Billinlguliltät die; - (zu T...ismus (4) bzw. Î ...ität): svw.
Bilingualismus
Bi lilnit [auch ... nit] der; -s, -e (nach dem Fundort Bilina in
Böhmen u. zu t2...it): ein weißes Eisensulfatmineral
billiloldilgesltiv (zu lat. bilis „Galle“ u. tdigestiv): die
Gallenblase u. den Verdauungskanal betreffend (Med.),
billilös (aus gleichbed. lat. biliosus): gallig, gallehaltig
(Med.). Bi|li|ruIbin das; -s: rötlich brauner Farbstoff der
Galle. Bi|li|rulbi|nä|mie*^'e;-, ...ien (zu t ...ämie): 1. das
physiologische (normale) Vorkommen von Bilirubin im
Blut. 2. erhöhtes Bilirubinvorkommen im Blut, das zu
Gelbsucht führt (Med.). Bi|li|rulbi|nu|rie* </;<?; -, ...ien
(zu Î ...urie): Auftreten von t Bilirubin im Harn (Med.). Bi
lis die; - (aus gleichbed. lat. bilis): von der Leber gebilde
tes, für die Fettverdauung wichtiges Sekret; Galle
billiltelral (zu tbi... u. mlat. iiteralis, Nebenform von litte
ralis „buchstäblich“, dies zu lat. littera „Buchstabe“):
(veraltet) zweibuchstabig, aus zwei Buchstaben bestehend
BiIIiIver dín [,..v...] das; -s (zu lat. bilis „Galle“ u. fr. vert,
dies aus lat. viridis „grün“ u. t...in (1)): grüner Farbstoff
der Galle
Bill die; -, -s (aus gleichbed. engl. bill): englische Bez. für
Gesetzentwurf]; Urkunde; Rechnung
Billiard [ bɪljart, österr. bija:?] das;-s, Plur. -e, auch (österr.
nur) -s (aus gleichbed. fr. „(jeu de) billard“, dies unter Ein
fluss von fr. bille „Kugel“ aus älter fr. billard „krummer
Stab“): 1. Spiel, bei dem nach bestimmten Regeln Kugeln
mithilfe eines Stabes (Queue) auf einer Art Tisch mit ei
nem Rand (Bande), dessen Platte mit Stoff, Tuch bezogen
ist, gestoßen werden. 2. Billardtisch, biillarldielren
(nach älter/r. billarder „den Ball mit dem Queue ein zwei
tes Mal stoßen“): in unzulässiger Weise stoßen (beim Bil
lard). Bil|lard|ka|ram|bol das; -s (zu ʃr. carambole
„rote Billardkugel“): svw. Karambolagebillard. Billiardqueue [...ko:] das; -s, -s: svw. 'Queue
Billlberlgia vgl. Billbergie. Billbergie [...is] die; -, -n u.
Billbergia <7ie; -, ...ien [...ion] (aus gleichbed. nlat. billbergia, nach dem schwed. Botaniker G. J. Billberg
(1772-1844)): Zimmerpflanze aus dem trop. Amerika, ein
Ananasgewächs
Billletldoux [bijɛ'du:] das; - [,,,'du:(s)], - [,.. du:s] (aus
gleichbed. fr. billet doux, eigtl. „süßes, liebreiches Brief
chen“): (veraltet, noch scherzh.) kleiner Liebesbrief. Billeltcur [...'ta:?] z/er; -s, -e (zu fr. billet (vgl. Billett) u.
t...eur>: 1. (österr.) Platzanweiser. 2. (Schweiz.) Schaffner.
Billlelteulrin [...'ta:rin] die; -, -nen: weibliche Form zu
ÎBilleteur. Billlelteulse [,,,'ta:zə] die; -, -n (zu t...euse):
weibliche Form zu Î Billeteur. Billlett [bɪl'jɛt, österr. bi je:,
bɪ'lɛt, bɪ:jɛt] das; -[e]s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed. fr. billet
zu altfr. billette, bullette „Beglaubigungsschein “, dies aus
lat. bulla, vgl. Bulle): 1. a) Einlasskarte, Eintrittskarte; b)
(Schweiz., sonst veraltet) Fahrkarte. 2. (veraltet) Zettel,
Briefchen. bil|let|tie|ren (aus gleichbed. fr. billeter):
(veraltet) mit Preiszetteln versehen
Billlilarlde die; -, -n (zusammengezogen aus tbi... u. TMil
liarde) : 1015 (1 mit 15 Nullen), tausend Billionen
Billlieltit [bilje..., auch ...tit] der; -s, -e (nach dem belgi
schen Mineralogen V. I. Billiet (f 1945) u. zu t2...it): mit
dem 1 Becquerelit verwandtes Uranmineral
billinlgulal
201
die; -, -en (aus gleichbed. fr. billion, dies zusammengezogen aus îbi... u. fr. million; vgl. Million): 10’2
(1 mit 12 Nullen), eine Million Millionen (in Deutschland
u. Großbritannien; 10’ = I mit 9 Nullen in den Ländern
der ehemaligen UdSSR, in den USA u. in Frankreich)
Bil I Ii Ito I nit [auch ... nit] der; -s, -e (nach der Insel Billiton
(Indonesien) u. zu î2...it>: ein Glasmeteorit
Bill of At|tainlder[-9V3 teinda]rf/e, ---, -s - - (aus engl. bill
of attainder „Ächtungsurkunde“): 1. in Großbritannien
alte Form der Anklage politischer u. schwerer Verbrechen
im Gesetzgebungsverfahren unter Verlust der bürgerl. Eh
renrechte u. Einziehung des Vermögens. 2. in den USA die
unmittelbare Bestrafung einer Person durch den Gesetz
geber unter Umgehung eines ordentlichen Gerichtsverfah
rens
Billion [bil jö] der od. das; -s (aus fr. billon „schlechte, min
derwertige Münze“ zu bille, vgl. Billard): Silberlegierung
mit hohem Kupfer-, Zinn- od. Zinkgehalt. Billlolnalge
[biljɔ'na:ʒə] die; -, -en (aus gleichbed. fr. billonnage zu billonner, vgl. billonnieren): (veraltet) Handel mit Münzen,
die zu geringen Edelmetallgehalt aufweisen, billlonlnieren (aus gleichbed. fr. billonner): (veraltet) mit verbote
nen, minderwertigen Münzen handeln
Billlot [bijo:] der; -s, -s (aus fr. billot „(Holz)klotz“ zu bille
„Kugel“, weitere Herkunft unsicher): (veraltet) a) runder
Klotz als Koppelstange für Pferde; b) Halsknüppel für
Hunde
Billlrothlbaltist der; -s (nach dem dt.-österr. Chirurgen
T. Billroth (1829-1894) u. zu ÎBatist): gelber, wasserdich
ter Verbandsstoff
Bil|ly|cock[...kok] der; Gen. - od. -s, Plur. -s (nach dem Er
finder William (Billy) Coke): steifer, runder, niedriger
Filzhut
Billolbekltolmie’ die; -, ...ien (zu îbi... u. îLobektomie):
operative Entfernung von zwei Lungenlappen zur gleichen
Zeit (Med.)
Bi|io|ka|ti|on die; -, -en (zu Tbi... u. lat. locatio „Stellung,
Anordnung“): (bes. in Heiligenlegenden berichtetes)
gleichzeitiges Erscheinen eines Menschen an zwei [od.
mehreren] Orten
billolkullär (zu îbi..., lat. loculus „Örtchen, Kästchen“
(dies Verkleinerungsform von locus „Ort“) u. Î ...är) : zwei
fächerig (von Organen od. anderen Körperteilen; Med.)
Bi|lux|lamlpe® die; -, -n (zu Îbi... u. lat. lux „Licht“): Fernund Abblendlampe in Autoscheinwerfern
bilmalnulell [auch 'bi:...] (zu îbi... u. Tmanuell): zweihän
dig
bilmalxilllär (zu îbi... u. lat. maxillaris „zur Kinnlade ge
hörig“): Ober- u. Unterkiefer betreffend
Bim|ba|schi</er; -s, -s (zu mrL. bin „tausend“ u. î Basch):
Anführer, Befehlshaber von tausend Mann im Osmani
schen Reich
Bimlbellot [bɛbə'lo:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. bimbelot
(lautmalend)): (veraltet) [Kinderjspielzeug. Bimbelo
terie [bɛbəlɔ...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. bimbelote
rie): (veraltet) a) Spielsachen; b) Spielwarenfabrik; c)
Spielwarenhandel
BilmesItertZas; -s, - (zu lat. bimestris „zweimonatig“, dies
zu bis „zweimal“ u. mensis „Monat“): Zeitraum von zwei
Monaten als Teil eines größeren Zeitraums, bilmesltral*
(zu Î ’...al (l)): svw. bimestrisch. bilmesltrisch*: zwei
monatig
Bi|me|tallrfas; -s, -e (zu îbi... u. ÎMetall): Streifen aus zwei
miteinander verbundenen, verschiedenen Metallen, der
sich bei Erwärmung aufgrund der unterschiedlichen Aus
dehnung krümmt (bei Auslösevorrichtungen u. Messin
strumenten in der Elektrotechnik). bi|me|tal|lisch: a)
auf zwei. Metalle bezüglich; b) aus zwei Metallen beste
hend. Bi|ma|tal|lislmusefcr, - (zu Î ...ismus (2)): Doppel
Bil llilon
binokular
währung; Währung, bei der zwei Metalle (meist Gold und
Silber) Zahlungsmittel sind. Bilme|tal|list der; -en, -en
(zu Î ...ist): Anhänger des Bimetallismus
bilmolekular [auch bi:...] (zu Îbi... u. Îmolekular): aus
zwei Molekülen bestehend od. zusammengesetzt; bimole
kulare Reaktion: ehern. Reaktion, zu deren Ablauf jeweils
zwei Teilchen (Atome, Moleküle od. Î Radikale) Zusam
menstößen müssen
bilmorlphisch (zu îbi... u. Î...morph): zweigestaltig
bin.... Bin... vgl. bi..., Bi... bilnär, auch binar u. binarisch
(aus lat. binarius „zwei enthaltend“): je zwei Einheiten,
Teile, Glieder, Stoffe enthaltend, verwendend; zweistellig,
zweiwertig; binäre Einheit: svw. Bit; binäre Variable: Va
riable, die zwei Zustände annehmen kann (wahr od. falsch,
ja od. nein, 1 od. 0; Logik, Informatik); vgl. ...isch/-. Binär|code[...ko:t] der; -s, -s: aus einem Zeichenvorrat von
nur zwei Zeichen bestehender îCode (1). bilnärlcoldieren: in einem îBinärcode darstellen, bilnalrisch vgl. bi
när. Bilnalrislmustier; - (zu Î ...ismus (1)>: sprachwissen
schaftliche Theorie, wonach sich Sprachsysteme auf eine
begrenzte Anzahl binärer Î Oppositionen (5) zurückführen
lassen. Bi|na|ri|tät</ze; -, -en (zu ...ität): Zweigliedrigkeit.
bilnärlkoldielren vgl. binärcodieren. Bilnärlsysltem
das; -s: svw. Dualsystem. Bilnärlziflferrfze; -, -n: Ziffer 0
od. 1 od. eine Folge aus diesen Ziffern (z. B. 10, 111; EDV)
Bi|na|ti|on die; -, -en (zu lat. bini „je zwei“ u. t...ation):
zweimaliges Lesen der Messe an einem Tage durch densel
ben Priester
bi|na|ti|o|nal [auch ’bi:...] (zu îbi... u. Înational): zwei Na
tionen od. Staaten gemeinsam betreffend
bin|au|ral*,auchbiaural (zu lat. bini „je zwei“, auris „Ohr“
u. î'.-.al (1)>: 1. beide Ohren betreffend, für beide Ohren
(z. B. von einem Stethoskop od. einem Kopfhörer; Med. u.
Techn.). 2. zweikanalig (von elektroakustischer Schall
übertragung)
binlgo (nach dem Ausruf des Gewinners beim Bingo): ge
troffen! Bin Igo ¿Zas; -[s] (aus gleichbed. engl. -amerik. bingo): engl. Glücksspiel (eine Art Lotto). Binlgolcard
[...ka:d] die; -, -s (zu engl. card „Karte“): Antwortkarte,
bei der man seine Wünsche durch Ankreuzen von Zahlen
in einem Zahlenfeld angeben kann
Bing|re|flex*der; -es (nach dem Schweizer Neurologen R.
Bing (1878-1956) u. zu tReflex): reflektorische Beugung
des Fußes beim Beklopfen der Fußgelenke (Med.)
bi|nie|ren (zu lat. bini „je zwei“ u. !..deren): die Messe
zweimal an einem Tage lesen; vgl. Bination
Bilniou [bi’niu:] ¿/er; -s, -s (aus fr. biniou „Dudelsack“, dies
aus dem Breton.): Sackpfeife in der bretonischen Volks
musik
Bilnisltor der; -s, ...oren (zu lat. bini „je zwei“; Analogie
bildung zu ÎTransistor): Halbleiterbauelement mit zwei
Steuerelektroden
Binlnit [auch bi'mt] der; -s, -e (nach dem Binntal im Wallis
u. zu î2...it): ein flächenreich gebildetes Mineral
binlobljekltiv* (zu lat. bini „je zwei“ u. TObjektiv): mit
zwei Öbjektiven ausgestattet (von optischen Instrumen
ten)
Bilnolde* die; -, -n (zu lat. bini „je zwei“ u. gr. hodös
„Weg“; vgl. Anode): Elektronenröhre mit zwei Röhren
systemen in einem Glaskolben; Verbundröhre
Bilnplkel* [auch bi'nɔkl] das; -s, - (aus gleichbed. fr. binocle, dies zu lat. bini „je zwei“ u. oculus „Auge“): 1. (veral
tet) a) Brille; b) Fernrohr. 2. Mikroskop für beide Augen.
3. (auch der; ohne Plur.) schweizerisches Kartenspiel, binolkeln: Binokel (3) spielen. bi|no|ku|lar (zu Îokular):
1. beidäugig; binokulare Instrumente: optische Geräte, die
für die Benutzung mit beiden Augen eingerichtet sind
(z. B. der Feldstecher); binokulares Sehen: Fähigkeit, mit
beiden Augen, also plastisch, zu sehen 2. für beide Augen
202
Binokular
bestimmt, zum Durchblicken für beide Augen zugleich.
Bilnolkullar das; -s, -e: optisches Gerät, das für das Se
hen mit beiden Augen eingerichtet ist (z.B. Mikroskop,
Fernglas). Bi|no|ku|lar|mi|kro|skop das; -s, -e: für bei
de Augen eingerichtetes t Mikroskop
Bilnom das: -s, -e (zu tbi... u.l3...nom) Summe od. Diffe
renz aus zwei Gliedern (Math.), bilnolmilal (zu t ...ial>:
svw. binomisch. Bilnolmilal|kolef|fi|zi|enlten die
(Plur.): Î Koeffizienten der einzelnen Glieder einer bino
mischen Reihe. Bi|no|mi|al|ver|tei|lung die; -: spezielle
Wahrscheinlichkeitsverteilung von einer bestimmten An
zahl von Versuchen bzw. zufälligen Ereignissen (Statistik),
bilnolmisch: zweigliedrig; binomische Formeln: math.
Formeln für die Produkte u. Potenzen von Binomen; bi
nomische Reihe: Potenzreihe, mit der sich Wurzeln u. Po
tenzen näherungsweise berechnen lassen; binomischer
Lehrsatz: math. Formel zur Berechnung von Potenzen ei
nes Binoms; binomische Verteilung: svw. Binomialvertei
lung
Bilnorlmalle die; -[n], -n (zu tbi... u. TNormale): 1. eine der
beiden optischen Achsen in zweiachsigen Kristallen. 2. die
Senkrechte auf Î Tangente u. 1 Normale in einem Punkt ei
ner Raumkurve (Math.)
Binltulrong der; -s, -s (aus dem Indones.): Raubtier aus der
Familie der Schleichkatzen
Bilnulbus der; -, ...bi (zu tbi... u. lat. nubere „heiraten“):
(veraltet) svw. Bigamist
bio..., Bio... (zu gr. bios „Leben“): Wortbildungselement
mit den Bedeutungen: 1. „das Leben betreffend; Lebens
vorgänge; Lebewesen; Lebensraum“, z. B. biologisch, Bio
chemie. 2. „gesund, natürlich, ohne chemische Zusätze“,
z. B. Bioladen, Biogärtner. 3. „in irgendeiner Weise mit or
ganischem Leben in Beziehung stehend“ (z.B. bioklima
tisch, biokybernetisch; Biomechanik, Biotechnologie)
BioEak|kulmu|la|ti|on die; -, -en (zu tbio... u. t Akkumu
lation): Anreicherung von [giftig wirkenden] Substanzen
in Organismen nach Aufnahme aus der Luft, dem Boden
u. dem Wasser
biolakltiv [auch 'bi:o...] (zu t bio... u. Î aktiv): biologisch ak
tiv, aufgrund biologischer (Abbau)prozesse wirksam
Bio|akus|tik die; - (zu tbio... u. Î Akustik): Wissensgebiet,
das die Lautäußerungen von Tieren (z. B. von Insekten)
mithilfe akustischer Messgeräte untersucht
Biolallkolhol der; -s (zu tbio... u. t Alkohol): durch Gärung
aus t Biomasse gewonnener Î Äthylalkohol (Chem.)
Bioarithmetik [auch 'bi:o,,,] die; - (zu tbio... u. t Arith
metik): (veraltet) Berechnung der mittleren Lebensdauer
Bio|as|tro|nau|tik* [auch 'bi:o...] die; - (zu tbio... u. ÎAs
tronautik): Wissenschaftszweig, der sich mit medizini
schen u. biologischen Problemen unter Raumfahrtbedin
gungen befasst
Biolbilblliolgralfie* [auch bi:o...], auch ...gralphie die; -,
...ien (zu tbio... u. tBibliografie): tBibliografie, die das
über eine Person erschienene Schrifttum verzeichnet
Bio|che|mi_e [auch 'bi:o...] die; - (zu îbio... u. ÎChemie): 1.
Chemie auf dem Gebiet der Biologie, Wissenschaft von
der chemischen Zusammensetzung der Organismen u. den
chemischen Vorgängen in ihnen. 2. biochemische Beschaf
fenheit im Ganzen. 3. ein homöopathisches Heilverfahren.
Bio|che|mi|ker [auch 'bi:o...] der; -s, -: Wissenschaftler
auf dem Gebiet der Biochemie, biolchelmisch [auch
bi:o...J: die Biochemie betreffend, dazu gehörend, darauf
beruhend; biochemisches Element: Vorrichtung zur Er
zeugung von elektr. Strom auf biochem. Grundlage, z. B.
durch Mikroorganismen
Biolchip [-,-ʧɪp] der; -s, -s (zu tbio... u. tChip): aus orga
nischen Verbindungen mit Halbleitereigenschaften beste
hender t Chip (3) mit sehr hoher Schaltelementdichte
(noch im Teststadium)
[...'kom] i/aʌ,' -s, -en (zu tbio... u. gr. chorion bzw.
chora „Raum, Platz, Stelle“): svw. Biochore. Biolcholre
die; -, -n u. Bio cho ri on das; -s, ...ien [...ion]: eng um
schriebener Lebensbereich innerhalb eines Î Biotops, z. B.
Aas, Baumstumpf, Exkremente (Biol.)
Bio dy na mik [auch 'bi:o...] die; - (zu tbio... u. ÎDyna
mik): Wissenschaftszweig, der sich mit den Wirkungen
verschiedener Außeneinflüsse auf Organismen befasst;
vgl. Biochemie (1) u. Biophysik. bio|dy|na|misch [auch
bi:o...J: 1. die Biodynamik betreffend. 2. nur mit organi
schen Düngemitteln gedüngt (in Bezug auf Nahrungsmit
tel)
Biolelek|tri|zi|tät* [auch bi:o...] die; - (zu tbio... u. tElektrizität): Gesamtheit der elektr. Vorgänge in lebenden Or
ganismen. Bio|elek|tro|nik [auch 'bi:o...]die;-: Wissens
gebiet, das biologische Vorgänge im Hinblick auf ihre
Nutzbarkeit für informationsverarbeitende Systeme er
forscht (z.B. für die Herstellung von Biochips)
Bio|ele|ment í/íw; -s, -e (meist Plur.) (zu tbio... u. tElement) : Spurenelement ; wichtiges, nur in sehr kleiner Men
ge im Körper vorhandenes u. wirksames chem. Element
(z. B. Kupfer, Jod)
Biolenerlgeltik [auch 'bi:o...] die; - (zu tbio... u. ÎEnerge
tik): 1. philos. Lehre von der Anwendung der Energiege
setze auf die Lebensvorgänge. 2. Form der Psychothera
pie, deren Ziel es ist, dem Menschen Körper- u. Bewe
gungsgefühl u. positive Formen von Aggressionen zu ver
mitteln, ihn von falschen Hemmungen u.Ä. mithilfe von
Bewegungs-, Haltungs-, Atemübungen u. Ä. zu befreien.
bio|ener|ge|tisch [auch 'bi:o...] die Bioenergetikbetref
fend. Biolenerlgie [auch 'bi:o...] die; -, ...ien: Energie der
tBiomasse; in den Organismen eines Lebensraums che
misch gebundene t Energie (2)
Biolethik [auch 'bi:o...] die; - (zu tbio... u. t Ethik): Teilge
biet der Î Ethik, das sich mit sittlichen Fragen zu Geburt,
Leben u. Tod im Hinblick auf neue Entwicklungstenden
zen der biologisch-medizinischen Forschung (z.B. Gen
technik) u. Therapie befasst. Biolethilker [auch 'bi:o...]
der; -s, -: Fachmann auf dem Gebiet der Bioethik
Biolfeedlback [,,,fi:dbæk] das; -s, -s (zu tbio... u. ÎFeed
back): Rückkopplung innerhalb eines Regelkreises biolo
gischer Systeme. Bio|feed|back-Me|tho|de rfZe; -: Me
thode, suggestives Verfahren zur Kontrolle autonomer,
vom Menschen sonst kaum wahrgenommener Körper
funktionen (z.B. Blutdruck, Herzfrequenz, Hirnwellen),
das über Apparate erfolgt, an denen der Patient seine
Funktionen ablesen u. entsprechend beeinflussen kann
(z.B. willentlich den Blutdruck senken, den Puls verlang
samen), was wiederum durch Signale angezeigt wird
Biolfillter der, fachspr. das; -s, - (zu tbio...): Vorrichtung
zur biologischen Abluftreinigung, bei der Geruchsstoffe
durch Î Mikroorganismen abgebaut werden
Biolgas das; -es, -e (zu tbio...): Faulgas, brennbares Gas,
das sich aus feuchter Î Biomasse, z. B. aus Kuhmist, bildet
u. als alternative Energiequelle genutzt werden kann
biolgen (zu tbio... u. Î ...gen): durch Tätigkeit von Lebewe
sen entstanden, aus abgestorbenen Lebewesen gebildet;
biogene Amine: durch biologische Vorgänge aus t Amino
säuren entstandene t Amine. Biolgelne die (Plur.): Hart
teile von Organismen, die Ablagerungen bilden (Geol.).
Bio ge neise die; -, n: Entwicklungsgeschichte] der Le
bewesen, die sowohl t Ontogenese als auch t Phylogenese
umfasst. bio|ge|ne|tisch: zur Biogenese gehörend; bio
genetisches Grundgesetz: Gesetz, wonach die Entwick
lung des Einzelwesens (t Ontogenese) eine Wiederholung
der stammesgeschichtlichen Entwicklung (t Phylogenese)
ist. Biolgelnie die; - (verkürzt aus ÎBiogenese; vgl. ...ge
nie): svw. Biogenese
Biolgeolchelmie [auch 'bi:o...] die: - (zu tbio... u. TGeoBioichor
203
chemie>: Wissenschaft von den ökologischen Zusammen
hängen u. Wechselbeziehungen zwischen ehern. Stoffen u.
den Organismen auf der Erde, biolgeolchelmisch [auch
bi:o...]: die Biogeochemie betreffend. Biolgeolgralfie,
auch ...gralphie [auch 'bi:o...] die:
Wissenschaft von
der geografischen Verbreitung der Tiere u. Pflanzen, biogeolgralfisch, auch ...gralphisch [auch bi:o...]: die
Biogeografie betreffend. Biolgeo|zö|no|se [auch 'bi:o...]
die; - (zu gr. koinós „gemeinsam“): System der Wechsel
beziehungen, die zwischen Pflanzen u. Tieren eines Bio
tops mit ihrer unbelebten Umwelt bestehen; vgl. Biozöno
se
Biolghurt® [...gurt] der od. das; -[s], -[s] (Kurzw. aus biolo
gischer Joghurt) : mit lebenden ÎKulturen (3) angereicher
tes Joghurterzeugnis
Bio graf, auch Biolgraph der; -en, -en <zu TBiografie; vgl.
...graf): Verfasser einer Lebensbeschreibung. Biolgrafie,aueh Biolgralphiedze;-, ...ien (aus gleichbed.gr. biographia zu gráphein „schreiben“): 1. Beschreibung der Le
bensgeschichte einer Person. 2. Lebens[ab]lauf, Lebensge
schichte eines Menschen. Biolgralfik, auch Biolgraphik die; - (zu Tbio...): Kunst der Lebensbeschreibung
historischer Persönlichkeiten, biolgralfisch, auch biogralphisch: 1. die Biografie (1) betreffend. 2. den Le
benslauf eines Menschen betreffend; biografischer Ro
man: literarische Lebensbeschreibung, die zugunsten le
bendiger Gestaltung vom streng Historischen abweicht.
B i o 1 g ra m m das; -s, -e (zu î bio... u. Î.. .gramm) : Aufzeich
nung des Lebensablaufs von Individuen einer zusammen
lebenden Gruppe (Verhaltensforschung)
Biolherm das; -s, -e (zu îbio... u. gr. hérma „Sandbank,
Riff“, eigtl. „Hügel“): von Organismen aufgebautes, kup
pelförmig aus dem Meer aufragendes Riff
Bio|in|di|ka|tor [auch 'bi:o...] der; -s, ...oren (meist Plur.)
(zu tbio... u. ÎIndikator): pflanzlicher od. tierischer Orga
nismus, der sehr empfindlich auf Änderungen in seinem
Lebensraum reagiert u. dadurch als Anzeiger für die Um
weltqualität dienen kann
Bio|ka|ta|lylsa|tor [auch 'bi:o...] der; -s, ...oren (zu tbio...
u. tKatalysator): Wirkstoff (z. B. Hormon), der die Stoff
wechselvorgänge steuert. bio|ka|ta|ly|tisch [auch
bi:o...]: unter dem Einfluss eines Biokatalysators erfol
gend bzw. ablaufend
Bio|ke|ra|mik [auch 'bi:o...] die; -, -en (zu tbio... u. Î Kera
mik): keramischer Werkstoff zur Herstellung von Kno
chen-, Gelenk- u. Zahnwurzelersatz mit hoher Gewebe
verträglichkeit
Biolklast der; -s, -e (zu tbio... u. gr. klän „brechen“): nur
bruchstückweise erhaltene t Biogene
Biolklilma das; -s (zu tbio... u. tKlima): Gesamtheit der
Einflüsse des tKlimas (1) auf lebende Organismen, bioklilmaltisch [auch bi:o...]: das Bioklima betreffend.
Bio|kli|ma|to|lolgie [auch 'bi:o...] die; -: Wissenschaft
von den Einwirkungen des Î Klimas auf das Leben, bioklimatoloigisch [auch bi:o...]: die Bioklimatologie
betreffend
Biolkom|pa|ti|bi|li|tät die; - (zu tbio... u. t Kompatibili
tät): Verträglichkeit eines natürlichen Gewebes mit einem
Werkstoff (z.B. einem Zahnimplantat; Med.).
Bio|kon|ver|si|on [...v...] die; -, -en (zu îbio... u. t Konver
sion): Umwandlung der in organischer Substanz gespei
cherten Sonnenenergie in andere Energieträger, z.B. in
T Biogas
Bio|kur|ve die; -, -n (zu tbio... u. tKurve): individueller,
von der Geburt an in bestimmten Intervallen verlaufender
Rhythmus positiver u. negativer Konstellationen, Um
stände in Bezug auf Körper, Psyche u. Geist
Bio|ky|ber|ne|tik [auch 'bi:o...] die; - (zu îbio... u. ÎKyber
netik): Wissenschaft, die die Steuerungs- und Regelungs
biomantisch
vorgänge in biologischen Systemen (Mensch, Tier, Pflan
ze) untersucht, biolkylberlneltisch [auch bi:o...]: die
Biokybernetik betreffend
Bio|la|den der; -s, ...läden (zu t bio...): Laden, Geschäft, in
dem nur Produkte, bes. Nahrungsmittel, verkauft werden,
die nicht mit chemischen Mitteln behandelt sind
Biollealching [,,,li:tʃɪŋ] das; -s (zu tbio... u. engl. to leach
„auslaugen“): Verfahren zur Gewinnung von Metallen
mithilfe von Mikroorganismen aus Erzen, die mit her
kömmlichen Methoden nicht mehr wirtschaftlich ausbeut
bar wären
Biollith [auch ...'ht] der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n] (meist
Plur.) (zu îbio... u. Î ...lith): aus abgestorbenen Lebewesen
entstandenes Î Sediment (Geol.)
Bio lo ge der; -n,-n (ausgr. biolögos „Lebensschilderer“):
Wissenschaftler auf dem Gebiet der Biologie, Erforscher
der Lebensvorgänge in der Natur. Biollolgilcal Molnitolring [baɪə'lɔʤɪkəl 'mɔnɪtənŋ] das, - -[s] (aus gleichbed.
engl. biological monitoring, eigtl. „biologisches Beobach
ten“): Verfahren zur Beurteilung der Belastung des Men
schen durch bestimmte Schadstoffe in seiner Arbeitsum
welt Biollolgie die; - (aus gleichbed. nlat. biología zu
îbio...u. l...logie): 1. Wissenschaft von der belebten Natur
u. den Gesetzmäßigkeiten im Ablauf des Lebens von
Pflanze, Tier u. Mensch. 2. biologische, der Natur entspre
chende Beschaffenheit, z.B. viel -, weniger Chemie, biololgisch: 1. die Biologie betreffend, auf ihr beruhend. 2.
auf natürlicher Grundlage, naturbedingt, unter Verzicht
auf Chemie; biologischer Landbau: moderne Form der
biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise, bei der auf
künstlichen Dünger u. chem. Bekämpfungsmittel zuguns
ten einer natürlichen Selbstregulation des ökologischen
Systems verzichtet wird; biologische Waffen: für den mili
tärischen Einsatz vorgesehene Mikroorganismen (z.B. Vi
ren. Bakterien) od. deren giftige Stoffwechselprodukte,
die die Menschen u. deren Umwelt vernichten bzw. ver
seuchen können ; biologisch-dynamische Wirtschaftsweise :
Landwirtschaft u. Gärtnerei auf natürlicher Grundlage
ohne künstliche Düngung, nach der Lehre R. Steiners (vgl.
Anthroposophie); vgl. biodynamisch. Bio|lo|gis|mus
der; - (zu t...ismus (5)>: einseitige u. ausschließliche An
wendung biologischer Gesichtspunkte auf andere Wis
sensgebiete. biollolgisltisch (zu Î ...istisch): den Biologismus betreffend, im Sinne des Biologismus
Biolumilneszenz [auch 'bi:o...] die; - (zu îbio... u. TLumineszenz): auf biochemischen Vorgängen beruhende
Lichtausstrahlung vieler Lebewesen (Bakterien, Tiefseefi
sche u. a.)
Biollylse die; -, -n (zu îbio... u. î...lyse): chem. Zersetzung
organischer Substanz durch lebende Organismen, biollytisch: die Biolyse betreffend, auf Biolyse beruhend
Bilom das; -s, -e (zu gr. bios „Leben“): Lebensgemeinschaft
von Tieren u. Pflanzen in einem größeren geografischen
Raum (tropischer Regenwald, Savanne u.a.)
biolmalgneitisch* [auch 'bi:o...] (zu îbio... u. îmagnetisch): auf Biomagnetismus beruhend. Bio|ma|gneltismus [auch bi:o...] der; -: zusammenfassende Bez. für
magnetische Erscheinungen, die ihren Ursprung in den
Lebensvorgängen von Organismen haben
Bio|malgnilfi|ka|ti|on*d/e;-, -en (zu îbio... u. mlat. mag
nificatio „Vergrößerung“): Anreicherung von Schadstof
fen (z.B. von Schwermetallen) in Tieren über eine Nah
rungskette
Biolmant der; -en, -en (zu îbio... u. gr. mántis „Wahrsa
ger“): jmd., der sich mit Biomantie befasst. Biolmanltie
die; - (zu gr. manteia „das Weissagen; Sehergabe“): Vo
raussage des Lebensschicksals aus biologischen Zeichen
(z. B. aus den Linien der Hand), biolmanltisch: auf Bio
mantie beruhend
Biomasse
die; - <zu Tbio...): Masse der durch Lebewesen
anfallenden organischen Substanz in einem bestimmten
Lebensraum
Bio|ma|te|ri|al das; -s, ...ien [...ion] <zu îbio.., u. tMaterial>: Werkstoff, der sich für die Î Implantation in den
menschlichen Körper eignet, z.B. Biokeramik
Biolmaithelmaltik [auch 'bi:o...] die: - (zu îbio... u. Î Ma
thematik): Anwendung mathematischer Verfahren u. Me
thoden auf biologische Prozesse
Biolmelchalnik [auch 'bi:o...] die; - (zu îbio... u. Î Mecha
nik): Teilgebiet der t Biophysik, das sich mit den mechani
schen Vorgängen in den Organismen befasst, biolmechalnisch [auch bi:o...]: die Biomechanik betreffend
Biolmeltelolrollolgie [auch bi:o...J die; - (zu tbio... u.
ÎMeteorologie): Wissenschaft vom Einfluss des Wetters
auf die Lebewesen, insbesondere auf den Menschen (Biol.,
Med.). bio|melte|o|ro|lolgisch [auch bi:o...]: 1. die
Biometeorologie betreffend. 2. den Einfluss des Wetters
auf Lebewesen betreffend
Biolmeltrie*, Biolmeltrik die; - (zu tbio... u. t,,,metrie
bzw. t Metrik): a) Wissenschaft von der Zählung u. [Kör
permessung an Lebewesen; biologische tStatistik; b)
Zählung u. [Körper]messung an Lebewesen, biolmetrisch: die Biometrie betreffend
bio|mi|me|tisch (zu tbio... u. tmimetisch): biologische
Prozesse, Strukturen o. Ä. nachahmend (bes. bei neuen
Technologien)
Bio|mi|ne|ra|le die (Plur.) (zu îbio... u. ÎMineral): von Or
ganismen aufgebaute mineralische Festkörper, z. B. Scha
len, Knochen. Bio|mi|ne|ra|li saltilon [auch 'bi:o...] die;
-, -en: Aufbau von mineralischen Stoffen durch den leben
den Organismus
Bio|mo|ni|tor der; -s, Plur. -en, auch -e (zu tbio... u. Î Mo
nitor): Gerät zur Überwachung der Organfunktionen
(z.B. der Herztätigkeit) des Menschen (Med.). Biolmoni to ring [,,,'mɔnɪtərɪŋ, auch 'bi:o...] das; -s (zu engl. mo
nitoring „Überwachung“, dies zu lat. monere „erinnern,
ermahnen“): Verfahren zur Bestimmung des Gefähr
dungsgrades eines Î Ökosystems durch umweltbelastende
Einflüsse
bioimorph (zu t bio... u. t morph): von den Kräften des na
türlichen Lebens geformt, geprägt. Biolmorlpholse Æe;
-: durch die Lebensvorgänge bewirkte Veränderung im Er
scheinungsbild eines Lebewesens (z.B. das Altern), biomor pho tisch (zu gr. morphötikös „zur Gestaltung ge
hörig“): die Biomorphose betreffend
Biolmoltor [auch 'bi:o...] der; -s, ...oren (zu tbio... u. t Mo
tor): Apparatur zur künstlichen Beatmung der Lunge
Biolnaltor der; -s, ...oren (zu tbio..., lat. natum, Part. Perf.
(Neutrum) von nasci „geboren werden, aufstehen“, u.
t...or): kieferorthopädisches Gerät mit Lippen- u. Zahn
bügel, das eine gesunde Gebissentwicklung ermöglicht
(Zahnmed.)
bio ne ga tiv [auch 'bi:o...] (zu îbio... u. tnegativ): lebens
schädlich, lebensfeindlich
Biolnik die; - (Kurzw. aus Biologie u. Technik, wohl unter
Einfluss von engl. -amerik. bionics u. electronics): Wissen
schaft, die technische, bes. elektronische Probleme nach
dem Vorbild biologischer Funktionen zu lösen sucht (Wär
mespürgeräte, nervengesteuerte t Prothesen u. a.); vgl.
Biotechnik, biolnisch: die Bionik betreffend, auf ihr be
ruhend
Biolnolmie die; - (zu tbio... u. T...nomie): Lehre vom ge
setzmäßigen Ablauf des Lebens im Tierreich
...bilont (ausgr. bioún, Gen. bióntos, Part. Präs, von bióein
„leben“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Lebe
wesen“, z.B. Symbiont. Bi|on|to|lo|gie die; - (zu t...logie): (veraltet) Wissenschaft von den Lebewesen
Biolopltik [auch 'bi:o...] die; - (Kurzw. aus ÎBiologie u.
Biolmaslse
204
Î Optik): Lehre von den Sehvorgängen u. optischen Er
scheinungen im Bereich der Biologie
Bio|phä|no|melno|lolgie die; - (zu tbio... u. tPhänomenologie): (veraltet) Lehre von den Erscheinungen des Le
bens
bioipharlmalzeultisch (zu tbio... u. tpharmazeutisch):
die Biopharmazie betreffend, zu ihr gehörend. Biolpharmalzie [auch 'bi:o...] die; -: Fachrichtung der Pharmazie,
die sich mit den physikalisch-chemischen Eigenschaften
von Arzneimitteln und Arzneizubereitungen als Voraus
setzung für deren Wirkung befasst
Biolpholneltik [auch bi:o...J die; - (zu îbio... u. ÎPhone
tik): Wissenschaft, die sich mit den biologischen Grund
lagen für die Entstehung u. Aufnahme der Sprachlaute u.
den dabei stattfindenden Vorgängen im Zentralnervensys
tem befasst
Biolphor der; -s, -e (zu tbio... u. t ...phor, eigtl. „Lebensträ
ger“): früher angenommene Elementareinheit des Zell
plasmas
Biolphyllalxe die; - (zu îbio... u. gr. phÿlaxis „Schutz, Be
wachung“, dies zu phylássein, phylättein „schützen“): Le
bensschutz, Gesamtheit aller Maßnahmen zur Erhaltung
der natürlichen Lebensbedingungen
Biolphylsik [auch 'bi:o...] die; - (zu tbio... u. tPhysik): 1.
Wissenschaft von den tphysikalischen Vorgängen in u. an
Lebewesen. 2. heilkundlich angewendete Physik (z.B.
Strahlenbehandlung u. -schütz), biolphylsilkallisch
[auch bi:o...J: die Biophysik betreffend
Biolpollylmer [auch 'bi:o...] das: -s, -e (meist Plur.) (zu
t bio... u. t Polymer) : durch t Polymerisation aus kleineren
Bausteinen entstandener hochmolekularer Naturstoff, der
an Aufbau u. Stoffwechsel der lebenden Organismen we
sentlich beteiligt ist, z.B. Eiweiß, Nukleinsäure, Poly
saccharid
Biolprolduklte die (Plur.) (zu tbio... u. tProdukt): zusam
menfassende Bez. für Erzeugnisse (bes. Lebensmittel), die
aus t biologischem Landbau hervorgegangen sind
Biolprolgnolse’ [auch 'bi:o...] die; -, -en (zu tbio... u.
tPrognose): spezifische Wettervorhersage (bes. für Ärz
te), die auf mögliche Gefährdungen der menschlichen Ge
sundheit bzw. des Wohlbefindens aufmerksam macht
Biolprolgramm das: -s, -e (zu tbio... u. ÎProgramm): Pro
gramm einer Waschmaschine, das Waschvorgänge mit
Î bioaktiven Waschmitteln ermöglicht
Biolproltekltilon die: - (zu îbio... u. tProtektion): svw.
Biophylaxe
Biolprolthelse die; -, -n (zu tbio... u. ÎProthese): aus
menschlichem od. tierischem Gewebe hergestelltes Er
satzstück, z.B. für Herzklappen od. Blutgefäße (Med.)
Biloplsie die; -, ...ien (zu îbio... u. Î ...opsie): Untersuchung
von Material (Gewebe u.a.), das dem lebenden Organis
mus entnommen ist
Biolpsylchislmus [auch 'bi:o...] der; - (zu îbio... u. tPsy
chismus): philos. Anschauung, nach der jedem organi
schen Geschehen ein psychischer Prozess zuzuordnen ist
bilopltisch (zu tBiopsie): die Biopsie betreffend
Bio|re|ak|tor der; -s, -en (zu tbio... u. ÎReaktor): svw. Fer
menter
Bio|re|gi|on die; -, -en (zu tbio... u. tRegion): ein vom
Großklima mitgestalteter Bereich der t Biosphäre
Biolrheollolgie die; - (zu îbio... u. t Rheologie): Lehre vom
Fließverhalten biologischer Substanzen, bes. des Blutes
Biolrheulse, auch Biorrheuse die: - (zu tbio... u. gr. rheüsis
„das Fließen, der Fluss“, dies zu rhein „fließen, strö
men“): Bez. für den natürlichen Prozess des Alterns u. die
damit zusammenhängenden Veränderungen im Organis
mus
Biolrhythlmik die; - (zu îbio... u. t Rhythmik): Art, Cha
rakter des Biorhythmus. Biolrhythlmus der; -: in peri
205
odischem Ablauf erfolgender Rhythmus von physiologi
schen Vorgängen bei Lebewesen (z.B. Wachstum, Leis
tungsfähigkeit u. Ä.)
Bio ri sa tor der; -s, ...oren (zu tbiorisieren u. T...ator):
Zerstäubungsgerät zur Herstellung keimfreier Milch, biorilsielren (zu tbio... u. t...isieren, eigtl. „in den natürli
chen Zustand versetzen“): keimfreie Milch mit dem Bio
risator herstellen
Bi|or|rheu|se vgl. Biorheuse
Bilosr/er, - (ausgr. bios „Leben“): 1. das Leben; die belebte
Welt als Teil des Î Kosmos. 2. svw. Biosstoff
BIOS (Abk. für engl. öasis input output system „Basis-Ein
gabe-Ausgabe-System“): Bez. für den Teil des Betriebs
systemkerns, der alle standardisierten Grundfunktionen
enthält, die für die Ein- u. Ausgabe benötigt werden (EDV)
Biolsaltel I lit der; -en, -en (zu tbio... u. TSatellit): mit Tie
ren [und Pflanzen] besetztes kleines Raumfahrzeug zur
Erforschung der Lebensbedingungen in der Schwerelosig
keit
Bilolse die; -, -n (zu Îbi... u. t2...ose>: einfacher Zucker mit
zwei Sauerstoffatomen im Molekül
...biolse (aus gi; biösis „Lebensweise“): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Lebensweise“, z.B. Anabiose,
Symbiose
Biolsenlsor der; -s, ...oren (zu Tbio... u. TSensor): Gerät
zur elektronischen Messung physik. u. ehern. Lebensvor
gänge am u. im Körper
Bi loslfakltor der; -s, ...oren (zu T Bios u. tFaktor): svw.
Biosstoff
Biolskop* das; -s, -e (zu tbio... u. t...skop): alter, 1891 er
fundener kinematografischer Apparat
Bio|so|lar|zel|le [auch 'bi:o...] die; -, -en (zu Îbio... u. Tso
lar) : Anlage zur unmittelbaren Umwandlung von Sonnen
energie in chemische Energie, z.B. mithilfe von Algenkul
turen
Biolsolziollolgie [auch 'bi:o...] die; - (zu Tbio... u. TSozio
logie): Wissenschaft von den Wechselbeziehungen zwi
schen biologischen u. soziologischen Gegebenheiten, biosoziologisch [auch bi:o...J: die Biosoziologie betref
fend, zu ihr gehörend, auf ihren Untersuchungen beru
hend
Biolsphälre die; - (zu Tbio... u. TSphäre): Gesamtheit der
von Lebewesen besiedelten Schichten der Erde, biosphärisch: zur Biosphäre gehörend
Biloslstoff der; -s, -e (zu TBios): lebensnotwendiger
pflanzlicher Wirkstoff nach Art der TVitamine; unter
schieden als BiosI, Bios II usw.
Bio sta tis tik die; - (zu Tbio... u. T Statistik): svw. Biome
trie
Biolstraltilgralfie, auch ...gralphie [auch 'bi:o...] die; (zu Tbio... u. TStratigrafie): Festlegung der geologischen
Gliederung u. ihres Alters mithilfe der Î Fossilien. Biostraltilnolmie [auch 'bi:o...] die; - (zu T'...nomie): Fest
stellung der aus T Fossilien erkennbaren Vorgänge vom
Absterben der Organismen bis zu ihrer endgültigen Ein
bettung in T Sedimenten
Biolströlmerü'e (Plur.) (zu Tbio...): elektrische ÎPotenziale
bzw. Ströme, die von lebenden Geweben (z.B. Muskeln,
Nerven) ableitbar sind
Biolsynlthelse die; -, -n (zu Tbio... u. TSynthese): 1. der
Aufbau ehern. Verbindungen in den Zellen des lebenden
Organismus. 2. Herstellung organischer Substanzen mit
hilfe von Mikroorganismen (z. B. von Penicillin aus niede
ren Pilzen)
Bilot [auch bjo:] das; -, - (nach dem franz. Physiker J.-B.
Biot (1774-1862)): alte Maßeinheit der elektrischen
Stromstärke, entspricht 10 Î Ampere; Zeichen Bi
Bioltar das; -s, -e (Kunstw.): fotografisches Objektiv mit
größerem Öffnungsverhältnis
Biozönose
[auch 'bi:o...] die; -, -en (zu Tbio... u. TTechnik): technische Nutzbarmachung biologischer Vorgänge
(z.B. der Hefegärung); vgl. Bionik, bioltechlnisch
[auch bi:o...]: auf die Biotechnik bezogen, lebenstech
nisch. Bio|tech|nollolgie [auch 'bi:o...]
-: Wissen
schaft von der Biotechnik. bioltech|no|lg|gisch [auch
bi:o...]: auf die Biotechnologie bezogen, mithilfe der Bio
technologie erfolgend
Bio|telle|me|trie* [auch 'bi:o...] die; - (zu tbio... u. TTelemetrie): Funkübermittlung von biologischen Messwerten,
die ein Î Biosensor aufgenommen hat (Luft- u. Raumfahrt;
Verhaltensforschung)
Bio ¡test der: -[e]s, Plur. -s, auch -e (zu Tbio... u. TTest): Me
thode zur quantitativen Erfassung biologisch wirksamer
Substanzen durch den Nachweis ihrer Wirkung auf leben
de Organismen
Bioltin das; -s (zu gr. biotos „Lebensunterhalt, Lebenser
haltung“ u. T ...in (1)): Vitamin H (in Leber und Hefe auf
tretend)
bioltisch (zu gr biotê „Leben“): auf Lebewesen, auf Leben
bezüglich
Bioltit [auch ... tit] der; -s, -e (nach dem franz. Physiker
J.-B. Biot (1774-1862) u. zu T2...it): zu den Glimmern ge
hörendes dunkelgrünes bis schwarzes Mineral. Bioltitgranit der; -s: ein Tiefengestein
Bioltolnus der; - (zu Tbio... u. TTonus): Art u. Weise der
Spannkraft u. der gesamten Energie des menschlichen Or
ganismus (Psychol.)
Bioltop der od. das; -s, -e (zu Tbio... u. gr. topos „Ort,
Raum“): 1. durch bestimmte Pflanzen- u. Tiergesellschaf
ten gekennzeichneter Lebensraum. 2. Lebensraum einer
einzelnen Art
Bioltranslforlmaltilon die; -, -en (zu Tbio... u. (Transfor
mation): a) Methode zur Î enzymatischen Veränderung
von Substanzen mithilfe von Mikroorganismen (Biotech
nologie); b) bei Mensch u. Tier der Umbau niedermoleku
larer körperfremder Stoffe zu wasserlöslichen, die mit
dem Harn ausgeschieden werden können (Physiol.)
bioltrop* (zu Tbio... u. î ...trop): durch physikalische u. kli
matische Reize auf die Verfassung u. Leistungsfähigkeit
eines Organismus einwirkend; biotrope Faktoren: Kräfte
(wie Sonnenschein, Luftdruck), die auf die Lebewesen be
stimmend einwirken. Bioltrolpie die; -, ...ien (zu T...tropie): wetterbedingte Empfindlichkeit des Organismus
(z.B. bei plötzlichen Luftdruckschwankungen). Bioltropislmusr/er; -: Orientierungsbewegung eines Mikroorga
nismus auf eine Reizquelle hin
Bio|tur|balti|on [auch 'bi:o...] die; -, -en (zu tbio... u. TTurbation): Durchmengung, Veränderung des Bodens durch
die Tätigkeit wühlender Organismen (Geol.)
Bio typ [auch 'bi:o...] der; -s, -en (zu Tbio... u. TTyp): svw.
Biotypus, bioltylpisch [auch 'bi:o...] : den Biotypus be
treffend. Bioltylpus [auch 'bi:o...] der; -, ...pen: Gruppe
od. Generationsfolge von Individuen mit gleicher Erban
lage
BiolwislsenlschafIten die (Plur.) (zu Tbio...): Gesamt
heit der zur Biologie gehörenden Wissenschaftszweige
biolzenltrisch* [auch 'bi:o...] (zu Tbio... u. Tzentrisch): das
Leben, seine Steigerung u. Erhaltung in Jen Mittelpunkt
aller Überlegungen stellend, z.B. -e Weltanschauung;
Ggs. Tlogozentrisch
’Bio zid das; -[e]s, -e (zu Tbio... u. T...zid): svw. Pestizid.
2Bioizid dem. das; -[e]s, -e (zu Î ’Biozid) : Vernichtung von
Biotopen
Bio|zö|no|lolge der; -n, -n (zu Îbio..., gr. koinös „gemein
sam“ u. T...loge): Erforscher von biologischen Lebensge
meinschaften. Biolzölnollolgie die; - (zu T...logie>: Wis
senschaft von den biologischen Lebensgemeinschaften.
Biolzölnolse die; -, -n (zu gr. koinös „gemeinsam“): LeBio|tech|nik
biozönotisch
bensgemeinschaft, Gesellschaft von Pflanzen u. Tieren in
einem Î Biotop (1). biolzölno tisch: die Lebensgemein
schaft in Biotopen betreffend, darauf beruhend
Bio zy klus* der; -, ...len (zu tbio... u. TZyklus): biologi
scher Kreislauf, sich wiederholende Abläufe biologischer
Funktionszustände in Zellen u. Organen bzw. Organismen
bilpaltent (aus gleichbed. lat. bipatens, Gen. bipatentis zu
Tbi... u. patere „offen stehen“): nach beiden Seiten offen
bilped (zu Tbi... u. lat. pes, Gen. pedis „Fuß“): svw. bipe
disch; vgl. ...isch/-. Bi pe de der; -n, -n: Zweifüßer; zwei
füßiges Tier. Bilpeldie die; - (zu T2...ie): Zweifüßigkeit.
bi pe'disch: zweifüßig; vgl. ...isch/Bi|pha lan|gieJ/<?, -, ...ien (zu Tbi...,gr. phálagx, Gen. phálaggos „Glied, Gelenk“ u. t2...ie): Fingermissbildung mit
nur zwei Gliedern an einem Finger (Med.)
Bilphelnyl das; -s, -e (zu Tbi... u. TPhenyl): in farblosen
Blättchen kristallisierender Kohlenwasserstoff, der zur
Konservierung von Zitrusfrüchten verwendet wird
bilpollar [auch 'bi:...] (zuTbi... u. Îpolar): zweipolig. Bilpolalriltät [auch bi:...] die; -, -en: Zweipoligkeit, Vorhan
densein zweier entgegengesetzter Pole. Bilpollarltechnik die; -, -en: Gesamtheit der Verfahren zur Herstellung
von Î Bipolartransistoren, Î Dioden u. Kondensatoren in
der Halbleitertechnologie u. Mikroelektronik. Bilpollartranlsisltorrfer; -s, ...oren: TTransistor, in dem gleichzei
tig negative u. positive Ladungsträger am Stromtransport
u. an der Wirkungsweise beteiligt sind
Bilpollylmertos; -s, -e (zu Îbi... u. TPolymer): ein aus zwei
verschiedenen Sorten von Monomeren gebildetes 1 Poly
mer
Bilprislma das; -s, ...men (zu Tbi... u. TPrisma): gleich
schenkliges Prisma mit einem brechenden Winkel von na
hezu 180° zur Erzeugung von ÎInterferenzen
Bilqualdrat* das; -[e]s, -e (zu tbi... u. TQuadrat): Quadrat
des Quadrats, vierte Potenz (Math.), bilqualdraltisch:
in die vierte Potenz erhoben; biquadratische Gleichung:
Gleichung vierten Grades
Bilquet [bi'ke:] iZer; -s, -s (aus gleichbed. fr. biquet, eigtl.
„Zicklein“): Schnellwaage für Gold- u. Silbermünzen, bique tie ren (aus gleichbed. fr. biqueter): Münzen abwie
gen
Bi|ra|di|a|le¿to; -, -n (zu tbi... u. Tradial): Strahlungsachse
optisch zweiachsiger Kristalle (Optik)
Birld ie ['bə:di] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. birdie, eigtl.
„Vögelchen“): Gewinn eines Lochs mit einem Schlag we
niger als festgesetzt (Golf); vgl. Par
Birdljand* [,,,dʒ,,,], Bird schand der; -s, -s (nach der
gleichnamigen Stadt im Ostiran): dem t Belutsch ähnlicher
Teppich mit charakteristischem Sternmedaillon
Bilrelflelxilon* die; -, -en (zu tbi... u. ÎReflexion): Refle
xion eines aus einem t isotropen Medium kommenden
Lichtstrahls an der Grenzfläche eines T anisotropen Medi
ums unter Verlust seiner Isotropie (Phys.)
Bi|re|me die; -, -n (aus gleichbed. lat. biremis zu Tbi... u. remus „Ruder“): Zweiruderer (antikes Kriegsschiff mit zwei
übereinanderliegenden Ruderbänken)
Bilrett das; -s, -e (aus mlat. birretum, vgl. Barett): aus dem
Barett entwickelte viereckige Kopfbedeckung kath. Geist
licher
Birlmalnisltik die; - (zu Birma (Staat in Hinterindien) u.
T ...istik) : Wissenschaft von Sprache u. Kultur der Birma
nen. birlmalnisltisch: die Birmanistik betreffend
Bilrolta die; -, -s (aus gleichbed. to. birota zu birotus „zwei
rädrig“): (veraltet) zweirädriger Wagen
Birlrus der; -, ...ri (aus gleichbed. lat. birrus): kurzer Kapu
zenmantel aus rauem Wollstoff im alten Rom
Bilrutlsche vgl. Barutsche
bis (aus lat. bis „zweimal“): a) wiederholen, noch einmal
(Anweisung in der Notenschrift); b) in einer musikali
206
schen Aufführung als Zuruf die Aufforderung zur Wieder
holung
Bilsam der; -s, Plur. -e u. -s (aus mlat. bisamum „Bisam
saft“, dies aus hebr. bäsäm; vgl. Balsam): 1. (ohne Plur.)
svw. Moschus. 2. Handelsbez. für Bisamrattenpelz
Bilseaulschliff [bi'zo:...] der; -s, -e (zu/r. biseau „Abschrä
gung“): schrägkantiger Schliff an Edelsteinen, bilseautielren (aus gleichbed. fr. biseauter): Spielkarten zum
Falschspielen am Rand schräg abschneiden
Bilsekltrix* die; -, ...trizes [...tse:s] (zu tbi... u. lat. sectrix
„die (Ab)schneidende“, dies zu secare „schneiden, tren
nen“): Winkelhalbierende zwischen den optischen Achsen
eines Kristalls (Optik)
Bilselllilum das; -s, ...lia (aus lat. bisellium „zweisitziger,
prächtig verzierter Ehrenstuhl“ zu Îbi... u. sella „Stuhl“):
(veraltet) zweisitziger Stuhl
bi|se|ri|al (zu Tbi..., lat. serere „reihen“ u. T ’...al (1)>: (ver
altet) zweireihig, zweizeilig
bilselriert (zu Tbi..., lat. serescere „trocken werden“, eigtl.
„zweimal getrocknet“, u. Î ...iert); in der Fügung biserierte
Magnesia: doppelt gebrannte Magnesia (Heilmittel)
Bilselxulalliltät die; - (zu Tbi... u. ÎSexualität): 1. a) Doppelgeschlechtigkeit (BioL); b) angeborene Disposition von
Männern u. Frauen, psychische Merkmale des anderen
Geschlechts zu entwickeln. 2. das Nebeneinanderbestehen
von hetero- u. homosexuellen Neigungen u. Beziehungen,
von sexuellen Antrieben u. Handlungen zu bzw. mit Part
nern des anderen wie des eigenen Geschlechts, bilselxuell: 1. doppelgeschlechtig. 2. ein sowohl auf Personen des
anderen als auch auf die des eigenen Geschlechts gerich
tetes Sexualempfinden, sexuelles Verlangen habend
BislkotlteAe,-, -n (aus Zr. biscotto „Zwieback, Keks“, vgl.
Biskuit): (österr.) längliches Biskuit, Löffelbiskuit. Bis
kuit [bɪs'kvi(:)t] das, auch der; -[e]s, Plur. -s, auch -e (aus
gleichbed. fr. biscuit, eigtl. „zweimal Gebackenes“, dies
über it. biscotto (vgl. Biskotte) zu lat. bis coctum „zweimal
gekocht“): 1. Feingebäck aus Mehl, Eiern, Zucker. 2. svw.
Biskuitporzellan. Bis|kuit|por|zel|lan das; -s, -e: gelbli
ches, unglasiertes Weichporzellan
bislmilllah (aus arab. bismillä „im Namen Allahs“): im Na
men Gottes (islam. Eingangsformel für Gebete, Schrift
stücke o.Ä.)
Bis mu tit [auch ,,,'tɪt] der; -s, -e (zu TBismutum u. 12...it> :
ein meist gelbliches Mineral. Bis|multum das; -s (Latini
sierung von dt. Wismut): lat. Bez. für Wismut (ein Metall);
ehern. Zeichen Bi
Bilson der, auch das; -s, -s (aus lat. bison „Auerochs“, dies
aus dem Germ.): nordamerik. Büffel
bi Ista I bil [auch 'bi:...] (zu Tbi... u. t stabil): zwei stabile Zu
stände aufweisend (vor allem bei elektronischen Bauele
menten)
Bislter der od. das; -s (aus gleichbed. fr. bistre, weitere Her
kunft ungeklärt): aus Holzruß hergestellte bräunliche
Wasserfarbe
Bisltoulri [bis'tu:ri] der od. das; -s, -s (aus gleichbed. fr. bis
touri): 1. langes, schmales T Skalpell mit auswechselbarer
Klinge. 2. früher benutztes Operationsmesser mit ein
klappbarer Klinge
bisltrielren* (aus gleichbed. fr. bistrer): mit 1 Bister malen
1Bis|tro* das; -s, -s (aus/r. bistro(t) „Kneipwirt, Kneipe“):
kleine franz. Gastwirtschaft. 2Bisltro der; -s, -s (zu T 'Bis
tro): franz. Bez. für Schankwirt. Bisltronlnet [...'ne:]
das; -s, -s (zu/r. bistronner „im Bistro essen“): Lokal mit
[franz.] Schnellkost
Bilsullfat das; -s, -e (zu Tbi... u. T Sulfat): (veraltet) svw. Hy
drogensulfat. Bilsullfit das; -s, -e: (veraltet) svw. Hydro
gensulfit
bilsylllalbisch (zu Tbi... u. Isyllabisch): (veraltet) zweisil
big
207
-[s], -[s] (Kurzw. aus engl. binary digit „Zweierstel
le, Zweierzahl“): 1. a) binäre Einheit für die Anzahl mög
licher alternativer Entscheidungen in einem binären Sys
tem; b) Binärzeichen; Zeichen bit; c) die einzelne Ent
scheidung. 2. Einheit für den Informationsgehalt einer
Nachricht; Zeichen bit; vgl. Byte
2Bit¿er od. das; -s, -s (aus engl. bit (of drill) „(Bohr)einsatz“, eigtl. „Gebiss (eines Pferdes)“): genormtes Einsatz
stück für Bohrmaschinen od. Schraubgeräte
Bitljug der; -s, -s (nach dem gleichnamigen russ. Fluss):
warmblütiges Last- u. Arbeitspferd
Bitlmap [...mæp] die; -, -s (zu Î 'Bit u. engl. map „Bild, Kar
te“): Datenformat, das eine aus Î Pixeln bestehende Gra
fik direkt im Arbeitsspeicher eines Computers abbildet
Biltok der -s, Plur. -s u. Bitki (aus russ. bitok, Gen. bitka
„Klops, Keule“): kleiner, runder, gebratener Fleischkloß
biltolnal (zu îbi... u. tonal): 1. auf zwei verschiedene Ton
arten zugleich bezogen (Mus.). 2. doppeltönend (z. B. vom
Husten; Med.). Biltolna li tät die; -: gleichzeitige An
wendung zweier verschiedener Tonarten in einem Musik
stück
Bit-Slice-Pro|zes|sor [ bitslais...] der; -s, ...oren (zu Î 'Bit,
engl. slice „Scheibe“ u. îProzessor): schneller, mit Bipo
lartechnik gefertigter Mikroprozessor
Bit|ter|le|mon[...'lgman] das; -[s], -, auch Bititer Lelmon
das; - -[s], - - (zu engl.bitter „bitter“ u. lemon „Zitrone“):
milchig-trüb aussehendes Getränk aus Zitronen- u. Limet
tensaft mit geringem Chiningehalt
Biltulmen das; -s, Plur. -, auch ...mina (aus lat. bitumen
„Erdharz, Erdpech“, dies wahrscheinlich aus dem Kelt.):
aus organischen Stoffen natürlich entstandene teerartige
Masse (Kohlenwasserstoffgemisch), auch bei der Aufar
beitung von Erdöl als Destillationsrückstand gewonnen
(verwendet u. a. als Abdichtungs- u. Isoliermasse). Biltumen be ton der; -s, Plur. -s u. (bei nicht nasalierter
Ausspr.) -e: Baustoffgemenge aus Zuschlagstoffen mit Bi
tumen als Bindemittel für Straßenbelag u. Sperrungen im
Wasserbau. Bi|tu|men|emul|silon die; -, -en: mit Was
ser verbundenes Bitumen zum Abdichten u. Imprägnieren,
biItulmig: Bitumen enthaltend, dem Bitumen ähnlich, bitulmilnielren (zu Î..deren): mit Bitumen behandeln od.
versetzen. bi|tu|mi|nös (zu Î ...ös): Bitumen enthaltend
Biltylit [auch ...it] der; -s, -e (nach dem Fundort Bity auf
Madagaskar u. zu Î2...it): dem fZinnwaldit verwandtes
gelbliches Mineral
Bi|u|ret¿as; -s (Kunstw. zu î bi... u. gr. oüron „Harn“): kris
talline Substanz, die sich beim starken Erhitzen von Harn
stoff bildet. Bilu|ret|relakltilon¿ie; Nachweis von Ei
weißkörpern mit Kupfersulfat durch Reaktion mit Biuret
bilvallent [auch bi:...] (zu îbi... u. îValenz): zweiwertig
(Chem.). Bi Iva lien ¡te die (Plur.): die bei der Î Redukti
onsteilung gepaarten Î homogenen Chromosomen (Biol.).
BilvallenziZze; -, -en: Zweiwertigkeit (Chem.)
Bilvaivefbaivælv] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. bivalve,
dies zu îbi... u. lat. valvae (Plur.) „Türflügel, (Flü
geltür“): Sperrwechsel für Linien verschiedener Figuren
(Thema im Kunstschach); vgl. Valve. Bi|val|ven [bivalvn], Bilvallvia die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. bivalvia, eigtl. „Zweitürige“): Muscheln (Zool.)
bilventral* (zu Îbi... u. Îventral): zweibäuchig (Biol.)
bilvenltrilkullär* (zu îbi... u. Îventrikulär): zweikamme
rig (Med.)
Bi|vi|um['bi:vium] das; -s, ...via (zu Î bi... u. lat. via „Weg"):
(veraltet) Scheideweg, Kreuzweg
bilvolltin [bivɔl'ti:n, auch 'bi:...] (aus gleichbed. /r. bivolt(a)in zu îbi... u. lat. evolutio, vgl. Evolution): zwei Ge
nerationen im Jahr hervorbringend (von Insekten)
Bilwarfie; -, -s (aus dem Japan.): vier- bis sechssaitiges ja
panisches Lauteninstrument
’Bit ¿as;
Black-out
Bilwakrfas; -s,
Plur. -s u. -e (aus gleichbed. fr. bivouac, dies
(über niederl. bijwacht) aus niederdt. biwake „Beiwache“
(zusätzlicher Wachtposten im Freien)): behelfsmäßiges
Nachtlager im Freien (Mil., Bergsteigen). bi|walkie|ren
(zu Î..deren): im Freien übernachten (Mil., Bergsteigen)
Bixlbylit [auch ... ɪt] der; -s, -e (nach dem amerik. Minera
logen M. Bixby (19. Jh.) u. zu î2...it): ein braunschwarzes
metallisches Mineral
Bilxin das; -s (aus einer südamerik. Indianersprache; vgl.
...in ( 1 )> : orangeroter Pflanzenfarbstoff
bilzarr (aus fr. bizarre „seltsam, wunderlich“, dies aus
gleichbed. it. bizarro): von absonderlicher, eigenwillig
schroff-verzerrter, fremdartig-fantastischer Form, Ge
stalt. Bi|zar|re|rie</te; -, ..den (aus gleichbed. fr. bizarre
rie): Absonderlichkeit [in Form u. Gestalt]
bilzelphal (zu îbi... u. gr. kephalë „Kopf1): doppelköpfig
Bilzeps der; -[es], -e (aus lat. biceps „zweiköpfig“ zu bis
„doppelt“ u. caput „Kopf“): zweiköpfiger Oberarmmus
kel (Beugemuskel). Bi|zepslrelflex*¿er; -s, -e: reflekto
risch bedingte Beugung des Unterarms bei einem Schlag
auf die Bizepssehne (Med.)
Bi |zi| nie [..da] die;-, -n (zu lat. bicinium „Zwiegesang“, dies
zu îbi... u. lat. canere „singen, spielen“): zweistimmiges
Musikstück (auch Gesang) des 16. u. 17. Jh.s
bi|zo|nal(zu Îbi... u. îzonal): die Bizonebetreffend. Bilzone die; -: aus der amerikanischen u. britischen Besat
zungszone in Deutschland 1947 gebildetes einheitliches
Wirtschaftsgebiet (Gesch.)
bi zy klisch* [auch ...tsYk...], chem. fachspr. bicyclisch
[...'tsy:k..., auch ..,'tsYk...] (zu îbi... u. Îzyklisch): einen
Kohlenstoffdoppelring enthaltend (von Molekülen)
Bilzyltolpelnie die; -, -ien (Kurzw. aus Îbi... u. ÎGranulo
zytopenie): Erkrankung an Î Anämie u. Î Granulozytope
nie zusammen (Med.)
Bla|cher|ni|oltis|sa ¿ze; - (mgr.; nach Bildern in der Blachernenkirche in Konstantinopel): byzantinischer Bildty
pus der betenden Mutter Maria
Blacklbandf'blækbænd] das; -s (aus gleichbed. engl. black
band, eigtl. „schwarzes Band“ (wegen des hohen Kohlean
teils im Erz)): weniger wertvolles Eisenerz, Kohleneisen
stein. Black Botltom ['blæk 'bɔtəm] der; - -s, - -s, auch
Blacklbotltom ¿er; -s, -s (aus engl.-amerik. black bot
tom, eigtl. „schwarzer Boden“ (vermutlich nach der Erde
am Ufer des Mississippi)): nordamerik. Gesellschafts
tanz. Blacklbox ['blæk...] die: -, -es [...ksiz], auch Black
Box die; - -, - -es [...ksiz] : (aus gleichbed. engl. black box,
eigtl. „schwarzer Kasten (des Zauberers)“), Teil eines îkybernetischen Systems, dessen Aufbau u. innerer Ablauf
aus den Reaktionen auf eingegebene Signale erst erschlos
sen werden muss. Black-Box-Me|tho|de¿ze; -: Verfah
ren zum Erkennen noch unbekannter Systeme (Kyberne
tik). Black Calribs [ blæk 'kærɪbz] die (Plur.) (aus ame
rik.-span. black caribs „schwarze Kariben“): Bez. für
Nachkommen von Indianern u. Negriden in Mittelameri
ka. Black Hole ['blæk 'hoʊl] das; - -, - -s (aus gleichbed.
engl. black hole): Schwarzes Loch (Astrophys.). Black
jack ['blækdʒæk] das; -, -, auch Black Jack das; --, -(aus gleichbed. engl. blackjack): amerik. Kartenspiel als
Variante des Siebzehnundvier. Black Letlter ['blæk -]
die; - -, - -n (aus gleichbed. engl. black letter, zu letter
„Buchstabe“): im 16. Jh. in England gebräuchliche goti
sche Schrift. Blacklmail['bɪækmeɪl] die; -, -s, auch Black
Mail die; - -, - -s (aus engl. blackmail „Erpressung“): Er
pressung [durch Androhung der Bloßstellung], Blacklout
['blɛklaut, auch 'bɪæk'aʊt], Black-out¿as, auch ¿er; -[s],
-s (aus engl. blackout, eigtl. „Verdunklung“): 1. a) plötzli
ches Abdunkeln der Szene bei Bildschluss im Theater; b)
kleinerer Î Sketch, bei dem ein solcher Effekt die unvermit
telte Schlusspointe setzt. 2. a) Aussetzen des Empfangs
Black Panther
von Kurzwellen durch den Einfluss von Korpuskular- u.
Röntgenstrahlen der Sonne; b) Unterbrechung des Funk
kontakts zwischen Raumschiff u. Bodenstation. 3. nächt
liche Verdunkelung zum Schutz vor Luftangriffen in
Kriegszeiten. 4. totaler Stromausfall [in einer Stadt], 5.
plötzlicher, vorübergehender Ausfall von Funktionen,
z. B. des Erinnerungsvermögens (Med.). Black Panlther
['blæk 'pænθə] der; - -s, - - (engl.; „Schwarzer Panther“):
Angehöriger der Black Panther Party, einer afroamerika
nischen Organisation, deren Mitglieder die soziale Be
nachteiligung der Schwarzen zu beseitigen versuchen.
Black Powler ['blæk 'paʊə(r)] die; - - (engl.; eigtl.
„schwarze Macht“): Bewegung nordamerikanischer
Schwarzer gegen die Rassendiskriminierung, die u.a. die
Schaffung eines unabhängigen Staates der Schwarzen auf
dem Territorium der USA anstrebte, und zwar nicht mehr
durch Gewaltlosigkeit, sondern durch bewaffneten Auf
stand (bes. in den 1960er-Jahren). Black Tongue ['blæk
'tʌŋ] die;
auch Blackltongue die; - (aus engl. black
tongue „schwarze Zunge“): 1. krankhafte braune Verfär
bung der Zunge[nmitte] (Med.). 2. Schwarzzungenkrank
heit des Hundes. Blalcky ['blɛki, engl. 'blækɪ] (engl.y. Ko
sename für ein Wesen, das durch ein od. mehrere schwarze
od. dunkle Merkmale gekennzeichnet ist
Blaflfert der; -s, -e (aus mlat. blaffardus „Silbergroschen“
zu germ. *blaikvaro, blaikvarwer „bleich von Farbe“) : gro
schenartige Silbermünze des 14.-16. Jh.s
blalgielren (aus gleichbed. fr. blaguer zu blague, vgl.
Blague): (veraltet) 1. prahlen. 2. sich lustig machen.
Blague [bla:g]
-, -en [,,,gən] (aus gleichbed. fr.
blague): (veraltet) a) Aufschneiderei, Prahlerei; b) Lüge[ngesehiehte]. Blalgueur [,,,'go:g] der; -s, -e (aus gleich
bed. fr. blagueur): (veraltet) Prahlhans
blalmalbel (aus fr. blâmable „tadelnswert“ zu blâmer, vgl.
blamieren): beschämend. Blalma|bi|li|tät ¿/e; - (zu
t...ität>: (veraltet) Lächerlichkeit, blamable Beschaffen
heit. Bialmalge [-,-ʒə] die; -, -n (französierende Bildung
zu Tblamieren; vgl. ...age): etwas, was für den Betreffen
den peinlich, beschämend, bloßstellend ist. blalmielren
(aus fr. blâmer „tadeln, eine Rüge aussprechen“, dies aus
vulgärlat. blastemare für lat. blasphemare „lästern,
schmähen“; vgl. Blasphemie): jmdm., sich eine Blamage
bereiten
BI anc [bla] das; -s [blä], -s [blas] (zufr. blanc „weiß“): 1. hel
le Soße od. Brühe von Kalbfleisch od. Geflügel (Gastr.). 2.
Weißgroschen, alte franz. Silbermünze. Blanc de
Blancs [bläda'blä] der; ---, -s-- (fr.y. nur aus weißen Trau
ben gekelterter Weißwein. Blanc fixe [blä’fiks] das; - (fr.y. svw. Permanentweiß. Blanlcheur [bla'ʃo:n] der; -s,
-e (aus gleichbed. fr. blancheur zu blanchir, vgl. blanchie
ren): Apparat zum Blanchieren von Lebensmitteln, blanchielren [blà'Jï:...] (aus fr. blanchir „weiß machen“ zu
blanc „weiß“, dies aus dem Germ.): Fleisch, Gemüse,
Reis, Mandeln u. a. kurz mit heißem Wasser überbrühen.
Blan|chis|seu|se [,,,'so:zə] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
blanchisseuse): (veraltet) Wäscherin, Bleicherin. Blancmanlger [blämä je:] das; -s -s (aus fr. blanc-manger
„Mandelpudding“): Mandelgelee
bland (aus lat. blandus „mild, freundlich“): 1. mild, reizlos
(z. B. von einer Diät). 2. a) ruhig verlaufend; b) nicht auf
Ansteckung beruhend (von Krankheiten; Med.), blandielren (aus gleichbed. lat. blandiri): (veraltet) schmei
cheln
Blank [blæŋk] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. blank, eigtl.
„weiße Stelle“, dies zu fr. blanc, vgl. blanchieren): Leer
stelle, Zwischenraum zwischen zwei geschriebenen Wör
tern (Sprachw.; EDV). Blanlket ['blæŋkɪt] das; -s, -s (aus
gleichbed. engl. blanket, eigtl. „Decke“): Brutzone, Zone
außerhalb od. innerhalb der Spaltzone eines Kernreak
208
tors, der als schneller Brüter arbeitet. Blanlkett ¿Zas; -[e]s,
-e (französierende Bildung zu dt. blank; vgl. ...ett): a)
Wertpapiervordruck, zu dessen Rechtsgültigkeit noch
wichtige Eintragungen fehlen (Wirtsch.); b) Schriftstück
mit Blankounterschrift, das der Empfänger absprachege
mäß ausfüllen soll. Blanlketts die (Plur.): Sammelbez.
für Î Akzidenzen, in die nachträglich Eintragungen erfol
gen (Druckw.). blanlkielren (zu t...ieren): Filmschram
men beseitigen, blanlko (unter Anlehnung an dt. blank
auszf. bianco „weiß“): leerod. nicht vollständig ausgefüllt
(von unterschriebenen Schriftstücken, Urkunden,
Schecks u. dgl.). Blanlkolaklzept das; -[e]s, -e: Wechsel,
der Î akzeptiert wird, ehe er vollständig ausgefüllt ist.
Blanlkolphor der; -s (zu f...phor): fluoreszierender Stoff
als Waschmittelzusatz, der Gelbstichigkeit von Geweben
zu Weiß ausgleicht (Chem.). Blanikolscheck der; -s, -s:
Scheck, der nur teilweise ausgefüllt, aber unterschrieben
ist. Blanlkolvolllmacht die; -, -en: unbeschränkte Voll
macht. Blanlkolzeslsilon die; -, -en: Abtretung eines
Rechts ohne Angabe der Person, an die die Abtretung er
folgt. Blanklvers der; -es, -e (aus gleichbed. engl. blank
verse): meist reimloser fünffüßiger (fünf betonte Silben
aufweisender) Jambenvers
Blanlquette [blä ket] die; -, -s (aus gleichbed. fr. blanquette
zu blanc, vgl. blanchieren): heller u. trockener Schaum
wein aus Südfrankreich
BI anlquislmus [blä'kis...] der; - (nach dem franz. Sozialis
ten L. A. Blanqui (1805-1881) u. zu T...ismus (1)>: revolu
tionäre sozialistische Bewegung des 19. Jh.s in Frankreich.
Blanlquist der; -en, -en (zu t...ist): Anhänger des Blanquismus
blalsiert (aus/r. blasé „abgestumpft, übersättigt“ zu blaser
„abstumpfen“, weitere Herkunft unbekannt; vgl. ...iert):
überheblich, eingebildet, hochnäsig, herablassend
Blalson [bla'zö:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. blason): 1.
Wappenschild. 2. Wappenkunde. 3. franz. Preisgedicht
des 16. Jh.s, das in detaillierter Beschreibung von Frauen
od. Pferden, Waffen, Wein u.a. handelt, blalsolnielren
[blazo'ni:...] (aus gleichbed. fr. blasonner): 1. ein Wappen
kunstgerecht ausmalen. 2. ein Wappen entsprechend den
Regeln der t Heraldik beschreiben, erklären
Blaslphelmie die; -, ...ien (über lat. blasphemia aus gr.
blasphemia „Schmähung“ zu blasphemem „schmähen,
lästern“ ; vgl. blamabel) : Gotteslästerung, verletzende Äu
ßerung über etwas Heiliges. blas|phe|mie|ren (zu Î..de
ren): lästern, etwas Heiliges beschimpfen, blaslphemisch (aus gr. blásphemos „lästernd, verleumdend“):
Heiliges lästernd, verhöhnend; eine Gotteslästerung ent
haltend. Blaslphelmist der; -en, -en (zu T...ist): Gottes
lästerer. blaslphelmisltisch (zu T.. .istisch) : svw.
blasphemisch
BI asltem das; -s (aus gr. blâstêma „Keim, Spross“ zu
blastánein „keimen“): aus undifferenzierten Zellen be
stehendes Gewebe, aus dem sich schrittweise die Kör
pergestalt entwickelt (Biol.). Blasltelse die; -, -n (aus
gr. blastesis „das Keimen, Wachsen“): Sprossung einzel
ner Minerale bei Umkristallisationsvorgängen während
einer Gesteinsmetamorphose (Geol.). blas to..., Biasto... (ausgr. blastós „Keim, Spross“; vgl. Blastem): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „Keimanlage eines
Organismus; Pflanzenknospe, Pflanzenspross“, z. B. blastogen, Blastozyten. Blas to derm das; -s (zu gr. dérma
„Haut“): Keimhaut, Zellwand der t Blastula, biasltolgen
(zu ɪ,,,gen): von der Keimanlage ausgehend. Blasltolgenelse die; -: ungeschlechtliche Entstehung eines Lebewe
sens (z.B. eines tPolypen 2) durch Sprossung od. Knos
pung. Blas|to|i|dea die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. blastoidea (Plur.) zu îblasto... u. t2...id): tfossile Seeknospen,
Knospensterne (Stachelhäuter; Zool.). Blas to ko lin
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das; -s, -e <zu gr. kólos „abgestumpft, eingeschränkt“ u.
î...in (l)): Keimungshemmstoff, der gasförmig od. gelöst
das Auskeimen von Samen u. Sporen od. das Austreiben
von Knospen, z.B. an Knollen, verhindert (Pflanzenphysiol.), Blastonvte.v, -s, -e (zu l,,,om): krankhafte Gewebs
neubildung, echte (nicht entzündliche) Geschwulst (Med.).
Blasltolmelre die; -, -n (zu gr. méros „Teil"): durch Fur
chung entstandene Zelle. Blasltolmylkolse die; -, -n:
durch Sprosspilze verursachte Erkrankung (zunächst) der
Haut u. Schleimhaut (Med.). Blas|to|my|lo|nit [auch
... ntt] der; -s, -e: infolge Temperaturerhöhung u. mechani
scher Beanspruchung unkristallisierter tMylonit (Geol.).
Blas|to|my|zeti/er; -en, -en: Sprosspilz, Hefepilz. Blastoph|tho|rie*</te,- - <zu gr. phthorä „Verderben, Vernich
tung“ u. t2...ie): Keimschädigung. Blasltolpplrus der; -:
Urmund (Öffnung des Urdarms). Blasltolzöl das; -s (zu
lat. coelum, Nebenform von caelum „Wölbung“): die Fur
chungshöhle der Blastula. Blasltolzyt der -en, -en (meist
Plur.) (zu T ...zyt): noch undifferenzierte Tembryonale Zel
le. Blasltulla die: -, ...lae [...le] (aus gleichbed. nlat. blas
tula, dies zugr. blastós „Keim. Spross“): Blasenkeim, frü
hes Entwicklungsstadium des tEmbryos
Blalzer ['ble:ze] der; -s, - (aus gleichbed. engl. blazer): 1.
blaue Klubjacke für Herren. 2. sportlich-elegantes Da
men- oder Herrenjackett
Blealching [`bli:tʃɪŋ] das; -s (zu engl. to bleach „bleichen“) :
das Bleichen der Zähne (Zahnmed.)
Biel mislselment [,..'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. blê
missement zu blêmir „bleich werden“, dies zu altnord. blami „bläulich, blass“): (veraltet) das Erblassen, das Erblei
chen
Blend der od. das; -s, -s (aus engl. blend „Mischung“): 1.
Verschnitt, Mischung, z. B. Tee, Tabak, bes. aber bei alko
holischen Getränken zur Verbesserung von Geruch, Ge
schmack od. Farbe. 2. Verschmelzung zweier Wörter zu ei
ner neuen absichtlichen Kontamination (z. B. Schwabylon
aus Schwabing u. Babylon, Sexperte aus Sex u. Experte,
Demokratur aus Demokratie u. Diktatur; Sprachw.)
Blenlnadenitis* die; -, ...itiden (zu gr. blénnos
„Schleim“ u. ÎAdenitis): Schleimhautdrüsenentzündung
(Med.). Blenlnorlrhalgierfte;-, ...ien (zugr. rhagê „Riss,
Ritze“ u. t2...ie): eitrige Schleimhautabsonderung, bes.
eitrige Augenbindehautentzündung (Med.). Blenlnorrhödie; -, -enu. Bleninorlrhöe [...’re:] die; -, -n [,,,'ro:ən]
(zu gr. rheîn „fließen, strömen“): svw. Blennorrhagie
blelphar..., Blephar... vgl. blepharo..., Blepharo... Blephariltis die; -, ...itiden (zu Îblepharo... u. t...itis>: Au
genlid-, insbes. Lidrandentzündung (Med.), bleipharo..., Ble pha ro..., vor Vokalen auch blephar..., Ble
phar... (aus gr. blépharon „Augenlid“ bzw. blepharis „Au
genwimper“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Augenlid, Augenwimper; wimpernförmiges Gebilde“,
z. B. Blepharoklonus. Blelpha|ro|cha|la|sis¿/ze,’ - (zu gr.
chálasis „das Nachlassen; Erschlaffung“): Erschlaffung
[u. Herabhängen] der Augenlidhaut (Med.). Blelphalroklolnus’rfer; -, Plur. -se u. ...klonen u. Blelphalrolspasmus* der; -, ...men: Augenlidkrampf (Med.)
bleslsielren (aus gleichbed. fr. blesser, dies aus dem
Germ.): verwunden, verletzen. Bleslsur die; -, -en (aus
gleichbed. fr. blessure): a) Verwundung, Verletzung (z. B.
beim Sport); b) (veraltet) Kriegsverletzung
bleu [blo:] (aus fr. bleu „blau“, dies aus dem Germ.): blass
blau, bläulich (mit einem leichten Stich ins Grüne). Bleu
das; -s, -[s]: bleu Farbe
Blimpi/er; -s, -s (aus gleichbed. engl. blimp): 1. in den USA
Bez. für ein unstarres Kleinluftschiff, das bes. in der Luit
werbung u. für militärische Beobachtungszwecke verwen
det wird. 2. Schallschutzgehäuse für eine Kamera [zur
Dämpfung der Eigengeräusche]
Blubber
Blimlping die; -, -s (malai.
Blinldalge [blɛ'da:ʒə] die;
Wort): eine Tropenfrucht
-, -n (rückentlehnt aus fr. blin
dage „Blende, Verkleidung“ zu dt. Blende) : Deckwand ge
gen Splitter im Festungsbau
Blind Date ['blaɪnd deit] das; - -[s], - -s (aus gleichbed. engl.
blind date): Verabredung mit einer unbekannten Person
Blilni die (Plur.) (aus gleichbed. russ. blini (Plur.)): russi
sche Pfannkuchen, bes. aus Buchweizenmehl
Blislterrfer; -s, - (aus engl. blister „(Haut)blase“): 1. (ohne
Plur.) früher verwendetes Einreibemittel zur Behandlung
von Beinschäden bei Pferden. 2. [festere, geformte u.
durchsichtige] der Aufbewahrung, Verpackung dienende
Kunststofffolie, bes. für kleinere Gegenstände (z. B. Brief
marken). blisltern (nach engl. to blister „Pflaster aufle
gen, einreiben“): mit Blister (1) einreiben
Blizlzard [ bliznt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik.
blizzard): Schneesturm (in Nordamerika)
Blolckalde die; -, -n (französierende Bildung zu 1 blockie
ren u. î...ade>: 1. a) Maßnahme, mit der der Zugang zu et
was verhindert werden soll; b) vorübergehender Ausfall
bestimmter Funktionen. 2. im Satz durch I gekennzeich
nete Stelle (Druckw.). Blocklbuslter [,,,bʌstə] der; -s, (aus gleichbed. engl. blockbuster zu block „Klotz, Block“,
dies aus (alt)fr. bloc (vgl. blockieren), u. zu buster „Kerl,
Bursche“) : ein außergewöhnlich erfolgreicher Film od. ein
bes. erfolgreiches Buch; Kassenschlager, blolckielren
(aus /r. bloquer „einschließen, sperren“ zu bloc „Klum
pen, Klotz) : 1. den Zugang zu etwas versperren. 2. als Hin
dernis im Wege sein. 3. die Funktion hemmen (bei Rädern,
Bremsen o.Ä.). 4. an seiner Funktion gehindert sein. 5.
fehlenden Text durch eine Blockade (2) kennzeichnen
(Druckw.). Blolcking das; -s, -s (aus engl. blocking „das
Versperren“ zu to block, dies aus fr. bloquer, vgl. blockie
ren): svw. Blockade (lb)
Blog das, auch der; -s, -s (aus gleichbed. engl. blog, kurz für
engl. weblog; vgl. Weblog): Kurzform von tWeblog
(EDV), bloglgen (nach engl. to blog „ein Weblog unter
halten, schreiben"): ein Blog verfassen, an einem Blog mit
schreiben (EDV). Blpglgerrfer; -s, - (aus gleichbed. engl.
blogger „Weblogautor“): jmd., der an einem Blog mit
schreibt (EDV)
Blonlde [auch blð:dl die; -, -n (aus gleichbed./r. blond, eigtl.
„goldgelb“, dies aus dem Germ.): feine Seidenspitze mit
Blumen- u. Figurenmuster, blonldielren (nach gleich
bed./r. blondir): aufhellen (von Haaren). Blonldilne die;
-, -n (aus gleichbed./r. blondine): blondhaarige Frau
Blooldy Mairy ['blʌdɪ mɛərɪ] die; - -, - -s [...riz] tengl.; „blu
tige Marie“): Mixgetränk aus Wodka u. Tomatensaft mit
Zitronensaft u. verschiedenen Gewürzen
Bloom [blu:m] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. bloom):
Block, der im Walzwerk zu Profilstahl ausgewalzt wird
Bloulson [blu'zɔŋ, auch ..,'zö:] das, auch der; -[s], -s (aus fr.
blouson „Joppe, Wollbluse“, Vergrößerungsform von
blouse „Bluse“) : a) über dem Rock getragene, an den Hüf
ten eng anliegende Bluse; b) kurze Windjacke mit Bund.
Bloulson noir [- 'nwa:e] der; - -, -s -s (aus gleichbed./r.
blouson-noir, eigtl. „schwarzes Blouson“): franz. Bez. für
Halbstarker in schwarzer Lederkleidung
Blow-down-Sys|tem ['bloʊdaʊn...] das; -s (zu engl. to
blow down „ausblasen“ u. tSystem): Sicherheits- u. Ent
leerungssystem u. a. in ehern. Anlagen u. Raffinerien.
Blow-out ['bloʊlaʊt], auch Blowlout iter; -s, -s (zu engl.
to blow out „ausbrechen; platzen“): unkontrollierter Aus
bruch von Erdöl od. Erdgas aus einem Bohrloch. Blow-up
[ bloʊlʌp], auch Blowlup das: -s, -s (aus gleichbed. engl.
blow-up zu to blow up „vergrößern“, eigtl. „aufblasen“):
Vergrößerung einer Fotografie od. eines Fernsehbildes
Blublber ['blʌbə] der; -s (aus gleichbed. engl. blubber):
Speck, Tran von Meeressäugetieren
Blue Baby
['blu:beɪbɪ] das; - -s, - -s (aus engl. blue baby,
eigtl. „blaues Kind“, zu blue „blau“): Kind, dessen Haut
farbe aufgrund eines angeborenen Herzfehlers bläulich
aussieht (Med.). Bluelback ['blu:bæk] der; -s, -s (aus
gleichbed. engl. biueback, eigtl. „Blaurücken“): 1. Pelz aus
dem blaugrauen Fell jüngerer Mützenrobben. 2. Papier
geldschein (mit blauer Rückseite) im amerik. Sezessions
krieg (1861-65). Bluelbox [blu:bɔks], die; -, -es, auch
Blue Box die; - -, - -es (aus engl. blue box, eigtl. „blauer
Kasten“): Gerät für ein Projektionsverfahren, bei dem
künstliche Hintergründe in Aufnahmestudios geschaffen
werden können, wobei ein Bildgeber ein Bild auf eine blaue
Spezialleinwand wirft, die das auftreffende Bild in die
elektronische Kamera zurückwirft (Fernsehen). Bluechip ['blu:'ʧɪp] der; -s, -s, auch Blue Chip der; - -s, - -s
(meist Plur.) (aus engl.-amerik. blue chip „blaue Spielmar
ke“ (beim Pokerspiel)): erstklassiges Wertpapier (Spitzen
wert an der Börse). Blueljeans ['blu:dʒi:ns, engl.
blu:ʤi:nz] die (Plur.) (aus gleichbed. engl.-amerik. blue
jeans, vgl. Jeans): blaue [Arbeitsjhose aus Baumwollgewe
be in Köperbindung (eine Webart). Blue Molvie
[ blu:'mu:vi] der od. das; - -s, - -s (aus engl.-amerik. blue
movie, eigtl. „blauer Film“ (zu blue in der Bed. „unanstän
dig“)): Film erotischen, pornografischen Inhalts. Blue
note [blu:'nout] die; -, -s, auch Blue Note die; - -, - -s
(meist Plur.) (aus engl. -amerik. blue note, eigtl. „blaue No
te“): abweichend intonierter 3. bzw. 7. Ton der (Dur)tonleiter im Blues. Blues [blu:s, engl. blu:z] der; -, - (aus
gleichbed. engl.-amerik. blues): 1. a) zur Kunstform ent
wickeltes schwermütiges Volkslied der nordamerik.
Schwarzen; b) daraus entstandene älteste Form des T Jazz,
gekennzeichnet durch die abweichende Intonierung des 3.
u. 7. Tons der (Dur)tonleiter (vgl. Bluenote); c) langsamer
nordamerik. Tanz im 4/4-Takt. 2. (ohne Plur.) Trübsinn,
Schwermut, Depression. Bluelscreen ['blu:'skri:n] rfer;
-[s], -s (aus engl. blue screen, eigtl. „blauer Schirm“): svw.
Bluebox
Blületlte, auch Bluletlte [bly’ets] die; -, -n (aus gleichbed.
fr. bluette, eigtl. „Fünkchen“): kleines, witzig-geistreiches
Bühnenstück
Bluff [veraltend blœf, österr. auch blaf] der: -s, -s (aus
gleichbed. engl. bluff zu to bluff, vgl. bluffen): dreiste, be
wusste Irreführung; Täuschungsmanöver], bluflfen
[veraltend 'blæfn, österr. auch 'blafn] (nach engl. to bluff
„prahlen, großtun“): durch dreistes Auftreten o.Ä. be
wusst irreführen, täuschen
Bluffs [blʌfs, blœfs] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. bluffs
zu bluff „steil, schroff1): hohe, steile Flussufer
blülmelrant (aus fr. bleu mourant „blassblau“, eigtl. „ster
bendes Blau“): (ugs.) flau, unwohl, übel
Blunlder ['blʌndə, 'blændə] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
blunder): [grober] Fehler, Missgriff, Schnitzer
BMX-Rad [be:lɛml'ɪks...] das; -[e]s, BMX-Räder (Abk. für
engl. bicycle motocross; das X steht für cross, eigtl.
„Kreuz“): kleineres, besonders geländegängiges Fahrrad
Boa zZze; -, -s (aus lat. boa „Wasserschlange“): 1. Riesen
schlange einer südamerik. Gattung. 2. schlangenförmiger,
modischer Halsschmuck (für Frauen) aus Pelz od. Federn
Board [bɔ:d] das; -s, -s (aus engl. board „Brett; Tisch“): 1.
Kurzform für: Snowboard, Surfboard. 2. a) Behörde, Ge
richt, Ausschuss; b) (auch der) für die Leitung u. Kontrolle
eines [internationalen] Unternehmens zuständiges Gremi
um (Wirtsch.). 3. T Platine (5) mit aufgesetzten Chips
(EDV). Boar|der|cross ['bɔ:dəkrɔs] das; -, - (zu TCross,
vgl. cross): Sportart, bei der vier 1 Snowboarder gleichzei
tig eine mit Hindernissen versehene Strecke abfahren.
Boarlding-House, auch Boarldinglhouse [bo:prdɪŋhaus, engl. 'bɔ:dɪŋhaʊs] das; -, -s [...siz, auch ...sis] (aus
gleichbed. engl. boarding house zu boarding „Kost, Ver
Blue Balby
210
pflegung“): engl. Bez. für Pension, Gasthaus. Boar
ding-School, auch Boarldinglschool [,,,sku:l] die; -, -s
(aus gleichbed. engl. boarding school): engl. Bez. für In
ternatsschule mit familienartigen Hausgemeinschaften
Boatlpeolple ['boʊt'pi:pl], auch Boat Peolple die (Plur.)
(aus gleichbed. engl. boat people, eigtl. „Bootsmen
schen“) : mit Booten geflohene [vietnamesische] Flüchtlin
ge; Bootsflüchtlinge
Bob der; -s, -s (Kurzform von ÎBobsleigh): Sportschlitten
für zwei bis vier Personen mit getrennten Kufenpaaren für
Steuerung u. Bremsen
Bolbak der; -s, -s (aus dem Poln.): Steppenmurmeltier
Bplbath-Thelralpie die; - (nach dem Neurophysiologen
K. Bobath (*1906) u. seiner Ehefrau (*1908) u. zu ITherapie): krankengymnastische Methode zur Behandlung
1 zerebraler Bewegungsstörungen u. halbseitiger Lähmun
gen
bob Iben (nach engl. to bob „sich ruckweise bewegen“):
beim Bobfahren eine gleichmäßige ruckweise Oberkörper
bewegung zur Beschleunigung der Fahrt ausführen
Bob I by ['bɔbi] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. bobby, eigtl.
Koseform des Namens Robert Peel, dem Reorganisator
der brit. Polizei): (ugs.) engl. Polizist
Bolbilerlrit [bobie..., auch ...rit] zfer; -s, -e (nach dem französ. Chemiker P. A. Bobierre (f 1881) u. zu J2...it): ein
farbloses bzw. weißes Mineral, Magnesiumphosphat
Bolbilne die; -, -n (aus/r. bobine „Spule, Haspel“): 1. Garn
spule in der [Baumjwollspinnerei. 2. fortlaufender Papier
streifen zur Herstellung von Zigarettenhülsen. 3. schmale
Trommel, bei der sich das flache Förderseil in mehreren
Lagen übereinander aufwickelt (Bergw.). Bo|bi|net
[...net, auch ... net] der; -s, -s (über engl. bobbinet „Tüll“ zu
/r. bobiner „Fäden wickeln, spulen“): durchsichtiges Ge
webe mit meist drei sich umschlingenden Fadensystemen,
englischer Tüll. Bolbilnoir [,,,'noa:n] der; -s, -s (aus
gleichbed. fr. bobinoir. eigtl. „Spulrad“): Spülmaschine in
der Baumwollspinnerei
Bglbo der; -s, -s (zu span, bobo „dumm, albern“): Possen
reißer, Narr im spanischen Theater
Bob I sleigh ['bɔbsleɪ] der: -s, -s (aus engl.-amerik. bobsleigh
„Bobschlitten“ zu to bob „sich ruckweise bewegen“ u.
sleigh „Schlitten“): svw. Bob
Bobltail [ bɔbteɪl] der; -s, -s (aus engl. bobtail (dog) „(Hund
mit) Stummelschwanz“): mittelgroßer, langzottiger grauer
Hütehund
Bolcage [bɔ'ka:ʒ] der; -, -s (aus fr. bocage „Gebüsch, Ge
hölz“ zu bois „Wald“, dies aus dem Germ.): Landschafts
typ im Nordwesten Frankreichs mit schachbrettartig an
gelegten kleinen Feldern, die durch Hecken od. Baumrei
hen begrenzt sind
Boclca ['bɔkka] die; -, ...echen ['bɔkkən] (aus it. bocea
„Mund, Öffnung, Mündung“): 1. Flussmündung, Bucht.
2. kleinere Austrittsöffnung an einem Vulkan
Boclcalle [bɔk ka:lə] der; -, ...li (aus/7. boccale „Krug, Kan
ne“): altes ital. Weimnaß
Boclca qua dra ta* ['bɔkka-] die; - - (aus it. bocea quadra
ta „viereckige Öffnung“): Keramik mit quadratisch ge
formter Mündung (Archäologie)
Boclcia ['bɔʧa] das od. die; -, -[s] (aus it. boccia „(Ke
gelkugel“): ein ital. Kugelspiel
Bolchalra vgl. Buchara
Boche [bɔʃ] der; -, -s (aus gleichbed./r. boche, weitere Her
kunft unsicher): abwertende Bez. der Franzosen für den
bzw. die Deutschen
Bolcher der; -s, ...rim (über jidd. bocher „Junggeselle, Bur
sche“ aus hebt: bahür „junger Mann“): 1. Jüngling. 2. rabbinischer Schüler od. Student. 3. Beamter, der sich mit
Gaunern u. dem Rotwelsch auskennt
Bolchorlno [bo'ʧɔrno] der: -s, -s (aus span, bochorno
211
„Schwüle“) : in der warmen Jahreszeit vom Mittelmeer we
hender, feuchtwarmer Südostwind
Boldelga die;-, -s (aus gleichbed. span, bodega, dies aus lat.
apotheca „(Wein)lager“ zu gr. apothékê, vgl. Apotheke):
1. a) span. Weinkeller; b) span. Weinschenke. 2. (veraltet)
Warenlager in Seehäfen
Boldhilsattlwa [bodi...] der; -, -s (aus sanskr. bodhisattva
„Anwärter auf die Buddhawürde“): werdender t Buddha,
der den Schritt in die letzte Vollkommenheit hinauszögert,
um den Frommen zu helfen
Bodlje das; -s, -n (aus schwed. bodje, eigtl. „Bootchen“):
kleines dreimastiges Schiff
Boldolni die: - (nach dem ital. Stempelschneider u. Buch
drucker G. Bodoni (1740-1813)): eine Antiquaschrift
Boldy der; -s, -s (aus engl. body, eigtl. „Körper“, Bed. 2
Kurzform von tBodysuit): 1. Nachrichteninhalt einer
ÎE-Mail (EDV). 2. (ugs.) svw. Bodysuit. Bo|dy-Art [...a:t]
die; - (aus engl. body art „Körperkunst“): moderne Kunst
richtung, in der der Körper [des Künstlers] Mittel od. Ob
jekt der Demonstration ist. Boldy Ibuillder [...bildn] der;
-s, - (zu engl. to build ,,(auf)bauen“): jmd., der Bodybuil
ding betreibt. Boldylbuillding [,,,bɪɪdɪŋ] das; -[s] (aus
gleichbed. engl. body-building): a) moderne Methode der
Körperbildung u. Vervollkommnung der Körperformen
durch gezieltes Muskeltraining mit besonderen Geräten;
b) Darstellung trainierter Muskeln im Wettkampf. Boldy
check [,,,ʧɛk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. bodycheck,
eigtl. „Körperhindernis“) : hartes, aber nach den Regeln in
bestimmten Fällen erlaubtes Rempeln des Gegners beim
Eishockey. Bpldyldoulble [,,,du:bl] das; -s, -s: (zu ÎDou
ble) : Ersatzdarsteller in Filmszenen, in denen nur der Kör
per zu sehen ist (Film). BoIdy drill der; -[e]s Fitnesstrai
ning, das nach den Methoden des militärischen Drills
durchgeführt wird. Bpldylguard [,,,gɑ:d] der; -s, -s (aus
engl. bodyguard „Leibwache“, zu guard „Wache“, dies aus
(alt)fr. garde (vgl. Garde)): Leibwächter. Boldylpainting [...pemtiji] das; -s (zu engl. painting „das Malen, Ma
lerei“): eine Form der Body-Art, bei der der ganze Körper
mit abwaschbarer Farbe bemalt wird. Boldylshalping
[-,,ʃeɪpɪŋ] das; -s (zu engl. shaping „das Formen“): Kör
pertraining zur Straffung u. Stärkung der gesamten Mus
kulatur, bes. der Problemzonen wie Bauch, Gesäß, Schen
kel u.a. Boldylstolcking [,,,stɔkɪŋ] der; -[s], -s (aus engl.
body-stocking „Trikotanzug“, zu stocking „Strumpf*):
svw. Bodysuit. Boldylstylling [...stailip] das; -s (zu ÎSty
ling): besonders intensives Bewegungstraining zur Steige
rung der Fitness. Boldylsuit [,,,sju:t] der; -[s], -s (zu engl.
suit „Anzug; Kostüm“): eng anliegende, einteilige Unter
kleidung aus elastischem Material
Boerlde ['bu:rdə] die; -, -n (aus gleichbed. niederl. boerde):
mittelniederl. Erzählung mit erotisch-satirischem Inhalt
Bœuf [bœf] das; -[s] (aus gleichbed. fr. bœuf): Rind, Rind
fleisch. Bœuf Strolgalnoff [ bæf 'strɔ...] das; - -, - - (wohl
nach dem Namen einer alten russ. Familie): in kleine Stü
cke geschnittenes Rindfleisch, bes. Î Filet (3 a), in pikanter
Soße mit saurer Sahne
Bolfel vgl. Bafel
Bolfelse vgl. Pafese
Bolgaz [türk, bɔ:'az] der; -, - (aus türk, bogaz „Kehle, Hals,
Schlund“): Mündung, Meerenge (in türk. Ortsnamen)
Bpgldo-Gelgeen der; -[s] t,mong. ; „Erhabener Heiliger“):
Titel des geistlichen u. weltlichen Oberhauptes in der
Mongolei bis 1924
Bolgey ['boʊgɪ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. bogey): ein
Schlag mehr als die für das Loch festgesetzte Einheit
(Golf); vgl. Par
Bog|head|koh|le [ bɔghɛd...] die: - (nach dem schott. Ort
Boghead): dunkelbraune Abart der tKännelkohle
Bo|go|mi|le der; -n, -n (nachdem Gründer, dem bulgar. od.
Bolivar
makedon. Priester Bogomil): Anhänger einer mittelalter
lichen t gnostischen Sekte auf dem Balkan, die die Welt als
Teufelsschöpfung verwarf
Bo|go|mo|lez|se|rum das; -s (nach dem russ. Physiologen
A. Bogomolez (1881-1946) u. zu îSerum): tAntikörper
enthaltendes Serum gegen Alterungsprozesse u. a.
Bo gu ro dzi ca* [,,,'dzjɪ(sa] die; - (poln.; „Mutter Got
tes“): älteste polnische Hymne
Bolheme [boɛ:m, boɛ:m, auch bo'he:m, bo'hɛ:m] die; (aus gleichbed. fr. bohème, dies aus mlat. bohemus „Böh
me, Zigeuner“): Künstlerkreise außerhalb der bürgerli
chen Gesellschaft; ungebundenes Künstlertum, unkon
ventionelles Künstlermilieu. Bolhelmilen [boe'miɛ:,
auchbohe...] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. bohemien): An
gehöriger der Boheme; unbekümmerte, leichtlebige u. un
konventionelle Künstlernatur. Bo|he|mist der; -en, -en
(zu mlat. Bohemia „Böhmen“ u. t,,,ist): Wissenschaftler
auf dem Gebiet der tschechischen Sprache u. Literatur.
Bo|he|mis|tik die; - (zu t...istik): Wissenschaft von der
tschechischen Sprache u. Literatur, bolhelmisltisch (zu
t ...istisch): die Bohemistik betreffend
Boh|ri|um das; -s (nach dem dän. Physiker Niels Bohr
(1885-1962) u. zu t...ium ): künstlich hergestelltes chem.
Element, ein Transuran; Zeichen Ns
Boi [boy] der; -s, -s (aus gleichbed. älter fr. boie zu bai „rost-,
rotbraun“, dies wohl aus lat. badius „kastanienbraun“):
Woll- od. Baumwollflanell
Boiller [ boy...] der; -s, - (aus gleichbed. engl. boiler zu to
boil „kochen, sieden“ über altfr. boillir zu lat. bullire
„sprudeln“): Gerät zur Bereitung u. Speicherung von hei
ßem Wasser
Boilna ['boyna] die; -, -s (aus gleichbed. span, boina): Bas
kenmütze
boilsielren [boa'zi:...] (aus fr. boiser „mit Holz ausbauen“
zu bois „Holz, Wald“, dies über mlat. boscus aus dem
Germ.): (veraltet) täfeln, mit Holz bekleiden
Boislseau [boa so:] der; -, -x [,,,'so:s] (aus fr. boisseau
„Scheffel“, dies zu vulgärlat. buxida „Büchse“): früheres
franz. Getreidemaß unterschiedlicher Menge
Boiltout [boa tu:] der; -, -s (aus fr. bois tout „trink alles“):
halbkugelförmiges Trinkglas ohne Fuß u. Henkel, das nur
ausgeleert abgestellt werden kann
Bol jar der; -en, -en (aus russ. bojarin, dies vermutlich zu äl
ter türk, bai „vornehm, reich“): 1. Angehöriger des nicht
fürstlichen Adels, der gehobenen Schicht in der Gefolg
schaft der Fürsten u. Teilfürsten im mittelalterl. Russland.
2. adliger Großgrundbesitzer in Rumänien bis 1864
Boklmal ['bo:kmo:l] das; -[s] tnorw.; „Buchsprache“): vom
Dänischen beeinflusste norweg. Schriftsprache (früher
tRiksmäl genannt); Ggs. tNynorsk
Bol vgl. Bolus
Bolla die; -, -s (aus span, bola „Kugel, Ball“, dies aus lat.
bulla „Wasserblase“; vgl. Bulla): südamerik. Wurf- u.
Fanggerät. Bollelrc der; -s, -s (aus span, bolero „Bolero
tanz, Bolerotänzer“): 1. stark rhythmischer span. Tanz mit
Kastagnettenbegleitung. 2. a) kurzes, offen getragenes
Herrenjäckchen der spanischen Nationaltracht; b) kurzes,
modisches Damenjäckchen. 3. der zu dem spanischen
Jäckchen getragene rund aufgeschlagene Hut
Bolleltit [auch ...'tɪt] der; -s, -e (zu ÎBoletus u. t2...it): (ver
altet) Pilzversteinerung (Geol.). Bo le tus der; -, ...ti (aus
lat. boletus „(essbarer) Pilz“, dies vermutlich aus gleich
bed. gr. bölites): Pilz aus der Gattung der Röhrlinge
Bollid der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (aus lat. bolis, Gen. bo
lidis „Meteor“, dies aus gr. bolis „Pfeil“): 1. großer, sehr
heller Meteor, Feuerkugel. 2. schwerer Rennwageneinsit
zer mit verkleideten Rädern. Bolli Ide der; -n, -n: svw. Bolid (2)
Bollilvar [...v...] der; -[s], -[s] (aber: 5 -) (nach dem südame-
Boliviano
rik. Staatsmann S. Bolivar ( 1783-1830)> : Währungsein
heit in Venezuela (1 Bolivar = 100 Céntimo). Bollilvilano der; -[s], -[s] (span.): bolivian. Münzeinheit (100 Cen
tavos)
Bolllanldist der; -en, -en (nach dem Jesuiten J. Bolland
(1596-1665) u. zu t...ist>: Mitglied der jesuitischen Ar
beitsgemeinschaft zur Herausgabe der Î Acta Sanctorum
Bol|le|trie|holz* das; -es (zu engl. bole „Baumstamm“):
Pferdefleischholz (nach dem Aussehen), Spezialholz für
Violinbögen u. a.
Bolllet te die; -, -n (aus it. bolletta, Verkleinerungsform
von bolla „Siegel, Schein“, dies aus lat. bulla, vgl. Bulle):
(österr. Amtsspr.) Zoll-, Steuerbescheinigung
Bollolgnelser* [boiɔn'je:...] der; -s, - (nach der ital. Stadt
Bologna): dem ÎMalteser (2) ähnlicher Zwerghund
Bollolmelter das; -s, - (zu gr. bolê „Strahl“ (eigtl. „Wurf1)
u. Î'...meter): Strahlungsmessgerät mit temperaturemp
findlichem elektrischem Widerstand, bollolmeltrisch*
(zu t...metrisch): mithilfe des Bolometers
Bollolskop* das; -s, -e (zugr. bðlos „Erdkloß, Klumpen“ u.
T...skop): Gerät zum Aufsuchen von Fremdkörpern im
Körper (Med.)
Bollschelwik der; -en, Plur. -i, abwertend -en (aus russ.
bolsevik, eigtl. „Mehrheitler“, zu bolsinstvo „Mehrheit“):
1. Mitglied der von Lenin geführten revolutionären Frak
tion in der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russ
lands vor 1917. 2. (bis 1952) Mitglied der Kommunisti
schen Partei Russlands bzw. der Sowjetunion. 3. (veral
tend abwertend) Kommunist, bollschelwilkisch: svw.
bolschewistisch (1). bol sche wilsie ren (zu T ...isieren):
1. nach der Doktrin des Bolschewismus gestalten, einrich
ten. 2. (abwertend) gewaltsam kommunistisch machen.
Bol|sche|wis|mus der; - (zu T...ismus (1)): 1. Theorie u.
Taktik des revolutionären marxistischen Flügels der russi
schen Arbeiterbewegung mit dem Ziel, die Diktatur des
Proletariats zu verwirklichen. 2. (abwertend) Kommunis
mus. Bollschelwist der; -en, -en (zu T ...ist): 1. svw. Bol
schewik (1, 2). 2. (abwertend) jmd., der die geltende Ord
nung u. Kultur radikal verändern will; Kommunist, bolschelwis tisch (zu t ...istisch): 1. a) den Bolschewismus
betreffend; b) die Bolschewisten betreffend. 2. (abwer
tend) kommunistisch
Bollspn der od. das; -s, -e (aus span, bolsón „Senke“ zu bol
sa „Beutel, Tasche“): in Trockengebieten Amerikas (bes.
in Mexiko) gelegenes, abflussloses, Îintramontanes Be
cken
Boltz|mann-Kon|stan|ts die; -n (nach dem österr. Physi
ker u. Mathematiker L. Boltzmann (1844-1906) u. zu
1 Konstante): in den Gesetzen der ÎThermodynamik u.
statistischen Mechanik auftretende physik. Konstante
(Phys.)
Bollus u. Boi der; -, ...li (über nlat. bolus ausgr. bolos „Erd
kloß, Klumpen“): 1. (ohne Plur.) ein Tonerdesilikat (z.B.
ÎTerra di Siena). 2. a) Bissen, Klumpen (Med.); b) große
Pille (Tiermed.). Bolusitod der; -es : Tod durch Ersticken
an einem verschluckten Fremdkörper
Bplmätlsche der; -n, -n (aus tschech. pomahac „Helfer,
Gehilfe“): Schiffstreidler (ehemals an der Elbe), bolmätschen (nach tschech. pomähat „helfen“): Lastkähne
stromaufwärts ziehen, treideln
Bom|ba|ge [,,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. bombage zu
bomber „wölben, bauchig machen“; vgl. bombieren): 1.
das Biegen von Glastafeln im Ofen. 2. das Umbördeln oder
Biegen von Blech. 3. Aufwölbung des Deckels bei Konser
venbüchsen, wenn sich der Inhalt zersetzt. 4. elastisches
Material als schonende Unterlage od. Umhüllung von Ma
schinenwalzen. Bomlbarlde die; -, -n (über fr. bombarde
aus gleichbed. it. bombardazubomba, vgl. Bombe); 1. Be
lagerungsgeschütz (Steinschleudergeschütz) des 15. bis
212
17. Jh.s. 2. schalmeiartiges Blasinstrument in der bretoni
schen Volksmusik; ÎBomhart (1). Bomlbarldelment
[...'ma:, Schweiz, ...ment] das; -s, Plur. -s, Schweiz, -e (aus
gleichbed. fr. bombardement): 1. (veraltet) anhaltende Be
schießung durch schwere Artillerie. 2. massierter Abwurf
von Fliegerbomben, bomlbarldielren (aus gleichbed. fr.
bombarder): 1. (veraltet) mit Artillerie beschießen. 2. Flie
gerbomben auf ein Ziel abwerfen. 3. (ugs.) a) mit [harten]
Gegenständen bewerfen; b) überschütten, überhäufen
(z. B. mit Fragen). Bomlbarldierlkälfer der; -s, -: Ange
höriger einer Gattung der Laufkäfer, die zur Abwehr aus
den Afterdrüsen Sekrete verspritzen. Bomlbarldon
[...do:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. bombardon zu bom
barde, vgl. Bombarde): Basstuba mit 3 od. 4 Ventilen
Bom|ba|sin der; -s, -e, älter [böba'ze:] das; -s, -s (aus gleich
bed. fr. bombasin, dies aus it. bambagino „aus Barchent“
zu bambagia „Barchent“, dies aus mgr. bambäkion): Ge
webe aus Halbseide
Bom bast der; -[e]s (aus gleichbed. engl. bombast, eigtl.
„Baumwolle zum Auswattieren von Kleidern“, dies über
lat. bombax, gr. pämbax aus mittelpers. pambak „Baum
wolle“): (abwertend) [Rede]schwulst, Wortschwall, bom
bastisch (nach gleichbed. engl. bombastic): übertrieben
viel Aufwand aufweisend, schwülstig; pompös
Bomlbe die; -, -n (über fr. bombe aus z'r. bomba „Bombe“,
dies aus lat. bombus, gr. bombos „dumpfes Geräusch“): 1.
a) mit Sprengstoff od. Brandsätzen gefüllter Hohlkörper;
b) (ugs.) Atombombe. 2. (ugs.) wuchtiger, knallharter
Schuss od. Wurf (Fußball u.a. Sportarten). 3. von einem
Vulkan ausgeworfene, in der Luft erstarrte Lavamasse. 4.
Eisenkugel mit Griff, die im Kunstkraftsport als Jonglier
gewicht benutzt wird. 5. (ugs.) steifer, runder Herrenhut.
bomlben (zu îBombe): 1. (ugs.) svw. bombardieren (2).
2. (Jargon) [illegal] Graffiti sprayen. Bpmlbenlatltentat das; -[e]s, -e: Attentat mithilfe von Bomben. Bomben ex plo si on die; -, -en: Explosion einer Bombe.
Bpmlbenlterlror der; -s: Terror durch Bombenangriffe
bzw. Bombenanschläge auf die Bevölkerung. Born Iber
der: -s, -: 1. Bombenflugzeug. 2. (ugs.) Fuß-, auch Hand
ballspieler mit überdurchschnittlicher Schuss- bzw. Wurf
kraft. 3. (Jargon) Graffitisprayer. Bom|be|sis die; -,
...sen (aus gleichbed. gr. bómbésis zu bombein „dumpf tö
nen, erklingen“; vgl. ...ese): (veraltet) dumpfer Ton, das
Summen, bomlbielren (aus gleichbed. fr. bomber zu
bombe, vgl. Bombe): 1. Glasplatten im Ofen biegen. 2.
Blech umbördeln od. biegen, z. B. bombiertes Blech (Well
blech). 3. den Deckel durch Gasdruck u.Ä. nach außen
wölben (von Konservendosen); vgl. Bombage. Bomlbiila [...'bɪlja] die; -, -s (aus span, bombillo „Ansaugrohr“ zu
bombear „(Wasser) pumpen“): Saugrohr aus Silber od.
Rohrgeflecht, an einem Ende siebartig (in Südamerika
zum Trinken des Matetees verwendet). Bomlbing das; -s
(aus engl. bombing „Bombardierung“ zu to bomb „bom
bardieren“, dies zu bomb „Bombe“ aus fr. bombe, vgl.
Bombe): (Jargon) [illegales] Graffitisprayen. Bombus
der; - (über lat. bombus aus gr. bombos „dumpfes Ge
räusch“): 1. Ohrensausen (Med.). 2. Darmkollern (Med.)
Bomlbylkol das; -s (zu gr. bómbyx „Seidenraupe“ u.
î...ol): Sexuallockstoff der Seidenspinnerweibchen, der
noch in äußerst geringer Konzentration für Männchen
wahrnehmbar ist. Bomlbylkolmelter das; -s, - (zu
î‘...meter): Umrechnungstafel zur Ermittlung der Faden
feinheit aufgrund des Fadengewichts (Textilindustrie)
Bomlhard u. Bomlhart der; -s, -e (aus gleichbed. fr. bom
barde (it. bombardo, span, bombarda) zu (m)lat. bombus,
vgl. Bombus) : 1. mittelalterliches Holzblasinstrument aus
der Schalmeienfamilie. 2. Zungenstimme bei der Orgel
bon [bɔŋ] (aus gleichbed. fr. bon, dies aus lat. bonus): (ugs.)
gut. Bon [bɔŋ, bö:] der; -s, -s: (aus gleichbed.ʃr. bon. Sub-
213
stantivierung von bon, vgl. bon): 1. Gutschein für Speisen
od. Getränke. 2. Kassenzettel, boina tilde dat.): guten
Glaubens, auf Treu u. Glauben; vgl. mala fide
Bolnang das; -s, -s (aus dem Jav.): javanisches Gongspiel
Bo|na|par|tislmus der; - (nach Napoleon Bonaparte I. u.
III. u. zu Î ...ismus (1 )>: autoritäre Herrschaftsausübung in
Frankreich [bes. im 19. Jh.J (Gesch.). Bo|na|par|tistder,
-en, -en (zu T...ist>: a) Anhänger des Bonapartismus; b)
Anhänger der Familie Bonaparte
Bonlbon [bɔŋ'bɔŋ, auch bobo:] der od. das: -s, -s (aus
gleichbed. fr. bonbon, Wiederholungsform von bon
„gut“): 1. geformtes Stück Zuckerware mit aromatischen
Zusätzen zum Lutschen. 2. (ugs. scherzh.) [rundes] Partei
abzeichen. Bonlbonlnielre [bɔŋbɔ'nie:rə, ,,,'niɛ:rə, auch
bö...] die: -, -n (aus gleichbed. fr. bonbonnière): 1. Behälter
(aus Kristall, Porzellan o.Ä.) für Bonbons, Pralinen o.Ä.
2. hübsch aufgemachte Packung mit Pralinen od. Fon
dants
Bond der: -s, -s (meist Plur.) (aus engl. bond „Anleihe“,
eigtl. „Bund“): Schuldverschreibung mit fester Verzin
sung. Bonldage ['bɔndɪdʒ] das; - (aus gleichbed. engl.
bondage, eigtl. „Sklaverei“): das Fesseln zur Steigerung
der geschlechtlichen Erregung (im sexuell-masochisti
schen Bereich)
Bonlde der; -n, -n (aus dän. bonde „Bauer“): während des
Mittelalters in den nordischen Ländern ursprüngliche
Bez. für jeden auf dem Land Angesessenen im Unter
schied zum Stadtbürger, dann Bez. für den Freibauern
bon I d e n (aus engl. to bond „zusammenfügen“ ) : elektrische
Anschlusskontakte an od. auf miniaturisierten elektroni
schen Bauelementen, z. B. Chips, anbringen (Mikroelek
tronik)
Bpnlder® der: -s, - (Kunstw.): Phosphorsäurebeize zur
Oberflächenbehandlung metallischer Werkstoffe, bon
de rn: gegen Rost mit einer Phosphatschicht überziehen;
vgl. parkerisieren
Bonldur® das; -s (Kunstw.): Legierung aus Aluminium,
Kupfer u. Magnesium
Bonelbed ['bounbɛd] das; -s, -s (aus engl. bonebed „Kno
chenlager“ zu bone „Knochen, Bein“ u. bed „Lager,
Schicht“): vorwiegend aus Knochenresten, Zähnen u.
Schuppen von Fischen, Reptilien u.a. Wirbeltieren beste
hende, wenig mächtige Gesteinsbank als Ablagerung in
vielen geologischen Formationen. Bone Chilna ['boon
'tʃaɪnə] das; - - (aus engl. bone china „Knochenporzel
lan“): Porzellan, das Knochenasche enthält
Bonlfestdas; -es (zu jap. bon, urabon „Totenfest“): Aller
seelenfest, das Hauptfest des japan. Î Buddhismus
bonlgen (zu TBon): (ugs.) [an der Registrierkasse] einen
T Bon ausstellen
’Bpnlgo der; -s, -s (aus Bobangi (einer Bantusprache)
mbangani): leuchtend rotbraune Antilope mit weißen
Streifen (Äquatorialafrika)
2Bon|godas; -[s], -s od. die; -, -s (meist Plur.) (aus gleichbed.
amerik.-span. bongo): einfellige, paarweise verwendete
Trommel kubanischen Ursprungs (Jazzinstrument)
Bonlgglsi das; -[s] u. Bonlgglsilholz das; -es (aus dem
Afrik.): schweres, sehr widerstandsfähiges Holz des west
afrikanischen Bongosibaums
Bonlheur [bɔ'næ:r] der; -s (aus fr. bonheur „Glück“ zu bon
(vgl. bon) u. gleichbed. heur, älter fr. aür u. eür, dies zu lat.
augurium „Wahr-, Vorzeichen“): Glück, Zufall; vgl. à la
bonne heure. Boniholmie [bɔno'mi:] die; -, ...ien (aus
gleichbed. fr. bonhomie zu bonhomme „gutmütiger
Mensch“): Gutmütigkeit, Einfalt, Biederkeit. Bon
homme [bɔ'nɔm] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. bon
homme): gutmütiger, einfältiger Mensch. Bolni:Plur. von
TBonus. bo nie ren (zu tBon u. ..deren): svw. bongen.
Bolnilfilca [...fika] die; - (aus it. bonifica „Urbarma
Bonvivant
chung" zu lat. bonus „gut“ u. facere „machen, tun“; vgl.
bonifizieren): Agrarerschließung von Land durch Melio
ration u. Kulturbaumaßnahmen in Italien. Bo|ni|fi|kaltiondie; -, -en (zu bonifizierenu. î...ation): 1. Vergütung für
schadhafte Teile einer Ware. 2. a) Gutschrift am Ende des
Jahres (Jahresbonus) im Großhandel; b) Zeitgutschrift
[im Radsport], bo|ni|fi|zie|ren (zu lat. bonus „gut“ u. fa
cere „machen, tun“; vgl. ...fizieren): 1. vergüten. 2. gut
schreiben. Bo|ni|tät d/e; -, -en (aus lat. bonitas, Gen. bo
nitatis „Güte, gute Beschaffenheit“): 1. (ohne Plur.) [ein
wandfreier] Ruf einer Person od. Firma im Hinblick auf
ihre Zahlungsfähigkeit u. -Willigkeit. 2. Güte, Wert eines
Bodens (Forst- u. Landwirtschaft). Bo|ni|ta|ti|on die; -,
-en (zu T...ation): svw. Bonitierung; vgl. ...ation/...ierung.
Bo ni teur [,, `to:e] der; -s, -e (zu T...eur): (veraltet) Be
gutachter (von Böden u. Tieren), bolniltielren (zu Î..de
ren) : abschätzen, einstufen (von Böden u. Tieren, auch von
Waren). Bo|ni|tie|rung die; -, -en (zu T...ierung): Ab
schätzung u. Einstufung (von Böden u. Tieren, auch von
Waren); vgl, ...ation/...ierung. Bo ni to der; -s, -s (aus
gleichbed. span, bonito): Makrelenart tropischer Meere,
bes. in japan. Gewässern. Bo|ni|tur die; -, -en (zu tbonitieren u. t ...ur): svw. Bonitierung. Bonljour [bð'ʒu:r] der,
-s, -s (ausfr. bonjour „guten Morgen“): (veraltet) 1. Mor
gengruß. 2. Bez. für einen Überrock. Bonljourltröpfchen das; -s, -: Bez. für den ersten Sekrettropfen, der bei
ÎGonorrhö morgens aus der Harnröhre austritt (Med.).
Bon mot [bo'mo:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. bon mot):
treffender geistreich-witziger Ausspruch. Bonlne die; -,
-n (aus /r. bonne „Dienstmädchen“, eigtl. „die Gute“):
Kindermädchen, Erzieherin
Bonlnet [bɔ ne:] das; -s, -s (ausfr. bonnet „Mütze“, dies aus
gleichbed. mlat. boneta): 1. Damenhaube des 18. Jh.s. 2.
(Seemannsspr.) Beisegel, Segeltuchstreifen. Bonlnelterie [bɔnɛtə...] die; -, ..den (aus fr. bonneterie „Wirk- od.
Strickwarenhandel“): 1. (Schweiz.) Kurzwarenhandlung.
2. (veraltet) Mützen- u. Strumpfwirkerei. Bonlneltier
[... tie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. bonnetier): (veraltet)
Mützen- od. Strumpfwirker. Bonlneltièlre [,,,'tiɛ:rə] die;
-, -n (aus gleichbed. fr. bonnetière): (veraltet) Mützen- od.
Strumpfwirkerin, bonlneltielren (aus älter fr. bonneter
„grüßen“): (veraltet) 1. den Kopf mit einer Mütze od.
Haube bedecken. 2. eine tiefe Verbeugung machen
Bolnglboder; -s, -s (aus dem Afrik.): Zwergschimpanse des
Urwalds im südlichen Kongogebiet
bolno moldo dat.): auf gute Weise, gütlich
1Bon|sai der; -[s], -s (aus gleichbed. jap. bonsai): japan.
Zwergbaum (durch besondere, kunstvolle Behandlung
niedrig gehalten). 2Bonlsaid«s; - (zu Î 'Bonsai): die japan.
Kunst, Zwergbäume zu ziehen. Bonlsailbaum der; -[e]s,
...bäume: svw. 'Bonsai
Bonlsens [bö'säs] der; -s (aus fr. bon sens, eigtl. „guter
Sinn“): (veraltet) gesunder Menschenverstand, Mutter
witz. Bonlsoir [bö’soam] der; -s, -s (aus/r. bon soir „guten
Abend“): (veraltet) 1. Abendgruß. 2. Kerzenlöscher. Bon
ton [bð'tð:] der: -s (aus/r. bon ton „guter Ton“): (veraltet)
gute Umgangsformen. Bol nus der; Gen. - u. -ses, Plur. -u.
-se, auch ...ni (unter engl. Vermittlung aus lat. bonus
„gut“): 1. Sondervergütung [bei Aktiengesellschaften];
Versicherungsrabatt. 2. etwas, was jmdm. gutgeschrieben
wird, was ihm als Vorteil, Vorsprung vor anderen ange
rechnet wird; Ggs. TMalus. Bglnusltrack [...trek, engl.
...træk] der; -s, -s (zu tTrack): zusätzlicher, nicht zu den ei
gentlichen Aufnahmen gehörender tTrack (3) auf einer
CD od. DVD (als besonderer Kaufanreiz; Jargon).
Bonlvilvant [bövi'vä:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. bon vi
vant, eigtl. „jmd., der gut lebt“): 1. (veraltend) Lebemann.
2. Rollenfach des leichtlebigen, eleganten Mannes
(Theat.)
214
Bonze
der; -n, -n (über /r. bonze „ostasiat. Priester“ u.
port, bonzo ausjap. bözu „Priester“): 1. (abwertend) jmd.,
der die Vorteile seiner Stellung genießt [u. sich nicht um
die Belange anderer kümmert]; höherer, dem Volk ent
fremdeter Funktionär. 2. buddhistischer Mönch, Priester.
Bpnlzenltum das; -s: Gesamtheit der Bonzen (2). Bonzolkraltie* 4/e; -, ...ien (zu t...kratie>: (abwertend) Herr
schaft, übermäßiger Einfluss der Bonzen (1)
Boodltit [bu:d..., auch ...tit] der; -s, -e (nach dem belgi
schen Arzt u. Mineralogen A. B. de Boodt ( 1550-1632) u.
zu î2...it): svw. Transvaalit
Boo gie-Woo gie ['bʊgi'vʊgi] der; -[s], -s (aus gleichbed.
amerik. boogie woogie, Herkunft ungeklärt): 1. vom Kla
vier gespielter Î Blues mit tostinaten Bassfiguren u. star
kem Î Offbeat. 2. daraus entwickelte Form des Gesell
schaftstanzes (z. B. Î Jitterbug, Î Rock ’n’ Roll)
Book|buil|ding ['bʊkbɪldɪŋ] das: -[s] (aus gleichbed. engl.
bookbulding): Verfahren zur Bestimmung des Emissions
preises von Aktien (Wirtsch.). Book let ['boklɪt] das; -[s],
-s (aus engl. booklet „Büchlein“, Verkleinerungsbildung
zu book „Buch“): [Wcrbejbroschüre [ohne Umschlag,
Einband]; Beilage, Beiheft [in einer CD-Hülle], Book
maker ['bʊkmeɪkə] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. book
maker): (veraltet) Buchmacher, gewerbsmäßiger Wetter
od. Vermittler von Wetten bei Pferderennen. Booklmaking [,,,meɪkɪŋ] das; -s, -s (aus engl. bookmaking, eigtl.
„Buchmacherei“): (veraltet) gewerbsmäßige Veranstal
tung von Rennwetten. Booklmark ['bʊkmɑ:k] die od.
e/a,s,` -, -s (aus gleichbed. engl. bookmark, eigtl. „Lesezei
chen“): Eintrag in einem elektronischen Adressverzeich
nis für Î Homepages. Books [buks] die (Plur.) (zu engl.
book „Buch“): Bez. für ein fest gesponnenes Baumwollge
webe
Boom [bu:m] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. boom zu to
boom „summen, brausen“): plötzliches großes Interesse
an etwas; [plötzlicher] wirtschaftlicher Aufschwung,
Hochkonjunktur, boolmen ['bu:mən] (nach gleichbed.
engl. to boom): einen Boom erleben
Boomlslanq die; -, -s (aus gleichbed. afrikaans boomslang,
dies aus niederl. boomslang „Baumschlange“): bis 2 mlan
ge Trugnatter auf Sträuchern u. Bäumen in Afrika
Boomitown ['bu:mtaon] die; -, -s (aus gleichbed. engl.
boom town zu îBoom u. ITown): (Jargon) Stadt, die in
kürzester Zeit einen enormen wirtschaftlichen Auf
schwung erlebt
Bololpie die; - (zugr. bous, Gen. boos „Rind, Ochse, Kuh“,
öps, Gen. öpös „Auge; Gesicht“ u. t2...ie, eigtl. „Kuhäu
gigkeit“): schmachtender Gesichtsausdruck bei Hysterie
(Med.)
Booslter ['bu:stu] der; -s, - (aus engl. booster „Förderer,
Unterstützer“ zu to boost „nachhelfen, fördern“): 1. a)
Hilfstriebwerk; Startrakete (Luftfahrt); b) Zusatztrieb
werk; erste Stufe einer Trägerrakete (Raumfahrt). 2.
Kraftverstärker in der Flugzeugsteuerung. 3. zusätzlicher
Verstärker zum Einbau in Antennen- und Hi-Fi-Anlagen
(Elektronik). Boos|ter|di|o!de die; -, -n: Gleichrichter
zur Rückgewinnung der Spannung bei der Zeilenablen
kung (Fernsehtechnik). Booslterleflfekt der; -[e]s, -e:
Auffrischungseffekt (vermehrte Bildung von Î Antikör
pern im Blut nach erneuter Einwirkung des gleichen Î An
tigens; Med.)
Boot [bu:t] der;-s, -s (meist Plur.) (aus engl. boot „Stiefel“):
1. bis über den Knöchel reichender [Wildlederjschuh. 2.
Gummiglocke; Überzug aus Gummi für Hufe von Trabrenn- u. Springpferden, boolten [bu:tn] (aus gleichbed.
engl. to boot (up), eigtl. „laden“, zu bootstrap, vgl. Boots
trapping): einen Computer neu starten, wobei alle gespei
cherten Anwenderprogramme neu geladen werden
Böloltüer [...iß] der; -s, - (nach der altgriech. Landschaft
Bonlze
Böotien): (veraltet) denkfauler, schwerfälliger Mensch,
(veraltet) denkfaul, unkultiviert
['bu:t...] der; -s, - (aus engl.-amerik. bootleg
ger „Schmuggler“): Alkoholschmuggler; jmd., der illegal
Schnaps brennt (in den USA zur Zeit der Î Prohibition 2).
Boot leg ging das,■ -s (aus gleichbed. engl. -amerik. boot
legging zu to bootleg „schmuggeln“) : in den USA ugs. Bez.
für Schmuggel u. Schwarzhandel
Bootlstraplping ['bu:tstræpɪŋ] das; -s, -s (zu engl. boot
strap „Ladeprogramm“, eigtl. „Riemen am Stiefel (der
das Anziehen erleichtert)“, u. Î ...ing): Verfahren, mit dem
ein gewünschter Zustand durch eigene Funktion erreicht
wird, z. B. das Eingeben des Betriebs- bzw. Operationssys
tems in einen Computer mithilfe eines Urladers od. das
Einsetzen von Î Compilern (EDV)
Bop der: -[s], -s: Kurzform von î Bebop
Bor das; -s (aus mlat. borax, vgl. Borax): ehern. Element,
Nichtmetall; Zeichen B
Boira die; -, -s (aus gleichbed. il. bora, dies über lat. boreas
aus gr. boréas.vgl. Boreas): trocken-kalter Fallwind an der
dalmatinischen Küste. Bolraclcia [bo'ratʃa] die; -, -s: be
sonders heftige Bora
Bolralgo der; -s (aus gleichbed. mlat. borrago, dies vermut
lich zu arab. abü ‘araq „Vater des Schweißes“ (weil die
Pflanze früher als schweißtreibendes Mittel verwendet
wurde); vgl. Borretsch): ein Raublattgewächs, bes. 1 Bor
retsch (Bot.)
Bolran das; -s, -e (meist Plur.) (zu îBor u. T...an): Borwas
serstoff. Bolralnat das; -s, -e (zu T ...at (2)> : tertiäres Bor
hydrid, eine Borverbindung. Borläquilvallent das; -[e]s,
-e: Maßzahl für die Neutronenabsorption eines Stoffes
(Phys.). Bolrat das; -s, -e (zu î...at (2)): Salz der Borsäure.
Bolrax der, österr. das; -[es] (aus mlat. borax, dies über
arab. bauraq aus pers. büräh „borhaltiges Natron“): in
großen Kristallen vorkommendes Natriumsalz der Tetra
borsäure. Bo|ra|zit [auch ..,'tsit] der; -s, -e (zu 1 Borax u.
t2...it>: zu den Boraten gehörendes Mineral. Bolralzol*
das; -s, -e (zu íBor,/r. azote „Stickstoff* u. Î...O1): anor
ganisches Benzol, benzolähnliche Flüssigkeit (Chem.)
Borbolrygimus der; -, ...men (über nlat. borborygmus aus
gr. borborygmós „Bauchknurren, Bauchkullern“): kul
lerndes, plätscherndes Geräusch im Unterbauch (durch
Darmwinde hervorgerufen; Med.)
Boijdalge [...30] die; -, -n (aus gleichbed./r. bordage zu bor
der, vgl. bordieren): Boots-, Schiffsbeplankung. Bord
ease [...keis] das od. der; -, Plur. - u. -s [,,,sɪz] (zu dt. Bord
u. engl. case „Kasten, Behälter“): kleines kofferähnliches
Gepäckstück, das man bei Flugreisen unter den Sitz legen
kann. Bord|com|pu|ter [,,,kɔmpju:tu] der; -s, -: elektron.
Anlage an Bord von Flugzeugen, Schiffen, Kraftfahrzeu
gen u.a., die bordbezogene Daten auswertet, der Zielfüh
rung dient u. Defekte anzeigt
borldeaux [bor do:] (zu Î Bordeaux): weinrot, bordeauxrot.
Bordeaux der; - [...'do:(s)], - [,..'do:s] (nach der franz.
Stadt Bordeaux): Wein aus der weiteren Umgebung von
Bordeaux (Departement Gironde)
Borldellailser Brülhe [bords'l£:zB -] die; - - (nach der
franz. Landschaft Bordelais bei Bordeaux): 2- bis 4%ige
Kupfervitriollösung zum Bespritzen der Weinstöcke u.
Obstbäume gegen Pilzkrankheiten
Borldell das; -s, -e (durch Vermittlung von mittelniederl.
bordeel aus gleichbed. altfr. bordel, eigtl. „Bretterhütt
chen“): Haus, Räumlichkeiten, in denen Prostituierte ihr
Gewerbe ausüben
Boijdelreau [,.,'ro:], auch Bordero der od. 4as; -s, -s (aus/r.
bordereau „Register, Liste“): Verzeichnis eingelieferter
Wertpapiere, bes. von Wechseln
Bor|der|line|syn|drom* [...lam...] das; -s, -e (zu engl. bor
derline „Grenzlinie“ (vgl. Borderpreis) u. ÎSyndrom):
böloltisch:
Bootlleglger
215
Bez. für nicht genau einzuordnende Krankheitsbilder
(Grenzfälle) zwischen Neurosen u. Psychosen (Med.)
Borldelro vgl. Bordereau
Bor|der|preisz/er, -es,-e (zuengl. border „Grenze“): Preis
frei Grenze (z.B. bei Erdgaslieferungen; Wirtsch.)
Bor di almant der; -en, -en (zu T Bor u. Î 'Diamant): einem
' Diamanten an Härte, Glanz u. Lichtbrechung gleichkom
mender Stoff aus Aluminium u. Bor
bor|die|ren (aus gleichbed. fr. border zu bord „Rand,
Saum“, dies aus dem Germ.): einfassen, [mit einer Borte]
besetzen, borldolyielren [...doa'ji:...] (aus gleichbed. fr.
bordoyer): (veraltet) 1. einfassen. 2. Emailfarbe bleiartig
u. undurchsichtig machen (Malerei)
Borldun der; -s, -e (aus gleichbed. it. bordone (lautmalen
des Wort)): 1. Register der tiefsten Pfeifen bei der Orgel. 2.
in gleich bleibender Tonhöhe gezupfte, gestrichene od. in
Resonanz mitschwingende Saite. 3. gleich bleibender
Bass- od. Quintton beim Dudelsack. 4. svw. Orgelpunkt
Borldülre die; -, -n (aus gleichbed. fr. bordure zu bord
„Rand. Borte“, vgl. bordieren): Einfassung, Besatz, farbi
ger Geweberand. Borldülrelform die; -, -en: runde Ku
chenform aus Blech (Kochkunst)
Boi re die; -, -n (aus engl. bore „Flutbrandung“, dies aus altnord. bära „Flut“): stromaufwärts gerichtete Flutwelle in
rasch sich verengenden Flussmündungen (vor allem beim
Ganges)
bolrelal (aus lat. borealis „nördlich“, vgl. Boreas): nörd
lich; dem nördlichen Klima Europas, Asiens u. Amerikas
zugehörend. Bolrelal tfas; -s: Wärmeperiode der Nach
eiszeit. Bglrelas der; - (über lat. boreas „Nordwind, Nor
den“ aus gleichbed. gr. boréas): a) Nordwind im Gebiet
des Ägäischen Meeres (in der Antike als Gott verehrt); b)
(veraltet) kalter Nordwind
Bolretsch vgl. Borretsch
Borlgis die; - (entstellt aus fr. (lettre) bourgeoise „bürgerli
che (Schrift)“, weil nach der Franz. Revolution Bücher der
„Bürgerlichen“ in diesem Schriftgrad gesetzt wurden):
Schriftgrad von 9 Punkt (Druckw.)
Bolrid das; -s, -e (zu Î Bor u. T ɜ,,,id) : Verbindung aus Bor u.
einem Metall (Chem.). Bolrin das; -s (zu t...in (1)): ein
fachster Borwasserstoff
Borinan das; -s, -e (Kunstw. aus I Borneol u. t...an>: bizy
klischer Terpenkohlenwasserstoff, der das Grundgerüst
u.a. des ÎBorneols u. des ÎKampfers bildet. Bor|ne|ol
das; -s (nach der Sundainsel Borneo u. zu t...ol): aromati
scher Alkohol, der in den Ölen bestimmter Bäume auf den
Sundainseln vorkommt (von kampfer- u. pfefferminzähn
lichem Geruch)
borlniert (aus gleichbed. fr. borné, eigtl. „abgegrenzt“, zu
borne „Grenze, Grenzstein“; vgl. ...iert): a) geistig be
schränkt, eingebildet-dumm; b) engstirnig
Borlnit [auch ,,,'nɪt] der; -s, -e (nach dem österr. Mineralo
gen I. von Born (1742-1791) u. zu t2...it>: Buntkupfererz
Borloxid, auch Borloxyd das; -[e]s, -e (zu ÎBor u. ÎOxid):
Verbindung des Î Bors mit Sauerstoff
Borlrelgo das; -s, -s (aus span, borrego „einjähriges
Lamm“): südamerik. Schaffell mit großflächiger Moirémusterung
Borlrellie [...ja] die; -, -n (meist Plur.) (aus nlat. borrelia;
nach dem franz. Bakteriologen A. Borrel (1867-1936)):
Bakterie einer Gattung der îSpirochäten. Bor|re|li|o|se
die; -, -n (zu 1 '...ose): durch Borrelien verursachte Krank
heit
Borlretsch, auch Boretsch tfer; -s (überʃr. bourrache, eigtl.
„Ochsenzunge“ (wegen der starken Behaarung der Pflan
ze) u. zt. borragine aus mlat. bor(r)ago, vgl. Borago): Gur
kenkraut (Gewürzpflanze)
Bor|rolmäle|rin die; -, -nen (nach dem hl. Karl Borromäus
( 1538—1584)!: Mitglied einer kath. Frauenkongregation
Bota
der; -s, -s (nach demital. Fabrikanten T. Borsalino (1867-1939)): ein Herrenfilzhut
Borschtsch der; - (aus gleichbed. russ. borsc): russ. Kohl
suppe mit Fleisch, verschiedenen Kohlsorten, roten Rü
ben u. etwas Î Kwass
Bör si ainer der; -s, - (zu dt. Börse u. l,,,aner): (ugs.) a)
Börsenmakler; b) Börsenspekulant
Bort der; -[e]s, -e (aus engl. bort „Diamantabfall, -splitter“):
aus kugeligen 1 Aggregaten bestehender Diamant, der oft
als Schleifmittel verwendet wird
Bolruslsia die; - {nlat.}: Frauengestalt als Sinnbild Preu
ßens
Boi sa die; -, -s (aus gleichbed. türk, boza): bierähnliches
Getränk aus Gerste u. Hirse
Bolsatlsu der; - (übery'a/j. bosatsu aus sanskr. bodhisattva
„Anwärter auf die Buddhawürde“): Titel buddhist. Heili
ger in Japan (entspricht dem Titel Î Bodhisattwa)
Boslkett das; -s, -e (aus fr. bosquet „Wäldchen“, dies aus
gleichbed. it. boschetto, Verkleinerungsform von bosco
„Wald“, dies aus mlat. boscus, weitere Herkunft unsi
cher): Lustwäldchen, Gruppe von beschnittenen Büschen
u. Bäumen (bes. in Gärten der Renaissance- u. Barockzeit)
Boslkoop (Schweiz, nur so), Boslkop der; -s, - (nach dem
niederl. Ort Boskoop): eine Apfelsorte, säuerlich schme
ckender Winterapfel mit rauer Schale
Bolson das; -s, ...onen (nach dem indischen Physiker S. N.
Bose (1894-1974) u. zu î4...on): Elementarteilchen mit
ganzzahligem od. verschwindendem îSpin (Phys.)
Boss der; -es, -e (aus engl.-amerik. boss „Chef“, dies aus
niederl. baas „Meister“): 1. derjenige, der in einem Unter
nehmen, in einer Gruppe die Führungsrolle innehat, der
bestimmt, was getan wird; Chef; Vorgesetzter. 2. Anführer
einer Gruppe
Boslsalge [bɔ'sa:ʒə] die; -,-n [,,,ʒən] (aus gleichbed. fr. bos
sage zu bosse, vgl. Bosse): Bossenwerk, hervorragende,
roh behauene Steine am Mauerwerk
Boslsa No va der; - -, - -s (aus port, bossa nova „neue Wel
le“): ein südamerik. Modetanz
Bpslse die; -, -n (aus fr. bosse „Beule, Anschwellung“; vgl.
bosseln): 1. rohe od. nur wenig bearbeitete Form eines
Werksteins (z. B. einer Skulptur). 2. erhabene Verzierung,
bes. in der Metallkunst, boslsellielren (aus fr. bosseler,
vgl. bosseln): svw. bossieren. bos seln (aus fr. bosseler
„erhabene Arbeiten machen, Beulen schlagen“, dies über
das Galloroman. aus dem Germ.): 1. sich an einem Gegen
stand mit einer gewissen Liebe zu ihm arbeitend betätigen,
ihn mit kleinen Arbeiten zustande bringen, verbessern. 2.
svw. bossieren. Boslsenlqualder der; -s, -, auch die; -, -n:
Naturstein, dessen Ansichtsfläche roh bearbeitet ist. Bossenlwerk das;-[e]s: Mauerwerk, das aus Bossenquadern
besteht, boslsielren (zu fr. bosse (vgl. Bosse) u. Î..de
ren): 1. die Rohform einer Figur aus Stein herausschlagen.
2. roh gebrochene Mauersteine mit dem Bossiereisen be
hauen. 3. in Ton, Gips od. Wachs (Bossierwachs) model
lieren. Boslsierlwachs das; -es, -e: Modellierwachs für
die Bildhauerei
Boslsing das; -s (aus gleichbed. engl. bossing zu to boss
(around) „herumkommandieren“; vgl. Boss): das (Mob
ben einzelner Mitarbeiter durch den Vorgesetzten
Bqs so lo der; -, ...li (aus gleichbed. it. bossolo, dies aus lat.
buxus, gr. pyxis „Büchse aus Buchsbaumholz“): Büchse.
Würfelbecher
Bosltan der; -s, -s (aus türk, bostan „Garten“, dies auspers.
bustän): orientalischer Garten
Bosltellla vgl. La Bostella
’Bpslton das; -s (nach der Stadt in den USA): amerik. Kar
tenspiel. 2Bos|ton der; -s, -s (zu t'Boston): langsamer
amerik. Walzer mit sentimentalem Ausdruck
Boita die; -, -s (aber: 3 -) (aus gleichbed. span, bota, dies aus
Bor|sa|li|no®
Botanik
mlat. buttis „Fass“): altes span. Hohlmaß, bes. für Wein u.
Öl
Boltalnik rfZe; - (ausgr. botanikë (epistëmë) „Pflanzenkun
de“ zu botanikós „pflanzlich“, dies zu botáne „Futter-,
Weidekraut“): Teilgebiet der Biologie, auf dem man die
Pflanzen erforscht. Bo|ta|ni|ker der; -s, -: Wissenschaft
ler u. Forscher auf dem Gebiet der Botanik, boltalnisch:
pflanzenkundlich, pflanzlich; botanischer Garten: Anla
ge, in der Bäume u. andere Pflanzen nach einer bestimm
ten Systematik zu Schau- u. Lehrzwecken kultiviert wer
den. bo|ta|ni|sie|ren (zu T...isieren): Pflanzen zu Studi
enzwecken sammeln
Boltalnylholz, Boltalnylbaylholz ['bɔtənɪ(beɪ)...] das; -s,
...hölzer (nach der austr. Meeresbucht Botany): eine aus
tralische Holzart aus Î Kasuarinen
Boltarlga <7/e; - <aus dem Span.): dem Kaviar ähnlicher Ro
gen der Meeräsche u. des Zanders
Boltel das; -s, -s <Kurzw. aus Boot u. Hofe/): schwimmendes
Hotel; als Hotel ausgebautes verankertes Schiff
Both|ri|um* das; -s, ...thria (aus nlat. bothrium, dies ausgr.
bothrion, Verkleinerungsform von bóthros „Grube“):
(veraltet) vertieftes Hornhautgeschwür (Med.)
Bo|to|ku|de der; -n, -n (nach dem Indianerstamm in Süd
ostbrasilien): (abwertend) ungebildeter Mensch mit
schlechtem Benehmen
Botlrylolgen* der; -s, -e (zu gr. bótrys „Weintraube“ u.
t ...gen): ein orangerotes Mineral in traubenförmigen Î Ag
gregaten. Bot|ry|o|my|ko|se die; -, -n: Traubenpilz
krankheit (bes. der Pferde)
Botschlka die; -, ...ki (aus gleichbed. russ. bocka, eigtl.
„Fass, Tonne“): altes russ. Flüssigkeitsmaß
Botltelga die; -, -s (aus it. bottega „Laden“): svw. Bodega
Botltellier der; -s, -s u. Bottler der; -s, - (aus niederl. bottelier „Kellermeister“, dies über gleichbed. fr. bouteiller zu
bouteille „Flasche“, vgl. Bouteille): (Seemansspr.) Kanti
nenverwalter auf Kriegsschiffen
Botlter der; -s, - (aus niederl. botter „Fischerboot“): flach
gehendes holländisches Segelfahrzeug
Bot|ti|cel|li|fri|sur [...'tjelli...] die; - (nach dem Maler
S. Botticelli (1445-1510) u. zu t Frisur): längeres, welliges
Haar [eines jungen Mannes]
Botltilne die; -, -n (ausfr. bottine „Schnürstiefel“, eigtl. „le
derne Reitgamaschen“): Damenhalbstiefel (bes. im
19. Jh.)
Bot tle neck ['bɔtlnɛk] der; -s, -s (aus engl. bottleneck
„Flaschenhals“): früher abgeschlagener Flaschenhals,
heute Metallaufsatz, der auf einen Finger gesteckt wird u.
mit dem dann auf den Gitarrensaiten entlanggeglitten
wird, sodass ein hoher, singender Ton erzielt wird (Gitar
renspielweise im ÎBlues b; Mus.), Bot|tle|par|ty ['bɔtl...]
die; -, -s (aus gleichbed. engl. bottle-party, eigtl. „Fla
schenparty“): Party, zu der die geladenen Gäste die alko
holischen Getränke mitbringen. Botiller vgl. Bottelier
Botltoms ['bɔtəmz] die (Plur.) (aus engl. bottoms (Plur.)
„Tiefland“ zu bottom „Grund, Boden“): Überschwem
mungsgebiete nordamerik. Flüsse. Botltom-up-Metholde [,,,'ʌp...] die; - (zu engl. up „hinauf“ u. ÎMethode):
induktive Methode, bei der man von speziellen Details
ausgeht u. schrittweise über immer umfassendere Struktu
ren die Gesamtstruktur eines Systems errichtet (Informa
tik, Sprachw.); Ggs. Top-down-Methode
Bo|tu|lis|mus der; - (zu lat. botulus „Wurst“ u. t...ismus
(3)): bakterielle Lebensmittelvergiftung (bes. Wurst-,
Fleisch-, Konservenvergiftung)
Boulchée [bu’Je:] die; -, -s (aus fr. bouchée „Bissen, Hap
pen“, eigtl. „Mundvoll“): Appetithäppchen (gefülltes Pastetchen als warme Vorspeise)
bou|che|rilsie|ren [buʃa...] (nach dem franz. Chemiker A.
Boucherie (1801-1871) u. zu t ...isieren): den Saft frischen
216
Holzes durch Einführen bestimmter Lösungen verdrängen
(Holzschutzverfahren)
’Boulclé* [bu'kle:] auch Buklee das; -s, -s (aus fr. bouclé
„gekräuseltes Garn“ zu boucle „Ring, Schleife“, dies aus
lat. buccula, Verkleinerungsform von bucca „Wange, Ba
cke“): Garn mit Knoten u. Schlingen. 2Bou|clé [bu'kle:],
auch Buklee der; -s, -s (zu Î'Bouclé): 1. Gewebe aus Bouclégarn; Noppengewebe. 2. Haargarnteppich mit nicht
aufgeschnittenen Schlingen
Bou|di|na|ge [budi'na:ʒə] cZ/e; -, -n (zu fr. boudin „Blut-,
Weißwurst“ u. î...age): îtektonische Verformung von
dünnen Gesteinslagen zu wurstförmigen Körpern, die in
plastischerem Gestein eingebettet sind (Geol.)
Bou do ir [budoa:u] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. boudoir,
eigtl. „Schmollkämmerchen“, zu bouder „schmollen“):
elegantes, privates Zimmer einer Dame
Bouflfante [bu'fä:t] die; -, -s (aus gleichbed. fr. bouffante
zu bouffer „sich bauschen“): unterhalb der geschnürten
Taille hinten unter dem Rock getragene wulstige Einlage
(17./18. Jh.)
Bouffonnerie [bʊfɔ...] die; -, ...ien (aus fr. bouffonnerie
„Possenreißerei“ zu bouffonner „Possen reißen, den
Hanswurst spielen“, dies über bouffon „Possenreißer“ aus
it. buffone; vgl. Buffo): (veraltet) Spaßhaftigkeit, Schel
merei
Boulgainlvilllea [buge'vilea] die; -, ...een (nlat.; nach dem
franz. Seefahrer L.-A. de Bougainville (1729-1811)): südamerik. Gattung der Wunderblumengewächse (Bot.)
Boulgie [bu'ʒi:] die; -, -s (aus fr. bougie „Kerze“): Dehn
sonde (zur Erweiterung enger Körperkanäle, z. B. der
Harnröhre); vgl. Bacillus (1). bou gie ren [bu'ʒi:...] (zu
Î..deren): mit der Dehnsonde untersuchen, erweitern.
Boulgielrohr das; -s, -e: Kabelschutzüberzug
Boulgram* [bu'gra:], auch Boulgran der; -s, -s (aus/r. bougran „(gummierte) Leinwand“, umgebildet aus älter fr.
bouquerant zu Boukhara, dem franz. Namen der Stadt Bu
chara): Steifleinen, steifer Baumwollstoff, der als Zwi
schenfutter verwendet wird
Bouilllalbaisse [buja'bɛ:s] ¿Zze; -, -s [,,,'bɛ:s] (über fr. bouil
labaisse aus provenzal. bouiabaisso, eigtl. „Siede und senk
dich!“ (der Topf muss schnell vom Feuer genommen wer
den); vgl. Baisse): würzige provenzal. Fischsuppe, bouil
lant [bu'jä:] (aus fr. bouillant „kochend, siedend“, Part.
Präs, von bouillir, vgl. Bouillon): (veraltet) aufbrausend.
Bouilllant der; -s, -s: 1. heißes Fleischpastetchen. 2. (ver
altet) Hitzkopf. Bouillleur [bu'jo:n] der; -s, -e (aus gleich
bed. /r. bouilleur): (veraltet) a) Branntweinbrenner; b)
Dampfkessel; Siedekessel, -rohr. Bouilllon [bʊl'jɔŋ, auch
... jö:, öster. nur bu'jð:] íZz<?; -, -s (aus gleichbed. fr. bouillon
zu bouillir „sieden, kochen“, dies aus lat. bullire zu bulla
„Wasserblase“): 1. Kraft-, Fleischbrühe. 2. bakteriologi
sches Nährsubstrat. Bouilllonldraht der; -[e]s, ...drähte:
svw. Kantille. 'Bouilllotlte [bujɔtə] rZfe; -, -n (aus gleich
bed. fr. bouillotte zu bouillir „sieden, kochen“, vgl. Bouil
lon): (veraltet) Kochkessel, Teekessel
2Bouil|lotte [bu jɔt] íZím; - (aus gleichbed. fr. bouillotte zu
älter /r. bouillir „ein Vergnügen bereiten, machen“): altes
franz. Kartenglücksspiel
Boullanlgelrie [bulaʒə...] rZZe; -, ...ien (aus gleichbed. fr.
boulangerie zu boulanger „Bäcker; backen“): (veraltet)
Backstube, Bäckerladen
Bou|lan|ge|rit [bulaʒə,,,, auch ...’rit] der; -s (nach dem
franz. Geologen C. L. Boulanger (1810-1849) u. zu T 2...it>:
ein Mineral (Antimonbleiblende)
Boule [bu:l] das; -[s], auch die; - (aus fr. boule, dies aus lat.
bulla „Blase“): franz. Kugelspiel
Boulletlte [bu...] die; -, -n (aus fr. boulette „Fleischklöß
chen“): svw. Bulette
Boullelvard [bulə'va:n] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. boule
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vard, dies aus mittelniederl. bolwerc „Bollwerk“ (die Ring
straßen entstanden aus alten Stadtbefestigungen)): [von
Bäumen gesäumte] breite [Ringstraße. Boullevarldier
[...'die:] rfcr; -[s], -s (aus gleichbed. fr. boulevardier, eigtl.
„Spaziergänger“): Verfasser von reißerischen Bühnen
stücken. bou|le|var|di|sie|ren (zu Î...isieren): das
Wichtigste (eines Artikels o.Ä.) zusammenfassen u. ver
deutlichen (z. B. durch einen speziellen Druck). Boullevardpresse die;-: sensationell aufgemachte, in großen
Auflagen erscheinende u. daher billige Zeitungen, die
überwiegend im Straßenverkauf angeboten werden. Boule|vard|thelalter ¿fas; -s,
urspr. Bez. für die kleinen
Theater an den Boulevards von Paris, heute allg. Theater
mit leichtem Unterhaltungsrepertoire
Boule|ver|se|ment [bulvɛrsə'ma:] das; -s, -s (aus gleich
bed. fr. bouleversement zu bouleverser „umstürzen“, dies
zu boule „Kugel“ u. verser „umwerfen, -stürzen“ (aus lat.
versare)): (veraltet) Umsturz, Umwälzung
Boullilnalge [bulina:ʒə] die; - (aus gleichbed. fr. boulinage
zubouliner, vgl. boulinieren): (veraltet) das Segeln mit Sei
tenwind. Boulline [bu li:n]
-, -n [,,,nən] (aus gleich
bed. fr. bouline, dies aus engl. bowline, eigtl. „Bugleine“,
zu bow „Bug“ u. line „Leine“): (Seemannsspr. veraltet)
Lenkseil, -tau an beiden Seiten des Rahsegels.boullilnieren [bu...] (aus gleichbed. fr. bouliner): (veraltet) 1. mit
Seitenwind segeln. 2. stehlen
Boullelarlbeilten [’bul...] die (Plur.) (nach dem franz.
Kunsttischler A. Ch. Boulle (1642-1732)): Einlegearbei
ten aus Elfenbein, Kupfer od. Zinn (18. Jh.)
Bou lon nais [bulɔnɛ:] der; - [,,,nɛ:(s)], - [,,,'nɛ:s], auch
Boullonlnailse [,,,'nɛ:zə] der; -n, -n (fr. ; nach der histo
rischen Landschaft um Boulogne-sur-Mer): edles Kalt
blutpferd aus den nordfranz. Departements Pas-de-Calais
u. Somme
bounce [bauns] (zu engl. to bounce, eigtl. „hüpfen, sprin
gen“): mäßig bewegt, aber rhythmisch betont (Jazz).
Bounce der od. die; - (aus gleichbed. engl. bounce, eigtl.
„(heftiger) Schlag“): rhythmisch betonte Spielweise im
Jazz (Mus.). Bouncellight ['baʊnslaɪt] das; -, -s (zu engl.
light „Licht“): Beleuchtungstechnik bei Blitzaufnahmen,
bei der das Blitzlicht nicht gegen das Motiv gerichtet wird,
sondern gegen reflektierende Flächen in dessen Umge
bung (meist die Zimmerdecke), wodurch eine gleichmäßi
ge Ausleuchtung erzielt wird, bounlcen [ baunsn] (nach
engl. to bounce, vgl. bounce): 1. das Bouncelight anwen
den. 2. eine unzustellbare E-Mail an den Absender zurück
senden
Bounlty ['baʊntɪ] die; -, -s (aus engl. bounty „Subvention“):
(veraltet) Ausfuhrprämie, staatliche Subvention für Wa
renexporte
Boulquet [bu'ke:] das: -s, -s (aus fr. bouquet „(Blu
menstrauß“ zu bois „Wald, Baum, Strauch“, dies aus dem
Germ.): svw. Bukett. Boulqueltelrie [buke...] die; (französierende Bildung zu T Bouquet, Analogiebildung zu
Î Papeterie): Kunst des Blumenbindens. Boulquet garlni
das; -s -, -s - (aus gleichbed. fr. bouquet garni zu garni „aus
gestattet“): Kräutersträußchen (Gastr.). Boulqueltiler
[...'tie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. bouquetier): (veraltet)
Blumenhändler, -binder. Boulqueltièlre [,,,'tiɛ:rə] die; -,
-n (aus gleichbed. fr. bouquetière): weibliche Form zu
T Bouquetier
Boulqui|ne|rie [buki...] rfe; -, ...ien (aus gleichbed. fr. bouquinerie zu bouquin „(altes) Buch“, dies aus mniederl.
boeckin): (veraltet) a) Sammlung alter Bücher; b) Handel
mit alten Büchern. Boulquilneur [...'ne:?] z/er; -s, -e (aus
gleichbed. fr. bouquineur zu bouquiner, vgl. bouquinieren): Liebhaber alter Bücher, boulquilnielren (aus
gleichbed. fr. bouquiner): (veraltet) [alte] Bücher suchen,
kaufen, schmökern. Boulquilnist u. Bukinist der; -en, -en
Boutique
(teilweise über niederl. Vermittlung aus fr. bouquiniste
„Buchtrödler, Antiquar“): Straßenbuchhändler, bes. am
Seineufer in Paris, der an einem Stand antiquarische Bü
cher verkauft
Bourlbon ['bə:bən] der; -s, -s (aus engl.-amerik. bourbon,
eigtl. „Konservativer“ (nach dem franz. Königsge
schlecht); Kurzform von TLw/w? whiskey): amerik. Whis
ky; vgl. Scotch
Bour|bo|nal [bur...] zZzm; -s (Kunstw.): ein Aromastoff
(Äthylvanillin)
Bourldon [bʊr'dð:] der; -s, -s (aus /r. bourdon „das Sum
men“): svw. Bordun
Bour don fe der [bur’dö...] die; -, -n.Bour don rohr das;
-[e]s, -e bzw. bour donlsche Röhre die; -n -, -n -n (nach
dem franz. Ingenieur E. Bourdon (1808-1884)): [ÎMano
meter mit] Biegefeder in Form eines kreisförmig geboge
nen Metallröhrchens von zweiseitig abgeflachtem Quer
schnitt
Boulretlte [bu..., bu...] die; -, -n (aus fr. bourrette, vgl.
Bourrette): svw. Bourrette
bourlgeois [bʊr'ʒoa, in attributiver Verwendung bur'ʒoa:z...] (aus fr. bourgeois „bürgerlich“, vgl. Bourgeois):
a) zur Bourgeoisie gehörend; b) die Bourgeoisie betref
fend. Bourlgeois der; - [,,,'ʒoa(s)], - [...'ʒoa(:)s] (aus ʃr.
bourgeois „Bürger“ zu bourg „befestigter Ort, Marktfle
cken“, dies aus dem Germ.): Angehöriger der Bourgeoi
sie. Bourlgeoilsie [,,,ʒoa'zi:] die: -, ...ien (aus fr. bour
geoisie „Bürgerschaft“): 1. wohlhabender Bürgerstand,
Bürgertum. 2. herrschende Klasse der kapitalistischen
Gesellschaft, die im Besitz der Produktionsmittel ist (Mar
xismus)
Bourlnolnit [bur..., auch ..,'nit] der; -s, -e (nach dem franz.
Mineralogen J. L. de Bournon (1751-1825) u. zu î2...it):
oft in zahnradähnlicher Zwillingsform (Rädelerz) auftre
tendes Blei- u. Kupfererz
Bourlrée [bu're:, bʊ're:] die; -, -s (aus gleichbed. fr. bourrée
zu bourrer „ausstopfen“; vgl. Bourrette): a) heiterer bäu
erlicher Tanz aus der Auvergne; b) von etwa 1650 an Satz
der Î Suite (4). Bour retlte [bu..., bu...] die; -, -n (aus fr.
bourrette „Seidenabfall“ zu bourre „Wollhaar, Füllmate
rial“, dies aus lat. burra „Scherwolle“): raues Gewebe in
Taftbindung aus Abfallseide; Seidenfrottee
Bourlride [bu'rid] die; -, -s (aus gleichbed. fr. bourride):
südfranz. Gericht aus kleinen Seefischen mit Zwiebeln,
Tomaten u. Knoblauch
bourlrielren [bu..., bu...] (aus gleichbed. ʃr. bourrer zu
bourre, vgl. Bourrée): polstern, [aus]stopfen
Bourlrique [bu'rik] der; -s, -s (aus fr. bourrique, eigtl.
„Esel“, dies über gleichbed. span, borrico aus lat. *burricus, buricus „kleines (fuchsrotes) Pferd“): (veraltet)
Dummkopf, Tölpel
Boulsoulki [bu'zu:ki] vgl. Busuki
Bouslsinlgaulltit [busiqgol..., auch ...tit] der; -s, -e (nach
dem franz. Chemiker J. B. Boussingault ( 1802-1887) u. zu
î2...it>: ein farbloses krustiges Mineral
Bou|teil|la|ge [butɛ'ja:ʒə] rfz'e; -, -n [,,,ʒən] (aus gleichbed.
fr. bouteillage, eigtl. „Flaschengeld“, zu bouteille, vgl.
Bouteille): (veraltet) Weinsteuer. Boulteillle [bu'tɛ:jə]
rZie; -, -n (aus gleichbed. fr. bouteille, dies aus spätlat. butticula, Verkleinerungsform von lat. buttis „Fass“): (veral
tend) Flasche. Boulteilllenlstein der; -[e]s, -e: (veraltet)
svw. Moldavit. Boulteilller [bute je:] u. Boultillliler [buti(l)'je:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. bouteiller bzw. boutillier, eigtl. „Flaschenmacher“): (veraltet) Mundschenk an
Fürstenhöfen, Kellermeister
Boultilqualge [buti'ka:ʒə] die;-, -n [,,,ʒən] (zu Î Boutique u.
t,,,age): (veraltet) Kleinhandel, Krämerei. Boultique
[bu'ti:k] rZie;-, Plur. -n [...kn], selten -s [bu'ti:ks] (aus gleich
bed./r. boutique, dies aus gr. apothekê „Vorratsraum“;
218
Bouton
vgl. Apotheke): 1. kleiner Laden für [exklusive] modische
Neuheiten. 2. (veraltet) Kramladen
Boulton [bu'tð:] der; -s, -s (aus fr. bouton „Knospe;
Knopf“, verwandt mit niederl. bot „Spross, Auge“):
Schmuckknopf für das Ohr. Boultonlnelrie [butɔnə...]
die; -, ...ien (aus gleichbed. /r. boutonnerie): (veraltet)
Knopfmacherei, -fabrik. Bou|ton|nile|re [butɔ'niɛ:rə]
die; -, -n (aus/r. boutonnière, eigtl. „Knopfloch“): 1. äu
ßerer Harnröhrenschnitt (Med.). 2. (veraltet) Ansteckblu
me. boultonlnielren (ausgleichbed. fr. boutonner): (ver
altet) a) mit Knöpfen versehen; b) zuknöpfen, boultonniert(zuî...iert): (veraltet) zugeknöpft, schweigsam, ver
schlossen
Boulzoulki [bu'zu:ki] vgl. Busuki
bolvin [bo'vi:n] (aus gleichbed. spätlat. bovinus zu lat. bos,
Gen. bovis „Ochse, Rind“): 1. zum Rind gehörend (Tiermed ); bovine spongiforme Enzephalopathie: svw. BSE. 2.
aus Rindern gewonnen. 3. einem Rinderherzen (in der
Größe) entsprechend (Med.). Bo|vo|vak|zin [bovo...]
das; -s (zu Î Vakzine) : früher gebräuchlicher Impfstoff ge
gen Rindertuberkulose
Bow|den|zug [baudn...] der; -s, ...züge (nachdem engl. Er
finder Sir H. Bowden (1880-1960)): Drahtkabel zur Über
tragung von Zugkräften, bes. an Kraftfahrzeugen
Bolwielmeslser ['bo:vi...] das; -s, - (nach dem amerik.
Oberst J. Bowie (1796-1836)): langes Jagdmesser
Bowlle [ bo:lə] die; -, -n (aus gleichbed. engl. bowl, dies aus
altengl. bolla „(Punsch)napf“): 1. Getränk aus Wein,
Schaumwein, Zucker u. Früchten oder würzenden Stof
fen. 2. Gefäß zum Bereiten und Aufträgen einer Bowle ( 1 )
bowllen ['bo:lən, engl.-dt. boulon] (aus gleichbed. engl.amerik. to bowl zu bowl „Kugel“, dies aus fr. boule, vgl.
Boule): 1. Bowling (1) spielen. 2. Bowling (2) spielen
'Bowller ['bo:la, engl. boulo] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
bowler): runder, steifer [Herren]hut; vgl. Melone (2)
2Bowller ['bo:ls, engl. 'boulə] der; -s, - (zu 1 bowlen): Kegler
auf einer Bowlingbahn. Bowlling ['bo:lɪŋ, engl. 'boulɪŋ]
das; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. bowling; vgl.
bowlen): 1. engl. Kugelspiel auf glattem Rasen. 2. amerik.
Art des Kegelspiels mit 10 Kegeln. Bowllinglbahn die; -,
-en: Bahn, auf der Bowling (2) gespielt wird. Bowllinggreen [,,,gri:n] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. bowling
green): Spielrasen für Bowling (1)
Bowlstringlhanf [boʊstrɪŋ...] der; -[e]s (zu engl. bow
string „Bogensehne“): von afrik. Eingeborenen als Bogen
sehne verwendeter Hanf aus Blattfasern; vgl. Sansevieria
box (aus gleichbed. engl. box!, Imperativ von to box, vgl.
boxen): boxt [weiter]! (Kommando des Ringrichters beim
Boxkampf)
Box ¿fie; -, -en (aus gleichbed. engl. box, eigtl. „Büchse, Be
hälter“, dies über vulgärlat. buxis, lat. pyxis aus gr. pyxis
„Dose aus Buchsbaumholz“): 1. a) von anderen gleichar
tigen Räumen abgeteilter [kastenförmiger] Raum inner
halb einer größeren Einheit; b) abgegrenzter Montage
platz für Rennwagen an einer Rennstrecke. 2. einfache
Rollfilmkamera in Kastenform. 3. kastenförmiger Behäl
ter od. Gegenstand; oft in Zusammensetzungen, z.B.
Kühlbox, Musikbox. Boxlcalf [...kalf] vgl. Boxkalf. Bo
xe die; -, -n (zu 1 Box): svw. Box (1)
bo xen (aus engl. to box „(mit der Hand) schlagen“): [nach
bestimmten sportlichen Regeln] mit den Fäusten kämp
fen. Bolxerrfer; -s, - (aus gleichbed. engl. boxer): 1. Sport
ler, der Boxkämpfe austrägt; vgl. boxen. 2. (bes. süddt., österr.) Faustschlag. 3. Hund einer mittelgroßen Rasse mit
kräftiger Schnauze (Wach- u. Schutzhund), bplxelrisch:
den Boxsport betreffend, zu ihm gehörend, für ihn charak
teristisch. Bp|xer|mo|tor der; -s, -en: Verbrennungsmo
tor mit einander gegenüberliegenden Zylindern, deren
Kolben scheinbar gegeneinander arbeiten
Boxcalf das; -s (aus gleichbed. engl. box calf):
Kalb[s]leder
Box loa der [,,,loodə] der; -s, - (zu tBox u. engl. loader,
eigtl. „Ver-, Auflader“): mechanische Vorrichtung für den
automatischen Spulenaustausch im Schützen der Webma
schine
Boy [boy] der; -s, -s (aus engl. boy „Junge“): I. Laufbursche,
Diener, Bote. 2. (ugs.) junger Mann. Boylfriend [ boyfrɛnd] der; -[s], -s (aus engl. boyfriend „Freund, Vereh
rer“): (ugs.) der Freund eines jungen Mädchens. Boy
group [,,,gru:p] die; -, -s (aus gleichbed. engl. boy group,
zu group „Gruppe“): Popgruppe aus jungen, attraktiven
Männern, deren Bühnenshow bes. durch tänzerische Ele
mente geprägt ist
Boylkott [boy...] der; -s, Plur. -s, auch -e (nach dem in Ir
land geächteten engl. Hauptmann u. Gutsverwalter Ch. C.
Boycott (1832-1897)): 1. politische, wirtschaftliche od. so
ziale Ächtung; Ausschluss von den politischen, wirtschaft
lichen od. sozialen Beziehungen. 2. das Boykottieren (2,
3). Boylkotlteur [...'torn] der; -s, -e (nach fr. boycotteur;
vgl. ...eur): jmd., der jmdn. od. etwas boykottiert, boykotltielren (nach gleichbed. engl. to boycott; vgl. ..de
ren): 1. mit einem Boykott (1) belegen. 2. die Ausführung
von etw. ablehnen u. erschweren od. zu verhindern suchen.
3. zum Ausdruck der Ablehnung bewusst meiden
Boylscout ['boyskaut] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. boy
scout, zu TBoy u. engl. scout „Späher“): engl. Bez. für
Pfadfinder
Boylsenlbeelre die; -, -n (nach dem amerik. Gärtner
R. Boysen (1895-1950)): aus einer Kreuzung von Brom
beere u. Himbeere hervorgegangene, aromatische Beere
Bozlzetlto der; -s, -s (aus gleichbed. it. bozzetto, Verklei
nerungsform von bozza „roher Stein; Entwurf'): erster
skizzenhafter, plastischer Entwurf für eine Skulptur, für
Porzellan
Bralbanlçonne [braba'sɔn] die; - (fr. ; nach der belgischen
Provinz Brabant): belgische Nationalhymne. Bralbante
[,,,ba:t] die; - (aus gleichbed. fr. brabante): eine Art nie
derl. Leinwand. Bralbanltillle [braba'ti:jə] die: - (zu Î...Üle): svw. Brabante. Bra|ban|zp|nen die (Plur.) (aus
gleichbed. /r. brabançons): meist in Brabant geworbene
Söldnertruppen des 12. u. 13. Jh.s, die als plündernde Ban
den in Westeuropa gefürchtet waren
Bralça [ brasa] die; -, -s (aber: 5 -) (aus port, braça „Klaf
ter“; vgl. brachial): port. Längenmaß. Braclcio ['brattʃo]
der; -s, -s (aber: 5-) (aus it. braccio „Arm“, dies aus gleich
bed. lat. brae(e)hium, vgl. Brachium): früheres, der Elle
entsprechendes ital. Längenmaß. Bracellet [bras lɛ] das;
-s, Plur. -s, älter Braceletten [...'letón] (aus gleichbed. fr.
bracelet zu bras „Arm“, dies aus gleichbed. lat. brachium,
gr. brachiön): svw. Brasselett. Brache [braj] die; -, -n
['braʃn] (aber: 5-) (unter franz. Einfluss über z't. braccio
(vgl. Braccio) aus lat. brae(e)hium, vgl. Brachium): frühe
res, der Elle entsprechendes Längenmaß in der Schweiz
Bra|che|ri|um [,..x...j das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed.
mlat. bracherium zu lat. braca (bracha) „Beinkleid, Plu
derhose“): Bruchband, Hilfsmittel zum ÎReponieren von
Eingeweidebrüchen
bralchilal [...x...] (aus gleichbed. lat. brachialis zu brachi
um, vgl. Brachium): 1. zum Oberarm gehörend (Med.). 2.
handgreiflich, mit roher Körperkraft. Bralchilalle das;
-s, Plur. ...lia, ...lien [...ion] u. -n (zu I...ale): (veraltet)
Armband. Bralchi|ai|ge|walt die; -: rohe körperliche
Gewalt als Mittel zur Durchsetzung von Zielen. Bralchiallgie die; -, ...ien (zu lat. brachium „Arm“ u. 1...algie):
Schmerzen im [θber]arm. Braichi altolren die (Plur.)
(aus nlat. brachiatores zu spätlat. brachiatus, eigtl. „mit
Armbändern geschmückt“): Gruppe der 1 Primaten mit
stark verlängerten Armen (Schwingkletterer, z.B. der
Boxlkalf,
219
î Gibbon). Bra|chi|o|me|trie* die: -, ...ien (zu lat. brachi
um „Arm" u. î...metrie>‘ (veraltet) das Messen der Arm
länge. Bralchilolpolde ¿Zer, -n, -n (zu t...pode): Armfü
ßer (muschelähnliches, festsitzendes Meerestier), brachilolraldilal: zum Oberarm u. zur Speiche gehörend
(Med.). Bralchi|o|sau|ri|er [...in] der; -s - u. Bralchiosau rus der; -, ...rier [...in] <zu gr. saüros „Eidechse"):
Pflanzen fressender, sehr großer ÎDinosaurier mit langen
Vorderbeinen. Bralchi|o|to|mie die: -, ...ien (zu f...tomie): Armamputation
Bra|chislto|chro|ne [braxisto'kroma] die; -, -n (zugr. bráchistos „kürzeste" u. chrónos „Zeit“): Kurve, auf der ein
der Schwerkraft unterworfener Massenpunkt bzw. Körper
am schnellsten zu einem tiefer gelegenen Punkt gelangt
(Phys.)
Bra|chi|um [,..x...] das; -s, ...chia (aus gleichbed. lat. bra
chium, dies aus gr. brachiön): Arm, im engeren Sinne
Oberarm
bralchy..., Bra chy... (aus gleichbed. gr. brachÿs): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „kurz“, z.B. Brachygrafie. Bra chylbaisie die; -, ...ien (zu gr. básis „Tritt,
Gang“ u. t2...ie): trippelnder Gang (bes. bei Greisen;
Med.), bralchylbioltisch: kurzlebig; Ggs. tmakrobiotisch. bra chy chro nisch (aus gleichbed. gr. brachychrönios): (veraltet) von kurzer Dauer. bra|chy|dak|tyl
(aus gleichbed. gr. brachydáktylos): kurzfingerig (Med.).
Bralchyldakltyllie z/ze; -, ...ien (zu t2...ie): angeborene
Kurzfingerigkeit (Med.). Bralchylgelnie die; -, ...ien (zu
Î...genie): svw. Brachygnathie. Bralchylgnalthie* die; -,
...ien (zu gr. gnáthos „Kinnbacken" u. î2...ie>: abnor
me Kleinheit des Unterkiefers (Med.). Bralchylgraf,
auch ...graph der; -en, -en (zu T...graf>: (veraltet) Kurz
schriftler, Stenograf. Bralchylgralfie, auch ...graphie
die; - (zu T...grafie>: (veraltet) Kurzschrift, Stenografie.
bra|chy|ka|ta|lek|tisch (über gleichbed. lat. brachycatalectus aus gr. brachykatâlëktos „mit einer kurzen Silbe
endigend“): am Versende um einen Versfuß (eine rhythmi
sche Einheit) bzw. um zwei Silben verkürzt (von antiken
Versen); vgl. katalektisch, akatalektisch u. hyperkatalektisch. Bralchy|ka|ta|le|xe die; -, -n (aus gleichbed. gr.
brachykatalexia) : Verkürzung eines Verses um den letzten
Versfuß (die letzte rhythmische Einheit) oder die letzten
zwei Silben, bralchylkelphal usw. vgl. brachyzephal
usw. Brachylalie die; - (zu gr. laleɪn „sprechen“ u.
î2...ie): Aussprache abgekürzter Zusammensetzungen od.
Wortgruppen mit den Namen der Abkürzungsbuchstaben
(z.B. USA [u:lɛsl'a:]). Bralchyllolgie die; -, ...ien (zugr.
brachylogeîn „kurz reden“ u. f2...ie): knappe, prägnante
Ausdrucksweise (Rhet., Stilk.). bralchyllolgisch (aus
gleichbed. gr. brachylögos): knapp, prägnant (vom Aus
druck; Rhet., Stilk.). Bra|chylme|ta|kar|pie die; -, ...ien
(zu fmetakarpal u. f2...ie>: angeborene Verkürzung der
Mittelhandknochen (Med.). Bra|chy|me|talpo!die die;
-, ...ien (zu Îmeta..., gr. poüs, Gen. podös „Fuß“ u. t2...ie>:
angeborene Verkürzung der Mittelfußknochen (Med.).
Bralchylmeltaltarlsie die; -, ...ien (zu t Metatarsus u.
T2...ie): svw. Brachymetapodie. Bralchylösolphalgus
der; -, ...gi: [angeborene] abnorme Verkürzung der Speise
röhre (Med.); vgl. Ösophagus. Brajchylphallanlgie die;
-, ...ien (zu fPhalanx u. T2...ie): angeborene abnorme Ver
kürzung der Finger- bzw. der Zehenglieder (Med.). Brachylpnpe* die; - (zu gr. pnoë „das Wehen, Hauchen;
Atem“): (veraltet) Kurzatmigkeit; Engbrüstigkeit; vgl.
Dyspnoe, bralchylpoldisch (zu gr. poüs, Gen. podös
„Fuß“): kurzfüßig (Med.). Bralchyrlrhalchie die; -,
...ien (zugr. rháchis „Rücken; Rückgrat" u. Î2... ie>: ange
borene Verkürzung der Wirbelsäule (Med.), bralchystyl* (zu gr. stylos „Stiel, Griffel“): kurzgriffeiig (von
Pflanzenblüten).bra|chy|syl|îalbisch (zuÎBrachysylla-
Braguette
bus): kurzsilbig. Bra chy syl laibus der; -, Plur. ...syllabenu. ...syllabi (über lat. brachysyllabus aus gr. brachysÿllabos „kurzsilbig“): antiker Versfuß (rhythmische Ein
heit), der nur aus kurzen Silben besteht (z. B. Î Pyrrhichi
us, TTribrachys, ÎProkeleusmatikus). Bra chyt der; -en,
-en (zu gr. brachÿs „kurz"): Kurzform von fBrachyteleskop. Bra chy teile skop* das; -s, -e: kurzes Spiegelte
leskop mit Z-förmigem Strahlengang, großer Brennweite
u. großem, fehlerfreiem Bild. Bra|chy|the|ra|pie die; -,
...ien: Behandlung vor allem bösartiger Geschwülste mit
ionisierenden Strahlen aus kurzer Entfernung (Med.),
bralchylzelphal u. brachykephal (aus gleichbed. gr. brachyképhalos): kurzköpfig, rundschädelig (Med.). Brachy ze phalle u. Brachykephale der u. die; -n, -n: Kurzkopfige[r], Kurzkopf (Med.). Bra|chy|zelpha|lie u. Brachykephalie die; -, ...ien (zu î2...ie): Kurzköpfigkeit
(Med.). Bra|chy|zelphallilsa|ti|on u. Brachykephalisatipn die; -, -en (zu f...isation>: Bez. für die seit dem frühen
Mittelalter zu beobachtende allmähliche Verkürzung u.
Verbreiterung des Schädels (Anthropol.)
Bra ckets ['brækɪts] die (Plur.) (aus engl. brackets „Klam
mern“): für kieferorthopädische Korrekturen verwende
te, an den Zähnen befestigte Metallklammern (Zahnmed.)
Bradlsot e//e,` - (aus skand. bradsot „schnelle Seuche“ zugr.
brachÿs „schnell“): bes. in nordischen Ländern seuchenhaft auftretende Schafkrankheit
braldy..., Bra dy... (zu gr. bradÿs „langsam“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „langsam, verlangsamt,
verzögert“, z.B. Bradykardie. Brajdylarlthrie* die; -,
...ien (zu gr. arthroün „gliedern, artikulierte Laute hervor
bringen“ u. T2...ie>: schleppende, buchstabierende Spra
che (Med.). Bra|dy|dialdo|cho|kilne|se <7ze; -, -n: ver
langsamter Ablauf einander entgegengesetzter Gliedbe
wegungen (Med.), braldylkard (zu gr. kardia „Herz“):
mit verlangsamter Herztätigkeit einhergehend (Med.).
Braldylkarldie Æe; -, ...ien (zu t2...ie): langsame Herztä
tigkeit (Med.). Bra|dy|ki|ne|sie die; -, ...ien (zu gr. kine
sis „Bewegung" u. f2...ie): allgemeine Verlangsamung der
Bewegungen (Med.). Bra|dy|ki|nin das; -s, -e (zu gr. kineîn „bewegen“ u. î...in (1)>: Gewebshormon, das durch
lokale Gefäßerweiterung eine fördernde Wirkung auf die
Speichel- u. Schweißdrüsen ausübt (Med.). Braldyllallie
die; -, ...ien (zugr. laleîn „viel reden, schwatzen“ u. f2...ie):
svw. Bradyarthrie. Braldylpeplsie ¿Zze; -, ...ien (aus
gleichbed. gr. bradypepsia): verlangsamte Verdauungstä
tigkeit (Med.). Braldylphalgie die; -, .. ien (zu T...phagie): krankhafte Verlangsamung des Essvorgangs (Med.).
Braldylphralsie die; -, ...ien (zu gr. phräsis „das Reden,
Sprechen" u. t2...ie>: langsames Sprechen (Med.). Brady'phre nie zfze; -, ...ien (zu gr. phrën, Gen. phrenös
„Zwerchfell; Seele, Geist; Verstand" u. t2...ie): Verlangsa
mung der psychomotorischen Aktivität, Antriebsmangel
(Med.). Braldylpnoe* die; - (zu gr. pnoë „das Wehen,
Hauchen; Atem“): verlangsamte Atmung (Med.), bradyl sejslmisch: langsam verlaufend (von Bodenbewe
gungen; Geophys.). Braldylsysltollie* die; -, ...ien (zu
fSystole u. f2...ie): Verlangsamung der Î systolischen Kon
traktionsbewegung des Herzens (Med.). Braldyltelleoki ne se die; -, -n (zugr. téleos „vollendet“ u. kinesis „Be
wegung“): Verlangsamung einer zielgerichteten Bewe
gung kurz vor dem Ziel (bei Kleinhirnerkrankungen;
Med ), braldyltroph (zu Î ...troph): spärlich versorgt mit
Blutgefäßen (von Körpergeweben; Med.). Braldylulrie
die; -, ...ien (zu t...urie): verzögerte Urinausscheidung
(Med.).
Bralgozlzo der; -[s], ...zzi (aus gleichbed. it. bragozzo):
[zweimastige] Barke im Adriatischen Meer
Bralguette [bra gɛt] ifze; -, -n [...tan] (aus gleichbed. fr. bra
guette, eigtl. „Hosenschlitz“, zu brague „(Knie)hose“,
Brahma
dies ausprovenzal. braga zu lat. braca (bracha) „Beinkleid,
Pluderhose“): urspr. Hosenlatz der Beinlinge, im 16. Jh.
als Schamkapsel modischer Bestandteil des männlichen
Kostüms
Brahlma der; -s <zu ÎBrahman): höchster Gott des tHin
duismus, Personifizierung des Brahmans. Brahmahuhn vgl. Brahmaputrahuhn. Brah|ma|is|mus der; - (zu
Î ...ismus (1)): svw. Brahmanismus. Brah man das; -s (aus
sanskr. bràhman „Gebet; geheimnisvolle Macht“): Welt
seele, magische Kraft der ind. Religion, die der Brahmane
im Opferspruch wirken lässt. Brahlmalnas die (Plur.)
(aus sanskr. brähmanas): altind. Kommentare zu den T Ve
den, die Anwendung und Wirkung des Opfers erläutern.
Brahlmalne der; -n, -n: Angehöriger der ind. Priester
kaste. brahlmalnisch: die Lehre od. die Priester des
Brahmanentums betreffend. Brahlmalnislmus der; - (zu
Î...ismus (1)>: 1. eine der Hauptreligionen Indiens (aus
dem Î Vedismus hervorgegangen). 2. (selten) Hinduismus.
Brahlmalpultralhuhn* [auch ...pu:...], auch Brahma
huhn das; -s, ...hühner (nach dem ind. Strom Brahmapu
tra): Huhn einer schweren Haushuhnrasse. Brahlmalsutra* die (Plur.) (aus sanskr. brahmasütra „Leitfaden über
das Brahman“): Schriften, die die Grundlage des philos.
Systems des Î Vedanta bilden. Brahimi Ine vgl. Brahmane.
Brahimi Ischrift die; -: als Erfindung des Gottes Brahma
geltende ind. Schrift
Brai [brɛ] der; -s (aus gleichbed. fr. brai zu gall. *bracu
„Schlamm“): (veraltet) Schiffsteer
Braildislmus [brei...] der; - (nach dem engl. Chirurgen J.
Braid (1795-1860) u. zu Î...ismus (1)>: Lehre von der sug
gestiven Wirkung des Arztes auf den Patienten
Braiillard [brɛja:u] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. braillard zu
brailler „schreien; grölen“): (veraltet) Schreihals, Groß
maul
Brailllelschrift ['bra(:)jə...] die; - (nach dem franz. Erfin
der L. Braille (1809-1852)): international gebräuchliche
Blindenschrift
Brainldrain [bremdrem] der; - (aus engl.-amerik. brain
drain „Abfluss von Intelligenz“ zu engl. brain „Gehirn,
Verstand“ u. to drain „ausfließen lassen“): Abwanderung
von Wissenschaftlern u. hoch qualifizierten Fachkräften
ins Ausland. Brainlstorlming [,,,stɔ:mɪŋ] das; -s (aus
gleichbed. engl.-amerik. brainstorming zu brainstorm
„Geistesblitz“ u. T...ing): das Sammeln von spontanen
Einfällen [der Mitarbeiter], um die beste Lösung eines
Problems zu finden. Brainltrust [,,,trʌst] der; -[s], -s,
auch Brain Trust der; - -[s], - -s (aus gleichbed. engl.-ame
rik. brain trust): Beratungsausschuss; Expertengruppe,
bes. in Wirtschaft u. Politik. Brain|truslter[...trAsts] der;
-s, - (aus gleichbed. engl.-amerik. brain truster): Mitglied
eines Braintrusts, Unternehmensberater. Brainlware
[,,,wɛə] die; -, -s (zu engl. ware „Ware“, eigtl. „Gehirnpro
dukt, Geistesarbeit“): geistige Vorarbeit bei der Pro
grammerstellung (EDV). Brainlwalshing [,,,wɔʃɪŋ] das;
-s (aus gleichbed. engl. brainwashing): durch psychophy
sischen Druck erzwungene politische u. weltanschauliche
Umerziehung, Gehirnwäsche
Brailse ['brɛ:zə] die; -, -n (aus fr. braise „Schmorfleisch“,
dies aus dem Germ.): [säuerliche] gewürzte Brühe zum
Dämpfen von Fleisch od. Fischen. Brai|si|è|re [,,,ziɛ:rə]
die; -, -n (zu î'...iere): dickwandige Brat- od. Schmorpfan
ne. brailsielren (aus gleichbed. fr. braiser): in der Brühe
dämpfen
Bra|kon|ni|er [...'nie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. bracon
nier): (veraltet) Wilddieb, Wilderer, bralkonlnielren
(aus gleichbed. fr. braconner zu a/tprovenziz/. bracon „Bra
cke, ein Jagdhund“, dies aus dem Germ.): (veraltet) wil
dern, Wilddieberei betreiben
Brakltelatrfer; -en, -en (aus lat. bracteatus „mit Goldblätt
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chen überzogen“ zu bractea, vgl. Braktee): 1. Goldblech
abdruck einer griechischen Münze (4.-2. Jh. v. Chr.). 2.
einseitig geprägte Schmuckscheibe der Völkerwande
rungszeit. 3. einseitig geprägte mittelalterl. Münze. Brak
tee die; -, -n (aus lat. bractea „dünnes Blatt, Blättchen“):
Deckblatt, in dessen Winkel ein Seitenspross od. eine Blü
te entsteht (Bot.). brak|te|o|id (zut ...oid): deckblattartig
(Bot.). Brakltelolle die; -, -n (aus gleichbed. lat. bracteo
la, eigtl. „Goldblättchen“): Vorblatt, erstes Blatt eines Sei
ten- od. Blütensprosses (Bot.)
Bram die; -, -en (aus niederl. bram): zweitoberste Verlänge
rung der Masten sowie deren Takelung (Seemannsspr.;
meist als erster Bestandteil von Zusammensetzungen wie
Bramsegel, Î Bramstenge)
Bralmahlschlossrfav, -es, ...schlosser (nach dem engl. Er
finder J. Bramah (1749-1814)): Schloss mit Steckschlüssel
Bralmarlbas der; -, -se (nach der literarischen Figur des
18. Jh.s, vielleicht zu span, bramar „schreien, heulen“):
Prahlhans, Aufschneider. bra|mar|ba|sie|ren (zu Î..de
ren): aufschneiden, prahlen
Bramlbulri die (Plur.) (aus tschech. brambory (Plur.) „Kar
toffeln“, eigtl. „Brandenburger“ (weil die Kartoffeln zu
erst in Brandenburg angebaut wurden)): (österr. scherzh.)
Kartoffeln
Bramlstenlge die; -, -n (zu ÎBram): (Seemansspr.) zweit
oberste Verlängerung eines Mastes
Branlcard [brä'kam] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. brancard
zu branque, landsch. Nebenform von branche „Arm, Stan
ge“; vgl. Branche); (veraltet) 1. Trage, Tragsessel, Sänfte.
2. Gabeldeichsel. Branlcarldiler [...kar'die:] der; -s, -s
(aus gleichbed. fr. brancardier): (veraltet) Sänftenträger.
Branlche ['bra:ʃə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. branche,
eigtl. „Ast, Zweig“, dies aus vulgärlat. branca, wohl aus
dem Gall.): Wirtschafts-, Geschäftszweig. Branlchenmix der; -, -e (zu tMix): das Vertretensein der jeweiligen
Branchen in großer Vielfalt in den Läden eines Geschäfts
viertels, eines Einkaufszentrums o. Ä. [zur Vermeidung ei
nes zu einseitigen Einkaufsangebots]
Bran|chi|al|bo|gen der; -s, - (zu nlat. branchialis „die
Branchien betreffend“, dies zu lat. branchiae, vgl. Branchie): Kiemenbogen (Zool.). Bran|chilat der; -en, -en (zu
îBranchie u. î...at (1)): durch Kiemen atmendes Wirbel
od. Gliedertier. Branlchie [...is] die; -, -n (meist Plur.)
(aus lat. branchiae (Plur.), dies aus gr. ta brágchia (Plur.)
„Kiemen“): Kieme, branlchilolgen (zu Î ...gen): von den
Kiemengängen ausgehend (Biol.). Bran|chi|o|sau|ri|er
[...in] der; -s, - u. Branlchi olsaulrus der; -, ...rier [...iu]
(zu gr. saüros „Eidechse“): Panzerlurch des ÎKarbons u.
t‘Perms. Branchiostoma* das; - (zu gr. stóma
„Mund“): Lanzettfisch (schädelloser, glasheller kleiner
Fisch); vgl. Amphioxus
Bran dade [bra'da:d] die; -, -n [...dan] (aus gleichbed. fr.
brandade) : provenzal. Stockfischgericht
Branldelum [...deum] das; -s, ...een [...dean] (aus mlat.
brandeum „Reliquientuch“, dies aus spätlat. brandea,
eigtl. „Seidenstoff“): seidenes Tuch zur Einhüllung von
Reliquien der Märtyrer, das vielfach selbst als Reliquie
galt
Branlding [ brændɪŋ] das; - (aus gleichbed. engl. branding
zu to brand „mit einem Markenzeichen versehen; einbren
nen“): 1. Markengebuug; Entwicklung von Markennamen
(Wirtsch.). 2. das Einbrennen von Narbenmustern in die
Haut mithilfe einer heißen Nadel; vgl. Piercing. Brandmanager ['brændmɛnɪʤu] der; -s, - (zu engl. brand
„Marke, Markenzeichen“ u. Î Manager) : Angestellter eines
Unternehmens, der für ÎMarketing u. Werbung eines Mar
kenartikels verantwortlich ist; Markenbetreuer (Wirtsch.).
Branldy [ brɛndi] der; -s, -s (aus engl. brandy, Kurzwort
für älter engl. brandwine): engl. Bez. für Weinbrand
221
['brænfleɪks] die (Plur.) (zu engl. bran
„Kleie“, Analogiebildung zu TCornflakes): Kleieflocken
nahrungsmittel
Branlie [ bra:lə] der; - (aus gleichbed. fr. branle, eigtl.
„Schwung“): a) ältester franz. Rundtanz (im 16. u. 17. Jh.
Gesellschaftstanz); b) Satz der t Suite (4)
bras deslsus, bras deslsous [brad'sy brad'su:] (fr.; eigtl.
„Arm darüber, Arm darunter“): Arm in Arm, unterge
hakt; vertraulich
Bralselro der; -s, -s (aus span. brasero „Kohlenbecken; Kü
chenherd“): (veraltet) Kohlenpfanne zum Wärmen
’Bralsil der; -s, Plur. -e u. -s (nach dem Namen des südamerik. Staates Brasilien): a) dunkelbrauner, würziger südamerik. Tabak; b) eine Kaffeesorte. 2Bra|sil die; -, -[s] (zu
t 'Brasil): Zigarre aus Brasiltabak. Bralsillelin das; -s (zu
t ...in ( 1 )>: ein Naturfarbstoff; vgl. Brasilin. Bralsi letltoholz das; -es (zu span. brasilete „Rotholz“): westind. Rot
holz. Bralsillholz u. Brasilienholz [,,,liən...] das; -es: südamerik. Holz, das rote Farbstoffe liefert. Bra|si|li|an der;
-s, -e (zu T...an): ein Mineral, goldgelber brasilianischer
tTopas. Brasillilenholz [...lian...] vgl. Brasilholz. Bra
si Hin das; -s (2m T ...in ( 1 )): für die Stofffärberei wichtiger
Bestandteil des bras. Rotholzes; wird durch ÎOxidation
zum Farbstoff Brasilein
Brass Band ['brɑ:s bænd] die; - -, - -s (aus engl. brass band
„Blaskapelle“, eigtl. „Blechkapelle“): Bez. für eine
Marschkapelle, die ausschließlich aus Blechblasinstru
menten u. Schlagzeug zusammengesetzt ist
Braslse die; -, -n (über niederl. bras ausʃr. brasse „Faden;
Klafter“): 1. a) Klafter; b) (Seemannsspr.) Faden. 2. Tau
zum Stellen eines Rahsegels
Brasseilett das; -s, -e (aus/r. bracelet „Armband“ zu bras
„Arm“, dies aus gleichbed. lat. brachium.gr. brachiön): 1.
Armband. 2. (Gaunerspr.) Handschelle
braslsen (über niederl. brassen aus gleichbed. fr. brasser):
mit den Brassen die Stellung der Rahsegel ändern
Braslselrie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. brasserie zu bras
ser „(Bier) brauen“): Bierlokal. Braslseur [bra'so:n] der;
-s, -e (aus gleichbed. fr. brasseur): (veraltet) Brauer; Bier
wirt
Bras|si|è|re [bra'siɛ:rə, ,,,'sie:rə] die; -, -n (aus fr. brassière
„Mieder, Hemdchen“): knappes, taillenfreies Oberteil;
Leibchen
Brass Rock ['brɑ:s-] der; --[s] (aus engl. brass rock „Blech
bläserrock“): Variante der Rockmusik, bei der durch Ver
wendung mehrerer Blasinstrumente eine Annäherung an
das Klangbild einer ÎBigband erreicht wird. Brass Rub
bing [- `rʌbɪŋ] das; - -[s] (aus engl. brass rubbing „Kopie
einer Messingtafel“, eigtl. „das Abreiben“): Verfahren,
gravierte Messingplatten mithilfe eines Druckverfahrens
abzubilden. Brass Secltion [- 'sɛkʃən] die; - -, - -s (aus
engl. brass section „Blechbläsergruppe“): in der ÎBigband
die Gruppe der Blechbläser, d.h. Trompeten u. Posaunen
Bratlsche die; -, -n (gekürzt aus älterem Bratschgeige nach
it. viola da braccio „Armgeige“): Streichinstrument, das
eine Quinte tiefer als die Violine gestimmt ist. Bratschenlschlüslsel der; -s, -: Altschlüssel (e' auf der Mit
tellinie; Mus.). Bratlscher der; -s, - u. Bratlschist der;
-en, -en (zu T ...ist): Musiker, der Bratsche spielt
Bralvache [bra'vaj] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. bravache):
(veraltet) Prahlhans, Aufschneider. Bralvalde die; -, -n
(ausfr. bravade „prahlerische Herausforderung“; vgl. bra
vo): (veraltet) a) Prahlerei;b)Trotz, bralvislsilmo [.,.v...J
(it.; Superlativ von bravo, vgl. bravo): sehr gut! (Ausruf
od. Zuruf, durch den Beifall u. Anerkennung ausgedrückt
werden), bralvo (it.; zu bravo „wacker; unbändig, wild“,
dies aus lat. barbarus „fremd, ungesittet“): gut!, vortreff
lich! (Ausruf od. Zuruf, durch den Beifall u. Anerkennung
ausgedrückt werden). ’Bralvo das; -s, -s: Beifallsruf.
Branflakes
Bretesche
der; -s, Plur. -s u. ...vi [...vi] (aus gleichbed. it. bra
vo, eigtl. „der Meisterhafte“): ital. Bez. für Meuchelmör
der, Räuber
Bralvour [bra'vu:ɛ], auch Bravur die; -, -en (aus gleichbed.
fr. bravoure zu brave „tapfer“, dies aus it. bravo): 1. (ohne
Plur.) a) Tapferkeit, Mut, Schneid; b) Geschicklichkeit;
sichtbar forsche, gekonnte Art u. Weise, etwas zu bewälti
gen. 2. (nur Plur.) meisterhaft ausgeführte Leistungen.
Bra|vour|arie [...ia], auch Bravurarie die; -, -n: schwieri
ge, auf virtuose Wirkung abzielende Arie (meist für So
pranstimme). Bra|vour|leis|tung, auch Bravurleistung
die; -, -en: Glanz-, Meisterleistung, bralvoulrös, auch
bravurös (zu t...ös): mit Bravour. Bralvourlstück, auch
Bravurstück das; -[e]s, -e: Glanznummer. Bralvur usw.
vgl. Bravour usw.
break [breɪk] (aus gleichbed. engl. break!, Imperativ von to
break „(ab-, unterbrechen“): geht auseinander! (Kom
mando des Ringrichters beim Boxkampf). ’Break der od.
das; -s, -s (aus engl. break „Durchbruch; Unterbre
chung"): 1. a) (Sportspr.) plötzlicher u. unerwarteter
Durchbruch aus der Verteidigung heraus; Überrumpelung
aus der Defensive, Konterschlag; b) Gewinn eines Punktes
bei gegnerischem Aufschlag (im Tennis). 2. kurzes Zwi
schensolo im Jazz. 2Break das; -s (Substantivierung zu
engl. to break, vgl. breaken): 1. das Breaken (1). 2. Trenn
kommando des Ringrichters beim Boxsport. 3. (der; -s, -s)
Unterbrechung bzw. Beendigung eines laufenden Compu
terprogramms. Breakldance [...do:ns, amerik. ...dæns]
der; -[s] (aus gleichbed. engl.-amerik. break dance): zu
Popmusik getanzte rhythmisch-akrobatische Darbietung
mit pantomimischen, roboterhaft anmutenden Elementen.
Breakldanlcer [,,,dɑ:nsə, amerik. ...dænsn] der; -s, - (aus
gleichbed. engl. break dancer): jmd., der Breakdance
tanzt. Brealke ['breɪkə] Æe; -, -s (zu tbreaken): Hobby
funkgerät. brealken [ breikn] (nach
to break „(ab-,
unterbrechen“): 1. a) sich mit einem entsprechenden Sig
nal in ein laufendes Gesprächüber Î CB-Funk einschalten;
b) über CB-Funk ein Gespräch führen. 2. dem Gegner bei
dessen Aufschlag einen Punkt abnehmen (Tennis)
Break-even-Point [breɪk'i:vənpɔɪnt] der; -[s], -s (aus engl.
break-even point „Nutzschwelle“): Rentabilitätsschwelle,
Übergang zur Gewinnzone (Wirtsch.)
Break fast ['brɛkfəst] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. break
fast): engl. Bez. für Frühstück
Breclcie ['brɛtʃə] u. Brekzie [,,,iə] die; -, -n (aus it. breccia
„Schotter“, eigtl. „Bresche“, dies über fr. brèche (eigtl.
„Bruch, Spalt“) aus dem Germ.): Sedimentgestein aus
kantigen, durch ein Bindemittel verkitteten Gesteinstrüm
mern
Breldouillle [bre'dʊljə] die; -, -n (aus /r. bredouille
„Matsch“ (im Spiel), urspr. „Dreck“; weitere Herkunft
ungeklärt): (ugs.) Verlegenheit, Bedrängnis
Breelches ['brɪtʃəs] die (Plur.) u. Breelcheslholse die; -,
-n (aus engl. breeches „Kniebundhose“): kurze, oben wei
te, an den Knien anliegende Sport- u. Reithose
Breglma das; -s, Plur. -ta od. ...men (aus gr. brégma, Gen.
brégmatos „Oberschädel“, eigtl. „Aufguss“ (weil der
Schädel bei Säuglingen noch lange feucht ist)): a) Gegend
der großen Fontanelle am Schädel, in der die beiden Stirn
beinhälften u. die beiden Scheitelbeine Zusammenstößen;
b) Punkt am Schädel, in dem die Pfeilnaht auf die Kranz
naht stößt (Med.), breglmaltisch: zum Bregma gehö
rend; zum Scheitel gehörend (Med.)
Breklzie vgl. Breccie, breklzilös (zu tBreccie u. t...ös):
aus verkitteten, kantigen Gesteinstrümmern bestehend
Breltelsche die; -, -n (aus fr. bretèche „Zinne“ zu mlat.
brittisca „hölzerner Verteidigungsturm“, weitere Her
kunft unsicher): Erker an Burgmauern u. Wehrgängen
zum senkrechten Beschuss des Mauerfußes
2Bra|vo
Breton
[brə'to:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. breton, eigtl.
„der Bretonische“): [Stroh]hut mit nach oben gerollter
Krempe (aus der Volkstracht der Bretagne übernommen).
Bre|tonne|spit|ze [brə'tɔn...] die; -, -n (zu fr. bretonne,
eigtl. „die Bretonische“): eine zuerst in Frankreich aufge
kommene Klöppelspitze mit stark konturierten Mustern
Brelve [bre:və] das; -s. Plur. -n u. -s (aus lat. breve, Neu
trum von brevis „kurz“): päpstlicher Erlass in einfacher
Form. Brelvet [bre ve:] das; -s, -s (aus fr. brevet „Urkun
de, Zeugnis“): 1. kurzer Gnadenbrief des franz. Königs
(mit Verleihung eines Titels u.Ä.). 2. (veraltet) Schutz-,
Verleihungs-, Ernennungsurkunde (bes. in Frankreich).
bre|ve|tie|ren [,..v...J (aus gleichbed. fr. breveter): ein
Brevet ausstellen. Brelvilar vgl. Breviarium (1). Brelvia ri um das; -s, ...ien [,,,iən] (aus lat. breviarium „kurzes
Verzeichnis“): 1. (veraltet) kurze Übersicht; Auszug aus
einer Schrift. 2. svw. Brevier (1). Brelvilaltilon die; -, -en
(aus gleichbed. lat. breviatio): svw. Breviatur. Brelvilatur die; -, -en (aus gleichbed. mlat. breviatura): (veraltet)
Abkürzung. Brelvier das; -s, -e (verkürzt aus lat. brevia
rium, vgl. Breviarium): 1. a) Gebetbuch des kath. Kleri
kers mit den Stundengebeten; b) tägliches kirchliches
Stundengebet. 2. kurze Sammlung wichtiger Stellen aus
den Werken eines Dichters od. Schriftstellers, z.B. Schil
lerbrevier. Bre|vi|lo|qui|um das; -s, ...ien [...ion] (zu
t,,,ium): (veraltet) kurze, bündige Rede. bre|vi malnu
{lat.}', kurzerhand (Abk.: b. m., br. m.). Brelvis die; -,
...ves [,..ve:s] (aus lat. brevis (nota) „kurze (Note)“): Dop
pelganze, Note im Notenwert von zwei ganzen Noten (No
tierung als quer liegendes Rechteck; Mus.); vgl. alia breve.
Bre|vi|tät die; - (aus gleichbed. lat. brevitas, Gen. brevi
tatis): (selten) Kürze, Knappheit, brelviltaltis caulsa
[-k...] {lat.}; der Kürze wegen, um es kurz zu machen, breviiter (nlat. Adverbialbildung zu lat. brevis): (veraltet)
kürzlich
Brilard [bri'a:n] der; -[s], -s {fr. ; nach der franz. Landschaft
Brie): Schäferhund einer franz. Rasse
Bric-à-brac [brika’brak] das; -[s] (aus fr. bric-à-brac „Trö
delkram, Gerümpel“): a) Trödel, Wertloses; b) Ansamm
lung kleiner Kunstgegenstände
Brilde die; -, -n (aus fr. bride „Zügel; Bügel“): 1. Verwach
sungsstrang (Med.). 2. (Schweiz.) Kabelschelle. Brides
[braidz] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. brides (Plur.), dies
zu fr. bride, vgl. Bride): Bez. für die verbindenden Stege
bei Nadel- u. Klöppelspitzen, auch bei t Richelieustickerei
Bridge [brɪtʃ, engl. brɪdʒ] das; - (aus gleichbed. engl. bridge,
eigtl. „Brücke“): ein Kartenspiel. Bridgelparltie
['brɪʧ...] die; -, ...ien [,,,i:ən]: einzelnes Bridgespiel
brildielren (aus/r. brider „zusammenbinden, fesseln“ zu
bride, vgl. Bride): dem Fleisch od. Geflügel vor dem Bra
ten die gewünschte Form geben
Brie vgl. Briekäse
brieifen (aus gleichbed. engl. to brief zu brief „kurz“, dies
über (alt)fr. bref aus lat. brevis „kurz“): jmdn. über einen
Sachverhalt informieren, unterrichten. Brielfing das; -s,
-s (aus gleichbed. engl. briefing zu to brief, vgl. briefen): 1.
kurze Einweisung od. Lagebesprechung (Mil.). 2. Infor
mationsgespräch [zwischen Werbefirma u. Auftraggeber
über die Werbeidee]
Brielkälse der; -s, - u. Brie der; -[s], -s (nach der franz.
Landschaft Brie): Weichkäse mit Schimmelbildung
Bri|ga|de die; -, -n (aus gleichbed. fr. brigade, dies aus it.
brigatazu briga „Streit“): 1. größere Truppenabteilung. 2.
Gesamtheit der in einem Restaurationsbetrieb beschäftig
ten Köche u. Küchengehilfen (Gastr.). 3. kleinste Arbeits
gruppe in einem Produktionsbetrieb der DDR. ’Brilgadier [...’die:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. brigadier): Be
fehlshaber einer Brigade (1). "Brigadier [...'die:, auch
... dim] der; -s, Plur. -s, bei dt. Ausspr. -e (zu t‘Brigadier):
Breiton
222
(in der DDR) Leiter einer Brigade (3). Brigaldierin die;
-, -nen: (in der DDR) Leiterin einer Brigade (3). Brilgant
der; -en, -en (aus gleichbed. it. brigante zubriga „Streit“):
a) Freiheitskämpfer; b) Straßenräuberinitalien. Brilgantilne die; -, -n (aus it. brigantina „Panzerhemd“ bzw. brigantino „Kampfschiff' zu briga „Streit“): 1. leichte Rüs
tung aus Leder od. starkem Stoff. 2. svw. Brigg. Brigg die;
-, -s (aus gleichbed. engl. brig, dies Kurzform zu fr. brigan
tine, vgl. Brigantine): zweimastiges Segelschiff
Briggsllolgalrithlmen* die (Plur.) (nach dem engl. Ma
thematiker H. Briggs (1561-1630) u. zu îLogarithmus):
Logarithmen mit der Basis 10
Brilghellla [...'gɛlla] der; -, Plur. -s od. ...Ile (aus it. brighella
„Hanswurst“): Figur des verschmitzten, Intrigen spinnen
den Bedienten in der ital. I Commedia dell’Arte
Brightlstock ['braɪtstɔk] der; -s (zu engl. bright „hell,
durchsichtig“ u. stock „Rohmaterial“): bei der Erdölver
arbeitung gewonnenes helles, hochviskoses Öl
Brilgnole* [brɪn'jɔl] die; -,-s (meist Plur.) (aus gleichbed. fr.
brignole, nach der Stadt Brignoles in der Provence): ge
schälte u. an der Luft getrocknete Pflaume; vgl. Prünelle
Bri|hat|ka|tha die; - (sanskr. ; „die große Erzählung“): ind.
Märchenroman über die Abenteuer des Prinzen Naravahanadatta
Bri kett das; -s, Plur. -s, selten -e (aus gleichbed. fr. bri
quette, Verkleinerungsform von brique „Ziegelstein“):
aus kleinstückigem oder staubförmigem Gut (z. B. Stein
kohlenstaub) durch Pressen gewonnenes festes Formstück
(bes. Presskohle). bri|ket|tie|ren (zu t,,,ieren): zu Bri
ketts formen
Bri|ko|le die; -, -n (aus gleichbed. fr. bricole, eigtl. „Wurf
maschine“, dies aus it. briccola, weitere Herkunft unsi
cher): Rückprall des Billardballes von der Bande, brilkolielren (aus gleichbed. fr. bricoler): durch Rückprall [von
der Billardbande] treffen
brilliant [brɪljant] (aus gleichbed. fr. brillant, Part. Präs,
von briller, vgl. brillieren): von einer Art, die sich z.B.
durch bestechende, faszinierende Kunstfertigkeit, glän
zende Form, gekonnte Beherrschung der Mittel auszeich
net; hervorragend. 'Brilliant der; -en, -en (aus gleichbed.
fr. brillant, eigtl. „der Glänzende“): geschliffener Dia
mant. 2Brilliant die; - (zut 'Brillant): Schriftgrad von drei
ÎPunkt (2). bril lan te [brɪ'lantə] (aus ;7. brillante, Part.
Präs, von brillare, vgl. brillieren): perlend, virtuos, bra
vourös (Mus.). Brilllanltier [brɪljan'tie:] der; -s, -s (zu
Î'Brillant u. t‘...ier): Diamantschleifer. bril|lan|tie|ren
(aus gleichbed. fr. brillanter): glänzende Oberflächen her
stellen (z.B. bei Messingplatten durch Beizen). Brilllantin das; -s, -e (zu îBrillantine): (österr.) svw. Brillantine.
Briillanltilne die; -, -n (aus gleichbed. fr. brillantine):
Haarpomade. Brilllantlschliff der; -s, -e (zu tBrillant):
Schliffform von Edelsteinen. Brillianz die; - (aus fr. bril
lance „Glanz“, eigtl. „Helligkeit“): 1. glänzende, meister
hafte Technik bei der Darbietung von etwas; Virtuosität.
2. a) Bildschärfe (Fotogr.); b) unverfälschte Wiedergabe,
bes. von hohen Tönen; Tonschärfe (Akustik), brilllielren
[bril'ji:...] (aus fr. briller „glänzen“, dies aus z7. brillare,
eigtl. wohl „glänzen wie ein ÎBeryll“): [in einer Fertigkeit]
glänzen, sich hervortun. Brilllolnetlte [briljo...] die; -, -n
(meist Plur.) (verkleinernde Bildung zu Î 'Brillant; vgl.
...ette): Halbbrillant (Hacher Brillant ohne Unterteil)
Brimjborium das: -s (nach /r. brimborion „Lappalie“,
dies unter Einfluss von gleichbed. brimbe, bribe aus mittelfr. breborion „Zauberformel, Zaubergebet“, vermutlich
einer Verballhornung von (m)lat. breviarium; vgl. Brevia
rium): (ugs. abwertend) unverhältnismäßiger Aufwand;
überflüssiges Drumherum; Aufheben
Brimlsen der; -s, - (wohl aus gleichbed. tschech. brynza):
(österr.) ein Schafskäse
223
[,,,kɔɪi] die (Plur.) (aus it. brincólo „Spiel“): (ver
altet) Spielmarken
Bri|nell|här|te die; - (nach dem schwed. Ingenieur J. A.
Brinell (1849-1925)): Maß der Härte eines Werkstoffes
(eine gehärtete Stahlkugel wird mit einer bestimmten
Kraft in das Prüfstück eingedrückt); Zeichen HB
Brinklmanlship [brɪŋkmənʃɪp] die; - (aus gleichbed. engl.
brinkmanship zu brink „äußerster Rand, Abgrund“ u.
(horse)manship „(reiterliches) Können“): Politik des äu
ßersten Risikos
Brio das; -s (aus gleichbed. it. brio, dies aus dem Kelt.):
Feuer, Lebhaftigkeit, Schwung; Ekstatik, Leidenschaft
(Mus.); vgl. brioso
Briloche [bri'ɔf] die; -, -s [bri'ɔʃ] (ausfr. brioche „feiner, ge
formter Kuchen“ zu normann. (pain) brié „Brot mit harter
Kruste“): feines Hefegebäck in Brötchenform
Brilolletts, auch Brilolletiten die (Plur.) (Herkunft unsi
cher, vielleicht verkleinernde Bildung zu T 'Brillant; vgl.
...ette): Doppelrosen (birnenförmiges Ohrgehänge aus
ringsum facettierten Diamanten)
brilolso (it.; zu brio, vgl. Brio): mit Feuer, mit Schwung; zü
gig (Vortragsanweisung; Mus.)
Bri|que|ta|ge [brikə'ta:ʒə] die; - (aus gleichbed. fr. brique
tage zu brique „Ziegelstein“): 1. Sammelbez. für tönernes
Arbeitsgerät vorgeschichtlicher Salinen. 2. (veraltet)
Backsteinmalerei, ziegelsteinähnlicher Anstrich
brilsant (aus fr. brisant, Part. Präs, von briser „zerbrechen,
zertrümmern“, dies aus dem Gall.): 1. hochexplosiv;
sprengend, zermalmend (Waffentechnik). 2. hochaktuell;
viel Zündstoff enthaltend (z. B. von einer [politischen] Re
de). Brilsanz die; -, -en (zu t...anz): 1. Sprengkraft. 2. (oh
ne Plur.) brennende, erregende Aktualität; zündende Wir
kung. Bri|sanz|ge|schoss das; -es, -e: Geschoss mit
hochexplosivem Sprengstoff. Brilsé [bri ze:] das; -s, -s (zu
fr. briser „zerschlagen, zerbrechen“): Ballettfigur, bei der
die Bewegung durch leichtes Aneinanderschlagen der Bei
ne in der Luft unterbrochen wird. Brise-Bise [bri:z'bi:z]
der; -, - (aus fr. brise-bise „Fensterschutz (aus Stoffstrei
fen)“ zu bise „Nordwind, Kälte“, eigtl. „Kältebrecher“):
die untere Scheibenhälfte bedeckende Gardine. Brilsement [brizə'ma:] das; -s, -s (aus fr. brisement „das Zer
brechen“): gewaltsames Geradebiegen eines in Fehlstel
lung verheilten Gelenks (Med.). Briselsolleil [bri:zsɔ'lɛj]
der; -[s], -s [...'lej] (aus gleichbed. fr. brise-soleil, eigtl.
„Sonnenschutzdach“): Sonnenschutz an der Außenseite
von Fenstern. Bril so lieft das; -s, -eu.Brilsolletlte die; -,
-n (französierende Bildung zu fr. briser „zerbrechen, zer
kleinern“; vgl. ...ett u. ...ette): gebratenes Klößchen aus
gehacktem Kalbfleisch
Brislsalgo die; -, -[s] (nach dem Ort Brissago in der
Schweiz): Zigarrensorte aus der Schweiz
Brisltollkarlton [bristl...] der; -s, -s (nach der engl. Stadt
Bristol u. zu ÎKarton): glattes, reinweißes Kartonpapier
zur Aquarellmalerei u. zum Kreidezeichnen
Brilsur die; -, -en (aus/r. brisure „Scharniergelenk“): feines
Gelenk an Ohrgehängen
Bri|tan|nia|me|tall das; -s, -e (nach Britannia, dem lat.
Namen der brit. Inseln u. zu ÎMetall): wie Silber glänzen
de Legierung aus Zinn u. Antimon, bisweilen auch Kupfer.
Bri|ti|zis|mus der; -, ...men (zu t...ismus (4)): 1. sprach
liche Besonderheit des brit. Englisch. 2. Entlehnung aus
dem brit. Englisch ins Deutsche; vgl. Anglizismus. Brit
pop, auch Brit Pop der; -[s] (aus gleichbed. engl. Britpop
zu Britisch u. ÎPop): typischer Gitarrensound u. Stilrich
tung in der britischen Popmusik
Britschlka die; -, -s (auspoln. bryczka „Kalesche"): leich
ter offener Reisewagen
Brix-Ska|la die; - (nach dem dt. Wissenschaftler A. F. W.
Brix (1798-1870) u. zu tSkala): auf Aräometern verwen
Brinicolli
Brokatelle
dete Gradeinteilung, die der Anzahl der Gewichtsprozente
Zucker in einer Zuckerlösung bei 20 °C entspricht
Bril zolmant der; -en, -en (zugr. brizein „schlafen“ u. mántis „Seher, Wahrsager“): (veraltet) Traumdeuter. Brilzomanltie die; - (iu gr. manteia „Weissagung“): Traumdeu
tung
Broadlcaslting ['brɔ:dkɑ:stɪŋ] (aus gleichbed. engl. broad
casting): Rundfunk (in England u. Amerika). Broad
Church [- ,ʧə:tʃj die; - - (aus engl. Broad Church, eigtl.
„breite Kirche“): liberale Richtung der tanglikanischen
Kirche im 19. Jh.
Broad side tech nik ['brɔ:dsaɪd...] die; -, -en (zu engl.
broadside „Breitseite“ u. ÎTechnik): bestimmte Art, eine
Kurve zu durchfahren (beim Automobilrennen)
Broadlway ['brɔ:dweɪ] der; -s (aus gleichbed. engl.
broadway): Haupt[verkehrs]straße amerik. [Großjstädte
(bes. in New York) mit Sitz von Banken, Industrieunter
nehmen u. Theatern
Bro|ca|for|mel [brɔ'ka...] die; - (nach dem franz. Anthro
pologen u. Chirurgen Paul Broca (1824-1880) u. zu T For
mel): Formel zur Berechnung des Körpergewichts in Ki
logramm durch Abzug von 100 von der Körpergröße in
Zentimetern
Brolcarldilca [...kardika] die (Plur.) (nach dem latinisier
ten Namen Burkhards von Worms, der um 1000 eine
Sammlung von Kirchengesetzen in sprichwörtlicher Form
herausgab): Rechtssprichwörter, sprichwörtliche Rechts
regeln
Broclcolli [...k...] vgl. Brokkoli
Broch [brɔk] der; -s, -s (aus engl. broch „runder Stein
turm“): Wehrturm der röm.-frühgeschichtlichen Zeit in
Nordschottland u. auf den nordbrit. Inseln
Bro|chan|tit [auch ... tit] der; -s, -e (nach dem franz. Mine
ralogen A. J. F. M. Brochant de Villiers (1772-1840) u. zu
f2...it): ein smaragd- bis schwärzlich grünes Mineral
Brolché [brɔ'ʃe:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. broché zu
broche „Spieß; Nadel“, dies zu vulgärlat. brocchus „her
vorstehend“ (von Zähnen)): Stoff mit eingewebten, sticke
reiartig wirkenden Mustern, brolchielren (aus gleich
bed. fr. brocher): Muster einweben
Brodelquin [brɔd'kɛ:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. brode
quin zu niederl. broseken): (veraltet) Schnürstiefel
Broldelrie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. broderie zu bro
der, vgl. brodieren): (veraltet) a) Stickerei; b) Einfassung.
Brolde|rie|par|ter|re das; -s, -s: unmittelbar vor dem
Schloss gelegener ebener Gartenteil, dessen Teppichbeete
durch geordnete Blumen wie eine Stickerei gemustert sind
(Archit.), broidielren (aus gleichbed. fr. broder): (veral
tet) a) sticken; b) einfassen, ausnähen
Broiller [broy...] der; -s, - (anglisierende Bildung zu engl. to
broil „braten, grillen“): a) zum Grillen gemästetes Hähn
chen; b) (regional) Brathähnchen, gegrilltes Hähnchen
Bro|kan|teur [...kä'to:?] der; -s, -e (aus fr. brocanteur „Ra
ritätenhändler, Trödler, Antiquar“ zu brocanter „antiqua
risch verkaufen“): (veraltet) Kunst-, Bilderhändler
Brolkarldeur [,,,kar'do:n] der; -s, -e (aus /r. brocardeur
„Stichler, Spötter“ zu brocarder, vgl. brokardieren): (ver
altet) Spötter. bro|kar|die|ren (aus fr. brocarder „sti
cheln“): (veraltet) spötteln, witzeln
Brolkat der; -[e]s, -e (aus it. broccato „durchwirktes Gewe
be“ zu broceare „durchwirken“, eigtl. „hervorstechen ma
chen“): 1. kostbares, meist mit Gold- od. Silberfäden
durchwirktes, gemustertes [Seidenjgewebe. 2. pulverisier
te Zinn- od. Zinkbronze für Bronzefarben. Brolkatldamast der; -[e]s, -e: feiner glänzender Damast, der oft mit
erhabenem Muster versehen ist. Bro|ka|tell der: -s, -e u.
Brolkaltellle die; -, -n (aus fr. brocatelle „brokatähnli
cher Seidenstoff1, dies aus it. broccatello, vgl. Brokatello):
mittelschweres Baumwoll- od. Halbseidengewebe mit
224
Brokatello
plastisch hervortretenden Mustern. Brolkaltelllo der; -s
<aus it. broccatello „der Brokatähnliche“): Marmor mit
blumigen Mustern, brolkalten:aus Brokat bestehend od.
hergestellt. Brolkatlglas das; -es, ...gläser <zu t Brokat):
Glasgefäß mit eingelegten Gold- u. Silberfäden. Brolkatmarlmorifer;-s: svw. Brokatello. Brolkatlpalpierrfas;
-s, -e: mit Klebstoff bestrichenes, dann mit Gold- und Sil
berpulver bestäubtes Papier
Brolken Tea ['broʊkən 'ti:] der; - -s, - -s <zu engl. broken,
Part. Perf. von to break „brechen“, u. tea „Tee“): mit
Schneidemaschinen zerkleinerter Tee, der ergiebiger als
Blatttee ist
Brolker [engl. 'broʊkə] der; -s, - <aus gleichbed. engl. bro
ker, eigtl. „Händler“): Börsenmakler. Broikelrin die;- -,
-nen: weibliche Form zu Î Broker.
Brok|ko|li, auch Broclcolli die (Plur.) (aus gleichbed. it.
broccoli, Plur. von broccolo „Sprossenkohl“, zu broceo
„Sprössling“); dem Blumenkohl ähnlicher Gemüsekohl
mit grünem Blütenstand
Brom.-fevs (über/at. bromusaus.gr. bromos „Gestank“):
ehern. Element, Nichtmetall; Zeichen Br. Bromlacelton
¿Zas; -s <zu Î Brom u. 1 Aceton) : durch Bromieren von Î Ace
ton entstehende, stechend riechende Flüssigkeit, die als
Tränengas verwendet wird. Bromlaklnerfze; -, -n: durch
Brom hervorgerufener akneartiger Hautausschlag
(tAkne). Broimat ¿Zas; -[e]s, -e <zu î...at (2)): Salz der
Bromsäure. Bromläthyl, ehern. fachspr. Bromethyl das;
-s, -e: Bromwasserstoffsäureester des Äthylalkohols zur
Inhalationsnarkose
Bro|ma|to|lo|gie die; - <zu gr. brðma, Gen. brömatos
„Speise, Nahrungsmittel“ u. t...logie): Lehre von den Zu
bereitungsmethoden der Nahrungsmittel u. Diätprodukte
Bromlazelton vgl. Bromaceton
Brolmellie [...io] die: -, -n (aus nlat. bromelia; nach dem
schwed. Botaniker Olaf Bromei (1639-1705)): Ananasgewächs aus dem trop. Amerika. Brolmellin das; -s, -e (zu
t...in (1)>: aus Früchten, Blättern u. Stängeln der Ananaspflanze isolierbares, Eiweiß spaltendes Enzym
Bromlethyl vgl. Bromäthyl. Brolmid das; -[e]s, -e (zu
ÎBrom u. T3...id): Salz des Bromwasserstoffs, Verbindung
eines Metalls od. Nichtmetalls mit Brom. Bromlidrolsis
¿Zíe; - (zu gr. hidrös „Schweiß“, vgl. Hidrose): Absonde
rungübel riechenden Schweißes (Med.). bro|mie|ren(zu
Î..deren): Brom in eine organische Verbindung einführen.
Bro mis mus der; - (zu t...ismus (3)>: Vergiftungser
scheinungen nach [übermäßiger] Einnahme von Brom
(Med.). 'Brolmit [auch ...mit] der; -s, -e (zu t2...it>: ein
gelbes bis olivgrünes Mineral. 2Bro|mit[auch ...’mit] ¿Zas;
-s, -e (zu t '...it): Salz der bromigen Säure. Bromlkalchexie* die; -, -ien [,,,i:ən]: Vergiftungssymptom bei lang an
dauernder Einnahme von tBrompräparaten (Med.).
Bromlkallilum das; -s: svw. Kaliumbromid. Bromlkalzi um vgl. Kalziumbromid. Brolmolderlma das; -s (zu
gr. dérma „Haut“): Hautausschlag nach [übermäßiger]
Bromeinnahme (Med.). Bro mo form das; - (Kunstw.;
Analogiebildung zu Î Chloroform) : chloroformähnlich rie
chende Flüssigkeit, die wegen ihrer hohen Dichte zur
Dichtebestimmung von Mineralen verwendet wird. Bromolmeltrie*¿ZZe; - (zu T...metrie): Maßanalyse mit Brom
als Oxidationsmittel. Bromlprälpalrat das; -[e]s, -e:
Bromsalze enthaltendes Beruhigungsmittel u. mildes
Schlafmittel (Pharm.). Brom sillber, Silberbromid das;
-s: äußerst lichtempfindliche Schicht auf Filmen u. Plat
ten. Bromlstylrol das; -s: stark nach Hyazinthen rie
chende chem. Verbindung, die als Riechstoff vor allem für
Seifen Verwendung findet. Brolmulral® das; -s
(Kunstw.): ein leichtes Beruhigungsmittel
Brgimus ¿Zer; - (über lat. bromos aus gr. bromos „Hafer“):
Bez. für die Pflanzengattung Trespe
Brpnlche ¿Z/e; -, -n (zu tBronchie): svw.
chilal (aus gleichbed. nlat. bronchialis
Bronchie, bronzu lat. bronchia
(Plur.), vgl. Bronchie): a) zu den Bronchien gehörend; b)
die Bronchien betreffend. Bron|chi|al|asthlma das; -s:
Asthma infolge krampfartiger Verengung der Bronchiolen
(Med.). Bronlchilallbaum ¿Zer; -s, ...bäume: die gesamte
baumartige Verästelung eines Bronchus; die Gesamtheit
der Bronchien (Med.). Bron|chi|al|ka|tarrh der; -s, -e:
svw. Bronchitis. Brpnlchie [...çio] die; -, -n (meist Plur.)
(über gleichbed. lat. bronchia (Plur.) aus gr. brógehia
(Plur.) zu brögehos „Luftröhre, Kehle“): Luftröhrenast
(Med.). Bronlchilekltalsie die; -, ...ien: krankhafte Er
weiterung der Bronchien (Med.). Bronlchilplle die; -, -n
(meist Plur.) (aus nlat. bronchiolus, Verkleinerungsform
von Î Bronchie): feinere Verzweigung der Bronchien in den
Lungenläppchen (Med.). Bron|chi|olli|tis¿Zze; -, ...itiden
(zu t...itis): Entzündung der feinsten Äste des Bronchial
baumes (Med.). Bronlchiltis die; -, ...itiden (zu tBronchie u. t,,,itis): Entzündung der Bronchialschleimhäute,
Luftröhrenkatarrh (Med.), bronlcho..., Bron|cho...(zu
ÎBronchie): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Luftröhre u. deren Verzweigungen“, z. B. Bronchografie.
Bronlcholgralfie, auch ...graphie die; -, ...ien (zu
t. ..grafie): Aufnahme der (mit einem Kontrastmittel ge
füllten) Bronchien mittels Röntgenstrahlen (Med.). Bron
cholgramm das; -s, -e (zu T...gramm): Röntgenbild der
Luftröhrenäste (Med.). Bron|cholphoini_e,auch ...fonie
die; -, ...ien (zu T ...phonie): Verfahren der Lungendiagnos
tik durch Abhorchen der Sprache des Kranken über die
Lunge (Med.). Bron|cholpneu|mo|niedie; -, ...ien: ka
tarrhalische od. herdförmige Lungenentzündung (Med.).
Bron|cho|skop*¿Zas; -s, -e (zut...skop): Spiegelgerät mit
elektr. Lichtquelle zur Untersuchung der Bronchien
(Med.). Bronlcholskolpie* die; -, ...ien (zu t...skopie>:
Untersuchung der Bronchien mithilfe des Bronchoskops
(Med.). Bronlcholspaslmollyltilkumi/as; -, ...ka: Arz
neimittel, das Krampfzustände der Bronchialmuskulatur
löst u. die Atemwege erweitert. Bronlcholspaslmus*
der; -, ...men: Krampf der Bronchialmuskulatur, z. B. bei
tBronchialasthma (Med.). Bron|cho|spi|rolme|trie*
die: -: Methode zur quantitativen Bestimmung der Sauer
stoffaufnahme bzw. des Sauerstoffverbrauchs der rechten
u. linken Lunge. Bron|cho|stelno|se* die; -, -n: Veren
gung eines Luftröhrenastes (z.B. durch einen Tumor;
Med.). Bron cholto miedie; -, ...ien (zu T...tomie): ope
rative Öffnung der Bronchien (Med.). Bronlchus der; -,
Plur. ...chen, fachspr. auch ...chi (über/at. bronchus ausgr.
brögehos „Kehle; Luftröhre“): a) [rechter od. linker]
Hauptast der Luftröhre (Anat.); b) (in fachspr. Fügungen)
svw. Bronchie
Bronlteilon das; -s, -s (aus gleichbed. gr. bronteion zu
brontê „Donner“): Donnermaschine des antiken griech.
Theaters. Bronltollolgie die; - (zu t...logie): (veraltet)
Gewitterlehre. Bronltolmelter das; -s, - (zu t1...meter):
(veraltet) Instrument zur Messung der Elektrizität beim
Gewitter. Bronltolpholbie die; - (zu î...phobie): (veral
tet) [krankhafte] Furcht vor Gewitter (Med.). Bronltosau ri er [...re] der; -s, -: 1. svw. Brontosaurus. 2.
(scherzh.) schwülstiges Möbelstück in barocker Aufma
chung. Bron|to|saulrus¿Zer;-, ...rier [...in] (zu gr. saüros
„Eidechse“): früher irrtümlich Name für T Apatosaurier
Bronlze [ brð:sə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. bronze bzw. it.
bronzo, weitere Herkunft unsicher): 1. gelblich braune
Kupfer-Zinn-Legierung [mit ganz geringem Zinkanteil].
2. Kunstgegenstand aus einer solchen Legierung. 3. (ohne
Plur.) gelblich braune, metallische Farbe, gelblich brauner
Farbton. Bron|ze|krank|heit die; -: schwere Erkran
kung der Nebennieren mit Braunverfärbung der Haut (addisonsche Krankheit). Bron|ze|me|dail|le die: -, -n:
225
sportliche Auszeichnung für den dritten Platz bei olympi
schen Spielen, bei Welt- u. Europameisterschaften sowie
anderen internationalen u. nationalen Wettbewerben,
bronlzen: 1. aus Bronze. 2. wie Bronze [aussehend],
bronlzielren [brö'si:...] (nach gleichbed./r. bronzer): mit
Bronze überziehen. Bronlzit [bron..., auch ../tsit] ifer,` -s
(zu î2...it>: ein faseriges, oft bronzeartig schillerndes Mi
neral
Broom [bru:m] der; -s, -s (phonetische Umsetzung von
gleichbed. engl. brougham; vgl. Brougham): eine früher
gebräuchliche vierrädrige Kutsche
Brolquart [brɔ'ka:e] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. broquart zu broche, vgl. Brosche): Spießer, einjähriger
Hirsch- od. Rehbock. Brolquetlte [brɔkɛtə] die; -, -n
(aus gleichbed. fr. broquette bzw. brochette, Verkleine
rungsform von broche, vgl. Brosche): Tapezierstift, Zwe
cke. Brolsche die: -, -n (aus fr. broche „Spitze; Spieß;
Nadel“, vgl. Broché): Anstecknadel, Spange, brolschieren (aus gleichbed./r. brocher, eigtl. „aufspießen; durch
stechen“): [Druckjbogen in einen Papier- od. Kartonum
schlag heften od. leimen (Buchw.). brolschiert (zu
T...iert>: geheftet, nicht gebunden; Abk.: brosch. Bro
schur die; -, -en (zu ÎBroschüre): 1. (ohne Plur.) das Ein
heften von Druckbogen in einen Papier- od. Kartonum
schlag. 2. in einen Papier- od. Kartonumschlag geheftete
Druckschrift. Brolschülre die; -, -n (aus gleichbed. fr.
brochure): leicht geheftete Druckschrift geringeren Um
fangs, Druckheft, Flugschrift
Bros|sa|ge [,,,ʒə] die; - (aus fr. brossage „das Bürsten, Po
lieren“ zu brosser, vgl. brossieren): in der Tuchherstellung
das Bürsten des UFlors (2). broslsielren (aus fr. brosser
„bürsten, putzen“): [Flor] bürsten
Bro|to|phi|lie rfZe; - (zu gr. brotós „menschlich, sterblich“
u. t...philie): sexueller Kontakt zu jmdm., wobei dessen
Alter keine Rolle spielt, weil das sexuelle Verlangen domi
niert
Brouletlte [bruɛtə] die; -, -n (aus gleichbed./r. brouette zu
lat. birota „zweirädriger Wagen“): früher üblicher zwei
rädriger Handwagen mit einer Gabel, Handkarre
Brougham [brum, bru:m] der; -s, -s (nach dem britischen
Politiker H. P. Brougham (1778-1868)): svw. Broom
Broulhalha [brua'a:] der; -s (aus gleichbed./r. brouhaha
(lautmalendes Wort)): (veraltet) lärmender Beifall
Brouilllelrie [brujə...] die; -, -jen (aus gleichbed./r. brouillerie zu brouiller, vgl. brouillieren): (veraltet) Misshellig
keit, Zerwürfnis, brouiɪlɪielren [bru’ji:...] (aus gleichbed.
fr. brouiller, eigtl. „(ver)mischen“): a) in Verwirrung brin
gen; b) entzweien, Unfrieden stiften. Brouilllon [brujo:]
der; -s, -s (aus gleichbed./r. brouillon): erster schriftl. Ent
wurf, Skizze. brouil|lon|nie|ren [brujɔ'ni:...] (aus gleich
bed./r. brouillonner): [flüchtig] entwerfen, skizzieren
Browining ['braʊnɪŋ] der; -s, -s (nach dem amerik. Erfin
der J. M. Browning (1855-1926)): Pistole mit Selbstlade
vorrichtung
browlsen [brauzn] (aus gleichbed. engl. to browse
„schmökern“): [mehr od. weniger gezielt] in Datenbanken
nach etwas suchen (EDV). Browlser [ braʊzə] der; -s, (aus gleichbed. engl. browser zu to browse „schmökern“):
Software zum Verwalten, Finden u. Ansehen von Dateien
(EDV). Browlsing das; -s (aus gleichbed. engl.
browsing): Bez. für das Durchblättern bzw. flüchtige
Durchsehen von Daten od. Î Biogrammen am Bildschirm
(EDV)
Brulcellla [... tsela] die; -, ...lien (meist Plur.) (aus gleich
bed. nlat. brucella, nach dem engl. Arzt D. Bruce
(1855-1931)): eine Bakteriengattung. Brulcelllolse die;
-, -n (zu T'...ose): durch Brucellen hervorgerufene Krank
heit
Brulcin [,,,'tsi:n], auch Bruzin das; -s (nach dem schott.
Brutalität
Afrikaforscher J. Bruce (1730-1794) u. zu t...in): ein mit
dem sehr giftigen Strychnin verwandtes Alkaloid
Brulcit [...'tsi:t, auch ../tsit] der, -s: (nach dem amerik. Mi
neralogen A. Bruce (1777-1818) u. zu t2...it>: farbloses,
weißes od. grünes, durch Eisen- od. Mangangehalt brau
nes, meist blättriges, 1 trigonales Mineral
Brülgnolle* [bryn 'jo:lə] die; -, -n (zu fr. brugnon „Nektari
ne“): Pfirsichsorte mit schwer ablösbarem Fruchtfleisch
u. glatter Haut
Bruliltislmus [bryi...] der; - (zu fr. bruit „Lärm, Geräusch"
u. t,,,ismus (1)>: Richtung der neuen Musik, die in der
Komposition auch außermusikalische Geräusche verwen
det
brüllalbel (aus gleichbed./r. brülable zu brûler „verbren
nen, anbrennen“): (veraltet) brennbar, verbrennbar. Brülelrie die; -, ...ien (aus gleichbed./r. brûlerie): (veraltet)
Branntweinbrennerei
Brulmaire [bry'mem] der; -[s], -s (aus fr. brumaire „Nebel
monat“, dies aus lat. bruma „(Winter)nebel“): zweiter
Monat im franz. Revolutionskalender (22. Oktober bis 20.
November)
Brunch [branʧ, branj] der; Gen. -[e]s od. -, Plur. -[e]s od. -e
(engl. Bildung aus ¿reakfast „Frühstück“ u. \unch „Mit
tagsmahlzeit“): spätes, ausgedehntes u. reichliches Früh
stück, das das Mittagessen ersetzt, brunlchen: einen
Brunch einnehmen
Brulnelüe die; -, -n (wohl latinisierende Bildung zu dt.
braun; vgl. ...eile): 1. Braunelle (ein Wiesenkraut, Lippen
blütler). 2. Kohlröschen (Orchideengewächs der Alpen)
Brülnellle vgl. Prünelle
brü nett (aus gleichbed./r. brunet zu brun „braun“): a)
braunhaarig; b) braunhäutig. Brulnette [bry'nct] die; -, -n
[...tan] (aus fr. brunette „Liebeslied“): einfaches, volks
tümliches Lied mit Instrumentalbegleitung, dessen The
men Schäferidylle u. Liebe sind (in Frankreich im
17./18. Jh.). Brülnetlte die; -n, -n (aber: zwei -[n]) (aus
gleichbed./r. brunette): braunhaarige Frau, brülnielren
(aus gleichbed./r. brunir): Metallteile durch ein besonde
res Verfahren bräunen
Brulnilsem [,,,'ziɔm] u. Brulnosljom* das; -s (aus gleich
bed. russ. brjunizëm): Prärieboden, unter Hochgras vor
kommender Bodentyp
Bruslchetlta [,..sk...] die; -, -s (aus gleichbed. ital. brus
chetta zu bruscare „toasten, rösten“): geröstetes italieni
sches Weißbrot mit einer Mischung aus klein geschnitte
nen Tomaten, frischem Basilikum u. Knoblauch sowie Oli
venöl
Brulshit ['brʌʃɪt] der; -s, -e (nach dem amerik. Mineralogen
G. J. Brush (1831-1912) u. zu t2..,it): ein blassgelbes Mi
neral
brüsk (aus gleichbed./r. brusque, dies aus it. brusco „stach
lig, rau“): in unerwartet unhöflicher Weise barsch,
schroff. brüs|kie|ren (aus gleichbed./r. brusquer): sich
jmdm. gegenüber unhöflich, schroff verhalten, sodass die
ser sich [öffentlich] bloßgestellt, verletzt, herausgefordert
fühlt
brut [bryt, fr. bryt] (aus fr. brut „roh, unfertig“, dies aus lat.
brutus „schwer, schwerfällig“): herb (Bez. für den nied
rigsten Trockenheitsgrad des Champagners). Brulta:
Plur. von ÎBrutum, brulta! [bru...] (aus spätlat. brutalis
„grob; unvernünftig“): roh u. gefühllos; ohne Rücksicht
zu nehmen, sein Vorhaben o.Ä. [auf gewaltsame Art]
durchsetzend, ausführend. bru|ta|li|sie|ren (zu Irisie
ren): brutal, gewalttätig machen; verrohen. Brultallismus der; - (zu t...ismus (1)): Baustil, bei dem die Bauten
von dem Material u. der Funktion der Bauelemente be
stimmt sein sollen, was dadurch erreicht wird, dass Mate
rial, Konstruktion u. a. in ihrer ursprünglichen Beschaf
fenheit sichtbar sind (Archit.). Bru Ita I liltät die; -, -en (zu
226
brutto
t...ität): a) (ohne Plur.) brutales Verhalten; b) brutale Tat,
Gewalttätigkeit, brutito <aus it. brutto „roh“, dies aus lat.
brutus „schwerfällig“): a) mit Verpackung; b) ohne Abzug
[der Steuern]; roh, insgesamt gerechnet; Abk. : btto.; brut
to für netto: der Preis versteht sich für das Gewicht der
Ware einschließlich Verpackung (Handelsklausel; Abk.:
bfn.). Brutito...: Wortbildungselement auf dem Gebiet
der Wirtschaft u. des Handels mit der Bedeutung „roh, oh
ne Abzug; mit Verpackung“, z.B. Bruttoertrag, Bruttoge
wicht. BrutItolgelwicht das; -[e]s, -e: Gewicht einer Wa
re einschließlich der Verpackung. Brut|to|ge|winn der;
-[e]s, -e: 1. Rohgewinn (ohne Abzug der Kosten). 2. De
ckungsbeitrag (der Teil des Verkaufserlöses, der die Stück
kosten übersteigt; Wirtsch.). Brut to na ti o nal produkt das; -[e]s, -e: (österr.) Bruttosozialprodukt. Brutto|re|gis|ter|ton|ne die; -, -n: Einheit zur Berechnung
des Rauminhalts eines Schiffes; Abk.: BRT. Brut|to|sozilallproldukt das; -[e]s, -e: das gesamte Ergebnis des
Wirtschaftsprozesses in einem Staat während eines Jah
res; Abk.: BSP. Brultum das; -s, Plur. ...ten u. ...ta (aus
lat. brutum, Neutrum von brutus „schwerfällig, dumm“):
(veraltet) a) Tier; b) dummer Mensch
Brulxislmus der; - (zu gr. brÿxein „mit den Zähnen knir
schen“ u. î...ismus (3)>: nächtliches Zähneknirschen
(Med.); vgl. Bruxomanie. Brulxo malnie die; - (zu
T...manie): abnormes Knirschen, Pressen u. Mahlen mit
den Zähnen außerhalb des Kauaktes; vgl. Bruxismus
brulyant [bry'jä:] {fr.; eigtl. Part. Präs, von bruire „brau
sen, rauschen, Geräusche verursachen“, dies aus vulgärlat. brugere, Nebenform von spätlat. rugire „brüllen“):
(veraltet) lärmend, tobend
Brulyèrelholz [bry'je:r...] das; -es, ...hölzer (zu fr. bruyère
„Heidekraut“, dies über das Vulgärlat. aus spätlat. brucus
„Erika“): Wurzelholz der mittelmeerischen Baumheide
(wird hauptsächlich für Tabakspfeifen verwendet). Bruyèrelpfeilfe die; -, -n: Tabakspfeife aus Bruyèreholz.
Bru yère ta sche íZ/e; -, -n; schmale Tasche für eine
Bruyèrepfeife im Herrenanzug
Brulzin vgl. Brucin
Brylgnoile* [brvn'jo:lə] vgl. Brügnole
Brylollolgiedie; - (zugr. brÿon „Moos“ u. Î ...logie): Moos
kunde; Wissenschaft u. Lehre von den Moosen. Brylolnie
[...ja] die; -, -n (über lat. bryonia zu gr. brÿein „sprossen,
treiben" ; vgl. ‘...ie>: Zaunrübe aus der Familie der Kürbis
gewächse (Kletterpflanze). Brylolphyt der; -en, -en
(meist Plur.) (zu gr. brÿon „Moos“ u. T...phyt): Moos
pflanze. Bry|o|zo|on das; -s, ...zoen (zu gr. zöon „Lebe
wesen“): Moostierchen (in Kolonien festsitzendes kleines
Wassertier)
Bry|tal|ver|fah|ren ¿Zas; -s (Kunstw.); das elektrolytische
Polieren von Aluminium in einer alkalischen Lösung aus
Natriumkarbonat u. Trinatriumphosphat
B. Sc. ['bi:ɛs'si:] der; -: Abk. für 1 Bachelor of Science
B-Scan ['be:skæn] der; -s, -s (zu engl. to scan „abtasten,
prüfen“): zweidimensionale fEchoenzephalografie
BSE [belɛs'e:] die; - (kurz für îèovine spongiforme TEnzephalopathie): Seuche, die vor allem bei Rindern unheilba
re Veränderungen im Gehirn hervorruft, Rinderwahn
sinn
Bulba die; -, -s (meist Plur.) (aus span, buba „syphilitische
Pustel“): svw. Frambösie
Bubi ble Igum ['bʌblgʌm] der od. das; -s, -s (ausewg/. bubble
gum „Ballonkaugummi“ zu bubble „Blase“ u. gum „Gum
mi“): sehr weicher Kaugummi. Bublblelspeilcher der;
-s, -: Magnetblasenspeicher, elektronisches Bauelement
zur Informationsspeicherung, bei dem die Magnetisierung
dünner Schichten genutzt wird (EDV)
Bulbo der; -s, ...onen (aus gr. boubön, Gen. boubönos
„Leiste, Schamgegend“): entzündliche Lymphknoten
schwellung (bes. in der Leistenbeuge; Med.). Bulbolnaldie; -, ...ien (zu 1...algie): mit Bubo einhergehender
Schmerz in der Leistenbeuge (Med.). Bulbolnilum iZa-s;
-s, ...ien [...ian] (zu T...ium): Mittel gegen Bubo. Bulbonullus der; -, ...li (Verkleinerungsbildung zu IBubo): bei
akuter Entzündung eines Lymphgefäßes auftretender klei
ner entzündlicher Knoten od. Abszess (an dem betreffen
den Lymphgefäß; Med.)
Buclca [boka] die; -, Buccae [...ke] (aus lat. bucca „Ba
cke“): Backe, Wange (Anat.)
Buclcelllalrilus [bʊktsɛ...] der; -, ...rii (aus spätlat. buccel
larius, eigtl. „Kommissbrotesser“, zu buccella, lat. buccea
„Bissen, Happen“; urspr. vermutlich ein Spitzname, da
die Soldaten von ihrem Herrn beköstigt u. ausgerüstet
wurden): 1. Gefolgsmann, Söldner im Dienste eines
Grund- od. Feldherrn in spätrömischer, westgotischer u.
byzantinischer Zeit. 2. Angehöriger einer byzantinischen
Elitetruppe im 7. Jh.
Bucchero [bokero] der; -s, Plur. -s u. ...ri od. Buclcherolvalse die; -, -n (zu it. bucchero „wohlriechende Ton
erde, Tonvase“, dies aus gleichbed. span, búcaro): schwar
zes Tongefäß mit Reliefs aus etruskischen Gräbern
Buclcilna ['bʊktsina] vgl. Bucina
Bulchalra, Bochara der; -[s], -s (nach der Stadt Buchara in
Usbekistan): handgeknüpfter turkmenischer Teppich mit
sehr tiefem Rot (als Grundfarbe) und einem Reihenmuster
aus abgerundeten Achtecken (aus dem Gebiet um Bucha
ra)
Bulchollith [auch ... lit] das; -[e]s (Kunstw.; vgl. ...lith):
(veraltet) ein zu Formstücken gepresstes Kunstharz ohne
Füllstoffe aus 1 Kasein, das mit 1 Formaldehyd gehärtet ist
Bulcilna ['bu:tsina], auch Buccina ['bʊktsina] die; -, ...nae
[...ne] (aus gleichbed. lat. buccina, bucina): altröm. Blas
instrument (Metall- od. Tierhorn)
Bulcinltolro [buttʃɪn...] der;s, auch relatinisiert Buzentaur der; -en (it.; ausm/at. bucentaurus zugr. bous „Rind“
u. kéntauros „Zentaur“): nach einem Untier der griech.
Sage benannte Prunkbarke der venezian. Dogen
(12.-18. Jh.); vgl. Buzentaur
Buck ram der. auch das; -s (aus gleichbed. engl. buckram,
dies zu (alt)fr. bouquerant, vgl. Bougram): Buchbinder
leinwand (grob gewebter u. geglätteter Bezugsstoff aus
Leinen, Baumwolle u.Ä.)
Bucklskin* der; -s, -s (aus gleichbed. engl. buckskin, eigtl.
„Bocksfell“): gewalktes u. gerautes Wollgewebe [meist in
Köperbindung] für Herrenanzüge
Budldha [...da] der; -[s], -s (aus sanskr. buddha „der Er
leuchtete“, Ehrentitel des ind. Prinzen Siddharta (um 500
V. Chr.)) : Titel für frühere od. spätere Verkörperungen des
histor. Buddha, die göttlich verehrt werden. Budldhismus der; - (zu 1 ...ismus (1)): die von Buddha begründete
indisch-ostasiatische Heilslehre. Budldhist der: -en, -en
(zu t...ist): Anhänger des Buddhismus, budldhisltisch
(zu Î...istisch): den Buddhismus betreffend, zu ihm gehö
rend. Budldhollolge der; -n, -n (zu t...loge): jmd., der
sich wissenschaftlich mit dem Buddhismus befasst. Buddho lo gie die; - (zu T...logie): den Buddhismus erfor
schende Wissenschaft, budldhollglgisch (zu Î...lo
gisch): die Buddhologie betreffend
Buddlleia, Buddllelja die; -, -s (aus gleichbed. nlat.
buddleia; nach dem engl. Botaniker A. Buddle, 18. Jh.):
Sommerflieder (Bot.)
Budlget [bv'dʒe:] das; -s, -s (unter Einfluss von fr. budget
aus engl. budget „Haushalt“, dies über altfr. bougette „Le
derbeutel“ aus gall.-lat. bulga „lederner (Geld)sack“):
Haushaltsplan, Voranschlag von öffentl. Einnahmen u.
Ausgaben, budlgeltär (aus fr. budgétaire; vgl. ...är): das
Budget betreffend, z. B. einem Land -e Hilfe leisten, budgeltielren (zu J...ieren): ein Budget aufstellen. Budlgegie*
227
tie rung
Bularch
die; -, -en (zu t,,,ierung): Aufstellung eines Bud
gets
Buldilke die; -, -n: 1. kleiner Laden. 2. kleine Kneipe. Budi ker der; -s, -: Besitzer einer Budike
Budijonlnylpferd das; -[e]s, -e (nach dem Sowjet. Mar
schall S. M. Budjonny, 1883-1973): aus dem Donpferd ge
züchtetes Warmblutpferd, ein Reitpferd
Budlka die; -, -s (aus gleichbed. ruʌ`s. budka, Verkleine
rungsform von buda „Gebäude“, dies über poln. buda,
tschech. bouda aus mhd. buode „Hütte, Bude“): russ. Bez.
für Wärterhäuschen, Schilderhaus, Kiosk
Buido das; -s (zu jap. bu „ritterlich, kriegerisch“ u. dö
„Weg, Grundsatz“): Sammelbez. für Judo, Karate u. ähn
liche Sportarten. Bu|dolka¿er;-s,-s(zujfl/). ka ,,jmd,,der
eine vollendete Fertigkeit od. Fähigkeit in einem wissen
schaftlichen od. künstlerischen Fach hat“) : jmd., der Budo
als Sport betreibt
Bulen Reltilro das; - -s, - -s (span.; „gute Zuflucht“; ein
span. Schlossname): Ruhe-, Zufluchtsort
Bü|fett</öj;-[e]s, Plur. -su. -eu. Buffet [byfe:, Schweiz, byfe] das; -s, -s, österr. auch Büffet [by'fe:] das; -s, -s (alle
Formen aus gleichbed./r. buffet): 1. Geschirrschrank, An
richte. 2. a) Schanktisch in einer Gaststätte; b) Verkaufs
tisch in einem Restaurant od. Café ; kaltes Buffet, auch Bü
fett: auf einem Tisch zur Selbstbedienung zusammenge
stellte, meist kunstvoll arrangierte kalte Speisen (Salate,
Fleisch, Pastetenu.Ä.). Bü|fet|ti|er [...’tie:] der;-s,-s (aus
gleichbed./r. buffetier) : jmd., der das Bier zapft, am Büfett
ausschenkt. bü|fet|tie|ren (nachfr. buffeter „direkt vom
Fass trinken“): (veraltet) a) Weinfässer anschlagen; b) viel
trinken
Buflfa die; -, -s (aus it. buffa „lächerliche Sache"; vgl. Buf
fo): Posse; vgl. Opera buffa
Bufl fer ['bʌfe] der; -s, - (aus engl. buffer „Verstärker; Puf
fer, Stoßdämpfer“): Puffer, elektronische Schaltung zur
Datenzwischenspeicherung in Computern (EDV). Bufferlstock [,,,stɔk] der; -s, -s (zu engl. stock „Vorrat, Wa
renlager“): Ausgleichslager für Rohstoffe zur Stabilisie
rung der Rohstoffpreise
BufIfet, Büf fet vgl. Büfett
Buflfi: Plur. von Î Buffo
buflfielren (zu engl. to buff „Leder aufrauen“, dies zu buff
„Büffel-, Ochsenleder“, zu (alt)fr. buffle „Büffel“, dies
über it. búfalo aus lat. bubalus (Nebenform bufalus) „An
tilope, Büffel“) : die Narben vom Leder spanend entfernen
Buflfo der; -s, Plur. -s u. ...ffi (aus gleichbed. zt. buffo zu
buffone „Hanswurst“, dies zu buffare „mit vollen Backen
blasen, Possen reißen“, zu buffa „Posse, Scherz“ (laut
malend)): Sänger komischer Rollen. buf|fo|nesk (zu
t...esk): in der Art eines Buffos. Buf|fo|nist der; -en,
-en (zu fr. bouffon, eigtl. „Possenreißer, Narr“, u. t...ist):
franz. Anhänger der ital. Î Opera buffa im Buffonistenstreit. Buflfolnisltenlstreit der; -[e]s: 1752 in Paris
entbrannter Streit zwischen den Befürwortern der älte
ren höfischen franz. Oper u. der volkstümlichen ÎOpera
buffa
Bu|fo|nit [auch ...nit] der; -s, -e (zu lat. bufo „Kröte“ u.
t2...it>: Krötenstein, im Volksglauben kostbarer Stein im
Kopf der Kröte, der Krankheiten zu heilen vermag, od.
tierische Versteinerung schlechthin
Bug [bʌg] der; -s, -s (aus engl. bug, eigtl. „Wanze“): Pro
grammfehler in einem Softwareprogramm (EDV)
Bulgalku das; -s 'jap.y. in der japan. tGagaku Bez. für die
Tänze u. die sie auf Blasinstrumenten u. Trommeln beglei
tende Musik
Buglgy ['bagi] der; -s, -s (aus engl. buggy „leichter Wa
gen“): 1. leichter, ungedeckter, einspänniger Wagen mit
zwei oder vier hohen Rädern (früher bei Trabrennen be
nutzt). 2. geländegängiges Freizeitauto mit offener Kunst
stoffkarosserie. 3. zusammenklappbarer Kindersportwa
gen
buglsielren (aus gleichbed. niederl. boegseren, dies mit
Anlehnung an boeg „Schiffsbug“ aus port, puxar „ziehen,
schleppen“): 1. (Seemannsspr.) [ein Schiff] ins Schlepptau
nehmen u. zu einem bestimmten Ziel befördern. 2. (ugs.)
jmdn./etwas mühevoll irgendwohin bringen, lotsen. Bugsielrer der; -s, -: (Seemannsspr.) kleiner Schleppdampfer
Bulhurt der; -[e]s, -e (aus gleichbed. «/t/r. b(o)uh(o)urt zu
hurter „stoßen"): mittelalterliches Ritterkampfspiel, Tur
nier
Bulilaltrik*, auch Bulilaltrie
- (zu gr. bous „Rind“ u.
iatrikós „ärztlich, heilkundig“ bzw. T...iatrie): Wissen
schaft u. Lehre von den Rinderkrankheiten
Buillder [ bilde] der; -s, - (meist Plural) (zu engl. to build
„bauen“ > : wichtiger, waschaktiver Bestandteil von Wasch
mitteln (z.B. Waschphosphate). Build-Uplper [bilt apn]
der; -s, - (zu engl. build-up „Reklame“): (Werbespr.) Re
klamechef, Werbeleiter. Built-in-Fle|xi|billi|ty [biltɪnflɛksɪ'bɪlɪtɪ] die; - (aus gleichbed. engl. built-in-flexibility>: Bez. für die automatische konjunkturelle Stabilisie
rungswirkung der staatlichen Finanzpolitik
Bulkalniler [...in] der; -s, -, auch Bu|ka|nier der; -s, -e (teil
weise unter Einfluss von engl. buccaneer aus gleichbed./r.
boucanier, eigtl. „Büffeljäger“, zu boucan „Rauchfleisch,
Räucherhütte“ (karib. Wort)): westindischer Seeräuber
im 17. Jh.
Bulkarldie die; -, ...ien (zu gr. bous „Ochse“ u. kardia
„Herz“, eigtl. „Ochsenherz“): erheblich vergrößertes
Herz, Herzhypertrophie infolge Bewältigung einer dau
ernd vergrößerten Blutmenge (Med.). Bulkarldit [auch
... dit] der; -s, -e (zu t2...it): ochsenherzförmige versteiner
te Muschel
Bulke der; -, - tjap.y. Familie, Sippe des feudalen japan.
Kriegsadels
Bulkenltaur vgl. Buzentaur. Bulkelphallos, Bukephalas
(aus gr. bouképhalos, boukephálas, eigtl. „Ochsenköpfi
ger“, nach dem eingebrannten Zeichen eines Rindskop
fes): Name des Lieblingspferdes Alexanders des Großen
Bulkett das; -s, Plur. -s, auch -e (aus gleichbed./r. bouquet,
vgl. Bouquet): 1. Blumenstrauß. 2. Duft u. Geschmacks
stoffe (Blume) des Weines od. Weinbrands. Bulkettlvirus [,..v...] das, auch der; -, ...viren: Virus der Tabakring
fleckengruppe, das bei Kartoffelpflanzen bukettartigen,
gedrängten Wuchs hervorruft
Bulkilnist vgl. Bouquinist
buklkal (aus gleichbed. nlat. buccalis zu lat. bucca „Ba
cke“): zur Backe, Wange gehörend (Med.). Buklkallreflex* der; -es, -e: reflektorische rüsselartige Verwölbung
der Lippen beim Beklopfen der Oberlippe (bei Hirnschä
digungen; Med.)
Bulklee* vgl. ‘"Bouclé
Bulko lik Æe; - (zu TBukolika, vgl. 2...ik (1)>: Hirten- od.
Schäferdichtung (Dichtung mit Motiven aus der einfa
chen, naturnahen, friedlichen Welt der Hirten). Bulkollika die (Plur.) (über lat. bucolica (Plur.) aus gr. boukoliká
„Hirtengedichte“ zu boukölos „Rinderhirt“): Hirten- u.
Schäfergedichte. Buikollilker der; -s, -: Vertreter der Bukolik; Hirtenlieddichter, bulkgllisch: a) die Bukolik be
treffend; b) in der Art der Bukolik
Bu|kra|ni|on* das; -s, ...ien [iən] (über lat. bucranium aus
gr. boukránion „Ochsenschädel“): [Fries mit] Nachbil
dung der Schädel von Opfertieren an griech. Altären,
Grabmälern u. t Metopen
Buklzi na tor der; -s, ...oren (aus lat. bue(e)inator „Horn
bläser“ zu bucca „Backe“): Wangenmuskel, mimischer
Gesichtsmuskel (Med.)
Bullarch* der; -en, -en (aus gr. boülarchos „der Erste im
Rat“; vgl. Bule): Vorsteher der TBule
228
bulbär
(zu Î Bulbus u. t...är): das verlängerte Mark betref
fend, von ihm ausgehend (Med.). Bul|bär|pa|ra|ly|se
die; -, -n: Lähmung der Schluck-, Kau- u. Kehlkopfmus
kulatur infolge einer Schädigung des verlängerten Rü
ckenmarks (Med.). Bul|bär|spra|che die; Sprachstö
rung (langsame, verwaschene Sprache; Med.). Bullbi:
Plur. von ÎBulbus, bullbilfelrisch (zu lat. ferre „tra
gen“): Zwiebeln tragend. bul|bi|fprm (zu Î ...form): svw.
bulboid. Bull bi Itis die; -, ...itiden (zu Î ...itis): Entzündung
des verdickten Endes des Harnröhrenschwellkörpers des
männlichen Gliedes (Med.), bullbolid (zu T...oid): zwie
belförmig, knollig (Med.), bullbolkalverlnös [...v...]: ei
ne zwiebelförmige, innen hohle Auftreibung betreffend
(Med.), bullbös (zu t...ös>: svw. bulboid. Bullbolskopie* die; -, ...ien (zu T...skopie): direkte instrumentale Un
tersuchung des verdickten Anfangsteiles des Zwölffinger
darms (Med.), bul|bo|ure|thral‘: das verdickte Ende des
Harnröhrenschwellkörpers des männlichen Gliedes u. die
männliche Harnröhre betreffend (Med.). Bullbolurethralldrü sen* die (Plur.): Drüsen an der Wurzel des
männlichen Gliedes, deren Sekret dem Î Sperma beige
mischt wird (Med.)
Büllbül der; -s, -s (aus pers. bül-bül „Nachtigall“, dies aus
dem Arab.): pers. Nachtigall (in der pers.-türk. Dichtung
Sinnbild der Gott suchenden Seele)
Bullbus der;-, Plur. ...biu. ,,,ben(aus/ɑt. bulbus „Zwiebel“,
dies aus gleichbed. gr. bolbös): 1. a) Zwiebel, Pflanzen
knolle; b) (Plur. Bulben) Luftknollen an tropischen Orchi
deen. 2. a) zwiebelförmiges, rundliches Organ (z. B. Aug
apfel); b) Anschwellung (Med.). Bullbuslrelflex* der;
-es, -e: Senkung von Pulsfrequenz u. Blutdruck durch
Druck auf die Augäpfel bei geschlossenen Lidern. Bulbuslsympltom* das, -s, -e: Druckunempfindlichkeit des
Augapfels bei Rückenmarksschwindsucht (Med.)
Bulle die; -, -n (über lat. bule aus gleichbed. gr. boule, eigtl.
„Wille, Ratschluss“): Ratsversammlung (wichtiges Organ
des griech. Staates, besonders im alten Athen)
Bul lei Ine die; -, -n, Bulin die: -, -en od. Buline die; -, -n (aus
engl. bowline, eigtl. „Bugleine“, vgl. Bouline): Hilfsleine,
Tau; vgl. Bouline
Bulletlte die; -, -n (aus gleichbed./r. boulette, eigtl. „Kü
gelchen“): (landsch., bes. berlin.) flacher, gebratener
Kloß aus gehacktem Fleisch, deutsches Beefsteak
Bulleut der; -en, -en (aus gr. bouleutês „Ratsherr“): Mit
glied der Ratsversammlung im altgriech. Rathaus. Buleuterion das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. gr. bouleutêrion): seit dem 4. Jh. v. Chr. zu jeder T ‘Agora (2) ge
hörendes altgriech. Rathaus
Bullgalrist der; -en, -en (nach der latinisierten Form Bul
garia für das Land Bulgarien u. zu T ...ist): jmd., der sich
wissenschaftlich mit der Bulgaristik beschäftigt. Bullgarisltik die; - (zu Î ...istik): Wissenschaft von der Sprache u.
Kultur der Bulgaren. bul|ga|ris|tisch (zu Î...istisch): die
Bulgaristik betreffend
Bullguru. Burgul der; -s (zu arab. burr „Weizen“): gekoch
ter, getrockneter Weizen, lagerfähiges u. leicht zuzuberei
tendes Lebensmittel im Nahen Osten
Bullilmie die; - (aus gr. boulimia „Heißhunger“, eigtl.
„Ochsenhunger“): Störung des Essverhaltens mit Heiß
hungeranfällen u. anschließend absichtlich herbeigeführ
tem Erbrechen; Essbrechsucht
Bullin u. Bullilne vgl. Buleine
Bulk car ri er [ bʌlkkærm] der; -s, - (zu engl. bulk „unver
packte Schiffsladung“ u. carrier „Träger“): Massengut
frachter (Frachtschiff zur Beförderung loser Massengü
ter); vgl. Carrier. Bylkllaldung die; -, -en: lose u. unver
packt zur Verschiffung gelangendes Frachtgut
Bull der; -s, -s (aus engl. bull „Bulle“): jmd., der auf steigen
de Börsenkurse spekuliert, Î Haussier; Ggs. TBear
bullbär
die;-, ...llae [...le] (aus lat. bulla „Wasserblase“): Bla
se (Med.). Bulllalrilum das; -s, ...ien [,,,iən] (zu mlat. bul
la „Urkunde, Siegel“, vgl. Bulle u. ...arium): Sammlung
päpstlicher Î Bullen u. 1 Breven
Bylllboot das; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. bullboat, eigtl.
„Bullenboot“, nach der Herstellung aus dem Fell der
männlichen Büffeltiere): Bootsform der nordamerik. In
dianer aus einem runden, mit Bisonhaut überzogenen
Korbgestell
Bullldog® der; -s, -s (zu TBulldogge): eine Zugmaschine.
Bullldoglge die; -, -n (aus gleichbed. engl. bulldog zu bull
„Bulle“ u. dog „Hund“ (früher zur Bullenhetze verwen
det)): kurzhaariger, gedrungener Hund mit großem Schä
del u. kurzer Schnauze. Bullldolzer [,,,do:zn] der; -s, (aus gleichbed. engl. bulldozer): schweres Raupenfahr
zeug für Erdbewegungen (z. B. als Î Planierraupe)
Bullle die; -, -n (aus mlat. bulla „Urkunde, Siegel“ zu /ɑt.
bulla „Wasserblase; Siegelkapsel“; vgl. Bulla): 1. Siegel[kapsel] aus Metall (Gold, Silber, Blei) in kreisrunder
Form (als Urkundensiegel, bes. im Mittelalter gebräuch
lich). 2. a) mittelalterl. Urkunde mit Metallsiegel (z.B. die
Goldene Bulle Kaiser Karls. IV.); b) feierlicher päpstli
cher Erlass. Bulleltin [bvftɛ:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. bulletin zu altfr. bulle „Siegelkapsel“; vgl. Bulle): 1.
amtl. Bekanntmachung, Tagesbericht. 2. Krankenbericht.
з. Titel von Sitzungsberichten u. wissenschaftl. Zeit
schriften
Bulllfinch [,,,fɪnʧ] der; -s, -s(aus gleichbed. engl. bullfinch,
älter engl. bullfinch fence „Gimpelzaun“): hohe Hecke als
Hindernis bei Pferderennen
bulllielren (zu îBulIe u. Î... ieren): (veraltet) mit [Metall]siegel versehen, versiegeln (von Urkunden)
Bulllion ['bʊɪjən] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. bullion):
ungeprägtes Gold od. Silber; Pro-forma-Zahlungsmittel
Bulllist der; -en, -en (zu lat. bulla „Wasserblase“ u. T ...ist) :
päpstlicher Bullenschreiber. Bulliit [auch ...’lit] der; -s, -e
(zu t2...it): versteinerte Blasenschnecke
Bulllmarlket [,,,mɑ:kɪt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. bull
market zu bull (vgl. Bull) u. market „Markt“): Markt mit
steigenden Börsenkursen; vgl. Hausse (lb)
Bulllmasltiff [,,,ma:stɪf] der; -s, -s (Kurzw. aus ÎBulldogge
и. Î Mastiff) : aus der Englischen Bulldogge u. dem î Mas
tiff gezüchteter kräftiger englischer Haushund
bullios, bul lo sus (aus gleichbed. nlat. bullosus; vgl. Bul
la u. ...ös): blasig (Med.)
Bull|ter|ri|er [...in] der; -s, - (aus gleichbed. engl. bullterrier
zu bulldog (vgl. Bulldogge) u. terrier (vgl. Terrier)): aus
Bulldogge u. Terrier gezüchteter englischer Rassehund
1Bul|ly das; -s, -s (aus gleichbed. engl. bully, weitere Her
kunft unsicher): das von zwei Spielern ausgeführte An
spiel im [Eis]hockey
2Bul |ly der; -s, -s (Kurzform von Bulldogge): Französische
Bulldogge, kurzhaariger Hund mit Fledermausohren
Bult|fon|tei|nit [auch ... nit] der; -s, -e (nach dem Fundort
Bultfontein in Südafrika u. zu t2...it): rosarotes Mineral,
ein Olivin
Bum boot das; -[e]s, -e (aus engl. bumboat „Händlerschiff,
Proviantboot“): Boot von Händlern, die den Mannschaf
ten von Schiffen, die auf Reede liegen, Waren anbieten
Bylmelrang [auch bʊmə,..] der; -s, Plur. -su. -e (aus gleich
bed. engl. boomerang, dies aus einer Eingeborenenspra
che Australiens) : gekrümmtes Wurfholz, das beim Verfeh
len des Zieles zum Werfer zurückkehrt. Bylmelrangleffekt [auch ’bums...] der; -[e]s, -e (nach dem Bild des Bu
merangs, der den Werfer treffen kann): unbeabsichtigte
negative Auswirkung eines Unternehmens, die sich gegen
den Urheber richtet
By Ina® der od. das; -[s] (Kurzw. aus Butadien u. Natrium):
synthetischer Kautschuk
Bullía
229
die; -, -s (aus ung. bunda „Pelz“): Schaffellmantel
ungarischer Bauern, bei dem das bestickte Leder nach au
ßen getragen wird
Bund Hing ['bʌndhŋ] das; -s, -s (zu engl. to bundle „bün
deln“ u. t,,,ing): Zusammenfassung mehrerer [zusammen
gehöriger] Produkte zu einer Verkaufseinheit
Bunlgallow [bʊŋgalo] der; -s, -s (aus angloind. bungalow,
dies aus hindustan. banglä, eigtl. „(Haus) aus Bengalen“):
frei stehendes, geräumiges eingeschossiges Wohn- od.
Sommerhaus mit flachem od. flach geneigtem Dach
Bunlgee ['bʌndʒi] das; -[s] (aus gleichbed. engl.-amerik.
bungee „Gummi(band)“): svw. Bungee-Jumping. Bungee-Jumlping [...ʤʌmpɪŋ], auch Bunlgeeljumlping
das; -s (aus gleichbed. engl.-amerik. bungee-jumping zu
Î Bungee u. engl. to jump „springen“): das Springen an ei
nem Gummiseil von großer Höhe im freien Fall, wobei der
bzw. die Springende durch das elastische Seil kurz vor dem
Aufprall auf den Boden aufgehalten wird
Bunlker der; -s, - (aus gleichbed. engl. bunker): 1. Behälter
zur Aufnahme von Massengütern (Kohle. Erz). 2. a) Be
tonunterstand [im Krieg] ; b) Schutzbau aus Stahlbeton für
militärische Zwecke od. für die Zivilbevölkerung. 3. Sand
loch als Hindernis beim Golf, bunlkern: Massengüter
wie Kohle, Erz in Sammelbehälter einlagern
Bun|ny ['bʌnɪ] das; -s, -s (aus engl. bunny „Häschen“): mit
Hasenohren u. -Schwänzchen herausgeputztes Mädchen,
das in bestimmten Klubs als Bedienung arbeitet
bulnoldpnt* (zugr. bounös „Hügel“ u. odoús, Gen. odöntos „Zahn“): stumpfhöckerig (von einem für Allesfresser
charakteristischen Backenzahntyp)
Bunlralku das; - (nach dem jap. Puppenspieler Bunrakuen
(19. Jh.)>: modernes japan. Puppentheater
Bunlselnit [auch ...mt] der; -s, -e (nach dem dt. Chemiker
R. W. Bunsen (1811-1899) u. zu î2...it>: ein dunkelgrünes
Mineral
Bulpholnilen [...ion] die (Plur.) (aus gr. bouphónia „Fest
mit Stieropfern in Athen“ zu bous „Stier“ u. phónos
„Mord“): frühgriechische Opferriten, bes. in Athen am
Fest des Stadtbeschützers Zeus Polieus. Buph|thal|mie‘
die; -, ...ien (zu gr. ophthalmós „Auge“ u. t2...ie): krank
hafte Vergrößerung des Augapfels (Med.). Buphlthalmus der; -, ...mi (über lat. buphthalmos ausgr. boüphthalmos, eigtl. „Ochsenauge“): svw. Hydrophthalmus
Bu ran der; -s, -e (aus russ. buran „Schneesturm“): lang an
dauernder winterlicher Nordoststurm mit starkem
Schneefall in Nordasien
Bu ratiti no der; -s, Plur. -s u. ...ni (aus gleichbed. it. burattino): ital. Bez. für Gliederpuppe, Marionette
Burlberlry® ['bə:bərɪ] der; -, -s (aus engl. burberry „wasser
dichter Stoff', nach dem Tuchhändler Th. Burberry
(19. Jh.), der diesen Stoff entwarf): sehr haltbares eng
lisches Kammgarngewebe
Buijdilgal, Burjdilgallilum das; -[s] (nach Burdigala, dem
lat. Namen von Bordeaux; vgl. ...ium): eine Stufe des
T Miozäns (Geol.)
Bur do der; -s, ...donen (meist Plur.) (aus spätlat. burdo
„Maultier, Lasttier“): Pflanzenbastard, der durch Ver
schmelzen artfremder Zellen beim Pfropfen entstanden
sein soll (heute überholte Theorie)
Bulreau [by'ro:] das; -s, Plur. -s u. -x [by'ro:s] (aus gleich
bed./r. bureau, vgl. Büro): franz. Schreibung von TBüro.
Bulreau plat [byro'pla] das; - -, -x -s [byro'pla] (aus fr. bu
reau plat „flacher Schreibtisch“): Schreibtisch des 17. u.
18. Jh.s mit Schubläden unter der Tischplatte, oft verziert
mit Intarsien u. Beschlägen aus Goldbronze. Bulreau
toillette [...toa'let] das; - -, -x -s [byrotoa'let] (aus gleich
bed./r. bureau toilette): kleines Möbelstück des 18. Jh.s,
das Toilettentisch u. zugleich Schreibtisch war
Bü|ret|te die; -, -n (aus fr. burette „Krug, Kännchen“):
Bunida
Bürokrat
Glasrohr mit Verschlusshahn u. Volumenskala (wichtiges
Arbeitsgerät bei der Maßanalyse)
...burlger [...burgn, engl. ,,,bə:gə] (verkürzt aus Î Hambur
ger): Wortbildungselement mit der Bedeutung „nach Art
des Hamburgers belegtes Grillbrötchen“, z. B. Cheesebur
ger, auch für Wortbildungen, die die Menge od. Qualität
des Belegten ausdrücken, z. B. Duplexburger „doppelt be
legter Hamburger“ bzw. Fischburger „eine mit einer
Fischfrikadelle belegte Art Hamburger“
Burlgul vgl. Bulgur
Burlgunlder der, -s (nach der franz. Landschaft Burgund):
Wein aus Burgund
Bulrilal-Mound-Kulltur ['bɛrɪəlmaund...] die; - (zu engl.
burial mound „Grabhügel“ u. t Kultur): von etwa 800 vor
bis 1200 n.Chr. durch große Grabhügel u. ausgeprägtes
Totenritual gekennzeichnete prähistorische Kultur im öst
lichen Nordamerika
Bulrin [by'rs:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. burin, weitere
Herkunft unsicher): Radiernadel des Kupferstechers
1Bur|ka die; -, -s (aus gleichbed. russ. burka, wohl zu bury
„graubraun“): halbkreisförmig geschnittener Mantelum
hang der Kaukasier aus dickem, rauem Wolltuch
2Bur|ka die; -, -s (aus arab. burqà „etw. Bedeckendes“):
(von muslimischen Frauen in Afghanistan, Pakistan u.
Teilen Indiens getragener) den ganzen Körper bedecken
der Umhang mit einem Einsatz aus Netzgewebe für die
Augen
Burllak der; -en, -en (aus russ. burlak „Treidler“): Schiffs
knecht, Schiffszieher (im zarist. Russland)
burllesk (aus gleichbed./r. burlesque, dies aus it. burlesco
zu burla „Posse“): possenhaft. Buijleslke die; -, -n: 1.
Schwank, Posse. 2. derb-spaßhaftes Musikstück. Burlletta die; -, Plur. ...tten u. -s (aus gleichbed. it. burletta, Ver
kleinerungsform von burla; vgl. burlesk): kleines Lustspiel
burlnetltilsielren [bə:nɛti...] (nach dem Engländer Bur
nett u. zut,,,isieren): Holz zum Schutz gegen Pilzbefall mit
Chlorzinklösung tränken
Burn-in [bə:n'in] das; -s, -s (zu engl. to burn in „einbren
nen“): Maßnahme zur Steigerung der Zuverlässigkeit
von technischen Erzeugnissen, bei der durch künstliche
Alterung die Anzahl der Frühausfälle verringert wird.
Burning Feet ['bə:nɪŋ 'fi:t] die (Plur.) (aus engl. burning
feet „brennende Füße“): brennende, brennend heiße od.
stechende I Parästhesien in den Gliedmaßenenden
(Med.). Burn-out, auch Burnlout ['bə:naʊt, bə:n'aʊt]
das; -s, -s (zu engl. to burn out „ausbrennen“): 1. a)
Brennschluss; Zeitpunkt, in dem das Triebwerk einer Ra
kete abgeschaltet wird u. der antriebslose Flug beginnt;
b) svw. Flame-out. 2. das Durchbrennen von Brennstoff
elementen bei Überhitzung (Kerntechnik). 3. Syndrom
(a) der völligen seelischen u. körperlichen Erschöpfung
(Med.). Burn-up [bə:n'ʌp] das; -s, -s (zu engl. to burn up
„abbrennen“): der Abbrand im Kernreaktor, d.h. die je
Masseeinheit des Kernbrennstoffs erzeugte Energie
(Kerntechnik)
Burlnus der; Gen. - u. -ses, Plur. -se (über fr. burnous aus
gleichbed. arab. burnus, dies aus gr. birrhos „Überwurf'
(lat. birrus)): Kapuzenmantel der Beduinen
Bülro das; -s, -s (aus gleichbed./r. bureau, eigtl. „grober
Wollstoff (zum Beziehen von Tischen)“, dies aus vulgärlat.
bura, lat. burra „zottiges Gewand“): 1. Arbeitsraum;
Dienststelle, wo die verschiedenen schriftlichen od. ver
waltungstechnischen Arbeiten eines Betriebes od. be
stimmter Einrichtungen des öffentlichen Lebens erledigt
werden. 2. die zu der Dienststelle gehörenden Angestellten
od. Beamten; z.B. das ganze - gratulierte. Bülrolkrat*
<ter; -en, -en (aus gleichbed./r. bureaucrate, vgl. ...krat):
(abwertend) jmd., der sich ohne Rücksicht auf besondere
Umstände nur pedantisch an seine Vorschriften hält. Bü-
bürokratisch
rolkraltie* die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. bureaucratie,
vgl. ...kratie): 1. (abwertend; ohne Plur.) bürokratische
Denk- u. Handlungsweise. 2. Beamten-, Verwaltungsap
parat. bülrolkraltisch*: 1. (abwertend) sich übergenau
an die Vorschriften haltend [ohne den augenblicklichen
Gegebenheiten Rechnung zu tragen], 2. die Bürokratie (2)
betreffend, bülrolkraltilsieren* (nach gleichbed. fr. bu
reaucratiser): den Ablauf, die Verwaltung von etwas einer
schematischen, engstirnig-formalistischen Ordnung un
terwerfen. Bülrolkraltislmus* der; - (zu î...ismus (5)):
(abwertend) pedantisches, engstirnig-formalistisches
Denken u. Handeln. Bü|ro|kra|ti|us* der; - (latinisierte
Scherzbildung zu ÎBürokratie): (scherzhaft) Heiliger des
Bürokratismus. Bülrollistifer; -en, -en (Schweiz. Bildung
zu Î Büro u. t ...ist): (Schweiz, veraltend) Büroangestellter.
Bülrollisltin die; -, -nen: (Schweiz, veraltend) Büroange
stellte
Bulrolsem [,,,'ziɔm] das; -s u. Bulrosljom* das; -s (aus
gleichbed. russ. burosëm): brauner Halbwüstenboden mit
Kalk- od. Gipsanreicherung in Oberflächennähe
Bü|ro|tech|nik die; - (zu ÎBüro u. TTechnik): Sammelbez.
für die Gestaltung u. technische Ausstattung der Arbeits
plätze in Büros. Bülroitel das; -s, -s (Kurzw. aus ‘\Biiro u.
ÎHotel): Hotel, das Wohnräume mit Büros vermietet
Buijrildadze; -, Plur. ...de, auch -s (Herkunftunsicher): ital.
Fischgericht
’Burlsa der; -[s], -s (nach der gleichnamigen türk. Stadt):
handgeknüpfter Seidenteppich mit vielfarbig gemusterter
Bordüre
2Bur|sa die; -, ...sae [...se] (aus gleichbed. (m)lat. bursa,
eigtl. „Ledersack, Beutel, (gemeinsame) Kasse“, dies aus
gr. bÿrsa „Fell, Tierhaut“): 1. Gewebetasche, taschen- od.
beutelförmiger Körperhohlraum (Med.). 2. Tasche an li
turgischen Gewändern (Rel.). burlschilkos (zu dt.
Bursch(e) u. der griech. Adverbendung -ikös): betont un
gezwungen, ungeniert in seinen Äußerungen, im Verhal
ten. Bur|schi|ko|si|tätdze; -, -en (zu T ...ität) : burschiko
se Art. Burlse die; -, -n (zu T2Bursa): Studentenwohn
heim. Bur|seklto|mie*dze; -, ...ien (zu T...ektomie): ope
rative Entfernung eines Schleimbeutels (Med.). Burlsiltis
die; -, ...itiden (zu T...itis>: Schleimbeutelentzündung
(Med.). Bur|so|gra|fie, auch ...gralphiedie; -, ...ien (zu
t...grafie): röntgenografische Darstellung eines Schleim
beutels (Med.). Burlsolgramm das; -, -e (zu 1 ...gramm):
Röntgenbild eines Schleimbeutels (Med.). Burlsollith
[auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T.. .lith) : stein
artiges Î Konkrement in einem Schleimbeutel (bei chroni
scher Schleimbeutelentzündung vorkommend; Med.).
Bur|so|to|mie die; -, ...ien (zu t,,,tomie): operative Öff
nung eines Schleimbeutels (Med.)
Burst [bə:st] der; -[s], -s (aus engl. burst „Ausbruch“, eigtl.
„Bruch“): bei einer Sonneneruption auftretender Strah
lungsausbruch im Bereich der Radiowellen
Bulrunldukdas; -s, -s (aus gleichbed. russ. burunduk): vor
allem in Russland, Nordjapan u. in großen Teilen Chinas
vorkommendes Erdhörnchen
’Busder; -ses, -se (verkürzt aus lat. omnibus „für alle“, Ab
lativ von omnes (Plur.) „alle“): Kurzform für Autobus,
Omnibus. 2Bus der; -ses, -se (aus engl. bus (bar) „elektri
sche Sammelleitung“; zu T’Bus gebildet): Sammelleitung
zur Datenübertragung zwischen mehreren Funktionsein
heiten (EDV)
Bulschi Ido das; -[s] (ausjap. bushidö „Weg des Kriegers“):
Ehrenkodex des japan. Militäradels aus der Feudalzeit
Bulshel ['bʊjl] der; -s, -s (aber: 6 -[s]) (aus engl. bushel,
eigtl. „Scheffel“, dies über gleichbed. fr. boisseau, ɑ/t/r.
boissiel, boistel wohl aus gall. *bosta „Handhöhlung“):
engl.-amerik. Getreidemaß
Bulsilne die; -, -n (aus altfr. buisine „Trompete“, dies aus
230
lat. bucina „Waldhorn“): lang gestreckte, aus dem Orient
stammende Blechtrompete des Mittelalters, aus der sich
später Trompete u. Posaune entwickelten
Busilness [biznis] das; - (aus engl. business „Geschäft,
Gewerbe“ zu busy „beschäftigt“, dies aus altengl. bisig,
bysig): a) (abwertend) Geschäftemacherei, vom Profit
streben bestimmtes Geschäft; b) Geschäftsleben, busi
ness as usulal ['bɪznɪs əz ju:ʒʊəl] (.engl.): die Geschäfte
gehen ihren Gang, alles geht seinen Gang. Busilnessclass, auch Busilness-Class ['bɪznɪs'klɑ:s] die; - (aus
gleichbed. engl. business class): für Geschäftsreisende ein
gerichtete Reiseklasse, bes. im Flugverkehr. Business
man [...mæn] der; -[s], ...men [...man] (aus engl. busi
nessman „Geschäftsmann“): auf Profit bedachter Ge
schäftsmann. Busi|ness-to-Busi|ness [...tu'biznis] das:
- (aus gleichbed. engl. business to business): Handel mit
Waren od. Dienstleistungen zwischen Unternehmen [im
Internet]; Abk. B2B. Busi|ness-to-Conlsu¡mer [...tu
kən'sju:mə] das; - (aus gleichbed. engl. business to consu
mer zu consumer „Verbraucher, Konsument“): Geschäfte
zwischen Unternehmen u. Privatkunden [im Internet];
Abk. B2C
Bu sing ['bʌsɪŋ] vgl. Bussing
Buslsard der; -s, -e (aus gleichbed. fr. busard, dies über
altfr. buson, buison vermutlich zu lat. buteo, Gen. buteo
nis „eine Falkenart“): ein Greifvögel
Busising ['bʌsɪŋ] das; -[s] (aus gleichbed. engl.-amerik.
bussing; vgl. ’Bus): Beförderung von farbigen Schulkin
dern per Omnibus in vorwiegend von nicht farbigen Kin
dern besuchte Schulen anderer Bezirke, um der Rassen
trennung entgegenzuwirken
Buslsolle dze; -, -n (aus gleichbed. zi. bussola, eigtl. „kleine
Büchse“ (für die Magnetnadel), dies über vulgärlat. buxida (Akk. von buxis) aus lat. pyxis, gr. pyxis „Büchse“):
Kompass mit Kreisteilung u. Ziellinie zur Festlegung von
Richtungen u. Richtungsänderungen in unübersichtli
chem Gelände u. unter Tage
busltal (zu 1 Bustum u. T ’...al (1)>: das 1 Bustum betreffend
Busltalmit [auch ...'mit] der; -s, -e (nach dem mexik. Ge
neral A. Bustamente (f 1853) u. zu î2...it): ein graurotes Si
likatmineral
Busltiler [bys'tie:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. bustier zu
buste „Büste, weibliche Brust“, dies aus it. busto „Büste“):
Teil der Unterkleidung für Frauen in Form eines mieder
artig anliegenden, nicht ganz bis zur Taille reichenden
Oberteils ohne Ärmel
Bus|tro|phe|dpn* das; -s (über gleichbed. lat. bustrophedon aus gr. boustrophëdôn, eigtl. „sich wendend wie der
Ochse beim Pflügen“) : Schreibrichtung, bei der die Schrift
abwechselnd nach rechts u. links (furchenwendig) läuft
(bes. in frühgriech. Sprachdenkmälern)
Busltum das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat. bustum zu burere,
Nebenform von urere „brennen, verbrennen“): Leichen
brandstätte, Grab, Grabhügel
Bulsulki die; -, -s (aus gleichbed. ngr mpouzoüki, dies aus
dem Türk.): griechisches, in der Volksmusik verwendetes
Lauteninstrument
Bultaldilen das; -s (Kurzw. aus ÎButan, Vdi... u. t...en):
ungesättigter gasförmiger Kohlenwasserstoff (Ausgangs
stoff für synthetischen ‘Gummi). Bultan das; -s, -e (zu lat.
butyrum aus gr. boütyron „Butter“ u. T...an): gesättigter
gasförmiger Kohlenwasserstoff, in Erdgas u. Erdöl enthal
ten. Bultalnol das; -s, -e (zu î...ol): svw. Butylalkohol
butch [butʃ] (engl.): ausgeprägt männlich (im Aussehen
usw.)
Bülten das; -s (Kurzw. aus 1 Butylen): svw. Butylen
Bultilke vgl. Boutique u. Budike. Bultilker vgl. Budiker
Bultin das; -s (zu ÎButan u. t...in (1)>: vom Butan abgelei
teter, dreifach ungesättigter Kohlenwasserstoff
231
[byti'nom] der: -s, -e <zu fr. butin „Beute“ u.
l...eur): (veraltet) Freibeuter
Butller ['bat...] der; -s, - (aus gleichbed. engl. butler, dies
über altfr. bouteillier „Kellermeister“ zu spätlat. butticula
„Fässchen, Krug“): ranghöchster Diener in vornehmen
engl. Häusern
Butllelrit [auch bʌtlə,,,, auch ... rit] der; -s, -e (nach dem
amerik. Geologen u. Mineralogen D. G. M. Butler u. zu
T2,..it>: ein orangefarbiges, tafeliges Mineral
Butlsuldan der; -s, -e <jap.; zu Butsu „Buddha(figur)“):
schrankförmiger buddhistischer Hausaltar für den Toten
kult in der japan. Familie
Butlteijfly ['bʌtəflaɪ] der; -[s], -s (aus engl. butterfly, eigtl.
„Schmetterling“): 1. bestimmter Spreizsprung im Eis
kunstläufen. 2. (Turnen) Salto seitwärts gestreckt, der von
einem Bein gesprungen und auf dem anderen Bein
(Schwungbein) aufgefangen wird. 3. (ohne Plur.) svw. But
terflystil. Butlterlflylstil der: -[e]s: Schmetterlingsstil
(im Schwimmsport)
’Butlton [bʌtn] der: -, - (nach dem gleichnamigen amerik.
Eiskunstläufer): hoher Spreizsprung beim Eiskunstlauf
2Butlton [bʌtn] der: -s, -s (aus engl. button „Knopf“): 1.
runde Plastikplakette mit Inschrift, die die Meinung des
Trägers zu bestimmten Fragen kennzeichnen soll. 2.
knopfartige Darstellung einer Schaltfläche auf dem Bild
schirm (EDV). Butlton-down-Hemd [ bʌtndaon...] rfas;
-s, -en (zu engl. to button down „sich durchknöpfen las
sen“): sportliches Oberhemd, dessen Kragenspitzen fest
geknöpft sind
Bultyl das; -s (zu tButan u. t...yl): Kohlenwasserstoffrest
mit 4 Kohlenstoffatomen (meist als erster Bestandteil von
Zusammensetzungen). Bultyllallkolhol der; -s, -e: Alko
hol mit 4 Kohlenstoffatomen (Lösungsmittel, Riechstoff).
Bultyllen das: -s (zu t...en): ungesättigter gasförmiger
Kohlenwasserstoff (aus Erdöl gewonnener Ausgangsstoff
für Buna, Nylon u.a.). Bultylrat das; -s, -e (zu lat. buty
rum „Butter“ (dies aus gleichbed. gr. boütyron, eigtl.
„Kuhquark“) u. Î ...at (2)>: Salz od. Ester der Buttersäure.
Bultylrolmelter das; -s, - (zu T'...meter): Messrohr zur
Bestimmung des Fettgehaltes der Milch
Bul vel ti 1er [byva'tie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. buvetier):
(veraltet) Schankwirt. Bu|vet|te [bv'vɛtə] die; -, -n (aus
gleichbed. fr. buvette): (veraltet) Trinkstübchen, kleine
Weinstube
Bulxin das; -s, -e (zu lat. buxus „Buchsbaum“ u. î...in (1)>:
1 Alkaloid aus der Wurzel des Buchsbaums (früher als Fie
bermittel gebraucht). Bulxus der; - (aus gleichbed. lat. bu
xus) : Buchsbaum (Bot.)
Buylalhollic [baɪə'hɔlɪk] (zusammengezogen aus engl. to
buy „kaufen“ u. alcoholic „Alkoholiker“, Analogiebildung
zu Workaholic): svw. Shopaholic. Buy-back-Ge|schäft
[bai'bsk...] das; -[e]s, -e („Rückkaufgeschäft“, zu engl. to
buy back „zurückkaufen"): Î Kompensationsgeschäft, bei
dem der Maschinen u. Anlagen liefernde Partner den Wert
in Form von damit erstellten Produkten zurückerhält
(Wirtsch.). Buyling-Cenlter, auch Buylinglcenlter
['baɪɪŋsɛntə] das; -s, - (aus engl. buying center, eigtl.
„Kaufzentrum“): Gesamtheit der Personen, die an der Be
Bultilneur
B2C
schaffung eines Produkts beteiligt sind (Wirtsch.). Buy
[baɪ'aot] das; -s, -s (zu engl. to buy out „aufkaufen“):
Kurzform für 1 Management-Buy-out
Bu Izenltaur der; -en, -en (aus mlat. bucentauruszugr. bous
„Rind“ u. kéntauros „Zentaur“): 1. Zentaur mit Stierleib,
Untier der griech. Sage. 2. vgl. Bucintoro
bye-bye ['baɪ'baɪ] (engl.): auf Wiedersehen!
Byllaws ['baɪlɔ:z] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. by-laws):
(veraltet) Verordnungen
Byllilne die; -, -n (aus gleichbed. russ. bylina, eigtl. „was ge
wesen ist“): episches Heldenlied der russ. Volksdichtung
Bylpass ['baipas] der; -[es], Plur. ...pässe, med. fachspr.
auch -es [,,,pa:sɪz] (aus engl. bypass „Umleitung, Umge
hung“): 1. a) Umführung [einer Strömung], Nebenleitung
(Techn.); b) Kondensator (1) zur Funkentstörung (Elektrot.). 2. a) Umleitung der Blutbahn; b) Ersatzstück, durch
das die Umleitung der Blutbahn verläuft (Med.)
Bylrolnislmus [bairo...] der; - (nach dem engl. Dichter
G. G. N. Lord Byron (1788-1824) u. zu T...ismus (1)>: li
terarische Richtung des 19. Jh.s, die sich an der satirisch
melancholischen Weltschmerzdichtung des engl. Dich
ters Byron orientiert (z.B. Platen, Grabbe, Puschkin,
Musset)
Bys|si|no|se die; -, -n (zu IByssus u. tɪ,,,ose): Baumwoll
lunge, durch eingeatmeten feinen Baumwollstaub verur
sachte Erkrankung mit Bronchitis u. Asthmaanfällen (bei
Baumwollarbeitern vorkommend; Med.). Bys Isus der; (über lat. byssus aus gr. byssos „Baumwolle, Flachs“, dies
aus hebr. büs „feine weiße Baumwolle“): 1. kostbares, zar
tes Leinen- od. Seidengewebe des Altertums (z. B. ägypt.
Mumienbinden). 2. feines Baumwollgewebe für Leibwä
sche. 3. Haftfäden mehrerer Muschelarten (als Muschel
seide verarbeitet)
Byte [bait] das; -[s], -[s] (aus gleichbed. engl. byte): a) Zu
sammenfassung von 8 Binärstellen als Einheit für die Spei
cherkapazität; b) Maß für die Speicherkapazität eines
Computers; vgl. 'Bit (EDV)
Bylthisltes [,,,te:s] der; -, ...teten (zugr. bythizein „versen
ken“): der den Täufling untertauchende Priester in der
griech.-orthodoxen Kirche
Byl towlnit [baɪ'toʊmt] der; -s (nach dem Ort Bytown in Ka
nada u. zu t2...it>: ein zu den Feldspaten gehörendes Mi
neral
Bylzanltilner der; -s, - (nach Byzanz, dem alten Namen von
Istanbul/Konstantinopel): (veraltet abwertend) Kriecher,
Schmeichler. by|zan|ti|nisch: 1. zu Byzanz gehörend,
z. B. -e Kunst. 2. (veraltet, abwertend) kriecherisch, unter
würfig. Bylzanltilnislmus der; - (zu Î...ismus (5)>: (ab
wertend) Kriecherei, unwürdige Schmeichelei. Bylzanltinist der; -en, -en (zu T...ist> : Wissenschaftler [u. Lehrer]
auf dem Gebiet der Byzantinistik. By|zari|ti|nis|tik die; (zu t...istik): Wissenschaft, die sich mit der Erforschung
der byzantin. Kultur u. Geschichte befasst, bylzanltinistisch (zu t...istisch): die Byzantinistik betreffend.
By|zan|ti|no|lolgie die; - (zu t...logie>: svw. Byzantinis
tik
B2B [bi:tʊ'bi] das; -: Abk. für t Business-to-Business. B2C
[bi:tʊ si] das; -: Abk. für 1 Business-to-Consumer
out
Ca.: Abk. für Carcinoma; vgl. Karzinom
Calaltinlga [k...] vgl. Catinga
Cab [kæb] das; -s, -s <aus gleichbed. engl. cab>:
einspännige
engl. Droschke
Ca|ba|let|ta [ka...] die; -, Plur. -s u. ...tten <aus gleichbed. it.
cabaletta, eigtl. „lebhafte, gefällige Schlussphrase“): klei
ne Arie; vgl. Kavatine
Ca|bal|le|ria [kabalje...] die; - (aus span, caballería „Ritter
tum, Ritterschaft“ zu caballero, eigtl. „Reiter“, dies aus
lat. caballus „Pferd“): eine Bruderschaft adliger Ritter im
mittelalterl. Spanien. Ca|bal|le|ro [kabalje:ro, auch ka
va...] der; -s, -s (aus gleichbed. span, caballero, dies aus lat.
caballarius „Pferdeknecht“): 1. (früher) span. Edelmann,
Ritter. 2. Herr (span. Titel)
Calban [ka'bä:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. caban, eigtl.
„Regenmantel“, dies über das Sizilian. aus arab. qabä’
„tunikaartiger Umhang“): a) kurzer sportlicher Herren
mantel [mit breiten Revers u. breitem Kragen]; b) längere
[Kostümjjacke für Frauen
Calbalnoslsi [k...] vgl. Kabanossi
Ca ba ret [kaba’re:, auch kabare] vgl. Kabarett
Cajbas [ka'ba] der; -, - (aus gleichbed. fr. cabas, dies aus altprovenzal. cabas, weitere Herkunft unsicher): Binsenkorb
für Feigen, Handkörbchen
Calbalza [ka'basa] die; -, -s (ausport, cabaça „Flaschenkür
bis“): bras. Rasselinstrument aus einer ausgehöhlten Î Ka
lebasse, über die ein Netz von Perlenkugeln gezogen ist
Cablcart ['kæbkɑ:t] das; -[s], -s (zu engl. cab „Droschke,
Führerhaus“ u. cart „Wagen, Karren“): einspänniger,
zweirädriger Wagen
Ca|bi|net noir [kabinɛ'nwa:r] das; -[s] - (ausʃr. cabinet noir
„schwarzes Kabinett“): Geheimbüro zur Durchsicht von
Briefen politisch Verdächtiger (erstmals von Ludwig XIV.
in Frankreich eingerichtet)
Cablelcar ['keɪblka:] der; -s, -s (aus engl. cable car „Seil
bahn“, dies zu cable „(Draht)seil“ u. car „Wagen“): a)
Standseilbahn; b) Straßenbahn, die von Seilen gezogen
wird (z.B. in San Francisco). Cableltransjfer ['keɪbltrænsfɛ:] der; -s, -s (zu engl. transfer „Überweisung“): te
legrafische Überweisung von Geldbeträgen nach Übersee ;
Abk. : CT
Cab man ['kæbmən] der; -s, ...men (aus gleichbed. engl.
cabman): Droschkenkutscher
Calbo ['ka:...] der; -s, -s (aus gleichbed.port. u. span, cabo):
Kap, Vorgebirge (meist in geografischen Namen)
Calbolchilens [kabɔ'ʃjɛ] z/ze (Plur.) <fr.; nach dem Anfüh
rer Simon Caboche): Aufständische, die 1412 u. 1413 in
Paris ein Schreckensregiment führten
Calboichon [kabɔ'ʃð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. cabo
chon, eigtl. „kuppelförmige Verzierung“, zu caboche
„Kuppe“): a) Schliff, bei dem die Oberseite des Schmuck
steins kuppelförmig gewölbt erscheint; b) Schmuckstein
mit Cabochonschliff
Calbolclo* [ka'boklu] der; -s, -s (aus port, caboclo „Halb
blutindianer, Mischling“, dies aus Tupi (einer südamerik.
Indianersprache) caboclo): Nachkomme aus den Misch
ehen zwischen den ersten port. Siedlern u. indian. Frauen
in Brasilien
Calbo|talge [ka,,,ʒə] vgl. Kabotage
Calbretlta* [k...] das; -s (aus span, cabrita „junge Ziege“ zu
cabra „Ziege“, dies aus lat. cabra): sehr feines Nappaleder
aus den Häuten spanischer Bergziegen
Ca brio* [k...] vgl. Kabrio. Ca|bri|o|le die; -, -n (aus fr. ca
briole „Luft-, Bocksprung, Purzelbaum“, dies aus z'i. capriola, vgl. Kapriole): Sprungschritt mit gestreckten Bei
nen in der klassischen Balletttechnik. Ca|bri|o|let [...le:]
vgl. Kabriolett
Caclcia ['kaʧa, it. kattʃa] die; -, -s (aus it. caccia „Jagd“, zu
cacciare „jagen“, dies über das Vulgärlat. zu lat. capere
„fassen, fangen“): Kanon von zwei Solostimmen mit In
strumentalstütze in der ital. Î Ars nova
Calchalça [ka'ʃasa] die; - (aus gleichbed. port, cachaça):
Zuckerrohrschnaps
Cache [kæʃ, auch kaʃ...] der; -, -s (aus engl. cache „Lager,
Versteck“, dies aus gleichbed. fr. cache zu cacher, vgl. ka
schieren): Speichereinheit als Zwischenträger von Daten
zweier kommunizierender Funktionseinheiten unter
schiedlicher Datenflussgeschwindigkeiten; Pufferspei
cher; Zwischenspeicher (z. B. für Internet- od. Intranetda
ten; EDV). Cache-cache [kaʃ kaʃ] das; - (aus gleichbed,
fr. cache-cache): Versteckspiel
Cajchellot [kaʃə'lɔt] vgl. Kaschelott
Cache mire [kaʃ'mi:n] vgl. Kaschmir
Calchelnez [kaʃ(ə)'ne:] das; - [... ne:(s)], - [,,,'ne:s] (aus
gleichbed. fr. cache-nez, eigtl. „etwas, was die Nase ver
steckt“, zu cacher, vgl. kaschieren, u. nez „Nase“): [seide
nes] Halstuch. Cachelpain [kaʃ'pɛ:] das; -s, -s (zufr. pain
„Brot“, dies aus gleichbed. lat. pañis): (veraltet) Brotkorb
decke. Cachelpot [kaʃ'po:] der od. das; -s, -s (zu fr. pot
„Topf“): (veraltet) Topfhülle, Umkleidung eines Blumen
topfes. Cacheisexe [kaʃ'sɛks] das; -, - (aus fr. cache-sexe,
eigtl. „was (nur) die Geschlechtsteile bedeckt“, zu sexe aus
lat. sexus „Geschlecht“): sehr knapper Damen- od. Her
renslip. Ca¡chet [ka'ʃe:, ka'ʃɛ] das; -s, -s (ausʃr. cachet
„Petschaft, Siegel“ zu cacher (vgl. kaschieren) in der
urspr. Bed. „(ein)pressen“): (veraltet) 1. Siegel. 2.
(Schweiz., sonst veraltet) Eigenart, Gepräge, Eigentüm
lichkeit; vgl. Lettres de Cachet. Cacheltalge [kaʃ'ta:ʒə]
die; -, -n (ausfr. cachetage, eigtl. „Versiegelung“): 1. (ohne
Plur.) Verfahren der Oberflächengestaltung in der moder-
233
nen Kunst, bei dem Münzen, Schrauben u. Ä. in reliefartig
erhöhte Farbschichten wie ein Siegel eingedrückt werden.
2. ein nach diesem Verfahren gefertigtes Bild (Kunstw.)
Ca che te ro [kaʧe...] der; -s, -s (aus gleichbed. span, ca
chetero zu cachete „Hirschfänger“): Stierkämpfer, der
dem vom Î Matador (1) verwundeten Stier den Gnaden
stoß gibt
cacheltielren [kaʃ'ti:...] (aus gleichbed. fr. cacheter zu ca
chet, vgl. Cachet): (veraltet) versiegeln. ca|chie|ren [ka'ʃi:...] vgl. kaschieren. Calchot [kaʃo:] das; -s, -s (aus
gleichbed. fr. cachot, eigtl. „Versteck“ zu cacher, vgl. ka
schieren): (veraltet) 1. finsteres [unterirdisches] Gefäng
nis. 2. strenger Arrest
Calchou [ka'ʃu:] das; -s, -s (aus/r. cachou „Katechu“, dies
über älter port, cacho aus tamil, käsu): 1. svw. Gambir. 2.
Hustenmittel (Salmiakpastillen)
Calchulcha [ka'ʧuʧa] die; - (aus gleichbed. span, ca
chucha): andalus. Solotanz im 3/4-Takt mit Kastagnetten
begleitung
Cä|ci|li|a|nis|mus [tsetsi...] der; - inlat.; nach der heiligen
Cäcilia, seit dem 15. Jh. Schutzpatronin der Musik, u. zu
t...ismus): kirchenmusikalische Reformbewegung (in Be
zug auf die Hinwendung zur mehrstimmigen Î Vokalmu
sik) im 19. u. beginnenden 20. Jh. (Mus.)
Calciolcalvalllo [kaʧoka'valo] der; -[s], -s (aus gleichbed.
it. caciocavallo, eigtl. „Stutenmilchkäse“, zu cacio „Käse“
(dies aus lat. caseus) u. cavallo „Pferd“ (dies aus lat. ca
ballus)): [geräucherter] südital. Hartkäse
Calcollet [kako'le:, ...'le] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. cacolet): (veraltet) Sattelkorb, gepolsterte Krankentrage
Cacltalceae [kakta tse:ɛ] die (Plur.) (aus nlat. cactaceae,
dies über lat. cactus zu gr. käktos „stachlige Pflanze,
Dorn“; vgl. Kaktus): wissenschaftliche Ordnungsbez. für
î Kaktazeen
CAD [kæd] (Abk. für engl. computer-aided design „rechner
unterstütztes Entwerfen“): rechnerunterstützte Kon
struktion und Arbeitsplanung
Caldalvelrin [kadave...] vgl. Kadaverin
Cad die ['kɛdi, engl. 'kædɪ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
caddie zu cadet, vgl. Kadett): 1. Junge, der dem Golfspie
ler die Schläger trägt. 2. ® zweirädriger Wagen zum Trans
portieren der Golfschläger. 3. ® Einkaufswagen [in einem
Supermarkt]
Cadldy [ kɛdi, engl. kædɪ] der; -s, -s (aus engl. caddy „Be
hälter“): Schutzhülle für eine CD-ROM, mit der diese in
das Laufwerk eingeführt wird
Caldeau [ka'do:] rfɑs/ -s, -s (aus gleichbed. fr. cadeau, eigtl.
„mit Schnörkeln verzierter Anfangsbuchstabe“, dies über
provenzal. (letra) capdal, cabdau bzw. cadau „Hauptbuch
stabe“ aus lat. capitalis „vorzüglich, den Kopf betref
fend“): (veraltet) 1. kleines Geschenk. 2. Schnörkelzug
Ca|de|nette [kadə'nɛt] die; -, -n [...tn] (nach Sir H. d’Albert
de Cadenet, einem franz. Höfling des 17. Jh.s; vgl. ...ette):
geflochtener Seitenzopf als Haartracht des 17. u. 18. Jh.s
Caldett [k...] vgl. 2Kadett
Cad mi um [k...] vgl. Kadmium
Caldran* [ka'drä:] der; -s, -s (aus fr. cadran „Zifferblatt“,
dies aus lat. quadrans „Viertel“, eigtl. Part. Präs, von qua
drare „viereckig sein“ (die Sonnenuhren waren ursprüng
lich alle viereckig)): (veraltet) a) Sonnenuhr; b) Zifferblatt
[einer Uhr], Caldre ['ka:drə] das; -s, -s (aus fr. cadre „Ein
fassung, Rahmen“, dies aus ii. quadro „Gemälde im Rah
men“, zu lat. quadrus „viereckig“): Kennzeichnung be
stimmter Cadrepartien beim Billard (in Verbindung mit
zwei Zahlen; z.B. Cadre 47/2). Caldrelparltie die; -, -n:
svw. Kaderpartie
Caldulcelus [ka'du:tseos] der; -, ...cei [...tsei] (aus lat. ca
duceus „Heroldsstab“, dies aus gr. (dorisch) karykelon):
Heroldsstab des altröm. Gottes Merkur
Cairnterrier
[k..., auch ...'m] der; -s, -e (nach dem
amerik. Mineralogen C. B. M. Cadwalader (20. Jh.) u. zu
T 2,..it>: ein zitronengelbes Mineral
CAE [si :leɪ'i:] (Abk. für engl. computer-aided engineering
„rechnerunterstützte Ingenieurarbeit“): Bez. für alle mit
hilfe von Computern u. geeigneten Programmen durchge
führten Ingenieurarbeiten
Caelcum ['tsɛ:kum] vgl. Zäkum u. Zökum
Caellaltulra [tsɛ...] die; -, -s (aus gleichbed. lat. caelatura,
eigtl. „Ziselierkunst“): das geprägte Bild einer Münze
Caenlspitlze [ kä...] die; -, -n (nach dem Herstellungsort
Caen in Nordfrankreich) : zuerst als Leinenspitze, dann als
schwarze Seidenspitze u. ÎBlonde hergestellte feine franz.
Klöppelspitze
Cae|relmo|ni|a|le [tse...] das; -, Plur. ...lien [,,iən] u. ...lia
(aus gleichbed. mlat. caeremoniale zu lat. caeremonia
„Verehrung, religiöser Brauch“): amtliches Buch der ka
tholischen Kirche mit Anweisungen für das Î Zeremoniell
feierlicher Gottesdienste
Calfard [ka1 fam] das; -[s] (aus gleichbed. fr. cafard, eigtl.
„Scheinheiliger“, dies über span, cafre „wilder, roher
Mensch“ zu arab. kafir „ungläubig“): (Schweiz., sonst ver
altet) a) tiefe Niedergeschlagenheit, Apathie; b) Unlust;
Überdruss
Calfé [ka'fe:] das; -s, -s (ausgleichbed. fr. café, vgl. Kaffee):
Gaststätte, die vorwiegend Kaffee u. Kuchen anbietet;
Kaffeehaus; vgl. Kaffee. Calfé chanltant [ka'feʃa'ta]
das; -s -, -s -s [...Jä'tä] (zu fr. chanter „singen“): Café mit
Gesangsdarbietungenu. Kabarett. Calfé comlplet* [kafeko'ple] der:
-s -s [...'ple] (aus/f. café complet „Kaffee
gedeck“): (Schweiz.) Kaffee mit Milch, zu dem Brötchen,
Butter u. Marmelade serviert werden. Calfé crème [kafe'krɛ:m] der; - -, -s - [,,,'kre:m] (aus gleichbed. fr. café
crème): (Schweiz.) Kaffee mit Sahne. Calfé snéllange
[ka'fe:me'la:ʒ] <7er; - -, -s - [...me'la:ʒ] (zu fr. mélange, vgl.
Melange): (Schweiz.) Kaffee mit Schlagsahne. Calfelteria die; -, Plur. ...ienu.-s (über amerik. cafeteria aus span.
cafetería „Kaffeegeschäft“): Imbissstube, Restaurant mit
Selbstbedienung. Calfeltiler [..,'tie:] der; -s, -s (aus gleich
bed. fr. cafetier): (veraltet) Kaffeehausbesitzer. Calfeltielre [,,,'tie:rə, ,,,'tiɛ:rə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. cafe
tière) : (veraltet) 1. weibliche Form zu îCafetier. 2. Kaffee
kanne
Calful sa [k...] die; -, -s (aus gleichbed. port, cafuza): weib
liche Form zu ÎCafuso. Ca fulso der; -s, -s (aus gleichbed.
port, cafuzo): (in Brasilien lebender) Nachkomme eines
schwarzen u. eines indian. Elternteils
Cage [ka:ʒə] die; -, -n (aus fr. cage „Käfig, Vogelbauer“):
(veraltet) 1. Rädergehäuse einer Uhr. 2. Krinoline, Reif
rock
Calgoullards [kagu'la:r] die (Plur.) (aus fr. cagoulards
„Kapuzenmänner“) : Mitglieder eines dem Ku-Klux-Klan
ähnlichen franz. Geheimbundes vor dem 2. Weltkrieg
Calhier [ka'je:] das; -s, -s (aus/r. cahier „Schreibheft“, dies
aus lat. quarterni „Gruppe von vier“): (früher) Wünsche
od. Beschwerden enthaltendes Schreiben, das dem König
von den Ständevertretern überreicht wurde
CAI [si: ei 'aɪ] (Abk. für engl. computer-aided instruction
bzw. computer-assisted instruction „computerunterstütz
ter Unterricht“): Bez. für Anwendungen von Datenverar
beitungsanlagen, die der Vermittlung, Veranschaulichung,
Einführung, Prüfung u. Bewertung von Kenntnissen u.
Fähigkeiten dienen (EDV)
Cailpilrinlha [kaipi'rinja] der; -s, -s u. die; -, -s {port.'): Mix
getränk aus Zitronensaft, Rum u. Eis
Ça ira [safra] (ausfr. Ca ira „es wird gehen“, nach dem Re
frain): Titel eines Lieds während der Französischen Revo
lution 1789
Cairnlterlriler ['kɛən...] der; -s, - (zu altir. earn „SteinhüCad|wa|la|de|rjt
234
Caisse
gel" u. îTerrier): kleiner wetterfester schottischer Terrier
als wachsamer Haus- u. Jagdhund
Caisse [kɛ:s] die; -, -s (aus gleichbed. fr. caisse, dies über
provenzal. caissa aus lat. capsa „Behälter“): (veraltet)
Kasten, Kasse. Caislson [kɛ'sð:] der; -s, -s (aus gleichbed.
/r. caisson, dies aus it. cassone zu cassa „Kasten“): Senk
kasten für Bauarbeiten unter Wasser. Caislsonlkrankheit rfie; -: Krankheit, die nach Arbeiten unter erhöhtem
Luftdruck auftritt; Druckluftkrankheit (Med.)
Cake [ke:k, auch keik] der; -s, -s (aus engl. cake „Kuchen“):
(Schweiz.) in länglicher Form gebackene Art Sandkuchen.
Cakelwalk [keɪkwɔ:k] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
cakewalk, eigtl. „Kuchentanz“): aus einem urspr. panto
mimischen Tanz um 1900 entstandener afroamerik. Ge
sellschaftstanz
cal: Abk. für Kalorie
Callalmalres [k...] die (Plur.) (aus span, calamares, Plur.
von calamar „Tintenfisch“, dies über z7. calamaro aus spätlat. calamarium „Futteral für die Schreibfeder“ zu lat. ca
lamus, vgl. Calamus): Gericht aus frittierten Tintenfisch
stückchen. Callalmalri die (Plur.) (aus it. calamari, Plur.
von calamaro, vgl. Calamares): svw. Calamares. Calla
mus der; -, ...mi (über lat. calamus aus gr. kälamos
„(Schreib)rohr“): 1. antikes Schreibgerät aus Schilfrohr. 2.
hohler Teil des Federkiels bei Vogelfedern (Spule)
ca| Ian Ido [k...] ((/.; „nachlassend“): an Tonstärke u. Tempo
gleichzeitig abnehmend (Vortragsanweisung; Mus.)
Callalta [k...] die; -, -s (aus it. calata „das Hinabsteigen,
Senken“): altital. Schreittanz im raschen Zweiertakt
Callaltor [k...] der; -s, ...oren (aus lat. calator „Diener“ zu
calare „holen“): im alten Rom ein Sklave, der für seinen
Herrn Gäste einzuladen u. gewünschte Leute herbeizuru
fen hatte
Callaltralvalorlden* [kalatra:va...] der; -s (nach der span.
Stadt Calatrava in Neukastilien): der erste große spani
sche Ritterorden, der 1158 zur Verteidigung des Schlosses
Calatrava gegen die Mauren gegründet wurde
Callalvelrit [kalave..., auch ...rit] der; -s, -e (nach dem
Fundort, dem Bezirk Calaveras in Kalifornien, u. zu
t2...it): Golderz, Goldtellurit (Mineral.)
Cal|ca|ne|us [kafka:neʊs] der; -, ...nei [...nei] (aus nlat. cal
caneus, dies zu lat. calx, Gen. calcis „Ferse“): Fersenbein,
hinterster Fußwurzelknochen (Med., Biol.)
Call ce|o|la|ria [kaltseo...] vgl. Kalzeolarie
Callees fkaltse:s]: Plur. von TCalx
Cal|cet|to [kal'ʧeto] der od. das; -[s] (aus gleichbed. it. calcetto, Verkleinerungsform von calcio, vgl. Calcio): ital.
Bez. für Straßenfußball
Callci|felrol [kaltsi...] das; -s (Kurzw. aus nlat. calcíferas
„Kalk tragend“ u. Î Ergostero/): Vitamin D, [mit antira
chitischer Wirkung], Callci na ti on vgl. Kalzination.
callci|nie|ren vgl. kalzinieren
Callcio ['kaltʃo] das; - (aus gleichbed. it. calcio, eigtl. „Fuß
tritt“): 1. altitalienisches (bes. florentinisches) rugbyarti
ges Fußballspiel, das heute noch zweimal jährlich in Flo
renz ausgetragen wird. 2. ital. Bez. für Fußball
Callcilpot® ['kaltsi...] das; -s (Kunstw. zu lat. calx, vgl.
2Calx): ein Kalkpräparat. Cal|ci|spon|gi|ae [...gie] die
(Plur.) (zu lat. spongia „Schwamm“): Kalkschwämme.
Callcit vgl. Kalzit. Callcilum vgl. Kalzium. Callcullus
['kalku...] der; -, ...li (aus gleichbed. lat. calculus, eigtl.
„Steinchen“,
Verkleinerungsform
von
calx
„(Kalk)stein“): 1. in der Antike der Rechenstein für den
t Abakus (1). 2. svw. Konkrement
Calldalrilum [k...] vgl, Kaldarium. Calidas [k...] die
(Plur.) (aus span. u. port, caldas (Plur.) „Therme, Ther
malbad“, eigtl. „heiße Quellen“, zu lat. caldus „warm“): in
Spanien, Portugal u. Lateinamerika Teil von Ortsnamen
zur Kennzeichnung von Thermalbädern
[k...], Kaldera die; -, ...ren (aus span, caldera
„Kessel“, dies aus spätlat. caldarium „Kochkessel“):
durch Explosion od. Einsturz entstandener kesselartiger
Vulkankrater (Geol.). Cal|de|rit [auch ...'rɪt] der; -s, -e (zu
t2...it>: zu den Aluminiumgranaten gehörendes Mineral
Calielçons [kalə'sð:] die (Plur.) (aus gleichbed. fr. caleçons
(Plur.), dies aus it. calzoni (Plur.) „Hosen“ zu calza „Ho
se“, eigtl. „Strumpf'): (veraltet) Unterhosen
Callemlbour, Calembourg [kalä'bu:n] der; -s, -s (aus
gleichbed./r. calembour, weitere Herkunft unsicher): (ver
altet) Wortspiel; vgl. Kalauer. Ca|lem|bour|di|er [kaläbʊr'die:] der; -s, -s (zu t2...ier): Schöpfer von (Calembours.
Ca lem bourg [kala bu:g] vgl. Calembour. Callemlbredaine* [kalabrə'dɛ:n] die; -, -n [,,,nən] (aus gleichbed./r.
calembredaine): (veraltet) ausweichende Antwort,
Schwindelei, Flause
Ca len dae [kalɛndɛ] vgl. Kalenden u. ad calendas graecas. Ca lenldulla die; -, ...lae [...le] (aus lat. calendula
„kleiner Kalender“, weil die Pflanze durch Öffnen und
Schließen des Blütenstandes die Tage anzeigt): Ringelblu
me (Korbblütler)
Calf [kalf, engl. kɑ:f] das; -s (aus engl. calf „Kalb“): Kalbs
leder, das bes. zum Einbinden von Büchern verwendet
wird
Callgon® [k.. .] das; -s (Kunstw.): Wasserenthärtungsmittel
Callilban [ka..., auch engl. 'kælɪbæn] vgl. Kaliban
Callilche [ka li:tʃə] <Vz<?, - (aus span, caliche „Kalkflocke“ zu
cal „Kalk“, dies über das Vulgärlat. aus gleichbed. lat.
calx): Salzvorkommen mit hohem Gehalt an Natriumni
trat im Boden trockener Klimagebiete
Callilcot [kali ko:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. calicot; vgl.
Kaliko): 1. svw. Kaliko. 2. (ugs. veraltet) Verkäufer [im
Warenhaus]
Ca|li|for|ni|um [k...] das; -s (nach dem amerik. Bundes
staat Kalifornien u. zu t...ium): stark radioaktives, künst
lich hergestelltes chemisches Element aus der Gruppe der
(Transurane; Zeichen Cf
Callilga [k...] die; -, -s (aus gleichbed. lat. caliga): unter der
Sohle genagelter, schienbeinhoher Riemenschuh der rö
mischen Antike, bes. Soldatenstiefel
Callilna [k...] die; -, -s (aus span, calina „Nebeldunst“, dies
aus lat. caligo, Gen. caliginis): sommerliche Lufttrübung
durch Staub u. Schlieren der aufsteigenden Warmluft, bes.
über den Hochflächen Innerspaniens
Callit [k..„ auch ...'lit] das; -s (Kunstw.): ein Isolierstoff
Callix [k...] der; -, Calices [,,,tse:s] (aus gleichbed. lat. calix):
Becher, Kelch, Schale, Schüssel, meist als Teil eines Hohl
organs (Anat.)
Call [kɔ:l] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. call zu
engl. to call „rufen“): 1. Kaufoption (Börsenw.). 2. (meist
Plur.) Optionspapier auf steigende Aktien; Ggs. (Put
Calila [k...], auch Kalla die; -, -s (über nlat. calla aus gr. kállos „Schönheit“, weil der Blütenkolben von einer schönen,
weißen Hülle umgeben ist): (zu den Aronstäben gehören
de) Pflanze mit breiten, glatten grünen Blättern u. lang ge
stieltem Blütenstand mit weißem Hüllblatt (Schlangen
wurz)
Cal|la|ne|tics® [kɛləneɪtiks] die (Plur.) (Kunstw.; nach
dem Namen der amerik. Erfinderin, Callan Pinckney (*
1939), in Analogie zu aerobics, vgl. Aerobic): Fitnesstrai
ning, das bes. auf die tieferen Bindegewebsschichten wirkt
Calllboy ['kɔ:lbɔɪ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. call-boy zu
to call „anrufen“ u. boy „Junge“) : junger Mann, der auf te
lefonischen Anruf hin Besuche macht od. Besucher emp
fängt u. gegen Bezahlung deren [homosexuelle Wünsche
befriedigt. Cail-by-Call-Verfahren ['kɔ:lbaɪ'kɔ:l...] das;
-s (zu engl. call by call „(An)ruf für (An)ruf‘; vgl. Call):
Verfahren, bei dem für jeden Anruf das jeweils preisgüns
tigste Fernsprechunternehmen [mithilfe einer bestimmten
Calldelra
235
Vorwahlnummer] ausgewählt wird. Caldcar [,,,kɑ:] der:
-s, -s (zu engl. car „Auto“): Mietauto, das nur telefonisch
bestellt werden kann. Caldcenlter, auch Call-Cen|ter
[...ssntp] das; -s, - (zu Î ‘Center): zentrale Stelle, in der die
für eine Abteilung, einen Betrieb, ein Unternehmen u. Ä.
eingehenden Anrufe entgegengenommen u. bearbeitet od.
weitergeleitet werden. Calllcenlterlagent, auch
Call-Cen|ter-Agent [...lagent, auch: ,,,leɪdʒənt] der: -s,
-s: jmd., der in einem TCallcenter Anrufe entgegennimmt.
Calllcenlterlagenltin, auch Call-Cen|ter-Agen|tin
die: -, -nen: weibliche Form zu Î Callcenteragent. CallIgirl
[,--gə:l] das: -s, -s (aus gleichbed. engl. call-girl zu to call
„anrufen“ u. girl „Mädchen“): Prostituierte, die auf tele
fonischen Anruf hin Besucher empfängt od. Besuche
macht. Call-in [kɔ:l'ɪn] das: -, -s (zu engl. to call ,,(an)rufen“): Sendung im Rundfunk od. Fernsehen, in der die Zu
hörer bzw. Zuschauer anrufen können; Anrufsendung.
Calllinglcard, auch Cal|ling-Card [kɔ:lɪŋ'ka:d] ¿Ze; -, -s
(aus engl.-amerik. calling card „Visitenkarte“ zu engl. cal
ling „das Anrufen“ u. card „Karte“): 1. Visitenkarte. 2.
Telefonkarte zum internationalen bargeldlosen Telefonie
ren
Calllolsiltas [k...] die; -, ...sitates [...te:s] (aus gleichbed.
nlat. callositas zu lat. callosus „hart-, dickhäutig“, dies zu
callum, vgl. Kallus): Hautverdickung, Hautschwiele
(Med.)
Calllov [ka'lo:f], Cal lo vi um [...vium] das; -[s] (nach Callovium, dem lat. Namen für Kelloway (England), u. zu
t...ium): die oberste Stufe des Î Doggers (Geol.)
Calls [kɔ:lz]: Plur. von ÎCall
Calllus [k...] vgl. Kallus
callmalto [k...] <z7.>: beruhigt (Vortragsanweisung: Mus.)
Calme [k...] vgl. Kalme
Cal|mette|ver|fah|ren [kalmet...] ¿as; -s (nach dem
franz. Bakteriologen A. L. Ch. Calmette, 1863-1933):
Schutzimpfung gegen Tuberkulose
Callo [k...] vgl. Kalo
Callor [k...] der: -s (aus gleichbed. lat. calor): Wärme, Hitze
(als erhöhte Temperatur bei Fieber od. als Symptom einer
Entzündung; Med.). ca|lo|ri|sie|ren vgl. kalorisieren
Ca lo yos [ka'lo:jɔs] die (Plur.) (zuspan. caloyo „Lamm“):
wollige Felle des span. od. südamerik. Merinolammes
Cal I ppi I li [k...] vgl. Calpulli. Calpulli, Calpolli der: -[s], -s
(aus aztek. calpulli „großes Haus“): wirtschaftliche, so
ziale u. politische Stammeseinheit bei den Azteken (Völkerk.)
Calque [kalk] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. calque zu calquer
„durchzeichnen, abpausen“, dies aus lat.-it. calcare „tre
ten“): (veraltet) Durchzeichnung, Pause
Callulmet [kalu'mst, auchkaly'me] vgl. Kalumet
Ca lu tron* [k...] das; -s, Plur. ...one, auch -s (Kurzw. aus
Ca/ifornia University Cyclotron): Trennanlage für ÎIsoto
pe
Cal Iva [kalva] vgl. Kalva
Calva dos [k...] der; -, - (nach dem gleichnamigen franz.
Departement in der Normandie): franz. Apfelbranntwein
Callvalria [kafva:...] die; -, ...riae [...rie] (aus spätlat. calva
ria „Hirnschale, Schädel“ zu gleichbed. lat. calva): knö
chernes Schädeldach (Med.)
callvilnisch [kalv...] usw. vgl. kalvinisch usw.
Cal vi ti es [kal'vi:tsiɛs] die; - (zu lat. calvitium „Glatze“):
Kahlköpfigkeit (Med.)
’Calx [k...] die; -, Calces [...tse:s] (aus gleichbed. lat. calx,
Gen. calcis) : Ferse
2Calx [k...] die; -, Calces [...tse:s] (aus lat. calx, Gen. calcis
„(Kalk)stein“): Kalk
Callylces ['kalytse:s] : Plur. von TCalyx. callylcilnisch (zu
ÎCalyx): kelchartig (von Blütenhüllen; Bot.)
Callyplso [ka'hpso] der; -[s], -s (Herkunft unsicher): 1.
Camera obscura
volkstümliche Gesangsform der afroamerik. Musik West
indiens. 2. figurenreicher Modetanz im Rumbarhythmus
Ca|lyp|tra* [k...] vgl. Kalyptra
Callyx [k...] der; -, Calyces [ kalyt§e:s] (über/at. calyx aus gr.
kälyx „Blütenkelch, Fruchtknospe“): 1. Blütenkelch
(Bot.). 2. Körperteil der Seelilien (Zool.)
CAM [kæm] (Abk. für engl. computer-aided manufacturing
„computerunterstütztes Fertigen“): Bez. für die computeruhterstützte Steuerung u. Überwachung von Produkti
onsabläufen
Calmalieu [kama'jo:] die; -, -en (aus gleichbed. fr. camaïeu,
dies unter Einfluss von camée (vgl. Kamee) vielleicht aus
dem Arab.): 1. aus einem Stein mit verschieden gefärbten
Schichten (z.B. aus Onyx) herausgearbeitete ÎKamee. 2.
Gemälde auf Holz, Leinwand, Porzellan, Glas, das in
mehreren Abtönungen einer Farbe gehalten ist, bes. häufig
grau in grau; vgl. Grisaille (lb). Camaieuholzschnitt der; -[e]s, -e: besondere Art des Farbholzschnit
tes (Grau-in-grau-Schnitt). Ca ma ieu ma le rei die; -:
besondere Art der Porzellanmalerei (Ton-in-Ton-Bemalung)
Camail [ka'maj] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. camail zu altprovenzal. capmalh „Kopfrüstung“): (veraltet) 1. a) Schul
terkragen höherer Geistlicher; b) kurzer Frauenmantel. 2.
Helmdecke auf Wappen
Ca|ma|re|ra [k...] die; -, -s (aus gleichbed. span, camarera):
span. Bez. für Kellnerin u. Kammerdienerin. Calmalrero der; -[s], -s (aus gleichbed. span, camarero zu cámara
„Kammer“, dies über das Vulgärlat. aus lat. camera):
span. Bez. für Kellner u. Kammerdiener
Calmarguelpferd [ka'marg...] das: -[e]s, -e (nach der
Landschaft Camargue im Rhönedelta, Südfrankreich): in
Südfrankreich gezüchtete Pferderasse
Ca|ma|ro|sau|ri|er [k...re] der; -s, - u. Calmalrolsaulrus
der: -, ...rier [...in] (zugr. kámmaros „Krebstier “ u. saüros
„Eidechse“): ein nordamerik. Dinosaurier
Camlber [kernbu] der; -s, - (aus engl. camber, eigtl. „Wöl
bung“): weicher Herrenfilzhut
Camlbilalta [k...] die; -, ...ten (aus gleichbed. it. cambiata
zu mlat. cambiare „tauschen, wechseln“): vertauschte No
te, Wechselnote (Mus.). Camlbio usw. vgl. Kambio usw.
Camlbilum vgl. Kambium
Cam bric* [‘kambnk, engl. 'keɪmbrɪk] usw. vgl. Kambrik
usw.
Cam|cop|ter* ['kamkɔp...] der; -s, -s (Kurzw. aus ÎCam
corder u. engl. helicopter, vgl. Helikopter): Flugroboter
mit Kamera zur Erkundung und Überwachung (bes. von
nuklearen Anlagen). Camlcorlder der; -s, - (aus gleich
bed. engl. camcorder, zusammengezogen aus camera „Ka
mera“ u. recorder „Recorder“): svw. Kamerarekorder
Calmellot [kamə'lɔt, fr. kam'lo] vgl. 2Kamelott
Ca mem bert [ kamombe:?, ,,,bɛ:n, auch kamabɛ:u] der;
-s, -s (aus gleichbed. fr. camembert, nach der gleichnami
gen Stadt in der Normandie): vollfetter Weichkäse mit
weißem Schimmelbelag
Calmeo ['kæmɪoʊ] der; -s, -s (aus engl. cameo „(winzige)
Nebenrolle“, dies aus it. cammeo, vgl. Kamee): Kurzauf
tritt prominenter Zeitgenossen in einem Film
Calmelra lulcilda [k... lu:tsida] die; --, ...rae [...re] ...dae
[...de] (aus lat. camera lucida „helle Kammer“): Vorrich
tung zum Abzeichnen von Gegenständen, bei der die vom
Gegenstand kommenden Lichtstrahlen so abgelenkt wer
den, dass dem Zeichner der Gegenstand in die Zeichen
ebene projiziert erscheint. Calmelra obslculra* [- ɔps'ku:ra] die; - -, ...rae [...rs] ...rae [...re] (aus lat. camera obs
cura „dunkle Kammer“): innen geschwärzter Kasten mit
transparenter Rückwand, auf der eine an der Vorderseite
befindliche Sammellinse ein auf dem Kopf stehendes, sei
tenverkehrtes Bild erzeugt (Urform der fotografischen
Camerarius
Kamera). Calmelralrilus der; -, ...rii (aus mlat. camera
rius „Kämmerer, Kammerherr“): Vorsteher der fürstli
chen Vermögensverwaltung, Schatzmeister. Calmelralta
die; -, -s (aus it. camerata „Gruppe, Gemeinschaft, Ver
ein“ zu lat.-it. camera „Kammer“; nach der Camerata
Florentina, einer akademischen Vereinigung von Musi
kern, Dichtern u. Gelehrten um den Florentiner Grafen
Bardi im 16. Jh.): Name von Kammermusikvereinigungen,
die sich im Zusammenhang mit musikwissenschaftlichen
Erkenntnissen um zeitgenössische Aufführungspraktiken
der gespielten Werke bemühen. Calmer|len|go der; -s, -s
(aus it. camerlengo, älter camarlingo „Kämmerer“, dies
aus dem Germ.): Schatzmeister des Kardinalskollegiums,
Kämmerer
Calmilon ['kamio] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. camioji):
(Schweiz.) Lastkraftwagen. Ca|mi|on|na|ge [kamiɔna:ʒə] die; - (aus gleichbed. fr. camionnage): (Schweiz.) 1.
Spedition. 2. Gebühr für die Beförderung von Frachtgut.
Calmilonlneur [...na:?] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. ca
mionneur): (Schweiz.) Spediteur
Calmijsalde [k...] die; -, -n (aus gleichbed./r. camisade; die
Teilnehmer machten sich durch Überziehen von weißen
Hemden (spätlat. camisiae) gegenseitig kenntlich): (veral
tet) nächtlicher Überfall. Caimilsole [kamizɔl] das; -s, -s
(aus fr. camisole, eigtl. „Unterjacke“, dies aus it. camiciola, Verkleinerungsform von camicia „Hemd“): Hemd
röckchen mit schmalen Trägern und eingearbeitetem Büs
tenteil
Calmoijra [k...], KamorraÆe; - (aus gleichbed. it. camorra,
urspr. Name eines politische Ziele verfolgenden Geheim
bundes im Königreich Neapel): (mit Mafiamethoden ar
beitende) Geheimorganisation in Süditalien, bes. in Nea
pel. Calmorlrist, Kamorrist der; -en, -en (zu T...ist): Mit
glied der Camorra
Calmoulflalge* [kamu'fla:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
Camouflage): 1. (veraltet) Tarnung von Befestigungsanla
gen. 2. (abwertend) Tarnung von [politischen] Absichten,
calmoulflielren [kamu...] (aus gleichbed. fr. camoufler,
dies aus it. camuffare „sich verkleiden“): (veraltet) tarnen,
verbergen
’Camp [kɛmp] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. camp, dies
über fr. camp, it. campo aus lat. campus „Feld“): 1.
[Zelt]lager, Ferienlager (aus Zelten od. einfachen Häus
chen). 2. Gefangenenlager, Internierungslager. 3. Militär
stützpunkt, Feldlager
2Camp [kæmp] iter; -s, -s (zu engl. camp „schwul", weitere
Herkunft unsicher) : männliche Person mit extravaganten
[homosexuellen] Verhaltens- u. Erlebnisweisen, eine Art
Î Dandy
Camlpan [kä'pä:] u. Campanium [kam...] das; -[s] (nach der
Champagne, Frankreich): eine Stufe der Kreide (Geol.)
Campana [k...] die; -, ...ne (aus gleichbed. zt. campana,
vgl. Kampanile): ital. Bez. für Glocke
Cam|pa|na|re|li|efs [k...] die (Plur.) (nach der Sammlung
des Italieners G. Campana (1806-1880) u. zu I Relief): et
wa von 50 V. Chr. bis 150 n.Chr. hergestellte Terrakotta
platten mit bemalten Flachreliefs
Cam|pa|ni|le [k...j vgl. Kampanile
Camlpalnilum [k...] vgl. Campan
Camlpalnulla [k...] die; -, ...lae [...le] (aus nlat. campanula
„Glöckchen“, Verkleinerungsbildung zu spätlat. campana
„Glocke“): Glockenblume
Camlpalri® [k.. .] der; -s, -s (aber: 2 Campari) (nach der
Herstellerfirma Campari in Mailand): ein Bitterlikör
Camlpelchelholz [kam'petʃe...] vgl. Kampescheholz
Cam pe ment [... mà:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. campe
ment zu camp, vgl. Camp): (veraltet) Feldlager, ÎBiwak,
camlpen [kern...] (aus gleichbed. engl. to camp, vgl. kam
pieren): am Wochenende od. während der Ferien im Zelt
236
od. Wohnwagen leben. Cam per der; -s, - (aus gleichbed.
engl. camper): 1. jmd., der am Wochenende od. während
der Ferien im Zelt od. Wohnwagen lebt. 2. Wohnmobil,
Minibus. Cam|pe|si|no [ka...] rfer; -s, -s (aus gleichbed.
span, campesino zu campo, vgl. Campo): armer Landar
beiter, Bauer (in Spanien u. Südamerika)
Camlphen [k...] usw. vgl. Kämpfen usw.
camlpielren [k...] (aus gleichbed. fr. camper, vgl. kampie
ren): (österr. u. Schweiz.) svw. campen
Cam|pi|gni|en* [kapɪnjɛ:] das; -[s] (nach der Fundstelle
Campigny in Frankreich) : Kulturstufe der Mittel- u. Jung
steinzeit
Camlpillit [k...] das; -s (Kunstw.): starkes Nervengift
Camlping [kern...] das; -s (aus gleichbed. engl. camping;
vgl. Camp): das Leben im Freien [auf Campingplätzen],
im Zelt od. Wohnwagen während der Ferien od. am Wo
chenende. Camlpinglplatz der; -es, ...plätze: Gelände,
auf dem gegen Gebühr gezeltet bzw. der Wohnwagen ab
gestellt werden darf. Cam|pi|olnis|si|mo [kam...] der;
-[s], ...mi (aus it. campionissimo „Weltmeister, großer
Sportler“ zu campione „Held, Kämpfer“, dies über campa
„Feld" aus gleichbed. lat. campus): (bes. österr.) Meister
im Sport. Camp mee ting ['kæmpmi:...] das; -s, -s (aus
gleichbed. engl.-amerik. camp meeting): [Îmethodisti
sche] Versammlung zur Abhaltung von Gottesdiensten im
Freien od. in einem Zelt (bes. in den USA); Zeltmission.
Camlpo [ kampo] der: -s, -s (meist Plur.) (aus span. u.
port, campo „flaches Land“, dies aus lat. campus „Feld“):
1. bras. Î Savanne mit weiten Grasflächen. 2. Rinderhaut
aus Eigenschlachtungen südamerik. Viehzüchter. 3. ital.
Feldmaß, etwa 41 Ar. Camipo|san!to der; -s, Plur. -s od.
...ti (aus gleichbed. it. camposanto, zu santo „heilig“, dies
aus lat. sanctus): ital. Bez. für Friedhof
Campltolnit [k..., auch ,.,'nit] der; -s, -e (nach dem Ort
Campton in New Hampshire (USA) u. zu T 2...it>: ein dunk
les Ganggestein
Camp|to|sau|ri|er [k...in] der; -s, - u. Camplto saulrus
der; -, ...rier [...in] (zugr. kämptein „beugen, krümmen“ u.
saüros „Eidechse“): ein Dinosaurier Nordamerikas u. Eu
ropas
Camjpus [ kam..., engl. 'kæmpəs] der; -, - (aus gleichbed.
engl.-amerik. campus, dies aus lat. campus „Feld"): Ge
samtanlage einer Hochschule, Universitätsgelände
camlpy ['kɛmpi] (engl.}; extravagant, theatralisch, manieristisch in der Art eines ÜCamps
Calna [k...] die; -, -s (aber: 5 -) (aus gleichbed. span, cana):
altes span. Längenmaß von etwa 2 Ellen
Ca|na|di|enne [kana'diɛn] die; -, -s (zu fr. canadien „kana
disch“): lange, warme, sportliche Jacke mit Gürtel
Calnaillle [ka naljə] usw. vgl. Kanaille usw.
Calnalle [k...] der; -, ...li (aus it. canale „Leitungsröhre“,
vgl. Kanal): ital. Bez. für Kanal. Ca|na|ii|cu|lus [...kulos]
der; -, ...li (aus lat. canaliculus, Verkleinerungsform von
canalis, vgl. Canalis): kleiner Körperkanal (Med.). Ca
nalis der; -, ...les [,,,le:s] (aus lat. canalis „Rinne, Röhre,
Kanal“): röhrenförmiger Durchgang, Körperkanal (z.B.
Verdauungskanal; Med.)
Calnanlgalöl [k...] vgl. Kanangaöl
Caina pé [kana'pe:] vgl. 2Kanapee
Ca nard [ka na:?] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. canard zu äl
ter fr. caner „schnattern“): (veraltet) a) Ente; b) falsche
[Presse]meldung. Calnarldiler [kanar'die:] der; -s, -s (aus
gleichbed. fr. canardier): (veraltet) a) Entenjäger; b) Ver
fasser falscher Pressemeldungen
Calnalrie [k...] die; - (aus gleichbed. fr.canarie; nach den
Kanarischen Inseln): Paartanz im 3/4- od. 3/8-Takt (vom 16.
bis 18. Jh. Gesellschaftstanz), eine Art schnelle T Courante
od. îGigue. Calnalry [kə'nɛ:ri, engl. kə'neərɪ] der; (engl.';; engl. Form von ICanarie
237
[k...] das; -s (aus gleichbed. span, canasta, eigtɪ.
„Korb“, dies aus lat. canistellum „Körbchen“, Verkleine
rungsform von canistrum; vgl. Kanister): (aus Uruguay
stammendes) Kartenspiel für 2 bis 6 Mitspieler, das mit
2 mal 52 Karten u. 4 Jokern gespielt wird
Canlcan [kà'kà:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. cancan, wohl
kindersprachl. Bez. für canard „Ente“ (nach der Ähnlich
keit der Bewegungen): lebhafter Tanz im 2/4-Takt, heute
vor allem als erotischer Schautanz in Varietés u. Nachtlo
kalen. can|ca|nie|ren [käka'ni:...] (aus gleichbed.fr. can
caner): (veraltet) 1. klatschen, tratschen. 2. den Cancan
tanzen
Canlcellli [kan'tsɛli] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. cancelli
(Plur.) zu cancer „Gitter, Schranke“): Schranken aus Holz
od. Marmor zur Abgrenzung des Altarraumes vom Ge
meinderaum in frühchristlichen Basiliken, Chorschran
ken. canlceln ['kɛntsln] (aus gleichbed. engl. to cancel,
dies über (alt)fr. canceller aus lat. cancellare „gitterförmig
durchstreichen“): streichen, absagen, rückgängig machen
Canlcer [ kantsn] r/er; -s, - (aus lat. cancer „Krebs“): svw.
Karzinom. Canlcer en Cuilrasse [kàseràkÿi'ras] der; - -,----- (aus gleichbed. fr. cancer en cuirasse zu cuirasse
„Harnisch, Brustpanzer“): Brustdrüsenkrebs mit harten
Ausläufern, die in angrenzende Teile des Brustkorbs ein
dringen (Med.), canlcelrolgen [kantse...] vgl. kanzero
gen
Canlcilón [kan'θiɔn] das; -s, -s (aus span, canción „Lied,
Gesang“, dies aus lat. cantio „Gesang“): span, lyrische
Gedichtform. Can|ci|o|nei|ro [käsiu'nairu] der; -s, -s
(ausport, cancioneiro): port. Form von Cancionero. Canci o ne ro [kansio'ne:ro, span, kanθio'nero] der; -s, -s (aus
span, cancionero „Liederbuch“): in der port. u. span. Li
teratur eine Sammlung lyrischer Gedichte
cand. [k...]: Abk. für candidatus; vgl. Kandidat (2)
Can de la [k...] die; -, - (aus lat. candela „Wachslicht, Ker
ze“): Einheit der Lichtstärke; Zeichen cd
Can|de|lil|la|wachs [k...] vgl. Kandelillawachs
Can deur [kado:u] die; - (aus gleichbed. fr. candeur, dies
aus lat. candor): (veraltet) Reinheit, Lauterkeit, Aufrich
tigkeit
Canldi ['ʧandi] der; -[s], -s <jav.y. Tempel auf Java, in dem
der Wohnsitz des Gottes, der Ahnen u. eines zum Gott er
hobenen Königs, dessen Grabtempel der Candi war, ver
ehrt wurde
Canldilda [k...] die; - (aus lat. candida, eigtl. „die
(Schnee)weiße“): 1. Antiquadruckschrift. 2. [krankheits
erregender] Sprosspilz auf Haut u. Schleimhaut. Canldidaltus [re ve ren di] mi|nis|te|rii [- (reve...)-] der;—,
...ti - - dal.): Kandidat des [lutherischen] Predigtamts;
Abk.: cand. [rev.] min. od. c. r. m. can dide [kä'did] </?.;
dies aus lat. candidus): (veraltet) rein, weiß, lauter, auf
richtig
Can|dle-Light-Din|ner ['kændllaɪt...] das; -s, -[s] (zu engl.
candlelight „Kerzenlicht“): festliches Abendessen mit
Kerzenbeleuchtung
Calnelpin [kanə pɛ:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. canepin):
weiß gegerbtes Schaf- od. Ziegenleder für Handschuhe
Ca net te [k...] die; -, -n (aus fr. canette, eigtl. Verkleine
rungsform von cane „Ente“): (veraltet) marmornes Spiel
kügelchen für Kinder, Murmel
Canelzou [kan'zu] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. canezou,
weitere Herkunft unbekannt): von etwa 1800 bis 1870 mo
disches Jäckchen od. Schulterkragen als Teil der Frauen
kleidung
Calnilnus [k...] der; -, ...ni (verkürzt aus lat. dens caninus
„Hundszahn“ zu canis „Hund“): Eckzahn (Zahnmed.)
Ca ni ti es [ka'ni:tsiɛs] die; - (aus lat. canities „weißgraue.
Farbe“ zu canus „grau, weißgrau“): das Ergrauen der
Haare (Med.)
Calnasita
Cantatorium
[k...], auch Kanna die; -, -s (über lat. canna aus gr.
känna, vgl. Kanal): in tropischen Gebieten wild wachsen
de, als Zierpflanze kultivierte hohe Staude mit roten, gel
ben od. rosa Blüten; Blumenrohr
Can|na|bi|o|se [k...J die;-, -n (zu 1 Cannabis u. t’...ose): ei
ne Form der 1 Byssinose (Med.). Canlnalbis der; - (über
lat. cannabis aus gr. kánnabis „Hanf1, Bed. 2 über engl.
cannabis): 1. Hanf. 2. (Jargon) svw. Haschisch. Canlnabislmus der; - (zu t...ismus (3)>: chronische Vergiftung
durch Î Haschisch
Caninae ['kanɛ] vgl. Kannä
Can ne lé [kanə le:] der; -[s] (aus gleichbed. fr. cannelé):
Ripsgewebe mit Längsrippen verschiedener Stärke
Can|nel|koh|le ['kenl...] vgl. Kännelkohle
Canlnelllolni [k...] die (Plur.) (aus gleichbed. it. cannelloni,
Plur. von cannellone, zu lat. canna „kleines Rohr“; vgl.
Kanal): mit Fleisch gefüllte u. mit Käse überbackene Nu
delteigröllchen. Canlnette [ka'nɛt] die; -, -n [...tn] (aus
gleichbed. fr. cannette zu canne „Rohr“, dies aus lat. can
na, vgl. Canna): (veraltet) 1. spanisches Rohr. 2. in der We
berei verwendetes Spulröhrchen
Canlning ['kɛnɪŋ] das; -s, -s (aus engl. canning „Verkapse
lung“ zu to can „in einen Behälter füllen“): Umhüllung des
Brennstoffs in Kernreaktoren zur Verhinderung der Ver
seuchung des Kühlmittels u. a.
Can|non-Not|fall|relaklti|on ['kænən...] die; - (nach dem
amerik. Physiologen W. B. Cannon, 1871-1941): Sofortreaktion des menschlichen Organismus auf plötzliche,
schwere physische od. psychische Belastungen
Calnoe [ka:nu, ka'nu:] vgl. Kanu
Calnon [k...] vgl. Kanon
Ca|ñon ['kanjɔn, kanjo:n] der; -s, -s (aus gleichbed. mex.span. cañón, dies wohl über älter span, callón, Vergröße
rungsform von calle „Straße“, aus lat. callis „Fußpfad“):
enges, tief eingeschnittenes, steilwandiges Tal, bes. im
westlichen Nordamerika
Calnglnilcus [k,,,kʊs] vgl. Kanoniker
Calnons [kanð:] die (Plur.) (aus älter fr. canons „Spitzen
besatz (am Knie)“): gefältelte 1 Volants aus weißem Stoff
od. weißer Spitze als Abschluss der Hosenbeine im
/17. Jh.
16.
Ca nos sa [k...], Kanossa das; -s, -s (nach Canossa, einer
Burg in Norditalien, in der Papst Gregor VII. im Jahr 1077
den dt. Kaiser Heinrich IV. auf dessen Bußgang hin vom
Bann lossprach): tiefe Demütigung, von der Situation ge
forderte tiefe Selbsterniedrigung; Gang nach Canossa: de
mütigender Bußgang; nach Canossa gehen: sich demüti
gen, sich erniedrigen
Calnoltiler [kano tie:] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. cano
tier, eigtl. „Bootfahrer“, zu canot „Boot, Kahn“, vgl. Ka
nu): steifer, flacher Strohhut mit gerader Krempe
Cant [kɛnt, engl. kænt] der; -s (aus gleichbed. engl. cant,
verwandt mit Zai. cantus „Gesang; Weissagung, Zauber
spruch“): a) heuchlerische Sprache, Scheinheiligkeit; b)
Rotwelsch. canlta|bi|le [kan...] (¿í.; zu cantare aus lat.
cantare „singen“): gesangartig, ausdrucksvoll (Vortrags
anweisung; Mus.)
Canltal [kä'tal] der; -s, -s (aus fr. cantal, nach der gleichna
migen Region in der Auvergne): franz. Hartkäse aus der
Auvergne
Can|ta|lou|pe [kanta'lu(:)pə] iZze; -, -n (aus gleichbed. fr.
cantaloup, dies nach dem ersten europäischen Anbau bei
Cantalupo, einer vormals päpstlichen Villa bei Rom): eine
Zuckermelonenart
canltanldo [k...] dt.); singend (Vortragsanweisung; Mus.)
Canltalro [k...] der; -s, ...ari (aus it. cantaro, vgl. Kantar):
svw. Kantar
Canitalte [k...] vgl. Kantate
Can|ta|to|ri|um [k...] das; -s, ...rien [...jan] (aus gleichbed.
Canina
238
Canter
mlat. cantatorium zu lat. cantator „Sänger“, eigtl. „Ge
sangbuch“): liturgisches Buch des Mittelalters, in dem die
Sologesänge der Messe zusammengefasst waren
Canlter [ kan..., engl. 'kæntə] usw. vgl. Kanter usw.
Cantharildin [k...] vgl. Kantharidin
Canltilca [kantika] die (Plur.) (über spätlat. cantica, Plur.
von canticum „geistliches Lied, Psalm“ aus lat. canticum
„(arien- od. rezitativartiger) Gesang“): 1. die gesungenen
Teile des altröm. Dramas; Ggs. tDiverbia. 2. zusammen
fassende Bez. der biblischen Gesänge u. Gebete nach den
Psalmen in t Septuaginta u. Î Vulgata, Bestandteil der
Stundengebete; Cantica maiora [majo:ra]: die neutestamentlichen Lobgesänge (eigtl. „große Lieder“); Cantica
minora: die alttestamentlichen Lobgesänge (eigtl. „kleine
Lieder“). Can|ti|cum Canlticorum das; -s - {lat.; „das
Lied der Lieder“; vgl. Cantica): das Hohelied Salomos im
Alten Testament. Canltilga die; -, -s (aus port, cantiga
„Lied“, eigtl. „Lobgesang“, zu cantar „singen“, dies aus
/ɑz. cantare): eines der in den TCancioneiros überlieferten
span. u. port. Lieder des 12. bis 14. Jh.s. Canltillelna die;
-, ...nen (aus it. cantilena „Lied“, dies aus (spät)lat. canti
lena, vgl. Kantilene): (im MA.) a) liedhafter Teil im litur
gischen Gesang (z.B. Tropus 2 c); b) einstimmiges Spiel
mannslied; c) mehrstimmiger Liedsatz. Canltilno der; -s,
-s (aus it. cantino „Sangsaite“): ital. Bez. für ÎChanterelle.
Canltio die; -, ...ones [...ne:s] (aus lat. cantio „Gesang“ zu
canere „singen“): einstimmiges [geistliches] lat. Strophen
lied des Mittelalters; Cantio sacra ['za:kra]: heiliges Lied,
Motette des 16. u. 17. Jh.s. Canltilolnaile das; -s, Plur.
...lia, ...lien [...ion] u. - (aus kirchenlat. cantionale): svw.
Kantional. Canito der; -s, -s (aus gleichbed. it. canto, dies
aus lat. cantus): Gesang. Canitus der; -, - [,..tu:s] (aus lat.
cantus „Gesang“ zu canere „singen“): Gesang, Melodie,
melodietragende Oberstimme bei mehrstimmigen Gesän
gen; Cantus choralis [ko...]: einstimmiger gregorianischer
Gesang; Cantus figuralis: mehrstimmige Musik des 15. bis
17. Jh.s; Cantus firmus: [choralartige] Hauptmelodie eines
polyphonen Chor- od. Instrumentalsatzes; Abk.: c. f.;
Cantus mensurabitis od. Cantus mensuratus: in der grego
rianischen Kirchenmusik Choralnoten mit Bez. der Ton
dauer; Cantus planus: in der gregorianischen Kirchenmu
sik Choralnoten ohne Bez. der Tondauer; vgl. Kantus
Canlvaslsing ['kænvəsɪŋ] das; -[s] (aus engl. canvassing
„Wahl-, Kundenwerbung“ zu to canvass „(Wahl)werbung
machen"): Wahlstimmenwerbung durch persönliche
Hausbesuche prominenter Politiker
Canlyon [ kænjən] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. canyon):
engl. Form von TCañon. Can yo ning ['kænjənɪŋ] das; -s
(zu T ...ing): eine Extremsportart, bei der unzugängliche
Schluchten durch Klettern, Abseilen od. tRafting be
zwungen werden
Can|zo|ne [k...] die; -, -n (aus it. canzone „Lied“): ital.
Form von tKanzone. Canzonetlta ¿/Ze; -, ...tten (aus
gleichbed. it. canzonetta, Verkleinerungsform von canzo
ne, vgl. Canzone): ital. Form von TKanzonetta. Canlzoniere iZZe; -, -n (aus gleichbed. it. canzoniere): Sammlung
von Liedern od. anderen lyrischen Gedichten
Ca|o-Dai ['ka:o...] der; - (aus annamit. cao-dai „höchster
Palast“): 1926 begründete Î synkretistische Religion mit
buddhistischen, christlichen u. a. Bestandteilen in Viet
nam. Ca|o|da|is|mus der; - (zu t,,,ismus (1)>: svw. CaoDai
Cap [kæp] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. cap zu to cap „eine
obere Grenze festlegen“): vereinbarte Zinsobergrenze bei
Krediten (Geldw.)
Ca pa [k...] die; -, -s (aus gleichbed. span, capa, dies aus
spätlat. cappa „Mantel mit Kapuze“): farbiger Umhang
der Stierkämpfer. Cape [ke:p] das; -s, -s (aus engl. cape
„Mantelkragen, Umhang“, dies über altprovenzal. capa
aus spätlat. cappa): ärmelloser Umhang [mit Kapuze],
[ka...] der; -s, -es, auch Kapeador der; -s, -e
(aus gleichbed. span, capeador): Stierkämpfer, der den
Stier mit der Capa reizt
CaIpil|liItiIum [k...] vgl. Kapillitium. Calpilllus iZer; -, ...lli
(meist Plur.) (aus lat. capillus „Haupt-, Barthaar“): Kopf
haar (Anat.)
Ca pis trum* [k...] das; -s, ...tra (aus lat. capistrum „Hal
teschlinge, Halfter“) : besondere Art eines Kopfverbandes
um Schädel u. Unterkiefer (Halfterbinde; Med.)
Calpilta [ka(:)...]: Plur. von tCaput. Calpiltaine [kapi'tɛn] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. capitaine; vgl. Kapitän):
franz. Offiziersdienstgrad im Rang eines Hauptmanns.
Calpiltal Flow ['kæpɪtl Tlou] íZízí od. der; --s, --s (aus
engl. capital flow „Kapitalfluss“): Kapitalverlagerung
(zwischen Volkswirtschaften, auch zwischen einzelnen
Wirtschaftsbereichen; Wirtsch.). Calpiltalno [ka...] der;
-s, ...ni (aus gleichbed. it. capitano; vgl. Kapitän): 1. ital.
Offiziersdienstgrad im Rang eines Hauptmanns. 2. als Fi
gur der t Commedia dell’Arte ein bramarbasierender Sol
dat. Calpilte Cen si [- tsenzi] die (Plur.) (aus Zai. capite
censi (Plur.) „nachdem Kopf Geschätzte“): vermögenslo
se römische Bürger, die bei der amtlichen Schätzung nur
Angaben über ihre Person machten. Ca|pi|ti|um das: -s,
...tia (aus spätlat. capitium „Kapuze“ zu lat. capitium
„Kopföffnung in der Tunika“) : rnützenartiger Kopf[tuch]verband (Med.)
calpilto [k...] {it.; zu capire, lat. capere, vgl. kapieren): ugs.
[hast du] verstanden?
Calpiltolio [k...] das; -, ...li (aus it. capitolo „Kapitel, Ab
schnitt; scherzhaftes Gedicht“): ital. Gedicht in der Form
der JTerzine. Ca pi tu lum das; -s, ...la (aus gleichbed.
lat. capitulum, Verkleinerungsform von caput, Gen. capi
tis „Kopf, Haupt“): Köpfchen, Gelenkköpfchen (Med.).
Calpoltaslto der; -, ...sti (aus it. capotasto „Hauptbund“,
vgl. Kapodaster): svw. Kapodaster
Caplpa [k...] die; -, -s (aus mlat. cappa „[geistliches] Ge
wand, Umhang; Kapuze“): rund geschnittener Mantel
umhang mit Kapuze od. ärmelloser Kapuzenmantel (All
tagstracht der Geistlichen im Mittelalter)
Caplpuclcilno [kapʊ'tʃi:no] der: -[s], -[s] (aber: 3 Cappuc
cino) (aus gleichbed. it. cappuccino zu cappuccio „Kapu
ze“, nach der Farbe der Kutte der Kapuzinermönche):
heißes Kaffeegetränk, das mit aufgeschäumter Milch od.
geschlagener Sahne u. ein wenig Kakaopulver serviert
wird
Calpriclcio*. auch Kapriccio [kapritfo] das; -s, -s (aus
gleichbed. it. Capriccio, eigtl. „Laune“): scherzhaftes, lau
niges Musikstück (Mus.), calpriclciolso [,,,'tʃo:zo] {it.):
eigenwillig, launenhaft, kapriziös, scherzhaft (Vortrags
anweisung; Mus.). Calprilce [ka pri:sə, fr. ka'pris] die; -,
-n (ausʃr. caprice „Laune, Eigensinn“): 1. franz. Form von
Î Capriccio. 2. svw. Kaprice
Calprollacltam* [k...k...] vgl. Kaprolaktam. Calprolnat
vgl. Kapronat. Caipronsäure vgl. Kapronsäure
Caps, (verkürzt aus mlat. capsula, Verkleinerungsform von
lat. capsa „Kapsel“): Abkürzung auf Rezepten für Kapsel.
Caplsilcum [ kapsikom] vgl. Kapsikum
Cap silen [ka'psiɛ:] das; -[s] {fr.; nach dem Fundort Gafsa
(altröm. Capsa) in Tunesien): Kulturstufe der Alt- u. Mit
telsteinzeit
Capsltan [ kæpstən] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. caps
tan, dies aus fr. cabestan „(Schiffs)winde“, zu lat. capistra
re „anbinden“): Antriebswelle von Tonbandgeräten u. Vi
deorekordern
Capltain [ kæptɪn] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. captain;
vgl. Kapitän): engl. Offiziersdienstgrad im Rang eines
Hauptmanns
Capltaltio Be ne vo lenltiiae [k........vo'lɛntsiɛ] iZZe; - Calpelaldor
239
(aus lat. captatio benevolentiae „Haschen nach Wohlwol
len“): das Werben um die Gunst des Publikums mit be
stimmten Redewendungen; vgl. Kaptation
Cap tu ring [ kæptʃərɪŋ] das; -s (aus engl. capturing „das
(Ein)fangen“ zu to capture „(ein)fangen, einnehmen“):
Ersatz eines häufigen Elements in einem Mineral durch
ein Spurenelement mit gleicher Raumbeanspruchung,
aber höherer Wertigkeit, z. B. Barium für Kalium im Or
thoklas (Geochem.)
Calpulchon [kapy'jo:] der; -s, -s (aus fr. capuchon „kapu
zenartiger Überwurf' zu cape „Kappenmantel“, dies über
altprovenzal. capa aus spätlat. cappa): a) Damenmantel
mit Kapuze; b) eine Art Kapuze aus einem Wollschlauch
Calput ['ka(:)...] das; -, Capita (aus lat. caput, Gen. capitis
„Haupt, Köpf'): 1. Hauptstück, Kapitel eines Buches. 2.
a) Kopf; b) Gelenk- od. Muskelkopf (Med.). Calput mortulum das; - - (aus lat. caput mortuum „toter Kopf'): 1.
rotes Eisen-HI-Oxid, Englischrot (Malerfarbe, Poliermit
tel). 2. (veraltet) Wertloses. 3. (veraltet) nicht nutzbarer
Rückstand aus ehern. Prozessen
CAQ [si:leɪ'kju:] (Abk. für engl. computer-aided quality as
surance „rechnergestützte Qualitätssicherung“): Bez. für
die mithilfe von Computern u. geeigneten Programmen
durchgeführte Qualitätssicherung bei der Fertigung von
technischen Produkten
Calquellon [kakə'lð:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. caquelon, dies über das Vulgärlat. zu lat. caccabus „(Koch)topf,
Pfanne“): Topf aus Steingut od. Keramik mit Stiel (z.B.
zum Fondue)
Car [ka:u] der; -s, -s (verkürzt aus fr. autocar „Bus“):
(schweiz.) Kurzform für Î Autocar
Calralbilnilelre [k...], Karabiniere der; -[s], ...ri (meist
Plur.) (aus gleichbed. it. carabiniere, dies aus fr. carabi
nier): Angehöriger der ital. Polizeitruppe
Ca|ra|cal|la [kara'kala] die; -, -s (aus gleichbed. lat. cara
calla, dies aus dem Gall.): langer Kapuzenmantel (Klei
dungsstück in der Antike)
Calralcho [ka'raxo] vgl. Karacho
Ca|ra|co [kara'ko:] der; -[s], -s (aus fr. caraco „Schoßbluse,
-jäckchen“): hüftlange Schoßjacke der Frauenkleidung im
18. Jh., mit festem Mieder od. lose fallend
Calraldoc [kara'dɔk] das; -[s] u. Calraldolcilum [...tsiom]
das; -s (nach der engl. Ortschaft Caradoc u. zu Î ...ium): ei
ne Stufe des Î Ordoviziums (Geol.)
calramlba [k...] (span.): (ugs.) Teufel!, Donnerwetter!
Calramlbolla [k...] die; -, -s (aus span, carambola „Stern
apfel“): svw. 2Karambole
Ca ra mel [k...] vgl. Karamell
Calranlcho [ka'rantʃo] der; -s, -s (aus span. carancho „Gei
erfalke“, dies aus dem Indian.): ein amerik. Greifvögel
Calralvan ['ka(:)ravan, kara'va:n, seltener 'kɛrəvɛn, ... ven]
der; -s, -s (aus gleichbed. engl. caravan, dies aus it. carava
na, vgl. Karawane): 1. a) ® Wagen, der sowohl als Freizeit
fahrzeug als auch als Fahrzeug für Transporte benutzt wer
den kann; b) Reisewohnwagen. 2. Verkaufswagen. Calravalner ['ka(:)rava:nu, auch kara'va:nu, seltener 'kɛrəvɛnu]
der; -s, -: jmd., der im Caravan (lb) lebt bzw. Urlaub
macht. Ca|ra|va|ning ['ka(:)rava:nɪŋ, kara va:nɪŋ, selte
ner 'kɛrəvɛnɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. caravanning):
das Leben im Caravan (1 b)
carb..., Carb... [k...J vgl. karbo..., Karbo...
Carlbalzpr [k...] vgl. Karbazol. Car bid vgl. Karbid.
Carlbo der; -[s] (aus gleichbed. lat. carbo): Kohle; Carbo
medicinalis [...tsi...]: medizinische Kohle, Tierkohle
(Heilmittel bei Darmkatarrh u. Vergiftungen), carlbo...,
Carlbo... vgl. karbo..., Karbo... Carlbolcylclen*
[...tsy:klan] usw. vgl. Karbozyklen usw. Carlbolgen das;
-s (Kurzbildung aus ÎCarboneum u. Î...gen): zur künstli
chen Beatmung verwendetes Gemisch aus 95% Sauer
Caritas
stoff u. 5% Kohlendioxid (Chem., Med.). Car|bo|li|neum vgl. Karbolineum. Car bollsäulre vgl Karbolsäure.
Car|bo|na|do vgl. Karbonado. Car|bo|na|ri vgl. Karbonari. Car bo nat vgl. Karbonat. Carlbolnelum das;
-s (aus nlat. carboneum zu lat. carbo „Kohle“): ältere
Bez. für Kohlenstoff; Zeichen C. Car bomyl das; -s, -e
(zu t...yl>: jede flüssige od. feste anorganische Verbin
dung, die Kohlenoxid u. ein Metall in chem. Bindung ent
hält (Chem.). Carlbolnyllgruplpe die; -, -n: zweiwertige
CO-Gruppe, bes. reaktionsfähige Atomgruppe (z.B. der
Ketone). Car|bo|run|dum® vgl. Karborund. Carlboxyllgruplpe* vgl. Karboxylgruppe. caribuirie ren vgl.
karburieren
Carlcalvelllo [karka'v...] der; -s (nach dem Weinbaugebiet
Carcavelos in der port. Landschaft Estremadura): ein sü
ßer Weißwein
Carlcilno... [kartsino...] vgl. Karzino...
Car di gan [k..., engl. 'kɑ:dɪgən] der; -s, -s (nach J. Th. Brudenell, 7. Earl of Cardigan (1797-1868)): (von Frauen u.
Männern getragene) lange, kragenlose ein- od. zweireihige
Strickweste
carldilo..., Carldilo... [k...] vgl. kardio..., Kardio...
CARE [kɛə] (Abk. für engl. Cooperative for American Re
mittances to Europe, zugleich angelehnt an engl. care
„Sorge“): 1946 in den USA entstandene Hilfsorganisati
on, die sich um die Milderung wirtschaftlicher Not in Eu
ropa nach dem 2. Weltkrieg bemühte
Calrême [ka'rɛ:m] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. carême, dies
über vulgärlat. quaresima zu lat. quadragesima, eigtl. „der
40. Tag (vor Ostern)“): a) die vierzigtägige Fastenzeit; b)
Sammlung von Fastenpredigten. Calrelna die; -, ...nae
[...ne] (aus gleichbed. mlat. carena; vgl. Carême): a) Fas
ten- od. Bußzeit von vierzig Tagen; b) Kirchenbuße von
geringerer Dauer; c) Entzug des Mittagessens als Strafe in
den mittelalterlichen Lateinschulen
care of ['kɛər əv] (engl.; eigtl. „unter Obhut (von)“): wohn
haft bei ...; in Firma... (Zusatz bei der Adressenangabe auf
Briefumschlägen); Abk.: c/o
Care|pa|ket ['kɛə...] das; -[e]s, -e (zu ÎCARE u. ÎPaket):
Geschenkpaket an Bedürftige in Notstandsgebieten
calrezlzanldo [k...] u. ca|rez|ze|vo|le [...vole] (it.; zu carezzare „schmeicheln“, dies über mlat. caritia „Schmei
chelei“ aus lat. carus „lieb, teuer“): zärtlich, schmei
chelnd, liebkosend (Vortragsanweisung; Mus.)
Carlgo [k...] vgl. Kargo
Ca ri es ['ka:riɛs] vgl. Karies
Calrilgnan* [kari njä] rfZe; - (fr.): spätreife Rotweinrebsorte, V. a. im Süden Frankreichs
Calrilllon [kari jo:] das; -[s], -s (ausʃr. carillon „Glocken
spiel“, dies aus vulgärlat. quadrinio, lat. quaternio „Grup
pe von vier“) : 1. mit Klöppeln geschlagenes, mit einer Tas
tatur gespieltes od. durch ein Uhrwerk mechanisch betrie
benes Glockenspiel. 2. Musikstück für Glockenspiel od.
Instrumentalstück mit glockenspielartigem Charakter.
Calrilllonlneur [,,,jɔna:u] der; -s, -e (aus gleichbed. fr.
carillonneur): Glockenspieler
Calrilna [k...] iZZe; -, ...nae [...ne] (aus lat. carina „Kiel“): 1.
kielartiger Vorsprung an Organen (Med., Biol.). 2. Brustbeinkamm der Vögel (Zool.). 3. Gehäuseteil (Rückenplat
te) gewisser Rankenfüßer (z.B. der Entenmuschel) aus der
Ordnung der niederen Krebse
calrinlthisch [k...] (latinisierende Bildung nach der alten
römischen Provinz „provincia Cartana“, dem heutigen
Kärnten) : Kärnten bzw. die Kärntner betreffend
Ca|ri|o|ca [ka'rio:ka] die; -, -s (aus gleichbed. port, carioca,
dies zu Tupi (einer südamerik. Indianersprache) cari
„weiß“ u. oca „Haus“): um 1930 in Europa eingeführter
lateinamerik. Modetanz im 4/4-Takt, Abart der t Rumba
Calriltas [k...] die; - (zu mlat. caritas „Nächstenliebe“):
c
caritativ
Kurzbez. für den Deutschen Caritasverband der kath.
Kirche; vgl. Karitas. calriltaltiv vgl. karitativ
Car|ja|cker [kɑ:dʒækn] der; -s, - <aus gleichbed. engl. -amerik. carjacker zu car (vgl. Car) u. to hijack „entführen; aus
rauben, überfallen“): [bewaffneter] Autoräuber. Carl ja
cking [,,,dʒækɪŋ] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl.-amerik.
carjacking): Autoraub unter Androhung von Gewalt
Carlmalgnolle* [karman'jo:lə] die; -, ...ölen (nach der piemontesischen Stadt Carmagnola): 1. (ohne Plur.) ein
franz. Revolutionslied aus dem 18. Jh. 2. ärmellose Jacke
[der t Jakobiner (1)]
Car men [k...] das; -s, ...mina (aus gleichbed. lat. carmen):
1. [Fest-, Gelegenheitsjgedicht. 2. bis ins 16. Jh. instrumen
taler Liedsatz
Carlnalllit [k..., auch ... lit] vgl. Karnallit
Car nap per ['kɑ:nɛpn] der; -s, - (zu engl. car „Auto“, Ana
logiebildung zu Kidnapper): svw. Carjacker. Carlnapping das; -s, -s (zu t...ing): svw. Carjacking
Carinet [kar'ne] das; -s, -s (aus fr. carnet „Notizbuch,
Merkbüchlein; Block“, zusammengezogen aus lat. quaternettum, Verkleinerungsform von quaternum): (veraltet)
Reisebuch, Tag- u. Schuldregister des Kaufmanns. Car
net [de Paslsalges] [- (də pa'sa:ʒə)] das; —, -s [kar'nɛ] - (aus gleichbed. fr. carnet de passages): bei der [vorüber
gehenden] Einfuhr von Kraftfahrzeugen benötigtes zoll
amtliches Dokument
Carlnilfex [k...] der; -, ...nifices [..,fitse:s] (aus lat. carnifex
„Henker(sknecht), Folterknecht, Peiniger; Schurke“):
röm. Bez. für denjenigen, der Hinrichtungen u. Folterun
gen an Unfreien, eventuell auch Fremden zu vollziehen
hatte
Carlnoltit [k..., auch ... tit] der; -s, -e (nach dem franz. Che
miker S. Carnot (1796-1832) u. zu t2...it): ein gelbes, zu
den Uranmineralen gehöriges Mineral
Carlnotlzet [...tset, Schweiz. ...tse] das; -s, -s (aus gleich
bed. fr. (mundartlich) carnotzet): kleine [Keller]schenke
(in der franz. Schweiz)
Calroa [k...] die; -, -s (aus einer südamerik. Indianerspra
che): aus bestimmten Ananasgewächsen gewonnene reiß
feste Faser, die vor allem zu Bindfäden verarbeitet wird
Calrol ['kærəl] das; -s, -s (aus engl. carol „Lied“, dies aus
gleichbed. altfr. carole): englisches volkstümliches [Weihnaehts]lied
Calroltin [k...] vgl. Karotin. Calroltilnolid vgl. Karotinoid
Calroltis [k...] vgl. Karotis
Car pac cio [kar'patʃo] das u. der; -s, -s {it.; wohl dem Ma
ler V. Carpaccio (f 1526) zu Ehren): kalte [Vorjspeise, die
aus rohen, dünn geschnittenen Rindfleischscheiben, ange
richtet mit Zitronensaft, Olivenöl und Parmesan, besteht
Carlpallia [k...] die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. carpalia
(Plur.) zugr. karpös „Handwurzel“): Sammelbezeichnung
für die acht Handwurzelknochen
carlpe diiem [k...-] {lat.; „pflücke den Tag!“; Spruch aus
Horaz, Oden I, 11, 8): a) nutze den Tag!; b) koste den Tag
voll aus!
Car|pen|ter|brem|se [k...] vgl. Karpenterbremse
Carlport ['kɑ:pɔ:t] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. carport):
[aus Holz gefertigter] überdachter, an den Seiten offener
Abstellplatz für Autos
Carlpus [k...] der; -, ...pi (über nlat. carpus aus gleichbed.
gr. karpös): Handwurzel (Med.)
Carlralra [k...] der; -s (nach der gleichnamigen Stadt in
Oberitalien): Marmor aus Carrara. car|ra|risch: Carra
ra betreffend, aus Carrara stammend; carrarischer Mar
mor: svw. Carrara
Carrelfour [kar fu:n] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. carrefour
zu spätlat. quadrifurcum „vier Gabeln bildend“): (veral
tet) Kreuzweg, Straßenecke, -kreuzung
Car rel ['kærəl] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. carrel): Ar
240
beitsnische, kleiner Raum für wissenschaftliche Arbeiten
(in einer Bibliothek)
Carlrick ['kærɪk] der; -s, -s (vermutlich nach dem engl.
Schauspieler D. Garrick, 1716-1779): Herrenmantel mit
mehreren übereinanderliegenden Schulterkragen
Carlriler ['kærɪə] der; -s, -s (aus engl. carrier „Transportun
ternehmer“, eigtl. „Träger“): 1. Unternehmen od. Organi
sation, die Personen od. Güter zu Wasser, zu Land u. in
der Luft befördert. 2. Bez. für stofftragende od. stoffüber
tragende Substanzen (Chem., Techn.). 3. Bez. für La
dungsträger, z. B. Elektronen in einem Halbleiter (Elek
tronik)
Carlroclcio [kar'rɔtʧo] der; -[s], -s (aus gleichbed. it. carroccia zu cairo „Kutsche, Wagen“, dies aus lat. carrus
„Wagen“): der Fahnenwagen im Heer der ital. Städte des
Mittelalters, auf dem die großen Feldzeichen u. religiösen
Symbole mitgeführt wurden
Caijrolllit [k..., auch ...lit] der; -s, -e (nach dem Country
Carroll (USA) u. zu t2...it): ein kupferhaltiges Mineral
Carlrulca [k...ka] die; -, -s (aus gleichbed. lat. carruca):
vierrädriger Reisewagen der röm. Kaiserzeit
Carlry ['kærɪ] der; -, -s (aus engl. carry „Übertrag“ zu to car
ry „tragen, bringen“): Übertrag, der bei einer Befehlsab
arbeitung entsteht (EDV). Car|ry-over-Ef Ifekt [...'oovə...] der; -[e]s, -e (zu engl. to carry over „vertragen“): die
Erscheinung, dass absatzpolitische Maßnahmen zeitlich
verzögert wirken (Wirtsch.)
Carlshalring ['kɑ:ʃɛərɪŋ] das; -[s] (zu engl. car (vgl. Car) u.
sharing „das Teilen“, dies zu to share „teilen“): organisier
te [gebührenpflichtige] Nutzung eines Autos von mehreren
Personen
Carite blanche [kartə'bla:ʃ] die; - -, -s -s [kartə'bla:ʃ] (aus
gleichbed. fr. carte blanche, eigtl. „weiße Karte“): unbe
schränkte Vollmacht
car|te|si|a|nisch [k...], auch kartesianisch (nach Cartesius, dem latinisierten Namen des franz. Philosophen R.
Descartes (1596—1650)): von Descartes eingeführt, nach
ihm benannt. Car|te|si|a|nis|mus, auch Kartesianismus
der; - (zu t...ismus (1)>: die Philosophie von Descartes u.
seinen Nachfolgern, die von der Selbstgewissheit des Be
wusstseins ausgeht u. durch die Vorstellung eines LeibSeele-Dualismus sowie durch mathematischen Rationalis
mus gekennzeichnet ist. carltelsisch, auch kartesisch:
svw. cartesianisch
Carlthalmin [k...] vgl. Karthamin
Carltillalgo [k...] die; -, ...gines [,,,ne:s] (aus gleichbed. lat.
cartilago): Knorpel (Med.); vgl. kartilaginär
Carltoon [kar'tu:n] der od. das; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
cartoon, dies aus fr. carton, vgl. Karton): 1. parodistische
Zeichnung, Karikatur; gezeichnete od. gemalte [satiri
sche] Geschichte in Bildern. 2. (Plur.) svw. Comicstrips.
Car|too|nist der; -en, -en (aus gleichbed. engl. cartoo
nist): Künstler, der Cartoons zeichnet
Ca|run|cu|la [k...] vgl. Karunkel
carlven ['ka:pvən] (aus engl. to carve „schnitzen, einrit
zen“) : ohne zu rutschen auf der Kante fahren, extreme, en
ge Kurven fahren (z.B. beim Snowboardfahren). Car
ving das; -[s] (aus gleichbed. engl. carving): das extreme
Kurvenfahren auf der Kante, ohne zu rutschen (beim Skiu. Snowboardfahren)
Calsalnolva [kaza'no:va] der; -[s], -s (nach dem ital. Aben
teurer G. Casanova, 1725-1798): jmd., der es versteht, auf
verführerische Weise die Liebe der Frauen zu gewinnen;
Frauenheld
Calsalquin [kazakɛ:] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. casaquin): halblanger Hausrock für Männer (im 18. Jh.)
Cälsar ['tsɛ:...] der; Gen. Cäsaren, Plur. Cäsaren (nach dem
röm. Feldherrn u. Staatsmann G. Julius Caesar, 100-44
v. Chr.): (ehrender Beiname für einen röm.) Kaiser, Herr-
241
1. kaiserlich. 2. selbstherrlich. Cälsat...ismus (5)>: unbeschränkte, meist
despotische Staatsgewalt. Cälsalrolpalpislmus der;
Staatsform, bei der der weltliche Herrscher zugleich auch
geistliches Oberhaupt ist
Caslcaldeur [kaska’do:?] vgl. Kaskadeur
Caslcallho [kas'kaljo] der; -s (aus gleichbed. port, cascalho): grober Sand, Steinabfalle, in denen Diamanten ein
geschlossen sind
Caslcalra sa gra da* [ kaskara-]
- - (zu span. cáscara
„Rinde, Schale“ u. sagrado „heilig“): Rinde des amerik.
Faulbaums (Abführmittel)
Caslcalval [kaska'val] die; -, -s (aus gleichbed. span, casca
bel, dies aus einer Indianersprache): eine Klapperschlan
ge
Caslco ['kasko] der; -[s], -[s] (aus gleichbed. span, casco):
Mischling in Südamerika
CASE [keis] (Abk. für engl. computer-aided software engi
neering „computerunterstützte Softwareentwicklung“):
Bez. für Software, die für den Einsatz von Computern
konzipiert ist (EDV)
Case-Hisltolry, auch Caselhisltolry [keishɪstərɪ] die; -,
-s (aus engl. case history „(Vor)geschichte“): a) Fallge
schichte; ausführliche Beschreibung einer Werbeaktion
(Wirtsch.); b) Beschreibung sämtlicher erfassbarer Le
bensdaten, Umweltverhältnisse u. deren Einflüsse auf die
Entwicklung eines Individuums (Psychol.)
Cal selin [k...] vgl. Kasein
Caselwork ['keɪswə:k] das; -s (aus engl. casework „Einzel
fallarbeit“): Methode der Sozialarbeit zur fürsorglichen
Betreuung von einzelnen Personen od. Familien
Cash (kæʃ] das; - (aus gleichbed. engl. cash, dies über mittelfr. casse aus it. cassa, vgl. Kassa): Bargeld, Barzahlung,
cash and carlry ['kæʃənd 'kærɪ] <,engl.y. bar bezahlen u.
mitnehmen (Vertriebsform des Groß- u. Einzelhandels,
die auf Bedienung u. besondere Präsentation der Waren
verzichtet u. die dadurch bewirkten Kostenersparnisse an
die Abnehmer weitergibt); vgl. Discountgeschäft.
Cash-and-car|ry-Klau|sel rfie; -: 1. Vertragsklausel im
Überseehandel, wonach der Käufer die Ware bar bezahlen
u. im eigenen Schiff abholen muss. 2. Bestimmung der
nordamerik. Neutralitätsgesetzgebung von 1937, dass an
Krieg führende Staaten Waffen nur gegen Barzahlung u.
auf Schiffen des Käufers geliefert werden dürfen, cash
belfore dellilvelry [-bɪ'fɔ: dɪ'lɪvərɪ] (engl.y. bar bezahlen
vor Auslieferung (Handelsklausel, nach der der Kaufpreis
vor der Warenlieferung zu zahlen ist). Cashlcow ['kæʃkau] die; -, -s (aus gleichbed. engl. cash cow, eigtl. „Geld
kuh“): Unternehmen mit hohen Liquiditätsreserven
(Wirtsch. Jargon). Cashlcrops ['kæʃkrɔps] die (Plur.)
(aus engl. cash crop „zum Verkauf bestimmtes landwirt
schaftliches Erzeugnis“ zu TCash u. engl. crop „(Feld)frucht“): in Entwicklungsländern angelegte Î Monokultu
ren, deren Produkte zur Erwirtschaftung von Î Devisen ex
portiert werden
Ca|shew|nuss ['kɛʃu,,,, engl. kə'ʃu:...] die; -,..müsse (nach
gleichbed. engl. cashew nut, dies über port, (a)caju aus Tu
pi (einer südamerik. Indianersprache) acajú „Nieren
baum“): wohlschmeckende Frucht des Nierenbaums aus
dem trop. Amerika
Cashlflow [ kæʃfloʊ] der; -s (aus gleichbed. engl. cash flow
zu TCash u. flow „Fluss“): Überschuss, der einem Unter
nehmen nach Abzug aller Unkosten verbleibt u. die Kenn
ziffer zur Beurteilung der finanziellen Struktur eines Un
ternehmens ergibt. Cash-Ma|nage|ment-Sys|tem
[,,,mænɪʤmənt-]: elektronisches Kommunikationssys
tem zwischen Banken u. Firmenkunden zur Übertragung
u. Weiterverarbeitung von Finanzdaten, cash on dellivelry ['kæʃɔn dɪ'lɪvərɪ] (engl.y. bar bezahlen bei Ausliefe
scher, cälsalrisch:
rislmus der; - (zu
Casting
rung (Handelsklausel, nach der der Kaufpreis bei Überga
be der Ware zu zahlen ist); Abk.: c. o. d.
Ca sing ['keɪsɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. casing): in der
Tabakverarbeitung die Vorbehandlung des Tabaks mit Zu
cker- od. glyzerinhaltigen Flüssigkeiten vor dem Aromati
sieren
Calsilno [k...] vgl. Kasino
Cä|si|um [ts...] i/a.y; -s (aus lat. caesium, Neutrum von cae
sius „blaugrau“ (wegen der blauen Doppellinie im Spek
trum)): ehern. Element, Metall; Zeichen Cs
Caslquette [kas'kɛt] die;-, -n [...tn] (ausfr. casquette, Ver
kleinerungsform von casque „Helm“, vgl. Kaskett): svw.
Kaskett
Cas sa [ kasa] tZte; - (aus gleichbed. it. cassa): 1. ital. Bez.
für Kasse; vgl. per cassa u. Kassa. 2. Trommel; gran Cas
sa: große Trommel (Mus.)
Caslsalde [k...] die; -, -n (aus gleichbed. fr. cassade zu lat.
cassus „leer, eitel, nichtig“): 1. (veraltet) Notlüge, leere
Ausflucht. 2. das Überbieten beim Kartenspiel
Caslsalpanlca [kasa'paŋka] die; -, -s (aus /7. cassapanca
„Sitztruhe“): ein ital. Möbelstück des Mittelalters u. der
t Renaissance ( Verbindung von Truhe und Bank mit Rückund Seitenlehnen)
Caslsalta [k...] die;-, -[s] od. 4as; -[s], -[s] (aus gleichbed. it.
cassata, dies aus arab. qas’ä „große u. tiefe Schüssel“):
ital. Eisspezialität mit kandierten Früchten
Caslsalva [ka'sa:va] vgl. Kassawa
Casselgrain an ten ne [kas'grg...] die; -, -n (nach dem
franz. Naturforscher N. Cassegrain (17. Jh.) u. zu I Anten
ne): rauscharme Richtantenne für Mikrowellen
Caslseilver [kæ'si:və] der; -s, - (aus gleichbed. engl. casseiver): Kompaktgerät, das aus Kassettendeck u. Rundfunk
empfänger einschließlich Verstärker besteht
Casseltête [kas'tɛ:t] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. cassetête, eigtl. „schlage den KopP‘>: (veraltet) 1. schwerer
Stock, Totschläger. 2. schwerer Wein
Caslsetlte [k...J vgl. Kassette. Cas|set|ten|re|cor|der
vgl. Kassettenrekorder
Caslsilnet ['kɛsinɛt], auch Kassinett der; -[s], -s (aus gleich
bed. engl. casinet zu cassimere, ältere Form von cashmere
„Kaschmir(wolle)“, vgl. Kaschmir): dem ÎBuckskin ähn
licher, meist halbwollener Streichgarnstoff in Leinen- od.
Köperbindung (eine Webart)
Caslsilolpeilum [k...], eindeutschend auch Kassiopeium
das; -s (.nlat.; nach dem Sternbild Kassiopeia): (veraltet)
Bez. für das ehern. Element ÎLutetium; Zeichen Cp
Caslsis [ka'si:s] der; -, - (aus gleichbed. fr. cassis, eigtl. „Jo
hannisbeere“, dies aus mlat. cassia „Kassia“, weil die Jo
hannisbeere in der mittelalterlichen Heilkunst als Ersatz
mittel für die tKassia verwendet wurde): a) französischer
Likör aus Johannisbeeren; b) französischer Branntwein
aus Johannisbeeren
Caslsglne [k...] der; -, ...ni (aus it. cassone „(großer) Kas
ten“, Vergrößerungsform von cassa „Kasten“): wertvolles
ital. Möbelstück der 1 Renaissance (lang gestreckter, geradflächiger Kasten, mit Malerei, Schnitzerei u. Einlege
arbeiten verziert)
Caslsoullet [kasulɛ]das;-[s], -s[...'le(s)] (ausgleichbed.fr.
cassoulet): franz. Eintopfgericht aus weißen Bohnen,
Schweinefleisch, Gans od. Ente, mit Würstchen u. vielen
Kräutern
Cast [kɑ:st] das; - (aus engl.-amerik. cast „Besetzung, Rol
lenverteilung“ zu to cast, vgl. Casting): der gesamte Stab
von Mitwirkenden an einem [Fernsehjfilm. caslten (aus
gleichbed. engl.-amerik. to cast „werfen; (eine Rolle) be
setzen“, vgl. Casting): für eine bestimmte Film- od. Fern
sehrolle auswählen; Probeaufnahmen von jmdm. machen.
Caslting das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. casting, eigtl.
„das (Aus)werfen“, zu to cast „werfen; (eine Rolle) beset-
Castize
zen“): 1. (in der Sportfischerei) Wettkampf, der darin be
steht, dass man die Angel weit od. auf ein bestimmtes Ziel
hin auswirft. 2. (bei Film, Fernsehen) Auswahl der für eine
bestimmte Rolle geeigneten Person; Rollenbesetzung
Casltilze [k...], Kastize der; -n, -n (aus gleichbed. span,
(mex.) castizo, eigtl. „von reinem Blut“, zu casto „rein“,
dies aus lat. castus): Nachkomme eines europiden u. eines
mestizischen Elternteils in Südamerika
Calstle [kɑ:sl] das; -, -s (aus gleichbed. engl. castle, dies
übera/t/k castel aus lat. castellum, vgl. Kastell): engl. Bez.
für Schloss, Burg
’Casitor [k...] vgl. Kastor
2Casltor® der; -s, Plur. -s, auch ...oren (Kurzw. aus engl.
cask for .storage and transport of radioactive material) : Be
hälter zum Transportieren u. Lagern von radioaktivem
Material
Cas|to|ret|te die; -, -n (zu ÎKastor u. T...ette): dem Biber
fell ähnliches, veredeltes Fell. Casltolrelum das; -s (aus
gleichbed. lat. castoreum): Drüsenabsonderung des Bi
bers (Bibergeil)
Casltrisimus* u. Casltrolislmus [k...] der; - (aus span.
castrismo, nach dem kuban. Revolutionsführer u. Politi
ker F. Castro (*1927) u. zu T...ismus (1)): Bez. für die po
litischen Ideen u. das politische System des von Castro ge
prägten kubanischen Sozialismus; vgl. Fidelismo
Casltrum* [k...] das; -s, ...ra (aus gleichbed. lat. castrum):
altrömisches befestigtes Militärlager
Cäsltus ['tsɛstʊs] der; -, - [,..tu:s] (aus gleichbed. lat. caes
tus): Kampfhandschuh od. Schlagriemen der Faustkämp
fer im alten Rom
Ca|su|a|ri|na [k...] vgl. Kasuarina
Calsu la [k...] vgl. Kasel
Cälsur [ts...] vgl. Zäsur
Calsus [k...] der; -, - ['ka:zu:s] (aus gleichbed. lat. casus):
Fall; Ereignis; Beugungsfall (in Fügungen mit lat. Be
standteilen); vgl. Kasus; Casus Belli: Kriegsfall, kriegs
auslösendes Ereignis; Casus Foederis: Ereignis, das die
Bündnispflicht eines Staates auslöst; Casus knacksus:
(scherzh.) Knackpunkt; Casus obliquus: abhängiger Fall
(z.B. Genitiv, Dativ, Akkusativ); Casus rectus: unabhän
giger Fall (Nominativ)
CATfkæt] (Abk. für eng/, computer-aided translation „com
puterunterstütztes Übersetzen“): Bez. für die computer
unterstützte Übersetzung von Wörtern u. Texten
Caltallpa [k...J vgl. Katalpa
Ca ta rac ta [kata'rakta] vgl. Katarakta
Cat boot ['kɛt...] das; -[e]s, -e (nach gleichbed. engl. catboat): kleines einmastiges Segelboot
’Catch [kæʧ] der; -, -es [...iz] (aus engl. catch „Rundge
sang“ zu to catch „greifen“, dies aus altfr. cachier „jagen“
über das Vulgärlat. aus lat. captare „fangen“): geselliges
engl. Chorlied mit derbkomischen, spaßhaften Texten (17.
u. 18. Jh.). 2Catch [kɛtʃ] das; -: Kurzform von tCatch-ascatch-can. Catch-as-catch-can ['kætʃ əz 'kætʃ 'kæn]
das; - (aus gleichbed. engl.-amerik. catch as catch can,
eigtl. „greifen, wie man nur greifen kann“): von Berufsrin
gern ausgeübte Art des Freistilringens, bei der fast alle
Griffe erlaubt sind, catlchen ['kɛʧn] (zu Î 2Catch): im Stil
des Catch-as-catch-can ringen. Catlcher ['kɛʧa] der; -s, (aus gleichbed. engl. catcher): Freistilringkämpfer. Catcherlpro molter [,,,prəmootə] der; -s, -: Veranstalter ei
nes Freistilringkampfes
Catlchup* ['kɛtʃap] vgl. Ketchup
Caltelchilne [k...] die (Plur.) (zu IKatechu u. î...in (l)):
farblose, kristallisierte organische Verbindungen (Grund
lage natürlicher Gerbstoffe). Ca|te|chu vgl. Katechu
Caltelnaclcio [kate'naʧo] der; -[s] (aus gleichbed. it. catenaccio „Sperrkette, Riegel“ zu lat. catena „Kette“): be
sondere Verteidigungstechnik im Fußballspiel, bei der sich
242
bei einem gegnerischen Angriff die gesamte Mannschaft
kettenartig vor dem eigenen Strafraum zusammenzieht.
Caltelnalne, Ca|te|na|ver|bin|dunlgen die (Plur.) (zu
lat. catena „Kette“): chemische Verbindungen, bei denen
zwei od. mehrere Einzelringe wie Glieder einer Kette in
einander greifen
Caltelne [k...] vgl. Katene
Caite ring ['keɪtərɪŋ] das; -[s] (aus gleichbed. engl. catering
zu to cater „Lebensmittel liefern“, dies zu älter cater „Lie
ferant von Speisen u. Getränken“ aus altfr. acatour
„(Ein)käufer“): Beschaffung von Lebensmitteln, Verpfle
gung; Verpflegungswesen
Calteijpilllar® ['kætəpɪlə] der; -s, -[s] (aus gleichbed. engl.
caterpillar, eigtl. „Raupe“): Raupenschlepper (bes. im
Straßenbau)
Catlgut ['katgut, engl. 'kætgʌt] vgl. Katgut
Caltheldra* [k...] die; -, ...rae [...re] (über lat. cathedra aus
gr. kathédra „Stuhl, Sessel“): 1. [Lehrjstuhl (vgl. Kathe
der). 2. Ehrensitz, bes. eines Bischofs od. des Papstes; Ca
thedra Petri: der Päpstliche Stuhl; vgl. ex cathedra
Caltilnat [kati’na] der; -[s] (nach dem franz. Marschall Catinat, 41712): gemusterte Kleidung aus Baumwoll- u. Lei
nengarn
Caltinlga [k...], Caatinga die; -, -s (überport, catinga „nied
riger Busch-, Trockenwald“, aus Tupi (einer südamerik.
Indianersprache) caatinga zu caá „Wald“ u. tinga „weiß“) :
Dornbuschvegetation in Brasilien, die während der Tro
ckenzeit das Laub abwirft
Catlling ['kæt...] ¿Zaj; -s, -s (aus engl. catling „feines Mes
ser“): bes. zu Amputationen verwendetes chirurgisches
Messer
CatlliInit [k..., auch ...nit] der; -s (nach dem amerik. For
scher G. Catlin (1796-1872) u. zu t2...it>: nordamerik.
Pfeifenstein (Tonschiefer), aus dem der Kopf der indian.
Friedenspfeife besteht
Catlsuit ['kɛtsju:t] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. catsuit):
einteiliges, eng anliegendes, figurbetontes Kleidungs
stück, Hosenanzug
Cat|ta|ke|lung ['ket..., auch kat...] die; -, -en (Plur. selten)
(zu ÎCatboot): Takelungsart eines einmastigen Segelboo
tes
CatltileIrit [katie.auch ...nt] der; -s, -e (nach der Eisen
bahnstation Cattier bei Kinshasa (Kongo) u. zu T2...it>:
reinweißes Mineral (Kobaltsulfid)
Cattlleya [kat'laia], Cattlleye die; -, ...leyen (aus gleich
bed. nlat. cattleya; nach dem engl. Züchter Cattley,
41832): Orchideengattung aus dem tropischen Amerika
Catlwalk ['kɛtwɔ:k] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. catwalk,
eigtl. „Katzenweg“, zu cat „Katze“ u. to walk „(entlangjgehen“): Laufsteg
Cauchelmar [koʃ'ma:r] der; -s (aus gleichbed. fr. cauche
mar zu altfr. caucher „niedertreten“ u. mhd. mar, ahd. mara „[Nachtjmahr, Alb“): (veraltet) das Albdrücken
Caulda [k...] die; -, ...dae [...de] (aus lat. cauda „Schwanz“):
1. Schwanz; Endstück eines Organs od. Körperteils
(Med.). 2. Schleppe, bes. an den liturgischen Gewändern
hoher Geistlicher (Reh). 3. der nach oben od. unten ge
richtete Hals einer Note od. tLigatur (2) (Mus.), cauldalis vgl. kaudal. Cau|da|ta|ri|us der; -, ...ier [...in] (aus
gleichbed. mlat. caudatarius, eigtl. „Schleppenträger“):
(veraltet) blindlings ergebener Anhänger
Cauldex [k...] der; -, ...dices [,,,tse:s] (aus lat. caudex
„Baumstamm, Klotz“): 1. [nicht verholzender] Stamm der
Palmen u. Baumfarne. 2. tiefere Teile des Gehirns bei Säu
getieren u. beim Menschen (im Gegensatz zu Groß- u.
Kleinhirn)
Cauldilllislmus [...dil jis...] der; - (zu ÎCaudillo u. Î ...ismus
(1)>: die bes. für Lateinamerika typische Form der [Mili
tärdiktatur. Cau dil lo [..,'dlljo] der; -[s], -s (aus span.
243
caudillo „Anführer, Heerführer", dies aus spätlat. capitel
lum, Verkleinerungsform von lat. caput „Haupt“): 1. po
litischer Machthaber, Diktator. 2. Häuptling, Heerführer,
Anführer
Caulsa [k...] 4/e; -, ...sae [...ze] (aus gleichbed. lat. causa):
Grund, Ursache [eines Schadens, einer Vermögensände
rung usw.], Rechtsgrund, caulsa filnallis {lat.'r. letzte,
endliche Ursache, caulsa mixlta (lat.; „gemischte
Rechtssache"): Rechtsangelegenheit, an deren Klärung
sowohl die geistliche als auch die weltliche Macht beteiligt
ist. Cause céllèbre* [kozse'lɛbr] die; - -, -s -s [kozse'lɛbr]
(aus gleichbed. fr. cause célèbre): a) berühmter Rechts
streit; b) berüchtigte Angelegenheit. Cau|se|rie [kozə'ri:]
rfie; -, ...jen (aus gleichbed. fr. causerie zu causer „plau
dern"): unterhaltsame Plauderei. Caulseur [ko zo:b] der;
-s, -e (aus gleichbed. fr. causeur): [amüsanter] Plauderer.
Caulseulse [ko'zo:zə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. cau
seuse): 1. (veraltet) unbekümmert-munter plaudernde
Frau. 2. kleines Sofa
Causltilcum [k...] vgl. Kaustikum
Cauxbewegung [ko:...] die; - (nach dem Schweizer
Luftkurort Caux): religiöse Gemeinschaftsbewegung zur
moralischen Erneuerung
Calva ['ka:va] der; -s, -s (aus span, cava „(Sekt)kellerei“):
spanischer Schaumwein
ça va [sa'va] (/r,): es geht; ça va?: wie gehts?
Caiva ge [ka'va:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. cavage zu
cave „Keller“, dies zu lat. cavus „hohl“): (veraltet) a) Ein
kellerung von Waren; b) Kellermiete
Cal val [ka val] der; -s, -s (aus it. cavallo, vgl. Cavaliere):
der Ritter im Tarockspiel. Calvalletlto das; -s, ...tti (aus
it. cavaletto „Gestell, Gerüst“): 1. Bodenrick, ein Hinder
nis beim Springreiten. 2. a) [hölzernes] Pferd für Turn
übungen; b) Steckenpferd. 3. (veraltet) Prügelbock. 4.
(veraltet) Gestell, bes. Staffelei. Ca|va|li|e|re der; -, ...ri
(aus zt. cavaliere „Ritter“ zu cavallo, vgl. Cavallo): ital.
Adelstitel; Abk.: Cav.; vgl. Chevalier u. Kavalier, calvali ère ment [...lisr'mä:] tfr.'): (veraltet) 1. ritterlich, welt
männisch. 2. anmaßend, hochfahrend, frech. Calvallleria [kavalle...] die; - (aus gleichbed. it. Cavalleria, vgl. Ka
vallerie): (veraltet) Ritterlichkeit. Calvalllo der; -[s], ...lli
(aus it. cavallo „Pferd, Reiter“, dies aus lat. caballus): alte
Kupfermünze im Königreich Nepal mit einem aufgepräg
ten Pferd. Calvalllptlto der; -[s], -s (aus gleichbed. it. cavallotto, eigtl. Vergrößerungsform von cavallo, vgl. Ca
vallo): alte ital. Goldmünze mit dem heiligen Martin zu
Pferd
Calvalta [ka'va:ta] die; -, ...te (aus gleichbed. it. cavata,
eigtl. „das Dehnen, Aushalten eines Tons“, zu cavare „he
rausziehen, ausgraben“): gedanklich zusammenfassender
ariosohafter Schlussabschnitt eines Rezitativs in der ers
ten Hälfte des 18. Jh.s, Vorform der ÎKavatine (Mus.)
Calvea ['ka:vea] die; -, Caveae [...e] (aus gleichbed. lat. ca
vea zu cavus „hohl, gewölbt“): terrassenartig angelegter,
halbkreisförmiger Zuschauerraum des antiken römischen
Theaters
calve calnem ['ka:və ka:nɛm] (Za/.; „hüte dich vor dem
Hund!“): Inschrift auf Tür od. Schwelle altröm. Häuser
Calvelçon [kavə'sð:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. caveçon,
dies aus it. cavezzone zu cavezza „Halfter“): (veraltet)
Kappzaun
Calviltät [kavi...] vgl. Kavität
Calvum [ ka:vʊm] das; -s, ...va [...va] (aus lat. cavum „Höh
lung, Loch“): Hohlraum (Med.)
Calyennelpfeflfer [kajɛn...] der; -s (nach Cayenne, der
Hauptstadt von Französisch-Guayana): vorwiegend aus
Î Chili hergestelltes scharfes Gewürz
CB-Funk [tsefbe:..., engɪ. si:'bi:...] </er; -s (verkürzt aus engl.
citizens’ ¿and zu citizen „Bürger“ u. band „Band“): Ama
Cellon
teurfunk mit anmelde- u. gebührenfreien Geräten in einem
dafür freigegebenen Wellenbereich
CC: Abk. für Compact Cassette
’CD die; -, -[s] (Abk. für engl. compact rfisc): TCompact
Disc, Î CD-ROM
2CD: Abk. für Corps diplomatique
CD-Play|er [tse:'de:pleɪə] der; -s, - (zu Î 'CD u. engl. player
„Plattenspieler“): Plattenspieler für CDs. CD-ROM die;-,
-[s] (Abk. für engl. read only memory „Nurlesespeicher“):
als Datenbank od. elektronisches Nachschlagewerk die
nende Speicherplatte [für PCs mit entsprechendem Lauf
werk], deren Programminhalt abgerufen, aber nicht verän
dert werden kann. CD-Spie|ler ¿Zer; -s, -: svw. CD-Player
Celalra [sia'ra] die; - (nach dem brasilianischen Bundes
staat Ceará): brasilianische Baumwollsorte
Celcildie [tse'tsi:diə] vgl. Zezidie
Celdi ['se:di] der; -, -s (aber: 5 -) (aus dem Afrik.): Wäh
rungseinheit in Ghana
Celdillle [se'di:j(ə)] die; -, -n [,,,jən] (aus gleichbed. fr. cedille, dies aus span, zedilla „kleines Z“>: kommaartiges,
î diakritisches Zeichen [unterhalb eines Buchstabens] mit
verschiedenen Funktionen (z. B. franz, ç [s] vor a, o, u od.
rumän. 5 [ʃ])
Celdro* [ts...] das; - (aus span, cedro „Zeder“, dies über lat.
cedrus ausgr. kédros „Wacholder; Zeder“): leichtes, wei
ches, sehr gut spaltbares Holz einer amerikanischen im
mergrünen Baumgattung, das vor allem für Furniere u.
Täfelungen verwendet wird
Celdule [se'dy:l] die; -, -n [...Ion] (aus gleichbed. fr. cédule,
dies aus spätlat. schedula „Blättchen Papier, Zettel“):
(veraltet) Pfandbrief, Schuldschein
Cei|lo|me|ter [ts...] das; -s, - (zu engl. ceiling „Wolkenhö
he“ u. Î'...meter): Wolkenhöhenmesser
Ceinltulron [ssty'rö:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. ceintu
ron zu ceinture „Gürtel“, dies aus lat. cinctura „Gürtung
(der Toga)“): (Schweiz.) Koppel (des Soldaten)
Cellasltrus* [ts...] der; -, Plur. ...ri od. ...ren (über nlat. ce
lastros aus gr. kêlastros „ein immergrüner Baum", dies zu
gr. kêlàs „Spätherbst“, eigtl. „Wolke, die Wind ankün
digt“): Gattung der Spindelbaumgewächse in den Tropen
u. Subtropen (Baumwürger, Schlinggewächs)
Cellelbret* ['tse:...] vgl. Zelebret
ce ler [ts...] {lat.y. schnell (Med.), cellelre ['ʧe:...] <z7.>:
schnell, geschwind (Vortragsanweisung; Mus.). Cellelrifère [seleri fɛ:r] die; -, -n [...ran] (aus gleichbed. fr, célérifère zu lat. celerare „beschleunigen, eilen“ (dies zu celer
„schnell“) u. ferre „tragen“): Eilfuhre, -wagen in Frank
reich
Celleslta [tʃe...] die; -, Plur. -s u. ...ten (aus gleichbed. it. ce
lesta, eigtl. „die Himmlische“, dies aus lat. caelestis
„himmlisch“): zart klingendes Tasteninstrument, das zur
Tonerzeugung Stahlplatten u. röhrenförmige Î Resonato
ren verwendet
Ce Hit [ts..., auch ...'lit] das; -s (Kunstw.; vgl. 2...it): ein helles
Zementmaterial
Cellla [ts...] die; -, Cellae [...le] (aus gleichbed. lat. cella,
eigtl. „Kammer“): 1. der Hauptraum im antiken Tempel,
in dem das Götterbild stand. 2. a) (veraltet) Mönchszelle;
b) svw. TKellion (Rel.). 3. kleinste Einheit eines Organis
mus, Zelle (Med.). Celllelrar der; -s, -e u. Cel|le|ra|ri|us
der; -, ...rii (aus mlat. cellerarius „Kellermeister“): Wirt
schaftsverwalter eines Klosters
Celllist [tʃ...] der; -en, -en (zu ÎCello u. Î ...ist): Musiker, der
Cello spTelt. CelIlisltirɪ die; -, ...innen: weibliche Form zu
ÎCellist. cel|lis|tisch: 1. das Cello betreffend. 2. celloar
tig. Celllo das; -s, Plur. -s u. ...lli (aus it. cello, Verkleine
rungsendung von violoncello „kleine Bassgeige“): Kurz
form von Î Violoncello
Celllon® [ts...] das; -[s] (Kunstw.): Kunststoff aus Zellulo-
Cellopaille
seacetat. Celllolpaille [sɛlɔ'pa:j] die; - (zu fr. cellulose u.
paille „Stroh“, eigtl. „Zellstroh“): schmale Zellophan
streifen, die als Stickmaterial verwendet werden u. wegen
des glänzenden Effekts in schmalen Streifen in Stoffe ein
gewebt werden (Textilkunde). Celllolphan® vgl. Zello
phan. cellloiphalnielren vgl. zellophanieren. Celllulla
áte; -, ...lae [...le] (aus lat. cellula „kleine Zelle“, Verklei
nerungsform von cella, vgl. Cella): kleine Körperzelle
(Med.). Celllullalse vgl. Zellulase. CelIlu|ljItis vgl. Zel
lulitis. Cel I lu lloid [,.,'byt], seltener Cel I lu lio lid vgl. Zel
luloid. Celllullol se vgl. Zellulose
Cellsilus [ts...] (nach dem schwed. Astronomen A. Celsius,
1701-1744): Gradeinheit auf der Celsiusskala; Zeichen C,
fachspr. °C. Cel|si|uslska|la ¿fe; -, ...len: Temperatur
skala, bei der der Abstand zwischen dem Gefrier- u. Sie
depunkt des Wassers in 100 gleiche Teile unterteilt ist
Celltilum ['tsɛltsiʊm] das; -s (nach lat. Celtae, dem Volk der
Kelten, u. zu T...ium): (veraltet) svw. (Hafnium
Cemiba list [tʃ...] der; -en, -en (aus gleichbed. it. cembalista): Musiker, der Cembalo spielt. Cem|ba|lis|tin die; -,
...innen: weibliche Form zu tCembalist. cem|ba|listisch (zu T ...istisch): 1. das Cembalo betreffend. 2. cem
baloartig. Cemlballo das: -s, Plur. -s u. ...li (aus it. cem
balo; Kurzform von Clavicembalo): Tasteninstrument des
14. bis 18. Jh.s (alte Form des Klaviers, bei dem die Saiten
angerissen, nicht angeschlagen werden)
Ce|na [ts...] die; -, Cenae ['tse:nɛ] (aus lat. cena „Mahlzeit,
Essen“): Hauptmahlzeit im antiken Rom
Célnacle [se'nakl] das; -[s] (aus gleichbed. fr. cénacle, dies
über mlat. cenaculum „Abendmahlsraum“ aus lat. cena
culum „Speisesaal“): 1. Abendmahlsraum (in der franz.
Bibelsprache). 2. Vereinigung franz. Dichter u. a. Künstler
in der franz. Romantik (19. Jh.)
Cenlcerlro [sɛn'sɛro] der; -[s], -s (ausspau. cencerro „Vieh
glocke, -schelle“): kleine klöppellose Glocke aus Eisen od.
Kupferblech, die mit einem Schlag- od. Trommelstock an
geschlagen wird (Mus.)
Celnolman [ts...] das; -s (nach dem Siedlungsgebiet der Cenomanen, eines keltischen Volksstamms): Stufe der Krei
deformation (Geol.)
Cent [sent] der; -[s], -[s] (aber: 5 -) (aus engl. cent, dies über
mittelfr. cent „hundert“ aus lat. centum): 1. a) Unterein
heit der Währungseinheiten verschiedener Länder (z.B.
USA, Tansania, Zypern); Abk.: c u. ct, im Plur.: cts; b)
Untereinheit des 1 Euros. 2. ein Hundertstel der Reaktivi
tätseinheit (Kernphys.). Cenital [sɛntl] der; -s, -s (aus
engl. cental „Zentner“): in Großbritannien verwendete
Gewichtseinheit ( = 45,359kg). Cenltalvo [sɛn ta:vo] der;
-[s], -[s] (aber: 5 -) (aus span. u.port, centavo, eigtl. „Hun
dertstel“, zu lat. centum „hundert“): Untereinheit der
Währungseinheiten verschiedener südamerikanischer
Länder (z. B. Argentinien, Brasilien). Cen|te|nar... [ts...]
vgl. Zentenar...
’Ceniter ['sente] das; -s, - (aus amerik. center, engl. centre
„Mittelpunkt“, dies über fr. centre aus lat. centrum; vgl.
Zentrum): a) großes Kaufhaus, Einzelhandelsgeschäft; b)
Geschäftsviertel mit verschiedenen Einzelhandelsge
schäften u.Ä., vgl. ...center. 2Cen|ter der; -s, - (zu Î 'Cen
ter): Kurzform von Centerspieler. ...ceniter: Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Geschäft, Mittel
punkt“, z.B. Fitnesscenter. Cenlter-Court ['sɛntu 'kɔ:t]
vgl. Centre-Court. Cenlterlpark [sente...] der; -s, -s (aus
gleichbed. engl. center park): modernes Ferienzentrum
mit einem reichen Angebot zur Freizeitgestaltung für Er
wachsene u. Kinder. Cen|ter|spie|ler [’sente...] der; -s, -:
zentraler Angriffsspieler im Basketball
Cen|te|si|mo [tʃ...] der; -[s], ...mi (aber: 5 -) (aus it. cente
simo, dies aus lat. centesimus „der Hundertste“): Unter
einheit der Währungseinheiten verschiedener Länder
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(z.B. Italien, Somalia). Cenitélsilmo [sente:...] der; -[s],
-[s] (aber: 5 -) (aus span, centésimo, dies aus lat. centesi
mus „der Hundertste“): Untereinheit der Währungsein
heiten verschiedener Länder (z.B. Panama, Chile). Cen
time [sa'ti:m] der; -s, -s [sa'ti:m(s)] (aber: 5 -) (ausʃr. cen
time, dies aus lat. centum „hundert“): Untereinheit der
Währungseinheiten verschiedener Länder (z.B. Frank
reich, Schweiz); Abk. : c u. ct, Plur. ct[s], Schweiz, nur Ct.
Cénltilmo ['sen...] der; -[s], -s (aber: 5 -) (aus span, cénti
mo, eigtl. „Hundertstel“; vgl. Centime): Untereinheit der
Währungseinheiten bestimmter Länder (z.B. Spanien,
Costa Rica). Cenltilnaljo [ʧ...] der; -s, -s (aber: 3 -) (aus
it. centinaio „Hundert“): alter ital. Zentner (35-48kg)
Cenlto [ts...] der; -s, Plur. -su. Centones [,..ne:s] (ausgleich
bed. spätlat. cento, eigtl. „Flickwerk“, zu lat. cento „De
cke, Flickengewand“): 1. Gedicht, das aus einzelnen Ver
sen bekannter Dichter zusammengesetzt ist. 2. a) [Choral]melodie, die aus vorhandenen Melodieteilen zusam
mengesetzt ist (Mus.); b) Quodlibet (1)
Cenltral* Intel li gence Agenlcy [ sɛntrəɪ ɪn tɛlɪʤəns
'eɪdʒənsɪ] die; - - - (engl.}: US-amerikanischer Geheim
dienst; Abk. CIA. Cen|tre-Court u. Center-Court, auch
Cenltrelcourt u. Centercourt ['sɛntəkɔ:t] der; -s, -s (zu
engl. centre bzw. amerik. center (vgl. Center) u. engl. court
„(Tennis)platz“): Hauptplatz großer Tennisanlagen. Centri clea ner [sentri'kli:...] iZer; -s, - (zu engl. centri- „mit
tel...“ u. to clean „säubern, reinigen“, eigtl. „Zentralreini
ger“): bei der Papierherstellung Gerät zur Entfernung von
Unreinheiten aus der wässrigen Faserstoffsuspension,
z. B. aus Altpapier u. Zellstoff, durch Zentrifugalkraft
Cenltrolsom* [ts...] vgl. Zentrosom
Cenltumlvilri [ts,,,viri] die (Plur.) (aus lat. centumviri
„Hundertmänner“): altrömischer Gerichtshof für Privat
prozesse, bes. für Eigentums- u. Erbschaftsfragen. Centulria Æe,- -, ...riae [...s] (aus gleichbed. lat. centuria zu
centum „hundert“): altes röm. Flächenmaß von etwa
50ha; vgl. Zenturie. Cenltylrie usw. vgl. Zenturie usw.
Cen tu ri um vgl. Zenturium. Centiweight ['sɛntweɪt]
(aus engl. cent „hundert“ u. weight „Gewicht, Schwere“):
svw. Hundredweight
celphal..., Celphal..., ce pha lo..., Ce pha lo... [ts...]
vgl. zephalo..., Zephalo...
Cer [tse:e], auch Zer das; -s (nach dem 1801 entdeckten As
teroiden Ceres): chem. Element, Metall; Zeichen Ce
Celra [ts...] die; -, ...ren (aus lat. cera „Wachs“): 1. [Bienen]waehs (Pharm.). 2. weiche Hautverdickung am
Schnabel vieler Vögel (Zool.)
Celran® [ts...] das; -s (Kunstw.): [gewalzte] Glaskeramik
(bes. für das Kochfeld von Elektro- u. Gasherden)
Cerlclalge* [ser'kla:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. cerclage
zu cercle, vgl. Cercle) : kreisförmige Naht bei Operationen
(Med.). Cerlcle ['sɛrkl] der; -s, -s (aus fr. cercle „Kreis,
Zirkel“, dies aus lat. circulus): 1. a) Empfang [bei Hofe];b)
vornehmer Gesellschaftskreis. 2. (österr.) die ersten Rei
hen im Theater od. Konzertsaal. Cerlclelsitz der; -es, -e:
(österr.) Sitz in den vordersten Reihen im Theater u. Kon
zertsaal
celrelal [ts...] (aus gleichbed. lat. Cerealis, eigtl. „der Ceres
geweiht“, zu Ceres „(röm.) Göttin des Getreide- u. Acker
baus“): zum Acker-, Getreidebau gehörig. Ce|re|a|li|en
[-iən] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. Cerealia): altrömi
sches Fest zu Ehren der Göttin Ceres; vgl. Zerealie
Ce|re|bel|la [ts...]: Plur. von îCerebellum. ce|re|bel|lar
vgl. zerebellar. Celrelbelllum das; -s, ...bella (aus lat. ce
rebellum „kleines Gehirn“, Verkleinerungsform von cere
brum; vgl. Cerebrum): Kleinhirn (Med.). Celrelbra*:
Plur. von Î Cerebrum. Ce I reib rum*, auch Zerebrum das;
-s, ...bra (aus gleichbed. lat. cerebrum): [Groß]hirn, Ge
hirn (Med.)
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Celrelsin [ts...] vgl.
Ce|re|us [ts...] der:
Zeresin
- (aus lat. cereus „Wachskerze“ zu ce
reus „wächsern, aus Wachs“): Säulenkaktus
eelrise [sə'ri:z] (aus gleichbed. fr. cerise zu cerise „Kir
sche“, dies über lat. cerasus aus gr. kérasos „Kirsch
baum“): kirschrot
Ce|rjt[ts..., auch ...'nt] vgl. Zerit. Ce|ri|um<ias; -s (zu (Cer
u. Î...ium): svw. Cer
Cerlmets ['sə:mɛts] die (Plur.) (Kunstw. aus engl. ceramic
u. metals): metallkeramische Werkstoffe, die aus einem
Metall u. einer keramischen Komponente bestehen
Ce|ro|fer[ts...] der;-s, -e (zu/ɑ/. cera „Wachs“ u. ferre „tra
gen“): (veraltet) Leuchter-, Kerzenträger bei feierlichen
Gottesdiensten. Celrolmel das; -s (zu lat. mel „Honig“):
(veraltet) Salbe aus geschmolzenem Wachs u. Honig
Ce|ro|tin|säu|re [ts...] vgl. Zerotinsäure
Cerlto sa [tʃ...] die; -, ...sen (aus it. certosa „Kartause“):
Kloster der (Kartäuser in Italien. Cerlto|salmo|sa|ik
das; -s, -en: geometrisch gemustertes Elfenbeinmosaik
orientalischen Charakters der nordital. Renaissance. Certo si na techlnik die; - (zu it. certosino „Kartäuser(mönch)“): früher bes. in Kartäuserklöstern Oberita
liens gepflegte Technik, Möbel mit Einlegearbeiten aus El
fenbein zu verzieren
Celrulmen [ts...] vgl. Zerumen. Celruslsit [auch ...sit] vgl.
Zerussit
Cervara [tʃɛrv...] die; - (nach der bei Rom gelegenen Stadt
Cervara): (veraltet) das Maifest der deutschen Künstler
von Rom
Cerlvellat [ sérvala] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. cervelas,
dies aus zt. cervellata, vgl. Zervelatwurst): (Schweiz.)
Brühwurst aus Rindfleisch mit Schwarten u. Speck; vgl.
Servela, Zervelatwurst
Cerlvixftserviks] die; -, ...ices [,,,tse:s] (aus lat. cervix „Na
cken, Hals“): a) Hals, Nacken; b) halsförmiger Abschnitt
eines Organs, z. B. der Gebärmutter (Anat.)
Ce rylial ko hol [ts...] der; -s, -e (zu lat. cera „Wachs“,
T...yl u. Î Alkohol): höherer, gesättigter îaliphatischer Al
kohol, der in Form von Estern in Tier- u. Pflanzenwachsen
vorkommt
Cé|sar[se'za:r] der; -[s], -[s] (nach dem Bildhauer César Baldaccini (1921-1998)): dem amerik. Oscar entsprechender
franz. Filmpreis
Ce|sa|ro|lith [ts..., auch ... lit] der; Gen. -s od. -en, Plur.
-e[n] (nach dem italobelgischen Mineralogen G. R. P. Cesaro (f 1939) u. zu T ...lith) : ein stahlgraues Mineral
Ces|sio[ts...]d/e;-,..donen (aus gleichbed. Zat. cessio zu ce
dere „(an jmdn. etw.) abtreten“): Abtretung (Rechtsw.);
Cessio legis: Abtretung kraft Gesetzes
c’est la guerre [sɛla'gɛ:r] (fr.; „das ist der Krieg!“): so ist
es nun einmal [im Krieg], da kann man nichts machen!
c'est la vie [sɛla'vi:] (fr.; „das ist das Leben!“): so ist das
[Leben] nun einmal!
Cesltoldes [ts...de:s] die (Plur.) (aus nlat. cestodes, vgl.
Zestoden): svw. Zestoden
Ce ta ce um [tse'ta:tseʊm] das; -s (aus nlat. cetaceum
„Meeressäugetier“ zu gr. kètos „großes Meerestier, Wal“):
aus dem Kopf von Pottwalen gewonnene fettartige, spröde
Substanz (Walrat)
Celtan [ts...] das; -s (Kunstw.; vgl. ...an): ein gesättigter
Kohlenwasserstoff. Ce|tan|zahl die; -, -en: Maßzahl für
die Zündwilligkeit eines Dieselkraftstoffs
celtelris pa|rilbus[ts...-] (lat.y. unter [sonst] gleichen Um
ständen (methodologischer Fachausdruck der Wirt
schaftstheorie). celtelrum cenlseo [-'tsɛn...] (lat.; „im
Übrigen meine ich“ (dass Karthago zerstört werden
muss) ; Schlusssatz jeder Rede Catos im römischen Senat) :
im Übrigen meine ich (als Einleitung einer immer wieder
vorgebrachten Forderung, Ansicht)
Chain-Stores
[ts...] der; -s (zu gr. kètos (vgl. Cetaceum),
T ...yl u. (Alkohol): höherer, gesättigter (aliphatischer Al
kohol, in Form eines Esters Hauptbestandteil des Walrats
Celvaplcilci [ʧevapʧitʃi] die (Plur.) vgl. Tschewaptschitschi
Ce|va-Satz['tje:va..., 'tʃɛ:va...] der; -es (nach dem ital. Ma
thematiker G. Ceva (um 1647-1734)): ein geometrischer
Lehrsatz
CGS-Sysltem [tse:ge:'lɛs...] das; -s (Abk. aus Centimeter
(für (Zentimeter), Gramm, (Sekunde u. (System): altes
physik. Maßsystem, das auf den Grundeinheiten Zentime
ter, Gramm u. Sekunde aufgebaut ist
Chalbalsit [ç..., auch ,.,'zit] der; -s, -e (zu spätgr. chalazias,
verfälscht zu chabazias (dem Namen eines Edelsteins),
eigtl. „Hagelstein“, dies zu chálaza „Hagel“ u. (2...it):
rhomboedrische Kristalle bildendes Mineral
Chalblis* [ʃa'bli:] der; - [ʃa'bli:(s)], - [fa'bli:s] (nach der
gleichnamigen franz. Stadt): Weißwein aus Niederbur
gund
Chalbotte [ʃa'bɔt] die; -, -n [...tri] (aus gleichbed. fr. chabotte): Ambossstock, Unterbau für den Amboss
Chalbrus* [x...] die; -, - (aus jidd. chawruse „Gesellschaft;
Kumpanei“ zu hebr. hever „Genossenschaft“): (veraltet)
Genossenschaft von Geldleuten, die Grundstücke erwirbt
u. sich dadurch politischen Einfluss verschafft
Cha-Cha-Cha ['tʃa'tʃa'tʃa] der; -[s], -s (aus gleichbed. span.
cha-cha-cha): dem (Mambo ähnlicher Modetanz aus
Kuba
Chaclmool [tʃak...] der; -s, -s (zuMaya (einer in Mexiko ge
sprochenen Indianersprache) chac „Regengott“ u. mool
„Tatze, Pfote“): altmexik. Steinfigur mit zur Seite gewand
tem Kopf u. einer Opferschale auf dem Bauch (Völkerk.)
Cha conne [ʃa'kɔn] die; -, Plur. -s u. -n [...nan] u. Ciacona
[ʧa'ko:na] die; -, -s (aus gleichbed. fr. chaconne bzw. it.
ciaccona, beide aus span, chacona): 1. span. Tanz im
3/4-Takt. 2. Instrumentalstück im 3/4-Takt mit zugrunde lie
gendem achttaktigem (ostinatem Bassthema (Mus.)
chalcun à son goût [ʃakæasðgu] (/r,): jeder nach seinem
Geschmack; jeder, wie es ihm beliebt
chalcun pour soi. Dieu pour tous [fakœpur'soa djopur'tʊs] (fr.y. jeder für sich und Gott für alle
Chaldor [tʃa'dor, auch ...'do:j] vgl. Tschador
Cha|gas|krank|heit ['ʃa:...] die; - (nach dem brasiliani
schen Arzt u. Bakteriologen Carlos Chagas, 1879-1934):
trop. Infektionskrankheit
’Chaigrin* [fa'grɛ:] das; -s, -s (aus fr. chagrin „Eselshaut“,
dies aus türk, sagri „Haut über der (Pferde)kruppe“): Le
der aus Pferde- od. Eselshäuten mit Erhöhungen auf der
Narbenseite
2Cha|grin* [fa grɛ:] der; -s (aus gleichbed. fr. chagrin zu
altfr. graignier „betrüben“, vermutlich zu germ, gramî
„Erbitterung“): (veraltet) Kummer, Verdruss, chalgrinant [fagri'nä:] (fr.; zu chagriner, vgl. 2chagrinieren):
(veraltet) betrübend, kränkend
1cha|gri|nie|ren* [ʃa...] (aus gleichbed. fr. chagriner zu
chagrin, vgl. 'Chagrin): ein Narbenmuster auf Leder auf
pressen
2chalgri|nie|ren* [Ja...] (aus gleichbed. fr. chagriner zu
chagrin, vgl. 2Chagrin): (veraltet) kränken, bekümmern
Chalhut Lfa'y:] der; -, -s (aus gleichbed. fr. chahut, eigtl.
„Lärm“): svw. Cancan
Chain [tʃeɪn] das; -s, - (aus engl. chain „Kette“, dies aus fr.
chaîne, vgl. Chaîne): Längeneinheit in Großbritannien u.
in den USA (20,11 m). Chailne ['ʃɛ:n(ə)] die; -, -n [...nan]
(aus/r. chaîne „Kette“, dies aus lat. catena): I. Kettfaden.
2. Kette (beim Tanz)
Chainse [ʃɛ:ns] die; -, -n [...san] (aus gleichbed. altfr.
chainse) : frühmittelalterliches [langärmliges] Untergewand
Chain-Stores ['tʃeɪnstɔ:z] die (Plur.) (aus gleichbed. engl.
Celtyllallkolhol
246
Chaire
chain stores (Plur.), eigtl. „Kettenläden“, zu chain (vgl.
Chain) u. store „Laden“): zu einer Großhandelskette ge
hörende Einzelhandelsgeschäfte
Chalire [tʃ...] die; -, -n (aus dem Jap.): Teedose aus Ton od.
Lack für die japan. Teezeremonie
Chairllelder ['ʃɛm...] ¿to;-s, - (zu/r. chair „Haut“): pflanz
lich nachgegerbtes T Glacéleder
Chairlman ['ʧɛ:emən] der; -, ...men [...man] (aus engl.
chairman „Vorsitzender“ zu chair „Stuhl“ u. man
„Mensch, Mann“): engl. Bez. für den Vorsitzenden eines
politischen, wirtschaftlichen od. wissenschaftlichen Gre
miums o. Ä. Chairlperlson [,,,pə:sən] <7ie;-, -s: engl. Bez.
für Vorsitzende, Vorsitzender
Chailse ['ʃɛ:zə] die; -, -n (aus/k chaise „Stuhl“, dies aus lat.
cathedra, vgl. Cathedra): 1. (veraltet) Stuhl, Sessel. 2. a)
(veraltet) halb verdeckter Wagen; b) (abwertend) altes,
ausgedientes Fahrzeug. 3. (veraltet) svw. Chaiselongue.
Chailsellongue [ʃɛzə'lɔg, ,,,'lð:k] die;-, Plur. -n [...'logon,
,..'lö:gn] u. -s [... logs] (ugs. auch [... log]
-s, -s) (aus fr.
Chaiselongue, eigtl. „Langstuhl“): gepolsterte Liege mit
Kopflehne (ähnlich dem Sofa, aber ohne Rückenlehne)
Chalkan [xa...] (aus mong.-türk. hakän, vgl. Khan): ältere
Form von Î Khan
Chalki [tʃ...] die (Plur.) (aus dem Jap.): Geräte für die ja
pan. Teezeremonie
Chalkra* ['tʃa...] das; -[s], Plur.-s u. ...kren (über engl. cha
kra aus sanskr. cakrä „Rad“): 1. (nach indischer Vorstel
lung) eines von sieben Energiezentren im menschlichen
Körper. 2. tTschakra
Chaku ['ʧa:ku] das; -s, -s (aus jap. cha-ku): Kurzform von
Î Nunchaku
Chalamurlti [tʃ...] das; -s, -s bzxi sanskr. cala „beweglich“
u. mürti „Figur, Bild“): für Prozessionsumzüge verwende
tes Götterbild, auch als Amulett
Challand [fa'lä:] der; -s, -s (aus fr. chaland „Kunde, Kun
din" zu altfr. chaloir, vgl. nonchalant): (veraltet) Kunde,
Abnehmer einer Ware.
Challalsie [ç...[ die; -, ...ien (ausgr. chálasis „das Nachlas
sen“ (dies zu chalän „nachlassen; erschlaffen“) u. t2...ie>:
Erschlaffung, Erweichung von Körperteilen (Med.)
Challat [x...[ der; -s, -s od. die; -, -s (aus arab. hil‘a „Ehren
gewand“): mantelartiges, von einem breiten Gürtel zu
sammengehaltenes Gewand im westlichen Mittelasien u.
in Zentralasien
Challalza [ç...] die; -, ...lazen, auchChallalze die; -, -n (aus
gr. chálaza „Hagel, Hagelfleck“): 1. bei Blütenpflanzen
die Stelle, von der die Hüllen der Samenanlage mit dem
Knospenkern (TNucellus) ausgehen (Knospengrund;
Bot.). 2. zweispiralig gedrehter Eiweißstrang im Ei der Vö
gel (Hagelschnur; Zool.). Challalzilon u. Challalzilum
das; -s, ...ien [...ion] (über gleichbed. nlat. chalacium aus
gr. chaläzion „Hagelkorn“): entzündliche Anschwellung
am Augenlid (Hagelkorn; Med.). Cha|la|zo|ga|mie die;
-, ...ien (zu î...garnie (1)>: Form der lAporogamie; Be
fruchtungsvorgang bei den Blutenpflanzen, bei dem der
Weg des Pollenschlauchs über die Î Chalaza ( 1 ) zur Eizelle
führt (Bot.)
Challceldon [kaltse...] usw. vgl. Chalzedon usw.
Chal dron* ['tʃɔ:ldron] rfas; -s, -s (aber: 3 -) (aus gleichbed.
engl. chaldron): in Großbritannien verwendetes Hohlmaß
von 1,3 m3
Cha let [ʃa'le:, ʃa'lɛ] das; -s, -s (aus fr. chalet (Schweizer
Wort, aus einer vorlat. Mittelmeersprache)): 1. Sennhütte.
2. Ferien-, Landhaus [in den Bergen]
Challilkglse [ç...] die; -, -n (zu gr. chálix, Gen. chálikos
„Kalkstein“ u. t’...ose): Kalk[staub]lunge (Med.)
chalk.... Chalk... [ç...] vgl. chalko..., Chalko... Challkanthit* [auch ... tit] der; -s, -e (zu Îchaiko..., gr. ánthos „Blu
me“ u. t2...it): ein leicht wasserlösliches Mineral, chal
vor Vokalen meist chalk..., Chalk... (aus
gr. chalkós „Erz, Metall, Kupfer“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „Kupfer, Erz“, z.B. Chalkolith, Chalkanthit. Challkolchelmilgralfie, auch ...gralphie die;
Metallgravierung. Challkolgelne die (Plur.) (zu
t,,,gen): Sammelbez. für die Elemente der sechsten
Hauptgruppe des periodischen Systems (Chem.). Chalkolgelnjd das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu t3...id): Verbin
dung zwischen einem Metall u. einem Chalkogen. Chal
ko Igraf, auch...graph der; -en, -en (zu t...graf): Kupfer
stecher. Challkolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien
(zu t...grafie): (veraltet) 1. (ohne Plur.) Kupferstechkunst.
2. Kupferstich, challkolgralfisch, auch ...gralphisch
(zu î...grafisch): die Chalkografie betreffend. Challkolith [auch ...’lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu t ...lith) :
ein grünes Uranmineral. Chal|ko|li|thi|kum [auch ...'li
ti...] das; -s (zu Î...lithikum): jungsteinzeitliche Stufe, in
der bereits Kupfergegenstände auftreten, challkollithisch [auch ...'litijj: das Chalkolithikum betreffend, zu
ihm gehörend. Challkolmelnit [auch ... nit] der; -s, -e (zu
gr. mène „Mond“ (gehobene Bez. fürselênêju. t2...it): ein
blaues od. blaugrünes nadeliges Mineral (Kupferselenit).
Challkolphalnit [auch ... mt] der; -s, -e (zu gr. phainein
„zeigen“ u. t2...it>: ein schwarzes krustiges Zink-ManganMineral. chailkolphil (zu T ...phil) : sich mit Chalkogenen
verbindend (von [metallischen] Elementen). Challkolpyrit [auch ... rit] der; -s, -e: Kupferkies, ein Mineral. Chalkolse die; -, -n (zu t'...ose): Ablagerung von Kupfer od.
Kupfersalzen im Gewebe, bes. im Augapfel (Med.). Chalkolsin der; -s, -e (zu 1 ...in (1)): Kupferglanz, ein Mineral.
Challkolsphälre die;
die vermutlich mit Schwerme
tallsulfiden u. -oxiden angereicherte Zwischenschicht zwi
schen Erdmantel u. Erdkern (Geol.). Challkoltylpie die;
-, ...ien (zu t...typie): (veraltet) 1. (ohne Plur.) Kupfer
druckkunst, Hochätzverfahren auf Kupfer- od. Messing
platten. 2. Kupferdruck. Challkus der: -, - (über lat. chalcus aus gleichbed. gr. chalkoüs, zusammengezogen aus
chälkeos „ehern, kupfern“): kleinste Bronzemünze des al
ten Athen
Cha|lo|der|mie [ç...] die; -, ...ien (zu gr. chalän „erschlaf
fen“, dérma „Haut“ u. t2...ie): Faltenhaut, Erschlaffung
der Haut infolge Verlustes der elastischen Fasern (Med.).
Challón das; -s, -e (zu t2...on): Stoff im Körpergewebe,
der die normale Zellteilung regelt
Challulmeau [J'aly’mo:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. chalu
meau, dies aus mlat. calamellus „Röhrchen“, Verkleine
rungsform von lat. calamus „Rohr(flöte)“): 1. einfaches
Holzblasinstrument des Mittelalters mit einfachem Rohr
blatt, Vorläufer der Klarinette. 2. (ohne Plur.) tiefstes,
nicht überblasbares Register der Klarinette
Chally [ʃa'li:] der; -[s] (aus dem Franz.): dem TMusselin
ähnlicher taftbindiger Kleiderstoff aus Seide u. Wolle
Challylbit [ç..., auch ,.,'bit] der; -s, -e (zu lat. chalybs
„Stahl“ (dies aus gleichbed. gr. chályps, chálybos) u.
T2...it>: ein Eisenkarbonatmineral. Cha|ly|bo|gra|fié,
auch ...gralphie die; -, ...ien (zu T...grafie): (veraltet) 1.
(ohne Plur.) Stahlstecherei, Stahlstichkunst. 2. Stahlstich
Chal|ze|don, auch Chalcedon [kaltse...] der; -s, -e (vermut
lich nach der altgriech. Stadt Kalchedon (lat. Chalcedon)
am Bosporus): ein Mineral (Quarzabart), challzedonisch, auch chalcedonisch: die altgriech. Stadt Kal
chedon od. den Chalzedon betreffend
chalmä..., Chalmä... [ç...] (zu gr. chamal „auf der Erde
(befindlich); niedrig“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „niedrig, flach; auf dem Boden (vorkommend)“,
z. B. Chamäphyt
Cha ma de [Ja...] vgl. Schamade
Cha mä ke phallie vgl. Chamäzephalie. Chalmälkonchie die; -, ...ien (zu tchamä..., gr. kögche „Muschel“ u.
ko..., Challko...,
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t2...ie>: kleine, niedrige Augenhöhle bei kurzsichtigem Au
ge (Med.). Chalmäleon [k...] das: -s, -s (über lat. cha
maeleon aus gleichbed. gr. chamailéôn, eigtl. „Erdlöwe“):
1. [auf Bäumen lebende] kleine Echse, die ihre Hautfarbe
bei Gefahr rasch ändert. 2. unbeständiger, seine Meinung
häufig wechselnder Mensch. Chalmällelonlecho das:
-s, -s: Farbwechselecho, Echomatt (-patt) auf Feldern ver
schiedener Farbe (Kunstschach). Cha|mä|le|on|stein
der; -[e]s, -e (der Stein verändert bei Wasseraufnahme sei
ne Farbe): svw. Hydrophan. cha|mä|le|on|tisch: sehr
veränderlich, die Farbe od. die Gesinnung häufig wech
selnd. Chalmälphyt [ç...] der; -en, -en (meist Plur.) (zu
Tchamä... u. T...phyt): Zwergstrauch; Lebensform von
Pflanzen, deren Erneuerungsknospen in Bodennähe lie
gen u. darum ungünstige Jahreszeiten relativ geschützt
(z.B. unter einer Schneedecke) überdauern (Bot.). Chamäprosopie* die: -, ...ten (zu gr. prösöpon „Gesicht“
u. T2...ie): Breitgesicht, breite Gesichtsform (Med.)
Chalmalre, Cha mar re [ʃ...] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
chamarre, andere Form von samarre, dies aus span, za
marra „(ärmellose) Pelzjacke“): (veraltet) Pelzjacke, chamar rie ren (aus gleichbed. fr. chamarrer): (veraltet) ver
brämen
Cha|mä|ze|pha|lie [ç...]
-, ...ien (zu Tchamä..., gr. kephalë „Kopf* u. T2...ie, eigtl. „Flachköpfigkeit“): Schädel
deformierung mit niedriger Gesichtsform (Med.)
Chamlbelllan (Jabela:] der; -s, -s (aus gleichbed.fr. cham
bellan, dies über altfr. chamberlenc, chamberlayn): (veral
tet) Kammerherr. Chamlberllain ['ʧe:mbnlɪn, engl.
'ʧeɪmbəlm] der: -s, -s (aus gieichbed. engl. chamberlain,
dies aus fr. chambellan, vgl. Chambellan): svw. Chambel
lan
Chamlberltin [ʃabɛrtɛ] der; -[s] (nach der Weingegend
Chambertin an der Côte de Nuits (Frankreich)): burgun
discher Spitzenwein aus Gevrey-Chambertin
Cham branlle* [ʃa'bra:lə] der; -[s], Plur. -s [ja'bra:lə] u. -n
(aus gleichbed. fr. chambranle, eigtl. „Verkleidung“): (ver
altet) Türgesims
Chamlbray* [fam’bre:] der; -s, -s (aus gleichbed. amerik.
chambray, wohl nach der franz. Stadt Cambrai): leichtes
Baumwollgewebe in Leinwandbindung mit farbigen
Schuss- u. weißen Kettfäden
Chamlbre* atjdente (]abrar'da:t] die; - - (aus gleichbed.
fr. chambre ardente, eigtl. „brennendes Zimmer“, weil in
dem mit schwarzem Tuch ausgeschlagenen Raum bei Ker
zenlicht verhört wurde): franz. Sondergerichtshof im 16.
u. 17. Jh. Chamlbre des Délpultés [fàbradedepyte] die:
— (fr.Y. franz. Abgeordnetenkammer der Dritten Repu
blik (1875-1940). Chamlbre garlnie ŋabrəgar'ni] das; -, -s -s [ʃabrəgar'ni] (aus gleichbed. fr. chambre garnie):
(veraltet) möbliertes Zimmer zum Vermieten. Chambrelgarlnist der; -en, -en (zu t ...ist): (veraltet) Bewohner
eines Chambre garnie. Chamlbre sélpalrée [jabrəsepa're] das; - -, -s -s [jabrəsepa're] (aus/r. chambre séparée
„abgesondertes Zimmer“): 1. (veraltet) kleiner Neben
raum in Restaurants für ungestörte Zusammenkünfte. 2.
(Rechtsspr.) Gerichtshof; Kammer, Haus (als gesetzge
bende Versammlung). Cham|bri|e|re (fä...] die; -, -n (aus
fr. chambrière, urspr. „Kammerjungfer, Zofe“): 1. (veral
tet) Kammermädchen. 2. beim Zureiten u. in der Manege
benutzte Peitsche, cham brie ren (aus gleichbed. fr.
chambrer): 1. (veraltet) [mit jmdm.] in demselben Zimmer
wohnen. 2. auf Zimmertemperatur bringen (von Rotwein)
Chame|li|er [ʃamlie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. chame
lier zu chameau „Kamel“, dies über lat. camelus aus gr. kámëlos, vgl. Kamel): (veraltet) Kameltreiber
Chalmez [x...] der: - (aus hebr. hames „Gesäuertes“): Sau
erteig, der für die jüdischen Ostertage (Passahfest) verbo
ten ist u. vorher weggeschafft werden muss
Chanelstil
[fa'moa] (aus gleichbed. fr. chamois zu chamois
„Gämse“, dies aus spätlat. camox): gämsfarben, gelb
bräunlich. Chalmois das; - : 1. besonders weiches Gams-,
Ziegen-, Schafleder. 2. gelbbräunliche Farbe. Chalmoispalpier das; -s, -e: gelbbräunliches Kopierpapier (Fotogr.)
Cha mo sit [f..., auch ... zit] der; -s, -e (nach dem Fundort
Chamoson, Kanton Wallis (Schweiz), u. zu T2...it> : zu den
t2Chloriten gehörendes grünlich graues bis schwarzes Mi
neral
Champ [ʧɛmp] der; -s, -s (aus engl. (ugs.) champ): Kurz
form von (Champion (1). cham pa gner* [ʃampanjn]
(zu (Champagner; nach der Farbe des Schaumweins): zart
gelblich, sektfarben. Chamlpalgner* der; -s, - (nach der
nordfranz. Landschaft Champagne) : in Frankreich herge
stellter weißer od. roter Schaumwein [aus Weinen der
Champagne], chamlpalgnern* [...panjnn]: (veraltet)
Champagner trinken. Champilgnon ['ʃampɪnjɔŋ, selten
ʃa:pɪnjð] der; -s, -s (aus fr. champignon „essbarer Pilz“,
dies aus altfr. champegnuel, eigtl. „der auf dem Feld (lat.
campus) Wachsende“): ein essbarer Pilz (auch gärtnerisch
angebaut). Chamlpilon ['ʧɛmpiən] der; -s, -s (aus engl.
champion „Kämpfer, Sieger“, dies über altfr. champion u.
galloroman. campio „Kämpfer“ aus lat. campus
„(Schlacht)feld“>: 1. Meistermannschaft] in einer Sport
art, Spitzensportler. 2. (österr. veraltet) Aufsatz auf dem
Rauchfang. Chamlpilo nat [ʃampio...] das; -[e]s, -e (aus
gleichbed. fr. championnat): Meisterschaft in einer Sport
art. Cham|pi|on|ship ['tʃɛmpiənʃɪp] die; -, -s (aus gleich
bed. engl. championship): Meisterschaft im Sport (bes.
Tennis). Chamlpilons League [...s li:g] die; - - (aus
gleichbed. engl. champions league, eigtl. „Meisterliga“):
Pokalwettbewerb europäischer Spitzenmannschaften
(z.B. im Fußball), bei dem die Viertelfinalgegner durch
Punktspiele ermittelt werden. Champllelvé [ʃalə've:]
das; -s (aus gleichbed. fr. (email) champlevé zu champ
„Feld“ u. lever „hoch-, herausheben“): Grubenschmelz
(Kunst). Champs-Élylsées [fâzeli'ze:] die (Plur.) <fr.;
„Elysäische Felder“); Parkanlage u. Promenade in Paris
Chamlsin [k...] vgl. Kamsin
’Chan [xa:n], auch Han der; -s, Plur. -s u. -e (aus pers.-arab.
hän „Haus“): Herberge im Vorderen Orient
2Chan [kam, xa:n] vgl. Khan
3Chan [tʃan] das; -[s] (.chin.y. im Buddhismus die chines.
Bez. für (Zen
Chaînât [k..., x...] vgl. Khanat
Chan Ice ['ja:sə, auehʃa:s] die; -, -n (aus/r. chance „Glücks
fall“, eigtl. „(glücklicher) Wurf im Würfelspiel“, zu lat. ca
dere „fallen“): 1. a) Glückswurf, Glücksfall; b) günstige
Gelegenheit. 2. [gute] Aussicht; bei jmdm. Chancen haben:
bei jmdm. Erfolg haben, bei jmdm. aufgrund von Sympa
thie mit Entgegenkommen rechnen können
Chan|ce|li|er [jasə'lie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. chan
celier, dies aus spätlat. cancellarius „Leiter einer Kanz
lei“): franz. Bez. für Kanzler. Chan|ce|li|e|re [auch
,,,'liɛ:rə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. chancelière): Frau ei
nes Chanceliers. Chanlcelllor ['ʧa:nsəln, engl. 'tʃɑ:nsələ]
der; -s, -s (aus engl. chancellor, dies aus/r. chancelier, vgl.
Chancelier): engl. Bez. für Kanzler u. Rektor einer Uni
versität
Chanlcenlgleichlheit ['ja:sn...] die; - (zu (Chance): indi
vidueller Anspruch eines Kindes od. Jugendlichen auf eine
Schulbildung, die seinen Anlagen u. Fähigkeiten gerecht
wird; gleiche Möglichkeit des sozialgesellschaftlichen
Weiterkommens ohne Rücksicht auf Herkunft, Ge
schlecht o. Ä. (Bildungspolitik)
Chandlschar* [x...] vgl. Handschar
Chalnellstil [ʃa'nɛl...] der; -s (nach der franz. Modeschöp
ferin Coco Chanel (1883-1971) u. zu (Stil): Bekleidungschalmois
Chang
Stil, für den bequemer Sitz, tweedartige Stoffe u. Borten
besatz typisch sind
Chang [ʧaŋ] das; -[s], -[s] ichm.y. früheres chines. Längen
maß (etwa 3,60m)
Change [fr. ja:ʒ, engl. tʃeɪnʤ] die; - (bei franz. Ausspr.) u.
der; - (bei engl. Ausspr.) (aus fr. change bzw. engl. change
zu fr. changer, vgl. changieren): Tausch, Wechsel [von
Geld], changeant [fä/ä:] (fr.; „veränderlich, schil
lernd“): in mehreren Farben schillernd (von Stoffen).
Chanlgeant der; -[s], -s: 1. [taftbindiges] Gewebe mit ver
schiedenfarbigen Kett- u. Schussfäden, das bei Lichtein
fall verschieden schillert. 2. Schmuckstein mit schillernder
Färbung. Chanlgelment ljaʒə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. changement): (veraltet) Vertauschung, Wechsel,
Änderung; Changement de Pieds [,,,də pie:] : Ballettfigur
mit Wechsel der Position der Füße im Sprung. Chanlger
['tʃeɪndʒə] der; -s, - (aus engl. changer „Wechsler“); auto
matisches Wechselgerät für Schallplatten bzw. Compact
Discs. Chanlgeur [ʃa'ʒo:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr.
changeur): (veraltet) [Geldwechsler. chan|gie|ren [ʃa'ʒi:...] (aus fr. changer „tauschen, wechseln“, dies aus mlat.
cambiare „wechseln“ (gall. Wort)): 1. (veraltet) wechseln,
tauschen, verändern. 2. [verschiedenfarbig schillern (von
Stoffen). 3. (veraltet) vom Rechts- zum Linksgalopp über
gehen (Reiten). 4. die Fährte wechseln (Jägerspr.)
Chanmallerei ['tʃan...] die; - (zu T’Chan): die Malerei des
chines. Meditationsbuddhismus; vgl. Zen
Chanfnel [tʃænl] der; -s, -s (aus engl. channel „Kanal“, dies
über altfr. chanel aus gleichbed. lat. canalis); 1. svw. Chan
nelmontage. 2. der vom Î Gate gesteuerte Strompfad zwi
schen den Elektroden beim Feldeffekttransistor (Elektro
nik). Chanlnelling ['tʃænəlɪŋ] das; -s, -s (aus engl. chan
neling „Übermittlung“ zu to channel „lenken, richten“):
okkultistische Kontaktaufnahme durch ein Medium (4a),
z. B. mit Verstorbenen. Chan|nel|mon|talge ['tʃænɪ...]
die; -, -n: Vormontage eines t Chips (3) auf ein metallisier
tes Keramikplättchen bei der Herstellung von Hybrid
schaltungen (Elektronik). Chan|nel|sur|fing [,,,sə:fɪŋ]
das; -s: svw. Zapping
Chalnolyu ['ʧanoju] vgl. Tschanoju
’Chanlson [ʃa'sð:] die; -, -s (aus/r. chanson „Lied“, dies aus
lat. cantio, Gen. cantionis „Gesang“ zu cantare „singen“):
a) in der frühen franz. Dichtung episches od. lyrisches
Lied, das im Sprechgesang vorgetragen wurde (z. B. Chan
son de Geste); b) Liebes- od. Trinklied des 15.-17. Jh.s.
2Chan|son das; -s, -s (zu t'Chanson): witzig-freches,
geistreiches rezitativisch.es Lied mit oft zeit- od. sozialkri
tischem Inhalt. Chanlson de Geste [ʃasod'ʒɛst] die; —,
-s -- [jasðd'ʒest] (aus gleichbed. fr. chanson de geste): altfranz. Heldenlied. Chanlsolnetlte [Jaso...] vgl. Chan
sonnette. Chanlsolnüer [...nie:] vgl. Chansonnier.
Chan|so|ni|e|re [,,,'nie:rə, ,,,'niɛ:rə] vgl. Chansonnière.
Chan|sonlnet|te, auch Chanlsolnetlte die; -, -n (aus
/r. chansonnette, eigtl. „Liedchen“, Verkleinerungsform
von Î 2Chanson) : 1. kleines Lied komischen od. frivolen In
halts. 2. Chansonsängerin. Chan|son|ni|er [...'nie:], auch
Chanlsolnüer der; -s, -s (aus gleichbed. fr. chansonnier):
1. franz. Liederdichter des 12.-14. Jh.s; vgl. Troubadour.
2. Liedersammlung mit provenzal. Troubadourliedern. 3.
Chansonsänger od. -dichter. Chan|son|ni|è|re [,,,'nie:rə,
,,, niɛ:rə], auch Chanlsolnilelre die; -, -n (zu 1 Chanson
nier u. t‘...iere>: svw. Chansonnette (2). ’Chant [Ja:] der;
-s, -s (aus gleichbed. fr. chant, dies aus lat. cantus, vgl.
Cantus): a) Gesang, Lied, Melodie; b) Teil eines Epos;
Chant royal [färoa'jal]: franz. Gedichtform des Mittelal
ters. 2Chant [tʃɑ:nt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. chant,
eigtl. „Gesang, Weise“, dies zu î‘Chant): Bez. für den
Psalmen- u. Canticagesang (vgl. Cantica 2) der anglika
nischen Kirche. Chan|ta|ge [ʃa'ta:ʒə] <Jze; - (aus fr. chan
248
tage „Erpressung“): Androhung von Enthüllungen zum
Zweck der Erpressung. Chanltant [ʃa'ta:] das; -s, -s (zu/r.
chantant „singend, sangbar, melodisch“): (veraltet) Tin
geltangel, Vergnügungsstätte mit Gesangsdarbietungen.
Chantdu Dé part [fâdyde'pam] der; — (aus/r. chant du
départ „Abschiedslied“): ein Massenlied der Französi
schen Revolution. Chan|te|fa|ble [/äts'fa.bl] die; -, -s
[,,,fa:bl] (zu fr. chanter „singen“ (dies aus lat. cantare) u.
fable „Fabel, Geschichte“ (dies aus lat. fabula)): volks
tümliche franz. Prosaerzählung des Mittelalters, deren
Prosateile gesprochen u. deren eingeschobene Verse ge
sungen werden. Chanltelrelle [ʃat(ə)'rɛl] die; -, -s [...'rd]
(aus gleichbed. fr. chanterelle, eigtl. „Quinte(nsaite)“): 1.
die am höchsten gestimmte Saite bei Streich- u. Zupfin
strumenten. 2. Melodie- od. Spielsaite bei Drehleier u.
Banjo (Mus.). Chanlteur [ʃa'to:n] der; -s, -e (aus gleich
bed. fr. chanteur): Sänger. Chan|teu|se ŋa'ta:zə] die; -,
-n (aus gleichbed. fr. chanteuse): Sängerin
Chanltilllylporlzellian [fati'ji...] das; -s, -e (nach dem
franz. Ort Chantilly in der Picardie u. zu ÎPorzellan): Por
zellan der von 1725 bis 1800 bestehenden Manufaktur in
Chantilly. Chan|til|ly|spitlze die; -, -n: Klöppelspitze
Chan|tour|na|ge []atur'na:ʒə] die; - (aus gleichbed. fr.
chantournage zu chantourner, vgl. chantournieren) : (ver
altet) das Auskehlen (von Holz). chan|tour|nielren (aus
gleichbed. fr. chantourner zu chant „Ecke“ u. tourner
„(um)drehen, drechseln (dies aus /<az. tornare)): (veraltet)
a) [Holz] auskehlen; b) nach einer Vorlage ausschneiden
Chalnuklka [x...] die; - (aus hebr. hanukka „Einweihung“):
jüd. Fest der Tempelweihe im Dezember
Chalos ['ka:ɔs] das; - (über lat. chaos aus gr. chäos „der un
endliche leere Raum; die gestaltlose Urmasse (des Welt
alls)“): totale Verwirrung, Auflösung aller Ordnungen,
völliges Durcheinander. Chaloslära die; -: Bez. für den
Urknall in der t Kosmologie. Chaloslthelolrie die; -: ma
thematisch-physikalische Theorie, die versucht, zufallsbe
dingte Vorgänge rechnerisch zu beschreiben. Chalot der;
-en, -en (Neuprägung zu tChaos): a) (meist Plur.) jmd.,
der seine politischen Ziele durch Gewaltaktionen u. geziel
te Zerstörungsmaßnahmen zu erreichen sucht; b) (ugs.)
jmd., der Unruhe u. Verwirrung stiftet. Chaloltik
(zu t2...ik (3)): chaotische Art und Weise. cha|o|tisch:
wirr, ungeordnet
Chalpalda [ʃ---] die; -, -s (aus port, chapada „ebene Flä
che“): terrassenförmige, trockene Hochebene in Zentral
brasilien
Chalpeau [j`a'po:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. chapeau,
dies aus spätlat. cappa „eine Art Kopfbedeckung“): (ver
altet, aber noch scherzhaft) Hut. Chalpeau bas [fapo'ba]
der; --, -x - [fapo'ba] (aus fr. chapeau bas „flacher Hut“):
flacher, schmalkrempiger Dreispitz der 2. Hälfte des
18. Jh.s. Chalpeau bonlnet [fapobɔ'nɛ] der; - -, -x -s [ʃapobɔ'nɛ] (aus fr. chapeau bonnet „Huthaube“): hutartige
Frauenhaube um 1790. Chalpeau claque, auch Cha
peau Claque [fapo'klak] der; - -, -x -s [ʃapo klak] (aus fr.
chapeau claque, zu claque „Schlag mit der flachen
Hand“): zusammenklappbarer Zylinderhut. Chalpel
['tʃæpəl] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. chapel; vgl. ‘Ka
pelle): svw. Chapelle. Chalpellet [ʃap(ə)'le:] der: -s, -s
(aus gleichbed. fr. chapelet zu chapeau „Kopfputz,
Kranz“, vgl. Chapeau): (veraltet) Rosenkranz. Chalpelle
[fa'pɛl] die; -, -s [ʃa'pɛl] (aus gleichbed./-. chapelle; vgl.
‘Kapelle): Kapelle. Cha|pel|le|rie [f...] die; -, ...ien (aus
gleichbed. fr. chapellerie): (veraltet) Hutgeschäft, Hutma
cherei. Chalpelron [ʃapə'rð:] der; -[s], -s (aus fr. chaperon
„Schweifkappe, Kopfbinde“): 1. im Mittelalter von Män
nern u. Frauen getragene eng anschließende Kapuze mit
kragenartigem Schulterstück. 2. (veraltet) ältere Dame,
die eine jüngere als Beschützerin begleitet
249
[tʃ...] die (Plur.) <zu span, chapetón „neu
(angekommen), unerfahren“): Bez. für die Neueinwande
rer nach Spanisch-Südamerika
Chalpilteau [ʃapi'to:] das: -, -x [...to:] (aus fr. chapiteau
„Aufsatz, Kuppel“, dies aus lat. capitellum „Köpfchen“):
Zirkuszelt, -kuppel
Chalpiltre* [ʃa...] das; -s, -s (aus gleichbed./r. chapitre zu
lat. capitulum, vgl. Kapitel): (veraltet) 1. Kapitel, Ab
schnitt. 2. Gesprächsgegenstand, chalpiltrielren (aus
gleichbed./r. chapitrer): (veraltet) 1. in Abschnitte od. Ka
pitel (1) einteilen. 2. abkanzeln, die Leviten lesen
Chap|li|na|de‘ [tʃ...] die; -, -n (nach dem engl. Filmschau
spieler Ch. Chaplin (1889-1977) u. zu Î...ade): komischer
Vorgang, burlesk-groteskes Vorkommnis (wie in den Fil
men Chaplins), chapllilnesk (zu T...esk): in der Art
Chaplins, burlesk-grotesk
Chaplmalnit [ʧæpmə,,,, auch ... nit] der; -s, -e (nach dem
engl. Mineralogen E. Chapman (fl904) u. zu t2...it): dem
tOlivin ähnliches grünes Mineral
Chaps [ʧæps] die (Plur.) (aus engl. chaps „lederne Bein
schützer“): lederne Überziehhosen zum Reiten
Chapltallilsaltilpn [f...] die; - (aus gleichbed./r. chaptali
sation, nach dem franz. Staatsmann u. Chemiker J. A. C.
Chaptal ( 1756-1832)): Zuckerung des Weinmostes vor der
Gärung, um in Jahren mit ungünstigem Witterungsverlauf
einen Mangel an Traubenzucker auszugleichen, chapltalilsielren (aus gleichbed./r. chaptaliser): Weinmost vor
der Gärung durch Zusatz von Zucker verbessern
Char [ʃa:r] der; -s, -s (aus gleichbed./r. char, dies aus lat.
carrus „(vierrädriger) Karren, Wagen“): 1. (veraltet) Wa
gen. 2. altes Weinmaß in der franz. Schweiz (etwa 6 hl).
Chalralbanc [ʃaraba] der; -s, -s (aus gleichbed./r. char à
bancs): (veraltet) Kremser, offener Wagen mit Bänken an
beiden Seiten
Chalraclter in|de|le|bi|lis [ka'rakte-] der; - - (aus gleichbed. lat. character indelebilis; vgl. Charakter): unzerstör
bares Merkmal od. Siegel, das nach kath. Lehre Taufe, Fir
mung u. Priesterweihe der Seele einprägen
Chalralde [ʃ---] vgl. Scharade
Chalradsch [x...] der; - (aus gleichbed. arab. haräg):
Grundsteuer der Nichtmoslems in islam. Ländern (bis
Mitte des 19. Jh.s)
Chalraklter [k...] der; -s, ...ere (aus gleichbed. lat. charac
ter, dies aus gr. Charakter, eigtl. „eingebranntes, einge
prägtes Schriftzeichen“, zu charässein „spitzen, schärfen,
einritzen“): 1. a) Gesamtheit der geistig-seelischen Eigen
schaften eines Menschen, seine Wesensart; b) Mensch als
Träger bestimmter Wesenszüge. 2. (ohne Plur.) a) charak
teristische Eigenart, Gesamtheit der einer Personengrup
pe od. einer Sache eigentümlichen Merkmale u. Wesens
züge; b) einer künstlerischen Äußerung od. Gestaltung ei
gentümliche Geschlossenheit der Aussage. 3. (nur Plur.)
Schriftzeichen, Buchstaben. 4. (veraltet) Rang, Titel.
Cha|rak|terlart die; -, -en: Pflanzen- od. Tierart, die in
einem bestimmten Gebiet ganz vorkommt od. für die eine
bestimmte Pflanzengesellschaft bzw. ein bestimmtes Î Bio
top charakteristisch ist (Ökologie). Cha|rak|ter|dra|ma
das; -s, ...men: Drama, dessen Schwerpunkt nicht in der
Verknüpfung des Geschehens, sondern in der Darstellung
der Charaktere liegt. cha|rak|te|ri|s[er|bar: so beschaf
fen, dass man es charakterisieren kann. cha|rak|te|risie ren (aus gleichbed./r. caractériser): l.jmdn./etwas in
seiner Eigenheit darstellen, kennzeichnen, treffend schil
dern. 2. für jmdn./etwas kennzeichnend sein. Chalrakterismus der; -, ...men (zu t...ismus): (veraltet) a) Bez.
durch ein Merkmal, Eigenart ; b) rednerische Schilderung.
Cha|rak|te|ris|tik die; -, -en (zu t ...istik): 1. Kennzeich
nung, treffende Schilderung einer Person od. Sache. 2.
grafische Darstellung einer physik. Gesetzmäßigkeit in ei
Cha|pe|tg|nes
Chargennummer
nem Koordinatensystem (Kennlinie). 3. Kennziffer eines
t Logarithmus (Math.). Chalrak|te|ris|ti|ker der; -s, -:
(veraltet) 1. Charakterschilderer. 2. Maler, der das Eigen
tümliche in der Darstellung besonders betont. Chalrakte ris ti kum das; -s, ...ka (zu t,,,ikum): bezeichnende,
hervorstechende Eigenschaft. cha|rak|te|risltisch (zu
T ...istisch) : bezeichnend, kennzeichnend für jmdn./etwas.
Cha|rak|ter|ko|möldie fife; -, -n: Komödie, deren komi
sche Wirkung weniger auf Verwicklungen der Handlung
als auf der Darstellung eines komischen Charakters be
ruht. Chalraklterlkopf der; -[e]s, ...köpfe: Kopf mit aus
geprägter Form u. ausdrucksvollen Gesichtszügen, charaklterllich: den Charakter (1 a) eines Menschen betref
fend. Chalrakltelrollolge der; -n, -n (zu î ...loge): Erfor
scher der menschlichen Persönlichkeit. Cha|rak|te|rolo gie die; - (zu Î ...logie): Persönlichkeitsforschung, Cha
rakterkunde. chalrakltelrollolgisch (zu Î...logisch): die
Charakterologie betreffend, charakterkundlich. Charak te ro pa thie die; -, ...ien (zu l,,,pathie): erworbene
charakterliche Abnormität (Psychol.). Cha|rak|ter|rolle die; -, -n: Rollenfach im Theater (Darstellung eines
komplexen u. widersprüchlichen Charakters). Chalrakterlstück das; -s, -e: romantisches Klavierstück, dessen
Gehalt durch den Titel bezeichnet ist (z. B. „Nocturnes“).
Cha|rak|ter|stu|die [--iə] die; -, -n: intensive Beobach
tung, Analyse u. Beschreibung eines Charakters (bes. in
der Literatur). Cha|rak|terltralgö|die [...is] die; -, -n:
Tragödie, die sich aus den besonderen Charaktereigen
schaften des Helden entwickelt. Cha|rak|tron* [k...] das;
-s, ...onen (Kurzw. aus engl. character „Zeichen“ u. elec
tron „Elektron“): Elektronenstrahlröhre zur schnellen
Umwandlung von (in Computern gespeicherten) Codezei
chen in Buchstaben u. Ziffern, die auf dem Bildschirm ab
gebildet u. mit einem Îxerografischen Schnelldrucker aus
gegeben werden
Char|cu|te|rie [farky...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr.
Charcuterie): (südd. veraltet) [Schweine]schlachterei.
Charlcultiler [...‘tie:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. charcu
tier): (südd. veraltet) [Schweine]schlachter
Charldonnay [fardɔ'nɛ] der; -s (/r,): Rebsorte, aus der
z. B. trockener weißer Burgunder u. Champagner herge
stellt werden
Charldonlnetlseilde [ʃardɔ'ne:...] die: - (nach dem franz.
Chemiker Graf de Chardonnet, 1839-1924): die erste,
heute nicht mehr hergestellte Art von Kunstseide
Charldons [far’dö:] die (Plur.) (ausfr. chardons (Plur.) „Ei
senspitzen“, eigtl. „Disteln“): (veraltet) Eisenspitzen auf
einer Mauer, um das Übersteigen zu verhindern
Chardlschit* [x...] der; -en, -en (aus arab. hardsit „Auszie
hender“): Mitglied einer islamischen Sekte
Cha|ren|ti|en [farä tic] das; -[s] </r.; nach Funden im Ge
biet des franz. Departements Charente): Kulturstufe der
mittleren Altsteinzeit
charlgé [ʃarʒe:] (fr.; Part. Perf. von charger (une lettre)
„(einen Brief) einschreiben lassen“): eingeschrieben (Auf
schrift auf Briefsendungen). Charlge ['ʃarʒə] die: -, -n
(aus gleichbed./r. charge, eigtl. „Last, Ladung“, zu char
ger, vgl. chargieren): 1. Amt, Würde, Rang. 2. a) militäri
scher Dienstgrad ; b) Vorgesetzter (Mil.). 3. svw. Chargier
ter. 4. Ladung, Beschickung (Techn.). 5. Nebenrolle mit
meist einseitig gezeichnetem Charakter (Theat.). 6. Serie,
z.B. von Arzneimitteln, die während eines Arbeitsab
schnitts u. mit den gleichen Rohstoffen gefertigt u. ver
packt werden (Med.). Charlgé d'Aflfaires [far'ʒe: da'fɛ:g, fr. ʃarʒeda'fɛ:r] der; - -, -s - [far'ʒe: -, fr. ʃarʒe...] (aus
gleichbed./r. chargé d’affaires): Geschäftsträger, Chef ei
ner diplomatischen Mission od. dessen Vertreter. Chargen numlmer ['ʃarʒən...] die; -, -n: auf der Verpackung
von Arzneimitteln aufgedruckte Zahlenreihe, die Aus
250
chargieren
kunft über Art u. Datum der Herstellung gibt, changie
[ʃar'ʒi:...] (aus fr. charger „beladen, belasten“, dies
über vulgärlat. carricare zu lat. carrus „Wagen“): 1. in der
studentischen Festtracht erscheinen (von Chargierten). 2.
einen Î Reaktor mit Brennstoff beschicken. 3. a) eine Ne
benrolle spielen; b) in seiner Rolle übertreiben (Theat.).
Char gierte der; -n, -n (vgl. ...iert): einer der drei Vor
sitzenden eines 1 Korps (2)
Chairis [auch çaris] i/ze; -, ...riten (aus gr. cháris „Anmut,
Gunst, Gnade“): 1. (ohne Plur.) Anmut. 2. (meist Plur.)
Göttin der Anmut. Chalrislma [auch 'çaris..., ça ris...]
das; -s, Plur. ...rismen u. ...rismata (über spätlat. charisma
aus gr. chárisma, Gen. charismatos „Gnadengabe“ zu
charizesthai „gefällig sein, gern geben“): 1. die durch den
Geist Gottes bewirkten Gaben und Befähigungen des
Christen in der Gemeinde (Theol.). 2. besondere Aus
strahlungskraft eines Menschen. cha|ris|ma|tisch: a)
das Charisma betreffend; b) Charisma besitzend, chalrita tiv [k...] vgl. karitativ. Chalrilté [ʃari'te:] die; -, -s (aus
fr. charité „Barmherzigkeit“): (veraltet) Krankenhaus,
Pflegeanstalt. Chalrilten: Plur. von TCharis (2). Chalritin die; -, -nen (zu tCharis (2)): svw. Charis (2)
Cha|ri|va|ri [ʃariva:ri] das; -s, -s (aus gleichbed./r. chari
vari, eigtl. „(großer) Lärm“, dies aus spätlat. caribaria, gr.
karebaria „Kopfschwere-, -schmerz“): 1. (veraltet) Durch
einander. 2. (veraltet) Katzenmusik. 3. (veraltet) alle vier
Damen (beim Kartenspiel) in einer Hand. 4. a) Uhrkette
(an altbayerischen Männertrachten); b) Anhänger an ei
ner Uhrkette
Charleslton ['ʧarlstn, engl. tʃɑ:lstən] der; -, -s (nach der
Stadt Charleston in South Carolina, USA): Modetanz der
20er-Jahre im schnellen, stark synkopierten Foxtrott
rhythmus
Charllilèlre [ʃar'liɛ:rə] die; -, -n (nach dem franz. Physiker
J. A. C. Charles (1746-1823) u. zu T'...iere>: Luftballon;
vgl. Montgolfière
Charllptlte [ʃ...] die; -, -n (aus gleichbed./r. charlotte (nach
dem weiblichen Vornamen), eigtl. „Apfelmus“): warme
od. kalte Süßspeise aus Biskuits, Makronen u. Früchten
Charily ['ʧɑ:lɪ] der; -[s] (vermutlich engl. Sprechform von c
für cocaine): (Jargon) Kokain
Charm [tʃɑ:m] das; -s (aus engl. charm, eigtl. „Reiz, Zau
ber“, dies aus fr. charme, vgl. Charme): ein Elementarteil
chen aus der Gruppe der tQuarks; Zeichen C (Phys.),
char mant [/armant], auch scharmant (aus gleichbed./r.
charmant, Part. Präs, von charmer „bezaubern“, dies aus
spätlat. carminare zu lat. carmen, vgl. Charme): Charme
besitzend; bezaubernd, von liebenswürdig-gewinnender
Wesensart. Charme [ʃarm], auch Scharm der; -s (aus
gleichbed./r. charme, dies aus lat. carmen „Lied, Zauber
spruch“): liebenswürdig-gewinnende Wesensart; Anzie
hungskraft, die von jmds. Wesen ausgeht. Charlmellaine
[farmə'lɛ:n] der; -[s] od. die; - (zu fr. charme (vgl. Charme)
u. laine (lat. lana) „Wolle“): schmiegsamer Kammgarn
wollstoff in Köper- od. Atlasbindung (eine Webart).
Charlmeur [far'mo:?] der; -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed.
fr. charmeur): Mann, der [Frauen gegenüber] besonders
liebenswürdig ist u. [diese] darum leicht für sich einzuneh
men vermag. Charlmeuse [,,,'mo:z] die; - (aus fr. char
meuse, weibliche Form von charmeur, vgl. Charmeur):
maschenfeste Wirkware aus synthetischen Fasern, charmie ren (aus gleichbed. fr. charmer, vgl. charmant): (ver
altet) durch seinen Charme bezaubern
Char|mil|le [ʃar'mi:jə] die;-, -n (aus gleichbed./r. charmille
zu charme „Weiß-, Hainbuche“, dies aus lat. carpinus):
(veraltet) Hainbuchenhecke, -allee
char ming [ ʧɑ:mɪŋ] (aus gleichbed. engl. charming zu to
charm „bezaubern, entzücken“): liebenswürdig, gewin
nend
ren
[ç...] die; -, ...¡en (zugr. chairein „sich freu
en“ u. î...manie): krankhafte Heiterkeit (Med.)
Charlque ['tʃarkə] der; - (aus gleichbed. span, charque): an
der Luft getrocknetes Rindfleisch
Charlretlte [f...] die; -, -n (aus gleichbed./r. charrette zu
char, vgl. Char): leichter, zweirädriger Karren, Wagen
Charlrilèlre [ʃar'jɛ:r(ə)] das; -s, - (nach dem franz. Instru
mentenbauer J. F. B. Charrière, 1803-1876): Maßeinheit
für die Dicke eines Î Katheters
Chart [tʃart] der od. das; -s, -s (aus gleichbed. engl. chart
„Schaubild, Tabelle“, dies aus (mittel)fr. charte, vgl. Char
te): grafische Darstellung von Zahlenreihen; vgl. Charts.
Charlta ['karta] die; -, -s (aus ZaZ. charta „Papier, Brief,
Urkunde“, dies aus gr. chártés „Papyrusblatt, dünnes
Blatt“ (wie die Pflanze wohl ägypt. Herkunft)); Verfas
sungsurkunde, Staatsgrundgesetz; vgl. Magna Charta.
Charite ['ʃartə] die; -, -n (aus fr. charte „Urkunde“, dies
aus lat. charta, vgl. Charta): wichtige Urkunde im Staatsu. Völkerrecht. Char|telpar|tie die; -, -n (aus fr. chartepartie, eigtl. „geteiltes Blatt“): Beweisurkunde über den
Inhalt des Chartevertrages. Charlter ['ʧartn, auch Ja...]
die; -, -, auch der; -s, -s (aus gleichbed. engl. charter, dies
über altfr. chartre aus lat. chartula „Briefchen“, Verklei
nerungsform von charta): 1. engl. Bez. für Urkunde, Frei
brief. 2. Miet- od. Pachtvertrag über ein Flugzeug, ein
Schiff o.Ä. Charltelrer der; -s, - (zu engl. to charter, vgl.
chartern): jmd., der etwas chartert, gechartert hat. Charter maischi ne die; -, -n: von einer privaten Gesellschaft
o.Ä. [für eine Flugreise] gemietetes Flugzeug (keine Lini
enmaschine). charltern (aus engl. to charter „mieten“):
durch entsprechende eigene Bemühungen erreichen, dass
man über ein Flugzeug o.Ä. zur Beförderung von Perso
nen od. Gütern verfügt. Charltislmus der; - (aus gleich
bed. engl. chartism; nach der 1838 von W. Lovett formu
lierten People’s Charter; vgl. ...ismus (1)): erste organi
sierte Arbeiterbewegung in England. ’Charltist der; -en,
-en (zu t...ist>: Anhänger des Chartismus. 2Char|tist
[ʧ...] der; -s, -s (zu Î'Chart u. t ...ist): jmd., der ‘Charts er
stellt u. sie im Hinblick auf künftige Kurs-u. Preisentwick
lungen analysiert
’Charltreulse®* [ʃar'tra:z(ə)] der; - (nach dem Kloster
Grand Chartreuse bei Grenoble (Frankreich)): von franz.
Kartäusermönchen hergestellter Kräuterlikör. 2Chartreulse die; -, -n (zu î‘Chartreuse): ein Gericht aus Ge
müse od. Teigwaren u. Fleisch
Charts [`ʧarts] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. the charts
(Plur. von chart), vgl. Chart): 1. svw. Hitliste. 2. Plur. von
î Chart
Char|tu|la|ria [kar...] die (Plur.) (zu mlat. chartularium
„Abteilung der kaiserlichen Hofkanzlei“, dies zu chartula
„kleine Schrift, Briefchen“, Verkleinerungsform von lat.
charta, vgl. Charta): gesammelte Abschriften von Urkun
den in Buchform
Chalrybldis [ça...] die; - (über lat. charybdis ausgr. chárybdis): gefährlicher Meeresstrudel der griech. Sage; vgl.
Szylla
Chalsan [x...] der; -s, -e (aus gleichbed. hebr. hasän): Vor
beter in der Synagoge
Chase [tʃeɪs] das od. die; - (aus gleichbed. engl.-amerik.
chase, eigtl. „Jagd“; vgl. Chasse): im Jazz Form der Im
provisation, bei der sich zwei od. mehrere Solisten ständig
abwechseln
Chas ma [ç...] das; -s, ...men u. Chasmus der; -, Plur. -se u.
...men (über nlat. chasmus u. lat. chasma aus gr. chásma,
Gen. chásmatos „klaffende Öffnung, Schlund“ zu cháskein „offen stehen, gähnen“): Gähnkrampf (Med.).
Chas|ma|to|sau|ri|er [...in] der; -s, - u Chaslmaltosaulrus der; -, ...rier [...in] (zu gr. saüros „Eidechse“):
ausgestorbene Gattung von etwa 1,5 m langen Echsen aus
Chälrolmalnie
251
der Trias, chaslmolgam <zu t,,,gam (1)>: offenblütig,
der Fremdbestäubung zugänglich (von Pflanzen; Bot.);
Ggs. Tkleistogam. Chasmogamie die: -, ...ien <zu
î...garnie (1)>: Fremdbestäubung bei geöffneter Blüte
(Bot.); Ggs. 1 Kleistogamie. Chasmophyt der: -en, -en
(meist Plur.) <zu I...phyt>: Pflanze, die in humushaltigen
Felsspalten wächst. Chaslmus vgl. Chasma
Chasse [Jas] die: - (aus fr. chasse „Jagd“ zu chasser „ja
gen“, dies über vulgärlat. captiare aus Z«i. captare „zu fan
gen suchen, jagen“); 1. Billardspiel mit 15 Bällen. 2. drei
stimmiger, gesungener Kanon in der franz. Musik des
14. Jh.s (Mus.). Chaslsé [ʃa'se:] der: -s, -s (aus fr. chassé
„Wechselschritt“, eigtl. Part. Perf. von chasser, vgl. Chassieren): Ballettfigur, bei der sich im Sprung das Gewicht
von einem Bein auf das andere verlagert. Chas|sé-croisé [ʃasekroa ze:] der: -[s], -s (aus gleichbed./r. chassé-croi
sé, zu croisé „gekreuzt“, Part. Perf. von croiser „kreu
zen“): Bewegen der Tanzpartner in die entgegengesetzte
Richtung
Chaslsélen [fases:] das: -[s] (/r.; nach dem Felsplateau
Chassey-le-Camp bei Chagny): Kulturstufe des Mittel
neolithikums in Süd- u. Westfrankreich
Chaslsellas [ʃas(ə)la] der; - (nach dem gleichnamigen
franz. Ort) : in der Westschweiz u. in Frankreich Name der
Rebsorte Gutedel
Chasselmalrée [fasma're:] der; -s, -s (aus/r. chasse-marée
„Fischwagen, -karren“): (veraltet) 1. Fuhrmann, der See
fische zur Stadt bringt. 2. kleines Frachtschiff
Chaslselne [x...] die; -, -n (aus gleichbed.chässene zu
hebr. hatunnä): Vermählung. Hochzeit
Chaslselpotlgelwehr [fasə'po:...] das; -[e]s, -e (nach dem
franz. Gewehrkonstrukteur A. A. Chassepot, 1833-1905):
franz. Hinterlader im Krieg 1870-71
Chaslseur [fa'so:n] der: -s, -e (aus/r. chasseur „Jäger“ zu
chasse, vgl. Chasse): 1. Page, Saaldienerin Spielbanken. 2.
(meist Plur.) Angehöriger eines Jägertruppenteils der
franz. Armee
Chaslsid [x...] der; -[s], ...dim (meist Plur.) (zu hebr. hasid
„fromm, ehrfürchtig“): 1. Anhänger des Chassidismus. 2.
svw. Chassidäer. Chas|si|dä|er der: -s, - (meist Plur.) (zu
spätgr. asidaioi „die Frommen“, dies zu hebr. hasid, vgl.
Chassid): Gegner der jüd. Hellenisten während der Erhe
bung der Makkabäer im 2. Jh. v.Chr. Chaslsildislmus
der:- (zut,,,ismus (1)): im 18. Jh. entstandene religiöse Be
wegung des osteuropäischen Judentums, die der starren
Gesetzeslehre eine lebendige Frömmigkeit entgegensetzt
Chaslsielren [f...] das; -s (zu /r. chasser „jagen, vorwärts
treiben“): geradlinige Fortbewegung beim Tanz mit ra
schen Schritten
Chaslsis [fa si:] das; - [ʃa'si:(s)], - [ʃa'si:s] (aus fr. châssis
„Einfassung, Rahmen“ zu châsse „Kästchen, Einfas
sung“, dies aus lat. capsa „Behälter“): 1. Fahrgestell von
Kraftfahrzeugen. 2. Montagerahmen elektronischer Ap
parate (z.B. eines Rundfunkgerätes)
Chalsulble [fr. Ja'zybl, engl. 'tʃæzjubl] ¿Zas; -s, -s (aus fr.
chasuble bzw. engl. chasuble „Messgewand“, diese aus
spätlat. easu[b]la „Mantel mit Kapuze“): ärmelloses
Überkleid für Damen nach Art einer Weste
Chat [tʃæt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. chat, eigtl. „Un
terhaltung, Plauderei“ zu to chat, vgl. chatten): a) im Tlnternet angebotenes Medium, mit dem online Kontakte
hergestellt u. Informationen ausgetauscht werden können;
b) Kommunikation mithilfe des Chats (a)
Cha ta [x...] <ZZe; -, -s (aus gleichbed. russ. chata, eigtl. „Hüt
te“): Bauernhaus in Russland
Chälteau, auch Chalteau [ʃa'to:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. château, dies über altfr. chastel aus lat. castellum, vgl.
Kastell): Schloss, Herrenhaus, Landgut, Weingut
Chalteaulbriland [fatobri a:] das; -[s], -s (nach F. R. Vi
Chauvinismus
comte de Chateaubriand, 1768-1848): doppelt dick ge
schnittene Rinderlende, die gegrillt od. in der Pfanne ge
braten wird (Gastr.)
Cha te laine [fata lem] iZie; -, -s od. das; -s, -s (aus gleich
bed./r. chatelaine, eigtl. „Burgfrau“, dies aus lat. castella
na „Bewohnerin eines IKastells“): 1. aus Metallgliedern
zusammengesetzter Frauengürtel, an dem im 16. Jh. Ge
betbuch, Schlüssel usw. hingen. 2. (veraltet) kurze verzier
te Uhrkette; Uhranhänger
Chä|tel|per|ro|ni|en [fatɛlpɛro'niɛ:] iZa.s; -[s] fr.; nach der
franz. Gemeinde Châtelperron): erster Abschnitt der Alt
steinzeit in Frankreich
Chaltib [x...] der; -, -e (zu arab. hataba „predigen“): beson
derer Prediger, der am Freitagmorgen das rituelle Gebet
der Moslems u. eine Predigt hält
Chaltonlfaslsung [fa'to:...] die; -, -en (zu fr. chaton „Fas
sung (eines Edelsteins)“): Kastenfassung aus Gold- od.
Silberblech für Edelsteine
Chaltoylance [fatoajä:s] die; - (zu fr. chatoyer „schillern“
u. t...ance): seidiger Schimmer von bes. geschliffenen
Edelsteinen
Chatlroom ['tʃætru:m] der; -s, -s (zu engl. chat (vgl. Chat)
u. room „Raum“): virtueller Gesprächsraum im Internet,
chatlten ['tʃætən] (aus engl. to chat „plaudern“): [mit
E-Mails] imî Internet kommunizieren. Chatlter der; -s, -:
jmd., der im IInternet chattet
Chatltilen [kat'jɛ:] rfas; -[s] fr.; nach dem germ. Stamm der
Chatten): Stufe des Tertiärs (Geol.)
Chauideau [fo'do:] das; -[s], -s (aus fr. chaudeau, eigtl.
„warme Eiersuppe“, zu chaud „warm, heiß“, dies aus lat.
cal(i)dus): Weinschaumsauce. Chaudlfroid [fo'frwa]
das; -[s], -s (aus gleichbed./r. chaud-froid): Vorspeise aus
Fleisch- u. Fischstückchen, die mit einer geleeartigen Soße
überzogen sind. Chauflfeur [fo'fom] der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. chauffeur, eigtl. „Heizer“, zu chauffer
„warm machen, heizen“, dies über vulgärlat. calefare aus
lat. calefacere) : jmd., der berufsmäßig andere Personen im
Auto fährt, befördert. Chauflfeurs [ʃɔ'foms] die (Plur.)
(aus fr. chauffeurs (de pieds) „(Fuß)brenner“): Räuber
banden in Frankreich zur Zeit der Revolution. Chauff eu Ise [fɔ'fo:zə] iZze; -, -n: (bes. Schweiz.) weibliche Form
zu Chauffeur, chauflfielren (zu !..deren): (veraltend) 1.
ein Kraftfahrzeug lenken. 2.jmdn. [berufsmäßig] in einem
Kraftfahrzeug transportieren
Chaullmoolgralöl* [tʃo:l'mu:gra...] das; -s (über engl. Ver
mittlung aus Bengali ca(u)lmugra): gelbbraunes, fettes Öl
aus dem Samen eines birmanischen Baumes, Arzneimittel
gegen bösartige Hautkrankheiten
Chau|mi|è|re [l`o'miɛ:r(ə)] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
chaumière, eigtl. „Strohhütte“, zu chaume „Halm, Stop
pel“, dies aus Zai. calamus „Halm, Stroh“): (veraltet) klei
nes Landhaus, ländliche Hütte in einem Park
Chauslsee [fɔ'se:] die; -, ...sseen (aus gleichbed./r. chaus
sée, dies aus vulgärlat. (via) calciata „mit Kalk(stein) ge
pflasterte Straße“, vgl. 2Calx): mit Asphalt, Beton od.
Steinpflaster befestigte u. ausgebaute Landstraße,
chauslsielren (zu Î ...ieren): (veraltend) mit einer festen
Fahrbahndecke versehen, asphaltieren, betonieren
Chaulvi [ Jovi] der; -s, -s (Kurzw. aus Chauvinist}: (ugs. ab
wertend) Vertreter des IChauvinismus (2). Chaulvilnismus [fovi...] der; -, ...men (aus gleichbed./r. chauvinisme,
nach der Gestalt des extrem nationalistischen Rekruten
Nicolas Chauvin aus einem Lustspiel der Brüder Cogniard
(1831); vgl. ...ismus (5)): (abwertend) l.a) (ohne Plur.) ex
zessiver Nationalismus militaristischer Prägung; extrem
patriotische, nationalistische Haltung; b) einzelne chauvi
nistische (1) Äußerung, Handlung. 2. selbstgefällige, über
hebliche Art von Männern aufgrund eines gesteigerten
Selbstwertgefühls u. die damit verbundene gesellschaftli-
c
Chauvinist
252
leader, zu leader „Anführer, Leiter“): Angehörige einer
che Bevorzugung der Angehörigen des eigenen Ge
Gruppe von attraktiven jungen Frauen, die bei manchen
schlechts. Chau|vi|nist der; -en, -en (zu Î ...ist): (abwer
Sportveranstaltungen dazu eingesetzt werden, die Anhän
tend) Vertreter des Chauvinismus (la, 2). chaulvilnisger einer bestimmten Mannschaft dazu zu bringen, diese
tisch (zu Î ...istisch): (abwertend) von Chauvinismus er
möglichst lebhaft anzufeuern u. durch lautstarken Beifall
füllt; dem Chauvinismus entsprechend
zu unterstützen
Chalvilcol [çavi'kod] das; -s (Kunstw.): in mehreren äthe
Cheeselburlger ['ʧi:zbə:gə] der; -s, - (aus amerik.-engl.
rischen Ölen enthaltenes Phenolderivat
cheeseburger zu cheese „Käse“ u. t...burger): eine Art
Chalvin [tʃa'vin] das; -s (nach dem Ort Chavín de Huántar
t Hamburger, der zusätzlich zu den übrigen Zutaten eine
in Peru): älteste vorkolumbische Hochkultur im Anden
Scheibe Käse enthält
raum (1200-300 v. Chr.)
Chalwan [tʃ...] der; -s, -s (aus dem Jap.): Teeschale aus Chef [ʃɛf] der; -s, -s (aus fr. chef „(Ober)haupt“, dies über
das Vulgärlat. aus lat. caput „Kopf*): 1. a) Leiter, Vorge
meist glasiertem Ton od. Steingut für die japan. Teezere
setzter, Geschäftsinhaber; b) (ugs.) Anführer. 2. (ugs.) sa
monie
loppe Anrede (als Aufforderung o.Ä.) an einen Unbe
Chalwer [x...] der; -[s], -n (aus jidd. chawer „Gefährte,
kannten. Chef... (zu TChef): Wortbildungselement mit
Freund“, dies aus hebr. havër zu hävar „verbunden sein“):
der Bedeutung „Hauptverantwortlicher, Leitender“, z. B.
1. rabbinischer Ehrentitel (für Gelehrte). 2. Freund, Ka
Chefpilot, Chefarzt, Chefideologe. Cheflarzt der; -es,
merad, Partner (als Anrede bes. von Organen der zionis
...ärzte: leitender Arzt in einem Krankenhaus. Chefibe
tischen Arbeiterpartei im Sinne von „Genosse“ ge
ralter der; -s, -: erster Berater. Cheflcholreolgraf, auch
braucht)
...graph [...ko...] der; -en, -en: leitender T Choreograf ei
Chalyolte [tʃa'jo:tə] die; -, -n (aus span, chayote „Stachel
nes Theaters. Cheflcoach [...kootj] der; -[s], -s: erster,
gurke“, dies aus gleichbed. aztek. chayotli): Strauch u.
leitender ‘Coach. Chef de Culilsine [ʃɛfdəkvɪzin] der;
Frucht aus dem trop. Amerika
-[s] - -, -s - - [ʃɛf...] (aus gleichbed. fr. chef de cuisine): Kü
Chai zozlra [x...J die; -, -s (aus gleichbed. hebr. hasosra): altchenchef. Chef de Mislsilon [fɛfdəmi'sið] der; -[s] - -, -s jüd. Metalltrompete mit geradem Rohr
- [ʃɛf...] (aus/r. chef de mission „Missions-, Delegations
'Check [tʃɛk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. check, eigtl.
chef“): Leiter einer sportlichen Delegation (z.B. bei den
„Hindernis“, dies aus altfr. eschec „Schach“): jede Behin
Olympischen Spielen). Chef de Parltie [ʃɛfdəpar'ti] der;
derung des Spielverlaufs im Eishockey
2Check [ʃɛk] der; -s, -s (aus gleichbed. amerik. check, engl.
- [s] - -, -s - - [Jef...] (aus fr. chef de partie, eigtl. „Abteilungs
cheque, Herkunft unbekannt): (Schweiz.) svw. Scheck
chef*): Abteilungskoch in großen Hotels. Chef de Rang
]ʃɛfdə'ra] der; -[s] - -, -s - - [fɛf...] (aus gleichbed. fr. chef de
3Check [tʃɛk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. check): Über
prüfung von technischen Geräten u. Fahrzeugen hinsicht
rang): Abteilungskellner in großen Hotels. Chef de Rélich ihrer Funktionsfähigkeit, Sicherheit u.Ä.
cep ti on [ʃɛfdəresɛp sið] der; -[s] - -, -s - - [ʃɛf...] (aus
che cken ['tʃɛkn] (aus gleichbed. engl. to check; vgl.
gleichbed. /r. chef de réception): Empfangschef. Chef
d'Étage [ʃɛfde'ta:ʒ] der; -[s] -, -s - [ʃɛf...] (aus fr. chef
'Check, ’Check): 1. (einen Gegenspieler) behindern,
[an]rempeln (Eishockey). 2. nachprüfen, kontrollieren. 3.
d’étage, eigtl. „Etagenchef*): Zimmerkellner in großen
(ugs.) merken, begreifen, verstehen. Chelcker der; -s, Hotels. Chef Idilrilgent der; -en, -en (zu tChef...): erster
(aus engl. checker „Prüfer“): Kontrolleur (Techn.).
Dirigent eines Opernhauses, einer Rundfunkanstalt od.
Check-in das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. check-in): Ab
eines großen Orchesters. Chef d'ŒuIvre* [ʃɛ'do:vrə, fr.
fertigung des Fluggastes vor Beginn des Fluges. Che
ʃɛ'dæ:vr] das: - -, -s - [ʃɛ...] (aus gleichbed. fr. chef-d’œvre):
cking das; -s, -s (aus gleichbed. engl. checking): das Che
Hauptwerk, Meisterwerk. Chefldol|met|scher der; -s, cken. Checkllist die; -, -s (aus gleichbed. engl. checklist):
(zu tChef...): erster Dolmetscher. Chefletalge die; -, -n:
Kontrollliste, mit deren Hilfe das einwandfreie Funktio
Etage in einem Geschäftshaus, in der sich die Räume der
nieren komplizierter technischer Apparate überprüft od.
Geschäftsleitung, des Chefs befinden. Chelfeulse [ʃɛdas Vorhandensein notwendiger Ausrüstungsgegenstände
'fo:zə] die; -, -n (zu t...euse): (ugs. scherzh.) Chefin. Cheffestgestellt wird. Check|lis|te die; -, -n: 1. svw. Checklist.
ide|o|lo|ge der; -n, -n (zu TChef...): maßgeblicher Theo
2. a) Liste der Flugpassagiere, die abgefertigt worden sind;
retiker einer politischen Richtung. Che |f in die; -,.. .innen :
b) Kontrollliste [zum Abhaken]. Check-out ['tʃɛklaut]
weibliche Form zu tChef. Chef|in|ge|ni|eur der; -s, -e:
das; -[s], -s (zu engl. to check out „überprüfen“): Durch
leitender technischer Angestellter. Cheflkoch der; -[e]s,
führung automatischer Kontrollmaßnahmen bei der Her
...koche: erster Koch. Chef|lek|tor der; -s, -en: Leiter ei
stellung u. Prüfung technischer Geräte. Checklpoint
nes Verlagslektorats. Chef|pi|lot der; -en, -en: erster Pi
['ʧɛkpɔ^nt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. checkpoint >: 1.
lot ( la). Chef |re|dak|teur der: -s, -e: Leiter einer Redak
Kontrollpunkt an Grenzübergangsstellen. 2. Fixpunkt im
tion. Chef Iselkreltälrin* die; -, -nen: Sekretärin des
Programm (EDV). Check-up ['ʧɛkap] der od. das; -[s], -s
Chefs. Chefltrailner der; -s, -: erster, leitender Trainer.
(aus engl. check-up „Untersuchung“): 1. umfangreiche
Chef|vi|si|te die; -, -n: tVisite des Chefarztes im Kran
med. Vorsorgeuntersuchung. 2. Überprüfung, Inspektion
kenhaus
Ched|dar|kä|se ['ʧɛde...] der; -s, - (nach der engl. Ort Cheillallgie* [ç...] die; -, ...ien (zu gr. cheilos „Lippe“ u.
schaft Cheddar): ein fetter Hartkäse
î...algie): Lippenschmerz (Med.). Cheilljltis die; -, ...itiChelderlschulle [xedn...] die: -, -n {zu jidd. chejder „Zim
den (zu t,,,itis): Lippenentzündung (Med.). Cheillolgnamer“, dies aus hebt; heder „innerer Raum eines Hauses“):
tho pa la tos chi sis* [,..'çi:zis] die; -, ...schisen (Kurzw.
traditionelle jüdische Grundschule für Jungen vom vierten
aus Î Cheiloschisis, Î Gnathoschisis u. TPalatoschisis')-.
Lebensjahr an
schwere angeborene Missbildung im Bereich von Mund u.
Cheldi [tf...] der; -s, -s (.Thaiy. dem ÎStupa entsprechendes
Gesicht, Lippen-, Kiefer- u. Gaumenspalte (auch Wolfs
Gebäude in Thailand
rachen genannt; Med.). Cheillolgnalthoslchilsis*
Cheldilve [çe'di:va, auch x...] vgl. Khedive
[,..'çi:zis] die; -, ...schisen (Kurzw. aus ÎC/tet/oschisis u.
Cheer [tʃɪə] das; -s, -s (aus engl. cheer, eigtl. „gute Stim
t Gnathoschisis) : angeborene Missbildung im Bereich der
mung, Fröhlichkeit“): Hoch-, Beifalls-, Jubelruf. chee
Oberlippe u. des Oberkiefers, Lippen-Kiefer-Spalte
rio [ tʃi:rio, engl. 'ʧiərɪ'oʊ] (aus gleichbed. engl. cheerio):
(Med.). Chei|io|plas|tik die; -, -en: Lippenplastik, Bil
(ugs.) 1. prost!, zum Wohl! 2. auf Wiedersehen! Cheerdung einer künstlichen Lippe (Med.). Chei|los|chi|sis*
lealder [tʃi:nli:dn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. cheer
[.,.'çi:zis] die; -, ...schisen (zu gr. schisis „Spaltung“): Lip-
253
penspalte, Hasenscharte (Med.). Chei loise die; -, -n u.
Chei lo sis die; -, ...oses [,,,ze:s] (aus nlat. cheilosis zu gr.
cheilos „Lippe“; vgl. '...ose): entzündliche Schwellung der
Lippen (mit Borkenbildung u. Faulecken; Med.)
cheir..., Cheir... vgl. cheiro..., Cheiro...
Cheiranthus* [ç...] der; - (aus gleichbed. niai, cheiranthus
zu arab. kairi „wohlriechende Pflanze“ u. gr. ánthos „Blü
te"): Goldlack, ein Kreuzblütler
chei ro..., Cheilro..., vor Vokalen meist cheir..., Cheir...
(aus gr. cheir, Gen. cheirös „Hand"): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Hand, mit den Händen erfol
gend“, z. B. Cheirotonie; vgl. chiro..., Chiro... Cheilrollogie vgl. Chirologie. Chei|ro|me|ga|lie die; -, ...ien (zugr.
mégas (mit Stammerweiterung mégalo-) „groß“ u. t2...ie):
durch Auswüchse u. Missbildungen verursachte Vergrö
ßerung der Hände (Med.). Cheilrolnolmie u. Chironomie die; - (aus gr. cheironomia „die Bewegung der Hände
nach gewissen Regeln, um etwas damit auszudrücken,
Gestikulation, Pantomime“): 1. mimische Bewegung u.
Gebärdensprache der Hände zum Ausdruck von Hand
lung, Gedanke u. Empfindung (Tanzkunst). 2. Chorlei
tung durch Handbewegungen, mit denen dem Chor me
lodischer Verlauf, Rhythmus u. Tempo eines Gesangs
angezeigt werden (altgriech. u. frühchristl. Musik),
cheilrolnolmisch u. chironomisch: a) die Cheironomie
betreffend; b) mit Mitteln der Cheironomie gestaltet.
Chei|ro|pom|pho|lyx die; -, ...pholyges (zu Îcheiro... u.
gr. pompholyx „Blase, Wasserblase"): Blasenbildung an
den Händen (Med.). Chei|ro|skop* das; -s, -e (zu
t...skop): Gerät zur Behandlung von Schielstörungen
(Med.). Cheilrolskolpie* die; - (zu T ...skopie): svw. Chi
romantie. Cheilrolspaslmus* u. Chirospasmus der; -,
...men: Schreibkrampf (Med.). Chei|rolto|nie
-,
...ien (aus gr. cheirotoma „das Ausstrecken der Hände“):
1. Abstimmungsart durch Heben der Hand in Institutio
nen der altgriech. Staatsverwaltung. 2. Handauflegung
[bei der kath. Priesterweihe] (Rel.)
Chelkilang [tʃ...] vgl. Tschekiang
Che liât [ç...] das; -s, -e (zu nlat. chela (dies aus gr. chëlë
„Kralle, Krebsschere“) u. t...at (2)): zyklische Verbin
dung, bei der ein bestimmtes Atom an zwei od. mehrere
funktionelle Gruppen eines Moleküls gebunden ist u. da
bei von den Gruppen wie von einer Krebsschere umfasst
wird (Chem.)
Chelliidonin [ç...] das; -s (zu gr. chelidönion (vgl. Cheli
donium) u. t...in ( 1)>: Alkaloid aus dem Schöllkraut von
beruhigender Wirkung. Che|li|dolnis|rnus der; - (zu
t...ismus (3)>: Vergiftung durch Schöllkraut. Chellildoni um das; -s (über lat. chelidonium aus gleichbed. gr. che
lidönion zu chelidön, Gen. chelidönos „Schwalbe“, weil
die Pflanze mit der Ankunft der Schwalben erblüht, mit ih
rem Wegzug verblüht): Schöllkraut, giftigen Milchsaft ab
sondernde Pflanze
chellilfelrisch [ç...] (zugr. chëlë „Kralle, Krebsschere“ u.
lat. ferre „tragen“, eigtl. „Scheren tragend“): mit Scheren
versehen (Zool.). cheliform (zu T...form>: scherenför
mig. Chellilzelre die; -, -n (zugr. kéras „Horn, Fühler“):
die ersten Gliedmaßenpaare des Mundes der Spinnentie
re, die zum Zerkleinern der Nahrung dienen; Kieferfühler
(Zool.)
Chel|lé|en [ʃɛle'ɛ:] das; -[s] (/r.; nach dem franz. Ort
Chelles): Kulturstufe der älteren Altsteinzeit
Chellolnia [ç...] die; -, ...niae [...nie] (über lat. chelonia aus
gr. chelônë „Schildkröte“): Suppenschildkröte, chelloniltisch: (veraltet) schildkrötenartig. Chellolnolphage der u. die; -n, -n (zu T ...phage): jmd., der [gern] Schild
kröten isst
Chel|sea|por|zel|lan ['ʧɛlsɪ...] das; -s (nach dem Londo
ner Stadtteil Chelsea u. zu ÎPorzellan): im 18. Jh. herge
Chemise
stelltes engl. Weichporzellan mit bunter Bemalung; vgl.
Sèvresporzellan
chem..., Chem... [ç...] vgl. chemo..., Chemo... Chemíabralsilgn* í/te; -, -en (zu îchemo... u. t Abrasion): kosme
tische Korrektur von Narben od. anderen Hautdeformitäten durch chem. Substanzen. Chemlcor® [çem'kom] das;
-s (Kunstw.): eine hochfeste Glassorte, chelmi.... Chemi... vgl. chemo..., Chemo... Che|mi|alter* der; -s, - (zu
tchemo... u. gr. iatrös „Arzt“): svw. Iatrochemiker. Chemilaltrie* die; - (zu t...iatrie): svw. Iatrochemie. Che
mie die; - (über mlat. chemia, chymia aus gr. chemeia,
chymeia, eigtl. „Kunst der Metallverwandlung“; wohl
auch Rückbildung aus Î Alchemie): 1. Naturwissenschaft,
die die Eigenschaften, die Zusammensetzung u. die Um
wandlung der Stoffe u. ihrer Verbindungen erforscht. 2. al
les, was an chemischen, also nicht mehr natürlichen u. so
mit meist auch der Gesundheit abträglichen Bestandteilen
in etwas enthalten, vorhanden ist; z. B. ich lasse keine - an
meinen Körper; nur so viel - wie unbedingt nötig. Chemiellalbolrant der; -en, -en: für Tätigkeiten in der chem.
Industrie ausgebildeter Laborant (Berufsbez.). Che migraf, auch ...graph der; -en, -en (zu t chemo... u. T ...graf):
jmd., der Druckplatten mit chem. Mitteln herstellt. Chemilgralfie, auch ...gralphie die; - (zu t...grafie): Her
stellung von Druckplatten durch Ätzen od. Gravieren,
chelmilgralfisch, auch ...gralphisch (zu Î...grafisch):
a) die Chemigrafie betreffend; b) mit chem. Mitteln her
gestellt (von Druckplatten). Chelmilkal das; -s, Plur. -ien
[,,,iən] u. -e (Substantivierung zu nlat. chemicalis „zur
Chemie gehörend, chemisch (hergestellt)“): (veraltet) svw.
Chemikalie. Chelmilkallie [...ja] die; -, -n (meist Plur.)
(zu T ‘...ie>: industriell hergestellter chem. Stoff. Chelmikant der; -en, -en (zu t...ant): Chemiefacharbeiter. Chemi Iker der; -s, Wissenschaftler auf dem Gebiet der Che
mie. Chelmilkus rfer; -, -se (aus gleichbed. nlat. chemicus): (veraltet) svw. Chemiker. Che|mi|lu|mi|nes|zenz
u. Chemolumineszenz die; - (zu tchemo...): durch chem.
Vorgänge bewirkte Lichtausstrahlung (z. B. bei Leuchtkä
fern)
Che|mi|née ['ʃmɪne] die; -, -s, Schweiz, das; -s, -s (aus fr.
cheminée „Kamin“, dies aus mlat. caminata „(heizbares)
Gemach, Kemenate“ zu lat. caminus „(Schmelz)ofen“,
dies aus gr. káminos): (Schweiz.) offener Kamin in einem
modernen Haus
chelmilnielren [ʃmi'ni:...] (aus gleichbed. fr. cheminer,
eigtl. „wandern“, zu chemin „(künstlich angelegter) Weg“,
dies über vulgärlat. camminus aus dem Gall.) : (veraltet) im
Zickzack gehen, sich einer Front, einer Festung im Zick
zackgang nähern (Mil.)
chelmisch [ç...] (zu (Chemie): a) die Chemie betreffend,
mit der Chemie zusammenhängend; auf den Erkenntnis
sen der Chemie basierend; in der Chemie verwendet; b)
den Gesetzen der Chemie folgend, nach ihnen erfolgend,
ablaufend; durch Stoffumwandlung entstehend; c) mithil
fe von [giftigen, schädlichen] Chemikalien erfolgend, [gif
tige, schädliche] Chemikalien verwendend; chemische
Keule: Reizstoffsprühgerät als eine Art Kampfmittel bei
polizeilichen Einsätzen; chemische Verbindung: Stoff, der
durch chem. Vereinigung mehrerer Elemente entstanden
ist; chemische Waffen: für den militärischen Einsatz vor
gesehene chem. Verbindungen, Pflanzen schädigende
Stoffe, Brand- u. Nebelstoffe, die durch ihre starke Gift- u.
Reizwirkung einen Gegner töten od. vorübergehend
kampfunfähig machen
Chelmise [ʃə'mi:z] die; -, -n [,..zn] (aus fr. chemise
„Hemd“, dies aus gleichbed. spätlat. camisia); a) (veraltet)
Hemd, Überwurf; b) hochgegürtetes Kleid in hemdarti
gem Schnitt aus leichtem Stoff (um 1800); c) (veraltet)
Mauerbekleidung der Festungswälle, Rasenbekleidung
Chemiserie
254
schichtliche Verwandtschaft von Organismen aufgrund ih
der Brustwehr (Mil.). Chelmilselrie [ʃəmizə...] die; -,
rer chem. Bestandteile feststellt. Che|mo|tech|nik4te;-:
...ien (aus gleichbed. fr. chemiserie): (veraltet) Wäschege
die Gesamtheit der Maßnahmen, Einrichtungen u. Ver
schäft, -fabrik. Che mi sett das; -[e]s, Plur. -s u. -e u.
fahren, die dazu dienen, chem. Erkenntnisse praktisch
Che mi set te die; -, -n (aus /r. chemisette „Vorhemd
nutzbar zu machen. Chelmo|tech|ni|ker</er; -s, -: Fach
chen“): a) gestärkte Hemdbrust an Frack- u. Smoking
kraft der chem. Industrie. Che|mo|the|ralpeultilkum
hemden; b) heller Einsatz an Damenkleidern
das; -s, ...ka (meist Plur.): aus chem. Substanzen herge
che|mi|sie|ren [ç...] (zu Î Chemie u. Î ...isieren): auf tech
stelltes Arzneimittel, das Krankheitserreger in ihrem
nischem Gebiet verstärkt die Chemie anwenden
Wachstum hemmt u. abtötet, chelmolthelralpeultisch:
Cheimilsierlkleid [ʃəmi'zie:...] das; -[e]s, -er (zu fr.
a) die Chemotherapie betreffend; b) nach den Methoden
(blouse) chemisier „Hemdbluse“, dies zu chemiser „ein
der Chemotherapie verfahrend. ChelmolthelralpieÆe;
hüllen, verkleiden“; vgl. Chemise): (bes. Schweiz.) Kittel
-: Behandlung u.a. von Infektionskrankheiten mit chem.
kleid, Damenkleid mit blusenartigem Oberteil
Mitteln. Chelmoltrolpislmus* der; -, ...men: durch
Chelmilsielrung [ç...] die; -, -en (zu Îchemisieren; vgl.
chem. Reize ausgelöste Wachstumsbewegung bei Pflan
...ierung): das Chemisieren. Che misimus der; - (zu
zen. Chelmurlgie* die; - (zu gr. érgon „Werk, Arbeit"):
t,,,ismus (2)): Gesamtheit der chem. Vorgänge bei Stoff
Gewinnung chem. Produkte aus land- u. forstwirtschaftli
umwandlungen (bes. im Tier- od. Pflanzenkörper). Chechen Erzeugnissen
milsorpltilonvgl. Chemosorption. Chelmiltylpiei/ie; (zu Tchemo... u. t...typie>: (veraltet) svw. Chemigrafie, Chelnal [ʃə'nal] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. chenal, dies
über altfr. chanel aus lat. canalis) : (veraltet) [enges] Fahr
chelmo..., Che|mo...u. chemi..., Chemi..., vor Vokalen
wasser, Fahrrinne [zwischen Klippen]
meist chem..., Chem... (zu tChemie): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „chemisch, auf chemischem Weg Che|ney-Loyd ['tʃi:nɪ'lɔɪd] der; - (nach den Namen zweier
Problemkomponisten): Îkritische Schnittpunktkombina
(erfolgend), die Chemie betreffend“, z.B. chemotaktisch,
tion im Kunstschach mit Î Kritikus u. nachfolgender Ver
Chemigrafie. Chemurgie. Che molau toitrolphie' die;
stellung, aber ohne Abzugsschach durch die verstellte Fi
-: tautotrophe Ernährungsweise bestimmter Mikroorga
gur
nismen (Biol.). Che|mo|chi|rur|gie*4ie; -: chirurgische
Entfernung chemisch fixierten Gewebes (Med.). Che- ehelnillle]ʃə'nɪljə, auehʃə'ni:jə] 4z'e; -, -n (aus gleichbed. fr.
chenille, eigtl. „Raupe“): Garn, dessen Fasern in dichten
molfoslsilifas; -s, -ien [...¡an]: nur mit physik.-chem. Me
thoden als Substanz organischer Herkunft nachweisbarer
Büscheln seitlich vom Faden abstehen
îfossiler Rest. Chelmolgelneltikaïe; -: Wissenschaft u. cher, chère [ʃɛ:r] (/)■.,■ aus lat. clarus „angesehen, ausge
Lehre von den durch chem. Substanzen hervorgerufenen
zeichnet, glänzend“): lieb, teuer
Veränderungen im Erbgang. Chelmolkeulle die; -, -n: Che|ra|lith [tʃ,,,, auch ...’lit] zZer; -s, -e (nach dem Fundort
svw. chemische Keule. Che|mo|li|tho|ly|se die; -, -n:
Chera in Italien (heute Kerala), u. zu T ...lith> : ein grünes
Auflösung von Nieren-, Gallensteinen usw. mit chem. Mit
Mineral von hohem Thoriumgehalt
teln (Med.). Che|mo|lu|mi|neslzenz vgl. Chemilumi- cherIchez la femme[ʃɛrʃela'fam] (fr.; „sucht die Frau!“):
neszenz. Chelmolnasltiedie;-, ...ien: durchchem. Reize
dahinter steckt bestimmt eine Frau!
ausgelöste Bewegung von Pflanzenteilen, die keine deutli chère [ʃɛ:r] vgl. eher.
che Beziehung zur Richtung des Reizes hat (z.B. Krüm Che|ri|molya [tf...] die; -, -s (aus einer südamerik. India
mungsbewegungen der Drüsenhaare des Sonnentaus).
nersprache): a) baumförmiges Annonengewächs (vgl. An
Chelmolnulklelollylse* die; -: Behandlungsverfahren
nona); b) wohlschmeckende Frucht der Cherimoya (a),
beim Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbel
Rahmapfel
säule (Med.). Che|mo|plas|te die (Plur.): härtbare chelrislsalbel [ʃeri...] (aus gleichbed. fr. chérissable zu
chéri „geliebt“): (veraltet) liebenswürdig, -wert
Kunstharze. Chelmolprolphy|la|xe4i?,' -, -n; Verabfol
gen von Î Chemotherapeutika zum Schutz vor Infektionen Cherlry-Branldy, auch Cher|ry|bran|dy ['ʧɛri'brɛndi]
od. zur Verhinderung einer Ausbreitung von Infektionen.
der; -s, -s (aus gleichbed. engl. cherry brandy zu cherry
Che|mo|re|sis|tenzdie; -: bei der Behandlung von In
„Kirsche“ u. brandy „Branntwein“): feiner Kirschlikör
fektionen entstehende Unempfindlichkeit mancher cher|so|gen [ç...] (zu gr. chérsos „Festland“ u. t...gen):
Krankheitserreger gegen vorher wirksame Î Chemothera
vom Festland kommend u. im Meer abgelagert (Geol.)
peutika (Med.). Chelmolrelzepltolren die (Plur.): Sin- Che|rub['çe:..., auch 'ke:,,,], ökum. Kerub der; -s, Plur. -im
neszellen od. Sinnesorgane, die der Wahrnehmung chem.
u. -inen, auch -e (aus hebt; kerüb, Plur. keruvim „himmli
Reize dienen (Med.). Chelmolseu. Chemosis die; -, ...sen
sches Wesen“): [biblischer] Engel (mit Flügeln u. Tierfü
(zu T*...ose>: entzündliches TÖdem der Augenbindehaut
ßen), himmlischer Wächter (z. B. des Paradieses), chelru(Med.). che|mo|sen|si|bel: empfindlich gegenüber
bi nisch; von der Art eines Cherubs, engelgleich. CheÎChemotherapeutika (von Krankheitserregern). Cherulbilnislmus der; -, ...men (zu t.Jsmus (3)>: Missbil
mo sis vgl. Chemose. Chelmolsorpltilon die; -, -en:
dung mit Fehl- bzw. Unterentwicklung des Unterkiefers u.
Aufnahme eines Gases od. gelösten Stoffes an der Ober
pausbäckigem Engelsgesicht (Med.)
fläche eines flüssigen od. festen Stoffes unter chem. Reak Chesiterlfield ['tʃɛstəfi:ld] der; -[s], -s (nach dem engl.
tion. Che|mos|tat*r/er; Gen. -[e]s u. -en, Plur. -e[n] (zu
Lord, der 1889 den betreffenden Mantel kreierte): elegan
t...stat): Gefäß zur kontinuierlichen Bakterienkultur mit
ter Herrenmantel mit verdeckter Knopfleiste. Cheslterkonstantem Zufluss von Nährlösung u. Abfluss der Bak
kälse der; -s, - (nach der engl. Stadt Chester): ein fetter
teriensuspension. Che|molste|ri|lans<fa5; -, Plur. ...lanHartkäse
zien [...¡an] u. ...lantia (zu lat. sterilis „unfruchtbar“): che|va|le|resk [ʃəva...] (aus gleichbed. fr. chevaleresque
chem. Substanz, die bes. bei Insekten die Fortpflanzungs
zu 1 Chevalier): ritterlich, galant, zuvorkommend. Che
fähigkeit herabsetzt. Che|mo|syn|the|se die; -: Fähig
val le|rie die; - (aus gleichbed. fr. chevalerie): 1. Ritter
keit mancher Bakterien, ohne Sonnenlicht körperfremde
schaft, Rittertum. 2. Ritterlichkeit. Chelvallet [...'le:,
Stoffe in körpereigene umzuwandeln, chelmoltak...'le] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. chevalet): (veraltet) a)
tiseh:die Chemotaxis betreffend. Chelmoltalxisdie; -,
Gestell, bes. Staffelei; b) Prügelbank, Folterbank; c) Steg
...xen (zu t2Taxis>: durch chem. Reize ausgelöste Orientie
an Saiteninstrumenten; vgl. Cavaletto. Cheivaiier
rungsbewegung von Tieren u. Pflanzen. Chelmoltalxo[... lie:] der; -s, -s (aus fr. chevalier „Ritter“ zu cheval
nolmierfie; -: Teilgebiet der Biologie, das die stammesge„Pferd“, dies aus lat. caballus, vgl. Kavalier) : franz. Adels-
255
titel; vgl. Cavaliere. Chelvaullelger [,,,le'ʒe:] der: -s, -s
(aus gleichbed. fr. chevau-léger. dies aus chevaux légers
„leichte Pferde“): (veraltet) Angehöriger der leichten Ka
vallerie (einer bis ins 19. Jh. bestehenden Truppengattung)
Chelvet [ʃə'vɛ] das; -s, -s [ʃə'vɛ(s)] (aus gleichbed. fr. che
vet, dies über mlat. capitium, eigtl. „Kopföffnung der Tu
nika“, zu lat. caput „Kopf“): (veraltet) 1. Kopfkissen,
Kopfende des Bettes. 2. Geschützlafette (Mil.)
chelvilllielren ɛʃəvi'ji:...] (aus/r. cheviller, eigtl. „ein Loch
verstopfen“, zu cheville „Pflock. Zapfen“, dies aus gleich
bed. lat. clavicula, Verkleinerungsform von clavus „Na
gel“): [Kunstjseide nachbehandeln, um sie glänzender zu
machen
Chelvilot ['ʃɛviɔt, 'ʃe:viɔt] der: -s, -s (aus gleichbed. engl.
cheviot, nach den Cheviot Hills an der engl.-schott. Gren
ze): aus der Wolle der Cheviotschafe hergestelltes, dauer
haftes Kammgarngewebe [in Köperbindung (eine Web
art)]
Chelvreau* [ʃə'vro:, 'ʃɛvro] das: -s (aus gleichbed. fr. che
vreau, eigtl. „Zicklein“, zu chèvre „Ziege“, dies aus gleich
bed. lat. capra): Ziegenleder. Chelvretlte [ʃə'vrɛt(ə)] áze;
-, -n (aus gleichbed. fr. chevrette, eigtl. Verkleinerungs
form von chèvre, vgl. Chevreau) : mit Chromsalzen gegerb
tes Schafleder. Chelvron [ʃə'vrð:] z/er; -s, -s (aus gleich
bed. fr. chevron): 1. Wollgewebe mit Fischgrätenmuste
rung. 2. nach unten offener Winkel. Sparren (Wappenkun
de). 3. franz. Dienstgradabzeichen. 4. (veraltet) Dach
sparren. Chelvronlnage [ʃəvrɔ'na:ʒ] die; -, -n [,,,ʒn] (aus
gleichbed. ʃr. chevronnage): (veraltet) Sparrenwerk des
Daches. Chelvronlné [...'ne:] der; -s, -s (zu fr. chevronné
„mit Sparren versehen; diensterfahren, altgedient“): (ver
altet) mit Chevrons (3) ausgestatteter, ausgezeichneter
Soldat. Che|vro|te|ment [ʃəvrɔtəma:] das: -s (aus fr.
chevrotement „das Meckern, Gemecker“ zu chevroter,
vgl. chevrotieren): meckerndes Singen, meckernder Triller
(sogenannter Bockstriller; Mus.), chelvroltielren
[ʃəvro...] (aus /r. chevroter „hüpfen, Bocksprünge ma
chen“): (veraltet) a) ungeduldig sein; b) meckernd singen,
mit der Stimme zittern. Chelvroltin [...‘te:] das; -s (aus
gleichbed. fr. chevrotin): Rehleder
Chelvy-Chase-Strolphe ['tʃɛvɪ'ʧeɪs...] die:-, -n (nach der
Ballade von der Jagd (.engl. chase) auf den Cheviot Hills u.
zu ÎStrophe): Strophenform engl. Volksballaden
Chelwinglgum* ['tʃu:ɪŋgʌm] der: -[s], -s (aus gleichbed.
engl. chewing gum zu chewing „das Kauen“ u. gum „Gum
mi“): Kaugummi
Chi [çi:] das: -[s], -s (ausgr. chi): zweiundzwanzigster Buch
stabe des griech. Alphabets: X, x
Chiamaita [kia...] die; -, ...ten (aus gleichbed. it. chiamata, eigtl. „Ruf1, zu chiamare „rufen, schreien“, dies aus
lat. clamare): (veraltet) 1. Herausruf im Theater. 2. Ver
weisungszeichen in Druckschriften
Chi|an|ti ['kianti] der; -]s] (nach der gleichnamigen ital.
Landschaft): ein kräftiger, herber ital. Rotwein
Chilalroslculro* [kiarɔs'ku:ro] das; -]s] (aus gleichbed. it.
chiaroscuro, eigtl. „Halbdunkel“): Helldunkelmalerei
Chil as ma [ç...] das; -s, ...men (aus gr. chiasma „Überkreu
zung“, nach der Gestalt des griech. Buchstabens t Chi = X
(= kreuzweise)): Überkreuzung zweier Halbchromoso
men eines Chromosomenpaares während der tRedukti
onsteilung (Biol.); Chiasma opticum [...kum]: Sehnerven
kreuzung (Med.). Chilaslmalge [,,,ʒə] die; -, -n (zu
t,,,age): Kunstwerk, das aus in Fetzen zerrissenen u. wie
der zusammengeklebten Texten od. Bildern besteht, die
mit anderem derartig verarbeitetem Papier kombiniert od.
als Hintergrund verwendet werden. Chilaslmalsyndrom* das; -s, -e: Bez. für Sehstörungen, die durch Raum
fordernde Prozesse (meist Tumoren der Hirnanhangsdrü
sen), die auf die Sehnervenkreuzung drücken, ausgelöst
Chiffre
werden (Med.). Chilaslmus der; - (über nlat. chiasmus
aus gr. chiasmös „das Überkreuzstellen“; vgl. Chiasma):
kreuzweise syntaktische Stellung von aufeinander bezoge
nen Wörtern od. Redeteilen (z. B. groß war der Einsatz,
der Gewinn war klein: Rhet.; Stilk.); Ggs. t Parallelismus
(2). ɑhi as tisch (aus gr. chiastös „gekreuzt“): in der
Form des Chiasmus. Chilasltollith [auch ...'lit] der; Gen.
-s u. -en, Plur. -e[n] (zu t...lith): Abart des 1 Andalusits mit
kreuzförmigen Kristallen
Chi|a|vet|te [kia'vɛtə] die; -, -n (aus it. chiavettä „Schlüsselchen“, Verkleinerungsform von chiave „Schlüssel“,
dies aus gleichbed. lat. clavis): in der Vokalmusik des
15.-17. Jh.s Notenschlüssel, der zur leichteren Lesbarkeit
entfernt liegender Tonarten gegenüber den üblichen
Schlüsseln um eine Terz höher od. tiefer geschoben wurde
(Mus.)
chic Lfik] usw. vgl. schick usw.
Chilcalgo Jazz [ʃi'ka:go ...] der; - (nach der Stadt in den
USA): von Chicago ausgehende Stilform des Jazz in den
Jahren nach dem 1. Weltkrieg; vgl. New-Orleans-Jazz
Chil calno [tʃɪk...] der; -s, -s (verkürzt aus amerik.-span.
(me)jieano, (me)xicano „Mexikaner“ nach der amerik.
Ausspr.): Bez. für die aus Mexiko stammenden, Spanisch
sprechenden Bürger der USA
Chilcalrot ['tʃika...] das; -s (zu span, chica „kleine Fla
sche“, eigtl. „Kleine, Mädchen“): roter Farbstoff aus den
Blättern einer südamerik. Bignonienpflanze, der von den
t Indios zum Färben der Haut verwendet wird
Chilcha ['tʃɪtʃa, span, 'tʃitʃa] die; - (aus span, chicha „Mais
branntwein“, dies aus aztek. (Náhuatl) cicla „säuerliches
Getränk“): süßes südamerik. Getränk mit geringem Alko
holgehalt
Chilchi [fi'ʃi:] das: -[s], -[s] (aus gleichbed. fr. chichi (laut
malendes Wort)): 1. (ohne Plur.) Getue, Gehabe. 2. ver
spieltes t Accessoire
Chi cken ['tʃɪkn] das; -[s], - (aus engl.-amerik. chicken
„Strichjunge“, eigtl. „Hühnchen“): (Jargon) Junge, der
sich prostituiert
Chilcle* ['tʃiklə] der; -[s] (aus span, chicle „Baum-, Pflan
zensaft“, dies aus aztek. (Nahuatl) tzictli): aus Rindenein
schnitten des Sapotillbaumes gewonnener Milchsaft, der
zur Herstellung von Kaugummi dient
Chilco ['tʃi:ko, 'tʃɪko] der; -[s], -s (aus gleichbed. span, chi
co): span. Bez. für kleiner Junge
Chi|co|rée, auch Schikoree ['ʃɪkore, ʃiko're:] der; -s, auch
die: - (aus gleichbed. fr. chicorée, dies aus mlat. cichorea,
vgl. Zichorie): die als Gemüse od. Salat zubereiteten gelb
lich weißen Blätter der Salatzichorie
Chief [tʃi:f] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. chief, dies aus
altfr. chief (fr. chef), vgl. Chef): engl. Bez. für Chef, Ober
haupt, Häuptling
Chif Ifon ['ʃɪfð,ʃɪ'fo, osterr,ʃɪ'fo:n] der; -s, Plur. -s, österr. -e
(aus fr. chiffon „Lumpen, durchsichtiges Gewebe“ zu
chiffe „minderwertiges Gewebe“, dies aus arab. siff „Ga
ze“): feines, schleierartiges Seidengewebe in Taftbindung
(eine Webart). Chiflfolnalde [ʃɪfo...] die; -, -n (zufr. chif
fonner (vgl. chiffonieren) u. t...ade): in feine Streifen ge
schnittenes Gemüse, als Suppeneinlage verwendet, chiffolnielren (nach gleichbed. fr. chiffonner zu chiffon, vgl.
Chiffon): (veraltet) verknittern, zerzausen. Chiflfonniler [...'nie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. chiffonnier): 1.
(veraltet) Lumpensammler. 2. Schrank mit aufklappbarer
Schreibplatte, hinter der sich Schubladen u. Fächer befin
den. Chif |fon|ni|e|re [auch ,,,'niɛ:rə] die; -, -n (aus gleich
bed./r. chiffonnière, eigtl. „Lumpensammlerin“): 1. Näh
tisch, hohe Schubladenkommode. 2. (Schweiz.) Kleider
schrank.
Chif lire* ['ʃɪfrə, auch 'ʃɪfn] die; -, -n (aus gleichbed. fr. chif
fre, dies über altfr. cifre „null“ (it. cifra) aus arab. sifr
256
Chiffreur
„null“): 1. Ziffer. 2. geheimes Schriftzeichen, Geheimzei
chen, Zeichen einer Geheimschrift. 3. Kennziffer einer
Zeitungsanzeige. 4. Stilfigur [der modernen Lyrik] (Literaturw.). Chif IfreurLfi'from] der; -s, -e (aus gleichbed. fr.
Chiffreur zu chiffrer, vgl. chiffrieren): jmd., der Chiffren
(2) dekodiert, chiflfrielren (aus gleichbed. fr. chiffrer,
eigtl. „beziffern“): verschlüsseln, in einer Geheimschrift
abfassen; Ggs. Îdechiffrieren
Chilgnon* [fmjð:] der; -s, -s (aus fr. chignon „Nacken
zopf1, dies über vulgärlat. catenio zu lat. catena „Kette“):
im Nacken getragener Haarknoten
Chi|hu|a|hua[tJTuaua] der; -s, -s (aus gleichbed. span, chi
huahua, nach dem gleichnamigen mexik. Staat): kleinster,
dem Zwergpinscher ähnlicher Hund mit übergroßen, fle
dermausartigen Ohren
Chillalna [ç...] rZ/e; - (Kurzw. aus China u. lat. lana „Wol
le“): aus China stammende Wolle mittlerer Qualität
Chi|lat[ç...] die; -s, -s (aus dem Türk.): früher in der Türkei
ein Ehrenkleid zur Auszeichnung von Beamten
Child-Guildanceftfaildgaidans] die; - (aus engl. child gui
dance „Erziehungsberatung“ zu child „Kind“ u. guidance
„Unterweisung, Belehrung, Anleitung“): eine in den USA
u. in Großbritannien entwickelte Methode der Diagnostik
u. Behandlung von kindlichen Entwicklungs- u. Verhal
tensstörungen sowie der Elternberatung
Childrelnit* [tʃ,,,, auch ,,,'nɪt] der; -s, -e (nach dem engl.
Physiker J. G. Children u. zu T2...it): ein Mineral von
durchscheinender, blassgelber bis dunkelbrauner Farbe
Chi I le I nit [tʃ..auch ... nit] der; -s, -e (nach dem südamerik.
Staat Chile u. zu î2...it): ein Mineral, Mischkristall aus Sil
ber u. Wismut. Chi|le|sal|pe|ter [tf..., auch ç...] ¿er; -s:
aus den Nordprovinzen von Chile u. Peru stammender Na
tronsalpeter
Chilli['tʃi:li] der; -s (aus gleichbed. span, chile, dies aus az
tek. (Nahuatl) chilli): 1. mittelamerik. Paprikaart, die den
Î Cayennepfeffer liefert. 2. mit Cayennepfeffer scharf ge
würzte Tunke
Chil li la Ide [ç...] die; -, -n (aus gr. chillas, Gen. chiliádos
„tausend, eine Anzahl von tausend“): (veraltet) Reihe,
Zahl von tausend. Chillilarchrfer; -en, -en (aus gleichbed.
gr. chiliárchés): Befehlshaber über tausend Mann (im alten
Griechenland). ChiililasImusiZer; - (über kirchenlat. chiliasmus aus gr. chiliasmós „Tausendjähriges Reich (Chris
ti)“): [Lehre von der] Erwartung des Tausendjährigen Rei
ches Christi auf Erden nach seiner Wiederkunft vor dem
Weitende (Offenbarung 20, 4L). Chillilast der: -en, -en
(aus gleichbed. gr. chiliástes) : Anhänger des t Chiliasmus.
chi|li|as|tisch:den Chiliasmus betreffend
Chilli con Carine['tʃi:li kɔn k...] das; -s-- (aus gleichbed.
engl. chilli con carne „Chili mit Fleisch“; vgl. Chili): mit
Chilischoten od. Cayennepfeffer scharf gewürztes mexika
nisches Rinderragout mit [Kidney]bohnen
ehilllalgit[tʃɪlə. . , auch ... git] der; -s, -e (nach dem Fundort
Chillagoe in Australien u. zu t2...it>: tafeliges Mineral, ein
Mischkristall
ehilllen[ʧɪlən] (aus gleichbed. engl.-amerik. to chill): dem
Nichtstun frönen; faulenzen, sich ausruhen (Jugendspr.).
Chillier['tʃɪlŋ] der; -s, - (aus gleichbed. engl. chiller zu to
chill „frösteln lassen“) : Erzählung od. Theaterstück mit ei
ner gruselig-schauerlichen Handlung.
Chilllies ['ʧɪlɪs] die (Plur.) (über gleichbed. engl. chillies
(Plur.) zu aztek. (Nahuatl) chilli): Früchte des tChilis (1),
die getrocknet den Î Cayennepfeffer liefern
Chill-out-Room [tʃɪl'aʊt 'ru:m] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. chill-out-room): Entspannungs-, Erholungsraum für
Î Raver
ehilmarɪlgo[ʧi...] ¿er; -s, -s (aus gleichbed. span, chimango, dies aus einer Indianersprache): ein amerik. Greifvö
gel
die; - (über lat. Chimaera aus gr. Chimaira,
eigtl. „Ziege“): Ungeheuer der griech. Sage (Löwe, Ziege
u. Schlange in einem). Chilinälre die; -, -n ((über/r. chi
mère) nach dem Ungeheuer tChimära): 1. svw. Schimäre.
2. a) Organismus od. einzelner Trieb, der aus genetisch
verschiedenen Zellen aufgebaut ist (Biol.); b) Lebewesen,
dessen Körper Zellen mit abweichender Chromosomen
struktur besitzt (Med.), chilmälrisch:svw. schimärisch
Chimlney ['tʃɪmnɪ] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. chim
ney): engl. Bez. für Kamin, Esse, Schornstein
Chi|na|cralcker[ç...] der; -s, -[s] (nach dem ostasiat. Land
China u. zu Î'Cracker): ein Feuerwerkskörper. China
gras ¿as; -es, ...gräser: svw. Ramie. Chi|na|karp|fen
der; -s, -: ein Knochenfisch. Chilnalkohl der; -[e]s: als
Gemüse od. Salat verwendete Kohlart mit geschlossenem,
keulenförmigem Kopf. Chilnalkrepp¿er; -s: ein îCrêpe
de Chine aus Kunstseide od. Chemiefasergarnen. Chjlnalei nen das; -s: Grasleinen, Gewebe aus ÎRamie
ehilnamlpa[tʃ...] die -, -s (meist Plur.) (zu span, chinampa
„Lagunengarten“, dies aus aztek. (Nahuatl) chinamitl
„Schilf, geflochtene Matte“ u. pa „oben“): am Rande ei
nes Sees angelegte, als Anbaufläche dienende künstliche
Insel in Mexiko
Chi|na|rin|de[ç...] die; - (zu gleichbed. span, quina(quina),
dies aus Quechua (einer südamerik. Indianersprache) qui
naquina)): chininhaltige Rinde bestimmter südamerik.
Bäume
Chil na|sei|de[ç...] die; -, -n (nach dem ostasiat. Land Chi
na): Sammelbez. für Naturseidenstoffe mit kleinen Unre
gelmäßigkeiten in der Garnstärke
Chilnaltinkltur [ç...] die; - (zu TChinarinde): Alkoholaus
zug aus gemahlener Chinarinde
ehilnaltown['ʧaɪnə'taʊn] ¿as; -[s], -s {engl.-amerik.; eigtl.
„Chinesenstadt“): Chinesenviertel in einer nicht chines.
Stadt, bes. in Südostasien u. in den USA. Chilnalwalre
[ çi:na...] ¿¿e; - (nach dem ostasiat. Land): kunstgewerbli
che Arbeiten aus China, bes. Porzellan. Chilnalwhite
['tʃaɪnəwaɪt] das; -[s] (aus engl.-amerik. china-white, eigtl.
„Chinaweiß“): sehr stark wirkendes Rauschmittel, bei
dem schon eine geringe Mehrdosis tödlich wirkt
'Chinlehilllθ [tʃɪn'ʧɪla] die; -, -s (aus gleichbed. span, chin
chilla, dies wohl aus einer südamerik. Indianersprache):
südamerik. Nagetier mit wertvollem Pelz, Wollmaus.
2Chin|chil|la¿aj; -s, -s (zu Î ‘Chinchilla): 1. deutsche Ka
ninchenrasse mit bläulich aschgrauem Fell. 2. Fell der
'Chinchilla, ehinlehilllolna[tʃɪntʃɪrjo:na] das; -s, -s (aus
gleichbed. span, chinchillona, Vergrößerungsform von
'Chinchilla): Fell der Haselmaus
chin-chin ['ʧɪn'ʧɪn] {engl.y. (ugs.) prost!, zum Wohl!
Chilné [fine:] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. chiné, eigtl.
Part. Perf. von chiner „ein Muster einweben“) : [Kunst]seidengewebe mit abgeschwächter, verschwommener Muste
rung
Chinlhyldron* [ç...] das; -s (Kunstw. aus 1 Chinan u. 'Hy¿rochinon): eine Anlagerungsverbindung (Chem.). Chini|din¿as; - (zu tChinin): Chinarindenalkaloid, weißes
Pulver von bitterem Geschmack (Anwendung u.a. bei
Herzrhythmusstörungen)
chiiniert (zu îChiné u. Î ...iert): in Zacken gemustert (von
Geweben)
Chiinin (/ɑ,s,` -s (aus gleichbed. it. chinina zu china, dies aus
span, quina(quina), vgl. Chinarinde): ÎAlkaloid der ÎChi
narinde (als Fieber-, bes. Malariamittel verwendet). Chinin|pra|pa|rat¿as; -[e]s, -e: chininhaltiges Arzneimittel
Chilno ['ʧi:no] der; -[s], -s (aus span, chino „Mischling“):
Nachkomme eines schwarzen u. eines indian. Elternteils
Chilnois [fi'noa] der; -, - (aus gleichbed. fr. chinois, eigtl.
„chinesisch“): kleine kandierte, unreife ÎPomeranze od.
Zwergorange. Chilnoilselrie [finoazə'ri:] die; -, ...ien
Chilmälra [ç...]
257
<aus gleichbed. fr. chinoiserie vgl. chinois): 1. kunstge
werblicher Gegenstand in chines. Stil (z.B. Porzellan,
Lackarbeit). 2. an chines. Vorbilder anknüpfende Zier
formfen] in der Kunst des 18. Jh.s
Chilno lin [ç...] tfas; -s (Kunstw. aus \ Chinin, lat. o/eum
„Öl" u. I ...in (1)>: gelbliche Flüssigkeit, ein t Antiseptikum
(Med.). Chilnollon das; -s, -e (meist Plur.) (Kunstw.):
Î Chemotherapeutikum mit antibakterieller Wirkung
(Med.). Chilnon das; -s, -e (meist Plur.) (Kunstw.): gelb
bis rot gefärbte Verbindung mit hoher Reaktionsbereit
schaft (Chem.)
Chi nook [tʃɪ'nok] der; -s (nach dem nordamerik. Indianer
stamm): warmer, trockener u. föhnartiger Fallwind an der
Ostseite der Rocky Mountains
Chintz [ʧɪnts] der; -[es], -e (aus gleichbed. engl. chintz, dies
aus Hindi chint): bunt bedrucktes Gewebe aus Baumwolle
od. Chemiefasergarnen in Leinenbindung mit spiegelglat
ter, glänzender Oberfläche; vgl. Ciré, chintlzen [tjm...]:
Stoff mit dünnem Wachsüberzug versehen
Chilollith [ç..., auch ... lit] der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n]
(zu gr. chiön, Gen. chiónos „Schnee" u. t.Jith): ein wei
ßes, körniges Mineral. Chilolnolgraf, auch ...graphder;
-en, -en (zu t ...graf) : Gerät zur Aufzeichnung der Fallmen
ge von Niederschlägen in fester Form, bes. von Schnee.
chi|o|no|phil (zu t...phil): schneeliebend (von Pflanzen,
die im Winter eine dauerhafte u. dicke Schneedecke als
Kälteschutz benötigen; Bot.)
Chip [tʃɪp] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. chip, eigtl. „in
kleine Stücke Geschnittenes“): 1. Spielmarke (bei Glücks
spielen). 2. (meist Plur.) in Fett gebackenes Scheibchen ro
her Kartoffeln. 3. sehr kleines Halbleiterplättchen, das ei
nen integrierten Schaltkreis od. eine Gruppe solcher
Schaltungen trägt u. auf dem Informationen gespeichert
werden können (Mikroelektronik). Chiplbaulelelmente die (Plur.): die Gesamtheit aller chipartigen elektron.
Bauelemente mit miniaturisierter, gehäuseloser Quader
form (Mikroelektronik). Chiplkarlte die; -, -n: als Aus
weis, Zahlungsmittel o.Ä. dienende Kunststoffkarte mit
einem Chip (3)
Chiplmunk ['tʃɪpmʌŋk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
chip-munk, dies aus einer nordamerik. Indianersprache):
ein nordamerik. Hörnchen (Nagetier)
Chilpollin []ɪpɔlɛ:] der; -s, -s (aus dem Franz.): gefirnisster
Wasserfarbenanstrich auf Holz
Chiplpenldale ['(t)ʃɪpəndeɪl] das; -[s] (aus engl. chippen
dale, nach dem engl. Tischler Th. Chippendale, 1718 bis
1779): engl. Möbelstil des 18. Jh.s, der in sich Elemente des
engl. Barocks, des franz. Rokokos, chines, u. got. Formen
mit der Tendenz zum Geraden u. Flachen vereinigt (in ers
ter Linie Sitzmöbel, die dem Körper angepasst sind; be
vorzugt Mahagoni, verzichtet wird auf Beschläge u. Einla
gen)
Chiplpy ['ʧɪpi] der; -s, -s (aus engl. chippy „winziges Stück
chen“, Verkleinerungsform von IChip): jmd., der Rausch
gift nur in kleinen Dosierungen nimmt; Anfänger (in Be
zug auf Rauschgift)
Chilquilto [tʃi'kito] der; -[s], -s (zu span, chiquito „sehr
klein“): eine besonders dünne Zigarre
chir..., Chir...[ç...] vgl. chiro..., Chiro... Chi|rag|ra*i7a5,-s
(über lat. chiragra aus gleichbed. gr. cheirágra): Gicht in
den Hand- u. Fingergelenken (Med.). Chi|ra|li|tät die; (nach gleichbed. engl. chirality zu chiral „zur Hand gehö
rig“, dies zu gr. cheir „Hand“ u. 1 '...al (1); vgl. ...ität): Ei
genschaft von Körpern u. chem. Strukturen (z.B. Mole
külen), sich mit ihrem Spiegelbild nicht zur Deckung brin
gen zu lassen
Chi|ri|molya [tʃiri'mo:ja] die; -, -s (aus span, chirimoya
„Zuckerapfel“7 dies vermutlich aus einer südamerik. In
dianersprache): svw. tCherimoya
Chitarrone
[ç...], vor Vokalen meist chir..., Chir...
(über lat. chiro- aus gr. cheiro- zu cheir „Hand“) : Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Hand, mit den Händen
erfolgend“, z.B. chirurgisch, Chiropraktik; vgl. cheiro...,
Cheiro... Chi|ro|gno|mie*die; - (zu gr. gnome „Einsicht,
Erkenntnis“ u. T 2...ie> : svw. Chirologie. Chi ro graf,auch
...graph das; -s, -en u. Chilrographum das; -s, Plur.
...graphen u. ...rographa (aus gleichbed. mlat. chirogra
phum, dies aus gr. cheirógraphon „Handschriftliches“): 1.
Vertragsurkunde, deren Beweiskraft nicht auf Zeugen,
sondern auf der Handschrift des Verpflichteten beruht
(röm. Recht). 2. besondere Urkundenart im mittelalterli
chen Recht. 3. päpstliche Verlautbarung in Briefform mit
eigenhändiger Unterschrift des Papstes. Chilrolgrammatomantie die; -, ...ien (zu gr. grámma, Gen. grámmatos „das Geschriebene“ u. manteia „das Weissagen“):
Handschriftendeutung. Chi|ro|lo|gie u. Cheirologie die;
- (zugr. cheirologein „mit der Hand lesen“, vgl. ...logie): 1.
Lehre von der Deutung der Handlinien, die Ausdruck in
nerer Wesenseigenschaften sein sollen. 2. die Hand- u.
Fingersprache der Taubstummen. Chilrolmant der; -en,
-en (zu gr. cheirömantis „aus der Hand u. den Linien der
selben weissagend“): Handliniendeuter. Chi|ro|man|tie
die; - (aus gleichbed. gr. cheiromanteia): Handlesekunst
Chilronlja [tfi'raqxa] die; -, -s (über das Span, wohl aus dem
Indian.) : Zitrusfrucht aus Puerto Rico mit gelber, leicht zu
lösender Schale
Chilrolnolmie [ç...] usw. vgl. Cheironomie usw. Chilropäldie die; - (zu Îchiro... u. gr. paideia „Erziehung (eines
Kindes), Übung“): Handfertigkeitsunterricht. Chilroplasltik die; -: Handbildnerei, die Kunst, mit der Hand
Bildwerke zu formen. Chi|ro|prak|tik die; -: manuelles
Einrenken verschobener Wirbelkörper u. Bandscheiben.
Chi|ro|prak|ti|ker der; -s, -: Fachmann auf dem Gebiet
der Chiropraktik. Chi|rop|te|ra*¿ze(Plur.)(zugr. pterón
„Feder, Flügel“): Fledermäuse (Zool.). Chilropltelrit*
[auch ...rit] das: -s (zu T ’...it): phosphorsäurehaltige Erde
aus allmählich fossil werdendem Kot von Fledermäusen
(Biol.). Chilropltelrolgalmie* die; - (zu t...garnie (l)):
Bestäubung von Blüten durch Fledermäuse (Biol.). chirop te ro phil* (zu t,,,phil): durch besonderen Bau für
die Bestäubung durch Fledermäuse geeignet (Biol.). Chirospasmus* vgl. Cheirospasmus. Chilrolthelralpie
die; -: von einem Arzt ausgeführte Chiropraktik. Chilrothelri um das; -s, ...ien [...jan] (aus gleichbed. nlat. chirotherium, eigtl. „Handtier“, zu gr. therion „Tier“): Saurier
aus der Buntsandsteinzeit, von dem nur die Fußabdrücke
bekannt sind. Chi|ro|the|sie die; - (aus gr. cheirothesia
„das Handanlegen, Behandeln“): Heilung durch Hand
auflegen
Chirp [tʃə:p] der; -s, -s (ausengl. chirp „das Zwitschern, Zir
pen“): Änderung der Trägerfrequenz bei kurzen Impulsen
eines Lasers
Chilrurg* [ç...] der; -en, -en (über lat. chirurgus „Wund
arzt“ aus gr. cheirourgós, eigtl. „Handwerker“, dies zu
cheir „Hand“ u. érgon „Werk, Tätigkeit“): Facharzt [u.
Wissenschaftler] auf dem Gebiet der Chirurgie (1). Chirurgat das; -[e]s (zu T...at (1)): (veraltet) das Amt eines
Chirurgen od. Wundarztes. Chilrurlgie die; -, ...ien (über
lat. chirurgia ausgr. cheirourgia): 1. (ohne Plur.) Teilgebiet
der Medizin, Lehre von der operativen Behandlung krank
hafter Störungen u. Veränderungen im Organismus. 2.
chirurgische Abteilung eines Krankenhauses, chilrurgisch: a) die Chirurgie betreffend; b) operativ
Chisltelra [tʃ...] die; -, -s (aus span, chistera „Fangkorb,
Korbschläger“ ) : bei der t Pelota verwendeter Schläger aus
Korbgeflecht mit einer Mulde in der Bogenmitte
Chiltarlrolne [k...] der; -[s], Plur. -s u. ...ni, auch die; -, -n
(aus gleichbed. it. chitarrone, Vergrößerungsform von chichilro..., Chilro...
Chitin
tarra, dies über lat. cithara aus gr. kithára „Zither“): ital.
Basslaute, Generalbassinstrument im 17. Jh. (Mus.)
Chiltin [ç...] das; -s (zu 7 Chiton u. 7...in (1)): stickstoffhal
tiges Î Polysaccharid, Hauptbestandteil der Körperhülle
von Krebsen, Tausendfüßern, Spinnen, Insekten, bei
Pflanzen in den Zellwänden von Flechten u. Pilzen, chitinig: chitinähnlich, chiltilnös (zu Î ...ös): aus Chitin be
stehend. Chi|tin|ske|lettite;-[e]s,-e: aus ÎChitin gebil
detes, panzerartiges Hautskelett der Insekten, Krebse u.
Spinnen (Biol.). Chilton der; -s, -e <aus gr. chitön „(Un
terkleid, Brustpanzer“): Leibrock, Kleidungsstück im
Griechenland der Antike. Chiltolnen die (Plur.) (aus
gleichbed. nlat. chitones): Gattung aus der Familie der
Käferschnecken
Chilwa [ç...] der; -s, -s (nach der gleichnamigen usbekischen
Stadt) : dem î Buchara ähnlicher Teppich mit rotem Grund
u. Musterung in Blau u. Weiß
Chlad|ni-Fi|gu|ren [kl...] die (Plur.) (nach dem dt. Physi
ker E. F. F. Chladni (1756-1827) u. zu 7Figur) : sichtbar ge
machte Linien bzw. Flächen, die bei Erregung stehender
Wellen in elastisch schwingenden Körpern ständig in Ru
he bleiben
Chlajlna [ç...] u. Chläna die; -, ...nen (über lat. chlaena aus
gr. chlaina „Mantel“): ungenähter wollener Überwurf für
Männer im Griechenland der Antike
Chlalmyldolbak|te|ri|en [ç...ian] die (Plur.) (zu gr. chla
mys, Gen. chlamydos „Oberkleid“ u. ÎBakterie): Faden
bakterien, die eine Schicht auf Gewässern bilden. Chlamyldolspolren die (Plur.): dickwandige Sporen bei vie
len Pilzen. Chlalmyste, -, - (aus gleichbed. gr. chlamys) :
knielanger, mantelartiger Überwurf für Reiter u. Krieger
im Griechenland der Antike
Chlälna [ç...] vgl. Chlaina
Chlolanlthit [kl..., auch ... tit] der; -s, -e (zu gr. chloanthes
„aufkeimend, aufgrünend“ u. 7 2...it>: Arsennickelkies, ein
weißes od. graues Mineral. Chlo|as|ma¿Za5; -s, ...men (zu
gr. chloázein „junge Keime od. Sprossen treiben“): brau
ner Hautfleck (Med.)
Chior [klo:u] das; -s (zu gr. chlörös „gelblich grün“): ehern.
Element, Nichtmetall; Zeichen CI. chlor..., Chlor... vgl.
chloro..., Chloro... Chlor|aceltolphe|non [...atse...]
das; -s (zu TChlor): ein Reizkampfstoff; Abk.: CN. Chlo
ral das; -s (Kurzw. aus Î Chlor u. ' /1/dchyd): Chlorverbin
dung, stechend riechende, ätzende Flüssigkeit. Chlolralhyldrat* das; -s: ein Schlafmittel. Chlo|ra|lis|mus der;
-, ...men (zu 7...ismus (3)>: Chloralvergiftung. Chlorlalkallilelekltrollylse* die; - (zu 7 Chlor): großtechnisches
Verfahren zur Gewinnung von Chlor, Alkalilauge u. Was
serstoff aus Alkalichloriden. Chlor|alu|mi|nit [auch
.,,'nit] der; -s, -e: ein farbloses, an der Luft zerfließendes
Mineral. Chlo|ram|bu|cil* [...tsi:l] das; -s (Kunstw.):
Bez. für ein Îzytostatisches Mittel zur Îperoralen Anwen
dung gegen Leukämie u. Karzinome. Chlolralmin* das;
-s (zu Îchloro...): Bleich- u. Desinfektionsmittel. Chloranlthie* die; - (zu gr. anthós „Blüte“ u. t2...ie): das
Grünwerden, Verlauben von Blütenorganen (Bot.).
Chlorlapaltit [auch ...tit] der; -s, -e: ein farbloses Mine
ral. Chlorlarlgylrit [auch ,.,'rit] der; -s (zu gr. ärgyros
„Silber“ u. t2...it): braunes bis schwarzes kubisches Mine
ral. Chlolratite; -s, -e (zu Î ...at (2)): Salz der Chlorsäure.
Chlorläthan, ehern, fachspr. Chlorethan das; -s (zu
ÎChlor): angenehm ätherartig riechender Kohlenwasser
stoff. Chloijäthyl, ehern, fachspr. Chlorethyl das; -s, -e:
leicht flüchtige Flüssigkeit, die Anwendung findet bei
Î Lokalanästhesie u. bei der Einleitung der Äthernarkose.
Chlo|ra|ti|on die; - (zu Î ...ation): Verfahren zur Goldge
winnung aus goldhaltigen Erzen. Chlolraltit [auch ... tit]
das; -s, -e (zu 7‘...it>: [reibungsempfindlicher] Chloratsprengstoff. Chlor|ben|zolate; -s, -e (meist Plur.): orga
258
nische Verbindung, bei der Wasserstoffatome des Benzols
durch Chloratome ersetzt sind. Chlorlbromlmelthan
das; -s: farblose Flüssigkeit, die im Gemisch mit Methy
lenchlorid in Handfeuerlöschern verwendet wird. Chlor
dan ¿te; -s (Kunstw.): in Deutschland verbotenes Insek
tizid [gegen Bodenschädlinge] aus der Gruppe der Chlor
kohlenwasserstoffe. Chlorldiloxid,auch Chloijdiloxyd
das; -s (zu TChlor): eine Chlorverbindung, Desinfektionsu. Mehlbleichmittel. Chlolrellla die; -, ...lien (zu Îchlo
ro... u. 7...eile, eigtl. „die kleine Grünliche“): Vertreter der
weltweit verbreiteten Grünalgengattung, chlolren (zu
tChlor): svw. chlorieren (2). Chlor ethan vgl. Chlor
äthan. Chlorlethyl vgl. Chloräthyl. Chlolrid <te; -s, -e
(zu t3...id>: ehern. Verbindung des Chlors mit Metallen od.
Nichtmetallen, chlolrielren (zu 7..deren): 1. in den Mo
lekülen einer ehern. Verbindung bestimmte Atome od.
Atomgruppen durch Chloratome ersetzen. 2. mit Chlor
keimfrei machen (z.B. Wasser), chlolrig: chlorhaltig,
chlorartig. ’Chlolrit [auch ...rit] das; -s, -e (zu Î *...it>: Salz
der chlorigen Säure. 2Chlo|rit [auch ...rit] der; -s, -e (zu
t2...it): ein grünes, glimmerähnliches Mineral, chlolri|tisie ren (zu 7‘...it u. Î ...isieren) : in ein Salz der chlorigen
Säure umwandeln. Chio|ri|to|id der; -s (zu t...oid): ein
grünes bis schwarzes Mineral. Chloijkalk der; -[e]s:
Bleich- u. Desinfektionsmittel. Chlorlkautlschuk der;
-s: chlorierter Naturkautschuk für chemikalienfeste An
striche. Chlorlmelthan das; -s: farbloser, giftiger, gas
förmiger ChlorkohJenwasserstoff. Chlor|naltrilum*ite,
-s: svw. Natriumchlorid, chlolro.... Chlo ro..., vor Vo
kalen meist chlor..., Chlor... (aus gr. chlörös „gelblich
grün“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „eine
grünliche Farbe besitzend, grün“, z. B. Chlorophyll, Chloropsie. Chlo|ro|don|tie*rfze; - (zu gr. odoús, Gen. odöntos „Zahn“ u. T2...ie>: grünliche Milchzahnverfärbung als
Folge einer Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mut
ter u. Kind. Chlolrolform das; -s (teilweise unter Ein
fluss von fr. Chloroforme gebildet aus C'A/orkalk u. lat. aci
dum /ormicicum „Ameisensäure“ (nach den früher be
nutzten Ausgangsstoffen)): süßlich riechende, farblose
Flüssigkeit (früher ein Betäubungsmittel, heute nur noch
als Lösungsmittel verwendet), chlolrolforlmielren (zu
!..deren): durch Chloroform betäuben. Chlo|ro|formnaijkolseite; -, -n: Betäubung durch Chloroform. Chlorolkrulolrin* das; -s (zu tchloro..., lat. crúor „Blut“ u.
7...in (1)>: eisenhaltiger grüner Blutfarbstoff mancher
Röhrenwürmer u. Seeigel (Biol.). Chlo|ro|leu|kä|mie*
die; -, ..den: bösartig verlaufende akute Leukämieform,
die in den infiltrierten Geweben einen schwach grünen
Farbstoff bildet (Med.). Chlolrgm das; -s, -e (zu 7 ...om):
bösartige Geschwulst mit eigentümlich grünlicher Fär
bung (Med.). Chlolrolmelter das; -s, - (zu 71...meter):
Gerät zur Bestimmung des Chlorgehalts einer Flüssigkeit
(Med.). Chlo|ro|my|ce|tin® [...mytse...] das; -s (zu gr.
mÿkës „Pilz“ u. 7...in (l)>: ein 7Antibiotikum. Chlolropelnie die; - (zu gr. pênes „arm“ u. 72...ie): verminderter
Chloridgehalt des Blutes. Chlolrolphan der; -s, -e (zu gr.
diaphanës „durchsichtig“): smaragdgrüner t’Korund.
Chlol rol phyllite; -s (zu gr. phÿllon „Blatt“, eigtl. „Blatt
grün“): magnesiumhaltiger, grüner Farbstoff in Pflanzen
zellen, der die 7Assimilation (2b) ermöglicht. Chlolrophyltum das; -s, ...ten (zu gr. phytön „Pflanze“): Grün
lilie, eine Zierpflanze aus Südafrika. Chlolrolphylzee
die; -, -n (meist Plur.) (zugr. phÿkos „Alge, Tang“): Grün
alge. Chlolrolplastite, -en, -en (meist Plur.) (zugr. plas
tes „gebildet, geformt“): kugeliger Einschluss der Pflan
zenzellen, der Chlorophyll enthält. Chlo|ro|pren* das; -s
(Kunstw.): stechend riechender flüssiger Chlorkohlen
wasserstoff. Chlolroplsie* die; - (zu tchloro... u. t,,,opsie) : das Grünsehen (als Folgeerscheinung bei bestimmten
259
Cholinesterase
Vergiftungen; Med.). Chlolrolquin r/as; -s (zu span, qui
Grundsubstanz der Gallensäuren. Chollaslkos* der; naquina), vgl. Chinarinde): ein als Malariamittel verwen
(zu gr. askós „Schlauch“): Austritt von Gallenflüssigkeit
detes Chinolinderivat (vgl. Chinolin). Chlolrolse die: -,
in die freie Bauchhöhle (Med.), cholle.... Cholle..., sel
-n (zu t‘...ose>: 1. mangelnde Ausbildung von Blattgrün
tener cholo..., Cholo..., vor Vokalen meist chol..., Chol...
(Ptlanzenkrankheit). 2. Bleichsucht bei Menschen infolge
(aus gr. choie, cholos „Galle“): Wortbildungselement mit
Verminderung des Blutfarbstoffes (Med.). Chlo|ro|thi|oder Bedeutung „Galle, Gallenflüssigkeit“, z. B. Cholämie,
nit [auch ... nit] der; -s, -e (zu gr. theion „Schwefel“ u.
Cholelith, Cholostase. Cholledochoskop* das: -s, -e
t2...it): ein blaues, krustiges Mineral. Chlorloxid, auch
(zu gr. choledochos „die Galle aufnehmend“ u. t...skop):
Chloroxyd das; -[e]s. -e (zu ÎChlor): ehern. Verbindung
Instrument zur Ausspiegelung des Gallenganges (Med.).
aus Chlor u. Sauerstoff. Chlolrolxilphit* [auch ... fit] der;
Cho|le|do|cholsko|pie* die; -, ...ien (zu T...skopie):
-s, -e (zu gr. xiphos „Schwert“ u. 12...it>: ein grünes Mine
Ausspiegelung des Gallenganges (Med.). Cholleldoral. Chlorloxyd vgl. Chloroxid. Chlolrolzytifer;-en,-en
cho tolmie die; -, ...ien (zu ¡...tomie): operative Eröff
(meist Plur.) (zu Îchloro... u. t ...zyt) : blasser, wenig Blut
nung des Gallenganges (Med.). Cho|lelki|nelti|kum
farbstoff enthaltender 1 Erythrozyt. Chlorlphelnol das:
das; -s, ...ka (zu gr. kinetikós „zum Bewegen gehörig“
-s, -e (meist Plur.) (zu ÎChlor): organische Verbindung, bei
(dies zu kinem „bewegen“) u. T...ikum>: Mittel, das die
der Wasserstoffatome des Phenols durch Chloratome er
Entleerung der Gallenblase anregt (Med.). Chollellith
setzt sind, chlorlsauler: die Chlorsäure betreffend, mit
[auch ... lit] der: Gen. -[e]s u. -en, Plur. -e[n] (zu T...lith>:
Chlorsäure angereichert; chlorsaures Kalium: svw. KaliGallenstein (Med.). Cholle|li|thi|a|sis die: - (zu T ...iaumchlorat. Chlorjstickstoff der; -s; eine hochexplosi
sis): Gallensteinleiden, Gallenkolik (Med.). Chollellive, ölige Chlorverbindung. Chlorlzylan das; -s (zu
tho lylse die; -, -n (zu ¡...lyse): medikamentöse Auflö
ÎChlor): ein farbloses, giftiges, die Augen u. Lungen rei
sung von Gallensteinen (Med.). Cho|le|li|tho|tolmie
zendes Gas
die; -, ...ien (zu t...tomie): operative Entfernung eines
Chlyst [xlYst] der; -en, -en (aus russ. chlyst „Gerte, Reit
Gallensteins (Med.). Cho|le|li|tho|trip|sie die; -, ...ien
peitsche“ zu chlestat’ „peitschen, schlagen“): Anhänger
(zu gr. tripsis „das Reiben“ (dies zu tribein „reiben, zer
einer russ. Sekte (seit dem 17. Jh.), die die christlichen Sa
reiben“) u. t2...ie): Zertrümmerung von Gallensteinen in
kramente verwirft
der Gallenblase (zur besseren Entfernung der Steine;
cholalnal [ç...] (zu t Choane u. Î ‘...al ( 1)> : die Choanen be
Med.). Chollelra [k...] die; - (über lat. cholera aus gr.
treffend. Chola|na|la|tre|sie* die; -, ...ien: angeborener
choléra „Gallenbrechdurchfall“ zu cholë „Galle“):
ein- od. beidseitiger Verschluss der hinteren Nasenöff
schwere (epidemische) Infektionskrankheit (mit heftigen
nung (Med.). Cholalne die; -, -n (meist Plur.) (aus gr.
Brechdurchfällen; Med.). Chollelrelse [ç...] die; -, -n
chóanos „Schmelzgrube, Trichter“): hintere Öffnung der
(vermutlich Analogiebildung zu tDiurese; vgl. ...ese):
Nase zum Rachenraum (Med.)
Gallenabsonderung (Med.). Cho|le|re|ti|kum das; -s,
Choc [ʃɔk] ältere Schreibung für t Schock
...ka (zu gr. eréthein „(an)reizen“ u. ¡...ikum): Mittel, das
Cholcallho* [ʃu'kalju] der; -s, -s (ausport, chocalho „Schüt
die Gallenabsonderung in der Leber anregt (Med.), chotelrohr“) : aus Südamerika stammendes Rasselinstrument,
lelreltisch: die Gallenabsonderung anregend (Med.).
das in der T Samba verwendet wird
Cho|le|ri|ker [k...] der; -s, - (zu ¡cholerisch): (nach dem
Cho|co|la|te|rie [ʃokolatəri:] die; -, ...ien (aus gleichbed.
von Hippokrates aufgestellten Temperamentstyp) reizba
fr. chocolaterie, dies über span, chocolate zu mex. chocorer, jähzorniger Mensch: vgl. Melancholiker, Phlegmati
latl) : 1. Spezialgeschäft für Schokoladenartikel. 2. Kondi
ker, Sanguiniker. Chollelrilne die; -, -n (zu tCholera u.
torei, die auf Schokoladenartikel spezialisiert ist. Cholcot...ine): abgeschwächte Form der Cholera (Med.), cholaltier [ʃokola'tie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. chocola
le risch (zu mlat. cholera „galliges Temperament, Zorn
tier; vgl. Chocolaterie): Schokoladenhersteller, -händler
ausbruch“, vgl. Cholera): jähzornig, aufbrausend; vgl.
melancholisch, phlegmatisch, sanguinisch. Chollesltan
Choke [tʃo:k, engl. tʃoʊk] der; -s, -s u. Choker der; -s, - (aus
das; -s (zu tCholesterin u. t...an): gesättigter Kohlenwas
gleichbed. engl. choke zu to choke „drosseln, würgen“):
serstoff, der das Grundgerüst des t Cholesterins u. ver
Luftklappe im Vergaser (Kaltstarthilfe; Kfz-Technik).
wandter ¡Steroide ist (Chem.). Cho|les|ta|se* [ç...] vgl.
Chokelbohlrung die; -, -en: kegelförmige Verengung an
Cholostase. Cho|les|te|a|tom* das; -s, -e (Kurzw. aus
der Mündung des im Übrigen zylindrischen Laufes von
tCholesterin u. tSteatom): 1. besondere Art der chroni
Jagdgewehren. Cholkervgl. Choke
schen Mittelohrknocheneiterung (Med.). 2. gutartige
cholkielren [ʃɔ,,,]: ältere Schreibung für ¡schockieren
Perlgeschwulst an der Hirnrinde (Med.). Cho|leslte|rin*
chol..., Chol... [ç...] vgl. choie..., Chole... Chollalgo[auch k...] das; -s (zu tchole... u. tSterin): wichtigstes, in
gum* das; -s, ...ga (zu Tchole... u. gr. agögös „führend“):
allen tierischen Geweben vorkommendes tSterin, Haupt
galletreibendes Mittel, zusammenfassende Bez. für tChobestandteil der Gallensteine. Cho|lelzys|tek|to|mie*
lekinetikum u. ÎCholeretikum (Med.). Chollälmie* die;
[ç...] die; -, ...ien: operative Entfernung der Gallenblase
-, ...ien (zu f...ämie): Übertritt von Galle ins Blut (Med.).
(Med.). Chollelzysltiltis die; -, ...itiden: Gallenblasen
Chollanlgie* die; -, ...ien (zu gr. aggeîon „Gefäß“ u.
entzündung (Med.). Cho|le|zyslto|gra|fie, auch ...gra
f2...ie>: Bez. für (hauptsächlich nicht entzündliche) Er
phie die; -, ...ien: die Röntgendarstellung der Gallenbla
krankungen der Gallenwege (Med.). Chollanlgiolgrase durch jodhaltige Kontrastmittel (Med.). Chollelzysfie*, auch ...gralphie die; -, ...ien: die Röntgendarstel
tolpalthie die; -, ...ien (zu t,,,pathie): Gallenblasenlei
lung des Gallensystems sowie der Gallenblase (Med.).
den (Med.)
Chollanlgiolliltis* die; -, ...itiden (zu gr. aggeilion „klei
nes Gefäß“ (Verkleinerungsform von aggeîon „Gefäß“) Cholliamlbus* [ç...] der; -, ...ben (über lat. choliambus aus
gr. choliambos „Hinkjambus“ zu cholos „lahm, hin
u. T ...itis): Entzündung der kleinsten, kapillaren Verzwei
kend“): ein aus Jamben bestehender antiker Vers, in dem
gungen der Gallenwege (Med.). Cho|lan|gi|om* das; -s,
statt des letzten î Jambus ein ¡Trochäus auftritt
-e: [bösartige] Geschwulst im Bereich der Gallenwege
(Med.). Cho|lan|giolpa|thi_e* die; -, ...ien: allgemeine Chollin [ç...] das; -s (zu gr. cholë „Galle“ u. ¡...in (1)): Gal
lenwirkstoff (in Arzneimitteln verwendet), chollilnerg*,
Sammelbez. für Erkrankungen der Gallenwege (Med.).
chollilnerlgisch (zugr. érgon „Werk, Tätigkeit“): durch
Cho|lan|gi|tis*r/ze; -, ...itiden (zu gr. aggeîon „Gefäß“ u.
Cholin bewirkt, auf Cholin ansprechend (Pharm.). ChoÎ ...itis): Entzündung der Gallengänge (einschließlich der
ii nes telralse* </ze; -, -n: ¡Enzym, das die TEster des
Gallenblase; Med.). Cho|lan|säu|re die; - (zu ¡...an):
Cholo
Cholins mit organischen Säuren t hydrolytisch spaltet
(Physiol.)
eholɪo['ʧo:lo, span, tʃ...] der; -[s], -s (aus span. cholo „Mes
tize“): Mischling mit indianischem u. mestizischem El
ternteil in Südamerika
chollo.... Chollo...[ç...] vgl. choie..., Chole... ChoHosItase*u. Cholestase die; -, -n (zu îchoie... u. gr. stásis „das
Stehen, Feststehen“): Stauung der Gallenflüssigkeit in der
Gallenblase, chollosltaltisch*: durch Gallenstauung
entstanden (Med.). ChollsäulreJze; - (zu Tchole...): pri
märe Gallensäure, die in der Leber aus Î Cholesterin ge
bildet wird. Cho|lu|rie*t/ie; -, ...ien (zu T...urie>: Auftre
ten von Gallenbestandteilen im Harn (Med.)
eholmalgelverlsilehelrunglʃo'ma:ʒə...] die; -, -en (zu fr.
chômage „Arbeitsruhe“, dies zu chômer „feiern“ über
spätlat. cauma „Hitze“ aus gr. kauma): Ausfallversiche
rung bei Betriebs- od. Mietunterbrechung
Cho|mer[x...] das; -s, -s (aber: 3 -) (aus gleichbed. hebr. hömer): ein Hohlmaß für Getreide im alten Israel
Cholmolphytfç...] der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. chôma
„aufgeschüttete Erde“ u. T...phyt>: Pflanze, die an der
dünnen Humusauflage von Felsvorsprüngen u. Felsflä
chen wurzelt
Choms|ky|hie|rar|chie* ['ʧɔmskɪ...] die; - (nach dem
amerik. Sprachwissenschaftler N. Chomsky (*1928) u. zu
Î Hierarchie) : î hierarchische ( 1 ) Gliederung von sprachli
chen Eigenheiten, die bes. für die automatische Sprachver
arbeitung bzw. für Programmiersprachen von Bedeutung
ist (Informatik)
ehon[tʃɔn] der; -, - ikorean.}: korean. Währungseinheit
chonldr...*, Chonldr... [ç...] vgl. chondro..., Chondro...
ehonldral(zugr. chóndros„Korn,Graupe“u.Î’...al(1)>:
zum Knorpel gehörend (Med.). ChonldrenJie (Plur.) (zu
gr. chóndros „Korn“): kleine Körner (Kristallaggregate),
aus denen die Chondrite aufgebaut sind, chonldri...,
Chon|dri...vgl. chondro..., Chondro... Chon|drinJas;-s
(zu î...in (l)): aus Knorpelgewebe gewonnene Substanz,
die als Leim verwendet wird. Chonldrilolsom
-s, -en
(meist Plur.) (zugr. chondrlon „Körnchen“ u. soma „Kör
per“): für den Stoffwechsel wichtiges tierisches od. pflanz
liches Zellorganell (Biol.). Chon Idrit [auch ... drit] der; -s,
-e (zu îchondro... u. î2...it): 1. aus Chondren aufgebauter
Meteorstein. 2. pflanzlichen Verzweigungen ähnelnder
Abdruck in Gesteinen (Geol.). Chonldrjltis JZe; -, ...itiden (zu T...itis): Knorpelentzündung (Med.), chonldritiseh(zu TChondrit): die Struktur des Chondrits betref
fend. chonldro..., Chonldro..., auch chondri..., Chondri..., vor Vokalen meist chondr..., Chondr... (aus gr.
chóndros „Korn; Knorpel“): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „Knorpel, Knorpelgewebe; Körnchen“,
z. B. Chondritis, Chondroblast. Chonldrolblast Jer; -en,
-en (meist Plur.) (zu gr. blastós „Spross, Trieb“): Bindege
webszelle, von der die Knorpelbildung ausgeht (Med.).
Chonldroiblasitom Jas, -s, -e: gutartige Geschwulst aus
Knorpelgewebe (Med.). Chonldroldysltrolphie die; -:
erbbedingte Knorpelbildungsstörung bei Tier u. Mensch.
Chon|dro|klast Jer; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. klastázein, Nebenform von klän „brechen“) : Zelle, die beim Ein
setzen des Verknöcherungsprozesses den Knorpel abbaut
(Biol.). Chon Idrom Jas; -s, -e (zu t ...om): svw. Chondro
blastom. Chon|dro|ma|la|zie die; -, ...ien (zu îchon
dro...): krankhafte Knorpelerweichung im Gefolge einer
Îdegenerativen Erkrankung (Med.). Chonldrolmaltosedie; -, -n (zu ÎChondrom u ɪɪ,,,ose): Bildung zahlrei
cher Knorpelgewebsgeschwülste im Körper (Med.).
Chonldrolpalthiedie; -, ...ien (zu îchondro... u. T...pathie): krankhafte Veränderung des Knorpels (Med.).
Chon|dro|sar|komdas; -s, -e: vom Knorpelgewebe aus
gehende bösartige Geschwulst (Med.). Chonldrullendie
260
(Plur.) (zu gr. chóndros „Kern“ u. -ule, engl. Verkleine
rungssuffix) : erbsengroße Steinchen in Meteoriten (Mine
ral.)
Chölnix[ç...] die; -, - (aus gleichbed. gr. choïnix): ein Tro
ckenhohlmaß im antiken Griechenland
Chons [x...] der; - (aus ägypt. chonsu „Wanderer“): ägypt.
Mondgott, in Menschengestalt od. mit dem Kopf eines
Falken dargestellt
Cho|pi|ne[f...J die; -, -n (aber: 3 -) (aus gleichbed. fr. chopine, weitere Herkunft unsicher): ein früheres Weinmaß.
cholpilnielren (aus gleichbed. /r. chopiner): (veraltet)
zechen
ehoplper[ tʃɔpn, engl. 'tʃɔpə] der; -s, -[s] (aus engl. chopper
„Hacker; Zerhacker“ zu to chop „(zer)hacken“): 1. vor
geschichtliches Hauwerkzeug, aus einem Steinbrocken
o.Ä. geschlagen. 2. Vorrichtung zum wiederholten, zeit
weisen Unterbrechen (Zerhacken) einer Strahlung, wo
durch getrennte Impulse entstehen (Phys.). 3. Motorrad
mit hohem Lenker und einem Sattel mit hoher Rückenleh
ne. Choplping-Tool ['tʃɔpiŋtu:l] das; -s, -s (aus gleich
bed. engl. chopping tool, eigtl. „Hackwerkzeug“): aus ei
nem Geröllstück geschlagenes Hauwerkzeug der Altstein
zeit mit einer beidflächig behauenen Arbeitskante
Choplsuley [tʃɔp'su:i] das; -[s], -s (über gleichbed. engl.
chop-suey aus chin, (kantonesisch) schap sui, eigtl. „ver
schiedene Bissen“): mit verschiedenen Gemüsen, Zwie
beln u. Pilzen gebratene Fleisch- od. Fischstückchen, die
mit Reis u. Sojasauce serviert werden
’Chgr[k...] der, selten das; -[e]s, Chöre (über Zai. chorus aus
gr. choros „Tanzplatz“): 1. erhöhter Kirchenraum mit
[Hauptjaltar (urspr. für das gemeinsame Chorgebet der
Î Kleriker). 2. Platz der Sänger auf der Orgelempore.
2Chorder; -[e]s, Chöre (über lat. chorus „Rundtanz, Rei
gen, Sängerschar“ aus gr. choros „Tanz, Reigen“; vgl.
‘Chor): 1. Gruppe von Sängern, die sich zu regelmäßigem,
gemeinsamem Gesang zusammenschließen. 2. gemeinsa
mer [mehrstimmiger] Gesang von Sängern. 3. Musikstück
für gemeinsamen [mehrstimmigen] Gesang. 4. Verbindung
der verschiedenen Stimmlagen einer Instrumentenfamilie.
5. gleich gestimmte Saiten (z. B. beim Klavier, bei der Lau
te o.Ä.). 6. zu einer Taste gehörende Pfeifen der gemisch
ten Stimmen bei der Orgel; im Chor: gemeinsam (spre
chend o.Ä.). 3Chor der od. das; -s, -e (Neubildung zu
î2Chor): die für ein Muster erforderliche Abteilung im
Kettsystem des Webgeschirrs (Weberei). Choira! der; -s,
...räle (aus mlat. (cantus) choralis „Chorgesang“ zu lat.
chorus, vgl. 2Chor): a) kirchlicher Gemeindegesang; b)
Lied mit religiösem Inhalt. Cholrallist der; -en, -en (zu
t...ist): mittelalterlicher Chorsänger. cholraliilter
tmlat.y. 1. choralmäßig, choralartig. 2. chormäßig, für
Chorgesang (im Mittelalter). Cholrallkanltalte die; -,
-n: Kantate, der ein ev. Kirchenlied in mehreren Sätzen
zugrunde liegt. Cho|ral|nolta|ti|on die; -, -en: mittelal
terliche Notenschrift, die nur die relativen, nicht die tmensurierten Tonhöhenunterschiede angibt. Cho|ral|pas|sion die; -, -en: gesungener Passionsbericht im einstimmi
gen gregorianischen Choralton
Cholralsan [x...] der; -[s], -s (nach dem iran. Gebiet Chorasan): ein handgeknüpfter Teppich
Chprldau. Chorde [k...] die; -, ...den (über lat. chorda aus
gr. chordë „Darm(saite)“): 1. Sehnen-, Knorpel- od. Ner
venstrang (Anat.). 2. knorpelähnlicher Achsenstab als
Vorstufe der Wirbelsäule (bei Schädellosen, Mantel- u.
Wirbeltieren; Biol.). Chor|da|phon, auch ...fon das; -s,
-e (zu î...phon, eigtl. „Saitentöner“): Instrument mit Sai
ten als Tonerzeugern. Chorldaltendie (Plur.) (aus gleich
bed. nlat. chordata (Plur.) zu lat. chorda, vgl. Chorda): zu
sammenfassende Bez. für Tiergruppen, die eine Chorda
besitzen (Schädellose, Wirbeltiere, Lanzettfischchen,
261
Manteltiere; Biol.). Chpride vgl. Chorda. Chorldiltis
die: -, ...itiden <zu TChorda u. t...itis>: Entzündung der
Stimmbänder (Med.). Chorldom das; -s, -e (zu t,,,om):
[bösartige] Geschwulst an der Schädelbasis (Med.). Chordoltolmie die; -, ...ien (zu I...tomie>: operative Durch
trennung der Schmerzbahnen im Rückenmark als thera
peutische Maßnahme bei unerträglichen Schmerzzustän
den (Med.). Chor|do|to|nallor|gan das; -s, -e (meist
Plur.) (zu Îtonal u. ÎOrgan): Sinnesorgan der Insekten
(primitives Hörorgan; Biol.)
Cho re [k...] die; -, -n (aus gr. chöra „freier Platz, Raum,
Fläche, Land“) : 1. einheitliche Landschaft, die sich von ih
rer Umgebung abhebt. 2. die die Chore (1) umgrenzende
Linie. Cholrea die; - (aus gr. choreia „Reigentanz,
Tanz“): Veitstanz, Bez. für eine Gruppe von Erkrankun
gen mit Bewegungsstörungen, die auf Muskelzuckungen
u. herabgesetzte Muskelspannung zurückzuführen sind
(Med.). cho|re|a|form u. choreiform [...rei...] (zu
t...form): veitstanzartig. Cholrelge [ç..., k...] der; -n, -n
(aus gleichbed. gr. chorêgôs zu ágein „führen, leiten“):
Chorleiter im altgriech. Theater, cholrelilform [k...] vgl.
choreaform. Cholreolgraf, auch ...graph der; -en, -en
(zu gr. choreia „Tanz“ u. t ...graf): jmd., der [als Leiter ei
nes Balletts] eine Tanzschöpfung kreiert u. inszeniert.
Cholreolgralfie, auch ...gralphie d/e; -, ...ien (zu
t. ..grafie): a) künstlerische Gestaltung u. Festlegung der
Schritte u. Bewegungen eines Balletts; b) (veraltet) grafi
sche Darstellung von Tanzbewegungen u. -haltungen.
choreografieren, auch ...gralphielren (zu Î..de
ren): ein Ballett einstudieren, inszenieren. Cholreolgrafin, auch ...gralphin die; -, -nen: weibliche Form zu
tChoreograf. cholreolgralfisch, auch ...gralphisch
(zu t...grafisch): die Choreografie betreffend. Cholreomalnie u. Choromanie die; -, ...ien (zu î...manie): krank
haftes Verlangen, zu tanzen od. rhythmische Bewegungen
auszuführen (Med.). Cholrelus [ç..., auch k...] der; -,
...een (über gleichbed. lat. choreus aus gr. choretos (poús),
eigtl. „zum Tanz gehörender Versfuß“): svw. Trochäus.
Cholreut [ç...] der; -en, -en (aus gr. choreutês „Reigen
tänzer“): 1. altgriech. Chorsänger. 2. altgriech. Chortän
zer. Cholreultik die; - (zu T2...ik (1)): altgriech. Lehre
vom Chorreigentanz. cho|reu|tisch: a) die Choreutik
betreffend; b) im Stil eines altgriech. Chorreigentanzes
ausgeführt. Chorlfrau [k...] dze;-, -en (zuÎ'Chor): 1. ÎKa
nonissin. 2. a) Angehörige einer religiösen, nach der Au
gustinerregel lebenden Gemeinschaft; b) Angehörige des
weiblichen Zweiges eines Ordens (z.B. Benediktinerin).
Chorlhaupt das; -[e]s, ...häupter: Abschluss des 'Chors
(1) als halbkreisförmige t Apsis (1). Chorlherr der; -[e]n,
-en: 1. Mitglied eines Domkapitels. 2. Angehöriger einer
Ordensgemeinschaft, die nicht nach einer Ordensregel,
sondern nach anderen Richtlinien lebt (z.B. Prämonstratenser). chorliamlbisch* [ç...] (zu ÎChoriambus): in der
Art eines Choriambus. Chorliamlbus* [ç...] der; -, ...ben
(über lat. choriambus aus gleichbed. gr. choriambos): aus
einem T Choreus u. einem Î Jambus bestehender Versfuß
(-u u-). chölrig [k...] (zu t2Chor): bei Saiteninstrumen
ten entweder Bez. der Anzahl der für einen einzelnen Ton
vorhandenen Saiten od. Bez. der Anzahl von Einzelsaiten
od. von Gruppen gleich gestimmter Saiten
Cho|ri|o|ildea [k...] die; - (zu t Chorion u.gr. -eides „gestal
tet, ähnlich“): Aderhaut des Auges (Med.). Cholri|o|iIditis die; -, ...itiden (zu t...itis): Entzündung der Aderhaut
im Auge (Med.). Cholrilon das; -s (aus gr. chorion „Haut,
Fell“): 1. Zottenhaut, embryonale Hülle vieler Wirbeltiere
u. des Menschen (Biol.). 2. hartschalige Hülle vieler Insek
teneier (Zool.). Cholri|on|bi|op|sie die; -; neuere Me
thode der Schwangerschaftsuntersuchung durch Probe
entnahme von Gewebe aus Chorionzotten zur Erkennung
Chorus
von Erkrankungen u. Schäden des Kindes (Med.). Chorilolniltis die: -, ...itiden (zu t ...itis) : bakterielle Infektion
des Chorions (Biol., Med.)
Cholrilolzölnplse [ç,..] die; -, -n (zu gr. chorion „Platz,
Stelle“ u. koinós „gemeinsam“): Bez. für die Lebensge
meinschaft in einem eng umschriebenen Lebensraum
cholrilpeltal [k...] (zu gr. chöris „getrennt, gesondert“ u.
pétalon „Blatt“): getrenntblättrig (von Pflanzen, deren
Blütenkronblätter nicht miteinander verwachsen sind;
Bot.). Cho|ri|pe|ta|len die (Plur.): zweikeimblättrige
Blütenpflanzen, deren Blütenkrone aus nicht miteinander
verwachsenen Blütenblättern gebildet wird (z.B. Rosen
gewächse; Bot.)
chplrisch [k...] (über lat. choricus aus gleichbed. gr. chorikös): den 2Chor betreffend, durch den 2Chor auszuführen
Cholrislmos [ç..,] der; - (aus gr. chörismös „Trennung“):
vor allem von den neukantianischen Philosophiehistori
kern verwendeter Begriff zur Kennzeichnung des Verhält
nisses der Ideen zu den Einzeldingen in der Philosophie
Platons. Cholrislmus der; -, ...men (zu f...ismus (2)>: das
Abstoßen von pflanzlichen Organen, insbesondere Blü
tenteilen (z.B. bei der Königskerze; Bot.)
Cholrist [k...] der; -en, -en (aus mlat. chorista „Chorsän
ger“ zu lat. chorus, vgl. 2Chor): Mitglied eines
[θpern]ehors. Cholrisltin die; -, -nen: weibliche Form zu
I Chorist
Cholrisltom [ç...] das; -s, -e (zu gr. chöris „abgesondert,
verschieden“, histös „Gewebe“ u. t...om>: Geschwulst aus
versprengten Gewebskeimen (Med.)
Cholrilzo [tʃo...] iZie; -, -s (aus gleichbed. span, chorizo,
Herkunft unbekannt): leicht geräucherte spanische Wurst
aus grob gehacktem Schweinefleisch, das mit Knoblauch,
süßen roten Chilies u. scharfem Paprika gewürzt ist
Cholrilzonlten die (Plur.) (aus gleichbed. gr. ¿horizontes
zu chörizein „trennen“): griech. Kritiker, die „Ilias“ u.
„Odyssee“, als verschiedenen Verfassern zugehörig,
trennten u. nur die „Ilias“ dem Homer zuschrieben
Chorlkanltalte [k...] die; -, -n (zu t2Chor u. TKantate):
Kantate mit Instrumentalbegleitung, die vom "Chor allein
(ohne Solisten) gesungen wird. Chörllein das; -s, - (Ver
kleinerungsform von t'Chor): halbrunder od. vieleckiger
Erker an mittelalterlichen Wohnbauten. Cholro [xo'ro]
der; -s, -s (aus gleichbed. bulgar. choro, dies aus gr. choros,
vgl. 2Chor): bulgar. Reigentanzlied. Chölro ['ʃɔru] der; -,
-s (aus gleichbed. port, chôro, dies aus lat. chorus, vgl.
2Chor>: Volksmusikform der afroamerik. Bevölkerung
Brasiliens, eine mäßig bewegte Sambaart. Cholroldidaskalos [k...] der; -, ...loi [...loy] (aus gleichbed.gr. chorodidäskalos) : Leiter des 2Chors im antiken griech. Drama
Cholrolgralfie, auch ...gralphie [ç...] ¿fe; -, ...ien (zu gr.
choros „Raum, Ort“ u. T...grafie>: 1. (veraltet) Beschrei
bung von Landschaften. 2. svw. Chorologie. cholrolgrafisch, auch ...gralphisch (zu t...grafisch): 1. (veraltet)
a) die Landschaft beschreibend; b) die Landschaftsbe
schreibungbetreffend. 2. svw. chorologisch. Cholrollith
[auch ...'lit] der; Gen. -en u. -s, Plur. -e[n] (zu T...lith):
Landschaftsstein, Stein mit Pflanzenabdrücken, die
Landschaftszeichnungen gleichen. Cholrollolgie die; -,
...ien (zu T...logie): 1. Raum- od. Ortswissenschaft, bes.
Geografie u. Astronomie. 2. svw. Arealkunde, cholrollogisch (zu Î...logisch): die Chorologie betreffend
Cholrolmalnie [k...] vgl. Choreomanie
Cholrolmelter [ç...] der; -s, - (zu gr. choros „Raum, Ort“u.
t2...meter): (veraltet) Landvermesser. Cho ro meltrie*
¿fe; -, ...ien (zu T...metrie): (veraltet) Landvermessung
Chorlrelgent [k...] der; -en, -en (zu î2Chor u. tRegent):
(südd.) Leiter eines kath. Kirchenchors. Chorlton der; -s:
Normalton für die Chor-u. Orgelstimmung. Cholrus der;
-, -se (aus lat. chorus, vgl. 2Chor): 1. das einer Kompositi-
c
Chose
262
T...isierung>: Bekehrung zum Christentum. Chrisltilalnion zugrunde liegende Form- u. Akkordschema, das die
tasdie; - (aus gleichbed. spätlat. christianitas): Christlich
Basis für Improvisationen bildet (Jazz). 2. Hauptteil od.
keit als Geistes- u. Lebenshaltung. Chrisltian Scilence
Refrain eines Stückes aus der Tanz- od. Unterhaltungsmu
['krɪstjən 'saɪəns] die; - - {engl.; „Christliche Wissen
sik
schaft“): (1879 in den USA gegründete) christliche Ge
Cholse [£...], auch Schose die; -, -n (Flur, selten) (aus fr.
meinschaft, die durch enge Verbindung mit Gott mensch
chose „Ding, Sache“, dies aus gleichbed. /ɑz. causa): (ugs.)
liche Unzulänglichkeit überwinden will; vgl. Szientismus
1. [unangenehme] Sache, Angelegenheit. 2. Dinge, Gegen
(2). Chrisltin [k...] die; -, -nen (zu Î'Christ): weibliche
stände
Form zu Î'Christ, christikalthollisch: (Schweiz.) den
Chot|bah[x...] der; -[s], -s (zu arab. hataba „predigen“): an
Christkatholizismus betreffend. Christlka|tho|li|zisjedem Freitag stattfindender islam. Gottesdienst (Predigt
mus (Schweiz.) der; -: Geist u. Lehre der altkath. Religi
u. Gebet) für die Regierenden im islam. Kulturkreis
onsgemeinschaft, die den Primat des Papstes ablehnt,
ehow-ehow[tʃau'tʃau, auehʃau'ʃau] rZer; -s, -s (aus gleich
christllich (nach gleichbed. lat. Christianus): a) auf
bed. engl. chow chow, dies aus dem Chines., vermutlich zu
Christus u. seine Lehre zurückgehend; der Lehre Christi
kantonesisch kaü „Hund“): Hund einer in China gezüch
entsprechend; b) im Christentum verwurzelt, begründet;
teten Hunderasse
c) kirchlich; christliches Hospiz: Hotel der ev. Inneren
Chow-Mein [ʧau'me:n] das; -[s] (aus chin, ch’ao-mien zu
Mission in Großstädten. Christlmas-Calrol ['krɪsməsch’ao „braten“ u. mien „Mehl, Teig,Nudeln“): chines. Ge
kærəl] das; -s, -s (aus engl. Christmas carol): volkstümli
richt aus Huhn auf gebratenen Fadennudeln
ches engl. Weihnachtslied; vgl. Carol. Christlmas-PanChre|ma|tisltik[k...] die; - (ausgr. chrèma, Gen. chrêmatolmime[,,,pæntəmaɪm] die; -, -s (meist Plur.) (aus engl.
tos „Ding, (gebrauchsfähige) Sache, Unternehmung“ u.
Christmas pantomime „Weihnachtsspiel“): in England
t...istik): gewerbsmäßiges Betreiben einer Erwerbswirt
zur Weihnachtszeit aufgeführtes burleskes Ausstattungs
schaft mit dem Ziel, sich durch Tauschen u. Feilschen zu
stück nach einem Thema aus Märchen, Sage u. Geschich
bereichern. Chre|ma|to|pö|ierfze; -, ...ien (zu gr. poiein
te. Christimetlte [k...] die; -, -n (zu 1'Christ): Mitter
„machen, herstellen“ u. T2...ie): (veraltet) Gelderwerb,
nachtsgottesdienst in der Christnacht. Chrisltolgramm
Anleitung zur Erwerbung von Reichtum
das; -s, -e: Kurzform von ÎChristusmonogramm. ChrisChres|mo|lo|gie[ç...J die; -, ...ien (aus gleichbed.gr. chrêsto|kraltie*d/e; - (zu 1 ...kratie): a) Christusherrschaft; b)
mologia): (veraltet) Weissagung. Chresltelrilondas; -s,
Herrschaft der christlichen Kirche. Chris|to|laltrie*i/ie;
...ien [...¡an] (aus gleichbed. gr. chrëstêrion): (veraltet) a)
-: Verehrung Christi als Gott. Chrisltollolgier/ie; -, ...ien
Weissagung, Orakel(spruch); b) Orakelsitz, der Ort, wo
(zu t...logie): Lehre der christlichen Theologie von der
Orakel erteilt werden
Person Christi, chrisltollolgisch (zu Î...logisch): die
Chres|to|ma|thie [k...] iZze; -, ...ien (aus gleichbed. gr.
Christologie beireffend. Chrisltolmolnislmus der; -:
chrestomátheia, eigtl. „das Erlernen von Nützlichem“):
für den Unterricht bestimmte Sammlung ausgewählter
theologische Anschauung, die die Person Jesu Christi so
stark betont, dass die beiden anderen Personen der Trini
Texte od. Textauszüge aus den Werken bekannter Auto
tät nahezu bedeutungslos erscheinen. Chris|to|pha|nie
ren. Chrie[çri:(o)J die; -, -n [ eri:ɔn] (zu gr. ehre „es ist nö
tig, man braucht, muss, darf1, dies zu chréos „Schuld, Ver
die; -, ...ien (zu gr. phainein „sich zeigen, sichtbar werden“
pflichtung“): 1. praktische Lebensweisheit, moralisches
u. t2...ie): Erscheinung Jesu Christi, bes. des auferstande
Exempel. 2. (veraltet) Anweisung für Schulaufsätze
nen Christus. Chrisltolphitfauch ... fit] der; -s, -e (nach
Chri|sam[ç...] das od. der; -s u. Chrisma das; -s (über kir
dem Fundort St. Christoph in Sachsen u. zu T2..,it): ein
chenlat. chrisam, chrisma aus gr. chrisma „Salbe, Salböl“
dunkelbraunes bis schwarzes, metallisch glänzendes Mi
zu chriein „salben“): geweihtes Salböl (in der kath. u. or
neral. Chrisltolzenltrik* die; - (zu TChristus, /ɑ/. cen
thodoxen Kirche bei Taufe, Firmung, Bischofs- u. Pries
trum „Mittelpunkt“ u. t2...ik (2)): Betonung der zentralen
terweihe verwendet). ChrilsiszZZe; -, ...sen (aus gleichbed.
u. einzigartigen Stellung Jesu Christi in der Schöpfungs- u.
gr. chrlsis): Salbung. Chrislmavgl. Chrisam. ChrislmaHeilsgeschichte, chrisltolzenltrisch*: auf Christus als
ledas; -s, Plur. ...lien [...ian] u. ...lia (aus gleichbed. kir
Mittelpunkt bezogen. Chrisltus der; - (ohne Artikel:
chenlat. chrismale; vgl. Chrisam): 1. Tuch od. Kopfbinde
Gen. ...ti, Dat. ...to, Akk. ...tum) (über lat. Christus aus gr.
zum Auffangen des Salböls (kath. Kirche). 2. mit Wachs
christös „der Gesalbte“ (dies als griech. Lehnübersetzung
getränktes Altartuch (kath. Kirche). 3. Gefäß zur Aufbe
von hebr. mäsiah, vgl. Messias)): Ehrenname von Jesus,
wahrung des Chrisams (kath. Kirche). Chris|ma|ri|um
der Messias; nach Christus, auch nach Christi Geburt:
das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. kirchenlat. chrismari
nach dem Jahr null unserer Zeitrechnung. Chrisltuslmoum): 1. Reliquiengefäß im Mittelalter. 2. svw. Chrismale
no grammdas; -s, -e: Symbol für den Namen Christus,
(3). Chris|ma|ti|oniZZe; -, -en (aus gleichbed. kirchenlat.
das aus dessen griech. Anfangsbuchstaben X (Chi) u. P
chrismatio): (veraltet) svw. Chrisis. Chrislmon das; -s,
(Rho) zusammengefügt ist; vgl. IHS. ChristlvesíperrZú?;
...ma (Kurzw. aus 1 Christus u. ÎMonogramm): reich ver
-, -n: Abendgottesdienst am Heiligen Abend
zierter Buchstabe C am Anfang vieler mittelalterlicher Ur ehrom[k...] das; -s (aus gleichbed. fr. chrome, dies über lat.
kunden (urspr. das Î Christogramm)
chroma aus gr. chroma Farbe“): ehern. Element, Metall;
'ehrist[k...] der; -en, -en (aus lat. Christianus, vgl. christ
Zeichen Cr. chrom..., Chrom... vgl. chromo..., Chro
lich): Anhänger [u. Bekenner] des Christentums; Getauf
mo... Chrglma die; -, -s (aus gleichbed. it. croma; vgl.
ter. 2Christrfer; - (zu TChristus): svw. Christus; der Hei
Chromameter): Achtelnote (Mus.), chromlaflfin (zu
lige Christ:das Christkind; zum Heiligen Christ:zu Weih
tchromo...): mit Chromsalzen anfärbbar (von Zellen u.
nachten. Christ|de|mo|krat*cZer -en, -en (zu 1 'Christ):
Zellteilen; Biochem.); chromaffines System:eine Gruppe
Anhänger einer christlich-demokratischen Partei. Chris
hormonliefernder Zellen, die sich bei Behandlung mit be
te eleilson (aus gleichbed. mgr. Christe eléêson zu gr.
stimmten chem. Substanzen braun färben. Chromameeleein „sich erbarmen“) : Christus, erbarme dich ! ; vgl. Ky
terdas; -s, - (zu gr. chröma „(Klang)farbe“ u. t'...meter):
rie eleison. ChrisItenltumiZüw; -s (zu Î 'Christ): auf Jesus
(veraltet) Gerät zum Stimmen des Klaviers (Mus.). ChroChristus, sein Leben u. seine Lehre gegründete Religion.
man® das; -s (Kunstw.): Chrom-Nickel-Legierung.
chris|ti|a|ni|sie|ren (zu lat. Christianus „christlich“ u.
Chrolmalsie die; - (zu gr. chröma „Farbe“ u. T2...ie):
T...isieren): (die Bevölkerung eines Landes) zum Christen
Farbzerstreuung, die bei unkorrigierten Linsen Bilder mit
tum bekehren. Chris|ti|a|ni|sie|rung die; -, -en (zu
bunten Rändern ergibt (Optik). Chrolmatdas; -s, -e (zu
263
ÎChrom u. Î ...at (2)>: Salz der Chromsäure, chrolmat...,
Chrolmat... vgl. chromato..., Chromato... Chrolmaltid
das;-[e]s, -en (meist Plur.) (zugr. chroma, Gen. chrömatos
„Farbe“ u. T2...id>: Chromosomenspalthälfte, aus der bei
der Zellteilung das Tochterchromosom entsteht (Biol.).
Chro ma tie die; -, ...ien (zu t2...ie): Projektionsverfah
ren beim Fernsehen, durch das künstliche Hintergründe in
Aufnahmestudios geschaffen werden können; vgl. Blue
box. chrolmaltielren <zu t...ieren>: die Oberfläche von
Metallen mit einer Chromatschicht zum Schutz gegen
t Korrosion (1) überziehen. Chrolmaltik die; - (über lat.
chromatice aus gr. chrömatike (mousikê) „chromatisches
Tongeschlecht“ zu chroma „(Klang)farbe; chromatische
Tonleiter“): 1. a) Veränderung (Färbung) der sieben
Grundtöne durch Versetzungszeichen um einen Halbton
nach oben od. unten; Ggs. TDiatonik; b) durch Halbton
folgen charakterisierte Musik (Mus.). 2. Farbenlehre
(Phys.). Chrolmaltin das; -s, -e {zu gr. chrömätinos „ge
färbt“): mit bestimmten Stoffen anfärbbarer Bestandteil
des Zellkerns, der das Erbgut der Zelle enthält, chrolmatisch (nach gleichbed. gr. chrömatikös): 1. in Halbtönen
fortschreitend (Mus.). 2. die Chromatik (2) betreffend;
chromatische Aberration: Abbildungsfehler von Linsen
durch Farbzerstreuung; chromatische Adaption: Aus
gleich von Lichtart u. Beleuchtungsstärke durch das Auge
bei der Farbwahrnehmung. chro|ma|ti|sie|ren (zu
fChromat u. t,,,isieren): svw. chromatieren. chrolmato..., Chromaito..., vor Vokalen meist chromât..., Chro
mat... (aus gr. chroma, Gen. chrömatos „Farbe“): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „Farbe, Färbung",
z.B. Chromatografie, Chromatopsie; vgl. chromo....
Chromo... Chrolmaltoldysloplsie* die; -, ...ien (zu
îdys... u. t...opsie>: Farbenblindheit (Med.). Chrolmato gra fie, auch ...gralphie die; - (zu T...grafie>: Verfah
ren zur Trennung chemisch nahe verwandter Stoffe ( zuerst
für Farbstoffe verwendet). chro|ma|to|gra|fisch, auch
...gra phisch (zu t ...grafisch): a) die Chromatografie be
treffend; b) das Verfahren der Chromatografie anwen
dend. Chrolmaltolgramm das; -s, -e (zu t...gramm>:
Darstellung des Analysenergebnisses einer Chromatogra
fie [durch Farbbild]. chro|ma|tolgra|fie|ren, auch
...gralphielren (zu T..deren): eine Chromatografie
durchführen. Chro|ma|to|ly|se die; -, -n (zu t.Jyse):
Zerfall des Chromatins in Körnchen bis zum völligen Ver
schwinden beim Absterben von Zellen (Biol.). Chrolmatol melter das; -s, - (zu t '...meter): Gerät zur Bestimmung
des Anteils der Grundfarben in einer Farbmischung,
chrolmaltolphil (zu T...phil>: leicht färbbar (bes. von
Textilfasern). Chro|ma|to|pholb[e die; -, ...ien (zu
î...phobie): krankhafte Angst vor bestimmten Farben
(Med., Psychol.). Chrolmaltolphor das; -s, -en (meist
Plur.) (zu t...phor): 1. farbstofftragende T Organelle der
Pflanzenzelle (Bot.). 2. Farbstoffzelle bei Tieren, die den
Farbwechsel der Haut ermöglicht (z. B. beim Chamäleon;
Zool.). Chro|ma|top|sie*dze; -, ...ien (zu Î ...opsie): Seh
störung, bei der Gegenstände in bestimmten Farbtönen
verfärbt od. Farbtöne bei geschlossenen Augen wahrge
nommen werden (Med.). Chrolmatlopltolmelter* das;
-s, -: Apparat zur Messung der Farbwahrnehmungsfähig
keit (Med.). Chrolmaltgise die: -, -n (zu î'...ose): abnor
me Farbstoffablagerungin der Haut (Med.); vgl. Dyschro
mie. Chrolmaltolskop* das;-s, -e <zuî...skop>: svw. Ka
leidoskop. Chro|ma|tron*das; -s, Plur. ...one, auch -s (zu
gr. chröma „Farbe“ u. t ...tron): spezielle Bildröhre für das
Farbfernsehen. Chrolmaltrolpie* die; -, ...ien (zu t,,,tropie): Farbenspiel. Chrolmaltylpie die; -, ...ien <zuî...typie): (veraltet) 1. (ohne Plur.) Verfahren des Mehrfarben
drucks. 2. nach diesem Verfahren hergestelltes Druck
erzeugnis. Chro|ma|ven|tu|rin [...v...] das; -s: durch
Chromosomenanomalie
Schmelzen von Glas mit chromsaurem Kali hergestelltes
grünes Glas. Chrom|ge|la|ti|ne die; - (zu t Chrom): mit
Chromsalzen getränkte, nach der Belichtung wasserunlös
liche Gelatine für Pigment- u. Lichtdruck. Chromlgelb
das; -s: deckkräftige Malerfarbe, Bleichromat. Chromgralnat der; -[e]s, -e: ein smaragdgrünes Mineral; vgl.
Uwarowit. Chromlgrün das; -s: Deckgrün, Mischfarbe
aus Berliner Blau u. Chromgelb. Chrom |hi|dro|se* die;-,
-n: farbige Schweißabsonderung. Chrolmildie [...ja] die;
-, -n (meist Plur.) (zu t chromo..., t2...idu. t',,,ie): (veraltet)
svw. Mikrosom. chrolmielren (zu TChrom u. T..deren):
Wolle nach dem Färben mit Chromverbindungen beizen.
Chro|mi|nanz|si|gnal*das; -s, -e (zu t...anz): das Farb
artsignal (Fernsehtechnik). ’Chrolmit [auch ... mit] der;
-s, -e (zu t2...it): Chrom[eisen]erz, ein Mineral. 2Chro|mit
[auch ...'mit] das; -s, -e (zu t',,dt): veraltete Bez. für ein
Chromsalz. Chromleder
-s: mit Chromverbindun
gen gegerbtes Leder, chrolmo..., Chrolmo..., vor Voka
len meist chrom..., Chrom... (aus gr. chröma „Farbe“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Farbe, Farb
stoff1, z.B. chromogen, Chromophor; vgl. chromato...,
Chromato... Chrolmolbakitelrilum das; -s, ...ien [..dan]
(meist Plur.): in Böden u. Gewässern verbreitetes Bakte
rium, das ein wasserunlösliches purpurfarbenes Pigment
bildet. Chro mo blas to my ko se die, -, -n: chronische
entzündliche Pilzerkrankung der Haut (Med.), chrolmogen (zu T...gen): Farbstoff bildend. Chrolmollith [auch
... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T ...lith) : unglasier
tes Steinzeug mit eingelegten farbigen Verzierungen.
Chrolmo|li|tho|gra|fie, auch ...gralphie die; -, ...ien:
Mehrfarben[stein]druck. chro|molli|tholgra|phielren,
auch ...gralfielren: farbigen Steindruck herstellen.
Chro molmerdiis; -s, -en (meist Plur.) (zu t...mer): stark
anfärbbare Verdichtung der Chromosomenlängsachse,
Träger bestimmter Erbfaktoren (Genetik). Chrolmolnema das; -s, ...men (meist Plur.) (zu gr. nema „Faden,
Garn“): spiralig gewundener Faden, der mit 2-4 anderen
ein Chromosom bildet (Genetik). Chrolmolnilka die; -,
Plur. -s u. ...ken (Kunstw. aus t c/zromatisch u. T Harmoni
ka): eine t diatonische u. chromatische Mundharmonika.
Chrolmolpalpier das; -s, -e (zu îchromo...): [einseitig]
mit Kreide gestrichenes glattes Papier für T Offset- u.
Steindruck. Chrolmolphor der; -s, -e (zu T...phor):
Atomgruppe organischer Farbstoffe, die für die Farbe des
betreffenden Stoffes verantwortlich ist (Chem.). Chromolplast* der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. plastös „ge
bildet, geformt“): gelber od. roter kugeliger Farbstoffträ
ger bestimmter Pflanzenzellen, der die Färbung der Blü
ten od. Früchte bestimmt. Chrolmolproltelid das; -[e]s,
-e (meist Plur.): Eiweißstoff, der Farbstoffe enthält (z.B.
Hämoglobin, Chlorophyll; Chem.). Chromloplsie* die;
-, ...ien (zu Î...opsie): svw. Chromatopsie. Chromlopltomelter* das;-s, -: svw. Chromatoptometer. Chrolmolradiolmelter das; -s, -: Gerät zur Bestimmung der Menge
der zu Heilzwecken angewandten Röntgenstrahlen.
Chro|mo|skop* das: -s, -e (zu T ...skop): Vorrichtung zur
Untersuchung u. Projektion von Farben mithilfe von Farb
filtern (Optik). Chromosom das; -s, -en (meist Plur.)
(zu gr. söma „Körper“, eigtl. „Farbkörper“ (da es durch
Färbung sichtbar gemacht werden kann)): in jedem Zell
kern in artspezifischer Anzahl u. Gestalt vorhandenes, das
Erbgut eines Lebewesens tragendes, fadenförmiges Gebil
de, Kernschleife (Biol.). chrolmolsolmal (zu T'...al (1)):
das Chromosom betreffend. Chro|mo|so|men|ablerraition die; -, -en: Veränderung in der Chromosomen
struktur vor einer Aufteilung der Chromosomen in Chro
matiden. Chrolmo soimen anolmallie die; -, -n
[,,,li:ən]: durch Chromosomenmutation entstandene Ver
änderung in der Zahl od. Struktur der Chromosomen.
Chromosomendiagnostik
264
die Jahreszahl eines geschichtlichen Ereignisses ergeben,
Chro|mo|sg|men|di|algnos|tik* die;
Untersuchung
auf das sich der Satz bezieht. 2. Aufzeichnung eines Chro
von Chromosomen mit (zytologischen Methoden zur
nografen. Chro|no|lolgerfer; -n, -n (zuT...loge): Wissen
Feststellung von Anomalien. Chrolmolsolmenlmarschaftler auf dem Gebiet der Chronologie. Chrolnollokerrfer; -s, -[s] (meist Plur.) : bekannter Abschnitt des Erb
giezüe, -, ...ien (zu Î ...logie): 1. (ohne Plur.) Wissenschaft
guts, der einem spezifischen Chromosom eindeutig zuge
u. Lehre von der Zeitmessung u. -rechnung. 2. Zeitrech
ordnet werden kann. Chro|molso|men|mu|ta|ti!on
nung. 3. zeitliche Abfolge (von Ereignissen), chrolnollodie; -, -en : Strukturänderung eines Chromosoms, die zu ei
gisch (zu (...logisch): zeitlich geordnet. Chrolnolmener Änderung des Erbguts führt. Chrolmoisglmenlreter das; -s, - (zu (‘...meter): 1. transportable Uhr mit
duk ti on die; -, -en: Halbierung der Chromosomen
höchster Ganggenauigkeit, die bes. in der Astronomie u.
zahl durch ÎReduktionsteilung. ChrolmolsglmenlsubSchifffahrt eingesetzt wird. 2. a) Präzisionsarmbanduhr;
sti|tu|ti|on4ze; -: Austausch einzelner Chromosomen ge
b) (scherzh.) Taschenuhr. Chrolnolmeltrie* die; -, ...ien
gen andere. Chrojmolsphälrerfze; - <zu Tchromo...>: glü
(zu (...metrie): Zeitmessung. chro|no|me!trisch* (zu
hende Gasschicht um die Sonne. Chrolmoltylpie die; (...metrisch): auf genauer Zeitmessung beruhend. Chro
<zu T...typie>: Farbendruck. Chromioxidigrün, auch
non das; -s, -s (zu t4...on): (hypothetisches) Zeitquant
Chromloxydlgrünt/a.s,' -s (zu 1 Chrom): dunkelgrüne de
(vgl. Quant). Chrolnolpalthollolgie die; -: Lehre vom
ckende Malerfarbe. Chrolmolxyllolgralfie, auch
gestörten zeitlichen Ablauf der Lebensvorgänge unter
...graiphierfze; - (zu îchromo...): Farbholzschnitt. Chrokrankhaften Bedingungen. Chrolnolpharlmalkollolgie
mo|zen|trum*rfiZ5,' -s, ...tren: stark anfärbbarer Chromo
ihe; -: Lehre von der optimalen Applikationszeit eines
somenabschnitt (Biol.). Chro|mo|zys|to|sko|pie*zü'e;-,
Arzneimittels. Ch r o I n o I p hy I si o 11 o I g ie die;: Lehre vom
...ien: Prüfung der Nierenfunktion durch eine in die Blut
zeitlichen Ablauf der normalen Lebensvorgänge bei
bahn injizierte blaue Farbstofflösung (Med.). ChromMensch u. Tier (z.B. Schlaf-wach-Rhythmus). Chrolnos
pig|menti/izs7 -[e]s, -e (meist Plur.) (zu îChrom): farbge
der; - (zu gr. chrónos „Zeit“) : Personifikation der Zeit, die
bende Chromverbindungen für Malerei, Anstrich, Kera
dann auch als Gott der Zeit angesehen u. mit Kronos
mik usw. Chrgmlrotrfas; -s: Malerfarbe (basisches Blei
gleichgesetzt wurde. Chro|no|skop*rf<M; -s, -e (zu (chro
chromat)
no... u. 1 ...skop): genau gehende Uhr mit einem Stoppuhr
chron..., Chron...[k...J vgl. chrono..., Chrono... Chrolnamechanismus, mit dem Zeitabschnitte gemessen werden
xie* die; - (zu Îchrono... u. gr. axia „Wert“): elektrodiagkönnen, ohne dass der normale Gang der Uhr dadurch be
nostisch verwendetes Zeitmaß für die elektr. Erregbarkeit
einflusst wird. Chro|noslti|chon*das; -s, ...chen (zu gr.
von Muskel- od. Nervenfasern. Chrolnemrfai; -s, -e (zu
stichos „Vers“): (Chronogramm in Versform. Chrolno(...em): Einheit der Dauer eines Lautes, wenn sie bedeu
therm® das; -s, -e (zu gr. thérmê „Wärme, Hitze“) : mit ei
tungsunterscheidende Funktion besitzt, z. B. Mus u. muss
ner Uhr verbundener Temperaturregler an einer Wärme
(Sprachw.). Chrolnikdze; -, -en (über lat. chronica (Plur.)
aus gr. chronikà (biblia) „Geschichtsbücher“ zu chrónos
quelle in Versuchsräumen. Chrg|no|tron*iZas;-s, ...onen
(zu (...fron): Gerät zur Messung der Zeitdifferenz zweier
„Zeit“): 1. Aufzeichnung geschichtlicher Ereignisse in
Impulse im Nanosekundenbereich, chrolnoltrop* (zu
zeitlich genauer Reihenfolge. 2. (ohne Plur.) Bez. für zwei
geschichtliche Bücher des Alten Testaments. Chrglnilka
(...trop): die Frequenz der Herztätigkeit beeinflussend
die (Plur.): svw. Chronik (2). chro ni ka lisch (zu gr.
(Med.)
chronikós „die Zeit betreffend“): in Form einer Chronik Chro|o|lo|gie [çroo...] die: - (zu gr. chrös, Gen. chroós
abgefasst. Chrolnique scan|da|leuse [kronikskäda„Farbe“ u. Î...logie) : (veraltet) Farbenkunde, Farbenlehre
lo:z] die; - -, -s -s [kronikskäda'lo:z] (aus fr. chronique Chrptlta [k...] die; -, Plur. -s u. ...tten (über ir. crott „Harfe“
scandaleuse „Skandalgeschichten“): Sammlung von
aus gleichbed. kelt. chrotta, crotta, verwandt mit mlat.
Skandal- u. Klatschgeschichten einer Epoche od. eines be
ro(t)ta „zitherähnliches Saiteninstrument“): svw. Crwth
stimmten Milieus. chro|nisch(über lat. chronicus ausgr chrys..., Chrys... [ç...] vgl. chryso..., Chryso... Chrylsachronikós „zeitlich (lang)“): 1. sich langsam entwickelnd,
ijldezü’e; -, -n (zu (Chrysalis u. (...ide): mit goldglänzen
langsam verlaufend (von Krankheiten; Med.); Ggs. Îakut
den Flecken bedeckte Puppe mancher Schmetterlinge
(2). 2. (ugs.) dauernd, ständig, anhaltend. Chrolnistz/er,
(Zool.). Chrylsallis die; - (zu gr. chryseos „golden“ u.
-en, -en (aus gleichbed. mlat. chronista zu gr. chrónos
halés „Müßiggang“): das Puppenstadium der Insekten
„Zeit“): Verfasser einer Chronik. ChrolnisItikÆe; - (zu
(Zool.). Chrylsanlthelme* [k...J die; -, -n u. Chrylsant...istik): Gattung der Geschichtsschreibung. Chrolnilzithe|mum*Äw; -s, ...men (über lat. chrysanthemon aus gr.
täldie; - (zu (...izität): chronischer Verlauf einer Krank
chrysanthemon „Goldblume“): Zierpflanze mit größeren
heit; Ggs. (Akuität (Med.), chrolno..., Chroino..., vor
strahlenförmigen Blüten, Wucherblume, chrysleleVokalen auch chron..., Chron... (zu gr. chrónos „Zeit“):
phanltin* [ç...] (zu (chryso..., gr. eléphas, Gen. eléphanWortbildungseiement mit der Bedeutung „Zeit, die Zeit
tos „Elfenbein“ u. (...in (2)>: in Goldelfenbeintechnik ge
betreffend“, z. B. chronologisch, Chronometer. Chrolnoarbeitet (von antiken Figuren, bei denen die nackten Teile
bio io gie die; -: Fachgebiet der Biologie, das die zeitli
des Körpers mit Elfenbein, die bekleideten Teile u. die
chen Gesetzmäßigkeiten im Ablauf von Lebensvorgängen
Haare mit Gold belegt sind). Chry|sen<7a.s; -s (zu ( ...en):
erforscht. Chrolnoldisltijchon das; -s, ...chen: ( Chroein 1 tetrazyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff
nogramm in der Form eines Î Distichons. Chrolnolfolto(Chem.). Chry|si|a|sis die; -, .. jasen (zu (...iasis): svw.
gralfie,aueh ...photographie die; -: Vorstufe der (KineChrysose. chrylso..., Chrylso..., vor Vokalen meist
matografie, bei der die Bewegung fotografisch in Einzel
chrys..., Chrys... (aus gr. chrysós „Gold“): Wortbildungs
bilder zerlegt wurde. Chrolnolgraf, auch ...graph der;
element mit der Bedeutung „Gold, Goldfarbe“, z. B. Chry
-en, -en (zu î...graf): Gerät zum Aufzeichnen der Zeitan
santheme, Chrysoberyll. Chrylsolbelryll der; -s, -e: ein
gabe einer Uhr, z.B. auf einen Papierstreifen. Chrolnogrüner Edelstein. Chrylsolchalk [... çalk] u. Chrysokalk
gra|fie,auch ...gralphiezfze; -, ...ien (zu ( ...grafie): Ge
der; -[e]s (zu gr. chalkós „Erz, Metall, Kupfer“): goldfar
schichtsschreibung nach der zeitlichen Abfolge, chrolnobige Bronze. Chrylsolderlmadas; -s, Plur. ... men, auch
gra fisch, auch ...gralphisch (zu (...grafisch): die
-ta: svw. Chrysose. Chrylsolgralfie, auch ...gralphie
Chronografie betreffend. Chro|no¡grammí/a5,' -s, -e (zu
die; - (zu ( ...grafie): die Kunst, mit Goldtinktur zu schrei
( ...gramm): 1. ein Satz od. eine Inschrift (in lat. Sprache),
ben od. zu malen bzw. Schriftzeichen u. Ä. mit Blattgold zu
in der hervorgehobene Großbuchstaben als Zahlzeichen
belegen. Chrylsolildin das; -s (zu gr. chrysoeidês „gold-
265
artig, goldfarben“ u. t,,,in (1)>: orange- bis braunroter
Farbstoff. Chrylsolkalk vgl. Chrysochalk. Chrysollith
[auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu Îchryso... u.
t, ..lith): klare, grüne Abart des Î Olivins, ein Schmuck
stein. Chry|so|phan|säulre </Ze; - (zu gr. phainein „er
scheinen lassen, zeigen“): ein Naturfarbstoff. Chrylsopras* der; -es, -e (über Zat. chrysoprasus aus gleichbed. gr.
chrysóprasos): grüne Abart des tChalzedons, ein
Schmuckstein. Chrylsolse u. Chry so sis die; -, ...osen
(zu gr. chrysós „Gold" u. Î '...ose): Ablagerung von Gold in
der Haut u. damit verbundene Gelbfärbung der Haut nach
längerer Behandlung mit goldhaltigen Arzneimitteln
Chry|sos|to|mus|li|tur|gie [ç...] die; - (nach dem griech.
Kirchenlehrer Chrisóstomos (um 350-407) u. zu Î Litur
gie) : seit dem 11. Jh. in allen t orthodoxen u. Î unierten Kir
chen des byzantinischen Ritus gebräuchliche Î Liturgie
Chrylsoltil cZer; -s, -e (zu gr. tilos „Flocken, Fasern“): ein
farbloses, feinfaseriges Mineral
chtholnisch [ç...] (aus gleichbed. gr. chthónios zu chthön
„Erde, Erdboden“): der Erde angehörend, unterirdisch;
chthonische Götter: Erdgottheiten; in der Erde wohnende
u. wirkende Götter (z. B. Pluto, die Titanen)
Chulbaslco [tʃu'basko] der; - (aus gleichbed. span, chubas
co): Seewirbelwind an der Küste von Mittelamerika
Chubblschloss® [ tʃap...] das; -es, ...schlosser (nach dem
engl. Erfinder): ein Sicherheitsschloss
Chulcholtelrie [fyjota...] <7ie; -, ...ien (aus gleichbed. fr.
chuchoterie zu chuchoter „flüstern, tuscheln“ (lautmalen
des Wort)): (veraltet) Getuschel, Geheimniskrämerei
Chucklwallla ['tʃʌkwʌlə] der; -s, -s (über gleichbed. engl.
chuckwalla aus Indian, chacahuala): in den Wüsten Ame
rikas lebender Pflanzen fressender t Leguan, der sich bei
Gefahr stark aufbläht
Chuklker ['tʃa...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. chukker,
eigtl. „Rad, Zirkel“, dies über Hindustani chakar, chakkar
aus sanskr. cakrá) : einzelner Abschnitt beim Pferdepolo
Chulilpa od. Chullpa ['tʃulpa] die; -, -s (aus gleichbed.
amerik.-span. chullpa bzw. chulpa): Stein- od. Lehmzie
gelturm in Südperu u. Bolivien, der als Häuptlingsgrab
diente
Chulltun [tjul'tun] der; -s, -s (Mayan Zisterne mit Auffang
flächen, in der die Maya in vorspanischer Zeit Regenwas
ser sammelten
Chulpa ['tʃupa] ¿Z/e; -, ...pen (aus gleichbed. span, chupa):
(früher) Unterkleid mit Ärmeln, eine Art Joppe
Chuplpa [x...] der; -s, -s (aus gleichbed. hebr. huppä zuhäfa
„bedecken, verhüllen“): ein Tragzeit, unter dem die Zere
monie der jüd. Eheschließung vorgenommen wird
Church Arlmy [ʧə:tf 'ɑ:mɪ] die; - - {engl.; „Kirchenar
mee“): kirchlich-soziale Laienbewegung der engl. Staats
kirche, die ihre Aufgabe in sozialer Fürsorge u. Volksmis
sion sieht
Churlchit ['tʃə:tʃɪt] der; -s, -e (nach dem engl. Chemiker A.
H. Church (f 1915) u. zu t2.,.it): ein weißes Mineral
churlrilguelresk (aus gleichbed. span, churrigueresco,
vgl. ...esk): in der Art des Churriguerismus. Chur rilgueris mus [tʃurrige...] der; - (aus gleichbed. span, churrigue
rismo, vgl. ...ismus (1)>: Bez. für die Spätphase des span.
Barocks
Churlros ['tʃurros] die (Plur.) (zu span, churro „grob, ge
ring (in Bezug auf Wolle)“): Schafe mit grober, kurzer
Wolle
Chus [çu:s] der; -, - (aus gleichbed. gr. choüs) : Kanne, Krug
(als Flüssigkeitsmaß) im alten Griechenland
Chutlba [x...J cZZe; -, ...ben (aus gleichbed. arab. hutba): Pre
digt im islam. Gottesdienst an Freitagen u. Festtagen
Chutlney ['tʃatni, engl. 'tʃʌtnɪ] das; -[s], -s (aus gleichbed.
engl. chutney, dies aus Hindi chatni): Paste aus zerkleiner
ten Früchten mit Gewürzzusätzen
Cilia
[xutspa] die; - (aus gleichbed. jidd. chuzpo, dies
aus hebr. huspä „Frechheit“): (salopp abwertend) Unver
frorenheit, unbekümmerte Dreistigkeit, Unverschämtheit
Chy|lo|mi|kro|nen* [ç...] die (Plur.) (zu îChylus u. ÎMi
kron): kleinste Fetttröpfchen im Blut, die das bei der Ver
dauung gespaltene Fett transportieren (Med.), chyllös
(zu t...ös): a) aus Chylus bestehend; b) milchig getrübt
(Med.). Chyllulrie* die; -, ...ien (zu T...urie): Ausschei
dung von Chylus mit dem Harn (Med.). Chyllus der; (übernZaZ. chylus, lat. chylos ausgr. chylös „Saft, Brühe“):
milchig trüber Inhalt der Darmlymphgefäße (Med.)
Chy|mi|fi|ka|ti|on [ç...] die; -, -en (zu tChymus u. t...fikation): Umwandlung der in den Magen aufgenommenen
Nahrung in Speisebrei (Med.). Chylmolsin das; -s (zu
t...in ( 1 )> : Absonderung des Labmagens im Kälbermagen,
Labenzym (Biol.). Chy mo tryp sin* das; -s, -e: im Saft
der Bauchspeicheldrüse gebildetes (Enzym. Chymus
der; - (über lat. chymus aus gr. chymös „Saft“): nicht zu
Ende verdauter (angedauter) Speisebrei im Magen, der
von dort aus in den Darm gelangt (Med.)
Chylpre* ['ʃi:prə] ztas; - (nach der franz. Bez. der Insel Zy
pern): ein Parfüm
CIA [si:aɪ'eɪ] der; - (gekürzt aus engl. Central Zntclligence
Agency): US-amerikanischer Geheimdienst
Cialbatlta [ʃta...] die; -, ...te, auch ¿Zas; -s, -s (aus gleichbed.
ital. ciabatta, eigtl. „Pantoffel“, wahrscheinlich orientali
scher Herkunft): mit Olivenöl gebackenes, knuspriges ita
lienisches Weißbrot
Cialcolna [ʧa'ko:na] vgl. Chaconne
ciao [ʧau] <z't.>: tschüs!, hallo! (salopper Gruß zum Ab
schied [od. zur Begrüßung]); vgl. tschau
Cilbalzol® [ts...] das; -s (Kunstw.): ein ÎSulfonamid
Ci bo ri um [ts...] vgl. Ziborium
’CIC [si:aɪ'si:] : Abk. für Counter Intelligence Corps
2CIC [tseli' tse:]: Abk. für Codex Juris Canonici
Ci Icelro [ tsitsero, auch 'tsi:...] die, Schweiz. cZer; - (nach dem
röm. Redner M. T. Cicero (106-43 v. Chr.), für dessen
Werke erstmalig dieser Schriftgrad verwendet wurde):
Schriftgrad von 12 Punkt (ungefähr 4,5mm Schrifthöhe;
Druckw.). Ci ce ro ne [tʃitʃe'ro:nə] der; -[s], Plur. -s u.
...ni (aus gleichbed. it. cicerone zu îCicero u. -one, ital.
Vergrößerungssuffix (aufgrund eines scherzhaften Ver
gleichs mit dem röm. Redner Cicero)) : [sehr viel redender]
Fremdenführer. Ci|ce|ro|ni|a|ner [tsitse...] der; -s, - (zu
t...aner>: Vertreter des Ciceronianismus. ci|celro|ni|anisch : La) nach Art des Redners Cicero ; b) mustergültig,
stilistisch vollkommen. 2. a) den Ciceronianer betreffend;
b) den Ciceronianismus betreffend. Ci|ce|ro|ni|a|nismus der; - (zu t...ismus): in der Renaissancezeit einset
zende Bewegung in Stilkunst u. Rhetorik, die sich den Stil
des röm. Redners u. Schriftstellers Cicero zum Vorbild
nahm
Cilcislbeo [tʃitʃɪs...] der; -[s], -s (aus it. cicisbeo „Galan“):
[vom Ehemann akzeptierter] Liebhaber der Ehefrau
ci-devant [si'dvä] (/?.): (veraltet) ehemals, früher.
Ci-devants die (Plur.) (aus gleichbed. fr. ci-devants): 1.
Anhänger des î Ancien Régime nach 1789. 2. (veraltet) Re
aktionäre
Cildre* ['si:drə] der; -[s] (aus /r. cidre „Apfelmost“, dies
über älter fr. cisdre aus mlat. sicera „ein berauschendes
Getränk“, dies über gleichbed. gr. sikera aus hebr. sekarzu
sikkër „betrunken machen“): franz. Apfelwein aus der
Normandie od. Bretagne
cif [tsif, sif] (Abk. für engl. cost, insurance,/reight „Kosten,
Versicherung u. Fracht“): Rechtsklausel im Uberseehan
delsgeschäft, wonach im Warenpreis Verladekosten, Ver
sicherung u. Fracht bis zum Bestimmungshafen enthalten
sind
Cillia [ts...] vgl. Zilie
Chuzlpe
CIM
[siaɪ'ɛm] <Abk. für engl. computer-integrated manu
facturing „computerintegrierte Fertigung“): Bez. für In
tegration der im Büro anfallenden Planungs- u. Steue
rungsdaten in die betriebswirtschaftlichen Aufgaben, die
technische Fertigung u. den Vertrieb
Ci|mar|rón[sima'rron] der; -s, -es (zu span. cimarrón, eigtl.
„wild, ungezähmt“): in Südamerika Bez. für Pferde u.a.
Haustiere, die wieder verwildert sind, aber auch für wild
lebende Tiere allgemein
Cimlbal[ts...] vgl. Zimbal
Ci|mi|er[si'mie:] vgl. 2Zimier
Cin cho na [sɪn'tʃo:na] die; -, ...nen (nach der Gemahlin
des Grafen Cinchón, des Vizekönigs von Peru im 17. Jh.,
die durch den Gebrauch der Rinde vom Wechselfieber be
freit wurde): Chinarindenbaum (Südamerika). Cinlchonini/as; -s (zu t ...in (1)): ein Î Alkaloid der 1 Chinarinde
Cinchlstelcker ['sɪntʃ...] der; -s, - (zu engl. (ugs.) cinch
„fester Halt, sichere Sache“): Steckverbinder mit zentra
lem Stift u. ihn umgebender Hülse als zweitem Pol, bes.
zum Anschluss von Audio- u. Videogeräten an einen Com
puter
Cincltus [ts...] der; -, - [...’tu:s] (aus lat. cinctus „Gürtel,
Gurt“): altröm. Toga, die als Wulst um den Leib geschlun
gen od. unter die Schulter gelegt wurde
Cinlde|rel|la|komlplex* [ts...] der; -es (nach Cinderella,
dem engl. Namen für Aschenputtel, u. zu îKomplex):
heimliche Angst der Frau[en] vor der Unabhängigkeit
Ci|nelast[s...] der; -en, -en (aus gleichbed./r. cinéaste zu cinéma(tographe), vgl. Kino): a) Filmschaffender; b) Film
kenner, -kritiker; c) begeisterter Kinogänger. Cilnelastikrf/e; - (zu t2...ik (1)>: Filmkunst. ci|ne|as|tisch: die
Cineastik betreffend
Cilnellli[tf--] vgl. Tschinellen
Cilnelma [ʧ...] (aus it. cinema (Kurzform von cinemató
grafo), dies ausgr. kinëma „Bewegung“): Filmtheater, Ki
no. Cilnelma [sine’ma] das; -s, -s (aus/r. cinéma; Kurz
form von cinématographe); svw. Cinema. Cilnelmalgic
[smə'mæʤɪk] das: - (Kunstw. aus t Cinema u. engl. magic
„Magie, Zauberei“): Verfahren der Trickfilmtechnik, bei
dem Real- u. Trickaufnahmen gemischt werden (Filmw.).
Ci|ne|ma|scope®* [sinema'sko:p] cZas; - (aus gleichbed.
engl. Cinemascope, dies zugr. kinëma „Bewegung“ u. skopem „betrachten, schauen“): besonderes Projektionsver
fahren (Filmw.). Cilnelmalthekvgl. Kinemathek. Cilnéma-Vélri|té[...vente] die; - (aus fr. cinéma-vérité „Film
wahrheit“) : Stilrichtung der Filmkunst seit den 50er-Jahren,
die die authentische Wahrheit z.B. durch improvisiertes
Agieren von Laiendarstellern zu erreichen sucht. Cilnemax® ['sɪnə...] das; - (zu engl. cinema „Kino“): Filmtheater
mit mehreren Kinosälen, Kinocenter, cilnelphil (zu tCi
nema u. t ...phil): sehr an der Filmkunst interessiert, kino
begeistert. Ci|ne|phi|ler/eru. die; -n, -n (aus/r. cinéphile
„Filmfreund“): jmd., dessen Interessen u. Aktivitäten sich
ganz auf die Filmkunst richten. Ci|ne|ra|ma® das: - (aus
engl. Cinerama zu gr. kinem „bewegen“ u. T Panorama):
besonderes Projektionsverfahren (Filmw.)
Ci|ne|ralri|um[ts...] usw. vgl. Zinerarium usw.
Cin gu lum [ts...] vgl. Zingulum
einlgueleenltiseh[ʧɪŋkvetʃ...] (zu Î Cinquecento): im Stil
des ÎCinquecentos. Cinlquelcenltist der; -en, -en (aus
gleichbed. it. cinquecentista): Künstler des Cinquecento.
Cinlque cenito r/ä.s. -[s] (aus gleichbed. it. (mil) cinquecento, eigtl. „(tausend)fünfhundert“ (nach den Jahreszah
len)): Kultur u. Kunst des 16. Jh.s in Italien (Hochrenais
sance, Î Manierismus 1)
Cin quil le [sɛ'ki:jə] die; - (zu fr. cinq „fünf1 (dies aus lat.
quinque); vgl. ...ille; eigtl. „Fünfspiel“): eine Art ÎLomber
für 5 Personen
Cin|vat|brü|cke ['ʧɪnvat...] die; - (zu a west. cinvat „Ent
CIM
266
scheidung, Trennung“, eigtl. „Trennungsbrücke“): die To
tenbrücke der alten iranischen u. der t parsischen Religi
on, von der die Bösen in die Hölle stürzen
Cinlzalno® [tʃɪn...] der; -[s], -s (aber: 3 Cinzano) (nach dem
Namen des ital. Herstellers in Turin): ital. Wermutwein
CIO [si:aɪ'ou]: Abk. für Congress of Industrial Organizati
ons
Cilpolllalta [tʃ...] die; -, Plur. -s u. ...en (aus it. cipollata
„Zwiebelgericht“ zu cipolla „Zwiebel“, dies aus lat. cepulla „kleine Zwiebel“, Verkleinerungsform von cepa, eigtl.
caepa „Zwiebel“): a) Gericht aus Bratwürstchen, Zwie
beln, Maronen, Karotten u. Speck; b) kleines, in der Zu
sammensetzung der Weißwurst ähnliches Würstchen. Cipollinu. Ci|pol|li|no¿/er, -s (aus gleichbed. it. cipollino):
Zwiebelmarmor (mit Kalkglimmerschiefer durchsetzter
Marmor)
Ciplpus [ts...] vgl. Zippus
Ci|ra|ge [si'ra:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. cirage zu cire
„Wachs“, dies aus gleichbed. lat. cera): a) das Überziehen
mit Wachs; b) Malerei mit wachsähnlicher gelber Farbe
auf gelbem Grund
cirlca ['tsɪrka] (lat.; „ungefähr“); svw. zirka; Abk.: ca. circaldilanvgl. zirkadian. Cir|ca|ra|ma[sirka...] das; - (aus
engl. circarama zu lat. circa „um-herurn“ u. t Panorama):
Filmwiedergabetechnik, bei der der Film so projiziert
wird, dass sich für den Zuschauer von der Mitte des Saales
aus ein Rundbild ergibt
Cirlce ['tsɪrtsə]
-, -n (nach der latinisierten Form von
Kirke, einer Zauberin der griech. Sage): verführerische
Frau, die es darauf anlegt, Männer zu betören
eiijeenlsiseh [tsɪr'tsɛn...] vgl. zirzensisch
Cir|co|la|ti|on [sirkola sio:] die; -, -s (unter Einfluss von it.
circolazione aus fr. circulation „Kreislauf, -bewegung“,
dies zu lat. circulari „einen Kreis bilden“): Kreisstoß beim
Fechten
Cir|con|stant* [sirkð'sta:] das; -s, -s (zu fr. circonstanciel
„adverbial, Umstände betreffend“ u. Î ...ant, gebildet ana
log zu /ai. circumstantia „Einschließung“): Umstandsbe
stimmung, vom Verb abhängiges, aber im Unterschied
zum ÎAktanten fakultatives Satzglied (z.B. er beklagte
sich oft; Sprachw.)
Cir|cuitltrai|ning ['sə:kɪt...] i/as; -s (zu engl. circuit „Um
lauf“ (dies aus gleichbed. lat. circu(m)itus) u. zu tTraining): moderne, zur Verbesserung der allgemeinen Î Kon
dition (2 b) geschaffene Trainingsmethode, die in einer
pausenlosen Aufeinanderfolge von Kraftübungen an ver
schiedenen, im Kreis aufgestellten Geräten besteht
Cirlcullus ['tsɪrku...] der; -, ...li (aus lat. circulus „Kreisli
nie)“): [kleiner] Kreis, Ring (Med.). Cirlcullus vi'tilosus[- vi...] der; - -, ...li ...si (zu lat. vitiosus „fehlerhaft“): 1.
Zirkelschluss, bei dem das zu Beweisende in der Voraus
setzung enthalten ist. 2. gleichzeitig bestehende Krank
heitsprozesse, die sich gegenseitig ungünstig beeinflussen
(Med.). 3. Versuch, aus einer unangenehmen o. ä. Lage he
rauszukommen, der aber nur in eine andere unangenehme
Sache führt; Teufelskreis, Irrkreis
Cir|cum|cel|li|o|nen [tsɪrkʊmtsɛ...] die (Plur.) (zu spätlat.
circumcellio, Plur. circumcelliones „aufsässiges Landvolk
in Nordafrika“): (abwertend) svw. Agonistiker
Cirlcus [ 'tsɪrkʊs] vgl. Zirkus
Ci|ré [si re:] der; -[s], -s (aus fr. ciré „gewachst“, eigtl. Part.
Perf. von cirer „(ein)wachsen“, dies zu cire „Wachs“ aus
gleichbed. /ɑz. cera): Seidengewebe mit harter Glanz
schicht; vgl. Chintz. Cire perldue [sirper'dy] die; - - (aus
gleichbed./r. cire perdue, eigtl. „verlorenes Wachs“); beim
Bronzeguss über einem tönernen Kern modellierte u. beim
Guss wegschmelzende Wachsform
cislailpin [ts...] vgl. zisalpin
Cilsi|o|ja|nus [tsizio...] der; -, ...ni (zu mlat. cisio „Be-
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schneidung“ u. jan(uari)us „Januar“): kalendarischer
Merkvers des Mittelalters in lat. Sprache, der das Datum
eines bestimmten Festes angibt (so bedeutet cisio „Be
schneidung“ in Anfangsstellung vor Janus (Januarius),
dass das Fest Christi Beschneidung auf den 1. Januar fällt)
Cilsilum [ts...] vgl. Zisium
Cislaweng [ts...] vgl. Zislaweng
cis lu nar [ts...] vgl. zislunar
Cislta [ts...] usw. vgl. Zista usw.
Cislter [ts...] die; -, -n (aus gleichbed./r. cistre, weitere Her
kunft unsicher): altes, bes. im 16. bis 18. Jh. verbreitetes
Zupfinstrument mit 4-12 [Metalljsaitenpaaren
Cisltolpholrus [ts...] der: -, ...ri: lat. Form von t Kistophoros
Cisltron* [ts...] das; -s, -s (Kunstw.): Abschnitt der ÎDNS
od. t RNS, der die t genetische Information enthält (Gene
tik)
ciltalto lolco [ts... 'lo:ko, auch - 'lɔko] {lat.): an der ange
führten Stelle; Abk.: c. 1.; vgl. loco citato
ci|tis|si|me [ts...] {lat.): sehr eilig, ciltilus, al tilus, fortilus {lat.; „schneller, höher, stärker“): Wahlspruch der
Olympischen Spiele, ci Ito {lat.): eilig
Ciltolyen [sitoajɛ:] der: -s, -s (aus fr. citoyen zu altfr. citeain, einer Ableitungsform von cité „Stadt“, dies aus lat.
civitas „Bürgerschaft, Staat“; vgl. City): franz. Bez. für
Bürger
Ciltral* [ts...] vgl. Zitral. Ciltrat vgl. Zitrat. Ciltrin vgl. Zi
trin. Ciltrouillle [si'tru:jə] die; -, -n (aus gleichbed./r. ci
trouille, dies über älter fr. citrole u. it. citriuolo aus lat. citrium „Zitronengurke“ zu citrus „Zitrone(nbaum)“): (ver
altet) a) Kürbis; b) svw. Zitrulle. Ciltruslfrucht [ts...] vgl.
Zitrusfrucht.
Cilty ['sɪti] die; -, -s (aus engl. city „(Haupt)stadt“, dies über
altfr. cité aus lat. civitas „Bürgerschaft, Gemeinde,
Staat“; vgl. zivil): Geschäftsviertel einer Großstadt. In
nenstadt, Stadtmitte. Ciltylbike [,,,baik] das; -s, -s (aus
gleichbed. engl. city bike zu bike „Fahrrad“): 1. kleines
Motorrad für den Stadtverkehr; vgl. Bike (1). 2. Fahrrad
für den städtischen Bereich. Ciltylcall [,,,kɔl] der; -s, -s
(zu engl. call „Ruf“): svw. Cityruf. Ciltylfakltor der; -s,
-en : Kenngröße zur Berücksichtigung der Bedeutung eines
Stadtzentrums, z.B. bei der Verkehrsplanung. Cilty-Hall
[sɪtɪ'hɔ:l] die: -, -s (aus gleichbed. engl. city hall): engl. Bez.
für Rathaus, Magistratsgebäude. CiltyllolgisItik die; -:
Kooperation von (meist unabhängigen) Unternehmen zur
Belieferung eines Stadtzentrums mit Gütern, ciltylnah:
zentrumsnah, in der Nähe der City gelegen. Ciltylruf der:
-s, -e: auf unterschiedliche Weise über meist kürzere Stre
cken übermittelbarer Funkruf, der in Form von Tönen,
Ziffern od. Text mithilfe kleiner, handlicher Empfangsge
räte empfangen werden kann
Ciluldad [siu'dad, span, θiu'ðað] die; -, -es {aus span. ciudad
„Stadt“, dies aus lat. civitas „Bürgerschaft, Gemeinde“):
Bez. für Stadt (auch als Namensbestandteil) in Spanien u.
Lateinamerika
Cilvet [si've:, si've] das; -s, -s (aus fr. civet „Ragout“ zu cive
„Schnittlauch“, dies aus lat. caepa „Zwiebel“): ÎRagout
von Hasen u. Wildkaninchen
Cilvetlte [si'vɛtə] die: -, -n (aus fr. civette, dies über it. zibetto aus arab. zabäd „Zibetparfüm“): Name der Afrika
nischen Zibetkatze
ci|vi|li|ter [ts...] {lat.): bürgerlich
Cilviltas Dei ['tsi:vi...] <7ie; - - (aus lat. civitas dei „Gottes
staat“) : der Staat Gottes, der dem Staat des Teufels gegen
übergestellt wird (geschichtsphilosophischer Begriff aus
dem Hauptwerk des Augustinus)
Clalbaud [kla'bo:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. clabaud,
weitere Herkunft unsicher): (veraltet) 1. a) Bracke, ein
Jagdhund; b) ständig kläffender Hund. 2. Schreier,
Clarsach
Schwätzer, Lästerer. Clalbauldeur [,,,'do:n] der: -s, -e
(aus gleichbed./r. clabaudeur): (veraltet) a) Kläffer; b)
Schreier. cla|bau|die|ren (aus gleichbed./r. clabauder):
(veraltet) a) kläffen; b) schreien, lästern
Clac|to|ni|en [klɛkto'niɛ:] das; -[s] {fr.; nach dem Fundort
Clacton on Sea in England): Kulturstufe der älteren Alt
steinzeit. Clac|ton|tech|nik ['klæktən...] die; -: einfache
Steinbearbeitungstechnik der Altsteinzeit, bei der mit
Schlagsteinen vom Rohstück Abschläge mit breitem
Schlagflächenrest gewonnen wurden
Claldolcelra [kla'do:tsera] vgl. Kladozeren
Claim [kleɪm] der, auch da.s; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
claim zu to claim „beanspruchen“, dies über altfr. clamer
„(aus)schreien“ aus lat. clamare „rufen, schreien“): 1.
Anrecht, Rechtsanspruch, Patentanspruch (Rechtsw.).
2. Anteil (z.B. an einem Goldgräberunternehmen;
Wirtsch.). 3. Behauptung, die von der Werbung aufgestellt
wird
Clailret [klɛ'rɛ] der; -s, -s [,,,'rɛ(s)] {aus fr. clairet „(heller)
Rotwein“, dies aus mlat. (vinum) claratum ,,geklart(er
Wein)“, Part. Perf. (Neutr.) von lat. clarare „erhellen“):
franz. Rotwein, der wenig Gerbstoff enthält. Clailrette
[...'ret] die; - (aus gleichbed./r. clairette; vgl. ...ette): leich
ter franz. Weißwein. Clair-obslcur* [klɛrɔpskv:e] das;
-[s] (aus gleichbed. fr. clair-obscur): Helldunkelmalerei
(Stil in Malerei u. Grafik). Clairlobslcurlschnitt* der;
-[e]s, -e: Helldunkelschnitt in der Holzschnittkunst. Clai
ron [klɛro:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. clairon zu clair
„hell (klingend)“, dies aus gleichbed. lat. clarus) : 1. Bügel
horn, Signalhorn. 2. svw. Clarino (1). 3. svw. Clarino (2).
Clair vo yance [klervoa jä:s] die; - (aus gleichbed. fr.
clairvoyance, eigtl. „Scharfblick“): Fähigkeit, im Îsom
nambulen od. Trancezustand die Zukunft vorauszusehen;
Hellsehen, clairlvolyant [...ja:] {fr.): hellsehend, hellse
herisch, die Clairvoyance betreffend
Clan [kla:n, engl. klæn] der; -s, Plur. -eu. (bei engl. Ausspra
che) -s (aus gleichbed. engl. clan, dies aus gäl. dann „Ab
kömmling“): 1. schott. Lehns- u. Stammesverband. 2.
(iron, abwertend) durch gemeinsame Interessen od. ver
wandtschaftliche Beziehungen verbundene Gruppe
Claque [klak] die; - (aus gleichbed./r. claque, eigtl. „Schlag
mit der flachen Hand“, zu claquer „klatschen“): bestellte,
mit Geld od. Freikarten bezahlte Gruppe von Beifallklat
schern. Clalqueur [,,,'ko:e] der; -s, -e (aus gleichbed./r.
claqueur): bestellter Beifallklatscher
1Clalret ['klɛrət, engl. 'klærət] der; -[s], -s (aus gleichbed.
engl. claret, vgl. 2Claret>: engl. Bez. für roten Bordeaux
wein. 2Cla|ret der; -[s], -e (über engl. claret (vgl. 'Claret)
aus gleichbed./r. claret, Nebenform von clairet, vgl. Clai
ret): leichter Rotwein
Clalrilno [k...] das; -s, Plur. -s u. ...ni (aus gleichbed. z'Z. cla
rino zu claro „hell (klingend)“, dies aus gleichbed. lat. cíarus): 1. hohe Trompete (Bachtrompete); Ggs. VPrinzipal
(2). 2. Zungenstimme der Orgel. Clalrjt [auch ,,,'rɪt] ¿/er;
-[e]s (zu lat. clarus „glänzend“ u. t2...it): streifenförmiger
Einschluss in der Steinkohle, meist aus Pflanzengeweben
u. Sporenhäuten
Clarlkelit [k..., auch ,,,'ɪt] der; -s, -e (nach dem amerik.
Geochemiker F. W. Clarke (1847-1931) u. zu î2...it>: ein
rötlich braunes Uranmineral. Clarkelwert ['klɑ:k...] der;
-[e]s, -e: Bez. für die durchschnittliche Häufigkeit eines
ehern. Elements in der Erdkruste
Clarlkia [k...] u. Clarlkie [...io] die; -, ...ien [...ion] (aus nlat.
clarkia; nach dem amerik. Forscher W. Clark, 1770 bis
1838): Zierpflanze aus Nordamerika (Nachtkerzenge
wächs)
Ciarlsach ['kleəsæk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. clar
sach zu ir.-gäl. cläirseach): breite irische Harfe mit gebo
gener Vorderstange u. Tierkopfverzierung
c
Clasp
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weltverträgliche Produktionsweise. Clean Room[- 'ru:m]
der; -s, -s (aus engl. clasp „Haken, Klammer,
der; - -s, - -s (aus engl. clean room „reiner Raum“, zu room
(Ordens)spange“): (veraltet) Metallspange als Ehrenzei
„Raum“): Reinstraum, weitgehend staubfreier Raum zur
chen für Teilnehmer an Feldzügen
Fertigung bes. von hoch integrierten Halbleiterbauele
clas si co ['klasiko] (aus it. classico „klassisch“, dies aus
menten, z. B. Chips (3)
lat. classicus, vgl. klassisch): bei ital. Weinen Bez. für Wei
ne aus dem traditionellen Kernraum eines bestimmten An Clear-Air-Turlbu|lenz[kli3'£3...J die; -, -en (zu engl. clear
air „klare Luft“; vgl. Clearing): Klarluftturbulenz, ÎTur
baugebietes (z. B. Chianti classico)
bulenz (2) im wolkenfreien Raum (Meteor.). Clearance
Clasjsic Rockfklæsik -] der; - -[s] (aus engl. classic rock
['kli:rəns] das od. die; - (aus gleichbed. engl. clearance,
„klassischer 2Rock“>: svw. Barockrock
eigtl. „das Aufräumen“, zu to clear „reinigen“): Reinigung
Clas|si|fi|ner ['klæsɪfaɪnə] der; -s, - (zu engl. to classify
einer bestimmten Blutplasmamenge von in ihr befindli
„sortieren“): Drucksortierer zur Ausscheidung von Ver
chen körpereigenen od. künstlich eingebrachten Substan
unreinigungen (Fremdkörpern) bei der Aufbereitung von
zen durch ein Ausscheidungsorgan (z.B. Nieren od. Le
Altpapier
ber; Med.). Clearing ['kli:rɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed.
Clalthrat*[k...J das; -(e]s, -e (zu lat. clatratus „vergittert“,
engl. clearing, eigtl. „Klärung“ zu clear „sauber, ohne
dies zu clatra „Gitter“ aus gr. kleɪthron „Schloss, Rie
Schulden“, dies über a/i/r. der aus lat. clarus „hell“): 1.
gel“): käfigartige Einschlussverbindung (Chem.)
Verrechnung; Verrechnungsverfahren (Wirtsch.). 2. Prü
Clau|de!tit[klode..., auch ..,'tit] der; -s, -e (nach dem franz.
fung von Daten auf Ordnungsmäßigkeit u. Vollständigkeit
Chemiker F. Claudet (19. Jh.) u. zu t2...it): ein Tmonokli
(EDV). Clealringlverlkehr der; -[e]s: Schuldenaus
nes, farbloses Mineral
gleich über eine Verrechnungsstelle (Wirtsch.)
Claul sililum[k,] das; -s, ...ien [...ion] (aus nlat. clausilium
zu clausum, Part. Perf. (Neutr.) von claudere „schlie Clealver [`kli:və] der; -s, - (aus gleichbed. engl. cleaver):
Spaltkeil, Steinwerkzeug der frühen Altsteinzeit mit brei
ßen“): Schließplatte, dem Verschluss des Gehäuses die
ter Schneide u. keilförmigem Längsschnitt
nendes Kalkplättchen an der Gehäusemündung bestimm
eielmaltis[k...] vgl. Klematis
ter Schnecken (Zool.)
eiauslthallit[k ,, auch ...’lit] der; -s, -e (nach dem ersten Cle|men|ti|ne[k...] die; -, -n (wohl nach dem ersten Züch
ter, dem franz. Trappistenmönch Père Clément, Analogie
Fundort, der Grube Charlotte bei Clausthal im Harz, u. zu
bildung zu 1 Mandarine; vgl. ...ine): süße [kernlose] man
t2...it>: ein grauweißes Mineral von metallischem Glanz
Clausltroiphillie* [k...] vgl. Klaustrophilie. Clausltrodarinenähnliche Frucht
Clen|bu!te|rof® [k...] das; -s (Kunstw.): ein früher zur Käl
pholbievgl. Klaustrophobie
Claulsulla [k...] die; -, ...ae [...le] vgl. Klausel, claulsulla
bermast u. zum Doping verwendetes Mittel mit Î anaboler
re bus sic stan|ti|bus [- - zɪk-] {lat.; „Vorbehalt, dass
Wirkung
die Umstände so bestehen bleiben“): Vorbehalt, dass ein eielrilhew['klɛrɪhju:] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. cle
Schuldversprechen od. ein Geschäft bei Veränderung der
rihew, nach dem ersten Verfasser E. Clerihew Bentley):
Verhältnisse seine bindende Wirkung verliert (Rechtsw.)
vierzeilige humoristische Gedichtform
eialvelein[klavə'sɛ:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. clavecin,
Clerk [kɪark, engl. klɑ:k] der; -s, -s (aus engl. clerk „Ange
dies über clavecimble aus mlat. clavicymbalum, vgl. Clavis
stellter“, dies überfr. clerc „Schreiber, Angestellter“, eigtl.
u. Zimbal): franz. Bez. für tCembalo. Clalvelcilnislten
„Kleriker“, aus kirchenlat. clericus, vgl. Kleriker u. Kle
[klavəsi...] die (Plur.) (zu fr. claveciniste, eigtl. „Cembalo
rus): 1. kaufmännischer Angestellter (in England od.
spieler“): franz. Komponisten u. Spieler des Clavecins im
Amerika). 2. brit. od. amerik. Verwaltungsbeamter [beim
17. u. 18. Jh. ’Clalves [...vas] die (Plur.) (zu gleichbed.
Gericht]
span, clave, eigtl. „Schlüssel“, dies aus lat. clavis „Schlüs eɪerlmont[klɛr'mð:] der; -[s], -s [,,,'mð:s] (nach der gleich
sel, Riegel“ od. zu span, clavo „Nagel“ (da die Stäbchen
namigen franz. Stadt im Département Puy-de-Dôme): ro
urspr. aus Schiffsnägeln aus Hartholz entstanden)): Hart
ter franz. Muskatellerwein
holzstäbchen als Rhythmusinstrument. 2Cla|ves[...ve:s]: Cle|ve|it[kleve..., auch ,,,'ɪt] der; -s, -e (nach dem schwed.
Plur. von ÎClavis. Cla|vi:Plur. von 1 Clavus. Claivi cemChemiker P. Th. Cleve (1840-1905) u. zu T 2...it>: ein Mi
balɪo [,,,'ʧɛm...] das; -s, Plur. -s u. ...li (aus gleichbed. it.
neral, Seltenerdmetalle enthaltender Uraninit
clavicembalo, mlat. clavicymbalum, vgl. Clavis u. Zimbal) : clelver [’kleve] (aus gleichbed. engl. clever): in taktisch
svw. Cembalo. Clalvilchord [...’kort] vgl. Klavichord.
schlauer, geschickter Weise vorgehend, klug, gewitzt. CleCla|vi|cu|la [... kula] die; -, ...lae ['lɛ] (aus lat. clavicula
verlnessdie; - (aus gleichbed. engl. cleverness): clevere
„Schlüsselchen“, Verkleinerungsform von clavis „Schlüs
Art u. Weise, cleveres Verhalten
sel“): Schlüsselbein (Med.). Cla|vi|cy|the|ri|um[...tsy...] Cli|an|thus[k...] der; - (aus gleichbed. nlat. clianthus zugr.
vgl. Klavicitherium. Clalvisiüe; -, Plur. - u. ...ves [...ve:s]
kléos „Ruhm“ u. ánthos „Blume“): Ruhmesblume, zu den
(aus mlat. clavis „Schlüssel, Taste“, dies aus lat. clavis
î Leguminosen gehörender australischer, rot blühender
„Schlüssel, Riegel“): 1. a) Orgeltaste; b) Notenschlüssel
Zierstrauch
(Mus.). 2. (veraltet) lexikografisches Werk zur Erklärung Clilché [kli'ʃe:] vgl. Klischee
antiker Schriften od. der Bibel. Clalvusrfer; -, ...vi (aus Clilent ['klaɪənt] der; -s, -s (aus engl. client „Klient, Kun
gleichbed. lat. clavus, eigtl. „Nagel“): 1. Purpur- od. Gold
de“, dies aus lat. cliens, vgl. Klient): Rechner innerhalb ei
streifen am Gewand altröm. Würdenträger. 2. a) Hornzelnes Netzwerks, der vom Server Dienste in Anspruch
lenwucherung der Haut; b) Hühnerauge (Med.)
nimmt (EDV). Cli|ent-Ser|ver-Ar|chi|tek|tur [klaɪənt
Claylmore ['kleɪmɔ:] das; -, -s (aus gleichbed. engl. clay
'sə:və...] die; -: Anordnung in Netzwerken zur effektiveren
more zu gäl. claidheam mör „großes Schwert“): zwei
Nutzung der einzelnen Rechnerkomponenten (EDV)
schneidiges Langschwert mit langem Griff (vor allem in Cliff-DwelHings ['klɪfdwɛlɪŋz] die (Plur.) (aus engl. cliff
Schottland im 16. u. 17. Jh. verbreitet)
dwellings „Felsenwohnungen“): in natürliche Felsüber
clean [kli:n] (aus gleichbed. engl. clean, eigtl. „rein, sau
hänge od. -höhlen gebaute Siedlungen der Ureinwohner in
ber“): (ugs.) von Drogen nicht mehr abhängig. Clealner
den tCañons im Südwesten Nordamerikas. CliffIhan['kli:nn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. cleaner): 1. Reini
ger[,,,hɛŋe] der; -s, - (aus gleichbed. engl. cliffhanger): ef
gungsmittel. 2. Reinigungsfirma, bes. für öffentliche Ge
fektvoller, Spannung hervorrufender Schluss der Folge ei
bäude u. Dienststellen. Clean Prolducltion ['kli:n prəner Fernseh- od. Rundfunkserie, der Neugier auf die Fort
'dʌkʃn] die; - - (zu engl. production „Herstellung“): um
setzung wecken soll
dasp[klɑ:sp]
269
Clinch [klɪntʃ, klmʃ] rfer; -[e]s
(aus gleichbed. engl. clinch zu
to clinch „umklammern“): das Umklammern u. Festhal
ten des Gegners im Boxkampf; ɪm Clinch liegen: heftig
miteinander streiten, clinichen (nach gleichbed. engl. to
clinch): den Gegner im Nahkampf mit den Armen so um
klammern, dass keine od. nur Schläge aus ganz kurzer Dis
tanz gewechselt werden können
Clilnolmolbjl [k...] vgl. Klinomobil
Clinlquant [klɛ'ka:] der: -s, -s (aus gleichbed. fr. clinquant,
eigtl. „Klingklang“, Part. Präs, von älter fr. clinquer
„Krach, Geräusche machen“): (veraltet) 1. Rauschgold,
Flittergold. 2. falscher Glanz, Î Talmi
Clip [k...J der; -s, -s (aus engl. clip „Klammer, Streifen“): 1.
vgl. Klipp. 2. Kurzform von tVideoclip. Ciiplboard
[,,,bɔ:d] das: -s, -s (aus gleichbed. engl. clipboard): ver
deckte Zwischenablage, z.B. in Textverarbeitungspro
grammen (EDV). 'Clipiper® der; -s, - (aus gleichbed.
engl. clipper, eigtl. „Schnellsegler“): (veraltet) auf Über
seestrecken eingesetztes amerik. Langstreckenflugzeug.
2Clip|perrfer; -s, - (zu engl. to clip „begrenzen“, eigtl. „ab
schneiden“): Begrenzerschaltung zur Erzeugung von
Rechteckimpulsen (Phys.). Clips vgl. Klips
Clilque ['klɪkə, auch kli:kə] die: -, -n (aus gleichbed. fr.
clique zu altfr. cliquer „klatschen", also eigtl. „beifällig
klatschende Menge“): a) (abwertend) Personengruppe,
die vornehmlich ihre eigenen Gruppeninteressen verfolgt ;
b) Freundes-, Bekanntenkreis
Clilvalge [kli'va:ʒə] die: -, -n [,,,ʒn] (aus fr. clivage „Spal
tung, das Spalten" zu lat. clivosus „abschüssig, steil“):
schräge Schieferung, quer verlaufende Ablösungsschicht
in Gesteinen (Geol.)
Clilvia ['kli:via], auch Klivie [...io] die; -, ...vien [...ion] (aus
nlat. clivia; nach einer engl. Herzogin, Lady Clive, in de
ren Gewächshäusern die Pflanzen zum ersten Mal in Eu
ropa zum Blühen gebracht wurden): Zimmerpflanze mit
orangefarbenen Blüten
Clolalca ma xi ma [klo'a:ka-] die; - - (aus lat. cloaca ma
xima „Hauptkanal“); der älteste, vom 6. Jh. bis ins 1. Jh.
v. Chr. gebaute, zugleich bedeutendste Entwässerungska
nal Roms
Clolchard [klɔ'ʃa:r] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. clochard
zu clocher „hinken“, dies über das Vulgärlat. zu spätlat.
cloppus „lahm“): Stadtstreicher (bes. in Frankreich)
Cloche [klɔʃ] die: -, -s [klɔʃ] (aus gleichbed. fr. cloche, eigtl.
„Glocke“, dies über das Vulgärlat. aus dem Kelt.): bes.
beim Servieren verwendete Metallhaube zum Warmhalten
von Speisen; Wärmehaube
Clock [klɔk] ¿Zze; -, -s (aus engl. clock „Uhr“): Taktgeber
zur synchronen Ablaufsteuerung von Prozessen (Elektro
nik)
Clog [klɔk, engl. klog] der; -s, -s (meist Plur.) (aus gleichbed.
engl. clog): modischer Holzpantoffel
Cloilson [kloa'zö:] das; -[s], -s (ausfr. cloison „(Zwischen-,
Trenn-, Scheide)wand“, dies aus vulgärlat. clausio zu lat.
clausus „geschlossen“): (veraltet) 1. Verschlag, Scheide
wand. 2. Schott (in Schiffen). Cloilsolnislmus [kloazɔ'nɪs...] der; - <zu t...ismus (1)): Malweise, bei der die Farb
flächen durch schwarze Linien umrahmt sind, vergleich
bar der Technik des Cloisonnés in der Emailkunst u. Glas
fenstern mit Bleistegen. Cloilsonlné [...'ne:] ¿Zas; -s, -s
(aus gleichbed. fr. cloisonné, eigtl. Part. Perf. von cloison
ner „abtrennen“, dies über das Vulgärlat. zu lat. claudere
„schließen“) : eine bestimmte Technik bei Goldemailarbei
ten, Zellenschmelz
Clolning [k...] das; -s, -s (zu engl. clone (vgl. Klon) u.
f...ing>: künstliches Erzeugen von Leben, einem Lebewe
sen durch genetische Manipulation. 'Clglnus der; -, -se
(über nlat. clonus aus gr. klön „Schössling, Zweig“): svw.
Klon. 2Clo|nus der; -, -se (zu Î 'Clonus): ohne natürliche
Clusterion
Zeugung aus lebenden Zellen entwickelter künstlicher
Mensch
Clolqué [klo'ke:] der; -[s], -s (aus fr. cloqué „zusammenge
schrumpft, blasig“ zu cloque „Wasserblase“): modisches
Kreppgewebe mit welliger Oberfläche; Blasenkrepp
Clos [klo:] das: - [klo:(s)], - [klo:s] (aus fr. clos „Gehege“,
dies zu (m)lat. clausum „Geschlossenes“, substantiviertes
Part. Perf. (Neutr.) von lat. claudere „schließen“): von ei
ner Mauer od. Hecke eingefriedeter Weinberg od. -garten
in Frankreich. Closed Loop ['kloʊzd lu:p] der: - -[s], --s
(aus gleichbed. engl. closed loop, eigtl. „geschlossene
Schleife“): Betriebsart von Computern, die automatisch
Daten aus einem technischen Prozess erhalten u. aufgrund
der errechneten Ergebnisse den Prozess unmittelbar steu
ern (EDV); Ggs. ÎOpen Loop. Closed Shop [- 'ʃɔp] der; -[s], - -s (aus gleichbed. engl. closed shop, eigtl. „geschlos
senes Geschäft“): 1. Betriebsart eines Rechenzentrums,
bei der der Benutzer die Daten anliefert u. die Resultate
abholt, jedoch zur Datenverarbeitungsanlage selbst kei
nen Zutritt hat (EDV); Ggs. ÎOpen Shop (1). 2. Unterneh
men, das ausschließlich Gewerkschaftsmitglieder be
schäftigt (in England u. in den USA); Ggs. lOpen Shop
(2). Close-up [klo:'zap] das; -, - (aus gleichbed. engl.
close-up): Nah-, Großaufnahme bei Filmen u. im Fernsehen
Clos|tri|di|um‘ [k...] das; -s (nlat. Verkleinerungsbildung
zu gr. klöster „Spindel, Garnknäuel“): Gattung Sporen
bildender [krankheitserregender] Î Bakterien
Cloth [klɔθ] der od. das; - (aus engl. cloth „Tuch“): glänzen
der [Futterstoff aus Baumwolle od. Halbwolle in Atlasbindung (einer besonderen Webart)
Clolture [klo'ty:r] die; -, -n [,,,rən] (aus fr. clôture „Einzäu
nung, Einfried(ig)ung; Klausur“ zu lat. clausura): (veral
tet) 1. Einfriedung. 2. (ohne Plur.) klösterliche Abge
schlossenheit. 3. Rechnungsabschluss
Clou [klu:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. clou, eigtl. „Nagel“,
dies aus lat. clavus „Nagel, Pflock“): der Höhepunkt (im
Ablauf) von etwas; Kernpunkt
Clown [klaun] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. clown, eigtl.
„Bauerntölpel“, dies über/r. colon aus lat. colonus „Bau
er, Siedler“): Spaßmacher [im Zirkus od. Variété]. Clownelrie die; -, ...ien (aus gleichbed. engl. clownery; vgl.
2...ie): Spaßmacherei, spaßige Geste, clowlnesk (zu
T...esk): nach Art eines Clowns. Clowlnislmus der; - (zu
Î...ismus (3)>: groteske Körperverrenkungen bei verschie
denen psychopathischen Zuständen (Med.)
'Club [k...] vgl. Klub. 2Club [klʌb] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. club): regelmäßig stattfindende Tanzveranstaltung,
deren Musik auf den individuellen Geschmack der dort
zusammenkommenden Clique abgestimmt ist. Clublbing
[klʌbɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. clubbing): Besuch ei
nes 2Clubs. Clublwear [,,,weə, auch 'klʌb...] die; - (zu
engl. club (vgl. Klub) u. wear „Kleidung"): modische Frei
zeitkleidung, die die Identifikation mit einem bestimmten
Verein od. einer Gruppe zum Ausdruck bringen soll
Clum|ber|spa|ni|el ['klʌɪnbə...] der; -s, -s (nach dem engl.
Landsitz Clumber u. zu îSpaniel): engl. Jagdhundrasse
Clulnilalzenlser [k...] usw. vgl. Kluniazenser usw.
Clus ter ['¿laste, engl. 'klʌstə] der; -s, -[s] (aus engl. cluster
„Büschel; Menge“): 1. eine als einheitliches Ganzes zu be
trachtende Menge von Einzelteilchen (Chem., Phys.). 2.
Klanggebilde, das durch Übereinanderstellen kleiner Î In
tervalle (2) entsteht; Klangfeld (Mus.). 3. a) Folge von auf
einanderfolgenden ungleichen Konsonanten; b) ungeord
nete Menge semantischer Merkmale eines Begriffs
(Sprachw.). 4. tpathologischer Zellklumpen (speziell
Krebszellen; Med.). Cluslterlanallylse [ klastB...] die; -:
math. Methode zum Nachweis von Häufungen von tVa
riablen in komplexen Datensätzen. Cluslterlion das; -s,
-en: Hon, das infolge seiner Ladung neutrale Teilchen an
c
Clustermodell
gezogen hat. Cluslteijmoldell das; -s: Kernmodell, das
davon ausgeht, dass î Alphateilchen u. andere leichte
Atomkerne großer Bindungsenergie teilweise als Unter
strukturen in schweren Kernen auftreten (Kernphys.).
Clusiter ver bin dung die; -, -en: ehern. Komplexver
bindung, die in ihrem Zentrum mindestens drei miteinan
der verknüpfte Metallatome enthält
CNC[si:lsn'si:] (Abk. für engl. computerized numerical con
trol „rechnergestützte numerische Kontrolle“): Bez. für
die computergestützte numerische Steuerung von Werk
zeugmaschinen
1Coach [ko:tʃ, engl. kootj] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
coach, vgl. YCoach): 1. Trainer u. Betreuer eines Sportlers
od. einer Sportmannschaft. 2. jmd., der anhand von wis
senschaftlich begründeten Methoden einen Klienten berät
u. betreut, um dessen berufliches Potenzial zu optimieren.
2Coachdze; -, -es [...iz] (aus engl. coach „Kutsche, Wa
gen“): im 19. Jh. verwendete vierrädrige Kutsche für vier
Personen, coalchen ['ko:ʧn] (nach gleichbed. engl. to
coach): einen Sportler od. eine Sportmannschaft betreuen
u. trainieren. Coalchingifas;-s(zuT...ing): das Coachen,
bes. das Betreuen während des Wettkampfs
Colalgullum [k...] vgl. Koagulum
ɛoat[koʊt] der; -[s], -s (aus engl. coat „Mantel“, dies über
altfr. cote aus galloroman. *cotta): dreiviertellanger Man
tel. Coalting ['ko:tɪŋ, engl. 'koʊtɪŋ] der; -[s], -s (aus engl.
coating „Überzug; (Mantel)stoff‘>: 1. (ohne Plur.) tuchar
tiger Kammgarnstoff in Köperbindung (eine Webart). 2.
schützende Beschichtung, Überzug (gegen Abrieb usw.).
3. Überzug aus (natürlichen od. synthetischen) Wachsen u.
Harzen, der z. B. auf Lebensmittel zum Schutz gegen Was
seraufnahme od. -abgabe sowie gegen schädigende Ein
wirkungen aus der Lageratmosphäre aufgebracht wird
Cob [kɔp, engl. kɔb] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. cob):
kleines, starkes, für Reiten u. Fahren gleichermaßen ge
eignetes engl. Gebrauchspferd
Colbaea [ko'bɛ:a] die; -, -s (aus gleichbed. nlat. cobaea;
nach dem span. Naturforscher B. Cobo, 1582-1657): Glo
ckenrebe (eine mexik. Zierpflanze)
Co|ba|la|min [k...] das; -s, -e (Kunstw.): Vitamin B,2, vom
tierischen u. menschlichen Organismus nur in Spuren be
nötigtes Vitamin
Cglbalt [k...] vgl. Kobalt. Colballtum das; ~[s] : lat. Form
von T Kobalt
Cob|bler‘ [k...] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik.
cobbler): tCocktail aus Likör, Weinbrand od. Weißwein,
Fruchtsaft, Früchten u. Zucker
Cglbilgolf [k...] das; -s (Kurzw. aus lat. communis „gemein
sam“, Znfariam „zweifach, doppelt“ u. ÜGolf): ein Mini
golfspiel, bei dem vor den Hindernissen kleine Tore aufge
stellt werden
Co|bla*[k...J die; -, -s (aus dem Provenzal., dies aus lat. co
pula „Band“): Strophe in der provenzal. Troubadourlyrik
COBOL[k .] das; -s (Kurzw. aus engl. common business ori
ented Zanguage): Programmiersprache zur problemorien
tierten Formulierung von Programmen der kommerziel
len Datenverarbeitung (EDV)
’Coica [ko:ka] vgl. 'Koka. 2Co|caa7e; -, -s od. das; -[s], -s
(aber: 3 -) '.amerik.y. (ugs.) kurz für [Flasche] Coca-Cola.
Colca-Colla® [koka'ko:la] das; -[s] od. iZ/e; - (5 [Flaschen]
-) tamerik.; weitere Herkunft unsicher): koffeinhaltiges
Erfrischungsgetränk
Colcalgne* [kɔ'kanjə] die; -, -n (aus fr. cocagne „Volks
fest“, eigtl. pays de Cocagne „Kuchen-, Schlaraffenland“,
weitere Herkunft unsicher): altes Volksfest mit Klettern
an Stangen, an deren Spitzen vor allem Kuchen aufge
hängt wurden
Colcalinvgl. Kokain
Coclcus ['kɔkos] vgl. Kokke
270
eolehelnillɪe[kɔʃə'nɪɪjə] vgl. Koschenille
Cochllea [ kox...] die; -, ...eae [...les] (über lat. cochlea aus
gr. kochllas „Schnecke, schneckenförmiges Gebilde“): 1.
Teil des Innenohrs. 2. Gehäuse der Schnecken
Colchon [kɔ'jo:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. cochon, eigtl.
„Schwein“): (veraltet) unanständiger Mensch. Colchonnelrie [kɔʃɔnə...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. cochon
nerie): Schweinerei, Unflätigkeit, Zote
Co|cker|spa|ni|el[k...] der; -s, -s (aus engl. cocker spaniel
zu to cock „Waldschnepfen jagen“ (dies zu woodcock
„Waldschnepfe“) u. ÎSpaniel): engl. Jagdhundrasse
'Cocklney ['kɔknɪ] das; -[s] (aus gleichbed. engl. cockney,
dies aus mittelengl. cockeney „verweichlichter Mensch“):
[als Zeichen der Unbildung angesehene] Mundart der
Londoner Bevölkerung. zCock|ney der; -s, -s (zu t 'Cock
ney): a) jmd., der 'Cockney spricht; b) (veraltet) Weich
ling, Muttersöhnchen; c) (veraltet) Londoner Stadtkind
(Spottname für die Spießbürger von London)
Cocklpit[k...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. cockpit, eigtl.
„Hahnengrube“, zu cock „Hahn“ u. pit „Grube“): 1. Pi
lotenkabine in [Düsen]flugzeugen. 2. Fahrersitz in einem
Rennwagen. 3. vertiefter, ungedeckter Sitzraum für die
Besatzung in Segel- u. Motorbooten. 4. (veraltet) Kampf
platz, [Zirkus]arena. Cock pit do lilne die; -, -n (nach
der Ähnlichkeit mit dem vertieften Raum im Boot): bes.
tiefe, steilwandige Î Doline in trop. Karstgebieten (Geol.).
Cock|pit-Voice-Re|kor|der [...'vois...] der; -s, - (zu
engl. voice „Stimme“ u. Î Rekorder): Tonbandgerät in Ver
kehrsflugzeugen, das alle von den Besatzungsmitgliedern
im Cockpit geführten Gespräche registriert. Cockltail
[`kɔkteɪl] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. cocktail,
eigtl. „Hahnenschwanz“): 1. a) alkoholisches Mischge
tränk aus verschiedenen Spirituosen, Früchten, Frucht
saft u. anderen Zutaten; Cocktail lytique [li'tik]: Kombi
nation bestimmter Arzneimittel, die gleichzeitig Î injiziert
werden, wenn eine starke beruhigende u. schmerzvermin
dernde Wirkung erzielt werden soll (Med.); b) Mischung
(z. B. von Speisen). 2. a) svw. Cocktailparty; b) Form des
diplomatischen Empfangs. Cpckltaillkleid das; -[e]s,
-er: elegantes, modisches, kurzes Gesellschaftskleid.
Cock|tail|par|tyi/ze; -, -s: zwanglose Geselligkeit in den
frühen Abendstunden, bei der Cocktails (1 a) serviert wer
den
Coico[kɔ'ko] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. coco, eigtl. „Ko
kosnuss“): Erfrischungsgetränk aus Zitrone u. Lakritze,
auch mit Branntwein vermischt, früher bes. beliebt bei ein
fachen Leuten in Paris
Colcoolning [kəku:nɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. amerik. cocooning, eigtl. „das Einspinnen“, zu engl. to co
coon „sich einspinnen“, dies zu cocoon aus fr. cocon,
vgl. Kokon): Flucht, [völliger] Rückzug in die Privat
sphäre aus Angst vor unberechenbaren Gefahren od.
aus mangelndem Interesse an gesellschaftlichen od. so
zialen Themen
Co|cu[ko'ky] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. cocu, altfr. Form
für coucou „Kuckuck“): (veraltet) Hahnrei, betrogener
Ehemann. Co|cu|age [koky'a:ʒ] die; - (aus gleichbed. fr.
cocuage): (veraltet) Stellung des betrogenen Ehemanns
Colda [k...] vgl. Koda
Code [ko:t, engl. kood], auch Kode [ko:t] der; -s, -s (aus
gleichbed. engl. code, dies über fr. code aus lat. codex
„Schreibtafel, Verzeichnis“; vgl. Kodex): 1. Zeichensys
tem als Grundlage für Kommunikation, Nachrichtenüber
mittlung u. Informationsverarbeitung(Techn.); vgl. elaborierter u. restringierter Code. 2. Schlüssel zu Geheim
schriften; Telegrafenschlüssel. Code ciI vil [kɔdsi'vil] der;
- - (aus fr. code civil): franz. Zivilgesetzbuch. Codelgene ɪa tor ['ko:t...] der; -s, -en: Teil eines 1 Compilers, der
nach Analyse der Anweisungen die entsprechenden Be-
271
fehlsfolgen des maschinenorientierten Zielprogramms er
zeugt
Coldelin [k...], auch Kodein ¿Zas; -s (zu gr. kôdeia
„Mohn(kopf)" u. t ...in (1 )): ein T Alkaloid des Opiums, das
als hustenstillendes Mittel verwendet wird
Code IVa|po|lé|on [kɔdnapɔɪe'ð] der: - - (aus fr. code Na
poléon}: Bez. des Code civil zwischen 1807 u. 1814. Codeswitching [koʊdswɪtʃɪŋ] das; -[s], -s (aus engl. code swit
ching zu code (vgl. Code) u. to switch „wechseln"): Über
gang von einer Sprachvarietät in eine andere (z. B. von der
Standardsprache zur Mundart) innerhalb eines Gesprächs
(Sprachw.). Co|dex[k...] vgl. Kodex. Coldex ar gen te
us [- ...teus] der: - - {lat.; „Silberkodex“): ältestes ÎEvan
geliar in got. Sprache mit Silberschrift auf Pmpurpergament. Coldex au|re|us [- aureus] der: - -, Codices aurei
['ko:ditse:s aurei] {lat.; „Goldkodex“): kostbare, mittelal
terliche Handschrift mit Goldschrift od. goldenem Ein
band. Coldex lulris (auch Julris) Ca nomilci [- - ka'no:nitsi] der: — {lat. ) : das Gesetzbuch des kath. Kirchen
rechts (seit 1918); Abk.: CIC. Coldilcilllus [...tsilus]
der; -, ...lli (aus mlat. codicillus „Büchlein“, eigtl. „kleiner
Stamm", Verkleinerungsform von codex, vgl. Kodex):
kleiner Kodex, Notizbüchlein; vgl. Kodizill, coldielren
(nach gleichbed. engl. to code; vgl. Code): 1. eine Nach
richt mithilfe eines Codes verschlüsseln; Ggs. tdecodie
ren. 2. etwas Mitzuteilendes mithilfe des ÎCodes in eine
sprachliche Form bringen. Coldielrerder; -s, -: svw. En
coder. Coldielrung die; -, -en (zu 1 ...ierung): das Codie
ren. Coldon das; -s, ...one[n] (Kunstw. aus ÎCode u.
î2...on>: Bez. für drei aufeinanderfolgende Basen einer
Nukleinsäure, die den Schlüssel für eine Aminosäure im
t Protein darstellen (Biochem.)
Coelcum [tso:kʊm] vgl. Zökum
Coellesltin [tso...] vgl. Zölestin
Coe|lin[|blau] [tso...] das; -s (zu lat. coelum (Nebenform
von caelum) „Himmel“ u. î...in (1)>: eine lichtblaue Ma
lerfarbe
Coe|me|te|ri|um [tso...] vgl. Zömeterium
Coenobit [tso...] usw. vgl. Zönobit usw.
Coelsit [tso..., auch ... zit] der; -s, -e (nach dem amerik.
Chemiker L. Coes u. zu t2...it>: ein Quarzmineral
coletan [ko...] usw. vgl. koätan usw.
Cœur [kam] das; -[s], -[s] (aus fr. cœur „Herz“, dies aus lat.
cor): durch ein rotes Herz gekennzeichnete Spielkarte.
Cœur en Salbot [kœràsa'bo:] das; —, -s - - [kœràsa'bo:]
(zu fr. en „in“ u. sabot „Holzschuh“, eigtl. „Holzschuh
herz“): Holzschuhform des Herzens infolge T Hypertro
phie der rechten Herzkammer mit Hebung der Herzspitze
(Med.)
Coflfeelshop ['kɔfɪʃɔp] der; -s, -s (aus engl. -amerik. coffee
shop „Kaffeestube“): kleines Restaurant (meist innerhalb
eines Hotels), in dem Erfrischungen u. kleine Mahlzeiten
serviert werden. Coflfelin [k...] vgl. Koffein
Cpf ferldam [k...] vgl. Kofferdam
Coflfeylnalgel ['kɔfe...] u. Koffinnagel der; -s, ...nägel
(über engl. Vermittlung aus gleichbed. mittelniederl. kobilie, dies aus lat. clavicula „Zapfen“, Verkleinerungsform
von clavus „Nagel“): hölzerner od. metallener Dorn zur
Befestigung von leichtem Tauwerk auf Segelschiffen
Coflfilnit [k..., auch ,,,'nɪt] das; -s (nach dem amerik. Geo
logen R. C. Coffin u. zu t2...it): ein stark radioaktives Mi
neral
colgilto, erigo sum [k... - -] {lat.; „Ich denke, also bin
ich“): Grundsatz des franz. Philosophen Descartes
colgnac* [kɔnjak] {fr.; vgl. Cognac): goldbraun. Co
gnac® der; -s, -s (aber: 3 -) (aus gleichbed. fr. cognac „aus
Weinsorten des Gebiets um die franz. Stadt Cognac her
gestellter goldbrauner franz. Weinbrand“, vgl. Kognak):
franz. Weinbrand
Cold Rubber
Colgnolmen* [k...] vgl. Kognomen
Co he nit [k..., auch ,,,'nɪt] der; -s, -e
(nach dem dt. Mine
ralogen E. Cohen (1842-1915) u. zu t2...it): svw. Zementit
Co hor tes urlbalnae [ko'hɔrte:s ...ne] die (Plur.) (aus
gleichbed. /a/. cohortes urbanae, eigtl. „städtische Trup
pen"): im Jahre 27 v. Chr. von Kaiser Augustus eingerich
tete Truppen zur Aufrechterhaltung der Ordnung u. zur ei
genen Sicherheit im alten Rom
Coif lfeur[koa'fo:e] <rZ<?r; -s, -e (aus gleichbed. fr. coiffeur zu
coiffe „Frauenhaube“): (bes. Schweiz.) Friseur. Coif lieu
se [kpa'fo:zə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. coiffeuse):
(Schweiz.) Friseuse. Coiflfure [koa'fym] die; -, -n
[...fy:ran] (aus fr. coiffure, eigtl. „Frisur“): 1. (ohne Plur.)
Frisierkunst. 2. (Schweiz.) Frisiersalon. 3. (veraltet) kunst
voll gestaltete Frisur
Coil [koyl] iZas; -s (aus gleichbed. engl. coil zu to coil „auf
wickeln“): dünnes, aufgewickeltes Walzblech. Coilling
[koy...] das: -s, -s (zu engl. to coil, vgl. Coil): Verlänge
rung der 1 Karotis in Form einer verstärkten S-Kurve
(Med.)
Co|in|cilden|tia Oplpolsiltolrum [kolmtsi... -] die; - (aus lat. coincidentia oppositorum „Zusammenfall der
Gegensätze“): Aufhebung der irdischen Widersprüche im
Unendlichen, im göttlichen All (bei Nikolaus von Kues u.
Giordano Bruno)
Coinltreau®* [koɛ'tro:] der; -s, - (wohl nach dem franz.
Branntweinbrenner E. Cointreau): franz. Orangenlikör
Colir [ko'i:ɛ, engl. 'kɔɪə] das; -[s] od. die; - (über gleichbed.
engl. coir sms Malayalam käyar „Schnur“): Faser der Ko
kosnuss
Co|i|tus ['ko:itʊs] der; -, - [,..tu:s] (aus gleichbed. lat. coitus,
vgl. Koitus); in fachspr. Fügungen: Coitus a Tergo: Form
des tKoitus, bei der die Frau dem Mann den Rücken zu
wendet; Geschlechtsverkehr „von hinten“; Coitus condomatus: Koitus, bei dem zur Verhütung einer Schwanger
schaft od. zur Vorbeugung gegen Ansteckung ein t Kon
dom über den Penis gestülpt wird; Coitus interruptus:
Form des Koitus, bei der der Penis vor dem Samenerguss
aus der Scheide herausgezogen wird; Coitus per Anum:
Geschlechtsverkehr durch Einführen des Penis in den Af
ter des Geschlechtspartners; Coitus per Os: svw. Fellatio;
Coitus reservatus: Geschlechtsverkehr, bei dem der Sa
menerguss absichtlich über längere Zeit hin od. gänzlich
unterdrückt wird
Coke® [ko:k, engl. kook] das; -[s], -s {amerik..'): Kurzform
von îCoca-Cola. Colla [k...] die; -, -s od. das; -[s], -s (aber:
5 -) (aus engl. cola, vgl. Kola) : (ugs.) kurz für [Flasche] Co
ca-Cola
Collalni [k...] vgl. Kolani
Collalsciolne [kola'ʃo:nə] der; -, ...ni (aus gleichbed. it. co
lascions): südital. Lauteninstrument mit langem Hals u.
wechselnder Saitenzahl
col baslso[kɔl-] {it.): mit dem Bass od. der Bassstimme [zu
spielen] (Spielanweisung); Abk.: c. b. (Mus.)
Collchilcin [kolçi'tsi'.n] vgl. Kolchizin
Collchilcum ['kolçikom] das; -s (aus gleichbed. nlat. colchicum; nach der antiken Landschaft Kolchis am Schwar
zen Meer): Herbstzeitlose (ein Liliengewächs)
Col|crete|be|ton* ['kɔlkri:t...] der; -s (Kurzw. aus engl.
co/loid concrete u. ÎBeton): dichter, schwmdarmer u. fes
ter Beton, bes. für Unterwassergründungen
Coldlcream ['kouldkri:m] die; -, -s, auch Cold Cream die;
- -, - -s (aus engl. cold cream, eigtl. „kalte Creme“, zu cold
„kalt“ u. cream, vgl. Cream): Feuchtigkeit enthaltende u.
dadurch kühlende, halbfette Hautcreme. Cold-Pressure-Test [...'prɛʃə...] der; -[e]s, Plur. -s, auch -e (zu engl.
cold „Kälte“ u. pressure „Druck“): Kälte-Druck-Test;
Test zur Diagnose von Bluthochdruckkrankheiten (Med.),
eoldlrublber[,,,'rʌbə] der; -[s], auch Cold RublberiZer,
Colemanit
- -[s] (aus engl. cold rubber, eigtl. „kalter Gummi“): syn
thetischer Kautschuk
Co|le|ma|nit[k..., auch ...nit] das; -s, -e (nach dem amerik.
Bergwerksunternehmer W. T. Coleman (1824-1893) u. zu
t2...it>: ein Îmonoklines körniges Mineral
Co|le|pp|ter*[k...]der;-s,-(naehgr. koleópteros„Käfer“):
senkrecht startendes u. landendes Flugzeug mit einem
Ringflügel; vgl. Koleoptere
Cö|leslti|ner[ts0...] vgl. Zölestiner
Collelus ['ko:leʊs] der; - (über nto. coleus aus gr. koleös
„Scheide“): Buntnessel (eine trop. Zimmerpflanze)
eollɪlfilehet[kɔlifi'ʃɛ] der; -s, -s [,,,'ʃɛ(s)] (aus gleichbed./r.
colifichet zu cou „Hals“ u. ficher „anheften“): (veraltet)
Flitterkram, Firlefanz
Collilnelalriltät [ko...] die; - (zu îkon... u. ÎLinearität):
Übereinstimmung der Reihenfolge der Aminosäuren mit
der der zugehörigen Î Codonen der Nukleinsäuren (Gene
tik)
collla desltraʧkɔla -] (ff.): mit der rechten Hand [zu spie
len] (Spielanweisung; Mus.); vgl. colla sinistra
eoɪllalge[kɔ'la:ʒə] dfe;-, -n (aus gleichbed./r. collage, eigtl.
„das Leimen, Ankleben“, zu colle „Leim“, dies über das
Vulgärlat. aus gleichbed. gr. kölla): [künstlerische] Kom
position (z.B. Klebebild), die aus ganz Verschiedenarti
gem, aus vorgegebenen Dingen verschiedenen Ursprungs,
Stils zusammengesetzt, -gestellt ist. col|la|gie|ren
[,,,'ʒi:...] (zu Î..deren): als Collage zusammensetzen, -stel
len
Colllalne [k...] die; -, -n (aus ft. collana „Halsband, -kette“,
dies zu lat. collum „Hals“) : Hals- od. Ordenskette (im Mit
telalter)
collla parité [k... -] (ft.): mit der Hauptstimme [gehend]
(Spielanweisung; Mus.)
Colllar ['kʌlə] der; -s, -s (aus engl. collar „Kragen“, dies
über das Altfr. zu lat. collare „Halsband“, dies zu collum
„Hals“): Zinsvereinbarung bei Krediten, mit der eine
Zinsobergrenze (Î Cap) und eine Zinsuntergrenze (t Floor)
festgelegt wird
coll'arlco [kɔl'arko] (ft.): [wieder] mit dem Bogen [zu spie
len] (Spielanweisung für Streicher nach vorausgegange
nem ÎPizzikato; Mus.)
Colllarlgol®* [k...] das; -s (Kunstw.): Bakterien tötendes
Heilmittel in Salbenform; vgl. Kollargol
collla silnisltra* [k... -] (ft.): mit der linken Hand [zu spie
len] (Spielanweisung; Mus.); vgl. colla destra
collla voice [k... 'vo:ʧə] (ft.; „mit der Stimme“): Anwei
sung für Instrumente, die Gesangsstimmen in derselben
Tonhöhe mitzuspielen (Mus.)
collie [kɔ'le:] (fr.; Part. Perf. von coller „leimen, kleben“;
vgl. Collage): dicht anliegend (vom Billardball, der an der
Bande liegt)
Colllecltalnea [k...J vgl. Kollektaneen
Col le ga [k...] vgl. Kollega
Col lege ['kɔlɪdʒ] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. college,
dies aus altfr. college (fr. collège), vgl. Collège): a) private
höhere Schule mit Internat in England; b) einer Universi
tät angegliederte Lehranstalt mit Wohngemeinschaft von
Dozenten u. Studenten in England; c) Eingangsstufe der
Universität; die ersten Universitätsjahre in den USA. Col
lège [kɔ'lɛ:ʒ] das; -[s], -s (aus gleichbed./r. collège, dies
aus lat. Collegium, vgl. Kollegium): höhere Schule in
Frankreich, Belgien u. der französischsprachigen
Schweiz. Colllegelmaplpe ['kɔlɪdʒ...] die; -, -n (zu ICollege): kleine, schmale Aktentasche [mit Reißverschluss];
Kollegmappe. Colllelgilum mulsilcum [k...... kom] das;
- -, ...gia ...ca [...ka] (aus gleichbed. nlat. collegium musi
cum, dies zu lat. collegium (vgl. Kollegium) u. musicus
„die Musik betreffend“): freie Vereinigung von Musiklieb
habern [an Schulen, Universitäten]. Colllelgilum pulbli-
272
cum* [- ...kum] das; - -, ...gia ...ca [...ka] (zu lat. publicus
„öffentlich“): öffentliche Vorlesung an einer Universität
col lelgno* [kɔl 'lɛnjo] (ft.): mit dem Holz des Bogens [zu
spielen] (Spielanweisung für Streicher; Mus.)
Colllilco® ['kɔliko] der; -s, -s (Kunstw.; vgl. Kollo): zusam
menlegbare, [bundes]bahneigene Transportkiste aus Me
tall
Colllilder [kə'laɪdə] der; -s, - (zu engl. to collide „Zusam
menstößen“):
große Teilchenbeschleunigungsanlage
(Kernphys.)
Colllie ['kɔli] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. collie, Herkunft
ungeklärt) : schott. Schäferhund
Col|li|er[kolie:] vgl. Kollier (1). Collliler de Vélnus [kɔljedve nys] das; —, -s - - [kɔljedve nys] (aus fr. collier de Vé
nus, eigtl. „Venuskette“): (veraltet) svw. Leukoderma
(Med.)
Colllinlsit [k..., auch ... zit] der; -s, -e (nach dem kanad.
Geologen W. H. Collins (f1937) u. zu T 2,..it>: ein braunes,
fasriges Mineral
Colllplquilum [k...] vgl. Kolloquium
coll'otltalva [k...va] (ft.; „mit der Oktave“): Anweisung,
eine Stimme in der oberen Oktave mitzuspielen (Mus.)
Col|loltype|ver|fah|ren ['kɔlotaɪp...] das; -s (zu engl. col
lotype ,,Lichtdruck[verfahren]“): svw. Kollotypie
Col lum [k...] das; -s, ...11a (aus lat. collum „Hals“): 1. Hals
(Med.). 2. sich verjüngender Teil eines Organs, Verbin
dungsteil (Med.)
Co|lo|bi|um [k...] das; -s, ...ien (aus gleichbed. lat. colobi
um, dies ausgr. kolöbion): ärmellose od. kurzärmelige Tu
nika in der Spätantike
Collomlbilna [k...] die; -, -s (aus it. colombina „Täubchen“,
Verkleinerungsform von colomba „Taube“): svw. Kolumbine
Co lon [k...] vgl. Kolon (3)
Collón [ko lɔn] der; -[s], -[s] (nach der span. Namensform
von Kolumbus): Währungseinheit in Costa Rica u. El Sal
vador
Collolnel [fr. kɔlɔ'nɛl, engl. kə:nl, span, kolo nɛl] der; -s, -s
(aus engl. bzw.fr. colonel „Oberst“, dies aus gleichbed. it.
colonnello zu colonna „(Marsch)säule“; vgl. Kolonne) : im
franz, u. engl. Sprachgebrauch Dienstgrad eines Stabsof
fiziers im Range eines Obersten
Collolnia [k...] die; -, ...iae [...nie] (aus lat. colonia „Ansied
lung“ zu colere „bebauen, bewohnen“): in der Antike eine
Siedlung außerhalb Roms u. des röm. Bürgergebiets (z.B.
Colonia Raurica, heute Augst). Colio|nia|kü|bel der; -s,
- (zu lat. colonia (Aggripinensis), dem lat. Namen der
Stadt Köln, von wo diese übernommen wurden): österr.
Bez. für Mülleimer. Collolno der; -s, -s (aus span, colono
„Ansiedler, Pächter“, dies aus lat. colonus „Landwirt,
Pächter“): Arbeiter auf südamerik. Kaffeeplantagen
Collor [ko:...] der: -s, ...lores (aus lat. color „Farbe,
Schmuck"): in der mittelalterlichen Musik die Ausschmü
ckung einer Melodie
Co|lo|ra|do|jt [k..., auch ... it] das; -s (nach dem amerik.
Bundesstaat Colorado u. zu t2...it>: ein seltenes Mineral.
Co 11 o I ra I d o | kä |f e r vgl. Koloradokäfer
Collorlbild [ ko:lo:ç..., ko'lo:n...] das; -[e]s, -er (zu lat. color
„Farbe“): 1. Fernsehbild in Farbe. 2. Farbfoto. CoIor-Field-Pain|ting ['kʌləfi:ld'peɪn...] das; -s (zu engl.
field „Feld“ u. painting „Malerei“, eigtl. „Farbfeldmale
rei“): Ende der 1950er-Jahre in den USA entstandene Stil
richtung der Malerei, die sich auf reine Farbflächen be
schränkt u. auf raumillusionistische Wirkungen verzich
tet. Collorlfilm ['ko:loɪ,,, kolo:g...] der; -[e]s, -e: Farb
film. Co|lor|ge|rät das; -[e]s, -e: Farbfernsehgerät. Co
lor Ira Idio Igra Ifie, auch ... gra Iphie dfe; -: Verfahrender
Î Defektoskopie mit Röntgen- u. Gammastrahlen unter
Verwendung von fotografischem Farbfilmmaterial
273
Collo|sko|pie*[k...] vgl. Koloskopie
Colt® [kɔlt] der; -s, -s (nach dem amerik.
Industriellen u. Er
finder S. Colt, 1814-1862): (bes. im amerik. Westen der
Kolonialzeit verwendeter) Revolver
Colltelllalta [k...] die; -, -s (aus gleichbed. it. coltellata,
eigtl. „Messerstich“, zu coltella „Papier-, Küchenmes
ser“): (veraltet) Stichelei, Kränkung
Co|lum|ba|ri|um [k...J vgl. Kolumbarium
Co|lum|bit[k..., auch ... bit] vgl. Kolumbit. Co lum bi um
das; -s (nach dem poetischen Namen Columbia für Ame
rika u. zu T...ium): bis 1949 in angloamerik. Ländern üb
liche Bez. für das ehern. Element tNiob; Zeichen Cb
com..., Com...[k...] vgl. kon..., Kon...
Com|bat|schielßen ['kɔmbæt...] das; -s (zu engt, combat
„Kampf1, dies aus gleichbed. fr. combat zu combattre, vgl.
kombattant): Pistolenschießen mit Serienwaffen, auch als
sportlicher Wettbewerb
epmlbi[k...] vgl. Kombi
Comlbine [kom’bain] vgl. ‘Kombine. Com|bine-Paintirɪg,aueh Com bine pain ting [ kɔmbaɪn'peɪn...] das: (zu engl. to combine „zusammenfügen “ u. painting „Ma
lerei“): amerik. Kunstrichtung, bei der der Künstler Ge
genstände des täglichen Lebens u. vorgefundene Materia
lien zu Bildern zusammensetzt
Com|bo[k...] die; -, -s (Kurzw. aus engl.-amerik. combina
tion „Zusammenstellung, Vereinigung“, dies aus spätlat.
combinado, vgl. Kombination): kleines Jazz- od. Tanzmu
sikensemble, in dem jedes Instrument nur einmal vertreten
ist
Come|back,auch Come-backjkam bsk] das; -[s], -s (aus
gleichbed. amerik. comeback zu engl. to come back „zu
rückkommen“): erfolgreiches Wiederauftreten, neuerli
ches Sichbetätigen eines bekannten Künstlers, Politikers,
Sportlers nach längerer Pause als Neubeginn od. Fortset
zung seiner früheren Karriere, Aktivität
COMECON, Co|me|con['komekon]<7erod. das; - (Kurzw.
aus engl. Council for Afutual Economic Assistance/Aid):
Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (Wirtschaftsorgani
sation der Staaten des Ostblocks; 1949-1991)
Co|me|di|an[kAmi:dɪən] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. co
median): humoristischer Unterhaltungskünstler. Cojmédie-Bal|let[komediba'le] das; -, -s (aus gleichbed. fr. co
médie-ballet): mit Ballettnummern verbundene franz. Ko
mödie im 17./18. Jh. Co mé die de Mœurs [...do'mœrs]
die; - - - (aus gleichbed. fr. comédie de mœurs, zu mœurs
„Sitten, Gebräuche“): franz. Bez. für Sittenstück. Comé die larlmolyante [kɔmedilarmoa Jä:t] die; - - (aus fr.
comédie larmoyante, zu larmoyer „weinen“): Rührstück
der franz. Literatur des 18. Jh.s (Literaturw.)
Colmeldo* [k...] vgl. Komedo
Come-down[ kʌmdaun] das; -s, -s (zu engl. to come down,
eigtl. „herunterkommen“): (Jargon) das Nachlassen der
Rauschwirkung (bei Drogen)
Co|me|dy['komidi] die; -, -s (aus gleichbed. engl. comedy):
1. [oft als Serie produzierte] Komödie, bes. im Fernsehen.
2. kurz für tComedyshow. Colmeldy of Man|ners[- əv
'mænəz] die; — (aus engl. comedy of manners „Sittenko
mödie“): ein beliebter Komödientyp der engl. Restaurati
onszeit im 17. Jh. Co|meldy|show[...Jbu]Æe;-, -s: Show,
bes. im Fernsehen, in der Sketche, Slapsticks u.Ä. darge
boten werden
Come quick, danlger ['kʌm 'kwɪk 'deɪndʒə] {engl.;
„Kommt schnell, Gefahr!“): ehemaliges Seenotfunksig
nal; Abk.: CQD
Colmes [ ko:mɛs] der; -, Plur. - u. Comités ['ko:mite:s] (aus
lat. comes „Begleiter, Gefährte“): 1. a) im antiken Rom
hoher Beamter im kaiserlichen Dienst; b) im Mittelalter
Gefolgsmann od. Vertreter des Königs in Verwaltungs- u.
Gerichtsangelegenheiten; Graf. 2. Beantwortung des Fu
Commis voyageur
genthemas in der zweiten Stimme auf einer neuen Tonstufe
(Mus.)
colme solpra* [k... -] (;7.): wie oben, wie zuvor (Spielan
weisung; Mus.), colme sta [- sta] {it.; „wie es dasteht“):
ohne freie Verzierung (Mus.)
Colmes|ti|bles[kom£s'ti:bl] die (Plur.) (aus fr. comestibles
„Esswaren“ zu comestible „essbar“, dies aus mlat. comes
tibilis zu /at. comedere „verzehren“): (Schweiz.) Feinkost,
Delikatessen; vgl. Komestibilien
Co mic ['kɔmɪk] der; -s, -s (meist Plur.) (Kurzw. für Co
micstrip): Bildgeschichte. Colmiclstrip [...’strip] der;
-[s], -s (meist Plur.) (aus gleichbed. engl. comic strip, eigtl.
„drolliger Streifen“, zu engl. comic „komisch, Heiterkeit
erregend“ u. strip „langer, schmaler Streifen“) : mit Texten
gekoppelte, gezeichnete Fortsetzungsgeschichte abenteu
erlichen, grotesken od. utopischen Inhalts
Colming Man ['kʌmɪŋ 'mæn] der; - -, - Men [- ’man], auch
CoIminglmanner; -, ...men (aus engl. coming man „kom
mender Mann“): jmd., von dem angenommen wird, dass
er eine große Karriere machen wird (z.B. Politiker,
Sportler). Co|ming-out [...’aut] das; -[s], -s, auch Cominglout das; -[s], -s (aus engl. coming out, eigtl. „das
Herauskommen“) : a) das öffentliche Sichbekennen zu sei
ner homosexuellen Veranlagung; b) das Öffentlichmachen
von etwas (als bewusstes Handeln)
Co|mis|sa|tio [k...] die; -, ...iones [,,,ne:s] (aus gleichbed.
lat. comissatio zu comissari „einen fröhlichen Umzug hal
ten“): sich an die Hauptmahlzeit anschließender Umtrunk
mit Unterhaltung durch Musik u. a. (im antiken Rom)
Co|mi|ta|tus[k...] der; -, - [...tu:s] (aus gleichbed. mlat. co
mitatus): das Grafenamt, später (etwa seit dem 7. Jh.) auch
die Grafschaft, der Amtsbezirk eines fränkischen Î Comes.
Colmiltes [,,,te:s]: Plur. von ÎComes
comme ci, comme ça [kɔm'si kɔm'sa] {fr.; „soso, so lala“): nicht besonders [gut]
Comlmeldia dell'Ar te [k... -] die; - - (aus it. commedia
dell’arte, eigtl. „Berufskomödie“ (da von Berufsschau
spielern ausgeführt)): volkstümliche ital. Stegreifkomödie
des 16.-18. Jh.s
comme il faut [kɔmɪl'fo:] </r.): wie sichs gehört; muster
gültig
Com me mo ra tio [k...] die; -, ...iones [,..ne:s] (aus lat.
commemoratio „Erinnerung“ zu commemorare „sich er
innern“) : das seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil nicht
mehr übliche, in Messe u. 1 Brevier (1) einzuschiebende
Gebet, das an die Feier eines am fälligen Tag verdrängten
Festes erinnert
Com|ment[ko'mä:] vgl. Komment
Comlmerlcial [kə'mə:jl] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
commercial zu commerce „Handel“, dies aus fr. commer
ce, vgl. Kommerz): Werbespot (Wirtsch.). Comlmercial Banks [- bæŋks] die (Plur.) (aus engl. commercial
banks „Handelsbanken“): die ÎDepositenbanken im ame
rik. Bankwesen
eomlmislsionlbrolker[kə mɪʃnbroʊkə], auch Comlmission-Brolkerr/er; -s, - (aus gleichbed. engl. -amerik. com
mission broker zu commission „Auftrag“ u. Î Broker):
Börsenmakler, der ausschließlich Kundenaufträge durch
führt. Com mis sio ner [kə'mɪʃənə] der; -s, -s (aus
gleichbed. engl. commissioner zu commission „Vollmacht;
Kommission“, dies über fr. commission aus lat. commis
sio, vgl. Kommission): 1. Regierungs- od. Gerichtsbeauf
tragter, Kommissar, Beamter für Sonderaufgaben u. Ein
zeluntersuchungen (im angloamerik. Recht). 2. Polizei
präsident (in London). Comlmis Volyalgeur, auch
Comlmis volyalgeur [kɔmivgaja'ʒa:s] der; - -, - -s [kɔmivoaja'ʒa:n] (aus gleichbed. fr. commis voyageur zu com
mis (vgl. Kommis) u. voyager „reisen“): (veraltet) Hand
lungsreisender
c
Commoner
['kɔmənə] der; -s, -s <aus engl. commoner
„Gemeiner“ zu common „(all)gemein; niedrig; gemein
sam“, dies über altfr. común (fr. commun) aus lat. com
munis, vgl. kommun) : jeder, der nicht zum hohen Adel ge
hört, d.h. nicht Mitglied des Oberhauses ist (in Großbri
tannien). Comlmon Law ['kɔmən 'lə:] das; - - (aus gleichbed. engl. common law, eigtl. „allgemeines Recht“): a) das
für alle Personen im engl. Königreich einheitlich geltende
Recht im Unterschied zu den örtlichen Gewohnheitsrech
ten; b) das in England entwickelte Recht im Unterschied
zu den aus dem röm. Recht abgeleiteten Rechtsordnun
gen; vgl. Statute Law (Rechtsw.). Comlmon Name
[- 'nem] der; - -, - -s (aus gleichbed. engl. common name,
eigtl. „allgemeiner Name“): Freiname, Warenname, der
nicht für einen Hersteller od. Verteiler geschützt ist. Com
mon Prayler-Book [- 'preəbʊk] das: - - (zu engl. Com
mon Prayer „Liturgie der anglikanischen Kirche“, als
Kurzform von Book of Common Prayer „Allgemeines Ge
betbuch“, dies zu common prayer „gemeinsames Gebet“):
Bekenntnis- u. Kirchenordnungsgrundlage der anglika
nischen Kirche. Comlmon Sense [- 'sens] iZer; - -, auch
Cpmlmonlsense der; - (aus gleichbed. engl. common
sense, dies Lehnübersetzung von lat. sensus communis
„die allgemein herrschende Anschauung“): gesunder
Menschenverstand. Comlmon Share [- 'ʃɛə] der; - -, - -s
(meist Plur.) (aus gleichbed. engl. common share, eigtl.
„allgemeiner Anteil“): Stammaktie (in Großbritannien u.
den USA; Börsenw.). Comlmoniwealth [,,,wɛlθ] das; (aus gleichbed. engl. commonwealth, eigtl. „gemeinsames
Wohlergehen“): Staatenbund, [britische] Völkergemein
schaft; Commonwealth of Nations [- əv 'neɪʃənz]: Staaten
gemeinschaft des ehemaligen brit. Weltreichs. Comlmune Sancltolrum [k... zaŋk...] das; - - (lat.; „das den Hei
ligen Gemeinsame“): Sammlung von Mess- u. Brevierge
beten in der kath. Liturgie für die Heiligenfeste, die keine
[vollständigen] Texte besitzen. Comlmulnes Conlceptilo nes [,,,ne:s kɔntsɛp'tsio:ne:s] die (Plur.) (aus gleich
bed. lat. communes conceptiones (Plur.)): gemeinsame
Begriffe, gemeinsame Vorstellungen (Philos.). Comlmunio die; - (aus lat. communio „Gemeinschaft“): Begleit
gesang zum Kommuniongang des Volkes in der 'Messe (1 ;
kath. Kirche). Comlmulnio Sancltolrum [- zaŋk...] die;
- - (lat.): die Gemeinschaft der Heiligen, d.h. der Gott An
gehörenden (im christlichen Glaubensbekenntnis). Commulnilqué [komyni'ke:] vgl. Kommunique. Comlmynis Opil nio die; - - (aus gleichbed. Z<zi. communis opinio):
allgemeine Meinung, herrschende Auffassung [der Ge
lehrten], Comlmuns [kɔ'mæ:] die (Plur.) (zu/r. commun
„gemeinsam, gemeinschaftlich“): von der Dienerschaft
bewohnte kleinere Nebengebäude seitlich des Ehrenhofs
von Schlössern (in der Zeit des Barocks)
cplmoldo [k...] <z7.; aus lat. commodus „angemessen, be
quem“): gemächlich, behaglich, ruhig (Vortragsanwei
sung; Mus.)
Com pact Caslsette [kəm'pækt kə'sɛt] zZze; - -, - -s (aus
engl. compact cassette „Kompaktkassette“): eine genorm
te Tonbandkassette für t miniaturisierte Aufnahme- u. Ab
spielgeräte; Abk.: CC. Comlpact Disc [- 'disk] die; - -, -s, auch Comlpact Disk die; - -, - -s (aus engl. compact
disc „Kompaktschallplatte“): aus metallisiertem Kunst
stoff bestehende kleine, durch Laserstrahl abtastbare
Schallplatte von hoher Tonqualität; Abk. : CD
Comlpalgnie* [kɔmpan'ji:] vgl. Kompanie. Comlpagnon [kɔmpanjo:] vgl. Kompagnon. Comlpalny ['kʌmpənɪ] die; -, ...ies [...mz] (aus gleichbed. engl. company):
engl. Bez. für Handelsgesellschaft; Abk.: Comp.; vgl.
Kompanie
Comlparltilment [köparti'mä] vgl. Kompartiment
Comlpiller [kɔm'paih] der; -s, - (aus gleichbed. engl. com
Com mo ner
274
piler zu to compile „zusammenstellen“, dies über fr. com
piler zu lat. compilare, vgl. kompilieren): Computerpro
gramm, das ein in einer problemorientierten Program
miersprache geschriebenes Programm in die Maschinen
sprache der jeweiligen Rechenanlage übersetzt (EDV).
Com|pi|ler|ge|ne|raltor der; -, -en: Programm (4), dem
die Definitionen für eine Programmiersprache A u. eine
Zielsprache B eingegeben werden u. das anschließend ei
nen Compiler für die Übersetzung von A in B ausgibt
(EDV). Com|pi|ler|spra|chen die (Plur.): höhere T Pro
grammiersprachen wie z.B. Î COBOL, tFORTRAN, die
Compiler für die Umwandlung in das Objektprogramm
benötigen (EDV)
Comlplainte* [ko'plɛ:t] die; -, -s (aus gleichbed. fr. com
plainte, dies über altfr. cornplaindre „sich beschweren,
klagen“, über das Vulgärlat. zu tkon... u. lat. plangere
„laut trauern“): volkstümliches Klagelied im Mittelalter
u. in der Renaissance
Comlplailsance* [koplɛ'za:s] die; - (aus gleichbed. fr. com
plaisance zu complaire „gefällig sein“, dies aus lat. com
placere „gefallen“): (veraltet) Gefälligkeit, Entgegenkom
men. comlplailsant [,..'zä:] (aus gleichbed. fr. complai
sant): (veraltet) gefällig, entgegenkommend, bereitwillig,
willfährig, nachgiebig, selbstgefällig
Comlplet* [kö’ple] vgl. “Komplet. Comlpleltolrilum
[kɔm...] vgl. Kompletorium. Comlplilance [kəm'plaɪəns]
die; - (aus engl. compliance „Willfährigkeit“ zu to comply
„einwilligen, sich fügen“, dies über altfr. complir „vollen
den“ aus lat. complere „anfüllen, vollenden“): 1. Bereit
schaft des Patienten zur aktiven Mitwirkung an den vom
Arzt vorgeschlagenen Maßnahmen (Med., Psychol.). 2.
elastische Volumendehnbarkeit von Atmungs- u. Gefäß
systemen (Med.). 3. Sicherstellung der ordnungsgemäßen
Durchführung von Wertpapierdienstleistungen der Ban
ken zum Schutz der Anleger (Bankw.)
Comlplulvilum* [kɔm'plu:viʊm] das; -s, ...ien [...icn] (aus
gleichbed. lat. compluvium zu compluere „regnend zu
sammenfließen“): Dachöffnung im Î Atrium des antiken
röm. Hauses, durch die das Regenwasser in das darunter
gelegene Î Impluvium floss
1Com|polsé [kðpoze:] der; -[s], -[s] (zu fr. composé „zu
sammengesetzt“ (Part. Perf. von composer „zusammen
setzen“), dies aus lat. compositum, vgl. Kompositum):
zweifarbig gemustertes Gewebe, bei dem Muster- u.
Grundfarbe wechseln. 2Com|po|sé das; -[s], -s (zu
î‘Composé): a) zwei od. mehrere farblich u. im Muster
aufeinander abgestimmte Stoffe; b) aus “Composé (a) her
gestellte, mehrteilige Damenoberbekleidung. ComIpo
ser [kɔm...] der; -s, - (aus gleichbed. engl. composer zu to
compose „zusammensetzen; Schrift setzen“, dies aus fr.
composer, vgl. 'Composé): elektr. Schreibmaschine mit
automatischem Randausgleich u. auswechselbarem Ku
gelkopf, die druckfertige Vorlagen liefert (Druckw.).
Compolsilta vgl. Komposite. Comlpolsite ['kɔmpəzɪt]
der: -[s] (aus engl. composite „zusammengesetzt, ge
mischt“): ein Verbundwerkstoff (Techn.). com poundiθlren [kɔmpaun...] (aus engl. to compound „zusam
mensetzen, verbinden“, dies über altfr. compondré aus lat.
componere; vgl. ..deren): hochmolekulare Plastrohstoffe
miteinander od. mit Zusatzstoffen vermischen (Techn.).
Comlpoundlkern [kom'paunt...] der; -[e]s, -e (nach
gleichbed. engl. compound nucleus, eigtl. „Verbund
kern“): bei Beschuss eines Atomkerns mit energiereichen
Teilchen entstehender neuer Kern (Kernphys.). Compoundima schilne <s?/e; -, -n: a) Kolbenmaschine, bei
der das Antriebsmittel nacheinander verschiedene Zylin
der durchströmt; b) Gleichstrommaschine (Elektrot.).
Comlpoundlöl das; -[e]s, -e: Mineralöl mit Fettölzusatz
zur Erhöhung der Schmierfähigkeit. Comlpoundltrieb-
275
Concerto grosso
werk ¿as; -[e]s, -e: Verbindung eines Flugmotors mit ei
grammierten elektron. Datenverarbeitungsanlagen herge
ner Abgasturbine zur Leistungssteigerung
stellter Text. Com|pulter|tolmo|gra|fie, auch ...gra
Comlpraldor* [k...] der; Gen. -s, auch -en, Plur. -e[n] (aus
phie die: -: Röntgenuntersuchungstechnik, bei der aus
gleichbed. span, comprador zu comprar „kaufen, abkau
den von einem Computer aufbereiteten Messergeb
fen“, dies aus lat. comparare „anschaffen, kaufen“): (frü
nissen ein Dichteverteilungsgrad der untersuchten
her) Geschäftsführer von Handelsniederlassungen
Schichten rekonstruiert wird; Abk.: CT. comlpulterComlpreslsio* [k...] vgl. Kompression
to mo gralfisch, auch ...gralphisch: die Computer
compltant [kö'tä:] (fr.; „bar“): svw. kontant. Compltoir
tomografie betreffend; durch Computertomografie erfol
[kðtoa:n] das; -s, -s (aus fr. comptoir, eigtl. „Zahltisch“;
gend. Comlpulterltolmolgramm das; -s, -e: durch
vgl. Kontor): (veraltet) svw. Kontor
Computertomografie erzeugtes Diagnosebild. Comlpueompltonleflfekt[ kɔmptən...] der; -[e]s (nach dem ameter-to-Plate-Ver|fah|ren [...tu'pleit...] das; -s (zu engl.
rik. Physiker A. H. Compton (1892-1962) u. zu 1 Effekt):
to plate „auf die (Druck)platte“): Druckverfahren, bei
mit einer Änderung der Wellenlänge verbundene Streuung
dem die Druckplatten direkt (ohne den bisherigen Umweg
elektromagnetischer Wellen (Phys.)
über die Filmbelichtung) vom Computer aus beschrieben
Comlpur® [k...] der; -s, -e (Kunstw.): Objektivverschluss
werden (EDV, Druckw.). Computervijrus [,..v...] das,
(Fotogr.)
auch der: -, ...viren: unbemerkt in einen Rechner einge
Com pu ter [kɔm pju:tɪa] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
schleustes Computerprogramm, das die vorhandene Soft
computer zu to compute „(be)rechnen", dies aus lat. com
ware manipuliert od. zerstört. Com|pultis|tik[kompu...]
putare „(zusammen)rechnen“; vgl. Konto): universell ein
vgl. Komputistik. Com pu tusi/er, -, - (aus spätlat. com
setzbares elektron. Gerät zur automatischen Verarbeitung
putus „Berechnung“ zu lat. computare, vgl. Computer):
von Daten (nach bestimmten Programmen bzw. Pro
Lehrbuch od. Abhandlung zur Zeitrechnung, bes. zur Ka
grammablaufplänen); Datenverarbeitungsanlage, comlenderberechnung auf astronomischer Grundlage (im Mit
pulter..., Com|pulter...(zu tComputer): Wortbildungs
telalter)
element mit der Bedeutung „den Computer betreffend; Comte [kð:t] der; -, -s (aus/r. comte „Graf ‘, dies aus lat. co
mithilfe eines Computers erfolgend; rechnergestützt“,
mes, Gen. comitis „Begleiter“ (im Kaisergefolge)): Graf
z.B.
computertomografisch,
Computerkriminalität.
[in Frankreich], Comltesse [kö'tes] vgl. Komtess
Com|pu|ter|ani|malti|on¿/e; -, -en: spezielle Form der con.... Con... vgl. kon..., Kon...
Computergrafik zur Darstellung von [fiktiven] bewegten, con ablbanldolno[kɔn -] (lat.-it.}', frei u. leidenschaftlich,
mehrdimensionalen Szenen in nahezu realistischer Form
mit Hingabe (Vortragsanweisung; Mus.), con aflfetlto
(z. B. für Videoclips). Comipulter di|a|gnosltik*a7e; -:
07.; „mit Leidenschaft“): svw. affettuoso. con amolre
Teilgebiet der ÎDiagnostik, das u.a. mit der Anwendung
<i7.; eigtl. „mit Liebe“): svw. amoroso, con anilma (z7.):
statistischer Methoden u. der Einbeziehung von Datenver
mit Seele, mit Empfindung (Vortragsanweisung; Mus.)
arbeitungsanlagen eine Objektivierung u. Automatisie conlaxilal [k...] vgl. koaxial
rung der diagnostischen Befunde erreichen will. Com- con brio[kɔn-] {lat.-it.; „mit Schwung“): svw. brioso, con
pu|ter|film¿er; -[e]s, -e: durch Computeranimation her
eallolre [- ka...] dat.-it.}; mit Wärme (Vortragsanwei
gestellter Film. Com|pu|ter|freak [...fri:k] der; -s, -s:
sung; Mus.)
begeisterter Anhänger der Computertechnik. Comlpu- Conlceits [kən'si:ts] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. con
terlgelneraltionzüe; -, -en: Zeitabschnitt in der Entwick
ceits): (veraltet) geistreiche Redewendungen
lung der Datenverarbeitung, der durch eine vollkommen Conlcellelbraltio* [kɔntse...] vgl. Konzelebration
neue Konzeption in der Konstruktion u. Funktionsweise Conlcenltus [kɔn'tsɛn...] der; -, -: (aus gleichbed. lat. con
centus, eigtl. „Einklang, Harmonie“ zu concinere „(zu
der Computer bestimmt ist (EDV). com|pu|ter|gestützt: mithilfe der Datenverarbeitung bzw. unter Einbe
sammen) singen, ertönen“): Gesang mit ausgeprägt melo
discher Gestaltung in der Liturgie der katholischen u. pro
ziehung eines Computers erfolgend. Comlpulterlgralfik
testantischen Kirche; Ggs. Î Accentus
die; -, -en: 1. (ohne Plur.) Teilgebiet der Informatik, das
sich mit der Erfassung, Speicherung u. Ausgabe grafi Con|cept-Art, auch Conlceptlart ['kɔnsɛptɑ:t], die; (aus gleichbed. engl. concept art zu concept „Absicht, Pla
scher Darstellungen befasst. 2. vom Computer erzeugte
nung, Konzept“ (dies aus lat. conceptus, vgl. Konzept) u.
grafische Darstellung von Daten u. Informationen, z.B.
art „Kunst“ (dies überfr. art aus lat. artem, Akk. von ars)):
für technische Konstruktionen. com|pu|te!ri|sie|rer>
moderne Kunstrichtung, in der das Konzept das fertige
(zu Î...isieren): 1. a) Informationen u. Daten für einen
Kunstwerk ersetzt. Conlcepltio im ma cuilalta [kɔnComputer lesbar machen; b) Informationen in einem
'tsɛp... ɪmaku...] vgl. Immaculata Conceptio. ConlcepComputer speichern. 2. mit Computern ausrüsten, auf
tuial Artfkon'septjüsl 'ɑ:t] die; - - (aus engl. conceptual art
Computerbetrieb umstellen (z.B. einen Wirtschafts
„konzeptionelle Kunst“): svw. Concept-Art
zweig). Com pu ter kri milna lis tikiüe, -: Aufklärung
u, Bekämpfung von Verbrechen mithilfe von Computern. conlcert ['kɔnsət] vgl. in concert. Con|cer|tan|te [kɔntsar..., it. kɔntʃer,,,, fr. kðsɛr'ta:t] ¿/e; -, -n [...tn] (verkürzt
Com|pu|terlkri|mi|nalli|tät die; -: Gesamtheit der
aus gleichbed. fr. musique concertante bzw. it. composiStraftaten (Datenmissbrauch, Informationsdiebstahl
zione concertante; vgl. konzertant): Konzert für mehrere
u.Ä.), die mithilfe von Computeranlagen begangen wer
Soloinstrumente od. Instrumentengruppen. Conlcerltaden. Comlpulterlkunst die; -: ein Verfahren moderner
to [kɔntʃɛr...] íZízs; -s, -s (aus gleichbed. it. (voci) concerta
Kunstproduktion, bei dem mithilfe von Computern Gra
te, eigtl. „konzertierend^ Stimmen)“, Part. Präs, von con
fiken, Musikkompositionen, Texte u.a. hergestellt werden.
certare „konzertieren“): Gesamtheit der konzertierenden
Comlpu|ter|linlgu|is|tik die; -: Bez. für linguistische
Solostimmen; Ggs. ÎRipieno (Mus.). Con|cer|ti|no¿as;
Forschungen, bei denen man Computer für die Bearbei
-s, -s (aus gleichbed. it. concertino, Verkleinerungsform
tung u. Beschreibung sprachlicher Probleme verwendet.
von concerto „Konzert“): 1. kleines Konzert. 2. Gruppe
Comlpulterllylrik die; -: svw. Computertext, comlpuvon Instrumentalsolisten im Concerto grosso. Conlcertern: (ugs.) mit dem Computer arbeiten, umgehen. Comto groslsorZös; - -, ...ti ...ssi (aus it. concerto grosso „gro
pulter si mullaiti on die; -: das Durchrechnen eines in
ßes Konzert“): 1. Gesamtorchester im Gegensatz zum soder Zeit ablaufenden Prozesses durch einen Computer, um
listisch besetzten Concertino (2). 2. Hauptgattung des ba
ausgewählte Eigenschaften des Prozessablaufs sichtbar zu
rocken Instrumentalkonzerts (für Orchester u. Soloinstrumachen. Comlpulterltext der; -[e]s, -e: von bes. pro
276
Concerts spirituels
mente). Conicerts spiiriltu els [kôserspiri’tÿcl] die
(Plur.) (aus gleichbed. fr. concerts spirituels, eigtl. „Kir
chenkonzerte“): erste öffentliche Konzerte mit zumeist
geistl. Werken in Paris (18. Jh.)
Conlcetlti [kɔn'tsɛti] vgl. Konzetti
Con cha [k...J usw. vgl. Koncha usw.
Conlcilerge [kð'siɛrʃ, fr. kð'sjɛrʒ] der od. die: -, Plur. -s,
auch -n [..,ʒn] (aus gleichbed. fr. concierge, dies über das
Vulgärlat. zu lat. conservus „Mitsklave“): franz. Bez. für
Hausmeister[in], Portierfsfrau]. Con|ci|er|ge|rie [kösiɛrʒə.... fr. kðsjɛrʒə...] die; - fr.; zu conciergerie, eigtl.
„Hausverwaltung“): Pariser Untersuchungsgefängnis, in
dem zahlreiche prominente Opfer der Franz. Revolution
inhaftiert waren
Conlcillia Ple bis [kɔntsi:... -] die (Plur.) (aus gleichbed.
lat. concilia plebis, eigtl. „Volksversammlung“): die Ver
sammlung der nach T Tribus geordneten Î 1 Plebs im antiken
Rom im Gegensatz zur Versammlung des Gesamtvolkes
(Komitien)
conlciltaito [kɔntʃi...] (z'r.; Part. Perf. von concitare „erre
gen, aufregen“): erregt, aufgeregt (Vortragsanweisung;
Mus.)
Conlclalmaltio [kɔnkla...] die; -, ...tiones [...ne:s] (aus /a/,
conclamatio „Anrufung“ zu conclamare „laut (aus)rufen,
verkünden“): in der Antike Teil des röm. Totenzeremo
niells, bei dem die Familienangehörigen den Verstorbenen
direkt nach dem Ableben mehrmals mit seinem Namen an
riefen
Conlclulsio [kɔn'klu:...] vgl. Konklusion
Con|cor|dia [kɔn'kɔr...] vgl. Konkordia
Conlcours hip pique [kökuri'pik] der; - -, - -s [kökurzipik] (aus gleichbed. fr. concours hippique zu mlat. concur
sus „Wettkampf1 (eigtl. „das Zusammenlaufen“) u. gr.
hippikkös „zum Pferd gehörig“): franz. Bez. für Reit- u.
Fahrturnier. Conlcurlsus di vi nus [kɔnkor... di'vi:...]
der; - - (aus lat. concursus divinus „göttliche Mitwir
kung“): die unmittelbare göttliche Mitwirkung an den
Handlungen der Geschöpfe (kath. Theologie)
Cor>|den|sa [k...] das; - (Kunstw. zu lat. condensus „zu
sammengedrängt, verdichtet“): keramischer Isolierstoff
(Elektrot.). Conldenlsilte® das; - (Kunstw.; vgl. '...it):
flüssiges Binde- u. Imprägniermittel
con dis|cre|zi|o|ne [kɔn diskre...] {it.; vgl. Diskretion): mit
Takt, mit Zurückhaltung, in gemäßigtem Vortrag (Vor
tragsanweisung; Mus.)
Conldi|ti|olna|lis [k...] vgl. Konditional. Conldiltiolnal
Sti mu lus [kən'dɪʃənəl 'stɪmjʊləs] der; - -, - - (aus engl.
conditional stimulus „bedingter Stimulus“): charakteris
tisches Zeichen, das einen bedingten Reflex auslöst (Psy
chol.). Con|di|tio|ning [kən'dɪʃənɪŋ] das; -s, -s (aus
engl. conditioning zu to condition „bestimmen“, dies
über condition „(Vor)bedingung, Voraussetzung“ zu lat.
conditio, Gen. conditionis „Bedingung, Voraussetzung;
Verhältnis, Lage“): svw. Konditionierung. Conldiltio
silne qua non [kɔn'di:...------ ] die;---- (aus lat. condi
cio sine qua non „Bedingung, ohne die nicht“): 1. not
wendige Bedingung, ohne die etwas anderes nicht eintre
ten kann, unerlässliche Voraussetzung (Philos.). 2. svw.
Äquivalenztheorie (1)
Conldiltor [k...] der; -s, ...tores [,,,re:s] (aus gleichbed. lat.
conditor zu condere „(er)bauen, gründen“): (veraltet)
Gründer, Stifter, Erbauer
con dollcezlza [kɔn dɔftʃɛ...] {it.; eigtl. „mit Süße, Sanft
heit“): süß, lieblich (Vortragsanweisung; Mus.), con dololre {it.; eigtl. „mit Schmerz“): svw. doloroso
Conldom [k...] usw. vgl. Kondom usw.
Conldor [k...] der; -[s], -[s] {span.; vgl. Kondor): Münzein
heit in Chile
Con|dot|ti|e|re [k...] vgl. Kondottiere
[kən'dʌktəns] die; - (aus engl. conductance
„Übertragung“ zu to conduct „führen, leiten“, dies aus lat.
conductus, Part. Perf. von conducere „zusammenführen,
vereinigen“; vgl. Konduktanz): Funktionsgröße für Strö
mungsverhältnisse, z.B. im Bronchialsystem (Med.).
Conlducltus [kɔn'dʊk...] u. Konduktus der; -, - (aus /aZ.
conductus „das Zusammenführen“): a) einstimmiges lat.
Lied des Mittelalters; b) eine Hauptform der mehrstimmi
gen Musik des Mittelalters neben 1 Organum (1) u. Î Mo
tette (Mus.)
Conldulilte [k..., auch kö'dyi:t(a)] vgl. Konduite
Conldyllus [k...] der; -, ...li (über lat. condylus aus gr. köndylos „Knochengelenk“): Gelenkkopf, -fortsatz (Med.)
con eflfetlto [kɔn-] {it.; eigtl. „mit Wirkung“): svw. effettuoso. con es|pres|si|o|ne* {it.; eigtl. „mit Aus
druck“): svw. espressivo
Conlducltance
Con|fé|dé|ra|tion
Française
des Tralvaillleurs
Chré tiens [köfederas jô fra'sɛz de trava'jær kre'tjɛ] die; -
----- fr.): Spitzenorganisation der franz, christlichen Ge
werkschaften; Abk.: CFTC. Conlfédération Générale du Tralvail [- ʒene'ral dy tra vaj] die;----- fr.): Spit
zenorganisation der franz, sozialistischen Gewerkschaf
ten; Abk.: CGT. Conféldération In ter na tiolnale
des Solciéltés d'Aulteurs et Comlpolsilteurs [- ɛtɛrnasjɔ'nal de sɔsje'te do'tærze kðpozi'tæ:r] die;.................
fr. ) : Internationale Vereinigung zum Schutz der Urheber
rechte; Abk.: CISAC
conifer [k...J (Imperativ von lat. conferre „vergleichen“):
vergleiche!; Abk.: cf., cfr., conf. Conlfélrence [kofe'ra:s]
die; -, -n [...sn] (ausfr. conférence „Vortrag“, dies aus mlat.
conferentia, vgl. Konferenz): Ansage eines Conférenciers.
Con|fé|ren!ci|er [köferä'sie:] <Zer; -s, -s (aus gleichbed. fr.
conférencier): [witzig unterhaltender] Ansager im Kaba
rett od. Variété, bei öffentlichen u. privaten Veranstaltun
gen. con|fe|rie|ren vgl. konferieren (2)
Con fes sio [k...] Äe; -, ...ones [...ne:s] (aus lat. confessio
„Geständnis, Bekenntnis“ zu confiteri „eingestehen“):
1. a) Sünden-, Glaubensbekenntnis; b) Bekenntnisschrift
[der Reformationszeit], z. B. - Augustana, - Helvetica; vgl.
Konfession. 2. Vorraum eines Märtyrergrabes unter dem
Altar in altchristlichen Kirchen. Conlfeslsio Auigustalna vgl. Augustana. Conlfeslsio Bellgilca [- ...ka] die;
- - {lat. ) : Bekenntnisschrift der reformierten Gemeinden in
den span. Niederlanden (1561). Conlfeslsio Galllilcana [- ..,'ka:na] die; - - {lat.): Bekenntnisschrift der refor
mierten Gemeinden Frankreichs (1559). Conlfeslsio
Hellveltilca [- ... ve:tika] vgl. Helvetische Konfession.
Conlfeslsor der; -s, ...ores [,,,re:s] (aus lat. confessor
„Bekenner“): Ehrenname für die verfolgten Christen [der
röm. Kaiserzeit]
Con|fi|ance [kð'fla:s] die; - (aus gleichbed. fr. confiance zu
confier „(an)vertrauen“, dies aus lat. confidere „vertrau
en, hoffen“): (veraltet) Zuversicht, Vertrauen
Con|fi|na|lis [k...] die; - (aus lat. confinalis „angrenzend“,
eigtl. „die Grenze bildend“): Nebenschlusston der mittel
alterlichen Kirchentöne auf der t Quinte des Schlusstones
(Mus.). Conlfinelment [kən'fammənt] das; -s (aus engl.
confinement „Einschließung“, dies aus gleichbed. fr. con
finement zu confiner „einsperren“, eigtl. „angrenzen“, zu
confins, confines „Grenzen“, dies zu lat. confinis „an
grenzend“): Bez. für die Tatsache, dass es bisher nicht ge
lungen ist, 1 Quarks als isolierte, freie Teilchen aufzufin
den, sondern nur eingeschlossen in 1 Hadronen (Phys.)
Conlfilselrie [k...] usw. vgl. Konfiserie usw.
Conlfiltelor das; - (zu lat. confiteor „ich bekenne“; vgl.
Confessio) : allgemeines Sündenbekenntnis im christlichen
Gottesdienst; vgl. Konfitent
Con|foeldelra|tio Hellveltilca [kɔnfo... hɛl`ve:tika] die; - {lat.): Schweizerische Eidgenossenschaft; Abk.: CH
Constituante
[kɔn-] (it.): mit Kraft, mächtig, wuchtig (Vor
tragsanweisung; Mus.)
Con|fra|ter[k...] vgl. Konfrater
con fuloleo[kɔn fuo:ko] (it.; „mit Feuer“): heftig, schnell
(Vortragsanweisung; Mus.)
Conlfultaltio [k...] die; - (aus (m)lat. confutatio „Widerle
gung“ zu lat. confutare „zurückweisen, zum Schweigen
bringen“): die Erwiderung von kath. Seite auf die t Augus
tana (verfasst 1530)
Conlga [kɔŋga] die; -, -s (aus gleichbed. amerik.-span. con
ga, zum afrik. Landesnamen Kongo): 1. kuban. Volkstanz
im 4/4-Takt. 2. große Handtrommel in der Musik der kuban.
Schwarzen, auch im modernen Jazz verwendet
θonlge[kðʒe:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. congé, dies aus
lat. commeatus „Urlaub“): (veraltet) a) Urlaub, Abschied;
b) Entlassung [aus dem Dienst]
Conlgellaltio [k...] die; -, ...iones [,..ne:s] (aus lat. congela
tio „das völlige Gefrieren“ zu congelare „völlig gefrieren
machen, zum Erfrieren bringen“): lokale Erfrierung der
Haut u. des darunter liegenden Gewebes infolge längerer
Kälteeinwirkung (Med.). Con|ge|li|sol<fer; -s, -e (zu lat.
solum „Boden“): Dauerfrostboden
Conlgilalrilum [k...] das; -s, ...ien [...inn] (aus lat. congia
rium „Spende, Geschenk“): im alten Rom von den Kai
sern dem Volk gespendetes Geldgeschenk, urspr. in Natu
ralien in Höhe eines tCongius (z.B. Öl od. Wein). Congilus der; -, - (aus gleichbed. lat. congius): antikes röm.
Hohlmaß (3,275 1)
con gralzia [kɔn-] (it.; eigtl. „mit Anmut“): svw. grazioso
Con gress of in|dus|tri|al* Or ga niza tions [kɔŋgrɛs
əv m'dʌstrɪəl ɔ:gənafzeɪʃənz] der; - — (engl.): Spitzenor
ganisation der amerik. Gewerkschaften; Abk.: CIO
Conlgreveldruck ['kɔngri:v...] der; -[e]s (nach dem engl.
General u. Ingenieur W. Congreve, 1772-1828): (veraltet)
ein Farbdruckverfahren
Colniac ['kɔnjak] das; -[s] (fr.; nach der franz. Stadt Co
gnac): eine Stufe der Kreide (Geol.)
Co ni fe rae [kɔ'ni:ferɛ] vgl. Konifere
con imlpelto [kɔn-] (it.; eigtl. „mit Ungestüm“): svw. im
petuoso
conliuncltis vi ri bus [kɔnjʊŋk... viri...] (lat.): mit ver
einten Kräften. Conljulgalta die; -, ...tae [...te] (aus
lat. coniugata, Part. Perf. (Femininum) von coniugare
„zusammenjochen, zusammenpaaren“): Beckenmaß,
Abstand zweier bestimmter Punkte des Beckens vonei
nander (Anat.); vgl. Konjugate. Conljuncltilva [...v...]
vgl. Konjunktiva. Con|junc|ti|vi|tis vgl. Konjunktivi
tis
con leglgielrezlza [kɔn lɛdʒɛ...] (it.): mit Leichtigkeit, oh
ne Schwere (Vortragsanweisung; Mus.)
con molto [kɔn-] (it.): mit Bewegung, etwas beschleunigt
(Vortragsanweisung; Mus.)
Conlnaislsance [,..'sä:s] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr.
connaissance zu connaître „kennen, erkennen“, dies aus
gleichbed. lat. cognoscere): (veraltet) a) Bekanntschaft,
Kenntnis; b) Bekanntenkreis. Conlnaislseur [,,,'so:n]
der; -s, -s (aus gleichbed. fr. connaisseur): (veraltend) Ken
ner, Sachverständiger; Feinschmecker
Conlnecltion [kɔ'nɛkʃən] die; -, -s (aus gleichbed. engl.
connection, dies aus /ɑi. con(n)exio „Verbindung, Ver
knüpfung“ zu eon(n)eetere „zusammenknüpfen, verbin
den“): Beziehung, Zusammenhang, Verbindung
con paslsilolne[kɔn -] (it.; eigtl. „mit Leidenschaft“): svw.
passionato, appassionato
con pilelta[kɔn pje'ta] (it.; eigtl. „mit Andacht“); svw. pietoso
Conlquis ta [kɔŋ'kista] Æe; - (aus span, conquista „Erobe
rung“ zu conquistar „erobern“, dies aus lat. conquisitum,
Part. Perf. (Neutr.) von conquirere, vgl. konquirieren): die
con fpriza
Unterwerfung Mittel- u. Südamerikas durch die span.
Î Konquistadoren
Con|sciouslness-Rai|sing ['kɔnʃəsnɪsreɪzɪŋ] ifas; -[s], -s
(aus engl. consciousness raising, eigtl. „Bewusstseinshe
bung"): Form der I Psychotherapie (2), die dem Behandel
ten zur Bewusstseinserweiterung verhilft
Con|se|cu|tio Tem|po|rum[konze'ku:...-] die; - - (aus lat.
consecutio temporum „Aufeinanderfolge der Zeiten“ zu
consequi „(ver-, nach)folgen“ u. tempus, Plur. tempora
„Zeit“): Zeitenfolge in Haupt- u. Gliedsätzen (Sprachw.).
Conlselgulenlte [...'güentn] i/ze; -, -n (aus gleichbed. it.
conseguente, Part. Präs, von conseguiré „folgen“, dies aus
gleichbed. lat. consequi) : die auf die erste folgende, imitie
rende Stimme im Kanon (Mus.)
Con|seil[ko'se:j, fr. kö'sej] der; -s, -s (aus gleichbed.fr. con
seil, dies aus lat. consilium „(beratende) Versammlung“):
Rat, Ratsversammlung (als Bez. für verschiedene Staatsu. Justizinstitutionen in Frankreich, z. B. Conseil d’Etat =
Staatsrat); vgl. Konseil
Conlsenlsus [k...] der; -, - (aus lat. consensus „Überein
stimmung“, vgl. Konsens): Zustimmung; Consensus com
munis [k...]: allgemeine Übereinstimmung der kath. Gläu
bigen in einer Lehrfrage (Beweismittel für die Richtigkeit
eines kath. tDogmas); Consensus Gentium: Schluss von
der allgemeinen Geltung eines Satzes auf dessen begrün
deten Charakter (eigtl. „Übereinstimmung der Völker“;
Philos.); Consensus omnium: die Übereinstimmung aller
Menschen in bestimmten Anschauungen u. Ideen (z.B.
von der Gültigkeit der Menschenrechte u. a.), die oft auch
als Beweis für die Richtigkeit einer Idee gewertet wird ; vgl.
Konsens
con sen|ti|men|to [kɔn-] (z7. ; zu lat. sentire „fühlen, emp
finden“): mit Gefühl (Vortragsanweisung; Mus.)
Conlsillilum [k...] vgl. Konsilium. Conlsillilum Abeundi [- abe'ʊndi] das; - - (aus lat. consilium abeundi „Rat zum
Abgehen“ zu abire „ab-, Weggehen“): einem Schüler od.
einem Studenten förmlich erteilter Rat, die Lehranstalt zu
verlassen, um ihm den Verweis von der Anstalt zu ersparen
Con|sis|ten|cy [kən'sɪstənsɪ] die; -, -s (aus engl. consisten
cy „Beständigkeit“, dies aus mlat. consistentia zu lat. con
sistere „sich behaupten, erhalten bleiben“, eigtl. „hintre
ten, sich hinstellen“): Widerspruchsfreiheit, Stimmigkeit
der Angaben von Befragten (in der Markt- u. Meinungs
forschung)
Con|so|la|tio [k...] die; -, ...iones (aus lat. consolatio
„Trost, Tröstung“ zu consolari „trösten“): Trostgedicht,
-schrift (Gattung der altröm. Literatur); vgl. Konsolation
Conlsomlmé [kðsɔ me:], veraltet Konsommee z/ze; -, -s od.
das; -s, -s (aus gleichbed. fr. consommé, eigtl. „vollendet“,
substantiviertes Part. Perf. von consommer „zu Ende füh
ren“, dies aus lat. consummare „vollbringen, vollenden“):
Kraftbrühe [aus Rindfleisch u. Suppengemüse] (Gastr.)
con sorldilno [kɔn-] (it.): mit dem Dämpfer (Spielanwei
sung für Streichinstrumente)
Conlsort ['kɔnsɔ:t] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. con
sort, dies aus lat. consors „Teilhaber, Partner“): Bez. für
ein Kammermusikensemble, urspr. in der engl. Barock
musik, heute für Ensembles, die sich der zeitgenössischen
Interpretation bes. von Barockmusik [auf alten Instru
menten] verpflichtet fühlen
con spilrilto[kɔn-] (it.; eigtl. „mit Geist“): svw. spirituoso
Cons|ta|ble*['kanstsbl] der;-,-s (aus engl. constable „Poli
zist“; vgl. 'Konstabler): svw. ^Konstabler
Conlsti|tii|ante*[kôsti'tÿâ:t] die; -, -s [,..ä:t], eingedeutscht
auch Konstituante [kɔn...] die; -, -n (aus gleichbed. fr. (as
semblée) constituante zu constituer „feststellen, begrün
den“, dies aus gleichbed. lat. constituere; vgl. konstituie
ren): grundlegende verfassunggebende [Nationaljversammlung (bes. die der Französischen Revolution von
Constitutio Apostólica
1789). Con|sti|tu|tio Apos tóli ca [kɔn.......ka] die; - {lat.; „apostolische Festsetzung“): feierliche Form der
päpstlichen Verlautbarungen. Con|sti|tu|tion[engl. kɔnstɪtju:ʃən, fr. köstity'sjö] die; -, -s [engl. ,,,ʃənz, fr. ...sjo]
(über engl. vt.fr. constitution aus lat. constitutio „Bestim
mung; Verordnung“): in den angelsächsischen Ländern u.
in Frankreich Bez. für Verfassung
Conlstrucltio* ad Senlsum [kɔn'strʊktsio - -] die;----(aus lat. constructio ad sensum „Verbindung nach dem
Sinn“) : Satzkonstruktion, bei der sich das Prädikat od. At
tribut nicht nach der grammatischen Form des Subjekts,
sondern nach dessen Sinn richtet (z. B. eine Menge Äpfel
fielen vom Baum [statt: eine Menge Äpfel fiel ...];
Sprachw.); vgl. Synesis. Conlstrucltio apo Koi nu [- koy...] die;---- (zu gr. apô koinoü „vom Gemeinsamen“):
svw. Apokoinu. Conlstrucltio kalta Sy|nelsin*dze; —
(zu gr. katà sÿnesin „gemäß dem Verstand“): svw. Synesis
Conlsulallia [k...] od. Conlsulallilen [,,,iən] die (Plur.)
fat.): Fest zu Ehren von Consus, dem röm. Gott der ein
gebrachten Ernte
Con|su|e|tu|di|nes[kan...ne:s] die (Plur.) (aus lat. consue
tudines, Plur. von consuetudo „Gewohnheit“) : mittelalter
liche Vorschriften zum Mönchsleben u. Ausführungsbe
stimmungen zu den Regeln (z. B. zu Organisation, Verwal
tung u. Liturgie)
Conlsulltant [kən'sʌɪtənt] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
Consultant zu to consult vgl. Consulting): Berater
(Wirtsch.). Conlsullting [kən'sʌl...] das; -s (zu engl. con
sulting „beratend“ zu to consult „zu Rate ziehen“, dies
über fr. consulter aus lat. consultare „befragen“): Bera
tung, Beratungstätigkeit (bes. Unternehmensberatung).
Conlsulltum [kɔn...] das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat. con
sultum, eigtl. „Plan, Beschluss“): Senatsbeschluss (im an
tiken Rom)
Conlsulmer-Prolmoltion [kən'sju:məprəmoʊʃən] die; (aus engl. consumer promotion zu consumer „Verbrau
cher, Konsument“ (dies über to consume aus lat. consu
mere „ver-, aufbrauchen, verzehren“) u. promotion (vgl.
2Promotion)>: Bez. für auf die Endverbraucher eines Pro
duktes abzielenden Formen der Verkaufsförderung, z.B.
Gewinnspiele u. Probenverteilung
Conltactllinlse [kɔn'takt...] vgl. Kontaktlinse
Con|ta|gi|on [k...] usw. vgl. Kontagion usw.
Con|tai|ner[kon'te:nn, engl. kən'temə] der; -s, - (aus gleich
bed. engl. container zu to contain „enthalten“, dies über fr.
contenir aus lat. continere „Zusammenhalten“): 1. der ra
tionelleren u. leichteren Beförderung dienender Großbe
hälter in standardisierter [quaderförmiger] Größe, mit
dem Güter durch mehrere Verkehrsmittel ohne Umpacken
der Ladung transportiert werden können. 2. Großbehälter
zur rationellen Beseitigung von [speziellem] Müll. 3. Be
hälter zur Präsentation eines Angebots im Handel. 4. a)
behelfsmäßiger Wohnraum [für Asylbewerber] ; b) behelfs
mäßiger Gewerberaum für Banken, Sparkassen o. Ä. contai ne ri sie ren (zu Î...isieren): in Containern verschi
cken (von Waren od. Fluggepäck). Con|tailner|schiff
das; -[e]s, -e: Spezialfrachtschiff zum Transport von Con
tainern. Con|tai|ner|ter|mi|nal [,,,to:nminəl] der. auch
das; -s, -s: Hafen, in dem Container verladen werden.
Conltainlment [kən'teɪn...] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. containment, eigtl. „Eindämmung“): 1. [Schutz]umhüllung für Atomreaktoren. 2. (ohne Plur.) engl.-amerik.
Bez. für die Politik des westlichen Verteidigungsbündnis
ses
Con|tan|go [kan..., engl. kən'tæŋgoʊ] der; -s, -s (aus engl.
contango „Report; Aufgeld“): svw. Report (2)
'Conte [kö:t] die; -, -s [kö:t] (aus /k conte „Erzählung“ zu
conter, compter „erzählen“, dies aus lat. computare „be
rechnen“): Erzählform in der franz. Literatur, die unge
278
fähr zwischen Roman u. Novelle steht; Conte de Vieille
[köt də 'viɛj] (zu fr. vieille „Alte, Greisin“): Altweiberge
schichte; Contes des Fées [kðt de fe] (zu fr. fée „Fee, Zau
berin“): Feenmärchen
2Con|te [k...] der; -, Plur. -s u. ...ti (aus it. conte, dies aus Zat.
comes, vgl. Comte): hoher ital. Adelstitel (ungefähr dem
Grafen entsprechend)
Conltelben® [k...] das; -s (Kunstw.): ein Tuberkuloseheil
mittel (Med.)
Conltemlpolrain [kötäpo'rs] der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
contemporain, dies aus lat. contemporaneus zu cum „mit“
u. tempus, Plur. tempora „Zeit“): (veraltet) Zeitgenosse
Con|te|nan|ce [kotə'na:s(ə), fr. kðt'na:s] die; - (aus fr. con
tenance, eigtl. „Fassungsvermögen“, zu contenir „enthal
ten“, dies aus lat. continere „Zusammenhalten“): (veral
tend) Fassung, Haltung (in schwieriger Lage), Gelassen
heit
con telnelrezlza [kɔn-] (it.; eigtl. „mit Zartheit“): svw. teneramente
Cpnltentder; -s, -s (aus engl. content „Inhalt“ zu mlat. con
tentum): qualifizierter Inhalt, Informationsgehalt (bes.
von Websites; EDV). Conltentlprolvilder [...provaide]
der; -s, - (aus engl. content provider zu Î Content u. Î Pro
vider): Anbieter von Informationen im Internet
Conlterlgan® [k...] das; -s (Kunstw.): Handelsname für
das Schlafmittel (Thalidomid. Conlterlganlkind das;
-[e]s, -er: (ugs.) fehlgebildet geborenes Kind, dessen Mut
ter während der Schwangerschaft Contergan eingenom
men hatte
Cpnltes [k...]: Plur. von UConte. Conlteslsa die; -, ...ssen
(aus it. contessa, dies aus mlat. comitissa zu comes, vgl.
Comte): hoher ital. Adelstitel (ungefähr der Gräfin ent
sprechend). Coniteslsilna die; -, -s (aus it. contessina,
Verkleinerungsform von contessa, vgl. Contessa): ital.
Adelstitel (ungefähr der Komtesse entsprechend)
Cpnltest [k...] der; -[e]s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed. engl.
contest zu to contest „streiten um (etwas), bestreiten“,
dies über (alt)fr. contester „bestreiten, anfechten“ aus lat.
contestari „als Zeugen anrufen“): Wettbewerb (im Be
reich der Unterhaltungsmusik)
Conlti [k...]: Plur. von t2Conte
Conltilnuo [k...] der; -s, -s (zu it. continuo „fortgesetzt“):
Kurzform von ÎBasso continuo. Conltilnuous Milner
[kən'tɪnjʊəs 'maɪnə] der; --s, -- (aus gleichbed. engl. conti
nuous miner zu continuous „ununterbrochen“ u. miner
„Bergmann“): auf Raupen fahrbare, elektrohydraulisch
betriebene kombinierte Gewinnungs- u. Lademaschine im
Bergbau
Conltio [k...] die; -, ...tiones [,..ne:s] (aus gleichbed. lat. con
tio): im alten Rom eine von 'Magistraten (la) zu Mei
nungsäußerungen einberufene Volksversammlung, die im
Gegensatz zu den î Komitien keine Beschlüsse fassen
konnte
cpnlto [a] meta [k... (-)-] (it.): (Kaufmannsspr.) auf halbe
Rechnung
Conlto de Reis [port, 'kontu ðə 'rrŋiʃ, bras. - di 'rreis] der; - - {port.): port. (1 000 Escudos) u. bras. (1 000 Cruzeiros)
Rechnungseinheit
Conltouche [kð'tuʃ] die; -, -s (französierende Form zu
poln. kontusz, vgl. Kontusch): 1. in den 20er- u. 30er-Jahren des 18. Jh.s in ganz Europa übliches, aus dem Haus
mantel entwickeltes, bequemes Obergewand mit Falten im
Rücken. 2. svw. Adrienne
cpnltra* [k...] {lat.): lat. Schreibung von (kontra. Cpnltra
vgl. Kontra. Cpn traldanlza [...sa] die; -, -s (aus gleich
bed. span, contradanza zu/r. contredanse, vgl. Contredan
se): kuban. Gesellschaftstanz des 19. Jh.s. Con|tra|dictio in Adljeclto [...'djk... -at'jskto] die; - - - (aus lat. con
tradictio in adiecto „Widerspruch im Hinzugefügten“):
279
Coordinates
Widerspruch zwischen der Bedeutung eines Substantivs u.
Lebensmittel, die schon für den Verbrauch weitgehend zu
dem hinzugefügten Adjektiv, Sonderform des ÎOxymo
bereitet sind u. daher eine Arbeitserleichterung bedeuten
rons (z.B. der arme Krösus; Rhet., Stilk.). con tra le
(z.B. tiefgefrorene Fertiggerichte, kochfertige Suppen).
gem (Jat.y. gegen den [reinen] Wortlaut des Gesetzes
Con|ve|ni|ence-Goods [...gudz] die (Plur.) (aus engl.
(Rechtsw.); Ggs. Îintra legem. Conltrallto der; -[s], -s
convenience goods „Bequemlichkeitsgüter“ zu goods
(aus gleichbed. it. contralto, eigtl. „tiefe Altstimme“, zu
(Plur.) „Güter“): Güter des täglichen Bedarfs, die der Ver
lat. contra „gegen“ u. altus „hoch; tief'): ital. Bez. für
braucher (der Bequemlichkeit u. des geringen Zeitaufwan
Altfstimme], Altistin (Mus.). Conltralpas der; -, Plur. des wegen) in der unmittelbaren Nachbarschaft kauft u.
od. -es (aus katal. contrapäs „Gegenschritt“, zu lat. passus
bei denen keine nennenswerten Qualitäts- u. Preisunter
„Schritt“): katalanischer Tanz, in dem die Passion Christi
schiede bestehen (z.B. Brot, Gemüse, Zigaretten); Ggs.
dargestellt wird, conltralria conltra|ri|is (Za/.; „Entge
Î Shoppinggoods
gengesetztes mit Entgegengesetztem (bekämpfen)“): Conivent[k...] vgl. Konvent
Grundgedanke des Volksglaubens, bes. in der Volksmedi Con|ver|ter [kɔn'vɛr...] vgl. Konverter. Conlveijtilble
zin, nach dem man Gegensätzliches durch Gegensätzli
Bonds[kan’va:tabl-]i/ze (Plur.) (aus gleichbed. engl.-ameches bekämpfen sollte; vgl. similia similibus. Conitrasito
rik. convertible bonds zu to convertible „sich umwandeln
der; -s, -s (aus ;7. contrasto „Widerstreit“ zu contrastare
lassen“ u. bond „Anleihe, Schuldverschreibung“): (in
„entgegenstehen“, dies zu lat. contra „entgegen“ u. stare
England u. in den USA) Schuldverschreibungen, die sich
„stehen“): ital. Form des mittelalterlichen Streitgedichts
auf Wunsch des Inhabers in Aktien der Gesellschaft um
(13. Jh.). Con|tra|te|norzZ<?r; -s, ...tenöre: die dem t ‘Te
wandeln lassen. Con|ver|ti|plane[kan’va:tiplem] das; -s,
nor (l)u. dem ÎDiskant (1) hinzugefügte Stimme in der
-s (engl. Kurzw. aus convertible „(um)wandelbar“ u. plane
Musik des 14. u. 15,Jh.s. Contrat social [kotrasɔsjal]
„Flugzeug“): Wandelflugzeug, für den Senkrechtstart ge
der; - - (aus gleichbed. fr. contrat social (im Titel des 1762
eignetes Flugzeug, das die Stellung des Tragwerkes u. der
veröffentlichten staatstheoretischen Hauptwerks von J.-J.
Triebwerke so verändern kann, dass die im Horizontal
Rousseau) zu lat. contractus „Vertrag“ u. socialis „gesell
flugzeug erzeugte Vortriebskraft in eine vertikal gerichte
schaftlich“): Gesellschaftsvertrag (Philos., Pol.), con
te Hubkraft umgewandelt wird
tre.,., Conltre... [kotrə...] vgl. konter..., Konter... con Coniveyler [kɔn ve:n] der; -s, - (aus gleichbed. engl. con
tre eæur[kðtrəkæ:r] fr.; eigtl. „gegen das Herz“): zuwi
veyer zu to convey „befördern, transportieren“, dies über
der. Con|tre|coup[...’ku:j der; -s, -s (aus/r. contrecoup
altfr. conveier „begleiten“ aus vulgiirlat. *conviare „Geleit
„Rückschlag“): bei einem heftigen Aufprall entstehende
geben“ zu tkon... u. lat. via „Weg“): Becherwerk, Förder
Gegenkraft, die ihrerseits Verletzungen auch an der der
band
Aufprallstelle gegenüberliegenden Seite hervorruft Conlvilvilum mulsilcum [kɔnvi:vium ...kum] das; - -,
(Med.). Con|tre|danse[...'dä:s] die od. der; -, -s [,..'dä:s]
...via ...ca [...ka] (aus lat. convivium musicum „musikali
(aus fr. contredanse, eigtl. „Gegentanz“): svw. Kontresches Gastmahl“): Zusammenkunft zu geselligem Musi
tanz. Con|trelépreuve[kôtre‘prœ:v]die;-,-s(ausgleich
zieren im 16. Jh., die mit einem Gastmahl verbunden war,
bed. fr. contre-épreuve, eigtl. „Gegenprobe“): Gegen
Vorform des Î Collegium musicum
druck (Druckw.). Con|tre|fa|con['kötrafasön] das; -[s], Con|voi[kon'voy, auch 'kɔn...] vgl. Konvoi
-s (aus gleichbed. fr. contrefaçon zu contrefaire „paro Con|voi|tise[kövoa'ti:z] zZze; - (aus gleichbed. fr. convoitise
zu convoiter „begehren“, dies über älter fr. coveitier aus
dieren, nachmachen“, eigtl. zu contre „gegen“ (dies zu lat.
spätlat. *cupidietare): (veraltet) Lüsternheit, Begehrlich
contra) u. façon „Art, Weise; Stil“ (vgl. Fasson)): Fäl
keit
schung der Originalausgabe eines Buches. Conltreltanz
['kðtrə...] vgl. Kontretanz. Con trol ler [kən'troolə] der; Conlvoyler ['kɔnvoɪə] der; -s, -s (zu engl. convoy „Beglei
tung, Geleit“, vgl. Konvoi): (veraltet) bewaffneter Beglei
-s, - (aus gleichbed. engl. controller, eigtl. „Aufseher“, zu
ter, bes. Postbegleiter
control „Aufsicht, Kontrolle“, dies aus fr. contrôle, vgl.
Kontrolle): 1. Fachmann für Kostenrechnung u. Kosten Coolkie ['kʊkɪ] der; -s, -s (aus engl. cookie „Plätzchen,
Keks“): 1. Keks, Plätzchen. 2. (meist Plur.) Datei, die von
planung in einem Betrieb. 2. Kurzform von TMikroconAnbietern des T Internets auf der Festplatte hinterlassen
troller. Conltrollling [kən'troolɪŋ] das; -s (aus engl. con
wird (EDV)
trolling „Steuerung“ zu to control „(nach)prüfen, überwa
chen“, dies aus gleichbed. fr. contrôler, vgl. kontrollieren): Cooklsolnia [kok...] die; -, ...nien [,,,iən] (aus gleichbed.
nlat. cooksonia; nach dem brit. Seefahrer J. Cook
von der Unternehmensführung ausgeübte Planungs- u.
(1728-1779)): fossile Gattung der Nacktfarne (Obersilur
Kontrollfunktion (Wirtsch.). Conltrolltowler [kənbis Unterdevon), älteste bekannte Landpflanze der Erde
'trool'taʊə] vgl. Tower (1)
Con|tus[k...] der; -, ...ti (aus gleichbed. lat. contus, dies aus eool[ku:l] (aus gleichbed. engl. cool, eigtl. „kühl“): (salopp)
1. leidenschaftslos, nüchtern, sachlich u. kühl im Handeln
gr. kontós) : lange Lanze mit Eisenspitze (der altröm. Rei
od. Einschätzen einer Situation. 2. sehr gut, in hohem Maß
terei)
gefallend, ideal, ɑooller[ ku:lə] der; -s, - (zu Tcool): erfri
Colnu|bilum[k...] vgl. Konubium
schendes alkoholisches Bargetränk, ein ÎLongdrink. Cool
Con ur ba tion [kɔnə:'beɪʃən] die; -, -s u. Konurbation
jazz['ku:l ʤæz] der; -- (aus amerik. cool jazz): Jazzstil
[kɔnʊrba tsio:n] die; -, -en (aus engl. conurbation „städti
der 1950er-Jahre (als Reaktion auf den Î Bebop). Cool
sches Ballungsgebiet“ zu lat. con- (vgl. kon...) u. urbs
ness [`ku:lnɛs] iZze; - (aus gleichbed. engl. coolness): das
„Stadt“): besondere Form städtischer ÎAgglomeration,
Coolsein
die sich durch geschlossene Bebauung u. hohe Bevölke
Coo|pe|rit[ku:pa..., auch ...rit] der; -s, -e (nach dem engl.
rungsdichte auszeichnet; Stadtregion
Mineralogen R. A. Cooper (20. Jh.) u. zu t2...it>: ein Sul
Co|nus[k...] der; -, ...ni (über lat. conus aus gr. könos „Pi
fidmineral
nienzapfen, Kegel“): 1. Zapfen der ÎKoniferen. 2. kegel
förmige Anschwellung eines Organs (Med.). 3. Gattung Colorldilnates [koʊ'ɔ:dməts] cZZe (Plur.) (aus gleichbed.
engl. Coordinates zu to coordinate „beiordnen, aufeinan
aus der Familie der Kegelschnecken mit kegelförmigem
der abstimmen“, dies zu t kon... u. ZaZ. ordinare „ordnen“) :
Gehäuse (Zool.); vgl. Konus
mehrere aufeinander abgestimmte Kleidungsstücke, die
Con|velni|ence-Foods [kən'vi:njənsfɑdz] die (Plur.) (zu
zusammen od. mit anderen Stücken kombiniert getragen
engl. convenience food „Fertignahrung“ zu convenience
werden können
„Annehmlichkeit, Bequemlichkeit“ u. food „Nahrung“):
Cop
[kɔp] der; -s, -s (Kurzform von engl. copper „Polizist“,
dies wohl zu to cop „erwischen, fangen“): (ugs.) amerik.
Verkehrspolizist
Colpa ['kɔpa] die: -, -s (aber: 5 -) <aus gleichbed. span, copa,
eigtl. „Becher, Kelch“, dies aus spätlat. cuppa „Vase, Ge
fäß“, Nebenform von lat. cupa „Tonne, Fass“) : altes span.
Hohlmaß (0,126 1)
Co|per|ta|gia|sur [k...] die; -, -en (zu it. coperta „Decke“
bzw. coperto (vgl. coperto) u. ÎGlasur): durchsichtige
Bleiglasur für Î Fayencen zur Erhöhung des Glanzes, coperlto (Zr. ): bedeckt, mit teilweise abgedeckter Membran
(z. B. von Pauken; Vortragsanweisung; Mus.)
Colpillot [k...] vgl. Kopilot
Colping ['koopɪŋ] das; -s, -s (aus engl. coping „Mauerabde
ckung“ zu cope „Decke, Dach“, dies über das Mittelengi,
aus spätlat. cappa, vgl. Kapuze): obere Kante der tHalf
pipe
Colpla* [k...] die; -, -s <aus span, copla „Vers, Liedchen“,
dies aus lat. copula „Band, Verbindung“): volkstümliches
span. Lied in vier achtsilbigen Versen
Colproldukltilon [k...] vgl. Koproduktion, colprolduzielren vgl. koproduzieren
Co py right ['kɔpirait] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. co
pyright, eigtl. „Vervielfältigungsrecht“): Urheberrecht des
brit. u. amerik. Rechts. Colpylshop ['kɔpiʃɔp] der; -s, -s
(aus engl. copy „Kopie“ u. TShop): Geschäft, das einen
Vervielfältigungsdienst anbietet. Colpyltest ['kɔpi...]
der; -[e]s, -s (aus gleichbed. engl. copy test, eigtl. „Nach
ahmungsversuch“): eine nach dem Copytesting-Verfahren
durchgeführte Untersuchung. Cplpylteslting das; -[s]
(aus gleichbed. engl. copy testing): werbepsychologische
Untersuchungsmethode, die die Qualität eines Werbemit
tels feststellen will, indem sie prüft, wie eine Personen
gruppe auf ein vorgelegtes Muster reagiert
Coq-à-1'Ane [kɔka'la:n] das; - (ms fr. coq-à-l’âne „zusam
menhangloses Geschwätz“, dies aus älter sauter du coq à
l’asne „vom Hahn auf den Esel überspringen“, einem seit
dem Spätmittelalter belegten franz. Sprichwort): Gattung
der Verssatire in der franz. Dichtung. Coq au Vin [kɔko'vɛ] das od. der; — (aus gleichbed. fr. coq au vin): Hähn
chen in Burgundersoße. Coq du Villlage [kokdyvi:'la:3]
der; -s - -, -s - - (aus/r. coq du village, eigtl. „Dorfhahn“):
(veraltet) Hahn im Korbe. Colquard [kɔ'ka:r] der; -s, -s
(aus gleichbed. fr. coquard, eigtl. „alter Hahn“): (veraltet)
alter Geck
Colquilllage [kɔki'ja:ʒ] die; -, -n [,,,ʒn] (aus gleichbed. fr.
coquillage zu coquille, vgl. Coquille): Muschelwerk als
Wandverzierung. Colquillle [ko'ki:j(ə), fr. kɔ'kij] die; -, -n
[...jan] (meist Plur.) (aus fr. coquille „Muschel“, Mischbil
dung aus coque u. lat. conchylium, dies aus gleichbed. mgr.
kogchÿlion): a) Muschelschale; b) in einer Muschelschale
angerichtetes Ragout
Colquin [kɔ'kɛ:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. coquin, weitere
Flerkunft unsicher): (veraltet) a) Schuft, Halunke; b)
Schelm, Spitzbube. Colquilnelrie [kɔkinə...] die; -, ...ien
(aus gleichbed. /r. coquinerie): (veraltet) a) Schurkerei,
Schurkenstreich; b) Schelmerei
Cor [ko:?] das; - (aus gleichbed. lat. cor): Herz (Med.)
co ram pu bli co* [k....... ko] {lat.): vor aller Welt, öffent
lich; vgl. koram
Cor beille [kɔr'bɛ:j] die; -, -n [,,,jən] (aus gleichbed./?. cor
beille, dies zu Zai. corbis „Korb“): (veraltet) 1. Hochzeits
geschenk des Bräutigams an die Braut. 2. Maklerraum an
der Börse. Corlbilllard [,,,bija:r] der; -s, -s (aus fr. corbil
lard, eigtl. „Leichenwagen“): (veraltet) großer Reisewa
gen [mit einem Korb am Heck]
Cord [k...] vgl. Kord. Corldai/ie,- -, -s (aus gleichbed. it. cor
da): ital. Bez. für Saite. Corde [kɔrd] die; -, -s [kɔrd] (aber:
3 -) (aus gleichbed. fr. corde, eigtl. „Schnur, Leine; Saite“):
Cop
280
altes franz. Volumenmaß für Brennholz (3,84m3). Cordelliler [kɔrdə'lie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. cordelier,
eigtl. „Strickträger“): 1. Bez. für die Franziskaner in
Frankreich bis zur Franz. Revolution. 2. (ohne Plur.) ra
dikale Vereinigung in der Anfangszeit der Franz. Revolu
tion. Cor|de|li|e|re [auch ,,,'liɛ:rə] die; -, -n (aus gleich
bed. fr. cordelière, eigtl. „Knotenschnur“): (veraltet) ge
knüpftes Frauenhalsband
Corldilal Méldoc [kɔrdjalme'dɔk] der; - -, - - (/?.; zu cordial
„herzstärkender Wein)“ u. nach Médoc, einer südwestfranz. Landschaft): Likör aus Destillaten franz. Weine
Cor|di|e|rit [kɔrdie,,,, auch ..,'rit] der; -s, -e (nach dem
franz. Geologen P. L. A. Cordier (1777-1861 ) u. zu T2...it>:
ein kristallines Mineral (Edelstein). Corldilelritlkelramik die; -: keramischer Werkstoff auf der Basis von Cordierit mit geringer Wärmeausdehnung, z.B. für feuerfes
tes Kochgeschirr u. Elektrowärmegeräte
Córldolba ['kɔr...] der: -[s], -[s] (nach dem span. Forscher F.
de Cordoba (fl526)>: Münzeinheit in Nicaragua
Corldon bleu [kordö'blo] das; - -, -s -s [kɔrdð'blo] (aus fr.
cordon bleu „blaues (Ordens)band“ (wegen der Wert
schätzung dieses Gerichts)): mit einer Käsescheibe u. mit
gekochtem Schinken gefülltes, zusammengeklapptes
[Kalbsschnitzel (Gastr.). Corldonlnelrie [,,,dɔnə...] die;
-, ...ien (aus gleichbed. fr. cordonnerie zu cordonner „zu
sammendrehen, flechten“, dies zu cordon „Schnur, Seil;
Reihe“; vgl. Corde u. Corda): (veraltet) Schuhmacherei,
Schuhmacherwerkstatt. Cor|don|ni|er [,,,dɔ'nie:] der; -s,
-s (aus gleichbed. fr. cordonnier): (veraltet) Schuhmacher.
Corldon sa|ni|taire [,,,dðsani'tɛ:r] der; - -, -s -s [...dösani'tɛ:r] (aus gleichbed. fr. cordon sanitaire): 1. Sperrgürtel
zum Schutz gegen das Einschleppen epidemischer Krank
heiten. 2. Grenzposten an einer Militärgrenze
Corldyllilne [k...] die; -, -n (über nlat. cordylina zu gr. kordÿlê „Kolben, Keule“): Keulenlilie, eine Gattung trop. Li
liengewächse, die zum Teil als Zimmerpflanzen gehalten
werden
Core [kɔ:] das; -[s], -s (aus engl. core „Kern, Innerstes“):
der wichtigste Teil eines Kernreaktors, in dem die Kern
reaktion abläuft (Kernphys). Corelspun ['kɔ:spʌn] das;
-s, -s (zu engl. spun, Part. Perf. von to spin „spinnen“):
Bez. für Kernmantelfäden, die aus einem Fadenkern be
stehen u. mit Fasern umsponnen sind (Textiltechnik).
Coreltwist der; -[e]s, -e (zu Î ‘Twist): Bez. für Kernman
telfäden, die aus einem Fadenkern bestehen u. mit Fäden
umwunden sind (Textiltechnik)
Corlfam® [k...[ z/ar; -[s] (Kunstw.): in den USA entwickel
tes synthetisches Material, das ähnliche Eigenschaften wie
Leder aufweist
Co|ri|o|lis|kraft [k...] die; - (nach dem franz. Physiker u.
Ingenieur G. G. Coriolis (1792-1843)): in einem rotieren
den Bezugssystem auf einen sich bewegenden Körper ein
wirkende Trägheitskraft (Phys.)
Colrilum [k...] das; -s (aus lat. corium „Haut, Fell, Leder“,
dies ausgr. chórion „Leder“): Lederhaut (zwischen Ober
haut [TEpidermis] u. Unterhautgewebe; Med.)
Corlkit [k..„ auch ..,'kit] der; -s, -e (nach dem Fundort
Cork, einer irischen Grafschaft, u. zu t2.,.it): ein grünes
Mineral
Corlnaldo [k...] iZer; -s, -s (aber: 5 -) (aus gleichbed. span.
cornado zu lat. cornu „Horn“ (vgl. Cornu), eigtl. wohl aus
span, coronado zu corona „Krone“ (dies aus gleichbed.
lat. corona, vgl. Korona), weil die Münze mit dem Präge
bild einer Krone versehen war): alte span. Kupfermünze
Cor|na|mu|sa [k...] die; -, -s (aus it. cornamusa „Blas
horn“): svw. Cornemuse. Corlnard [kɔr'na:r] der; -s, -s
(aus gleichbed. fr. cornard (eigtl. „Hörnerträger“) zu
corne „Horn“, dies aus gleichbed. Zaz. cornu; vgl. Cornu):
(veraltet) Hahnrei. Cprlnea [k...], eindeutschend auch
281
Kornea die; -, ...neae [...nee] (aus gleichbed. nlat. cornea,
dies zu lat. cornu „Horn“ ; vgl. Cornu) : Hornhaut des Au
ges (Med.)
Corlned Beef ['kɔ:nd 'bi:f] das; - -, auch Corlnedlbeef
das; - <aus gleichbed. engl. corned beef zu to corn „(mit
Salzkörnern) einpökeln“ u. beef „Rindfleisch“): zerklei
nertes u. gepökeltes Rindfleisch [in Dosen], Corlned
Pork [- 'pɔ:k] das; - -, auch Corlnedipork das; - <aus
gleichbed. engl. corned pork): zerkleinertes u. gepökeltes
Schweinefleisch [in Dosen]
Cor|ne|muse [kornomy:z] die; -, -s [kornümy:z] (aus
gleichbed. fr. cornemuse zu cornemuser „Dudelsack bla
sen“, dies zu corne „Horn" (aus lat. cornu; vgl. Cornu) u.
muser „dudeln“): Dudelsack, Sackpfeife. Corlner
['kɔ:nə] der; -s,- (aus gleichbed. engl. corner, eigtl. „Stra
ßenecke“, zu lat. cornu „Horn, äußerste Ecke"): 1. Ring
ecke (beim Boxen). 2. (auch Korner) planmäßig herbeige
führter Kursanstieg an Effekten- u. Warenbörsen, um die
Baissepartei in Schwierigkeiten zu bringen (Börsenwe
sen). 3. (österr., Schweiz., sonst veraltet) Ecke, Eckball
beim Fußballspiel. Corlnet à Pisltons [kɔrnɛapis'to]
das; —, -s - - [kɔrnɛza...] (aus fr. cornet à pistons „Klapp
horn“): svw. 2Kornett (2). Corlnette [kɔrnɛt] die; -, -n
[...tn] (aus gleichbed. fr. cornette, vgl. Kornett): (veraltet)
1.a) Standarte, Fähnlein, das der ÎKornett trug; b)
Schiffsflagge. 2. spitze Damenhaube. Corlnetltoz/as; -s,
Plur. -s u. ...ti (aus gleichbed. it. cornetto, eigtl. „kleines
Horn“, Verkleinerungsform von corno, vgl. Corno): klei
nes Grifflochhorn, Zink (ein altes Holzblasinstrument;
Mus.). Corlnetlton der; -[e]s, ...töne (zu fr. cornet, vgl.
2Kornett): Zinkenton, Stimmton der Stadtpfeifer
Cornlflakes ['kɔ:nfleɪks] die (Plur.) (aus gleichbed. engl.
cornflakes zu corn „Mais“ u. flake „Flocke“): geröstete
Maisflocken
Corlnilchon [kɔrni'jo:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. corni
chon, eigtl. „Hörnchen“, dies aus gleichbed. lat. cornicu
lum, Verkleinerungsform von cornu, vgl. Cornu): kleine,
in Gewürzessig eingelegte Gurke; Pfeffergürkchen. Cornilèlre [,,,'niɛ:rə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. cornière zu
corne „Ecke, Spitze“, vgl. Cornard): (veraltet) Kehlrinne,
Einkehlung (Archit.). Cor Ino ¿Zas; -, ...ni (aus gleichbed.
it. corno, dies aus lat. cornu „Horn“): Horn; Corno da
Caccia ['katʃa]: Waldhorn, Jagdhorn; Corno di Bassetto:
Bassetthorn (Mus.). Cprlnutfas; -[s], Cornua (aus lat. cor
nu „Horn“): 1. dem Tierhorn nachgebildetes metallisches
Signalinstrument des Altertums. 2. kleiner knöcherner,
knorpeliger od. häutiger Fortsatz (Anat.)
Corn|wal|lit[k..., auch ... ht] der; -s, -e (nach dem Vorkom
men in der engl. Grafschaft Cornwall u. zut2...it): ein dun
kelgrünes Kupferarsenatmineral
Co rol la [k...] vgl. Korolla. Colrolna usw. vgl. Korona
usw. Colroiner ['kɔrənu] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.amerik. coroner zu altfr. corone „Krone“, dies aus lat. co
rona): (in England u. in den USA) Beamter, der plötzliche
u. unter verdächtigen Umständen eingetretene Todesfälle
untersucht
Cor|po|ra[k...]: Plur. von t Corpus. Corlpolrate Delsign
['kɔ:pənt di zain] das; - -s, - -s (aus engl. corporate design
„Unternehmensdesign“ zu corporate „körperschaftlich“
u. design, vgl. Design): die gleichartige Gestaltung aller
Produkte eines Unternehmens od. einer Unternehmens
gruppe als Ausdruck u. Bestandteil der Corporate Identi
ty. Corlpolrate Idenltilty [- aɪ'dɛntətɪ] die; - -, - -s (aus
engl. corporate identity „Unternehmensidentität“, zu
identity „Identität“): Erscheinungsbild einer Firma in der
Öffentlichkeit (Warenzeichen, Form- u. Farbgebung der
Produkte, Verpackungen u. Ä.), in dem sich das Selbstver
ständnis hinsichtlich Leistungsangebot u. Arbeitsweise wi
derspiegelt; Abk. : CI. Cor|po|ra|tion [kɔ:pə'reɪʃn] ¿/ze; -,
Correttori
-s (aus engl. corporation „Körperschaft“, dies aus gleich
bed. spätlat. corporatio zu lat. corporatus, Part. Perf. von
corporare „zum Körper werden“): Kapitalgesellschaft
amerikanischen Rechts. Corps [ko:e] vgl. Korps. Corps
conlsullaire [korkösy'ler] ¿Zas; - -, - -s [... Te:r] (aus gleich
bed. fr. corps consulaire): franz. Bez. für Konsularisches
Korps. Corps de Balllet [kɔrdəba'lɛ] das;---- ,---- (aus
gleichbed. fr. corps de ballet): Ballettgruppe, -korps.
Corps de Lolgis [kɔrdəlɔ'ʒi] der; —, — (aus gleichbed.
fr. corps de logis): Hauptgebäude der barocken Schloss
anlage. Corps di|plo|ma|tique‘[kardiploma'tik]¿/as;--,
- -s [..,'tik] (aus gleichbed. fr. corps diplomatique): diplo
matisches Korps; Abk.: CD. Cprlpus das; -, ...pora (aus
lat. corpus „Körper“): 1. Hauptteil eines Organs od. Kör
perteils (Med.). 2. der zentrale Strang des I Vegetationske
gels einer Pflanze (Bot.); Ggs. tTunica (1). 3. svw. 2Korpus. Cprlpus Chrisltidas;- - (aus lat. corpus Christi „der
Leib Christi“): das 1 Altarsakrament in der kath. Kirche;
Corpus Christi mysticum [,,,kʊm]: [die Kirche als] der
mystische Leib Christi. Corlpuslcullum [...kulum] das;
-s, ...la (meist Plur.) (aus Z«t. corpusculum „Körperchen“,
Verkleinerungsform von corpus): kleines Gebilde im Or
ganismus (Med.). Cprlpus Delliclti [- de'hkti] das; - -,
...pora - (aus gleichbed. lat. corpus delicti): etwas, was als
Gegenstand für eine kriminelle, belastende Tat gedient hat
u. Beweisstück für die Überführung des Täters ist. Cor
pus Inlscripltilplnum La ti na rum [- ɪnskrɪp... -] das; - - (lat.; zu spätlat. corpus „Sammelwerk, Gesamtausga
be“): maßgebliche Sammlung der lat. Inschriften der Rö
merzeit. Abk.: CIL. Cprlpus Julris, auch Korpus Juris
das; - - (aus gleichbed. lat. corpus iuris, zu ius, Gen. iuris
„Recht, Gesetz“): Gesetzbuch, Gesetzessammlung. Cor
pus Julris Ca no ni ci, auch Corpus Iuris Canonici
[- 'ju:ris ka'no:nitsi] das;----- (lat.; zu mlat. canonicus
„kirchlich“): bis 1918 allein gültige Sammlung des kath.
Kirchenrechts; vgl. Codex Juris Canonici. Cprlpus Ju
ris CiIvillis [- - tsi'vi:lɪs] das; — (lat.; zu civilis „bürger
lich“): von dem oström. Kaiser Justinian im 6. Jh. n.Chr.
veranlasste Sammlung der damals geltenden Rechtsvor
schriften. Cprlpus lultelum [- 'lu:teʊm] das; - - (aus
gleichbed. lat. corpus luteum) : Gelbkörper des Eierstocks.
Cprlpus-Iultelum-Horlmon das; -s: weibliches Keim
drüsenhormon (Med.). Cprlpus Relforlmaltolrumdas;
- - (lat. ) : Gesamtausgabe der Schriften der Î Reformatoren
mit Ausnahme der Schriften Luthers; Abk.: CR
Corlral [k...] der; -s, -es (aus span, corral „Hof, Gehöft“
(weil das Theater urspr. in Höfen eingerichtet war)) : span.
Bez. für das [Volks]theater
Cor|rec|tio[ko'rsktsio] die; -, ...tiones [,,,ne:s] (aus ZzzZ. cor
rectio „Berichtigung“ zu corrigere, vgl, korrigieren): rhe
torische Figur in Form der Zurücknahme eines schwäche
ren Ausdrucks u. Ersatz durch einen stärkeren. Corlregeldpr [kɔreʒe...] der; Gen. -s u. -en, Plur. -en (aus port.
corregedor „Richter“, eigtl. „Verbesserer“, zu lat. corri
gere, vgl. korrigieren): hoher Verwaltungsbeamter in Por
tugal. Corlrelgildor [korexi...], auch Korregidor [,..x...]
der; Gen. -s u. -en, Plur. -en (aus span, corregidor „Rich
ter“, eigtl. „Verbesserer“, zu lat. corrigere, vgl. korrigie
ren): (früher in Spanien) Vorsteher des Magistrats einer
Stadt, der mit Rechtspflege u. Verwaltungsaufgaben be
traut ist
Corlrenlte [k...] die; -, -n (aus it. corrente, eigtl. „die Lau
fende“, dies aus lat. currens, Gen. currentis, Part. Präs,
von lat. currere „laufen“): ital. Form von (Courante
Corlretltplri [k...] die (Plur.) (aus it. corettori, Plur. von
correttore „Verbesserer; Zuchtmeister“, dies aus lat. cor
rector zu corrigere, vgl. korrigieren): Kollegium von 5
Richtern in Venedig, das das Leben eines verstorbenen
Dogen untersuchen u. beurteilen musste
c
Corrida [de Toros]
(- -)] die; - [- -s [- -] (aus span.
corrida (de toros) zu correr „laufen, hetzen“, dies aus lat.
currere „laufen, eilen“): span. Bez. für Stierkampf
Corlrieldalelschaf ['kɔrɪdeɪl...] das; -[e]s, -e (nach der
neuseeländ. Viehfarm Corriedale): ein urspr. in Neusee
land gezüchtetes, großwüchsiges Schaf
Corlrilgenlda [k...] vgl. Korrigenda. Corlrilgens vgl.
Korrigens. corlrilger la forltune [korijelafor'tyn] (/?.):
durch nicht ganz korrekte, geschickt-betrügerische Mani
pulationen dem Glück nachhelfen, machen, dass etwas zu
seinen Gunsten ausgeht; falsch spielen
Corlrilnolilde [k...] die (Plur.) (Kunstw.; vgl. ...oide):
ehern. Verbindungen mit einem dem Î Porphyrin ähnlichen
Grundgerüst
Cor|ro|bo|ra|tio[k...] die; - (aus spätlat. corroboratio „Be
stätigung“ zu lat. corroborare „kräftigen, stärken“): in
mittelalterl. Texten die Beglaubigung (z.B. das Siegel) an
kündigender Ausdruck
Corlrolbolree [kərɔbəri:] vgl. Korrobori
Cor sa ge [kɔr'za:ʒə] vgl. Korsage
Corlso [k...] vgl. Korso
Coijtailllodlkulltur [kɔrtajo...] die; - (nach dem Fundort
Cortaillod im Schweizer Kanton Neuenburg): Kultur
gruppe der Schweizer Jungsteinzeit
Corltège [kɔr'tɛ:ʒ] vgl. Kortege
Corlteljo [k...] der; -s, -s (aus span, cortejo „Aufwartung,
Gefolge; Liebhaber“ zu corte „(königlicher) Hof, Hof
staat“, dies über vulgärlat. cors, Gen. cortis aus lat. co
hors, Gen. cohortis „Hof(raum)‘‘; vgl. Kohorte): (veral
tet) jmd., der Frauen den Hof macht. Corltes die (Plur.)
(aus span., port, cortes, eigtl. „Reichsstände“, zu corte,
vgl. Cortejo): Volksvertretung in Spanien u. früher auch in
Portugal. Cotjtelse die; - (zu z7. cortese „höflich, artig;
höfisch“, dies zu corte „Hof, Hofstaat“; vgl. Cortejo):
sehr gute ital. Weißweinrebe
Corltex [k...] vgl. Kortex. Corltilcolid [_..ko'i:t] vgl. Kor
tikoid. Cor|ti|cos|te|rolid* vgl. Kortikosteroid. Coijticosltelron* vgl. Kortikosteron
Corltilgilalna [kɔrtidʒi'ɑnɑ] die; -, Plur. -s u. ...ne (aus z7.
cortigiana „Buhlerin, Kurtisane“ zu cortigiano „Höf
ling“, dies zu corte „Hof, Hofstaat“; vgl. Cortejo): reiche
Kurtisane als Typenfigur der t Commedia dell’Arte
Cotjfilne [k...] vgl. Kortine
Corltilorlgan [k...] das; -s (nach dem ital. Arzt A. Corti
(1822-1876)): die Sinneszellenschicht im Innenohr
(Med.)
Corltilsgl [k...] das; -s (Kunstw.): svw. Hydrokortison.
Cor|ti|son vgl. Kortison
Corlvée [kɔr've:] die; - (aus gleichbed. fr. corvée zu spätlat.
corrogata „gemeinsam auszuführende Arbeit“, dies zu
corrogare „zusammenbitten, -holen“): (veraltet) Fronar
beit, Frondienst
Colryldallis [ko...] vgl. Korydalis
Colrylfin® [k...] das; -s (Kunstw.): ein Mittel gegen Erkäl
tungskrankheiten. Colrylzavgl. Koryza
cos: Zeichen für Kosinus
Colsallit [k..., auch ... lit] der; -s, -e (nach dem Fundort Có
sala in Mexiko u. zu T 2...it>: ein graues Mineral
Cglsa Nosltra* [k...-] die; - - (it.; eigtl. „unsere Sache“):
kriminelle Organisation in den USA, deren Mitglieder vor
allem Italiener od. Italoamerikaner sind
co|sec: Zeichen für Kosekans
colsi fan tutlte [ko'zi: - -] (z7.): so machen es alle
Colsilnus [k...] vgl. Kosinus
Coslmalten [k...] die (Plur.) (nach dem ital. Vornamen
Cosmas, der in diesen Familien häufig vorkam): Bez. für
mehrere ital. Künstlerfamilien (12.-14. Jh.), von denen vor
allem wertvolle Mosaikarbeiten geschaffen wurden
Coslmea [k...] die; -, ...een (aus gleichbed. nlat. cosmea, zu
Corlrilda [de Tolros] [k...
282
gr. kösmos „Schmuck, Zierde“): Schmuckkörbchen
(Korbblütler). Coslmoltron* vgl. Kosmotron
Coss [k...] das; - (aus it. cosa „Sache, Ding, Gegenstand“,
Bez. der Unbekannten in Gleichungen): Frühform der Al
gebra im 15./16. Jh. Coslsisltendze (Plur.) (zu J...ist): die
Vertreter des Coss
Coslsylrit [k..., auch ... rit] der; -s, -e (nach Cossyra, dem
antiken Namen der Insel Pantelleria bei Sizilien, u. zu
t2...it): ein stark eisenhaltiges Mineral
'Cosita [k...] die; -, ...tae [...te] (aus gleichbed. lat. costa):
Rippe (Med.). zCos|ta die; - (aus gleichbed. span, costa,
vgl. 'Costa): span. Bez. für Küste
cost and freight [kost ənd Treit] (engl.; „Kosten u.
Fracht“): Klausel im Überseehandel, nach der Fracht- u.
Versandkosten im Preis eingeschlossen sind; Abk.: cf.
cost, inlsulrance, freight [- ɪn'ʃuərəns freit] (engl.;
„Kosten, Versicherung u. Fracht“): Klausel im Übersee
handel, nach der Fracht-, Versicherungs- u. Verladekosten
im Preis eingeschlossen sind; Abk.: cif
Cos|tum|bris|mo* [k...] der; - (aus gleichbed. span, cos
tumbrismo zu costumbres (Plur.) „Sitten u. Gebräuche“;
vgl. ...ismus (1)): Richtung in der span. Literatur des
19. Jh.s
cot: Zeichen für Kotangens. Coltanlgens [k...] vgl. Ko
tangens
Côte [ko:t] die; - (aus fr. côte „Rippe; Abteilung; Küste“,
dies aus lat. costa, vgl. 'Costa): franz. Bez. für Küste. Co
teau [kɔ'to] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. coteau): franz.
Bez. für Abhang, Hügel, Hügelkette. Côltellé [kotə'le:]
der; -[s], -s (aus fr. côtelé „gerippt“ zu côte, vgl. Côte):
Kleider- od. Mantelstoff mit feinen Rippen. Coltelline
[kotə'li:n] der; -[s], -s (zu t...ine): Möbelbezugsstoff mit
kordartigen Rippen
Coltiillon [kɔti'jð] vgl. Kotillon
Colton [ko'tð] vgl. Koton
Cotltage ['kɔtɪdʒ] das; -, -s (aus gleichbed. engl. cottage,
dies aus dem Altfranz.): 1. Landhaus, Häuschen. 2. (österr.) Villenviertel im Vorstadtbereich. Cotltagecheese [,,,tʃi:z] der; - (zu engl. cheese „Käse“): Bauern
käse aus Quark. Cotltagelstyle [...stall] der; Gen. - u. -s,
Plur. -s (zu engl. style „Stil“, eigtl. „Landhausstil“): engl.
Art des Bucheinbandes mit rechteckigem Mittelfeld, das
oben u. unten mit hausdachartigen Verzierungen ge
schmückt ist. Cot|tage|sys|tem das; -s: System in der
engl. Industrie, bei dem die Firma den Betriebsangehöri
gen Wohnungen stellt, die durch teilweise Einbehaltung
des Lohns in deren Eigentum übergehen
Cotlte [k...] die; -, -n (aus/r. cotte „Kutte“): im Mittelalter
unter dem Obergewand getragenes Kittelkleid
Cotlton [ kɔtn] der od. zto; -s (aus engl. cotton, dies über/?:
coton aus arab. qutun „Baumwolle“; vgl. Kattun): engl.
Bez. für [Gewebe aus] Baumwolle, Kattun; vgl. Koton.
cotlto|ni|sie|ren [kɔto...] vgl. kotonisieren
Cot|ton|ma|schi|ne['kotn...] die; -, -n (nach dem engl. Er
finder W. Cotton (1786-1866)): Wirkmaschine zur Her
stellung von Damenstrümpfen
Cotltonlöl ['kɔtn...] das; -[e]s (zu îCotton): aus Baumwoll
samen gewonnenes Öl
Cotltonlstuhl ['kɔtn...] vgl. Cottonmaschine. Cotltonwood ['kɔtnwʊd] das; -[s] (aus engl. cottonwood, eigtl.
„Baumwollholz“): Holz der amerik. Pappel
Cot|trell|ver|fah|ren* [k...] das; -s (nach dem amerik. Er
finder F. G. Cottrell (1877-1948)): Verfahren zur elektro
statischen Entstaubung von Gasen
Co|tun|nit [k..., auch ... nit] der; -s (nach dem ital. Arzt
D. Cotugno, latinisiert Cotunnius (1736-1822), u. zu
Î 2...it>: ein rhombisches Mineral
Coltyllolsaulner [k...] vgl. Kotylosaurier
Couch [kautʃ] die, Schweiz, auch der; -, Plur. -s, auch -en.
283
Schweiz, auch -[e]s (aus gleichbed. engl. couch, dies aus/r.
couche „Lager“ zu coucher „hinlegen“, dies aus lat. collocare „hinsetzen, niederlegen“): breiteres Liegesofa mit
niedriger Rückenlehne, couche [kuʃ] (/r.; Imperativ von
coucher „niederlegen“): leg dich!, still! (Zuruf an Hunde),
ɑoulehetlte[kuʃɛtə] die;-, -s (aus gleichbed. fr. couchet
te, eigtl. Verkleinerungsform von couche, vgl. Couch):
(veraltet) Liegewagenplatz (Eisenbahn). Couchlgarlnitur [kautʃ,,,] die; -, -en (zu TCouch): aus meist zwei Ses
seln u. einer Couch bestehende Polstersitzgruppe.
Couchlpoltalto [,,,pə teɪtoo] die; -, -es [...tous] (zu engl.
potato „Kartoffel“): jmd., der am liebsten [fernsehend]
auf der Couch sitzt od. liegt; Couchkartoffel. Couch
tisch der; -[e]s, -e: niedriger Tisch für eine Î Couciigarnitur
Cou dée [ku de] die; -, -s (aber: 3-) (aus fr. coudée „Elle“
zu coude „Ellenbogen“, dies aus lat. cubitus, cubitum): al
tes franz. Längenmaß von etwa 50cm. Cou|dé|sys|tem
das: -s (zu fr. coudé „gekrümmt, bogenförmig“): optisches
System in einem Spiegelteleskop (Astron.)
Cou|é|is|mus [kue ɪsmʊs] der; - (nach dem franz. Apothe
ker E. Coué (1857-1926) u. zu t ...ismus (3)> : Entspannung
durch Î Autosuggestion (ein Heilverfahren)
Coullalge [kula:ʒə] die; -, -n (aus fr. coulage zu couler
„(durch)gießen, fließen, gleiten“, dies aus lat. colare
„durchseihen“): franz. Bez. für Leckage (Gewichtsverlust
bei flüssigen Waren durch Aussickern, Verdunsten od. ei
ne Leckstelle), coullant [ku'lä:] vgl. kulant
Coulleur [ku’lom] die; -, -s (ausfr. couleur „Farbe“, dies aus
lat. color): 1. (innerhalb einer gewissen Vielfalt) bestimmte
geistig-weltanschauliche Prägung (einer Person). 2.
Trumpf (im Kartenspiel). 3. Band u. Mütze einer studen
tischen Verbindung
Coullis [ku'li:] die; -, - (aus gleichbed. fr. coulis zu couler,
vgl. Coulage): weiße od. braune Soßengrundlage (Gastr.)
Cou loir [ku’loa.n] der od. das; -s, -s (aus fr. couloir „Ver
bindungsgang; Ort, wo man laufen kann“ zu couler, vgl.
Coulage): 1. (veraltet) Verbindungsgang. 2. (Schweiz, nur
das) Schlucht, schluchtartige Rinne ( Alpinistik). 3. einge
zäunter, ovaler Sprunggarten zum Einspringen junger
Pferde ohne Reiter
Coullomb [ku'lö:] das; -s, - (nach dem franz. Physiker Ch.
A. de Coulumb (1736-1806)): Maßeinheit für die Elektri
zitätsmenge (1 C = 1 Amperesekunde); Zeichen C. Coulomblmelter [ku'lö...], auch Coullolmelter [kulo...]
das; -s, - (zu Î*...meter): svw. Voltameter. Coullolmetrie*6Üe; - (zu T...metrie): elektrochem. Analyseverfahren
zur Substanzmengenbestimmung
Counlcil ['kaʊnsl] der; -s, -s (aus engl. council „Rat, Rats
versammlung“, dies über altfr. cuncile aus lat. concilium
„Versammlung“): mehrköpfiges Beratungsorgan, Rats
versammlung auf allen Regierungs- u. Verwaltungsstufen
(in England). Counlsel ['kaʊnsl] der; -s, -s (zu engl. coun
sel „Rat, Rechtsbeistand“, dies über (alt)fr. conseil aus lat.
consilium „(beratende) Versammlung, Beratung“): engl.
Bez. für Rechtsanwalt, Sachwalter. Counlselllor, Coun
sellor ['kaonsələ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. coun
sellor): engl. Bez. für Betreuer
Count [kaunt] der; -s, -s (aus engl. count, dies aus fr. comte,
vgl. Comte): engl. Titel für einen Grafen von nicht brit.
Herkunft
Countldown ['kaunt'daun], auch Count-down der od.
das; -[s], -s (aus engl. countdown „das Herunterzählen“ zu
to count down „nach unten, rückwärts zählen“): 1. a) bis
zum Zeitpunkt null (Startzeitpunkt) zurückschreitende
Ansage der Zeiteinheiten als Einleitung eines Startkom
mandos [beim Abschuss einer Rakete]; b) die Gesamtheit
der vor einem [Raketen]start auszuführenden letzten Kon
trollen. 2. letzte technische Vorbereitungen vor einem Un
Coup d'Éclat
ternehmen. Counlter [ kauntn] der; -s, - (aus engl. counter
„Ladentisch, Theke“ zu to count „zählen, rechnen“, dies
über altfr. counter aus lat. computare, vgl. Computer): 1.
(Jargon) a) Schalter, an dem die Flugreisenden abgefertigt
werden (Luftf.) ; b) Theke (in Reisebüros u. Ä. ; Touristik).
2. Zähler, Schaltwerk in Speichergliedern zur Zählung von
bestimmten Zahlenfolgen (EDV). Counlteijdislplay
[...displet] das: -s, -s: Thekenaufsteiler (bildl. Darstellung
einer Ware für den Ladentisch; Werbung)
Counlter Inltelllilgence Corps ['kaʊntə m'tɛlɪdʒns 'kɔ:]
das:----- (engl.y. ehemaliger militärischer Abwehrdienst
der Amerikaner; Abk.: CIC. Coun ter part [ kauntn...]
der: -s, -s (aus engl. counterpart „Gegenstück, Pendant“):
1. passendes Gegenstück, Î Komplement (1). 2. jmd., der
einem Entwicklungsexperten in einem Land der Dritten
Welt (projektbezogen) als Fach-, Führungskraft zugeord
net ist. Coun|ter|te|nor der; -s, ...öre (zu engl. counter
„entgegengesetzt“): a) engl. Bez. für ÎContratenor; b)
svw. Altus. Counlter|ur|balni|za|tion ['kauntərə:bənaɪ'zeɪʃn] die; - (aus gleichbed. engl.-amerik. counterurbani
zation; eigtl. „Gegenurbanisation“): Prozess der räumli
chen Dekonzentration der Bevölkerung in den USA.
Coun|ter|vai|ling Polwer [,,,'veɪlɪŋ 'paoə] die; - - (aus
engl. countervailing power, eigtl. „gegengewichtige
Marktmacht“): wettbewerbspolitisches Konzept des Aus
gleichs, z.B. der Ausgleich der Verhandlungsmacht eines
Arbeitgeberverbandes durch die Bildung einer Gewerk
schaft
Counltess [ kauntis] die; -, Plur. ...tessen u. ...tesses [...sis]
(aus engl. countess, dies aus fr. comtesse, vgl. Komtess):
engl. Titel für eine Gräfin
Counltrylblues* ['kʌntrɪ'blu:z] der; - (aus engl. country
blues „ländlicher Blues“, zu country „Land“): ländliche
Variante des Blues (1, b). Counltry dance [,,,'dɑ:ns] der;
- (aus engl. country dance „ländlicher Tanz“): engl. Ge
sellschaftstanz, urspr. älterer Volkstanz, Vorläufer des
îContredanse. Counltrylmulsic [...mju:zik] die; - (aus
engl.-amerik. country music „ländliche Musik“): Volks
musik [der Südstaaten der USA], Counltry of the Common wealth ['kʌntrɪ əv θə 'kɔmənwɛlθ] (engl.y. der Ver
waltung nach selbstständiges Land des ehemaligen brit.
Weltreichs, früher 1 Dominion. Counltrylrock ['kʌntrɪ...]
der; -[s] (zu t2Rock): Mitte der 1960er-Jahre einsetzende
Rückorientierung der Rockmusik auf ländliche Musizier
stile u. Instrumente der TCountrymusic. Counltrylsong
der; -s, -s: Song der Countrymusic
Counity [kaunti] die; -, -s (aus gleichbed. engl. county,
eigtl. „Grafschaft“, zu count „GraP‘, dies aus fr. comte;
vgl. Comte) : Gerichts- u. Verwaltungsbezirk in England u.
in den USA
Coup [ku:] der: -s, -s (aus gleichbed. fr. coup (eigtl. „Schlag,
Stich“), dies über vulgärlat. colpus, eolap(h)us aus gr. kölaphos „Faustschlag, Ohrfeige“): 1. überraschend durch
geführte, verwegen-erfolgreiche Unternehmung. 2. Be
rührung des lebenden Gegners im Kampf (als Mutprobe
bei Prärieindianern)
coulpalble [ku'pa:bl] (fr.; aus gleichbed. lat. culpabilis):
(veraltet) schuldig, strafbar
Coulpalge [ku pa:ʒə] die; - (ausfr. coupage „Verschnitt“ zu
couper „schneiden, abschneiden“, weitere Herkunft unsi
cher):
Weinbrandverschnitt,
Beimischung
von
[Branntjwein in andere [Branntweine
Coup d'Aslsulrance [kudasy'rä:s] der; - -, -s - [ku...] (aus
gleichbed./r. coup d’assurance, eigtl. „Sicherungsschuss“,
zu coup, vgl. Coup): von Kaper- od. Kriegsschiffen abge
feuerter Schuss als Aufforderung für Handelsschiffe, sich
untersuchen zu lassen. Coup d'Éclat [kude'kla] der; - -, -s
- [ku...] (aus gleichbed./r. coup d’éclat): Glanz-, Meister
stück; aufsehenerregendes Ereignis, aufsehenerregende
c
284
Coup de Force
Tat. Coup de Force [kudə'fɔrs] der; —, -s - - [ku...] <aus
gleichbed./r. coup de force): Putsch, Gewaltstreich. Coup
de Forltune [kudafor'tyn] der; —, -s - - [ku...] (aus gleich
bed./r. coup de fortune): (veraltet) Glücksfall. Coup de
Grâce [kudəgra:s] der; —, -s -- [ku...] (aus gleichbed./r.
coup de grâce): (veraltet) Gnadenstoß. Coup de Main
[kud'mè] tZer;---- , -s - - [ku...] (aus gleichbed./r. coup de
main): Handstreich, rascher gelungener Angriff; Hilfe
leistung. Coup d'État [kude'ta] der; - -, -s - [ku...] (aus
gleichbed./r. coup d’Etat): Staatsstreich
'Coupe [kup] iZi'e; -, -s (Plur. selten) (ausfr. coupe „Schnitt“
zu couper „(ab)schneiden“, vgl. kupieren): das Abheben
im Kartenspiel
2Coupe [kup] der; -, -s (aus fr. coupe „Schale, Pokal“, dies
aus spätlat. cuppa „Vase, Gefäß“, einer Nebenform von
lat. cupa „Kufe, Tonne“): 1. franz. Bez. für Cup ( 1), Pokal.
2.(bes. Schweiz.) Eisbecher
'Coulpé [ku'pe:], auch Kupee das; -s, -s (aus gleichbed./r.
coupé zu couper „(ab)schneiden“, vgl. kupieren): 1. (ver
altet) Abteil in einem Eisenbahnwagen. 2. geschlossene
zweisitzige Kutsche. 3. geschlossener [zweisitziger] Perso
nenwagen mit versenkbaren Seitenfenstern. 4. svw. Cou
page. 2Cou|pé der: -s, -s (zu fr. coupé „geschnitten“; vgl.
'Coupé): Angriff, bei dem man der gegnerischen Bindung
od. Parade durch Zurückziehen der Klinge u. Umgehung
der gegnerischen Spitze ausweicht (Fechten). Coulpeur
[ku'po:n] der; -s, -e (aus gleichbed./r. coupeur): (veraltet)
Zuschneider (von Stoffen), coulpielren vgl. kupieren
Coulplet* [ku'ple:] das; -s, -s (aus gleichbed. /r. couplet,
Verkleinerungsform von couple „Paar“, dies über altfr. co
pie „Band, Paar“ aus/ɑt. copula „Strick, Band, Leine“): a)
Strophe in Liedern (mit wechselndem Text) od. Instru
mentalstücken (mit wechselnder Musik), die einen wieder
kehrenden Teil (Refrain) haben; b) kleines Lied mit witzi
gem, satirischem od. pikantem Inhalt, der häufig auf ak
tuelle [politische] Ereignisse Bezug nimmt, coulpleitieren [kuple...] (aus gleichbed. fr. coupleter, eigti. „(auf
jmdn.) Verse machen“): (veraltet) jmdn. in Versen, mit ei
nem Couplet verspotten
Coulpon, auch Kupon [ku pö:] der; -s, -s (aus gleichbed./r.
coupon zu couper „(ab)schneiden“, vgl. kupieren): 1. ab
trennbarer Zettel als Gutschein, Abschnitt o.Ä. 2. abge
schnittenes Stück Stoff für ein Kleidungsstück. 3. Zins
schein bei festverzinslichen Wertpapieren
ɑour[ku:g] rfie; - (aus gleichbed./r. cour, dies über vulgärlat. curtis aus lat. cohors ,,Hof(raum), Gehege“): a) franz.
Bez. für Hof, Hofhaltung; jmdm. die Cour machen: jmdm.
den Hof machen ; b) Gerichtshof (als Bez. für verschiedene
Justizinstitutionen in Frankreich, z.B. Cour Constitutio
nelle = Verfassungsgericht)
Coulralge [ku'ra:ʒə] die; - (aus gleichbed./r. courage zu
cœur „Herz“, dies aus lat. cor): Beherztheit, Schneid,
Mut, Unerschrockenheit, coulralgeux [kura'ʒo:] (/r.):
svw. couragiert, coulralgiert [,,,'ʒi:nt] (zu t...iert>: be
herzt
coulrant [ku...] vgl. kurant. Coulrant [ku'rä] vgl. 'Kurant
Coulranlte [ku'ra:tə] die; -, -n (aus gleichbed./r. courante
zu courir „laufen“, dies aus lat. currere) : 1. alter franz.
Tanz in raschem, ungeradem Takt. 2. zweiter Satz der
Suite in der Musik des 18. Jh.s (Mus.)
Courlbetlte [kʊr'bɛtə] usw. vgl. Kurbette usw.
Cour des Milralcles* [kurdemi'ra:kl] die; —, -s - - [kur...]
(aus gleichbed./r. cour des miracles, eigti. „Hof der Wun
der“): Behausung der Gauner u. Bettler im mittelalterli
chen Paris. Cour d'Honlneur [kurdɔ'no:n] die; - -, -s [kur...] (aus gleichbed./r. cour d’honneur): Ehrenhof der
barocken Schlossanlage. cour|fä|hig ['ku:n...] (zu
t Cour): (veraltet) hof-, gesellschaftsfähig, zum Zutritt bei
Hofe berechtigt
[kur'ʒet] die; -, -s [kurʒɛt] (aus gleichbed./r.
courgette, Verkleinerungsform von courge „Kürbis“, dies
aus lat. cucurbita); svw. Zucchini. Courlmalcher, Cour
schneider ¿Zer; -s, -: (veraltet) jmd., der einer Dame den
Hof macht, Liebhaber
Coulronne d'Or [kurɔn'dɔ:r] die; - -, -s - [kurɔn...] (aus
gleichbed. fr. couronne d’or, eigti. „Goldkrone“): alte
franz. Goldmünze mit einer aufgeprägten Krone. Couronne ment [kurɔn'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
couronnement zu couronner, vgl. couronnieren): (veral
tet) 1. Krönung. 2. Kranzgesims (Archit.). 3. Brustwerk
(Mil.), co ulronl nie Iren (aus gleichbed./r. couronner):
(veraltet) 1. als König krönen. 2. mit einem Brustwerk be
decken (Mil.)
Courlschneilder ['ku:n...] vgl. Courmacher
Cours d'Amours [ku:rda mu:r] die (Plur.) (aus fr. cours
d’amours „Liebes-, Minnehöfe“): aus dem Kreis mittelal
terlicher Hofgesellschaften gebildete Minnegerichtshöfe,
auf denen Streitfragen um normgerechtes Minneverhaiten
entschieden worden sein sollen
Course [kɔ:s] der; -, -s [...siz] (aus gleichbed. engl. course,
eigti. „Lauf’, dies über gleichbed./r. cours aus lat. cursus):
Golfplatz
Court [kɔ:t] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. court, eigti.
„(Gerichts)hof“, dies aus altfr. cour, vgl. Cour): Spielfeld
des Tennisplatzes
Courltalge [kʊr'ta:ʒə], auch Kurtage die; -, -n (aus gleich
bed./r. courtage, älter fr. courratage, courretage zu cour
tier, vgl. Courtier): Maklergebühr bei Börsengeschäften
Courltaud [kur'to:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. courtaud
zu court „kurz“): (veraltet) an den Ohren u. am Schwanz
gestutztes Pferd
Courtelpoinlte [kurt'poɛ:tə] die; -, -n (aus gleichbed. /r.
courtepointe, dies aus lat. culcita puncta „durchbohrtes
Kissen“): (veraltet) Steppdecke
Courltiler [kʊr'tie:] der; -s, -s (aus fr. courtier „Makler“,
dies über altfr. coletier, coretier wohl aus lat. collectarius
„Eintreiber von (Auktions)geldern“): (veraltet) freiberuf
licher Handelsmakler
courltilsielren [kor...] (aus gleichbed./r. courtiser zu cour,
vgl. Cour): (veraltet) jmdn. hofieren, umwerben, jmdm.
den Hof machen. Courltoilsie [kʊrtoa'zi:] die: -, ...ien
(aus gleichbed./r. courtoisie zu courtois „höfisch; höf
lich“): 1. feines, ritterliches Benehmen, Höflichkeit. 2.
(ohne Plur.) Einhaltung gewisser Gebräuche des völker
rechtlichen Verkehrs zwischen Staaten. 3. die gegenseitige
Zuwendung einander zugeordneter Wappen
Couslcous [ koskos], auch Kuskus der u. das; -, - (aus
gleichbed./r. couscous, dies über berber. kuskus aus arab.
kuskus(u) „(in Öl gebackener) Hirsebrei“): nordafrik. Ge
richt aus in Wasserdampf gegartem Hirse- od. Weizen
grieß mit verschiedenen gesondert gekochten Fleischsor
ten (bes. Hammelfleisch), verschiedenen Gemüsen u. Ki
chererbsen
Coulsin [kuzɛ:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. cousin, dies
über das Vulgärlat. aus lat. consobrinus „Geschwister
kind“): Sohn von Bruder od. Schwester eines Elternteils;
Vetter. Coulsilne [ku'zi:nə], auch Kusine die; -, -n (aus
gleichbed./r. cousine): Tochter von Bruder od. Schwester
eines Elternteils; Base
Cou|tel|le|rie [ku...] die; -, ...ien (aus gleichbed./r. coutel
lerie zu couteau „Messer“, dies aus lat. cultellus, Verklei
nerungsform von culter „Messer“): (veraltet) a) Messerschmiederei; b) Stahl Warenhandlung
coûte que coûte [kutkə'kut] (/r. ; zu coûter „kosten“, dies
aus lat. constare): koste es, was es wolle
Coultume [ku'tym] die; -, -s (aus gleichbed./r. coutume,
dies aus lat. consuetudinem, Akk. von consuetudo „Ge
wohnheit, Sitte“): 1. Sitte, Brauch. 2. das franz. GewöhnCourlgette
285
Craqueur
heitsrecht, das bis zur Einführung des tCode civil (1804)
Hüfte (Med.). Co|xal|gia‘ vgl. Koxalgie. Cox ar throgalt
sis’vgl. Koxarthrose. Co xi tis vgl. Koxitis
Coulture [ku'tym] die; - (aus fr. couture „das Nähen, Cox' θrarɪlge('kɔks-] die; - -, - -n, auch Cox Orange der; Schneiderei“ zu coudre „(zusammen)nähen“): svw. Haute
-, - - (nach dem engl. Züchter R. Cox u. zu tOrange): aro
Couture. Coultulriler [kuty'rie:] der: -s, -s (aus/r. coutu
matischer, feiner Winterapfel mit goldgelber bis orange
rier): Kurzform von T Haute Couturier
farbener [rot marmorierter] Schale
Coulvalde [ku'va:də] die; -, -n (aus/r. couvade zu couver Colyolte [kojo:tə] vgl. Kojote
„brüten“, dies aus lat. cubare „ruhen, liegen“): Männer CPU [tje :pe:'lu:, engl. si:pi:ju:] (Abk. für engl. central pro
kindbett (Sitte bei bestimmten Naturvölkern, nach der der
cessor unit „Zentraleinheit eines (Mikro)prozessors“):
Vater das Verhalten der Wöchnerin nachahmt, um so böse
Bez. für die Zentraleinheit eines Computers
Geister fernzuhalten)
CQD [tse:ku: de:, engl. si:kju:'di:] (Abk. für engl. come
Cou|vert[ku've:ç, ku'vɛ:n] das; -s, -s (aus/r. couvert „Um
guiek, danger! „Kommt schnell, Gefahr!“): bis 1912 übli
schlag" zu couvrir „bedecken", dies aus lat. cooperire, coches Seenotzeichen
perire „von allen Seiten bedecken, überschütten“): 1. Bett Crablmeat ['kræbmi:t] das; -s (aus gleichbed. engl. crab
bezug. 2. vgl. Kuvert. Coulverltulre [kuv£r'ty:ro] die; -,
meat): engl. Bez. für Krabbenfleisch]
-n (aus fr. couverture „(Bett)decke, Überzug"): 1. farbig ɑralehat[kra'ʃa] der; -s, -s (aus gleichbed./r. crachat, eigtl.
bedruckter Baumwollkattun, î Renforcé od. îCretonne für
„Speichel, Auswurf*, zu cracher „ausspucken“ (lautma
Bettwäsche. 2. svw. Kuvertüre
lende Bildung)): (veraltet, abwertend) θrden[sstern], auf
Cou|veulse[ku vo:zə] die; -, -n (aus/r. couveuse „Brutkas
der Brust getragene Ordenszeichen. Cra|choir[kra joa:r]
ten“ zu couver, vgl. Couvade): Wärmebett (Brutschrank
der; -s, -s (aus gleichbed./r. crachoir): (veraltet) Spuck
für Frühgeburten: Med.)
napf, Speibecken, cralcholtielren [kraʃo...] (aus gleich
Coulvrelpied* [kuvrəpie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
bed./r. crachoter): (veraltet) oft (aus)spucken
couvre-pied zu couvrir (vgl. Couvert) u. pied „Fuß“ (dies ’Crack [krɛk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. crack, eigtl.
aus lat. pedem, Akk. von pes)): (veraltet) Fuß-, Bettdecke
„Knall, Krach“; vgl. Cracker): 1. hervorragender Sport
Colvelllin [k...] der; -s, -e (nach dem ital. Mineralogen
ler. 2. bestes Pferd eines Rennstalls. 2Crack das; -s: (zu
N. Covelli (1790-1829) u. zu t...in (1)>: ein blauschwarzes
t'Crack): ein Kokain enthaltendes synthetisches Rausch
Mineral
gift. cralcken [ krekn] vgl. kracken. ’Cralcker ['krɛkə],
eolvelnarɪt['kʌvənənt] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. co
auch Kräcker der; -s, -[s] (meist Plur.) (aus gleichbed. engl.
venant. eigtl. „formelle Übereinkunft, (besiegelter) Ver
cracker zu to crack „knacken“): 1. ungesüßtes, keksartiges
trag“, dies über (alt)fr. convenir „Übereinkommen“ aus
Kleingebäck. 2. Knallkörper, Knallbonbon. 2Cra|cker
gleichbed. lat. convenire): schott. Glaubens-u. Unabhän
['krɛkə] der; -s, -[s] (zu Î ‘Cracker): jmd., der einen ÎCode
gigkeitsbündnis (1581 u. 1638 geschlossen)
knackt u. erfolgreich Kopien erstellt. Cralcking das; -s
Colver [kavu] das; -s, -[s] (aus engl. cover „Decke, Um
(aus gleichbed. engl. cracking): Krackverfahren; vgl. kra
schlag“ zu to cover „bedecken“, dies aus fr. couvrir, vgl.
cken
Couvert): a) ɪitel[bild]; b) Plattenhülle. Co|ver|boy Cra|co|vi|enne[krako'visn] die; -, -s (aus gleichbed./r. cra[...boy] der; -s, -s: a) auf der Titelseite einer Illustrierten
covienne zu Cracovie, der franz. Schreibung für Krakau):
abgebildeter [junger] Mann; b) svw. Dressman. Colversvw. Krakowiak
coat [...koot] der; -[s], -s: 1. fein meliertes [Woll]gewebe, Crainte [krɛ:t] die; - (aus gleichbed./r. crainte zu craindre
ähnlich dem Î Gabardine. 2. dreiviertellanger Mantel aus
„(be)fürchten“, dies über das Vulgärlat. aus lat. tremere
„zittern“): (veraltet) Furcht, crainltif [krɛ'tif] (/r,): (ver
Covercoat (1). Colverlgirl [...goml, ...gcerl] das; -s, -s:
altet) furchtsam, ängstlich, schüchtern
auf der Titelseite einer Illustrierten abgebildetes Mäd
chen. colvern (nach engl. to cover, vgl. Cover): als Co Cramlpus [k...] vgl. 'Krampus
verversion aufnehmen, herausbringen. Colverlstolry Cranldallljt [k..., auch ...'lit] der; -s, -e (nach dem amerik.
Bergbauingenieur M. L. Crandall (20. Jh.) u. zu T2...it>: ein
die; -, -s: Titelgeschichte, Artikel, auf den sich das Titel
weißes bis graues, knolliges Mineral
blatt einer Zeitschrift bezieht. Co|ver-up [...'ap] das; (aus gleichbed. engl. cover-up, eigtl. „Verschleierung“): cra|ni[o]..., ɑralni[o]... [k...] vgl. kranio..., Kranio... Crani um, auch Kranium das; -[s], ...ia (über nlat. cranium
volle Körperbedeckung beim Boxen. Co|ver|ver|si|on
aus gleichbed. gr. kranion): der menschliche Schädel
[...verziom, engl. 'kʌvəvə:ʃn] die; -, Plur. -en u. (bei engl.
(Hirn- u. Gesichtsschädel)
Aussprache) -s: (in der Unterhaltungsmusik) Fassung ei
nes älteren Schallplattentitels mit [einem] anderen Inter ɑranlnog['krænəg] der; -s,-s (aus gleichbed. engl. crannog,
eigtl. „Pfahlbau“, dies aus ir. crannög zu crann „Baum,
preten
Balken“): frühgeschichtliche künstliche Wohnplattform
Colvilelllo [ko'vie...] der; -, -s (aus gleichbed. it. coviello,
aus Balken, Reisig, Erde od. Stein in Moor- u. Flussgebie
eigtl. „Prahlhans, Aufschneider“): schlauer, gerissener
ten, bes. Irlands u. Schottlands
Diener als Typenfigur des neapolitanischen Volkstheaters
Cowlbell ['kaubɛl] die; -, -s (aus engl. cow bell, eigtl. „Kuh Cralpaud [kra'po:] der; -s, -s (aus fr. crapaud, eigtl. „Krö
te“): um 1730 für Männer aufgekommener schwarzer
glocke“): mit Î Claves od. Trommelstock anzuschlagendes
gummierter Haarbeutel aus Taft, in den das lange Nacken
Rhythmusinstrumentlateinamerik. Ursprungs. Cowlboy
haar mit einer Schleife eingebunden wurde
[kauboy] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. -amerik. cowboy,
eigtl. „Kuhjunge“): berittener amerik. Rinderhirt (der Cralpule [kra'py:l] usw. vgl. Krapüle usw.
gleichzeitig als Verkörperung sogenannten männlichen Cra|que|lé[kraka'le:], auch Krakelee das; -s, -s (aus fr. cra
quelé „das Rissigmachen des Porzellans“ zu craquer „kra
Lebensstils giltu. Assoziationen wie Draufgängertum, Re
chen“): 1. (auch der) Kreppgewebe mit rissiger, narbiger
volverheld, ausgezeichneter Reiter, Ehrenkodex hervor
Oberfläche. 2. feine Haarrisse in der Glasur von Kerami
ruft)
ken od. auf Glas. 3. Porzellan mit feinen Haarrissen. CraCow|per[ kaupn] der; -s, -s (nach demengl. Ingenieur A. E.
que|lu|re[...‘ly:ra] vgl. Krakelüre. Cra|que|rie[kraka...]
Cowper, (1819-1893)): Winderhitzer für Hochöfen
die; -, ...ien (aus gleichbed./r. craquerie zu craquer „kra
Cow|pe|ri|tis [kaupə...] die; -, ...itiden (nach dem engl.
chen; aufschneiden“ (lautmalende Bildung)): (veraltet)
Anatomen W. Cowper (1666-1709) u. zu t...itis> : Entzün
Prahlerei. Cralqueur [kra'ko:n] der; -s, -e (aus gleichbed.
dung der Cowperdrüsen (vgl. Bulbourethraldrüsen; Med.)
fr. craqueur): (veraltet) Schreier, Prahler
Colxa [k...] die; -, ...xae [...kss] (aus gleichbed. lat. coxa):
286
Crash
[kræʃ] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. crash, eigtl.
„das Krachen“): 1. Zusammenstoß, Unfall (bes. bei Auto
rennen). 2. Absturz, Bruchlandung eines Flugzeuges. 3.
Zusammenbruch eines Unternehmens (z.B. einer Bank)
mit weit reichenden Folgen (Wirtsch.). CrashIbox
['kræʃ.-, -en (aus gleichbed. engl. crash box): 1. Fahr
tenschreiber in Autos zur Unfallrekonstruktion. 2. Kon
struktion in Rennwagen zum Schutz der Beine des Fah
rers. 3. Schutzbehälter für sensible Geräte, z.B. Kameras.
Crashlkid ['kræʃkɪd] das; -s, -s (zu engl.-amerik. kid „Ju
gendlicher“): (Jargon) Jugendlicher, der Autos aufbricht,
um sie kaputtzufahren. Crashlkurs der; -es, -e: Lehr
gang, in dem der Unterrichtsstoff besonders komprimiert
u. in kurzer Zeit vermittelt wird. Crashlrelcorlder [...rikɔr...] der; -s, -: Flugdatenregistriergerät. Crashltestder;
-[e]s, Plur. -s, auch -e: Test, mit dem das Unfallverhalten
von Kraftfahrzeugen ermittelt werden soll
Craslsullalcelae [krasula'tses] vgl. Krassulazeen. cras
sus dat. y. dick, stark (Med.)
Crawl [krɔ:l] usw. vgl. Kraul usw. Crawlling Peg ['krɔ:lɪŋ
'pɛg] der; - -[s], - -s (aus gleichbed. engl. crawling peg zu to
crawl „kriechen“ u. peg „Stift, Pflock“): mittelfristig ga
rantierter Paritätsanstieg (im internationalen Währungs
system)
Cra yon [krɛ'jð:] usw. vgl. Krayon usw.
Cream [kri:m] die; -, -s (aus engl. cream, dies aus altfr.
craime, cresme, vgl. Creme): engl. Form von tCreme; vgl.
Coldcream
Creías [k...] vgl. Kreas
Crelaltio ex ni|hi Io [k... - -] die;---- (aus gleichbed. lat.
creatio ex nihilo): Schöpfung aus dem Nichts. Crélaltion
[krea'sjð] die; -, -s [,,,'sjð] (aus fr. création „Schöpfung“,
dies aus lat. creatio): svw. Kreation (1)
Credine rit [k..., auch ... rit] der; -s, -e (nach dem dt. Geo
logen K. F. H. Credner (1809-1876) u. zu T2...it>: ein
schwarzes Mineral
Creído [k...] vgl. Kredo, creído, quia ablsurldum [est]
(lat.): ich glaube, weil es widersinnig ist (Charakterisie
rung eines bestimmten Verständnisses göttlicher Offenba
rung). creído, ut inltel li gam dat.y. ich glaube, damit
ich erkenne (Satz des Scholastikers Anselm von Canterbu
ry, nach dem die wahre Erkenntnis Gottes nur im christli
chen Glauben möglich ist)
Creek [kri:k] der; -s, -s (aus gleichbed. englf-amerik.)
creek): 1. nur zur Regenzeit Wasser führender Fluss [in
Australien]. 2. durch Landsenkung aus ehemaligen Fluss
tälern entstandene Meeresbucht an der afrik. Ostküste. 3.
kleiner Flusslauf [in den USA]
Crélmant [kre'mä] der; -[s] (aus gleichbed. fr. crémant zu
crème, vgl. Creme): leichter Schaumwein, der mittels Fla
schengärung hergestellt wird, creme [kre:m, krɛ:m] (aus
gleichbed. fr. crème, vgl. Creme): mattgelb. Creme die; -,
Plur. -s, Schweiz, -n [...man] (aus/r. crème, altfr. craime,
cresme „Sahne“ (Vermischung von gall.-lat. crama „Sah
ne“ u. lat. chrisma „Salbe“)): 1. a) pasten-, salbenartige
Masse aus Fetten u. Wasser zur Pflege der Haut; b) wei
che, süße [stark fetthaltige] Masse als Füllung in Pralinen
od. als Schicht bei Torten. 2. (landsch.) [Kaffee]sahne. 3.
dickflüssige od. schaumige, lockere Süßspeise. 4. (ohne
Plur.) a) das Feinste, Erlesenste; b) gesellschaftliche Ober
schicht. Crème delà Crème ['krɛ:m də la 'krɛ:m] die; —
- (aus fr. crème de la crème „das Beste vom Besten“, eigtl.
„die Sahne von der Sahne“): die höchsten Vertreter)innen)
der gesellschaftlichen Oberschicht. Creme douible*
[krɛm'du:bl] r/ze; --, -s-s [krɛm'du:bl] (zu fr. double „dop
pelt, zweifach“): dicke Sahne mit ca. 40% Fettgehalt;
Doppelrahm. Crème fraîche [krɛm'frɛʃ] die; - -, -s -s
[krɛm'frɛʃ] (aus fr. crème fraîche „frische Sahne“): saure
Sahne mit hohem Fettgehalt
Crash
[k... -] der; - - (aus nlat. cremor tartari,
eigtl. „verdickter Saft des Bodens“ zu lat. cremor
„Schleim“ u. Tartarus (gr. Tártaros) „Unterwelt“): Wein
stein
Crelolie [k.„], auch 2Kreole die: -, -n (meist Plur.) (aus fr.
créole „großer Ohrring“ zu créole „die Kolonialgebiete
mit schwarzer Bevölkerung betreffend, daraus stammend,
dort vorkommend“, eigtl. „kreolisch“, vgl. 'Kreole): ring
förmiger Ohrring, in den ein kleinerer Schmuckgegen
stand eingehängt werden kann
’Crêpe [krɛp] der; -[s], -s: vgl. ’Krepp. 2Crêpe die; -, -s
vgl. 2Krepp. Crêpe de Chine [krɛpdə'ʃin] der;---- , -s - [krep...] (aus gleichbed. fr. crêpe de Chine, eigtl.
„Krepp aus China“): feinnarbiges Gewebe aus Natur
od. Kunstseide. Crêpe Georlgette [krɛpʒɔr'ʒɛt] der; -, -s - [krep...] (aus gleichbed. fr. crêpe Georgette, nach
der franz. Modistin Madame Georgette (Atelierleiterin
im ehemaligen Pariser Modehaus Doucet)): zartes,
durchsichtiges Gewebe aus Kreppgarn. Crêpe lalvable [krepla'vabl] der; - -, -s - [krep...] (aus fr. crêpe lava
ble „waschbarer Krepp“): weiches Kreppgewebe aus
[Kunstseide für Damenwäsche. Crelpelline [krɛ'pə'li:n] vgl. Krepeline. Crêpe malrolcain [krɛpmarɔ'kɛ]
der; - -, -s - [krep...] (aus /r. crêpe marocain „marokka
nischer Krepp“): fein geripptes [Kunst]seidengewebe in
Taftbindung (eine Webart). Crêpe Saltin [krepsa'te]
der; --, -s - [krep...] (aus fr. crêpe satin „Seidenkrepp“):
[Kunst]seidenkrepp mit einer glänzenden u. einer mat
ten Seite in Atlasbindung (eine Webart). Crêpe Suzette [krepsy'zet] die; - -, -s - [krep...] (meist Plur.) (aus
gleichbed. ʃr. crêpe Suzette, nach dem franz, weiblichen
Vornamen; vgl. 'Crêpe): dünner Eierkuchen, der mit
Weinbrand od. Likör flambiert wird. Crelpon [kre pö:]
vgl. Krepon
Cre|pus|co|la|ri [krepusko...] die (Plur.) (zu it. crepuscolare „dämmrig, zwielichtig“): Stilrichtung ital. Lyriker zu
Beginn des 20. Jh.s
cresc.: Abk. für crescendo, crelscenldo [krɛ'ʃendo] (.it. ;
eigtl. „wachsend“, Gerundium von crescere „wachsen“,
dies aus lat. crescere): allmählich lauter werdend, im Ton
anschwellend; Abk.: cresc. (Vortragsanweisung; Mus.);
Ggs. tdecrescendo. Crelscenldo, eindeutschend auch
Krescendo das; -s, Plur. -s u. ...di: allmähliches Anwach
sen der Tonstärke (Vortragsanweisung; Mus.); Ggs. TDe
crescendo
Crest [krest] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. crest, eigtl.
„Kamm, Schopf, Mähne“): die Helmzier in der engl. 1 He
raldik
Cre|ti|cus [k...] vgl. Kretikus
Creltonne, auch Kretonne [kre'tɔn] die od. der: -, -s (aus
gleichbed. fr. cretonne ; nach dem Weberdorf Creton in der
Normandie): Baumwollgewebe in Leinenbindung (eine
Webart); vgl. Kreton u. Kretonne
Crelvetlte [kre'vɛtə] vgl. Krevette
Crew [kru:] die; -, -s (aus gleichbed. engl. crew, dies aus
altfr. creue „Zunahme“ zu creistre, dies aus lat. crescere
„wachsen“): Mannschaft; Besatzung; Gruppe von Perso
nen, die zusammen eine bestimmte Aufgabe erfüllen (z. B.
auf Schiffen, Flugzeugen, im Sport)
Criblbage ['krɪbɪdʒ] das; - (aus gleichbed. engl. cribbage):
ein altes englisches Kartenspiel
Crilcket [k...] vgl. Kricket
Cri-du-chat-Syn|drom* [kridyja...] das; -s (zu/r. cri-duchat „Katzenschrei“, wegen des im Säuglingsalter auftre
tenden Schreiens, das durch diese Krankheit bedingt ist):
Katzenschreisyndrom, eine Erbkrankheit mit Gesichts-,
Schädel- u. Kehlkopfmissbildung (Med.). Crilée [kri'e:]
die; - (aus gleichbed. fr. criée, eigtl. „Versteigerung“, zu
crier „schreien“): Handelsform an franz, u. Schweiz. BörCrelmor tar ta rí
287
Croûton
sen, bei der Kauf- u. Verkaufsangebote durch die Händler
Physiker u. Chemiker Sir W. Crookes (1832-1919)): Bril
direkt ausgerufen werden
lenglas, das für infrarote u. ultraviolette Strahlen undurch
’Crime [krim] der; -s, -s (aus/r. crime „Verbrechen", dies
lässig ist. Crookelsit [kruk..., auch ,.,'sit] der; -s, -e (zu
aus lat. crimen, vgl. Crimen): schwere, vor dem Schwur
t2...it): ein graues Mineral
gericht verhandelte Straftat. 2Crime [kraim] das; -s, -s Croolner ['kru:nn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. crooner,
(aus engl. crime „Verbrechen", dies aus (alt)fr. crime, vgl.
eigtl. „Wimmerer“, zu to croon „schmachtend singen"):
‘Crime): 1. Straftat im angloamerik. Strafrecht im Gegen
engl. Bez. für: Sänger sentimentaler Lieder, Schnulzen
satz zur Ordnungswidrigkeit. 2. schwerster Rechtsverstoß
sänger
im Völkerrecht, der besondere Konsequenzen nach sich Crolquet['krɔkɛt, ...kat, krɔkɛt] vgl. Krocket
ziehen soll; vgl. Sex and Crime. Crilmen ['kri:...] das; -s, Crolquette [krɔ'kɛt] vgl. Krokette
...mina (aus gleichbed. lat. crimen, eigtl. „Beschuldi Crolquis [kro'ki:] vgl. Kroki
gung“): im röm. Recht Bez. für das Verbrechen
cross [krɔs] (aus gleichbed. engl. cross, eigtl. „(sich) kreu
Crimlpen [k...] das; -s (zu engl. to crimp „falten; kräu
zend", zu cross „Kreuz“, dies über älter engl. cros aus
seln"): Methode zur lötfreien Herstellung elektrisch gut
gleichbed. lat. crux): diagonal (beim Tennis). Cross der;
leitender Verbindungen. Crimps der; -, - (zu tCrimpen):
-,-: 1. diagonal über den Platz geschlagener Ball (beim
baumwollener Kleiderstoff mit faltigen Längsstreifen
Tennis). 2. Schlag über den abwehrenden Arm des Geg
Crin [krɛ:] das; -s (aus gleichbed./r. crin, dies aus lat. crinis,
ners (beim Boxen). 3. Kurzform von Î Crosscountry.
vgl. Crinis): Rosshaar zum Polstern. Crilnis [kri:...] der;
Crosslcheck [,,,ʧɛk] der; -s, -s (zu engl. check „Hinder
-, ...nes [,,,ne:s] (aus gleichbed. lat. crinis): Haar (Med.)
nis“): regelwidriger Körperangriff beim Eishockey mit
Crin|kle-Ver|fah|ren ['krɪŋkl...] das; -s (zu engl. to crínele
hoch- u. quergehaltenem Schläger. Cross|com|pi|ler
„sich kräuseln"): Verfahren zum Texturieren syntheti
[,,,kɔmpajln] der; -s, -: ein Übersetzerprogramm für Pro
scher Garne
grammiersprachen (EDV). Crosscountry*, auch
erilolllislmo[kriɔrjɪsmo] der; - (aus gleichbed. span, criol
Cross-Coun|try*[kros'kantri] ðriʌ`,' -[s], -s (aus gleichbed.
lismo, eigtl. „Kreolentum“): geistig-literarische Strömung
engl. cross-country, zu country „Land“): Wettkampf, bei
in Lateinamerika mit der Tendenz, eine Synthese indiani
dem es querfeldein, über wechselnde Bodenverhältnisse
scher, iberoamerikanischer u. europäischer Kultur zu
geht. Croslsed Check ['krɔst 'tʃɛk] der; - -s, - -s (aus
schaffen. Crilolllo [kri'ɔljo] der; -[s], -s (aus gleichbed.
gleichbed. engl. crossed check, eigtl. „gekreuzter
span, criollo; vgl. Kreole): 1. svw. Kreole. 2. argentini
Scheck"): Barscheck mit beschränktem Kreis der Begüns
sches Pampaspferd
tigten. Cross-Field-Techlnik ['krɔs'fi:ld...] die; - (zu
Crise noir[kriz'noa:tt] die; - -, -s -s [kriz'noa:n] (aus fr. crise
engl. field „Feld“): Verfahren zur Erweiterung des Fre
noir, eigtl. „schwarze Krise"): Îtabische Krise mit Magen
quenzbereichs von Tonbandgeräten. Croslsing-over,
bluten, wodurch der Stuhl schwarz gefärbt wird (Med.)
auch Croslsinglover ['krɔsɪŋ'oʊvu] das; - (aus engl.
Crislpin [krɪs'pi:n, fr. kris'pɛ] der; -s (aus gleichbed./r. criseross(ing)-over „Übergang“): Erbfaktorenaustausch zwi
pin, nach dem Namen Crispino, eines drolligen Bedienten
schen homologen Chromosomen (Biol.). Croslsingim ital. Lustspiel): komische Bedientenrolle in der franz.
symlmeltrie* die; - (zu engl. crossing „das Kreuzen,
Komödie
Überquerung") : Symmetrie bzw. Äquivalenz von Reaktio
Crislta [k...] die; -, ...tae [,,,tɛ] (aus lat. crista „(Tier)kamm;
nen bei der Wechselwirkung von Elementarteilchen
Helmbusch"): Leiste, Knochenkamm, kammartiger Teil
(Kernphysik). Crpsslmarlkelting, auch Cross-Mareines Organs (Med.)
ke ting das; -[s] (aus gleichbed. engl. cross-marketing zu
Crisltolballit [k...], auch Kristobalit [auch ... lit] der; -s, -e
îcross u. TMarketing): Methode zur Mehrfachvermark
tung eines Produkts in Form von verschiedenen Medien,
(nach dem Fundort San Cristobal in Mexiko u. zu l2...it):
z.B. als Buch, Computerspiel, Fernsehserie (Wirtsch.).
ein Quarzmineral
Cross-over, auch Cross lover [,,,'oʊvə] das; - (zu Î Cros
Crolcilalnislmus [krotʃa...] der; - (nach dem ital. Philoso
sing-over): 1. Vermischung unterschiedlicher [Musik]stile
phen u. Politiker B. Croce (1866-1952) u. zu t ...ismus (1)):
(z. B. Klassik u. Pop). 2. ÎCrossing-over. CrpsslprolmoRichtung in der Literaturkritik Italiens Anfang des 20. Jh.s
tion [,,,prəmouʃən] die; - (zu î2Promotion): gegenseitige
Crolcin [kro'tsi:n] das; -s (zu gr. krökeos „safrangelb" u.
Reklame von Firmen, die ihre Produkte in unterschiedli
T...in (l)): gelber Hauptfarbstoff des Safrans
cher Weise anbieten, z.B. als Bücher u. Fernsehserien.
Crof |ter[k...J der; -s, -s (aus engl. crofter „Pächter" zu croft
Crpss|rate[...reit] die: - (zu engl. rate „Teilbetrag“): Mit
„(kleines) Landstück“): kleinbäuerlicher, auf Nebener
tel zur Feststellung des echten Wertes einer Währung im
werb angewiesener Pächter in Schottland
Vergleich zur amtlich festgesetzten Parität unter Bezug auf
Croi|sé[kroa'ze:] das; -[s], -s (zufr. croisé „gekreuzt“, Part.
den Dollarkurs. Crossltalk [,,,tɔ:k] der; -s, -s (aus engl.
Perf. von croiser „kreuzen, kreuzförmig zusammenfü
cross-talk „das Überspielen“): der Klangqualität abträg
gen“, dies zu croix aus lat. crux „Kreuz“): 1. Baumwoll
liches Sichvermischen der beiden Lautsprecherinforma
od. Kammgarngewebe in Köperbindung (eine Webart). 2.
tionen bei stereophoner Wiedergabe
ein Tanzschritt. Croi|sélbin|dung die; -: Köperbindung
(besondere Webart), croilsiert (zu t ...iert> : geköpert (in Crouchlstelllung ['kiaʊtʃ...] die; - (zu engl. to crouch „ho
cken, sich bücken“): geduckte Kampfstellung beim Boxen
einer besonderen Weise gewebt)
Croislsant [kroa'sä:] das; -[s], -s (aus gleichbed. /r. crois Croulpalde [kru...] vgl. Kruppade. Croulpiler [... pie:]
der; -s, -s (aus gleichbed. fr. croupier, eigtl. „Hintermann“,
sant, eigtl. „das Zunehmende“, Part. Präs, von croître
zu croupe „Hinterteil, Kruppe“, dies aus dem Germ.):
„vergrößern, zunehmen; wachsen“, dies über altfr. enrist
Angestellter einer Spielbank, der den äußeren Ablauf des
re aus gleichbed. lat. crescere): Gebäck aus Hefe- od. Blät
Spiels überwacht. Croulpilère [,,,'pie:rə] die; -, -n: weib
terteig in Form eines Hörnchens
liche Form zu t Croupier. Croulpon [,,,'pð:] der; -s, -s (aus
Cro|ma|gnon|tylpus [kromanjo:...] der; - (nach dem
gleichbed. fr. croupon): Kern-, Rückenstück einer [ge
Fundort Cro-Magnon in Frankreich): Menschentypus in
gerbten] Haut. crou|po|nie|ren [...po'ni:...] (zu Î..de
der jüngeren Altsteinzeit
ren) ; aus einer [gegerbten] Haut herausschneiden
Crolmarlgan® [k...] das; -s (Kunstw.): hochwertiger rost
Croülton [kru'tð:] der; -[s], -s (meist Plur.) (aus fr. croûton
freier Chrom-Nickel-Stahl
„Brotkanten“ zu croûte „(Brot)kruste“, dies über altfr.
Cromllech ['kromleç, ...lek] vgl. Kromlech
croste aus lat. crusta „Rinde“): aus Brötchen geschnittene
Crookes glas [kruks...] das; -es, ...gläser (nach dem engl.
Cru
u. in Fett gebackene Würfel, Scheibchen o.Ä. zum Gar
nieren von Speisen od. als Suppeneinlage
Cru [kry:] das; -[s], -s (aus gleichbed./r. cru, eigtl. „Wuchs“,
zu croître „wachsen“, dies über altfr. croistre aus gleichbed. lat. crescere): Wachstum, Lage (Qualitätsbezeich
nung für franz. Weine)
Crulcilfelrae [krutsi'fe:rɛ] vgl. Kruzifere
Cruldum [k...J das; -s (aus lat. crudum, eigtl. „das Rohe“,
vgl. crudus): Rohstoff für die Antimongewinnung, cru
dus (lat.; eigtl. „blutig, roh“; vgl. Crúor): ungereinigt, roh
(z. B. von Chemikalien), crulel [kry'sl] (fr.; aus gleichbed.
lat. crudelis „gefühllos, grausam“): svw. krudel
Cruise-Mis sile ['kru:z misil, - 'mɪsaɪl], auch Cruisemislsile das; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. cruise
missile zu to cruise „sich (kreuzend) vorwärts bewegen“ u.
missile „Geschoss, Flugkörper“): unbemannter Flugkör
per mit Düsenantrieb (u. zusätzlichen Startraketen) u.
konventionellem od. nuklearem Gefechtskopf, Marsch
flugkörper, Flügelrakete. Cruilser ['kru:zn] der; -s, - (zu
engl. to cruise, vgl. Cruise-Missile): sportliches Fahrzeug
mit hoher Motorleistung, aber relativ niedriger Geschwin
digkeit. Cruilserlgelwicht das; -[e]s: zweitschwerste
Gewichtsklasse im Berufsboxen. Cruilsing ['kru:zɪŋ] das;
—[s] (aus engl. cruising „das Umherziehen“): Suche nach
einem Sexualpartner
Crumlblage* ['krʌmblɪdʒ] die; -, -s [,,,dʒɪz] (aus gleichbed.
engl. crumblage zu to crumble „zerdrücken“, eigtl. „zer
krümeln“): a) (ohne Plur.) künstlerische Technik, bei der
ein reproduziertes Bild angefeuchtet, zerknüllt o. ä. u. auf
diese Weise deformiert wieder aufgeklebt wird ; b) Produkt
dieser Technik
Crulor [k...] der; -s (aus lat. crúor „Blut“): Blutkuchen, ge
ronnenes Blut, vom Serum abgeschiedenes Blutgerinnsel
(Med.)
Crus [k...] das; -, Crura (aus lat. crus „Unterschenkel,
Bein“): 1. [Unterschenkel. 2. schenkelartiger Teil eines
Organs od. Körperteils (Med.)
Crush [krʌʃ] der; -[es] (verkürzt aus gleichbed. engl. crush
(syndrome) zu crush „das (Zer)quetschen“, dies zu to
crush „zerquetschen“): durch Zerfall größerer Muskel
massen nach schweren tTraumen ausgelöstes Krankheits
bild (Med.). Crulsher [krʌʃ...] der; -s, -s (zu engl. crush
hat „weicher (Filz)hut“): salopper weicher Herrenfilzhut
(Mode)
Cruslta [k...] die; -, ...stae [...te] (aus lat. crusta „Rinde,
Borke“): 1. Kruste, Schorf (Med.). 2. alkoholisches Bar
getränk in einem Glas mit etwa 1 cm breiter Zitrussaft-Zucker-Kruste am oberen Rand. Crusltalcelae [krustatsee] vgl. Krustazee
Crux [k...] die; - (aus lat. crux „Kreuz; Marterholz“): etw.
(eine Situation), was man als recht schwierig, als eine be
lastende Aufgabe, als kompliziert empfindet, weil das eine
mit dem anderen kollidiert, schlecht zu vereinen ist; Crux
interpretum: unerklärte Textstelle, unlösbare Frage. Cruzaldo [kru'zadu, port, kru'zaðu] der; -s, -s (aber: 5 -) (aus
port, cruzado „Kreuzer“ zu cruz, vgl. Cruzeiro): 1. alte
port. Gold- u. Silbermünze mit einem Kreuz auf der Rück
seite. 2. Währungseinheit in Brasilien seit 1986. Crulzeiro [kruzeiru] der; -s, -s (aber: 5 -) (aus port, cruzeiro zu
cruz „Kreuz“, dies aus lat. crux, vgl. Crux): Währungsein
heit in Brasilien bis 1986
Crwth [kru:θ] rfze; -, - (aus dem Kelt.): altkeltisches, lyra
ähnliches Saiteninstrument der Barden
Cryoltron* ['kry:otro:n] vgl. Kryotron
Csalkan, Czakan ['ʧa...] der; -s, -s (aus gleichbed. ung. csäkäny): Stockflöte, bes. im 19. Jh. in den Donauländern
verbreitetes Volksinstrument
Csárlda ['tʃarda, ung. tʃa:rdɔ], auch Tscharda die; -, -s (aus
gleichbed. ung. csárda, eigtl. „Wachhaus, Warte“, dies
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über türk. Vermittlung aus pers. csärtäk „viersäuliger Er
ker“): ung. [Weinjgaststätte im ländlichen Stil. Csarldas
['ʧardas] u. Csár dás [tʃa:rda:ʃ] der; -, -, auch Tschar
dasch der; -[e]s, -[e] (aus gleichbed. ung. csárdás) : ung. Na
tionaltanz
Cselber ['tʃɛber] der; -s, -s (aber: 5 -) (aus gleichbed. ung.
cseber, eigtl. „Eimer“): früheres ung. Weinmaß
Csilkös ['tʃi:ko:ʃ, ung. 'tʃiko:ʃ] der; -, -, auch Tschikosch
der; -[e]s/-e (aus gleichbed. ung. csikös): ung. Pferdehirt
CT: Abk. für ÎComputertomografie
Cualdrillla* [küa’drilja] rZze; -, -s (aus gleichbed. span, cua
drilla, eigtl. „Haufen, Trupp; Stierfechtermannschaft,
Trupp von 4 Reitern“, vgl. Quadrille): Einzug der Stier
kämpfer in die Arena. Cuarlto [kuarto] der; -s, -s (aber:
5 -) (aus gleichbed. span, cuarto, eigtl. „ein Viertel“, zu lat.
quartus „der vierte“): alte span. Kupfermünze
Culbalnit [k..., auch ...nit] der; -s, -e (nach der Insel Kuba
(span. Cuba) u. zu 12...it>: ein stark magnetisches Mineral
Cu|bi|cu|la|ri|us [kubiku...] der; -, ...rii (aus gleichbed. lat.
cubicularius): altröm. Kammerdiener des Kaisers. Culbicuilum das; -s, ...la (aus gleichbed. lat. cubiculum zu cu
bare „liegen, ruhen“): 1. Schlafraum im altröm. Haus. 2.
Grabkammer in den îKatakomben. Cu bi tus der; -, ...ti
(aus gleichbed. lat. cubitus): 1. Ellenbogen (Med.). 2. alt
röm. Längeneinheit (44,36 cm); vgl. kubital
Cu cur bilta [ku'kor...] die; -, ...tae [...te] (aus lat. cucurbita
„Kürbis“): Zierkürbis mit verschiedenfarbigen Früchten
Cudibeard [ kʌdbɛs] der; -s, -s (nach dem Namen des engl.
Erfinders): (veraltet) roter Farbstoff, roter (Indigo
Cue ca ['kuɛka] die; - (aus gleichbed. amerik. -span, cueca):
ein sehr schneller lateinamerik. Tanz
Cul eslta [küesta] <Zze; -, -s (aus gleichbed. span, cuesta,
eigtl. „Bergabhang“, zu lat. costa „Rücken, Seite“, eigtl.
„Rippe“): Schichtstufe, aufgrund verschiedener Material
eigenschaften von Schichtgesteinen durch Abtragung ent
standene Geländestufe (Geol.)
cui bolno? [ ku:i-] (lat.; nach einem Zitat aus einer Rede
von Cicero): wem nützt es?, wer hat einen Vorteil davon?
(Kernfrage der Kriminalistik nach dem Tatmotiv bei der
Aufklärung eines Verbrechens)
Cu|i!|le|rée [kyijs're:] die; -, -s (aus gleichbed./r. cuillerée
zu cuiller, cuillère „Löffel“, dies aus gleichbed. lat. coch
learium)): (veraltet) Löffelvoll (Maß)
Cu|ite|sei|de u. Cu it sei de [ kÿit...] die; - (zu fr. cuit(e),
eigtl. „gekocht“, dies zu cuire „kochen, sieden“ aus gleich
bed. lat. coquere); durch Seifenbad entbastete, daher sehr
weiche Seide
culius relgio, eius relljlgio ['ku:jʊs- 'e:jʊs-] (lat.); wes
sen das Land, dessen [ist] die Religion (Grundsatz des
Augsburger Religionsfriedens von 1555, nach dem der
Landesfürst die Konfession der Untertanen bestimmte)
Cuilvre* polli [ kyivrs pɔ'li:] das; - - (aus fr. cuivre poli
„Messingbronze“, eigtl. „poliertes Kupfer“, zu lat. (aes)
cyprium (vgl. Cuprum) u. fr. poli „glatt, blank, poliert“
(vgl. polieren)): (veraltet) Messing aus 70% Kupfer u. 30%
Zink für Küchen- u. Gebrauchsgegenstände
Cullasse [ky'las] die; -, -n [,..sn] (aus gleichbed./r. culasse
zu cul „Hintern“, dies aus gleichbed. lat. culus): (veraltet)
a) sogenannte Schwanzschraube, Bodenstück eines Ge
wehrlaufes; b) Unterteil eines Brillanten. Cullbute [kylbyt] die; -, -s (aus fr. culbute „Überschlag, Purzelbaum“):
(veraltet) Kopfsturz, Drehung des Î Fetus in Kopfendlage
(Med.). Cuide Lampe [kyd'läp] der; —, -s - - [kyd...] (aus
gleichbed./r. cul de lampe, eigtl. „Unterteil der Lampe“):
1. nach unten spitz zulaufende t Vignette am Schluss eines
Kapitels (Buchkunst). 2. von der Decke od. dem Gewölbe
herabhängendeszapfenförmiges Bauglied, z.B. Gewölbe
abschlussstein (Archit.). Cul de Palris [kydpa’ri], - - -, -s - [kyd...] der; (aus fr. cul de Paris, eigtl. „Pariser Gesäß“):
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um die Jahrhundertwende unter dem Kleid getragenes Ge
säßpolster. Culldolskop* [kul...] usw. vgl. Kuldoskop
usw.
Cu ie meyier [k...] der: -s, - (nach dem dt. Eisenbahntech
niker J. Culemeyer (1883-1951)): ein Schwerlast-Straßen
roller [im Dienst der Eisenbahn]
Cullelus ['ku:leʊs] der: -, ...lei [...lei] (aus lat. culeus „(Leder)saek, -schlauch“): altröm. Hohlmaß (525,3 1 od. 20
Amphoren)
Culllilnan ['kʌlɪnən] der: -s (nach dem engl. Entdecker Sir
T. Cullinan): größter bekannter Diamant der Erde
Cullot [ky'lo:] der: -s, -s (aus gleichbed./r. culot, Verkleine
rungsform von cul, vgl. Culasse): (veraltet) 1. Sockel, Un
tersatz. 2. Bodensatz. 3. Nesthäkchen, jüngstes Kind. 4.
Stängel- od. Laubverzierung (Archit.). Cu Hotte [kylot]
die; -, -n [...tn] (aus gleichbed. /r. culotte, Verkleinerungs
form von cul): im 17. u. 18. Jh. von der [franz.] Aristokratie
getragene Kniehose; vgl. Sansculotte
Cullpa [k...] die; - (aus gleichbed. lat. culpa): Schuld, Ver
schulden; Fahrlässigkeit; culpa in contrahendo: Verschul
den beim Vertragsabschluss (gewohnheitsrechtlich aner
kannter, außergesetzlicher Haftungstatbestand); culpa la
ta: grobe Fahrlässigkeit (Rechtsw.); culpa levis [...vis]:
leichte Fahrlässigkeit (Rechtsw.)
Cul|te|ra|nis|mo [k...] der; - (aus span, culteranismo
„schwülstiger Stil“ zu culterano „schwülstig“, dies zu culto
„Kult“ aus gleichbed. lat. cultus): svw. Gongorismus. Culte ra nist vgl. Kulteranist. Culltislmo vgl. Kultismus.
Cul tuiral Lag ['kʌltʃərəl 'læg] das; - -, - -s (aus engl. cul
tural lag, eigtl. „kulturelle Lücke“): verspätete soziokultu
relle Anpassung von Personen[gruppen] an die vom tech
nischen Fortschritt gesteuerte Entwicklung (Soziol.). Culture-free-Test ['kʌltʃə'fri:...] der; -[e]s, Plur. -s, auch -e
(aus gleichbed. engl. culture free test, zu free „frei“ u.
TTest): eine Form des psychologischen Tests, bei dem die
Aufgabenstellung so gewählt wird, dass die Testergebnisse
von kulturellen, regionalen u. sozialen Unterschieden
weitgehend frei sind
Culmalrin [k...] vgl. Kumarin. Culmalron vgl. Kumaron
Cum ber land so ße u. Cumiberlland saulce ['kʌmbələndzo:sə] die; -, -n (nach dem Herzog W. A. von Cumber
land (1721-1765) u. Î Sauce): aus Johannisbeergelee, Senf
u. verschiedenen anderen Zutaten hergestellte pikante So
ße
cum figuris [kʊm-] {lat.}: mit Abbildungen
cum gralno sallis [kum- -] {lat.: „mit einem Körnchen
Salz“): mit entsprechender Einschränkung; nicht ganz
wörtlich zu nehmen
cum in|fa|mia [kom -] {lat.}: mit Schimpf u. Schande
cum laulde [kʊm-] {lat.; „mit Lob“): gut (drittbestes Prä
dikat bei der Doktorprüfung)
Cumlmingltolnit [kʌmɪŋtɔ'mt] der; -s, -e (nach dem Ort
Cummington, Massachusetts (USA), u. zu î2...it): ein
farbloses bis braunes Mineral
cum temlpolre [kom -] {lat.; „mit Zeit“): eine Viertelstun
de nach der angegebenen Zeit; mit akademischem Viertel;
Abk. : c. t.
Culmu lolnim bus [k...] usw. vgl. Kumulonimbus usw.
Cuncltaltor [kʊŋk...] vgl. Kunktator
Culnelus ['ku:neus] der; -, Cunei [,,,nei] (aus lat. cuneus
„Keil“): 1. a) keilförmige Schlachtaufstellung in der Anti
ke ; b) keilförmiger Abschnitt des Sitzraums im röm. Thea
ter. 2. Zwickel, eine Großhirnrindenwindung von keilför
miger Gestalt, die das Sehzentrum enthält (Med.)
Cunlnillinlgus [k.„], auch Kunnilingus der; -, ...gi (aus lat.
cunnilingus „jmd., der an der weibl. Scham leckt“ zu cun
nus „weibl. Scham" u. lingere „lecken“): sexuelle Stimu
lierung durch Reizung des weiblichen Geschlechtsorgans
mit Lippen, Zähnen u. Zunge; vgl. Fellatio
Curie
[kap] der: -s, -s (aus gleichbed. engl. cup, eigtl. „Schale,
Becher“, dies über älter engl. cuppe (roman, coupe) aus
spätlat. cuppa, vgl. Cuppa): 1. a) Siegespokal bei Sport
wettkämpfen; b) Pokalwettbewerb. 2. Schale des Büsten
halters
Culpal [k...] das; -s (Kurzw. aus ÎCuprum u. M/uminium>:
kupferplattiertes Aluminium, Werkstoff der Elektrotech
nik
Culpildo [k...] vgl. Kupido
Cuplpa [k...] die; -, Cuppae [...pe] (aus gleichbed. kirchenlat. cuppa, dies aus spätlat. cuppa „Trinkgefäß, Becher“,
einer Nebenform von lat. cupa „Fass, Tonne“): Schale ei
nes [Abendmahlsjkelches
Culprallon®* [k...] das; -s (Kunstw. aus Î Cuprama u.
t Perlon}: Mischgarn aus 1 Perlon u. ÎCuprama (Textil
chemie). Culpralma® die; - (Kunstw. zu spätlat. cuprum
„Kupfer“, vgl. Cuprum; nach dem Herstellungsverfah
ren); wollartige, aus Zellulose hergestellte Kunstfaser.
Culprelin das; -s (zu T...in (1)): eine organische Verbin
dung, Grundstoff von Chinin. Culprelsa® die; (Kunstw.): nach dem Kupferoxid-Ammoniak-Verfahren
aus Baumwollfasern hergestellte Chemiefaser. Culprit
[auch . ,,'rit] der; -s (zu TCuprum u. t2...it>: Rotkupfer-,
Braunkupfererz, ein kubisches Mineral, auftretend in
Kupferblüte u. Ziegelerz. Culpro das; -s (Kunstw.):
Sammelbez. für meist seidenähnliche synthetische Fa
sern, die nach dem Kupferoxid-Ammoniak-Verfahren
auf Zellulosebasis hergestellt werden (Textilchemie). Cuprolphan das; -s (Kunstw. aus ÎCupro u. gr. diaphanes
„durchsichtig“): (veraltet) Zellulosehydrat in Form von
Folien, Bogen, Rollen, Bändern für Verpackungszwecke
u. Kabelumhüllungen. Cylprum das; -s (aus gleichbed.
spätlat. cuprum für lat. aes cyprium „Erz aus Zypern“
(lat. Cyprus, gr. Kÿpros)): Kupfer; chem. Element; Zei
chen Cu
Cu pu la [k...], auch Kupula die; -, ...lae [...le] (aus lat. cu
pula „kleine Tonne, Kuppel“, Verkleinerungsform von cu
pa „Fass, Tonne“): 1. Fruchtbecher bei Buchengewäch
sen. 2. gallertartige Substanz in den Gleichgewichtsorga
nen der Wirbeltiere u. des Menschen (Med.)
Cylra [k...] die; - (aus lat. cura „Sorge, Fürsorge“): früher
übliche Bez. für die Seelsorge u. die dafür nötigen kirchli
chen Vollmachten (kath. Kirchenrecht)
Culralçao® [kyra'sa:o] der; -[s], -s (aber: 2 -) (aus gleichbed.
niederl. curaçao, gekürzt aus curaçao-oranjeappel „Cura
çao-Orange“, woraus er hergestellt wurde; nach der Insel
im Karibischen Meer): Likör aus der Schale der Pomeran
ze
Cuira pos|te|ri|or [k...-] die; - - (aus lat. cura posterior
„spätere Sorge“): Angelegenheit, Überlegung, die im Au
genblick noch nicht akut ist, mit der man sich erst später zu
beschäftigen hat
Culralre [k...] vgl. Kurare. Culralrin, eindeutschend auch
Kurarin das; -s (zu Î Kurare u. t...in (1)): wirksamer Be
standteil des Kurare (Chem.)
cu|ra|vit [ku'ra:vɪt] {lat.}: hat [es] besorgt, bearbeitet
(Buchvermerk über den Herausgeber od. Bearbeiter)
Curlculma [ kurkuma] vgl. Kurkuma
Culré [ky're:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. curé, eigtl. „Seel
sorger“, zu eure „Sorge, Fürsorge“, dies aus lat. cura):
kath. Geistlicher in Frankreich
Culrée [ky're:] die; -, -s (aus gleichbed./r. curée zu cuir
„Fell, Haut“, dies aus lat. corium): (Jägerspr. veraltet) a)
Aufbruch des erlegten Wildes; b) Beuteanteil der Hunde
(Eingeweide)
Cu|ret|talge [kvrɛ'ta:ʒə] vgl. Kürettage. Culretlte [ky...]
vgl. Kürette
Culrie [ky'ri:] das; -, - (nach dem franz. Physikerehepaar
Jean (1859-1906) u. Marie (1867-1934) Curie): Maßein
Cup
c
Curium
heit der Radioaktivität; Zeichen Ci (älter c). Curilum
['ku:...] das; -s (nach dem Physikerehepaar Marie u. Pierre
Curie u. zu î...ium>: radioaktives, künstlich erzeugtes
chem. Element, ein Transuran; Zeichen Cm
Curlling ['kə:lɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. curling zu to
curl „sich winden, sich drehen“): ein aus Schottland stam
mendes, dem Eisschießen ähnliches Spiel auf dem Eis
Cur|ren|cy|the|o|rie ['kʌrənsɪ...] die; - (zu engl. currency
„Währung“ (dies über mittelengl. currentia aus lat. currens, Gen. currentis, Part. Präs, von currere „laufen, ei
len“) u. TTheorie): Währungsprinzip, nach dem die Bank
notenausgabe an die Zu- u. Abnahme der Goldvorräte ei
nes Landes gebunden werden soll, curlrenltis [k...] tlat.y.
(veraltet) [des] laufenden [Jahres, Monats]; Abk.: er. curri|cu|lar [...ku...] (zu îCurriculum u. î...ar (1)>: a) die
Theorie des Lehr- u. Lernablaufs betreffend; b) den Lehr
plan betreffend. Cur|ri|cullum das; -s, ...la (über gleich
bed. engl. curriculum aus mlat. curriculum „Ablauf des
Jahres, Weg“, lat. „Lauf(bahn)“>: 1. Theorie des Lehr- u.
Lernablaufs. 2. Lehrplan, Lehrprogramm. Curlrilcullum
Vi tae [- 'vi:ts] das; - -, ...la - (aus lat. curriculum vitae
„Laufbahn des Lebens“): (veraltet) Lebenslauf. Curlrus
i/er;-, - [,,,ru:s] (aus gleichbed. lat. currus): a) zweirädriger
Wagen (im antiken Rom); b) Triumph-, Streit- u. Rennwa
gen (im antiken Rom)
1Cur|ry ['kæri, seltener 'kari]
auch das; -s, -s (aus gleich
bed. angloind. curry, dies aus tamil, kari „Tunke“): scharf
pikante, dunkelgelbe Gewürzmischung ind. Herkunft.
2Curlry der, auch das; -s, -s (zu Î ’Curry): ind. Gericht aus
Fleisch od. Fisch mit einer Soße aus Currypulver, dazu
Reis [u. Gemüse]
Curlsor ['kə:sə] der; -s, -[s] (aus gleichbed. engl. cursor,
eigtl. „Läufer“, dies aus lat. cursor „(Schnell)läufer, Eil
bote“ zu currere „laufen“): meist blinkendes Zeichen auf
dem Bildschirm, das anzeigt, an welcher Stelle die nächste
Eingabe erscheint. Curlsus [ korzos] der; -, - (aus lat. cursus „Lauf, Verlauf'): wohlklingender rhythmischer Satz
schluss (Reth.). Curlsus Holnolrum der; - - (.mlat. honor
„Ehre, Ehrenamt“): Bez. für die Ämterlaufbahn im anti
ken Rom; die festgelegte Reihenfolge, in der sich ein Bür
ger um öffentliche Ämter bewerben konnte. Curlsus publi cus* [- ...kus] der; - - (zu lat. publicus „öffentlich,
staatlich, amtlich“): das nach dem Vorbild des Postwesens
der pers. Großkönige eingerichtete Beförderungssystem
für die amtliche Post des Röm. Reiches
Curltainlwall ['kə:tɪnwɔ:l] der; -s, -s (aus engl. curtain wall
„Trennwand“ zu curtain „Vorhang“ u. wall „Wand, Mau
er“): Außenwand eines Gebäudes, der keine tragende
Funktion zukommt (Archit.)
Curltis [k...] die; -, ...tes [,..te:s] (aus gleichbed. mlat. cur
tis): a) Herrenhof, bes. der fränkischen Königshöfe, der
als befestigtes Lager u. Verpflegungsstation diente; b)
Haupthof eines Fronhofverbandes od. allg. ein Gehöft im
Mittelalter
Cusltard [ kastçt] der; -, -s (aus gleichbed. engl. custard,
urspr. „ungedeckte Pastete mit Fleisch od. Früchten in ei
ner Soße“, dies über mittelengl. erusta(r)de aus afr. crouste „Kruste“): (in angelsächsischen Ländern) dickflüssige
Vanillesoße (Gastr.)
Cus toldia [k...] die; -, ...diae [...die] (aus lat. custodia „Wa
che, Schutz“ ) : das Gefäß, in dem die große Î Hostie für die
Aussetzung des Allerheiligsten in der Î Monstranz aufbe
wahrt wird (kath. Kirche). Cus|to|di|an [kʌs'toʊdjən]
der; -s, -s (aus gleichbed. engl. custodian, eigtl. „Wärter“,
dies zu lat. custodia „Bewachung, Aufsicht, Obhut“): engl.
Bez. für Treuhänder eines unter fremdstaatliche Verwal
tung gestellten Vermögens
Cusltolmilzaltion [kʌstəmai'zeɪʃən] die; - (aus gleichbed.
engl. customization zu to customize): unternehmerische
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Strategie, Produkte u. Dienstleistungen individuellen
Kundeninteressen anzupassen
Cut [kœt, kat] der; -s, -s (zu engl. to cut „schneiden, (zertei
len“; vgl. cutten): 1. svw. Cutaway. 2. Riss der Haut, bes.
rund um die Augenpartien (beim Boxen). Cultalway*
['kætəve, 'kat..., engl. 'kʌtəweɪ] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. cutaway (coat) zu to cut away „wegschneiden“): als
offizieller Gesellschaftsanzug am Vormittag getragener,
langer, schwarzer od. dunkler, vorn abgerundet geschnit
tener Sakko mit steigenden Revers, cutlten ['katn] (aus
engl. to cut „schneiden“): Filmszenen od. Tonbandauf
nahmen für die endgültige Fassung schneiden u. zusam
menkleben. Cutlter [ kate] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
cutter): 1. Schnittmeister; Mitarbeiter bei Film, Funk u.
Fernsehen, der Filme od. Tonbandaufnahmen in Zusam
menarbeit mit dem Regisseur für die endgültige Fassung
zusammenschneidet u. montiert. 2. Gerät zum Zerklei
nern von Fleisch zur Wurstbereitung. Cutltelrin die; -,
-nen: weibliche Form zu 1 Cutter (1). cut tern vgl. cutten
Culvée [ky've:] die; -, -s, auch das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
cuvée, eigtl. „Kufevoll“, zu cuve „Kufe, Bottich“, dies aus
lat. cupa „Fass, Tonne“): Verschnitt, Mischung verschie
dener Weine (bes. bei der Herstellung von Schaumwei
nen). Cu|ve|la|ge [kjwə'la:ʒə] Æe; -, -n (aus gleichbed. fr.
cuvelage): Stahl- od. Graugussring, der im Bergwesen
beim Schachtausbau im Ganzen eingelassen u. gegen Was
ser abgedichtet wird
Cy: veraltete Bez. für das Cyanradikal CN. Cy Ian [ts...] das;
-s (über lat. cyanus aus gr. kÿanos „Lasurstein, blaue Far
be“): giftige Kohlenstoff-Stickstoff-Verbindung mit Bit
termandelgeruch. cylan..., Cylan... vgl. zyano..., Zyano... Cylalnat das; -[e]s, -e (zu T...at (2)>: Salz der Cyan
säure. Cylalnid das; -s, -e (zu T3...id> : Salz der Blausäure.
cy|a|no..., Cylalno... vgl. zyano..., Zyano... Cylanlradilkal das; -s: eine einwertige Atomgruppe aus Kohlen
stoff u. Stickstoff, die nur in chem. Verbindungen od. als
elektrisch negativ geladenes Ion vorkommt
Cylalthus [ts...] der; -, - [,,,tu:s] (über gleichbed. lat. cyathus
ausgr. kÿathos „Becher“): ein antikes röm. Volumenmaß
cylber..., Cylber... ['saibn...] (verkürzt aus engl. cyberne
tics „Kybernetik“): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „die von Computern erzeugte virtuelle Scheinwelt be
treffend“, z. B. Cyberspace. Cylberlcalfé das; -s, -s: svw.
Internetcafé. Cy ber cash [,,,kæʃ] das; - (zu engl. cash,
vgl. Cash): Verbuchung von kleinen Beträgen mithilfe des
ÎInternets. Cy|ber|kri|mi|na|liltät die; -: Gesamtheit il
legaler Handlungen im Computer- u. Telekommunikati
onsbereich (z.B. Datenmanipulation, widerrechtliches
Eindringen in Systeme). Cylberlnaut [saibn...] der: -e.n,
-en (zu T ...naut): jmd., der sich [gerade] im Cyberspace be
findet. Cy|ber|sex [saibn...] der; -[es]: 1. sexuelle Stimu
lation durch computergesteuerte Simulation. 2. über digi
tale Medien (bes. das Internet) verbreitete Darstellung
von sexuellen Handlungen. Cylberlspace [...speis] der: -,
-s (zu engl. space „Raum“, vgl. Space): von Computern er
zeugte virtuelle Scheinwelt, die eine fast perfekte Illusion
räumlicher Tiefe u. realitätsnaher Bewegungsabläufe ver
mittelt (z.B. zur Simulation von Flugmanövern, für akti
onsreiche Computerspiele u.Ä.). Cy bertour [...tum]
die; -, -en: virtuelle Reise durch den Cyperspace. Cy
borg* ['saɪbɔ:g] der; -s, -s (Kunstw. aus engl. cybernetic or
ganism): [geplante] Integrierung technischer Geräte in
den Menschen als Ersatz od. zur Unterstützung nicht aus
reichend leistungsfähiger Organe (z.B. bei langen Raum
flügen)
cycl..., Cycl... [tsy(:)kl...] vgl. cyclo..., Cyclo... Cylclamat* vgl. Zyklamat. Cylclalmen* vgl. Zyklamen, cy
clisch* [tsy:k..., auch tsYk...] vgl. zyklisch (2). cy
clo...*, Cylclo..., vor Vokalen meist cycl..., Cycl... (aus
Czakan
291
lat. cyclus „Kreis, Ring“, dies aus gleichbed. gr. kÿklos;
vgl. Zyklus): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„ringförmig verknüpfte Atomgruppen enthaltend", auf
tretend als erster Bestandteil von Zusammensetzungen
mit ehern. Namen, z. B. Cyclohexan; vgl. zyklo..., Zyklo...
Cylclolhelxan* der: -s, -e: ein Kohlenwasserstoff (farb
lose, leicht brennbare Flüssigkeit), der u.a. als Lösungs
mittel für Fette, Harze u. Wachse verwendet wird. Cyclokautschuk* der; -s: ein Îmodifizierter Naturkaut
schuk. Cylclolnilum* das; -s (zu t...ium>: erstmals im
t Zyklotron erzeugtes Î Isotop des ehern. Elements Pro
methium. Cylclops* [tsy'klo:ps] der; -, ...piden (über lat.
cyclops aus gr. kyklöps, eigtl. „Rundauge“): niederer
Krebs (Ruderfüßer)
Cymlbal [ts...] vgl. Zimbal
[ts...] das; -s (zu gr. kÿma „Woge“ u. phanös
„leuchtend“): Schmucksteinvarietät des Minerals (Chry
soberyll
Cylnar [ts...] der; -s (zu lat. Cynara, Nebenform von cinara
„Artischocke“): bitter schmeckender ital. (Aperitif aus
Artischockenherzen (Gastr.). Cy nairin das; -s (zu (...in
(1)): Bitterstoff der (Artischocke
Cylprisllarlve* [ts,,,]rf/e, -,-n (nach/ɑt. Cypris.gr. Kÿpros,
dem Beinamen der griech. Göttin Aphrodite, die auf Zy
pern (gr. Kÿpros) sehr verehrt wurde): durch eine zweiklappige Schale gekennzeichnete Larvenform der Mu
schelkrebse u. Rankenfüßer
cyIrilllisch [ts...] vgl. kyrillisch
Cyltolbilon® [ts...] das; -s (Kunstw.): Vitamin-B 12-Präparat
Cza kan ['ʧa...] vgl. Csakan
Cylmophan
c
für gleichbed. engl. Digital /ludio broadcasting) :
digitaler Hörfunk (vgl. 2digital)Dalcalpo vgl. Dakapo
da calpo [- k...] {it.; eigtl. „vom Kopf an“, zu lat. caput
„Kopf, Haupt“): wiederholen, noch einmal vom Anfang
an (Mus.); Abk. : d. c.; da capo al fine: vom Anfang bis zum
Schlusszeichen (wiederholen).
d'aclcord [da'ko:u, fr. da'kɔ:r] (aus gleichbed. fr. d’accord;
vgl. Akkord): einer Meinung, einig, einverstanden
Dalcron®* [...k...] das; -s (Kunstw.): synthetische Faser
(Chem.)
Dada der; -[s] {fr.; urspr. lautmalend, wohl nach fr. kindersprachl. dada „Pferdchen“): 1. Symbol u. programmati
sches Schlagwort des Dadaismus. 2. Name für die ver
schiedenen dadaistischen Gruppierungen. Daldaiislmus
der; - (zu Î...ismus ( 1)): internationale Kunst- u. Literatur
richtung um 1920, die jegliches Kunstideal negierte u. ab
solute Freiheit der künstlerischen Produktion sowie einen
konsequenten Irrationalismus in der Kunst proklamierte.
Daldalist der; -en, -en (zu t ...ist) : Vertreter des Dadais
mus. daldalisltisch (zu Î...istisch): in der Art des Da
daismus
Däldaüelum das; -s, ...leen (nach Dädalus (gr. Daidalos,
eigtl. „der Kunstreiche“), dem Baumeister u. Erfinder in
der griech. Sage): 1833 erfundene, trommelförmige Vor
richtung, in der durch Drehen filmartige Bewegungsbilder
erzeugt werden (primitive Vorstufe eines kinematografischen Apparates), spezielle Art eines 1 Stroboskops, dädalisch: 1. (veraltet) erfinderisch. 2. früharchaisch; dädalische Kunst: Bez. für die griech. Klein- u. Großplastik
des 7. Jh.s v. Chr.
Dadidy [ dedi] der; -s, -s (aus engl. kindersprachl. daddy zu
dad „Papi“): engl. ugs. Bez. für Vater
Daff, Duff der; -s, -s (aus gleichbed. arab. daff): eine meist
mit Rasselkörpern versehene, einfellige arab. Rahmen
trommel, ähnlich dem TTamburin
Daigalbavgl. Dagoba
Dalgesltan* der; -, - (nach dem Gebiet Dagestan am Kas
pischen Meer): schafwollener, geknüpfter Teppich
Daigolba u. Dagaba die; -, ...ben (aus gleichbed. singhal.
dägoba, dägaba); 1. buddhistischer Reliquienschrein.
2. Raum, in dem ein Reliquienschrein aufbewahrt u. ver
ehrt wird
Dalguerlreoltyp [dagɛro...] das; -s, -e (aus gleichbed. fr.
daguerréotype, nach dem Erfinder der Fotografie, dem
Franzosen L. J. M. Daguerre (1787-1851)): Fotografie auf
Metallplatte. Da|guer|reo|ty|pie dz'e; -, ...ien (zu t...typie): 1. (ohne Plur.) ältestes praktisch verwendbares fotograf. Verfahren (heute nicht mehr üblich). 2. Fotografie
auf Metallplatten, Vorstufe der heutigen Fotografie
Dalhalbilje r/ze; -, -n (aus gleichbed. arab. dahabiya, eigtl.
DAB (Abk.
„die Goldene“) : langes, schmales, altertümliches Nilschiff
mit Segel, Verdeck u. Kajüte
Dahllie [...io] die; -, -n (aus gleichbed. nlat. dahlia; nach
dem schwed. Botaniker A. Dahl (1751-1789)): zu den
Korbblütlern gehörende, im Spätsommer u. Herbst blü
hende [Gartenjpflanze mit großen Blüten; vgl. Georgine
Dail Eilreann ['da:l 'e:rɪn, engl. 'daɪl ɛərən] der; - - (zr): das
Abgeordnetenhaus der Republik Irland
Dailly Soap ['deɪlɪ 'soʊp] die;--, --s (zuengl. daily „täglich“
u. soap, ugs. für soap opera „Seifenoper“): unterhaltende,
täglich ausgestrahlte triviale Fernsehspielserie
Dajlmio u. Daimyo der; -, -s {chin.-jap.y. Name für ehema
lige japan. Territorialfürsten
Dailmolnilon das; -s. ...ia (aus gr. daimónion. eigtl. „das
Göttliche“): die warnende innere Stimme [der Gottheit]
bei Sokrates
Dajlmyovgl. Daimio
1Daina die; -, -s (aus leit. daina „Lied“): weltliches letti
sches Volkslied lyrischen Charakters. 2Daüna die; -, Dainos (aus lit. daina „Lied“): weltliches litauisches Volkslied
lyrischen Charakters
Dailquilri [,.,'ki:...] der; -s, -s (nach dem kuban. Distrikt):
Mixgetränk aus Rum, Limonensaft u. gestoßenem Eis
Dailselkilji [---ʤi] der; -, - {jap.; „großer Steintempel“):
Haupttempel der buddhistischen Sekten
Dalkalpo das; -s, -s (aus it. da capo, eigtl. „vom Kopf an“):
Wiederholung (Mus.); vgl. da capo. Da|ka|po|arie die; -,
-n: dreiteilige Arie, bei der der dritte Teil die [verzierte]
Wiederholung des ersten darstellt (bes. im 18. Jh.)
Dakhlma ['da:kma] der; -, -s (auspers. dakhmak „Scheiter
haufen“ zu zzwesr. dahma „Grab“): Turm des Schweigens,
auf dem die Î Parsen ihre Toten den Geiern zum Fräße
überlassen, um Erde u. Feuer nicht zu verunreinigen
dalkry...*, Dalkry... vgl. dakryo..., Dakryo... dalkrylo...,
Dalkryio..., vor Vokalen auch dakry..., Dakry... (aus gr.
däkryon „Träne“): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „Träne, Tränensack“, z.B. Dakryolith, Dakryops.
Da kry o ade ni tis die; -, ...itiden: Tränendrüsenent
zündung (Med.), dalkrylgldisch (zu gr. -eidës „-för
mig“): tränen-, tropfenförmig. Da|kry|olhä|morlrhagie die; -, ...ien, Da|kry|o|hälmor|rhy|sis die; -, ...sen
(zugr. rhÿsis „das Fließen“): Tränenblutung, Blutung aus
den Tränengängen (Med.). Da|kry!o|lith [auch ... lit] der;
Gen. -su. -en, Plur. -e[n] (zu t,,,lith): harte Ablagerung in
den Tränenkanälen (Med.). Dalkry lolli |thi|a Isis die; -,
...iasen: Bildung von harten Ablagerungen in den Tränen
kanälen (Med.). Dalkrylon das; -s (ausgr. däkryon „Trä
ne“): vordere obere Spitze des Tränenbeins (anthropolo
gischer Messpunkt). Da|kry|ops der; -, ...open (zu gr.
öps, Gen. öpös „Auge“): von einer Tränendrüse ausgehen-
293
de Zyste unter dem oberen Augenlid (Med.). Dalkrylorhi nos to mie die; -, ...ien <zu trhino..., gr. stóma
„Mund“ u. T2...ie): operative Herstellung einer Verbin
dung zwischen Tränensack u. Nasenhöhle bei verschlosse
nem Tränen-Nasen-Gang (Med.). Dalkrylolrhylsis die;
-, ...sen (zu gr. rhÿsis „das Fließen“): svw. Dakryorrhö.
Dalkrylorlrhö die; -, -en, auch Dalkrylorlrhöe [...’ro:]
die; -, -n [...'ro:ən] (zu gr. rheîn „fließen“): Tränenfluss
(Med.). Dalkrylolsylrinx die; -, ...ingen (zu gr. sÿrigx
„Röhre; Fistel“): Tränenfistel (Med.). Da|kry|o|zys|titis ife; -, ...itiden: Entzündung des Tränensacks (Med.).
Da|kry|olzyslto|blen|nor|rhö die; -, -en u. Da kry ozystoblennorrhöe [...’ro:] die; -, -n [,,,ro:ən]: eitrige
Absonderung, Eiterung des Tränensacks (Med.)
dakltyl..., Dakltyl... vgl. daktylo..., Daktylo... Dak tylen: Plur. von ÎDaktylus, dakltyllielren (zugr. däktylos
„Finger“ u. t,,,ieren): in der Finger- u. Gebärdensprache
reden; vgl. Daktylologie. Daktylioglyph* der; -en, -en
(aus gleichbed. gr. daktylioglyphos): (veraltet) Stein
schneider. Dakltyllilolglylphik* die: - (zu t2...ik (1)):
Steinschneidekunst. Dak|ty|li|o|graf, auch...graph fer;
-en, -en (zu gr. daktÿlios „Ring, Fingerring“ u. t...graf>:
svw. Daktylioglyph. Dakltyllilolgralfik, auch ...graphik die; -: svw. Daktylioglyphik. Dak|ty|li|o|man|tie
die; - (zugr. manteia „Weissagung"): das Wahrsagen mit
hilfe eines Pendels, bes. mit einem am Faden schwingen
den Fingerring. Dak|ty|li|o|thek die; -, -en (aus gleich
bed. gr. daktyliothêkê): Ringbehältnis, Ringkästchen, bes.
eine Sammlung von Gemmen, Kameen u. geschnittenen
Steinen (vor allem im Altertum u. in der Renaissance),
dakltyllisch (zu 1Daktylus): aus TDaktylen bestehend.
Dakltyllit [auch ...’lit] der; -s, -e (zu 1daktylo... u. T2...it>:
finger- od. walzenförmige Versteinerung, sogenannter
Finger- od. Dattelstein. Daklty liItis die; -, ...itiden (zu
T...itis): Fingerentzündung (Med.). Daklty[Io die; -, -s:
Kurzform von ÎDaktylografin, dakltyllo..., Dak ty
lo..., vor Vokalen auch daktyl..., Daktyl... (aus gr. dáktylos
„Finger, Zehe“) : Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Finger, Zehe“, z. B. daktylografieren, Daktylolyse. Dakt y I lo I e p i 11 r it * der; -en, -en: aus dem îHemiepes u. dem
lEpitriten zusammengesetztes altgriech. Versmaß. Daktylolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu t...graf);
(Schweiz.) Maschinenschreiber. Dak|ty|lo|gra|fie, auch
...gralphie die; - (zu t...grafie>: (Schweiz.) das Maschi
nenschreiben. Dak|tyllo|gra|fin, auch...gra|phin die;-,
-nen: (Schweiz.) Maschinenschreiberin. Dakltyllogramm das; -s, -e (zu t...gramm): Fingerabdruck, daktyilo gra fie ren, auch ...gralphielren (zu Î..deren):
(Schweiz.) Maschine schreiben. Dakltyllolgrylpglse*
die; -, -n (zu gr. grypösis „Verkrümmung“): Verkrümmung
der Finger od. Zehen (Med.). Dak|ty|lo|lo|gie die; -,
...ien (zu Î ...logie): Finger- u. Gebärdensprache der Taub
stummen u. Gehörlosen. Dakltyllollylse die: -, -n (zu
î...lyse>: das Absterben von Fingern (Med.). Dakltyllomanltie Æe;- (zugr. manteieiacuteia „Weissagung“): das
Wahrsagen aus den Fingern. Dak|ty|lo|me|ga|lie die; -,
...ien (zu gr. megaleia „(außergewöhnliche) Größe“):
krankhafter Großwuchs der Finger od. Zehen (Med.).
Dak|ty|lo|skop* der; -en, -en (zu gr. skopös „Beobach
ter“): Fachmann für Daktyloskopie. Dak|ty|lo|sko|pie*
die; -, ...ien (zu T...skopie): Fingerabdruckverfahren, daktyllo sko pisch*: die Daktyloskopie betreffend. Dakty lus der; -, ...ylen (über lat. dactylus aus gleichbed. gr.
dáktylos, eigtl. „Finger“ (mit drei Gliedern)): Versfuß
(rhythmische Einheit) aus einer Länge u. zwei Kürzen
(- u u)
Da|lai-l_a|ma fer; -[s], -s (aus mongol, dalai „Gott“ (eigtl.
„Meer“) u. tibet. lama, vgl. Tama): weltliches Oberhaupt
des Î Lamaismus in Tibet
Dame
Dallbe fee; -, -n usw.: Kurzform von 1 Dückdalbe usw.
Dalbergia, Dal ber gie [...is] die; -, ...ien [,,,iən] (aus
gleichbed. nlat. dalbergia; nach dem schwed. Arzt u. Bo
taniker N. Dalberg (1736-1820)): ind. Rosenholzbaum
Dalk fer; -[e]s, -e (aus gleichbed.pers. dalq): Mönchs-, Der
wischkutte
Dalllalge [.. ,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. dallage zu daller
„mit Steinplatten belegen, fliesen“, dies zu dalle „Stein
platte, Fliese“): (veraltet) a) das Belegen mit Steinplatten,
das Fliesen; b) Plattenbelag, das Geflieste
Dal|le|o|chin [...’xi:n] u. Thalleiochin das; -s (Kunstw.): ein
grüner Farbstoff, Chinagrün
Dallies der; - (über jidd. dalles aus hebr. dallüt „Armut“):
(ugs.) vorübergehende Geldnot; in bestimmten Fügungen,
z. B. im - sein
Dalllglas das; -es, ...gläser (zu fr. dalles (de couleur) „(far
bige) Fliesen“; vgl. Dallage) : Bez. für in der Masse durch
gefärbte, lichtdurchlässige dicke Glasplatten
dallli (auspoln. dalej! „vorwärts!“); (ugs.) schnell!, rasch!
Dallmaltik, Dalmatika fee; -, ...ken (aus gleichbed.
spätlat. dalmática, nach der Landschaft Dalmatien an der
Ostküste der Adria): 1. spätröm. Oberkleid (aus weißer
dalmatischer Wolle). 2. liturgisches Gewand, bes. der
kath. ÎDiakone. Dal ma ti ner der; -s, -: 1. schwere alko
holreiche Weinsorte aus Dalmatien. 2. weißer Wachhund
mit schwarzen od. braunen Tupfen
dal selgno* [-'zɛnjo] <z't;>: vom Zeichen an wiederholen
(Vortragsanweisung; Mus.); Abk.: d. s.
dal|to|nid (nach dem engl. Physiker J. Dalton (1766-1844)
u. zu î'...id): in der ehern. Zusammensetzung stets das glei
che, unveränderliche Massenverhältnis aufweisend. Dalto I nid das; -s, -e : alte Bez. für die ehern. Verbindungen mit
stets gleichem, unveränderlichem Massenverhältnis. Daltonisimus der; - (zu T...ismus (3)>: angeborene Farben
blindheit (Med.)
Dalmad ipers.y. dem Namen vorangestellter Titel, der den
Schwiegersohn eines osmanischen Fürsten bezeichnete
Da|ma|ga|zel|le die; -, -n (verdeutlichende Bildung aus lat.
dam(m)a „Damhirsch, Reh, Gämse, Antilope, Gazelle
(Bez. für rehartige Tiere)“ u. ÎGazelle): Gazellenart in
Südmarokko u. in der Sahara
Dalmaslquette [,..'ket] die; - (zu fr. damasquiner (vgl. damaszieren) u. l...ette>: damastartiger Stoff mit Blumen
muster auf Atlasgrund. Da mas sé [... se:] der; -[s], -s (aus
fr. damassé „(Damast)leinwand“, eigtl. Part. Perf. von da
masser, vgl. damassieren): damastartige Futterseide mit
großer Musterung, dalmaslsielren (aus gleichbed. fr.
damasser): damastartig weben. Dalmaslsin [,.. se:] der;
-[s], -s (aus gleichbed. fr. damassin): Halbdamast. Da
mast der; -[e]s, -e (aus it. damasco, damasto, nach der
kleinasiat. Stadt Damaskus): einfarbiges [Seiden]gewebe
mit eingewebten Mustern, dalmaslten: 1. aus Damast. 2.
wie Damast, dalmaslzielren (nach fr. damasquiner zu
damasquin „aus Damaskus“, dies aus it. damaschino zu
Damasco „Damaskus“, vgl. Damast): 1. glatte Wappen
flächen mit Ornamenten verzieren. 2. Stahl od. Eisen mit
feinen Mustern versehen
Dalmat <,türk.'>: svw. Damad
’Da me die; -, -n (aus fr. dame „(geliebte) Frau, Herrin“,
dies aus lat. domina (verkürzt domna) „Herrin, Gebiete
rin, Hausfrau“): 1. a) höfliche Bez. für „Frau“ od. in höf
licher Anrede (ohne Namensnennung) an eine Frau, z.B.
meine Dame; b) elegante, vornehme Frau. 2. (ohne Plur.)
ein altes Brettspiel (Damespiel). 3. al die Königin im
Schachspiel; b) Doppelstein im Damespiel. 4. in der Rang
folge an dritter Stelle stehende Spielkarte. ’Dame [denn]
(aus engl. dame, dies über altfr. dame „Frau von Stand,
Rittersfrau“ aus lat. dom(i)na, vgl. 'Dame): engl. Adelsti
tel, der an eine Frau verliehen wird; vgl. Sir. Dame
D
294
Dame du Palais
d'Honlneur [damdɔnæ:r] die; - -, -s - [damdɔnæ:r] <aus
gleichbed. /r. dame d’honneur zu î 'Dame): (veraltet) Eh
rendame, Oberhofmeisterin. Dame du Pallais [damdypalɛ] die; —, -s - - [damdypa’lc] <aus gleichbed./I. dame
du palais): (veraltet) Palast- od. Hofdame
Damihirsch der; -[e]s, -e (zu lat. dam(m)a, vgl. Damagazelle): eine Hirschart
Damimar das; -s <aus malai. damar „Harz“): svw. Dammarharz. Damima ra fich te die; -, -n: harzreiche
î Araukarie der malai. Inseln u. Australiens. Damlmarharz das; -es: hellgelbes, durchsichtiges Harz südostasia
tischer Bäume (technisch vielfach verwendet)
damlnalbel <aus gleichbed. spätlat. damnabilis zu damnare
„verurteilen, verwerfen“): (veraltet) verdammenswert,
verwerflich. Damlnaltilon die; -, -en <aus gleichbed..lat.
damnatio): (veraltet) Verurteilung, damlnaltur (lat.;
„(das Buch) wird verdammt“, 3. Pers. Sing. Präs. Passiv zu
damnare „verurteilen, verwerfen“): mittelalterliche For
mel der Zensur, die besagte, dass ein Buch nicht gedruckt
werden durfte. dam|ni|fi|zie|ren <aus gleichbed. lat.
damnificare): (veraltet) schädigen, Schaden anrichten.
Damlno der od. iZaj; -s, -s u. Damlnum das; -s, ...na <aus
z'Z. danno bzw. lat. damnum „Schaden, Nachteil“): Abzug
vom Nennwert eines Darlehens als Vergütung für die Dar
lehensgewährung (Wirtsch.)
Oamo der; -, ...mi (aus gleichbed. it. damo, männliche
Form von dama, dies aus lat. dom(i)na, vgl. 'Dame): (ver
altet) Liebhaber. Dalmoilseau [damoa’zo:] der; -s, Plur.
-s u. -X [damoa’zo:], Damoisel [damoa'zel] der; -s, -s (aus
gleichbed. fr. damoiseau bzw. damoisel, dies aus lat. dominicellus,
Verkleinerungsform
von
dominus
„(Haus)herr“): (veraltet) a) Edelknappe. Page, Junker; b)
Stutzer, Geck
Dalmolkleslschwert* das; -[e]s (nach dem Höfling Damokles, über dessen Haupt der Tyrann Dionysos I. von Sy
rakus (404-367 V. Chr.) ein Schwert an einem Pferdehaar
aufhängen ließ, um ihm die ständige Bedrohung jedes Glü
ckes zu zeigen): stets drohende Gefahr; meist in Fügun
gen, z.B. etwas hängt wie ein - über jmdm.
Dälmon der; -s, ...onen (über lat. daemon aus gr. daimön
„göttliches Wesen, (böser) Geist“): geisterhaftes, sugges
tive u. unheimliche Macht über jmdn. besitzendes Wesen,
das den Willen des Betroffenen bestimmt. Dä|mo|narch*
der; -en, -en (zu gr. ärchein „der Erste sein, herrschen“):
(veraltet) Geisterfürst. Dälmolnie die; -, ...ien (zu î2...ie>:
unerklärbare, bedrohliche Macht, die von jmdm./etwas
ausgeht od. die das ihr unentrinnbar ausgelieferte Objekt
vollkommen beherrscht; Besessenheit, dälmolnisch
(über lat. daemonicus aus gr. daimonikös „von einem Dä
mon besessen“): eine suggestive u. unheimliche Macht
ausübend, dälmolnilsielren (zu Î ...isieren): mit dämoni
schen Kräften erfüllen, zu einem Dämon machen. Dämo nis mus der: - (zu t...ismus (1); z.T. unter Einfluss
von gleichbed. engl. demonism): Glaube an Dämonen
(primitive Religionsform). Dä|mo|nist der; -en, -en (zu
t...ist): Anhänger des Dämonismus. Dämonilum das;
-s, ...ien [...ian] (aus lat. daemonium, eigtl. „das Göttli
che“): svw. Daimonion. Dä|mo|no|laltrie* die; -: (veral
tet) Teufelsverehrung, -anbetung. Däimolno lolgie die;
-, ...ien (zu t,,,logie): Lehre von den Dämonen. Dälmonomanie u. Dä molnolpa thie die; -, ...ien (zu î...ma
nie bzw. T...pathie): [krankhafter] Wahn, von einem Dä
mon besessen zu sein (Med.)
Damlwild das: -[e]s (zu lat. dam(m)a, vgl. Damagazelle):
weidmännische Bez. für das der Art Damhirsch angehö
rende Wild
Dan der; -, - (aus/ɑp. dan „Stufe, Meistergrad“): Leistungs
grad für Fortgeschrittene in allen Budosportarten; vgl.
Kyu
das; -[e]s, -e (nach lat. Danaum fata
le munus (Seneca, nach Vergil, Äneis II, 49) „verhängnis
volles Geschenk der Danaer“; Danaer aus gr. Danaoi, ei
ner Bez. Homers für die Griechen): etwas, was sich im
Nachhinein für den, der es als Gabe o. Ä. bekommt, als un
heilvoll, Schaden bringend erweist (bezogen auf das Î Tro
janische Pferd). Da|na|i|denlar|beit die; - (nach der
griech. Sage, in der die Danaiden, die Töchter des Danaos,
in der Unterwelt ein Fass ohne Boden mit Wasser füllen
sollten): vergebliche, qualvolle Arbeit; sinnlose Mühe
Danlbulrit [auch ... rit] der; -s, -e (nach dem Fundort Dan
bury, Connecticut (USA), u. zu î2...it): zu den Feldspaten
gehörendes Mineral
Dancelfloor ['dɑ:nsflɔ:] der; -s, -s (aus engl. dance-floor
„Tanzfläche“ zu dance „Tanz“ u. floor „(Fuß)boden“): 1.
Tanzfläche einer Diskothek. 2. (ohne Plur.) in Diskothe
ken gespielte Tanzmusik verschiedener Musikstile. Dan
cing ['dɑ:nsɪŋ] das; -s, -s (aus engl. dancing „das Tanzen“
zu to dance „tanzen“): Tanzveranstaltung]
dandinieren [dädi...] (aus gleichbed. fr. dandiner zu dandin „Einfaltspinsel“): (veraltet) a) sich ungeschickt anstel
len; b) schlenkern, schlottern (vom Körper), sich in den
Hüften wiegen
Danldy ['dɛndi] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. dandy): 1.
Mann, der sich übertrieben modisch kleidet. 2. Vertreter
des Dandyismus. dan dy haft: nach der Art eines Dan
dys. Danldylislmus der; - (aus gleichbed. engl. dandy
ism; vgl. ...ismus): in der Mitte des 18. Jh.s in England ent
standener u. später auch in Frankreich aufgekommener
Lebensstil, für den Exklusivität in Kleidung u. Lebensfüh
rung sowie ein geistreich-zynischer Konversationston u.
eine gleichgültig-arrogante Haltung typisch waren. Dandylrolller ['dɛndi...] der; -s,
svw. Egoutteur
Dalnelbrog* der; -s (aus dän. Dan(n)ebrog, eigtl. „Dänen
tuch“): die dänische Flagge
danlgelrös [däja...] (aus gleichbed. fr. dangereux zu danger
„Gefahr“; vgl. ...ös): (veraltet) gefährlich
Dalnilen [da'niɛ:] das; -[s] (aus/r. danien „dänisch(e Stu
fe)“): eine Stufe des I Paläozäns (Geol.)
danisieren, danisieren (zu dänisch u. ?..deren): dä
nisch machen, gestalten
Danse malcalbre* [dasma'ka:br(ə)] der; - -, -s -s [däsrnaka:br(ə)] (aus gleichbed. fr. danse macabre, vgl. maka
ber): Totentanz. Danlseur [dä so:p] der: -s, -s (aus gleich
bed. fr. danseur): (veraltet) Tänzer. Dan|seu|se [däso:zə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. danseuse): (veraltet)
Tänzerin
Danltes, Tantes die (Plur.) (zu span, tanto „Kaufpreis,
Spielgeld“, dies zu lat. tantus „so viel“): (veraltet) Spiel
marken
danltesk (nach dem ital. Dichter Dante Alighieri (1265 bis
1321) u. zu T...esk): in der Art, von der Größe Dantes; die
für Dante kennzeichnenden Merkmale enthaltend
Daphlne die; -, -n (über lat. daphne aus gr. däphne „Lor
beerbaum)“): Seidelbast (früh blühender Zierstrauch).
Daphlnia, Daph nie [,,,iə] die; -, ...nien [,,,iən] (aus
gleichbed. nlat. daphnia): Wasserfloh (zu den niederen
Krebsen gehörend). Daphlnin das: -s (zu t...in (1)>: Be
standteil einer Seidelbastrinde, vielfach als Arznei ver
wendet
Dalpilfer der; -s, -e (aus gleichbed. spätlat. dapifer zu lat.
daps, Gen. dapis „Mahl“ u. ferre „tragen“): Speisenauf
träger an Fürstenhöfen, Truchsess. Dalpilfelrat das;
-[e]s, -e (zu Î ...at (1)>: Hofverwaltung, Amt des Truchsess
Da|ra|buk|ka, Da ra buk ke u. Darbuka die; -, ...ken (aus
arab. daräbukkä, darbükkä): arab. Trommel
Dalraf ['dærəf] das; -[s], - (Kunstw., rückläufige Form von
ÎFarad): in den USA verwendete Einheit für den Kehr
wert der Kapazität
Da na er ge schenk
295
Datolith
die; - - <aus arab. där al-isläm „Gebiet des Is
den Belegen od. anderen Dokumenten, bes. in der Daten
lam“): im Islam übliche Bez. für den Bereich, in dem die
verarbeitung. Dalten die (Plur.) (aus lat. data (Plur.), vgl.
Rechts- u. Sittenordnung des Islam herrscht
Datum, bzw. engl. data „Angaben“): 1. Plur. von ( Datum.
Darlbulka vgl. Darabukka
2. (durch Beobachtungen, Messungen o.Ä. gewonnene)
d'Arlcets Metall [darse:s-] das;- -s, - -e (nach dem franz.
[Zahlenjwerte, (auf Beobachtungen, Messungen u.Ä. be
Chemiker J. d’Arcet (1777-1844)): leicht schmelzende Le
ruhende) Angaben, formulierbare Befunde. 3. zur Lösung
gierung aus Wismut, Zinn u. Blei
od. Durchrechnung einer Aufgabe vorgegebene Zahlen
Dalri das; -s (aus arab. dhurah „Hirse“): svw. Sorgho
werte, Größen (Math.). Daltenlbank die; -, -en (zu
Dalriblba die; - (aus dem Ägypt.): ein Getreidemaß in
(...bank): technische Anlage, in der große Datenbestände
Ägypten
zentralisiert gespeichert sind. Daltenlblock der; -[e]s,
Dalriole [dar jɔl] die; -, -s (aus gleichbed. fr. dariole): ein
...blocke: Bez. für eine zusammenhängende, als Einheit
Sahnetörtchen
übertragene Informationsmenge, die aus mehreren Daten
Darljeelling [dɑ:ʤi:lɪŋ] der; -[s] (engl.; nach dem gleich
sätzen besteht. Daltenlbus der; -ses, -se: svw. 2Bus. Danamigen westbengal. Ort): eine ind. Teesorte
tenler fas sung die; -: die Ermittlung u. Bereitstellung
Darklhorse ['dɑ:khɔ:s] das; -, -s [,,,hɔ:sɪz], auch Dark
von Daten (2 b) in einer für die Eingabe in den t Computer
Horse das: - -, - -s (aus engl. dark horse „Außenseiter“,
geeigneten Form. Da|ten|high|way [...haiwei] der; -s, -s:
eigtl. „dunkles Pferd“): noch nicht bekanntes Rennpferd.
universell nutzbares Telekommunikationsnetz zur schnel
Darklroom [,,,ru:m] der; -s, -s, auch Dark Room der; len Übertragung von großen Datenmengen (z. B. zur An
-s, - -s, (aus engl.-amerik. dark room, eigtl. „dunkler
wendung von Multimedia); Datenautobahn. DaltenRaum“): meist völlig abgedunkeltes Hinter-, Nebenzim
kompression*, auch Daltenlkomlprilmielrung die;
mer o.Ä. als Ort für sexuelle Kontakte in von Homosexu
-, -en: Veränderung von Daten od. Zeichen mit dem Ziel,
ellen besuchten Lokalen
den Bedarf an Speicherplatz zu verringern oder die Über
Darlling der; -s, -s (aus gleichbed. engl. darling): Liebling
tragungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Daltenlloglger
Darne [darn] die; -, -n [...non] (aus gleichbed. fr. darne, dies
der; -s, - (zu gleichbed. engl. logger zu to log (in) „durch
aus breton, darn „Stück, Bissen“): Fischschnitte, abge
den Computer registrieren“): ein vor allem in der Steue
schnittenes Stück vom Fisch (Gastr.)
rungstechnik verwendetes Datenerfassungsgerät. Dadarltrös* (aus gleichbed. fr. dartreux (vgl. ...ös) zu dartre
tenlnetz das; -es, -e: Netz von Übertragungswegen für
„Flechte“, dies aus gall. -lat. derbita): (veraltet) mit Flech
den Datenverkehr zwischen Rechnern u. Datenendgerä
ten behaftet (Med.)
ten. Da|tenlor|galni|salti|on die; -: Zusammenfassung
Darts [dɑ:ts] das; - (aus engl. darts (Plur.) „Wurfpfeile“,
u. Anordnung von Daten (2b) zur systematischen Verar
dies über altfr. dart „Pfeil“ aus dem Germ.): engl. Wurf
beitung (in einem Computer). Daltenlschutz der; -es: Si
spiel
cherung u. Schutz personenbezogener Daten (2 b) gegen
Dar|wi|nis|mus rZer; - (nach dem engl. Naturforscher
missbräuchliche Verwendung. Daltenlspeilchelrung
C. Darwin (1809-1882) u. zu (...ismus (1)>: Lehre von der
die; -: a) Erfassung, Fixierung u. sachliche Einordnung
stammesgeschichtlichen Entwicklung durch Auslese; vgl.
von Daten (2 b); b) Aufzeichnung, Aufbewahrung u. Zur
Selektionstheorie. Darlwilnist der; -en, -en (zu ( ...ist):
verfügungstellung von Daten (2 b). Daltenltylpisltin
die; -, -nen (Analogiebildung zu (Stenotypistin): Ange
Anhänger der Lehre Darwins, darlwilnisltisch (zu t ...istisch): die Selektionstheorie Darwins betreffend, auf ihr
stellte, die Daten (2 b) in ein Datenendgerät eingibt. Daten|ver|ar|bei|tung die; -: Sammlung, Sichtung, Spei
beruhend
cherung, Bearbeitung u. Auswertung von Informationen,
Dash [dɛʃ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. dash zu to dash
die als Größen u. Werte untereinander in Beziehung ge
„schlagen, gießen“): Spritzer, kleinste Menge (bei der Be
setzt werden können. Daltex (Abk. für engl. data, ex
reitung eines ÎCocktails)
change „Datenaustausch“): Datenübertragung. DaDalsia-Noltaltilon die; - (nach dem Ausgangszeichen, das
tex-Dienste die (Plur.): auf die besonderen Erfordernis
„dasia“ genannt wurde, u. zu (Notation): eine Noten
se der Datenübertragung abgestimmte Telekommunikati
schrift des 9. u. 10. Jh.s
onsdienste der Deutschen Telekom AG. daltielren (nach
Dalsylmelter das; -s, - (zu gr. dasÿs „dicht“ u. 1’...meter):
gleichbed. fr. dater aus mlat. datare, dies zu Zzzt. datum,
Gerät zur Bestimmung der Gasdichte
vgl. Datum): 1. einen Brief o.Ä. mit dem Datum (1) ver
DAT (kurzfür engl. digital audio tape „digitales Tonband“):
sehen. 2. den Zeitpunkt der Niederschrift feststellen (z. B.
svw. Digitaltonband
von alten Urkunden). 3. aus einer bestimmten Zeit stam
Daltalhighlway, auch Dalta-Highlway [ deɪtəhaɪweɪ,
men, von einem Ereignis herrühren, z.B. etwas datiert
'dɑ:tə...] der; -s, -s (zu engl. data (Plur.) „Daten“ u.
von/aus dieser Zeit. Daiting ['deɪtɪŋ] das; -s, -s (aus engl.
Î Highway): svw. Datenhighway. Daltalmilning, auch
dating, eigtl. „Datierung“, zu to date „eine Zeit ange
Da|ta-Mi|ning ['deɪtəmaɪnɪŋ, 'da:tə...] das; -s (aus gleich
ben“): (als soziologisches Phänomen in den USA) das
bed. engl. data mining, eigtl. „Datenförderung“ zu to mine
Sichverabreden mit möglichst vielen wechselnden [allseits
„abbauen, fördern“): softwaregestützte Ermittlung bisher
beliebten] Partnern aus Prestigegründen (wozu vielfach
unbekannter Zusammenhänge, Muster u. Trends in gro
gewisse sexuelle Spiele od. Praktiken gehören)
ßen Datenbanken (EDV).
Daltalrie die; - (aus mlat. Dataria zu lat. datarius „schen Daltiv der; -s, -e [...va] (aus lat. (casus) dativus „das Geben
betreffender Fall“ zu dare „geben“): Wemfall, dritter Fall;
kend, zu verschenken“, dies zu dare „geben, gewähren“):
Abk. Dat. Daltivlobljekt das; -[e]s, -e: Ergänzung eines
päpstliche Behörde zur Erledigung von Gnadenakten u.
Verbs im (Dativ (z.B. er gibt ihm das Buch). Daltilvus
Vergebung von Pfründen
ethiieus [...vos ...kos] der; - -, ...vi ...ci [...vi ...tsi] (aus lat.
Daltalsetlte die; -, -n (Kunstw. aus lat. data (vgl. Daten) u.
dativus „Dativ“ u. ethicus, dies ausgr. ëthikôs „das Gemüt
1 Kassette) : 1. Kassette zur Î Datenspeicherung. 2. Kasset
betreffend“): freier Dativ, drückt persönliche Anteilnah
tenlaufwerk für ÎComputer. Date [deit] das; -[s], -s (aus
me vom Mitbetroffensein des Sprechers aus (z. B. Du bist
gleichbed. engl. date, eigtl. „Datum“): 1. Verabredung,
mir ein geiziger Kerl!)
Treffen. 2. jmd., mit dem man ein Date (1) hat. Daltei
[da...] die; -, -en (zu (Daten; Analogiebildung zu Kartei): dalto (aus dem Dativ od. Ablativ von lat. datum, vgl. da
tum): heute; bis dato: bis heute, bis auf den heutigen Tag
nach zweckmäßigen Kriterien geordneter, zur Aufbewah
rung geeigneter Bestand an sachlich zusammengehören Daltollith [auch ...lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu gr.
Dar al-lsllam
296
Datowechsel
dateîsthai „absondern“ u. t,,,lith): ein Mineral von körni
ger Struktur
Daltolwechlsel der; -s, - (zu Îdato): Wechsel, der zu einem
bestimmten Zeitpunkt nach dem Ausstellungstage einge
löst werden kann
DAT-Re|kor|der der; -s, - (zu Î DAT): Gerät zur Aufnahme
und rauschfreien Wiedergabe von Digitaltonbändern
Datlscha die; -, Plur. -s od. ...sehen (aus russ. datca, eigtl.
(vom Fürsten verliehene) „Schenkung“, zu dat’ „geben“):
(russ.) russ. Holzhaus, Wochenendhaus. Datische die; -,
-n: (regional) bebautes Wochenendgrundstück
Datltel die; -, -n (über älter it. dattilo u. span, dátil aus lat.
dactylus, gr. dáktylos, dies aus dem Semit.): süße, pflau
menförmige Frucht der Dattelpalme
daltum (lat.; Part. Perf. von dare „geben“; (einen Brief)
„schreiben“): gegeben, geschrieben (zur Angabe des Da
tums in alten Briefen u. Urkunden, z.B. „datum den
1. Mai“); Abk. : dat. Daltum das; -s, ...ten: 1. dem Kalen
der entsprechende Zeitangabe, Tagesangabe. 2. Zeit
punkt, Tag; vgl. Daten
Dalty |ra die; - (aus gleichbed. nlat. datura, dies auspers. tätule): Stechapfel (giftiges Nachtschattengewächs)
Dau, Dhau [dau] die; -, -en (über engl. d(h)ow aus arab. däwa): Zweimastschiff mit Trapezsegeln (an der ostafrik. u.
arab. Küste)
dau|bie|ren [do...] (aus fr. dauber „schmoren“): (veraltet)
dämpfen, dünsten (von Fleisch u.a.)
Daulbrée it* [dobre'i:t, auch ...it] der; -s, -e (nach dem
franz. Geologenu. Mineralogen G. A. Daubrée (]`isəð)u.
zu t2...it): ein graues, weiches Mineral. Daulbréellith
[auch ...’lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T...lith>:
schwarzes, sehr sprödes Mineral, das nur in Meteoreisen
vorkommt
Daulmont [do'mö:] die; -, -s (nach einem franz. Herzog
d’Aumont): nicht vom Kutschbock, sondern von zwei
Stangenreitern gelenktes Vier- od. Sechsgespann
Daulphin [do'fɛ:] der; -s, -s (fr. ; zum Namen der hist, franz.
Landschaft Dauphiné in Burgund): Titel der ehemaligen
franz. Thronfolger
Dalvildit [davi'di:t, auch ... dit] der; -s, -e (nach dem austr.
Geologen T. W. E. David (1858-1934) u. zu t2...it>: ein
schwarzes Uranmineral
Dalvislcup [deiviskap] u. Da|vis|po|kal der; -s (nach
dem amerik. Stifter D. F. Davis (1879-1945) u. zu TCup
bzw. TPokal): 1. bedeutendster, im Tennissport bei inter
nationalen Mannschaftswettbewerben vergebener Wan
derpokal. 2. internationaler Wettbewerb im Tennissport,
bei dem die siegreiche Mannschaft den Daviscup (1) ge
winnt
Dal vit ['de:vɪt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. davit, viel
leicht zum Eigennamen David): drehbarer Schiffskran
da wai (rwss,): los!, vorwärts!
Daweslplan [dɔ:z...] der; -[e]s (nach dem amerik. Politiker
C. G. Dawes (1865-1951)): Plan für die Reparationszah
lungen Deutschlands nach dem 1. Weltkrieg
Dawlsolnit [dɔ:sə'ni:t, auch ...nit] der; -s, -e (nach dem kanad. Geologen .1. W. Dawson (f 1899) u. zu T 2...it>: farblo
ses, büschel- od. rosettenartiges Mineral
Dalwul die; -, -s (aus dem Arab.; vgl. türk, davul): große,
zweifellige, zylindrische Trommel in der Türkei u. in den
Ländern des Nahen u. Mittleren Ostens
DAX® der: - (Abk. für Deutscher zlktienindex): Kursindex
der Frankfurter Wertpapierbörse
Daylcruilser ['deɪkru:zn] der; -s, - (aus engl. daycruiser,
eigtl. „Tageskreuzer“): Sportmotorboot mit geringerem
Wohnkomfort. Daylschool ['deɪsku:l] die; -, -s (aus
gleichbed. engl.-amerik. day school, eigtl. „Tagesschule“):
im angloamerik. Bereich verbreitete Ganztagspflichtschu
le ohne Internat
[auch datsit] der; -s, -e (nach der antiken Landschaft
Dakien (lat. Dacia) in Südosteuropa u. zu t2...it): ein
Quarzgestein
D-Day ['di:dei] der; -s, -s (verkürzt aus engl. Day-Day, eigtl.
„Tag-Tag“): (als Deckname gedachte) Bez. für den Tag, an
dem ein größeres militärisches Unternehmen beginnt
(z.B. 6. Juni 1944: Beginn der Invasion der Alliierten in
Frankreich)
DDD (Abk. für digitale Aufnahme, digitale Bearbeitung u.
digitale Wiedergabe (Überspielung)): Kennzeichnung der
technischen Verfahren bei einer CD-Aufnahme o.Ä.
de.... De... (aus gleichbed. lat. de): Präfix mit der Bedeu
tung „weg, ent-, von - weg, ab, herab“, z.B. dechiffrieren,
Deeskalation, Deszendenz; vgl. des..., Des...
Deadlheat ['dɛdhi:t] das; -[s], -s, auch Dead Heat das; -[s], - -s (aus gleichbed. engl. dead heat, eigtl. „toter
Lauf“): gleichzeitiger Zieleinlauf zweier od. mehrerer
Teilnehmer; totes Rennen. Deadlline [ dedlam] die; -, -s
(aus gleichbed. engl.-amerik. deadline, eigtl. „Sperrlinie,
Todesstreifen“): 1. äußerster Termin (für etwas). 2. Stich
tag; Frist[ablauf], Dead lock ['dɛd...] der; -s (aus engl.
deadlock „völliger Stillstand“): ausweglose Situation in
Verhandlungen, wenn die verhandelnden Parteien nicht zu
Kompromissen bereit sind. Deadlweight ['dɛdweɪt] das;
-[s], -s (aus engl. dead weight „Eigenmasse“, eigtl. „totes
Gewicht“): Gesamttragfähigkeit eines Schiffes
delaglgreslsilvielren* [...v...] (zu îde..., Îaggressiv u.
t ...ieren): [Emotionen, z. B. Liebe, Hass] die Aggressivität
nehmen
de|ak|ti|vi_e|ren [,..v...] (zu îde... u. taktivieren); 1. (eine
Maschine, einen Motor o.Ä.) abschalten; etwas in einen
nicht aktiven Zustand versetzen. 2. Îdesaktivieren
Delaklzenltulielrung die; -, -en (zu îde... u. tAkzentuie
rung): bestimmte Art der Entzerrung beim Empfang
(Funkw.)
Deal [di:l] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. deal): (Jargon) a)
Abmachung, Vereinbarung; b) Handel, [zweifelhaftes]
Geschäft, deallen [‘di:...] (aus engl. to deal „Handel trei
ben“): mit Rauschgift handeln. Dea Iler der; -s, - (aus engl.
dealer „Händler; Börsenmakler“): 1. jmd., der mit
Rauschgift handelt; vgl. Pusher. 2. svw. Jobber (1)
Delam|bu|la|to|ri|um das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed.
spätlat. deambulatorium zu lat. deambulare, vgl. deambulieren): Wandel-, Säulen-, Kreuzgang in mittelalterlichen
Klöstern, Chorumgang in Kirchen (Archit.), delamlbulielren (aus lat. deambulare, eigtl. „spazieren gehen“):
( veraltet) auf und ab gehen
Dean [di:n] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. dean, dies über
altfr. d(e)ien aus kirchenlat. decanus „Dekan“, spätlat. de
canus „Vorgesetzter (von zehn Mann)“ ; vgl. Dekan) : engl.
Bez. für Dekan
De|ar|ti|ku|lalti|on die; -, -en (zu îde... u. Î Artikulation):
Ausrenkung (von Gliedern; Med.). de|ar|ti|ku|lie|ren:
aus-, verrenken (von Gliedern; Med.)
Delaslpilraltilon* die; -, -en (zuîde... u. Î Aspiration): Ver
wandlung eines aspirierten Lautes in einen nicht aspirier
ten (z. B. b1’ zu b; Sprachw.)
de auldiltu [de-] (lat.): vom Hörensagen]
Deiau ra ti on die; -, -en (zu Tde..., lat. aurum „Gold“ u.
t...ation): (veraltet) Vergoldung
Delbalclage* [,,,'kla:ʒ] die; -, -n [,,,ʒrɪ] (aus gleichbed. fr.
débâclage zu débâcler, vgl. î debaklieren) : (veraltet) Räu
mung des Hafens. Delbalcleur [...'klom] der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. débâcleur, eigtl. „Hafenmeister“): (veraltet)
Aufseher beim Debaklieren. De|ba|kel das; -s, - (aus
gleichbed. fr. débâcle zu débâcler „plötzlich aufbrechen“
(von vereisten Gewässern)): Zusammenbruch, Niederla
ge, unglücklicher, unheilvoller Ausgang, delbalklielren
(aus gleichbed. fr. débâcler zu dé- „weg, ent-“ u. bâcler
Dalzit
297
,,(ab)sperren, verriegeln“, dies zu spätlat. baculus „Stock,
Stab“): (veraltet) den Hafen räumen
de|bal|lie|ren <aus gleichbed. fr. déballer, eigtl. „aus dem
Ballen nehmen“, zu dé- „von - weg" u. balle „Ballen“):
(veraltet) auspacken
de|ban|kie|ren (aus gleichbed. fr. débanquer; vgl. Bank):
(veraltet) [durch Hasardspiel] die Bank sprengen
Delbarldalge [. ,,ʒə] r/z'e; -, -n <aus gleichbed. fr. debardage
zu débarder, vgl. debardieren): das Ausladen, Löschen ei
ner [Holzjfracht. ’De bar deur [,,,do:e] der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. débardeur): Schiffs- od. Holzauslader. 2Debardeur das; -s, -s (zu t'Debardeur, eigtl. „Hemd des
Holzausladers“): rund ausgeschnittenes Trägerhemd
chen. de!bar!dielren (aus gleichbed. fr. débarder): eine
Fracht ausladen, eine Ladung löschen
de|bar|kie|ren (aus gleichbed. fr. débarquer zu dé- „vonweg“ u. barque, vgl. Bark): (veraltet) aus einem Schiff aus
laden, ausschiffen
Delbalsielrung die; -, -en (zu tde..., ÎBasis u. t...ierung>:
operative Abtragung eines Gelenkköpfchens (Med.)
Delbatlte die: -, -n (aus fr. débats (Plur.) „Verhandlungen“
zu débattre, vgl. debattieren): Erörterung, Aussprache,
die zu einem bestimmten, festgelegten Thema geführt
wird, wobei die verschiedenen Meinungen dargelegt, die
Gründe des Für u. Wider vorgebracht werden. Delbattenlschrift die; -: (veraltet) Eil-, Redeschrift in der Ste
nografie. Delbatlter der; -s, - (aus engl. debater zu to de
bate „debattieren“, dies aus fr. débattre, vgl. debattieren):
jmd., der debattiert, der an einer Debatte teilnimmt, debatitieren (ausfr. débattre „streiten, verhandeln, durch
sprechen“, eigtl. „(mit Worten) schlagen“, zu battre
„schlagen“, dies über vulgärlat. battere aus gleichbed. lat.
battuere): eine Debatte führen, erörtern; eingehend be
sprechen. Delbatltielrer vgl. Debatter
debaulchant [debo'ja:] (aus gleichbed. fr. débauchant zu
débaucher, vgl. debauchieren): (selten) ausschweifend.
Delbauche [de bo:ʃ]
-, -n [...Jn] (aus gleichbed. fr. dé
bauche): (selten) Ausschweifung. Delbaulcheur [debo'ʃo:u] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. débaucheur): (veraltet)
Verführer, delbaulchielren (aus gleichbed. fr. débau
cher): (selten) ausschweifend leben
De|bel|la|ti|on die; -, -en (aus lat. debellatio „Besiegung,
Überwindung“ zu debellare, vgl. debellieren): Beendigung
eines Krieges durch die völlige Vernichtung des feindli
chen Staates (Völkerrecht). de|bel|lie|ren (aus gleich
bed. lat. debellare, eigtl. „besiegen“): völlig vernichten
Delbet das; -s, -s (aus lat. debet „er schuldet“): die linke
Seite (Sollseite) eines Kontos; Ggs. ÜKredit. Debet (sal
do der: -s, Plur. ...den, -s u. ...di: (veraltet) Saldo, bei dem
das Debet überwiegt
delbil (aus lat. debilis „ungelenk, geschwächt“): an Debili
tät leidend (Med.). De|bi|li|tät die; - (zu t ...ität): gravie
render Intelligenzdefekt (Med.). Delbilliltaltilon die; -,
-en (aus gleichbed. lat. debilitatio zu debilitare, vgl. debilitieren): (veraltet) Schwächung, Lähmung. De|bi|li|ta|tivum [...V...J das; -, ...va (aus gleichbed. nlat. (verbum) debilitativum): Verbform, die eine Abschwächung der Ver
balhandlung bezeichnet, z.B. lächeln (im Unterschied zu
lachen; Sprachw.); Ggs. TIntensivum. de|bi|li|tie|ren
(aus gleichbed. lat. debilitare): (veraltet) schwächen, ent
kräften
Delbit [de bi:] der; -s (aus fr. débit „Kleinhandel“, zu débi
ter „im Kleinen verkaufen“): (veraltet) Warenverkauf,
Ausschank
delbiltielren (zu TDebitoru. Î..deren): eine Person od. ein
Konto belasten. Delbiltiv der; -s, -e [...va] (aus gleichbed.
nlat. (modus) debiti vus): in baltischen Sprachen Î Modus
der Verben zum Ausdruck einer Verpflichtung (Sprachw.).
Delbiltor der; -s, ...oren (meist Plur.) (aus gleichbed. lat.
Debunking
debitor zu debere „schulden“; vgl. Debet): Schuldner, der
Waren von einem Lieferer auf Kredit bezogen hat. Delbito renlkonlto das; -s, Plur. ...ten, auch -s u. ...ti: Schuidnerkonto (für die Verbuchung von Forderungen aus Liefe
rungen und Leistungen)
de|blo|ckie|ren (aus gleichbed. fr. débloquer): 1. tblockierten (5) Text durch den richtigen ersetzen (Druckw.).
2. eine Blockierung beseitigen
de bonne grâce [də bɔn gras] {fr.}: bereitwillig, gern
De|bor|de|ment [debordo'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. débordement zu déborder, vgl. debordieren): (veraltet)
1. Überschwemmung. 2. (meist Plur.) Ausschweifung, debor die ren (aus gleichbed. fr. déborder zu dé- „von weg“ u. bord „Seite, Rand“, dies aus dem Germ.): (veral
tet) 1. überlaufen, über die Ufer treten. 2. ausschweifen
delbotltielren (aus gleichbed. fr. débotter zu dé- „vonweg“ u. botte „Stiefel“, weitere Herkunft unsicher): (ver
altet) die Stiefel ausziehen
Delboulché [debu'ʃe:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. débou
ché zu déboucher, vgl. debouchieren): (veraltet) Ausgang,
Ausfallstelle aus einem Engpass (Mil.). de!bou|chie|ren
(aus gleichbed. fr. déboucher zu bouche „Mund, Öff
nung“, dies aus lat. bucca „Backe“): (veraltet) aus einem
Engpass hervorrücken (Mil.)
Delboullé [debu'le:] der; -s, -s (aus fr. déboulé, Part. Perf.
von débouler „plötzlich davonlaufen, flüchten“ zu dé„von - weg“ u. boule „Kugel“, dies aus lat. bulla „(Was
serblase“): rasche Drehung des Tänzers von einem Fuß
auf den anderen (Ballett)
Delbours [de'bur] der; -, - (aus gleichbed. fr. débours zu dé„von - weg“ u. bourse „Geldbörse, -tasche“, dies über
gleichbed. mlat. bursa, lat. byrsa aus gr. bÿrsa): (veraltet)
ausgelegtes od. verauslagtes Geld. De|bour|se|ment
[debursə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. déboursement
zu débourser, vgl. deboursieren): (veraltet) Auszahlung,
Vorschuss. de|bour|sie|ren (aus gleichbed. fr. débour
ser): (veraltet) Geld auslegen, vorschießen
Delbreclzilner* [,,,brɛtsi:nu] u. De bre zi ner die; -, (nach derung. Stadt Debrecen (slowak. Debreczin)): stark
gewürztes Würstchen
De|bri|de|ment* [debrida'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
débridement zu débrider „erweitern od. einschneiden“):
Einschnitt in ein Gewebe zur Erweiterung einer Öffnung
(z.B. einer Bruchpforte; Med.)
De brie fing* [di...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. debrie
fing zu to debrief „befragen“): Abschlussgespräch der
Versuchsteilnehmer eines Experiments über dessen Ziele,
Methoden u. Resultate
de|brouil|lie|ren [debru'ji:...] (aus gleichbed. fr. débrouil
ler zu dé- „von - weg“ u. brouiller „vermischen, vermen
gen“): (veraltet) entwirren, ordnen
Debt-Ma|nage|ment [dɛt 'mæmʤmənt] das; - -s, - -s,
auch Debtlmalnagelment das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. debt management zu debt „Schuld, Schulden“ u. ma
nagement, vgl. Management): Schuldenstrukturpolitik,
gezielte Festlegung bzw. Veränderung der Struktur der öf
fentlichen Schulden bei vorgegebener Schuldenhöhe
delbuglgen [di:'bʌgn] (aus gleichbed. engl. to debug zu
tde... u. ÎBug): einen Programmfehler in einem Software
programm beseitigen (EDV). Delbuglger [di:'bʌgu] der;
-s, -s (zu engl. to debug, vgl. debuggen): Dienstprogramm
von Computern zum Ausschalten von Fehlern im Pro
gramm. Delbuglging [---gɪŋ] das; -[s], -s (aus gleichbed.
engl. -amerik. debugging zu engl. to debug, vgl. debuggen):
Vorgang bei der Programmherstellung, bei dem das Pro
gramm getestet wird u. die entdeckten Fehler beseitigt
werden (EDV)
Delbunlking [di:'bʌŋkɪŋ] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
debunking zu to debunk „entlarven, den Nimbus neh-
Debüt
men“): das Entlarven eines Helden od. eines Mythos im
Film, Theater od. Roman
Delbüt [de'by:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. début, eigtl.
„erster Schlag od. Wurf“): erstes [öffentliches] Auftreten
(z.B. eines Künstlers, Sportlers u.Ä.). De bü tant der;
-en, -en (aus gleichbed. fr. débutant; vgl. ...ant): erstmalig
auftretender Künstler, Sportler o.Ä. De bü tan tinr/ic, -,
-nen : 1. weibliche Form zu Î Debütant. 2. junges Mädchen,
das in die gesellschaftliche Oberschicht [auf dem Debü
tantinnenball] eingeführt wird. De|bü|tan|tin|nen|ball
der; -[e]s, ...bälle: Ball, auf dem die Debütantinnen (2) vor
gestellt werden, de|bültie|ren (aus gleichbed. fr. débu
ter): zum ersten Mal [öffentlich] auftreten
Del calmelrolne* [dek...j vgl. Dekameron
De campe ment [deka:p'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed, fr.
décampement zu décamper, vgl. dekampieren): (veraltet)
[plötzlicher] Abbruch des Lagers, Aufbruch, Abzug (Mil.)
Del ca nu le ment [dekanylamä:] das; -s, -s (französieren
de Bildung zu/r. dé- „von - weg“ u. canule „Kanüle“, vgl.
Kanüle): Entfernung einer Kanüle, insbesondere aus der
Luftröhre nach einem Luftröhrenschnitt (Med.)
Delcay [dfkei] das; -[s] (aus engl. decay „Abnahme, Rück
gang“, eigtl. „Verfall“): Zeit des Abfallens des Tons vom
Maximum bis 0 beim î Synthesizer
de celtelro [de 'tsɛ...] {lat.; eigtl. „vom Übrigen“): übrigens
delcha|gri|nie|rerT [deʃa...] (aus gleichbed. fr. déchagri
ner, eigtl. „vom Kummer befreien“, zu dé- „von - weg“ u.
ÜChagrin): (veraltet) aufheitern, trösten
Delchalnat [...ç...] u. Dekanat íZízí; -[e]s, -e (zu ÎDechant
bzw. Dekan u. Î ...at ( 1 )>: Amt od. Amtsbereich (Sprengel)
eines T Dechanten (Dekans). Delchalnei u. Dekanei die;
-, -en: Wohnung eines 1 Dechanten. Delchant [auch, bes.
österr. 'dɛ...] r/er; -en, -en u. Dekan der; -s, -e (über mhd.
dechan(t), ahd. dechan aus lat. decanus, vgl. Dekan): hö
herer kath. Geistlicher, Vorsteher eines Kirchenbezirks in
nerhalb der t Diözese, auch eines Î Domkapitels u. a. De
chan Iteidie; -, -en: (österr.) Amtsbereich eines ÎDechan
ten
Delcharlge [de'ʃarʒə] die; -, -n (aus fr. décharge „Entlas
tung“, eigtl. „Ausladung“, zu décharger, vgl. dechargieren): (veraltet) Entlastung (von Vorstand u. Aufsichtsrat
bei Aktiengesellschaften), delcharlgielren [deʃarʒi:...]
(aus gleichbed. fr. décharger, dies über das Vulgärlat. zu
lat. carrus „Wagen“): (veraltet) entlasten
delcharlmielren [deʃar...] (aus älter/r. décharmer zu dé„von- weg“ u. TCharme): (veraltet) entzaubern
de|char|ni_e|ren [deʃar...] (aus gleichbed. fr. décharner,
eigtl. „das Fleisch ablösen“, zu dé- „von - weg“ u. älter fr.
charn, char „Fleisch“): (veraltet) abdecken (von Tieren)
Delcher das od. der; -s, - (zu lat. decuria „Anzahl von
zehn“): altes deutsches Maß für Felle u. Rauchwaren
Deichet [de'ʃe:] der; -s, -s (meist Plur.) (aus fr. déchet „Ab
fall“ zu déchoir „verfallen, herabsinken“, dies über vulgär
lat. decadere zu tde... u. lat. cadere „fallen“): Spinnerei
abfälle verschiedener Art
delchiflfrielren* [.../...] (aus gleichbed. fr. déchiffrer zu
dé- „von - weg“ u. 1 Chiffre): entziffern, den wirklichen
Text einer verschlüsselten Nachricht herausfinden bzw.
herstellen; Ggs. Îchiffrieren. Delchiflfrielrer der; -s, -:
jmd., der dechiffriert. De|chif|frie|rung die; -, -en (zu
Î ...ierung): Entschlüsselung eines Textes, einer Nachricht
Delcildua [de'tsi:dua] die; - (zu lat. decidua. Fem. von de
ciduus „abfallend“, dies zu decidere „herabfallen“): die
aus der Schleimhaut der Gebärmutter entwickelte Sieb
haut (Schicht der Eihäute; Med.)
De Ici I ma ['de:tsima] die; - (aus gleichbed. lat. decima
(pars)): (lat. Rechtsspr.) der zehnte Teil, der Zehnt als Ab
gabe an die Kirche, den 1 Klerus. Delcime [de'si:m] der;
-[s], - (aus gleichbed. fr. décime, dies aus lat. decimus, vgl.
298
Decimus): 1. frühere franz. Münze im Wert von 10 Centi
mes. 2. (ohne Plur.) in Frankreich vor 1789 eine durch
päpstliche Bulle bewilligte, grundsätzlich freiwillige Abga
be des Î Klerus an die Krone. Delcilmus ['de:tsimʊs] der;
-, ...mi (aus lat. decimus „der Zehnte“): einer von den in
Zehnergruppen auf den Dörfern angesiedelten Landskla
ven eines poln. Fürsten bis ins 12. Jh.
delcilso [de'tʃi:zo] (¡7. ; vgl. dezisiv): entschlossen, entschie
den (Vortragsanweisung; Mus.)
De|co|der [dɪ'koʊdə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. decoder
zu to decode „entschlüsseln“; vgl. Code): Datenentschlüs
seler in einem ÎComputer, Stereorundfunkgerät, Nach
richtenübertragungssystem; Ggs. tEncoder. delcoidieren [deko...], auch dekodieren (aus gleichbed. engl. to de
code bzw./r. décoder; vgl. Code): [eine Nachricht] mithil
fe eines Codes entschlüsseln; Ggs. Îcodieren (1), lencodieren. De co die rung, auch Dekodierung die; -, -en (zu
1...ierung): das Decodieren. Delcolding [dɪ'koodiŋ] das;
-[s], -s (aus gleichbed. engl. decoding): Entschlüsselung ei
ner Nachricht (Kommunikationsforschung); Ggs. 1 Enco
ding
Delcolllalge [dekɔ la:ʒə] die; -, -n (aus fr. décollage „das
Losmachen“ zu décoller „Angeklebtes lösen“): Bild, das
durch die destruktive Veränderung von vorgefundenen
Materialien entsteht (z.B. Zerstörung der Oberfläche
durch Abreißen, Zerschneiden od. Ausbrennen, bes. von
ICollagen). Deicollagist [,,,'ʒɪst] der; -en, -en (zu
Î ...ist): jmd., der Decollagen herstellt. Delcolllelment
[dekɔlə'ma:] das; -s, -s (aus fr. décollement „Ablösung“ zu
décoller, vgl. Decollage) : Ablösung der Haut von der Mus
kulatur durch stumpfe Gewalteinwirkung (z.B. bei
Quetsch Verletzungen; Med.)
Délcolllelté [dekɔfte:] vgl. Dekolleté
Delcomlpiller [di:kɔm'pailu] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
decompiler zu de- (vgl. de... ) u. compiler, vgl. Compiler):
Computerprogramm, das ein Maschinenprogramm einer
Rechenanlage in ein Programm einer problemorientierten
Programmiersprache rückübersetzt (EDV)
Delcompte [de'ko:t] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. dé
compte zu dé- „von - weg“ u. compter „zählen, rechnen“,
dies aus spätlat. computare „zusammenrechnen, berech
nen“; vgl. Konto): (veraltet) Rechnungsabzug, Abrech
nung, Gegenrechnung
Delconltelnance [deko:tə'na:s] die; - (aus gleichbed. fr.
décontenance zu dé- „von - weg“ u. tContenance): (ver
altet) Bestürzung, Fassungslosigkeit
De|co|ra|ted Style ['dɛkəreɪtɪd stall] der; - - (aus engl. de
corated style „dekorativer Stil“ zu to decorate „schmü
cken, verzieren“ u. style „Stil“): Epoche der got. Baukunst
in England im 13. u. 14. Jh. Delcolraltive Art [ dekorativ
ɑ:t] die; - - (aus engl. decorative art „dekorative Kunst“):
svw. Action-Painting
Délcoulpalge [deku'pa:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. dé
coupage, eigtl. „das Zerschneiden“, zu découper „zer
schneiden“): franz. Bez. für Drehbuch
De|cou|rage|ment [...raj'mä:] das; -s (aus gleichbed. fr.
découragement, vgl. decouragieren): (veraltet) Entmuti
gung, Verzagtheit. de|cou|ralgie|ren [,,,'ʒi:...] (aus
gleichbed. fr. décourager zu dé- „von- weg“ u. ÎCourage):
entmutigen, delcoulralgiert (zu 1 ...iert): mutlos, verzagt
Delcourt [de'kum] der; -s, -s (aus fr. décourt „Abzug von
der Zahlung“): svw. Dekort
Dé cou vert [deku've:n, ...'vɛrɛ] vgl. Dekuvert, delcouvrielren* vgl. dekuvrieren
delcresc.*: Abk. für decrescendo. de|cre|scen|do [dekrɛ'j`ɛndo] (aus gleichbed. it. decrescendo, Gerundium
von decrescere, dies aus lat. decrescere „abnehmen, klei
ner werden“): an Tonstärke geringer werdend, im Ton zu
rückgehend, leiser werdend (Vortragsanweisung; Mus.);
299
Abk.: decresc.; Ggs. Îcrescendo. De|cre|scen|do, auch
Dekrescendo das: -s, Plur. -s u. ...di: das Abnehmen,
Schwächerwerden der Tonstärke (Mus.): Ggs. tCrescendo
Delculbiltus [...k...] vgl. Dekubitus
Deldans [ds dä:] das; - [də'da:(s)], - [da’dä:s] (aus fr. dedans
„innen, nach innen gerichtet; Inneres“ zu de „von, aus,
nach“ u. dans „in“): einwärts gerichtete Haltung od. Dre
hung des Tänzers (Ballett)
de dalto (lat.): (veraltet) vom Tag der Ausstellung an (auf
Urkunden); Abk.: d. d.
De de ron das; -s (Kunstw. aus der Sprechform von DDR
u. t3...on): eine Kunstfaser, die in der DDR hergestellt
wurde
Deldilgnaltilon* die: - (aus lat. dedignatio „Verschmä
hung, Verweigerung“ zu dedignari, vgl. dedignieren): (ver
altet) Verachtung, Geringschätzung, deldilgnielren (aus
gleichbed. lat. dedignari zu tde... u. dignus „würdig“):
(veraltet) unter seiner Würde finden, verschmähen
Deldi|ka|ti|on die; -, -en (aus lat. dedicatio „Weihung“ zu
dedicare, vgl. dedizieren): 1. Widmung. 2. Gabe, die
jmdm. gewidmet, geschenkt worden ist (z. B. vom Autor);
Schenkung. De|di|kaltilonslex|em|plar* das; -s, -e:
Buch mit einer Widmung des Autors. De|di|ka|ti|ons|titel der; -s, -: besonderes Blatt des Buches, das die Wid
mung (Dedikation) trägt. Deldilkaltor der; -s, ...oren (aus
lat. dedicator „Einweiher, Urheber“): (veraltet) jmd., der
etwas schenkt, jmdm. widmet
de|di|t[e|ren (zu lat. deditus „übergeben, ergeben“ (Part.
Perf. von dedere „übergeben, ausliefern“) u. Î..deren): ei
ne Schuld tilgen. Deldiltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat.
deditio) : Übergabe
deldilzielren (aus lat. dedicare „weihen, widmen“): jmdm.
etwas zueignen, für ihn bestimmen
De|do der; -[s], -s (aus span, dedo „Finger, Zehe“, dies aus
lat. digitus): früheres span. Längenmaß (= 1,74 cm)
deldoulblielren* [dedu...] (aus fr. dédoubler „teilen, hal
bieren, trennen“ zu dé- „von - weg“ u. double „doppelt“,
dies aus lat. duplus): (veraltet) um die Hälfte vermindern,
teilen
De|duk|ti|on rfze; -, -en (aus lat. deductio „das Abführen,
Ableiten“ zu deducere, vgl. deduzieren): a) Ableitung des
Besonderen u. Einzelnen vom Allgemeinen; Erkenntnis
des Einzelfalls durch ein allgemeines Gesetz (Philos.);
Ggs. 1 Induktion (1); b) logische Ableitung von Aussagen
aus anderen Aussagen mithilfe logischer Schlussregeln
(Kybern.). De duk ti ons the olrem das; -s: ein für vie
le Ableitbarkeitsrelationen in der formalen Logik gültiger
Satz, deldukltiv [auch de:...] (unter Einfluss von fr. dé
ductif aus lat. deductivus „abgeleitet“): das Besondere,
den Einzelfall aus dem Allgemeinen ableitend; Ggs. Îin
duktiv (1). de du zie ren (aus lat. deducere „herabfüh
ren, von etwas herleiten“, dies zu tde... u. ducere „führen,
leiten“): das Besondere, den Einzelfall aus dem Allgemei
nen ableiten; Ggs. Îinduzieren (1)
Dee [di:] der; -s, -s (aus engl. dee „D-förmiger od. halbzy
lindrischer Gegenstand“): Metallkäfig in einem tZyklotron, der von Teilchen bei konstantem Potenzial (2) durch
laufen wird (Kernphys.)
De em pha sis die; - (aus gleichbed. engl. de-emphasis zu
tde... u. gr. émphasis „Verdeutlichung, Betonung“): Aus
gleich der Vorverzerrung (Funkw.); vgl. Preemphasis
Deeplfreelzer ['di:pfri:zə] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
deep-freezer zu deep „tief“ u. to freeze „(tief)gefrieren“>:
Tiefkühlvorrichtung, Tiefkühltruhe
De|e|sis die; -, ...esen (ausgr. déêsis „das Bitten“): tbyzantinische Darstellung des [im Jüngsten Gericht] thronenden
Christus zwischen Maria u. Johannes dem Täufer, den
Fürbittern
defektiv
die; -, -en (unter Einfluss von engl. deescalation zu tde... u. tEskalation): stufenweise Verringe
rung od. Abschwächung eingesetzter [militärischer] Mit
tel; Ggs. tEskalation. de|es|kall[e|ren: die eingesetzten
[militärischen] Mittel stufenweise verringern od. abschwä
chen; Ggs. t eskalieren
de faclto [- ...k...] (lat.): tatsächlich [bestehend]; Ggs. tde
jure. De-faclto-An|er|ken|nung die: -, -en: provisori
sche Anerkennung eines Staates ausschließlich durch sei
ne tatsächliche Behandlung als Staat (Rechtsw.). De-facto-Re gie rung die: -, -en: Regierung, die im Wider
spruch zur geltenden innerstaatlichen Rechtsordnung ei
nes Landes an die Macht gelangt ist (Rechtsw.)
Delfaite [de'fɛ:t] die; -, -s (aus gleichbed. fr. défaite zu dé
faire „lösen, zerstören, vernichtend schlagen“, dies über
altfr. desfaire zu Îde... u. lat. facere „machen, tun“): (ver
altet) Niederlage. Delfailtislmus usw. vgl. Defätismus
usw.
Defäkation <7ie; -, -en (aus lat. defaecatio „Reinigung“
zu defaecare, vgl. defäkieren): 1. Reinigung, Klärung (insbes. von Flüssigkeiten). 2. Stuhlentleerung (Med.), delfäkielren (aus lat. defaecare „reinigen, klären“): Kot aus
scheiden (Med.)
De|fa|ti|ga|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. defatigatio
zu defatigare, vgl. defatigieren): Ermüdung, Überanstren
gung (Med.). de|fa|ti|gie|ren (aus gleichbed. lat. defati
gare): ermüden, erschöpfen (Med.)
De|fä|tis|mus der; - (aus gleichbed. fr. défaitisme zu dé
faite „Niederlage“, vgl. Defaite u. ...ismus): geistig-seeli
scher Zustand der Mutlosigkeit, Hoffnungslosigkeit u. Re
signation; Schwarzseherei. Delfältist der; -en, -en (aus
gleichbed. fr. défaitiste; vgl. ...ist): jmd., der mut- u. hoff
nungslos ist u. die eigene Sache für aussichtslos hält;
Schwarzseher; Pessimist, delfältisltisch (zu t ...istisch):
sich im Zustand der Mutlosigkeit u. Resignation befin
dend; pessimistisch, ohne Hoffnung
Delfaut [de'fo:] der; -[s] [de'fo:(s)], -s [de'fo:s] (aus gleich
bed. fr. défaut zu dé- „von - weg“ u. faillir „fehlen, irren;
im Stich lassen; schwach werden“, dies aus lat. fallere
„täuschen; nicht erfüllen“): (veraltet) a) Mangel, Fehler,
Gebrechen; b) das Nichterscheinen [vor Gericht]
de|fä|zie|ren vgl. defäkieren
delfekt (aus lat. defectus „geschwächt, mangelhaft“, Part.
Perf. von deficere „abnehmen, fehlen“, vgl. Defizit):
schadhaft, fehlerhaft, nicht in Ordnung. Delfekt der;
-[e]s, -e (aus lat. defectus „das Fehlen, Mangel“): 1. Scha
den, Fehler. 2. (nur Plur.) a) zur Ergänzung einer vorhan
denen Schrift von der Schriftgießerei bezogene Druckty
pen; b) im Setzereimagazin aufbewahrte, zeitweilig über
zählige Drucktypen. 3. (nur Plur.) a) Bücher mit Fehlern,
die repariert werden; b) zum Aufbinden einer Auflage an
der Vollzahl fehlende Bogen od. Beilagen. Delfekltar der;
-s, -e (zu tDefekt in der Bed. „Bedarf an Fehlendem“
u.I...ar (2)): Apotheker, der speziell mit der Herstellung
bestimmter, in größeren Mengen vorrätig zu haltender
Arzneimittel betraut ist (Fachspr.). Defektelektron*
das; -s, -en (zu ÎDefekt): Lücke, unbesetzter Platz in der
Elektronenhülle eines Atoms od. im Kristallgitter eines
Halbleiters (Phys.). De|fek|ten|pro|to|koll das; -s, -e:
Niederschrift über einen Fehlbetrag (Rechtsw.) Delfektexlemiplar* das; -s, -e: Buch mit Herstellungsmängeln
od. Beschädigungen (Buchw.). defektielren (zu !..de
ren): (veraltet) [Rechnungs]fehler bemerken u. rügen, be
mängeln. Delfekltielrung die; -, -en (zu Î ...ierung): (ver
altet) Vermisstmeldung (bes. von Postsachen); vgl. ...ation/...ierung. Delfekltilon die; - (aus lat. defectio „das
Abnehmen; Verfall; Abfall“): (veraltet) a) Abtrünnigkeit,
Abfall; b) Abnahme (der Kräfte); vgl. ...ation/...ierung.
defektiv [auch 'de:...] (aus lat. defectivus „abnehmend,
De es ka la ti on
D
Defektivität
unvollständig“): mangelhaft, fehlerhaft, unvollständig.
Delfekltilviltät [...v...] die; - (zu T...ität): Fehlerhaftig
keit, Mangelhaftigkeit. Delfekltilvum das; -s, ...va (aus
gleichbed. nlat. (verbum) defectivum): nicht in allen For
men auftretendes od. nicht an allen syntaktischen Mög
lichkeiten seiner Wortart teilnehmendes Wort (z. B. Leute
ohne entsprechende Einzahlform; Sprachw.). Delfektmutation die; -, -en (zu Î Defekt): spontane oder durch
T Mutagene hervorgerufene Erbänderung, die teilweisen
od. völligen Ausfall bestimmter Körperfunktionen be
wirkt (Biol.). De|fek|to|sko|pie* die; -, ...ien (zu T...skopie): das Suchen von Fehlern in Werkstoffen u. Werkstü
cken mittels Röntgen- od. Gamma-, selten Neutronen
strahlen. De|fekt|pro|te|in|ä|mie* die; - (zu t...ämie):
das Fehlen eines normalerweise im zirkulierenden
menschlichen Blut vorkommenden Eiweißkörpers (Med.).
De|fekt|psy|cho|se die; -, -en: mit geistiger Schwäche
verbundene Geisteskrankheit (Med.). Delfekltyr die; -,
-en (aus gleichbed. nlat. defectura): ergänzende Herstel
lung von Arzneimitteln, die in größeren Mengen vorrätig
gehalten werden sollen (in Apotheken; Fachspr.)
Delfelmilnaltilon die; -, -en (zu tde..., lat. femina „Frau“
u. t...ation): 1. (veraltet) physische u. psychische Um
wandlung der Frau zum männl. Geschlecht hin. 2. Verlust
der typisch weiblichen Geschlechtsempfindungen, Frigi
dität (Med.)
Delfenldend der; -en, -en (aus Zaz. defendendus „der zu
Verteidigende“, Gerundivum von defendere „abwehren,
verteidigen“): (veraltet) der zu verteidigende Beklagte,
Schützling. Delfen Ident der; -en, -en (ausZaZ. defendens,
Gen. defendentis „der Verteidigende“, Part. Präs, von de
fendere); (veraltet) svw. Defensor. Délfense muslculaire [defäsmysky'ls:r] i/Ze; - - (aus gleichbed. fr. défense
musculaire): Abwehrspannung der Muskeln (Med.). Defension die; - (aus lat. defensio „Abwehr, Verteidi
gung“): die Landesverteidigung u. Kriegsverfassung in
mehreren deutschen Ländern vom Ende des 15. Jh.s bis ins
18. Jh. defenlsilo nal (aus mlat. defensionalis „zur Ver
teidigung dienend, verteidigend“): (veraltet) 1. svw. de
fensiv. 2. zur Verteidigung [eines Angeklagten] dienend.
De|fen|si|o|na|le das; -s (aus mlat. defensionale „Vertei
digungsordnung“ zu lat. defensio, vgl. Defensión): erste
umfassende Heeresordnung der Schweizer Eidgenossen
schaft. De|fen|si|o|nal|zeulge der; -n, -n: (veraltet)
Entlastungszeuge, delfenlsiv [auch de:...] (aus gleich
bed. mlat. defensivus zu lat. defendere „abwehren, vertei
digen“): a) der Verteidigung dienend; verteidigend, ab
wehrend; Ggs. toffensiv; b) auf Sicherung od. Sicherheit
bedacht; Risiken vermeidend; Ggs. Îaggressiv; defensives
Fahren: rücksichtsvolle, Risiken vermeidende Fahrweise,
bei der die eigenen Rechte der Verkehrssicherheit unter
geordnet werden; Ggs. Taggressives Fahren; c) die Ab
wehr, Verteidigung bevorzugend, aus der Abwehr heraus
operierend (Sport); Ggs. toffensiv (b). De fenlsiv al lianz die; -, -en: Verteidigungsbündnis. De|fen|si|ve
[...va] die: -, -n (zu T...ive): Verteidigung, Abwehr; Ggs.
TOffensive. Defensi vität [...v...] die; - (zu T ...ität):
Neigung zu abwehrender Haltung; Ggs. Î Offensivität.
De|fen|siv|krieg der; -[e]s, -e: Verteidigungskrieg. Defenlsivlspieller der; -s, -: Spieler mit defensiver Spiel
weise (Sport). De|fen|siv|tak|tik die; -: Taktik der Ver
teidigung. Delfenlsor der; -s, ...oren (aus lat. defensor
„Abwehrer, Verteidiger“): Verteidiger, Sachwalter. Defenlsor Fildei [- 'fi:dei] der; - - (aus lat. defensor fidei
„Verteidiger des Glaubens“): (seit Heinrich VIII.) Ehren
titel der engl. Könige
Delfelrenltiltis die: -, ...itiden (zu lat. deferens, Gen. defe
rentis „abwärts führend“ (Part. Präs, von deferre, vgl. deferieren) u. t...itis>: Entzündung des Samenleiters (Med.).
300
Delfelrenz die; - (aus fr. déférence „Ehrerbietung; Hoch
achtung; Höflichkeit“; vgl. ...enz): (veraltet) a) Gewäh
rung; b) Unterwürfigkeit, Fügsamkeit; c) Berichterstat
tung. delfelrielren (aus lat. deferre „herabtragen, -brin
gen, anbieten“): (veraltet) a) jmdm. einen Eid auferlegen;
b) einem Antrag stattgeben
Delferlveslzenz [,..v...] iZze; - (aus mlat. defervescere „sich
abkühlen“ (vgl. deferveszieren) u. T...enz>: das Nachlas
sen des Fiebers, Entfieberung (Med.), delferlveslzieren (aus gleichbed. mlat. defervescere, dies zu t de... u. lat.
fervescere „zu sieden beginnen“): entfiebern (Med.)
De filance [defi a:s] die; - (aus gleichbed. fr. défiance zu dé
fier, vgl. defiieren): (veraltet) Misstrauen
Delfilbraltor der; -s, ...oren (zu tde..., lat. fibratus „fase
rig“ (dies zu fibra „Faser“) u. t...or): Maschine, die durch
Dampf aufgeweichte Holzschnitzel zerfasert (z. B. für die
Herstellung von Holzfaserplatten). de|fi|brie|ren (aus
gleichbed. fr. défibrer zu dé- „von - weg“ u. fibre „Faser“):
zerfasern, entfasern. De|fi|brillla|ti|on die: -, -en (zu
Tde..., lat. fibrilla „Fäserchen“ (Verkleinerungsform von
fibra „Faser“) u. T...ation): Beseitigung von bestimmten
Herzmuskelstörungen durch Medikamente od. Elektro
schocks (Med.). De|fi|bril|laltor der; -s, ...oren (zu
t...or): Gerät, das Herzmuskelstörungen durch einen
Stromstoß bestimmter Stärke beseitigt (Med.), delfilbrinielren (zu Tde..., ÎFibrin u. T...ieren): TFibrin auf me
chanische Weise aus frischem Blut entfernen u. es dadurch
ungerinnbar machen (Med.)
de|fi|cien|do [defi'tʃɛndo] (Zi. ; zu Zaz. deficere „abneh
men“): Tonstärke u. Tempo zurücknehmend; nachlas
send, abnehmend (Vortragsanweisung; Mus.) De|fi|citspenlding, auch Deficit-Spending [ dɛfɪsɪtspɛndɪŋ]
das; -[s] (aus gleichbed. engl. deficit spending): Defizitfi
nanzierung; Finanzierung öffentlicher Investitionen u.
Subventionen durch später eingehende Haushaltsmittel
de filde ilat,', „vom Glauben her“): der höchste dogmati
sche Gewissheitsgrad (kath. Theologie)
Delfilg uration die; -, -en (zu Tde... u. lat. figuratio „Ge
staltung“, dies zu figurare „gestalten“): Verunstaltung,
Entstellung, delfilgulrielren: verunstalten, entstellen
delfilielren (aus gleichbed. fr. défier, älterʃr. desfier, dies
über vulgärlat. *disfidare „kein Vertrauen schenken“ aus
lat. diffidere): (veraltet) a) misstrauen; b) trotzig heraus
fordern
Delfillee <Za.î; -s, Plur. -s, auch ...leen (aus gleichbed. fr. dé
filé zu défiler, vgl. defilieren): 1. (veraltet) Enge, Engpass
(Geogr.). 2. parademäßiger Vorbeimarsch, das Vorüber
ziehen an jmdm. De|fi|lierlcour [,..ku:n] die; - (zuTdefilieren): im 19. Jh. Form des Empfangs bei Hofe, die in
schnellem Vorbeiziehen der Aufwartenden bestand, defillielren (aus gleichbed. ʃr. défiler): parademäßig an
jmdm. vorüberziehen. Delfillierlmarsch der; -[e]s,
...märsche: Parademarsch
De|fi|ni|en|dum¿7u5.' -s, ...da (ausZaZ. definiendum „das zu
Bestimmende“, Gerundivum von definire, vgl. definie
ren): Begriff, der bestimmt werden soli, über den etwas
ausgesagt werden soll; das, was definiert wird (Sprachw.).
Delfilnilens [,,,niɛns] das; -, ...nientia (aus lat. definiens,
Part. Präs, von definire, vgl. definieren): Begriff, der einen
anderen Begriff bestimmt, der über diesen anderen Begriff
etwas aussagt; das Definierende (Sprachw.). delfilnieren (aus lat. definire „abgrenzen, bestimmen“, dies zu
Tde... u. finis „Grenze“): 1. den Inhalt eines Begriffs aus
einanderlegen, feststellen. 2. von jmdm./etwas her seine
Bestimmung, Prägung erfahren, seinen existenziellen In
halt erhalten, de|fiInit (aus lat. definitus „bestimmt, deut
lich“): bestimmt, festgelegt; definite Größen: Größen, die
immer das gleiche Vorzeichen haben (Math.). Delfilniltion <ZZe; -, -en (aus ZaZ. definitio „Abgrenzung, Bestim-
301
mung“): 1. genaue Bestimmung [des Gegenstandes] eines
Begriffes durch Auseinanderlegung u. Erklärung seines
Inhaltes. 2. als unfehlbar geltende Entscheidung des Paps
tes od. eines ÎKonzils über ein Dogma (Rel.). Definitions:be reich der; -[e]s, -e: Menge aller Elemente, denen
durch eine Funktion ein Element einer anderen Menge zu
geordnet wird (Math.). de|fi|ni|tiv [auch de:...] (aus lat.
definitivus „bestimmend, entscheidend“ zu definire, vgl.
definieren): (in Bezug auf eine Entscheidung, Festlegung,
auf ein abschließendes Urteil) endgültig. Delfilniltivprozess der;-es, -e: letzte Prüfung der Tauglichkeit eines
zum Bischof Gewählten vor der Bestätigung durch den
Papst. De|fi|ni|tiv|trakltat der od. das; -[e]s, -e: (veral
tet) abschließender Vertrag. De|fi|nilti|vum [,..v...] das;
-s, ...va(aus lat. definitivum „das Bestimmende“): endgül
tiger Zustand. Delfilniltor der; -s, ...oren (aus lat. defini
tor „Bestimmer, Verordner“): 1. Verwaltungsbeamter der
kath. Kirche in einem Bistum od. Dekanat. 2. Rat, Visita
tor od. gewählter Leiter des Generalkapitels im Mönchswesen. definitolrisch (zu ÎDefinition): a) die Defini
tion betreffend; b) durch Definition festgelegt
Delfi|xi|on die; -, -en (zu lat. defixus (Part. Perf. von defi
gere „hineinschlagen“) u. T '...ion) : Versuch, einen persön
lichen Feind zu vernichten, indem man sein Bild (Rache
puppe) od. seinen geschriebenen Namen mit Nadeln od.
Nägeln durchbohrt (Völkerk.)
delfilzilent (aus lat. deficiens, Gen. deficientis, Part. Präs,
von deficere „abnehmen, schwinden, mangeln“): unvoll
ständig (z.B. ohne Vokalzeichen; von Schriftsystemen).
Delfilzilent der; -en, -en (vgl. ...ent): 1. (veraltet) Dienst
unfähiger. 2. (bes. südd. u. österr.) durch Alter od. Krank
heit geschwächter kath. Geistlicher. Delfilzilenz <¿zé; - <zu
T...enz>: Verlust von Chromosomenendstücken u. damit
Verlust von Genen (Med.). Delfilzit das; -s, -e (aus gleichbed. fr. déficit, dies aus lat. deficit „es fehlt“ zu deficere
„abnehmen“): 1. Fehlbetrag. 2. Mangel. de|fi|zi|tär (zu
t...är>: a) mit einem Defizit belastet; b) zu einem Defizit
führend. De|fi|zit|fi|nan|zie|rung die; -, -en: svw. Defi
citspending. De|filzit|hy|polthe|se die; -: Behauptung,
dass milieubedingte Minderentwicklung der sprachlichen
Ausdrucksfähigkeit geringere soziale Aufstiegsmöglich
keiten bedingt
De|fla|gra|ti|on* die; -, -en (aus lat. deflagratio „das Nie
derbrennen, gänzliche Vernichtung“ zu deflagrare „nie
derbrennen“) : verhältnismäßig langsam erfolgende Explo
sion (Verpuffung) von Sprengstoffen (Bergw.). De flagraltor der; -s, ...oren (zu T...or>: elektrisches TVoltaelement für große Stromstärken (Phys.)
Delflaltilon* die; -, -en (zu lat. deflare „ab-, wegblasen“ u.
î...ation): 1. Verminderung des Geldumlaufs, um den
Geldwert zu steigern u. die Preise zu senken (Wirtsch.);
Ggs. ÎInflation (a). 2. Ausblasen u. Abtragen von locke
rem Gestein durch Wind (Geol.). delflaltilolnär (zu
t...är>: die Deflation (1) betreffend, delflaltilolnielren
(zu Î..deren): den Geldumlauf herabsetzen. de|fla|ti|onistisch (zu t ...istisch> : die Deflation (1) betreffend,
sich auf sie beziehend; Ggs. Îinflationistisch. Deiflationspollitik die;
auf ÎDeflation (1) gerichtete Politik
(Wirtsch.). De|fla|ti|ons|wan|ne die; -, -n: vom Wind
ausgeblasene Vertiefung, meist in Trockengebieten (Ge
ol.). delflaltolrisch (aus nlat. deflatorius): 1. svw. defla
tionistisch; Ggs. Tinflatorisch. 2. der Î Flatulenz entgegen
wirkend (Med.)
Delflekltor' der; -s, ...oren (zu lat. deflectere „(her)abbiegen, ablenken“ u. T...or): 1. Saug-, Rauchkappe, Schorn
steinaufsatz (Techn.). 2. Vorrichtung im Beschleuniger zur
Ablenkung geladener Teilchen aus ihrer Bahn (Kernphy
sik). De|fle|xi|on die; -, -en (aus gleichbed. (m)lat. defle
xio); 1. (veraltet) Ablenkung (z.B. von Lichtstrahlen).
degagiert
2. Streckung (eines Organs od. Körperteils; Med.). Dezfie; -: Geburtslage, bei der der Kopf des
Kindes gestreckt od. nach hinten gebogen wird (Med.)
De|flo|ra|ti|on* die; -, -en (aus gleichbed. lat. defloratio,
eigtl. „Entblütung“, zu deflorare, vgl. deflorieren): Zer
störung des ÎHymens [beim ersten Geschlechtsverkehr];
Entjungferung (Med.). de|flo|rie|ren (aus gleichbed. lat.
deflorare, eigtl. „die Blüten abpflücken; jmds. Glanz u.
Ehre rauben“): den Hymen [beim ersten Geschlechtsver
kehr] zerstören; entjungfern (Med.)
De|flu|vi|um [,..v...] das; -s (aus lat. defluvium „Abfluss“
zu defluere „weg -, (her)abfließen“): Haarausfall (Med.)
Delfo|li|a|ti|on die; -, -en (zu Tde..., lat. foliatus „blättrig“
(dies zu folium „Blatt“) u. T'...ion): absichtlich herbeige
führte Entlaubung, z. B. durch chem. Mittel
delform (aus gleichbed. lat. deformis): entstellt, verunstal
tet. De|for|ma|ti|on die; -, -en (aus lat. deformatio „Ver
unstaltung“ zu deformare, vgl. deformieren): 1. Formän
derung, Verformung. 2. Verunstaltung, Fehlbildung (bes.
von Organen lebender Wesen); vgl. ...ation/...ierung. Déformation pro fes si on nelle [defɔrmasjð prɔfɛsjɔnel] die; - - (aus/r. déformation professionnelle „berufs
bedingte Einseitigkeit, Betriebsblindheit“): Ausprägung
von berufsbedingten Einseitigkeiten auf die gesamte Le
benswirklichkeit eines Individuums (Psychol.). Delformaltionschalraklteristik [,,,'tsio:ns...] die; -, -en (zu
Î Deformation) : Darstellung des Verhaltens eines Körpers
beim Auftreten deformierender Kräfte (Geophys.). deforlmielren (aus lat. deformare „verbilden, entstellen“):
1. verformen. 2. (den Körper) verunstalten, entstellen.
Delforlmielrung die; -, -en (zu t...ierung): das Defor
mieren; vgl. ...ation/...ierung. Delforlmiltät die; -, -en
(aus lat. deformitas, Gen. deformitatis „entstelltes Ausse
hen“): 1. Fehlbildung (von Organen od. Körperteilen). 2.
(ohne Plur.) Zustand der Fehlbildung
De|frau|dant* der; -en, -en (zu lat. defraudare (vgl. defraudieren) u. T...ant): jmd., der eine tDefraudation begeht.
De|fraulda|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. defrauda
tio): Betrug; Unterschlagung, Hinterziehung (bes. von
Zollabgaben). de|frau|die|ren (aus gleichbed. lat. de
fraudare zu Tde... u. fraus „Betrug“): betrügen; unter
schlagen, hinterziehen
De|fron|ta|li|sa|ti|on* die; -, -en (zu Tde..., lat. frontale
„Stirnblatt“ (dies zu frons „Stirn“) u. T...isation): operati
ve Durchtrennung der Verbindung zwischen Stirnhirn u.
dem übrigen Gehirn (Med.)
Delfroslter* der; -s, - (aus gleichbed. engl. defroster zu to
defrost „entfrosten“); 1. a) Vorrichtung in Kraftfahrzeu
gen, die das Beschlagen od. Vereisen der Scheiben verhin
dern soll; b) Abtauvorrichtung in Kühlschränken. 2.
[Sprüh]mittel zum Enteisen von Kraftfahrzeugscheiben
Delfrut* das; -s (aus gleichbed. lat. defrutum): (veraltet)
eingekochter Most
Def Iterdar der; -s, -e (aus gleichbed. türk, defterdar): Lei
ter der Finanzverwaltung im Osmanischen Reich
Delfurlfulraltilon die; -, -en (zu Tde..., lat. furfur „Hülle,
Kleie“ u. T...ation): Hautabschilferung, -abschuppung
(Med.)
Délgalgé [dega'ʒe:] das; -s, -s (aus fr. dégagé „befreit“,
eigtl. Part. Perf. von dégager „losmachen, befreien“; vgl.
degagieren): Verlagerung des Körpergewichts auf das an
dere Bein beim Ballett. Delgalgelment [degaʒəma:] das;
-s, -s (aus gleichbed. fr. dégagement): 1. Zwanglosigkeit. 2.
Befreiung [von einer Verbindlichkeit]. 3. das Degagieren
(2). de ga gie ren [,,,ʒi:...] (aus gleichbed. fr. dégager):
1. von einer Verbindlichkeit befreien. 2. die Klinge von ei
ner Seite auf die andere bringen, wobei die Hand des Geg
ners mit der Waffe umkreist wird (Fechten), delgalgiert
(zu T ...iert> : zwanglos, frei
fleixilonslage
Degeneration
die; -, -en (zu lat. degenerare, vgl. dege
nerieren, u. Î...ation): 1. Verfall von Zellen, Geweben od.
Organen (Biol., Med.). 2. vom Üblichen abweichende ne
gative Entwicklung, Entartung; körperlicher od. geistiger
Verfall, Abstieg (z.B. durch Zivilisationsschäden). Dege|ne|ra|ti|ons|psylcholse ßfe; -, -n: durch Degenera
tionsvorgänge (z. B. Altern) hervorgerufener geistiger Ab
bau mit psychischer Fehlhaltung (Med.), de ge ne raitiv
(zu t...iv): mit Degeneration zusammenhängend, delgenelrielren (aus lat. degenerare „aus der Art schlagen,
entarten“, dies zu Îde... u. lat. genus „Abstammung, Ge
schlecht, Art“): 1. verfallen, verkümmern (Biol., Med.). 2.
sich negativ entwickeln, entarten; körperlich od. geistig
verfallen
delglalcielren* [degla'si:...] (aus/r. déglacer „ab-, auftau
en, vom Eis befreien“): kalte Flüssigkeit beigeben; ablö
schen (Gastr.)
De gloime ra ti on* die; -, -en (zu tde..., lat. glomerare
„zu einem Knäuel zusammenballen“ u. Î...ation): räumli
che Streuung u. Auflockerung von Wohnstätten u. Betrie
ben; Ggs. Î Agglomeration
De|glu|ti|na|ti|on* die; -, -en (,z\i spätlat. deglutiré, vgl. De
glutition, Analogiebildung zu Î Agglutination) : falsche Ab
trennung eines Wortanlauts, der als Artikel verstanden
wird (z.B. ostmitteld. „ein nöter = eine Natter“ ergibt
hochd. „eine Otter“ ; Sprachw.). De glu ti ti on die; -, -en
(zu spätlat. deglutitus, Part. Perf. von deglutiré „hinunter
schlucken“, u. Î '...ion): Schlingbewegung, Schluckakt
(Med.)
De gom mage [-,, ma:ʒ] die; - (aus gleichbed. fr. dégom
mage zu dégommer, vgl. degommieren): das Herauslösen
des Gummis aus der Naturseide, delgomlmielren (aus
fr. dégommer „degummieren“ zu dé- „von - weg“ u.
gomme „Gummi“): svw. degummieren
Delgorlgelment [---ʒə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
dégorgement zu dégorger, vgl. degorgieren): Entfernung
der Hefe im Flaschenhals (bei der Schaumweinherstel
lung). delgorlgielren [-,,'ʒi:...] (aus gleichbed. fr. dégor
ger zu dé „von - weg“ u. gorge „Gurgel, Schlund“, dies
aus lat. gurges „(Wasser)strudel, Schlund“): 1. die Hefe
bei der Schaumweinherstellung aus dem Flaschenhals
entfernen. 2. Fleisch wässern, um das Blut zu entfernen
(Gastr.)
Delgout [de'gu:] der; -s (aus gleichbed. fr. dégoût, eigtl.
„Appetitlosigkeit“; vgl. Gout): Ekel, Widerwille, Abnei
gung. delgouitant (aus gleichbed. fr. dégoûtant): ekel
haft, widerlich, abstoßend, delgoultielren (aus gleich
bed. fr. dégoûter zu goût „Geschmack(ssinn)“, dies aus
lat. gustus) : anekeln, anwidern
Delgraldaltilon* die; -, -en (aus gleichbed. kirchenlat. de
gradatio zu lat. degradare, vgl. degradieren): das [Zu
rückversetzen in eine niedere Position (z. B. als Strafe für
ein die Ehrauffassungen verletzendes Handeln); vgl. ...ation/...ierung. Dé gra dée [degra de:] die; -, -s (aus fr. dé
gradé „Tönung, Abstufung“): Stoffdessin, bei dem dassel
be Motiv stufenweise allmählich kleiner wird (Mode), degra die ren (aus kirchenlat. degradare „herabsetzen“,
dies zu tde... u. lat. gradus „Stufe, Rang“): 1. a) in eine nie
dere Position [zurück]versetzen (z. B. als Strafe für ein die
Ehrauffassungen verletzendes Handeln); b) herabwürdigen; erniedrigen. 2. Energie in Wärme umwandeln
(Phys.). 3. einen Boden verschlechtern; vgl. Degradierung
(2). Delgraldielrung die: -, -en (zu Î ...ierung): 1. das De
gradieren. 2. Veränderung eines guten Bodens zu einem
schlechten (durch Auswaschung, Kahlschlag u. a.;
Landw.);vgl. ...ation/...ierung
de grais sieiren* [degrɛ...] (aus/r. dégraisser „entfetten“
zu dé- „von - weg“ u. gras „fett, dick“, dies aus gleichbed.
lat. crassus): das Fett von Soßen u. Fleischbrühen ab
De|ge|ne|ra|ti|gn
302
schöpfen (Gastr.). Delgras [de'gra] das; - (aus gleichbed.
fr. dégras): Gerberfett (Abfallfett in der Gerberei)
Delgralvaltilon* [...v...] die; -, -en (zu lat. degravare, vgl.
degravieren, u. Î...ation): (veraltet) Belästigung, delgravieren (aus lat. degravare „herabdrücken“ zu tde... u.
gravis „schwer“): (veraltet) beschwerlich fallen, belästi
gen; niederdrücken
delgré* [də'gre:] (fr.; aus vulgärlat. degradus zu lat. de
„weg, ab“ u. gradus „Schritt“): franz. Bez. für die Einheit
Grad des ebenen Winkels (Zeichen d) u. die Einheit der
Temperaturdifferenz (Zeichen deg, wobei die Temperatur
skala mit angegeben wird, z. B. F für Fahrenheit), delgree
[dɪ'gri:] iengl.'): engl. Bez. für îdegré
De gres si on* die; -, -en (über fr. dégression aus lat. degressio „das Hinabsteigen“): 1. Verminderung der Stück
kosten mit steigender Produktionsmenge (Wirtsch.). 2.
Abnahme des Steuersatzes bei abnehmenden zu versteu
erndem Einkommen (Steuerrecht), delgreslsiv (aus
gleichbed. fr. dégressif; vgl. ...iv>: abfallend, sich stufen
weise od. kontinuierlich vermindernd (z. B. von Schulden)
delgroslsielren* (aus gleichbed. fr. dégrossir zu dé- „vonweg“ u. gros „grob“, dies aus gleichbed. spätlat. grossus):
(veraltet) a) grob bearbeiten; b) abschleifen, verfeinern
(z. B. von Gold u. Silber)
Delguiselment [degiz'mà:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. dé
guisement zu déguiser „ent-, verstellen“): (veraltet) Ver
kleidung, Verstellung (z.B. der Stimme)
deigumlmielren (zu tde..., t Gummi u. Î..deren): Natur
seide entbasten (Textiltechnik)
Delgusltaltilon die; -, -en (aus lat. degustatio „das Kos
ten“ zu degustare, vgl. degustieren): (bes. Schweiz.) Prü
fung; das Koster, von Lebensmitteln in Bezug auf Geruch
u. Geschmack, de gusltilbus non est dislpultanldum
(.lat.; „über Geschmäcker ist nicht zu streiten“): über Ge
schmack lässt sich nicht streiten (weil jeder ein eigenes äs
thetisches Urteil hat). de|gus|tie|ren (aus lat. degustare
„kosten, versuchen“): (bes. Schweiz.) Lebensmittel in Be
zug auf Geruch u. Geschmack prüfen, kosten
de|ha|lolge|nie|ren (zu î de... u. î halogenieren): T Haloge
ne aus einer ehern. Verbindung abspalten
de haut en bas [də o: ä ’ba] (fr. ; eigtl. „von oben nach un
ten“): geringschätzig
Delhislzenz die; - (zu lat. dehiscere, vgl. dehiszieren,
u.t...enz): besondere Art des Aufspringens kapselartiger
Organe bei Pflanzen (z. B. von Staubblättern u. Früchten;
Bot.). de|his!zie|ren (aus lat. dehiscere „sich spalten“):
aufspringen, sich auftun (z. B. von Staubblättern u. Früch
ten; Bot.)
delhonltiert [deö'timt] (aus gleichbed. älter fr. déhonté zu
honte „Scham(haftigkeit)“): (veraltet) schamlos
Delhors [deo:n(s)] die (Plur.) (aus ʃr. dehors, provenzal. de
fers „Äußeres“, eigtl. „außerhalb“, dies aus spätlat. defo
ris „von draußen“): äußerer Schein, gesellschaftlicher An
stand; meist in der Fügung die Dehors wahren: den Schein
wahren
De|hor|ta|to|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (zu lat. dehortato
rius „abmahnend“ (dies zu dehortari, vgl. dehortieren) u.
t,,,ium): 1. (lat. Rechtsspr.) das Abraten, Anweisung eines
Krieg führenden Staates an seine im Feindesland lebenden
Untertanen, sich nicht mit dem Feind einzulassen. 2. (nur
Plur.) svw. Avokatorien. dehortieiren (aus gleichbed.
lat. dehortari): (veraltet) abraten
De|hu|ma!ni|sa|ti|on die; - (zu tde..., lat. humanus
„menschlich“ u. t...isation): Entmenschlichung, Herab
würdigung; vgl. ...ation/...ierung. de|hu|ma|ni|sielren
(zu Î ...isieren): entmenschlichen, herabwürdigen. Delhuma|ni|sie|rung die; -: svw. Dehumanisation; vgl. ...ati
on/...ierung
Delhyldralse* die; -, -n (zu tde..., gr. hydör „Wasser“ u.
303
T...ase): svw. Dehydrogenase. De hyldraltalse die;-, -n:
ÎEnzym, das die Abspaltung von Wasser aus organischen
Verbindungen unter Ausbildung einer Doppelbindung
tkatalysiert (Chem.). De hy dra ta ti on d/e; -, -en: Ent
zug von Wasser, Trocknung (z. B. von Lebensmitteln). Dehy dra ti on die; -, -en: Entzug von Wasserstoff; vgl.
...ation/...ierung. deihydratisieren: Wasser entzie
hen. De|hy|dra|ti|sie|rung die; -, -en: svw. Dehydrata
tion; vgl. ...ation/...ierung. delhyldrielren: einer chem.
VerbindungWasserstoff entziehen. Delhyldrielrung die;
-, -en: svw. Dehydration; vgl. ...ation/...ierung. Delhydroanldrosteron das; -s (zu Tde..., thydro... u. ÎAn
drosteron): männliches Keimdrüsenhormon (Med.). Dehy dro chlo rielrung [...klo...] die; -, -en (zu ÎChlor u.
t ...ierung): Entzug von Chlorwasserstoff. Delhyldrolgenalse die; -, -n (zu t Hydrogenu. Î...ase): ÎEnzym, das aus
einer zu oxidierenden Substanz Wasserstoff abspaltet u.
ihn auf eine andere überträgt (Chem.). De|hy|dro|kor|tikosteron das; -s: ein Hormon der Nebennierenrinde
(Med.). Delhyldrolzylklielrung die; -, -en (zu tZyklus u.
Î...ierung): chem. Reaktion, bei der der Entzug von Was
ser unter Ringbildung abläuft
De|i|fi katiIon die; -, -en (aus gleichbed. kirchenlat. deifi
cado zu mlat. deificare (vgl. deifizieren) u. t...ation): Ver
gottung eines Menschen od. Dinges. de|i|fi|zie|ren (aus
gleichbed. mlat. deificare zu lat. deus, Gen. dei „Gott“ u.
facere „machen“): zum Gott machen, vergotten. Dei Gra
tia (lat. ; „von Gottes Gnaden“): Zusatz zum Titel von Bi
schöfen, früher auch von Fürsten; Abk. : D. G.
Deiktikon, auch Delikltilkon das; -s, ...ka (meist Plur.)
(zu gr. deiktikós (vgl. deiktisch) u. T‘...on): auf eine spezi
fische
Äußerungssituation
bezogener
Ausdruck
(Sprachw.). deikltisch, auch deikltisch (aus gr. deikti
kós „hinzeigend, hinweisend“ zu deiknÿnai, vgl. Deixis): 1.
hinweisend (als Eigenschaft bestimmter sprachlicher Ein
heiten, z. B. der Demonstrativpronomen; Sprachw.). 2.
von der Anschauung ausgehend (als Lehrverfahren)
de in dus tria* (jat,')`. mit Fleiß, absichtlich
Delinlking das; -[s] (zu tde..., engl. ink „(Druck)farbe“ u.
Î...ing): Entfernung von Druckfarben bei der Aufarbei
tung von Altpapier
Deilnolsis die; - (aus gleichbed. gr. deinösis zu deinós
„furchtbar, gewaltig“): Übertreibung (Rhet.). Dei notherium das; -s, ...rien [...ion] (zu gr. therion, Neben
form von thér „Tier“): svw. Dinosaurier
Dejplnon das; -, ...na (aus gleichbed. gr. deipnon): a)
Hauptmahlzeit im antiken Griechenland; b) Bez. für das
gesellige Mahl unter Männern mit Gesprächen über Phi
losophie, Literatur u. a.
De is mus der; - (zu lat. deus „Gott“ u. t...ismus (1)): Got
tesauffassung der Aufklärung des 17. u. 18. Jh.s, nach der
Gott die Welt zwar geschaffen hat, aber keinen weiteren
Einfluss mehr auf sie ausübt. Delist der; -en, -en (zu
t...ist>: Anhänger des Deismus, delisltisch (zu T...istisch): den Deismus, den Deisten betreffend
Dejlxis die; - (aus gr. deixis „das Zeigen“ zu deiknÿnai „zei
gen, auf etwas hinzeigen“): hinweisende ÎFunktion von
Wörtern (z. B. Pronomen wie dieser, jener, Adverbien wie
hier, heute) in einem Kontext (Sprachw.)
Déljà-vu [de3a'vy:] das; -[s], -s u. Déljà-vu-Er leblnis das;
-ses, -se {mfr. déjà vu „schon gesehen“): Erinnerungstäu
schung, bei der der Eindruck entsteht, gegenwärtig Erleb
tes schon einmal erlebt zu haben
Deljekt das; -[e]s, -e (zu lat. deiectus, Part. Perf. von deicere, vgl. dejizieren): (selten) Auswurf; Kot (Med.). Dejek ti on die; -, -en (aus lat. deiectio „das Hinabwerfen,
der Durchfall“): 1. Auswurf; Kotentleerung (Med.). 2.
(lat. Rechtsspr.) [widerrechtliche] Vertreibung aus dem
Besitz, Aus-, Verstoßung, deljekltolrisch (zu lat. de-
dekalkieren
iector „jmd., der etwas herabwirft“): abführend (Med.).
De|jek|to|ri|um das; -s, ...ria (zu t...ium): Abführmittel
(Med.)
Deljeulner [deʒo'ne:] das; -s, -s (aus fr. déjeuner „Früh
stück“ zu déjeuner, vgl. dejeunieren): 1. (veraltet) Früh
stück. 2. kleines Mittagessen. 3. Frühstücksgedeck (aus
Keramik od. Holz) für zwei Personen, deljeulnielren
(aus gleichbed. fr. déjeuner, dies über altfr. desjeuner aus
vulgärlat. *disjejunare „zu fasten aufhören“ zu spätlat.
ieiunare „fasten“): (veraltet) frühstücken
deljilzielren (aus lat. deicere „herabfallen“ zu 1 de... u. iacere „werfen“): a) (lat. Rechtsspr.) aus dem Besitz treiben,
verstoßen; b) abführen, entfernen (bes. von Kot; Med.)
deljoulrielren [deʒu,,,], dujourieren [dyju...] (französie
rende Bildungen zu fr. du jour „des Tages“ (dies zu gleich
bed. lat. diurnus) u. Î..deren): (veraltet) Dienst haben, tun
(bes. von Offizieren u. Ärzten, die tageweise im Dienst ab
wechselten)
de ju I re {lat. ) : von Rechts wegen, rechtlich betrachtet ; Ggs.
Îde facto. De-ju|re-An|er|ken|nung die; -, -en: dauern
de u. vorbehaltlose Anerkennung eines Staates (meist mit
Aufnahme diplomatischer Beziehungen). de|ju|rie|ren
(aus gleichbed. lat. deiurare, Nebenform von deierare):
(veraltet) schwören
dek..., Dek... vgl. deka..., Deka... Delka das; -[s], -[s]: (österr.) Kurzform von TDekagramm, delka..., 'Delka...,
vor Vokalen meist dek..., Dek... (aus gr. déka „zehn“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „zehn“, z. B. Dekapode. 2De|ka..., vor Vokalen meist Dek...: Vorsatz vor
Maßeinheiten mit der Bedeutung „das Zehnfache der ge
nannten Maßeinheit“, z.B. Dekaliter, Dekar. De kabrist* der; -en, -en (aus gleichbed. russ. dekabrist zu dekabr’ „Dezember“, eigtl. „Dezembermann“): Teilnehmer
an dem Offiziersaufstand für eine konstitutionelle Verfas
sung in Russland im Jahre 1825. Delkalde die; -, -n (über
fr. décade u. lat. decas aus gr. dekäs „Gruppe von zehn“):
1. Satz od. Serie von 10 Stück. 2. Zeitraum von 10 Tagen,
Wochen, Monaten od. Jahren. 3. Einheit von 10 Gedichten
od. 10 Büchern (Literaturw.)
de kaident (aus gleichbed. fr. décadent zu décadence, vgl.
Dekadenz): infolge kultureller Überfeinerung entartet u.
ohne Kraft od. Widerstandsfähigkeit. DelkaIdenz die; (aus gleichbed. fr. décadence, dies aus mlat. decadentiazu
1 de... u. lat. cadere „fallen“): Verfall, Entartung, sittlicher
u. kultureller Niedergang mit typischen Entartungser
scheinungen in den Lebensgewohnheiten u. -ansprüchen
delka disch (zu tDekade): zehnteilig; auf die Zahl 10 bezogen;dekadischer Logarithmus: Zehnerlogarithmus, Lo
garithmus einer Zahl zur Basis 10 (Formelzeichen: log,0
od. lg) ; dekadisches System: Zahlensystem mit der Grund
zahl 10; Dezimalsystem. Delkaleder das; -s, - (zugr. déka
„zehn“ u. hédra „Fläche, Basis“): ein Körper, der von
zehn Vielecken (Flächen) begrenzt ist. Delkalgon das; -s,
-e (aus gleichbed. gr. dekägönon): Zehneck. delkalgonal, dekagonisch (zu t',,,al (1)): zehneckig. Delkalgonie die; - (zu î...gonie): (veraltet) Fortpflanzung bis ins
zehnte Glied, de|ka|go|nisch vgl. dekagonal. Delkagramm [auch ’de:...] das; -s, -e (aber: 5 -) (zu î2Deka... u.
ÎGramm): 10 Gramm; Zeichen dag, Dg, österr. dkg; vgl.
Deka
delkallielren (zu tde..., it. calare „sinken“ u.t..deren):
(veraltet) an Gewicht od. Masse verlieren
Delkalljlter [auch de:...] der od. das; -s, - (zu î2Deka... u.
tLiter): 10 Liter; Zeichen dal, Dl, dkl
delkallkielren (aus gleichbed. fr. décalquer „einen Gegen
abdruck machen, abziehen, durchzeichnen" zu dé- „von weg“ u. calquer „durch-, nachzeichnen“) : (veraltet) a) um
drucken; einen Kupfer- od. Steindruck auf Holz übertra
gen; b) durchpausen; c) billig nachahmen. Delkallkier-
D
Dekalkomanie
palpier das; -s: zur Herstellung von Abziehbildern ver
wendetes saugfähiges Papier. De|kal|ko|ma|nie fife; -,
...jen <aus gleichbed./?. décalcomanie): (veraltet) Herstel
lung von Abziehbildern
Delkallo der od. das; -, ...li <zu fde... u. älter it. calo „Ab
nahme von Gewicht“): (veraltet) Gewichts- od. Massever
lust (von Waren)
Delkallpg der; -s (über lat. decalogus aus gleichbed. gr. dekálogos, eigtl. „zehn Worte“): die Zehn Gebote. Delkamelron* das; -s (aus it. de cameron(e), dies aus gr. déka
hêmerôn „der zehn Tage“): Boccaccios Erzählungen der
„zehnTage“; vgl. Heptameron, Hexameron. 'Dekameter [auch de:...] der, Schweiz, nur so, auch das; -s, - (zu
î2Deka... u. tMeter): 10 Meter; Zeichen dam, veraltet
dkm, Dm. 2Delka|melter das; -s, - (zu Î'...meter, vgl.
'Dekameter): Messgerät der TDielektrometrie. Dekameltrie* die; - (zu f...metrie): svw. Dielektrometrie
delkamlpielren (aus gleichbed. fr. décamper zu dé- „vonweg“ u. camper, vgl. kampieren): (veraltet) das Lager ab
brechen, aufbrechen, abziehen (Mil.)
De|kan<fer; -s, -e (aus lat. decanus „Führer von 10 Mann“):
1. in bestimmten ev. Landeskirchen î Superintendent. 2.
Dechant. 3. Vorsteher einer t Fakultät (1). Delkalnatfe.s;
-[e]s, -e (aus mlat. decanatus): 1. Amt, Bezirk eines De
kans; vgl. Dechanat. 2. Fakultätsverwaltung. 3. Untertei
lung des Tierkreises in Abschnitte von je zehn Grad (Astrol.). De ka nei die; -, -en: Wohnung eines Dekans (1 u.
2); vgl. Dechanei, delkalnilsielren (zu f...isieren): (ver
altet) die Stelle eines Dekans (1 u. 2) bekleiden
delkanltielren (aus fr. décanter „abgießen“, dies aus
gleichbed. mlat. (Alchemistensprache) decanthare zu
fde... u. lat. cantharus „Kanne, Humpen“, dies aus gr.
kántharos „Trinkbecher“): eine Flüssigkeit abklären, vom
Bodensatz abgießen (z. B. bei älteren Rot- u. Portweinen)
Delkalnüllielrung die; -, -en (zu fde..., ÎKanüle u. Î...ie
rung): svw. Décanulement
delkaIpielren (aus /r. décaper „abbeizen“ zu dé- „vonweg“ u. cape „Umhang, Mantel“): a) Eisenteile durch
chem. Lösungsmittel von Farbresten reinigen; b) Metall
teile od. Blech beizen u. dadurch von dünnen Anlauf- bzw.
Oxidationsschichten befreien
De|kalpi|ta|ti|on die; -, -en (zu lat. decapitare (vgl. dekapitieren) u.T ...ation) : 1. das Leben der Mutter rettende Ab
trennung des kindl. Kopfes während der Geburt (Med.). 2.
Tierköpfung für bestimmte Experimente, delkalpiltieren u. dekaptieren (aus lat. decapitare „enthaupten, köp
fen“, dies zu fde... u. lat. caput „Haupt“): 1. eine ÎDekapitation (1) ausführen (Med.). 2. die Spitze von Pflanzen
keimlingen entfernen (Bot.)
De|ka|po|de der; -n, -n (meist Plur.) (zugr. déka „zehn“ u.
f...pode): Zehnfußkrebs
De|kaplsu|la|ti|on die; -, -en (zu Îde..., lat. capsula „Kap
sel“ u. t...ation): operative Abtragung der Nierenkapsel
(Med.)
delkapltielren vgl. dekapitieren
Delkar* das; -s, -e, Schweiz. Dekare die; -, -n (zu t2Deka...
u. f'Ar): 10 Ar
De|kar|bo|ni|sa|ti|on die; -, -en (zu îde... u. ÎKarbonisation): (veraltet) Entkohlung, Entfernung von Kohlenstoff;
vgl. ...ation/...ierung. delkarlbo|ni|sie|ren: (veraltet)
Kohlenstoff entfernen. De|kar|bolnilsie|rung ife; -,
-en: svw. Dekarbonisation; vgl. ...ation/...ierung. Delkarbolxyllalse* die; -, -n (zu fde..., ÎKarboxylgruppe u.
f...ase): tEnzym, das Kohlendioxid aus der 1 Karboxyl
gruppe der Karbonsäuren abspaltet. de|kar|bo|xy|lieren* (zu Î..deren): Kohlendioxid abspalten
Delkalre vgl. Dekar
dekartelflieiren (zu fde... u. Îkartellieren): svw. dekar
tellisieren. De|kar|tel|lie|rung
-, -en: svw. für De
304
kartellisierung. De|kar|tel|lilsa|ti|on die; -, -en (aus
gleichbed. fr. décartellisation zu décartelliser, vgl. dekar
tellisieren): Auflösung von wirtschaftlichen Unterneh
mungszusammenschlüssen, f Kartellen; vgl. ...ation/...ie
rung. de|kar|tel|li|sie|ren (aus gleichbed. fr. décartelli
ser): wirtschaftliche Unternehmenszusammenschlüsse,
Î Kartelle auflösen, die eine Beschränkung des Wettbe
werbs zum Ziel haben. De|kar|tel|li|sie|rung die; -, -en
(zu Î...ierung): svw. Dekartellisation; vgl. ...ation/...ie
rung
Delkaslter* [auch de:...] der: -s, Plur. -e u. -s (zu f2Deka...
u. TSter): 10 Kubikmeter. Delkalsylllalbus der; -, ...bi
(über lat. decasyllabus ausgr. dekasyllabos „zehnsilbig“):
zehnsilbiger Vers aus t Jamben
Delkalteur [...’tarn] der; -s, -e (zu fdekatieren u. f...eur):
Fachmann, der dekatiert. de|ka|tie|ren (aus gleichbed.
fr. décatir zu catir „(Textilien) pressen, glätten“, weitere
Herkunft unsicher): [Wollstoffe mit Wasserdampf behan
deln, um nachträgliches Einlaufen zu vermeiden. Delkatielrerfer; -s, -: svw. Dekateur
Delkaltron* das; -s, ...one (zu fdeka... u. f...tron): 1. Gas
entladungsröhre mit zehn f Kathoden. 2. Schaltelement in
Rechen- u. Zählschaltungen zur Darstellung u. Verarbei
tung der Ziffern 0 bis 9
Delkalturife; -, -en (zu fdekatieren u.f...ur): Vorgang des
î Dekatierens
delkalzylklisch* [auch ...tSYk...] (zu fdeka... u. tzyklisch): im Molekül 10 [vorzugsweise kondensierte] Ring
systeme enthaltend (Chem.)
De|kla|ma|ti|on* die; -, -en (aus lat. declamatio „Vortrag“
zu declamare, vgl. deklamieren): 1. a) etwas (z.B. Dich
tung), was man in einer der Vortragskunst entsprechen
den, rhetorisch wirkungsvollen Weise spricht; b) das aus
drucksvolle, auf Wirkung abzielende Vortragen von etwas
2. Hervorhebung u. ÎArtikulation einer musikalischen
Phrase od. des Sinn- u. Ausdrucksgehalts eines vertonten
Textes (Mus.). Deklamator fer. -s, ...oren (aus lat. de
clamator „Vortragender, Redekünstler“): Vortragskünst
ler. Deiklalma tolrikife, - (zu f2...ik (2)>: Vortragskunst,
delkialmaltolrisch (aus lat. declamatorius „redne
risch“): 1. ausdrucksvoll im Vortrag, z.B. eines Textes. 2.
beim Gesang auf Wortverständlichkeit Wert legend. Deklalmaltolrilum das; -s, ...ia (zu f...ium): (veraltet)
Kunstvortrag, Deklamationsübung. delkla|mie|ren (aus
lat. declamare „laut aufsagen“): 1. [kunstgerecht] vortra
gen. 2. das entsprechende Verhältnis zwischen der sprach
lichen u. der musikalischen Betonung im Lied herstellen
De|kla|rant*fer; -en, -en (zu Zat. declarans, Gen. declaran
tis, Part. Präs, von declarare, vgl. deklarieren): jmd., der
eine Erklärung abgibt. De|k!a|ra|ti|on die; -, -en (aus lat.
declaratio „Kundmachung, Offenbarung“): 1. Erklärung
[die etwas Grundlegendes enthält], 2. a) abzugebende Mel
dung gegenüber den Außenhandelsbehörden (meist Zoll
behörden) über Einzelheiten eines Geschäftes; b) Inhalts-,
Wertangabe (z.B. bei einem Versandgut), delklalraltiv
(zu f ...iv): in Form einer Deklaration (1); vgl. ...iv/
...orisch. de kla raltp risch (zu lat. declarator „Verkün
der, Ausrufer“): a) svw. deklarativ; b) bezeugend, klarstel
lend, beweiskräftig; deklaratorische Urkunde: nachträg
lich zu Beweiszwecken ausgestellte Beweisurkunde
(Rechtsw.); vgl. ...iv/...orisch. de|kla|rie|ren (aus lat. de
clarare „öffentlich erklären, ausrufen, offenbaren“): 1. ei
ne Deklaration (2) abgeben. 2. als etwas bezeichnen, zu et
was erklären, delklalriert (zu f ...iert): offenkundig, aus
gesprochen, erklärt, z. B. ein -er Favorit
delklaslsielren* (aus fr. déclasser „in eine andere Klasse
einordnen“, zu classe, dies aus lat. classis „Volksklasse“):
1. einem Gegner eindeutig überlegen sein u. ihn überra
schend hoch besiegen (Sport). 2. von einer bestimmten so-
305
zialen od. ökonomischen Klasse in eine niedrigere gelan
gen (z. B. durch eine Wirtschaftskrise; Soziol.)
de kliina bel* (aus gleichbed. lat. declinabilis): beugbar
(von Wörtern bestimmter Wortarten). De|kli|nalti|on
die; -, -en (aus /at. declinatio „Beugung“, eigtl. „Abbie
gung, Abweichung“, zu declinare, vgl. deklinieren): 1. For
menabwandlung (Beugung) des Substantivs, Adjektivs,
Pronomens u. Numerales; vgl. Konjugation. 2. Abwei
chung, Winkelabstand eines Gestirns vom Himmelsäqua
tor (Astron.). 3. Abweichung der Richtungsangabe der
Magnetnadel [beim Kompass] von der wahren (geografi
schen) Nordrichtung. Delklilnaltor der; -s, ...oren (zu
t...or>: Gerät zur Bestimmung [zeitlicher Änderungen]
der Deklination (2). deklinatolrisch: abweichend, ab
lenkend. Delklilnaltolrilum das; -s, ...ien [,,,iən] (zu
t. ..ium>: svw. Deklinator. de kli nie ren (aus lat. decli
nare „ablenken, beugen“): Substantive, Adjektive, Prono
men u. Numeralia in ihren Formen abwandeln, beugen;
vgl. konjugieren. Delklilnolgraf, auch ...graph der; -en,
-en (zu î...graf>: Gerät zum selbsttätigen Aufzeichnen der
Deklination der Magnetnadel beim Kompass. De|kli|nomelter das; -s, - (zu t’...meter): svw. Deklinator
delkliv* (aus gleichbed. lat. declivis zu Tde... u. clivus „Hü
gel, Anhöhe“): (veraltet) abschüssig, geneigt. Delklilvität [,..v...] die; - (aus lat. declivitas, Gen. declivitatis „Ab
schüssigkeit“): (veraltet) Neigung einer Fläche
Delkolder vgl. Decoder. delko|d[e|ren vgl. decodieren.
Delkoldielrung vgl. Decodierung.
Delkokt das; -[e]s, -e (aus lat. decoctum „das Abgekochte“
zu decoquere „abkochen, einkochen“): Abkochung, Ab
sud (von Arzneimitteln)
Delkollelté [dekɔl'te:], auch Delkolleltee, Schweiz. Dé
colleté das; -s, -s (aus gleichbed. fr. décolleté zu décolleter
„den Ausschnitt machen“, dies zu dé- „von - weg“ u. collet
„Halskragen" (zu col „Hals“, dies aus lat. collum): tiefer
Ausschnitt an Damenkleidern, der Schultern, Brust od.
Rücken frei lässt. de|kolle|tie|ren (aus fr. décolleter;
vgl. Dekolleté): 1. mit einem Dekolleté versehen. 2. (ugs.)
bloßstellen. de|kolle|tiert (nach fr. décolleté(e)): tief
ausgeschnitten
De|ko|lo|ni|sa|tilon die;-, -en (zu tde... u. ÎKolonisation):
Entlassung einer t Kolonie aus der wirtschaftlichen, mili
tärischen u. politischen Abhängigkeit vom Mutterland.
de|ko|lo|ni|sie|ren (aus/r. décoloniser „entkolonialisie
ren“): eine Î Kolonie aus der politischen, wirtschaftlichen
u. militärischen Abhängigkeit des Mutterlandes freigeben
De|ko|lo|ralti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. decoloratio
zu decolorare, vgl. tdekolorieren): (veraltet) Entfärbung,
Verbleichung. de|ko|lo|r[e|ren (aus gleichbed. lat. deco
lorare): entfärben, ausbleichen. De|ko|lo|ri|me|ter das;
-s, - (aus fr. décolorimètre „Entfärbungsmesser“; vgl.
‘...meter): Gerät zur Bestimmung des Entfärbungsvermö
gens der Knochenkohle (Aktivkohle)
De|kom|pen|sa|ti|on die; -, -en (zu îde... u. ÎKompensa
tion): das Offenbarwerden einer latenten Organstörung
durch Wegfall einer Ausgleichsfunktion (Med.), delkompenlsielren: einen Organausfall nicht mehr ausgleichen
können (Med.)
delkomlpolnilbel (zu tde..., 1 komponieren u. T...ibel>:
zerlegbar, zersetziieh. de|kom|po|nie|ren: zerlegen,
auflösen [in die Grundbestandteile]. de|kom|po|sie|ren
(aus gleichbed. fr. décomposer): Muster auseinanderneh
men (in der Weberei). De|kom|po|si|tilon die; -, -en: 1.
Auflösung. 2. a) das Nachlassen einer Organfunktion; b)
Organschwund u. allgemeiner körperlicher Verfall bei
Säuglingen infolge schwerer Ernährungsstörung (Med.).
de|kom|po|si|to|risch: [geistig] zersetzend, zerstörend.
Delkomlpolsiltum das; -s, ...ta (zu lat. decompositus
„von einem zusammengesetzten Wort abgeleitet“): Neu
Dekoration
od. Weiterbildung aus einer Zusammensetzung (Î Kompo
situm), entweder in Form einer Ableitung, z. B. wetteifern
von Wetteifer, od. in Form einer mehrgliedrigen Zusam
mensetzung, z. B. Straßenbahnfahrplan
De|kom|pres|si|on* die; -, -en (zu tde... u. TKompression): 1. Druckabfall in einem technischen System. 2. [all
mähliche] Druckentlastung für den Organismus nach län
gerem Aufenthalt in Überdruckräumen (z. B. Taucherglo
cken). De|komlpres|si|gns|kam|mer die; -, -n: ge
schlossener Raum, in dem der Organismus nach längerem
Aufenthalt in Überdruckräumen allmählich vom Über
druck entlastet wird. De|kom|pres|si|ons|krank|heit
die: -: svw. Caissonkrankheit. de|kom|pres|siv: druck
entlastend (Techn.). de kom pri mielren: den Druck
von etwas verringern
Delkonldi|ti|o|na|ti|on die; -, -en (zu tde..., lat. conditio
(vgl. Kondition) u. t...ation): Verminderung der körperli
chen Leistungsfähigkeit (bes. bei Raumflügen) infolge
Schwerelosigkeit
de|kon|stru|ie|ren* (zu tde... u. tkonstruieren): zerlegen,
auflösen (z.B. einen Satz). De|kon|struk|tilon die; -,
-en: Zerlegung, Auflösung. Delkonlstrukltiïvislmus
der; -: 1. seit Mitte der 1980er-Jahre bestehende Richtung
in der Architektur, die, anknüpfend an den russ. Î Kon
struktivismus (1), durch die Auflösung traditioneller sta
tischer Verhältnisse u. den Zusammenstoß unterschiedli
cher Materialien, Räume u. Richtungen gekennzeichnet
ist. 2. überdisziplinäre Wissenschaftsströmung, die ein zu
kritisierendes Denksystem zunächst probeweise über
nimmt, um dann in dessen Nachvollzug die inneren Un
stimmigkeiten desselben aufzuzeigen
De|kon|ta|mi|na|ti|on die; - (aus gleichbed. engl. decon
tamination zu tde... u. tKontamination): a) Entgiftung,
Entfernung von î Neutronen absorbierenden Spaltproduk
ten aus dem Reaktor; b) Sammelbez. für alle Maßnahmen,
durch die für ein von atomaren, biol. od. ehern. Kampf
stoffen verseuchtes Objekt die Voraussetzungen geschaf
fen werden, dass Menschen u. Tiere ohne Schutzvorkeh
rungen wieder mit ihm in Berührung kommen dürfen; vgl.
...ation/...ierung; Ggs. ÎKontamination (2). dekonltami| nie Iren (nach engl. to decontaminate): eine Dekonta
mination (b) vornehmen, entgiften; Ggs. kontaminieren
(2). De|kon|talmi|nie|rung die; -, -en: das Dekontami
nieren; vgl. ...ation/...ierung
dekonvelnabel [,..v...J (zu Ide... u./r. convenable, vgl.
konvenabel): (veraltet) 1. ungelegen, unpassend, unbe
quem. 2. unschicklich
De|kon|zen|'tra|ti|gn* die; -, -en (zu tde... u. TKonzentra
tion): Zerstreuung, Zersplitterung, Auflösung, Vertei
lung; Ggs. TKonzentration (1). de|kon|zen|trie|ren:
zerstreuen, zersplittern, auflösen, verteilen; Ggs. tkon
zentrieren (1)
de konlzer tie ren (aus gleichbed. fr. déconcerter, eigtl.
„(die Harmonie einer Musik) stören“): (veraltet) aus der
Fassung bringen, verwirren
Delkor der, auch das; -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed. fr. dé
cor zu décorer, vgl. dekorieren): 1. farbige Verzierung,
Ausschmückung, Vergoldung, Muster auf etwas. 2. Aus
stattung [eines Theaterstücks od. Films], Dekoration. Dekolralteur [...'torn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. décora
teur): Fachmann, der die Ausschmückung von Innenräu
men, Schaufenstern usw. besorgt. Delkolralteulrin
[,..'t0:rin] r//e,' -, -nen: weibliche Form zu tDekorateur.
De|ko|ra|ti|on rfte; -, -en (unter Einfluss von gleichbed.
fr. décoration aus spätlat. decorado): 1. (ohne Plur.) das
Ausschmücken, Ausgestalten. 2. etwas, was als Schmuck,
Ausschmückung an, in etwas angebracht ist, Austattung.
3. Bühnenausstattung, Bühnenbild, [Film]kulisse. 4. a) Or
densverleihung, Dekorierung; b) Orden, Ehrenzeichen;
dekorativ
vgl. ...ation/...ierung. de ko ra tiv (nach gleichbed.fr. dé
coratif; vgl. ...iv): a) schmückend, [als Schmuck] wir
kungsvoll; b) die Theater-, Filmdekoration betreffend,
delkolrielren (unter Einfluss von fr. décorer aus lat. de
corare „zieren, schmücken“): 1. ausschmücken, künstle
risch ausgestalten. 2. jmdm. einen Orden verleihen. Dekolrielrungúüe;-, -en (zu Î ...ierung): 1. a) das Ausschmü
cken; b) Ausschmückung [eines Raumes]. 2. a) Verleihung
von Orden o. Ä. an Personen aufgrund besonderer Ver
dienste; b) Orden; vgl. ...ation/...ierung
Delkolrit® [auch ...rit] das; -s (Kunstw.): ein Kunststoff
De|kor|po|ra|ti|on die; -, -en (zu tde... u. ÎKorporation):
Entfernung radioaktiver Stoffe aus dem [menschlichen]
Organismus (Med.)
Deikort [de'ko:n, auch de'kɔrt] der; -s, Plur. -s u. (bei dt.
Ausspr.) -e (rückgebildet aus t dekortieren): 1. Abzug vom
Rechnungsbetrag, z.B. wegen schlechter Verpackung,
Mindergewicht, Qualitätsmangel. 2. Preisnachlass [im Ex
portgeschäft]. delkorltielren (unter Einfluss von fr.
court u. zZ. corto „kurz“ aus lat. decurtare „kürzen“; vgl.
Decourt) : einen bestimmten Betrag von der Rechnung we
gen schlechter Beschaffenheit der Ware abziehen
Delkoijtilkaltilon die: -, -en (aus lat. decorticatio „das Ab
schälen der Rinde“ zu decorticare „entrinden, abschä
len“, dies zu Ide... u. cortex „Rinde“): operative Abschä
lung einer entzündlichen Schwarte (z.B. im Bereich des
Brustfeldes od. der Hirnrinde; Med.)
De ko rum das; -s (aus lat. decorum, substantiviertes Neu
trum von decorus „geziemend, schicklich“): äußerer An
stand, Schicklichkeit. Delkolstoff der; -[e]s, -e: Kurz
form von Dekorationsstoff
delkoulronlnielren [deku...] (aus gleichbed. fr. découron
ner zu dé- „von-weg“ u. couronner „krönen“, dies zu cou
ronne „Krone“ aus gleichbed. lat. corona): (veraltet) ent
thronen
de|kre|di|tie|ren* (aus gleichbed. fr. décréditer zu dé„von - weg“ u. créditer, dies zu crédit „Darlehen“, vgl.
'Kredit): (veraltet) den Ruf od. das Ansehen herabsetzen,
um den Ruf od. das Ansehen bringen
Delkrelment* iZas; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. decremen
tum zu decrescere „im Wachstum abnehmen“) : 1. Vermin
derung, Verfall. 2. das Abklingen von Krankheitserschei
nungen. 3. Îlogarithmisches Dekrement; Ggs. 1 Inkre
ment. dekrementieren (zu tde... u. lat. crementare
„wachsen machen ; an Wachstum zunehmen“) : einen Zäh
ler od. eine Programmgröße um einen Wert verringern
(EDV); Ggs. Îinkrementieren
dekrepit* (aus gleichbed. fr. décrépit, eigtl. „gebrech
lich“, dies aus lat. decrepitus „altersschwach“ zu crepare
„bersten, platzen“): abgelebt, alt, schwach, verbraucht
(bes. Med.). De|krelpi|talti|on die; -, -en (zu Zat. decre
pitus (vgl. dekrepit) u.t...ation): das Zerplatzen von Kris
tallen beim Erhitzen, verbunden mit Knistern und Austritt
von Wasserdampf. delkrelpi tielren (zu t...¡eren): unter
Austritt von Wasserdampf zerplatzen (von Kristallen)
De|kre|scen|do* [...'Jendo] vgl. Decrescendo. Delkreszenz die; -, -en (aus lat. decrescentia „Abnahme“ zu de
crescere „im Wachstum abnehmen“): 1. (fachspr.) Abnah
me. 2. allmähliche Tonabschwächung (Mus.)
Delkret* das: -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. decretum, sub
stantiviertes Part. Perf. (Neutrum) von decernere „ent
scheiden“; vgl. Dezernat): Beschluss, Verordnung, be
hördliche, richterliche Verfügung. Delkreltalle das; -,
...lien [,,,iən] od. die; -, -n (meist Plur.) (aus mlat. decreta
les (epistulae) „Erlasse in Briefform“ zu spätlat. decretalis
„ein Dekret enthaltend“): päpstl. Entscheidung in kirchli
chen Einzelfragen (bis 1918 Hauptquelle des kath. Kir
chenrechts, heute nur in Bezug auf das kath. 1 Dogma u.
die TKanonisation). Delkreltallist der; -en, -en (zu
306
T...ist) : svw. Dekretist. delkreltielren (über gleichbed.fr.
décréter aus mlat. decretare „beschließen, verordnen“,
dies zu lat. decretum, vgl. Dekret): verordnen, anordnen.
Delkreltisti/er; -en, -en (aus gleichbed. mlat. decretista):
mittelalterlicher Lehrer des [kath.] Kirchenrechts, dekreltolrisch (aus gleichbed. lat. decretorius): (veraltet)
entscheidend. Delkreltur rfze; -, -en (zu t...ur); (veraltet)
kurze Entscheidung od. Verfügung
de|kro|chie|ren* [--ʃ...] (aus gleichbed. fr. décrocher zu
dé- „von - weg“ u. crocher „anhaken“, dies zu croc „Ha
ken“, weitere Herkunft unsicher): (veraltet) loshaken
delkrotltielren* (aus gleichbed. fr. décrotter zu dé- „vonweg“ u. crotter „beschmutzen“): (veraltet) reinigen, ab
bürsten
Delkrusltaltilon* die; - (zu îde..., lat. crusta „Kruste, Rin
de, Schale“ u. Î...ation): Abschälung, delkrusltielren
(zu T...ieren): abschälen
delkrypltielren* (zu 1 de..., gr. kryptós „versteckt, verbor
gen“ u. f,,,ieren): einen Geheimtext ohne Kenntnis des
Schlüssels in den Klartext umzusetzen versuchen
De|ku|bi|tus u. Decubitus [...k...] der; - (aus spätlat. decu
bitus, substantiviertes Part. Perf. von decumbare „bettlä
gerig werden“ aus lat. decumbare „sich niederlegen“): das
Wundliegen, Druckbrand als Folge langen Liegens (Med.)
de|kul|pie|ren (zu Tde... u. Tkulpieren): (veraltet) beschul
digen
Delkulmaltenlland, Delku mat land das; -[e]s (nach
lat. agri decumates „Zehntland“ (Äcker, von denen der
Zehnte, lat. decuma [pars], bezahlt werden musste)): vom
Î Limes (1) eingeschlossenes altröm. Kolonialgebiet zwi
schen Rhein, Main und Neckar
delkulpielren (aus gleichbed. fr. découper zu dé- „vonweg“ u. coup „Schnitt“, vgl. Coup): aussägen, ausschnei
den (z.B. Figuren mit der Laubsäge). Delkulpierlsälge
die; -, -n: Schweif-, Laubsäge
Delkulplett* das; -s, -s (zu engl. decuple „zehnfach“ (dies
aus gleichbed. lat. decuplus), Analogiebildung zu t Multi
plet!): Zusammenfassung von zehn Werten einer physik.
Größe (z. B. der Energie von atomaren Systemen) od. von
zehn physik. Objekten (z.B. Spektrallinien)
Delkulrie [...io] die; -, -n (aus gleichbed. lat. decuria zu de
cem „zehn“): a) [Zehner]gruppe als Untergliederung des
Senats od. des Richterkollegiums im Rom der Antike; b)
Unterabteilung von zehn Mann in der altröm. Reiterei.
Delkulrio der; Gen. -s u. ...onen, Plur. ...onen (aus gleich
bed. lat. decurio): a) Mitglied einer Dekurie (a); b) Anfüh
rer einer Dekurie (b)
Delkurs der; -es, -e (aus gleichbed. lat. decursus zu decur
rere „ablaufen, herablaufen“): Ablauf, Verlauf. De|kur7
silon die; -, -en (aus gleichbed. lat. decursio): das Herab
laufen, das Abwärtslaufen, delkurlsiv (zu Î ...iv): abwärts
laufend
De|kus|sa|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. decussatio
zu decussare „kreuzweise (in der Form eines X) abtei
len“): kreuzweise Überschneidung (z.B. von sensiblen
Nervenfasern; Med.), delkuslsiert (zu T...iert): kreuz
weise gegenständig, d.h. sich kreuzweise abgestuft in Paa
ren gegenüberstehend (von der Blattstellung bei Pflanzen)
Delkulvert [...ve:j] das; -s, -s (ausfr. découvert, eigtl. „auf
gedeckt“, Part. Perf. von découvrir, vgl. dekuvrieren):
Wertpapiermangel an der Börse (Wirtsch.). dekulvrieren* (aus fr. découvrir „ab-, aufdecken“, dies aus lat. dis
cooperire „enthüllen“): jmds., einer Sache wahren Cha
rakter, wahres Wesen erkennbar machen; entlarven
Dellalbrelment* [...... 'ma:] das -s, -s (aus gleichbed. fr. dé
labrement zu délabrer, vgl. delabrieren): (veraltet) Zerrüt
tung, Verfall, dellalbrielren (aus gleichbed. fr. délabrer
zu provenzal. deslabra „zerstören“, weitere Herkunft un
sicher): (veraltet) zerstören, zugrunde richten
307
[auch ...sit] der; -s, -e <nach dem franz. Mi
neralogen G. Delafosse (f 1878) u. zu T2...it>: ein schwar
zes, traubiges Mineral
Déliai [de'lɛ:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. délai, dies ver
mutlich zu lat. dilatus, Part. Perf. von différé „aufschie
ben, verzögern“): (veraltet) Aufschub, Bedenkzeit, Frist
Dellaislselment [delɛsə mä:] das; -s (aus gleichbed. fr. dé
laissement zu délaisser „hilflos zurücklassen; überlas
sen“): (veraltet) 1. Überlassung. 2. Hilflosigkeit, Verlas
senheit
Dellalmilnaltilon die; -, -en (zu 1 de..., lat. lamina „Blatt“
u. t...ation>: Entstehung des inneren Keimblattes (bei der
tierischen Entwicklung) durch Querteilung der Blastula
zellen (vgl. Blastula) u. damit Abspaltung einer zweiten
Wandzellschicht (Biol.)
De lan telra die; -, -s (aus gleichbed. span, delantera zu de
lante „vor, voran, voraus“): Vorderseite, erste Reihe, bes.
erste Sitzreihe bei Stiergefechten. Dellanltelro der; -s, -s
(aus gleichbed. span, delantero): Vorreiter (bes. bei Stier
gefechten)
dellarldielren (aus gleichbed. fr. délarder zu dé- „von weg“ u. lard „Speck“): den Speck entfernen (Gastr.)
Dé las se ment [delaso'mä:] das; - (aus gleichbed. fr. dé
lassement zu délasser, vgl. delassieren): (veraltet) Erho
lung. de|las|sie|ren (aus gleichbed. fr. délasser zu dé„von- weg“ u. las „müde, matt“, dies aus gleichbed. lat.
lassus): (veraltet) sich erholen
Dellat der; -en, -en (aus lat. delatus, substantiviertes Part.
Perf. zu deferre „überbringen, melden, anzeigen“, eigtl.
„wegtragen“): (veraltet) jmd., der zu einer Eidesleistung
verpflichtet wird. Dellaltilon die; -, -en (aus lat. delatio
„Anzeige, Anklage“): (veraltet) 1. [verleumderische] An
zeige. 2. Übertragung, Anfall einer Erbschaft. 3. früher
durch das Gericht auferlegte Verpflichtung zur Eidesleis
tung vor einem Richter (Rechtsw.); Ggs. ÎRelation (4).
de la to risch (zu lat. delator „Ankläger, Denunziant“):
(veraltet) verleumderisch
Dellayed Re ac tion [dɪleɪd rfækʃən] die; - -, - -s (aus
gleichbed. engl. delayed reaction, eigtl. „verzögerte Reak
tion“): die mit zeitlicher Verzögerung eintretende Reakti
on auf bestimmte Reize (Psychol.)
dellelaltur (.lat.; „es möge getilgt werden", 3. Pers. Konj.
Präs. Passiv von delere „zerstören, vernichten"): Korrek
turanweisung, dass etwas gestrichen werden soll; Abk.:
del.; Zeichen (Druckw.). Dellelaltur das; -s, -: das Til
gungszeichen (Druckw.)
De le gat der; -en, -en (aus mlat. delegatus „Bevollmäch
tigter“ zu lat. delegare, vgl. delegieren; vgl. Legat): Bevoll
mächtigter; Apostolischer Delegat: Bevollmächtigter des
Papstes ohne diplomatische Rechte; vgl. Nuntius. Dellegaltilon die; -, -en (aus spätlat. delegatio „Beauftragung,
Vollmacht“): 1. Abordnung von Bevollmächtigten, die
meist zu [polit.] Tagungen, zu Konferenzen usw. entsandt
wird. 2. Übertragung von Zuständigkeiten, Leistungen,
Befugnissen (Rechtsw., Wirtsch.); vgl. ...ation/...ierung.
De le ga tur die; -, -en (Substantivierung von lat. delega
tur „er wird beauftragt“, 3. Pers. Präs. Passiv von delega
re, vgl. delegieren): Amt od. Amtsbereich eines Apostoli
schen Delegaten
de leige felrenlda (lat.; „vom zu schaffenden Recht“):
vom Standpunkt des zukünftigen Rechts aus. de leige la
ta (lat. ; „vom geschaffenen Recht“): vom Standpunkt des
geltenden Rechts aus
dellelgielren (aus lat. delegare „beauftragen, hinsenden“
zu fde... u. legare „entsenden“, eigtl. „eine gesetzliche
Verfügung treffen“): 1. jmdn. abordnen. 2. a) Zuständig
keiten, Leistungen, Befugnisse übertragen (Rechtsw.); b)
eine Aufgabe auf einen anderen übertragen. Delegier
te dervt. die; -n, -n (zu f...iert): Mitglied einer Delegation
Dellalfoslsit
delineavit
(1). De lelgielrung die; -, -en (zu t...ierung): svw. Dele
gation (2); vgl. ...ation/...ierung
dellekltalbel (aus lat. delectabilis „wohlschmeckend, er
götzlich“): (selten) genussreich, ergötzlich. dellekltieren (aus gleichbed. lat. delectare): ergötzen; sich delektie
ren: sich gütlich tun
De|le|ni|ment das; -s, -s (aus gleichbed. lat. delenimentum
zu delenire, vgl. delenieren): (veraltet) Beruhigungsmittel.
de|le|nie|ren (aus gleichbed. lat. delenire zu tde... u. le
nire „lindern“): (veraltet) beruhigen, besänftigen
Delleslsit [auch ...sit] der; -s, -e (nach dem franz. Minera
logen u. Geologen A. Delesse (1817-1881) u. zu f2...it>: zu
den 2Chloriten gehörendes, sehr eisenreiches Mineral
delleltär (nach gleichbed. fr. délétère, dies aus gr. dêlêtêrios) : tödlich, verderblich (Med.)
Delleltilon die; -, -en (aus lat. deletio „Vernichtung“ zu de
lere „zerstören, vernichten“): 1. Verlust eines mittleren
Chromosomenstückes (Biol.). 2. Tilgung sprachlicher Ele
mente im Satz, z. B. die Weglassprobe zur Feststellung der
Î Valenz von Verben (Sprachw.)
Del fin vgl. Delphin. Dellfilnalrilum vgl. Delphinarium.
Del|fi|nin vgl. Delphinin. Dellfi no lo ge vgl. Delphino
loge
De|lilbe|ra|ti|on die: -, -en (aus gleichbed. /at. deliberatio
zu deliberare, vgl. deliberieren): Beratschlagung, Überle
gung. Dellilbelraltilonslfrist die; -, -en: a) Bedenkzeit,
Überlegungsfrist; b) bes. im röm. Recht dem Erben ge
setzte Frist zur Entscheidung über Annahme oder Ableh
nung einer Erbschaft. De|li|belra|tiv|stim|me die: -, -n
(zu/ar. deliberativus „überlegend, beratend“): eine nur be
ratende, aber nicht abstimmungsberechtigte Stimme in ei
ner politischen Körperschaft; Ggs. f Dezisivstimme. delibelrieren (aus gleichbed. ißt. deliberare): überlegen,
beratschlagen
Dellilcious [dflɪʃəs], Deili cilus [deli:tsiʊs] der; -, - (zu
engl. delicious (latinisiert delicius) „wohlschmeckend,
köstlich“, dies über altfr. delicieus (fr. délicieux) aus v«igärlat. deliciosus; vgl. Delizius): Kurzform von ÎGolden
Delicious
De|li|ga|ti|on die; -, -en (zu lat. deligare „anbinden, verbin
den“ u. Î ...ation): Verband, Unterbindung (z. B. eines blu
tenden Gefäßes; Med.)
dellilkat (über fr. délicat aus lat. delicatus „reizend, fein;
luxuriös; schlüpfrig“): 1. auserlesen fein; lecker, wohl
schmeckend; Ggs. Tindelikat. 2. zart [fühlend], zurück
haltend, behutsam. Ggs. tindelikat. 3. wählerisch, an
spruchsvoll. 4. Diskretion erfordernd, nur mit Zurückhal
tung, mit Takt zu behandeln, durchzuführen. Dellilkates se die; -, -n (aus gleichbed. fr. délicatesse, dies aus it.
delicatezza): 1. Leckerbissen; Feinkost. 2. (ohne Plur.)
Zartgefühl
Dellikt das; -[e]s, -e (aus lat. delictum „Verfehlung“, eigtl.
Part. Perf. Passiv (Neutrum) von delinquere, vgl. delin
quent): ungesetzliche Handlung, Straftat
Dellilmi|ta|ti|on die; -, -en (aus vulgärlat. delimitatio „Ab
grenzung“ zu lat. delimitare, vgl. delimitieren): 1. (veral
tet) Grenzberichtigung. 2. Zergliederung sprachlicher
Einheiten in die konstituierenden Elemente (Sprachw.).
dellilmiltaltiv (zu T...iv>: zur Abgrenzung dienend, bes.
zur Abgrenzung von Î Morphemen gegenüber Wörtern.
de|li|mi|tie|rer> (aus vulgärlat. delimitare „abgrenzen“
zu fde... u. lat. limes „Grenze, Grenzwall“): (veraltet)
Grenzen berichtigen
De|li|ne|a|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. delineatio zu
delineare, vgl. delineieren): (veraltet) a) Entwurf; b) [Umriss]zeiehnung, Grundriss, dellilnelalvit [...vit] (lat.; „hat
[es] gezeichnet“, 3. Pers. Perf. von delineare, vgl. delineie
ren): in Verbindung mit dem Namen Angabe des Künst
lers, Zeichners, bes. auf Kupferstichen ; Abk.: del., delin.
D
delineieren
<aus lat. delineare „im Abriss darstellen,
zeichnen“): (veraltet) entwerfen, zeichnen
dellinlquent (aus lat. delinquens, Gen. delinquentis „feh
lend“, Part. Präs, von delinquere „ermangeln, fehlen“,
eigtl. „hinter dem erwarteten Verhalten Zurückbleiben“):
straffällig, verbrecherisch. Dellinlquent der; -en, -en:
jmd., der straffällig geworden ist. Dellinlquenltin die; -,
-nen: weibliche Form zu TDelinquent. Deilin quenz die;
- (zu T...enz): Straffälligkeit
Dellir das; -s, -e: Kurzform von Î Delirium, dellilrant (aus
lat. delirans, Gen. delirantis, Part. Präs, von delirare, vgl.
delirieren): das Delirium betreffend; in der Art des Deli
riums; deliranter Zustand: svw. Delirium. Dellilrant der;
-en, -en (zu f...ant): vom Delirium Gezeichneter, dellirielren (aus lat. delirare „verrückt sein“, eigtl. „(von der
geraden Linie) abweichen“): irre sein, irrereden (Med.).
de|li|ri|ös (zu T...ÖS): mit Delirien verbunden (Med.).
De|li|ri|um das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. lat. deli
rium zu delirus „irre, wahnwitzig“): Bewusstseinstrübung
(Verwirrtheit), verbunden mit Erregung, Sinnestäuschun
gen u. Wahnideen. De|li|ri|um trelmens das; - - (zu lat.
tremens, Part. Präs, von tremere „zittern“): durch Alko
holentzug (bei Trinkern) ausgelöste Psychose, die durch
Bewusstseinstrübung, Halluzinationen o.Ä. gekennzeich
net ist
dellisch; in der Wendung delisches Problem (nach einem
würfelförmigen Altar des Apollon auf Delos, der aufgrund
eines Orakels von den Griechen als Sühne verdoppelt wer
den sollte) : die nicht lösbare Aufgabe, nur mithilfe von Zir
kel u. Lineal die Kantenlänge eines Würfels zu bestimmen,
der das doppelte Volumen eines gegebenen Würfels haben
soll
Dellilvelry Orlder [dɪ'hvərɪ 'ɔ:də] die; - -, - -s (aus gleich
bed. engl. delivery order zu delivery „Lieferung“ u. order
„Anordnung“ ) : Auslieferungsschein
dellilvrielren* (aus gleichbed. fr. délivrer, dies aus spätlat.
deliberare zu lat. liber „frei“): (veraltet) a) befreien, erlö
sen; b) ausliefern
delli|zilös (aus fr. délicieux „köstlich“, dies aus lat. delicio
sus „weichlich, verwöhnt“): sehr schmackhaft. Dellilzius der; -, - (latinisierte Form von engl. delicious „wohl
schmeckend, köstlich“; vgl. Delicious): svw. Golden De
licious
Del kre de re* das; -, - (aus it. del credere „(Bürgschaft)
des Glaubens“): 1. Haftung für den Eingang einer Forde
rung. 2. Wertberichtigung für voraussichtliche Ausfälle
von Außenständen. Del|kre|de|re|fonds [...fö:] der; [...fö:(s)J, - [,,,fð:s] : Rücklage zur Deckung möglicher Ver
luste durch ausstehende Forderungen
de|lo|gie|ren [,,,'ʒi:...] (aus gleichbed. fr. déloger zu dé„von-weg“ u. loge, vgl. Loge): 1. (bes. österr.) jmdn. zum
Auszug aus einer Wohnung veranlassen. 2. (veraltet) ab
marschieren, aufbrechen. De|lo|gie|rung
-, -en (zu
t...ierung): (bes. österr.) Ausweisung aus einer Wohnung
De|lolka|li|sie|rung ¿re; - (zu îde..., Îlokalisieren u. Î ...ierung): Eigenschaft von bindenden Elektronen, über ein
ganzes Bindungssystem od. einen Kristall statistisch ver
teilt zu sein (Kernphys.)
de lo mprph (zu gr. délos „einleuchtend, offenbar“ u.
Î...morph): deutlich begrenzt u. gut färbbar (von Zellen;
Med.)
dellolyal* [deloa'ja:l] (aus gleichbed. fr. déloyal zu dé„von - weg“ u. Îloyal): (veraltet) nicht loyal, unredlich.
DeIIo|ya|li|tät [...jali...] die;- : (veraltet) Untreue, Unred
lichkeit
'Dellphin, auch Delfin der; -s, -e (aus lat. delphinus „Del
phin“, dies aus gr. delphis, Gen. delphinos, wohl zu delphÿs „Gebärmutter“ (nach der Körperform des Tieres)):
eine Walart. "Dellphin, auch Delfin das; -s (nach den
dellilnelielren
308
Schwimmbewegungen des 'Delphins): Delphinschwim
men (spezieller Schwimmstil). Dellphilnalrilum, auch
Delfinarium das; -s, ...ien [,,,iən] (zu î...arium): Anlage
mit großem Wasserbecken, in dem Delphine gehalten u.
vorgeführt werden. Dellphilnin, auch Delfinin das; -s (zu
t. ..in (1)): Alkaloid aus dem Samen einer Ritterspornart,
das zu Arzneizwecken verwendet wird. Dellphilnolloge, auch Delfinologe der; -n, -n (zu t.Joge): Fachmann,
der das Verhalten der Delphine wissenschaftlich unter
sucht
dellphisch (aus gleichbed. gr. delphikós, nach der altgriech. Orakelstätte Delphi): doppelsinnig, rätselhaft
[dunkel]
’Dellta das; -[s], -s (aus gleichbed. gr. délta): vierter Buch
stabe des griech. Alphabets: ʌ, 5. "Del ta das; -s, Plur. -s
u. ...ten (aus gr. Délta, urspr. „Mündungsgebiet des Nils“
(weil es die Form eines großen 'Deltas aufweist)): fächer
förmiges, mehrarmiges Mündungsgebiet eines Flusses.
3Del|ta das; -[s], -s (zu t 'Delta): dreieckförmiges Gebilde
in der Papillarlinienzeichnung, wichtiges Kennzeichen bei
daktyloskopischen Untersuchungen. Dellta... (zu T'Del
ta): Wortbildungselement zur Kennzeichnung einer Ab
stufung. Delltalagens das; -, Plur. ...agenzien [-iən],
fachspr. auch ...agentia (zu TDelta... u. ÎAgens): inkom
plettes Virus, das erst durch Kontakt mit HepatitisB-Oberflächenantigen vermehrungsfähig wird (Med.).
Del|talal|ko|ho|li|ker a’er; -s, Gewohnheitstrinker mit
physischer Abhängigkeit, aber ohne Kontrollverlust. Delta|he|pa|ti|tis dze; -, ...itiden: besondere Form der THe
patitis, die durch das t Deltaagens hervorgerufen wird.
Delltalmeltall das; -s, -e: besondere, im Maschinenbau
verwendete Messinglegierung von hoher Festigkeit. Delta strahllen, ö-Strah len die (Plur.): beim Durchgang
radioaktiver Strahlung durch Materie freigesetzte Elek
tronenstrahlen. Delltalvilrus [...v...] das, auch der; -, ...vi
ren: svw. Deltaagens. Delltalwelllen die (Plur.): im
t Elektroenzephalogramm
auftretende wellenförmige
Kurven bei einer Frequenz von 0,5 bis 3,5 Hertz, delltoid, deltoidisch (aus gleichbed. gr. deltoeides; vgl. ...oid):
(veraltet) dreieckig, die Form des großen griech. Buchsta
bens Delta (A) aufweisend; vgl. -iseh/-. Del to id das;
-[e]s, -e: a) 1 konkaves Viereck aus zwei Paaren gleich lan
ger benachbarter Seiten, von denen ein Paar einen über
stumpfen Winkel bildet u. dessen Diagonalenschnittpunkt
außerhalb des Vierecks liegt; b) Drachenviereck. Delltoiddodekaeder das; -s, -: Kristallform mit 12 Deltoiden. Del to id iko si te tra eder* das; -s, -: Kristall
form mit 24 Deltoiden. deɪtoildiseh vgl. deltoid
de|lu|die|ren (aus gleichbed. lat. deludere, eigtl. „herab
spielen“): (veraltet) a) verspotten; b) hintergehen, täu
schen. Dellulsilon die; -, -en (zu lat. delusus, Part. Perf.
von deludere (vgl. deludieren), u. î ’...ion): a) Verspottung;
b) Hintergehung, Täuschung. de|lu|so|risch: a) verspot
tend; b) jmdn. hintergehend, täuschend
de luxe [da'lyks] (aus gleichbed. fr. de luxe; vgl. Luxus):
hervorragend
ausgestattet,
mit
allem
Luxus.
De-Iuxe-Auslstat|tung die; -, -en: Luxusausstattung
Dellylsid das; -s (Kunstw.): Handelsname für Lysergsäurediäthy'lamid (LSD)
dem.... Dem... vgl. demo..., Demo... Delmalgolge* der;
-n, -n (aus gleichbed. gr. demagogos, eigtl. „Volksführer“,
zu demos „Volk“ u. agögös „führend“ (dies zu ägein „füh
ren, treiben“)): (oft abwertend) jmd., der andere politisch
aufhetzt, durch leidenschaftliche Reden verführt; Volks
verführer. Delmalgolgie* áte; - (aus gleichbed. gr. dema
gogia): (abwertend) Volksaufwieglung, Volksverführung,
politische Hetze, delmalgglgisch* (aus gleichbed. gr.
demagögikös, eigtl. „staatsmännisch“): (abwertend) auf
wiegend, hetzerisch, Hetzpropaganda treibend
309
das; -s, -s (aus gieichbed.
fr. démanchement zu îdémancher): das Übergreifen der
linken Hand beim Klavierspiel (Mus.). dé man cher [demäje] (fr.; eigtl. „übergreifen“, zu manche „Griffbrett“):
Bez. für das Wechseln der Lage beim Spielen von Streich
instrumenten u. das Kreuzen der Hände beim Klavierspiel
Delmand [dɪ'mɑ:nd] der; -s (aus engl. demand „Forderung,
Verlangen“, dies aus (mittel)fr. demande zu demander, vgl.
Demande): der Bedarf, der am Markt auftritt u. dem An
gebot gegenübersteht, Nachfrage (Wirtsch.). De mande
[da'mâ:d] die: -, -s (aus gieichbed. fr. demande zu deman
der „bitten, fordern“, dies aus lat. demandare „anvertrau
en; übertragen“): (veraltet) Antrag, Bitte, Forderung
Delmant [auch de'mant] der; -[e]s, -e < Nebenform von Dia
mant): (gehoben) svw. Diamant
de|man|te|lie|ren (aus gieichbed. fr. démanteler zu dé„von - weg“ u. manteau „Mantel, Gesims”, dies aus lat.
mantellum „Hülle, Decke“): (veraltet) die Stadtbefesti
gungsanlagen, -mauern schleifen, niederreißen (Mil.)
de|man|ten (zu tDemant): (gehoben) svw. diamanten.
Delmanltolid der; -[e]s, -e (zu t...oid): ein grünes, durch
sichtiges Mineral
Delmarch* der; -en, -en (aus gieichbed. gr. demarchos):
Vorsteher des Î Demos in altgriech. Gemeinden
Delmarlche [de'marʃ(ə)] die; -, -n [...Jn] (aus fr. démarche
„Schritt, Maßregel“ zu marcher „gehen, schreiten“): di
plomatischer Schritt, mündlich vorgetragener diplomati
scher Einspruch
De|mar|chi_e* die; -, ...ien (aus gieichbed. gr. demarchia):
Amt u. Bezirk eines ÎDemarchen
De|mar|kalti|ond/e; -, -en (aus gieichbed. fr. démarcation,
dies aus span, demarcación zu demarcar, vgl. demarkie
ren): a) Abgrenzung; b) scharfe Abgrenzung kranken Ge
webes von gesundem (Med.). Delmar|ka|ti|gns|li|nie
die; -, -n (nachfr. ligne de démarcation): zwischen Staaten
vereinbarte vorläufige Grenzlinie
Delmarlkelting das; - (zu îde... u. ÎMarketing): Bez. für
Marketingaktivitäten, die die Nachfragen nach bestimm
ten Gütern verringern soll
de|mar|kie|ren (über fr. démarquer aus gieichbed. span.
demarcar zu marca „Kennzeichen, Grenzgebiet“, dies aus
dem Germ.; vgl. markieren): abgrenzen, die Grenzen ab
stecken
delmaslkielren (aus gieichbed. fr. démasquer zu dé„von- weg“ u. masque, vgl. Maske): a) die Maske abneh
men; sich -: seine Maske abnehmen; b) jmdn. entlarven
(z. B. in Bezug auf dessen schlechte Absichten); sich -: sein
wahres Gesicht zeigen
Delmaltelrilallilsaltilon die; -, -en (zu îde... u. ÎMateria
lisation, eigtl. „Entstofflichung“): Auflösung eines kör
perhaften Gegenstandes bis zur Unsichtbarkeit (Parapsychol.); Ggs. T Rematerialisation
Delmemlbrelment* [demäbra'mä:] das; -s, -s (aus gieich
bed. fr. démembrement zu démembrer, vgl. demembrieren): (veraltet) a) Zergliederung, Zerstückelung; b) Ver
einzelung. de|mem|brie|ren [dement...] (aus gieichbed.
fr. démembrer zu dé- „von - weg“ u. membre „Glied, Mit
glied; Teil“, dies aus gieichbed. lat. membrum); (veraltet)
zergliedern
Delmen: Plur. von ÎDemos
Delmelnagelment [demenaʒ'ma:] das; -s, -s (aus gieich
bed. fr. déménagement zu déménager, vgl. demenagieren):
(veraltet) Umzug, Wohnungswechsel, delmelnalgielren
[...'ʒi:...] (aus gieichbed. fr. déménager zu dé- „von- weg“
u. ménage, vgl. Menage): (veraltet) ausziehen, ausräumen
del ment (aus lat. demens, Gen. dementis „unvernünftig,
wahnsinnig“): an Demenz leidend (Med.). Delmenlti
das; -s, -s (aus gieichbed. fr. démenti zu démentir, vgl. de
mentieren) : offizielle Berichtigung od. Widerruf einer Be
Delman|che|ment [demaʃə'ma:]
demissionieren
hauptung od. Nachricht. Delmenltia die; -, ...tiae [...tie]
(aus lat. dementia „Geistesschwäche“): svw. Demenz.
Demenltia prae cox [- prɛ:kɔks] die; - (zu lat. praecox
„frühzeitig (auftretend)“): Jugendirresein (Med.). De
menltia selnillis die; - - (zu lat. senilis „greisenhaft, al
tersschwach“): altersbedingter Intelligenzdefekt, Alters
schwachsinn (Med.), delmenltielren (aus fr. démentir
„für falsch erklären, bestreiten“ zu dé- „von - weg“ u.
mentir „lügen“, dies aus gieichbed. lat. mentiri): eine Be
hauptung od. Nachricht offiziell berichtigen od. widerru
fen. Delmenz die; -, -en (aus lat. dementia „Geistes
schwäche“ zu 1 de... u. mens „Verstand, Geist“): erworbe
ner Schwachsinn, auf organischen Hirnschädigungen be
ruhende dauernde Geistesschwäche
Delmelrititer; -en, -en (zu mlat. demeritus, Part. Perf. von
demerere „sich vergehen; gewinnen“, dies aus lat. deme
rere „verdienen“): straffällig gewordener Geistlicher, der
wegen dieses Vergehens für einige Zeit od. für immer sein
kirchliches Amt nicht ausüben kann
De|mer|si|on die; -, -en (aus gieichbed. lat. demersio zu de
mergere „versenken“): (veraltet) Versenkung
De meu ble ment* [demoblə'ma:] das; -s, -s (aus gieich
bed. fr. démeublement zu démeubler, vgl. demeublieren):
(veraltet) das Ausräumen der Wohnung, delmeulblieren [demo...] (aus gieichbed. fr. démeubler zu dé- „vonweg“ u. meubler, vgl. möblieren): (veraltet) ausräumen
delmeulrielren [dəmæ...] (aus gieichbed. fr. demeurer,
dies über mlat. demorari „abhalten“ aus lat. demorari
„(ver)zögern“): (veraltet) bleiben, verweilen
Delmilchef de Rang [dəmi'ʃɛf də rä:] der; —, -s [...'ʃɛf] - (aus gieichbed. fr. demi-chef de rang): den Stationskellner
unterstützender Kellner, der die Bestellung aufgibt u.
bongt (Gastr.). De mi glace* [dəmi'glas] das: - (aus
gieichbed. fr. demi-glace zu demi „halb“ u. glace „Eis“,
dies zu lat. glacies „Eis“): (veraltet) Halbgefrorenes
De|mi|john ['de:midʒɔn] der; -s, -s (aus gieichbed. engl. de
mijohn, dies entstellt aus dame Jane, Lehnübersetzung
von fr. dame-jeanne „große Korbflasche“, eigtl. „Frau Jo
hanna“): Korbflasche
delmilliitalrilsielren (aus gieichbed. fr. démilitariser zu
dé- „von - weg“ u. militariser, vgl. militarisieren): entmi
litarisieren
De|mi|lune [demi’lyn] die; -, -s (aus gieichbed.fr. demi-lune
(eigtl. „Halbmond“) zu demi „halb“ u. lune „Mond“, dies
aus lat. luna): (veraltet) halbkreisförmiger Platz, halb
kreisförmige Schanze, Teil des Außenwerks einer Festung.
Delmilmonlde [dəmi'mð:d(ə)]
- (aus gieichbed. fr.
demi-monde, zu monde „Welt“): Halbwelt
De|mi|ne|ra|li|sa|ti|on die; - (zu îde... u. îMineralisati
on): 1. Verarmung des Körpers an Mineralien (z. B. Kalk-,
Salzverlust; Med.). 2. das Demineralisieren. deminera|li|sie|ren: die Minerale aus etwas entfernen
de|mi|nu|tiv usw. vgl. diminutiv usw.
De mi sang [dəmi'sa:] das; -[s], -s [... sä:s] (aus gieichbed.
fr. demi-sang zu demi „halb“ u. sang „Blut“, dies aus
gieichbed. lat. sanguis): (veraltet) Halbblut[pferd], demi-sec [dəmi'sɛk] (/?.): halbtrocken (Geschmacksbe
zeichnung für franz. Schaumwein)
Delmislsin das; -s (zu lat. demissus „gesenkt, herabhän
gend“ u. Î ...in (1)): Î Alkaloid der Wildkartoffel, das diese
resistent gegen den Kartoffelkäfer macht. De|mis|si|on
die; -, -en (aus gieichbed. fr. démission, dies aus lat. demis
sio „das Herablassen“ zu demittere „hinablassen“):
a) Rücktritt eines Ministers od. einer Regierung; b) (ver
altet) Entlassung eines Ministers od. einer Regierung. Demis si o när der; -s, -e (aus gieichbed. fr. démission
naire): (Schweiz., sonst veraltet) entlassener, verabschie
deter Beamter. de|mis|si|o|nie|ren (aus gieichbed. fr.
démissionner): 1. a) von einem Amt zurücktreten, seine
D
Demiteinte
Entlassung einreichen (von Ministern od. Regierungen);
b) (Schweiz.) kündigen. 2. (veraltet) jmdn. entlassen (von
Ministern)
Delmilteinte [dəmi'tɛ:t] die; - (aus gleichbed./r. demi-teinte
zu demi „halb“ u. teinte „Farbnuance, -Schattierung“, vgl.
Teint): (veraltet) Halbschatten
De|mi|urg der; Gen. -en u. -s (über lat. demiurgus aus
gleichbed. gr. démiourgós „Schöpfer“, dies zu dêmios „öf
fentlich“ u. érgon „Werk“, eigtl. „der öffentlich Wirken
de“): Weltbaumeister, Weltenschöpfer (bei Platon u. in der
tGnosis). deimiurgisch: zum Demiurgen gehörend, in
der Art eines Demiurgen
Delmilvierge [dəmi'vjɛrʒ] iZze; - (ausfr. demi-vierge „Halb
jungfrau“, Wortschöpfung des franz. Romanschriftstel
lers M. Prévost, 1862-1941): (in der Sexualwissenschaft)
Mädchen, das zwar sexuelle Kontakte, aber keinen Ge
schlechtsverkehr hat
'Delmo [auch 'dɛmo] die; -, -s: (ugs.) Kurzform von TDemonstration (1). 2Demo das; -s, -s: (Jargon) Kurzform
für Demonstrationsaufnahme (Musik- od. Videoaufnah
me zur Vorführung)
delmo..., Delmo..., vor Vokalen meist dem..., Dem... (aus
gr. demos „Volk, Volksmasse; Land, Staat“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Volk, Bevölkerung;
Staat“, z.B. Demokratie, Demökologie
De|mo|bi|li|sa|ti|on die; -, -en (aus gleichbed./r. démobi
lisation zu démobiliser, vgl. demobilisieren): a) Rückfüh
rung des Kriegsheeres auf den Friedensstand; Ggs. (Mo
bilisation (2); b) Umstellung der Industrie von Kriegs- auf
Friedensproduktion; vgl. ...ation/...ierung. de mo bi lisielren (aus gleichbed./r. démobiliser zu dé- „von- weg“
u. mobiliser, vgl. mobilisieren): a) aus dem Kriegszustand
in Friedensverhältnisse überführen; Ggs. Tmobilisieren
(1); b) die Kriegswirtschaft abbauen; c) (veraltet) jmdn.
aus dem Kriegsdienst entlassen. De|molbi|li|sie|rung
die; -, -en (zu T...isierung): das Demobilisieren; vgl. ...ation/...ierung; Ggs. ÎMobilisierung (3)
dé mo dé [demo de:] (/r,): aus der Mode, nicht mehr aktu
ell
Delmoldilkolse die; -, -n (nach Demodicidae, dem wis
senschaftlichen Namen der Haarbalgmilben, zu gr. de
mos „Fett“, déx, Gen. dëkôs „Holzwurm“ (u. t *...ose)>:
durch Milben hervorgerufene Hauterkrankung bei Säu
getieren
Delmoldullaltilgn die; -, -en (zu Tde... u. TModulation):
Abtrennung der durch einen modulierten hochfrequenten
Träger übertragenen niederfrequenten Schwingung in ei
nem Empfänger; Gleichrichtung. De|mo|du|la|tor der;
-s, ...oren: Bauteil in einem Empfänger, der die Demodu
lation bewirkt; Gleichrichter. de|mo|du|lie|ren: eine
Demodulation vornehmen; gleichrichten
Delmolgelront der; -en, -en (aus gleichbed. gr. dëmogérön, Gen. dêmogérontos): Volksältester im alten Grie
chenland
Delmolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu tdemo... u.
t ...graf): jmd., der berufsmäßig Demografie betreibt. Demolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t...grafie):
1. Beschreibung der wirtschafts- u. sozialpolitischen Be
völkerungsbewegung. 2. Bevölkerungswissenschaft. Demografin, auch ...gralphin die; -, -nen: weibliche
Form zu TDemograf. de mo gra fisch, auch ...gra
phisch (zu t...grafisch): die Demografie betreffend, auf
ihr beruhend
Delmoilselle [demoa’zel, də...] die; -, -n [...lan] (aus gleich
bed. fr. demoiselle, dies aus mlat. domnicella „Edelfräu
lein“, Verkleinerungsform von lat. domina „Herrin“):
(veraltet) junges Mädchen; Fräulein
Demlölkollolgie die; - (zu Tdemo... u. tÖkologie): Teilge
biet der Î Ökologie, das die Umwelteinflüsse auf ganze
310
T Populationen (2) einer bestimmten Tier- u. Pflanzenwelt
erforscht
Deimolkralni um* das; -s (zu gr. demos „Fett, Talg“ u.
ÎCranium): häutiger Schädel (Med.)
Delmolkrat* der; -en, -en (aus gleichbed. fr. démocrate zu
démocratie, dies aus mlat. democratia, vgl. Demokratie):
1. Vertreter demokratischer Grundsätze; Mensch mit de
mokratischer Gesinnung; jmd., der den Willen der Mehr
heit respektiert. 2. Mitglied einer bestimmten, sich auch
im Namen als demokratisch bezeichnenden Partei. Demolkraltie die; -, ...ien (über m/az. democratia aus gr. dêmokratia „Volksherrschaft“): 1. a) (ohne Plur.) politisches
Prinzip, nach dem das Volk durch freie Wahlen an der
Machtausübung im Staat teilhat; b) Regierungssystem, in
dem die vom Volk gewählten Vertreter die Herrschaft aus
üben. 2. Staat mit demokratischer Verfassung, demokra
tisch regiertes Volkswesen. 3. (ohne Plur.) Prinzip der frei
en u. gleichberechtigten Willensbildung u. Mitbestim
mung in gesellschaftlichen Gruppen. Delmolkraltin die;
-, -nen: weibliche Form zu ÎDemokrat. de|mo|kra|tisch
(über mlat. democraticus aus gr. démokratikós „zur De
mokratie gehörig“): 1. in der Art einer Demokratie, die
Demokratie betreffend, sich auf sie beziehend. 2. in einer
Weise, die dem Volkswillen entspricht; den Interessen des
Volkes gemäß. de|mo|kra|ti|sie|ren (aus gleichbed./r.
démocratiser; vgl. ...isieren): demokratische Prinzipien in
einem bestimmten Bereich einführen u. anwenden. Demo kra tilsielrung tZ/e; -, -en (zu T ...isierung): das De
mokratisieren. Delmolkraltislmus der; - (zu t,,,ismus
(5)>: übertriebene Anwendung demokratischer Prinzipien
delmolkriltisch (nach dem griech. Philosophen Demokrit
(gr. Demökritos), 470 bis etwa 380 v. Chr.): (veraltet) spöt
tisch, satirisch
delmollielren (unter Einfluss von gleichbed./r. démolir
aus lat. demoliri „herabwälzen, niederreißen“): gewalt
sam abreißen, zerstören, beschädigen. De|mo|lie|rung
die; -, -en (zu t...ierung): das Demolieren, das Demoliert
werden. De|mo|li|ti|on die; -, -en (unter Einfluss von fr.
démolition „Zerstörung" aus gleichbed. lat. demolitio):
(veraltet) Zerstörung einer Festung
Delrnollolgie die; - (zuTdemo... u. T...logie): (veraltet) svw.
Demografie
De|mo|ne|ti|sa|ti|on die; -, -en (aus gleichbed./r. démo
nétisation zu démonétiser, vgl. demonetisieren): (veraltet)
svw. Demonetisierung; vgl. ...ation/...ierung. delmolneti|sie|ren (aus fr. démonétiser „den Geldwert herabset
zen“ zu Ide... u. lat. moneta „Münze“): einziehen, aus
dem Umlauf ziehen (von Münzen). De|mo|ne|ti|sierung die; -, -en (zu T...isierung): Außerkurssetzung eines
Zahlungsmittels (meist von Münzen); vgl. ...ation/...ierung
de|mo|nolmisch (zu Tdemo... u. gr. nomos „Gesetz,
Grundsatz“): die soziale Organisation in tierischen Ge
meinschaften betreffend (z.B. die Kastenbildung im In
sektenstaat)
de|mons|tra|bel* (aus gleichbed. Za/. demonstrabilis zu
demonstrare, vgl. demonstrieren): (veraltet) beweisbar.
Delmonsltrant der; -en, -en (aus lat. demonstrans, Gen.
demonstrantis, substantiviertes Part. Präs, von demons
trare, vgl. demonstrieren): Teilnehmer an einer Demons
tration (1). Delmonsltraltion die; -, -en (wohl über
gleichbed. engl. demonstration aus lat. demonstratio „das
Hinweisen, anschauliche Schilderung“, dies zu demons
trare, vgl. demonstrieren): 1. Massenprotest, Massen
kundgebung. 2. sichtbarer Ausdruck einer bestimmten
Absicht; eindringliche, nachdrückliche Bekundung (für
od. gegen etw./jmdn.). 3. anschauliche Darlegung, Beweis
führung z.B. [wissenschaftliche] Vorführung (mit Licht
bildern). De|mons|tra|ti|ons|ap|pa|rat der; -[e]s, -e:
311
Apparat, mit dem etwas vorgeführt, demonstriert werden
kann, Vorführapparat. Delmons|tra|ti|ons|ma|te|ri|al
das; -s, -ien [...ian] : Anschauungsmaterial. Delmonsltrati|ons|ob|jekt das; -[e]s, -e: Person od. Sache, an der od.
mit der etwas demonstriert (2) wird. De|mons|tra|tionsschachbrett das: -[e]s, -er: großes, meist an der
Wand hängendes Schachbrett zu Lehrzwecken, demonsltraltiv (aus lat. demonstrativus „hinweisend“): 1.
in auffallender, oft auch provozierender Weise seine Ein
stellung bekundend; betont auffallend, herausfordernd. 2.
anschaulich, verdeutlichend, aufschlussreich. 3. hinwei
send (Sprachw.). De mons tra tiv das; -s, -e [...va]: hin
weisendes Fürwort: Demonstrativpronomen. Dejmonstrativlad verb das: -s, -ien [...ian] : demonstratives 1 Pro
nominaladverb (z.B. da, dort). Delmonsltraltivlpronolmen das; -s, Plur. - u. ...mina: hinweisendes Fürwort
(z.B. dieser, jener). Delmons|tra|ti|vum [...v...] das; -s,
...va (aus lat. demonstrativum „das Hinweisende“): svw.
Demonstrativpronomen. De|mons|tra|tor der; -s,
...oren (aus gleichbed. lat. demonstrator): 1. Vorführer
(von Waren). 2. (veraltet) Beweisführer, delmonsltrieren (z.T. unter Einfluss von engl. to demonstrate aus lat.
demonstrare „hinweisen, deutlich machen“): 1. an einer
Demonstration (1) teilnehmen. 2. öffentlich zu erkennen
geben. 3. in anschaulicher Form darlegen, vorführen; be
weisen; vgl. ad hominem
delmonltalbel (aus gleichbed. fr. démontable zu démon
ter, vgl. demontieren): (selten) zerlegbar. De|mon|talge
[demɔn'ta:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. démontage): Ab
bau, Abbruch (bes. von Industrieanlagen), delmonltieren (aus gleichbed. fr. démonter zu îde... u. îmontieren):
abbauen, abbrechen. Delmonltielrung die; -, -en (zu
"1 ...ierung): a) das Demontieren; b) svw. Demontage
De|mo|ra|li{sa|ti!on die; -, -en (aus fr. démoralisation
„Entmutigung“ zu démoraliser, vgl. demoralisieren): 1.
das Demoralisieren. 2. das Demoralisiertsein; vgl. ...ation/...ierung. de|mo|ra|li|sielren (aus gleichbed. fr. dé
moraliser zu dé- „von - weg“ u. ÎMoral): a) jmds. Moral
untergraben; einer Person od. Gruppe durch bestimmte
Handlungen, Äußerungen o.Ä. die sittlichen Grundlagen
für eine entsprechende Gesinnung, ein Verhalten nehmen;
b) jmds. Kampfgeist untergraben; mutlos machen, entmu
tigen. delmolrallilsiert (zu T ...isiert): moralisch, sittlich
verkommen. De|mo|ra|li|sie|rung die; -, -en <zuT...isierung): svw. Demoralisation; vgl. ...ation/...ierung
Demorphologisierung die; -, -en (zu îde..., 1 Mor
phologie u. î...isierung): Verlust der Unterscheidungs
funktion von sprachlichen Bildungselementen, z.B. bei
Keks (Plural-s von der engl. Form cakes, deshalb im Deut
schen neuer Plur. Kekse; Sprachw.)
de morltulis nil/nilhil njlsi belne <lat.; „über Tote
nichts, wenn nicht Gutes“) : von den Toten soll man nur gut
sprechen
Delmos der; -, Demen (aus gr. demos „Volk, Gemeinde,
Staat“): 1. Gebiet u. Volksgemeinde eines altgriech. Stadt
staates. 2. in Griechenland Bez. für den kleinsten staatli
chen Verwaltungsbezirk. Dejmolskop* der; -en, -en (zu
Idemo... u. gr. skopós „Beobachter“): Meinungsforscher.
De|mo|sko|pie* die; -, ...ien (zu î...skopie): Meinungs
umfrage, -forschung. de moisko pisch*: a) durch Mei
nungsumfragen [ermittelt]; b) auf Meinungsumfragen be
zogen. Delmoltilke [ngr. ðimoti ki:] die; - (aus gr. dêmotike (glössa) „Volkssprache“): Bez. der heute üblichen
neugriech. Sprache; vgl. Katharewusa. delmoltisch (aus
gr. démotikós „zum Volk gehörig, alltäglich“): volkstüm
lich; demotische Schrift: altägypt. volkstümliche Schräg
schrift; vgl. hieratisch. De|mo|tis|tik die; - (zu T ...istik):
Wissenschaft von der demotischen Schrift
De|mo|ti|va|ti|on [... v...] die; -, -en (zu Îde... u. 1 Motivati
Dendrologie
on): 1. das Demotivieren. 2. das Demotiviertsein; Ggs.
ÎMotivation (3). demotivieren: jmds. Interesse an
etw. schwächen; bewirken, dass jmds. Motivation, etw. zu
tun, nachlässt, vergeht; Ggs. tmotivieren (2)
Demuligator der; -s, ...oren (zu Ide..., Analogiebildung
zu 1 Emulgator): Stoff, der eine Î Emulsion (1) entmischt,
delmuljgielren (zu 1 de... u. Îemulgieren): eine tEmulsi
on (1) entmischen
Delmulltilplelxer* der; -s, - (zu îde... u. Î Multiplexer):
elektron. Schaltung od. Funktionseinheit, die die im 1 Mul
tiplexer vorgenommene Vermischung von Informationen
bzw. Einzelsignalen rückgängig macht (EDV)
Delmullzens das; -, Plur. ...entia od. ...enzien [...ion] (meist
Plur.) (aus lat. demulcens, Gen. demulcentis, substanti
viertes Part. Präs, von demulcere „streicheln, liebkosen“):
reizlinderndes Mittel (Med.)
De|mur|rage [dɪmʌrɪdʒ] die; -, -n (aus gleichbed. engl. de
murrage): engl. Bez. für Liegegeld (für Schiffe, die noch
nicht auslaufen können)
Delnar der; -s, -e (aus gleichbed. lat. denarius zu dem „je
zehn“): a) Name einer altröm. Münze; b) (seit dem 7. Jh.
n.Chr.) Name einer fränk. Münze; Abk.: d. denär
(Kurzw. aus Îdezimal u. fbiwür): zehnwertig (EDV). Denärcode [...ko:t] der; -s, -s: svw. Dezimalcode
delna|ti|o|na|li|sie|ren (zu Ide... u. 1 nationalisieren):
svw. denaturalisieren
De|na|tu|ra|li|salti|on die; -, -en (zu îde... u. 1 Naturalisa
tion): Entlassung aus der bisherigen Staatsangehörigkeit.
de|na|tu|ra|li|sie|ren: aus der bisherigen Staatsangehö
rigkeit entlassen, ausbürgern. de|na|tu|rie|ren (wohl aus
fr. dénaturer „die Natur eines Dinges verändern“): 1. Stof
fe durch Zusätze so verändern, dass sie ihre ursprüngli
chen Eigenschaften verlieren. 2. vergällen, ungenießbar
machen. 3. Eiweißstoffe ehern. Îirreversibel verändern
de|na|zi|filzie|ren (zu Ide..., INazi u. t...fizieren>: svw.
entnazifizieren
dendr...*, Dendr... vgl. dendro..., Dendro...Den|dra|rium das; -s Plur. ...ria od. ...rien [...ion] (zu t dendro... u.
t...arium): Gehölz-, Baumgarten. Denldrit der; -en, -en
(zu gr. dendrites „zum Baum gehörend“): 1. [auch ,,,'rɪt]
moos-, Strauch- od. baumförmige Eisen- u. Manganabsät
ze auf Gesteinsflächen (Geol.). 2. verästelter Protoplas
mafortsatz (vgl. Protoplasma) einer Nervenzelle (Med.),
denldriltisch: verzweigt, verästelt (von Nervenzellen),
denldro.... Den dro..., vor Vokalen meist dendr...,
Dendr... (aus.gr. déndron „Baum“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „Baum, baumartige Verzweigung“,
z.B. Dendrobios, Dendrit. Den|dro|bi|os der; - (zu gr.
bios „Leben“): Gesamtheit der auf Baumstämmen leben
den tOrganismen (lb). Denidrobium das; -s (zu
t...ium>: artenreiche Orchideengattung (Baumwucherer)
in Südasien u. Polynesien. Den|dro|chro|nollo|gie die;
-, ...ien: Jahresringforschung, Verfahren zur Bestimmung
des Alters vorgeschichtlicher Funde mithilfe der Jahres
ringe mitgefundener Holzreste. den|dro|chro|no|logisch: mithilfe der Dendrochronologie, auf ihr beruhend.
Denldrolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu î...graf>:
Gerät zum Messen periodischer Dickenänderungen von
Bäumen. Denldrolgramm das; -[e]s, -e (zu t...gramm>:
Strukturdiagramm zur 1 hierarchischen Darstellung von
Elementenmengen (Wirtsch.). den dro id (zu t...oid):
baumartig; vgl. ...isch/-. den|dro|i|disch: svw. den
droid; vgl. ...isch/-. Den|dro|kli|ma|to|lo|gie die; -: Be
urteilung früherer Klimaverhältnisse nach den Jahresrin
gen alter Bäume. Denldrollith [auch ... lit] der; Gen. -s u.
-en, Plur. -e[n] (zu î...lith): Baumversteinerung (Geol.).
Denldrollolge der; -n, -n (zu t...loge): Wissenschaftler,
der auf dem Gebiet der Dendrologie arbeitet. Denldrololgie die; - (zu t...logie): wissenschaftliche Baumkunde;
dendrologisch
Gehölzkunde. denldrollolgisch <zu Î...logisch): gehölzkundlich. Den|dro|me|ter das; -s, - (zu t‘...meter): Gerät
zur Messung der Höhe u. Dicke stehender Bäume. Dendrolmeltrie die; - (zu t...metrie>: Vermessung stehender
Bäume.
Del nelgaltilon ¿/ze; - (aus gleichbed. lat. denegatio zu de
negare, vgl. denegieren): (veraltet) Leugnung, Verweige
rung. delnelgielren (aus gleichbed. lat. denegare): (ver
altet) leugnen, verweigern
De|ner|va|tilon [,,.v...] Ae; -, -en (zu Tde..., tnerval u.
T...ation): 1. Unterbrechung der nervlichen Versorgung
der Muskeln, die Lähmungen u. Entartungsreaktionen zur
Folge hat. 2. svw. Denervierung; vgl. ...ation/...ierung.
Delnerlvielrung die: -, -en (zu T...ierung>: Ausschaltung
der Verbindung zwischen Nerv u. dazugehörigem Organ
(Med.); vgl. ...ation/...ierung
Denlga <7ze; -, ...gi (zu russ. den’gi ,,Geld[er]“, dies wohl aus
türk, tenga „Silbermünze, Geld“): erste russ. Silbermünze
Den|gue|fie|ber ['deŋge...] ¿Zas; -s (zu span, dengue „Grip
pe“): schnell u. heftig verlaufende Infektionskrankheit in
den Tropen u. Subtropen
‘Delniler [de'nie:, də...] ¿Zas; -[s], - (aus gleichbed. fr. denier,
eigtl. „Denar“, dies aus lat. denarius, vgl. Denar): Einheit
für die Fadenstärke bei Seide u. Chemiefasern. 2Delniler
der; -s,-s: alte franz. Gewichtseinheit
Delnim® der od. das; -[s] (Kunstw. aus fr. serge de Nîmes
„Serge aus (der franz. Stadt) Nîmes“): blauer Jeansstoff
de|ni|trie|ren* (zu tde... u. nitrieren): tNitrogruppen aus
einer Verbindung entfernen (Chem.). Deniltrilfikation die; -: das Freimachen von Stickstoff aus Salzen der
Salpetersäure (z. B. im Kunstdünger) durch Bakterien.
de|ni|tri|fi|zie|ren: eine Denitrifikation durchführen
Delnilzaltilon die; - (aus gleichbed. engl. denization zu de
nizen „Einwohner“, dies über altfr. deinzein „Einwohner“
aus spätlat. deintus „von innen“ zu tde... u. lat. intus „in
nen“): (veraltet) Einbürgerung, Bürgerrecht, delnilzieren (nach gleichbed. engl. to denizen): (veraltet) das
Fremdenbürgerrecht erteilen
De|nolbi|li|ta|tilon die; -, -en (zu îde... u. ÎNobilitation):
Entzug des Adelsprädikats (der Bezeichnung des Adels
standes). de|no|bi|li|tie|ren: jmdm. das Adelsprädikat
(die Bezeichnung des Adelsstandes) entziehen
‘Delnolmilnaltilgn die; -, -en (aus lat. denominatio „Be
nennung“ zu denominare, vgl. denominieren): 1. (veraltet)
a) Ernennung, Benennung; b) Ankündigung, Anzeige. 2.
Aktienabstempelung, Herabsetzung des Nennbetrags ei
ner Aktie (Wirtsch.). 2De|no|mi|na|ti|on die; -, -en (aus
engl. denomination „Glaubensgemeinschaft, Konfessi
on“; vgl. 'Denomination): christl. Religionsgemeinschaft
(Kirche od. Sekte). de|no|mi|na|tiv (aus lat. denominativus „durch Ableitung gebildet“ zu denominare, vgl. de
nominieren): von einem îNomen abgeleitet (Sprachw.).
De no mi na tiv das; -s, -e [...va] u. Denominaltivum [...vom] das; -s, ...va [...va] (aus lat. (nomen) denominativum): Ableitung von einem Substantiv od. Adjektiv
(vgl. Nomen; z. B. tröstlich von Trost, bangen von bang;
Sprachw.). De|no|mi|na|tor der; -s, ...oren (zu T...or>:
Nenner eines Bruches (Math.). de|no|mi|nie|ren (aus
gleichbed. lat. denominare): ernennen, benennen
Delnoltat das; -s, -e (aus lat. denotat „er bezeichnet“, 3.
Pers. Präs, von denotare „bezeichnen“): 1. vom Sprecher
bezeichneter Gegenstand od. Sachverhalt in der außer
sprachlichen Wirklichkeit (Sprachw.). 2. begrifflicher In
halt eines sprachlichen Zeichens im Gegensatz zu den
emotionalen Nebenbedeutungen (Sprachw.); Ggs. TKonnotat. De|no|talti|on die; -, -en (aus lat. denotatio „Be
zeichnung“): 1. Inhaltsangabe eines Begriffs (Logik). 2. a)
die auf den mit dem Wort gemeinten Gegenstand hinwei
sende Bedeutung (z.B. ist die denotative Bedeutung von
312
Mond „Erdtrabant, der durch das von ihm reflektierte
Sonnenlicht oft die Nächte erhellt“ im Gegensatz zur
Î konnotativen Bedeutung von Mond, mit der sich Gedan
kenverbindungen einstellen wie „Nacht, romantisch, kühl,
Liebe“); b) die formale Beziehung zwischen dem Zeichen
(Î Denotator) u. dem bezeichneten Gegenstand od. Sach
verhalt in der außersprachlichen Wirklichkeit (IDenotat;
Sprachw.); Ggs. ÎKonnotation, delnoltaltiv (zu lat. de
notatus, Part. Perf. von denotare, vgl. Denotat, u. T...iv>:
nur den begrifflichen Inhalt eines sprachlichen Zeichens
betreffend, ohne Berücksichtigung von Nebenbedeutun
gen, die das Zeichen als Begleiterscheinungen beim Spre
cher od. Hörer wachruft (Sprachw.); Ggs. Îkonnotativ.
Delnoltaltor der; -s, ...oren (zu T...or): sprachliches Zei
chen, das einen Gegenstand od. Sachverhalt in der außer
sprachlichen Wirklichkeit bezeichnet (Sprachw.)
de|nouli_e|ren (aus gleichbed. fr. dénouer zu dé- „vonweg“ u. nouer „knüpfen“, dies aus lat. nodare): (veraltet)
[einen Knoten] entwirren, auflösen
Dens der; -, Dentes [,,,te:s] (aus gleichbed. lat. dens, Gen.
dentis): Zahn (Med.)
denlsielren (aus gleichbed. lat. densare zu densus
„dicht“): dicht machen, verdichten. Denlsilmelter das;
-s, - (zu Î '...meter): Gerät zur Messung des îspezifischen
(1) Gewichts (vorwiegend von Flüssigkeiten). Denlsiltät
¿Zz'e; - (aus lat. densitas, Gen. densitatis „Dichtheit“): 1.
Dichte, Dichtigkeit (Phys.). 2. Maß für den Schwärzegrad
fotografischer Schichten. Den|si|to|me|ter das: -s, - (zu
T ‘...meter): Schwärzungsmesser für fotografische Schich
ten. Denlsiltolmeltrie* die; - (zu T...metrie): Messung
der Dichte von Stoffen (Phys.). Denlsolgraf, auch
...graph der; -en, -en (zu lat. densus „dicht“ u. T...graf):
svw. Densitometer. Denlsolgralfie, auch ...gralphie
die; - (zu î...grafie>: Bestimmung der Schattendichte auf
negativen Röntgenbildern durch Fotozellen. De n I so I meter das; -s, - (zu Î ‘...meter); svw. Densitometer
Denltalgra* das; -s (zu lat. dens, Gen. dentis „Zahn“ u. gr.
ägra „Gicht“, eigtl. „das Fangen“): svw. Dentalgie. den
tal (aus gleichbed. nlat. dentalis): 1. die Zähne betreffend,
zu ihnen gehörend (Med.). 2. mithilfe der Zähne gebildet
(von Lauten; Sprachw.). Denltal der; -s, -e (zu Î '...al (2)):
Zahnlaut (z.B. d, l). Den ta le das; -s, ...lien [...ion] (zu
î...ale): meist Zähne tragender Deckknochen des Unter
kiefers der Wirbeltiere (Biol.). DenltalTlu o roise die; -,
-n (zu tdental): Verfärbung am Zahnschmelz durch Zu
fuhr zu großer Fluormengen (Med.). Denltallgie* die; -,
...jen (zu TDens u. î...algie): Zahnschmerz (Med.). Denta lis die; -, ...les [,..le:s] (aus nlat. dentalis „Zahnlaut“):
(veraltet) svw. Dental. den|ta|li|sie|ren (zu t dental u,
T ...isieren): eine Dentalisierung vornehmen (Sprachw.).
Den|ta|li|sie|rung die; -, -en (zu Î...isierung): Verwand
lung eines nicht dentalen Lautes in einen dentalen, meist
unter Einfluss eines benachbarten Dentals (Sprachw.).
Den|tal|kelra|mik die: -: Werkstoff für künstliche Zäh
ne. Den|tal|le|gie|rung die; -, -en: Metalllegierung für
den Ersatz von Zahnsubstanz. Den|tal|tur|bi|ne die; -,
-n: durch Druckluft angetriebenes zahnärztliches Instru
ment zum Bohren, Schleifenu. Fräsen. Den|ta|ti|on die; (aus gleichbed. nlat. dentatio): Auszackung, zackenförmi
ger Muskelansatz (Med.). den|tellie|ren [dato...] (aus
gleichbed. fr. denteler zu dent „Zahn“, dies aus lat. dens,
vgl. Dens): auszacken (von Spitzen). Denltelles [dä’tel]
die (Plur.) (ausʃr. dentelle „Spitze, Spitzengewebe“, Ver
kleinerungsform von dent, vgl. dentelieren): [geklöppelte]
Spitzen. Denltellure [dätalym] die; -, -n (aus fr. dentelure
„Auszackung“): (veraltet) Spitzenarbeit (Textilw.). Den
tes ['dɛnte:s]: Plur. von Î Dens. Den|ti|fi|ka|ti|on die: (aus nlat. dentificatio; vgl. ...fikation): Zahnbildung
(Med.). Denltjlkel der; -s, - (aus lat. denticulus, Verklei-
313
nerungsform von dens, vgl. Dens>: kleine Neubildung aus
Dentin im Zahninnern (Med.). Denltin das: -s (zu T...in
(1)>: 1. Zahnbein; knochenähnliche, harte Grundsubstanz
des Zahnkörpers (Med.). 2. Hartsubstanz der Haischup
pen (Biol.). Den tist der: -en, -en (zu t...ist) : frühere Be
rufsbezeichnung für einen Zahnheilkundigen ohne akade
mische Ausbildung. Denltisitin die; -, -nen: weibliche
Form zu ÎDentist, Denltiltilon die: -, -en (aus gleichbed.
lat. dentitio); Zahndurchbruch, das Zahnen (Med.), dentolgen (zu TDens u. t...gen): von den Zähnen ausgehend
(Med.). Denltollolgie die; - (zu t...logie): Zahnheilkun
de. denltös (zu t...ös): (veraltet) mit Zähnen versehen.
Denltur die; - (zu T...ur>: a) Zahnbestand, Gebiss; b)
Zahnbeschaffenheit
Delnuidaltilon die; -,-en (aus lat. denudatio „Entblößung“
zu denudare, vgl. denudieren): 1. flächenhafte Abtragung
der Erdoberfläche durch Wasser, Wind u.a. (Geol.). 2.
Entblößung von einer natürlichen Hülle, bes. des Zahnhal
ses vom Zahnfleisch (Med.). delnu|die!ren (aus gleich
bed. lat. denudare zu tde... u. nudus „nackt“): (veraltet)
entblößen, freilegen
denuklearisieiren* (zu Tde..., Înuklear u. Î...isieren):
von Atomwaffen befreien bzw. freihalten. De|nu|kle!ari sie rung die; - (zu Î ...isierung): Abrüstung von Atom
waffen
Denu nlzilant der; -en. -en (aus lat. denuntians, Gen. de
nuntiantis, Part. Präs, von denuntiare, vgl. denunzieren):
jmd., der einen anderen denunziert. Delnunlzilanltin
die: -, -nen: weibliche Form zu TDenunziant. Delnunlziat der: -en, -en (aus lat. denuntiatus, Part. Perf. von de
nuntiare, vgl. denunzieren): (veraltet) der Angezeigte,
Verklagte. Beschuldigte. De|nun|zi|alti|on die; -, -en
(aus gleichbed. lat. denuntiatio, eigtl. „Ankündigung“):
Anzeige eines Denunzianten. de|nun|zi|altolrisch: 1.
denunzierend, einer Denunziation gleichkommend. 2. et
was brandmarkend, öffentlich verurteilend. de|nun|z[eren (aus lat. denuntiare „ankündigen, anzeigen“, teilweise
unter Einfluss von engl. to denuncíate „öffentlichbloßstel
len, brandmarken“): a) (abwertend) jmdn. [aus persönli
chen, niedrigen Beweggründen] anzeigen; b) etwas als ne
gativ hinstellen, etwas brandmarken, öffentlich verdam
men, verurteilen, rügen
Deo das; -s, -s: Kurzform von î Deodorant. Deloldolrant
das; -s, Plur. -s, auch -e (aus gleichbed. engl. deodorant zu
lat. de „von- weg“ u. odor „Geruch“): kosmetisches Mit
tel gegen Körpergeruch. Deloldolrantlspray der od.
das; -s, -s: ÎSpray mit desodorierender Wirkung, delodolrielren, deodorisieren (nach engl. to deodorize
„von unangenehmen Gerüchen befreien“): svw. desodo
rieren
Deo graltilas {lat.}: Gott sei Dank!
de pmlnilbus du|bi|tan|dum {lat.}: es ist an allem zu
zweifeln (Sentenz als Grundlage der kartesianischen Phi
losophie)
delolnelrielren (aus gleichbed. lat. deonerare, eigtl. „(eine
Last) wegschaffen“, zu tde... u. onis, Gen. oneris „Last“):
(veraltet) entlasten
Delpnltik die; - (zu gr. déon. Gen. déontos „das Nötige“ u.
T2...ik (1)): Lehre von der logischen Struktur normativ
ethischer Denkformen, delpnltisch: die Deontik betref
fend; deontische Logik: spezielle Form der T Modallogik,
die exakte sprachliche Grundlagen für den Aufbau einer
systematischen TEthik (1 a) liefern soll. Delonltollolgie
die; - (zu T...logie): Ethik als Pflichtenlehre
Deo ppltilmo malxilmo {lat.; „Gott, demBestenu. Größ
ten“): Einleitung kirchl. Weihinschriften; vgl. Iovi optimo
maximo; Abk.: D. O. M.
deoptieren (aus gleichbed. lat. deoptare): (veraltet)
wählen, seine Stimme abgeben. Delopltilon zZze; -, -en
Depersonalisation
(aus gleichbed. lat. deoptio) : (veraltet) Stimmenabgabe bei
der Wahl
Delolspray der od. das; -s, -s: Kurzform von Î Deodorant
spray
de|pa|ke|tie!ren (aus gleichbed. fr. dépaqueter zu dé„von - weg“ u. paquet, vgl. Paket): (veraltet) auspacken
De!pa|let|tier|au|to|mat der; -en, -en (zu îde..., t palet
tieren u. t Automat): Vorrichtung zum geordneten Auflö
sen eines auf einer Palette (3) gestapelten Stückgutverban
des
delpa|ra|ly|sie|ren (zu Ide... u. Tparalysieren): (veraltet)
die Lähmung aufheben
Delparltelment [departə'ma:, Schweiz, auch ... ment] das;
-s, Plur. -s, Schweiz, -e (aus fr. département „Abteilung,
Bezirk" zu départir, vgl. departieren): 1. Verwaltungsbe
zirk (in Frankreich). 2. (Schweiz.) Ministerium (beim
Bund und in einigen Kantonen der Schweiz). 3. Abteilung,
Geschäftsbereich. de|par|te|men|tal (aus gleichbed. fr.
départemental): (bes. Schweiz.) ein Departement betref
fend, zu einem Departement gehörig, deiparltielren (aus
gleichbed. fr. départir, dies über vulgärlat. *departire aus
lat. dispartire „auseinanderlegen, zerteilen“): (veraltet)
aus-, verteilen. Delpartlment [dɪ'pɑ:tmənt] das; -s, -s
(aus gleichbed. engl. department; vgl. Departement): 1. a)
Regierungs- od. Verwaltungszweig; b) Fachbereich (an
amerik. u. engl. Universitäten). 2. Bundesministerium (in
den USA). Delparlture [dɪ'pɑ:ʧə] die; - (aus engl. depar
ture „Abflug“, eigtl. „Abreise“, dies aus altfr. departeüre
zu departir „sich trennen, abreisen“ aus vulgärlat. *departire, vgl. departieren): 1. Abflugstelle (auf Hinweisschil
dern auf Flughäfen). 2. Abflugzeit
de|pas|sie|ren (aus gleichbed. fr. dépasser zu dé- „vonweg“ u. passer, vgl. passieren): (veraltet) überholen, vorü
berziehen
de|pe|ku|lie|ren (aus gleichbed. lat. depeculari, eigtl.
„ausplündern“): (veraltet) eine öffentliche Kasse besteh
len
Delpenldance [depä dä:s] die: -, -n [...sn] (aus gleichbed.
fr. dépendance, eigtl. „Abhängigkeit, Zugehörigkeit“, zu
dépendre aus lat. dependere, vgl. dependieren): 1. Nieder
lassung, Zweigstelle. 2. Nebengebäude [eines Hotels], Dépendance: franz. Schreibung für (Dependance, de
pendent [depɛn...] (zu lat. dependere (vgl. dependieren)
u. Î ...ent): abhängig im Sinne der T Dependenzgrammatik.
dependenitiell vgl. dependenziell. Dependenz die;
-, -en (zu lat. dependere „abhängig sein“ u. t...enz): Ab
hängigkeit (Philos.; Sprachw.). Dependenzanalyse
die; -, -n: Analyse der gesetzmäßigen Beziehungen von un
abhängigen u. abhängigen Variablen in der experimentellen
Psychologie, z. B. die Beziehung von Persönlichkeitsmerk
malen u. Versuchsbedingungen. Delpenldenzlgrammaltik die; -, -en: Abhängigkeitsgrammatik; Forschungs
richtung der t Linguistik, die die hinter der linearen
Erscheinungsform der gesprochenen od. geschriebenen
Sprache verborgenen strukturellen Beziehungen zwischen
den einzelnen Elementen im Satz untersucht od. darstellt,
vor allem die Abhängigkeit der Satzglieder vom Verb
(Sprachw.). delpen|den|zi|ell, auch dependentiell (vgl.
...eil): a) auf die Dependenzgrammatik bezüglich; b) nach
der Methode der Dependenzgrammatik vorgehend
(Sprachw.). delpenldielren (aus gleichbed. lat. depen
dere): (veraltet) abhängig, unterworfen sein
Delpense [de'pä:s] ¿Zze; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr. dépen
se zu lat. dispensa, Part. Perf. (Fern.), von dispendere
„auswiegen, austeilen“): (veraltet) 1. Ausgabe, Auslage,
Aufwand, Spesen. 2. Vorratskammer (auf Schiffen)
De|per|so|na|li|sa|ti|on iZze; -, -en (zu îde... u. ÎPersona
lisation): Verlust des Persönlichkeitsgefühls (bei geistig
seelischen Störungen)
Depesche
die; -, -n <aus fr. dépêche „Eilbrief, Tele
gramm“ zu dépêcher, vgl. depeschieren): (veraltet) Tele
gramm, Funknachricht, delpelschielren (aus fr. dépê
cher „befördern, beschleunigen“, eigtl. „Hindernisse (vor
den Füßen) wegräumen“, zu altfr. despeechier „frei ma
chen, fertig werden“, Gegenbildung zu empeechier „hem
men, hindern“, dies aus spätlat. impedicare „verhindern“,
eigtl. „mit den Füßen verfangen“): (veraltet) ein Tele
gramm schicken
De|phleg|ma|ti|on die; -, -en (zu Îde..., gr. phlégma „kal
ter, zäher (Körper)schleim“ u. T...ation): Rückflussküh
lung bei der [Spiritusjdestillation. De phleg mator der;
-s, ...oren (zu T...ator>: Apparat, der die Dephlegmation
bewirkt, delphleglmielren (zu t..deren): der Dephleg
mation unterwerfen
de|phlo|gis|tie|ren (zu îde..., Î Phlogiston u. Î..deren):
nach einer wissenschaftlichen Theorie des 18. Jh.s einen
Körper von ÎPhlogiston befreien, delphlolgisltisch:
mangels t Phlogiston unbrennbar
Delpig|men|ta|ti|on die; -, -en (zu tde... u. ÎPigmentati
on): die Verringerung der Anzahl der Pigmentkörperchen
in Haut, Haaren u. Augen während der Îphylogenetischen
Entwicklung des Menschen; vgl. ...ation/...ierung. depiglmenltielren: [Haut]farbstoff entfernen. Delpigmenltielrung die; -, -en: Entfernung od. Verlust des
[Haut]farbstoffes; vgl. ...ation/...ierung
De ¡ pi 11 a I ti I on die; -, -en (aus gleichbed. nlat. depilatio zu
lat. depilare, vgl. depilieren): Enthaarung (Med.). Delpilatorilum 4os; -s, ...ien [..dan] (aus gleichbed. nlat. depilatorium): Enthaarungsmittel (Med.). de|pi|lie|ren
(aus gleichbed. /ɑt. depilare zu tde... u. pilus „(ein)
Haar“): enthaaren (Med.)
Delpit [de'pi:] der; -[s] (aus gleichbed. fr. dépit, dies aus lat.
despectus „Verachtung“; vgl. despektieren): (veraltet)Är
ger, Verdruss, Widerwille, delpiltös (aus gleichbed. fr.
dépiteux; vgl. ...ös): (veraltet) ärgerlich, verdrießlich
Delplal celment* [deplasa’mä:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. déplacement, eigtl. „Verschiebung“, zu déplacer, vgl.
deplaciert): Wasserverdrängung eines Schiffes, delplaciert [...'simt, auch ,..'tsi:çt], auch deplatziert (nach
gleichbed. fr. déplacé, Part. Perf. von déplacer „umstellen,
verrücken“ zu dé- „von - weg“ u. placer, vgl. platzieren):
fehl am Platz, unangebracht
delplailsant* [deplg'zä:] (aus gleichbed. fr. déplaisant zu
déplaire „missfallen“, dies über das Vulgärlat. aus lat. dis
plicere): (veraltet) unangenehm. Delplailsir [...'zi:u] das;
-s (aus gleichbed. fr. déplaisir; vgl. Pläsier): (veraltet) Un
lust, Missvergnügen
Delplanltaltilon* die; -, -en (aus fr. déplantation „Ver
pflanzung“ zu déplanter, vgl. deplantieren): Verpflanzung
von Gewebe an andere Körperstellen während der früh
embryonalen Entwicklung bei Tieren, delplanltielren
(aus gleichbed. fr. déplanter): 1. (veraltet) umtopfen, um
pflanzen (von Pflanzen). 2. [Gewebe, Organe] verpflan
zen
de plat ziert* vgl. deplaciert
Delpleltilon* 4/e; -, -en (aus lat. depletio „das Aderlässen,
Aderlass“ zu deplere „ausleeren“): Entleerung körperei
gener Stoffe (Med.). delpleltolrisch (ausgleichbed. nlat.
depletorius): entleerend, reinigend (z.B. von der Blutwä
sche)
delplomlbielren* (aus gleichbed. fr. déplomber): (veral
tet) die Plombe, das Bleisiegel entfernen
de|plo|ra|be!* (aus gleichbed. fr. déplorable zu déplorer,
dies aus lat. deplorare „beweinen“): beklagens-, bedau
ernswert
De|po|la|ri|salti|on die; -, -en (zu îde... u. ÎPolarisation):
Vermeidung elektrischer t Polarisation (2) in 1 galvani
schen Elementen; vgl. Depolarisator; Depolarisation des
Delpelsche
314
Lichts: Rückumwandlung Îpolarisierten Lichts in natürli
ches Licht [beim Durchgang durch trübe Medien]; vgl.
Medium (3). Delpollalrilsaltor 4er; -s, ...oren: Sauer
stoff od. Chlor abgebende Chemikalie, die in Î galvani
schen Elementen den Wasserstoff bindet, durch den sich
die positive Elektrode polarisiert, delpollalrilsielren: ei
ne Depolarisation vornehmen
delpollielren (aus gleichbed. fr. dépolir zu dé-„von-weg“
u. polir, vgl. polieren): (veraltet) den Glanz nehmen, matt
schleifen
Delpo|ly|me|ri|sa|ti|on die; -, -en (zu îde... u. t Polymeri
sation): Zerlegung von tpolymeren Stoffen, delpollymerisieren: 1 polymere Stoffe zerlegen
Delpolnat das; -[e]s, -e (zu lat. deponere (vgl. deponieren)
u. T...at (I)>: etw., was jmd. deponiert hat, was deponiert
worden ist. Delpolnens das; -, Plur. ...nentiau. ...nenzien
[.. ,iən] (aus gleichbed. lat. (verbum) deponens, Part. Präs,
von deponere, vgl. deponieren): lat. Verb mit passivischen
Formen u. aktivischer Bedeutung. Delpolnent der; -en,
-en (zu T...ent): jmd., der etwas hinterlegt, in Verwahrung
gibt. Delpolnie die; -, ...ien (zu T2...ie>: Müllabladeplatz.
de|po|nie|ren (aus lat. deponere „abstellen, niederset
zen“): niederlegen, hinterlegen, in Verwahrung geben.
Delpolnielrung 4¿e; -, -en (zu t,,,ierung): Speicherung,
Lagerung
Delpo|pu|la|ti|on die; -, -en (aus lat. depopulatio „Verwüs
tung“ zu depopulari, vgl. depopulieren): (veraltet) Entvöl
kerung. de|po|pu|lie|ren (aus lat. depopulari „verwüs
ten, ausplündern“ zu îde... u. populus „Volk, Bevölke
rung“): (veraltet) entvölkern
Del port [auch de'po:p] der; -s, Plur. -e u. (bei franz.
Ausspr.) -s (aus gleichbed. fr. déport, Gegenbildung zu
î2Report): Kursabzug im Deportgeschäft (Verlänge
rungsgeschäft für das Leihen von Effekten); Ggs. ^Re
port. De por tati on die; -, -en (aus gleichbed. lat. de
portatio zu deportare, vgl. deportieren): Zwangsverschi
ckung, Verschleppung, Verbannung (von Verbrechern,
politischen Gegnern od. ganzen Volksgruppen), delportielren (aus lat. deportare „wegbringen, verbannen“):
(Verbrecher od. politische Gegner od. ganze Volksgrup
pen) zwangsweise verschicken, verschleppen, verbannen
Delpolsiltar u. De po si tär der; -s, -e (aus lat. deposita
rius bzw. fr. dépositaire, dies zu ÎDepositum (2) u. t...ar
bzw. t...är): Verwahrer von Wertgegenständen, -papieren
u.a. Delpositen: Plur. vont Depositum. Delpolsjltenbank die; -, -en: Kreditbank, die sich oft auf Depositen
annahme, Gewährung von kurzfristigen Lombardkredi
ten, von Wechseldiskontierungen u. teilweise ungedeckten
Kontokorrentkrediten
beschränkt.
Delpolsilteur
[...'to:?] der; -s, -e (zu î...eur>: svw. Depositar. Delpolsitilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. depositio zu deponere,
vgl. deponieren): 1. Hinterlegung. 2. Absetzung eines
kath. Geistlichen ohne Wiedereinsetzung in den Kirchen
dienst (Reh). 2. bis ins 18. Jh. übliche derb-feierliche Auf
nahme eines neuen Studenten in die akademische Gemein
schaft (depositio cornuum „Ablegung der Hörner“). Depolsilto rilum das; -s, ...ien [...un] (aus gleichbed. spätlat.
depositorium): Aufbewahrungsort, Hinterlegungsstelle.
Delpolsiltum das; -s, ...siten (zu lat. depositum „zur Auf
bewahrung niedergelegt“, Part. Perf. (Neutrum) von de
ponere, vgl. deponieren): 1. etw., was hinterlegt, in Ver
wahrung gegeben worden ist. 2. (nur Plur.) Gelder, die als
kurz- od. mittelfristige Geldanlage bei einem Kreditinsti
tut gegen Verzinsung eingelegt u. nicht auf einem Spar- od.
Kontokorrentkonto verbucht werden. Delpolsiltum Fi
dei [- 'fi:dei] das; -s - (zu /ɑi. fides, Gen. fidei „Glauben“,
eigtl. „Glaubenshinterlegung“): Bez. der kath. Theologie
für das der Kirche anvertraute Glaubensgut
de|pos|seldie|ren (aus gleichbed. fr. déposséder zu dé-
315
„von- weg“ u. posséder „besitzen“, dies aus gleichbed. lat.
possidere): (veraltet) enteignen, entrechten, entthronen
delposltielren (aus gleichbed. fr. déposter zu dé- „vonweg“ u. poster „aufstellen, postieren“, dies zu poste „Pos
ten, Stellung“): (veraltet) von seinem Posten, seiner Stel
lung verdrängen (Mil.)
delposltullielren (aus gleichbed. lat. depostulare zuîde...
u. postulare „verlangen, fordern“): (veraltet) dringend
fordern
Delpot [de po:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. dépôt, dies aus
lat. depositum, Part. Perf. (Neutrum) von deponere, vgl.
deponieren): 1. a) Aufbewahrungsort für Sachen; b) Ab
teilung einer Bank, in der Wertsachen u. -papiere verwahrt
werden; c) aufbewahrte Gegenstände. 2. Bodensatz in Ge
tränken, bes. im Rotwein (Gastr.). 3. Ablagerung (Med.).
4. svw. Depotbehandlung. 5. Fahrzeugpark, Sammelstelle
für Straßenbahnen u. Omnibusse. Deipotlakltie [...is]
die; -, -n : Î Aktie, die einer Bank zur Verwahrung u. Ver
waltung ins Depot gegeben ist (Wirtsch.). Depotbehand lung die; -, -en: Einspritzung von Medikamenten in
schwer löslicher Form zur Erzielung länger anhaltender
Wirkungen (z.B. von Depotinsulin; Med.)
de|po|ten|z[e|ren (zu 1 de... u. Îpotenzieren): des eigenen
Wertes, der eigenen Kraft, Î Potenz berauben
Delpotlfett [de po:...] das; -[e]s (zu ÎDepot): das bei Über
angebot von Fett u. Kohlehydraten im Unterhautgewebe
gespeicherte Fett (Med.). Delpotlfund der; -[e]s, -e: ar
chäologischer Sammelfund aus vorgeschichtl. Zeit (bei
Ausgrabungen). Delpotlgelschäft das; -[e]s, -e: ge
werbsmäßige Verwahrung u. Verwaltung von Wertgegen
ständen, bes. von Wertpapieren durch Banken. Delpotprä pa rat das; -[e]s, -e: Arzneimittel in schwer löslicher
Form, das im Körper langsam abgebaut wird u. dadurch
anhaltend wirksam bleibt. Delpotlwechlsel der; -s, -: als
Sicherheit für einen Bankkredit hinterlegter Wechsel
Delpouillle [depujə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. dépouille
zu dépouiller „berauben, plündern“, dies aus lat. despolia
re): (veraltet) 1. Raub, Beute. 2. Nachlass, Hinterlassen
schaft. delpouilllielren [,.,'ji:...] (aus gleichbed. fr. dé
pouiller, dies aus lat. despoliare): (veraltet) berauben, ent
blößen, plündern
De|prälda|ti|on*d(e;-, -en (aus gleichbed. lat. depraedatio
zu depraedari, vgl. deprädieren): (veraltet) Plünderung.
Delpräldaltor der; -, ...oren (aus gleichbed. lat. deprae
dator); (veraltet) Plünderer, delpräldielren (aus gleich
bed. lat. depraedari zu de... u. praeda „Beute, Plünde
rung“): (veraltet) berauben, plündern
Delpralvaltilon* [,..v...J die; -, -en (aus lat. depravatio
„Verunstaltung, Entstellung“ zu depravare, vgl. depravieren): 1. Wertminderung, bes. im Münzwesen. 2. Ver
schlechterung eines Krankheitszustands (Med.). 3. Entar
tung. delpralvielren (aus lat. depravare „verunstalten,
verderben“): 1. etwas im Wert herabsetzen, bes. von Mün
zen. 2. jmdn./etwas verderben
Delprelcaltio* [,..k...J dze; -, ...ones [,..ne:s] (aus lat. depre
catio „Bitte (um Hilfe), Fürbitte“ zu deprecari, vgl. deprezieren): Anrufung einer abwesenden Person mit der Bitte
um Mitgefühl (Rhet., Stilistik)
delpre|hen|die|ren* (aus gleichbed. lat. deprehendere);
(veraltet) ertappen, ergreifen
Delprelkaltilon*die; -, -en (aus gleichbed. lat. deprecatio,
vgl. Deprecatio); (veraltet) Abbitte; vgl. deprezieren
De|pres|si|on* die; -, -en (aus /ɑt. depressio „das Nieder
drücken“ zu deprimere, vgl. deprimieren): 1. Niederge
schlagenheit, traurige Stimmung. 2. Einsenkung, Einstül
pung, Vertiefung (z.B. im Knochen; Med.). 3. Nieder
gangsphase im Konjunkturverlauf (Wirtsch.). 4. Landsen
ke; Festlandgebiet, dessen Oberfläche unter dem Meeres
spiegel liegt (Geogr.). 5. Tief, Tiefdruckgebiet (Meteor.).
Deputation
6. a) negative Höhe eines Gestirns, das unter dem Hori
zont steht; b) Winkel zwischen der Linie Auge - Horizont
u. der waagerechten Linie, die durch das Auge des Beob
achters verläuft (Astron.). 7. vorübergehendes Herabset
zen des Nullpunktes [eines Thermometers] durch Überhö
hung der Temperatur u. unmittelbar folgende Abkühlung
auf 0° (Phys.). 8. Unterdrück, der durch das Saugen der
Ventilatoren bei der Zufuhr von Frischluft im Bergwerk
entsteht (Bergw.). Depressionslafetite die; -, -n:
Geschütz zum Schießen unter die Horizontallinie, z.B.
von hoch gelegenen Befestigungen aus (Mil.), degres
siv (aus gleichbed. fr. dépressif zu lat. depressus, Part.
Perf. von deprimere, vgl. deprimieren): 1. traurig, nieder
geschlagen, seelisch gedrückt. 2. durch einen Konjunktur
rückgang bestimmt (Wirtsch.). Delpreslsilviltät [,..v...]
die; - (zu T ...ität>: Zustand der Niedergeschlagenheit
Delpreltilaltilpn* dZe; -, -en (zu 1 de..., lat. pretium „Preis,
Wert, Lohn“ u. T...ation): (veraltet) 1. Entwertung. 2. He
rabsetzung. de|pre|ti|a|tiv (zu î...iv>: abschätzig, pejora
tiv. deipreltilielren (zu Î..deren): (veraltet) 1. unter
schätzen. 2. entwerten. 3. (im Preis) herabsetzen
delprelzielren* (aus lat. deprecari „durch Bitten abzuwen
den suchen“): (veraltet) Abbitte leisten; vgl. Deprekation
deprimieren* (aus gleichbed. fr. déprimer, dies aus lat.
deprimere „niederdrücken“): niederdrücken, entmutigen,
delprijmiert (zu î...iert>: entmutigt, niedergeschlagen,
gedrückt; schwermütig
Delprilvaltilon* [...v...] die; -, -en (aus mlat. deprivatio
„Entziehung“, eigtl. „Beraubung“, zu deprivare, vgl. deprivieren): 1. a) Mangel, Verlust, Entzug von etwas Er
wünschtem (z. B. fehlende Zuwendung der Mutter, Liebes
entzug u. Ä. ; Psychol.); b) Verlust bestimmter Fähigkeiten
(z.B. des Bewusstseins; Med.). 2. Absetzung eines kath.
Geistlichen. Delprilvaltilpnslsynldrom das; -s, -e:
Rückstand in der körperlich-seelischen Entwicklung bei
Kindern (bes. in Heimen), die die Mutter od. eine andere
Bezugsperson entbehren müssen; vgl. Hospitalismus (2).
deprivieren (aus mlat. deprivare „entziehen“ zu Tde...
u. /az. privare „berauben“): die Mutter od. eine andere Be
zugsperson entbehren lassen
De prolfunldis [de-] das; - - (lat.; „Aus der Tiefe (rufe ich,
Herr, zu dir“): Anfangsworte u. Bez. des 130. (129.)
Psalms nach der t Vulgata (1)
delprolmielren* (aus gleichbed. lat. depromere): (veral
tet) hervorholen
delprolmitltielren* (zu Ide... u. lat. promittere „verspre
chen“): (veraltet) ein Versprechen widerrufen
Depisildedie (Plur.) (zugr. dépsein „erweichen, kneten“ u.
î3...id): häufig in Gerbsäuren vorkommende TEster aro
matischer 1 Oxysäuren, die aus zwei od. mehreren Î Mole
külen dieser Säuren aufgebaut sind (Chem.)
De pu rans das; -, Plur. ...antia u. ...anzien [-iən] (meist
Plur.) (aus nlat. depurans, Part. Präs, von mlat. depurare,
vgl. depurieren): m’ttelstarkes Abführmittel (Med.). Depu|ra|ti|pn die; - (zu t...ation): (veraltet) Reinigung, depuraitiv (zu t...iv): (veraltet) abführend, reinigend, depurieren (aus gleichbed. mlat. depurare zu tde... u. lat.
purare „reinigen, abführen“, dies zu purus „rein“); (ver
altet) reinigen,läutern
Delpultant der; -en, -en (aus lat. deputans, Gen. deputan
tis, Part. Präs, von deputare „einem etwas zuschneiden,
zuteilen“; vgl. deputieren): jmd., der auf ein Deputat An
spruch hat. Delpultat das; -[e]s, -e (aus lat. deputatum
„Zugeschnittenes, Zugeteiltes“): 1. zum Gehalt od. Lohn
gehörende Sachleistungen. 2. Anzahl der Pflichtstunden,
die eine Lehrkraft zu geben hat. Delpultaltilon die; -, -en
(aus gleichbed. mlat. deputatio zu lat. deputatus „wem et
was zugeteilt ist; Repräsentant“): Abordnung, die im Auf
trag einer Versammlung einer politischen Körperschaft
deputieren
316
Ursprungswort; Ableitung (Sprachw.). 2. seitliche Abwei
Wünsche od. Forderungen überbringt, delpultielren
chung eines Geschosses von der Visierlinie. Delrilvalti(aus /r. députer „abordnen“, dies über spätlat. deputare
onslwinlkel der; -s, -: 1. Winkel der Kiellinie eines dre
„für etwas bestimmen, mit einer Aufgabe betrauen“ aus
henden Schiffes mit der an den Drehkreis gelegten Tangen
lat. deputare „genau abschätzen, zuteilen“): einen Bevoll
te (Schifffahrt). 2. Winkel zwischen Seelenachse (einer ge
mächtigten od. eine Gruppe von Bevollmächtigten abord
dachten Längsachse im Hohlraum eines Gewehrlaufs od.
nen. De|pu|tier|te der u. die; -n, -n <vgl. ...iert): 1. Mit
Geschützes) u. Visierlinie (Artillerie), delrilvaltiv (aus
glied einer Deputation. 2. Abgeordnete[r] (z. B. in Frank
gleichbed. lat. derivativus); durch Ableitung entstanden
reich)
(Sprachw.). Delrilvaltiv das; -s, -e [...va]: abgeleitetes
de|qua|li|fi|zie|ren (zuîde... u. Îqualifizieren): nicht od.
Wort, Ableitung (z.B. täglich von Tag; Sprachw.). Delrinicht genügend (beruflich) ausbilden. Delqua|li|fi|zievativum [,,,vʊm] das; -s, ...va [...va] (aus gleichbed. lat.
rung die; -, -en: verminderte Nutzung, Entwertung vor
(verbum) derivativum): svw. Derivativ. Delrilvaltor der;
handener beruflicher Fähigkeiten im Zuge von Rationali-s, ...oren (zu ! ...or): Gerät zur Bestimmung der Tangente
sierungs- u. Automatisierungsmaßnahmen in der Wirt
od. zum Zeichnen der Differenzialkurven einer gezeichnet
schaft
vorliegenden Kurve (Math.), delrilvielren (aus Zat. deri
de|rail|lie|ren [...(l)'ji:...] (aus gleichbed./r. dérailler zu dévare „(ein Wort) ableiten; wegleiten“, eigtl. „Wasser ablei
„von - weg“ u. rail „Schiene“): (veraltet) entgleisen (Eiten“, zu tde... u. rivus „Bach, Wassergraben“): 1. von der
senbahnw.)
Visierlinie abweichen (von Geschossen); vgl. Derivation
Derangelment [deraʒə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed./r.
(2). 2. [ein Wort] ableiten (z. B. Verzeihung von verzeihen).
dérangement zu déranger, vgl. derangieren): Störung, Ver
wirrung, Zerrüttung, delranlgielren [,,,'ʒi:...] (aus
De|ri|vier|te die; -n, -n (vgl. ...iert): mithilfe der Differen
zialrechnung abgeleitete Funktion einer Funktion (Math.).
gleichbed./r. déranger zu dé- „von - weg“ u. ranger „ord
Delri|vi|me|ter das; -s, - (zu !'...meter): svw. Derivator
nen“, dies zu rang „Ordnung“): stören, verwirren, dederm.... Derm... vgl. dermato..., Dermato... Derlma das;
ran giert (zu ! ...iert): völlig in Unordnung, zerzaust
Derlbent der; -[s]. -s (nach der gleichnamigen Stadt in Da
-s, -ta (aus gr. dérma, Gen. dérmatos „Haut“): Haut
gestan): meist blau- od. rotgrundiger Teppich aus Schaf
(Med.). Der|mablra|si|on* die; -, -en (zu tdermato...):
kosmetische Korrektur von Narben u. anderen Hautdefor
wolle
Derlby [ derbi] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. derby, nach
mitäten durch manuelles od. mechanisches Abschleifen
dem Begründer, dem 12. Earl of Derby): 1. alljährliche
(Med.), derlmal (zu t '...al (1)>: die Haut betreffend, von
Zuchtprüfung für die besten dreijährigen Vollblutpferde in
ihr stammend, an ihr gelegen (Med.). Der|mal|g[e* die; -,
Form von Pferderennen. 2. bedeutendes sportliches Spiel
...ien (zu !...algie): Hautnervenschmerz (Med.), der
von besonderem Interesse (z.B. Lokalderby). Derlbymat..., Derlmat... vgl. dermato..., Dermato... Derlmarenlnen das; -s, -: svw. Derby (1)
talgie* vgl. Dermalgie. Derlmaltilkum das; -s, ...ka (zu
De|re|a|li|sa|ti|on die; -, -en (zu 1 de... u. Î Realisation): der
t,,,ikum): Hautmittel (Med.). der|ma|tisch (aus gr. derWirklichkeit nicht entsprechende subjektive Ausdeutung
matikös „haut-, lederartig“): svw. dermal. Derlmaltiltis
u. nachträgliche Rechtfertigung des eigenen Verhaltens
die; -, ...itiden (zu! dermato... u. ! ...itis): Hautentzündung
(Psychol.)
(Med.), derlmalto..., Derlmalto..., vor Vokalen auch
Delrelbeg der; -[s], -s u. De re bei der; -[s], Plur. -e u. -s
dermat..., Dermat..., verkürzt dermo..., Dermo..., vor Vo
(aus gleichbed. türk, derebeyi; vgl. Beg): Feudalherr,
kalen auch derm..., Derm... (aus gr. dérma, Gen. dérmatos
Großgrundbesitzer in der alten Türkei
„Haut.“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
delrelgullielren (zu tde... u. tregulieren): regelnde Maß
„Haut“, z. B. Dermatologie, Dermatopsie, Dermoplastik,
nahmen aufheben. Delre|gu|lie|rung die: -, -en: das De
Dermalgie. Derlmaltolblast* der; -en, -en (zu gr. blastos
regulieren
„Spross, Trieb“): Hautfaserblatt der ! Chordaten (Biol.).
delrelielrend u. de re is tisch (zu 1 de..., lat. res (Ablativ
Derlmatochalasis /Ze; -, ...lasen: abnorme Schlaff
re) „Sache, Angelegenheit; Wirklichkeit“ u. !.. deren bzw.
heit der Haut (Med.). Derlmaltolcralnilum* [...k...] u.
!...istisch): die Erkenntnis durch unreflektierte Emotio
Dermatokranium das; -[s], ...ia: Bez. für die das Schädel
nen beeinflussend
dach, das Munddach u. die Kieferknochen der Wirbeltiere
Derelikltilon rfz'e; -, -en (aus/at. derelictio „Preisgabe“ zu
bildenden Deckknochen (Anat.). Derjmaltogen das; -s
derelinquere,
vgl.
derelinquieren):
Besitzaufgabe
(zu !...gen): Zellschicht, die den ! Vegetationskegel der
(Rechtsw.). derelinquieren (aus lat. derelinquere
Pflanzen überzieht (Bot.). Detjmaltolglylphe* /¿e; -, -n
„gänzlich aufgeben; hinterlassen“): [das Eigentum an] ei(meist Plur.) (zu gr. glÿphein „einschneiden, eingravie
ne[r] bewegliehe[n] Sache aufgeben (Rechtsw.)
ren“): Papillarlinie, -leiste, Hautleiste auf den Endglie
De|rew|nja* [dg'ref...] die; -, -s (aus gleichbed. russ. dedern der Finger u. Zehen sowie im Bereich der Ballen auf
revnja zu derevo „Baum, Holz“): kleineres russ. Dorf (oh
Handflächen u. Fußsohlen. Der|ma|to|graf, auch
ne Kirche); Ggs. TSelo
...graph der; -en, -en (zu !...graf): Stift zur Tönung der
de rilgueur [dəri'gæ:r] (fr.; zu lat. rigidus „starr; streng“):
Haut. Derlmaltolgramm das; -s, -e (zu !...gramm):
(veraltet) unerlässlich, streng
Farbabdruck des Hautlinienmusters. Der|ma|to|id® das;
Delrilvans [...v...] das; -, ...antia u. ...anzien [,,,iən] (meist
-s, -e (zu T ...oid): abwaschbares, strapazierfähiges Kunst
Plur.) (aus lat. derivans, Part. Präs, von derivare „ablei
leder (bes. für Büchereinbände). Der|ma|to|kralnilum*
ten“; vgl. derivieren): ableitendes Mittel; Hautreizmittel;
vgl. Dermatocranium. DerlmaHol® das; -s (Kunstw.; vgl.
Mittel, das eine bessere Durchblutung von Organen be
...ol): keimtötendes Arzneimittel zur Wundbehandlung u.
wirkt; Med.). Delrilvat das; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat.
gegen Darmkatarrh. Der|maltollei|o|my|om das; -s, -e:
derivatum, eigtl. Part. Perf. (Neutrum) von derivare „(ein
nervenreiche Hautknötchen aus glatten Muskelfasern
Wort vom anderen) ableiten“): 1. abgeleitetes Wort (z. B.
(gutartige Hautgeschwulst; Med.). Der|ma|to|lo|ge /er;
Schönheit von schön; Sprachw.). 2. Organ, das sich auf ein
-n, -n (zu t...loge): Hautarzt. Der|ma|to|lo|gie die; - (zu
anderes, entwicklungsgeschichtlich älteres Organ zurück
!...logie>: Lehre von den Hautkrankheiten. Der ma tcführen lässt (z. B. die Haut als Derivat des äußeren Keim
logikum das; -s, ...ka <zu!...ikum): äußerlich anzuwen
blattes; Bio!.). 3. chem. Verbindung, die aus einer anderen
dendes Mittel, insbesondere zur Behandlung von Haut
entstanden ist (Chem.). De|ri|va|ti|on die; -, -en (aus /ɑ/.
krankheiten (Med.). Der|ma|to|lo|gin die; -, -nen: Haut
derivatio „Ableitung“) : 1. Bildung neuer Wörter aus einem
ärztin. derlmaltoilglgisch (zu ! ...logisch): zur Derma-
317
tologie gehörend, auf ihr beruhend. Der|ma|to|ly|sis
die; -, ...sen (zugr. lysis „(Auflösung“): angeborene Haut
schlaffheit (Med.). Derlmaltom das; -s, -e (zu T...om>: 1.
Hautgeschwulst (Med.). 2. Hautsegment (Med.); vgl. Seg
ment (2). 3. Chirurg. Instrument zur Ablösung von Haut
lappen für Transplantationszwecke. Der|ma|to|my|i|asis die; - (zu gr. myîa „Fliege“ u. T ...iasis>: Madenkrank
heit der Haut (Med.). Der|ma|tolmy|kp|se die: -, -n:
Pilzflechte der Haut (Med.). Der|ma|tolmy|om das; -s,
-e: gutartige Hautgeschwulst (Med.). Derlmaltoimylosiltis die; -, ...itiden: Muskelentzündung in Verbindung
mit einer Entzündung der Haut (Med.). Der|ma|to|pathie die; -, ...ien (zu f...pathie>: durch Gefäßstauung ver
ursachte Hauterkrankung (Med.). Derlmalto^phylten
die (Plur.) (zu î...phyt>: Haut-u. Haarpilze (Med.). Dermaltolplasltik die; -, -en: operativer Ersatz von kranker
od. verletzter Haut durch gesunde (Med.). Derlmaltopsie* die; - (zu T...opsie>: Hautlichtsinn; Fähigkeit, mit der
Haut bzw. mit der Körperoberfläche Licht wahrzunehmen
(Zool.). derlmaltppltisch*: die Dermatopsie betref
fend. Der|ma|tor|rha|gie die; -, ...ien (zu gr. rhagö
„Riss“ u. t2...ie>: Hautblutung, Blutschwitzen (Med.).
Derlmaltolse die; -, -n (zu t’...ose>: Hautkrankheit
(Med.). Der|ma|to|sklelro|se* die; -, -n: krankhafte
Veränderung der Haut (Med.). Der|ma|to|spas|mus*
der; -, ...men: Gänsehaut, Hervortreten der Haarbälge in
folge Î Kontraktion der glatten Haarmuskulatur, die dabei
das Haar aufrichtet (Med.). Derlmaltolzolon das; -s,
...zoen (zugr. zöon „Lebewesen,Tier“): Hautschmarotzer
(Med.). Derlmaltolzololnolse die; -, -n: durch Dermatozoen verursachte Hautkrankheit (Med.). ...derlmie (zu
gr. dérma „Haut“ u. f 2...ie>: Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Veränderung, Krankheit der Haut“, z. B. Ery
throdermie, Leukodermie. derlmo..., Derlmo... vgl.
dermato..., Dermato... Derlmo epi derlmiitis die; -,
...itiden (zu tEpidermis u. t ...itis): bakterieller Stauungs
katarrh der Haut mit Schuppenbildung (Med.). Derlmograf, auch ...graph rfer; -en, -en (zu T ...graf): Fettstift für
Markierungen auf der Haut (Med.). Derlmolgralfie,
auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t...grafie): Streifen- od.
Striemenbildung auf gereizten Hautstellen (Med.). Dermoigra fislmus, auch ...gra|phis|mus der; -, ...men
<zuf...ismus (3)>: svw. Dermografie. Dermoid das; -s, -e
(zu t,,,oid): hautartige Fehlbildung an Schleimhäuten
(Med.). Der|mo|idlzyslte die; -, -n: Zyste, die durch Ein
schluss von Epidermisteilen in der Gegend bestimmter
Î embryonaler Spalten entsteht (Med.). Der|mo|plas|tik
die; -, -en: 1. svw. Dermatoplastik. 2. Präparationsverfah
ren zur möglichst naturgetreuen Darstellung von Wirbel
tieren. Derlmoltolmie die; - (zuɪ,,,toɪnie): Anatomie der
Haut, derlmoltrop* (zu f,,,trop): die Haut beeinflus
send, auf sie wirkend, auf sie gerichtet (Med.)
Derlnier Cri [dernje’kri] der; - -, -s -s [dernje'kri] (aus
gleichbed./r. dernier cri, eigtl. „letzter Schrei“) : allerletzte
Neuheit (bes. in der Mode)
delrolbielren (aus gleichbed. fr. dérober zu dé- „von weg“ u. älter fr. rober „rauben“, dies aus dem Germ.):
(veraltet) stehlen, entwenden; sich -: sich heimlich davon
machen
delroldielren (aus spätlat. derodere zu tde... u. lat. rodere
„nagen“, Analogiebildung zu erodere, vgl. erodieren):
(veraltet) ab-, benagen
Delrolgaltilon die; -, -en (aus lat. derogatio „Abschaffung,
Beschränkung“ zu derogare, vgl. derogieren): Teilaufhe
bung, teilweise Außerkraftsetzung [eines Gesetzes], derolgaltivu. de ro galtolrisch (aus gleichbed. lat. derogativus bzw. derogatorius): aufhebend, beschränkend;
vgl. ,,.iv/...orisch. Dé ro geance prin zip [derɔʒa:s...]
¿Zas; -s (verdeutlichende Bildung aus gleichbed./r. déroge
Desallergisierung
ance (zu déroger „zuwiderhandeln; die Adelsprivilegien
verwirken“, dies aus lat. derogare, vgl. derogieren) u.
Î Prinzip): durch die Ritterorden des Mittelalters gepräg
ter Grundsatz, wonach die nicht standesgemäße Betäti
gung (in Handel u. Wirtschaft) den Verlust der Vorrechte
u. Privilegien des Adels nach sich zog. delrolgielren (aus
lat. derogare „aufheben, beschränken, aberkennen“ zu
tde... u. rogare „bitten“): außer Kraft setzen; schmälern,
beeinträchtigen
De|ro|si|on die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. derosio zu de
rodere, vgl. derodieren): (veraltet) Abnagung, delrolsiv
(zu T...iv): (veraltet) abnagend
delrou|gie|ren [deruʒi:...] (aus gleichbed./r. dérougir zu
dé- „von- weg“ u. rougir „rot färben, machen, röten“, dies
zu rouge „rot“ aus lat. rubeus): (veraltet) die rote Farbe,
Röte entfernen, entfärben
Delroullelment [deruləma:] das; -s, -s (aus gleichbed./r.
déroulement, eigtl. „das Auseinanderrollen“, zu dérouler
„abrollen“, dies zu dé- „von- weg“ u. rouler „rollen“):
(veraltet) Abwicklung
Delroute [de'ru:t(ə)] die; -, -n [,..tn] (aus fr. déroute „wilde
Flucht, Auflösung, Zusammenbruch“ zu altfr. dérouter
„auseinander laufen“; vgl. Route): 1. Kurs-, Preissturz. 2.
(veraltet) wilde Flucht einer Truppe. de|rou|tie|ren [deru...] (aus fr. dérouter „den Kurs ändern“, eigtl. „vom We
ge abbringen, irreleiten“): Preisverfall bewirken
(Wirtsch.)
Derlrickkran der; -[e]s, Plur. ...kräne, fachspr. -e (nach ei
nem engl. Henker des 17. Jh.s namens Derrick): Masten
baukran, Montagekran für Hoch- u. Tiefbau
derrière [der'jɛ:r] (fr.; eigtl. „hinten; hinterher“): (veral
tet) zurück! (Zuruf an den Hund)
Derlris die; - (zu gr. dérris „Haut, Fell“): Vertreter einer in
Afrika u. Asien beheimateten Gattung der Schmetter
lingsblütler, dessen Wurzeln zur Herstellung von Schäd
lingsbekämpfungsmitteln dienen
De|ru|ta|wa|re die; -, -n (nach der ital. Stadt Deruta in der
Provinz Perugia); Tonware des 16. Jh.s
Derlwisch der; -[e]s, -e (über türk, dervis aus pers. darwiis
„Bettler“): Mitglied eines islam, religiösen Ordens, zu des
sen Riten Musik u. rhythmische Tänze gehören
des.... Des... (aus fr. dés- „ab-, aus-, ent-“, dies aus lat. dis„auseinander, un-, ent-“) : Präfix mit der Bedeutung „ent-“
(nur vor Vokalen), z. B. desorganisieren, Desengagement,
Desillusion; vgl. de..., De...
Des|ab|u|se|ment [...abyza'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. désabusement, eigtl. „Enttäuschung“, zu désabuser,
vgi. desabusieren): (veraltet) Zurechtweisung, Belehrung,
deslabluls[elren (aus gleichbed. fr. désabuser, eigtl.
„enttäuschen“, zu fdes... u. abuser „täuschen, hinterge
hen“, dies zu abus „Missbrauch, Betrug“ aus lat. abusus):
(veraltet) zurechtweisen, eines Besseren belehren
des|acha|lan|die|ren [...a/alä...] (aus gleichbed./r. désachalander zu fdes... u. fachalandieren): (veraltet) a) die
Kundschaft verlieren; b) (jmdm.) die Kundschaft ab
spenstig machen
Des|af|fek|ti|on die; -, -en (aus gleichbed./r. désaffection
zu îdes... u. affection „Zuneigung, Liebe“, dies aus lat. af
fectio, vgl. Affektion): (veraltet) Abneigung, deslaf |fektilolniert (aus gleichbed./r. désaffectionné, Part. Perf.
von se désaffectionner „die Zuneigung verlieren“; vgl.
...iert): (veraltet) abgeneigt
deslagrelalbel* (aus gleichbed./r. désagréable zu Ides...
u. agréable, vgl. agreabel): (veraltet) unangenehm, miss
fällig
des|ak|ti|vie|ren [...V...] (zu fdes... u. Taktivieren): in ei
nen nicht aktiven (vgl. aktiv, 5) Zustand versetzen (Chem.)
Des al ler gi sie rung die; -, -en (zu fdes..., ÎAllergisie
rung): therapeutische Maßnahme bei Î Allergosen (Med.)
Desaminase
Des|ami|na|se die; -, -n (zu îdesaminierenu. T...ase): svw.
Arginase, deslamilnieren (Kunstw. aus îdes..., ÎAmi
nogruppe u. t..deren): die Aminogruppe aus organischen
Verbindungen abspalten (Chem.)
Deslanlnelxilon die; -, -en (aus gleichbed./r. désannexion
zu tdes... u. tAnnexion): das Rückgängigmachen einer
tAnnexion (franz. Schlagwort im 1. Weltkrieg in Bezug
auf Elsass-Lothringen)
Deslap poinltelment [,,,apoɛtə'ma:] das; -s, -s (aus
gleichbed. älter fr. désappointement zu désappointer, vgl.
desappointieren) : (veraltet) a) Streichung (von der Dienst
liste; Mil.); b) Abdankung, deslapipoinltielren (aus
gleichbed. älter/r. désappointer zu Tdes... u. appointer,
vgl. appointieren): (veraltet) a) aus der Dienstliste strei
chen ; des Soldes od. eines Vorteiles berauben (Mil.) ; b) ei
ne sichere Erwartung täuschen; c) in Verlegenheit bringen
Deslaplprolbaltilon* die; -, -en (aus gleichbed. fr. désap
probation zu Tdes... u. approbation, vgl. Approbation):
(veraltet) Missbilligung
Des|ap|prolpri|a|ti|on* die; -, -en (aus gleichbed. fr. dés
appropriation zu désapproprier, vgl. desappropriieren):
(veraltet) Aufgeben des Eigentums, Entäußerung, Ver
zicht. des|aplpro|pri|ie|ren (aus gleichbed. fr. désap
proprier zu T des... u. approprier, vgl. appropriieren): (ver
altet) das Eigentum aufgeben
Deslarlmelment [...arma'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
désarmement zu désarmer, vgl. desarmieren): Entwaff
nung des Gegners beim Fechten, indem diesem die Klinge
aus der Hand geschlagen wird, deslarlmielren (aus
gleichbed. fr. désarmer zu T des... u. armer, vgl. armieren):
1. (veraltet) entwaffnen. 2. dem Gegner die Klinge aus der
Hand schlagen (Fechtsport)
deslaslsorltielren (aus gleichbed. fr. désassortir zu T des...
u. assortir, vgl. assortieren): (veraltet) a) Zusammengehö
riges trennen; b) [ein Lager] räumen. Deslaslsorltislsement [...asartisa'mä:] das; -s, -s (zu Tdes... u. Assortissement): (veraltet) a) Trennung; b) unvollständiges Waren
lager
Del saslter das; -s, - (aus gleichbed. fr. désastre, dies aus it.
disastro, eigtl. „Unstern“): Missgeschick, Unheil; Zusam
menbruch. de|sas|trös* (zu T...ös): von einem Desaster
geprägt, verheerend
Deslavanitalge [,,,ava'ta:ʒ(ə)] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
désavantage zu Tdes... u. ÎAvantage): (veraltet) Nachteil,
Verlust (bes. Spielverlust)
deslavoulielren [deslavu'i:..., deza...] (aus gleichbed. fr.
désavouer zu T des... u. avouer „anerkennen, einräumen“;
vgl. lat. advocare „herbeirufen“): 1. im Stich lassen, bloß
stellen. 2. nicht anerkennen, verleugnen, in Abrede stellen.
Des|avou|ie|rung ¿Zze; -, -en (zu T...ierung): Bloßstel
lung, Brüskierung
Deslcort [dɛ'ko:u] das; -, -s (aus altfr. u. provenzal. descort
„Zwietracht, Missklang“ zu lat. discors „uneinig, strei
tend“): altfranz.-provenzal. Gedichtgattung mit unglei
chen Strophen
Desegregation* die: -, -en (aus gleichbed. fr. déségré
gation): Aufhebung der Rassentrennung
Deslemlballlalge [,,,aba'la:ʒ(ə)] die; -, -n (aus gleichbed.
ʃr. désemballage zu désemballer „auspacken“): (veraltet)
das Auspacken
Deslenlgalgelment [dezagaʒə'ma:] das: -s, -s (aus/r. dés
engagement „Lossagung von einer Verpflichtung“): svw.
Disengagement
des|en|nu|yie|ren [...äny'ji:...] (aus gleichbed. fr. désen
nuyer zu T des... u. ennuyer, vgl. ennuyieren): (veraltet) die
Langeweile vertreiben
De|sen|si|bi|li|sa|ti|on zZze; -, -en (zu T de..., t sensibilisie
ren u. Î ...ation): 1. Verringerung der Lichtempfindlichkeit
von belichteten fotografischen Schichten mithilfe von De
318
sensibilisatoren. 2. Schwächung od. Aufhebung der aller
gischen Reaktionsbereitschaft eines Organismus durch
stufenweise gesteigerte Zufuhr des anfallauslösenden All
ergens; vgl. Allergen (Med.); vgl. ...ation/...ierung. Desen|silbi|li|sa|tor der; -s, ...oren: Farbstoff, der Filme
Îdesensibilisiert (2). delsenlsilbillilsielren: 1. unemp
findlich machen (Med.). 2. Filme mithilfe von T Desensibi
lisatoren weniger lichtempfindlich machen (Fotogr.). Desensibililsierung die; -, -en: svw. Desensibilisation;
vgl. ...ation/...ierung
deslen|ve|lop|pie|ren [,,,avəlɔ...] (aus gleichbed. fr. désenvelopper zu Tdes... u. envelopper „ein-, umhüllen“; vgl.
Enveloppe): (veraltet) auspacken, enthüllen
Delsert-Cullture [dɛ'zətkʌltʃə] rfze; - lengl.; zu desert
„Wüste“ u. culture „Kultur“): prähistorische Indianerkul
tur in Wüstengebieten Nordamerikas
Delserlteur [dezɛr'to:u] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. déser
teur zu désert, vgl. desertieren): Fahnenflüchtiger, Über
läufer. delserltielren (aus gleichbed. fr. déserter zu dé
sert „öde, verlassen“, dies aus lat. desertus zu deserere
„im Stich lassen, aufgeben“): fahnenflüchtig werden; zur
Gegenseite überlaufen. Delser|ti|fi|ka|ti|on die; -, -en
(zu lat. desertus „verlassen“ u. T...fikation): Verwüstung;
Vordringen der Wüste in bisher noch von Menschen ge
nutzte Räume aufgrund einer zu starken Nutzung der
Wüstenrandgebiete durch den Menschen. De|ser|ti|on
die; -, -en (über fr. désertion aus gleichbed. spätlat. deser
tio): Fahnenflucht. de|ser|to|risch (zu lat. desertor
„Verräter, Flüchtling, Deserteur“): böswilliges Verlassen
od. unentschuldigtes Versäumen betreffend
desleslpelrielren (aus gleichbed. fr. désespérer, dies aus
lat. desperare): (veraltet) verzweifeln. Desleslpoir
[...es'poam] das; - (aus gleichbed. fr. désespoir): (veraltet)
Verzweiflung
Dés I ha I bil | lé [dezabije:] das; -[s], -s (aus gleichbed. fr. dés
habillé, substantiviertes Part. Perf. von déshabiller, vgl.
deshabillieren): a) Bez. für ein elegantes Haus- u. Morgen
kleid, das bes. im 18. Jh. in Mode war; b) eleganter, de
kolletierter Morgenrock, deslhalbilllielren [dezabi'ji:...]
(aus gleichbed. fr. déshabiller zu îdes... u. habiller „anklei
den“): (veraltet) entkleiden, ausziehen
des|he|riltie|ren [deseri...] (aus gleichbed. fr. déshériter
zu T des... u. hériter „erben“, dies aus lat. hereditäre): (ver
altet) enterben
delsi|de|ra|bel (aus gleichbed. lat. desiderabilis): wün
schenswert. de|si|de|rat (aus lat. desideratus „er
wünscht, willkommen“): eine Lücke füllend, einem Man
gel abhelfend; dringend nötig. Delsildelrat das; -[e]s, -e
u. Desideratum das; -s, ...ta (aus lat. desideratum „Er
wünschtes“): 1. vermisstes u. zur Anschaffung in Biblio
theken vorgeschlagenes Buch. 2. etw., was fehlt, was nötig
gebraucht wird; Erwünschtes. Delsilde|ra|ti|on rfɪe,- -,
-en (aus gleichbed. lat. desideratio): (veraltet) Verlangen.
De|si|de|raltiv ¿Zus; -s, -e [...va] u. De|si|de|ra|ti|vum
[...vom] das; -s, ...va [...va] (aus gleichbed. lat. (verbum)
desiderativum); Verb, das einen Wunsch ausdrückt (z.B.
lat. scripturio = ich will gern schreiben). De|si|de|ratum vgl, Desiderat. Delsildelrilum das; -s, Plur. ...ien
[,,,iən] u. ...ia (aus lat. desiderium „Sehnsucht, Wunsch“):
1. Wunsch, Forderung, Verlangen. 2. (meist Plur.) zur An
schaffung in Bibliotheken vorgeschlagenes Buch
Delsign [dizain] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. design, dies
über älter fr. dessein(g) zu desseigner „zeichnen, entwer
fen", dies über it. disegnare aus lat. designare, vgl. desig
nieren): 1. zeichnerischer od. plastischer Entwurf, Skizze,
Modell (bes. zur Gestaltung industriell gefertigter Gegen
stände). 2. die nach Design (1) entstandene Form von et
was. Delsilgnat* [dezɪ'gna:t] das; -[e]s, -e (aus lat. desig
natum „das Bezeichnete“, substantiviertes Part. Perf.
319
(Neutrum) von designare, vgl. designieren): Bez. für das
t Signifikat in einem t bilateralen Zeichenmodell der Spra
che (beim sprachlichen Zeichen „Kamm" beispielsweise
ist der Sinn od. Inhalt das Signifikat, das Bezeichnete,
während der Lautkörper bzw. das Schriftbild, der Name
also, der Signifikant, das Bezeichnende ist; Sprachw.);
Ggs. TDesignator. Delsilgnalteur* [...gna'tom] der: -s, -e
<zu Î...eur): svw. Designator (2). De si gna ti on* die; -,
-en (aus lat. designatio „Bezeichnung, Abgrenzung“ zu de
signare, vgl. designieren): 1. Bestimmung, Bezeichnung. 2.
vorläufige Ernennung. Delsilgnaltor* der: -s, ...oren (aus
lat. designator „Bezeichner“; vgl. ...or>: 1. Bez. für den
t Signifikanten in einem (bilateralen Zeichenmodell der
Sprache (beim sprachlichen Zeichen „Kamm" beispiels
weise ist der Sinn od. Inhalt das Signifikat, das Bezeich
nete, während der Lautkörper bzw. das Schriftbild, der
Name also, der Signifikant, das Bezeichnende ist;
Sprachw.); Ggs. (Designat. 2. (veraltet) Platzanweiser,
Ordner, delsilgnaltus* {lat.}: im Voraus ernannt, vorge
sehen (Abk.: des.), delsilgnen* [di'zainən] (aus gleichbed. engl. to design zu älter fr. desseigner, vgl. Design):
entwerfen, gestalten. Delsilgner* [di'zainu] der: -s, - (aus
gleichbed. engl. designer zu design, vgl. Design): Formge
stalter für Gebrauchs- u. Verbrauchsgüter. Delsilgnerdrolge* die: -, -n: [in Abwandlung einer bekannten Dro
ge] synthetisch hergestelltes, neuartiges Rauschmittel.
Deisilgnerlfood* [...fu:d] das: -s: svw. Novel Food. Desi gne rin* die: -, -nen: weibliche Form zu tDesigner.
Designermode’ die: -, -n (zu (‘Mode): von Modede
signern entworfene Kleidung. de|si|gnie|ren* [dezigni:...] (aus gleichbed. lat. designare zu (de... u. signum
„Zeichen, Kennzeichen“): bestimmen, bezeichnen; für
ein [noch nicht besetztes] Amt vorsehen
Delsiklkanltia vgl. Desikkanzien. Desikkanzien
[,,,iən], Desikkantia die (Plur.) (zu (de... u. lat. siccans,
Plur. siccantia, Part. Präs, von siccare „trocknen“): ehern.
Mittel, die das Vertrocknen von Kulturpflanzen od. deren
Teilen bewirken. De!sik|ka|ti|on die; - (zu (de... u. lat.
siccatio „das Trocknen“): Vertrocknung, das Vertrocknen
von Kulturpflanzen od. deren Teilen durch chemische
Mittel
Delsi li|fiIkaltilon die; -, -en (zu (de..., lat. silex „Kiesel“
u. (...fikation): svw. Desilifizierung; vgl. ...ation/...ierung.
Desülifizierung die; -, -en (zu 1 ...fizierung): durch
Lösung u. Auswaschung der Silikate hervorgerufene Ver
armung des Bodens an Kieselsäure; vgl. ...ation/...ierung
Des|il|lulsi|on die; -, -en (aus gleichbed. fr. désillusion zu
1des... u. ÎIllusion): 1. (ohne Plur.) Enttäuschung, Ernüch
terung. 2. enttäuschendes Erlebnis; Erfahrung, die eine
Hoffnung zerstört, deslilllulsilolnielren (aus gleichbed.
fr. désillusionner): enttäuschen, ernüchtern. Deslilllulsioinis mus rZer; - (zu !...ismus): Hang zu illusionsloser,
schonungslos nüchterner Betrachtung der Wirklichkeit
Des|in|fek|ti|on die; -, -en (zu 1 des... u. ( Infektion): 1. Ab
tötung von Erregern ansteckender Krankheiten durch
physik. od. ehern. Verfahren bzw. Mittel. 2. (ohne Plur.)
Zustand, in dem sich etwas nach dem Desinfizieren befin
det, z.B. die - hielt nicht lange vor; vgl. ...ation/...ierung.
Des in fek ti ons ap pa rat der; -[e]s, -e: svw. Desin
fektor (2). Deslinlfekltor der; -s, ...oren (zu (...or): 1.
Fachmann für Desinfektionen. 2. Gerät zur Desinfizie
rung von Kleidungsstücken u.Ä.
Des|in|fes|ta|ti|on die; -, -en (zu (des... u. spätlat. infes
tatio „Anfeindung, Angriff', dies zu lat. infestare „anfein
den, angreifen“): Entwesung, Vernichtung schädlicher
Kleinlebewesen (z.B. von Mäusen)
Deslinlfilzilens [...ions] das; -, ...zienzien [...ion] u. ...zientia (zu (des... u. lat. inficiens, Part. Präs, von inficere, vgl.
infizieren): keimtötendes Mittel. des|in|fi|zie|ren:
Deskriptor
Krankheitserreger abtöten. Des|in|fi|zi_e|rung <ZZe; -, -en
(zu !...ierung): svw. Desinfektion (1); vgl. ...ation/...ierung
Desinformation [auch des...] die; -, -en (zu (des... u.
IInformation): bewusst falsche Information zum Zwecke
der Täuschung
Des|in|sek|ti|on die; -, -en (zu îdes..., IInsekt u. t‘...ion):
Entwesung, Bekämpfung u. Vertilgung von Ungeziefer
(hauptsächlich von Insekten)
Des|in|te!gra|ti|on* die; -, -en (zu t des... u. TIntegration):
1. Spaltung, Auflösung eines Ganzen in seine Teile; Ggs.
(Integration (2). 2. (ohne Plur.) Zustand, in dem sich et
was nach der Auflösung o. Ä. befindet, z. B. die - beibehal
ten (Pol., SozioL); Ggs. (Integration (3); vgl. ...ation/...ie
rung. Des in te gra tor der; -s, ...oren: 1. Maschine, die
nicht faserige Materialien zerkleinert. 2. Teerabscheider,
Gerät zur Abscheidung von Teernebeln. des|in|telgrierend: nicht unbedingt notwendig, nicht wesentlich, desinite griert: aufgelöst, zerfallen, in einzelne, selbststän
dige Teile aufgespalten; desintegrierter Typus: die durch
nicht od. kaum zusammenhängend ablaufende psychische
Vorgänge (Wahrnehmen, Fühlen, Denken, Wollen) ge
kennzeichnete Persönlichkeit (Psychol.); Ggs. (integrier
ter Typus. Desinteigrierung die; -, -en: svw. Desinte
gration (1); Ggs. (Integrierung; vgl. ...ation/...ierung
Deslin|te|res|se* das; -s (zu (des... u. (Interesse): Unbe
teiligtsein, innere Unbeteiligtheit, Gleichgültigkeit gegen
über jmdm./etwas; Ggs. (Interesse (1). Desinteresse'ment [dezɛtərɛsə'ma:] das; -s (aus gleichbed. fr. désin
téressement): svw. Desinteresse, deslinlteireslsiert
[,,,mtərɛ...] (nach gleichbed. fr. désintéressé; vgl. ...iert):
an etwas nicht interessiert; uninteressiert; Ggs. (interes
siert
Des|in|ves|ti|ti|on [...v...] die; -, -en (zu (des... u. (Inves
tition): Verringerung des Bestandes an Gütern für späte
ren Bedarf; Ggs. I Investition (2)
desinviitieren [...v...] (aus gleichbed. fr. désinviter zu
t des... u. inviter „einladen“, dies aus Zaí. invitare): (veral
tet) eine Einladung zurücknehmen
Deslinlvollture [dezɛvɔl ty:ç] <Zze; - (aus fr. désinvolture
„Ungezwungenheit“, dies aus it. disinvoltura zu disinvolto, eigtl. „unverhüllt“, dies zu (dis... u. lat. volvere „ein
hüllen“): ungezwungene Haltung, Ungeniertheit [im Stil]
(bes. im (Expressionismus 1)
delsilralbel (aus gleichbed. fr. désirable zu désirer „wün
schen, verlangen“, dies aus lat. desiderare „begehren, er
sehnen“): (veraltet) wünschenswert
delsisltielren (aus Zai. desistere „abstehen, aufhören; weg
treten“): (veraltet) von etwas abstehen; Ggs. (insistieren
Desljaltilne die; -, -n (aus russ. desjatina zu desjaf
„zehn“): alte russ. Flächeneinheit (entspricht ungefähr ei
nem Hektar)
Desklrelsearch ['dɛskrɪsə:tʃ] das; -[s], -s (aus gleichbed.
engl. desk research, eigtl. „Schreibtischforschung“): Aus
wertung statistischen Materials zum Zweck der Markt- u.
Meinungsforschung; Ggs. 1 Fieidresearch
deskribieren* (aus gleichbed. lat. describere); beschrei
ben (z.B. sprachliche Erscheinungen). Delskripltilon
die; -, -en (aus gleichbed. lat. descriptio, eigtl. „Ab
schrift“): Beschreibung, delskripltiv (aus gleichbed. lat.
descriptivus): beschreibend; Ggs. (präskriptiv. Deskripltilvislmus [,..v...] der: - (zu (...ismus (1)): Rich
tung der modernen Sprachwissenschaft (vor allem in Ame
rika), die nicht von abstrakten Theorien, sondern be
schreibend von der konkreten Sprache ausgeht, delskriptivistisch (zu 1 ...istisch): nach Art. nach der Methode
desDeskriptivismus. De|skrip|tor</er;-s, ...oren (ausZaZ.
descriptor „Beschreiber“; vgl. ...or): Kenn- od. Schlüssel
wort, durch das der Inhalt einer Information charakteri-
320
Desktop
siert wird, z. B. zur Bestimmung von Î Daten im Speicher
eines 1 Computers (Informatik)
Deskltop der; -s, -s (verkürzt aus gleichbed. engl. desktop
(computer), zu desk „Schreibtisch“ u. top „Arbeitsplat
te“): Schreibtischplatte. Deskltoplpulblilshing*, auch
Deskltop-Pulblilshing [-,pʌblɪʃɪŋ] das; -(s] (aus gleich
bed. engl. desktop publishing, eigtl. „das Herausgeben von
der Schreibtischplatte aus“): das Erstellen von Satz u.
Layout eines Textes am Schreibtisch mithilfe der Daten
verarbeitung; Abk.: DTP
desm..., Desm... vgl. desmo..., Desmo... Deslmalgie
<Zze; -, ...ien (zu Îdesmo... u. î...algie): Sehnen- u. Bänder
schmerz (Med.). Desimin der; -s, -e (zu Î desmo... u. T...in
(1)>: meist weißes, auch gelblich rötliches Mineral aus der
Gruppe der ÎZeolithe. Des,mi tis iZ/e; -, ...itiden (zu
t...itis): Sehnen- od. Bänderentzündung (Med.), des
mo..., Deslmo..., vor Vokalen meist desm..., Desm...
(aus gr. desmós „Band, Fessel“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „Band, Gelenkband; Verbindung; Bin
degewebe“, z. B. Desmopathie, Desmin. Deslmolcralnium* [...k...], Desmokranium das; -s, ...ien [,,,iən]: Binde
gewebsschädel (früheste Anlage des Schädels in der Em
bryonalentwicklung; Med.). Deslmoldont das; -s (zu gr.
odoús, Gen. odóntos „Zahn“): Wurzelhaut [des Zahnes]
(Med.). Deslmoldylnie die; -, ...ien (zu T...odynie): svw.
Desmalgie. Desmoenzym das; -s, -e (meist Plur.): an
Zellstrukturen gebundenes u. folglich schwer aus den Zel
len herauszulösendes, sogenanntes strukturgebundenes
tEnzym; Ggs. TLyoenzym. des mo gen (zu t...gen); im
Bindegewebe entstanden (z. B. von Tumoren; Med.). Desmolid das; -s, -e (zu î...oid): harte Bindegewebsge
schwulst (Med.). Deslmolkralnilum* vgl. Desmocrani
um. Des mollalse die; -, -n (verkürzt aus Desmolyse u.
t...asey. veraltete Bez. für ein tEnzym, das die Bindung
zwischen zwei Kohlenstoffatomen einer C-Kette aufspal
tet (Chem.). Des mo lolgie die; - (zu Tdesmo... u. Î...I0gie) : Lehre von der Bedeutung der Antriebshemmung für
die Entstehung neurotischen Fehlverhaltens (Psychoana
lyse). Deslmolpalthie die; -, ...ien (zu î...pathie>: Er
krankung eines [Gelenk]bandes (Med.). Deslmorlrhexis die; -, ...xen (zu gr. rhèxis „das Reißen, Riss“): Bän
derriss (Med.). Deslmolsit [auch ... 'zɪt] der; -s, -e (zu
t2...it): svw. Adinol. Desmosom das; -s, -en (meist
Plur.) (zugr. soma „Körper“): knötchenförmiges Gebilde
in Protoplasmabrücken zwischen benachbarten Î Epithel
zellen (Biol.). des moitrop* (zu î ...trop): svw. tautomer.
Des|mo|tro|pie* die; -, ...ien (zu t...tropie): svw. Tautomerie
Des obli geance* [,,,'ʒa:s] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed.
fr. désobligeance zu désobliger „unfreundlich sein“, dies
zu T des... u. obliger „verpflichten“ aus lat. obligare): (ver
altet) Ungefälligkeit, desloblilgeant [---'ʒa:] (aus gleich
bed. fr. désobligeant): (veraltet) unfreundlich, ungefällig
Des|ob|li|te|ra|ti|on die; -, -en (zu îdes... u. tObliterati
on): operative Entfernung von Blutgerinnseln aus vereng
ten od. verschlossenen Blutgefäßen (Med.), deslobllilterielren: Blutgerinnsel aus verengten od. verschlossenen
Blutgefäßen operativ entfernen (Med.)
Deslodolrans das; -, Plur. ...anzien [...ion] od. ...antia (aus
ziZat. desodorans zu Îdes... u. lat. odorans, Part. Perf. von
odorare „mit Wohlgeruch erfüllen“): Mittel zum Desodo
rieren; vgl. Deodorant. Des|odo|rant das; -s, Plur. -s,
auch -e (zu t...ant): svw. Deodorant. des|odo|rie|ren:
schlechten, unangenehmen [Körper]geruch beseitigen od.
überdecken. Des|odo|rie|rung die; -, -en: Beseitigung,
Milderung, Überdeckung unangenehmen [Körper]geruchs. des odo ri sie ren (aus gleichbed. fr. désodori
ser): svw. desodorieren. Des|odo|ri|sie|rung die; -, -en
(zu î...ierung): svw. Desodorierung
(aus lat. desolatus „vereinsamt, verödet“, Part.
Perf. von desolare „ einsam lassen“): 1. trostlos, traurig (in
Bezug auf einen Zustand, in dem sich etw. befindet). 2.
vereinsamt
delsorlbielren (zu Tde... u. lat. sorbere „schlucken, schlür
fen“): an der Oberfläche eines festen Stoffes angelagerte
(absorbierte) Stoffe abgeben, entfernen
Deslorldre* [de'zɔrdu] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. désor
dre zu îdes... u. ordre „Ordnung“, dies aus gleichbed. lat.
ordo): Unordnung, Verwirrung
Deslor|ga|ni|sa|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. fr. désor
ganisation zu désorganiser, vgl. desorganisieren): 1. Auf
lösung, Zerrüttung. 2. fehlende, mangelhafte Planung,
Unordnung; vgl. ...ation/...ierung. desonganisielren
(aus gleichbed. fr. désorganiser): etwas zerstören, zerrüt
ten, auflösen. Des|or|ga|ni|sie|rung
-, -en: svw.
Desorganisation; vgl. ...ation/...ierung
deslori|en|tie|ren (aus fr. désorienter „irremachen, ver
wirren“ zu îdes... u. orienter, vgl. orientieren): nicht od.
falsch orientieren; verwirren, deslorilenltiert: nicht od.
falsch unterrichtet, nicht im Bilde. Des|ori|en|tie|rung
die; - : 1. falsche od. mangelhafte Unterrichtung; Verwir
rung. 2. Störung des normalen Zeit- u. Raumempfindens
(Med.)
Des|or|na|men|ta|do|stil der; -[e]s (zu îdes..., span, or
namentado „geschmückt, verziert“ (Part. Perf. von orna
mentar „schmücken, verzieren“) u. Î Stil): span. Baustil
der Renaissance von geometrischer Strenge (Archit.)
Delsorpltilon die; -, -en (Analogiebildung zu Î Adsorption
bzw. Î Absorption mit dem Präfix de...): 1. das Austreiben
eines Î adsorbierten od. Î absorbierten Stoffes (Phys.). 2.
das Entweichen Î adsorbierter Gase (Chem.)
Desloxildaltilgn, auch Desoxydation die; -, -en (aus
îdes... u. îOxidation): Entzug von Sauerstoff aus einer
chem. Verbindung; vgl. Oxidation (1). Desoxidaltionslmitltel, auch Desoxydationsmittel das,; -s, -: Stoff,
der chem. Verbindungen od. Metallschmelzen Sauerstoff
entzieht, desloxi dielren, auch desoxydieren: einer
chem. Verbindung Sauerstoff entziehen; vgl. oxidieren
Desloxy... (zu Toxy...): Präfix vor Bez. chem. Verbindun
gen, die durch Entzug von Sauerstoff aus der Stammver
bindung entstanden sind, z. B. Desoxyribonukleinsäure.
Des|oxy|da|ti|on usw. vgl. Desoxidation usw. Desloxyri bo nu kle in säu re* die; -: in allen Lebewesen vor
handene Nukleinsäure, die als Träger der Erbinformation
die stoffliche Substanz der Gene darstellt (Biochem.);
Abk.: DNS. Des|oxy|ri|bo|se die; - (zu î2...ose): in der
Desoxyribonukleinsäure (DNS) enthaltener Zucker. Desoxylzulcker der; -s, -: Zucker, der anstelle einer Î Hydror
xylgruppe ein Wasserstoffatom enthält (z. B. Desoxyribo
se; Biochem.)
De|solzi|a|li|sa|ti|on die; - (aus îde... u. ÎSozialisation):
Rückbildung od. Verlust sozialer Kontakte (z. B. im Alter;
Soziol.)
des|pekltie|ren* (aus lat. despectare „herabblicken, ver
achten“): [jmdn.] gering schätzen, verachten, deslpektierllich: geringschätzig, abschätzig, abfällig. Deslpektilon ¿¿e; - (aus lat. despectio „das Herabschauen“): Ge
ringschätzung, Verachtung
Deslpelraldo* der; -s, -s (aus amerik. desperado „Verzwei
felter“, dies unter Einfluss von engl. desperate „verzwei
felt, verwegen“ aus span, des(es)perado zu desesperar
„verzweifeln“, dies aus gleichbed. lat. desperare) : 1. ein zu
jeder Verzweiflungstat Entschlossener; politischer Aben
teurer. 2. Bandit (bes. im Wilden Westen Amerikas), despe rat (aus gleichbed. lat. desperatus zu desperare, vgl.
desperieren): verzweifelt, hoffnungslos. Des|pe|ra|tilon
die; -, -en (aus gleichbed. lat. desperatio); Verzweiflung.
Des|pe|ra|tis|mus der; - (zu ɪ,,,ismus (1)): Weltandelsollat
321
schauung der Verzweiflung, die von der Unvermeidlich
keit des Leidens u. der Unmöglichkeit der vollen Erkennt
nis ausgeht (Philos.). Deslpelraltist der; -en, -en <zu
t. ..ist>: (veraltet) Verzweifelnder, Hoffnungsloser, despe rie ren (aus gleichbed. lat. desperare zu Tde... u. spe
rare „hoffen, erwarten“): (veraltet) verzweifeln, verzagen,
alle Hoffnung aufgeben
de|spon|dielren* (aus gleichbed. lat. despondere): (veral
tet) versprechen, verloben. Delsponlsalta die; -, ...ae
[---tɛ] (aus gleichbed. lat. desponsata, substantiviertes
Part. Perf. (Fern.) von desponsare „verloben“): (veraltet)
die Verlobte, Braut. De|spon|sa|tus der; -, ...ti (aus
gleichbed. lat. desponsatus, substantiviertes Part. Perf.
von desponsare): (veraltet) der Verlobte, Bräutigam
Deslpot der; -en, -en (aus gr. despotes „unumschränkter
Herrscher“): 1. Gewaltherrscher. 2. herrischer Mensch,
Tyrann. Deslpoltie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. despoteia): Gewalt-, Willkürherrschaft, deslpoltisch (aus
gleichbed. gr. despotikös): 1. rücksichtslos, herrisch. 2.
willkürlich, tyrannisch, des I polti IsieIren (zu T ...isieren):
jmdn. gewalttätig behandeln, willkürlich vorgehen gegen
jmdn. Des po tis mus der; - (zu t...ismus (5)): System
der Gewaltherrschaft
delspulmielren* (aus gleichbed. lat. despumare zu Tde...
u. spuma „Schaum“): (veraltet) abschäumen
Deslqualmaltilgn die; -, -en (zu lat. desquamare „ab
schuppen, abschälen“ u. t...ation): a) schuppen- od. scha
lenförmiges Abspringen von Teilchen der Gesteinsober
fläche, bes. bei Massengesteinen wie Granit (Geol.); b)
Abstoßung von abgestorbenen, verhornten Hautschichten
bei Säugetieren u. beim Menschen (Med., Biol.); c) Absto
ßung der Gebärmutterschleimhaut bei der Î Menstruation
(Med.). Deslqualma|ti|ons|pha|se die; -, -n: Phase in
nerhalb des weiblichen Zyklus, während der die vorher
aufgebaute Schleimhaut abgestoßen wird (Med.), desqua ma tiv (zu t,,,iv): mit Abstoßung von îEpithelzellen
verbunden (Med.)
Deslsein [de'sɛ:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. dessein zu
dessin, vgl. Dessin): (veraltet) Plan, Absicht, Vorhaben
Deslsert [dɛ'se:n, dɛsɛ:n, auch dɛsɛrt] das; -s, -s (aus
gleichbed. fr. dessert zu desservir „die Speisen abtragen“,
dies zu îdes... u. servir, vgl. servieren): Nachtisch, Nach
speise. Des|sert|ser|vice [...zervi:s] das; Gen. - [...vi:s]
u. -s [,,,vi:səs], Plur. - [...vi:s, auch ,,,vi:sə]: 'Service für
Desserts. Deslsertlwein der; -[e]s, -e: Wein mit hohem
Alkohol- u. Zuckergehalt; Süßwein, Südwein
Deslsin [dɛ'sɛ:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. dessin zu des
siner „zeichnen“, dies aus lat. designare, vgl. dessinieren):
1. Plan, Zeichnung, [Webjmuster. 2. Weg des gestoßenen
Balles beim TBillard. Deslsilnalteur [dɛsina'to:n] der; -s,
-e (aus gleichbed. fr. dessinateur): Musterzeichner [im
Textilgewerbe]; vgl. Designer, deslsilnielren (aus gleich
bed. fr. dessiner, dies aus lat. designare „bezeichnen, im
Umriss darstellen“): Muster entwerfen, zeichnen, deslsiniert (zu Î ...iert): gemustert. Deslsilnielrung die; -, -en
(zu T...ierung): Muster, Musterung
Deslsous [dɛsu:] das; - [dɛ'su:(s)], - [dɛ su:s] (meist Plur.)
(aus fr. les dessous „Unterkleider“ zu dessous „unten, da
runter“, dies aus lat. de subtus „von unterhalb“): [elegan
te] Damenunterwäsche
Deslsus [de'sy:] i/ɑs,` - [de'sy:(s)], - [de'sy:s] (aus gleichbed.
fr. dessus, eigtl. „oben“, dies zu lat. susum, sursum): svw.
Diskant (1)
destabilisieren (nach gleichbed. engl. to destabilize zu
îde... u. Tstabil, vgl. Î...isieren): instabil machen, der Sta
bilität berauben. Delstalbillilsielrung die; -, -en: das
Destabilisieren
Desltilllat* das; -[e]s, -e (aus lat. destillatum, Part. Perf.
(Neutrum) von destillare, vgl. destillieren): Produkt einer
Desulfurikanten
Î Destillation (1). Destil la teur [... t0:ç] der; -s, -e (zu
T...eur>: 1. Branntweinbrenner. 2. Gastwirt, der Brannt
wein ausschenkt. Des|til|la|ti|on die; -, -en (aus lat. des
tillatio „das Herabträufeln“): 1. Reinigung u. Trennung
meist flüssiger Stoffe durch Verdampfung u. anschließen
de Wiederverflüssigung. 2. Branntweinbrennerei. 3. klei
ne Schankwirtschaft. des|til|la|tiv (zu t...iv): durch Des
tillation bewirkt, gewonnen. Desltilllaltorrfer; -s, ...oren
(zu t...or): Apparat zum Destillieren. Desltillle die; -, -n
(urspr. berlinische Kurzform für TDestillation (3)>: (ugs.)
1. [kleinere] Gastwirtschaft, in der Branntwein ausge
schenkt wird. 2. Brennerei, die Branntwein herstellt, destillliel ren (aus lat. destillare „herabträufeln“): eine Des
tillation (1) durchführen. Des|til|lier|kol|ben der; -s, -:
bauchiges Glasgefäß mit langem Hals, in dem die zu des
tillierende Flüssigkeit erhitzt wird
Desitin* [dɛs'tɛ:] das; -s, -s (aus fr. destin „Schicksal; Ver
hängnis; Glück; Zukunft“ zu destiner „bestimmen“, dies
aus lat. destinare „bestimmen, beschließen“): (veraltet)
Schicksal. Desltilnaltar u. Des ti na tär der; -s, -e (aus
/r. destinataire „Empfänger“ bzw. zu lat. destinatus, Part.
Perf. von destinare (vgl. destinieren), u. Î ...ar): 1. diejenige
[natürliche od. juristische] Person, der [vom Gesetzgeber
her] die Steuerlast zugedacht ist. 2. Empfänger von Frach
ten, bes. im Seefrachtverkehr. 3. die durch eine Stiftung
begünstigte Person. Deslti|na|tilon die; -, -en (aus lat.
destinatio „Festsetzung; Entschluss“): Bestimmung, End
zweck. desltilnielren (über/r. destiner „bestimmen, aus
ersehen, zudenken“ aus lat. destinare „bestimmen, be
schließen“): (veraltet) bestimmen, widmen
delsti|tu|a|bel* (zu Îdestituieren u.t ...abel): (veraltet) ab
setzbar. de|sti|tu|ie|ren (aus lat. destituere „hinstellen;
zurücklassen“): (veraltet) absetzen. De|sti|tu|ti|on<¿ie;-,
-en (aus gleichbed. mlat. destitutio, eigtl. „Hinterge
hung“): (veraltet) Absetzung von einem Posten; Amtsent
hebung
Desltglse* die; - (Kunstw.; vgl. 2...ose>: aus rohem Stärke
sirup gewonnener Süßstoff
Desltrakltilon* die; -, -en (zu Tdes..., lat. tractus (Part.
Perf. von trahere „ziehen“) u. t...ation): Verfahren zur
Trennung von Stoffgemischen
desltra* ma no vgl. mano destra
De|stru|ent*ifer; -en, -en (aus lat. destruens, Gen. destru
entis, substantiviertes Part. Präs, von destruere, vgl. destruieren): Organismus (Bakterie, Pilz), der organische
Substanzen abbaut u. in einfache anorganische Verbin
dungen zerlegt, delstrulielren (aus lat. destruere „nie
derreißen“ zu Tde... u. struere „aufschichten“, errich
ten“): zerstören. De|struk|ti|on «fe; -, -en (aus lat. de
structio „das Niederreißen“): 1. Zerstörung. 2. Abtragung
der Erdoberfläche durch Verwitterung (Geol.). Destrukltilonslfäulle die; -: durch Zellulose abbauende
Pilze hervorgerufene Zerstörung von Holz, das sich braun
verfärbt u. würfelartig aufspaltet. De|struklti|ons|luxa|ti|onÄe;-, -en: Verrenkung durch Zerstörung der Ge
lenkenden u. der Gelenkkapsel (Med.). Delstrukltilonstrieb der; -[e]s: auf Zerstörung gerichteter Trieb (Psy
chol.). delstrukltiv (unter Einfluss von ft; destructif aus
spätlat. destructivus „zerstörend“): 1. zersetzend, zerstö
rend. 2. bösartig, zum Zerfall [von Geweben] führend
(Med.). Delstrukltilviltät die; - (zu T...ität): destruktive
Beschaffenheit, Haltung
Delsuleltuldo [dezue.,.] das; -s (aus lat. desuetudo „Ent
wöhnung“ zu desuescere „abgewöhnen, entwöhnen, außer
Gebrauch bringen“): im Völkerrecht die Aufhebung od.
Änderung von Völkergewohnheitsrecht durch entgegen
stehende Übung
Delsul|fu|ri|kan|tenrZze (Plur.) (Kunstw. zu Tde..., Tsuifu
rieren u. T...ant (!)>: unter Ausschluss von Sauerstoff zur
D
322
Desulfurikation
Îdissimilatorischen Sulfatreduktion befähigte Bakterien.
die; - (zu t,,,ation): unter Aus
schluss von Sauerstoff verlaufende biochemische Minera
lisierung von schwefelhaltigen organischen Substanzen
unter Bildung von Schwefelwasserstoff (unter Einfluss
von Desulfurikanten)
De sul tor der; -s, ...oren (meist Plur.) (aus lat. desultor
„Kunstreiter“ zu tde... u. saltus „Sprung“): altröm.
Kunstreiter, der während des Wettreitens von einem Pferd
aufs andere sprang, delsulltolrisch (aus lat. desultorius
„schwankend“ (wie ein Kunstreiter)): (veraltet) sprung
haft, unbeständig, ohne Ausdauer
deslunielren [...y'ni:...] (aus/r. désunir „trennen, entzwei
en“ zu î des... u. unir „verbinden, vereinigen“, dies aus lat.
unire, vgl. unieren): (veraltet) spalten, trennen. Deserti
on [...y'niö:] die; -, -en [,,,io:nən] (aus gleichbed. fr. dés
union zu îdes... u. union „Vereinigung; Zusammen
schluss“, dies aus kirchenlat. unio, vgl. Union): (veraltet)
Zwietracht, Spaltung, Trennung
Des|ur|ba|ni|sa|ti|on die; - (zu îdes... u. ÎUrbanisation):
der Vorgang der Entstädterung in westlichen Industrielän
dern in der 2. Hälfte des 20. Jh.s
deslzenldent* (aus lat. descendens, Gen. descendentis,
Part. Präs, von descendere, vgl. deszendieren) : nach unten
sinkend (von Wasser od. wässrigen Lösungen); Ggs. tas
zendent; deszendente Lagerstätten: Erzlagerstätten, die
sich aus nach unten gesickerten Lösungen gebildet haben.
Deslzenldent der; -en, -en: 1. Nachkomme, Abkömm
ling. 2. (Astron.) a) Gestirn im Untergang; b) Untergangs
punkt eines Gestirns. 3. der im Augenblick der Geburt am
Westhorizont absteigende Punkt der ÎEkliptik (Astrol.);
Ggs. Î Aszendent. Deslzenldenz die; -, -en (zu Î ...enz): 1.
(ohne Plur.) Verwandtschaft in absteigender Linie. 2. Un
tergang eines Gestirns; Ggs. TAszendenz. Des zen
denzlehre die; -: Abstammungslehre. Deslzenldenzthelolrie die; -, -n: Abstammungstheorie, nach der die
höheren Lebewesen aus niederen hervorgegangen sind.
deslzen|die|ren (aus lat. descendere „herabsteigen; he
rabsinken“ ) : absteigen, absinken (z. B. von Gestirnen, von
Wasser); vgl. deszendent. desizen die rend (zu frie
rend): 1. absteigend (Anat.). 2. vgl. deszendent. Deslzensilon die; - (aus gleichbed. lat. descensio): (veraltet) das
Herabsteigen. Deslzenlsilpnslthelolrie die; -: alte geo
logische Ansicht, dass sich die Erzlager in Gesteinen von
oben mithilfe des Oberflächenwassers gebildet haben;
Ggs. Î Aszensionstheorie. Des zenlsus der; -, - [,,,zu:s]
(aus /«/. descensus „das Herabsteigen; Abstieg“): 1. Ver
lagerung der Keimdrüsen von Säugetieren im Laufe der
embryonalen od. fetalen Entwicklung nach unten bzw.
hinten (Biol.). 2. das Absinken eines Organs infolge Bin
degewebsschwäche (Med.)
des|zis|zie|ren* (aus lat. desciscere „abfallen, untreu wer
den“): (veraltet) a) abfallen; b) entarten
déltalché [deta'ʃe:] (aus gleichbed. fr. détaché, eigtl. „ge
trennt“, Part. Perf. von détacher, vgl. ’detachieren): kurz,
kräftig, zwischen Auf- u. Abstrich abgesetzt (vom Bogen
strich bei Streichinstrumenten; Mus.). Déltalché das; -s,
-s : kurzer, kräftiger, zwischen Auf- u. Abstrich abgesetzter
Bogenstrich (Mus.). Deltalchelment [detaʃə'md:,
Schweiz, auch ... ment] das; -s, Plur. -s, Schweiz, -e (aus
gleichbed. fr. détachement): 1. (veraltet) für besondere
Aufgaben abkommandierte Truppenabteilung (Mil.). 2.
[auf Absonderung bedachte] kühle Distanzhaltung
’De|ta|cheur [,,,'ʃo:e] der; -s, -e (aus fr. détacheur „Reini
ger“ zu détacher, vgl. Metachieren): Fachmann auf dem
Gebiet der Fleckenentfernung
2De|talcheur [,,,ʃo:n] der; -s, -e (zuʃr. détacher (vgl. ’de
tachieren) u. f,,,eur): Müllereimaschine, die die im Wal
zenstuhl entstandenen Mehlplättchen zu Mehl zerkleinert
De|sul|fu|ri|ka|ti|on
[,/ʃo:zə] die; -, -n (zufr. détacher (vgl. de
tachieren) u.T...euse): weibliche Form zu î‘Detacheur
'deltalchielren
(aus /r. détacher „losmachen,
trennen“): 1. (veraltet) eine Truppenabteilung für beson
dere Aufgaben abkommandieren (Mil.). 2. das Mahlgut
zerbröckeln (Techn.); vgl. 2Detacheur
“detachieren
(aus gleichbed. fr. détacher zu dé„von- weg“ u. tache „Fleck“): von Flecken reinigen
deltalchiert [,,-'ʃi:et] (ausfr. détaché „getrennt, losgelöst“,
Part. Perf. von détacher, vgl. 'detachieren ): sachlich-kühl,
losgelöst von persönlicher Anteilnahme. Deltachlment
[dɪ'tæʧmənt] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. detachment,
dies über fr. détachement (vgl. Detachement) zu détacher,
vgl. ‘detachieren) : Abspaltung eines Î Elektrons von einem
freien negativen Hon (z.B. durch Strahlungsabsorption;
Physik)
Deltalchur [...'Ju:j] die; -en (zu ^detachieren u. t...ur):
chemische Fleckenbeseitigung aus Geweben
Deltail [de'tai, auch de'ta:j] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. dé
tail zu détailler „abteilen, zerlegen“, eigtl. „zerschneiden“,
dies zu dé- „von - weg“ u. tailler, vgl. Taille): Einzelheit;
Einzelteil; Einzelding. Deltaillhanldel der; -s: (veraltet)
Klein-, Einzelhandel. Deltaillleur [detajo:n] der; -s, -s
(aus gleichbed. älter/r. détailleur): (veraltet) Kleinhänd
ler. deltailllielren [deta'ji;...] (aus fr. détailler, vgl. De
tail): 1. etwas im Einzelnen darlegen. 2. (Kaufmannsspr.)
eine Ware in kleinen Mengen verkaufen, deltaillliert (aus
gleichbed. fr. détaillé; vgl. ...iert): in allen Einzelheiten, in
die Einzelheiten gehend, genau. Deltailllist [...'jist] der;
-en, -en (aus fr. détailliste „Kleinigkeitskrämer“; vgl.
...ist): (veraltet) Einzelhandelsunternehmer
de|te|gie|ren (aus lat. detegere „aufdecken“): (veraltet)
aufdecken, enthüllen. Deltekltei die; -, -en (zu TDetek
tiv): Detektivbüro, Ermittlungsbüro. de|tek|tie|ren
(aus gleichbed. engl. to detect, dies zu lat. detectus, Part.
Perf. von detegere, vgl. detegieren): aufspüren; durch in
tensives
Nachforschen,
Prüfen
o.Ä.
feststellen
(Fachspr.). De tek ti on die; -, -en (aus gleichbed. engl.
detection zu lat. detectio, dies zu detegere, vgl. detegie
ren) : (auf intensiver Forschung, Prüfung o.Ä. beruhende)
Feststellung (Fachspr.). De|tek|tiv der; -s, -e [,,,və] (aus
engl. detective (policeman) „Geheimpolizist“ zu to de
tect, vgl. detektieren): 1. Privatperson [mit polizeilicher
Lizenz], die berufsmäßig Ermittlungen aller Art anstellt.
2. Geheimpolizist, Ermittlungsbeamter, z.B. die -e von
Scotland Yard. de|tek|ti|visch [...v...]: in der Art eines
Detektivs. De|tek|tiv|ka|me|ra die; -, -s: sehr kleine
Kamera, mit der man unbeobachtet fotografieren kann.
De|tek|tiv|ro|man der; -s, -e: Roman, in dessen Mittel
punkt die Aufdeckung eines Verbrechens durch einen De
tektiv steht. Deltekltor der; -s, ...oren (aus gleichbed.
engl. detector, dies aus lat. detector „Offenbarer“): 1.
Hochfrequenzgleichrichter, t Demodulator (Funkw.). 2.
Gerät zum Nachweis od. Anzeigen nicht unmittelbar zu
gänglicher bzw. wahrnehmbarer Stoffe, Vorgänge od. Er
scheinungen
de|ten|die|ren (aus lat. detendere „losspannen, abbre
chen“): (veraltet) abspannen, entspannen
de|te|nie|ren u. definieren (teilweise unter Einfluss von fr.
détenir aus gleichbed. lat. detinere): (veraltet) abhalten,
zurückhalten, in Haft halten
Déltente [de'ta:t] die; - (aus fr. détente „Entspannung, Ru
he“ zu détendre „losspannen“, dies aus lat. detendere, vgl.
detendieren): Entspannung zwischen Staaten. Déltentepolliltik die; -: Entspannungspolitik
De|ten|ti|on die; -, -en (aus lat. detentio „Zurückhaltung,
Haft“ zu detinere, vgl. detenieren): 1. Besitz einer Sache
ohne Rechtsschutz (röm. Recht). 2. (veraltet) Haft, Ge
wahrsam. Deltenltor der; -s, ...oren (aus lat. detentor
Deltalcheulse
323
„jmd., der etwas (zurück)behält“): (veraltet) Inhaber.
Mieter, Pächter
Delterlgens das; -, Plur. ...gentia u. ...genzien [...jan]
(meist Plur.) (aus lat. detergens, Part. Präs, von detergere,
vgl. detergieren): 1. reinigendes, desinfizierendes Mittel
(Med.). 2. seifenfreies, hautschonendes Wasch-, Reinigungs- u. Spülmittel; in Waschmitteln o.Ä. enthaltener
Stoff, der die Oberflächenspannung des Wassers herab
setzt. Delterlgenltia u. De ter gen zi en [...¡an]: Plur.
von tDetergens. de ter gie ren (aus gleichbed. lat. de
tergere): (veraltet) abwischen, reinigen
De|te|ri|o|ra|ti|on die; -, -en (aus/r.détérioration „Beschä
digung, Verschlechterung“ zu détériorer „unbrauchbar
machen“, dies aus gleichbed. vulgärlat. deteriorare zu lat.
deterior „weniger gut, schlechter“): Wertminderung einer
Sache (Rechtsw.); vgl. ...ation/...ierung. De|telri|o|raltivum [...v...] das; -s, ...va (aus nlat. (verbum) deteriorativum „verschlechterndes (Wort)“): svw. Pejorativum, deteiri o rie ren (aus gleichbed. fr. détériorer, eigtl. „ver
schlechtern“; vgl. Deterioration): im Wert mindern
(Rechtsw.). De|te|ri|o|rie|rung die; -, -en (zu t...ierung):
svw. Deterioration; vgl. ...ation/...ierung
Determinante die; -, -n (aus lat. determinans, Gen. de
terminantis, Part. Präs, von determinare, vgl. determinie
ren): 1. Rechenausdruck in der Algebra zur Lösung eines
Gleichungssystems. 2. im Aufbau u. in der ehern. Zusam
mensetzung noch nicht näher bestimmbarer Faktor der
Keimentwicklung, der für die Vererbung u. Entwicklung
bestimmend ist (Biol.). Determilnation die; -, -en (aus
/at determinatio „Abgrenzung“): 1. Bestimmung eines
Begriffs durch einen nächstuntergeordneten, engeren
(Philos.). 2. das Festgelegtsein eines Teils des Keims für
die Ausbildung eines bestimmten Organs (Entwicklungs
physiologie). 3. Bestimmung, Zuordnung. 4. das Bedingt
sein aller psychischen Phänomene durch äußere (z.B. so
ziale) od. innerseelische (z. B. Motivation) Gegebenheiten
(Psychol.), de|ter|mi|na|tiv (zu lat. determinatus, Part.
Perf. von determinare (vgl. determinieren) u. 1 ...iv): 1. be
stimmend, festlegend. 2. entschieden, entschlossen. Deter mi na tiv das: -s, -e [...va]: 1. Zeichen in der ägypti
schen u. sumerischen Bilderschrift, das die Zugehörigkeit
eines Begriffs zu einer bestimmten Kategorie festlegt. 2.
sprachliches Element als Weiterbildung od. Erweiterung
der Wurzel eines indogermanischen Wortes ohne [wesent
lichen] Bedeutungsunterschied (z.B. m bei Helm, Qualm;
Sprachw.); Ggs. ÎFormans. 3. besondere Art des Demons
trativpronomens (z.B. dasjenige, dieselbe). DeEterlminativkompositum das; -s, ...ta: Zusammensetzung,
bei der das erste Glied das zweite näher bestimmt (z.B.
Kartoffelsuppe = Suppe aus Kartoffeln; Sprachw.). Deteijmilnaltilvum [...v...] das; -s, ...va (zu t,,,ivum): (ver
altet) svw. Determinativ, delterlmilnielren (aus gleich
bed. lat. determinare zu Ide... u. terminare „begrenzen,
bestimmen“): 1. begrenzen; abgrenzen. 2. bestimmen;
entscheiden. Delterlmilnijertlheit die; - (vgl. ...iert): 1.
Bestimmtheit, Abhängigkeit des (unfreien) Willens von in
neren od. äußeren Ursachen (Philos.). 2. ÎAlgorithmus,
der als Abbildung von der Menge der möglichen Eingabe
werte in die Menge der möglichen Ausgabewerte aufge
fasst werden kann (Informatik). De|ter|milnis|mus der;
- (zu t,,,ismus (1)): 1. Lehre von der kausalen [Vor]bestimmtheit alles Geschehens. 2. die der Willensfreiheit wi
dersprechende Lehre von der Bestimmung des Willens
durch innere od. äußere LIrsachen (Ethik); Ggs. tIndeter
minismus. 3.1 Algorithmus, der schrittweise abgearbeitet
wird, wobei zu jedem Programmschritt nur ein Folge
schritt eindeutig bestimmt ist (Informatik). Delterlminist der; -en, -en (zu t ...ist) : Vertreter des Determinismus.
de|ter|mi|nis|tisch (zu t...istisch): den Determinismus
Detriment
betreffend; [Willensfreiheit verneinend. De|ter|mi|nolo gi sie rung iZze; -, -en (zu Tde..., Terminologie u.
Î ...isierung): Übergang des fachsprachlichen Wortgutes in
die Gemeinsprache (Sprachw.)
Delterlrens das; -, Plur. ...enzien [...isn] u. ...entia (aus lat.
deterrens, Part. Präs, von deterrere, vgl. deterrieren): zur
Schädlingsbekämpfung verwendete ehern. Substanz, die
eine bestimmte Tätigkeit des Tieres hemmt (z.B. Fraß,
Einstich, Eiablage). de|ter|rie|ren (aus gleichbed. lat.
deterrere): (veraltet) abschrecken, abwehren
Delterlsilon die; - (aus lat. detersio „das Abreiben“ zu de
tergere „abwischen, abstreifen“): Abschleifung des Fels
untergrundes durch das Eis selbst od. durch das mitge
führte feine Gesteinsmehl u. eingefrorene Gesteinstrüm
mer (Geol.)
detestabel (aus lat. detestabilis „abscheulich“): (veral
tet) verabscheuungswürdig. De|teslta|ti|on die; -, -en
(aus lat. detestatio „Verwünschung“ zu detestari, vgl. detestieren): (veraltet) Verabscheuung, Verwünschung, detesltielren (aus lat. detestari „(Schlimmes) herabwün
schen“): (veraltet) verabscheuen, verwünschen
deltilnielren vgl. detenieren
’De to na ti on die; -, -en (aus gleichbed. fr. détonation zu
détoner „explodieren“, dies aus lat. detonare „herabdon
nern“): stoßartig erfolgende, extrem schnelle ehern. Reak
tion von explosiven Gas- bzw. Dampfgemischen od. bri
santen Sprengstoffen mit starker Gasentwicklung
2De I to I na Itilon die; -, -en (aus gleichbed. fr. détonnation zu
détonner „den Ton verfehlen“, dies zu îde... u. ton „Ton“,
dies über lat. tonus aus gleichbed. gr. tonos): unreines Sin
gen od. Spielen (Mus.)
Deltolnaltor der; -s, ...oren (zu lat. detonare (vgl. 'Detona
tion) u. t,,,ator): Hilfsmittel zur Übertragung der Zün
dung vom Zündmittel auf die Sprengladung eines Ge
schosses. ’de|to|nie|ren (aus gleichbed. fr. détoner, vgl.
'Detonation): knallen, explodieren
2delto|nie|ren (ausʃr. détonner „den Ton verfehlen“, vgl.
’Detonation): unrein singen od. spielen (Mus.)
Deltorlsilon die; - (zu lat. detorsus, Part. Perf. von detor
quere „hinwegdrehen, verdrehen“ u. t*...ion): Entdral
lung, Verdrehung (physiologischer Vorgang in der Em
bryonalentwicklung des Herzens; Med.)
Déltourlné [detur'ne:] der; -s, -s (aus fr. détourné „Krüm
mung, Biegung, Wendung“ zu détourner „abbringen, -len
ken“, dies zu dé- „von - weg“ u. tourner „(sich) drehen“;
vgl. Tournee): Figur, bei der eine Drehung auf den Fuß
ballen bei geschlossenen Füßen ausgeführt wird (Ballett)
De|to|xi|kalti|on die; -, -en (zu tde..., gr. toxikön „Pfeil
gift“ u. t...ation>: Entgiftung eines Stoffes (Med.)
Deltrakltilon* die; -, -en (aus lat. detractio „Wegnahme“
zu detrahere „herabziehen; wegnehmen, entfernen“): das
Ausheben größerer Gesteins- od. Bodenpartien aus dem
Untergrund eines Gletschers durch das Eis (Geol.). detrakltiv (zu Î ...iv): aus der verhältnismäßig schnellen Zer
störung älterer Gesteine hervorgegangen (Geol.)
Deltrekltaltilon* die; - (aus gleichbed. lat. detrectatio zu
detrectare, vgl. detrektieren): (veraltet) Verkleinerung,
Beeinträchtigung, deltrekltielren (aus gleichbed. lat. de
trectare): (veraltet) herabziehen, schmälern, verkleinern
Deltrempe* [de'tra:p] die: -, -s (aus gleichbed. fr. détrempe
zu détremper „ein-, anrühren, mischen“, dies aus gleich
bed. lat. distemperare): franz. Bez. für Wasserfarbe,
Aquarellmalerei
Deltresse* [de'trɛs] die; - (aus gleichbed. fr. détresse, dies
über das Vulgärlat. zu lat. districtus, Part. Perf. von dis
tringere „einengen“): (veraltet) Herzensangst, Beklem
mung, Not, Bedrängnis
De|tri|ment* das; -[e]s, -e (aus lat. detrimentum „Abnut
zung, Verminderung“): (veraltet) Schaden, Nachteil. De-
D
detrimentos
der; -s, -e [...va] <zu î...iv): Ausdrucksform
zur Bezeichnung des durch eine Handlung Benachteilig
ten, z.B. ihm in er nahm ihm das Buch weg (Sprachw.);
Ggs. T Benefaktiv). de|tri|men|tös (aus gleichbed. lat.
detrimentosus): (veraltet) schädlich, nachteilig. Deltriltion die; -, -en (aus mlat. detritio „das Abreiben“ zu lat. de
terere, vgl. Detritus): (veraltet) 1. Abreibung. 2. wundge
riebene Stelle, deltriltisch: zum 1 Detritus (1) gehörend
(Geol.). deltriltolgen (zu TDetritus u. t...gen>: durch
Î organischen (1) Detritus (2) entstanden (von Kalkbän
ken u. Kalkablagerungen in Rifflücken; Geol.). De|tritus der; - (aus lat. detritus „das Abreiben“ zu deterere
„abreiben, abscheuern“): 1. zerriebenes Gesteinsmateri
al, Gesteinsschutt (Geol.). 2. Schwebe- u. Sinkstoffe in den
Gewässern, deren Hauptanteil abgestorbene ÎMikroorga
nismen bilden (Biol.). 3. Überrest zerfallener Zellen od.
Gewebe (Med.)
de|trom|pie|ren* [detrð...] (aus gleichbed. fr. détromper
zu dé- „von - weg“ u. tromper „täuschen, betrügen“): (ver
altet) eines Besseren belehren
Deltrunlkaltilon* die; -, -en (aus gleichbed. lat. detrunca
tio zu detruncare, vgl. detrunkieren): (veraltet) das Ab
hauen, das Stutzen [eines Baumes]. de|trun|kie|ren (aus
gleichbed. lat. detruncare zu tde... u. truncus „Stamm,
Baumstamm“): (veraltet) [einen Baum] abhauen, stutzen
Dette [dɛt] die; -, -s (aus gleichbed. fr. dette, dies über va/gärlat. debita zu lat. debitum, Part. Perf. (Neutrum) von
debere „schulden“): (veraltet) öffentliche Schuld, Staats
schuld
detlto (it.; „ebenso“): (bayr., österr.) svw. dito
De|tu|mes|zenz die; - (zu lat. detumescere, vgl. detumeszieren, u. T...enz>: Abschwellung, Abnahme einer Ge
schwulst (Med.). De|tu|mes|zenz|trieb der; -[e]s:
Drang zur geschlechtlichen Befriedigung (eine Teilkom
ponente des Sexualtriebs; Med.). deltu|mes|zie|ren
(aus gleichbed. lat. detumescere, eigtl. „zu schwellen auf
hören“): abschwellen, abnehmen (von einer Geschwulst;
Med.)
deltur (lat.: „es möge gegeben werden“, 3. Pers. Konj. Pass,
von dare „geben“): man gebe (auf ärztlichen Rezepten)
Deuce [dju:s] das; - (aus gleichbed. engl. deuce, eigtl. „zwei
(Punkte)“, dies über altfr. deus (fr. deux) aus lat. duos, Ak
kusativ von duo „zwei“): Einstand, Gleichstand in einem
Spiel, z.B. wenn beide Spieler bzw. Parteien jeweils
3 Punkte gewonnen haben (Tennis)
Deuii [dcej] der; -s (aus gleichbed. fr. deuil, zu lat. dolor
„Schmerz“): (veraltet)Trauer, Trauerkleidung, Trauerzeit
Delus abslconldiltus [- ...kan...] der; - - (lat.; „der ver
borgene Gott“): der trotz Offenbarung letztlich unerkenn
bare Gott (Rei.). Delus ex Malchilna [- - maxina] der; -- (Zat.; „der Gott aus der (Theater)maschine“, d. h. von der
Höhe (im altgriech. Theater)): unerwarteter Helfer aus ei
ner Notlage; überraschende, in keinem unmittelbaren Zu
sammenhang stehende Lösung einer Schwierigkeit. Delus
otilolsus der; - - (lat.; „der müßige, untätige Gott“): Got
tesbezeichnung, der die Ansicht zugrunde liegt, Gott habe
zwar die Welt erschaffen, nähme aber keinen weiteren An
teil an seiner Schöpfung (Philos.). Delus relvellaltus
[- ...v...] der; - - (lat.; „der offenbarte Gott“): mittelalterli
cher Begriff, den Luther (in Abgrenzung zum TDeus ab
sconditus) auf Jesus Christus angewandt hat (Rel.)
deulter..., Deu ter... vgl. deutero..., Deutero... Deultera go nist* der; -en, -en (aus gleichbed. gr. deuteragönistes): zweiter Schauspieler auf der altgriech. Bühne; vgl.
Protagonistu. Tritagonist. Deulte|ra|no|ma|lie* u. Deuteroanomalie die; -, ...ien (zu îdeutero... u. Î Anomalie):
Rotsichtigkeit, Grünschwäche (Med.). Deultelralnopie* u. Deuteroanopie die; -, ...ien: Rot-Grün-Blindheit
(Med.). Deultelrielrung die; - (zu 1 Deuterium u. Liie
trilmerɪltiv
324
rung): Einführung von Deuteriumatomen anstelle von
Wasserstoffatomen in ehern. Verbindungen. Deultelrium das; -s (zu gr. deúteron „das Zweite“ u. t...ium>:
schwerer Wasserstoff, Wasserstoffisotop; ehern. Zeichen
D; vgl. Isotop. Deultelrilumloxid, auch Deultelrilumoxyd das; -s: schweres Wasser, deultelro..., Deultero..., vor Vokalen auch deuter..., Deuter... (aus gr. deüteros „der Zweite, der Folgende“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „an zweiter Stelle, zeitlich od. sachlich
später (erfolgend), zweitrangig“, z. B. Deuteronomist,
Deuteranopie. Deu|te|ro|ano|ma|lie^ vgl. Deuterano
malie. Deu|te|ro|anolpie* vgl. Deuteranopie. Deulterolher maphlro dit* der; -en, -en (meist Plur.): verein
zelt auftretender Zwitter bei Pflanzen, der in der Regel ge
trenntgeschlechtlich ist (Bot.). Deu|te|ro|je|sa|ja der; (zu Jesaja, dem alttest. Propheten Israels, u. dem nach ihm
benannten Buch): unbekannter, der Zeit des babyloni
schen Î Exils angehörender Verfasser von Jesaja 40-50;
vgl. Tritojesaja. Deu te ro my zet der; -en, -en: Angehö
riger einer Klasse der Pilze ohne geschlechtliche Fort
pflanzung (Biol.). Deultelron das: -s, ...onen (aus gr. deú
teron „das Zweite“): aus einem TProton u. einem TNeutron bestehender ÎAtomkern des Deuteriums; Abk.: d.
deultelrolnolmisch (zu gr. nomos „Gesetz“): zum 5.
Buch Mose gehörend. Deultelrolnolmist der; -en (zu
T ...ist): Verfasser des Deuteronomiums u. Bearbeiter der
alttest. Geschichtsbücher (Rel.). Deu|te|ro|no|mi|um
das; -s (über spätlat. deuteronomium aus gr. deuteronómion, eigtl. „zweite Gesetzgebung“): das 5. Buch Mose.
Deultelrolskolpie* die; - (zu îdeutero... u. t...skopie):
das zweite Gericht (Parapsychol.). Deu|te|ros|to|miler*
[...in] der; -s, - (meist Plur.) (zu gr. stöma „Mund“): Ver
treter von Tierstämmen, bei denen sich der bleibende
Mund neu bildet u. der Urmund zum After wird (Zool.).
Deulto nymlphe die; -: ein Entwicklungsstadium der
Milben, das dem der erwachsenen Milben sehr ähnlich ist
(Biol.). Deultolpiaslma das; -s, ...men: im Î Protoplasma
der Zelle vorhandene Reservestoffe (z. B. der Dotter der
Eizelle; Biol.)
Deutlzie [...io] die; -, -n (aus gleichbed. nlat. deutzia; nach
dem Holländer J. van der Deutz, 1743-1788): zur Gattung
der Steinbrechgewächse gehörender Zierstrauch aus Ostasien
Deuxlpi èces, auch Deux-Pièces [do'piɛ:s] das; -, - (aus
gleichbed. fr. deux-pièces, eigtl. „zwei Stücke“): aus zwei
Teilen bestehendes Damenkleid
Deiva [...va], Dewa (ohne Artikel) (aus sanskr. devá
„Himmlischer, Gott“): Bez. für Gott in der îvedischen
Religion. De|va|da|si, Dewadasi die; -, -s (aus sanskr. devadäsl „Dienerin der Götter“): ind. Tempeltänzerin; vgl.
Bajadere
De|va|lu|a|ti|on [...v...] die; -, -en (aus gleichbed. fr. déva
luation zu dévaluer „abwerten“ (Gegenbildung zu Î Eva
luation); vgl. de...): Abwertung einer Währung, delvalluielren (zu t.Jeren): [eine Währung] abwerten. Delvalvation [...va...] die; -, -en (zu TDevaluation; mit Anglei
chung von u zu v): svw. Devaluation. de|val|valti|o|nistisch (zu Î ...istisch): svw. devalvatorisch. de|va!|valtorisch: abwertend (bes. in Bezug auf eine Währung), devallvielren (zu Î..deren): svw. devaluieren
De va nalga ri [,..v...], Dewanagari die; - (aus sanskr. devanägarl, eigtl. „städtische (Schrift) der Götter“): ind.
Schrift, die u.a. für die Sprachen T Sanskrit u. T Hindi be
nutzt wird
Delvant [dəva:] das; -s, -s (zu/r. devant „vor, vorn“): tän
zerische Bewegung vor dem Körper (Ballett)
Delvalpolraltilon [...v...] die; - (zu Tde... u. lat. vaporatio
„Dunst, Dampf', eigtl. „Ausdünstung“, dies zu vaporare
„dampfen“): Verwandlung von Dunst in Wasser
325
[,..v...] die; - <nach dem ital. Che
miker A. Devarda ( 1859-1944)>: T Legierung aus Kupfer,
Aluminium u. Zink, die als technisches Î Reduktionsmittel
verwendet wird
Delvasltaltilon [...v...] die; -, -en (aus gleichbed. /at. devas
tatio zu devastare, vgl. devastieren): (veraltet) Verwüs
tung, Verheerung, delvasltielren (aus lat. devastare
„gänzlich verwüsten, vernichten“): (veraltet) zerstören,
verwüsten
Delvellolper [dɪ'vɛləpe] der; -s, - (aus gleichbed. engl. de
veloper zu to develop „entwickeln“; vgl. Enveloppe): Ent
wickler (Fotogr.)
de ver ba tiv [...v...] (gebildet nach Î denominativ zu Î de...
u. lat. verbum „Wort, Verb“): von einem ÎVerb abgeleitet
(Sprachw.). Delver ba tiv das; -s, -e [,,,və) u. Delverlbatilvum [...vom] das; -s, ...va [...va]: von einem Verb abge
leitetes Substantiv od. Adjektiv (z. B. Eroberung von er
obern, tragbar von tragen: Sprachw.)
Delveijgenz [,..v...] die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. de
vergentia zu Zat. devergere, vgl. devergieren): Herabnei
gung. delveijgielren (aus gleichbed. lat. devergere): sich
herabneigen
delverjsielren [,..v...] (aus gleichbed. fr. déverser zu dé„von - weg“ u. verser „umwerfen, -kippen“, dies aus lat.
versare „drehen, (um)wenden“): (veraltet) von der Rich
tung abweichen, schief stehen. Delver|so|ri|um das; -,
...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. deversorium zu deversari
„einkehren“): (veraltet) Wirtshaus, Herberge
de|ves|tie|ren [...v...] (aus lat. devestire „entkleiden“; vgl.
'investieren): die Priesterwürde od. (im Mittelalter) das
Lehen entziehen. Delvesltiltilgn die; -, -en (zu t‘...ion>:
svw. Desinvestition. Delvesltiltur die; -, -en (zu î...ur>:
Entziehung der Priesterwürde od. (im Mittelalter) des Le
hens
delvex [...v...] (aus gleichbed. lat. devexus): (veraltet) ab
schüssig
Delvi [...vi], Dewi, (ohne Artikel) (aus sanskr. devi „Himm
lische, Göttin“): Bez. für jede weibliche Gottheit im Î Hin
duismus
delvilant [,..v...] (aus lat. devians, Gen. deviantis, Part.
Präs, von deviare „(vom Weg) abweichen“ ; vgl. deviieren) :
von der Norm sozialen Verhaltens, vom Üblichen abwei
chend (SozioL). Devilanz die; -, -en (zu T...anz): Abwei
chung (von der Norm; SozioL). De|vi|a|ti|on cZie; -, -en
(aus gleichbed. lat. deviatio); 1. Abweichung einer Ge
schossflugbahn von der theoretischen Bahnkurve (Ballis
tik). 2. Abweichung eines Organs od. Körperteils von der
normalen Lage (Med.). 3. Abweichung der Kompassnadel
von der magnetischen Nordrichtung infolge eines fremden
Eisenmagnetfeldes. 4. Verstoß gegen die 1 Grammatikali
tät (Sprachw.). Delvilaltilolnist der; -en, -en (zu T ...ist) :
jmd., der von der vorgezeichneten [Parteijlinie abweicht,
Abweichler, delvilielren (aus spätlat. deviare „abirren,
irreführen“, dies aus lat. deviare „vom Weg abgehen“):
von der [Parteijlinie abweichen
Del vil Hin [...v.„] der; -s, -e (nach dem franz. Chemiker H. E.
Deville (1818-1881) u. zu î...in (1)): ein dunkelgrünes Mi
neral
Delvilse [...v...] die: -, -n (ausfr. devise „Sinnspruch“, eigtl.
„abgeteiltes Feld im Wappen“, zu deviser „besprechen“,
eigtl. „einteilen“, dies über vulgärlat. *devisare, ^divisare
aus lat. dividere „teilen“): 1. Wahl-, Leitspruch. 2. (meist
Plur.) a) im Ausland zahlbare Zahlungsanweisung in frem
der Währung; b) ausländisches Zahlungsmittel. Delvisenlar biltra ge* [,,,tra:ʒə] die; -, -n: Devisengeschäft
unter Ausnutzung unterschiedlicher Devisenkurse an ver
schiedenen Börsen. De|vi|sen|re|ser|ven die (Plur.):
der Bestand an liquiden internationalen Zahlungsmitteln
delviltal [,..v...J (zu Ide... u. lat. vitalis „lebend, Lebens
Delvardalegierung
dextrogyr
kraft besitzend“): leblos, abgestorben (z.B. von Zähnen
mit abgestorbener ÎPulpa; Med.). Delviltallilsaltilon
die; -, -en (zu t,,,isation): Abtötung [der 1 Pulpa] (Med.).
delvi|ta|li|sie|ren (zu t...isieren): [die 1 Pulpa] abtöten
(Med.)
Delvoir [də'voa:r] das; -[s], -s (aus gleichbed. fr. devoir zu
devoir „schulden“, dies aus lat. debere) : (veraltet) Pflicht,
Schuldigkeit
de|vo|lie|ren [...v...] (aus gleichbed. lat. devolare): (veral
tet) fortfliegen
De|vo|lu|ti|on [...v...] die; -, -en (aus gleichbed. mlat. devolutio zu devolvere, vgl. devolvieren): 1. (veraltet) Über
gang eines Rechtes od. einer Sache an einen anderen
(Rechtsw.). 2. Befugnis einer höheren Stelle, ein von der
nachgeordneten Stelle nicht od. fehlerhaft besetztes Amt
[neu] zu besetzen (kath. Kirchenrecht), delvollultiv (zu
l...iv>: (veraltet) die Entscheidung an die höhere Instanz
weiter reichend (Rechtsw.). De|vo|lu|tiv|ef|fekt der;
-[e]s, -e: die mit der Einlegung eines Rechtsmittels (z.B.
Berufung, Revision) verbundene Wirkung, dass über seine
Zulässigkeit u. Begründetheit eine höhere Instanz zu ent
scheiden hat (Rechtsw.). delvollvielren [...‘vi:...] (aus lat.
devolvere „herabwälzen, herabrollen“): (veraltet) zufal
len, übergehen an jmdn. (von einem Recht od. einer Sache;
Rechtsw.)
delvolmielren [...v...] (aus gleichbed. lat. devomere): (ver
altet) ausspeien, sich erbrechen
Delvon [,..v...] das; -[s] (nach der engl. Grafschaft Devon
shire): eine ÎFormation (5 a) des î Paläozoikums (GeoL).
delvolnisch: das Devon betreffend
Delvolraltilon [,..v...] die;-(aus gleichbed. lat. devoratio zu
devorare, vgl. devorieren): das Verschlingen, Verschlu
cken (Med.). de|vo|rielren (aus lat. devorare „hinunter
schlucken, verschlucken“): verschlucken (Med.)
delvot [...v...] (aus lat. devotus „ergeben“ zu devovere „als
Opfer geloben, weihen“; vgl. Votum): 1. sich übertrieben
ergeben jmdm. gegenüber verhaltend, zeigend. 2. demütig.
Delvgltio moiderina die; - - (aus lat. devotio moderna,
eigtl. „neuartige Frömmigkeit“): eine der deutschen Mys
tik verwandte religiöse Erneuerungsbewegung des
14.-16. Jh.s. Delvoltilgn die; -, -en (aus gleichbed. mlat.
devotio, eigtl. „Aufopferung“): 1. Andacht. 2. Unterwür
figkeit. delvoltiloinal (aus gleichbed. mlat. devotionalis
zu lat. devotus, vgl. devot): ehrfurchtsvoll. De|vo|ti|o|nalie [...io] die: -, -n (meist Plur.) (zu kirchenlat. devotionalia
(Plur.) „geweihte Gegenstände“): der Andacht dienender
Gegenstand (z.B. Heiligenbild, Rosenkranz; Rel.)
de|vo|vie|ren [...vo'vi:...] (aus gleichbed. lat. devovere zu
vovere „wünschen“): (veraltet) geloben, widmen
Del wa usw. vgl. Deva usw. Delwi vgl. Devi
Delwindltit [auch ,.,'tit] der; -s, -e (nach dem belgischen
Geologen J. Dewindt (20. Jh.) u. zu î2...it): ein gelbes
Uranmineral
Delxiolgralfie, auch ...gralphie die; - (zu gr. dexiós
„rechts“ u. t ...grafie): das Schreiben von links nach rechts,
delxiolgralfisch, auch ...gralphisch (zu t...grafisch):
von links nach rechts geschrieben
dexltr...*, Dexltr... vgl. dextro.... Dextro... Dexltran®
das; -s (Kunstw. zu lat. dexter „rechts“ u. t ...an>: medizi
nisch u. technisch vielfach verwendeter, durch Bakterien
aus Traubenzucker Îsynthetisierter Blutplasmaersatz.
Dexltrin das; -s, -e (aus gleichbed. fr. dextrine zu Zai. dex
ter „rechts“ (weil der Stoff Îdextrogyr ist); vgl....in (1 )>: 1.
Stärkegummi, Klebemittel. 2. ein wasserlösliches Abbau
produkt der Stärke (Med., Chem.). dexltro..., Dex
tro.,., vor Vokalen auch dextr..., Dextr... (aus lat. dexter
„rechts“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„rechts, rechtsseitig; nach rechts“, z.B. dextrogyr, Dex
trokardie. dex|tro|gyr (zu gr. gyrós „gebogen, rund“):
Dextrokardie
die Ebene T polarisierten Lichts nach rechts drehend
(Phys.; Chem.); Zeichen d; Ggs. tlävogyr. Dexltrolkardie áze; -, ...ien (zu gr. kardia „Herz“): Lage des Herzens
in der rechten Brusthöhle (Med.). Dex|tro|pur® das; -s
(Kunstw. aus Î Dextrose u. lat. purus „rein“): Präparataus
reinem Traubenzucker. Dexltrolse die; - (Kunstw. aus
dextrogyr u. t2...ose): Traubenzucker
De|ze|lelra|ti|on die; -, -en (Gegenbildung zu t Akzelerati
on; vgl. de...): Abnahme der Pulsfrequenz (nach Belas
tung) auf die Ruhefrequenz (Med.)
Delzem der; -s, -s (aus lat. decem „zehn“): vom Mittelalter
bis ins 19. Jh. die Abgabe des zehnten Teils vom Ertrag ei
nes Grundstücks an die Kirche (Zehnt). De|zem|ber</er;
-[s], - (aus lat. (mensis) december zu decem „zehn“ (das
altröm. Kalenderjahr begann bis 153 v. Chr. am 1. März)):
zwölfter Monat im Jahr (benannt nach dem 10. Monat des
röm. Kalenders); Abk.: Dez. Delzemlvir [...v...] der;
Gen. -n u. -s, Plur. -n (aus gleichbed. lat. decemvir, zu vir
„Mann“): Mitglied des Dezemvirats. De|zem|vi|rat das;
-[e]s, -e (aus gleichbed. lat. decemviratus): aus 10 Mitglie
dern bestehendes Beamten- od. Priesterkollegium im an
tiken Rom zur Entlastung der Magistrate. De|zen|ni|um
das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. Zöi. decennium zu de
cem „zehn“ u. annus „Jahr“): Jahrzehnt, Zeitraum von 10
Jahren
delzent (unter Einfluss von gleichbed. fr. décent aus lat. decens, Gen. decentis „schicklich, geziemend“, Part. Präs,
von decere „zieren, wohl anstehen“): a) vornehm-zurück
haltend, taktvoll, feinfühlig; b) unaufdringlich, nicht [als
störend] auffallend; Ggs. Tindezent
de zen tral* (zu îde... u. Izentral): vom Mittelpunkt ent
fernt; Ggs. Îzentral (a). De zen tra li sati on
-, -en:
1. organisatorische Verteilung von Funktionen u. Aufga
ben auf verschiedene Stellen in der Weise, dass gleicharti
ge Aufgaben nicht zusammengefasst, sondern stellenmä
ßig getrennt werden; Ggs. 1 Zentralisation (1). 2. (ohne
Plur.) Zustand, in dem sich etwas nach dem Dezentralisie
ren befindet; Ggs. tZentralisation (2); vgl. ...ation/...ierung. de|zen|tra|lilsie|ren: eine Dezentralisation (1)
durchführen; Ggs. Jzentralisieren. Delzenltrallilsierung die; -, -en: svw. Dezentralisation; vgl. ...ation/...ierung. delzenltriert (zu Î ...iert): schlecht auf Mitte einge
stellt, nicht in der Mitte, im Zentrum befindlich, delzentrisch: svw. dezentriert
Deizenz die; - (über/r. décence aus lat. decentia „Anstand,
Schicklichkeit“ zu decens, vgl. dezent): 1. vornehme Zu
rückhaltung; Unaufdringlichkeit; Ggs. 1 Indezenz. 2. un
auffällige Eleganz
Delzepltilon i/z'e; -, -en (aus gleichbed. lat. deceptio zu de
cipere, vgl. dezipieren): (veraltet) Betrug, delzepltiv (aus
gleichbed. lat. deceptivus): (veraltet) betrügerisch; vgl.
...iv/...orisch. Delzepltor der; -s, ...oren (aus gleichbed.
lat. deceptor): (veraltet) Betrüger. de|zep|to|risch: svw.
dezeptiv; vgl. ...iv/...orisch
Delzelrelbraltilon* die; -, -en (zu îde..., îCerebrum u.
T...ation): 1. svw. apallisches Syndrom. 2. Ausschaltung
des Großhirns im Tierexperiment; vgl. ...ation/...ierung.
De ze re brie rung die; -, -en (zu t.Jerung): svw. Dezerebration; vgl. ...ation/...ierung
Del zerlnat das; -[e]s, -e (zu lat. decernat „er soll entschei
den“, 3. Pers. Konj. Präs, von decernere, vgl. dezernieren): Geschäftsbereich eines Dezernenten. Delzerlnent
ifer; -en, -en (aus lat. decernens, Gen. decernentis „Ent
scheidender“, Part. Präs, von decernere, vgl. dezernieren
u. Dekret): Sachbearbeiter mit Entscheidungsbefugnis bei
Behörden u. Verwaltungen; Leiter eines Dezernats, dezer nie'ren (aus gleichbed. /a/. decernere): (veraltet) ent
scheiden, beschließen
Delzett das; -[e]s, -e (Analogiebildung zu î Duett (zu lat. de
326
cem „zehn“)): Musikstück für zehn Soloinstrumente
(Mus.)
Delzi...(nachgleichbed.fr. àéd-zulat. decimus „der Zehn
te“): Vorsatz vor Maßeinheiten mit der Bedeutung „ein
Zehntel der genannten Maßeinheit“, z.B. Deziliter; Zei
chen d. Delzilardas; -s, -e (aber: 5 -): '/10 Ar; Zeichen da.
De|zi|are<Äe; -, -n: (Schweiz.) svw. Deziar. Deizilbeldas;
-s, -: */l0 Bel (Maßeinheit für den Schalldruckpegei in der
Elektroakustik); Zeichen dB; vgl. Bel
delzildielren (aus gleichbed. lat. decidere, eigtl. „abschnei
den“): entscheiden, delzildiert (zu Î...iert): entschieden,
bestimmt, energisch
Delzildua vgl. Decidua, delzildulai (zu TDecidua u. T ‘...al
(1)): die îDecidua betreffend, zu ihr gehörend (Med.)
Delzilgramm das; -s, -[e] (aber: 5 -) (zu tDezi... u.
IGramm): '/I0 Gramm; Zeichen dg. Delzillilter der, auch
das; -s, -: `ʌθ Liter; Zeichen dl. delziimal (aus gleichbed.
mlat. decimalis zu lat. decem „zehn“): auf die Grundzahl
10 bezogen, delzilmal-bilnär: die Umwandlung von Zif
fern des Dezimalsystems in Ziffern des Î binären Zahlen
systems betreffend, z.B. beim ÎBinärcode (EDV). Delzimallbruchüter; -[e]s, ...brüche: ein Bruch, dessen Nenner
10 od. eine Î Potenz (4) von 10 ist (z. B. 0,54 = 54/100). ɔθ`
zi mal code [,,,ko:t] der; -s, -s: jeder zur Codierung von
Dezimalzahlen verwendete Î Binärcode, mit dem nicht je
weils die gesamte Zahl, sondern jede ihrer Dezimalziffern
einzeln codiert wird, z.B. der TAiken-Code. De|zi|ma|le
die; -[n], -n (zu t...ale): eine Ziffer der Ziffernfolge, die
rechts vom Komma eines Dezimalbruchs steht, delzilmalilsielren (zu Î ...isieren): auf das Dezimalsystem umstel
len (z. B. eine Währung). De|zi|ma|li|sie|rung die; -, -en
(zu t...isierung): das Dezimalisieren. De|zi|mal|kias|sif i I ka i ti I o n die; -: Ordnungssystem für Karteien, Register
u. Ä., das das gesamte Wissensgebiet in 10 Hauptabteilun
gen einteilt, diese wieder in 10 Unterabteilungen usw. ;
Abk.: DK. De|zi|mal|maß das; -es, -e: Maß, das auf das
Dezimalsystem bezogen ist. De|zi|mal|po|tenz <Äe; -,
-en: die im Verhältnis 1 :10 fortschreitenden Verdün
nungsstufen der homöopathischen Arzneien. Delzilmalstel|led7<?; -, -n: svw. Dezimale. Delzi|ma!|sys|tem das;
-s: svw. dekadisches System. De|zi|mal|ta|buila|toriZer;
-s, -en: ÎTabulator, der mithilfe einiger Spezialtasten das
stellenrichtige Untereinanderschreiben von Zahlenspalten
sichert. De|zi|mal|waa|ge die; -, -n: eine Waage, bei der
die Last zehnmal so schwer ist wie die Gewichtsstücke, die
beim Wiegen aufgelegt werden. De|zi|malti|on die; -, -en
(aus gleichbed. lat. decimatio, eigtl. „Zehntung“, zu deci
mare, vgl. dezimieren): 1. Hinrichtung jedes zehnten Man
nes (altröm. Kriegsbrauch). 2. (veraltet) Erhebung des
Zehnten; vgl. ...ation/...ierung. Delzjlme die; -, -n (aus
mlat. decima (vox) „zehnter (Ton)“): 1. a) zehnter Ton ei
ner Îdiatonischen Tonleiter vom Grundton an; b) lintervalí (2) von zehn T diatonischen Stufen (Mus.). 2. aus zehn
Zeilen bestehende [span.] Strophenform. Delzilmelter
der, auch das; -s, - (zu tDezi... u. ÎMeter): '/10 Meter; Zei
chen dm. de|zi|mie|ren (aus lat. decimare „jeden zehn
ten Mann (mit dem Tode) bestrafen“ zu decem „zehn“): 1.
jmdm. große Verluste beibringen, etwas (durch Gewaltein
wirkung) in seinem Bestand stark vermindern. 2. jeden
zehnten Mann mit dem Tod bestrafen (altröm. Kriegs
brauch). Delzilmielrung die; -, -en (zu t...ierung): das
Dezimieren; vgl. ...ation/...ierung
dezipieiren (aus gleichbed. lat. decipere): (veraltet) be
trügen
Delzilsilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. decisio „Abkom
men, Entscheidung“ zu decidere, vgl. dezidieren): gesetz
liche Entscheidung einer einzelnen strittigen Frage
(Rechtsw.). Delzilsilolnislmus der; - (zu t,,,ismus (1)):
rechtsphilosophische Anschauung, nach der das als Recht
327
anzusehen ist, was die Gesetzgebung zum Recht erklärt,
(aus gleichbed./r. décisif, dies aus mlat. decisivus zu lat. decidere, vgl. dezidieren): entscheidend, be
stimmt. De|zi|siv|stimlme die; -, -n: eine abstimmungs
berechtigte Stimme in einer politischen Körperschaft;
Ggs. t Deliberativstimme
De zilster* der; -s, Plur. -e u. -s (aber: 5 -) (zu TDezi... u.
tSter): altes Raummaß für Holz, entspricht ‘/,0 Kubikme
ter; Zeichen dst; vgl. Ster. Delziltex das; -, -: Einheit für
den fTiter (2) einer textilen Faser od. eines Garnes; Zei
chen dtex; vgl. Tex
Dharlma ['darma] das od. der; -[s], -s (aus sanskr. dhárma
„Stütze, Halt; Gesetz“): 1. (ohne Plur.) Gesetz, Lehre (in
ind. Religionen u. ind. Philosophie, bes. die ewige Lehre
Buddhas). 2. Grundbestandteil der Welt (z. B. der Raum,
das tNirvana). Dharlmalcalkra* [,,,'tʃa...] das; -, -s (aus
sanskr. dharmacakra „Rad der Lehre, des Gesetzes“):
Speichenrad als Symbol für die Ausbreitung der buddhis
tischen Lehre. Dhaijmalcalkralmuldra* die; -, -s (zu
sanskr. mudrä „Siegel, Zeichen“): Meditationsgeste (vgl.
Mudra) der sitzenden Buddhafigur
Dhau [dau] vgl. Dau
d'hondtsch [tɔnʧ] (nach V. d’Hondt (1841-1901), einem
Professor der Rechtswissenschaft in Gent); in der Fügung
d’hondtsches System: Berechnungsmodus für die Vertei
lung der Sitze in Vertretungskörperschaften (z. B. in Par
lamenten) bei der Verhältniswahl
Dholti ['do:ti] der; -[s], -s (über engl. dhoti bzw. dhuti aus
gleichbed. Hindi dhott): Lendentuch der Inder
1di..., Di... (aus gr. di- zu dis „zweimal, zweifach“): Präfix,
das die Verdoppelung des im Folgenden Genannten an
zeigt, z. B. dimorph, Dijambus
2di..., Di... vgl. dia..., Dia...
3di..., Di... vgl. dis..., Dis...
Dia das; -s, -s (verselbstständigt aus 1 dia...): Kurzform von
Î Diapositiv
di|a..., Di|a... (aus gleichbed. gr. diá), vor Vokalen meist
di..., Di..., vor rh (gr. q) diar..., Diar...: Präfix mit der Be
deutung „durch, hindurch, zwischen, auseinander", z.B.
diaphan, Diegese, Diarrhö
Dilalbanltjt [auch ...’tit] der; -s, -e (zu gr. diabainein „hin
durchgehen, überschreiten“ (vgl. Diabas) u. t2...it): zu den
ÎChloriten gehörendes eisenreiches Mineral. Di|a|bas
der; -es, -e (zu gr. diábasis „das Hinübergehen, Übergang“
(da sich das Gestein durch zahlreiche Schichten hindurch
zieht)): Grünstein (ein Ergussgestein)
Dilalbète mai gre* [dia'bɛ:t 'mɛ:grə] íZer; - -, -s -s [dia'bɛ:t
'mɛ:grə] (aus gleichbed./r. diabète maigre, eigtl. „mage
rer Diabetes“): vor dem 30. Lebensjahr auftretende Zu
ckerkrankheit (Med.). Dilalbeltes der; - (aus gr. diabetes
„Harnruhr“, eigtl. „die Beine spreizend“): a) Harnruhr;
b) Kurzform von 1 Diabetes mellitus (Med.); Diabetes in
sipidus: Wasserharnruhr, übermäßige Harnausscheidung
(ohne pathologische Beimengungen); Diabetes renalis:
auf einer Störung der Nierenfunktion beruhende Zucker
ausscheidung im Harn. Dilalbeltes mellliltus der; -(zu lat. mellitus „(honig)süß“): Krankheit, für die erhöh
ter Blutzuckergehalt u. Ausscheidung von Zucker im
Urin typisch ist; Zuckerkrankheit. Di a be ti ker iZer; -s,
-: Zuckerkranker (Med.). Di|a|be|ti|kelrin die; -, -nen:
weibliche Form zu ÎDiabetiker, dilalbeltisch: zucker
krank (Med.). di|a|be|to|id (zu f,,,oid): diabetesähnlich
(von Krankheiten). Dilalbeltollolge der; -n, -n (zu
t...loge): Wissenschaftler, der sich mit der Erforschung
der Zuckerkrankheit beschäftigt. Di|albelto|lo|gie die; (zu t...logie): wissenschaftliche Erforschung der Zucker
krankheit
di|a|blas|tisch* (aus gr. diablästikos „ausschlagend, -kei
mend“): sich einander durchdringend (von sich neu bil
delzilsiv
diageotrop
denden Mineralen in einem Gefüge 1 metamorpher Ge
steine)
Dilalble* ['diab(ə)l] rZer; -, -s (aus fr. diable, dies aus Zai. dia
bolus, vgl. Diabolus): 1. franz. Bez. fürTeufel. 2. (veraltet)
Bösewicht. Di|a|ble|rie die; -, ...ien (aus gleichbed./r. dia
blerie): (veraltet) 1. svw. Diabolie. 2. mittelalterliches
Schauspiel, in dem Teufel auftraten. Dilalblesse [dia'blɛs] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed./r. diablesse): (veral
tet) boshafte Frau, Teufelin. Dilalblolkulltur die; - (zu
span, diablo „Teufel“ (dies aus lat. diabolus, vgl. Diabolus)
u. ÎKultur): prähistorische Indianerkultur in Nordostme
xiko. Di|a|blo|tin [,,,'tɛ:n] das; -s, -s (aus gleichbed./r. dia
blotin, eigtl. „Teufelchen“) : (veraltet) überzuckertes Scho
koladenplätzchen. Di|a|bo|li_e die; - (aus gr. diabolía
„Verleumdung; Hass“; vgl. Diabolus): teuflische Bosheit,
abgründiges Bösesein. Di|a|bo|lik die; - (zu t2...ik (3)>:
teuflisch-boshaftes Wesen, dilalbollisch (über (kirehen)lat. diabolicus „teuflisch-boshaft“ aus gr. diabolikös
„verleumderisch“): teuflisch, dilalbollilsielren (zu
T...isieren): (veraltet) teuflisch handeln. Di|a|bo|lis|mus
der; - (zu t ...ismus (2)>: (veraltet) Teufelswerk. Dilalbollo
das; -s, -s (Fantasiebezeichnung zu it. diavolo; vgl. Diabo
lus): ein Geschicklichkeitsspiel mit einem Doppelkreisel.
Dilalbollus der; - (über gleichbed. (kirchen)lat. diabolus
aus gr. diábolos, eigtl. „Verleumder“, zu diabällein „ent
zweien, verleumden“, eigtl. „auseinander werfen“): der
Teufel
Dilalbgn® das; -s (Kunstw.): säure-, hitze- u. korrosionsbe
ständiger Werkstoff aus porösem Graphit
Dilalbrolsis* <Zze; -, ...sen (aus gr. diäbrösis „das Durchfres
sen“): Zerstörung, das Durchbrechen (z.B. einer Gefäß
wand; Med.), dilalbroltisch (aus gleichbed. gr. diabrötikós): (veraltet) zerfressend, zerstörend
Dil alceltälmie* [...ts...J die; -, ...ien (zu T ‘di..., Î Aceton u.
t...ämie): das Auftreten von Ketonkörpern im Blut
(Med.). Dilalceltulrie* die; -, ...ien (zu T ...urie): das Auf
treten von Ketonkörpern im Urin (Med.)
dia Ich ron [,,,'kro:n] (zu t dia... u. gr. chrönos „Zeit“): a) die
Diachronie betreffend; b) geschichtlich, entwicklungsmä
ßig betrachtet; Ggs. Îsynchron (3); vgl. ...isch/-. Diachro nie die; - (zu T2...ie): Darstellung der geschichtli
chen Entwicklung einer Sprache (Sprachw.); Ggs. TSynchronie. dia'chro nisch: svw. diachron (a); Ggs. tsynchronisch (1); vgl. .,,iseh/Di a dem das; -s, -e (über gleichbed. lat. diadema aus gr.
diádema, eigtl. „Umgebundenes“): Stirn- od. Kopfreif aus
Edelmetall, meist mit Edelsteinen od. Perlen besetzt
dilaldoch (aus gr. diádochos „(etwas) übernehmend, ablö
send; (mit etwas) abwechselnd“): die Fähigkeit bezeich
nend, sich in einem Kristallgitter gegenseitig vertreten zu
können (von Elementen; Mineral., Kristallografie). Di|adolche der; -n, -n (meist Plur.) (aus gr. diádochos „Nach
folger“ zu diadéchesthai „(von einem früheren Besitzer)
übernehmen“): 1. Nachfolger Alexanders des Großen. 2.
(nur Plur.) um den Vorrang streitende Nachfolger einer be
deutenden, einflussreichen Persönlichkeit. Dilaldochenlkämplfe <ZZe(Plur.): Konkurrenzkampf zweier od.
mehrerer Anwärter um die Nachfolge für ein bedeutendes,
einflussreiches Amt. Dilaldolchie die; -, ...ien (zu t2...ie>:
Fähigkeit bestimmter Elemente, sich in einem Kristallgit
ter gegenseitig zu vertreten (Mineral., Kristallografie).
Di|a|do|cho|ki|ne|se die; -, -n (zu gr. kinesis „Bewe
gung“): Fähigkeit, einander entgegengesetzte Bewegun
gen rasch hintereinander geordnet auszuführen (Med.)
Dialgelnelse die; -, -n (zu tdia... u. tGenese): nachträgli
che Veränderung eines Î Sediments (1) durch Druck u.
Temperatur (Geol.). dialgelneltisch: die Diagenese be
treffend, durch sie bewirkt
dialgeoltrop* (zu tdia... u. tgeotrop): schräg stehend, he
D
Diaglyphe
rabhängend (durch die Schwerkraft bedingt bei Früchte
tragenden od. dicht belaubten Zweigen; Bot.)
Dia gly phe* die; -, -n (zu tdia... u. gr. glyphé „das Aus
meißeln, Gravieren; das Ausgemeißelte“): in eine Fläche
vertieft geschnittene, gemeißelte od. gestochene Figur,
dialglylphisch: vertieft geschnitten, gemeißelt, gesto
chen
Dilalgnolse* die; -, -n (über gleichbed./r. diagnose aus gr.
diägnösis „unterscheidende Beurteilung, Erkenntnis“ zu
diagignöskein „durch und durch erkennen, beurteilen“):
1. aufgrund genauerer Beobachtungen, Untersuchungen
abgegebene Feststellung, Beurteilung über den Zustand,
die Beschaffenheit von etw. (z.B. von einer Krankheit). 2.
zusammenfassende Beschreibung der wichtigsten Merk
male für die Bestimmung der systematischen Stellung ei
ner Pflanzen- od. Tierart (bzw. Gattung, Familie, Ord
nung; Bot.; Zool.). Di|algno|selzen|trum i/ɑs,` -s, ...ren:
Klinik, die auf die Früherkennung von Krankheiten u. Or
ganstörungen spezialisiert ist. Dilalgnolsis ex Julvantɪ bus [- - ...V...] die;---- (aus lat. diagnosis ex iuvantibus
„Diagnose vom Heilerfolg her“ zu iuvantia „Heilsamkeit,
Förderung“, dies zu iuvare „helfen“): Stellen der Diagno
se nach Behandlung eines Patienten (also von der ange
wandten u. erfolgreichen bzw. erfolglosen Therapie aus;
Med.). Dfalgnosltik i/ie; - (zugr. diagnöstikös „zum Un
terscheiden gehörig“) : Fähigkeit u. Lehre, Krankheiten zu
erkennen (Med.; Psychol.). Di|a|gnos|ti|ker der; -s, -:
jmd., der eine Diagnose stellt. Di|a|gnoslti|kum das; -s,
...ka (über nlat. diagnosticum aus mgr. diagnöstikon „Un
terscheidungsmerkmal“): Hilfsmittel zur Erstellung einer
Diagnose, z.B. Farbstoffe, Kontrastmittel, diagnos
tisch (aus gleichbed. gr. diagnöstikös): 1. durch Diagnose
festgestellt. 2. die Diagnose betreffend, dilalgnosltilzieren (zu T...ieren): eine Krankheit [durch eingehende Un
tersuchung des Patienten] feststellen
dialgolnal (axisspätlat. diagonalis, eigtl. „durch die Winkel
führend“, zu Tdia... u. gr. gönia „Ecke, Winkel“): a) zwei
nicht benachbarte Ecken eines Vielecks verbindend (Geom ); b) schräg, quer verlaufend; diagonales Lesen: [ober
flächliches] nicht alle Einzelheiten eines Textes beachten
des Lesen, durch das man sich einen allgemeinen Über
blick verschafft. Dialgolnal der; -[s], -s (zu f’...al (2)>:
schräg gestreifter Kleiderstoff in Köperbindung (eine
Webart). Dia|go|na|le<7ze; -, -n (zu Î...ale): 1. Gerade, die
zwei nicht benachbarte Ecken eines Vielecks miteinander
verbindet (Geom.). 2. alle Schrägen beim Schach auf je
weils weißen od. schwarzen Feldern. 3. schräg liegender
Verbindungsstab zwischen den beiden Gurten eines Fach
werkträgers (Bauw.)Dialgraf,auch ...graph der; -en, -en
(zu f,,,graf): 1. Gerät zum Zeichnen von [Schädeljumrissen u. Kurven. 2. svw. Diphthong
Dialgramm das; -s, -e (über lat. diagramma aus gr. diágramma „Umriss, musikal. Schema“ zu gr. diagräphein
„mit Linien umziehen“) : 1. zeichnerische Darstellung von
Größenverhältnissen in anschaulicher, leicht überblickba
rer Form. 2. schematische Darstellung von Blütengrund
rissen (Bot.). 3. Stellungsbild beim Schach. 4. magisches
Zeichen (Drudenfuß); vgl. Pentagramm.
Di|a|hy|po|nym* das; -s, -e (zu îdia... u. 1 Hyponym): svw.
Inkonym
Diakartogramm das; -s, -e (zu 1 dia... u. tKartogramm): svw. Kartodiagramm
Dialkausltik die; -, -en (zu gr. diäkausis „durchdringende
Hitze“ (dies zu diakaiein „durchbrennen“) u. t2...ik): die
beim Durchgang von 1 parallelem ( 1 ) Licht bei einer Linse
entstehende Brennfläche (die im Idealfall ein Brennpunkt
ist), dialkausltisch: auf die Diakaustik bezogen
Di|a|ki|ne|se die; -, -n (zu tdia... u. gr. kinesis „Bewe
gung"): Stadium der Zellteilung, in dem die Î Chromoso
328
men den größten Grad der Verkürzung erreichen (Gene
tik)
Di|a|kla|se* die; -, -n (zu Î dia... u. gr. klásis „Bruch“): 1.
Gesteinskluft, deren Wände nicht gegeneinander verscho
ben sind (Geol.). 2. (veraltet) Brechung des Lichts
Di la Ikon der; Gen. -su. -en, Plur. -e[n] (über kirchenlat. dia
conus aus gr. diäkonos „Diener“): 1. kath., anglikan. od.
orthodoxer Geistlicher, der um einen Weihegrad unter
dem Priester steht. 2. in der ev. Kirche kirchlicher Amts
träger, der nach einer Ausbildung an einer kirchlichen
Fachhochschule im Bereich der Sozialarbeit und Religi
onspädagogik tätig ist. Di|a|ko|natda5, auch der; -[e]s, -e
(aus gleichbed. kirchenlat. diaconatus): 1. a) Amt eines
Diakons; b) Wohnung eines Diakons. 2. Pflegedienst (in
Krankenhäusern). Dilalkolniedie; - (über kirchenlat. diaconia aus gr. diakonia „Dienst“): [berufsmäßiger] Dienst
an Armen u. Hilfsbedürftigen (Krankenpflege, Gemein
dedienst) in der ev. Kirche, dilalkolnieIren <zuT...ieren):
(veraltet) das Amt eines Diakons ausüben. Di|a|ko|nik
die; - (zu t2...ik (1)): Lehrgebiet der ev. Theologie, das den
diakonischen Dienst zum Inhalt hat. Di|a|kolni|kon das;
-[s], ...ka (aus gleichbed. mgr. diakönikon, eigtl. „das zum
Dienst Bereite“): 1. der Sakristeiraum der orthodoxen
Kirche. 2. Südtür in der Hkonostase. Di|a|ko|nin die; -,
-nen (zu 1 Diakon): weibliche Form zu tDiakon, di a konisch (über kirchenlat. diaconicus aus gr. diakonikös
„zum Dienst bereit, dienstbeflissen“): die Diakonie be
treffend. Di|a|ko|nis|se die; -, -n u. Di|a|ko|nis|sin die;
-, -nen (aus kirchenlat. diaconissa „Kirchendienerin“): in
der Diakonie tätige, in Schwesterngemeinschaft lebende
Frau. Di|a|ko|nus der; -, ...one[n] (aus kirchenlat. diaco
nus „Kirchendiener“): (veraltet) zweiter od. dritter Pfar
rer einer ev. Gemeinde; Hilfsgeistlicher
Dia|kri|se* u. Dialkrilsis die; -, ...isen (aus gr. diákrisis
„Trennung; Unterscheidung; Entscheidung“): 1. svw. Differenzialdiagnose. 2. entscheidende Krise einer Krank
heit. dia|kri|tisch (aus gr. diakritikös „zum Unterschei
den geeignet“ zu diakrinein „trennen, (unter)scheiden“;
vgl. kritisch): unterscheidend (bes. Sprachw.); diakriti
sches Zeichen: Zeichen, das die besondere Aussprache ei
nes Buchstabens anzeigt (z. B. die 1 Cedille [ç])
di akltin (zu tdia... u. gr. aktis, Gen. aktɪnos „Strahl“):
Röntgenstrahlen durchlassend (Med.)
Dilallekt der; -[e]s, -e (über gleichbed. /al. dialectos aus gr.
diálektos „Gespräch, Redeweise“ zu dialégesthai „sich
unterreden, sprechen“): 1. Mundart, örtlich od. land
schaftlich begrenzte sprachliche Sonderform; regionale
Variante einer Sprache. 2. standortgebundene Sonder
form der Lebensäußerung einer Tierart (Verhaltensfor
schung). 3. Abwandlung od. erweiterte Version einer Pro-grammiersprache (EDV), dilallekltal (zu t‘...al (1)>: den
Dialekt betreffend, mundartlich. Di|a|lekt|geo|grafie*, auch ...gralphie die; -: Mundartforschung, die die
geografische Verbreitung von Dialekten u. ihren Sprach
formen untersucht. Di I a I lek |tik die; - (über lat. (ars) dia
lectica „Kunst der Gesprächsführung“ aus gleichbed. gr.
dialektikê (téchnê)): 1. innere Gegensätzlichkeit. 2. a) phi
losophische Arbeitsmethode, die ihre Ausgangsposition
durch gegensätzliche Behauptungen (Î These u. 1 Antithe
se 1) infrage stellt u. in der Î Synthese (4) beider Positionen
eine Erkenntnis höherer Art zu gewinnen sucht; b) die sich
in antagonistischen Widersprüchen bewegende Entwick
lung von Geschichte, Ökonomie u. Gesellschaft (dialekt.
Materialismus). 3. die Fähigkeit, den Diskussionspartner
in Rede u. Gegenrede zu überzeugen; vgl. Sophistik (2).
Dilallekltilkerrfer; -s, -: 1. ein in der Dialektik (3) Erfah
rener; jmd., der geschickt zu argumentieren versteht. 2.
ein Vertreter der dialektischen (3) Methode, ‘dilallektisch (zu IDialekt): (veraltet) svw. dialektal. 2di|a|lek
329
(über lat. dialecticus aus gleichbed. gr. dialektikös):
1. die Dialektik ( 1 ) betreffend, gegensätzlich. 2. in Gegen
sätzen, entsprechend der Methode der Dialektik (2 a) den
kend; dialektischer Materialismus: Lehre des Marxismus
von den allgemeinen Bewegungs-, Entwicklungs- u. Struk
turgesetzen der Natur u. der Gesellschaft. 3. haarspalte
risch, spitzfindig. Di|allek|tis|mus der; -, ...men (zu
(Dialekt u. (...ismus (4)>: dialektale (Variante (1) einer
hochsprachlichen Form (z.B. österr. Karfiol = binnen
deutsch Blumenkohl). Dialektoloige der: -n, -n (zu
T...loge>: Wissenschaftler auf dem Gebiet der Dialektolo
gie. Di|a|leklto|lo|gie die; - (zu t ...logie): Mundartfor
schung. di|a|lek|to|lo|gisch (zu ¡...logisch): die Dialek
tologie betreffend
Dilalllag der: -s, -e (aus gr. diallagë „Veränderung,
Tausch“): ein Mineral, Abart des Î Amphibols
Di|alHelle die: -, -n (zu gr. diállelos „sich entsprechend“):
sich im Kreis bewegende Art des Denkens, Zirkelschluss;
Fehlschluss (Philos.); vgl. Circulus vitiosus (1)
Di|aIlog der; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. dialogue, dies über
lat. dialogus aus gr. diálogos „Unterredung, Gespräch“ zu
dialégesthai, vgl. Dialekt): 1. a) von zwei Personen ab
wechselnd geführte Rede u. Gegenrede, Wechselrede;
Ggs. (Monolog (b); b) Gespräch, das zwischen zwei
Gruppierungen geführt wird, um sich u. die gegenseitigen
Standpunkte kennenzulernen. 2. der gesamte Sprechteil
eines Films (Filmw.). 3. direkter Austausch von Fragen u.
Antworten zwischen Computer u. Benutzer (EDV). Dilalogautor der: -s, -en: Autor des Dialogs (2) im Dreh
buch (Filmw.). dilallogldelfilnit: im Dialog (1) ent
scheidbar, nach eindeutigen Regeln mit eindeutigem Aus
gang argumentierbar (von Aussagen), dilallolgielren (zu
(..deren): (veraltet) Personen redend, im Dialog (1) vor
führen. dilallolgisch: in Dialogform, dilallolgilsielren
(zu Î ...isieren): in Dialogform gestalten. Di|a|lo|gis|mus
der; - (zu (...ismus): rhetorische Figur in Form von Fra
gen, die ein Redner gleichsam im Selbstgespräch an sich
selbst richtet u. auch selbst beantwortet (Rhet. ; Stilk. ). Dia lo gist der; -en, -en (zu (...ist): Bearbeiter der Dialoge
im Drehbuch (Filmw.). Dilalloglrelgie [,,,reʒi:] die; -,
...ien [,,,i:ən]: Regie, die sich nur auf den Dialog eines
Films erstreckt. Dilalloglrolman der; -s, -e: Form des
Romans, bei der Dialoge (1) vorherrschen, sodass die
Handlung aus dem Gespräch der Romanfiguren erschlos
sen werden muss
Di la Ily Ipe |ta Ile
-, -n (meist Plur.) (zu gr. dialyein „tren
nen“ u. pétalon „Blatt“): Pflanze mit einer in Kelch u.
[freiblättrige] Krone gegliederten Blüte. Diallylsat das;
-[e]s, -e (zu (Dialyse u. (...at (1)): durch (Dialyse gewon
nener (Extrakt (1) aus frischen Pflanzen. Diallylsaltor
der; -s, ...oren (zu (...ator): Gerät zur Durchführung der
Dialyse. Diallylse rZze; -, -n (aus gr. diálysis „Auflösung,
Trennung“ zu dialyein „auflösen, trennen“): a) Blutreini
gung mittels einer künstlichen Niere; Blutwäsche; b) Ver
fahren zur Trennung niedermolekularer von höhermole
kularen Stoffen mittels tierischer, pflanzlicher od. künst
licher Membranen, die nur für Erstere durchlässig sind.
Diallylselaplpalrat der; -[e]s, -e: Gerät zur Reinigung
des Blutes von Giftstoffen, das bei einem Versagen der
Nieren deren Funktion übernimmt, künstliche Niere. Dialylselzenltrum* das; -s, ...tren: Spezialklinik, in der Dia
lysen (1) vorgenommen werden. dia|ly|sie|ren (zu (..de
ren): eine Dialyse durchführen, diallyltisch (aus gr. dialytös „auflöslich“): a) auf Dialyse beruhend ; b) auflösend;
zerstörend
Di|a|malgne|ti|kurrT das; -s, ...ka (zu (dia..., (Magnet u.
(...ikurn): diamagnetischer Stoff. dia|ma|gne|tisch:
den Diamagnetismus betreffend. Di|a|ma|gne|tis|mus
der: a) Eigenschaft von Stoffen, deren (Moleküle kein
tisch
Diapedese
magnetisches Moment enthalten; b) Wissenschaft von den
Eigenschaften diamagnetischer Stoffe
'Dilamant der: -en, -en (aus gleichbed. fr. diamant, dies
aus vulgärlat. adiamas, Gen. adiamantis zu lat. adamas
„der Unbezwingbare“ aus gr. adamas): 1. aus reinem Koh
lenstoffbestehender wertvoller Edelstein von sehr großer
Härte. 2. (meist Plur.) mit Diamanten besetzter Schmuck.
2Di|almant die; - (zu t ‘Diamant): kleinster Schriftgrad (4
Punkt; Druckw.). di a man ten (zu t'Diamant): a) aus
Diamant; b) fest wie Diamant; diamantene Hochzeit: der
60., mancherorts auch der 75. Jahrestag der Hochzeit. Dialmanltie rung die; -, -en (zu t ...ierung): Verzierung mit
kleinen, edelsteinartig behauenen Gebilden (bes. in der
spätromanischen Archit.). Di|alman|tin das; -s (zu (...in
(1)>: Schleifpulver aus gestoßenem Stahl od. geglühter
Tonerde. Dilalmanltolskop* das; -s, -e (zu (...skop):
(binokulares Mikroskop mit (diffuser Dunkelfeldbe
leuchtung u. zehn- bis hundertfacher Vergrößerung (zur
Feststellung von Einschlüssen in Diamanten)
DIAMAT u. Diia mat der; -[s]: Kurzform von (dialekti
scher Materialismus
Dilalmelter der; -s, - (über gleichbed. lat. diametros, diametrus aus gr. diámetros „Durchmesser“): Durchmesser
eines Kreises od. einer Kugel, dialmeltral* (zu ( ‘...al (1)):
völlig entgegengesetzt, dialmeltrisch* (aus gr. diametrikós „durch die Mitte gehend“): dem Durchmesser ent
sprechend
Dilamid das; -s (zu gr. dis „zweifach“ u. (Amid): svw. Hy
drazin. Dilamin das; -s, -e (zu (Amin): organische Ver
bindung mit zwei Aminogruppen (Chem.). Di ami nurie* die: -, ...ien (zu (...urie): Ausscheidung von (Diami
nen im Harn (Med.)
Di| am ni o ten die (Plur.) (zu gr. dis „zweifach“ u. ( Amnioten; vgl. Amnion): Zwillinge mit getrennten Eihäuten
(Med.)
Di|a|mor|pholse die: -, -n (zu tdia... u. t Morphose, eigtl.
„Durchbildung“): Gestaltung zu einer bestimmten
[Endjform
Di alna die; -, ...nen (aus gleichbed. span, diana, eigtl.
„Weckruf“, zu dia „Tag“, dies aus lat. dies): (veraltet) 1.
Bez. für die Wache von 4 bis 8 Uhr morgens. 2. Trommel
signal zum Wecken bei Tagesanbruch (Seemannsspr.).
Diane [djan] die; -, -n ['dja:nən] (aus gleichbed. fr. diane,
eigtl. „Weckruf“, dies aus span, diana, vgl. Diana): svw.
Diana
Di|a|neltik® die; - (gebildet zu (Dianoetik): von L. R. Hub
bard ( 1911—1986), dem Begründer der Scientology, vertre
tene Theorie, dass alle Krankheiten mit psychotherapeu
tischen Mitteln geheilt werden können. Di|a|no|e|tik die;
- (aus gr. dianoëtikë (téchnë) „Denkkunst“): die Lehre
vom Denken; die Kunst des Denkens (Philos.), dilalnoeltisch (aus gleichbed. gr. dianoëtikôs): denkend, den
Verstand betreffend (Philos.). Dilalnoia die; - (aus gleich
bed. gr. diánoia „das Nachdenken, der Verstand“): Ver
nunft (als Tugend u. sittliche Kraft; Philos.)
Di|an|thus rZer; - (aus gleichbed. nlat. dianthus zu gr. Zeüs,
Gen. Dios „des od. von Zeus“ (wegen der Blütenpracht) u.
ánthos „Blüte, Blume“): Nelke (Gattungsbez.; Bot.)
Dilalpalson der; -s, Plur. -s u. ...one (über lat. diapason aus
gleichbed. gr. diapasón, eigtl. „durch alle (Töne)“): 1.
urspr. Name der altgriech. Oktave. 2. in Frankreich Bez.
für die ( Mensur (4) von Orgelpfeifen u. Blasinstrumenten.
3. Achtfußregister einer Orgel; vgl. “Prinzipal (1)
Di a pau se die; -, -n (aus gr. diápausis „das Dazwischen
ausruhen“ zu diapaüestai „eine Pause machen“): in sei
nem Verlauf meist erblich festgelegter, jedoch durch äuße
re Einflüsse ausgelöster Ruhezustand während der Ent
wicklung vieler Tiere (Biol.)
Diapedelse die; -, -n (zu (dia..., gr. pëdân „springen,
D
Diapente
hüpfen“ u.t...ese>: Durchtritt von Blutkörperchen durch
eine unverletzte Gefäßwand (Med.)
Dilalpenlte die: -, -n (aus gleichbed. gr. diäpente): das In
tervall der Quinte in der altgriech. Musik
Dilalper ['daɪəpə] der: -s, -s (aus gleichbed. engl. diaper zu
älter fr. diapré, diaspre, dies aus mlat. diasprum, andere
Form von iaspis „Jaspis“): (veraltet) geblümte Leinwand,
gemustertes [Jaquard]gewebe
dilalphan (aus gleichbed. gr. diaphanes): durchscheinend,
durchsichtig. Dilalphalnie die; -, ...ien (aus gr. diaphäneia „Durchsichtigkeit“): 1. durchscheinendes Bild. 2.
svw. Diaphanoskopie. Di|alpha|ni|tatr/ze;-(zuTdiaphan
u. T...ität): Durchlässigkeit in Bezug auf Lichtstrahlen
(Meteor.). Di|a|pha|no|me|ter das; -s, - (zu Î’...meter):
(veraltet) Messgerät zur Messung der Durchsichtigkeit
(z. B. der Luft). Dilaphanorama*<Ju.v, -s, ...men (zugr.
hórama „das Sehen, das Geschaute“): durchsichtiges Ge
mälde. Dila|pha|no|skop* das; -s, -e (zu t...skop): In
strument zum Durchführen einer Diaphanoskopie (Med. ).
Dialphanoskolpie* die; -, ...ien (zu Î ...skopie): Unter
suchung, bei der Körperteile u. Körperhöhlen (z. B. die
Nasennebenhöhle) durch eine dahinter gehaltene Licht
quelle durchleuchtet werden, um krankhafte Veränderun
gen anhand von Schatten festzustellen. Di|alphan|radierung die; -, -en: Glasklischee, mit Radiernadel auf ei
ne beschichtete Platte eingeritzte Zeichnung, die wie ein
fotografisches Negativ auf lichtempfindliches Papier ko
piert wird
Dilalpholnem das: -s, -e (zu Tdia... u. IPhonem): 1 Pho
nem, das sich in verschiedenen Dialekten (oder dialektal
im Unterschied zur Hochsprache) nur in der Aussprache
unterscheidet, z.B. norddt. [sp] gegenüber hochdt. [ʃp] für
sp, tphonologisch jedoch identisch ist (Sprachw.). Di|apho nie, auch Diafonie die; -, ...ien (aus gr. diaphönia
„Disharmonie, Verschiedenheit“): 1. Missklang, Disso
nanz in der altgriech. Musik. 2. svw. Organum (1). di|apho nisch, auch diafonisch: nicht zusammenpassend,
Î dissonant (in der altgriech. Musik)
Dilalpholra die; - (aus gr. diaphorä „Verschiedenheit“): 1.
Darlegung, Betonung des Unterschieds zweier Dinge
(Rhet.). 2. Hervorhebung der Bedeutungsverschiedenheit
eines im Text wiederholten Satzgliedes durch Emphase der
Zweitsetzung (z. B. O Kind, meine Seele und nicht mein
Kind!; Shakespeare). Dilalpholralse die: -, -n (meist
Plur.) (zugr. diáphoros „verschieden“ u. I ...ase): I Enzym,
das an der Übertragung von Wasserstoff auf Wasserstoff
akzeptoren (vgl. Akzeptor, 1) beteiligt ist (Biochem.). Diap h órese die; -, -n (über spätlat. diaphoresis aus gleich
bed. gr. diaphoresis, eigtl. „Zerstreuung“): Schweißabson
derung (Med.). Di|a|pho|re|ti|kum das; -s, ...ka (zu 1 dia
phoretisch u. T...ikum): schweißtreibendes Mittel, dilaphol reltisch (über spätlat. diaphoreticus aus gleichbed.
gr. diaphoretikós): schweißtreibend
Dialphraglma das; -s, ...men (über spätlat. diaphragma
„Zwerchfell“ aus gleichbed. gr. diäphragma, Gen. diaphrágmatos „Zwischenwand; Zwerchfell“): 1. Scheide
wand zwischen einzelnen Körperteilen od. Organen, bes.
das Zwerchfell (Med.). 2. durchlässige Scheidewand bei
Trennverfahren (z.B. bei IOsmose u. tFiltration). 3.
Empfängnisverhütungsmittel in Form eines kleinen, in
die Scheide einzuführenden Spiralrings. 4. Austrittsstelle
des Dampfstrahls bei Vakuumpumpen. 5. (veraltet) Blen
de (in der Optik). Dialphraglmaltallgie* die; -, ...ien
(zu T...algie): Zwerchfellschmerz (Med.). Dialphragmaltolzelle die; -, -n (zu gr. kêlê „Geschwulst, Bruch“,
eigtl. „Zwerchfellbruch“): Ausstülpung von Eingeweide
teilen durch eine abnorme Zwerchfelllücke in den Brust
korbraum (Med.)
Di|aph|tho|re|se* iZ/e; -, -n (zu gr. diaphthorá „Zerstö
330
rung, Vernichtung“ u. T...ese): Umbildung durch rück
schreitende ÎMetamorphose (4) (Geol.). Dilaphltholrit
[auch ..,'rit] der; -s, -e (zu T2...it): Gestein, das durch Diaphthorese entstanden ist (Geol.)
Dilalphylse die; -, -n (aus gr. diáphysis „Gelenk-, Glieder
verbindung“, eigtl. „das Durchwachsen“): Teil der Röh
renknochen zwischen den beiden IEpiphysen (2; Med.)
Dilalpirrfer; -s, -e (zugr. diapeirein „durchbohren“): pfrop
fen- od. pilzförmiger Gesteinskörper, meist Salz. Di la I pirfalltung iZ/e; -, -en: Verfaltung u. Durchknetung des Ge
steins beim Emporsteigen eines Diapirs (Geol.)
di|a|pla|zen|tar (zu Tdia... u. Iplazentar): die TPlazenta
durchdringend (Med.)
Dia|po|ra|ma das; -s, - (Kunstw. aus tDia u. t Panorama):
Tonbildschau mit Ton- u. Geräuschuntermalungen, bei
der mehrere Diaprojektoren u. oft mehrere Bildwände die
Abfolge der Diapositive in einen bewegten Zusammen
hang stellen
Dilalpolrelse die; -, -n (aus gleichbed. gr. diapóresis): (ver
altet) Verlegenheit, Unentschlossenheit
Dialpolsiltiv [auch ... ti:f] das; -s, -e [...vn] (zu Idia... u.
1 Positiv): durchsichtiges fotografisches Bild (zum 1 Proji
zieren auf eine weiße Fläche).. Dialproljekltor der; -s, -en
(zu tDia u. Î Projektor) : Gerät zum Vorführen von Diapo
sitiven
dilar..., Di|ar... vgl. dia..., Dia...
Di larch der; -en, -en (aus gr. diarchoi „die beiden Herr
scher“ zu árchein „der Erste sein, herrschen“): (veraltet)
Doppelherrscher, d. h. zwei Regierende. Dilarlchie die; -,
...ien (zu î2...ie>: (veraltet) Doppelherrschaft, Regierung
zweier Personen
Dilälrelse u. Di ä re sis die; -, ...resen (über lat. diaeresis
aus gleichbed. gr. diairesis zu diaireɪn „auseinanderneh
men“): 1. getrennte Aussprache zweier Vokale, die neben
einanderstehen u. eigentlich einen ÎDiphthong ergäben
(z.B. Deismus, naiv). 2. Einschnitt im Vers, an dem das
Ende des Wortes u. des Versfußes (der rhythmischen Ein
heit) zusammenfallen (z.B. Du siehst, wohin Du
siehst||nur Eitelkeit auf Erden; Gryphius). 3. Aufgliede
rung eines Hauptbegriffs in mehrere Unterbegriffe
(Rhet.). 4. Begriffszerlegung, Teilung eines Begriffs bis
zum Unteilbaren (Philos.). 5. Zerreißung eines Gefäßes
mit Blutaustritt in die Umgebung (Med.)
Dilalrilum das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. lat. diarium
zu dies „Tag“): (veraltet) a) Buch, stärkeres Heft für [täg
liche] Eintragungen; b) Kladde, Geschäftsbuch
di|ar|rhe|isch (zu gr. diarrheln „durchfließen; zerflie
ßen“): durchströmt, durchflossen (von Flüssen, die ihren
Ursprung in anderen Gebieten haben; Geol.). Dilarlrhç
die;-, -en, auchDilarlrhöe [,,,'ro:]zfz'e, -, -n [-,,'ro:ən] (über
lat. diarrhoea aus gleichbed. gr. diärrhoia, eigtl. „Durch
fluss“): Durchfall. di|ar|rhö|isch: mit Durchfall verbun
den
Di|ar|thro|se* die; -, -n (aus gr. diärthrösis „Gliederbil
dung“): Kugelgelenk (Med.)
dilaslchildisch* [...'sçi:..., ,,,'ʃi:...] (zugr. diaschizein „zer
spalten, zerreißen“): (veraltet) getrennt. Di|aslchi|se die;
-, -n (aus gr. diäschisis „Trennung, Teilung“): Ausfall der
Tätigkeit eines Nervenabschnitts (Med.), dilaslchist: in
der ehern. Zusammensetzung von der verwandter Gestei
ne abweichend (Geol.)
Dilaslkeulast* der; -en, -en (aus gleichbed. gr. diaskeuastës zu diaskeuäzein „herrichten; umarbeiten“): Bearbei
ter eines literarischen Werkes, bes. der homerischen Epen
dia|skle|ral* (zu îdia... u. tskierai): durch die Lederhaut
des Auges hindurch (z.B. von der Schnittführung bei Au
genoperationen; Med.)
Dilalskop* das; -s, -e (zu Tdia... u. t...skop): svw. Diapro
jektor. Dilalskolpie o7e; -, ...ien (zu T...skopie): 1. Rönt-
331
gendurchleuchtung (Med.). 2. medizinische Methode zur
Untersuchung der Haut
Dilaslppr* der; -s, -e (zu (Diaspora): ein Tonerdemineral.
Dilaslpolra die; - (aus gr. diaspora „Zerstreuung“ zu
diaspeirein „ausbreiten, verteilen“): a) Gebiet, in dem die
Anhänger einer Konfession (auch Nation) gegenüber einer
anderen in der Minderheit sind; b) eine konfessionelle
(auch nationale) Minderheit. Dilaslppren die (Plur.):
Verbreitungseinheiten der Pflanzen, z.B. Samen, Sporen,
Ableger, Brutknospen (Bot.)
Dia|s|ta|se* die; -, -n (aus gr. diástasis „das Auseinander
stehen; Spaltung“): 1. (ohne Plur.) svw. Amylase. 2. ana
tomische Lücke zwischen Knochen od. Muskeln, die durch
Auseinanderklaffen zweier Gelenkflächen od. zweier
Muskeln entsteht (Med.), dialsltaltisch (ausgr. diastatikós „trennend“): Stärke umbildend (von Enzymen; Biol.).
Diaistem das; -s, -e (zu tDiastema): Schichtlücke, die
durch eine relativ kurze Unterbrechung der Ablagerung
entstand (Geol.). Dialsltelma das; -s, ...stemata (aus gr.
diástema, Gen. diastêmatos „Zwischenraum. Abstand“):
angeborene Zahnlücke (bes. zwischen den oberen Schnei
dezähnen; Med.). Dialsltelmaltie die; - (zu t2...ie): in der
Notenschrift die grafische Unterscheidung von Tonab
ständen nach Höhe u. Tiefe, mit der Entwicklung der Neumenschrift (vgl. Neume) im 10. u. 11. Jh. herausgebildet
(Mus.), dialsltelmaltisch (ausgr. diastematikös „mit In
tervallen“): im Notenschriftbild nach Tonhöhenunter
schied geordnet (Mus.). Dia|slte|maltolchi|lie die; -,
...jen (zu gr. diástema, Gen. diastêmatos (vgl. Diastema),
chellos „Lippe“ u. t2...ie): angeborene Lippenspalte
(Med.). Dia|s|telma|to|my|e|lie (zu gr. myelös „Mark“
u. t2...ie): angeborene Spaltung des Rückenmarks (Med.)
Di| aslter der; -s, - (aus gr. dis „zweifach“ u. aster „Stern“):
Stadium der indirekten Zellteilung, in dem die t Chromo
somen einen Doppelstern bilden (Biol.)
dialste|reo[|iso]|mer* (aus îdia... u. Îstereoisomer): die
gleiche chem. Struktur, jedoch verschiedene u. dabei nicht
spiegelbildliche Î Konfiguration aufweisend (Chem.).
Dia|stelreo[lisojlmer das: -s, -e, Dia|ste|reo[|iso]melre das; -n, -n: optisch aktive chem. Verbindung, die
gegenüber anderen die gleiche Struktur, jedoch eine ver
schiedene u. dabei nicht spiegelbildliche ÎKonfiguration
aufweist, z.B. Malzzucker gegenüber Traubenzucker
(Chem.)
Dialsltolle* [di astole, auch dia'sto:lə] die; -, ...ölen (über
lat. diastole aus gr. diastole „das Auseinanderziehen, Aus
dehnen“ zu diastéllein „auseinanderziehen “): 1. mit der
Zusammenziehung rhythmisch abwechselnde Erweite
rung des Herzens (Med.). 2. Dehnung eines kurzen Vokals
aus Verszwang (antike Metrik); Ggs. tSystole. Dialsltolik die: - (zu t2...ik>: ältere Bez. für ÎPhrasierung, dialstollisch: die Diastole betreffend, auf ihr beruhend, zur
Diastole gehörend
dilalstrat`, dilalstraltisch (zu tdia... u. lat. stratum
„(Straßen)decke“): die schichtenspezifischen Unterschie
de einer Sprache betreffend (Sprachw.); vgl. ...isch/Dilalsysltem das; -s, -e (zu Îdia... u. t System): [übergeord
netes] System, in dem verschiedene Systeme in Abhängig
keit voneinander funktionieren (Sprachw.)
dilät (zu tDiät): den Vorschriften einer Diät folgend, der
Ernährung durch Diät entsprechend. Dilät die; - (über lat.
diaeta aus gleichbed. gr. diaita, eigtl. „Einteilung (der
Speisen)“): Krankenkost, Schonkost; auf die Bedürfnisse
eines Kranken, Rekonvaleszenten, Übergewichtigen o.Ä.
abgestimmte Ernährungsweise; vgl. aber Diäten
dilaltakt (zu gr. diatáktes „der Anordner“, dies zu diatássein „gehörig ordnen“): mit guter Korngrößensortierung
u. scharfen Grenzen (von tWarven; Geol.); Ggs. Tsymmikt
diatonisch
der; -s, -e (aus gleichbed. mlat. diaetarius, eigtl.
„Tagelöhner“; vgl. Diäten): (veraltet) [bei Behörden] auf
Zeit Angestellter, Hilfsarbeiter, di |ä Ita I risch : gegen Ta
gegeld
Di|ät|as|sis|tent der; -en, -en (zu 1 Diät u. ÎAssistent):
Fachkraft, die bei der Aufstellung von Diätplänen bera
tend mitwirkt. Di|ät|as|sis|ten|tin die; -, -nen: weibliche
Form zu Î Diätassistent
Dilälten die (Plur.) (wohl gekürzt aus Diätengelder, zu fr.
diète „tagende Versammlung“, dies über mlat. dieta, diae
ta „festgesetzter Termin“ zu lat. dies „Tag“): a) Bezüge
der Abgeordneten [im Bundestag] in Form von Tagegeld,
Aufwandsentschädigung u. a. ; b) Einkommen von Diäten
dozenten. Di|ä|ten|do|zent der; -en, -en: außerplanmä
ßige Fachkraft an [Volkshochschulen, die Diäten (b) er
hält
Di|altes|sa|ron das; -s, -e (zu tdia...,gr. téssares, Gen. tessärön „vier“): 1. altgriech. Quarte (Mus.). 2. (ohne Plur.)
die älteste t Evangelienharmonie (von dem Syrer Tatian
verfasst)
Di|ä|te|tik die; -, -en (über lat. (ars) diaetetica aus gleich
bed. gr. diaitêtikê (téchnê)): Ernährungs-, Diätlehre
(Med.). Di|älte|ti|kum das; -s, ...ka (zu t ...ikum): für eine
ÎDiät geeignetes Nahrungsmittel, dilälteltisch (aus gr.
diaitetikös „zur Diät gehörig“): der Diätetik gemäß
Di|a|te|xis die; - (zu gr. diatêkesthai „zerschmelzen, sich
durch Schmelzen auflösen“, Analogiebildung zu Î Anate
xis): fortgeschrittenes Stadium der Î Anatexis, in dem auch
dunkle Minerale (z.B. Biotit, Hornblende) aufgeschmol
zen werden (Geol.)
Dilät |f eh Iler der; -s, - (zu Î Diät): Fehler in der Ernährungs
weise
Dialthek die; -, -en (zu TDia(positiv) u. î...thek): Samm
lung von t Diapositiven (zur befristeten Ausleihe an Inte
ressenten)
dialtherlman (zu îdia... u. gr. thermainein „wärmen, er
wärmen“): wärmedurchlässig, Wärmestrahlen nicht ab
sorbierend (z.B. Glas, Eis; Meteor., Phys., Med.). Diathermaniltät die; - (zu t...ität>: Durchlässigkeit (für
Wärmestrahlen; Meteor.). Dia|ther|man|si_e die; - (zu
gr. thérmansis „Erwärmung“ u. T2...ie): svw. Diathermanität. Dia ther mie die; - (zu gr. thérmë „Wärme“ u.
t2...ie>: Heilverfahren, bei dem Hochfrequenzströme Ge
webe im Körperinnern durchwärmen (Med.)
Dialthelse die: -, -n (aus gr. diáthesis „Zustand, Verfas
sung“): 1. besondere Bereitschaft des Organismus zu be
stimmten krankhaften Reaktionen (z.B. zu Blutungen);
Veranlagung für bestimmte Krankheiten. 2. svw. Genus
Verbi
Diläthyllenlglylkol, chem. fachspr. Diethylenglykol das;
-s (zugr. dis „zweifach“, Î Äthylen u. IGlykol): Bestandteil
von Gefrierschutzmitteln u.a. (Chem.)
dilältisch (zu T Diät): die Ernährung betreffend. Dilältistin die; -, -nen: svw. Diätassistentin
dialtom (aus gr. diátomos „zerschnitten, geteilt“): (veral
tet) nach einer Richtung hin leicht teilbar. Dilaltolmee
die; -, ...meen (meist Plur.) (aus nlat. diatomea, eigtl. „die
Durchschnittene“, zu gr. diatémnein „durchschneiden“
(wegen der zwei Hälften des Kieselpanzers)): Kieselalge
(einzelliger pflanzlicher Organismus). Di |a Ito Ime len ierde die; -: Kieselgur, Ablagerung von Diatomeen im Süß
wasser bei niederen Temperaturen. Dilaltolmelenschlamm der; -[e]s: Ablagerung von Diatomeen in meist
kühlerem Wasser (z. B. in der Tiefsee). Dilaltolmit [auch
...’mit] der; -s (zu t2...it): ein Sedimentgestein aus verfes
tigtem Diatomeenschlamm
Dialtolnik die; - (zu tdiatonisch u. T2...ik (2)): Dur-MollTonleitersystem mit 7 Stufen (Ganz- u. Halbtöne); Ggs.
tChromatik (1). dialtolnisch (über spatial, diatonicus
Dilältar
diatopisch
332
u. kéntron „Sporn“): Gattung aus der Familie der Mohn
aus gleichbed. gr. diatonikös): in der Tonfolge einer Durgewächse (z. B. die Gartenpflanze Tränendes Herz)
od. Molltonleiter folgend; Ggs. Îchromatisch (1)
diatopisch (zu fdia... u. gr. topos „Ort, Gegend“): die Di|chalsi|um[dl'ça:...] ifaʃ/-s, ...ien [,,,iən] (aus nlat. dicha
sium „das Zweigablige“ zu gr. dicházein „zerteilen“):
landschaftlich bedingten Unterschiede sprachlicher For
zweigabeliger tzymöser (trugdoldiger) Blütenstand (vom
men betreffend (Sprachw.)
Hauptspross entspringen zwei Seitenzweige, die sich ih
Dilätlplanrfer; -[e]s, ...pläne (zu Î Diät): für eine bestimmte
rerseits auf die gleiche Weise verzweigen; Bot.)
Diät aufgestellter Speiseplan
Di|altre|ma* das; -s, -s (aus gr. diátrema „das Durchbohr Dilchlorläthan, chem. fachspr. Dilchlorlethan [diklo:n...] das; -s (zugr. dis „zweifach“, îChloru. ÎÄthan):
te, Loch“): vulkanisch-explosiv entstandene u. mit Lo
farblose Flüssigkeit mit chloroformartigem Geruch, die
ckermassen gefüllte Durchschlagsröhre (Geol.). Di|aaus Î Äthylen durch Anlagerung von Chlor gewonnen
tretglas das; -es, ...gläser (zu lat. diatretus „durchbro
wird, Verwendung z.B. als Lösungsmittel sowie als Bega
chen“, dies aus gr. diátretos „durchbohrt, durchlöchert“):
sungsmittel in der Schädlingsbekämpfung (Chem.). Diaus altröm. Zeit stammendes prunkvolles Gefäß aus
chlormethan das; -s: Verbindung aus der Gruppe der
Glas, das mit einem kunstvollen gläsernen Netzwerk
Chlorkohlenwasserstoffe, die durch t Chlorieren (1) von
überzogen ist
Methan gewonnen werden, Verwendung z.B. als Abbeiz
Dialtrilbe* die; -, -n (über lat. diatriba aus gleichbed. gr.
mittel für Lacke u. als Treibmittelbestandteil für Spraydo
diatribe, eigtl. „das Zerreiben“ zu diatribein „zerreiben“):
sen (Chem.)
moralische Schrift, die durch Dialoge auf Einwände eines
(fiktiven) Zuhörers eingeht. Dialtrimlma das; -s (aus Dilcholgalmie [diço...] ¿Zz'e; - (aus gleichbed. nlat. dichogamia zu gr. dichos „doppelt“ u. î...garnie (1 )>: zeitlich ge
gleichbed. gr. diátrimma zu diatribein „zerreiben“): Wolf,
trennte Reife der weiblichen u. männlichen Geschlechts
Wundsein, entzündliche Rötung eng aneinander liegender
organe, wodurch die Selbstbestäubung bei Zwitterblüten
Hautflächen infolge Feuchtigkeit, Wärme u. Reibung
verhindert wird (Bot.)
(Med.)
Dia|try|ma*</er; -s, -s (zu î dia... u. gr. trÿmë „Loch“): aus Dilchord [di'kɔrt] das; -[e]s, -s, Di|chpr|di|um das; -s,
Plur. ...ien [...ion] u. ...ia (über nlat. dichordium aus gleich
gestorbener, bis 2 m hoher flugunfähiger Riesenvogel aus
dem Î Eozän
bed. gr. dichordon zu dichordos „mit zwei Saiten“): zwei
saitiges Instrument des Altertums
Dilätlsalz das: -es, -e (zu IDiät): natriumchloridarmes
Salzgemisch als Ersatz für Kochsalz bei kochsalzarmer Di Dilchoirelus [diço...] der; -, ...een (über lat. dichoreus aus
ät
gleichbed. gr. dichöreios; vgl. Choreus): doppelter ÎTro
Dilaullosi/er,' -, ...loi [...by] (aus gleichbed. gr. diaulos): im
chäus (- u - u )
alten Griechenland Laufwettbewerb über zwei Stadien, Di cho ri a ten [diko...] die (Plur.) (zu gr. dis „zweifach“,
Doppellauf
chörion „Haut, Fell; häutige Hülle der Frucht im Mutter
Di|a|vo|lo[...v...] der;-, ...li (aus it. diavolo, dies aus lat. dia
leib“ u. t...at (1)): Zwillinge mit getrennter Zottenhaut
bolus, vgl. Diabolus): ital. Bez. für Teufel
(Med.)
Dialvorltragder. -[e]s, ...träge (zu Î Dia): Vortrag, bei dem dilcholtom [diço...] u. dichotomisch (aus gr. dichótomos
Dias gezeigt werden
„halbiert, zweigeteilt“): 1. gegabelt (von Pflanzenspros
Di|a|zedlpaltro|ne®* die; -, -n (Kurzw. aus Îdiametral,
sen). 2. in Begriffspaare eingeteilt; vgl. Dichotomie (2);
tzentrisch, Frfisonstöpsel u. ÎPatrone}: früher verwendete
vgl. ...isch/-. Dilcholtolmie die; -, ...ien (ausgr. dichotoSchmelzsicherungspatrone für niedrige Stromstärken
mia „das Halbieren, Zerschneiden“): 1. Zweiteilung des
Dilazini/ä.v;-s, -e (Kunstw. zugr. dis „zweifach“ u. Î Azine):
Pflanzensprosses (die Hauptachse gabelt sich in zwei
sechsgliedrige Ringverbindung mit zwei Stickstoffatomen
gleich starke Nebenachsen). 2. a) Zweiteilung, Gliederung
im Ring (Chem.)
(z. B. eines Gattungsbegriffs in zwei Arten) ; b) Gliederung
Di|a|zo|ma das; -s, -ta (aus gr. diäzöma „Gürtel“ zu diaeines Oberbegriffs in einen darin enthaltenen Begriff u.
zönnynai „umgürten“): gürtelförmiger Gang zwischen
dessen Gegenteil. di|cho|tp|misch vgl. dichotom
den Sitzreihen im Amphitheater
Dilchroismus [dikro...] der; - (zu gr. dichroos „zweifar
Di|a|zo|re|ak|ti|on die; - (zu gr. dis „zweifach", Î Azo... u.
big“ u. t...ismus (2)>: Eigenschaft vieler îKristalle (1),
Î Reaktion): Harn- od. Serumprobe zum Nachweis krank
Licht nach verschiedenen Richtungen in zwei Farben zu
haft vermehrter Î aromatischer Stoffwechselprodukte u.
zerlegen; vgl. Pleochroismus. Dilchrolit [auch ,,,'ɪt] der;
von î Bilirubin (z. B. bei Typhus u. Fleckfieber; Med.). Di-s, -e (zu î2...it>: svw. Cordierit. di chro i tisch: in ver
azotypie die; - (zu t...typie): Lichtpausverfahren (Fo
schiedenen Richtungen zwei Farben zeigend. Dilchrototechnik). Dilalzolverlbinldung die; -, -en: organisch
malsierfze; -, ...ien (zu gr. dis „zweifach“, chröma „Far
chemische Verbindung, die im Gegensatz zu den Î Azover
be“ u. t2...ie>: Farbenblindheit, bei der nur zwei der drei
bindungen die Î Azogruppe an ein î Aryl gebunden enthält
Grundfarben erkannt werden (Med.). Dilchrolmat das;
Diblbellmaischilne die; -, -n (zu tdibbeln): eine Säma
-[e]s, -e (zu t...at (2)): Salz der Dichromsäure, dilchroschine, die dibbelt, diblbeln (aus engl. to dibble „pflan
ma tisch:zweifarbig. Di|chro!ma|top|sie*die; -, ...ien
zen, säen“): in Reihen mit größeren Abständen säen
(zu t...opsie): svw. Dichromasie. Dilchrolmiez/ze,-, ...ien
DiblbukzZer; -[s], -s (zu hebr. dävaq „anhaften, kleben blei
(zu gr. dis „zweifach“, chröma „Farbe“ u. t2...ie>: ver
ben“ (von Krankheiten, Sünden)): (in der Kabbalistik)
schiedene Färbung von zwei Tieren der gleichen Art
sündige Seele eines Toten, die als böser Geist von einem
(meist in Abhängigkeit vom Geschlecht). DilchromlsäuMenschen Besitz ergreift u. ihn quält
re die; -, -n (zu tChrom): Säure mit zwei Atomen Chrom
Di|bolthri|o|ce|pha|lus*[... ‘tse:...] der; -, ...li (aus gleich
im Molekül
bed. nlat. dibothriocephalus zugr. dis „zweifach“, bothri- dilchrolnisch [di kro:...] (zu gr. dis „zweifach“ u. chrönos
on „kleine Grube, Vertiefung“ u. kephalö „Kopf“): Fisch
„Zeit“): zweizeitig, in zwei Zeiträumen [erfolgend]
bandwurm (auf Menschen übertragbar)
Di'chrolskpp* [dikro...] das; -s, -e (zu gr. dichroos „zwei
Dilbralchys* der; -, - (über lat. dibrachys zu gr. dibrachys
farbig“ u. t,,,skop): besondere Lupe zur Erkennung des
„aus zwei kurzen Silben bestehend“) : aus zwei Kürzen be
ÎDi- od. 1 Pleochroismus bei Kristallen, dilchrolskcstehender Versfuß
pisch: a) das Dichroskop betreffend; b) mithilfe des DiDi|cen|tra* [di'tssntra] die; -, ...rae [...re] (aus gleichbed.
chroskops
nlat. dicentra, eigtl. „Doppelsporn“, zu gr. dis „zweifach“ Di cker der; -s, - (aus gleichbed. engl. dicker, dies aus lat.
333
decuria, vgl. Dekurie): altes Zählmaß von je 10 Stück od.
10 Paar
Dilckit [auch ...kit] der; -s (nach dem engl. Mineralogen A.
B. Dick (f 1926) u. zu t2...it): dem ÎKaolinit ähnliches Ton
mineral
Dick|so|ni|en|ge|wäch|se [,,,iən...] die (Plur.) (nach dem
engl. Botaniker J. Dickson (1738-1822) u. zu T*...ie> : weit
verbreitete Farnfamilie, deren Vertreter häufig interessan
te Schopfbäume sind
Dic|ti|on|naire [dɪksiɔ'nɛ:n] das, auch der; -s, -s (aus fr.
dictionnaire „Wörterbuch“, dies aus mlat. dictionarium,
vgl. Diktionär u. Diktion): svw. Diktionär, dicito lolco
['dɪkto 'lɔko] ilat.y. (veraltet) am erwähnten Ort (bei Zita
ten); Abk.: d. 1. dic tum taciturn [- fak...] dat.y. (veral
tet) gesagt, getan
Dicltylolphylllum [diktyo...] das: -s, ...lien (aus gleichbed.
nlat. dictyophyllum zu gr. diktyon „Netz“ u. phyllon
„Blatt“): Netzblattfarn, Gattung fossiler Farne mit krie
chenden Î Rhizomen u. langfiedrigen Wedeln
Dilcylanldilamid [ditsÿam...] das; -[e]s, -e (zugr. dis „zwei
fach“, îCyan u. ÎDiamid): aus Kalkstickstoff erzeugter
weißer, wasserlöslicher Stoff zur Herstellung von Plasten
(vgl. Plast) u. Kunstharzen
Dildalche die; - (aus gr. didachê „Lehre, Unterricht“):
Apostellehre, Zwölfapostellehre, älteste urchristliche Ge
meindeordnung mit Bestimmungen über Leben, Gottes
dienst u. Leitung der Gemeinde
Dildakltik die; -, -en (zu Îdidaktisch u. T2...ik (1)): 1. (oh
ne Plur.) Lehre vom Lehren u. Lernen; Unterrichtslehre,
-künde. 2. a) Theorie der Bildungsinhalte, Methode des
Unterrichtens; b) Abhandlung, Darstellung einer didak
tischen Theorie. Dildakltilker der; -s, -: a) Fachvertre
ter der Unterrichtslehre; b) jmd., der einer Gruppe von
Personen einen Lehrstoff vermittelt (z.B. ein guter,
schlechter - sein), dildakltisch (aus gr. didaktikös „un
terrichtend, belehrend“ zu didäskein „lehren“): a) die
Vermittlung von Lehrstoff, das Lehren u. Lernen betref
fend; b) für Unterrichtszwecke geeignet; c) belehrend,
lehrhaft (z.B. -es Spielzeug), dildakltilsielren (zu
Î...isieren): einen Lehrstoff didaktisch aufbereiten. Didakltilsielrung die; -, -en (zu T...isierung): das Didaktisieren. Dildaslkallia u. Dildaslkallie die; - (über mlat.
didaskalia aus gr. didaskalia „Lehre, Belehrung“): Kir
chenordnung der syrischen Kirche des 3. Jh.s mit sittli
chen, rechtlichen u. gottesdienstlichen Bestimmungen.
Di|das|ka|li|en [...ion] die (Plur.): 1. Regieanweisungen
altgriech. Dramatiker für die Aufführung ihrer Werke. 2.
in der Antike urkundliche Verzeichnisse der aufgeführten
Dramen mit Angaben über Titel, Dichter, Schauspieler,
Ort u. Zeit der Aufführung usw. dildaslkallisch (über
lat. didascalicus aus gleichbed. gr. didaskalikós): beleh
rend, beweisend, unwiderleglich. Dildalxe die; -, -n (aus
gr. didaxis „das Lehren, Unterricht“): Lehre, Lehrhaftig
keit, t Didaktik
Did|ge|ri|doo [dɪdʒərɪ'du:] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
didgeridoo): langes, röhrenförmiges Blasinstrument der
austr. Ureinwohner
Dildoldelkaleder das; -s, - (zu gr. dis „zweifach“ u. îDo
dekaeder): von 24 Dreiecken begrenzter Kristall
Dildotlanltilqua [di'do:...] die; - (nach den franz. Buchdru
ckern François Ambroise (1730-1804) u. Firmin Didot
(1764-1836)): eine Antiquadruckschrift. Dildotlsystem das; -s: von François Ambroise Didot gegenüber äl
teren Verfahren wesentlich verbessertes typografisches
Maßsystem
Dildrach me* tZze; -, -n (zu gr. dis „zweifach“ u. TDrach
me): das antike Zweidrachmenstück
Di|duk|ti|on die; - (aus gleichbed. ZaZ. diductio zu diduce
re, vgl. diduzieren); Zerlegung, Trennung, Teilung, di-
Dieteris
(aus gleichbed. lat. diducere, eigtl. „ausein
ander führen“, zu tdis... u. lat. ducere „führen“): teilen,
zerteilen
Dildym das; -s (zu gr. didymos „doppelt, zwiefach“): ein
Seltenerdmetall (Gemisch aus den ehern. Elementen î Pra
seodym u. INeodym). Düdylmalgie* die; -, ...jen (zu
IDidymus u. t...algie): Hodenschmerz (Med.), dildymisch (aus gleichbed. gr. didymos): doppelt, zweifach.
Dildylmiltis die; -, ...itiden (zu T...itis): Hodenentzün
dung (Med.). Dildylmus der; -, ...mi (aus gleichbed. nlat.
didymus zu gr. didymoi (Plur.) „die zwei Hoden“, eigtl.
„die Doppelten“): Hoden (Med.)
di|dy|na|misch (zu gr. dis „zweifach“ u. Tdynamisch):
zwei lange u. zwei kurze Staubblätter aufweisend (bei
Zwitterblüten; Bot.)
Dileder* das; -s, - (zugr. dis „zweifach“ u. hédra „Fläche“):
1. eine aus zwei kristallografisch gleichwertigen Flächen
bestehende Kristallform. 2. zweiflächiges regelmäßiges
Vieleck, bei dem die Ober- u. Unterseite unterschieden
werden
Di|e|ge|se die; -, -n (ausgr. diègêsis „Erörterung“): (veral
tet) weitläufige Erzählung, Ausführung, Erörterung. di|ege tisch (zu gr. diegeɪsthai „auseinandersetzen, erzäh
len“): (veraltet) erzählend, erörternd
Dielhard ['daɪhɑ:d] der; -s, -s (nach engl. die hard! „verkau
fe dein Leben teuer !“ (Wahlspruch des 57. engl. Regiments
zu Fuß)): Anhänger des äußersten rechten Flügels der
Konservativen in England
Dielldrin* das; -s (nach dem Chemiker O. Diels
(1876-1954) u. zu 1 ...in (1)): ein chloriertes Naphthalinde
rivat, das als Insektenbekämpfungsmittel gegen Boden
schädlinge (Malariamücken, Heuschrecken, Termiten
u. a.) eingesetzt wird
Dilelekltrilkum* das; -s, ...ka (zu îdia... u. telektrisch u.
Î ...ikum): luftleerer Raum od. isolierende Substanz, in der
ein 1 elektrisches Feld ohne Ladungszufuhr erhalten
bleibt, dilelekltrisch: elektrisch nicht leitend (von be
stimmten Stoffen). Dilelek|tri|zi|tätslkon|stan|te die;
-[n], -n: Wert, der die elektrischen Eigenschaften eines
Stoffes kennzeichnet; Zeichen s. Di|elek|tro|me|trie
die; - (zu î...metrie): Ermittlung der Dielektrizitätskon
stanten von Stoffen einschließlich der gesamten Messver
fahren u. Messgeräte
Dilen das; -s, -e (zu gr. dis „zweifach“ u. t...en): ein unge
sättigter Kohlenwasserstoff (Chem.). Di e noiphil das;
-s, -e (zu T ...phil): Verbindung mit einer Doppelbindung,
die an ein Î Dien addiert werden kann (Chem.)
Di|en|ze|phallon das; -, ...la (zu tdia... u. t Encephalon):
Zwischenhirn (Med.). Di|en|ze|pha|lolse die; -, -n (zu
t'...ose): organische, nicht entzündliche Zwischenhirner
krankung (Med.)
Di|er|go|le die (Plur.) (zu.gr. dis „zweifach“, érgon „Arbeit;
Wirkung“ u. t...ol): aus zwei Komponenten bestehende
Raketentreibstoffe
Diles der; - (aus lat. dies „Tag“): Kurzform von Î Dies academicus. Diles acaldelmilcus [-aka,,,kos] der; - - (aus
lat. dies academicus „akademischer Tag“; vgl. akade
misch): vorlesungsfreier Tag an der Universität, an dem
aus besonderem Anlass eine Feier od. Vorträge angesetzt
sind. Diles ater der; - - (aus lat. dies ater „schwarzer
Tag“): Unglückstag
Dilel se vgl. Diesis
Diles Irae [- 'i:rɛ] das; - - (lat.; „Tag des Zorns“, nach dem
Anfang eines lat. Hymnus auf das Weltgericht): Bezeich
nung u. Anfang der Sequenz der Totenmesse
Dilelsis u. Diese die; -, Diesen (über lat. diesis „Halbton“
aus gleichbed. gr. diesis): (veraltet) Erhöhungszeichen um
einen halben Ton (Mus.)
Dileltelris die; -, ...res (aus gleichbed. gr. dieteris zu dis
du zie ren
D
dieterisch
„zweifach“ u. étos „Jahr“): Frist von zwei Jahren. di|etelrisch: zweijährig
Di|ethy|len|gly|kol vgl. Diäthylenglykol
Dieu et mon droit [djoemð'droa] </r.; „Gott und mein
Recht“): Wahlspruch der brit. Krone im Königswappen.
Dieu le veut [djel'vo] {fr.; „Gott will es!“): Kampfruf der
Kreuzfahrer auf dem ersten Kreuzzug (1096-99)
dilexoldisch (zu (Diexodos); (veraltet) ausführlich, weit
läufig. Dilexoldos rfze; -, ...doi (aus gr. diéxodos „Durch
zug, Durchgang“): (veraltet) ausführliche Erläuterung
dif..., Dif... vgl. dis..., Dis...
Dilfelrenlcia [...iia] die; -, -s (meist Plur.) (aus span, dife
rencia „Unterschied“, dies aus lat. differentia, vgl. Diffe
renz): Variation in der span. Lauten- u. Orgelmusik des
16. Jh.s
Diffalco [...ko] der; -[s], Plur. -s u. ...chi [...ki] (aus z7. diffalco „Abzug“): (veraltet) Preisnachlass, Rabatt
Dif|fa|ma|ti|on die; -, -en (aus mlat. diffamatio „Verleum
dung“ zu lat. diffamare, vgl. diffamieren): svw. Diffamie
rung; vgl. ...ation/...ierung. dif|fa|ma|to|risch (aus
gleichbed. mlat. diffamatorius): ehrenrührig, verleumde
risch. Diflfalmie die; -, ...jen (Analogiebildung zu (Infa
mie): 1. (ohne Plur.) verleumderische Bosheit. 2. Be
schimpfung, verleumderische Äußerung, diflfalmielren
(über fr. diffamer aus gleichbed. lat. diffamare, dies zu
tdis... u. lat. fama „Gerede“): jmdn. in seinem Ansehen,
etwas in seinem Wert herabsetzen, verunglimpfen; jmdn./
etwas in Verruf bringen. Diflfalmielrung die; -, -en (zu
T...ierung>: Verleumdung, Verbreitung übler Nachrede;
vgl. ...ation/...ierung
Dif|far|re|a|ti|on4te; -, -en (aus gleichbed. lat. diffarreatio
zu tdis... u. lat. farreatio „der Genuss des Speltbrotes bei
der Konfarreation“, vgl. Konfarreation): die förmliche
Trennung der Ehe, die durch die Î Konfarreation geschlos
sen war (im antiken Rom)
diflfeIrent (aus lat. differens, Gen. differentis, Part. Präs,
von differre, vgl. differieren): verschieden, ungleich, dsffe|ren|ti|al usw. vgl. differenzial usw. Dif|fe|renz die; -,
-en (aus Zai. differentia „Verschiedenheit“ zu differre, vgl.
differieren): 1. [Gewichts-, Preisjunterschied. 2. Ergebnis
einer ÎSubtraktion (z. B. ist 7 die Differenz zwischen 20 u.
13; Math.). 3. (meist Plur.) Meinungsverschiedenheit, Un
stimmigkeit, Zwist. Dif|fe|ren|zenlquo|ti|ent der; -en,
-en: tQuotient aus der Differenz zweier Funktionswerte
(vgl. Funktion 2)u. der Differenz der entsprechenden (Ar
gumente (3; Math.). Diflfelrenzlgelschäfti/as; -[e]s, -e:
Börsentermingeschäft, bei dem nicht Lieferung u. Bezah
lung des Kaufobjekts, sondern nur die Zahlung der Kurs
differenz zwischen Vertragskurs u. Kurs am Erfüllungstag
an den gewinnenden Partner vereinbart wird, diflfelrenzilal, auch differential (zu T ’...al (1)): svw. differenziell;
vgl. ...al/...eil. Dif|fe|ren|zi|al, auch Differential das; -s,
-e (zu ( ’...al (2)): 1. Zuwachs einer ÎFunktion (2) bei einer
[kleinen] Änderung ihres ( Arguments (3; Math.). 2. Kurz
form von (Differenzialgetriebe. Dif|fe|ren|zilal..., auch
Differential... {zu. lat. differentia, vgl. Differenz, u. (’...al):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „unterschied
lich, abweichend von, unterscheidend“, z. B. Differenzialdiagnose. Dif |fe|ren|zi|al|ana|ly|sa|tor, auch Differen
tialanalysator der; -s, -en: Rechenmaschine zur Lösung
von Differenzialgleichungen. Dif|fe|ren|zi|al|dia|gnose‘, auch Differentialdiagnose die; -, -n : a) Krankheitsbe
stimmung durch unterscheidende, abgrenzende Gegen
überstellung mehrerer Krankheitsbilder mit ähnlichen
Symptomen; b) jede der bei der Differenzialdiagnose (a)
konkurrierenden 1 Diagnosen (1). Dif|fe|ren|zi|al|dyeing [...dang], auch Differentialdyeing das; -s (zu engl.
dyeing „das Färben“, dies zu to dye „färben“): Färbever
fahren für in ihrer Farbstoffaufnahme modifizierte Syn
334
thesefasern einer Fasergattung (z. B. (Polyamide). Dif |feren|zi|al|geo|me|trie*, auch Differentialgeometrie die;
-: Gebiet der Mathematik, in dem die Differenzialrech
nung auf Flächen u. Kurven angewandt wird. Diflfelrenzilallgeltrielbe, auch Differentialgetriebe das; -s, -: Aus
gleichsgetriebe bei Kraftfahrzeugen. Dif|fe|ren|zi|algleilchung, auch Differentialgleichung die; -, -en: Glei
chung, in der Differenzialquotienten auftreten. Diflfere n |z¡ la I Ikon id en saltor, auch Differentialkondensator
der; -s, -en: Drehkondensator aus zwei festen u. einer be
weglichen Platte, bei deren Drehung sich die beiden Teil
kapazitäten gegenläufig ändern. Dif|fe|ren|zi|al|operaltor, auch Differentialoperator der; -s, -en: (Operator
(2), der mithilfe von (Differenzialquotienten definiert
wird. Dif|fe|ren|zilal|quolti|ent, auch Differentialquo
tient der; -en, -en: a) Grundgröße der Differenzialrech
nung; b) Grenzwert des ( Quotienten, der den Tangenten
winkel bestimmt. Diflfe|ren|zi|al|rech|nung, auch Dif
ferentialrechnung die; -: 1. (ohne Plur.) das Rechnen mit
Differenzialen (1); Teilgebiet der höheren Mathematik. 2.
Rechnung aus dem Gebiet der Differenzialrechnung (1).
Dif|fe|ren|zi|al|ren|te, auch Differentialrente die; -, -n:
Einkommen, das unter Voraussetzung unterschiedlicher
Produktionskosten allen Produzenten mit niedrigeren
Produktionskosten zufließt. Dif |fe|ren|zi|at, auch Diffe
rential das; -s, -e (zu tDifferenz u. J...at (1)>: durch Diffe
renziation (1b) entstandenes Mineral u. Gestein. Diflferen|zi|a|ti|on, auch Differentiation
-, -en (zu t,,,ation): 1. a) Aufspaltung einer Stammschmelze in Teil
schmelzen; b) Abtrennung von Mineralien aus Schmelzen
während der Gesteinswerdung (Geol.). 2. [Anwendung
der] Differenzialrechnung (Math.). Dif|fe|ren|zi|a|tor,
auch Differentiator der; -s, ...oren (zu ( ...ator): svw. Deri
vator. diflfelrenlzilell, auch differentiell (zu (...eil): ei
nen Unterschied begründend od. darstellend; vgl. ...al/
...eil; differenzielie Psychologie: Erforschung des individu
ellen Seelenlebens (nach Geschlecht, Alter, Beruf, Rasse,
Typ) von allgemeinen Gesetzen her (W. Stern). Dif|ferenzierbarkeit die; - (zu (differenzieren): Eignung ei
ner (Funktion (2) zur (Differenziation (2). diflfelrenzielren (zu (Differenz u. (..deren) : 1. a) trennen, unter
scheiden; b) sich -: sich aufgliedern, Konturen gewinnen.
2. eine 1 Funktion (2) nach den Regeln der Differenzial
rechnung behandeln (Math.). 3. Überfärbung von mikro
skopischen Präparaten (Einzellern, Gewebeschnitten)
mithilfe von Alkohol od. Säuren auf unterschiedliche In
tensitätsstufen zurückführen (zum Zwecke besserer Un
terscheidbarkeit einzelner Strukturen). 4. landwirtschaft
liche Erzeugnisse unterschiedlich veranlagen (Landw.).
dif|fe|ren|ziert (zu 1 ...iert): aufgegliedert, vielschichtig,
in die Einzelheiten gehend. Dif |felren|zie|rung die; -,
-en (zu (...ierung): 1. Unterscheidung, Sonderung, Abstu
fung, Abweichung, Aufgliederung. 2. a) Bildung verschie
dener Gewebe aus ursprünglich gleichartigen Zellen; b)
charakteristische Ausprägung eines Tumors mit weitge
hender Angleichung an das ihn umgebende Ausgangsge
webe (Med.) ; c) Aufspaltung Îsystematischer Gruppen im
Verlauf der Stammesgeschichte (Biol.). 3. unterschiedli
che Veranlagung landwirtschaftlicher Erzeugnisse
(Landw.). Dif|fe|ren|zie|rungs|plas|tik die; -, -en:
Sammelbez. für plastische Operationen an Amputations
stümpfen, die deren Leistungsfähigkeit steigern (Med.).
Dif Ifelrenlzilolgraf*, auch ...graph, der; -en, -en, auch
Differentio... (zu (...graf): mathem. Gerät, bei dem ein
( Derivimeter od. ein Prismenderivator mit einem Zei
chengerät verbunden ist. Dif|fe|renz|ton der; -[e]s, ...tö
ne: svw. Kombinationston. dif|fe|rie|ren (wohl über/r.
différer aus gleichbed. lat. differre, eigtl. „auseinandertra
gen“): verschieden sein, voneinander abweichen
335
die; -, -en (aus gleichbed. mlat. diffessio zu
lat. diffiteri „in Abrede stellen“): (lat. Rechtsspr.) Ableug
nung der od. Zweifel an der Echtheit einer gegnerischen
Privaturkunde
Dif|fis|si|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. diffissio, eigtl.
„Zerspaltung“, zu diffindere „(zer)spalten“): (lat.
Rechtsspr.) Vertagung der Verhandlung
diflfilzjl (über/r. difficile aus gleichbed. lat. difficilis): a)
schwierig, schwer zu behandeln, zu bewältigen, zu hand
haben aufgrund der komplizierten Gegebenheiten, b)
peinlich genau, überaus korrekt; c) heikel. Dif|fi|zi|li|tät
die; - (zu T ...ität): a) Schwierigkeit; b) peinliche Genauig
keit; c) heikle Beschaffenheit
Diflflulenz* die; -, -en (aus lat. diffluentia „das Auseinan
derfließen“ zu diffluere, vgl. diffluieren): Gabelung eines
Gletschers (Geol.); Ggs. tKonfluenz, diflflulielren (aus
gleichbed. lat. diffluere zu Îdis... u. fluere „fließen“): zer
fließen, auseinander fließen, sich auflösen (Geol.)
diflfprm (zu tdis... u. t...form>: fehlgebildet (Med.), difforlmieiren: fehlbilden, verunstalten. DifIforlmiltat
die; -, -en (zu Î ...ität): Fehlbildung (Med.)
diflfrakt* (aus gleichbed. lat. diffractus, Part. Perf. von
diffringere „zerbrechen“): zerbrochen (Bot.). Dif Ifrakltion dz'e; -, -en (zu t'...ion): Beugung der Lichtwellen und
anderer Wellen (Phys.)
Dif |fulgi|tät dze; - (zu lat. diffugere „auseinander stieben“
u. Î ...ität): in der Sozialpsychologie Bez. für Charakterbzw. Personeneigenschaften, die einander ausschließen,
z. B. Gutmütigkeit u. Verlogenheit
diflfunld ielren (aus lat. diffundere „ausgießen; ausströ
men, sich verbreiten“): 1. eindringen, verschmelzen
(Chem.). 2. zerstreuen (von Strahlen; Phys.), dif |fys (aus
lat. diffusus „ausgebreitet“): 1. zerstreut, ohne genaue Ab
grenzung (Chem. ; Phys.); diffuses Licht: Streulicht, Licht
ohne geordneten Strahlenverlauf; diffuse Reflexion:
Lichtbrechung an rauen Oberflächen. 2. unklar, ver
schwommen. Diflfulsat das; -s, -e (zu t...at>: durch Dif
fusion entstandene Mischung; Produkt einer Verschmel
zung verschiedener Stoffe (Chem.). Diflfulseur [,..'z0:b]
der; -s, -e (aus gleichbed. fr. diffuseur): Apparat zum Aus
laugen von Zuckerrübenschnitzeln. Dif|fu|si|on die; -,
-en (aus lat. diffusio „das Auseinanderfließen“): 1. a) die
auf der Wärmebewegung der Moleküle beruhende Ver
mischung von Gasen, Lösungen od. mischbaren Flüssig
keiten (Chem.); b) Streuung des Lichts (Phys.). 2. Wet
teraustausch (Bergw.). 3. Auslaugung (bei der Zuckerher
stellung). 4. Verbreitung von Kulturelementen zwischen
Kulturen durch Übertragung od. Wanderung. Diflfulsioinis mus der; - (zu t,,,ismus (1)): ältere Richtung der
Ethnologie, die das Auftreten einzelner Kulturelemente
bei verschiedenen Völkern nicht auf parallele Entwick
lung, sondern auf Diffusion (4) zurückführt. Diflfuisions polten zilal das; -s, -e: Flüssigkeitspotenzial, infol
ge Teilchendiffusion hervorgerufenes Î Potenzial eines
Elektrolyten mit unterschiedlichen Lösungskonzentratio
nen im Anoden- u. Kathodenraum (Phys.). Dif Ifulsilonstherlmikd/e; -: Lehre von den beider Diffusion (1 a) auf
tretenden Wärmeerscheinungen. Dif|fu|si|tät die; - (zu
Î ...ität): ein die mehr od. minder gleichmäßige Erfüllung
eines Raumes durch ein Schallfeld kennzeichnender Be
griff (Raumakustik), diflfulsiv (zu t...iv): sich ausbrei
tend. Dif |fu|sor der; -s, ...oren (zu 1 ...or): 1. Licht vertei
lende Streuscheibe (Optik). 2. in Strömungsrichtung sich
erweiternder Teil eines Rohres o.Ä., wodurch der durch
fließende Luftstrom verbreitert u. in seiner Geschwindig
keit reduziert wird (Techn.)
Di gam ma das; -[s], -s (aus gr. digamma, eigtl. „Doppel
gamma“): Buchstabe im ältesten griech. Alphabet:/7
di gasltrisch* (zugr. dis „zweifach“u. gastér, Gen. gaströs
Dif fes si on
Digitalisglykoside
„Magen, Bauch; Wölbung“): zweibauchig (bes. von Mus
keln; Anat.)
dilgen (zu gr. dis „zweifach“ u. t...gen): durch Verschmel
zung zweier Zellen gezeugt (Biol.). Digenie die; - (zu
Î...genie): zweigeschlechtliche Fortpflanzung (Biol.)
dilgelrielren (aus /ai. digerere „auseinander tragen, ord
nen, ein-, zerteilen“): 1. lösliche Drogenanteile auslaugen,
ausziehen (Chem.). 2. verdauen (Med.). Dilgest [daidʒɛst] der od. das; -[s], -s (aus engl. digest „Auszug, Aus
wahl“, dies aus lat. digesta „geordnete Sammlung“ zu di
gerere, vgl. digerieren): a) bes. in den angelsächs. Ländern
übliche Art von Zeitschriften, die Auszüge aus Büchern,
Zeitschriften usw. bringen ; b) Auszug [aus einem Buch od.
Bericht]. Dilgeslten [di'ge...] die (Plur.) (aus gleichbed.
lat. digesta, eigtl. „eingeteilte (Schriften)“): Gesetzsamm
lung des Justinian, Bestandteil des Î Corpus Juris Civilis,
di|ges|ti|bel (aus gleichbed. lat. digestibilis): svw. diges
tiv. Dilgesltif [diʒɛs...] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. diges
tif zu digestif „die Verdauung fördernd“, dies aus gleich
bed. mlat. digestivus zu lat. digerere, vgl. digerieren): die
Verdauung anregendes alkoholisches Getränk, das nach
dem Essen getrunken wird. Di|ges|ti|on [diges...] die; -,
-en (aus lat. digestio „Verdauung“): 1. Auslaugung, Aus
zug (Chem.). 2. Verdauung (Med.), dilgesltiv [diges...]
(aus gleichbed. mlat. digestivus zu lat. digerere, vgl. dige
rieren): a) die Verdauung betreffend; b) die Verdauung
fördernd (Med.). Dilgesltilvum [...v...] das; -s, ...va (zu
t...ivum): verdauungsförderndes Mittel. Di|ges|tor der;
-s, ...oren (zuî...or>: 1. Raum od. Einrichtung mit erhöh
tem Luftaustausch in einem Î Laboratorium. 2. (veraltet)
Dampfkochtopf. 3. Gefäß zúm Î Digerieren (1)
dig gen (nach engl. to dig, eigtl. „(aus)graben“): 1. (ugs.)
begreifen, durchschauen. 2. Drogen konsumieren (Dro
genszene). Diglger der; -s, - (aus gleichbed. engl. digger):
Goldgräber
Dilgilmaltik die; - (Kurzw. aus 12d/gztal u. ÎMathematik):
elektronische Zähltechnik; Wissenschaft von der digitalen
Informationsverarbeitung. Dilgilpullaltilon die; -, -en
(Kurzw. aus t2dzgztal u. ÎManipulation): Manipulation (2)
von Daten. Dilgit ['dɪʤɪt] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
digit, eigtl. „(zum Zählen benutzter) Finger“, dies aus lat.
digitus „Finger“): Ziffer, Stelle (in der Anzeige eines elek
tronischen Geräts; Techn.). ’diIgiItal [digi...] (aus lat. di
gitalis „zum Finger gehörig“ zu digitus „Finger, Zehe“): a)
mit dem Finger ; b) die Finger od. Zehen betreffend (Med.).
2diIgiItal (aus gleichbed. engl. digital zu digit, vgl. Digit):
Daten u. Signale in Ziffern (d.h. in Schritten u. nicht stu
fenlos) darstellend od. dargestellt; Ggs. îanalog. Dilgital-anallgg-Kon|ver|ter [,..v...] der; -s, - (zu T2digital>:
elektronische Schaltung, die digitale Eingangssignale in
analoge Ausgangssignale umsetzt (EDV); Ggs. JAnalogdigital-Konverter. Digiltal-analog-Wandler der; -s,
-: svw. Digital-analog-Konverter. Digiitallanlzeige die;
-, -n: Anzeige von Daten u. Informationen in Ziffern. Digi|tal|auf|zeichlnung die; -: Aufzeichnung u. Speiche
rung von digitalisierten akustischen u. optischen Signalen
auf besonderen Trägern, auf denen sie in Î analoger Form
wiedergewonnen werden können. Di|gi|tal|fern|se|hen
das; -s: Fernsehen, bei dem die Sendungen mithilfe der Di
gitaltechnik übertragen werden. Di|gi|tal|grölße die; -,
-n: zur Signaldarstellung u. -Übermittlung verwendbare
physikalische Größe, die durch die Digitalisierung nur ei
ne endliche Zahl von diskreten Werten annimmt (EDV);
Ggs. ÎAnaloggröße. ’Dilgiltallis die; -, - (aus mlat. digi
talis „Fingerring, Fingerhut“ zu lat. digitalis, vgl. 'digital):
Fingerhut. 2DiIgitaIlis das; - (zu 'Digitalis): aus den Blät
tern des Fingerhutes gewonnenes starkes Herzmittel
(Med.). Di Igi Itallis Igly Ikol si Ide die (Plur.): Sammelbez.
für die in den Blättern der ‘Digitalis vorkommenden herz-
digitalisieren
wirksamen Stoffe (Biochem.). 1di!gi|ta|lilsie|ren <zu
T2digital u. t...isieren>: 1. Daten u. Informationen in Zif
fern darstellen (Techn.). 2. ein Analogsignal in ein Digital
signal umsetzen (z.B. um einen sauberen Klang zu errei
chen). 2dügi|ta|li|sie|ren (zu Î2Digitalis): mit Digitalis
präparaten (vgl. 2Digitalis) behandeln (Med.). Dilgiltallisielrer der; -s, - (zu Î'digitalisieren): svw. Digitizer. Digilta|li|sie|rung die; -, -en (zu Î ...isierung): das 'Digita
lisieren. Di|gi|tallka|me|ra die; -, -s: Kamera, bei der die
Bilder nicht analog auf einen Film, sondern in digitaler
Form gespeichert u. mithilfe von Computern od. Fernseh
geräten ausgegeben werden. Di|gi|tal|kom|pres|si|on*
die; -, -en (zu Î 'digital): Abdrücken eines blutenden Gefä
ßes mit dem Finger (Med.). Di 1 gi |ta 11 o I id das; -[e]s, -e (zu
î2Digitalis u. t-.-oid): Pflanzenglykosid mit digitalisähnli
cher Wirkung (Med.). Dilgiltallplot!teriZer; -s, - (zu tdi
gital u. îPlotter): von digitalen Signalen gesteuertes Gerät
zur automatischen grafischen Darstellung (EDV). Dilgitallrechiner der: -s, -: mit nicht zusammenhängenden
Einheiten (Ziffern, Buchstaben) arbeitende Rechenanla
ge; elektronischer Rechner, der mit t Binärziffern arbeitet;
Ggs. ÎAnalogrechner. Digital Relcorlding [ dɪdʒitl rikɔ:dɪŋ] das; --s (aus gleichbed. engl. digital recording):
Tonaufnahme, bei der die Töne nicht als Schwingungen,
sondern digitalisiert aufgezeichnet werden. Dilgiltalseismik [digi'ta:l...]
-: Anwendung digitaler Verfah
ren u. Rechentechnik in der Seismik. Di g i Ita 11 si I g n al *
das; -s, -e: durch eine Î Digitalgröße repräsentiertes u. mit
ihr moduliertes Signal; Ggs. Analogsignal. Dilgiltaltechnik die; -: Umsetzung von Zeigerausschlägen in Zif
fern. Di|gi|tal|ton|band das; -[e]s, ...bänder: (in Japan
entwickeltes) 3,8 mm schmales Magnetband, bei dem die
Aufnahme der Schallsignale in digitalisierter Form, d.h.
bei voll erhaltener Tongüte, erfolgt. Dilgi tal uhr die; -,
-en: Uhr, die die Uhrzeit nicht mit Zeigern angibt, sondern
als Zahl (z. B. 18.20); Ggs. Î Analoguhr. DiIgi|ti: Plur. von
Digitus. Di|gi|tilgra|da* die (Plur.) (aus gleichbed. nlat.
digitigrada (Plur.) zu lat. digitus „Finger, Zehe“ u. gradi
„gehen, schreiten“): Zehengänger (Zool.). Dilgiltilzer
['dɪdʒɪtaɪzə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. digitizer): Gerät
zum Umsetzen grafischer Daten (z.B. aus Diagrammen,
Zeichnungen u. Karten) in digitale Signale zur weiteren
Datenverarbeitung (oft Zusatzgerät von Computern;
EDV). Dilgiltolxin [digi...] das; -s (Kurzw. aus Î'Digitalis
u. Î Toxin}', wirksamster u. giftigster Bestandteil der Digi
talisblätter. Dilgiltus der; -, ...ti (aus gleichbed. lat. digi
tus): 1. Finger (Med.). 2. Zehe (Med.). 3. Fingerbreite, altröm. Längeneinheit (etwa 1,85 cm)
Dilgloslsie* die; -, ...ien (zu gr. dis „zweifach“, glossa
„Sprache“, eigtl. „Zunge“, u. î2...ie>: 1. Form der intraod. interlingualen Zweisprachigkeit, bei der die eine
Sprachform die Standard- od. Hochsprache darstellt,
während die andere im täglichen Gebrauch, in informellen
Texten auftritt. 2. Vorkommen von zwei Sprachen in einem
bestimmten Gebiet (z.B. Englisch u. Französisch in Ka
nada). 3. das Auftreten von zwei ausgebildeten Varianten
der Schriftsprache in einem Land (z.B. Bokmäl u. Ny
norsk in Norwegen). ’Di|glot|te¿?er, -n, -n (zugr. (attisch)
glðtta „Zunge, Stimme“): (veraltet) svw. Dolmetscher.
2Di|glot|te die; -n, -n (zu Î 'Diglotte): (veraltet) zweispra
chiges Buch
Dilglyph* der; -s, -e (zu gr. diglyphos „mit doppeltem Ein
schnitt“): Platte mit zwei Schlitzen als Verzierung am
Fries (bes. in der ital. Renaissance beliebte Abart des ÎTriglyphs)
dilgnielren* (aus gleichbed. lat. dignari zu dignus „wür
dig“): (veraltet) würdigen. Di|gni|tar u. Dilgniltär der;
-s, -e (teilweise unter Einfluss von fr. dignitaire aus gleich
bed. mlat. dignitarius, dies zu lat. dignita, vgl. Dignität):
336
geistl. Würdenträger der kath. Kirche. Dügniltät die; -,
-en (aus lat. dignitas, Gen. dignitatis „Würde; Rang“): 1.
(ohne Plur.) Wert, hoher Rang, Würde. 2. a) Amtswürde
eines höheren kath. Geistlichen; b) hoher geistlicher Wür
denträger (kath. Kirche). 3. Wert, Bedeutung (z.B. von
Tumoren, entsprechend ihrem Charakter als gut- od. bös
artig; Med.)
Dilgraf, auch ...graph das, auch der; -s, -e[n] (zu T ...graf):
Verbindung von zwei Buchstaben zu einem Laut (z. B. dt.
,ng‘ od. gotisch ,ei‘ [gesprochen i]). Dilgramm das; -s, -e
(zugr. dis „zweifach“ u. î...gramm): svw. Digraf
dilgreldielren* (aus lat. digredi „Weggehen, sich entfer
nen“): (veraltet) [in der Rede] abschweifen, vom Thema
abweichen. Di|gres|si|on ¿z'e; -, -en (aus lat. digressio
„das Weggehen, die Abweichung“ zu digredi, vgl. digredieren): 1. Abweichung, Abschweifung. 2. Winkel zwi
schen dem Meridian u. dem Vertikalkreis, der durch ein
polnahes Gestirn geht (Astron.)
dilgyn (zu gr. dis „zweifach“ u. gynë „Weib, Frau“): zwei
Griffel aufweisend (von einer Blüte)
Di|ha|lo|ge|nid das; -[e]s, -e (zu gr. dis „zweifach“ u. Î Ha
logenid): Verbindung, die zwei Halogenatome enthält
(Chem.)
dilhylbrid* [auch di:...] (zu gr. dis „zweifach“ u. Thybrid):
sich in zwei erblichen Merkmalen unterscheidend (Biol.).
Dilhylbrjlde der; -n, -n: 1. svw. îBastard (1). 2. Individu
um, dessen Eltern zwei verschiedene Erbmerkmale haben,
die das Individuum nun selbst in sich trägt (z.B. Vater
schwarzhaarig, Mutter blond, sodass ein schwarzhaariger
Sohn blonde Kinder haben kann)
diljamlbisch (zu tDijambus): in der Art eines Î Dijambus,
aus Dijamben bestehend. Diljamlbus der; -, ...ben (über
lat. diiambus aus gleichbed. gr. diiambos): doppelter
Î Jambus (u - u -)
Di Iju Idi Ika Iti Ion die; -, -en (aus gleichbed. lat. diiudicatio
zu diiudicare, vgl. dijudizieren): (veraltet) Entscheidung,
Aburteilung. dilju!di|zie|ren (aus gleichbed. lat. diiudi
care): entscheiden, urteilen (Rechtsw.)
Diikar bon säu re die; -, -n (zugr. dis „zweifach“ u. t Kar
bon): Karbonsäure mit zwei t Karboxylgruppen im Mole
kül
Dilkalrylont das; -s (zu gr. dis „zweifach“, käryon „Nuss,
Fruchtschale“ u. t...ont): Zweikernstadium (Zelle enthält
einen männlichen u. einen weiblichen thaploiden Kern)
vor der Befruchtung bei den höheren Pilzen (Bot.)
Di!kas|te|ri|on u. Dükas|te|ri|um das; -s, ...ien [,,,iən]
(über mlat. dicasterium aus gleichbed. gr. dikastërion): 1.
altgriech. Gerichtshof. 2. (nur Plur.) Sammelbez. für die
Zentralbehörden der röm. Kurie, bes. innerhalb der Ver
mögensverwaltung des Heiligen Stuhls
Dükelphallie vgl. Dizephalie
Di]ke|ri|on das; -s, ...ien [...ion] (zugr. dis „zweifach“ u. këriön „Wachslicht“): die zwei Naturen Christi versinnbild
lichender zweiarmiger Leuchter, Î Insigne des Bischofs in
den Ostkirchen
Dilkelton das; -s, -e (aus gr. dis „zweifach“ u. ÎKeton): or
ganische Verbindung, die die Î Ketogruppe (CO-Gruppe)
zweimal im Molekül enthält
dilklin* (zugr. dis „zweifach“ u. klinë „Lager, Bett“): ein
geschlechtige Blüten aufweisend (von Pflanzen; Bot.). Diklilnie die; - (zu t2...ie> : Getrennt-, d.h. Eingeschlechtigkeit bei Blüten (Bot.)
di|kon|dyl (zu gr. dis „zweifach“ u. tCondylus): mit dop
peltem Gelenkkopf (von Gelenken, z. B. bei Amphibien u.
Insekten; Zool.)
dilkoltyl (zugr. dis „zweifach“ u. kótylos „kleine Schale“):
zweikeimblättrig (Bot.). Dilkoltylle u. Di koitylle done die; -, -n (zu gr. kotyledön, eigtl. „Saugwarze“): zwei
keimblättrige Pflanze (Bot.)
337
(aus gr. dikrotos „zweimal schlagend“): zweigipf
lig (von der Pulswelle; Med.). Dilkroltie die; -, ...ien (zu
t2...ie): Zweigipfligkeit (doppeltes Schlagen) des Pulses
(Med.)
Diklta: Plur. von Î Diktum. Dikltalfon vgl. Diktaphon
Dikltam der; -s (aus lat. dictamnus, gr. diktamnos, vermut
lich nach dem Berg Dikte auf Kreta u. zu thámnos „Stau
de, Strauch“): svw. Diptam
dikltanldo (aus gleichbed. lat. dictando, Ablativ des Ge
rundiums von dictare, vgl. diktieren): diktierend, beim
Diktieren. Dikltant der; -en, -en (aus lat. dictans, Gen.
dictantis, Part. Präs, von dictare, vgl. diktieren): jmd., der
diktiert. Dikltanlten|selmi|nar das: -s, -e: Seminar,
Übungskurs, in dem man sich mit der Ansagetechnik beim
Phonodiktat beschäftigt. Dikltalphon, auch ...fon das;
-s, -e (Kunstw. zu (diktieren u. t...phon): Diktiergerät,
Tonbandgerät zum Diktieren. Dikltat das: -[e]s, -e (aus
lat. dictatum, Part. Perf. von dictare, vgl. diktieren): 1. a)
das Diktieren; b) diktierter Text; c) Nachschrift; vom Leh
rer diktierte Sätze als Rechtschreibeübung in der Schule.
2. etwas, was jmdm. [von außen] als Verpflichtung vorge
schrieben, auferlegt worden ist, etwas, was er zu machen
hat. Dikltaltor der; -s, ...oren (aus lat. dictator „Befehls
haber“ zu dictare „(als Befehl) diktieren“): 1. unum
schränkter Machthaber an der Spitze eines Staates; Ge
waltherrscher. 2. (abwertend) herrischer, despotischer
Mensch. 3. röm. Beamter, dem auf bestimmte Zeit die vol
le Staatsgewalt übertragen wurde (z. B. Cäsar), dikltaltorilal (aus gleichbed. spätlat. dictatorialis): a) gebieterisch,
autoritär; b) absolut, unumschränkt. Dikltaltolrin die; -,
-nen: weibliche Form zu ÎDiktator, dikltaltolrisch (aus
lat. dictatorius „dem Diktator gemäß“): 1. unumschränkt,
einem unumschränkten Gewaltherrscher unterworfen. 2.
(abwertend) gebieterisch, keinen Widerspruch duldend.
Dikltaltur die; -, -en (aus gleichbed. lat. dictatura): 1. (oh
ne Plur.) a) auf unbeschränkte Vollmacht einer Person od.
Gruppe gegründete Herrschaft in einem Staat, z.B. - des
Militärs; Diktatur des Proletariats: politische Herrschaft
der Arbeiterklasse im Übergangsstadium zwischen der ka
pitalistischen u. der klassenlosen Gesellschaftsform (Mar
xismus); b) autoritär, diktatorisch regiertes Staatswesen.
2. (abwertend) autoritäre Führung, autoritärer Zwang,
den eine Einzelperson, eine Gruppe od. Institution auf an
dere ausübt; Willkürherrschaft, dikltielren (aus lat.
dictare „sagen, vorsagen; befehlen“): 1. jmdm. etwas, was
er [hin]sehreiben soll, Wort für Wort sagen. 2. zwingend
vorschreiben, festsetzen; auferlegen. Dikltierlgelrät das;
-[e]s, -e: Gerät zur Aufnahme u. Wiedergabe eines gespro
chenen Textes. Dikltilon r/ze,` -, -en (aus gleichbed. lat.
dictio zu dicere „sagen“): mündliche od. schriftliche Aus
drucksweise; Stil (1). Dikltilolnär das. auch der; -s, -e
(über gleichbed. fr. dictionnaire aus mlat. dictionarium,
dies zu lat. dictio „das Sagen, Ausdruck“): (veraltet) Wör
terbuch. Dikltum das; -s, ...ta (aus lat. dictum, Part. Perf.
von dicere „sagen“): 1. [bedeutsamer] Ausspruch. 2. (ver
altet) Entscheid, Befehl
Dik|ty|o|ge|ne|se die; -, -n (zugr. diktyon „Netz“ u. (Ge
nese): Gerüstbildung, Bez. für (tektonische Bewegungs
formen (Geol.)
Di ku ma rol das; -s, -e (Kunstw.): blutgerinnungshem
mendes (Antivitamin des Vitamins K
dilabielren (aus gleichbed. lat. dilabi): (veraltet) zerfal
len, zergehen
Dillallie die; - (zu gr. dis „zweifach“ u. laliá „Gerede, Er
zählung“, dieszulalem „schwatzen“): (veraltet) das Dop
peltsprechen, Bauchreden
Di 11 a I pi Ida lti I on die; - (aus gleichbed. lat. dilapidatio zu di
lapidare, vgl. dilapidieren): (veraltet) Verschwendung. Dila pi da tor der; -s, -en (aus gleichbed. lat. dilapidator):
dilkrot*
dilettieren
(veraltet) Verschwender, di liai pildielren (aus gleichbed.
lat. dilapidare, eigtl. „wie Steine verschleudern“, dies zu
(dis... u. lapis „Stein“): (veraltet) verschwenden
Dillaplsilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. dilapsio zu dilabi
„ver-, zerfallen“): (veraltet) Zerfall, Verwitterung
di I la |ta I bei (unter Einfluss von fr. dilatable zu lat. dilatare
„breiter machen, ausbreiten“ (dies zu (dis... u. lat. latus
„breit“) u. (...abel): dehnbar. Di|la|ta|bi|les [,,,le:s] die
(Plur.) (aus nlat. (litterae) dilatabiles „dehnbare Buchsta
ben“): hebr. Buchstaben, die zum Ausfüllen der Zeilen in
die Breite gezogen wurden. Dillaltalbilliltät die; - (zu
(...ität): Dehnbarkeit. di|la|tant (aus lat. dilatans, Gen.
dilatantis „sich weit ausdehnend“): die Dilatanz betref
fend. Dillaltanz die; -, -en (zu (...anz): Verfestigung eines
kolloiden Stoffes durch Einwirkung mechanischer Kräfte
(Phys.). Di|la|ta|ti|on die; -, -en (aus spätlat. dilatatio
„Erweiterung“): 1. Ausdehnung, (spezifische (1) Volu
menänderung, Verlängerung eines elastisch gedehnten
Körpers (Phys.). 2. Erweiterungswachstum der Baum
stämme (Bot.). 3. krankhafte od. künstliche Erweiterung
von Hohlorganen (z. B. von Gefäßen des Herzens; Med.).
Di|la|ta|ti|ons|fulge die; -, -n: Dehnungsfuge in Beton
straßen, Brücken, Talsperren usw., die Spannungen bei
Temperatursteigerung verhindert. Di|la|ta|ti|onslspalte die; -, -n: durch Vergrößerung des Volumens entstan
dener Riss im Gestein (Geol.). Dilla|ta|ti|onslwachstum das; -s: Dickenwachstum der Pflanzen, diIlaItaItiv
(zu T...iv): zur Erweiterung führend. Dillaltaitor der; -s,
...oren (aus spätlat. dilatator „Erweiterer“; vgl. ...or): 1.
erweiternder Muskel (Med.). 2. Instrument zur Erweite
rung von Höhlen u. Kanälen des Körpers (Med.), di|latielren (aus lat. dilatare „ausbreiten, ausdehnen“): ein
Hohlorgan mechanisch erweitern (Med.). DiIlaItiIon die;
-, -en (aus gleichbed. lat. dilatio); Aufschub, Aufschubfrist
(Rechtsw.). Dillaltolmelter das; -s, - (zu Tdilatieren u.
t '...meter): 1. Apparat zur Messung der Ausdehnung von
Körpern bei Temperaturerhöhung (Phys.). 2. Apparat zur
Bestimmung des Alkoholgehalts einer Flüssigkeit auf der
Grundlage der sogenannten Schmelzausdehnung, dillatolrisch (aus gleichbed. lat. dilatorius zu dilatus, Part.
Perf. von differre „auseinander tragen, verzögern“, vgl.
differieren): aufschiebend, verzögernd; dilatorische Ein
rede: aufschiebende Einrede bei Gericht; Ggs. (peremp
torische Einrede (Rechtsw.)
Di Ha I zelraltilon die; - (aus gleichbed. lat. dilaceratio zu di
lacerare, vgl. dilazerieren): (veraltet) Zerreißung, Zerflei
schung. di|la|ze|rie|ren (aus gleichbed. lat. dilacerare):
(veraltet) zerreißen, zerfleischen
Dil|do der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. dildo, Herkunft un
geklärt): Penis aus Latex
Dillemlma das; -s, Plur. -s u. -ta (über lat. dilemma aus gr.
dilemma „Fangschluss“, eigtl. „Doppelfang“): Wahl zwi
schen zwei [gleich unangenehmen] Dingen; Zwangslage,
-entscheidung. dillemlmaltisch (aus gr. dilëmmatos
„aus zwei Sätzen bestehend“): zwei alternativ verbundene
[sich gegenseitig ausschließende] Lösungen enthaltend
Dilletltant der; -en, -en (aus it. dilettante „Liebhaber, der
eine Kunst nur zum Vergnügen treibt“ zu dilettarsi „sich
ergötzen“, dies aus gleichbed. lat. se delectare): 1. (oft ab
wertend) Nichtfachmann; jmd., der sich ohne fachmänni
sche Schulung in Kunst od. Wissenschaft betätigt; Laie
mit fachmännischem Ehrgeiz. 2. (veraltet) Kunstliebha
ber. di|let|tan|tisch: (oft abwertend) a) unfachmän
nisch, laienhaft; b) stümperhaft, unzulänglich. Dillettanltislmus der; - (zu (...ismus (5)>: (oft abwertend) a)
Betätigung in Kunst od. Wissenschaft ohne Fachausbil
dung; b) Stümperhaftigkeit, Unzulänglichkeit, dilletltieren (zu (..deren): sich als Dilettant betätigen, sich versu
chen
338
Diligence
[dili'ʒa:s] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr. di
ligence, eigtl. „Emsigkeit“, dies aus lat. diligentia, vgl. Di
ligenz): (früher) leichte Postkutsche für eilige Postsendun
gen. Dillilgenz [...'gents] r/ze,`-(aus gleichbed. lat. diligen
tia zu diligene „schätzen, achten“): (veraltet) Sorgfalt,
Umsicht, Fleiß
di |lu len Ido 07. ; zu diluiré „(sich) auflösen“, dies aus lat. di
luere, vgl. diluieren): verlöschend, immer leiser werdend
(Vortragsanweisung; Mus.). di|lu|ie|ren (aus lat. diluere
„auflösen, verdünnen“): verdünnen (z.B. eine Säure
durch Zusatz von Wasser; Med.), dillut (aus gleichbed.
lat. dilutus): verdünnt. di|lu|tie|ren (aus gleichbed. engl.
to dilute zu lat. diluere „auflösen, verdünnen“): 1. svw. di
luieren. 2. im Wert schwächen, reduzieren (Geldw.). Dilultion die; -, -en (zu Î '...ion): Verdünnung (Med.), di 11 uvilal [...V...] (zu lat. diluvium (vgl. Diluvium) u. Î ‘...al ( 1 )>:
das Diluvium betreffend, aus ihm stammend. Di|lu|vi|um
das; -s (aus lat. diluvium „Überschwemmung, Wasser
flut“): frühere Bez. für 1 Pleistozän
Di I lu |zi I da |ti I on die; - (zu lat. dilucidare (vgl. diluzidieren)
u. T...ation): (veraltet) Erklärung, Erläuterung, dillulzidie ren (aus gleichbed. lat. dilucidare, eigtl. „deutlich ma
chen“): (veraltet) aufklären, ins rechte Licht setzen
Di|ma|chä|re [...<?...] der; -n, -n (zu gr. dimáchairos „mit
zwei Schwertern kämpfend“, dies zu dis „zweifach“ u. máchaira „Schlachtmesser“): TGladiator, der mit zwei
Schwertern od. mit Dolch u. Schwert kämpfte
Dilmalfon das; -s, -e (Kurzw. aus Zhktier-Magneto/ön): mit
Magnetton arbeitendes Diktiergerät
Di me [daim] der; -s, -s (aber: 10-) (aus engl.-amerik. dime,
dies über fr. dîme „Zehnt“ aus lat. decima „der zehnte
(Teil)“): Silbermünze der USA im Wert von 10 Cents
Dilmenlsilon die; -, -en (aus lat. dimensio „Ausmessung,
Ausdehnung“ zu dimetiri „nach allen Seiten messen“): 1.
Ausdehnung, Ausmaß, Abmessung (z.B. eines Körpers
nach Länge, Breite, Höhe). 2. Ausmaß (im Hinblick auf
seine räumliche, zeitliche, begriffliche Erfassbarkeit. dimen siio nal (zu t‘...al (1)): die Ausdehnung betreffend.
di|men|si|o|nie|ren (zu î...ieren>: in seinen Dimensio
nen festlegen, aus-, abmessen. Di|men|si|o|nie|rung
die; - (zu l...ierung): Bemessung, bes. Querschnittsfestle
gung bei tragenden Teilen. Di|men|si|ons|anallylse¿/ie.'
-, -n: Analyse zur Überprüfung der formalen Richtigkeit
von Beziehungen zwischen physik. Größen
dilmer (zu gr. dis „zweifach“ u. t...mer): zweiteilig, zwei
gliedrig (Chem., Med.). Dilmer das; -s, -e u. Dilmelre
das; -n, -n (meist Plur.): aus zwei gleichen Grundmolekü
len aufgebaute chem. Verbindung (Chem.). Dilmelrie
efe; -, ...rien (zu gr. dis „zweifach“ u. T...merie>: Zusam
menwirken von zwei gleichsinnig wirkenden Genen als
Ursache für ein bestimmtes Merkmal (Genetik). Dilmeri|sa|ti|on die; -, -en (zu 1 dimer u. T...isation>: Vereini
gung zweier gleicher Teilchen (z.B. Atome, Moleküle;
Chem.); vgl. ...ation/...ierung. Düme riisie rung die; -,
-en (zu Î ...isierung): svw. Dimerisation; vgl. ...ation/...ierung
Di melterrter,- -s, - (über lat. dimeter aus gr. dimetros „aus
zwei Maßen bestehend“): aus zwei gleichen Metren beste
hender antiker Vers; vgl. Metrum, dilmeltrisch*: in der
Art eines Dimeters. Di|meltroldon*<Z¿zí;-s, ...donten (zu
gr. odoús, Gen. odóntos „Zahn“): räuberisches Reptil der
Permzeit
Dilmildilumrfas; -s, ...dien [...ian] (aus gleichbed. lat. dimi
dium): (veraltet) Hälfte
Dilmilkaltilon die: - (aus lat. dimicatio „Kampf“ zu dimi
care „kämpfen“); (veraltet) Streit, Handgemenge
dilmikltisch (zu gr dis „zweimal“ u. miktós „gemischt“):
zweimalig durchmischt (von Seen, deren Wasser sich zu
bestimmten Jahreszeiten umschichtet; Biol.)
Dillilgence
- (nach dem Siedlungshügel Dimini in
Thessalien): jungsteinzeitliche Periode Griechenlands
dilmi|nulen|do<z7. ;zu diminuiré „vermindern“ aus gleich
bed. lat. di-, deminuere, vgl. diminuieren): in der Tonstär
ke abnehmend, schwächer werdend; Abk. : dim. (Vortrags
anweisung; Mus.). Di|mi|nu|en|do das; -s, Plur. -s u.
...di: allmähliches Nachlassen der Tonstärke (Mus.), dimi|nu|ie|ren (aus gleichbed. lat. di-, deminuere); verklei
nern, verringern, vermindern. Dilmilnultilpn r/ze; -, -en
(aus gleichbed. lat. di-, deminutio zu minuere „vermin
dern“): 1. Verkleinerung, Verringerung. 2. a) Verkleine
rung des Themas durch Verwendung kürzerer Notenwer
te; Ggs. 1 Augmentation (a); b) variierende Verzierung
durch Umspielen der Melodienoten; c)Tempobeschleuni
gung durch Verkürzung der Noten (Mus.). di|mi|nu|tiv
(aus gleichbed. lat. di-, deminutivus): (in Bezug auf den In
halt eines Wortes) verkleinernd (Sprachw.). Di mi nu tiv
das; -s, -e [...va] u. Diminutivum [...v...] das; -s, ...va (zu
T...iv bzw. t...ivum>: Ableitungsform eines Substantivs,
die im Vergleich zur Bedeutung des Grundwortes eine Ver
kleinerung ausdrückt, oft emotionale Konnotationen hat
u. auch als Koseform gebraucht wird (z. B. Öfchen, Gärtlein, ein Pfeifchen rauchen; Sprachw.); Ggs. Î Augmentativ. Dimilnutivsuf ;f ix ¿/¿w. -es, -e: Verkleinerungssilbe
(Gramm.). Di|mi|nulti|vum [...vum] vgl. Diminutiv. Dimilnyltorrfer; -s, -en (zu lat. di-, deminutio „das Vermin
dern, Verringern, Schmälern“ u. t...or): svw. Subtrahend
Di Imislsilon die; -, -en (aus lat. dimissio „Entlassung“ zu
dimittere „entlassen, verabschieden“): (veraltet) svw. De
mission. Di|mis|si|o|närr/er; -s, -e (unter Einfluss von/r.
démissionnaire zu lat. dimissio (vgl. Dimission) u. T...är>:
(veraltet) svw. Demissionär. Dilmislsolrilalle das; -s,
...alien [,,,iən] (aus gleichbed. kirchenlat. dimissoriale,
eigtl. „Entlassenes“): Genehmigung, mit der der zuständi
ge Amtsträger einen anderen Geistlichen zu Amtshand
lungen (Taufe, Trauung o.Ä.) ermächtigt
Dimlmer der: -s, - (aus gleichbed. engl. dimmer zu to dim
„(Licht) dämpfen“): schalterähnliche Vorrichtung, mit
der die Helligkeit des elektrischen Lichts in fließenden
Übergängen reguliert werden kann
di mpllto vgl. molto
dilmprph (aus gr. dimorphos „doppelgestaltig“): 1. in zwei
verschiedenen Formen, Gestalten auftretend (von Tieren
od. Pflanzen). 2. in zwei Kristallsystemen auftretend (von
Kristallen). Dilmorlphie die; -, ...ien (zu Î ...morphie): 1.
das Nebeneinanderbestehen zweier verschiedener For
men (z. B. der gleichen Tier- od. Pflanzenart; z. B. ÎPolyp
(1) u. ÎMeduse); vgl. Dimorphismus. 2. das Auftreten ei
nes Kristalls in zwei 1 Modifikationen (2; Chem.). Dimorlphin der; -s, -e (zu T...in (1)): ein orangerotes Mine
ral. Dilmorlphislmusz/er; -, ...men (zu t...ismus (2)): das
Auftreten derselben Tier- od. Pflanzenart in zwei ver
schiedenen Formen od. Gestalten
di|mo|vie|ren [...v...] (aus gleichbed. lat. dimovere zu
T dis... u. movere „bewegen“): (veraltet) entfernen, weg
bringen
di|my|a|risch (zu gr. dis „zweifach“ u. mÿs, Gen. myós
„Muskel“): (veraltet) zwei Muskeln aufweisend (Med.)
DJN® (Kurzw. für Deutsche fndustrie-Aorm[en] (später ge
deutet als Das Ist Norm)): 1. Verbandszeichen des Deut
schen Instituts für Normung e. V. (früher Deutscher Nor
menausschuss); Schreibweise mit einer Nummer zur Bez.
einer Norm, z. B. DIN 16 511.2. Maßeinheit für die Licht
empfindlichkeit des Films
Di|nan|de|rie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. dinanderie;
nach der belg. Stadt Dinant, wo sie urspr. hergestellt wur
de) : Messingarbeit aus dem Maastal, aus Brabant u. Flan
dern. Dilnant [di'nä:] das; -[s] (nach der belg. Stadt Di
nant): Stufe im Unterkarbon (Geol.). Dilnanltien [dinaDi|mi|ni|kul|turdie;
339
sie:] das; -[s] (fr.): svw. Dinant. Dilnantilum das; -s (zu
t... ium): svw. Dinant
Dilnar der; -s, -e (aber: 6-) (aus arab. dinar, dies über mgr.
denárion aus lat. denarius, vgl. Denar): Währungseinheit
in verschiedenen Ländern (z.B. in Iran; Abk.: D)
dilnalrisch (nach den Dinarischen Alpen): einem be
stimmten Menschentypus angehörend
Dilnaslstein der; -[e]s, -e (nach dem Dinasfelsenin Wales):
zuerst in England aus dem t Quarzit des Dinasfelsens in
Wales hergestellter hochfeuerfester Stein mit Tonbindung,
der heute durch Silikatstein mit Kalkbindung ersetzt wird
Dilner [di'ne:] das; -s, -s (aus fr. dîner „Hauptmahlzeit“,
eigtl. „das Dinieren“, zu dîner, altfr. disner, eigtl. „aufhö
ren zu fasten“, dies zu lat. dis- (Tdis...) u. ieiunus „nüch
tern, hungrig“): 1. [festliches] Mittag-od. Abendessen mit
mehreren Gängen. 2. (in Frankreich) Hauptmahlzeit des
Tages, die am Abend eingenommen wird
Dilnelse die; -, -n (aus gr. dinesis „das Wirbeln, das Drehen
im Kreise“ zu dinein „im Kreise herumdrehen“): Auslö
sung der Plasmaströmung in Zellen durch Außenreize
(z.B. durchWärme; Biol.)
DIN-For|mat das; -[e]s, -e (zu tDIN): nach DIN (1) fest
gelegtes Papierformat
Dinlgi u. Din ghi [diŋgi] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
dinghy, dies aus Hindi dîngî „kleines Boot“): a) kleines
Sportsegelboot; b) kleinstes Beiboot auf Kriegsschiffen
Dinlgo ¿er; -s, -s (aus gleichbed. austr. dingo): austr. Wild
hund von der Größe eines kleinen Schäferhundes
DIN-Grad der; -[e]s, -e (zu I DIN): (veraltet) svw. Î DIN (2)
di nieiren (aus gleichbed. fr. dîner, vgl. Diner): [festlich]
speisen. Dilninglcar ['daɪnɪŋkɑ:] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. dining-car): Speisewagen (in England). Dilningroom [...rum] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. dining
room): Esszimmer (in England)
Dink der; -s, -s (meist Plur.) (Kurzw. aus engl. double in
come, no kids „doppeltes Einkommen, keine Kinder“):
jmd., der in einer Partnerschaft lebt, in der beide Partner
einem Beruf nachgehen u. keine Kinder haben, u. der da
her über relativ viel Geld verfügt
Dinlner das; -s, -[s] (aus engl. dinner, dies aus fr. dîner, vgl.
Diner): 1. Festmahl. 2. (in angelsächsischen Ländern) am
Abend eingenommene Hauptmahlzeit. Din|ner|ja|cket
[ dɪnnʤɛkɪt] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. dinner-jacket):
Herrenjackett für halb offizielle gesellschaftliche Anlässe
Di|no
-s, -s: Kurzform von ÎDinosaurier
Dilnolpholbie die; -, ...ien (zu îDinos u. t...phobie):
krankhafte Angst vor Schwindelerscheinungen (Psychol.,
Med.). Dilnos der; - (aus gleichbed. gr. dtnos): (veraltet)
Schwindel (Med.)
Dilnolsaulriler [...in] der; -s, - u. Di no sau rus der; -,
...rier [...in] (zu gr. deinös „furchtbar, gewaltig“ u. saüros
„Eidechse“): 1. ausgestorbene, landbewohnende Riesen
echse des Mesozoikums. 2. naturgetreue Nachbildung be
stimmter Saurierarten. 3. (Jargon) einflussreiche, über
mächtige Persönlichkeit. Di|nolthe|ri|um das; -s, ...ien
[,,,iən] (zu gr. therion „Tier“): ausgestorbenes riesiges
Rüsseltier
DIN-Se n|si|to|melter das; -s, - (zu Î DIN): Î Sensitometer
zum Messen von T DIN-Graden
Di|nu|me|ra|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. dinumera
tio zu dinumerare „aufzählen“): (veraltet) Aufzählung
Dilolde die; -, -n (zu gr. dis „zweifach“ u. î...ode): 1. elek
tronisches Bauelement, dessen Widerstand von der Pola
rität der angelegten Spannung abhängt. 2. Zweipolröhre,
Gleichrichterröhre (Elektrot.)
Dioldon der; -s, ...donten (zu gr. dis „zweifach“ u. odoüs,
Gen. odóntos „Zahn“, eigtl. „Zweizähner“): Igelfisch
Dilol das; -s, -e (meist Plur.) (zugr. dis „zweifach“ u. Î ...ol):
zweiwertiger ÎAlkohol. Dilolelfin das; -s, -e: svw. Dien.
Diözese
das; -s (Kunstw.): eine synthetische Textilfaser
aus ÎPolyester; vgl. Trevira
Dilon die; -, -en: (österr.) kurz für a) Direktion; b) Divison
Dioinysien [...isn] die (Plur.) (über lat. Dionysia aus gr.
Dionysia, nach dem Namen des Gottes Dionysos): altgriech. Festlichkeiten zu Ehren des Wein- u. Fruchtbar
keitsgottes Dionysos, dilolnylsisch: 1. dem Dionysos zu
gehörend, ihn betreffend. 2. wild begeistert, rauschhaft
dem Leben hingegeben (nach Nietzsche); Ggs. Îapolli
nisch; dionysisches Fest: rauschhaft ekstatisches Fest
dilolphanltisch (nach dem gr. Mathematiker Diöphantos
aus Alexandria; 3. Jh. v. Chr.); in der Fügung diophantische Gleichung: Gleichung mit mehreren Unbekannten,
für die ganzzahlige Lösungen zu finden sind (Math.)
Diloplsid der; -s, -e (zu gr. dis „zweifach“ u. öpsis „An
blick“ ; vgl. 2...id) : zur Gruppe der î Augite gehörendes Mi
neral. Di|op|tas der; -, -e (zu gr. dioptaia „das Hindurch
sehen“): ein smaragdgrünes, meist durchsichtiges Mine
ral. Dilpplter das; -s, - (über lat. dioptra aus gr. dióptra
„Instrument zum Höhenmessen u. Nivellieren“, eigtl. „et
was, durch das man hindurchsieht“): 1. Zielgerät (beste
hend aus Lochblende u. Zielmarke). 2. (veraltet) Sucher an
Fotoapparaten. Dilopltrie* ¿Zte; -, ...ien (zu t2...ie>: Ein
heit des Brechwertes optischer Systeme; Abk.: dpt, Dptr.
u. dptr. (Phys.). Dilopltrik* die; - (zu t2...ik): (veraltet)
Lehre von der Brechung des Lichts, dilopltrisch*: a) zur
Dioptrie gehörend, lichtbrechend; durchsichtig; b) nur
lichtbrechende Elemente enthaltend (z.B. dioptrische
Fernrohre). Di|op|tro|me|ter* das; -s, - (zu t’...meter):
Gerät für die Bestimmung der Dioptrien. Dilolralma ¿Zas;
-s, ...men (zu tdia... u. gr. hörama „das Geschaute“, eigtl.
„Durchschaubild“): plastisch wirkendes Schaubild, bei
dem Gegenstände vor einem gemalten od. fotografierten
Rundhorizont aufgestellt sind u. teilweise in diesen über
gehen
Dilolrid® das; -s (Kunstw. zu gr. diorizein „unterscheiden,
abgrenzen“ u. t3...id): eine Kunstfaser. Dilolrislmus der;
-, ...men ((vgl. Diorid) zu gr. diorizein u. t...ismus>: Be
griffsbestimmung. dilolrisltisch (zu t ...istisch) : erklä
rend, bestimmend. Dilolrit [auch ... rit] der; -s, -e (zu
t2...it>: ein körniges Tiefengestein (aus TPlagioklas u.
Î Amphibol)
Di| oslkulren die (Plur.) (aus gr. Dióskouroi „Söhne des
Zeus“ (Kastor u. Pollux)): unzertrennliches Freundespaar
Diolxan das; -s (zu gr. dis „zweifach“, Îoxy... (2) u. t...an>:
bes. als Lösungsmittel für Fette, Lacke u.Ä. verwendete
farblose, ätherähnlich riechende Flüssigkeit. Diloxid
[auch ,..'ksy:t], auch Dioxyd das; -s, -e: anorganische Ver
bindung von einem Atom Metall od. Nichtmetall mit zwei
Sauerstoffatomen (Chem.). Dio xin das; -s, -e (zu t...in
(1)): 1. (meist Plur.) äußerst beständige, hochgiftige, v. a.
bei Verbrennungsprozessen entstehende mehrfach chlo
rierte (seltener bromierte) chem. Verbindung, die schwere
Gesundheits- u. Entwicklungsschäden verursacht. 2.
(meist Sing.) bestimmte, besonders giftige Verbindung aus
der Gruppe der Dioxine ( 1). Di ox sil ® das: -s (zu lat. silex
„Kiesel“): säurefester Werkstoff aus geschmolzenem
Quarzsand. Diloxyd [auch ,,,'ksi:t] vgl. Dioxid. Diioxyphelnyl alalnin das; -s (Kunstw. aus t 'di..., toxy... (2),
ÎPhenyl u. t Alanin): ÎAminosäure, aus der im Organis
mus durch Umwandlung Î Adrenalin gebildet wird; Abk. :
Dopa
di|ö|ze|san (aus gleichbed. kirchenlat. dioecesanus; vgl.
Diözese): zu einer Diözese gehörend, die Diözese betref
fend. Dilölzelsan der; -en, -en: Angehöriger einer Diöze
se. Di|ö|ze|san|sta|tu ten i/ie (Plur.): allgemeine, für
ein Bistum erlassene Verordnungen. Dilölzelsanlsylnode* r//e; -, -n: Kirchenversammlung der Priester einer Di
özese unter Leitung des Bischofs. Dilölzelse die; -, -n
Di|o|len®
Diözie
(über lat. dioecesis aus gr. dioikesis „Distrikt, Provinz“):
a) Amtsgebiet eines kath. Bischofs; b) (früher auch) ev.
Kirchenkreis; vgl. Dekanat (1). Dilölzie die: - (zu gr. dis
„zweifach“ u. oikia „Haus“): Zweihäusigkeit bei Pflanzen
(männliche u. weibliche Blüten stehen auf verschiedenen
Individuen; Bot.). di|ölzisch:zweihäusig (von Pflanzen;
Bot.). Dilölzis|mus<fer; - (zu T...ismus (2)): svw. Diözie
Dip der; -s, -s (aus gleichbed. engl. dip zu to dip „eintau
chen“): kalte, dickflüssige Soße zum Eintunken von klei
nen Happen, Fleischstücken od. geschnittenem Obst, Ge
müse o.Ä.
Di pen ten das; -s (zu gr. dis „zweifach“ u. î Penten): Îrazemischer, zitronenartig riechender flüssiger Kohlenwas
serstoff (Chem.)
Dilpepltid das; -s, -e (zvgr. dis „zweifach“ u. ÎPeptid): ein
aus zwei beliebigen t Aminosäuren aufgebauter Eiweiß
körper (Chem.). Di|pep|tilda|se die; -, -n (zu t...ase>:
Î Enzym, das Dipeptide spaltet (Chem.)
Diphlthelrije i/ze; -, ...ien (unter Einfluss von gleichbed. fr.
diphtérie zugr. diphthéra „(Tier)haut, Membran“): Infek
tionskrankheit im Hals- u. Rachenraum mit Bildung häu
tiger Beläge auf den Tonsillen u. Schleimhäuten, diphthelrisch: durch Diphtherie hervorgerufen. DiphltheriltisÄe; - (zu T ...itis): (ugs.) svw. Diphtherie, diphltherolid (zu î...oid): 1. diphtherieähnlich. 2. die Diphtherie
betreffend. Diphlthelrolid das; -[e]s, -e: der Diphtherie
ähnliche Erkrankung, die nicht von den Erregern der
Diphtherie hervorgerufen wird
Diphlthong* der; -s, -e (über lat. diphthongus aus gleich
bed. gr. diphthoggos, eigtl. „zweimal tönend“): aus zwei
Vokalen gebildeter Laut, Doppellaut, Zwielaut (z.B. ei,
au; Sprachw.); Ggs. 1 Monophthong. Diphlthon gie die;
-, ...ien (zu T 2...ie>: gleichzeitige Bildung von zwei verschiedenenTönen (bei Stimmbanderkrankungen; Med.), diphthongieren (zu t..deren): einen Vokal zum Diphthong
entwickeln (z.B. das i in mittelhochd. wip zu ei in neuhochd. Weib; Sprachw.); Ggs. îmonophthongieren. Diphthongierung die; -, -en (zu t...ierung): Entstehung ei
nes Diphthongs aus einem Vokal, das Diphthongieren, das
Diphthongiertwerden (Sprachw.); Ggs. ÎMonophthongierung. diph thon gisch: a) einen Diphthong enthaltend;
b) als Diphthong lautend (Sprachw.); Ggs. Î monophthon
gisch
di|phy|le|tisch (zu gr. dis „zweifach“ u. Îphyletisch):
stammesgeschichtlich von zwei Ausgangsformen ableitbar
(von Tier- od. Pflanzeneinheiten; Biol.)
di phyl lisch (zu gr. dis „zweifach“ u. phyllikös „blätte
rig“, dies zu phyllon „Blatt“); zweiblättrig (Biol.). Diphyl lo bo thri um* das; -s, ...rien [,,,iən] (aus nlat. diphyllobothrium zu gr. bothrion „kleine Grube, Vertie
fung“): svw. Dibothriocephalus
di phy o dont (zu gr. dis „zweifach“, phÿein „hervorbrin
gen, wachsen lassen“ u. odoüs, Gen. odöntos „Zahn“): ei
nen Zahnwechsel durchmachend (von Lebewesen; Med.).
Dilphyloldonltie die; - (zu t2...ie): Zahnwechsel (Med.)
dilpl...*, Di|pl... vgl. diplo..., Diplo...
Dilplalkulsis* die; - (zu Î diplo... u. gr. ákousis „das Hö
ren“, dies zu akoüein „hören“): das Hören verschiedener
Töne auf beiden Ohren beim Erklingen eines einzigen To
nes (Med.)
Dilplelgie* die; -, ...ien (zu gr. dis „zweifach“, plëgê
„Schlag“ u. î2...ie): doppelseitige Lähmung (Med.)
Di!plex|be|trieb* vgl. Duplexbetrieb
dilplo...*, Di plo..., vor Vokalen meist dipl..., Dipl... (aus
gr. dipióos „zwiefach, doppelt“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „doppelt vorhanden, in doppelter An
ordnung; aus zweien zu einem verschmolzen“, z. B. Diplo
kokkus, Diplopie
Di plo bak te rie* [...io] die; -, -n (zu 1 diplo... u. 1 Bakte
340
rie): paarweise an den Enden zusammengelagerte Bakte
rien
Dilploldolkus'ifer; -, ...ken (zu tdiplo... u. gr. dokós „Bal
ken“): ausgestorbene Riesenechse
Dilploe* die; - (aus gr. diplóé „Bruch, Spalte“, eigtl. „Ver
doppelung“): zwischen den beiden Tafeln des Schädel
dachs liegende schwammige Knochensubstanz (Med.)
Dilplolgelnelse* die; -, -n (zu Îdiplo... u. 1 Genese): Fehl
bildung in Form einer doppelten Anlage von Organen od.
Körperteilen (Med.)
düplolid* (zu gr. dipióos „doppelt“ u. î2...id): einen dop
pelten (d.h. vollständigen) Chromosomensatz aufweisend
(Biol.); Ggs. îhaploid. Di|plo|i|die [diploi...] die; - (zu
12...ie) : das Vorhandensein des vollständigen, d. h. des nor
malen (doppelten) Chromosomensatzes im Zellkern
(Biol.)
Di|plo|i|di|on*i/a5; -s, ...ien [...ion] (ausgr. diploidion, Ver
kleinerungsform von diplois „doppelt um den Leib ge
schlagener Mantel“): doppelt gelegtes Übergewand der
Griechen in archaischer Zeit
Di|plolkoklkus*¿?er; -, ...kken (zu Îdiplo... u. ÎKokke): mit
einer anderen Bakterie paarweise zusammenhängende ku
gelförmige Bakterie (meist Krankheitserreger; Med.)
Di plom* das; -[e]s, -e (über lat. diploma „Urkunde“ aus
gr. diploma, eigtl. „zweifach Gefaltetes“, dann „Hand
schreiben auf zwei zusammengelegten Blättern“ (zu gr. diplóein „doppelt Zusammenlegen“)): Urkunde über eine
Auszeichnung od. über eine abgelegte Prüfung bes. an ei
ner Hochschule od. bei der Handwerkskammer; Abk.:
Dipl. Düplolmand der; -en, -en (zu l...and): jmd., der
sich auf eine Diplomprüfung vorbereitet. Dilplolmandin die; -, -nen: weibliche Form zu ÎDiplomand. Diplo
mat der; -en, -en (aus gleichbed. fr. diplomate zu diplo
matique „urkundlich; die Noten des zwischenstaatlichen
Verkehrs betreffend“; vgl. Diplom u. ...at(l)>: 1. jmd., der
im auswärtigen Dienst eines Staates steht u. bei anderen
Staaten als Vertreter dieses Staates beglaubigt ist. 2. jmd.,
der geschickt u. klug taktiert, um seine Ziele zu erreichen,
ohne andere zu verärgern, z.B. ein guter (schlechter) sein. Dilplolmaltalrilum das; -s, ...ien [...ion] (zu Î ...arium): Urkundensammlung. Di plo ma tie die; - (aus
gleichbed. fr. diplomatie): 1. völkerrechtliche Regeln für
außenpolitische Verhandlungen, Verhandlungstaktik. 2.
Gesamtheit der Diplomaten, die in einer Hauptstadt, in
einem Land Îakkreditiert (1) sind. 3. kluges, geschicktes
Verhalten. Di|plo|ma|tik Æe; - (unter Einfluss von
gleichbed. fr. diplomatique aus w/at. (res) diplomática;
vgl. Diplom): Urkundenlehre. Di|plo|ma|ti|ker der; -s,
-: Urkundenforscher u. -kennet. Di plo!ma tin die; -,
-nen: weibliche Form zu î Diplomat, dilplolmaltisch
(aus nlat. diplomaticus „die Urkunden betreffend“ bzw.
ʃr. diplomatique „die Diplomatie betreffend“): 1. die Di
plomatik betreffend, urkundlich. 2. a) die Diplomatie be
treffend, auf ihr beruhend; b) den Diplomaten betreffend.
3.klug, taktisch geschickt; berechnend, dilplolmaltisielren (zu î...isieren): (veraltet) diplomatisch vorgehen,
diplomatisch verhandeln, dilplolmielren (zu Î Diplom u.
T..deren): jmdm. aufgrund einer Prüfung ein Diplom zu
erkennen. dilplolmiert (zu t...iert): mit einem Diplom
versehen
Di|plo|my|e|lie* die; -, ...ien (zu Idiplo..., gr. myelós
„Mark“ u. t2...ie): angeborene Verdoppelung des Rücken
marks (Med.)
DilpionVifer -en, -en (zu t diplo... u. ɪ,,,ont): tierischer od.
pflanzlicher ÎOrganismus ( 1 b), dessen Körperzellen zwei
Chromosomensätze aufweisen (Biol.)
Di pío pha seNóe, -, -n (aus Îdiplo... u. IPhase): Entwick
lungsabschnitt einer Zelle, in der die Zahl der Î Chromo
somen verdoppelt ist (Biol.)
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auch ...fonie die: -, ...ien (zu Îdiplo..., gr.
phônë „Laut, Ton“ u. t2...ie>: svw. Diphthongie
Di plo pie* die: - (zu tdiplo... u. t,,,opie): gleichzeitiges Se
hen zweier Bilder von einem einzigen Gegenstand (Med.)
Dilplolpolden* die (Plur.) (zu tdiplo... u. T...pode>: Dop
pelfüßer, eine Gruppe der Tausendfüßer (Zool.)
Dilplolskop*iZai,--s, -e (aus T diplo... u. t,,,skop): Gerät zur
Erkennung der Komplementär- u. der Mischfarben
Dilplol som* das: -s, -en (meist Plur.) (zu Îdiplo... u. gr. so
ma „Körper“): Doppelbildung des Zentralkörperchens
(vgl. Zentriol) der Zellen (Biol.). Diplosomie iZ/e; -,
...ien (zu T2...ie>: Doppelfehlbildung mit zwei völlig entwi
ckelten, zusammenhängenden Körpern (Med.)
di|plos|te|mon* (zu îdiplo... u. gr. stëmôn „Faden, Ket
te“): mit zwei Staubblattkreisen versehen (von Blüten, de
ren äußerer zu dem nächststehenden Blütenhüllkreis ver
setzt steht; Bot.)
Dilploltän* das; -s, -e (zu Î diplo... u. lat. taenia „Band, Bin
de“, dies aus gr. tainia): Stadium der Zellteilung, in dem
unter Verkürzung der Fäden die Trennung der Chromoso
men beginnt (Biol.)
Diplmelter das; -s, - (zu tdippen u. Î’...meter): Prüfgerät
zum Feststellen der Resonanzfrequenz elektrischer
Schwingungskreise
Dilpnoi* [ dipnoi] die (Plur.) (zu gr. dipnoos „doppelt at
mend“): kiemen- u. lungenatmende Knochenfische
Dilpoldie die; -, ...ien (über lat. dipodia aus gr. dipodia
„Verbindung zweier Versfüße zu einem Takt“, eigtl. „Doppelfüßigkeit“) : Verbindung zweier Versfüße (rhythmischer
Einheiten) zu einem Verstakt ; vgl. Monopodie u. Tripodie,
dilpoldisch: (bes. von jambischen u. trochäischen Ver
sen) abwechselnd Haupt- u. Nebenton aufweisend
Dilpol der; -s, -e (zu gr. dis „zweifach“ u. t'Pol): 1. Anord
nung zweier gleich großer elektrischer Ladungen od. mag
netischer î 1 Pole (5) entgegengesetzter t Polarität (1 ) in ge
ringem Abstand voneinander. 2. svw. Dipolantenne. Djpollanltenlne die: -, -n: Antennenanordnung mit zwei
gleichen, elektrisch leitenden Teilen
diplpen (aus engl. to dip „eintauchen“): 1. (Seemannsspr.)
die Flagge zum Gruß halb niederholen u. wieder aufzie
hen. 2. in einen Î Dip eintunken
Dilprolsolpus* der; -, ...open (aus nlat. diprosopus zu gr.
dis „zweifach“ u. prósopon „Gesicht“): Fehlbildung mit
doppeltem Gesicht (Med.)
Diplsolmalne der od. die; -n, -n (zu gr. dipsa „Durst" u.
t ...mane): jmd., der von periodischer Trunksucht befallen
ist; Quartalssäufer[in], Dip so ma nie die; -, ...ien (zu
î...manie): periodisches Auftreten von Trunksucht
Dipltam* der; -s (zu mlat. diptamnus, umgebildet aus
gleichbed. ZaZ. dictamnus, vgl. Diktam): zu den Rauten
gewächsen gehörende Staude, deren an t ätherischen
Ölen reiche Blätter entzündbar sind; Brennender Busch
(Bot.)
Dipl te|ren* die (Plur.) (über gleichbed. nlat. dipterae
(Plur.), eigtl. „Zweiflügler“, zu gr. dípteros „zweiflüge
lig“): Insektenordnung der Mücken u. Fliegen. Diplteros der; -, ...roi [...roy] (aus gr. dípteros (naos) „zweiflü
geliger Tempel)“): griech. Tempel, der von einer doppel
ten Säulenreihe umgeben ist. dipltelrylgisch (aus gleich
bed. gr. diptérygos): zweiflügelig
Dipltylchon* das; -s, Plur. ...chen u. ...cha (aus gr. diptychon „zweiteilige Schreibtafel“ zu diptychos „doppelt zu
sammengelegt“): 1. (im Altertum) zusammenklappbare
Schreibtafel. 2. (im Mittelalter) zweiflügeliges Altarbild;
vgl. Triptychon, Polyptychon. Diptyk das; -s, -s (aus fr.
diptyques (Plur.) „(doppelt) zusammengeklappte Schreib
tafel“, dies über gleichbed. lat. diptycha zu gr. dis „zwei
fach“ u. ptyktós „gefaltet, zusammengelegt“, dies zu ptyssein „(zusammen)falten, doppelt u. mehrfach Zusammen
Dilplolpholnie*,
Direktorat
legen“): zweiteilige Briefmarke, Briefmarke mit abtrenn
barem Anhängsel
Dilpylgus der; -, ...pygen (aus gleichbed. nlat. dipygus zu
gr. dis „zweifach“ u. pygë „Steiß“, eigtl. „Doppelsteiß“):
Fehlbildung mit doppelter Anlage des Unterkörpers
(Med.)
Di|py|lon|kul|tur die; - (nach der Fundstelle vor dem Di
pylon (gr. Dipylon „Doppeltor“) in Athen): eisenzeitliche
Kultur in Griechenland. Di|py|lon|stil der; -s (nach den
Dipylonvasen): geometrischer Stil der frühgriech. Vasen
malerei. Di|py|lon|va|se die; -, -n (meist Plur.): bis zu 2m
hohe Prachtvase aus Ton im Dipylonstil
Dilpyr der: -s, -e (zugr. dis „zweifach“ u. pÿr „Feuer“): svw.
Skapolith
Dilrae ['di:rɛ] die (Plur.) (aus lat. dirae (Plur.) „unheilvolle
Zeichen, Verwünschungen“ zu dirus „unheilvoll, schreck
lich“): Verwünschungsgedichte u. Schmähverse (altröm.
Literaturgattung); vgl. Arai. dilra nelceslsiltas [- ne'tsɛ,..] dat.y. furchtbare Notwendigkeit
Dilrect Ban king [di rekt 'bæŋkɪŋ] das; - -[s], auch Direct ban king das; -[s] (aus gleichbed. engl. direct ban
king; vgl. direkt): filialloser Vertrieb von Bankleistungen
mittels Telekommunikationseinrichtungen ohne zeitliche
u. örtliche Beschränkungen; vgl. Homebanking. Dilrect
Cositing [- 'kɔstɪŋ] das; - -[s] (aus gleichbed. engl. direct
costing) : Sammelbez. für verschiedene Verfahren der Teil
kostenrechnung (Wirtsch.). Dilrec teur [direk te:?] tZer;
-s, -s (aus gleichbed. fr. directeur zu diriger „führen, lei
ten“, dies aus lat. dirigere, vgl. dirigieren): (veraltet) svw.
Direktor. Dilrect Mailling [di rekt 'meɪlɪŋ] das; - -[s], - -s
(aus gleichbed. engl. direct mailing zu mail „Postsen
dung)“): Form der Direktwerbung, bei der Werbematerial
(Briefumschlag u. Prospekt mit Rückantwortkarte) an ei
ne bestimmte Zielgruppe mit der Post geschickt wird. Di
rect Marlkelting das; - -[s] (aus gleichbed. engl. direct
marketing; vgl. Marketing): svw. Direktmarketing. Direcltoire [dirɛk'toa:e] das; -[s] (nach dem Directoire, der
höchsten Behörde der franz. Republik 1795-99): franz.
Kunststil zwischen TLouis-seize u. Î’Empire (b). dilrekt
(aus lat. directus „gerade (gerichtet)“, Part. Perf. von di
rigere, vgl. dirigieren): 1. unmittelbar, ohne Umweg od.
Verzögerung o. Ä., ohne dass etwas anderes dazwischen
liegt od. unternommen wird (in Bezug auf das Verhältnis
zwischen räumlichem od. zeitlichem Ausgangspunkt u.
dem Zielpunkt); direkte Rede: in Anführungsstrichen ste
hende, wörtliche, unabhängige Rede (z.B.: Er sagte: „Ich
gehe nach Hause“); Ggs. tindirekte Rede. 2. geradezu,
ausgesprochen, regelrecht, z.B. es ist direkt ein Glück,
dass ich dich getroffen habe, Di|rek|ti|on die; -, -en (aus
lat. directio „das Ausrichten“): 1. [Geschäftsjleitung, Vor
stand. 2. (veraltet) Richtung. Di|rek|ti|gnslmo|ment
das; -[e]s: in die Ruhelage zurücktreibendes Drehmoment
bei der Verdrillung von Stäben (Phys.), dilrekltiv (unter
Einfluss von fr. directif aus mlat. directivus „richtungge
bend, lenkend“; vgl. direkt): Verhaltensregeln gebend.
Di|reklti|ve [...va] die; -, -n (zu T...ive): Weisung; Verhal
tensregel. Di|rekt|kan|di|dat der; -en, -en (zu Tdirekt):
Politiker, der sich um ein Direktmandat bewirbt. Dilrektmanldat das; -[e]s, -e: 1 Mandat (2) eines durch Persön
lichkeitswahl direkt, d.h. nicht über eine Wahlliste, ge
wählten Abgeordneten. Di|rekt|mar|ke|ting das; -[s]:
Ausrichtung des Angebots eines Unternehmens unmittel
bar auf den möglichen Endverbraucher (Wirtsch.). Direkltor der; -s, ...oren (aus lat. director „Lenker, Leiter“
zu dirigere, vgl. dirigieren): 1. a) Leiter (einer Schule); b)
jmd., der einem Unternehmen, einer Behörde vorsteht;
Vorsteher. 2. Zusatzelement für die î Dipolantenne mit
Richtwirkung. Di|rek|to|rat ßfaw; -[e]s, -e (zu! ...at ( 1)>: 1.
a) Leitung; b) Amt eines Direktors od. einer Direktorin. 2.
direktorial
Dienstzimmer eines Direktors od. einer Direktorin, direktorial (zut ...ial): a) einem Direktor od. einer Direk
torin zustehend; b) von einem Direktor od. einer Direkto
rin veranlasst; c) einem Direktor [in der Art des Beneh
mens] ähnelnd, entsprechend. Di|reklto|ri|al|prin|zip
-s, ...ien [,,,iən]: Einräumung einer Vormachtstellung
für eine Person in einer mehrköpfigen Leitung eines Un
ternehmens (Wirtsch.). Di|rek|to|ri|al|re|gie|rung die;
-, -en: von einem Kollegium, einem Direktorium geführte
Regierung (Pol.). Di|reklto|rin die; -, -nen: weibliche
Form zu t Direktor (1). Di|rek|to|rilum das; -s, ...ien
[...isn] (Analogiebildung zu t Konsistorium; vgl. ...ium): 1.
Vorstand, Geschäftsleitung, leitende Behörde. 2. (ohne
Plur.) svw. Directoire. Di|rek|tri|ce* [,,,'tri:sə] tfte; -, -n
<aus fr. directrice „Leiterin“); leitende Angestellte, bes. in
der Bekleidungsindustrie. Dilrekltrix* die; - (feminine
Bildung zu lat. director, vgl. Direktor): Leitlinie von Ke
gelschnitten, Leitkurve von gekrümmten Flächen (Math.).
Di|rekt|stuldi|um das; -s, ...ien [-,,iən] (zu Tdirekt): Stu
dium, das im Gegensatz zum Fernstudium unmittelbar an
einer Universität durchgeführt wird
Di|rem|ti|on die; -, -en (aus lat. diremptio „Trennung“ zu
dirimere, vgl. dirimieren): (veraltet) Scheidung, Auflö
sung
Di|retltis|silma die; -, -s (aus gleichbed. z't. direttissima zu
diretto „gerade, direkt“, dies aus lat. directus, vgl. direkt):
Route, die ohne Umwege zum Gipfel eines Berges führt.
di|ret|tis|si|mo (/(.): den direkten Weg zum Gipfel neh
mend. Dilrex der; -, -e u. die; -, -en (Kurzbildung zu ÎDi
rektor, in Anlehnung an lat. rex „König, Herrscher“):
(Schülerspr.) Kurzw. für Direktor (1 a) u. Direktorin
Dirge [də:dʒ] das; -, -s (aus gleichbed. engl. dirge, entstellt
aus lat. Dirige, Domine „Lenke, Herr...“, dem Anfangs
wort einer mittelalterlichen Totenklage): engl. Bez. für
Trauer-, Klagegedicht, Klagelied
Dirlham u. Dirlhem der; -s, -s (aber: 5 -) (aus gleichbed.
arab. dirham, eigtl. „Drachme“, vgl. Drachme): 1. Wäh
rungseinheit in Marokko ; Abk. : DH. 2. (früher) Gewichts
einheit in den islam. Ländern
Dilrilgat das; -[e]s, -e (zu îdirigieren u. T...at (1)): 1. Or
chesterleitung, Dirigentschaft. 2. Tätigkeit, [öffentliches]
Auftreten eines Dirigenten. Dilrilgent der; -en, -en (aus
lat. dirigens, Gen. dirigentis, Part. Präs, von dirigere, vgl.
dirigieren): 1. Leiter eines Orchesters od. Chores, einer
musikalischen Aufführung. 2. jmd., der etwas leitet, lenkt,
dirigiert (2). Di|ri|genltenlpo|di|um das; -s, ...dien
[...jan]: Podium, von dem der Dirigent ein Orchester od.
einen Chor leitet. di|ri|gie|ren (aus lat. dirigere „ausrich
ten, die Richtung bestimmen, leiten“): 1. ein Orchester od.
einen Chor, eine musikalische Aufführung (Konzert,
Oper) leiten. 2. die Leitung von etwas haben; den Gang,
Ablauf von etwas steuern ; durch Anweisungen o. Ä. an ein
bestimmtes Ziel, in eine gewünschte Richtung lenken. Diri gisimus der; - (zu î...ismus (5)>: staatliche Lenkung
der Wirtschaft. di I ri I gis Itisch (zu t ...istisch) : 1. den Di
rigismus betreffend. 2. reglementierend, in der Bewe
gungsfreiheit einengend, Vorschriften machend
di|ri|mie|ren (über gleichbed. fr. dirimer aus lat. dirimere
„trennen, scheiden“): 1. (österr.) (bei Stimmengleichheit)
eine Entscheidung herbeiführen. 2. (veraltet) trennen, ent
fremden, sich lösen
Dirt-Track-Renlnen, Dirtltracklrenlnen ['də:ttræk...]
das; -s, - (zu engl. dirt track „Schlackenbahn“, eigtl.
„Schmutzbahn“): ältere Bez. für Speedwayrennen, dirlty
['də:tɪ] (aus engl. dirty „schmutzig, dreckig“ zu dirt
„Schmutz, Dreck“): 1. polizeilich registriert. 2. von Dro
gen abhängig (Drogenszene). Dirlty Tones [- 'toonz] die
(Plur.) (aus engl. dirty tones „schmutzige Töne“): Bez. für
eine Gesangsmanier in der afroamerikanischen Musik, für
342
unreine, häufig gepresste vokale Tonbildung im Jazz, die
auch mit Instrumenten ausgeübt wird
dilrulielren (aus gleichbed. lat. diruere zu tdis... u. ruere
„stürzen“): (veraltet) zertrümmern, zerstören
di|rum|pie|ren (aus gleichbed. lat. dirumpere zu tdis... u.
rumpere „brechen“): (veraltet) durch-, zerbrechen. Dirupltion die; -, -en (aus gleichbed. lat. diruptio): (veral
tet) Durchbruch, Durchbrechung
dis..., Dis... (aus gleichbed. lat. dis-, eigtl. „entzwei“), vor f
zu dif..., Dif... angeglichen, gelegentlich zu di..., Di... ge
kürzt: Präfix mit der Bedeutung „zwischen, auseinander,
hinweg“ u. mit verneinendem Sinn, z.B. dispers, Diffe
renz, disparat, Dimension
Dilsaclchalrid [auch 'di:z...] u. Disacharid das; -s, -e (zu gr.
dis „zweifach“ u. Î Saccharid) : t Kohlehydrat, das aus zwei
Zuckermolekülen aufgebaut ist. Dilsaclchalrildalse u.
Disacharidase die; -, -n (zu t...ase): im Verdauungstrakt
vorkommendes Enzym zur Zuckeraufspaltung. Dilsachalrid usw. vgl. Disaccharid usw.
Dislaflfekltilon die; -, -en (zu tdis... u. tAffektion): (ver
altet) Abneigung, Widerwille
dis|af|fir|mie|ren (zu tdis... u. taffirmieren): (veraltet)
leugnen, in Abrede stellen
Dislagio [,,,'la:ʤo] das; -s, Plur. -s u. ...ien [...jan] (aus
gleichbed. it. dɪsag(g)io zu dis- (vgl. dis...) u. ag(g)io, vgl.
Agio): Abschlag, um den der Preis od. Kurs hinter dem
Nennwert od. der t Parität (2) eines Wertpapiers od. einer
Geldsorte zurückbleibt
dis|ak|kor|die|ren (zu it. disaccordare „nicht überein
stimmen“, dies zu dis- (vgl. dis...) u. accordare „ab-, über
einstimmen“, vgl. akkordieren): abweichen, anderer Mei
nung sein
dislamlbilgulielren (zu tdis... u. lat. ambigere „bezwei
feln, unschlüssig sein“): die Î Ambiguität eines sprachli
chen Ausdrucks durch Zuordnung mehrerer syntaktischer
Strukturen od. semantischer Interpretationen aufheben,
ihn eindeutig machen (Sprachw.)
Disassembler* ['dɪsəsɛmblə] der; -s, - (zu tdis... u. Î As
sembler): Programm (4), das ein Maschinenprogramm in
ein Assemblerprogramm umsetzt (EDV)
Dislborlso der u. das; -s (aus gleichbed. it. disborso, eigtl.
„Entnahme aus der Börse“): (Kaufmannsspr.) Vorschuss,
Auslage für andere
Disc... vgl. Disko...
Dislcanltus [...k...] vgl. Diskantus
Dislcilples* of Christ [di'satplz əv kraist] die (Plur.)
'.engl. ; „Jünger Christi“): Zweig der Baptisten in den USA
u. in Kanada
Discljolckey vgl. Diskjockei. Disclman® [,,,mən] der;
-[s], ...men [...man] (zu engl. disc „(Schall)platte“, Analo
giebildung zu tWalkman): kleiner, am Körper tragbarer
tCD-Player mit Kopfhörern. Dislco vgl. Disko. Dislco...
vgl. Disko.... Dislcolfox vgl. Diskofox. Dislcollook vgl.
Diskolook. Dislcolmulsik vgl. Diskomusik. Dislcoqueen vgl. Diskoqueen. Dislcolrolller vgl. Diskoroller.
Dislcolsound vgl. Diskosound
Dislcount [dɪs'kaunt] der; -s, -s (aus engl. discount „Preis
nachlass“; vgl. Diskonto): Einkaufsmöglichkeit, bei der
man in Selbstbedienung Waren verbilligt einkaufen kann.
Dislcountlbrolker [,,,bro:ku] der; -s, - (aus engl. dis
count broker „Wechselmakler“, vgl. Broker): Unterneh
men, das im Auftrag von Privatkunden Wertpapierhan
delsgeschäfte ohne Beratung gegen niedrige Gebühren be
treibt. Dislcounlter [...tu] der; -s, -: 1 .jmd., der eine Ware
mit Preisnachlass verkauft. 2. svw. Discountgeschäft. Discountgeschäft das; -[e]s, -e u. Discountladen der; -s,
...läden: Einzelhandelsgeschäft, in dem Markenartikel u.
andere Waren zu einem hohen Rabattsatz (mitunter zu
Großhandelspreisen) verkauft werden. Dislcount-
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house [...haus] das; -, -s [...stz] (zu engl. house „Haus“):
Spezialbank, die bes. das Diskontgeschäft betreibt. Discountllalden vgl. Discountgeschäft
Disldilalkla Isis* fee; -, ...sen (zu gr. dis „zweifach“ u. t Diaklase): (veraltet) doppelte Strahlenbrechung, disldilaklastisch: (veraltet) doppelt gebrochen (Phys.)
Disidí la Ipalson der. auch das; -s, Plur. -su. ...one (zugr. dis
„zweifach“ u. tDiapason): Doppeloktave im altgriech.
Tonsystem
Disldoldelkaleder der; -s, - (zu gr. dis „zweifach“ u. ÎDo
dekaeder): von 24 Flächen begrenztes 1 Polyeder (Kristal
lografie)
Dilsegno* [di’senjo] das; -s, -s (aus it. disegno „Zeichnung"
zu disegnare „zeichnen“, dies aus lat. designare, vgl. desi
gnieren): die jedem Kunstwerk zugrunde liegende ur
sprüngliche künstlerische Idee in der ital. Renaissance
Dislenlgagelment [,,,ɪn'geɪʤmənt] das; -s (aus gleichbed.
engl. disengagement, eigtl. „Loslösung, das Absetzen“):
das militärische Auseinanderrücken (bes. der Machtblö
cke in Europa nach dem 2. Weltkrieg)
Dislesltalblishlment* [,,,ɪs'tæblɪʃmənt] das; -s (aus
gleichbed. engl. disestablishment zu dis- (vgl. dis...) u.
establishment, vgl. Establishment): Entstaatlichung (der
Kirche)
Dilsette [di'zet] die; - (aus fr. disette „Mangel“, weitere
Herkunft unsicher): (veraltet) Hungersnot. Teuerung
Dilseur [di'za:u] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. diseur zu dire
„sagen“, dies aus lat. dicere): Sprecher, Vortragskünstler,
bes. im Kabarett. Dilseulse [di'zo:zə] die; -, -n (aus
gleichbed. fr. diseuse): Vortragskünstlerin, bes. im Kaba
rett
Dislfilgulraltilon die: - (zu îdis... u. IFiguration): Entstel
lung, Verunstaltung
dislgrelgielren (aus gleichbed. spätlat. disgregare zu
Î dis... u. lat. grex, Gen. gregis „Herde, Schar“): (veraltet)
zerstreuen
dislgrulent (zu Idis... u. Ikongruent): nicht übereinstim
mend; Ggs. îkongruent (1)
Dislguslto der: -s (aus gleichbed. it. disgusto zu Idis... u.
lat. gustus „Geschmack“): (veraltet) Ekel, Widerwillen
Dislharlmolnie [auch dis...] die;-, ...jen (zu 1 dis... u. tHar
monie): 1. Missklang (Mus.). 2. Uneinigkeit, Unstimmig
keit, Misston. dis|har|mo|nie|ren: nicht zusammen
stimmen, uneinig sein, dislharlmolnisch: 1. einen Miss
klang bildend (Mus.). 2. eine Unstimmigkeit aufweisend;
uneinig. 3. unterschiedlich verformt (bei der Faltung von
Gesteinen; Geol.)
Di sillan das; -s, -e (Kunstw. aus gr. dis „zweifach“ u. Î Si
lan): eine Siliciumverbindung mit zwei Siliciumatomen im
Molekül
Dislinlfla ti on die; - (zu Idis... u. llnflation): spürbare
Verringerung des Inflationstempos
Dis|in|kli|na|tilon* die; - (zu îdis... u. 1 Inklination): (ver
altet) Abneigung
dislinlvollto [...V...] <z7. ; zu Idis... u. lat. involutus, eigtl.
„unverhüllt“): ungezwungen, frei (Mus.)
Dis|in|zen|tiv fezs; -s, -e (zu tdis... u. Ilnzentiv): auf pri
vaten ökonomischen Leistungswillen negativ wirkende
steuerliche Maßnahme
Disljekltilon fee; -, -en (zu lat. disiectus, Part. Perf. von
disicere „auseinandertreiben, zerstreuen“, u. t‘...ion):
Persönlichkeitsspaltung als Traumerlebnis, bei dem ein
Trauminhalt in doppelter Gestalt erscheint (z. B. man sieht
sich selbst u. ist zugleich als Zuschauer anwesend; Psy
chol.)
disljunkt (aus gleichbed. lat. disiunctus zu disiungere „aus
einander binden“): getrennt, geschieden (von gegensätzli
chen Begriffen, die zu einem Gattungsbegriff gehören).
Dis|junk|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. disiunctio):
Diskoboi
1. a) Trennung, Sonderung; b) Verknüpfung zweier Aus
sagen durch das ausschließende „Entweder-oder“ (Lo
gik); c) Verknüpfung zweier Aussagen durch das nicht
ausschließende „Oder“ (Logik). 2. a) Trennung eines
pflanzen- od. tiergeografischen Verbreitungsgebietes in
mehrere nicht zusammenhängende Teilgebiete (z. B. die
Verbreitung der Robben im Ozean u. in Binnenseen); b)
Trennungsvorgang bei I Chromosomen (Biol.). Disljunktilonslschalltung die; -, -en: digitale Grundschaltung,
deren Ausgangssignal anzeigt, dass mindestens eine der
Aussagen der Eingangssignale wahr ist (EDV), disjunk
tiv (aus gleichbed. lat. disiunctivus): a) einander aus
schließend, aber zugleich eine Einheit bewirkend (von Ur
teilen od. Begriffen); Ggs. Ikonjunktiv; b) eine Wahlmög
lichkeit zwischen mehreren sprachlichen Formen aufwei
send (die aber nicht frei ist, sondern von der jeweiligen
Umgebung abhängt, z. B. Vergangenheitsform der schwa
chen Verben: er wend-et-e, er lach-t-e; Sprachw.); disjunk
tive [...va] Konjunktion: ausschließendes Bindewort (z.B.
oder). Dis junk tivsatz der; -es, ...sätze: durch eine dis
junktive Konjunktion eingeleiteter Satz
Disk... vgl. 'Disko... u. 2Disko...Disk achat der; -[e]s, -e
(zu I ‘Disko... u. I Achat): (veraltet) Achat mit scheibenför
migen Einschlüssen
Dislkant der; -s, -e (zu tDiskantus) : 1. die dem I Cantus fir
mus hinzugefügte Gegenstimme; oberste Stimme, 1 So
pran (Mus.). 2. sehr hohe, schrille Stimmlage beim Spre
chen. 3. obere Hälfte der Tastenreihe beim Klavier. Diskanitist der; -en, -en (zu I...ist): Sängerknabe mit So
pranstimme; b) Sänger, der in der Diskantstimmlage singt.
Dis|kant|schlüs|sel der; -s: svw. Sopranschlüssel. Diskanltus, Discantus [...k...] der; - (aus mlat. discantus
„Oberstimme“, eigtl. „Gegengesang“, zu I dis... u. lat. can
tare „singen“): frühe Form der mittelalterlichen Mehr
stimmigkeit (12./13. Jh.)
Disklelekltro|pho|re|se* die; -, -n (Kurzbildung aus dis
kontinuierliche Elektrophorese): spezielle IElektrophore
se zur Trennung von IProteinen, IProteiden u. INukleinsäuren (Med.)
Dislken: Plur. von TDiskus. Dislketlte die; -, -n (aus
gleichbed. engl. diskette, dies aus fr. disquette „kleine
Scheibe“, Verkleinerungsform von disque, dies aus lat.
discus, vgl. Diskus): Datenträger in Form einer kleinen,
magnetisierbaren Kunststoffplatte, der direkten Zugang
auf die gespeicherten Daten ermöglicht. Diskljolckey,
auch Discljolckey [,,,dʒɔke, auch ...ki] der; -s, -s (aus
gleichbed. engl. disc jockey zu disc „Schallplatte“ u. jo
ckey, vgl. Jockey): jmd., der in Rundfunk od. Fernsehen u.
bes. in Diskotheken [neue] Musiktitel in unterhaltender
Form präsentiert. Disk|ka|me|ra fee; -, -s (zu IDiskus
(vgl. ‘Disko...) u. IKamera) : Kamera, bei der die Fotos auf
einer runden Scheibe belichtet werden
Dislklalmaltilon* die; -, -en (zu Idis..., lat. clamare
„schreien, laut rufen“, u. I...ation): (veraltet) Verleug
nung, Ableugnung. dis|kla|mie|ren (zu I...ieren): (ver
altet) verwerfen, nicht anerkennen, verleugnen
Dislko, auch Dislco fee; -, -s (wohl nach engl. disco bzw.
verselbstständigt aus ‘Disko...): 1. Tanzlokal, bes. für Ju
gendliche, wo nach CD-Musik getanzt wird. 2. Tanzveran
staltung mit einer Musikanlage, die meist von einem Disk
jockei bedient wird. ’Dislko..., vor Vokalen auch Disk...
(über lat. discus aus gr. diskos „Scheibe“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „Scheibe, scheibenförmiges
Gebilde; Bandscheibe“, z.B. Diskomyzet, Diskopathie;
Diskachat. 2Dis|ko..., auch Dislco..., vor Vokalen auch
Disk..., auch Disc...(über engl. disc „(Schall)platte, run
de Scheibe“ bzw. fr. disque aus lat. discus, vgl. ’Disko...):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Schallplatte,
Magnetplatte“, z.B. Diskosound, Diskjockei. Dislkolbol
D
Diskobolie
der; -s, -e <aus gleichbed. gr. diskobólos, vgl. Diskobolie):
Diskuswerfer (der Antike). Dis|ko|bo|lie¿Zze;-(zug/’. diskoboleîn „den Diskus werfen“ (dies zu diskos, vgl. Diskus,
u. bállein „werfen“) u. (2,..ie): das Diskuswerfen. Dislkofox, auch Dislcolfox der; -[es], -e (zuengl. fox(trot) „Fox
trott“): moderne Form des Î Foxtrotts, der in Diskos ge
tanzt wird u. dessen Schrittkombinationen dem begrenz
ten Raum auf der Tanzfläche angepasst sind. 1Dis|kogralfie, auch ...gralphie die: -, ...ien (aus gleichbed. fr.
discographie zu disque „Scheibe, Schallplatte“ (vgl. Dis
co...) u. t...grafie>: 1. Schallplattenverzeichnis, das (mehr
od. weniger vollständig u. mit genauen Daten) die Platten
aufnahmen eines bestimmten Î Interpreten (2) od. Î Kom
ponisten enthält. 2. (veraltet) Schallplattenkunde. 2Diskografie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu T ‘Disko... u.
(...grafie): röntgenologische Darstellung der Zwischen
wirbelscheiben [nach Einspritzung eines Kontrastmittels]
(Med.), dislkolgralfisch, auch ...gralphisch (zu
Î...grafisch): a) die l>2Diskografie betreffend; b) auf
Schallplatten aufgenommen. Disikogramm das; -s, -e
(zu ('Disko... u. t...gramm): Röntgenbild der Zwischen
wirbelscheiben (Med.). dis|ko|i|dal [...koi...] (zut...oidu.
('...al (1)): scheibenförmig; diskoidale Furchung: Fur
chungsvorgang bei dotterreichen Eizellen, bei dem sich
nur der Teilbezirk des Eies im Bereich des Zellkerns in
t Blastomeren teilt, die dann scheibenartig der unzerlegten
Masse des Dotters aufliegen (Biol.). diskoiidisch: svw.
diskoidal. Diskolith [auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur.
-e[n] (zu T'Disko... u. (...lith): linsenartige Versteinerung
einer Schneckenart (Geol.). Dislkollolgie die; - (zu engl.
dise bzw./r. disque (vgl. Disco...) u. T...logie): Aufgaben
gebiet, das sich mit Möglichkeiten u. Grenzen der Musik
u. ihrer Interpretation im Bereich der Tonträger befasst.
Dislkollook, auch Dislcollook der; -s, -s (zu tLook):
Mode, die grelle Farben u. effektvoll glänzende Stoffe be
vorzugt u. bes. in Diskos (1) getragen wird. Dislkolmusik, auch Dislcolmulsik <Äe; -: Musik, die durch einfa
che t Arrangements u. durch verstärkte Betonung einer
einfachen Rhythmik gekennzeichnet ist u. sich deshalb
bes. als Tanzmusik in Diskos eignet. Dislkolmylzet der;
-en, -en (meist Plur.) (zu Î'Disko... u. tMyzet): Scheiben
pilz (gehört zur Gruppe der Schlauchpilze)
Diskont der; -s, -e u. Diskonto der; -[s], Plur. -s u. ...ti (aus
it. disconto „Abrechnung, Abzug“ zu mlat. discomputare
„abrechnen“, dies zu Tdis... u. lat. computare „(beirech
nen“): 1. von einer noch nicht fälligen Summe bei der Ver
rechnung im Voraus abgezogener Betrag; Betrag, den der
Käufer (z. B. die Bank) beim Kauf einer erst später fälligen
Summe abzieht. 2. svw. Diskontsatz, Diskontierung. Diskonlten die (Plur.): inländische Wechsel. Diskontlgeschäft das; -[e]s, -e: Wechselgeschäft, dislkonltielren
(zu !..deren): 1. eine später fällige Forderung (z. B. einen
Wechsel) unter Abzug von Zinsen ankaufen. 2. den Dis
kont abziehen. Diskontierung die; -, -en (zu T...ierung): das Diskontieren
dislkonltilnulierllich (zu Tdis... u. Îkontinuierlich): aus
setzend, unterbrochen, zusammenhanglos; Ggs. Îkonti
nuierlich; diskontinuierliche Konstituente: sprachliche
Konstruktion, die in der Î linearen Redekette nicht als ge
schlossene, sondern als eine von anderen Î Konstituenten
unterbrochene Einheit auftritt (z. B. sie macht das Fenster
auf; Sprachw.); diskontinuierliche Größen: veränderliche
Größen, die sich räumlich od. zeitlich sprunghaft ändern,
od. Größen, die bei physikalischen Vorgängen eines Stof
fes den Aggregatzustand ändern. Dis|kon|ti|nu|i|tät<7ze;
-, -en : 1. Ablauf von Vorgängen mit zeitlichen u./od. räum
lichen Unterbrechungen; Ggs. (Kontinuität. 2. Grund
satz, nach dem im Parlament eingebrachte Gesetzesvorla
gen, die nicht mehr vor Ablauf einer Legislaturperiode
344
behandelt werden konnten, vom neuen Parlament neu ein
gebracht werden müssen. 3. Grenzfläche zwischen ver
schiedenen Gesteinskomplexen, die Erdbebenwellen re
flektieren (Geol.). Dis|kon|ti|nu|iltätslflä|che die; -,
-n: Grenzfläche in der Erdatmosphäre, an der sich ein
physik. Zustand, z.B. Temperatur od. Luftdichte, sprung
haft ändert (Met.). Diskonltilnulum das; -s, Plur. ...nua
u. ...nuen [,,,nuən]: etwas Unterbrochenes, nicht Zusam
menhängendes
Dislkonlto vgl. Diskont. Disikpntlsatz ¿Zer; -es, ...sätze
(zu (Diskont): Zinsfuß, der bei der Diskontberechnung
zugrunde gelegt wird; vgl. Lombardsatz
Dis|kon|ve|ni|enz [...v...] die; -, -en (zu (dis... u. ÎKonvenienz): (veraltet) Nichtübereinstimmung, Unstatthaftig
keit, Ungehörigkeit
dislkonlzinn (aus gleichbed. spätlat. disconcinnus zu
Tdis... u. lat. concinnus „gefällig“): svw. inkonzinn
Diskopathie die; -, ...ien (zu ('Disko... u. (...pathie):
Bandscheibenleiden, degenerative Veränderung an der
Zwischenwirbelscheibe (vgl. Degeneration 1; Med.). Diskophile der u. die; -n, -n (zwei -[n]) (zu engl. disc bzw./r.
disque (vgl. Disco...) u. (...phil): Liebhaberin], Samm
lerin] von Schallplatten. Dislkolplan der: -[e]s, -e (zu
Î 'Disko..., Analogiebildung zu ( Aeroplan): Flugzeug mit
rundem Tragwerk. Diskolqueen, auch Dislcolqueen
die;-,-s (zuengl. queen „Königin“, vgl. Queen): 1. äußerst
erfolgreiche Interpretin von Liedern im Diskosound. 2.
junge Frau, die in einer Disko durch ihr anziehendes Äu
ßeres, ihre modische Kleidung u. ihr Tanzen auffällt u. von
allen bewundert wird.
diskorldant (aus lat. discordans, Gen. discordantis, Part.
Präs, von discordare, vgl. diskordieren): 1. nicht überein
stimmend. 2. ungleichförmig zueinander gelagert (von Ge
steinen; Geol.); vgl. akkordant, konkordant. Diskor
danz die; -, -en (aus mlat. discordantia „Widerspruch“ zu
Zat. discordare, vgl. diskordieren): 1. Uneinigkeit, Miss
klang. 2. (meist Plur.) Unstimmigkeit in der Komposition
od. in der Wiedergabe eines musikalischen Werkes. 3. un
gleichförmige Lagerung zweier Gesteinsverbände (Geol.).
4. das Nichtübereinstimmen von Merkmalen u. Verhal
tensweisen (z.B. bei Zwillingen; Biol.); vgl. Akkordanz,
Konkordanz, diskorldielren (aus gleichbed. lat. discor
dare): (veraltet) uneins sein, nicht übereinstimmen
Dis|ko|rol|ler, auch Dislcolrolller der; -[s], - (zu engl. rol
ler-skate „Rollschuh“): bes. schneller Rollschuh mit daran
befindlichem Schuh. Diskos der; -, ...ken (aus gr. diskos
„Scheibe, Wurfscheibe“): svw. Diskus (3). Diskosound, auch Dislcolsound «Zer; -s (zu ISound): für Dis
komusik charakteristischer (Sound. Diskothek die; -,
-en (aus gleichbed. fr. discothèque, gebildet nach biblio
thèque „Bibliothek“ zu disque „Schallplatte“, vgl. 2Disko... u. ...thek): 1. a) (bes. beim Rundfunk) Schallplatten
sammlung, -archiv; b) Räumlichkeiten, in denen ein
Schallplatten-, Tonbandarchiv untergebracht ist. 2. Tanz
lokal, bes. für Jugendliche, mit Schallplatten- od. Ton
bandmusik. Dis|ko|the|kar der; -s, -e (gebildet nach (Bi
bliothekar; vgl. ...ar (2)): Verwalter einer Diskothek (1 a)
[beim Rundfunk]. Dis|ko|the|ka|rin die; -, -nen: weibli
che Form zu tDiskothekar. Diskotolmie die; -, ...ien (zu
T Diskus (vgl. 'Disko...) u. T ...tomie): svw. Nukleotomie
Dis kre dit der: -[e]s (über fr. discrédit aus it. discredito
„Misskredit“; vgl. Kredit): übler Ruf. dislkrelditielren
(aus gleichbed. fr. discréditer): dem Ruf, Ansehen einer
Person od. Sache schaden, abträglich sein
diskrelpant (aus lat. discrepans, Gen. discrepantis, Part.
Präs, von lat. discrepare „auseinander, verschieden tö
nen“): [voneinander] abweichend, zwiespältig. Diskre
panz die: -, -en (zu (...anz): Widersprüchlichkeit, Miss
verhältnis zwischen zwei Sachen
345
(über fr. discret „zurückhaltend, besonnen" aus
mlat. discretus „abgesondert“, Part. Perf. von lat. discer
nere „absondern, sich entfernen“): 1. a) so unauffällig be
handelt, ausgeführt o.Ä., dass es von anderen kaum od.
gar nicht bemerkt wird; vertraulich; b) taktvoll, rück
sichtsvoll ; Ggs. T indiskret. 2. a) (von sprachlichen Einhei
ten) abgegrenzt, abgetrennt, abgrenzbar, z.B. durch Sub
stitution (Sprachw.); b) in einzelne Punkte zerfallend, ver
einzelt, abzählbar (bezogen auf eine Folge von Ereignissen
od. Symbolen; Techn.); diskrete Zahlenwerte: Zahlen
werte, die durch endliche tIntervalle (4) voneinander ge
trennt stehen (Math., Phys.). Dis|kre|ti|on die; - (nach
gleichbed./r. discrétion aus lat. discretio „Absonderung,
Unterscheidung“): a) Rücksichtnahme, taktvolle Zurück
haltung; b) Vertraulichkeit, Verschwiegenheit. dis|kre|tiolnär (zu T...är>: dem Ermessen des Partners anheim
stellend, dislkreltilolnell (zu î...ell>: (veraltet) rück
sichtsvoll
Dislkrilmilnanlte die; -, -n (aus lat. discriminans, Gen.
discriminantis, Part. Präs, von discriminare, vgl. diskrimi
nieren): math. Ausdruck, der bei Gleichungen zweiten u.
höheren Grades die Eigenschaft der Wurzel angibt
(Math.). Dis|kri[mi|nanzlana|ly[se die: -, -n (zu
Î ...anz): ein statistisches Verfahren (Trennverfahren), das
der Zuordnung von vorgefundenen Einheiten zu ihrer
mutmaßlichen Ausgangsgruppe dient. Dis|kri|mi|naltion die; -, -en (aus spätlat. discriminatio „Unterschei
dung“): svw. Diskriminierung; vgl. ...ation/...ierung. Diskri mi na torder; -s, ...oren (zu t...or): bes. in der kern
physikalischen Messtechnik verwendetes Bauteil zur Aus
wahl von Spannungsimpulsen (vgl. Impuls 2 a; Elektrot).
dislkrilmilnielren (aus lat. discriminare „trennen, ab
sondern“): 1. durch [unzutreffende] Äußerungen, Be
hauptungen in der Öffentlichkeit jmds. Ansehen, Ruf
schaden, ihn herabsetzen. 2. (durch unterschiedliche Be
handlung) benachteiligen, zurücksetzen. 3. unterschei
den; gegeneinander abgrenzen (Fachspr.). Dislkrilminie rung die; -, -en (zu t ...ierung): das Diskriminieren;
vgl. ...ation/...ierung
Dis kul pa ti on die: -, -en (über gleichbed./r. disculpation
aus spätlat. disculpatio, dies zu disculpare, vgl. diskutie
ren): (veraltet) Entschuldigung, Rechtfertigung, dislkulpie ren (über/r. disculper aus gleichbed. spätlat. discul
pare): (veraltet) entschuldigen, rechtfertigen
dislkurlrielren (über gleichbed./r. discourir aus lat. dis
currere „hin und her laufen; sich in Worten ergehen“): a)
[heftig] erörtern; verhandeln; b) sich unterhalten. Dis
kurs der; -es, -e (über fr. discours „Rede, Gespräch“ aus
lat. discursus „das Hinundherlaufen, die Mitteilung“): 1.
methodisch aufgebaute Abhandlung über ein bestimmtes
[wissenschaftliches] Thema. 2. a) Gedankenaustausch,
Unterhaltung; b) heftiger Wortstreit, Wortwechsel. 3. die
von einem Sprachteilhaber auf der Basis seiner sprachli
chen Kompetenz tatsächlich realisierten sprachlichen Äu
ßerungen (Sprachw.). dislkurlsiv (über fr. discursif aus
mlat. discursivus „fortschreitend erörternd“): von einer
Vorstellung zur anderen mit logischer Notwendigkeit fort
schreitend (Philos.); Ggs. Îintuitiv
Dislkus der; Gen. - u. -ses, Plur. ...ken u. -se (über lat. dis
cus „Wurfscheibe“ aus gleichbed. gr. diskos): 1. scheiben
förmiges Wurfgerät aus Holz mit Metallreifen u. Metall
kern (Sport). 2. wulstförmige Verdickung des Blütenbo
dens, bes. bei Doldenblütlern (Bot.). 3. in der orthodoxen
Kirche Opferteller (vgl. Patene) für das geweihte Brot. 4.
Gelenk-, Zwischenknorpel-, Bandscheibe (Anat.). Diskuslherlnie [...io] die; -, -n: Bandscheibenvorfall (Med.)
Dis|kus|si|on die; -, -en (aus spätlat. discussio „Untersu
chung“, eigtl. „Erschütterung“, zu discutere, vgl. diskutie
ren): a) Erörterung, Aussprache, Meinungsaustausch; b)
dislkret
Dispatcher
Auseinandersetzung. Dis|kus|si|ons|folrum das; -s,
Plur. ...ren u. ...ra: Gruppe von Personen, die vor Zu
schauern u. Zuhörern diskutieren, dislkultalbel (aus fr.
discutable „anfechtbar, bestreitbar“ zu discuter „erör
tern“, dies aus lat. discutere, vgl. diskutieren): so, dass
man es in Erwägung ziehen, dass man es unter Umständen
akzeptieren kann; erwägenswert; Ggs. Îindiskutabel.
Dis|ku[tant der; -en, -en (zu 1 diskutieren u. t ...ant): Teil
nehmer an einer Diskussion. dis|ku|tie|ren (aus spätlat.
discutere „untersuchen, erörtern“, eigtl. „zerlegen, zer
schlagen“): a) etwas eingehend mit anderen erörtern, be
sprechen; b) Meinungen austauschen
Disllolkaltilon die; -, -en (aus fr. dislocation „Zerlegung,
Verteilung“ zu mlat. dislocatus, Part. Perf. von dislocare,
vgl. dislozieren): 1. räumliche Verteilung von Truppen. 2.
Lageveränderung, Verschiebung der Bruchenden gegenei
nander bei Knochenbrüchen (Med.). 3. Störung der nor
malen Lagerung von Gesteinsverbänden durch Faltung
od. Bruch (Geol.). 4. räumliche Verschiebung, Versetzung
von Atomen in einem Kristallgitter (Kristallografie). 5.
Veränderung von Chromosomen durch Verlust od. Verla
gerung von Chromosomensegmenten (Biol.); vgl. ...ation/
...ierung. Dis lo ka tijons be ben das; -s, -: Erdbeben,
das durch Î tektonische Bewegungen verursacht wird (Ge
ol.). Dis|lo[ka|ti|ons|me|ta|mor|pholse die; -, -n: svw.
Dynamometamorphose
disllolyal* [,,,loaja:l, auch dis...] (zu Tdis... u. tloyal): ge
gen die Regierung eingestellt; Ggs. îloyal (a)
dislozieren (aus mlat. dislocare „verschieben“ zu tdis...
u. /az. locus „Ort, Stelle“): 1. (veraltet) Truppen räumlich
verteilen. 2. (Schweiz.) umziehen. 3. sich verschieben, die
Lage verändern (von Bruchenden bei Knochenbrüchen;
Med.). Disllolzielrung die; -, -en (zu Î...ierung): svw.
Dislokation; vgl. ...ation/...ierung
Dislmemlbraltilgn* die; -, -en (zu tdis..., lat. membrum
„Glied, Teil“ u. t...ation): 1. Zerschlagung, Zerstücke
lung, bes. von Ländereien bei Erbschaften. 2. Zerfall eines
Staates in verschiedene Teile (z.B. Österreich-Ungarn
1918). Dislmemlbraltor der; -s, ...oren (zu t...or): Ma
schine zur Zerkleinerung halbharter Materialien (z.B.
Ton, Gips)
Dislmultaltilon die; -, -en (zu tdis... u. tMutation): svw.
Disproportionierung
Dislpalche [,,,'paʃə] die; -, -n (über gleichbed./r. dispache
aus älter it. dispaccio „Abmachung, Erledigung“ zu dispacciare „abfertigen“, dies verwandt mit altfr. despeechier, vgl. depeschieren): Schadensberechnung u. -Vertei
lung auf die Beteiligten bei Seeschäden. Dislpalcheur
[...'Jèkb] ¿Zer; -s, -e (aus gleichbed./r. dispacheur): Sachver
ständiger für Seeschadensberechnung u. -Verteilung, dispachieren [...'JÏ...] (aus gleichbed./r. dispacher): den
Seeschadenanteil berechnen
dislpanldielren (aus gleichbed. lat. dispandere); (veraltet)
ausspannen, ausbreiten. Dis|pan|si|on z/ze; -, -en (aus
gleichbed. nlat. dispansio): (veraltet) Ausbreitung
Dislpalralgilum das; -s, ...ien [...ion] (aus mlat. disparagium „Missheirat“ zu lat. dispar „ungleich, verschieden“ u.
agere „tun, treiben, handeln“): (lat. Rechtsspr.) svw. Me
salliance. dislpalrat (aus gleichbed. lat. disparatus, Part.
Perf. von disparare „trennen, absondern“): ungleichartig,
unvereinbar, sich widersprechend. Dislpalraltilon die; -,
-en (aus lat. disparatio „Absonderung, Trennung“): Er
zeugung von Doppelbildern infolge Reizung nicht korres
pondierender Punkte der Augennetzhaut (Med.). Dislpariltät die; -, -en (zu lat. dispar „ungleich“ u. T ...ität): Un
gleichheit, Verschiedenheit
Dislpatlchant [...'t/ant] der; -en, -en (zu ÎDispatcher u.
t...ant>: Zollabfertiger im internationalen Speditionsver
kehr. Dislpatlcher [-'peʧp] der; -s, - (teilweise unter
D
Dispathie
Einfluss von russ. dispetcer „Dienstleiter“ aus gleichbed.
engl. dispatcher zu to dispatch „abschicken“, dies aus it.
dispacciare „abfertigen“ bzw. span, despachar „schnell
befördern“, beide zu altfr. despeechier „fertig werden, frei
machen“; vgl. depeschieren): a) leitender Angestellter in
der Industrie, der den Produktionsablauf überwacht; b)
jmd., der für den reibungslosen Ablauf im Verkehrswesen
verantwortlich ist
Dislpalthie die; -, ...jen (zu tdis... u. T...pathie): (veraltet)
Verschiedenheit der Anschauungen u. Empfindungen
dis|pen|dilös (aus gleichbed. lat. dispendiosus, eigtl.
„nachteilig“, zu dispendium „Unkosten, Aufwand“): (ver
altet) kostspielig, mit großem Aufwand verbunden
Dislpens der; -es, -e od. (österr. u. im kath. Kirchenrecht
nur so) die; -, -en (aus kirchenlat. dispensa „Erlass, Befrei
ung“ zu lat. dispensare, vgl. dispensieren): a) Aufhebung
einer Verpflichtung; Befreiung; b) Ausnahme[bewilligung], bes. die kirchliche Befreiung von Ehehindernissen,
dislpenlsalbel (zuT ...abel): (veraltet) verzeihlich. Dispen saire me tho de [...pà'ss:ç...] die; -, -n (zu ʃr.
dispensaire „medizinische Versorgungsstelle“, urspr.
„Armenapotheke“, zu altfr. dispenser „zuteilen“, eigtl.
„erlassen“, dies aus lat. dispensare, vgl. dispensieren):
vorbeugendes Verfahren der Erfassung u. medizinischen
Betreuung bestimmter gesundheitlich gefährdeter Bevöl
kerungsgruppen (z.B. von Versehrten im Zuge der Wie
dereingliederung in den Arbeitsprozess; Med., Sozialpsychol.). Dis|pen|sa|ri|um [...pan...] das; -s, ...ien [...ian]
(aus mlat. dispensarium „Arzneibuch“, eigtl. „Abzuge
bendes“): svw. Dispensatorium. Dis!pen|sa|ti|on die; -,
-en (aus lat. dispensatio „genaue Einteilung“): svw. Dis
pensierung; vgl. ...ation/...ierung. Dis|pen|sa|to|ri|um
das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. mlat. dispensatorium):
Arzneibuch. Dislpenslehe die; -, -n (zu ÎDispens): Ehe,
die mit kirchlichem Dispens [von bestehenden Ehehinder
nissen] geschlossen wird. Dislpenlser der; -s, - (aus
gleichbed. engl. dispenser, eigtl. „Austeiler“, zu to dis
pense „verteilen, zuteilen“, dies aus lat. dispensare, vgl.
dispensieren): 1. etwas, was verkaufsunterstützend einge
setzt wird (z. B. Leerpackungen, Verkaufsständer, Waren
automaten). 2. Fahrzeug zur Betankung von Luftfahrzeu
gen. dislpenlsielren (über mlat. dispensare „Befreiung
(von Verpflichtungen) gewähren, Strafe erlassen“ aus lat.
dispensare „austeilen, zuteilen“, Intensivbildung zu dis
pendere „auswägen, austeilen“): 1. jmdn. von etwas be
freien, beurlauben. 2. Arzneien bereiten u. abgeben. Dispen sie rung die; -, -en (zu T...ierung): 1. Befreiung von
einer Verpflichtung. 2. Bereitung u. Abgabe einer Arznei;
vgl. ...ation/...ierung
Dislper|ga|tor* der; -s, ...oren (zu lat. dispergere, vgl. dis
pergieren, u. t...ator): grenzflächenaktiver Stoff, der die
Verteilung von Feststoffteilchen in einer Flüssigkeit er
leichtert. Dislperlgens das; -, Plur. ...enzien [...ian] u.
...entia (aus lat. dispergens, Part. Präs, von dispergere, vgl.
dispergieren): gasförmiges od. flüssiges Lösungsmittel, in
dem ein anderer Stoff in feinster Verteilung enthalten ist.
dislperlgielren (aus gleichbed. lat. dispergere): zerstreu
en, verbreiten, fein verteilen. Dislpeijgielrung die; -, -en
(zu Î...ierung): das Dispergieren
Dilsperlmie die; -, ...ien (zu gr. dis „zweifach“, spérma
„Samen“ u. f2...ie): das Eindringen zweier tSpermatozoen in dieselbe Eizelle (Med.)
dislpers* (aus lat. dispersus. Part. Perf. von dispergere, vgl.
dispergieren): zerstreut; fein verteilt; disperse Phase: der
in einer Flüssigkeit verteilte Stoff, je nach seiner Größe
grob, fein u. feinstverteilt (Phys., Chem.); vgl. Phase (3).
Dis persant [dɪs'pə:sənt] das; -[s], -s (meist Plur.) (aus
engl. dispersant „Lösungsmittel“ zu to disperse „zerstreu
en, verteilen“, dies über gleichbed. fr. disperser aus lat.
346
dispersus, vgl. dispers): dem Schmieröl zugefügtes Î Addi
tiv, das die Fremdkörper im Öl in der Schwebe halten u.
verhindern soll, dass sie sich im Motor absetzen. Dislpersilon 4ze;-, -en (aus lat. dispersio „Zerstreuung"): 1. feins
te Verteilung eines Stoffes in einem anderen in der Art,
dass seine Teilchen in dem anderen schweben. 2. a) Ab
hängigkeit der Fortpflanzungsgeschwindigkeit einer Wel
lenbewegung (z.B. Licht, Schall) von der Wellenlänge bzw.
der Frequenz; b) Zerlegung von weißem Licht in ein far
biges Î Spektrum (Phys.). 3. Streuung der Einzelwerte vom
Mittelwert (Statistik). 4. Ausbreitung, Ausdehnung des
Lebensraums einer Art od. Rasse durch die Nachkommen
während der Entwicklungsstadien bis zur Fortpflanzungs
fähigkeit (Biol.). Dislper|si|ons|kol|lo|id das; -[e]s, -e:
fein verteiltes Î Kolloid. Dis|per|si|ons|mit|tel das; -s, -:
svw. Dispergens. Dis|per|si|onslpris|ma das; -s, ...men:
zur spektralen Zerlegung des Lichtes od. elektromagneti
scher Wellen benachbarter Wellenlängenbereiche dienen
des Prisma. Dis|per|si|tät i/ie; -, -en (zu lat. dispersus
„zerstreut“ u. t ...ität): Verteilungsgrad bei der Dispersion.
Dislperlsolid das; -s, -e (zuî...oid): disperses System aus
Dispergens u. Dispersum; Gesamtheit einer Flüssigkeit u.
des darin verteilten (Tdispersen) Stoffes (Phys., Chem.).
Dislperlsum das; -s, - (aus lat. dispersum „das Zerstreu
te“): Stoff in feinster Verteilung, der in einem Î Dispergens
schwebt
dislperltielren (aus gleichbed. lat. dispertire zu Tdis... u.
partire „(ver)teilen“): (veraltet) verteilen, austeilen. Dispertpräparat das; -[e]s, -e: pulverförmiger Extrakt aus
Heilpflanzen, der nach einem die Wirkstoffe schonenden
Trocknungsverfahren hergestellt wird
Dislpilrem* das; -s, -e (zu gr. dis „zweifach“ u. speirêma
„das Gewickelte, die Windung“) : Doppelknäuel der Chro
mosomen bei der Zellteilung (Biol.)
Dislplaced Perlson [dis'pleist 'pə:sn] die; - -, - -s (aus engl.
displaced person „verschleppte Person“): Bez. für einen
Ausländer, der im 2. Weltkrieg nach Deutschland ver
schleppt wurde; ausländischer Zwangsarbeiter; Abk.:
D. P. Dis place ment beihand lung [,,,'pleɪsmənt...]
die; -, -en (zu engl. displacement „Verschiebung, Verdrän
gung“): Verfahren zur Behandlung der TSinusitis (1), bei
dem durch Unterdrück in Nase u. Nasennebenhöhlen ein
Saugeffekt mit Medikamentenaspiration erzeugt wird
(Med.). Dislplacelment-Eflfect [...i'fekt] der; - -s (aus
gleichbed. engl. displacement effect, eigtl. „Verschie
bungseffekt“): Bez. für den sprunghaften Anstieg öffent
licher Ausgaben in Zeiten sozialer od. wirtschaftlicher
Krisen, ohne dass diese Ausgabenerhöhung nach Beendi
gung der Krise wieder zurückgeführt wird
Dislplanltaltilon die; -, -en (aus gleichbed. nlat. displantatio zu tdis... u. lat. plantare, vgl. displantieren): (veraltet)
Verpflanzung. dis|plan|tie|ren (zu Îdis... u. lat. plantare
„pflanzen“): (veraltet) verpflanzen, versetzen
Dislplay [...'ple:, engl. ...plei] das; -s, -s (aus engl. display
„Auslage, Dekoration“ zu to display „entfalten, zeigen“):
1. a) werbewirksames Auf-, Ausstellen von Waren; b) De
korationselement, das den ausgestellten Gegenstand in
den Blickpunkt rücken soll. 2. Gerät, das Daten optisch
darstellt in Form von Ziffern, Buchstaben, Zeichen o.Ä.;
Bildschirmanzeigegerät (EDV). Dislplayler [...plem,
engl. ,,,'pleɪə] der; -s, - (Analogiebildung zu TDesigner):
Entwerfer von Dekorationen u. Verpackungen. Disjplaygralfilker, auch ...gralphilker der; -s, -: svw. Displayer
Dilsponldelus der; -, ...een (über lat. dispondeus aus
gleichbed. gr. dispóndeios): doppelter T Spondeus (------- )
Dislpolnenlde die; -, -n (meist Plur.) (aus lat. disponenda,
Femininum Sing, des Gerundivs von disponere, vgl. dis
ponieren): vom Sortimentsbuchhändler bis zum verein
barten Abrechnungstermin nicht verkauftes Buch, das er
347
mit Genehmigung des Verlages weiter bei sich lagert. Dispo nent der; -en, -en (aus lat. disponens, Gen. disponen
tis, Part. Präs, von disponere, vgl. disponieren): 1. kauf
männischer Angestellter, der mit besonderen Vollmachten
ausgestattet ist u. einen größeren Unternehmensbereich
leitet. 2. künstlerischer Vorstand, der für den Vorstellungs- u. Probenplan, für die Platzmieten u. für den Ein
satz der Schauspieler u. Sänger verantwortlich ist (Theat.).
Dis po nen tin die; -, -nen: weibliche Form zu tDispo
nent. dislpolnilbel (über gleichbed. fr. disponible aus
spätlat. disponibilis): verfügbar. Dis|polni|bi|li|tät die; (zu T...ität>: Verfügbarkeit, dislpolnielren (aus lat. dis
ponere „verteilen, einrichten, anordnen"): a) in bestimm
ter Weise verfügen; b) im Voraus [ein]planen, kalkulieren.
dis|polniert(zuî...iert>: 1. a) [besonders für einen künst
lerischen Vortrag] in einer bestimmten Verfassung; b) [be
sonders in Bezug auf eine bestimmte Krankheit o. Ä.] emp
fänglich; c) zu etw. eine Veranlagung, Begabung besit
zend. 2. aus einer Anzahl von Orgelregistern kombiniert
(beim Orgelbau). Dis|po|si|ti|on die; -, -en (aus lat. dis
positio „Aufstellung, Anordnung“): 1. a) das Verfügen
können; freie Verwendung; b) Planung, das Sicheinrichten auf etw. ; c) Gliederung, Plan. 2. a) Anlage zu einer im
mer wieder durchbrechenden Eigenschaft od. zu einem ty
pischen Verhalten (Psychol.); b) Empfänglichkeit, Anfäl
ligkeit für Krankheiten (Med.). 3. Anzahl u. Art der Re
gister bei der Orgel. dislpo|si|ti|ons|fä|hig: geschäfts
fähig. Dislpolsiltilonslfonds [...fö:[ der; - [,,,fð:(s)], [,..fö:s]: Posten des Staatshaushalts, über dessen Verwen
dung die Verwaltung selbst bestimmen kann. Dislpolsiti|ons|kre|dit der; -[e]s, -e: Kredit, der dem Inhaber ei
nes Lohn- od. Gehaltskontos erlaubt, sein Konto in be
stimmter Höhe zu überziehen; Überziehungskredit. Dispolsi|ti|ons|malxi|me die; -: Verfügungsgrundsatz,
Grundsatz, dass die Prozessparteien die Herrschaftsge
walt über das Verfahren haben, d.h. über Beginn, Gang,
Inhalt u. Ende des Prozesses frei bestimmen können
(Rechtsw.). dis po si tiv (zu t...iv): anordnend, verfü
gend; dispositives [...vas] Recht: rechtlich vorgeschriebene
Regelung, die durch die daran Beteiligten geändert werden
kann. Dis|po|si|tiv das; -s, -e [...va]: (bes. Schweiz.) a)
Absichts-, Willenserklärung; b) Gesamtheit aller Perso
nen u. Mittel, die für eine bestimmte Aufgabe eingesetzt
werden können, zur Disposition stehen. Dis|po|si|tor
der; -s, ...oren (aus spätlat. dispositor „Ordner“): Planet,
der die in einem Tierkreiszeichen befindlichen Himmels
körper beherrscht (Astrol.)
dis pos sesisie ren (aus gleichbed. it. dispossessare zu
t dis... u. lat. possessus „Besitz“): (veraltet) aus dem Besitz
vertreiben
dislposltielren (aus Tdis... u. tpostieren): (veraltet) in
Posten zerlegen, aufteilen
Dislprolporltilon [auch dis...] die: -, -en (zu 1 dis... u. Pro
portion): Missverhältnis, dislprolporltilolnal [auch
'dis...]: svw. disproportioniert. Dislprolporltilolnallität [auch 'dɪs...] die; -, -en: Missverhältnis, bes. in der
Konjunkturtheorie, dislprolporltilolniert [auch dis...]:
schlecht proportioniert, ungleich. Dislprolporltilolnierung [auch 'dɪs...] die; -, -en: Aufspaltung einer ehern. Ver
bindung in eine mit niederer u. eine mit höherer Oxidati
onsstufe
dislpunlgielren (aus gleichbed. lat. dispungere): (veraltet)
[Rechnungen u.a.] genau prüfen. Dis|punk|ti|on die; -,
-en (aus gleichbed. spätlat. dispunctio): (veraltet) sorgfäl
tige Prüfung
Dislput der; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. dispute zu disputer,
dies aus lat. disputare, vgl. disputieren): kontrovers ge
führtes Gespräch; Wortwechsel, Streitgespräch, dislputabel (aus lat. disputabilis, eigtl. „worüber sich sprechen
Dissentiment
lässt“): strittig; Ggs. tindisputabel. Dis pu tant der; -en,
-en (aus lat. disputans, Gen. disputantis, Part. Präs, von
disputare, vgl. disputieren) :jmd., der an einem Disput teil
nimmt. Dis|pu|ta|ti|on die; -, -en (aus /at. disputatio
„Unterredung, Erörterung“): [wissenschaftliches] Streit
gespräch. Dis|pu|ta|tor¿?er; -s, ...oren (aus lat. disputator
„Teilnehmer an einem Disput; wissenschaftlicher For
scher od. Denker“): svw. Disputant. Dis|pu|talto|ri|um
das; -s, ...ia (zu l...ium): (veraltet) Anleitung zu wissen
schaftlichen Streitgesprächen, Übung im Disputieren,
dislpultielren (aus lat. disputare „nach allen Seiten er
wägen“): ein [wissenschaftliches] Streitgespräch führen,
seine Meinung einem anderen gegenüber vertreten. Dispu tieIrerder; -s, -: jmd., der gern u. oft disputiert. 2. (ab
wertend) rechthaberischer Mensch
Dis|qua|li|fi|kalti|on die; -, -en (aus gleichbed. engl. dis
qualification; vgl. dis... u. Qualifikation): 1. Ausschlie
ßung vom Wettbewerb bei sportlichen Kämpfen wegen
Verstoßes gegen eine sportliche Regel; vgl. ...ation/...ierung. 2. Untauglichkeit, Untauglichkeitserklärung, disqua li fi zie ren (nach gleichbed. engl. to disqualify; vgl.
qualifizieren): a) einen Sportler wegen groben Verstoßes
gegen eine sportliche Regel vom Kampf ausschließen; b)
für untauglich erklären. Dislquallilfilzielrung die; -, -en
(zu t...fizierung>: svw. Disqualifikation (1); vgl. ...ation/
...ierung
dis quilrie ren (aus gleichbed. lat. disquirere zu tdis... u.
quaerere „suchen“): (veraltet) genau untersuchen. Disquilsiltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. disquisitio):
(veraltet) Untersuchung, Ergründung
Dis|re|komlman|dalti|on die; -, -en (zu tdis... u. ÎRekommandation : (veraltet) schlechte Empfehlung
Dis|re|nom|mee das; -s, -s (zu tdis... u. tRenommee):
(veraltet) schlechter Ruf, üble Nachrede, dislrelnommielren: (veraltet) in schlechten Ruf bringen, dislrenomlmiert: (veraltet) berüchtigt
dis|re|pu|ta|bel (zu îdis... u. Îreputabel): svw. disreputierlich. Dislrelpultaltilon die; -: (veraltet) schlechter Ruf,
böser Leumund. dis|re|pu|tier|lich: (veraltet) dem gu
ten Ruf schadend, sich in schlechten Ruf bringend
Diss die; -: Kurzform von Î Dissertation
dislselcans [,..k...] (aus gleichbed. lat. dissecans, Part.
Präs, von dissecare „zerschneiden“): trennend, durch
schneidend, spaltend (Med.). Dislsekltilon die; -, -en (zu
tdis... u. tSektion): a) Zerschneidung, Spaltung, Abtren
nung; b) svw. Obduktion (Med.)
Dis|se|mi|na|ti|on die; -, -en (aus spätlat. disseminatio
„Aussaat“ zu lat. disseminare „aussäen, verbreiten“): a)
Verbreitung (z. B. von Krankheitserregern im Körper); b)
Ausbreitung einer Seuche (Med.). dis|se|mi|niert (zu
t ...iert) : ausgestreut, über ein größeres Gebiet hin verbrei
tet (von Krankheitserregern od. -erscheinungen; Med.)
dislsen (aus amerik. (ugs.) to diss „herabsetzen, beschimp
fen“ zu engl. dis- (verneinendes Präfix), dies zu lat. dis,
vgl. dis...): (bes. in der Sprache der Rapper) verächtlich
machen, schmähen
Dislsens der; -es, -e (aus lat. dissensus „Meinungsverschie
denheit; Streit“ zu dissentire, vgl. dissentieren): Mei
nungsverschiedenheit [der Beteiligten bei Abschluss eines
Vertrages]; Ggs. TKonsens. Dis seniter der; -s, -[s]
(meist Plur.) (aus gleichbed. engl. dissenter, eigtl. „An
dersdenkender“, zu to dissent „von der Staatskirche ab
weichen“, dies aus lat. dissentire, vgl. dissentieren): (in
England) der nicht der 1 anglikanischen Kirche angehö
rende Gläubige einer ev. Sekte od. der röm.-kath. Kirche,
dislsenltielren (aus lat. dissentire „uneinig sein, strei
ten; in Widerspruch stehen“): abweichender Meinung
sein. 2. sich von einer Glaubensgemeinschaft trennen.
Dislsenltilment [disäti'mä:] i/a.s; -s, -s (aus gleichbed. fr.
348
Dissenting Opinion
dissentiment): (veraltet) svw. Dissens. Dislseniting Opi
nion [dɪsɛntɪŋ ə'pɪnɪən] i/ze; - -, - -s <aus gleichbed. engl.
dissenting opinion): abweichende Meinung eines von der
Mehrheit seines Richterkollegiums überstimmten Rich
ters. Dislseniting Vote [- voot] das; - - (aus gleichbed.
engl. dissenting vote, eigtl. „abweichende Abstimmung“):
Veröffentlichung der abweichenden Meinung überstimm
ter Mitglieder eines Gerichts
Dislselpilment das; -s, -e u. Dis|selpi|men|tum das; -s,
...ta (aus lat. dissaepimentum „Scheidewand“ zu dissaepi
re „abzäunen, trennen“) : Scheidewand im Innern von Blu
mentieren, Regenwürmern u. Armfüßern (Biol.)
dis se rier en (aus gleichbed. lat. disserere): (veraltet)
svw. dissertieren. Dislseijtant der; -en, -en (aus lat. dis
sertans, Gen. dissertantis, Part. Präs, von dissertare, ygl.
dissertieren): svw. Doktorand. Dis|ser|ta|ti|on die;-, -en
(aus Zai. dissertatio „Erörterung“): schriftliche wissen
schaftliche Abhandlung zur Erlangung des Doktorgrads,
Doktorarbeit. Dislserltaltor der; -s, ...oren (aus lat. dis
sertator „Erörterer, Disputierer“): Verfasser einer Disser
tation. dislserltielren (aus lat. dissertare „auseinander
setzen, erörtern“): eine Dissertation schreiben, an einer
Dissertation arbeiten
dislsildent (aus lat. dissidens, Gen. dissidentis, Part. Präs,
von dissidere, vgl. dissidieren): anders denkend, mit sei
nen Ansichten außerhalb der Gemeinschaft stehend, von
der offiziellen Meinung abweichend. Dislsildent der;
-en, -en (Substantivierung von /ai. dissidens (vgl. dissi
dent), eigtl. „getrennt Sitzender“; Bed. 2 über gleichbed.
ruw. dissident): 1. a) jmd., der außerhalb einer staatlich
anerkannten Religionsgemeinschaft steht; Konfessionslo
ser; b) jmd., der aus der Kirche ausgetreten ist. 2. jmd., der
mit der offiziellen [politischen] Meinung nicht überein
stimmt; Andersdenkender, Abweichler. Dislsildenz die;
-, -en (aus gleichbed. mlat. dissidentia, eigtl. „Riss“): 1.
(veraltet) Spaltung von Religionen u. Religionsgemein
schaften. 2. Widerstandsbewegung], θpposition[sbewegung], Dislsildilen [...jan] die (Plur.) (aus Zöt. dissidia,
Plur. von dissidium „Trennung; Scheidung“): Streitpunk
te. dislsildielren (aus Zat. dissidere „getrennt sein“, eigtl.
„voneinander entfernt sitzen“): a) anders denken; b) [aus
der Kirche] austreten
dis|si|mi|lär (aus gleichbed. fr. dissimilaire zu dis- (vgl.
dis...) u. similaire „gleichartig“, dies aus lat. similis; vgl.
dissimilieren): (veraltet) unähnlich, ungleichartig. Dislsimilarität die; - (zu t...ität>: (veraltet) Unähnlichkeit,
Ungleichartigkeit. Dis|si|mi|la|tilon die; -, -en (aus lat.
dissimilatio „Entähnlichung“ zu dissimilare, vgl. dissimi
lieren): 1. Änderung eines von zwei gleichen od. ähnlichen
Lauten in einem Wort od. Unterdrückung des einen von
ihnen (z. B. Wechsel von t zu k in Kartoffel, aus früherem
Tartüffel od. Ausfall eines n in König, aus ahd. kuning);
Ggs. Î Assimilation (1 b). 2. Abbau u. Verbrauch von Kör
persubstanz unter Verbrauch von Sauerstoff zur Energie
gewinnung; Ggs. Î Assimilation (2 a). 3. Wiedergewinnung
einer eigenen Volks- od. Gruppeneigenart (Soziol.). dissimilatorisch (aus gleichbed. nlat. dissimilatorius): 1.
die Dissimilation betreffend. 2. durch Dissimilation ge
wonnen. dislsi|mi|lie|ren (aus lat. dissimilare „unähn
lich machen“ zu tdis... u. spätlat. similare „ähnlich ma
chen“, dies aus lat. similis „ähnlich; gleich(artig)“; vgl.
dissimulieren): 1. zwei ähnliche od. gleiche Laute in einem
Wort durch den Wandel des einen Lautes unähnlich ma
chen, stärker voneinander abheben (Sprachw.); vgl. Dissi
milation (1). 2. höhere organische Verbindungen beim
Stoffwechsel unter Freisetzung von Energie in einfachere
zerlegen (Biol.). Dislsi|mu|la|ti|on die; -, -en (aus lat.
dissimulatio „Verstellung, Unkenntlichmachung“ zu dissi
mulare, vgl. dissimulieren): bewusste Verheimlichung von
Krankheiten od. Krankheitssymptomen. Dis|si|mu|lader; -, ...oren (aus gleichbed. lat. dissimulator, eigtl.
„Verleugner“) : (veraltet) jmd., der bewusst etwas verheim
licht. dislsilmullielren (aus lat. dissimulare „unkennt
lich machen, verbergen“ zu Îdis... u. lat. simulare, vgl. si
mulieren): verbergen, verheimlichen (z.B. eine Krankheit
od. ihre Symptome)
Dis|si|pa|ti|on die; -, -en (aus lat. dissipatio „Zerstreuung,
Zerteilung“ zu dissipare, vgl. dissipieren): 1. Übergang ei
ner umwandelbaren Energieform in Wärmeenergie. 2. un
erwünschter Teil einer empfangenen Information, z.B.
Rauschen (Informatik). 3. (veraltet) Verschwendung. Dissi|pa|ti|ons|sphä|re die; -: äußerste Schicht der Atmo
sphäre in über 800km Höhe; vgl. Exosphäre. Dislsilpator der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. dissipator, eigtl.
„Zerstreuer, Zerteiler“): (veraltet) Verschwender, dislsipielren (aus lat. dissipare „auseinander werfen, zerstreu
en“): 1. zerstreuen. 2. umwandeln. 3. (veraltet) verschwen
den
Dislsolgolnie die; -, ...ien (zugr. dissós „doppelt“ u. Î ...gonie): Fähigkeit einiger Tiere, sich zweimal (als Larven u.
im ausgebildeten Zustand) fortzupflanzen (z. B. bei einer
Rippenquallenart; Biol.)
dislsollulbel (aus gleichbed. lat. dissolubilis): löslich, auf
lösbar, zerlegbar, dislsollut (aus gleichbed. lat. dissolu
tus, eigtl. „aufgelöst“): zügellos, haltlos. Dislsollultilon
die; -, -en (aus lat. dissolutio „Auflösung, Zerfall“ zu dis
solvere, vgl. dissolvieren): 1. Auflösung, Trennung (Med.).
2. Zügellosigkeit. Dislspllvens [,..v...J das; -, Plur. ...venzien [,,,iən] u. ...ventia (aus lat. dissolvens, Part. Präs, von
dissolvere, vgl. dissolvieren): auflösendes, zerteilendes
[Arzneimittel (Med.), dislsollvielren (aus lat. dissolve
re „loslösen; auflösen“): auflösen, schmelzen
dislsolnant (aus lat. dissonans, Gen. dissonantis, Part.
Präs, von dissonare, vgl. dissonieren): 1. misstönend, nach
Auflösung strebend (Mus.). 2. unstimmig, unschön. Disso nanz die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. dissonantia): 1.
Zusammenklang von Tönen, der als Missklang empfunden
wird u. nach der überlieferten Harmonielehre eine Auflö
sung fordert (Mus.). 2. Unstimmigkeit, Differenz, dislsonielren (aus lat. dissonare „misstönen“): 1. dissonant
klingen; nicht gut, harmonisch zusammenklingen. 2. nicht
übereinstimmen
Dislsouslgas [dɪ'su:ga:s] iZ<zs; -es (zu ʃr. dissous „aufge
löst“, Part. Perf. von dissoudre „auflösen“, dies aus lat.
dissolvere, vgl. dissolvieren): in druckfester Stahlflasche
aufbewahrtes, in Î Aceton gelöstes Î Acetylen
dis solzi a bel (aus gleichbed. lat. dissociabilis): (veraltet)
unvereinbar, ungesellig. dis|so|zi|al (aus gleichbed. engl,
dissociai zu dis- (vgl. dis...) u. social, vgl. sozial): aufgrund
bestimmten Fehlverhaltens nicht od. nur bedingt in der
Lage, sich in die Gesellschaft einzuordnen (Psychol.).
DisIso|zilalliItät die; - (zu Î...ität): dissoziales Verhalten
(Psychol.). Dislsolzilaltilon die; -, -en (aus lat. dissocia
tio „Trennung“ zu dissociare, vgl. dissoziieren): 1. krank
hafte Entwicklung, in deren Verlauf zusammengehörende
Denk-, Handlungs- od. Verhaltensabläufe in Einzelheiten
zerfallen, wobei deren Auftreten weitgehend der Kontrolle
des Einzelnen entzogen bleibt (z. B. Gedächtnisstörungen,
ÎHalluzinationen; Psychol.). 2. Störung des geordneten
Zusammenspiels von Muskeln, Organteilen od. Empfin
dungen (Med.). 3. Zerfall von ÎMolekülen in einfachere
Bestandteile (Chem.). Dislsolzialtionslkonstanlte*
4/e; -[n]: Gleichgewichtskonstante (vgl. Konstante) einer
Aufspaltung von t Molekülen in Honen od. Î Atome
(Chem.). dis|so|zi|a|tiv (zut...iv>: a) die Dissoziation be
treffend; b) durch Dissoziation bewirkt, dislsolzilielren
(aus Zat. dissociare „vereinzeln, trennen“ zu tdis... u. lat.
socius „Gefährte, Genosse“): 1. trennen, auflösen. 2. a) in
tor
349
Honen od. tAtome aufspalten; b) in Ionen zerfallen
(Chem.)
Dislstress der; -es, ...sse <zu gr. dÿs- „miss-, un-“ u.
ÎStress): lang andauernder, starker Stress (1); Ggs. lEustress
dissuadieren (aus gleichbed. lat. dissuadere zu Î dis... u.
suadere „raten, zureden“): (veraltet) abraten. Dislsulasilon die; -, -en (aus lat. dissuasio „das Abraten“): Abhal
tung, Abschreckung, dislsulalsolrisch (zu lat. dissuasor
„jmd., der (von etwas) abrät"): (veraltet) abratend
disltal* (aus nlat. distalis zu lat. distare „getrennt stehen“):
weiter von der Körpermitte (bei Blutgefäßen: vom Her
zen) bzw. charakteristischen Bezugspunkten entfernt lie
gend als andere Körper- od. Organteile (Biol., Med.); vgl.
proximal. Disltanz die; -, -en (aus lat. distantia „Ab
stand“ zu distare „getrennt stehen“): 1. Abstand, Entfer
nung. 2. a) zurückzulegende Strecke (Leichtathletik, Pfer
derennsport); b) Gesamtzeit der angesetzten Runden
(Boxsport). 3. (ohne Plur.) Reserviertheit, abwartende Zu
rückhaltung. Dis|tanz|ge|schäft das; -s, -e: Kaufver
trag, bei dem der Käufer die Ware nicht an Ort u. Stelle
einsehen kann, sondern aufgrund eines Musters od. Kata
logs bestellt; Ggs. ÎLokogeschäft, disltanlzielren (aus
gleichbed. fr. distancer zu distance, dies aus lat. distantia,
vgl. Distanz): l.jmdn. [im Wettkampf] überbieten, hinter
sich lassen. 2. sich -: von etwas od. jmdm. abrücken; jmds.
Verhalten nicht billigen, disltanlziert (zu t...iert>: Zu
rückhaltung wahrend; auf [gebührenden] Abstand be
dacht. Dis|tanz|komlpo|silti|on die; -, -en: unfeste Zu
sammensetzung bei Verben (z. B. einsehen - er sieht es ein;
Sprachw.). Dis|tanz|re|lais [,,,rə'lɛ:] das; - [,,,rəlɛ:(s)],
-[,,,rə'lɛ:s]: T Relais (1), das bei Kurzschluss den Wechsel
stromwiderstand u. damit die Entfernung zwischen seiner
Einbaustelle u. der Kurzschlussstelle misst. Disltanzlritt
der; -s, -e: Dauerritt, Ritt über eine sehr lange Strecke.
Dis|tanz|wech|sel der; -s, -: Wechsel, bei dem Ausstellungs- u. Zahlungsort verschieden sind (Wirtsch.). Distarlinse die; -, -n (zu lat. distare „getrennt, auseinander
stehen“): zerstreuende Vorsatzlinse zur Vergrößerung der
Brennweite von fotografischen ÎObjektiven
dis ten die ren (aus gleichbed. lat. distendere zu t dis... u.
tendere „dehnen, spannen“): dehnen, ausdehnen (Med.).
Disltenlsilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. distensio);
Ausdehnung, Überdehnung (z.B. einer Gelenkkapsel;
Med.)
Dis|ter|mi|na|ti|on die: -, -en (aus gleichbed. lat. disterminatio zu disterminare, vgl. disterminieren): (veraltet) Ab
sonderung, Eingrenzung. dis|ter|mi|nie|ren (aus gleich
bed. lat. disterminare zu tdis... u. terminare „begrenzen,
abgrenzen“): (veraltet) absondern, eingrenzen
Dislthen* der; -s, -e (zu gr. dis „zweifach“ u. sthénos
„Kraft, Stärke“): ein meist blaues, Îtriklines Mineral, das
vor allem in kristallinen Schiefern vorkommt
disltich* (über lat. distichus aus gr. distichos „zwei Reihen
habend, zweizeilig“): in zwei einander gegenüberstehen
den Reihen angeordnet (von Blättern, z.B. bei den Far
nen; Bot.); vgl. ...isch/-. Disltilchilas bzw. Disltilchilasis <size; -, ...iasenu. Disltilchie ¿Z/e; -, ...jen (aus nlat. distichiasis bzw. distichia, eigtl. „Doppelreihigkeit“): t Ano
malie (1 b) des Augenlids in Form einer Art Doppelwuchs
der Wimpern (hinter den Wimpern bildet sich eine zweite
Reihe von kleinen Härchen; Med.), disltilchisch u. distilchjltisch (zu tdistich): 1. das Distichon betreffend. 2.
aus metrisch ungleichen Verspaaren bestehend; Ggs.
îmonostichisch; vgl. ...isch/-. Disltilcholmylthie die; -,
...ien (zu gr. dis „zweifach“ u. stichomythia „Dialogwech
sel in Versen“): aus zwei Verszeilen (vgl. Distichon) beste
hende Form des ÎDialogs im Versdrama; vgl. Stichomythie. Disltilchon das; -s, ...chen (über lat. distichon aus
distributiv
gleichbed. gr. distichon): aus zwei Verszeilen, bes. aus
ÎHexameter u. ÎPentameter bestehende Verseinheit; vgl.
Elegeion
Disltinlgem* [distɪŋ'ge:m] das; -s, -e (zu lat. distinguere
(vgl. distinguieren) u. t,,,em): distinktives Sprachzeichen
(z.B. ein Phonem, eine Phonemgruppe) im Unterschied
zum signifikativen (Sprachw.). dis|tin|guie|ren [dɪstɪŋgi:..., auch ...gu'i:...] (aus gleichbed. Zat. distinguere): un
terscheiden, in besonderer Weise abheben, disltinguiert (nach gleichbed. fr. distingué, Part. Perf. von dis
tinguer, dies aus lat. distinguere, vgl. distinguieren): vor
nehm; sich durch betont gepflegtes Auftreten o.Ä. von
anderen abhebend, disltinkt (aus gleichbed. lat. dis
tinctus, Part. Perf. von distinguere, vgl. distinguieren):
klar u. deutlich [abgegrenzt]. Disltinkltilon die; -, -en
(über gleichbed. fr. distinction aus lat. distinctio „Unter
scheidung“): 1. a) Auszeichnung, [hoher] Rang; b) (österr.) Rangabzeichen. 2. Unterscheidung, disltinkltiv
(aus gleichbed. lat. distinctive): unterscheidend; distinkti
ve [,,,və] Merkmale: bedeutungsunterscheidende Eigen
schaften einer sprachlichen Einheit, die durch Vergleich
mit anderen sprachlichen Einheiten festgestellt werden
(Sprachw.)
Disltolkie die; -, ...ien (zu gr. dis „zweifach“, tökos „Ge
burt“ u. t2...ie): (veraltet) Doppel- od. Zwillingsgeburt
(Med.)
Disltoijsilon zZze; -, -en (aus lat. distorsio „Verdrehung“ zu
distorquere „auseinander drehen, verzerren“): 1. Verstau
chung eines Gelenks (Med.); vgl. Luxation. 2. Bildverzer
rung, -Verzeichnung (Optik)
dis|tra]hie]ren* (aus gleichbed. lat. distrahere): a) ausei
nanderziehen, trennen; b) zerstreuen. Disltrakftilon die;
-, -en (aus lat. distractio „Trennung, Zerwürfnis“ zu dis
trahere, vgl. distrahieren): 1. (veraltet) Zerstreuung. 2.
Zerrung von Teilen der Erdkruste durch Î tektonische
Kräfte. 3. das Auseinanderziehen von ineinander verscho
benen Bruchenden (zur Einrichtung von Knochenbrü
chen; Med.). Disltrakltor der; -s, ...oren (aus gleichbed.
engl. distractor, eigtl. „Ablenker“, zu to distract „ablen
ken, zerstreuen“, dies aus lat. distrahere, vgl. distrahie
ren): (beim Î Multiple-Choice-Verfahren) eine von den zur
Auswahl angebotenen Antworten, die aber nicht richtig ist
(z. B. bei den zur Wahl stehenden Antworten für die Er
klärung des Wortes „Rappe“ die Antworten „Schweizer
Münze“ u. „Verrücktheit“)
Dis tri bu ent* der; -en, -en (aus lat. distribuens, Gen. dis
tribuentis, Part. Präs, von distribuere, vgl. distribuieren):
Verteiler, disltrilbulielren (aus gleichbed. lat. distribu
ere): verteilen, austeilen. Dis|tri|bu|ti|on die; -, -en (un
ter Einfluss von gleichbed. engl. distribution aus Za/. dis
tributio „Verteilung“): 1. Verteilung. 2. verallgemeinerte
Funktion, die sich durch Erweiterung des math. Funkti
onsbegriffs ergibt (Math.). 3. Summe aller Umgebungen,
in denen eine sprachliche Einheit vorkommt im Gegensatz
zu jenen, in denen sie nicht erscheinen kann (Sprachw.).
disltrilbultilolnal (zu T '...al (ɪ)): durch Distribution (3)
bedingt; vgl. ...al/...eil. Dis|tri|bu|ti|o|na|lis|mus der; (zu t...ismus (1)>: linguistische Forschungsrichtung, die
sprachliche Elemente nicht aufgrund bedeutungsdifferen
zierender Funktionen, sondern durch Feststellung ihrer
Umgebung u. Verteilung bestimmt. disltri|bulti|o|nell
(zu T...ell): svw. distributional; vgl. ...al/...eil. Dis|tri|butilpnslforlmel <ZZe; -: die Worte, mit denen in den christ
lichen Kirchen die TEucharistie gespendet wird (Reh).
Disltrilbultilonslmeltholde die; -: spezielles Verfahren
für die Lösung von Transportproblemen im Rahmen der li
nearen tOptimierung (Math.). Disltrilbultilonslpollitik die; -: Gesamtheit aller betrieblichen Maßnahmen von
der Werbung bis zum Absatz, disltrilbultiv (aus lat. dis-
Distributivgesetz
tributivus „verteilend“}: 1. a) eine sich wiederholende Ver
teilung angebend (Sprachw.); b) in bestimmten Umgebun
gen vorkommend. 2. nach dem Distributivgesetz ver
knüpft (Math.). Disltrilbultivlgelsetz das; -es: die Ver
knüpfungen math. Größen bei Addition u. Multiplikation
regelndes Gesetz. Dis|tri|bulti|vum [,..v.„] das; -s, ...va
<aus lat. (numerale) distributivum „einteilendes (Zahl
wort)“}: Numerale, das das Verteilen einer bestimmten
Menge auf gleich bleibende kleinere Einheiten ausdrückt;
Verteilungszahlwort (im Deutschen: „je“; Sprachw.).
Disltrilbultivlzahl die; -, -en: svw. Distributivum. Distri bu tor der; -s, ...oren (unter Einfluss von engl. distri
butor aus lat. distributor „Verteiler“ zu distribuere, vgl.
distribuieren): a) Verkäufer; b) Vertriebsorganisator
Disltrikt* iter; -[e]s, -e (aus spätlat. districtus „Umgebung
der Stadt“ bzw. engl.-amerik. district „Bezirk“ zu lat. di
stringere „fest umgeben, einengen“}: Bezirk, abgeschlos
sener Bereich
dilstrglphisch (zu gr. dis „zweifach“ u. ÎStrophe}: zwei
strophig (von Gedichten). Dilstrolphon das; -s, ...pha (zu
î'...on): zweistrophiges Gedicht
Dis|tur|ba|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. Zai. disturbatio
zu disturbare, vgl. disturbieren}: (veraltet) Beunruhigung,
Störung, Verwirrung, dislturlbielren (aus gleichbed. lat.
disturbare zu îdis... u. turbare „verwirren“}: (veraltet)
beunruhigen, stören, verwirren
Di¡sul!fit [auch ...'fit] das; -s, -e (zu gr. dis „zweifach“ u.
tSulfit}: Salz der dischwefligen Säure
dis|ves|tie|ren [,,,v,,,] (aus gleichbed. mlat. disvestire zu
Tdis... u. lat. vestire „kleiden, bekleiden“; Gegenbildung
zu Îinvestieren): seines Amtes entheben (bes. Geistliche);
Ggs. Tinvestieren (1)
di syl la bisch (über lat. disyllabus aus gleichbed. gr. di
syllabos}: (veraltet) zweisilbig (Sprachw.). Di|syl|lalbum
das;-s, Plur. ...ba od. ...ben (aus lat. (verbum) disyllabum):
(veraltet) zweisilbiges Wort (Sprachw.)
dilsymlmeltrisch* (zu gr. dis „zweifach“ u. Asymme
trisch): zwei Symmetrieebenen aufweisend (von bestimm
ten Lebewesen, z.B. den Rippenquallen; Biol.)
dis|ze|die|ren (aus gleichbed. lat. discedere zu îdis... u. ce
dere „gehen, einhergehen“}: (veraltet) auseinandergehen,
sich trennen, abweichen
dislzepltalbel (aus gleichbed. lat. disceptabilis): (veraltet)
strittig. Dislzepltaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat.
disceptatio zu disceptare, vgl. diszeptieren): (veraltet) Er
örterung, Untersuchung einer strittigen Sache. Dislzeptaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. disceptator):
(veraltet) Schiedsrichter, disjzepltielren (aus gleichbed.
lat. disceptare); (veraltet) erörtern, verhandeln
Dislzerlnent der; -en, -en (aus lat. discernens, Gen. discer
nentis, Part. Präs, von discernere, vgl. diszernieren): (ver
altet) jmd., der etwas entscheidet. dis|zer|ni|bel (aus
gleichbed. lat. discernibilis): (veraltet) unterscheidbar, er
kennbar. Dislzerlni bi li tät iZ/e; -, -en (zu T ...ität): (ver
altet) Unterscheidbarkeit, disizerlnielren (aus gleich
bed. lat. discernere}: (veraltet) unterscheiden, erkennen
Dislzeslsilon die; -, -en (aus lat. discessio „Trennung“ zu
discedere „auseinandergehen“): Weggang; Abzug; Über
tritt zu einer anderen Partei
Dislzilplin* die; -, -en (aus lat. disciplina „Schule, Unter
weisung; Wissenschaft; schulische Zucht“ zu discipulus
„Lehrling, Schüler“): 1. (ohne Plur.) auf Ordnung bedach
tes Verhalten; Unterordnung, bewusste Einordnung. 2. a)
Wissenschaftszweig, Spezialgebiet einer Wissenschaft; b)
Teilbereich, Unterabteilung einer Sportart. dis|zi|pli|nabel (unter Einfluss von gleichbed. fr. disciplinable aus
spätlat. disciplinabilis): (veraltet) erziehbar, disziplinier
bar. dis|zi|pli|när (zu t...är>: die Disziplin betreffend.
Dis|zi|pli|nar... (aus «ZaZ. disciplinarius „Ordnungsver
350
gehen betreffend; streng“; vgl. ...ar): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „die Ordnung, Strafen betref
fend“, z.B. Disziplinargewalt. Dis|zi|pli|r>ar|ge|walt
die;
1. Ordnungsgewalt. 2. Befugnis, Disziplinarmaßnahmen zu verhängen (Mil.). dis|zi|pli|na|risch: a) der
Dienstordnung gemäß; b) streng; c) svw. disziplinär. Diszi|pli|nar|stra|fe <7/e; -, -n: aufgrund einer Disziplinar
ordnung verhängte Strafe, dis|ziIpliInell (zu Î ...eil}: svw.
disziplinarisch (a). dislzilplilnielren (zu t..deren): 1. a)
zur bewussten Einordnung erziehen; b) sich disziplinie
ren: sich einer TDisziplin (1) unterwerfen. 2. maßregeln,
dislzilplilniert (zu T...iert): a) an bewusste Einordnung
gewöhnt; b) zurückhaltend, beherrscht, korrekt; sich nicht
gehen lassend. Dis|zi|pli|ni_e|rung die; -, -en (zu t,,,ierung): das Disziplinieren, Diszipliniertwerden, dislziplinll os: ohne Disziplin (1)
Dis zis si on die; -, -en (aus lat. discissio „das Zerreißen“
zu discindere „zerreißen, zerspalten“): operative Spaltung
bzw. Zerteilung eines Organs od. Gewebes (Med.)
Dit [di:] das; -s, -s (aus fr. dit „Spruch“ zu dire „sagen“, dies
aus lat. dicere}: altfranz. belehrendes Gedicht mit einge
flochtener Erzählung
Diltaltüon die; -, -en (zu lat. ditare „bereichern“ u. t...ation): (veraltet) Bereicherung
Dilteltraleder* das; -s, - (zu gr. dis „zweifach“ u. tTetraeder, eigtl. „Doppelvierflächner“): (veraltet) svw. Okta
eder. dilteltralgolnal (eigtl. „mit Achteck (als Grundflä
che)“) : zwei Kristallklassen sowie zwei Kristallformen des
îtetragonalen Kristallsystems betreffend. Dilteltrolde
die; -, -n: Doppelvierpolröhre; Elektronenröhre mit zwei
Î Tetroden
Dilthelislmus der; - (zu gr. dis „zweifach“ u. TTheismus,
eigtl. „Zweigötterei“): Verehrung zweier Götter. Diltheist der; -en, -en: Anhänger des Ditheismus
Dilthelring ['dɪðərɪŋ] das; -s (aus engl. dithering „das
Schwanken“ zu to dither „schwanken“): Verfahren, bei
dem auf dem Computerbildschirm tatsächlich nicht vor
handene Zwischenfarben simuliert werden
di|thi|o|nig (zu gr. dis „zweifach“ u. theion „Schwefel“):
zwei Schwefelatome im Molekül enthaltend; dithionige
Säure: eine unbeständige Schwefelsauerstoffsäure. Dithilolnit [auch ... mt] das; -s, -e (meist Plur.) (zu î‘...it):
Salz der dithionigen Säure, das als Entfärbungs- u. Reduk
tionsmittel (vgl. Reduktion 5) verwendet wird (Chem.)
Di|thy|ram!be die; -, -n u. Dithyrambus bzw. Dithyrambos
der; -, ...ben (über lat. dithyrambus aus gleichbed. gr. di
thyrambos): a) kultisches Weihelied auf Dionysos; b) Lob
lied, begeisternde Würdigung, dilthylramlbisch: begeis
tert. Dilthylramlbos vgl. Dithyrambe. Dilthylramlbus
vgl. Dithyrambe
djlto (über fr. dito aus it. detto „besagt, genannt“, Part.
Perf. von dire „sagen“, dies aus lat. dicere): dasselbe,
ebenso (in Bezug auf ein vorher gerade Genanntes) ; Abk. :
do., dto.; vgl. detto. Dilto das: -s, -s: Einerlei
Diltolmie die; -, ...ien (zu gr. dis „zweifach“ u. t...tomie):
(veraltet) Zweiteilung, Halbierung
Diltolnus der; -, ...ni (über (n)lat. ditonus aus gleichbed. gr.
dítonos zu dis „zweifach“ u. tonos „Ton“): Bez. für die
große Terz im altgriech. Tonsystem, das Intervall von zwei
Ganztönen (Mus.)
diltrilgolnal* (zugr. dis „zweifach“ u. ttrigonal): drei Kris
tallklassen sowie drei Kristallformen des Ttrigonalen od.
Î hexagonalen Kristallsystems betreffend
Di trolchä us* der; -, ...äen (über gleichbed. lat. ditrocha
eus aus gr. ditróchaios): doppelter Î Trochäus (- u - u)
Dittograifie, auch ...gralphie iZ/'e; -, ...ien (ausgr. dittographia „doppelte Schreibart“ zu dittos „doppelt“ u.
t...grafie>: 1. fehlerhafte Wiederholung von Buchstaben,
Buchstabengruppen od. Wörtern in handgeschriebenen
351
Dividende
od. gedruckten Texten; Ggs. Î Haplografie. 2. doppelte
Normallage nach außen abweichen (Med.). 2. anderer
Lesart od. Fassung einzelner Stellen in antiken Texten.
Meinung sein, voneinander abweichen. di|ver|g[e|rend
Dit Ito I Io Igie die; -, ...ien (ausgr. dittologia „das Doppelt
(zu (...ierend): auseinandergehend, in entgegengesetzter
sprechen“, zu légein „sagen, sprechen“): fehlerhaftes,
Richtung verlaufend; Ggs. (konvergierend
doppeltes Aussprechen eines od. mehrerer Laute, bes. dilvers [,..v...] (aus lat. diversus „verschieden“ zu divertere,
beim Stottern
vgl. divertieren): verschieden, unterschiedlich (z. B. -e An
Di |u|re|se die; -, -n (zu gr. diourein „Harn ausscheiden“ u.
gebote); vgl. Diverses. Di|ver|sa u. Diverse die (Plur.)
(...ese): Harnausscheidung (Med.). Di u re ti kum das;
(aus gleichbed. lat. diversa, Neutr. Plur. von diversus, vgl.
-s, ...ka (zu Îdiuretisch u. ( ...ikum): harntreibendes Mittel.
divers): Vermischtes, Allerlei. Di|ver|sant der; -en, -en
Di|u|re|tin® das; -s (zu (...in (1)>: ein wichtiges harntrei
(aus gleichbed. russ. diversant; vgl. 2Diversion): Saboteur;
bendes Arzneimittel, dilulreltisch (über spätlat. diureti
jmd., der Diversionsakte verübt. Di|ver|se vgl. Diversa.
cus aus gr. diourétikós) : harntreibend (Med.)
Di|ver|ses (Substantivierung von (divers): Einiges, Ver
Di|ur|nal</as, -s,-eu. Dilurlnalledas; -, ...lia (aus mlat. dischiedenes (z.B. er hatte - zu beanstanden). Di|ver|si|fiurnale, eigtl. „das Tägliche“, Neutr. Sing, von diurnalis
kaltilon die; -, -en (teilweise unter Einfluss von engl. di
„täglich“, dies zu lat. diurnus, vgl. diurnus); Gebetbuch
versification „Auffächerung, Mannigfaltigkeit“ zu mlat.
der kath. Geistlichen mit den Tagesgebeten; Auszug aus
diversificare (vgl. diversifizieren) u. (...ation): 1. Verände
dem (Brevier (1 a). Di ur na list u. Dilurlnist r/er;-en,
rung, Abwechslung, Vielfalt. 2. Programm einer gezielten
-en (zu t ...ist) : svw. Diätar. Dilurlnum das; -s, ...nen (aus
Unternehmenspolitik, die unter Berücksichtigung der
lat. diurnum „tägliche Ration“ zu diurnus „täglich“): (ösProduktions- u. Absatzstruktur neue Produkte auf neuen
terr.) Tagegeld, dilurlnus {lat.y. täglich, am Tage [auftre
Märkten einführen u. damit die Zukunft eines Unterneh
tend] (von Schmerzen u. Krankheitserscheinungen; Med.)
mens sichern will (Wirtsch.); vgl. ...ation/...ierung. diDi|va [ di:va] </ze; -, Plur. -s u. ...ven [,,,vən] (über it. diva aus
ver|si|fi|zie|ren (aus mlat. diversificare „verteilen“ zu
lat. diva „die Göttliche“, Femininum zu divus, vgl. Divus) :
lat. diversus (vgl. divers) u. facere „machen, tun“): ein Un
1. Titel der röm. Kaiserinnen nach ihrem Tode. 2. a) Frau,
ternehmen auf neue Produktions- bzw. Produktbereiche
die als öffentlichkeitsbezogene Künstlerin (Sängerin,
umstellen. Di|ver|si|fi|zie|rung z/ze; -, -en (zu (...fizieSchauspielerin) von Erfolg u. Publikumsbegeisterung ver
rung): svw. Diversifikation; vgl. ...ation/...ierung. dilverwöhnt ist; b) jmd., der durch besondere Empfindlichkeit,
silform (zu (...form): (veraltet) ungleichförmig, verschie
durch eine gewisse Exzentrik o.Ä. auffällt
den gestaltet. 1Di|verlsi|on iZze; -, -en (aus lat. diversio
Dilvalgaltilon [...v...] die; -, -en (zu lat. divagari (vgl. diva„Ablenkung“; vgl. divers): (veraltet) Angriff von der Sei
gieren) u. !...ation); (veraltet) Abschweifung, dilvalgiete, Ablenkung. 2Di|ver|si|on die; -, -en (nach gleichbed.
ren (aus gleichbed. lat. divagari zu Îdis... u. vagari „(umruss. diversija, eigtl. „Ablenkungsangriff1, zu 1'Diversi
her)schweifen“): (veraltet) ab-, umherschweifen
on): Störmanöver gegen den Staat mit Mitteln der (Sabo
Dilvalli [...v...] vgl. Diwali
tage. Di|ver|si|tätz7ze; -, -en (über gleichbed. fr. diversité
Dil van [,..v...] vgl. Diwan
aus lat. diversitas, Gen. diversitatis, eigtl. „Verschieden
Di|va|ri|ka|ti|gn ]...v...] die; -, -en (zu lat. divaricare „aus
heit, Unterschied, Widerspruch“): Vielfalt, Vielfältigkeit,
einander spreizen“ u. 1 ...ation): (veraltet) Aderveräste
z. B. Artenreichtum in einem t Biom (Biol.). Di|ver|si|tyemp fang [daɪ'və:sɪtɪ...] der; -[e]s (zu engl. diversity „Ver
lung, Gefäßgabelung (Med.)
di|vel|lie|ren [,..v...] (aus gleichbed. lat. divellere): ausei
schiedenheit, Mannigfaltigkeit“): Verfahren im Übersee
nanderreißen, zerreißen (Med.)
funkverkehr zur Verringerung der durch Schwund (vgl.
Fading 1) verursachten Störungen beim Empfang, bes. im
Dil verlbia ]...v...] die (Plur.) (zu lat. diverbium „Zwiege
Kurzwellenbereich (Funkw.). dilveijti,elrerɪ [diver...]
spräch, Dialog“): die gesprochenen Teile der altröm. Ko
(über fr. divertir, eigtl. „ablenken“, aus lat. divertere „aus
mödie (Dialog, Wechselgespräch); Ggs. 1 Cantica (1)
einandergehen, sich trennen; abweichen“): (veraltet) er
diver gent [...v...J (aus mlat. divergens, Gen. divergentis,
götzen, belustigen. Dilverltjlkel das; -s, - (aus lat. diver
Part. Präs, von divergere, vgl. divergieren): 1. entgegenge
ticulum „Abweg, Seitenweg; Abweichung“): Ausbuchtung
setzt, unterschiedlich; Ggs. (konvergent; vgl. divergie
eines Hohlorgans (z. B. am Darm; Med.). DiIver|tiIkuIli
rend. 2. nicht einem endlichen Grenzwert zustrebend
tis die; -, ...itiden (zu 1 ...itis): Entzündung eines Diverti
(Math.). Dilverlgenzrfz'e; -, -en (zu(,..enz>: 1. das Ausei
kels (Med.). Dilverltilkullolse die; -, -n (zu 1 ’...ose): ver
nandergehen von Meinungen, Zielen usw., Meinungsver
mehrtes Auftreten von Divertikeln im Darm (Med.). Dischiedenheit; Ggs. (Konvergenz (1). 2. unterschiedlich
verltilmenltodas; -s, Plur. -s u. ...ti (aus gleichbed. it. di
verlaufende, zur Artbildung führende Entwicklung bei
vertimento zu divertire „unterhalten, ablenken“, dies aus
Nachkommen einer gemeinsamen Stammform (Biol.);
lat. divertere, vgl. divertieren): 1. einer Suite (4) ähnliche
Ggs. (Konvergenz (2). 3. Winkel zwischen zwei aufeinan
lose Folge von Instrumentalsätzen. 2. freier gearbeitete
derfolgenden Blättern bei wechselständiger Blattstellung
Episode zwischen den streng thematischen Teilen einer
(Bot.). 4. nach außen gerichtete Abweichung der Augen
Fuge. 3. Tanzeinlage in Opern. 4. (Potpourri (1). 5. musi
achsen von der normalen Parallellage bei (Strabismus
kalisches Zwischenspiel. Di|ver|tis|se|ment [,,,tɪsə'ma:]
(Med.); Ggs. Î Konvergenz (3). 5. das Auseinanderstreben
das; -s, -s (aus gleichbed. fr. divertissement zu divertir, vgl.
von Folgen u. Reihen, das Nichtvorhandensein von
divertieren): 1. Gesangs- od. Balletteinlage in franz.
Grenzwerten (Math.); Ggs. (Konvergenz (4). 6. das Aus
Opern des 17. u. 18. Jh.s. 2. svw. Divertimento (1)
einanderstreben von Lichtstrahlen (Phys.); Ggs. (Konver
genz (5). 7. Strömungsgrenze, entlang der sich ein Strom dilvilde et im|pe|ra ['di:vide - -] {lat.; „teile und herr
sche!“): säe Zwietracht, stifte Unfrieden unter deinen
teilt, aufspaltet (Meereskunde). Di|verlgenz|hy|poltheGegnern durch unterschiedliche Behandlung, um sie ein
se i/ze; -: die Annahme, dass mit zunehmendem Intelli
zeln leichter beherrschen zu können (legendäres, sprich
genzgrad die Differenziertheit der Intelligenzstruktur zu
wörtlich gewordenes Prinzip der altröm. Außenpolitik).
nimmt. Di|ver|genz|re|vi|si|on die; -, -en: Revision
Dilvildend der; -en, -en (aus lat. dividendus (numerus)
wegen Abweichung des angefochtenen Urteils von der
„die zu teilende (Zahl)“ zu dividere „teilen“): Zahl, die
Entscheidung eines anderen Gerichts der gleichen od. hö
durch eine andere geteilt werden soll (bei der Rechnung
heren Instanz. di|ver|gie|ren (aus gleichbed. mlat. diver
21 :7 ist 21 der Dividend; Math.); Ggs. (Divisor. Dilvigere zu (dis... u. lat. vergere „sich neigen, streben“): 1. a)
denlde die; -, -n (über/r. dividende „Anteil“ aus lat. diauseinander streben; Ggs. (konvergieren (b); b) von der
dividieren
videnda „die zu Verteilende“ zu lat. dividere „teilen“): der
jährlich auf eine Aktie entfallende Anteil am Reingewinn.
di|vi|die|ren (aus gleichbed. lat. dividere): teilen; Ggs.
Tmultiplizieren (1). Dilvildierlwerk ¿Zas; -[e]s, -e: elektron. Schaltung eines Computers zur Ausführung von ' Di
visionen im Dualzahlensystem (EDV)
Di|vildilvi [divi'di:vi] die (Plur.) (aus gleichbed. span, divi
divi, dies aus einer südamerik. Indianersprache): sehr
gerbstoffreiche Schoten des amerik. Schlehdorns
DiIvi|du|a|liItät [...v...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. dividualitas, Gen. dividualitatis zu dividere, vgl. dividieren):
(veraltet) Teilbarkeit. Di|vi|du|um das; -s, Plur. ...dua u.
...duen [...duen] (aus gleichbed. lat. dividuum); (veraltet)
Teilbares
Di|vi|na|ti|on [...v...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. divinatio
zu divinare „göttliche Eingebung(en) haben, weissagen,
prophezeien“): Ahnung, Voraussage von Ereignissen;
Wahrsagekunst, dilvilnaltolrisch (zu lat. divinator „Se
her, Weissager“): vorahnend, seherisch. Di|viIniItät die; (aus gleichbed. lat. divinitas, Gen. divinitatis): Göttlich
keit, göttliches Wesen
Dilvis [di'vi:s] das; -es, -e (aus lat. divisum „das Geteilte“,
substantiviertes Part. Perf. von dividere, vgl. dividieren):
1. Bindestrich (Druckw.); 2. (veraltet) Teilungszeichen,
diIvi|si [di'vi:zi] (aus it. divisi, Plur. von diviso „geteilt“,
dies aus lat. divisus) : musikalisches Vortragszeichen, das
Streichern bei mehrstimmigen Stellen vorschreibt, dass
diese nicht mit Doppelgriffen, sondern geteilt zu spielen
sind; Abk.: div. di|vi|si|bel (über gleichbed. fr. divisible
aus lat. divisibilis): teilbar, dividierbar; Ggs. tindivisibel.
’Di vi si on die; -, -en (aus gleichbed. lat. divisio zu divi
dere „teilen“): Teilung (Math.); Ggs. ÎMultiplikation (a).
2Di vi si on die; -, -en (über fr. division „Abteilung“ aus
lat. divisio, vgl. 'Division): größere militärische Einheit,
größerer Truppenverband (bei verschiedenen Waffengat
tungen). 3Di|vi|si|on die; -, -en (aus gleichbed. engl.amerik. division, dies zu fr. division, vgl. 2Division): 1.
Spielklasse im Fußball (bes. in England); 2. mit weitge
henden Entscheidungsbefugnissen ausgestatteter Ge
schäftsbereich eines Konzerns (Wirtsch.). Dilvilsi o när
der; -s, -e (aus gleichbed. fr. divisionnaire): (bes.
Schweiz.) Befehlshaber einer 2Division. Di|vi|si|o|nismus der; - (aus gleichbed. fr. divisionnisme; vgl. ...ismus
(1)>: Richtung der modernen franz. Malerei (Zerteilung
der Farben in einzelne Tupfen), Vorstufe des Î Pointillis
mus. Dilvi|si|o|nist der; -en, -en (aus gleichbed. fr. divisionniste): Vertreter des Divisionismus. Di|vi|si|onskalikulatiion die; - (zu t2Division): Ermittlung der
Selbstkosten je Leistungseinheit (Wirtsch.). Dilvilsor
der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. divisor zu dividere „tei
len“): Zahl, durch die eine andere geteilt wird (bei der
Rechnung 21 :7 ist 7 der Divisor; Math.); Ggs. ÎDivi
dend. Di|vi|so|ri|um das; -s, ...ien [,,,iən] (zu T...ium>:
gabelförmige Blattklammer zum Halten der Vorlage des
Setzers (Druckw.)
Dilvorltilum [...v...] das; -s, ...ien [.. ,iən] (aus gleichbed. lat.
divortium zu divertere, vgl. divertieren): Ehescheidung
(im röm. Recht)
Dilvullgaltor [...v...] der; -s, ...oren (aus spätlat. divulgator
„Ausbreiter“ zu lat. divulgare, vgl. divulgieren): Verbrei
ter, Propagandist, dilvullgielren (aus lat. divulgare „ver
öffentlichen, verbreiten“): bekannt machen, verbreiten
Di|vul|si|on [...v...\die; -, -en (aus/a/. divulsio „Zerreißung,
Trennung“ zu divellere, vgl. divellieren): gewaltsame Tren
nung, Zerreißung (Med.), dilvullsiv (zu t...iv): zerrei
ßend
Dilvus ['di:vʊs] (aus /a/. divus „der Göttliche“ zu deus (aZ/lat. deivos) „Gott“): Titel röm. Kaiser
Dilwalli das; - (aus sanskrit, dipävali „Lampenreihe“): Fest
352
der Lichter im Kalender der Hindus zu Ehren der Glücks
göttin Lakschmi (Ende Oktober)
Dilwan der; -s, -e (über gleichbed. fr. divan, /7. divano aus
türk, divan „(Empfangsraum mit) Sitzkissen“, dies aus
pers. diwän „Schreib-, Amtszimmer“, eigtl. „Sammlung
beschreibender Blätter“) : 1. niedrige gepolsterte Liege oh
ne Rückenlehne. 2. (früher) türk. Staatsrat. 3. orientali
sche Gedichtsammlung. Dilwalni das; - (zu TDiwan):
arab. Schriftart mit kompliziertem Î Duktus, die vor Nach
ahmung u. Fälschung schützte
Dix-hui|tième [dizÿit'jsm] das;-s (aus fr. dix-huitième (siè
cle) „achtzehntes (Jahrhundert)“): Kunststil des 18. Jh.s in
Frankreich
di|xi (Za/.; „ich habe gesprochen“): formelhafte Wendung
am Schluss einer Rede
Di|xie ['dɪksɪ] der; -[s] : (ugs.) Kurzform von Î Dixieland. Dixielland [...lænd] der; -[s] u. Di|xie|land-Jazz der; (nach gleichbed. amerik. Dixie(land), eigtl. Bez. für die
Südstaaten der USA, wo er (in New Orleans) entstand) : ei
ne aus der Nachahmung der afroamerikanischen Instru
mentalmusik durch weiße Musiker entstandene Variante
des Jazz
Di|ze|pha|lie die; -, ...lien (aus gr. dis „zweifach“, kephalê
„Kopf* u. Î2...ie> : Ausbildung eines Fetus mit zwei Köpfen
durch Störung der embryonalen Entwicklung (Med.)
Dilzylanldilamid vgl. Dicyandiamid
dilzylgot (zu gr. dis „zweifach“ u. zygötös „verbunden“;
vgl. Zygote): zweieiig; aus zwei befruchteten Eizellen
stammend (von Zwillingen); vgl. monozygot. Dilzylgotie iZ/e; -, ...ien (zu t2...ie>: Zweieiigkeit (Genetik)
DJ ['di:ʤeɪ] der; -[s], -s: kurz für Discjockey
Djal han nam [dʒa...] vgl. Dschahannam
Djak der; -en, -en (meist Plur.) (aus gleichbed. russ. djak
„(Staats)sekretär“ zu gr. diäkonos „Diener“): (im zaristi
schen Russland bis zum Beginn des 18. Jh.s) Schriftführer;
Sekretär; gehobener Verwaltungsbeamter
Djal maa [dʒ...] vgl. Dschamaa. Dja mi vgl. Dschami
Djan na fdʒana] vgl. Dschanna
Djelbel ['ʤɛbl, 'dʒe:bl] vgl. Dschebel
Djilgit [ʤn..] vgl. Dschigit
Djilhad [ʤi...] vgl. Dschihad
Djinn [djm] vgl. Dschinn
Djol shelgan [djoʃe'ga:n] vgl. Dschuscheghan
Djul ma [ dju:ma] vgl. Dschuma
DNA [delɛn'a:] (Abk. für engl. desoxyribonucleic acid):
engl. Bez. für ÎDNS. DNA-Ana|ly|se die; -, -n: experi
mentelle Untersuchung von DNA zur Aufklärung ihrer
Struktur u. Funktion, in der Rechtsmedizin zur Zuord
nung zu Individuen. DNS [delɛn'ɪss] : Abk. für Î Desoxyri
bonukleinsäure. DNS-Fin|ger|prin|ting das; -[s] (zu
engl. printing „das Drucken“, dies zu to print „drucken“):
gentechnisches Verfahren, das der Identifizierung von
Personen anhand von Körpersekreten, Blut, Haaren od.
Gewebeteilen dient. DNS-KörIper der; -s, -: svw. Nukleoid
do (/7.): Silbe, auf die man den Ton c singen kann; vgl. Sol
misation
Dolab das; -, - (über pers. döäb „zwei (Flüsse)“ zu sanskr.
dvá „zwei“): aus dem Persischen stammende Bez. für das
zwischen zwei Strömen gelegene Land, bes. für das Gebiet
zwischen Yamuna u. Ganges
Doc|cia|por|zel|lan ['dottʃa...] das; -s (nach dem östlich
von Florenz gelegenen Ort Doccia): urspr. graues, später
weißes Hartporzellan mit Barockskulpturen
dolcenldo dislcilmus [do'tsɛndo dɪstsimʊs] ilat,'): durch
Lehren lernen wir
dochlmisch (aus gleichbed. gr. dochmikós): den Dochmi
us betreffend; dochmischer Vers: svw. Dochmius. Dochmilus der; -, ...ien [...ion] (über lat. dochmius ausgr. doch-
353
mios, eigtl. „der Krumme, der Schiefe”): altgriech. Vers
fuß (rhythmische Einheit) (u -- u mit vielen Varianten)
Dock das; -s, -s <aus gleichbed. niederl. dok od. engl. dock,
weitere Herkunft unbekannt): Anlage zum Ausbessern
von Schiffen, dolcken (nach gleichbed. engl. to dock): 1.
a) ein Schiff ins Dock bringen; b) im Dock liegen. 2. ein
Docking vornehmen. Dplckerder; -s, -: Hafenarbeiter in
Großbritannien. Dplcking das: -s, -s (aus gleichbed. engl.
docking): Ankoppelung eines Raumfahrzeugs an ein an
deres (z. B. einer Versorgungsrakete an die Raumstation).
Dplcking Staltion [- 'steɪʃn] die; - -, - -s (aus gleichbed.
engl. docking station): den Stromanschluss, die Erweite
rungssteckplätze (vgl. Slot) u. die Verbindung zu Periphe
riegeräten zur Verfügung stellende Einheit für einen T Lap
top od. ein Î Notebook (EDV)
Docta ignolrantia* ['dɔkta-] die; ...tae ...tiae [...te ...tsie]
(aus lat. docta ignorantia „gelehrte Unwissenheit”): Be
griff der Scholastik, der besagt, dass der Mensch mit sei
nem begrenzten Wissen die Unendlichkeit Gottes u. der
Schöpfung nicht erfassen kann. Dpcltor iulris utri usque* der;---- , -es - - [,,,'to:re:s- -] dat.): Doktor beider
Rechte (des weltlichen u. kanonischen Rechts); Abk.:
Dr.j.u.
Do cu ment hulmain [dakymây'mê] das; - - (aus fr. docu
ment humain „menschliches Dokument”) : Schlagwort der
franz. Naturalisten zur Umschreibung des naturalisti
schen Programms
Doldalne der; -n, -n (ausʃr. dos d’âne „Satteldach“, eigtl.
„Eselsrücken“, zu dos „Rücken“ (dies zu lat. dorsum) u.
âne „Esel“ (dies aus lat. asinus)): (veraltet) spitz zulaufen
der Gewölbebogen (Archit.). Dolda|nie|rung dze; -, -en
(zu f...ierung): (veraltet) Gewölbeabdeckung
Doldelkaldik dze; - (zu gr. dodeka „zwölf1 u. t2...ik): svw.
Duodezimalsystem, doldelkaldisch: svw. duodezimal.
Do de ka ederz/ai, -s, - (aus gleichbed. gr. dôdekâedron
zu dödekäedros „mit zwölf Seitenflächen“, zu hédra
„Fläche, Basis“): 1. ein von 12 Flächen begrenzter Kör
per. 2. kurz für TPentagondodekaeder. dodekagonal
(zu gr. gönia „Ecke, Winkel“ u. t'...al (1)>: zwölfeckig.
Doldelkallog der; -s (aus gleichbed. gr. dödekälogos,
eigtl. „zwölf Worte“): das Zwölfgebot (5. Mose 27,
15-26). Doldelkan der; -s, -e (zu T...an): flüssiger, gesät
tigter Kohlenwasserstoff mit zwölf Kohlenstoffatomen
im Molekül (Chem.). Doldelkalpholnie, auch ...fonje
die; - (zu gr. dödeka „zwölf* u. î...phonie): Zwölftonmu
sik. doldelkalphplnisch, auch ...fonisch: die Dodekaphonie betreffend. Do|de|ka|pho|nist, auch ...fonist
der; -en, -en (zu T...ist): Komponist od. Anhänger der
Zwölftonmusik. Doldelkalpollis die; - (aus gleichbed.
gr. dödekäpolis): (im alten Griechenland) Bund aus 12
Städten
Dpldo der; -s, -s (zu älter port, doudo „dumm, einfältig“):
ausgestorbener, flugunfähiger Vogel
Doellenlstück ['du:lən...] das; -[e]s, -e (zu niederl. doele
„Schützenhaus“): Gemälde eines niederl. Malers des 16.
u. 17. Jh.s (bes. Hals, Rembrandt u. van der Heist) mit der
Darstellung einer festlichen Schützengesellschaft
Doelskin® ['do:skɪn] der; -[s] (aus gleichbed. engl. doeskin,
eigtl. „Rehfell“): kräftiger, glatter Wollstoff
Dolgalreslsadie; -, ...ssen (aus gleichbed. venez, dogaressa
zu doge, vgl. Doge): Gemahlin des TDogen
Doglcart ['dɔkart, engl. 'dɔgkɑ:t] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. dogcart, eigtl. „Hundekarren“): zweirädriger Ein
spänner [für die Jagd]
Do|ge ['do:ʒə] der; -n, -n (aus venez, doge „Herzog“, dies
aus lat. dux „Führer“) : a) Titel des ehemaligen Staatsober
hauptes in Venedig u. Genua; b) Träger dieses Titels
Dpglge die; -, -n (aus engl. dog „Hund“): Vertreter einer
Gruppe von großen, schlanken Hunderassen
Doktrin
der; -s, - (aus niederl. dogger „Boot für den Ka
beljaufang“): niederl. Fischereifahrzeug
2Dpg|ger der; -s (aus gleichbed. engl. Dogger, eigtl. volks
tümliche Bez. eines Eisensteins in der engl. Grafschaft
Yorkshire): mittlere TFormation (5 a) des Juras; Brauner
Jura; vgl. 2Jura
Dpglma das; -s, ...men (über lat. dogma aus gr. dogma
„Meinung, Lehrsatz“ zu gr. dokein „meinen, glauben“):
fester, als Richtschnur geltender [religiöser, kirchlicher]
Lehr-, Glaubenssatz. Doglmaltik die; -, -en (zu 1 dogma
tisch u. t‘...ik): wissenschaftliche Darstellung der
[christl.] Glaubenslehre. Doglmatilkerder;-s,-: 1. star
rer Verfechter einer Ideologie, Anschauung od. Lehrmei
nung. 2. Lehrer der Dogmatik, doglmatisch (über lat.
dogmaticus aus gr. dogmatikös „Lehrsätze aufstellend,
auf Lehrsätze bezüglich“): starr an eine Ideologie od.
Lehrmeinung gebunden bzw. daran festhaltend, doglmatilsie ren (zu T ...isieren): zum Dogma erheben. Dog
ma Itislmus der;- (zu t ...ismus (5)): starres Festhalten an
Anschauungen od. Lehrmeinungen, doglmaltisltisch
(zu Î...istisch): in Dogmatismus befangen. Dpglmen:
Plur. von î Dogma
Dpglskin das; -s (aus gleichbed. engl. dogskin, eigtl. „Hun
defell“): Leder aus kräftigem Schaffell. Dpglskins die
(Plur): Handschuhe aus Dogskin
Do-Gu|le das; - (auspers. do-gule, eigtl. „zwei (Rosen)blüten“>: pers. Teppichmuster, in dem sich zwei unterschied
liche kleine Blüten abwechseln
Dolil na ['doinə] die; -, -s (aus rumän. doinä, weitere Her
kunft umstritten): lyrisches rumän. Volkslied
do it yourlself [du: it jɔ:'sɛlf] (.engl.): mach es selbst!
Do-it-your|self-Be|we gung die;
von den USA aus
gehende Bewegung, die sich als eine Art Hobby die eigene
Ausführung handwerklicher Arbeiten zum Ziel gesetzt hat
Doljo ['do:dʒo] das; -s, -s (zu jap. dö „Weg“ u. jö „Ort“):
(heiliger) Ort, an dem Kampfkünste gelehrt (u. geübt) wer
den, auch Stätte der Meditation
Dolket der; -en, -en (meist Plur.) (aus gr. Doketai (Plur.),
eigtl. „Gläubige“, zu dokein „scheinen; meinen“): Anhän
ger des Doketismus. dolkeltisch: auf dem Anschein be
ruhend. Do|ke|tis|mus der; - (zu gr. dôkêsis „Glauben,
Meinung“ u. Î...ismus (1)): [frühchristliche] Sektenlehre,
die Christus nur einen Scheinleib zuschreibt u. seinen per
sönlichen Kreuzestod leugnet. Do|ki|ma|sie die: - (aus
gr. dokimasia „Prüfung, Untersuchung“ zu dokimázein
„prüfen, beurteilen“): 1. im alten Griechenland Prüfung
aller Personen, die im Staatsdienst tätig sein wollten. 2.
svw. Dokimastik. Do|ki|ma|sio|lolgie die; - (zu T...logie): svw. Dokimastik. Dolkilmasltikdie; - (ausgr. dokimastikë (téchnê) „Untersuchungskunst“): Prüfung eines
Stoffes auf seinen Gehalt an [Edelmetall. dolkilmastisch (aus gr. dokimastikós „zum Prüfen gehörend“): die
Dokimastik betreffend; dokimastische Analyse: svw. Do
kimastik
Doktor der; -s, ...oren (aus mlat. doctor „Lehrer“ zu lat.
docere, vgi. dozieren): 1. a) höchster akademischer Grad;
Abk.: Dr.; b) jmd., der den Doktortitel hat; Abk.: Dr., im
Plur. Dres. (d.h. doctores [,,,re:s]). 2. (ugs.) Arzt. Dokto
rand der; -en, -en (aus gleichbed. mlat. doctorandus, eigtl.
„wem die Würde eines Doktors zu verleihen ist“, Gerun
divum von mlat. doctorare, vgl. doktorieren): jmd., der
sich mit einer Dissertation auf seine Promotion vorberei
tet; Abk.: Dd. Dokltolranldin die; -, -nen: weibliche
Form von tDoktorand. Dokltolrat das; -[e]s, -e (aus
gleichbed. mlat. doctoratus): 1. Doktorprüfung. 2. Dok
torgrad. doktolrielren (aus mlat. doctorare „die Dok
torwürde verleihen, erlangen“): 1. den Doktorgrad erlan
gen. 2. an der 1 Dissertation arbeiten. Doktrin* die; -, -en
(aus lat. doctrina „Lehre“ zu docere, vgl. dozieren) : etwas,
'Dpglger
D
doktrinär
was als Grundsatz, programmatische Festlegung gilt,
dokltrilnär* (aus gleichbed.ʃr. doctrinaire, vgl. Doktrin):
1. a) auf einer Doktrin beruhend; b) in der Art einer Dok
trin. 2. (abwertend) unduldsam eine Theorie verfechtend,
gleich ob sie haltbar ist od. nicht. Dokltrilnär* der; -s, -e
(zu t...är): Verfechter, Vertreter einer Doktrin. Dokltrinalrislmus* der; - (zu t...ismus (5)): (abwertend) wirk
lichkeitsfremdes, starres Festhalten an bestimmten Theo
rien od. Meinungen, dokltri nell* (zu Î...eil): eine Dok
trin betreffend
Dolkulment das; -[e]s, -e (aus spätlat. documentum „be
weisendes Schriftstück“, eigtl. „das zur Belehrung über et
was od. zur Erhellung von etwas Dienliche“, zu lat. docere,
vgl. dozieren): 1. Urkunde, Schriftstück. 2. Beweisstück,
Beweis. Do|kulmenlta|list der; -en, -en (aus gleichbed.
engl. documentalist bzw. fr. documentaliste): svw. Doku
mentar. Dolkulmenltallisltik die: - (zu T ...istik): fach
wissenschaftliche Disziplin, die sich mit den Problemen
bei der Mechanisierung des Prozesses der Informations
sammlung, -Speicherung u. -abrufung befasst. Dolkumentar der; -s, -e (zu lat. documentum, vgl. Dokument,
u. Î ...ar (2)): jmd., der nach einer wissenschaftlichen Fach
ausbildung in einem Dokumentationszentrum od. in einer
Spezialbibliothek tätig ist (Berufsbez.). Dokumen
tar... (aus spätlat. documentarius „zur Belehrung bzw.
zum Beweis dienend“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „auf Tatsachen beruhend, das tatsächliche Ge
schehen sachbezogen nachgestaltend“, z. B. Dokumentar
film. Do|ku|men|tar|film der; -[e]s, -e: Film, der Bege
benheiten u. Verhältnisse möglichst genau, den Tatsachen
entsprechend, zu schildern versucht, dolkulmenltarisch: amtlich, urkundlich. Do|ku|men|ta|rist der; -en,
-en (zu Î ...ist): Autor von Dokumentarberichten, -filmen,
-spielen, -literatur. Dolkulmenltalrilum das; -s, ...ien
[...ion] (zu t...arium): Dokumentensammlung, Dokumen
tenbestand. Do|ku|men|tar|li|te|ra|tur die; -: Sammelbez. für gesellschaftskritisch u. politisch orientierte Lite
ratur, die sich ausdrücklich auf Fakten u. Dokumente
stützt u. diese zitiert. Do|ku|men|tar|spiel ¿Zas; -[e]s, -e:
besondere Produktion des Fernsehens, in der ein histori
sches od. geschichtliches Ereignis in einer Spielhandlung
nachgestaltet wird. Dolkulmenltaltilon die; -, -en (zu
T...ation): 1. a) Zusammenstellung, Ordnung u. Nutzbar
machung von Dokumenten u. [Sprachjmaterialien jeder
Art (z. B. Urkunden, Akten, Zeitschriftenaufsätze); b) das
Zusammengestellte; c) aus dokumentarischen Texten,
Originalaufnahmen bestehende Sendung o.Ä. 2. beweis
kräftiges Zeugnis, anschaulicher Beweis. Dolkulmenltator der; -s, ...oren (zu t,,,ator): svw. Dokumentarist. Dokutmen ten ak kreldi tiv* das: -s, -e [...va] (zu t Doku
ment): ÎAkkreditiv, bei dem nur gegen Aushändigung
bestimmter Dokumente gezahlt werden darf (Wirtsch.).
Dolku menltenlana ly se die; -, -n: sekundäres Verfah
ren in der empirischen Sozialforschung, das auf der Ana
lyse von Dokumenten beruht (Soziol.). Do|ku|men|tenfilm der; -[e]s, -e: niedrigempfindlicher, feinstkörniger,
sehr hart arbeitender (d.h. eine steile Î Gradation a besit
zender) Film zur Herstellung von Fotokopien, bes. für die
Mikroverfilmung. Dolkulmenltenlpalpier das; -s, -e:
Papier mit hoher Alterungsbeständigkeit zur Herstellung
von Schriftstücken, die lange aufbewahrt werden müssen.
do|ku|men|tie|ren (zu t..deren): 1. zeigen. 2. [durch Do
kumente] beweisen; beurkunden. Dolkulmenltollolgie
die; - (zu T ...logie) : Wissenschaft von der Dokumentation
Dolkus vgl. Tokus
Dol das; -[s], - (verkürzt aus lat. dolor„Schmerz“) : Messein
heit für die tIntensität einer Schmerzempfindung; Zei
chen dol (Med.)
Dollalbra* die; -, ...ren (aus lat. dolabra „Hacke, Brech
354
axt“) : Hobelspanbinde, Bindenverband in Form eines Ho
belspans (Med.)
Dolían das; -[s] (Kunstw.; vgl. ...an): synthetische Faser, die
bes. für Berufs- u. Schutzkleidung verwendet wird
Do|lan|tin® das; -s (Kunstw.; vgl. ...in (1)): krampflösen
des u. schmerzstillendes Mittel, das bei längerem Ge
brauch suchtbildend wirkt
Dollby [...bi] u. Dpllby-Sysltem® das; -s (nach dem amerik. Elektrotechniker R. M. Dolby, *1933): elektron. Ver
fahren zur Rauschunterdrückung bei Tonbandaufnahmen
dollce ['dɔltʃə] 07.; aus lat. dulcis „süß“): sanft, lieblich,
süß, weich (Vortragsanweisung; Mus.). Dollcelfarlnienlte das; -: süßes Nichtstun, dollce far ni en te <ät.;
„süß ists, nichts zu tun“): Wahlspruch eines müßiggänge
rischen Lebens. Dollce Stil nulolvo [- 'stil nuo:vo] der; - - (aus it. dolce Stil nuovo „süßer neuer Stil“): besondere
Art des Dichtens, durch die der provenzal.-sizilian. Min
nesang im 13. Jh. in Mittel- u. Oberitalien unter dem Ein
fluss Î platonischer (1) u. t scholastischer Elemente sowie
der sozialen Umschichtung durch den Aufstieg des Bür
gertums weiterentwickelt wurde. Dollcetlto [,,,'ʧɛto]
der; -[s] (aus gleichbed. it. dolcetto, eigtl. „der Süßliche“,
zu dolce „süß“): anspruchsvolle Rotweinrebe Italiens, bes.
des Piemont. Dollce Vilta [- 'vi:ta] das od. die; - - (aus i7.
dolce vita „süßes Leben“): luxuriöses Leben, das aus Mü
ßiggang u. Vergnügungen besteht. Dollcilan [,,,tsia:n] vgl.
Dulzian. dollcisisilmo [...tjisimo] (;7.): überaus sanft,
süß, lieblich
Dolldrums* die (Plur.) (aus engl. doldrums (Plur.) „Flau
te“, eigtl. „Niedergeschlagenheit“): (Seemannsspr.)
Windstillen, bes. der T äquatoriale Windstillengürtel; vgl.
Kalmenzone
Dole [do:l] der; -s, -s (nach dem gleichnamigen Bergrücken
im Schweizer Jura): ein Rotwein aus dem Schweizer Wallis
dollenlte, dolendo (z7. ) : svw. doloroso
Dollelrit [auch ...’nt] der; -s, -e (zu gr. dolerös „trügerisch“
(wegen der Ähnlichkeit mit dem Diorit) u. t2...it): eine
grobkörnige Basaltart. Do|le|ro|pha|nit [auch ... nit] der;
-s, -e (zu gr. phainein „sichtbar machen“ u. t2...it>: ein
braunes bis schwarzes Mineral
doliilcho..., Doilichc... [,..ço...] (ausgr. dolichös „lang“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „lang, lang ge
streckt, länglich“, z.B. Dolichozephalie. do|li|cho|kephal usw. vgl. dolichozephal usw. Dolli|cho|ko|lie die; (zu îKolon u. t2...ie): ungewöhnliche Länge des Dick
darms (Biol., Med.). Do|li|cho|kra|nie* die; - (zu Zar. cra
nium (dies aus gr. kranion „Hirnschale, Schädel“) u.
12...ie> : ungewöhnliche Länge des Schädels (Biol., Med.).
Dollilchos der; -, ...oi [...oy] (ausgr. dölichos „Wettlauf“).:
im alten Griechenland Langlaufwettbewerb über maximal
24 Stadien. Do|li|chos|te|no|me|lie* die; -, ...ien (zu
Îdolicho..., gr. sténos „Enge, Beklemmung; Verengung“,
mélos „Glied“ u. t2...ie): Fehlbildung des Knochensys
tems mit grazilen, verlängerten Extremitäten (Biol.,
Med.). do|li|cho|ze|phal (zu gr. kephalë „Kopf“): lang
köpfig (Biol., Med.). Dollilcholzelphalle der u. die; -n,
-n: jmd., der einen [abnorm] langen Kopf hat (Biol..
Med.). Do|li|cho|ze|phallie die; - (zu t2...ie): [abnorme]
Langköpfigkeit (Biol., Med.)
doliielren vgl. dollieren
Do lilne die; -, -n (aus slowen. dolina „Tal“): trichterförmi
ge Vertiefung der Erdoberfläche, bes. im tKarst (Geogr.)
Dollja cZ/<?; -, Doli (aus russ. dolja „Teil; Schicksal“, dies aus
sanskr. dala „Stück, Teil, Hälfte“): kleinstes, altes russ.
Gewicht (= 0,044 g)
Dolllar i/er; -[s], -s (aber: 30 -) (aus engl.-amerik. dollar, dies
aus niederd., niederl. däler „Taler“): Währungseinheit in
den USA, Kanada u. anderen Ländern (1 Dollar = 100
Cents); Zeichen $. Dolllar|dilplo|ma|tie* die; -: Schlag
355
wort für die Außenpolitik der USA, die darauf abzielte,
unterentwickelte Gebiete (bes. in Mittel- u. Ostasien)
durch den Einsatz finanzieller Mittel in wirtschaftlicher
bzw. politischer Abhängigkeit zu halten. Dplllarlkurs
der; -es: [Wechseljkurs des Dollars. Dpl|lar|scrip
[...skrip] der; -s, -s: Spezialgeldschein für die amerik. Be
satzungstruppe nach 1945; vgl. Scrip
dolllielren (aus/r. doler „hobeln, abhobeln“, dies aus lat.
dolare „bearbeiten, behauen“): die Fleischseite von Leder
abschaben, abschleifen
Dollly [...li] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. dolly zu doll
„Puppe“ (wohl nach der ähnlichen Form)): a) fahrbares
Stativ für eine Filmkamera; b) fahrbarer Kamerawagen
mit aufmontierter Kamera
Dol ma das; -[s], -s (meist Plur.) (aus gleichbed. türk, dol
ma, eigtl. „Füllung“): türk. Nationalgericht aus Kohl- u.
Weinblättern, die mit gehacktem Hammelfleisch u. Reis
gefüllt sind
Doll man der; -s, -e (aus gleichbed. ung. dolmány, dies aus
türÆ. dolaman „roter Tuchmantel"): 1. geschnürte Jacke
der alttürk. Tracht. 2. mit Schnüren besetzte Jacke der Hu
saren. 3. kaftanartiges Frauengewand in den ehemals türk.
Gebieten des Balkans
Dollmen der; -s, - (aus gleichbed. fr. dolmen „Steintisch“,
dies aus breton, taol „Tisch“ u. maen „Stein“): tischför
mig gebautes Steingrab der Jungsteinzeit u. frühen Bron
zezeit
Dpllmetsch der; -[e]s, -e (über ung. tolmács aus türk, tilmaç „Mittelsmann" (zur Verständigung zweier Parteien)) :
a) svw. Dolmetscher; b) Fürsprecher, z. B. sich zum - ma
chen. dollmetlschen: a) einen gesprochenen od. ge
schriebenen Text für jmdn. mündlich übersetzen; b) als
t Dolmetscher tätig sein. Dpllmetlscher der; -s, -: jmd.,
der [berufsmäßig] mündlich übersetzt. Dpllmetlscherdi plom* das; -[e]s, -e: Diplom, das den erfolgreichen Ab
schluss einer Dolmetscherausbildung bescheinigt. Dolmetlschelrin die; -, -nen: weibliche Form zu ÎDolmet
scher
Dollolmit [auch ...mit] der; -s, -e (nach dem franz. Mine
ralogen D. Gratet de Dolomieu (1750-1801) u. zu t2...it):
1. ein grauweißes, gesteinsbildendes Mineral. 2. ein Sedi
mentgestein, das überwiegend aus Dolomit (1) besteht
Dpllor der; -, ...ores (aus gleichbed. lat. dolor): Schmerz,
dollolros u. dololrös (über mlat. dolorosus „schmerz
erfüllt“ aus lat. dolorosus „schmerzhaft“; vgl. 2...os):
schmerzhaft, schmerzerfüllt. Dollolrplsa die; - (aus lat.
(mater) dolorosa „die schmerzerfüllte (Mutter)“): svw.
Mater dolorosa, dollolrplso (it. ; aus lat. dolorosus, vgl.
doloros): schmerzlich, klagend, betrübt, trauer voll (Vor
tragsanweisung; Mus.)
dollos (aus lat. dolosus „trügerisch, arglistig“ zu dolus, vgl.
Dolus): arglistig, mit bösem Vorsatz (Rechtsw.). Do lus
der; - (aus lat. dolus „Betrug, List, Täuschung“): Arglist,
böser Vorsatz (Rechtsw.); Dolus directus [di rek...]: Vor
satz im vollen Bewusstsein der Folgen einer Tat u. ihrer
strafrechtlich erfassten Verwerflichkeit; Dolus eventualis
[even...]: bedingter Vorsatz, d.h. bewusstes In-Kauf-Neh
men der Nebenfolgen einer Tat
Dplzlflölte die; -, -n (zu it. dolce „süß, sanft“): 1. im 17. Jh.
eine quer angeblasene Blockflöte. 2. Labialstimme in der
Orgel mit offenen Pfeifen u. sanftem Klang
’Dom der; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. dôme, dies über it.
duomo aus kirchenlat. domus (ecclesiae) „Haus (der
Christengemeinde)“): Bischofs-, Haupt-, Stiftskirche mit
ausgedehntem Î 'Chor (1)
"Dom der; -[e]s, -e (über gleichbed. fr. dôme, provenzal. do
ma aus gr. doma „Haus, (flaches) Dach“): 1. Kuppel, ge
wölbte Decke. 2. gewölbter Aufsatz (Dampfsammler) ei
nes Dampfkessels od. Destillierapparats; vgl. destillieren
Domina
der; - (aus gleichbed.port, dom, dies aus lat. dominus
„(Haus)herr“): vor den Taufnamen gesetzter port. Titel
4Dom die (Plur.) (aus Hindi dom, dies aus sanskr. doma,
domba „Mann von niedrigem Stand"): eine der niedersten
ÎKasten in Nordindien
Dplma das; -s, ...men (aus gr. doma „(flaches) Dach“; vgl.
2Dom>: Kristallfläche, die zwei Kristallachsen schneidet
Dolmain [dəmeɪn] die; -, -s od. das; -[s], -s (aus engl. do
maine „(Arbeits-, Aufgabengebiet“, dies aus fr. domaine,
vgl. Domäne): 1. in einem Netzwerk miteinander verbun
dene Gruppe von Computern. 2. abgegrenzter Bereich im
î Internet. Dolmailne [dɔ'mɛ:nə] J/e,--, -s (aus fr. domaine
„Besitz(tum); Landgut, Länderei“): in Frankreich Wein
gut, das ausschließlich Weine aus eigenen Trauben er
zeugt. Dolmälne Æe; -, -n (aus gleichbed. fr. domaine,
dies aus lat. dominium „Herrschaftsgebiet“ zu dominus
„(Haus)herr“): 1. a) (veraltet) Herrengut, bes. Krongut,
Grundstück, dessen Erträge zur Bestreitung der Staatslas
ten u. bes. zum Unterhalt des Landesfürsten bestimmt
sind; b) Staatsgut, -besitz. 2. Arbeits-, Wissensgebiet, auf
dem jmd. besonders gut Bescheid weiß, auf dem er sich
speziell u. besonders intensiv betätigt, das ihm dafür Vor
behalten ist. Do|mä|nen|spei|cher der; -s, -: svw. Bub
blespeicher. do|ma|ni|al (aus gleichbed. fr. domanial zu
domaine, vgl. Domäne): zu einer Domäne gehörend, eine
Domäne betreffend. Dolmalni|al|be|sitz der; -es, -e:
staatlicher Besitz, Domäne (1 b)
Dol ma ti um das; -s, ...ien [...jan] (meist Plur.) (über nlat.
domatium aus gr. dömätion „kleines Haus, Zimmer“):
entsprechende Bildung an Pflanzenteilen (z.B. ein Hohl
raum, ein Haarbüschel), die von anderen Organismen
(z. B. Milben) bewohnt wird. Dolmaltolpholbie die; - (zu
gr. döma, Gen. dömatos „Haus“ u. î ...phobie): krankhafte
Angst vor einem Aufenthalt in umschlossenen Räumen
(Med.)
’Dpmlchor der; -[e]s, ...chore (zu t'Dom u. T2Chor): aus
Knaben- u. Männerstimmen gebildeter Sängerchor eines
Domes. 2Dom|chor der, selten das; -[e]s, Plur. -eu. ...cho
re (zu Î ‘Chor) : Chorraum eines Domes, einer Kathedrale,
Stiftskirche. Dpmldelchant der; -en, -en: svw. Domde
kan. Dpmldelkan der; -s, -e: Vorsteher eines Domkapi
tels (kath. Kirche)
Domeslday Book ['du:mzdeɪ bok] das; - -s (aus gleich
bed. engl. Domesday Book zu altengl. domesdaeg „Tag
des Jüngsten Gerichts“): volkstümliche Bez. für den im
11. Jh. unter WilhelmI. angelegten Grundkataster für gro
ße Teile des angelsächsischen Englands als Grundlage der
Besteuerung
Dol mesltik der; -en, -en (aus gleichbed. fr. domestique,
dies aus lat. domesticus „Hausfreund“ zu domesticus
„zum Hause (domus) gehörend“): 1. (meist Plur.) (veral
tet) Dienstbote. 2. Radrennfahrer, der dem besten Fahrer
einer Mannschaft im Straßenrennen Hilfsdienste leistet
(z. B. Getränke beschafft). Do|mes|ti|ka|ti|pn rZZe; -, -en
(aus gleichbed. fr. domestication): Zähmungu. [planmäßi
ge] Züchtung von Haustieren u. Kulturpflanzen aus Wild
tieren bzw. Wildpflanzen. Dolmesltilke der; -n, -n (zu
Î Domestik): svw. Domestik. Dolmesltilkenlstulbe die;
-, -n: (veraltet) Gesindestube. Do|mes|ti|kin die; -, -nen
(zu Î domestizieren) : (Jargon) Masochistin, die sadistische
Handlungen an sich vornehmen lässt. do|meslti|zie|ren
(über engl. to domesticate „eine wilde Art zähmen“ aus
mlat. domesticare): 1. Haustiere u. Kulturpflanzen aus
Wildformen züchten. 2. zähmen, bändigen. Dolmesltizie rung die; -, -en (zu t...ierung): das Domestizieren
Dolmi|kal|ge|wöl|be das; -s, - (zu t2Dom; vgl. engl. domicale „kuppelartig“): ein Kreuzkuppelgewölbe
Dplmilna die; -, Plur. ...näu.-s (aus far domina „Herrin“):
1. Stiftsvorsteherin. 2. (Plur. nur -s) Prostituierte, die sa3Dom
D
356
dominai
distische Handlungen an einem Masochisten vornimmt,
do!mi|nal (zu Î '...al (1)>: in der Art einer Domina (2). domilnant (aus lat. dominans, Gen. dominantis, Part. Präs,
von dominari, vgl. dominieren): 1. vorherrschend, überde
ckend (von Erbfaktoren; Biol.); Ggs. trezessiv (1). 2. a)
beherrschend, bestimmend; b) svw. dominierend (la). 3.
(Jargon) dominierend (2). Dolmilnantlaklkord u. Do
minantenakkord der; -[e]s, -e: Dreiklang auf der fünften
Stufe (Dominante) der fdiatonischen Tonleiter (Mus.).
1Do|mi|nan|te die; -, -n (Substantivierung zu Îdomi
nant): vorherrschendes Merkmal. 2Do|mi|nan|te die; -,
-n (aus gleichbed. it. dominante): 1. fünfte Stufe (= Quin
te) der Îdiatonischen Tonleiter. 2. svw. Dominantakkord.
Do|mi|nan|ten|ak|kord vgl. Dominantakkord. Dolminantseptakkord u. Dolminantsepltimenakkord der; -[e]s, -e: Dreiklang auf der Dominante (Quinte)
mit kleiner ÎSeptime (Mus.). Dolmilnanz die; -, -en (zu
Îdominieren u. l,,,anz): 1. Eigenschaft von Erbfaktoren,
sich gegenüber schwächeren (Î rezessiven) sichtbar durch
zusetzen (Biol.); Ggs. Î Rezessivität. 2. Anteil einer Art in
nerhalb einer Tier- od. Pflanzengesellschaft (Biol.). 3. a)
das Vorherrschen bestimmter Merkmale; b) das Dominie
ren (1 b); Vorherrschaft. Dolmilnat der od. das; -[e]s, -e
(aus lat. dominatus „(Allein)herrschaft“): absolutes, gött
lich sanktioniertes röm. Kaisertum; vgl. Prinzipat (2). Domilna ti on die; -, -en (aus lat. dominatio „Herrschaft,
Einfluss“): das Dominieren (lb), Beherrschung, Vor
machtstellung. Dolmilnilca [...ka] die; - (verkürzt aus
gleichbed. lat. (dies) dominica, eigtl. „der Tag des
Herrn“): Sonntag; Dominica in albis: Weißer Sonntag
(erster Sonntag nach Ostern, nach den bis dahin getrage
nen weißen Kleidern der neu Getauften in der alten Kir
che). dolmilnielren (aus lat. dominari „herrschen“ zu
dominus „Herr“): 1. a) bestimmen, herrschen, vorherr
schen; b) jmdn., etwas beherrschen. 2. sadistische Hand
lungen an einem Masochisten vornehmen, doimilnierend (zut...ierend): 1. a) vorherrschend, überwiegend; b)
beherrschend. 2. (Jargon) sadistische Handlungen an ei
nem Masochisten (mit dessen Einverständnis) vorneh
mend. dolmilnilkal (aus gleichbed. mlat. dominicalis):
(veraltet) den Herrn, Gebieter, Grundbesitzer betreffend
Do|mi|ni|ka|ner der; -s, - (nach dem Ordensgründer, dem
heiligen Dominikus (um 1170-1221),u. zut...aner): 1. An
gehöriger des im Jahre 1215 gegründeten Predigerordens;
Abk.: O. P. od. O. Pr. 2. gestreiftes Lege- u. Fleischhuhn
mit Rosenkamm. Do|mi|ni|ka|nelrin die; -, -nen: Ange
hörige des weiblichen Zweigs des Dominikanerordens.
do|mi|ni|ka|nisch: die Dominikaner (1) betreffend, zu
ihnen gehörend
Do|mi|ni|kat das; -s, -e (zu fdominikal u. T...at (1)): (ver
altet) Herrenhof, Gut. Do|mi|ni|kum das; -s, ...ka (aus
gleichbed. spätlat. dominicum): (veraltet) a) Kirche; b)
Gottesdienst, Abendmahlsfeier; c) Kirchenvermögen.
Do|mi|ni|on [do'mɪniən] das; -s, Plur. -s u. ...nien [,,,iən]
(aus engl. dominion, dies über altfr. dominion zu lat. do
minium „Herrschaft, Machtgebiet“): ein der Verwaltung
nach selbstständiges Land des Brit. Reiches u. Common
wealth. Do|mi|ni|um das; -s, ...ien [...jan] (aus gleichbed.
/ɑt. dominium): (veraltet) Herrschaft, Herrschaftsgebiet.
1Do|mi|no der; -s, -s (z.T. über fr. domino aus gleichbed.
it. domino, eigtl. „geistlicher Herr“ (nach der alten Win
terkleidung der Priester), dies zu lat. dominus „Herr“): a)
langer [seidener] Maskenmantel mit Kapuze u. weiten Är
meln; b) Träger eines solchen Kostüms; c) (österr.) Domi
nostein. 2Do|mi|no das; -s, -s (zu t‘Domino, vielleicht,
weil sich der Gewinner Domino („Herr“) nennen durfte):
a) Spiel, bei dem rechteckige, mit Punkten versehene Stei
ne nach einem bestimmten System aneinander gelegt wer
den; b) (österr.) Spielstein im “Domino (a). Do|mi|no|te-
d/e; -, ...ien (aus gleichbed. fr. dominoterie): (veraltet)
a) Anfertigung von Dominospielen; b) Verfertigung von
buntem Papier, Handel mit Bilderbogen u. buntem Papier.
Dolmilnus der; -, ...ni (aus lat. dominus „Herr“): Herr,
Gebieter. Dolmilnus volbislcum [- vo'bɪskʊm] dal.;
„der Herr sei mit euch!“): Gruß des Priesters an die Ge
meinde in der (früher lateinischen) kath. Liturgie
Do|mi|zel|lar der; -s, -e (zu mlat. domicellus „Knappe,
Junker“ u. t...ar (2)): (veraltet) junger ÎKanoniker, der
noch keinen Sitz u. keine Stimme im Î Kapitel (2) hat. Domilzil das; -s, -e (aus lat. domicilium „Wohnsitz“ zu do
mus „Haus“): 1. Wohnsitz, Wohnhaus. 2. Zahlungsort
[von Wechseln], 3. einem bestimmten Planeten zugeordne
tes Tierkreiszeichen (Astrol.). Do milzillilant der; -en,
-en (zu Î.. .ant ( 1 )) : der zur Bezahlung des Domizilwechsels
Verpflichtete (der Bezogene). do|mi|zi|lie|ren (zu T...ieren): 1. ansässig sein. 2. [Wechsel] an einem andern Ort als
dem Wohnort des Bezogenen (= dessen, der den Scheck
od. Wechsel zahlen muss) zur Zahlung anweisen. Dolmizil wech sel der; -s, -: 1. Wechsel, der nicht am Wohnort
des Ausstellers eingelöst wird. 2. Wechsel, der am Wohn
ort des Ausstellers bei einem Dritten (Bank) eingelöst wird
(daher meist die Bez. Zahlstellenwechsel). Domlkalpiltel
das; -s, - (zu Î 'Dom u. ÎKapitel (2 a)>: Gemeinschaft von
Geistlichen an bischöflichen Kirchen, die für die Gestal
tung des Gottesdienstes verantwortlich sind u. den Bischof
beraten. Dom|ka|pi|tullar der; -s, -e: Mitglied des Dom
kapitels. Domlopelra die; -, ...re (zu Î 'Dom u. t2Opera):
urspr. die Bauhütte eines ital. Domes, später Bez. für das
dem Dom angegliederte Museum
Dolmosltroi* [...’stray] der; -s (aus russ. domostroj „Haus
ordnung“, Lehnübersetzung aus gleichbed. gr. oikonomia): 1547 zusammengestellte russ. Sammlung von Le
bensregeln u. Verhaltensweisen gegenüber Obrigkeit u.
Familie
Dolmolwilna [auch'do:..., 'dɔ...] die; - (aus sorb, domowina
„Heimat“): Organisation der sorb. Minderheit in
Deutschland
Do mo woi [...’voy] der; -s, - (aus gleichbed. russ. domovoj
zu dom „Haus“): Hausgeist des russ. Volksglaubens
Domplteur [dɔmp'ta:u] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. domp
teur zu dompter „zähmen“, dies aus gleichbed. lat. domit
are): Tierbändiger. Domplteulse [,,,'to:zə] die; -, -n (aus
gleichbed. fr. dompteuse): Tierbändigerin
Domira die; -, -s u. ...ren (aus russ. domra, dombra „eine
Art Balalaika mit Drahtsaiten“, dies aus turkotat. *domracy): altes russ. Saiteninstrument in Form einer Laute
Domlvilkar [,..v...] der; -s, -e (zu î'Dom u. Î Vikar): Hilfs
geistlicher in einem t Domkapitel
Don (ohne Artikel) (aus span, don bzw. it. don „Herr“, diese
aus gleichbed. lat. dominus): a) in Verbindung mit dem
Vornamen gebrauchte span. Bez. für Herr; b) in Verbin
dung mit dem Vornamen gebrauchter Titel der Priester u.
der Angehörigen bestimmter Adelsfamilien in Italien, z. B.
Don Camillo. Dolña ['dɔnja] (ohne Artikel) (aus span, do
ña, dies aus lat. domina „Herrin“): in Verbindung mit dem
Vornamen gebrauchte span. Bez. für Frau; vgl. Don (a)
Dolnalrit [auch ... rit] der; -s (nach dem germ. Gewittergott
Donar u. zu T'...it>: bes. im Steinkohlenbergbau verwen
deter pulvriger Sprengstoff
Dolnaltar der; -s, -e (aus gleichbed. mlat. donatarius zu lat.
donare „schenken“): der Beschenkte (Rechtsw.). Dolnatalrio der; -s, -s (aus port, donatario „der Beschenkte“):
Inhaber eines der Erblehen, in die Brasilien unter port.
Herrschaft im 16. Jh. eingeteilt wurde. Dolnaltilon die; -,
-en (aus gleichbed. lat. donatio): Schenkung (Rechtsw.).
Dolnaltislmus der; - (nach dem Bischof Donatus von
Karthago (|um 355) u. zu t ...ismus (1)>: Î rigoristische Be
wegung (u. sich daraus entwickelnde Sonderkirche) in der
rie
357
nordafrik. Kirche vom 4. bis 7. Jh., in der sich religiöse, na
tionale u. soziale Elemente verbanden. Dolnaltist der;
-en, -en <zu Î ...ist) : Anhänger des Donatismus. Do Inaltor
der; -s, ...oren (aus lat. donator „Spender“ zu donare
„schenken“): 1. (veraltet) Stifter, Geber, bes. eines Bu
ches. 2. a) ÎAtom od. Î Molekül, das Î Elektronen (1) od.
Î Ionen abgibt (Phys., Chem.); b) durch ein Fremdatom ge
bildete Störstelle in einem Kristall, die Elektronen abge
ben kann. 3. System, das Elemente od. Informationen an
ein anderes System weitergibt (Kybern.); Ggs. Î Akzeptor
(4). Do na tus der; -, ...ti (aus lat. donatus „der Gegebe
ne“, Part. Perf. von donare „schenken“): im Mittelalter ei
nem Kloster zum späteren Eintritt übergebenes Kind od.
Erwachsener, der sich einem geistlichen od. Ritterorden
anschloss; vgl. 2Oblate
Do ne gal der; -[s], -s (nach der gleichnamigen ir. Graf
schaft): locker gewebter Mantelstoff aus Noppenstreich
garn in Köper- od. Fischgratbindung (eine Webart)
Döl nerder;-s,-: Kurzform von TDönerkebab. Dönerkebab der; -[s], -s (aus gleichbed. türk, dönerkebap, zu döner
„sich drehend, Dreh-“ u. kebap „Spießbraten“; vgl. Ke
bab): Kebab aus an einem senkrecht stehenden Spieß ge
bratenem, stark gewürztem Hammelfleisch
Dong der; -[s], -[s] (aber: 5 -) (aus gleichbed. Vietnam.
dong): Währungseinheit in Vietnam
Donlgle ['dɔŋgl] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. dongle):
Kopierschutz[stecker], Einrichtung zur Sicherung eines
Computers gegen unbefugte Benutzung (EDV). Donlgleware [...wes] die; -, -s (zu 1 Dongle u. engl. ware „Gesamt
heit gleichartiger Dinge“): kostenlose Software, die nur
mit kostenpflichtigen Ergänzungen voll nutzbar ist
Dong|son|kul|tur die; - (nach dem Fundort Dongson in
Vietnam): spätbronzezeitliche Kultur im östlichen Hinter
indien mit Auswirkung bis nach Indonesien, deren be
kannteste Denkmäler kostbar verzierte Bronzepauken u.
-trommeln sind
Donlja die; -, -s (aus span, doña „Herrin“): (ugs. scherzh.
od. abwertend; veraltend) weibliche Person (z. B. Freun
din, Dienstmädchen); vgl. Doña
Donljon [do'ʒð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. donjon, eigtl.
„Herrenturm“, dies über vulgärlat. dominionem, Akk.
von dominio zu lat. dominus, vgl. Dominus): Hauptturm
einer mittelalterlichen Burg in Frankreich
Don Julan [dɔn xuan, auch dð 'ʒua:] der; - -s, - -s (nach der
gleichnamigen Sagengestalt in der span. Literatur): 1.
Mann, der ständig neue erotische Beziehungen sucht;
Frauenheld. 2. Typenfigur der europ. Dichtung, bes. der
Bühnendichtung, des der Sinnlichkeit nachjagenden Ver
führers. donljulalnesk (zu î ...esk): in der Art eines Don
Juans. Donljulalnislmus der; - (zu T...ismus (3)>: Stö
rung im männlichen Sexualverhalten, die sich in hem
mungslosem Verlangen, dem Zwang, häufig die Partnerin
zu wechseln, äußert (aus neurotischer Angst vor der Bin
dung; Psychoanalyse)
Donlkey [ dɔŋki] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. donkey,
eigtl. „Esel“): Hilfskessel zum Betrieb der Lade- u. Trans
portvorrichtungen auf Handelsschiffen
Don Ina die; -, Plur. -s u. Donnen (aus it. donna, dies aus lat.
domina „Herrin“): 1. (ohne Artikel) in Verbindung mit
dem Vornamen gebrauchter Titel für weibl. Angehörige
bestimmter ital. Adelsfamilien, z.B. Donna Maria. 2. (ugs.
abwertend; veraltend) Hausangestellte, Dienstmädchen;
vgl. Donja
Dolnor der; -s, Donoren (zu lat. donare „schenken“ u.
Î ...or): Organspender (Med.)
Don Quilchotte [dɔnkiʃɔt, auch dö...] der; - -s, - -s (franz.
Schreibung von span. Don Quijote, dem Titelhelden eines
Romans von M. de Cervantes Saavedra (1547-1616), zu
îDon (a) u. span, quijote „Beinschiene des Harnischs“,
Dorade
dies zu lat. coxa „Hüfte“): lächerlich wirkender Schwär
mer, dessen Tatendrang an den realen Gegebenheiten
scheitert. Don|qui|chot|te|riedie; -, ...ien (zu t2...ie): tö
richtes, von Anfang an aussichtsloses Unternehmen aus
weltfremdem Idealismus. Donlqui|chot|ti|a|de die; -, -n
(zu 1 ...iade): Erzählung im Stil des „Don Quichotte“ von
Cervantes. Don|qui|chotltis|mus der; - (zu t...ismus
(3)) : (veraltet) abenteuerliche Gesinnung; Hang zu törich
ten, aussichtslosen Unternehmungen. Don Guiljolte,
Don Quilxolte [donki'xo:to, span, doqki'xote] (span.y.
svw. Don Quichotte
Dont|ge|schäft ['dð:...] das; -[e]s, -e (zu fr. dont „von wo
(an)“, dies entstellt aus gleichbed. (vulgär)lat. de unde):
Börsengeschäft, bei dem die Erfüllung des Vertrages erst
zu einem späteren Termin, aber zum Kurs des Abschluss
tages erfolgt (Börsenwesen)
Do|num das; -s, Dona (aus lat. donum „Gabe, Geschenk“):
Schenkung [eines Buches]
Dolnut ['doʊnʌt], auch Doughnut der; -s, -s (aus gleichbed.
amerik. donut, dies aus engl. doughnut zu dough „Teig“):
rundes Hefegebäck mit einem Loch in der Mitte, Krapfen
dooldeln [ du:...] (aus gleichbed. engl. to doodle): nebenher
in Gedanken kleine Männchen o. Ä. malen, kritzeln (z. B.
während man telefoniert)
Do|pa das; -[s]: Kurzform von îDioxyphenylalanin. Do
paimin* das; -s, -e (zu îDopa u. Î Amin): die Muttersub
stanz der Hormone t Adrenalin u. Î Noradrenalin, dolpamilnerg* (zugr. érgon „Werk; Arbeit“): durch Dopamin
bewirkt, auf Dopamin ansprechend (Med.), dolpalmino|mi|me|tisch*: die gleichen Erscheinungen wie Dopa
min hervorrufend (von Arzneimitteln; Med.)
Dope [dɔp, do:p] das; -s (aus gleichbed. engl. dope, eigtl.
„zähe Flüssigkeit, Schmiermittel“, dies aus niederl. doop
„Soße“): Rauschgift, bes. Haschisch, dolpen [auch
'dɔpn] (aus gleichbed. engl. to dope zu dope, vgl. Dope):
[sich] durch verbotene Substanzen zu einer [vorüberge
henden] sportlichen Höchstleistung zu bringen versuchen.
Dolper [auch 'dɔpn] der; -s, -: jmd., der [sich] dopt. Dgping [auch 'dɔpɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. doping):
Anwendung von verbotenen Substanzen zur [vorüberge
henden] Steigerung der sportlichen Leistung. Dolpingkonltrollle* die; -, -n: Untersuchung von Harn- od. Spei
chelproben auf Einnahme von Dopingmitteln. Dolpingmitltel das; -s,- `. Reizmittel zur (unerlaubten) sportlichen
Leistungssteigerung. Do|ping|skan|dalder;-s, -e: durch
die unerlaubte Einnahme von Dopingmitteln von bekann
ten Sportlern ausgelöster Skandal
Dgp|pel|an|as|tig|mat der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n],
selten auch das; -s, -e (zu î Anastigmat) : [fotograf] Linsen
system aus zwei zu einer eingebauten Blende symmetri
schen Hälften, das besonders gute Bilder erzeugt. Dpppelfaxel der; -s, - (zu t Axel): doppelter Axel. Dpplpellhelix die; -, ...ices [,,,tse:s] (zu tHelix): Bez. für die besondere
Struktur (gewendelter Doppelstrang) des DNS-Moleküls;
vgl. DNS. Dop|pel|nel|son der; -[s], -[s] (zu tNelson):
doppelter Nackenhebel, Griff beim Ringen u. Rettungs
schwimmen. Dpp|pel|sal|chow der; -[s], -s (zu TSalchow): doppelter tSalchow. Dop pik die; - (Kunstw.):
doppelte Buchführung, doplpio molvilmenlto [- ...v...]
(iz,): doppelte Bewegung, doppelt so schnell wie bisher
(Vortragsanweisung; Mus.)
DpppllerlefIfekt der; -[e]s (nach dem österr. Physiker u.
Mathematiker Chr. Doppler (1803-1853) u. zu ÎEffekt):
Frequenzänderung je nach der abnehmenden od. zuneh
menden Entfernung eines Erzeugers von Schall- od. Licht
wellen (Phys.)
Doppllelrit [auch ..,'rit] der; -s, -e (nach einem Bergrat
Doppler u. zu t2...it>: Gefügebestandteil der Braunkohle
Dolralde die; -, -n (aus gleichbed. fr. dorade zu dorer, vgl.
D
Dorado
dorieren): Goldmakrele (Speisefisch). Dolraldo vgl. El
dorado. Dolralge [do'ra:ʒ(ə)] öüe; -, -n (aus gleichbed. fr.
dorage zu dorer, vgl. dorieren): (veraltet) das Vergolden
Dolrant der; -[e]s, -e (entstellt aus mlat. orontium zu gr.
oróntion, nach dem Fluss Orontes (heute Nähr Al Asi) in
Syrien) : Name verschiedener Pflanzen (z. B. Löwenmaul,
Sumpfschafgarbe), nach altem Volksglauben zauberbre
chend od. -abwehrend
Dolrelma die; - (aus gleichbed. nlat. dorema zu gr. dóry
„Lanze“ (wegen des langen, schlanken Stängels)): Doldenblütlergattung in den Trockengebieten Vorderasiens,
deren eine Art das medizinisch verwendete Ammoniak
harz liefert
Do|ré|me|tall [do re...] áas; -s, -e (zu/r. doré, Part. Perf.
von dorer, vgl. dorieren): goldhaltige Silberlegierung, dorielren (aus gleichbed. fr. dorer, dies aus lat. deaurare):
(veraltet) vergolden
Dolrik die; - (zu Î dorisch u. T2...ik (1)): (veraltet) dorischer
Stil, dolrisch (nach dem altgriech. Stamm der Dorer): a)
die [Kunst der] Dorer betreffend; b) aus der Landschaft
Doris stammend; dorische Tonart: eine der drei altgriech.
Stammtonarten, aus der sich die auf dem Grundton d ste
hende Haupttonart im mittelalterlichen System der Kir
chentonarten entwickelte (Mus.). do|ri|sie|ren (zu
T...isieren): (veraltet) dem dorischen Stil anpassen. Dorislmus der; -, ...men (zu Î ...ismus (2)> : Charakteristikum
der dorischen Lebensweise u. Kultur. Do|ri|zis|mus der;
-, ...men (zu t...izismus): dorische Eigentümlichkeit der
griech. Sprache
Dor|kas|ga|zel|le die; -, -n (verdeutlichende Bildung aus
gr. dorkás „hirschartigesTier, Gazelle“ u. tGazelle): nicht
ganz rehgroße Gazelle aus den Steppen u. Wüsten Nord
afrikas
Dorlkinglhuhn [engl. 'dɔ:kɪŋ...] ifas; -[e]s, ...hühner (nach
der engl. Stadt Dorking, County Surrey): eine der ältesten
Haushuhnrassen
dorlioltielren (aus gleichbed.//'. dorloter, eigtl. „das Haar,
den Bart kräuseln“, zu altfr. dorelot, dorenlot „Haarlocke,
-strähne; Haarband, Franse“): (veraltet) verzärteln
Dormant [...'ma:] der; -s, -s (Substantivierung von fr. dor
mant „stehend; unbeweglich, fest“, eigtl. „schlafend“ ; vgl.
Dormanz): (veraltet) Tafelaufsatz. Dorlmanz die; - (zufr.
dormant, Part. Präs, von dormir „schlafen“ (dies aus
gleichbed. lat. dormire), u. î...anz>: Entwicklungsruhe bei
Tieren u. Pflanzen zum Überdauern ungünstiger Umwelt
bedingungen u. zur jahreszeitlichen î Synchronisation der
Entwicklung. Dorlment das; -s, -e (aus gleichbed. mlat.
dormentum): (veraltet) svw. Dormitorium. Dorlmeulse
[,,,'mo:zə] die; -, -n (aus gleichbed./r. dormeuse zu dormir,
vgl. Dormanz): 1. elegante Haube der Rokokozeit zum
Schutz der kunstvollen Frisur. 2. bequemer Lehnstuhl des
Empire. 3. (veraltet) Reisezugwagen mit Liegemöglich
keit, Liegewagen. Dorlmiltiv das; -s, -e [...va] (nach
gleichbed./r. dormitif zu dormir, vgl. Dormanz u. ...iv):
(veraltet) Schlafmittel. Dor|mi|to|ri|um das; -s, ...ien
[...ian] (aus gleichbed. mlat. dormitorium, dies aus lat.
dormitorium „Schlafzimmer“ zu dormire „schlafen“): a)
Schlafsaal in einem Kloster; b) Teil eines Klostergebäu
des, der die Einzelzellen enthält
Dolrolmalnie iZze; - (zu gr. döron „Gabe, Geschenk“ u.
t...manie): krankhafte Sucht, Dinge zu verschenken
(Med., Psychol.)
Do|ro|ni|cum [...kom] das; -s (über mlat. doronicum aus
arab. däranag „gelb blühende Pflanze“): zu den Korbblüt
lern gehörende gelb blühende Pflanze; Gämswurz (Bot.)
dors..., Dors... vgl. dorso.... Dorso... dorlsal (aus spätlat.
dorsalis „zum Rücken gehörig“ zu /ɑz. dorsum „Rücken“) :
1. a) zum Rücken, zur Rückseite gehörend; b) am Rücken,
an der Rückseite gelegen ; zur Rückseite, zum Rücken hin ;
358
rückseitig (Med.). 2. mit dem Zungenrücken gebildet (von
Lauten; Sprachw.). Dorlsal ¿/er; -s, -e (zu T *...al (2)): mit
dem Zungenrücken gebildeter Laut (Sprachw.). Dorlsalamlpulllen die (Plur.): bei vielen Fluginsekten für die
Durchblutung der Flügel wichtige, blasenartige Auftrei
bungen der Î Aorta des Rückengefäßes. Dorlsalldisllokation die; -, -en: Verschiebung eines Wirbels in Rich
tung des Rückens (Med.). Dorlsalle das; -s, - (zu t...ale):
Rückwand des Chorgestühls. Dor|sal|fle|xilon die; -, -en
(zu îdorsal): Beugung der Hand od. des Fußes nach dem
Hand- bzw. Fußrücken zu (Med.). Dorlsalllaut der; -[e]s,
-e: svw. Dorsal. Dorlsallwirlbel der; -s, -: svw. tThorakalwirbel
Dorlsetlkulltur [engl. 'dɔ:sɪt...] die; - (nach Cape Dorset in
den Nordwestterritorien Kanadas): vorgeschichtliche Es
kimokultur in der zentralen u. östlichen kanad. Arktis so
wie in Grönland, deren Hauptfundgegenstände Kleinge
räte aus Knochen sind
dor|si|ven|tral‘ [...v...] (zu lat. dorsi, Gen. von dorsum
„Rücken“, u. Îventral): einachsig Îsymmetrisch (2), d.h.
mit spiegelbildlich gleichen Flanken, aber verschiedener
Rücken- u. Bauchseite (von Pflanzenteilen u. Tieren),
dorlso..., Dorlso..., vor Vokalen meist dors..., Dors...
(aus lat. dorsum „Rücken“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „den Rücken, die Rückseite betreffend, auf der
Rückseite gelegen“, z.B. dorsoplantar. dor(soanterior: mit dem Rücken nach vorn [liegend] (speziell von der
Leibesfrucht bei Querlage; Med.). Dorlsoldylnie* die; -,
...ien (zu t...odynie>: Rückenschmerz, Schmerzen im Be
reich des Rückens (Med.), dorlsolplanltar* (zu lat. plan
ta „Fußsohle“ u. Î ...ar (1)): vom Fußrücken zur Fußsohle
hin (Med.). dor|so|pos|te|ri|or: mit dem Rücken nach
hinten (zum Rücken der Mutter hin) liegend (von der Lei
besfrucht; Med.), dorlsolvenltral* [...v...]: vom Rücken
zum Bauch hin gelegen (Biol., Med.), dorlsolvollar: vom
Handrücken zur Hohlhand hin (Med.)
Dorsltelnia die; -, ...ien [...ian] (aus gleichbed. nlat. dorstenia, nach dem Arzt u. Botaniker T. Dorsten,
1492-1552): Gattung der Maulbeergewächse in den Tro
pen
Dolrylpholros der; - (ausgr. doryphoros „Lanzenträger“):
berühmte Statue des griech. Bildhauers Polyklet
Dos die; -, Dotes ['do:te:s] (aus gleichbed. lat. dos, Gen. do
tis, eigtl. „Gabe“): Mitgift (Rechtsw.)
DOS® das; -: (Abk. für gleichbed. engl. disc operating sys
tem): Plattenbetriebssystem, das dialogorientiert arbeitet
(EDV)
dos à dos [doza'do] (fr.; zu dos „Rücken“, dies über vulgärlat. dossum ausgleichbed. lat. dorsum): Rücken an Rü
cken (Ballett)
Dolsalge [do'za:ʒ(ə)] die; -, -n (aus fr. dosage „Dosierung,
Zuteilung, Zubereitung“ zu dose „Dosis“, dies aus mlat.
dosis, vgl. Dosis): das Zusetzen von in Wein gelöstem Zu
cker bei der Schaumweinherstellung
Dolsar der;-s, -e (ausdem Pers.): Größenmaß (etwa2,12 m)
für einen pers. Vorleger u. Bez. für einen Teppich diesen
Formats
dolsielren (aus gleichbed./r. doser zu dose „abgemessene
Menge“, dies aus mlat. dosis, vgl. Dosis): [eine bestimmte
Menge] ab-, zumessen. Dolsielrung die; -, -en (zu t,,,ierung): 1. das Dosieren. 2. abgemessene, dosierte Menge
von etwas. Do|si|me|ter das; -s, - (zu Î*...meter): Gerät
zur Messung der vom Menschen aufgenommenen Menge
an Îionisierenden Strahlen (z.B. Röntgenstrahlen). Dosilmeltrie* die; - (zu t.,.metrie): 1. Messung der Energie
menge Îionisierender Strahlen (z.B. von Röntgenstrah
len). 2. Teilgebiet der Kernphysik, das sich [zum Strahlen
schutz] mit der Dosimetrie (1) beschäftigt. Do|si|metrist* der; -en, -en (zu T ...ist): Fachmann auf dem Gebiet
359
der Dosimetrie. Dglsis die; -, ...sen (über mlat. dosis „Ga
be“ ausgleichbed.gr. dosis): 1. zugemessene [Arzneijmenge. 2. kleine Menge. 3. Maß für die Menge der Î ionisieren
den Strahlen (z.B. Röntgenstrahlen). Dolsisläquilvalentifas; -[e]s, -e: Vergleichszahl für die relative Wirksam
keit verschiedener Îionisierender Strahlen
Doslsiler [dɔs ie:] das. veraltet der: -s, -s (aus fr. dossier
„Aktenbündel“ zu dos „Rücken“ (nach dem Rücken
schild); vgl. dos à dos): 1. umfänglichere Akte, in der alle
zu einer Sache, einem Vorgang gehörenden Schriftstücke
enthalten sind. 2. (bes. in der Presse in Form einer [Sonder]beilage o. Ä.) Dokumentation zu einem bestimmten
Thema, doslsielren (zu fr. dossier „Rück(en)lehne“ u.
Î..deren): abschrägen, böschen. Doslsielrung die; -, -en
(zu t...ierung>: flache Böschung
Doltallsysltem das: -s (zu /ɑt. dotalis „zur Mitgift gehö
rig“ u. tSystem): System des ehelichen Güterrechts im
röm. Recht, nach dem das Vermögen der Frau nach der
Hochzeit in das des Mannes übergeht; vgl. Dos. Doltalver mö gen das; -s, -: svw. Dos. Doltantr/er; -en, -en (zu
lat. dotans, Gen. dotantis, Part. Präs, von dotare „ausstat
ten“): ehern. Element, das durch Dotierung (vgl. dotieren
2) in Halbleitermaterial eingebaut wird u. dessen elektr.
Leitfähigkeit verändert. Doltaltilon r/ie; -, -en (aus mlat.
dotatio „Ausstattung“ zu lat. dotare, vgl. dotieren): 1.
Schenkung, Ausstattung mit Vermögenswerten. 2. Mit
gift; vgl. ...ation/...ierung. Dgltes [,,,te:s]: Plur. von tDos.
doltielren (z.T. über gleichbed. fr. doter aus lat. dotare
„ausstatten“): 1. (in Bezug auf gehobene berufliche Posi
tionen) in bestimmter Weise bezahlen. 2. mit einer be
stimmten Geldsumme o.Ä. ausstatten. 3. (zur gezielten
Veränderung der elektr. Leitfähigkeit) Fremdatome in
Halbleitermaterial einbauen (Phys.). Doltielrung die; -,
-en (zut,,,ierung): 1. das Dotieren. 2. Entgelt, Gehalt, bes.
in gehobeneren Angestelltenpositionen; vgl. ...ation/...ierung
Dottore der; -s, Plur. -s od. -n (aus it. dottore „Doktor“):
komische Figur der Î Commedia dell’Arte, der pedanti
sche Gelehrte. Dot|to|rel|lo der; -s, -s (aus gleichbed. it.
dottorello, eigtl. „Doktorchen“, Verkleinerungsform von
dottore): (veraltet) Halbgebildeter, eingebildeter Mensch,
der Bildung vortäuscht
Doulaire [duer] das; -[s] (aus gleichbed. fr. douaire, dies aus
mlat. dotarium zu lat. dos, Gen. dotis (vgl. Dos) u. Î ...arium): (veraltet) Wittum. Doulailrièlre [duɛrjɛ:rə] die; -, -n
(aus gleichbed. fr. douairière): (veraltet) Frau mit An
spruch auf ein Wittum
Doulalne ['dua:nə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. douane, dies
über älter it. doana aus arab. diwän „Zollbüro“ (vgl. Di
wan)): franz. Bez. für Zoll, Zollamt (auf Hinweisschildern
an Grenzübergängen). Doulalniler [...nie:] der; -s, -s (aus
gleichbed. fr. douanier): Zollaufseher, -beamter (in Frank
reich)
doulbeln ['du:bɪn] (zu TDouble): a) die Rolle eines Film
schauspielers bei gefährlichen Szenen, bei Proben o.Ä.
übernehmen; b) eine Szene mit einem Double (1 a) beset
zen. Doulblalge* [du'bla:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
doublage, eigtl. „das Verdoppeln“, zu doubler, vgl. dublie
ren): 1. Vorgang des filmischen tSynchronisierens (3). 2.
durch Synchronisieren (3) hergestelltes Werk. Doulble
['du:bl] das; -s, -s (ausfr. double „doppelt; Doppelgänger“,
dies aus lat. duplus „doppelt“): 1. a) jmd., der einen Dar
steller doubelt; b) Doppelgänger(in). 2. Variation eines
Satzes der Î Suite (4) durch Verdopplung der Notenwerte
u. Verzierung der Oberstimme (Mus.). 3. svw. Doubleface
(b). 4. Gewinn der Meisterschaft u. des Pokalwettbewerbs
durch dieselbe Mannschaft in einem Jahr (Sport.). ’Dou
blé* [du'ble:], auch Dublee das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
doublé, eigtl. „gedoppelt“, zu doubler, vgl. dublieren): 1.
Dowlas
unedles Metall, das auch mit einem Edelmetallüberzug
versehen ist. 2. Stoß beim Billardspiel. 2Dou|blé*áer; -[s],
-s (zu î ‘Doublé): Doppeltreffer beim Degenfechten. Double bind, auch Doulble Bind ['dʌblbaɪnd] das; - (aus
engl. double bind „Zwickmühle“, eigtl. „Doppelbin
dung“): [Verwirrung u. Orientierungslosigkeit hervorru
fende] Beziehung, Bindung zwischen einander naheste
henden Personen, bei der die eine Person sich der anderen
gegenüber widersprüchlich äußert u. verhält (Psychol.).
Doulblelface ['du:blfa:s, auch 'dʌblfeɪs] der od. das: -, -s
[,..fa:s, auch ...feisiz] (z.T. über engl. double-face aus
gleichbed. fr. double-face, eigtl. „Doppelgesicht“, zu face
„Gesicht, Außenseite“, dies aus lat. facies): a) Gewebe aus
[Halbjseide od. Chemiefasern mit verschiedenfarbigen
Seiten, die beide nach außen getragen werden können; b)
dickes Doppelgewebe aus Streichgarn für Wintermäntel.
Doulbleltime [ dʌbltaɪm] die: - (aus gleichbed. engl. dou
ble time): Verdoppelung des Tempos unter Beibehaltung
der tatsächlichen Spieldauer im Jazz. Doulbletlte* [du...]
vgl. Dublette. Doulbleur* [du'blo:n] der; -s, -e (aus gleich
bed. fr. doubleur zu doubler, vgl. dublieren): svw. Dublier
maschine. doulblielren* [du...] vgl. dublieren. Dou
blon* [du'blö] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. doublon, dies
aus span, doblón, eigtl. „Doppelstück“, zu doble „dop
pelt“): franz. Form von ÎDublone. Doulblulre* [dub^:rə] vgl. Dublüre
doulceiment [dusa'mä:] (fr.; zu tdoux): langsam, behut
sam, sachte. Doulceur [du'sa:n] das; -s, -s (aus/r. douceur
„Süßigkeit“ zu tdoux): (veraltet) 1. Süßigkeit. 2. Ge
schenk, Trinkgeld
Doughlnut ['doʊnʌt] vgl. Donut
Doulglaslfichlte* ['du:glas...] die; -, -n: svw. Douglasie.
Doulglalsie [du'gla:ziə] die; -, -n (aus gleichbed. nlat.
douglasia, nach dem schott. Botaniker D. Douglas, 1798
bis 1834): schnell wachsender Nadelbaum Nordamerikas
Doulglaslraum* ['dagləs...] der; -s (nach dem schott. Arzt
J. Douglas, 1675-1742): Bauchfeilgrube zwischen Mast
darm u. Blase bzw. Gebärmutter (Med.). Doulglaslskgp
[dagləs...] das; -s, -e (zu Î ...skop): ÎEndoskop zur Betrach
tung des Douglasraums (Med.). Doulglaslskolpie die; -,
...ien (zu t...skopie): Untersuchung des Douglasraums
mittels t Endoskops von der Scheide her (Med.)
Doulglasltanlne* ['du:glas...] die; -, -n (zu tDouglasie):
svw. Douglasie
Douilllette [du jet] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed. fr. douil
lette zu älter fr. doille „weich; zart“ (vgl. doux), dies aus
lat. ductilis „ziehbar, dehnbar“): (veraltet) wattierter, ge
steppter Damenmantel, wattiertes Kleid
Doulpilon [du'piö:] der od. das; -[s] (aus gleichbed. fr. doupion): naturseidenähnliches Noppengewebe
Dou|ri|ne [du'ri:nə], auch Durine <//<?; -, -n (aus gleichbed.
ʃr. dourine, weitere Herkunft unsicher): durch Trypanoso
men verursachte Geschlechtskrankheit von Pferd u. Esel;
Beschälseuche
dg ut des (lat.; „ich gebe, damit du gibst“): 1. altröm.
Rechtsformel für gegenseitige Verträge od. Austauschge
schäfte. 2. Ausdruck dafür, dass mit einer Gegengabe od.
einem Gegendienst gerechnet wird
doultielren [du...] (aus gleichbed. fr. douter, dies aus lat.
dubitare): (veraltet) zweifeln
doux [du:] (fr.; aus gleichbed. lat. dulcís): süß, lieblich, an
genehm
Dow-Jones-In|dex ['daʊ'dʒoʊnz...] der; - (nach der amerik. Firma Dow, Jones u. Co., die den Index ermittelt);
Verzeichnis, Aufstellung der errechneten Durchschnitts
kurse der dreißig wichtigsten Aktien in den USA
(Wirtsch.)
Dowllas ['daʊləs] das: - (aus gleichbed. engl. dowlas; nach
der franz. Stadt Daoulas, wo es zuerst hergestellt wurde):
D
down
dichtes, gebleichtes Baumwollgewebe für Wäsche u.
Schürzen
down [daun] (aus gleichbed. engl. down, eigtl. „hinunter“):
1. (ugs.) sich körperlich, seelisch auf einem Tiefstand be
findend; zerschlagen, ermattet; niedergeschlagen, be
drückt. 2. nieder!, leg dich! (Befehl an Hunde). Dowlner
['daʊnə] der; -s, - (zu tdown): (Jargon) svw. Tranquilizer.
Downlhill ['daʊnhil] das; -s,
(zu engl. downhill „berg
ab“): Abfahrtsrennen [von Berggipfeln] mit speziellen
Mountainbikes. Down|hill|va|ri|zen [...va...] die (Plur.)
(zu lat. varix „Krampfader“): ÎVarizen der Speiseröhre
(Med.)
Dowlning Street ['daunɪŋ 'stri:t] die; - - (nach dem engl.
Diplomaten Sir George Downing, 1624-1684): 1. Straße in
London mit dem Amtssitz des brit. Premierministers. 2.
(ohne Artikel) die brit. Regierung
Down I load ['daonlood] das; -s, -s (Substantivierung von
engl. to download, vgl. downloaden): 1. das Downloaden.
2. Programm (4), das ein Herunterladen von Dateien auf
die Festplatte ermöglicht; Ggs. Î Upload, downlloalden
(aus gleichbed. engl. to download, dies zu I down u. to load
„laden“): Daten von einem zentralen, meist größeren
Computer od. einem Netz (z.B. dem Internet) auf die ei
gene Festplatte übertragen, herunterladen; Ggs. Îuploa
den. Downlsilzing [,,,saɪzɪŋ] das;-s. (zu engl. to downsize
„verschlanken, abspecken“u. t...ing): das Verkleinernder
Größe u. Verminderung der Aufgabenbereiche eines Un
ternehmens (durch Gründung von Tochtergesellschaften,
durch Outsourcing u. Ä.), meist verbunden mit [sozial ver
träglichem] Arbeitsplatzabbau (Wirtsch.)
Downlsynldrom*, auch Down Synldrom ['daʊn...] das;
-s (nach dem brit. Arzt J. L. H. Down, 1828-1896): (früher
meist Mongolismus genannte) genetisch bedingte, teils
schwerwiegende Entwicklungshemmungen u. Verände
rungen des Erscheinungsbilds eines Menschen
Downltown ['daʊntaʊn] iZie; -, -s (aus gleichbed. amerik.
downtown zu Tdown u. engl. town „Stadt“): in Nordame
rika Bez. für Stadtzentrum, Innenstadt
Do| xa die; - (aus gr. dóxa „Ansicht, Meinung; Glaube“): 1.
die Meinung als Mittlerin zwischen Wissen u. Nichtwissen
(Philos.). 2. die überweltliche Majestät Gottes; die göttli
che Wirklichkeit (Reh). Doxale das; -s, -s (aus gleichbed.
mlat. doxale): Gitter zwischen Chor u. Mittelschiff, bes. in
barocken Kirchen, dolxo..., Do|xo... (zu gr. dóxa, vgl.
Doxa) : Wortbildungselement mit der Bedeutung „Glaube,
Meinung; Einbildung“, z.B. doxogen, Doxografie. doxo gen (zu I ...gen): durch Einbildung hervorgerufen, ent
standen (von Krankheiten; Med.). Dolxolgraf, auch
...graph der; -en, -en (zu t...graf): einer der griech. Ge
lehrten, die die Lehren der Philosophen nach Problemen
geordnet sammelten. Dolxolgralfie, auch ...gralphie
die; -, ...ien (zu 1 ...grafie): seit Aristoteles übliche Bez. für
die systematische od. chronologische Darstellung der äl
teren griech. philosophischen Lehren. Dolxollolgie die;
-, ...ien (über kirchenlat. doxologia aus gr. doxologia „das
Rühmen“): Lobpreisung. Verherrlichung Gottes od. der
Dreifaltigkeit, bes. im ÜGloria. do xo lo gisch: die Doxologie betreffend. Do|xo!ma|nie die; - (aus gleichbed.
gr. doxomania): (veraltet) Ruhmsucht
Dolyen [doa je:] der; -s, -s (aus/r. doyen „Dekan, Ältester“,
dies aus lat. decanus, vgl. Dekan): Leiter u. Sprecher des
diplomatischen Korps. Dolyenne [...'jen] die; -,-n[,,,nən]
(aus gleichbed. fr. doyenne): weibliche Form zu tDoyen
Dolzent der; -en, -en (aus lat. docens, Gen. docentis „Leh
render“, Part. Präs, von docere, vgl. dozieren): a) Lehrer
an einer Hochschule, Fachhochschule od. Volkshochschu
le; b) Lehrer an einer Universität, der noch nicht zum Pro
fessor ernannt ist; c) kurz für 1 Privatdozent. Dolzenitin
die; -, -nen: weibliche Form zu tDozent. Dolzenltur die;
360
-, -en (aus nlat. docentura „Lehrauftrag“; vgl. ...ur>: a)
akademischer Lehrauftrag; b) Stelle für eine Dozentin/einen Dozenten, dolzielren (aus lat. docere „lehren, als
Lehre vortragen“): a) an einer Hochschule lehren; b) in be
lehrendem Ton reden, dolzii (aus gleichbed. lat. docilis):
(veraltet) gelehrig
Drach me die; -, -n (aus gr. drachme (griech. Gewichts- u.
Münzbezeichnung), eigtl. „eine Handvoll“ (Münzen)): 1.
griech. Währungseinheit. 2. altes Apothekergewicht. 3.
altgriech. Silbermünze
Drag-and-drpp-Tech|nik [dræglənd...] die; - (zu engl. to
drag and drop „ziehen und fallen lassen“): Verfahren, bei
dem der Benutzer mit der Maus das I Icon eines Doku
ments über den virtuellen Schreibtisch „zieht“ u. auf das
Icon eines Anwendungsprogramms „fallen lässt“, wo
durch das Anwendungsprogramm mit dem Dokument als
Eingabe abgerufen wird (EDV)
Dralgee, auch Dralgée [dra'ʒe:] das; -s, -s (aus/r. dragée
„Zuckerwerk“, dies über lat. tragemata (Plur.) aus gr.
tragemata (Plur.) „Naschwerk“ zu gr. trögein „nagen, es
sen“) : 1. mit einem Glanzüberzug versehene Süßigkeit, die
eine feste od. flüssige Masse enthält. 2. linsenförmige Arz
nei, die aus einem Arzneimittel mit einem geschmacksver
bessernden Überzug besteht. Dralgeoir [,,,'ʒoa:n] der; -s,
-s (aus gleichbed. fr. drageoir, eigtl. „Bonbonniere, Kon
fektbüchse“): (veraltet) Schale od. Dose aus Silber, Kris
tall od. Porzellan für Süßigkeiten. Dralgeur [,,,'ʒo:n] der;
-s, -e (zu t...eur): jmd., der Dragees herstellt. dra!gie|ren
[,,,'ʒi:...] (zu t..deren): Dragees herstellen. Dralgist
[.../ist] der; -en, -en (zu t...ist>: svw. Drageur
Draglline ['dræglaɪn] der; -, -s (aus gleichbed. engl. dragline
zu to drag „schleppen“ u. line „Reihe, Linie“): Schlepp
schaufel- od. Schürfkübelbagger
Dralgolman [auch drago'ma:n] der; -s, -e (aus it. dragomanno „Dolmetscher“, dies aus gleichbed. arab. targumän, turgumän): [einheimischer, sich als Fremdenführer
betätigender] Dolmetscher im Nahen Osten, bes. für Ara
bisch, Türkisch u. Persisch
Dralgon u. Dragun der od. das; -s (aus älter fr. targon zu
mlat. tare(h)on, vgl. Estragon): svw. Estragon
Dralgolnalde die; -, -n (aus gleichbed. fr. dragonnade; vgl.
Dragoner u. ...ade): a) von Ludwig XIV. angeordnete Ge
waltmaßnahme zur Bekehrung der franz. Protestanten
durch Einquartierung von Dragonern; b) gewaltsame
Maßregel. Dralgglner der; -s, - (aus/r. dragon „leichter
Reiter" (urspr. Bez. einer Handfeuerwaffe), dies über lat.
draco ausgr. dräkön „Drache“): 1. a) Kavallerist auf leich
terem Pferd, leichter Reiter; b) (ugs.) stämmige, energi
sche Frau. 2. (österr.) Rückenspange am Rock od. am
Mantel
Draglqueen ['drægkwi:n] die; -, -s (zu engl. (Jargon) drag
„(von einem Mann getragene) Frauenkleider“ u. queen
vgl. Queen): (Jargon) männlicher homosexueller Trans
vestit. Draglralcing, auch Drag-Ralcing [',,,reɪsɪŋ] das;
-s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. drag racing zu engl.
(Jargon) drag „Fahrzeug, Auto“ u. to race „rennen“): Be
schleunigungsrennen auf kurzen Strecken mit hochge
züchteten Fahrzeugen vor allem in den USA. Draglster*
[ drægstn] der; -s, - (aus engl. dragster „frisiertes Auto“ zu
drag, vgl. Dragracing): beim Dragracing gefahrenes Spe
zialfahrzeug
Dralgun vgl. Dragon
Drain [drɛ:] u. Drän ifer; -s, -s (über fr. drain aus gleichbed.
engl. drain zu to drain „ableiten, abfließen lassen“, eigtl.
„austrocknen“): 1. Röhrchen aus Gummi od. anderem
Material mit seitlichen Öffnungen (Med.); vgl. Drainage
(2). 2. svw. Drän (1). Drai na ge u. Dränage [drɛ'na:ʒə]
die; -, -n (aus gleichbed. fr. drainage): 1. svw. Dränung. 2.
Ableitung von Wundabsonderungen (z.B. Eiter) durch
361
Drains (Med.). Drailneur [,,,no:g] vgl. Dräneur. draiu. dränieren (aus gleichbed. fr. drainer): Wund
absonderungen durch Drains ableiten (Med.)
Drai|si|ne die: -, -n (nach dem dt. Erfinder K. F. Drais Frei
herr V. Sauerbronn (1785-1851) u. zuT...ine): 1. Vorläufer
des Fahrrads, Laufrad. 2. kleines Schienenfahrzeug zur
Streckenkontrolle
dralkolnisch (nach dem altgriech. Gesetzgeber Drakon
(gr. Dräkön, eigtl. „Drache“), der durch seine harte Ge
setzgebung für Athen (621 v.Chr.) bekannt wurde): sehr
streng, hart (in Bezug auf Maßnahmen u.Ä., die von einer
Instanz ausgehen)
Dralkolnit [auch ... nit] der: -s, -e (zu îdrakonitisch; vgl.
2...it>: Drachenstein, Versteinerung mit sternförmigen
Zeichnungen, dralkolniltisch (aus gleichbed. nlat. draconiticus zu lat. draco „Drache, Wurm“, dies aus gr. drä
kön, Gen. drakóntos): auf die Knoten der Mondbahn, die
Drachenpunkte, bezogen ; drakonitischer Monat: Zeit zwi
schen zwei aufeinanderfolgenden Durchgängen des Mon
des durch seinen aufsteigenden Knoten. Dra|kon|ti|a|sis
die: -, ...iasen (zu t,,,iasis): svw. Drakunkulose. Dralkorulbin das: -s: rotbrauner Farbstoff des Drachenbluts
(Harz der Rohrpalme). Dralkunlkullolse die; -, -n (zu
lat. dracunculus „kleine Schlange“ (Verkleinerungsform
von draco, vgl. drakonitisch) u. T‘...ose): Wurmkrankheit
des Menschen, die durch einen (im Unterhautbindegewe
be schmarotzenden) Fadenwurm hervorgerufen wird
Drallon® das: -[s] (Kunstw.; vgl. 3...on>: synthetische Faser
DRAM das: -[s], -[s] (Kurzw. aus engl. dynamic random ac
cess memory): Halbleiterchip mit 256 tMegabits (EDV)
Dralma das: -s, ...men (über spätlat. drama aus gleichbed.
gr. drama, eigtl. „Handlung, Geschehen“): 1. a) (ohne
Plur.) Bühnenstück: Tragödie u. Komödie umfassende
literarische Gattung, in der eine Handlung durch die be
teiligten Personen auf der Bühne dargestellt wird; b)
Schauspiel [mit tragischem Ausgang]. 2. erschütterndes
od. trauriges Geschehen. Dralmaltik die: - (zuî2...ik (2)>:
1. dramatische Dichtkunst; vgl. Epik, Lyrik. 2. Spannung,
innere Bewegtheit. Dralmaltilker der: -s, -: dramatischer
Dichter, Verfasser eines Dramas (lb); vgl. Epiker, Lyri
ker. dralmaltisch (über spätlat. dramáticos aus gr. dramatikös „zum Drama gehörend“): 1. a) im Drama vor
kommend; b) in Dramenform abgefasst; c) das Drama
(la) betreffend; vgl. episch, lyrisch. 2. a) aufregend u.
spannungsreich; b) drastisch, einschneidend, dralmaltisielren (zu t...isieren): 1. einen literarischen Stoff als
Drama für die Bühne bearbeiten. 2. etwas lebhafter, auf
regender darstellen, als es in Wirklichkeit ist. Dralmaltisierung die; -, -en (zu T...isierung): bühnengerechte Be
arbeitung einer Dichtung, eines Dramas. Dralmaltis
Perlsolnae [- ...ns] die (Plur.) tjat.}: die Personen, die in
einem Drama (1 b) auftreten. Dralmalturg der; -en, -en
(aus gr. dramatourgós „Schauspielmacher, -dichter“ zu
dräma (vgl. Drama) u. érgon „Werk“): literarischer Bera
ter am Theater, bei Funk u. Fernsehen, zuständig für die
Auswahl u. die Realisierung der Stücke. Dralmalturlgie
die; -, ...ien (aus gleichbed.gr. dramatourgia): 1. Lehre von
der äußeren Bauform u. den Gesetzmäßigkeiten der inne
ren Struktur des Dramas, bes. im Hinblick auf die prakti
sche Realisierung. 2. Bearbeitung u. Gestaltung eines Dra
mas, Hörspiels, [Fernseh]films o.Ä. 3. Abteilung der beim
Theater, Funk od. Fernsehen beschäftigten Dramaturgen
u. Dramaturginnen. Dralmalturlgin die; -, -nen: weibli
che Form zu TDramaturg, dralmalturlgisch: 1. die Dra
maturgie (1) betreffend. 2. die Kunst der Gestaltung eines
Stücks, einer Szene betreffend. 3. die Dramaturgie (3) be
treffend. Drame lylrique [dramli'rik] das: - -, -s -s (ausfr.
drame lyrique „lyrisches Drama“): franz. Operntyp des
19. Jh.s. Dramlma giolcolso [- ʤo'ko:so] das; - -, ...me
nie ren
Drawingroom
...se (aus it. dramma giocoso „heiteres Schauspiel“): im
18. Jh. häufige Bez. für eine Oper, in der ein komischer In
halt mit tragischen Elementen durchsetzt ist. Dramlma
per mu|si|ca [- - ...ka] das; —, ...me - - (aus it. dramma
per musica, eigtl. „Drama für Musik“): ital. Bez. für Oper,
musikalisches Drama. Dramlma salero* [- ...kro] das; - -,
...me sacri (aus it. dramma sacro „heiliges (geistliches)
Drama“): die ital. geistliche Oper des 17. Jh.s. Dralmolett das; -s, Plur. -e auch -s (französierende Bildung zu
Î Drama; vgl. ...ett): kurzes, dramenartiges Theaterstück
Drän der: -s, Plur. -s u. -e (eingedeutschte Form von
IDrain): 1. Entwässerungsgraben, -röhre. 2. svw. Drain
(1). Drä nalge [-,ʒə] die; -, -n (zu I...age>: 1. svw. Drä
nung. 2. svw. Drainage (2). Drälneur [...'no:p] der; -s, -e
(aus gleichbed. fr. draineur): (veraltet) Dränierer, jmd.,
der Boden durch Dränung entwässert, drälnielren (zu
TDrän u. t...ieren): 1. Boden durch Dränung entwässern.
2. svw. drainieren. Drälnielrung die; -, -en (zu T...ierung): svw. Dränung. Dränlsysltem das: -s, -e: System
von Rohren, Gräben o.Ä., das der Dränung dient. Drä
nung áte; -, -en : Entwässerung des Bodens durch Röhren
od. Grabensysteme, die das überschüssige Wasser sam
meln u. ableiten
Drap [dra] der: - (aus fr. drap „Tuch“, dies aus gleichbed.
spätlat. drappus): festes Wollgewebe
Dralpa die; -, Drapur (aus gleichbed. altnord. drapa): altnord. Gedichtform (Lobgedicht) des 10.-13. Jh.s
Dralpé [dra pe:], auch Drapee der; -s, -s: (aus gleichbed. fr.
drapé, eigtl. „dicht (gewebt)“, zu drap, vgl. Drap): Her
renanzugstoff aus Kammgarn od. Streichgarn in Atlasbindung (eine Webart). Dralpeau [.,,'po:] das; -s, -s (aus
gleichbed. fr. drapeau): (veraltet) Fahne, Banner. Dra
pee vgl. Drapé. Dralpelrie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr.
draperie zu draper, vgl. drapieren): 1. kunstvoller Falten
wurf eines Vorhangs od. Kleides. 2. strahlenförmiges
Nordlicht. Dralpiler [drap’ie:] der; -s, -s (aus fr. drapier
„Tuchmacher“): Kleidermeister bei den Ritterorden, bes.
der Gewandmeister für nicht militärische Bekleidung des
Deutschen Ordens, dralpielren (aus gleichbed. fr. draper
zu drap, vgl. Drap): 1. kunstvoll in Falten legen. 2. mit
kunstvoll gefaltetem Stoff behängen, schmücken. 3. Ge
genstände kunstvoll anordnen, drapp, drapp farlben,
drapplfarlbig: (österr.) sandfarben (von Stoffen)
Dralpur: Plur. von î Drapa
Drasltik die; - (zu t drastisch u. T2...ik (3)>: große, oft derbe
Anschaulichkeit u. Direktheit. Drasltilkum das; -s, ...ka
(zu T...ikum): starkes Abführmittel, drasltisch (aus gr.
drastikös „tatkräftig, wirksam“ zu dran „tun, handeln“):
a) anschaulich-derb [u. auf diese Weise sehr wirksam); b)
sehr stark, deutlich in seiner [negativen] [Ausjwirkung
spürbar
Dralvit [... 'vi:t, auch ...vit] der; -s, -e (nach dem Fundort an
der Drava (Drau), einem Nebenfluss der Donau, u. zu
t2...it>: magnesiumreiche Abart des 1 Turmalins
Draw-a-Man-Test ['drɔ:ə'mæn...] der; -s, Plur. -s, auch -e
(zu engl. draw a man „zeichne einen Menschen“): sprach
freier Intelligenztest für Kinder von 3-13 Jahren, der im
thematischen Zeichnen eines Menschen ohne weitere An
weisung besteht u. dessen Darstellung nach einer standar
disierten Liste ausgewertet wird (Psychol.)
Draw back, auch Draw-back ['drɔ:bæk] das; -[s], -s (aus
gleichbed. engl. drawback, eigtl. „Nachteil“): Rückvergü
tung von zu viel bezahltem Zoll
dralwildisch (nach der Völkergruppe der Drawida in Mit
tel- u. Südindien): die Drawida betreffend, zu ihr gehö
rend; drawidische Sprachen: in Südvorderindien gespro
chene ind. Sprachgruppe, z. B. Tamil
Drawlinglroom ['drɔ:ɪŋrʊm] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. drawing room, eigtl. „Zimmer, in das man sich zu
Drazäne
rückzieht“): Empfangs- u. Gesellschaftszimmer in Eng
land
Dralzälne die; -, -n (über gleichbed. nlat. dracaena aus gr.
drákaina „weiblicher Drache“): zu den Liliengewächsen
gehörende Zimmerblattpflanze; Drachenbaum
Dreadllocks ['drɛd...] die (Plur.) (aus gleichbed. engl.
dreadlocks zu dread „fürchterlich, Furcht-“ u. locks „Lo
cken“): (bes. von t Rastafaris getragene) aus dünnen
Haarsträhnen geflochtene kleine Zöpfchen. Dread
nought [,,,nɔ:t] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. dread
nought, eigtl. „Fürchtenichts“): früheres engl. Groß
kampfschiff
Dreamlteam, [dri:mti:m] auch Dream-Team das; -s, -s
(zu engl. dream „Traum“ u. team, vgl. Team): in ihrer Art
als ideal [zusammengesetzt] empfundene Mannschaft,
ideales Gespann, wie man es sich erträumt hat. Drealmy
State ['dri:mɪ 'steɪt] der; - -[s], - -s (aus engl. dreamy state
„träumerischer Zustand"): träumerischer Zustand eines
Kranken (z. B. bei T Epilepsie; Med.)
DredIsche die; -, -n (aus gleichbed. engl. dredge): Schlepp
netz zum Einsammeln von Austern o.Ä.
Drelpalnon Am; -, ...na (aus gleichbed. gr. drépanon): (ver
altet) Sichel, krummes Messer. Drelpalnolzyt der; -en,
-en (meist Plur.) (zu Î.. .zyt) : Sichelzelle, sichelförmiges ro
tes Blutkörperchen (Med.). Drelpalnolzyltolse die; - (zu
t1 ...ose): Sichelzellenanämie, schwere Form einer erbli
chen Anämie, bei der sich Drepanozyten ausbilden (Med.)
Dress der; - u. -es, österr. auch die: -, -en (aus engl. dress
„Kleidung“ zu to dress „herrichten, aufmachen“; vgl.
dressieren): besondere Kleidung (z.B. Sportkleidung).
Dreslsat das; -[e]s, -e (zu Îdressieren u. Î ...at (l)): 1. Er
gebnis einer Tierdressur. 2. zur automatischen Gewohn
heit gewordene anerzogene Verhaltens-, Reaktionsweise
(Psychol.). Dreslseur [,..'s0:ç] der; -s, -e (aus gleichbed.
fr. dresseur): jmd., der Tiere dressiert, abrichtet, dres
sieren (aus fr. dresser „abrichten“, eigtl. „aufrichten,
aufmachen“, dies über das Vulgärlat. zu lat. dirigere „ge
rade richten“ ; vgl. dirigieren) : 1. a) Tiere abrichten ; einem
Tier bestimmte Fähigkeiten beibringen; b) (abwertend)
jmdn. durch Î Disziplinierung zu einer bestimmten Verhal
tensweise bringen. 2. a) einem Gericht, bes. Geflügel,
durch Zusammenbinden od. -nähen vor dem Braten eine
zum Servieren geeignete Form geben; b) mit einer Creme
o.Ä. verzieren, die aus einem Spritzbeutel gedrückt wird;
c) durch Ausdrücken aus einem Spritzbeutel bestimmte
Formen aus Teig, Creme o. Ä. bilden. 3. Hüte unter Dampf
in der Hutpresse formen. 4. Schappeseide kämmen (Spin
nerei). 5. nachwalzen (Techn.). Dreslsing das; -s, -s (aus
gleichbed. engl. dressing zu to dress „herrichten“; vgl.
Dress): 1. Soße od. [würzige] Zutat für bestimmte Gerich
te (z. B. Salate). 2. Kräuter- od. Gewürzmischung für [Geflügeljbratenfüllungen. Dreslsinglgown [...gaun] der,
auch das; -s, -s (aus engl. dressing gown „Bademantel“):
[Herrenjmorgenmantel mit Schalkragen u. geschlunge
nem Gürtel. Dresslman ['drɛsmən] der; -s, ...men (angli
sierende Bildung zu engl. dress „Kleidung“ u. man
„Mann"): 1. a) männliche Person, die auf Modeschauen
Herrenkleidung vorführt; vgl. Mannequin; b) männliches
Fotomodell. 2. (verhüllend in Anzeigen) junger Mann, der
sich homosexuell prostituiert. Dreslsoir [drɛ'soa:r] der:
-s, -s (aus gleichbed. fr. dressoir) : Anrichte, meist reich ge
schnitztes Möbelstück des 15. u. 16. Jh.s mit offenem Un
tergestell u. Kastenaufsatz zur Aufbewahrung des Tisch
geräts. Dreslsur die; -, -en (zu Î dressieren u. t...ur>: La)
das Abrichten von Tieren; b) (abwertend) die Disziplinie
rung von Personen. 2. Kunststück eines dressierten Tieres.
3.kurz für Dressurreiten
Driblbei das: -s, - (zu tdribbeln): svw. Dribbling, drib
beln (aus gleichbed. engl. to dribble, eigtl. „tröpfeln,
362
tröpfchenweise vorwärts bringen“): den Ball, die Scheibe
(beim Eishockey) durch kurze Stöße [über größere Stre
cken] vorwärts treiben [u. dabei zur Täuschung des Geg
ners die Richtung ändern, um den Gegner zu umspielen]
(Sport). Dribbller der; -s, -: Spieler, der [gut] zu dribbeln
versteht. Dribblling das; -s, -s (zu t...ing): das Dribbeln
Drinkc/er; -[s], -s (aus engl. drink „Getränk“): alkoholisches
[Mischjgetränk
Drive [draif, engl. draiv] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
drive zu to drive „(an)treiben; fahren“): 1. a) Schwung, Le
bendigkeit, Dynamik; b) Neigung, starker Drang, Ten
denz. 2. besonderer Schlag (Treibschlag) beim Golfspiel u.
Tennis. 3. Steigerung der rhythmischen Intensität u. Span
nung im Jazz mittels Beat od. Break. Drive-in-Ki|no das;
-s, -s (zu engl. to drive in „(mit dem Auto) hineinfahren“;
vgl. Drive): svw. Autokino. Drive-in-Resltau|rant das;
-s, -s: Schnellgaststätte für Autofahrende mit Bedienung
am Fahrzeug. Drive-in-Store [,..sto:ç] der; -[s], -s (zu
GStore): vor allem in den USA verbreiteter Betriebstyp
des Handels u. anderer Dienstleistungen, drilven
[ draivn] (aus engl. to drive „treiben, forttreiben“): einen
Treibball spielen (bes. Golf). Drilver [draivn] der; -s, (aus gleichbed. engl. driver, eigtl. „Treiber“): 1. Golfschlä
ger für Abschlag u. Treibschlag. 2. Signalverstärker, Trei
ber (EDV)
Drolge die; -, -n (aus gleichbed. fr. drogue, dies aus niederd.
droge, niederl. droog „trocken“): 1. Rauschgift. 2. (durch
Trocknen haltbar gemachter) pflanzlicher od. tierischer
Stoff, der als Arznei-, Gewürzmittel u. für technische Zwe
cke verwendet wird. Droigenldealler [,,,di:ln] der; -s, -:
svw. Dealer. Drolgenlmalfia die; -, -s (zu î...mafia): die
Drogenszene beherrschende kriminelle Organisation.
Drolgenlszelne die; - (zu t...szene): Milieu der Rausch
giftsüchtigen u. -händler. Drolgeirie die; -, ...ien (aus
gleichbed. fr. droguerie): Einzelhandelsgeschäft zum Ver
kauf von bestimmten, nicht apothekenpflichtigen Heilmit
teln, Chemikalien u. kosmetischen Artikeln. Drolgistrfer;
-en, -en (aus gleichbed. fr. droguiste): Besitzer od. Ange
stellter einer Drogerie mit spezieller Ausbildung
Drollelrie die; -, ...ien (aus/r. drôlerie „Spaß, Scherz, lus
tiger Streich“ zu drôle „lustiger Bursche“, dies aus niederl.
drol „Spaßmacher“, eigtl. „rundgedrehter Kegel“): lustige
Darstellung von Menschen, Tieren u. Fabelwesen in der
Î Gotik
Drolmeldar [auch dro:...] Am; -s, -e (über altfr. dromedaire
aus lat. dromedarius (camelus) „Renner, Rennkamel“,
dies zu dromas „laufend“ aus gr. dromás): einhöckeriges
Kamel in Nordafrika u. Arabien
Dromlmelte die; -, -n (Mischform aus altfr. trompete u.
mhd. trumme „Trompete“; vgl. Trompete): (veraltet)
Trompete
Drolmolmalnie die: -, ...ien (zu gr. drómos „Lauf' u.
î...manie): krankhafter Lauftrieb (Psychol., Med.). Dromolne die; -, Plur. -n u. -s (aus gleichbed. spätgr. dromön,
eigtl. „Läufer“): schnelles Ruderkriegsschiff des früheren
Mittelalters. Drplmos der; -, ...moi [...moy] (aus gleich
bed. gr. drómos): 1. a) Lauf, Wettlauf befden altgriech.
Kampfspielen; b) Rennbahn im antiken Griechenland. 2.
Zugangsweg unterschiedlicher Länge u. Breite zu Kam
mer- u. Kuppelgräbern (z. B. bei mykenischen Grabanla
gen)
Dronlgo der: -s, -s (aus gleichbed. engl. drongo, dies aus
dem Malagassischen): ein vor allem in Afrika, Madagas
kar, Südostasien u. Australien verbreiteter Singvogel
Dronlte die; -, -n (über gleichbed. fr. dronte aus dem Indones.): [im 17. Jh. ausgestorbenerj flugunfähiger Kranich
vogel
Drolpax der; -es, -e (aus gleichbed. gr. dropax, Gen. dröpakos zu drépein „herausziehen“): (veraltet) Pechpflaster,
363
Zugpflaster. Drolpalzislmus der; -, ...men (zu t...ismus
(2)): (veraltet) das Herausziehen mittels eines Zugpflas
ters (z. B. von Eiter)
Drop-in das; -[s], -s, auch Droplin das; -[s], -s (zu engl. to
drop in „hineinfallen“, dies zu drop „Tropfen“ u. in „hi
nein“): Störsignal bei der Datenspeicherung (EDV); Ggs.
Drop-out (2). Drop kick der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
drop-kick, zu kick „Schuss mit dem Ball“): Schuss (bes.
beim Fußball), bei dem der Ball in dem Augenblick ge
spielt wird, in dem er auf den Boden aufprallt. Drop-out
[...laut] der; -[s], -s, auch Droplout der; -[s], -s (zu engl. to
drop out „herausfallen, ausscheiden“): 1. jmd.. der aus der
sozialen Gruppe ausbricht, in die er integriert war (z.B.
Studienabbrecher od. Jugendlicher, der die elterliche Fa
milie verlässt). 2. Signalausfall bei der Datenspeicherung
(EDV); Ggs. Drop-in. drpplpen (nach engl. to drop „(herab)tropfen lassen“): einen neuen Ball ins Spiel bringen,
indem man ihn in bestimmter Weise fallen lässt (Golf).
Dropiper der; -s, - (aus engl. dropper, eigtl. „Tropfer“):
svw. Dropshot. ’Drops der. auch das; -, Plur. -u. -e (meist
Plur.) (aus engl. drop, Plur. drops „Fruchtbonbon“, eigtl.
„Tropfen“): meist mit mehreren anderen in einer Rolle
verpackter, [ungefüllter] kleiner, flacher, runder u. säuer
licher Fruchtbonbon. 2Drops der; -, Plur. - u. -e (zu
t'Drops): (ugs.) jmd., der durch sein Wesen, Benehmen
auffällt, z. B. das ist ein ulkiger -. Drppshot [,,,ʃɔt] der;
-[s], -s (aus engl. drop-shot „Stoppball“, eigtl. „Tropf
schuss“): in Netznähe ausgeführter Schlag beim
[Tischjtennis, bei dem sich der Schläger leicht rückwärts
bewegt, sodass der Ball kurz hinter dem Netz fast senk
recht herunterkommt
Droschlke die; -, -n (aus russ. drozki „leichter Wagen“ zu
droga „Verbindungsstange (zwischen Vorder- u. Hinter
achse“)): 1. leichtes ein- od. zweispänniges Mietfuhrwerk,
das Personen beförderte. 2. (veraltet) Taxe, Autodroschke
Drolselra d/e; -, ...rae [...re] (aus gleichbed. nlat. drosera zu
gr. droserös „tauig, betaut“ (wegen der Ähnlichkeit der
klebrigen Sekrettropfen an den Blättern mit Tautropfen)):
Sonnentau (fleischfressende Pflanze). Drolsolgraf, auch
...graph der; -en, -en (zu gr. drösos „Tau“ u. î...graf): au
tomatisches Taumessgerät (Meteor.). Drolsolmelter
das; -s, - (zu Î’...meter): Taumessgerät (Meteor.). Drolsomeltrie* die; - (zu t...metrie): Taumessung. Drolsolphila die; -, ...lae [...le] (aus gleichbed. nlat. drosophila zu gr.
drösos „Tau“ u. philos „lieb“): Vertreter einer Gattung
der Taufliegen (Versuchstier für die Vererbungsfor
schung)
Drouslsetlte [dru...] die; -, -n (aus gleichbed. fr. droussette
zu drousser, vgl. droussieren): Reißwolf, Maschine zur
Gewinnung von Reißwolle. Drouslseur [...’so:ç] der; -s,
-e (aus gleichbed. fr. drousseur): Arbeiter an der Drous
sette. drouslsielren (aus gleichbed. fr. drousser): Reiß
wolle für die Streichgarnspinnerei aufbereiten
Druglfelver ['drʌgfi:və] das; -[s], -s (aus engl. drug „Dro
ge“ u. fever „Fieber“) : Arzneimittelfieber, durch eine Arz
neimittelallergie ausgelöste Fieberreaktion mit od. ohne
t Exanthem (Med.). Druglstore [...sto:] der; -[s], -s (aus
engl. -amerik. drugstore zu drug „Drogerieware“ u. store
„Kaufhaus, Lager“): (in den USA) Verkaufsgeschäft mit
Schnellgaststätte, Schreibwaren-, Tabak- u. Kosmetikab
teilung
Drulilde der; -n, -n (aus gleichbed. Z«t. druidae, druides
(Plur.), dies aus dem Gall.): kelt. Priester der heidnischen
Zeit. Drulildenlorlden der; -s: nach Art einer t Loge (3 a)
aufgebauter, 1781 in England gegründeter Orden mit hu
manen, weltbürgerlichen Zielen. Drulildin die; -, -nen:
weibliche Form zu Î Druide, drulildisch: zu den Druiden
gehörend, die Druiden betreffend
Drum [dram, engl. drʌm] die; -, -s (aus gleichbed. engl.
dschainistisch
drum): 1. engl. Bez. für Trommel. 2. (nur Plur.) Schlagzeug
(bes. im Jazz u. in der Popmusik). Drumlband ['drʌmbænd] die; -, -s: t Band, die ausschließlich mit Schlagin
strumenten spielt. Drum|com|pu|ter der; -s, -: elektron.
Schlagzeug
Drumllin [engl. 'drʌmlɪn] der; -s, Plur. -s u. Drums [drʌmz]
(aus gleichbed. engl. drumlin zu ir.-gäl. druim „Kamm,
Rücken“): eiszeitliche Ablagerung aus Moränenmaterial
(vgl. Moräne) in Form eines elliptisch geformten, lang ge
streckten Hügels, der in der Fließrichtung des Eises ange
ordnet ist
DrumImer ['drame, engl. 'drʌmə] der; -s, - (aus gleichbed.
engl. drummer zu drum „Trommel“): Schlagzeugerin ei
ner Band. 'Drums [drams, engl. drʌmz]: Plur. von t Drum
2Drums [engl. drʌmz]: Plur. von Î Drumlin
Drumlset ['drʌmsɛt] dasod. der; -[s], -s (zu t Drum u. t Set):
Jazzschlagzeug. Drumlstick [...stik] das; -s, -s (aus engl.
drumstick „Trommelschlägel“): nur bei weiblichen Indivi
duen vorkommender trommelschlägelähnlicher Auswuchs
an den Zellkernen von Î Leukozyten (Bestimmungsmerk
mal für die Geschlechtsdiagnose; Biol., Med.)
Drulschilna [auch ,,,'ʒi:na] die; - (aus russ. druzina
„Kriegsschar. Leibwache“ zu drug „Freund, Gefährte“):
Schutztruppe russ. Fürsten
Drulse der; -n, -n (aus arab. drüz, Plur. von durzi; nach dem
Gründer Ad-Darazi, f 1019 n. Chr.): Mitglied einer klein
asiatisch-syrischen Religionsgemeinschaft, die aus dem
schiitischen Islam hervorgegangen ist
dry [drai] (aus engl. dry „trocken“): 1. herb, trocken (von
[Schaum]weinen u. anderen alkohol. Getränken). 2. in den
USA verwendeter Vorsatz vor den Hohlmaßen Î Barrel,
t Pint u. t Quart, wenn diese als Hohlmaß für Trockensub
stanzen verwendet werden
Drylalde die; -, -n (meist Plur.) (über lat. Dryas, Gen. Drya
dis aus gleichbed. gr. Dryás, Gen. Dryádos zu drÿs „Baum,
Eiche“): weiblicher Baumgeist; Waldnymphe der griech.
Sage. Dry las die; - (nach den T Dryaden): Silberwurz (Ro
sengewächs). Drylaslflolra die; -, ...ren: fossile, tundren
ähnliche Pflanzenwelt des t Pleistozäns, für die bes. die
weite Verbreitung der Gattung Silberwurz (Dryas) charak
teristisch war. Drylaslzeit die; -: durch Tundrenvegetati
on (Dryasfloren) gekennzeichneter Klimaabschnitt in der
späten Eiszeit
Dry Barlrel ['draɪ 'bærəl] das; - -s, - -s (aus gleichbed. engl.
dry barrel zu Î dry (2) u. Î Barrel) : in den USA verwendetes
Hohlmaß (z.B. für Getreide); vgl. Barrel. Dryldock,
[ drai...] das; -s, -s, auch Dry Dock das; - -s, - -s (aus
gleichbed. engl. dry dock): engl. Bez. für Trockendock.
Drylfarlming das; -[s], auch Dry Farlming das; - -[s]
(aus engl. dry farming, eigtl. „trockene Landwirtschaft“):
bes. in niederschlagsarmen Gebieten angewandte Boden
bewirtschaftungsmethode, bei der nach einem Jahr des
Anbaus ein Jahr der Brache zur Speicherung von Feuch
tigkeit für das nächste Anbaujahr folgt
Drylolpilthelkus der;-(zugr. drÿs, Gen. dryös „Baum“ u.
pithekos „Affe“): ausgestorbener Menschenaffe des tTer
tiärs
Dschalbal [dʒ...] der; -[s] (aus gleichbed. arab. gabal): svw.
Dschebel
Dscha harɪlnam [dʒ...] der; -[s] (aus gleichbed. arab. gahannam): islam. Bez. für die Hölle; vgl. Gehenna
Dschalhelliljah [dʒ,,,] das; -[s] (ausaraü. gahelijä „Unwis
senheit“): im Islam Bez. für die Zeit vor Mohammed
Dschailna [dʒ...] u. Dschina der; -[s], -[s] (aus sanskr. jina
„Buddha“)^Anhänger des Dschainismus. Dschailnismus u. Dschinismus der; - (zu t...ismus (1)): streng aske
tische, auf die Zeit Buddhas zurückgehende ind. Religion.
dschai|nis|tisch u. dschinistisch (zu t...istisch): den
Dschainismus betreffend
Dschamaa
364
Duale (aus lat. dualis (numerus) „eine Zweiheit bezeich
Djamaa [ʤa...] die; - (aus arab. gamä’a
nender Fall“): 1. neben Singular u. Plural eine eigene
„Schar, Versammlung“): Gemeinschaft der rechtgläubi
sprachliche Form für zwei Dinge od. Wesen (heute nur
gen Moslems [die sich in Abgrenzung gegen alle Neuerun
noch in den slaw. u. bait. Sprachen ; Sprachw.). 2. vom Ver
gen an die wahre überlieferte Glaubenslehre halten] (is
fasser nicht beabsichtigte [Teiljnebenlösung eines Schach
lam. Reh). Dschami, Djami ['dʒa...] die: -, -s <aus arab.
problems (Kunstschach). Dulal-Band-Han|dy [dju:əlgarni’ „Versammlungshaus“ zu gamä „versammeln“): is
'bændhɛndi] das; -s, -s (anglisierende Bildung zu engl. dual
lam. Bez. für diejenige Moschee (meist die Hauptmo
„doppelt, Doppel-“ u. (frequency)band „(Frequenzbe
schee), in der am Freitag die Lobrede auf Allah u. Moham
reich“): Handy, das in zwei Telefonnetzen mit unter
med gehalten wird
schiedlichen Frequenzbereichen benutzt werden kann,
Dschanlna [ʤ,,,], Djanna ['dʒana] die; - (aus gleichbed.
dulallbilnär: aus einem tCode von nur zwei Zeichen auf
arab. ganna, eigtl. „Garten“): islam. Bez. für das Paradies
gebaut (EDV). Dulallcode [...ko:t] der; -s, -s: im Dualsys
Dschaltalka [dʒ...] die; - (aus Pali jätaka, eigtl. „Wiedertem (1) abgefasster Code (EDV). Dulallisvgl. Dual, dugeburtsgeschicíite “): Sammlung von mehr als 500 in Pali
allilsielren (zu T...isieren): verzweifachen, verdoppeln.
abgefassten Geschichten aus verschiedenen Existenzen
Du|a|lis|mus der; - (zu t,,,ismus): 1. a) Zweiheit; b) Ge
des 1 Bodhisattwa
gensätzlichkeit; Polarität zweier Faktoren. 2. philoso
Dschelbel, Djebel [dʒ,,,, auch 'dʒe:bɪ] der; -[s] (aus gleich
phisch-religiöse Lehre, nach der es nur zwei voneinander
bed. arab. gabel): Berg, Gebirge (in arab. erdkundlichen
unabhängige ursprüngliche Prinzipien im Weltgeschehen
Namen)
gibt (z.B. Gott- Welt; Leib - Seele; Geist- Stoff); Ggs.
Dschelllalba [dʒ...] die; -, -s (aus gleichbed. arab. gulläba):
Î Monismus. 3. Rivalität zweier Staaten od. zwischen zwei
weites arab. Männergewand aus Wolle
Parteien. Dulallist der; -en, -en izu Î ...ist): Vertreter des
Dschiglgeltai [dʒ...] der; -s, -s (aus gleichbed. mong. dzigDualismus (2). du a lis tisch (zu Î ...istisch): 1. den Dua
getai): wilder Halbesel in Asien
lismus betreffend. 2. zwiespältig, gegensätzlich. 3. eine
Dschilgit [dʒ...] der; -en, -en (meist Plur.) (aus russ. dzigit
[Teiljnebenlösung aufweisend (von Schachproblemen).
„kühner Reiter“ zu dzigitovat’ „Lanzenbrechen, kühne
Dulalliltät die; - (aus lat. dualitas, Gen. dualitatis „Zwei
Reiterstücke ausführen“): berittener Krieger (bes. im
heit“): 1. Zweiheit, Doppelheit; wechselseitige Zuordnung
Nordkaukasus)
Dschilhad, Djihad [dʒi...] der; - (aus gleichbed. arab. gizweier Begriffe. 2. Eigenschaft zweier geometrischer Ge
bilde, die es gestattet, aus Kenntnissen über das eine Sätze
häd): der Heilige Krieg der ÎMoslems zur Verteidigung u.
über das andere abzuleiten (Math.). Du|a|li|tätslprinAusbreitung des t Islams
Dschilna [dʒ...] vgl. Dschaina. Dschi nis mus vgl.
zip das; -s: Anwendung der Dualität (2). Du al sys tem
Dschainismus, dschilnisltisch vgl. dschainistisch
das; -s, -e (zu Îdual): 1. a) (ohne Plur.) Zahlensystem, das
Dschinn [ʤ...] der; -s, Plur. - u. -en (aus gleichbed. arab.
nicht wie das Î Dezimalsystem mit zehn, sondern mit zwei
ginn (Plur.), eigtl. „Geister“): böser Geist, Teufel (im
Ziffern auskommt; Dyadik; b) Zweiersystem; Zahlensys
[vor]islam. Volksglauben)
tem, das auf der Basis 2 aufgebaut ist u. zur Darstellung
Dschiu-Dschitlsu [dʒ,,,ʤ...] vgl. Jiu-Jitsu
von Zahlen nur die Ziffern 0 u. 1 benutzt, bes. als Basis der
Dscholdo [ʤ...] das; - (aus jap. jödo „Reich ohne Makel“):
digitalen Datenverarbeitung. 2. zweiseitiges Abstamideales Reich der Wiedergeburt im Î Buddhismus des Î Mamungs-, Verwandtschaftsverhältnis (Soziol.).
Duhajana
al-Use-Proldukt ['dju:əl'ju:s...] das; -[e]s, -e (zu engl.
Dschong [dʒ...] das; -s, -s (aber: 3 -) (aus dem Ind.): ostin
dual „doppelt“ (aus lat. dualis, vgl. dual) u. use „Ge
disches Feldmaß (= 2,84 ha)
brauch, Nutzen“ (aus lat. usus)): Bez. für Anlagen u. Gü
Dschonjke [dʒ...] vgl. Dschunke
ter, die sowohl militärisch als auch zivil genutzt werden
Dschulma [dʒ,,,], Djuma ['dʒu:ma] die; - (aus arab. gum’a
können. Dulallzahl die; -, -en: Zahl, die im Dualsystem
„Vereinigung“) : 1. Zusammenkunft der Gläubigen zu Pre
( 1 ) dargestellt ist, d. h. als Summe von Potenzen der Zahl 2
digt u. gemeinsamem Gebet am Freitagmittag; Freitags Dulantder; -en, -en (zu lat. duo „zwei“ u. t...ant (1)>: halb
gebet. 2. arab. Bez. für den Freitag
zylinderförmige, paarweise angeordnete Elektrode eines
Dschunlgel [dʒ...] der, selten das; -s, - (über gleichbed.
Elektrometers od. ÎZyklotrons (Phys.). Du|an|ten|elekengl. jungle aus Hindi jangal „Ödland, Wald“, dies aus
trolmelter* das; -s, -: Gerät zur Messung geringer elek
sanskr. jahgala „wüster, unbebauter Boden“): undurch
trischer Ladungen (Phys.)
dringlicher tropischer Sumpfwald. Dschunlgellpfad Dul arder; -s, -s (zu arab. dawwar „großes Haus“): kreisför
der; -[e]s, -e: Pfad im Dschungel
miges Zeltlager der Beduinen, in dessen Mitte sich die
Dschunlke [dʒ...] die; -, -n (über port, junco aus malai.
Herden od. auch das Zelt des Anführers befinden
djung, djong „(großes) Segelschiff“, dies aus chin, ch’uan, Dulbaslse r/ie; -, -n (aus russ. dubas „Holzboot, Barke“,
südchin. ch’ung): chinesisches Segelschiff mit flachem
dies wohl aus türk, tombaz): flaches, barkenähnliches Ru
Schiffsrumpf u. rechteckigen, aus Bast geflochtenen Se
derboot in Polen u. Russland
geln
Dublbeltlje das; -s, -s (aber: 5 -) (aus gleichbed. niederl.
Dschulschelghan [ʤuʃe'ga:n] u. Djosheghan [djo...] der;
dubbeltje, eigtl. „Doppeltchen“, Verkleinerungsform von
-[s], -s (nach der gleichnamigen Stadt im Iran): handge
dribbel „doppelt; das Doppelte“): Beiname der niederl.
knüpfter rot-, blau- od. elfenbeingrundiger Orientteppich
2-Stuiver-Stücke seit dem 17. Jh., später Bez. für das nie
DSL das; - (Abk. für engl. digital subscriber /ine „digitale
derl. 10-Cents-Stück
Anschlussleitung“): Sammelbegriff für Datenleitungen, Dublbing [ dʌbɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. dubbing
mit denen Daten in einer hohen Bandbreite digital über
zu to dub „synchronisieren“): das Überspielen, Kopieren
tragen werden können (EDV)
von Video- od. Tonaufnahmen
DTL[de:te: jel, engl. di:ti:'ɛl] (Abk. für engl. diode transistor Dulbia u, Du bi en [...¡an]: Plur. von ÎDubium, dulbi os
logic „Dioden-Transistor-Logik“): Schaltung zur digita
u. dulbilös (z.T. mit französierender Endung aus lat. du
len Signalverarbeitung, die hauptsächlich Dioden u. Tran
biosus „zweifelhaft“ zu dubium „Zweifel“): von der Art,
sistoren enthält (Informatik)
dass man in Bezug auf die Solidität Zweifel hegt; fragwür
DTP: Abk. für ÎDesktop-Publishing
dig; verdächtig. Dulbilolsa u. Dubiloisen die (Plur.)
d u I a i (aus lat. dualis „zwei enthaltend“ zu duo „zwei“) : eine
(aus /ɑ/. dubiosa „Zweifelhaftes“): zweifelhafte Forderun
Zweiheit bildend. Dulal der; -s, Duale u. Dualis der; -,
gen (Wirtsch.). Du bi ta tio die; -, ...tiones [,,,ne:s] (aus
Dschalmaa [ʤ,,,],
365
lat. dubitatio „Zweifel, Ungewissheit; Bedenken“ zu dubi
tare, vgl. dubitieren): die Darstellung einleitende zweifeln
de Frage (Rhet.). Dubitaltion die; -, -en: (veraltet)
Zweifel, Bedenken, dulbiltaltiv (aus gleichbed. lat. dubi
tativus zu dubitare, vgl. dubitieren): zweifelhaft, Zweifel
ausdrückend. Dulbiltaltiv der; -s, -e [...va] (aus lat. (mo
dus) dubitativus, eigtl. „zum Zweifeln geeignet(er Mo
dus)“) : Konjunktiv mit dubitativer Bedeutung (Sprachw.).
du bi tie ren (aus lat. dubitare „(be)zweifeln, unschlüs
sig sein“): (veraltet) zweifeln. Dulbilum das; -s, Plur. Du
bia u. Dubien [,,,iən] (aus lat. dubium „Zweifel“): Zwei
felsfall
Dulblee* vgl. 'Doublé. Dulbiett das; -s, -s (aus fr. dou
blet „Elektronenpaar; Doppellinie“; vgl. Dublette): zwei
eng benachbarte TEnergieniveaus od. Spektrallinien
(Kernphys.). Dulbletlte die: -, -n (aus gleichbed. fr. dou
blet zu double, vgl. Double): 1. doppelt Vorhandenes;
Doppelstück. 2. Doppelschuss, -treffer (Jagd.). 3. Edel
stein aus zwei verkitteten Teilen. 4. Doppelschlag beim
Boxen, Schlagfolge derselben Faust unmittelbar hinterei
nander. dulblielren u. doublieren [du...] (aus gleichbed.
fr. doubler, dies aus spätlat. duplare „verdoppeln“): 1.
Metall mit einem dünnen Überzug aus Edelmetall (bes.
aus Gold) versehen. 2. zusammendrehen, doppeln (bes.
von Garnen). 3. abschmieren (abfärben, wenn der
Druckbogen aus der Maschine auf den Auslegetisch ge
langt; Druckw.). 4. bei der Restaurierung eines Gemäl
des die Rückseite durch ein Gewebe od. eine Holztafel
verstärken (Kunstw.). Du blier ma schi ne die; -, -n:
Maschine, die vor dem Zwirnen die Garne verdoppelt
od. vervielfacht (Spinnerei). Dulblolne die; -, -n (über fr.
doublon aus span, doblón, eigtl. „Doppelstück“, zu doble
„doppelt“, dies aus lat. duplus) : frühere span. Goldmün
ze. Dulblül re die; -, -n (aus gleichbed. fr. doublure zu
doubler, vgl. dublieren): 1. a) Unterfutter; b) Aufschlag
an Uniformen. 2. verzierte Innenseite des Buchdeckels;
Spiegel (Buchw.)
Dub ni um das; -s (nach der russ. Stadt Dubna u. zu
t...ium>: künstlich hergestelltes ehern. Element, ein Trans
uran; Zeichen Db
Du-Bois-For|mel [dy'boa...] die; - (nach dem amerik. Phy
siologen E. F. Du Bois, 1882-1959): Formel zur Berech
nung der Körperoberfläche aus Körpergewicht u. Körper
länge
’Duc [dyk] der; -[s], -s (aus fr. duc „Herzog“, dies aus lat.
dux „Führer“ zu ducere „ziehen, führen, leiten“): höchste
Rangstufe des Adels in Frankreich. 2Duc [dyk] der; -s, -s
(aus gleichbed. fr. duc zu t'Duc): (veraltet) zweisitziges,
vierrädriges Luxusgefährt für selbst kutschierende Da
men. Dulca ['du:ka] der; -, -s (aus it. duca „Herzog“, dies
aus lat. dux, vgl. 'Duo: ital. Adelstitel. Dulce ['du:tʃe] der;
-s (aus it. duce „Führer“): Titel des ital. Faschistenführers
B. Mussolini (1883-1945)
Dul cenlto [du'tjento] vgl. Duecento
Dulces [ du:tse:s]: Plur. von Î Dux
Dulchesnelpalralgraf [dy'Jen...], auch ...graph der; -en
(nach einem Belgier namens Duchesne, der sich während
des Kulturkampfes (1871-1887) zum Mord an Bismarck
erboten hatte): (strafrechtliche) Vorschrift, die die miss
lungene Anstiftung u. die Verabredung zu einem Verbre
chen unter Strafe stellt (Rechtsw.)
Duichass [ dʌtʃɪs] die; -, -es [...siz] (aus gleichbed. engl. du
chess, dies aus (alt)fr. duchesse, vgl. Duchesse): engl.
Adelstitel, weibliche Form zu ÎDuke. Dulcheslsa [du'kesa] die; -, ...sse (aus it. duchessa „Herzogin“, dies aus mlat.
ducissa, vgl. 'Duc u. ...isse): ital. Adelstitel, weibliche
Form zu TDuca. Dulchesse [dy'jes] die; -, -n [...sn] (aus
fr. duchesse „Herzogin“): 1. Herzogin (in Frankreich). 2.
(ohne Plur.) schweres [Kunst]seidengewebe mit glänzen
Dukaten
der Vorder- u. matter Rückseite in Atlasbindung. Du[dy'jes...] <#e; -, -n: Spitze, bei der die
einzelnen geklöppelten Muster aneinander genäht sind
Dulcholborlze [doxo...] der; -n, -n (aus russ. duchoborjez,
Gen. duchoborza, eigtl. „Geisteskämpfer“, zu duch
„Geist“ u. borjez „Kämpfer“): Anhänger einer im 18. Jh.
in Russland entstandenen rein f rationalistischen Sekte
(ohne Priesterstand)
Duckldallbe, seltener Dückldallbe die; -, -n, auch Duckdallben, Dück dal ben der; -s, - (meist Plur.) (Herkunft
ungeklärt, vielleicht zu niederl. duiken (niederd. duken)
„tauchen“ u. mittelniederd. dolle, eigtl. „die Dicke“):
(Seemannsspr.) eingerammte Pfahlgruppe zum Festma
chen von Schiffen im Hafen
Ducltus [ duk...] der: -, - [...tu:s] (aus lat. ductus „Führung.
Leitung“): Gang, Kanal, Ausführungsgang von Drüsen
(Med.); vgl. Duktus
due (it.; aus gleichbed. lat. duo): zwei (Mus.); a due (zu
zweit). Du|e|cen|tist [duetʃɛn...] der; -en, -en (zu TDuecentou. Î ...ist): Künstler, Schriftsteller des Duecento. Duelcenlto, Dugento [du'dʒɛnto] u. Ducento [du'tʃɛnto]
das; -[s] (aus it. duecento, dugento, ducento, eigtl. „zwei
hundert“ (verkürzt für 1200)): das 13. Jh. in Italien als Stil
begriff
Dulell das; -s, -e (aus mlat. duellum „Kampf, Zweikampf1,
dies unter volksetymologischer Anlehnung an lat. duo
„zwei“ aus altlat. duellum „Krieg“ (Vorform von lat. bel
lum)): Zweikampf. Dulelllant der; -en, -en (aus mlat. duellans, Gen. duellantis, Part. Präs, von duellare, vgl. duel
lieren): jmd., der sich mit einem anderen duelliert, dulellie ren, sich (aus gleichbed. mlat. duellare): ein Duell aus
tragen
Dulenlja die; -, -s (eingedeutschte Form von span, dueña
„Herrin“): (veraltet) Anstandsdame, Erzieherin
Du lerlne die; -, -n (aus gleichbed. mlat. duerna (plaga) zu
lat. duo „zwei“) : doppelte Bogenlage, Lage von zwei inei
nander gehefteten Papierbogen. Dulett das; -[e]s, -e (aus
gleichbed. it. duetto, Verkleinerungsform von duo, vgl.
Duo): a) Komposition für zwei Singstimmen; b) zweistim
miger musikalischer Vortrag (Mus.); vgl. Duo. Duletltino ¿Zar; -s, -s (Verkleinerungsform von it. duetto, vgl. Du
ett): kleines Duett (Mus.)
Duf lfle eoat [ dʌflkout] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. duf
fle coat, dies aus duffle „flauschiger Halbwollstoff“ (nach
dembelg. Ort Duffel) u. zu coat „Mantel“): dreiviertellan
ger, meist mit Knebeln zu schließender Sportmantel
Du|four|kar|te [dy'fu:r...] die; -, -n (nach dem Schweiz. Ge
neral G. H. Dufour, 1787-1875): topografische Landes
karte der Schweiz
Dulfrelnit* [auch ... nit, auch dy...] der; -s, -e (nach dem
franz. Mineralogen P. A. Petit-Dufrénoy (1792-1857) u.
zu t2...it): ein dunkelgrünes, traubiges Mineral
Dufltit [auch ..,'tit] der: -s, -e (nach dem südwestafrik. Mi
nendirektor G. Duft (20. Jh.) u. zu t2...it>: ein olivgrünes
basisches Mineral
Dulgenlto [du'ʤɛnto] vgl. Duecento
Dulgong der; -s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. malai. dujung): Seekuh der australischen u. philippinischen Küs
tengewässer u. des Roten Meeres
Dulite [dÿit] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed. fr. duite zu älter
fr. duire „führen“, dies aus lat. ducere): Einschlagfaden,
Schuss in der Weberei
du jour [dyjum] (fr.; „vom Tage, heutig“; vgl. Jour): (ver
altet) vom Dienst ; du jour sein: mit dem für einen bestimm
ten, immer wiederkehrenden Tag festgelegten Dienst an
der Reihe sein. du|jou|rie|ren [dyju...] vgl. dejourieren
Dulkaten der; -s, - (aus gleichbed. it. ducato, dies aus
(m)lat. ducatus „Herzogtum“ zu lat. dux, vgl. Dux): vom
13.-19. Jh. in ganz Europa verbreitete Goldmünze
chesse spit ze
Duk-Duk
Duk-Duk der:
- (aus melanes. duk-duk): geheimer Männer
bund auf den Inseln des Bismarckarchipels
Duke [dju:k] der; -, -s (aus engl. duke, dies aus fr. duc, vgl.
'Duc>: höchste Rangstufe des Adels in England, dukltil
[dʊk...] (über gleichbed. engl. ductile aus lat. ductilis „zieh
bar, dehnbar“ zu ducere „ziehen“): gut dehn-, streckbar,
verformbar; plastisch (Techn.). Duk|ti|li|tät die; - (zu
t...ität): Dehnbarkeit, Verformbarkeit (Techn.). Dukltograifie, auch ...gralphie die: -, ...ien (zu t ...grafie): rönt
genografische Kontrastdarstellung des Ausführungsgangs
einer Drüse (Med.). Duklto gramm i/as; -s, -e (zu Î Duk
tus u. t...gramm): bei der ÎDuktografDie gewonnenes
Röntgenbild (Med.). Dukltor der; -s, ...oren (aus lat.
ductor „Führer“): Stahlwalze in der Schnellpresse, durch
die die Regulierung der Farbe erfolgt (Druckw.). Duk tus
der; - (aus lat. ductus „das Ziehen, der Zug“ zu ducere
„ziehen“): a) Schriftzug, Linienführung der Schriftzei
chen; b) charakteristische Art der [künstlerischen] Form
gebung; vgl. Ductus
Dul|ci|mer ['dʌlsɪmŋ] die; -, -s (aus gleichbed. engl. dulci
mer, dies über das Altfr. vieil, aus lat. dulce melos „liebli
che Weise“): engl. Bez. für Hackbrett; mit Klöppeln zu
schlagendes Saiteninstrument
Dullcin [...'tsi:n] u. Dulzin das; -s (Kunstw. aus /aZ. dulcis
„süß“ u. t...in (1)): heute nicht mehr zugelassener künst
licher Süßstoff
Dullie die; -, ...lien (über mlat. duliaausgr. douleia „Dienst
barkeit“): Verehrung der Engel u. Heiligen in der kath. u.
in der Ostkirche. Dullolsis die: - (ausgr. doülösis „Unter
jochung, Knechtung“ zu doülos „Knecht, Sklave“): Form
des Parasitismus bei bestimmten Ameisen, die Ameisen
brut aus fremden Nestern verschleppen u. als Sklaven auf
ziehen
Dull zilan u. Dolcian [...tsia:n] das; -s, -e (über ital. Vermitt
lung aus gleichbed. mlat. dulciana, dies zu Zaz. dulcis „süß,
lieblich“): 1. ein Doppelrohrblattinstrument im 16. u.
17. Jh., Frühform des Î Fagotts. 2. nasal klingendes Zun
genregister der Orgel; vgl. Lingualpfeife. Dullzin vgl.
Dulcin. Dullzilnea die; -, Plur. ...een u. -s (aus span, dulcinea zu dulce „süß“, dies aus lat. dulcis; nach der Gelieb
ten des Don Quichotte): (scherzh. abwertend) Freundin,
Geliebte
'Du |ma i/ze; -, -s (aus gleichbed. russ. duma, eigtl. „Gedan
ke“): 1. Rat der fürstlichen Gefolgsleute im alten Russ
land. 2. russ. Stadtverordnetenversammlung seit 1870. 3.
russ. Parlament (1906-1917 u. seit 1993)
2Dul ma die; -, Plur. Dumy u. Dumen (aus gleichbed. russ.
duma): ukrainisches Volkslied, das heroische Ereignisse
od. volkstümliche Helden besingt
Dumb Show ['dʌm 'ʃou] die; - -, - -s, auch Dumblshow
die; -, -s (aus gleichbed. engl. dumb show, eigtl. „stumme
Schau“): îPantomine im älteren engl. Drama, die vor der
Aufführung die Handlung verdeutlichen sollte
Dumldum zZzzs; -[s], -[s] (aus gleichbed. engl. dumdum, dies
aus ind. dämdam „Hügel, erhöhte Batteriestellung“ (in ei
ner bengal. Artilleriestellung bei Kalkutta wurden diese
Geschosse zuerst hergestellt)): (völkerrechtlich verbote
nes) wie ein Sprenggeschoss wirkendes Infanteriegeschoss
mit abgekniffener Spitze u. dadurch freiliegendem Blei
kern, das große Wunden verursacht
Dulmen: Plur. von fDuma
Dumlka die; -, ...ki (aus gleichbed. tschech. dumka):
schwermütiges slaw. Volkslied, meist in Moll
Dumlmy [dami] der; -s, -s ['dami:s] (aus engl. dummy „At
trappe; Schaufensterpuppe“ zu dumb „stumm“): 1. le
bensgroße, bei Unfalltests in Kraftfahrzeugen verwendete
[Kunststoffjpuppe. 2. (auch das) Attrappe, Schaupa
ckung, Probeband (für Werbezwecke). 3. Platzhalter für
einen Programmteil od. für Daten, der nach außen die Ei
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genschaften des Originals vortäuscht, wenn z.B. beim
Entwickeln u. Testen von 1 Programmen (4) noch nicht alle
Bestandteile
fertiggestellt
sind
(EDV).
Dummy-Head-Ste|re|olpho|nie, auch ...fonie [...hed...] die;
- (zu engl. head „Kopf“): Kunstkopfstereophonie, bei der
zur Erzielung naturgetreuer Wiedergabe hochwertige Mi
krofone innerhalb eines nachgebildeten menschlichen
Kopfes verwendet werden
Du|mor|ti|e|rit [dyrn ortie..., auch ... rit] der; -s, -e (nach
dem franz. Paläontologen E. Dumortier (19. Jh.) u. zu
t2...it): ein blaues od. rotes Mineral
Dump [dʌmp] der; -s, -s (zu engl. to dump „hinfallen lassen,
(um)kippen, ausschütten, abladen“): Speicherauszug, das
Sichtbarmachen eines zusammenhängenden Teils eines
Speichers (EDV). Dum per [ damps, auch 'dʊɪnpɪŋ] der;
-s, - (aus gleichbed. engl. dumper zu to dump, vgl. Dump):
Kippwagen, -karren für Erdtransport. Dumlping fdampɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. dumping zu to dump „hin
fallen lassen; verschleudern“): Export einer Ware unter
ihrem Inlandpreis, um damit einen ausländischen Markt
zu erobern (Wirtsch.). Dumiping synldrom' das; -s, -e:
nach Magenoperationen auftretende Verdauungsbe
schwerden mit Herz-Kreislauf- u. Magen-Darm-Störun
gen (Med.)
Dumplling ['dʌmplɪŋ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. dump
ling): Kloß, Knödel
Dulmy: Plur. von t2Duma
Dun der; -s, -s (aus dem Kelt.): Hügel, Berg, Bergfeste (als
Ortsnamensbestandteil in England u. Frankreich)
Dunlcilalde [,,, tsia:də] die; -, -n (nach der Satire „Dunciad“ von A. Pope (1688-1744); zu engl. dunce „Dumm
kopf“; vgl. ...ade): literarisch-satirisches Spottgedicht
Dulnit [auch ... nit] zZer; -s (nach den neuseeländ. Bergen
Dun Mountains (vgl. Dun) u. zu t2...it): ein Tiefengestein
Dunlking ['dʌŋkɪŋ] das; -s, -s (zu engl. to dunk „eintau
chen“): Korbwurf, bei dem die Hände der od. des Werfen
den oberhalb des Korbrings sind (Basketball)
Duo das; -s, -s (aus gleichbed. it. duo, dies aus lat. duo
„zwei“): 1. Komposition für zwei meist ungleiche [Instru
mentallstimmen. 2. a) zwei gemeinsam musizierende So
listen; b) (iron.) zwei Personen, die eine [strafbare] Hand
lung gemeinsam ausführen, z.B. ein Gaunerduo; vgl. Du
ett
duloldelnal (aus gleichbed. nlat. duodenalis zu lat. duode
ni, vgl. Duodenum): zum Duodenum gehörend, es betref
fend (Med.). Du|o|de|nal|ul|kus das; -, ...ulzera: Zwölf
fingerdarmgeschwür (Med.). Duloldelniltis die; -, ...itiden (zu 1 Duodenum u. Î ...itis): Entzündung des Zwölffin
gerdarms (Med.). Du o de no sko pie* die; -, ...ien (zu
Î ...skopie) : direkte Betrachtung des Zwölffingerdarms mit
einem speziellen 1 Endoskop (Med.). Dulolde|nos|tomie* die; -, ...ien (zu Î Duodenum, Î Stoma u. î2...ie): ope
rative Anlegung einer künstlichen Zwölffingerdarmöff
nung durch die Bauchdecke nach außen (Med.). Du|o|denum das: -s, ...na (aus gleichbed. nlat. duodenum zu lat.
duodeni „je zwölf, zwölf zusammen“): Zwölffingerdarm
(Med.). Du|o|dezdas,--es(zu/a/. duodecimus „der Zwölf
te“): Zwölftelbogengröße (Buchformat); Zeichen 12°.
Du o dez... (zu TDuodez): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Format, Buchausgabe in Duodez“, z. B. Duo
dezausgabe. 2Dulo|dez... (nach der geringen Größe des
Duodezformates): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „besonders klein, lächerlich klein“, z.B. Duodez
staat. Du|o|dez|aus|gabe die; -, -n (zu t'Duodez...):
Buchausgabe in Duodez. Duoldezlforlmat das; -[e]s:
svw. Duodez. Du|o|dez|fürst der; -en, -en (zu t2Duodez...): (iron.) Herrscher eines sehr kleinen Fürstentums.
Du|o|dez|fiirslten|tum das; -s, ...tümer: (iron.) sehr
kleines Fürstentum, dem weder Wichtigkeit noch Bedeu-
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tung beigemessen wird; vgl. Duodezstaat, duloldelzimal (zu lat. duodecim „zwölf u. t '...al (ɪ)): auf das Duo
dezimalsystem bezogen. Du|o|delzi|mal|sys|tem das:
-s: Zahlensystem, bei dem die Einheiten nach t Potenzen
(4) von 12 (statt 10 wie beim Dezimalsystem) fortschrei
ten. Du|o|delzi|me [auch ,,,'tsi:mə] die: -, -n (aus gleichbed. /7. duodecima, dies aus lat. duodecima „die Zwölf
te“): a) zwölfter Ton einer Îdiatonischen Tonleiter vom
Grundton an; b) ÎIntervall (2) von 12 Tdiatonischen Stu
fen (Mus.). Duloldezlstaat der: -[e]s, -en (zu t2Duodez,,,): sehr kleiner Staat, Ländchen in der Epoche des
ÎTerritorialstaates; vgl. Duodezfürstentum
Dulo|di|o|de die: -, -n (zu lat. duo „zwei" u. Î Diode): aus
zwei vereinigten Î Dioden bestehende Doppelzweipolröh
re
Dyloldralma das; -s, ...men (zu lat. duo „zwei“ u. ÎDrama): Drama, in dem nur zwei Personen auftreten; vgl. Mo
nodrama
Dulolkulltur die; -, -en (zu lat. duo „zwei“ u. Î Kultur):
Doppelanbau von Kulturpflanzen auf demselben Feld
stück (Landw.)
Dulole ¿/e; -, -n (italianisierende Bildung zu lat. duo
„zwei“; Analogiebildung zu tTrióle): Folge von zwei No
ten, die für drei Noten gleicher Gestalt bei gleicher Zeit
dauer eintreten (Mus.)
Dulollit® [auch ... lit] das; -s (Kunstw.; vgl. ’...it): Mittel ge
gen Ungeziefer
Dylolplay [...plei] das; -s (zu lat. duo „zwei“ u. engl. play
„Spiel“): Tonaufnahmeverfahren, bei dem zwei Teilauf
nahmen nacheinander auf je eine gesonderte Spur dessel
ben Tonbandes aufgezeichnet werden
Dulolpol (zu lat. duo „zwei“ u. gr. pölem „verkaufen“):
svw. Dyopol
Duo Itrilolde die; -, -n (zu lat. duo „zwei“ u. ÎTriode):
Doppeldreipolröhre, zwei vereinigte ÎTrioden
dylpen (Kurzw. aus 1 duplizieren): von einer Positivkopie
eine Negativkopie herstellen (Fotografie)
dülpielren (aus fr. duper „narren, täuschen“ zu dupe
„Narr, Betrogener“): täuschen, überlisten, zum Narren
halten
Dulpla*: Plur. von t Duplum. Dulplet [du ple:] u. Dulplett
das; -s, -s (mit franz. Endung zu lat. duplex „doppelt“ ; vgl.
...ett): Lupe aus zwei Linsen, dulplex (.lat.; „doppelt“):
Kennzeichnung für einen Datenverarbeitungskanal, bei
dem beide Datenendeinrichtungen gleichzeitig Daten sen
den u. empfangen können. Dulplex... (aus lat. duplex
„doppelt (zusammengelegt)“): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „doppelt“. Dylplexlaultoltyipie die; -,
...ien [,,,i:ən]: doppelte Rasterätzung (vgl. Autotypie) für
Zweifarbendruck. Dylplexlbeltrieb der; -[e]s, -e: 1. Te
legrafieverfahren, bei dem zu gleicher Zeit über die gleiche
Leitung in entgegengesetzter Richtung telegrafiert werden
kann. 2. Betrieb eines Computersystems in der Weise, dass
bei seinem Ausfallen auf ein bereitstehendes gleichartiges
System ausgewichen werden kann, dulplielren (über
gleichbed. spätlat. duplare aus/ɑt. duplicare, vgl. duplizie
ren): verdoppeln. Dulplielrung die; -, -en (zu t...ierung>:
das Duplieren. Dulplik die; -, -en (aus gleichbed. fr. du
plique; vgl. Duplikat): (veraltet) Gegenerklärung des Be
klagten auf eine Î Replik ( 1 b; Rechtsw.). Dulplilkat das:
-[e]s, -e (aus lat. duplicatum „zweifältig, verdoppelt“, Part.
Perf. von duplicare, vgl. duplizieren): Zweitausfertigung,
Zweitschrift, Abschrift; Durchschlag. Dulplilkatlfilm
der; -[e]s, -e: Negativduplikat des Originalfilms, von dem
die Kopien für den Verleih hergestellt werden. Dulplilkatilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. duplicatio zu duplicare,
vgl. duplizieren): 1. das Duplizieren; Verdoppelung. 2.
Verdoppelung eines Chromosomenabschnitts (Genetik).
Dulplilkaltyr die; -, -en (zu 1 Duplikat u. T ...ur): Verdop
Durilignosa
pelung, Doppelbildung (Med.), dulplilzielren (aus
gleichbed. lat. duplicare zu duplex „doppelt (zusammen
gelegt)“): verdoppeln. Du|pli|ziItät die; -, -en (aus gleich
bed. spätlat. duplicitas, Gen. duplicitatis): 1. Doppelheit;
doppeltes Vorkommen, Auftreten; z. B. - der Ereignisse. 2.
(veraltet) Zweideutigkeit. Dylplum das; -s, ...pla (aus lat.
duplum „das Doppelte“): svw. Duplikat
Dulponldilus der; -, - (aus lat. dupondius, dies aus duo (as
ses) pondo „Zweipfünder“, eigtl. „zwei (Asse) vom
Pfund“): 1. altröm. Gewicht ( = 2 Asse; vgl. 4As). 2. antike
röm. Bronze- bzw. Messingmünze
Düplpel der; -s, - (nach dem gleichnamigen Dorf in Däne
mark, dem Ort des erstmaligen Abwurfs): Stanniolstreifen
zur Störung von Radarpeilungen
Dulpren* [dy...] das; -s (Kunstw.; vgl. ...en): synthetischer
Kautschuk
Du|puy|tren|kon|trak|tur* [dypÿi'trë...] die; -, -en (nach
dem franz. Chirurgen G. Dupuytren, 1777-1835): fort
schreitende Beugeversteifung eines od. mehrerer Finger
durch eine Erkrankung des Bindegewebes der Hand
(Med.)
Dulque ['duke] der; -[s], -s (aus gleichbed. span, duque, dies
über (alt)fr. duc aus lat. dux „Führer“; vgl. 'Duc): 1. (ohne
Plur.) höchster Adelsrang in Spanien, dem Herzog ent
sprechend. 2. Träger dieses Ranges. Dulquelsa [du'kesa]
die; -, -s (aus gleichbed. span, duquesa): weibl. Form zu
Duque
Dur das; -, - (zu lat. durus „hart“): Tongeschlecht aller Ton
arten, bei denen nur ein Halbton zwischen der dritten u.
vierten sowie der siebten u. achten Stufe der Tonleiter
liegt; Ggs. T'Moll. Dylra die; -: kurz für Dura Mater, duralbel (aus gleichbed. lat. durabilis zu durus „hart“): dau
erhaft, bleibend
Dulrak der; -s, -s (aus russ. durak polosaty „besonders dum
mer Mensch“, eigtl. „gestreifter Dummkopf' (nach dem
gestreiften Anzug des Harlekins)) : (veraltet) Narr (bes. als
Schimpfwort)
Dyrlaklkord der; -[e]s, -e (zu t Dur u. t Akkord): Dreiklang
mit großer tTerz ( 1 ). du Irai (zu lat. durus „hart“ u. T '...al
(1 ); vgl. Dura Mater): zur Dura (Mater) gehörend. Dulral
das; -s (Kunstw. aus lat. duras „hart“ u. tT/uminium): (österr.) svw. Duralumin. Dyrlalulmin®* das; -s: sehr feste
Aluminiumlegierung. Dylra Malter die; - - (aus gleich
bed. lat. dura mater (cerebri), eigtl. „harte Mutter“ (des
Gehirns)“): harte (äußere) Hirnhaut (Med.), dylraltiv
[auch ... ti:f] (zu lat. durare „ausdauern“, eigtl. „hart ma
chen, hart werden“; vgl. ...iv): verlaufend, dauernd; dura
tive [,,,və] Aktionsart: î Aktionsart eines Verbs, die die
Dauer eines Seins od. Geschehens ausdrückt (z.B. schla
fen); vgl. imperfektiv. DyIrax® das;- (Kunstw.): härtbares
Phenolharz
Durlbar der od. das; -s, -s (über Vermittlung von engl. durbar aus gleichbed. Hindi darbär, dies auspers. darbär): of
fizieller Empfang bei indischen Fürsten u. bei dem ehema
ligen Vizekönig von Indien
dulreslzielren (aus gleichbed. lat. durescere zu durus
„hart“): (veraltet) hart werden, sich verhärten. Durlhäma tom [dum...] das; -s, -e (zu ÎDura (Mater) u. Î Häma
tom): Blutgeschwulst auf der harten Hirnhaut (Med.)
Dylrilanlbaum der; -[e]s, ...bäume (zu gleichbed. malai.
durian): malai. Wollbaumgewächs, dessen kopfgroße, sta
chelige, gelbbraune Kapselfrüchte kastaniengroße Samen
mit weichem, weißlichem, wohlschmeckendem, aber übel
riechendem Samenmantel enthalten
Dulrillilgnolsa* <7ze (Plur.) (aus gleichbed. nlat. durilignosa
(Plur.) zu lat. durus „hart“ u. lignum „Holz“): Pflanzen
gesellschaften, in denen Holzpflanzen mit lederigen, im
mergrünen Blättern (Hartlaubgewächse) dominieren (bes.
im Mittelmeergebiet)
Durine
368
dem 12./13. Jh. die Dienstleute, die in der fürstlichen bzw.
Dourine
bojarischen Gefolgschaft den niederen Dienstadel bilde
Du|rit[auch ...'rit] der; -s, -e (Kunstw. aus lat. durus „hart“
ten u. teilweise unfreier Herkunft waren
u. f2...it>: streifige Steinkohle mit hohem Ascherückstand.
Du|ri|tät die; - (aus lat. duritas, Gen. duritatis „Härte, Dy der; -s (aus schwed. dy „Schlamm“): ein aus Pflanzen
resten u. ausgeflocktem Humus gebildetes Sediment in
Unfreundlichkeit“): (veraltet) Härte, Festigkeit; Strenge,
Binnenseen, Braunschlammboden (Geol.)
Gefühllosigkeit, Schroffheit. Dulro der; -[s], -[s] (aus
gleichbed. span, duro, dies zu lat. durus „hart“): span. Dylaldedie; -, -n (über spätlat. dyas ausgr. dyás, Gen. dyádos „Zweiheit“ zu dyo „zwei“): 1. Zusammenfassung
Münze (Bez. für den span. 1 Peso). Dulrolchromlgallvazweier Einheiten (Vektorrechnung; Math.). 2. Paarver
no das: -s, -s (zu lat. durus „hart“): nach einem bestimm
hältnis (Soziol.). Dylaldik die; - (zu gr. dyadikös „zur
ten Verfahren verchromtes 1 Galvano. Du|ro!den|tini/as;
Zweizahl gehörend“; vgl. 2...ik (1)): auf dem Zweier- u.
-s: dem Zahnschmelz ähnliche Substanz der Zähne bei Fi
nicht auf dem Zehnersystem aufgebaute Arithmetik; vgl.
schen u. Amphibien. Dulrolplast der; -[e]s, -e (meist
Dualsystem, dylaldisch: dem Zweiersystem zugehörend.
Plur.): in Hitze härtbarer, aber nicht schmelzbarer Kunst
Dy iarlchie r/ze; -, ...ien (zu gr. dyo „zwei“, árchein „herr
stoff. dulrolplasltisch: die Eigenschaften eines Duro
schen“ u. T2...ie): von zwei verschiedenen Gewalten be
plasts aufweisend
stimmte Staatsform. Dy las die; - (aus spätlat. dyas „Zwei
Durlrarfze; - (aus gleichbed. arab. durah): afrikanische Hir
heit“, vgl. Dyade): (veraltet) svw. ‘Perm. dy|as|sisch:
seart, die als Brotgetreide verwendet wird
die Dyas betreffend. Dylaslter das; -, -n (zu gr. dyo
Dulrumlweilzen der; -s (zu lat. durum, Neutrum von du
„zwei“ u. astër „Stern“, eigtl. „Zweistern“): Doppelstern
rus „hart“): Hart- od. Glasweizen, Weizenart bes. des
bei der Zellteilung (Biol.)
Mittelmeergebietes
Dust [dʌst] der; -[s] (aus engl. dust „Staub"): a) (veraltet) Dyblbuk, Dylbukvgl. Dibbuk
Dyn das; -s, - (verkürzt aus gr. dynamis „Kraft“): nicht ge
Staub, Kehricht; b) feinste Teeaussiebung
setzliche Einheit der Kraft im fCGS-System; Zeichen
Dultarder; -s, -s (auspers. dutar „zwei Saiten“): Langhals
dyn. Dylnalmelter das; -s, - (zu gr. dynamis „Kraft“ u.
laute mit zwei Saiten u. beweglichen Bünden (im Vorderen
Î’...meter): Instrument zur Bestimmung der Vergröße
Orient u. in Zentralasien)
rungsleistung von Fernrohren. Dylnalmik die; - (aus gr.
Dutchlman ['dʌtʃmən] der; -s, ...men [...man] (aus gleich
dynamikê (téchnê) „Lehre von der Kraft“): 1. (ohne
bed. engl. dutchman, eigtl. „Holländer“): (abwertend) von
Plur.) Lehre vom Einfluss der Kräfte auf die Bewegungs
Englisch sprechenden Matrosen verwendete Bez. für:
vorgänge von Körpern. 2. a) (Plur. selten) auf Verände
deutscher Seemann
rung, Entwicklung gerichtete Kraft; Schwung, Trieb
Dut|tolnjt[dAta..., auch ,,,'nɪt] der; -s, -e (nach dem amerik.
kraft; b) (ohne Plur.) dynamische (2b) Art, dynamisches
Geologen C. E. Dutton (1841-1912) u. zu t2...it): ein hell
(2b) Wesen. 3. ¡Differenzierung (1) der Klangfülle (Ton
braunes, krustiges Mineral
stärke) in der Musik u. Akustik. Dy|na|mi|ker der; -s, -;
Du|ty-free-Shop ['dju:tɪ'fri:ʃɔp] der; -s, -s (zu engl. dutyfree „abgabenfrei“ u. IShop): ladenähnliche Einrichtung
svw. Dynamist. Dylnalmis die; - (aus gleichbed. gr. dy
im Bereich eines Flughafens o.Ä., wo man Waren zollfrei
namis zu dÿnasthai „vermögen, können“; vgl. Dynast):
kaufen kann
Kraft, Vermögen, Möglichkeit, Fähigkeit, eine Änderung
Du|um|vir[...v...] der; Gen. -su. -n, Plur. -n (aus gleichbed.
herbeizuführen (Philos.); vgl. Energeia. dylnalmisch
lat. duumvir zu duo „zwei“ u. vir „Mann“): röm. Titel für
(nach gr. dynamikös „wirksam, kräftig“): 1. die von
die Beamten verschiedener Zweimannbehörden in Rom
Kräften erzeugte Bewegung betreffend; Ggs. ¡statisch
bzw. in röm. Kolonien u. 1 Munizipien. Du|um|vi|ratifos;
(2); dynamische Geologie: Wissenschaft von den Kräf
-[e]s, -e (aus gleichbed. lat. duumviratus): Amt u. Würde
ten, die das geogr. Bild der Erde bestimmten u. bestim
der Duumvirn
men; dynamische Viskosität: Quotient aus Schubspan
Du! vet [dyvs] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. duvet, eigtl.
nung u. Geschwindigkeitsgefälle. 2. a) eine Bewegung,
„Daune“, zu ɑ/(/r. dum, dun „Daune“, dies aus altnord.
Entwicklung aufweisend; dynamische Rente: Rente, de
dünn): (Schweiz.) Daunendecke, Federbett. Duveltine
ren Höhe nicht auf Lebenszeit festgesetzt, sondern peri
[dyftim] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. duvetine zu duvet,
odisch der Entwicklung des Sozialprodukts angepasst
vgl. Duvet): Samtimitation aus [Baumjwolle od. Chemie
wird; b) voll innerer Kraft; kraftgespannt; triebkräftig,
faser
bewegt, schwungvoll. 3. Veränderungen der Tonstärke
Dux r/c-r; -, Duces ['du:tse:s] (aus lat. dux „Führer“ zu ducere
betreffend (Mus.). dy|na|mi|sie|ren (zu 1 ...isieren): a)
„ziehen, führen“): 1. a) Führer einer Heeresabteilung im
etwas in Bewegung setzen, vorantreiben, beschleunigen;
Röm. Reich; b) im Mittelalter königlicher Amtsträger mit
b) bestimmte Leistungen an die Veränderungen [der all
vorwiegend militärischen Aufgaben; Herzog. 2. meist ein
gemeinen Bemessensgrundlage] anpassen, z. B. Renten -.
stimmiges Fugenthema in der Haupttonart, das im 1 Co
Dyl namisierung die; -, -en (zu t ...isierung): das Dy
mes (2) mündet (Mus.)
namisieren. Dy|na|mislmus der; -, ...men (zu ¡...ismus
Dvajlta, Dwaita der; - (.aus sanskr. dvaitá „Zweiheit“): Leh
):
(1)
1. (ohne Plur.) philos. Lehre, nach der alle Wirklich
re der ind. Philosophie des Vedanta, die, alle Einheit ne
keit auf Kräfte u. deren Wirkungen zurückgeführt wer
gierend, nur die Zweiheit von Gott u. Welt gelten lässt
den kann. 2. (ohne Plur.) Glaube mancher Naturvölker
Dvandlva*, Dwandwa das; -[s], -[s] (aus sanskr. dvamdvá,
an die Wirkung unpersönlicher übernatürlicher Kräfte in
eigtl. „Paar“): svw. Additionswort
Menschen u. Dingen. 3. a) (ohne Plur.) Dynamik (2); b)
DVD <ize; -s, -[s] (Abk. für engl. digital video disk „digitale
dynamisches (2) Element, dynamischer Zug. DylnaBildplatte“ bzw. digital versatile disk „vielseitige Digital
mist lier; -en, -en (zu ¡...ist): Anhänger des Dynamismus
platte“): CD-große Speicherplatte für Audio- u. Videosig
(1, 2). dy na misltisch (zu ¡...istisch): den Dynamis
nale mit hoher Speicherkapazität. DVD-Vi Ideo das; -s, -s:
mus betreffend. Dy|na|mit [auch ... mit] das; -s (zu
a) DVD zum Speichern von Filmen; b) auf einer DVD ge
f’...it): auf der Grundlage des ¡Nitroglyzerins hergestell
speicherter [Kinojfilm
ter Sprengstoff. Dy na mo [auch dy:...] der; -s, -s (aus
Dwojlka [Jdvoyka] die; -, -s (aus serb. u. kroat. dvojka „die
gleichbed. engl. dynamo zu gr. dynamis „Kraft“): Kurz
Zwei“): volkstümliche, auf dem Balkan verbreitete Dopform von ¡Dynamomaschine, dylnalmo..., Dy na
pel(bloek)flote
mo... (zu gr. dynamis „Kraft“): Wortbildungselement
Dworljalne die; - (zu russ. dvor „Hof“): in Russland seit
mit der Bedeutung „Kraft; kraftvoll, energiereich“, z.B.
Dulrilnevgl.
369
Dynamometamorphose. Dylnalmolgraf, auch ...graph
der; -en, -en <zu î...graf>: registrierendes Dynamometer.
Dylnalmolmalschilne die; -, -n: Maschine zur Erzeu
gung elektrischen Stroms. dy|na|molme|ta|mprph:
durch Druck umgeformt (Geol.). Dylnalmolmeltamor phis mus der; -: svw. Dynamometamorphose. Dynalmo'me talmoriphoise die; -: durch ttektonische
Vorgänge verursachte Umbildung des Gesteins (Geol.).
Dy|na|mo|melter das; -s, - <zu t'...meter): 1. Vorrich
tung zum Messen von Kräften u. mechanischer Arbeit. 2.
Messgerät für Ströme hoher Frequenzen (Phys.). Dylnamolmeltrie* die; - (zu t...metrie): Kraftmessung, dynalmo me trisch’ (zu t ...metrisch): zur Dynamometrie
gehörend, sie betreffend. Dylnalmolthelolrie die; -:
Theorie, nach der das Magnetfeld der Erde u. die Î Säku
larvariation durch elektrische Ströme im flüssigen Erd
kern verursacht sind (Geophys.). Dylnast der; -en, -en
(über lat. dynastes aus gr. dynástes „Machthaber, Herr
scher“ zu dÿnasthai „vermögen, können“; vgl. dyna
misch): Herrscher, [kleiner] Fürst. Dylnasltie die; -,
...ien (aus gr. dynasteia „Herrschaft“): Herrscherge
schlecht, Herrscherhaus. ...dylnasltie: Wortbildungs
element mit der Bedeutung „in einer bestimmten Bezie
hung hervorragende, Einfluss ausübende Gruppe, Fami
lie“. dylnasltisch (nach gleichbed. gr. dynastikós): die
Dynastie betreffend. Dylnaltron* das; -s, Plur. ...one,
auch -s (Kurzw. aus gr. dynamis „Kraft“ u. t...tron):
tTriode, bei der am Gitter eine höhere Îpositive (4)
Spannung liegt als an der 1 Anode. Dylnolde* die; -, -n
(Kurzw. aus gr. dynamis „Kraft“ u. t...ode): zusätzliche,
mehrfach eingebaute Î Elektrode einer Elektronenröhre
zur Beeinflussung des Stromes (Elektrot.)
Dy o phy sit der; -en, -en (zugr. dyo „zwei“ u. phÿsis „Na
tur“; vgl. 3...it): Vertreter des Dyophysitismus. dylolphysiltisch: den Dyophysitismus betreffend. Dylolphylsitislmus der; - (zu t,,,ismus (l)): Zweinaturenlehre, nach
der Christus wahrer Gott u. wahrer Mensch zugleich ist;
vgl. Monophysitismus
Dylolpol das; -s, -e (zu gr. dÿo „zwei“ u. pölem „verkehren,
Handel treiben“) : eine Marktform, bei der nur jeweils zwei
Anbieter od. Nachfrager miteinander konkurrieren
(Wirtsch.). Dyloplson das; -s (zu gr. opsönia „das Ein
käufen der Zukost“): einfachste Form des tOligopsons,
bei der auf einem Markt nur zwei Nachfrager vorhanden
sind
dys..., Dys... (aus gleichbed. gr. dys->: Präfix mit der Be
deutung „abweichend von der Norm, übel, schlecht,
krankhaft“, z.B. dysenterisch, Dysfunktion
Dys|aku|sis die; - (zu tdys... u. gr. ákousis „das Hören“,
dies zu akoúein „hören“): 1. krankhafte Überempfindlich
keit des Gehörs (gegen bestimmte Töne; Med.). 2. Schwer
hörigkeit (Med.)
Dyslanallyt [auch ...Trt] der; -s, -e (zu gr. dysanálysis
„schwere Analyse“): ein schwarzes Mineral, mit Selten
erdmetallen angereicherte Abart des t Perowskits
Dyslanlgelli um das: -s, ...ien [...ion] (zu gr. dysäggelos
„Unglücksbotschaft bringend“; Analogiebildung zu
T Evangelium): üble Botschaft
Dyslarlthrie* die; -, ...ien (zu tdys..., gr. arthroün „glie
dern“ u. t2...ie>: organisch bedingte Sprachstörung (müh
sames Sprechen; Stammeln, Stottern), die bes. bei Gehirn
verletzung od. -erkrankungen auftritt (Med.). Dyslarthrolse die; -, -n: krankhafte Verformung od. Verände
rung eines Gelenks (Med.)
Dys|äs|the|sie die; - (zu Îdys... u. tÄsthesie): 1. der Wirk
lichkeit nicht entsprechende Wahrnehmung einer Sinnesempfindung (Physiol.). 2. das Erleben aller äußeren Ein
drücke als unangenehm (Psychol.)
Dys|au|to|no|mie die: -, ...jen (zu îdys... u. Î Autonomie):
Dyskrasie
angeborene Entwicklungsstörung des t vegetativen (3)
Nervensystems (Med.)
Dys|bak|te|rie die; -, ...ien (zu tdys..., Î Bakterie u. t2,..ie):
Störung der normalen Bakterienflora des Darms (Med.)
Dyslbalsie die; -, ...ien (zu t dys...,gr. básis „Tritt, Gang“ u.
t2...ie): Gehstörung; durch eine Durchblutungsstörung
der Beine verursachtes erschwertes Gehen (Med.)
Dyslbullie die; - (zu tdys..., gr. boule „Wille“ u. t2...ie):
Willensschwäche, krankhafte Fehlgerichtetheit des Wil
lens (Psychol.)
Dys|cho¡lie [...ço...] die; - (zu tdys..., gr. choie „Galle“ u.
12...ie> : krankhaft veränderte Zusammensetzung der Galle
(Med.)
Dyslchrolmaltoplsie* [,,,kro...] die; -, ...ien (zu tdys... u.
Î Chromatopsie) : Störung der normalen Fähigkeit, Farben
zu sehen, nicht vollkommen ausgeprägte Farbenblindheit,
Farbenfehlsichtigkeit (Med.). Dyslchrolmie die; -, ...ien
(zu gr. chroma „Farbe“ u. t2...ie>: Hautverfärbung, Stö
rung der normalen Hautpigmentation (bei bestimmten
Krankheiten; Med.); vgl. Chromatose
Dys enlte rie die; -, ...ien (über lat. dysenteria aus gleich
bed. gr. dysenteria zu îdys... u. éntera „die Eingeweide“):
Durchfall, Ruhr (Med.), dyslenltelrisch: ruhrartig
Dyslenlzylmie die; -, ...ien (zu tdys..., ÎEnzym u. t2...ie):
Enzymschwäche, Störung in der Absonderung od. Zusam
mensetzung der Verdauungsenzyme mit der Folge von
Stoffwechseldefekten (Med.)
Dyslerlgie die; - (zu tdys..., gr. érgon „Handlung; Tätig
keit“ u. T2...ie): verminderte Widerstandskraft; unge
wöhnliche Krankheitsbereitschaft des Organismus gegen
über t Infekten (Med.)
Dyslferlmenltie die; -, ...ien (zu tdys..., îFerment u.
t2...ie): svw. Dysenzymie
Dysifunktion die; -, -en (zu tdys... u. tFunktion): gestör
te Tätigkeit (eines Organs; Med.). dys|funk|ti|o|nal: ei
ner Funktion, Wirkung o.Ä. abträglich, schädlich
Dys glos sie* die; -, ...ien (zu tdys..., gr. glössa „Zunge,
Sprache“ u. t2...ie>: Sprachstörung, die durch Fehlbildun
gen od. Erkrankungen der Artikulationsorgane (z. B. Lip
pen, Zähne) bedingt ist (Med.)
Dyslgnalthie* die; -, ...ien (zu tdys..., gr. gnäthos „Kinn
backe“ u. t2...ie): Fehlentwicklung, die zu einer abnormen
Form u. Funktion des Oberkiefers u. bzw. od. Unterkiefers
führt (Med.)
Dyslgramlmaltislmus der; - (Analogiebildung mit tdys...
zu tAgrammatismus): Sprachstörung, Unfähigkeit eines
Sprechers, grammatisch richtige Sätze zu bilden
Dyslhildrolse* u. Dyslhildrolsis die; - (zu tdys... u. tHidrose bzw. tHidrosis): Störung der Schweißabsonderung
(verminderte od. vermehrte Schweißabsonderung; Med.)
Dys|hor|mie die; -, ...ien (zu tdys...,gr. hormän „erregen,
antreiben“ u. t2...ie>: Antriebsstörung, Abweichung vom
normalen Antriebsverlauf (Med.)
Dyslkallkullie die; - (zu Î dys..., spätlat. calculare (vgl. kal
kulieren) u. t2...ie>: Lernversagen im Rechnen bei besse
rem Intelligenz- u. übrigem Leistungsniveau; Rechen
schwäche
Dys|ke|ra|tolse die; -, -n (zu tdys..., gr. kéras, Gen. kératos „Horn“ u. t’...ose): anomale Verhornung der Haut
(Med.)
Dys|ki|ne|sie die; -, ...ien (zu tdys..., gr. kinesis „Bewe
gung“ u. t2...ie): motorische Fehlfunktion, z.B. Gehstö
rungen, auch gestörte Organfunktion (Med.)
Dyslkollie die; - (aus gleichbed. gr. dyskolia): Verdrießlich
keit; Unzufriedenheit; Schwermut (Psychol.)
Dyslkralnie* die; -, ...ien (zu Îdys...,gr. kranion „Schädel“
u. t2...ie>: Schädelmissbildung (Med.)
Dyslkralsie* rZie; -, ...ien (aus gr. dyskrasia „schlechte Mi
schung“) : fehlerhafte Zusammensetzung der Körpersäfte,
D
370
Dyskrasit
bes. des Blutes (Med.). Dys|kra|sjt[auch ...zit] der; -s, -e
(zu t2...it): ein silberweißes, metallisch glänzendes, rhom
bisches Mineral; Antimonsilber; Silberantimon
Dysllailie die; -, ...ien (zu tdys..., gr. laleln „viel reden,
schwatzen“ u. t2...ie>: das Stammeln (Med.)
Dysllelxie die; -, ...ien (zu îdys..., gr. léxis „das Sprechen,
Rede, Wort“ u. 12...ie> : organisch od. seelisch bedingte Le
sestörung: Minderung der Fähigkeit, Geschriebenes zu
erfassen, geistig aufzunehmen u. zusammenhängend vor
zulesen (Med.; Psychol.)
dyslmel (zu tdys... u. gr. mélos „Glied“): mit angeborenen
Fehlbildungen der Gliedmaßen behaftet (Med.). Dys I melie die; -, ...ien (zu t2...ie): angeborene Fehlbildung der
Gliedmaßen (Med.)
Dyslmelnorlrhö die; -, -en u. Dyslmelnorlrhöe [... re:]
die; -, -n [,,,'ro:ən] (zu tdys... u. tMenorrhö): gestörte,
schmerzhafte Monatsblutung (Med.)
Dys|me trie*¿ze, -, ...ien (zu tdys... u. T...metrie): Störung
der Fähigkeit, gezielte Bewegungen zeitlich u. räumlich in
der richtigen Weise auszuführen (Med.)
Dyslmorlphie die; -, ...ien (zu tdys... u. Î...morphie):
t morphologische Fehlbildung (Med.)
Dys|o|dil*rfa5;-s, -e (zu gr. dysödes „übel riechend“ u. t ...il
>: Blätter-, Papierkohle (Faulschlammgestein des t Ter
(2)
tiärs)
Dys|on|to|gelnie die; -, ...ien (zu tdys... u. tOntogenie):
fehlerhafte Entwicklung, Fehlbildung (Med.)
Dys|oplsie*á/e,-, ...ien (zu Îdys..., gr. ópsis „das Sehen“ u.
T2...ie): Sehstörung (Med.)
Dysloslmie* die; -, ...ien (zu î dys..., gr. osmê „Geruch“ u.
t2...ie): Störung od. Beeinträchtigung des Geruchssinns
(Med.). Dysloslphrelsie ¿Zie; -, ...ien (zu gr. ósphresis
„Geruch“ u. t2...ie>: Störung des Geruchssinns (Med.)
Dyslos|tolse*Äe; -, -n (zu t dys...,gr. ostéon „Knochen“ u.
t‘...ose): Störung des Knochenwachstums, mangelhafte
Verknöcherung bzw. Knochenbildung (Med.)
Dys|pa|reulnie*<7/e,- -, ...ien (zugr. dyspäreunos „unglück
lich verheiratet“, eigtl. „schlecht nebeneinander gebettet“,
u. t2...ie>: a) körperliches od. seelisches Nichtzusammen
passen von Geschlechtspartnern ; b) Störung des sexuellen
Verhaltens der Frau, insbes. das Ausbleiben des Orgasmus
(Med.)
Dyslpeplsie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. dyspepsia):
Verdauungsstörung, -schwäche (Med.), dyslpepltisch
(aus gr. dÿspeptos „schwer zu verdauen“): a) schwer ver
daulich; b) schwer verdauend; c) (veraltet) magenkrank
DysIphalgieÆe;-, ...ien (zu t dys... u. t ...phagie): schmerz
hafte Störung des normalen Schluckvorgangs (Med.)
Dyslphalsie die; -, ...ien (zu Tdys..., gr. phäsis „das Spre
chen“ u. t2...ie): Störung, Erschwerung des Sprechens;
vgl. Aphasie (1 ; Med.)
Dyslpholnie, auch ...fonie die; -, ...ien (zu tdys... u.
î...phonie): Stimmstörung (z.B. bei Heiserkeit; Med.)
Dys|pholriei//e; -, ...ien (aus gr. dysphoria „Unbehaglich
keit“) : krankhafte Verstimmung allgemeiner Art, Übellau
nigkeit, Gereiztheit (Med., Psychol.); Ggs. ÎEuphorie (b).
dys pho risch (aus gr. dysphorös „unbehaglich“): be
drückt, freudlos, gereizt u. leicht reizbar (in Bezug auf die
Gemütslage); Ggs. Îeuphorisch
dyslpholtisch (zu Tdys... u. gr. phos, Gen. photos
„Licht“): lichtarm (von tieferen Gewässerschichten)
Dyslphralsierfe,- -, ...ien (zu îdys..., gr. phrásis „das Spre
chen, Sprache“ u. T2...ie): durch eine Störung der Intelli
genzfunktionen bedingte Sprachhemmung (Psychol.)
die; -, ...ien (zu Tdys..., gr. phrën „Zwerch
fell; Geist, Gemüt“ u. T2...ie): seelische Störung (Med.)
Dyslplalsie* die; -, ...ien (zu Tdys..., gr. plásis „das Bilden;
Form“ u. T2...ie>: Fehl-, Unterentwicklung (Med.), dysplasltisch: fehlentwickelt, von den normalen Körper
wachstumsformen stark abweichend (Med.)
Dyslpnoe* die; - (über lat. dyspnoea aus gleichbed. gr.
dÿspnoia): gestörte Atmung mit vermehrter Atemarbeit,
Atemnot, Kurzatmigkeit (Med.)
Dyslpro si|um*a'æ, -s (zu gr. dysprösitos „schwer zugäng
lich“ u. T...ium): ehern, metallisches Element aus der
Gruppe der T Lanthanoide; Zeichen Dy
Dys|pro|te|i|nä|mie* die; -, ...ien (zu Tdys..., TProtein u.
T...ämie): Störung in der Zusammensetzung der Proteine
des Blutserums (z.B. bei einer Entzündung; Med.)
Dyslrelgullaltilon die; -, -en (zu Tdys... u. ÎRegulation):
Regulationsstörung (vgl. Regulation), z.B. Störung im
Blutkreislauf (Med.)
Dyslrhalphie die; -, ...ien (zu Tdys..., gr. rhaphë „Naht“ u.
T2...ie): mangelhafte Schließung embryonaler Verwach
sungslinien (Med.)
Dysltellelollolgie die; - (zu T dys... u. TTeleologie): philos.
Lehre von der Unzweckmäßigkeit u. Ziellosigkeit biol. Bil
dungskräfte in der Natur (Philos.)
Dyslthylmie i/ie; -, ...ien (zu Tdys..., gr. thymós „Gemüt,
Sinn“ u. î2...ie): Neigung Gemütskranker zu traurigen
Verstimmungen (Med.)
Dyslthylrelolse die; -, -n (zu Tdys..., TThyreoidea u.
ɪ',,,ose): gestörte Schilddrüsenfunktion (Med.)
Dysltolkie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr dystokia): er
schwerte Geburt (Med.); Ggs. ÎEutokie
Dysltolnie <//<?, -, ...ien (zu Tdys..., gr. tonos „das Spannen,
die Spannung“ u. T2...ie>: Störung des normalen Span
nungszustandes der Muskeln u. Gefäße; Ggs. TEutonie;
vegetative Dystonie: zusammenfassende Bez. für alle
durch Erkrankung des vegetativen Nervensystems (des
Eingeweidenervensystems) bedingten Symptomenkomplexe (Med.)
dysltop (zu Tdys... u. gr. topos „Platz, Stelle“): svw. dysto
pisch; vgl. ...isch/-. Dysltolpie die; -, ...ien (zu t2...ie>:
Fehllagerung; das Vorkommen von Organen an unge
wöhnlichen Stellen; Ggs. TEutopie (Med.), dysltopisch: an ungewöhnlichen Stellen vorkommend (von Or
ganen; Med.); vgl. ...isch/dysltroph*(zu Tdys... u. T...troph): die Ernährung störend
(Med.). Dysltrolphie die; -, ...ien (zu Î ...trophie): a) Er
nährungsstörung; b) mangelhafte Versorgung eines Or
gans mit Nährstoffen (Med.); Ggs. TEutrophie. Dysltrophilkeráer; -s, -: jmd., der an Dystrophie leidet (Med.) .
Dysltrolpie*die; -, ...ien (zu Tdys... u. T...tropie): wechsel
seitige negative Beeinflussung von Krankheiten (Med.)
Dysltylchie die; - (aus gleichbed. gr. dystychia): (veraltet)
Unglück
Dyslulrie* die; -, ...ien (über spätlat. dysuria aus gr. dysouria „Harnzwang“) : schmerzhafte Störung der Harnentlee
rung (Med.)
Dyslzelphallie die; -, ...ien (zu Îdys..., gr. kephalg „KopP‘
u. T2...ie>: Sammelbez. für die verschiedenen Formen der
Schädelmissbildung (Med.)
dyslzelrelbral* (zu T dys... u. Î zerebral): auf einer Gehirn
störung beruhend (Med.)
Dy Itislcus [...kus] der; -, ...ci [...tsi] (aus gleichbed. nlat. dytiscus, eigtl. „Tauchkäfer“, zu gr. dÿein „tauchen, versin
ken“): Gelbrandkäfer (Gattung der Schwimmkäfer)
Dyslphrelnie
e.... E... vgl. 'ex..., Ex...
Ealgle ['i:g(ə)l] der; -s, -s
<aus engl.-amerik. eagle „Adler“,
dies über altfr. egle, aigle aus gleichbed. lat. aquila): 1.
Goldmünze der USA mit dem Adler als Prägebild, meist
zu 10 Dollar. 2. das Treffen des Loches mit zwei Schlägen
weniger als durch Î Par vorgesehen (Golf)
E AN-Code ['e:l'a:l'ɛnko:t] der; -s <Abk. für Europäische Ar
tikel-Nummerierung bzw. engl. European Article Numbe
ring u. tCode): [an Kassen praktiziertes] Verfahren, bei
dem man mit einem Î Scanner über auf Waren aufgedruck
te Striche fährt, wodurch die Daten an die Kasse übermit
telt werden, die dann den Preis anzeigt
Earl [ə:l] der; -s , -s <aus gleichbed. engl. earl>: Graf (bis in die
Mitte des 14. Jh.s höchste Stufe des engl. Adels). Earl
Grey [- grei] der; - -: mit Bergamottöl aromatisierter Tee
Ear|!y-Ef Ifekt ['ə:lɪ...] der; -[e]s, -e <zu engl. early „früh, zei
tig“ u. tEffekt): spezieller Transistoreffekt, bei dem sich
die Transistorkennwerte durch eine Sperrspannung än
dern (Elektrot.). Earlly Eng lish ['ə:lɪ 'rŋglɪʃ] das; - - <aus
gleichbed. engl. Early English (style), eigtl. „früher eng
lischer (Stil)“): Frühstufe der engl. Gotik (etwa 1170 bis
1270)
EAROM [iTom] der; -, -s (Kurzw. aus engl. electrically alte
rable read-only memory „elektrisch änderbarer Nurlese
speicher“): Festwertspeicher, der im Gegensatz zum
7EPROM nicht mit UV-Licht, sondern nur mit elektri
schen Impulsen gelöscht werden kann (EDV)
East [i:st] (aus gleichbed. engl. east): Osten; Abk.: E
East-Coast-Jazz ['i:st'koʊst'ʤæz] der; - (aus engl. east
„Ost[en]‘‘, coast „Küste“ u. tJazz): seit etwa 1953 an der
Ostküste der USA von farbigen Musikern geprägte Rich
tung des Jazz
Easlterlling ['i:stəlɪŋ] der; -, -e (aus gleichbed. engl. easterling, eigtl. „Bewohner östlicher Länder“): im Mittelalter
meist von Münzmeistern aus östlich von England liegen
den Ländern geprägte Silbermünze in England, auf die der
Sterling zurückgeht
Easlterlly Waves ['i:stəlɪ 'weɪvz] die (Plur.) (zu engl. eas
terly „östlich“ u. waves (Plur.) „Wellen“): aus Osten kom
mende Wellenstörungen in der Passatzirkulation, die über
warmen Meeren tropische Wirbelstürme auslösen können
(Meteor.)
ealsy ['i:zɪ] {engl.}: (ugs.) leicht, lässig, locker. ea|sy-care
[...kso] (engl.; eigtl. „leichte Mühe“): pflegeleicht (von
Textilien). Ealsy Lisltelning ['i:zɪ lɪs(ə)nɪŋ] das; -- (zu
Î easy u. engl. listening „das Zuhören“, dies zu to listen
„zuhören“): Bez. für sehr eingängige u. unterhaltsame po
puläre Musik. Ealsy Lilving [-'lɪvɪŋ] das; --[s] {zviengl. li
ving „Leben“, dies zu to live „leben“): (ugs.) unbeschwer
te, leichte Lebensart
['i:zi 'raidn] der; -s, -fs] (aus gleichbed. engl.amerik. easy rider, eigtl. „lässiger Fahrer“): a) Motorrad
mit hohem, geteiltem Lenker u. einem Sattel mit hoher Rü
ckenlehne; b) Jugendlicher, der auf einem Easy Rider (a)
fährt
Eat-Art ['i:t'ɑ:t] die; - (zu engl. to eat „essen“ u. art
„Kunst“, dies über fr. art aus gleichbed. lat. ars, Gen. ar
tis) : Kunstrichtung, die Kunstobjekte als Gegenstände
zum Verzehr produziert
Eau de Collolgne* [ o: də ko'lɔnjə] das od. die:—,-x--['o:
- -] (aus fr. eau de Cologne „Wasser von Köln“): Kölnisch
wasser. Eau de Jalvel [- -ʒa'vɛl] <7as od. die; —, -x- - [ o: -] (aus fr. eau de Javel „Wasser von Javel“ (bei Paris)):
Bleich- u. Desinfektionsmittel. Eau de Lalbarlraque [- laba'rak] das od. die;---- , -x - - [ o: - -] (aus fr. eau de Labarraque; nach dem franz. Chemiker A. G. Labarraque,
der die Chemikalie 1820 erstmals herstellte) : Natronbleich
lauge, ein Bleichmittel. Eau de Parlfum [- - par'fæ:] das; - -, -x - - [ o: - -] (aus gleichbed.//-. eau de parfum): Duft
wasser, dessen Duftstärke zwischen Eau de Toilette u. Par
füm liegt. Eau deToillette [-- to a let] das; —, -x-- [o: --]
(aus gleichbed. fr. eau de toilette (zu /r. toilette „Wasch-,
Frisiertisch“)): Duftwasser, dessen Duftstärke zwischen
Eau de Parfum u. Eau de Cologne liegt. Eau de Vie [- - 'vi:]
das od. die; —, -x - - [ o: - -] (aus gleichbed. fr. eau-de-vie,
eigtl. „Wasser des Lebens“): Weinbrand, Branntwein. Eau
forte [- fort] das od. die; - - (aus gleichbed. fr. eau-forte,
eigtl. „starkes Wasser“): (selten) Salpetersäure
ebarlbielren (aus fr. ébarber „das Raue wegschneiden,
verputzen“ zu é- „aus..., heraus..., weg...“ u. barbe „Bart“,
dies aus lat. barba): (veraltet) die Bogen des Buchblocks
einzeln mit der Papierschere beschneiden
Ebaulchage [ebo'ʃa:ʒ] die; - (aus gleichbed. fr. ébauchage
zu ébaucher, vgl. ebauchieren): (veraltet) das Entwerfen.
Ebauche [e bo:jj die; -, -n [...Jn] (aus fr. ébauche „Skizze,
Entwurf“): erster Entwurf eines Gemäldes, eines Gedich
tes od. einer wissenschaftlichen Arbeit, ebaulchielren
[ebo'ʃɪ:...] (aus gleichbed. fr. ébaucher zu é- „aus..., her
aus..., weg...“ u. bau, älter bauch u. bale „(Quer-,
Deck)balken“, dies aus dem Germ.) „Balken“): (veraltet)
entwerfen, skizzieren
ebelnielren (zu lat. ebenus „Ebenholz(baum)“ (dies über
gr. ébenos aus altägypt. hbnj) u. Î ...ieren): a) mit Ebenholz
auslegen; b) kunsttischlern; vgl. Ebenist. Ebelnist ifer;
-en, -en (aus gleichbed. fr. ébéniste zu ébène „Ebenholz“,
dies aus lat. ebenus, vgl. ebenieren): Kunsttischler des
18. Jh.s, der Möbel mit Ebenholz- u. anderen Einlagen an
fertigte
ebübielren (aus gleichbed. lat. ebibere zu t'ex... u. bibere
„trinken“): (veraltet) austrinken, vertrinken
Ealsy Rüder
Ebionit
der; -en, -en <zu hebr. evyôn „arm“ u. î3...it>: An
hänger einer judenchristlichen Sekte des 1. u. 2. nach
christlichen Jh.s, die am mosaischen Gesetz festhielt
EBIT das; -[s], -s (Kurzw. aus engl. Darnings Before interest
and Taxes): Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern u. Ab
schreibungen (Steuerw.). EBITDA das,; -[s], -s (Kurzw. aus
engl. Darnings .Before interest, Taxes, Depreciation and
Amortization): Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern u. Ab
schreibungen (Steuerw.)
Ebo|la|krank|heit r/z'e; -, Ebolafieber das; -s (nach dem
Fluss Ebola in Kongo Kinshasa (dort erstmals aufgetre
ten)): durch ein Virus hervorgerufenes Î hämorrhagisches
Fieber, eine oft tödlich verlaufende epidemische Infekti
onskrankheit. Ebollalvilrus [...v...] das; auch der; -, ...vi
ren: die Ebolakrankheit hervorrufendes Virus
Ebolnit® [auch ...nit] das; -s (aus gleichbed. engl. ebonite zu
ebony „Ebenholz“, dies über altfr. ebaine aus lat. ebenus;
vgl. ebenieren): Hartgummi aus Naturkautschuk
E-Book ['i:bʊk] das; -[s], -s (kurz für engl. electronic book
„elektron. Buch“): tragbares Îdigitales Lesegerät im
Buchformat, in das über ein integriertes Modem oder per
Computer Texte (Bücher, Magazine [4] usw.) aus dem t In
ternet übernommen werden können (vgl. downloaden)
Ebri|e|tät* die; - (aus gleichbed. lat. ebrietas, Gen. ebrieta
tis) : (veraltet) Trunkenheit
Ebullli o skop* das; -s, -e (zu lat. ebullire „herausspru
deln“ u. t...skop): Gerät zur Durchführung der Ebullio
skopie. Ebullli|o|sko|pie <Zze; - (zu T...skopie): Bestim
mung des ÎMolekulargewichts aus der tmolekularen
Siedepunktserhöhung (Dampfdruckerniedrigung einer
Lösung gegenüber dem reinen Lösungsmittel), ebullliloskolpisch: auf dem Verfahren der Ebullioskopie beru
hend. Ebulllislmus der; -, ...men (zu Î ...ismus (3)): durch
den Druck im Gewebe frei werdender Gasblasen entste
hender Schmerz bei schnellem Aufstieg in große Höhen
(Med.)
Ebur das; -s (aus gleichbed. lat. ebur): Elfenbein. Ebulrin
das; -s (zu t...in (1)): aus Knochenmehl u. Eiweiß durch
hohen Druck u. Erhitzen hergestellte elfenbeinähnliche
Masse. Eburlnelaltilonife;-,-en(zu/ɑt. eburn(e)us „aus
Elfenbein; elfenbeinartig“ u. t...ation): svw. Eburnifikation. Ebur|ni|fi|ka|ti|on die; -, -en (zu T...fikation): Ver
knöcherung, übermäßige elfenbeinartige Verhärtung der
Knochen (Med.)
E-Busi Iness ['i:'bɪznɪs] das; - (kurz für engl. electronic busi
ness „elektronisches Geschäft“): Gesamtheit aller Ge
schäftsformen, die elektronisch (z. B. über das Internet)
vorgenommen werden
EC®: Abk. für Eurocity
Ecaillelmallelrei [e'kaj...]
-, -en (zu fr. écaille „Schup
pe“, dies aus dem Germ.): schuppenartige Malerei auf
Porzellan
Ecart [e ka:u] vgl. Ekart. Ecarlté [ekar'te:] vgl. Ekarté
ecce ['ɛktsə] {lat.}', siehe da! Eclce rfus; -, - (verkürzt aus
lat. ecce, quomodo moritur iustus „sieh, wie der Gerechte
stirbt“ (nach der Vulgataübersetzung von Jesaja 57,1)):
(veraltend) jährliches Totengedächtnis eines Gymnasi
ums. eclce holmo (lat.; eigtl. „siehe da, der Mensch“
(nach der Vulgataübersetzung von Johannes 19,5)): sehet,
welch ein Mensch! (Ausruf des Pilatus, mit dem er den ge
geißelten u. dornengekrönten Jesus dem Volk vorstellte).
Eclce-Holmo das; -[s], -[s]: Darstellung des dornenge
krönten Christus in der Kunst
Eclclelsia* [ekle:...] die; - (über lat. ecclesia „Versamm
lung; christliche Gemeinde, Kirche“ aus gleichbed. gr. ekklesia) : 1. svw. Ekklesia. 2. in der bildenden Kunst die Ver
körperung des Neuen Testaments in Gestalt einer Frau mit
Krone, Kelch u. Kreuzstab (immer zusammen mit der
ÎSynagoge 3 dargestellt; Kunstw.); Ecclesia militans: die
Ebilolnit
372
in der Welt kämpfende Kirche, die Kirche auf Erden;
Ecclesia patiens: die leidende Kirche, die Seelen der Ver
storbenen im Fegefeuer; Ecclesia triumphans: die trium
phierende Kirche, die Kirche im Stande der Vollendung,
die Heiligen im Himmel (entsprechend der [kath.J Ekkle
siologie)
Ecldylson [ɛk...] vgl. Ekdyson
Echa las [eʃa'la] der; -, - (aus gleichbed. fr. échalas, dies
über das Vulgärlat. aus gr. chárax): (veraltet) Spitz-,
Baum-, Rebenpfahl, echallaslsielren (aus gleichbed. fr.
échalasser): (veraltet) Wein mit Pfählen versehen, anpfäh
len
Echanltilllon [eʃati'jð:) das; -s, -s (aus gleichbed. fr. échan
tillon): (veraltet) Material-, Warenprobe, Muster
Echaplpé [eʃa'pe:] das; -s, -s (aus/r. échappé „Entlaufe
ne^), Entsprungene(r)“ zu échapper, vgl. echappieren):
Sprung aus der geschlossenen Position der Füße in eine of
fene (Ballett). Echaplpelment [eʃapə'ma:] das; -s, -s (aus
gleichbed. fr. échappement): 1. (veraltet) das Entweichen,
Flucht. 2. Ankerhemmung der Uhr. 3. Mechanik zum Zu
rückschnellen der angeschlagenen Hämmerchen beim
Klavier, echaplpielren (aus gleichbed. fr. échapper,
eigtl. „aus dem Mantel schlüpfen“, dies aus vulgärlat. excappare zu T‘ex... u. lat. cappa „Mantel“): (veraltet) ent
weichen, entwischen
Echarpe [e'ʃarp] die; -, -s (aus gleichbed. ʃr. écharpe):
a) Schärpe, Schal (im 19. Jh.); b) (bes. Schweiz.) gemuster
tes Umschlagtuch
Echauldé [eʃo'de:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. échaudé zu
échauder „(ab)brühen“, dies aus spätlat. excaldare):
Windbeutel, Spritzkuchen
echauflfielren, sich [eʃɔ'fi:...] (aus fr. échauffer „erwär
men, erhitzen“, dies über das Vulgärlat. aus gleichbed. lat.
excalefacere; vgl. Chauffeur): a) sich erhitzen; b) sich auf
regen. echaufliiert (zu t...iert>: a) erhitzt; b) aufgeregt
Echélance [eʃe a:s] die; - (aus fr. échéance „Verfall(stag),
Fälligkeit(stag)“ zu échoir „verfallen“, dies über vulgärlat.
excadere aus lat. excidere): (veraltet) Verfallszeit eines
Wechsels
Echec [e'ʃɛk] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. échec, dies über
das Span, auspers. säh (mäta) „der König (ist tot)“; vgl.
Schah): a) franz. Bez. für Schach; b) Niederlage
Eche|letlte|git|ter [eʃə'lɛtə...] das; -s, - (zu fr. échelette
„kleine Leiter“ aus fr. échelle „Leiter“, dies über altfr.
eschiele aus lat. scalae (Plur.) „Treppe, Leiter“): ein opti
sches Gitter in Spektralapparaten. Echelle [e'ʃɛl] die; -, -n
[...lan] (aus fr. échelle „Leiter“): (veraltet) 1. Leiter. 2. a)
Maßstab; b) gleitende Lohnskala. 3. Tonleiter. Echelllegitter [e'ʃɛlə...] ¿as; -s, - : svw. Echelettegitter. Echellon
[eʃə'lo:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. échelon, eigtl. „Lei
tersprosse“): (veraltet) Staffelstellung (von Truppen;
Mil.), echellolnielren [eʃəlo'ni:...] (aus fr. échelonner
„staffeln“): (veraltet) gestaffelt aufstellen (von Truppen;
Mil.)
Echelmylthie die; - (aus gleichbed. gr. echemythiazu echemythem „verschwiegen sein“): (veraltet) Kunst des
Schweigens, Verschwiegenheit
Eche|ve|ria [ɛtʃe've:...] die; -, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed.
nlat. echeveria, nach dem mex. Pflanzenzeichner Echever
ria (19. Jh.)>: dickfleischiges, niedriges Blattgewächs (be
liebte Zimmerpflanze aus Südamerika)
echin..., Echin... vgl. echino..., Echino. Echilnalcea
[...'tse:aj die; - (aus gleichbed. nlat. echinacea zu gr. echi
nos „Igel, Seeigel“): Pflanzengattung der Korbblütenge
wächse, zu der 3 Arten mit Îpharmakologisch genutzten
Inhaltsstoffen zählen. Echilnit [auch ...nit] der; Gen. -s u.
-en, Plur. -e[n] (zu lechino... u. t2...it): versteinerter See
igel. echilno.... Echi no..., vor Vokalen meist echin...,
Echin... (ausgr. echinos „Igel, Seeigel“): Wortbildungsele-
373
ment mit der Bedeutung „Stachel, spitzer Auswuchs, Ha
ken“, z.B. Echinoderme, Echinit. Echilnoderme der;
-n, -n (meist Plur.) <zu gr. dérma „Haut“): Stachelhäuter
(z.B. Seestern, Seeigel, Seelilie, Seegurke, Schlangen
stern). Echilnolkakltus der: Gen. -, ugs. u. österr. auch
-ses, Plur. ...teen, ugs. u. österr. auch -se: Igelkaktus.
Echi|no|kok|ko|se die: -, -n (zu ÎKokke u. I‘...ose>:
Echinokokkenkrankheit; vgl. Echinokokkus. Echilnokpklkus der: -, ...kken: Hundebandwurm, Finne (Früh
stadium des Hülsenbandwurms). Echi|nophlthal|mie*
die: -, ...ien: Igeläugigkeit, Rauheit u. Entzündung der Au
gen (Med.). Echilnolzyt der; -en. -en (meist Plur.) (zu
f...zyt): Stechapfelzelle, krankhaft veränderte Zelle mit
rauer Oberfläche (Med.). Echjlnus der: -, - (über lat.
echinus aus gr. echinos „Igel, Seeigel“): 1. Seeigel (Zool.).
2. Wulst des Î Kapitells einer tdorischen Säule zwischen
der Deckplatte u. dem Säulenschaft
Echo das; -s, -s (über lat. echo aus gr. echö „Widerhall“ zu
ëchë „Ton, Schall“; vgl. Katechismus): 1. Widerhall. 2.
Resonanz, Reaktion auf etwas (z.B. auf einen Aufruf). 3.
Wiederholung eines kurzen tThemas (3) in geringerer
Tonstärke (Mus.), echo..., Echo... (zu tEcho): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Widerhall: Wiederho
lung“, z.B. echografisch, Echothymie. Echoleflfekt der;
-[e]s, -e: 1. [fehlerhafte] Wiederholung od. [unbeabsichtig
ter] Nachhall aufgrund bestimmter technischer [Neben]effekte (Techn.). 2. [Stil]effekt durch echoartige Wirkung
(Mus.), echolen [,,,oən]: 1. widerhallen. 2. wiederholen.
Echo|en|zelpha|lo|gra|fie, auch ...gralphie die; -,
...ien: neurologisches Untersuchungsverfahren, das das
Echo von Ultraschallimpulsen zur Diagnostik Raum for
dernder Krankheitsprozesse im Gehirn nutzt (Med.).
Echolgeldicht das; -[e]s, -e: Gedicht, auch Lied mit
Echoreim. Echolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu
î...graf): elektroakustisches Instrument zur Durchfüh
rung der Echografie (Med.). Echolgralfie, auch ...gra
phie die; -, ...ien (zu f,,,grafie): Ielektroakustische Prü
fung u. Aufzeichnung der Dichte eines Gewebes mittels
Schallwellen (Med.), echolgralfisch, auch ...gra
phisch (zu I...grafisch): die Echografie betreffend; durch
Echografie bestimmt (Med.). Echolgramm das; -s, -e (zu
t...gramm): Messergebnis der Echografie (Med.). Echokarldiolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien: ÎKardiografie mittels Ultraschall (Med.). Echo|ki|ne|sie die: -,
...ien (zu gr. kinesis „Bewegung“ u. t2...ie): Trieb gewisser
Geisteskranker, gesehene Bewegungen mechanisch nach
zuahmen (Med.). Echo|laIlie die; -, ...ien (zugr. laliá „Ge
rede“): 1. sinnloses, mechanisches Nachsprechen vorge
sprochener Wörter oder Sätze bei Geisteskranken (Med.).
2. Wiederholung eines Wortes od. von Wortteilen bei Kin
dern vom 9. bis 12. Lebensmonat (Sprachpsychol.). Echo
lot das: -[e]s, -e: Apparat zur Messung von Meerestiefen
durch Îakustische Methoden. Echolmaltislmus der; (zu gr. matan „vergeblich tun, töricht sein“ u. t...ismus
):
(3)
sinnloses, mechanisches Nachahmen von gesehenen
Bewegungen, Gebärden sowie das Nachsprechen von
Wörtern u. Sätzen bei Geisteskranken (Med.). Echo
matt das; -s, -s: parallel od. spiegelbildlich verschobene
Wiederholung einer Mattstellung in Schachproblemen.
Echolmelter das; -s, - (zu Î...'meter): zur Echolotanlage
gehörendes Gerät, das die gemessene Wassertiefe auf ei
ner Skala durch Lichtblitz anzeigt. Echolmilmie die; - (zu
gr. mimeisthai „nachahmen“ u. f2...ie): nachahmendes
Gebärdenspiel. Echo|ori|enltie|rung die; -, -en: Orien
tierung mancher Tiere durch selbst ausgesandte Schallim
pulse, die von den Gegenständen ihrer Umgebung zurück
geworfen werden (Zool.). Echolpatt das; -s, -s: parallel
od. spiegelbildlich verschobene Wiederholung einer Patt
stellung in Schachproblemen. Echolphralsie die; -, ...ien
Ecraséleder
(zu gr. phrásis „das Reden, das Sprechen“ u. t2...ie): svw.
Echolalie (1,2)
Echoppe [e'ʃɔp] die; -, -n [...pn] (aus gleichbed./'r. échoppe,
dies aus /ɑz. scalprum „Messer, Meißel“): breite Radier
nadel mit scharfer Kante
Echolpralxie die; -, ...ien (zu techo..., gr. praxis „Tat,
Handlung" u. t2...ie>: svw. Echokinesie. Echolthylmie
die: - (zu gr. thymos „Gemüt, Gemütswallung“ u. t2...ie):
Fähigkeit des Gefühls, die Gefühle u. î Affekte anderer
Menschen mitzuempfinden (Psychol.). Echoltiler [...'tie:]
der; -s, -s (aus gleichbed. /k echotier): (veraltet) Horcher,
Berichterstatter [von Stadtklatschgeschichten]. Echovenltrilkullolgralfie* [...v.._], auch ...gralphie die; -,
...ien (zu t echo...): das Darstellen der Hirnkammern unter
Verwendung von Ultraschallwellen (Med.)
Eckerlmanlnit [auch ,,,'nɪt] der: -s, -e (nach dem schwed.
Mineralogen Claes W. H. von Eckermann u. zu t2...it>: ein
Mineral, blaugrüne bis schwarze Hornblende
Eclair* [e'klɛ:n] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. éclair, eigtl.
„Blitz“, zu éclairer „erleuchten“, dies aus vulgärlat. exclariare zu lat. clarus „hell“): mit Creme gefülltes u. mit Zu
cker od. Schokolade überzogenes, längliches Gebäck
E-Com|merce ['i:kɔ'mə:s] der; - - (kurz für engl. electronic
commerce „elektronischer Handel“): Vertrieb von Waren
od. Dienstleistungen über das ÎInternet
Ecolnolmics [i:kə'nɔmɪks] die (Plur.) (aus gleichbed. engl.
economics (Plur.) zu economy, eigtl. „Sparsamkeit“, dies
über (alt)fr. économie aus/a/, oeconomia, vgl. Ökonomie):
an amerik. Hochschulen gelehrte, der Volkswirtschafts
lehre vergleichbare Disziplin. Ecolnolmilser [ɪ'kɔnomaizn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. economizer, eigtl. „Spa
rer“, vgl. Economics): Wasservorwärmer bei Dampfkes
selanlagen. Ecolnolmylclass [ɪ'kɔnəmiklɑ:s] u. Eco nomy klas se die; - (aus gleichbed. engl. economy class
„Touristenklasse“ zu economy „Wirtschaftlichkeit“ u.
dass „Klasse“): billigste Tarifklasse im Flugverkehr.
E-Conltent ['i:kɔntənt] der; -s (kurz für engl. electronic
content „elektronischer Inhalt“): qualifizierter Informati
onsgehalt in elektronischen Systemen, z.B. im Internet
e con tra rio* [- kɔn...] dat.y. aufgrund eines Umkehr
schlusses, eines Schlusses aus einem gegenteiligen Sach
verhalt auf entsprechend gegenteilige Folgen (Rechtsw.)
Ecorlché [ekɔr'ʃe:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. écorché zu
écorcher, vgl. ecorchieren): Muskelfigur (für Studienzwe
cke; Kunstw.). ecor chie ren [ekɔr'ʃi:...] (aus gleichbed.
fr. écorcher, dies aus spätlat. excorticare zu t'ex... u. lat.
cortex „Rinde“): (veraltet) 1. abhäuten, schinden. 2. über
teuern, prellen
ecorlnielren [ekɔr...] (aus gleichbed. fr. écorner zu é„aus..., hinaus..., weg...“ u. corne „Horn“, dies aus lat.
cornu): (veraltet) 1. Hörner abstoßen. 2. verringern,
schmälern
Ecoslsais [ekɔ'sɛ] der; - [,,,'sɛ(s)] (aus gleichbed. fr. écos
sais, eigtl. „schottisch“, zu Ecosse „Schottland“, dies aus
lat. Scotia): groß karierter Kleider- u. Futterstoff. Ecossailse [ekɔ'sɛ:zə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. écossaise): a)
schottischer Volkstanz im Dreiertakt; b) Gesellschafts
tanz des 18. u. 19. Jh.s in raschem %-Takt (auch als Kom
position der klassisch-romantischen Klaviermusik)
Ecoute [e'kut] die; -, -s (aus gleichbed. fr. écoute zu écouter
„horchen“): (früher) Horchwinkel, Horchgang der Vertei
diger von Festungen (Milit.). Ecoutoir [,,,'toa:n] der; -s,
-s (aus gleichbed. fr. écoutoir): (veraltet) Hörrohr
Ecralsé* [ekra'ze:] das; -s, -s (aus fr. écrasé, Part. Perf. von
écraser „mit gebeugtem Knie ausfallen“, eigtl. „zerdrü
cken“, weitere Herkunft unsicher, wohl aus dem Germ.):
(veraltet) a) weiter Tanzschritt; b) Ausfallstellung (beim
Fechten). Ecralséllelder das; -s, - (zu fr. écraser „zerdrü
cken, glätten, satinieren“, vgl. Ecrasé): farbiges, pflanz-
écrasez l'infâme
lieh gegerbtes, grobnarbiges Ziegenleder, écralsez l'in
fâme [ekrazelɛ`fa:m] {fr.; „Rottet den niederträchtigen
(Aberglauben) aus!“): Schlagwort Voltaires gegen die
kath. Kirche
ecru* [e'kry:] vgl. ekrü
Ecsltalsy* ['ɛkstəzɪ] die; -, -s (aus engl. ecstasy „Ekstase“,
dies über altfr. extasie (fr. extase), spätlat. ecstasis aus gr.
ékstasis, vgl. Ekstase): thalluzinogene Designerdroge
’Ecu, ECU [e'ky:] der; -[s], -[s] od. die; -, - (aus fr. écu, Abk.
von engl. European Currency Cnit>: europäische Rech
nungseinheit (bis 31. 12. 1998, vom Euro abgelöst)
2Ecu [e'ky:] der; -, -s (aus gleichbed.ʃr. écu, dies aus lat. scu
tum „Schild“ (nach dem Münzbild)): frühere franz. Silber
münze
Eculmeur [eky'mo:r] der; -s, -s (aus/r. écumeur „Abschäu
mer“ zu écume „Schaum“, dies aus dem Germ.): (veraltet)
1. Schmarotzer. 2. Seeräuber
Eculyer[ekyije:] der; -[s], -s (aus gleichbed./r. écuyer, dies
aus spätlat. scutarius „Schildträger, Knappe“ zu lat. scu
tum „Schild“): 1. Schildknappe im mittelalterlichen
Frankreich. 2. Titel des Stallmeisters
ed. (Abk. für lat. edidit „herausgegeben hat es...“): Abkür
zung, die zusammen mit einem folgenden Eigennamen den
Namensträger als Herausgeber des zuvor genannten Bu
ches benennt, z.B. Die Geschichte Roms, ed. Reumont;
vgl. edd.
edalphisch (zugr. édaphos „(Erd)boden“): a) auf den Erd
boden bezüglich; b) bodenbedingt. Edalphon das; -s (zu
Î '...on): Gesamtheit der in u. auf dem Erdboden lebenden
Kleinlebewesen (Pflanzen u. Tiere; Biol.). Eda nholsauriler [...in] der; -s, - u. Eda pho saulrus der; -, ...rier
[...iß] (zu gr. saüros „Eidechse“): Gattung bis zu 3m lan
ger, kurzschnäuziger, eidechsenartiger, urtümlicher Sau
rier
edd. (Abk. für lat. ediderunt „herausgegeben haben es...“):
Abkürzung, die zusammen mit folgenden Eigennamen die
Namensträger als Herausgeber des zuvor genannten Bu
ches benennt, z.B. Deutsche Kunstdenkmäler, edd. Ma
der, Hirschfeld u. Neugebauer; vgl. ed.
Eden das; -s (aus gleichbed. hebr. `eden (eigtl. „Wonne“)):
(gehoben) svw. Paradies (2); der Garten Eden: das Para
dies [der Bibel]
Edenltalte der; -n, -n (zu lat. edentatus, Part. Perf. von
edentare „zahnlos machen“): zahnarmes Säugetier (Gür
tel-, Schuppen-, Faultier u. Ameisenbär; Zool.)
edielren (aus lat. edere „herausgeben“ zu t'ex... u. dare
„geben“): 1. Bücher herausgeben, veröffentlichen. 2. svw.
editieren (EDV)
Edikt das; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. edictum zu edicere
„ansagen, bekannt machen“) : a) amtlicher Erlass von Kai
sern u. Königen (Gesch.); b) (österr.) [amtliche] Anord
nung, Vorschrift
ediltielren (nach engl. to edit „herausgeben“, dies über fr.
éditer aus lat. edere, vgl. edieren): Daten eingeben, lö
schen, ändern o.Ä. (EDV). Ediltio cas ti ga ta [- k...]
iZfe; --, Editiones castigatae [...ne:s ...te] (aus mlat. editio
castigata „tadelnswerte Ausgabe“): Buchausgabe, bei der
religiös, politisch od. erotisch anstößige Stellen vom Her
ausgeber od. von der Zensur gestrichen wurden. Ediltilon
die; -, -en (aus lat. editio „Ausgabe, herausgegebene
Schrift“ zu edere, vgl. edieren): 1. a) Ausgabe von Bü
chern, bes. Neuherausgabe von älteren klassischen Wer
ken ; b) Verlag. 2. Herausgabe von Î Musikalien, bes. in lau
fenden Sammlungen; Abk.: Ed. Ediltio prinlceps
[-...tseps] die; --, Editiones principes [...ne:s ...pe:s] (aus
gleichbed. lat. editio princeps): Erstausgabe alter [wieder
entdeckter] Werke. ’Ediltor [auch e'di...] der; -s, ...oren
(aus lat. editor „Erzeuger, Veranstalter“): Herausgeberei
nes Buches. 2Edi|tor[ ɛdɪtn] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
374
editor zu lat. editor, vgl. ‘Editor): Komponente eines Da
tenverarbeitungssystems zur Bearbeitung von Texten,
Grafiken im Dialog (EDV). Ediltolrilal [engl. ɛdɪ'tɔ:rɪəl]
¿/as; -[s], -s (aus engl. editorial „Leitartikel“ zu editor „He
rausgeber; Leitartikler“; vgl. 'Editor): 1. Vorwort des He
rausgebers in einer [Fach]zeitschrift. 2. Leitartikel des He
rausgebers od. des Chefredakteurs einer Zeitung. 3. a) Re
daktionsverzeichnis, -impressum; b) Verlagsimpressum,
ediltolrisch (aus gleichbed. mlat. editorius): a) die He
rausgabe eines Buches betreffend, ihr eigentümlich; b)
verlegerisch
Edulkaltilgn die; -, -en (aus gleichbed. lat. educatio zu edu
care „aufziehen, erziehen“): Erziehung. Edukt das; -[e]s,
-e (aus lat. eductum, Part. Perf. von educere „herausfüh
ren, herausziehen“): 1. aus Rohstoffen abgeschiedener
Stoff (z.B. Öl aus Sonnenblumenkernen). 2. Ausgangsge
stein bei der tMetamorphose (4; Geol.)
Edultainlment [ɛdju teɪnmənt] das; -s (Kunstw. aus engl.
CiZwcation „Erziehung“ (dies aus lat. education, vgl. Edukation) u. entertainment „Unterhaltung“): Bez. für Com
puterlernprogramme, die Wissen auf unterhaltsame u.
spielerische Weise vermitteln
EDV [e:de:'fau] : Abk. für Îelektronische Datenverarbeitung
EEPROM der; -, -s (Kurzw. aus engl. electrically erasable
programmable read-only memory „elektrisch löschbarer
(u. wieder) programmierbarer Nurlesespeicher“): Fest
wertspeicher, der mit einem elektrischen Signal gelöscht
werden kann (EDV)
ef..., Ef... vgl. ' ex..., Ex...
Efenldi u. Effendi der; -s, -s (aus türk, efendi „Herr“, dies
über neugr. aphentes aus gr. authentês „unumschränkter
Herr“): (veraltet) Anrede u. Titel für höhere Beamte in der
Türkei
Eflfekt der; -[e]s, -e (aus lat. effectus „Wirksamkeit, Wir
kung“ zu efficere, vgl. effizieren): a) Wirkung, Erfolg; b)
(meist Plur.) auf Wirkung abzielendes Ausdrucks- u. Ge
staltungsmittel; c) Ergebnis, sich aus etwas ergebender
Nutzen. ...eflfekt: Wortbildungselement, das ausdrückt,
dass etwas das Aussehen od. die Wirkung des im ersten
Bestandteil der Zusammensetzung Genannten hat, z.B.
Holzeffekt, Fotoeffekt. Ef Ifeklten die (Plur.) (aus fr. les
effets „Sachen, Vermögensstücke“; vgl. Effet): 1. Wertpa
piere, die an der Börse gehandelt werden (z. B. t Obligatio
nen 2 u. Î Aktien). 2. (Schweiz.) bewegliche Habe, Habse
ligkeiten. Ef|fek|tenlbör|se die; -, -n: Börse, an der Ef
fekten gehandelt werden. Ef |fekt|ge|rä|te die (Plur.) (zu
t Effekt): Sammelbez. für alle Geräte in der Pop- u. Rock
elektronik, die akustische Signale verändern, selbst aber
keine Signale erzeugen, ef Ifekltiv (aus lat. effectivus „be
wirkend“ zu effectus, vgl. Effekt): a) tatsächlich, wirklich;
b) wirkungsvoll (im Verhältnis zu den aufgewendeten Mit
teln); c) (ugs.) überhaupt, ganz u. gar, z. B. - nichts leisten;
d) lohnend. EfIfekltiv das; -s, -e [...va] (aus lat. (verbum)
effectivum „bewirkendes (Verb)“): Verb des Verwandelns
(z.B. knechten = zum Knecht machen; Sprachw.); vgl.
Faktitiv. EfIfekltiv... (zu lat. effectivus „bewirkend“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „mengenmäßig
wirksam; tatsächlich vorhanden“, z.B. Effektivlohn. Effektivdosis die; -, ...dosen: diejenige Menge von
Substanzen (z.B. Medikamenten, Gift), die bei einem
Menschen od. bei Versuchstieren wirksam ist (Med.). Effek|ti|vi|tät [...V...] die; - (aus m/ɑ/. effectivitas, Gen.
effectivitatis „bewirkende Kraft“): Wirksamkeit, Durch
schlagskraft, Leistungsfähigkeit. Ef|fek|tiv|lohn der; -s,
...löhne (zu ÎEffektiv...): wirklich gezahlter Lohn, der aus
Tariflohn u. übertariflichen Zahlungen sowie zusätzlichen
Leistungen besteht. Ef |fek|tiv|wert der; -[e]s, -e: der tat
sächlich wirkende Durchschnittswert des von null bis zum
Maximalwert (Scheitelwert) dauernd wechselnden Strom-
375
wertes (bes. bei Wechselstrom; Elektrot.). Eflfektikanal
der; -s, ...äle (zu t Effekt): auf der Filmkopie zusätzlich zu
den Haupttonspuren angebrachte Tonspur für besondere
akustische Effekte (z. B. Gewitter; Filmw.). Eflfektlkohle c/ze; Dochtkohle von Bogenlampen mit Leuchtsalzzu
satz. Eflfekltor der; -s, ...oren (meist Plur.) (aus lat. ef
fector „Urheber“): 1. a) Nerv, der einen Reiz vom Zentral
nervensystem zu den Organen weiterleitet u. dort eine
Reaktion auslöst; b) Körperorgan, das auf einen aufge
nommenen u. weitergeleiteten Reiz ausführend reagiert
(Physiol.). 2. Stoff, der eine Enzymreaktion (vgl. Enzym)
hemmt od. fördert, ohne an deren Auslösung mitzuwirken
(Biol.). 3. Gerät, mittels dessen in einem Regelkreis der
Regler auf die Regelgröße einwirkt (Kybern.). 4. Teil eines
Roboters (z.B. der Greifer), mit dem dieser unmittelbar
auf die Umgebung einwirken kann. ef|fek|to|risch: den
Effektor betreffend, als Effektor funktionierend, eflfektu ie ren (aus gleichbed. fr. effectuer, dies aus mlat. effectuare „wirksam machen, verwirklichen“; vgl. Effekt):
einen Auftrag ausführen, eine Zahlung leisten
Ef|felmi|na|ti|on die; -, -en (aus spätlat. effeminatio „Ver
weiblichung“ zu lat. effeminare, vgl. effeminieren): a) das
Vorhandensein T psychisch u. tphysisch weiblicher Eigen
schaften beim Mann; b) höchster Grad entgegengesetzter
Geschlechtsempfindung beim Mann (passive Î Homose
xualität). ef|fe|mi|nie|ren (unter Einfluss von/r. efféminer „verweichlichen“ aus lat. effeminare „verweiblichen“>: sich weiblich fühlen, verhalten (in Bezug auf einen
Mann).ef|fe|mi|niert (zuî ...iert): verweiblicht, weiblich
in seinen Empfindungen u. seinem Verhalten (in Bezug auf
einen Mann gesagt)
Eflfenldi vgl. Efendi
eflfelrent (aus lat. efferens, Gen. efferentis, Part. Präs, von
effere „herausbringen, fortführen“): herausführend, von
einem Organ herkommend (Med.); Ggs. Îafferent. Ef|ferenz die; -, -en (zu t...enz>: Erregung, die über die effe
renten Nervenfasern vom Zentralnervensystem zur Peri
pherie geführt wird u. die tMotorik (1 a) in Gang setzt;
Ggs. tAfferenz. Ef|fe|renz|ko|pie die; -, -n: kurzfristig
im Gedächtnis gespeicherte Kopie eines Handlungsbe
fehls
ef|fer|ves|zie|ren [,..v...] (aus gleichbed. lat. effervesce
re): [infolge heftiger Gasentwicklung] aufbrausen, aufwal
len (Phys.)
Eflfesltulkaltilon die; -, -en (aus gleichbed. mlat. effestucatio zu t'ex... u. lat. festuca „(Gras)halm, Stab“ (der als
Symbol bei Freilassung u. Besitzergreifung fungierte)):
(lat. Rechtsspr.) sinnbildliche Übergabe eines Grundstü
ckes durch Überreichung eines abgeschnittenen Halmes
od. Zweiges
Eflfet [ɛ'fe:, auch ɛ'fɛ:] der, selten das; -s, -s (aus fr. effet
„Wirkung“, dies aus lat. effectus, vgl. Effekt): einer [Billard]kugel od. einem Ball beim Stoßen, Schlagen, Treten
o. Ä. durch seitliches Anschneiden verliehener Drall, effetltulolso iit.; dies aus gleichbed. spätlat. effectuosus):
effektvoll, mit Wirkung (Vortragsanweisung: Mus.). Ef |ficienlcy [ɪ'fɪʃənsɪ] die; - (aus gleichbed. engl. efficiency, zu
efficient „wirtschaftlich; leistungsfähig“, dies aus lat. ef
ficientem, Akkusativ von efficiens, vgl. effizient): 1. Wirt
schaftlichkeit, bestmöglicher Wirkungsgrad (wirtschafts
politisches Schlagwort, bes. in den USA u. in England). 2.
Leistungsfähigkeit
EfIfilgiles [..,gie:s] die; - (aus gleichbed. lat. effigies zu ef
fingere „abbilden; darstellen, veranschaulichen“): (veral
tet) Bild, Bildnis, Abbildung; vgl. in effigie
Ef|fi|lé [ɛfi'le:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. effilés (Plur.)
„Fransen“, dies aus effilé, Part. Perf. von effiler, vgl. effi
lieren): Borte mit Fransenkante, ef Ifillielren (aus gleich
bed. fr. effiler, eigtl. „ausfasern“, zu fil „Faser, Faden“,
effrontiert
dies aus gleichbed. lat. filum) : die Haare beim Schneiden
ausdünnen, gleichmäßig herausschneiden [wenn sie sehr
dicht sind]. Ef |fi|lo|chés [...'ʃe:] die (Plur.) (aus gleichbed.
fr. effilochés (Plur.) zu effilocher „ausfasern“): Reiß
baumwolle. Eflfillure [...Ty:r] die; -, -n [...ran] (aus gleich
bed. fr. effilure): Ausfaserung, Ausfransung, zerfasertes,
ausgefranstes Material
eflfilzilent (aus lat. efficiens, Gen. efficientis „bewir
kend“, Part. Präs, von efficere, vgl. effizieren ): besonders
wirksam u. wirtschaftlich, leistungsfähig; Ggs. Tineffizient. Eflfi zi enz ehe; -, -en (aus gleichbed. lat. efficientia):
1. Wirksamkeit u. Wirtschaftlichkeit; Ggs. Î Ineffizienz. 2.
svw. Efficiency. ef|fi|zie|ren (aus lat. efficere „hervor
bringen, zustande bringen“): hervorrufen, bewirken, effilziert (zu T ...iert): bewirkt; effiziertes Objekt: Objekt,
das durch das im Verb ausgedrückte Verhalten hervorge
rufen od. bewirkt wird (z.B. Kaffee kochen; Sprachw.);
Ggs. 1 affiziertes Objekt
Ef|flatilon* die; -, -en (zu lat. efflare „herausblasen“ u.
T’...ion>: das Aufstoßen (Med.); vgl. Eruktation
Ef fleu rage* [ɛflæ'ra:ʒ] die; -, -n [,,,ʒn] (aus gleichbed. fr.
effleurage zu effleurer „leicht berühren, streifen“, vgl. effleurieren): Massage in Form von Streichungen mit den
Händen (Med.). Eflfleulré [...’re:] das; -s, -s (aus fr. ef
fleuré, Part. Perf. von effleurer „(Häute) abnarben“, vgl.
effleurieren): Leder mit Narbung, bei dem erhabene Stel
len leicht angeschliffen sind, eflfleulrielren (aus gleich
bed. fr. effleurer zu fleur „Oberfläche“; vgl. Fleur): (ver
altet) a) leicht an bzw. auf der Oberfläche berühren; b)
oberflächlich behandeln
Eflflol reslzenz* die; -, -en (zu lat. efflorescere (vgl. effloreszieren) u. t...enz): 1. krankhafte Hautveränderung
(z.B. Pusteln, Bläschen, Flecken; Med.). 2. Bildung von
Mineralüberzügen auf Gesteinen u. Böden (Ausblühung;
Geol.); vgl. Exsudation (2). ef|flo|res|zie|ren (aus lat.
efflorescere „aufblühen“): 1. krankhafte Hautverände
rungen zeigen (Med.). 2. Mineralüberzüge bilden (von Ge
steinen; Geol.)
eflflulielren* (aus lat. effluere „ausfließen, ausströmen“
zu t'ex... u. fluere „fließen, strömen“): ausfließen (z.B.
von Ejakulat); b) ausfallen (z.B. von Haaren; Med.). Effluvilum [,..v...] das; -s, ...ien [,,,iən] (aus lat. effluvium
„Ausfluss“): Erguss, Ausfluss, Ausdünstung (Med.). Ef
flux der; -[es], -e (aus lat. effluxio „das Hervorfließen,
Ausströmen“ zu effluere, vgl. effluieren): das Ausfließen,
Teilvorgang der Teilchenflüsse an Zellmembranen (Biol.)
eflfoldielren (aus gleichbed. lat. effodere zu t'ex... u. fo
dere „graben“): (veraltet) ausgraben
Eflfolraltilon die; - (zu t'ex..., lat. forare „(durch)bohren“
u. t ...ation): Erosion unter hohem Wasserdruck (Geol.)
eflforlcielren [ɛfɔr'si:...] (aus gleichbed. fr. (s’)efforcer zu
forcer, vgl. forcieren): (veraltet) erzwingen; sich-: sich an
strengen, sich bemühen. Eflfort [ɛ'fɔ:r] der; -s, -s (aus
gleichbed. fr. effort): (veraltet) Anstrengung, Bemühung.
Eflfortlsynldrom* das; -s, -e (zu engl. effort „Anstren
gung“ u. tSyndrom): funktionelle Gefäßregulationsstö
rungen mit Atmungs- u. Herzbeschwerden (Med.)
Ef|fos|silon die; -, -en (aus gleichbed. lat. effossio zu effo
dere, vgl. effodieren): (veraltet) Ausgrabung
eflfralyant* [ɛfraja:] fr.; vgl. effrayieren): (veraltet) ent
setzlich, erschreckend, efIfralyielren [efraji:...] (aus
gleichbed. fr. effrayer, altfr. esfreer, dies aus vulgärlat. exfridare, eigtl. „aus dem Frieden bringen“, zu germ, fridu
„Frieden“): (veraltet) erschrecken, ängstigen
Eflfronltelrie* [sfrö...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. ef
fronterie zu effronté, vgl. effrontiert): (veraltet) Unver
schämtheit, Frechheit, ef Ifronltiert (ausgleichbed.fr. ef
fronté zu front „Stirn“, vgl. Front): (veraltet) unver
schämt, frech
effroyabel
mit spiegelnder Materie hinterlegt werden, eglolmilsie[ɛfroa'ja:...] <aus gleichbed./r. effroyable zu
ren (aus gleichbed. fr. églomiser, nach dem franz. Kunst
effroi „Schrecken, Entsetzen“, dies zu effrayer, vgl. effrayhändler J.-B. Glomi (18. Jh.)>: eine Glastafel o.Ä. auf der
ieren> : (veraltet) entsetzlich, furchtbar, grässlich
Rückseite so mit Lack bemalen, dass Aussparungen ent
Eflfulsilolmelterrfas; -s, - <zu lat. effusio (vgl. Effusion) u.
stehen, die mit spiegelnder Materie hinterlegt werden
Î ’...meter): Apparat zur Messung der Gasdichte. Eflfulsigndie; -, -en (aus lat. effusio „das Ausgießen; das Eieraus Eg odas;-, -s (auslat. ego „ich“): das Ich (Philos.); vgl. Alter
Ego. Ego-Idelal, auch Egolidelal das; -s, -e: für die ei
strömen“ zu effundere „ausgießen“): 1. das Ausfließen
gene Person gültiges Leitbild, das durch seinen Grund
von T Lava (Geol.). 2. das Austreten von Gasen durch klei
satzcharakter zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt
ne Öffnungen (Techn.). eflfulsiv (zu lat. effusus „(durch
(Psychol.). Ego-In|volvelment, auch EgolinlvolveAusströmen) verbreitet“ u. T...iv): durch Ausfließen von
ment [,,,mvɔlvmənt] das; -s (zu engl. involvement „Ver
TLava gebildet (Geol.). Eflfulsivlgelstein das; -s: Er
wicklung“): Bez. für alle Einstellungen, die den Status ei
gussgestein, das sich bei der Erstarrung des Î Magmas an
nes Menschen bestimmen bzw. ihm eine Rolle in Bezug auf
der Erdoberfläche bildet (Geol.)
andere Personen, Gruppen od. Institutionen zuordnen.
EFTA die; - (Kurzw. aus engl. .European Free Trade Asso
Egol islmus der; -, ...men (aus gleichbed. fr. égoïsme zu
ciation): Europäische Freihandelsassoziation (Freihan
lat. ego; vgl. ...ismus (5)): 1. (ohne Plur.) Selbstsucht, Ei
delszone)
genliebe, Ichsucht, Eigennutz; Ggs. Î Altruismus. 2. (meist
’egal (aus gleichbed. fr. égal, dies aus lat. aequalis „gleich
Plur.) selbstsüchtige Handlungen o.Ä. Egolist der; -en,
beschaffen“): 1. gleich, gleichartig, gleichmäßig. 2. (ugs.)
-en (zu T...ist): jmd., der sein Ich u. seine persönlichen In
gleichgültig, einerlei. 2egal (zu Legal): (landsch.) immer
teressen in den Vordergrund stellt; Ggs. T Altruist, ego
[wieder, noch], z.B. er kommt - zu spät, egallilsielren
istisch (zu Î...istisch): ichsüchtig, nur sich selbst gelten
(aus/r. égaliser „gleichmachen, ebnen" zu égal, vgl. ’egal):
lassend; Ggs. Taltruistisch, egolman(zu T...man): krank
1. etwas Ungleichmäßiges ausgleichen, gleichmachen. 2.
haft selbstbezogen. Egolmalne der u. die; -n, -n (zu
den Vorsprung des Gegners aufholen, ausgleichen; (einen
T ...mane): jmd., der egoman ist, an Egomanie leidet. EgoRekord) einstellen (Sport.), egalliltär (aus gleichbed. fr.
malnie die; - (zu t...manie): krankhafte Selbstbezogen
égalitaire): auf politische, bürgerliche od. soziale Gleich
heit gerichtet. Egalliltärder; -s, -e (aus gleichbed. fr. éga
heit
litaire): Anhänger des Egalitarismus. Ega|li|ta|ris|mus Egorlgeur [egɔr ʒo:e] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. égorgeur,
eigtl. „Halsabschneider“, zu égorger, vgl. egorgieren):
der; - (zu Î...ismus (1)>: 1. Sozialtheorie von der [mög
(veraltet) Mörder, egorlgielren [,,,'ʒi:...] (aus gleichbed.
lichst] vollkommenen Gleichheit in der menschlichen Ge
sellschaft bzw. von ihrer Verwirklichung. 2. (abwertend)
fr. égorger zu é- „aus..., heraus..., weg...“ u. gorge „Kehle,
Gleichmacherei, Verwischung von sozialen Unterschie
Gurgel“, dies über vulgärlat. gurga aus lat. gurges
den. Egalliltät die; - (zu T'egal u. Î ...ität): Gleichheit.
„Schlund, Abgrund“): (veraltet) erwürgen, erdrosseln
Égallilté [égali té:] die; - tsMsfr. égalité, dies aus lat. ae Egol tislmus der; - (aus engl. egotism bzw. fr. égotisme
qualitas „Gleichheit“): Gleichheit (eines der Schlagworte
„Selbstgefälligkeit, Selbstsucht“; vgl. ...ismus (2)): philo
der Franz. Revolution); vgl. Liberté, Egalité, Fraternité
sophisch begründete Form des Egoismus, die das Glück
Egard [e'ga:n] der; -s (aus gleichbed. fr. égard zu garder
der Menschheit dadurch herbeizuführen trachtet, dass der
„schützen, warten, pflegen“, dies aus dem Germ. ): (ver
Einzelne (einer Elite) auf ein Höchstmaß persönlichen
altet) Ansehen, Achtung, Rücksicht
diesseitigen Glücks hinarbeitet. Egoltistrfer; -en, -en (aus
Egalrelment [egaro'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. éga
engl. egotist bzw.fr. égotiste „selbstgefälliger Mensch“): 1.
rement zu égarer, vgl. egarieren): (veraltet) Verwirrung,
Anhänger des Egotismus. 2. Autor eines Îautobiografi
Irrtum, egalrielren (aus gleichbed. fr. égarer, eigtl.
schen Romans in der Ichform. Egoltrip der; -s, -s (aus
„nicht achthaben“, zu é- „aus..., heraus..., weg...“ u. garer
gleichbed. engl. ego-trip zu Î Ego u. TTrip): (Jargon) jmds.
„in Sicherheit bringen, achthaben“): (veraltet) irreführen,
augenblickliche Lebenshaltung, -gestaltung, bei der das
irremachen, verwirren, egalriert (aus gleichbed. fr. éga
Denken u. Verhalten fast ausschließlich auf die eigene Per
ré, Part. Perf. von égarer, vgl. egarieren u. ...iert): (veral
son, die eigene Erlebensweise gerichtet ist
tet) verwirrt, zerstreut
Egout[e'gu:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. égout zu é- „aus...,
ega|yie|ren[eg6'ji:...] (aus gleichbed. fr. égayer zu gai „hei
heraus..., weg...“ u. goutte „Tropfen“, dies aus lat. gutta):
ter, fröhlich“): (veraltet) aufheitern, ermuntern, belusti
(veraltet) Abfluss, Dachrinne, Abwasserkanal. Egoultier
gen
[egu'tie:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. égoutier): (veraltet)
Egeslta die (Plur.) (zu lat. egestus „ausgeworfen“, Part.
Abfluss-, Kanalreiniger, -arbeiter. Egout teur [egʊ'to:n]
Perf. von egerere „auswerfen, von sich geben“): Körper
der; -s, -e (aus gleichbed. fr. (rouleau) égoutteur, eigtl.
ausscheidungen (z.B. Erbrochenes, Stuhl; Med.). Eges„Rollenabtropfer“): Vorpresswalze bei der Papierherstel
tilond/e; -, -en (aus to. egestio „Entleerung“, eigtl. „das
lung (auch zur Erzeugung der Wasserzeichen)
Herausschaffen“): Stuhlgang (Med.)
Ego zen trik* die; - (zu to. ego „ich“, TZentrum u. t2...ik
Egg I head ['ɛghsd] der; -s, -s (aus gleichbed. amerik. egg
(3)): Einstellung od. Verhaltensweise, die die eigene Per
head, eigtl. „Eierkopf“): (oft scherzh. od. abwertend) In
son als Zentrum allen Geschehens betrachtet u. alle Ereig
tellektueller. Egglnog ['ɛgnɔg] der; -s, -s (aus engl. eggnog
nisse nur in ihrer Bedeutung für u. in ihrem Bezug auf die
„Eierpunsch“): ein tLongdrink, der hauptsächlich unter
eigene Person wertet. Egolzen|tri|ker<ier; -s, -: jmd., der
Verwendung von Milch u. Eiern bereitet wird.
egozentrisch ist. ego|zen|trisch: ichbezogen; sich selbst
Egg-Shell-Por|zel|lan, auch Egglshelllporlzelllan
in den Mittelpunkt stellend (im Unterschied zu egoistisch
['ɛgʃɛl...] das; -s, -e (zu engl. eggshell „Eierschale“) : hauch
aber nicht auf das Handeln zielend, sondern Ausdruck ei
dünnes Porzellan
ner Weltauffassung, die alles in Bezug auf die eigene Per
Eglise*[e'gli:z] die;-, -n [,..zn] (aus gleichbed. fr. église, dies
son wertet). Ego|zen|tris|mus der; - (zu Î...ismus (5)):
über (kirchen)lat. ecclesia aus gr. ekklësia, vgl. Ecclesia):
svw. Egozentrik. Ego|zen|tri|zi|tät die; - (zu Î.. .izität) :
franz. Bez. für Kirche
svw. Egozentrik
Eglo|mi|sé* [...'ze:] das; -, -[s] (ausfr. verre églomisé „eglo- Egrelnage* [egre'na:ʒ] die; -, - [,,,ʒn] (aus gleichbed. /r.
misiertes Glas“, vgl. eglomisieren): Sonderform der Hin
égrenage, eigtl. „Entkörnung“, zu égrener, vgl. egrenie
terglasmalerei, bei der schwarzer Lack so auf eine Glasta
ren): Trennung der Baumwollfasern von den Samen.
fel aufgetragen wird, dass Aussparungen entstehen, die
egre|nie|ren (aus fr. égrener „entkernen, entsamen“ zu
efifrolyalbel*
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graine „Samen(korn)“, dies aus lat. grana, Plur. von gra
num „Korn“): Baumwollfasern von den Samen trennen,
Egrelnierlmalschilne die; -, -n: Maschine, die die
Baumwollfasern vom Samen trennt
Egress* der; -es, -e (aus lat. egressus „das Herausgehen“ zu
î'ex... u. gressus „Schritt, Gang“): (veraltet) Ausgang,
Austritt, das Weggehen, egreslsiv (zu Î...iv): 1. das Ende
eines Vorgangs od. Zustands ausdrückend (von Verben;
z.B. verblühen, platzen; Sprachw.) Ggs. îingressiv (1);
egressive [,,,və] Aktionsart: svw. tresultative Aktionsart.
2. den Luftstrom bei der Artikulation nach außen richtend
(Phon.); Ggs. tingressiv (2). Egressivum [...v...] das; -s,
...va (aus gleichbed. lat. (verbum) egressivum): Verb mit
egressiver Aktionsart
Egypltilenne [ɛʒɪ'psiɛn] rZte; - (aus gleichbed. fr. égypti
enne. eigtl. „ägyptische (Schrift)“): besondere Art der An
tiquaschrift, bei der die Buchstaben gleichmäßig stark sind
eh bien [e bjɛ] (/>.): wohlan!, nun gut!
EHEC die (Plural) (Abk. für entero/tämorrhagische Esche
richia coli): bes. für Kinder gefährliche, durch Kolibakte
rien verursachte Infektionskrankheit (Med.)
Ei|de|tik die; - (zu gr. eidesis „Wissen, Einsicht“ bzw. eidëtikôs; vgl. eidetisch u. 2...ik (1)): 1. Fähigkeit, sich Ob
jekte od. Situationen so anschaulich vorzustellen, als ob
sie realen Wahrnehmungscharakter hätten (Psychol.). 2.
svw. Eidologie. Eildeltilker der; -s, -: jmd., der die Fä
higkeit hat, sich Objekte od. Situationen anschaulich, wie
wirklich vorhanden vorzustellen. Eildeltilkon das; -s,
...ka (meist Plur.) (zu gr. eidêtikôs (vgl. eidetisch) u.
t'...on): Rauschgift, das Visionen u. Gehörtäuschungen
erzeugt; vgl. Fantastikum. ei de tisch (aus gleichbed.
gr. eidêtikôs): a) die Eidetik betreffend; b) anschaulich,
bildhaft. Ei Idolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu gr.
eîdos „Gestalt, Bild“ (vgl. Eidos) u. t...graf, eigtl. „Bil
derschreiber“): eine 1821 in Edinburgh erfundene Bild
abdruckmaschine. Eildolgralfie, auch ...gralphie die;
-, ...ien (zu T...grafie>: 1. (ohne Plur.) Verfahren zum Ab
drucken von Bildern. 2. durch dieses Verfahren abge
drucktes Bild. Eildollolgie die; -, ...ien (zu T...logie>:
Theorie, auf dem Weg der Gestaltbeschreibung das We
sen eines Dinges zu erforschen (Philos.). Ejldollon das;
-[s], ...la (aus gleichbed. gr. eidolon, Verkleinerungsform
von eldos, vgl. Eidos): Abbild, kleines Bild, Nach-, Spie
gel-, Trugbild (Philos.); vgl. Idol. Eildolphor® das; -s, -e
(zu gr. eidos „Gestalt, Bild“ (vgl. Eidos) u. t,,,phor, eigtl.
„Bildträger“): Fernsehgroßbild-Projektionsanlage. Eido|phor|ver|fahlren das; -s: Verfahren, bei dem an ei
nen Fernsehempfänger ein Projektor angeschlossen ist,
der das Bild auf die Größe einer Kinoleinwand bringt
(z. B. bei gemeinsamem Fernsehempfang auf einer Groß
veranstaltung). Ejidos das: - (aus gr. etdos „Ansehen,
Gestalt“ zu eidein „sehen“): 1. Gestalt, Form, Aussehen.
2. Idee (bei Plato). 3. Gegensatz zur Materie (bei Aristo
teles). 4. Art im Gegensatz zur Gattung (Logik). 5. We
sen (bei Husserl)
Eilkolnal das; -s, -e (zu gr. eikön „Bild“ u. t'...al (2)>: ma
thematische Funktion für die optische Weglänge zwischen
Ausgangs- u. Endpunkt eines Lichtstrahls in der geometri
schen Optik
Eilkolsan das; -s, -e (zugr. eikosäs „zwanzig“ u. T ...an): ge
sättigter t aliphatischer Kohlenwasserstoff mit 20 Kohlen
stoffatomen im Molekül (Chem.)
ejnlatomig (zu TAtom): aus einzelnen, nicht miteinander
verbundenen Atomen bestehend
einlballsalmielren (zu Îbalsamieren): (einen Leichnam)
zum Schutz vor Verwesung mit bestimmten konservieren
den Mitteln behandeln
einlchelcken [,,,tʃɛkn] (zu Îchecken): 1. (Flugw.) a) (vor
dem Abflug) abfertigen (z.B. Passagiere od. Gepäck);
ejusdem mensis
Ggs. tauschecken (la); b) (vor dem Abflug) sich abferti
gen lassen; Ggs. tauschecken (lb). 2. (in ein Hotel o.Ä.)
einziehen; sich anmelden (u. die entsprechenden Forma
litäten erledigen); Ggs. tauschecken (2)
Einheriler [...in] der; -s, - (aus altisländ. einherjar, Plur.
von einheri „vortrefflicher Kämpfer“): gefallener Kämp
fer (nord. Mythologie)
ein Ikallku Ilie Iren (zu Î kalkulieren): 1. in die T Kalkulation
einbeziehen, mitberechnen. 2. im Voraus mit jmdm., etwas
rechnen; in seine Erwägungen, Pläne einbeziehen
einIklalrieIren (zu t klarieren): Schiff u. Güter bei der Ein
fahrt verzollen. Ein|kla|rie|rung die; -, -en (zu t,,,ierung): Verzollung von Gütern bei der Einfahrt in den Ha
fen
ejnlkolpielren (zu tkopieren): mithilfe eines zusätzlichen
Negativs in den Film einfügen (z.B. Untertitel; Filmw.)
ein log gen (zu engl. to log on „sich anmelden“): durch
Eingabe bestimmter Daten eine Verbindung zu einem
Computer herstellen (EDV); Ggs. Iausloggen
ein mainu a lig (zu tManual): mit nur einem îManual
ausgestattet (von Orgeln u. Cembali; Mus.)
einlprolgramlmielren (zu Îprogrammieren): in einen
Computer als Programm (4) eingeben
einlquarltielren (zu ÎQuartier): [Soldaten] in einem
t Quartier (1) unterbringen
ein|relgu|lie|ren (zu Tregulieren): genau auf einen be
stimmten Wert, ein bestimmtes Maß einstellen (Techn.);
sich - : sich regeln, in Ordnung gehen
einlscanlnen [,,,skɛ...] (zu Iscannen): mit dem 1 Scanner
eingeben
Einslopelraltor der; -s, -en (zu ÎOperator): linearer TOpe
rator (2), der jeden Î Vektor des betrachteten Vektorraums
unverändert lässt (Math.)
Ein|stei|ni|um das; -s (nach dem Physiker A. Einstein
(1879-1955) u. zu t,,,ium): chem. Element, ein tTransuran; Zeichen Es
Eilrolmelter Jas; -s, - (zugr. eiros „Wolle“ u. Î'...meter): al
tes Werkzeug zum Messen der Wollstärke
Eilzes vgl. Ezzes
Ejalcullaltio prae cox [,,,ku.......kɔks] die; - - (aus gleich
bed. (n)lat. êiaculatio praecox zu ëiaculare, vgl. ejakulie
ren): vorzeitig (entweder vor od. unmittelbar nach Ein
führung des Î Penis in die Î Vagina) erfolgender Samener
guss (Med.). Ejalkullat das; -[e]s, -e (aus lat. ëiaculatum
„das Herausgeschleuderte“): bei der Ejakulation ausge
spritzte Samenflüssigkeit (Med.). Ejalkullaltilon Jz'e; -,
-en (zu t...ation>: Ausspritzung der Samenflüssigkeit
beim tOrgasmus; Samenerguss (Med.), ejalkullielren
(aus lat. ëiaculare „hinauswerfen“): Samenflüssigkeit aus
spritzen (Med.). Ejekltilon die; -, -en (aus lat. ëiectio
„das Auswerfen; Verbannung“): 1. explosionsartiges Aus
schleudern von Materie (Schlacken, Asche) aus einem
Vulkan (Geol.). 2. (veraltet) das Hinauswerfen; das Ver
treiben [aus dem Besitz], Ejekltiv der; -s, -e [...va] u.
Ejektivlaut der; -[e]s, -e (zu lat. ëiectivus „ausströ
mend“, eigtl. „auswerfend“): Verschlusslaut, bei dem Luft
aus der Mundhöhle strömt; Ggs. tlnjektiv. Ejekitor der;
-s, ...oren (aus lat. êiector „Auswerfer“): 1. automatisch
arbeitender Patronenauswerfer bei Jagdgewehren. 2.
Strahlpumpe mit Absaugvorrichtung. eji|zie|ren (aus
lat. ëicere „hinauswerfen“): 1. (Materie) ausschleudern
(Phys.). 2. (veraltet) jmdn. hinauswerfen, [aus dem Besitz]
vertreiben
Eju|ra|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. ëiuratio zu entra
re, vgl. ejurieren): (veraltet) Abschwörung. eju|rie|ren
(aus gleichbed. lat. ëiurare zu t'ex... u. iurare „schwö
ren“): (veraltet) abschwören
ejus dem menlsis (aus gleichbed. lat. eiusdem mensis):
(veraltet) desselben Monats; Abk.: e. m.
ek..., Ek...
(aus gleichbed. gr. ek-; vgl. 2ex...): Präfix (vor
folgendem Konsonanten) mit der Bedeutung „aus, aus heraus“, z. B. ekdemisch, Eklipse
Eka-Ele|ment das; -[e]s, -e (zu sanskr. éka „eins“ u. TEle
ment): frühere Bez. für ein chem. Element, dessen Exis
tenz D. 1. Mendelejew (vgl. Mendelevium) aufgrund von
Lücken im Periodensystem bereits 1871 als gesichert an
nahm, z. B. Eka-Aluminium für ÎGallium
Ekart [e'ka:n] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. écart, eigtl. „Ent
fernung“, zu écarter „auseinandertreiben, entfernen“,
dies aus vulgärlat. exquartare „vierteilen“ zu ZaZ. quartus
„der Vierte“): Unterschied zwischen t Basiskurs (Tages
kurs) u. Prämienkurs (Basiskurs + Prämie)
'Ekarlte [ekar'te:] das; -s, -s (aus fr. écarté, Part. Perf. von
écarter „Karten ablegen“, zu carte „(Spiel)karte“): franz.
Kartenspiel
2Ekar|té [ekar'te:] das; -s, -s (aus fr. (pose) écartée „ge
spreizte (Haltung)“ zu écarter „auseinandertreiben; (die
Beine) spreizen“; vgl. Ekart): (im klassischen Ballett) Po
sition schräg zum Zuschauer
Ekchonldrom* [...ç...] das; -s, -e (zu tek..., gr. chóndros
„Korn, Graupe, Knorpel“ u. l...om): Knorpelgeschwulst
(Med.). Eklchonldrolse* die; -, -n (zu t'...ose): gutartige
Wucherung von Knorpelgewebe (Med.)
Eklchy Imolse [...ç...] die; -, -n (aus gleichbed. gr. ekchymösis, eigtl. „das Herausströmen“): flächenhafter Blut
erguss, blutunterlaufene Stelle in der Haut (Med.)
Ek|de|mi|o|ma|nie die; - (zu gr. ekdëmem „auswandern,
in die Fremde ziehen“ u. î...manie): (veraltet) Auswande
rungslust, Reisesucht, ekldelmisch (aus gleichbed. gr.
ékdëmos): (veraltet) auswärts befindlich, abwesend
Ekldylson das; -s (zu gr. ékdysis „das Herauskriechen“ u.
t2...on): Häutungshormon der Insekten (Zool.)
Ekelcheilrie* [...ç...] die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. ekecheiria): (veraltet) Waffenstillstand, Gottesfriede
Eklklelsia die; - (über /ai. ecclesia aus gleichbed. gr. ekklësia, vgl. Ecclesia): christliche Kirche (Theol.); vgl. Eccle
sia. Eklklelsilarch der; -en, -en (zu gr. árchein „herr
schen“): Kirchenvorsteher in der griech. Kirche. Eklklesiarchie die; - (zu t2...ie): Kirchenherrschaft, -aufsicht.
Ek|kle|si|as|tes der; - (aus gleichbed. gr. ekklësiastës,
eigtl. „Redner in der Volksversammlung“): griech. Bez.
des alttest. Buches „Prediger Salomo“. Eklklelsilasltik
die; - (zu spätgr. ekklesiastikós „zur christlichen Kirche ge
hörig“): svw. Ekklesiologie. Ek|kle|si|as|ti|kus der; (über lat. ecclesiasticus aus gleichbed. spätgr. ekklësiâstikos): Titel des alttest. Buches „Jesus Sirach“ in der 1 Vul
gata (1). Ek kle sie die; - (zu 1 Ekklesia): Volksversamm
lung der altgriech. Stadtstaaten, eklklelsilolgen (zu gr.
ekklësia „Kirche“ u. Î ...gen): durch Einfluss von Kirche u.
Religion entstanden (z.B. von Neurosen; Psychol.). Ekkle|sio|lo|gie die; - (zu 1 ...logie): theologische Lehre von
der christlichen Kirche
Eklklil sisrfie; -, ...sen (ausgr. ékklisis „das Ausweichen“ zu
ekklinein „ausbiegen“): (veraltet) Verrenkung, Austritt
des Knochens aus der natürlichen Lage (Med.)
eklkrin* (zu tek... u. gr. krinein „scheiden, trennen“): svw.
exokrin
Eklkylklelm a* das; -s, ...emen (aus gleichbed. gr. ekkÿklema): kleine fahrbare Bühne des altgriech. Theaters für
Szenen, die sich eigtl. innerhalb eines Hauses abspielten
ekla|bous|sie|ren* [eklabu'si:...] (aus gleichbed. fr. écla
bousser, eigtl. „mit Kot bespritzen“, zu älter fr. esclaboter,
weitere Herkunft unsicher): (veraltet) in niedriger Weise
schmähen
Eklailreur* [eklɛ'ro:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. éclaireur
zu éclairer, vgl. eklairieren): (veraltet) Kundschafter, Auf
klärer (im Krieg), eklailrielren (aus gleichbed. fr. éclai
rer, eigtl. „erleuchten“, dies über das Vulgärlat. aus lat. ex
ek..., Ek...
378
clarare zu t ‘ex... u. clarus „hell“): (veraltet) kundschaften,
aufklären (im Krieg)
Ekllamplsie die; -, ...ien (zu gr. éklampsis „das Hervor
leuchten“, dies zu eklämpein „aufleuchten“): plötzlich
auftretende, lebensbedrohende Krämpfe während der
Schwangerschaft, Geburtod, im Wochenbett (Med.). Eklampsislmus der; - (zu t...ismus (3)): Bereitschaft des
Organismus für eine Eklampsie (Med.), ekllampltisch
(aus gr. éklamptos „hervorleuchtend“): die Eklampsie be
treffend, auf ihr beruhend (Med.)
Eklat* [e'kla(:)] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. éclat zu éclater,
vgl. eklatieren): Aufsehen, Knall, Skandal; [in der Öffent
lichkeit] starkes Aufsehen erregender Vorfall, eklaltant
(aus gleichbed. fr. éclatant): 1. offenkundig. 2. aufsehen
erregend; auffallend, eklaltielren (aus gleichbed. fr.
éclater „platzen, splittern“): (veraltet) a) losbrechen, zer
springen; b) einen Eklat erregen
Ekllekltilker der; -s, - (zu gr. eklektikös, eigtl. „auswäh
lend, auslesend“): a) jmd., der weder ein eigenes philos.
System aufstellt noch ein anderes übernimmt, sondern
aus verschiedenen Systemen das ihm Passende auswählt;
b) (abwertend) jmd., der (z.B. in einer Theorie) fremde
Ideen nebeneinanderstellt, ohne eigene Gedanken dazu
zu entwickeln, ekllekltisch: a) (abwertend) in un
schöpferischer Weise nur Ideen anderer (z.B. in einer
Theorie) verwendend; b) aus bereits Vorhandenem aus
wählend u. übernehmend. Ekllekltilzislmus der; - (zu
I...izismus): 1. (abwertend) unoriginelle, unschöpferi
sche geistige Arbeitsweise, bei der Ideen anderer über
nommen od. zu einem System zusammengetragen
werden. 2. Rückgriff auf die Stilmittel verschiedener
Künstler früherer Epochen mangels eigenschöpferischer
Leistung (in der bildenden Kunst u. Literatur), ekllekti zis tisch (zu t...istisch): nach der Art des Eklektizis
mus (1, 2) verfahrend
Ekllipl se die; -, -n (aus gr. ékleipsis „das Ausbleiben, Ver
schwinden“ zu ekleipein „verlassen“): Verfinsterung (in
Bezug auf Mond od. Sonne; Astron.). Eklliplselrilum
das; -s, ...ien [,,,iən] (zu T...ium): altes Gerät zur Veran
schaulichung von Sonnen- u. Mondfinsternissen, ekllipsielren (zu Î..deren): (veraltet) a) verfinstern, verdun
keln; b) verschwinden, sich wegschleichen. Ek|lipltik die;
-, -en (aus lat. (linea) ecliptica, eigtl. „zur Eklipse gehören
de Linie“ (weil in der Ekliptik Finsternisse auftreten)) : der
größte Kreis, in dem die Ebene der Erdbahn um die Sonne
die als unendlich groß gedachte Himmelskugel schneidet
(Astron.), ek I li p Iti I ka I (zu 1 ‘...al (1)): auf die Ekliptik be
zogen, mit ihr zusammenhängend. Ek|lip|ti|kallstrom
der; -[e]s, ...ströme: ein Meteorstrom, dessen Bahn nur we
nig gegenüber der Ekliptik geneigt ist (Astron.), eklliptisch (über lat. eclipticus aus gleichbed. gr. ekleiptikós):
auf die Eklipse bezogen
Ekllolge die; -, -n (über lat. ecloga aus gr. ekloge „Aus
wahl“): 1. a) altröm. Hirtenlied; vgl. Idylle; b) kleineres,
ausgewähltes Gedicht; c) (ohne Plur.) byzantinische
Rechtssammlung. 2. kurzes, zwei- bis dreiteiliges Instrumentaistück pastoralen Inhalts. Ekllolgenldichltung
die; -: Hirten-, Schäferdichtung. Ekllolgit [auch ...git]
der; -s, -e (zu t2...it): durch tMetamorphose (4) erzeugtes
Gestein (Geol.). Ek I Io I git I schal le die; -: tiefere Zone des
t2Simas (Geol.)
Ek mne sie* die; -, ...ien (zu tek..., gr. mnèsis „das Erin
nern, Andenken“ u. t2...ie): krankhafte Vorstellung, in ei
nen früheren Lebensabschnitt zurückversetzt zu sein
(Med.)
Eklnoia [ek'nnya] die; - (aus gr. éknoia „Sinnlosigkeit“):
krankhaft gesteigerte Erregbarkeit im Pubertätsalter
(Med.)
Ekolnolmilser [i'konomaizn] vgl. Economiser
379
vgl. Ecossaise
(zu tek..., gr. phônê „Laut, Ton“ u.
î...ese>: (veraltet) Ausruf (Rhet.)
Ekphorie
-, ...ien (zu gr. ekphoreîn „heraustragen,
hervorbringen“ u. î2...ie>: durch Reizung des Zentralner
vensystems hervorgerufene Reproduktion von Dingen od.
Vorgängen; Vorgang des Sicherinnerns (Med.)
EklphralsistVze,' -, ...phrasen (aus gr. ékphrasis „genaue Be
schreibung“): die detaillierte Beschreibung von Personen,
Sachen, Ereignissen nach eigener Anschauung (Rhet.)
Eklphym das: -s, -e (aus gr. ékphyma zu ekphÿein „heraus
wachsen“): Auswuchs, Höcker (Med.)
Eklplelxie die; -, ...ien (aus gr. ékplêxis „Erschütterung“
(dies zu ekplëssein „erschrecken, verwirren, betäuben“) u.
t2...ie>: (veraltet) Erstarrung vor Erschrecken
Ek|py|ro|sis die; - (aus gr. ekpyrösis „Zerstörung durch
Feuer“): Weltbrand, Wiederauflösung der Welt in Feuer,
das Urelement, aus dem sie entstand (philos. Lehre bei He
raklit u. den Stoikern)
Ekralsit* [auch ... zɪt] das; -s (zu fr. écraser „zermalmen,
vernichten“ u. t',,,it): ein Sprengstoff, der tPikrinsäure
enthält
ekrü*, auch ecru [ekry:] (aus fr. écru „roh, ungebleicht“, zu
cru „roh“, dies aus lat. crudus): a) ungebleicht; b) weiß
lich, gelblich. Ekrülseilde die: -: nicht vollständig embás
tete Naturseide von gelblicher Farbe
Eklsarlkom das; -s, -e (aus gleichbed. gr. eksârkôma; vgl.
Sarkom): (veraltet) wildes Fleisch
Eks|ta|se*i/ze; -, -n (über kirchenlat. ecstasis aus gleichbed.
gr. ékstasis, eigtl. „das Aus-sich-herausgetreten-Sein“):
[religiöse] Verzückung, rauschhafter Zustand, in dem der
Mensch der Kontrolle des normalen Bewusstseins entzo
gen ist. Eksltaltik die; - (zu gr. ekstatikös „verzückt, au
ßer sich“; vgl. 2...ik (3)): Ausdruck[sform] der Ekstase.
Eksltaltilker der; -s, -: jmd., der in Ekstase geraten ist;
verzückter, rauschhafter Schwärmer, eksltaltisch (aus
gleichbed. gr. ekstatikös): in Ekstase, außer sich, schwär
merisch, rauschhaft
Eksltrolphie* die; -, ...ien (aus gr. ekstrophë „das Heraus
drehen“ (dies zu ekstréphein „herausreißen, -drehen“) u.
t2...ie): svw. Ektopie
Ekltal sedie;-, -n <SA>e.r spätlat. ectasis aus gleichbed. gr. éktasis, vgl. Ektasis) : Dehnung eines Vokals (antike Metrik).
Ekltal sie die; -, ...ien (zu T2...ie>: Erweiterung, Ausdeh
nung eines Hohlorgans (Med.). Ekltalsis die; - (aus gr. éktasis „Ausdehnung“): svw. Ektase. ek ta tisch: krank
haft erweitert (Med.)
Ekltelnie die; -, ...ien (aus gr. ekténeia „Anstrengung (der
Kräfte); Dienstfertigkeit, Ausdauer“): großes Fürbittege
bet im Gottesdienst der orthodoxen Kirchen
Eklthelsis die; -, ...sen (aus gleichbed. spätgr. ékthesis zu
gr. ektithénai „aussetzen; darlegen“): 1. (veraltet) Darle
gung, Auslegung, Erklärung. 2. eine Glaubenserklärung
des oström. orthodoxen Kaisers Heraklius im Monotheletenstreit (vgl. Monothelet) vom Jahre 638
Eklthlip|sis*<Äe; -, ...ipsen (aus gr. ékthlipsis „Herausdrängung“ zu ekthlibein „herausdrücken“): svw. Elision
Eklthym das; -s, -e (aus gr. ékthyma „Hautausschlag“):
Hauteiterung mit nachfolgender Geschwürbildung (Med.)
ek|to..., Ek|to... (zu gleichbed. gr. ektös; vgl. 'ex..., Ex...):
Präfix mit der Bedeutung „außen, außerhalb", z. B. ektodermal, Ektoparasit
Ekltolblast* das; -[e]s, -e (zu Îekto... u. gr. blastös „Keim,
Spross“): svw. Ektoderm
Ek|to|derm das; -s, -e (zu tekto... u. gr. dérma „Haut“): die
äußere Hautschicht des tierischen u. menschlichen Keims,
die bei der Gastrulabildung (vgl. Gastrula) entsteht
(Med.); vgl. Entoderm, ekltolderlmal: vom äußeren
Keimblatt abstammend bzw. ausgehend (Med.); vgl. entoEkossailse [ekɔsɛ:zə]
Ek|pho|ne|se die; -, -n
ektothrix
dermal. Ek|tolderlmo|se die; -, -n (zu t'...ose): Erkran
kung von Organen, die aus dem Ektoderm hervorgegan
gen sind (bes. Erkrankung der Haut; Med.)
Ek|to|des|men r/ie (Plur.) (zu Îekto... u. gr. desmös „Ban
de, Fessel“): die Außenwände von Epidermiszellen durch
ziehende Plasmastränge, die zur Reizleitung u. vermutlich
auch als Transportbahnen zwischen Außenwelt u. Pflan
zeninnerem dienen (Bot.)
Ek|to|en|zym das; -s, -e (zu 1 ekto- u. ÎEnzym): von Zellen
abgetrenntes Enzym, das außerhalb der Zellen wirkt; Ggs.
T Endoenzym
ekito gen (zu tekto... u. t...gen): svw. exogen
ekltolgnath* (zu tekto... u. gr. gnáthos „Kinnbacke“): die
Mundwerkzeuge außen, frei sichtbar tragend (von den
meisten Insekten u. deren Larven gesagt; Zool.)
Ek|to|hor|mon das; -s, -e (zu tekto... u. ÎHormon): svw.
Pheromon
Ekltolkarldie die; -, ...ien (zu T ekto... u. gr. kardia „Herz“) :
angeborenes Freiliegen des Herzens bei Defekten der vor
deren Brustwand (Med.)
Ekltolkarp das; -s, -e (zu tekto... u. gr. karpös „Frucht“):
svw. Exokarp
ekltollelzilthal (zu îekto..., gr. lékithos „Eigelb“ u. t '...al
(1)>: Eier mit gesonderten Dotterzellen betreffend, z.B.
bei Saug-, Band- u. Strudelwürmern (Zool.)
Ekltolmilas der; -, -se (aus gr. ektomias „der Verschnitte
ne“): svw. Ektomos. Ekltolmie die; -, ...ien (zu gr. ektomë
„das Ausschneiden, der Ausschnitt“ (zu ektémnein „he
rausschneiden“) u. t2...ie>: operatives Herausschneiden,
vollständige Entfernung eines Organs im Unterschied zur
1 Resektion (Med.). ...ekltolmie: Wortbildungselement
mit der Bedeutung „operative Entfernung eines Organs“,
z.B. Appendektomie, Gastrektomie. ek to mie ren (zu
Î ...ieren): ein Organ operativ entfernen (Med.)
ekltolmprph (zu îekto... u. Î...morph): eine hagere, hoch
aufgeschossene Konstitution aufweisend (Anat.). Ekltomorlphie die; - (zu T...morphie): Konstitution eines be
stimmten Menschentyps, der ungefähr dem Î Leptosomen
entspricht; vgl. Endomorphie u. Mesomorphie
Ekito mos der; -, ...moi [,..moy] (aus gr. gleichbed. éktomos
zu ektomê „Entmannung“, dies zu ektémnein „heraus
schneiden“): (veraltet) Entmannter, Kastrat
ekltpp (ausgr. éktopos „entfernt von seinem Ort liegend“):
nach außen verlagert (z.B. von Organen; Med.); vgl.
...isch/Ektoparasit der; -en, -en (zu tekto... u. TParasit):
pflanzlicher od. tierischer Schmarotzer, der auf der Kör
peroberfläche lebt (z.B. Blut saugende Insekten; Biol.,
Med.); Ggs. tEndoparasit
ekltolphyltisch (zutekto... u.gr. phytön „Pflanze“): nach
außen herauswachsend (Med.)
Ekltolpie die; -, ...ien (zu Tektop u. t2...ie): meist angebo
rene Lageveränderung eines Organs (z.B. Wanderniere;
Med.), ekltolpisch: svw. ekto; vgl. ...isch/Ekltolplaslma das; -s, ...men (zu tekto... u. TPlasma): äu
ßere Schicht des tProtoplasmas bei Einzellern (Biol.);
Ggs. ÎEndoplasma
Ekltolsit der; -en, -en <zutekto...u.gr. sitos „Speise“): svw.
Ektoparasit
Ekltolskellett
-[e]s, -e (zu tekto... u. tSkelett): den
Körper umschließendes Skelett bei Wirbellosen und Wir
beltieren; Außen-, Hautskelett (z.B. die Îchitinöse Hülle
der Insekten); Ggs. tEndoskelett
Ektoskopie* die; -, ...ien (zu tekto... u. t...skopie): Un
tersuchung u. Erkennung von Krankheitserscheinungen
mit bloßem Auge (Med.)
Ekltolspolre die; -, -n (meist Plur.) (zu tekto... u. tSpore):
svw. Exospore
ekltolthrix* (zu t ekto... u. gr. thrix „Haar“): an der Ober
Ql
Ektothrix
fläche der Haare vorkommend (Med.). EkltolthrixzZze;
Parasitenbefall der Haare (Med.)
Ek|to|to|xin das; -s, -e (meist Plur.) (zu Îekto... u. tToxin):
von lebenden Bakterien ausgeschiedenes Stoffwechsel
produkt, das im Körper von Mensch u. Tier als Gift wirkt
(Med.)
ek|to|troph* <zu Tekto... u. Î ...troph): außerhalb der Wirts
pflanze lebend (von Î symbiotisch an Pflanzenwurzeln le
benden Pilzen, bei denen die Pilzfäden nicht ins Innere der
Wurzelzellen eindringen, sondern auf den Wurzeln blei
ben)
Ekltoltulmor der; -s, ...oren <zu îekto... u. îTumor>: vom
1 Ektoderm ausgehender Tumor (Med.)
Ekltolzolon das; -s, ...zoen (meist Plur.) <zu tekto... u. gr.
zöon „Tier“): auf der Körperoberfläche (des Wirtsorga
nismus) lebender tierischer Schmarotzer (Med., Zool.)
Ekltroldakltyllie* die; -, ...ien (zu gr. éktrôma „Frühge
burt“, däktyios „Finger; Zehe“ u. l2...ie>: angeborene
Missbildung der Hände u. Füße, die durch Fehlen von Fin
gern od. Zehen gekennzeichnet ist (Med.). Ekltrolmelie* zZze; -, ...ien (zu gr. mélos „Glied“ u. T 2...ie> : angebo
rene Missbildung mit Verstümmelung der Gliedmaßen
(Med.)
Ekltrolpilon* das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gr. ektröpion „das
Nach-außen-gekehrt-Sein des Augenlids“ zu ektrépein
„nach außen wenden“): Auswärtskehrung, Umstülpung
einer Schleimhaut (z.B. der Lippen, des Augenlides;
Med.). ek|tro|pi|o|nielren* (zu t ..deren): die Augenli
der zur Untersuchung od. Behandlung des Auges nach au
ßen umklappen (Med.). Ekltrolpilum* das; -s, ...ien
[---iən] (zu t...ium): svw. Ektropion
Ektypogralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu ÎEktypon u. t...grafie): erhabene Metallätzung; Reliefdruck,
Hochdruck für Blinde. Ekltylpon das; -s, ...pa (ausgr éktypon „Umriss, Entwurf' zu éktypoûn „abbilden, gestal
ten“): Abdruck in erhabener Arbeit (bes. von geschnitte
nen Steinen). Ekltylpus [auch gk'ty:pus] der; -, ...pen (zu
gr. éktypos „abgedrückt“; vgl. Typus): Nachbildung, Ab
bild, Kopie (Fachspr.); Ggs. 1 Prototyp (1)
El< zem das; -s, -e (aus gr. ékzema, Gen. ekzématos „durch
Hitze herausgetriebener Ausschlag“ zu ekzein „heraus
kochen“): nicht ansteckende, in vielen Formen auftre
tende juckende Entzündung der Haut (Med.), eklzelmatilform (zu t...form): ekzemähnlich (Med.). Eklzema ti ker der; -s, -: jmd., der zu Ekzemen neigt (Med.),
eklzelmaltisch: ein Ekzem hervorrufend (Med.), ekzematogen (zu 1 ...gen): ein Ekzem auslösend (Med.).
Ek|ze|ma|to|id das; -s, -e (zu t...oid): ekzemartige Haut
erkrankung (Med.). ek|ze|ma|tös (zu t...ös): von einem
Ekzem befallen, hervorgerufen (Med.)
El der; -, Elim (aus gleichbed. semit. el>: semit. Bez. für Gott;
vgl. Eloah
ela|bie[ren (aus gleichbed. lat. elabi): (veraltet) entschlüp
fen, entwischen; verfließen
Elalbolrat das; -[e]s, -e (aus lat. elaboratum, eigtl. Part.
Perf. (Neutrum) von elaborare „sorgfältig ausarbeiten“):
a) (abwertend) flüchtig zusammengeschriebene Arbeit,
die weiter keine Beachtung verdient; Machwerk; b) (sel
ten) schriftliche Arbeit, Ausarbeitung, elalbolriert (zu
engl. to elaborate „herausarbeiten, entwickeln“ (aus lat.
elaborare) u. t ...iert): differenziert ausgebildet; elaborierter Code: hoch entwickelter sprachlicher îCode (1) eines
Sprachteilhabers (Sprachw.); Ggs. trestringierter Code
Elalildin das; -s, -e (Erweiterungsbildung zu lElain; vgl.
3...id): fettartige ehern. Verbindung, die durch Einwirkung
Îsalpetriger Säuren auf Elain entsteht (Chem.). Elaidinsäulre die; -, -n: durch Umlagerung von Ölsäure entste
hende ungesättigte 1 aliphatische Karbonsäure. Elalin
ifas; -s (zu gr. élaion „Öl, Fettigkeit“ u. Î ...in (1)): in tieri
380
schen u. nicht trocknenden pflanzlichen Fetten u. Ölen
vorkommende chem. Verbindung (Chem.). Elalinlsäulre
die; -: Ölsäure, elailo..., Elaio... [...aio...] vgl. eläo...,
Eläo... Elailolplast vgl. Eläoplast. Elai|o|som das; -s,
-en (meist Plur.) (zu «r. söma „Körper“): besonders fett-u.
eiweißreiches Gewebeanhängsel an pflanzlichen Samen
(Bot.)
Elan [auch e'lä:] der; -s (aus gleichbed. fr. élan zu s’élancer
„vorschnellen, sich aufschwingen“, dies zu lancer, vgl. lan
cieren): innerer, zur Ausführung von etwas vorhandener
Schwung; Spannkraft, Begeisterung. Élan viltal [elävi'tal] der; - - (aus gleichbed. fr. élan vital): die schöpferische
Lebenskraft bzw. die metaphysische Urkraft, die die bio
logischen Prozesse steuert; die die Entwicklung der Orga
nismen vorantreibende Kraft (nach H. Bergson; Philos.)
elälo..., Eläio..., auch elaio..., Elaio... [...aio...] (zu gr. élai
on „Öl, Fettigkeit“): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „öl-, fetthaltig; ölartig“, z.B. eläodorisch, Elaiosom.
elä|oldo|risch (zu gr. döron „Gabe“, eigtl. „dem Öl bei
gegeben“): (veraltet) mit Ölfarbe gemischt. Elälolgralfie,
auch ...gralphie die; - (zu T...grafie): (veraltet) Ölmalerei.
Elälollith [auch ...'lit] der; -s, -e (zu Î ...lith): ein gesteins
bildendes Mineral, Abart des TNephelins. Eläiolmeiter
das; -s, - (zu Î ‘...meter): (veraltet) Gerät zur Messung des
spezifischen Gewichts fetter Öle. Elälolplast der; -en, -en
(zu gr. plastós „gebildet, geformt“): Ölkörperchen in
pflanzlichen Zellen (Bot.). Elälolstelalrinlsäulre die; -:
dreifach ungesättigte Fettsäure in Pflanzenölen, bes. im
chines. Holzöl
elarlgielren [elar'ʒi:...] (aus gleichbed. fr. élargir zu é„aus..., heraus...“ u. large „breit“, dies aus lat. largus
„reich, reichlich“): (veraltet) verbreitern, ausdehnen
Elaslmolsaulriler [...in] zZer; -s, - u. Elas|mo|sau|rus der;
-, ...rier [...in] (zu gr. élasma „Platte, Wandung“ u. saüros
„Eidechse“): Angehöriger einer Îmarinen Gattung der
ÎPlesiosaurier in der Oberkreide. Elaslmolthelrilum
das; -s, ...ien [...ian] (zu gr. thër „Tier“ u. î...ium): nas
hornähnliches Tier des Î Pleistozäns
Elast der; -[e]s, -e (meist Plur.) (Kunstw.; vgl. elastisch):
Kunststoff von gummiartiger Elastizität. Ellasltan, auch
Ellaslthan das; -s (zu Telastisch u. t...an): bes. zur Her
stellung von Textilien verwendete, besonders dehnbare
Chemiefaser. Elasltance [ɪ'læstəns] die; - (zu engl. elastic
„elastisch“): Bez. für den elastischen Widerstand des
Brustkorbs (Med.). Elasltalse* [eia...] die; -, -n (Kurzw.
aus te/zzVisch u. 1 ...ase}: Enzym, das die Kittsubstanzen
der elastischen Muskelfasern abbaut (Biochem.). elasltifilzielren (zu Î...fizieren): elastisch machen. Elasltik
das; -s, -s, auch die; -, -en (zu 1 elastisch; vgl. 2...ik (3)>: 1.
(ohne Plur.) Zwischenfutterstoff aus Rohleinen. 2. Gewe
be aus sehr dehnbarem Material. Eiasltilka zZze; -, ...ken:
Bindegewebsmembran aus vorwiegend elastischen Fasern
in den Gefäßwänden (Med.). Elasltin das; -s (zu t...in
(1)): Gerüsteiweißstoff, Grundsubstanz elastischen Ge
webes, z.B. der Sehnen u. der Blutgefäßwände (Bio
chem.). elas tisch (zu gr. elastös „getrieben, dehnbar,
biegbar“, dies zu elaünein „treiben, ziehen“): 1. dehnbar,
biegsam. 2. Elastizität (2) besitzend. Elaslti Iziltät die; (zu 1 ...izität): 1. Fähigkeit eines Körpers, eine aufgezwun
gene Formänderung nach Aufhebung des Zwangs rück
gängig zu machen (Phys.). 2. Spannkraft [eines Men
schen], Beweglichkeit, Geschmeidigkeit. Elas|ti|zi|tätsko|ef|fi|zi|ent der; -en, -en: svw. Elastizitätsmodul.
Elas|ti|zi|täts|mo|dul der; -s, -n: Messgröße der Elasti
zität, Quotient aus der durch Belastung bewirkten Span
nungszunahme u. der zugehörigen Dehnungszunahme,
elaslto..., Elaslto... (zu telastisch): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „elastische Eigenschaften besit
zend, dehnbar, biegsam“, z. B. Elastomer. Elas|to|fi|bro-
381
Elegie
se*die; -, -n: svw. Fibroelastose. Elasltolgramnukt; -s,
(Druckw.). Elecltrolnic* Ban king [ɪlɛk'trɔnɪk bæŋkɪŋ]
-e <zu T...gramm): Beugungsbild einer Lichtquelle, deren
¿as; - -[s] (aus gleichbed. engl. electronic banking, eigtl.
Licht einen durch Ultraschall zu elastischen Schwingun
„elektronischer Bankverkehr“): Bez. für alle kundenbezo
gen angeregten Körper durchsetzt. Elasltolid das: -[e]s,
genen, computergestützten Bankdienstleistungen (ein
-e <vgl. ...oid): Grundsubstanz des elastischen Gewebes,
schließlich Homebanking, Telebanking u.Ä.). Electro
die infolge von Altersveränderungen ihre Elastizität verlonic* Book [ɪlɛk trɔnɪk bok] das; -[s], -s: vgl. E-Book.
renhat(Med.). ElasItoklasis’J/e,-, ...asen (zu gr. klásis
Elecltrolnic* Business [- 'bɪznɪs] ¿as; - - (aus gleichbed.
„das Zerbrechen; Bruch"): tdegenerativer Zerfall elasti
engl. electronic business): vgl. E-Business. Elecltroscher Fasern (Med.). Elas|to|me|cha|nik die: Teilge
nic*-Cam-Ver|fah|ren [... kern...] das: -s (zu engl. elect
biet der Mechanik, das sich mit der Elastizität (1) befasst.
ronic camera „elektronische Kamera“): Filmaufnahme
Elasltolmerdai.-s, -eu. Elasltolmelrec/us; -n, -n (meist
verfahren mit mehreren Filmkameras unter Koppelung
Plur.) <zu t...mer): Îsynthetischer (2) Kautschuk u. gum
mit mehreren Fernsehkameras, deren jeweils für den
miähnlicher Kunststoff (Chem.). Elasltolmelterifas; -s,
Blickwinkel am geeignetsten erscheinende eingeschaltet
- (zu Î ‘...meter): Gerät zur Messung der Elastizität (1) von
wird (Fernsehen, Filmw.). Elecltrolnic* Cash [- 'kæʃ]
Werkstoffen. Elasltolopltik die: -: Lehre von den opti
¿as; - -[s] (zu engl. to cash „(Scheck) einlösen“): bargeldschen Verfahren, die angewendet werden, um Spannungs
u. scheckloses Zahlungsverfahren, bei dem Rechnungsbe
verhältnisse in komplizierten Bau- od. Geräteteilen mithil
träge für Einkäufe mithilfe von Eurocheque-, Kunden- od.
fe der Spannungsdoppelbrechung an durchsichtigen Mo
Kreditkarten über eine elektronische Kasse direkt vom
dellen dieser Teile zu untersuchen. Elaltelre die: -, -n
Kundenkonto abgebucht werden. Elecltrolnic* Church
(meist Plur.) (aus gr. elatër „Treiber“): Schleuderzelle bei
[-'ʧə:tʃ] die; -- (aus gleichbed. engl.-amerik. electronic
Lebermoosen, die die Sporen aus den Kapseln befördert
church) : Bez. für Fernsehsendungen religiösen Anspruchs
(Bot.). Eia|teIrit [auch ... rit] der: -s (zu T 2...it>: elastisches
u. Inhalts; Fernsehkirche. Elecltrolnic* Comlmerce
Erdpech, ein Kohlenwasserstoff
[- kɔ'mə:s] der; - - (aus gleichbed. engl. electronic com
Elaltilon die; - (aus gleichbed. lat. elatio; vgl. Elativ): (ver
merce): vgl. E-Commerce. Elecltrolnic* Drum [- drʌm]
altet) Erhebung, Hochmut, Stolz. Elaltiv der: -s, -e [...va]
die; - -, - -s (aus gleichbed. engl. electronic drum): elektro
(aus gleichbed. lat. (gradus) elativus zu lat. elatus „erha
nisches Schlagzeug, das wie ein akustisches Drum-Set
ben, hoch“, Part. Perl', von efferre „heraus-, emporhe
(vgl. Drum, b) aufgebaut ist. Elecltrolnic* Learlning
ben“): 1. absoluter tSuperlativ (ohne Vergleich; z. B. mo
[- 'lə:nɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. electronic learning):
dernste Maschinen = sehr moderne Maschinen, höflichst
vgl. E-Learning. Elecltrolnic* Mail [-'meɪl] die; --, --s
= sehr höflich; Sprachw.). 2. Kasus zur Bezeichnung der
(aus gleichbed. engl. electronic mail): elektron. Post; vgl.
Wegbewegung von einem Ort in den finnougrischen Spra
E-Mail. Elecltrolnic* Pulblilshing* [- 'pʌblɪʃɪŋ] das; chen (Sprachw.)
-[s] (aus engl. electronic publishing „elektronisches Publi
El I ba I it [auch ... Tt] der: -s, -e (nach der ital. Insel Elba u. zu
zieren“): Herausgabe von Verlagserzeugnissen auf elek
î2...it): ein Mineral, lithiumhaltige Abart des TTurmalins
tronischen Medien, z.B. auf CD-ROM. Elecltrolnic*
El der Statesiman [- 'steɪtsmən] der; - -, - ...men (aus engl.
Shoplping [- 'ʃɔpɪŋ] das; - -s (aus gleichbed. engl. elec
elder statesman „(alt)erfahrener Staatsmann“): Politiker,
tronic shopping; vgl. Shopping): svw. Homeshopping
der nach seinem Ausscheiden aus einem hohen Staatsamt Elecltulalrilum [elɛk...] das; -s (aus gleichbed. spätlat.
weiterhin große Hochachtung genießt
electuarium): Latwerge, ein breiförmiges Arzneimittel,
Abführmittel
Elldolraldo, auch Dorado das; -s, -s (aus span, el dorado
(país) „das vergoldete (Land)“ zu lat. deaurare „vergol Elelfantífer; -en, -en (übergleichbed. lat. elephantus ausgr.
den“): Gebiet, das ideale Gegebenheiten, Voraussetzun
eléphas, Gen. eléphantos „Elfenbein, Elefant“, dies aus
gen für jmdn. bietet (z. B. in Bezug auf eine bestimmte Be
ägypt. äbu, kopt. eb(o)u „Elfenbein, Elefant“): sehr großes
tätigung); Traumland, Wunschland, Paradies, das jmdm.
Rüsseltier mit dicker Haut u. langen Stoßzähnen. Elelfanausreichende Entfaltungsmöglichkeiten bietet
tilalsisu. Elephantiasis die; -, ...iasen (zu T ...iasis>: durch
Lymphstauungen bedingte, unförmige Verdickung des
E-Lear|ning ['i:lə:nɪŋ] das; -s (kurz für engl. electronic lear
Haut- u. Unterhautzellgewebes mit Bindegewebswuche
ning „elektronisches Lernen“): computergestütztes Ler
rung (Med.), elelfanltös (zu t...ös): (ugs. scherzh.) au
nen unter Nutzung von Multimedia- u. Netzwerktechno
ßergewöhnlich, großartig
logien
Elelalte der; -n, -n (meist Plur.) (über lat. Eleates aus gr. elelgant (ausʃr. élégant „fein, zierlich, schick“, dies aus lat.
elegans „wählerisch, geschmackvoll“, Nebenform von eli
Eleátés, nach dem von Griechen besiedelten Ort Elea in
gens, Part. Präs, von eligere „auslesen, auswählen“): a)
Unteritalien): Vertreter der von Xenophanes um 500
(von der äußeren Erscheinung) durch Vornehmheit, erle
V. Chr. in Elea gegründeten griech. Philosophenschule,
senen Geschmack, bes. der Kleidung od. ihrer Machart,
elelaltisch: die Eleaten betreffend. Ele|a|tis|mus der; auffallend; b) in gewandt u. harmonisch wirkender Weise
T...ismus (1)): philos. Lehre, die von einem absoluten,
ausgeführt, z.B. eine -e Lösung; c) so, dass es hohe An
nur durch Denken zu erfassenden Sein ausgeht u. ihm das
sprüche in vollendeter Weise erfüllt, z. B. sie sprach ein -es
Werden u. die sichtbare Welt als Schein entgegensetzt
Französisch. Elelgant [ele'gä:] der; -s, -s (aus fr. élégant
Elecltric* Jazz [ɪ'lɛktrɪk 'ʤæz] der; -- (aus gleichbed. engl.
„Stutzer, Geck“; vgl. elegant): (meist abwertend) auffällig
electric jazz, eigtl. „elektrischer Jazz“): Richtung des Jazz
modisch gekleideter Mann. Elelganz die; - (unter Ein
in den 1970er-Jahren, die durch elektroakustische Verstär
fluss von ʃr. élégance aus lat. elegantia „feiner Ge
kung u. Verfremdung des Instrumentalklangs gekenn
schmack“): a) (in Bezug auf die äußere Erscheinung) ge
zeichnet ist. Elecltrolcal* Transiter [ɪ'lɛktrə:kəl 'trɛnsschmackvolle Vornehmheit; b) Gewandtheit, Geschmei
fəʊ] i/ɑs,` --[s], --s (Kurzw. aus engl. electro- „elektro-“, ca
digkeit, Harmonie [in der Bewegung]; c) kultivierte, ele
loric „Wärme-“ u. transfer „Übertragung“): im Sieb
gante Form, Beschaffenheit
druckverfahren hergestelltes Etikett, dessen Druckbild
durch einen beheizten Prägestempel auf thermoplastische Elelgejlon das; -s (aus gleichbed. gr. elegeion (métron)):
elegisches Versmaß, d. h. Verbindung von î Hexameter u.
Oberflächen übertragen wird (Druckw.). ElecltroÎPentameter; vgl. Distichon. Elelgie die; -, ...ien (über lat.
cal*-Ver|fahlren ¿as; -s: das Aufbringen mehrfarbiger,
elegia aus gleichbed. gr. elegeia): 1. a) im tElegeion ab
im Siebdruck spiegelverkehrt hergestellter Dekordrucke
gefasstes Gedicht; b) wehmütiges Gedicht, Klagelied.
mit Prägestempel auf Plastikteile bei hoher Temperatur
E
Elegiker
2.Schwermut. Elelgilker der; -s, - (zu Îelegisch): 1. Ele
giendichter. 2. jmd., der zu elegischen, schwermütigen
Stimmungen neigt, elelgisch (aus gr. elegeiakós): 1. a)
die Gedichtform der Elegie betreffend; b) in Elegieform
gedichtet. 2. voll Wehmut, Schwermut; wehmütig. Elegjamlbus der: -, ...ben (über mlat. elegiambus aus gleichbed. spätgr. elegiambos): aus dem Î Hemiepes u. dem jam
bischen Î Dimeter bestehendes altgriech. Versmaß (antike
Metrik)
Eleilson das; -s, -s (ausgr. eléêson „erbarme dich“ zu eleeîn
„sich erbarmen“): gottesdienstlicher Gesang; vgl. Kyrie
eleison
Elekltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. electio zu eligere
„auswählen“; vgl. eligieren): Auswahl, Wahl; vgl. Selekti
on. elekltiv (aus gleichbed. spätlat. electivus); auswäh
lend; vgl. selektiv (1). Elekltor der; -s, ...oren (aus mlat.
elector „Wähler; Kurfürst“ zu lat. eligere, vgl. eligieren):
1. Wähler, Wahlherr (z. B. Kurfürst bei der Königswahl).
2. [Ausjwählender. elekltolral (zu tl...al (1)): (veraltet)
die [kurfürstliche] Wahl bzw. die Wähler betreffend. Elekto rat das; -[e]s, -e (aus gleichbed. mlat. electoratum): a)
Kurfürstentum; b) Kurfürstenwürde
Elekltralkomlplex* der; -es (nach der griech. Sagengestalt
Elektra): bei weiblichen Personen auftretende, zu starke
Bindung an den Vater (Psychol.); vgl. Ödipuskomplex
Elekltret* der, auch das; -s, -e (aus gleichbed. engl. electret,
verkürzt aus electricity „Elektrizität“ u. magnet „Mag
net“): elektrischer ÎIsolator mit entgegengesetzten elek
trischen Ladungen an zwei gegenüberliegenden Flächen.
Elek|trilfi|kalti|on* die; -, -en (zu Îelektrisch u. t ...fikation): (Schweiz.) svw. Elektrifizierung; vgl. ...ation/...ierung. elek|tri|fi|zie|ren* (zu t...fizieren): 1. auf elektri
schen Betrieb umstellen (bes. Eisenbahnen). 2. mit elektri
schen Geräten ausstatten. Elek|tri|fi|zie|rung* die; -, -en
(zu Î ...fizierung): Umstellung auf elektrischen Betrieb [bei
Eisenbahnen]; vgl. ...ation/...ierung. Elekltrik* die; - (zu
T2...ik (1)>: a) Gesamtheit einer elektrischen Anlage od.
Einrichtung (z. B. Autoelektrik); b) (ugs.) Elektrizitätsleh
re. Elekltrilker* der; -s, -: Handwerker im Bereich der
Elektrotechnik; Elektroinstallateur, -rnechaniker. elek
trisch* (zu lat. electrum ausgr. êlektron „Bernstein“ (weil
Reibungselektrizität zuerst nur am Bernstein beobachtet
wurde)): 1. auf der Anziehungs- bzw. Abstoßungskraft ge
ladener Elementarteilchen beruhend; durch [geladene]
Elementarteilchen hervorgerufen. 2. a) die Elektrizität be
treffend, sie benutzend; b) durch elektrischen Strom ange
trieben; mithilfe des elektrischen Stroms erfolgend; elek
trische Induktion: Erscheinung, bei der durch ein sich än
derndes Magnetfeld in einem Leiter eine elektrische Span
nung erzeugt wird ; elektrisches Potenzial: bestimmte Grö
ße, die die elektrische Wirkung in den einzelnen Punkten
eines elektrischen Feldes zahlenmäßig kennzeichnet.
Elekltrilsche* die; -n, -n: (ugs. veraltet) Straßenbahn,
elekltrilsielren* (aus gleichbed. fr. électriser): 1. elektri
sche Ladungen erzeugen, übertragen. 2. den Organismus
mit elektrischen Stromstößen behandeln. 3. sich -: seinen
Körper unabsichtlich mit einem Stromträger in Kontakt
bringen u. dadurch einen elektrischen Schlag bekommen.
4. aufschrecken, aufrütteln, begeistern. Elekltrilsierma schilne* die; -, -n: Maschine, die den elektri
schen Strom zum Elektrisieren durch Reibungselektrizität
erzeugt. Elek|tri|zi|tät* die;- (zu Î ...izität): 1. auf der An
ziehung bzw. Abstoßung elektrisch geladener Teilchen
beruhendes Grundphänomen der Natur. 2. elektrische
Energie, elekltro...*, Elekltro...* (zu gr. êlektron, vgl.
elektrisch) : Wortbildungselement mit der Bedeutung „elek
trisch, die Elektrizität betreffend“, z.B. elektrotechnisch;
Elektrotechnik. Elekltrolaelrolsol* [...aero...] das; -s, -e:
ein ? Aerosol, dessen Teilchen (z. B. Nebeltröpfchen) elek
382
trisch geladen sind. Elekltrolakusltik* [auch e lektro...]
die; -: Wissenschaft, die sich mit der Umwandlung der
Schallschwingungen in elektrische Spannungsschwankun
gen u. umgekehrt befasst, elekltrolakusltisch* [auch
elektro...]: die Elektroakustik betreffend. Elekltrolanallgelsie* [auch e lektro...] die; -, ...ien: Aufhebung der
Schmerzempfindung durch elektrischen Strom (Med.).
Elek|tro|ana|ly|se* [auch e'lektro...] die; -: ehern. Unter
suchungsmethode mithilfe der TElektrolyse. Elekltrolanäsitheisie* [auch e'lektro...] die; -, ...ien: Erzeugung einer
lokalen bzw. allgemeinen Schmerzunempfindlichkeit mit
hilfe des elektrischen Stroms (Med.). Elekltrolatrilogramm* das; -s, -e (zu t Atriumu. Î ...gramm): Erregungs
bild vom Verlauf der Aktionsströme der Herzvorhöfe (Teil
des Elektrokardiogramms; Med.); Abk.: Eag. Elekltroau to* das; -s, -s: Auto, das nicht mit Benzin, sondern mit
einer Batterie angetrieben wird. Elekltrolbiollolgie*
[auch e'lɛktro...] die; -: Teilbereich der Biologie, der sich
mit den elektrischen Vorgängen im Organismus von Lebe
wesen befasst. Elekltrolchelmie* [auch e'lektro...] die; -:
die Wissenschaft von den Zusammenhängen zwischen
elektrischen Vorgängen u. chemischen Reaktionen, elektrolchelmisch* [auch e'lektro...]: die Elektrochemie be
treffend; elektrochemisches Äquivalent: Quotient aus Mo
lekulargewicht u. Wertigkeit eines Stoffes od. seiner Î Io
nen. Elek|tro|chi|rur|gie* [auch e'lektro...] die; -: Sammelbez. für die verschiedenen Formen der Anwendung
elektrischer Energie zu chirurgischen Zwecken, elekltrochi rur gisch* [auch e'lektro...]: die Elektrochirurgie be
treffend. Elekltrolchord* [...'kort] das; -s, -e (zu /ɑt.
chorda „Darmsaite“; vgl. Chorda): elektrisches Klavier.
Elekltrolchrolmie* [...kro..., auch e'lektro...] die; - (zu
gr. chröma „Farbe“ u. t2...ie): Eigenschaft bestimmter
Stoffe, bei Stromdurchgang in Gegenwart von Wasserstoffionen ihre Farbe zu ändern, was für Anzeigeelemente
genutzt wird. Elekltrolco|lor|verlfah|ren* [...k...] das;
-s: elektrolytisches Verfahren zum Färben von Metallen.
Elek|tro|de* die; -, -n (aus gleichbed. engl. electrode (von
Faraday 1834 eingeführt); vgl. ‘...ode>; elektrisch leiten
der, meist metallischer Teil, der den Übergang des elektri
schen Stroms in ein anderes Leitermedium (Flüssigkeit,
Gasu.a. ) vermittelt. Elekltroldenlpoltenlzilal* das; -s:
elektrisches Î Potenzial, das sich an der Grenzfläche zwi
schen einem metallischen Leiter u. einer Elektrolytlösung
oder -schmelze einstellt. Elekltrolderlmaltolgralfie*,
auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t...grafie): Messung u.
Aufzeichnung des elektrischen Widerstandes der Haut
mittels zweier Elektroden (Med.). Elek|tro|der|ma|togramm* das; -s, -e (zu Îelektro...): bei der Elektrodermatografie gewonnenes Messungsergebnis (Med.). Elektro|de|sik|ka|ti|on* [auch e'lektro...] die; -, -en: Aus
trocknung, Zerstörung von biologischem Gewebe durch
Übergang elektrischer Hochfrequenzfunken von einer
Elektrode. Elek|tro|di|a|gnçs|tik* [auch e'lektro...] ¿Z/e;
-: medizinisches Verfahren zur Prüfung der Funktion von
Muskeln u. Nerven mittels elektrischen Stroms (Med.).
elek|tro|di|algnps|tisch* [auch e'lektro...]: die Elektro
diagnostik betreffend, mithilfe der Elektrodiagnostik.
Elekltroldiallylse* [auch e'lektro...] die: -: Verfahren zur
Entsalzung wässriger Lösungen nach dem Prinzip der
tDialyse (z. B. Entsalzen von Wasser). Elek|tro|dislpersilon* [auch e'lektro...] die: -, -en: Î Dispersion dünner
Metalldrähte in einer Flüssigkeit mittels starker elektri
scher Felder. Elek|tro|dy|na|mik* [auch e'lektro...] die;
- : im allgemeinsten Sinne die Theorie der Elektrizität bzw.
sämtlicher elektromagnetischer Erscheinungen; Wissen
schaft von der bewegten (strömenden) Elektrizität u. ihren
Wirkungen. elek|tro|dy|na|misch*: die Elektrodyna
mik betreffend. Elek|tro|dy|na|mo|me|ter* das; -s, -:
383
Messgerät für elektrische Stromstärke u. Spannung. Elektro|eja|kullalti|on* [auch e lektro...] die; -, -en: Aussto
ßung von Î Sperma nach elektrischer Reizung der Samen
ampullen (Med.). Elekltrolenldoslmglse* u. Elektro
osmose* die; -, -n: durch elektrische Spannung bewirkte
Îosmotische Flüssigkeitswanderung, elekltrolenerlgetisch*: die Elektroenergie betreffend. Elekltrolenergie* die; -, ...ien [,,,i:ən]: in Kraftwerken aus primären
Energieträgern u. aus Wasserkraft gewonnene u. zum Ver
braucher transportierte elektrische Energie. Elekltroen ze phallo graf*, auch ...graph der; -en, -en: Gerät
zur Aufzeichnung eines Elektroenzephalogramms (Med.).
Elek|trolenlzelpha|lolgra|fie‘, auch ...gralphiedie; -:
Verfahren, die Aktionsströme des Gehirns zu 1 diagnosti
schen Zwecken grafisch darzustellen (Med.); vgl. Enze
phalogramm. elek|trolen|ze|pha|lolgra|fisch*, auch
...gralphisch: den Verlauf der Aktionsströme des
Gehirns registrierend (Med.). Elek|tro|en|ze|pha|logramm* das; -s, -e: Aufzeichnung des Verlaufs der
Hirnaktionsströme; Abk.: EEG (Med.), elekltrolerodielren*: durch Elektroerosion bearbeiten (Techn.).
Elekltrolerolsilgn* die; -, -en: spanloses Bearbeitungs
verfahren für Hartmetalle u. gehärtete Werkstoffe, bei dem
durch Erzeugung örtlich sehr hoher Temperaturen durch
elektrische Lichtbogen od. periodische Funkenüberschlä
ge kleine Teilchen vom Werkstück abgetragen werden
(Techn.). elek|tro|ero|siv": die Elektroerosion betref
fend, mithilfe der Elektroerosion (Techn.). Elekltrolgastrolgralfie*, auch ...gralphie die; - <zu î...grafie>: Ver
fahren, die Aktionsströme des Magens zu diagnostischen
Zwecken grafisch darzustellen (Med.). Elekltrolgasltrogramm* das; -s, -e (zu Î gastro... u. t...gramm>: Aufzeich
nung des Verlaufs der Aktionsströme des Magens (Med.).
Elek trolgra fie*. auch ...gralphie die; - (zu 1 ...grafie):
bes. beim Schnelldruck in Großcomputern sowie bei der
Datenfernübertragung angewandtes elektrotechnisches
Kopierverfahren, bei dem die Vorlage ohne Belichtung u.
Photoleiterschicht abgebildet wird (EDV). Elekltrolgravilmeltrie* [...v...] die; -: Verfahren der Elektroanalyse,
das auf der quantitativen Abscheidung von Metallen aus
wässrigen Lösungen an einer Elektrode beruht (Chem.).
Elek|tro|gra|vur‘dze;-, -en: 1. (ohne Plur.) Verfahren für
die elektronisch gesteuerte Gravur zur Herstellung von
Druckformen für den Hoch- od. Tiefdruck. 2. die so her
gestellte Druckform. Elek|tro|gym|nas|tik* [auch e'lektro...] die; -: Auslösung automatischer u. rhythmischer
Muskelkontraktionen durch elektrische Reizung mit
Schwellströmen zur Kräftigung funktionsschwacher Mus
kulatur (Med.). Elek|tro|in|gelni|eur* der; -s, -e: auf
dem Gebiet der Elektronik ausgebildeter Ingenieur (Berufsbez.). Elektroinstallateur* der; -s, -e: jmd., der
elektrische Geräte u. Einrichtungen installiert (Berufsbez.). Elekltroljet* [,,,dʒɛt] der; -s, -s (zu engl. jet „Strom,
Strahl“; vgl. 2Jet>: gebündelter elektrischer Ringstrom,
der das normale Stromsystem der ionisierten (vgl. Ion) ho
hen Atmosphäre überlagert. elek|tro|ka|lo|risch* [auch
e’lsktro...]: die Wärmeerzeugung durch elektrischen
Strom
betreffend.
Elekltrolkarldiolgraf*,
auch
...graph der; -en, -en : Gerät zur Aufzeichnung eines Elek
trokardiogramms.
Elek|tro|kar|dio|gra|fie‘,
auch
...gralphie die; -: Verfahren, die Aktionsströme des Her
zens zu diagnostischen Zwecken grafisch darzustellen.
Eiekltrolkarldiolgramm* das; -s, -e: Aufzeichnung des
Verlaufs der Aktionsströme des Herzens; Abk.: EKG u.
Ekg (Med.). Elek|tro|kar|ren* der; -s, -; kleines, durch
Î Akkumulatoren (1) gespeistes Transportfahrzeug. Elektrolkaltallylse* die; -, -n: durch elektrischen Strom be
wirkte Aufnahme von Arzneimitteln durch die Haut.
Elek|tro|ka|talpho|relse* die; -, -n: Form der Elektro
Elektrometall
therapie, bei der t Ionen mithilfe eines T galvanischen
Stroms durch die Haut od. Schleimhaut in den Körper ein
geführt werden (Med.). Elek|tro|kaus|tik* die; -: Ope
rationsmethode mithilfe des Elektrokauters. Elekltrokaulter* der; -s, -: chirurgisches Instrument zur elektri
schen Verschorfung kranken Gewebes. Elekltroikelramik* die; -: Gesamtheit der Bauteile aus keramischen
Werkstoffen für die Elektrotechnik. Elek|tro|ki|ne|tik*
die: -: Lehre von der Erzeugung elektrischen Stroms durch
bewegte 1 Isolatoren. elek|tro|ki|ne|tisch*: die Elektrokinese betreffend, auf ihr beruhend. Elekltrolkolalgulatilon* die; -, -en: chirurgische Behandlung (Zerstö
rung) von Gewebe durch Hochfrequenzströme (Med.),
elekltrolkolalgullielren*: mithilfe elektrischen Stroms
zerstören (Med.). Elek|tro|korlti|ko|gra|fie*, auch
...gralphiedie; -: Verfahren, die Aktionsströme der Hirn
rinde (nach operativer Freilegung der Hirnrinde) zu diag
nostischen Zwecken grafisch darzustellen (Med.). Elektrolkorltilkolgramm* das; -s, -e: Aufzeichnung des
Verlaufs der Aktionsströme der Hirnrinde (Med.). Elektrokymografie*. auch ...gralphie die; -: röntgeno
grafische Aufzeichnung der Herzrandbewegungen
(Med.). Elekltrolkylmolgramm* das; -s, -e: bei der
Elektrokymografie gewonnenes Röntgenbild (Med.).
Elekltro I lu I mi Ineslzenz* die; -, -en : Leuchterscheinung
unter der Einwirkung elektrischer Entladungen. Elektrollylse "die; -, -n (aus gleichbed. engl. electrolysis (von
Faraday 1834 eingeführt); vgl. ...lyse): durch elektrischen
Strom bewirkte chem. Zersetzung von Salzen, Säuren od.
Laugen. Elekltrollylseur* [,,,'za:t] der; -s, -e (aus gleich
bed. fr. électrolyseur): Vorrichtung zur Gasgewinnung
durch Elektrolyse. elek tro|ly|sie|ren* (zu 1 Elektrolyse
u. !..deren): eine chem. Verbindung durch elektrischen
Strom aufspalten. Elekltrollyt* der; Gen. -en, selten -s,
Plur. -e, selten -en (aus gleichbed. engl. electrolyte (von Fa
raday 1834 eingeführt), zu gr. lytikös „lösbar“, dies zu lyein „(auf)lösen“>: den elektrischen Strom leitende u. sich
durch ihn zersetzende Lösung, z.B. Salz, Säure, Base,
elekltrollyltisch*: den elektrischen Strom leitend u. sich
durch ihn zersetzend (von [wässrigen] Lösungen); elektro
lytische Dissoziation: teilweise, eventuell auch vollständi
ge Aufspaltung der Moleküle eines lösbaren Stoffes im Lö
sungsmittel in entgegengesetzt geladene Honen. Elek
trolyt Ikon Iden Isa Itor* der; -s, -en: Kondensator hoher
Kapazität bei kleinen Abmessungen, zwischen dessen bei
den Belägen sich elektrolytisch aufgebrachte dünne Oxyd
schichten als ÎDielektrikum befinden. Elek|tro|lyt|metall*das; -s, -e: durch Elektrolyse gereinigtes Metall.
Elek|tro|ma|gnet* [auch e lektro...] der; Gen. -[e]s, u.
-en, Plur. -e[n] (zu Îelektro...): Spule mit einem Kern aus
Weicheisen, durch die elektr. Strom geschickt u. ein Mag
netfeld erzeugt wird. elek|tro|malgne|tisch* [auch
e'lektro...]: den Elektromagnetismus betreffend, auf ihm
beruhend; elektromagnetische Induktion: Entstehung ei
nes elektrischen Stroms durch das Bewegen eines Magnet
pols. Elek|trolma|gne|tis|mus* [auch e'lɛktro...] der; -:
durch Elektrizität erzeugter 1 Magnetismus ( 1 ). Elekltromelchalnik* [auch e'lektro...] die; -: Teilgebiet der Elek
trotechnik bzw. Feinmechanik, das sich mit der Umset
zung von elektrischen Vorgängen in mechanische u. um
gekehrt befasst. Elekltrolmelchalnilker* [auch elek
tro...] der; -s, -: Handwerker od. Industriearbeiter, der aus
Einzelteilen elektromechanische Anlagen u. Geräte mon
tiert (Berufsbez.). elekltrolmelchalnisch* [auch e'lektro...]: die durch Elektrizität erzeugte mechanische Ener
gie betreffend. Elekltro meldilzin* die; -: Lehre von der
Verwendung des elektrischen Stroms zur Krankheitsfest
stellung u. -behandlung. Elek|tro|me|tall* das; -s, -e:
durch Elektrolyse gewonnenes Metall. Elekltrolmeltai-
Elektrometer
lurlgie* [auch elektro...] die;
Anwendung der Elektro
lyse bei der Metallgewinnung. Elekltrolmelter* das; -s, <zu T1...meter): Gerät zum Messen elektrischer Ladungen
u. Spannungen. Elekltrolmeltrie* die; - <zu T...metrie):
Teilbereich der Elektroanalyse, der alle Methoden um
fasst, mit denen der Ablauf u. das Ende einer chemischen
Reaktion auf physikalischem Weg bestimmt werden kön
nen. Elekltrolmolbil* das; -s, -e: svw. Elektroauto. Elektrolmonlteur* der; -s, -e: svw. Elektroinstallateur. Elektrolmoltor* der; -s, -en: Motor, der elektrische Energie in
mechanische Energie umwandelt, elekltrolmoltorisch*: auf den Elektromotor bezüglich; elektromotorische
Kraft: die durch magnetische, elektrostatische, thermo
elektrische od. elektrochemische Vorgänge hervorgerufene
Spannung. Elekltrolmyolgralfie*, auch ...gralphie die;
-: Verfahren, die Aktionsströme der Muskeln zu diagnosti
schen Zwecken grafisch darzustellen (Med.). Elekltromyolgramm* das; -s, -e: Registrierung der Aktionsströ
me der Muskeln (Med.). ’Elekltron* [auch e'lɛktrɔn, elek'tro:n] das; -s, ...onen (aus gleichbed. engZ. electron, geprägt
von dem britischen Physiker G.J.S. Stoney (1826-1911)):
negativ geladenes Elementarteilchen; Abk. : e od. e. Elek
tron* das; -s (über gleichbed. engl. electron aus gr. ëlektron „mit Silber gemischtes Gold; Bernstein“): 1. natür
lich vorkommende Gold-Silber-Legierung. 2. ® Mag
nesiumlegierung [mit wechselnden Zusätzen], Elekltronarkolse* zZZe; -, -n (zu lelektro...): Narkose mittels
elektrischen Stroms (Med.). elek|tro|ne|ga|tiv*: die
Elektronegativität betreffend. Elek|tro|ne|ga|ti|vi|tät*
[...V...] die; -: Maß für die Fähigkeit eines Atoms, Elektro
nen anzuziehen. Elek|tro|nen|af|fi|ni|tät* <ZZe; -, -en (zu
Î1 Elektron) : 1. (ohne Plur. ) Neigung von Atomen mit nicht
abgeschlossenen Elektronenschalen, Elektronen zusätz
lich aufzunehmen u. sich dadurch zu t ionisieren. 2. die bei
der Elektronenanlagerung frei werdende Energie. Elektrolneniakzeptor* der; -s, -en: Atom, das aufgrund sei
ner Ladungsverhältnisse ein Elektron aufnehmen kann.
Elekltrolnen|bom|bar|delment* das; -s, -s: Beschuss
von Atomen mit schnellen Elektronen (Kernphys.). Elektrglnenlbrülcke* die; -, -n: die auf der Verbindungslinie
zweier Atome paarweise auftretenden Valenzelektronen
(Chem.). Elek|tro|nenldo|na|tor* der; -s, -en: Atom,
das aufgrund seiner Ladungsverhältnisse ein Elektron ab
geben kann. Elek|tro|nen|emislsi|on* die; -, -en:
ÎEmission, Ausstrahlung von Elektronen (Kernphys.).
elek|trolnen|isolmer*: svw. mesomer. Elekltrglnenkon|fi|gu|ra|ti|on* die; -, -en: Gesamtheit der Elektro
nenanordnung innerhalb eines Atoms od. Moleküls. Elektro nen miikro skop* das; -s, -e: Mikroskop, das nicht
mit Lichtstrahlen, sondern mit Elektronen arbeitet. Elektronenmiikroskolpie* die; -: Mikroskopie mithilfe
von Elektronenstrahlen. elekltro|nenlmi|kro|skopisch*: a) mittels eines Elektronenmikroskops durchge
führt (von Vergrößerungen); b) die Elektronenmikrosko
pie betreffend. Elek|tro|nen|op|tik* zZz'e; -: Abbildung
mithilfe von Elektronenlinsen (z. B. beim Elektronenmi
kroskop). elekltrolnenlopltisch*: a) mittels Elektro
nenlinsen abgebildet; b) die Elektronenoptik betreffend.
Elekltrolnenlorlgel* die; -, -n: elektronisch betriebenes
orgelartiges Instrument. Elek|tro|nen|ra|di|us* der; -,
...ien [...ion] : bei der Annahme einer kugelförmigen, räum
lichen Ausdehnung des Elektrons sich ergebende Größe
für den Radius des Elektrons; halber Durchmesser des
Elektrons. E!ek|tro|nen|re|so|nanz* die; -, -en: îReso
nanzabsorption von Hochfrequenzenergie eines Î para
magnetischen Materials, das sich in einem homogenen
statischen Magnetfeld befindet (Kernphys.). Elekltronenlröhlre* die; -, -n: luftleeres Gefäß mit Elektrodenan
ordnung zum Gleichrichten, zur Verstärkung u. Erzeu
384
gung von elektromagnetischen Schwingungen. Elekltronenlschleulder* zZz'e; -, -n: svw. Betatron. Elekltronenlsonlde* die; -, -n: Gerät zur Röntgenspektralanaly
se mikroskopisch kleinster Oberflächenbereiche. Elektrolnenlspekltrolskolpie* die: -: Anregung von Elek
tronenübergängen in den Atomen u. Messung der Î absor
bierten elektromagnetischen Strahlung bzw. Auslösung
von [Foto]elektronen mit Röntgenstrahlung, UV-Licht od.
mit Synchrotronstrahlung (vgl. Synchrotron; Kernphys.).
Elek|tro|nen|spin* der; -s: [Messgröße für den] Eigen
drehimpuls eines Elektrons. Elekltrolnenlspinlrelsonanz* vgl. Elektronenresonanz. Elekltrolnenlstoß*
zZer; -es, ...stoße: Stoß eines Elektrons auf Atome. Elektrolnenlstrahller* zZer; -s, -: unter Ausstrahlung von
Elektronen zerfallendes radioaktives Î Isotop (Kernphys.).
Elekltro|nenlthe|o|rie* zZZe; -, ...ien [,,,i:ən]: Theorie
vom Wesen u. der Wirkung des Elektrons. Elekltrglnenvolt* vgl. Elektronvolt. Elek|tro|nen|wel|le* die; -, -n:
elektromagnetische Welle beim bewegten Elektron; den
Elektronen zugeordnete Materiewelle. Elek|tro|nenzerfall* zZer; -s, ...fälle: der mit Elektronenemission ver
bundene ÎBetazerfall (Kernphys.). Elekltrolnenlzertrümlmelrung* die: -, -en: Sammelbez. für die bei Be
schuss von Atomkernen mit hochenergetischen Elektro
nen auftretenden Kernreaktionen, die zur ÎEmission eines
Î Protons, eines TNeutrons od. eines Î Alphateilchens füh
ren (Kernphys.). Elek|tro|neu|rolgra|fie*, auch ...gra
phie zZZe; -: Verfahren zur Aufzeichnung der Aktionsströ
me von Nerven (Med.). Elek|tro|neu|rolgramm* das;
-s, -e (zu Îelektro...): Aufzeichnung der Aktionsströme der
Nerven (Med.), elekltrolneultral*: nach außen ungela
den, da die Anzahl der positiven u. negativen Ladungen
gleich groß ist (Phys.). Elektroneutralität* zZze; -:
elektroneutrales Verhalten eines Stoffes (Phys.). Elek
tronik* die; - (zu Î 'Elektron u. t2...ik ( 1)): a) Zweig der
Elektrotechnik, der sich mit der Entwicklung u. Verwen
dung von Geräten mit Elektronenröhren, Photozellen,
Halbleitern u.Ä. befasst; b) Gesamtheit einer elektroni
schen Anlage od. Ausstattung. Elekltrolnilker* der; -s, -:
Techniker der Elektronik, elekltrolnisch*: die Elektro
nik betreffend; elektronische Datenverarbeitung: das Er
fassen, Aufbereiten, Berechnen, Auswerten u. Aufbewah
ren von Daten (2b) mittels Computer; Abk.: EDV; elek
tronische Fernsehkamera: Fernsehkamera, die Lichtwerte
in elektrische Signale umwandelt und an einen Sender od.
eine Aufzeichnungsanlage weitergibt; elektronische Mu
sik: Sammelbegriff für jede Art von Musik, bei deren Ent
stehung, Wiedergabe od. Interpretation elektronische
Hilfsmittel eingesetzt werden. Elekltrolnilum*® das;
-s, ...ien [...ion] (Analogiebildung zu THarmonium): In
strument mit elektronischer Klangerzeugung, elekltronografisch*. auch ...gralphisch (zu Î'Elektron u.
Î...grafisch): mithilfe von Elektronen aufgezeichnet. Elektronlvolt* [auch elɛktrɔn.... elek`tro:n...] das; -s, -: Ener
gieeinheit der Kernphysik; Abk.: eV. Elektronystagmolgralfie*, auch ...gralphie die; - (zu telektro...): elek
trische Aufzeichnung des Augenzitterns (Med.). Elekltrookulo'gralfie*, auch ...gralphie die; - (zu Î...grafie):
apparative Aufzeichnung des Verlaufs der Aktionsströme
der Augen (Med.). elek|tro|oku|lo|gra|fisch*, auch
...gralphisch: mithilfe der Elektrookulografie erfolgend
(Med.). Elek|tro|oku|lo|gramm* das; -s, -e (zu lat. ocu
lus „Auge“ u. T...gramm>: das bei der Elektrookulografie
gewonnene Bild; Abk.: EOGu. Eog (Med.). Elek|tro|optik* [auch e lektro...] die; -: Teilgebiet der Physik, das sich
mit dem Zusammenhang zwischen elektrischen u. opti
schen Erscheinungen befasst. elek|tro|op|tisch* [auch
elektro...]: die Elektrooptik betreffend; elektrooptischer
Effekt: Änderung der Brechungsindizes in einem Kristall
385
Elementarquantum
od. in einer Flüssigkeit unter Einwirkung einer elektri
webswucherungen mit der elektrischen Schneidschlinge
schen Feldstärke. Elekltroloslmolse* vgl. Elektroendos
(Med.). Elekltroltolnus* der; -: veränderter Zustand ei
mose. Elek|trolpa|tho|lo|gie* [auch e'lɛktro...] die: -:
nes vom elektrischen Strom durchflossenen Nervs. ElekLehre von den Schäden in lebenden Organismen, die
troltraulma* das; -s, Plur. ...men u. -ta: Schädigung od.
durch den Einfluss elektrischen Stroms verursacht wer
Verletzung des Organismus durch Elektrizität (z. B. Strom
den. elekltrolphil* (zu Î ...phil): zur Anlagerung elektri
od. Blitzschlag; Med.). Elekltroltrolpislmus* [auch
scher Ladungen neigend (Eigenschaft kleinster Teilchen,
elektro...] der; -: durch ein elektrisches Feld bedingter
z. B. in ÎKolloiden); Ggs. Telektrophob. elekltrolphob*
ITropismus bei Pflanzen (Bot.). Elek|tro|tylpie* die; (zu t...phob>: nicht zur Anlagerung elektrischer Ladung
(zu T...typie>: svw. Galvanoplastik. Elek|tro|va|lenz*
neigend (Eigenschaft kleinster Teilchen, z.B. in TKolIoi[...v..., auch e’lektro...] i/je; -, -en: Ionenwertigkeit, durch
den); Ggs. Îelektrophil. Elek|tro|phon‘, auch ...fon das;
überschüssige od. fehlende Elektronen bedingte Wertig
-s, -e (zu T...phon): elektrisches bzw. elektronisches Mu
keit eines Atoms od. einer Atomgruppe (Kernphys.).
sikinstrument. Elekltrolphor* der: -s, -e (zu T...phor>:
Elek|tro|ven|trilku|lolgramm* [...v...] das; -s, -e: Auf
Elektrizitätserzeuger; vgl. Influenzmaschine. Elekltrozeichnung des Verlaufs der Aktionsströme in den Herz
pholrelse* die: - (zu t...ese): Bewegung elektrisch gela
kammern (Teildes 1 Elektrokardiogramms); Abk.: EVGu.
dener Teilchen in nicht leitender Flüssigkeit unter dem
Evg (Med.). Elekltrum* das; -s (aus (m)lat. electrum „mit
Einfluss elektrischer Spannung, elekltrolpholreSilber gemischtes Gold“, dies ausgr. êlektron): svw. Elek
tisch*: die Elektrophorese betreffend. Elekltrolphytron ( 1 )
siollolgie* [auch e lektro...] die;
Teilgebiet der Physik, Ele ment das; -[e]s, -e (aus lat. elementum „Grundstoff,
das sich mit den von Lebewesen selbst erzeugten elektri
-Bestandteil“): 1. [Grundbestandteil, Komponente; typi
schen Strömen befasst. elek|tro|plat|tie|ren*: svw. gal
sches Merkmal, Wesenszug. 2. (ohne Plur.) Kraft, Faktor.
vanisieren. elekltrolpoliielren*: Metallteile bei gleich
3. (Plur.) Grundbegriffe, Grundgesetze, Anfangsgründe.
zeitiger Oberflächenaktivierung im Î galvanischen Bad
4. (ohne Plur.) [idealer] Lebensraum; Umstände, in denen
reinigen (Techn.). elek|tro|po|si|tiv*: die Elektropositi
sich ein Individuum [am besten] entfalten kann. 5. a) (in
vitätbetreffend. Elek|tro|polsi|ti|vi|tät* [...v...] die;-(zu
der antiken u. mittelalterlichen Naturphilosophie) einer
Îpositiv u. T ...ität): Maß für die Fähigkeit eines Atoms,
der vier Urstoffe Feuer, Wasser, Luft u. Erde; b) (meist
Elektronen abzugeben. Elekltrolpunkltur* [auch e'lekPlur.) Naturgewalt, Naturkraft. 6. mit chemischen Mitteln
tro...] die; -, -en: Ausführung der t Akupunktur mithilfe ei
nicht weiter zerlegbarer Stoff (Chemie). 7. Stromquelle, in
ner nadelförmigen Elektrode. Elek|tro|re|sek|ti|on*
der chemische Energie in elektrische umgewandelt wird
[auch e’lektro...] iZze; -, -en; operative Entfernung krank
(Elektrot.). 8. (meist Plur.; abwertend) Person als Be
haften Gewebes mittels elektrischen Stroms (mit dem so
standteil einer nicht geachteten od. für schädlich angese
genannten elektrischen Messer; Med.). Elekltrolreltihenen sozialen od. politischen Gruppe. 9. eines von meh
nolgralfie*, auch ...gralphie die; - (zu ...grafie): Verfah
reren Einzelteilen, aus denen sich etw. zusammensetzt, aus
ren zur Herstellung eines Elektroretinogramms (Med.).
denen etw. konstruiert, aufgebaut wird; Bauteil, eleElekltrolreltilnolgramm* das; -s, -e (zu ÎRetina u.
menltar (aus lat. elementarius „zu den Anfangsgründen
t...gramm>: elektrische Aufzeichnung der bei Belichtung
gehörend“): 1. a) grundlegend, wesentlich; b) selbst einem
des Auges vom Auge ableitbaren Aktionsströme; Abk.:
Anfänger, einem Unerfahrenen bekannt, geläufig [u. da
ERG u. Erg (Med.). Elek|tro|re|zep|tor* der; -s, -en
her einfach, primitiv], 2. naturhaft[-ungebändigt], unge
(meist Plur.): Sinnesorgan, das Veränderungen in einem
stüm. 3. als reines Element vorhanden (z.B. elementarer
Schwefel; Chem.); vgl. ...isch/-. Elelmenltar...: Wort
bestimmte Tiere (z.B. elektrische Fische) umgebenden
elektrischen Feld anzeigt (Biol.). Elek|tro|rheolgra|fie*
bildungselement mit der Bedeutung „den Grund, den
[auch e lektro...], auch ...gralphie die;
Messung der
Anfang, die Natur betreffend", z.B. Elementarteilchen.
Ele|men|tar|ana|ly|se die; -, -n: mengenmäßige Bestim
elektrischen Leitfähigkeit einzelner Körperteile zur Beur
mung der Elemente von organischen Substanzen. Eleteilung ihrer Durchblutung (Med.). Elekltrolschock*
men|tar|di|ät die; -: Kostform, die aus natürlichen
der; -s, -s: durch elektrische Stromstöße erzeugter Schock
Aminosäuren, einfachen Kohlenhydraten u. Fetten mit
zur Behandlung von Gemüts- u. Geisteskrankheiten (z. B.
Îessenziellen Fettsäuren, Vitaminen u. Mineralstoffen zu
Schizophrenie). Elekltrolskop* das; -s, -e (zu t,,,skop):
sammengesetzt ist. Elelmenltarifalser die; -, -n: bei
Gerät zum Nachweis elektrischer Ladungen. ElekltroBastfasern die isolierte einzelne Zelle der Bastfaserbün
smog* der; -[s]: (Jargon) elektromagnetische Strahlung,
del. Elelmenltarlfilbrillle* die; -, -n (meist Plur.): 1. aus
die von Hochspannungsleitungen. Fernseh-, Radar- u. Mi
t Proteinen bestehendes Bauelement der Muskelfasern.
krowellen sowie auch von elektr. Haushaltgeräten ausgeht
2. strukturelle Grundeinheit der pflanzlichen Zellwand.
[u. sich möglicherweise schädlich auf die Gesundheit aus
Ele|men|tar|geldan|ke der; -ns, -n: Begriff der Völker
wirkt], Elekltrolstaltik* die; -: Wissenschaft von den un
kunde für gleichartige Grundvorstellungen im Glauben u.
bewegten elektrischen Ladungen, elekltrolstaltisch*:
Brauch verschiedener Völker ohne gegenseitige Beeinflus
die Elektrostatik betreffend. Elek|tro|strik|ti|on* die; -,
sung (nach A. Bastian, 11905). Elelmenltarlgeislter die
-en : Dehnung od. Zusammenziehung eines Körpers durch
(Plur.): die in den vier Elementen (Erde, Wasser, Luft,
Anlegen einer elektrischen Spannung. ElekltroltechFeuer) nach Meinung des Volksglaubens vorkommenden
nik* [auch elektro...] die; -: Technik, die sich mit Erzeu
Geister. ele|men|ta|risch (zu Îelementar): naturhaft;
gung u. Anwendung der Elektrizität befasst. Elekltrovgl. ...isch/-. Ele|men|ta|ri|tät die; - (zu T...ität>: Ur
tech|ni|ker* [auch e'lektro...] der; -s, -: a) Elektroinge
sprünglichkeit, Urgewalt. Elelmenltarllaldung die; -,
nieur; b) Facharbeiter auf dem Gebiet der Elektrotechnik,
-en (zu ÎElementar...): kleinste nachweisbare elektrische
elekltroltechlnisch* [auch e'lektro...]: die Elektrotech
Ladung; Zeichen e. Ele|men|tar|ma|gnet* der; Gen.
nikbetreffend. Elekltrolthelralpie* [auche’lektro...] die;
-[e]s u. -en, Plur. -e[n] : Î hypothetisch angenommener klei
-: Heilbehandlung mithilfe elektrischer Ströme. Elekltroner Magnet mit konstantem magnetischem 2Moment als
therlmie* die; - (zu gr. therme „Wärme, Hitze“ u. t2...ie):
1. Wissenschaft von der Erwärmung mithilfe der Elektri Baustein magnetischer Stoffe. Elelmenltarlmalthelmatik die; -: unterste Stufe der Mathematik. Elelmenltarzität. 2. Erwärmung mithilfe der Elektrizität, elekltromem bran’ die; -, -en: Grundtyp zellulärer Membranen
therlmisch*: die Elektrothermie betreffend. Elekltro(Biol.). Ele|men|tarlquan|tum das; -s: kleinste quantolmie* die; -, ...ien (zu î...tomie): Entfernung von Ge
Elementarteilchen
tenhaft auftretende Wirkung; Zeichen h. Elejmenltarteillchen das; -s,
Sammelbez. für alle Sorten von
kleinsten nachweisbaren geladenen u. ungeladenen Teil
chen, aus denen Atome aufgebaut sind. Ele|men|tar|unterlricht der; -[e]s: a) Anfangs-, Einführungsunterricht;
b) Grundschulunterricht (Päd.). Elelmen|tar|zel|le die;
-, -n: kleinste Einheit, aus der ein Kristallgitter aufgebaut
ist (Kristallografie). Ele|men[ten|paar das; -[e]s, -e (zu
Î Element) : zwei sich gegeneinander bewegende Teile eines
mechanischen Getriebes, die miteinander verbunden sind,
elelmentlorlgalnisch: ein an ein Kohlenstoffatom ge
bundenes Metall-, Silicium- od. Boratom enthaltend
(Chem.). Eleimentlsymlbol das; -s, -e: Buchstabe als
Symbol für ein chem. Element
Elelmi das; -s (aus gleichbed. span, elimi, dies aus arab. allämi): Harz einer bestimmten Gruppe tropischer Bäume
Elenlchus der; -, Plur. ...chi od. ...chen (über spätlat. elen
chus aus gleichbed. gr. élegchos): 1. Gegenbeweis, Wider
legung (Philos.). 2. Register, Verzeichnis (Buchw.).
Elenkltik die; - (aus gleichbed. gr. elegktikê (téchnê)):
Kunst des Beweisens, Widerlegens, Überführens (Philos.)
Ele|phan|ti|ajsis vgl. Elefantiasis
Eleuldron* das; -s (Kunstw.): ein ISulfonamid
Eleu|si|ni|en [,,,iən] die (Plur.) (über lat. Eleusinia aus
gleichbed. gr. Eleusinia; nach dem altgriech. Ort Eleusis
bei Athen): altgriech. Fest mit 1 Prozession zu Ehren der
griech. Fruchtbarkeitsgöttin Demeter. eleu|si|nisch:
aus Eleusis stammend; Eleusinische Mysterien: nur Ein
geweihten zugängliche kultische Feiern zu Ehren der
griech. Fruchtbarkeitsgöttin Demeter
Eleu|thelri|o!lolgie die; - (zu gr. eleutheria „Freiheit“ u.
Î...logie): Freiheitslehre (Philos.). Eleu|the|ri|o|ma|ni_e
die; - (zu t...manie): (veraltet) Freiheitsrausch, Freiheits
taumel. Eleulthejrolnolmie die: - (zu gr. eleütheros
„frei, freiheitlich“ u. -nomia, dies zu nomos „Gesetz“):
das Freiheitsprinzip der inneren Gesetzgebung (Kant),
eleulthelrolpeltal (zu gr. pétalon „Blatt“ u. T‘...al (1)>:
freiblättrig (Bot.). Eleulthelrolzoa die (Plur.) (zu gr.
zöon „Lebewesen, Tier“): Unterstamm der Stachelhäuter
(z.B. Seeigel, Seestern; Zool.)
Elé va teur [eleva'to:g] der; -s, -e (aus fr. élévateur „Auf
heber“ zu fr. élever „emporheben“, dies über älter fr. eslever u. vulgärlat. *exlevare aus lat. elevare, vgl. elevieren):
ärztliches Instrument zum Offenhalten der Augenlider.
Elelvaltilon [...v...] die; -, -en (aus lat. elevatio „das Auf
heben, Hebung“ zu elevare, vgl. elevieren): 1. Erhöhung,
Erhebung. 2. Höhe eines Gestirns über dem Horizont. 3.
das Emporheben der Hostie u. des Kelches [vor der
Wandlung] in der Messe. 4. [physikalisch unerklärbare]
Anhebung eines Gegenstandes in Abhängigkeit von ei
nem Medium (Parapsychol.). 5. Sprungkraft, die den
Tänzer befähigt, Bewegungen in der Luft auszuführen
(Ballett). Elelvaltilonslthelolrie die; -: Theorie, nach
der Vulkankegel durch Emportreiben von Gesteins
schichten entstanden sind (Geol.). Ele|va|ti|ons|winkel der; -s, -: Erhöhungswinkel (Math., Ballistik). Ele
vator der; -s, ...oren (aus lat. elevator „der Emporhe
ber“): Fördereinrichtung, die Güter weiterbefördert
(z.B. Getreide, Sand, Schotter). Elelvaltolrilum das; -s,
...rien [...jan] (zu t...ium): chirurgisches Instrument zum
Abheben der Knochenhaut od. zum Anheben einge
drückter Knochenteile (Med.). Elelve der; -n, -n (aus fr.
élève „Schüler“ zu élever, vgl. Elévateur): jmd., der sich
als Anfänger in der praktischen Ausbildungszeit, z.B. am
Theater od. als Forst-, Landwirt, befindet, elelvielren
(aus /ɑt. elevare „emporheben“): 1. einen eingedrückten
Knochen anheben (Med.). 2. (veraltet) einen zurückge
wiesenen Wechsel erneut umlaufen lassen
Elelvon ['ɛhvɔn] das; -s, -s (Kunstw.): Klappenruder an
386
Flugzeugen, das die Funktionen von Quer- u. Höhenruder
vereint
El Faltah [-fa'tax] die;--(zu arab. fath „Sieg, Eroberung“):
palästinensische Kampforganisation
elildielren (aus lat. elidere „herausstoßen“): a) eine ÎEli
sion vornehmen; b) streichen, tilgen
elilgilbei (aus gleichbed. lat. eligibilis): (veraltet) wählbar,
wahlfähig. Eli|gi|bi|li|tätdie; - (aus gleichbed. lat. eligibilitas, Gen. eligibilitatis): (veraltet) Wählbarkeit, Wahlfä
higkeit. elilgielren (aus gleichbed. lat. eligere zu t 'ex... u.
lat. legere „lesen“): (veraltet) auswählen, erwählen
Elim: Plur. von 1 El
Eli|mi|na|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. fr. élimination zu
éliminer, vgl. eliminieren): 1. Ausschaltung, Beseitigung,
Entfernung. 2. rechnerische Beseitigung einer unbekann
ten Größe, die in mehreren Gleichungen vorkommt
(Math.). 3. das Verlorengehen bestimmter Erbmerkmale
im Laufe der stammesgeschichtlichen Entwicklung
(Biol.); vgl. ...ation/...ierung. Elilmilnaltilonsldilät die;
-: Kost, bei der Nahrungsmittel vom Speiseplan abgesetzt
sind, die am häufigsten Allergien auslösen, eliimilnieren (über gleichbed. fr. éliminer aus lat. eliminare „über
die Schwelle (lat. limen) aus dem Hause treiben“): a) aus
einem größeren Komplex herauslösen u. auf diese Weise
beseitigen, unwirksam werden lassen; b) etwas aus einem
größeren Komplex herauslösen, um es isoliert zu behan
deln. Eli|mi!nie|rung die; -, -en (zu T...ierung): das Eli
minieren; vgl. ...ation/...ierung. Eli|mi|nielrungs|re|aktilon die; -, -en: chem. Reaktion, bei der jeweils zwei Ato
me od. Atomgruppen aus einem Molekül entfernt u. nicht
durch andere ersetzt werden
Elilqualtilon die; - (aus gleichbed. lat. eliquatio zu eliquare,
vgl. eliquieren): (veraltet) Schmelzung, Läuterung, eliquielren (aus gleichbed. lat. eliquare): (veraltet) flüssig
machen, schmelzen, läutern
eli|sa|be|tha|nisch (nach Elisabeth I., Königin von Eng
land (1558-1603)): aus dem Zeitalter Elisabethsl. stam
mend, sich darauf beziehend
El ilsilon die; -, -en (aus lat. elisio „das Herausstoßen“ zu eli
dere, vgl. elidieren): 1. Ausstoßung eines unbetonten Vo
kals im Inneren eines Wortes (z.B. Wand[e]rung;
Sprachw.). 2. Ausstoßung eines Vokals am Ende eines
Wortes vor einem folgenden mit Vokal beginnenden Wort
(z. B. Freud[e] und Leid, sagt[e] er; Sprachw.)
eliltär (französierende Ableitung von ÎElite; vgl. ...är): a)
einer Elite angehörend, auserlesen; b) auf die [vermeintli
che] Zugehörigkeit zu einer Elite begründet [u. daher dün
kelhaft-eingebildet], Elilte die; -, -n (aus/r. élite „Auslese“
zu élire „auswählen“, dies über altfr. eslire ,.aus(er)wählen“ u. vulgärlat. exlegere aus lat. eligere „auslesen, aus
wählen“; vgl. elegant): 1. a) Auslese der Besten; b) Füh
rungsschicht. 2. (ohne Plur.) genormte Schriftgröße bei
Schreibmaschinen (früher Perlschrift). Elilteltruplpen
die (Plur.): besonders leistungsfähige u. speziell geschulte
militärische Truppenteile. Eliltilsielrung die; -, -en (zu
Î ...isierung): a) Aufwertung als zur Elite gehörend; b) Ent
wicklung, die dahin geht, dass etwas nur von einer Elite ge
tragen wird. Eliltislmus der; - (zu t,,,ismus (5)): das Eli
tärsein; elitäre Art
Eli|xa|ti|on die; - (zu lat. elixare „auswaschen“ (dies zu
t'ex... u. lix „Lauge“) u. t,,,ation): (veraltet) langsames
Auskochen, Erweichen durch Kochen
Elilxier das; -s, -e (aus gleichbed. mlat. elixirium, dies über
arab. al-ikslr „der Stein der Weisen“ aus gr. xérion „tro
ckenes Heilmittel“ zu xerös „trocken“): Heiltrank; Zau
bertrank; Verjüngungsmittel (Lebenselixier)
eli|zi|tie|ren (unter Einfluss von engl. to elicit „entlocken,
hervorrufen“ aus lat. elicere „herauslocken“): jmdm. et
was entlocken, jmdn. zu einer Äußerung bewegen
387
elljen {ung. eɪjen): er lebe hoch!
Ellkelsalitent/íe (Plur.) (nach dem Stifter
Elkesai u. t3...it>:
Anhänger einerjudenchristlichen Taufreligion im Ostjor
danland u. in Syrien vom 2. bis 7. Jh.
Ellko der: -s, -s: Kurzform von Î Elektrolytkondensator
...eil (aus fr. -el, Fern, -eile, dies aus lat. -alis) : Suffix von Ad
jektiven, das häufig eine Eigenschaft zum Ausdruck
bringt, z. B. partiell, reell, visuell
...eil/...al vgl. ...al/...eil
...eile (aus fr. -eile bzw. it. -ella): oft verkleinernde Endung
von weiblichen Substantiven, z.B. Bagatelle, Morelle
Elllipl se die; -, -n (über lat. ellipsis „Auslassung eines Wor
tes“ aus gr. élleipsis „Auslassung, Mangel“ zu elleipein
„darin zurücklassen; mangeln, fehlen“ (der Ellipse fehlt
die volle Rundung des Kreises)): 1. Kegelschnitt; geome
trischer Ort aller Punkte, die von zwei festen Punkten, den
Brennpunkten, die gleiche Summe der Abstände haben
(Math.). 2. a) Ersparung, Auslassung von Redeteilen, die
für das Verständnis entbehrlich sind, z. B. der [Täter] oder
die Täter sollen sich melden; Karl fährt nach Italien, Wil
helm [fährt] an die Nordsee; b) Auslassungssatz; Satz, in
dem Redeteile erspart sind, z.B. keine Zeit (= ich habe
keine Zeit) ! Ellliplsenlzirlkel der; -s, -: Gerät zum Zeich
nen einer Ellipse, e 111 ip I so lid (zu Î ...oid): ellipsenähnlich.
El llipl solid das; -s, -e: Körper, der von einer Ebene in
Form einer Ellipse geschnitten wird; geschlossene Fläche
zweiter Ordnung (bzw. der von ihr umschlossene Körper),
deren ebene Schnittflächen Ellipsen sind, im Grenzfall
Kreise. El|lip|so|meltrie* die; - (zu T...metrie>: Untersu
chungsmethode der Oberflächen- u. Festkörperphysik,
elllipltisch (nachgr. elleiptikös „mangelhaft“; vgl. Ellip
se): 1. in der Form einer Ellipse (1; Math.); elliptische
Geometrie: svw. nichteuklidische Geometrie. 2. die Ellip
se (2) betreffend, unvollständig (Sprachw.). El I lip |ti Izi Ität
die; - (zu t...izität>: Abplattung, Unterschied zwischen
dem Äquatordurchmesser u. dem Poldurchmesser eines
Planeten. El|lip|to|zyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu
Î...zyt): ovales rotes Blutkörperchen (Med.). Elllipltolzytolse die; -, -n (zu î'...ose): abnorme Vermehrung der Elliptozyten (Med.)
Eli malrid das; -[e]s (Kunstw.; vgl. ...id): ein Hartmetall,
Wolframlegierung
El Nilño [- 'ninjɔ] vgl. Niño
Elglahrfer; -[s], Elohim (aus hebr. ’ëlôah „Gott“): 1. alttest.
Bez. für Gottheit, Gott. 2. vgl. 'Elohim
Elold eau. Helodea die; - (aus gleichbed. nlat. elodea, helodea, dies zu gr. helödes „sumpfig“): bes. in stehenden Ge
wässern vorkommendes Froschbissgewächs; Wasserpest
Elolge [e'lo:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. éloge, dies aus
lat. elogium, vgl. Elogium): an einen anderen gerichtete
Äußerung, mit der jmd. in betonter [überschwänglicher]
Weise Lob u. Anerkennung zum Ausdruck bringt; Lobes
erhebung. Elolgilast [...g...] der; -en, -en (zu Î...ast): (ver
altet) Lobredner, Lobhudler. Elglgilum das; -s, ...ia (aus
lat. elogium „Grabschrift“, dies unter Einfluss von gr. lo
gos „Wort, Rede“ aus gr. elegeion „Inschrift“, vgl. Elegie):
1. in der röm. Antike Inschrift auf Grabsteinen, Statuen
u.a. 2. Lobrede
1Elo|him der; - (aus gleichbed. hebr. ’ëlôhîm, Pluralis Ma
jestatis von îEloah): alttest. Bez. für ÎJahwe. 2Elolhim:
Plur. von Eloah. Elo hist der; -en (zu T...ist): eine der
Quellenschriften des Î Pentateuchs (nach ihrem Gebrauch
von 'Elohim für Gott); vgl. Jahwist
Elo ka ti on die; -, -en (zu lat. elocare „ausleihen, verpach
ten, ausstatten“ u. t...ation): (veraltet) 1. Verpachtung. 2.
Ausstattung einer Braut
Elonlgaltilon die; -, -en (aus mlat. elongatio „Verlänge
rung, Ausdehnung“ zu elongare „entfernen, fern halten“):
1. Winkel zwischen Sonne u. Planet. 2. der Betrag, um den
Elzevir
ein Körper aus einer stabilen Gleichgewichtslage entfernt
wird (z.B. bei Schwingung um diese Lage). Elonlgaltignslsynldrom* das; -s, -e: durch Elastizitätsverlust des
Arterienrohrs entstehende Schlängelung od. Knotung von
Gefäßen (Med.), elonlgielren (zu lat. longus „lang“ u.
t..deren): verlängern, ausdehnen
elolquent (aus gleichbed. lat. eloquens, Gen. eloquentis zu
eloqui „heraussagen, vortragen“): beredsam, beredt. Elo
quenz die; - (aus gleichbed. lat. eloquentia); Beredsam
keit
Elol xal® das; -s (Kurzw. aus e/ektrolytisch oxidiertes Alu
minium); Schutzschicht aus Aluminiumoxid, elolxielren
(zu Î..deren): die Oberfläche von Aluminium elektroly
tisch oxidieren (als Schutzschicht)
El I pa Iso I lith [auch ...'ht] der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n]
(nach dem Fundort El Paso in Texas u. zu T...lith): Abart
des T Kryoliths
Elulantrfer; -[e]s, -e (zu lat. eluere „auswaschen“ u. t ...ant):
Mittel, durch das adsorbierte Stoffe aus einem Adsorpti
onsmittel herausgelöst werden. Elulat rfas; -[e]s, -e (zu
t...at (1)>: durch Elution herausgelöster Stoff, elulielren
(aus lat. eluere „auswaschen, ausspülen“): einen Stoff von
einem t Adsorbens ablösen (Chem.)
Elu|ku|bra|ti|on*dze; -, -en (zu lat. elucubratus, Part. Perf.
von elucubrare (vgl. elukubrieren), u. T '...ion): (veraltet) a)
wissenschaftliche Nachtarbeit; b) gelehrte, in der Nacht
bei Lampenlicht geschaffene Arbeit, elulkulbrielren
(aus lat. elucubrare „bei Licht (der Studierlampe) aus
arbeiten“): (veraltet) 1. nachts wissenschaftlich arbeiten.
2. eingehend darlegen
Elul der; - (aus gleichbed. hebr. ’ëlûl, eigtl. „Ernte“): zwölf
ter Monat im jüd. Kalender (August/September)
Elultilon die; -, -en (aus lat. elutio „das Abspülen“ zu elu
ere, vgl. eluieren) : das Herauslösen von adsorbierten Stof
fen (vgl. adsorbieren) aus festen Adsorptionsmitteln
(Chem.). elulvilal [,..v...] (aus nlat. eluvialis „ausgewa
schen“ zu lat. eluere, vgl. eluieren): durch Auslaugung u.
Ausschwemmung verarmte Böden betreffend, von ihnen
stammend (Geol.). Elu|vi|al|ho|ri|zont der; -[e]s: Ver
witterungsboden, der sich unmittelbar aus dem darunter
noch zutage liegenden Gestein entwickelt hat; Oberbo
den, oberste Schicht; Auslaugungshorizont (vgl. Horizont
3) eines Bodenprofils (Geol.). Elulvilum das; -s (aus nlat.
eluvium „das Ausgewaschene“; Analogiebildung zu ÎAl
luvium): svw. Eluvialhorizont
Elul xaltilon rfe; -, -en (aus gleichbed. n/ai. eluxatio zu lat.
luxatus, Part. Perf. von luxare „verrenken“): (veraltet)
Verrenkung (Med.)
Elul zildaltilon die; -, -n (zu spätlat. elucidare, vgl. eluzidieren, u. t...ation>: Erläuterung, Erklärung, elulzildielren
(aus gleichbed. spätlat. elucidare, eigtl. „ins Licht setzen“,
zu lat. lucidus „hell“): erhellen, beleuchten, erläutern
elylsälisch vgl. elysisch. Élvlsée [eli...] das; -s (aus fr. Ély
sée, eigtl. „Elysium“): Kurzform von Elysée-Palast. Elysée-Pa last der; -[e]s: Sitz des Präsidenten der Franz.
Republik
elylsielren (Kunstw. aus ÎElektro/yse u. Î...reren): Hart
metalle elektrolytisch schleifen (Techn.)
elylsisch u. elysäisch (über lat. Elysius aus gr. Elÿsios):
zum Elysium gehörend; paradiesiseh, himmliseh. Elylsium das; -s (über lat. Elysium aus gr. Elÿsion pedion „die
Ebene Elysiens“): in der griech. Sage das Land der Seligen
in der Unterwelt
ElyItriItis*die; -, ...itiden (zu ÎElytron u. Î...itis): Scheiden
entzündung (Med.). Elyltron das; -s, ...tren (meist Plur.)
(aus gr. élytron „Hülle“): zur Schutzdecke umgewandelter
Vorderflügel der Käfer, Wanzen, Grillen u.a.
Ellzelvir ['ɛlzəvi:g] die; - (nach dem Namen einer holländ.
Buchdruckerfamilie des 17. Jh.s): eine Antiquadruck-
Elzeviriana
schrift. El|ze|vi|ri|a|na die (Plur.) (zu (...ana): von der
holländ. Buchdruckerfamilie Elzevir herausgegebene röm.
u. griech. Klassikerausgaben im Duodezformat; vgl. Duo
dez
em.... Em... vgl. 'en..., En... u. 2en..., En...
...em [,,,e:m] (teilweise über engl. -eme aus gr. -êma (Gen.
-ematos)): Endung sächlicher Substantive, die bestimmte
[sprachliche] Einheiten bezeichnen od. [krankhafte] Er
scheinungen kennzeichnen, z.B. Emphysem, Empirem,
Graphem, Semem
Email [e'mai, e'ma:j] das; -s, -s <aus gleichbed. fr. émail, dies
über altfr. esmal aus dem Germ.): glasharter, korrosionsu. temperaturwechselbeständiger Schmelzüberzug als
Schutz auf metallischen Oberflächen od. als Verzierung
E-Mail ['i:meɪl] die;-,-s (kurz für engl. electronic mail „elektron. Post, elektron. Brief“): 1. elektron. Daten- u. Nach
richtenaustausch über Computer. 2. Nachricht über
E-Mail (1)
Email brun [emaj'brœ] das; - - (aus gleichbed. fr. émail
brun; vgl. Email): Firnisbrand (im 12. u. 13. Jh. geübte
Technik, Kupfer teilweise zu vergolden). Email champlelvé* [,,jalə've] das; - - (aus gleichbed. fr. émail champlevé zu champlever „(mit der Reißnadel) anreißen“): Gru
benschmelz, bei dem die Glasmasse in ausgestochene Ver
tiefungen des Metalls eingeschmolzen wird (Kunstw.).
Email cloilsonlné [,,,kloazɔ'ne] das: -- (aus gleichbed. fr.
émail cloisonné zu cloisonner „durch eine Scheidewand
trennen“): Zellenschmelz, bei dem die Glasmasse in klei
ne, aus Stegen gebildete Zellen gegossen wird (Kunstw.).
Emaillie [e'maljə, e'mai, e'ma:j] die; -, -n [e'maljən,
e'maiən, e'ma:jən] (zu (Email): svw. Email. Emaillleur
[ema jo:n, emal'ja:u] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. émailleur): Emaillierer; jmd., der Schmuck, Industriewaren
usw. mit Emailglasurfarben überzieht, emailllielren
[ema'ji:..., emal'ji:...] (aus gleichbed. fr. émailler): mit
Email überziehen. Emailllure [ema'jy.r] die; -, -n [...ran]
(aus gleichbed. fr. émaillure): Schmelzarbeit (Kunstw.).
Emaillmallelrei [e'mai..., e'ma:j...] die; -, -en: a) (ohne
Plur.) das Malen mit farbigem Glas, das als flüssige Masse
auf Metall, zuweilen auch auf Glas od. Ton aufgetragen u.
eingebrannt wird; b) einzelne Arbeit in der Technik der
Emailmalerei (a). Emailltomlbak der; -s: Messing, das
als Unterlage für Email, insbes. im Kunsthandwerk, ver
wendet wird
Emalki das; -[s] (aus dem Japan.): japan. Bildformat, lange
Bildrolle im Querformat aus Papier od. Seide
Eman das; -s, -[s] (aber: 5 -) (verkürzt aus (Emanation):
Maßeinheit für den radioaktiven Gehalt, bes. im Quell
wasser (1 Eman = 10"'°Curie/Liter). Emalnaltilon die;
-, -en (aus /az. emanatio „Ausfluss“ zu emanare, vgl. ema
nieren): 1. das Hervorgehen aller Dinge aus dem unverän
derlichen, vollkommenen, göttlichen Einen (bes. in der
neuplatonischen u. gnostischen Lehre). 2. Ausstrahlung
psychischer Energie (Psychol.). 3. (veraltet) Bez. für das
chem. Element tRadon; Zeichen Em. Emalnaltilonsthelolrie die; -: von antiken Philosophen vertretene
Wahrnehmungslehre, nach der Sinneseindrücke dadurch
entstehen, dass sogenannte Ausflüsse von den Gegenstän
den die Sinnesorgane taffizieren. Ema|na|ti|onsltheralpie die; -, ...ien [,,,i:ən]: Bade-, Trink- od. Inhalations
behandlung (v. a. bei Rheuma, Gicht u. Ischias) mit radio
aktiven Gasen, die aus einer in Quellen od. Heilschlamm
enthaltenen Muttersubstanz austreten (Med.). Emalnatislmus der; - (zu (...ismus (1)): durch die Idee der Ema
nation (1) bestimmtes Denken der spätgriech. Philoso
phen. Ema|na|to|ri|um das;-s, ...ien [...ion] (Analogiebil
dung zu ( Sanatorium): Raum, in dem die Emanationsthe
rapie angewendet wird, emalnielren (aus lat. emanare
„ausströmen“): a) ausstrahlen, ausströmen; b) durch na
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türliche od. künstliche Radioaktivität Strahlen aussenden.
Emalnolmelter das; -s, - (zu (‘...meter): Gerät zum Mes
sen des Radongehalts der Luft (Meteor.)
Emanlze die; -, -n (Kurzbildung aus emanzipierte Frau):
(ugs., oft abwertend) [junge] Frau, die sich bewusst eman
zipiert gibt u. sich aktiv für die Emanzipation (2) einsetzt.
Emanlzilpaltilon die; -, -en (aus lat. emancipatio „Frei
lassung“ zu emancipare, vgl. emanzipieren): 1. Befreiung
aus einem Zustand der Abhängigkeit; Verselbstständi
gung. 2. rechtliche u. gesellschaftliche Gleichstellung [der
Frau mit dem Mann], eman|zi|paitjv (zu t...iv): die
Emanzipation betreffend; vgl. ...iv/...orisch. Eman|zi|pator der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. emancipator): (ver
altet) Befreier [aus Abhängigkeit], emanlzilpaltglrisch
(zu (...orisch): auf Emanzipation ( 1, 2) gerichtet; vgl. ...iv/
...orisch. emanlzilpielren (aus lat. emancipare „(einen
Sohn od. Sklaven) in die Selbstständigkeit entlassen“ zu
1'ex... u. mancipium „Eigentumserwerb durch Handauf
legen“) : a) (selten) aus einer bestehenden Abhängigkeit lö
sen; selbstständig, unabhängig machen; b) sich sich aus
einer bestehenden, die eigene Entfaltung hemmenden Ab
hängigkeit lösen; sich selbstständig, unabhängig machen,
emanlzilpiert (zu 1 ...iert): a) die traditionelle Rolle [der
Frau] nicht akzeptierend; Gleichberechtigung anstre
bend; selbstständig, frei, unabhängig; b) (veraltend, ab
wertend) betont vorurteilsfrei, selbstständig und daher
nicht in herkömmlicher Weise fraulich, sondern männlich
wirkend (von Frauen)
Emar|gi|na|ti|on die; -, -en (zu lat. emarginare, vgl. emarginieren, u. (...ation): Ausrandung, zackiger Ausschnitt,
emarlgilnielren (aus gleichbed. lat. emarginare): ausranden, am Rande auszacken
Emas|ku|la|ti|on die; -, -en (zu lat. emasculare, vgl. emaskulieren,u. (...ation): 1. a) operative Entfernung von Penis
u. Hoden ; b) Entfernung der Keimdrüsen ; vgl. Kastration.
2. a) Verweichlichung; b) Verwässerung; vgl. ...ation/...ierung. Emaslkullaltor der; -s, ...oren (zu (...ator): Gerät
zum Kastrieren von Hengsten, emaslkullielren (aus
gleichbed. lat. emasculare): 1. entmannen. 2. verweichli
chen. Emaslkullielrung die; -, -en (zu (...ierung): svw.
Emaskulation; vgl. ...ation/...ierung
Ema|ze|ra|ti|on die; -, ...onen (zu lat. emacerare, vgl. emazerieren, u. (...ation): (veraltet) Ausmergelung, Abmage
rung. ema|ze|rie|ren (aus gleichbed. lat. emacerare zu
('ex... u. macer „mager“): (veraltet) ausmergeln, abma
gern
Emlballlalge [aba'la:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. embal
lage zu emballer, vgl. emballieren): Umhüllung od. Verpa
ckung einer Ware. em|bal|lie|ren (aus gleichbed. fr. em
baller zu (2en... u. balle „(Waren)ballen“, dies aus dem
Germ.): [ver]paeken, einpacken
Embargo das; -s, -s (aus span. embargo „Beschlagnahme“
zu embargar „in Beschlag nehmen“): 1. Beschlagnahme
od. das Zurückhalten fremden Eigentums (meist von
Schiffen od. Schiffsladungen) durch einen Staat. 2. staat
liches Waren- u. Kapitalausfuhrverbot, Auflage- u. Emis
sionsverbot für ausländische Kapitalanleihen
Emlbalrilllalge [abari'ja:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed./r. em
barillage zu embariller, vgl. embarillieren): (veraltet) das
Verpacken (bes. von Pulver) in Fässer. em|ba|ril|lie|ren
[äbari'ji:...] (aus gleichbed./r. embariller zu (2en... u. baril
„Fass“): (veraltet) in Fässer verpacken
Em bar que ment [àbarko'mâ:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. embarquement zu embarquer, vgl. embarquieren): (ver
altet) Einschiffung, das Einladen auf ein Schiff, emlbarquieren [äbar'ki:...] (aus gleichbed. fr. embarquer zu
î2en... u. barque „Barke, kleineres Schiff“): (veraltet) ein
schiffen, an Bord bringen
Emlbarlras [àba'ra] der od. dos; -, - (aus gleichbed./r. em-
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barras zu embarrasser, vgl. embarrassieren>: (veraltet)
Verlegenheit, Verwirrung, Hindernis, emlbarlraslsieren (aus gleichbed./r. embarrasser, dies vermutlich über
span, embarazar aus port, embaraçar zu baraça
„(Fang)schlinge, Strick“): (veraltet) 1. hindern. 2. in Ver
legenheit, Verwirrung setzen
Emlbaltelrilen [,,,iən] die (Plur.) <zu gr. embatërios „zum
Marsch gehörig"): Marschlieder der spartanischen Solda
ten
emlbelllielren [äbe...] (aus gleichbed./r. embellir zu Pen...
u. beau, bei „schön“, dies aus lat. bellus) : (veraltet) ver
schönern. Emlbel|lisse|ment[äbdts'niä:] das; -s, -s (aus
gleichbed. fr. embellissement): (veraltet) Ausschmückung,
Verschönerung
Emlbeltelment [âbeta'mà:] das; -s (aus gleichbed. fr. em
bêtement zu embêter, vgl. embetieren): (veraltet) Lange
weile. emlbeltielren [äbe...] (aus/r. embêter „langwei
len" zu bête „Tier“ (als Schimpfwort), dies über vulgärlat.
besta aus lat. bestia): (veraltet) dumm machen, langweilen
Emlblem* [auch ä’ble.m] das; -s, Plur. -e, bei dt. Ausspra
che auch -ata (über gleichbed. fr. emblème aus lat. emble
ma „Eingesetztes, eingelegte (Metall)arbeit“, dies aus gr.
émblêma): 1. Kennzeichen, Hoheitszeichen [eines Staa
tes]. 2. Sinnbild (z.B. Schlüssel u. Schloss für Schlosser
handwerk, Ölzweig für Frieden). Emlblelmaltikrfz'e. - (zu
P...ik (l)): Forschungsrichtung, die sich mit der Herkunft
u. Bedeutung von Emblemen (2) befasst, emlblelmatisch ((über gleichbed. fr. emblématique) aus spätlat. emblematicus): sinnbildlich
Emlboiltelment [äboata’mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
emboîtement zu emboîter, vgl. emboitieren): (veraltet)
Einschachtelung, verschlungener Satzbau. emlboiltieren [äboa'ti:...] (aus gleichbed. fr. emboîter zu Pen... u.
boîte „Schachtel“): (veraltet) einschachteln, einfügen
Em|bo|lek|to|mie* die; -, ...jen (zu tEmbolus u. î...ektomie): operative Entfernung eines Gefäßpfropfes (Med.).
Emlbolli: Plur. von ÎEmbolus. Emlbollie die; -, ...ien (zu
gr. embolé „das Hineindringen“ u. P...ie>: Verstopfung
eines Blutgefäßes durch in die Blutbahn geratene körper
eigene od. körperfremde Substanzen (Embolus; Med.),
emlbolli¡form (zuÎ ...form): pfropfenförmig, -artig. Embolli sat das; -[e]s, -e (zu t...at (1)>: tMedium (3), das
über einen beweglichen Î Katheter in krankhafte Gefäß
verbindungen eingebracht wird, um diese dauerhaft zu
verschließen (Med.). Em|bo|li|sa|ti|on die; -, -en (zu
P...ion): künstlicher Verschluss einer krankhaften Gefäß
verbindung (Med.), emIbo|lisch: auf einer Embolie be
ruhend (Med.). Emlbollislmus der; - (zu t...ismus (2)):
die Einschaltung von Schaltmonaten im julianischen Ka
lender, um eine geordnete Relation von Sonnenjahr u.
Mondumlauf herzustellen (im Kalender wesen des Mittel
alters). Emlbollit [auch ... lit] der; -s, -e (zu P...it>: ein in
Silbererzen vorkommendes Mineral. Em|bo|lolphralsie
die; -, ...jen (zugr. phräsis „das Reden“ u. P...ie): Laut, Sil
be od. Wort, das vorausgestellt od. eingeschoben wird, um
Unterbrechungen im Sprechfluss auszufüllen. Emlbollus
der; -, ...li (über lat. embolus aus gr. émbolos „Pflock,
Pfropf1, eigtl. „das Hineingeschobene“): Gefäßpfropf; in
der Blutbahn befindlicher Fremdkörper (z.B. Blutgerinn
sel, Fetttropfen, Luftblase; Med.)
Emlbonlpoint [abðpoɛ:] das od. der; -s (aus gleichbed. fr.
embonpoint, eigtl. „in gutem Zustand“): a) Wohlbeleibt
heit, Körperfülle; b) (scherzh.) dicker Bauch
Emlboulchulre [äbii'Jy:ro] die; -, -n (aus gleichbed. fr. em
bouchure zu emboucher „an den Mund setzen“, dies zu
Pen... u. bouche „Mund“ (aus lat. bucca, eigtl. „Backe“)):
a) Mundstück von Blasinstrumenten; b) Mundstellung,
Ansatz beim Blasen eines Blasinstruments (Mus.)
em|bras|sie|ren* [äbra...] (aus gleichbed. fr. embrasser zu
Embryotransfer
Pen... u. bras „Arm“, dies aus lat. brachium): (veraltet)
umarmen, küssen
Em|bros*(7as; - {roman.}'. Bez. für Lammfell aus Italien od.
Spanien (im Rauchwarenhandel)
em|brouil|lie|ren*[äbruji:...] (aus gleichbed. fr. embrouil
ler zu Pen... u. brouiller „durcheinander mengen“, weitere
Herkunft unsicher): (veraltet) verwirren
em|bru|nie|ren*[äbry...] (aus/r. embrunir „braun färben“
zu Pen... u. brun „braun, dunkel“, dies aus dem Germ.):
(veraltet) a) bräunen, mit dunkler Farbe übermalen; b)
nachdunkeln
Emlbryo* der, österr. auch das; -s, Plur. ...onen u. -s (über
spätlat. embryo aus gr. embryon „ungeborene Leibes
frucht, neugeborenes Lamm“ zu gr. en „in, darin“ u. brÿein „sprossen, treiben“): 1. im Anfangsstadium der Ent
wicklung befindlicher Keim; in der Keimesentwicklung
befindlicher Organismus, beim Menschen die Leibes
frucht von der vierten Schwangerschaftswoche bis zum
Ende des vierten Schwangerschaftsmonats (oft auch
gleichbedeutend mit Î Fetus gebraucht). 2. Teil des Samens
der Samenpflanzen, der aus Keimachse, Keimwurzel u.
Keimblättern besteht (Bot.), emlbryo..., Emlbryo... (zu
1 Embryo): Wortbildungselement mit der Bedeutung „die
Keimesentwicklung betreffend; während der Keimesent
wicklung auftretend“, z.B. embryotoxisch, Embryogenie.
Em|bry|o|gelne|se u. Em|bry|o|ge|nie die; - (zu gr. gé
nesis „Entstehung, Entwicklung“ bzw. t...genie): Keimes
entwicklung, Entstehung u. Entwicklung des Embryos
(Med.). Emlbryolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien
(zu Î ...grafie): Beschreibung des Embryos in den verschie
denen Entwicklungsstadien. Emlbrylolkarldie die; -,
...ien (zu gr. kardia „Herz“): 1. angeborener Herzfehler,
das Verharren des Herzens auf einem embryonalen Ent
wicklungsstand. 2. Herzfunktionsstörung, Pendelrhyth
mus des Herzens (Med.). Emlbrylollolgiezfz'e,' - (zu Î ...logie) : Lehre u. Wissenschaft von der vorgeburtlichen Ent
wicklung der Lebewesen (Med.), emlbryollolgisch (zu
t...logisch): zur Embryologie gehörend, auf ihr beruhend,
mit ihrer Hilfe (Med.). Emlbrylgm das; -s, -e (zu Î ...om):
tTeratom aus Gewebe, das sich noch im Zustand der Ent
wicklung befindet (Med.), emlbryolnal (zu Î ‘...al (1)>: a)
zum Keimling gehörend; im Keimlingszustand, unentwi
ckelt; b) unreif; c) ungeboren. Emlbrylolnal...: Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „den Embryo betref
fend; im Keimlingszustand befindlich“, z.B. Embryonal
anlage. Em|bry|olnal|an|lalge die; -, -en: embryonale
Vorform der späteren Gewebe u. Organe. Emlbrylolnalkaltalrakt die; -, -e (zu PKatarakt): feine, punktförmige
Trübung an den Nähten der embryonalen Anlage der Au
genlinse (Med.). Emlbrylolnallorlgan das; -s, -e (meist
Plur.): Keimorgan, vergängliche Organbildung, die nur im
embryonalen Leben mancher Tiere eine funktionelle Be
deutung hat, z. B. der Dottersack bei Vögeln (Zool.). Em
bry oinalizeit die; -, -en: Zeitraum der Entwicklung des
Embryos. em|bry|o|nisch (zu Tembryo...): svw. embryo
nal. Emlbrylolpalthie
- (zu t...pathie): zusammen
fassende Bez. für Krankheiten u. Defekte, die für den Em
bryo charakteristisch sind, z. B. die durch Erkrankung der
Mutter in den ersten Schwangerschaftsmonaten eingetre
tene Schädigung des Keimlings u. daraus entstandene Or
ganmissbildung. emlbryolpalthisch: die Embryopathie
betreffend. Emlbrylolsack der; -s, ...säcke: innerer Teil
der Samenanlage einer Blüte (Biol.). Emlbryloltolmie
die; - (zu t...tomie>: operative Zerstückelung des Kindes
während der Geburt bei unüberwindlichen Geburtshin
dernissen. emlbryoltplxisch: schädlich für den Embryo
(z. B. von Arzneimitteln). Em|bry|o|trans|fer der; -s, -s:
Übertragung u. Î Implantation eines Embryos in die Ge
bärmutter der ihn austragenden Frau (Med.)
E
390
Embuscade
[äbys'kaid] die; -, -n [...dn] (aus gleichbed. fr.
embuscade zu embusquer, vgl. embusquieren): (veraltet)
Hinterhalt, emlbuslquielren [àbys'ki:...] (aus gleichbed.
fr. embusquer): (veraltet) sich in einen Hinterhalt legen
Emen|da|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. emendatio zu
emendare, vgl. emendieren): Verbesserung, Berichtigung
(bes. von Texten), emenldielren (aus gleichbed. lat.
emendare): verbessern, berichtigen
Emerlgenz die; -, -en (zum Teil unter Einfluss von engl.
emergence aus mlat. emergentia „das Hervorkommende“,
dies zu lat. emergere, vgl. emergieren): 1. (ohne Plur.) Be
griff der neueren engl. Philosophie, wonach höhere Seins
stufen durch neu auftauchende Qualitäten aus niederen
entstehen. 2. Auswuchs einer Pflanze, an dessen Aufbau
nicht nur die 1 Epidermis, sondern auch tiefer liegende Ge
webe beteiligt sind (z. B. Stachel der Rose), emerlgielren
(aus gleichbed. lat. emergere): (veraltet) auftauchen, em
porkommen, sich hervortun. Emerlging Markets
[fmə:dʒɪŋ 'mɑ:kɪtsl die (Plur.) (aus gleichbed. engl. emer
ging markets zu to emerge „auftauchen“ u. market
„Markt“ (dies über altfr. marchiet aus lat. mercatus)):
Bez. für [stark] risikobehaftete dynamische Aktienmärkte
in Ländern, die sich zu modernen Industriestaaten entwi
ckeln
emelrielren (aus lat. emereri „ausdienen, zu Ende die
nen“): (veraltet) sich verdient machen. Emelrit tfer; -en,
-en (aus lat. emeritus, vgl. Emeritus): im Alter dienstunfä
hig gewordener Geistlicher (imkath. Kirchenrecht). Ernerilti: Plur. von lEmeritus. emelriltielren (zu î...ieren):
jmdn. in den Ruhestand versetzen, entpflichten (z.B. ei
nen Professor), emelriltiert (zu T...iert): in den Ruhe
stand versetzt, von der Lehrtätigkeit entbunden. Eme|ritielrung die; -, -en (zu t...ierung): Entbindung eines
Hochschullehrers von der Verpflichtung, Vorlesungen zu
halten (entsprechend der Versetzung in den Ruhestand bei
anderen Beamten), emelriltus (lat.; Part. Perf. von eme
reri „ausdienen, zu Ende dienen“): (in Verbindung mit
dem davor stehenden Titel) von seiner Lehrtätigkeit ent
bunden; Abk.: em. Emelriltus der; -, ...ti (aus lat. emeri
tus „der Ausgediente“): im Ruhestand befindlicher, entpflichteter Hochschullehrer
emers (aus lat. emersus, Part. Perf. von emergere „auftau
chen, sichtbar werden“): über der Wasseroberfläche le
bend (z. B. bei Organen einer Wasserpflanze, die über das
Wasser hinausragen); Ggs. 1 submers. Emer|si|on die; -,
-en (zu t`,,,ion): 1. Heraustreten eines Mondes aus dem
Schatten seines Planeten. 2. durch 1 Epirogenese verur
sachtes Aufsteigen des Landes bei Rückzug des Meeres
emerlveillliert [emɛrvɛ'ji:nt] (ausfr. émerveillé „entzückt,
verwundert“, Part. Perf. von emerveiller „entzücken, Be
wunderung erregen“, dies zu merveille „Wunder“): (ver
altet) verwundert
Emel sie die; - (aus gleichbed. gr. emesia zu emeîn „ausspei
en; ausbrechen“): Neigung zum Erbrechen (Med.). Eme
sis die; - (aus gleichbed. gr. émesis): Erbrechen (Med.);
vgl. Vomitus. Emeltilkum das; -s, ...ka (zu spätlat. eme
ticus (vgl. emetisch) u. l...ikum): Brechmittel. Emeltin
das; -s (zu 1...in (1 )): ein Alkaloid aus der Wurzel der Î Ipe
kakuanha, früher als Brechmittel, inzwischen in kleinen
Dosen als 1 Expektorans verwendet (Biochem.). eme
tisch (über spätlat. emeticus aus gleichbed. gr. emetikós):
Brechreiz erregend. Eme|to|ka|thar|sis die; -: Erbre
chen u. Durchfall zugleich (Med.)
Emeulte [erno:t(ə)] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed. fr. émeu
te, altes Part. Perf. von émouvoir „fortbewegen; erregen“,
dies über vulgärlat. exmovere aus lat. emovere „erschüt
tern“): (veraltet) Aufstand, Meuterei, Aufruhr. Emeutier [emo'tie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. émeutier): (ver
altet) Aufständischer, Meuterer, Aufrührer
Emibusicade
der; -en, -en (aus lat. emigrans, Gen. emigran
tis, Part. Präs, von emigrare, vgl. emigrieren): Auswande
rer; jmd., der [aus politischen, wirtschaftlichen od. religiö
sen Gründen] sein Heimatland verlässt; Ggs. 1 Immigrant.
Emi|gran|ten|li|telraltur die; -: svw. Exilliteratur. Emi
grantin die; -, -nen: weibliche Form zu 1 Emigrant. Emigration die; -, -en (aus spätlat. emigratio „das Auszie
hen, Wegziehen“ zu emigrare, vgl. emigrieren): 1. Aus
wanderung (bes. aus politischen, wirtschaftlichen od. reli
giösen Gründen); Ggs. 1 Immigration. 2. svw. Diapedese.
Emi gré [...'gre:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. émigré, Part.
Perf. von émigrer „auswandern“, dies aus lat. emigrare,
vgl. emigrieren): (veraltet) svw. Emigrant, emi grie ren
(aus lat. emigrare „ausziehen, auswandern“): [aus politi
schen, wirtschaftlichen od. religiösen Gründen] auswan
dern; Ggs. 1 immigrieren
Emin der; -s, -e (aus türk, emin „Vertrauensmann, Leiter
bzw. zu arab. amin „zuverlässig, treu“): türk. u. arab. Auf
seher, Vorsteher, Direktor
Eminlcé [emɛ'se:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. émincé, eigtl.
Part. Perf. von émincer „(Fleisch) in dünne Scheiben
schneiden“, zu mince „dünn, fein, schmal“, dies zu lat. mi
nutus „klein, winzig“): (veraltet) dünne Fleischschnitte
Emine [e'mi:n] aüe; -, - (über das Roman, aus gr. hemina
„kleines attisches Getreidemaß“): altes Hohlmaß für Ge
treide (in Frankreich, Italien u. in der franz. Schweiz)
emilnent (über gleichbed. fr. éminent aus lat. eminens
„hervortretend, hoch liegend, außerordentlich“, Part.
Präs, von eminere, vgl. eminieren): außerordentlich, äu
ßerst [groß] (bes. in Bezug auf eine als positiv empfundene
Qualität, Eigenschaft, die in hohem Maße vorhanden ist).
Emilnenltia die; -, ...tiae [...tsie] (aus lat. eminentia „die
Heraus-, Hervorragende“ zu eminere, vgl. eminieren): Er
höhung, Vorsprung, Wulst, z. B. von Knochen (als Ansatz
stelle von Muskeln; Med.). Emilnenz die; -, -en (aus
gleichbed. spätlat. eminentia zu lat. eminentia „Erhöhung;
Vorzug“, eigtl. „das Herausragen“; vgl. ...enz): a) (ohne
Plur.) Hoheit (Titel der Kardinäle); b) Träger dieses Titels;
graue Eminenz: nach außen kaum in Erscheinung treten
de, aber einflussreiche [politische] Persönlichkeit, eminielren (aus lat. eminere „herausragen; sichtbar sein;
sich auszeichnen“): (veraltet) hervorragen; sich auszeich
nen
Emir [auch e'mi:n] der; -s, -e (aus arab. amlr „Befehlshaber“
zu amara „befehlen“; vgl. Admiral): Befehlshaber, Fürst,
Gebieter (bes. in islamischen Ländern). Emilrat das; -[e]s,
-e (zu t...at (1)>: orientalisches Fürstentum
emisch (aus engl. emic (nach Bildungen wie phonemic)):
bedeutungsunterscheidend, distinktiv (Sprachw.); Ggs:
1 etisch
Emis sär der; -s, -e (aus gleichbed. fr. émissaire, dies aus
lat. emissarius „Sendbote, Spion“ zu emittere „ausschi
cken“, vgl. emittieren): Abgesandter mit einem bestimm
ten Auftrag. Emislsilon die; -, -en (aus lat. emissio „das
Herausschicken, Ausströmenlassen“ (Bed. 1 über/r. émis
sion „Ausgabe einer Anleihe“) zu lat. emittere „herausge
hen lassen“): 1. Ausgabe von Wertpapieren (Bankwesen).
2. Aussendung von elektromagnetischen Teilchen od. Wel
len (Phys.). 3. Entleerung (z.B. der Harnblase; Med.). 4.
das Ausströmen luftverunreinigender Stoffe in die Außen
luft; Luftverunreinigung; vgl. Immission. 5. (Schweiz.)
Rundfunksendung. Emis|si|onslana|ly|se die; -, -n:
ehern. Analyse von Elementen aufgrund ihrer Strahlen
emission. Emislsi|ons|grenz|wer|te die (Plur.):
Höchstmengen des Schadstoffausstoßes von Anlagen,
Einrichtungen u. Kraftfahrzeugmotoren. Emislsilonskaltaslter der od. das; -s, -: Bestandsaufnahme der Luft
verschmutzung in einem Gebiet. Emislsilonslkonlsorti|um das; -s, ...ien [,,,iən]: Zusammenschluss von Banken
Emilgrant*
391
zur gemeinsamen Emission neuer Wertpapiere (Wirtsch.),
Emissionsikurs der: -es, -e: Ausgabekurs von Wertpa
pieren. Emis|si|ons|li|nie [...ia] die; -, -n: TSpektrallinie
eines Emissionsspektrums (Kernphys.). Emislsionsspekltrum* ¿as; -s, Plur. ...tren u. ...tra: Spektrum eines
Atoms od. Moleküls, das durch Anregung zur Ausstrah
lung gebracht wird. Emislsilonslstopp der: -s, -s: Aus
gabestopp von Aktien u. Wertpapieren (Wirtsch.). Emissi[ons the o rie die: -: Theorie, nach der das Licht nicht
eine Wellenbewegung ist, sondern aus ausgesandten Teil
chen besteht. Emis|si|ons|wer|te die (Plur.): die Emis
sion betreffende [Messjwerte. Emiltron* das: -s, Plur.
...one, auch -s (Kunstw. aus lat. emittere „(aus)senden“ u.
t...tron): Teil des Fernsehaufnahmegerätes. Emitltent
der; -en, -en <aus lat. emittens, Gen. emittentis, Part. Präs,
von emittere, vgl. emittieren): 1. jmd., der Wertpapiere
ausstellt und ausgibt (Bank). 2. Verursacher einer Emissi
on (4). Emit ter der: -s, - (aus gleichbed. engl. emitter zu
to emit, dies aus lat. emittere, vgl. emittieren): Emissions
elektrode eines tTransistors. emit tie ren (aus lat. emit
tere „ausschicken, -senden, herausgehen lassen“ (Bed. 1
nach fr. émettre; vgl. Emission)): 1. ausgeben, in Umlauf
setzen (von Wertpapieren). 2. aussenden (z.B. Elektro
nen; Phys.). 3. (umweltgefährdende Stoffe) in die Luft ab
lassen
Emlmelnalgglgum* das: -s, ...ga (meist Plur.) (zu gr. émmênos „jeden Monat erfolgend, monatlich“ u. agögös
„führend, treibend“): den Eintritt der Monatsregel för
derndes Arzneimittel (Med.)
emlmeltrop* (zu gr. émmetros „im (richtigen) Maß“ u.
öps, Gen. öpös „Auge“): normalsichtig. Emlmeltrolpie
die; - (zu t2...ie): Normalsichtigkeit (Med.)
Emimonlsit [auch ...zit] das: -s, -e (nach dem amerik. Geo
logen S. F. Emmons (f 1911 ) u. zu î2...it>: ein gelblich grü
nes Mineral
Emolllilens [...liens] das;-, Plur. ...ienzien [...ian] u. ...ientia
(aus lat. emolliens, Part. Präs, von emollire „erweichen;
mildern“): Arzneimittel, das die Haut weich u. geschmei
dig macht (z.B. Leinsamenumschlag)
Emollulment das; -s, -e (aus gleichbed. lat. emolumentum
zu emoliri „heraus-, hervorbringen“) : (veraltet) 1. Nutzen,
Vorteil. 2. Nebeneinnahme
Emoltilcon [...kon, engl. ɪ'mɔtɪkɔn] ¿as; -s, -s (aus gleich
bed. engl. emoticon, Kunstw. zu emotion „Emotion“ u.
icon „Bild“): bei der elektron. Kommunikation verwende
te Zeichenverbindung, die eine Gefühlsregung ausdrückt;
vgl. Smiley. Emoltilgn die; -, -en (aus gleichbed. fr. émo
tion zu émouvoir „in Bewegung setzen, erregen“, dies aus
lat. emovere „herausbewegen, emporwühlen, erschüt
tern“): Gemütsbewegung, seelische Erregung, Gefühlszu
stand; vgl. Affekt, emoltilolnal (zu T‘...al (1)>: mit Emo
tionen verbunden; aus einer Emotion, einer inneren Erre
gung erfolgend; gefühlsmäßig; vgl. affektiv; vgl. ...al/...eil.
Emo|ti|oIna|le das; -n (zu Î...ale): das dem Gefühl Zuge
hörende, das Gefühlsmäßige. emo|tilo|na|li|sielren (zu
î ...isieren): Emotionen wecken, Emotionen einbauen
(z.B. in ein Theaterstück). Emo|tilo|na|lis|mus der; (zu t...ismus (2)>: Auffassung, nach der alle seelischen u.
geistigen Tätigkeiten durch tAffekt u. Gefühl bestimmt
sind (Vorherrschaft des Emotionalen vor dem Rationa
len). Emoltilolnaliiltät die; - (zu t...ität): inneres, ge
fühlsmäßiges Beteiligtsein an etwas; vgl. Affektivität.
emo|ti|o|nell (zu t,,,ell): svw. emotional; vgl. ...al/...eil.
emoltiv (aus gleichbed. engl. emotive zu lat. emotus,
Part. Perf. von emovere, vgl. Emotion) : Emotionen enthal
tend (Psychol.). Emo|ti|vi|tät [...v...] ¿¿e; -, -en (zu
f...ität): erhöhte Gemütserregbarkeit (Psychol.)
Emoulchette [emu'ʃɛt] die: -, -n [...tn] (aus gleichbed. fr.
émouchette zu émoucher „Fliegen abwehren“, dies zu é-
Empirem
„aus..., heraus..., weg...“ u. mouche „Fliege“ (aus lat. mus
ca)): (veraltet) Fliegennetz für Pferde. Emoulchoir [emu'ʃoa:n] der: -s, -s (aus gleichbed. fr. émouchoir): (veraltet)
Fliegenwedel
em|pail|lie|ren [äpa'ji:...] (aus gleichbed. fr. empailler zu
î2en... u. paille „Stroh“, dies aus lat. palea): (veraltet) mit
Stroh umwickeln, in Stroh einpacken
Em|palque|ta|ge [apakə'ta:ʒə] die: -, -n (aus fr. empaque
tage „das Ein-, Verpacken; Verpackung" zu empaqueter,
vgl. empaquetieren): 1. (ohne Plur.) Verpackungskunst. 2.
künstlerischer Verpackungsprozess, emlpalqueltielren
(aus gleichbed. fr. empaqueter zu î2en... u. paquet, vgl. Pa
ket: (veraltet) paketieren
Emlpaltelment [äpata'mä:] das: -s, -s (aus gleichbed. fr.
empâtement zu empâter „(Farben) dick auftragen“, dies
zu t2en... u. pâte „Paste“ (lat. pasta, vgl. Paste)): (veraltet)
dicker Farbauftrag (Malerei)
Emlpalthie die; - (aus gleichbed. engl. empathy, dies zu
spätgr. empátheia „heftige Leidenschaft“ (wohl gräzisierende Lehnübersetzung von dt. Einfühlung)): Bereitschaft
u. Fähigkeit, sich in die Einstellung anderer Menschen ein
zufühlen (Psychol.), emlpalthisch (zugr. empathes „lei
denschaftlich“): bereit u. fähig, sich in die Einstellung an
derer Menschen einzufühlen (Psychol.)
Emlpelchelment [hpɛʃə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
empêchement zu empêcher, vgl. empechieren): (veraltet)
Hindernis. Emlpelcheur [äpejo:?] der; -s, -e (aus gleich
bed. fr. empêcheur): (veraltet) jmd., der etwas verhindert,
emlpelchielren [apɛ'ʃi:...] (aus gleichbed. fr. empêcher,
dies aus spätlat. impedicare, /at. impedire „verhindern“):
(veraltet) verhindern
Emlpelreur [apə'ra:p] ¿er;-[e]s, -s (aus gleichbed. fr. empe
reur, dies aus lat. imperator): Herrscher, Kaiser (Titel Na
poleons I. u. Napoleons III.); vgl. 'Empire
Emlpelrilpollelsis die: - (zu t'en... u. gr. peripölesis „das
Umhergehen, Umgehen“): das Eindringen von ÎHistiozy
ten u. Î Lymphozyten in das Î Zytoplasma (Med.)
Emlphalse die; -, -n (über fr. emphase u. lat. emphasis aus
gleichbed. gr. émphasis, eigtl. „Verdeutlichung“, dies zu
gr. emphainein „darin sichtbar machen, aufzeigen“):
Nachdruck, Eindringlichkeit [im Reden], Emlphaltik
die; - (zu T 2...ik (2)): Neigung zu emphatischem Ausdruck,
emlphaltisch (nach gleichbed. fr. emphatique aus gr.
emphatikös „bezeichnend, nachdrücklich“): mit Nach
druck, stark, eindringlich (Rhet., Sprachw.)
Emlphylsem das; -s, -e (aus gr. emphysema, Gen. em
physematos „das Eingeblasene, die Aufblähung“): Luft
ansammlung im Gewebe; Aufblähung von Organen od.
Körperteilen, bes. bei einem vermehrten Luftgehalt in den
Lungen (Med.), emlphylselmaltisch: durch eingedrun
gene Luft aufgebläht (Med.), emlphylselmaltös (zu
T...ÖS): svw. emphysematisch
Emlphylteulse die; -, -n (über lat. emphyteusis aus gr.
emphyteusis „Verpachtung eines Gutes“ zu emphyteuma
„Erbpachtgut“): spätrömischer, der dt. Erbpacht ähnli
cher Rechtsbegriff. Emlphylteut der; -en, -en (aus gleich
bed. gr. emphyteutês): spätrömischer Erbpächter, emphy teu tisch (aus gleichbed. gr. emphyteutikös): die
spätrömische Erbpacht betreffend
’Emlpire [ä'pirg] das; -[s] (aus fr. empire „Kaisertum“, dies
aus lat. imperium „Befehlsgewalt, Reich“, vgl. Imperium):
a) franz. Kaiserreich unter Napoleon I. (Premier Empire,
1804-1815) u. unter Napoleon III. (Second Empire,
1852-1870); b) Stil[epoche] zur Zeit Napoleons I. u. der
folgenden Jahre (etwa 1809-1830). "Empire [ɛmpaɪə]
das; -[s] (aus gleichbed. engl. empire, dies aus fr. empire,
vgl. 'Empire): das brit. Weltreich (im Zeitalter des Kolo
nialismus)
Empilrem das; -s, -e (zu t Empirie u. T...em): Erfahrungs-
Empirie
tatsache. Emlpilrie die; - (aus gleichbed. gr. empeiria zu
émpeiros „erfahren, kundig“, vgl. empirisch): [wissen
schaftliche] Erfahrung im Unterschied zur tTheorie, Er
fahrungswissen. Emlpilrik die; - (zu T 2...ik (2)): das Em
pirische, Artu. Wesen des Erfahrbaren. Em|pi|ri|kerrfer;
-s, - (aus gleichbed. lat. empiricus, vgl. empirisch): jmd.,
der aufgrund von Erfahrung denkt u. handelt; jmd., der
die Empirie als einzige Erkenntnisquelle gelten lässt. Empi|ri|o|kri|ti|zis|mus der; - (zu gr. empeiria (vgl. Empi
rie) u. ÎKritizismus): (von R. Avenarius begründete)
erfahrungskritische Erkenntnistheorie, die sich unter Ab
lehnung der Metaphysik allein auf die kritische Erfahrung
beruft. Em I pi I ri |o Ikri Itilzist der; -en, -en (zu Î ...ist): Ver
treter der Lehre des Empiriokritizismus, emlpilrisch
(über gleichbed. lat. empiricus aus gr. empeirikós zu ém
peiros „erfahren, kundig“, eigtl. „im Versuch, im Wagnis
stehend“, dies zu gr. peɪra „Versuch, Wagnis“; vgl. Pirat):
erfahrungsgemäß; aus der Erfahrung, Beobachtung [er
wachsen]; dem Experiment entnommen. Emlpilrislmus
der; - (zu Î ...ismus (1)): 1. philos. Lehre, die als einzige Er
kenntnisquelle die Sinneserfahrung, die Beobachtung, das
Experiment gelten lässt. 2. Sammelbez. für psychologische
Theorien, die das Verhalten allein auf Lernprozesse zu
rückführen. Emlpilrist der; -en, -en (zu (...ist): Vertreter
der Lehre des Empirismus (1) bzw. des Empirismus (2).
emipi ris tisch (zu (...istisch): den Grundsätzen des
Empirismus entsprechend
Emlplalcelment* [aplasə'ma:] das; -s, -s (aus fr. emplace
ment „Platz, Ort; Standort“ zu place „Platz“, dies über
vulgärlat. platea aus lat. platea „Straße“): Aufstellung;
[Geschütz]stand (Mil.), emlplalcielren [äpla'si:...] (aus
gleichbed. fr. emplacer): (veraltet) aufstellen (Mil.)
Emlplasltrum* das; -[s], ...stra (über lat. emplastrum aus
gr. émplastron „Heilpflaster; Salbe zum Aufschmieren“):
medizinisches Pflaster
Emlplette* [a'piɛt] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed. fr. em
plette zu employer, vgl. employieren): (veraltet) Einkauf
von Waren. Emlploi [ä'ploa] der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
emploi): (veraltet) An-, Verwendung; Gebrauch; Anstel
lung, Geschäft. Emlplolyé [âploaje:] der; -s, -s (aus
gleichbed. fr. employé zu employer, vgl. employieren):
(veraltet) Angestellter, Gehilfe. em|plo|yie|ren [äploa'ji:...] (aus gleichbed. fr. employer, dies über vulgärlat. im
plicare „heranziehen; kaufen“ aus lat. (se) implicare „sich
auf etwas einlassen“): (veraltet) anwenden
emiplulmielren* [àply...] (aus gleichbed. fr. emplumer zu
î2en... u. plume „Feder“, vgl. Plumeau): (veraltet) a) mit
Federn versehen; b) bekielen (z.B. ein Cembalo)
emlpoilsonlnielren [äpoazo...] (aus gleichbed. fr. empoi
sonner zu î2en... u. poison „Gift“): (veraltet) a) vergiften;
b) verführen
Em|po|ri|um das; -s, ...ien [,,,iən] (über lat. emporium aus
gleichbed. gr. empórion): (in der Antike) zentraler Han
delsplatz, Markt
em|por|tie|ren [apɔr...] (aus gleichbed. fr. emporter, eigtl.
„wegtragen“, zu porter „tragen“, dies aus lat. portare):
(veraltet) erobern (Mil.); sich -: sich ereifern
Emlpreslselment* [âpresamâ:] das; -s (aus gleichbed. fr.
empressement zu (s’)empresser, vgl. empressieren, sich):
(veraltet) Eifer, Bereitwilligkeit, Diensteifer, emlpressie ren [à...], sich (aus gleichbed. fr. s’empresser zu pres
ser „dringend, eilig sein“, dies aus lat. pressare „drü
cken“): (veraltet) sich beeilen, sich anstrengen, emlpressiert (aus gleichbed. fr. empressé, Part. Perf. von (s’)empresser, vgl. empressieren u. ...iert): (veraltet) eifrig
Emlpres|sit*[auch ,,,'sɪt] der; -s, -e (nach dem amerik.
Fundort, der Empress-Josephine-Grube in Colorado, u.
zu t2...it): ein schwarzes Mineral
em|prilson|nie|ren* [aprizɔ...] (aus gleichbed. fr. empri
392
sonner zu (2en... u. prison „Gefängnis“): (veraltet) verhaf
ten, ins Gefängnis werfen
Emlprosltholtoinus* der; - (zu gr. émprosthen „vorn, vo
ran“ u. (Tonus): Spannung des Körpers in Vorwärtsbeu
gung bei Krampf der Beugemuskulatur (Med.)
Emlpylem das; -s, -e (aus gr. empÿëma „Eitergeschwür“):
Eiteransammlung in natürlichen Körperhöhlen (Med.)
emlpylrelisch (über spätlat. empyrius aus gr. empyrios
„feurig“): zum Empyreum gehörend; lichtstrahlend,
himmlisch. Emlpylrelum das; -s (aus spätlat. empyreum,
Neutrum von empyrius, vgl. empyreisch): im Weltbild der
antiken u. scholastischen Philosophie der oberste Him
mel, der sich über der Erde wölbt, der Bereich des Feuers
od. des Lichtes, die Wohnung der Seligen, emlpylreumaltisch (zu gr. empyreuma „Anzündung; Kohlen, die
unter der Asche glimmen“): durch Verkohlung entstan
den. Emlpylrie die;- (aus gleichbed. gr. empyria): (veral
tet) das Wahrsagen aus dem Feuer, aus dem Brandopfer.
Em|py|ro|man|tie die; - (zu gr. manteia „Weissagung“):
svw. Empyrie
Emu der; -s, -s (aus gleichbed. engl. emu, dies verkürzt aus
port, ema di gei „Kranich der Erde“ (wegen der Flugunfä
higkeit des Vogels)): in Australien beheimateter, großer
straußenähnlicher Laufvogel
Emullaltilon die; - (teilweise unter Einfluss von engl. emu
lation aus gleichbed. lat. aemulatio, dies zu aemulari
„wetteifern“): 1. Wetteifer. 2. Eifersucht, Neid. 3. Nach
ahmung der Funktionen eines anderen Computers od.
Programms (EDV). Emuilaltor der; -s, ...oren (aus engl.
emulator „Nacheiferer“): Zusatzgerät od. Programm (4)
zur Emulation (3; EDV)
Emullgaltor der; -s, ...toren (aus gleichbed. nlat. emulgator
zu lat. emulgere, vgl. emulgieren): Mittel (z.B. (Gummi
arabikum), das die Bildung einer (Emulsion (1) erleich
tert. emullgielren (aus lat. emulgere „ab-, ausmelken“):
a) eine Emulsion herstellen; b) einen [unlöslichen] Stoff in
einer Flüssigkeit verteilen
emulljelren (aus engl. to emulate „nacheifern; nachah
men“; vgl. Emulation u. ...ieren): die Funktionen eines
Computers auf einem anderen nachbilden (EDV)
Emullsin das; -s (zu lat. emulsus, Part. Perf. von emulgere
(vgl. emulgieren), u. (...in (1)>: ein in bitteren Mandeln
enthaltenes ( Enzym. Em ul I si ¡on die; -, -en (zu ( *...ion>: 1.
Gemenge aus zwei ineinander unlösbaren Flüssigkeiten
(z. B. Öl in Wasser), bei dem die eine Flüssigkeit in Form
kleiner Tröpfchen in der anderen verteilt ist. 2. lichtemp
findliche Schicht fotografischer Platten, Filme u. Papiere.
Emullsolid das; -[e]s, -e (zu (,,,oid): Gemisch aus zwei
Flüssigkeiten, wobei eine in die andere emulgiert ist
Emunldanltilum das; -s, ...tia (meist Plur.) (zu lat. emun
dans, Gen. emundantis, Part. Präs, von emundare „völlig
reinigen“, u. t...ium): äußerlich anzuwendendes Reini
gungsmittel (Med.)
’en..., En... [ɛn...] (aus gleichbed. gr. en), vor Lippenlauten
em..., Em...: Präfix mit der Bedeutung „ein..., hinein, in
nerhalb“, z.B. Engramm, empirisch, Emphase
’en..., En... [à..., auch sn...] (aus gleichbed. fr. en, dies aus
lat. in), vor Lippenlauten em..., Em... [ä..., auch em...]:
Präfix mit der Bedeutung „ein..., hinein“, z.B. Enklave,
Emballage
...en [,,,e:n] (über eng/, -ene ausgr. -enê (Zugehörigkeitssuf
fix)): Suffix von Benennungen ungesättigter Kohlenwas
serstoffe, z. B. Butadien
Enalkilter u. Enakslkinlder u. Enakslsöhlne die (Plur.)
(Lehnübersetzung von hebr. bënê ’änäqirn „Söhne der Rie
sen“; nach dem riesengestaltigen Volk in Kanaan, 5. Mose
1, 28 u. öfter): riesenhafte Menschen
Enlalllalge* [auch e'nalage] die; - (über lat. enallage aus gr.
enallage „Vertauschung“, eigti. „Verwechslung“): Set-
393
zung eines beifügenden Adjektivs vor ein anderes Substan
tiv, als zu dem es logisch gehört (z. B. mit einem blauen Lä
cheln seiner Augen, statt: mit einem Lächeln seiner blauen
Augen; Sprachw.)
Enalmel, fachspr. Ena me lum das; -s (aus engl. enamel
„Emaille, Glasur, Schmelzüberzug; Zahnschmelz“ bzw.
nlat. enamelum): Zahnschmelz, Bez. für die äußerst harte
weiße Substanz, die das Î Dentin der Zahnkrone überzieht
(Med.)
Enlanlthem* das; -s, -e <zu T 'en... u. gr. ánthema „das Blü
hen“, dies zu anthem „hervorsprießen, aufblühen“): dem
Î Exanthem der Haut entsprechender Schleimhautaus
schlag (Med.)
enlanltilo...*, Enantio... (aus gr. enantios „entgegenge
setzt; feindlich“): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „entgegengesetzt; gegensätzliche Eigenschaften auf
weisend“, z. B. enantiomer, Enantiotropie. Enlanltilollogie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. enantiologia): (veraltet)
Gegenrede, Widerspruch, enlanltilolmer (zu tenantio...
u. t...mer): die Eigenschaft der Enantiomeren aufweisend
(Chem.). En anlti'O merífuí, -s, -e, auch En|an|ti|o|mere das; -n, -n (meist Plur.): Verbindung, die das genaue
Spiegelbild zu einer anderen Verbindung ist. aber mit die
ser nicht zur Deckung gebracht werden kann (Chem.). Enanltilolmelrie die; -, ...ien (zu t2...ie>: Spiegelbildisome
rie (vgl. Isomerie 2; Chem.). en|an|ti|o|morph (zu
Î...morph): in zwei spiegelbildlichen Modifikationen vor
kommend. En|an|ti|o|mor|phie die; -, ...ien (zu t...morphie): Erscheinung, dass zwei Kristalle sich wie Bild u.
Spiegelbild verhalten, jedoch durch keine Symmetrieope
ration miteinander zur Deckung gebracht werden können.
en|an|ti|o|trop (zu t...trop): zur Enantiotropie fähig.
En|an|ti|o|tro|pie die; - (zu t...tropie): wechselseitige
Uberführbarkeit eines Stoffes von einer Zustandsform in
eine andere (z. B. von î rhombischem zu tmonoklinem (1)
Schwefel; Form der t Allotropie)
Enarlgit* [auch ... git] der; -s, -e (zu gr. enargës „sichtbar,
deutlich“ (wegen der deutlich erkennbaren Spaltbarkeit)
u. t2...it): ein dunkelgraues bis schwarzes, metallisch glän
zendes Mineral
Enlarlthron’ das; -s, ...thren (zu Î ‘en... u. gr. árthron „Ge
lenk“): Fremdkörperchen im Gelenk (Med.). Enlarlthrose die; -, -n (zu î‘...ose): Nussgelenk (eine Form des Ku
gelgelenks, bei der die Gelenkpfanne mehr als die Hälfte
des Gelenkkopfes umschließt; z.B. Hüftgelenk; Med.)
Enalta* die (Plur.) (zu gr. énatos „der neunte Tag“): im an
tiken Griechenland die am neunten Tag nach einer Bestat
tung am Grab dargebrachten Totenopfer
Enaltilon die; -, -en (zu lat. enatus, Part. Perf. von enasci
„emporwachsen“, u. t‘...ion): Bildung von Auswüchsen
auf der Oberfläche pflanzlicher Organe (Bot.)
en atitenldant [änatä'dä] (/r,): unterdessen, inzwischen
enlaulral (zu î ‘en... u. Taural): im Ohr gelegen od. befind
lich (Med.)
en avant [äna'vä] (/?.): vorwärts!
en bas [ä ba] (/?.; „(nach) unten“): niedrig (Ballett)
en bloc [ä'blak] (/?.): im Ganzen, in Bausch u. Bogen.
En-bloc-Ab|stim|mung die; -, -en: Abstimmung über
eine Vorlage in ihrer Gesamtheit od. über mehrere zur
Wahl stehende Kandidaten in einem Wahlgang.
En-bloc-Re|sek|ti|on die; -, -en (zu tResektion): erwei
terte Radikaloperation eines 1 malignen Tumors, wobei
gleichzeitig eventuell mitbefallene Nachbarorgane u. -gewebe entfernt werden (Med.)
en calbolchon [akabɔ'ʃo] (/>.): glatt geschliffen mit ge
wölbter Oberseite u. flacherer Unterseite (von Edelstei
nen); vgl. Cabochon
Enlcaldrelment* [äkadra’mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
encadrement zu encadrer, vgl. enkadrieren): (veraltet)
Encoignure
Einfassung, Einrahmung, enlcaldrielren vgl. enkadrie
ren
en calnailte [äka'na:j] </?.): verächtlich, wegwerfend, encanaillieiren [äkanaji:...], sich (aus gleichbed. fr. s’en
canailler): (veraltet, abwertend) sich mit Menschen der
unteren sozialen Schicht abgeben, sich zu ihnen hinunter
begeben
en carlrière [aka'rjɛ:r] (/r,): in vollem Laufe
En|cein|te [a'sɛ:t(ə)] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed. fr. en
ceinte, eigtl. „Umschließung“, zu enceindre „einschlie
ßen“, dies aus /at. incingere „umgeben; umgürten“): Um
wallung, Außenwerk einer Festung (Mil.)
En|cel|lu|le|ment [äselyla'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. encellulement zu t2en... u. cellule „Zelle“, dies aus lat.
cellula, Verkleinerungsform von celia): (veraltet) Einzel
haft
En|ce|pha|li|tis [...ts...] vgl. Enzephalitis. Enlcelphallon
das; -s, ...la (zu gr. egképhalos „Gehirn“, eigtl. „was im
Kopf ist“, u. t',,,on): svw. Cerebrum. Enlcelphallolpathie vgl. Enzephalopathie
En|chai|ne|ment [aʃɛnə'ma:] das; -s, -s (aus/r, enchaîne
ment „Verkettung“ zu enchaîner „verketten, verknüpfen“,
dies zu î2en... u. chaîne „Kette“ (aus lat. catena)): Folge
von mehreren Bewegungen, die zu einer größeren Ballett
figur zusammengeschlossen sind
enlchanltiert [aʃa'ti:nt] (aus gleichbed. fr. enchanté, eigtl.
Part. Perf. von enchanter „entzücken, bezaubern“, dies
aus lat. incantare, eigtl. „durch Singen einer Zauberformel
auf jmdn. einwirken“; vgl. ...iert): (veraltet) bezaubert,
entzückt
enlchaslsielren [aʃa...] (aus. gleichbed. /r. enchâsser zu
î2en... u. châsse „Fassung“, dies aus lat. capsa „Behält
nis“): (veraltet) einen Edelstein einfassen. Enlchaslsulre
[äj’a'sy:ra] die; -, -n (aus gleichbed. fr. enchässure): (veral
tet) Einfassung von Edelsteinen
En|chei|re|se die; -, -n (ausgr. egcheiresis „das Angreifen,
Behandeln“): Handgriff; Operation (Med.). Enlcheilresis Na tu rae [- ,,,rɛ] die; - - (zu lat. natura „Natur“):
Handhabung, Bezwingung der Natur (z.B. in Goethes
„Faust“)
Enlchère [a'ʃɛ:r] die; -, -n [...ran] (aus gleichbed. fr. enchère
zu eher „teuer“, dies aus lat. carus) : (veraltet) höheres Ge
bot [bei Versteigerungen], en|che|rie|ren [aʃe'ri:...] (aus
gleichbed. fr. enchérir): (veraltet) steigern, überbieten
Enlchilrildilon das; -s, ...ien [...ion] (über gleichbed. spätlat. enchiridion aus gr. egeheiridion, eigtl. „das in der
Hand Seiende“): (veraltet) kurz gefasstes Handbuch
enlchonldral* [...çon...] (zu î'en..., gr. chóndros „Knor
pel“ u. Î ‘...al (l)): im Knorpel liegend (Med.). Enlchondrom* das; -s, -e (zu t...om): Knorpelgeschwulst (Med.)
Enlchylträe* [.. .çy...] die; -, -n (meist Plur.) (zu Î ‘en... u. gr.
chÿtra „irdener Topf', weil diese Würmer u.a. in Blumen(topf)erde vorkommen): gelblich weißer, in feuchtem
Boden lebender Ringelwurm, beliebtes Aquarienfischfut
ter
Enlcolder [ɪn'koodə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. encoder
zu to encode, vgl. encodieren): Einrichtung zum Ver
schlüsseln von Daten usw. ; [Daten]Verschlüsseler in einem
tComputer; Ggs. TDecoder. en|co|die|ren [enko...] (aus
gleichbed. engl. to encode zu code, vgl. Code): [eine Nach
richt] mithilfe eines Codes verschlüsseln; Ggs. Tdecodieren. En|co|die|rung die; -, -en (zu Î ...ierung): Verschlüs
selung [einer Nachricht] mithilfe eines Codes. Enlcolding
[ɪn'koʊ...] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. encoding): Ver
schlüsselung einer Nachricht (Techn.; Kommunikations
forschung); Ggs. t Decoding
Enlcoilgnure* [äko njy:r] die; -, -n [...ran] (aus gleichbed.
fr. eneo(i)gnure zu î2en... u. coin „Ecke, Winkel“, dies aus
lat. cuneus „Keil; Pflock“): Eckschränkchen (des 18. Jh.s)
394
Encomienda
[...k...] 4/e; -, -s (aus span, encomienda
„Auftrag; Schutz“ zu encomendar „empfehlen; beauftra
gen, anvertrauen“): Landbesitz, der den span. Eroberern
Amerikas von der Krone verliehen wurde
Enlcounlter [ɪn'kaontə] das od. der; -s, - <aus engl. encoun
ter „(unerwartete) Begegnung, Zusammentreffen“ zu
(alt)fr. encontre „gegen“, dies aus spätlat. incontra zu lat.
contra „gegen“): 1. Begegnung, Zusammenstoß. 2. Grup
pentraining zur Steigerung der Î Sensitivität (Sensitivitätstraining), bei dem die spontane Äußerung von t Aggressio
nen, Î Sympathien u. Î Antipathien eine besondere Rolle
spielt (Psychol.). Enlcounlterlgruplpe die; -, -n: Perso
nenkreis, der an einem Î Sensitivitätstraining teilnimmt
(Psychol.)
en|cou|ra|gie|ren [akura'ʒi:...] (aus gleichbed. fr. encou
rager zu î2en... u. courage, vgl. Courage): ermutigen, an
feuern
en coulronne [ä ku'rɔn] (fr.; „als Krone“): die Arme kro
nenartig über dem Kopf kreuzend (Ballett)
Enlcriler* [äkrije:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. encrier zu
encre „Tinte“): (veraltet) Tintenfass
Enlcrilnus* [sn'kri:...] der; -, ...ni (aus gleichbed. nlat. encrinus zu Î'en... u. gr. krinon „Lilie“): ausgestorbene Gat
tung der Seelilien
end.... End... vgl. endo..., Endo...
...end (aus der lat. Gerundivendung-endus; vgl. ...and): bei
männlichen Substantiven auftretende Endung mit passivi
scher Bedeutung, z.B. Dividend = Zahl, die geteilt wer
den soll
En|da|or|ti|tis* die; -, ...itiden (zu tendo... u. tAortitis):
Entzündung der inneren Gefäßwandschicht der Î Aorta
(Med.)
En ldar|te|ri|ek|to|mie* die; -, ...ien (zu Tendo..., T Arterie
u. Î...ektomie): operative Entfernung der krankhaft ver
dickten Innenwand einer Arterie (Med.). En|dar|te|rili
tis ¿¿e; -, ...itiden: Entzündung der innersten Gefäßwand
schicht der Schlagadern (Med.)
En|delca|sil|lalbo [...ka...] der; -[s], ...bi (aus gleichbed. it.
endecasílabo zu lat. hendecasyllabus „elfsilbig; elfsilbiger
Vers“, dies aus gr. hendekasÿllabos): ital. elfsilbiger Vers
(des Î Sonetts, der Î Stanze u. der t Terzine); vgl. Hendekasyllabus
Enlde cha [ɛn'dɛʧa,span.ɛn'detʃa]die;-,-s(ausgleichbed.
span, endecha, dies vermutlich zu lat. indicta „Angesag
tes“, Part. Perf. von indicere „ansagen“): span. Strophen
form, bes. in Klageliedern u. Trauergedichten
Enldeilxis die; -, ...xen (ausgleichbed.gr. éndeixis zugr. endeiknÿnai „anzeigen“): (veraltet) a) Anzeige, Anklage; b)
Anzeichen
Enldelmie die; -, ...ien (zu gr. éndêmos „im Volke, einhei
misch; an einem Ort verweilend“ (Analogiebildung zu
ÎEpidemie)): örtlich begrenztes Auftreten einer Infekti
onskrankheit (z. B. der Malaria in [subtropischen Sumpf
gebieten; Med.); vgl. Epidemie, enldelmisch (aus
gleichbed. gr. éndêmos): a) [einheimisch; b) örtlich be
grenzt auftretend (von Infektionskrankheiten; Med.) ; c) in
einem bestimmten Gebiet verbreitet (Biol.). Enldelmismus der; - (zu t...ismus (2)): Vorkommen von Tieren u.
Pflanzen in einem bestimmten begrenzten Bezirk (Biol.).
Enldelmilten die (Plur.) (zu t3...it): Pflanzen- bzw. Tier
gruppe, die in einem begrenzten Lebensraum vorkommt
(Biol.)
en|den|tie|ren [âdà...] (aus gleichbed. fr. endenter zu
î2en... u. dent „Zahn; Zacke“, dies aus to. dens, Gen. den
tis): (veraltet) mit Zähnen versehen, auszacken
enlderlgolnisch* (zu î endo... u. gr. érgon „Werk, das Wir
ken“): Energie (2) verbrauchend
enlderlmal (zu î'en... u. tdermal): in der Haut [befind
lich], in die Haut [eingeführt] (Med.)
En|co|mi|en|da
das; -s, -e (über türk, enderun aus dem Pers.): für
Frauen bestimmter Raum des [alt]pers. Hauses
enldeslmal (zu Î 'en..., gr. desmós „Band, Gelenkband“ u.
t',,,al (1)): im Bindegewebe [vorkommend, liegend]
(Med.)
en déltail [à de'taj] (fr.; vgl. Detail): im Kleinen, einzeln;
im Einzelverkauf; Ggs. Ten gros. En|de|tail|han|del der;
-s: (veraltet) Einzelhandel
En|di|o|me|ter das; -s, - (zu gr. éndios „mittäglich“ u.
t '...meter): altes Gerät zur Bestimmung des Meridians
Enldilvie [...via] die; -, -n (überfr. endiveu. mlat., it. endivia
aus spätlat. intiba zu lat. intubus „Zichorie, Endivie“, dies
aus gr. entÿbion, eigtl. „im Januar wachsende Pflanze“ (zu
ägypt. töbi „Januar“)): eine Salatpflanze (Korbblütler)
enldo..., En|do..., vor Vokalen meist end..., End... (aus
gleichbed. gr. éndon): Präfix mit der Bedeutung „innen,
innerhalb“, z. B. endogen, Endaortitis
Enldolalllerlgie die; -, ...ien (zu tendo... u. t Allergie): Al
lergie, bei der die t Allergene im Körper selbst entstehen
(Med.)
En|do|bi|ont der; -en, -en (zu Tendo... u. T...biont): Lebe
wesen, das in einem anderen lebt; Ggs. ÎEpibiont. Enldobiose die; -, -n (zu t...biose): Gemeinschaft meist ver
schiedenartiger Lebewesen, von denen eines der beiden im
anderen lebt (z.B. Bakterien im Darm der Tiere; Biol.);
Ggs. ÎEpibiose. enldobiotisch: die Endobiose betref
fend, auf ihr beruhend (Biol.)
Enldolblasltelse* die; -, -n (zu tendo..., gr. blastós
„Spross, Trieb“ u. t...ese>: durch Ausscheidungaus Rest
lösungen bewirkte spät- bzw. nachmagnetische Verände
rung von Tiefengesteinen (Geol.)
endobronchial (zu fendo... u. Tbronchial): in eine
Bronchie hinein, innerhalb einer Bronchie (z.B. von
krankhaften Veränderungen; Med.)
En|do|car|di|tis [...k...] vgl. Endokarditis. Enldolcarldium das; -s, ...dia (aus nlat. endocardium „Herzinnenhaut“
zu Îendo... u. gr. kardia „Herz“): svw. Endokard
enldolchonldral* [...çon...] vgl. enchondral
En do cra ni um* [...k...] vgl. Endokranium
En do derimis die; -, ...men (zu îendo... u. gr. dérma
„Haut“; Analogiebildung zu ÎEpidermis): innerste Zell
schicht der Pflanzenrinde, hauptsächlich bei Wurzeln
(Bot.)
Endodontie* die; - (zu Îendo..., gr. odoús, Gen. odóntos
„Zahn“ u. t2...ie): Lehre vom normalen Aufbau u. von den
Krankheiten des Zahninneren
Enldolenlzym das; -s, -e (zu îendo... u. ÎEnzym): Enzym,
das im t Protoplasma lebender Zellen entsteht u. den or
ganischen Stoffwechsel steuert;Ggs. Ektoenzym
En|do|fo|to|gra|fie die; -, ...ien (zu tendo... u. TFotografie): Dokumentation von Befunden der Î Endoskopie
Enldolgajlon das; - (zu Îendo,,,,gr. gala „Erde“ u. on, Part.
Präs, von etnai „sein“): Lebensraum der unter der Erd
oberfläche im Erdboden lebenden Organismen (Biol.)
Enldolgalmie die; - (zu tendo... u. î ...garnie (2)>: Heirats
ordnung, nach der nur innerhalb eines bestimmten sozia
len Verbandes (z. B. Stamm eines Naturvolkes, Kaste) ge
heiratet werden darf; Ggs. T Exogamie
enldolgen (aus gr. endogenës „innen, im Hause geboren“
zu Îendo... u. t ...gen): 1. a) im Körper selbst, im Körperinnern entstehend, von innen kommend (von Stoffen,
Krankheitserregern od. Krankheiten; Med.); Ggs. texo
gen (1 a); b) innen entstehend (von Pflanzenteilen, die
nicht aus Gewebeschichten der Oberfläche, sondern aus
dem Innern entstehen u. die unbeteiligten äußeren Gewe
beschichten durchstoßen; Bot.); Ggs. texogen (1 b). 2.
von Kräften im Erdinneren erzeugt (Geol.); Ggs. Îexo
gen (2)
Enldokanlniballismus der; - (zu tendo... u. Î KannibaEnldelrun
395
lismus): das Verzehren von Angehörigen des eigenen
Stammes; Ggs. 1 Exokannibalismus
En do kard das; -[e]s, -e (zu Tendo... u. gr. kardia „Herz“):
Herzinnenhaut (Med.). En|dolkar|di|tis die; -, ...itiden
<zu Î ...itis>: Herzinnenhautentzündung, bes. an den Herz
klappen (Med.). En|do|kar|dolse i//e-,` -, -n (zu t ’...ose):
Entartungserscheinung an der Herzinnenhaut (Med.). Endoikard skle ro se die; -, -n: bindegewebige Verände
rung der Herzinnenhaut im Bereich der Herzhöhlen od.
Herzklappen (Med.)
Enldolkarp das; -s, -e (zu Îendo... u. gr. karpós „Frucht“):
bei Früchten die innerste Schicht der Fruchtwand (z.B.
harte Schale des Steins bei Pfirsichen od. Aprikosen;
Bot.); vgl. Exokarp u. Mesokarp
En dolkralni um’ u. Endocranium [...k...] das; -s, ...ien
[---iən] (aus nlat. endocranium, eigtl. „Schädelinneres“, zu
tendo... u. gr. kranion „Schädel“): svw. Dura Mater
enldolkrin* (zu endo... u. gr. krinein „scheiden, trennen,
sondern“): mit innerer ÎSekretion verbunden (von Drü
sen; Med.); Ggs. texokrin. En|do|kri|nie die; - (zu
t2...ie): durch Störung der inneren Î Sekretion verursach
ter Krankheitszustand (Med.). Enldolkrilnilum das; -s
(zu T...ium>: das funktionelle System der innersekretori
schen Drüsen, einschließlich der regulatorischen Zentren
(Med.). en|do|kri|nolgen (zu t...gen): von Drüsen mit
innerer Î Sekretion ausgehend od. hervorgerufen (Med.).
Enldolkrilnollolge der; -n, -n (zu t...loge): Wissen
schaftler auf dem Gebiet der Endokrinologie. Enldolkrinollogie die; - (zu Î ...logie): Lehre von den endokrinen
Drüsen (Med.). en|do|kri|no|lo|gisch (zu Î...logisch):
die Endokrinologie bzw. die innere t Sekretion betreffend
(Med.)
Enldollith [auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (meist
Plur.) (zu tendo... u. T ...lith): niedere Pflanze (vor allem
Flechten u. Blaualgen), deren Î Thallus tief in Steine ein
wächst (Bot.)
Enldollymlphe die; -, -n (zu tendo... u. tLymphe): Flüs
sigkeit im häutigen Labyrinth des Innenohrs der Wirbel
tiere u. des Menschen (Biol. ; Med.)
Enldollylsin das; -s, -e (meist Plur.) (zu tendo... u. ÎLysin):
weißen Blutkörperchen entstammender, Bakterien abtö
tender Stoff
enldolmeltrilal* (zu î endo..., gr. metra „Gebärmutter“ u.
t’.-.al (1)): das Endometrium betreffend, von ihm ausge
hend (Med.). En|do|me|tri|o|se die; -, -n (zu t‘...ose>:
das Auftreten verschleppten Gebärmutterschleimhautge
webes außerhalb der Gebärmutter (Med.). Enldolmeltritis die; -, ...itiden (zu t,,,itis): Entzündung der Gebärmut
terschleimhaut (Med.). En|do|me|tri|um das; -s, ...trien
[,,,iən] (zu t...ium): Gebärmutterschleimhaut (Med.)
En|do|mi|to|se die; -, -n (zu 1endo... u. Î Mitose): Chromo
somenverdoppelung im Zellkern ohne Spindelbildung u.
ohne anschließende Zellteilung (Biol.)
enldomlmalgielren [adɔma'ʒi:...] (aus gleichbed. fr. en
dommager zu (2en... u. dommage „Schaden, Beschädi
gung“): (veraltet) beschädigen; Schaden zufügen
enldolmprph (zu tendo... u. T...morph): 1. die Endomorphose betreffend, durch sie hervorgerufen (Geol.); Ggs.
texomorph. 2. die Endomorphie betreffend, (pyknisch.
En|do|mor|phie die; - (zu Î...morphie): Konstitution ei
nes bestimmten Menschentyps, der ungefähr dem t Pykni
ker entspricht; vgl. Ektomorphieu. Mesomorphie. Enldomorphismus der; -, ...men (zuf ...ismus (2)>: Abbildung
einer algebraischen Struktur in sich, Sonderform des Î Ho
momorphismus (Math.). Enldo|mor|php|se die; -, -n: in
nere Umwandlung eines Erstarrungsgesteins unter Ein
fluss der Umgebung (Geol.); Ggs. (Exomorphose
Enldomyces [,..'my:tse:s] u. Endomyzes die (Plur.) (aus
gleichbed. nlat. endomyces (Plur.) zu î endo... u. gr. mÿkës
Endossement
„Pilz“): den Hefen nahestehende Pilzgattung (Krank
heitserreger; Med.)
En|do|myo|kar|di|tis die; -, ...itiden (Kurzw. aus tEndokard, t Myokard u. ] ...itis}-. Entzündung der Herzinnen
haut u. des Herzmuskels (Med.)
En|do|my|si|um das; -s, ...ien [,,-iən] (zu îendo..., gr. mÿs
„Muskel“ u. t...ium): zwischen den Muskelfasern befind
liches, lockeres Bindegewebe (Med.)
En|do|my|zes [,,,tse:s] vgl. Endomyces
En|do|neu|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (zu t endo..., gr. neu
ron „Sehne, Nerv“ u. (...¡um): an Blutgefäßen reiches,
zwischen den Nervenfasern eines Nervs befindliches Bin
degewebe (Med.)
En|do|pa|ra|sit der; -en, -en (zu tendo... u. t Parasit): Pa
rasit (1), der im Innern anderer Tiere bzw. Pflanzen lebt
(Biol., Med.); Ggs. ÎEktoparasit
Enldolphlelbiltis die; -, ...itiden (zu î endo... u. t Phlebitis):
Entzündung der Innenhaut einer Vene (Med.)
Enldolphyt r/er; -en, -en (meist Plur.) (zu tendo... u.
t. ..phyt): in anderen Pflanzen oder Tieren lebende Bakte
rien od. [niedere] Pflanzen (Biol.). Enldolphyltie der; -,
...ien (zu T2...ie>: nach innen gerichtetes Wachstum (von
Geweben, Tumoren; Med.), enldolphyltisch: nach in
nen wachsend (Med.)
En|do|plas|ma das; -s, ...men (zu îendo... u. ÎPlasma): in
nere Schicht des (Protoplasmas bei Einzellern (Biol.);
Ggs. tEktoplasma. en|do|plas|ma|tisch: innerhalb des
Zellplasmas gelegen; endoplasmatisches Retikulum: mit
t Ribosomen besetzte Netzstruktur in einer Zelle (Biol.)
En|do|pro|the|se dze; -, -n (zu tendo... u. tProthese): aus
Kunststoff, Metall o.Ä. gefertigtes Ersatzstück, das im
(Organismus den geschädigten Körperteil ganz od. teil
weise ersetzt (Med.)
En|do|ra|dio|gralfie, auch ...gralphie die; - (zu 1endo...
u. tRadiografie): Sammelbez. für Röntgenuntersuchungs
methoden, die mit 1 Kontrastmitteln arbeiten
Enldorlphin das; -s, -e (meist Plur.) (Kunstw. aus t enrfogen
u. Morphin';: körpereigener Eiweißstoff (Hormon), der
schmerzstillend wirkt
En|do|ske|lett das; -[e]s, -e (zu îendo... u. t Skelett): knor
peliges od. aus Knochen bestehendes Innenskelett der
Wirbeltiere (Biol.); Ggs. (Ektoskelett
’Enldoskop* das; -s, -e (zu (endo... u. t...skop>: in eine
Lichtquelle eingeschlossenes optisches Instrument zur
Untersuchung von Hohlorganen u. Körperhöhlen sowie
zur gezielten Gewebsentnahme (Med.). 2En|dolskop der;
-en, -en (zu gr. skopös „Späher, Wächter“): (selten) Fach
arzt für Endoskopie (Med.). Enldolskolpie die; -, ...ien
(zu 1 ...skopie): Ausleuchtung u. Ausspiegelung einer Kör
perhöhle mithilfe des Endoskops (Med.), enldolskopisch: a) das Endoskop betreffend; b) die Endoskopie be
treffend; c) mittels Endoskop
En dos moise* die; -, -n (zu (endo... u. (Osmose): 1. im
Gegensatz zur Î Exosmose die von außen nach innen ge
richtete osmotische Bewegung eines Stoffes durch eine
Membran in das Innere eines geschlossenen Systems
(Biol.). 2. svw. Kataphorese
endosomatisch (zu 1 endo... u. tsomatisch): innerhalb
des Körpers (Med.)
En|do|so|no|gra|fie, auch ...gralphie die; - (zu (endo...
u. T Sonografie): spezielles Verfahren der Ultraschalldiag
nostik zur Darstellung von Organen od. Organteilen von
innen (Med.)
Enldolsperm das; -s, -e (zu (endo... u. gr. spérma „Sa
men“): Nährgewebe im Pflanzensamen (Bot.)
Enldolspolre die; -, -n (meist Plur.) (zu 1 endo... u.gr. sporá
„Saat; Frucht“): im Innern eines Sporenbehälters entste
hende Spore (bes. bei Pilzen; Bot.)
Enldoslselment [adɔsə'ma:] das: -s, -s (aus gleichbed. fr.
Endosseur
396
der Lehre der Energetik (2). Enerlgeltilkum das; -s,
endossement zu endosser, vgl. endossieren): (veraltet)
...ka (zu ɪ,,,ikum): Droge, die leistungssteigernd wirkt
svw. Indossament. Enldoslseur [âdo'som] der; -s, -e (aus
(Pharm.). ener ge tisch (aus gr. energëtikôs „wirksam,
gleichbed. fr. endosseur): (veraltet) svw. Indossant, enkräftig“; vgl. Energie): 1. die Energie betreffend, auf ihr
doslsielren [à...] (aus gleichbed. fr. endosser zu dos „Rü
beruhend (Phys.). 2. die Energetik betreffend; energeti
cken“, dies über vulgärlat. dossum aus gleichbed. lat. dor
scher Imperativ: „Verschwende keine Energie, verwerte
sum): (veraltet) svw. indossieren
sie!“ (Grundsatz der Philosophie von W. Ostwald); ener
Enldost* das; -[e]s (zu Tendo... u. gr. osteón „Knochen“):
getische Sprachbetrachtung: Auffassung, die Sprache
faserige Haut über dem Knochenmark an der Innenfläche
nicht als einmal Geschaffenes, sondern als ständig wir
der Knochenhöhlen (Med.)
kende Kraft zu betrachten (Sprachw.). enerlgilco [--dʒɪEnldolsymlbilolse die; -, -n (zu Îendo... u. TSymbiose): le
ko] (it.; vgl. Energie): energisch, entschlossen (Vortrags
bensnotwendige Form des ständigen Zusammenlebens
anweisung; Mus.). Enerlgilde [,,,'gi:də] die; -, -n (zu
verschiedener Organismen (z.B. Bakterien im Vormagen
T...ide): die Funktionseinheit eines einzelnen Zellkerns
der Wiederkäuer; Zool.)
mit dem ihn umgebenden u. von ihm beeinflussten Zell
En|do|thel das; -s, -e (zu tendo... u. gr. thëlë „Brustwar
plasma (Biol.). Enerlgie die; -, ...ien (über fr. énergie
ze“): Zellschicht an der Innenfläche der Blut- u. Lymph
„Tatkraft, Wirkung“ aus spätlat. energia, gr. enérgeia
gefäße (Med.). Enldolthellilom das; -s, -e (zu t...om>: ge
„wirkende Kraft“, dies zu gr. energós „einwirkend“ (zu
schwulstförmige Neubildung aus Endothelzellen (Med.).
en „hinein“ u. érgon „Werk, Wirken“)): 1. (ohne Plur.) a)
En|do|the|li|o|se die; -, -n (zu t '...ose): svw. Retikulose.
mit Nachdruck, Entschiedenheit [u. Ausdauer] eingesetz
Enldolthellilum das; -s, ...ien [...ion] (zu T...ium>: svw.
te Kraft, um etw. durchzusetzen; b) starke geistige u. kör
Endothel
perliche Spannkraft. 2. Fähigkeit eines Stoffes, Körpers
enldoltherm (zu Tendo... u. T...therm): wärmebindend;
od. Systems, Arbeit zu verrichten, die sich aus Wärme,
endotherme Prozesse: Vorgänge, bei denen von außen
Bewegung o.Ä. herleitet (Phys.), enerlgielinltenlsiv:
Wärme zugeführt werden muss (Phys., Chem.)
bei der Herstellung von etwas viel Energie verbrauchend.
Enldolthrix* die; - (zu Tendo... u. gr. thrix „Haar“): Gat
tung der Fadenpilze (Erreger von Haar- u. Nagelkrankhei
Enerjgielkrilse die: -, -n: ÎKrise (2) in der Versorgung
mit Energie. Enerlgielnilveau das; -s, -s: Kennzeich
ten; Biol., Med.)
nung der Energie, die ein Î quantenmechanisches System
enldolthym (zu Îendo... u. gr. thymös „Gemüt, Gemütsre
gung“): die Schicht des Psychischen betreffend, die das
(Kern, Atom, Molekül, Festkörper) haben kann
(Kernphys.). Ener|gie|po|li|tik die; -: Gesamtheit der
Unbewusste, die Affekte, die Gefühle umfasst (Psychol.)
endotok (zuT endo... u. gr. tökos „das Gebären“): sich im
Maßnahmen, durch die der Staat auf die strukturelle Ent
mütterlichen Körper entwickelnd (von Eiern [vor allem
wicklung des Energiesektors hinzuwirken versucht.
der Insekten] gesagt, deren Entwicklung schon vor ihrer
ener|gie|po|li|tisch: die Energiepolitik betreffend.
Ablage beginnt u. bis zur Larve od. Puppe fortschreiten
Enerlgielprinlzip das; -s: Prinzip von der Erhaltung der
kann; Zool.)
Energie (Phys.). Ener|gie|re|ser!ve die; -, -n (meist
En|do|to|xin das; -s, -e (zu Tendo... u. TToxin): Bakterien
Plur.): Reserve an Energie. Ener|gie|ver|sorlgung die;
gift, das erst mit dem Zerfall der Bakterien frei wird
-: Einrichtungen und Vorgänge, die der Erzeugung und
enldoltroph* (zu Tendo... u. T...troph): sich innen ernäh
Verteilung von Energie, bes. elektrischer Energie, dienen.
rend (Eigenschaft von Pilzen, deren Wurzelfäden in das
Enerlgilkus der; - (aus gleichbed. nlat. (modus) energiInnere der Wurzelzellen höherer Pflanzen eindringen;
cus zu gr. energós „einwirkend“; vgl. Energie): Modus
Bot.)
des Verbs in den semit. Sprachen zur Bezeichnung einer
enldolzenltrisch* (zu Tendo... u. Îzentrisch): zur gleichen
kategorischen Behauptung (z.B. bei Aufforderung, Ver
Formklasse gehörend (von einer sprachlichen Konstruk
bot, nachdrücklicher Bestätigung; Sprachw.). ener
tion, die der gleichen Kategorie angehört wie eines ihrer
gisch (nach gleichbed. fr. énergique): a) starken Willen
konstituierenden Glieder; z.B. großes Haus - Haus;
u. Durchsetzungskraft habend u. entsprechend handelnd,
Sprachw.); Ggs. T exozentrisch
zupackend, tatkräftig; b) von starkem Willen und Durch
'En du ro die; -, -s (aus gleichbed. span, enduro zu endure
setzungskraft zeugend; c) entschlossen, nachdrücklich,
cer „abhärten, hart machen“, dies aus lat. indurescere
enerlgilsielren (zu T ...isieren): (veraltet) tatkräftig ma
„hart werden“ zu durus „hart“): geländegängiges Motor
chen; nachdrücklich wirken. ener|go|che|misch:
rad. 2En|du|ro das; -s, -s (zu * 'Enduro): Zuverlässigkeits
durch chemische Reaktionen erzeugt (Energie). Enerwettbewerb für Motorräder auf Geländerundkursen mit
gu me nos der; -, ...noi [...noy] (aus gleichbed. gr. enerSonderprüfungen
goümenos, substantiviertes Part. Präs, von energeɪn
en écart [ane'ka:r] (fr.; „im Spagat“): die Beine während
„(be)wirken, tätig sein“): (veraltet) Besessener, Schwär
des Sprungs betont spreizend (Ballett)
mer, unter dämonischem Einfluss stehender Mensch,
Enelchem* das; -s (ausgr. enëchëma „der in einem Körper
enerlgulmisch:
(veraltet) schwärmerisch, rasend.
erzeugte od. tönende Schall“): Ohrenklingen, Ohrenbrau
Enerlgyldrink ['ɛnədʒɪ,i.] rfer; -[s], -s (zu engl. energy,
sen (Med.)
dies über fr. énergie aus spätlat. energia, vgl. Energie):
en eflfet [äne'fe] (/?.; zu effet, vgl. Effet): tatsächlich, in der
Energie spendendes, alkoholfreies Getränk
Tat
Ener|va|ti|on [...v...J die; -, -en (aus lat. enervatio „Entneren égard [âne'ga:r] (fr.; zu fr. égard, vgl. Egard): (veraltet)
vung“ zu enervare, vgl. enervieren): svw. Enervierung;
in Anbetracht, in Betreff
vgl. ...ation/...ierung. enerlvielren (aus lat. enervare
Enerlgeia die; - (aus gleichbed. gr. enérgeia): (in der aris
„entkräften, schwächen“, eigtl. „die Nerven herausneh
totelischen Philosophie gleichbedeutend mit) Tätigkeit,
men“): 1. jmds. Nerven überbeanspruchen; aufNervenu.
Tatkraft, Bereitschaft zum Handeln; vgl. Dynamis. Ener
seelische Kräfte zerstörerisch wirken. 2. die Verbindung
getik die; - (zu gr. energëtikôs „wirksam, kräftig“; vgl.
zwischen Nerv u. dazugehörigem Organ ausschalten
'...ik (1)): 1. Wissenschaft von allen industriell genutzten
(Med.). Enerlvielrung die; -, -en (zu T ...ierung): 1. Über
Formen der Energie u. ihrer Umwandlung. 2. philosophi
beanspruchung der Nerven; Belastung der seelischen
sche Lehre, die die Energie als Wesen u. Grundkraft aller
Kräfte. 2. Ausschaltung der Verbindung zwischen Nerv u.
Dinge erklärt (W. Ostwald). Ener|ge|ti|ker der; -s, -: 1.
dazugehörigem Organ (Med.); vgl. ...ation/...ierung
Fachmann auf dem Gebiet der Energetik (1). 2. Vertreter en face [à 'fas] (fr.; zu face „Gesicht“, dies über spätlat. fa-
397
cia aus gleichbed. lat. facies): von vorn [gesehen]; in gera
der Ansicht (bes. von Bildnisdarstellungen)
en falmille [äfa'mij] <fr.; eigtl. „in der Familie"; zu famille
„Familie“, dies aus lat. familia): in engem, vertrautem
Kreise
Enlfants per dus [âfâper'dy:] die (Plur.) (aus fr. enfants
perdus, eigtl. „verlorene Kinder"): (veraltet) leichte Fuß
truppen, die zuerst angreifen, gefährdete Vorposten
(Mil.). Enlfant ter ri ble [äfäte’ribl] das; - -, -s -s [äfätsribl] (aus gleichbed. fr. enfant terrible, eigtl. „schreckli
ches Kind“): jmd., der seine Umgebung durch unange
brachte Offenheit in Verlegenheit bringt od. sie durch sein
Verhalten schockiert
Enlfillalde [äfi...] die; -, -n (aus fr. enfilade „Aneinander
reihung" zu enfiler, vgl. enfilieren): Raumfolge, Zimmer
od. Gebäudeflucht. en|fi|lie|ren (aus gleichbed. fr. enfi
ler zuî2en...u.fil „Faden“, dies aus/at. filum): 1.(veraltet)
einfädeln, aneinanderreihen. 2. ein Gelände [in seiner gan
zen Ausdehnung] beschießen (Mil.)
enlflamlmieiren [äfla...] (aus gleichbed. fr. enflammer,
dies aus lat. inflammare): (veraltet) entflammen, begeis
tern, entzücken
Enfle [äfl] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. enfle zu enfler „auf
blähen“, dies aus lat. inflare): franz. Kartenspiel
Enlfieulralge [aflæ'ra:ʒə] die; - (aus gleichbed. fr. enfleu
rage zu enfleurer „Blumenduft geben“, dies zu t2en... u.
fleur, vgl. Fleur): Verfahren zur Gewinnung feiner Blu
mendüfte in der Parfümindustrie
Enlfonl ceIment [äföso'mä:] das; -s, -s (aus/r. enfoncement
„Vertiefung; zurückspringender Teil der Fassade; abgele
gener Ort“ zu enfoncer, vgl. enfoncieren): (veraltet) a)
Vertiefung; b) Hintergrund (von Gemälden), enlfonlcieren [âfô’si:...] (aus gleichbed. fr. enfoncer zu î2en... u. fond
„Grund, Boden, Tiefe“, dies aus lat. fundus): (veraltet)
einschiagen; einbrechen, durchbrechen; einsinken
Enlgalgeantes [äga/ät] die (Plur.) (aus fr. engageantes
„Spitzenärmel“ zu engageant „verlockend, reizend, ver
führerisch“): meist dreistufige Spitzen od. Leinenrüschen
als Abschluss der Ärmel von Rokokokleidern
Enlgalgelment [agaʒəma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
engagement zu engager, vgl. engagieren): 1. (ohne Plur.)
weltanschauliche Verbundenheit mit etwas; innere Bin
dung an etwas; Gefühl des inneren Verpflichtetseins zu et
was; persönlicher Einsatz. 2. Anstellung, Stellung, bes. ei
nes Künstlers. 3. (veraltet) Aufforderung zum Tanz. 4.
Verpflichtung, zur festgesetzten Zeit gekaufte Papiere ab
zunehmen, zu bezahlen od. die für diesen Tag verkauften
zu liefern (Börsenw.). enlgalgielren [aga'ʒi:...] (aus fr.
engager „verpflichten, in Dienst nehmen“ zu t2en... u. ga
ge „Pfand, Löhnung“, vgl. Gage): 1. jmdn. (bes. einen
Künstler) unter Vertrag nehmen, für eine Aufgabe ver
pflichten. 2. (veraltend) zum Tanz auffordern. 3. sich -:
sich binden, sich verpflichten; einen geistigen Standort
beziehen. 4. die Klingen aneinander anlehnen, den Kon
takt zwischen den Klingen herstellen (Fechten), enlgagiert (zu Î ...iert): a) entschieden für etwas eintretend; b)
ein starkes persönliches Interesse an etwas habend
en garde [à 'gard] (/?.; vgl. Garde): Kommando, mit dem
die Fechter aufgefordert werden, Fechtstellung einzuneh
men
Enlgasltrilmant* der; -en, -en (aus gleichbed. gr. eggastrimantis zu Î 'en..., gastêr, Gen. gaströs „Magen; Bauch“ u.
mántis „Seher“): mithilfe des Bauchredens Wahrsagender.
Enlgasltrilmanltie die; - (mgr. manteia „Weissagung“):
(veraltet) das Wahrsagen mithilfe des Bauchredens. Engastrius der; -, ...ien [...ion] (aus gleichbed. nlat. engastrius zu gr. gaster, Gen. gaströs „Magen; Bauch"): para
sitäre Doppelmissgeburt, bei der die eine Frucht verküm
mert in der Bauchhöhle der anderen liegt (Med.)
Engrelure
[aʒ(ə)'^:r] die; -, -n [...ron] (aus gleichbed. fr. en
gelure zu t2en... u./r. geler „erfrieren“, dies aus lat. gelare
„ge-, einfrieren“): (veraltet) Frostbeule
En|gi|nee|ring [ɛnʤinɪərɪŋ]
-[s] (aus gleichbed.
engl. engineering zu engineer, vgl. Ingenieur): 1. engl.
Bez. für das Ingenieurwesen. 2. Kurzform von I Human
Engineering, Î Industrial Engineering u. tSocial Engi
neering
En|gi|schi|ki das; -[s] (aus gleichbed. jap. engi-shiki): wich
tigstes Ritualbuch des japan. I Schintoismus aus dem
10. Jh.
Engllishlmatch ['ɪŋglɪʃ'mæʧ] das, auch der; -[e]s, Plur. -s,
auch -e (aus engl. English match „englischer Wettkampf1 ) :
Wettbewerb mit Kleinkalibergewehren, der im liegenden
Anschlag ausgeführt wird. Engllish spo ken ['ɪŋglʧ
'spoʊkon] (.engl.; eigtl. „Englisch gesprochen“): hier wird
Englisch gesprochen, hier spricht man Englisch (als Hin
weis z. B. für Kunden in einem Geschäft). Engllishlwaltz
[... 'wɔ(:)l(t)s] der; -, - (aus gleichbed. engl. English waltz):
langsamer Walzer, engllilsielren [ɛŋɪi...] (zu Î ...isieren):
1. etwas nach engl. Art umgestalten; vgl. anglisieren (1). 2.
einem Pferd die niederziehenden Schweifmuskeln durch
schneiden, damit es den Schwanz hoch trägt
engloutieren* [äglu...] (aus gleichbed. fr. engloutir, dies
aus spätlat. ingluttire „in sich schlürfen“ zu fin... u. lat.
gluttire „verschlucken, verschlingen“): (veraltet) ver
schwenden, durchbringen
Enlgolbe [a'go:bo] die; -, -n (aus gleichbed. fr. engobe zu
engober, vgl. engobieren): dünne keramische Überzugs
masse. enlgolbielren [ago...] (aus gleichbed. fr. engober
zu t2en... u./r. gober „verschlingen“, dies zu galloroman.
gobbo- „Mund“): Tonwaren mit einer keramischen Guss
masse überziehen
Enlgomlmage [agɔ'ma:ʒ] die; -, -n [,,,ʒon] (aus gleichbed.
fr. engommage zu engommer, vgl. engommieren): (veral
tet) a) Gummierung; b) Glasierung von Töpferwaren, engomlmielren [ago...] (aus gleichbed. fr. engommer zu
î2en... u. fr. gomme „Gummi“, dies aus lat. gummi, cummi(s), vgl. Gummi): (veraltet) a) gummieren; b) mit einer
Glasur versehen
Enlgorlgelment [agɔrʒo'nm:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
engorgement, eigtl. „Verstopfung“, zu gorge „Kehle;
Schlund“, dies über spätlat. gurgaaus lat. gurges „Wasser
strudel, Schlund“): Stockung im Wirtschaftsleben
Enlgouelment [ägu'mä:] das; -s, -s (aus fr. engouement
„Verstopfung“, weitere Herkunft unsicher): Stadium ver
mehrter Ansammlung von Blut in den î Kapillaren (An
schoppung) bei einer Lungenentzündung (Med.)
en|gour|die|ren [ägur...] (aus gleichbed. fr. engourdir zu
î2en... u./r. gourd „steif (gefroren)“, dies aus (spät)lat.
gurdus „stumpfsinnig; dumm, tölpelhaft“): (veraltet) be
täuben, einschläfern
Enlgralfie, auch...gra|phie rZze; - (zu Î ‘en... u. t...grafie>:
Aufbewahrung der Gedächtniseindrücke (Med.)
Enlgraislselrie [agrɛsə...] die; -, ...ien (zu fr. engraisser
„mästen“, dies zu î2en... u. fr. graisse, gras „dick, fett“
(aus lat. crassus)): (veraltet) Mastanstalt. Enlgraislseur
[...'s0:b] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. engraisseur): (veral
tet) Viehmäster
En gramm das; -s, -e (zul'en... u. T...gramm>: im Zentral
nervensystem hinterlassene Spur eines Reiz- od. Erlebnis
eindrucks, die dessen Reproduktion zu einem späteren
Zeitpunkt möglich macht; Erinnerungsbild (Med.)
en grande telnue [ä gräto'ny] (fr.; eigtl. „in großer Hal
tung“): im Festanzug, in vollem Staat, en grande toi
lette [à grätoa'lst] (/r,): in großer Toilette (1), in großer
Aufmachung
Enlgrellure [ägre'ly:r] die; -, -n [...ron] (aus gleichbed. fr.
engrêlure zu engrêler „am Rand mit Zierrat ausschmüEnlgellure
en gros
cken“, dies zu Î2en... vt.fr. grêle „Hagel“): (veraltet) Rund
verzierung mit runden Zäckchen, Spitzenrand
en gros [à 'gro] </r.>: im Großen; Ggs. ten détail. Engroslhanldel der: -s: Großhandel.
Enlgroslsist
[agrɔ...] der; -en, -en (zu t2en... u. tGrossist): (österr.)
svw. Grossist
Enlhancelment [ɪn'hɑ:nsmənt] das: -s, -s (zu engl. to en
hance „erhöhen, übertreiben“, dies über altfr. enhauncier
(wohl verderbt aus enhaucier) zu vulgärlat. *inaltiare, dies
zu tin... u. lat. altiare „erheben, erhöhen“): Effekt spezi
fischer Immunseren, das Wachstum von Tumoren zu för
dern, wenn zuvor mit Tumorgewebe od. Tumorantigen
(vgl. Antigen) gegen das t maligne Gewebe desensibilisiert
wurde (Med.)
En|har|mo|nikd/e; - (zu Îenharmonisch u. t2...ik (2)> : ver
schiedene Notierung u. Benennung von Tönen u. Akkor
den bei gleichem Klang (z.B. cis = des; Mus.), enlharmo nisch (aus gr. enharmonikós „übereinstimmend“):
mit einem anders benannten u. geschriebenen Ton den
gleichen Klang habend, harmonisch vertauschbar (in Be
zug auf die Tonhöhe; Mus.); enharmonische Verwechs
lung: Vertauschung u. musikalische Umdeutungenharmo
nisch gleicher Töne od. Akkorde
en haut[ä'no] (fr.; „in der Höhe“): die Arme über den Kopf
haltend (Ballett)
ENI AC [e:niak] der; -s, -s (Kurzw. aus engl. Electronic Nu
merical Integrator and Calculator bzw. Computer „elek
tronischer numerischer Integrator u. (Be)rechner“): erster
elektronischer Rechenautomat
eniglmaltisch (aus engl. enigmatic „rätselhaft“, dies über
spätlat. aenigmaticus aus gr. ainigmatikós zu ainigma
„Rätsel“): svw. änigmatisch
en i vrie ren* [äni’vri:...] (aus gleichbed. fr. enivrer zu
î2en... vt.fr. ivre „betrunken“, dies aus lat. ebrius); (veral
tet) [sich] berauschen; betören, verblenden
Enljamlbelment [ajabə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
enjambement zu enjamber „überschreiten“): Übergreifen
des Satzes in den nächsten Vers; Nichtzusammenfall von
Satz- u. Versende (Metrik)
Enljeu [a'ja:] der: -s, -s (aus gleichbed. fr. enjeu zu t2en... u.
/r. jeu „Spiel“; vgl. Jeu): (veraltet) Spieleinsatz
en|ka|drie|ren* [äka...] (aus gleichbed. fr. encadrer zu
Î2en... v.fr. cadre „Rahmen“; vgl. Kader): (veraltet) ein
fassen, einrahmen
Enlkanlthis die; -, ...thiden (zu I ‘en... u. gr. kanthös „Au
genwinkel“): Vergrößerung der Tränenwärzchen bei Bin
dehautentzündung des Auges (Med.)
en|kaus|tie|ren (zu TEnkaustik u. Î..deren): das Malver
fahren der Enkaustik anwenden. Enlkausltik die: - (aus
gr. egkaustikë (téchnë) „Einbrennkunst“; vgl. Kaustik):
Malverfahren, bei dem die Farben durch Wachs gebunden
sind, enlkausltisch(nachgr. egkaustikós „zum Einbren
nen gehörig“): die Enkaustik betreffend, mit dieser Tech
nik arbeitend, nach diesem Verfahren ausgeführt
Enlkelphallin vgl. Enzephalin
En|kla|ve* [...va] die; -, -n (aus gleichbed. fr. enclave zu en
claver, dies zu t2en... u. lat. clavis „Schlüssel“): vom eige
nen Staatsgebiet eingeschlossener Teil eines fremden
Staatsgebietes; Ggs. ÎExklave (1)
Eniklil se* u. Enlklil sis die: -, ...isen (aus gr. égklisis „das
Hinneigen“): Verschmelzung eines unbetonten Wortes
[geringeren Umfangs] mit einem vorangehenden betonten
(z.B. ugs. „denkste“ aus: denkst du od. „zum“ aus: zu
dem; Sprachw.); Ggs. IProklise. En|kli|ti|kon das; -s,
...ka (aus gleichbed. spätlat. encliticum zu encliticus, vgl.
enklitisch) : unbetontes Wort, das sich an das vorhergehen
de betonte anlehnt (z. B. ugs. kommste aus kommst du:
Sprachw.). enlkliltisch (über spätlat. encliticus aus
gleichbed. gr. egklitikös, eigtl. „sich neigend“): sich an ein
398
vorhergehendes betontes Wort anlehnend (Sprachw.);
Ggs. I proklitisch
en ko die ren vgl. encodieren. Enlkoldielrung vgl. Enco
dierung.
Enlkollpilon das; -s, ...píen [..,iən] (aus gleichbed. mgr. egkólpion zu gr. egkólpios „auf der Brust“): Lauf der Brust
getragene Reliquienkapsel; vgl. Amulett. 2. Brustkreuz
kirchlicher Würdenträger der orthodoxen Kirche; vgl.
Pektorale(l)
Enlkolmilastiter,' -en, -en (aus gleichbed. gr. egkômiastës):
Lobredner. Enlkolmilasltik die; - (zu gr. egkömiastikos
„zur Lobrede gehörig“ u. t2...ik (1)): die Kunst, bedeuten
de u. verdiente Männer in einer Lobrede od. einem Lob
gedicht zu preisen. Enlkolmilon u. EnlkolmilumiZas; -s,
...ien [...ion] (über spätlat. encomium aus gleichbed. gr.
egkömion, dies zu kömos, vgl. Komödie): Lobrede, -gedicht
Enlkolpre sis* die; - (zu î'en... u. gr. kópros „Mist, Dün
ger; Schmutz, Kot“): das Einkoten (bei schwachsinnigen
Kindern)
En|kra|ni|us* der; -, ...ien [...ion] (aus gleichbed. nlat. encranius zu î'en... u. ÎCranium): parasitäre Doppelfehlbil
dung der Form, dass die eine (parasitierende) Frucht in
der Schädelhöhle der anderen liegt (Med.)
Enlkrilnit* [auch ... nit] der; -en, -en (zu î'en..., gr. krinon
„Lilie“ u. î2...it): Versteinerung einer fossilen Seeliliengat
tung
En|kul|tu|ra|ti|on die; - (aus gleichbed. engl.-amerik. enculturation, dies zu î2en..., ÎKultur u. t.-.ation): das Hi
neinwachsen des Einzelnen in die Kultur der ihn umgeben
den Gesellschaft; vgl. Akkulturation
enllaildielren [ale...] (aus gleichbed. fr. enlaidir zu T2en...
vt.fr. laid „hässlich“ (verwandt mit dt. leid) „widerwärtig,
unangenehm“): (veraltet) hässlich machen, entstellen
en l'air [à lɛ:r] </?:>: in der Luft [auszuführen] (von einer
Ballettbewegung)
Enllelvage [alo'va:ʒ] die; -, -n [,,,ʒn] (aus gleichbed. fr. enlevage, eigtl. „das Wegnehmen“, zu enlever „wegnehmen,
beseitigen“): (veraltet) a) Zerstörung; b) das Wegätzen
(der Farbe)
en masse [ä mas] (fr.; „in Masse“): (ugs. emotional) in
großer Menge, Zahl [vorhanden, vorkommend]; überaus
viel
en mi|nia|ture[äminja'ty:r] (fr.; vgl. Miniatur): in kleinem
Maßstab; einem Vorbild in kleinerem Ausmaß ungefähr
entsprechend; im Kleinen dargesiellt, vorhanden, und
zwar in Bezug auf etwas, was eigentlich als Größeres exis
tiert
Enneagramm das; -s, -e (zu gr. ennéa „neun“ u.
t...gramm>: auf der Einteilung des menschlichen Charak
ters in 9 Grundtypen beruhendes Erklärungssystem der
menschlichen Persönlichkeit, das durch einen in 9 Teile ge
gliederten Kreis symbolisiert wird (Esoterik)
enlnolblielren* [äno...] (aus gleichbed. fr. ennoblir zu
t2en... vt.fr. noble, vgl. nobel): (veraltet) veredeln. Enlnoblis se ment [anɔblɪsə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed./?:
ennoblissement): (veraltet) Veredlung
En|nui [â'nÿi:] der od. das; -s (aus gleichbed. fr. ennui zu en
nuyer, vgl. ennuyieren): a) Langeweile; b) Verdruss; Über
druss. enlnulyant [any ant, an..., äny'jä:] (aus gleichbed.
fr. ennuyant): a) langweilig; b) verdrießlich, lästig, enlnuyielren [äny'ji:..., an...] (aus gleichbed. fr. ennuyer, dies
aus spätlat. inodiare „hassen“ zu lat. odium „Hass“): a)
langweilen; b) ärgern; lästig werden
Enoldas, -s, -e (meist Plur.) (Kunstw.; vgl. ...ol): chemische
Verbindung mit einer alkoholischen Hydroxylgruppe aus
einem doppelt gebundenen Kohlenstoffatom. Eno|la|se
die; -, -n (zu Î...ase) : zu den î Hydratasen gehörendes Î En
zym
399
(zu Î Enophthalmus): den Enophthal
mus betreffend (Med.). En|oph|thal|mus der; - (zu
T'en... u. gr. óphthalmos „Auge“): abnorme Tieflage des
Augapfels in der Augenhöhle (Med.)
enorm (über gleichbed./r. énorme aus lat. enormis „unver
hältnismäßig groß“; vgl. normal): von außergewöhnlich
großem Ausmaß, außerordentlich; erstaunlich. Enorlmität die; -, -en (zu T ...ität): erstaunliche Größe; Übermaß
Enlosltolse die; -, -n (zu t'en..., gr. ostéon „Knochen“ u.
T'...ose>: Knochengeschwulst, die vom Knocheninnern
ausgeht (Med.)
en paslsant [àpa'sâ] <fr.; Part. Präs, von passer „(Vor
beigehen“, vgl. passieren): nebenher (in Bezug auf etw.,
was neben dem Eigentlichen mehr am Rande noch mit er
ledigt, gemacht wird); en passant schlagen: einen gegneri
schen Bauern, der aus der Grundstellung in einem Zug
zwei Felder vorrückt u. neben einem eigenen Bauern zu
stehen kommt, im nächsten Zug so schlagen, als ob er nur
ein Feld vorgerückt wäre (Schach)
en pleine carlrière [aplɛnka'rjɛ:r] (/r,): in gestrecktem
Galopp
en prolfil [aprɔfil] (/r.): im Profil, von der Seite
Enlquete [a'kɛ:t, auch a'ke:t] die; -, -n (aus/r. enquête „Un
tersuchung, Befragung“ zu enquérir „untersuchen“, dies
aus lat. inquirere „nachforschen“; vgl. Inquisition): 1.
amtliche Untersuchung, Erhebung, die bes. zum Zweck
der Meinungs-, Bevölkerungs-, Wirtschaftsforschung
u.Ä. durchgeführt wird. 2. (österr.) Arbeitstagung. Enquete|kom|mis|si|on rfze; -, -en: Kommission, die eine
Enquete durchführt
Enlralgés [âra/e:] die (Plur.) (aus/r. enragés, Plur. von en
ragé, vgl. enragiert): Gruppe radikaler Î Sansculotten
während der Französischen Revolution, die für Zwangs
bewirtschaftung eintraten, enlralgiert [ara'ʒi:nt] (aus
gleichbed. fr. enragé, eigtl. „toll, wütend“, Part. Perf. von
enrager „toll werden“, dies zu t2en... u. rage, vgl. Rage): a)
leidenschaftlich für etwas eingenommen; b) leidenschaft
lich erregt
en|ra|yie|ren [äre'ji:...] (aus gleichbed. fr. enrayer, eigtl.
„in die Speichen greifen“, zu T2en... u./r. rai „Speiche“,
dies aus lat. radius): (veraltet) hemmen, aufhalten
En|re|gisltre|ment* [arəʒistrə'ma:] das; -s, -s (aus gleich
bed./r. enregistrement zu enregistrer, vgl. enregistrieren):
(veraltet) Einschreibung, Eintragung ins Register, enlregisltrielren [arəʒi...] (aus gleichbed. fr. enregistrer zu
î2en... u. registre „Register, Verzeichnis“, dies aus spätlat.
regesta zu lat. regerere „zurückbringen; eintragen, ein
schreiben“): (veraltet) einschreiben, ins Register eintra
gen
enlrilchielren [ari'ʃi:...] (aus gleichbed. fr. enrichir zu
f2en... vt.fr. riche „reich“, dies aus dem Germ.): (veraltet)
a) bereichern; b) verzieren
enlrolllielren [arɔ...] (aus gleichbed. fr. enrôler zu rôle
„Rolle“, dies aus (m)lat. rotula „Rädchen“, Verkleine
rungsform von lat. rota „Rad“): anwerben (von Truppen;
Mil.)
enlrouliert [äru...] (aus gleichbed./r. enroué, Part. Perf.
von enrouer „heiser machen“, dies zu t2en... u. älter/r. rou
aus lat. raucus „rau; heiser“; vgl. ...iert): (veraltet) heiser
En|rou|le|ment [arulə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. en
roulement zu enrouler, vgl. enroulieren): (veraltet) a) (oh
ne Plur.) das Aufrollen, -wickeln; b) Schnörkel. en|roulielren [àru...] (aus gleichbed./r. enrouler zu t2en... u.
rouler „rollen“, dies zu spätlat. rotella „Rädchen“, Ver
kleinerungsform von lat. rota „Rad“): (veraltet) auf-, zu
sammenwickeln, -rollen
en route [ä'rut] (/r; vgl. Route): unterwegs
Ens das; - (aus spätlat. ens, eigtl. „seiend“, Part. Präs, von
lat. esse „sein“): das Seiende, Sein, Wesen, Idee (Philos.)
enlophlthallmisch*
Entente
[ä'senja] die; -, -n (aus gleichbed./r. enseigne,
dies aus spätlat. insignia (Plur.) „Zeichen, Merkmale“): a)
(veraltet) Kennzeichen, Wirtshausschild; Feldzeichen: b)
(Schweiz.) Unternehmenskennzeichnung in Form eines
Zusatzes (in Worten od. als Symbol). Enlseilgnelment
[...má:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. enseignement, eigtl.
„das Zeigen“): (veraltet) Unterricht
En|sem|ble* [ä'sä:bl] das; -s, -s (aus gleichbed./r. ensem
ble, eigtl. „zusammen“, dies aus lat. insimul „zusammen,
miteinander“; vgl. in... ( 1 ) u. simulieren): 1. zusammenge
hörende, aufeinander abgestimmte Gruppe von Schau
spielern, Tänzern, Sängern od. Orchestermusikern. 2.
kleine Besetzung in der Instrumental- u. Unterhaltungs
musik. 3. Szene mit mehreren Solostimmen od. mit Solo u.
Chor. 4. Kleid mit passender Jacke od. passendem Mantel.
5. künstlerische Gruppierung städtischer Bauten. Ensemlblelmulsik die; -: Unterhaltungs- u. Tanzmusik
En|si|la|ge [dsi'la:ʒə] die; - (aus/r. ensilage „das Einbringen
in ein Silo“; vgl. Silo): svw. Silage
Ensltaltit* [auch ... tit] der; -s, -e (zu gr. enstátés „Widersa
cher“ (vermutlich auf die geringe Schmelzbarkeit bezo
gen) u. t2...it): ein grauweißes bis grünliches Mineral
en suite [â'sÿit] (fr.; zu suivre „folgen“): 1. im Folgenden,
demzufolge. 2. ununterbrochen
ent.... Ent... vgl. ento..., Ento...
...ent (aus lat. -ens, Gen. -entis (Endung des Part. Präs, der
konsonant, u. der e-Konjugation)): bei Adjektiven und
Substantiven auftretende Endung, die die Bedeutung des
Präsenspartizips ausdrückt, z.B. indifferent, Referent
( = der Referierende)
En|ta|ble|ment* [atablə mä:] das; -s, -s (aus gleichbed./r.
entablement zu table „Tisch“, dies aus lat. tabula): (veral
tet) Gebälk, Gesims
Enltail [in'teil] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. entail): Ver
erbung, Erbfolge in England
enltalmielren [ata...] (aus gleichbed. fr. entamer, eigtl.
„anschneiden, -brechen“, dies msspätlat. intaminare „an
tasten, besudeln“): (veraltet) [ein Gespräch] einleiten od.
anfangen
Entlamölbe* die; -, -n: (zu Îento... u. 1 Amöbe): t Amöbe,
die im Innern des menschlichen od. tierischen Körpers
Î parasitisch lebt
entlanolnylmilsielren* (zu tanonymisieren): die Anony
mität personenbezogener Daten aufheben (EDV). Entanolnylmi sielrung rf/e; -, -en (zu T...isierung>: das Ent
anonymisieren
Enltalri das; -[s], -s (aus gleichbed. türk, entari): altes ori
entalisches, dem TKaftan ähnliches, langes Gewand
Enltalse u. Enltalsis die; -, ...asen (aus gr. éntasis „das Hi
neinspannen“): das kaum merkliche Dickerwerden des
sich bogenförmig verjüngenden Schaftes antiker Säulen
nach der Mitte zu (Archit.)
Enltaslselment [ätasa'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. /r.
entassement zu entasser, vgl. entassieren): (veraltet) 1.
Anhäufung. 2. Wortschwall, enltaslsielren (aus gleich
bed./r. entasser, dies zu t2en... u. tas „Haufen“): (veraltet)
anhäufen, dicht zusammendrängen
En|te|le|chie die; -, ...ien (über lat. entelechia aus gr. entelécheia „Vollendung, Vollkommenheit“ (Zusammenrückung aus enteles échein „vollständig haben“)) : etwas, was
sein Ziel in sich selbst hat; die sich im Stoff verwirklichen
de Form (Aristoteles); die im Organismus liegende Kraft,
die seine Entwicklung u. Vollendung bewirkt (Philos.), entellelchisch (zu gr. enteles „vollständig, ganz“): die Entelechie betreffend, auf ihr beruhend, durch sie bewirkt
Enitente [ä'tä:t] die; -, -n [...tn] (aus fr. entente „Einver
ständnis“, eigtl. „Absicht“, dies über das Vulgärlat. zu lat.
intendere „anspannen, auf etwas achten“): Einverständ
nis, Bündnis; Entente cordiale [atatkɔr'djal] (fr.; eigtl.
En|sei|gne*
enter.... Enter...
„herzliches Einverständnis“): das französisch-britische
Bündnis nach 1904 (Pol.)
enlter..., En ter... vgl. entero..., Entero... enitelral (zugr.
énteron „Darm“ u. (ɪ,,,al (1)): auf den Darm bzw. die
Eingeweide bezogen (Med.). Enltejrallgie* die; -, ...ien
<zu tentero... u. î...algie): svw. Enterodynie. Enltelra-s, -e: svw. Serotonin. Enltelrjltis die; -, ...itiden (zu t ...itis): Entzündung des Dünndarms, Darmka
tarrh (Med.), enltelro..., Enltelro..., vor Vokalen meist
enter..., Enter... (aus gr. énteron „Darm“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „Darm; Eingeweide“, z.B.
Enterolith; Enteralgie. En te ro anas to mose’ <dze; -,
-n: künstlicher, operativ hergestellter Verbindungsweg
zwischen zwei Darmstücken (Med.). Enlte|ro!bak|te|rien [...ion] die (Plur.): alle in den Eingeweiden von
Mensch u. Tier vorkommenden Bakterien (Med.). En|teroldylnie* die; -, ...ien (zu t...odynie): Darmschmerz,
Leibschmerz. En|te|ro|gas|tron* das; -s (zu gr. gastêr,
Gen. gastrós „Bauch, Magen“ u. T'...on): Elormon der
Zwölffingerdarmschleimhaut, das die Magensekretion
unterdrückt u. einen Rückgang der Darmbewegungen be
wirkt (Biochem.). en te ro gen (zu î...gen): im Darm
entstanden, von ihm ausgehend (Med.). En|te|ro|hormon das; -s, -e (meist Plur.): in den inneren Organen ge
bildetes Hormon (Biochem.). Enltelrolkpnatse die; (zu gr. kineîn „bewegen“ u. t...ase): in der Darmschleim
haut gebildetes t Enzym, das inaktive Î Proenzyme der
Bauchspeicheldrüse in aktive Enzyme umwandelt (Bio
chem.). En|te|ro|kly|se* die; -, -n u. Enite rolklys ma
das; -s, Plur. ...men u. ...mata (zu gr. klÿsis „das Abspü
len, Reinigen“ bzw. klysma „Spülflüssigkeit“): Darmspü
lung (Med.). En|te|rolkok|ken die (Plur.); zur normalen
Darmflora des Menschen gehörende Darmbakterien
(Med.). En|te|ro|ko|li|tis die; -, ...itiden: Entzündung
des Dünn- u. Dickdarms (Med.). Enlteirollith [auch
... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T ...lith) : krankhaf
tes, festes Gebilde (Konkrement) im Darm aus verhärte
tem Kot oder aus Ablagerungen, die sich um Fremdkör
per (z.B. verschluckte Knochensplitter) herum gebildet
haben; Kotstein (Med.). Enltelrolmylilalse die; -, -n:
Madenkrankheit des Darmes (Med.). Erdtelron das; -s,
...ra (aus gleichbed. gr. énteron, eigtl. „das Innere“):
Darm (bes. Dünndarm); Eingeweide (Med.). Enltelroneurose die; -, -n (zu Îentero...): nervöse Darmstörung
(Med.). Enltelrolpalthie die; -, ...ien (zu t...pathie):
Sammelbez. für alle Darmerkrankungen (Med.). Enlterolpelxie die; -, ...ien (zu gr. pèxis „das Befestigen, Ver
binden, Festmachen“ u. (2...ie): operative Annähung ge
senkter Eingeweideteile an fixe Stellen (Med.). Enlteropltolse* die; -, -n (zu gr. ptösis „das Fallen; Fall“):
Eingeweidesenkung durch verminderte Spannung der
Gewebe (z.B. bei Abmagerung; Med.). Enltelrorlrhagie die; -, ien (zu gr. rhagë „Riss“ u. (2...ie): Darmblu
tung (Med.). En|te|rolsit der; -en, -en (verkürzt aus ten
tero... u. (Parasit): Darmschmarotzer (Med.). Enltelroskop* das; -s, -e (zu Î ...skop): mit elektrischer Lichtquel
le u. Spiegel versehenes Instrument zur Untersuchung des
Dickdarms (Med.). Enltelrolskolpie* die; -, ...ien (zu
(...skopie): Untersuchung mit dem Enteroskop (Med.).
En|te|ro!spas|mus* der; -, ...men: Krampf der Darm
muskulatur (Med.). En|te|ro|ste|nolse’ die; -, -n:
Darmverengung (Med.). Enltelrosltolmie* die; -, ...ien
(zugr. stöma „Mund(öffnung)“ u. t2...ie): Anlegung eines
künstlichen Afters (Med.). En|te|ro|to|mie rfz'e; -, ...ien
(zu (...tomie): operatives Öffnen des Darms, Darm
schnitt (Med.). Enltelroltolxin
-s, -e: Bakteriengift,
das zu schweren Vergiftungserscheinungen mit Brech
durchfällen u. (Kollaps führt (Med.). En|te|ro|vi|rus
[...V...] das, auch der; -, ...viren (meist Plur.): Erreger von
400
Darmkrankheiten (Med.). Enltelrolzelle die; -, -n (aus
gleichbed. gr. enterokélê): Darmbruch; Eingeweidebruch
(Med.). Enltelrolzolon das; -s, Plur. ...zoen u. ...zoa
(meist Plur.) (zu gr. zöon „Lebewesen, Tier“): tierischer
Darmschmarotzer
En|ter|tai|ner['entBteinn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. en
tertainer zu to entertain „unterhalten, amüsieren“, dies
aus gleichbed./r. entretenir, eigtl. „Zusammenhalten“): a)
[Allein]unterhalter; jmd., dessen Beruf es ist, ein [größe
res] Publikum auf angenehme, heitere Weise zu unterhal
ten (z.B. als Conférencier, Discjockey, Showmaster); b)
Unterhaltungskünstler, der eine eigene Show bietet. Enter tain ment [ɛtu teɪnmənt] das; -s (aus gleichbed. engl.
entertainment): berufsmäßig gebotene Unterhaltung
En|ter|tas|teÄe; -, -n (zu engl. to enter „eingeben“ aus lat.
intrare „hineingehen, -treten, betreten“): Taste zur Be
fehlsbestätigung auf der Computertastatur (EDV)
Enlteltelment [atɛtə ma:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. en
têtement zu s’entêter, vgl. entetiert): (veraltet) Starrköp
figkeit, Eigensinn, enlteltiert[atɛ'ti:nt] (aus gleichbed./r.
entêté, eigtl. Part. Perf. von s’entêter „sich etwas in den
Kopf setzen“, zu (2en... u. tête „Kopf1, dies aus spätlat.
testa „Hirnschale, Schädel“, eigtl. „(Ton)scherbe“): (ver
altet) starrköpfig, eigensinnig
ent|glo|ri|fi|zie|ren (zu (glorifizieren): jmdm. od. etw.
den Heiligenschein nehmen
Enlthallpie die; - (zu gr. enthálpein „darin erwärmen“ u.
t2...ie): a) bei konstantem Druck vorhandene Wärme
(Phys.); b) die gesamte in der feuchten Luft vorhandene
Wärmeenergie (Meteor.)
Ent|hel|min¡then die (Plur.) (zu lento... u. (Helminthe):
Eingeweidewürmer (Med.)
Enítheolmainieúüe; - (zugzt éntheos „gottbegeistert“ (vgl.
Enthusiasmus) u. (...manie): religiöser Wahnsinn
En|the|si|tis<y/e; -, ...itiden (zu gr. énthesis „das Hineinset
zen, Hineinschieben“ u. (,,:itis): Entzündung eines Seh
nen- od. Muskelansatzes am Knochen (Med.)
En|thro|nislti|kum das; -s, ...ka (aus gleichbed. kirchenlat.
enthronisticum zu gr. enthronizein „auf den Thron set
zen“): Antrittsgeld bei Übernahme einer Pfründe (Rel.)
enlthu|si|as|mie|ren (nach gleichbed./r. enthousiasmer
zu enthousiasme, dies aus gr. enthousiasme«, vgl. Enthu
siasmus): begeistern, in Begeisterung versetzen, entzü
cken. Enlthulsilas mus der; - (aus gleichbed. gr. enthou
siasmés zu enthousiäzein „gottbegeistert, verzückt sein“,
dies zu éntheos „gottbegeistert“ aus en „in“ u. theós
„Gott“): leidenschaftliche Begeisterung, Schwärmerei.
Enlthulsijast der; -en, -en (aus gleichbed. gr. enthousi
astes): begeisterter, leidenschaftlicher Bewunderer,
Schwärmer. En|thu|si|as|tin<7ze;-, -nen: weibliche Form
zu (Enthusiast, en thu si as tisch (nach gleichbed. gr.
enthousiastikös): begeistert, schwärmerisch
Enlthylmemdui,- -s, -e (über lat. enthymema aus gleichbed.
gr. enthymema, eigtl. „das Überlegte; Gedanke“): Wahr
scheinlichkeitsschluss, unvollständiger Schluss (bei dem
eine Prämisse fehlt, aber in Gedanken zu ergänzen ist; Phi
los.)
Enltilsol der; - (Kunstw. zu engl. recent „jung“ u. lat. solum
„Boden, Erde“): Bez. für sehr wenig od. unterentwickelte
Böden (in der amerik. Bodenklassifikation)
EnltiltätiZze; -, -en (aus gleichbed. mlat. entitas, Gen. entitatis zu spätlat. ens, Gen. entis „das Sein“; vgl. Ens): 1.
Dasein im Unterschied zum Wesen eines Dinges (Philos.).
2. [gegebene] Größe. En|ti|ty [...ti] das; -s, -s (aus engl. en
tity „Wesen, (eigenständiges) Gebilde“, dies aus mlat. en
titas; vgl. Entität): genau abgrenzbares individuelles
Exemplar, z. B. ein Sonderzeichen (EDV)
ent|kof|fe|i|nie|ren [...fei...] (zu (Koffein u. (..deren):
Kaffee das ( Koffein teilweise od. vollständig entziehen
401
<zu tkolonialisieren): vom wirt
schaftlichen, politischen u. kulturellen Einfluss der [ehe
maligen] Kolonialmacht lösen
ent|malgne|ti|sielren* (zu Îmagnetisieren): in den un
magnetischen Zustand versetzen
ent|ma|te|ri|a|li|sie|ren (zu Îmaterialisieren): von der
Materie loslösen, entstofflichen
ent|mi|li|ta|ri|sie|ren (zu Îmilitarisieren): aus einem Ge
biet die Truppen abziehen u. die militärischen Anlagen ab
bauen. Ent|mi|li|ta|ri|sielrung die;-, -en: das Entmilita
risieren
ent|my|tho|lo|gi|sie|ren (zu Îmythologisieren): von My
then befreien, mythische od. irrationale Züge in etwas be
seitigen. Ent|my|tho|lo|gi|sie|rung die; -, -en (zu
t,,,isierung): 1. Versuch, die christliche Botschaft von al
ten Mythen zu befreien u. modernem Verständnis zu er
schließen (nach R. Bultmann). 2. Denkprozess, der auf die
Beseitigung mythischer od. irrationaler î Implikationen in
Wörtern, Begriffen und Aussagen abzielt
entlnalzi|fi|zie|ren (zu tNazi u. t ...fizieren): 1. Maßnah
men zur Ausschaltung nationalsozialistischer Einflüsse
aus dem öffentlichen Leben durchführen. 2. einen ehema
ligen Nationalsozialisten politisch überprüfen u. ihn
[durch Sühnemaßnahmen] entlasten
enlto..., Enlto..., vor Vokalen ent..., Ent... (aus gr. entös
„innerhalb“): Präfix mit der Bedeutung „innerhalb“, z. B.
Entoparasit, Entamöben
Enltoiblast* das; -[e]s, -e (zu Îento... u. gr. blastos „Spross,
Trieb“): svw. Entoderm
Enltoldermdas;-s,-e(zutentó...u.gr. dérma„Haut“):das
innere Keimblatt in der Entwicklung der Vielzeller
(Med.); vgl. Ektoderm. en|to|der|mal: aus dem inneren
Keimblatt entstehend (Med.); vgl. ektodermal
Enltoillalge [atpa'la:ʒ(ə)] die; -, -n (aus gleichbed./r. entoi
lage zu entoiler „auf Leinwand aufziehen, mit Stoff be
spannen“, dies zu î2en... u. toile „Leinwand“): feines, spit
zenartig durchbrochenes Gewebe
Enltölkie* die; - (zu tento..., gr. oikein „wohnen, bewoh
nen“ u. T2...ie>: Beziehungssystem zwischen Einmietern
(Lebewesen, die in Bauten od. Hohlräumen anderer Orga
nismen leben) u. Wirt (Ökologie)
en|to|mo|gam (zu gr. (zöon) éntomon „Insekt“ (dies zu
éntomos „eingeschnitten“) u. t...gam (1)>: insektenblütig,
auf die Bestäubung durch Insekten eingerichtet (von
Pflanzen; Bot.). Enltolmolgalmie die; - (zu î...garnie
(l)): Insektenblütigkeit; Art der Beschaffenheit von Blü
ten, die auf Übertragung des Pollens durch Insekten ein
gerichtet sind (Bot.). Enltolmollolge der; -n, -n (zu t ...lo
ge): Insektenforscher. Enltolmollolgie die; - (zu t...logie): Insektenkunde, enltolmollglgisch (zu Î...logisch):
die Entomologie betreffend, enltolmolphil (zu Î ...phil):
insektenliebend (von Pflanzen, die durch Insekten be
stäubt werden)
Enltolpalralsit der; -en, -en (zu tento... u. tParasit): svw.
Endoparasit
Enltolphyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu tento... u.
t...phyt): svw. Endophyt
enltglpisch (aus gleichbed. gr. éntopos): am Ort befind
lich, einheimisch, örtlich
En|to|plas|ma das; -s, ...men (zu îento... u. t Plasma): svw.
Endoplasma.
enltppltisch* (zu tento... u. toptisch): im Augeninnern
[gelegen] (Med.). Enltopltolskop das; -s, -e (zu t ...skop):
Apparat zur Sichtbarmachung entoptischer Erscheinun
gen (Med.)
en|tor|tilllie|ren [ätortiji:...] (aus gleichbed. /r. entortiller
zu entort, Part, von älter fr. entordre, dies zu î2en... u. tor
dre „(ver)drehen“ (aus lat. torquere)): (veraltet) a) umwi
ckeln, umgarnen, umstricken; b) verwirren
entlkollolnilallilsielren
Entree
Enltolskolpie* vgl. Endoskopie
enltoltisch* (zu tento... u. gr. ötikös
„zum Ohr gehörig“,
dies zu oüs, Gen. ötös „Ohr“): im Ohr entstehend, im Ohr
gelegen (Med.)
Enltour [a'tu:r] der; -s, -s (aus gleichbed./r. entour zu t2en...
u. tour „Drehung, Wendung“, vgl. Tour): (veraltet) Umge
bung. Enltoulralge [atu'ra:ʒə] die; - (aus gleichbed./r. en
tourage zu entourer „umgeben, einfassen“): (veraltet)
Umgebung, Gefolge
en tous cas [â tu'ka] (/r.; „in jedem Fall“): für jede Gele
genheit passend (von Kleidungsstücken). En-tout-Cas
[ätu’ka] der; - [...'ka(s)], - [...'kas] (aus fr. en-tout-cas „Son
nen- u. Regenschirm (zugleich)“): 1. großer Schirm gegen
Sonne u. Regen. 2. überdeckter Tennisplatz, auf dem bei
Sonne u. Regen gespielt werden kann
En|to|xis|mus der; -, ...men (zu t 'en..., gr. toxikön „Pfeil
gift“ u. t ...ismus (3)> : 1. (ohne Plur.) Vergiftung (Med.). 2.
Vergiftungserscheinung (Med.)
Enltolzolon das; -s, Plur. ...zoen u. ...zoa (zu tento... u. gr.
zöon „Lebewesen, Tier“): tierischer Schmarotzer im Kör
perinneren (Med.)
ent|per|so|nalli|sie|ren (zu tpersonalisieren): von der
Person, von Personen unabhängig machen. Entlperlsona li sie rung die; -, -en (zu t ...ierung): das Entpersonalisieren. entlperlsönllilchen (zu ÎPerson): der Persön
lichkeitswerte berauben, das Persönliche von jmdm. bei et
was ausschalten. Ent|per|sön|li|chung die; -, -en: das
Entpersönlichen, das Entpersönlichtwerden
Ent|pho|no|lolgi|sie|rung die; - (zu TPhonologie u.
t ...isierung): Verlust der Î phonologischen Opposition,
d.h. der bedeutungsdifferenzierenden Funktion von Lau
ten (Sprachw.)
entlpole|ti|sie|ren (zu Îpoetisieren): seines poetischen
Charakters berauben
ent|po|li|ti|sie|ren (zu Îpolitisieren): 1. [jmdm.] die poli
tische Anteilnahme, das politische Interesse verringern,
nehmen. 2. das politische Element einer Sache verringern,
ausschalten. Entlpo|lilti|sie|rung die; -: das Entpoliti
sieren
Enltr'acte* [ä'trakt] vgl. Entreacte
Entraída* vgl. Intrada
en train [ä 'trɛ:] {fr.); im Zuge, in der Stimmung, aufgelegt
enltrant* [ä'trä:] (aus gleichbed. fr. entrant, eigtl. Part.
Präs, zu entrer, vgl. Entree): (veraltet) einschmeichelnd
enltre...*, Enltre... [atrə...] (aus fr. entre (vor Vokalen
entr’) „zwischen, unter“, dies aus lat. intra) : Präfix mit der
Bedeutung „zwischen“, z.B. Entreakt
Enltreacte* [ä'trakt] der; -s, -s, Enltrelakt [ätra'akt] der;
-[e]s, -e (aus/r. entr’acte „Pause, Zwischenakt“ zu tentre...
u. acte „Aufzug, Akt“, dies aus lat. actus, vgl. Akt): (auch
selbstständig aufgeführte) Zwischenaktmusik von Opern
u. Schauspielen
Enltrelchat* [atrə'ʃa] der; -s, -s (aus fr. entrechat „Luft-,
Kreuzsprung“, dies aus it. (capriola) intrecciata „ver
flochtener (Sprung)“ zu intrecciare „verflechten“): gera
der Sprung in die Höhe, bei dem die Fersen in der Luft
[mehrmals] gekreuzt übereinandergeschlagen werden
(Ballett)
Enltrelcote* [atrə'ko:t] das: -[s], -s (aus gleichbed./r. entre
côte zu îentre... u. côte „Rippe“, dies aus lat. costa; vgl.
Kotelett): Rippenstück beim Rind, das in Scheiben gebra
ten wird
Enltreldeux* [atrə`da:] der; -, - (aus gleichbed. fr. entre
deux, eigtl. „zwischen zweien“): (veraltet) Zwischen
raum, -stück, z.B. Spitzeneinsatz zwischen zwei Gewe
bestreifen
Enltree* [ä'tre:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. entrée zu entrer
„eintreten“, dies aus lat. intrare): 1. Eintrittsgeld. 2. a)
Eintritt, Eingang; b) Eingangsraum, Vorzimmer. 3. Vor-
13
402
Entrefilet
speise od. Zwischengericht. 4. a) Eröffnungsmusik bei ei
nem îBallett; b) Eintrittslied od. -arie, bes. in Singspiel u.
Operette (Mus.)
Enltrelfillet* [atrəfi'le:] das; -s, -s <aus gleichbed./r. entre
filet zu îentre... u. filet „Druckzeile“, eigtl. „kleiner Fa
den“; vgl. 2Filet): eingeschobene [halbamtliche] Zeitungs
nachricht
Enltrelgent* [atrəʒa:] das; -s (aus gleichbed./r. entregent
zu îentre... u. fr. gens (Plur.) „Menschen“, dies aus lat.
gens, vgl. Gens): (veraltet) Lebensart, Takt, Gewandtheit
Enltrellacs* [atrəla] das; - [...'la(s)], - [... las] (meist Plur.)
(aus gleichbed./r. entrelacs (Plur.) zu entrelacer „verflech
ten“, dies zu î entre... u. lacer „(ein)schnüren“ (aus lat. la
queare „verstricken“)): (selten) Flechtwerk; einander
kreuzende od. ineinander verschlungene Linien u. Bänder
im Kunstgewerbe u. in der Baukunst
En|tre|més* [entre'mes] das; -, - (aus gleichbed. span, en
tremés, eigtl. „Zwischenspiel“, dies vermutlich über altfr.
entremés aus lat. intermissus, Part. Perf. von intermittere
„dazwischenlegen, einschieben“): (ursprünglich possen
hafter) Einakter des span. Theaters, der zwischen zwei
Aufzügen eines Schauspiels aufgeführt wurde
Enltrelmeltiler* [atrəmɛfie:] der; -s, -s (zu fr. entremets
(vgl. Entremets) u. t2...ier): Spezialkoch für Suppen u.
kleinere Zwischengerichte (Gastr.). Entre mets [atrə'me:] das; - [,,,'me:(s)], - [,,,'me:s] (aus gleichbed./r. entre
mets „Zwischengericht“, dies zu tentre... u. mets „Ge
richt“): [leichtes] Zwischengericht
Enltrelmetlteur* [atrəmɛ'ta:n] der; -s, -e (aus gleichbed./r.
entremetteur zu entremettre „vermitteln“, dies zu îentre...
u. mettre „setzen, stellen, legen“ (aus lat. mittere „schi
cken, senden; gehen lassen“)): (veraltet) Vermittler, Un
terhändler. Enltrelmise [ätro'mi:z] die; -, -n [...zn] (aus
gleichbed./r. entremise): (veraltet) Vermittlung
enltre* nous [atrə'nu] <fr.; eigtl. „unter uns“, dies zu entre
„zwischen, unter“ u. nous „uns“ (aus lat. nos)): ohne die
Gegenwart eines Fremden u. daher in der nötigen Atmo
sphäre der Vertraulichkeit; z.B. das müssen wir einmal - besprechen
Enltrelpas* [ätro'pa] der; - [...'pa(s)], - [...'pas] (aus gleich
bed./r. entrepas zu îentre... u. tPas): (veraltet) Halbtrab,
Gangart des Pferdes, bei der es mit den beiden linken bzw.
rechten Hufen gleichzeitig auftritt
Enltrelpont* [ätro'pö:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. entre
pont zu îentre... u. pont „Decke“, dies aus lat. pons, Gen.
pontis „Brücke“): (veraltet) Zwischendeck
Enitrelpolseur* [atrəpo'zo:e] der; -s, -e (aus gleichbed./r.
entreposeur zu entreposer „(ein)lagern, stapeln“, vgl. En
trepot): (veraltet) Verwalter eines Entrepots. En|tre|pot
[atrə'po:] das: -, -s (aus gleichbed./r. entrepôt zu älter fr.
entreposer „dazwischenlegen, einschieben“, dies aus lat.
interponere); zollfreier Stapelplatz, Speicher
Enltrelpreineur* [,,,'na:e] der; -s, -e (aus gleichbed./r. en
trepreneur zu entreprendre, vgl. entreprenieren): Unter
nehmer, Veranstalter, Agent (z.B. von Konzerten, Thea
teraufführungen). en|tre|pre|nie|ren (aus gleichbed./r.
entreprendre zu îentre... u. prendre „nehmen, annehmen,
ergreifen“, dies aus lat. prehendere): (veraltet) unterneh
men, veranstalten. Enltrelprise [ätro'priz] die; -, -n [...zn]
(aus gleichbed./r. entreprise): Unternehmung
Enltrelsol* [atrə'sɔl] das; -s, -s (aus gleichbed./r. entresol zu
tentre... u. sole „Sohle, Balkenlage“): Zwischengeschoss,
Halbgeschoss
Enltrelvue* [ätro'vy:] die; -, -n [,..'vy:on] (aus gleichbed./r.
entrevue zu tentre... u. voir „sehen“): (veraltet) Zusam
menkunft, Unterredung (bes. von Monarchen)
enltrielren* [ä'tri:...] (aus fr. entrer „eintreten“, dies aus
lat. intrare, vgl. Entree): (veraltet) a) beginnen, einleiten;
b) versuchen
(zu tromantisieren): [einer Sache]
den romantischen Charakter nehmen
Enltrolpie* die; -, ...ien (zu gr. entrépein „umkehren“; vgl.
’en... u. ...tropie): 1. physikalische Größe, die die Verlaufs
richtung eines Wärmeprozesses kennzeichnet. 2. Größe
des Nachrichtengehalts einer nach statistischen Gesetzen
gesteuerten Nachrichtenquelle; mittlerer Informationsge
halt der Zeichen eines bestimmten Zeichenvorrats (Infor
mationstheorie). 3. Maß für den Grad der Ungewissheit
über den Ausgang eines Versuchs. Enltrolpilum das; -s,
...ien [...ion] (aus nlat. entropium, eigtl. „das Umgekehr
te“, zu gr. entrépein „umkehren“): krankhafte Umstül
pung des Augenlides nach innen (Med.)
ent|ta|bu|ie|ren usw. vgl. enttabuisieren usw. ent ta buisieren, enttabuieren (zu îtabu u. t ...(is)ieren): [einer
Sache] den Charakter des Tabus (2) nehmen. Entltalbui sie rung, Enttabuierung die; -, -en (zu î...(is)ierung>:
das Enttabuisieren, das Enttabuisiertwerden
Enulklelaltilon* die; -, -en (zu lat. enucleare (vgl. enukleieren) u. t...ation>; operative Ausschälung (z.B. einer Ge
schwulst od. des Augapfels; Med.). enu|kle|ie|ren (aus
lat. enucleare „aus-, entkernen“): 1. entwickeln, erläutern.
2. eine Enukleation ausführeh (Med.)
Enulmelraltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. enumeratio
zu enumerare, vgl. enumerieren): 1. Aufzählung. 2. die Zu
weisung von Zuständigkeiten an ein Gericht, eine Behörde
o. Ä. durch Aufzählung der einzelnen Bereiche (Rechtsw.).
Enumerationsprinzip das; -s: Beschränkung der
Zuständigkeit, bes. der Verwaltungsgerichte auf die vom
Gesetz ausdrücklich aufgeführten Fälle; vgl. Generalklau
sel (2). enulmelraltiv (aus gleichbed. lat. enumerativus):
aufzählend, enulmelrielren (aus gleichbed. lat. enume
rare): aufzählen
Enun|zi|a|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. enuntiatio zu
enuntiare „aussagen“): Aussage, Erklärung; Satz
Enulrelse* die; -, -n (aus gleichbed. rziüZ. enuresis zu gr.
enourem „hineinpissen“): unwillkürliches Harnlassen,
Bettnässen, bes. bei Kindern (Med.). Enu|re|ti|ker der;
-s, - (vgl. 2...ik): Bettnässer (Med.), enulreltisch: die
Enurese betreffend, bettnässend (Med.)
En|ve|lop|pe [avə'lɔp(ə)] die; -, -n (aus fr. enveloppe
„Umhüllung“ zu envelopper, vgl. enveloppieren): 1.
(veraltet) a) Hülle; b) Futteral; e) Decke; d) [Briefjumschlag. 2. bestimmte (einhüllende) Kurve einer gegebe
nen Kurvenschar; Kurve, die alle Kurven einer gegebe
nen Schar (einer Vielzahl von Kurven) berührt u. umge
kehrt in jedem ihrer Punkte von einer Kurve der Schar
berührt wird (Math.). 3. Anfang des 19. Jh.s übliches
schmales, mantelähnliches Kleid, enlvelloplpielren
[avəlɔ...] (aus gleichbed. fr. envelopper, dies aus altfr.
voloper, weitere Herkunft unbekannt): (veraltet) einhül
len, -wickeln
Enlvers [a've:e] der; - [,,,u(s)], - [...es] (aus gleichbed./r. en
vers, eigtl. „verkehrt“, zu lat. inversus, vgl. invers): (veral
tet) Kehrseite
enlvilös (aus gleichbed./r. envieux zu envie „Neid, Miss
gunst“, dies über altfr. enveia aus lat. invidia) : (veraltet)
neidisch, missgünstig
Enlvilronlment [ɛn'vaɪərənmənt] das; -s, -s (aus engl. en
vironment „Umgebung, Milieu“ zu fr. environ „um - he
rum“) : Kunstform, die eine räumliche Situation durch An
ordnung verschiedener Objekte u. Materialien (z.B. Sand,
Blütenstaub) herstellt (Kunstw.). environmental [envirɔnmɛn...] (aus gleichbed. engl. environmental; vgl. ‘...al
(1 )>: in der Form, Art eines Environments. Enlvilrons
[avi'rð:] die (Plur.) (aus gleichbed./r. environs (Plur.) zu
environ „um - herum“, vgl. Environment): (veraltet) Um
gebung. En|vi|ron|to|iolgie [environ...] die; - (zu T...logie): Umweltforschung
ent|ro|man|ti|sie|ren
403
[ä'vo:k] (/?.): zurzeit gerade beliebt, modern, in
Mode, im Schwange; vgl. Vogue
Enlvoi [ä'voa]4er,'-s,-s (aus fr. envoi „Zueignungsstrophe“,
eigtl. „Absendung, Abschicken, Versand“, zu envoyer, vgl.
envoyieren): kurze Schlussstrophe der romanischen Bal
lade mit Widmung od. Schlussfolgerung. Enlvolyé [âvoa'je:] der: -s, -s (aus gleichbed. fr. envoyé, substantiviertes
Part. Perf. von envoyer, vgl. envoyieren): Gesandter, envoyieren [ävoa’ji;...] (aus gleichbed./r. envoyer, dies aus
spütlat. inviare „auf den Weg bringen“ zu T‘in... u. lat. via
„Weg“): (veraltet) [ab]senden, [verjschicken, abordnen
...enz (aus lat. -entia) : bei weiblichen Substantiven auftre
tende Endung, die Eigenschaften, Beschaffenheiten o.Ä.
bezeichnet, z. B. Existenz, Konsequenz
Enlzelphallin das; -s, -e (zu gr. egképhalon „Gehirn“ u.
Î ...in (1)>: Peptidhormon (vgl. Peptid) des Zentralnerven
systems, das vor allem eine Î analgetische Wirkung hat
(Med.). Enlzelphallilsielrung die: - (zu T...isierung): die
Zunahme der relativen Gehirngröße sowie Bedeutung u.
Differenzierung der Hirnfunktion im Laufe der Î phyloge
netischen Entwicklung (BioL). Enzephailitis die; -,
...itiden (zu t...itis>; Gehirnentzündung (Med.), enlzephallo..., Emze pha lo... (aus gr. egképhalon „was im
Kopf ist, Gehirn“): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „Gehirn“, z.B. Enzephalogramm. Enlzelphallogralfie, auch ...gralphie die: -, ...ien (zu Î...grafte): 1.
svw. Elektroenzephalografie. 2. T Röntgenografie des Ge
hirns (Med.). Enlzelphallolgramm das; -s, -e (zu
t...gramm>: Röntgenbild der Gehirnkammern (Med.).
Enlze|pha|lo|ma|la|zie die; -, ...ien: Gehirnerweichung
(Med.). En|ze|pha|lo|my|e|li|tis die;-, ...itiden: Entzün
dung von Gehirn u. Rückenmark (Med.). Enlzelphallomyolkarldiltis die: -, ...itiden: akute fieberhafte Enze
phalomyelitis mit Reiz- u. Lähmungserscheinungen,
Herzinsuffizienz u. meist erheblicher Störung des Allge
meinbefindens (Med.). Enlzelpha Ion vgl. Encephalon.
Enlzelphallolpalthie die; -, ...ien (zu T...pathie): [orga
nische] Gehirnerkrankung, Gehirnleiden (Med.). Enlzephallorlrhalgie die; -, ...ien (zu gr. rhagë „Riss“ u.
t2...ie): Hirnblutung (Med.). En|ze|pha|lo|skolpie* die;
-, ...ien (zu Î ...skopie): Verfahren zur Einsichtnahme in das
Schädelinnere, bei dem ein optisches System mit Licht
quelle durch ein kleines Bohrloch im Schädelknochen ein
geführt wird (Med.). Enlzelphallolzelle die; -, -n (zu gr.
këlë „Geschwulst; Bruch“): Hirnbruch; das Hervortreten
von Hirnteilchen durch Lücken des Schädels (Med.)
Enlzglon das; -s, Plur. Enzoen u. Enzoa (meist Plur.) (zu
T’en... u. gr. zöon „Lebewesen, Tier“): svw. Entozoon. Enzoo tie [ɛntsoo...] die; -, ...ien (zu gr. zöötes „das Tier
sein“ u. t2...ie> : Tierseuche mit beschränkter Ausbreitung,
enlzololtisch: von Schmarotzern ausgehend, die im
Körperinnern leben
En|zy|kli|ka* [auch ..,'tsYk...] die; -, ...ken (substantiviertes
Fern, von spätlat. encyclicus „zirkulierend, Rund...“, zu
gr. egkyklios, vgl. enzyklisch): [päpstliches] Rundschrei
ben. enlzylklisch [auch ...’tsYk...] (aus gr. egkyklios
„rund, im Kreise gehend“ zu en „in“ u. kÿklos „Kreis“):
einen Kreis durchlaufend; enzyklische Bildung: die Bil
dung, die sich der Mensch des Mittelalters durch das Stu
dium der sieben freien Künste erwarb, des îTriviums u.
des îQuadriviums. Enlzylklolpäldie die; -, ...ien (über
gleichbed. fr. encyclopédie aus mlat. encyclopaedia
„(Grund)lehre aller Wissenschaften und Künste (die dem
Spezialstudium vorausgeht)“, dies aus gleichbed. gr. egkyklopaideia, richtiger egkyklios paideia, zu egkyklios „im
Kreise herumgehend, wiederkehrend, gewöhnlich“ u. pai
deia „Lehre, (Aus)bildung“): übersichtliche u. umfassen
de Darstellung des gesamten vorliegenden Wissensstoffs
aller Disziplinen od. nur eines Fachgebiets in alphabeti
en vogue
Eosinophilie
scher od. systematischer Anordnung; vgl. Konversations
lexikon. En|zy|klo|pä|di|ker der; -s, - (vgl. 2...ik>: Verfas
ser einer Enzyklopädie, enlzylklolpäldisch: 1. a) allum
fassende Kenntnisse habend; b) allumfassende Kenntnis
se vermittelnd. 2. nach Art der Enzyklopädie. Enlzylklopäldist der; -en, -en (aus gleichbed. fr. encyclopédiste):
Herausgeber u. Mitarbeiter der großen franz. „Encyclo
pédie“, die unter Diderots und d’Alemberts Leitung
1751-1780 erschien
Enlzym das; -s, -e (zu t‘en... u. gr. zÿmë „Sauerteig“): in der
lebenden Zelle gebildete organische Verbindung, die den
Stoffwechsel des Organismus steuert (Biochem.) ; vgl. Fer
ment. en|zy|ma|tisch: von Enzymen bewirkt. En|zymdelfekt der; -[e]s, -e (zu 1 Enzym): Fehlen eines für den
Stoffwechsel notwendigen Enzyms infolge Î Mutation (1)
des zugehörigen Gens (BioL). Enlzymldilalgnosltik*
e//e,` -: Untersuchung der Enzyme im Blutserum od. in an
deren Körperflüssigkeiten zur Feststellung krankheitsbe
dingter Organ- u. Gewebsschäden (Med.). Enlzymldilagnosltilka* die (Plur.) (zu ÎDiagnostikum): Mittel zum
Feststellen von Enzymaktivitäten im Blutserum od. in an
deren Körperflüssigkeiten sowie Enzymzubereitungen,
die für diagnostische Zwecke eingesetzt werden (Med.).
Enlzymlimlmunlaslsay,
Enlzym limlmu Ino laslsay
[.,,ɛseɪ] der od. das; -s, -s: quantitative Bestimmung biolo
gisch aktiver Substanzen (z. B. 1 Pharmaka) in Körperflüs
sigkeiten mit Î Antigenen, die mit Enzymen markiert sind
(Med.). Enlzylmolgen das; -s, -e (meist Plur.) (zu
1 ...gen): tinaktive Vorstufe des Enzyms. En|zy|mo|lo|ge
der; -n, -n (zu t...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet
der Enzymologie. En|zy|mo|lolgie die; - (zu t...logie):
Teilbereich der Medizin, der die Wirkungsweise von En
zymen untersucht. Enlzylmolpalthie die; -, ...ien (zu
Î ...pathie): Schädigung (Erkrankung) des Organismus, die
auf einem angeborenen Mangel od. auf einem Nicht-vorhanden-Sein bzw. auf einer blockierten Funktion der En
zyme beruht (Med.)
enlzysltielren (zu t'en..., tZyste u. Î.,deren): um sich he
rum eine TZyste (2) bilden, sich einkapseln (Biol.)
eo..., Eo... (aus gr. eös „Morgenröte, Tagesanbruch“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „früh, vorge
schichtlich; rot“, z. B. Eobiont; Eosin. Eolbilpnt der; -en,
-en (zu T...biont): Urzelle als erstes Lebewesen mit Zell
struktur (BioL). Eolhiplpus der; -, ...pi (zu lat. hippus,
dies aus gr. hippos „Pferd“): ausgestorbenes Urpferd aus
dem unteren Î Eozän
eo iplso (lat.y. 1. eben dadurch. 2. von selbst, selbstver
ständlich
Eollilenne [eo'lien] die; - (aus fr. éolienne, eigtl. „das
Hauchzarte“, Substantivierung von éolien „äolisch“; nach
Äolus, dem latinisierten Namen des griech. Windgottes
Aiolos): [Halb]seidengewebe in Taftbindung (einer Web
art)
Eollith [auch ..,'lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu 1 eo... u.
t...lith): Feuerstein mit natürlichen Absplitterungen, die
an vorgeschichtliche Steinwerkzeuge erinnern. EolliIthikum [auch ...'ll...] das; -s (zu Î ...lithikum): vermeintliche,
aufgrund der Eolithenfunde (vgl. Eolith) angenommene
früheste Periode der Kulturgeschichte. Eolphyltilkum
das; -s (zu t ...phytikum) : ältester, vor dem 1 Silur liegender
Entwicklungsabschnitt der Pflanzenwelt (Geol.). Eos die;
- (nach Eos, der griech. Göttin der Morgenröte): Morgen
röte. Eolsin das; -s (zu 1 eo... u. f...in (1)): roter Farbstoff,
eolsilnielren (zu T...ieren): mit Eosin rot färben. Eolsinolpelnie <7z'e; - (Kurzbildung zu îeosinophil, gr. pénës
„arm“ u. f2...ie): abnormer Schwund der Î eosinophilen
weißen Blutkörperchen (Med.), eolsilnolphil (zu
T...phil>: mit Eosin färbbar. Eo|si|nolphi|lie die: - (zu
t...philie): Anfärbbarkeit von Zellen u. Geweben durch
E9
404
Eosit
Î Eosin. Eolsit [auch ...zit] der; -s, -e <zu î2...it): ein Mi
neral, Abart des Î Wulfenits
Eötlvös [ otvoʃ] das; -, - (nach dem ung. Physiker Baron von
Eötvös, 1848-1919): in der Geophysik verwendete Einheit
der Fallbeschleunigung bei Schweremessungen; Zeichen
E. Eöt|vös-Dreh|waalgerf/e; -, -n: Bez. für mehrere von
Baron Eötvös konstruierte Drehwaagen zur Messung von
sehr kleinen räumlichen Schwereänderungen u. Massen
unterschieden
eolzän (zu teo... u. gr. kainós „neu“) : das Eozän betreffend.
Eolzan das; -s: zweitälteste Stufe des ÎTertiärs (Geol.).
Eozoen: Plur. von tEozoon. Eo|zo|i|kum das; -s (zu
Î...zoikum): svw. Archäozoikum. eolzolisch: das Eozoikumbetreffend. EolzoloniZas;-s, Eozoen (meist Plur.) (zu
gr. zöon „Lebewesen“): eigenartige Form aus unreinem
Kalk als Einschluss in Gesteinen der Urzeit, die man frü
her irrtümlich für Reste tierischen Lebens hielt
ep..., Ep... vgl. epi..., Epi...
Epacltallia* [...k...] die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. epactalia (Plur.) zu gr. epaktös, vgl. Epakte): Schaltknochcn,
überzählige Knochen, die sich zuweilen in den Schädel
nähten entwickeln (eine harmlose Anomalie; Med.)
Epa|gneul"[epan'jcel] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. épagneul
aus espagnole „spanisch“, dies aus span, español, eigtl.
„spanischer Hund“): ein franz. Stöber- u. Haushund
Epagoge* die; - (aus gr. epagöge, eigtl. „das Herbeifüh
ren“): Denkvorgang vom Einzelnen zum Allgemeinen
(Logik); vgl. Induktion (1). epagogisch (aus gr. epagögös, eigtl. „herbeiführend“): zum Allgemeinen führend
(Logik); vgl. induktiv (1); epagogischer Beweis: Beweis,
der die Wahrheit eines Satzes dadurch zeigt, dass die Fol
gen des Satzes als wahr bewiesen werden (Logik)
Epaklme* die; -, - ...een (zu Îepi... u. t Akme): in der Stammesgeschichte der Anfang der Entwicklung einer Organis
mengruppe (z. B. der Saurier; Zool.); Ggs. ÎParakme; vgl.
Akme (2)
Epalkris* die; - (aus gleichbed. nlat. epacris zu Îepi... u. gr.
ákros „Bergspitze“): Bergheide, Pflanzengattung mit be
liebten Zierpflanzen (hauptsächlich aus Australien u. dem
Kapland)
Epaklte* die; -, -n (über spätlat. epactae (Plur.) „Schaltta
ge“ ausgr. epaktai (hëmérai), eigtl. „herbeigeführte Tage“,
dies zu epaktös „herbeigeholt, fremd“): Anzahl der Tage,
die vom letzten Neumond des alten Jahres bis zum Beginn
des neuen Jahres vergangen sind
EpaEna|di[plo|sis* die; -, ...sen (aus gleichbed. gr. epanadiplösis) : 1. Verdopplung, Wiederholung des Anfangswor
tes eines Satzes am Schluss (Rhet.). 2. Übergang einer ein
fachen Krankheit in ein kompliziertes Stadium (Med.)
Epalna|leplse‘u. Epa na lep sis die; -, ...epsen (über lat.
epanalepsis aus gleichbed. gr. epanálépsis): a) Wiederho
lung eines gleichen Wortes od. einer Wortgruppe im Satz;
b) svw. Anadiplose (Rhet.; Stilk.)
Epajnalpholra* die: -, ...rä (aus gr. epanaphorá „Wortwie
derholung am Satzanfang“): svw. Anapher
Epanjchelment [epäjb'mä:] das; -s, -s (aus fr. épanche
ment „Erguss“ zu épancher, vgl. epanchieren): (veral
tet) freimütige Äußerung; offene Aussprache, epanchielren [epa'ʃi:...] (aus fr. épancher „ausgießen“, dies
über vulgärlat. expandicare aus lat. expandere „ausbrei
ten“): (veraltet) sein Herz ausschütten, sich offen aus
sprechen
epälneltisch (aus gr. epainetikös „zum Loben geneigt“ zu
epainem „loben“): (veraltet) lobrednerisch, preisend
Epa|no|dos*í/¡e; -, ...doi [...doy] (aus gr. epánodos „Rück
kehr“, eigtl. „Rückweg“, zu Îepi... u. ánodos, vgl. Anode):
Wiederholung eines Satzes, aber in umgekehrter Wortfol
ge (z. B. Ich preise den Herrn, den Herrn preise ich; Rhet.,
Stilk.)
[epa'nui:...] (aus gleichbed. fr. épanouir,
eigtl. „entfalten, aufblühen“, andere Form von altfr. espanir, dies zu frank, spannjan „ausbreiten, -strecken“): (ver
altet) aufheitern. Epalnoulislselment [epanuisə'ma:]
das; -s, -s (aus gleichbed. fr. épanouissement): (veraltet)
Heiterkeit
Eparch* der; -en, -en (aus gr. éparchos „Befehlshaber,
Statthalter“ zu epárchein „der Erste über etwas sein“):
Statthalter einer Provinz im Byzantinischen Reich. Eparchie die; -, ...ien (aus gr. eparchia „Herrschaftsgebiet ei
nes Eparchen“): 1. byzantinische Provinz. 2.1 Diözese der
Ostkirche
Eparlgne* [eparnjə] die; - (aus gleichbed. fr. épargne zu
épargner, vgl. epargnieren): (veraltet) Sparsamkeit, Er
sparnis. eparlgnielren [eparn'ji:...] (aus gleichbed. fr.
épargner, dies über altfr. espargner aus germ, sparanjan
„sparen“): (veraltet) sparen, erübrigen
Epaullett [epo...J das: -s, -s u. Epaulletlte die; -, -n (aus
gleichbed. fr. épaulette zu épaule „Schulter“, dies aus lat.
spatula „Schulterblatt“): Achsel-, Schulterstück auf Uni
formen
Epeilrolgelnelse* vgl. Epirogenese. Epeilrolpholrejse
die; -, -n (zu gr. epeiros „Festland; Kontinent“ u. phoresis
„das Tragen, Befördern“): horizontale Verschiebung der
Kontinente (Geol.)
Epeilso|di|on‘ das; -s, ...ia (aus gr. epeisödion, eigtl. „das
noch Dazukommende“, vgl. Episode): Dialogszene des
altgriech. Dramas, die zwischen zwei Chorliedern einge
schaltet war; vgl. Stasimon
Epen: Plur. von ÎEpos
Epenldym* das; -s (aus gr. epéndyma „Oberkleid“): fein
häutige Auskleidung der Hirnhöhlen u. des Rückenmark
kanals (Med.). Epenldylmiltis die; -, ...itiden (zu
T...itis): Entzündung des Ependyms (Med.). Epenldymom das; -s, -e (zu t...om): Hirntumor aus Ependym
zellen (Med.)
Epenlthelse* u. Epenlthelsis die; -, ...thesen (über spät
lat. epenthesis aus gr. epénthesis „das Einschieben“): Ein
schub von Lauten, meist zur Erleichterung der Ausspra
che (z. B. t in namentlich; Sprachw.); vgl. Anaptyxeu. Epi
these. epenltheltisch (aus gr. epenthetikös „eingescho
ben“): die Epenthese betreffend
Epelron [ep'rð:] der: -s, -s (aus gleichbed. fr. éperon zu
fränk. sporo „Sporn“): (veraltet) 1. Widerlager der Stre
bepfeiler (Archit.). 2. Eisbrecher, Buhne. 3. kleines, vor
springendes Außenwerk bei Befestigungen (Mil.)
Epelxelgelse* die; -, -n (über spätlat. epexegesis aus gr.
epexëgësis „beigefügte Erklärung“): in der Art einer Î Ap
position (1) hinzugefügte Erklärung (z.B. drunten im Un
terland (Rhet., Stilk.). epeixeigeltisch: in Form einer
Epexegese abgefasst
eph..., Eph...vgl. epi..., Epi...
Ephah [ɛ'fa:] das; - (aus gleichbed. hebt: ’êfâ): altes hebr.
Hohlmaß, das etwa 40 Litern entsprach
Ephelbe der; -n, -n (über lat. ephebus aus gleichbed. gr.
éphëbos zuTepi... u. hebe „Jugend“): wehrfähiger junger
Mann im alten Griechenland. Ephelbeilon das; -s, ...beien (aus gleichbed. gr. ephëbeîon): für die Waffenübungen
der Epheben bestimmter Saal in den ÎGymnasien (2).
Ephelbierfie; - (zut2...ie): Pubertät [des jungen Mannes]
(Med.), ephelbisch (aus gleichbed.gr. ephëbikôs): in der
Art eines Epheben; Ggs. Tanebisch. ephebophil (zu
1 Ephebe u. t...phil): eine homosexuelle Neigung zu jungen
Männern empfindend (Med., Psychol.). Ephelbolphillie
die; - (zu t...philie): homosexuelle Neigung zu jungen
Männern
Epheldra* die; -, Plur. ...drae [...dre] u. ...edren (über lat.
ephedra aus gr. ephédra zu I epi... u. hédra „Sitz“): schach
telhalmähnliche Pflanze, aus der Ephedrin gewonnen
epalnoulielren
405
wird; Meerträubchen. Epheidrin® das; -s (zu t...in (1)):
dem t Adrenalin verwandtes Î Alkaloid (als Heilmittel viel
fältig verwendet)
Ephe|li|den* die (Plur.) (aus gleichbed. gr. ephelides);
Sommersprossen (Med.)
ephelmer* (aus gleichbed. gr. ephemeres zu epi „darauf*
u. hêméra „Tag“): 1. nur kurze Zeit bestehend, flüchtig,
rasch vorübergehend [u. daher ohne bleibende Bedeu
tung], 2. (von kurzlebigen Organismen) nur einen Tag lang
lebend, bestehend (Bot., Zool.); vgl. ...isch/-. Ephelmera die (Plur.) (aus gr. ephemera, Neutrum Plur. von
ephemeres, vgl. ephemer): Eintagsfieber (Med.). 'Ephemelrilde die; -, -n (zugr. ephemeres „einen Tag dauernd“
u. t,,,ide): Eintagsfliege (Zool.).2Ephe|meIrilde die;-,-n
(meist Plur.) (aus gr. ephemeris, Gen. ephemeridos „Tage
buch“): Tafel, in der die täglichen Stellungen von Sonne,
Mond u. Planeten vorausberechnet sind; Tabelle des täg
lichen Gestirnstandes (Astron., Astrol.). Ephelmelriden die (Plur.) (aus gleichbed.gr. ephemerides): (veraltet)
Tagebücher, periodische Schriften, Zeitschriften, ephe
merisch (aus gr. ephëmeros „für einen Tag"): svw. ephe
mer; vgl. ...isch/-. Ephelmelrolphyt der; -en. -en (zu
( ...phyt): Pflanze, die nur vorübergehend u. vereinzelt in
einem Gebiet vorkommt (z.B. verwilderte Gartenpflan
zen; Bot.)
Ephildrglse* die; -, -n (aus gr. ephidrösis „Schweiß am
Oberkörper“): svw. Hyperidrose
Ephiplpilum* das; -s, ...pien [...ian] (über lat. ephippium
aus gr. ephippion „Satteldecke“): sattelähnliche Schutz
hülle der Wintereier von Wasserflöhen (Biol.)
Ephod das; -s, -im (aus gleichbed. hebr. ’êfôd zu ’äfad
„überziehen, bekleiden“): kultisches Gewand im alten Is
rael
Epholdus der; -, ...den (aus gr. éphodos „Zugang, Weg“ zu
Tepi... u. hodós „Weg“): (veraltet) gewinnender od. ein
nehmender Redebeginn (Reth.)
Ephor der; -en, -en (über lat. ephorus aus gr. éphoros „Auf
seher“ zu ephorän „auf etwas sehen“): einer der fünf jähr
lich gewählten höchsten Beamten im antiken Sparta.
Epholrat das; -[e]s, -e (zu T...at (1)): 1. Amt eines Epho
ren. 2. Amt eines Ephorus. Epholrie die; -, ...ien (über kirchenlat. ephoria aus gr. ephoreia „Amtsbezirk eines Epho
ren“): [kirchlicher] Aufsichtsbezirk, Amtsbezirk. Epho
rus der; -, ...oren (über gleichbed. kirchenlat. ephorus aus
gr. éphoros, vgl. Ephor): a) ÎDekan ( 1 ) in der reformierten
Kirche; b) Leiter eines ev. Predigerseminars od. Wohn
heims
Ephy dri aiden* ¿Z/e (Plur.) (aus gleichbed. gr. ephydriás,
Gen. ephydriädos zu Îepi... u. hydör „Wasser“): Quell- od.
Wassernymphen der griech. Sage
epi.... Epi... (aus gleichbed. gr. epi), vor Vokalen ep...,
Ep..., vor h eph..., Eph...: Präfix mit der Bedeutung „da
rauf (örtlich u. zeitlich), daneben, bei, darüber“, z. B. Epi
gramm, epagogisch, ephemer
Epilbilont der; -en, -en (zu Îepi... u. ( ...biont): Lebewesen,
das auf einem anderen lebt; Ggs. T Endobiont. Epilbilolse
die; - (zu T...biose): Gemeinschaft meist verschiedenarti
ger Lebewesen, von denen ein Partner auf dem anderen
lebt (z.B. Wachstum von Bakterien auf der Haut des Men
schen; Biol.); Ggs. 1 Endobiose. epilbioltisch: die Epibiose betreffend
Epilbollie die; - zugr. epibolê „Überwurf* u. f2...ie): Umwachsung von Zellschichten bei der Keimentwicklung
(Biol.)
Epilceldilum [..,'tse:...] das; -s, ...dia (zu gr. epikedeion
u.î ...ium): lat. Schreibung von ÎEpikedeion
Epi| celrie [episə...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. épicerie
zu épice „Gewürz“, dies aus Zai. species): (veraltet) Kolo
nialwaren-, Gewürzhandlung. Epilcier [epis'je:] der; -s, -s
Epifauna
(aus gleichbed. fr. épicier): (veraltet) 1. Kolonialwaren-,
Gewürzhändler, Krämer. 2. Spießbürger
Epilconldyllus [...’kon...] der; -, ...li (aus gleichbed. nial.
epicondylus zu tepi... u. gr. kóndylos „Knochengelenk“):
Knochenvorsprung od. Knochenfortsatz, der auf einem
TCondylus liegt (Med.)
Epi|cö|num [... tso:...] das: -s, ...na (über lat. epicoenum
aus gr. epikoinon „Wort, das für beide Geschlechter gilt“,
eigtl. „gemeinsam"): Substantiv, das ein Wesen mit natür
lichem Geschlecht (ein Tier) bezeichnet, aber mit einem
Genus sowohl vom männlichen als auch vom weiblichen
Tier gebraucht wird (z. B. Affe, Giraffe)
Epildeikltik die; - (aus gleichbed. gr. epideiktikê (téchnê),
eigtl. „aufzeigende (Kunst)“): Prunk-, Festrede; bei Festu. Gelegenheitsreden üblicher Redestil (Rhet., Stilk.).
epildeikltisch (aus gr. epideiktikös „aufzeigend, zur Re
de stellend“): die Epideiktik betreffend, in den Vorder
grund stellend; prahlend, prunkend
Epildelmie ¿ZZe; -, ...ien (über mlat. epidemia aus gr. epi
demia nósos „im ganzen Volk (gr. demos) verbreitete
Krankheit“): zeitlich u. örtlich in besonders starkem
Maße auftretende Infektionskrankheit; Seuche, anste
ckende Massenerkrankung in einem begrenzten Gebiet.
Epi|de|mi|o|lolge der; -n, -n (zu t...loge): Wissen
schaftler, der auf dem Gebiet der Epidemiologie arbei
tet. Epildelmilollolgie die; - (zu (...logie): Wissen
schaft von der Entstehung, Verbreitung, Bekämpfung u.
den sozialen Folgen von Epidemien, zeittypischen Mas
senerkrankungen u. Zivilisationsschäden, epildelmilolo gisch (zu (...logisch): die Epidemiologie betreffend,
epildelmisch (über mlat. epidemius aus gr. epidëmios
„im ganzen Volk verbreitet“): in Form einer Epidemie
auftretend
Epildenldrum* das; -s, ...dren (aus nial, epidendrum zu
tepi... u. gr. déndron „Baum“): Baumwurzler, eine tropi
sche u. subtropische Orchideengattung
epilderlmal (zu tEpidermis u. t'...al (1)): von der Ober
haut stammend, zu ihr gehörend (Med.). Epiiderlmis die;
-, ...men (über/ɑt. epidermis ausgr. epidermis „Oberhaut“
zu tepi... u. gr. dérma „Haut“): 1. Oberhaut, äußere
Schicht der Haut (Med.). 2. Abschlussgewebe der höheren
Pflanzen (Bot.), epildeijmisch: svw. epidermal. Epidermoid das; -s, -e (zu Î ...oid): ÎZyste (1) mit oberhaut
ähnlicher Auskleidung (Med.), epiiderimolildal
[...moi...] (zu t‘...al (1)): svw. epidermal. Epilderlmollyse die; -, -n (zu t...lyse): krankhafte Ablösung der Ober
haut (Med.). Epilderlmolphyt der; -en, -en (zu Î...phyt):
krankheitserregender Hautpilz (Med.). Epildeijmophyltie die; -, ...ien (zu t2...ie): Pilzkrankheit der Haut
(Med.)
Epi|di|a|skop* ¡fas; -s, -e (Kurzw. aus (Epzskop u. tDiaskopy. optisches Gerät, das als t Diaskop u. t Episkop ver
wendet werden kann
Epildildylmekltolmie* die; -, ...ien (zu (Epididymis u.
( ...ektomie): operative Entfernung eines Nebenhodens
(Med.). Epildildylmis die; -, ...didymiden (zu (epi... u. gr.
didymoi (Plur.) „Hoden“, eigtl. „die Doppelten“, zu didymos „doppelt“): Nebenhoden (Med.). Epi|di|dyImiItis
die; -, ...mitiden (zu (...itis): Nebenhodenentzündung
(Med.)
Epildot der; -s, -e (zugr. epidosis „Zugabe“): ein grünes, ge
steinsbildendes Mineral
epildulral (zu (epi..., (Dura mater u. f'...al (1)>: auf der
harten Hirnhaut gelegen (Med.). Epi|du|ral|an|äs|thesie die; -, ...ien [,,,i:ən]: Betäubung durch Einspritzen von
Betäubungsmitteln in den Raum zwischen harter Hirn
haut u. Wirbelkanal (Med.)
Epilfaulna [auch 'e:pi...] die; - (zu (epi... u. tFauna): Ge
samtheit der Wassertiere, die auf der Oberfläche des
Epigaion
Grundes od. auf Pflanzen u. schwimmenden Gegenstän
den leben; Ggs. Î Infauna
Epilgajlon das; -s <aus gr. epigaion „das auf der Erde Be
findliche“ zu epigaios, vgl. epigäisch): Lebensraum der
auf dem Erdboden lebenden Organismen, epilgälisch
(aus gr. epigaios „auf der Erde befindlich; zu ebener Er
de“): oberirdisch (von Keimblättern, die bei der Keimung
aus der Erde hervortreten u. grün werden; Bot.)
epilgam (zu Tepi... u. t...gam (1)>: nach der Befruchtung
stattfindend (Biol.). Epilgalmie die; - (aus gr. epigamia
„Wechselheiratsrecht“): 1. nach antikem griech. Recht die
Ehegemeinschaft für die Bürger verschiedener Poleis (vgl.
Polis). 2. svw. Epitokie
Epi gasitral gie* die; -, ...ien (zu (Epigastrium u. (...al
gie): Schmerzen im Epigastrium (Med.), epilgasltrisch:
zum Epigastrium gehörend, im Epigastrium liegend
(Med.). Epilgasltrilum das; -s, ...ien [,,,iən] (zu gr. epigástrion „Oberbauch“ (bis zum Nabel) u. t...ium): Ober
bauchgegend, Magengrube (Med.)
Epilgelnelse die; -, -n (zu Tepi... u. tGenese): 1. Entwick
lung eines jeden Organismus durch aufeinanderfolgende
Neubildungen (nach der Entwicklungstheorie von C. F.
Wolff, 1734-1794); vgl. Präformationstheorie. 2. a) späte
re Entstehung (von geologischen Lagerstätten); b) Neuan
lage eines Flusstales unter Laufverlegung des Flusses,
epilgelneltisch: 1. auf die Epigenese bezogen, durch
Epigenese entstanden (Biol.). 2. später entstanden jünger
als das Nebengestein (von geologischen Lagerstätten);
Ggs. Îsyngenetisch (2); epigenetisches Ta):Tal, das durch
Einsenkung eines Flusses entstanden ist, der sich in altes
Gestein eingeschnitten hat u. das darüber liegende jüngere
Gestein nachträglich völlig ausgeräumt hat
Epilglotitis’Æe -, ...ttiden (aus gleichbed.gr. (attisch) epi
glottis zu Tepi... u. (attisch) glðtta „Zunge“): Kehldeckel.
Epi|glot|ti|tis die; -, ...itiden <zuT...itis): Entzündung des
Kehldeckels (Med.)
Epilgnalthus* der; -, ...gnathen (aus gleichbed. nlat. epignathus zu Tepi... u. gr. gnáthos „Kinnbacken“): parasitä
re Doppelmissgeburt der Art, dass die eine Frucht am
Gaumen bzw. an der Schädelbasis der anderen liegt
(Med.)
epilgolnal(zu (Epigone u. (‘...al(l)>: epigonenhaft, nach
gemacht
Epi|go|na|ti|on rfas; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. ngr.
epigonátion zu gr epigonatis „bis auf die Knie reichendes
Kleid“, eigtl. „Kniescheibe“): auf die Knie herabhängen
des Tuch in der Bischofstracht der orthodoxen Kirche
Epi Igo Ine ¿/er;-n, -n (ausgr. epígonos „Nachgeborener“ zu
epigignesthai „danach entstehen“): unschöpferischer, un
bedeutender Nachfolger bedeutender Vorgänger; Nach
ahmer ohne eigene Ideen (bes. in Literatur u. Kunst), epigonenhaft: in der Art eines Epigonen, nachahmend.
Epilgolnenltum das; -s: Geisteshaltung u. Kunstrich
tung, die unschöpferisch Werke der Vergangenheit (bes. in
Literatur u. Kunst) nachahmt. epi|go|nisch:svw. epigo
nal. Epi|go|nis|mus der; - (zu t...ismus (5)): svw.
EpigonentumEpilgraf, auch ...graph das; -s, -e (zu gr.
épigraphe „Aufschrift“, vgl. Epigramm): antike Inschrift.
Epilgramm das; -s, -e (über lat. epigramma aus gr. epi
gramma „Aufschrift“ zu gr. epigräphein „darauf schrei
ben“): Sinn-, Spottgedicht, meist in Distichen (vgl. Disti
chon) abgefasst. Epi|gram|ma|tik die; - (aus gleichbed.
mgr. epigrammatikë (téchnê)): Kunst des Verfassens von
Epigrammen. Epilgramlmaltilker der; -s, -: Verfasser
von Epigrammen, epilgramlmaltisch (über gleichbed.
spätlat. epigrammaticus aus mgr. epigrammatikös) : a) das
Epigramm betreffend; b) kurz, treffend, witzig, geistreich,
scharf pointiert. Epi gram ma tist der; -en, -en (zu
(...ist): (veraltet) Epigrammatiker. Epi|gram|ma|to|io-
406
gie die; -, ...ien (zu (...logie): (veraltet) a) (ohne Plur.)
Lehre von den Epigrammen; b) Sammlung von Epigram
men. Epilgralphik, auch ...gralfik die; - (zu (2...ik (1)>:
Inschriftenkunde (als Teil der Altertumswissenschaft).
Epilgralphilker, auch ...gralfilker der; -s, -: Inschrif
tenforscher
epilgyn (zu tepi... u. gr. gynë „Weib; Frau“): über dem
Fruchtknoten stehend (von Blüten; Bot.); Ggs. Thypogyn
Epi kdie; - (zugr. epikós, vgl. episch u. 2...ik (2)>: erzählende
Dichtung; vgl. Lyrik, Dramatik (1)
Epi kan thus der; - (aus gleichbed. nlat. epicanthus zu
Tepi... u. gr. kanthós „Augenwinkel“): Hautfalte am inne
ren Rand des oberen Augenlids; Mongolenfalte (Med.)
Epilkard das; -[e]s (zu Tepi... u. gr. kardia „Herz“): dem
Herzen der Wirbeltiere u. des Menschen aufliegendes
Hautblatt des Herzbeutels (Med.). epi|kar|di|al (zu T '...al
(1)): das Epikard betreffend (Med.)
EpilkarpcL/.s, -s, -e (zu Tepi... u. T...karp): äußerste Schicht
der Fruchtschale von Pflanzen. Epi|kar|pi|um das; -s,
...ien [...ion] (zu T...ium): (veraltet) svw. Epikarp
Epi ke dei on das; -s, ...deia (aus gleichbed. gr. epikëdeion): [antikes] Trauer- u. Trostgedicht; vgl. Epicedium
Epi ker der; -s, - (zu TEpik; vgl. episch): Dichter, der sich
der Darstellungsform der TEpik bedient; vgl. Lyriker,
Dramatiker
Epilkie i/Ze; - (verkürzt aus gr. epieikeia „Angemessenheit,
Nachsichtigkeit“, dies zu epieikës „annehmbar, (mora
lisch) anständig“): Prinzip der kath. Moraltheologie zur
Interpretation menschlicher Gesetze, das besagt, dass ein
menschliches (auch kirchliches) Gesetz nicht unbedingt in
jedem Fall verpflichtend ist
Epilklel se* die; -, -n (aus gr. epiklesis „Anrufung“, zu epikalein „anrufen“, eigtl. „herbeirufen“): Anrufung des
Heiligen Geistes in der Liturgie der orthodoxen Kirche
Epilkoilnon [...’koy...] vgl. Epicönum
Epiikon|dy|li|tis die; -, ...itiden (zu TEpicondylus u.
T...itis): Entzündung eines TEpicondylus (Tennisarm;
Med.). Epi|kon|dy|lus vgl. Epicondylus
epi|kon|ti|nen|tal(zuîepi... u. T kontinental): in der Î kon
tinentalen Randzone liegend (von Epikontinentalmeeren;
Geol.). Epiikon ti nen tal meer das; -[e]s, -e: ein fest
ländisches Gebiet einnehmendes Meer, Überspülungs
meer, Flachmeer (Geol.)
Epilkoltyl das; -s, -e (zu Tepi... u. gr. kotÿlë „Höhlung“):
erster, blattloser Sprossabschnitt der Keimpflanze (Bot.)
epi|kra|ni|al (zu Tepi... u. Tkranial): dem Schädel auflie
gend (Med.)
Epilkrilse die; -, -n (aus gr. epikrisis „Beurteilung; Ent
scheidung“ zu epikrinein „urteilen, entscheiden“): ab
schließende kritische Beurteilung eines Krankheitsver
laufs vonseiten des Arztes (Med.). epi|kri|tisch:die Epi
krise betreffend, einen abgeschlossenen Krankheitsfall
kritisch analysierend
Epilkul re|er der; -s, - (aus lat. Epicurei, gr. Epikoüreioi
(Plur.), nach dem Philosophen Epikur, gr. Epikouros): 1.
Vertreter der Lehre des griech. Philosophen Epikur. 2.
jmd., der die materiellen Freuden des Daseins unbedenk
lich genießt. epi|ku|re|isch u. epikurisch (über lat. Epicurius aus gleichbed. gr. Epikoüreios): 1. nach der Lehre
des griech. Philosophen Epikur lebend. 2. genießerisch;
auf Genuss gerichtet; die materiellen Freuden des Daseins
unbedenklich genießend. Ept|ku|re|is|mus der; - (zu
Î...ismus (1)): 1. Lehre des griech. Philosophen Epikur. 2.
auf Genuss der materiellen Freuden des Daseins gerichte
tes Lebensprinzip, epilkulrisch vgl. epikureisch
Epilkultanlprolbe die; -, -n, Epi ku tanltest der; -[e]s,
Plur. -s, auch -e (zu tepi... u. Îkutan): Läppchenprobe,
Test zur Feststellung von T Allergenen, bei dem die Test
substanz mithilfe eines Leinenläppchens auf die Haut auf-
407
gebracht wird (Med.). Epi|ku|ti|ku|la Æe; -, Plur. -s u.
...lae [...le] <zu tepi... u. tKutikula): Schicht der tKutikula
der Gliedertiere (Biol.)
Epi|la|ti|on die: -, -en (zu t'ex..., lat. pilum „Haar“ u.
t...ation): Entfernung von Körperhaaren (Med.). Epillatolrium das: -s, ...ien [,,,iən] (zu t,,,orium): Haarentfer
nungsmittel; Instrument zum Entfernen von Körperhaa
ren (Med.)
Epilleplsie die: -, ...ien (über fr. épilepsie u. lat. epilepsia
ausgleichbed.gr. epilepsia, eigtl. „das Anfassen; Anfall“):
Sammelbez. für eine Gruppe erblicher od. traumatisch be
dingter od. auf organischen Schädigungen beruhender Er
krankungen mit meist plötzlich einsetzenden starken
Krämpfen u. kurzer Bewusstlosigkeit; Fallsucht (Med.),
epillepltilform (zu Î...form): einem epileptischen Anfall
od. seinen Erscheinungsformen vergleichbar (Med.). Epilepltilker der; -s, - (zu lat. epilepticus, dies aus gr. epilêptikós „an Epilepsie leidend“) : jmd., der an Epilepsie leidet,
epillepltisch: a) durch Epilepsie verursacht; b) zur Epi
lepsie neigend, an Epilepsie leidend, epillepltolid (zu
t...oid): svw. epileptiform. Epillepltollolgie die; - (zu
t...logie): medizinisches Forschungsgebiet, das sich mit
den epileptischen Krankheiten befasst
epillielren (zu Î 'ex..., lat. pilum „Haar“ u. Î ...ieren): Kör
perhaare entfernen (Med.)
Epillimlnilon u. Epillimlnilum das: -s, ...ien [,,,iən] (zu
îepi... und gr. limnion „kleiner See“; vgl. ...ium): obere
Wasserschicht eines Sees mit î thermischen Ausgleichsbe
wegungen
Epillog der: -[e]s, -e (über lat. epilogus aus gleichbed. gr.
epílogos, eigtl. „das, was zusätzlich gesagt wird“): a)
Schlussrede, Nachspiel im Drama; Ggs. TProlog (1 a); b)
abschließendes Nachwort [zur Erläuterung eines literari
schen Werkes]; Ggs. TProlog (1 b). epi|lo|gie|ren (zu
t...ieren): (veraltet) ein Nachwort sprechen
epillolphisch (zu Tepi... u. gr. lóphos „Hügel, Anhöhe“):
auf Î submarinen Schwellen in der Tiefsee abgelagert (Geol.)
Epilmalnilkilen [...ion] die (Plur.) (zu tepi... u. lat. manica
„(langer) Ärmel“): kleine farbige Stoffstücke, mit denen
die t Kleriker der Ostkirchen die Ärmel der Î Tunika fest
binden
Epilmellelte der; -n, -n (aus gleichbed. gr. epimelêtês):
Staatsbeamter für kultische u. wirtschaftliche Aufgaben
im alten Griechenland
Epi|me|ta|bo|lie die; -, ...ien (zu tepi... u. tMetabolie):
Form der unvollkommenen Verwandlung bei Tieren
epi|me|the|isch (aus gleichbed. gr. epiméthikós, nach
Epimetheus, eigtl. „der Nachherüberlegende“, dem Bru
der des Prometheus): a) erst später mit dem Denken ein
setzend; b) erst handelnd, dann denkend; unbedacht; vgl.
prometheisch
Epi|mor|pho|se die; - (zu Îepi... u. t Morphose): Î Regene
ration bei einigen niederen Tieren (z.B. Pantoffeltier
chen), wobei sich der verloren gegangene Körperteil direkt
an der Stelle des Verlustes neu bildet
Epilnasltie die: -, ...ien (zu tepi... u. tNastie): verstärktes
Wachstum der Blattoberseite gegenüber der -Unterseite
bei Pflanzen, epilnasltisch: ein verstärktes Wachstum
der Blattoberseite zeigend
Epilnelphrekltolmie* die; -, ...ien (zu Îepi..., gr. nephros
„Niere“ u. Î ...ektomie): operative Entfernung der Neben
nieren (Med.). Epilnelphrin das; -s (zu t...in (1)>: inter
nationale Bez. für ÎAdrenalin. Epilnelphriltis die: -,
...itiden (zu t...itis>: Entzündung der Nierenfettkapsel
(Med.). Epilnelphron das: -s, Plur. ...phra u. ...phren (zu
t',,,on): Nebenniere (Med.)
Epilnette [epi'net] die; -, -s (aus gleichbed. fr. épinette zu
épine „Dorn“, dies aus lat. spina): franz. Bez. für Î Spinett
Epiphyt
(zu t epi... u. t neural): die bindegewebige Hülle
der Nervenstämme betreffend (Med.). Epi|neu|ri|um
das: -s, ...ien [...ion] (zu t...ium): bindegewebige Hülle der
Nervenstämme (Med.)
Epinlglé* [epɛ'gle:] der; -[s],-s (ausfr. (velours) épinglé „gerippt(es Samtgewebe)“, Part. Perf. von épingler „mit Na
deln anstecken“, dies zu épingle „Nadel“ aus älter fr.
*espingle zu lat. spinula „kleiner Dorn“): 1. Ripsgewebe
mit abwechselnd starken u. schwachen Schussrippen. 2.
Möbelbezugsstoff, dessen Schlingen nicht aufgeschnitten
sind
Epi|ni|ki|on das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. gr. epinikion zu nike „Sieg“): altgriech. Siegeslied zu Ehren eines
Wettkampfsiegers
Epilpeldon das; -s, Plur. ...da od. ...peden (aus gleichbed.
gr. epipedon): ebene Fläche
Epi|pellalgi|al das; -s (zu tepi... u. tPelagial): gut durch
lichtete Wasserschicht des Meeres (Geol.)
Epilpellon das; -s (zu tepi... u. gr. pelos „Schlamm,
Lehm“): Lebensbereich der in Süßgewässern od. Meeren
auf Weichböden od. Schlamm lebenden Organismen
Epilphalnia vgl. Epiphanie. Epilphalnilas das; - (über
gleichbed. spätlat. epiphania (Plur.) aus gr. epipháneia
„Erscheinung“, dies zu epiphainein „sich sehen lassen, er
scheinen“): Fest der „Erscheinung des Herrn“ am 6. Janu
ar, Dreikönigsfest. Epilphalnie u. Epiphania die; - (über
spätlat. epiphania (Sing.) aus gleichbed. gr. epipháneia):
Erscheinung einer Gottheit (bes. Christi) unter den Men
schen. Epi|pha|ni|en|fest [...ion...] das; -es, -e: svw. Epi
phanias. Epilphalnit [auch ...nit] (zu t2...it>: zu den
tChloriten gehörendes Silikatmineral, Epi|phä|no|men
das; -s, -e (aus gr. epiphainömenon „hinzutretender Um
stand“ zu epiphainesthai „zum Vorschein kommen, sich
zeigen“): Begleiterscheinung (Philos.)
Epilphalrynlgiltis
-, ...itiden (zu tepi... u. tPharyngi
tis): Entzündung des nasalen Abschnitts des Rachenrau
mes (Med.). Epilphalrynx der; -: nasaler Abschnitt des
Rachenraumes; Nasen-Rachen-Raum (Med.)
Epilpher die: -, -n (zu gr. epiphérein „hinzufügen“): svw.
Epiphora (2). Epilpholra die; -, ...rä (aus gr. epiphorä
„das Hinzufügen; der Andrang“): 1. Tränenfluss (Med.).
2. Wiederholung eines od. mehrerer Wörter am Ende auf
einanderfolgender Sätze od. Satzteile; Ggs. tAnapher
(Rhet., Stilk.)
Epiphragma das; -s, ...men (zu Î epi... u.gr. phrágma „das
Eingeschlossene, Verschluss“): vom Mantelrand ausge
schiedener, poröser Kalkdeckel bei vielen einheimischen
Lungenschnecken (Zool.)
Epi phra se die; -, -n (zu tepi... u. tPhrase): Nachtrag zu
einem an sich abgeschlossenen Satz, z.B. zur temphati
schen Steigerung od. Verdeutlichung, z. B. da kommt er,
der unglückliche Mensch (Rhet.)
epilphrelnisch (zu tepi... u. gr. phrên „Zwerchfell“): über
dem Zwerchfell gelegen (Med.)
Epilphylllum das; -s, ...lien (aus gleichbed. nlat. epiphyllum zu tepi... u. gr. phÿllon „Blatt“): Blätterkaktus aus
Brasilien
Epilphylse die;-, -n (ausgr. epiphysis „Zuwuchs, Ansatz“):
1. Zirbeldrüse der Wirbeltiere (Med., Biol.). 2. Gelenk
stück der Röhrenknochen von Wirbeltieren u. vom Men
schen (Med., Biol.). Epilphylseoldelse u. Epiphysiodese
die; -, -n (zu gr. dein „binden“; vgl. ...ese): (u. a. zur Kor
rektur von X-Beinen angewandte) operative Methode zur
Unterbindung des Wachstums der t Epiphyse (2; Med.).
Epilphylseollylse u. Epiphysiolyse die; -, -n (zu t ...lyse):
entzündliche, mechanische od. Îtraumatische Ablösung
einer t Epiphyse (2) vom Röhrenknochen (Med.). Epiphylsioldelse usw. vgl. Epiphyseodese usw. Epilphyt
der; -en, -en (meist Plur.) (zu tepi... u. t...phyt): Pflanze,
epi| neu Irai
Epiploenterozele
die auf anderen Pflanzen wächst, sich aber selbstständig
ernährt; Überpflanze (Bot.)
Epiploenterozeile* die; -, -n <zu Î Epiploon, ÎEnteron
u.gr. këlë „Geschwulst, Bruch“): Bauchbruch mit Netz-u.
Darmteilen im Bruchsack (Med.). Epi|plo|i|tis die; -,
...itiden (zu î Epiploon u. t...itis): Entzündung des îEpi
ploons (Med.). Epilplolon [,,,ploɔn] das; -s, ...ploa (aus
gr. epiploon „Netz um die Eingeweide“): svw. Omentum.
Epilplol zelle die; -, -n (zu gr. kele „Geschwulst, Bruch“,
eigtl. „Netzbruch“): Bauchbruch mit Netzteilen im Bruch
sack (Med.)
Epilpylgus der; -, Plur. ...pygen u. ...pygi (aus gleichbed.
nlat. epipygus zu îepi... u. gr. pygë „der Hintere, Steiß“):
Doppelfehlbildung der Art, dass die eine (verkümmerte)
Frucht am Steiß der anderen (normal entwickelten) sitzt
(Med.)
epilrolgen (zu gr. ëpeiros „Festland; Kontinent“ u.
Î...gen): durch Epirogenese entstanden. Epi|ro|ge|ne|se
u. Epeirogenese die; -, -n: langsame, in großen Zeiträumen
ablaufende Hebungenu. Senkungen größerer Erdkrusten
teile; Kontinentaldrift (Geol.). epilrolgelneltisch: svw.
epirogen
Epir rhem u. Epirlrhelma das; -s, ...emata (aus gr. epirrhëma, eigtl. „das Dazugesprochene“): Dialogverse des
Chors in der attischen Komödie; Ggs. t Antepirrhem
episch (über gleichbed. lat. epicus aus gr. epikós zu épos,
vgl. Epos): a) die Epik betreffend; vgl. lyrisch, dramatisch;
b) erzählerisch, erzählend; c) sehr ausführlich [berich
tend]; nichts auslassend, alle Einzelheiten enthaltend
Epislcolpus* [...k...] vgl. Episkopus
Epiisem das; -s, -e (zu Tepi... u. tSem): die Inhaltsseite ei
nes Î Grammems (Sprachw.). Epilselmem das; -s, -e: die
Bedeutung eines TTagmems, der kleinsten bedeutungstra
genden grammatischen Form (Sprachw.)
Epil silorrhaphie die; -, ...ien (zu gr. epision „Schamge
gend“, rhaphë „Naht“ u. î2...ie): operative Verengerung
der Schamspalte durch Vernähung der großen Schamlip
pen (Med.). Epilsiloltolmie die; -, ...ien (zu î...tomie):
Scheidendammschnitt (operativer Eingriff bei der Entbin
dung zur Vermeidung eines Dammrisses; Med.)
Epil sit der; -en, -en (zu Îepi... u. gr. sitos „Speise“; Analo
giebildung zu tParasit): Tier, das sich von anderen Tieren
ernährt (z.B. Greifvögel; Zool.). Epilsiltie die; - (zu
T2...ie>: räuberische Lebensweise (von Tieren; Zool.)
Epis|kle|ra*¿Zie; -, ...ren (zu Îepi... u. Î Sklera): Bindegewe
be zwischen Bindehaut u. Lederhaut des Auges (Anat.).
episkleral (zu Î’...al (1)): zur Episklera gehörend
(Anat.). Epis|kle|rj|tis <Zie; -, ...itiden (zu T...itis>: Ent
zündung des Bindegewebes an der tSklera (Med.)
Epilskop* das; -s, -e (zu îepi... u. î...skop>: Bildwerfer für
nicht durchsichtige Bilder (z.B. aus Büchern)
epislkolpal* (aus lat. episcopalis „bischöflich“ zu episco
pus „Bischof*, dies aus gr. episkopos, eigtl. „Aufseher“,
daher auch dt. Bischof): bischöflich. Epislkolpalle der;
-n, -n: Anhänger einer der protestantischen Kirchenge
meinschaften mit bischöflicher Verfassung in England od.
Amerika. Epis|ko|pa|lis|mus der; - (zu t...ismus (1)>:
kirchenrechtliche Auffassung, nach der das Î Konzil der
Bischöfe über dem Papst steht; Ggs. î Kurialismus u. ÎPapalismus. Epis ko pa list der; -en, -en (zu t...ist): Ver
fechter des Episkopalismus. Epis ko palikir che die; -:
1. nicht katholische K irche mit bischöflicher Verfassung u.
Iapostolischer Sukzession (z.B. die Îorthodoxeu. die ang
likanische Kirche). 2. jede nicht katholische Kirche mit bi
schöflicher Leitung (z.B. die lutherischen Landeskir
chen). Epislkolpat der od. das; -[e]s, -e (aus gleichbed.
lat. episcopatus, vgl. episkopal): a) Gesamtheit der Bi
schöfe [eines Landes]; b) Amt u. Würde eines Bischofs,
epislkolpisch: svw. episkopal. Epislkolpus der; -, ...pi
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(aus gleichbed. lat. episcopus, dies aus gr. episkopos): Bi
schof
Epil solde die; -, -n (aus fr. épisode „Nebenhandlung“, dies
aus gr. epeisódion „zwischen die Chorgesänge eingescho
bene Dialogteile“): 1. a) Begebenheit, Ereignis von kurzer
Dauer innerhalb eines größeren Zeitabschnitts; b) kleine
rer Zeitabschnitt innerhalb eines größeren in Bezug auf
das darin enthaltene Geschehen. 2. literarische Neben
handlung. 3. eingeschobener Teil zwischen erster u. zwei
ter Durchführung des Fugenthemas (Mus.). 4. svw. Epei
sodion. epilsoldisch: dazwischengeschaltet, vorüberge
hend, nebensächlich; episodische Flüsse: Wasserläufe in
Trockengebieten, die nur nach längeren Regenfällen Was
ser führen. Epil soldist der; -en, -en (zu Î ...ist): Darsteller
von Episodenrollen (Theat., Filmw.)
Epilsommas, -s, -en (zu Tepi... u.gr. söma „Leib, Körper“):
Partikel, die dem Hauptkörper eines Gens zugeordnet ist
(Biol.)
Epislpaldie'iüe; -, ...ien (zu îepi..., gr. spadön „Riss, Spal
te“ u. t2...ie): Fehlbildung der Harnröhre mit Öffnung an
der Penisoberseite (Med.)
Epilspasltilkum* das; -s, ...ka (zu gr. epispastikös „anzie
hend“; vgl. ...ikum): a) Hautreizmittel; b) Mittel, um Eiter
od. Gewebeflüssigkeit nach außen abzuleiten (Zugmittel;
Med.)
Episltalse* die; -, -n (aus gr. epistasis „das Anhalten“): das
Zurückbleiben in der Entwicklung bestimmter Merkmale
bei einer Art od. einer Stammeslinie gegenüber verwand
ten Formen (Biol.). Episltalsie die; -, ...ien u. Episltasis die; -, ...asen (aus gr. epistasia, epistasis „Aufsicht,
Leitung“, eigtl. „das Darüberstellen“): Überdeckung der
Wirkung eines Gens durch ein anderes, das nicht zum glei
chen Erbanlagenpaar gehört; vgl. Hypostase (5) (Med.),
episltaltisch (aus gr. epistatikös „die Aufsicht betref
fend“): die Wirkung eines Gens durch ein anderes überde
ckend (Med.)
Episltalxis* die; - (aus gleichbed. gr. epistaxis, eigtl. „das
Darauftröpfeln“, zu epistáxein „darauf tröpfeln“): Nasen
bluten (Med.)
Episltel* die; -, -n (aus lat. epistula, epistola „Brief*, dies
aus gleichbed. gr. epistole, eigtl. „Zugesandtes, Nach
richt“): 1. Sendschreiben, Apostelbrief im Neuen Testa
ment. 2. vorgeschriebene gottesdienstliche Lesung aus den
neutestamentlichen Briefen u. der Apostelgeschichte; vgl.
Perikope (1). 3. (ugs.) [kunstvoller] längerer Brief. 4. (ugs.)
kritisch ermahnende Worte, Strafpredigt
episltelmisch* (zu gr. epistemön „wissend, kundig“): svw.
epistemologisch. Epis|te|mo|lolgie die; - (aus gleichbed.
engl. epistemology zu gr. epistëmê „das Verstehen; Wis
senschaft“ u. T...logie): Wissenschaftslehre, Erkenntnis
theorie (bes. in der angelsächsischen Philosophie), epsstemologisch (nach gleichbed. engl. epistemological;
vgl. ...logisch): die Epistemologie betreffend, erkenntnis
theoretisch. Episltelmolnarch der: -en, -en (zu gr.
epistëmê „Wissenschaft“ u. ärchein „regieren, leiten“):
Geistlicher in der griech. Kirche, der über die Reinheit der
Glaubenslehre zu wachen hat
Episltillbit* [auch ... btt] der; -s, -e (zu îepi... u. T Stilbit):
ein farbloses bis weißes, zu den î Zeolithen gehörendes Mi
neral
Episltollae* oblscu rolrum* vilrolrum [...le ...sku... v...]
die (Plur.) {lat.}; Dunkelmännerbriefe (Sammlung erdich
teter mittellat. Briefe ungenannter Verfasser, z.B. Ulrich
v. Huttens, die zur Verteidigung des Humanisten Reuchlin
das Mönchslatein u. die scholastische Gelehrsamkeit ver
spotteten). Episltollardas, -s, -e u. Epis to lalri um das;
-s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mlat. epistolarium zu lat.
epistula, vgl. Epistel): 1. liturgisches Buch (îLektionar 1)
mit den gottesdienstlichen Î Episteln (2) der Kirche. 2.
409
Sammlung von Briefen bekannter Personen. Episltolloauch ...gralphie die; -, ...ien (zugr. epistolë (vgl.
Epistel) u. t...grafie>: Kunst des Briefschreibens
epilstolmaltisch* <zu tepi... u. gr. stóma, Gen. stómatos
„Mund“): auf der Oberseite mit Spaltöffnungen versehen
(von bestimmten Pflanzenöffnungen; Bot.)
Epilstrolphe* die; -, ...ophen (aus gr. epistrophë „Umwen
dung“, eigtl. „das Herumdrehen“, zu epistréphein „um
drehen“): 1. (veraltet) Rückkehr von Krankheiten, Rück
fall (Med.). 2. svw. Epiphora (2). Epilstrolpheus [...foys,
auch ,,,'stro:feʊs] der; - (aus gleichbed. gr. epistropheüs,
eigtl. „der Umdreher“): zweiter Halswirbel bei Reptilien,
Vögeln, Säugetieren u. Menschen (Med., Zool.)
Epis tu la* die; -, ...lae [...le] (aus gleichbed. /«Z. epistula,
vgl. Epistel): in Briefform abgefasstes Schriftstück (bes.
bei antiken u. mittelalterlichen Schriftstellern)
Episltyl* das: -s, -e u. Epis tylli on das; -s, ...ien [...ian]
(aus gleichbed. gr. epistÿlion zu tepi... u. stylos „Säule“):
svw. Architrav
Epi syl lo gis mus der; -, ...men (zu Tepi... u. ÎSyllogis
mus): logische Schlusskette (Î Syllogismus), die den
Schlusssatz (t Konklusion) eines vorhergehenden Schlus
ses (Î Prosyllogismus) als erste t Prämisse verwendet (Phi
los.)
Epiltaph das: -s, -e u. Epitaphium das: -s, ...ien [...ian] (über
lat. epitaphium aus gr. epitáphion „Grabschrift“; vgl. Kenotaph): 1. a) Grabschrift; b) Gedenktafel mit Inschrift
für einen Verstorbenen an einer Kirchenwand od. an ei
nem Pfeiler. 2. in der orthodoxen Kirche das am Karfrei
tag aufgestellte Christusbild. Epi ta phi os der; -, ...oi
[...ay] (aus gleichbed. gr. epitäphios (logos)): öffentliche
Leichenrede, bes. zur Ehrung Gefallener (im alten Grie
chenland). Epiltalphist der; -en, -en (zu T ...ist): Verfasser
von Grabschriften. Epi Italphilum vgl. Epitaph
Epiltalsis die; -, ...asen (über lat. epitasis aus gleichbed.gr.
epitasis, eigtl. „Anspannung“): der TProtasis folgende
Steigerung der Handlung zur dramatischen Verwicklung,
bes. im dreiaktigen Drama
Epiltalxie zZzta; -, ...ien (zu Î epi... u. gr. -taxia „das (An)ordnen“, dies zu taktós „(an)geordnet“): 1. Kristallabschei
dung einer Kristallart auf einem gleichartigen anderen
Kristall (Chem.). 2. (ohne Plur.) Verfahren zur Herstel
lung von dünnen Halbleiterschichten (Elektronik)
Epi|tha|la|mi|on u. Epilthalamium das; -s, ...ien
[,,,iən] (über lat. epithalamium aus gleichbed. gr. epithalámion): [antikes] Hochzeitslied, -gedicht
Epi thel das; -s,-e (zu tepi... u. gr. thêlë „Brustwarze“; vgl.
Epithelium): oberste Zellschicht des tierischen u. mensch
lichen Haut- u. Schleimhautgewebes, epilthellilal (zu
t'...al (1)>: zum Epithel gehörend. Epi|the|li|en [...ion]
die (Plur.) (zu îEpithelium): abgeschuppte Schleimhaut
epithelzellen (Med.). Epilthellilgm das; -s, -e (zu t...om):
Hautgeschwulst aus Epithelzellen (Med.). Epilthellilsatilon die; - (zu Î...isation): Bildung von Epithelgewebe
(Med.). Epilthellilum das; -s, ...ien [...ion] (zu t,,,ium):
svw. Epithel. Epilthel|kör|per|chen die (Plur.): Neben
schilddrüsen. Epilthellperllen die (Plur.): in der Struk
tur einer Perle vergleichbare gutartige Anhäufungen aus
verhornten Epithelzellen. Epilthellzellle die; -, -n (meist
Plur.): einzelne Zelle des Epithels
Epilthem das; -s, -e (aus gr. epithema „das Daraufgeleg
te“): pflanzliches Gewebe (unterhalb der THydathoden;
Bot.)
epi|ther|mal (zu tepi... u. tthermal): Lagerstätten betref
fend od. von ihnen stammend, die Mineralien enthalten,
die sich zwischen 100 u. 200°C abscheiden (Geol.)
Epi theise die; -, -n (aus gr. epithesis „Zusatz“, eigtl. „das
Darauflegen“): Anfügung eines Lautes an ein Wort, meist
aus Gründen der Sprecherleichterung (z. B. eines d in nie
gralfie,
Epizoon
mand; mhd. nieman; Sprachw.); vgl. Epenthese. Epiltheta or nanltia: Plur. von TEpitheton ornans, epiltheltisielren (zu 1 ...isieren): (veraltet) Beinamen geben. Epi
thelton das; -s, ...ta (über lat. epitheton aus gr. epitheton
„Beiwort“, eigtl. „Hinzugefügtes“); 1. als Attribut ge
brauchtes Adjektiv od. Partizip (z.B. das große Haus;
Sprachw.). 2. in der biologischen Systematik der zweite
Teil des Namens, der die Unterabteilungen der Gattung
bezeichnet. Epilthelton pr nans das;--, ...ta ...antia (aus
gleichbed. lat. epitheton ornans zu T Epitheton u. ornans
„schmückend“, Part. Präs, von ornare „schmücken“): nur
schmückendes, d.h. typisierendes, formelhaftes, immer
wiederkehrendes Beiwort (z.B. grüne Wiese, rotes Blut,
brennendes Problem)
epiltok (zu Îepi... u. gr. tökos „das Gebären“): durch Epitokie verwandelt (Zool). Epiltolkie die; - (zu t2...ie): Um
wandlung mancher Borstenwürmer zu anders gestalteten
geschlechtsreifen Individuen (Zool.)
Epiltolmaltor der; -s, ...oren (zu/az. epitome, vgl. Epitome,
u. T...ator): Verfasser einer Epitome. Epiltolme [...me]
die; -, ...omen (über lat. epitome aus gleichbed. gr. epi
tomé, eigtl. „Einschnitt“): Auszug aus einem Schriftwerk;
wissenschaftlicher od. geschichtlicher Abriss (in der altröm. u. humanistischen Literatur)
Epiltolnie die; - (zu tepi..., TTonus u. t2...ie): Förderung
des Wachstums der Oberseite von Pflanzenorganen (z.B.
eine stärkere Entwicklung der Knospen auf der Oberseite
waagerecht od. bogig verlaufender Äste; Bot.)
Epi|tra|che|li|on* ¿tas; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. mgr.
epitrachëlion zu tepi... u. gr. tráchélos „Hals, Nacken“):
stolaartiges Band, das Priester u. Bischöfe der Ostkirche
beim Gottesdienst um den Hals tragen; vgl. Stola
Epiltrit* der; -en, -en (über lat. epitritus aus gleichbed. gr.
epitritos, eigtl. „ein Ganzes u. ein Drittel enthaltend“):
aus sieben Moren (vgl. 2Mora 1) bestehender altgriech.
Versfuß (rhythmische Einheit, z. B. - u --)
Epi trolchas mus* [,.,'xas...] der; -, ...men (über spätlat.
epitrochasmus aus gleichbed. gr. epitrochasmós zu epitrocházein „darüber hinlaufen, (in der Rede) hastig berüh
ren“, dies zu tepi... u. tréchein „laufen“): oberflächliches
Berühren der Gegenstände, Häufung vieler Gedanken in
einem Satz (Rhet.). Epiltrolcholilde die; -, -n (zu Tepi...
u. Î Trochoide) : eine T Trochoide, bei der der rollende Kreis
außerhalb des festen Kreises abrollt (Math.)
Epiltrglpe* die; -, -n (aus gr. epitrope „das Anheimstellen,
das Überlassen“): 1. a) Vollmacht; b) das Erlauben, An
heimgeben. 2. scheinbares Zugeben, einstweiliges Einräu
men (Rhet.)
Epiltrolphie* die; - (zu t epi... u. t ...trophie): svw. Epitonie
epiltro pisch* (aus gleichbed. gr. epitropikös): 1. die Vor
mundschaft, die Erlaubnis betreffend. 2. scheinbar zuge
stehend (Rhet.)
epiltulberlkullös (zu tepi... u. ttuberkulös): im Gefolge
einer Tuberkulose sich entwickelnd (von unspezifischen
Veränderungen der Lunge; Med.)
Epi|zer»|tral|ent|fer|nung* die; -, -en (zu tepi... u. Tzentral): Entfernung zwischen einem Erdbebenherd u. seinem
Epizentrum. Epilzenltrum das; -s, ...ren (zu gr. epikentros „über dem Mittelpunkt“): senkrecht über einem Erd
bebenherd liegendes Gebiet der Erdoberfläche
Epilzeulxis die; -, ...xes (aus gr. epizeuxis, eigtl. „Verbin
dung“): svw. Epanalepse
epilzolisch (zu tEpizoon): a) auf Tieren vorkommend, le
bend (von Schmarotzern; Biol.); b) sich durch Anheften
an Menschen u. Tiere verbreitend (von Samen; Biol.)
Epilzolne die; - (zu tepi... u. gr. zone „Zone“): obere Tie
fenzone bei der ÎMetamorphose (4) der Gesteine (Geol.)
Epilzolon das; -s Plur. ...zoen u. ...zoa (meist Plur.) (zu
tepi... u. gr. zðon „Lebewesen, Tier“): Tier, das auf ande-
410
Epizoonose
ren Lebewesen siedelt, meist ohne an ihnen zu schmarot
zen (Biol.). Epizoolnose [...tsoo...] die; -, -n <zu
t'...ose): durch Epizoen hervorgerufene Hautkrankheit
(Med.). Epilzooltie iZze; -, ...ien (zu gr. zôôtës „das Tier
sein“ u. T2...ie): 1. a) svw. Epidemie; b) epidemisches Auf
treten seuchenhafter Erkrankungen bei Tieren. 2. Haut
krankheit, die durch tierische Parasiten hervorgerufen
wird (Med.), epilzololtisch: durch Epizoen hervorgeru
fen (Med.)
Epil zylkel der; -s, - (über lat. epicyclus aus gr. epikyklos
„Nebenkreis“): Kreis, dessen Mittelpunkt sich auf einem
anderen Kreis bewegt od. der auf einem anderen Kreis ab
rollt (in der Antike u. von Kopernikus zur Erklärung der
Planetenbahnen benutzt; Math., Astron.). Epilzylkelthelolrie die;
bis zum Mittelalter vertretene Theorie,
die die beobachteten scheinbaren Bewegungen des Mon
des u. der Planeten durch die Bewegung auf Epizykeln zu
erklären versuchte (Astron.), epilzylklisch*: einen Epizykel beschreibend, epilzylklolildal* (zu Î Epizykloide u.
Î '...al (1)>: sich in Form einer Epizykloide bewegend. Epizy|klo|i|de*Æe; -, -n (zu îepi... u. ÎZykloide): Kurve, die
von einem Punkt auf dem Umfang eines auf einem festen
Kreis rollenden Kreises beschrieben wird (Math.)
Epo das; -[s]: (Jargon) Kurzform von 1 Erythropoietin
epolchal (zu Î 'Epoche u. t '...al (l)): 1. a) über den Augen
blick hinaus bedeutsam, in die Zukunft hineinwirkend; b)
(ugs.) aufsehenerregend; bedeutend. 2. die einzelnen Fä
cher nicht nebeneinander, sondern nacheinander zum Ge
genstand habend (Päd.). Epo chal stil der; -[e]s, -e: be
stimmte Stilzüge, die den Künsten einer Epoche unabhän
gig vom Individualstil des Künstlers gemeinsam sind.
Epo|chal|un|ter|richt der; -[e]s: Unterricht in einem
Fach während eines längeren Zeitraums bei entsprechen
der Aufteilung der Jahresstundenzahl auf einzelne Fächer
u. Epochen. 'Eppiche die; -, -n (über mlat. epocha „mar
kanter Zeitpunkt“ aus gleichbed. gr. epochê, eigtl. „das
Anhalten (in der Zeit)“): 1. großer geschichtlicher Zeitab
schnitt, dessen Beginn [u. Ende] durch einen deutlichen,
einschneidenden Wandel der Verhältnisse, durch eine
Wende o. Ä. gekennzeichnet ist; Epoche machend: eine
neue Epoche einleitend; bedeutsam für die weitere Ent
wicklung. 2. Zeitpunkt des Standortes eines Gestirns (As
tron.). 2Epo|che die: - (aus gr. epochê „Zurückhaltung
seines Urteils“): 1. das An-sich-Halten, Zurückhalten des
Urteils (bei den Skeptikern). 2. Abschaltung der Außen
welteinflüsse (bei dem Philosophen Husserl). Epolchenstil der; -[e]s, -e: svw. Epochalstil
Epplde* die; -, -n (über lat. epodos aus gleichbed. gr. epöidós, eigtl. „Nach-, Schlussgesang“): 1. [antike] Gedicht
form, bei der auf einen längeren Vers ein kürzerer folgt. 2.
in antiken Gedichten u. bes. in den Chorliedern der altgriech. Tragödie auf Î Strophe (1) u. 1 Antistrophe (2) fol
gender dritter Kompositionsteil, Abgesang, epoldisch
(aus gleichbed. gr. epöidös): die Epode (1, 2) betreffend
Epo|ma|di|on* das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mgr.
epomádionzu Tepi..., gr. ömos „Schulter“ u. t2...ion>: von
der Schulter herabhängendes langes Band als Teil des Or
nats der griech. Geistlichen
Epo|nym*rfas,-s, -e (zugr. epönymos „zubenannt, mit Zu
namen, nach etwas benannt“): Gattungsbezeichnung, die
auf einen Personennamen zurückgeht (z.B. Zeppelin für
Luftschiff). Epplnylmos der: -, ...oi [...oy] (aus gleichbed.
gr. epönymos, vgl. Eponym): jmd., nach dem etwas be
nannt wird (in der Antike z.B. der Stadtgründer, dessen
Namen die Stadt erhielt, od. der 1 Archon, nach dem das
laufende Jahr benannt wurde)
Epolpöe [auch ... po:] die; -, -n (aus gleichbed. gr. epopoiia,
eigtl. „Verfertigung eines epischen Gedichts“ (zu gr. poiem „machen, herstellen“)): (veraltet) svw. Epos
die: -, ...ien (aus gr. epopsía, épopsis „Gesichts
kreis“, eigtl. „Anblick“): (veraltet) eigene Ansicht, An
schauung. Eppptr/er; -en, -en (aus gleichbed. gr. epöptes,
eigtl. „Beschauer, Zeuge“): höchster Grad der Eingeweih
ten in den TEleusinischen Mysterien
Epos das; -, Epen (über lat. epos aus gr. épos „ Erzählung;
Heldendichtung“): erzählende Versdichtung; Heldenge
dicht, das häufig Stoffe der Sage od. Geschichte behandelt
epou|van|ta|bel [epuvä...] (aus gleichbed. fr. épouvanta
ble zu épouvanter „erschrecken, in Schrecken, Angst ver
setzen“, dies über das Vulgärlat. aus Zar. expavere): (ver
altet) schrecklich, entsetzlich
Ep oxid*, auch Epoxyd das; -s, -e (zu lepi... u. tOxid):
durch Anlagerung von Sauerstoff an î Olefine gewonnene
ehern. Verbindung. Eploxidlgruplpe, auch Epoxydgruppe die; -, -n: reaktionsfähige Atomgruppe, in der ein
Sauerstoffatom zwei unmittelbar miteinander verbundene
Kohlenstoffatome verknüpft. Eploxidlharz, auch Ep
oxydharz das; -es, -e: flüssiges od. schmelzbares festes,
hellgelb bis dunkelbraun gefärbtes Kunstharz, das u.a. in
der Elektrotechnik, als Klebstoff u. als härtbare Form
masse verwendet wird. Epioxyd usw. vgl. Epoxid usw.
Epreu ve* [e pro:v(ə)] die; -, -n (aus fr. épreuve „Probe,
Versuch“, älter fr. esprove, zu altfr. esprover (fr. éprou
ver), „versuchen, erproben“, dies zu t*ex... u. lat. proba
re): Probeabzug (Grafik)
EPROM der; -, -s (Kurzw. aus engl. erasable programmable
read-only memory „löschbarer (u. wieder) programmier
barer Nurlesespeicher“) : ein als integrierte Schaltung ein
geführter Datenspeicher, der den Speicherinhalt auch bei
Stromausfall behält u. nur unter sehr speziellen Umstän
den gelöscht u. dann neu beschrieben werden kann (EDV)
Eproulvette* [epru'vɛt] die; -, -n [,..tn] (aus gleichbed. fr.
éprouvette zu éprouver, vgl. Epreuve): (österr.) Glasröhr
chen (z. B. für chem. Versuche)
Ep|si|lon das; -[s], -s (aus gr. è psilón „bloßes e“>: fünfter
Buchstabe des griech. Alphabets (kurzes e): E, s. Eplsilonlallkolhollilkeri/e)-; -s, - (zu ÎEpsilon, hier zur Kenn
zeichnung einer Abstufung): episodischer Trinker mit
Kontrollverlust
Epi solmit [auch ... mit] der; -s, -e (nach dem Fundort Ep
som (and Ewell) südlich von London u. zu Î2...it> : ein farb
loses bis weißes, bitter schmeckendes u. leicht wasserlös
liches Mineral
Epull is*die; -, ...iden (aus gleichbed. gr. epoulis zu tepi... u.
oülon, oülis „Zahnfleisch“): Zahnfleischgeschwulst
(Med.)
Epylllilon das; -, Plur. ...lien [,,,iən] od. ...lia (aus gr. epÿllion, Verkleinerungsform von épos, vgl. Epos): in hellenis
tischer Zeit dem großen Î Epos gegenübergestellte epische
Kleinform oft mythologischen Inhalts
Equa|li|zer['i:kwalaiza] der; -s, - (aus gleichbed. engl. equa
lizer, eigtl. „Ausgleicher“, zu to equalize „an-, ausglei
chen“, dies zu lat. aequus „gleich“): Zusatzgerät an elektroakustischen Übertragungssystemen, das aus einer spe
ziellen Kombination von Filtern besteht u. durch das man
gezielt das Klangbild verändern kann
Equerlre ['ɛkɛrə] die; -, -s (aus fr. équerre „Winkelmaß“ zu
altfr. escarrer „viereckig zuschneiden“, dies über das Vul
gärlat. zu lat. quadrare „viereckig machen“): (Schweiz.)
Geodreieck
Equesltrik* die; - (zu lat. equester, Gen. equestris „zum
Pferd od. Reiter gehörend“, dies zu equus „Pferd“; vgl.
2...ik (1)>: Reitkunst (bes. im Zirkus). Equildae [...dg] u.
Equilden die (Plur.) (aus «Zar. equidae „Pferdeartige“ zu
lat. equus „Pferd“): pferdeartige Tiere (Pferd, Esel u. a.)
equi|li|brie|ren* usw. vgl. äquilibrieren usw.
Equillin das; -s, -e (zu lat. equus, Gen. equi „Pferd“ u. I ...in
(1)): aus Stutenharn gewonnenes I Östrogen (Med.). EquiEpoplsie*
411
palge [ekvi'pa:ʒə, seltener eki...] die; -, -n (aus gleichbed.
fr. équipage zu équiper, vgl. equipieren): 1. elegante Kut
sche. 2. (veraltet) Schiffsmannschaft. 3. (veraltet) Ausrüs
tung [eines Offiziers]. Equipe [e'ki:p, e kip] die; -, -n
[■■■pn] (aus gleichbed. fr. équipe): a) Reitermannschaft; b)
[Sport]mannschaft. Equilpeur [ekipo:n] der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. équipeur): (veraltet) Gewehrhersteller, jmd.,
der Handfeuerwaffen montiert. equi|pie|ren [ekvi..., sel
tener eki...] (aus gleichbed. fr. équiper, dies aus altnord.
*skipa „ein Schiff ausrüsten“): (veraltet) ausrüsten, aus
statten. Equilpielrung die; -, -en (zu t.Jerung): (veral
tet) Ausrüstung, Ausstattung. Equiplment [ɪkwɪpmənt]
das; -s, -s (aus engl. equipment „Ausrüstung, Ausstattung“
zu to equipe „ausrüsten, ausstatten“, dies aus fr. equiper,
vgl. equipieren): Ausrüstung einer Band. Equilseltit [ekvise..., auch ... tit] der; -s, -e (zu lat. equus, Gen. equi
„Pferd“, seta „Borste“ u. t2...it): Versteinerung eines fos
silen Schachtelhalmes. Equ i se tum ¿as; -s, ...ten (aus
gleichbed. (n)lat. equisetum, eigtl. „Pferdeschwanz“):
Schachtelhalm (einzige heute noch vorkommende Gat
tung der Schachtelhalmgewächse). Equiltes [,,,te:s] die
(Plur.) (aus lat. equites, Plur. von eques „Reiter, Ritter;
Pferd“): mit besonderen Vorrechten ausgestatteter röm.
Stand, deren Angehörige innerhalb von Reiterzenturien
(vgl. Zenturie) mit Pferden auf Staatskosten ausgestattet
wurden
équilvoque [eki'vɔk] (/?.): franz. Form von Täquivok
Eraldilkaltilgn die; -, -en (aus gleichbed. lat. eradicatio zu
eradicare „mit der Wurzel herausreißen“): Ausrottung ei
ner Krankheit (Med.), eraldilkaltiv (zu t...iv): ausrot
tend (von Arzneimitteln)
Eralnos der; -, ...noi [...noy] (aus gleichbed. gr. éranos): a)
gemeinschaftliche Mahlzeit im antiken Griechenland, de
ren Kosten gemeinsam getragen wurden; b) Bez. für Zirkel
mit bestimmter Zielsetzung, z.B. als politischer Klub
Erlbilum das; -s (nach dem schwed. Ort Ytterby u. zu
T...ium>: ehern. Element aus der Gruppe der Seltenerdme
talle; Zeichen Er
erelbisch (zu t Erebos): a) zum ÎErebos gehörend, aus ihm
stammend; b) höllisch, schaurig. Erelbos u. Erelbus der;
- (über lat. Erebus aus gleichbed. gr. Erebos): Unterwelt,
Reich der Toten in der griech. Sage
erekltil (aus gleichbed. fr. érectile zu lat. erectus, Part. Perf.
von erigere, vgl. erigieren): schwellfähig, erektionsfähig
(Med.). Erekltilon die; -, -en (aus lat. erectio „Aufrich
tung“): durch Blutstauung entstehende Versteifung u.
Aufrichtung von Organen, die mit Schwellkörpern verse
hen sind (wie z. B. das männliche Glied). Erek|to|me|ter
das; -s, - (zu Α...meter): Gerät, das die Erektion des männ
lichen Gliedes aufzeichnet (Med., Psychol.)
Erelmilal ¿as; -s, -e (zu gr. eremia „Wüste“ u. t‘...al (2)):
Lebensraum u. Lebensgemeinschaft in Trockensteppen,
Halbwüsten u. Wüsten. Erelmit der; -en, -en (über lat.
eremita aus gleichbed. gr. eremites zu eremos „einsam“):
1. aus religiösen Motiven von der Welt abgeschieden le
bender Mensch; Klausner, Einsiedler; Ggs. tZönobit. 2.
Einsiedlerkrebs. Erelmiltalge [,,,ʒə] ¿re; -, -n (aus
gleichbed. fr. ermitage): a) Einsiedelei; b) Nachahmung
einer Einsiedelei in Parkanlagen des 18. Jh.s; einsam ge
legenes Gartenhäuschen; intimes Lustschlösschen. Eremiltei die; -, -en (zu tEremit): Einsiedelei, erelmitisch: in der Art eines Eremiten (1), ihn betreffend.
Erelmolphyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. eremos
„einsam“ u. î...phyt): Trockenheit liebende Pflanzen der
Steppen, Halbwüsten u. Wüsten. Erelmylrus der; -, (aus gleichbed. nlat. eremurus, zu gr. ourä „Schwanz,
Schweif“): Lilienschweif, Steppenkerze (Liliengewächs;
asiat. Zierpflanze)
Ereplsin das; -s (Kunstw. ; zu gr. erépsesthai „rupfen; fres
ergonomisch
sen“ ; Analogiebildung zu Î Pepsin) : Eiweiß spaltendes Enzymgemisch des Darm- u. Bauchspeicheldrüsensekrets
Ere|thi|ker der; -s, - (zugr. erethizein „reizen“): leicht reiz
barer Mensch, erelthisch: reizbar, leicht erregbar
(Med.). Ere|this|mus der; - (über nlat. erethismus aus
gleichbed. gr. erethismös): Gereiztheit, krankhaft gestei
gerte Erregbarkeit (Med.)
Erfltal® das; -s (Kunstw.): Markenbez. einer sehr reinen
Aluminiumqualität (Chem.)
Erg das; -s, - (zu gr. érgon „Werk, Wirken“): alte physikali
sche Einheit der Energie u. der Arbeit im tCGS-System;
Zeichen erg. erg..., Erg... vgl. ergo..., Ergo... Erlgalsioliipophyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. ergasia „das
Geschaffene, Verfertigte“, liparem „festhalten, aushar
ren“ u. î...phyt): ehemalige Kulturpflanze, die Teil der na
türlichen Flora geworden ist. Er|ga|si|o|phy|golphyt
der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. phygás „flüchtig“ (dies zu
pheügein „fliehen“) u. t...phyt): verwilderte Kulturpflan
ze. Erlgalsilolphyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu
t ...phyt): Kulturpflanze.Erlgasltelrilon u.Erlgasltelrium das; -s, ...ien [...ion] (über lat. ergasterium aus gleich
bed. gr. ergastërion): altgriech. bzw. altröm. Werkstatt.
Erlgasltolplaslma das; -s, ...men (zu gr. ergastikös „ar
beitsam, tätig“ u. Î Plasma): Bestandteil des Zellplasmas
einer Drüsenzelle, in dem intensive Eiweißsynthesen statt
finden. Erlgaltiv [auch ...'ti:fj der; -s, -e [,,,və] (aus nlat.
(casus) ergativus „handelnder Fall)“ zu gr. ergátés „der
Tätige“, eigtl. „arbeitsam“): Kasus, der bei zielenden Ver
ben den Handelnden bezeichnet (bes. in den kaukasischen
Sprachen). ...erlgie (aus gr. -ergia zu érgon „Arbeit,
Werk“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „wirk
same Funktion, wirksamer Bestandteil“, z. B. Energie. Ergjn das; -s, -e (meist Plur.) (Kurzw. aus tergo... u. T Vita
min): svw. Ergon
erigo dat.y. also, folglich
erigo.... Erigo..., vor Vokalen auch erg..., Erg... (aus gr. ér
gon „Arbeit, Werk“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „Arbeit, Arbeitsleistung; funktionelle Tätigkeit
von Organen“, z.B. ergometrisch, Ergonomie
erigo bibamus dat.}: also lasst uns trinken! (Kehrreim
von [mittelalterlichen] Trinkliedern)
Er Igo Idi Izi [tat ¿ze; - (zu gr. ergodês „mühsam, schwierig“
(dies zu érgon „Arbeit, Werk“) u. T ...izität): Eigenschaft
Î stochastischer Prozesse, die es ermöglicht, die Anfangs
bedingungen nach gewisser Zeit zu vernachlässigen (Kybern.). Erlgolgraf, auch-.-graph der; -en, -en (zu t ergo...
u. T...graf): Gerät zur Aufzeichnung der Muskelarbeit
(Med.). Erlgolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu
Î ...grafie): Aufzeichnung der Arbeitsleistung von Muskeln
mithilfe eines Ergometers (Med.). Erlgollolgie die; - (zu
T...logie): a) Arbeits- u. Gerätekunde; b) Erforschung der
volkstümlichen Arbeitsbräuche u. Arbeitsgeräte sowie de
ren kultureller Bedeutung, erlgollolgisch (zu t...lo
gisch): die Ergologie betreffend. Erlgolmelter das; -s, (zu Î '...meter): Apparat zur Messung der Arbeitsleistung
von Muskeln (Med.). Erlgoimeltrie* die; -, ...ien (zu
t...metrie): Messung der körperlichen Leistungsfähigkeit
eines Menschen (Med.). er|go|me|trisch* (zu Î...me
trisch); a) die Ergometrie betreffend; b) zum Ergometer
gehörend. Erlgon das; -s, -e (meist Plur.) (Kurzw. aus Ter
go... u. t Hormon): hochwirksamer biologischer Wirkstoff
(Hormon, Vitamin, Enzym). Erlgolnom der; -en, -en (zu
tergo... u. t2...nom): jmd., der sich wissenschaftlich mit
Ergonomie befasst. Erlgolnolmie u. Erlgolnglmik die; (unter Einfluss von engl. ergonomics zu tergo... u. Î2...no
rme): Wissenschaft von den Leistungsmöglichkeiten u.
-grenzen des arbeitenden Menschen sowie der besten
wechselseitigen Anpassung zwischen dem Menschen u.
seinen Arbeitsbedingungen, erlgolnolmisch: die Ergo-
E
412
Ergophthalmologie
nomie betreffend. Er|goph|thallmo|lo|gie* die: -: Au
genheilkunde in arbeitsmedizinischer Sicht (z.B. Sehen
am Arbeitsplatz). Erlgoispilrolmeltrie* die: -, ...jen:
svw. Spiroergometrie. Erlgosltat* der; -en, -en <zu
T ...stat): svw. Ergometer
Er|gos|te|rin* das; -s <Kurzw. aus fr. ergot „Mutterkorn“
u. tChoiesteriny. Vorstufe des Vitamins D,. Erlgosltero\ das; -s (zu engl. sterol „Sterin“): engl. Bez. für Ergos
terin. Erlgoltalmin das; -s (Kurzw. aus fr. ergot, ÎAm
monium u. i ...in (1)>: TAlkaloid des Mutterkorns (eines
Getreideparasiten), das bes. bei der Geburtshilfe verwen
det wird
Er|golte|riez/z'e; -, ...ien (aus gleichbed./r. ergoterie zu er
goter, vgl. ergotieren): (veraltet) Rechthaberei. Erlgoteur [...to:?] der; -s, -e (aus gleichbed./r. ergoteur): (ver
altet) rechthaberischer Mensch
ErlgolthelralpeutiZer; -en, -en(zuTergo... u. ÎTherapeut):
jmd., der mit einer ärztlich verordneten Ergotherapie be
traut ist. Erlgolthelralpie die; -, ...ien: die um einen Teil
der Arbeitstherapie erweiterte Beschäftigungstherapie
(Soziol., Med.)
erlgoltielren (aus gleichbed./r. ergoter, eigtl. „alles mit er
go = also, folglich beweisen wollen“): (veraltet) über Klei
nigkeiten streiten, nörgeln
Erlgoltin® das; -s (zu/r. ergot „Mutterkorn“ u. T...in (1)):
bei der Geburtshilfe verwendetes Präparat aus dem Mut
terkorn (einem Getreideparasiten); vgl. Ergotren. Erlgotismus der; - (zu T...ismus (3)): Vergiftung durch Mut
terkorn (einen Getreideparasiten); Kribbelkrankheit. Ergo to xin das; -s: Î Alkaloid des Mutterkorns (eines Ge
treideparasiten); vgl. Ergotamin. Erlgoltren®* das; -s
(Kunstw.): aus dem Ergotin weiterentwickeltes Präparat
(zur raschen Blutstillung bei der Geburtshilfe)
erlgoltrop* (zu Tergo... u. T...trop): leistungssteigernd
(Med.). Er|go|tro|pi|kum das; -s, ...ka (zu T...ikum):
wachstumsförderndes u. gesundheitsstabilisierendes Mit
tel für die Tieraufzucht
erilgilbel (aus gleichbed. nlat. erigibilis zu lat. erigere, vgl.
erigieren): svw. erektil, erilgielren (zu lat. erigere „auf
richten“): a) sich aufrichten, versteifen (von Organen, die
mit Schwellkörpern - wie der Penis - versehen sind); vgl.
Erektion; b) eine Erektion haben
Erilka die; -, Plur. -s u. ...ken (über lat. erice aus gleichbed.
gr. ereikê, erikê zu ereikein „zerbrechen“): Heidekraut.
ErilkalzeecZZe; -, ...zeen (meist Plur.) (aus gleichbed. nlat.
ericacea zu lat. erice, vgl. Erika) : Vertreter der Familie der
Heidekrautgewächse (Heidekraut, Alpenrose, Azalee)
Erilnit [auch ...nit] der; -s, -e (nach Erin „Irland“ u. zu
T2...it): svw. Cornwallit
Erin no phiilie die; - (zu dt. erinnern u. T...philie>: das
Sammeln nicht postalischer Gedenkmarken (Teilgebiet
der Î Philatelie)
Erinlnye [...nyo] u. Erinlnys die; -, ...yen [...nÿan] (meist
Plur.) (über lat. Erinnys aus gr. Erinnys): griech. Rache
göttin; vgl. Furie (1)
Eris ap fei der; -s (nach Eris, gr. Eris, der griech. Göttin
der Zwietracht): Zankapfel, Gegenstand des Streites
erisch (nach dem Urkontinent Eria); in der Fügung erische
Phase: zur kaledonischen Faltungsära gehörende geologi
sche Faltungsphase
ErisItikiZze; - (aus gr. eristikê (téchnê), eigtl. „zum Streit ge
neigte Kunst)“): Kunst u. Technik des [wissenschaftli
chen] Redestreits. Eris|ti|ker der; -s, - (meist Plur.) (aus
gleichbed. gr. Eristikös): Philosoph aus der Schule des Eukleides von Megara mit dem Hang zum Disputieren, wis
senschaftlichen Streiten, erisltisch: die Eristik betref
fend
eriltis silcut* Delus [- 'zi:kʊt -] {lat.y. ihr werdet sein wie
Gott (Worte der Schlange beim Sündenfall, 1. Mose 3, 5)
[,,,ʒə] die; -, -n (aus fr. ermitage „Einsiedelei“,
vgl. Eremit): svw. Eremitage
eroldielren (aus lat. erodere „aus-, wegnagen“): auswa
schen u. zerstören (Geol.)
ero gen (zu TEros u. T...gen>: a) geschlechtliche Erregung
auslösend; b) geschlechtlich leicht erregbar, reizbar; ero
gene Zonen: Stellen der Körperoberfläche, deren Berüh
rung od. Reizung Lustgefühle auslöst. Erolgelniltätz/Ze; (zu T...ität): Eigenschaft, erogen zu sein
erolilco [...ko] {it.; aus lat. heroicus, vgl. heroisch): hel
disch, heldenmäßig (Vortragsanweisung; Mus.)
Eros [auch 'ɛrɔs] der; - (aus gr. érôs „Liebe(sverlangen)“
bzw. Érôs (griech. Gott der Liebe)): 1. das der geschlecht
lichen Liebe innewohnende Prinzip [ästhetisch-]sinnlicher
Anziehung. 2. (verhüllend) Sexualität, geschlechtliche Lie
be; pädagogischer Eros: eine das Verhältnis zwischen Er
zieher u. Schüler beherrschende geistig-seelische Liebe
(Päd.); philosophischer Eros: Drang nach Erkenntnis u.
schöpferischer geistiger Tätigkeit; vgl.
Eroten.
Eros-Cenlter, auch Eros|cen|ter [...sente] das; -s, -:
[behördlich genehmigtes u. kontrolliertes] Haus, in dem
Prostitution betrieben wird ; Bordell
Ero|si|on4ze; -, -en (aus lat. erosio „das Zerfressenwerden“
zu erodere, vgl. erodieren): 1. Zerstörungsarbeit von Was
ser, Eis u. Wind an der Erdoberfläche. 2. a) Gewebescha
den an der Oberfläche der Haut u. der Schleimhäute (z.B.
Abschürfung); b) das Fehlen od. Abschleifen des Zahn
schmelzes (Med.). 3. mechanische Zerstörung feuerfester
Baustoffe (Techn.). Ero|si|ons|ba|sis<7ze, -, ...sen: tiefs
ter Punkt eines Flusses bei seiner Mündung, erolsiv (zu
lat. erodere, vgl. erodieren, u. T ...iv): a) die Erosion betref
fend; b) durch Erosion entstanden
Erosltess die; -, -en (Kunstw. aus I Eros u. THosier): svw.
Prostituierte. Eroltel das; -s, -s (Kunstw. aus TEros, u.
THoie/): Stundenhotel, Bordell
Ergltelma das; -s, ...temata (aus gr. erötema „Frage“ zu
erötän „(be)fragen“>: Frage, Fragesatz. Eroltelmaltik
die; - (aus gleichbed. gr. erôtêmatikê (téchnë)): a) Kunst
der richtigen Fragestellung; b) Unterrichtsform, bei der
gefragt u. geantwortet wird, eroltelmaltisch (aus gr.
erötematikös „zur Frage gehörend“): hauptsächlich auf
Fragen des Lehrers beruhend (vom Unterricht); vgl. akroamatisch(3)
Eroltenrfze (Plur.) (aus gr. Erötes „Liebesgötter“): kleine
Erosfiguren, die in der Kunst in dekorativem Sinne ver
wendet wurden; Tallegorische Darstellungen geflügelter
Liebesgötter, meist in Kindergestalt; vgl. Eros. Eroltesse die: -, -n (Kunstw. aus TEros u. T Hostess): svw. Prosti
tuierte. Eroltilcal [...tikl] das; -s, -s (Kunstw. aus ÎErotik
u. TMusz'caZ): Bühnenstück, Film mit erotischem Inhalt.
Eroltik die; - (zu Terotisch u. T2...ik (2)>: a) mit sensori
scher Faszination erlebte, den geistig-seelischen Bereich
einbeziehende sinnliche Liebe; b) (verhüllend) svw. Sexua
lität. Eroiti ka: Plur. von 1 Erotikon. EroltilkerrZer; -s,-:
a) Verfasser von Erotika; b) sinnlicher Mensch. Eroltikondas; -s, Plur. ...kau. ...ken (ausgr. erötikön „die Liebe
Betreffendes“): 1. Werk, Dichtung mit erotischem Inhalt.
2. erotischer Gegenstand, ergltisch (über gleichbed./r.
érotique aus gr. erötikös „zur Liebe gehörig“) : a) die Liebe
betreffend in ihrer [ästhetisch-]sinnlichen Anziehungs
kraft ; b) (verhüllend) svw. sexuell. e r o |ti I sie | re n(nach/r.
érotiser „erotisch machen“; vgl. erotisch): durch ästhe
tisch-sinnliche Reize Sinnlichkeit, zärtlich-sinnliches Ver
langen hervorrufen, wecken. Eroltilsielrung die; -, -en
(zu Î...isierung): das Erotisieren, das Erotisiertwerden.
Eroltislmus u. Ero|ti|zislmus der; - (zu T...ismus bzw.
T...izismus): Überbetonung des Erotischen, eroito...,
Erolto... (aus gleichbed. gr. érôs, Gen. érôtos): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Liebe; sexuelles VerErlmiltalge
413
langen“, z.B. Erotologie. eroltolgen (zu t,,,gen): svw.
erogen. Ero|tolgra|pho|ma|ne der; -n, -n (zu gr. gráphein ,,(ein)ritzen, schreiben" u. t,,,mane): männliche
Person, die an Erotographomanie leidet (Psychol.). Eroto graipho ma nie die; - (zu î ...manie): krankhafte Nei
gung, erotische, meist pornografische Briefe zu schreiben
u. zu verschicken (Psychol.). Ero|to|gra|pho|malnin
die: -, -nen: weibliche Person, die an Erotographomanie
leidet (Psychol.). Eroltollolgie die;-(zu t.Jogie): a) wis
senschaftliche Beschäftigung mit den verschiedenen Er
scheinungsformen der Erotik u. ihren inneren Vorausset
zungen; b) Liebeslehre. Ero|to|ma|ne der; -n, -n (zu
T...mane>: männliche Person, die an Erotomanie leidet
(Med., Psychol.). Eroltolmalnie die; - (aus gr. erotoma
nia „rasende Liebe“; vgl. ...manie): krankhaft übersteiger
tes sexuelles Verlangen (Med.. Psychol.). Ero|to|ma|nin
die; -, -nen: weibliche Person, die an Erotomanie leidet
(Med., Psychol.)
Erlranltsn die (Plur.) (aus lat. errantes „die Umherirren
den“, substantivierter Plur. von errans, Part. Präs, von er
rare „(umher)irren“): Bez. für (niedere) Pflanzen, die
nicht im Untergrund wurzeln od. fest an ihm haften, z. B.
frei im Wasser lebende Algen (Bot.), erlralre hulmanum est (lat.): Irren ist menschlich (als eine Art Ent
schuldigung, wenn jmd. irrtümlich etwas Falsches ge
macht hat). Erlralta: Plur. von tErratum, erlraltisch
(aus lat. erraticus „umherirrend, verirrt“ zu errare „irren,
den Weg verfehlen“): vom Ursprungsort weit entfernt; er
ratischer Block: Gesteinsblock (Findling) in ehemals ver
gletscherten Gebieten, der während der Eiszeit durch das
Eis dorthin transportiert wurde (Geol.). Erlraltum das;
-s, ...ta (aus lat. erratum „Irrtum“): Fehler, Druckfehler
Er|rhj|num das; -s, ...rhina (meist Plur.) (über gleichbed.
nlat. errhinum aus gr. érrhinon „Niesmittel“): Nasen-,
Schnupfenmittel
erlror ['ɛrə] (engl.; „Fehler“, dies aus lat. error „Irrtum“):
Fehlermeldung bei Computern (EDV), erlror in obliecto [- - ɔp'jɛkto] (lat.; „Irrtum bezüglich des Objekts“): Irr
tum des Straftäters über die Identität des Tatobjekts
(Rechtsw.). erlror in per|so|na (lat.; „Irrtum bezüglich
der Person“): Irrtum des Straftäters über die Identität der
Person (Rechtsw.)
Eruldiltilon die; - (aus lat. eruditio, eigtl. „Aufklärung, Un
terricht“, zu erudire „ausbilden, unterrichten“): (veraltet)
Gelehrsamkeit
eru|ie|ren (aus lat. eruere „herausgraben, zutage för
dern“): a) durch Überlegen feststellen, erforschen; b)
jmdn./etwas herausfinden; ermitteln. Erulielrung die; -,
-en (zu I...ierung): das Eruieren
Erulkalsäulre die; - (zu lat. eruca „Raupe“ (weil die Mole
küle eine raupenähnliche Anordnung aufweisen)): einfach
ungesättigte Fettsäure mit 22 Kohlenstoffatomen im Mo
lekül
Erukltaltilon die; -, -en (aus lat. eructatio „das Ausrülp
sen“ zu eructare, vgl. eruktieren): [nervöses] Aufstoßen,
Rülpsen (Med.); vgl. Efflation. erukltielren (aus lat.
eructare „ausrülpsen, ausspeien“): aufstoßen, rülpsen
(Med.)
erupltielren (zu lat. eruptus, Part. Perf. von erumpere
(vgl. Eruption) u. t..deren): ausbrechen (z.B. von Asche,
Lava, Gas, Dampf; Geol.). Erupltilon die; -, -en (aus lat.
eruptio „das Hervorbrechen“ zu erumpere „heraus-, her
vorbrechen“): 1. a) vulkanischer Ausbruch von Lava,
Asche, Gas, Dampf (Geol.); b) Gasausbruch auf der Son
ne. 2. a) Ausbruch eines Hautausschlages; b) Hautaus
schlag (Med.), erupltiv (zu lat. eruptus, vgl. eruptieren,
u. T...iv): 1. durch Eruption entstanden (Geol.). 2. aus der
Haut hervortretend (Med.). Erupltivlgelstein das; -[e]s,
-e: Ergussgestein (Geol.)
Erythromit
['ɛrvə] die; -, -n (zu lat. ervum „Wicke“): Linsenwicke,
ein besonders in Südeuropa als Futterpflanze angebauter
Schmetterlingsblütler
Erylcin® [erytsim]
-s (Kunstw.): svw. Erythromycin
erylmanlthisch (nach Erymanthos, einem Gebirge auf
dem Peloponnes); in der Fügung ervmantischer Eber: rie
siger, am Berg Erymanthos lebender Eber der griech. Sa
ge, dessen Fang zu den 12 Arbeiten gehörte, die Herakles
ausführen musste
Erylsilpel das; -s, -e u. Erylsilpellas das; -, ...pelata (über
lat. erysipelas aus gleichbed. gr. erysipelas): Rose, Wund
rose, durch Î Streptokokken verursachte ansteckende Ent
zündung der Haut (Med.). Erylsi|pe|lo|id das; -s, -e (zu
T...oid>: [Schweinejrotlauf, akute infektiöse Hauterkran
kung von Schweinen, die auch auf Menschen übertragbar
ist (meist durch Wunden; Med.)
Erylthea die; -, ...theen (aus gleichbed. nlat. erythea; nach
der aus der griech. Heraklessage bekannten Insel Erytheia
(Südspanien)): Palmengattung aus Mittelamerika (auch
als Zimmerpflanze)
Erylthem das; -s, -e (aus gr. erythema „Errötung, Röte“):
Hautröte infolge t Hyperämie, oft auch krankheitsbedingt,
mit vielen, z.T. infektiösen Sonderformen (Med.). Erythemalto'des der; - (zu gr. erythema, Gen. erythematos
(vgl. Erythem) u. -eides „gestaltet, ähnlich“): Zehrrose,
Schmetterlingsflechte (erythemähnliche entzündliche
Hauterkrankung; Med.)
Eryltherlmallgie* die; -, ...jen (Kurzbildung aus gr. ery
thros „rot “, thermos „warm“ u. î...algie): zusammenfas
sende Bez. für î Erythromelalgie u. ÎErythralgie (Med.)
erylthr...*, Erylthr... vgl. erythro..., Erythro... Erylthralgie die: -, ...ien (zu terythro... u. T...algie): mit Schmerzen
verbundene Rötung der Haut (Med.). Erylthrälmje die; -,
...ien (zu t...ämie): schwere Blutkrankheit (Med.). Eryth raslma das; -s, ...men (zu gr. erythros „rot“): Zwerg
flechte (bräunlich rote Flecken bildende Pilzerkrankung
der Haut; Med.). ’Erylthrin das; -s, -e (zu terythro... u.
t ...in (1)>: 1. ein organischer Farbstoff. 2. in verschiedenen
Flechtenarten vorkommender t Ester des tErythrits.
2Ery|thrin der; -s (nach (n)lat. erythrina „Korallen
strauch“ zu gr. erythros „rot“): Kobaltblüte, ein pfirsich
blütenrotes Mineral. Erylthrislmus der; -, ...men (zu
terythro... u. t...ismus (3)>: 1. Rotfärbung bei Tieren. 2.
Rothaarigkeit beim Menschen (Med.). Erylthrit [auch
. ,,'trɪt] der; -[e]s, -e (zu Î ‘...it>: einfachster vierwertiger Al
kohol. erylthro..., Erylthro..., vor Vokalen meist
erythr..., Erythr... (aus gr, erythros „rot“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „rot, rot gefärbt, rötlich“, z.B.
Erythrämie, Erythroblast. Erylthrolblast der; -en, -en
(zu gr. blastos „Spross, Trieb“): kernhaltige Jugendform
(unreife Vorstufe) der roten Blutkörperchen (Med.). Erythroblastose die; -, -n (zu t '...ose): auf dem Auftreten
von Erythroblasten im Blut beruhende Erkrankung (bei
tAnämie, tLeukämie; Med.). Erylthrolderlmie die; -,
...ien (zu t...dermie): länger dauernde, oft schwere, ausge
dehnte Hautentzündung mit Rötung, Verdickung u.
Schuppung (Med.), erylthrolgen (zu t...gen): in den ro
ten Blutkörperchen entstanden, gebildet (Med.). Erythro kpn ten die (Plur.) (zugr. kontós „Stecken, Stab“):
bei schwerer Î Anämie nachweisbare stäbchenförmige Ge
bilde in roten Blutkörperchen (Med.). Erylthrollylse rf/e;
- (zu î ...lyse): Auflösung der roten Blutkörperchen (Med.).
Erylthrolmellallgie die; -, ...ien (zu gr. mélos „Glied“ u.
î...algie): schmerzhafte Schwellung u. Rötung der Glied
maßen, bes. der Füße (Med.). Erylthrolmellie
-,
...ien (zu gr. mélos „Glied“ u. t2...ie>: mit Venenerweite
rung verbundene Hautentzündung (Med.). Erylthrolmit
der; -en, -en (meist Plur.) (verkürzt aus ÎErythroblast u. gr.
mitos „Faden“): bei schwerer ÎAnämie in roten BlutkörErlve
Erythromycin
perchen nachweisbares fadenförmiges Gebilde (Med.).
Erylthrolmylcin® [... ' tsi:n] das; -s <zu îerythro..., gr. rnykës „Pilz“ u. T ...in (1)>: ÎAntibiotikum mit breitem Wir
kungsbereich. Erylthron das; -s, ...onen <zu Î ’...on): Sammelbez. für alle Vorstufen der roten Blutkörperchen
(Med.). Ery|thro|pa|ra|sit der; -en, -en (meist Plur.)
<Kurzw. aus t Erythrozyt u. îParasit) ', parasitärer Erreger,
der sich bes. in roten Blutkörperchen ansiedelt (Med.).
Erylthrolpalthie die; -, ...ien (meist Plur.) (zu Îerythro...
u. î...pathie): Blutkrankheit, die meist mit einer Schädi
gung od, Fehlbildung der roten Blutkörperchen verbunden
ist (Med.). Erylthrolphalge der; -n, -n (meist Plur.) (zu
t ...phage): den Abbau der roten Blutkörperchen einleiten
der 1 Makrophage (Med.), erylthrolphil (zu T...phil): sich
leicht mit roten Farbstoffen anfärbend (Med.). Erylthrophob ie die; -, -ien (zu î...phobie (a)>: 1. übersteigerte,
zwanghafte Angst zu erröten (Psychol., Med.). 2. überstei
gerte, zwanghafte Angst vor roten Gegenständen (Psy
chol., Med.). Erylthrolplalsiezhe; -, ...ien (zugr. plässein
„bilden, gestalten“ u. t2...ie>: auf Wucherung beruhende
rötlich braune Verdickung mit höckeriger, zur Verhornung
neigender Oberfläche, die auf verschiedenen Schleimhäu
ten auftreten kann (Med.). Erylthrolpolelse 4ze; - (ver
kürzt aus Î Erythrozyt u. gr. poiêsis „das Machen, Hervor
bringen“): Bildung od. Entstehung der roten Blutkörper
chen (Med.). Ery thro po eitin das; - (zu Î ...in ( 1)>: in der
Niere gebildeter Stoff für die Thumorale Steuerung der
Erythropoese (Med.), ery|thro¡po|eltisch: die Bildung
od. Entstehung der roten Blutkörperchen betreffend
(Med.). Erylthrolpoileltin® [,,,ɔi] das; -s (zu gr. poiein
„machen, hervorbringen“ u. t...in (1)): die vermehrte Bil
dung von roten Blutkörperchen förderndes Mittel (z.T. als
sogenanntes Blutdopingmittel verwendet). Erylthrolprosolpallgie die; -, ...ien (zu Î prosopo.,.u. î ...algie): auf ei
ner nerval bedingten Gefäßerweiterung beruhende
schmerzhafte Rötung der Gesichtshaut (Med.) Erythroplsiez/ze,-, ...ien (zu f...opsie): das Rotsehen, krank
haftes Wahrnehmen roter Farberscheinungen (Med.).
Ery|thro|si¡de|rit [auch ...rit] der; -s, -e: ein rotes Mine
ral. Erylthrolsin das; -s (verkürzt aus gr. erythros „rot“u.
Î Eosin) : künstlicher Farbstoff, der als Î Sensibilisator ver
wendet wird. Ery|thro|zin|kit [auch ... kit] der; -s, -e (zu
Îerythro...): ein Mineral (manganhaltiges Zinksulfid).
Erylthrolzyt der; -en, -en (zu T...zyt): rotes Blutkörper
chen (Med.). Erylthrolzy|to|ly|sedie; - (zu î...lyse): svw.
Erythrolyse. Ery|thro|zy|to|se die; - (zu t‘...ose>: krank
hafte Vermehrung der roten Blutkörperchen (Med.)
Eslcajblon* [ɛska'blð:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. escabelon, dies wohl über z'Z. scabellone, Vergrößerungsform von
scabello, sgabello „Schemel“, aus lat. scabellum): Fußge
stell [für eine Büste]
Eslcallopes [ɛska'lɔp(s)] die (Plur.) (aus gleichbed. fr. es
calopes zu altfr. escalope „Muschel“): dünne, gebratene
Fleisch-, Geflügel- od. Fischscheibchen
Eslcapelklaulsel [ɪs'keɪp...] die; -, -n (zu engl. escape „das
Ausweichen, Entrinnen“ (dies über altfr. eschaper „ent
laufen, entrinnen“ zu t‘...ex u. mlat. cappa „Umhang,
Mantel“)): handelspolitische Klausel in internationalen
Abkommen, die den vertragschließenden Ländern bei
ernsthafter Gefahr für die einheimische Produktion die
Errichtung von Handelsschranken gestattet. Eslcapetaslte die: -, -n: Taste auf der Computertastatur für Be
fehle wie „Menü verlassen“, „Befehl abbrechen“ o.Ä.
Es car pin [,..k...] vgl. Eskarpin
Eslchalra [Lsçara] die; - (aus gr. eschára „Herd, Wund
schorf“): Brandschorf, Kruste aus abgestorbenem Gewe
be (nach Verbrennungen, Erfrierungen, Verätzungen;
Med.)
Eslchaltolkoll [esça...] das; -s, -e (zu gr. éschatos „der
414
Letzte“ u. kólla „Leim“): Gesamtheit der auf den rechts
verbindlichen Text folgenden Schlussformeln in mittelal
terlichen Urkunden (z.B. Datum, Unterschriften u.Ä.).
Es cha to lo gie die; - (zu î...logie): Lehre von den letz
ten Dingen, d.h. vom Endschicksal des einzelnen Men
schen u. der Welt, eslchaltollolgisch (zu t...logisch):
die letzten Dinge, die Eschatologie betreffend
Eschlscholtlzia [ɛ'ʃɔl...] i/ze;-, ...ien [- ɪən] (aus gleichbed.
nlat. eschscholtzia; nach dem dt.-baltischen Naturfor
scher J.F. Eschscholtz, 1793-1831): Goldmohn (Mohnge
wächs)
Es|cla|vi|ne* [ɛskla vi:nə] die; -, -n (zu fr. esclave „Sklave,
Knecht“ (dies aus mlat. sclavus) u. t...ine>: Überrock mit
Kapuze, der vom 13.-17. Jh. als Arbeits-, Reise- u. Pilger
kleidung getragen wurde
Eslcoflfilon [ɛskɔ'fið:] der; -s, -s (aus fr. escoffion „Hau
be“, dies aus it. scuffione, Vergrößerungsform von gleich
bed. scuffia): eine aus einem Netz aus Gold od. Seide be
stehende Kopfbedeckung für Frauen (in der Renaissance)
Eslculdo [ɛs'ku:do] der; -[s], -[s] (aus port, escudo, eigtl.
„Schild“, dies aus gleichbed. lat. scutum): port. u. chilen.
Währungseinheit; Abk.: Es, Esc
eslcullent [,..k...[ (aus gleichbed. lat. esculentus zu esca
„Speise“): (veraltet) essbar. Es|cu|ien|ta die (Plur.) (aus
gleichbed. lat. esculenta (Plur.)): (veraltet) Speisen
...ese (über lat. -esis aus gr. -esis bzw. -esis): Endung von
Substantiven aus dem Griechischen u. Lateinischen, bes.
zur Bezeichnung eines Vorgangs, z.B. Anamnese, Synthe
se
...esk (aus it. -esco, -esca): bei Adjektiven auftretendes
Suffix mit der Bedeutung „in der Art von“; meist in Ver
bindung mit einem Namen, z.B. dantesk = in der Art
Dantes
Eslkaider die; -, -s (aus gleichbed. fr. escadre aus z't. squadra, eigtl. „viereckige Schlachtordnung“; vgi. Eskadron):
(veraltet) [Schiffs]geschwader, -verband. Es|kaldra*4ze; (über gleichbed. russ. eskadra aus fr. escadre, vgl. Eska
der): die russ. Flotte im Mittelmeer. Eslkaldron* die; -,
-en (aus gleichbed./r. escadron, dies aus it. squadrone, vgl.
Schwadron): svw. Schwadron, eslkaldrolnielren* (zu
t...ieren): (veraltet) in Schwadronen ordnen
Es|ka|la|de4ze;-, -n (aus gleichbed./r. escalade, dies aus it.
scalata zu scalare „mithilfe einer Leiter ersteigen“, dies zu
lat. scala „Leiter, Treppe“): (veraltet) Erstürmung einer
Festung mit Sturmleitern. es|ka|la|die|ren (aus gleich
bed./r. escalader zu escalade, vgl. Eskalade): 1. (veraltet)
eine Festung mit Sturmleitern erstürmen. 2. eine Eskala
dierwand überwinden. Esjkallaldierlwand
-, ...wän
de: Hinderniswand für Kletterübungen. Es|ka|la|ti|on
die; -, -en (aus gleichbed. engl. escalation zu escalade
„Mauerersteigung“, dies aus fr. escalade, vgl. Eskalade):
der jeweiligen Notwendigkeit angepasste allmähliche Stei
gerung, Verschärfung, insbesondere beim Einsatz militä
rischer od. politischer Mittel; Ggs. ÎDeeskalation; vgl.
...ation/...ierung. Esjkallaltor der; -s, ...oren (aus gleich
bed. engl. escalator zu escalade „Eskalade“, dies aus fr. es
calade, vgl. Eskalade): Rolltreppe, eslkallielren (nach
gleichbed. engl. to escalate): a) stufenweise steigern, ver
schärfen; b) sich ausweiten, an Umfang od. Intensität zu
nehmen aufgrund der Tatsache, dass die Beteiligten in ih
ren Maßnahmen rigoroser werden, z.B. der Arbeitskampf
eskaliert; c) sich steigern, z. B. die Musik eskaliert; sich -:
das hat sich immer weiter eskaliert; Ggs. Ideeskalieren.
Es|ka|lie|rung rfze; -, -en (zu Î ...ierung): svw. Eskalation;
vgl. ...ation/...ierung
Es|ka|mo|ta|ge [,,,'ta:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed./r. esca
motage zu escamoter, vgl. eskamotieren): (veraltet) Ta
schenspielertrick, Zauberkunststück. Es|ka|mo|teur
[...'t0:?J der; -s, -e (aus gleichbed./r. escamoteur): (veral-
415
tet) Taschenspieler, Zauberkünstler, eslkalmoltielren
(aus gleichbed. /r. escamoter zxísüdfr. escamar „abschup
pen“, dies zu altprovenzal. escama „Schuppe“ aus lat.
squama): (veraltet) [etwas, was einem gewünschten Denk
system nicht entspricht] heimlich verschwinden lassen;
wegzaubern
eslkamlpielren (aus gleichbed. fr. escamper zu Hex... u.
lat. campus „Feld“): (veraltet) davonlaufen (bes. von Sol
daten)
Es|ka|pa|de die; -, -n (aus gleichbed./r. escapade, dies aus
it. scappata „Sprung“ (zu scappare „weglaufen, durchge
hen“) od. span, escapada, aus dem Vulgärlat.; vgl. echappieren): 1. falscher Sprung eines Schulpferdes. 2. mutwil
liger Streich, Seitensprung, Abenteuer, abenteuerlich-ei
genwillige Unternehmung. Eslkalpislmus der; - (aus
gleichbed. engl. escapism zu to escape „entfliehen“, dies
aus älter nordfr. escape, aus dem Vulgärlat.; vgl. Eskapa
de) : a) [Hang zur] Flucht vor der Wirklichkeit u. den realen
Anforderungen des Lebens in eine imaginäre Scheinwirk
lichkeit; b) Zerstreuungs-u. Vergnügungssucht, bes. in der
Folge einer bewussten Abkehr von eingefahrenen Ge
wohnheiten u. Verhaltensmustern (Psychol.), eslkalpistisch (zu t...istisch): a) vor der Wirklichkeit u. den realen
Anforderungen des Lebens in eine imaginäre Scheinwelt
flüchtend; b) zerstreuungs- u. vergnügungssüchtig (Psy
chol.)
Eslkalrilol der; -s (aus spätlat. escarióla „Endivie“): Win
terendivie (Bot.)
Eslkarlpe z7ze; -, -n (aus gleichbed. fr. escarpe aus z7. scarpa,
eigtl. „Schuh“, dies wohl aus germ, skrapa): innere Gra
benböschung bei Befestigungen, eslkarlpielren (aus
gleichbed. fr. escarper): steil machen (von Böschungen bei
Befestigungen). Eslkarlpin [ɛskar'pɛ:] der; -s, -s (aus
gleichbed. fr. escarpin, dies aus it. scarpino, Verkleine
rungsform von scarpa, vgl. Eskarpe): leichter Schuh, bes.
der zu Seidenhosen u. Strümpfen getragene Schnallen
schuh der Herren im 18. Jh.
Eslker der; -s, - (aus ir. eiscir „Hügelkamm“): svw. As
Eslkilmo der; -s, -s (über engl. Eskimo aus indian. (nordamerik.) eskimantsik, eigtl. „Rohfleischesser“): 1. Ange
höriger eines Mongolenstammes im arktischen Norden u.
auf der Tschuktschenhalbinsel. 2. (ohne Plur.) schwerer
Mantelstoff. 3. Getränk aus Milch, Ei, Zucker u. Wein
brand. eslkilmolisch: nach Art des Eskimos (1). eslkimoltielren (zu Î.. deren): nach Art der Eskimos im Kajak
unter dem Wasser durchdrehen u. in die aufrechte Lage
zurückkehren
Eslkompte [ɛskð:t] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. escompte,
älter esconte, dies aus it. sconto, vgl. Skonto): 1. Rabatt,
Preisnachlass bei Barzahlung. 2. svw. Diskont, eslkomptielren [sskö'ti:...] (aus gleichbed. fr. escompter, älter esconter, dies aus it. scontare, vgl. skontieren): 1. Preisnach
lass gewähren. 2. den Einfluss eines Ereignisses auf den
Börsenkurs im Voraus einkalkulieren u. den Kurs entspre
chend gestalten
Eslkolrilallschaf das; -[e]s, -e (nach dem span. Schloss Es
corial): span. Tuchwollschaf, von dem die Merino- u. Negrettischafe abstammen
Eslkprlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. escorte, dies aus it.
scorta „Geleit“ zu scorgere, dies aus der lat. Wurzel cor
rigere, vgl. korrigieren): Geleit, [militärische] Schutzwa
che, Schutz, Gefolge, eslkorltielren (aus gleichbed. fr.
escorter zu escorte, vgl. Eskorte): als Schutz[wache] be
gleiten, geleiten
Eslkuldo vgl. Escudo
Eslmelrallda die;-s (ausspozz. esmeralda „Smaragd“): spa
nischer Tanz
Eslnaflti die (Plur.) (aus gleichbed. türk, esnafti): Klein
händler (in der Türkei)
espirando
die; -, ...ien (zu gr. ésô „hinein, nach innen
hin“, phoreïn „tragen, bringen“ u. t2...ie): äußerlich nicht
wahrnehmbares, Î latentes Einwärtsschielen der Augen
(Med.)
Esoltelrik die; - (zu gr. esöterikös „innerlich“): 1. esoteri
sche Geisteshaltung, esoterisches Denken. 2. esoterische
Beschaffenheit einer Lehre o.Ä. Eso te ri ker der; -s, -:
jmd., der in die Geheimlehren einer Religion, Schule od.
Lehre eingeweiht ist; Ggs. ÎExoteriker. eso te risch: a)
nur für Eingeweihte, Fachleute bestimmt u. verständlich;
b) geheim; Ggs. texoterisch. Esotrip der; -s, -s (Kurzw.
aus TjEsoterik u. ITrip): in der Fügung auf dem Esotrip
sein: (ugs.) sich nur mit Esoterik beschäftigen, einer eso
terischen Lehre nacheifern
Eslpalda der; -s, -s (aus gleichbed. span, espado, eigtl. „De
gen“, dies über lat. spatha „Degen, Schwert“ aus gr. späthê „breites Schwert“): spanischer Stierkämpfer
Eslpaldrille* [... 'dri:j] die; -, -s (meist Plur.) (aus gleichbed.
fr. espadrille, dies über provenzal. espardi(l)ho zu espart;
vgl. Esparto): Leinenschuh mit einer Sohle aus Espartogras
Es pa gnol' [ɛspan'jɔɪ] der; -s, -s (aus fr. espagnol „spa
nisch“): spanischer Schnupftabak. Eslpalgnolle [... jo:ɪə]
dze; -, ...ölen (aus gleichbed. fr. danse espagnole): spani
scher Tanz. Eslpalgnolletlte [...jo’leta] 4ze; -, -n u. Espalgno|let|te|ver|schluss der; -es, ...Schlüsse (zu fr. es
pagnolette „Drehriegel“, eigtl. Verkleinerungsform von
espagnol „spanisch“ (da der Verschluss wahrscheinlich
aus Spanien stammt)): Drehstangenverschluss für Fenster
Eslparlsetlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. esparcet(te), dies
aus provenzal. esparceto, weitere Herkunft unsicher):
kleeartige Futterpflanze auf kalkreichen Böden
Eslparlto der; -s, -s u. Eslparltolgras das; -es, ...gräser
(aus gleichbed. span, esparto, dies über lat. spartum aus gr.
spärton „Strauch; Seil“): a) in Spanien u. Algerien wild
wachsendes Steppengras; b) das zähe Blatt des Espartograses, das bes. zur Papierfabrikation verwendet wird; vgl.
Alfa, Haifa
Eslpélrance [espe'ra:s] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr.
espérance, eigtl. „Hoffnung“, zu espérer „hoffen“, dies
aus /¿zi. sperare): Glücksspiel mit zwei Würfeln. Eslperanltist der; -en, -en (zu îEsperanto u. Î ...ist): jmd., der
Esperanto sprechen kann. Es|pe|ran|to das; -[s] (aus dem
Esperantowort esperanto „der Hoffende“, substantivier
tes Part. Präs, von esperi „hoffen“ (in Anlehnung an span.
bzw. port, esperar); nach dem Pseudonym Dr. Esperanto,
unter dem der poln. Augenarzt L. Zamenhof (1859-1917)
den Plan zu dieser Sprache 1887 vorlegte): übernationale,
künstliche Weltsprache. Es|pe|ran|to|lo|ge der; -n, -n
(zu T ...loge): Wissenschaftler, der sich mit Sprache und Li
teratur des Esperanto beschäftigt. Es|pe|ran|to|lolgie
die; - (zu t...logie): Wissenschaft von Sprache und Litera
tur des Esperanto. Eslpelranltolloiginz/ze;-, -nen: weibl.
Form zu fEsperantologe
Eslpilnalles die (Plur.) (zu span, espina „Dorn“, dies aus
lat. spina): mit struppigen Dornbüschen bewachsene Ge
biete in Argentinien, eslpilnar (zu span, espinar „Dorn
gebüsch“, vgl. ...ar (1)> : aus Dorngestrüpp bestehend, da
mit bewachsen
Es Ipil ne lia die; -, -s (aus span, espinela; nach dem span.
Dichter V. Espinel, 1550-1624): span. Gedichtform (Form
der 1 Dezime 2)
Espingole [ɛspɛ'gɔl(ə)] die; -, -n (aus fr. espingole „Don
nerbüchse“, altfr. espringale, zu espringuer „springen“):
Schrotfeuerwaffe, meist Pistole, mit trichterförmig erwei
terter Mündung (bis Mitte des 19. Jh.s)
eslpilranldo (it.; Part. Präs, von espirare „aushauchen“,
dies aus lat. exspirare): verhauchend, ersterbend, verlö
schend (Vortragsanweisung; Mus.)
Esolpholrie
Esplanade
die; -, -n (aus gleichbed./r. esplanade, dies
aus it. spianata zu spianare „ebnen“ aus lat. explanare
„eben ausbreiten“): freier Platz, der meist durch Abtra
gung alter Festungswerke entstanden ist
Eslpreslsi*: Plur. von T'Espresso. es|pres|si|vo [...vo]
<it.; zu esprimere „ausdrücken“, dies aus lat. exprimere):
ausdrucksvoll (Vortragsanweisung; Mus.). Eslpreslsilvo
das; -s, Plur. -s od. ...vi [... vi] : ausdrucksvolle Gestaltung in
der Musik. ’Eslpreslso der; -[s], Plur. -s od. ...ssi (aus
gleichbed. it. (caffé) espresso „Schnellkaffee“ zu espresso
„eilig, Schnell...“, vgl. express): 1. (ohne Plur.) sehr dunkel
gerösteter Kaffee. 2. in einer Spezialmaschine zubereite
ter, sehr starker Kaffee. 2Eslpreslso das; -[s], -s (zu ΑEs
presso): kleine Kaffeestube, kleines Lokal, in dem u. a.
‘Espresso (2) serviert wird
Eslprit* [ɛs'pri:] der; -s (aus gleichbed. fr. esprit, eigtl.
„Geist“, dies aus /az. spiritus, vgl. 'Spiritus): geistreiche
Art; feine witzig-einfallsreiche Geistesart. Eslprit de
Corps [ɛsprid'kɔ:r] der;---- (aus gleichbed./r. esprit de
corps): Korpsgeist, Standesbewusstsein
Es pun dia die; - (aus amerik.-span. espundia „Geschwür
(bei Pferden)“): bösartige Form der Aleppobeule in Mit
tel- u. Südamerika (Med.)
Eslquilre [ɪs'kwaɪə] der; -s, -s (aus engl. esquire, eigtl.
„Edelmann“, dies über altfr. escuier aus lat. scutarius
„Schildträger“): engl. Höflichkeitstitel; Abk.: Esq.
Eslquisse [es'kis] 4ze; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr. es
quisse, dies aus it. schizzo zu schizzare, vgl. skizzieren):
(veraltet) Entwurf, Skizze
Eslrar der od. das; -s (aus türk, esrar „Haschisch“, eigtl.
„Geheimnisse“, zu arab. sitara „(Pferde)decke, Vor
hang“): aus indischem Hanf gewonnenes Rauschgift
Eslrom der; -s, -s (nach der dänischen Insel Esrom): ziegel
förmiger dänischer Butterkäse
Eslsäler die (Plur.) (zu ÎEssener): svw. Essener
Eslsai [e'se] der od. das; -s, -s (aus fr. essai, vgl. Essay):
franz. Form von Essay
Eslsälislmus der; - (zu tEssener (vgl. Essäer) u. Î...ismus
):
(1)
Lehre der t Essener
Eslsalul vgl. Jessaul
Es say [ ese, ɛ'se:] der od. das; -s, -s (aus gleichbed. engl. es
say, eigtl. „Versuch“, dies über fr. essai „Versuch, Abhand
lung“ aus lat. exagium „das Abwägen“): Abhandlung, die
eine literarische od. wissenschaftliche Frage in knapper u.
anspruchsvoller Form behandelt. Eslsalyelrie [esejə...]
die; -, ...ien (aus gleichbed./r. essayerie; vgl. Essay): (ver
altet) Prüfstätte für Münzen. Eslsayleur [esɛjo:n] der; -s,
-e (aus gleichbed./r. essayeur): (veraltet) Münzprüfer. Essay is mus [ese'is...] der; - (zu (Essay u. t...ismus (5)>:
Bez. für unsystematische, subjektive Darstellungsweise.
Eslsaylist der; -en, -en (aus gleichbed. engl. essayist):
Verfasser von Essays. Eslsaylisltik die; - (zu t ...istik):
Kunstform des Essays. Es|say|is|tin rfze; -, -nen: weibli
che Form zu Î Essayist, eslsaylisltisch (zu Î ...istisch): a)
den Essay betreffend; b) für den Essay charakteristisch;
von der Form, Art eines Essays
Esslboulquet [ɛsbu'ke:] das; -s (Kurzw. aus fr. essence de
bouquet, eigtl. „Blumen-, Blütenessenz“): Parfüm, Mi
schung feiner Parfümöle
Eslse das; - (Substantivierung von lat. esse „sein“): Sein,
Wesen (Philos.)
Es|se|da|rii die (Plur.) (aus lat. essedarius „Wagenkämp
fer“ zu kelt. essédum „zweirädriger Wagen“): kelt. Wa
genkämpfer in Gallien u. Britannien zur Römerzeit
eslse est per ci pi [- - ...tsipi] {lat.; „Sein ist Wahrge
nommenwerden“): philos. Grundsatz Berkeleys, dass au
ßerhalb des wahrnehmenden Bewusstseins nichts exis
tiert
Eslselner die (Plur.) (vermutlich zu aram. hasên „From
Esiplalnalde*
416
mer“): altjüdische Sekte (etwa von 150 v.Chr. bis 70
n.Chr.) mit einem Gemeinschaftsleben nach Art von
Mönchen
Eslsenltia die; - (aus gleichbed. lat. essentia zu esse „sein“
(Lehnübersetzung von gr. ousia „Sein, Wesen“)): Wesen
(Philos.); Ggs. TExistentia. es|sen|ti|al vgl. essenzial.
Eslsen tial [ɪ'sɛnʃəl] das; -s, -s (meist Plur.) (zu engl. es
sential „notwendig, wesentlich“, dies aus mlat. essentialis,
vgl. essenzial): wesentlicher Punkt; unentbehrliche Sache.
Eslsenltilallilen [ɛsɛntsia:liən] usw. vgl. Essenzialien
usw. eslsenltilell [ɛsɛn'tsiɛl] vgl. essenziell. Eslsenz die;
-, -en (aus /<az. essentia „Wesen(tliches)“, in der alchemis
tischen Bed. „konzentrierter Auszug“; vgl. Essentia): 1.
wesentlichster Teil, Kernstück. 2. konzentrierter Duft- od.
Geschmacksstoff aus pflanzlichen od. tierischen Substan
zen. 3. stark eingekochte Brühe von Fleisch, Fisch od. Ge
müse zur Verbesserung von Speisen. 4. Wesen, Wesenheit
einer Sache, eslsenlzilal, auch essential [,..'tsia:l] (aus
gleichbed. mlat. essentialis); svw. essenziell (bes. Philos.);
vgl. ...al/...ell. Eslsenlzilallilen [...lian], auch Essentia
lien die (Plur.) (aus gleichbed. mlat. essentialia (Plur.) zu
essentialis, vgl. essenzial) : Hauptpunkte bei einem Rechts
geschäft; Ggs. Î Akzidentalien. Eslsenlzilallislmus,
auch Essentialismus der: - (zu Î...ismus ( 1 )>: philos. Rich
tung, die den Vorrang des Wesens gegenüber der t Existenz
zum Inhalt hat. Es sen|zi|a|li|tät, auch Essentialität die;
- (zu t...ität>: Wesentlichkeit, Wesenheit. es|sen|zi|ell,
auch essentiell (über gleichbed. fr. essentiel aus mlat. es
sentialis): 1. a) wesentlich, hauptsächlich; b) wesensmäßig
(Philos.). 2. lebensnotwendig (Chem., Biol.). 3. selbststän
dig (von Krankheitserscheinungen, die nicht symptoma
tisch für bestimmte Krankheiten sind, sondern ein eigenes
Krankheitsbild darstellen; Med.); vgl. ...al/...eil
Eslselxit [auch ..,'ksit] der; -s, -e (nach der Landschaft Es
sex County in Massachusetts (USA) u. zu t2...it): ein Tie
fengestein
Eslsigläther der; -s (zu Î Äther): technisch vielfach verwen
dete organische Verbindung (Äthylacetat), eine angenehm
u. erfrischend riechende, klare Flüssigkeit. Eslsiglspinell der; -s, -e: gelber Spinell, ein Schmuckstein
Eslsiv der; -s (aus nlat. (casus) essivus „Zustandsfall“ zu lat.
esse „sein“): Kasus in den finnisch-ugrischen Sprachen,
der ausdrückt, dass sich etwas in einem Zustand befindet
Est [est] (ohne Artikel) (aus gleichbed. fr. est): Osten;
Abk.:E
Establishment* [ɪs'tɛblʧmənt] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. establishment zu to establish „festsetzen, einrich
ten“, dies aus cz/z/r. establir, vgl. etablieren): a) Ober
schicht der politisch, wirtschaftlich od. gesellschaftlich
einflussreichen Personen; b) (abwertend) etablierte bür
gerliche Gesellschaft, die auf Erhaltung des I Status quo
bedacht ist
Esltalfetlte <Z(e; -, -n (aus gleichbed./r. estafette, dies aus z'z.
staffetta, vgl. Stafette): (veraltet) [reitender] Eilbote
Esltalkalde die; -, -n (über fr. estacade ausprovenzal. esta
cado „Pfahlwerk“, älter eustacatte, zuweilen stecade, dies
aus z'Z. steccata, abgeleitet aus stecca „Pfahl“, dies aus langobard. stikka): 1. Rohr-, Gerüstbrücke. 2. Pfahlwerk zur
Sperrung von Flusseingängen od. Häfen
Es|ta|min das: -[s] (zu ÎEtamin): svw. Etamin
Eslta|mi|net [...'ne:] das; -[s], -s (aus gleichbed./r. estami
net aus wallonisch staminé, dies zu stamon „Pflock“ (an
dem man das Vieh im Stall anbindet)): (veraltet) a) kleines
Kaffeehaus; b) Kneipe
Esltamlpe [ɛs ta:p(ə)] die; -, -n [...pn] (aus gleichbed./r. es
tampe, dies aus it. stampa „(Druck)presse“ zu stampare
„drucken, prägen“, aus dem Germ.): Abdruck eines Kup
fer-, Stahl- od. Holzstichs
Esltamlpie [estä'pi:] die; -, ...ien (über das Franz, wohl aus
417
provenzal. estampida): mittelalterliche instrumentale
Kompositionsform
Esltanlzia ifie; -, -s (aus gleichbed. span, estancia, eigtl.
„Aufenthalt, Wohnung“, zu estar „sich befinden, blei
ben“, dies aus lat. stare „stehen“): südamerik. Landgut
[mit Viehwirtschaft]. Es|tan|zi|e|ro der; -s, -s (aus span.
estanciero „Farmer“): Großgrundbesitzer in Südamerika,
Besitzer einer Estanzia
Es ta vel le [,,,'vɛljə] die; -, -n (roman. Ursprungs): Was
serspeiloch in den t Poljen der südosteurop. Karstgebiete,
das nur nach starken Regenfällen in Erscheinung tritt
Es|te|kul|turr7ze; - (nach der ital. Stadt Este): mehrphasige
eisenzeitliche Kulturgruppe in Italien u. Slowenien
Eslterater; -s, - (Kunstw. aus Essigäther): organische Ver
bindung aus der Vereinigung von Säuren mit Alkoholen
unter Abspaltung von Wasser (Chem.)
Esite ras die (Plur.) (aus gleichbed. span, estera „Matte“,
dies aus lat. storea) : aus Binsenhalmen geflochtene Mat
ten
Esltelralse die; -, -n (zu ÎEster u. t...ase): Fett spaltendes
Î Enzym (Chem.)
Esltil® das; -s (Kunstw.): intravenöses Kurznarkotikum
esltinlgulenldo [ɛstɪŋ guɛndo] tit.; Part. Präs, von estinguere „erlöschen, ausgehen“, dies aus lat. exstinguere):
verlöschend, ausgehend, ersterbend (Vortragsanweisung;
Mus.), esltinlto (it.; Part. Perf. von estinguere, vgl. estinguendo): erloschen, verhaucht (Vortragsanweisung;
Mus.)
Es|to|fa|do|skulp|tur ¿Zie; -, -en izxtspan. estofar „beklei
den, ausstaffieren, vergolden“ u. ÎSkulptur): naturalisti
sche Richtung der span. Plastik des 17. Jh.s
Es to mi hi (aus lat. esto mihi „sei mir (ein starker Fels)“;
nach dem Eingangsvers des Gottesdienstes, Psalm 31,3):
in der ev. Kirche Name des letzten Sonntags vor der Pas
sionszeit (siebenter Sonntag vor Ostern); vgl. Quinquage
sima
EsltolpiiIla [...pilja] die; -, -s (aus span, estopilla „Leinen
gaze, Baumwollstoff', Verkleinerungsform von estopa
„Werg, grobe Leinwand“, dies aus lat. stuppa) : Schleier
tuch
Esltralde*4ze; -, -n (ausfr. estrade „erhöhter Platz, Bühne“
(Bed. 2 über gleichbed. russ. estrada), dies über gleichbed.
span, estrado aus lat. stratum „Pflaster, Fußboden“): 1.
erhöhter Teil des Fußbodens (z.B. vor einem Fenster). 2.
volkstümliche künstlerische Veranstaltung mit gemisch
tem musikalischem u. artistischem Programm. Esltraden kon zert das; -[e]s, -e: svw. Estrade (2)
Esltralgon* der; -s (aus gleichbed. fr. estragon, dies über
mlat. tare(h)on aus arab. tarhün): a) Gewürzpflanze mit
langen, schmalen Blättern (Korbblütler); b) aus [getrock
neten] Blättern des Estragons (a) bestehendes Gewürz
Esltranlgello* die; - (unter Einfluss von gr. straggös „ge
dreht, gewunden“ aus syr. estrangeläye, eigtl. „gerundete
(Buchstaben)“): alte kursive syr. Schrift
Es tre ma du ra garn* das; -s (nach der span. Landschaft
Estremadura): glattes Strick- od. Häkelgarn aus Baum
wolle
Esltrolpié* [...pie:] der; -s, -s (aus fr. estropié, substanti
viertes Part. Perf. von estropier „verkrüppeln; verstüm
meln“ zu it. stroppiare): (veraltet) Verkrüppelter, Ver
stümmelter
et (lat.y. und; &; vgl. Et-Zeichen
Eta das; -[s], -s (aus gr. êta) : siebenter Buchstabe des griech.
Alphabets (langes E): H, ŋ
Eta bla ge* [,,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. établage zu
étable „Stall“, dies aus lat. stabulum); (veraltet) 1. Stall
geld. 2. Standgeld von Händlern, etalblielren (aus
gleichbed. fr. établir, dies aus lat. stabilire „befestigen“,
vgl. stabil): 1. einrichten, gründen (z.B. eine Fabrik). 2.
Etatismus
sich -: a) sich niederlassen, sich selbstständig machen (als
Geschäftsmann); b) sich irgendwo häuslich einrichten;
sich eingewöhnen; c) einen sicheren Platz innerhalb einer
Ordnung od. Gesellschaft einnehmen, sich breitmachen
(z. B. von politischen Gruppen). Eta|blis|se|ment [...blisə'ma:, Schweiz. ... ment] rfas; -s, Plur. -s, Schweiz, -e (aus
gleichbed. fr. établissement zu établir, vgl. etablieren): 1.
Unternehmen, Niederlassung, Geschäft, Betrieb. 2. a)
kleineres, gepflegtes Restaurant; b) Vergnügungsstätte,
[zweifelhaftes] [Nachtjlokal; c) (verhüllend) svw. Bordell
Etalge [e'ta:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. étage, eigtl.
„Aufenthalt, Zustand, Rang“, dies über a/t/r. estage aus
vulgärlat. staticum „Standort“ zu lat. stare „stehen“):
Stockwerk, [θber]gesehoss. Eta ge re [...'ʒe:rə] die; -, -n
(aus fr. étagère „Brettergestell“ zu étage, vgl. Etage): 1. a)
Gestell für Bücher od. für Geschirr; b) meist drei verschie
den große, übereinander angeordnete, mit einem Stab in
der Mitte verbundene Teller od. Schalen für Obst, Gebäck
o.Ä. 2. aufhängbare, mit Fächern versehene Kosmetikta
sche. etalgielren [,,,'ʒi:...] (aus gleichbed. fr. étager):
[ab]stufen, stufenförmig anordnen (bes. von den Haaren)
Etain [e te]der, -s (aus gleichbed. fr. étain, dies über altfr. estain aus (spät)lat. stagnum): (veraltet) Zinn
Eta|la|ge[...3s] die; -, -n (aus gleichbed. fr. étalage zu étaler,
vgl. etalieren): (veraltet) das Ausstellen, Aufbauen von
Ware [im Schaufenster], etallielren (aus gleichbed. fr.
étaler zu étal, altfr. estai „Verkaufstisch“, dies aus frank.
stall „Standort“): (veraltet) ausstellen
et alii (.lat.y. und andere
Etallon [... ld:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. étalon, älter estalon): 1. Normalmaß, Eichmaß. 2. in der îInterferome
trie zwei genau parallel montierte ebene Spiegel (Phys.).
Etallonlnalge [,,,lɔ'na:ʒə] die; -, -n (aus /r. étalonnage
„das Eichen“ zu étalonner, vgl. etalonnieren): Steuerung
der Stärke u. der Zusammensetzung des Kopierlichtes in
der Kopiermaschine (Filmw.). eta lon nieiren (aus
gleichbed. fr. étalonner): (veraltet) eichen
Etalmeur [...'morn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. étameur):
(veraltet) Verzinner, etalmielren (aus gleichbed. fr. étamer zu étain, vgl. Etain): (veraltet) verzinnen, mit Zinn be
legen
Etalmin das, bes. österr. auch der; -[s] u. Etamilne die; (aus fr. étamine „Schleiertuch, Seihtuch“, dies über altfr.
estamine zu lat. stamineus „voll Fäden, faserig“, dies zu
stamen „Faden“): gitterartiges, durchsichtiges Gewebe
[für Vorhangstoffe]
Etanlçon [eta'sð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. étançon über
altfr. estanchon zu ester, dies aus lat. stare „stehen“): (ver
altet) Stütze (Bauw.). etaniçon nie ren [etasɔ'ni:...] (aus
gleichbed. fr. étançonner): (veraltet) [ab]stützen, [ab]steifen (Bauw.)
Etang [e'tä] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. étang, weitere Her
kunft unsicher): (veraltet) Teich, Weiher, See
Etal piler [...’pie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. étapier zu éta
pe, vgl. Etappe): (veraltet) Proviantverwalter, Verwalter
einer Etappe (2). Etap pe die; -, -n (aus gleichbed. fr. éta
pe, eigtl. „Warenniederlage“, dies aus mniederl. stapel
„Warenlager, geschichteter Haufen“): 1. a) Teilstrecke,
Abschnitt eines Weges; b) [Entwicklungs]stadium, Stufe.
2. [Nachschub]gebiet hinter der Front (Mil.)
Etat [e'ta:] der; -s, -s (aus fr. état „Staat, Staatshaushalt“,
eigtl. „Zustand, Beschaffenheit“, dies aus Zat. status
„Stand, Zustand“ zu stare „stehen“): 1. a) [Staatshaus
haltsplan; b) [Geld]mittel, die über einen begrenzten Zeit
raum für bestimmte Zwecke zur Verfügung stehen. 2.
durch einen Probedruck festgehaltener Zustand der Platte
während der Entstehung eines Kupferstiches, etaltilsieren (aus gleichbed. fr. étatiser; vgl. Etat): einen Posten in
den Staatshaushalt aufnehmen. Etaltislmus der; - (aus
Hi
etatistisch
gleichbed. fr. étatisme; vgl. ...ismus (2)>: 1. bestimmte
Form der Planwirtschaft, in der die staatliche Kontrolle
nur in den wichtigsten Industriezweigen (z.B. Tabakin
dustrie) wirksam wird. 2. eine ausschließlich auf das
Staatsinteresse eingestellte Denkweise. 3. (Schweiz.) Stär
kung der Zentralgewalt des Bundes gegenüber den Kanto
nen. etaltisltisch <zu t ...istisch): a) den Etatismus be
treffend; b) in der Art des Etatismus. État ma me lonné [etamaməɪɔ'ne] der; - - (aus gleichbed. fr. état mame
lonné zu tEtat u. fr. mamelon „(Brust)warze“, dies zu
mamelle „Brust“ aus lat. mamilla); grobfaltige, warzige
Beschaffenheit der Magenschleimhaut (bei chronischer
ÎGastritis; Med.). États gélnélraux [eta ʒene'ro] die
(Plur.) (aus gleichbed. fr. les états généraux) : die franz. Ge
neralstände (Adel, Geistlichkeit, Bürgertum) bis zum
18. Jh. États prolvinlciaux [etaprɔvɛsjo] 4ze (Plur.) (aus
fr. gleichbed. les états provinciaux): die franz. Provinzial
stände (Ständevertretung der einzelnen Provinzen) bis
zum 18. Jh.
Etalzislmus der; - (zu îEta u. Î...ismus (4)>: Aussprache
des griech. Eta wie langes e
et celtelra [- tse:...] <dat.; „und das übrige“): und so weiter;
Abk.: etc. et celtelra pp. [- - pe'pe] <pp. = Abk. für lat.
perge, perge „fahre fort, fahre fort“, Imperativ von perge
re „fortsetzen, fortfahren“): (verstärkend) und so weiter,
und so weiter, et cum spilriltu tuo [- kum - -] tlat.; „und
mit deinem Geiste“): Antwort der Gemeinde im kath.
Gottesdienst auf den Gruß Î Dominus vobiscum
Eteilgnoir* [etɛ'njoa:g] der; -s ,-s (aus gleichbed. fr. éteignoir zu éteindre „(Feuer) löschen“, über vulgärlat. extingere aus lat. exstinguere): (veraltet) Kerzenlöscher
Etenldard [etä'dam] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. étendard
zu étendre, vgl. etendieren): (veraltet) Standarte, Fahne,
Feldzeichen, etenldielren [etä...] (aus gleichbed. fr. éten
dre, dies aus lat. extendere): (veraltet) ausbreiten, ausdeh
nen. Etenldue [..,'dy:] die; -, -n [..,'dy:an] (aus gleichbed.
fr. étendue): (veraltet) Weite, Ausdehnung, Raum
Etelolgramm das: -s, -e (zu gr. eteös „wahr, wirklich“ u.
T...gramm): Schreibweise fremdsprachlicher Wortformen
mithilfe des Schriftsystems, in das sie übernommen wer
den, wenn daneben Î Heterogramme vorkommen
etelpeltelte (wohl zu niederd. ete, öte „geziert“ u. (umge
formtem) fr. peut-être „vielleicht“): (ugs.) a) geziert, zim
perlich, übertrieben empfindlich; b) steif u. konventionell,
nicht ungezwungen, nicht aufgeschlossen
Eterlnelle [,.,'nel] «Z/e; -, -n [...In] (zu fr. éternel, éternelle
„ewig; unendlich, nicht enden wollend“, dies aus lat. aeternalis): Häkelspitze mit fortlaufend wiederkehrendem
Muster, eterlnilsielren (aus gleichbed. fr. éterniser zu
lat. aeternus „ewig (dauernd)“): verewigen, in die Länge
ziehen. Eterlnit® [auch ... 'nɪt] das od. der; -s (zu Zai. ae
ternus „ewig, unvergänglich“ u. T2...it>: wasserundurchläs
siges u. feuerfestes Material, Asbestzement
Etelsilen [...ion] die (Plur.) (über lat. etesiae (Plur.) aus gr.
etesiai (ánemoi), eigtl. „(alljährliche (Winde)“) : von April
bis Oktober gleichmäßig wehende, trockene Nordwest
winde im östlichen Mittelmeer. Ete|si|en|kli|ma das; -s,
Plur. -s u. (fachspr.) ...mate : Klima mit trockenem, heißem
Sommer u. mildem Winter mit Niederschlägen
Ethan vgl. Äthan. Ethalnal vgl. Äthanal. Ethalnolgraf,
auch ...graph der; -en, -en (zu engl. ethanol (vgl. Äthanol)
u. t...graf>: Gerät zum Messen des Alkoholspiegels im
Blut. Ethalnol vgl. Äthanol. Ethen vgl. Äthen
Ether vgl. Äther (2)
Ethik tZie; -, -en (über lat. ethice, (res) ethica aus gleichbed.
gr. ëthikë zu ethikös „sittlich“, vgl. ethisch): 1. a) Lehre
vom sittlichen Wollen u. Handeln des Menschen in ver
schiedenen Lebenssituationen (Philos.); b) die Ethik (1 a)
darstellendes Werk. 2. (ohne Plur.) [allgemeingültige] Nor
418
men u . Maximen der Lebensführung, die sich aus der Ver
antwortung gegenüber anderen herleiten. Ethilker der; -s,
-: a) Lehrer der philos. Ethik; b) Begründer od. Vertreter
einer ethischen Lehre; c) jmd., der in seinem Wollen u.
Handeln von ethischen Grundsätzen ausgeht. Ethilkotheollolgie die; Schluss von den Grundlagen u. Forde
rungen sittlichen Verhaltens der Menschen auf die Exis
tenz Gottes
Ethin vgl. Äthin
ethisch (über lat. ethicus „sittlich“ aus gr. êthikôs zu éthos,
vgl. Ethos): 1. die Ethik betreffend. 2. die von Verantwor
tung u. Verpflichtung anderen gegenüber getragene Le
bensführung, -haltung betreffend, auf ihr beruhend; sitt
lich; ethische Indikaäon: Î Indikation für einen Schwan
gerschaftsabbruch aus ethischen Gründen (z.B. nach ei
ner Vergewaltigung); ethisches Produkt (nach engl. ethical
produet(s)): rezeptpflichtiges Arzneimittel
ethlmolid (zu gr. ethmös „Sieb“ u. T...oid): siebförmig,
zum Siebbein gehörig (Med.). Ethlmolid das; -[e]s, -e
(verkürzt aus gleichbed. lat. os ethmoidale, dies zu t3Os u.
gr. ethmös „Sieb“): Siebbein (Med.), ethlmolildal (zu
t'...al (1)): svw. ethmoid (Med.). Eth|mo|i|dal|knochen der; -s, -: svw. Ethmoid (Med.). Eth|mo|i|di|tis die;
-, ...itiden (zu Î ...itis): Siebbeinhöhlenentzündung, Ent
zündung der Siebbeinzellen (Med.). Ethlmolildolgrafie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu î...grafie>: röntge
nografische Darstellung der Siebbeinzellen nach Kon
trastmittelgabe (Med.). Eth|mo|i|do|gramm das; -s, -e
(zu lat. ethmoidalis (in der Fügung os ethmoidale; vgl. Eth
moid) u. ɪ,,,graɪnm): Röntgenbild der Siebbeinzellen
(Med.). Ethlmollith [auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. e[n] (zu gr. ethmös „Sieb“ u. t...lith): trichterartig nach un
ten verjüngter Gesteinskörper Î subvulkanischer Herkunft
(Geol.). Eth|mo|ze|pha|lie rfze; -, ...ien (zu gr. kephalê
„Kopf* u. t2...ie): menschliche Missbildung mit fast zu
sammenfallenden Augen u. mit einem rüsselförmigen Na
senfortsatz (Med.)
ethn..., Ethn... vgl. ethno..., Ethno... Ethlnarch der; -en,
-en (aus gr. ethnàrchês „Statthalter, Fürst“): 1. subalterner
Fürst (in röm. Zeit, bes. in Syrien u. Palästina). 2. Führer
der griech. Volksgruppe auf Zypern. Ethlnaijchie die; -,
...ien (aus gleichbed. gr. ethnarchia): Amtsbezirk eines
Ethnarchen. Ethlnie die; -, ...ien (aus gleichbed. nlat. ethnia zu gr. éthnos „Volk, Volksstamm“): Menschengruppe
mit einheitlicher Kultur. Ethlnilker der; -s, - (vgl. 2...ik
>: (veraltet) Heide, Religionsloser. Ethlnilkon das; -s,
(2)
...ka (aus gr. ethnikön (önyma) „einem Volk eigen(er Na
me)“): Völkername, Personengruppenname. Eth|ni|kum
das; -s, ...ka (aus lat. ethnicum, substantiviertes Neutrum
von ethnicus, vgl. ethnisch): volk- od. stammartige Grup
pe u. die eine solche Gruppe kennzeichnende Eigentüm
lichkeit. ethlnisch (über lat. ethnicus aus gr. ethnikös
„zum Volk gehörig, auf ein bestimmtes Volk beschränkt“) :
a) einer sprachlich u. kulturell einheitlichen Volksgruppe
angehörend; b) die Kultur- u. Lebensgemeinschaft einer
Volksgruppe betreffend ; ethnischer Konflikt: Konfliktver
lauf, in dem sich bestimmte Gruppen auf [konstruierte]
ethnische Zugehörigkeit berufen und die daraus resultie
renden Grenzlinien die Grundlage für soziale Konflikte
werden; ethnische Säuberung: (beschönigend) gewaltsame
Vertreibung von Volksgruppen aus einem ethnischen
Mischgebiet zugunsten des Wohn- und Lebensrechts einer
einzigen Ethnie, c) (veraltet) heidnisch, religionslos. Ethnilzis mus der; - (zu t ...izismus): (veraltet) Heidentum,
Religionslosigkeit. eth|no..., Ethlno..., vor Vokalen
meist ethn..., Ethn... (ausgr. éthnos „Volk, Volksstamm“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Volk, Völker;
das Volk, die Völker betreffend“, z.B. Ethnarch, Ethno
grafie. Eth|no|bo|ta|nik die;-: Wissenschaft von den Be-
419
Ziehungen der Menschen zur Pflanzenwelt. Ethlnolgenelse die;
Prozess der Herausbildung eines Volkes od.
einer anderen ethnischen Einheit, ethlnolgelneltisch:
die Ethnogenese betreffend, von ihr erforscht. Ethlnograf, auch ...graph der; -en, -en (zu Î...graft: svw. Eth
nologe. Ethlnolgralfie, auch ...gralphie die; - <zu
t...grafie): Teilbereich der Völkerkunde, der die Merkma
le der verschiedenen Völker u. Kulturen systematisch be
schreibt; beschreibende Völkerkunde, ethlnolgralfisch,
auch ...gralphisch (zu Î ...grafisch): die Ethnografie be
treffend. Ethlnolhisltolrie [...is] die; -: Teilgebiet der
Ethnologie, das bes. die Geschichte ethnischer Einheiten
erforscht. Eth|no|lin|gu|isltik die; -: Disziplin der Lin
guistik, die Sprache im Zusammenhang mit der Kulturge
schichte der Sprachträger untersucht. Ethlnollolge ¿Zer,
-n, -n <zu î...loge>: Fachmann auf dem Gebiet der Ethno
logie, Völkerkundler. Eth|no|lo|gie die; - (zu Î ...logie): 1.
allgemeine [vergleichende] Völkerkunde, in der die Ergeb
nisse der Ethnografie miteinander verglichen werden. 2.
Wissenschaft, die sich mit Sozialstruktur u. Kultur der
[primitiven] Gesellschaften beschäftigt. 3. in den USA be
triebene Wissenschaft, die sich mit Sozialstruktur u. Kul
tur aller Gesellschaften beschäftigt. eth|no|lo|gisch (zu
Î...logisch): völkerkundlich. Ethlnollook [...lok] der; -s
(zu 1 ethno... u. tLook): (in Bezug auf Bekleidung u. Ac
cessoires} an der Tracht eines bestimmten Landes, einer
Volksgruppe stark orientierter Modestil.Ethlnolmeldizin die; -: 1. (ohne Plur.) Heilkunde speziell der Naturvöl
ker. 2. in der Ethnomedizin (1) verwendetes Heilmittel.
Ethlnolnym das; -s, -e (zu gr. önyma „Name“):
[Selbstjbezeichnung eines Volkes. Ethlnolpop der; -[s]:
von der Volksmusik bes. Afrikas, Asiens od. Südamerikas
beeinflusste Popmusik. Ethlnolpsylchollolgie die;
Zweig der Psychologie, der sich mit der Untersuchung des
seelischen u. geistigen Gepräges (Sprache, Sitten, Mythos,
Religion) von Völkern od. anderen ethnischen Einheiten
mithilfe vergleichender Methoden beschäftigt. Ethlnosoziologie die: -: tinterdisziplinäre, Soziologie, Eth
nologie u. Kultur- bzw. Sozialanthropologie verbindende
wissenschaftliche Teildisziplin. Ethlnolzenltrislmus*
der; -: eine besondere Form des TNationalismus, bei der
das eigene Volk (die eigene Nation) als Mittelpunkt u. zu
gleich als gegenüber anderen Völkern überlegen angese
hen wird. Ethlnolzid der od. das; -[e]s, -e (zu Î ...zid): Zer
störung der kulturellen Identität einer Volksgruppe durch
erzwungene Assimilierung (Soziol.)
Ethogramm das; -s, -e (zu ZaZ. ethos (dies aus gr. éthos)
„gewohnte Handlungsweise“ u. t...gramm): katalogmäßi
ges Erfassen aller Instinkthandlungen einer Tierart sowie
gegebenenfalls Angaben über Lernfähigkeit u. Herausbil
dung von Gewohnheiten (Verhaltensforschung). Etholloge der; -n, -n (zu t...loge): Verhaltensforscher; Wissen
schaftler auf dem Gebiet der Ethologie. Ethollolgiedze; (aus lat. ethologia „Sitten- od. Charakterdarstellung“, dies
aus gleichbed. gr. ethologia; vgl. Ethos): Wissenschaft
vom Verhalten der Tiere; Verhaltensforschung, ethollogisch (zu T...logisch): die Ethologie betreffend. Ethos
das; - (über lat. ethos aus gr. éthos „Sitte, Moral“) : mora
lische Gesamthaltung; sittliche Lebensgrundsätze eines
Menschen od. einer Gesellschaft, die die Grundlage des
Wollens u. Handelns bilden; Gesamtheit ethisch-morali
scher Normen, Ideale usw. als Grundlage subjektiver Mo
tive u. innerer Maßstäbe
Ethyl das; -s, -e (aus engl. ethyl, vgl. Äthyl) usw.: fachspr.
für t Äthyl usw.
Etilenne [e'tiɛn] die; - (nach der franz. Buchdruckerfamilie
Etienne): eine Antiquadruckschrift
Etilkett das; -[e]s, Plur. -e[n], auch -s (aus gleichbed. fr. éti
quette, eigtl. „an einem Pfahl befestigtes Zeichen“, zu
Etui
altfr. estiqu(i)er „feststecken“, dies aus mniederl. stikken):
mit einer Aufschrift versehenes [Papierjschildchen [zum
Aufkleben], Etilketlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. étiquet
te, eigtl. „Zettel, auf dem das Hofzeremoniell festgelegt
ist“; vgl. Etikett): 1. a) zur bloßen Förmlichkeit erstarrte
offizielle Umgangsform; b) Gesamtheit der allgemein od.
in einem bestimmten Bereich geltenden gesellschaftlichen
Umgangsformen. 2. svw. Etikett. Etilketltenlschwindel der; -s (zu ÎEtikett): betrügerische Verwendung be
kannter Bezeichnungen, Markennamen o.Ä. zur Kenn
zeichnung einer anderen, minderwertigeren Ware, etiketltielren (aus gleichbed. fr. étiqueter): mit einem Eti
kett versehen. Etilketltielrung die; -, -en (zu T ...ierung):
1. das Etikettieren. 2. svw. Etikett
Etilmalsia die; - (aus gr. etoimasia „Bereitschaft, Zuberei
tung“ zu etoimázein „bereitsetzen, zurechtmachen“):
Darstellung des für Christus bereiteten Thrones als Sym
bol des erhöhten Christus (in der frühchristlichen u. by
zantinischen Kunst)
Etilollelment [etiɔlə'ma:] das; -s (aus fr. étiolement „das
Verkümmern“ zu étioler, vgl. etiolieren): übernormales
Längenwachstum von Pflanzenteilen bei Lichtmangel,
verbunden mit nicht grüner, sondern nur gelblich-blasser
Färbung, etilollielren (aus fr. étioler „verkümmern, vergeilen“ zu éteule „Stoppel“): im Dunkeln od. bei zu gerin
gem Licht wachsen u. dadurch ein nicht normales Wachs
tum (z. B. zu lange, dünne, bleichgrüne Stiele) zeigen; ver
gehen (Gartenbau)
etisch (aus engl. etic (nach Bildungen wie phonetic)): nicht
bedeutungsunterscheidend, nicht (distinktiv (Sprachw.);
Ggs. Î emisch
etoflfielren (aus gleichbed. fr. étoffer, dies über altfr.
estofer „ausstopfen“ wohl aus dem Germ.): (veraltet) aus
statten, ausstaffieren
etonlnant (aus gleichbed. fr. étonnant zu étonner „erstau
nen, in Erstaunen setzen“): (veraltet) erstaunlich, wunder
bar
etouf lié [etu'fe:] (aus fr. étouffé „erstickt“, Part. Perf. von
étouffer, dies vermischt aus altfr. estofer (vgl. etoffieren)
u. estoper (vgl. etoupieren)): a) gestopft (von Blechblasin
strumenten); b) sofort abzudämpfen (bei Schlaginstru
menten u. Harfe; Vortragsanweisung; Mus.)
etoulpielren [etu...] (aus gleichbed. fr. étouper, dies über
altfr. estoper „voll stopfen“ aus lat. stuppa „Werg“): (ver
altet) mit Werg ausstopfen, verstopfen
Etourldelrie [etur...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. étour
derie zu étourdir, vgl. etourdieren): (veraltet) Unbeson
nenheit, Leichtsinn, etourldielren (aus gleichbed. /r.
étourdir, dies über altfr. estordir aus vulgärlat. exturdire
„vor Geschwätz betäuben“ zu lat. turdus „Drossel“): (ver
altet) betäuben, verblüffen. Etour|dis|se|ment [,..'mä:]
das; -s, -s (aus gleichbed. fr. étourdissement): (veraltet) Be
täubung, Bestürzung
Etrenne* [e'trsn] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. étrenne, dies
über älter fr. estreine aus lat. strena) : Neujahrsgeschenk,
Handgeld
Etrus|ko|lo|gie* die; - (nach dem Volk der Etrusker u. zu
Î...logie): Wissenschaft von der Sprache u. Kultur der
Etrusker
...ett (aus fr. -et) : oft verkleinernde Endung von männlichen
u. sächlichen Substantiven, z.B. Kadett, Billett; vgl. ...ette. ...etlte (aus fr. -ette): oft verkleinernde Endung von
weiblichen Substantiven, z.B. Facette, Rosette
Etülde die; -, -n (aus fr. étude „Studie, Übungsstück“, dies
über ¿zZz/r. estudie aus lat. studium „eifriges Streben, inten
sive Beschäftigung“; vgl. Studium): Übungs-, Vortrags-,
Konzertstück, das spezielle Schwierigkeiten enthält
Etui [ɛt'vi:, e'tyi:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. étui zu altfr.
estuier „schützend einschließen“): kleines [flaches] Be-
E
420
Etuve
hältnis zum Aufbewahren kostbarer od. empfindlicher Ge
genstände (z. B. von Schmuck, einer Brille)
Etuve [e'ty:v] die; -, -n [...vn] (aus gleichbed./r. étuve zu étuver „schmoren“, vgl. Etuvée): (veraltet) Raum für
Schwitzbäder, Schwitzkasten, Wärmeschrank. Etulvée
[ety've:] rf/e: -, -s (aus gleichbed. fr. etuvée, substantiviertes
Part. Perf. (Fern.) von étuver „schmoren“, dies aus vulgärlat. extufare „ausdünsten“, dies zu gr. typhös): (veraltet)
das Dämpfen, Gedämpftes (Gastr.)
ety misch (aus gr. étymos „wahrhaft, wirklich“; vgl. Ety
mologie): das Etymon, die wahre, eigentliche Bedeutung
betreffend. Etylmollolge der; -n, -n (über lat. etymolo
gos aus gleichbed. gr. etymologos): Wissenschaftler, der
die Herkunft u. Geschichte von Wörtern untersucht.
Etylmollolgie die; -, ...ien (über lat. etymologia aus gr.
etymologia „Ableitung u. Erklärung eines Wortes“, eigtl.
„Untersuchung des wahren (= ursprünglichen) Sinnes“
zu gr. étymos „wahrhaft, wirklich“ (vgl. Etymon) u. Î ...lo
gie): a) (ohne Plur.) Wissenschaft von der Herkunft, Ge
schichte u. Grundbedeutung der Wörter; b) Herkunft,
Geschichte u. Grundbedeutung eines Wortes, etylmolo gisch (über lat. etymologicus aus gleichbed. gr. etymologikös): die Etymologie (b) betreffend, etylmollogilsielren (zu Î...isieren): nach Herkunft u. Wortge
schichte untersuchen. Etylmon [auch e:...] das; -s, ...ma
(über Zat. etymon aus gr. étymon „die wahre Bedeutung
eines Wortes“, eigtl. „das Wahre“, zu gr. étymos „wahr
haft, wirklich“): die sogenannte ursprüngliche Form u.
Bedeutung eines Wortes; Wurzelwort, Stammwort
(Sprachw.)
Et-Zei chen iZas; -s, - (zu lat. et „und“): Und-Zeichen (&)
eu.... Eu... (aus gleichbed.gr. eu): Präfix mit der Bedeutung
„wohl, gut, schön, reich“, z. B. eucharistisch, Eudoxie
eu anithisch (zu Teu... u. gr. ánthos „Blüte“): (veraltet)
schön blühend
Eulbakltelrie die; - (zu îeu..., ÎBakterie u. t2...ie>: normale
Besiedlung des Organismus (insbesondere des Darmtrak
tes) mit Î Mikroben (Med.)
Eu|bi|o|tik die; - (zu teu... u. biötike (téchnë) „die Kunst
des Lebens“): Lehre vom gesunden [körperlichen u. geis
tigen] Leben
Eulbullie die; - (aus gleichbed. gr. euboulia): Vernunft, Ein
sicht
Eu|cha|ris|tie [...ç...] die; -, ...ien (über kirchenlat. eucha
ristia aus gr. eucharistia „Danksagung, hl. Abendmahl“ zu
gr. eucharisteîn „dankbar sein, Dank sagen“): a) (ohne
Plur.) das Î Sakrament des Abendmahls, Altar[s]sakrament; b) die Feier des heiligen Abendmahls als Mittel
punkt des christlichen Gottesdienstes; c) die eucharisti
sche Gabe (Brotu. Wein). Eu cha risitie fei er i/ze, -, -n:
die kath. Feier der Messe. eu|cha|ris|tisch (nach gr. eucháristos „dankbar“): auf die Eucharistie bezogen; Eu
charistischer Kongress: [internationale] kath. Tagung zur
Feier u. Verehrung der Eucharistie
Eulchellailon [...ç...] das; -, ...laia (aus gleichbed. mgr. euchélaion zu gr. euchê „Gebet“ u. élaion „Öl“): Kranken
salbung der orthodoxen Kirche
Eulchlolrin [,,,klo...] das; -s (zu îeu..., tChlor u. 1 ...in (1)):
Gemisch aus Salz- u. Chlorsäure zur Zerstörung organi
scher Substanzen (Chem.)
Eulchollolgilon [...ço...] das; -s, ...gia (aus gleichbed. mgr.
euchológion zu gr. euchê „Gebet“ u. légein „lesen, sam
meln“): wichtigste Gebetsammlung der orthodoxen Kir
che
Eulchröe* [...ç...] die; - (aus gleichbed. gr. eúchroia): (ver
altet) gute, gesunde Hautfarbe, gesundes Aussehen
Eulchrolmaltoplsie* [...kro...] die; - (zu teu... u. tChromatopsie): normal ausgeprägte Fähigkeit, Farben zu se
hen u. zu unterscheiden (Med.)
die; - (aus gleichbed. gr. eudaimonia zu eudaimön „glücklich“, eigtl. „von einem guten Dämon gelei
tet“; vgl. Dämon): Glückseligkeit, seelisches Wohlbefin
den (Philos.). Euldälmolnislmus der; - tzugr. eudaimonismös, eigtl. „das Glücklichpreisen“; vgl. ...ismus (1)):
philos. Lehre, die im Glück des Einzelnen od. der Gemein
schaft die Sinnerfüllung menschlichen Daseins sieht. Eudämonist der; -en, -en (zu Î ...ist): Vertreter des Eudä
monismus. euldälmolnisltisch (zu T ...istisch) : a) auf
den Eudämonismus bezogen; b) dem Eudämonismus ent
sprechend
Euldilolmelter das; -s, - (zu gr. eudia „schönes Wetter,
Windstille“ u. t'...meter): Glasröhre zum Abmessen von
Gasen. Eu|di|o|meltrie* die: - (zu T...metrie>: Messung
des Sauerstoffgehaltes der Luft als Güteprobe
Euldolxie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. eudoxia): 1. guter
Ruf. 2. richtiges Urteil
Eulelpie die: - (aus gleichbed. gr. euépeia, euepɪa zu T eu...
u. gr. épos „Wort, Rede“): Beredsamkeit
Eulerlgie die; - (Kurzw. aus îeu... u. îEnergie); unvermin
derte Leistungsfähigkeit u. Widerstandskraft des gesun
den Organismus (Med.)
Eulelxie die; - (aus gleichbed. gr. euexia zu îeu... u. gr.
échein „sich befinden“): (veraltet) Wohlbefinden (Med.)
Eulgelneltik die; - (zu gr. eugenétês (vgl. eugenetisch) u.
t2...ik (1)): svw. Eugenik, eulgelneltisch (aus gr. euge
nétês „wohlgeboren, von guter Art“): svw. eugenisch. Euge nik die; - (zugr. eugenës „wohlgeboren, edel, von guter
Art“ u. Î2...ik (1)): Erbgesundheitsforschung, -lehre, -pfle
ge mit dem Ziel, erbschädigende Einflüsse u. die Verbrei
tung von Erbkrankheiten zu verhüten, eulgelnisch: die
Eugenik betreffend
Eulgelnol das; -s (zu nlat. eugenia „Gewürznelkenbaum
(ein Myrtengewächs)“ u. Î...ol): Nelkenriechstoff, Haupt
bestandteil des Nelkenöls (Chem.)
Eulglylkälmie’ die; -, ...ien (zu îeu... u. tGlykämie): nor
male physiologische Blutzuckerkonzentration (Med.)
Eulgnajthie* die; - (zu îeu..., gr. gnáthos „Kinnbacken“ u.
t2...ie): normale Ausbildung u. Funktion des Kausystems
(Kiefer u. Zähne)
eulheldral* (zu gr. eühedros „gut, fest sitzend“ u. t ’...al
(1)): svw. idiomorph
Eu|he|me!ris|mus der; - (nach dem griech. Philosophen
Euhëmeros (um 300 v.Chr.) u. zu Î...ismus (1)): [rationa
listische] Deutung von Mythen u. Religionen, eu he merisltisch (zu Î...istisch): Religion u. Götterverehrung im
Sinne des Euhemerisrnus deutend
Eu|ka|lyp|tus der; -, Plur. ...ten u. - (zu teu... u.gr. kalyptös
„verhüllt“ (zu kalÿptein „verhüllen“), eigtl. „der Wohlver
hüllte“ (wegen der haubenartig geschlossenen Blüten
knospen)): aus Australien stammende Gattung immergrü
ner Bäume u. Sträucher
Eulkälrie die; - (aus gleichbed. gr. eukairia zu teu... u. gr.
kairös „rechter Augenblick“): (veraltet) günstige Gelegen
heit zum Handeln
Eulkalrylonlten die (Plur.) (aus nlat. eucaryontes zu teu...
u. gr. káryon „Nuss, Kern“): zusammenfassende Bez. für
alle Organismen, deren Zellen durch einen typischen Zell
kern charakterisiert sind (Biol.); Ggs. tProkaryonten
euikephal vgl. euzephal
Eulkilneltik die; - (zu gr. eukinetos „leicht beweglich“ u.
t2...ik (1)): Lehre von der schönen u. harmonischen Bewe
gung (Tanzkunst)
Eulklas* der; -es, -e (zu Îeu... u. gr. klásis „das Zerbrechen,
Bruch“): ein farbloses bis hellgrünes od. hellblaues, meist
durchsichtiges, tmonoklines Mineral
eulkijldisch* (nach dem griech. Mathematiker Euklid (gr.
Eukleidës), um 365 bis um 300 v. Chr.); in der Fügung eu
klidische Geometrie: Geometrie, die auf den von Euklid
Euidälmolnie
421
festgelegten Axiomen beruht (Math.); Ggs. Tnichteuklidische Geometrie
Eulkollie 4ie; - (aus gleichbed. gr. eukolia, eigtl. „Genüg
samkeit“): heitere, zufriedene Gemütsverfassung
Eulkralsie* die; - (aus gr. eukrasia „gute Mischung“): nor
male Zusammensetzung der Körpersäfte (Med.)
Eulkrypltit* [auch ... tit] der; -s, -e (zu Teu..., gr. kryptós
„verborgen“ u. T2...it): ein farbloses od. weißes Mineral,
das zur Herstellung von Glaskeramik sowie von Supraionenleitern verwendet wird
Eullan® das; -s (Kurzw. aus T eu... u. lat. lana „Wolle"): Mit
tel, das verwendet wird, um Wolle, Federn od. Haare vor
Motten zu schützen. eulia|ni|sie|ren (zu t...isieren):
durch Eulan vor Motten schützen
EuIliItoIral das; -s, -e (zu îeu... u. Tlitoral): im Bereich von
Wasserstandsschwankungen u. Wellenschlag liegende
Uferzone stehender Gewässer u. der Gezeitenzone des
Meeres (Geogr.)
Eullo gie die; -, ...ien (über mlat. eulogia aus gleichbed. gr.
eulogia, eigtl. „Schönrednerei“): 1. kirchlicher Segens
spruch, Weihegebet. 2. in der orthodoxen Kirche das nicht
zur T Eucharistie benötigte Brot, das als „Segensbrot“
nach dem Gottesdienst verteilt wird, eu ! Io ¡gisch : die Eulogie betreffend
Eulmellalnin das; -s, -e (zu îeu... u. ÎMelanin): îMelanin
(bei Tier u. Mensch), das z.B. die dunkleren Haarfarben
bewirkt (Biol.)
Eulmenide die; -, -n (meist Plur.) (über lat. Eumenis, Gen.
Eumenidis aus gr. Eumenis, Gen. Eumenidos „die Wohl
wollende“): verhüllender Name der TErinnye. Eulmelnie
die; - (aus gleichbed. gr. euméneia, eumenɪa): (veraltet)
Wohlwollen, eulmelnisch: (veraltet) wohlwollend
Eulmelnorlrhö die; -, -en u. Eulmelnorlrhöe [...'ro:] die;
-, -n [,,,'ro:ən] (zu îeu... u. t Menorrhö): normal einsetzen
de u. verlaufende, beschwerdefreie Monatsblutung der
Frau (Med.)
Eulmorlphie die; - (aus gleichbed. gr. eumorphia zu Teu...
u. morphê „Gestalt“): (veraltet) schöne Gestalt, schön
Gestaltetes, eulmorlphisch: (veraltet) wohlgestaltet
Eulmulsie die; - (aus gleichbed. gr. eumousia zu Teu... u.
TMuse): (veraltet) Kunstsinn, eulmulsisch: (veraltet)
kunstsinnig
Eulmylzelten die (Plur.) (zu Teu... u. TMyzet): echte od.
höhere Pilze mit den beiden Klassen Schlauchpilze u.
Ständerpilze
Eulnuch der; -en, -en (über lat. eunuchus ausgr. eunoüchos
„Verschnittener“, eigtl. „Betthalter, -Schützer“, zu gr.
eunë „Bett“ u. échein „halten, bewahren“): durch TKas
tration (1) zeugungsunfähig gemachter Mann [als Ha
remswächter], Eulnulchislmus der; - (zu Î...ismus (3)>:
Gesamtheit der charakteristischen Veränderungen im Er
scheinungsbild eines Mannes nach der T Kastration (1).
Eulnulcholildislmus [...x...] der; - (zu Î ...oid u. Î ...ismus
>: auf Unterfunktion der Keimdrüsen beruhende Form
(3)
des Î Infantilismus mit unvollkommener Ausbildung der
Geschlechtsmerkmale (Med.)
Eulolnylmus vgl. Evonymus
Eul oslmie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. euosmia zu T eu...
u. gr. osmê „Geruch“): angenehme Geruchsempfindung
(Med.)
Eulpalthe[|o]|skop* das: -s, -e (zu TEupathie u. T...skop):
Klimamessgerät, das Temperatur, Strahlung u. Ventilati
on berücksichtigt. Eulpalthie die; - (aus gleichbed. gr. eupätheia): (veraltet) Wohlbefinden, Wohlbehagen, Geduld
im Leiden
Eulpellalgilal das; -s (zu T eu... u. î Pélagial): Meeresregion
im Tiefseebereich (unterhalb von 2400m; Geol.). eulpela gisch dauernd im freien Seewasser lebend (von Pflan
zen u. Tieren; Biol.)
Eurasien
die; - (zu Teu..., gr. pépsis „Verdauung“ u.
T2...ie>: (veraltet) gute Verdauung, leichte Verdaulichkeit
(Med.)
Eulphelmislmus der; -, ...men (unter Einfluss von fr. eu
phémisme aus gleichbed. gr. euphemismös zu euphêmeîn
„Worte von guter Vorbedeutung gebrauchen, Unangeneh
mes angenehm sagen“): mildernde od. beschönigende
Umschreibung für ein anstößiges od. unangenehmes Wort
(z.B. verscheiden = sterben). eu|phe|mis|tisch (zu
Î ...istisch) : beschönigend, verhüllend
Eulpholnie, auch ...fonie die; -, ...ien (über lat. euphonia
aus gleichbed. gr. euphonia): sprachlicher Wohlklang,
Wohllaut (bes. Sprachw.; Mus.); Ggs. ÎKakophonie, eupholnisch, auch ...fonisch (über lat. euphonos ausgr. eúphönos „wohlklingend"): a) wohllautend, -klingend (bes.
Sprachw.; Mus.); b) die Aussprache erleichternd (von
Lauten, z.B. t in eigentlich). Eulphplnilum, auch Eufonium das; -s, ...ien [...ion] (zu gr. euphönion, eigtl. „das
Wohlklingende“, dies zu eüphönos (vgl. euphonisch) u.
T...ium): 1. Glasröhrenspiel, das durch Bestreichen mit
den Fingern zum Klingen gebracht wird. 2. Baritonhorn
Eulphprlbia u. Eulphorlbie [...io] die; -, ...ien [...ion] (über
lat. euphorbia aus gleichbed. gr. euphörbion): Gattung der
Wolfsmilchgewächse (Zierstaude). Eulphorlbilum das;
-s (zu gr. euphörbion, vgl. Euphorbia u. T ...ium): Gummi
harz einer marokkanischen Euphorbiapflanze (in der
Tierheilkunde verwendet)
Eulpholrie die; -, ...ien (aus gr. euphoria „leichtes Tragen,
Geduld“ zu Teu... u. gr. phorein „tragen“): a) augenblick
liche, heiter-zuversichtliche Gemütsstimmung; Hochge
fühl, Hochstimmung; b) (ohne Plur.) subjektives Wohlbe
finden Schwerkranker; Ggs. ÎDysphorie (Med., Psy
chol.). Eulphplrilkum das; -s, ...ka (zu T...ikum>:
Rauschmittel mit euphorisierender Wirkung, eulphprisch (nach gr. eüphoros „leicht zu tragen, leicht ertra
gend“): a) in heiterer Gemütsverfassung, hochgestimmt;
b) die Euphorie (b) betreffend; Ggs. Îdysphorisch. eupholrisieren <zu Î...isieren): [durch Drogen u. Rausch
mittel] ein inneres Glücks- od. Hochgefühl erzeugen
eulphpltisch (zu Teu... u. gr. phös, Gen. phötös „Licht“):
lichtreich (in Bezug auf die obersten Schichten von Gewäs
sern); Ggs. Taphotisch
Eulphul islmus der; -, ...men (aus engl. euphuism, nach
dem Roman „Euphues“ des Engländers J. Lyly von 1579;
vgl. ...ismus (4)>: 1. (ohne Plur.) schwülstiger Stil in der
engl. Literatur der Barockzeit. 2. Stilelement des Euphuis
mus ( 1 ). eu Iph ulisltisch (zu T...istisch): in der Art des
Euphuismus ( 1 )
euploiid* (verkürzt aus Teu... u. Tdiploid): ausschließlich
vollständige Chromosomensätze (vgl. Chromosom) auf
weisend (von den Zellen eines Organismus; Biol.); Ggs.
Taneuploid. Eu|plo|i|die* [...ploi...] die; - (zu T2...ie>: das
Vorliegen ausschließlich vollständiger Chromosomensät
ze in den Zellen von Organismen, wobei jedes Î Chromo
som jeweils einmal vorhanden ist (Biol.)
Eulpnpe* die; - (zu teu... u. gr. pnoë „Atem, das Atemho
len“): regelmäßiges ruhiges Atmen (Med.)
Eulpralxie* 4(e; - (aus gleichbed. gr. eupraxia, eigtl. „das
Guthandeln“): das sittlich richtige Handeln
eur..., Eur... vgl. euro..., Euro...
...eur [,,,o:b], eingedeutscht ...ör (aus fr. -eur, dies aus lat.
-or): Endung von männlichen Substantiven, meist in Per
sonenbezeichnungen, z.B. Ingenieur, Amateur, Frisör
eu|ra|fri|ka|nisch* (Kurzw. aus europäisch u. afrikanischy. Europa u. Afrika gemeinsam betreffend, eulralsialtisch (Kurzw. aus europäisch u. asiatisch) : über das Gesamtgebiet Europas und Asiens verbreitet (z. B. von Tieren
und Pflanzen). Eulralsilen [...ion] (ohne Artikel); -s (in
Verbindung mit Attributen: das; -[s]): Festland von EuroEulpeplsie
Eurasier
422
ge[r] einer nicht europäischen Rasse. eu|rolpä|i|sie|ren
pa u. Asien, größte zusammenhängende Landmasse der
(zu europäisch u. T...isieren): nach europäischem Vorbild
Erde. Eulralsiler [...zin] der: -s, 1. Bewohner Eurasiens.
umgestalten. Eu|ro|pä|i|sie|rung die; - (zu T...isierung>:
2. europäisch-indischer Mischling in Indien. 3. eine Haus
das Europäisieren. Eulrolpalpolkal der; -s, -e (nach dem
hundrasse. Eu|ra|si|e|rin [...zis...] die; -, -nen: weibliche
Erdteil Europa): svw. Europacup. Eulrolpelan RelcoForm zu tEurasier (1 u. 2). eulralsisch: a) Eurasien be
velry Prolgram* [jʊərə'pi:ən rɪ'kʌvərɪ 'proʊgræm] das; - treffend; b) die Eurasier betreffend. Eulraltom die; - (engl.): ÎMarshallplan, US-amerikanisches Wiederauf
(Kurzw. aus Europäische zliiwt(energie)gemeinschaft):
bauprogramm für die westeuropäischen Staaten nach dem
gemeinsame Organisation der Länder der Europäischen
2. Weltkrieg; Abk.: ERP. eulrolpid [oyro...] (zu Europäer
Gemeinschaft zur friedlichen Nutzung der Atomenergie u.
u. T2...id): zum europäisch-südeurasischen Menschenty
zur Gewährleistung einer friedlichen Atomentwicklung
pus gehörendEulrolpilde der u. die; -n, -n (zu T ...ide): An
Eulrhythlmie die; - (über lat. eurhythmia aus gr. eurhyth
gehörige^] des europäisch-südeurasischen Menschenty
mia „richtiges Verhältnis, Ebenmaß“): 1. Gleichmaß von
pus. Eulrolpilum das; -s (nach dem Erdteil Europa u. zu
Bewegungen. 2. Regelmäßigkeit des Pulses (Med.). 3. svw.
t...ium>: ehern. Element, Seltenerdmetall; Zeichen Eu.
Eurythmie. Eulrhythlmik die; - (zu T 2...ik (2)>: svw. Eu
eulrolpolid (zu T...oid): dem europäisch-südeurasischen
rhythmie (1). eulrhythlmisch: gleich-, regelmäßig ge
Menschentypus nahestehend. Eu|ro|po|i|de der u. die;
gliedert
-n, -n (zu T...oide): Angehörige[r] des europäisch-südeura
Eulro der; -[s], -s (aber: 30-) (Kunstw.; vgl. euro...): Wäh
sischen Menschentypus. Eulrolpol die; - (Kurzw. fürÆïzrungseinheit der Europäischen Wirtschafts- u. Währungs
ropa-Po/izei): europäisches Kriminalamt; Behörde zur
union; Zeichen€. eu|ro..., Eulro..., vor Vokalen meist
länderübergreifenden Kriminalitätsbekämpfung, eulroeur..., Eur... (nach dem Erdteil Europa): Wortbildungsele
si bi risch (Kurzw. aus europäisch u. sibirisch): über Eu
ment mit der Bedeutung „Europa betreffend, in Europa
ropa u. die Nordhälfte Asiens verbreitet (von Tieren u.
befindlich, gültig“, z.B. Eurovision; Euratom. EulroPflanzen). Eulrolstar® ¿ter; -s, -s (zu TStar): Hochge
bond der; -s, -s (meist Plur.): kurz- bis mittelfristige An
schwindigkeitszug zwischen London u. Paris bzw. Brüssel.
leihe auf dem Eurokapitalmarkt. Eulrolcard® [,,,kɑ:d]
Eu|ro|vi|si|on die; - (Kurzw. aus teuro... u. TTelevwten):
die; -, -s (zu engl. card „Karte“): Kreditkarte des dt. Kre
Zusammenschluss europäischer Rundfunk- u. Fernsehor
ditgewerbes für den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Eurolcent [...sent] der; -[s], -[s] (aber: 5 -): svw. Cent. Euganisationen zum Zwecke des Austauschs von Fernseh
programmen. eulrolzenltrisch* (zu TZentrum): Europa
ro cheque [,,,ʃɛk] der; -s, -s (zu fr. cheque, vgl. Scheck):
offizieller, bei den Banken fast aller europäischen Länder
als Mittelpunkt u. Maßstab betrachtend
einlösbarer Scheck. Eulrolcilty® [..,'siti] der; -s, -s eulry..., Eulry... (aus gr. eurÿs „breit, weit“): Wortbil
(Kurzw. aus teuro... u. ^Intercity): Intercity im Fernver
dungselement mit der Bedeutung „breit; breite Schwan
kehr mit dem Ausland; Abk.: EC. Eu|ro|con|trol*
kungen vertragend“ (bes. in Bezug auf Umwelteinflüsse),
[,,,kəntroʊl] die; - (zu engl. to control „überwachen, prü
z.B. euryhalin, Euryökie. eulrylbath (zu gr. bathÿs
fen“ (für eng!. European Organization for the Safety of Air
„tief“): zum Leben in sehr verschiedenen Meerestiefen ge
Navigation)): europäische Organisation zur Sicherung des
eignet (von Pflanzen u. Tieren); Ggs. Tstenobath. eulryLuftverkehrs im oberen Luftraum. Eulroldolllars die
chor [,,,'ko:e] (zu gr. chöros „Platz, Ort“, dies zu chöri(Plur.): Dollarguthaben in Europa für Geld- u. Kreditge
zein „absondern, trennen“): svw. eurytop. eulrylhallin
schäfte europäischer Banken od. europäischer Niederlas
(zugr. háls, Gen. halos „Salz“ u. t ...in (2)): gegen Schwan
sungen von US-Banken (Wirtsch.). Eulrolequilties [juskungen des Salzgehaltes im Boden u. im Wasser unemp
roo'ekwɪtɪz] die (Plur.) (engl. Kurzw. für European equi
findlich (von Pflanzen u. Tieren); Ggs. Tstenohalin. euties „europäische Wertpapiere“ zu European „europä
rylök (zugr. oikos „Haus; Haushaltung“): gegen größere
isch“ u. equity „Gerechtigkeit, Billigkeit, Unparteilich
Schwankungen der Umweltfaktoren unempfindlich (von
keit“, dies über altfr. equite aus lat. aequitas, Gen. aequi
Pflanzen u. Tieren); Ggs. Tstenök. Eulrylökie* die; - (zu
tatis): Bez. für international Îemittierte u. gehandelte Ak
t2...ie): Fähigkeit, unter unterschiedlichen Bedingungen
tien multinationaler Unternehmen. Eulrolfiqhlter [...faigedeihen zu können (von Pflanzen u. Tieren); Ggs. tStete] der; -s, - (zu engl. fighter, eigtl. „Kämpfer, Streiter“):
nökie. eu|ry|oxylbi|pnt (zu toxy... u. t,,,biont): gegen
(geplantes) europäisches Kampfflugzeug. EulrolkomSchwankungen des Sauerstoffgehalts im Milieu (2) un
mulnislmus [oyro...] der; -: bis zur Auflösung der Sow
empfindlich (von Pflanzen u. Tieren), eulrylphag (zu
jetunion in den kommunistischen Parteien Westeuropas,
T...phag): nicht auf bestimmte Nahrung angewiesen (von
bes. Frankreichs u. Italiens vertretene politische Rich
Tieren); Ggs. Tstenophag. eulrylphot, auch ...fot (zugr.
tung, die den sowjetischen Führungsanspruch nicht ak
phös, Gen. photos „Licht“): unabhängig gegen Veränder
zeptierte u. nationalen Sonderformen des Kommunismus
lichkeit der Lichtintensität (von Pflanzen u. Tieren); Ggs.
Platz einzuräumen versuchte (Pol.). Eu|ro|kom|mu|nist
tstenophot. Eulrylprolsolpie* die; - (zu gr. prosöpon
der; -en, -en: Vertreter des Eurokommunismus. Eulro„Gesicht“ u. t2...ie>: Breitgesichtigkeit (Med.), eulrykonlzern der; -[e]s, -e: Konzern, dessen einzelne Unter
som (zugr. sorna „Körper“): breitwüchsig (Med.). Eulrynehmen ihren Sitz in verschiedenen Ländern Europas ha
solmie die; - (zu t2...ie): Breitwüchsigkeit (Med.), eulryben. Eulrolkrat* der; -en, -en (aus fr. eurocrate, Kurzw.
therm (zu T...therm): unabhängig von Temperatur
aus Teuro... u. technocrate „Technokrat“): Politiker, der
schwankungen (von Lebewesen); Ggs. tstenotherm. Euden Interessen der Europäischen Union (besonders gegen
rythermie die; - (zu T2...ie): Fähigkeit, unabhängig von
über den USA) Vorrang einräumt. Eulrolkraltie* die; Temperaturschwankungen zu leben (von Lebewesen);
(zu t...kratie>: ÎBürokratie (1) der Europäischen Union.
Ggs. TStenothermie
Eulrolnorm die: -, -en: in der Europäischen Union gel Eulrythlmie die; - (vom Begründer der Î Anthroposophie,
tende Norm (3) für Maße, Produkte, Verfahren u.Ä. Eu
R. Steiner, gebrauchte Schreibung für TEurhythmie): in
ro pacup [...kap] der; -s, -s (nachdem Erdteil Europa): 1.
der Î Anthroposophie gepflegte Bewegungskunst u. -thé
Wettbewerb im Sport für Mannschaften aus europäischen
rapie, bei der Gesprochenes u. Instrumentalmusik in Aus
Ländern um einen Pokal als Siegestrophäe. 2. die Sieges
drucksbewegungen umgesetzt werden. eu|ryth|misch:
trophäe dieses Wettbewerbs. eu|ro|pä|id (zu Europäer u.
die Eurythmie betreffend, zu ihr gehörend. Eu|ryth|mist
Î ...oid): den Europäern ähnlich. Eu|ro|pä|i|de der u. ¿Zte;
der; -en, -en (zu Î ...ist): jmd., der Eurythmie ausübt. Eu-n, -n (zu T...oide): dem Europäer ähnliche[r] Angehöri
rythmisltin die; -, -nen: weibliche Form zu TEurythmist
423
Evalvation
Îeury... u.gr. topos „Ort, Gegend“): weit ver
(Dystrophie. eu|tro|phie|ren (zu îeutroph u. Î..deren):
breitet (von Pflanzen u. Tieren)
eutroph machen, werden. Eu|tro|phie|rung die; -, -en
...eu|se [,,,b:zə], eingedeutscht ...Öse (aus fr. -euse, dies aus
(zu Î... ierung): unerwünschte Zunahme von Nährstoffen
lat. -osa): Endung von weiblichen Substantiven, die meist
in einem Gewässer u. damit verbundenes nutzloses u.
weibliche Personen bezeichnen, z. B. Friseuse, Masseuse
schädliches Pflanzenwachstum. Eu|tro|phi|kum das; -s,
Eulselbiec/Ze; - (aus gleichbed. gr. eusébeia): Gottesfurcht,
...ka (zu t,,dkum): Arzneimittel zur Wiederherstellung
Frömmigkeit; Ggs. 1 Asebie. eu se bisch: (veraltet) got
des normalen Ernährungszustandes eines Organs od. des
tesfürchtig, fromm; Ggs. tasebisch
Organismus (Med.). Eu|tro|pho|lo|gie die; - (zu T...loEus ta chi röh re* die; -, -n (nach dem it. Arzt B. Eustagie): die Lehre von der richtigen u. damit gesunden Er
ehi[o], 1520-1574): Ohrtrompete (Verbindungsgang zwi
nährung
schen Mittelohr u. Rachenraum; Med., Biol.)
eu|xi|nisch (zu lat. Pontus Euxinus „Schwarzes Meer“, in
Eustasie* die; -, ...ien (zu t eu..., gr. stasis „das (Fest)stedem diese Erscheinung heute auftritt): tiefere Meeres
hen“ u. t2...ie): durch Veränderungen im Wasserhaushalt
schichten betreffend, die sauerstoffarm sind, aber einen
der Erde hervorgerufene Meeresspiegelschwankung,
hohen Schwefelwasserstoffgehalt aufweisen
eusltaltisch (zugr. statikös „stellend“): durch TTektonik eulzelphal (zu îeu..., gr. kephalë „Kopf“ u. Î '...al (1)>: mit
(1) räumlich verändert (z. B. von Meeresbecken)
vollständig entwickelter Kopfkapsel versehen (von be
Eulstressi/er; -es, -e (zu îeu... u. tStress): anregender, leisstimmten Insektenlarven)
tungs- u. lebensnotwendiger tStress; Ggs. ÎDisstress
Eulzolne, Evzone [ɛf...] der; -n, -n (aus gleichbed. ngr. eüEultek|ti|kum das; -s, ...ka (zu gr. eütektos „leicht zu
zönos, dies zu gr. eüzönos „zum Kampf gerüstet“, eigtl.
schmelzen“ (dies zu îeu... u. gr. tekein „schmelzen“) u.
„wohlgegürtet“, zu teu... u. zöne „Gürtel“): Soldat einer
Î.. .ikum) : feines kristallines Gemisch zweier od. mehrerer
Infanterieelitetruppe der griech. Armee
Kristallarten, das aus einer erstarrten, einheitlichen Eulzylte die; -, -n (zu îeu... u. gr. kÿtos „Höhlung“): Zelle
Schmelze entstanden ist u. den niedrigsten möglichen
mit membranumgrenztem Zellkern u. t Organellen, Orga
Schmelz- bzw. Erstarrungspunkt (den eutektischen
nisationsform aller TEukaryonten (Biol.)
Punkt) zeigt, eultekltisch (aus gr. eütektos „leicht zu evaldielren [eva...] (aus gleichbed. lat. evadere): (veraltet)
schmelzen“): dem Eutektikum entsprechend, auf das Euentkommen, entwischen
tektikum bezüglich; eutektischer Punkt: tiefster Schmelz- Eva|ga|ti|on [,..v...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. evagatio
bzw. Erstarrungspunkt von Gemischen. Eultekltolid
zu evagari, vgl. evagieren) : (veraltet) Ab-, Ausschweifung,
das; -s, -e (zu t...oid): Stoff, der aus zwei od. mehreren im
Zerstreuung, evalgielren (aus gleichbed. lat. evagari);
eutektischen Punkt zusammengeschmolzenen Stoffen be
(veraltet) ab-, ausschweifen
steht
Evalgilnaltilon [,..v...] die; -, -en (aus lat. evaginatio zu eva
Eulthalnalsie die; - (aus gr. euthanasia „leichter Tod“ zu
ginare „aus der Scheide ziehen“): operative Beseitigung
teu... u. thänatos „Tod“): 1. Erleichterung des Sterbens,
eines t Invaginats (Med.)
bes. durch Schmerzlinderung mit Narkotika (Med.). 2. be Evalkulant [...v...] der; -en, -en (zu (evakuieren u. t...ant
absichtigte Herbeiführung des Todes bei unheilbar Kran
(1)): Ventil, durch das nach beendetem Spiel der noch im
ken durch Anwendung von Medikamenten (Med.)
Gebläse der Orgel vorhandene Wind entweichen kann.
Evalkulaltilon die; -, -en (über gleichbed. fr. évacuation
Eulthylmie die; - (aus gleichbed. gr. euthymia zu îeu... u.
thymös „Gemüt, Sinn“): (veraltet) Heiterkeit, Frohsinn,
aus spätlat. evacuatio „Ausleerung; Entkräftung“, dies zu
eulthylmisch (aus gleichbed. gr. eüthymos): (veraltet)
evacuare, vgl. evakuieren): 1. Absaugung von Steintrüm
heiter, wohlgemut
mern, Blutgerinnseln u. a. aus Körperorganen od. -höhlen
Eu|thyn|te|rie<7ie; -, ...ien (ausgr. euthynteria, eigtl. „Steu
mithilfe eines kombinierten tZystoskops (Med.). 2. svw.
Evakuierung; vgl. ...ation/...ierung. eva|ku|ie|ren (über
erlager, Ort, wo das Steuer(ruder) befestigt ist“): das Fun
gleichbed. fr. évacuer aus lat. evacuare „ausleeren“): 1. a)
dament (t Stereobat) ausgleichende Steinlage in der
die Bewohner eines Gebietes oder Hauses [vorüberge
griech. Baukunst
hend] aussiedeln, wegbringen; b) wegen einer drohenden
Eulthylskop* das; -s, -e (zu gr. euthÿs „gerade“ u.
Gefahr ein Gebiet [vorübergehend] von seinen Bewohnern
t...skop): Spezialaugenspiegel, mit dem die Stelle der fal
räumen. 2. ein tVakuum herstellen; luftleer machen
schen Fixation auf der Netzhaut geblendet u. anschließend
(Techn.). 3. Steintrümmer, Blutgerinnsel u.a. aus einem
die Netzhautmitte (der normale Ort für die Fixation) mit
Organ absaugen (Med.). 4. (veraltet) ausleeren, entleeren.
Nachbildern von Lichtzeichen gereizt wird (Med.)
Eva|ku|ie|rung rZze; -, -en (zu T...ierung): 1. a) Gebiets
Eultolkie die; - (aus gleichbed. gr. eutokia): leichte Geburt
räumung; b) Aussiedlung von Bewohnern. 2. Herstellung
(Med.); Ggs. tDystokie
eines ÎVakuums; vgl. ...ation/...ierung
Eu|to|nieiZze; - (ausgr. eutonia „Kraft, Stärke“ zu îeu... u.
gr. tonos „das Spannen, die Spannung“): normaler Span eva|les|zie|ren [,..v...] (aus gleichbed. lat. evalescere);
(veraltet) erstarken, zunehmen
nungszustand der Muskeln u. Gefäße (Med.); Ggs. ÎDys
Eva luia tilon [...v...] e/ze,` -, -en (aus fr. évaluation bzw.
tonie
engl. evaluation „Berechnung, Bewertung“ zu fr. évaluer,
Eultolpie die; - (zu teu..., gr. topos „Ort, Lage“ u. t2...ie):
vgl. evaluieren): a) Bewertung, Bestimmung des Wertes;
normale Lage [von Organen] (Med.); Ggs. ÎDystopie
b) sach- u. fachgerechte Einschätzung u. Beurteilung [von
eultrop* (zu teu... u. gr. trope „Hinwendung“; vgl. Tro
Lehrplänen u. Unterrichtsprogrammen bzw. von For
pen): auf Pflanzen bezogen, deren Blüten verborgenen,
schungsvorhaben]; vgl. ...ation/...ierung. eva|lu|a|tiv(zu
für Insekten u. Vögel nur schwer zugänglichen Honig be
t,,,iv): wertend. eva|lu|ie|ren (aus/r. évaluer „(ab)schätsitzen (Bot.)
zen, berechnen“ zu é- „aus..., heraus..., weg...“ u. altfr. va
eultroph* (aus gr. eütrophos „gut nährend, nahrhaft“): a)
lue „Wert“, dies zu /at. valere „stark sein; wert sein, gel
nährstoffreich (von Böden od. Gewässern); eutrophe
ten“): a) bewerten; b) [Lehrpläne, Unterrichtsprogram
Pflanzen: an nährstoffreichen Boden gebundene Pflan
me, Forschungsvorhaben] fachgerecht einschätzen u. be
zen; b) zu viel Nährstoffe enthaltend, überdüngt (von Ge
urteilen. Evallulielrung die; -, -en (zu Î ...ierung): 1. svw.
wässern). Eultrolphie ¿Zz'e; - (aus gr. eutrophia „WohlgeEvaluation. 2. svw. Evalvation; vgl. ...ation/...ierung.
nährtheit“): a) guter Ernährungszustand des Organismus
Evallvaltilgn [...va...] die; -, -en (Latinisierung von fr.
(bes. von Säuglingen); b) regelmäßige u. ausreichende
évaluation, vgl. Evaluation): Schätzung, WertbestimVersorgung eines Organs mit Nährstoffen (Med.); Ggs.
eu|ryltop<zu
E
evalvieren
mung; vgl. ...ation/...ierung. evallvielren (zu T...ieren>:
abschätzen
Evanlgelle [,..v...J der;-n, -n (zu Î evangelisch (2)>: (ugs. ab
wertend) Î Protestant (1); vgl. Kathole. Evanjgellilar das;
-s, Plur. -e u. -ien [,,,iən] u. Evanlgellilalrilum das; -s,
...ien [---iən] <aus gleichbed. mlat. evangeliarum zu kir
chenlat. euangelium, vgl. Evangelium?: liturgisches Buch
(TLektionar) mit dem vollständigen Text der vier Evange
lien u. meist einem Verzeichnis der bei der Messe zu lesen
den Abschnitte. Evan|ge|lilen|har|mo|nie [,,,iən,..] die;
-, ...ien: eine vor allem im Altertum u. Mittelalter vorkom
mende, aus dem Wortlaut der vier Evangelien zusammen
gefügte Erzählung vom Leben u. Wirken Jesu, evanlgelilkal (aus gleichbed. engl. evangelical zu kirchenlat. eu
angelicus, vgl. evangelisch): 1. dem Evangelium gemäß. 2.
zur englischen Î Low Church gehörend. 3. die unbedingte
Autorität des Neuen Testaments im Sinne des î Funda
mentalismus vertretend (von der Haltung ev. Freikirchen).
Evan|ge|li|ka|le der; -n, -n: jmd., der der evangelikalen
(vgl. evangelikal 3) Richtung angehört. Evanlgellilsaltion rfze; -, -en (aus kirchenlat. euangelizatio „das Predigen
des Evangeliums“ zu euangelizare, vgl. evangelisieren):
das Evangelisieren, evanlgellisch (über kirchenlat. eu
angelicus aus gr. euaggelikös „zum Evangelium gehörig“) :
1. das Evangelium betreffend, auf dem Evangelium fu
ßend; evangelische Räte: nach der kath. Moraltheologie
die drei Ratschläge Christi zu vollkommenem Leben (Ar
mut, Keuschheit, Gehorsam), Grundlage der Mönchsgelübde. 2. svw. protestantisch; Abk.: ev. evanlgelisch-lutherisch [veraltet ...lo te:...] : einer protestanti
schen Bekenntnisgemeinschaft angehörend, die sich aus
schließlich an Dr. Martin Luther (1483-1546) u. seiner
Theologie orientiert; Abk.: ev.-luth. evan|ge|lisch-reforlmiert: einer protestantischen Bekenntnisgemein
schaft angehörend, die auf die schweizerischen Î Reforma
toren Ulrich Zwingli (1484-1531) u. Johann Calvin
(1509-1564) zurückgeht; Abk.: ev.-ref. evanlgellilsieren (nach gleichbed. kirchenlat. euangelizare, dies aus gr.
euaggelizesthai): dem christlichen Leben bzw. Glauben
Fernstehende mit dem Evangelium (1, 2 a) vertraut ma
chen, ihnen das Evangelium (1) verkünden, nahe bringen,
sie für das Evangelium (1) gewinnen, sie dazu bekehren.
Evan|gelli|sie|rung die; -, -en (zu t...isierung>: das
Evangelisieren. Evanlgellist der; -en, -en (über kirchen
lat. euangelista aus gleichbed. gr. euaggelistês): 1. Verfas
ser eines der vier Evangelien (2a). 2. das Evangelium ver
lesender Diakon. 3. evangelisierender [Wander]prediger,
bes. einer ev. Freikirche. Evan|ge|iis|tar das; -s, -e u.
Evanlgellisltalrilum das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed.
mlat. evangelistarium zu kirchenlat. euangelista, vgl.
Evangelist): liturgisches Buch, das die in der Messe zu le
senden Abschnitte aus den Evangelien (2a) enthält; vgl.
Evangeliar. Evan|gellisltenlsym|bo|le die (Plur.): die
den Darstellungen der vier Evangelisten beigegebenen od.
sie vertretenden Sinnbilder Engel od. Mensch (Matthäus),
Löwe (Markus), Stier (Lukas), Adler (Johannes). Evan
gelium das;-s, ...ien [,,,iən] (überkirchenlat. euangelium
aus gr. euaggélion, eigtl. „gute Botschaft“, zu euággelos
„gute Botschaft bringend“, dies zu îeu... u. ággelos „Bo
te“): 1. (ohne Plur.) die Frohe Botschaft von Jesus Chris
tus, Heilsbotschaft Christi. 2. a) von einem der vier Evan
gelisten (1) verfasster Bericht über das Leben u. Wirken
Jesu (eins der vier Bücher des Neuen Testaments; Abk.:
Ev.; b) für die gottesdienstliche Lesung vorgeschriebener
Abschnitt aus einem Evangelium (2 a)
Evanlsit [,..v..., auch ...'zɪt] der; -s, -e (nach dem Engländer
B. Evans (f 1862) u. zu T2...it>: ein farbloses bis weißes Mi
neral
eva|po|ra|bel [...v...] (zu tevaporieren u. t...abel): ver
424
dunstbar. Evalpolrat das; -[e]s, -e <zu lat. evaporatus,
Part. Perf. von evaporare, vgl. evaporieren) : eingedampfte
Lösung. Eva|po|ra|ti|on die; -, -en (aus lat. evaporatio
„Ausdampfung“ zu evaporare, vgl. evaporieren): Ver
dampfung, Verdunstung, Ausdünstung [von Wasser].
Evalpolraltor der; -s, ...oren (zuZat. evaporatus (vgl. Eva
porat) u. î ...or): Gerät zur Gewinnung von Süßwasser [aus
Meerwasser], evalpolrielren (aus lat. evaporare „aus
dampfen, ausdünsten“ zu t'ex... u. vapor „Dunst,
Dampf“): a) verdunsten; b) Wasser aus einer Flüssigkeit
(bes. Milch) verdampfen lassen u. sie auf diese Weise ein
dicken. Evaipolrilmeiter das; -s, - (zu t1...meter): Ver
dunstungsmesser (Phys., Meteor.). Evalpolrit [auch
...Tit] der; -s, -e (zu î2...it>: ein durch Evaporation gebilde
tes Gestein, z.B. Gips u. Steinsalz. Evalpolrolgralfie,
auch ...gralphie die; - (zu î...grafie>: fotografisches Ver
fahren, das zur Abbildung eines Gegenstandes die von die
sem ausgehenden Wärmestrahlen benutzt
Evalsilon [...v...] die; -, -en (aus spätlat. evasio „das Entrin
nen“ zu lat. evadere, vgl. evadieren): 1. das Entweichen,
Flucht; vgl. Invasion (1). 2. Ausflucht, evalsiv (zu t...iv):
Ausflüchte enthaltend; vgl. ...iv/...orisch. evalsglrisch
(zu î...orisch>: ausweichend, Ausflüchte suchend; vgl.
...iv/...orisch
Evekltilon [,..v...] die; - (aus lat. evectio „das Herausfah
ren“ zu evehere „herausführen, -fahren“): durch die Sonne
hervorgerufene Störung der Mondbewegung (Astron.)
Evelnelment [evenə ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. évé
nement, dies zu lat. evenire, vgl. evenieren): 1. Begeben
heit, Ereignis. 2. Erfolg, Ausgang einer Sache, evelnieren (aus Zar. evenire „herauskommen“): (veraltet) sicher
eignen, sich zutragen. Event [ɪ vɛnt] der od. das; -s, -s (aus
gleichbed. engl. event, dies über altfr. event zu lat. eventus,
Part. Perf. von evenire, vgl. evenieren): (Jargon) Veran
staltung, besonderes Ereignis
Evenltail [evä'ta:j] das; -s, -s (aus/r. éventail „Fächer“ zu
éventer „Luft zufächeln“ zu lat. ventus „Wind“): Fächer
muster
auf
Bucheinbänden.
even|tail|lie|ren
[,..ta(l)ji:...] (zu Î..deren): fächerförmig aufmarschieren
(Milit.)
Evenltraltilon* [...v...] die; -, -en (aus gleichbed. nlat. even
tratio zu Î 'ex... u. lat. venter, Gen. ventris „Bauch, Leib“):
1. das Heraustreten der Baucheingeweide nach operati
vem Bauchschnitt od. nach schwerer Verletzung der
Bauchdecke; größerer Bauchbruch (Med.). 2. svw. Eviszeration. evenltrielren (zu Î..deren): eine ÎEviszeration
vornehmen (Med.)
even|tu|al [...v...] (aus mlat. eventualis „möglicherweise
(eintretend)“): svw. eventuell; vgl. ...al/...ell. Eventu
al... (aus gleichbed. mlat. eventualis zu lat. eventus „Aus
gang; Ereignis“ zu evenire „herauskommen, sich ereig
nen“): Wortbildungselement mit der Bedeutung: „mögli
cherweise eintretend, davon Gebrauch machend“, z.B.
Eventualfall, Eventualhaushalt. Even|tulal|an|trag i/er;
-[e]s, ...anträge: Neben-, Hilfsantrag, der für den Fall ge
stellt wird, dass der Hauptantrag abgewiesen wird
(Rechtsw.). Evenltulallbudlget [,,,bvdʒe] das; -s, -s:
Haushaltsplan, der bei zusätzlichen Einnahmen zusätzli
che Ausgaben vorsieht. Evenltulalldollus vgl. Dolus
eventualis. Even|tu|a|li|tät zZze; -, -en (unter Einfluss von
fr. éventualité zu Îeventual u. Î ...ität): Möglichkeit, mög
licher Fall. even|tu|a|li|ter {nlat.}: vielleicht, eventuell
(2). Evenltulallquolte rf/e,- -, -n: ÎQuote bei Pferdewet
ten für ein Pferd, das hätte Sieger werden können (Lotte
rie). evenltulell (aus gleichbed. fr. éventuel, dies aus
mlat. eventualis, vgl. Eventual...): 1. möglicherweise ein
tretend. 2. gegebenenfalls, unter Umständen, vielleicht;
Abk.: evtl.; vgl. ...al/...eil
Everldur® [,..v...] das; -s (Kunstw. aus engl. ever „immer,
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beständig“ u. /ɑ/. durus „hart, fest“): säurebeständige
Bronze von hoher Festigkeit. Everlglaze® ['ɛvəgleɪz] das:
-, - (aus gleichbed. engl. everglaze, eigtl. „Immerglanz“):
durch bestimmtes Verfahren krumpf- u. knitterfrei ge
machtes [Baumwolljgewebe mit erhaben geprägter Klein
musterung. Everlgreen [,,,gri:n] der, auch das; -s, -s (aus
gleichbed. eng/. evergreen, eigtl. „immergrün“): 1. Schla
ger od. eingängige Melodie, die lange Zeit beliebt bleibt u.
immer wieder gespielt wird. 2. Î "Standard
Evernia [,..v...] die; - (aus gleichbed. nlat. evernia zu gr. euernês „blühend“): Gattung strauchförmiger Flechten, de
ren Inhaltsstoffe in Parfüms verwendet werden
EversIdilät [,..v...] die; - (nach dem deutschen Arzt J. Evers,
19./20. Jh.): Rohkostdiät zur Behandlung der multiplen
Sklerose
Ever|si|on [...v...] die; -, -en (aus lat. eversio „Zerstörung,
Zerrüttung“ zu evertere, vgl. evertieren): Auswärtsdre
hung des Fußes od. der Hand (Med.). Everlsilonslbruch
der: -[e]s, ...bruche: durch tEversion verursachter Knö
chelbruch (Med.)
Everltelbrat* [...v...] der; -en, -en (meist Plur.) (zu Î 'ex... u.
Î Vertebrat): wirbelloses Tier; Ggs. TVertebrat
everltielren [...v...] (aus lat. evertere „verdrehen, verdrän
gen“): nach außen stülpen od. wenden (z. B. bei Chirurg.
Nähten die Wundränder nach außen wenden)
Eve|ry|bo|dy's Dar ling ['ɛvrɪbɔdɪz -] der: --s, --S (zu engl.
everybody „jedermann“ u. ÎDarling): jmd., der [aufgrund
seines Bemühens, allen zu gefallen, es allen recht zu ma
chen] überall beliebt, gern gesehen ist, Liebling
Evildelment [evidə'ma:] das: -s, -s (aus gleichbed. fr. évi
dement, eigtl. „Aushöhlung“, zu évider „aushauen, aus
bohren“, dies über altfr. esvuidier „gänzlich leeren“ zu
t'ex... u. /at. vacuare „leeren“): Auskratzung von Kno
chenteilen od. der Gebärmutterschleimhaut (Med.)
evildent [,,,v...] (aus gleichbed. lat. evidens, Gen. evidentis,
zu t'ex... u. videre „sehen“): offenkundig u. klar ersicht
lich; offen zutage liegend; überzeugend, offenbar. Evi
denz die; - (aus lat. evidentia „Veranschaulichung“):
Deutlichkeit; vollständige, überwiegende Gewissheit; ein
leuchtende Erkenntnis; etwas in Evidenz halten: (österr.)
etwas im Auge behalten. Evildenzlbülro das; -s, -s (ös
terr.) Stelle, bei der bestimmte Personen, Dinge registriert
werden; Registratur. Evi|denz|zen|tra|le* cZ/e; -: Stelle
der Zentralbank, wo alle Millionenkredite gemeldet u. eine
Liste der Schuldner geführt wird, die bei mehreren Banken
verschuldet sind
Evikltilon [...v...] die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. evictio,
eigtl. „völlige Besiegung“, zu evictus, Part. Perf. von lat.
evincere, vgl. evinzieren) : Entziehung eines Besitzes durch
richterliches Urteil, weil ein anderer ein größeres Recht
darauf hat (Rechtsw). evinlzielren (aus lat. evincere
„gänzlich besiegen“): jmdm. durch richterliches Urteil ei
nen Besitz entziehen, weil ein anderer ein größeres Recht
darauf hat (Rechtsw.)
Evilpan® [...v...] das; -s (Kunstw.): Handelsname für ein
Barbitursäurederivat, das zur Narkotisierung dient
Evilraltilon [...v...] die; - (aus lat. eviratio Entmannung zu
evirare „entmannen“): Verlust des männlichen Gefühlsle
bens u. Charakters u. deren Ersatz durch entsprechende
weibliche Eigenschaften (Psychol.)
Evis|ze|ralti|on [,..v...] die; -, -en (zu lat. eviscerare, vgl.
eviszerieren, u. t...ation): Entleerung des Körpers von
Brust- u. Baucheingeweiden (bei der Leibesfrucht im Rah
men einer TEmbryotomie; Med.), evislzelrielren (aus
lat. eviscerare „der Eingeweide berauben, ausweiden“):
svw. evertieren
evolkalbel [...v...] (zu /ai. evocare, vgl. evozieren, u.
T...abel>: aufrufbar, vorladbar, abrufbar. Evo|kalti|on
die; -, -en (aus lat. evocatio „das Herausrufen, die Auffor
Evulsion
derung" zu evocare, vgl. evozieren): 1. Erweckung von
Vorstellungen od. Erlebnissen bei der Betrachtung eines
Kunstwerkes. 2. das Recht eines Königs bzw. des Papstes,
eine nicht erledigte Rechtssache unter Umgehung der In
stanzen vor sein [Hofjgericht zu bringen. 3. Vorladung ei
nes Beklagten vor ein Gericht. 4. Herausrufung der Götter
einer belagerten Stadt, um sie auf die Seite der Belagerer
zu ziehen (altröm. Kriegsbrauch), evolkaltiv (zu t...iv>:
bestimmte Vorstellungen enthaltend; vgl. ...iv/...orisch.
evo ka to risch (aus lat. evocatorius „herausrufend,
auffordernd“): bestimmte Vorstellungen erweckend; vgl.
...iv/...orisch. Evo|ka|to|ri|um das; -s, ...rien [...inn] (aus
mlat. evocatorium „Vorladung“): Vorladungsschreiben
(Rechtsw.)
evollut [,..v...] (zu lat. evolutus, Part. Perf. von evolvere,
vgl. evolvieren): eng aneinander liegend gewunden (von
Schneckenhäusern). Evollylte die; -, -n (aus lat. (linea)
evoluta „herausgewickelte (Linie)“ zu evolutus, vgl. evolut): Kurve, die aus einer aufeinanderfolgenden Reihe von
Krümmungsmittelpunkten einer anderen Kurve (der Aus
gangskurve) entsteht. Evollultilon die; -, -en (über gleich
bed. fr. évolution aus lat. evolutio „das Aufwickeln (einer
Buchrolle)“): a) allmählich fortschreitende Entwicklung;
Fortentwicklung im Geschichtsablauf; b) die stammesgeschichtliche Entwicklung der Lebewesen von niederen zu
höheren Formen. 3. svw. Präformation. evo|lu|ti|o|när
(zu t ...är): a) auf Evolution beruhend; b) sich allmählich u.
stufenweise entwickelnd. Evo|lu|ti|o|nis|mus der; - (zu
t...ismus (1)): naturphilosophische Richtung des 19. Jh.s,
in deren Mittelpunkt der Evolutionsgedanke stand. Evolulti o nist der; -en, -en (zu T...ist): Anhänger des Evolu
tionismus. evollultilolnisltisch (zu Î ...istisch): auf dem
Evolutionismus beruhend. Evollultilonslgelneltik die;
-: Teil der Vererbungslehre, der sich speziell mit der Stam
mesentwicklung der Organismen befasst (Biol.). Evollutionsmechainislmus der; -, ...men: Zusammenwir
ken verschiedener Faktoren bei der Stammesentwicklung
der Lebewesen (Biol.). Evollultilonslthelolrie die: -, -n:
1. Theorie von der Entwicklung aller Lebewesen aus nie
deren, primitiven Organismen. 2. Theorie, nach der das
Weltall in ständiger t Expansion begriffen ist (Astron.).
Evollvenlte [evɔlv...] die; -, -n (aus lat. (linea) evolvens,
„herauswickelnde (Linie)“, zu evolvens, Gen. evolventis,
Part. Präs, von evolvere, vgl. evolvieren): Ausgangskurve
einer Evolute. Evol|ven|ten|ver|zah|nung die; -, -en:
Verzahnungsart von Zahnrädern, bei denen das Zahnpro
fil als Evolvente ausgebildet ist. evollvielren (aus lat.
evolvere „herauswickeln, aufrollen; klar darstellen“): ent
wickeln, entfalten; entfaltend, entwickelnd darstellen; vgl.
involvieren
Evolnylmus [,..v...] der, auch die; - (über gleichbed. lat.
evonymus aus gr. euönymos, eigtl. „mit gutem Namen“
(euphemistischer Name, da der Strauch für Weidetiere gif
tig ist)): Gattung der Spindelbaumgewächse (Ziersträu
cher), deren bekanntester Vertreter das Pfaffenhütchen ist
Evorlsilon [,..v...] iZre; -, -en (zu lat. evorsus, Part. Perf.
von evortere, evertere „umwerfen; emporwenden, auf
wühlen“, u. t‘...ion): a) wirbelnde Bewegung des Steine u.
Sand mitführenden Wassers, wodurch Strudellöcher
(z.B. in Bächen) entstehen (Geol.); b) ein durch diese
wirbelnde Bewegung des Wassers entstandenes Strudel
loch (Geol.)
evolzielren [...v...] (aus gleichbed. lat. evocare, eigtl. „he
rausrufen“; vgl. Evokation): 1. durch tEvokation (1) her
vorrufen, bewirken. 2. [einen Beklagten] vorladen, evo
ziert (zu î...iert): hervorgerufen, bewirkt
Evullsilon [...v...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. evulsio zu
evulsus, Part. Perf. von evellere „ausrupfen, herausrei
ßen“): (veraltet) das Herausreißen; Ausrottung
E
evviva
[ɛ'vi:va] (tí.; „er lebe hoch“, eigtl. „und lebe“, zu
lat. et „und“ u. vivere „leben“): ital. Hochruf
Evlzglne [sf...] vgl. Euzone
ex (lat.; „aus“): 1. Aufforderung, ein Glas ganz zu leeren,
auszutrinken. 2. (ugs.) vorbei, aus, zu Ende. 3. (salopp)
tot. Ex das; -, -: (bayr., Schweiz, veraltet) Kurzform von
Î Extemporale
'ex..., Ex... (aus gleichbed. lat. ex-), vor Konsonanten oft
auch e..., E..., vor f zu ef... angeglichen: Präfix mit der Be
deutung „aus, aus - heraus, weg, ent..., ehemalig“, z. B. ex
klusiv, Exminister, evident, Evakuierung, effilieren, Effu
sion
"ex..., Ex... (aus gleichbed. gr. ex-; vgl. ek...>: Präfix (vor fol
gendem Vokal u. vor h) mit der Bedeutung „aus, aus - he
raus“, z.B. exegetisch, Exergie, Exhärese
Exa... (zu gr. héx „sechs“): Vorsatz vor Maßeinheiten mit
der Bedeutung „das Trillionenfache (10‘sfache)“ der ge
nannten Maßeinheit; Zeichen E (z.B. Exabecquerel).
Exalbeclquelre! [,,,bɛkə'rɛl] das; -s, -: eine Trillion (1OIS)
Becquerel; Zeichen EBq
ex ablruplto (.lat.; vgl. abrupt): unversehens
ex aelquo [- ɛ:kvo] (lat.; zu aequus „gleich“): in derselben
Weise, gleichermaßen
Exag ge ra ti on* die; -, -en (aus lat. exaggeratio „Anhäu
fung; Steigerung (des Ausdrucks)“ zu exaggerare, vgl.
exaggerieren): unangemessen übertriebene Darstellung
von Krankheitserscheinungen (Med.), exaglgelraltorisch (zu to. exaggerator, eigtl. „Vergrößerer“): übertrie
ben. exaglgelrielren (aus lat. exaggerare „aufhäufen,
vermehren“): Krankheitserscheinungen unangemessen
übertrieben darstellen (Med.)
Exlailrelse vgl. Exhärese
exakt* (aus gleichbed. lat. exactus, eigtl. „genau zugewo
gen“, Part. Perf. von exigere „abwägen, abmessen“): I. ge
nau [u. sorgfältig]. 2. pünktlich; exakte Wissenschaften:
Wissenschaften, deren Ergebnisse auf logischen od. ma
thematischen Beweisen od. auf genauen Messungen beru
hen (z. B. Mathematik, Physik). Exaktlheit die; -: Genau
igkeit, Sorgfältigkeit. Exakltor der; -s, ...oren (aus lat.
exactor „Eintreiber“): Titel röm. Beamter, die in der Kai
serzeit nicht regelmäßige Steuern erhoben, sondern später
Steuerrückstände eintrieben
Exalltaltilon* die; -, -en (aus gleichbed. fr. exaltation, dies
aus Zat. exaltatio „Erhöhung“ zu exaltare, vgl. exaltieren,
sich): a) Zustand des Exaltiertseins; b) Vorgang des Exal
tiertseins. exalltielren, sich (aus/r. exalter „erheben, er
hitzen, erregen“, dies aus lat. exaltare „erhöhen“ zu altus
„hoch“): 1. sich überschwänglich benehmen. 2. sich hyste
rischerregen. exalltiert (zu t...iert): 1. aufgeregt. 2.über
spannt
Exalmen* das; -s, Plur. - u. ...mina (aus lat. examen „Un
tersuchung, Prüfung“): Prüfung (bes. als Studienab
schluss). Exalmilnand der; -en, -en (aus lat. examinan
dus „ein zu Prüfender“, Gerundivum von examinare, vgl.
examinieren): Prüfling. Exa|mi|na|ti|on die: -, -en (aus
gleichbed. lat. examinatio): das Examinieren. Exalminaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. spätlat. examina
tor): Prüfer. Exalmilnaltolrilum das; -s, ...ien [...ion]
(aus gleichbed. nlat. examinatorium zu lat. examinatori
us „eine Untersuchung betreffend“): (veraltet) 1. Prü
fungskommission. 2. Vorbereitung auf eine Prüfung.
exa|mi|nie|ren (aus lat. examinare „abwägen, untersu
chen“): 1. im Rahmen eines Examens prüfen, befragen.
2. prüfend ausfragen, ausforschen. 3. prüfend untersu
chen
Exalnie* die; -, ...ien (zu t 'ex..., /ɑz. anus „After“ u. T2...ie):
Mastdarmvorfall (Med.)
Ex|ani|ma|tilon* to; -, -en (aus /at. exanimatio „Entset
zen, Mutlosigkeit“, eigtl. „Entseelung“, zu t'ex... u. lat.
evlvilva
426
animatio „Beseelung“): [tiefe] Ohnmacht, exianilmieren (aus lat, exanimare „außer Atem bringen“): (veraltet)
entseelen, entmutigen
ex anlte (lat.): im Vorhinein (Wirtsch.); Ggs. Îex post (2)
Exlanlthem* das; -s, -e (über lat. exanthema aus gr. exánthëma, Gen. exanthëmatos „Hautausschlag“, eigtl. „das
Aufgeblühte“): ausgedehnter, meist entzündlicher Haut
ausschlag (Med.), exlanlthelmaltisch: mit einem Exan
them verbunden (Med.). Exlanlthelse die; - (zu T...ese>:
plötzlicher Beginn eines Hautausschlages (Med.)
Exanlthrolpie* die; - (zu t2ex..., gr. änthröpos „Mensch“ u.
t2...ie): Menschenscheu, exanlthrolpisch: menschen
scheu
Exa|ra|ti|on* die; -, -en (aus lat. exaratio „das Auspflügen“
zu exarare „auspflügen, aufackern“): durch die schleifen
de Wirkung vordringenden Gletschereises bewirkte Ge
steinsabtragung (Geol.); vgl. Erosion (1)
Exarch* der; -en, -en (über lat. exarchus aus gr. éxarchos
„Vorsteher“, zu ärchein „der Erste sein, herrschen“): 1.
byzantinischer (oströmischer) Statthalter. 2. in der ortho
doxen Kirche der Vertreter des Î Patriarchen (3) für ein be
stimmtes Gebiet (ÎDiaspora a). Exarlchat das, auch der;
-[e]s, -e (aus gleichbed. mlat, exarchatus; vgl. Exarch):
Amt u. Verwaltungsgebiet eines Exarchen
ex|ar|mie|ren (aus gleichbed. lat. exarmare zut 'ex... u. lat.
armare „bewaffnen, ausrüsten“, dies zu arma (Plur.)
„Waffen, Gerät“): (veraltet) entwaffnen
Exlarltilkullaltilon die: -, -en (zu t'ex..., lat. articulus
„kleines Gelenk; Glied“ u. t...ation>: operative Abtren
nung eines Gliedes im Gelenk (Med.). ex|ar|ti|ku|lieren (zu Î..deren): eine Exartikulation vornehmen
(Med.)
Exauldi* (aus lat. exaudi „erhöre!“, Imp. Sing, von exaudi
re; nach dem Eingangsvers des Gottesdienstes, Psalm 27,
7): in der ev. Kirche Name des sechsten Sonntags nach
Ostern
Exaulgulraltilon* die; -, -en (aus gleichbed. lat. exaugura
tio zu exaugurare, vgl. exaugurieren): (veraltet) Entwei
hung, Aufhebung der Weihe; Verweltlichung, exaulgurielren (aus gleichbed. lat. exaugurare (Gegenbildung zu
inaugurare, vgl. inaugurieren)): (veraltet) entweihen, die
Weihe aufheben; verweltlichen
Exalzerlbaltilon* die; - (zu t'ex..., lat. acerbare „ver
schlimmern, verschärfen“ u. Î ...ation): Verschlimmerung,
zeitweise Steigerung, Wiederaufleben einer Krankheit
(Med.)
ex belrte plalci to [- - ...tsito] (lat.): nach Gefallen, nach
Gutdünken
ex calpilte [- k...] (lat.; „aus dem Kopf, aus dem Gedächt
nis“): (lat. Rechtsspr.) aus dem einen Rechtsgrund
ex caltheldra* [-k...] (lat.; „vom (Päpstlichen) Stuhl“; vgl.
Katheder): a) aus päpstlicher Vollmacht u. daher unfehl
bar; b) von maßgebender Seite, sodass etwas nicht ange
zweifelt werden kann; vgl. Infallibilität u. Katheder
Exlcepltio [,..ts...] die; -, ...tiones [...ne:s] (aus gleichbed.
lat. exceptio, eigtl. „Ausnahme“, zu excipere „eine gericht
liche Einwendung machen“, eigtl. „ausnehmen, (mit et
was) eine Ausnahme machen“): Einspruch, Einrede (aus
dem antiken römischen Zivilprozessrecht; Rechtsw.); Ex
ceptio Doli: Einrede der Arglist; vgl. Dolus; Exceptio plu
rium: Einrede des Vaters eines unehelichen Kindes, dass
die Mutter in der Zeit der Empfängnis mit mehreren Män
nern verkehrt habe; vgl. Exzeption
Exlceslsus in Velnelre [,..ts... - v...] der;---- ,- [,,,su:s] - (zu lat. excessus „das Herausgehen, die Ausschweifung“ u.
lat. Venus, Gen. Veneris, dem Namen der Liebesgöttin,
übertragen „Beischlaf“): Ausschweifung im Geschlechts
leben
Exlchange [ɪks'tʃeɪndʒ] die; -, -n [,,,dʒn] (aus gleichbed.
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engl. exchange zu to exchange „aus-, umtauschen"; vgl.
changieren): 1. Tausch, Kurs (im Börsengeschäft). 2. a)
Börsenkurs; b) Börse
Exlchelquer [ɪks'tʃɛkn] das: - (aus gleichbed. engl. exche
quer, dies über altfr. eschequier zu mlat. scaccarium
„Schachbrett“; nach dem schachbrettartig gemusterten
Brett, auf dem die Rechenpfennige ausgelegt wurden):
Schatzamt, Staatskasse in England
Exlcilton [...ts...] vgl. Exziton
ex comlmislsilolne [- k...] dat.y. kraft eines Auftrages
ex conlsenlsu [- k...J dat.y nach Zustimmung, nach Über
einstimmung
exlculdit [...k...] dat.; „hat es gebildet, verlegt od. ge
druckt“, 3. Pers. Perf. Sing, von excudere): Vermerk hinter
dem Namen des Verlegers (Druckers) bei Kupferstichen;
Abk. : exc. u. excud.
ex cu sez [eksky'ze] (/?.): entschuldigen Sie!, Verzeihung!
ex delcrelto* [- ...k...] dal.): nach [richterlichem] Bescheid
ex delfilniltilolne dat.y. wie es die Definition beinhaltet
Exelat* das; -s (aus lat. exeat „er gehe hinaus!“, 3. Pers.
Präs. Konj. Sing, von exire „hinausgehen“): Erlaubnis
schein des Bischofs für einen Geistlichen, in einem ande
ren Sprengel bzw. einer anderen Diözese Amtshandlungen
vorzunehmen
exelcultio in ef|fi gie [...k... - ...gis] (Zßt; „Hinrichtung im
Bilde" ; vgl. Exekution) : sinnbildliche Hinrichtung eines in
Abwesenheit Verurteilten, meist durch öffentliche Ver
kündigung des Urteils durch Anschlag od. m Nachahmung
der Hinrichtung mithilfe von Puppen bis zum 19. Jh.
Exeldra* die; -, Exedren (über lat. exedra aus gleichbed. gr.
exédra, eigtl. „Außensitz“): 1. halbrunder od. rechteckiger
nischenartiger Raum als Erweiterung eines Saales od. ei
ner Säulenhalle (in der antiken Architektur). 2. Apsis ( 1 ) in
der mittelalt. Baukunst
Exelgelse* die; -, -n (ausgr. exegesis „das Erzählen, Erklä
ren" zu exëgeisthai „ausführen, auseinandersetzen, leh
ren“): Wissenschaft der Erklärung u. Auslegung eines
Textes, bes. der Bibel. Exelget der: -en. -en (aus gr. exé
gètes „Ausleger“): Fachmann für Bibelauslegung. Exege tik die; - (aus gr. exêgêtikë (téchnê) „Auslegung(skunst)“): (veraltet) Wissenschaft der Bibelausle
gung (Teilgebiet der Theologie), exelgeltisch (aus gr.
exêgëtikôs „erklärend“): [die Bibel] erklärend
Exelkraltilon* usw. vgl. Exsekration usw.
ExelkuItant der; -en, -en (zu lat. ex(s)ecutus, Part. Perf.
von ex(s)equi (vgl. Exekution), u. t...ant>: jmd., der etwas
ausübt, vollzieht, durchführt. exe|ku|tie|ren (zu Î..de
ren): 1. a) an jmdm. ein Urteil vollstrecken, vollziehen;
jmdn. hinrichten; b) (veraltet) jmdn. bestrafen. 2. (österr.)
pfänden. Exe|ku|ti|on die; -, -en (aus lat. ex(s)ecutio
„Ausführung, Vollstreckung“ zu ex(s)equi „verfolgen, ei
ner Sache nachgehen, sie ausführen“): 1. a) Vollstreckung
eines Todesurteils, Hinrichtung; b) (veraltet) Vollziehung
einer Strafe. 2. Durchführung einer besonderen Aktion. 3.
(österr.) Pfändung. Exelkultilons|kom|man|do das; -s,
-s: tKommando (3), das die Exekution (1 a) durchführt,
exelkultiv (zu t,,dv): ausführend; vgl. ...iv/...orisch.
Exelkultilve [...va] die; -, -n (zu t,,dve): 1. vollziehende,
vollstreckende Gewalt im Staat; vgl. Judikative, Legislati
ve (a). 2. (österr.) Gesamtheit der Organe zur Ausübung
der vollziehenden Gewalt, bes. Polizei u. Gendarmerie.
Exe|ku|tiv|ko|mi|tee iZos; -s, -s: vollziehendes u. verfü
gendes Organ (3 a) einer Körperschaft, einer Organisation
usw. Exelkultor der; -s, ...oren (aus lat. ex(s)ecutor „Voll
zieher, Vollstrecker“): 1. (bes. Rechtsspr.) Vollstrecker [ei
ner Strafe], 2. (österr.) Gerichtsvollzieher, exelkultorisch: (selten) durch [Zwangsvollstreckung erfolgend;
vgl. ...iv/...orisch
Exem pel* das; -s, - (aus lat. exemplum „Probe, Muster,
exergonisch
Beispiel" zu eximere „herausnehmen, hervorheben“): 1.
[abschreckendes] Beispiel, Lehre. 2. kleine Erzählung mit
sittlicher od. religiöser Nutzanwendung im Rahmen einer
Rede od. Predigt. 3. [Rechenaufgabe. Exem plar das; -s,
-e (aus lat. exemplar „Vorbild, Muster, Ebenbild“ zu exem
plum, vgl. Exempel): [durch besondere Eigenschaften od.
Merkmale auffallendes] Einzelstück (bes. Schriftwerk) od.
Einzelwesen aus einer Reihe von gleichartigen Gegenstän
den od. Lebewesen; Abk.: Expl, exemlplalrisch (aus/ot.
exemplaris „als Beispiel dienend“): a) beispielhaft, mus
terhaft; b) warnend, abschreckend; hart u. unbarmherzig
vorgehend, um abzuschrecken. Exem|pla|ris|mus der; (zu î...ismus (1)>: 1. Lehre, nach der alle Geschöpfe- was
ihre Inhaltlichkeit betrifft - Spiegelbilder ihres göttlichen
Urbildes sind (Philos.). 2. Lehre, dass die Erkenntnis der
Dinge durch ihre in Gott seienden Urbilder ermöglicht
wird (Philos.). Exemlplalriltät die; - (aus gleichbed. mlat.
exemplaritas, Gen. exemplaritatis): (veraltet) Beispiel-,
Musterhaftigkeit, exemlpli cau sa [- k...] (lat.; vgl.
Exempel): beispielshalber; Abk.: e.c. Exem|pli|fi|ka|tion <Äe; -, -en (zu Îexemplifizieren; vgl. Exempel u. ...fikation): Erläuterung durch Beispiele, exemlplilfilkaltorisch (zu Î ...orisch): zum Zwecke der Erläuterung an Bei
spielen. exemlplilfilzie ren (aus mlat. exemplificare „als
Beispiel anführen“): an Beispielen erläutern. Exemlplifizierung die; -, -en (zu t...fizierung): das Exemplifizie
ren, das Exemplifiziertwerden, exemlpli graltia dat.}:
beispielshalber, -weise
exemt* (aus lat. exemptus „befreit“, Part. Perf. von exime
re, vgl. eximieren): von bestimmten allgemeinen Lasten
od. gesetzlichen Pflichten befreit. Exemltilon die; -, -en
(aus gleichbed. lat. exemptio, eigtl. „das Herausnehmen“):
Befreiung von bestimmten allgemeinen Lasten od. gesetz
lichen Pflichten
exen(zu/at. ex „(her)aus“): 1. (Schülerspr., Studentenspr.)
von der [Hoch]schule weisen. 2. (Schülerspr.) eine Unter
richtsstunde unentschuldigt versäumen
Exenltelraltilon* die: -, -en (zu î2ex..., gr. énteron „Darm,
Eingeweide" u. t...ation): 1. vorübergehende Vorverlage
rung von Organen, bes. der Eingeweide bei Bauchopera
tionen (Med.). 2. Entfernung des Augapfels od. der Einge
weide (Med.). ex|en|te|rie|ren (zu Î..deren): 1. die Ein
geweide [bei Operationen] vorverlagern (Med.). 2. den
Augapfel od. die Eingeweide entfernen (Med.)
Exelqualtur* das; -s, ...uren (aus lat. ex(s)equatur „er voll
ziehe“, 3. Pers. Präs. Konj. Sing, von ex(s)equi, vgl. exequieren): 1. Zulassung eines ausländischen Konsuls, Be
stätigung im Amt. 2. staatliche Genehmigung zur Publika
tion kirchlicher Akte. 3. im Prozessrecht der gerichtliche
Anspruch darüber, dass ein ausländisches Urteil im Inland
vollstreckbar ist. Exelquilen [,,,kviən] die (Plur.) (aus lat.
ex(s)equiae (Plur.) „Leichenbegängnis“ zu ex(s)equi
„nachfolgen, das Geleit geben“): a) kath. Begräbnisfeier,
Totenmesse; b) Musik bei Begräbnisfeiern, exelquielren
(aus lat. ex(s)equi „vollziehen, vollstrecken“): (veraltet)
Schulden eintreiben, pfänden. Exelquielrung die; -, -en
(zu t...ierung): (veraltet) das Exequieren, das Exequiertwerden
Exerlcice* [,,,'si:s] das; -, -n [...sn] (aus fr. exercice „(Bewegungs)übung“ zu exercer „üben“, dies aus lat. exercere):
genau festgelegtes Training der klassischen Balletterzie
hung. Exerlciltilum [..,'tsi:...] vgl. Exerzitium
exerlgeltisch* (Analogiebildung zu tenergetisch; vgl.
2ex...): die Exergie betreffend. Exerlgie die; -, ...ien (zu
î2ex... u. gr. érgon „Werk, Tätigkeit“ (Analogiebildung zu
1 Energie)): der Anteil der Energie, der in die gewünschte,
wirtschaftlich verwertbare Form (z.B. elektrische Ener
gie) umgewandelt wird (Phys.), exerlgon u. exerlgonisch (zu t2ex... u. gr. érgon „Tätigkeit“): Energie abge-
E
428
Exergue
bend; vgl. ...isch/-; exergonische Reaktion: ehern. Reakti
on, in deren Verlauf Energie freigesetzt wird (Chem.)
Exergue* [ɛg'zɛrg] der; -[s], -s (aus fr. exergue „(Raum für)
Jahreszahl, Inschrift“, dies über das Vulgärlat. zugr. exergein „ausschließen“): auf Münzen der durch eine Linie un
ter dem Münzbild abgesonderte Abschnitt
exerlzielren* (aus gleichbed. lat. exercere); 1. militärische
Übungen machen. 2. etwas [wiederholt] einüben. Exerzier|kno|chen der; -s, -: Verknöcherung von Muskeltei
len infolge mechanischer Überbeanspruchung, bes. des
Brustmuskels durch häufigen Gewehrdruck (Med.). Exer
zierplatz der; -es, ...plätze: Platz zum Exerzieren (1).
Exer ziltaltolri um das: -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed.
mlat. exercitatorium zu lat. exercitatorius „zur Übung ge
hörig“): Anleitung zu geistlichen Übungen, Exerzitienbuch. Exerlzi|ti|en [...isn], österr. auch Exerzizien [,,,iən]
die (Plur.) (aus lat. exercitia, Plur. von exercitium, vgl.
Exerzitium): geistl. Übungen des Katholiken (nach dem
Vorbild des hl. Ignatius v. Loyola). Exer|zi|ti|um das; -s,
...ien [,,,iən] (aus lat. exercitium „Übung“ zu exercere, vgl.
exerzieren): (veraltet) Übungsstück]; Hausarbeit. Exerzizien [,,,iən] vgl. Exerzitien
ex est tlat.}; es ist aus
exelunt* (lat.; „sie gehen hinaus“, 3. Pers. Präs. Plur. von
exire „hinausgehen“): sie gehen, treten ab (als Regiean
weisung beim Theater)
ex fallso quodlibet {lat.; „aus Falschem (folgt) Beliebi
ges“): aus einer falschen Aussage darf jede beliebige Aus
sage logisch gefolgert werden (Grundsatz der scholasti
schen Logik)
Ex|fo|li|aItiIon die; - (zu lat. exfoliare, vgl. exfoliieren, u.
1 ...ation): Abblätterung, allmähliche Abstoßung abgestor
bener Gewebe- u. Knochenteile (Med.). Ex|fo|li aItiv|zyto lolgie die; - (zu T...iv u. tZytologie): Untersuchung
einzelner abgestoßener Zellen zur Krebsfrüherkennung
(Med.). ex|fo|li|ie|ren (aus gleichbed. lat. exfoliare zu
T'ex... u. folium „Blatt“): (veraltet) abblättern, abstoßen
Exlhailrelse vgl. Exhärese
Ex ha la ti on die; -, -en (aus gleichbed. lat. exhalatio zu ex
halare, vgl. exhalieren): 1. Ausatmung, Ausdünstung
(Med.). 2. das Ausströmen vulkanischer Gase u. Dämpfe
(Geol.). Ex|ha|laiti|ons|lalger|stätlten die (Plur.): Ab
scheidungen nutzbarer Minerale (z. B. Schwefel, Borate,
Hämatit) aus Exhalationen (Geol.). exlhallielren (aus
lat. exhalare „aushauchen, ausdünsten“): 1. ausatmen,
ausdünsten (Med.). 2. vulkanische Gase u. Dämpfe aus
strömen
Ex|hä|re|se, Exairese u. Exhairese die; -, -n (aus gr. exairesis „das Herausnehmen“ zu t2ex... u. hairesis „das Weg
nehmen“, dies zu hairein „nehmen, greifen“): operative
Entfernung od. Herausschneidung von Organteilen, bes.
von Nerven (Med.)
Exlhausltilon die; - (aus spätlat. exhaustio „Ausschöp
fung“ zu lat. exhaustus, Part. Perf. von exhaurire
„(her)ausschöpfen; erschöpfen“): Erschöpfung (Med.).
Ex|haus|ti|ons|meltho|de die; -: antikes Rechenver
fahren, math. Probleme der Integralrechnung ohne Î In
tegration (4) zu lösen, exlhausltiv (zu T...iv): vollstän
dig. Exlhausltilviltat [,..v...] die; - (zu t...ität): exhaus
tive Beschaffenheit, Vollständigkeit. Exlhausltor der;
-s, ...oren (zu lat. exhaustus, vgl. Exhaustion, u. t...or>:
Entlüfter; Gebläse zum Absaugen von Dampf, Staub,
Spreu
Exlhelreldat der; -en, -en (aus gleichbed. lat. exheredatus,
Part. Perf. von exheredare, vgl. exheredieren): (veraltet)
Enterbter. Exlhelreldaltilon die; -, -en (aus gleichbed.
lat. exheredatio zu exheredare, vgl. exheredieren): (veral
tet) Enterbung. ex|he|re|die|ren (aus gleichbed. lat. ex
heredare): (veraltet) enterben
(ausgleichbed. lat. exhibere): a) (veraltet)he
rausgeben, vorlegen, übergeben; b) zur Schau stellen, vor
zeigend darbieten; c) exhibitionistisch (b) zur Schau stel
len. Exlhilbit das; -[e]s, -e u. Exhibitum das; -s, Plur. ...biten u. ...hibita (aus lat. exhibitum „Dargebrachtes, Vorge
zeigtes“, substantiviertes Part. Perf. (Neutrum) von exhi
bere, vgl. exhibieren): a) Eingabe; b) Ausstellungsstück.
1Ex|hi|bi|ti|on die; -, -en (aus lat. exhibitio „das Vorzei
gen“): 1. (veraltet) Herausgabe, Vorlegung, Einreichung.
2. Zurschaustellung, bes. das Entblößen der Geschlechts
teile in der Öffentlichkeit. 2Ex|hi|bi|tion [ɛksɪ'bʧn] 4ze; -,
-s (aus engl. exhibition „Ausstellung, Schau“, dies aus lat.
exhibitio, vgl. ‘Exhibition): [Welt]ausstellung. ex|hi|bi|tionieren [ekshi...] (zu T..deren): svw. exhibieren. Exlhibi ti o nis mus der; - (zu T...ismus (3)): [bei Männern
auftretende] Neigung zur Entblößung u. Zurschaustellung
der Geschlechtsteile in Gegenwart einer anderen od. an
derer Personen zum Zwecke sexueller Befriedigung, oft in
Verbindung mit Masturbation. Exlhi|bi|ti|o|nist der; -en,
-en (zu t ...ist): jmd., der an Exhibitionismus leidet, exlhibiltionistisch (zu T ...istisch): a) an Exhibitionismus
leidend; b) den Exhibitionismus betreffend. Ex|hi|bi|tionslklalge die; -, -n: Klage auf Aushändigung einer Sa
che (Rechtsw.). Exlhilbiltum vgl. Exhibit
Exlhorltaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. exhortatio zu
exhortari, vgl. exhortieren): (veraltet) Ermahnung, Auf
munterung. Ex|hor|ta|tiv|satz der; -es, ...sätze (zu lat.
exhortativus „ermunternd, aufmunternd“): Satz, der eine
Aufforderung zum Ausdruck bringt (z. B. „Machen wir
doch eine Pause!“; Sprachw.). Exlhorltaltolrilum das;
-s, ...ien [,,,iən] (zu lat. exhortatorius „aufmunternd, er
munternd“): (veraltet) Ermahnungsschreiben, exlhortielren (aus gleichbed. lat. exhortari): (veraltet) ermah
nen, ermuntern
Exlhulmaltilgn die; -, -en (aus gleichbed. mlat. exhumado
zu exhumare, vgl. exhumieren): svw. Exhumierung; vgl.
...ation/...ierung. exlhulmielren (aus mlat. exhumare
„wieder ausgraben“ zu î ‘ex... u. lat. humare „beerdigen“):
eine bestattete Leiche wieder ausgraben. Exlhulmierung die; -, -en (zu T ...ierung): das Wiederausgraben einer
bestatteten Leiche od. von Leichenteilen (z. B. zum Zweck
einer gerichtsmedizinischen Untersuchung); vgl. ...ation/
...ierung
exilgeant* [ɛgzi'ʒa:] (aus gleichbed. fr. exigeant, Part. Präs,
von exiger „fordern“, dies aus lat. exigere, vgl. exigieren):
(veraltet) fordernd, anspruchsvoll; ungestüm, dringlich.
Exilgenz [ɛksi'gɛnte] die; - (aus gleichbed. spätlat. exigen
tia): (veraltet) Bedarf, Erfordernis, exilgilbel (aus gleich
bed. fr. exigible): (veraltet) eintreibbar, einklagbar, exi
gieren (aus gleichbed. lat. exigere, eigtl. „heraustrei
ben“, zu t'ex... u. agere „treiben“): (veraltet) fordern; [ei
ne Schuld] eintreiben. Exi|gu|i|tät [...gui...] rfze; - (aus lat.
exiguitas, Gen. exiguitatis „Knappheit, Kürze“): (veral
tet) Geringfügigkeit
Exil das; -s, -e (aus gleichbed. lat. ex(s)ilium zu ex(s)ul „in
der Fremde weilend, verbannt“, dies aus T'ex... u. solum
„Boden“): a) Verbannung; b) Verbannungsort. Exillant
der; -en, -en (zu Î ...ant): jmd., der im Exil lebt, exil liehen
(aus gleichbed. spätlat. ex(s)iliare): ins Exil schicken, ver
bannen. exillisch: a) während des Exils geschehen; b)
vom Geist der Exilzeit geprägt. Exil|li|te|ra|tur die; -, -en
(zu TExil): während eines aus politischen od. religiösen
Gründen erzwungenen od. freiwilligen Exils verfasste Li
teratur, bes. zur Zeit des T Nationalsozialismus in Deutsch
land. Exil Ipo Ii Iti I ker der; -s, - : im Exil lebender Politiker.
Exillrelgielrung die; -, -en: eine Regierung, die gezwun
gen ist, ihren Sitz ins Ausland zu verlegen, od. die sich dort
gebildet hat
exilmielren* (aus lat. eximere „herausnehmen; befreien,
ex|hi|bie|ren
429
entheben“): von einer Verbindlichkeit, bes. von der Ge
richtsbarkeit eines anderen Staates, befreien; vgl. Exemti
on
Exilne* z/z'e; -, -n (zu lat. exin „hierauf, sich anreihend, von
da aus“) : äußere, derbe Zellwand der Sporen der Moose u.
Farnpflanzen sowie des Pollenkorns der Blütenpflanzen
(Bot.); Ggs. tintine. Exilnit [auch ... nit] der; -s, -e (zu
T2...it>: ein Gefügebestandteil der Steinkohle (vor allem
aus Sporen u. Blatthautteilen)
exisltent (aus lat. ex(s)istens, Gen. ex(s)istentis, Part.
Präs, von ex(s)istere, vgl. existieren): wirklich, vorhanden.
Exisltenltia die: - (aus spätlat. ex(s)istentia „Dasein"):
Sein, Dasein (Philos.); Ggs. ÎEssentia. exis|ten|ti|al
usw. vgl. existenzial usw. exisltenltilell vgl. existenziell.
Exisltenzdze; -, -en (ausspätlat. ex(s)istentia „Dasein“ zu
ex(s)istere, vgl. existieren): 1. a) (Plur. selten) Dasein, Le
ben; b) Vorhandensein, Wirklichkeit. 2. (Plur. selten) ma
terielle Lebensgrundlage, Auskommen, Unterhalt. 3. (in
Verbindung mit einem Attribut; meist abwertend)
Mensch, z.B. eine verkrachte, dunkle -. Exisltenzlanaly|se<Jze,-, -n: Tpsychoanalytisches Verfahren, bei der die
Geschichte eines Î Individuums (1) unter dem Gesichts
punkt von Sinn- u. Wertbezügen durchforscht wird (Psy
chol.). Exisltenzlangst die; -, ...ängste: allgemeine, un
bestimmte Lebensangst, die zur Aktivitätshemmung füh
ren kann (Psychol.). exis|tenz|be|dro|hend: die Exis
tenz bedrohend. Exisltenz|be|rech|tilgung die: -: Da
seinsberechtigung. Exisltenzlbelweis der; -es, -e: Be
weis für das tatsächliche Vorhandensein, z. B. einer mathe
matisch festgelegten Größe. Exis|tenz|grund|lalge die;
-, -n: Grundlage für die [materiell, finanziell] gesicherte
Existenz (2). exis ten zi al, auch existential (zu T '...al
(1) ): die Existenz, das [menschliche] Dasein hinsichtlich
seines Seinscharakters betreffend; vgl. existenziell. Existenlzi al, auch Existential das; -s, ...ien [...ian] (zu T '...al
(2) ): (einzelner) Seinscharakter des [menschlichen] Da
seins (Philos.). Exislten|zi|allis|mus, auch Existentialis
mus der; - (aus gleichbed./r. existentialisme; vgl. ...ismus
(I)): a) (bes. auf J. P. Sartre zurückgehende) Form der
Existenzphilosophie, die u.a. von der Absurdität des Da
seins, von der Existenzangst sowie Vereinzelung des Men
schen u. der Freiheit des Menschen, sich selbst zu entwer
fen, ausgeht u. Begriffe wie Freiheit, Tod, Entscheidung in
den Mittelpunkt stellt; b) vom Existenzialismus (a) ge
prägte nihilistische Lebenseinstellung. Exis|ten|zi|a|list,
auch Existentialist der; -en, -en (aus gleichbed. fr. exis
tentialiste): a) Vertreter des Existenzialismus; b) Anhän
ger einer von der Norm abweichenden Lebensführung au
ßerhalb der geltenden bürgerlichen, gesellschaftlichen u.
moralischen Konvention. exis|ten|zi|a|lisltisch, auch
existentialistisch (zu 1 ...istisch): den Existenzialismus be
treffend. Exislten|zi|al|phi|lo|solphie, auch Existenti
alphilosophie die: - (zu îExistenzial bzw. Îexistenzial):
svw. Existenzphilosophie. exis|ten|zi|ell, auch existen
tiell (aus fr. existentiel, existenciel zu existence „Exis
tenz“) : auf das unmittelbare und wesenhafte Dasein bezo
gen, daseinsmäßig; vgl. existenzial. Exisltenzlmilnimum das; -s, ...ma: Mindesteinkommen, das zur Lebens
erhaltung eines Menschen erforderlich ist. Exisltenzphillolsolphiedze; -: philos. Richtung des 20. Jh.s, deren
Hauptthema das sich im Erleben u. Handeln erschließende
wesenhafte menschliche Dasein ist. exisltielren (aus lat.
ex(s)istere „heraus-, hervortreten, vorhanden sein“): 1.
vorhanden sein, da sein, bestehen. 2. leben, sein Auskom
men haben
Exis|ti|ma|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. existimatio
zu existimare, vgl. existimieren): (veraltet) Schätzung,
Meinung; öffentliche Achtung. exis|ti|mie|ren (aus lat.
existimare „meinen, glauben; entscheiden; schätzen“ zu
Exklusivfoto
Hex... u. aestimare „(ab)schätzen, würdigen“): (veraltet)
schätzen, achten
exit* {lat.; „er, sie geht hinaus, tritt ab“, 3. Pers. Sing, von
exire „hinausgehen“): er, sie geht hinaus, tritt ab (als Re
gieanweisung beim Theater). Exit der; -s, -s (aus gleich
bed. engl. exit, dies aus /o/. exitus, vgl. Exitus); engl. Bez.
für Ausgang, Notausgang. Exiltus der; - (aus lat. exitus
„Ausgang, (Lebens)ende“ zu exire „herausgehen“): 1.
Tod, tödlicher Ausgang eines Krankheitsfalles od. Unfalls
(Med.). 2. Ausgang (Anat.)
ex julvanltilbus [- ...v...] vgl. Diagnosis ex Juvantibus
Ex|kalpi|tu|lant der; -en, -en (zu t‘ex... u. ÎKapitulant):
(veraltet) Ausgedienter, um Entlassung Nachsuchender.
ExlkaIpiltuIla|tiIon die; -, -en: (veraltet) das Nachsuchen
um Entlassung aus dem Kriegsdienst. ex|ka|pi|tu|ti_eren (zu Hex... u. mlat. capitulare, vgl. kapitulieren): (ver
altet) ausgedient haben, Entlassung suchen
Ex|karldi|na|tilon die; -, -en (Analogiebildung zu llnkardination; vgl. 'ex...): Entlassung eines kath. Geistlichen
aus seiner Î Diözese
Exlkalvaltilon [...v...] die; -, -en (aus lat. excavatio „Aus
höhlung“ zu excavare, vgl. exkavieren): 1. Aushöhlung,
Ausbuchtung [eines Organs] (krankhaft od. normal;
Med.). 2. Entfernung Îkariösen Zahnbeins mit dem Exka
vator (2; Zahnmed.). 3. (fachspr.) Ausschachtung, Aus
baggerung, Auswaschung. Ex|ka|va|tor der; -s, ...oren
(zu lat. excavare, vgl. exkavieren, u. (...ator): 1. Maschine
für Erdarbeiten. 2. löffelartiges Instrument zur Entfer
nung kariösen Zahnbeins (Zahnmed.). exlkalvielren
(aus lat. excavare „aushöhlen“ zu Hex... u. cavus „hohl“):
1. aushöhlen, ausschachten, ausbaggern. 2. kariöses Zahn
bein mit dem Exkavator entfernen (Zahnmed.)
Exlklalmaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. exclamatio
zu exclamare, vgl. exklamieren): Ausruf, exlklalmaltorisch: ausrufend; marktschreierisch, exlklalmielren
(aus lat. exclamare „aufschreien, ausrufen“ zu Hex... u.
clamare „rufen“); ausrufen
Exlklalve [...va] die; -, -n (Analogiebildung zu (Enklave;
vgl. 'ex...): 1. von fremdem Staatsgebiet eingeschlossener
Teil eines eigenen Staatsgebietes; Ggs. (Enklave. 2. gele
gentliches Auftreten einer Pflanzen- od. Tierart außerhalb
ihres üblichen Verbreitungsgebietes
exlkluldielren (aus gleichbed. lat. excludere zu (‘ex... u.
claudere „(ein)schließen“): ausschließen; Ggs. (inkludie
ren. Ex klu si on rfze; -, -en (aus gleichbed. lat. exclusio);
Ausschließung. ex|klulsiv(aus gleichbed. engl. exclusive,
dies über mittelfr. exclusif aus mlat. exclusivus zu lat. ex
cludere „ausschließen“): 1. a) sich gesellschaftlich ab
schließend, abgrenzend, abhebend [u. daher hochstehend
in der allgemeinen Wertschätzung]; b) den Ansprüchen
der vornehmen Gesellschaft, höchsten Ansprüchen genü
gend; [vornehm u.] vorzüglich, anspruchsvoll. 2. aus
schließlich einem bestimmten Personenkreis od. bestimm
ten Zwecken, Dingen vorbehalten, anderen [Dingen] nicht
zukommend, z.B. einer Zeitung - über etw. berichten. Exklulsiv...: Wortbildungselement mit der Bedeutung „aus
schließlich einer Person, Zeitung o.Ä. zur Veröffentli
chung überlassen“, z. B. Exklusivbericht. Exlklulsivlbericht der; -[e]s, -e: Bericht, der nur von einer Zeitschrift
o.Ä. veröffentlicht wird, für den nur die eine Zeitschrift
o.Ä. das Recht der Veröffentlichung hat. exlklulsiive
[...va] (mlat.; Adverb zu exclusivus, vgl. exklusiv): ohne,
ausschließlich; Abk.: exkl.; Ggs. (inklusive. Exlklulsiive
iZze; - (zu (...ive): früher von kath. Monarchen beanspruch
tes Recht, unerwünschte Bewerber von der Papstwahl aus
zuschließen (1904 von Papst PiusX. abgeschafft). Exlklusivlfo to das; -s, -s (zu tExklusiv...): nur einem bestimm
ten Fotografen gestattete, nur einer einzigen Zeitung usw.
zur Veröffentlichung freigegebene Aufnahme. Exlklu-
Exklusivität
das; -s, -s: nur einer bestimmten Person
(z.B. einem Reporter) gewährtes îInterview. Exlklulsiviltät [...v...] die; - (zu Îexklusiv u. Î ...ität): das Exklusiv
sein, exklusiver Charakter, exklusive Beschaffenheit
Ex|kochllela|ti|on die; -, -en (zu î'ex..., lat. cochlea
„Schnecke, schneckenförmiges Gebilde“ u. î...ation):
Auskratzung, Ausschabung eines Hohlraums mit einem
scharfen, löffelartigen Instrument (Med.)
Ex|ko|gi|ta|ti|on die; - (aus gleichbed. lat. excogitatio zu
excogitare, vgl. exkogitieren>: (veraltet) das Ersinnen, exko|gi|tie|ren (aus gleichbed. lat. excogitare zu î’ex... u.
cogitare „(be)denken, überlegen“): (veraltet) ausdenken,
ersinnen
Exlkokltilon die; -, -en (zu lat. excoctus (Part. Perf. von ex
coquere „auskochen“) u. ɪ',,,ion): (veraltet) das Ausko
chen
Ex|kom|mu|ni|ka|ti|on die; -, -en (aus kirchenlat. excom
municatio zu excommunicare, vgl. exkommunizieren):
Ausschluss aus der Gemeinschaft der Gläubigen, bes. vom
Empfang der Sakramente (aber nicht aus der Kirche); Kir
chenbann. ex|komlmu|ni|zie|ren (aus kirchenlat. ex
communicare „in den Bann tun“ zu î'ex... u. lat. commu
nis „allen gemeinsam“): (zur Strafe) aus der Gemeinschaft
der Gläubigen ausschließen
Ex|ko|ri|alti|on die; -, -en (aus gleichbed. nlat. excoriatio
zu spätlat. excoriatus, Part. Perf. von excoriare, vgl. exkoriieren): Hautabschürfung (Med.), exlkolrilielren (aus
gleichbed. spätlat. excoriare, dies zu Î 'ex... u. lat. corium
„Fell, Haut“): (veraltet) abhäuten, ausbalgen, abdecken
exlkorltilzielren (aus gleichbed. lat. excorticare zu î'ex...
u. lat. cortex, Gen. corticis „Rinde“): (veraltet) ausschä
len
Exlkrelment das; -[e]s, -e (meist Plur.) (aus gleichbed. lat.
excrementum zu excernere „aussondern, ausscheiden“):
Ausscheidung (Kot, Harn)
Ex|kres|zenz die; -, -en (zu/at. excrescens, Gen. excrescen
tis, Part. Präs, von excrescere (vgl. exkreszieren); vgl.
...enz): krankhafter Auswuchs, Gewebewucherung
(Med.), exlkreslzielren (aus lat. excrescere „hervor
wachsen“ zu î'ex... u. crescere „wachsen“): herauswach
sen, wuchern (von Gewebe; Med.)
Exlkret das; -[e]s, -e (aus lat. excretum „das Ausgeschiede
ne“, substantiviertes Part. Perf. (Neutrum) von excernere
„aussondern, ausscheiden“): Stoffwechselprodukt, das
vom Körper nicht weiter zu verwerten ist u. daher ausge
schieden wird, z.B. Schweiß, Harn, Kot; vgl. ‘Sekret (1),
Inkret. Exikreltilon die; -, -en (zu Î '...ion): Ausscheidung
nicht weiter verwertbarer Stoffwechselprodukte (Med.),
exlkreltolrisch (aus gleichbed. nlat. excretorius): aus
scheidend, absondernd (Med.)
Exlkru|zi|a|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. excruciatio
zu excruciare, vgl. exkruziieren): (veraltet) Folter, Marter,
Qual. ex|kru|zi|ie|ren (aus gleichbed. lat. excruciare zu
Î 'ex... u. lat. crux, Gen. crucis „Kreuz“): (veraltet) foltern,
martern, quälen
Ex|kul|pa|tilon ¿fe; -, -en (aus mlat. exculpatio „Schuldbe
freiung“ zu exculpare, vgl. exkulpieren): Rechtfertigung,
Entschuldigung, Schuldbefreiung (Rechtsw.). exlkulpie ren (aus gleichbed. mlat. exculpare zu î'ex... u. lat.
culpare „beschuldigen“): rechtfertigen, entschuldigen,
von einer Schuld befreien (Rechtsw.)
Exlkurs der; -es, -e (aus lat. excursus „das Herauslaufen,
der Streifzug“ zu excurrere „herauslaufen“, dies zu t 'ex...
u. currere „laufen“): a) kurze Erörterung eines Spezial
od. Randproblems im Rahmen einer wissenschaftlichen
Abhandlung; b) vorübergehende Abschweifung vom
Hauptthema (z. B. während eines Vortrags). Exlkurlsilon
die: -, -en (über fr. excursion aus lat. excursio „Streifzug,
Ausflug“, eigtl. „das Herauslaufen“): wissenschaftlich
sivlinitetjview
430
vorbereitete u. unter wissenschaftlicher Leitung durchge
führte Lehr- od. Studienfahrt, exlkurlsiv (zu î...iv): ab
schweifend
Ex|ku|salti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. excusatio zu
excusare „entschuldigen“): (veraltet) Entschuldigung, exkulsaltolrisch (aus gleichbed. lat. excusatorius): (veral
tet) entschuldigend
Ex|kus|si|on fe'e; -, -en (ausspätlat. excussio „das Abschüt
teln, Herausstoßen“ zu excutere, vgl. exkutieren): Ein- od.
Ausklagung von Schulden (Rechtsw.). Exlkuslsus der; -,
...si (zu lat. excussus „herausgestoßen“, Part. Perf. von ex
cutere, vgl. exkutieren): (veraltet) jmd., der wegen Über
schuldung aus dem Land gewiesen wird (Rechtsw.). exkultielren (aus lat. excutere „herausstoßen, herauskla
gen“): Schulden einklagen (Rechtsw.)
ex leige {lat.; „aus dem Gesetz (heraus)“): kraft gesetzli
cher Vorschrift, exllex {lat.; „außerhalb des Gesetzes“):
recht- u. gesetzlos, vogelfrei, geächtet
Exllilbris* [,,,bri:s] das; -, - (aus lat. ex libris „aus den Bü
chern“): meist kunstvoll ausgeführter, auf die Innenseite
des vorderen Buchdeckels geklebter Zettel mit dem Na
men od. Monogramm des Eigentümers
Exlmaltrilkel* fee; -, -n (zu î'ex... u. îMatrikel): Beschei
nigung über das Verlassen der Hochschule. Ex| ma |tri |kulaltüon die; -, -en (zu î...ation): Streichung aus dem Na
menverzeichnis einer Hochschule; Ggs. ÎImmatrikulati
on. exlmaltrilkullielren (zu Î..deren): jmdn. aus dem
Namenverzeichnis einer Hochschule streichen; Ggs. îimmatrikulieren
Exlminisjter der; -s, - (zu î'ex... u. îMinister): [noch le
bender] ehemaliger Minister
Exlmislsilgn fee; -, -en (aus gleichbed. nlat. exmissio zu lat.
emissio, eigtl. „das Herausschicken“, dies zu e(x)mittere,
vgl. exmittieren): gerichtl. Ausweisungaus einer Wohnung
od. einem Grundstück, exlmitltielren (aus lat. e(x)mittere „fortschicken, herauswerfen“): zwangsweise aus ei
ner Wohnung od. von einem Grundstück weisen
(Rechtsw.). Exlmitltielrung die; -, -en (zu Î... ierung):
Ausweisung aus einer Wohnung
ex moire {lat.y. nach Sitte (und Herkommen)
ex|na|tu|ra|li|sie|ren (zu î'ex... u. Î naturalisieren):
jmdm. die Staatsbürgerschaft aberkennen
ex nelxu {lat.; eigtl. „aus der Verschlingung“): aus dem Zu
sammenhang. Ex|ne|xu|a|ti|on fee; -, -en (zu îex nexu u.
î...ation): (veraltet) das Aufheben eines Zusammenhan
ges, Trennung
ex nilhillo nilhil [fit] {lat.; eigtl. „aus nichts (entsteht)
nichts“): philos. These, die die Ewigkeit der materiellen
Welt u. die Unvergänglichkeit von Stoff u. Form belegen
soll
Exlnolva [...va] die; -, ...vae [,,,vɛ] (zu î'ex... u. ÎNova):
Î Fixstern im Zustand nach einem Novaausbruch (As
tron.)
ex nunc {lat.; „von jetzt an“): Zeitpunkt für den Eintritt der
Wirkung einer Bestimmung od. Vereinbarung (Rechtsw.);
vgl. ex tune
exo.... Exo... (ausgr. éxô „außen, draußen“): Präfix mit der
Bedeutung „(nach) außen, außerhalb“, z. B. exogen, Exo
gamie
Exolalllerlgie die;-, ...ien (zu îexo... u. î Allergie): Allergie,
bei der die Î Allergene von außen her auf den Organismus
einwirken (Med.)
Exolbiollglge der; -n, -n (zu îexo... u. îBiologe): Wissen
schaftler auf dem Gebiet der Exobiologie. Exolbiollolgie
die; -: Wissenschaft vom außerirdischen Leben, exolbiolo gisch; die Exobiologie betreffend
Exolderlmis die; -, ...men (zu t exo... u. gr. dérma „Haut“;
Analogiebildung zu ÎEpidermis): äußeres [verkorktes]
Abschlussgewebe der Pflanzenwurzel
431
der; -, - <aus gleichbed. gr. éxodos, eigtl. „Aus
gang, Auszug“): a) Schlusslied des Chors im altgriech.
Drama; Ggs. Î Parodos; b) Schlussteil des altgriech. Dra
mas. Exoldus der; -, -se (über lat. exodus aus gleichbed.
gr. éxodos; nach dem Auszug der Juden aus Ägypten): 1.
(ohne Plur.) Titel des 2. Buchs Mose. 2. Auszug, das Ver
lassen eines Raumes, eines bestimmten Gebietes usw. (in
Bezug auf eine größere Anzahl von Menschen)
Exoelektron* das; -s, -en <zu texo... u. t'Elektron):
t‘Elektron, das ohne äußere Energiezufuhr aufgrund
t exothermer Reaktionen aus einer Festkörperoberfläche
austritt (Chem.)
ex oflfilcio [- ...tsio] {lat.; zu officium „Pflicht, Dienst,
Amt“): von Amts wegen, amtlich (Rechtsw.)
Exo ga mie die; - (zu texo... u. î...garnie (2)): Heiratsord
nung, nach der nur außerhalb des eigenen sozialen Verban
des (z. B. Stamm, Sippe) geheiratet werden darf; Ggs.
î Endogamie
exolgen (zu Îexo... u. t,,,gen): 1. a) außerhalb des Organis
mus entstehend; von außen her in den Organismus ein
dringend (von Stoffen, Krankheitserregern od. Krankhei
ten; Med.); Ggs. tendogen (1 a); b) außen entstehend (vor
allem in Bezug auf Blattanlagen u. Seitenknospen; Bot.);
Ggs. t endogen (1 b). 2. von Kräften ableitbar, die auf die
Erdoberfläche einwirken, wie Wasser, Atmosphäre, Orga
nismen u.a. (Geol.): Ggs. Îendogen (2). Exogenie die;
-, ...ien (zu t...genie): Abhängigkeit eines Erbmerkmals
von Umweltfaktoren (Med.)
Exolgylra
-, ...ren (zu Texo... u. gr. gyrös „rund, ge
krümmt“): Angehörige einer fossilen, im Î Mesozoikum
verbreiteten Gattung der Austern, deren Schalen je einen
spiraligen Wirbel aufweisen
Exolkanlnilballislmus der; - (zu texo... u. tKannibalis
mus): das Verzehren von Angehörigen eines fremden
Stammes; Ggs. tEndokannibalismus
Exolkalrenz die; -, -en (zu îexo... u. t Karenz): Mangel an
bestimmten, mit der Nahrung zuzuführenden Stoffen
(Med.)
Exolkarp das; -s, -e (zu Îexo... u. gr. karpös „Frucht“): bei
Früchten die äußerste Schicht der Fruchtwand (z.B. der
Haarüberzug bei Pfirsich u. Aprikose; Bot.); vgl. Mesokarp u. Endokarp
exo krin’ (zu texo... u. gr. krinein „scheiden, ausschei
den“): nach außen absondernd (von Drüsen; Med.); Ggs.
Î endokrin
Exomis<fze, -, - (aus gleichbed. gr. exömis zu ömos „Schul
ter“): bes. von Sklaven im antiken Griechenland getrage
nes ärmelloses Kleid, das auf einer Schulter mit einer
Spange zusammengehalten wurde
exolmorph (zu texo... u. Î...morph): das Nebengestein be
einflussend (bei Erstarrung einer Schmelze; Geol.); Ggs.
Tendomorph (1). Exolmorlpholsedie; -, -n: äußere Um
wandlung des Nebengesteins unter dem Einfluss des Er
starrungsgesteins (Geol.); Ggs. Î Endomorphose
Exomiphallus* der; -, Plur. ...li u. ...len (zu Îexo... u. nlat.
omphalus „Nabel“, dies aus gleichbed. gr. omphalos):
Form des Nabelbruchs (Med.)
Exon* das; -s, Plur. -s od. ...onen (Kunstw.; Analogiebil
dung zu t Codon): codierender Bereich eines Gens (Gene
tik); Ggs. Î Intron
Exolnelraltilgn* die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. exone
ratio zu lat. exonerare, vgl. exonerieren): (veraltet) Entlas
tung. exolne|rie|ren (aus lat. exonerare „entlasten, ent
laden“ zu t'ex... u. onus, Gen. oneris „Last“): (veraltet)
entlasten
Exolnulklelalse* 4/e; -, -n (zu texo... u. tNuklease): En
zym für die Spaltung von Nukleinsäuren (Chem.)
Exolnym* das; -s, -e u. Exoinylmon das; -s, ...ma (zu
texo... u. gr. ónyma „Name“): von dem amtlichen Namen
Exoldos*
Exospore
abweichende, aber in anderen Ländern gebrauchte Orts
namenform (z. B. dt. Mailand für ital. Milano)
ex opelre ope ra to {lat.; „durch die vollzogene Hand
lung“): Ausdruck der kath. Theologie für die Gnaden
wirksamkeit der Sakramente, unabhängig von der sittli
chen t Disposition des spendenden Priesters
Exolpholrie die; - (zu t exo..., gr. phorein „tragen, bringen“
u. t2...ie): äußerlich nicht wahrnehmbare, latente Veranla
gung zum Auswärtsschielen (Med.), exolpholrisch (aus
gr. exöphöros „verbreitend“): verweisend
ex|oph|thal|misch* (zu t Exophthalmus): aus der Augen
höhle heraustretend (Med.). Ex|oph|thal|mus der; - (aus
gleichbed. nlat. exophthalmus zu gr. exophthalmos „mit
hervorstehenden Augen“): krankhaftes Hervortreten des
Augapfels aus der Augenhöhle (Med.)
Exolphylthe die; -, ...ien (zu texo..., gr. phytön „Gewächs,
Pflanze“ u. Î ...ie): nach außen gerichtetes Wachstum, bes.
von Tumoren, exolphyltisch vgl. ektophytisch
Exolplaslma das: -s, ...men (zu texo... u. ÎPlasma): svw.
Ektoplasma
exopltalbel* (aus gleichbed. lat. exoptabilis zu exoptare,
vgl. exoptieren): (veraltet) erwünscht, wünschenswert,
exopltielren (aus gleichbed. lat. exoptare zu t 'ex... u. op
tare „wählen, wünschen“): (veraltet) herbeiwünschen, er
sehnen
exolralbel* (aus gleichbed. lat. exorabilis zu exorare, vgl.
exorieren): (veraltet) erflehbar, nachgiebig
exorl bi Itant* (aus spätlat. exorbitans, Gen. exorbitantis,
Part. Präs, von exorbitare „von der Bahn abweichen“,
dies zu T'ex... u. orbita „Wagenspur, Bahn“): außerge
wöhnlich; übertrieben; gewaltig. Exorlbiltanz die; -, -en
(zu t...anz): Übermaß; Übertreibung. exor|bi|tie|ren
(aus gleichbed. spätlat. exorbitare, vgl. exorbitant): ab
weichen
exorldielren* (aus gleichbed. lat. exordiri): anfangen, an
zetteln. Exorldilum das; -s, ...ia (aus lat. exordium „An
fang, Einleitung“): [kunstgerechte] Einleitung [einer Re
de] (Rhet.)
exo rhe isch <zu î exo... u. gr. rheɪn „strömen, fließen“); in
der Fügung exorheische Gebiete: Gebiete mit Abfluss zum
Weltmeer
ex orilenlte lux {lat.'>\ aus dem Osten (kommt) das Licht
(zunächst auf die Sonne bezogen, dann übertragen auf
Christentum u. Kultur)
exolrielren* (aus lat. exorare „erflehen, durch Bitten be
wegen“ zu t'ex... u. lat. orare „vortragen, beten, bitten“):
erbitten, erflehen
Exorlnaltilon* die; -, -en (aus gleichbed. lat. exornatio zu
exornare „ausrüsten; ausschmücken, verherrlichen“):
(veraltet) Verzierung, Ausschmückung
exorlzielren* u. exorlzilsielren (über lat. exorcizare aus
gleichbed. gr. exorkizein): Dämonen u. Geister durch Be
schwörung austreiben. Exor|zis|mus der; -, ...men (über
lat. exorcismus aus gleichbed. gr. exorkismös) : Beschwö
rung von Dämonen u. Geistern durch Wort [u. Geste],
Exorlzist der; -en, -en (über spätlat. exorcista aus gleich
bed. gr. exorkistês): 1. Geisterbeschwörer. 2. (veraltet)
jmd., der den dritten Grad der katholischen niederen Wei
hen besitzt
Exolskellett vgl. Ektoskelett
Exl oslmolse* r/z'e; -, -n (zu t2ex... u. tOsmose): im Gegen
satz zur î Endosmose die osmotische Bewegung eines Stof
fes durch eine Membran aus einem geschlossenen System
nach außen (von Orten höherer zu Orten geringerer Kon
zentration; Biol.)
Exolsphälre die; - (zu texo... u. tSphäre): oberste Schicht
der T Atmosphäre (1 b); vgl. Dissipationssphäre
Exolspor das; -s (zu texo... u. t Spore): äußere Schicht der
Sporenzellwand (Bot.). Exolspolre die; -, -n (meist Plur.):
Exostose
432
exlpanldielren (aus lat. expandere „ausspannen, sich
nach außen abgeschnürte Spore einer Zelle od. eines Or
ausdehnen“): 1. [sich] ausdehnen, vergrößern; zunehmen
gans, bes. bei Pilzen (Biol.)
(z. B. im Volumen). 2. a) den Macht- od. Einflussbereich
Exosltolse* die; -, -n (zu T2ex..., gr. ostéon „Knochen“ u.
erweitern; b) den Umsatz u. den Marktanteil kräftig stei
T '...ose): sich von der Knochenoberfläche aus entwickeln
gern (Wirtsch.). exlpanlsjlbel (aus gleichbed. fr. expan
der knöcherner Zapfen (Med.)
sible zu expansion, vgl. Expansion): ausdehnbar. ExlpanExot, auch Exote der; ...ten, ...ten (Substantivierung zu
si I bi I li Ität die; - (zu Î ...ität ; vgl. Expansion): Ausdehnbar
t exotisch): 1. Mensch, Tier od. Pflanze aus einem fernen,
keit, expansible Beschaffenheit. Exlpanlsilpn die; -, -en
meist überseeischen, tropischen Land; 2. vgl. Exoten.
(über fr. expansion „Ausdehnung (von Gasen)“ aus lat. ex
Exoltalrilum das; -s, ...ien [...ion] (zu Î ...arium): Anlage,
pansio „Ausdehnung, Ausstreckung“ zu expandere, vgl.
in der exotische Tiere gehalten u. zur Schau gestellt wer
expandieren): das Expandieren, räumliche Ausdehnung
den. Exolte vgl. Exot. Exolten die (Plur.): 1. Plur. von
[verbunden mit mehr Einfluss u. Macht], Ex|pan|si|oî Exot. 2. überseeische Wertpapiere, die im Telefonhandel
nis mus der; - (zu t...ismus (5)): das Bestreben [eines
od. ungeregelten Freiverkehr gehandelt werden. Exo|teStaates], den Einfluss- u. Herrschaftsbereich zu erwei
rilker der; -s, - (Substantivierung zu Î exoterisch): Außen
tern. Exlpanlsilolnist der; -en, -en (zu Î ...ist): 1. Anhän
stehender, Nichteingeweihter; Ggs. tEsoteriker. exolteger, Vertreter des Expansionismus. 2. jmd., der auf
risch (über lat. exotericus aus gleichbed. gr. exöterikös zu
stärkeres wirtschaftlich-materielles Wachstum (mit Groß
exö „außerhalb“; vgl. exo...): für Außenstehende, für die
technologie) ausgerichtet ist, ohne Rücksicht auf die
Öffentlichkeit bestimmt; allgemein verständlich; Ggs.
Beeinträchtigung der natürlichen u. sozialen Lebens
tesoterisch. Exo te ro ma nie die; - (mgr. exöteros „der
grundlagen. Exlpan|silons|ko|ef|fi|zilent der; -en, -en:
äußere“ u. î...manie): übertriebene Schwärmerei für das
thermischer Ausdehnungskoeffizient. ExlpanlsilonsAusländische
ma schilne die; -, -n: Kraftmaschine, die ihre Energie
exoltherm (zu texo... u. Î...therm): mit Freiwerden von
aus der Expansion des Energieträgers gewinnt (z.B. die
Wärme verbunden, unter Freiwerden von Wärme ablau
Kolbendampfmaschine). Ex|pan|si|onslpo|liltik ¿fe; -:
fend (von chem. Vorgängen)
1. auf Erweiterung des Macht- od. Einflussbereichs ge
Exoltik die; - (zu Îexotisch u. 12...ik (3)> : exotisches Ausse
richtete Politik. 2. auf eine kräftige Steigerung des Umsat
hen, Wesen; exotische Beschaffenheit, Gestaltung. Exotilka die (Plur.) (aus lat. exotica (Plur.) „Ausländisches“;
zes u. des Marktanteils gerichtete Unternehmensführung
vgl. exotisch): aus fernen Ländern stammende Kunstwer
(Wirtsch.). Exlpanlsilonslthelolrie die; -: THypothese,
ke. Exoltin die; -, -nen: Frau od. Mädchen aus einem fer
nach der die T tektonische Formung der Erde infolge Ver
nen, meist überseeischen, tropischen Land, exoltisch
größerung der Erdkruste erfolgt sein soll (Geol.). exlpan(über lat. exoticus aus gr. exötikös „ausländisch“ zu éxô
siv (zu T ...iv): sich ausdehnend, auf Ausdehnung u. Erwei
„außerhalb“; vgl. exo...): a) fremdländisch, überseeisch;
terung bedacht od. gerichtet, starke Expansion aufwei
b) einen fremdartigen Zauber habend od. ausstrahlend;
send
aus dem Üblichen herausfallend u. daher auffallend, be Ex|pa|tri|a|ti|pn* die; -, -en (zu mlat. expatriatus „aus der
staunenswert. Exoltislmus der; -, ...men (zu T...ismus
Heimat fortgegangen“ (Part. Perf. von expatriare, vgl. ex
(4)): 1. fremdsprachiges Wort, das auf einen Begriff der
patriieren) u. t‘...ion>: Ausbürgerung, Verbannung, vgl.
fremdsprachigen Umwelt beschränkt bleibt (z.B. Kol
...ation/...ierung. ex|pa|tri|ie|ren (aus mlat. expatriare
chos, Lord, Cowboy). 2. (ohne Plur.) Kunstströmung der
„aus der Heimat fortgehen“ zu T'ex... u. mlat. patriare
Malerei während des t Fin de Siècle, die sich mit der Dar
„heimkehren“, dies zu lat. patria „Heimat“): ausbürgern,
stellung exotischer Motive befasste
verbannen. Ex|pa|tri|ie|rung die; -, -en (zu T...ierung):
exoltok (zu Texo... u. gr. tökos „das Gebären, die Geburt,
das Expatriieren; vgl. ...ation/...ierung
Nachkommenschaft“): die Entwicklung nach der Eiablage exlpeldilaltur dal.; „es möge ausgefertigt werden“, 3. Pers.
beginnend (Zool.)
Konj. Präs. Pass, von expedire, vgl. expedieren): Ausfer
Exo to xin das; -s, -e (meist Plur.) (zu texo... u. TToxin):
tigungsvermerk. Exlpeldilent der; -en, -en (aus lat. expe
svw. Ektotoxin
diens, Gen. expedientis, Part. Präs, von expedire, vgl. ex
Exo|tro|pie* die; - (zu Texo... u. T...tropie): das Auswärts
pedieren): a) Abfertigungsbeauftragter in der Versandab
schielen (Med.)
teilung einer Firma; b) Angestellter in einem Reisebüro,
ex ovo [-'o:vo] vgl. ab ovo
Reisebürokaufmann. ex|pe|die|ren (aus lat. expedire
Exolzenltrilkum* das; -s, ...ka (zu texo... u. TZentrum):
„losmachen: bereit, fertig machen“): absenden, abferti
svw. exozentrisches Kompositum, exolzenltrisch: nicht
gen, befördern (von Gütern u. Personen). Exlpeldit das;zur gleichen Formklasse gehörend (von einer sprachlichen
-[e]s, -e (verkürzt aus T Expedition (3 a)>: (österr.) Versand
Konstruktion, die nicht zur Kategorie eines ihrer konsti
abteilung (z. B. in einem Kaufhaus). Exlpeldiltilon die; -,
tuierenden Glieder gehört (z.B. auf dich-, weder die Prä
-en (aus lat. expeditio „Erledigung, Abfertigung; Feld
position „auf“ noch das Pronomen „dich“ können die
zug“; vgl. Spedition): 1. a) Forschungsreise [in unbekann
Funktion der Fügung „auf dich“ übernehmen; Sprachw.);
te Gebiete]; b) Personengruppe, die eine Expedition (1 a)
Ggs. tendozentrisch; exozentrisches Kompositum: Zu
unternimmt; c) (veraltet) Kriegszug, militärisches Unter
sammensetzung, bei der das Bezeichnete außerhalb der
nehmen. 2. Gruppe zusammengehörender Personen, die
Zusammensetzung liegt, d.h., es wird nicht von den ein
von einem Land, einem Verband od. einem Unternehmen
zelnen Kompositionsgliedern genannt (z. B. „Löwenmäul
zur Wahrnehmung bestimmter (bes. sportlicher) Aufga
chen“ = Blume mit Blüten, die wie kleine Löwenmäuler
ben ins Ausland geschickt werden. 3. a) Versand- od. Ab
aussehen); vgl. Bahuwrihi
fertigungsabteilung (z.B. einer Firma) ; b) das Expedieren.
exo zy tär (zu t exo...,gr. kÿtos „Rundung, Wölbung, Höh
4. (veraltet) Anzeigenabteilung. ex|peldi|tiv (zu t...iv):
lung“ u. T...är): außerhalb einer Zelle gelegen (Med.).
zur Expedition gehörend. Ex|pe|di|tor der; -s, ...oren (zu
Exolzyltolse die; -, -n (zu t*...ose): Austritt von Zellen
T...or): svw. Expedient
aus den Blutgefäßen (Med.)
Exlpekltolrans das: -, Plur. ...ranzien [...ion] u. ...rantia
Exlpanlder der: -s, - (aus gleichbed. engl. expander zu to ex
(aus lat. expectorans, Gen. expectorantis, eigtl. „das aus
pand „ausspannen, dehnen“, dies aus lat. expandere, vgl.
der Brust Verscheuchende“, Part. Präs, von expectorare,
expandieren): auseinander ziehbares Trainingsgerät zur
vgl. expektorieren): schleimlösendes Mittel, Hustenmittel
Kräftigung der Arm- u. Oberkörpermuskulatur (Sport).
(Med.). Ex|peklto|ran|ti|um das; -s, ...tia (zu t...ium):
433
svw. Expektorans. Expectoration die: -, -en <aus
gleichbed, (n)lat. expectorado zu lat. expectorare, vgl. expektorieren): 1. das Sichaussprechen, Erklärung [von Ge
fühlen], 2. Auswurf (Med.). ex|pek|to|rie|ren (aus lat.
expectorare „aus der Brust verscheuchen“): 1. seine Ge
fühle aussprechen. 2. Schleim auswerfen, aushusten
(Med.)
Exlpelller der:-s, - (meist Plur.) (zu eng/, to expel ,,(hin)ausstoßen, vertreiben“, dies aus lat. expellere, vgl. expellieren>: nach dem Abpressen des Öls entstehender Rück
stand bei der Ölgewinnung, exlpelllielren (aus gleich
bed. lat. expellere zu Î 'ex... u. pellere „(fort)stoßen“): (ver
altet) austreiben, verjagen
exlpenldielren (aus gleichbed. lat. expendere zu t'ex... u.
pendere „(be)zahlen“): (veraltet) auszahlen, auslegen, be
zahlen. Exlpenlsalrilum das; -s, ...ien [...ian] (zu lat. ex
pensus, Part. Perf. von expendere (vgl. expendieren), u.
T...arium): (veraltet) Kostenverzeichnis. Exlpenlsen die
(Plur.) (zu spätlat. expensa (pecunia) „Ausgabe, Auf
wand“, substantiviertes Part. Perf. (Femininum) von ex
pendere, vgl. expendieren): [Gerichts]kosten. Ex penlsion <//e; -, -en (aus gleichbed. lat. expensio): (veraltet) Aus
zahlung. exlpenlsiv (zu f,,,iv): kostspielig
Exlpelrilenlcing [ɪks'pɪərɪənsɪŋ] das; -[s] (aus gleichbed.
engl. experiencing, Gerundium von to experience „erfah
ren, erleben“, dies zu lat. experiens, Part. Präs, von expe
riri „in Erfahrung bringen; versuchen, prüfen“): Bez. für
das Erleben eines Menschen, wenn er sich mit einer Sache
beschäftigt, die für ihn persönlich wichtig ist (Psychol.).
Ex|pe|ri|enz [ekspe...] die; - (aus lat. experientia „Erfah
rung; Versuch“): (veraltet) [Klugheit durch] Erfahrung.
Exlpelrilment das; -[e]s, -e (aus lat. experimentum „Ver
such, Probe“ zu experiri „versuchen, erproben“): 1. wis
senschaftlicher Versuch, durch den etw. entdeckt, bestä
tigt od. gezeigt werden soll. 2. [gewagter] Versuch, Wagnis;
gewagtes, unsicheres Unternehmen; Unternehmung mit
unsicherem Ausgang, exlpelrilmenltal (aus gleichbed.
nlat. experimentalis; vgl. '...al (1)>: (selten) svw. experi
mentell; vgl. ...al/...eil. Exlpelrilmenltal...: Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „auf Experimenten be
ruhend, mit Experimenten verknüpft“, z.B. Experimen
talphysik. Exlpelrilmenltailfiim der; -s, -e: svw. Studio
film. Exlpe|ri|men|tal|phy|sik die; -: Teilgebiet der
Physik, das mithilfe von Experimenten die Naturgesetze
zu erforschen sucht. Exlpelrilmenltaltor der; -s, ...oren
(aus gleichbed. mlat. experimentator): jmd., der Experi
mente macht od. vorführt. ex|pe|ri|men|teil (französie
rende Bildung; vgl. ...eil): 1. auf Experimenten beruhend;
mithilfe von Experimenten [erfolgend], 2. mit ungewöhn
lichen [künstlerischen] Mitteln gestaltet, frei komponiert;
vgl. ...al/...ell. exlpelrilmenltielren (nach gleichbed. fr.
expérimenter aus mlat. experimentare; vgl. Experiment):
Experimente anstellen, durchführen. Ex|pe|ri|men|tum
Cru cis [- 'kru:tsis] das; - - (aus (n)lat. experimentum cru
cis „Wegweiser des Kreuz(weg)es“>: Experiment, dessen
Ausgang eine endgültige Entscheidung über mehrere
Möglichkeiten herbeiführt, exlpert (aus gleichbed. fr. ex
pert, vgl. Experte): (veraltet) erfahren, sachverständig.
Ex per te der; -n, -n (zu fr. expert „erfahren, sachkundig“
aus lat. expertus „erprobt, bewährt“, Part. Perf. von expe
riri, vgl. Experiment): jmd., der auf dem infrage kommen
den Gebiet besonders gut Bescheid weiß; Sachverständi
ger, Kenner. Exlperltenlsysltem das; -s, -e: Programm
system, das Wissen über ein spezielles Gebiet speichert u.
ansammelt, aus dem Wissen Schlussfolgerungen zieht u.
zu konkreten Problemen des Gebietes Lösungen anbietet
(EDV). Exlperltin die; -, -nen: weibliche Form zu TEx
perte. Exlperltilse die; -, -n <1. aus gleichbed. fr. experti
se, 2. aus gleichbed. engl. expertise zu expert, vgl. Exper
explizit
te): 1. Gutachten eines Experten. 2. Fachwissen, exlper(aus gleichbed. fr. expertiser): (selten) in einer
Expertise begutachten, exlperlto cre de [- k...] dat.;
„glaube einem Erfahrenen“): glaube einem, der es selbst
erfahren hat
ex|pi|a|bel (aus gleichbed. fr. expiable zu expier „büßen,
versöhnen“, dies aus lat. expiare, vgl. expiieren): (veraltet)
sühnbar. Ex|pi|a|ti|on ¿//e; -, -en (aus gleichbed. lat. ex
piatio): (veraltet) Sühne, Versöhnung, exlpilaltolrisch
(aus gleichbed. lat. expiatorius): (veraltet) versöhnend,
sühnend. ex|pi|ie|ren (aus gleichbed. lat. expiare zu
t'ex... u. piare „fromm verehren; besänftigen; (entsüh
nen“, dies zu pius „fromm“): (veraltet) versöhnen, sühnen
Ex|pi|la|tor der; -s, ...oren (aus lat. expilator „Plünderer“
zu expilare, vgl. expilieren): (veraltet) a) jmd., der sich un
rechtmäßig eine Erbschaft aneignet; b) Straßenräuber.
ex|pi|lie|ren (aus gleichbed. lat. expilare (eigtl. „der Haa
re berauben“) zu t'ex... u. pilare „rupfen, Haare entfer
nen, plündern“, dies zu pilus „Haar“): (veraltet) rupfen,
ausplündern, berauben
Exlplalnaltilon die; -, -en (aus lat. explanatio „Erklärung,
Auslegung“ zu explanare, vgl. explanieren): Auslegung,
Erläuterung, Erklärung von Texten in sachlicher Hinsicht
(Literaturw.). exlplalnaltiv (aus gleichbed. spätlat. explanativus zu lat. explanatus, Part. Perf. von explanare,
vgl. explanieren): auslegend, erläuternd (Literaturw.).explalnielren (aus lat. explanare „eben ausbreiten, verdeut
lichen, erklären“ zu t'ex... u. planus „eben; deutlich,
klar“): auslegen, erläutern (Literaturw.)
Exlplanltat das; -[e]s, -e (zu t'ex..., lat. planta „Gewächs,
Pflanze“ u. f ...at (1)>: das bei einer Explantation Ausge
pflanzte (Gewebe od. Organstück); Gewebekultur (Med.,
Zool.). Ex plan ta ti on die; -, -en (zu t...ation ): Aus
pflanzung; Entnahme von Zellen, Geweben od. Organen
aus dem lebenden Organismus zum Zwecke der Weiter
züchtung des Gewebes in Nährflüssigkeiten od. der Über
tragung auf einen anderen Organismus (Med., Zool.). explan|tie|ren (zu t..deren ): eine Explantation vornehmen
(Med., Zool.)
exlpleltiv (aus spätlat. expletivus „ergänzend, füllend“ zu
lat. explere „füllen, vervollständigen“): ergänzend, ausfül
lend. Exlpleltiv das; -s, -e [...va]: für den Sinn des Satzes
entbehrliches Wort; Gesprächspartikel (früher Füll-,
Flick-, Würzwort genannt), z.B. „Ob er wohl Zeit hat?“
exlplilcit [...tsit] (aus spätlat. explicit liber „das Buch ist zu
Ende“ (vermutlich verkürzt aus explicitus est „es ist voll
zogen, es ist zu Ende“, 3. Pers. Perf. Passiv von lat. expli
care, vgl. explizieren)): Hinweis gewöhnlich am Ende von
Handschriften u. Frühdrucken; Ggs. Îincipit; vgl. expli
zit. Exlplilcit das; -s, -s: die Schlussworte einer mittelal
terlichen Handschrift od. eines Frühdrucks, exlplilkabel (aus gleichbed.fr. explicable, dies aus/at. explicabilis):
erklärbar, verständlich. Exlplilkanldum das; -s, ...da (aus
gleichbed. lat. explicandum, Gerundivum von explicare,
vgl. explizieren): der bei der Explikation (2) nicht genau
abgegrenzte Begriff (Logik). Exlplilkat das; -[e]s, -e (aus
gleichbed. lat. explicatum, substantiviertes Part. Perf.
(Neutrum) von explicare, vgl. explizieren): der bei der Ex
plikation (2) scharf abgegrenzte Begriff (Logik). Exlplikation die; -, -en (aus gleichbed. lat. explicatio zu expli
care, vgl. explizieren): 1. (selten) Darlegung, Erklärung,
Erläuterung. 2. Verfahren der Begriffsbestimmung, bei
dem ein intuitiver, nicht genau abgegrenzter Begriff (Explikandum) durch einen scharf abgegrenzten Begriff (Explikat) ersetzt wird (Logik). ex|pli|zie|ren (aus lat. expli
care „auseinanderfalten, erklären“ zu T'ex... u. plicare
„zusammenfalten“): darlegen, erklären, erläutern, exlplizit (aus lat. explicitus, Part. Perf. von explicare, vgl. expli
zieren): a) ausdrücklich, deutlich; Ggs. Timplizit (1); b)
tilsielren
Explizität
434
nes Treibstoff-Luft-Gemisches gewinnt, exlplolsiv (aus
ausführlich u. differenziert dargestellt; vgl. explicit; expli
gleichbed. nlat. explosivus zu /at. explosus, Part. Perf. von
zite Funktion: math. Funktion, deren Werte sich unmit
explodere, vgl. explodieren): 1. a) leicht explodierend (1);
telbar (d.h. ohne Umformung der Funktion) berechnen
b) zu Gefühlsausbrüchen neigend. 2. a) explosionsartig; b)
lassen. Ex|pli|zi|tät
-, -en <zu t...ität>: formale Ein
sehr temperamentvoll, heftig. Exlplolsivder; -s, -e [,,,və]:
deutigkeit sowie Vollständigkeit als notwendige Vorausset
Kurzform von ÎExplosivlaut. Exlplolsilviltät [...v...] die;
zung für die Erstellung von Grammatikregeln u. die Be
- (zu 1 ...ität): explosive Beschaffenheit, Art [u. Weise], Exdingungen ihrer Anwendung (Sprachw.). ex|pli|zi|te <aus
plolsivllaut der; -[e]s, -e: Laut, der durch die plötzliche
gleichbed. lat. explicite): in aller Deutlichkeit
Öffnung eines Verschlusses entsteht (z. B. b, fc); vgl. Tenuis
exlploldielren lunter Einfluss von î Explosion aus lat. ex
u. Media
plodere „klatschend heraustreiben, ausklatschen“, dies zu
T'ex... u. plaudere „klatschen, schlagen“): 1. durch hefti ExIpofÄ'e; -, -s: Kurzform von tExposition (4). Ex po nat
das; -[e]s, -e (aus gleichbed. russ. eksponat zu Zat. exponere
gen inneren [Gasjdruck plötzlich auseinandergetrieben
„offen aufstellen“; vgl. exponieren): Ausstellungsstück,
werden, mit Knall [zer]platzen, bersten. 2. einen heftigen
Museumsstück. Exlpolnent der; -en, -en (aus lat. expo
Gefühlsausbruch zeigen
nens, Gen. exponentis, Part. Präs, von exponere „heraus
Exlploitlcks'ploa] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. exploit, dies
stellen“; vgl. exponieren): 1. herausgehobener Vertreter
über altfr. esploit u. das Vulgärlat. zu lat. explicitus, vgl.
einer Richtung, einer Partei usw. 2. Hochzahl, bes. in der
explizit):
hervorragende
Leistung,
Glanzleistung
Wurzel- u. Potenzrechnung (z.B. ist n bei a” der Expo
(Schweiz., bes. Sport). exlploi|ta|bel [ɛksploa...] (aus
nent). Exlpolnenltilal... (zu tExponent u. t'...al (1)):
gleichbed. fr. exploitable): (veraltet) 1. nutzbar. 2. ver
Wortbildungselement mit der Bedeutung „mit einem Ex
pfändbar. Ex|ploi|ta|ti|on rfte; -, -en (aus gleichbed. fr.
ponenten (2) zusammenhängend, exponentiell verlau
exploitation): (veraltet) 1. Ausbeutung. 2. Nutzbarma
fend“, z.B. Exponentialfunktion. Ex|po)nen|ti|al|funkchung (z.B. eines Bergwerks). Exlploilteur [...torn] der;
tilon die; -, -en: math. Funktion, bei der die unabhängige
-s, -e (aus gleichbed. fr. exploiteur): (veraltet) jmd., der ei
Veränderliche als Î Exponent (2) einer konstanten Größe
ne Sache od. Person exploitiert. exlploiltielren (aus
gleichbed. fr. exploiter, eigtl. „ausführen“); (veraltet) 1.
(meist e) auftritt. Exlpo|nen|ti|al|glei|chur>g<ï;e,' -, -en:
Gleichung mit einer Unbekannten im Exponenten. Exlpoaus der Arbeitskraft eines andern Gewinn ziehen, dessen
nenlti al röh re die; -, -n: Röhre, die in Rundfunkemp
Arbeitskraft für sich ausnutzen, ausbeuten. 2. [Boden
schätze] nutzbar machen
fängern automatisch den Schwund regelt, exlpolnenltiell (zu 1 Exponent u. T ...eil) : gemäß einer (speziellen) Ex
Exlplolrand der; -en, -en (aus lat. explorandus, Gerundi
vum von explorare, vgl. explorieren): jmd., der exploriert
ponentialfunktion verlaufend, z. B. -er Abfall einer physik.
wird. Exlplolralteur [,,,'to:n] der; -s, -e (aus fr. explora
Größe, exlpolnielren (aus lat. exponere „herausstellen;
teur „Forscher, Entdecker“, dies aus lat. explorator, vgl.
offen aufstellen; aussetzen, preisgeben“): 1. a) darstellen,
Explorator): (veraltet) Kundschafter, Späher. Exlpiolrazur Schau stellen; b) (veraltet) belichten (Fotogr.). 2. sich
tilon die; -, -en (aus lat. exploratio „das Ausspähen; Un
-: die Aufmerksamkeit auf sich lenken, sich durch sein
tersuchung, Erforschung“): Untersuchung u. Befragung;
Handeln sichtbar herausheben, herausstellen [u. sich da
Nachforschung; das Explorieren. Exlplolraltilonslgeodurch auch der Kritik, Angriffen aussetzen], exlpolniert
physik die; -: Anwendung geophysikalischer Verfahren
(zu T ,,,iert): (durch räumliche Lage, Stellung od. persönli
u. Methoden bei der praktischen Lagerstättensuche. Exche Situation) herausgehoben u. dadurch Gefährdungen
plolraltor der; -s, ...oren (aus lat. explorator „(Aus)späod. Angriffen in erhöhtem Maß ausgesetzt
her; Untersucher, Erforscher“): jmd., der exploriert. Ex- ’Exlport der; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. export zu to ex
plo|ralto|ren|ver|fah|ren das; -s, -: Erforschung der
port „ausführen“, vgl. exportieren): 1. Ausfuhr, Absatz
Volkskultur (Sprache, Brauchtum, Geräte u. a.) durch per
von Waren im Ausland. 2. das Ausgeführte; Ggs. 1 Import.
soni. Befragung von Gewährsleuten. ex|plo|ralto|risch
2Ex|pprt das; -, -: Kurzform von ÎExportbier. Exlport(aus lat. exploratorius „zum Aufklären, Untersuchen ge
arlti kel der; -s, -: Artikel, der exportiert wird. Exlporthörend“): [ausjforschend, prüfend. Ex|plo|ra|to|ri|um
biert/as; -[e]s, -e (zu t ‘Export (weil urspr. das für den Ex
das; -s, ...ien [...ion] (zu lat. exploratorius (vgl. exploratoport nach Übersee stärker eingebraute Bier von besonde
risch) u. T...ium): (veraltet) Prüfungsarbeit, exlplolrierer Haltbarkeit war)): ein qualitativ gutes, geschmacklich
ren (aus /«i. explorare „ausspähen, erforschen“): 1. erfor
abgerundetes (nicht sehr bitteres) Bier. Exlporlten die
schen, untersuchen, erkunden (z.B. Boden, Gelände). 2.
(Plur.) (veralteter Plur. von t ‘Export): Ausfuhrwaren. Ex[Personen]gruppen zu Untersuchungs-, Erkundungszwe
porlteur [... torn] rfer; -s, -e (französierende Bildung zü
cken befragen, ausforschen; (Verhältnisse) durch Befra
t exportieren u. Î ...eur): jmd. (auch ein Unternehmen), der
gung u. Gespräche untersuchen, erkunden (Psychol.,
(bzw. das) exportiert, exlpoijtielren (aus gleichbed.
Med.)
engl. to export, dies aus lat. exportare „hinaustragen“):
ex|plo|si|bel (zu lat. explosus, Part. Perf. von explodere
Waren ins Ausland ausführen. Ex|port|inldus|trie*^z'e,' (vgl. explodieren) u. t ...ibel): 1. explosionsfähig, -gefähr
(zu t 'Export): Gesamtheit der Betriebe, Firmen usw., die
lich. 2. zu unvermittelten Gewalthandlungen u. plötz
[vorwiegend] für den Export produzieren, exlportlinlichen Kurzschlussreaktionen neigend (von Î Psycho
tenlsiv: viel für den Export produzierend, exlportloripathen; Med., Psychol.). Ex|plo|si|bi|li|tät die; - (zu
enltiert: am Export, an der Möglichkeit des Exports ori
texplosibel u. T...ität): Fähigkeit zu explodieren (1). Exentiert. Ex|port|res|trik|ti|on* die; -, -en (meist Plur.):
plo si on die; -, -en (über gleichbed. fr. explosion aus
meist durch den Staat verordnete Beschränkung des Ex
lat. explosio „das Herausklatschen“ zu explodere, vgl.
ports
explodieren): 1. mit einem heftigen Knall verbundenes Exlpolsé, auch Exlpolsee das; -s, -s (aus gleichbed. fr. ex
Zerplatzen u. Zerbersten eines Körpers. 2. heftiger Ge
posé, substantiviertes Part. Perf. von exposer „darlegen“,
fühlsausbruch, bes. Zornausbruch. Exlplolsilgnslkaltaeigtl. „öffentlich ausstellen“, dies zu lat. exponere, vgl. ex
strolphe* die; -, -n: durch eine Explosion verursachte
ponieren): a) Denkschrift, Bericht, Darlegung, zusam
Katastrophe. Ex|plo|si|gns|kra|ter der; -s, -: durch ex
menfassende Übersicht; b) Entwurf, Plan, Handlungs
plosionsartige Vulkanausbrüche entstandener Krater
skizze (bes. für ein Filmdrehbuch). Ex|po|si|ti|on die; -,
(z.B. Maar). Ex|plo|si|ons|mo|tor der; -s, Plur. -en,
-en (aus lat. expositio „Darlegung, Entwicklung“ zu expo
auch -e: Motor, der seine Energie aus der Explosion ei
nere, vgl. exponieren): 1. Darlegung, Erörterung. 2. ein-
435
führender, vorbereitender Teil des Dramas (meist im 1.
Akt od. als T Prolog). 3. a) erster Teil des Sonaten(haupt)satzes mit der Aufstellung der Themen; b)
Kopfteil bei der Fuge mit der ersten Themadurchführung.
4. Ausstellung, Schau. 5. in der kath. Kirche im Mittelalter
aufgekommener Brauch, das Allerheiligste in der t Mons
tranz od. im ÎZiborium zur Anbetung zu zeigen. 6. Lage ei
nes bewachsenen Berghanges in Bezug auf die Einfalls
richtung der Sonnenstrahlen (Biol.). 7. (veraltet) Belich
tung (Fotogr.). 8. Grad der Gefährdung für einen Organis
mus, der sich aus der Häufigkeit u. Intensität aller äußeren
Krankheitsbedingungen ergibt, denen der Organismus
ausgesetzt ist (Med.), exlpolsiltolrisch (aus gleichbed.
engl. expository, dies aus mlat. expositorius zu lat. expo
situs, Part. Perf. von exponere, vgl. exponieren): erklä
rend, darlegend. Exlpolsiltur die; -, -en (zu lat. expositus,
Part. Perf. von exponere, vgl. exponieren u. T...ur>: 1. ab
gegrenzter selbstständiger Seelsorgebezirk einer Pfarrei.
2. (österr.) a) in einem anderen Gebäude untergebrachter
Teil einer Schule ; b) auswärtige Zweigstelle eines Geschäf
tes. Exlpolsiltus der; -, ...ti (aus lat. expositus, eigtl. „der
Herausgestellte“, substantiviertes Part. Perf. von expone
re, vgl. exponieren): Geistlicher als Leiter einer Expositur
(1)
ex post (lat.')'. 1. nach geschehener Tat; hinterher. 2. im
Nachhinein (Wirtsch.); Ggs. : tex ante, ex post faclto [- Takto] (lat.)'. svw. ex post (1)
Ex pos tu la ti on 4/e; -, -en (aus gleichbed. lat. expostula
tio zu expostulare, vgl. expostulieren): Beschwerde, For
derung. exlposltullielren (aus gleichbed. lat. expostula
re zu t'ex... u. postulare „verlangen“): sich beschweren,
fordern
exlpress (aus lat. expressus „ausgedrückt, ausdrücklich“,
z.T. über engl. express „ausdrücklich, eilig“, vgl. Express):
1. eilig. 2. (landsch.) eigens, ausdrücklich, zum Trotz. Ex
press der; -es, -e (Kurzw. für Expresszug aus gleichbed.
engl. express (train), eigtl. „Zug mit genau festgelegtem
Fahrplan“, zu lat. expressus „ausdrücklich“): Schnellzug.
Exlpress... (über engl. express „eilig“, eigtl. „ausdrück
lich“, aus lat. expressus, vgl. express): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „eilig, schnell“, z. B. Expressgut.
Exlpresslbolte der; -n, -n: (veraltet) Eilbote (Postw.).
Exlpresslgut 4ös;-[e]s, ...güter: Versandgut, das auf dem
schnellsten Weg zum Bestimmungsort gebracht wird. Ex
pression die; -, -en (aus lat. expressio „Ausdruck“ zu
exprimere „(her)ausdrücken“; vgl. exprimieren): 1. Aus
druck. 2. besonderes Register beim Harmonium. 3. das
Herauspressen (z. B. der Nachgeburt; Med.). Exlpreslsiolnislmus der; - (zu lat. expressio „das Ausdrücken, der
Ausdruck“ u. t...ismus (1), z.T. unter Einfluss von fr. expressionisme): 1. Ausdruckskunst, Kunstrichtung des frü
hen 20. Jh.s, die im bewussten Gegensatz zum ÎImpressio
nismus (1 u. 2) steht. 2. musikalischer Ausdrucksstil um
1920. Exlpreslsilolnist der; -en, -en (zu T...ist): Vertreter
des Expressionismus. Ex|pres|si|o|nis|tin die; -, -nen:
weibliche Form zu fExpressionist. expres si o nis
tisch (zu T ...istisch) : a) im Stil des Expressionismus; b)
den Expressionismus betreffend, exlpreslsis verlbis
[,,,si:s ...bi:s] (lat.; vgl. express): ausdrücklich, mit aus
drücklichen Worten, exlpreslsiv (aus gleichbed. fr. ex
pressif zu expression „Ausdruck“, dies aus lat. expressio,
vgl. Expression): ausdrucksstark, mit Ausdruck, aus
drucksbetont. Exlpreslsilviltät [...v...] die: - (aus gleich
bed. fr. expressivité; vgl. ...ität): 1. Fülle des Ausdrucks,
Ausdrucksfähigkeit. 2. Ausprägungsgrad einer Erbanlage
im Erscheinungsbild (Biol.). Exlpresslkaflfee der; -s:
Schnellkaffee; Kaffee, der durch Übergießen von Kaffee
pulver mit heißem Wasser zubereitet wird. Exlprilmat
4as; -[e]s, -e (zu Îexprimieren u. t...at>: durch Druck ent
exsikkativ
fernter Inhalt eines Hohlorgans (z. B. Sekret aus der Pros
tata; Med.), exlprilmielren (aus gleichbed. lat. exprimere): etwas durch Druck entleeren, herausdrücken (z. B. ei
nen Mitesser)
Ex|pro|bra|ti|on* rfie; -, -en (aus gleichbed. lat. exprobratio
zu exprobrare, vgl. exprobrieren): (veraltet) Vorwurf, Ta
del. ex|pro|brie|ren (aus gleichbed. lat. exprobrare zu
T'ex... u. probrum „Schandtat; Beschimpfung“): vorwer
fen, tadeln
ex prolfeslso (lat.; „absichtlich“; vgl. Profession): berufs
mäßig, von Amts wegen, absichtlich
Ex|pro|mis|si|on die; -, -en (zu lat. expromissus, Part.
Perf. von expromittere, vgl. expromittieren, u. T'...ion):
den ursprünglichen Schuldner befreiende Schuldübernah
me durch einen Dritten (Rechtsw.). Exlprolmislsor 4er;
-s, ...oren (aus lat. expromissor „Zusager, Versprecher (für
sich od. einen anderen)“) : jmd., der die Schuld für sich od.
einen anderen übernimmt (Rechtsw.). exlprolmitltieren (aus lat. expromittere „etwas für einen anderen zusa
gen“): für einen anderen die Schuld übernehmen
(Rechtsw.)
Exlprolprilalteur* [...’tarn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. ex
propriates zu ex- (vgl. 'ex...) u. propre „eigen“, dies aus
lat. proprius): (veraltet) Enteigner, Ausbeuter. Exlproprila tilon die; -, -en (aus gleichbed. fr. expropriation):
(veraltet) Enteignung, exlprolprilielren (aus gleichbed.
fr. exproprier): (veraltet) enteignen
Exlpulgnaltilon* 4ze; -, -en (aus gleichbed. lat. expugnatio
zu expugnare, vgl. expugnieren): (veraltet) Eroberung,
exlpulgnielren (aus gleichbed. lat. expugnare zu T'ex...
u. lat. pugnare „kämpfen“, dies zu pugna „Schlacht,
Kampf“): (veraltet) erobern, erkämpfen
Ex|pul|si|on die; -, -en (aus spätlat. expulsio „Vertreibung“
zu lat. expellere „heraustreiben“): Entfernung, Abführung
(z.B. von Eingeweidewürmern; Med.), exlpullsiv (zu
T...iv): die Expulsion betreffend (Med.)
exlpunlgielren (aus gleichbed. lat. expungere); (veraltet)
tilgen, streichen. Ex|punk|ti|on 4/e; -, -en (aus gleichbed.
lat. expunctio): (veraltet) Tilgung, Streichung
exlquilrielren (aus gleichbed. lat. exquirere): (veraltet)
aussuchen, ausforschen, nachsuchen, exlquilsit (aus
gleichbed. lat. exquisitus, Part. Perf. von exquirere, vgl. exquirieren): ausgesucht, erlesen, vorzüglich. Exlquilsiltion die; -, -en (aus gleichbed. lat. exquisitio): (veraltet)
Auswahl, Untersuchung
Exlrex der; -, Exreges [..,ge:s] (zu T 'ex... u. lat. rex „König“):
(veraltet) ehemaliger König
Exl se|kralti|on* u. Exekration die; -, -en (aus lat. ex(s)ecratio „Verfluchung“ zu ex(s)ecrare, vgl. exsekrieren): 1. Ent
weihung. 2. feierliche Verwünschung, Fluch (kath. Kir
che). exlselkrielren u. exekrieren (aus lat. ex(s)ecrare
„verfluchen, verwünschen“ zu T 'ex... u. sacer „verflucht“,
eigtl. „heilig“): 1. entweihen. 2. verwünschen, verfluchen
(kath. Kirche)
Ex|sek|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. Za(. exsectio zu ex
secare, vgl. exsezieren): (veraltet) Ausschneidung, Ver
schneidung
Exlselquilen [,,,kviən] vgl. Exequien
exlselzielren (aus gleichbed. lat. exsecare zu T'ex... u. lat.
secare „schneiden“): (veraltet) ausschneiden, verschnei
den
Exlsiklkans das; -, Plur. ...kkanzien [...ian] u. ...kkantia
(aus lat. exsiccans, Part. Präs, von exsiccare „austrock
nen“): austrocknendes, Flüssigkeit Î absorbierendes Mit
tel (Med.). Exlsiklkat das; -[e]s, -e (zu lat. exsiccatus „tro
cken“, Part. Perf. von exsiccare, vgl. Exsikkans): getrock
nete Pflanzenprobe (Bot.). Exlsiklkaltilgn die; -, -en (aus
gleichbed. lat. exsiccatio): das Austrocknen, die Austrock
nung (Chem.). ex sik ka tiv (zu T...iv): austrocknend
Exsikkator
436
(Chem.). Exlsiklkaltorrfer; -s, ...oren <T...or): Gerät zum ExIsulpelranzÆe; - (aus gleichbed. lat. exsuperantia zu ex
superare, vgl. exsuperieren): Vorzüglichkeit, exlsulpeAustrocknen od. zum trockenen Aufbewahren von Chemi
rielren (aus gleichbed. lat. exsuperare zu Î 'ex... u. lat. su
kalien. ExIsikj ko Ise die; -, -n (zu t ɪ,,,ose): Austrocknung
perare „hervorragen“): hervorragen, übertreffen
des Körpers bei starkem Flüssigkeitsverlust (z.B. Durch
ex ta|cen|do [- ... tsendo] {lat.; eigtl. „aus dem Schweigen
fall)
den“): aus dem Nichtvorkommen (von Belegen etwas
ex sillenltio </at.; eigtl. „aus dem Schweigen“): svw. ex ta
schließen)
cendo
Exlspekltant der; -en, -en (aus lat. exspectans, Gen. ex Ex|tem|po|ra|le das; -s, ...lien [...ion] (zu lat. extemporalis
„unvorbereitet“, dies zu Îex tempore): (veraltet) unvorbe
spectantis, Part. Präs, von exspectare „entgegensehen, er
reitet anzufertigende [Klassen]arbeit. Ex|tem|po|re das:
warten“, dies zu t'ex... u. spectare „(an)schauen; prüfen,
-s, -s: a) improvisierte Einlage [auf der Bühne]; b) Steg
beurteilen“): (veraltet) jmd., der eine Exspektanz besitzt,
reifspiel, Stegreifrede, ex temlpolre {lat.; „sogleich, aus
Anwärter. Ex|spek|tanz<7ie; -, -en (zu t...anz>: (veraltet)
dem Stegreif', eigtl. „aus dem Zeitabschnitt heraus“): aus
Anwartschaft auf noch besetzte Stellen im Staat od. in der
dem Stegreif, exltemlpolrielren (zu t...ieren): a) eine
Kirche, exlspekltaltiv (zu t...iv): 1. (veraltet) eine Ex
improvisierte Einlage [auf der Bühne] geben; b) aus dem
spektanz gewährend. 2. abwartend (von einer Krankheits
Stegreif reden, schreiben, musizieren usw.
behandlung; Med.)
Exlspilraltilon <7ze; - (aus lat. exspiratio „Ausdünstung, Ex ten ded [ɪks'tɛndɪd] die; - (aus engl. extended „ausge
dehnt; breit (von Buchstaben)“, Part. Perf. von to extend
Ausblasung“ zu exspirare, vgl. exspirieren): Ausatmung
„ausdehnen“, dies aus lat. extendere, vgl. extendieren):
(Med.). ex|spi|ra|to|risch (aus gleichbed. lat. exspiratoaus England stammende, breite Antiquadruckschrift
rius): auf Exspiration beruhend, mit ihr zusammenhän
(Druckw.). Ex tenlder [ɛks...] der; -s, - (aus gleichbed.
gend; Ggs. t inspiratorisch (2): exspiratorische Artikulati
engl. extender zu to extend, vgl. Extended): Mittel zum
on : Lautbildung beim Ausatmen ; exspiratorischer Akzent:
Strecken teurer Rohstoffe (z. B. in der Farbenproduktion),
den germ. Sprachen eigentümlicher Akzent, der auf der
exltenldielren (aus gleichbed. lat. extendere): (veraltet)
Tonstärke des Gesprochenen beruht, Druckakzent, exspilrielren (aus gleichbed. lat. exspirare, eigtl. „heraus
ausweiten, ausdehnen, erweitern, exltenlsilbel (zu lat.
extensus, Part. Perf. von extendere (vgl. extendieren), u.
blasen“, zu t'ex... u. spirare „hauchen, blasen, atmen“):
ausatmen (Med.)
t...ibel): (veraltet) ausdehnbar. Ex|ten|si|bi|li|tät die; -,
Ex|spo|li|a|ti|on 4ze; -, -en (aus gleichbed. spätlat. exspo
-en (zu T ...ität): (veraltet) Ausdehnbarkeit. Ex|ten|si|on
áte; -, -en (aus gleichbed. lat. extensio zu extendere, vgl. ex
liatio zu lat. exspoliare, vgl. exspoliieren): (veraltet) Be
raubung. exlspollilielren (aus gleichbed. lat. exspoliare
tendieren): 1. Ausdehnung, Streckung, z.B. in der Med.
zut'ex... u. spolium „Raub, Beute“): (veraltet) ausrauben,
zur Einrichtung von Knochenbrüchen u. Verrenkungen
plündern
od. zur Entlastung eines entzündeten Gelenks. 2. Umfang
exlspulielren (aus gleichbed. lat. exspuere zu T 'ex... u. lat.
eines Begriffs; Gesamtheit der Gegenstände, die unter
spuere „speien, spucken“): (veraltet) ausspeien
diesen Begriff fallen (z.B. Obst = Äpfel, Birnen...; Lo
Ex|stan|ti|en[...ian] die (Plur.) (aus lat. exstantia, Plur. von
gik); Ggs. Î Intension (2). exltenlsilolnal (zu Î '...al (1)):
exstans, Gen. exstantis, Part. Präs, von exstare „ausste
1. auf die Extension (2) bezogen; Ggs. tintensional (1). 2.
hen, vorhanden sein): (veraltet) ausstehende Geldbeträge,
(bes. in der Mengenlehre) umfangsgleich; vgl. intensional
Außenstände
(2). Extensilonsbehandlung die; -, -en: spezielle
ex|stin|gulie|ren (aus gleichbed. lat. exstinguere zu t'ex...
Technik der Bewegungstherapie zur Behandlung orthopä
u. lat. stinguere „auslöschen, ersticken“): auslöschen, ver
discher Erkrankungen od. nach chirurgischen Eingriffen
nichten, vertilgen. Ex|stink|ti|on die; - (aus gleichbed.
(Med.). Ex|ten|si|pns|ver|band der; -[e]s, ...bände:
lat. exstinctio): das Auslöschen, Vernichten, Vertilgen,
Streckverband (Med.). Exltenlsiltät die; - (zu lat. exten
exlstinkltiv (zu t...iv>: auslöschend, vernichtend, vertil
sus, Part. Perf. von extendere (vgl. extendieren), u.
gend
t...ität): Ausdehnung, Umfang, exltenlsiv (aus spätlat.
Exlstirlpaltilgn die; -, -en (aus lat. exstirpatio „Ausrot
extensivus „ausdehnend, verlängernd“): 1. ausgedehnt,
tung“ zu exstirpare, vgl. exstirpieren): völlige Entfernung
umfassend, in die Breite gehend (z. B. -e Beeinflussung). 2.
[eines erkrankten Organs] (Med.). Ex|stir|pa|tor der; -s,
auf großen Flächen, aber mit verhältnismäßig geringem
...oren (zu t...or>: besondere Art eines (Grubbers, exAufwand betrieben (z. B. -e Nutzung des Bodens). 3. aus
stir I pie Iren (aus lat. exstirpare „ausrotten, (mit der Wur
dehnend, erweiternd (von der Auslegung eines Gesetzes;
zel) herausreißen“ zu t'ex... u. stirps „Stamm; Wurzel“):
Rechtsw.). extensivieren [,..v...] (zu Î..deren): aus-'
ein erkranktes Organ od. eine Geschwulst völlig entfernen
dehnen, in die Breite gehen od. wirken lassen. Exltenlsi(Med.)
viltäti/ie; - (zu Î ...ität): (selten) svw. Extensität. ExltenExlsuldat das; -[e]s, -e (aus lat. exsudatum „das Ausge
solmelter das; -s, - (zu î'...meter): Messordnung zur
schwitzte“, Part. Perf. (Neutrum) von exsudare, vgl. exsuFeststellung von Zugspannungen im Gesteinsverband,
dieren): 1. entzündliche Ausschwitzung (eiweißhaltige
bes. an erdbebengefährdeten Verwerfungslinien (Geol.).
Flüssigkeit, die bei Entzündungen aus den Gefäßen aus
Ex|ten|sorrfer;-s, ...oren (zulat. extensus. Part. Perf. von
tritt; Med.). 2. Drüsenabsonderung bei Insekten (Biol.).
extendere, vgl. extendieren, u. T...or): Streckmuskel
Ex su da ti on die; -, -en (aus spätlat. exsudatio „Aus
(Med.)
schwitzung“): 1. Ausschwitzung, Absonderung eines Ex Ex|te|rileur[...'ri0:ç]<Zùw; -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed. fr.
sudats (Med., Biol.). 2. Ausscheidung von Mineralstoffen
extérieur, dies aus lat. exterior, vgl. exterior): 1. Äußeres;
aus t kapillar aufsteigenden u. verdunstenden Bodenlösun
Außenseite; Erscheinung. 2. die Körperform eines Tieres
gen; vgl. Effloreszenz(2). ex|su|daltiv(zut...iv): mit der
im Hinblick auf einen bestimmten Zweck (z. B. beim Pferd
Exsudation (1) zusammenhängend, auf ihr beruhend, exals Zug- od. Reittier; Landw.). ex te ri or {lat.; Kompa
suldielren (aus gleichbed. lat. exsudare zu t'ex... u. lat.
rativ von exter „außen befindlich“; vgl. extrem): an der
sudare „schwitzen“): ausschwitzen
Außenseite gelegen, in der Nähe der Außenseite, weiter
Ex’Sulitet </a.s, -s (aus/at. exsultet „er möge frohlocken“, 3.
außen gelegen (Anat.). Exlte ri o rilsa ti on die; - (zu
Pers. Präs. Konj. von exsultare „frohlocken“): Lobgesang
T...isation): Veräußerlichung; Normsetzung (Psych.);
auf die brennende Osterkerze in der kath. Osternachtsfei
Ggs. 1 Interiorisation. Ex|te|rilo|ri|tät die; -, -en (zu
er
Î ...ität): (veraltet) Äußeres, Außenseite, Oberfläche
437
die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. exter
minatio zu lat. exterminare, vgl. exterminieren): (veraltet)
a) Vertreibung; Landesverweisung; b) Zerstörung, extenmi nielren (aus gleichbed. lat. exterminare, eigtl.
„über die Grenze treiben“, zu T'ex... u. terminus „Gren
ze“): (veraltet) ausrotten, vertreiben
exltern (aus gleichbed. lat. externus zu exter „außen be
findlich“): 1. auswärtig, fremd; draußen befindlich. 2.
nicht im Internat wohnend; vgl. Externe. Exlterlna:
Plur. von ÎExternum. Ex|ter|na|li|sa|tilon die; -, -en
(aus gleichbed. engl. externalization zu external; vgl.
...ation/...ierung): das Externalisieren; vgl. Projektion
(4). exlter na li sie ren (aus gleichbed. engl. to exter
nalize zu external „außen befindlich“, dies zu lat. exter
nus, vgl. extern): etwas nach außen verlagern (z. B. Ängs
te; Psychol.); vgl. internalisieren. Externalilsieirung
die; -, -en (zu T...isierung): das Externalisieren; vgl. ...ation/,,,ierung. Ex ter nat das; -[e]s, -e (Gegenbildung zu
ÎInternat): Lehranstalt, deren Schüler außerhalb der
Schule wohnen. Ex|tern|code [,..ko:t] der; -s, -s (zu Tex
tern): bei der Programmierung eines Computers benutz
te Schreibweise der Maschinenbefehle, die mittels eines
Leseprogramms in den Î Interncode der Anlage übersetzt
werden kann (EDV). Exlterlne der u. ¿ZZe; -n, -n (Sub
stantivierung von Textern): 1. Schüler[in], der bzw. die
nicht im Internat wohnt. 2. Schüler(in), der bzw. die die
Abschlussprüfung an einer Schule ablegt, ohne diese zu
vor besucht zu haben. Exlterlnist der; -en, -en (zu
T...ist): 1. (österr.) svw. Externe (1, 2). 2. (selten) Fach
arzt für äußere Krankheiten; Ggs. TInternist (1). 3.
Schauspieler, der an einem Theater spielt, dort aber
nicht fest verpflichtet ist. Ex|ter|nis|tin die; -, -nen:
weibliche Form zu TExternist. Externspeicher der;
-s, -: außerhalb der Zentraleinheit eines Computers ange
ordneter Datenspeicher (EDV); Ggs. ÎInternspeicher.
Exlterlnum das; -s, ...na (aus lat. externum „das Äußer
liche“ zu externus, vgl. extern): äußerlich anzuwenden
des Arzneimittel (Med.); Ggs. TInternum (3)
Ex|telro|re|zeplti|on die; -, -en (zu lat. exterus „außen, au
ßerhalb“ u. Î'Rezeption): Aufnahme von Reizen aus der
Umwelt durch Exterorezeptoren (Biol., Med.). Exltelrorezeptor der; -s, ...oren (meist Plur.)): Sinnesorgan, das
an der Körperoberfläche liegt u. auf Reize aus der Umwelt
reagiert (Biol., Med.), exltelrolzepltiv (zu Trezeptiv):
Reize wahrnehmend, die von außerhalb des Organismus
kommen (z. B. mittels Augen, Ohren; Psychol., Med.);
Ggs. Tpropriozeptiv
exlterlresltrisch* (zu Î '...ex u. T terrestrisch): (selten) svw.
extraterrestrisch. ex|ter|ri|to|rilal: außerhalb der Lan
deshoheitstehend. exlter|rilto|ri|a|li|sie|ren (zu T...isieren): jmdm. Exterritorialität gewähren. Ex|ter|ri|to|ri|aliltät iZze; - (zu T...ität>: a) Unabhängigkeit bestimmter
ausländischer Personen (z.B. Gesandter) von der Ge
richtsbarkeit des Aufenthaltsstaates; b) Unverletzlichkeit
u. Unantastbarkeit von Diplomaten im Gastland
ex thelralpia dat.; zu ex „aus, aus- heraus“ u. TTherapie):
auf der Basis der erfolgten erfolgreichen Behandlung (auf
die Diagnose einer Krankheit im Nachhinein bezogen)
Exltinklteur [...'torn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. ex
tincteur zu extinction „das (Feuer)löschen“, dies aus lat.
ex(s)tinctio, vgl. Extinktion): (veraltet) Feuerlöscher. Extinktion die; -, -en (aus lat. ex(s)tinctio „das Auslö
schen, Vernichten“ zu ex(s)tinguere „auslöschen“): 1.
(veraltet) Auslöschung, Tilgung. 2. Schwächung einer Wel
lenbewegung (Strahlung) beim Durchgang durch ein
T 'Medium (3; Phys., Astron., Meteor.). 3. Erlöschen eines
bedingten Reflexes durch das Fehlen des unbedingten
Auslösers (Psych.). Ex|tinklti|ons|ko|ef|filzilent der;
-en: Maß für die Extinktion (2)
Ex|ter|mi|na|ti|on
extrakapsulär
(aus lat. extollere „auf-, erheben“): (veraltet)
erheben, preisen, rühmen
ex|tor|quie|ren (aus gleichbed. lat. extorquere, eigtl. „he
rausdrehen“, zu T'ex... u. torquere „drehen, wenden“):
(veraltet) abpressen, erzwingen. Exltoijsilon die; -, -en
(aus gleichbed. lat. extorsio): (veraltet) Erpressung
exltra* dat.; „außerhalb, über - hinaus“, dies aus extera
parte „im äußeren Teil“; vgl. extern): a) besonders, für
sich, getrennt; b) zusätzlich, dazu; c) ausdrücklich; d) ab
sichtlich; e) zu einem bestimmten Zweck; f) besonders,
ausgesucht. ’Exltra das; -s, -s (meist Plur.): Zubehörteil
(speziell zu Autos), das über die übliche Ausstattung hi
nausgeht. 2Ex|tra der: -s, -s od. iZze; -, -s: Komparse bzw.
Komparsin, der bzw. die zusätzlich eingesetzt wird u. mit
dem Hauptdarsteller bzw. der Hauptdarstellerin eine kur
ze Spielepisode darzustellen hat (Theat., Filmw.)
exltra...*, Exltra... (aus gleichbed. lat. extra): Präfix mit
der Bedeutung „außer, außerhalb, außerdem, besonders“,
z. B. extragalaktisch, Extraordinarius
ex|tra|analto|misch* (zu Îextra... u. Îanatomisch): unter
Umgehung der normalen Blutgefäßbahnen (z.B. von ei
nem Bypass; Med.)
Exltralblatt* das; -[e]s, ...blätter (zu Textra...): Sonderaus
gabe einer Zeitung mit besonders aktuellen Nachrichten
exltra* brut [- bryt] (/?.; „sehr roh“): besonders herb (Ge
schmacksbezeichnung für franz. Schaumwein)
Exltralchor* der; -[e]s, ...chöre (zu Textra... u. T2Chor): zu
sätzlicher, nur in bestimmten Opern eingesetzter Theater
chor
exltra* cullpam [- k...J dat.y. außer Schuld, schuldlos
Exltraldos* [... do:] iZer; -, - (aus gleichbed. fr. extrados zu
textra... vt.fr. dos „Rücken“, dies über vulgärlat. dossum
aus gleichbed. lat. dorsum): (veraltet) Bogen-, Gewölbe
rücken (Archit.), exltraldoslsiert (aus gleichbed. fr. extradossé, Part. Perf. von extradosser „mit einem Gewöl
berücken versehen“; vgl. ...iert): (veraltet) mit Oberbogen
gewölbt (Archit.)
exltra* dry [- drai] (engZ.): trocken, herb, nicht süß (von
Sekt u. Schaumweinen)
exltraIduIrai* (zu Textra... u. Tdural): außerhalb der harten
Hirnhaut gelegen (Anat.)
exltra* eclclelsilam* nul la sallus [- ekle:... - -] dat.;
„außerhalb der Kirche [ist] kein Heil“): altkirchlicher
Grundsatz, nach dem außerhalb der Kirche keiner sein
Heil erwirken könne (Ausspruch des hl. Cyprian, f258)
exltralflolral* (zu Îextra... u. Tfloral): außerhalb der Blüte
befindlich (Bot.)
exltralgallakltisch* (zu Textra... u. Tgalaktisch): außer
halb der Milchstraße (vgl. Galaxie) liegend (Astron.)
ex|tralge|ni|tal* (zu T extra... u. Tgenital): 1. außerhalb der
Geschlechtsteile (Med.). 2. unabhängig von den Ge
schlechtsteilen (bes. in Bezug auf die Übertragung von Ge
schlechtskrankheiten; Med.)
Exltralhent* der; -en, -en (aus lat. extrahens, Gen. extra
hentis, Part. Präs, von extrahere, vgl. extrahieren): 1. (ver
altet) jmd., auf dessen Antrag eine gerichtliche Verfügung
erlassen wird (Rechtsw.). 2. jmd., der etwas extrahiert, extraihielren (aus lat. extrahere „herausziehen“ zu T'ex...
u. trahere „ziehen“): 1. a) einen Körperteil, insbesondere
einen Zahn, operativ herausziehen; b) ein Kind aus dem
Mutterleib herausziehen (geburtshilflicher Eingriff;
Med.). 2. eine Extraktion (1 a) vornehmen. 3. (veraltet) ei
ne Vollstreckungsmaßregel erwirken (Rechtsw.)
ex|tra|in|tes|ti|nal* (zu Textra... u. Tintestinal): außerhalb
des Darmes erfolgend (z.B. von der Verdauung bei Insek
ten, Spinnen u. Seesternen; Biol.)
exltralju|di|zi|al* (zu Textra..., TJudizium u. T'...al (1)>:
(veraltet) außergerichtlich
exltralkaplsullär* (zu Textra..., lat. capsula (Verkleine
ex|toi|lie|ren
E
438
extrakardial
rungsform von capsa „Kapsel, Behältnis“) u. T...är>: au
ßerhalb der Gelenkkapsel gelegen (Med.)
exltralkatjdilal* (zu textra... u. Îkardial): außerhalb des
Herzens gelegen; vom Herzen unabhängig (Med.)
Ex|tra|klas|se*z/ze; -, -n (Plur. selten) (zu Îextra...): Klasse
von Dingen, Personen mit außergewöhnlicher Qualität
exltralkorlpolral* (zu textra... u. tkorporal): außerhalb
des Körpers erfolgend, verlaufend (Med.). Exltralkorps
[,,,ko:n] das; - [...ko:ç(s)J, - [...koms]: (früher) bes. in Ös
terreich-Ungarn Nebentruppen, bes. für technische Zwe
cke
exltralkralnilell* (zu textra..., tkranio... u. t...ell): außer
halb des Schädelinnenraumes gelegen (z.B. in der Kopf
schwarte; Med.)
Exltrakt* der; -[e]s, -e (aus lat. extractum „das Herausge
zogene“, Part. Perf. von extrahere, vgl. extrahieren): 1.
(fachspr. auch das) Auszug aus tierischen od. pflanzlichen
Stoffen. 2. konzentrierte Zusammenfassung der wesent
lichsten Punkte eines Buches, Schriftstücks od. einer Re
de. Exltraklteur [,,,'to:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. ex
tracteur zu extraction „das Herausziehen“, dies aus spätlat. extractio, vgl. Extraktion): Gerät zur Vornahme einer
Extraktion (2). Ex trak ti on die; -, -en (aus spätlat. ex
tractio „das Herausziehen, das Heraustretenlassen“): 1.
Herauslösung einzelner Bestandteile aus einem flüssigen
od. festen Stoffgemisch mit einem geeigneten Lösungsmit
tel (Chem.). 2. das Ziehen eines Zahnes (Med.). 3. das He
rausziehen des Kindes aus dem Mutterleib (geburtshilfli
cher Eingriff). 4. Herstellung eines Extraktes (1). exltraktiv (zu lat. extractus, Part. Perf. von extrahere, vgi. extra
hieren): ausziehend; auslaugend; löslich ausziehbar;
durch Extraktion erfolgend. Ex|trak|tiv|stof|fe die
(Plur.): in Pflanzen od. Tieren vorkommende Stoffe, die
durch Wasser od. Alkohol ausgezogen werden können
(Biol.)
ex|tra|ku|tan* (zu textra... u. tkutan): auf der äußeren
Haut befindlich (Med.)
exltra llinlgulal* (zu textra... u. Îlingual): außersprachlich,
nicht zur Sprache gehörend (Sprachw.); Ggs. t intralingual
exltralmeldulllär* (zu textra... u. tmedullär): außerhalb
des Knochenmarks vorkommend u. geschehend (Med.)
exltralmenltal* (zu textra... u. t2mental): außerhalb des
Bewusstseins [vorhanden]
extramundan* (aus gleichbed. spätlat. extramundanus
zu t extra... u. Î mundan) : außerweltlich, Î transzendent ( 1 ;
Philos.); Ggs. tintramundan
ex|tra|mu|ral* (zu textra... u. lat. muralis „zur Mauer,
Wand gehörig“, dies zu murus „Mauer“): 1. außerhalb der
Stadtmauern befindlich. 2. außerhalb der Wand eines
Hohlraums (z.B. des Darmes) gelegen (Med.), exltra
muiros [- ...ro:s] dat.y. außerhalb der Mauern
exltran* (aus gleichbed. lat. extraneus): (veraltet) auslän
disch, fremd. Exltralneler [...nee] der; -s, - (aus /«(. extra
neus „Fremder“): svw. Externe
Exltralnet* das; -s, -s (zu t extra... u. engl. net „Netz“): Ver
netzung von Computersystemen zur Informationsüber
mittlung zwischen fusionierten Firmen, Institutionen o. Ä.
ex tra or di när* (überfr. extraordinaire aus gleichbed. lat.
extraordinarius): außergewöhnlich, außerordentlich. Extraordinariat das; -[e]s, -e (zu lat. extraordinarius
„außerordentlich“ u. T...at (1)>: Amt eines Extraordinari
us. Exltralor|di|na|rilum das;-s, ...ien [,,,iən] (aus Zai. ex
traordinarium „das Außerordentliche“, Neutrum von ex
traordinarius, vgl. Extraordinarius): der außerordentliche
Haushaltsplan] eines Staates. Ex|tra|or|di|na|ri|us der;
-, ...ien [...¡an] (Substantivierung von lat. extraordinarius
„außerordentlich“): außerordentlicher, nicht ordentlicher,
nicht planmäßiger Professor, exltra orldilnem dat.): au
ßerhalb der Reihe
(zu Textra... u. Tossär): außerhalb des Kno
chens gelegen (Med.)
exltralpalrolchilal* (zu textra... u. Tparochial): nicht zur
î Parochie gehörend
ex[tra|pe|ri|kar|di|al* (zuTextra... u. îperikardial): außer
halb des Herzbeutels gelegen (Med.)
exltralpelriltolnälal* usw. vgl. extraperitoneal usw. extraperitoneal (zu Textra..., gr. peritónaion „Bauch
fell“ u. T'...al (1)): außerhalb des Bauchfells gelegen
(Med.). Ex|tralpe|ri|to|nela|li|sie|rung die; -, -en (zu
T...isierung): operative Verlagerung eines innerhalb des
Bauchfellraumes gelegenen Organs nach außerhalb
(Med.)
ex|tra|pleu|ral* (zu Textra... u. Îpleural): außerhalb des
Brustfellraums gelegen (Med.)
Exltralpollaltilgn* die; -, -en (Analogiebildung zu TInter
polation; vgl. extra...): näherungsweise Bestimmung von
Funktionswerten außerhalb eines T Intervalls (4) aufgrund
der Kenntnis von Funktionswerten innerhalb dieses Inter
valls. ex|tra|po|lie|ren (verkürzt aus Textra... u. Tinterpolieren): aus dem Verhalten einer Funktion innerhalb ei
nes math. Bereichs auf ihr Verhalten außerhalb dieses Be
reichs schließen
Exltralpolsiltilon* die; -, -en (zu Textra... u. TPosition):
Herausstellung eines Gliedsatzes (Subjekt- od. Objekt
satz) an das Ende des Satzgefüges, wobei ein stellvertre
tendes „es“ vorangestellt wird, z. B. „Es ist schön, dass du
kommst“ für „Dass du kommst, ist schön“ (Sprachw.)
Ex|tra|pro|fit* der; -[e]s, -e (zu Îextra... u. TProfit): infolge
besserer Produktionstechniken u. höherem Grad der Ar
beitsorganisation erzielter zusätzlicher Kapitalertrag (aus
marxistischer Sicht)
Ex|tra|pu|ni|ti|vi|tät* [...v...] die; -, -en (zu Textra..., Tpunitiv u. I ...ität): Wunsch od. Wille, andere Personen für ei
gene moralische Unzulänglichkeit od. eigene Schuld bü
ßen zu lassen (Sozialpsychol.)
exltralpylralmildal* (zu textra... u. Tpyramidal): außer
halb der Pyramidenbahn (vgl. Pyramide 5) des Nervensys
tems gelegen (Med.); extrapyramidales Syndrom: durch
Störungen des Muskeltonus u. der Bewegungsabläufe ge
kennzeichneter Komplex von krankhaften Veränderungen
im extrapyramidalen System; extrapyramidales System:
im Mittel- u. Zwischenhirn gelegener Nervenkomplex, der
die unwillkürlichen Körperbewegungen u. den Muskelto
nus steuert
Exltralsenlsolry*
Perception
[ɛkstrə'sɛnsərɪ pə'sɛpʃ(ə)n] die; -- (aus gleichbed. engl. extra-sensory per
ception): außersinnliche Wahrnehmung (als Begriff der
Parapsychologie)
Exltralsysltglle* [auch ...’zYstole] die; -, -n (zu Textra... u.
TSystole): auf einen ungewöhnlichen Reiz hin erfolgende
vorzeitige Zusammenziehung des Herzens innerhalb der
normalen Herzschlagfolge (Med.). Exltra|sys|to|lie die;
-, ...ien (zu T2...ie): Form einer Herzrhythmusstörung, die
durch vorzeitig einsetzende Erregungsbildung im Herzen
zu gehäuften Extrasystolen führt (Med.)
Ex|tra|ta|ra* die; -, ...ren (zu Îextra... u. TTara): für längere
Transportdauer erforderliche Zusatzverpackung, z.B.
beim Seetransport
exltraltenlsiv* (zu Textra...,/at. tensus, Part. Perf. von ten
dere „spannen, ausdehnen“, u. T...iv): 1. nach außen wir
kend. 2. sozial anpassungsfähig
Exltralterlresltrik* züe; - (zu Textraterrestrisch u. T2...ik
(1)): Fachgebiet der Physik, das die physik. Vorgänge u.
Gegebenheiten untersucht, die sich außerhalb der Erde u.
ihrer Atmosphäre abspielen, exltralterlresltrisch (zu
Îextra... u. Îterrestrisch): außerhalb der Erde (einschließ
lich ihrer Atmosphäre) gelegen (Astron., Phys.)
Exltraltour* z/ze; -, -en (zu Textra... u. TTour): (ugs.) eigenex|tra|os|sär*
439
williges u. eigensinniges Verhalten od. Vorgehen innerhalb
einer Gruppe
exitrautelrin* (zu Textra... u. Îuterin): außerhalb der Ge
bärmutter (Med.). Ex|tra|utelrinlgra|vi|di|tät [,..v...]
i//e; -, -en: Schwangerschaft, bei der sich der Keim außer
halb der Gebärmutter entwickelt (Med.)
exltralvalgant* [...v..., auch 'ɛkstra...] (aus fr. extravagant
„ab-, ausschweifend“, dies aus mlat. extravagans, Gen. extravagantis, Part. Präs, von extravagari „unstet sein“,
eigtl. „ausschweifen“ ; vgl. Vagant): 1. a) ausgefallenen Ge
schmack habend, zeigend; b) von ungewöhnlichem u. aus
gefallenem Geschmack zeugend u. dadurch auffallend. 2.
überspannt, verstiegen, übertrieben. Exltralvalganlten
die (Plur.) (aus mlat. extravagantes „ausschweifende (Be
standteile)“): dem TCorpus Juris Canonici beigefügte
Sammlung päpstlicher TDekretalen. Exltralvalganz
[auch ekstra...] die: -, -en (nach gleichbed./r. extravagan
ce): 1. etwas, was aus dem Rahmen des Üblichen heraus
fällt; ausgefallenes Verhalten, Tun. 2. (ohne Plur.) Ausge
fallenheit. 3. Überspanntheit, Verstiegenheit, exltralvagielren (aus mlat. extravagari „unstet sein“): (veraltet)
überspannt handeln
ex|tra|va|sal*[...v...] (zu textra... u. Îvasal): außerhalb der
Blutgefäße gelegen od. erfolgend (Med.). Ex|tra|va|sat
das; -[e]s, -e (zu t...at (1)>: aus einem Gefäß ins Gewebe
ausgetretene Flüssigkeit wie Blut od. Lymphe (Med.). Extralva|sa|ti|on die: -, -en (zu t '...ion): Blut- od. Lympherguss in das Zellgewebe (Med.), exltralvalsielren (zu
Î..deren): aus einem verletzten Gefäß austreten (von Blut
od. Lymphe; Med.)
Exjtra verisi on* [...v...] die; -, -en (Analogiebildung zu
1 Introversion zu lextra... u. lat. vertere „drehen, wen
den“): seelische Einstellung, die durch Konzentration der
Interessen auf äußere Objekte gekennzeichnet ist; Ggs.
tIntroversion. ex|tra|ver|tiert (zu T...iert>: nach außen
gerichtet, für äußere Einflüsse leicht empfänglich; Ggs.
1 introvertiert (Psychol.)
ex|tra|ve|si|kal* [...v...] (zu lextra... u. Tvesikal): außer
halb der Harnblase
ex|tralzel|lu|lär* (zu lextra... u. Izellulär): außerhalb der
Zelle (Med.)
exltrem* (aus lat. extremus „der äußerste“, Superlativ von
exter „außen befindlich“; vgl. Exterieur): 1. äußerst [hoch,
niedrig]; ungewöhnlich. 2. radikal; extremer Wert: a)
Hoch- od. Tiefpunkt einer Funktion od. einer Kurve; b)
größter od. kleinster Wert einer Messreihe. Exltrem das;
-s, -e (aus lat. extremum „das Äußerste“): 1. höchster
Grad, äußerster Standpunkt. 2. Übertreibung, exltremal (zu 1 ‘...al (1)): einen Extremwert annehmend od. be
treffend (Math.). Exltrelmalle die; -, -n (zu 1 ...ale): Funk
tion, für die ein Integral ein 1 Maximum od. 1 Minimum
annimmt (Math.). Exltremlbioltop der od. das; -s, -e:
außergewöhnlicher Lebensraum von Pflanzen u. Tieren,
exltrelmilsielren (zu 1 ...isieren): zu einer extremen
Haltung bringen, gelangen lassen, ins Extrem treiben. Extrelmilsielrung die; - (zu l...isierung>: die Neigung, Ge
danken u. Taten bis zum Äußersten zu treiben. Exltremislmus der; -, ...men (zu l...ismus (5)): 1. (ohne Plur.)
extreme, radikale [politische] Haltung od. Richtung. 2. auf
Extremismus (1) beruhende Handlung. Exltrelmist
der; -en, -en (zu Î...ist): radikal eingestellter Mensch. Extre mis tin ¿Ze; -, -nen: weibliche Form zu lExtremist.
exltrelmisltisch (zu l...istisch): eine extreme, radikale
[politische] Einstellung zeigend ; den Extremismus verfech
tend. Exltrelmiltät die; -, -en (aus gleichbed. lat. extremi
tas, Gen. extremitatis; vgl. extrem): 1. äußerste Begren
zung, äußerstes Ende. 2. (ohne Plur.) das Extremsein (z. B.
einer Idee od. eines Planes). Ex|tre|mi|tä|ten ¿Ze (Plur.):
Gliedmaßen (Med.). Exltremlsi tu|a|ti|on die; -, -en: ex
Exudenismus
treme Lage, Situation, in der sich jmd. [augenblicklich] be
findet. Ex|trem|sport der; -[e]s: mit höchster körperli
cher Beanspruchung, mit besonderen Gefahren verbunde
ner Sport (z.B. Triathlon, Freeclimbing). Exltremsportart die; -, -en: einzelne Disziplin des Extremsports.
Ex|trem|ther|molme|ter das; -s, - (zu 1 Extrem): Ther
mometer, an dem Höchst- u. Tiefstwerte (eines bestimm
ten Zeitraums) abgelesen werden können. Exltrelmum
das; -s, ...ma (aus lat. extremum „das Äußerste“; vgl. ex
trem): svw. Extremwert. Exltremlwert der; -[e]s, -e (zu
IExtrem): a) höchster od. tiefster Wert einer Funktion od.
einer Kurve; b) größter od. kleinster Wert einer Messreihe
Exltrinlsic* Facltor [.. .sik 'fæktə] der; - -]s], - -s (aus gleich
bed. engl. extrinsic factor, eigtl. „von außen wirkender
Faktor“): Bez. für den mit der Nahrung dem Organismus
zugeführten Wirkstoff (Vitamin BI2), der mit dem 1 Intrin
sic Factor zusammen den lebenswichtigen Leberwirkstoff
bildet. ex|trin|sisch (nach gleichbed. engl. extrinsic, dies
aus lat. extrinsecus „von außen“): von außen her [ange
regt], nicht aus eigenem innerem Anlass erfolgend, son
dern aufgrund äußerer Antriebe; Ggs. Îintrinsisch (Psy
chol.); extrinsische Motivation: durch äußere Zwänge,
Strafen verursachte 1 Motivation (1); Ggs. tintrinsische
Motivation
Exltrolphie* die; -, ...ten (zu t2ex..., gr. strophem „drehen,
wenden“ u. T2...ie>: svw. Ektopie
ex|trors*(aus gleichbed. (n)lat. extrorsus): nach außen ge
wendet (in Bezug auf die Stellung der Staubbeutel zur Blü
tenachse; Bot.); Ggs. tintrors
ex|tro|spek|tiv* (zu t extra... (in Anlehnung an Îintro...) u.
lat. spicere „sehen“); auf Fremdbeobachtung beruhend;
Fremdbeobachtung durchführend (Psychol.)
exltrolverltiert* [,..v...] vgl. extravertiert
Exltruldat* ¿<25; -[e]s, -e (zu lat. extrudere (vgl. extrudieren)
u. T...at (1)): durch einen Extruder hergestelltes Form
stück (Techn.). Ex tru der der; -s, - (aus gleichbed. engl.
extruder zu to extrude, vgl. extrudieren): Maschine zur
Herstellung von Formstücken (Rohre, Drähte, Bänder
usw.) aus Î thermoplastischem Material, das im formbaren
Zustand durch Düsen gepresst wird (Techn.). exltruldieren (über engl. to extrude „ausstoßen, herauspressen“ aus
gleichbed. lat. extrudere): Formstücke aus tthermoplasti
schem Material mit dem Extruder herstellen (Techn.). Extrulsilon ¿Ze;-, -en (aus gleichbed. nlat. extrusio zu Zar. ex
trusus, Part. Perf. von extrudere „ausstoßen“): 1. Ausfluss
von Lava u. Auswurf von Lockermaterial an Vulkanen
(Geol.). 2. das Überstehen eines Zahnes über die Bissebene (Zahnmed.). exltrulsiv (zu t ...iv>: an der Erdoberflä
che erstarrt (von Gesteinen; Geol.). Exltrulsivlgelstein
das; -s: an der Erdoberfläche erstarrtes Ergussgestein
(Geol.)
ex|tu|be|rie|ren (aus lat. extuberare „emporwölben“):
(veraltet) anschwellen, dick werden
Exltulmeslzenz die; -, -en (aus gleichbed. nlat. extumes
centia zu lat. extumescere „aufschwellen“): (veraltet) Ge
schwulst
ex tune {lat.; „von damals an“): Zeitpunkt für den Eintritt
der Rückwirkung einer Bestimmung od. Vereinbarung;
vgl. ex nunc
exulbelrans* (aus lat. exuberans, Gen. exuberantis, Part.
Präs, von exuberare „reichlich, hervorkommen, überströ
men“): stark wuchernd (Med.), exulbelrant (zu î...ant):
(veraltet) überschwänglich, üppig. Exulbelranz ¿Ze; -, -en
(aus lat. exuberantia „Überfluss“): (veraltet) Üppigkeit,
Überfluss, Überschwänglichkeit
Exuldelnislmus der; - (aus gr. exoudenismös „Verach
tung“, dies zu exoudenizein „für nichts halten“; vgl. ...ismus): (veraltet) spöttische Widerlegung od. geringschätzi
ge Übergehung der Gründe des Gegners
E
Exulant
-en, -en <aus lat. ex(s)ulans, Gen. ex(s)ulantis, Part. Präs, von ex(s)ulare, vgl. exulieren): 1. im 17. u.
18. Jh. aus einem der Länder der habsburgischen Monar
chie vertriebener Protestant. 2. (veraltet) Verbannter,Ver
triebener. exullielren (aus lat. ex(s)ulare „verbannt
sein“): (veraltet) in der Verbannung leben
Ex|ul|ze|ra|ti|on*fi?ze; -, -en (aus lat. exulceratio „Vereite
rung“ zu exulcerare, vgl. exulzerieren): Geschwürbildung
(Med.). ex|ul|ze|rie|ren (aus lat. exulcerare „wund ma
chen; verschlimmern“, zu ulcus, Gen. ulceris „Ge
schwür“): sich geschwürartig verändern (Med.)
Exlumlbrellla* die; -, ...lien (zu t'ex... u. lat. umbrella
„(Sonnen)schirm, Schattendach“): Außenwand des
Schirms der Î Medusen (Biol.)
Ex|un|da|tilon*«fe; -, -en (aus gleichbed. lat. exundatio zu
exundare, vgl. exundieren): (veraltet) Überschwemmung,
exlunldielren (aus gleichbed. lat. exundare zu t'ex... u.
undare „wallen, wogen“, dies zu unda „Welle, Strom“):
(veraltet) über die Ufer treten
ex unlgue lelolnem[- 'oŋguə -]
„den Löwen nach der
Klaue (malen)“): aus einem Glied od. Teil auf die ganze
Gestalt, auf das Ganze schließen
Exluser* [ɛksju:sn] der; -s, - (zu T'ex... u. TUser; vgl. ex
usu): jmd., der aufgehört hat, Rauschgift zu nehmen, ex
usu [ɛks'u:zu] 'dat.; „aus dem Gebrauch heraus“): aus der
Erfahrung, durch Übung, nach dem Brauch
Exultolri|um*rfizs; -s, Plur. ...torien [...ion] u. ...toria (zu lat.
exutus, Part. Perf. von exuere „hervorziehen“; vgl. ...oru.
...ium): Zugmittel, Hautreizmittel (Med.). Exu|vie[...via]
die; -, -n (aus lat. exuviae (Plur.) „abgelegte Haut, Hülle“
zu exuere „abnehmen; ablegen“): 1. tierische Körperhülle,
die beim Wachstumsprozess von Zeit zu Zeit abgestreift
wird (z.B. Schlangenhaut). 2. als Reliquie aufbewahrtes
Gewand (eines Heiligen). Exulvilen [...ion] die (Plur.)
(aus gleichbed. lat. exuviae (Plur.)): (veraltet) Siegesbeute
ex volto [- vo:to] dat.); aufgrund eines Gelübdes (Inschrift
auf TVotiven). Ex|vg|to<7zzs,’ -s, Plur. -s od. Exvoten: Wei
hegabe, Votivbild od. -täfel
ex work [- 'wə:k] lengl.; zu lat. ex „aus, von - her“ u. engl.
work „Arbeit; Betrieb“): ab Werk (als Vertragsformel;
Wirtsch.)
Ex|ze|dentc7ez-;-en, -en (aus lat. exzedens, Gen. excedentis,
Part. Präs, von excedere, vgl. exzedieren): 1. (veraltet)
Übeltäter, Unfugstifter. 2. über eine selbst gewählte Versi
cherungssumme hinausgehender Betrag (Versicherungs
wesen). Exlzeldenltenlverltragrfer; -s, ...Verträge: Ver
trag, in dem der Erstversicherer den Rückversicherer nur
an einzelnen, über ein gewisses Maß hinausgehenden Ob
jekten beteiligt (Versicherungswesen), exlzeldielren
(aus lat. excedere „herausgehen, überschreiten“): (veral
tet) a) Unfug stiften; b) ausschweifen, übertreiben
exlzelllent (über gleichbed. fr. excellent aus lat. excellens,
Gen. excellentis, Part. Präs, von excellere, vgl. exzellieren): hervorragend, ausgezeichnet, vortrefflich. Ex Izellenz die; -, -en (über gleichbed. fr. excellence, eigtl. „Vor
trefflichkeit, Erhabenheit“, aus lat. excellentia „Vortreff
lichkeit“): 1. Anrede im diplomatischen Verkehr. 2. Titel
von Ministern u. hohen Beamten; Abk.: Exz. exlzelllieren (aus gleichbed. lat. excellere); hervorragen, glänzen.
ex|zel|si|or (aus lat. excelsior „höher“, Komparativ von
excelsus „hoch ragend“): höher hinauf! Ex|zel|si|ormarsch rfer; -es, ...märsche: Vorrücken eines Bauern
vom Ausgangs- zum Umwandlungsfeld (Kunstschach)
Ex|zen|ter<fer; -s, - (rückgebildet aus Îexzentrisch (2)> : auf
einer Welle angebrachte Steuerungsscheibe, deren Mittel
punkt exzentrisch, d.h. außerhalb der Wellenachse, liegt
(Techn.). Ex|zen|ter|pres|se 4/e; -, -n: Werkzeugma
schine, bes. zum Stanzen u. Pressen von Blechen, Kunst
stoffen usw., bei der die Auf- u. Abwärtsbewegung durch
Exuliant*der;
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einen auf der Antriebswelle sitzenden Exzenter erzeugt
wird. Exlzen|ter|the|o|rie die; -: eine Theorie der vorkeplerschen Astronomie zur Deutung der ungleichförmi
gen Bewegungen der Sonne u. der Planeten innerhalb der
Tsiderischen Periode mittels gleichförmiger Kreisbewe
gungen. Ex|zen|trik*rfze, - (zu Texzentrisch u. t2...ik (3)):
1. von üblichen Verhaltensweisen abweichendes, über
spanntes Benehmen. 2. mit stark übertriebener Komik
dargebotene TArtistik. Ex|zen|tri|ker* der; -s, -: 1. über
spannter, verschrobener Mensch. 2. Artist in der Rolle ei
nes Clowns. Exlzenltrilkelrin* die; -, -nen: weibliche
Form zu T Exzentriker. ex|zen|trisch*(aus nlat. excentricus „außerhalb des Mittelpunktes“ zu gleichbed. spätlat.
eccentros ausgr. ékkentros; vgl. Zentrum): 1. überspannt,
verschroben. 2. außerhalb des Mittelpunktes liegend. Ex
zen |tri|zi|tät*dze; -, -en (zu T ...izität): 1. das Abweichen,
Abstand vom Mittelpunkt. 2. Überspanntheit
Exlzepltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. exceptio zu ex
cipere, vgl. exzipieren): (veraltet) 1. Ausnahme. 2. juristi
sche Einrede; vgl. Exceptio, exlzepltilolnalbel (zu
T...abel): (veraltet) strittig, Einwendungen unterworfen.
Exlzepltilolnallislmus der; -, ...men (zu nlat. exceptio
nal „die Ausnahme betreffend“ u. T ...ismus (1)): 1. (ohne
Plur.) Lehrmeinung, dass bestimmte Gesteine, Gebirge
u.a. durch außergewöhnliche, heute nicht mehr beobacht
bare Prozesse gebildet worden sind (Geol.). 2. außerge
wöhnlicher Prozess der Bildung bestimmter Gesteine, Ge
birge u.a. exlzepltilolnell (aus gleichbed. fr. exception
nel zu exception „Ausnahme“, dies aus lat. exceptio): aus
nahmsweise eintretend, außergewöhnlich. ex|zep|tiv
(aus gleichbed. nlat. exceptivus zu ZaZ. exceptus, Part. Perf.
von excipere, vgl. exzipieren): (veraltet) ausschließend,
ausnehmend. Ex|zep|tiv|satz¿fer; -es, ...sätze: bedingen
der Gliedsatz, der eine Ausnahme ausdrückt (z.B. es sei
denn)
ex|zeijpie|ren (aus gleichbed. lat. excerpere, eigtl. „he
rausklauben, auslesen“): ein Exzerpt anfertigen. Exlzerpt
das; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. excerptum); schriftlicher,
mit dem Text der Vorlage übereinstimmender Auszug aus
einem Werk. Ex|zerp|ti|on4ze; -, -en (aus spätlat. excerp
tio „Auszug, Auslese“): 1. das Exzerpieren. 2. (selten) das
Exzerpierte. ExlzerpltoriZer; -s, ...oren (zu Î ...or): jmd.,
der Exzerpte anfertigt
Exlzess der; -es, -e (aus lat. excessus „das Abweichen, He
rausgehen“, eigtl. Part. Perf. von excedere „herausge
hen“): Ausschreitung; Ausschweifung; Maßlosigkeit, exzes Isiv (zu T...iv): außerordentlich; das Maß überschrei
tend; ausschweifend; exzessives [...vas] Klima: Landklima
mit jährlichen Temperaturschwankungen über 40°C. Exzes sivder; -s, -e [...va]: Steigerungsstufe, z.B. im Baski
schen, zum Ausdruck des Übermaßes einer Eigenschaft
(Sprachw.). Ex|zes|siv|bil|dungrZze; -, -en: extreme Aus
bildung einzelner Organe od. Körperteile als Ausdruck
günstiger Lebensbedingungen od. durch Überspezialisie
rung im Lauf der stammesgeschichtlichen Evolution
(Biol.)
Ex|zi|dat<7as; -[e]s, -e (aus lat. excidatum, Part. Perf. (Neu
trum) von excidere, vgl. exzidieren): aus einem Gewebe
herausgeschnittenes Stück (Med.), exlzildielren (aus lat.
excidere „herausschneiden“ zu T'ex... u. caedere
„(ab)hauen; schlachten, opfern“): Gewebe (z.B. eine Ge
schwulst) aus dem Körper herausschneiden (Med.)
exlzilpielren (aus gleichbed. lat. excipere, eigtl. „heraus
nehmen“): (veraltet) ausnehmen, als Ausnahme hinstellen
Ex zi si on die; -, -en (aus lat. excisio „das Ausschneiden“
zu excidere, vgl. exzidieren): das Herausschneiden von
Gewebe (z.B. einer Geschwulst; Med.). Ex|zi|sur die; -,
-en (aus gleichbed. spätlat. excisura): (veraltet) Ausschnitt
(an Kleidungsstücken)
441
(zu lat. excitare (vgl. exzitieren) u. t...abel):
reizbar, erregbar, nervös (Med., Psychol.). Ex|zilta|bi|lität die; - (aus gleichbed. nlat. excitabilitas, Gen. excitabilitatis; vgl. ...ität): Reizbarkeit, Erregbarkeit, Nervosität
(Med., Psychol.). Exlziltans das; -, Plur. ...tanzien [,,,iən]
u. ...tantia (aus lat. excitans, Gen. excitantis, Part. Präs,
von excitare, vgl. exzitieren): Herz, Kreislauf, Atmung od.
Nerven anregendes, belebendes Arzneimittel (Med.). Exziltanltilum das; -s, ...tia (zu t,,,ium): svw. Exzitans. Exziltat der: -en, -en (aus lat. excitatus, substantiviertes
Part. Perf. von excitare, vgl. exzitieren): (veraltet) 1. auf
geregter Mensch. 2. zur Zahlung Aufgeforderter, Gemein
schuldner (Rechtsw.). Ex|zi|ta|ti|on die; -, -en (aus spätlat. excitatio „Erregung, Ermunterung“): Erregungszu
stand des Organismus (Med.). ex|zi|ta|tiv (zu lat. excita
tus, Part. Perf. von excitare (vgl. exzitieren) u. î...iv): er
regend, anregend (von Arzneimitteln; Med.). Exlziltaltori|um das; -s, ...ien [,,,iən] (substantiviertes Neutrum von
mlat. excitatorius „ermahnend, ermunternd“, dies zu lat.
excitare, vgl. exzitieren): (veraltet) schriftliche Aufforde
rung, amtliches Mahnschreiben, exlziltielren (aus lat.
excitare „antreiben, erregen, ermuntern“, eigtl. „heraus
treiben“): [durch Arzneimittel] anregen (Med.). Exlzilton
das; -s, ...onen <zuî4...on>: Ladungsträgerpaar in Festkör
pern. das durch optische Anregung gebildet wird u. nicht
exzitabel
Ezzes
zur elektrischen Leitfähigkeit beiträgt (Phys.). Exlzitron* das; -s, -s (zu T...tron>: Quecksilberdampfgleich
richter, dessen Kathode durch eine Erregerwicklung dau
ernd emissionsbereit gehalten wird (Phys.)
Eyelcatlcher ['aikɛʧn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. eyecatcher zu eye „Auge“ u. to catch „fangen“): Blickfang
(z.B. in der Werbung). Eye|li|ner [ ailainn] der; -s, -[s]
(aus gleichbed. engl. eye-liner, zu liner, vgl. Liner): flüssi
ges Kosmetikum zum Ziehen eines Lidstriches. Eyephone ['aifo:n] das; -s, -s (zu engl. (ugs.) phone „Tele
fon“): Spezialbrille mit eingebauten T Monitoren (1) zur
Betrachtung computersimulierter Grafiken u. Î virtueller
Realität. Eyelstoplper ['aistɔpu] der; -s, - (zu engl. to stop
„anhalten“): svw. Eyecatcher. Eyelword ['aiwə:d] das; -s,
-s (zu engl. word, eigtl. „Augenwort“): Fremdwort mit
schwieriger Aussprache u. Schreibung, das hauptsächlich
in der geschriebenen Sprache vorkommt (Sprachw.); vgl.
Hard wo rd
Eylrir ['airɪr] der od. das; -s, Aurar tisländ.Y. isländ. Wäh
rungseinheit
Ezan der; -s, -e (aus gleichbed. arab. ezän): Aufforderung
zum Gebet durch den Î Muezzin (bei den Moslems)
Ezl zes, Eizes die (Plur.) (zu jidd. ezo „Rat, Vorschlag“, dies
aus gleichbed. hebr. ’êsâ): (österr. ugs.) Tipps, Ratschläge,
Hinweise
aus lat. fabricatio „das Verfertigen, Bauen; Herstellung“):
(zz.>: Silbe, auf die man den Ton f singen kann; vgl. Sol
Herstellung von Gütern in einer Fabrik. Falbrilkaltimisation
ons feh ler der; -s, -: Fehler an einem Produkt, der
Falbalriler [,,,iər] die (Plur.) <zu lat. faba „Bohne“): ehe
während der Herstellung entstanden ist. Falbrilkaltimals scherzhafte Bez. für Sänger, die Bohnen aßen, um ih
ons|me|tho|deiZze;-, -n: Herstellungsmethode, Produk
re Stimme rein zu erhalten, sogenannte Bohnenesser
tionsverfahren. Falbrilkaltilonslprolgrammifaj; -s, -e:
Falber der; -s, Fabri (aus lat. faber „Handwerker, Künst
zeitlich geordnete Zusammenstellung vorliegender Ferti
ler“): (veraltet) a) Schmied; b) Holz- od. Steinbearbeiter
gungsaufträge innerhalb eines bestimmten Zeitabschnit
Falbilalnislmusder; - (aus gleichbed. engl. fabianism, dies
tes. falbrilkaltolrisch (aus lat. fabricatorius); herstel
zu t Fabian Society; vgl. ...ismus (1)): die von der Fabian
lungsmäßig. falbriklneu (zu TFabrik): ungebraucht,
Society vertretene Theorie zum Erreichen einer klassen
nach der Herstellung noch nicht genutzt. Falbriklschiff
losen Gesellschaft u. sozialer Gleichheit auf evolutionä
das; -[e]s, -e: Schiff für den Fischfang, auf dem die Fische
rem Weg. Fa|bi|a|nist der; -en, -en (zu t...ist): svw. Fa
gleich nach dem Fang verarbeitet werden, falbrilzielren
bier. Falbian So ci e ty ['feɪbjən sə'saɪətɪ] die; - - (engl.;
(teilweise unter Einfluss von gleichbed. fr. fabriquer aus
„Fabier-Gesellschaft“; nach dem röm. Feldherrn Fabius
lat. fabricare „verfertigen, bauen, herstellen“); 1. (ugs.
Cunctator (d.h. der Zauderer), um 280-203 v. Chr.): Ver
scherzhaft od. abwertend) a) etwas zusammenbasteln; b)
einigung linksliberaler engl. Intellektueller, die Ende des
etwas anstellen, anrichten. 2. (veraltet) serienmäßig in ei
19. Jh.s durch friedliche soziale Reformarbeit eine klassen
lose Gesellschaft u. soziale Gleichheit anstrebten. Fälbl
ner Fabrik herstellen
et ['fa:bin] der; -s, - (nach gleichbed. engl. Fabian): Mit Fa|bu|ladz<?;-, Plur. ...lae [...ls]u. ...len(ausZaZ. fabula „Ge
spräch, Erzählung; Schauspiel“, verwandt mit fari, vgl.
glied der Fabian Society
Falbislmus der; - (zu lat. faba „Bohne“ u. T...ismus (3)>:
Fatum): a) Erzählung, Sage, Fabel; b) Schauspiel im anti
ken Rom. falbulla dolcet [- ...tset] {lat.; „die Fabel
Erkrankung nach dem Genuss von Saubohnen od. infolge
Einatmung ihres Blütenstaubs (Med.)
lehrt“): die Moral von der Geschichte ist..., diese Lehre
Fa|bleau*[fa'blo:] das; -, -x [fa'blo:] (zu tFabliau): svw. Fa
soll man aus der Geschichte ziehen. FalbullantzZer; -en,
bliau. Faible convelnue [fabloköv'ny] die; - -, -s -s
-en (aus lat. fabulans, Gen. fabulantis, Part. Präs, von fa
[- ... ny] (aus fr. fable convenue „verabredete Fabel“; vgl.
bulari, vgl. fabulieren): a) Erfinder od. Erzähler von Fa
Fabliau): etwas Erfundenes, das man als wahr gelten lässt.
beln, von fantastisch ausgeschmückten Geschichten; b)
Falblilau [fabli’ o:] das; -, -x [...jo:] (aus gleichbed. fr. fa
Schwätzer; Schwindler. fa|bu|lielren (aus lat. fabulari
bliau, pikardische Form von altfr. fableau, zu (alt)fr. fable
„reden, plaudern, schwatzen“ zu fabula, vgl. Fabula): a)
„Fabel“, dies aus lat. fabula): altfranz. Verserzählung mit
fantastische Geschichten erzählen; b) munter drauflos
komischem, vorwiegend erotischem Inhalt
plaudern; schwätzen; c) schwindeln. Falbullielrerr/er; -s,
Falbri* die (Plur.) (aus gleichbed. lat. fabri (Plur.), eigtl.
-: jmd., der zu fabulieren versteht. Falbullistifer; -en, -en
„Handwerker“): 1. Plur. von ÎFaber. 2. mit einer heutigen
(zuT...ist): (veraltet)Fabeldichter. fa|bu|lös(übergleich
Pioniereinheit vergleichbarer militärischer Verband im al
bed. fr. fabuleux aus lat. fabulosus „zur Sage gehörend,
ten Rom. Falbrik [auch ...rik] die; -, -en (über gleichbed.
märchenhaft“): (ugs. scherzh.) 1. märchenhaft. 2. unwirk
/r. fabrique aus lat. fabrica „Künstler-, Handwerksarbeit;
lich, unwahrscheinlich
Werkstätte“ zu faber, vgl. Faber): a) gewerblicher, mit Ma Fa|bur|den ['fæbəd(ə)n] der; -s, -s (aus gleichbed. älter
schinen ausgerüsteter Produktionsbetrieb; b) Gebäuengl. faburdoun, dies aus älterʃr. faux-bourdon, vgl. Faux
de[komplex], in dem ein Industriebetrieb untergebracht
bourdon): improvisierte Unterstimme in der engl. mehr
ist; c) (ohne Plur.; ugs.) die Belegschaft eines Industriebe
stimmigen Musik des 15. u. 16. Jh.s (Mus.)
triebs. ...falbrik: Wortbildungselement mit der Bedeu fac [fak] {lat.; „mach(e)l“, Imperativ Sing, von facere „ma
tung „Ort, Einrichtung, wo etwas serienmäßig in großen
chen, tun“): Anweisung auf Rezepten. Face[fa:s] die; -, -n
Mengen hergestellt wird (was eigentlich individuelle Ge
['fa:sn] (aus gleichbed. fr. face, dies über vulgärlat. facia
staltung verlangt)“, z.B. Buchfabrik. Falbrilkant der;
aus lat. facies „Gesicht, Gestalt“): (veraltet) I. Gesicht,
-en, -en (nach gleichbed. fr. fabricant): a) Besitzer einer
Vorderseite; vgl. en face. 2. svw. Avers. Face|cre|di|biFabrik; b) Hersteller einer Ware. Falbrilkatrfas; -[e]s, -e
lilty.auch Face-Creldi|bi|li|ty['feiskredi'biloti]die;- (zu
(aus gleichbed. lat. fabricatus, Part. Perf. von fabricare,
engl. face „Gesicht“, dies aus vulgärlat. facia (vgl. Face) u.
vgl. fabrizieren): 1. fabrikmäßig hergestelltes Erzeugnis
credibility „Glaubwürdigkeit“ zu credit, vgl. 'Kredit): Ver
der Industrie. 2. bestimmte Ausführung eines Fabrikats
trauen erweckender Eindruck (z. B. bei einem Verkaufsge
(1), Marke. FaIbriIkaItiIoncfze; -, -en (über/k fabrication
spräch). FacellifIting ['feɪslɪftɪŋ] das; -s, -s (aus gleich-
fa
443
bed. engl.-amerik. face-lift(ing), zu engl. to lift, vgl. 'Lift):
1. Gesichtsoperation, bei der altersbedingte Hautfalten
durch Herausschneiden von Hautstreifen operativ besei
tigt werden, 2. Veränderung meist äußerlicher Merkmale
von Produkten, um den Absatz mit relativ geringem Mehr
aufwand zu erhöhen, wenn der Umsatz in die Sättigungs
phase getreten ist. Falcetlte [fa'sɛtə], auch Fassette die: -,
-n <aus gleichbed./r. facette, Verkleinerungsform von face,
vgl. Face): 1. kleine eckige Fläche, die durch das Schleifen
eines Edelsteins od. eines Körpers aus Glas od. Metall ent
steht. 2. abgeschrägte Kante an TKlischees (1) u. Ätzun
gen (Druckw.). 3. Verblendteil bei Zahnersatz (z. B. bei ei
ner Brücke). 4. Bestandteil des Facettenauges (Zool.). Facettenauge das; -s, -n: Sehorgan der Insekten u. an
derer Gliederfüßer, das aus zahlreichen Einzelaugen zu
sammengesetzt ist (Zool.). Fa|cet|ten|klas|si|fi|ka|tion 4/e; -: analytisch-synthetische Methode der Klassifika
tion, z.B. zur sachlichen Erschließung des Inhalts von
Büchern u. sonstigen Dokumenten, fa|cet|tie|ren (aus
gleichbed./r. facetter): mit Facetten versehen. Face-Value ['feɪsvælju] der; -s (zu engl. face „Gesicht“ u. value
„Wert“): svw. Face-Credibility
Falchelrie [faʃ(ə) ri:] die; -, ...ien (aus gleichbed./r. fâcherie
zu fâcher, vgl. fachieren): (veraltet) a) (ohne Plur.) Ärger,
Verdruss; b) Ärgernis, falcheux [fa'ʃa:] (aus gleichbed.
fr. fâcheux): (veraltet) ärgerlich, verdrießlich
Fachlidilot der; -en, -en (zu îIdiot): (abwertend) Wissen
schaftler, der sich nur mit seinem Fachgebiet befasst u.
sich mit Problemen u. Fragen aus anderen Bereichen nicht
auseinander setzt
falchielren [fa'ʃi:...] (aus gleichbed./r. fâcher, weitere Her
kunft unsicher): (veraltet) ärgern, erzürnen, verdrießen
FaIcilallis [...ts...] vgl. Fazialis. Falciles ['fa:tsiɛs] die; -, [,..e:s] (aus lat. facies „Gestalt, Gesicht; Aussehen, Er
scheinung“): 1. a) Gesicht; b) Außenfläche an Organen u.
Knochen; c) ein für bestimmte Krankheiten typischer Ge
sichtsausdruck (Med.); Facies abdominalis: verfallener
Gesichtsausdruck bei Kranken mit schwerer Bauchfellent
zündung; Facies gastrica [...ka]: Gesichtsausdruck Ma
genleidender mit tiefer Nasen-Lippen-Falte; Facies hippocratica [...k...ka]: ängstlicher, verfallener Gesichtsaus
druck bei Sterbenden; Facies leonina („Löwengesicht“):
das entstellte Gesicht mancher Leprakranker. 2. svw. Fa
zies (2)
falcile [fa'sil] {fr.; aus lat. facilis): leicht, ungezwungen
(Vortragsanweisung; Mus.). FalciHiIty [fə'sɪlɪtɪ] die; -, -s
(aus engl. facility „Einrichtung; Möglichkeit“, dies überfr.
facilité „Leichtigkeit“ aus lat. facilitas, vgl. Fazilität): 1.
Ausstattung, Kundendiensteinrichtung, z. B. Telefonzelle.
2. Gesamtheit der Möglichkeiten zur Kreditaufnahme.
Falcillilty-Malnagelment [,,,mænɪʤmənt] das; -s, -s:
umfassende Betreuung u. Überwachung von Gebäuden
(vom Neubau über die Nutzung bis zum Abbruch)
Falcing ['feɪsɪŋ] das; -s (aus engl. facing „(Wandverklei
dung, Einfassung“ zu face „Gesicht“, dies aus fr. face (vgl.
Face)): sichtbare Fläche eines I Artikels (3) im Regal
falcio, ut des ['fa:tsio - de:s] {lat.y. (röm. Rechtsspr.) ich
tue, damit du gibst, falcio, ut falcilas [- - fa:tsias] {lat.y.
(röm. Rechtsspr.) ich tue, damit du tust
Falçon [fa'sð:] vgl. Fasson. Falçon de parlier [fasödparTe]
- - -, -s - - [fasðd...] (aus fr. façon de parier „Re
densart“ zu façon (vgl. Fasson) u. parier (vgl. parlieren)):
(veraltet) a) bestimmte Art zu reden; b) bloße Redensart,
leere Worte. Falçonlné [fasɔ'ne:] der; -[s], -s (aus gleich
bed./r. façonné, substantiviertes Part. Perf. von façonner,
vgl. façonnieren): modisches Gewebe mit kleiner Muste
rung, die durch verschiedene Bindung zustande kommt.
Falçonlniler [...'nie:] der: -s, -s (aus gleichbed./r. façon
nier): (veraltet) jmd., der überhöflich Komplimente
Fado
macht. fa|çon|nie|ren (aus gleichbed./r. façonner zu fa
çon, vgl. Fasson): (veraltet) bearbeiten, gestalten, formen.
fa|çon|niert (zu Î ...iert): (veraltet) gemustert, geblümt
Fact [fækt] der; -s, -s (meist Plur.) (aus gleichbed. engl. fact,
dies aus lat. factum, vgl. Faktum): Tatsache, Tatsachen
material. Facltion ['fækʃən] die; - (Kunstw. aus engl. fact
(vgl. Fact) u. fiction (vgl. Fiction)): Literatur- od. Filmgat
tung, in der wahre Begebenheiten künstlerisch gestaltet
werden. Facltionlprolsa ['fækʃən,,,], auch Faction-Pro|sa die; - (zu engl. faction „Partei(nahme)“ mit
Anlehnung an fact, vgl. Fact): amerik. Dokumentarlitera
tur (seit Mitte der 60er-Jahre). Facito ring ['fæktərɪŋ]
das: -s (aus gleichbed. engl.-amerik. factoring zu engl.
factor „Agent, Vertreter“, dies über fr. facteur „Hersteller,
Agent“ aus lat. factor (vgl. Faktor) zu facere „machen,
tun“): Methode der Absatzfinanzierung, bei der die Lie
ferfirma ihre Forderungen aus Warenlieferungen einem
Finanzierungsinstitut verkauft, das meist auch das volle
Kreditrisiko übernimmt (Wirtsch.). Fac|to|ry-Out|let
['fæktərɪ'autlət] das; -s, -s (zu engl. factory „Fabrik, Werk“
u. outlet „Verkaufsstelle“): Werkverkaufsstelle, an eine
Firma angegliederte Verkaufsstelle, in der ihre Waren [mit
Rabatt] direkt an den Verbraucher verkauft werden. Facto|ry-Out|let-Cen|ter [...sentn] das: -s, -: Direktver
kaufszentrum. Facltulre [fak'ty:ra] die; -, -n (ausfr. factu
re, eigtl. „Ausarbeitung“, dies aus mlat. factura
„Bau(art)“; vgl. 2Faktur): svw. 2Faktur (b). Fa cul tas
Do cenldi [...'kul... do'tsɛndi] die; - - (aus lat. facultas do
cendi „die Fähigkeit zu lehren“ zu facultas (vgl. Fakultas)
u. docendi, Gerundium von docere „lehren“): a) Lehrauf
trag an einer höheren Schule im Angestelltenverhältnis; b)
(veraltet) Lehrbefähigung
Faldailse [fa'dɛ:zə] die: -, -n (aus gleichbed./r. fadaise, dies
aus provenzal. fadeza „Dummheit“ zu fat „einfältig,
dumm, töricht“, dies aus lat. fatuus) : (veraltet) Albernheit,
Geschmacklosigkeit
Fadlda die; -, -s (aber: 5 -) (aus arab. fidda „Silber“): alte
ägyptische Silbermünze
Fade-in [fetd'in] das; - (aus gleichbed. engl. fade-in zu to
fade in „einblenden“; vgl. Fading): das Einblenden von
Musiktiteln der Unterhaltungsmusik Ggs. t Fade-out
Falden|mo|le|kül das; -s, -e (zu ÎMolekül): ein lang ge
strecktes Î Makromolekül
Fade-out [feid'aot] das; - (aus gleichbed. engl. fade-out zu
to fade out „ausblenden“; vgl. Fading): das Ausblenden
von Musiktiteln der Unterhaltungsmusik; Ggs. ÎFade-in.
Fader ['feɪdə] der; -s, - (zu engl. to fade. vgl. Fading): Zu
satzeinrichtung an CD-Playern, mit der man Musiktitel
stufenlos ein- bzw. ausblenden kann
Faldesse [fa'dɛs] die; - (französierende Bildung zu fr. fade,
vgl. fadisieren): (österr. ugs.) langweilige Art. Faldeur
[fa'dem] die; - (aus gleichbed./r. fadeur): svw. Fadaise
Falding ['feɪdɪŋ] das; -s, -s (Plur. selten) (aus gleichbed.
engl. fading zu to fade „verblassen, schwinden“): 1. das
An- u. Abschwellen der Empfangsfeldstärke elektromag
netischer Wellen (Schwund; Elektrot.). 2. das Nachlassen
der Bremswirkung bei Kraftfahrzeugen infolge Erhitzung
der Bremsen. Falding-out['feidig'aut]iZa5, -(auseng/. fa
ding out; vgl. Fade-out): gezieltes, schrittweises Absetzen
von zunächst für notwendig erachteten Hilfsmaßnahmen
durch den Psychotherapeuten, um das erwünschte Verhal
ten von diesen Maßnahmen unabhängig zu machen (Psy
chol.)
faldi|sie|ren (zu fr. fade „schal, abgeschmackt, reizlos“
(dies über galloroman. *fatidus aus lat. fatuus „dumm, tö
richt“) u. f...isieren): (österr. ugs.) sich langweilen
Faldo [port, 'faðu] der; -[s], -s (aus port, fado „Geschick,
Verhängnis“) : traurig gestimmtes, gitarrebegleitetes zwei
teiliges port. Lied
Faeces
Faelces ['fɛ:tse:s] vgl.
Fa|en|zalma|jo|li|ka
Fäzes
die; -, ...ken (meist Plur.) (nach der
ital. Stadt Faenzau. zu ÎMajolika): besonders behandelte
Tonware; vgl. Fayence
Fa|ga|ra|sei|de die; - (Herkunft ungeklärt; vielleicht zu
arab. fagär „eine Baumart“): eine Wildseide
Falgolpylrislmus der; -, ...men (zu nlat. fagopyrum
„Buchweizen“ (dies zu lat. fagus „Buche“ u. gr. pyrós
„Weizen“) u. Î ...ismus (3)>: Vergiftung durch den Genuss
von Buchweizen (Med.)
Falgoltaillle [...'ta(l)jə] die; -, -n (aus gleichbed./r. fagotaille zu fagot „Reisigbündel; Bund, Bündel“, weitere Her
kunft unsicher): (veraltet) Befestigung, Einfassung eines
Weges, eines Dammes mit Reisigbündeln, tFaschinen.
Fa gott das; -[e]s, -e (aus gleichbed. z7. fagotto; weitere
Herkunft unsicher): Holzblasinstrument in tiefer Tonlage
mit u-förmig geknickter Röhre u. Doppelrohrblatt. Fagot tist der; -en, -en (zu T ...ist): Fagottbläser, -spieler
Failble ['fɛ:bl] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. faible, eigtl.
„Schwäche, schwache Stelle“, zu faible „schwach“, dies
aus lat. flebilis „beweinenswert, kläglich“ zu fiere „wei
nen“): Vorliebe, Neigung, failblielren* [fe...] (aus gleich
bed./r. faiblir): (veraltet) schwach werden, nachlassen
Faillie [fa:j, 'faljə] die; - (ausfr. faille „grober schwarzer Sei
denstoff“, weitere Herkunft unsicher): Seidengewebe mit
feinen Querrippen (Ripsseide). FaillleltiIne ['fa:jə...] die;
- (französierende Bildung zu t Faille): Faille einer leichten
Qualität
Faillli [fa'ji:] das; -, -s (aus gleichbed. fr. failli, eigtl. Part.
Perf. von faillir „sich versehen; einen Fehltritt tun“, dies
über vulgärlat. falliré zu lat. fallere „eine Leistung nicht er
füllen ; enttäuschen“) : Figur, bei der sich das Spielbein von
der offenen zur geschlossenen u. wieder zur offenen Posi
tion bewegt (Ballett), failllible [faji:bl] (aus gleichbed./r.
faillible): (veraltet) fehlbar, sich irrend, failllielren [faji:...] (aus gleichbed./r. faillir): svw. fallieren
Failnélant [fene a:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. fainéant zu
faire „machen, tun“ u. néant „nichts“): (veraltet) Müßig
gänger, Faulpelz, Nichtsnutz. fai|nélan|tie|ren [feneanti:...] (aus gleichbed./r. fainéanter): (veraltet) faulenzen
fair [fɛ:g] (aus gleichbed. engl. fair, eigtl. „schön“, dies aus
altengl. figer; vgl. altnord. fagr „geeignet, passend“): a)
anständig, ehrlich, gerecht; b) den [Spielregeln entspre
chend, sie beachtend, kameradschaftlich (Sport)
Fairlbairnlstil ['feəbeən...] der; -s (nach dem Australier S.
Fairbairn (1862-1938) u. zu Î Stil): [natürlicher] Ruderstil
Fairlchilldit [fɛ:rtʃail.... auch ...’dit] der; -s, -e (nach dem
amerik. Chemiker J. G. Fairchild (*1882) u. zu T 2...it>: in
der Holzasche vorkommendes Mineral
Fairiness ['fɛ:nnɛs] die; - (aus gleichbed. engl. fairness zu
fair, vgl. fair): 1. ehrliches, anständiges, den Spielregeln
entsprechendes Verhalten in einem sportlichen Wett
kampf (Sport). 2. gerechtes, anständiges Verhalten [im
Geschäftsleben]. Fairlnesslpolkal der; -s, -e: Pokal für
die fairste Mannschaft, den fairsten Spieler, bes. bei Tur
nieren. Faiijplay ['fɛə'pleɪ] das; -, auch Fair Play das; - (aus engl. fair play „ehrliches Spiel“): svw. Fairness (1).
Fair Trade ['fɛə'treɪd] der; - -[s] (gewöhnl. ohne Artikel ge
braucht) (aus engl. fair trade „fairer Handel“): Handel mit
Produkten der Dritten Welt zu fairen Bedingungen für die
Hersteller. Fair Tri I a I [- 'traɪəl] das; - -s (aus engl. fair trial
„faires Verfahren“): aus dem angloamerik. Prozessrecht
stammender, im Rechtsstaatsprinzip verankerter Grund
satz, insbesondere dem Beschuldigten im Strafprozess die
zur wirksamen Wahrung seiner Rechte notwendigen Mit
tel zur Verfügung zu stellen. Fairlway ['feəweɪ] das; -s, -s
(aus gleichbed. engl. fairway, eigtl. „offener, unbehinder
ter Weg“): kurz gemähte Spielbahn zwischen Abschlag u.
Grün beim Golf
444
Failrylchess ['fɛ:ritʃɛs, engl. 'feərɪtʃɛs] das; -, auch Fairy-Chess das; - (aus engl. fairy chess „Zauberschach“ zu
fairy „Fee“ u. chess „Schach(spiel)“); Märchenschach;
modernes Teilgebiet des Î Problemschachs (z.B. Hills
matt, Selbstmatt usw.) mit z.T. neu erfundenen Figuren
(wie Nachtreiter, Kamelreiter, Grashüpfer) od. mit verän
dertem Schachbrett (Kunstschach)
failsable [fə'za:bl] (aus gleichbed./r. faisable zu faire „ma
chen, tun“, dies aus lat. facere) : (veraltet) möglich, aus
führbar. Failseur [fɛ'zo:n] der; -s, -e (aus fr. faiseur
„Schwindler, Intrigant“, eigtl. „Macher“): (veraltet) jmd.,
der ein geplantes [übles] Unternehmen durchführt, Anstif
ter
Faislselrie [fɛsə...] die; -, ...ien (aus gleichbed./r. faisserie
zu faisse „geflochtener Rand“, dies aus lat. fascia
„Band“): durchbrochene Korbmacherarbeit
Fait aclcomlpli* [fetakö'pli] das; - -, -s -s [feza...] (aus
gleichbed. /r. fait accompli zu fait „Tat(sache)“ (dies aus
lat. factum, vgl. Faktum) u. accompli, Part. Perf. von ac
complir „vollenden“, dies aus gleichbed. lat. complere,
eigtl. „(aus-, an-, er)füllen“>: vollendeter Tatbestand, Tat
sache
Faith and Or der ['feɪθ ənd 'ɔ:də] (aus engl. faith and order
„Glaube und Gesetz“): ökumenische Einigungsbewe
gung, deren Ziel es ist, die Trennung der Christenheit
Î dogmatisch u. rechtlich zu überwinden
Falja ['taxa] die; -, -s (aus gleichbed. span, faja zu lat. fascia
„Band“): breite rote Wollschärpe der span. National
tracht, die sich die Männer zweifach um den Leib schlin
gen
fälkal (zu lat. faex, Gen. faecis „Bodensatz, Hefe; Ab
schaum, Auswurf“ ; vgl. *...al (1); vgl. Fäzes): kotig (Med.).
Fa|kal|dün|ger¿er; -s, -: Dünger aus menschlichen Aus
scheidungsstoffen. Fälkallilen [,,,iən] die (Plur.) (zu
Î ɪ,,,ie): der von Menschen u. Tieren ausgeschiedene Kot u.
Harn (Med.). Fä|kal|sta|se die; -, -n (zu gr. stäsis „das
Stehen“): svw. Koprostase
Fake [feik] das; -s, -s (aus engl. fake „Fälschung, Betrug“):
[bewusste] Veränderung von Fotos, Musiktiteln u.Ä.
durch Montagen, Schnitte, Einblendungen u.Ä. (bes. in
der Werbung), falken [Teikn] (aus engl. to fake „fäl
schen“): a) Bilddaten u.Ä. verändern, um bestimmte Ef
fekte zu erzielen ; b ) unter falschem Namen auftreten (z.B.
im Internet)
Falkih der; -s, -s (aus arab. faqih „Lehrer, Kenner des
1 Fikh“): Lehrer der islam. Rechtswissenschaft
Falkir [österr. fa'ki:n] der; -s, -e (aus arab. faqir „arm; der
Arme“): a) Bettelmönch, frommer Asket [in islamischen
Ländern] ; b) Gaukler, Zauberkünstler [in Indien]
Faklsi|mi|le das; -s, -s (wohl über gleichbed. engl. facsimile
aus lat. fac simile „mache ähnlich!“): mit einem Original
in Größe u. Ausführung genau übereinstimmende Nach
bildung oder 1 Reproduktion (2b; z.B. einer alten Hand
schrift). faklsilmillielren (zu t..deren): eine Vorlage ge
treu nachbilden. Faklsilmillielrung die; -, -en (zu t...ierung): Herstellung eines Faksimiledruckes. Fakt das,
auch der; -[e]s, Plur. -en, auch -s (meist Plur.) (wohl unter
Einfluss von engl. fact „Tatsache“ aus lat. factum, vgl.
Faktum): svw. Faktum. Faklta: Plur. von tFaktum. Fak
talge [,,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed./r. factage, eigtl. „das
Ausliefern, Anfuhr“, zu facteur aus Zot. factor, vgl. Fak
tor): (veraltet) Beförderungsgebühr. Faklten: Plur. von
îFakt u. tFaktum. Fakltilon die; -, -en (aus lat. factio
„Partei, Gruppe“ zu lat. facere „machen, tun“): (veraltet)
1. a) [kämpferische] parteiähnliche Gruppierung; b) sezessionistisch tätige, militante Gruppe, die sich innerhalb
einer Partei gebildet hat und deren Ziele u. Ansichten von
der Generallinie der Partei abweichen. 2. im alten Rom die
Renngesellschaft, die Pferde, Ausrüstung u. Wagen stellte.
445
(aus gleichbed.ʃr. factieux, dies aus lat. factiosus
„parteisüchtig"): a) vom Parteigeist beseelt; b) aufrühre
risch, aufwiegelnd
Fakltis der; - (Kunstw.): künstlich hergestellter, kautschuk
ähnlicher Füllstoff
fakltisch (zu t Faktum): a) tatsächlich, wirklich, auf Tatsa
chen gegründet; b) (österr. ugs.) praktisch, quasi, fakltitjv (zu lat. factitare „oft tun, betreiben, hervorbringen" u.
t...iv): a) das Faktitiv betreffend; b) bewirkend. 'Fakltitiv [auch fak...] das; -s, -e [...va] (aus gleichbed. lat. (ver
bum) factitivum): abgeleitetes Verb, das ein Bewirken zum
Ausdruck bringt (z.B. schärfen = scharf machen); vgl.
Kausativ. 2Fak|ti|tiv [auch fak...] der; -s, -e [...va] (aus
gleichbed. lat. (casus) factitivus): Kasus, der ein Objekt
od. ein Lebewesen als durch eine Handlung od. ein Ge
schehen entstanden bezeichnet, z. B. der Dativ in zum Prä
sidenten gewählt. Fakltiltilvum [...v...] das; -s, ...va (aus
lat. (verbum) factitivum „bewirkendes (Verb)“): (veraltet)
Faktitiv. Fakltilziltät die; -, -en (zu Î Faktum u. Î...izität):
Tatsächlichkeit, Gegebenheit, feststellbare Wirklichkeit;
Ggs. ÎLogizität (Philos.). Fakltolgralfie, auch ...gra
phie die; - (zu T...grafie): svw. Factionprosa. fak to logisch (zu t ...logisch): die Fakten betreffend. Fakltor der;
-s, ...oren (aus lat. factor „Macher, Verfertiger“ zu facere
„machen, tun“): 1. wichtiger Umstand; mitwirkende, mit
bestimmende Ursache, Gesichtspunkt. 2. technischer Lei
ter einer Setzerei, Buchdruckerei, Buchbinderei. 3. Zahl
od. Größe, mit der eine andere multipliziert wird (Verviel
fältigungszahl). Fakltolrei die; -, -en (aus mlat. factoria):
(veraltet) größere Handelsniederlassung, bes. in Kolo
nien. Fakltolrenlanallylse die; -, -n (zu ÎFaktor): statis
tische Forschungsmethode zur Ermittlung der Faktoren,
die einer großen Menge verschiedener Eigenschaften zu
grunde liegen (Psychol.). fak|to|ri|ell (zu T ...eil): nach
Faktoren aufgeschlüsselt, in Faktoren zerlegt. Fakltolrisie rung die; - (zu T ...isierung): Darstellung einer Summe
als Produkt. Fakltoltum das; -s, Plur. -s u. ...ten (über
gleichbed. mlat. factotum zu lat. fac totum ,,maeh(e) al
les!“): jmd., der in einem Haushalt od. Betrieb alle nur
möglichen Arbeiten und Besorgungen erledigt; Mädchen
für alles. Fakltum das; -s, Plur. ...ta u. ...ten (aus lat.
factum „Tat, Handlung“, substantiviertes Part. Perf. von
facere „machen, tun“): [nachweisbare] Tatsache, Ereignis.
'Fakltur die; -, -en (relatinisiert aus gleichbed. it. fattura,
dies aus lat. factura „das Machen, die Bearbeitung“ zu fa
cere, vgl. Faktum): Warenrechnung; Lieferschein. "Fak
tur </ze; -, -en (aus fr. facture, eigtl. „Ausarbeitung“, dies
aus mlat. factura „Bau(art)“; vgl. 'Faktur): a) (veraltet)
handwerkliche Arbeit; b) kunstgerechter Aufbau [einer
Komposition]. Fakltulra die; -, ...ren (zu t'Faktur): (ös
terr., sonst veraltet) svw. 'Faktur. Fakltulriler [...tyr'ie:]
der; -s, -s (aus fr. facturier „Buchhalter“): (veraltet) Hand
lungsgehilfe, der das Einkaufsbuch führt, fakltulrielren
[...tu...] (aus gleichbed. fr. facturer): 'Fakturen ausschrei
ben, Waren berechnen. Fak|tu|rier|ma|schi|ne die; -,
-n: Büromaschine zum Erstellen von Rechnungen in ei
nem Arbeitsgang. Fakltulrist der; -en, -en (zu T...ist): An
gestellter eines kaufmännischen Betriebes, der mit der
Aufstellung und Prüfung von Fakturen betraut ist
fälkullent (aus lat. faeculentus „voll Hefe, voll Unreinig
keiten“ zu faex, vgl. Fäzes): kotartig, kotig (Med.). Fälkulom das; -s, -e (aus lat. faex (vgl. Fäzes) u. t,,,om): svw.
Koprom
Fa kul tas die; - (aus lat. facultas „Möglichkeit; Fähigkeit“
zu facere „machen, tun“): Lehrbefähigung; vgl. Facultas
Docendi. Falkulltät 4ze; -, -en (aus mlat. facultas, Gen.
facultatis „Wissenszweig, Forschungsgebiet“ zu lat. facul
tas, vgl. Fakultas): 1. a) eine Gruppe zusammengehören
der Wissenschaften umfassende Abteilung an einer Uni
fakltilös
Fall-out
versität od. Hochschule (z.B. Philosophie, Medizin); b)
die Gesamtheit der Lehrer u. Studenten, die zu einer Fa
kultät gehören. 2. svw. Fakultas. 3. die Rechte, die eine hö
here kirchliche Stelle einer untergeordneten überträgt
(kath. Kirchenrecht). 4. t Produkt, dessen Faktoren (3)
durch die Gliederung der natürlichen Zahlenreihe, von 1
beginnend, gebildet werden, z. B. 1 • 2 • 3 • 4 ■ 5 (geschrie
ben = 5!, gesprochen: 5 Fakultät; Math.). fa|kul|ta|tjv
(aus gleichbed. fr. facultatif zu faculté „Möglichkeit, Fä
higkeit“, dies aus lat. facultas, vgl. Fakultas): freigestellt,
wahlfrei; dem eigenen Ermessen, Belieben überlassen;
Ggs. tobligatorisch
falkund (aus gleichbed. lat. facundus zu fari „sprechen“):
(veraltet) beredt. Fa|kun|di|tät die; - (aus gleichbed. /ɑ/.
facunditas, Gen. facunditatis): (veraltet) Beredsamkeit
Fallalfel
-, -n (aus gleichbed. arab. faläfil zu arab. filfil
„Pfeffer“): pikante frittierte Bällchen aus gemahlenen Ki
chererbsen u. Linsen
Fallaises [fa'lɛ:z], auch Falaisen [...zn] die (Plur.) (aus fr.
(normannisch) falaises, Plur. von falaise „Steilküste, Klip
pe“): Steilküsten [der Normandie u. Picardie]
Fallak der; -s, -s (aus gleichbed. arab. falaka): Holzblock
mit einem Strick zum Anbinden der Füße bei der î Bastonade
Fallanige [fa'laŋge, span, falaqxe] die; - {span.; eigtl.
„Stoßtrupp“, dies aus lat. phalanx, Gen. phalangis; vgl.
Phalanx): (1977 im Zuge der Demokratisierung aufgelös
te) faschistische, totalitäre Staatspartei Spaniens unter
Franco. Fallanlgist der; -en, -en (zu Î ...ist) : Mitglied der
Falange
Fallalsche der; -n, -n (aus amharisch fälasa (Plur.) „Ver
triebene“): äthiopischer Jude
Fal|dis|to|ri|um das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. mlat.
faldistorium, faldestolium, dies zu ahd. faltistuol „Falt
stuhl“): [faltbarer] Armlehnstuhl des Bischofs od. Abtes
für besondere kirchliche Feiern
Fallerlner der; -s, - (nach lat. ager Falernus „Landgut im
Falernergebiet“): ein schwerer, trockener, weißer od. roter
Tischwein aus Kampanien
Fallkolnelrie die; -, ...ien (aus gleichbed. it. falconeria zu
falcone „Falke“, eigtl. Vergrößerungsform von falco „Fal
ke“, dies aus lat. falco): (veraltet) Falknerei, Falkenjagd,
Falkenbeize. Fallkolnett das; -s, -e (aus gleichbed. it. falconetto, eigtl. Verkleinerungsform von falco, vgl. Falkonerie): (im 16. u. 17. Jh.) Feldgeschütz von kleinem Kaliber.
Fallkolnier ifer; -s, -e (aus gleichbed. it. falconiere): (ver
altet) jmd., der bestimmte Greifvögel, meist Falken, für
die Jagd abrichtet, Falkner
Fal|la|zi|en [,,,iən] die (Plur.) (aus lat. fallacia „Täuschung,
Betrügerei“): Täuschungen; formal unrichtige Schlüsse,
Fehl- u. Trugschlüsse (Philos.), fal lljlbel (aus gleichbed.
mlat. fallibilis zu lat. fallere, vgl. 'fallieren): (veraltet) dem
Irrtum unterworfen. Fal I li I bi I lis I mu s der; - (zu Î ...ismus
(1)): Anschauung der kritisch-rationalistischen Schule,
nach der es keine unfehlbare Erkenntnisinstanz gibt (Phi
los.). FalIli!bi|li|tät die; -, -en (zu t ...ität): (veraltet) Fehlbarkeit. 'taillieren (aus gleichbed. it. falliré, dies aus lat.
fallere „betrügen, täuschen“): in Konkurs gehen, "taillie
ren (über altfr. fa(il)lir aus gleichbed. lat. fallere, vgl. 'fal
lieren): (landsch.) missraten, misslingen. Fal|li|ment das;
-s, -e (aus gleichbed. z7. fallimento zu falliré, vgl. 'fallieren):
(veraltet) Bankrott, Zahlungseinstellung. Falllislsement [falishmä:] das; -s, -s (französierend zu Î Falliment) :
svw. Falliment, faillit (aus gleichbed. it. fallito, eigtl. Part.
Perf. von falliré, vgl. 'fallieren): (veraltet) zahlungsunfä
hig. Faillit der; -en, -en (aus it. fallito „Bankrotteur“):
(veraltet) jmd., der zahlungsunfähig ist
Falllot vgl. Falott
Falllout [fɔ:l'aut], auch Fall-out der; -s, -s (aus gleichbed.
Falott
446
schaft der in einem gesetzlichen Eheverhältnis lebenden
engl. fall-out, eigtl. „das Herausfallen“): radioaktiver Nie
Eltern u. ihrer Kinder; b) Gruppe der nächsten Verwand
derschlag [nach Kernwaffenexplosionen]
ten; Sippe. 2. systematische Kategorie, in der näher ver
Fallott u. Fallot der; -en, -en (zu älter fr. falot „schnurrig,
wandte Gattungen zusammengefasst werden (Biol.). Fanärrisch“; weitere Herkunft unsicher): (österr.) Gauner,
millienlclan [...kla:n, engl. ...klæn] der; -s, Plur. -e u.
Betrüger
(bei engl. Aussprache) -s: [Groß]familie mit besonders
Fallsa: Plur. von ÎFalsum. Fallsa De|mons|tra|tio‘ die;
starkem Zusammenhalt. Fa|mj|li|enlpo|li|tik die;
-- (aus lat. falsa demonstratio (non nocet) „eine falsche
staatliche Maßnahmen zur Unterstützung, Sicherung u.
Erklärung (schadet nicht)“): eine fehlerhafte Ausdrucks
Entwicklung der Familien. Fa|mi|li|enlzy|klus* der; -,
weise gewährt keinen Anfechtungsgrund (juristischer
...zyklen: idealtypische Beschreibungu. Analyse der fami
Grundsatz). False Tralding ['fə:ls 'treɪdrŋ]
- -[s] (aus
liären Ereignisse u. Lebensphasen in einer stabilen Erst
engl. false trading „falscher Handel“): Bez. für Transak
ehe. Falmillislmusder; - (wohl aus gleichbed. engl. famitionen auf Märkten zu Preisen, die nicht den Marktbedin
lism zu family „Familie“; vgl. ...ismus): bestimmte Sozial
gungen entsprechen. Fal|setti/aj; -[e]s, -e (aus gleichbed.
struktur, bei der das Verhältnis von Familie u. Gesell
it. falsetto, eigtl. „falsche Stimme“, zu falso „falsch“, dies
schaft durch weitgehende Identität gekennzeichnet ist
aus gleichbed. lat. falsus) : [durch Brustresonanz verstärk
(z.B. bei den chines. Großfamilien; Soziol.)
te] Kopfstimme bei Männern; vgl. Fistelstimme, fallsettielren (zu Î..deren): Falsett singen. Fallsetltist der; falmos (unter Einfluss von fr. fameux „berühmt“ aus lat.
famosus „viel besprochen; berüchtigt; ehrenrührig“ zu fa
-en, -en (zu Î...ist): Sänger für Diskant- od. Altpartien [im
ma, vgl. Fama): 1. (ugs.) durch seine frische o. ä. Art (den
16. u. 17. Jh.]. Faî sett stim merde, -, -n: 1. svw. Falsett.
Sprecher) beeindruckend, Gefallen, Bewunderung erwe
2. svw. Fistelstimme. Fal|si|fi|kat das; -[e]s, -e (zu mlat.
ckend; großartig, prächtig, ausgezeichnet. 2. (veraltet) be
falsificatum „Verfälschtes“, Part. Perf. (Neutrum) von
rüchtigt, verrufen; vgl. Famosschrift. Fa|mo|si|tätd/e; falsificare, vgl. falsifizieren): Fälschung, gefälschter Ge
(aus gleichbed. fr. famosité; vgl. ...ität): (veraltet) traurige
genstand. Fal|si|fi|ka|ti|on die; -, -en (aus gleichbed.
mlat. falsificatio): 1. Widerlegung einer wissenschaftli
Berühmtheit. Falmoslschrift die; -, -en (zu tfamos):
Schmähschrift im Zeitalter des Humanismus u. der Refor
chen Aussage durch ein Gegenbeispiel (Wissenschafts
mation
theorie). 2. (veraltet) Fälschung. fal|si|fi|zie|ren (aus
mlat. falsificare „(ver)fälschen“ zu /a/. falsus „falsch“ u. Falmulladie; -, ...lä (aus lat. famula „Dienerin“): Medizin
facere „machen, tun“): 1. eine Hypothese durch empiri
studentin, die ihr Krankenhauspraktikum ableistet. Fasche Beobachtung widerlegen; Ggs. tverifizieren (1). 2.
mullantder; -en, -en (zu lat. famulans, Gen. famulantis,
(veraltet) [verfälschen. Fal so Borldolne der; - -, ...si
Part. Präs, von famulari, vgl. famulieren): (Jargon) svw.
...ni (aus gleichbed. it. falso bordone, dies aus älter fr.
Famulus. Falmullalturdie; -, -en (zu lat. famulatus, Part.
faux-bourdon, vgl. Fauxbourdon): svw. Fauxbourdon
Perf. von famulari, vgl. famulieren, u. T...ur): Kranken
Falsltaff der; -s, -s (nach dem Namen einer komischen
hauspraktikum, das ein Medizinstudent im Rahmen der
Dramenfigur bei Shakespeare): dicker Prahlhans,
klinischen Ausbildung ableisten muss. fa|mu|lie|ren
Schlemmer
(aus lat. famulari „dienstbar sein“ zu famulus, vgl. Famu
Fallsumifas; -s, ...sa (aus gleichbed. lat. falsum): (veraltet)
lus): als Medizinstudenten] das Krankenhauspraktikum
1. Betrug, Fälschung. 2. Irrtum. Fallsus Prolculraltor
ableisten. FaImulius der; -, Plur.-se u. ...li (aus tot. famu
[- ...ku...] der; - - (aus lat. falsus procurator, eigtl. „fälsch
lus „Diener“): a) Medizinstudent, der sein Krankenhaus
licher Stellvertreter“): Person, die ohne Vollmacht als
praktikum ableistet; b) (veraltet) studentische Hilfskraft
Vertreter handelt (Rechtsw.)
Fan [fɛn] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. fan, ver
Fallun Gong [- 'gʊŋ] die; - - (aus chin, falún gong, eigtl.
kürzt aus engl. Junatic „Fanatiker“ zu fanatic „fanatisch“,
„Rad des Gesetzes“): auf dem t Qigong beruhende Schule
dies aus lat. fanaticus, vgl. fanatisch): a) jmd., der sich für
des chin. Buddhismus
etwas (bes. für Musik od. Sport) bzw. für jmdn. sehr be
Falma die; - (aus lat. fama „Gerücht; öffentliche Mei
geistert; b) jmd., der eine besondere Vorliebe für etwas
nung“): etw., was gerüchtweise über jmdn., etw. verbrei
hat. ...fan (zu tFan); Wortbildungselement mit der Be
tet, erzählt wird ; Gerücht
deutung „begeisterter Anhänger für etwas/jmdn.“, z.B.
Falmes die; - (aus lat. fames „Hunger, Hungersnot“): die
Autofan, Blumenfan, Beatlesfan
Î Personifikation des Hungers als Ungeheuer in der alt- Falnal das; -s, -e (aus fr. fanal „Schiffslaterne, Leuchtfeu
röm. Dichtung
er“, dies aus gleichbed. it. fanale zu spätgr. phanárion,
f a I mi I li |al (zu t Familie u. t '...al (l)): die Familie als soziale
Verkleinerungsform von phanös „Leuchte, Fackel“): 1.
Gruppe betreffend, f a I mi Ili |är (unter Einfluss von fr. fa
Feuer-, Flammenzeichen. 2. Ereignis, Tat, Handlung als
milier aus lat. familiaris „zum Haus gehörig; vertraut“):
weithin erkennbares u. wirkendes, Aufmerksamkeit erre
a) die Familie betreffend; b) ungezwungen, vertraulich.
gendes Zeichen, das eine Veränderung, den Aufbruch zu
Fa|mi|li|a|re der od. die; -n, -n (meist Plur.) (aus lat. fa
etw. Neuem ankündigt
miliaris „Hausgenosse; Sklave“): 1. Mitglied des päpstli Fal nalti Iker der; -s, - (zu Î fanatisch): jmd., der sich für eine
chen Hauses. 2. Bedienstete^] eines Klosters, der bzw.
Überzeugung, eine Idee fanatisch einsetzt, sie fanatisch
die zwar in der Hausgemeinschaft lebt, aber nicht zum be
verficht; Eiferer; dogmatischer Verfechter einer Überzeu
treffenden Orden gehört. fa|mi|lila|ri|sie|ren, sich (aus
gung od. einer Idee; vgl. Fan. falnaltisch (unter Einfluss
gleichbed. fr. se familiariser zu familier „zur Familie gehö
von gleichbed. fr. fanatique aus lat. fanaticus „von der
rend; vertraut“, dies aus lat. familiaris, vgl. familiär):
Gottheit ergriffen, schwärmerisch, rasend“ zu fanum „ge
(veraltet) sich vertraut machen. Fa|mi|li|alris|mus der;
weihter Ort, Tempel“; vgl. profan): sich mit Fanatismus,
-s (zu t...ismus (2)>: gesellschaftliches Ordnungssystem,
mit einer Art Verbohrtheit, blindem Eifer [u. rücksichts
das alle sozialen Bereiche auf dem Fundament u. nach
los] für etw. einsetzend. fa|na|ti|sie|ren (aus gleichbed.
dem Vorbild der Familie aufbauen will. Falmi lila|riItät
fr. fanatiser): jmdn. aufhetzen, fanatisch machen. Falnadie; -, -en (aus lat. familiaritas, Gen. familiaritatis „ver
tislmus der; - (zu 1...ismus (5)>: rigoroses, unduldsames
trauter Umgang“): familiäres (b) Verhalten, Vertraulich
Eintreten für eine Sache od. Idee als Ziel, das kompro
keit. Falmillie [...in] die; -, -n (aus lat. familia „Hausge
misslos durchzusetzen versucht wird
nossenschaft, Familie“, eigtl. „Gesamtheit der Diener Fanlciub ['fɛnklʊb] vgl. Fanklub
schaft, Gesinde“, zu famulus „Diener“): 1. a) Gemein 'Fanlcy ['fɛnsi, engl. 'fænsɪ] der od. das; -[s] (aus engl. fan-
447
cy, gekürzt aus fantasy „Fantasie“, dies über altfr. fantasie, lat. phantasia aus gr. phantasia „Erscheinung; Bild;
Vorstellung“; vgl. Fantasie): beidseitig gerauter tFlanell
in Leinen- od. Köperbindung (einer Webart). 2Fan|cy
die; -, -s <zu t 'Fancy): kurze Instrumentalfantasie (Mus.).
Fan|cy|cock|tail [...kokteil] der; -s, -s: Mixgetränk ohne
festes Rezept. Fanlcyldress [,,,drɛs] der; - u. -es, österr.
auch die; -, -en (aus gleichbed. engl. fancy dress, eigtl.
„Fantasiekleidung“): Maskenkostüm. Fanlcyldrink
[---drɪŋk] der; -[s], -s: svw. Fancycocktail. Fanlcylwork
[,,,wə:k] das; -s, -s (aus engl. fancy-work „feine Handar
beit“): aus Tauwerk hergestellte Zierknoten u. Flechterei
en
Fanldanlgo der; -s, -s (aus span, fandango, weitere Her
kunft unsicher): schneller span. Volkstanz im 3/4- od.
6/s-Takt mit Kastagnetten- u. Gitarrenbegleitung
Fanldalrolle vgl. Farandole
Falnelga die; -, -s (aber: 5 -) (aus gleichbed. span, fanega,
dies aus arab. faniqa „Sack“): a) früheres span. u. lateinamerik. Volumenmaß (in Mexiko 21,21 1, in Spanien 55,5
1, in Argentinien 137,2 1); b) früheres span. u. lateinamerik. Flächenmaß (in Haiti 6400 m2, in Spanien 6425 m2, in
Venezuela bis zu 6987 m2)
Fanlfalre die; -, -n (aus gleichbed. fr. fanfare, weitere Her
kunft unsicher): 1. Dreiklangstrompete ohne Ventile. 2.
Trompetensignal. 3. kurzes Musikstück [für Trompeten u.
Pauken] in der Militär- u. Kunstmusik. 4. eine Folge von
schrillen Tönen erzeugende Signalhornanlage in Kraft
fahrzeugen. Fanlfalrenleinlband der; -s, ...bände: be
stimmte Form des Bucheinbands im 16. u. 17. Jh. Fanlfaron [fäfa’rö:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. fanfaron, dies
über span, fanfarrón zu arab. farfar „schwatzhaft, flüch
tig, übereilt“): (veraltet) Großsprecher, Prahler. Fanlfaro nade [fanfaron...] die; -, -en (aus gleichbed. fr. fanfa
ronnade): (veraltet) Großsprecherei, Prahlerei, fanlfaronlnielren (aus gleichbed. fr. fanfaronner): (veraltet)
aufschneiden, prahlen
Fanlfrelluche* [fäfra'lyf] die; - (aus gleichbed. fr. fanfrelu
che, dies über altfr. fanfelue, fanfeluce aus mlat. famfaluca, dies aus gr. pompholyx „Luftblase“): (veraltet) a) Flit
terkram, Firlefanz; b) kleine böse Fee in den mittelalterli
chen franz. Märchen
Fan|glo|me|rat* das; -[e]s, -e (zu engl. fan „Schwemmke
gel“, eigtl. „Fächer“, dies über altengl. fann zu lat. vannus
„Getreideschwinge (flacher Korb zum Getreidereini
gen)“, Analogiebildung zu ÎKonglomerat): ungeschichte
te Ablagerung aus Schlammströmen zeitweilig Wasser
führender Flüsse in Trockengebieten (Geol.)
Fanlgo der; -s (aus it. fango „Schlamm, Schmutz“, dies aus
dem Germ.): ein vulkanischer Mineralschlamm, der zu
Heilzwecken verwendet wird
falnielren (aus gleichbed. fr. faner zu foin, älter fein
„Heu(ernte)“, dies aus lat. fenum „Heu“): (veraltet) a)
Heu machen, dörren; b) verblühen, welken
Fan-in ['fæn..., fæn'ɪn] da.s; -[s], -s (zu engl. fan „Fächer“ u.
in „innen, darin“): Eingangslastfaktor einer Digitalschal
tung (Mikroelektronik); Ggs. tFan-out
Fan klub ['fɛn...] der; -s, -s (zu îFan u. ÎKlub): ÎKlub (a)
für die Fans einer bekannten Persönlichkeit, eines [be
kannten] Sportvereins o. Ä.
Fanlnings ['fænɪŋz] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. fannings, Plur. von fanning, dies zu to fan „(Getreide)
schwingen“): durch Sieben gewonnene kleinblättrige, fei
ne handelsübliche Teesorte (in Deutschland fast aus
schließlich für Aufgussbeutel verwendet); vgl. Dust
Falnon [fa'nö:] der; -s, -s u. Fa noine [fa'no:nə] der; -[s],
...oni (über it. fanone aus gleichbed. fr. fanon, dies aus altfränk. fano „Tuch“): 1. zweiteiliger îliturgischer Schulter
kragen des Papstes. 2. (früher) kleine Flasche, die zur Be
Faradaykäfig
zeichnung von Richtungspunkten beim Exerzieren in den
Gewehrlauf gesteckt wurde
Fan-out [Tænaut, fæn'aot] das; -[s], -s (zu engl. fan „Fä
cher“ u. out „außen, aus“): Ausgangslastfaktor einer Di
gitalschaltung (Mikroelektronik); Ggs. ÎFan-in
Fanltalsia die; -, -s (aus gleichbed. it. fantasia, dies über
lat. phantasia aus gr. phantasia, vgl. Fantasie): 1. wett
kampfartiges Reiterspiel [der Araber u. Berber]. 2. ital.
Bez. für Fantasie (Mus.).
Fan|ta|sie, auch Phantasie die: -, ...ien (über lat. phantasia
aus gr. phantasia, eigtl. „das Sichtbarmachen, Erschei
nen“, zu phantázesthai „sichtbar werden, erscheinen“,
dies zu phainesthai, vgl. Phänomen) : 1. (ohne Plur.) a) Fä
higkeit, sich etwas in Gedanken auszumalen; Vorstel
lungskraft, Einbildung, Einbildungskraft; b) Erfindungs
gabe, Einfallsreichtum, Produkt der Fantasie (la). 2.
(meist Plur.) Traumgebilde, Fiebertraum; bei Bewusst
seinstrübungen wahrgenommene Trugbilder (Med.). 3.
Instrumentalstück mit freier, improvisationsähnlicher
Gestaltung ohne formale Bindung (Mus.). Fanltalsiebilldung, auch Phantasiebildung die; -, -en: freie Wort
bildung, die meist in Analogie zu einem bereits vorhande
nen Wort, bes. als Warenname, geprägt wird (z. B. Aida =
Baumwollgewebe; Sprachw.). fanltalsielren, auch
phantasieren (nach rn/az. phantasiari „sich vorstellen, ein
bilden“): 1. sich den wiederkehrenden Bildern, Vorstel
lungen der Fantasie (1), der Einbildungskraft hingeben;
frei erfinden; erdichten, ausdenken. 2. in Fieberträumen
irrereden (Med.). 3. frei über eine Melodie od. ein Thema
musizieren (Mus.); vgl. improvisieren. Fanltast, auch
Phantast der; -en, -en (aus mlat. phantasta, dies aus gr.
phantastês „Prahler“): (abwertend) Träumer, Schwär
mer; Mensch mit überspannten Ideen. Fanltas|te|rei,
auch Phantasterei die; -, -en: Träumerei, Überspanntheit,
fanltasltilco [...ko] <//.): fantastisch (Vortragsanwei
sung; Mus.). Fanltasltik, auch Phantastik die; - (aus
spätgr. phantastikë „die Vorstellungskraft“ zu gr. phantastikós, vgl. fantastisch): das Fantastische, Unwirkliche.
Fan|tas|ti|kum, auch Phantastikum das; -s, ...ka (meist
Plur.) (zu î...ikum): Substanz, die stark erregend auf die
Psyche wirkt u. Halluzinationen auslöst (Med.), fantas
tisch, auch phantastisch (über lat. phantasticus aus gr.
phantastikós „auf Vorstellung beruhend“): 1. a) auf Fan
tasie (1) beruhend, nur in der Fantasie bestehend, unwirk
lich; b) verstiegen, überspannt. 2. (ugs.) unglaublich;
großartig, wunderbar. Fan|ta|sy ['fæntəzɪ] die; - (aus
engl. fantasy „Fantasie“; vgl. 'Fancy): bestimmte Gattung
von Romanen, Filmen u. a., die märchen- u. mythenhafte
Traumwelten voller Magie u. Zauber darstellen. Fanltasylselrie [...is] die; -, -n: Fernsehserie mit einer Thema
tik aus dem Bereich der Fantasy
Fanlzine ['fɛnzi:n] das; -s, -s (amerik. Kurzw. aus engl. fan
(vgl. Fan) u. magazine (vgl. Magazin)): Zeitschrift für
Fans bestimmter Personen od. Themen
FAG (Abk. für engl. /requently asked questions „häufig ge
stellte Fragen“): [frei kopierbare] Listen in Kommunika
tionssystemen (z.B. im Internet), die Fragen zur Benut
zung od. zum Inhalt aufführen u. auch gleich beantworten
Falquin [fa'kɛ:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. faquin, weitere
Herkunft unsicher): (veraltet) a) hölzerner Mann, Attrap
pe zum Lanzenrennen (zu Übungszwecken genutzt); b)
Schuft, nichtswürdiger Mensch; c) Geck, Stutzer. Falquinelrie [faki...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. faquinerie):
(veraltet) Schelmenstreich, Schurkerei
Falrad das; -[s], - (nach dem engl. Physiker M. Faraday,
1791-1867): physikalische Maßeinheit der elektrischen
tKapazität; Zeichen F (Phys.). Fa|ra|day|kä|fig ['færədɪ...] der; -s, -e (zu îFarad): îmetallene Umhüllung
zur Abschirmung eines begrenzten Raumes gegen äu
faradaysch
448
röm. Antike das von den Göttern Erlaubte; Ggs. ÎNefas;
ßere Î elektrische (1) Felder u. zum Schutz empfindli
vgl. per nefas
cher [Messjgeräte gegen elektrische Ströme (Phys.), faraldaysch [,,,'de:ʃ, auch 'færədʧ]j in der Fügung fara- Faisan der; -[e]s, -e[n] (über (alt)fr. faisan aus gleichbed.
lat. (avis) phasianus, dies aus gr. (ornis) Phasianos, eigtl.
daysche Gesetze: zwei von Faraday aufgestellte Geset
„in der Gegend des Flusses Phasis heimischer Vogel“;
ze, die bei der Elektrolyse den Zusammenhang zwi
nach Phasis, dem antiken Namen für den russ. Fluss Rioschen dem Stromfluss u. den an den Elektroden abge
ni am Schwarzen Meer): ein Hühnervögel. Falsalnelrie
schiedenen Stoffmengen beschreiben. Falraldilsaltilon
die; -, ...ien (nach gleichbed. fr. faisanderie): a) Gartenan
[fara...] die; - <zu T...isation>: Anwendung des faradilage zur Aufzucht von Fasanen; b) (bes. im 17. u. 18. Jh.)
schen Stroms zu Heilzwecken (Med.), falraldisch; in
Gebäude in einer Fasanerie (a)
der Fügung faradischer Strom: unsymmetrischer, durch
Unterbrecherschaltung erzeugter Wechselstrom, falra- Fas ces ['fastse:s] vgl. Faszes
dilsielren <zu t...isieren>: mit faradischem Strom be Falsche ['faʃ(ə)] die; -, -n (aus lat.-it. fascia „Binde,
Band“): (österr.) 1. lange Binde zum Umwickeln verletz
handeln (Med.). Fa|ra|dolthe|ra|pie die: -: svw. Fara
ter Gliedmaßen o. Ä. 2. weiße Umrandung an Fenstern u.
disation
Türen (bei bunt verputzten Häusern). 3. Eisenband zum
Fa|ran|do|le u. Fandarole die; -, -n (aus gleichbed. fr. fa
Befestigen von Angeln an einer Tür, von Haken o. A. fa
randole, dies aus gleichbed. provenzal. farandoulo, weite
schen (nach gleichbed. lat.-it. fasciare): (österr.) mit ei
re Herkunft unsicher) : ein schneller Paartanz aus der Pro
ner Fasche (1) umwickeln
vence
Farlbenlskoltom das; -s, -e (zu TSkotom): auf einen Teil falschielren (zu österr. mdal. Fasch „Farce“, vgl. Farce
(3), u. Î..deren): (österr.) durch den Fleischwolf drehen.
des Gesichtsfeldes beschränkte Störung od. Unfähigkeit
Fal schierltedas: -n: (österr.) Hackfleisch, Gehacktes
der Farbenerkennung (Med.)
Falschilnedze; -, -n (aus it. fascina „Reisigbündel“, dies zu
Farlce ['farsə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. farce, dies zu lat.
lat. fascis „Bündel“; vgl. Faszes): Reisiggeflecht für
farcire „hineinstopfen“; vgl. Infarkt): 1. derbkomisches
[Uferjbefestigungsbauten. falschilnielren (zu Î..deren):
Lustspiel. 2. abgeschmacktes Getue, billiger Scherz. 3.
mit Faschinen befestigen, ausrüsten, faschilsielren (zu
Füllung für Fleisch od. Fisch [aus gehacktem Fleisch]
TFaschismus u. t..deren): mit faschistischen Tendenzen
(Gastr.). Farlceur [far'sa:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr.
farceur): (veraltet) Possenreißer, farlcielren [,,,'si:...]
durchsetzen. Fa|schi|sie|rungdie; -, -en (zu T...ierung):
das Eindringen faschistischer Tendenzen [in eine Staats
(aus gleichbed. fr. farcir): mit einer Farce (3) füllen
(Gastr.)
form]. Falschislmus der; - (aus it. Fascismo zu fascio
Fard [fa:r] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. fard zu farder, vgl.
„(Ruten)bündel“ aus gleichbed. lat. fasces, vgl. Faszes
fardieren): (veraltet) a) Schminke; b) Verstellung, Heu
(das Rutenbündel mit Beil wurde vom Faschismus als
chelei. farldielren (aus gleichbed. fr. farder, wohl aus
röm. Herrschaftssymbol übernommen)): 1. das von Mus
dem Germ.): (veraltet) a) schminken; b) beschönigen,
solini
errichtete
Herrschaftssystem
in
Italien
verstellen, verheimlichen
( 1922-1945). 2. (abwertend) eine nach dem Führerprinzip
Falrelghansvw. Ferraghan
organisierte, nationalistische, antidemokratische, antiso
fare well [feəwɛl] (engl.): leb[t] wohl! (engl. Abschieds
zialistische u. antikommunistische rechtsradikale Bewe
gruß). Farelwell das; -s, -s: (veraltet) Lebewohl, Ab
gung, Herrschaftsform. Falschist der; -en, -en (nach
schiedsgruß
gleichbed. it. fascista): Anhänger des Faschismus, faFarlfallle die (Plur.) (zu it. farfalla „Schmetterling“):
schisl tisch: a) den Faschismus betreffend; zum Faschis
schmetterlingsförmige Nudeln
mus gehörend; b) vom Faschismus geprägt, falschisltoFalrilbolle die; -, -n [,,,'bo:lən] (aus gleichbed. fr. faribole,
id (zu t...oid): dem Faschismus ähnlich, faschistische Zü
weitere Herkunft unsicher): (veraltet) Posse, Streich, Al
ge zeigend. FalschorZer; -s, -s (italianisierende Bildung):
bernheit
1. (Jargon) Î Faschist. 2. mit dem INeofaschismus sympa
Falrin der; -s (aus lat. farina „Mehl“): a) gelblich brauner,
thisierender, meist gewalttätiger [u. in einer Clique orga
feuchter Zucker; b) Puderzucker. Fa|ri|nalde die; -, -n
nisierter] Jugendlicher
(zu t...ade): Farin[zucker], Fa|ri|no|graf, auch ...graph Faslcilnum [,,,tsi...] das; -, ...na (aus lat. fascinum „männ
der; -en, -en (zu T...graf): altes Gerät zur Untersuchung
liches Glied; Zauber“, dies aus gr. báskanon zu baskaides Mehls auf Backfähigkeit. Falri|no|gramrrn7«5; -s, -e
nein „behexen“): Amulett in Form eines männlichen Glie
(zu t...gramm>: Zustandskurve des Untersuchungsergeb
des, das im röm. Altertum als Abwehrmittel gegen den bö
nisses beim Farinografen. Falrilnolmelter das; -s, - (zu
sen Blick galt
T1...meter): svw. Farinograf. FalrinlzuIckerrZer; -s: svw. Falshion ['fɛʃn, engl. fæʃən] die; - (aus gleichbed. engl. fa
Farin
shion, dies aus (alt)fr. façon, vgl. 'Fasson): a) Mode; b)
Farm die; -, -en (aus gleichbed. engl.-amerik. farm, eigtl.
Vornehmheit; gepflegter Lebensstil. falshi|o|na|bei [fa„feste jährliche Pachtzahlung“, dies aus (alt)fr. ferme
ʃionabl] u. fashionable [fɛʃənəbl] (aus gleichbed.
„Pacht, Pachtvertrag“ zu fermer „festsetzen“, dies aus
engl. fashionable): modisch, elegant, vornehm. Falshiolat. firmare, vgl. firmen): 1. größerer landwirtschaftlicher
nalble No vels ['fɛʃənəbl nɔvəls] die (Plur.) (aus engl.
Betrieb in angelsächsischen Ländern. 2. Landwirtschafts
Fashionable Novels, eigtl. „Moderomane“): engl. Roma
betrieb mit Geflügel- od. Pelztierzucht. Farlmer der; -s,
ne der Übergangszeit zwischen Romantik u. Realismus im
-: Besitzer einer Farm. Far|mer|lun|gedie; -, -n: allergi
19. Jh., die die Welt des Dandyismus [kritisch] behandeln
sche Entzündung der Lungenbläschen durch Î Antigene Faslsalde die; -, -n (aus gleichbed. fr. façade, dies aus it.
von schimmeligem Heu (Med.)
facciata, eigtl. „Gesichtsseite“, zu faccia „Gesicht“, dies
Fa|ro ¿Zer; -s, -s (aus it. faro „Leuchtturm“; vgl. Pharus):
über vulgärlat. *facia aus lat. facies, vgl. Face): Vordersei
svw. Pharus
te, Stirnseite [eines Gebäudes, die oft ansprechend, z.B.
falrouche [fa'ruj] {fr.; wohl aus mlat. forasticus „fremd“):
mit Ornamenten, geschmückt ist]
(veraltet) wild, scheu
Fas sa it [auch ... it] der; -s, -e (nach dem Fassatal in den
Faijthing ['fɑ:ðɪŋ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. farthing
Dolomiten u. zu T2...it> : ein grünes Augitmineral (vgl. Aumaltengl. feorða „der vierte (Teil)“): engl. u. irische Viergɪt)
telpennymünze bis 1961
Fas set te vgl. Facette
Fas das; - (aus gleichbed. lat. fas zu fari „sprechen“): in der Faslsilon die; -, -en (aus gleichbed. mlat. fassio zu lat. fas-
449
sus. Part. Perf. von fateri „gestehen, bekennen“): (veral
tet) 1. Bekenntnis, Geständnis. 2. Steuererklärung
’Faslson [fa'sð:, Schweiz, u. österr. meist fa'so:n] die: -,
Plur. -s, Schweiz, u. österr. -en (aus gleichbed. fr. façon,
dies aus lat. factio „das Machen, Handeln“ zu facere „ma
chen, tun“): 1. a) die bestimmte Art u. Weise (des Zu
schnitts, Sitzes usw.) von etw. ; b) kurz für Fassonschnitt.
2. Lebensart. 2Fas|son das; -s, -s (zu T 'Fasson): (veraltet)
svw. 'Revers, faslsolnielren [faso'ni:...] (zu ΑFasson u.
Î..deren): 1. in Form bringen, formen (bes. von Speisen).
2. (österr.) die Haare im Fassonschnitt schneiden. Fasso nie rung dze; -, -en (zu t,,,ierung): eingekerbtes tDe
kor (1) am Rand von Geschirr aus Keramik u. Metall.
Fas|son|nu|deln [fa'sö:...] die (Plur.): Teigwaren in
Form von Sternchen, Buchstaben o.Ä. Fassonschnitt
der; -[e]s, -e : mittellanger Haarschnitt für Herren, bei dem
die Haare an der Seite u. im Nacken stufenlos geschnitten
werden
Fasltalge [,,,ʒə] vgl. Fustage
'Fast back ['fɑ:stbæk] <Zas; -s, -s (aus gleichbed. engl. fastback, eigtl. „schneller Rücken“): Autodach, das in ein
schräg abfallendes Heck übergeht, Fließheck. 2Fastback, auch Fast-back das: -s, -s (zu engl. fast back
„schnell rückwärts, schnell zurück“): Filmtrick, mit dem
ein eben gezeigter Vorgang in umgekehrter Reihenfolge
vorgeführt werden kann. Fast Break [ fɑ:st 'breɪk] der
od. das,: - -, - -s, auch Fastlbreak der od. das: -, -s (aus
gleichbed. engl.-amerik. fast break, eigtl. „schneller
Durchbruch“): äußerst schnell ausgeführter Durchbruch
aus der Verteidigung, Steilangriff (beim ÎBasketball).
Fast Food [- fu:d] das: - -[s], auch Fastlfood das: -[s]
(aus engl. fastfood, eigtl. „schnelles Essen“): (inbestimm
ten Schnellgaststätten angebotene) schnell und leicht ver
zehrbare kleinere Gerichte
Faslti die (Plur.) (aus gleichbed. lat. (dies) fasti, eigtl. „(die
Tage,) an denen gesprochen werden durfte“): Tage des
altröm. Kalenders, an denen staatliche u. gerichtliche An
gelegenheiten erledigt werden durften
fasltildielren (aus gleichbed. lat. fastidire): (veraltet) ver
schmähen, verachten; Abneigung, Widerwillen haben,
fas|tiIdilös (aus gleichbed. fr. fastidieux, dies aus lat. fas
tidiosus „überdrüssig, widerwillig“): (veraltet) widerwär
tig, langweilig. Fasltildilum das: -s (aus gleichbed. lat.
fastidium): Abneigung, Widerwille (z.B. gegen Essen;
Med.)
Fasltilgilum das; -s, ...gia (aus lat. fastigium „Neigung,
Steigung; Abdachung; Spitze, Gipfel; Giebel“): 1. Dach
des vierten Hirnventrikels (vgl. Ventrikel; Anat.). 2. Hö
hepunkt einer Krankheit (insbesondere des Fiebers;
Med.)
fasltulös (aus gleichbed. fr. fastueux, dies aus Zai.
fast(u)osus): (veraltet) prunkvoll, prächtig
Faslzes ['fastse:s] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. fasces,
Plur. von fascis „Bündel“): Rutenbündel mit Beil (Abzei
chen der altröm. Liktoren als Symbol der Amtsgewalt der
römischen Magistrate u. ihres Rechts, zu züchtigen u. die
Todesstrafe zu verhängen). fas|zi|al (zu t...ial): bündel
weise. Faslzilaltilon die; -, -en (zu lat. fasciatus (Part.
Perf. von fasciare „umbinden, (um)wickeln“) u. t'...ion>:
1. Bildung von bandähnlichen Querschnittsformen bei
Pflanzenwurzeln (Verbänderung; Bot.). 2. das Anlegen
eines Verbandes (Med.). Faslzie [...ja] die; -, -n (aus Zat.
fascia „Binde; Streifen; Bandage“): 1. dünne, sehnenarti
ge Muskelhaut. 2. Binde, Bindenverband. 3. in der antiken
Baukunst einer der drei (seltener zwei) von unten nach
oben leicht vorspringenden Streifen, die den Hauptbalken
der ionischen u. der korinthischen Ordnung waagerecht
unterteilen. Fas|zi|i|tis die; -, ...itiden (zu t...itis): Ent
zündung einer Faszie (1) od. Sehne, bes. der Sehnenansät
Fatigue
ze (Med.). Faslzilkel der; -s, - (aus lat. fasciculus „kleines
Bündel, Päckchen“, Verkleinerungsform von fascis, vgl.
Faszes): 1. a) [Aktenjbündel, Heft; b) Lieferung, vor allem
eines in Fortsetzungen erscheinenden wissenschaftlichen
Werkes. 2. kleines Bündel von Muskel- od. Nervenfasern
(Med.). 3. Leitbündel (strangförmig zusammengefasste
Verbände des Leitgewebes) von Farn- u. Samenpflanzen
(Bot.), faslzilkullär (zu lat. fasciculus, vgl. Faszikel, u.
t...är>: büschelförmig, den Faszikel betreffend. Faslziku lalti on </Ze; -, -en (zu t,,,ation): regellose Zuckungen
von Muskelfasern od. -bündeln (Med.). fas|zi|ku|lie|ren
(zu t..deren): (veraltet) aktenmäßig bündeln, heften
Faslzilnaltilgn die; -, -en (aus lat. fascinatio „Beschreiung,
Behexung" zu fascinare, vgl. faszinieren): fesselnde Wir
kung, die von einer Person od. Sache ausgeht. faslzilnieren (aus lat. fascinare „beschreien, behexen“): eine fes
selnde Wirkung auf jmdn. ausüben, [jmdn.] bezaubern.
Faslzilnolsum
-s (zu t...osum>: auf seltsame, ge
heimnisvolle Weise Faszinierendes, Fesselndes, Anzie
hendes
Fas|zi|o|lo|se die; -, -n (aus lat. fasciola „kleine Binde,
Band“ (Verkleinerungsform von fascia, vgl. Faszie) u.
t'...ose): Erkrankung der Gallenwege (Leberegelkrank
heit; Med.)
Fat [fa(t)] der; -s [...(s)J, -s [,.,s] (aus gleichbed. fr. fat zu lat.
fatuus „einfältig, albern“): (veraltet) Laffe, Geck
’Falta die (Plur.) (aus gleichbed. lat. Fata „Schicksalsgöt
tinnen“): svw. Parzen u. svw. Moiren. 2Falta: Plur. von
tFatum. taltal (aus lat. fatalis „vom Schicksal bestimmt;
verhängnisvoll“ zu fatum, vgl. Fatum): a) sehr unange
nehm u. peinlich; Unannehmlichkeiten, Ärger verursa
chend; in Verlegenheit bringend; misslich; b) unangeneh
me, schlimme Folgen nach sich ziehend, verhängnisvoll,
verderblich, folgenschwer. Faltallislmus der: - (zu f,,,ismus (5)> : völlige Ergebenheit in die als unabänderlich hin
genommene Macht des Schicksals; Schicksalsgläubigkeit.
Faltallist der; -en, -en (zu t,,,ist): jmd., der sich dem
Schicksal ohnmächtig ausgeliefert fühlt; Schicksalsgläubi
ger. fa|ta|lis|tisch (zu t...istisch): sich dem Schicksal
ohnmächtig ausgeliefert fühlend, schicksalsgläubig. FataIliItät die; -, -en (über fr. fatalité aus gleichbed. lat. fa
talitas, Gen. fatalitatis): Verhängnis, Missgeschick, pein
liche Lage
Falta Morlgalna die; --, Plur. - ...nen u. - -s (aus gleichbed.
it. fata morgana (eigtl. „Fee Morgana“), dies zu it. fata
„Fee“ u. arab. morgäna „eine Koralle“, dies aus gr. mar
garites „Perle“; nach dem Namen einer in arab. Märchen
vorkommenden Sagengestalt, auf die der Volksglaube die
in der Wüste besonders häufigen Luftspiegelungen zu
rückführt): a) durch Luftspiegelung hervorgerufene Sin
nestäuschung, bes. in Wüstengebieten, bei der entfernte
Teile einer Landschaft näher gerückt scheinen od. bei der
man Wasserflächen zu sehen meint; b) Hirngespinst,
Trugbild, realitätsferne Vorstellung
Falthom ['fæðəm] das; -s, -[s] (aus engl.-amerik. fathom
„Faden“): engl. u. nordamerik. Längenmaß (1,828 m),
bes. bei der Schifffahrt
faltielren (aus gleichbed. Zaf. fateri): 1. (veraltet) beken
nen, angeben. 2. (österr.) eine Steuererklärung abgeben.
Faltielrung ¿Zze; -, -en (zu t,,,ierung): (österr.) Steuerer
klärung
faltilgant <fr.; zu fatiguer, vgl. fatigieren): (veraltet) ermü
dend, langweilig; lästig. Faltilgaltio die; - (aus gleichbed.
lat. fatigatio zu fatigare, vgl. fatigieren): Ermüdung, allge
meine Erschlaffung (bes. Med.). Faltilge u. Fatigue [fa'ti:g] die: -, -n [...gn] <über/r. fatigue aus gleichbed. lat. fa
tigatio): (veraltet) Ermüdung, faltilgielren (aus fr. fati
guer „ermüden“, dies aus gleichbed. lat. fatigare): (veral
tet) ermüden; langweilen. Faltigue [fa'ti:g] vgl. Fatige
Fatiha
- (aus arab. fatiha „die Eröffnende“): die erste
tSure des ÎKorans, Grundgebet des Islams
Faltilmilden die (Plur.) (nach Fatima, der jüngsten Toch
ter Mohammeds, u. zu î...ide>: vom 10. bis 12. Jh. regie
rende mohammedanische Dynastie in Ägypten
Fatlsia, Fatlsie [...io] die; -, ...ien [...ion] (aus nlat. fatsia,
dies aus dem Japan.): ein Araliengewächs (eine Zimmer
pflanze)
faltulielren (aus lat. fatuari „albern, einfältig schwat
zen“): (veraltet) albern sein. FaItuIiItät die; - (aus lat. fa
tuitas, Gen. fatuitatis „Albernheit, Einfalt“): Blödsinn
(Med.)
Faltum das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat. fatum, eigtl. „Göt
terspruch“, zu fari „sprechen“): Schicksal, Geschick,
Verhängnis; vgl. ‘Fata
Fatlwa vgl. Fetwa
Fau bourg [fo'bu:r] der; -s, -s (über fr. faubourg aus gleich
bed. altfr. forsbourc zu fors „außerhalb“ (dies aus gleich
bed. lat. foris) u. bourc „Burg, Marktflecken“, vgl. Bour
geoisie): Vorstadt [einer franz. Stadt]
Faulces [,,,tse:s] die (Plur.) (aus lat. faux, Plur. fauces
„Schlund, Kehle“): Sammelbez. für Schlundenge, Gau
mensegel u. Rachenmandel (Med.)
fau|fi|lie|ren [fo...] (aus gleichbed. fr. (se) faufiler zu faux
„falsch“ (aus lat. falsus) u. fil „Faden“ (aus lat. filum),
eigtl. „falsch zusammenfalten“): (veraltet) a) anreihen; b)
Bekanntschaften knüpfen
Fauljalsit [auch ...’zit] der; -s, -e (nach dem franz. Geolo
gen u. Paläontologen B. Faujasde Saint-Fond (1741-1819)
u. zut2...it): demtChabasit verwandtes Mineral
Fault [fɔ:lt] iter; -s, -s (aus gleichbed. engl. fault, dies über
fr. faute u. das Vulgärlat. zu lat. fallere „(eine Leistung)
nicht erfüllen, enttäuschen“): Fehler, bes. beim Aufschlag
im Tennis u. î Badminton (Sport)
Faun der; -[e]s, -e (aus lat. Faunus; nach dem altröm. Feldu. Waldgott): geiler, lüsterner Mensch. Fauina die; -,
...nen (aus lat. Fauna; nach der altröm. Fruchtbarkeits
göttin Fauna (Schwester od. Frau des Faunus), vgl. Faun):
1. Tierwelt eines bestimmten Gebiets (z.B. eines Erdteils,
eines Landes). 2. systematische Zusammenstellung der in
einem bestimmten Gebiet vorkommenden Tierarten.
Faulnenlkunlde 4ze; - (zu Î Fauna): svw. Faunistik. faunisch (zu 1 Faun): lüstern, geil. Faulnist der; -en, -en (zu
Î Fauna u. T ...ist): Zoologe, der auf dem Gebiet der Fau
nistik arbeitet. Faulnisltik die; - (zu Î ...istik): Teilbereich
der Zoologie, der sich auf die Erforschung der Tierwelt ei
nes bestimmten Gebiets beschränkt, faulnisltisch (zu
Î ...istisch): die Tierwelt od. ihre Erforschung betreffend
Fauslsaire [fo'sɛ:r] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. faussaire,
dies aus lat. falsarius): (veraltet) Betrüger, Fälscher.
Fausse [fo:s] die; -, -n [...san] (aus fr. (carte) fausse, eigtl.
„falsche (Karte)“, vgl. Foße): (veraltet) svw. Foße.
Fausselté [fos'te:] die; - (aus gleichbed. fr. fausseté):
(veraltet) Falschheit, faute de mieux [fotdə'mjo] (/?.): in
Ermangelung eines Besseren; im Notfall
Faulteuil [fo'to:j] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. fauteuil, dies
altfr. faldestueil, faldestoel „Faltstuhl“ aus dem Germ.):
Armstuhl, Lehnsessel
Fautlfrachti/ze; - (zu fr. faux „falsch“, dies aus lat. falsus):
a) abmachungswidrig nicht genutzter [Schiffsjfrachtraum; b) Abstandssumme, die ein Befrachter an eine Spe
dition od. Reederei bei Rücktritt vom Frachtvertrag zah
len muss
Fauves [fo:v] die (Plur.) (aus fr. fauves (Plur.), eigtl. „wilde
Tiere“; nach der 1905 von der franz. Kunstkritik gepräg
ten Bez. dieser Malergruppe): Gruppe von (Pariser) Ma
lern, die sich auf die Ausdrucksmittel der reinen Farben
berief. Faulvislmus [fo'vis...] der; - (aus gleichbed. fr.
fauvisme; vgl. ...ismus (1)): Richtung innerhalb der franz.
Faltilha die;
450
Malerei des frühen 20. Jh.s, die im Gegensatz zum TIm
pressionismus steht (Kunstw.). Faulvist der; -en, -en (zu
1 ...ist): Vertreter des Fauvismus, faulvisltisch (zu Î...is
tisch): a) den Fauvismus betreffend, zu ihm gehörend; b)
im Stil des Fauvismus gestaltet
Fauxlami [foza'mi] der; -, -s [... mi] (aus fr. faux ami „fal
scher Freund“ zu faux „falsch“ u. ami „Freund“, dies aus
lat. amicus): a) in mehreren Sprachen in gleicher oder
ähnlicher Form vorkommendes Wort, das jedoch von
Sprache zu Sprache verschiedene Bedeutungen hat, was
häufig Anlass zu falschem Gebrauch und zu Überset
zungsfehlern ist (z.B. >aktuell< für engl. actually statt >tatsächlicht; dt. aggressiv, aber franz, agressif; dt. ein Alarm,
aber fr. une alarme; franz, état >Staat<, aber dt. >Haushalt<); b) Fehler, der durch einen Fauxami (a) entstanden
ist. Fauxlbourldon [fobur dö:] der; -s, -s (aus gleichbed.
(älter) fr. faux-bourdon, zu bourdon „Schnarrwerk (der
Orgel)“): 1. franz. Bezeichnung für ÎFaburden. 2. Ton
satz mit einfachem Kontrapunkt in konsonanten Î Akkor
den (Mus.). 3. Sprechton in der tPsalmodie. Fauxlfrais
[fo'frɛ:] die (Plur.) (aus fr. faux frais, eigtl. „falsche Kos
ten“): Unkosten, kleine, unvorhergesehene Ausgaben.
Fauxlpas [fo'pa] der; - [,,,'pa(s)], - [..,'pas] (aus fr. faux
pas „Fehltritt“, zu pas „Schritt“, dies aus lat. passus):
Taktlosigkeit, Verstoß gegen gesellschaftliche Umgangs
formen
Falvella [...v...] die; -, -s (aus gleichbed. port, favela):
Elendsquartier, Slum [in südamerik. Großstädten]; vgl.
Bariada
Falven [_..v...] : Plur. von Î Favus (2)
Fave rolles huhn [fa'vrɔl...] das; -s, ...hühner (nach dem
franz. Ort Faverolles): eine Haushuhnrasse
Falvi ['fa:vi]: Plur. von ÎFavus (2)
Favismus [,..v...] der; - (zu zt. fava „Bohne“ (aus gleich
bed. lat. faba) u. Î...ismus (3)>: svw. Fabismus
Fa vo ni us [,..v...] der; - (aus gleichbed. lat. favonius zu fa
vere „günstig, geneigt sein“): Bez. für den frühlingverhei
ßenden lauen Westwind bei den Römern
fa|vo|ra|bel [...v...] (aus gleichbed. fr. favorable, dies aus
lat. favorabilis „begünstigt; empfehlend“): (veraltet)
günstig, geneigt; vorteilhaft. Falvolris [.,,'ri:] die (Plur.)
(aus gleichbed. fr. favoris, substantivierter Plur. von favori
„beliebt“; vgl. Favorit): (veraltet) schmaler, knapp bis an
das Kinn reichender Backenbart. fa|vo|ri|sie|ren (aus
gleichbed. fr. favoriser): 1. begünstigen, bevorzugen. 2. als
voraussichtlichen Sieger in einem sportlichen Wettbewerb
ansehen, nennen; zum Favoriten erklären. Falvolrjt der;
-en, -en (unter Einfluss von engl. favo(u)rite aus fr. favori,
Fem. favorite „beliebt; Günstling“, dies aus it. favorito
„Begünstigter“ zu favore „Gunst“, dies aus lat. favor): 1.
a) jmd., der bevorzugt, anderen vorgezogen wird; begüns
tigte Person; b) (veraltet) Günstling, Geliebter. 2. jmd.
(z. B. ein Teilnehmer an einem sportlichen Wettbewerb),
der die größten Aussichten auf den Sieg hat. Fa|vo|rj|te
iZze; -, -n (aus fr. favorite „die Beliebte“; vgl. Favorit): 1.
Name mehrerer Lustschlösser des 18. Jh.s. 2. svw. Favori
tin (1 b). Falvolriltin die; -, -nen: 1. a) weibliche Person,
die bevorzugt, anderen vorgezogen wird; begünstigte Per
son; b) (veraltet) Geliebte [eines Herrschers], 2. weibliche
Person (z.B. eine Wettkampfteilnehmerin), die die größ
ten Erfolgsaussichten hat. Fa|vo|ri|tislmus der; -s (unter
Einfluss von engl. favouritism „Begünstigung“ aus gleich
bed. fr. favoritisme zu /r. favori „Günstling, Liebling“;
vgl. ...ismus (5)>: Günstlingswirtschaft, Beeinflussung
durch Günstlinge
Falvus [...v...] der,; -, Plur. ...ven u. ...vi (aus lat. favus
„Wachsscheibe, Honigwabe“): 1. ansteckende chronische
Pilzerkrankung der Haut (Erbgrind). 2. Wachsscheibe im
Bienenstock (Zool.)
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das; -, -e: Kurzform von îTelefax. falxen: Kurzform
von Î telefaxen
Falyallit [faja..., auch ... lit] der; -s, -e (nach dem Fundort,
der Insel Fayal (Azoren), u. zu 12„.it) : ein dunkelgelbes bis
dunkelgrünes Mineral
Falyence [tajáis] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr. faïence,
älter fayence, nach der ital. Stadt Faenza): eine mit Zinn
glasur bemalte Tonware; vgl. Majolika. Falyenlcelrie
die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. faiencerie): Fabrik, in der
Fayencen hergestellt werden
Falzellet u. Fazenet das; -s, -s (aus it. fazzoletto „Taschen
tuch“): (veraltet) [Zier]taschentuch
Fa zen da [fatsɛnda, fa zenda] die; -, -s (aus port, fazenda
„Besitz, Vermögen“ zu lat. facienda (Plur.) „Dinge, die
getan werden müssen“, Gerundivum von facere „machen,
tun“): Landgut in Brasilien. Falzenldeilro [,.,'deiru] der;
-s, -s (aus gleichbed. port, fazendeiro): Plantagenbesitzer,
Farmer, Pächter
Falzelnet vgl. Fazelet
Falzes u. Faeces [`fɛ:tse:s] die (Plur.) (aus lat. faex, Plur.
faeces „Bodensatz, Hefe“): Stuhl, Kot (Med.)
Falzeltie [---iə]
-, -n (meist Plur.) (aus lat. facetiae
(Plur.) „Scherz, Witz; Spottreden“): witzige Erzählung
erotischen od. satirischen Inhalts [im Italien des 15. u.
16. Jh.s], Falzeltilen [,,,iən] die (Plur.): (veraltet) drollige
Einfälle, Spottreden, falzeltilös (aus gleichbed. fr. facé
tieux zu lat. facetus „spaßig, witzig“; vgl. ...ös): witzig,
lustig
falzilal (aus gleichbed. mlat. facialis zu lat. facies, vgl. Fa
zies): zum Gesicht gehörend (Med.). Falzilallis der; - (aus
gleichbed. nlat. (nervus) facialis); Gesichtsnerv (Med.).
Falzilallisltic [...tik] der; -s, -s (zu tTic): blitzartiges Zu
cken im Bereich des Gesichtsnervs (Med.), falzilell (fran
zösierende Bildung zu tFazies u. T ...eil) : die verschieden
artige Ausbildung gleichaltriger Gesteinsschichten betref
fend (Geol.). Falziies [ fa:tsiɛs] die; -, - [,..e:s] (aus lat. fa
cies „Gestalt; Gesicht“): 1. die verschiedene Ausbildung
von Sedimentgesteinen gleichen Alters (Geol.). 2. kleinste
unterscheidbare Einheit der Vegetation, die durch gehäuf
tes Auftreten einer Art od. weniger Arten gekennzeichnet
ist (Bot.); vgl. Facies. Fa|zi|li|tät die; -, -en (z.T. unter
Einfluss von engl. facility aus lat. facilitas, Gen. facilitatis
„Leichtigkeit; Gefälligkeit“, dies zu facere „machen,
tun“): 1. (veraltet) Leichtigkeit, Gewandtheit; Umgäng
lichkeit. 2. Kreditmöglichkeit, die bei Bedarf in Anspruch
genommen werden kann; Erleichterung von Zahlungsbe
dingungen (Wirtsch.). Fa|zi|li|tä|ten die (Plur.) (über
gleichbed. engl. facilities aus lat. facilitates): Möglichkei
ten, Einrichtungen, Ausstattung. Falzilliltaltilon die; (aus fr. facilitation „Erleichterung“ zu facile „leicht“,
eigtl. „tunlich“, dies aus lat. facilis): (veraltet) Erleichte
rung, Förderung, Beförderung. Falzit das; -s, -s (aus lat.
facit, „es macht“, 3. Pers. Sing. Präs, von facere „ma
chen“): 1. [Schluss]summe einer Rechnung. 2. Ergebnis;
Schlussfolgerung
FCKW: Abk. für Fluorchlorkohlenwasserstoff
Fealsilbillilty-Stuldie [fi:zə bɪlətɪ...] die; -, -n (zu engl.
feasibility „Eignung, Durchführbarkeit“ (dies zu feasible
aus altfr. faisible „durchführbar“ zu lat. facere „machen,
tun“)): Untersuchung über die Durchführbarkeit eines
technischen Projekts
Fealture [ fi:ʧn] das; -s, -s, auch die; -, -s (aus gleichbed.
engl. feature^eigtl. „Aussehen, charakteristischer Grund
zug“, dies über altfr. faiture aus lat. factura „das Machen,
Formen“): 1. a) Sendung in Form eines aus Reportagen,
Kommentaren u. Dialogen zusammengesetzten [Doku
mentarberichtes; b) zu einem aktuellen Anlass herausge
gebener, besonders aufgemachter Text- od. Bildbeitrag. 2.
Hauptfilm einer Filmvorstellung. 3. typisches Merkmal,
Fax
Felinose
charakteristische Eigenschaft (bes. eines technischen Ge
rätes; Jargon)
Felber der; -s, - (zu ÎFebruar): (österr.) svw. Februar
Fe|bri|cu|la* [,..k...] die; - (aus gleichbed. lat. febricula,
Verkleinerungsform von febris „Fieber“): leichtes Fieber
(Med.), felbril (aus gleichbed. (n)lat. febrilis): fieberhaft,
fiebrig (Med.). Felbris die; - (aus gleichbed. lat. febris):
Fieber (Med.)
Felbrular* der; -[s], -e (aus lat. mensis Februarius „Reini
gungsmonat“): der zweite Monat des Jahres (Hornung);
Abk.: Febr.
felcit [ fe:tsɪt] (aus lat. fecit, 3. Pers. Sing. Perf. von facere
„machen“): hat (es) gemacht (häufige Aufschrift auf
Kunstwerken hinter dem Namen des Künstlers); Abk.: f.
od. fee.; vgl. ipse fecit
Feldaljin der: -[s], - (aus gleichbed. arab. Fidä’iyün, eigtl.
„die sich Opfernden“): a) arab. Freischärler; b) Angehö
riger einer arab. politischen Untergrundorganisation
Fedlcup [fɛdkʌp] der; -s (Abk. für engl. Federation Cup
„Verbandspokal“, dem früheren Namen des Wettbe
werbs): dem Î Daviscup entsprechender Tenniswettbewerb für Frauen
Fedldan der; -s, - (aus gleichbed. arab. faddän): Flächen
maß in Ägypten von 42 Ar
Feedlback, auch Feed-back ['fi:dbæk] das; -s, -s (aus
gleichbed. engl. feedback zu to feed back „zurück-, weiter
leiten“ (dies zu to feed „füttern, ernähren“ u. back „zu
rück“)): 1. Rückkopplung; zielgerichtete Steuerung eines
technischen, biologischen od. sozialen Systems durch
Rückmelden der Ergebnisse, wobei die Eingangsgröße
durch Änderung der Ausgangsgröße beeinflusst werden
kann (Kybern.). 2. sinnlich wahrnehmbare Rückmeldung
(z.B. durch Gestik od. Mimik), die dem Kommunikati
onspartner anzeigt, dass ein Verhalten od. eine sprachli
che Äußerung verstanden wurde (Psychol.). Feelder
[ fi:du] der; -s, - (aus gleichbed. engl. feeder, eigtl. „Fütterer“ zu to feed „füttern"): elektr. Leitung, die der Energie
zuführung dient (bes. die von einem Sender zur Sende
antenne führende Speiseleitung; Funkw.). Feeding-on-De mand ['fi:dɪŋ ɔn dɪ'mɑ:nd] das; -[s] (zu engl.
feeding „das Füttern“ u. demand, vgl. Demand): a) das
Stillen nach Bedarf; b) das Füttern auf Verlangen
Feellie [`fi:lɪ] das: -[s], -s (zu engl. to feel „(be)fühlen“):
Kunstobjekt, das der Betrachter sehen, hören, betasten u.
schmecken kann. Feelling ['fi:lɪŋ] das; -s, -s (aus gleich
bed. engl. feeling zu to feel, vgl. Feelie): a) [den ganzen
Körper erfüllendes] Gefühl; b) Gefühl für etwas; c) Stim
mung, Atmosphäre
Feelrie [feə'ri:, fe'ri:] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. féerie
zu fée „Fee“, dies aus vulgärlat. Fata „Schicksalsgöttin“;
vgl. 'Fata): Feenstück, szenische Aufführung einer Feen
geschichte unter großem bühnentechnischem u. ausstat
tungsmäßigem Aufwand
Feet [fi:t]: Plur. von t Foot
felkund (aus gleichbed. ZaA fecundus): fruchtbar (Biol.).
Fe kunldaltilon die; -, -en (zu lat. fecundare „befruch
ten“ u. t...ation>: Befruchtung. Felkunldiltät rZzt'. - (aus
gleichbed. lat. fecunditas, Gen. fecunditatis); Fruchtbar
keit
Fel das: - (aus gleichbed. lat. fei): Galle, von der Leber pro
duziertes Sekret zur Fettverdauung (Med.)
Fell bei der; -s, - (aus gleichbed. it. felpa, weitere Herkunft
ungeklärt): hochfloriger [Kunst]seidenplüsch mit glän
zender Oberfläche [für Zylinderhüte]
Fellilden die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. felidae (Plur.) zu
lat. feles, Gen. felis „Katze“): Familie der Katzen u. kat
zenartigen Raubtiere. Fellilnolse die; -, -n (zu gr. nösos
„Krankheit“): Viruskrankheit, die von erkrankten Katzen
auf den Menschen übertragbar ist (Med.)
Felix Culpa
k...] iZie; - - <aus lat. felix culpa, eigtl.
„glückliche Schuld“): Bez. für einen Missgriff od. Fehl
tritt, aus dem Gutes erwächst. FelliIzi|taItiIon die; -, -en
(aus gleichbed. it. felicitazione zu felicitare, vgl. felizitieren): (veraltet) Glückwunsch, Gratulation. fe|li|zi|tieren (aus gleichbed. it. felicitare): (veraltet) beglückwün
schen, glücklich machen, beglücken
Felllalche der; -n, -n (aus arab. falläh „Pflüger“): Angehö
riger der Ackerbau treibenden Landbevölkerung in den
arab. Ländern; vgl. Beduine. Felllalchin die; -, -nen:
weibliche Form zu fFellache. felllalchisch: in der Art
der Fellachen. Felllah der; -s, -s: svw. Fellache
FelllaltioiZze; -, ...ones [,..ne:s] (aus gleichbed. nlat. fellatio
zu lat. fellatus, Part. Perf. von fellare „saugen“): Praxis se
xueller Befriedigung, bei der der Penis mit Lippen, Zäh
nen u. Zunge gereizt wird; vgl. Cunnilingus, felllaltilonielren (zu Î..deren): einen Geschlechtspartner durch
Fellatio befriedigen. Felllaltrix* die; -, ...trizen (aus
gleichbed. (n)lat. fellatrix, eigtl. „Saugerin“): weibliche
Person, die Fellatio ausübt. felllielren (aus lat. fellare
„saugen“): svw. fellationieren
Fel lin säu re die; -, -n (zu lat. fei, Gen. fellis „Galle“ u.
t. ..in (1)): (veraltet) Gallensäure, felllös <zuf...ös): (ver
altet) gallig, voll Galle; bitter
Felllow ['fɛlou] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. fellow, eigtl.
„Gefährte“, dies über altengl. feolaga aus altnord. felagi
„Partner“): 1. a) ein mit Rechten u. Pflichten ausgestatte
tes Mitglied eines ÎCollege (a); b) Inhaber eines For
schungsstipendiums; c) Mitglied einer [brit.J wissen
schaftlichen Gesellschaft. 2. Student höheren Semesters
(in den USA). Felllowlship [---ʃɪp] die; -, -s (aus gleich
bed. engl. fellowship, eigtl. „Kameradschaft“): 1. Status
eines Fellows (1). 2. Stipendium für graduierte Studenten
an engl. u. amerik. Universitäten. Fel|low|tra|vel|ler
[,,,'trævəln] der; -s, -[s] (aus gleichbed. engl. fellow tra
veller, eigtl. „Mitreisender, Reisegefährte“): a) Anhän
ger u. Verfechter [kommunistischer] politischer Ideen, der
nicht eingeschriebenes Parteimitglied ist; b) politischer
Mitläufer
Fellolnie rfze; -, ...ien (aus gleichbed. fr. félonie zu félon
„eidbrüchig; Verräter“, dies aus gleichbed. mlat. fello zu
lat. fallere „täuschen, betrügen“): vorsätzlicher Bruch des
Treueverhältnisses zwischen Lehnsherr u. Lehnsträger im
Mittelalter
Fellulke die; -, -n (vermutlich über gleichbed. fr. felouque
aus span, faluca, falucho „Boot“, dies wohl aus arab. felüka): a) zweimastiges Küstenfahrzeug des Mittelmeers mit
einem dreieckigen Segel (Lateinsegel); b) früher verwen
detes kleines Kriegsschiff in Galeerenform
Felmel u. Fimmel der; -s, - (aus lat. femella „Weibchen“
(da man die kleineren männlichen Pflanzen zuerst für die
weiblichen hielt)): männliche Pflanze bei Hanf u. Hopfen.
Fe|mel|be|trieb der; -[e]s, -e: forstwirtschaftliche Form
des Hochwaldbetriebs, die durch gezieltes Abholzen mög
lichst viele Altersstufen im Baumbestand erhalten will, femeln u. Fimmeln: die reife männliche Hanfpflanze ern
ten. Felmildom das; -s, -e (Kurzw. aus lat. femina. „Frau“
u. t KonAwz): Kondom für Frauen. Felmilnat das; -[e]s,
-e (zu lat. femina „Weib, Frau“ u. f,,,at (1)>: 1. System, in
dem die Frau die bevorzugte Stellung innehat. 2. Nur aus
weiblichen Mitgliedern bestehendes Gremium, felminielren (zu Î..deren): infolge eines Eingriffs in den Hor
monhaushalt verweiblichen (von Männern bzw. männli
chen Tieren; Med., Biol.). felmilnin (aus gleichbed. lat.
femininus): 1. a) für die Frau charakteristisch, weiblich;
b) (selten) das Weibliche betonend; c) (oft abwertend) [als
Mann] nicht die charakteristischen Eigenschaften eines
Mannes habend, nicht männlich, zu weich, weibisch. 2.
mit weiblichem Geschlecht (Sprachw.). Fe mi nilnum
Fellix Cullpa [-
452
das; -s, ...na (aus gleichbed. lat. (genus) femininum): a)
weibliches Geschlecht eines Substantivs; b) weibliches
Substantiv (z.B. die Uhr); Abk.: f., F, Fern. (Sprachw.).
Fe|mi|ni|salti|on die; -, -en (zu Tfeminin u. t...isation):
svw. Feminisierung; vgl. ...ation/..derung. felminilsieren (zu t ...isieren): (eine männliche Person) verweibli
chen. Felmilnilsielrung die; -, -en (zu î...isierung>: a)
das Feminisieren; b) das Feminisiertsein; vgl. ...ation/
...ierung. Felmilnislmus der; -, ...men (aus gleichbed. fr.
féminisme; vgl. ...ismus): 1. (ohne Plur.) Richtung der
Frauenbewegung, die, von den Bedürfnissen der Frau
ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesell
schaftlichen îNormen (z.B. der traditionellen Rollenver
teilung) u. der Î patriarchalischen Kultur anstrebt. 2. das
Vorhandensein od. die Ausbildung weiblicher Ge
schlechtsmerkmale beim Mann od. bei männlichen Tieren
(Med., Biol.). Felmilnist der; -en, -en (zu t.-.ist): jmd.,
der sich zu den Überzeugungen u. Forderungen des Femi
nismus (1) bekennt. Felmilnisltin die; -, -nen: Anhänge
rin, Vertreterin des Feminismus (1). fe|mi|nis|tisch (zu
T ...istisch): 1. den Feminismus (1) betreffend. 2. den Fe
minismus (2) betreffend; weibisch. Fe|mi|ni|tät die: - (zu
t...ität>: das Femininsein; feminine Art
felmisch (Kunstw. zu lat. /errum „Eisen“ u. ÎMagnesi
um): reich an Eisen und Magnesium (von gesteinsbilden
den Mineralien wie tOlivin, Î Biotit u. a.); Ggs. tsalisch
Femme faltale [famfa'tal] die; - -, -s -s [famfa'tal] (aus fr.
femme „Frau“ (dies aus gleichbed. lat. femina) u. fatal
„verhängnisvoll“ (dies aus lat. fatalis, vgl. fatal), eigtl.
„verhängnisvolle Frau“): Frau mit Charme u. Intellekt,
die durch ihren extravaganten Lebenswandel u. ihr ver
führerisches Wesen ihren Partnern häufig zum Verhäng
nis wird
Felmolra: Plur. von tFemur, felmolral (zu lat. femur,
Gen. femoris „Oberschenkel“ u. t*...al (1)): zum Ober
schenkel gehörend (Med.)
Femlto... (zu schwed. femton, norweg. femten „fünfzehn“
(weil es den 10‘5ten Teil einer Maßeinheit bezeichnet)):
Vorsatz vor Maßeinheiten mit der Bedeutung „ein Billiardstel (der 10l5te Teil)“ der genannten Maßeinheit; Zei
chen f (z.B. Femtometer). Fem|to|fa|rad [auch 'fɛm...]
das; -[s], -: der 1015te Teil eines ÎFarad; Zeichen fF Femtolmelter [auch ’fern...] der, das; -s, -: der 10l5te Teil eines
ÎMeters; Zeichen fm
Felmur r/ɑʌ,` -s, Femora (aus lat. femur „Oberschenkel“): 1.
Oberschenkelknochen] (Med.). 2. drittes Glied eines In
sekten- od. Spinnenbeins (Zool.)
Fen iter; -[s], -[s] (aber: 5 -) (aus chin, fen): kleinste Wäh
rungseinheit in China
Fench u. Fennich der; -[e]s, -e (entstellt aus mlat. panicium
zu lat. panicum „Hirse“): eine Hirseart
Fenlchel der; -s (aus gleichbed. lat. feniculum zu fenum
„Heu“ (nach dem Heugeruch dieser Pflanze)): 1. ein Ge
müse. 2. eine Gewürz- u. Heilpflanze (Doldengewächs)
Fenldant [fä'dä:] der; -s (zufr. fendant, Part. Präs, von fen
dre „(zer)platzen, spalten“; nach den Beeren der gleich
namigen Traubensorte, die unter den Zähnen zerplatzen):
Weißwein aus dem Kanton Wallis (Schweiz)
Fenlder der; -s, - (aus engl. fender, eigtl. „Schutzvorrich
tung, Puffer“, zu to fend „abhalten, abwehren“, dies ge
kürzt aus gleichbed. lat. defendere); mit Kork od. Tau
werk gefülltes Kissen zum Schutz der Schiffsaußenseite
beim Anlegen am Kai u. Ä.
Felnek vgl. Fennek
Fe|nes|tra|ti|on* zZze; -, -en (zu lat. fenestra „Fenster“ u.
t...ation): Fensterungsoperation, operative Herstellung
eines neuen Schallwegs zum Ohrlabyrinth durch Entfer
nung der knöchernen Kapsel am horizontalen Bogengang
(Med.). Felneltralge [---ʒə] <Zz>; -, -n (aus gleichbed. fr. fe-
453
nêtrage, fenestrage zu fenêtre „Fenster“, dies aus lat. fe
nestra): (veraltet) Fensterwerk, sämtliche Fenster eines
Gebäudes
Fenglshui [...Juj], auch Feng-Shui das: - {chin. „WindWasser“): chinesische Kunst der harmonischen Lebens
und Wohnraumgestaltung
Fe|ni|alnis|mus<7er; - (zu ÎFenier u. Î ...ismus (1 )>: die von
den TFeniern vertretene Politik. Fe|ni|er [...ib] der; -s, (aus gleichbed. engl. Fenian; nach dem Namen des ir. Sa
genhelden Fionu od. Finn): Mitglied eines irischen Ge
heimbundes, der Ende des 19. u. Anfang des 20. Jh.s für
die Trennung Irlands von Großbritannien kämpfte, fenisch: die Fenier betreffend
Fenlneku, Fenek der: -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed. arab.
fanak): Wüstenfuchs
Fenlnichvgl. Fench
Fen no sar maitia die: - (zu lat. Fenni „Finnen“ u. Sar
matia „polnisch-russisches Tiefland"): tpräkambrischer
gefalteter Kontinentkern (Ureuropa; Geol.). fenlno sarmaltisch: Fennosarmatia betreffend (Geol.). Fenlnoskanldia die; - (zu lat. Scandia „Schweden“): 1. zusam
menfassende Bez. für die skandinavischen Länder u.
Finnland (Geol.). 2. zusammenfassende Bez. für den Bal
tischen Schild u. die TKaledoniden (Geol.). fen|noskanldisch: Fennoskandia betreffend (Geol.)
FenziZZe; -, -en (aus gleichbed. engl. fence, gekürzt aus de
fence „Verteidigung“, dies über (alt)fr. défense aus vulgärlat. defensa zu lat. defendere „abwehren; verteidigen“):
[von Deutschamerikanern verwendete Bez. für] Zaun,
Einfriedung, fenlzen: mit einer Fenz umgeben, einfrie
den
Felralhan der; -s, -s (nach der pers. Provinz Ferahan): Per
serteppich, der sich durch besondere Schönheit des Î Heratimusters auszeichnet
felral (aus gleichbed. lat. feralis): a) die Feralien betref
fend; b) auf die Toten od. die Unterwelt bezüglich. Fe Ira
nien [...jan] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. feralia, Neu
trum Plur. von feralis, vgl. feral): öffentliche Totenfeier
am Schlusstag der altröm. Î Parentalien
Ferlbelrit [auch ...rit] der; -s, -e (nach dem dt. Mineralo
gen R. Ferber (1805-1875) u. zu T2...it): ein Mineral, das
am Aufbau des Î Wolframits beteiligt ist
Felrenltalriler [...m] der: -s, - (aus gleichbed. lat. ferentari
us): Leichtbewaffneter, Wurfschütze im altröm. Heer
Ferlgulsit [auch ...'zɪt] der; -s, -e (nach dem Bezirk Fergus
County, Montana (USA), u. zu T2...it>: ein Tiefengestein
Î magmatischen Ursprungs
Felria die; -, ...iae [...ie] (aus mlat. feria „Gebetsfeiertag;
Wochentag“, Sing, von lat. feriae, vgl. Ferien): Wochen
tag im Gegensatz zum Sonn- u. Feiertag in der kath. t Li
turgie. felrilal (aus mlat. ferialis „auf die Festtage bezüg
lich“): (österr.) zu den Ferien gehörend; frei, unbe
schwert. Felrilalldaltielrung die; -: vom 13. bis zum
16. Jh. übliche Datierungsart, bei der die Wochentage auf
ein Heiligenfest bezogen wurden, z. B. Montag vor Lukas.
Felrilalltag der; -[e]s, -e: (österr.) Ferientag. Felrilen
[...isn] die (Plur.) (aus lat. feriae „Festtage, geschäftsfreie
Tage“): a) mehrere zusammenhängende Tage od. Wochen
dauernde, der Erholung dienende, turnusmäßig wieder
kehrende Arbeitspause einer Institution (z.B. der Schule,
Hochschule, des Gerichts, Parlaments); b) Urlaub. Felrienlkursder; -es, -e: 1. an einer Hochschule während der
vorlesungsfreien Zeit stattfindende [Lehrjveranstaltungen für ausländische Studenten. 2. im Ausland stattfin
dender Sprachkurs
felrin (aus gleichbed. lat. ferinus zu fera „wildes Tier“):
(veraltet) wild, grausam. Felriltät die; - (aus gleichbed.
lat. feritas, Gen. feritatis): (veraltet) Wildheit, Grausam
keit
Ferralsol
vgl. firm. Ferlmalge [,,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed.
fr. fermage zu ferme, vgl. Ferme): (veraltet) Pachtgeld.
Ferlmail [,,,'ma:j] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. fermail,
dies über das Vulgärlat. zu ZaZ. firmare „befestigen“):
(veraltet) Gürtelschnalle, Agraffe (1). ferlmailllielren
[...ma'ji:...] (zu !.. deren): (veraltet) mit einem Fermail ver
sehen, befestigen, ferlmalmenlte (z7.; „fest“, zu fermare
„anhalten, befestigen“, dies aus lat. firmare „festmachen;
stärken“): sicher, fest, kräftig (Vortragsanweisung; Mus.)
Ferlman der; -s, -e (über türk, ferman aus gleichbed. pers.
farmän): (früher) Erlass islamischer Herrscher
Ferlmalte die; -, -n (aus it. fermata, eigtl. „Halt, Aufent
halt“, zu fermare, vgl. ferinamente): 1. Haltezeichen; Ru
hepunkt (Mus.); Zeichen <s über der Note. 2. Dehnung
der [vorletzten Silbe eines Verses, die das metrische Sche
ma sprengt. Ferme [ferm] die; -, -n [...man] (aus gleich
bed. fr. ferme, eigtl. „Pachtvertrag“, zu fermer „schlie
ßen, bindend vereinbaren“, dies aus lat. firmare „festma
chen“): [Bauern]hof, Pachtgut (in Frankreich)
Ferlment das; -s, -e (aus lat. fermentum, eigtl. „Sauerteig“,
zu fermentare, vgl. fermentieren): 1. (veraltet) svw. En
zym. 2. als Biokatalysator wirkender Stoff, bes. im biochem. Verarbeitungsverfahren. Ferlmenltaltilpn
-,
-en (zu T...ation): 1. ehern. Umwandlung von Stoffen
durch Bakterien u. lEnzyme (Gärung). 2. biochem. Ver
arbeitungsverfahren zur Aromaentwicklung in Lebens- u.
Genussmitteln (z.B. Tee, Tabak), ferlmenltaltiv (zu
t...iv): 1. (veraltet) svw. enzymatisch. 2. durch Fermente
(2) hervorgerufen. Ferlmenlter der; -s, - (zu tFerment):
meist geschlossener Behälter unterschiedlicher Größe zur
Durchführung biochemischer Reaktionen, bes. für die
Massenproduktion von Mikroorganismen in Forschung u.
Industrie. fer|men|tie|ren (aus lat. fermentare „gären
machen“): durch Fermentation (2) veredeln. Ferlmentulrie* die; -, ..den (zu TFerment u. T...urie>: das Aus
scheiden von Enzymen im Harn (Med.)
Fermeiporte [fɛrm'pɔrt] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr.
ferme-porte (eigtl. „er schließt die Tür“) zu fermer (vgl.
Ferme) u. porte „Tür“, dies aus lat. porta): (veraltet)
selbsttätiger Türschließer
Ferlmi das; -[s], - (nach dem ital. Physiker E. Fermi,
1901-1954): eine in der Kernphysik verwendete Längen
einheit (entspricht einem ÎFemtometer); Zeichen f. Fermi on das; -s,..donen (zu T4...on): Elementarteilchen mit
halbzahligem TSpin (Phys.). Ferlmilum das; -s (zu
t...ium): ehern. Element, ein Transuran; Zeichen Fm
Fer|mo|se|rum das; -s (zu TFerment u. TSerum): durch
t enzymatische Behandlung mittels t Proteinasen herge
stelltes Immunserum mit stark vermindertem Gehalt an
tierischem Eiweiß (Pharm.)
Ferlnamlbuklholz vgl. Pernambukholz
Ferlnet® der; - (Kunstw., von dem Hersteller Bernardino
Branca zu Beginn des 19. Jh.s geprägt): ein ital. Magenbit
terlikör
felrolce [fe'ro:tʃə] {it.; dies aus lat. ferox „wild, unbän
dig“): wild, ungestüm, stürmisch (Vortragsanweisung;
Mus.). Felrolziltät die; -, -en (aus gleichbed. lat. feroci
tas, Gen. ferocitatis): (veraltet) Wildheit, Rohheit, Grau
samkeit
Ferlralghan [,..'ga:n] der; -[s], -s (nach dem gleichnamigen
iran. Gebiet südöstlich von Teheran): ein meist rot- od.
blaugrundiger Teppich
Fer|ra|li|ti|sie|rung die; - (Kunstw. aus lat. ferrum „Ei
sen“, Tzl/uminium, T '...it u. I...isierung): durch Kieselsäu
reauswaschung verursachte Anreicherung von Eisen- u.
Aluminiumoxiden in tropischen Böden, die zur Rot- od.
Gelbfärbung führt (Geol.). Ferlrallsol der; - (zu lat. so
lum „Boden“): durch Ferralitisierung entstandener, sili
katarmer, sehr stark verwitterter Boden in den wechsel
ferm
Ferrât
feuchten Tropen. Ferlrat das; -[e]s, -e (meist Plur.) <zu
Î ...at (2)>: Verbindung mit komplexen Î Anionen, in denen
Eisen das Zentralatom bildet (Chem.). Ferlri... (zu lat.
ferrum „Eisen“) : (veraltet) Namensbestandteil von chem.
Verbindungen, die dreiwertiges Eisen enthalten; vgl. 2Ferro... Ferlri I e I rit [auch ...rit] der; -s, -e (zu t2...it): ein wei
ßes, zu den ÎZeolithen gehörendes Mineral. Ferlrilmagneltislmus* der; - <zu tFerrit): eine vorwiegend beim
Î Magnetit u. allen î Ferriten auftretende magnetische Er
scheinung. Fer|ri|na|trit* [auch ...'tritj der; -s, -e <zu
tFerri..., ÎNatrium u. t2...it): ein grauweißes Mineral.
Ferlrit [auch ... rit] der; -s, -e (meist Plur.) <zu T2...it>: 1.
reine, weiche, fast kohlenstofffreie Eisenkristalle (a-Eisen). 2. einer der magnetischen (1), zur Herstellung nach
richtentechnischer Bauteile verwendeten Werkstoffe.
Fer|rit|an|ten|ne [auch ... rit...] die; -, -n: Richtantenne
mit hochmagnetischem Ferritkern (z.B. in Rundfunk
empfängern). Ferlriltin das; -s, -e (zu T...in (1)): Eisen
speicherndes tProtein im Körper (Med.). Ferlritlkern
[auch ...'rit...] der; -[e]s, -e (zu TFerrit): [ringförmiges] Bau
element aus ferromagnetischem Eisen zur Informations
speicherung (EDV). Fer|ri|tungsltit [auch ,..'stit] der; -s,
-e (zu ÎFerri... u. TTungstit): ein gelbes Mineral, ferlro...,
’Ferlro... (zu lat. ferrum „Eisen“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „Eisen als überwiegenden Bestandteil
enthaltend“, z.B. Ferromangan. 2Fer|ro...: (veraltet) Na
mensbestandteil von chem. Verbindungen, die zweiwerti
ges Eisen enthalten; vgl. Ferri... Fer|ro|an|ti|go|rit [auch
...rit] der; -s, - (zu tferro...): ein Mineral, eisenrei
cher Î Serpentin. Ferlrolcart® [... kart] das; -s (Kunstw.):
Handelsname eines Hochfrequenzeisens für Masse
kerne. Ferlrolchrom [,,,kro:m] das; -s eine Ferro
legierung mit bis zu 90% Chrom. Ferlrolelekltrilziltät*
die; -: dem Ferromagnetismus analoges Verhalten einiger
weniger Stoffe aufgrund bestimmter telektrischer (1) Ei
genschaften. Fer|ro|gos|la|rit [auch ... rit] der; -s, -e: ein
Mineral, eisenhaltiger tGoslarit. Ferlrolgraf, auch
...graph der; -en, -en (zu t...graf): Gerät zur Messung der
magnetischen Eigenschaften eines Werkstoffs. Ferlrollegielrung die; -, -en: Eisenlegierung mit Begleitelemen
ten. Ferromalgnesit* [auch ,.,'zit] der; -s, -e: eisenhal
tiger tMagnesit. Fer ro ma gneiti kum* das; -s, ...ka
(zu spätlat. magneticum „das Magnetische“, Neutrum
von magneticus, vgl. magnetisch): eine ferromagnetische
Substanz. fer|ro|ma|gneltisch*: sich wie Eisen magne
tisch verhaltend. Fer|ro|malgneltis|mus* der; -: Mag
netismus des Eisens (Kobalts, Nickels u.a.), der durch
eine besonders hohe î Permeabilität (2) gekennzeichnet
ist. Ferlrolmanlgan das; -s: Legierung des Eisens mit
T Mangan
FerlroEnielre [,,,'njɛ:rə] die; -, -n (aus gleichbed.ʃr. ferronnière, benannt nach La Belle Ferronnière (t um 1540), der
Geliebten König Franz’ 1. von Frankreich): früher von
Frauen um die Stirn getragene schmale Goldkette mit ei
nem Edelstein od. einer TKamee
Fer ro sa lit [auch ... lit] der; -s, -e (zu tferro... u. îSalit):
ein Mineral, Î Diopsid enthaltendes Mischkristall. Ferro sellit [auch ...lit] der; -s, -e (zu tSelen u. t2...it): ein
weißes Mineral von metallischem Glanz. Fer|ro|si|lit
[auch ... lit] das; -s, -e (zu Î Silikat u. t2...it): ein Eisen ent
haltendes, gesteinsbildendes Mineral. Fer|ro|skop* 4as;
-s, -e (zu Î ...skop): tiermedizinisches Instrument, mit dem
verschluckte Metallteile nachgewiesen werden können.
Ferlroltin der; -s, -e (zu t...in (2)): ein Mineral, tPseudomorphose aus Blutstein u. ÎMagnetit. Ferlroltylpie zZze;
-, ...ien (zu t ...typie): fotografisches Verfahren zur Her
stellung von Bildern auf lichtempfindlich beschichteten,
schwarz gelackten Eisenblechen
Ferlruclcit [-,-'ʧi:t, auch ... tfit] der; -s, -e (nach dem ital.
454
Mineralogen Ferruccio Zambonini (f 1932) u. zu t2...it):
ein farbloses Mineral
Ferlrum das; -s (aus lat. ferrum „Eisen“): Eisen, chem.
Element; Zeichen Fe
ferltil (aus gleichbed. lat. fertilis zu ferre „tragen“): frucht
bar (Biol., Med.); Ggs. t steril (2). FerItiIIiIsaItiIon die; -,
-en (zu T...isation>: Befruchtung (Med.). Fer|ti|li|tät die;
- (aus lat. fertilitas, Gen. fertilitatis „Fruchtbarkeit“): Fä
higkeit von Organismen, Nachkommen hervorzubringen;
Fruchtbarkeit (Biol., Med.); Ggs. TSterilität (2)
Fe ru la z/Ze; -, ...lae [...le] (aus spätlat. ferula „Rute“, dies
aus lat. ferula „Pfriemenkraut“ (weil dessen Stängel als
Stab od. Rohrstock verwendet wurden)): im Mittelalter
üblicher, heute nur noch bei besonderen liturgischen
Handlungen vorgeschriebener Hirtenstab der Päpste
Ferlvalnit [...va..., auch ...nit] der; -s, -e (zu t Ferrum, Î Va
nadin u. T2...it) : ein goldbraunes, stark glänzendes Mine
ral
ferlvent [... vent] (aus lat. fervens, Gen. ferventis, Part.
Präs, von ZöZ. fervere „brausen, sieden, glühen“; vgl. ferveszieren): (veraltet) hitzig, glühend, eifrig, ferlveslzieren [...v...] (aus /ɑz. fervescere „kochen, sieden“): (veral
tet) sich erhitzen, zornig werden. Ferlveur [...vorn] der;
-s, -s (aus gleichbed. fr. ferveur): (veraltet) Glut, Eifer, In
brunst. ferlvid (aus lat. fervidus „kochend, siedend“):
(veraltet) leidenschaftlich erregt
Fes der; -[es], -[e] (aus gleichbed. türk, fes; nach der marok
kanischen Stadt Fes (arab. Fäs), wo diese Kopfbedeckung
vermutlich zuerst hergestellt wurde): bes. in islamischen
Ländern getragene kegelstumpfförmige rote Filzkappe
Feslcenlnilnen [,..ts...] vgl. Feszenninen
fesch [österr. fe:J] (verkürzt aus engl. fashionable, vgl. fashionabel): a) (österr. u. ugs.) schick, schneidig, flott, ele
gant; b) (österr.) nett, freundlich. Felschak [auch fe:...]
der; -s, -s (zu t fesch u. slaw. -ak (Suffix zur Charakterisie
rung von Personen)): (österr. ugs.) fescher [junger] Mann.
Fel schakltum das; -s: (österr.) Benehmen, Lebensform
eines Feschaks; t Snobismus (2)
fes ti na lenite (dat.Y. Eile mit Weile! (nach Sueton ein
häufiger Ausspruch des röm. Kaisers Augustus). Fesltina ti on die: - (aus lat. festinatio „Hast, Eile“ zu festina
re, vgl. festinieren): unwillkürliche Gangbeschleunigung
(bei bestimmten Nervenkrankheiten; Med.), fesltilnieren (aus gleichbed. Z«Z. festinare): (veraltet) eilen, sich be
eilen
Fesltilval [ festival, ...val] das, Schweiz, auch der; -s, -s (aus
gleichbed. engl. festival, dies über altfr. festival „festlich“
aus gleichbed. ZaZ. festivus): [in regelmäßigen Abständen
wiederkehrende] kulturelle Großveranstaltung; Festspie
le. Fes|ti|va|li|er [...va'lie:] der; -s, -s (meist Plur.) (aus
gleichbed. fr. festivalier): Teilnehmer an einem [Film]festival. Fes ti viltät [...v...] die: -, -en (aus gleichbed. spät
lat. festivitas, Gen. festivitatis zu lat. festivus „festlich“):
(ugs.) Festlichkeit, fesltilvo (aus gleichbed. it. festivo):
festlich, feierlich (Vortragsanweisung; Mus.). Feslton
[fes'tö:] das; -s, -s (über /r. feston „Girlande, Blumenge
hänge“ aus gleichbed. it. festone, eigtl. „Festschmuck“, zu
festa „Fest“; vgl. Fete): 1. Schmuckmotiv von bogenför
mig durchhängenden Gewinden aus Blumen, Blättern od.
Früchten an Gebäuden od. in der Buchkunst. 2. mit Zier
stichen gestickter bogen- od. zackenförmiger Rand eines
Stückes Stoff, fesltolnielren [fɛstɔ'ni:...] (aus gleichbed.
fr. festonner): 1. mit Festons (1) versehen. 2. Stoffkanten
mit Festonstich versehen, fesltolso (aus it. festoso „freu
dig, fröhlich“ zu festa „Fest“): svw. festivo
Feslzenlnilnen die (Plur.) (aus gleichbed. lat. Fescennini
(versus), wahrscheinlich nach der etrusk. Stadt Fescennium): altitalische Festlieder voll derben Spotts
Felta der; -s (aus gleichbed. ngr. (tyri) pheta, dies aus it. fet-
455
ta „Scheibe“): [stark gesalzener] griechischer Weichkäse
aus Schafs- od. Ziegenmilch
feltal u. fötal (zu tFetus u. T'...al (1)>: zum TFetus gehö
rend, den Fetus betreffend (Med.). Feltal Distress*
['fi:tl dɪ'strɛs] das; - - (aus gleichbed. engl. fetal distress,
eigtl. „fetale Not“): zusammenfassende Bez. für die Ge
fährdungen, die dem Fetus bzw. Neugeborenen vor, wäh
rend u. nach der Geburt drohen (Med.); vgl. Maternal
Distress
Feite [auch 'fɛ:tə] die; -, -n (aus fr. fête „Fest“, dies aus
gleichbed. vulgärlat. festa zu lat. festus „festlich, feier
lich“): (ugs.) kleineres Fest, Party, ausgelassene Feier.
Fêtes gallantes [fɛ:tga'lat] die (Plur.) (aus fr. fêtes ga
lantes „galante Feste“): 1. höfische Feste (im Frankreich
des 18. Jh.s.) 2. Gemäldegattung, die die Fêtes galantes ( 1 )
in der Art der Genremalerei darstellt
Feltilallen die (Plur.) (aus gleichbed. lat. fetiales, Plur. von
fetialis „zu den Rechtsaufgaben gehörig“, dies zu *fetis
„Satzung, Gesetz“): Priesterkollegium im alten Rom, das
die für den völkerrechtlichen Verkehr bestehenden Vor
schriften überwachte
feltielren (aus gleichbed. fr. fêter, eigtl. „feiern“, zu fête,
vgl. Fete): (veraltet) jmdn. durch ein Fest ehren
Feitisch der; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. fétiche, dies aus
port, feitiço „Zauber(mittel)“ zu lat. facticius „nachge
macht, künstlich“ (zu facere „machen“)): Gegenstand,
dem helfende od. schützende Zauberkraft zugeschrieben
wird (Völkerk.); vgl. Amulett u. Talisman, feltilschilsieren (zu Î...isieren): etwas zum Fetisch, Abgott machen.
Fe|ti|schis|mus der; - (zu Î...ismus): 1. Glaube an einen
Fetisch, Fetischverehrung [in primitiven Religionen]
(Völkerk.). 2. sexuelle Neigung, bei der bestimmte Kör
perteile od. Gegenstände (z.B. Strümpfe, Wäschestücke)
von Personen des gleichen od. anderen Geschlechts als
einzige od. bevorzugte Objekte sexueller Erregung u. Be
friedigung dienen (Psychol.). Feltilschist der; -en, -en
(zu t ...ist): 1. Fetischverehrer (Völkerk.) 2. Person mit fe
tischistischen Neigungen (Psychol.). Feltilschisltin die;
-, -nen: weibliche Form zu tFetischist, feltilschisltisch
(zu Î...istisch): den Fetischismus (1, 2) betreffend
Fe|to|ge|nelse die; -, -n (zu ÎFetus u. ÎGenese): letzte Pe
riode der t intrauterinen Entwicklung des Fetus (Med.).
Feltolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t...grafie): Röntgenaufnahme des Fetus mithilfe von Kontrast
mitteln (Med.). Feltolmeltrie* die; -, ...ien (zu t...metrie): das Ausmessen des Fetus im Mutterleib mithilfe der
Ultraschalldiagnostik (Med.). Fe to pa thie rAe, -, ...ien
(zu t...pathie): Schädigung der Leibesfrucht nach Ab
schluss der Organentwicklung (vom Beginn des vierten
Schwangerschaftsmonats an; Med.).
Fetltuclcine [... 'tʃi:ne] die (Plur.) (aus gleichbed. it. fettuc
cine zu fettuccina „kleines Band“, Verkleinerungsform
von fettuccia „Band, Borte“): Bandnudeln
Feltus u. Fötus der; Gen. - u. -ses, Plur. -se u. ...ten (aus
gleichbed. lat. fetus, foetus): [menschliche] Leibesfrucht
vom dritten Schwangerschaftsmonat an (Med.)
Fetlwa, auch Fatwa das; -s, -s (aus gleichbed. arab. fetwa.
fatwa): Rechtsgutachten des ÎMuftis, in dem festgestellt
wird, ob eine Handlung mit den Grundsätzen des islam.
Rechts vereinbar ist
feuldal (aus mlat. feudalis „zum Lehnswesen gehörend“ zu
feudum, feodum „Lehngut“, dies unter Einfluss von
al(l)odium „Eigengut“ umgebildet aus gleichbed. mlat.
feum, dies zu germ. *fehu „Vieh, Besitz“ (ahd. fihu)): 1.
das Lehnswesen betreffend. 2. a) vornehm, herrschaft
lich; b) reichhaltig ausgestattet. 3. (bes. marxist. abwer
tend) reaktionär, feuldal..., Feuldal...: Wortbildungs
element mit der Bedeutung „zum Lehnswesen bzw. zum
Feudalismus gehörend“, z.B. Feudalsystem. Feuldal-
Fiasko
herr schaft die;-: svw. Feudalismus. feu|dalli|sie|ren
(zu t...isieren): in ein Feudalsystem mit einbeziehen. Feudallislmus fiter; - (zu t...ismus (2)): 1. auf dem Lehnsrecht aufgebaute Wirtschafts- u. Gesellschaftsform, in der
alle Herrschaftsfunktionen von der über den Grundbesitz
verfügenden aristokratischen Oberschicht ausgeübt wer
den. 2. a) System des Lehnswesens im mittelalterlichen
Europa; b) Zeit des Feudalismus (2 a). feuldallisltisch
(zu T ...istisch): zum Feudalismus gehörend. Feu|da|li|tät
die; - (zu T ...ität): 1. Lehnsverhältnis im Mittelalter. 2.
herrschaftliche Lebensform. Feuldal|sys|tem das; -s:
svw. Feudalismus. Feuldum Ars, -s, ...da (aus gleichbed.
mlat. feudum, vgl. feudal): Lehngut
Feuilllalge [fæ'ja:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. feuillage
zufeuille „Blatt“; vgl. Feuilleton): geschnitztes od. gemal
tes Laub- od. Blattwerk. Feuil|lan|ten [fce'jan...] u.
Feuil lants [fœ'jâ] die (Plur.) (aus gleichbed. fr. Feuil
lants; nach der Abtei Feuillant bei Toulouse): 1. ÎKongre
gation franz. Î Zisterzienser. 2. Mitglieder eines gemäßigt
monarchistischen Klubs während der Franz. Revolution,
die im Kloster der Feuillanten in Paris tagten. Feuillleton [fæjə'tð:, auch fæjətð] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
feuilleton, eigtl. „Beiblättchen“, zu feuille „Blatt“, dies
aus gleichbed. vulgärlat. folia, vgl. Folie): 1. kultureller
Teil einer Zeitung. 2. literarischer Beitrag im Feuilleton
teil einer Zeitung. 3. (österr.) populärwissenschaftlicher,
im Plauderton geschriebener Aufsatz. feuil|le|to|ni|sieren [...toni...] (zu î...isieren): einen nicht zum Feuilleton
gehörenden Beitrag in der Zeitung feuilletonistisch gestal
ten. Feuil|le|to|nis|mus der; - (zu Î ...ismus (5)): (oft ab
wertend) in der literarischen Form des Feuilletons ausge
prägte Sprach- u. Stilhaltung; vgl. ...ismus/...istik. Feuille tolnist der; -en, -en (aus gleichbed. fr. feuilletoniste;
vgl. ...ist); jmd., der Feuilletons schreibt. Feuillleltolnistik die; - (zu Î...istik): svw. Feuilletonismus; vgl. ...ismus/
...istik. feuil|le|to|nis|tisch (zu t...istisch): a) das Feuil
leton betreffend; b) im Stil eines Feuilletons geschrieben.
Feuil|lelton|re|dak|teur [fæjə'to:...] der; -s, -e: Redak
teur des Feuilletons. Feuillleltonlstil der; -[e]s: unter
haltender, geistreich-witziger Stil. Feuil|le|ton|teil der;
-[e]s, -e: Teil einer Zeitung, der das Feuilleton enthält
Feuilllette [fœ'jet] die; -, -s (aber: 3 -) (aus fr. feuillette
„Fässchen (als Weinmaß)“, dies wohl aus dem Germ.): al
tes franz. Flüssigkeitsmaß (= 134-137 1)
1Fez der; - (wohl aus fr. fêtes (Plur.) „Feste“, vgl. Fete):
(ugs.) Spaß, Vergnügen, Ulk, Unsinn
2Fez [fe:s, auch fe:ts] der; -[es], -[e] (aus türk, fes „Filzkap
pe“, vgl. Fes): svw. Fes
Filalker der; -s, - (aus gleichbed. fr. fiacre, dies nach dem
Hôte! Saint-Fiacre in Paris, wo um 1650 das erste Vermie
tungsbüro für Mietkutschen eingerichtet war): (österr.) a)
[zweispännige] Pferdedroschke; b) Kutscher, der einen
Fiaker fährt
Filalle die; -, -n (wohl aus it. fiala „Flasche mit engem
Hals“, dies über lat. phiala aus gr. phiále „Schale, Urne“):
schlankes, spitzes Türmchen an got. Bauwerken, das als
Bekrönung von Strebepfeilern dient (Archit.)
fi|an|chet|tie|ren [fiaŋkɛ'ti:...] (zu t Fianchetto u. Î..de
ren) : die Schachpartie mit einem Fianchetto eröffnen. Fianlchetlto [fiaŋ'kɛto] das; -[s], Plur. ...etti, auch -s (aus
gleichbed. it. fianchetto zu fianco „Seite, Flanke“): Eröff
nung mit einem od. mit beiden Springerbauern zur Vorbe
reitung eines Flankenangriffs der Läufer (Schach)
filant vgl. 2fiat
Fi aslco [...ko] der; -s, Plur. -s u. ...ci [--ʧi] (aus gleichbed.
it. fiasco, eigti. „Flasche“, dies aus spätlat. flasco
„(Wein)flasche“; aus dem Germ.): mit Stroh umflochtene
Flasche für ÎChianti. Fi|as|kofitai;-s, -s (wohl zu it. far fi
asco „einen Fehler machen“, eigtl. „Flasche machen“, zu
F
fiat
fiasco, vgl. Fiasco): Misserfolg, Reinfall; Zusammen
bruch
’filat (aus gleichbed. lat. fiat, 3. Pers. Sing. Konjunktiv von
fieri „werden, geschehen“ (nach dem Schöpfungsspruch
„fiat lux!“ = es werde Licht, 1. Mose 1, 3)): es geschehe!
2f i I at (aus lat. fiat „es werde“): man verarbeite zu ... (auf
Rezepten; Med.); Abk.: f. Filat das; -s, -s (Substantivie
rung von T'fiat): (veraltet) Zustimmung, Genehmigung,
filat jusltiltia, et pelrelat* rnunldus {lat. ; „es gesche
he Recht, und sollte die Welt zugrunde gehen“) : das Recht
muss seinen Gang gehen, und sollte die Welt darüber zu
grunde gehen (angeblicher Wahlspruch Kaiser Ferdi
nands I.)
1 FiIbei die; -, -n (wohl aus spätmhd. fibele, kindersprachlich
für ÎBibel (nach den Bibelstücken in den alten Fibeln)): 1.
bebildertes Lesebuch für Schulanfänger. 2. Lehrbuch, das
das Grundwissen eines Fachgebietes vermittelt
2FiIbel die; -, -n (aus lat. fibula „Klammer, Spange“): früh
geschichtliche Spange od. Nadel aus Metall zum Zusam
menstecken der Kleidungsstücke
Filber die; -, -n (aus lat. fibra „Pflanzen-, Muskelfaser“): 1.
[Muskelfaser. 2. (ohne Plur.) künstlich hergestellter Fa
serstoff von hoher Festigkeit
Fi|bo|naclci|fol|ge [,,,'nattʃɪ...] die; - (nach dem ital. Ma
thematiker L. Fibonacci, 1175-1250): Folge der Zahlen 1,
1, 2, 3, 5, 8, 13 ..., wobei jedes Glied gleich der Summe der
beiden vorausgegangenen Glieder ist
filbrilllär* (zu ÎFibrille u. t...är>: aus Fibrillen bestehend,
faserig (Med.). Filbrilllaltilon tZ/e; -, -en (zu T...ation):
Bez. für schnell aufeinanderfolgende Kontraktionen ein
zelner Fasern des Muskelgewebes (Med.). FiIbrilIle die; -,
-n (Verkleinerungsbildung zu lat. fibra „Faser“): sehr fei
ne Muskel- od. Nervenfaser (Med.). fi|bril|lie|ren (zu
Î..deren): Papierrohstoff zerfasern u. mahlen. Filbrin
das; -s (zu lat. fibra „Faser“ u. t...in (1)>: Eiweißstoff des
Blutes, der bei der Blutgerinnung aus Fibrinogen entsteht
(Med.), filbrin..., Filbrin... vgl. fibrino..., Fibrino... Fibrinlklelber der; -s: zur Blutstillung, Verklebung von Or
ganrissen (z.B. Milzruptur) od. Verödung von Hohlräu
men verwendeter Gewebekleber aus menschlichem Fibri
nogenkonzentrat (Med.), filbrilno..., Fi bri no..., vor
Vokalen meist fibrin..., Fibrin... (zu tFibrin): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Fibrin enthaltend, mit
Fibrin verbunden“, z.B. Fibrinogen, Fibrinurie. Filbrino gen das; -s (zu t,,,gen): im Blut enthaltener Eiweiß
stoff, die lösliche Vorstufe des Fibrins (Med.). Filbrilnogenolpenie <7ze; -, ..den (zu gr. penta „Armut, Man
gel“): Mangel an Fibrinogen im Blut (mit der Folge einer
verzögerten Blutgerinnung; Med.). fi|bri|no|id (zu
T...oid): fibrinähnlich (Med.). Filbrilnollylse die; -, -n
(zu T...lyse): Auflösung eines Fibringerinnsels durch En
zymeinwirkung (Med.). Filbrilnollylsin das; -s, -e: mit
hilfe aktivierender Î Enzyme gebildete Fibrin auflösende
Substanz im Körper (Med.). Filbrilnollyltilkum das; -s,
...ka (zu Tlytisch u. t...ikum>: Arzneimittel, das Fibrin di
rekt od. indirekt auflöst u. zur Beseitigung frisch entstan
dener Blutgerinnsel angewendet wird (Med.). fi|bri|nolyltisch: die Fibrinolyse betreffend (Med.). fi|bri|nös
(zu t...ös): fibrinhaltig, fibrinreich (z.B. von krankhaften
Ausscheidungen; Med.). Fi|bri|nu|rie die; - (zu î...urie):
das Auftreten von Fibrin im Harn (Med.), filbro.... Fi
bro... (aus lat. fibra „Pflanzen-, Muskelfaser“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „das Bindegewebe be
treffend“, z.B. Fibroblast. Filbroladelnom das; -s, -e:
gutartige Geschwulst aus Drüsengewebe (Med.). Filbroblast der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. blastos „Spross,
Trieb“): Bildungszelle des faserigen Bindegewebes
(Med.). Filbrolblasltom das; -s, -e: gutartige Bindege
websgeschwulst (Med.). Fi|bro|car|ti|lalgo [...k...] die; -,
456
...gines [,,,ne:s]: Faserknorpel, Bindegewebe aus Faser
knorpel (Med.). Filbrolchonldrom [...Ç...J das; -s, -e:
gutartige Knorpelgeschwulst (Med.). Filbroleiasltolse
die; -, -n (zu telastisch u. T‘...ose>: übermäßiges Wachs
tum des faserigen u. elastischen Bindegewebes (Med.). Fibro|in rfas; -s (zu t...in (1)): Eiweißstoff der Naturseide.
Filbrollin das; -s (zu lat. linum „Lein“): ein Bestandteil
der Naturseide. Filbrollilpom das; -s, -e: gutartige Ge
schwulst aus Binde- u. Fettgewebe (Med.). Filbrom das;
-s, -e (zu l,,,om): gutartige Geschwulst aus Bindegewebe
(Med.). Filbrolmaltolse <7ze; -, -n (zu nlat. fibroma (vgl.
Fibrom) u. î‘...ose>: 1. geschwulstartige Wucherung des
Bindegewebes (Med.). 2. das gehäufte Auftreten von Fi
bromen (Med.), filbrolmuslkullär: eine im Bindegewe
be veränderte Muskelschicht betreffend (Med.). Filbromylom rfus; -s, -e: gutartige Geschwulst aus Binde- u.
Muskelgewebe (Med.). Filbrolmylxom das; -s, -e: gutar
tige Geschwulst aus Bindegewebe u. Schleimgewebe
(Med.). Filbrolplalsie iZZe; -, ...ien (zu gr. pläsis „das Bil
den; Form“ u. t2...ie): krankhaft vermehrte Bildung fase
rigen Bindegewebes (Med.), filbrös (aus «ZaZ. fibrosus
„faserreich“; vgl. ...ös): aus derbem Bindegewebe beste
hend; faserreich (Med.). Filbrolsarlkom das; -s, -e: bös
artige Form des Fibroms (Med.). Filbrolse die; -, -n (zu
T'...ose>: meist entzündlich bedingte Vermehrung des Bin
degewebes (Med.). Filbrolskop das; -s, -e (zu t,,,skop):
Gerät zur Ausleuchtung von Körperinnenräumen mittels
optischer Systeme, die aus Bündeln feinster Glasfasern
bestehen (Med.). Filbrolzyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu
î...zyt): spindelförmige Zelle im lockeren Bindegewebe
(Med.)
’Filbulla die; -, Fibuln (aus lat. fibula „Klammer, Span
ge“): svw. 2Fibel. 2FiIbuIla die; -, ...lae [...le] (zu Î ’Fibula):
Wadenbein (hinter dem Schienbein gelegener Unter
schenkelknochen; Anat.)
Fil calria [fi'ka:...] iZZe; -, ...iae [...rie] (aus lat. ficaria „Feig
wurz“ zu ficus „Feige“ (wegen der feigenähnlichen Wur
zelknollen)): Scharbockskraut (Hahnenfußgewächs)
Filcelle [fi'sɛl] ¿Ze; -, -n [...Ion] (aus gleichbed. fr. ficelle,
dies über das Vulgärlat. zu lat. filum „Faden“): (veraltet)
Bindfaden
’Fiche [fi:ʃ] die; -, -s (aus ʃr. fiche, eigtl. „Rammpflock,
Kennzeichen“, zu ficher „einrammen, festmachen“, dies
aus lat. figere „(an)heften“): 1. Spielmarke. 2. (veraltet)
Pflock zum Lagerabstecken. 2Fiche das od. der; -s, -s
(aus gleichbed. engl. fiche, dies aus fr. fiche, vgl. ’Fiche):
mit einer lichtempfindlichen Schicht überzogene Karte,
auf der in Form fotografischer Verkleinerungen Daten
von Originalen gespeichert sind, die mit speziellen Lese
geräten gelesen werden. 3Fi|che ['fiʃ(ə)] ¿Ze; -, -n (aus
gleichbed. fr. fiche, vgl. ’Fiche): (Schweiz.) Karteikarte.
Filchu [fi'Jy:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. fichu, Substan
tivierung von fichu „(schlecht) gekleidet“, Part. Perf. von
ficher, vgl. ‘Fiche): großes dreieckiges, auf der Brust ge
kreuztes Schultertuch, dessen Enden vorn od. auf dem
Rücken verschlungen werden
Ficltion ['fɪkʃən] die; - (aus gleichbed. engl. fiction, vgl.
Fiktion): Sammelbez. für fiktive Erzählliteratur, Prosa
dichtungen, Romane, Science-Fiction; Ggs. TNon-Fiction
Filcus ['fi:kʊs] der; -, ...ci ['fi:tsi] (aus lat. ficus „Feige“):
Feigenbaum (Maulbeergewächs)
Fi dal go [...gu] der; -s, -s (aus port, fidalgo „Edelmann,
Junker“): Angehöriger des niederen Adels in Portugal
filde boina {lat.); in gutem Glauben [handeln]
Fi|de|i|komlmiss [fidei...] das; -es, -e (aus lat. fideicom
missum „zu treuen Händen überlassen“, Part. Perf. von
fideicommittere „jmdm. etwas auf seine Ehrlichkeit hin
anvertrauen; testamentarisch verfügen“): unveräußerli-
457
ches u. unteilbares Vermögen einer Familie (Rechtsw.).
Fi|de|is|mus der; - (zu lat. fides „Glaube, Vertrauen“
(vgl. Fides) u. t,,,ismus (1)>: 1. erkenntnistheoretische
Haltung, die den Glauben als einzige Erkenntnisgrundla
ge betrachtet u. ihn über die Vernunft setzt (Philos.). 2.
evangelisch-reformierte Lehre, nach der nicht der Glau
bensinhalt, sondern nur der Glaube an sich entscheidend
sei. Fildelist der; -en, -en (zu t ...ist): Anhänger des Fi
deismus. fildelisltisch (zu Î ...istisch): den Fideismus be
treffend
fildel (im 18. Jh. studentensprachlich scherzh. aus lat. fide
lis): von unbeschwerter Fröhlichkeit, lustig, heiter, gut ge
launt, vergnügt
Fildel die; -, -n (Herkunft unsicher): Saiteninstrument des
Mittelalters
Fildellislmo der; -[s], Fildellislmus der; - (aus span. Fidelismo, nach dem kuban. Ministerpräsidenten Fidel Castro
(*1926); vgl. ...ismus (1)): revolutionäre politische Bewe
gung in Kuba [u. in Südamerika] auf marxistisch-leninis
tischer Grundlage; vgl. Castrismus. Fi|de|list der; -en,
-en (zu T ...ist): Anhänger Fidel Castros; Vertreter des Fidelismos
FiIdelliltas u. FiIdelliltät die: - (nach lat. fidelitas, Gen.
fidelitatis „Treue“; vgl. fidel): svw. Fidulität. Fildes die; (aus lat. fides „Vertrauen, Treue“): im alten Rom das
Treueverhältnis zwischen T 'Patron (1) u. Klient (2)
Fildilbus der; Gen. - u. -ses, Plur. - u. -se (Herkunft unsi
cher; vieil, nach dem Horazvers: Et ture et fidibus iuvat
placare ... deos, bei dem man die Worte et ture et fidibus
„mit Weihrauch u. Saitenspiel“ im Scherz als „mit Tabak
rauch und Pfeifenanzünder“ übersetzte): Holzspan od.
gefalteter Papierstreifen zum Feuer- od. Pfeifeanzünden
FIDO, Fildo [Taidou] 4/e; -, -s (Kurzw. aus amerik. Fog, In
vestigation Dispersal Operations „Verfahren zur Untersu
chung und Auflösung von Nebelfeldern“): Entnebelungs
anlage auf Flugplätzen
Fi|dulli|täti7/e; -, -en (studentensprachlich für lat. fidelitas,
Gen. fidelitatis „Zuverlässigkeit, Treue“; vgl. fidel): der
inoffizielle, zwanglosere zweite Teil eines studentischen
ÎKommerses. Filduzito; -es (aus lat. fiducia „Vertrauen,
Zuversicht“); in der Wendung kein Fiduz zu etwas haben:
(ugs.) 1. keinen Mut zu etwas haben. 2. keine Lust zu et
was haben. Fildu|zi|al|wahr|schein|lich|keit die; - (zu
spätlat. fiducialis „zuversichtlich“): Sonderform der
Wahrscheinlichkeit, die Aussagen über feste, aber unbe
kannte Zustände macht (Statistik). Fi|du|zi|ant der; -en,
-en (zu Îfiduziarisch u. T...ant (1)>: Treugeber bei einem
Îfiduziarischen Geschäft (Rechtsw.). Fildulzilar der; -s,
-e (zu T...ar (2)): Treuhänder bei einem Îfiduziarischen
Geschäft (Rechtsw.). fi|du|zi|a|risch (aus lat. fiduciari
us „auf Treu und Glauben anvertraut“): treuhänderisch,
als Treuhänder auftretend (Rechtsw.); fiduziarisches Ge
schäft: Treuhandgeschäft, bei dem der Fiduziant dem Fi
duziar ein Mehr an Rechten überträgt, als er selbst aus ei
ner vorher getroffenen schuldrechtlichen Vereinbarung
hat. fildulzit (aus lat. fiducia sit „vertraue darauf!“):
Antwort des Studenten auf den Bruderschafts- u. Trink
zuruf „Schmollis!“ Fildulzit das; -; der Zuruf „fiduzit!“
Fielldisltor [Ti:l..., auch ... dis...] der; -s, ...oren (aus gleichbed. engl. fieldistor, Kurzw. aus engl. field effect transis
tor): Feldtransistor, bei dem das elektr. Feld den Strom
fluss steuert. Fieldlrelsearch [ fi:ldrɪsə:ʧ] das; -[s] (aus
engl. field research „Feldforschung, Primärerhebung“):
Verfahren in der Markt- u. Meinungsforschung zur Erhe
bung statistischen Materials durch persönliche Befragung
od. durch Fragebogen (Soziol.); Ggs. 1 Deskresearch.
Fieldlspalnilel [,,,ʃpa:niəl, ...spsniol] der; -s, -s (aus
gleichbed. engl. field spaniel, eigtl. „Feldspaniel", vgl.
Spaniel): kleiner engl. Jagdhund. Fieldlwork [,,,wə:k]
figurabel
das; -s (aus gleichbed. engl. field-work, eigtl. „Feldar
beit“): Verfahren in der Markt- u. Meinungsforschung zur
Erhebung statistischen Materials durch persönliche Be
fragung von Testpersonen durch Interviewer (Soziol.).
Fieldlworlker [,,,wə:kə] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
fieldworker): tInterviewer, der zur Erhebung statisti
schen Materials Befragungen durchführt
file|ra|men|te [fiera...] (z7.): svw. fiero
Filelrant [fia..., fie...] der; -en, -en (aus //. fiera
„(Jahr)markt“ (dies aus lat. feria, vgl. Feria) u. t...ant
(1)>: (österr.) Markthändler
filelro {it.; aus lat. ferus „ungezähmt, wild“): stolz, wild,
heftig (Vortragsanweisung; Mus.)
Fil eslta die: -, -s (aus span, fiesta „Fest; Feiertag“, dies aus
vulgärlat. festa „Fest“; vgl. Fete): span. [Volksjfest
Fièlvre* bou ton neu se [ fjɛ:vrə butɔ no:zə] die; - -, -s -s
[...vra ...za] (aus fr. fièvre boutonneuse „Bläschenfieber“
zu fièvre „Fieber“ (aus lat. febris) u. boutonneux, bouton
neuse „pickelig, voller Ausschlag“, dies zu boutonner
„sich mit Pickeln, Ausschlag überziehen“): akute, nicht
ansteckende Infektionskrankheit mit 8-14 Tagen dauern
dem Fieber, hervorgerufen durch Zeckenbiss (Med.)
FIFO-Spei|cher der; -s, - (Abk. für engl. first m, first out
„als Erstes hinein, als Erstes hinaus“): Datenspeicher
struktur, aus der Daten in genau der Reihenfolge ausgele
sen werden müssen, in der sie eingegeben worden sind
(EDV)
fiflty-fiflty [ fifti fifti] (aus engl.-amerik. fifty-fifty „halb
und halb, zu gleichen Teilen“, eigtl. „fünfzig-fünfzig“);
(ugs.) in den Fügungen fifty-fifty machen: so teilen, dass
jeder die Hälfte erhält; fifty-fifty ausgehen/stehen: unent
schieden ausgehen, stehen
Filgalro der; -s, -s (nach Figaro, der Dienergestalt in Beau
marchais’ Lustspiel „Der Barbier von Sevilla“): a)
(scherzh.) Friseur; b) (selten) gewitzter, redegewandter
Mann
Fight [fait] der; -s, -s (aus engl. fight, eigtl. „Kampf“, zu to
fight, vgl. fighten): hart geführter Kampf, Wettkampf
(bes. beim Boxen), fighlten [faitn] (aus gleichbed. engl.
to fight): a) hart, verbissen kämpfen; b) (beim Boxen) un
gestüm, den Schlagabtausch suchend kämpfen, angreifen.
Fighlter [‘faite] der; -s, - (aus engl. fighter, eigtl. „Kämp
fer, Streiter“): a) jmd., der fightet (a); Kämpfernatur; b)
Boxer, der den Schlagabtausch u. eine ungestüme Kampf
weise bevorzugt
Filgur die; -, -en (über (alt)fr. figure „Gebilde, Gestalt, Er
scheinung“ aus gleichbed. lat. figura zu fingere „formen,
gestalten“, vgl. fingieren): 1. Körperform, Gestalt, äuße
re Erscheinung eines Menschen im Hinblick auf ihre Proportioniertheit. 2. [künstlerische] Darstellung eines
menschlichen, tierischen od. abstrakten Körpers. 3.
Spielstein, bes. beim Schachspiel. 4. a) [geometrisches]
Gebilde aus Linien od. Flächen, Umrisszeichnungen
o. Ä.; b) Abbildung, die als Illustration einem Text beige
geben ist. 5. a) Persönlichkeit, Person (in ihrer Wirkung
auf ihre Umgebung, auf die Gesellschaft; b) (ugs.) Per
son, Mensch (meist männlichen Geschlechts), Typ, z.B.
an der Theke standen ein paar -en; c) handelnde Person,
Gestalt in einem Werk der Dichtung. 6. (beim Tanz, Eis
tanz, Kunstflug, Kunstreiten u.a.) in sich geschlossene
[tänzerische] Bewegungsfolge, die Teil eines größeren
Ganzen ist. 7. in sich geschlossene Tonfolge als schmü
ckendes u. vielfach zugleich textausdeutendes Stilmittel
(Mus.). 8. von der normalen Sprechweise abweichende
sprachliche Form, die als Stilmittel eingesetzt wird
(Sprachw.); ÎAllegorie, ÎAnapher, (Chiasmus. Filgulra
die; - (aus gleichbed. lat. figura, vgl. Figur): Bild, Figur;
wie Figura zeigt: wie klar vor Augen liegt, wie an diesem
Beispiel klar zu erkennen ist. filgulralbel (aus gleichbed.
F
Figura etymologica
458
fr. figurable): (veraltet) gestaltbar, bildbar. Filgulra ety- Fikh [fik] ito; - (aus arab. fiqh „Kenntnis, Gelehrsam
keit“): die Rechtswissenschaft des Islams
mologica [- ...ka] die; - -, ...rae ...cae [...re ...tse] (aus
lat. figura etymologica, eigtl. „etymologische Figur“, vgl. fikltil (aus gleichbed. lat. fictilis zu fingere, vgl. fingieren):
(veraltet) tönern. Fik|tj|lilen [...ion] die (Plur.): Töpfer
etymologisch): Redefigur, bei der sich ein intransitives
waren, Tongefäße. FikltiIon zZze; -, -en (aus gleichbed. lat.
Verb mit einem Substantiv gleichen Stamms od. verwand
fictio, Gen. fictionis, zu fingere, vgl. fingieren): 1. etwas,
ter Bedeutung als Objekt verbindet (z. B. einen [schwe
was nur in der Vorstellung existiert; etwas Vorgestelltes,
ren] Kampf kämpfen; Rhet., Stilk.). fi|gu|ral (zu ÎFigur
Erdachtes. 2. bewusst gesetzte widerspruchsvolle od. fal
u. Î '...al (1)): mit Figuren versehen. Fi|gu|ral|deultung
sche Annahme als methodisches Hilfsmittel bei der Lö
die; -: typische Form mittelalterlicher ÎExegese, bei der
sung eines Problems (Philos.), fikltiloInal (zu Î'...al (1)):
Geschehnisse od. Gestalten nicht allein aus sich verstan
auf einer Fiktion beruhend, fikltilolnallilsielren (zu
den, sondern als Vorausdeutung im Rahmen der Heilsge
T...isieren): als Fiktion darstellen. Fiklti|o|na|lis|mus
schichte aufgefasst werden. Fi|gu|ra|li|tät die; - (zu
der; - (zu t,,,ismus (1)): philos. Theorie, dass jede wissen
t...ität): figürliche Beschaffenheit, Form (Kunstw.). Fischaftliche Erkenntnis von Fiktionen Gebrauch macht od.
gulrallmulsiki/ze; -: mehrstimmiger tkontrapunktischer
auf ihnen beruht. Fikltilol na llist der; -en, -en (zu t...ist):
Tonsatz in der Kirchenmusik des Mittelalters; Ggs. Îgre
Vertreter des Fiktionalismus. fikltilolnallisltisch (zu
gorianischer Choral. Filgulrant der; -en, -en (aus lat. fi
t...istisch): in der Art des Fiktionalismus, auf ihm beru
gurans, Gen. figurantis, Part. Präs, von figurare, vgl. fi
hend. fikltiv (nach gleichbed. fr. fictif, fictive): eingebil
gurieren): 1. (veraltet) Gruppentänzer im Gegensatz zum
det, erdichtet; angenommen, auf einer Fiktion (1) beru
Solotänzer (Ballett). 2. (veraltet) Statist, stumme [Nehend
ben]rolle (Theat.). 3. Nebenperson, Lückenbüßer. Filguranltin die; -, -nen: weibliche Form zu TFigurant. Filgu- Filia: Plur. von t Filum. Fil-ä-Fil [fila'fil] das; - (aus fr.
fil-à-fil, eigtl. „Faden an Faden“): Kleiderstoff mit karo
ra piramidale die; - - (aus it. figura piramidale „pyra
ähnlichem Gewebebild. Fillalge [,,,ʒə] die; -, -n (aus /r.
midenförmige Gestalt“ zu Î Figura u. lat. pyramidalis
filage, eigtl. „das Spinnen“, zu filer „(ver)spinnen“, dies
(vgl. pyramidal)): Kompositionsschema in Malerei u.
aus gleichbed. spätlat. filare): 1. das Zusammendrehen
Bildhauerkunst, bei dem der Aufbau einer Figurengruppe
von Seidenfäden. 2. das Abziehen der gezinkten Karten
der Gestalt einer gleichseitigen Pyramide entspricht. Figulra serpenltinata die; - - (aus it. figura serpentinabeim Falschspiel. Fi|la|ment das; -s, -e (aus spätlat. fila
mentum „Fadenwerk“ zu lat. filum „Faden“): 1. Staubfa
ta „schlangenförmige Gestalt“ zu serpente „Schlange“,
dies aus lat. serpens, Gen. serpentis): Kompositionssche
den der Blüte (Bot.). 2. (meist Plur.) dunkles, fadenförmi
ma der î manieristischen Plastik (u. der Malerei u. des
ges Gebilde in der tChromosphäre (Astron.). 3. auf che
Kupferstichs), bei dem sich der Aufbau einer Figuren
misch-technischem Wege erzeugte, fast endlose Faser als
gruppe vom Sockel her spiralförmig nach oben entwi
Bestandteil von Garnen u. Kabeln, fillalmenltös (zu
ckelt. Fi|gu|ralti|on die; -, -en (über spätlat. figuratio
t...ös): fadenförmig. Fillanlda die; -, ...den (aus it. filan
„Darstellung“ aus lat. figuratio „äußere Gestalt; Vorstel
da „Spinnerei“, dies aus spätlat. filanda „Gesponnenes“,
lung“): 1. Auflösung einer Melodie od. eines Akkords in
Neutr. Plur. des Gerundivums von filare „spinnen“): (ver
rhythmische [melodisch untereinander gleichartige] No
altet) Seidenspinnerei. Fi II a Iría die; -, Plur. ...iae [...e] u.
tengruppen (Mus.). 2. a) figürliche Darstellung; b) Form
...ien [...isn] (meist Plur.) (aus n/aZ. filaria, eigtl. „Faden
gebilde (Kunstw.); vgl. ...ation/...ierung. filgulraltiv(aus
artige“, zu lat. filum „Faden“): Fadenwurm (Krankheits
spätlat. figurativus „zur bildlichen Darstellung geeig
erreger). Fi|la|ri|en|krank|heit die; -, -en: svw. Filario
net“): 1. a) grafisch od. als Figur wiedergebend od. wie
se. filiar il tuloino (z'i.): den Ton gleichmäßig ausströ
dergegeben; b) (etwas Abstraktes) gegenständlich wieder
men, sich entwickeln lassen (Vortragsanweisung bei Ge
gebend. 2. (veraltend) svw. figürlich (3). Fi gu renlkasang u. Streichinstrumenten; Mus.). FiIlaIriIoIse die; -, -n
piltell das; -s, -e (zu ÎFigur): ein mit Figuren geschmück
(zu î Filaria u. t'...ose): durch Filariaarten hervorgerufe
tes tKapitell [an roman. Bauwerken] (Archit.), filgulriene Krankheit (Med.). Fi|la|tu|re [..,'ty:ra] die; -, -n (aus
ren (aus lat. figurare „gestalten, darstellen, bilden“): 1.
gleichbed. fr. filature): (veraltet) Spinnereibetrieb. Fil
eine Rolle spielen; in Erscheinung treten. 2. einen Akkord
d'Écosse [,,,de'kɔs] das; - - (aus fr. fil d’Écosse „Schot
mit einer Figuration versehen (Mus.). fi|gu|riert (zu
tengarn“ zu fil „Faden“ (aus lat. filum) u. Écosse „Schott
T ...iert): a) gemustert (von Textilien); b) ausgeschmückt;
land“ (aus lat. Scotia)): Baumwollgarn, das durch Aus
figurierter Choral: mehrstimmiger Choralsatz mit beweg
kämmen der kurzen Fasern, 1 Merzerisieren u. vielfaches
ter, verzierter Mittelstimme (Mus.). Filgulrielrung die;
Zwirnen besonders hochwertig ist. File [fail] das; -s, -s'
-, -en (zu î...ierung): svw. Figuration; vgl. ...ation/...ie(aus engl. file, eigtl. „(Akten-, Briefjordner“, urspr.
rung. Fi gu ri ne die; -, -n (über fr. figurine aus gleich
„Schnur, mit der Akten o. Ä. zusammengehalten werden“,
bed. it. figurina zu figura „Gestalt“, dies aus lat. figura,
dies aus fr. fil „Faden“ (aus lat. filum)): in sich geschlos
vgl. Figur): 1. kleine Figur, kleine Statue. 2. Nebenfigur
sener Teil einer Datenmenge als eine bestimmte Art von
auf [Landschafts]gemälden. 3. Kostümzeichnung od. Mo
Datei (EDV). 'Fillet [file:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. fi
dellbild für Theateraufführungen. Fi|gu|rist der; -en, -en
let, eigtl. „Netz“, dies über gleichbed. älter fr. filé aus alt(aus glcichbcd. fr. figuriste): (veraltet) Gipsfigurenbild
provenzal. filat „aus Fäden gemacht“, dies zu ZaZ. filum
ner. f i gür lich (zu Î Figur): 1. in Bezug auf die Figur (1).
„Faden“): 1. netzartig gewirkter Stoff. 2. a) Handarbeits
2. eine Figur (2), Figuren (2) darstellend (Kunstw.). 3.
technik, bei der ein Gitterwerk aus quadratisch verknüpf
(veraltend) in einem bildlichen, übertragenen Sinn ge
ten Fäden hergestellt wird; b) Handarbeit, die durch 'Filet
braucht (von Wortbedeutungen)
(2 a) entstanden ist. 3. Abnehmerwalze an der Auflocke
...fi|kaItilon (aus gleichbed. lat. -ficatio, Gen. -ficationis,
rungsmaschine (Krempel) in der Baumwollspinnerei. "Fi
zu facere „machen“; vgl. ...fizieren): Wortbildungsele
let das; -s, -s (aus gleichbed. fr. filet, eigtl. „dünner Fa
ment mit der Bedeutung „das Machen, Herstellen“, z.B.
den“, Verkleinerungsform zu fil „Faden“, dies aus gleich
Elektrifikation
bed. lat. filum; vermutlich nach dem früheren Brauch, die
Fi|kel|lu|ra|va|sen die (Plur.) (nach dem Fundort FikelluStücke in Fäden eingerollt zu verkaufen): a) Lendenstück
ra bei Kamiros auf Rhodos u. zu tVase): vor allem auf
von Schlachtvieh u. Wild; b) Geflügelbrust[fleisch];
Rhodos u. Samos gefundene Vasengattung des 6. Jh.s
c) entgrätetes Rückenstück bei Fischen. Fi|letlar|beit
V. Chr.
die; -, -en (zu î'Filet): Handarbeit, die aus dem Knüpfen
459
eines Filetgrundes (eine Art Netzknüpfen) u. dem Besti
cken dieses Grundes besteht. Fi | leitete; -, -n (aus gleichbed. fr. filet bzw. span, filete): a) Stempel der Buchbinder
mit bogenförmiger Prägefläche zum Aufdrucken von
Goldverzierungen; b) mit der Filete hergestellte Verzie
rung auf Bucheinbänden. fi|le|tie|ren u. filieren (nach
gleichbed./r. fileter bzw. filer): aus Fleisch Filetstücke he
rauslösen. Filletlspitlze [file:...] die; -, -n (zu Î'Filet):
Spitze mit geknüpftem Netzgrund. Filletlsteak [,,,ste:k]
das; -s, -s (zu t2Filet>: aus Rinder- od. Schweinefilet ge
schnittenes Steak
Fillfil i/as; -s {afrik. (hottentottisch)'>: Pfefferkornhaar, bei
den Khoisanvölkern (Hottentotten) charakteristische
Form der Kopfbehaarung mit scheinbar spiralig zusam
mengedrehten Haarbüscheln, zwischen denen die Kopf
haut sichtbar ist
Fjllia hoslpiltallis ehe; - -, ...ae ...les [,..e ...le:s] (aus lat. fi
lia „Tochter“ u. hospitalis „gastfreundlich“): (scherzh.)
Tochter der Wirtsleute des Studenten. Fillilal... (aus nlat.
filiale „Tochterkirche“, substantiviertes Neutr. von kirchenlat. filialis „kindlich (abhängig)“, dies zu lat. filia
„Tochter“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „im
Abhängigkeitsverhältnis stehend; Zweig-, Nebenstelle“,
z.B. Filialgeneration, Filialprokura. Fi|ii|a|le die; -, -n
(verkürzt aus älter Filialhandlung, vgl. Filial...): Zweigge
schäft eines Unternehmens. Fi I li |al I g e I n e I ra lti I on die; -,
-en: die direkten Nachkommen eines Elternpaares bzw.
eines sich durch t Parthenogenese (2) fortpflanzenden Le
bewesens (Genetik). Fi|li|a|list¿/er;-en,-en (zu Î...ist): 1.
Leiter einer Filiale (Wirtsch.). 2. Seelsorger einer Filialge
meinde. Filli|alIkirIchedie; -, -n: von der Pfarrkirche der
Hauptgemeinde aus betreute Kirche mit einer Filialge
meinde; vgl. Expositus. Fi|li|al|pro|ku|ra die; -, ...ren:
ÎProkura, die auf eine od. mehrere Filialen eines Unter
nehmens beschränkt ist. Fi|lilal|relgres|silon* die; -,
-en: Angleichung an den durchschnittlichen Arttypus bei
den Nachkommen extremer Elterntypen (Genetik), fillialrilsielren (zu /ɑr. filia „Tochter“ u. î...isieren): svw.
metastasieren. Fi I li I a |ti Ion rZze; -, -en (aus spätlat. filiatio
„Kindwerdung“ zu lat. filius „Sohn, Kind“): Verhältnis
von Mutter- u. Tochterkloster im Ordenswesen des Mit
telalters (Reh). 2. [Nachweis der] Abstammung einer Per
son von einer anderen (Geneal.). 3. legitime Abstammung
eines Kindes von seinen Eltern (Rechtsw.). 4. Gliederung
des Staatshaushaltsplanes
'Fillilbuslter vgl. Flibustier. 2Fillilbuslter [... baste] das;
-[s], - (aus gleichbed. engl.-amerik. filibuster, eigtl. „jmd.,
der in seinen Aktionen einem Freibeuter od. Partisan ver
gleichbar ist“; vgl. Flibustier): im amerik. Senat von Min
derheiten geübte Praktik, durch Marathonreden die Ver
abschiedung eines Gesetzes zu verhindern, fillilbusltern
[...’basten] (aus gleichbed. engl. to filibuster; vgl. Filibus
ter): durch Marathonreden im Parlament, Senat eine Ver
schleppungstaktik betreiben, die Verabschiedung eines
Gesetzes verhindern
Fillièlre [fi'ljɛ:rə] die; -, -n (aus gleichbed./r. filière, eigtl.
„fadenförmiger Gegenstand“, zu fil „Faden“ aus gleich
bed. lat. filum) : (veraltet) Drahtzieheisen, Gewinde
schneideisen. fillielren (nach fr. filer „spinnen“, dies aus
gleichbed. spätlat. filare): 1. eine ÎFiletarbeit anfertigen.
2. vgl. filetieren. 3. Karten beim Kartenspielen unter
schlagen; vgl. Filage (2). fillilform (zu lat. filum „Faden“
u. T...form>: fadenförmig (Med.), fillilgran* (zu ÎFili
gran): aus Filigran bestehend; filigranähnliche Formen
aufweisend; sehr fein, feingliedrig. Fillilgran* das; -s, -e
u. Fillilgranlarlbeit die; -, -en (aus gleichbed. zd. fili
grana, eigtl. „Faden und Korn“, zu filo „Faden“ (dies aus
gleichbed. lat. filum) u. grana „Korn“ (dies aus gleichbed.
lat. granum)): Goldschmiedearbeit aus feinem Gold-, Sil
Filzokratie
ber- od. versilbertem Kupferdraht. Fillilgranlglas* das;
-es: durch eingeschmolzene, Gitter u. Muster bildende
weiße Glasfäden verziertes Kunstglas; Fadenglas. fi|ligralnielren* (zu Î..deren): Filigranarbeit anfertigen, filigrainilsieren* (zu t...isieren): svw. filigranieren. Fili gra nist* der; -en, -en (zu t...ist>: (veraltet) jmd., der
Filigranarbeiten ausführt. Fi|li|gran|pa|pier* das; -s:
feines Papier mit netzartigen od. linienförmigen Wasser
zeichen
Fillilus der; -, -se (aus gleichbed. lat. filius, eigtl. „Säug
ling“, zu fel(l)are „saugen“): (scherzh.) Sohn
Fillilzit [auch ..,‘tsit] der; -s, -e (zu lat. filix, Gen. filicis
„Farnkraut“ u. t2...it>: Versteinerung von Farnkraut
Filllage [fija:ʒ] die; - (zu fr. fille „Mädchen“ (dies aus lat.
filia „Tochter“) u. T...age): (veraltet) Stand unverheirate
ter Mädchen, Jungfernstand
Füller [ file, 'fɪle:n] der; -[s], - (aus ung. filier): ung. Wäh
rungseinheit ( = 0,01 Forint)
Filmlgrolteslke die: -, -n (zu tGroteske): svw. Grotesk
film. Film|mu|si|cal [,,,mju:zɪkl] das; -s, -s: 1. speziell für
eine filmische Darstellung komponiertes Musical. 2. ver
filmtes Musical, fillmolgen (zu dt. Film aus gleichbed.
engl. film (mit dem Bindevokal -o-) u. î...gen): als Film
stoff für eine Verfilmung, eine filmische Darstellung ge
eignet. Fillmolgralfie, auch ...gralphie die; -, ..den (zu
Î ...grafie): Verzeichnis, Zusammenstellung aller Filme ei
nes IRegisseurs, Schauspielers o.Ä. fil|mo|gra|fisch,
auch ...gralphisch (zu Î...grafisch): die Filmografie be
treffend, auf ihr beruhend. Fillmolthek die; -, -en (zu
î...thek): svw. Kinemathek
FiIIo der; -s, -s (aus it. filo „(dünner) Faden; Schneide“, dies
aus lat. filum „Faden“): Art des Fechtangriffs, bei dem
die angreifende Klinge die gegnerische aus der Stoßrich
tung zu drängen sucht, indem sie an ihr entlanggleitet
Filloche [fi'lɔʃ] die; - (aus gleichbed./r. filoche zu fil „Fa
den“, dies aus lat. filum) : (veraltet) musselinähnliches
dünnes, großmaschiges Gewebe aus Leinen od. Seide
Fillou [fi lu:] der, landsch. auch das; -s, -s (aus fr. filou
„Gauner“, wohl zu engl. fellow, vgl. Fellow): (scherzh.)
jmd., der andere mit Schläue, Raffinesse [in harmloser
Weise] zu Übervorteilen versteht. Fi|lou|te|rie die; -,
..den (aus gleichbed. fr. filouterie): (veraltet) Gauner
streich
Fils der; -, - (aus arab. fils, fais): irakische, jemenitische,
jordanische u. kuwaitische Währungseinheit (= 0,001 Di
nar)
Filltrat* das; -[e]s, -e (aus mlat. filtratum „Gefiltertes“,
substantiviertes Part. Perf. von filtrare, vgl. filtrieren): die
bei der Filtration anfallende geklärte Flüssigkeit. Filltratilon die; -, -en (zu tɪ-don): Verfahren zum Trennen von
festen Stoffen u. Flüssigkeiten; vgl. ...ation/...ierung. filtrielren (aus gleichbed. mlat. filtrare zu filtrum „Durch
seihgerät aus Filz“): eine Flüssigkeit od. ein Gas von da
rin enthaltenen Bestandteilen mithilfe eines Filters tren
nen; filtern. FilltrielreriZer; -s, -: Vertreter von Tiergrup
pen, die einen auf sie gerichteten Wasserstrom erzeugen
u. die darin befindlichen Nahrungspartikel herausfiltern
(z.B. Schwämme, Weichtiere u. Kleinkrebse). Filltrierpalpier das; -s (zu Tfiltrieren): ungeleimtes, saugfähiges
Papier [in Trichterform] zum Filtrieren. Filltrielrung
die: -, -en (zu ..derung): das Filtrieren, das Filtriertwer
den; vgl. ...ation/...ierung
Fillum das; -s, Fila (aus lat. filum „Faden“): Faden, [Ner
venfaser (Anat.). Fillülre die; -, -n (aus gleichbed. /r. filure zu filer, vgl. filieren): (veraltet) Gewebe, Gespinst
Fillzolkrat* der; -en, -en (zu Î Filzokratie): zu einer Filzo
kratie gehörender Mensch. Fillzolkraltie die; -, ..den (zu
dt. Filz u. t...kratie (in Anlehnung an Bürokratie usw. ge
bildet)): verfilzte, ineinander verflochtene Machtverhält-
F
filzokratisch
nisse, die durch Begünstigung o.Ä. bei der Ämtervertei
lung zustande kommen. fillzolkraltisch: auf Filzokratie
beruhend, zu ihr gehörend
Fimlbrie* [,,,iə] 4/e; -, -n (aus gleichbed. lat. fimbria):
Franse, Faser (Anat.)
Fim|bul|win|ter der; -s (zu anord. fimbul, eigtl. „der ge
waltige (Winter)“; nach der nord. Mythologie beginnt mit
ihm die ÎRagnarök): dreijähriger schrecklicher Winter
der germ. Sage vom Weltuntergang
Fimlmel usw. vgl. Femel usw.
fin [fe] (fr.; zu lat. finitus, Part. Perf. von finire „beenden“):
fein; erlesen; vgl. à la fin. filnal (aus lat. finalis, vgl. fi
nal...): 1. das Ende, den Schluss von etwas bildend. 2. die
Absicht, den Zweck angebend (Sprachw., Rechtsw.); fina
le Konjunktion: den Zweck, die Absicht angebendes Bin
dewort (z.B. damit; Sprachw.). 1Fi|nal der; -s, -s:
(Schweiz.) svw. Finale (2). 2Fi|nal [faml] das; -s, -s (aus
engl. final, dies aus lat. finalis, vgl. final...): engl. Bez. für
Finale (2). filnal..., Filnal... [fina:l...] (aus lat. finalis „die
Grenze, das Ende betreffend“ zu finis „Grenze, Ende;
Zweck“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „den
Schluss betreffend, zweckgerichtet, am Ende befindlich“,
z.B. Finalstadium. Filnal Cut ['faɪnlkat] der; - -s, - -s (zu
engl. final „End-, Schluss-“ u. 1 Cut): die für die endgülti
ge Form des Films entscheidende Bearbeitungsstufe. Fi
nal Delcay ['faml dɪ'keɪ] das; - -s, (aus gleichbed. engl. fi
nal decay, vgl. Decay): Zeit des Abfallens des Tons im Ma
ximum bis zu einem vorbestimmbaren Niveau u. endgülti
ges Abfallen von diesem Niveau auf 0 nach Loslassen der
Taste (beim Synthesizer; Mus.). Filnalle [fi...] das; -s, (z.T. unter franz. Einfluss aus gleichbed. it. finale, dies zu
lat. finalis, vgl. final...): 1. einen besonderen Höhepunkt
darstellender, glanzvoller, aufsehenerregender Abschluss
von etwas; Ende, Schlussteil. 2. a) Endkampf, Endspiel,
Endrunde eines aus mehreren Teilen bestehenden sportli
chen Wettbewerbs; b) Endspurt. 3. a) letzter (meist der
vierte) Satz eines größeren Instrumentalwerkes; b)
Schlussszene der einzelnen Akte eines musikalischen
Bühnenwerks. FiInaIlis die; -, ...les [.. ,le:s] (aus gleichbed.
mlat. finalis zuZat. finalis, vgl. final...): Schlussnote; End
ton in den Kirchentonarten (Mus.). Fi|na|lis|mus der; (zu î...ismus (1)>: philos. Lehre, nach der alles Geschehen
von Zwecken bestimmt ist bzw. zielstrebig verläuft (Phi
los.). Filnallist der; -en, -en (aus gleichbed./r. finaliste
bzw. it. finalista; vgl. ...ist): Teilnehmer an einem Finale (2
a). Fi|na|li|tät iZz'e; -, -en (zu tfinal... u. T ...ität): Bestim
mung eines Geschehens od. einer Handlung nicht durch
ihre Ursachen, sondern durch ihre Zwecke; Ggs. ÎKausa
lität. Filnallsatz der; -es, ...sätze: Gliedsatz, der die Ab
sicht, den Zweck eines Verhaltens angibt, z.B. er beeilte
sich, damit/dass er pünktlich war (Sprachw.)
Filnanlcial Engi nee ring [faɪ'nænʃl ɛnʤɪ'nɪərɪŋ] das; --s
(zu engl. financial „finanziell, Geld-“ u. ÎEngineering):
Bez. für umfassende, auf den einzelnen Kunden zuge
schnittene Finanzierungs-, Beratungs- u. Betreuungsleis
tungen. Fi|nan|ciler [finä'sie:] vgl. Finanzier. Filnanz
die; - (rückgebildet aus tFinanzen; vgl. finanz...): a) Geld
wesen; b) Gesamtheit der Geld- u. Bankfachleute; vgl. Fi
nanzen. filnanz..., Filnanz... (aus fr. finance(s) „Zah
lungen, Geldmittel“, dies aus mlat. finantia „fällige Zah
lung“ (urspr. Neutr. Plur. des Part. Präs, von finare „en
digen, zum Ende kommen“, eigtl. „was zu Ende kommt,
was zum Termin steht“) zu lat. finis „Grenze, Ende“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Geldwesen,
-mittel, Vermögenslage, Staatshaushalt“, z.B. finanzpoli
tisch, Finanzpolitik. Fi|nanz|auslgleich der; -[e]s (zu
Tfinanz...): Aufteilung bestimmter Steuerquellen od.
Steuererträge zwischen verschiedenen Gebietskörper
schaften. Fi|nan|zen die (Plur.) (ausfr. finance(s), vgl. fi
460
nanz...): 1. Geldwesen. 2. a) Einkünfte od. Vermögen des
Staates bzw. einer Körperschaft des öffentlichen Rechts
u.Ä.; b) (ugs.) private Geldmittel, Vermögensverhältnis
se. Filnanlzer der; -s, - (nach gleichbed. it. finanziere zu
finanza „Geldwesen“, dies aus fr. finance, vgl. finanz...):
(österr. ugs.) Zollbeamter. Fi|nanzlex|per|te der; -n, -n
(zu tfinanz...): Experte in finanziellen Angelegenheiten.
Filnanzlhedlging [,,,hɛdʒɪŋ] das; -s, -s (zu engl. hedging
„das Absichern“, substantiviertes Part. Präs, zu to hedge
„schützen, absichern“, dies zu hedge „Schutz, Absiche
rung, Hecke“ aus ahd. hegga „Hecke“): svw. Hedgege
schäft. fi|nan|zi|ell (nach gleichbed. fr. finaneiel(le)):
geldlich, wirtschaftlich. Fi|nan|zi|er [..,'tsie:], auch Fi
nancier [finä'sie:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. financier):
jmd., der über ein Vermögen verfügt, das ihm erlaubt, als
Geldgeber aufzutreten, bestimmte Dinge zu finanzieren,
filnanlzielren (nach gleichbed./r. financer): 1. die für
die Durchführung eines Unternehmens nötigen Geldmit
tel bereitstellen. 2. a) mithilfe eines Kredits kaufen, bezah
len; b) einen Kredit aufnehmen. Filnanlzielrung Æe; -,
-en (Plur. selten) (zu tfinanz... u. t...ierung>: a) Gesamt
heit der Maßnahmen zur Beschaffung von Kapital, das
Finanzieren, das Finanziertwerden; b) Gewährung eines
Kredits. Fi|nanz|in|no|va|ti|on die; -, -en: Bez. für mo
derne Finanzierungsinstrumente, die mit der Ausweitung
internationaler Kapitalmarktemissionen entwickelt wur
den, z.B. Doppelwährungsanleihen, Devisenoptionen,
auch für Geschäftsformen wie t Leasing u. t Factoring. Finanz po liltik die; -: Gesamtheit aller staatlichen Maß
nahmen, die unmittelbar auf die Finanzwirtschaft einwir
ken. fi|nanz|po|li|tisch: die Finanzpolitik betreffend,
auf ihr beruhend. Filnanzlwirtlschaft die; -: Wirtschaft
der öffentlichen Körperschaften, bes. des Bundes, der
Länder u. Gemeinden. Filnanzlwislsenlschaft die; -:
Gebiet der Wirtschaftswissenschaften, das sich mit der
Wirtschaft der öffentlichen Körperschaften u. deren Be
ziehungen zu anderen Bereichen der Volkswirtschaft be
schäftigt
Fi|nas|se|rie die; -, ...jen (aus gleichbed./r. finasserie zu
finasser, vgl. finassieren): (veraltet) Kniff, Spitzfindig
keit. Fi|nas|seur [,,,'so:u] der; -s, -e (aus gleichbed./r. finasseur): (veraltet) jmd., der spitzfindige Ausflüchte
sucht, fi|nas|sie|ren (aus gleichbed. fr. finasser zu fin
„durchtrieben“, eigtl. „fein“): Ränke schmieden; Kniffe,
Tricks, Kunstgriffe anwenden
Fínica [...ka] Æe; -, -s (aus gleichbed. span, finca zu fincar
„Land aufteilen“, dies über das Vulgärlat. aus lat. figere
„(an)heften“): a) Landhaus mit Garten (bes. in Spanien);
b) Landgut in Südamerika, t Hazienda
Fin de Sièlcle [fɛd'sjɛkl] das; — (aus fr. fin de siècle „En
de des Jahrhunderts“ ; nach dem gleichnamigen Titel eines
Lustspiels von Jouvenot u. Micard, 1888): Bez. für die
Zeit des ausgehenden 19. Jh.s, die in Gesellschaft, bilden
der Kunst u. Literatur ausgeprägte Verfallserscheinungen
wie Überfeinerung u. Ä. aufwies. ’Filne ['fi:nə] das; -s, -s
(aus gleichbed. it. fine, dies aus lat. finis „Ende“): Bez. am
Ende des ersten Teils eines Musikstücks, das bis zu dieser
Stelle wiederholt werden soll; vgl. al fine
2Fine [fin] (aus fr. fin, fine „fein“, vgl. fin): franz. Bez. für
besonders feinen Weinbrand (Gastr.). Finellilner [Tainlainu] der; -s, - (zu engl. fine „fein“ (aus altfr. fin) u. liner
„jmd., der Linien zieht“ zu to line „linieren, Linien zie
hen“ (zu line „Schnur; Linie“, dies aus lat. linea)): Kugel
od. Faserschreiber mit besonders feiner Spitze. Fines
Herbes [fin zerb] die (Plur.) (aus fr. fines herbes „feine
Kräuter“): fein gehackte Kräuter [mit Champignons od.
Trüffeln] (Gastr.). Filneslse die; -, -n (aus gleichbed. /r.
finesse zu fin „durchtrieben“): 1. a) (meist Plur.) Kunst
griff, Trick, besondere Technik in der Arbeitsweise;
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b) Schlauheit, Durchtriebenheit. 2. (meist Plur.) [dem
neuesten Stand der Technik entsprechende] Besonderheit,
Feinheit in der Beschaffenheit. 3. (ohne Plur.) reiches
ÎBukett (von Weinen). Filnette [fi'nɛt] die; - (aus gleich
bed. ʃr. finette zu fin „fein“): feiner Baumwollflanell mit
angerauter linker Seite
Finlgerlagnolsie* i/ze; - (zu dt. Finger u. tAgnosie): Un
vermögen, die eigenen Finger bei geschlossenen Augen
richtig zu bezeichnen (Psychol., Med.). Finlgerlboard,
auch Finlger-Board ['fɪŋgə(r)bɔ:d] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. fingerboard zu finger „Finger“ u. ÎBoard):
Skateboard im Miniaturformat, mit dem mit zwei Fingern
Tricks u. Figuren ausgeführt werden können. Finlgerfood, auch Finlger-Food ['fɪŋgə(r)fu:d] das; -[s] (aus
gleichbed. engl. fingerfood zu finger „Finger“ u. food
„Nahrung, Speise“): kleinere Speisen, die ohne Besteck,
mit der Hand gegessen werden können
finlgielren (aus lat. fingere „formen, gestalten, ersinnen,
vortäuschen“): a) erdichten; b) vortäuschen, unterstellen
filnj(/r,` eigtl. Part. Perf. von finir „beenden, beschließen“,
dies aus lat. finiré): fertig, filnielren (aus gleichbed. lat.
finiré): (veraltet) beenden, abschließen. Fi|ni|gla|zi|al
das: -s (zu lat. finis „Ende“): ältester Abschnitt des TPostglazials in Skandinavien (Geol.). Fi ni me ter das; -s, (zu Α...meter): Apparat, der bei Gasschutzgeräten zur
Überwachung des Sauerstoffvorrats dient. Fjlniszfas,- -, (aus lat. finis „Ende“): (veraltet) Schlussvermerk in
Druckwerken. Filnish ['fɪnɪʃ] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. finish zu to finish „(be)enden“, dies über altfr. fenir
aus lat. finire, vgl. finit): 1. letzter Arbeitsgang, der einem
Produkt die endgültige Form gibt; letzter Schliff, Vollen
dung. 2. Endkampf, Endspurt; letzte entscheidende Phase
eines sportlichen Wettkampfs. fi|ni|shen [-,,ʃn] (nach
engl. to finish, vgl. Finish): 1. abschließende Arbeiten an
einem Produkt durchführen; den letzten Schliff geben. 2.
bei einem Pferderennen im Finish dem Pferd die äußerste
Leistung abverlangen. Filnislsalge [finɪ'sa:ʒə] die; -, -n
(aus gleichbed. fr. finissage, eigtl. „Beendigung, Fertig
stellung“, zu finir, vgl. fini): Veranstaltung zur Beendi
gung einer Kunstausstellung, Schließung einer Galerie
o.Ä. Fi nisiseur [,,,'sa:e] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. fi
nisseur): Rennsportler (Läufer, Radfahrer u.a.) mit star
kem Endspurt, filnislsilmo (zt.; Superlativ von fino
„fein“): sehr fein, von feinster, bester Beschaffenheit, fi
nit (aus gleichbed. lat. finitus „begrenzt, bestimmt“, eigtl.
Part. Perf. von finire „begrenzen, bestimmen; (be)enden“>: bestimmt (Sprachw.); finite Form: Verbform, die
Person u. Numerus angibt u. die grammatischen Merkma
le von Person, Numerus, Tempus u. Modus. Filniltismus der; - (zu T.Jsmus (ɪ)): Lehre von der Endlichkeit
der Welt u. des Menschen (Philos.). Filniltumr/as, -s, ...ta
(zu Îfinit): finite Verbform
Finn-Dinlgi, auch Finn-Dinlghi [...gi] das: -s, -s (vermut
lich gekürzt aus engl. finnish „finnisch“ u. Hindi dingi
„kleines Boot“, vgl. Dingi; nach seinem Konstruktions
zweck, dem Einsatz bei den Olympischen Spielen 1952 in
Helsinki): kleines Einmannboot für den Rennsegelsport
Finlnelmalnjt [auch ... nit] der; -s, -e (nach dem schwed.
Wissenschaftler K. J. Finneman u. zu T2...it>: ein grau
schwarzes Mineral
Finlneylopelraltilon ['fɪnɪ...] die; -, -en (nach dem amerik.
Chirurgen J. M. T. Finney, 1863-1942): operative Her
stellung einer breiten Verbindung zwischen Magen u.
Zwölffingerdarm (bei ÎStenose des Magenausgangs;
Med.)
finlnisch-ugrisch* u. finnougrisch, auch finnugrisch (zu
finnisch u. altruss. ugre (Plur. von ugra) „die Ungarn“)-:
die Sprachfamilie betreffend, deren Sprecher heute auf
der finn. Halbinsel, im nordwestlichen Sibirien u. in der
Firnis
ung. Steppe beheimatet sind. Finn|lan|di|sie|rung die: (zu Î...isierung): (abwertend) zunehmende Einflussnah
me auf ein nach außen hin unabhängiges, scheinbar völlig
selbstständig Politik treibendes Land entsprechend dem
Abhängigkeitsverhältnis, in dem Finnland zur Sowjetuni
on Mitte des 20. Jh.s stand (Pol.). Finnlmarkrfze, -, - (aus
gleichbed. schwed. finnmark): finn. Währungseinheit;
Abk.: Fmk; vgl. Markka, finlnolugrisch* vgl. finnischugrisch. Finlnolugrist* der; -en, -en (zu t ...ist): Fach
mann für finnisch-ugrische Sprachen. Finlnolugrisltik*
die: - (zu t2...ik (1)): Wissenschaft von den finnisch-ugri
schen Sprachen, finnlugrisch* vgl. finnisch-ugrisch
Finite die; -, -n (aus it. finta, eigtl. „List“, substantiviertes
Part. Perf. von fingere „heucheln“, dies aus lat. fingere,
vgl. fingieren): 1. Vorwand, Lüge, Ausflucht. 2. Schein
hieb beim Boxen; Scheinhieb od. -stoß beim Fechten, fintielren (zu t...ieren): eine Finte (2) ausführen
filol co ['fio:ko] <//.): schwach, matt (Vortragsanweisung;
Mus.)
Fi|o|ret|te die; -, -n (meist Plur.) (aus it. fioretto, eigtl.
„Blümchen“, Verkleinerungsform von fiore „Blume“,
dies aus gleichbed. lat. flos, Gen. floris): Gesangsverzie
rungin Opernarien des 18. Jh.s (Mus.); vgl. Koloratur. Fiolri tur rfze; -, -en (meist Plur.) (aus it. fioritura „Blüte(zeit)“ zu fiorire „mit Blumen schmücken, blühen“, dies
aus gleichbed. spätlat. fiorire): svw. Fiorette
Fire wall ['faɪəwɔ:l] die; -, -s, auchifer; -s, -s (aus gleichbed.
engl. firewall, eigtl. „Brandmauer“ (weil das System das
Netzwerk so schützt wie eine Brandmauer ein Haus)): Si
cherungssystem, das ein Netzwerk (z.B. ein ÎIntranet)
vor dem Zugriff nicht befugter Nutzer schützt u. die uner
laubte Kommunikation der internen Rechner mit netz
fremden externen Geräten verhindert (EDV)
Firllelfanz der; -es, -e (Herkunft unsicher): (ugs. abwer
tend) 1. überflüssiges Zubehör. 2. Unsinn, Torheit. 3. (sel
ten) jmd., der nur Torheiten im Sinn hat, mit dem nicht
viel anzufangen ist. Fir|le|fan|ze|rei die; -, -en: (ugs. ab
wertend) törichtes Zeug, Unsinn
firm, österr. auch ferm (aus lat. firmus „fest, stark, bestän
dig“ bzw. it. fermo, dies aus lat. firmus); bes. in der Ver
bindung in etwas firm sein: [in einem bestimmten Fachge
biet, Bereich] sicher, sattelfest, beschlagen sein. Fir|ma
rfze; -, ...men (aus gleichbed. it. firma, eigtl. „bindende,
rechtskräftige Unterschrift eines Kaufmanns unter einem
Vertrag“, zu firmare „einen Vertrag, eine Abmachung
durch Unterschrift rechtskräftig machen“, dies aus lat.
firmare „befestigen; bekräftigen, bestätigen“ zu firmus,
vgl. firm): kaufmännischer Betrieb, gewerbliches Unter
nehmen; Abk.: Fa. Firlmalmentr/ai; -[e]s, -e (aus gleich
bed. spätlat. firmamentum, dies aus lat. firmamentum
„Befestigungsmittel, Stütze“): der sichtbare Himmel, das
Himmelsgewölbe, firlmeln: svw. firmen. Firlmellung
die; -, -en (zu Îfirmen): svw. Firmung, f¡rimen (aus lat.
firmare „festmachen, bestärken“; vgl. konfirmieren):
jmdm. die Firmung erteilen. fir|men|in|tern (zu ÎFir
ma): nur für den Bereich der betreffenden Firma be
stimmt, nach außen geheim, firlmielren (zu Î..deren):
(von Firmen o.Ä.) unter einem bestimmten Namen beste
hen, einen bestimmten Namen führen [u. mit diesem un
terzeichnen], Firlmung die; -, -en (zu tfirmen): vom Bi
schof durch Salbung u. Handauflegen vollzogenes kath.
Sakrament, das der Kräftigung im Glauben dienen u.
Standhaftigkeit verleihen soll. Firmlware ['fə:mweə] <//<?;
-, -s (aus gleichbed. engl. firmware): zur Hardware eines
Computers gehörende, vom Hersteller auf Festwertspei
cher abgelegte Programme (EDV)
Firlnis rfer; -[ses], -se (vermutlich über it. vernice aus altfr.
verniz „Firnis, Lack“, dies über mlat. veronice aus gr. beronike „(ein spezielles) Harz (zur Herstellung des
F
firnissen
Lacks)“; wohl nach dem Namen der Stadt Berenike (heu
te Bengasi) in der Kyrenaika): schnell trocknendes, farb
loses Öl, das als Schutzanstrich auf etwas aufgetragen
wird, firlnislsen: einen Gegenstand mit Firnis behan
deln
first class ['fə:st 'klɑ:s] {engl.)'. der ersten Klasse, Spitzen
klasse zugehörend, von hohem
Î Niveau
(2).
First-Class-Holtel das: -s, -s: Hotel von gehobenem
Standard; Luxushotel
First-Day-Co|ver ['fə:st'deɪ'kʌvn] der; -, - <aus gleichbed.
engl. first-day cover, vgl. Cover): Ersttagsbrief (Liebha
berstück für Briefmarkensammler). First-Flight-Colver
[...'fiait...] iter; -, - (aus gleichbed. engl. first-flight cover,
vgl. Cover): Erstflugbrief (Liebhaberstück für Briefmar
kensammler)
First-in-first-out-Prin|zip ['fə:st'ɪn'fə:st'aʊt...] das; -s (zu
engl. first in, first out „als Erstes hinein, als Erstes hinaus“
u. tPrinzip): Organisationsform eines Lagers, dem die
Güter in der Reihenfolge entnommen werden, in der sie
eingelagert wurden; vgl. FIFO-Speicher
First La|dy ['fə:st leɪdɪ] die; - -, - Ladies [...diz] (aus gleich
bed. engl. first lady, eigtl. „Erste Dame“): Frau eines
Staatsoberhauptes
First-Pass-Eflfect ['fə:st'pɑ:slɪ'fɛkt] der; -, -s (zu engl.
first „Erster“, pass „Zugang, Durchgang“ u. effect „Wir
kung“): teilweise od. vollständige Verminderung der Bio
verfügbarkeit eines durch den Mund verabreichten Arz
neimittels durch Veränderungen im Stoffwechselprozess
(Med.)
Firth [fə:θ] der; -, -s (aus engl. firth „Meeresarm, (weite)
Mündung, Förde“): in Schottland Bez. für tief ins Landes
innere hereinreichender, lang gestreckter Meeresarm
Filsettlholz das; -es (Herkunft ungeklärt): das einen gel
ben Farbstoff enthaltende Holz des Färbermaulbeerbau
mes u. des Perückenstrauches
Fishlburlger ['fɪʃbə:gə] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.amerik. fishburger zu fish „Fisch“ u. I ...burger): mit einer
Fischfrikadelle belegte Art Î Hamburger. Fishleye, auch
Fish-Eye [ fɪʃlaɪ] das: -s, -s (zu engl. fish „Fisch“ u. eye
„Auge“): Weitwinkel-, Fischaugenobjektiv, z.B. an Foto
apparaten. Filshing for Com pli ments* ['fɪʃɪŋ fə kɔmplɪmənts] ites; — (zu engl. to fish „angeln“ u. compliment
„Kompliment“): auffallend bescheidene od. negative
Selbstdarstellung [durch die andere sich zu einer positiven
Reaktion od. zu Lob veranlasst sehen]
Fil si ma tenlten die (Plur.) (Herkunft ungeklärt): (ugs.)
Versuche, einer unangenehmen Sache auszuweichen, das
Eintreten von etwas, das Beginnen von od. mit etwas hi
nauszögern; Ausflüchte, Winkelzüge
Fislkal der; -s, -e (Substantivierung zu lat. fiscalis „die
Staatskasse betreffend“, vgl. fiskalisch): (veraltet) Amts
träger, der vor Gerichten die (Vermögenswerten) Rechte
des Kaisers od. eines Landesherrn zu vertreten hatte. Fiskallilne der; -n, -n (zu mlat. fiscalinus (dies zu fiscalis
„der Krone gehörend“) aus lat. fiscalis, vgl. fiskalisch):
(in merowingischer Zeit) Leibeigener am Hofe des Königs
u. auf den königlichen Gütern, fislkallisch (aus gleich
bed. lat. fiscalis zu fiscus, vgl. Fiskus): den Fiskus betref
fend; Rechtsverhältnisse des Staates betreffend, die nicht
nach öffentlichem, sondern nach bürgerlichem Recht zu
beurteilen sind. fis|kalli|sie|ren (zu Î...isieren): (veral
tet) 1. zum Staatseigentum machen. 2. als öffentlicher An
klägeruntersuchen u. bestrafen. Fislkallislmus tter; - (zu
t...ismus (2)): das Bestreben der staatlichen Finanzwirt
schaft, die staatliche Verfügungsgewalt über das Volksver
mögen übermäßig auszudehnen. Fislkal|po|li|tik die; -:
Gesamtheit der Maßnahmen der Î Finanzpolitik im
Dienste der Konjunktur- u. Wachstumspolitik. Fislkus
der; -, Plur. ...ken u. -se (aus gleichbed. lat. fiscus, eigtl.
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„(Geld)korb“): der Staat als Eigentümer des Staatsver
mögens; Staatskasse
Filsolle die; -, -n (Nebenform zu mhd. phasöl aus lat. pha
seolus, phaselus, gr. phaseolos, pháselos „Bohne“): (österr.) Frucht der grünen Gartenbohne
fislsil (aus gleichbed. lat. fissilis zu findere „spalten“):
spaltbar. Fis|si|li|tät die; - (zu t...i.tät>: Spaltbarkeit.
1Fis|si|on 4te; -, -en (aus lat. fissio „das Spalten, Zertei
len“): Teilung einzelliger pflanzlicher u. tierischer Orga
nismen in zwei gleiche Teile (Biol.). 2Fis|si|on die; -, -en
(aus gleichbed. engl. (nuclear) fission, dies aus lat. fissio,
vgl. 'Fission): Atomkernspaltung (Kernphys.). Fislsilum
das; -s (zu î...ium): eine Legierung von îUran mit Ele
menten, die als Spaltprodukte bei der Kernspaltung frei
werden. Fislsur die; -, -en (aus lat. fissura „Spalte,
Ritz“): Spalt, Furche; Hauteinriss, Knochenriss (Med.)
Fisltel die: -, -n u. Fistula die; -, ...lae [...le] (aus lat. fistula
„Röhre, röhrenförmiges Geschwür“): 1. durch Gewebs
zerfall entstandener od. operativ angelegter röhrenförmi
ger Kanal, der ein Organ mit der Körperoberfläche od. ei
nem anderen Organ verbindet (Med.). 2. svw. Fistelstim
me. Fis|tel|stim|me die; -, -n: Kopfstimme (ohne Brust
resonanz); vgl. Falsett
Fistlfulcking [,,,fakɪŋ] das: -s, -s (aus gleichbed. engl. fist
fucking zu fist „Faust“ u. to fuck „Geschlechtsverkehr
ausüben“): (Jargon) [homosexuelle] Praktik, bei der die
Hand od. Faust in den After des Geschlechtspartners ein
geführt wird. Fislting das; -s, -s (aus gleichbed. engl. fis
ting): (Jargon) Fistfucking praktizieren
Fisltulla die; -, ...ae [...le] (aus lat. fistula „Röhre; (hell tö
nende) Rohrpfeife“; vgl. Fistel): 1. Hirtenflöte, Panflöte.
2. ein Orgelregister. 3. svw. Fistel (1). fisltullieren (zu
Î..deren): mit ungestützter Kopfstimme singen (Mus.),
fisltullös (aus gleichbed. lat. fistulosus); in der Art einer
Fistel (1 ; Med.)
fit {engl.-amerik.; eigtl. „passend, geeignet“): tauglich, gut
trainiert, in Form, fähig zu Höchstleistungen. Fitlness
die; - (aus gleichbed. engl.-amerik. fitness, vgl. fit): gute
körperliche Verfassung, Leistungsfähigkeit (aufgrund ei
nes planmäßigen sportlichen Trainings). Fitlnesslcenter [...sente] das; -s, -: mit Sportgeräten ausgestattete Ein
richtung zur Erhaltung od. Verbesserung der körperlichen
Leistungsfähigkeit. Fitlnesslstuldio das; -s, -s: svw. Fit
nesscenter. Fit|ness|trai|ning das; -s, -s: sportliches
ÎTraining zur Erhaltung od. Verbesserung der körperli
chen Leistungsfähigkeit, fitlten (aus engl. to fit „passend
machen“): 1. anpassen (bes. eine math. Kurve an Mess
werte; Techn.). 2. einen Kiel auf Unebenheiten hin abtas
ten (Schiffsbau). Fitlting das; -s, -s (meist Plur.) (aus
gleichbed. engl. fitting, eigtl. „das Anpassen, der Pass
teil“, zu to fit, vgl. fitten): Verbindungsstück bei Rohrlei
tungen
Fitz... (aus gleichbed. engl. fitz-, dies über altfr. fiz, fils aus
tez. filius „Sohn“): Bestandteil engl., auch amerik. Na
men, z.B. Fitzgerald
Filulmalra u. Fi|u|malre die; -, ,,,re[n] (aus gleichbed. it.
Humara, eigtl. „Sturzbach“, zu fiume „Fluss“, dies aus
lat. flumen): Flusslauf, der im regenlosen Sommer kaum
od. kein Wasser führt (Geogr.)
Five o'Clock ['fajv ə klɔk] der; - -, - -s (aus gleichbed. engl.
five o’clock): Kurzform von IFive o’Clock Tea. Five
o'Clock Tea [- - 'ti:] der;---- ,---- s (aus gleichbed. engl.
five-o’clock (tea)): Fünfuhrtee. Fives [faɪvz] das; - (aus
gleichbed. engl. fives, eigtl. Plur. von five „fünf“): engl.
Ballspiel, bei dem der gegen eine Wand geworfene Ball
vom Gegner aufgefangen werden muss
fix (aus lat. fixus „angeheftet, fest“, Part. Perf. von figere
„(an)heften“ (Bed. 2 seit dem 17. Jh. „beständig, ge
schickt, gewandt“)): 1. fest, feststehend; fixe Idee:
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Zwangsvorstellung. 2. (ugs.) a) geschickt, anstellig, ge
wandt, pfiffig; b) flink, schnell. Filxa: Plur. von t Fixum.
Filxalge [--,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. fixage zu fixe
„lest“, dies aus lat. fixus): fototechnisches Verfahren, bei
dem das entwickelte Bild mithilfe von Chemikalien licht
beständig gemacht wird (Fotogr.). Filxalteur [,,,'to:e]
der; -s, -e (aus gleichbed. fr. fixateur zu fixer, vgl. fixie
ren): 1. Mittel zum Haltbarmachen von Parfümdüften. 2.
Zerstäuber zum Aufträgen eines Fixativs. Filxalteur ex
terne [- ekstɛrn] der; - -, -s -s (zu fr. externe „äußerlich“
aus lat. externus) : auf einer Î Extremität ( 1 ) befestigte Me
tallstäbe zur Stabilisierung von Knochenbrüchen (Med.).
Fi Ixaltilon die; -, -en (aus fr. fixation zu fixer, vgl. fixie
ren): 1. gefühlsmäßige Bindung an jmdn., an etwas (Psy
chol.). 2. svw. Fixierung. 3. (veraltet) Festigung; vgl. ...ation/...ierung. Fixativ das; -s, -e [,,,və] (aus fr. fixatif „Fi
xiermittel“): Mittel, das Zeichnungen in Blei, Kohle,
Kreide usw. unverwischbar macht. Filxaltor der; -s,
...oren (latinisierte Bildung zu TFixateur; vgl. ...or): svw.
Fixateur (1). Filxe die; -, -n (Substantivierung zu Îfixen):
(Jargon) Spritze, mit der eine Droge (1) gespritzt wird, fi
xen (aus engl. -amerik. to fix „festmachen, (einen Termin)
festsetzen; Rauschgift spritzen“, dies aus /?. fixer, vgl. fi
xieren): 1. ein Spekulationsgeschäft vornehmen in der
Weise, dass man Papiere verkauft, die man noch nicht be
sitzt, von denen man aber hofft, sie vor dem Termin der
Vertragserfüllung billiger, als man sie verkauft hat, zu be
kommen (Börsenw.). 2. (Jargon) dem Körper durch Injek
tionen Rauschmittel zuführen. Filxer der; -s, - (aus gleich
bed. engl. -amerik. fixer zu to fix, vgl. fixen) : 1. Börsenspe
kulant, der mit Kursrückgang rechnet, den er durch Ab
schluss von Fixgeschäften auszunutzen sucht. 2. (Jargon)
jmd., der harte Drogen (z.B. Opium od. Heroin) spritzt.
Fix|fo|kus|obljek|tiv das; -s, -e [...va] (zu lat. fixus, vgl.
fix): Objektiv einer Kamera, das fest auf den Nah-unendlich-Punkt seiner größten Blendenöffnung eingestellt ist.
Fixlgelschäft das; -[e]s, -e: Vertrag mit genau festgeleg
ter Leistungszeit od. -frist (Rechtsw.). fi|xie|ren (unter
Einfluss von fr. fixer „festmachen, starr ansehen“ aus
mlat. frxare „festmachen“ zu lat. fixus, vgl. fix): 1. a)
schriftlich niederlegen, in Wort od. Bild dokumentarisch
festhalten; b) [schriftlich] festlegen, formulieren; verbind
lich bestimmen. 2. a) an einer Stelle befestigen, festma
chen, -heften; b) das Gewicht mit gestreckten Armen über
dem Kopf halten u. damit die Beherrschung des Gewichts
demonstrieren (Gewichtheben); c) den Gegner so festhal
ten, dass er sich nicht befreien kann (Ringen). 3. sich emo
tional an jmdn., etwas binden [in der Weise, die die Über
windung einer bestimmten frühkindlichen Entwicklungs
stufe nicht mehr zulässt] (Psychol., Verhaltensforschung).
4. a) die Augen fest auf ein Objekt richten, heften [um es
genau zu erkennen]; b) jmdn. in einer für ihn unangeneh
men, irritierenden Weise mit starrem Blick unverwandt
ansehen, anstarren, mustern. 5. a) [fotografisches Materi
al] im Fixierbad lichtbeständig machen (Fotogr.) ; b) etwas
mit einem Fixativ behandeln, um es unempfindlich, bes.
um es wischfest zu machen (Fachspr.); c) (pflanzliche od.
organische Gewebeteile) zum Zwecke mikroskopischer
Untersuchung o.Ä. mit geeigneten Stoffen haltbar ma
chen (Fachspr.); d) [bei der Dauerwelle] durch Auftrag
bestimmter Fixiermittel das Haar in der gewünschten
Form verfestigen. 6. die äußere Form von Textilien festi
gen; Farbstoffbindung auf textilen Faserstoffen festigen.
Filxierlnaltron* das; -s u. Filxierlsalz das; -es: Na
triumthiosulfat, das in der Fotografie zum Fixieren ver
wendet wird. Filxielrung 4ze; -, -en (zu Î ...ierung): 1. das
Fixieren. 2. das Steckenbleiben in einer bestimmten Ent
wicklungsphase, das zu nicht altersgemäßen Verhaltens
weisen führt; vgl. ...ation/...ierung. Filxing das; -s, -s (aus
Flagelle
gleichbed. engl.-amerik. fixing zu to fixe, vgl. fixen): an
der Börse (dreimal täglich) erfolgende Feststellung der
Devisenkurse (Börsenw.). Filxislmus der; - (zu lat. fixus
„fest“ u. Î ...ismus ( 1)>: wissenschaftliche Theorie, die be
sagt, dass die Erdkruste als Ganzes od. in ihren Teilen fest
mit ihrem Untergrund verbunden ist (Geol.); Ggs. tMobilismus. Fi|xi|tät die; - (zu t...ität>: (veraltet) 1. Be
stimmtheit. 2. Gewandtheit, Schnelligkeit. 3. Feuerbe
ständigkeit (Chem.). Fixlkoslten die (Plur.): diejenigen
Kosten, deren Höhe sich bei Variation einer Kostenein
flussgröße (z.B. Beschäftigung) nicht verändert
(Wirtsch.). Fixllau don (wohl verkürzt aus tKruzifixus
(als Fluch) u. nach dem Feldherrn Laudon): (österr. ugs.)
verflucht! Fixlpunkt der; -[e]s, -e (zu lat. fixus „fest“):
fester Bezugspunkt für eine Messung, Beobachtung o.Ä.
Fixlstern der; -[e]s, -e (nach (n)lat. fixa stella „befestigter
Stern“): scheinbar unbeweglicher u. seine Lage zu ande
ren Sternen nicht verändernder, selbststrahlender Stern
(Astron.). Filxum das; -s, ...xa (aus lat. fixum „das Fes
te“, substantiviertes Neutr. von lat. fixus „fest“; vgl. fixie
ren): festes Gehalt, festes Einkommen
...filzielren (aus gleichbed. lat. -ficere, -ficare zu facere
„machen“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„machen“, z.B. elektrifizieren. ...filzielrung: Endung
weiblicher Substantive, die von Verben auf ...fizieren ge
bildet wurden, z.B. Elektrifizierung
Fizz [fis] der; -[es], -e (aus gleichbed. engl. fizz zu to fizz „zi
schen, sprühen“): alkoholisches Mischgetränk mit Früch
ten od. Fruchtsäften
Fjäll u. Fjell das, auch der; -s, -s (aus schwed. fjäll, norw.
fjell „Berg, Fels“): weite, baumlose Hochfläche in Skan
dinavien oberhalb der Waldgrenze
Fjärd der; -[e]s, -e (aus gleichbed. schwed. fjärd): tief ins
Land eingreifender Meeresarm an der schwed. u. finn.
Küste; vgl. Fjord
Fjeld der; -[e]s, -s (aus dän. fjeld „Felsen, Berg“): (veraltet)
svw. Fjäll. Fjell vgl. Fjäll
Fjord der; -[e]s, -e (aus gleichbed. schwed., norw. fjord): [an
einer Steilküste] tief ins Landesinnere hineinreichender,
lang gestreckter Meeresarm
Flalbel|la|ti|on die; -, -en (zu ÎFlabellum u. Î...ation):
(veraltet) das Kühlen eines gebrochenen Gliedes durch
Zufächeln von Luft (Med.), flalbelllielren (zu Î...ieren):
(veraltet) fächeln, wedeln. Flalbelllum das; -[s], ...la (aus
gleichbed. lat. flabellum); (veraltet) Fächer, Wedel
Flalcon [fla’kö:] vgl. Flakon
Flag [flæg] die; -, -s (aus gleichbed. engl. flag, eigtl. „Flag
ge“): Zustandssignal bei Computern, das bestimmte Er
gebnisse od. Zustände im Umfang von einem Î ‘Bit anzeigt
(EDV)
Flalgelllant der; -en, -en (meist Plur.) (aus lat. flagellans,
Gen. flagellantis „Geißler“, Part. Präs, von flagellare, vgl.
flagellieren; vgl. Flagellum): 1. Angehöriger religiöser
Bruderschaften des Mittelalters, die durch Selbstgeiße
lung Sündenvergebung erreichen wollten. 2. sexuell ab
norm veranlagter Mensch, der in Züchtigung u. Geiße
lung geschlechtliche Erregung u. Triebbefriedigung sucht
(Med., Psychol.). Flalgelllanltislmus der; - (zu t...ismus
(3)> : abnormer Trieb zur sexuellen Lustgewinnung durch
Flagellation. Flalgelllat der; -en, -en (meist Plur.) (aus
lat. flagellatus, Part. Perf. von flagellare (vgl. flagellieren)
u. T...at (1)): Einzeller mit einer od. mehreren Fortbewe
gungsgeißeln am Vorderende; Geißeltierchen (Biol.). FlagelIlaltɪlgn die; -, -en (zu lat. flagellatus (vgl. Flagellat)
u. t ‘...ion): geschlechtliche Erregungu. Triebbefriedigung
durch aktive od. passive Züchtigung u. Geißelung mittels
einer Riemen- od. Strickpeitsche (Med.); vgl. Masochis
mus, Sadismus. Flalgelllaltor der; -s, ...oren (zu Î Flagel
lat u. t,,,or): svw. Flagellant. Flalgellle vgl. Flagellum.
flagellieren
(aus gleichbed. lat. flagellare): (veraltet)
geißeln, schlagen. Flalgelllin das; -s, -e (zu T...in (1)>: als
Î Antigen wirkendes 1 Protein des Flagellums (1; Biol.).
Fla|gel|lo|ma|nie íZí'e; - (zu t Flagellum u. î...manie):
svw. Flagellantismus. Flalgelllum das; -s, ...lien u. Fla
gelle rfze; -, -n (aus lat. flagellum „Geißel, Peitsche“): 1.
Fortbewegungsorgan vieler einzelliger Tiere u. Pflanzen.
2. Riemen- od. Strickpeitsche eines Flagellanten
Flalgeollett [flaʒo'lɛt] das; -s, Plur. -e od. -s (aus gleich
bed. fr. flageolet, dies über das Vulgärlat. zu /öZ. flare
„blasen“): 1. besonders hohe Flöte, kleinster Typ der
Schnabelflöte. 2. Flötenton bei Streichinstrumenten u.
Harfen. 3. Flötenregister der Orgel. Flalgeolletltist der;
-en, -en (zu T ...ist): jmd., der das Flageolett (1) bläst
flalgrant* (unter Einfluss von fr. flagrant „offenbar“ aus
lat. flagrans „brennend, flammend“): deutlich u. offen
kundig [im Gegensatz zu etwas stehend], ins Auge fallend;
vgl. in flagranti
Flair [flɛ:ɪt] das; -s (aus/r. flair „Witterung, Spürsinn“ zu
flairer „riechen, wittern“, dies aus ZaZ. flagrare „stark rie
chen, duften“): 1. die einen Menschen od. eine Sache um
gebende, als positiv, angenehm empfundene persönliche
Note, Atmosphäre, Fluidum. 2. (bes. Schweiz.) feiner In
stinkt, Gespür
Flalkon [fla'kð:] der od. das; -s, -s (aus gleichbed. fr. fla
con, dies aus spätlat. flasco „Flasche“, dies aus dem
Germ.): Fläschchen [zum Aufbewahren von Parfum]
Flamlbeau [flä'bo:] zter; -s, -s (aus fr. flambeau „Fackel,
Leuchter“ zu altfr. flambe „Flamme“ aus lat. flamma) :
a) Fackel; b) mehrarmiger Leuchter mit hohem Fuß.
Flam bee [flä'be:] das; -s, -s (aus fr. flambée, Part. Perf.
(Femininum) von flamber, vgl. flambieren): flambierte
Speise
Flamlberg der; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. Hamberge (in
Anlehnung an Hambe „Flamme“) nach Floberge, dem
Namen des Schwerts von R. de Montauban, der Hauptge
stalt des gleichnamigen altfranz. Heldenepos): mit beiden
Händen zu führendes Landsknechtsschwert mit wellig ge
flammter Klinge, Flammenschwert
flamlbielren (aus gleichbed. fr. flamber, dies über altfr.
flammer aus lat. flammare „flammen, brennen“): 1. Spei
sen (z. B. Früchte, Eis o. A.) zur Geschmacksverfeinerung
mit Alkohol (z.B. Weinbrand) übergießen u. diesen an
zünden. 2. (veraltet) absengen, abflammen, fiamiboyant [fläboajant] (aus gleichbed. fr. flamboyant): 1. a)
flammend, geflammt; b) farbenprächtig, grell bunt. 2.
heftig, energisch. Flamlbolyant [...ja:] der; -s, -s: in den
Tropen u. Subtropen vorkommender, prächtig blühender
Zierbaum (Bot.). Flamlbolyantlstil der; -[e]s (nach
gleichbed. fr. style flamboyant, eigtl. „geflammter Stil“
(nach den Schmuckformen)): der spätgotische Baustil in
England u. Frankreich
Flame [Heim] die; -, -s, auch das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
flame, eigtl. „Flamme“, dies über altfr. flame, flamme aus
lat. flamma) : Wortgefecht, heftige Auseinandersetzung
über E-Mail im Internet
Flalmen der; -, ...mines [...ne:s] (meist Plur.) (aus gleich
bed. lat. flamen, Gen. flaminis, eigtl. „Opferhandlung“):
eigener Priester eines einzelnen Gottes im Rom der Anti
ke
Flalmenlco [...ko] der; -[s], -s (aus gleichbed. span, flamen
co, eigtl. „flämisch“, zu mniederl. Vlaminc „Flame“): a)
Tanzlied aus Andalusien; b) stark rhythmisch bewegter
Solo- od. Paartanz
Flal menlga u. Flamenlgo u. Flamingo der; -s, - (Her
kunftungeklärt): Stoff in Leinwandbindung (Webart), ei
ne Art T Crêpe marocain
Fl ame-out ['fleɪmaʊt] ¿er; -, -s (aus gleichbed. engl. flame
out, zu to flame out „Schubkraft durch Triebwerksausfall
fla|gel|lie|ren
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verlieren“): durch Treibstoffmangel bedingter Ausfall ei
nes Flugzeugstrahltriebwerks
’Flalminlgo der; -s, -s (aus gleichbed. älter span, flamengo
(jetzt flamenco), vieil, zu lat. flamma „Flamme“ (wegen
des „geflammten“ Gefieders)): rosafarbener Wasserwat
vogel mit langen Beinen, sehr langem Hals u. einem vorn
abgebogenen Schnabel
2Fla|min|go vgl. Flamengo
Flalmilsol der; -s (Kunstw.): Kreppgewebe aus Mischfa
sern
Flam mé [fla'me:] der; -s, -s (aus fr. flammé „geflammt“ zu
flamme „Flamme“, dies aus lat. flamma): leinwandbindiger Kleider- u. Dekorationsstoff mit Flammengarn im
Schuss
Flamlmelri der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. flummery,
eigtl. „Haferbrei“, dies aus walisisch llymru „Haferbrei“):
eine kalte Süßspeise aus Milch, Zucker, Stärkeprodukten
u. Früchten
Flalnell der; -s, -e (über fr. flanelle aus gleichbed. engl.
flannel, dies aus kelt. (kymrisch) gwlän „Wolle“): [ge
streiftes od. bedrucktes] gerautes Gewebe in Leinen- od.
Köperbindung (Webart), flalnelllen: aus, wie Flanell
Flalneur [...'n»:?] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. flâneur zu
flâner, vgl. flanieren): jmd., der flaniert; Müßiggänger
Flanlger ['flænʤə] der; -s, - (zu engl. to flange „krempen,
flanschen“): elektroakustisches Effektgerät zur Klangfar
benänderung (Mus.)
flalnielren (aus gleichbed. fr. flâner, eigtl. „ziellos umher
laufen“): ohne ein bestimmtes Ziel spazieren gehen, um
herschlendern
Flan|ken|erup|ti|on die; -, -en (zu Flanke (vgl. flankieren)
u. tEruption): an den Flanken eines Vulkans stattfinden
de Eruption (Geol.). Flanlken|melte|o|ris|mus der; -s:
Vorwölbung der seitlichen Bauchgegend infolge von Gas
ansammlung in Darmschlingen (Med.), flanlkielren
(aus gleichbed. fr. flanquer zu flanc „Seite, Flanke“ (ver
wandt mit dt. Gelenk)): a) in einer bestimmten Ordnung
um etwas herumstehen, etwas begrenzen; b) von der Seite
decken, schützen. Flanlkolnade [fläko'na:d] die; -, -n
[...dn] (aus fr. flanconade „Quartstoß (in die Flanke des
Gegners)“): Flankengleitstoß beim Fechten
Flap [flɛp] das; -s, -s (aus engl. flap „Klappe“): an der Un
terseite der Tragflächen von Flugzeugen anliegender
klappenähnlicher Teil als Start- u. Landehilfe. Flaplper
['flɛpn] der; -s, - (aus gleichbed. engl.-amerik. flapper zu
engl. to flap „flattern“): (in England u. Nordamerika)
Bez. für ein selbstbewusstes junges Mädchen. Flaplpingtrelmor ['flɛpɪŋ...] der; -s (zu engl. flapping „das Flat
tern“): Zittern in Form rascher Beuge- u. Streckbewegun
gen in den Fingergelenken bei drohendem Koma (Med.)
Flare [flɛ:e, engl. fleə] das; -s, -s (aus engl. flare „Aus
bruch“, eigtl. „flackerndes Licht“): ein in einem Stö
rungsgebiet der Sonne plötzlich auftretender Strahlungs
ausbruch (Astron.)
Flash [flɛʃ, engl. flæʃ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
flash, eigtl. „Blitz“, zu to flash „(auf)blitzen“>: 1. a) kur
ze Einblendung in eine längere Bildfolge; b) Rückblick,
Rückblende (Film). 2. svw. Flashlight. 3. (Jargon) Au
genblick, in dem sich das gespritzte Rauschmittel mit
dem Blut verbindet. Flash-back, auch Flashlback
['flæʃbæk] der od. das; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
flashback): durch îKonditionierung bedingter Rausch
zustand wie nach der Einnahme von Drogen, ohne dass
eine Einnahme von Drogen erfolgte. Flashllight [...lait]
das; -s, -s (aus engl. flashlight „Blitzlicht“): 1. aufeinan
derfolgende Lichtblitze, aufblitzendes Licht (z.B. in Dis
kotheken). 2. Anlage, die Flashlights (1) erzeugt. Flashspekltrum* das; -s: Spektrum der Sonnenchromosphä
re, das nur im Moment des Aufblitzens dieser Schicht
465
Flibustier
beim Eintritt einer totalen Sonnenfinsternis aufgenom Fleur [fla:?] die; -, -s (aus gieichbed./r. fleur, eigtl. „Blume,
men werden kann (Astron.)
Blüte", dies aus lat. flos, Gen. floris „Blume“): 1. das Bes
flat [flɛt] (aus gleichbed. engl. flat, eigtl. „flach"): engl.
te von etwas, Zierde, Glanz. 2. dünner, gegerbter Narben
Bez. für das Erniedrigungszeichen in der Notenschrift,
spalt von Schaffellen. Fleulret [flore:] vgl. Florett. Fleu
z.B. a flat (= as; Mus.). Flat das; -s, -s (aus engl. flat
rette [flo’ret] die; - (wohl zu fr. fleuret „Florettseide“):
„Mietwohnung", eigtl. „Boden, Stockwerk"): (veraltend)
durchsichtiges Kunstseidengewebe mit Kreppeffekt,
[Kleinjwohnung. Flat Fee [- Ti:] die; - -, - -s, auch Flat
fleulriert (zu Î ...iert> : geblümt, mit Blumen geschmückt.
fee die; -, -s (zu engl. fee „Gebühr"): [pauschal] zu ent
Fleulrin der; -s, -[s] (zu/r. fleur „Blume“; wohl Analogie
richtende Gebühr für den Zugang zu einem Î Provider od.
bildung zu ÎFlorin): Verrechnungseinheit der internatio
einem anderen 2Service (2). Flat-Screen-Monitor
nalen Organisation der Blumengeschäfte. Fleulrist der;
[...skrim...] der; -s, Plur. ...oren, auch -e (zu engl. flat
-en, -en (aus gleichbed. fr. fleuriste): (veraltet) Blumen
„flach" u. screen „Bildschirm“): Flachbildschirmmonitor
freund, Blumenkenner. Fleulron [flo ró:] der; -s, -s (aus
Flatltelrie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. flatterie zu flat
gleichbed. fr. fleuron zu fleur, vgl. Fleur): Blumenverzie
ter, vgl. flattieren): (veraltet) Schmeichelei. Flatlteur
rung [in der Baukunst u. im Buchdruck], Fleulrons [flo[... torn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. flatteur): (veraltet)
'rð:s] die (Plur.): zur Garnierung von Speisen verwendete
Schmeichler. Flatlteulse [,,, to:zə] die; -, -n (aus gleich
ungesüßte Blätterteigstückchen. Fleulrop® [ floy..., auch
bed. fr. flatteuse): (veraltet) Schmeichlerin, flatltielren
'flo:rɔp] cZZe; - (Kurzw. für Zar. flores Europae „Blumen
(aus gleichbed. ʃr. flatter, weitere Herkunft ungeklärt):
Europas“): internationale Blumengeschenkvermittlung.
(veraltet) schmeicheln
Fleurs [flo:ns] die (Plur.) (aus fr. fleurs (Plur.), eigtl.
Fla|tu|ienzi/ie; -, -en (zu lat. flatus, vgl. Flatus, u. Î ...enz):
„Blumen“; vgl. Fleur): dünnes Narbenspaltleder von
1. Gasbildung im Magen od. Darm, Blähsucht (Med.). 2.
Schafen, bes. für Bucheinbände
Abgang von Blähungen (Med.). Flaltus der; -, - [,,,tu:s] Fleulte ['flo:tə] vgl. Flüte
(aus lat. flatus „das Blasen" zu flare „blasen“): Blähung Flelxalton das; -s, -e (aus engl. to flex a tone „einen Ton
(Med.)
biegen"): ein im Jazz der 20er-Jahre benutztes Schüttelin
flaultanldo u. flauita to (aus it. flautando bzw. flautato
strument. flelxilbel (aus lat. flexibilis „biegsam“ zu
„flötenartig", eigtl. Part. Präs. bzw. Perf. von flautare
flectere, vgl. flektieren): 1. biegsam, elastisch. 2. (in Be
„flöten", dies zu flauto „Flöte"): Vorschrift für Streicher,
zug auf veränderte Umstände, auf Entscheidungen o.Ä.)
nahe am Griffbrett zu spielen, um eine flötenartige
beweglich, anpassungsfähig. 3. beugbar (von einem Wort,
Klangfarbe zu erzielen (Mus.). Flaulto der; -, ...ti (aus
das man Tflektieren kann; Sprachw.). fle|xi|bi|lilsiegleichbed. it. flauto): [Block- od. Schnabeljflöte. Flaulto
ren: flexibel (2) gestalten, machen. FleIxiIbilliIsielrung
tralveijso [- ...v...] der; - -, ...ti ...si (aus gleichbed. it.
die; -, -en: das Flexibilisieren, Flexibilisiertwerden. Fleflauto traverso): Querflöte (Mus.)
xiIbiIliItät die; - (zu T ...ität): 1. Biegsamkeit. 2. Fähigkeit
fla|ves,zie|ren [,..v...[ (aus gleichbed. lat. flavescere zu
des Menschen, sich im Verhalten u. Erleben wechselnden
flavus „goldgelb“): (veraltet) gelblich werden. Flalvin
Situationen rasch anzupassen (Psychol.). Flelxilble Res
das; -s, -e (meist Plur.) (zu T...in (1)): Name einer Gruppe
ponse ['flɛksəbl rɪs'pɔns] die; - - (aus engl. flexible re
natürlicher, wasserlöslicher Farbstoffe. Fla|vin|ik|te|rus
sponse „flexible Reaktion“): (in der strategischen Pla
der; -: Gelbfärbung der Haut durch Blutfarbstoffe bei
nung der NATO) das Sich-offen-Halten verschiedener,
krankhaftem Blutzerfall (Med.). Flalvon das; -s, -e
der jeweiligen Situation angepasster Möglichkeiten des
(Kunstw. zu lat. flavus „goldgelb“): ein gelblicher Pflan
Reagierens auf einen Angriff, das weder zeitlich noch von
zenfarbstoff
der Wahl der Mittel her für den Gegner kalkulierbar sein
soll (Milit.). Flelxilolle® die; -, -n (Kunstw): flexible Ver
fiel bi |le (¡7.; aus lat. flebilis zu fiere „weinen"): weinerlich,
kläglich, klagend (Mus.)
packung (bes. als Tropfflasche od. -ampulle) aus unzer
brechlichem Kunststoff (Med.). Flelxilon die; -, -en (aus
Fleche [flɛ:ʃ] die; -, -n [...Jn] (aus fr. flèche „Geschoss,
lat. flexio „Biegung“ zu flectere, vgl. flektieren): 1. Î De
Pfeil"): blitzartiger Angriff beim Fechten aus weitem od.
klination od. Î Konjugation eines Wortes (Sprachw.). 2.
mittlerem Abstand zum Gegner
Beugung, Abknickung (z.B. der Gebärmutter; Med.). 3.
Fleece [fli:s] das; - (aus engl. fleece „Vlies, Schafwolle“);
svw. Flexur (2). Flelxiv das; -s, -e [...va] (zu lat. flexus
synthetisch hergestellter flauschiger Stoff mit gerauter
(vgl. flexivisch) u. t...iv): Flexionsmorphem; Î Morphem,
Oberfläche. Fleecelpulllolver ['fli:s...] der; -s, -: Pullo
das zur Beugung eines Wortes verwendet wird (z.B. die
ver aus Fleecestoff
Endung -e bei: die Flexive; Sprachw.). flelxilvisch
flekltielren (aus gleichbed. lat. flectere, eigtl. „biegen,
[,,,vɪʃ] (zu lat. flexus „gebogen, gekrümmt“, Part. Perf.
beugen“): ein Wort îdeklinieren od. Îkonjugieren, flek
von flectere, vgl. flektieren): die Flexion (1) betreffend,
tierend (zu T...ierend); in der Fügung flektierende Spra
Flexion zeigend (Sprachw.). Flelxoldruck der; -[e]s (zu
chen: Sprachen, die die Beziehungen der Wörter im Satz
ÎFlexion): besonderes Druckverfahren, bei dem die flexi
zumeist durch Î Flexion der Wörter ausdrücken
blen Druckformen auf dem Druckzylinder befestigt wer
(Sprachw.); Ggs. Îagglutinierende u. îisolierende Spra
den (Druckw.). Fle|xo|lei|tung die; -, -en: verschleißar
chen
me u. wenig störanfällige Anschlussleitung für elektr. Ge
Fleische die; -, -n (aus fr. flèche, vgl. Flèche): Pfeilschan
räte. F!e|xo|me|ter das; -s, - (zu Î'...meter): Gerät zur
ze, gewinkelte Feldschanze
Prüfung des Dauerbiegeverhaltens, bes. von Leder u. syn
fleltrielren* (aus gleichbed. fr. flétrir, weitere Herkunft
thetischen Schuhmaterialien. Flelxor der; -s, ...oren (aus
unsicher): (veraltet) a) entmutigen; b) beschimpfen,
nlat. flexor zu lat. flectere (vgl. flektieren) u. Î ...or): Beu
brandmarken
gemuskel (Med.). Flelxyr^ie; -, -en (aus Zdí. flexura „Bie
fletlschern (nach dem amerik. Ernährungsphysiologen
gung, Krümmung“): 1. Biegung, gebogener Abschnitt ei
H. Fletcher (1849-1919)): Speisen langsam u. gründlich
nes Organs (z. B. des Dickdarms ; Med.). 2. bruchlose Ver
kauen, wodurch eine bessere Ausnutzung der Nahrung er
biegung von Gesteinsschichten (Geol.)
reicht werden soll
Flett|ner|ro|tor der; -s, -en (nach dem amerik. Ingenieur Flilbusltiler [...je] u. Filibuster der; -s, - (aus gleichbed. fr.
flibustier, engl. filibuster, dies wohl über älter engl. flibuÁ. Flettner (1885-1961)): Antriebsvorrichtung in Form
tor, freebooter aus niederl. vrijbuiter „Freibeuter“): (frü
eines rotierenden Zylinders unter Ausnutzung eines be
her) a) Seeräuber, gesetzloser Abenteurer; b) Angehörisonderen Î aerodynamischen Auftriebs bei Schiffen
Flic
ger einer westind. Seeräubervereinigung in der zweiten
Hälfte des 17. Jh.s
Flic [flik] der; -s, -s (aus gleichbed./r. flic, weitere Herkunft
ungeklärt): (ugs.) franz. Polizist
Flicklflack der; -s, -s (aus fr. flic flac „klipp, klapp“ (laut
malend)): mehrmals schnell hintereinander, meist rück
wärts ausgeführter Handstandüberschlag (Sport)
Flielboot das; -s, -e (aus gleichbed. älter niederl. vlieboot):
a) kleines Fischerboot; b) Beiboot
Fliflfis der; -, - (Herkunft ungeklärt): zweifacher ÎSalto mit
Schraube (beim Trampolinturnen)
Flight-Relcorlder, auch Flightlrelcorlder ['flaɪtrɪkɔ:də]
der; -s, - (aus gleichbed. engl. flight-recorder zu flight
„Flug“ u. recorder, vgl. ÎRekorder): Flugschreiber, Flug
datenregistriergerät
Flirt Ikit [auch ,.,'kit] der; -s, -e (nach dem schwed. Minera
logen G. Flink (t 1931) u. zu t2.,.it>: ein grünlich braunes
Mineral
Flip der; -s, -s (aus gleichbed. eng!, flip zu to flip „leicht
schlagen“. Bed. 2 Kurzform von engl. flip (jump) zu to
flip „schnellen“): 1. alkoholisches Mischgetränk mit Ei.
2. ein Drehsprung im Eiskunstlauf. Fliplchart, auch
Flip-Chart [,,,ʧa:nrt, engl. ...tjd:t] das; -s, -s (aus gleich
bed. engl. flip chart zu to flip „umdrehen“ u. chart, eigtl.
geografische Karte, dies über/r. charte u. lat. charta aus
gr. khartës „Papyrusblatt“): auf einem Gestell befestigter
großer Papierblock, dessen Blätter nach oben umgeschla
gen werden können. Fliplflop das; -s, -s u. Flip flopschalltung die; -, -en (nach gleichbed. engl. flip-flop
(circuit)): besondere Art der Schaltung in elektron. Gerä
ten. fliplpen (zu tFlipper): 1. svw. flippern. 2. beim
Î Snowboarden einen Salto springen. Flipiper der; -s, - (zu
engl. to flip „schnipsen, schnellen“): a) Spielautomat, bei
dem man eine Kugel möglichst lange auf dem abschüssi
gen Spielfeld halten muss ; b) Vorrichtung, mit deren Hilfe
die Kugel im Spielfeld hin- u. hergeschnipst werden kann,
fliplpern: an einem Flipper spielen. Fliplpi der; -s, -s:
(ugs.) außerhalb des normalen Lebens Stehender; jmd.,
der ausgeflippt ist; vgl. ausflippen (3)
Flirt [flœrt, auch flirt] der; -s, -s (zu engl. to flirt, vgl. flir
ten): 1. Bekundung von Zuneigung durch das Verhalten,
durch Blicke u. Worte in scherzender, verspielter Form. 2.
unverbindliches Liebesabenteuer, Liebelei, flirlten
['flærtn, auch 'flɪrtn] (aus gleichbed. engl. to flirt, Her
kunft ungeklärt): jmdm. durch sein Verhalten, durch Bli
cke u. Worte scherzend u. verspielt seine Zuneigung zu er
kennen geben; in netter, harmloser Form ein Liebesver
hältnis anzubahnen suchen
Float [flout] rfer; -s, -s (zu engl. to float, eigtl. „das Flie
ßen“, vgl. floaten): Summe der von Konten abgebuchten,
aber noch nicht gutgeschriebenen Zahlungen im bargeld
losen Zahlungsverkehr (Wirtsch.). floa ten [ floutn] (aus
gleichbed. engl. to float, eigtl. „schwimmen, treiben“):
durch Freigabe des Wechselkurses schwanken (vom Au
ßenwert einer Währung; Wirtsch.). Floatlglas das; -es:
Flachglas, das auf einer Metallschmelze schwimmend er
starrt u. dabei eine blanke Oberfläche erhält. Floalting
['floʊtɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. floating, eigtl.
„schwimmend, treibend“): durch die Freigabe des Wech
selkurses eingeleitetes Schwanken des Außenwertes einer
Währung in einem System fester Wechselkurse. Floa
ting Line [- 'lain] die; - -, - -s, auch Floaltinglline 4ze; -,
-s (zu engl. line „Linie, Reihe“): untere Sicherheitsgrenze
beim Floating, die für die Stabilität der einzelnen Wäh
rung einzuhalten ist
Flolbertlgelwehr [auch flo'berg..., flo'bɛ:n...] das; -[e]s, -e
(nach dem franz. Waffentechniker N. Flobert,
1819-1894): Kleinkalibergewehr
Fl oclcillelgilum [flɔktsi...] das; -s (zu lat. floccus „Flo
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cke“, legere „auflesen, sammeln“ u. t...ium): im TDeliri
um bei bestimmten Krankheiten vorkommende Bewe
gungsautomation der oberen Extremitäten derart, dass
die Arme u. Hände in ständiger Bewegung nach imaginä
ren Gegenständen greifen (Med.). Floclculli [...k...] die
(Plur.) (aus lat. flocculi, Plur. von flocculus, vgl. Floccu
lus): die hellen Strukturelemente der netzförmigen HellDunkel-Struktur der obersten Sonnenchromosphäre (As
tron.). Flpclcullus der; -, ...li (aus lat. flocculus, Verklei
nerungsform von floccus „Flocke“): kleiner Lappen des
Kleinhirns (Med.)
Flocklprint der; -[s) (aus gleichbed. engl. flock printing,
dies aus flock „Flocke“ u. printing „das Drucken“):
Flockdruck, bei dem das Muster durch aufgeklebten Fa
serstaub gebildet wird (Textilkunde)
Flolconlné [flokɔ'ne:] der; -[s], -s (aus fr. floconné, Part.
Perf. von floconner „in Flocken fallen“ zu flocon „Flo
cke“, dies aus gleichbed. (m)lat. floccus): weicher Mantel
stoff mit flockiger Außenseite
Flolkalti der; -[s], -s (aus ngr. phɪok(k)ate „wollene Decke“
zu phlóka „Quaste“): heller, schaffellartig zottiger Tep
pich [aus Schurwolle] in Art der griech. Hirtenteppiche
Flok|ku|la|tilon die; -, -en (aus gleichbed. engl. flocculati
on zu to flocculate „ausflocken“, dies zu lat. flocculus,
vgl. Flocculus): Zusammenballung u. Ausfällung [von
Pigmentpartikeln]
Flonlflon [flö'flö] das; -s, -s (aus gleichbed./r. flonflon,
lautmalendes Wort): (veraltet) Straßenlied, Gassenhauer
Floodlplain ['flʌdpleɪn] die; -, -s (zu engl. flood „Über
schwemmung; Hochwasser; Flut“ u. plain „Ebene“ dies
über (alt)fr. plain aus lat. planus „flach, eben“): generell
überschwemmte Flachlandebene (Geogr.)
Floor [flɔ:] der; -s, -s (aus engl. floor „Fußboden; Stock
werk; Sitzungssaal“, dies zu mhd. vluor „Boden(fläche),
Saatfeld“): 1. (an Produktenbörsen) abgegrenzter Raum,
in dem sich die Makler zur Abwicklung von Terminge
schäften zusammenfinden. 2. vereinbarter Mindestzins
bei zinsvariablen Anleihen (Börsenw.)
Flop der; -s, -s (aus gleichbed. engl. flop zu to flop
„(hin)plumpsen“): 1. Kurzform von ÎFosbury-Flop. 2.
Misserfolg; Angelegenheit od. Sache, die keinen Anklang
findet u. deshalb nicht den erwarteten [finanziellen] Er
folg bringt, floplpen: 1. im Fosbury-Flop springen; 2. ein
Misserfolg, Flop (2) sein. Floplpy die; -, -s: Kurzform
von TFloppy Disc. Floplpy Disc, auch Floplpy Disk
die; - -, - -s (aus gleichbed. engl. floppy disc, dies zu floppy
„schlapp, schwach“ u. disc „Scheibe, Platte“; vgl. Dis
kus): beidseitig beschichtete, als Datenspeicher dienende
Magnetplatte; Diskette
1Flor der: -s, -e (verkürzt aus nlat. in flore esse „in Blüte ste
hen“, dies zu lat. flos, Gen. floris „Blume, Blüte“): 1. Blu
men-, Blütenfülle, Blütenpracht; b) Menge blühender
[schöner] Blumen [der gleichen Art]; Fülle von Blüten [ei
ner Pflanze], 2. Wohlstand, Gedeihen
2Flor öer; -s, -e, selten Flöre (vermutlich über fr. fleuret
„Florettseide“ (eigtl. „Stoßdegen“) aus niederl. floers
„hauchdünnes Gewebe“ zu mniederl. floers „Samt“, dies
über gleichbed. altfr. velo(u)s zu lat. villosus; vgl. 'Ve
lours): a) feines, zartes durchsichtiges Gewebe; b) Trauer
flor; schwarzes Band, das als Zeichen der Trauer am Är
mel od. Rockaufschlag getragen wird. 2. aufrecht stehen
de Faserenden bei Samt, Plüsch u. Teppichen
Flolra die; -, ...ren (nach der altitalischen Frühlingsgöttin
Flora (zu lat. flos, Gen. floris „Blume“)): 1. a) Pflanzen
welt eines bestimmten Gebietes; b) Bestimmungsbuch für
die Pflanzen eines bestimmten Gebietes. 2. Gesamtheit
der natürlich vorkommenden Bakterien in einem Körper
organ, z.B. Darmflora (Med.), flolral (zu lat. flos (vgl.
'Flor) u. Î '...al (1)): a) mit Blumen, geblümt; b) Blüten be-
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treffend, darstellend. Flolrallilen [...jan] die (Plur.): Ende
April u. Anfang Mai gefeiertes altröm. Fest der Frühlings
göttin Flora. Flolrelal der; -, -s (aus gleichbed./r. floréal,
eigtl. „Blütenmonat“): der achte Monat des franz. Revo
lutionskalenders (20. April bis 19. Mai), flolrelas (lat.; 2.
Pers. Konj. Präs, von lat. florere „blühen, gedeihen“):
mögest du, mögen deine Unternehmungen blühen, gedei
hen. flolrelat
3. Pers. Konj. Präs, von lat. florere):
er (sie, es) möge blühen, gedeihen. Flolren: Plur. von
ÎFlora. Flo|ren|ele|ment das; -[e]s, -e: Gruppe von
Pflanzenarten, -gattungen usw., die bestimmte Gemein
samkeiten besitzen, insbesondere Artengruppe etwa glei
cher geografischer Verbreitung, die am Aufbau der Pflan
zendecke eines bestimmten Gebietes beteiligt ist. Floren relgilon die; -, -en: Gebiet, das sich durch bestimmte
Florenelemente auszeichnet u. eine mehr od. weniger ein
heitliche Flora aufweist
Flolrenltine [...’ti:n] die; - (fr.; nach der ital. Stadt Flo
renz): Atlasseide aus Florenz. Flo|ren|ti|nerzter; -s, -: 1.
Damenstrohhut mit breitem, schwingendem Rand. 2.
halbseitig mit Kuvertüre überzogenes Gebäckstück mit
Honig u. Nüssen od. Mandeln. Flolrenltilum das; -s
(nach dem lat. Namen Florentina der ital. Stadt Florenz u.
zu T...ium): (veraltet) svw. Promethium
flolre ple no (lat.); mit gefüllter Blüte; mit üppigem Blü
tenstand (von Blumen; Gartenbau); Abk.: fl. pl. Flo res
[...re:s] die (Plur.) (aus lat. flores (Plur. von flos), vgl.
'Flor): 1. getrocknete Blüten[teile] als Bestandteile von
ÎDrogen. 2. in der Musik des Mittelalters Bez. für gesun
gene, meist improvisierte Verzierungen; vgl. Fioretten.
Flol res zenz die; -, -en (zu lat. florescens, Gen. flores
centis, Part. Perf. von florescere „aufblühen“): a) Blüte
zeit; b) Gesamtheit der Blüten einer Pflanze. Blütenstand.
Fiolrett das; -[e]s, -e u. Fleuret [flo:'re:] das; -s, -s (über
gleichbed. fr. fleuret aus R. fioretto „Stoßdegen“, eigtl.
„Blümchen, Knospe“ (nach dem knospenähnlichen
Knopf, der bei Fechtübungen auf die Spitze gesteckt wur
de); vgl. Fioretten): Stoßwaffe zum Fechten, flolretltieren (zu î..deren): mit dem Florett fechten. Flolrettlseide die; - (nach it. fioretta di seta „Auswahlseide“): Abfall
der Naturseide, flolrid (aus lat. floridus „blühend“): voll
entwickelt, stark ausgeprägt, rasch fortschreitend (von
Krankheiten; Med.). Flolrildiltät die; - (zu Î ...ität): (ver
altet) blühender Zustand, Blumenreichtum. Flo|ri|dostil der; -[e]s (aus span, estilo florido „blühender Stil“):
span. Form des tFlamboyantstils. flo rie ren (aus lat.
florere „blühen“): sich [geschäftlich] günstig entwickeln,
gedeihen, flolrilfelrisch (zu lat. ferre „tragen“): (veral
tet) Blüten tragend. Flolrilgen
-s, -e (zu t...gen):
physiologisch nachgewiesenes, chemisch noch unbekann
tes Blühhormon, das die Blütenbildung in Pflanzen anregt
(Bot.). Flolrilleg das; -s, -e u. Florilegium das; -s,
...ien [...ihn] (aus mlat. florilegium, eigtl. „Blütenlese“, zu
lat. florilegus „Blüten sammelnd“): 1. svw. Anthologie. 2.
a) Auswahl aus den Werken von Schriftstellern der Anti
ke; b) Sammlung von Redewendungen. Flolrilmalnie
die; -, ...ien (zu î...manie): (veraltet) übertriebene Blu
menliebhaberei. Flolrin der; -s, Plur. -e u. -s (aus mlat.
florinus „(Florentiner) Gulden“ zu lat. flos, Gen. floris
„Blume“ (nach der florentinischen Wappenlilie auf der
Rückseite dieser Münze)): 1. niederl. Gulden, mittelalter
liche Goldmünze. 2. ehemalige engl. Silbermünze
Flolrinldo der,: -s, Plur. -s u. ...di (aus gleichbed. it. florindo, zum ital. Eigennamen Florindo): Typenfigur der
Commedia dell’Arte, Liebhaber, der nach der jeweiligen
Mode gekleidet ist u. ohne Maske auftritt
Fiolrist der; -en, -en (zu T Flora bzw. unter Einfluss von fr.
fleuriste „Blumenhändler“ aus lat. flos, Gen. floris (vgl.
'Flor) u. Î...ist): 1. Kenner u. Erforscher derîFlora(l a).
fluidal
2. Blumenbinder. Flo|ris|tikz/Ze; - (zu T ...istik) : Zweig der
Pflanzengeografie, der sich mit den verschiedenen Flo
rengebieten der Erde befasst. Flo|ris|tin die; -, -nen: 1.
weibliche Form zu Î Florist (1). 2. Blumenbinderin, florisltisch (zu T ...istisch> : die Flora od. die Floristik be
treffend
Florlpostlpalpier das; - (zu t2Flor): dünnes, durchsichti
ges, aber festes Papier für Luftpost u. a.
Flos kel die; -, -n (zu lat. flosculus „Blümchen“, Verkleine
rungsform von flos, vgl. 'Flor (hier schmückender Aus
druck)): nichts sagende Redensart, formelhafte Redewen
dung
Floltaltilgn zZze; -, -en (aus gleichbed. engl. flo(a)tation zu
to float „schwimmen (lassen)“): Aufbereitungsverfahren
zur Anreicherung von Mineralien, Gesteinen u. ehern.
Stoffen; Schwimmaufbereitung (Techn.). Floltaltilonsmittel die (Plur.): ehern. Substanzen, die die Flotation
erleichtern, indem sie die Benetzbarkeit verschiedener
Minerale verbessern (Techn.). floltaltiv (zu t...iv>: die
Flotation betreffend, floltielren (zu î...ieren>: Erz auf
bereiten (Techn.). Floltilgol u. Flo tol das; -s, -e
(Kunstw.): Flotationszusatz (Mittel, um die Oberflächen
spannung herabzusetzen)
flotltant (aus gleichbed. fr. flottant, Part. Präs, von flotter
„schwimmen, treiben“, vgl. flottieren): schwimmend
(Börsenw.). Flot te die; -, -n (unter Einfluss von gleich
bed. it. flotta u. fr. flotte aus mittelniederd. vlöte, mittelniederl. vlöte, vloot): 1. a) Gesamtheit der Schiffe eines
Staates (Handels- od. Kriegsflotte); b) größerer
[Kriegsjschiffsverband. 2. Flüssigkeit, in der Textilien ge
bleicht, gefärbt od. imprägniert werden. Flpt|ten|ba|sis
die; -, ...basen: Hafen mit Versorgungseinrichtungen für
eine Flotte (Mil.). Flpt|ten|pa|ra|de ife; -, -n: feierliche
Vorbeifahrt einer Flotte, flotltielren (aus gleichbed. fr.
flotter zu flot „Welle“): 1. schwimmen, schweben,
schwanken; flottierende Schuld: schwebende, nicht fun
dierte Schuld (Rechtsw.). 2. sich verwickeln (von Kettfä
den in der Weberei); flottierender Faden: im Gewebe frei
liegender Kett- od. Schussfaden. Flot|tilIle [... tɪl(j)ə] zZze;
-, -n (aus span, flotilla, Verkleinerungsform von flota
„Flotte“, dies aus gleichbed. fr. flotte, vgl. Flotte): 1. Ver
band kleinerer Kriegsschiffe. 2. kleine Fischfangflotte
flou [flu] (aus gleichbed. fr. flou, dies aus lat. flavus „gelb;
bleich“): weich, verschwimmend (Malerei)
Flow [flou] der; -s, -s (aus engl. flow „das Fließen, Strö
men“ zu to flow „fließen, strömen“): Durchfluss von
Flüssigkeiten (z.B. Blut, Harn) in entsprechenden Gefä
ßen des Körpers (Med.). Flowlchart [ floʊtʃɑ:t] das; -s,
-s (aus gleichbed. engl. flow chart): engl. Bez. für Fluss
diagramm (Informatik)
Flowler-Powler, auch Flowlerlpowler [flaʊəpauə] <ZZe; (aus engl.-amerik. flower power, eigtl. „Macht der Blu
men“ zu engl. flower „Blume“ u. power „Kraft“): Schlag
wort der Î Hippies, die in der Konfrontation mit der bür
gerlichen Gesellschaft Blumen als Symbol für ihr Ideal ei
ner humanisierten Gesellschaft verwendeten
Flulat das; -[e]s, -e (Kurzw. für TF/uorsilikui): Mittel zur
Härtung von Baustoffen gegen Verwitterung (Fluorsili
kat). flulaltielren (zu Î...ieren): mit Fluaten behandeln.
Flud das; -s, -s (verkürzt aus ÎFluid): svw. Fluid (2). Fluel I lit [flue..., auch ...lit] das; -s, -e (Kunstw. aus Î 'Fluor u.
Î WaveZ/z7>: ein Mineral, das in farblosen od. weißen Kris
tallen vorkommt, flulid (aus gleichbed. lat. fluidus zu
fluere „fließen“): flüssig, fließend (Chem.). Flulid das;
-s, -s, auch Fluid das; -s, -e: 1. flüssiges Mittel, Flüssigkeit
(Chem., Phys.). 2. Getriebeflüssigkeit, die Druckkräfte
übertragen kann. Flulilda: Plur. von ÎFluidum. flu|i|dal
(aus gleichbed. nlat. fluidalis, vgl. ...'al (1)>: Fließstruktu
ren aufweisend (vom Gefüge erstarrter Schmelzen; Ge-
468
Fluidalstruktur
oɪ,). Flulildallstrukltur u. Flulidaltextur die; -, -en:
Fließgefüge von Mineralien, die in Fließrichtung der Î La
va erstarrt sind (Geol.). Flylidlexltrakt* der, fachspr.
auch das; -[e]s, -e (zu lat. extractum fluidum „flüssiges
Extrakt“): dünnflüssiger alkoholischer Auszug aus pulve
risierten getrockneten Pflanzenteilen. Flulildics [...diks]
die (Plur.) (aus gleichbed. engl. fluidics (Plur.) zu fluidic
„flüssig“, dies aus lat. fluidus, vgl. fluid): mit Flüssigkei
ten od. Gasen arbeitende Steuerelemente in technischen
Geräten. flu|i|di|fi|zie|ren (zu îfluid u. t...fizieren>:
flüssig machen. Fluljldik die; - (zu t2...ik (1)): (Lehre von
der) Verwendung strömungstechnischer Bauelemente
(Fluidics) in Analog- u. Digitalschaltungen für Steuer- u.
Verknüpfungsaufgaben. Flu|ildi|sa|ti|on die; -, -en (zu
t,,,isation): Bildung eines Gas-Feststoff-Gemisches, das
sich wie eine Flüssigkeit verhält (bei vulkanischen Prozes
sen; Geol.). Flulildiltät die; -, -en (zu T ...ität): 1. (ohne
Plur.) Fließvermögen, Fließfähigkeit. 2. Kehrwert der dy
namischen tViskosität (Chem.). Fly|id|tech|nik die; -:
Sammelbez. für die technischen Bereiche der Hydraulik u.
Pneumatik. Flylildum das; -s, ...da (aus lat. fluidum,
eigtl. „das Fließende“ (für einen hypothetischen flüchti
gen Stoff, der angeblich Eigenschaften u. Wirkungen
übertragen könne), zu fluidus, vgl. fluid): besondere von
einer Person od. Sache ausgehende Wirkung, die eine be
stimmte [geistige] Atmosphäre schafft
Flulke die; -, -n (aus gleichbed. engl. fluke, weitere Her
kunft ungeklärt): quer stehende Schwanzflosse des Wales
Flukltulaltilon die; -, -en (aus lat. fluctuatio „unruhige Be
wegung, Schwanken“ zu fluctuare, vgl. fluktuieren): 1. a)
das Schwanken, Schwankung; b) das häufige, schnelle
Wechseln, z,B. der Angestellten eines Unternehmens. 2.
das mit dem Finger spürbare Schwappen einer Flüssig
keitsansammlung unter der Haut (Med.), flukltulielren
(aus lat. fluctuare „wogen, umhertreiben“ zu fluctus
„Strömung, Flut“): 1. schnell wechseln, schwanken. 2.
hin- u. herschwappen (von abgekapselten Körperflüssig
keiten (Med.). fluk|tu|ös (aus fr. fluctueux „heftig be
wegt“ zu fluctuer „schwanken“, dies aus lat. fluctuare,
vgl. fluktuieren): wogend, schwankend
Flunlky ['flʌŋkɪ, auch 'flæŋkɪ] der; -s, ...kies [...kis, ...kiz]
(aus engl. flunk(e)y „Diener; Speichellecker“): (veraltet)
Diener, Lakai
’Flylor das; -s (zu lat. fluor „das Fließen, Strömen“, dies zu
fluere „fließen“): chem. Element, Nichtmetall; Zeichen
F. 2Fly|or der; - (zu Î’Fluor): Ausfluss aus der Scheide u.
der Gebärmutter (Med.). Fly orlapaltit der; -s, -e: fluor
haltiger Apatit. Flu|or|chlor|koh|!en|waslserlstoff
der; -[e]s, -e (meist Plur.): (früher bes. als Treibgas ver
wendete) Gruppe chem. Verbindungen, die eine schädi
gende Wirkung auf die Ozonschicht der Erdatmosphäre
ausübt; Abk.: FCKW. Flulolren das; -s (zu î...en): im
Steinkohlenteer vorkommender Î aromatischer Kohlen
wasserstoff. Flulolreslcelin u. Flulolreslcin [,,,ts...]
das; -s (zu îFluoreszenz u. 1 ...in (1)>: gelbroter Farbstoff,
dessen verdünnte Lösung stark grün fluoresziert. Flu|oreslzenz die; - (aus gleichbed. engl. fluorescence zu fluor
„Flussspat“ (an dem diese Erscheinung zuerst beobachtet
wurde); vgl. ’Fluor): Eigenschaft bestimmter Stoffe, bei
Bestrahlung durch Licht-, Röntgen- od. Kathodenstrahlen selbst zu leuchten. Flu|o|reslzenz|ana|ly|se die; -,
-en: Analyse chem. Verbindungen anhand ihres Fluores
zenzspektrums (Phys., Chem.). Flulolreslzenzllilnie
[...io] die; -, -n: bei der Fluoreszenz eines Stoffes infolge
eines Elektronenübergangs von höherer zu niedriger
Energie auftretende tSpektrallinie. Flulo|res|zenz|mikrolskop* das; -s, -e: Mikroskop, bei dem das Präparat
mit ultraviolettem Licht zum Fluoreszieren im sichtbaren
Licht angeregt u. in diesem Licht betrachtet wird. Flulo-
die; -: Mikroskopie, bei der
das Fluoreszieren vieler organischer Stoffe ausgenutzt
wird. Flulo|res|zenz|spek|trum* fitas; -s, Plur. ...tren u.
...tra: Gesamtheit der Fluoreszenzlinien od. Fluoreszenz
bande eines Atoms od. Moleküls (Phys., Chem.). fluloreszieren (zu !..deren): bei Bestrahlung (z.B. mit
Licht) aufleuchten (von Stoffen). Flulolrid das; -[e]s, -e
(zu Î'Fluor u. t3...id): Salz der Flusssäure, flulo|ri|di_eren vgl. fluorieren, flulolrielren u. fluorisielren (zu
t..deren bzw. ...isieren): a) Fluor in chem. Verbindungen
einführen (Chem.); b) etwas mit Î'Fluor anreichern (z. B.
Trinkwasser). Flulolrit [auch ...rit] der; -s, -e (zu. t2...it):
ein Mineral (Flussspat), flulolro..., Flulo ro... (verkürzt
aus ÎFluoreszenz): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „mit Fluoreszenz verbunden, auf Fluoreszenz beru
hend“, z.B. fluorogen, Fluorophor, flulolrolgen (zu
î...gen); die Eigenschaft der Fluoreszenz besitzend; fluorogene Gruppen: organische Gruppen, die in fluoreszie
renden Stoffen als Träger der Fluoreszenz angesehen wer
den; vgl. Fluorophor. Flu|o|rolme|ter das; -s, - (zu
Î’...meter): Gerät zur Messung der Fluoreszenz. Flulorolmeltrie* die; - (zu t...metrie): Fluoreszenzmessung,
flulolrolmeltrisch* (zu Î...metrisch): durch Fluorometrie ermittelt, flulolrolphor (zu T...phor): svw. fluoro
gen; fluorophore Gruppen: svw. fluorogene Gruppen.
Flulolrolphor der; -s, -e: Fluoreszenzträger; vgl. fluoro
gen. Flu|o|ro|se die; - (zu t'Fluor u. T'...ose): Gesund
heitsschädigung durch Fluor[verbindungen], Flyorisillikat das; -[e]s, -e: svw. Fluat. Flylorltest der; -[e]s, Plur.
-s, auch -e: chem. Verfahren zur Bestimmung des relativen
Alters von Fossilien (vgl. Fossil) nach ihrem Fluorgehalt
Flush [flʌʃ] der, auch das; -s, -s (aus engl. flush „das Er
röten; Aufwallung“ zu to flush, vgl. flushen): anfalls
weise auftretende Hitzewallung mit Hautrötung (Med.),
flulshen ['flaʃn] (aus engl. to flush „sich ergießen; aus
strömen; (aus)spülen“): ein Lösungsmittel durch ein an
deres verdrängen, das mit dem ersten nicht mischbar ist
(z. B. bei der Bereitung nicht wässriger Lacke aus wässri
gen Pigmentpasten; Chem.)
Flülte u. Fleute ['flo:tə] die; -, -n (über fr. flûte bzw. niederd. Fleute „Lastschiff“ aus niederl. fluit, eigtl. „Flöte"):
dreimastiges [Last]segelschiff des 17. u. 18. Jh.s
Flutiter ['flʌtu] das; -s (aus engl. flutter „das Flattern“ zu
to flutter „flattern“): bei der Tonwiedergabe auftretendes
Zittern infolge ungleichmäßigen Laufes der rotierenden
Teile von Plattenspielern, Kassettenrekordern o.Ä.
f lu|vi lai [...V...] u. f lui vi la|til (aus lat. fluvialis bzw. fluvia
tilis „am od. im Fluss befindlich“ zu fluvius „fließendes
Wasser, Fluss“): von fließendem Wasser abgetragen od.
abgelagert (Geol.). flulviolglalzilal (zu lat. fluvius (vgl.
fluvial) u. 1 glazial): von eiszeitlichem Schmelzwasser ab
getragen od. abgelagert (Geol.). Flulviolgraf, auch
...graph der; -en, -en (zu t...graf): selbstregistrierender
Pegel, flulviolmalrin: von Flüssen unmittelbar ins Meer
gebracht (Geol.). Flulvilsol der; -s (zu lat. solum „Boden,
Erde“): Bodentyp, der vor allem den Auenböden ent
spricht. Flu|vo|gra|fie, auch ...gralphie
-, ...ien (zu
1 ...grafie): Messung der Wärmeleitzahl der Haut zur Be
stimmung der Hautdurchblutung (Med.). Flux der; -es, -e
(Rückbildung aus lat. fluxio, vgl. Fluxion): 1. Materie- od.
Teilchenströmung, speziell für den Neutronenfluss
(Phys.). 2. (meist Plur.) Stoffverlagerungen durch die
Membran lebender Zellen u. ihrer 1 Organellen (BioL).
Flulxi on die: -, -en (aus Zat. fluxio „das Fließen“): 1.
(veraltet) Fluss, Wallung. 2. Blutandrang (Med.). Flulxiolnen rechlnung u. Flu|xi|ons|rech|nung die; - (nach
engl. (method of) fluxions zu fluxion „Differenzialquotient“, eigtl. „das Fließen“, dies aus lat. fluxio) : (veraltet)
svw. Differenzialrechnung (bei Newton). Fluixus der; reslzenzlmilkrolskolpie*
469
(aus lat. fluxus „das Fließen“): 1. vermehrte, gesteigerte
Flüssigkeitsabsonderung (z. ß. von Blut od. Eiter; Med.).
2. neodadaistische Kunstrichtungum 1960
Flylboat ['flaɪboʊt] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. flyboat,
eigtl. „Flugboot“); zweimastiger Schnellsegler. Fly-by
[...bat] das; -[s], -s (aus amerik. fly-by „Vorbeiflug“ zu
engl. to flyby „vorbeifliegen"): (Raumfahrt) a) Steuerma
növer eines Raumflugkörpers, bei dem die Freiflugbahn
bei Annäherung an einen Planeten durch Ausnutzung von
dessen Gravitation u. Bewegung verändert wird; b) Vorü
berflug eines Raumflugkörpers an einem Planeten. Fly
er [flarg] der; -s, - (aus engl. flyer, eigtl. „Flieger“, zu to
fly „fliegen, eilen“): 1. Vorspinn-, Flügelspinnmaschine.
2. Arbeiter an einer Vorspinnmaschine. 3. Handzettel.
Flyling Dutch Iman ['flaɪɪŋ 'dʌʧmən] der; - -, - ...men
(engl.; „fliegender Holländer“, vieil, in Anspielung da
rauf, dass das Boot von einem Holländer konstruiert wur
de): von zwei Personen zu segelndes Boot mit Schwert für
den Rennsegelsport; Zeichen FD. Flylmolbil [fiai...]
rfɑʌ,` -s, -e (Kurzw. für engl. flying automobile';: Kleinflug
zeug, das nach einfachem Umbau auch als Auto verwen
det werden kann. Fly -over, auch Flylover [flai'o:vj,
engl. 'flaɪoʊvə] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. fly-over zu
to flyover „hinüberfliegen“): Straßenüberführung
foa, f. o. a.: Abk. für free on aircraft, fob, f. o. b.: Abk.
für îfree on board. Fpb|klau|sel die; -: ÎKlausel (1), die
in der Bestimmung t free on board (fob) besteht
Folculsing ['foʊkəsɪŋ] das; -s (aus engl. focusing „das Bün
deln“ zu to focus „bündeln“): psychotherapeutisches Ver
fahren der 1 Introspektion, das der Aufdeckung unbe
wusster Konflikte u. Motivationen dient
Fod der; -s, - (aus dän. fod „Fuß (auch als Maß)“): früheres
dän. u. norw. Längenmaß (= 31,4cm)
Fodlder das; -s, - (aus gleichbed. engl. fodder, eigtl. „Last;
Fuhre, Wagenladung“): Maßeinheit der Masse für Blei in
Großbritannien ( = 990,06 kg)
Földelra: Plur. von ÎFödus. földelral (nach gleichbed. fr.
fédéral zu lat. foedus, Gen. foederis „Bündnis“): svw. fö
derativ. fö|delra|li|sie|ren (aus gleichbed. fr. fédéraliser): die Form einer Föderation geben. Fö|delra|lis|mus
der; - (aus gleichbed. fr. fédéralisme; vgl. ...ismus): das
Streben nach Errichtung od. Erhaltung eines Bundesstaa
tes mit weitgehender Eigenständigkeit der Einzelstaaten;
Ggs. ÎZentralismus. Földelrallist der; -en, -en (aus
gleichbed. fr. fédéraliste): Anhänger des Föderalismus.
fö|de|ra|lis|tisch (zu Î...istisch): den Föderalismus er
strebend, fördernd, erhaltend. Földelrat der; -en, -en
(aus lat. foederatus „Verbündeter“, substantiviertes Part.
Perf. von foederare, vgl. föderieren); Bündnispartner. Föde raltilon die; -, -en (aus lat. foederatio „Vereinigung“):
a) Verband; b) Verbindung, Bündnis [von Staaten], tolde
ra Itiv (aus fr. fédératif zu lat. foederatus „verbündet“):
bundesmäßig. Földelraltivlstaat der; -[e]s, -en: Bundes
staat. Fö|de|ra|tiv|sysltem das; -s, -e: föderative Glie
derung, Verfassung eines Staates, földelrielren (aus
gleichbed. lat. foederare zu foedus „Bündnis“): sich ver
bünden. Földelrierlte der u. die; -n, -n (meist Plur.) (vgl.
...iert): verbündeter Staat, verbündete Macht. Földus
das; -, Födera (aus lat. foedus „Bündnis, Vertrag“): im al
ten Rom der beschworene, zur Verhinderung seiner
Nichteinhaltung mit einer Fluchformel belegte Vertrag
(Bündnis- od. Friedensvertrag). Foeldus ['fo:...] vgl. Fö
dus
Foeltor [ fa:...] vgl. Fötor
Fog der; -s (aus gleichbed. engl. fog): dichter Nebel
Foglgalra die; -, - (aus gleichbed. arab. foggära): System
unterirdischer Stollen mit Entwässerungsschächten zur
Bewässerung tiefer gelegener Flächen in Nordafrika
Fpglging das; -s (aus gleichbed. engl. fogging zu to fog „in
Folio
Nebel hüllen“): das Einnebeln von dreidimensionalen
Darstellungen auf dem Computerbildschirm zur besonde
ren Betonung bestimmter Einzelheiten
Folglietlta* [fɔɪ'jɛtta] die; -, ...te (aber: 3 -) (aus it. foglietta
„halber Liter“): früheres ital. Flüssigkeitsmaß ( = 0,46 I)
Fplgosch der; -[e]s, -e (aus ung. fogas, eigtl. „gezahnt“
(nach seinen langen, spitzen Zähnen)): (österr.) eine
Fischart (Schill, Zander)
Foie gras [foa’gra] die; - -, -s - (zu fr. foie „Leber“ u. gras
„fett, fleischig“): Gänsestopfleber
Foire [foa:r] die: -, -s (aus gleichbed. fr. foire, dies aus lat.
feria „Feiertag“ (weil in früherer Zeit Jahrmärkte an reli
giösen Feiertagen stattfanden)): (veraltet) Jahrmarkt,
Messe
folkal (zu ÎFokus u. ('...al (1)): 1. den Brennpunkt, die
Brennweite betreffend (Phys.). 2. von einem infektiösen
Krankheitsherd ausgehend, ihn betreffend (Med.). Fokalldisltanz die; -, -en: Brennweite (Phys.). Folkallinfektilon die; -, -en: von einer Stelle im Körper dauernd
od. zeitweise ausgehende (Infektion (Med.). Fo|kal|sanie rung die; -, -en: operative Beseitigung eines Krank
heitsherdes im Körper (Med.)
Fo|ka|ra der; -s, -s (aus gleichbed. arab. fokära): Schrift-,
Lese- u. Zauberkundiger im alten Ägypten
Fo|ko|me|ter das; -s, - (zu Î Fokus u. t'...meter): Gerät zur
Bestimmung der Brennweite (Phys.)
Fplkosch der; -[e]s, -e (aus ung. fokos „Stock mit Axt
griff“): Beilhammer der ung. Hirten, Stock, dessen Griff
Beil u. Hammer trägt
Folkus der; -, -se (aus lat. focus „Feuerstätte, Herd“): 1.
Brennpunkt (Phys.). 2. Streuherd einer I Infektion (Med.),
folkuslsielren (zu (..deren): 1. a) optische Linsen aus
richten (Phys.); b) etwas (z.B. Lichtstrahlen) auf einen
zentralen Punkt richten. 2. Strahlen, die aus geladenen
Teilchen bestehen, durch geeignete elektrische od. magne
tische Felder sammeln
Follder ['foʊldə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. folder zu to
fold „falten“): kleine Broschüre od. Faltblatt, womit über
ein Thema informiert bzw. geworben wird
1Follia: Plur. von ÎFolium
2Fo|lia die; -, Plur. -s u. ...ien (aus gleichbed. span, folia,
dies aus provenzal. folia „Narrheit“ zu fol „Narr“, dies aus
lat. follis, vgl. 2Folie>: a) span. Tanzmelodie, der ein volks
tümliches Thema zugrunde liegt; b) Variation über ein
solches Tanzthema
Follilant der; -en, -en (zu (Folio): 1. Buch im Folioformat.
2. (ugs.) großes, unhandliches [altes] Buch. 'Follie [...ja]
die; -, -n (aus vulgärlat. folia, eigtl. Plur. von lat. folium
„Blatt (einer Pflanze)“, für spätlat. folium „Blatt (eines
Buches), Blatt Papier“): 1. a) aus Metall od. Kunststoff in
Bahnen hergestelltes, sehr dünnes Material zum Bekleben
od. Verpacken; b) beschriftbares, durchsichtiges Blatt
zum Auflegen auf den (Overheadprojektor. 2. auf einer
dünnen Haut aufgebrachte u. auf Buchdeckel aufgepress
te Farbschicht (Druckw.). 3. Hintergrund (von dem sich
etwas abhebt)
2Fo|lie </ze; -, ...ien (aus gleichbed. fr. folie zu fou, Femini
num folle, „toll, verrückt; Narr“, dies aus lat. follis „(auf
geblasener) Schlauch“): (veraltet) Torheit, Narrheit, Toll
heit
Follilen [,,dən] : Plur. von Î 'Folie, (Folio u. 1 Folium, folliielren (zu ( 'Folie u. 1 ...ieren): 1. die Blätter eines Druck
bogens nummerieren. 2. etwas mit einer 'Folie unterlegen.
3. gegenüberliegende Bogenseiten gleich beziffern (in Ge
schäftsbüchern; Wirtsch.)
Follinlsäulre vgl. Folsäure
follio (,lat,i: auf dem Blatt [einer mittelalterlichen Hand
schrift]; Abk.: fol., z.B. fol. 3b. Follio ¿Zas; -s, Plur. ...ien
[,,,iən] u. -s (gekürzt aus lat. in folio „in einem Blatt“ zu
Foliotage
lat. folium, vgl. 'Folie): 1. (veraltet) Buchformat in der
Größe eines halben Bogens (gewöhnlich mehr als 35 cm);
Zeichen 2°; Abk.: fol., Fol. 2. Doppelseite des Geschäfts
buches. Folliloltage [,,,'ta:ʒ] rZie; -, -n [-,-ʒn] (aus gleichbed. fr. foliotage; vgl. ...age): (veraltet) Bezifferung der
Blattseiten. Fo|li|o|thek die; -, -en (zu ΑFolie u. Π...thek):
Sammlung von 'Folien (1 b) für den unterrichtsprakti
schen Einsatz mit dem ÎOverheadprojektor. Follilum
das; -s, Plur. ...ia u. ...ien [...ien] (meist Plur.) (aus lat. fo
lium „Blatt“): Pflanzenblatt (bes. als Bestandteil von Dro
gen u. Heilmitteln; Pharm.)
Folk [fouk] der; -s (aus engl. folk, eigtl. „Volk“, gekürzt aus
folk music): Kurzform von t Folkmusic, follken ['fookn]:
(Jugendspr.) Folkmusic machen, spielen. Follkelting
[`fɔlkə...] das; -s (aus dän. folketing, eigtl. „Volksversamm
lung“): a) bis 1953 die zweite Kammer des dän. Reichs
tags; b) ab 1953 das dän. Parlament. Fpllkelvilse
[,,,vi:zə] die; -, -r (meist Plur.) (aus dän. folkevise „Volks
weise, -lied“): skand. Ballade des Mittelalters
(13.-16. Jh.); vgl. Kämpevise. Folk lo re die; - (aus
gleichbed. engl. folklore, eigtl. „Wissen des Volkes“, zu
lore „(überliefertes Wissen“): 1. a) Sammelbez. für die
Volksüberlieferungen (z.B. Lied, Tracht, Brauchtum) als
Gegenstand der Volkskunde; b) Volkskunde. 2. a) Volks
lied, -tanz u. -musik [als Gegenstand der Musikwissen
schaft]; b) volksmusikalische Züge in der Kunstmusik. 3.
Moderichtung, der volkstümliche Trachten u. bäuerliche
Kleidung (auch anderer Länder) als Vorlage dienen.
Folkllo|ri|sie|rung die; -, -en (zu T...isierung>: Vermi
schung literarischer Schöpfungen mit überlieferten For
men der Folklore (1) u. die Aufnahme solcher Schöpfun
gen in die mündliche Tradition. Folkllolrislmus der; (zu î...ismus (2)): Aneignung bzw. bewusste Pflege von
Inhalten u. Formen der Folklore (1); vgl. ...ismus/...istik.
Folk lo rist der; -en, -en (zu Î ...ist): Kenner der Folklore,
Volkskundler. Folk|lo|ris|tik die; - (zu t ...istik) : Wissen
schaft von den Volksüberlieferungen, bes. Volksliedfor
schung; vgl. ...ismus/...istik. Folk|lo|risltin die; -, -nen:
weibliche Form zu TFolklorist. folkllolrisltisch (zu
T ...istisch): 1. die Folklore betreffend. 2. volksliedhaft,
nach Art der Volksmusik (von Werken der Kunstmusik).
Folklmul sic ['foʊkmju:zɪk] die; - (aus gleichbed. engl.
folk music, eigtl. „Volksmusik“): moderne Musik, die ihre
Elemente aus der traditionellen Volksmusik bezieht, de
ren Textinhalte jedoch zeitgenössisch [u. zeitkritisch]
sind. Folklrock der; -[s] (aus gleichbed. engl. folk rock,
vgl. 2Rock): seit Mitte der 1960er-Jahre verbreitete Mu
sikform, die durch Übertragung des Folksongs u. a. folkloristischer Formen auf die Rockmusik entstand. Folksolcielty [,,,səsaɪətɪ] die; - (zu engl. society „Gesell
schaft“, dies über altfr. société (fr. société) aus lat. socie
tas, Gen. societatis): typisierte Gesellschaftsform einer
ursprünglichen, ländlich-einfachen Bevölkerung, die
nicht von hoch entwickelter Technokratie beeinflusst ist
(Soziol.). Folk song der; -s, -s (aus gleichbed. engl. folk
song): Lied in Art u. Stil eines Volkslieds. Folk I ways
[...weis] die (Plur.) (aus gleichbed. engl.-amerik. folkways
(Plur.), eigtl. „traditionelle Lebensweise“, zu folk „Volk“
u. way „Weg“): durch Brauch u. öffentliche Meinung ge
regelte Verhaltens- u. Umgangsformen
Follletlte die; -, -n (wohl zuʃr. follett „töricht, albern“):
großes Halstuch in Dreieckform in der Mode des 18. Jh.s
Folllilkel der: -s, - (aus lat. folliculus „kleiner Ledersack,
-schlauch“, Verkleinerungsform von follis, vgl. Follis): 1.
Drüsenbläschen, kleiner [Drüsenjschlauch, Säckchen
(z.B. Haarbalg. Lymphknötchen; Med.). 2. Zellhülle des
gereiften Eis des Eierstocks (Med.). Fol|li|kel|epi|thel
das; -s, Plur. -e u. -ien [...ien]: Zellschicht, die die Eizelle
im Eierstock umgibt (Med.). Fol|li|kel|hor|mon das; -s,
470
-e: weibliches Geschlechtshormon. Folllilkellkaltarrh
der; -s, -e: Katarrh der Augenbindehaut mit Ausbildung
von Follikeln od. Körnern, die der Augenbindehaut eine
höckerige Beschaffenheit verleihen (Med.). Folllilkelsprung der; -[e]s, ...Sprünge: svw. Ovulation, fol|iiIkelstiimu lielrend (zu Îstimulieren): die Follikelbildung
anregend (Med.). fol|li|ku|lar u. folllilkullär (aus
gleichbed. nlat. follicularius zu lat. follis, vgl. Follis): a)
follikelartig, schlauchartig; b) den Follikel betreffend; von
einem Follikel ausgehend (Med.). Fol|li|ku|li|tis die; -,
...itiden (zu ÎFollikel u. t,,,itis): Entzündung der Haarbäl
ge (Med.). Fplllis der; -, - (aus lat. follis „lederner
Schlauch, Beutel; Geldsack“): a) urspr. Bez. für den ver
siegelten Geldbeutel, dann für das kupferne Kleingeld,
bis zum 5. Jh. n.Chr. Sammelbez. für verschiedene Kup
ferprägungen im alten Rom; b) alte byzantin. Kupfermün
ze
Fol|low-up [fɔloʊ'ʌp] das: -s -s (aus gleichbed. engl. follow
up zu to follow up „verfolgen, ausbauen“): Workshop.
Programm, Publikation o.Ä., womit eine vorausgegange
ne Veranstaltung, Publikation o. Ä. thematisch wieder
aufgegriffen u. erweitert bzw. vertieft wird
Follsäulre u. Folinsäure 4i'e; - (Kunstw.; nach dem Vor
kommen in grünen Blättern gebildet zu lat. folium „Blatt
(einer Pflanze)“): zum Vitamin-B-Komplex gehörendes
Vitamin (z. B. in Hefe, Leber, Niere, Milch vorkommend)
Folment das; -[e]s, -e u. Fo|men|ta|tilon die; -, -en (aus
gleichbed. lat. fomentum bzw. fomentatio zu fovere „wär
men“): warmer Umschlag um einen erkrankten Körper
teil (Med.). fo|men|ta|tiv (zu t,,,iv): (veraltet) zum
Warmhalten geeignet. folmen|ti_e|ren (zu Î..deren):
(veraltet) [einen erkrankten Körperteil] warm halten, mit
einem warmen Umschlag versehen
Fon usw. vgl. Phon usw. ...fon vgl. ...phon
ionicé [fð'se:] (fr.; eigtl. Part. Perf. von foncer, vgl. foncieren): (veraltet) dunkel (von einer Farbe). Fonlcélgarn
íZém; -[e]s, -e: ungebleichtes Wachs- od. Werggarn, foncielren [fð'si:...] (aus gleichbed. fr. foncer, dies zu fond,
vgl. Fond): (veraltet) 1. den Grund legen, den Boden be
reiten. 2. dunkel färben (Malerei). Fond [fð:] t/er; -s, -s
(aus gleichbed. fr. fond, eigtl. „Grund, Unterstes“, dies
aus lat. fundus, vgl. Fundus): 1. Rücksitz im Auto. 2. a)
Hintergrund (z.B. eines Gemäldes od. einer Bühne); b)
Stoffgrund, von dem sich ein Muster abhebt. 3. Grundla
ge, Hauptsache. 4. beim Braten od. Dünsten zurückge
bliebener Fleischsaft (Gastr.)
Fonldalco [...ko] der; -, Plur. ...chi [...ki] u. -s (über it. fondaco „Warenlager“ aus arab. funduq „Magazin, Herber
ge“, dies aus gr. pandocheTon „Gasthaus, Karawanse
rei“): Kaufhaus im Orient u. im Mittelmeergebiet
Fonldant [fö'dä:] der. auch, österr. nur das; -s, -s (aus
gleichbed. fr. fondant, eigtl. „schmelzend“, substantivier
tes Part. Präs, von fondre „schmelzen“, dies aus lat. fun
dere „gießen; schmelzen“): unter Zugabe von Färb- u.
Geschmacksstoffen hergestellte Zuckermasse od. -ware.
Fonldelrie [fðd(e)...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. fon
derie): (veraltet) Gießerei, Schmelzhütte. Fonldeur [fö'da:n] rfer; -s, -e (aus gleichbed. fr. fondeur): (veraltet)
Gießer, Schmelzer
Fondlporlzellian [fö...] das: -s, -e (zu TFond): Porzellan
mit einfarbigem Grund (Fond) u. ausgesparten Flächen
(Reserven), die mit Malereien ausgefüllt sind. Fonds [fö:]
der; - [fð:(s)], - [fð:s] (aus gleichbed. fr. fonds, eigtl.
„Grund“, dies über vulgärlat. fundus (Neutr.) aus lat. fun
dus, vgl. Fundus): 1. Geld- od. Vermögensreserve für be
stimmte Zwecke. 2. Schuldverschreibungen öffentlicher
Körperschaften.
Fondsmanagement
['fo:mænɪdʒmənt] das; -s, -s: Beirat, der für einen Fonds (z. B. ei
nen Investmentfonds) die Anlageentscheidungen trifft
471
[fö'dy:, Schweiz, födy:] das; -s, -s od. zZze; -, -s
(aus gleichbed./r. fondue, eigtl. „geschmolzen", substan
tiviertes Part. Perf. Femininum von fondre; vgl. Fon
dant): 1. Schweizer Spezialgericht aus geschmolzenem
Käse, Wein u. Gewürzen. 2. Fleischgericht, bei dem das
in Würfel geschnittene Fleisch am Tisch in heißem Öl ge
gart wird
folnen: (ugs.) Kurzform von ttelefonieren, folno..., Fo
no... vgl. phono..., Phono... Folnoldikltat usw. vgl. Pho
nodiktat usw. folnolgen vgl. phonogen. Fo no graf,
auch Phonograph der; -en, -en (zu î...graf): 1877 von Edi
son erfundenes Tonaufnahmegerät (Techn.). Folno graf
usw. vgl. Phonograph usw. Folnolgralfie, auch Phonographie die; -, ...ien (zu t...grafie>: 1. (veraltet) Aufzeich
nung von Lauten in lautgetreuer Schrift. 2. Verzeichnis
von Tonaufnahmen. fo|no|gra|fisch, auch phonographisch (zu Î ...grafisch): die Fonografie betreffend, lautge
treu. Folnolkarldiolgralfie, auch Phonokardiographie
die; -, ...ien: Registrierung der Herztöne auf elektroakustischem Wege (mittels Mikrofon u. Verstärker; Med.).Fono|kar|dio|to|ko|gra|fie, auch Phonokardiotokographie die; -, ...ien (zu gr. kardia „Herz", tökos „das Gebä
ren“ u. t,,,grafie): Aufnahme u. Registrierung der kindli
chen Herztöne im Mutterleib (Med.)
Font der; -s, -s (aus amerik. font, engl. fount „Schriftsatz",
dies aus fr. fonte „Schrift(sortiment)“): Schriftsatzinven
tar [eines Textverarbeitungssystems]; Zeichensatz (EDV)
Fonltakltolskop* das; -s, -e (Kunstw. aus lat. fons, Gen.
fontis „Quelle, Quellwasser“, tRadioaktivität u. T...skop):
Instrument zur Messung der Radioaktivität des Wassers.
Fonltälne die; -, -n (aus fr. fontaine „Springbrunnen “,
dies über altfr. fontaine bzw. vulgärlat. fontana „Quelle“
aus spätlat. fontana (aqua) zu fons, Gen. fontis „Quelle“):
aufsteigender [Wasserstrahl (bes. eines Springbrunnens).
Fon|ta|nel|le die; -, -n (aus nlat. fontanella „künstliches
Geschwür, Knochenlücke am Schädel“, dies über it. fon
tanella aus gleichbed. mfr. fontenelle (eigtl. „kleine Quel
le“) zu spätlat. fontana, vgl. Fontäne): Knochenlücke am
Schädel von Neugeborenen (Med.)
Fonltanlge [fo'ta:ʒə] 4ze; -, -n (nach dem Namen der Ma
demoiselle de Fontange, einer Mätresse Ludwigs des
XIV.): hochgetürmte, mit Schmuck u. Bändern gezierte
Haartracht des ausgehenden 17. Ih.s
Fon ti cu lus [...k...] der; -, ...li (aus lat. fonticulus, Verklei
nerungsform von fons, Gen. fontis „Quelle“): svw. Fonta
nelle
Foodldelsilgner* [fu:ddizainn] der; -s, - (zu engl. food
„Nahrung, Speise, Lebensmittel“ über altengl. föda, dies
zur idg. Wurzel *pa(-t)- „füttern, nähren, weiden“): jmd.,
der berufsmäßig Fotos von Speisen für Kochbücher u.
Zeitschriften macht. Foodlenlgilneelring,
auch
Food-En|gilnee|ring [,,,ɛndʒɪnɪərɪŋ] das; -[s]: Herstel
lung von künstlichen Lebensmitteln
Foot [fut] der; -, Feet [fi:t] (aus gleichbed. engl. foot (Plur.
feet), dies über altengl. föt wohl aus got. fötus): Fuß (engl.
Längenmaß von ‘¿Yard, geteilt in 12 Zoll = 0,3048 m);
Abk.: ft.Footlball ['futbɔ:l] der; -[s] (aus gleichbed. engl.amerik. football): in Amerika aus dem T Rugby entwickel
tes Kampfspiel; vgl. Soccer. Footlcandle [...kændl] die;
-, -s (aus gleichbed. engl. foot-candle, eigtl. „Fußkerze“):
engl. u. nordamerik. physikalische Einheit der Beleuch
tungsstärke (10,76 Lux; Phys.).Foo|ting ['fʊtɪŋ] das; -[s],
-s (aus engl. footing, eigtl. „das Aufsetzen der Füße“):
Dauerlaufgeschwindigkeit, bei der die Pulsfrequenz
gleich bleibend bei 130/min liegt
for, f.o.r.: Abk. für Tfree on rail
Fglra: Plur. von 1 Forum
Folralmen das; -s, Plur. - u. ...mina (aus gleichbed. lat. fo
ramen zu forare „bohren“): Loch, Lücke, Öffnung
Fonidue
forensisch
(Med.). Folralmilnilfelre die; -, -n (meist Plur.) (aus
gleichbed. nlat. foraminifera (Plur.) zu tForamen u. lat.
ferre „tragen“): im Meer lebender Wurzelfüßer mit einod. mehrkammeriger Schale u. fadenförmigen Scheinfüß
chen
Force [fɔrs] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr. force, dies zu
spätlat. fortia, Neutr. Plur. von lat. fortis „stark“): (veral
tet) Stärke, Gewalt, Zwang; vgl. par force. Force de
Frappe [fɔrsdə'frap] die;---- (aus gleichbed. fr. force de
frappe, eigtl. „Schlagkraft“): die Gesamtheit der mit
Atomwaffen eigener Herstellung ausgerüsteten [geplan
ten] franz, militärischen Einheiten. Force maljeure
[fɔrsma'ʒæ:r] die: - - (aus gleichbed. fr. force majeure (zu
lat. major)): höhere Gewalt
Forlceps [...tseps] der od. die; -, Forcipes [...tsipe:s] (aus
lat. forceps, Gen. forcipis „Zange“): 1. svw. Forzeps. 2.
U-förmiger Teil eines Organs (bes. der Faserzüge im Ge
hirn; Anat.)
forlcie ren [,.,'si:...] (aus gleichbed. (alt)fr. forcer, dies aus
vulgärlat. fortiare „zwingen“ zu spätlat. fortia, vgl. For
ce): 1. etwas mit Nachdruck betreiben, vorantreiben, be
schleunigen, steigern. 2. [ein Hindernis, z. B. einen Fluss]
gewaltsam, kraftvoll überwinden (Mil.), forlciert (zu
t...iert): gewaltsam, erzwungen, gezwungen, unnatürlich;
forcierter Marsch: (veraltet) Eilmarsch. Forlcielrung
die; -, -en (zu t...ierung): das Forcieren
For|ci|pes [...tsipe:s]: Plur. von ÎForceps
Forldislmus der; - (aus gleichbed. engl. fordism; nach dem
amerik. Großindustriellen H. Ford (1863-1947); vgl. ...ismus (1)>: industriepolitische Konzeption der weitestge
henden Rationalisierung u. Standardisierung der Produk
tion
Fö Ire die; - (aus gleichbed. schwed. före, norw. fare): Eig
nung des Schnees zum [Skijfahren, Geführigkeit
Fore cad die ['fɔ:kædt] der; -s, -s (zu engl. fore „vorder,
Vorder-, Vor-“ u. ÎCaddie): tCaddie (1), der den Flug des
Balles beobachten soll od. der vorausgeschickt wird, um
ein Zeichen zu geben, dass der Platz frei ist (Golf). Fore
cast [...ka:st] das oder der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
forecast): Voraussage einer künftigen Entwicklung, des
wahrscheinlichen Verlaufs von etw. (bes. Meteor.,
Wirtsch.). Fore chelcking [,,,ʃɛkɪŋ] das; -s, -s (aus
gleichbed. engl. forechecking, zu checking „das Hemmen,
Aufhalten“): das Stören des gegnerischen Angriffs in der
Entwicklung, bes. bereits im gegnerischen Verteidigungs
drittel (Eishockey) bzw. in der gegnerischen Spielhälfte
(Fußball). Foreihand [...hænd] die; -, -s, auch der; -[s], -s
(aus gleichbed. engl. forehand): Vorhandschlag] im
[Tischjtennis, Badminton, [Eis]hockey u. Polo; Ggs.
Î Backhand
Folreign Ofifice ['fɔrɪn 'ɔfɪs] 4as; - - tengl.; zu foreign
„ausländisch, auswärtig“ (dies über altfr. forain aus mlat.
foranus „auswärts wohnend“ zu lat. foras „auswärts“) u.
ÎOffice): das brit. Außenministerium
Folren: Plur. von 1 Forum
Folrenlse der; -n, -n (zu lat. forensis „äußerlich, außen be
findlich“): (veraltet) Auswärtiger, der in einer Gemeinde
Grundbesitz hat
folrenlsisch (aus gleichbed. lat. forensis, eigtl. „zum Fo
rum gehörend“; vgl. Forum): 1. (veraltet) zur wortge
wandten Rede gehörend, Î rhetorisch. 2. die Gerichtsver
handlung betreffend, gerichtlich; forensische Chemie:
Teilgebiet der Chemie im Bereich der Rechtsmedizin, das
sich mit dem Nachweis von Vergiftungen u. der Aufklä
rung von Verbrechen durch eine ehern. Spurenanalyse be
schäftigt; forensische Medizin: Rechtsmedizin; forensi
sche Pädagogik: zusammenfassende Bez. für die Bereiche
Kriminalpädagogik, Gefängniserziehung u. Jugendstraf
vollzug; forensische Psychologie: Psychologie, die sich
Forestagium
472
stimmte [strenge] Formen bringen; sich an gegebene For
mit den in der Gerichtspraxis auftretenden psychologi
men halten. 2. ein [wissenschaftliches] Problem mithilfe
schen Problemen befasst
von Formeln allgemein formulieren u. darstellen. 3. a) zur
Fo|res|ta|gilum das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mlat.
bloßen bzw. festen, verbindlichen Form machen ; b) sich - :
forestagium, wohl zu foresta „Forst“): (veraltet) Forstnut
(selten) zur bloßen bzw. festen, verbindlichen Form wer
zungsrecht od. dafür zu leistende Zahlung
den. Forlmallislmusiter; -, ...men (zu T...ismus (2 u. 5)):
Forlfait [fɔr'fɛ] das; -[s], -s (aus fr. forfait, eigtl. „Vertrags
1. a) (ohne Plur.) Bevorzugung der Form vor dem Inhalt,
strafe, Reugeld (bei Wettrennen)“, dies über engl. forfeit
Überbetonung des rein Formalen, übertriebene Berück
aus (alt)fr. forfait „Verbrechen“, substantiviertes Part.
sichtigung von Äußerlichkeiten; b) etwas mechanisch
Perf. von forfaire „pflichtwidrig handeln“, dies Zusam
Ausgeführtes; c) (ohne Plur.; DDR abwertend) Vorwurf,
mensetzung aus altfr. for- „ver-, darüber hinaus...“ u. faire
die subjektive Kunstauffassung über den politisch-ideolo
(aus lat. facere) „handeln, tun“): (Schweiz., bes. Sport)
gischen Inhalt zu stellen u. somit im Widerspruch zum
Zurückziehung einer Meldung bes. für einen Sportwettbe
propagierten sozialistischen Realismus zu stehen. 2. Auf
werb; Absage
fassung der Mathematik als Wissenschaft von rein forma
Forlfailteur [fɔrfɛ'to:g] der; -s, -e (zu tforfaitieren u.
len 1 Strukturen (1), d.h. von den Zusammenhängen zwi
t...eur>: Kreditinstitut, das bei einer Forfaitierung die
schen Zeichen. Forlmallist der; -en, -en (zu T...ist): An
Forderungen aus einem Exportgeschäft erwirbt, forlfaihänger des Formalismus. for|ma|lis|tisch (zu l...istielren [fɔrfɛ...] (zu fr. vendre à forfait „in Bausch und
tisch): das Formale überbetonend. Foijmalliltät die; -,
Bogen verkaufen“, dies zu altfr. a for fait „zu abgemach
-en (aus gleichbed. mlat. formalitas, Gen. formalitatis):
tem Preis“ aus fuer, for „Marktpreis“ (zu lat. forum
1. Förmlichkeit, Äußerlichkeit, Formsache. 2. [amtliche]
„Markt“) u. faire „machen“): (eine Forderung) nach
Vorschrift, forlmallüter (Jat.y. der äußeren Form nach,
überschlägiger Berechnung verkaufen. For|fai|tie|rung
forlmalljulrisltisch (zu Tformal): rein äußerlich genau
die; -, -en (zu Î ...ierung): Art der Exportfinanzierung, bei
dem Gesetz entsprechend
der ein Exporteur Forderungen aus einem Exportgeschäft
Form|amid* das: -[e]s (Kurzw. aus nlat. Acidumform i cum
an ein Kreditinstitut verkauft
„Ameisensäure“ u. 'Amid): als Lösungsmittel verwendete
Forlfanltelrie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. forfanterie zu
farblose Flüssigkeit, das T Amid der Ameisensäure
älter fr. forfant(e) „Schuft, Schurke“, weitere Herkunft
unsicher): (veraltet) a) Schurkerei; b) Prahlerei, Auf Forlmalnit [auch ... mt] der; -s, -e (nach dem austr. Geolo
gen F. G. Forman (20. Jh.) u. zu t2...it>: ein schwarzes Mi
schneiderei
Forlfeit ['fɔ:fɪt] das; -[s], -s (aus engl. forfeit „Geldbuße“,
neral
dies aus (alt)fr. forfait, vgl. Forfait): (Kaufmannsspr.) Ab For mans das; -, Plur. ...anzien [...ion] u. ...antia (aus lat.
formans, Part. Präs, von formare „gestalten, bilden“, vgl.
standssumme bei Vertragsrücktritt, Reugeld
Forlgelrie [fɔrʒə...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. forgerie
formieren): grammatisches Bildungselement, das sich mit
zu forger „schmieden“, dies aus lat. fabricare „verferti
der Wurzel eines Wortes verbindet, gebundenes Mor
gen; schmieden“): (veraltet) a) (ohne Plur.) Schmiede
phem (z.B. lieblich; Sprachw.); Ggs. ÎDeterminativ (2);
handwerk; b) Schmiedearbeit
vgl. Affix u. Infix. Forimant der; -en, -en (zu T...ant):
Folrint [auch fo'rmt] der; -[s], Plur. -s, österr. -e (aber: 10 -)
1. svw. Formans (Sprachw.). 2. einer der charakteristi
(aus ung. forint, dies aus it. fiorino „Gulden“, vgl. Flo
schen Teiltöne eines Lautes (Akustik). Forlmanltia u.
rin): ung. Währungseinheit; Abk.: Ft.
Formanzien [,,,iən]: Plur. von ÎFormans. Forlmat
For|la¡na, Forllalneu. Furiana, Furlane die; -, ...nen (aus
das; -[e]s, -e (aus lat. formatum „Geformtes“, substanti
it. furlana „friaulischer Tanz“; nach dem Namen der obe
viertes Part. Perf. (Neutr.) von formare „formen, (an)ordrit. Landschaft Friulo, dt. Friaul): alter, der TTarant ella
nen“, vgl. formieren): 1. [genormtes] Größenverhältnis ei
ähnlicher ital. Volkstanz im 6/8-(6/4-)Takt, in der Kunstmu
nes [Handels]gegenstandes nach Länge u. Breite (bes. bei
sik (z.B. bei Bach) der Gigue ähnlich
Papierbogen). 2. (ohne Plur.) a) stark ausgeprägtes Per
...form (zu lat. forma „Form, Gestalt“): Wortbildungsele
sönlichkeitsbild; außergewöhnlicher Rang aufgrund der
ment mit der Bedeutung „in Form von, eine bestimmte
Persönlichkeit, bedeutender Fähigkeiten o.Ä.; b) beson
Form aufweisend“, z.B. akuleiform. Forlmaglgio
deres Niveau, große Bedeutung. 3. aus dem beim Schlie
[,,,'madʒo] der; -[s] (aus gleichbed. it. formaggio, eigtl.
ßen einer Buchdruckform zwischen die einzelnen Schrift
„Formkäse“): ital. Bez. für Käse, forlmal (aus lat. for
kolumnen gelegten Eisen- od. Kunststoffstegen (Format
malis „die Form betreffend, äußerlich“ zu forma „Form,
stegen) gebildeter Rahmen, der den gleichmäßigen Ab
Gestalt“): 1. die äußere Form betreffend; auf die äußere
stand der Druckseiten voneinander sichert (Druckw.).
Form, Anlage o.Ä. bezüglich. 2. nur der Form nach [vor
4.Anordnung von Daten, Festlegung ihrer Struktur für
handen], ohne eigentliche Entsprechung in der Wirklich
Ein- u. Ausgabe an Computern (EDV), forjmaitielren
keit; vgl. ...al/...eil
(zu !..deren): a) Daten nach verbindlich vorgegebenen
Forimal
-s: Kurzform von 1 Formaldehyd
Vorschriften od. nach den Bedürfnissen des Benutzers an
forlmal äs the tisch (zu tformal u. Tästhetisch): die rei
ordnen u. zusammenstellen; b) einen Datenträger (z.B.
ne Form eines Kunstwerks in Betracht ziehend
eine Diskette) für die Aufnahme von Daten bereit machen
Formlalldelhyd [auch .,.'hy:t] der; -s (Kurzw. aus nlat.
(EDV). For|ma|tie|rung die; -, -en (zu T...ierung): das
Acidum for/nicuni „Ameisensäure“ u. ÎAldehyd); zur
Formatieren; vgl. ...ation/...ierung). Forlmaltüon die; -,
Desinfektion von Räumen verwendetes, farbloses, ste
-en (aus lat. formatio „Gestaltung, Bildung, Anordnung“
chend riechendes Gas
zu formare, vgl. formieren): 1. Herausbildung durch Zu
for|mal|de|mo|kraltisch* (zu tformal u. tdemokra
sammenstellung. 2. a) bestimmte Anordnung, Aufstel
tisch): (abwertend) nur der Form, nicht jedoch dem Inhalt
lung, Verteilung; b) für einen bestimmten militärischen
nach demokratisch. Forlmallie [...io] die; -, -n (meist
Zweck od. Auftrag gebildete Truppe, Gruppe; Verband.
Plur.) (aus lat. formalia, Neutr. Plur. von formalis, vgl.
3. a) Gruppe, zu der man sich zusammengeschlossen hat,
formal): Formalität, Förmlichkeit, Äußerlichkeit
z.B. gemeinsam spielende u. auftretende Gruppe in der
Forlmallin® das; -s (Kunstw. aus tFormaldehyd u. t.../n
Jazz- u. Rockmusik; b) in bestimmter Weise strukturier
(1)): gesättigte Lösung von tFormaldehyd in Wasser (ein
tes, soziales, ökonomisches o.ä. Gebilde. 4. Pflanzenge
Konservierungs- u. Desinfektionsmittel)
sellschaft ohne Berücksichtigung der Artenzusammenset
for|ma|li|sie|ren (zu Îformal u. t...isieren): 1. etwas in be
zung (z.B. Laubwald, Steppe). 5. a) Zeitabschnitt in der
473
Erdgeschichte, der sich hinsichtlich t Fauna oder t Flora
von anderen unterscheidet; b) Folge von Gesteinsschich
ten, die sich in einem größeren erdgeschichtlichen Zeit
raum gebildet hat (Geol.); vgl. ...ation/...ierung. Foijmati|gns|gram|ma|tik die: -: svw. Phrasenstrukturgram
matik. Forlmaltilonslgruplpe die: -, -n: Gruppe einan
der nahestehender Formationen (5 a), z.B. Kreide, Jura,
Trias (Geol.). Forlmaltio re|ti|cu|la|ris [- ...ku...] iZ/e; - {lat.; vgl. Îretikulär): maschenförmig angeordnetes Ner
vengewebe im Rückenmark u. im Hirnstamm (Med.),
forlmaltiv <zu lat. formatus, Part. Perf. von formare „ge
stalten“ (vgl. formieren) u. T ...iv>: die Gestaltung betref
fend, gestaltend. Forlmaltiv das; -s, -e [...va]: 1. svw. For
mans. 2. kleinstes Element mit syntaktischer Funktion in
nerhalb einer Kette (Sprachw.). 3. Zeichenform, -gestalt
(im Unterschied zum bezeichneten Inhalt (Sprachw.).
Forme fruste [form'fryst] die; - - (aus/r. forme fruste
„unklare, verwischte Form“; vgl. fruste): nicht voll ausge
prägtes Krankheitsbild, milder Verlauf einer Krankheit
(Med.). Forlmel die: -, -n <aus lat. formula „Regel, Vor
schrift, Maßstab“, eigtl. „kleine Form“, Verkleinerungs
form von forma „Form, Gestalt“): 1. fester sprachlicher
Ausdruck, feste Formulierung für etwas Bestimmtes. 2.
Folge von Buchstaben, Zahlen od. Worten zur verkürzten
Bez. eines math., ehern, od. physik. Sachverhalts (z.B.
H2O = Wasser). 3. kurzer, knapper Satz od. Ausdruck, in
dem sich ein gedanklicher Zusammenhang erhellend fas
sen lässt. 4. durch eine Kommission des Internationalen
Automobilverbandes od. durch einen Motorsportverband
festgelegte Merkmale des Rennwagens einer bestimmten
Klasse; Rennformel (z.B. Formel 1, 2, 3, 5, Super-5).
For mel di ät die:
kohlenhydrat- u. fettarmes Nähr
stoffkonzentrat mit definierter u. konstanter Zusammen
setzung (zur Behandlung des Übergewichts; Med.). Forrnel-1-Klas se [...'gins...] die; -: Klasse von Rennwagen
der Formel 1. For mellkom pro miss* der; -es, -e:
Kompromiss zur Überbrückung gegensätzlicher politi
scher Positionen durch allgemeine, für beide Seiten an
nehmbare Formulierungen, forlmell (über gleichbed./r.
formel aus lat. formalis, vgl. formal): 1. a) dem Gesetz od.
der Vorschrift nach, offiziell; b) bestimmten gesellschaft
lichen Formen, den Regeln der Höflichkeit genau ent
sprechend. 2. a) aufgrund festgelegter Ordnung, aber nur
äußerlich, ohne eigentlichen Wert, um dem Anschein zu
genügen; b) auf Distanz haltend, engeren persönlichen
Kontakt meidend u. sich nur auf eine unverbindliche Um
gangsform beschränkend; vgl....al/...eil. Fprmlfakltor
der; -s, ...oren: für atomare Teilchen eine Größe, die be
rücksichtigt, dass die Teilchen nicht punktförmig sind,
sondern eine räumliche Ausdehnung haben (Kernphys.)
Forlmilat das: -[e]s, -e (Kunstw. aus nlat. Acidum formicum „Ameisensäure“ u. ] ...at (2)): Salz der Ameisensäu
re. Forlmilcaltio [... ka:...] vgi. Formikatio
forlmildabel (über/r. formidable aus gleichbed. lat. for
midabilis zu formidare „sich grausen“): 1. außergewöhn
lich, erstaunlich; großartig. 2. (veraltet) furchtbar
forlmielren (z.T. über gleichbed./r. former aus lat. formare „gestalten, bilden“ zu forma „Gestalt, Umriss“): 1. a)
bilden, gestalten; b) sich -: sich zusammenschließen, sich
nach einem bestimmten Plan organisieren. 2. a) jmdn. od.
etwas in einer bestimmten Reihenfolge aufstellen; b) sich
-: sich in einer bestimmten Weise ordnen. 3. die Funkti
onstüchtigkeit von elektron. Bauelementen bzw. elektro
technischen Geräten herbeiführen od. verbessern (Elektrot.)
For milka ri um das; -s, ...ien [...ion] (zu lat. formica
„Ameise“ u. t...arium): zum Studium des Verhaltens der
Tiere künstlich angelegtes Ameisennest. For|mi|ka|tio
die; - (aus gleichbed. Zat. formicatio, eigtl. „das Ameisen
Fortissimo
laufen“, zu formicare „jucken, kribbeln“ (als wenn Amei
sen auf der Haut liefen)): Hautjucken, Hautkribbeln
(Med.).for|mi|kol (zu lat. colere „wohnen, bewohnen“):
in den Nestern von Ameisen lebend (z. B. auf Insekten be
zogen; Biol.). Forlmol® das; -s (Kunstw. aus nlat. Aci
dum /ormicum „Ameisensäure“ u. tAlkoho/): svw. For
malin
forlmos (aus gleichbed. lat. formosus zu forma „Form,
Gestalt“): (veraltet) wohlgestaltet, schön, formlstalbil:
gegen Druck, Wärme o.Ä. widerstandsfähig in der Form.
For|mu|laldi|ät die; - (zu lat. formula (vgl. Formel) u.
(Diät): svw. Formeldiät. Forlmullar das: -s, -e (zu lat.
formularius „die Rechtsformeln (lat. formulae) betref
fend“): [amtlicher] Vordruck zur Beantwortung bestimm
ter Fragen od. für bestimmte Aufgaben; Formblatt, Mus
ter. forlmullalrisch: (veraltet) vorschriftsmäßig, formu lielren (aus gleichbed./r. formuler zu formule „For
mel“): 1. in eine angemessene sprachliche Form bringen.
2. festlegen, entwerfen, abfassen. Forlmullielrung rfre; -,
-en (zu T...ierung): 1. das Formulieren. 2. etwas Formu
liertes; in bestimmter Weise formulierter Text
Foijmyl das; -s (Kunstw. aus nlat. Acidum /ormicum
„Ameisensäure“ u. t...y/>: Säurerest der Ameisensäure
(Chem.). Forlmyllielrung die; -, -en (zu t...ierung): Ein
führung der Formylgruppe in organische Verbindungen
(Chem.)
Form|zy|lin|der der; -s, - (zu ÎZylinder): zylindrischer
Druckformträger in der Druckmaschine, der in seiner
Oberfläche auch schon die Druckform enthalten kann
(Druckw.)
Fprlnix der; -, ...nices [,,,tse:s] (aus lat. fornix „Wölbung,
Bogen“): Wölbung, gewölbter Teil eines Organs (Med.)
Forlró der: -s (.port.; eigtl. iron. Entstellung von engl. for all
„für alle(s)“>: in Städten NO-Brasiliens zum Tanz gespiel
te populäre Musikform
Forsltelrit [auch ... 'rɪt] der; -s, -e (nach dem Naturforscher
J. R. Forster (1729-1798) u. zu T2...it>: zur Gruppe der
Î Olivine gehörendes farbloses bis hellgrünes rhombisches
Mineral
Forlsylthie [,..'zy:tsp, auch ...tia] die; -, -n (aus nlat. forsy
thia; nach dem engi. Botaniker W. Forsyth (1737-1804)):
früh blühender Strauch (Ölbaumgewächs, Zierstrauch)
mit vor den Blättern erscheinenden leuchtend gelben,
viergeteilten Blüten
Fort [fo:ç] das; -s, -s (aus gleichbed./r. fort zu fort „stark“,
dies aus lat. fortis „stark, tapfer“): abgeschlossenes,
räumlich begrenztes Festungswerk, forlte (it.; aus lat.
fortis „stark“): laut, stark, kräftig (Vortragsanweisung;
Mus.); Abk.: f. Forlte das; -s, Plur. -s u. ...ti: große Laut
stärke, starke Klangfülle (Mus.). for|telpi|a|no: laut u.
sofort danach leise (Vortragsanweisung; Mus.); Abk.: fp.
Forltelpilalno das; -s, Plur. -s u. ...ni: 1. die laute u. so
fort danach leise Tonstärke (Mus.). 2. (veraltet) Klavier;
vgl. Pianoforte. Forltes [,,,te:s]: Plur. von ÎFortis, for
tes for tu na adlju vat [,,,te:s - ...vat] (lat.y. den Muti
gen hilft das Glück (lat. Sprichwort). Forlti: Plur. von
TForte. For|ti|fi|ka|ti|on 4ze; -, -en (aus gleichbed./r.
fortification, dies aus spätlat. fortificatio „das Starkma
chen“ zu lat. fortificare, vgl. fortifizieren): (veraltet) a)
Befestigung, Befestigungswerk; b) Befestigungskunst.
for|ti|fi|ka|to|risch (zu t,,,oriseh): die Fortifikation be
treffend. for|ti|fi|zie|ren (aus lat. fortificare „stark ma
chen, stärken“): befestigen. Forltin [,,,'tɛ:] das; -s, -s (aus
gleichbed./r. fortin): (veraltet)kleines Fort.Forltis die;-,
Fortes [,,,te:s] (zu lat. fortis „stark“): mit großer Intensität
gesprochener u. mit gespannten Artikulationsorganen ge
bildeter Konsonant (z.B. p, t, k, ß; Sprachw.): Ggs. t 'Le
nis, forltislsilmo (/(.): sehr laut, äußerst stark u. kräftig
(Vortragsanweisung; Mus.); Abk.: ff. For|tis|si|mo
FORTRAN
-s, Plur. -s u. ...mi: sehr große Lautstärke, sehr starke
Klangfülle (Mus.)
FORTRAN
-s (Kurzw. für engl. ʃormula translator):
bes. auf wissenschaftliche u. technische Aufgaben ausge
richtete Programmiersprache (EDV)
Fotjtulna die; - (aus gleichbed. lat. fortuna, nach der röm.
Glücksgöttin Fortuna): Erfolg, Glück. Forltune [...’ty:n],
auch Forltülne die; - (aus gleichbed. fr. fortune, dies aus
lat. fortuna „Glück“): Erfolg; Glück, das man bei od. mit
etwas hat
Fo rum das; -s, Plur. Foren u. Fora (aus lat. forum „Markt
platz“): 1. Markt- u. Versammlungsplatz in den röm.
Städten der Antike (bes. im alten Rom). 2. öffentliche Dis
kussion, Aussprache. 3. geeigneter Ort für etwas, Platt
form. 4. a) Öffentlichkeit; b) geeigneter Personenkreis,
der eine sachverständige Erörterung von Problemen od.
Fragen garantiert. Folrumsldislkuslsilon die; -, -en: öf
fentliche Diskussion, bei der ein anstehendes Problem von
Sachverständigen u. Betroffenen erörtert wird
For ward ['fɔ:wəd] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. forward,
eigtl. „vorwärts, vorn“): (bes. Schweiz.) Stürmer (Fuß
ball; Eishockey)
forlzanldo vgl. sforzando, forlzalto vgl. sforzato
Forlzeps u. Forceps [,..ts...] der od. die: -, Plur. ...zipes
u. ...cipes [-,-tsipe:s] (aus lat. forceps, Gen. forcipis
„Zange“): [geburtshilfliche] Zange (Med.). Forlzilpressur 4ze; -, -en (durch Vermittlung von gleichbed. engl.
forcipressure zu lat. forceps (vgl. Forzeps) u. pressura
„das Drücken, Druck“): Verschluss blutender Gefäße
durch zangenartige Instrumente (bes. beim Operieren;
Med.)
Fos|bu|ry|flop ['fɔsbərɪ...]. auch Fos|bu|ry-Flop der; -s,
-s (nach dem amerik. Leichtathleten R. Fosbury (*1947)
u. zu engl. flop „das Hinplumpsen“, vgl. Flop): a) Hoch
sprungtechnik, bei der sich der Springer nach dem Ab
sprung so dreht, dass er die Latte mit dem Rücken über
quert; b) einzelner Sprung in dieser Technik
Foslsa rZze; -, Fossae [...se] (aus /ɑt. fossa „Graben“): Gru
be, Vertiefung (Med.)
Folße die; -, -n (aus fr. (carte) fausse „schlechte Karte)“):
Fehlfarbe, leere Karte (im Kartenspiel)
Foslsette [fɔsɛt] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed. fr. fossette,
Verkleinerungsform von fosse „Grube“, dies aus lat. fos
sa): Grübchen; vgl. Fossula, foslsil (aus lat. fossilis „aus
gegraben“ zu fodere „graben“): a) vorweltlich, urzeitlich;
als Versteinerung erhalten; Ggs. Îrezent (1); b) in frühe
ren Zeiten entstanden [u. von jüngeren Ablagerungen
überlagert], z.B. -e Brennstoffe. Foslsil das; -s, -ien
[,,,iən]: als Abdruck, Versteinerung o.Ä. erhaltener Über
rest von Tieren od. Pflanzen aus früheren Epochen der
Erdgeschichte. Foslsi|li|sa|ti on die; -, -en (zu T ...isation): Vorgang des Entstehens von Fossilien, fos|si|liIsieren (zu T...isieren>: versteinern, zu Fossilien werden.
Foslsillist der; -en, -en (zu T ...ist> : (veraltet) Kenner von
Fossilien, bes. Mineralen. Fos|su|la die; -, ...lae [...le]
(aus gleichbed. lat. fossula, Verkleinerungsform von fos
sa, vgl. Fossa): Grübchen, kleine Vertiefung (Med.)
Fosltelrage ['fɔstərɪʤ] die; - (aus gleichbed. engl. fostera
ge zu to foster „pflegen, aufziehen“): die aus vielen histo
rischen Gesellschaften bekannte Sitte, Kinder zur Erzie
hung, zum Sprachenlernen, zur Festigung politischer Be
ziehungen u. a. in andere Familien zu geben (z. B. im mit
telalterlichen Pagenwesen)
fot, f. o. t.: Abk. für t free on truck
föltal vgl. fetal
föltid (aus gleichbed. lat. foetidus); übel riechend, stinkend
(Med.)
Fplto das: -s, -s, Schweiz, die: -, -s: Kurzform von ÎFoto
grafie (2). folto..., Folto... (zu gr. phös, Gen. photos
474
„Licht“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Licht, Lichtbild“, z.B. fotogen, Fotografie; vgl. auch
photo..., Photo... Fo|tolal|ler|gi_e vgl. Photoallergie. Fotolbiollolgie [auch To:...] usw. vgl. Photobiologie usw.
FoIto-CD, auch Photo-CD die; -, -s: svw. Fotodisc. Fotolchelmie [auch To:...] vgl. Photochemie. Foltolchemi gra fie [auch To:...] vgl. Photochemigrafie, foltochelmisch [auch To:...] vgl. photochemisch. Foltolchemolthelralpie [auch To:...] vgl. Photochemotherapie,
foltolchrom [...kro:m] vgl. photochrom. Foltoldesign [...di zain] das: -s: dem 1 Grafikdesign zugerechne
ter Teil der angewandten Fotografie (z.B. in Mode, Wer
bung, Industrie). Fo|to|di|ne|se vgl. Photodinese. Fotodisc, auch Photodisc [...disk] die; -, -s (zu engl. disc
„Schallplatte“): Kompaktschallplatte für îVideoclips.
Foltoelektrizität* vgl. Photoelektrizität. Foltoelekltron* vgl. Photoelektron. Fgltolelelment vgl.
Photoelement. Foltolfilnish [...finij] das; -s, -s: Zielein
lauf, bei dem der Sieger nur durch Zielfotografie ermittelt
werden kann (Sport), foltolgen, auch photogen (nach
gleichbed. engl. photogenic; vgl. ...gen): zum Filmen od.
Fotografieren besonders geeignet, bildwirksam (bes. von
Personen). Fo|to|ge|ni|tät, auch Photogenität die; - (zu
t...ität>: Bildwirksamkeit (z.B. eines Gesichts). Foltogeollolgie vgl. Photogeologie. Foltolgraf, auch Photo
graph der; -en, -en (aus gleichbed. engl. photograph zu gr.
phös, Gen. photós „Licht“ u. gräphein „schreiben“):
jmd., der [berufsmäßig] Fotografien macht. Foltolgrafie, auch Photographie die; -, ...ien (aus engl. photogra
phy; vgl. ...grafie): 1. (ohne Plur.) Verfahren zur Herstel
lung dauerhafter, durch elektromagnetische Strahlen od.
Licht erzeugter Bilder. 2. einzelnes Lichtbild, Foto, fotolgralfielren, auch photographieren (zu t...ieren): mit
dem Fotoapparat Bilder machen. Foltolgralfik [auch
To:...], auch Photographik rf/e; -, -en: 1. (ohne Plur.) Teil
bereich der künstlerischen Fotografie, in dem mittels fo
tografischer Technik bzw. durch gezielte Lichteinwirkung
grafische Effekte erzielt werden. 2. einzelnes Produkt der
Fotografik (1). Fo to graifin, auch Photographin die; -,
-nen: weibliche Form zu TFotograf. fo to gra fisch,
auch photographisch (vgl. ...grafisch): a) mithilfe der Fo
tografie [erfolgend], die Fotografie betreffend; b) das Fo
tografieren betreffend. Folto|gra|fis|mus, auch Photographjsmus der; - (zu î...ismus (5)>: übertriebene Natur
treue bei Werken der bildenden Kunst ohne künstlerische
Umsetzung. Foltolgramm usw. vgl. Photogramm usw.
Foltolgralvülre [...'vytro, auch To:...] vgl. Photogravüre.
Fo|to|in|duk|ti|on vgl. Photoinduktion. Fo|to|in|dustrie* die; -, ...ien [,,,i:ən]: Industriezweig, der all das her
stellt, was zur Fotografie benötigt wird. Foltolkilnelse
vgl. Photokinese. Fo|to|kolalgu|lalti|on [auch To:...]
vgl. Photokoagulation. Foltolkolpie die: -, ...ien: foto
grafisch hergestellte Kopie eines Schriftstücks, einer
Druckseite od. eines Bildes, Ablichtung, foltolkolpieren: ein Schriftstück, eine Druckseite o.Ä. fotografisch
vervielfältigen, ablichten, foltollalbil vgl. photolabil.
Fo|to|la|bor das; -s, Plur. -s, auch -e: Labor zum Entwi
ckeln u. Vergrößern fotografischen Materials. Foltollitholgralfie, auch Photolithografie die; -, ...ien: 1. (ohne
Plur.) Verfahren zur Herstellung einer Druckform für den
Stein-, Offset-, Zink- od. Aluminiumdruck durch Über
tragen einer Fotografie auf das Material der Druckform.
2. einzelnes Produkt dieses Verfahrens. Foltollylse vgl.
Photolyse. Fo|to|ma|telri|al das; -s, ...lien [,,,iən]: zum
Fotografieren u. im Fotolabor benötigtes Material, z.B.
Filme, Fotopapier. fo|to|me|cha|nisch [auch To:...]
vgl. photomechanisch. Fo|to|me|ter usw. vgl. Photome
ter usw. Fo|to|mo|dell das; -s, -e: fotogene Person, die
als tModell (8) für [Mode]fotos o.Ä. tätig ist. Fglto-
475
[,,,ʒə] die: -, -n: 1. Zusammensetzung ver
schiedener Bildausschnitte zu einem neuen Gesamtbild.
2. ein durch Fotomontage hergestelltes Bild. Foltolnastie vgl. Photonastie. Fo toiob jekltiv das: -s, -e [,,,və]:
Linsenkombination an Fotoapparaten zur Bilderzeugung.
Fo|to|op|tik die; -, -en: Kameraobjektiv. fo|to|pe|ri|gdisch usw. vgl. photoperiodisch usw. foltophil vgl. photophil. fotophob usw. vgl. photophob usw. Foltolphorelse vgl. Photophorese. Foltophylsiologie [auch
To:...] vgl. Photophysiologie. Fgltolplasltik die; -, -en:
nach fotografischen Vorlagen gestaltete Plastik. Fo|topsie* vgl. Photopsie
Föltor der; -s <aus gleichbed. lat. foetor>: übler Geruch
(Med.)
Foltolrealismus der; - (zu tfoto... u. ÎRealismus): 1.
Stilrichtung in der künstlerischen Fotografie (1), die die
Welt kritisch-realistisch zu erfassen sucht. 2. Stilrichtung
in der [modernen] Malerei, bei der dem Maler Fotogra
fien als Vorlagen für seine Bilder dienen. Fo|to|re|a|list
der: -en, -en: Maler, der seine Bilder nach fotografischen
Vorlagen malt. Foltolrelporlter der; -s, -: Reporter, der
für eine Zeitung o.Ä. fotografiert. Folto|re|zep|to|ren
vgl. Photorezeptoren. Fo|to|sa|fa|ri die; -, -s: [Gesell
schaftsreise bes. nach Afrika, um Tiere zu beobachten
u. zu fotografieren. Fo|to|set|ter der: -s, - (zu t'Set):
svw. Intertype-Fotosetter. Foltolshoolting [,,,ʃutɪŋ]
das; -s, -s (zu engl. shooting „das Schießen (von Fo
tos)“): Fototermin, bei dem Fotos zu einem bestimmten
Zweck (z. B. eine Werbekampagne o.Ä.) gemacht wer
den. Foltolsphälre [auch To:...] vgl. Photosphäre, foto sta bil vgl. photostabil. Fo|to|syn|the|se vgl. Pho
tosynthese. fo|toltak|tisch usw. vgl. phototaktisch usw.
Foltolteijmin der; -s, -e: festgesetzter Zeitpunkt (für
Fotografen u. Ä.) zum Fotografieren, z.B. bei Treffen
von Persönlichkeiten aus der Politik. Foltolthek die; -,
-en (zu t...thek): geordnete Sammlung von Fotografien
(2) od. Lichtbildern. Foitoltheoldollit vgl. Phototheo
dolit. Foltolthelralpie [auch To:...] vgl. Phototherapie.
Fo|to|ther|mo|meltrie [auch To:...] vgl. Photothermo
metrie. Foltolthylrisltor vgl. Photothyristor. Foltoltopoigrafie [auch To:...] vgl. Phototopografie. Foltotranlsisltor vgl. Phototransistor, foltoltrop* vgl. phototrop. foltoltroph* usw. vgl. phototroph usw. Foltotrolpie* usw. vgl. Phototropie usw. Foltoltylpie vgl.
Phototypie. Fo|to|vol|ta|ik [...v...] usw. vgl. Photovoltaik usw. Folto|wi|der|stand vgl. Photowiderstand.
Foltolzellle vgl. Photozelle. Foltolzinlkolgralfie,
auch Photozinkografie rZze; -, ...ten (zu dt. Zink u. t...grafie): Herstellung von Strichätzungen im Lichtbildverfah
ren
Föltus vgl. Fetus
Foulcauit-Penldel [fu'ko...] das; -s, - (nach dem franz.
Physiker L. Foucault, 1819-1868): langes Pendel, mit des
sen Hilfe die Drehung der Erde um ihre Achse nachgewie
sen werden kann
fouldrolyant* [fudroajä:, ...jant] (aus gleichbed. fr. fou
droyant, eigtl. „blitzend“, zu foudre „Blitz(strahl)“, dies
aus lat. fulgur) : blitzartig entstehend, schnell u. heftig ver
laufend (Med.)
foul [faul] (aus gleichbed. engl. foul, eigtl. „schmutzig,
hässlich“, dies zu altengl. ful (verwandt mit dt. faul)): re
gelwidrig, gegen die Spielregeln verstoßend; unsportlich
(Sport). Foul das; -s, -s (aus gleichbed. engl. foul): regel
widrige Behinderung eines gegnerischen Spielers, Regel
verstoß (Sport)
’Foullard [fu'la:n] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. foulard,
vieil, zu fouler „walken“; vgl. Foulé): 1. Maschine zum
Färben, Î Appretieren u. T Imprägnieren von Geweben. 2.
leichtes [Kunst]seidengewebe mit kleinen Farbmustern
mon ta ge
Fowlerit
(bes. für Krawatten u. Schals). 2Fou|lard das: -s, -s (zu
I 'Foulard): (Schweiz.) Halstuch aus Kunstseide, foullardielren (zu Î'Foulard u. t..deren): Stoffe mit Farbstoff
lösungen behandeln. Foullarldine [...dim] die; - (zu
t...ine): bedrucktes, feinfädiges Baumwollgewebe in Atlasbindung (Webart). Foule [fu:l] die; -, -s [fu:l] (aus
gleichbed. fr. foule zu fouler „walken; zerdrücken“, vgl.
Foulé): (veraltet) Gedränge, Menschenmenge. Foullé
[fu le:] der; -[s], -s (zu fr. foulé „gewalkt“, Part. Perf.
von fouler „walken“, dies über das Vulgärlat. zu lat. ful
lo „Walker, Tuchmacher“): weicher, kurz gerauter Woll
stoff
foulten ['faulən] (aus engl. to foul, eigtl. „beschmutzen“;
vgl. foul): einen gegnerischen Spieler regelwidrig behin
dern, unfair spielen (Sport). Foulling ['fimlɪŋ] das; -s
(aus engl. fouling „Verunreinigung“ zu foul „schmutzig,
verdorben“, vgl. foul): nachträgliche Veränderung von
Farben, Lacken u.a. auf Holz od. Metall (z.B. durch
den Einfluss von Bakterien, Pilzen od. Meeresorganis
men)
Foulloir [fu'loa:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. fouloir zu
fouler, vgl. Foulé): (veraltet) 1. Walkstock. 2. Kelterfass.
3. beim Plombieren gebrauchtes Stäbchen des Zahnarz
tes, Stopfer
Foulralge [fu'ra:ʒə] vgl. Furage
Fourbe [furb] rter; -s, -s (aus gleichbed. fr. fourbe, dies zu it.
furbo „verschlagen; Schlaukopf“): (veraltet) Betrüger,
Schurke. Fourlbelrie [fur...] die; -, ..den (aus gleichbed.
fr. fourberie): (veraltet) Betrügerei, Schurkenstreich
Fourlgon [fʊr'gð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. fourgon,
weitere Herkunft ungeklärt): 1. (veraltet) Packwagen,
Vorratswagen. 2. (Schweiz.) Militärlastwagen, Postlast
wagen. 3. (österr. veraltet) Leichenwagen
Foulrier [fu'ri:n] der; -s, -e (aus/r. fourrier, vgl. Furier): 1.
(österr., Schweiz. ) für die Verpflegung u. das Rechnungs
wesen einer Einheit verantwortlicher Unteroffizier; 2.
svw. Furier
Fou|ri|e|ris|mus [furie...] <7<?r; - (nach dem franz. Frühso
zialisten F.M.C. Fourier (1772-1837) u. zu t...ismus (1)>:
auf eine glückliche Gesellschaft zielende Lehre, die eine
Neuorganisation der Wirtschaft durch genossenschaftli
che Produktions- u. Lebenseinheiten beinhaltete
Four-in-Hand ['fɔ:mhænd] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
four-in-hand, eigtl. „vier in der Hand“): (veraltet) Vierge
spann, das vom Bock herab gelenkt wird. Four-Letter-Word [,,dɛtəwə:d] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
four-letter word, eigtl. „Vierbuchstabenwort“, nach engl.
(to) fuck „Geschlechtsverkehr ausüben“): vulgäres
[Schimpfwort [aus dem Sexualbereich]
Fourlmilllelment [furmijə'ma:] das; -s (aus gleichbed. fr.
fourmillement zu fourmiller „wimmeln“, dies zu fourmi
„Ameise“ aus Zat. formica): (veraltet) das Ameisenlaufen,
Kribbeln (Med.)
Fourlnislseur [furni'som] der; -s, -e (aus fr. fournisseur
„Lieferant; Zulieferer“ zu fournir, vgl. furnieren): Faden
zubringer für die Arbeitsstellen an Werk- u. Strickmaschi
nen (Techn.). Fourlnilture [...Ty:j] r/ze; -, -n [,..'ty:ran]:
(aus/r. fourniture „Zutat“, eigtl. „Lieferung“): Speisezu
tat, bes. Kräuter u. Gewürze
Fouijrure [fu'ry:r] die; - (aus gleichbed. fr. fourrure zu
fourrer „überziehen“, dies über altfr. fuerre „Überzug“
aus dem Germ.): (veraltet) Pelzwerk
Folvea ['fo:vea] die; -, Foveae ['fo:veɛ] (aus lat. fovea „Gru
be; Lücke“): flache Grube in Knochen, Geweben od. Or
ganen (Anat). Folvelolla die; -, ...lae [...le] (Verkleine
rungsbildung zu lat. fovea, vgl. Fovea): Grübchen, kleine
Fovea (Med.)
fow, f. o. w.: Abk. für (free on waggon
Fowllelrit [faulə,,,, auch ... rit] der; -s, -e (nach dem ame-
Fox
rik. Physiker u. Mineralogen S. Fowler (fl844) u. zu
T2...it> : Begleitmineral des Kalkspats, Abart des Î Rhodo
nits
Fox der; -[e]s, -e: Kurzform von ÎFoxterrier u. ÎFoxtrott.
Foxlhound [...haunt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. fox
hound, eigtl. „Fuchshund“): schneller, großer engl. Jagd
hund (bes. für Fuchsjagden). Foxlterlriler [...in] 4er; -s, (aus gleichbed. engl. fox terrier; vgl. Terrier): rauhaariger
engl. Jagd- u. Erdhund. Foxltrott der; -[e]s, Plur. -e u. -s
(aus gleichbed. engl.-amerik. foxtrot, eigtl. „Fuchs
schritt“): Gesellschaftstanz im 4/4-Takt (um 1910 in den
USA entstanden)
Folyer* [foaje:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. foyer, eigtl.
„Herd(raum)“, zu lat. focus „Herd, Feuerstätte“; vgl. Fo
kus): Wandelhalle, Wandelgang [im Theater]
Fra (ital. Kurzform von ÎFrate): Anrede u. Bez. ital. Klos
terbrüder (meist vor konsonantisch beginnenden Namen,
z.B. Fra Bartolomeo)
Fralcas [,,,'ka] der; - (aus gleichbed. fr. fracas aus it. fracasso, dies zu fracassare „zertrümmern“, weitere Herkunft
ungeklärt): (veraltet) Lärm, Getöse
Frack der; -[e]s, Plur. Fräcke u. -s (aus engl. frock „Rock“,
dies über altfr. froc „Mönchskutte“ aus dem Germ.): bei
festlichen Anlässen od. von Kellnern u. Musikern als Be
rufskleidung getragene, vorne kurze, hinten mit langen,
bis zu den Knien reichenden Rockschößen versehene,
meist schwarze Jacke
fralgil [fra...] (aus gleichbed. lat. fragilis zu frangere „bre
chen“): zerbrechlich; zart. Fra|gi|li|tas die; - (aus lat.
fragilitas „Zerbrechlichkeit“): Brüchigkeit (Med.). Fragilliltät die; - (zu T...ität>: Zartheit, Zerbrechlichkeit.
FragIment das; -[e]s, -e (aus /at. fragmentum „Bruch
stück“ zu frangere „brechen“): 1. Bruchstück, Überrest.
2. unvollständiges [literarisches] Werk. 3. Knochenbruch
stück (Med.), fraglmenltär (aus gleichbed. fr. fragmen
taire): (selten) svw. fragmentarisch, fraglmenltalrisch:
bruchstückhaft, unvollendet. Fraglmenltaltilgn die; -,
-en (zu lat. fragmentum (vgl. ‘Fragment) u. t...ation): 1.
direkte Kernteilung (Durchschnürung des Kerns ohne ge
naue Chromosomenverteilung; Biol.). 2. ungeschlechtli
che Vermehrung von Pflanzen aus Pflanzenteilen (z.B.
durch Zerteilung einer Mutterpflanze; Biol.). 3. Chromo
somenzerfall in zwei od. mehrere Teile (z.B. durch Rönt
genstrahlung; Genetik); vgl. ...ation/...ierung. fraglmentielren (zu Î..deren): (veraltet) in Bruchstücke zerlegen,
fraglmenltiert (zu Î ...iert): in Bruchstücke zerlegt (z. B.
bei menschlichen Gestalten auf îkubistischen u. Î futuris
tischen Bildern). Fraglmenltielmng die; -, -en (zu t ...ierung): 1. (veraltet) das Fragmentieren. 2. ungeordnete
Zergliederung eines Speichers in Bereiche, die von Pro
grammen od. Daten belegt sind (EDV); vgl. ...ation/...ierung. Fraglmenltist der; -en, -en (zu T...ist): Verfasser
eines in Fragmenten überlieferten Werkes
fralgrant* (aus gleichbed. lat. fragrans, Gen. fragrantis,
Part. Präs, von fragrare „duften“): (veraltet) duftend,
wohlriechend. Fralgranz 4/e; -, -en (aus gleichbed. lat.
fragrantia): (veraltet) Duft, Wohlgeruch
Frailcheur [frɛ'ʃo:n] die; - (aus gleichbed. fr. fraîcheur zu
frais, fraîche „frisch, kühl“, dies über altfr. fres aus dem
Germ.): (veraltet) Frische, angenehme Kühle
frais [frɛ:s], fraise frɛ:z] (zu fr. fraise „Erdbeere“, dies
über vulgärlat. fraga aus lat. fragum); erdbeerfarben
1Frai|se ['frɛ:zə], auch Fräse 4ze; -, -n (aus fr. fraise „Hals
krause“ zu fraiser „ausweiten“): 1. im 16. u. 17. Jh. getra
gene Halskrause. 2. Backenbart
2Frai|se ['frɛ:zə] das; -, - (Substantivierung vontfrais): der
erdbeerfarbene Farbton
frakltal (aus gleichbed. engl. fractal, vermutlich gekürzt
aus fractional „gebrochen“): vielfältig gegliedert, stark
476
strukturiert; fraktale Geometrie: eine Geometrie, die sich
im Gegensatz zur euklidischen Geometrie nicht mit „ein
fachen“ Formen (Gerade, Kreis, Würfel u. a.) befasst,
sondern mit Fraktalen. Frakltal das; -s, -e: komplexes
geometrisches Gebilde, wie es ähnlich auch in der Natur
vorkommt (z. B. das Adernetz der Lungen, die Oberfläche
von Gebirgen). Frakltallgeolmeltrie* 4/e; -: Geome
trie, die sich mit den Faktalen befasst u. mit deren Hilfe
z.B. komplexe Naturerscheinungen mathematisch erfasst
u. am Computer simuliert werden können (Math.). Frak
tion die; -, -en (aus lat. fractio „das Brechen“ zu frangere
„brechen“, in Bed. 1 über fr. fraction unter Einfluss von
lat. factio „Partei“): 1. a) 1 organisatorische Gliederung
im Parlament, in der alle Abgeordneten einer Partei od.
befreundeter Parteien zusammengeschlossen sind; b) Zu
sammenschluss einer Sondergruppe innerhalb einer Or
ganisation; c) (österr.) [einzeln gelegener] Ortsteil. 2. bei
einem Trenn- bzw. Reinigungsverfahren anfallender Teil
eines Substanzgemischs (Chem.). frak|ti|o|nell (zu
T...eil): a) eine Fraktion betreffend; b) eine Fraktion bil
dend. Frak|ti|o|ni_er|aplpa|rat der; -[e]s, -e (zu tfraktionieren): Gerät zur Ausführung einer fraktionierten Des
tillation (Chem.). frakltilolnielren (zu 1 Fraktion u.
t..deren): Flüssigkeitsgemische aus Flüssigkeiten mit ver
schiedenem Siedepunkt durch Verdampfung isolieren
(Chem.). Fraklti|o|nier|kollonlne die; -, -n: Anordnung
von Geräten zur fraktionierten Destillation (Chem.).
frakltilolniert (zu T...iert>: aufgeteilt, unterteilt; in Ab
ständen erfolgend (Med.); fraktionierte Destillation: Des
tillation, bei der verschiedene Anteile eines flüssigen Ge
mischs gleichzeitig od. nacheinander aufgefangen werden
(Chem.). Frakltilolnielrung die; -, -en (zu Î ...ierung): 1.
Zusammenschluss zu Fraktionen (1 a, b). 2. Zerlegung ei
nes chem. Prozesses in mehrere Teilabschnitte (Chem.).
Frakltilonslauitolnolmie die; -, ...ien [,,,i:ən]: Recht ei
ner Fraktion (1 a), über bestimmte Sachverhalte selbst zu
entscheiden. Frak|ti|ons|chef der; -s, -s: Vorsitzender
einer 1 Fraktion (1 a). Fraktilonsdiszilpiin* die; -: po
litisch begründete Verpflichtung, sich bei wichtigen Ent
scheidungen der Mehrheitsentscheidung in der Fraktion
(1 a) zu unterwerfen. Fraktionszwang der; -[e]s: Ver
pflichtung eines Abgeordneten, seine Stimme nur im Sin
ne der Fraktionsbeschlüsse abzugeben. Frakltur die; -,
-en (aus lat. fractura „Bruch“ zu frangere „brechen“): 1.
Knochenbruch (Med.). 2. eine Schreib- u. Druckschrift;
Fraktur reden: deutlich u. unmissverständlich seine Mei
nung sagen, frakltulriert (zu t...iert): gebrochen (z.B.
von Knochen)
Framlbölsie die; -, ...ien (zu fr. framboise „Himbeere“,
(nach dem Aussehen des Ausschlags) u. î2...ie): anste
ckende Hautkrankheit der Tropen mit himbeerartigem
Hautausschlag (Med.)
’Frame [fre:m] der; -n [...man], Plur. -n [...man] u. -s (aus
gleichbed. engl. frame zu to frame „zusammenpassen,
-setzen“): Rahmen, Träger in Eisenbahnfahrzeugen.
Trame der u. das; -s, -s (zu Î’Frame): 1. besondere Da
tenstruktur für die begriffliche Repräsentation von Ob
jekten u. stereotypen Situationen in Modellen künstlicher
Intelligenz (Sprachw., EDV). 2. [im programmierten Un
terricht] Lernschritt innerhalb eines Lernprogramms
Fralna die; -, Frane (aus gleichbed. z7, frana, dies vermut
lich aus lat. vorago „Abgrund“ zu vorare „verschlingen"):
Erdrutsch [im Apennin] (Geol.)
Franc [frä:] der; -, -s (aber: 100 -) (aus gleichbed. fr. franc,
dies verkürzt aus Francorum rex „König der Franken“;
nach der Aufschrift auf der ersten Münze dieser Art
(1360)): Währungseinheit verschiedener europäischer
Länder; Abk. : fr, Plur. frs; französischer Franc; Abk. : FF,
franz. F; belgischer Franc; Abk.: bfr, Plur. bfrs; Luxem-
477
burger Franc; Abk.: lfr, Plur. lfrs;Schweizer Franc; Abk.:
sfr, Plur. sfrs. Fran çai se [fra'sɛ:zə] die; -, -n (aus fr.
(danse) française „französischer Tanz“): älterer franz.
Tanz, vorwiegend im %-Takt. Fran çais fonldalmental [fräsefödamä'tal] das; - - (aus fr. français fondamental,
eigtl. „grundlegendes Französisch“): Grundwortschatz
der franz. Sprache (Sprachw.)
’Franchiise [fra'ʃi:zə] die; -, -n (aus/r. franchise „Freiheit
(von Abgaben)“ zu (alt)fr. franc „frei“, dies aus mlat.
Francus, vgl. franko): 1. (veraltet) Freiheit, Freimütigkeit.
2. Abgaben-, Zollfreiheit. 3. Freibetrag, für den die Versi
cherung [bei Bagatellschäden] nicht eintritt. 2Fran|chise
['fræntʃaɪz] das: - (aus engl. franchise „Konzession“, dies
aus fr. franchise, vgl. 'Franchise): Vertriebsform im Ein
zelhandel, bei der ein Unternehmer seine [Markenjprodukte durch einen Einzelhändler in Lizenz verkaufen
lässt. Franlchilsee [...Jizi] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
franchisee): Nehmer einer "Franchise. Franlchilsing
[,,-ʃaɪzɪŋ] das; -s (aus engl. franchising, eigtl. „das Vor
rechtgeben“): das Zusammenarbeiten von Unternehmen
bzw. Handelsbetrieben in Form einer "Franchise. Fran
chisor [,,,ʃɪzə] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. franchi
sor): Geber einer "Franchise
Fran cilum [...tsiom] das; -s (nach dem mlat. Namen Fran
cia für Frankreich u. zu t ...ium): radioaktives Element aus
der Gruppe der Alkalimetalle; Zeichen Fr
Franclmalçon [främa'sö:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
franc-maçon zu (alt)fr. franc „frei" (vgl. ‘Franchise) u./r.
maçon „Maurer", dem englischen free mason nachgebil
det): (veraltet) Freimaurer. Franc|ma|çon|ne|rie [...so
na...] die; - (aus gleichbed. fr. franc-maçonnerie): (veral
tet) Freimaurerei
franlco ['fraŋko] vgl. franko
Fralne: Plur. von ÎFrana
Framge ['fra:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. frange, dies
über dialektale Vermittlung zu gleichbed. lat. fimbria):
(veraltet) Franse
Franlkaltur die: -, -en (aus gleichbed. it. francatura zu
franco, vgl. franko): a) das Freimachen einer Postsen
dung; b) die zur Frankatur (a) bestimmten Briefmarken,
franlkielren (nach gleichbed. it. francare): Postsendun
gen freimachen
Frankllilnit [auch ...nit] der; -s, -e (nach dem Fundort
Franklin in New Jersey (USA) u. zu t2...it): zum Teil als
Eisenerz verwendeter schwarzer t Spinell
franlko u. franco ['fraŋko] (aus gleichbed. it. franco (di
porto) „(porto)frei“, dies aus mlat. Francus „fränkisch"
zu spätlat. Franci „Franken“ (nach derem Stand als
Freie), dies aus dem Germ.): frei, portofrei für den Emp
fänger (d.h. die Transportkosten, bes. im Postverkehr,
werden vom Absender bezahlt), franlkolfon usw. vgl.
frankophon usw. franlko..., Franlko... (aus mlat. Fran
cus „Franke; fränkisch“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Frankreich, die Franzosen, die französische
Kultur betreffend“, z. B. frankophil, Frankomanie. Franko|ka|na|di|er [...je] der; -s, - (zu mlat. Francus, vgl.
franko): französisch sprechender Bewohner Kanadas.
Franlkolmalne der; -n, -n (zu Î...mane): jmd., der mit ei
ner Art von Besessenheit alles Französische liebt, bewun
dert u. nachahmt. Franlkolmalnie die; - (zu î...manie):
Nachahmung alles Französischen mit einer Art von Be
sessenheit. franlkolphii (zu t...phil): eine ausgeprägte
Vorliebe für Frankreich, die Franzosen u. die französische
Kultur empfindend, bekundend; Ggs. tfrankophob.
Frankolphillie die; - (zu t,,,philie): frankophile Hal
tung; Ggs. TFrankophobie. franlkolphob (zu t...phob
(b)>: eine ausgeprägte Abneigung gegen Frankreich, die
Franzosen u. die französische Kultur empfindend, bekun
dend; Ggs. tfrankophil. Fran|ko|pho|bie die; - (zu
Fraternité
î...phobie (b)>: frankophobe Haltung; Ggs. ÎFrankophi
lie. franlkolphon, auch ...fon (zu Î...phon): Französisch
als Muttersprache sprechend. Fran|kolpho|ne, auch
...fone der u. die; -n, -n: jmd., der Französisch (als seine
Muttersprache) spricht. Fran|ko|pho|nie, auch ...fonje
die; - (zu t...phonie): Französischsprachigkeit. Frankti
reur [frati'ro:n, auch fraŋk...] der: -s, Plur. -e u. (bei franz.
Aussprache) -s (aus gleichbed. fr. franc-tireur, eigtl. „Frei
schütze“): (veraltet) Freischärler
Fran|zis|ka|ner der; -s, - (nach dem Ordensgründer, dem
heiligen Franz(iskus) von Assisi, 1181/82-1226): Angehö
riger des vom hl. Franz v. Assisi 1209/10 gegründeten Bet
telordens (Erster Orden, Abk.: O. F. M.); vgl. Kapuziner,
Konventuale, Kiarisse, Terziar. Fran|zis|ka|ner|bruder der; -s, ...brüder: Laienbruder des klösterlichen Drit
ten Ordens (ITerziar) des hl. Franz. Franlzislkalnelrin
die; -, -nen: 1. Angehörige des Zweiten Ordens des hl.
Franz, ÎKlarisse. 2. Angehörige des Dritten Ordens (vgl.
Terziar), klösterlich lebende Schul- u. Missionsschwester
Franlzilum vgl. Francium
fran|zölsie|ren (zu französisch u. !..deren): a) auf franz.
Art, nach franz. Geschmack gestalten; b) der franz. Spra
che angleichen, französisch machen
fraplpant (aus gleichbed. fr. frappant, Part. Präs, von
frapper, vgl. frappieren): a) auffallend, in die Augen fal
lend; b) schlagend, treffend, überraschend. ’Fraplpé
[fra'pe:], auchFrapIpee der; -s, -s (verkürzt aus fr. drap
frappé „dichtes, geprägtes Tuch“ zu frapper, vgl. frappie
ren): Gewebe mit eingepresster Musterung. 2Frap|pé,
auchFrapIpee das; -s, -s (zu fr. frappé, eigtl. „geschla
gen“, Part. Perf. von frapper, vgl. frappieren): ein mit
klein geschlagenem Eis serviertes [alkoholisches] Ge
tränk. 3Frap|pé, auch Fraplpee das; -s, -s: leichtes,
schnelles Anschlägen der Ferse des Spielbeins gegen das
Standbein vor u. hinter dem Spann des Fußes (Ballett),
fraplpielren (aus gleichbed. fr. frapper, eigtl. „schlagen,
treffen“, wohl aus dem Germ.): 1. jmdn. überraschen, in
Erstaunen versetzen. 2. Wein od. Sekt in Eis kalt stellen
Fraslcalti [...k...] der; -, - (nach der ital. Stadt Frascati):
ital. Weißwein aus der Umgebung von Frascati
Fräl se vgl. ‘Fraise
Frasne [fra:n] das; -s,Fras|nien [franje:] das; Gen. - od.
-s u. Fraslnilum ['fra:nium] das; -s (nach der Ortschaft
Frasne in Brabant (Belgien)): unterste Stufe des Oberde
vons (Geol.)
Frate der; -, ...ti (über it. frate aus lat. frater „Bruder“):
Anrede u. Bez. ital. Klosterbrüder (meist vor vokalisch
beginnenden Namen, z.B. Frate Elia, Frat’ Antonio).
Fralter der; -s, Fratres [,..re:s] (aus lat. frater, vgl. Frate):
1. [Klosterbruder vor der Priesterweihe; vgl. Pater. 2.
Laienbruder eines Mönchsordens; Abk.: Fr. Fralterherren die (Plur.): kath. Schulgenossenschaft des späten
Mittelalters, deren Gelehrtenschulen durch die der 1 Je
suiten abgelöst wurden, fralterlnal (aus mlat. fraternalis
zu lat. fraternus „brüderlich“): auf mehrere Brüder bzw.
auf eine Bruderschaft bezogen; fraternale Polyandrie: in
Tibet u. Hinterindien Form der Vielehe, bei der mehrere
Brüder dieselbe Frau heiraten; vgl. ...al/...ell.fra|ter|nell
(aus gleichbed,/r. fraternel(le); vgl. ...eil): (veraltet) brü
derlich; vgl. ...al/...ell.Fra|ter|nilsa|ti|on die; -, -en (aus
gleichbed. fr. fraternisation zu fraterniser, vgl. fraternisie
ren): Verbrüderung; vgl. ...ation/...ierung.fra|ter|ni|si_eren (aus gleichbed. fr. fraterniser, dies zu lat. fraternus
„brüderlich“): sich verbrüdern, vertraut werden. Fra Iternilsielrung die; -, -en (zu t...ierung): svw. Fraternisati
on; vgl. ...ation/...ierung. Fralterlniltät die; -, -en (aus
gleichbed. lat. fraternitas, Gen. fraternitatis, zu frater,
vgl. Frate): 1. a) Brüderlichkeit; b) Verbrüderung. 2.
[kirchliche] Bruderschaft. Fra|ter|ni|té [...'te:] die; - (aus
Frati
gleichbed./r. fraternité): Brüderlichkeit (eines der Schlag
worte der Franz. Revolution); vgl. Liberté, Égalité, Fra
ternité. Fralti: Plur. von ÎFrate. Fraltres* [,,,re:s]: Plur.
von T Frater. Fraltres* milnolres [,,,re:s ...re:s] die
(Plur.) (aus gleichbed. mlat. fratres minores „Minoritenbrüder“, eigtl. „geringere Brüder“): svw. Franziskaner.
Fraitri|algi|um*dßs; -s, ...ien [...tan] (aus gleichbed. mlat.
fratriagium, eigtl. freragium fraternitas „Teilung der Erb
schaft zwischen den Brüdern einer Bruderschaft“): (lat.
Rechtsspr.) beim Erstgeburtsrecht Erbteil für die nachge
borenen Söhne. Fra|tri|ci|di|um* [...ts...] das; -s, ...ien
[...tan] (aus gleichbed. lat. fratricidium zu fratricida „Bru
dermörder“, dies zu Î Frater u. lat. caedere „erschlagen“) :
(veraltet) Brudermord
Frauldaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. fraudatio zu
fraudere, vgl. fraudieren): (veraltet) Betrügerei. Frauldator der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. fraudator): (veral
tet) Betrüger, frauldielren (aus gleichbed. lat. fraudere):
(veraltet) betrügen
Fralwalschidie; -, -s (aus awest. fravasi, wohl „die Erwähl
te“, weitere Herkunft ungeklärt): im ÎParsismus der per
sönliche Schutzgeist (auch die Seele) eines Menschen
Freak [fri:k] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. freak, weitere
Herkunft ungeklärt): 1. jmd, der sich nicht in das normale
bürgerliche Leben einfügt. 2. jmd., der sich in übertriebe
ner Weise für etwas begeistert. ...freak (zu 1 Freak (2)> :
Wortbildungselement mit der Bedeutung „[übertrieben]
Begeisterter“, z. B. Computerfreak, frealkig [fri:...]:
(Jugendspr.) in der Art eines Freaks, närrisch, unange
passt
Freldaine [frə'dɛ:n] die; -, -n [...nan] (aus gleichbed. fr. fre
daine zu älter fredain „schlecht, übel“, dies aus altprovenzal. *fraidin): (veraltet) mutwilliger, toller Jugendstreich
Fre|don|ne|ment [frədɔnə'nta:] das; -s (aus gleichbed. fr.
fredonnement zu fredon „Triller“): (veraltet) a) das Tril
lern, Summen; b) Gemurmel. fre|don|nie|ren (aus
gleichbed. fr. fredonner): (veraltet) zwitschern, trillern
free alongside ship [Tri: ə'lɔŋsaɪd 'ʃɪp] (engl.y. frei
längsseits Schiff (Klausel, die dem Verkäufer auferlegt, al
le Kosten u. Risiken bis zur Übergabe der Ware an das
Seeschiff zu tragen); Abk. : fas, f. a. s. Freelcall, auch
Free Call ['frikɔ:l] der; -s, -s (zu engl. free „frei“ u. call
„Ruf“): kostenloser Anruf. Freelclimlber, auch Free
Climlber [... klaɪmə] der; -s, - (zu engl. climber „Bergstei
ger“): jmd., der Freeclimbing [als Sportart] betreibt.
Freelclimlbing, auch Free Climlbing [,,,klaɪmɪŋ] das;
-s (aus engl. free climbing, eigtl. „freies Klettern“): Form
des Kletterns, bei der Felspassagen ausschließlich durch
Ausnutzung natürlicher Haltepunkte (z.B. Vorsprünge,
Risse) zu überwinden sind. Free Conlcert [Tri: kɔnsət]
das; --s,--s, auch Freelconlcertdas;-s,-s (aus engl. free
concert „freies Konzert“): [bes. der Plattenwerbung die
nendes] Rockkonzert, bei dem die Gruppen ohne Gage
auftreten u. kein Eintritt erhoben wird. Freeldom-Rides
['fri:dəm raɪdz] die (Plur.) (aus engl. freedom rides, eigtl.
„Freiheitsfahrten“): in der amerik. Bürgerrechtsbewe
gung entwickelte Form der Massendemonstration, bei der
sich Demonstrationszüge sternförmig aus verschiedenen
Richtungen zu einem bestimmten Ziel hin bewegen u. sich
dort zu einer Massenkundgebung vereinigen. Free Flow
[Tri: flou] der u. das; - -s, - -s, auch Freelflowder u. das;
-s, -s (zu engl. free „frei“ u. flow „(Durch)fluss“): 1.
Selbstbedienung. 2. Selbstbedienungsrestaurant. Free
hold [ fri:hoʊld] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. freehold,
eigtl. „Besitzrecht“): lehnsfreier Grundbesitz in England.
Free|hol|der [...hooldu] der; -s, -s (aus engl. freeholder
„Freisasse“): lehnsfreier Grundeigentümer in England.
Free Jazz ['fri: 'ʤæz] der; - - (aus engl.-amerik. free jazz,
eigtl. „freier Jazz“): auf freier Improvisation beruhendes
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Spielen von Jazzmusik. Free|lan|cer ['fri:lɑ:nsn] der; -s, (aus engl. freelance „Freiberufler“): a) freier Musiker
(ohne Bindung an ein bestimmtes Ensemble); b) freier
Schriftsteller, freier Journalist; c) freier Mitarbeiter, free
of caplture and seilzure [Tri: əv 'kæptʃə and 'si:ʒə]
(engl.y. frei von Kaperung u. Beschlagnahme (Klausel,
nach der das Beschlagnahmerisiko ausgeschlossen wird),
free of charge [- - tʃɑ:dʒ] (engl.y. kosten-, gebührenfrei
(Klausel, nach der alle etwaigen Kosten zulasten des Part
ners gehen), free of dalmage [- - 'dæmɪʤ] (engl.y. scha
denfrei (Klausel, nach der alle etwaigen Schäden zulasten
des Partners gehen), free on airlcraft [- ɔn'ɛəkrɑ:ft]
(engl.y. frei Flugzeug (Klausel, die besagt, dass der Ver
käufer die Ware am Flugzeug zu übergeben u. bis dahin al
le Kosten u. Risiken zu tragen hat); Abk.: foa, f. o. a. free
on board [- - bɔ:d] {engl. y. frei an Bord (Klausel, die be
sagt, dass der Verkäufer die Ware auf dem Schiff zu über
geben u. bis dahin alle Kosten u. Risiken zu tragen hat);
Abk.: fob, f. o. b. free on quai [- - 'keɪ] (engl.y. frei (bis
zum) Kai (Klausel, nach der der Verkäufer Kosten u. Ri
siko des Transports einer Ware bis zum Kai übernimmt),
free on rail [- - 'reɪl] (engl.y. frei (bis zur) Schiene (Klau
sel, nach der der Verkäufer Kosten u. Risiko des Trans
ports bis auf den Güterbahnhof übernimmt); Abk. for,
f. o. r. free on truck [- - 'trʌk] (.engl.y. frei (bis zum)
TTruck (Klausel, nach der der Verkäufer Kosten u. Risiko
des Transports bis zum Lastwagen übernimmt); Abk.: fot,
f. o. t. free on waglgon [- - `wægən] (engl.y. frei Wag
gon; vgl. free on board; Abk.: fow, f. o. w. Freelrilding,
auch Free Rilding [..,raɪdɪŋ] das; -s (zu engl. riding, eigtl.
„das Reiten“, zu to ride „reiten, fahren“): extreme Form
des Freestyles
Freelsie [...ta] die; -, -n (nach dem Kieler Arzt F. H. Th.
Freese (f 1876) u. zu Î *...ie>: als Schnittblume (Schwertlili
engewächs aus Südafrika) beliebte Zierpflanze mit gro
ßen, glockigen, duftenden Blüten
Freelsollo [ fri:...] das; -s, Plur. -s u. ...li (zu engl. free
„frei“ u. tSolo): Alleingang beim TFreeclimbing ohne
Hilfsmittel wie Sicherungsseile od. Steighilfen. Free
style ['fri:staɪl] der; -s (zu engl. style „Stil“): Sportart, bei
der auf speziellen Skiern in den Disziplinen Ballett, Bu
ckelpistenfahren u. Springen akrobatische Schwünge,
Drehungen, Sprünge u.Ä. ausgeführt werden. Free-TV,
auch Free TV[fri:ti'vi:] das; -[s] (zu engl. TV, Abk. für Te
levision „Fernsehen“): (im Gegensatz zum Pay-TV) frei
empfangbares Fernsehen. Freelware ['fri:wɛə] die; -, -s
(aus gleichbed. engl.-amerik. free ware, eigtl. „freie Wa
re“): Computerprogramm, das kostenlos abgegeben wird
u. oft über das t Internet zu beziehen ist
Freeze [fri:z] das; - (zu a«g/. to freeze „fest-, einfrieren“):
das Einfrieren aller atomaren Rüstung. Freelzer [ fri:ze]
der; -s, - (aus gleichbed. engl. freezer zu to freeze, vgl.
Freeze): 1. Gerät zum Einfrieren von Speisen u. zum La
gern von tiefgefrorenen Lebensmitteln. 2. Gerät zur Spei
seeisherstellung
Frelgatlte die: -, -n (vermutlich aus gleichbed. it. fregata,
Herkunft ungeklärt): schwer bewaffnetes, urspr. dreimas
tiges, heute hauptsächlich zum Geleitschutz eingesetztes
Kriegsschiff. Fre|gat|ten|ka|pi|tän der; -s, -e: Marine
offizier im Range eines Oberstleutnants. Frelgattlvogel der; -s, ...vögel: fluggewandter Vogel in tropischen
Küstengebieten (Ruderfüßer)
Fre|lalte|rie die; - (aus gleichbed. fr. frelaterie zu frelater,
vgl. frelatieren): (veraltet) Verfälschung (von Wein), frelatieren (aus gleichbed. fr. frelater zu mniederl. verta
ten „(Wein) umfüllen, verladen“): (veraltet) Wein verfäl
schen, panschen. Fre|la|ti|on <ZZe; - (zu I...ation): svw.
Frelaterie
fre mie ren (aus gleichbed. lat. fremere): (veraltet) brum-
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men, murren; rauschen. Frelmislselment [fremtsa'mä:]
das; -s (aus gleichbed. fr. frémissement zu frémir „brau
sen; rauschen“, dies aus lat. fremere, vgl. fremieren): (ver
altet) a) das Rauschen; b) das Beben, Schaudern. FreImi
tus der; - (aus lat. fremitus „dumpfes Geräusch, Rau
schen; Dröhnen" zu fremere, vgl. fremieren): beim
Sprechen fühlbare, schwirrende Erschütterung des Brust
korbes über verdichteten Lungenteilen (Med.)
French Dreslsing ['frɛntʃ -] das; - -s, - -s (aus gleichbed.
engl. French dressing zu French „französisch“ u. Î Dres
sing): svw. Vinaigrette (1). French Knilcker [- mka] der;
--s, - -s (nach engl. French knickers (Plur.), eigtl. „franzö
sischer Schlüpfer“): lose fallende Damenunterhose aus
glänzendem Stoff, meist mit spitzenverzierten Beinen
Frelnekltolmie* die; -, ...ten (zu lat. frenum „Zaum, Zü
gel; Band“ (vgl. Frenulum) u. T...ektomie): Durchtren
nung od. operative Entfernung des Lippenbändchens im
Ober- u. Unterkiefer od. des Zungenbändchens (Med.)
frelneltisch (nach/r. applaudissements frénétiques (Plur.)
„frenetischer (rasender, tobender) Beifall“, dies über /ɑ/.
phreneticus „wahnsinnig, geisteskrank" aus gleichbed. gr.
phrenetikös, phrenitikös, zu phren „Zwerchfell (als Sitz
des Gemüts u. des Verstandes)“): stürmisch, rasend, to
bend (bes. von Beifall, Applaus); vgl. phrenetisch
Frelnulloltolmie die; -, ...ien (zu Î Frenulum u. Î ...tomie):
operative Durchtrennung eines îFrenulums, z.B. des
Zungen- od. Lippenbändchens (Med.). Frelnullum das;
-s, ...la (aus lat. frenulum, Verkleinerungsform von fre
num „Zaum, Zügel, Band“): 1. kleines Bändchen, kleine
Haut-, Schleimhautfalte (Med.). 2. die Eichel des männli
chen Gliedes mit der Vorhaut verbindende Hautfalte;
Vorhautbändchen (Med.)
Frelon® das; -s (Kunstw. zu engl. to freeze „gefrieren ma
chen“): halogenierter Kohlenwasserstoff, der als Kälte
mittel u. Treibgas verwendet wird
frelquent (aus gleichbed. lat. frequens, Gen. frequentis):
1. (veraltet) häufig, zahlreich. 2. beschleunigt (vom Puls;
Med.). 3. häufig vorkommend, häufig gebraucht
(Sprachw.). Frelquenlta® das; -[s] (Kunstw.): kerami
scher Isolierstoff der Hochfrequenztechnik. Frelquentant der; -en, -en (aus lat. frequentans, Gen. frequentan
tis, Part. Präs, von frequentare, vgl. frequentieren): (ver
altet) regelmäßiger Besucher. Frelquen|ta|ti|on die; -,
-en (aus lat. frequentatio „Häufung“): (veraltet) 1. häufi
ges Besuchen. 2. häufige Benutzung. Frelquenltaltiv
das; -s, -e [...va] u. Frelquenltaltilvum [...V...J das; -s,
...va (aus gleichbed. lat. (verbum) frequentativum): svw.
Iterativ, frelquenltielren (aus gleichbed. lat. frequenta
re zu frequens, vgl. frequent): zahlreich besuchen, aufsu
chen; häufig stark in Anspruch nehmen. Frelquenz <ZZe;
-, -en (aus lat. frequentia „zahlreiches Vorhandensein,
Häufigkeit“): 1. Höhe der Besucherzahl; Zustrom, Ver
kehrsdichte. 2. Schwingungs-, Periodenzahl von Wellen in
der Sekunde (Phys.). 3. Anzahl der Atemzüge od. der
Herz- bzw. Pulsschläge in der Minute (Med.). 4. Anteil ei
ner bestimmten Tier- od. Pflanzenart innerhalb eines Bio
tops (Ökologie). Fre|quenz|ana|lylsaltor der; -s, -en:
Gerät zur Messung der Amplitude u. Frequenz von
Schwingungen. Fre|quenzlmo|du|la|ti|on die; -, -en:
Änderung der Frequenz der Trägerwelle entsprechend
dem Nachrichteninhalt (Funkw.); Abk.: FM. Frequenzmodullator der; -s, -en: Gerät zur Frequenz
modulation. Frelquenzlnorlmal das; -s, -e: Gerät mit
stabilisierter reproduzierbarer Frequenz, z. B. Quarzuhr.
Fre|quenz|spek|tro|me|ter* das; -s, -: 1. svw. Fre
quenzanalysator. 2. Gerät zur Schallanalyse. Frelquenzspektrum" das; -s, ...tren: Gesamtheit der Frequenzen
einer Grundschwingung u. der dazugehörigen Ober
schwingungen
Frigopflanze
das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. mlat.
freragium (fraternitas)): svw. Fratriagium. Frère [frɛ:r]
der; -s, -s (aus gleichbed. fr. frère, dies aus lat. frater):
(veraltet) Bruder, bes. Ordensbruder
Freslke die; -, -n (aus fr. fresque): svw. 'Fresko. ’Freslko
das; -s, ...ken (nach it. (dipingere) a fresco „auf frischen
(Kalkputz malen)“ zu it. fresco „frisch“, dies aus dem
Germ.): auf frischem, noch feuchtem Kalkmörtel ausge
führte Malerei (Kunstw.). 2Fres|ko der; -s (Fantasiebez.
zu ‘Fresko): poröses, im Griff hartes Wollgewebe. Fresko maile rei die: -: Malerei auf feuchtem Putz; Ggs.
Î Seccomalerei
Freslnelllinlse [frɛ'nɛl...] die; -, -n (nach dem franz. Phy
siker A. J. Fresnel, 1788-1827): aus Teilstücken zusam
mengesetzte Linse für Beleuchtungszwecke
Fres|sa|li|en [,,,iən] die (Plur.) (scherzhafte latinisierende
Bildung zu dt. fressen): (ugs.) Esswaren, Verpflegung
Fret der; -s (aus gleichbed. fr. fret, dies über mniederl.
vraecht aus dem Germ.): Schiffsfracht. Frelteur [,,,'to:u]
der: -s, -e (aus gleichbed. fr. fréteur): Reeder, der Fracht
geschäfte abschließt. freltielren (aus gleichbed. fr. fré
ter): Frachtgeschäfte (für Schiffe) abschließen
freltilllant [freti'jä:] (aus gleichbed. fr. frétillant zu frétil
ler, vgl. fretillieren): (veraltet) unruhig, zappelig. Freltillelment [...tija’mä:] das; -s (aus gleichbed. fr. frétille
ment): (veraltet) das Unruhigsein, Zappeln, freltilllieren [...ti'ji:...] (aus gleichbed. fr. frétiller zu altfr. freter
„reiben, frottieren“, dies aus lat. frictare): (veraltet) unru
hig sein, zappeln. Fre|til|lon [...ti'jö:] der; -s, -s (aus
gleichbed. fr. frétillon): (veraltet) zappeliger, unruhiger
Mensch
Frett das; -[e]s, -e u. Frettlchen das; -s, - (über niederl.
fret aus gleichbed. (alt)fr.-mniederl. furet, dies über das
Vulgärlat. zu spätlat. furo „Iltis“, eigtl. „Räuber“, zu lat.
fur „Dieb“): Vertreter einer halbzahmen Art des Iltis, die
zum Kaninchenfang verwendet wird, fretltielren (zu
!..deren): mit dem Frettfchen] jagen
Freltum das; -s, ...ta (aus lat. fretum „Strömung, Bran
dung; Meerenge, Kanal“): Kanal, Verengung (Anat.)
Fri and [fri' ä:J der; -s, -s (aus gleichbed. fr. friand zu frire
„backen, braten“, dies aus lat. frigere „rösten, dörren“):
(veraltet) Feinschmecker, Leckermaul. Frilanldilse [friä'di:za] die; -, -n (aus gleichbed. fr. friandise): (veraltet) Le
ckerei, Naschwerk; Leckerbissen
fri|de|ri|zi|alnisch (nach Fridericus, der latinisierten
Form von Friedrich; vgl. ...aner): auf die Zeit König
Friedrichs II. von Preußen bezogen
Frienldly* Fire [Trendlt `faɪə] das; - -s (aus engl. friendly
fire „Angriff von Verbündeten“ zu friendly „freundlich,
befreundet“ u. fire „Feuer“): 1. versehentlicher Beschuss
durch eigene Truppen (Mil.). 2. (Jargon) a) Kritik aus den
eigenen Reihen; b) Anfeindung von unerwarteter Seite
Frilgen® das; -s (Kunstw. zu lat. frigus „Kälte“ u. 7...gen):
Kältemittel (Fluor-Chlor-Methan-Verbindung), frilgid,
frigide (vermutlich unter Einfluss von fr. frigide aus lat.
frigidus „kalt, frostig; lau, matt“ zu frigere „frieren, kalt
sein“): 1. sexuell nicht erregbar; orgasmusunfähig (von
Frauen; Med.). 2. (veraltend) kühl, nüchtern. Frilgildarilum das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. lat. frigidarium
zu frigidus, vgl. frigid): 1. Abkühlungsraum in altröm. Bä
dern. 2. kaltes Gewächshaus, frilgilde vgl. frigid, frɪləidielren (zu Î..deren): (veraltet) abkühlen. Frilgildiltät
die; - (aus spätlat. frigiditas, Gen. frigiditatis „Kälte“):
(bei einer Frau) mangelnde sexuelle Erregbarkeit, Unfä
higkeit zum Orgasmus. Frilgolpflanlze die; -, -n
(Kunstw. zu lat. frigidus „kalt“): Jungpflanze, die luft
dicht eingeschweißt in Kühlräumen gelagert werden kann,
um durch Vorziehen des normalen Pflanztermins im Fol
gejahr frühere u. höhere Ernten zu erzielen, z. B. bei Erd
Fre|ra|gi|um*
Frigorimeter
beeren. Frigoriimeter rfɑs: -s, - (zu lat. frigus, Gen. fri
goris „Kälte“ u. î'...meter>: Gerät zum Bestimmen der
Abkühlungsgröße (Wärmemenge, die ein Körper unter
dem Einfluss bestimmter äußerer Bedingungen abgibt;
Meteor.)
Frilkaldellle tZ/e; -, -n (vermutlich dissimiliert aus ZZ. frittatella bzw. frittadella „Gebratenes, kleiner Pfannkuchen“,
Verkleinerungsform von frittata, vgl. Frittate): gebrate
ner Kloß aus Hackfleisch, „deutsches Beefsteak“. Frikan deau [... do:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. frican
deau): zarter Fleischteil an der inneren Seite der Kalbs
keule (Kalbsnuss). Fri|kan|del|le die; -, -n (Mischbil
dung aus Î Frikadelle u. ÎFrikandeau): 1. Schnitte aus ge
dämpftem Fleisch. 2. svw. Frikadelle. Frilkaslsee das;
-s, -s (aus gleichbed. fr. fricassé zu fricasser, vgl. frikassieren): Gericht aus hellem Geflügel-, Kaninchen-, Lamm
od. Kalbfleisch in einer hellen Soße, frilkaslsielren (aus
gleichbed. fr. fricasser zu frire „braten, rösten“ (dies aus
gleichbed. Zar. frigere) u. casser „(zer)brechen, zerklei
nern“ (dies aus gleichbed. ZaZ. quassare)): 1. als Frikassee
zubereiten. 2. (ugs.) verprügeln; übel zurichten
frilkaltiv (zu lat. frie(a)tum (Part. Perf. von fricare „rei
ben“) u. Î ...iv): durch Reibung hervorgebracht (von Lau
ten; Sprachw.). Frilkaltiv der; -s, -e [...va]: Reibelaut
(z. B. sch, f; Sprachw.). Fri|kalti|vum [...v...] das; -s, ...iva
(aus gleichbed. lat. fricativum): (veraltet) svw. Frikativ
Frilkot [...'ko:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. fricot zu fricas
ser, vgl. frikassieren): a) ein Ragout; b) svw. Frikandeau.
frilko|ti_e|ren (aus gleichbed. fr. fricoter zu fricot, vgl.
Frikot): (veraltet) gut essen u. trinken, schmausen
Frik|ti|o|graf, auch ...graph der; -en, -en (zu ÎFriktion u.
t...graf): physik. Gerät zur Messung der Reibung. Frikltion die; -, -en (aus lat. frictio „das Reiben“ zu fricare „rei
ben“): 1. Reibung. 2. a) Einreibung (z.B. mit Salben); b)
eine Form der Massage (kreisförmig reibende Bewegung
der Fingerspitzen; Med.). 3. Widerstand, Verzögerung,
die der sofortigen Wiederherstellung des wirtschaftlichen
Gleichgewichts beim Überwiegen von Angebot od. Nach
frage entgegensteht (Wirtsch.). 4. (veraltet) Zwist, Miss
helligkeit, Unstimmigkeit. Frik|ti|ons|ins|tru|ment*
das; -[e]s, -e: Musikinstrument, das durch Reibung zum
Erklingen gebracht wird, z.B. Glasharmonika. Frikltionslkallanlder der; -s, -: Walzwerk zur TSatinage des
Papiers. Frikltglrilum das; -s, ...ien [...ian] (aus gleich
bed. lat. frictorium zu fricare „reiben, frottieren“): Raum
in altröm. Bädern, in dem die Badenden frottiert u. mas
siert wurden
Frilmaire [,,, mɛ:n] der; -[s], -s (aus/r. frimaire „Reifmo
nat“ zu frimas „Reif“): der dritte Monat im franz. Revo
lutionskalender (21. Nov. bis 20. Dez.)
Frilpelrie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. friperie zu friper
„(zer)knittern“, dies über älter fr. frepe, ferpe, felpe
„Streifen, alte Kleidungsstücke“ zu mlat. faluppa „Faser,
Sache ohne Wert“): (veraltet) Trödelkram, -handel, Plun
der. Frilpiler [... pie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. fripier):
(veraltet) Trödler. Frilpilèlre [,,,'piɛ:rə] die; -, -n (aus
gleichbed. fr. fripière): (veraltet) Trödlerin. Frilpon
[,,,'pð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. fripon zu friponner,
vgl. friponnieren): (veraltet) Gauner, Spitzbube. Frilponnelrie [...pona...]
-, ...ien (aus gleichbed. fr. friponne
rie): (veraltet) Gaunerei, Schurkerei, frilponlnielren
(aus gleichbed. fr. friponner zu älter fr. friper „rauben, be
stehlen“; vgl. Friperie): (veraltet) stehlen, ergaunern
Frislbee® ['frɪzbɪ] das; -, -s (aus gleichbed. engl. frisbee,
wohl nach einer amerik. Firma, die diese Scheiben urspr.
als Wegwerfteller produzierte): kleine, runde Wurfschei
be aus Plastik (Sportgerät)
Fril sé [,,,'ze:] das; - (zu fr. frisé „gekräuselt“, Part. Perf.
von friser, vgl. frisieren): Kräusel- od. Frottierstoff aus
480
[Kunstseide. Frilsée der; -s u. Frilséelsallat der; -[e]s:
Kopfsalat mit kraus gefiederten Blättern. Frilsett das; -s,
-s (wohl zu/r. frisette „Löckchen“, dies zu friser (vgl. fri
sieren u. Frisons)) : Haarersatz bei Frauen für den Vorder
kopf. Frilseur [...'z0:ç], auch Frisör der; -s, -e (zu Îfrisie
ren u. T...eur>: jmd„ der anderen das Haar schneidet u.
pflegt. Frilseulrin [,..'z0:...], auch Frisörin die; -, -nen:
weibliche Form zu ÎFriseur. Frilseulse [,,,'zo:zə], auch
Frisöse die; -, -n (zu Î ...euse): (veraltend) svw. Friseurin,
frilsielren (vermutlich über niederl. friseeren aus fr. fri
ser „kräuseln“, dies wohl zu frise „flauschiger Woll
stoff“): 1. jmdn. od. sich kämmen; jmdm. od. sich selbst
die Haare [kunstvoll] herrichten. 2. a) (ugs.) Änderungen
an etwas vornehmen, um dadurch einen ungünstigen
Sachverhalt zu verschleiern, um etwas vorzutäuschen; b)
die Leistung eines serienmäßig hergestellten Kfz-Motors
durch nachträgliche Veränderungen steigern. Frilsons
[,,,'zð:] die (Plur.) (aus gleichbed. fr. frisons (Plur.) zu fri
son „Löckchen“, dies zu friser, vgl. frisieren): (veraltet)
an die Frisur angeheftete kleine Löckchen. Frilsör vgl.
Friseur. Frilsölrin vgl. Friseurin. Frilsölse vgl. Friseuse
Friss [frɪj] der; -, - (aus ung. friss „frisch, munter“): der
schnelle Paartanz des Î Csárdás
Frislsonlnelment [,,,sɔnə'ma:] das; -s (aus gleichbed. fr.
frissonnement zu frisson „(Kälte)schauer, das Frösteln;
Schüttelfrost“, dies über das Vulgärlat. zu Z«Z. frictio „das
Reiben, Frottieren“): (veraltet) Schauder, das Frösteln.
fris|son|nie|ren (aus gleichbed. fr. frissonner): (veral
tet) schaudern, frösteln
Frilsur die; -, -en (aus gleichbed./?: frisure zu friser, vgl. fri
sieren): 1. Art u. Weise, in der das Haar gekämmt, gelegt,
gesteckt, geschnitten, frisiert ist. 2. das Frisieren (2). 3.
gekräuselter Kleiderbesatz
Fri Itel llj I no der; -s, Plur. -s u. ...ni (aus gleichbed. it. fritellino, älter gianfritello „Arlecchino“): fröhlicher, unbefan
gener Bursche, Typenfigur der Commedia dell’Arte
Fri teu se [,,,'to:zə], friltielren usw.: frühere Schreibung
für Fritteuse, frittieren usw.
Friltil lia Iría die; -, ...ien [...ian] (aus nlat. fritillaria, eigtl.
„Schachbrettblume“, zu Zat. fritillus „Würfelbecher“):
Kaiserkrone (Liliengewächs)
Fritltalte ¿Zíe; -, -n (aus gleichbed. it. frittata zu fritto „ge
backen, gebraten“, Part. Perf. von friggere, dies aus lat.
frigere „rösten“): in dünne Streifen geschnittener Eierku
chen als Suppeneinlage. Fritlte ?ZZe; -, -n (aus gleichbed.
fr. fritte zu frire, vgl. frittieren): 1. aus dem Glasur- od.
Emaillegemenge hergestelltes Zwischenprodukt bei der
Glasfabrikation. 2. (nur Plur.) Kurzbez. für Î Pommes
frites, fritlten (aus gleichbed. engl. to frit, eigtl. „zusarnmenbacken“, dies über/r. frire aus lat. frigere, vgl. frittie
ren): 1. eine pulverförmige Mischung bis zum losen Anei
nanderhaften der Teilchen erhitzen. 2. sich durch Hitze
verändern (von Sedimentgesteinen beim Emporsteigen
von tMagma; Geol.). 3. (ugs.) svw. frittieren. Fritlter
der; -s, - (zu Tfritten): svw. Kohärer. Frit|teu|se [,,,'to:zə]
die: -, -n (französierende Bildung zu 1 frittieren u. T...eu
se): elektr. Gerät zum Frittieren von Speisen, fritltielren
(zu/r. frit „gebraten, gebacken“, Part. Perf. von frire, dies
aus lat. frigere „rösten“): Speisen od. Gebäck in heißem
Fett schwimmend garen (Gastr.). Fritltung die; -, -en:
das Umschmelzen von Sedimentgesteinen durch Hitze
einwirkung von aufsteigendem tMagma (1; Geol.). Frit
türe die; -, -n (aus gleichbed. fr. friture; vgl. frittieren): 1.
heißes Fett- od. Ölbad zum Ausbacken von Speisen. 2. ei
ne in heißem Fett ausgebackene Speise. 3. svw. Fritteuse
frilvol [...v...] (aus gleichbed. fr. frivole, eigtl. „nichtig, un
bedeutend", dies aus Z«Z. frivolus „zerbrechlich; wertlos“
zu friare „zerbrechen, zerbröckeln“): 1. a) leichtfertig, be
denkenlos; b) das sittliche Empfinden, die geltenden Mo-
481
frottieren
ralbegriffe verletzend; schamlos, frech. 2. (veraltet) eitel,
Bewegung stets frontal dargestellt ist. Fronltallzolne die;
nichtig. fri|vo|li|sie|ren (zu Î...isieren>: (veraltet) leicht
-, -n: Übergangsschicht zwischen kalten u. warmen Luft
fertig behandeln. Fri|vo|li|tät die; -, -en (aus gleichbed.
massen
in
der
Î Troposphäre
(Meteor.).
ʃr. frivolité; vgl. ...ität): 1. a) Bedenkenlosigkeit, Leichtfer
Front-Fan-Trieb|werk [frʌnffæn...] das; -s, -e (zu engl.
tigkeit; b) Schamlosigkeit, Schlüpfrigkeit. 2. (nur Plur.)
front fan „Vordergebläse“, dies zu front „Vorderseite“
Schiffchenspitze, tOcchispitze (eine Handarbeit)
(vgl. Front) u. fan „Ventilator“): ein Turboluftstrahltrieb
frizlzanlte (/r,,- Part. Präs, von frizzare „prickeln; beißen“,
werk. Frpntlfilxielrung die; - (zu ÎFront): Verfahren der
dies zu lat. frictus, Part. Perf. von frigere „rösten“): ital.
Konfektion, bei dem Oberstoff u. Einlegestoff ganzflä
Bez. für perlend, leicht schäumend (von Weinen)
chig miteinander fixiert (vgl. fixieren b) werden. Front
Froildeur [froa'do:p] die; - (aus gleichbed. fr. froideur zu
frau die; -, -en: weibliche Form zu ÎFrontmann. Fron
froid „kalt“, dies aus lat. frigidus): (veraltet) Kälte, Fros
tier ['frʌntɪə]
- (aus engl.-amerik. frontier „Grenze“,
tigkeit
dies aus altfr. frontier (fr. frontière); vgl. Frontière): Bez.
Froisl sé [froa'se:] der od. das: -s, -s (aus fr. froissé, substan
für die Siedlungsgrenze zwischen dem von Indianern, Jä
tiviertes Part. Perf. zu froisser, vgl. froissieren): ein künst
gern u. Fallenstellern beherrschten Gebiet u. der nachfol
lich geknittertes Gewebe, froislsielren (aus fr. froisser,
genden, durch Besiedlung u. Verdrängung erfolgenden
eigtl. „(sich) wund reiben, zerbrechen“, dies über das Vul„Zivilisation“ in Nordamerika im 19. Jh. Fron|tiè|re
gärlat. zu lat. frustum „Brocken“): (veraltet) kränken,
[frð tjɛ:r(ə)] die; -, -n (aus gleichbed. fr. frontière): (veral
verletzen
tet) [Landes]grenze. Fronltislpiz* [fron...] das; -es, -e
Frolmage [frɔ'ma:ʒ] der.: -, -s (aus gleichbed. fr. fromage,
(über gleichbed. fr. frontispice aus mlat. frontispicium
dies über vulgärlat. formaticus „zur (Käse)form gehörig“
„Vordergiebel“ zu lat. frons (vgl. Frons) u. spicere „se
zu lat. forma „Form (zur Käseherstellung)“): franz. Bez.
hen“): 1. Giebeldreieck [über einem Gebäudevorsprung]
für Käse. Frolmage de Brie [- də 'bri:] der;---- , -s [frɔ(Archit.). 2. Verzierung eines Buchtitelblatts (Buchw.).
'ɪna:ʒ] - - (nach der franz. Landschaft Brie): ein Weichkäse
Front man [...mon, engl. 'frʌntmæn] der; -[s], ...men
Fronlde ['frð:də] die; - (aus gleichbed. fr. fronde, eigtl.
[...mon] (aus gleichbed. engl. frontman „Anführer, Mode
„Schleuder“, dies über das Vulgärlat. aus lat. funda
rator“): Musiker einer Rockgruppe o.Ä., der bei Auftrit
„Schleuder(geschoss)“): 1. a) Oppositionspartei des
ten [als Sänger] im Vordergrund agiert. Frontlmann der;
franz. Hochadels im 17. Jh. ; b) der Aufstand des franz.
-[e]s, ...männer: svw. Frontman. Fronltolgelnelse die; -,
Hochadels gegen das Î absolutistische Königtum
-n (zu ÎFront): Bildung von Fronten (5; Meteor.), fron(1648-1653). 2. scharfe politische Opposition, oppositio
to gelne tisch: Fronten bildend (Meteor.). Fronltollynelle Gruppe innerhalb einer Partei od. einer Regierung
se die; -, -n (zu t...lyse): Auflösung von Fronten (5; Me
Fronldeslzenz die; - (zu lat. frondescere, vgl. frondeszieteor.). fronltollyltisch: Fronten auflösend (Meteor).
ren, u. Î ...enz): das Auswachsen gewisser Pflanzenorgane
Fronlton [frotó:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. fronton):
(z. B. Staubblätter) zu Laubblättern (Bot.).fronldeslziesvw. Frontispiz (1). Fronltoltolmie [frɔnto...] rfte; -,
ren (aus gleichbed. lat. frondescere zu frons, Gen. frondis
...ien (zu îFrons u. î...tomie): svw. Leukotomie. Front
„Laub(werk)“): sich belauben, ausschlagen (von Bäumen)
wolman ['frʌntwomon] die; -, ...women [...wtmin] (zu
Fronldeur [frö'do:®] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. frondeur,
engl. front „Vorderseite“ u. woman „Frau“): Musikerin
eigtl. „Schleuderer“, zu fronde, vgl. Fronde): 1. Anhänger
einer Rockgruppe o.Ä., die bei Auftritten [als Sängerin]
im Vordergrund agiert
der Fronde (1). 2. scharfer politischer Opponent u. Regie
rungsgegner. fron|die|ren [frö...] (aus gleichbed. /r. Froslter der; -s, - (anglisierende Bildung zu 4i. Frost): Tief
fronder, eigtl. „schleudern, werfen“): 1. als Frondeur tätig
kühlteil eines Kühlapparats. Frpstlerylthem das; -s, -e
sein. 2. sich heftig gegen etwas auflehnen, sich widerset
(zu tErythem): vorübergehende Rötung der Haut infolge
Frost- bzw. Kälteeinwirkung (Med.)
zen
tronidos (aus lat. frondosus „laubreich, belaubt“ zu frons, Fro|thing|ver|fah|ren [ frɔθɪŋ...] das; -s (zu engl. frothing
„Schaumbildung; das Schäumen“ zu to froth „schäu
Gen. frondis „Laub“): zottenreich (z.B. von der Darm
men“): Vorschäumung bei der Herstellung von Polyure
schleimhaut). tronidos (zu Tfrondos; vgl. ...ös): (veral
thanschaumstoffen (vgl, Polyurethan) durch Zusatz eines
tet) stark, dicht belaubt
Treibmittels
Frons die; -, Frontes [...te:s] (aus lat. frons, Gen. frontis
„Stirn“): Stirn, Stirnbein (Anat, Med.). Front die; -, -en Frotltalge [---ʒə] die; -, -n (aus fr. frottage „das Reiben“ zu
frotter, vgl. frottieren): 1. Erzeugung sexueller Lustemp
(aus/r. front „Stirn, Vorderseite, vordere Linie“, dies aus
findungen durch Reiben der Genitalien am [bekleideten]
gleichbed. lat. frons): 1. a) Vorder-, Stirnseite; b) die aus
Partner (Med., Psychol.). 2. a) (ohne Plur.) grafisches
gerichtete vordere Reihe einer angetretenen Truppe. 2.
Verfahren, bei dem Papier auf einen prägenden Unter
Gefechtslinie, an der feindliche Streitkräfte miteinander
grund (z.B. Holz) gedrückt wird, um dessen Struktur
in Feindberührung kommen; Kampfgebiet. 3. geschlosse
sichtbar zu machen, Durchreibung; b) Grafik, die diese
ne Einheit, Block. 4. (meist Plur.) Trennungslinie, gegen
Technik aufweist. Frotltee, auch Frotté [...'te:] das od.
sätzliche Einstellung. 5. Grenzfläche zwischen Luftmas
der; -[s], -s (französierende Bildung zu tfrottieren): stark
sen von verschiedener Dichte u. Temperatur (Meteor.),
saugfähiges [Baum]wollgewebe mit noppiger Oberfläche.
front à front [fröta'frö] <fr.; eigtl. „Stirn an Stirn“):
Frotltelment [frɔtə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
Mann gegen Mann, fronltal [fron...] (aus gleichbed. fr.
frottement): (veraltet) das Frottieren (1). Frotlteur [fro
frontal; vgl. ‘...al (1)>: a) an der Vorderseite befindlich,
to:®] der; -s, -e (aus/r. frotteur, eigtl. „der Bohnerer“, zu
von der Vorderseite kommend, von vorn; b) unmittelbar
frotter, vgl. frottieren): 1. jmd., der aufgrund einer psy
nach vorn gerichtet. 1Fron|ta|le das; -[s], ...lien [...ion]
chischen Fehlhaltung durch Reiben der Genitalien am
(aus spätlat. frontale „Stirnband“): 1. svw. Antependium.
[bekleideten] Partner sexuelle Lustempfindung erlebt
2. kurz für Os frontale (Stirnbein; Med.). 3. (veraltet)
(Med., Psychol.). 2. (veraltet) Bohnerbürste]. 3. (veraltet)
Stirnbinde, auf die Stirn gelegtes Kissen mit Heilkräutern
jmd., der Badenden die Haut mit Tüchern od. Bürsten tro(Med.). 2Fron|ta|le die; -, -n (zu t...ale): Ansicht, Dar
ckenreibt. Frotlteulse [,,,'to:zə]
-, -n (zu T...euse>:
stellung von vorn. Fron|ta|li|tat die; - (zu Î frontal u.
weibliche Form zu fFrotteur (3). frot|tie|ren (aus fr.
f...ität): eine in der archaischen, ägypt. u. Vorderasiat.
frotter „reiben, frottieren“, weitere Herkunft ungeklärt):
Kunst beobachtete Gesetzmäßigkeit, nach der jeder
1. die Haut [nach einem Bad] mit Tüchern od. Bürsten
menschliche Körper unabhängig von seiner Stellung od.
Frottoir
[ab]reiben. 2. (veraltet) bohnern. Frotitoir [,..'toa:ç] der;
-s, -s (aus gleichbed./r. frottoir): (veraltet) 1. Frottiertuch.
2. Bohner[bürste]
Frptltolla die; -, Plur. -s u. ...ölen (aus it. frottola „Scherz
lied“): weltliches Lied der zweiten Hälfte des 15. Jh.s u.
des frühen 16. Jh.s [in Norditalien]
Froulfrou [fru'fru:] der od. z/as; - (aus gleichbed./r. frou
frou, lautmalende Bildung): das Raschelnu. Knistern der
eleganten (bes. für die Zeit um 1900 charakteristischen)
weiblichen Unterkleidung
Frucltolse vgl. Fruktose. Frucltolsid vgl. Fruktosid.
Fruc tus der; -, - [,,,tu:s] (aus lat. fructus „Ertrag,
Frucht“): Frucht einer Pflanze, die ganz od. in Teilen me
dizinisch verwendet wird (Pharm.). frulgal (über fr. fru
gal „einfach, sparsam, mäßig“ aus lat. frugalis „nutzbar,
sparsam“, dies aus frugi „tauglich, brav“, eigtl. Dativ von
lat. frux, Gen. frugis „Frucht, Tauglichkeit“): 1. einfach
(von Speisen). 2. (ugs. fälschlich) üppig. FruIgaIliItät die;
- (aus/r. frugalité „Genügsamkeit, Einfachheit“, dies aus
lat. frugalitas, Gen. frugalitatis, eigtl. „Vorrat an Früch
ten“): Einfachheit (von Speisen), frulgilfelrisch (zu lat.
ferre „tragen“): (veraltet) fruchtbringend, Früchte tra
gend. Frulgilvolre [,,,'vo:rə] der; -n, -n (meist Plur.) (zu
lat. frux, Gen. frugis „Frucht“ u. vorare „fressen, ver
schlingen“): svw. Fruktivore. Frui tier [frÿi'tje:] der; -s, -s
(aus gleichbed./r. fruitier zu fruit „Frucht“, dies aus lat.
fructus): (veraltet) Obsthändler. Fruiltièlre [,,,'tjɛ:r(ə)]
die; -, -n (aus gleichbed./r. fruitière): (veraltet) Obsthänd
lerin. Frukltildor [frykti...] der; -[s], -s (aus fr. fructidor
„Fruchtmonat“): der zwölfte Monat des franz. Revoluti
onskalenders (18. Aug. bis 16. Sept.). Frukltilfilkaltilon
[fruk...] die; -, -en (aus lat. fructificatio „das Früchtetrei
ben“): 1. (veraltet) Nutzbarmachung, Verwertung. 2. Aus
bildung von Fortpflanzungskörpern in besonderen Behäl
tern (z. B. Ausbildung der Sporen bei Farnen; Bot.); vgl.
...ation/...ierung. frukltilfilzielren (aus lat. fructificare
„Früchte treiben, tragen“): 1. (veraltet) aus etwas Nutzen
ziehen. 2. Früchte ansetzen od. ausbilden (Bot.). Frukltifi zie rung die; -, en (zu t...ierung>: svw. Fruktifikation;
vgl. ...ation/...ierung. Fruk ti vo re [,,,'vo:rə] der; -n, -n
(meist Plur.) (zu lat. fructus „Frucht“ u. vorare „fressen,
verschlingen“): sich hauptsächlich von Früchten ernäh
rendes Tier; Früchtefresser (Zool.). Fruk to se [fruk...],
auch Frucltolse die; - (zu lat. fructus „Frucht“ u.
î2...ose): Fruchtzucker. Frukltolsid, auch Frucltosid
das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu t3...id): t Glykosid, das Fruk
tose als Zuckerbestandteil enthält. Fruk|to|su|rie* die; -,
...ien (zu ÎFructose u. Î ...urie): Ausscheidung von Frucht
zucker durch den Harn (Med.), frukltulös (aus gleichbed. lat. fructuosus): (veraltet) fruchtbar. Frukltulolsität die; - (aus gleichbed. mlat. fructuositas, Gen. fructuositatis): (veraltet) Fruchtbarkeit
Fru|men|ta|ri|er [...in] der; -s, - (aus gleichbed. /a/. fru
mentarius zu frumentum „Getreide“): altröm. Beamter,
der das Heer mit Getreide zu versorgen hatte
Frust der; -[e]s, -e (Kurzform von (Frustration): (ugs.) 1.
(ohne Plur.) das Frustriertsein; Frustration. 2. frustrie
rendes Erlebnis
fruste [fryst, fr. fryst] (aus fr. fruste „verwischt“, dies aus
it. frusto „abgenutzt“ zu lat. frustum „Bruchstück“): un
vollkommen, wenig ausgeprägt (von Symptomen einer
Krankheit; Med.); vgl. Forme fruste
fruslten (zu ÎFrust): (ugs.) svw. frustrieren, frusltran*
(zu lat. frustra „getäuscht; irrtümlich“): a) vergeblich,
irrtümlich, z.B. -e Herzkontraktion (Herzkontraktion,
die zwar zu hören ist, deren Puls aber wegen zu geringer
Stärke nicht gefühlt werden kann; Med.); b) zur Frustra
tion führend, Frustration bewirkend. Frustration*
die; -, -en (aus lat. frustratio „Täuschung einer Erwar
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tung“ zu frustrare, vgl. frustrieren): Erlebnis einer wirk
lichen od. vermeintlichen Enttäuschung u. Zurückset
zung durch erzwungenen Verzicht od. Versagung von Be
friedigung (Psychol.). Frusltraltilonsltolielranz* die;
-: Umleitung einer Frustration in Wunschvorstellungen;
[erlernbare] Î Kompensation, T Sublimierung einer Frus
tration ohne Aggressionen od. Depressionen (Psychol.),
frusltraltolrisch* (aus lat. frustratorius „täuschend“):
(veraltet) auf Täuschung bedacht, frusltrielren* (aus
lat. frustrare „in der Erwartung täuschen“ zu frustra
„vergebens, erfolglos“): 1. die Erwartung von jmdm. ent
täuschen, jmdm. bewusst od. unbewusst ein Bedürfnis
od. die Befriedigung versagen. 2. (veraltet) vereiteln, täu
schen
Frusltum das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat. frustum): (veral
tet) Stück, Brocken, Bissen
Frutlti di Maire die (Plur.) (aus gleichbed. z7. frutti di ma
re, eigtl. „Früchte des Meeres“): mit dem Netz gefangene
kleine Meerestiere (z. B. Muscheln, Austern)
FSIM (Abk. für engl./ull service network „Netzwerk mit vol
lem Service“): Netzwerk, in dem der Benutzer eine Viel
zahl von Diensten in Anspruch nehmen kann
Fuchlsie [...io] die; -, -n (aus nlat. fuchsia; nach dem Bota
niker L. Fuchs (1501-1566) u. zu t’...ie>: Strauch od. klei
nes Bäumchen mit dunkelgrünen Blättern u. hängenden,
krugförmigen, mehrfarbig gefärbten roten, rosa, weißen
od. violetten Blüten, als Park-, Balkon- od. Zimmerpflan
ze gehalten (Nachtkerzengewächs). Fuchlsin das; -s
(Kurzw. aus tFuchsie u. t ...in (1)): synthetisch hergestell
ter roter Farbstoff
Fuchlsit [auch ..,'ksit] der; -s, -e (nach dem Chemiker u.
Mineralogen J. N. von Fuchs (1774-1856) u. zu t2...it>: ein
smaragdgrünes Mineral aus der Gruppe der Glimmer, ein
chromhaltiger t Muskowit
Fu Icolse [,..k...] die; - (zu lat. fucus „Tang“ (dies aus gleich
bed. gr. phÿkos) u. t2...ose>: ein 1 Monosaccharid, das in
zwei optisch aktiven Formen auftritt u. u. a. Bestandteil
des Seetangs bzw. mehrerer Antibiotika ist. Fulcoslterin* das; -s: eine in Braunalgen vorkommende chem. Ver
bindung. Fulcolxanlthin das; -s: braunroter Farbstoff in
Braunalgen
fuldit (aus lat. fudit „hat (es) gegossen“, 3. Pers. Sing. Perf.
von fundere „gießen“; vgl. Fusion): Aufschrift auf gegos
senen Kunstwerken u. Glocken hinter dem Namen des
Künstlers od. Gießers; Abk.: fud.
Fu e ro der; -[s], -s (aus span, fuero „Satzung, Gerichtsbar
keit“, dies aus lat. forum „Gerichtssitzung“, eigtl.
„Markt(platz)“): Gesetzessammlung, Grundgesetz, Sat
zung im span. Recht
Fulfu der; -[s] (aus einer afrik. Eingeborenensprache):'
westafrik. Speise (zu Brei zerstampfte, gekochte, zu klei
nen Kugeln geformte Maniok- od. Jamsknollen, die mit
stark gewürzter, öliger Suppe übergossen werden)
fulgal (zu TFuge u. t’...al (1)>: fugenartig, im Fugenstil
(Mus.), fulgalto (z7.): fugenartig, frei nach der Fuge kom
poniert. Fulgalto rto; -s, Plur. -s u. ...ti: Fugenthema mit
freien kontrapunktischen Umspielungen ohne die Gesetz
mäßigkeit der Fuge (Mus.). Fulgalziltät die; -, -en (zu lat.
fugax, Gen. fugacis „flüchtig“ u. J...ität): Aktivität gas
förmiger Systeme (Chemie). Fulge die; -, -n (aus mlat. fu
ga „Kanon“ bzw. it. fuga „Fuge“, diese aus lat. fuga
„Flucht“ (weil eine Stimme gleichsam vor der folgenden
flieht)): nach strengen Regeln durchkomponierte kontrapunktische Satzart (mit nacheinander in allen Stimmen
durchgeführtem, fest geprägtem Thema; Mus.). Fulgette u. Fughetta [fu geta] die; -, ...tten (aus gleichbed. it.
fughetta, Verkleinerungsform von fuga, vgl. Fuge): nach
Fugenregeln gebaute, aber in allen Teilen verkürzte kleine
Fuge, fulgielren (zu 1 ...ieren): ein Thema nach Fugenart
483
durchführen (Mus.).fulgiltiv (zu t,,,iv): (veraltet) flüch
tig
Fulgu das; -[s], -s (aus gleichbed. jap. fugu): japan. Gericht
aus Kugelfischen
Fugue [fy:g] die; - (aus gleichbed. fr. fugue, dies aus lat. fu
ga „Flucht"): Wandertrieb, krankhafter Trieb zum Fort
laufen (im epileptischen Dämmerzustand; Med.)
Fulkalzelen die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. fucaceae
(Plur.) zu lat. fucus „Tang", dies aus gleichbed. gr. phÿkos): zu den Braunalgen gehörende Blasentange.Fulkolide die (Plur.) (zu lat. fucus „Tang" u. t...oide): in Tonen u.
Mergeln auftretende algenähnliche Abdrücke, die wahr
scheinlich Tierspuren sind. Fu|ko|lo|ge der; -n, -n (zu
T...loge>: Algenkenner. Fulkolse usw. vgl. Fucose usw.
Fu kullo gie die; - (zu t...logie>: Lehre von den Algen
Fullgulrant der; -[s] u. Ful gu ran te die; - (aus Zar. fulgu
rans, Gen. fulgurantis, Part. Präs, von fulgurare „blitzen,
strahlen“): Atlasgewebe mit glänzender rechter Seite.
Ful|gu|ra|ti|on die; -, -en (aus lat. fulguratio „das Blit
zen“ zu fulgurare „blitzen“, dies zu fulgur „Blitz"): An
wendung von Hochfrequenzströmen zur Gewebsdurch
trennung (Med.).Fullgulrit [auch ..,'rit] der; -s, -e (zu lat.
fulgur „Blitz“ u. t2...it): 1. durch Blitzschlag röhrenförmig
zusammengeschmolzene Sandkörner (Blitzröhre). 2. ein
Sprengstoff. 3. ® früher asbesthaltiger, heute asbestfrei
hergestellter Zementbaustoff. Fullgulrolmelter das; -s, (zu t '...meter): Messgerät für Blitze
fullilgilnos (aus gleichbed. lat. fuliginosus zu fuligo, vgl.
Fuligo): rußig, rußartig (z.B. vom Belag der Mund
schleimhaut; Med.). Fullilgo die, auch der; -[s], ...gines
[,..ne:s] (aus lat. fuligo, Gen. fuliginis „Ruß“): bräunlich
schwarzer Belag der Mundhöhle bei schwer Fiebernden
(Med.)
Full Dress der; - -, auchFullldress der; - (aus gleichbed.
engl. full dress, eigtl. „volle Kleidung“): großer Gesell
schaftsanzug, Gesellschaftskleidung. Full House [-haus]
das; - -, - -s [- hauziz], auch Fulllhouse das; -, -s (aus
gleichbed. engl. full house, eigtl. „volles Haus“): 1. Kar
tenkombination beim Î Poker. 2. (ugs.) volles Haus, drang
volle Enge. Full Serlvice [- 'sə:vɪs] der; - -, - -s [- ...visis]
(aus engl. full service „volle Dienstleistung“, vgl. Ser
vice): Kundendienst, der alle anfallenden Arbeiten über
nimmt. Full-Slice-Tech|nik [...slats...] die; -, -en (zu
engl. full slice „volle Scheibe“): Verfahren der Mikroelek
tronik zur Herstellung von TChips (3). Full Speed
[- spi:d] die; - - (aus engl. full speed „volle Geschwindig
keit“): das Entfalten der Höchstgeschwindigkeit [eines
Autos], Fullltime-Job, auch Fullltimeljob [ fultaimdʒɔb] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. full-time job, zu fulltime „ganztägig“): Tätigkeit, Beschäftigung, die jmds.
ganze Zeit beansprucht, ihn voll ausfüllt; Ganztagsarbeit,
ful Hy falshioned ['full 'fæʃənd] {engl.; „mit voller Pass
form“): formgestrickt, formgearbeitet (von Kleidungsstü
cken)
ful|mi|nant (aus /at. fulminans, Gen. fulminantis, Part.
Präs, von fulminare, vgl. fulminieren): 1. sich in seiner au
ßergewöhnlichen Wirkung od. Qualität in auffallender
Weise mitteilend; glänzend, großartig, ausgezeichnet. 2.
blitzartig auftretend, schnell u. heftig verlaufend (von
Krankheiten; Med.). Fullmilnat das; -[e]s, -e (zu lat. ful
men, Gen. fulminis „Blitz" u. T...at (2)>: hochexplosives
Salz der Knallsäure. Ful|mi|na|ti|on die; -, -en (aus
gleichbed. lat. fulminatio zu fulminare, vgl. fulminieren):
das Blitzen, Knallen. ful|mi|nie|ren (aus gleichbed. lat.
fulminare): blitzen, knallen, donnern. Fullminlsäulre
die; - (zu t...in (1)): Knallgas
Fullvelne [...v...] die (Plur.) (zu lat. fulvus „erzfarben,
bräunlich“ u. t...en>: eine Gruppe von ungesättigten,
stark gefärbten Kohlenwasserstoffen
Fundamentalismus
[fy'ma;3a] die; -, -n (aus/r. fumage „das Räu
chern“ zu fumer, vgl. furnieren): Collage, bei der mit einer
Kerzenflamme auf ein bereits bemaltes Papier Rußspuren
gezeichnet werden. Fu|ma|ra|te [fu...] die (Plur.) (zu
t Fumarsäure u. Î ...at (2)) : Salze u. t Ester der Fumarsäu
re (Chem.). Fu ma ria die (Plur.) (zu lat. fumarium
„Rauchkammer“ (weil die Blätter der Pflanze oft wie an
geräuchert erscheinen), dies zu fumare „rauchen"): Erd
rauch, eine Pflanzengattung. Fulmalrolle die; -, -n (aus
gleichbed. it. fumarole, eigtl. „Mündung eines Schorn
steins“, zu spätlat. fumariolum „Rauchloch", dies zu lat.
fumus „Rauch“): das Ausströmen von Gas u. Wasser
dampf aus Erdspalten in vulkanischen Gebieten.Fulmarsäu re die; - (nach ihrem Vorkommen in der Pflanzengat
tung Fumaria) : farblos kristallisierende, ungesättigte Î Di
karbonsäure. Fulmé [fy'me:] der; -[s], -s (aus gleichbed./r.
fumé, eigtl. „gerußt“, Part. Perf. von fumer, vgl. furnie
ren): 1. Rauch- od. Rußabdruck beim Stempelschneiden.
2. erster Druck, Probeabzug eines Holzschnittes mithilfe
feiner Rußfarbe.Fulmeur [fy mo:n] der; -s, -s (aus gleich
bed. fr. fumeur): (veraltet) Raucher, fulmielren [fy...]
(aus fr. fumer „rauchen, schwärzen“, dies aus lat. fumare
„rauchen“ zu fumus „Rauch“): (veraltet) rauchen. Fumilgans [fu...] dos; -, ...ntien [...ion] (aus lat. fumigans,
Part. Präs, von fumigare „Rauchwerk (gegen schädliche
Tiere) anzünden“): zur Schädlingsbekämpfung durch Be
gasung verwendete Substanz. Fu|mi|ga|ti|on die; -, -en
(aus lat. fumigatio „Räucherung“): Desinfektion durch
Räucherung, Begasung. Fulmoir [fy'moa:n] das; -s, -s
(aus gleichbed. fr. fumoir zu fumer, vgl. furnieren): (veral
tet) Rauchzimmer, Raucherabteil eines Zuges, fuimos
[fu...] (überfr. fumeuse aus gleichbed. lat. fumosus): (ver
altet) rauchig, dunstig
Fun [fʌn] der; -s (aus gleichbed. engl. fun): Vergnügen, das
eine bestimmte Handlung, ein Ereignis o.Ä. bereitet
Fulnamlbulle [fynä'by:l, auch funam'bu:lə] der; -n, -n
[...Ion] (aus gleichbed. fr. funambule, dies aus lat. funam
bulus zu funis „Seil" u. ambulare „gehen, umhergehen“) :
(veraltet) Seiltänzer. Fulnamlbullist [funam...] der; -en,
-en (zu t ...ist): svw. Funambule
Funlboard ['fʌnbɔ:d] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. funboard zu fun „Spaß, Freude“ u. board „Brett“): bes. lan
ges u. leichtes Segelsurfbrett. Funlcruilser [,,,kru:zn]
der; -s, -: Fahrrad mit hohem Lenker, hoher Rückenlehne
u. dicken Reifen
Funcltiolnal Food ['fʌnkʃənəl 'fu:d] das: - -[s] (aus gleich
bed. engl. functional food, eigtl. „funktionelle Lebensrnit
tel“): Lebensmittel mit gesundheitsfördernden Zusatz
stoffen
Fuñida die; -, ...dae [...ds] (aus lat. funda „Schleuder“ (we
gen der Ähnlichkeit mit einer Steinschleuder)): Binden
verband für Teilabdeckungen am Kopf (Med.)
Funldalment das; -[e]s, -e (aus lat. fundamentum
„Grund(lage)“ zu fundare, vgl. fundieren): 1. Unterbau,
Grundbau, Sockel (Bauw.). 2. die Druckform tragende
Eisenplatte
bei
einer
Buchdruckerschnellpresse
(Druckw.). 3. a) Grund, Grundlage; b) Grundbegriff,
Grundlehre (Philos.). fun|da|men|tal (aus gleichbed.
spätlat. fundamentalis): grundlegend; schwerwiegend.
Fun|da|men|tal... (zu Îfundamental): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „auf einer bestimmten Grundla
ge beruhend bzw. aufbauend“, z.B. Fundamentalontolo
gie. Fun|da|men|tal|bass der; -es: der ideelle Basston,
der zwar die Harmonie aufbaut, aber nicht selbst erklin
gen muss (Mus.). Fun|da|men|ta|lis|mus der; - (aus
gleichbed. engl.-amerik. fundamentalism zu engl. funda
mental, dies axts spätlat. fundamentalis; vgl. fundamental
u. ...ismus (1, 2, 5)>: 1. geistige Haltung, die durch kom
promissloses Festhalten an [ideologischen, religiösen]
Fulmalge
F
Fundamentalist
Grundsätzen gekennzeichnet ist. 2. eine streng bibelgläu
bige, theologische Richtung im Protestantismus in den
USA, die sich gegen Bibelkritik u. moderne Naturwissen
schaft wendet. 3. Bewegung im TIslam, die die ursprüngli
che u. reine islamische Religion zur Grundlage des politi
schen u. sozialen Lebens zu machen sucht. Funldalmentallistzfer; -en, -en <zu T ...ist): 1. Anhänger, Vertreter des
Fundamentalismus. 2. jmd., der kompromisslos an seinen
[ideologischen, religiösen] Grundsätzen festhält, funldamenltalistisch <zu Î ...istisch); 1. den Fundamentalis
mus betreffend. 2. die Fundamentalisten (2) betreffend,
ihnen eigen. Funldalmenltallonltollolgie die; -: tOntologie des menschlichen Daseins. Fun|da|men|tallphilo so phie die; -: Philosophie als Prinzipienlehre. Fundalmenltallpunktifer,' -[e]s, -e: svw. Fixpunkt. Funldamen tal theo lo giedie; -: Untersuchung der Grundla
gen, auf denen die kath. Lehre aufbaut; vgl. Apologetik,
funldalmenltielren <zu îFundament u. t...ieren>: ein
Fundament (1) legen; gründen. Fun|da|ment|in|strument* das; -[e]s, -e (meist Plur.): ältere Bez. für ein den
Generalbass ausführendes Instrument (Mus.). Funldaltion die; -, -en (aus lat. fundatio „Gründung“ zu fundare,
vgl. fundieren): 1. (Schweiz.) Fundamentierung] (Bauw.).
2. [kirchliche] Stiftung. Funldaltist der; -en, -en (zu
T ...ist): jmd., der die Vorteile einer [kirchlichen] Stiftung
genießt, Inhaber einer Freistelle. Fun|da|tor der; -s,
...oren (aus gleichbed. lat. fundator); Gründer, Stifter.
Funldiifer; -s, -s: (Jargon) Kurzform von Î Fundamenta
list (2). funldiejren (aus lat. fundare „den Grund legen
(für etwas)“ zu fundus, vgl. Fundus): 1. etwas mit dem nö
tigen Fundus (2) ausstatten, mit den nötigen Mitteln ver
sehen. 2. [be]griinden, untermauern (z. B. von Behauptun
gen). funldjert (zu T ...iert): 1. [fest] begründet, unter
mauert (von Ansichten). 2. durch Grundbesitz gedeckt,
sichergestellt (z.B. von einer Schuld). Fundlrailsing
[ fʌndreɪsɪŋ] das; -s (zu engl. fund „Fonds“ u. raising „das
Aufbringen“, dies zu to raise „aufbringen“): das Beschaf
fen von Spenden [für wohltätige Zwecke], Funldusifer; -,
- (aus lat. fundus „Boden, Grund, Grundlage“): 1. Grund
u. Boden, Grundstück; Fundus dotalis: Grundstück im
Rom der Antike, das zu einer Mitgift gehörte; Fundus in
structus [instruk...]: mit Geräten u. Vorräten ausgestatte
tes Landgut im Rom der Antike. 2. Grundlage, Unterbau,
Bestand, Mittel. 3. Gesamtheit der Ausstattungsmittel in
Theater u. Film. 4. Grund, Boden eines Hohlorgans
(Med.). Funldusldrülsen die (Plur.): Ttubulöse Drüsen
im Fundus (4) des Magens der Wirbeltiere u. des Men
schen (Zool., Med.)
fu|ne|ber[fy...] (aus fr. funèbre, vgl. fúnebre): düster, trau
rig. fulnelbre [fy'nebr] u. fulnerale [fune...] (aus
gleichbed. fr. funèbre bzw. it. funerale, eigtl. „zum Lei
chenbegängnis gehörend“, aus lat. funebris bzw. funeralis
zu funus „Bestattung“): traurig, ernst (Vortragsanwei
sung; Mus.). Fulnelraliilen [...jan] die (Plur.) (aus gleich
bed. mlat. funeralia (Plur.) zu (spät)lat. funeralis „zum
Leichenbegängnis gehörend“): Feierlichkeiten bei einem
Begräbnis
Fünfllilber der; -s, - (zu fr. livre „Pfund“, dies aus lat. li
bra): (Schweiz, mdal.) Fünffrankenstück
Funlfur ['fʌnfə:] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. fun fur):
Kleidungsstück aus einem od. mehreren weniger kostspie
ligen [lmitat]pelzen
Funlgiife (Plur.) (aus lat. fungi (Plur.) „Erdschwämme“ zu
fungus, vgl. Fungus): 1. Plur. von TFungus. 2. Bez. der
echten Pilze in der Pflanzensystematik (Bot.)
funlgilbel (aus gleichbed. mlat. fungibilis zu lat. fungi, vgl.
fungieren): 1. austauschbar, ersetzbar (Rechtsw.); fungi
ble Sache: vertretbare Sache, d.h. eine bewegliche Sache,
die im Verkehr nach Maß, Zahl u. Gewicht bestimmt zu
484
werden pflegt (Rechtsw.). 2. in beliebiger Funktion ein
setzbar; ohne festgelegten Inhalt u. daher auf verschiede
ne Weise verwendbar. FunIgiIbjllie [...is] die; -, -n (zu
t’...ie): svw. fungible Sache. Funlgilbilliltät die; - (zu
T ...ität) : 1. Austauschbarkeit, Ersetzbarkeit (Rechtsw.). 2.
die beliebige Einsetzbarkeit, Verwendbarkeit, fundie
ren (aus lat. fungi „verrichten, verwalten, vollbringen,
leisten“): eine bestimmte Funktion ausüben, eine be
stimmte Aufgabe haben, zu etwas da sein
Funlgisltaltikum*i/as, -s, ...ka (zu lat. fungus, Gen. fungi
(vgl. Fungus), gr. statikós „zum Stillstand bringend“ u.
t...ikum): Wachstum u. Vermehrung von [krankheitserre
genden] Kleinpilzen hemmendes Mittel (Med.), funlgista|tisch:Wachstumu. Vermehrung von [krankheitserre
genden] Kleinpilzen hemmend. Funlgit [auch ...git] der;
-s, -e (zu î2...it): pilzförmige Versteinerung, Korallen
schwamm. funlgilzid (zu t...zid): pilztötend (von ehern.
Mitteln; Med.). Funlgilzid das; -[e]s, -e: im Garten- u.
Weinbau sowie in der Landwirtschaft verwendetes Mittel
zur Bekämpfung Pflanzen schädigender Pilze, funlgoiid
(zu t...oid>: schwammähnlich, einer schwammigen Ge
schwulst ähnlich (z.B. von Gewebswucherungen; Med.).
fun|gös(aus gleichbed. lat. fungosus; vgl. ...ös): schwam
mig (z.B. von Gewebe, von einer Entzündung; Med.).
Funlgolsiltätzfze; - (zu Î ...ität): schwammige Wucherung
tuberkulösen Gewebes (bes. im Kniegelenk; Med.). Fun
gus der; -, ...gi (aus lat. fungus „Erdschwamm, Pilz“): 1.
lat. Bez. für Pilz. 2. a) schwammige Geschwulst; b) (veral
tet) Kniegelenktuberkulose (Med.)
Fulni: Kurzform von îSkifuni. Fu ni cu laire [fyniky'le:®]
das; -[s], -s (aus gleichbed. fr. funiculaire zu lat. funiculus,
vgl. Funikulus): (veraltet) Drahtseilbahn. Fu|ni|cu|ius
[fu'ni:ku...] der; -, ...li (aus lat. funiculus „dünnes Seil,
Strick“, Verkleinerungsform von funis „Seil, Strick,
Strang“): 1. Stiel, durch den die Samenanlage mit dem
Fruchtblatt verbunden ist (Bot.). 2. Gewebestrang (z.B.
Samenstrang, Nabelschnur; Med.), fulnilkullär (vgl.
...är): einen Gewebestrang betreffend, zu einem Gewebe
strang gehörend (Med.). Fulnilkullarlbahnz/ze; -, -en (zu
gleichbed. it. funicolare bzw./n funiculaire, dies zu lat. fu
niculus, vgl. Funiculus): (veraltet) Drahtseilbahn; vgl. Fu
niculaire. Fu|ni|ku|li|tisdie,; -, ...itiden (zu Î Funiculus u.
T ...itis) : Entzündung des Samenstrangs (Med.). Fu|ni|kulollylse die: -, -n (zu T...lyse>: operative Beweglichmachung des Samenstrangs bei Hodenhochstand (Med.). Funi!ku|lolorichi|dollylséí/íí>, -, -n (zugr. órchis, Gen. örchios (fälschlich örchidos) „Hoden“ u. î...lyse>: operative
Verlagerung von Samenstrang u. Hoden in den Hoden
sack (bei ausgebliebener Senkung; Med.). Fu|ni|ku|lus
vgl. Funiculus. FuI ni IssItis die; -, ...itiden (zu lat. funis
„Seil, Strick, Strang“ u. T ...itis): bakterielle Infektion der
Nabelschnur (Med.)
Funk [fʌŋk] der; -s (aus gleichbed. engl.-amerik. funk, ge
kürzt aus funky music, zu funky „einfach, derb“, eigtl.
„stinkend, stinkig“): a) bluesbetonte u. auf Elemente der
Gospelmusik zurückgreifende Spielweise im Jazz; b)
meist von Schwarzen in Amerika gespielte Popmusik, die
eine Art Mischung aus Rock u. Jazz darstellt. Funk-Art
['fʌŋk'ɑ:t] die; - (zu engl. art „Kunst“): tenvironmentale
Kunst, bei der Kitschiges, Schäbiges o.Ä. benutzt wird,
um beim Betrachter Ekel an der eigenen kleinbürgerlich
schäbigen Existenz hervorzurufen
Funlkie [...ja] 4ze,- -, -n (aus gleichbed. nlat. funkia; nach
dem dt. Apotheker H. Chr. Funck (1771-1839) u. zu
t’...ie>: Gartenzierpflanze (Liliengewächs) mit weißen,
blauen od. violetten Blütentrauben
funlkig [ÏApkiç] (zu TFunk): in der Art des tFunk
Funklkollleg das; -s, Plur. -s u. -ien [,,,iən] (zu TKolleg):
wissenschaftliche Vorlesungsreihe im Hörfunk. Funk-
485
die; -, -n: eigens für den Hörfunk geschriebene u.
dessen technische Möglichkeiten u. Beschränkungen be
rücksichtigende Oper
Funkltilollekt der; -[e]s, -e (zu ÎFunktion, Analogiebil
dung zu Î Dialekt): Sprache als Ausdrucks weise mit be
stimmter Funktion (z. B. in Predigten). Funkltilon die; -,
-en (aus lat. functio „Verrichtung, Geltung" zu fungi, vgl.
funktionieren): 1. a) (ohne Plur.) Tätigkeit, das Arbeiten
(z.B. eines Organs); b) Amt, Stellung (von Personen); c)
[klar umrissene] Aufgabe innerhalb eines größeren Zu
sammenhanges, Rolle. 2. veränderliche Größe, die in ih
rem Wert von einer anderen abhängig ist (Math.). 3. auf
die drei wesentlichen Hauptakkorde Î'Tonika, T Domi
nante, Î Subdominante zurückgeführte harmonische Be
ziehung (Mus.). 4. eindeutige Zuordnung von Elementen
(1) einer Menge zu denen einer anderen Menge (Informa
tik). funkltilolnal (aus gleichbed. mlat. functionalis): die
Funktion betreffend, auf die Funktion bezogen, der Funk
tion entsprechend; vgl. ...al/...eil;funktionale Grammatik:
Richtung innerhalb der Sprachwissenschaft, die gramma
tische Formen nicht nur formal, sondern auch hinsichtlich
ihrer Funktion im Satz untersucht (Sprachw.);funktionale
Satzperspektive: Gliederung des Satzes nicht nach der
formalen, sondern nach der informationstragenden
Struktur (Sprachw.). Funkltilolnal das; -s, -e: eine
Î Funktion (2) mit beliebigem Definitionsbereich, deren
Werte Îkomplexe od. treelie Zahlen sind (Math.). Funkti|o|nal|ana|lylsis die; -: Zweig der îAnalysis (1), bei
dem die Funktionen als Punkte math. Räume aufgefasst
werden. Funk|ti|o|na|lis die; - (aus mlat. functionalis,
eigtl. „die für eine Funktion Vorgesehene“): oberste
Schicht der Gebärmutterschleimhaut, an der sich die hor
monabhängigen periodischen Veränderungen des Mens
truationszyklus abspielen (Med.). funk|ti|o|na|li|sieren (zu t...isieren): dem Gesichtspunkt der Funktion ent
sprechend gestalten. Funk|tilo|na|li|sie|rung die; -, -en
(zu t...isierung): das Funktionalisieren, das Funktionalisiertwerden. Funkltilolnallislmus der; - (zu t...ismus
(1)): 1. ausschließliche Berücksichtigung des Gebrauchs
zweckes bei der Gestaltung von Gebäuden unter Verzicht
auf jede zweckfremde Formung (Archit.). 2. philos. Leh
re, die das Bewusstsein als Funktion der Sinnesorgane u.
die Welt als Funktion des Ichs betrachtet. 3. Richtung in
der Psychologie, die die Bedeutung psychischer Funktio
nen für die Anpassung des Organismus an die Umwelt be
tont. 4. Richtung der Völkerkunde, die das Ziel der Völ
kerkunde in Erforschung u. Darstellung der inneren Ab
hängigkeiten der einzelnen Elemente einer Kultur vonei
nander u. der daraus abzuleitenden allgemeingültigen Ge
setze sieht. 5. Theorie, die gesellschaftliche Vorgänge als
Ergebnis der Wechselwirkung elementarer Funktionen er
klärt (Logik). Funk|ti|o|na|list der; -en, -en (zu T ...ist):
Vertreter u. Verfechter des Funktionalismus, funkltilonallisltisch (zu t ...istisch): den Funktionalismus betref
fend. Funk|ti|olna|li|tät die; - (zu t ...ität): funktionale
Beschaffenheit. Funkltilolnallstil der; -[e]s, -e: Verwen
dungsweise sprachlicher Mittel, die je nach gesellschaftli
cher Tätigkeit od. sprachlich-kommunikativer Funktion
differieren (Sprachw.). Funk|ti|o|nar der; -s, -e (zu
tFunktionär; vgl. ...ar): (Schweiz.) Funktionär. Funkltiolnär der; -s, -e (nach /r. fonctionnaire „Beamter“ zu
fonction „Funktion“, dies aus lat. functio; vgl. ...är): offi
zieller Beauftragter eines wirtschaftlichen, sozialen od.
politischen Verbandes od. einer Sportorganisation.funktilolnell (nach gleichbed. fr. fonctionnel; vgl. ...eil): 1. a)
auf die Leistung bezogen, durch Leistung bedingt; b)
wirksam; c) die Funktion (lc) erfüllend, im Sinne der
Funktion wirksam, die Funktion betreffend. 2. die Bezie
hung eines Tones (Klanges) hinsichtlich der drei Hauptak
oper
Furfurylalkohol
korde betreffend. 3. die Leistungsfähigkeit eines Organs
betreffend; vgl. ...al/...eil; funktionelle Erkrankung: Er
krankung, bei der nur die Funktion eines Organs gestört,
nicht aber dieses selbst krankhaft verändert ist (Med.);
funktionelle Gruppen: Atomgruppen in organischen 1 Mo
lekülen, bei denen charakteristische Reaktionen ablaufen
können (Chem.); funktionelle Störung: Krankheitssymp
tome, die als organische Beschwerden in Erscheinung tre
ten, aber Î psychosomatische Ursachen haben (Med.).
Funk|ti|olnen|the|o|rie die: - (zu 1 Funktion): allgemei
ne Theorie der Funktionen (2; Math.).funklti|o|nie|ren
(nach gleichbed. fr. fonctionner; vgl. ..deren): in [ord
nungsgemäßem] Betrieb sein; reibungslos ablaufen; vor
schriftsmäßig erfolgen. Funk|ti|ons|kreis der; -es, -e (zu
ÎFunktion): rückgekoppelte funktionale Zuordnung ei
ner bestimmten Verhaltensweise eines Tieres od. eines
bestimmten Organs zu bestimmten Teilen seiner Umge
bung (Verhaltensforschung). Funk|ti|onslpsy|cho|logie <7ze. -: Wissenschaft von den Erscheinungen u. Funk
tionen der seelischen Erlebnisse. Funkltilonslthelolrie
die: - : 1. Theorie der Î Harmonielehre (b) zur Darstellung
der Akkordverbindungen, die im Spannungsverhältnis zu
einem Îtonalen Zentrum stehen (Mus.). 2. Erklärungs
theorie für die Stellung von Angestellten in Wirtschaft u.
Gesellschaft (Soziol.). Funk ti ons verb das; -s, -en: ein
Verb, das in einer festen Verbindung mit einem Substantiv
gebraucht wird, wobei das Substantiv den Inhalt der
Wortverbindung bestimmt (z. B. in Verbindung treten; in
Gang bringen; Sprachw.). Funk|ti|ons|verblge|fü|ge
das; -s, -: Verbalform, die aus der festen Verbindung von
Substantiv u. Funktionsverb besteht (z. B. in Verbindung
treten; in Betrieb sein; Sprachw.). Funkltiv das; -s, -e
[,,,və] (zu lat. functus, Part. Perf. von fungere (vgl. fungie
ren), u. t ...iv) : jedes der beiden Glieder einer Funktion (in
der îGlossematik L. Hjelmslevs). Funk tor der; -s,
...oren (zu î...or): 1. a) ein Ausdruck, der einen anderen
Ausdruck näher bestimmt (moderne Logik); b) Zeichen
für eine Verknüpfung bzw. Funktion (Math.). 2. Ergän
zung einer Leerstelle im Satz (Sprachw.)
funlky ['fʌŋkɪ] (aus engl. funky „irre“): 1. svw. funkig. 2.
(ugs.) modisch, toll
Funisport ['fʌn...] der; -s, -s (aus engl. fun sport zu 1 Fun):
Freizeitsportart ohne Leistungsdruck, bei der tFun im
Vordergrund steht
Fu|or|ulsci|to* [fuoru'ʃi:to] der; -[s], ...ti (aus it. fuoruscito
„Vertriebener“ zu fuori „nach außen“ (dies aus gleichbed.
lat. foris) u. uscire „hinausgehen“ (dies aus gleichbed. lat.
exire)): ital. politischer Flüchtling während der Zeit des
t Risorgimento u. Î Faschismus
Fulralge [---ʒə] die; - (aus gleichbed. fr. fourrage zu ɑ/(/r. fuerre „Viehfutter“, dies aus dem Germ.): a) Lebensmittel,
Mundvorrat (für die Truppe); b) Futter der Militärpferde.
fu|ra|gie|ren [,,,'ʒi:...] (aus fr. fourrager „Viehfutter ho
len“): Furage beschaffen (Mil.)
Fulran das; -s (zu lat. furfur „Kleie“ u. t,,,an): farblose,
chloroformartig riechende, leicht entflammbare Flüssig
keit, die meist aus 1 Furfural gewonnen wird u. das Grund
gerüst vieler heterozyklischer Verbindungen bildet
(Chem.). Fulralnolse </ie; -, -n (zu I2...ose): Zucker, des
sen Molekül das Ringsystem des Furans enthält; vgl. Mo
nosaccharid
Fur|ca [,..ka] vgl. Furka
Fur fu ral das; -s (aus lat. furfur „Kleie“ u. t2...al): aus
Pentosen enthaltenden landwirtschaftlichen Abfallstoffen
(wie z.B. Kleie) gewonnene farblose, schleimhautreizen
de ölige Flüssigkeit, die u. a. als Lösungsmittel verwendet
wird (Chem.). Furlfulrol das; -s (zu T ...ol> : svw. Furfural.
Fur|fulryl|al|ko|hol der; -s (zu t ...yl): aus Furfural durch
Î Reduktion (5) entstehender Alkohol
486
Furiant
der; -[s], -s (aus tschech. furiant, eigtl. „der Be
geisternde“, dies zu lat. furians, Part. Präs, von furiare
„in Raserei versetzen; begeistern“; vgl. Furie): böhmi
scher Nationaltanz im schnellen f,flakt mit scharfen
rhythmischen Akzenten, fulri bund (aus gleichbed. lat.
furibundus): rasend, tobsüchtig (Med.). Fulrie [,,,iə] die;
-, -n (aus gleichbed. lat. Furia, eigtl. „Wut, Raserei“): 1.
röm. Rachegöttin; vgl. Erinnye. 2. eine in rasende Wut ge
ratene Frau
Ful rier der; -s, -e (aus gleichbed. fr. fourrier zu altfr. fuerre,
vgl. Furage): 1. der für Verpflegung u. Unterkunft einer
Truppe sorgende Unteroffizier; vgl. Fourier. 2. Rech
nungsführer
fulril os (aus lat. furiosus „wütend, rasend“; vgl. Furie): a)
wütend, hitzig; b) mitreißend, glänzend. fu|ri|o|so (zi.):
wild, stürmisch, leidenschaftlich (Vortragsanweisung;
Mus.). Fulrilolso das; -[s], Plur. ...si u. -s: einsätziges Mu
sikstück od. musikalischer Satz von wild-leidenschaftli
chem Charakter (Mus.)
Furlka die; -, ...ken, Furca [...ka] die; -, ...cae [...ke] (aus lat.
furca „(zweizinkige) Gabel“): a) paariger, mitunter vielgliedriger Anhang an der Schwanzplatte vieler Krebse; b)
Sprunggabel der Springschwänze (Biol.)
Furlalna u. Fur la ne vgl. Forlana
Fur long ['fə:lɔŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. furlong
aus altengl. furlang, dies zusammengezogen aus furh
„Furche“ u. lang „Länge“, eigtl. „Länge einer Furche“):
in Großbritannien u. in den USA verwendete Längenein
heit in der Landwirtschaft (= 201,17 m)
Furlnier das; -s, -e (Rückbildung zu Îfurnieren): dünnes
Deckblatt aus gutem, meist auch gut gemasertem Holz,
das auf weniger wertvolles Holz aufgeleimt wird, furlnieren (aus fr. fournir „mit etwas versehen“, dies über altfr.
fornir „ausführen, vollenden“ aus dem Germ.): mit Fur
nier belegen. Furlnielrung die; -, -en (zu î...ierung): 1.
das Furnieren. 2. svw. Furnier. Fur|ni|tur die; -, -en (aus
fr. fourniture „Ausstattung, Zubehör“ zu fournir, vgl. fur
nieren): Furnierüberzug [eines Möbels]
Fur|no|lo|gie die; - (zu lat. furnus „Ofen“ u. T...logie):
(veraltet) Ofenbaulehre
Fylrorrfer; -s (aus gleichbed. lat. furor): Wut, Raserei. Furglre Ae; - od. das; -s (über it. furore „Wut, Begeiste
rung“ aus gleichbed. lat. furor): rasender Beifall; Leiden
schaftlichkeit; Furore machen: Aufsehen erregen, Beifall
erringen. Fulror po|e|ti|cus [- ...kos] zfer; - - (aus lat. fu
ror poeticus „dichterische Begeisterung“): (nach antiker
[platonischer] Auffassung) rauschhafter Zustand des in
spirierten Dichters. Fulror teutonicus [- ...kos] der; - (aus gleichbed. lat. furor teutonicus; nach einem bei Lu
kan (39-65 n. Chr.) gebrauchten Ausdruck zur Charakte
risierung des Kampfesmuts germ. Krieger): germanisches
bzw. deutsches Ungestüm
Fulrunlkel der, auch das; -s, - (aus gleichbed. lat. furuncu
lus, eigtl. „Spitzbube“): tief reichende, akut-eitrige Ent
zündung u. Einschmelzung eines Haarbalgs u. seiner Um
gebung (Med.). Fulrunlkullolse die; -, -n (zu t‘...ose):
ausgedehnte Furunkelbildung (Med.)
Fulsa die; -, Plur. ...ae [...ze] u. ...sen (aus it. fusa „eine
Spindel voll Faden“ (nach der Gestalt der Note) zu lat.
fusus „Spindel“): Achtelnote in der ÎMensuralnotation.
Ful sain [fy'zè:] der; -s, -s (aus fr. fusain „Spindelbaum;
Zeichenkohle“ zu lat. fusus, vgl. Fusa): (veraltet) aus dem
Holz des Spindelbaumes gewonnene u. zum Zeichnen be
nutzte Kohle. Fu|sa|ri|o|se [fuza...] die; -, -n (zu ÎFusa
rium u. t'...ose): durch Fusarien erzeugte Pflanzenkrank
heit (Bot.). Fu|sa|ri|um das; -s, ...ien [...ian] (aus gleich
bed. nlat. fusarium zu lat. fusus „Spindel“ (nach der
Form der Sporen)): ein Schlauchpilz (Pflanzenschädling;
Bot.)
Fuirilant
das; -s, -s (aus gleichbed. jap. fuseki): die über das
ganze Brett verteilte Partieeröffnung beim Gospiel
fulsilfprm (zu lat. fusus, Gen. fusi „Spindel“ u. î...form>:
spindelförmig (Biol., Med.); fusiforme Bakterien: spindelod. lanzettförmige Bakterien
Fulsil [fy'zil] der od. das; -s, -s (aus fr. fusil „Gewehr; Flin
te; Büchse“, dies über älter fr. foisil u. vulgärlat. focilis
(petra) „Feuer erzeugender Stein)“ zu lat. focus, vgl. Fo
kus): (veraltet) Feuerwaffe, Gewehr. FüIsiliier der; -s, -e
(aus gleichbed. fr. fusilier zu fusil, vgl. Fusil): (Schweiz.,
sonst veraltet) Infanterist. fü|si|lie|ren (aus gleichbed./r.
fusiller zu fusil, vgl. Fusil): nach Kriegs- od. Ausnahme
recht durch ein Erschießungskommando hinrichten,
standrechtlich erschießen. Fülsillierlrelgilment das; -s,
-er: (Schweiz., sonst veraltet) Regiment der leichten Infan
terie. Fülsilllalde [fyzija:do] die: -, -n (aus gleichbed./r.
fusillade): (veraltet) [massenweise] standrechtliche Er
schießung von Soldaten
Fu silili die; (Plur.) (aus gleichbed. it. fusilli zu fuso „Spin
del“, dies aus lat. fusus) : spiralig gedrehte Nudeln
Fulsilon die; -, -en (aus lat. fusio „das Gießen, Schmel
zen“ zu fundere „gießen, fließen lassen“): I. Vereini
gung, Verschmelzung (z.B. zweier od. mehrerer Unter
nehmen od. politischer Organisationen). 2. Vereinigung
der Bilder des rechten u. des linken Auges zu einem ein
zigen Bild (Optik, Med.). 3. Verschmelzung von Zellen
od. Chromosomen (Biol.). 4. Kernverschmelzung, Ver
schmelzung leichter Atomkerne zu einem schweren, wo
bei Energie freigesetzt wird (Kernphys.). fu|si|o|nieren (zu t..deren): verschmelzen (von zwei od. mehreren
[großen] Unternehmen). Fu|si|o|nie|rung die; -, -en
(zu t...ierung): das Fusionieren (Wirtsch.). Fulsilonsenerlgie die; -, ...ien [,,,i:ən]: bei einer Kernverschmel
zung frei werdende Energie (Kernphys.). Fulstlonslreakltor der; -s, -en: tReaktor zur Energiegewinnung
durch Kernfusion. Fulsit [auch ...zit] der; -s, -e (zu lat.
fusio (vgl. Fusion) u. T2...it>: Steinkohle, deren einzelne
Lagen aus verschieden zusammengesetztem Material
bestehen
Fulsolbakltelrilen [--iən] die (Plur.) (zu lat. fusus „Spin
del“ u. 1 Bakterie): spindelförmige Bakterien, die gewöhn
lich auf Schleimhäuten zu finden sind
Fusltalge u. Fastage [---ʒə] die; -, -n (französierende Bil
dung zu fr. fût (älter fr. fust) „Baumstamm; Schaft; Wein
fass“ (aus lat. fustis „Stock“) u. T...age>: 1. Frachtverpa
ckung (Kisten, Säcke u. anderes Leergut). 2. Preis für
Leergut
Fus|ta|nel|la die; -, ...lien (über zt. fustanella aus gleich
bed. ngr. phoustanélla, Verkleinerungsform von phoustáni „Rock, Kleid“, dies aus it. fustagno „Barchent“): kur
zer Männerrock der griech. Nationaltracht (Albaneserhemd)
Fuslti die (Plur.) (aus it. fusti, Plur. von fusto „Stängel,
Stiel“, dies aus lat. fustis „Stock“): 1. Unreinheiten einer
Ware, Unbrauchbares (z.B. Blätter, Stängel, Steine). 2.
Preisnachlass für das Unbrauchbare an einer Ware. Fustibalus der; -, ...li (aus gleichbed. lat. fustibalus): Stock
mit Schleuder, eine altröm. Handschleuderwaffe. Fusltigalti on die; -, -en (zu spätlat. fustigare (vgl. fustigieren)
u. Î...ation): 1. (veraltet) Auspeitschung. 2. Hautgeißelung
zu therapeutischen Zwecken (Med.), fusltilgielren (aus
spätlat. fustigare „mit dem Stock prügeln“ zu lat. fustis,
vgl. Fusti): (veraltet) auspeitschen
Fus|tik|holz das; -es (zu engl. fustic „Gelbholz“, dies über
älter fr. fustoc aus gleichbed. ara/j. fustuq, fustaq): tropi
sche, zur Farbstoffgewinnung geeignete Holzart (Gelb
holz)
Fulsulma die; -, -s (aus gleichbed. jap. fusuma): die un
durchsichtige Schiebewand, die im japan. Haus die einzelFulselki
487
nen Räume voneinander trennt u. vor Wandschränken
verwendet wird
Fuslzin das; -s <zu lat. fuscus „dunkelbraun, schwarzgelb“
u. t...in (1)>: gelbbrauner Farbstoff der Farbstoffzellen
der Netzhaut
Fut der; -, Plur. -, auch Futi (aus gleichbed. rass, fut, dies
aus engl. foot, vgl. Foot): früheres russ. Längenmaß
( = 30,48 cm)
Fulthark ['fu:θark] das; -s, -e (nach den ersten sechs Ru
nenzeichen): das älteste germ. Runenalphabet
Fulti: Plur. von t Fut
fultielren (aus fr. foutre, eigtl. „stoßen, werfen“, dies aus
lat. futuere „Geschlechtsverkehr mit einer Frau haben“):
(Schweiz.) 1. jmdn. beschimpfen, tadeln. 2. sich -: sich um
etwas nicht kümmern, sich über etwas hinwegsetzen
fultil (aus lat. fut(t)ilis „unsicher, durchlässig; nichtig“,
eigtl. „leicht ausgießbar“): (veraltet) nichtig, unbedeu
tend, läppisch. Fultilliltät die; -, -en (aus gleichbed. lat.
futilitas, Gen. futilitatis): (veraltet)Nichtigkeit, Unbedeu
tendheit
Fulton der; -s, -s (aus jap. futon „Matte“): als Matratze die
nende, relativ hart gepolsterte Matte eines japan. Bettes
futlschilkalto (italianisierende Bildung zu dt. futsch):
(meist scherzh.) verloren, nicht mehr da; vorbei
Futltelral das; -s, -e (aus mlat. fotrale, fútrale zu fotrum
„Überzug“ (germ. Wort; vgl. dt. Futter)): [eng] der Form
angepasste Hülle für einen Gegenstand (z. B. für eine Bril
le)
Fultur das: -s, -e (aus gleichbed. lat. (tempus) futurum,
eigtl. „das Zukünftige“): 1. Zeitform, mit der ein verba
les Geschehen od. Sein aus der Sicht des Sprechers als
Vorhersage, Vermutung, als fester Entschluss, als Auf
forderung o.Ä. charakterisiert wird. 2. Verbform des
Futurs (1). Fultulra die; - (aus (n)lat. futura, eigtl. „die
Künftige“): eine Schriftart (Druckw.). Fu|ture|markt
[ fju:ʧə...] der: -[e]s (zu engl. future, vgl. Futures): Ka
pitalmarkt, auf dem Futures gehandelt werden, Termin
markt. Fultures ['fju:tʃəz] die (Plur.) (aus gleichbed.
engl. futures (Plur.) zu future „Zukunft“, dies aus lat.
futurum, vgl. Futur): Sammelbez. für standardisierte
Terminkontrakte, die an Börsen gehandelt werden (Bör-
Fylke
senw.). fu tu risch [futu:...] (zu tFutur): a) das Futur
betreffend; b) im Futur auftretend (Sprachw.). Fu|turislmus der; - (aus gleichbed. it. futurismo zu futuro
„Zukunft“; vgl. Futur u. ...ismus (1)): von Italien aus
gehende literarische, künstlerische u. politische Bewe
gung des beginnenden 20. Jh.s, die den völligen Bruch
mit der Überlieferung u. ihren Traditionswerten forder
te. Fultulrist der; -en, -en (aus gleichbed. it. futurista;
vgl. ...ist): Anhänger des Futurismus. Fu|tu|ris|tik die;
- (zu ÎFutur u. t...istik): svw. Futurologie, fultulristisch (zu T...istisch): zum Futurismus gehörend. Fulturollo'ge der; -n, -n (zu t...loge): Wissenschaftler auf
dem Gebiet der Futurologie. Fu|tu|ro|lo|gie die; - (zu
T...logie): Zukunftsforschung, interdisziplinäre Wissen
schaft, die sich mit den erwartbaren zukünftigen Ent
wicklungen auf technischem, wirtschaftlichem u. sozia
lem Gebiet beschäftigt. fu|tu|ro|lolgisch (zu Î...lo
gisch): die Futurologie betreffend. Fultulrum das; -s,
...ra (aus lat. futurum, vgl. Futur): (veraltet) svw. Futur.
Fultulrum exakltum* das; - -, ...ra ...ta (zu lat.
exactum „vollendet“, Part. Perf. (Neutr.) von exigere
„vollenden"): vollendetes Futur (z.B. er wird gegangen
sein: Sprachw.)
Fulyard [fyja:t:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. fuyard zu fuir
„fliehen“, dies über vulgärlat. fugire aus lat. fugere): (ver
altet) Flüchtling, Ausreißer
Fuzlzi der; -s, -s (nach der gleichnamigen Gestalt einer
amerik. Westernserie): (meist abwertend) [nicht ganz
ernst zu nehmender] Mensch; komischer Typ
Fuzlzyllolgik ['fʌzɪ...] die; - (aus gleichbed. engl. fuzzy lo
gic zu fuzzy „verschwommen“, eigtl. „verschwommene
Logik“): Logiksystem, das mehrere bis unendlich viele
Wahrheitswerte kennt, sodass eine Darstellung u. Verar
beitung unpräziser Informationen (z.B. ziemlich heiß,
stark bewölkt) möglich ist. Fuzlzylthelolrie die; -: svw.
Fuzzylogik
Fylglja die; -, ...jur (aus gleichbed. altnord. fylgja): der per
sönliche Schutzgeist eines Menschen in der altnord. Reli
gion (Folgegeist)
Fyllke das; -[s], -r (aus worw. fylke „Regierungsbezirk“):
norw. Bez. für Provinz, Verwaltungsgebiet
G
['gabardi:n, auch ,,,'di:n(ə)] der; -s, Plur. (Sor
ten) -, auch die; -, Plur. (Sorten) - (aus gleichbed./r. gabar
dine, dies aus span, gabardina „eng anliegender Männer
rock“): Gewebe mit steil laufenden Schrägrippen (für
Kleider, Mäntel u. Sportkleidung). Galbarldinelmantel der; -s, ...mäntel: Mantel aus Gabardine
Gablbro* der; -s (nach dem Hügelland von Gabbro in der
mittelital. Provinz Livorno): ein körniges, schwarzgrünes
Tiefengestein (Geol.). Gablbrolpeglmaltit der; -s, -e:
ein seltenes, grobkörniges magmatisches Gestein (Geol.)
Galbellle die; -, -n (aus/r. gabelle „(Salz)steuer“, dies über
it. gabella (altprovenzal. gabela) aus arab. al-qabäla „Ab
gabe“): Steuer, Abgabe, bes. Salzsteuer in Frankreich
1341-1790
Ga|bun|vi|per [...v...] die; -, -n (nach dem zentralafrikani
schen Staat Gabun u. zu TViper): in den Regenwäldern
Zentralafrikas lebende, über 1,5 m lange Viper mit langen
Giftzähnen u. geometrischer Musterung der Haut, die le
bende Junge gebärt
Gadlget ['gædʒɪt] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. gadget,
Herkunft ungeklärt): kleiner, raffinierter technischer Ge
genstand
Galdollilnit [auch ... 'nɪt] der; -s, -e (nach dem finn. Chemi
ker J. Gadolin (1760-1852) u. zu î2...it>: ein schwarzes bis
grünlich braunes, meist radioaktives Mineral. Galdollinilum das; -s (zu Î ...ium): zu den Seltenerdmetallen gehö
rendes chem. Element; Zeichen Gd
Galdullka die; -, -s (aus gleichbed. bulg. gadulka): birnen
förmiges drei- od. viersaitiges Streichinstrument der Bal
kanvölker
Gag [gɛk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. gag, eigtl.
„Knebel“): 1. (im Theater, Film, Kabarett) [durch techni
sche Tricks herbeigeführte] komische Situation, witziger
Einfall. 2. etwas, was einen Überraschungseffekt hat; Be
sonderheit
galga (aus fr. gaga „kindisch“ (lautmalend)): (selten) trot
telig
Galgalku das; -s (aus gleichbed. jap. gagaka): aus China
übernommene Kammer-, Orchester- od. Chormusik am
japan. Kaiserhof (8.-12. Jh. n.Chr.)
Galgat der; -[e]s, -e (über lat. gagates aus gleichbed. gr. gagätes; nach dem Fluss u. der Stadt Gagas in Kleinasien):
als Schmuckstein verwendete Pechkohle
Galge [ ga:ʒə] die; -, -n (aus fr. gage „Pfand, Sold, Löh
nung“, dies aus dem Germ.): a) Bezahlung, Gehalt von
Künstlern; b) (österr. veraltet) Gehalt eines Offiziers.
Galgeur [ga'ʒo:u] der; -s, -e (aus gleichbed./r. gageur zu
gager, vgl. gagieren): (veraltet) Wetter, Wettender. Ga
geure [ga/y:r] die; -, -n [.../y:rn] (aus gleichbed./r. ga
geure): (veraltet) Wette
Gabarldine
['gægə] <7er;-s, - (aus gleichbed. engl.-amerik. gagger zu gag, vgl. Gag): svw. Gagman
galgielren [ga'ʒi:...] (aus gleichbed./r. gager zu gage, vgl.
Gage): (veraltet) wetten. Galgist [ga/ist] der; -en, -en (zu
t,,,ist): 1. jmd., der Gage bezieht. 2. (österr. veraltet) An
gestellter des Staates od. des Militärs (in der österr.-ung.
Monarchie)
Ga|gli|ar|de* [galjards] vgl. Gaillarde
Gaglman ['gægmən] der; -[s], ...men [...man] (aus gleich
bed. engl.-amerik. gagman, zu IGag u. engl. man
„Mann“): jmd., der Gags erfindet
galgné* [ganje:] (aus gleichbed./r. gagné, Part. Perf. von
gagner „(durch Zufall) gewinnen“, dies aus fränk. waidanjan „sich Nahrung verschaffen, erbeuten“ (ahd. weidanön „weiden“)): (veraltet) gewonnen. Galgneur [...’jom]
der; -s, -e (aus gleichbed./r. gagneur): (veraltet) Gewinner
Gahlnit [auch ,,,'nɪt] der; -s, -e (nach dem schwed. Chemi
ker J. G. Gähn (1745-1818) u. zu î2...it>: ein dunkelgrünes
bis schwarzes metamorphes Mineral
Gailda vgl. Gajda
gaie ment [ge'mà] vgl. gaîment. Gaielté [,.. te:] die; - (aus
gleichbed./r. gaieté zu gai „fröhlich“ (germ. Wort)): (ver
altet) Heiterkeit, Fröhlichkeit
Gailllard [gaja:r] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. gaillard,
eigtl. „munter; lustig, ausgelassen“; vgl. Gaillardise):
franz. Bez. für Bruder Lustig. Gailllatjde [ga'jardə]
-, -n (aus gleichbed./r. gaillarde, eigtl. Femininum zu gail
lard, vgl. Gaillard): 1. (früher) lebhafter, gewöhnlich als
Nachtanz zur Î Pavane getanzter Springtanz im 3/4-Takt. 2.
bestimmter Satz der t Suite (4) (bis etwa 1600)
Gailllarldia [gajardia] u. Gail lar die [...in] die; -, ...ien
[-,ɪən] (aus nlat. gaillardia; nach dem Namen des franz.
Botanikers Gaillard de Marentonneau; vgl. ’...ia bzw.
'...ie>: Kokardenblume (Korbblütler; Zierstaude)
Gailllarldise [gajar'di:z] die; - (aus gleichbed./r. gaillardise
zu gaillard „munter; gesund, kräftig“, dies wohl aus dem
Galloroman.): (veraltet) ausgelassene Lustigkeit, derbe
Heiterkeit
gaîlment [gema] (aus gleichbed./r. gaîment, gaiement zu
gai „fröhlich“, dies aus dem Germ.): lustig, fröhlich, hei
ter (Vortragsanweisung; Mus.), gaio [ gajo] (aus gleich
bed. it. gaio, dies aus fr. gai, vgl. gaîment): svw. gaîment
Gai Ita die; -, -s (aus gleichbed. span, gaita, dies vermutlich
zu got. gaits „Ziegenleder“): Bez. für verschiedenartige
span. Blasinstrumente (z. B. Dudelsack aus Ziegenleder,
Hirtenflöte). Gajlda [ gajda] die; -, -s (aus gleichbed. bulgar. gajda, serb. gajde, türk, gayda; vgl. Gaita): in der Tür
kei, in Bulgarien, den mittleren Karpaten u. in Polen ge
bräuchlicher Dudelsack mit zwei Pfeifen
Gal das; -s, - (Kurzw. für Galilei; nach dem ital. NaturforGaglger
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scher Galileo Galilei, 1564-1642): ältere physik. Einheit
der Beschleunigung
Galla [auch gala] die; -, -s (aus gleichbed. span, gala, dies
vermutlich aus ɑ/t/r. gale, vgl. galant): 1. (ohne Plur.) für
einen besonderen Anlass vorgeschriebene festliche Klei
dung; großer Gesellschaftsanzug. 2. Hoftracht. 3. in fest
lichem Rahmen stattfindende Theater-, Opernaufführung
o.Ä. Galla... [auch gala...] (zu tGala): Wortbildungsele
ment mit den Bedeutungen: a) „festlich, in festlichem
Rahmen veranstaltet“, z.B. Galaempfang, Galavorstel
lung, u. b) „für festliche Gelegenheiten bestimmt“, z.B.
Galauniform
Ga Ila I bi I ja die; -, -s (aus gleichbed. arab. galäbiyah): weites
wollenes Gewand, das von den ärmeren Schichten der
arabischsprachigen Bevölkerung Vorderasiens getragen
wird
Gallalgozter;-s, -s (aus einer afrik. Eingeborenensprache):
eine Familie nachtaktiver afrik. Halbaffen
gallakt..., Ga lakt... vgl. galakto..., Galakto... GallakltagogumGa.v, -s, ...ga (zu Tgalakto... u. gr. agögös „(herbei)führend“>: milchtreibendes Mittel für Wöchnerinnen
(Med.). Galiakltildrglsis* die; - (zu gr. hidrösis „das
Schwitzen“, zu hidrem „schwitzen“, eigtl. „das Milch
schwitzen“): Ausschwitzung einer milchähnlichen Flüs
sigkeit (insbesondere bei Wöchnerinnen; Med.), gallaktisch (zu tGalaxie): zum System der Milchstraße (1 Gala
xis) gehörend; galaktische Koordinaten: ein astronomi
sches Koordinatensystem; galaktisches Rauschen: ältere
Bez. für im Ursprung nicht iokalisierbare Radiowellen aus
dem Milchstraßensystem, gallaklto..., Gallaklto..., vor
Vokalen auch galakt..., Galakt... u. galaktos..., Galaktos...
(aus gr. gála, Gen. gälaktos „Milch“): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Milch, milchartige Flüssigkeit;
Milchstraße“, z.B. Galaktologie, Galaktidrosis, Galakto
sämie. Ga|lak|tolgra|fie, auch ...gralphie die; -, ...ien
(zu t...grafie): röntgenografische Darstellung des Milch
gangsystems der weiblichen Brust nach Kontrastmittelga
be (Med.). Ga|lak|to|gramm das; -s, -e (zu î...gramm>:
bei der Galaktografie gewonnenes Röntgenbild. Gallaktollolgie die; - (zu t...logie): Wissenschaft von der Zu
sammensetzung u. Beschaffenheit der Milch u. ihrer Ver
besserung. Gallakltolmelter das; -s, - (zu Α...meter);
Messgerät zur Bestimmung des spezifischen Gewichts der
Milch. Gallakltolpholriltis die; -, ...itiden (zu gr. galaktophöros „Milch tragend bzw. habend“ u. î...itis): Ent
zündung der Milchgänge der weiblichen Brust (Med.).
Gallakltorlrhö die; -, -en u. Gailaktorrhöe [...'ro:]
die; -, -n [,,,'ro:ən] (zu tgalakto... u. gr. rhetn „fließen“):
Milchabsonderung, die nach dem Stillen od. auch bei Hy
pophysenerkrankungen eintritt (Med.), gallakltos...,
Ga lak tos... vgl. galakto..., Galakto... Gallakltolsämie*die; - (zu T...ämie>: angeborene Stoffwechselstörung
des Säuglings, bei der aufgrund eines Enzymdefekts die
mit der Milch aufgenommene Galaktose nicht in T Gluco
se umgewandelt werden kann, sich in Blut u. Gewebe an
reichertu. mit dem Harn ausgeschieden wird (Med.); vgl.
Galaktosurie. Ga lak to se die; -, -n (zu t2...ose>: Be
standteil des Milchzuckers. Ga|lak|to|sid das; -[e]s, -e
(meist Plur.) (zu t3...id): ÎGlykosid, das Galaktose als Zu
ckerbestandteil enthält. Ga|lak|tolsi|dalse <Äe; -, -n (zu
T...ase): Milchzucker spaltendes tEnzym. Ga lak tostalse* die; -, -n (zu gr. stásis „das Stehen, Stillstand“):
Milchstauung (z.B. bei Brustdrüsenentzündung od. Saug
schwäche des Neugeborenen; Med.). Ga|laklto|sulrie*
die; -, ...ien (zu î...urie>: das Auftreten von Milchzucker
im Harn (Med.). Ga|lak|to|ze|le die; -, -n (zu gr. këlë
„Geschwulst“): a) Milchzyste (der Brustdrüse); b) tHydrozele mit milchigem Inhalt (Med.). Ga|lak|to|ze|mie
die: -, ...ien (zu gr. zemia „Verlust, Schaden“): Milchver
Galenik
lust (Med., Tiermed.). Gallallith® [auch ... lit] das; -s (zu
gr. gala „Milch“ u. T...lith>: harter, hornähnlicher, nicht
brennbarer Kunststoff
Gallamlbutlter die; - (nach Galam, dem Namen eines al
ten, bis 1858 bestehenden Reiches am Senegal): aus den
Nüssen des afrik. Butterbaumes gewonnenes Pflanzenfett
Gallan der; -s, -e (aus gleichbed. span, galán zu galano
„hübsch, elegant“, dies aus älter fr. galant, vgl. galant): a)
Mann, der sich mit besonderer Höflichkeit, Zuvorkom
menheit um seine Dame bemüht; b) (iron.) Liebhaber,
Freund, gallant (aus gleichbed. fr. galant, dies aus älter
fr. galant „lebhaft, munter, lustig“ (eigtl. Part. Präs, von
altfr. galer „sich erfreuen, sich vergnügen“) zu gale „Freu
de, Vergnügen“): a) (von Männern) betont höflich u. ge
fällig gegenüber Damen; b) ein Liebeserlebnis betreffend;
amourös; vgl. Roman (galanter Roman), Stil (galanter
Stil); galante Dichtung: geistreich-spielerische Gesell
schaftspoesie als literarische Mode in Europa 1680-1720.
Ga|lan|te|rie z/zc; -, ...ien (aus gleichbed. fr. galanterie):
a) sich bes. in geschmeidigen Umgangsformen ausdrü
ckendes höfliches, zuvorkommendes Verhalten gegenüber
dem weiblichen Geschlecht; b) galantes tKompliment.
Ga|lan|telri|en die (Plur.): svw. Galanteriewaren. Galan te rie wairen die (Plur.): (veraltet) Mode-, Putz-,
Schmuckwaren; modisches Zubehör wie Tücher, Fächer
usw. Ga lantihomme [gala'tɔm] der; -s, -s (aus gleich
bed. fr. galanthomme zu îgalant u. homme „Mann“):
franz. Bez. für Ehrenmann, Mann von feiner Lebensart,
bes. gegenüber dem weiblichen Geschlecht
Ga|lan|ti|ne die; -, -n (aus gleichbed. fr. galantine, dies
wohl aus mlat. galatina zu vulgärlat. gelata, vgl. Gelee):
Pastete aus Fleisch od. Fisch, die mit Aspik überzogen ist
u. kalt aufgeschnitten wird
Ga|lan|tu|o|mo* der; -s, ...mini (aus gleichbed. it. galantuomo, dies aus galante „höflich; elegant“ u. uomo
„Mensch; Mann“): ital. Bez. für Ehrenmann
Ga|la|xi|as die; - (aus lat. galaxias „Milchstraße“, dies aus
gleichbed. gr. galaxias (kÿklos) zu gála, Gen. gálaktos
„Milch“ (u. kÿklos „Kreis“)): (veraltet) svw. Galaxis (1).
Ga la xie die; -, ...ien (vermutlich unter Einfluss von
gleichbed. fr. galaxie aus mlat. galaxia, dies aus lat. gala
xias, vgl. Galaxias): a) großes Sternsystem außerhalb der
Milchstraße; b) Spiralnebel (Astron.). Gallalxis i/ze; -,
...ien (zu ÎGalaxias): a) (ohne Plur.) die Milchstraße (As
tron.); b) svw. Galaxie
Gallalxit [auch ... 'ksɪt] der; -s, -e (nach dem Fundort Galax
in Virginia (USA) u. zu î2...it): ein Mineral, Manganspi
nell (vgl. Spinell)
Gallban u. Galbainum das; -s (aus /ɑt galbanum, dies
aus gr. chalbáne, dies vermutlich aus dem Semit.): Galbensaft (Heilmittel aus dem Milchsaft pers. Doldenblüt
ler)
Gallea die; -, Galeae [...lee] (aus lat. galea „(lederner)
Helm, Haube“): 1. Helm, Mütze, Haube (Med.). 2. Außenlade der Mundgliedmaßen bei Insekten (Zool.)
Ga le as se u. Galjass die; -, ...assen (über niederl. galeas,
galjas aus gleichbed. älter fr. galéace, dies aus it. galeazza
„große Galeere“ zu galea, vgl. Galeere): 1. Küstenfracht
segler mit Kiel u. plattem Heck, mit Großmast u. kleinem
Besanmast (vgl. Besan). 2. größere Galeere. Galleeire
die; -, -n (aus gleichbed. it. gale(r)a, dies über mlat. galea
u. mgr. galéa „Ruderschiff“ ausgr. galéë „Schwertfisch“,
eigtl. „Wiesel“): mittelalterliches zweimastiges Ruder
schiff des Mittelmeerraums mit 25-50 Ruderbänken,
meist von Sklaven, Sträflingen gerudert
Ga|le|nik die; - (nach dem Namen des griech.-röm. Arztes
(Claudius) Galen(us), 129- 199 n.Chr., u. zu T2...ik (1)):
Lehre von der Zubereitung der Arzneimittel u. von den
Eigenschaften der verschiedenen Arzneiformen (z. B. Ta-
490
Galenikum
bletten, Kapseln, Zäpfchen). Ga|le|ni|kum das; -s, ...ka
(zu î...ikum): in der Apotheke aus îDrogen (2) zubereite
tes Arzneimittel (im Gegensatz zum Erzeugnis der Phar
maindustrie). gallelnisch: aus Drogen (2) zubereitet;
vgl. Galenikum. Gallelnist der; -en, -en <zu T...ist): (ver
altet) Arzt, der natürlich zubereitete Arzneimittel bevor
zugt u. verordnet
Gallelnit [auch ,.,'nit] der; -s, -e (aus gleichbed. lat. galena
(dies aus gleichbed. gr. galène, eigtl. „die Glänzende“) u.
zu T 2...it>: Bleiglanz, ein wichtiges Bleierz. Gallelnolbismultit [auch ,.,'tit] der; -s, -e: ein weißes Mineral von me
tallischem Glanz, Mischkristall aus Galenit u. ÎBismutit
Galleolne u. Galione die; -, -n (aus gleichbed. it. galeone
bzw. fr. galion, diese über span, galeón aus mlat. galea,
vgl. Galeere): großes span. u. port. Kriegs- u. Handelsse
gelschiff des 15.-18. Jh.s mit 3-4 Decks übereinander.
Gallelgt der; -en, -en (über it. galetto bzw. altfr. galiot aus
gleichbed. mlat. galeotus, galiotus zu mlat. galea, vgl. Ga
leere): Galeerensklave. Gallelolte u. Galiote die; -, -n
(aus gleichbed. fr. galiote bzw. it. galeotta): der Galeasse
(1) ähnliches kleineres Küstenfahrzeug. Gallelra die; -, -s
(aus gleichbed. span, galera, älter galea, dies aus mgr. galéa, vgl. Galeere): größerer span. Planwagen als Trans
port- u. Reisefahrzeug
Gallelrie die; -, ...ien (aus it. galleria bzw. fr. galerie „lan
ger bedeckter Gang“, diese aus mlat. galeria „bedeckter
Vorbau“ (vermutlich aus mlat. galilaea „Vorhalle einer
Kirche“)): 1. a) mit Fenstern, Arkaden u.Ä. versehener
Gang als Laufgang an der Fassade einer roman, od. got.
Kirche; b) umlaufender Gang, der auf der Innenhofseite
um das Obergeschoss eines drei- od. vierflügeligen
Schlosses, Palastes o.Ä. geführt ist; c) außen an Bauern
häusern angebrachter balkonartiger Umgang (Archit.). 2.
in den alten Schlössern ein mehrere Räume verbindender
Gang od. ein großer lang gestreckter, für Festlichkeiten
od. auch zum Aufhängen od. Aufstellen von Bildwerken
benutzter Raum (Archit.). 3. a) kurz für Gemäldegalerie;
b) Kunst-, insbesondere Gemäldehandlung, die auch
Ausstellungen veranstaltet. 4. a) Empore [in einem Saal,
Kirchenraum]; b) (veraltend, noch scherzh.) oberster
Rang im Theater; c) (veraltend, noch scherzh.) das auf
der Galerie sitzende Publikum. 5. Orientteppich in der
Form eines Läufers. 6. (bes. österr., Schweiz.) Tunnel an
einem Berghang mit fensterartigen Öffnungen nach der
Talseite. 7. mit Schießscharten versehener, bedeckter
Gang im Mauerwerk einer Befestigungsanlage. 8. (selten)
glasgedeckte Passage (2) mit Läden. 9. (veraltend) um
das Heck laufender Rundgang an [alten Segelschiffen
(Seemannsspr.). 10. (meist scherzh.) größere Anzahl
gleichartiger Dinge, Personen, z.B. sie besitzt eine ganze
- schöner Hüte. 11. (österr. veraltend) Unterwelt, Verbre
cherwelt. Galelrie cou verte [galriku vert] die; - -, -s -s
[galriku'vert] (aus gleichbed. fr. galerie couverte, eigtl.
„gedeckte Galerie“): vor allem in Frankreich verbreiteter
Typ von jungsteinzeitlichen Î Megalithgräbern mit unter
irdisch angelegten schmalen Gängen. Ga|lelrie|ton 4er;
-[e]s (zu tGalerie): durch ÎOxidation des Öls entstandene
dunkelbräunliche Tönung alter Ölgemälde. Gallelriewald der; -[e]s, ...wälder: schmaler Waldstreifen an Flüs
sen u. Seen afrik. Savannen u. Steppengebiete. Gallelrist
der; -en, -en (aus gleichbed. it. gallerista): 1. Besitzer ei
ner Galerie (3 b). 2. Organisator einer Verkaufsausstel
lung von Kunstgegenständen. Gallelrisltin die; -, -nen:
weibliche Form zu Î Galerist
Gallerlne die, -,-n (aus gleichbed. fr. galerne, Herkunft un
sicher): kalter Nordwestwind
Galeropje* die; - (zu gr. galerós „heiter“ u. t...opie): ge
steigerte Lichtempfindlichkeit des Auges, sodass man nur
bei schwachem Licht gut sehen kann (Med.)
[ga le:, fr. ...'le] der; -s (aus gleichbed. fr. galet (Dia
lektwort) aus altfr. gal „flacher Uferkiesel“, weitere
Herkunft unsicher): Uferkiesel, Kies, Geröll. Gallets
[ga'ɪe:(s), ...'le(s)] die (Plur.): Glasperlen, Glaskorallen.
Ga|let|te 4ze; -, -n (aus gleichbed. fr. galette, Verkleine
rungsform von galet, vgl. Galet): flacher Kuchen [aus
Blätterteig]
Gal|gant|wur|zel die; -, -n (zu mlat. galanga, dies über
mgr. galágka aus arab. halangän „ingwerähnliche Pflan
ze“ (aus Indien u. China)): zu Heilzwecken u. als Gewürz
verwendete Wurzel eines ursprünglich südchines. Ingwer
gewächses
Gallgo Espalñol [- ...n’jol] der; - -, - - (aus span, galgo
español „spanischer Windhund“): span. Windhund mit
langem, sehr schmalem Kopf u. kurzem Haar
Gallillei das; -, - (nach dem ital. Naturforscher Galileo Ga
lilei, 1564-1642): svw. Gal. Ga|li|le|ilträns|for|ma|tion die; -: Umrechnungsbeziehung zwischen den Ortsko
ordinaten zweier gleichförmig gegeneinander bewegter
Bezugssysteme in der klassischen Mechanik
Gallilmalthilas der od. das; - (aus gleichbed. fr. galimatías,
Herkunft unsicher): sinnloses, verworrenes Gerede
Gallilon das; -s, -s (über gleichbed. mittelniederl. galjoen
aus (alt)fr. galion, dies aus Span, galeón, vgl. Galeone):
Vorbau am Bug älterer Schiffe. Gallilolne vgl. Galeone.
Gallilonslfilgur die; -, -en: 1. aus Holz geschnitzte Ver
zierung des Schiffsbugs (meist in Form einer Frauenge
stalt) [auf die der Blick fällt, die die Blicke auf sich lenkt].
2. zugkräftige, werbende Gestalt, Person an der Spitze ei
ner Partei, Organisation, eines Verbands o.Ä. Ga|li|o|te
vgl. Galeote
Gallilpot [..,'po:] der; -s (aus gleichbed. fr. galipot, dies
wohl aus älter fr. garipot „Weißtanne“): Fichtenharz,
gelblich weißes bis goldgelbes, wohlriechendes Harz von
Nadelhölzern
Gallilum das; -s (über lat. galium aus gleichbed. gr. gálion,
dies zu gála „Milch“ (wegen des Milchsaftes der Pflan
ze)): Labkraut (Gattung der Rötegewächse mit etwa 200
Arten kahler od. rauhaariger Kräuter mit sehr kleinen
Blüten, die als Zierpflanzen od. Unkräuter vorkommen)
Gallilvalten [...’va:...] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. galivats, gallivats, vermutlich entstellt aus älter port, galeota,
vgl. Galeote): ind. Transportschiffe [für Kolonialwaren]
Galljak der; -s, -s (aus gleichbed. slaw. galjak): Fell von zu
früh geborenen Fohlen
Galljass die; -, -en (aus niederl. galjas, vgl. Galeasse): svw.
Galeasse. Galljon vgl. Galion. Galljonslfilgur vgl. Ga
lionsfigur. Galljot die; -, -en (ausfr. galiote, vgl. Galeote):
svw. Galeote
Galllat das; -s, -e (zu lat. galla „Gallapfel“ u. t...at (2))':
Salz der Î Gallussäure (Chem.)
Gal lé gias [ga le:...] das; -es, ...gläser (nach dem franz.
Kunsthandwerker É. Gallé, 1846-1904): zartfarbiges
Glas mit pflanzlichem Dekor im Jugendstil
Gal|le|ria die; -, -s (aus it. galleria, vgl. Galerie): mehrere
Räume od. Gebäudeteile verbindende hallenartige Kon
struktion mit großen Glasflächen (Archit.)
Galllert [auch ga'lɛrt] das; -[e]s, -e u. Gal ler te die; -, -n
(zu mlat. galatria „Gefrorenes, Sülze“, dies zu lat. gelare
„gefrieren, gerinnen“; vgl. Gelatine): steif gewordene,
durchsichtige, gelatineartige Masse aus eingedickten
pflanzlichen od. tierischen Säften. gal|ler|tig [auch galntiç]: aus Gallerte od. gallertähnlichem Stoff bestehend
Galllilarlde [ga jardə] vgl. Gaillarde
galllielren (zu lat galla „Gallapfel“ u. t..deren); ein Tex
tilgewebe für die Aufnahme von Farbstoff mit Flüssigkei
ten behandeln, die ÎTannin od. Galläpfelauszug enthalten
(Färberei)
gal|li|ka|nisch (nach ʃr. gallican aus (m)lat. Gallicanus
Gallet
491
„gallisch, französisch“; nach dem lat. Namen Gallia für
Frankreich): dem Gallikanismus entsprechend; gallikanische Kirche: die mit Sonderrechten ausgestattete kath.
Kirche in Frankreich vor 1789; gallikanische Liturgie:
Sonderform der vorkarolingischen ÎLiturgie in Gallien;
vgl. Confessio Gallicana. Galllilkalnislmus der; - (aus
gleichbed. fr. gallicanisme; vgl. ...ismus (1)>: a) franz.
Staatskirchentum mit Sonderrechten gegenüber dem
Papst (vor 1789); b) nationalkirchliche Bestrebungen in
Frankreich bis 1789
Galllilon vgl. Galion. Gal|li|ons|fi|gur vgl. Galionsfigur
gal|li|sie|ren (nach dem dt. Chemiker L. Gall (1791-1863)
u. zu f,,,isieren): bei der Weinherstellung dem Trauben
saft Zuckerlösung zusetzen, um den Säuregehalt abzubau
en od. den Alkoholgehalt zu steigern
Gallliltylpie <7Ze; - (nach dem Baumeister u. Maler A. Galli
da Bibiena (1700-1774) u. zu f...typie): altes Verfahren,
bei dem auf Holzplatten graviert wurde, die vorher mit
Kreide u. Kleister überzogen worden waren
Galllilum das; -s (zu lat. Gallia „Gallien" (d.h. Frankreich)
bzw. zu gallus „Hahn“, latinisiert aus fr. le coq „der
Hahn“, mit Bezug auf den Namen des franz. Chemikers
P. E. Lecoq de Boisbaudran ( 1828-1912), der es 1875 ent
deckte, u. t...ium>: chem. Element, Metall; Zeichen Ga.
Galliizismus der; -, ...men (aus gleichbed./r. gallicisme,
zu (m)lat. Gallicus „gallisch“ in der Bedeutung „franzö
sisch“; vgl. ...ismus (4)): Übertragung einer für das Fran
zösische charakteristischen sprachlichen Erscheinung auf
eine nicht französische Sprache im lexikalischen od. syn
taktischen Bereich, sowohl fälschlicherweise als auch be
wusst (Sprachw.); vgl. Interferenz (3)
Gallljamlbus der; -, ...ben (aus lat. galliambus, eigtl. „Jam
bus der Galli, d.h. der Kybelepriester“): antiker Vers aus
fkatalektischen ionischen Î Tetrametern
Gal|lo|ma|ne der; -n, -n (zu lat. Gallus „Gallier“ in der
Bed. „Franzose“ u. l...mane>: jmd., der alles Französi
sche in leidenschaftlicher, übertriebener Weise bewundert
u. nachahmt. Ga!|lo|ma|nie die; - (zu î...manie): über
triebene Vorliebe für alles Französische
Gallion ['gælən] der od. das; -[s], -s (aus engl,(-amerik,) gal
lon „Gallone“): svw. Gallone. Galllglne die; -, -n (über
gleichbed. engl. gallon (vgl. Gallon) aus nordwestfr. galon,
weitere Herkunft unsicher): a) engl. Hohlmaß ( = 4,5461);
Abk.: gal, gall; b) amerik. Hohlmaß (= 3,785 1); Abk.:
gal, gall
gal I loI phil (zu lat. Gallus „Gallier“ in der Bed. „Franzose“
u. t ...phil): svw. frankophil; Ggs. Îgallophob. Galllolphilie die; - (zu Î ...philie): svw. Frankophilie; Ggs. fGallophobie. galllolphob (zu T...phob (b)>: svw. frankophob;
Ggs. Îgallophil. Galllolpholbie die; - (zu î ...phobie (b)>:
svw. Frankophobie; Ggs. tGallophilie. gal lo ro manisch (zu lat. Romanicus „römisch“): das Galloromanische betreffend. Gal|lo|ro|ma|nisch das: -[en]: der aus
dem Vulgärlatein hervorgegangene Teil des Westromani
schen, der sprachgeografisch auf das ehemalige röm. Gal
lien beschränkt ist u. die unmittelbare Vorstufe des Altprovenzalischen u. Altfranzösischen bildet
Galllolwaylrind ['gæləweɪ...] das; -[e]s, -er (nach der
gleichnamigen schott. Landschaft): robuste schott. Rin
derrasse
Galllup|in|sti|tut* [auch 'gɛləp...] das; -[e]s (nach seinem
Begründer, dem amerik. Statistiker G. H. Gallup,
1901-1984): amerik. Forschungsinstitut zur Erforschung
der öffentlichen Meinung
Gallluslsäulre die; - (zu lat. galla „Gallapfel“): in zahlrei
chen Pflanzenbestandteilen (z. B. Galläpfeln, Teeblättern,
Rinden) vorkommende organische Säure
Gallmei [auch gal...] der; -s, -e (aus gleichbed. älter fr.
calamine, mlat. calamina, dies aus gr. kadmeia „Galmei“;
Galvanochromie
vgl. Kadmium): Gemenge verschiedener Zinkminerale,
Zinkspat, wichtiges Zinkerz
Gallon [ga'lð:] der: -s, -s u. Gallo ne die: -, -n (aus gleich
bed./r. galon bzw. it. gallone; rückgebildet aus fr. galonner, vgl. galonieren): Tresse, Borte, Litze. ga|lo|nie|ren
(aus gleichbed./r. galonner, weitere Herkunft ungeklärt):
a) mit Galons besetzen; b) langhaarige, dichte Felle durch
Dazwischensetzen schmaler Lederstreifen o. Ä. verlän
gern
Gallolpin [,,,'pɛ:] der: -s, -s (aus fr. galopin „Laufbursche;
Straßenjunge“ zu galoper, vgl. galoppieren): (veraltet) 1.
Ordonnanzoffizier. 2. heiterer, unbeschwerter junger
Mensch. Gallopp der; -s, Plur. -s u. -e (z.T. über it. galoppo aus gleichbed. fr. galop zu galoper „Galopp reiten“
(germ. Wort)): 1. Gangart, Sprunglauf des Pferdes; 2. um
1825 aufgekommener schneller Rundtanz im ’/-Takt; im
Galopp: (ugs.) sehr schnell, in großer Eile, z. B. er hat den
Aufsatz im - geschrieben. Ga|lop|pa|de die; -, -n (aus
gleichbed./r. galopade): (veraltet) svw. Galopp. Gallopper der; -s, - (nach gleichbed. engl. galopper): für Galopp
rennen gezüchtetes Pferd, galloplpielren (überzt. galoppare aus gleichbed./r. galoper, vgl. Galopp): (von Pfer
den) im Sprunglauf gehen, galloplpielrend (zu frie
rend): sich schnell verschlimmernd, negativ entwickelnd,
z.B. galoppierende Schwindsucht, eine galoppierende
Geldentwertung
Gallolsche die; -, -n (aus gleichbed./r. galoche, Herkunft
unsicher): Gummiüberschuh
Galloulbet [galu'bɛ] ¿Zer; -s, -s [,,,'bɛ(s)] (aus gleichbed.
provenzal. galoubet): provenzal. Einhandflöte mit 3 Griff
löchern, die zum einhändig geschlagenen T'Tambourin
geblasen wird
Galltolnie [...in] iZte; -, -n (nach dem engl. Naturforscher u.
Schriftsteller Sir F. Galton (1822-1911) u. zut'...ie>: südafrik. Liliengewächs mit hängenden, glockenförmigen
Blüten (Bot.)
Galluth die; - (aus hebr. gälüt „Exil“, eigtl. Part. Passiv von
galä „ins Exil gehen“): das Leben des jüd. Volkes außer
halb Israels, als es keinen jüd. Staat gab (70 n. Chr.-1948)
Galvalnik [...v...] die; - (nach dem ital. Anatomen L. Gal
vani (1737-1798) u. zu t2...ik (2)): svw. Galvanotechnik.
Gallvalnilsaltilon die; -, -en (zu f galvanisieren; vgl.
...ation): Anwendung des elektr. Gleichstroms zu Heil
zwecken; vgl. ...ation/...ierung. gal va nisch (aus gleich
bed./r. galvanique): auf der elektrolytischen Erzeugung
von elektr. Strom beruhend; galvanische Polarisation:
elektr. Gegenspannung bei galvanischen Vorgängen; gal
vanisches Element: Vorrichtung zur Erzeugung von elektr.
Strom auf galvanischer Grundlage; galvanische Hautreak
tion: Veränderung der elektr. Leitfähigkeit, des Wider
standes der Haut (z.B. bei gefühlsmäßigen Reaktionen;
Psychol.); galvanischer Nystagmus: das Auftreten von
Augenzittern beim Durchleiten von galvanischem Strom
durch den Kopf (Med.). Gal|va|ni|seur [,,,'zo:n] der; -s,
-e (aus gleichbed. ft: galvanis(at)eur; vgl. ...eur): Fachar
beiter für Galvanotechnik, gallvalnilsielren (aus gleich
bed./r. galvaniser): 1. durch Elektrolyse mit Metall über
ziehen. 2. elektr. Gleichstrom zu Heilzwecken anwenden.
Gal|va|ni|sie|rung die; -, -en (zu t ...ierung): das Galva
nisieren; vgl. ...ation/...ierung. Gal|va|nis|mus der; - (zu
gleichbed. it. galvanismo; vgl. ...ismus (1)>: Lehre vom
galvanischen Strom. Gallvalno das: -s, -s (Kurzform für
Galvanoklischee u. Galvanoplastik): auf galvanischem
Wege hergestellte Abformung von einer Î Autotypie, einer
Strichätzung, einem Schriftsatz u.a. gallvalno..., Galvalno...: Wortbildungselement mit der Bedeutung
„durch galvanische Elektrizität hervorgerufen, mit galva
nischer Elektrizität arbeitend“, z.B. galvanotechnisch,
Galvanoplastik. Gal|va|nolchro|mie die; - (zu gr. chrö-
G
Galvanografie
ma „Farbe“ u. T2...ie): Herstellung von färbenden Über
zügen [auf Metalle] durch Elektrolyse. Gallvalnolgrafie, auch ...gralphie die; - <zu t...grafie>: Verfahren zur
Herstellung von Kupferdruckplatten. Gallvalnolkaustik zZze;
1. das Ausbrennen kranken Gewebes mit dem
Galvanokauter (Med.). 2. galvanische Ätzung radierter
Kupferplatten (Grafik), gallvalnolkausltisch: die Gal
vanokaustik betreffend. Gal|va|no|kau|ter der; -s, -:
ärztl. Instrument mit einem durch galvanischen Strom er
hitzten Platindraht zur Vornahme von Operationen
(Med.). Gal|va|no|kli|schee das; -s, -s: svw. Galvano
plastik. gal|va|no|malgne|tisch*: den Galvanomagne
tismus betreffend. Gal|va|nolmalgne|tis|mus* der; -:
der von beweglichen Ladungsträgern innerhalb eines ru
henden Leiters erzeugte Magnetismus. Gallvalnolmeter das; -s, - <zu t‘...meter): elektromagnetisches Messin
strument zur Messung u. zum Nachweis schwacher elektr.
Ströme u. Spannungen, gallvalnolmeltrisch* (zu
Î...metrisch): mithilfe des Galvanometers erfolgend. Galva|no|nar|ko|se die; -, -n: Narkoseverfahren, durch das
mithilfe von elektr. Gleichstrom die Erregbarkeit des Rü
ckenmarks vollständig ausgeschaltet wird. Gallvalnoplasltik
-: Verfahren zum Abformen von Gegenstän
den durch galvanisches Aufträgen dicker, abziehbarer
Metallschichten, wobei man von den Originalen Wachs
od. andere Negative anfertigt, die dann in Kupfer, Nickel
od. anderem Metall abgeformt werden können, wodurch
z.B. Druckplatten (Galvanos) usw. hergestellt werden.
Gal|va|no|plas|ti|ker der; -s, -: jmd., der galvanoplasti
sche Arbeiten ausführt, gallvalnolplasltisch: die Gal
vanoplastik betreffend, auf ihr basierend. Gallvalnopunkltur die; -, -en: elektr. Entfernung von Haaren. Galvanoskop* das; -s, -e (zu t...skop): elektr. Messgerät
zum Nachweis eines elektr. Stroms. gal|va|no|skopisch*: mithilfe des Galvanoskops [erfolgend]. Gallvanosltelgie* die; - (zu gr. stégein „bedecken, schützen“):
galvanisches (elektrolytisches) Überziehen von Metallflä
chen mit Metallüberzügen. gal|va|noltak|tisch: die
Galvanotaxis betreffend. Gallvalnoltalxis die; -, ...xen
(zu ÜTaxis): durch elektr. Reize ausgelöste Bewegung bei
Tieren, die positiv (zur Reizquelle hin) od. negativ (von
der Reizquelle weg) verlaufen kann. Gallvalnoltechlnik
die; -: Sammelbez. für verschiedene Verfahren des tGal
vanisierens. gaiivanotechnisch: die Galvanotechnik
betreffend, mit ihrer Hilfe. Gallvalnolthelralpie die; -,
...ien: svw. Galvanisation. gal|va|no|trg|pisch* (vgl.
...trop): den Galvanotropismus betreffend (Biol.). Gaivalnoltrolpismus* der; -, ...men: durch elektr. Strom
experimentell beeinflusste Wachstumsbewegung bei
Pflanzen (Biol.). Gallvalnoitylpie die; - (zu t...typie):
(veraltet) svw. Galvanoplastik
gam..., Gam... vgl. gamo..., Gamo.......gam (zugr. gámos
„Ehe“): Wortbildungselement mit folgenden Bedeutun
gen: 1. „Befruchtung, Bestäubung betreffend“, z.B. anemogam „vom Wind bestäubt“. 2. „die Ehe betreffend“,
z.B. monogam; vgl. ...garnie
Galmanlder der; -s, - (aus gleichbed. mlat. gamandrea,
chamandrea, dies über lat. chamaedrys aus gr. chamaidrys): bes. auf kalkhaltigem Boden vorkommende Pflanze
in vielen Arten, von denen einige als Heilpflanzen gelten
(Gattung der Lippenblütler)
Gal ma Ische die; -, -n (aus älter fr. gamache „lederner
Überstrumpf“, dies über altprovenzal. galamacha aus
span, guadamecí „weiche Lederart“, dies aus arab. (gild)
gadâmasïy „(Leder) aus Ghadames“; nach dem Namen
einer Stadt in Libyen): über Strumpf u. Schuh getragene
[knöpfbare] Beinbekleidung aus Stoff od. Leder; aus Bän
dern gewickelte Beinbekleidung. Ga|malschen|dienst
der; -[e]s (wegen der zahlreichen Knöpfe u. wegen des un
492
bequemen Sitzes der Militärgamaschen des 18. Jh.s): (ab
wertend) pedantischer, sinnloser [Kasernen]drill
Galmalsildilolse die; -, -n (zu nlat. gamasidae (Plur.), dem
Namen einer Familie der Milben, u. T‘...ose>: auf den
Menschen übertragbare Vogelmilbenkrätze (Med.)
Gamlbalde [auch gä'b...] die; -, -n (aus gleichbed./r. gam
bade, dies aus it. gambata „Stoß mit dem Bein“ zu gamba,
vgl. Gambe): (veraltet) 1. a) Luftsprung; b) Kapriole, när
rischer Einfall. 2. schneller Entschluss
Gamlbang das; -s, -s (.indones.): im tGamelan verwende
tes xylophonartiges Instrument
Gam be die; -, -n (verkürzt aus älter Viol(di)gamb(e), dies
aus it. viola da gamba zu viola (vgl. Violine) u. gamba
„Bein, Schenkel“, dies aus gleichbed. spätlat. gamba zu
gr. kampê „Gelenk, Biegung“): I Viola da gamba, mit den
Knien gehaltenes Streichinstrument [des 16. bis 18. Jh.s]
Gambelson [gäb'zö:] das; -s, -s (aus gleichbed. mittelfr.
gambeison, gambeson, dies aus dem Germ. (ahd. wamba)>: mittelalterliche Schutzkleidung einfacher Kriegs
knechte sowie unter dem Kettenhemd getragenes gestepp
tes Oberteil aus wattiertem Tuch od. Leder
Gamlbir der; -s '-.indones.): als Gerb- u. Heilmittel verwen
deter Saft eines ostasiat. Kletterstrauches
Gamlbist der; -en, -en (zu TGambe u. 1 ...ist): Musiker, der
Gambe spielt
Gamlbit das; -s, -s (über gleichbed. span, gambito aus it.
gambetto, eigtl. „das Beinstellen“, zu gamba, vgl. Gam
be): Schacheröffnung mit einem Bauernopfer zur Erlan
gung eines Stellungsvorteils
Game [geim] das; -s, -s (aus engl. game „Spiel“): Spielge
winn beim Tennis
...galme (zu gr. gámos „Ehe“): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „Pflanze od. Tier mit bestimmter Befruch
tungsweise“, z.B. Kryptogame „blütenlose Pflanze“; vgl.
...garnie
Game boy® [geimboy] der; -s, -s (zu TGame u. engl. boy
„Junge“): kleines elektron. Spielgerät, bes. für Spiele, die
Schnelligkeit u. Geschicklichkeit erfordern
Ga|me|lan das; -s, -s (indones.): auf einheimischen
Schlag-, Blas- u. Saiteninstrumenten spielendes Orchester
auf Java u. Bali, das vor allem Schattenspiele u. rituelle
Tänze musikalisch begleitet. Galmellang vgi. Gamelan
Ga mel le die; -, -n (aus gleichbed. fr. gamelle, dies über it.
gamella „Essnapf“ aus lat. camella „Schale“): (Schweiz.)
Koch- u. Essgeschirr der Soldaten
Game port, auch Game-Port ['geɪm...] der; -s, -s (zu
TGame u. engl. port, vgl. 2Port): Schnitt-, Anschlussstelle
an einem Computer (EDV). Gamelshow, auch GameShow [,,,ʃou] 4ze; -, -s (aus gleichbed. engl. game show):
Unterhaltungssendung im Fernsehen, in deren Mittel
punkt Spiele [mit Gewinnmöglichkeiten] stehen, Spiel
schau
Galmet der; -en, -en (aus gr. gamètes „Gatte“): geschlecht
lich differenzierte Fortpflanzungszelle von Pflanze, Tier
u. Mensch (Biol.). galmet..., Galmet... vgl. gameto...,
Gameto... Ga|me|tan|giolga|mie* z/z<?; - (zu Tangio... u.
T...garnie): bei Pilzen vorkommende Art der Befruchtung,
bei der die Gametangien verschmelzen, ohne Ge
schlechtszellen zu entlassen (Bot.). Ga|me|tan|gi|um*
das; -s, ...ien [...jan] (zu gr. aggelon „Behältnis, Gefäß“):
Pflanzenorgan, das eine od. mehrere Geschlechtszellen
bildet (Bot.), galmelto..., Galme to..., vor Vokalen ga
rnet..., Gamet... (zu TGamet): Wortbildungselement mit
den Bedeutungen „Befruchtung, Bestäubung; Fortpflan
zung“, z.B. gametopathisch, Gametophyt, Gametangi
um. Ga|me|to|ga|mie die; -, ...ien (zu î...garnie (l)):
Vereinigung zweier einkerniger, verschiedengeschlechtli
cher Gameten (Biol.). Ga|me|tolge|ne|se die; -, -n: Ent
stehung der Gameten u. ihre Wanderung im Körper bis
493
zur Befruchtung (Biol.). Gametogonie die; - (zu
T...gonie): svw. Gamogonie. Gametoid der: -en, -en
(zu T...oid>: biologische Struktur, die sich wie ein Gamet
verhält. Galme|to|pa|thie die; -, ...ien (zu T...pathie>:
Keimschäden, die von der Zeit der Reifung der Gameten
bis zur Befruchtung auftreten (Med.). Galmeltolphyt
der; -en, -en (zu l...phyt): Pflanzengeneration, die sich ge
schlechtlich fortpflanzt (im Wechsel mit dem tSporophyten). Gametozid das; -[e]s, -e (zu T ...zid): Mittel, das
die Geschlechtsformen von Parasiten (besonders bei Ma
laria) vernichtet (Med.). Galmeltolzyt der: -en, -en (zu
t...zyt): noch undifferenzierte Zelle, aus der im Verlauf
der Gametenbildung die Gameten hervorgehen. Galmeto zy to zid das: -[e]s, -e (zu Tzyto... u. T...zid>: svw. Ga
metozid
...galmie (zugr. gámos „Ehe“ u. î2...ie>: Wortbildungsele
ment mit folgenden Bedeutungen: 1. „Befruchtung. Be
stäubung“, z. B. Allogamie. 2. „Ehe“, z. B. Polygamie; vgl.
...gam u. ...game
Galmin [ga me:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. gamin; weitere
Herkunft ungeklärt): (veraltet) Straßen-, Gassenjunge,
Bursche
Gamlma das; -[s], -s (aus gleichbed. gr. gämma, dies aus
hebr.-phönik. gîmél „Kamel“ (wegen der Ähnlichkeit des
hebr. Buchstabens mit einem Kamelhals)): dritter Buch
stabe des griech. Alphabets: T, y. Gamlma... (zu tGamma): Wortbildungselement zur Kennzeichnung einer Ab
stufung, z.B. Gammaalkoholiker. Gam|ma|al|ko|ho|liker der; -s: süchtiger Trinker mit psychischer Abhängig
keit u. Kontrollverlust (Med.). Gam|malas|tro|no|mie*
die; - (Kurzw. aus Î Gammastrahlen u. 'Astronomie): svw.
Röntgenastronomie. Gam|ma|de|fek|tolsko|pie* die;
- (Kurzw. aus tGammastrahlen u. tDefektoskopie): Fest
stellung innerer Fehler von Werkstoffen mittels Gamma
strahlen. Gamlmalenlzeiphalloigralfie, auch ...gra
phie die; -, ...ien [,,,i:ən] (Kurzw. aus 1 Gammastrahlen u.
t Enzephalografie): medizinisches Untersuchungsverfahren zur Lokalisation u. Artbestimmung von Geschwülsten
(z. B. im Gehirn) mittels radioaktiver tlsotope. Gamlmafunk ti on die; - (zu ÎGamma...): Verallgemeinerung des
math. Ausdrucks Î Fakultät auf nicht natürliche Zahlen.
Gamlmalglolbullin das; -s, -e: Eiweißbestandteil des
Blutplasmas (zur Vorbeugung u. Behandlung bei verschie
denen Krankheiten verwendet; Med.). Gamlmalgralfie,
auch ...gralphie die; -, ...ien (Kurzw. aus TGammastrah
len u. Î ...grafie): Werkstoffprüfung starkwandiger Werk
stücke mittels Gammastrahlen. Gamlmallog das; -s, -e
(Kurzw. aus îGammastrahlen u. 1 Log): bei geophysikali
schen Bohrlochmessungen angewendetes Verfahren zur
Messung der von radioaktiven Substanzen im Gestein ab
gegebenen Gammastrahlung. Gamlmalmeltall rZas; -s
(zu tGamma...): Legierung aus Kupfer u. Zinn. Gammapathie ¿üe; -, ...ien (Kurzw. aus 1 Gammaglobulin u.
T.../?aí/tíe): krankhafte Vermehrung od. Verminderung
der
Gammaglobuline
(Med.).
Gamlmalquant,
y-Quant das; -s, -en (zu t Gamma...): den 1 Gammastrah
len zugeordnetes Elementarteilchen
Gamlmalrus der; - (aus lat. gammarus, cammarus „Hum
mer“, dies ausgr. kämmaros „eine bestimmte Krebsart“):
in fließenden Süßgewässern vorkommende Gattung der
Flohkrebse, wertvolle Fischnahrung
Gamlmalspekltrolmelter* das; -s, - (zu tGamma...):
Gerät zur Aufzeichnung der Linien eines Gammaspekt
rums. Gam|ma|spekltro|me|trie die; -: experimentelle
Technik zur Bestimmung des Gammaspektrums mittels
verschiedener Spektrometer. Gamlmalspekltrum das;
-s, Plur. ...tren u. ...tra: Energiespektrum der Gamma
strahlen. Gam maistrah len, y-Strahllen die (Plur.):
vom Ehepaar Curie entdeckte radioaktive Strahlung,
Ganglienblockade
kurzwellige Röntgenstrahlen, die in der Strahlentherapie
u. zur Prüfung von Werkstoffen eingesetzt werden. Gammaltron* das; -s, Plur. ...one, auch -s (zu l...tron): Gam
mastrahlen aussendendes Bestrahlungsgerät zur Behand
lung von Tumoren (Med.). Gam|ma|zis|mus der; - (zu
tGamma u. Î...izismus): Schwierigkeit bei der Ausspra
che von g u. k, die fälschlich wie j, d od. t ausgesprochen
werden (häufig in der Kindersprache, als Dialektfehler
od. auch infolge Krankheit). Gamlme die; -, -n (über fr.
gamme aus gleichbed. it. gamma; nach dem Namen des
griech. Buchstabens gämma (Gamma), mit dem im Mit
telalter der erste Ton der Tonleiter bezeichnet wurde):
Tonleiter, Skala. Gam|mo|pa|thie die; -, ...ien (Kurzw.
aus tGaiMwaglobulin u. t...pathie): zusammenfassende
Bez. für krankhafte Veränderungen der Immunglobuline
(Med.); vgl. Paraproteinämie
ga mo..., Galmo..., häufig verkürzt zu gam..., Gam... (zu
gr. gamein „heiraten“): Wortbildungselement mit den Be
deutungen „Befruchtung, Bestäubung; Fortpflanzung“,
z. B. Gamont, gamotrop. Ga|mo|ga|mie 4/e; - (zu î...ga
rnie): svw. Merogamie. Galmoigolnie die; - (zu t...gonie): geschlechtliche Fortpflanzung durch Gameten, ge
schlechtliche Vermehrung. Ga món das; -s, -e (meist
Plur.) (aus gr. gamón, Part. Präs, von gametn „heiraten“):
von den Geschlechtszellen abgegebene (für den Befruch
tungsvorgang wichtige) ehern. Stoffe. Galmpnt der; -en,
-en (zu Igamo... u. l...ont): bei Einzellern die Gameten
bildende Zelle (vgl. Gametozyt), bei mehrzelligen Pflan
zen die 1 haploide Geschlechtsgeneration (vgl. Gametophyt; Biol.). galmolphob (zu t,,,phob): ehescheu. Gamoiphyl lie die; - (zu gr. phÿllon „Blatt, Laub“ u. T2...ie>:
Verwachsung von Blättern eines Wirtels (Bot.). Galmophyt der; -en, -en (zu 1 ...phyt): svw. Gametophyt. gamoltrop* (zu T...trop): auf den Schutz der Geschlechts
organe gerichtet (Bot.); gamotrope Bewegungen: Bewe
gungen der Blüten zum Schutz od. zur Unterstützung der
Geschlechtsorgane (z.B. Schließen vor Regenfällen)
Gamplsoldakltyllie die: -, ...ien (zu gr. gampsös „gebo
gen, krumm“, däktylos „Finger“ u. t2...ie): Unfähigkeit,
den kleinen Finger zu strecken (Med.)
Gainache [ga'naʃ] die; - (aus gleichbed./r. (crème) gana
che; Herkunft ungeklärt): cremige Nachspeise, die haupt
sächlich aus einer Mischung von süßer Sahne u. geriebe
ner Schokolade hergestellt wird. Galnachelcreme die; -,
Plur. -s u. (Schweiz., österr.) -n: svw. Ganache
Galnalsche die; -, -n (aus/-, ganache „untere Kinnlade
des Pferdes“, dies über it. ganascia „Kinnbacke“ aus
gleichbed. gr. gnäthos): breiter Seitenteil des Pferdeunter
kiefers
Gan|dha|ra|kunst [... da:...] tZze," - (nach dem Namen der
historischen ind. Provinz Gandhara): griech.-buddhisti
sche Kunst aus der Schule der in Afghanistan gelegenen
Landschaft Gandhara
Ganldharlwa [,,,da:ava] cZze (Plur.) (aus sanskr. gandharvá; nach dem Namen einer mythischen Gestalt): Halbgöt
ter (in Luft u. Wasser) des 1 Hinduismus
Ganldin [ga'dɛ:] r/er; -s, -s (aus gleichbed./". gandin, nach
dem Boulevard de Gand in Paris (Gand = franz. Name
für Gent)): (veraltet) Stutzer, Modegeck
Galneff der; -[s], -e u. -s (über Rotwelsch ganef(f) „Dieb“
aus gleichbed. jidd. gänew, dies aus hebr. gannäv; vgl. Ga
nove): (österr.) svw. Ganove
Gang [geŋ] rf/e; -, -s (aus engl.-amerik. gang „Gruppe,
Trupp; (Verbrecher)bande“, eigtl. „das Gehen, Zusam
mengehen, gemeinsames Handeln“): organisierte Gruppe
von [jungen] Menschen, die sich kriminell, gewalttätig
verhält. Ganglchef der; -s, -s: Anführer einer Gang
Ganlglilen* ['gaŋ(g)liən]: Plur. von 1 Ganglion. Ganlglienlblolckalde die: -, -n (zu tGanglion u. tBlockade):
Ganglienblocker
Hemmung der Reizübertragung im Nervensystem durch
Arzneimittel (Med.). Gan|gli|en|blo|cker der; -s, - <zu
Îblockieren): die Reizübertragung im Nervensystem hem
mendes Mittel (Med.). Gan|gli!enlple|xus der; -, [,,,ksu:s]: Nervengeflecht (Med.). Gan|gliien|sys|tem
das; -s, -e: Zentralnervensystem (Biol., Med.). Ganlglien zel le die; -, -n: Nervenzelle. Ganlglilom das; -s, -e
<zu t...om): bösartige Geschwulst, die von Ganglien des
ÎSympathikus ihren Ausgang nimmt (Med.). Ganlglilon
das; -s, ...ien [...ian] (aus gr. gagglion „Geschwulst, Über
bein“): 1. Nervenknoten (Anhäufung von Nervenzellen).
2. Überbein (Med.). gan|gli|o|när (zu t...är>: zu einem
Ganglion gehörend; ganglienartig (Med.). Ganlgliloneu rom das; -s, -e: gutartige Geschwulst aus Ganglien
zellen u. Nervenfasern [im Bereich des Zentralnervensys
tems u. des peripheren Nervensystems] (Med.). Ganiglionitis die; -, ...itiden (zu T ...itis>: svw. Ganglitis. Ganglilolplelgilkum das; -s, ...ka (meist Plur.) (zu gr. plëgë
„Stoß, Schlag“ u. t...ikum>: svw. Ganglienblocker (Med.).
Gan|gli|olsid das; -[e]s, -e (meist Plur.) (Kunstw. aus
Î Ganglion u. t Glykosid): zuckerhaltige Î Lipoide der
Ganglienzellen (Biochem.). Gan|gli|o|sildolse die; -, -n
(zu t'...ose>: auf erblichem Mangel an Enzymen beruhen
de Stoffwechselkrankheit, die schon im frühen Kindesal
ter zu schweren Schädigungen des Nervensystems mit
geistigem Abbau u. Erblindung, auch Muskelstörungen u.
Krämpfen führt (Med.). Ganlglilolzyltom das; -s, -e (zu
t...zyt u. t,,,om): seltene Geschwulst, die wahrscheinlich
von Keimversprengungen ausgeht u. im Groß- u. Klein
hirn sowie im Hirnstamm vorkommt (Med.). Ganlgliltis
die; -, ...itiden (zu t...itis>: Nervenknotenentzündung
(Med.)
Ganlgrän* die; -, -en, auch das; -s, -e (über lat. gangraena
aus gleichbed. gr. gággraina): [bes. feuchter] Brand, Ab
sterben des Gewebes (Med.). Ganlgrälne die; -, -n: (sel
ten) svw. Gangrän. ganlgrä|nes|zie|ren (zu t..deren):
mit Gangrän einhergehen (Med.), ganlgrälnös (zu
t.-.ös): mit Gangränbildung einhergehend (Med.)
Ganglspill das; -[e]s, -e (aus gleichbed. niederl. gangspil):
Ankerwinde
Gangslter ['gɛŋstia] der; -s, - (aus gleichbed. engl.-amerik.
gangster; vgl. Gang): (meist in einer Gruppe organisier
ter) [Schwerverbrecher. Gangs ter me tho de die; -, -n
(meist Plur.): Art u. Weise des Handelns, Verhaltens, wie
man sie [eigentlich nur] von Gangstern erwartet
Ganglway ['gæŋweɪ] die; -, -s (aus gleichbed. engl. gang
way, eigtl. „Durchgang“): an ein Schiff od. Flugzeug he
ranzuschiebende, einem Steg od. einer Treppe ähnliche
Vorrichtung, über die die Passagiere ein- u. aussteigen
Galnolblast* der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. gános
„Glanz, Zierde“ u. blastos „Spross, Trieb“): Zahn
schmelz bildende Zelle (Med.). Ga|no|i|den die (Plur.)
(zu î...iden): Schmelzschupper (zusammenfassende Bez.
für Störe, Hechte u. t Kaimanfische). Galno id schuppe die; -, -n (zu î2...id>: rhombenförmige Fischschuppe
(charakteristisch für die Ganoiden). Ga no irs das; -s (zu
t...in (1)>: perlmutterglänzender Überzug der Ganoidschuppen. Ga no phyl iit [auch ... lit] der; -s, -e: ein Mi
neral, brauner Sprödglimmer. Galnolsis die; -, ...osen
(aus gr. gänösis „das Schmücken“): Imprägnierung von
Bildwerken aus Gips od. Marmor
Ga|no|ve [...va] der; -n, -n (Rückbildung aus jidd.
ganöwem, ganöwen (Plur.) „Diebe“, dies aus gleichbed.
hebr. gannävim zu gänav „stehlen, etwas entziehen“):
(ugs. abwertend) jmd., der in betrügerischer Absicht u.
mehr im Verborgenen andere zu täuschen, zu schädigen
sucht; Gauner, Spitzbube, Dieb
Ganse [gäs]
-, -n [...sn] (aus gleichbed./r. ganse, eigtl.
„Band, Schnur“, wohl zu provenzal. ganso): (veraltet) a)
494
Schnur; b) Schleife einer Schnur. Ganlsette [gä'set] die;
-, -n [...tn] (aus gleichbed. fr. gansette, Verkleinerungs
form von ganse, vgl. Ganse): (veraltet) a) kleine Schnur;
b) kleine Schleife. Ganlseur [,..'s0:ç] der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. ganseur): (veraltet) Bandaufnäher an der
Nähmaschine
Galnylmed [auch 'ga:...] der; -s, -e (nach dem Mundschenk
des Zeus in der griech. Mythologie (gr. Ganymêdës)) : jun
ger Kellner, Diener
Gap [gæp] das; -[s], -s (aus engl. gap „Lücke“, dies aus altnord. gap „Kluft, Abgrund“): 1. Lücke in der wissen
schaftlichen u. technischen Entwicklung. 2. Bez. für
Chromosomenlücke (Genetik). Gaplping ['gæpɪŋ] das; -s
(aus gleichbed. engl. gapping zu to gap „eine Lücke las
sen“; vgl. Gap): Bez. für das mögliche Weglassen eines
Verbs bei wiederholtem Vorkommen in komplexen Sät
zen, z.B. A trinkt Wein, B Bier u. C Limonade statt A
trinkt Wein, B trinkt Bier, C trinkt Limonade (Sprachw.)
Ga ra ge [,,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed./r. garage, eigtl.
„das Ausweichen, Ausweichstelle“, zu garer „auswei
chen“, dies aus dem Germ.): 1. Einstellraum für Kraft
fahrzeuge. 2. Autowerkstatt, galralgielren [...'ʒi:...] (zu
Î..deren): (österr. u. Schweiz.) in einer Garage einstellen.
Ga|ra|gist [,,,ʒɪst] der; -en, -en (zu T ...ist) : (Schweiz.) Be
sitzer einer Autowerkstatt, Mechaniker
Galralmond [,,,'mð:] die; - (zu JGarmond): eine Antiqua
druckschrift; vgl. Garmond
Galrance [ga'ra:s] die; - (aus gleichbed. fr. garance, dies
über das Galloroman. aus dem Germ.): (veraltet) Krapp,
Farbstoff aus Krapp, Krapprot. galranlcielren [garan
ti:...] (aus gleichbed./r. garancer): (veraltet) mit Krapp
[rot] färben
Galrant der; -en, -en (aus gleichbed. fr. garant zu altfr.
g(u)arant „Bürge, Zeuge“, dies aus dem Germ.): eine Per
son, Institution o. Ä., die (durch ihr Ansehen) Gewähr für
die Sicherung, Erhaltung o.Ä. von etwas bietet. Garan
tie die; -, ...ien (aus gleichbed./r. garantie zu garantir, vgl.
garantieren): 1. Gewähr, Sicherheit. 2. vom Hersteller
schriftlich gegebene Zusicherung, innerhalb eines be
stimmten begrenzten Zeitraums auftretende Defekte an
einem gekauften Gegenstand kostenlos zu beheben. 3. a)
einen bestimmten Sachverhalt betreffende verbindliche
Zusage, [vertraglich festgelegte] Sicherheit; b) Haftungs
betrag, Sicherheit, Bürgschaft (Bankw.). ga ran tie ren
(aus gleichbed./r. garantir): bürgen, verbürgen, gewähr
leisten. galranltiert (zu t...iert): (ugs.) mit Sicherheit,
bestimmt
Gar|bage|kol|lek|tor ['gɑ:bɪdʒ...] der; -s, -en (zu engl. gar
bage „wertlose Daten“, eigtl. „Abfall, Müll“ (dies vieil, zu.
altfr. garbe, fr. gerbe „Garbe, Bündel“), u. ÎKollektor):
Sammler für im Computer überflüssig gewordene Daten
(EDV)
Gar|bha|gri|ha* [,..ba...] das; -[s] (aus gleichbed. sanskr.
garbhagrha, eigtl. „Ort der Empfängnis“): das Allerhei
ligste des ind. Tempels, der fensterlose Raum für das
Hauptkultbild, über dem sich der Turmaufbau erhebt
Garlbure [gar'by:r] die; -, -n [...ran] (aus gleichbed./r. gar
bure, dies aus gaskogn. garburo): (veraltet) eine Art Kohl
suppe
Garlçon [gar'sô:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. garçon, dies
aus dem Germ.): 1. franz. Bez. für Kellner. 2. (veraltet)
junger Mann; Junggeselle. Gar|çon|lolgis [,,,loʒi:] das; [,,,i:(s)], - [,,,i:s]: (veraltet) Junggesellenwohnung, möb
lierte Mietwohnung. Garlçonne [gar'sɔn] die; -, -n
[...nan] (aus gleichbed./r. garçonne zu garçon, vgl. Gar
çon): 1. (veraltet) ledige Frau, Junggesellin. 2. (ohne Plur.)
knabenhafte Mode um 1925 u. wieder um 1950. Garlçonnilère [...'niɛ:r] die; -, -n [...ran] (aus fr. garçonnière
„Junggesellenwohnung“): (österr.) Einzimmerwohnung
495
-, -n <aus (alt)fr. garde „Wache, Bewachung" zu
garder „bewachen, hüten", dies aus dem Germ.): 1. Leib
wache eines Fürsten. 2. Kern-, Elitetruppe. 3. Fastnachts
garde; [meist friderizianisch] uniformierte, in Karnevals
vereinen organisierte [junge] Frauen u. Männer. Gardebou tique [gardbu'tik] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. gar
de-boutique; vgl. Boutique): (veraltet) Ladenhüter. Garde du korps [gard(a)dy‘ko:ç] das; - [...ç(s)[ (aus fr. garde
du corps „Leibwache"): 1. Leibgarde eines Monarchen. 2.
früher in Potsdam stationiertes Gardekavallerieregiment.
Gardelfeu [gard'fo:] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. gardefeu, eigtl. „Feuerwärter"): (veraltet) Kamingitter, Ofen
schirm. Gardelfou [...Tu:] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr.
garde-fou, eigtl. „Narren-, Torenschützer"): (veraltet)
Geländer. Gaijdelkorps [...ko:ç] das; - [...e(s)J, - [...bs]
(zu (Garde): Gesamtheit der Garden (2). Gardemanche [... ma:ʃ] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. gardemanche): (veraltet) Ärmelschützer, -schöner. Gardemanlger [...mä'je:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. gardemanger, eigtl. „Speiseverwahrung"): 1. (veraltet) Speise
kammer. 2. Koch, der für die Zubereitung von kalten
Speisen zuständig ist (Gastr.). Garde nappe [... nap]
der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. garde-nappe, eigtl. „Tisch
tuch-, Deckenschützer"): (veraltet) Untersetzer
Garldelnie [...ja] die; -, -n (aus nlat. gardenia; nach dem
schott. Botaniker A. Garden (18. Jh); vgl. `,,,ie): immer
grüner tropischer Strauch mit duftenden, gelben od. wei
ßen Blüten
Gaijdenlparlty ['gɑ:dnpɑ:tɪ], auch Garlden-Parlty die;
-, -s (aus gleichbed. engl. garden party): [sommerliches]
Fest im Garten
Gar|de|re|gi|ment das; -[e]s, Plur. -e u. -er (zu TGarde u.
(Regiment): svw. Garde (1, 2). Garldelrolbe die; -, -n
(aus gleichbed. fr. garde-robe, eigtl. „Kleiderverwah
rung“, zu garder „behüten" u. (Robe): 1. gesamter Klei
derbestand einer Person. 2. Kleiderablage[raum]. 3. An
kleideraum (z.B. von Schauspielern). Garldelrolbiler
[,,,'bje:] der; -s, -s (zu î2...ier): 1. männliche Person, die im
Theater Künstler ankleidet u. ihre Garderobe in Ordnung
hält (Theat.). 2. (veraltend) Angestellter, der in der Klei
derablage tätig ist, der auf die Garderobe achtet. Garldero bi e re die: -, -n (zu l'...iere>: 1. weibliche Form zu
(Garderobier (1). 2. (veraltend) Garderobenfrau, Ange
stellte, die in der Garderobe tätig ist. Garldelvue [gar
da vy:] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. garde-vue, eigtl.
„Blick-, Sehschutz“): (veraltet) Licht-, Augenschirm,
garldez [gar'de:] (ausfr. gardez! (Imp. von garder „behü
ten“) „schützen Sie (Ihre Dame)!"): (bei privaten Schach
partien manchmal verwendeter) höflicher Hinweis für
den Gegner, dass seine Dame geschlagen werden kann
Gar|di|ne die; -, -n (über mniederl. gordijn „Bettvorhang"
aus gleichbed. altfr. cortine, dies aus spätlat. cortina „Vor
hang“ zu lat. cohors, Gen. cohortis ,,Hof(raum), Gehe
ge", dies aus gr. chórtos): a) [durchsichtiger] Fenstervorhang; b) (veraltet) Bettvorhang
Gaijdist der; -en, -en (zu (Garde u. (...ist): Angehöriger
der Garde
gare [ga:r] </r. ; Imp. von (se) garer „(sich) hüten"): Ach
tung!, vorgesehen!, aufgepasst!
gar|ga|ri|sie|ren (aus gleichbed. fr. gargariser, dies über
lat. gargarizare ausgr. gargarizein): gurgeln (Med.). Gargarislma das; -s, -ta (aus gleichbed. lat. gargarisma, zu
gr. gargarismos „das Gurgeln“): Gurgelmittel (Med.)
Garlgoltalge [,,,'ta:ʒə] die; -, -n (zu (gargotieren u.
t...age): (veraltet) schlechtes Essen. Garlgplte die; -, -n
(aus gleichbed. (alt)fr. gargote (Wort der Gaunerspr.) zu
gargoter, vgl. gargotieren): (veraltet) Garküche, billiges
Speiselokal. gar|go|tie|ren (aus gleichbed. fr. gargoter
zu altfr. gargate „Hals, Schlund, Kehle“, dies zu einem
Garlde die;
Garrigue
das Geräusch herunterfließenden Wassers lautmalend
nachempfindenden Wortteil garg-): (veraltet) [in einer
Gargote] schlecht u. billig essen
Garlgouille [gar'gu:j] i//e; -, -n [...jan] (aus gleichbed. fr.
gargouille): (veraltet) Wasserspeier [bei Springbrunnen],
Traufe, Abflussrohr. Garlgouilllette [...gu'jet] die; -, -n
[•••tri] (aus gleichbed. fr. gargouillette, eigtl. Verkleine
rungsform von t Gargouille): (veraltet) Wasserkrug,
Gießkanne, garlgouilllielren (aus gleichbed. fr. gar
gouiller): (veraltet) plätschern
Garlgousse [gar’gus] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr.
gargousse, dies wohl aus provenzal. cargousso): (veraltet)
Treibladung, Kartusche (2). Gargoussière [,,,jɛ:rə]
die; -, -n (aus fr. gargoussière, weibliche Bildung zu gleich
bed. gargoussier): (veraltet) Patronentasche, Kartuschen
büchse
Garlgoyllislmus [...goy...] der; -, ...men (zu engl. gargoyle,
eigtl. „Wasserspeier“, u. (...ismus (3)): angeborene
Krankheit mit Störungen der Knochenbildung, Knochen
deformierungen u. Intelligenzdefekten (Med.)
Galrigue u. Garrigue [ga’rig] die; -, -s (aus gleichbed. fr.
gar(r)igue, dies aus provenzal. garriga): strauchige, im
mergrüne Heide, offene ( mediterrane Gebüschformation
in Südfrankreich
Garlmond [gar'mö:] die; - (nach dem franz. Stempel
schneider C. Garamond (um 1480-1561)): (südd.. österr.)
svw. 3Korpus; vgl. Garamond
Garlnasch der; -s, -en (aus altfr. garnache, dies aus lat.
gaunacum, gr. kaunäke „Pelz vom Fell einer Maus- u.
Wieselart, wie ihn Perser u. Babylonier trugen“): im Mit
telalter von Männern getragenes langes Oberkleid mit
halblangen, weiten angeschnittenen Ärmeln
Garlnelle die; -, -n (aus gleichbed. mniederl. gheenaert,
vermutlich zu mlat. grano „Barthaar“ (wegen der langen
bartähnlichen Fühler)): Krebs mit langen Fühlern,
schlankem, seitlich abgeflachtem, meist durchsichtigem
Körper u. langem, kräftigem Hinterleib (mehrere Arten
von wirtschaftl. Bedeutung, z.B. Krabbe, T2Granat)
gar ni vgl. Hotel garni. Garjnier das; -s (zu tgarnieren):
Boden- u. Seitenverkleidung der Laderäume eines Fracht
schiffs. garlnielren (aus gleichbed. (alt)fr. garnir, eigtl.
„zum Schutz mit etwas versehen, (aus)rüsten“, dies aus
dem Germ.): 1. a) mit Zubehör, Zutat versehen; b) schmü
cken, verzieren. 2. mit Garnier versehen
Garlnilelrit [...nie..., auch ... rit] der; -s, -e (nach dem franz.
Geologen J. Garnier (1839-1904) u. zut2...it>: ein hellgrü
nes Mineral, das zur Nickelgewinnung dient
Garlnilsaire [,,,'sɛ:j] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. garnisaire zu ÎGarnison; vgl. ...är>: (veraltet) Soldat, der als
Zwangsvollstrecker bei jmdm. ins Quartier gelegt wurde,
bis die geschuldete Summe ausgezahlt wurde. Garlnilson
die; -, -en (aus (alt)fr. garnison „Besatzung“, eigtl.
„Schutzausrüstung“, zu garnir, vgl. garnieren): 1. Stand
ort militärischer Verbände u. ihrer Einrichtungen. 2. Ge
samtheit der Truppen eines gemeinsamen Standorts, garnilsolnielren (zu T..deren): a) in der Garnison [als Be
satzung] liegen; b) in Garnison legen. Garlniltur die; -,
-en (aus gleichbed. fr. garniture zu garnir, vgl. garnieren):
1. a) mehrere zu einem Ganzen gehörende Stücke (z.B.
Wäsche-, Polster-, Schreibtischgarnitur); die erste, zweite
Garnitur: (ugs.) die besten, weniger guten Vertreter aus ei
ner Gruppe; b) zu einem Eisenbahnzug zusammengestell
te Wagen, die mehrere Fahrten gemeinsam machen. 2.
Verzierung, Besatz. 3. Gesamtheit der Beschläge (z. B. an
Türen)
Galrptlte usw. vgl. Garrotte usw.
Garouille [ga'ru:jə] die; - (aus gleichbed. fr. garouille):
Wurzelrinde der Kermeseiche aus Algerien (Gerbmittel)
Garlrigue [ga’rig] vgl. Garigue
496
Garrotte
z/z'e; -, -n <aus gleichbed. span, garrote, eigtl.
„Knüttel, Knebel“): Halseisen, Würgschraube, mit der
früher in Spanien die Todesstrafe (durch Erdrosselung)
vollstreckt wurde. Gar|rot|teur [...’torn] der; -s, -e <zu
t...eur): (veraltet) jmd., der Verurteilte garrottierte; b)
Straßenräuber, der sein Opfer mit einer übergeworfenen
Schlinge würgt u. bewusstlos macht. gar|rot|tie|ren (aus
gleichbed. fr. garrotter): mit der Garrotte erdrosseln
Galrúa [garúa] die; - <aus span, garúa „Sprühregen“):
dichter Küstennebel im Bereich des kalten Perustroms an
der mittleren Westküste Südamerikas (Meteor.). Galrúlaklima das; -s: Klima im Einflussbereich kalter Meere
Galrylverlfahlren ['gɛrɪ...] das; -s (nach der nordamerik.
Industriestadt Gary (USA)): Prüfung natürlicher u.
künstlicher Steine auf Abrieb u. Abnutzung durch Quarz
sand, der mit Pressluft aufgeschleudert wird
Galsei das; -s, -e u. Galselle die; -, -n (aus arab. gazai „ver
liebte Worte, Liebespoesie“, eigtl. „Gespinst“): [oriental.]
Gedichtform mit wiederkehrenden gleichen od. „rühren
den“ Reimen; vgl. Bait
galsielren (nach gleichbed. fr. gazer, eigtl. „sengen“, dies
zu gaz „Gas“): Garne durch Absengen über Gasflammen
von Faserenden befreien, galsilfilzielren (zu dt. Gas
(aus niederl. gas) u. t...fizieren): für Gasbetrieb herrich
ten
Gas|ko|na|de die; -, -n (aus gleichbed. fr. gasconnade zu
gascon „gaskognisch“ (nach dem Namen der Landschaft
Gascogne im südwestlichen Frankreich) u. zu t...ade):
(veraltet) Prahlerei, Aufschneiderei
Gaslödem das; -s, -e (zu dt. Gas (aus niederl. gas) u. gr. oidêma „Geschwulst“): durch Gasbrandbazillen erregte
schwere Infektion (Med.). Galsolgen das; -s, -e (zu
I...gen): Stoff, aus dem Gas erzeugt werden kann
(Chem.). Galsolhol der; -s (Kurzw. aus ÎGasolin u. tAlko/zɑ/): Gemisch aus 10 bis 20% reinem Alkohol u. blei
freiem Benzin, das bessere Brenneigenschaften als ge
wöhnliches Benzin hat. Galsol das; -s (zu t...ol): bei der
technischen Kohlenwasserstoffsynthese entstehendes,
vorwiegend aus ÎPropan u. ÎButan bestehendes Heiz- u.
Treibgas. Galsollin das; -s (aus engl,(-amerik,) gasoline
„Benzin“, dies Kunstw. aus gas „Gas“, -ol (zu lat. oleum
„Öl“; vgl. ...ol) u. -ine (chem. Suffix, vgl. ...in)): Leicht
benzin, bei sehr niedriger Temperatur siedendes Benzin.
Ga|so|me|ter der; -s, - (aus fr. gazomètre „Gasbehälter“,
eigtl. „Luft-, Gasmesser“; vgl. ‘...meter): Behälter für
Leuchtgas. Gasltherlme die; -, -n: gasbeheizter Durch
lauf- u. Umlaufwasserheizer
gasltr...*, Gasltr... vgl. gastro..., Gastro...Gaslträa die; -,
...äen (aus gr. gastraia „Bauch (eines Gefäßes)“ zu gastër,
Gen. gastrós „Bauch, Magen“): hypothetisches, einer
Gastrula ähnelndes Lebewesen als Stammform aller
mehrzelligen Tiere, Urdarmtier (Zool.). Gas|träa|the|orie die: -: von Haeckel aufgestellte Theorie über die Ab
stammung aller Tiere, die eine î Gastrulation durchlaufen,
von einer gemeinsamen Urform, der Gasträa. gas tra!
(zu tgastro... u. t‘...al (1)>: zum Magen gehörend, den
Magen betreffend (Med.). Gasltrallgie die; -, ...ien (zu
t ...algie): Magenkrampf (Med.). Gas|tral|go|ke|nolse
die; -, -n (zu îGastralgie, gr. kenös „leer“ u. î ‘...ose): [ner
vös bedingte] Schmerzen bei Magenleere (Med.). Gastrektasie die; -, ...ien (zu Tgastro... u. tEktasie): Ma
generweiterung (Med.).Gasltrekltolmie die; -, ...ien (zu
T...ektomie>: operative Entfernung des Magens (Med.).
Gasltrin das; -s (zu Î ...in (1)): die Absonderung von Ma
gensaft anregender hormonähnlicher Stoff, dessen Bil
dung durch den Nahrungsreiz ausgelöst wird (Med.).
Gasltrilnom das; -s, -e (zu T...om): Gastrin absondern
der Tumor der Bauchspeicheldrüse (Med.), gasltrisch:
zum Magen gehörend, vom Magen ausgehend (Med.).
Garirotite
4ze; -, ...itiden (zu T...itis>: Magenschleim
hautentzündung, Magenkatarrh. Gasltrilzislmus der; (zu T ...izismus; vgl. ...ismus (3)>: Magenverstimmung
(Med.).gasltro..., Gasltro..., vor Vokalen meist gastr...,
Gastr... (aus gr. gaster, Gen. gastrós „Bauch, Magen“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „den Magen(-Darm)-Bereich, den Bauch betreffend, bauchig“,
z. B. gastral, Gastralgie, gastroenterisch, Gastroskop.
Gasltroadenitis die; -, ...itiden: Entzündung der Ma
gendrüsen (Med.). Gasltrolanasltolmolse die; -, -n:
operative Verbindung zweier getrennter Magenabschnit
te. Gasltrolbiloplsie die; -, ...ien: thistologische Unter
suchung von Schleimhautteilchen, die mittels einer Sonde
dem Magen entnommen wurden (Med.). Gasltroldiiaphalnie die; -, ...ien: Röntgendurchleuchtung des Ma
gens (Med.). gas|tro|du|o|de|nal: Magen u. Zwölffin
gerdarm betreffend (Med.). Gasltrolduloldelniltis die;
-, ...itiden: Entzündung der Schleimhaut von Magen u.
Zwölffingerdarm (Med.). Gas|troldu|olde|nos|to|mie
die; -, ...ien (zu gr. stöma „Mund; Mündung“ u. T2...ie):
operative Herstellung einer [künstlichen] Verbindung zwi
schen Magen u. Zwölffingerdarm (Med.). Gasltroldynie die; -, ...ien (zu T...odynie>: Magenschmerzen, Ma
genkrampf (Med.), gasltrolenltelrisch: Magen u.
Darm betreffend (Med.). Gas|tro|en|te|ri|tis die; -,
...itiden: Magen-Darm-Entzündung (Med.). Gasltrolente ro ko liltis die; -, ...itiden: Entzündung des gesamten
Verdauungskanals vom Magen bis zum Dickdarm (Med.).
Gas|tro|en|te|ro|lo|ge der; -n, -n (zu tEnteron u. t ...lo
ge): Arzt mit speziellen Kenntnissen auf dem Gebiet der
Magen- u. Darmkrankheiten (Med.). Gas|tro|en|te|rololgie die; - (zu T...logie): Wissenschaft von den Krank
heiten des Magens u. Darms (Med.). Gas|tro|en|te|ropalthie die; -, ...ien: allgemeine Bez. für Magen- u.
Darmleiden (Med.). Gasltrolenltelrosltolmie die; -,
...ien: operativ geschaffene Verbindung zwischen Magen
u. Dünndarm (Med.), gasltrolgen (zu T...gen): vom Ma
gen ausgehend (Med.).Gasltrolhyldrorlrhö die; -, -en u.
Gas tro hyldrorlrhöe [... ro:] die; -, ...rrhöen [,,,'ro:ən]:
Absonderung eines wässrigen Magensaftes mit vermin
dertem Gehalt an Salzsäure u. Enzymen (Med.).gasltroinltes ti nal: Magen u. Darm betreffend (Med.). Gas
trollith [auch ...’lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n]
(zu t...lith): Magenstein, Konkrement im Magen aus
verschluckten Haaren, Pflanzenfasern u.Ä. (Med.).Gastrollolgie die; - (zu T.Jogie): Teilgebiet der Gastroen
terologie (Med.). Gasltrollylse z/ze; -, -n (zu T...lyse):
operatives Herauslösen des Magens aus Verwachsungs
strängen (Med.).Gasltro|ma|la|zie die;-, ...ien: Magen
erweichung (infolge Selbstverdauung des Magens; Med.).
Gasltrolmant der; -en, -en (zu gr. mántis „Seher“): svw.
Engastrimant. Gss tro me ga lie die; -, ...ien (zugr. mé
gas, Gen. megálou „groß“ u. T 2...ie> : abnorme Vergröße
rung des Magens (Med.). Gasltrolmylxorlrhö die; -, -en
u. Gastromyxorrhöe [,,,ro:] die; -, ...rrhöen
[,,,'ro:ən] (zu gr. mÿxa „Schleim“ u. rhein „fließen“): ver
mehrte Schleimabsonderung des Magens (Med.). Gastrolmylzet der; -en, -en (meist Plur.): Bauchpilz (z.B.
Bovist; Bot.). Gas|tro|nom der; -en, -en (aus/r. gastro
nome „Feinschmecker“ zu gastronomie, vgl. Gastrono
mie): Gastwirt mit besonderen Kenntnissen auf dem Ge
biet der Kochkunst. Gasltrolnolmie die; - (aus fr. gas
tronomie „Feinschmeckerei, feine Kochkunst“, dies aus
gr. gastronomía „Vorschrift zur Pflege des Bauches“;
nach einem Buchtitel des Archestratos (um 350 v. Chr.);
vgl. gastro... u. ...nomie): 1. Gaststättengewerbe. 2. feine
Kochkunst. gas|tro|no|misch (nach gleichbed. fr. gas
tronomique): 1. das Gaststättengewerbe betreffend. 2. die
feine Kochkunst betreffend. Gasltrolpalrelse die; -, -n
Gasltriltis
497
<zu 1gastro...): Erschlaffung des Magens (Med.). Gastro pathfe die; -, ...ien (zu t...pathie): Magenleiden
(Med.). Gasltrolpelxie die; -, ...ien (zu gr. pèxis „das Be
festigen, Verbinden“ u. l2...ie>: Annähen des Magens an
die Bauchwand (bei Magensenkung; Med.). Gasltroplastik die; -, -en: operative Wiederherstellung der nor
malen Magenform (Med.). Gasltrolplelgie die: -, ...ien
(zu gr. plêgë „Schlag, Stoß“ u. t2...ie, eigtl. „Magenläh
mung“): Schwäche der Magenmuskulatur (Med.). Gastrolpolde der; -n, -n (meist Plur.) (zu 1...pode): Schnecke
(Gattungsbez. einer Klasse der Weichtiere od. ÎMollus
ken; Zool.). Gas trop to'se die; -, -n (zu gr. ptösis „der
Fall, das Fallen“): Magensenkung (Med.). Gasltrorlrhagie die; -, ...ien (zu gr. rhêgnÿnai „reißen, bersten“; Ana
logiebildung zu tHämorrhagie): Magenbluten (Med.).
Gasltrorlrhalphie die; -, ...ien (zu gr. rhaphë „Naht“,
eigtl. „Magennaht“, u. t2...ie>: Schließung des operativ er
öffneten Magens durch Anlegen einer Naht (Med.). Gastror rhelxis die; -, ...xen (zu gr. rhèxis „das Reißen,
Durchbrechen“, eigtl. „Magenzerreißung“): Magenriss,
z.B. durch Gewalteinwirkung (Med.). Gasltrorlrhö die;
-, -en u. Gas tror rhöe [...'re:] die; -, ...rrhöen [,,,'ro:ən]
(zu gr. rheîn „fließen“): verstärkte Absonderung von Ma
gensaft (Med.). Gasltrolse die: -, -n (zu t'...ose): (veral
tend) nicht entzündliche 1 organische (1 a) u. t funktionelle
Veränderung des Magens (Med.). Gasltrolskop das; -s,
-e (zu f...skop>: mit Spiegel versehenes, durch die Speise
röhre eingeführtes Metallrohr zur Untersuchung des Ma
geninneren (Med.). Gasltrolskolpie die; -, ...ien (zu
t. ..skopie): Magenspiegelung mit dem Gastroskop
(Med.). gas|tro|sko|pie|ren (zu 1..deren): eine Gastro
skopie durchführen (Med.). Gasltrolsoph der; -en, -en
(zu gr. sophos „klug“): Anhänger der Gastrosophie. Gastro so phie rfz'e; - (zu gr. sophia „Weisheit“): Kunst, Ta
felfreuden [weise] zu genießen, gasltrolsolphisch: Ta
felfreuden [weise] genießend. Gasltrolspaslmus der; -,
...men: Magensteifung, -krampf, brettharte Zusammen
ziehung der Magenmuskeln (Med.). Gasltrosltolmie
die; -, ...ien (zu gr. stóma „Mund; Mündung“ u. t2...ie):
operatives Anlegen einer Magenfistel (bes. zur künstli
chen Ernährung; Med.). Gasltroltolmie die; -, ...ien (zu
T...tomie): Magenschnitt, operative Öffnung des Magens
(Med.). Gasltroltrilchen die (Plur.) (zu gr. thrix, Gen.
trichös „Haar“): mikroskopisch kleine, wurmähnliche,
bewimperte Tiere (Wasserbewohner; Zool.). Gasltrotymlpalniltis die; -, ...itiden (zu gr. tympanon „Hand
pauke, Handtrommel“ u. T...itis) : Auftreiben des Magens
durch Gase (Med.). Gasltro|vas|ku|lar|sys|tem das;
-s: der oft sehr fein gefäßartig verzweigte Innenraum bei
Hohltieren, bei den Korallentieren u. bei den Plattwür
mern. Gasltrolxie die; -, ...ien (zu gr. oxÿs „scharf“ u.
t2...ie>: durch übermäßiges Ausscheiden von Magensäure
verursachtes Unwohlsein (Med.). Gasltrolzöl das; -s, -e
(zu gr. koilia „Bauchhöhle“); Darmhöhle, der von Darm
u. Magen umschlossene Hohlraum (Med.; Biol.). Gastru|la die; -, ...lae [...le] (aus gleichbed. nlat. gastrula zu
gr. gastër, Gen. gaströs „Bauch, Magen“): zweischichti
ger Becherkeim (Entwicklungsstadium vielzelliger Tiere;
Biol.). Gasltrullaltilon die; - (zu t,,,ation): Bildung der
1 Gastrula aus der t Blastula in der Entwicklung mehrzel
liger Tiere (Biol.)
Gate [gelt] das; -s, -s (aus engl. gate „Tür, Tor“): 1. Flug
steig (Rollfeldaus- u. -zugang) auf Flughäfen. 2. spezielle
Elektrode zur Steuerung eines Elektronenstroms (Phys.).
Gate-Ar|ray-Bau|stei|ne ['geɪtəreɪ...] die (Plur.) (zu
engl. gate „Gatter“ u. array „Ordnung, Aufstellung“): aus
einer regelmäßigen Anordnung von Logikgattern beste
hende t Chips (3), die in großen Stückzahlen u. somit kos
tengünstig hergestellt werden (Mikroelektronik). Gate
Gault
[...foold] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. gate fold zu
gate „Klappe, beweglicher Rahmen“ u. fold „Faltung,
Falz“): Seite in einem Buch, einer Zeitschrift o.Ä., die
größer ist als die anderen u. daher in die passende Form
gefaltet ist
Gate|me|ti|er [gatmet'ie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
gâte-métier zu gâter „verderben, beschädigen“ (aus lat.
vastare) u. métier „Beruf“): (veraltet) Pfuscher, Preisver
derber
Gatelway ['geɪtweɪ] das; -s, -s (aus engl. gateway
„Tor(weg)“): Rechner, der Daten- bzw. Rechnernetze
verbindet (EDV)
Galthas die (Plur.) (aus awest. gäthä „Gesänge“): ältester
Teil des t Awesta, von Zarathustra selbst stammende stro
phische Lieder
gat|tie|ren (zu dt. gatten „vereinigen“ u. Î..deren): Aus
gangsstoffe für Gießereiprodukte (z.B. Roheisen, Stahl
schrott, Gussbruch) in bestimmten Mengenverhältnissen
fachgemäß mischen
gauche [goj] (/)■.; zu mittelfr. gauchir „abweichen“, dies
aus dem Germ.): (veraltet) links, linkisch, verkehrt.
Gauchelrie [,.,'ri:] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. gauche
rie): (veraltet) linkisches Benehmen, Ungeschicklichkeit,
Tölpelei. Gaulchislmus [go'ʃis...] der; - (aus gleichbed.
fr. gauchisme zu gauche „links; Linke“; vgl. ...ismus (1)):
(links von der Kommunistischen Partei Frankreichs ste
hende) linksradikale politische Bewegung, Ideologie in
Frankreich. Gaulchist der; -en, -en (aus gleichbed. fr.
gauchiste): Anhänger des Gauchismus. gaulchisltisch
(zu t...istisch): den Gauchismus betreffend, dazu gehö
rend, darauf beruhend
Gaulcho ['gauʧo] iter; -[s], -s (aus gleichbed. span, gaucho
(wohl indian. Wort)): berittener südamerik. Viehhirt
Gau|de|a|mus das; - (aus lat. gaudeamus „wir wollen uns
freuen“, 1. Pers. Plur. Konj. Präs, von lat. gaudere, vgl.
gaudieren; eigtl. Gaudeamus igitur „Freuen wir uns al
so“): Anfang eines mittelalterlichen Studentenliedes
(Neufassung 1781 von C. W. Kindleben). Gauidee die; -,
-n (zu 7 Gaudium): (österr., oft ab wertend) Vergnügung,
Unterhaltung. Gauldi die; -, auch das; -s: (ugs.) Kurz
form von tGaudium. gauldielren (aus gleichbed. lat.
gaudere): (veraltet) sich freuen. Gauldilum das; -s (aus
lat. gaudium „Freude, Vergnügen“): Spaß, Belustigung,
Vergnügen
Gaulfralge* [gofra:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. gaufra
ge zu gaufrer, vgl. gaufrieren): Narbung od. Musterung
von Papier u. Geweben. Gaulfré [go'fre:] das; -[s], -s (aus
gleichbed. fr. gaufré, eigtl. Part. Perf. von gaufrer, vgl.
gaufrieren): Gewebe mit eingepresstem Muster, gau
frieren (aus fr. gaufrer „Figuren auf etwas pressen“ zu
gaufre „Waffel“, dies über altfr. walfre aus mniederl. wäfel): mit dem Gaufrierkalander prägen od. mustern. Gaufrierlkallanlder der; -s, -: ÎKalander zur Narbung od.
Musterung von Papier u. Geweben
Gauge [geɪʤ] das; - (aus engl. gauge „Normalmaß“ zu
altfr. gauger „messen“, weitere Herkunft unsicher): in der
Strumpffabrikation Maß zur Angabe der Maschenzahl u.
damit zur Feinheit des Erzeugnisses; Abk.: gg
Gaulllislmus [go'hs...] der; - (aus fr. gaullisme; nach dem
franz. Staatspräsidenten General Ch. de Gaulle, 1890 bis
1970; vgl. ...ismus (1)>: nach dem franz. Staatspräsiden
ten General Ch. de Gaulle benannte politische Bewe
gung, die eine autoritäre Staatsführung u. die führende
Rolle Frankreichs in Europa zum Ziel hat. Gaulliist der;
-en, -en (aus gleichbed. fr. gaulliste): Verfechter u. An
hänger des Gaullismus, gaulllisltisch (zu 1...istisch):
den Gaullismus betreffend, zu ihm gehörend, auf ihm be
ruhend
Gault [gɔ:lt] der; -[e]s (aus gleichbed. engl. gault (nach eifold
Gaultheria
nem Gestein aus der Gegend von Cambridge)): Zweitäl
teste Stufe der Kreide (Geol.)
Gaulltheria [gɔl...] die; -, ...ien [,,,iən] (aus nlat. gaulthe
ria; nach dem franz.-kanad. Botaniker J.-F. Gaultier
(1708-1756)): Gattung der Erikagewächse, aus deren
Blättern das als Heilmittel verwendete Gaultheriaöl ge
wonnen wird
Gaur der; -s, -[s] (über engl. gaur aus gleichbed. Hindi gaur,
dies aus sanskr. gaurá): in den Wäldern Vorderindiens
heimisches, sehr großes u. kräftiges Wildrind
Gaul sa pe das; -, ...pes [,,,pe:s] (über lat. gausapa, gausape
aus gr. gausâpês „dicker Stoff“): altröm. Friesmantel.
Gaulsalpum das; -s, ...pen (aus gleichbed. lat. gausa
pum): svw. Gausape
Galvilal [...V...J der; -s, -e (über engl. gavial aus gleichbed.
Hindi ghariyäl): Schnabelkrokodil
Galvotlte [ga'vɔt(ə)] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed. fr. ga
votte, dies aus provenzal. gavotto „Tanz der Gavots, d.h.
der Bewohner der provenzal. Alpen“): a) Tanz im
2/4-Takt; b) Teil der Suite (4), der auf die Sarabande folgt
(Mus.)
gay [gei] (aus gleichbed. engl. gay, eigtl. „lustig, fröhlich“,
dies aus altfr. gai, gay, weitere Herkunft ungeklärt): [offen
u. selbstbewusst] homosexuell. Gay der; -[s], -s: Homose
xueller. Galya Cilenlcia ['ga:ja 'tsiɛntsia] die; - - (auspro
venzal. gaya ciencia, eigtl. „fröhliche Wissenschaft“):
Dichtung der Toulouser Meistersingerschule im 14. Jh.
(vorwiegend Mariendichtung)
Galyalhaslta ['gaja...] die; -, -[s] (aus sanskr. gäya hasta,
eigtl. „schreitende Hand“): eine bestimmte Geste tanzen
der Figuren, in der ein Arm des Tänzers in Nachahmung
eines Elefantenrüssels quer vor der Brust gehalten wird
Galyal ['ga:jal, auch gaja:l] der; -s, -s (aus gleichbed. Hindi
gayäl): hinterindisches leicht zähmbares Wildrind (Haus
tierform des Î Gaur)
Galyaltri* ['ga:ja...] die; - (aus gleichbed. sanskr. gäyatri):
Metrum von 3x8 Silben
Gaylluslsit [ge..., auch ... sit] der; -s, -e (nach dem franz.
Physiker u. Chemiker J. L. Gay-Lussac (1778-1850) u. zu
T2,..it): ein farbloses, weißes od. gelbes Mineral
Galyolmart ['gajo...] der; - (aus awest. gäyamärtan „sterb
liches Leben“): der prototypische Urmensch, der zugleich
der Erstling der erwarteten Auferstehung ist (in der altiran. Religion)
Galze ['ga:zə]
-, -n (aus gleichbed. fr. gaze, dies über
span, gasa wohl aus arab. qazz („Rohseide“)): 1. [als
Stickgrundlage verwendetes] weitmaschiges [gestärktes]
Gewebe aus Baumwolle, Seide o.Ä. 2. Verbandmull
Galzellle die; -, -n (aus gleichbed. it. gazzella, dies aus
arab. gazäla „weibliche Gazelle“): Antilopenart der Step
pengebiete Nordafrikas u. Asiens
Galzetlte [auch ga'zɛtə] <7/e; -, -n (aus fr. gazette „Zeitung“,
dies über it. gazetta aus gleichbed. venez, gazeta, eigtl.
Name einer Münze, für die im 16. Jh. ein Nachrichtenblatt
verkauft wurde): (veraltet, noch abwertend) Zeitung
Galzi ['ga:zi] vgl. Ghasi
galzielren [ga'zi:...] (zu îGaze u. Î..deren): verschleiern,
mit Gaze überziehen
Galzon [ga'zð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. gazon, dies aus
dem Germ.): (veraltet) Rasen, Rasenplatz, galzonlnieren [gazo'ni:...] (aus gleichbed. fr. gazonner): (veraltet)
mit Rasen bedecken
Galzolphyllalcilum [...tsium] das: -s, ...ien (über lat. gazophylacium aus gleichbed. gr. gazophylákion zu gaza (pers.
ganj) „königlicher Schatz“ u. phylássein „bewachen“):
(veraltet) Schatzkammer, bes. im Mittelalter Aufbewah
rungsort des Kirchenschatzes
Gazlpalcho [gas'patʃo] der; -[s], -s (aus gleichbed. span.
gazpacho): a) kalt angerichtete span. Gemüsesuppe; b)
498
als Brotbelag verwendetes Gericht aus Bröckchen eines in
der Asche od. auf offenem Feuer gebackenen Eierkuchens
ge..., Ge... vgl. geo..., Geo...
Gelan|ti|kli|na|le vgl. Geoantiklinale
Geb der; -[s] (aus gleichbed. ägypt. geb): ägypt. Erdgott,
der den Menschen die verborgenen Schätze des Erdinne
ren spendet
Gelcko der; -s, Plur. -s u. ...onen (aus gleichbed. engl. ge
cko od. niederl. gekko, diese aus malai. gekok (lautma
lend)): tropisches u. subtropisches eidechsenartiges
Kriechtier (Insektenvertilger)
Geldalnit [auch ...nit] der; -s, -e (nach Gedanum, dem la
tinisierten Namen von Gdansk (Danzig), u. zu t2...it): fos
siles, aber schwefelfreies Harz, das zusammen mit Bern
stein vorkommt u. diesem ähnlich ist (als Schmuckstein
von geringem Wert)
Geldeklli die (Plur.) (zu tiir/c gedikli „im Besitz einer amt
lichen Konzession“): türk, berittene Ehrengarde des Sul
tans
gelfluxt (zu engl. to flux „flüssig machen“): mit einem Öl
von geringer Flüchtigkeit versetzt (Chem.)
Ge gen kon di ti o nie rung die; - (zu Î Konditionie
rung): Lernvorgang mit dem Ergebnis der Umkehrung ei
nes Î konditionierten Verhaltens (z.B. wenn Furchtreak
tionen bei einem harmlosen Reiz abgebaut werden, indem
man den Reiz gleichzeitig mit der Auslösung positiver
Spontanreaktionen erfolgen lässt; Psychol.); vgl. Kondi
tionierung
Gelgenlkulltur ¿Zie; -, -en (zu TKultur): Kulturgruppie
rung, die in Ablehnung der bürgerlichen Gesellschaft ei
gene Kulturformen entwickelt (Soziol.); vgl. Subkultur
Gelgen|re|for|ma|ti|on die; - (zu ÎReformation): innere
Erneuerung u. neue Ausbreitung des Katholizismus im
16. u. 17. Jh. als Gegenbewegung gegen die t Reformation
Gelgenlrelvollultilon die; -, -en (zu îRevolution): gegen
eine siegreiche Revolution gerichtete politisch-soziale Be
wegung, die im Wesentlichen auf die Î Restauration der
vorrevolutionären Verhältnisse hinzielt
ge|han|di|kapt [gə'hɛndikɛpt] (nach gleichbed. engl. han
dicapped): durch etwas behindert, benachteiligt; vgl. han
dikapen
Ge|hen|na die; - (über (kirchen)lat. gehenna, gr. géenna
aus hebr. gê(ven)hinnôm, eigtl. „Tal (des Sohnes) Hin
noms“ (bei Jerusalem), weil dort urspr. dem Moloch Men
schenopfer dargebracht worden sein sollen): spätjüd. neutestamentliche Bez. für Hölle
Gehllelnit [auch ...nit] der; -s, -e (nach dem dt. Chemiker
A. F. Gehlen (1775-1815) u. zu T2...it): ein weißgraues od.
grünlich graues Mineral in Kalken
G ei I kie I lith [auch ...lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n]
(nach dem schott. Geologen Sir A. Geikie (1835-1924) u.
zu T ...lith>: ein bräunlich schwarzes, metallisch glänzen
des, mit t Ilmenit î isotopes Mineral
Gelin das; -s (zugr. gè, Nebenform von gata „Erde“ u. t ...in
(1)): 1. der (schwarzbraune) Hauptbestandteil der Acker
erde. 2. ÎGlykosid aus der Wurzel der Nelkenwurz (Bot.)
Geilsa: Plur. von TGeison
Geil ser der; -s, - (aus isländ. geysir): svw. Geysir
Geilsha [ ge:ʃa, auch gajʃa] 4ie; -, -s (über engl. geisha aus
gleichbed. jap. geisha, zu gei „unterhaltende Kunst“ u.
sha „Person“): in Musik u. Tanz ausgebildete Gesellschaf
terin, die zur Unterhaltung der Gäste in japan. Teehäu
sern o.Ä. beiträgt
Geilson das; -s, Plur. -s u. ...sa (aus gr. geison „Sims“):
Kranzgesims des antiken Tempels
Gei|to|no|ga|mie die; - (zu gr. geitön, Gen. geitonos „be
nachbart; Nachbar“ u. î...garnie (1)>: Übertragung von
Blütenstaub zwischen Blüten, die auf derselben Pflanze
stehen (Bot.)
499
gelkanitert [auch gə'kɛn...]
Gel das: -s, -e, ugs. auch -s
vgl. kantern
(Kurzform von tGe/atine): 1.
gallertartiger Niederschlag aus einer fein zerteilten Lö
sung. 2. gallertartiges Kosmetikum
Gellar das; -s (Kunstw.): agarähnliches (vgl. Agar-Agar)
Präparat aus Ostseealgen
Gellaslma das: -s, Plur. -ta u. ...men (aus.gr gélasma „das
Lachen“): Lachkrampf (Med.)
Gellaltilne [ʒe...] die; - (übet fr. gélatine aus gleichbed. it.
gelatina, dies zu lat. gelatus „gefroren, erstarrt"; vgl. Ge
lee): geschmack- u. farblose, aus Knochen u. Häuten her
gestellte leimartige Substanz, die vor allem zum Eindicken
u. Binden von Speisen Verwendung findet. Ge|la|ti|nekaplsel die; -, -n: dünnwandige Kapsel aus Gelatine u.
tGlyzerin, die sich erst im Magen auflöst. ge|la|ti|nieren (zu Î..deren): a) zu Gelatine erstarren; b) eine fein
zerteilte Lösung in Gelatine verwandeln. ge|la|ti|nös
(nach gleichbed. fr. gélatineux): gelatineartig. Ge|la|ti|on
[ge...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. gelatio zu gelare, vgl.
gelieren): (veraltet) das Gefrieren, Frost. Gellaltit [ʒe,,,,
auch ...tit] das: -s (Kunstw.; vgl. ‘...it): ein Gesteins
sprengstoff. Gellcoat ['ge:lko:t, engl. dʒelkoʊt] das; -s
(aus gleichbed. engl. gel coat zu gel „Gel“ (vgl. Gel) u.
coat „Hülle, Mantel“): oberste Schicht der Außenhaut ei
nes Bootes, das aus glasfaserverstärktem Kunststoff ge
baut ist. Gellee [ʒe'le:, auch ʒə'le:] das od. der; -s, -s (aus
gleichbed. fr. gelée zu geler „gefrieren, steif werden“, dies
aus lat. gelare „gefrieren“): a) süßer Brotaufstrich aus gal
lertartig eingedicktem Fruchtsaft; b) gallertartige, halb
steife Masse, z.B. aus Fleisch- od. Fischsaft. Gellée ro
yale [ʒəleroa'jal] das; - - (aus fr. gelée royale, eigtl. „kö
nigliches Gelee“): Futtersaft für die Larven der Bienenkö
niginnen, der in der kosmetischen u. pharmazeutischen
Industrie verwendet wird. Ge|li|diItät [ge..,] die; - (zu lat.
gelidus „eiskalt, kühl“ u. t ...ität): (veraltet) eisige Kälte.
Ge|li|di|um das; -s (aus lat. gelidium, eigtl. „das Starre“,
zu gelidus „starr, steif“): Gattung meist fiederig verzweig
ter Rotalgen mit in allen Meeren verbreiteten Arten
(Bot.), gellielren [ʒe,,,, auehʒə...] (ausʃr. geler „zum Ge
frieren bringen; steif werden“, dies aus lat. gelare „gefrie
ren machen, zum Erstarren bringen“): zu Gelee werden.
Ge|li|frak|ti|on [ge...] die; -, -en (Kunstw. zu lat. gelu
„Kälte, Frost“ u. fractio „das Brechen; Bruch“): Frost
sprengung, durch Spaltenfrost verursachte Gesteinszer
kleinerung
Gellolleplsie die; -, ...ien (zu gr. gelän „lachen“, lepsis
„Anfall (einer Krankheit)“ u. t2...ie): mit Bewusstlosigkeit
verbundenes plötzliches Hinstürzen bei Affekterregungen
(z.B. Lachkrampf; Med.)
Gellolmelter das; -s, - (zu îGel u. t‘...meter): Gerät zum
Bestimmen der mechanischen Beschaffenheit von TGal
lerten
Geloplegie* die; -, ...ien (zu gr. gelän „lachen“, plêgë
„Schlag“ u. T2...ie): svw. Gelolepsie
Ge io trip sie* die; -, ...ien (zu lat. gelare „gefrieren ma
chen, zum Erstarren bringen“, gr. tripsis „das Reiben;
Reibung“ (dies zu tribein „reiben“) u. t2...ie): punktför
mige Massage zur Behebung von Muskelhärten (Med.)
Gellperlmelaltilon die; - (zu ÎGel u. ÎPermeation): ein
Verfahren zur Trennung hochmolekularer Stoffe verschie
dener Molekülgröße (Phys.)
Gelmalra die; - (aus aram. gemärä „Vervollständigung“):
zweiter Teil des ÎTalmuds, Erläuterung der t Mischna
Gelmaltrie* die; - (unter Einfluss von gr. geometría (vgl.
Geometrie) aus späthebr. gimatriyä): Deutung u. geheime
Vertauschung von Wörtern mithilfe des Zahlenwertes ih
rer Buchstaben (bes. in der ÎKabbala)
Gelmelllus der; -, ...lli (aus lat. gemellus „zugleich gebo
ren; Zwilling“): Zwilling (Med.). Gelmilnalta die; -,
Gendarmerie
...ten (aus lat. geminata „die Verdoppelte“, Femininum
des Part. Perf. von geminare, vgl. geminieren): Doppel
konsonant, dessen Bestandteile auf zwei Sprechsilben ver
teilt werden (z.B. it. freddo, gesprochen: fred-do; im
Deutschen nur noch orthografisches Mittel; Sprachw.).
Ge|mi|na|ti|on die; -, -en (aus lat. geminatio „Verdoppe
lung“): 1. Konsonantenverdoppelung; vgl. Geminata. 2.
svw. Epanalepse. geminielren (aus lat. geminare „ver
doppeln, wiederholen“): einen Konsonanten od. ein Wort
verdoppeln. Ge|mi|ni|pro|gramm das; -s (zu lat. gemini
(Plur.) „Zwillinge“): amerik. Programm des Zweimann
raumflugs in den 60er-Jahren (auf Bahnen um die Erde).
Gelmilnus der; -, ...ni (aus lat. geminus „doppelt (gebo
ren); Zwilling“): svw. Gemellus
Gemmlanlgilom* das; -s, -e (zu ÎGemme u. TAngiom):
gutartige Kapillargeschwulst aus Gefäßsprossen, die ei
nem Granulationsgewebe ähneln (Med.). Gemlrnaltion
die; - (zu lat. gemmare „Knospen ansetzen, treiben“ u.
T...ation): das Ausschlagen der Knospen (Bot.). Gemlme
die: -, -n (unter Einfluss von it. gemma aus lat. gemma
„Edelstein, Perle“, eigtl. „Knospe“ (am Weinstock)): 1.
bes. im Altertum beliebter Edelstein mit vertieft od. erha
ben eingeschnittenen Figuren. 2. Brutkörper niederer
Pflanzen (Form der ungeschlechtlichen Vermehrung;
Biol.). gemlmilpar (zu lat. parere „hervorbringen, gebä
ren“): sich durch Knospen fortpflanzend (Bot.). Gemmolglypltik die;
svw. Glyptik. Gemlmollglge der;
-en, -en (zu t...loge): Fachmann für Schmuck u. Edelstei
ne; Edelsteinprüfer. Gem|mo|lo|gie die; - (zu t...logie>:
Edelsteinkunde, gemlmollolgisch (zu Î...logisch): die
Edelsteinkunde betreffend. Gemlmulla die; -, ...lae [...le]
(meist Plur.) (aus lat. gemmula „kleine Knospe“, Verklei
nerungsform von gemma, vgl. Gemme): widerstandsfähi
ger Fortpflanzungskörper der Schwämme, der es ermög
licht, ungünstige Lebensverhältnisse zu überdauern
(Biol.)
Gen das; -s, -e (meist Plur.) (aus gr. genos „Geschlecht,
Gattung“; von dem dän. Botaniker W. Johannsen (1857
bis 1927) geprägt): in den ÎChromosomen lokalisierter
Erbfaktor. ...gen (aus «r. -genes „hervorbringend, verur
sachend; hervorgebracht, verursacht“): bei Substantiven
u. Adjektiven auftretendes Suffix mit der Bedeutung „er
zeugend, bildend, liefernd; erzeugt“, z.B. Kollagen, hä
matogen, lithogen. Genakitivierung die; - (zu TGen):
die in Abhängigkeit von Umwelteinflüssen od. von dem
biophysikalischen u. biochemischen Zustand der Zelle
wirksam werdende ÎTranskription bestimmter Gene, z.B.
für die Neusynthese von tEnzymen. Genlamlplilfilkatilon* die; -: die bei Differenzierungsprozessen im Ver
lauf der Entwicklung beobachtbare Vervielfachung einzel
ner Gene durch TReplikation. Gen|ana|ly|se die; -, -n:
Analyse (2) von Genen zur Ermittlung der Erbanlagen
gelnant [ʒe...] (aus fr. gênant „beschwerlich, lästig“, Part.
Präs, von gêner, vgl. genieren): a) lästig, unangenehm,
peinlich; b) (landsch.) gehemmt u. unsicher, schüchtern;
leicht durch belanglose Dinge in Verlegenheit zu bringen;
etwas als peinlich empfindend
Gelnanltin® das; -s (Kunstw.): svw. Glysantin
Genibank die; -, -en (zu tGen u. TBank): Finrichtung zur
Aufbewahrung von ausgewähltem Genmaterial, z.B. von
Nutz- od. Futterpflanzen, um deren Genbestand zu sam
meln, zu erhalten u. zu nutzen. Genlbilbliolthek* die; -,
-en: svw. Genbank. Genlchilrurlgie* die; -: eine speziel
le Form der t Genmanipulation
Genidarm [ʒan,,,, auehʒa'd...] der; -en, -en (aus/r. gendar
me „Polizeisoldat“ zu älter fr. gens d’armes „bewaffnete
Reiter (eigtl. Männer)“): (österr., sonst veraltet) [auf dem
Land eingesetzter] Polizist; Angehöriger einer Gendar
merie. Genldarlmelrie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr.
Gendatei
gendarmerie): (österr., sonst veraltet) staatliche Polizei in
Landbezirken; Gesamtheit der Gendarmen
Genldaltei die; -, -en (zu TGenu. tDatei): Sammlung von
genetischen Daten. Genldelfekt der; -[e]s, -e: Störung in
der Struktur eines Gens
’Gene [ʒɛ:n] die; - (aus fr. gêne „Störung, Zwang“ (älter fr.
gêne „Folter“) zu altfr. gehine „das durch Folter erpresste
Geständnis“, dies zu gehir, jehir „zum Geständnis zwin
gen“): (veraltet) [selbst auferlegter] Zwang; Unbehagen,
Unbequemlichkeit; vgl. sans gêne
2Gelne: Plur. von 1 Gen
Gelnelallolge der; -n, -n (über lat. genealogus aus gr. geneálogos „jmd., der ein Geschlechtsregister anfertigt“):
Forscher auf dem Gebiet der Genealogie. Ge|ne|a|lo|gie
die; -, ...ien (über lat. genealogia aus gr. genealogía „Ge
schlechtsregister“, dies zu geneá „Geburt, Abstammung“
u. t...logie): Wissenschaft von Ursprung, Folge u. Ver
wandtschaft der Geschlechter; Ahnenforschung, gelneallogisch (zu Î...logisch): die Genealogie betreffend
Gen|epis|ta|se* die; - (zu ÎGen u. TEpistase): das Stehen
bleiben mehrerer Lebewesen auf derselben Entwicklungs
stufe (Biol.)
Ge ne ra [auch 'ge:...] : Plur. von TGenus
Geine ral der; -s, Plur. -e u. ...räle (z.T. über gleichbed./r.
général zu lat. generalis „allgemein“ in Fügungen wie kirchenlat. generalis abbas „Oberhaupt eines Mönchsor
dens“) : 1. a) (ohne Plur.) [höchster] Dienstgrad der höchs
ten Rangklasse der Offiziere; b) Offizier dieses Dienst
grades. 2. a) oberster Vorsteher eines kath. geistlichen Or
dens od. einer tKongregation; b) oberster Vorsteher der
Heilsarmee. Gelnelral... (aus lat. generalis „zur Gattung
gehörend, allgemein“; vgl. Genus): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „oberster Vertreter, Hauptvertreter;
erstrangige Angelegenheit; allgemein, alle betreffend“,
z.B. Generalagentur. Ge|ne|ral|ab|so|lultilon die; -,
-en: 1. sakramentale Lossprechung ohne Einzelbeichte (in
Notfällen; kath. Reh). 2. vollkommener Ablass, Nachlass
der Sündenstrafe in Verbindung mit den Sakramenten der
Buße u. Î Eucharistie (für Sterbende od. Ordensmitglie
der; kath. Rel.). Ge neiral ad rniiral der; -s, Plur. -e u.
...räle: 1. Offizier der Kriegsmarine im Range eines Ge
neralobersten. 2. (ohne Plur.) Titel der ältesten Admirale
(im 17. u. 18. Jh.). Ge ne ral agent der; -en, -en: Haupt
vertreter. Ge|ne|ral|agen|tur die; -, -en: Hauptge
schäftsstelle. Ge|ne|ral|am|nesltie die; -, ...ien: eine
größere Anzahl von Personen betreffende Amnestie. Ge
ne Irai lat das; -[e]s, -e (zu ÎGeneral u. T...at (1)): 1. Gene
ralswürde. 2. a) Amt eines kath. Ordensgenerals (vgl. Ge
neral 2 a); b) Amtssitz eines kath. Ordensgenerals (vgl.
General 2a). Ge|ne|ral|bass der; -es, ...bässe: unter ei
ner Melodiestimme stehende fortlaufende Bassstimme
mit den Ziffern der für die harmonische Begleitung zu
greifenden Akkordtöne (in der Musik des 17. u. 18. Jh.s).
Gelne ral beich te rZze; -, -n: Beichte über das ganze Le
ben od. einen größeren Lebensabschnitt vor wichtigen
persönlichen Entscheidungen. Ge|ne|ral|di|rekltor der;
-s, -en: Leiter eines größeren Unternehmens. Gelnelralle
das; -s, Plur. ...lien [,,,iən], auch ...lia (aus gleichbed.
(m)lat. generale zu generalis „zum Geschlecht, zur Gat
tung gehörend, allgemein“): allgemein Gültiges; allgemei
ne
Angelegenheiten.
Ge|ne|ral|gou|ver|ne|ment
[,,,guvɛrnəma:] das; -s, -s (zu TGeneral...): 1. Statthalter
schaft. 2. größeres ÎGouvernement. Ge|ne|rallgou|verneur [,,,no:u] der; -s, -e: 1. Statthalter. 2. Leiter eines Ge
neralgouvernements. Ge|ne|ra|lia u. Generalicen
[...¡an]: Plur. von TGenerale. Genelralinispekteur*
[...t0:n] der; -s, -e: unmittelbar dem Verteidigungsminister
unterstehender ranghöchster Soldat u. höchster militäri
scher Repräsentant der Bundeswehr; vgl. Inspekteur (2).
500
Ge ne ral in spek ti on* die; -, -en: gründliche, umfas
sende Î Inspektion (1). Ge|ne|ral|inlten|dant der; -en,
-en: 1. Leiter mehrerer Theater, eines Staatstheaters od.
einer Rundfunkanstalt. 2. bis 1945 oberster Beamter der
Heeresverwaltung. Ge|ne|ral|in|tenldanltur die; -, -en:
a) Amt eines Generalintendanten; b) Amtsräume eines
Generalintendanten. Ge|ne|ra|lilsalti|on die; -, -en
(nach fr. généralisation „Verallgemeinerung“ zu générali
ser, vgl. generalisieren): 1. Gewinnung des Allgemeinen,
der allgemeinen Regel, des Begriffs, des Gesetzes durch
ÎInduktion aus Einzelfällen (Philos.). 2. Vereinfachung
bei der Verkleinerung einer Landkarte (Geogr.). 3. svw.
Generalisierung (2); vgl. ...ation/...ierung. Ge ne ra lisaltor der; -s, ...oren (zu Îgeneralisieren u. t...ator):
Î Quantor, der vor eine Aussage gestellt, diese für alle Sub
jekte einer vereinbarten Menge als wahr kennzeichnet
(Math.), gelnelrallilsielren (aus gleichbed. fr. générali
ser zu général „allgemein“, dies aus lat. generalis): verall
gemeinern, aus Einzelfällen das Allgemeine (Begriff,
Satz, Regel, Gesetz) gewinnen. ge|ne|ra|li|siert (zu
T...iert>: über den ganzen Körper verbreitet (bes. von
Hautkrankheiten; Med.).Ge|ne|ra|li|sielrung die; -, -en
(zu Î...isierung): 1. das Generalisieren; Verallgemeine
rung. 2. Fähigkeit, eine ursprünglich an einen bestimmten
Reiz gebundene Reaktion auch auf nur ähnliche Reize fol
gen zu lassen (Psychol.); vgl. ...ation/...ierung. Genelralislsilmus der; -, Plur. ...mi u. ...musse (nach gleichbed.
it. generalissimo (Superlativbildung zu generale „Gene
ral“); vgl. General): oberster Befehlshaber, Kommandie
render. Gelnelrallist der; -en, -en (Analogiebildung zu
TSpezialist): jmd., der in seinen Interessen nicht auf ein
bestimmtes Gebiet festgelegt ist. ’Ge|ne|ra|li|tät die; -,
-en (Plur. selten) (zu ÎGeneral u. Î ...ität): Gesamtheit der
Generale. 2Ge|ne|ra|li|tät die; -, -en (Plur. selten) (aus
gleichbed. lat. generalitas, Gen. generalitatis): (veraltet)
Allgemeinheit. gelne|ra|li|ter dat.y. im Allgemeinen, all
gemein betrachtet. Gelnelrallkalpiltel das; -s, - (zu ÎGe
neral...): Versammlung der Oberen u. Bevollmächtigten
eines kath. Ordens, bes. zur Neuwahl des Vorstehers. Gene ral klau sel die; -, -n: 1. allgemeine, nicht mit be
stimmten Tatbestandsmerkmalen versehene Rechtsbe
stimmung. 2. Übertragung aller öffentlich-rechtlichen
Streitigkeiten an die Verwaltungsgerichte (soweit vom Ge
setz nichts anderes bestimmt ist); vgl. Enumerationsprin
zip. Ge|ne|ral|kom|man|do das; -s, -s: oberste Kom
mandostelle u. Verwaltungsbehörde eines Armeekorps.
Gelnelrallkonlgrelgaltilon «Ve; -, -en: Vollsitzung ei
ner kirchlichen Körperschaft (z.B. îKonzil, TSynode).
Ge ne ralikon sul der; -s, -n: ranghöchster IKonsul (2).
Ge|ne|ral|kon|su|lat das; -[e]s, -e: a) Amt eines Gene
ralkonsuls; b) Sitz eines Generalkonsuls. Gelnelrallleutnant der; -s, -s (zu IGeneral): a) (ohne Plur.) zweithöchs
ter Dienstgrad in der Rangklasse der Generale; b) Inha
ber dieses Dienstgrades. Ge|ne|ral|li|nie [...ja] die; -, -n
(zu ÎGeneral...): allgemein gültige Richtlinie. Gelnelralmajor der; -s, -e (zu îGeneral): a) (ohne Plur.) dritt
höchster Dienstgrad in der Rangklasse der Generale; b)
Inhaber dieses Dienstgrades. Gelnelrailmarsch der;
-[e]s, ...märsche (Plur. selten) (zu TGeneral...): urspr. als
militärisches Alarmsignal dienendes altes Musikstück für
Pfeife u. Trommel, das heute nur noch bei Staatsempfän
gen gespielt wird. Ge|ne|ral|mulsikldi|rek|tor der; -s,
-en: a) erster Dirigent; b) (ohne Plur.) Amt u. Titel des lei
tenden Dirigenten (z.B. eines Opernhauses); Abk.:
GMD. Ge|ne|ral|päch|ter der; -s, -: jmd., der eine Pau
schalsumme an Steuern an den Staat abgibt u. diese sei
nerseits wieder eintreibt (im Röm. Reich u. in Frankreich
bis 1790). Ge|ne|ral|par|don [.. ,dð, österr. ...do:n] der;
-s, -s: a) (veraltet) allgemeiner Straferlass; b) pauschale
501
Vergebung. Nachsicht gegenüber jmds. Verfehlungen.
Ge|nelrai|pau|se die; -, -n (zu t 'Pause): für alle Sing- u.
Instrumentalstimmen geltende Pause; Abk.: G. P. Generallprälvenltilon [...V...J die; -, -en: allgemeine Abschre
ckung von der Neigung zur strafbaren Tat durch Strafan
drohung; vgl. Spezialprävention. ge|ne|ral|prä|ven|tiv:
allgemein abschreckend. Ge|nelral|pro|be die; -, -n:
letzte Probe vor der ersten Aufführung eines Musik- od.
Bühnenwerkes. Ge|ne|ral|pro|fos der; Gen. -es u. -en,
Plur. -e[n]: 1. mit Polizeibefugnissen u. dem Recht über
Leben u. Tod ausgestatteter Offizier (in den mittelalterli
chen Söldnerheeren). 2. Leiter der Militärpolizei in Öster
reich (bis 1866). Ge|ne|ral|pro|ku|raitor der; -s, -en:
Vertreter eines geistlichen Ordens beim t Vatikan. Ge|neral quaritier meis ter der; -s, -: 1. wichtigster TAdjutant des Feldherrn (im ehemaligen preußischen Heer);
engster Mitarbeiter des Generalstabschefs. 2. Verant
wortlicher für die Verpflegung aller Fronttruppen im 2.
Weltkrieg. Ge|ne|ral|re|sildent der; -en, -en: oberster
Vertreter Frankreichs in den früheren franz. Protektora
ten Marokko u. Tunis. Ge|ne|raüse|kre!tär* der; -s, -e:
mit t exekutiven Vollmachten ausgestatteter hoher amtli
cher Vertreter [internationaler] politischer, militärischer,
wissenschaftlicher u. ä. Vereinigungen (z. B. der UNO od.
NATO). Ge|ne|ral|se|krelta|ri|at* das; -s, -e: a) Amt ei
nes Generalsekretärs; b) Sitz eines Generalsekretärs. Gene rals rang der; -[e]s (zu tGeneral): Rang eines Gene
rals. Gelnelrallstaalten die (Plur.) (nach nieder/. Staten-Generaal aus fr. états généraux, vgl. Etats généraux):
1. das niederl. Parlament. 2. im 15. Jh. der vereinigte
Landtag der niederl. Provinzen. 3. 1593-1795 die Ab
geordnetenversammlung der sieben niederl. Nordprovin
zen. Ge|ne|ral¡staatslan|walt der; -[e]s, ...wälte (zu
tGeneral...): oberster Staatsanwalt beim Oberlandesge
richt. Ge|ne|ral|stab der; -s, ...Stäbe (zu tGeneral): zur
Unterstützung des obersten militärischen Befehlshabers
eingerichtetes zentrales Gremium, in dem besonders aus
gebildete Offiziere (aller Ränge) die Organisation der
militärischen Kriegsführung planen u. durchführen. Gene ral stäb ler der; -s, -: Offizier im Generalstab. Gene ral stabs chef der; -s, -s: Chef des Generalstabs.
Ge|ne|ral|stän|de die (Plur.) (Lehnübersetzung von fr.
états généraux): die franz. Reichsstände (Adel, Geistlich
keit u. Bürgertum). Gelnelrallstreik der; -s, -s (zu tGe
neral...): [politischen Zielen dienender] allgemeiner Streik
der Arbeitnehmer eines Landes. Gelnelralslunilform
die; -, -en (zu TGeneral): Uniform eines Generals. Gelneral su per in ten dent der; -en, -en (zu tGeneral...):
mit bischöflichen Vollmachten ausgestatteter leitender
Geistlicher einer ev. Kirchenprovinz od. Landeskirche
(heute noch in Berlin-Brandenburg). Gelnelrallsylnode* die; -, -n: 1. oberste Î Synode der ev. Kirche. 2. (veral
tet) allgemeines tKonzil der röm.-kath. Kirche. Gelneralivi kar [...v...] der; -s, -e: Stellvertreter des kath.
[Erz]bischofs für die Verwaltungsaufgaben. Gelnelrallvika ri at das; -s, -e: Verwaltungsbehörde einer kath. ÎDi
özese od. Erzdiözese. Gelnelrallvolllmacht die; -, -en:
Vollmacht, die zur Vornahme aller Rechtsgeschäfte, für
die eine Vertretung zulässig ist, berechtigt
Ge|ne|ra|ti|a|nis|mus der; - (zu lat. generatio „Zeugung“
(dies zu generare, vgl. generieren) u. t...ismus (1)>: Lehre
im altchristlichen ITraduzianismus von der Entstehung
der menschlichen Seele durch elterliche Zeugung; vgl.
Kreatianismus. Ge ne ra tio aelquilvolca [- ɛ'kvi:voka]
die; - - (aus lat. generatio aequivoca „mehrdeutige Zeu
gung“): Urzeugung (Hypothese von der Entstehung des
Lebens auf der Erde ohne göttlichen Schöpfungsakt). Gene ra ti on die; -, -en (aus gleichbed. lat. generatio, eigtl.
„Zeugung(sfähigkeit)“, zu generare, vgl. generieren u.
generieren
Genus): 1. a) die einzelnen Glieder der Geschlechterfolge
(Eltern, Kinder, Enkel usw.); vgl. Parentalgeneration u.
Filialgeneration; b) in der Entwicklung einer Tier- od.
Pflanzenart die zu einem Fortpflanzungs- od. Wachs
tumsprozess gehörenden Tiere bzw. Pflanzen. 2. ungefähr
die Lebenszeit eines Menschen umfassender Zeitraum. 3.
alle innerhalb eines bestimmten kleineren Zeitraumes ge
borenen Menschen, bes. im Hinblick auf ihre Ansichten
zu Kultur, Moral u. ihre soziale Orientierung u. Einstel
lung; Generation X: Altersgruppe der etwa 1965 bis 1975
Geborenen, für die Orientierungslosigkeit, Desinteresse
an Staat u. Politik u. a. typisch ist. 4. Gesamtheit der
durch einen bestimmten Stand in der technischen Ent
wicklung o.Ä. gekennzeichneten Geräte. Gelnelraltilonenabstand, auch Generationsabstand der; -[e]s,
...stände: mittlerer Abstand zwischen den Geburtsjahren
der Eltern u. deren Kindern. Ge|ne|ra|ti|o|nenlkonflikt* vgl. Generationskonflikt. Ge|nelra!ti|o|nen|vertrag der; -[e]s: Art u. Weise, in der in der Rentenversiche
rung jeweils die im Arbeitsleben stehende Generation die
Renten für die Generation der Rentner erarbeitet. Gelnera tilons ablstand vgl. Generationenabstand. Gelnera.ti ons konflikt*, auch Generationenkonflikt der;
-[e]s, -e: Konflikt zwischen Angehörigen verschiedener
Generationen, bes. zwischen Jugendlichen u. Erwachse
nen, der aus den unterschiedlichen Auffassungen in be
stimmten Lebensfragen erwächst. Ge|ne|ra|tilonswechlsel der; -s: 1. Wechsel zwischen geschlechtlicher u.
ungeschlechtlicher Fortpflanzung bei Pflanzen u. wirbel
losen Tieren (Biol.). 2. Ablösung von Angehörigen der äl
teren Generation durch Angehörige der jüngeren. Gelneraltio pri ma ria u. Ge ne ra tio sponltalnea die; - (aus lat. generatio primaria „ursprüngliche Zeugung“
bzw. generatio spontanea „freiwillige Zeugung“): svw.
Generatio aequivoca. gelnelraltiv (.aus spätlat. generati
ve zu lat. generatus, Part. Perf. von generare, vgl. gene
rieren; Bed. 2 über engl.-amerik. generative): 1. die ge
schlechtliche Fortpflanzung betreffend (Biol.). 2. die Er
zeugung von komplexen sprachlichen Einheiten (z. B. Sät
zen) betreffend (Sprachw.); generative [...vo] Grammatik:
sprachwissenschaftliche Forschungsrichtung, die das Re
gelsystem beschreibt, durch dessen unbewusste Beherr
schung der Sprecher in der Lage ist, alle in der betreffen
den Sprache vorkommenden Äußerungen zu bilden u. zu
verstehen. Ge|ne|ra|ti|vist [,..v..,] der; -en, -en (zu
T ...ist) : Vertreter der generativen Grammatik. Gelnelrati|vi|tät die; - (zu t...ität>: Fortpflanzungs-, Zeugungs
kraft. Ge|ne|ra|torder; -s, ...oren (aus lat. generator „Er
zeuger“): 1. Gerät zur Erzeugung einer elektr. Spannung
od. eines elektr. Stroms. 2. Schachtofen zur Erzeugung
von Gas aus Kohle, Koks od. Holz. 3. svw. Generatorpro
gramm. Gelnelraltorlgas das; -es: Treibgas (Industrie
gas), das beim Durchblasen von Luft durch glühende
Kohlen entsteht. Ge|ne|ra|tor|pro|gramm das; -s, -e:
Grundprogramm, das mithilfe von Anweisungen u. Para
metern, die in den Computer eingegeben werden, ein Be
nutzerprogramm erzeugt (EDV), gelnelrell (französie
rende Neubildung von älter fr. general aus ZoZ. generalis;
vgl. General u. T ...eil) : allgemein, allgemeingültig, im All
gemeinen, für viele Fälle derselben Art zutreffend; Ggs.
Îspeziell. Generic Name [dʒɪ nerɪk neun] Jer; - -, - -s
(aus gleichbed. engl. generic name, eigtl. „Gattungsna
me“, zu lat. genus, Gen. generis, vgl. Genus): wissen
schaftlicher Kurzname, internationale, nicht geschützte
u. nicht schutzfähige Kurzbez. einer ehern. Verbindung.
ge|ne|rie|ren [ge...] (aus lat. generare „zeugen, hervor
bringen“): 1. hervorbringen, erzeugen, produzieren. 2.
(sprachliche Äußerungen) in Übereinstimmung mit einem
grammatischen Regelsystem erzeugen, bilden (Sprachw.).
502
Generierung
die; - (zu T...ierung>: 1. das Generieren
(von sprachlichen Äußerungen; Sprachw.). 2. Anpassung
eines Programms (4) an die konkrete Rechenanlage bzw.
den Computer des Anwenders (EDV). Gelnelri|fi|ka|tion die; -, -en (zu Î...fikation): (veraltet) a) Bildung von
Gattungsbegriffen; b) das Zurückführen von [biologi
schen] Arten auf die Gattung. ge|nelri|fi|zie|ren (zu
t ...fizieren): (veraltet) auf die Gattung zurückführen. Genelrilkum das; -s, ...ka (zu t...ikum>: Arzneimittel, das
einem bereits auf dem Markt befindlichen, als Markenzei
chen eingetragenen Präparat in der Zusammensetzung
gleicht, in der Regel billiger angeboten wird als dieses u.
als TGeneric Name die chem. Kurzbez. trägt, gelnerisch (zu lat. genus, vgl. Genus): a) das Geschlecht od.
die Gattung betreffend; b) in allgemeingültigem Sinne ge
braucht (Sprachw.); c) die Herkunft betreffend.Gélnelro
chilco ['xenero 'tʃiko] der; - - (aus span, género chico
„kleine Gattung“): volkstümliche einaktige Komödie mit
Musik [in operettenartigem Stil], gelnelrös [ge..., auch
ʒe...] (über fr. généreux aus gleichbed. lat. generosus, eigtl.
„von (guter) Art, Rasse“; vgl. ...ös): a) großzügig, nicht
kleinlich im Geben, im Gewähren von etwas; b) edel,
großmütig denkend u. handelnd; von großherziger Gesin
nung [zeugend]
Gen|ero|si|on die; -, -en (zu ÎGen u. TErosion): der durch
Aussterben von Arten bedingte Verlust genetischer Infor
mation (Biol.)
Ge ne ro si tät die; -, -en (über gleichbed. fr. générosité
aus lat. generositas, Gen. generositatis, eigtl. „edle Art“):
a) Freigebigkeit; b) Großmut, generöse Art
Gelnelse [ge...] die; -, -n (vieil, unter Einfluss von gleich
bed. fr. genèse aus lat. genesis, vgl. Genesis): Entstehung,
Entwicklung [einer Krankheit]; entwicklungsgeschichtli
cher Vorgang (Biol., Med.); vgl. Genesis (1). Gelnelsis
[auch ge:...] die; -, ...nesen (über lat. genesis aus gr. géne
sis „Zeugung, Schöpfung“, dies zu giguesthai „geboren
werden, entstehen“): 1. das Werden, Entstehen, Ur
sprung; vgl. Genese. 2. (ohne Plur.) das 1. Buch Mose mit
der Schöpfungsgeschichte. Ge|neth|lj|a|kon* das; -s,
...ka (aus gleichbed. gr. genethliakon zu genéthlë „Ge
schlecht“): antikes Geburtstagsgedicht. Gel ne Itic Enlgineelring [dʒɪ'netɪk ɛndʒɪ'nɪərɪŋ] das; - -[s] (aus gleichbed.
engl. genetic engineering): svw. Gentechnologie. Gelnetik [ge...] die; - (zu ÎGenesis u. T 2...ik (1)): Vererbungsleh
re. Ge|ne|ti|ker der; -s, -: Wissenschaftler auf dem Ge
biet der Genetik, gelneltisch: a) die Entstehung, Ent
wicklung der Lebewesen betreffend, entwicklungsge
schichtlich; b) auf der Genetik beruhend, zu ihr gehö
rend; genetische Philologie: Erforschung der [sprachli
chen] Entstehung von Werken der Dichtkunst; geneti
scher Code: Schlüssel für die Übertragung genetischer
1 Information (1) von den 1 Nukleinsäuren auf die Î Protei
ne beim Proteinaufbau; genetischer Fingerabdruck: Mus
ter des persönlichen Erbgutes, das durch molekularbiolo
gische Genanalyse gewonnen wird. Gelneltiv der; -s, -e
[...va]: (selten) svw. Genitiv
Gelnette [ʒ(ə)`nɛt] die; -, Plur. -su. -n [...tn] (aus gleichbed.
fr. genette, dies über span, gineta aus gleichbed. arab. garnait): Ginsterkatze; Schleichkatze der afrik. Steppen
(auch in Südfrankreich u. den Pyrenäen)
Gelnelver [ʒe'ne:vn, auch ʒa'n.,., ge'n...] der; -s, - (über äl
ter niederl. genever aus altfr. gene(i)vre „Wacholder“,
dies aus gleichbed. lat. iuniperus): niederl. Wacholder
branntwein; vgl. Gin
Genifood [,,,fu:d] das; -s, -s (zu 1 Gen u. engl. food „Nah
rung, Speise, Lebensrnittel“): Obst u. Gemüse mit verän
derter Genstruktur
gelnilal (zu T'Genie u. f‘...al (1)>: a) hervorragend begabt;
b) großartig, vollendet; vgl. ...isch/-. gelnilallisch: nach
Ge|ne|rie|rung
Art eines 'Genies, genieähnlich; vgl. ...isch/-. Ge|ni|a|lidie; - (zu 1 ...ität): schöpferische Veranlagung des 'Ge
nies. ’Gelnie [ʒe...] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. génie,
dies aus lat. genius, vgl. Genius): 1. (ohne Plur.) überra
gende schöpferische Geisteskraft. 2. hervorragend begab
ter, schöpferischer Mensch. 2Ge|nie die; -, -s: (Schweiz,
ugs.) Kurzform von Î Genietruppe
...ge nie (aus gr. -genia zu gignesthai „werden, entste
hen“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Entste
hung, Entwicklung“, z.B. Phylogenie
Gelnielkorps [ʒe'ni:ko:n] das; - [,,,ko:g(s)], - [,,,ko:ns] (zu
T'Genie): (Schweiz.) svw. Genietruppe.
Gelnilen [gemían]: Plur. von ÎGenius. Ge|nie|of|fi|zier
der; -s, -e: (Schweiz.) Offizier der (Genietruppen. Genielpelrilolde die; - (zu T'Genie): zeitgenössische Bez.
der Î Geniezeit
gelnielren [ʒe...] (aus gleichbed. fr. (se) gêner zu gêne, vgl.
'Gene): a) sich - : gehemmt sein, sich unsicher fühlen, sich
schämen; b) stören, verlegen machen, z. B. ihre Anwesen
heit genierte ihn
Gelnieltruplpe [ʒe...] die; -, -n (zu T'Genie): (Schweiz.)
technische Kriegstruppe, Î Pioniere (eine der Truppengat
tungen, aus denen sich die Schweiz. Armee zusammen
setzt). Gelnielwelsen das; -s: (Schweiz.) militärisches
Ingenieurwesen. Gelnielzeit die; - : die Sturm-undDrang-Zeit (Zeitabschnitt der dt. Literaturgeschichte von
1767 bis 1785; Literaturw.)
Ge ni o spas mus* der; -, ...men (zu gr. géneion „Kinn“
u. ÎSpasmus): Krampf in den Kinnmuskeln (Med.)
Gelnilsa u. Geniza [...za] die; -, -s (aus hebr. genîzâ „Ver
steck, Aufbewahrungsort“): Raum in der TSynagoge zur
Aufbewahrung schadhaft gewordener Handschriften u.
Kultgegenstände
Gelnislta die; - (aus gleichbed. /a/. genista): wissenschaft
licher Name der Pflanzengattung Ginster (gelb blühender
Strauch; Schmetterlingsblütler)
ge|ni|tal (aus gleichbed. lat. genitalis): zu den Geschlechts
organen gehörend, von ihnen ausgehend, sie betreffend
(Med.); vgl. ...isch/-; genitale Phase: mit der TPubertät
beginnende Phase der Sexualität (Med., Psychol.). Gelnital das; -s, ...lien [...ian] (aus gleichbed. lat. (membrum)
genitale, vgl. Genitale): Geschlechtsorgan (Med.).Gelnitallapparat der; -[e]s, -e: die Geschlechtsorgane (bes.
des Mannes). Gelniltalle das; -s, ...lien [...ian] (meist
Plur.) (aus gleichbed. lat. (membrum) genitale zu genere,
gignere „zeugen, gebären, hervorbringen“): Geschlechts
organ (Med.) . Gelniltalleroltik die; - (zu Tgenital): 1.
(im frühkindlichen Alter) Interesse an den eigenen Geni
talien. 2. Ausrichtung der erotischen Wünsche auf den
Genitalbereich (Psychol.). ge|ni|tal|ero|tisch: die Ge
nitalerotik betreffend. ge|ni|ta|lisch: sich auf das Geni
tale beziehend, dazu gehörend; vgl. ...isch/-. Gelniltallität die; - (zu Î ...ität): mit dem Eintreten des Menschen in
die genitale Phase beginnende Stufe der Sexualität (Psy
chol.). Ge|ni|tal|tu|ber|ku|lolse die; -, -n: Tuberkulose
der Genitalien, hauptsächlich des Nebenhodens bzw. der
Eileiter (Med.). Ge|ni|tal|zy|klus* der; -, ...klen: svw.
Menstruation. Gelniltiv der; -s, -e [...va] (aus lat. (casus)
genitivus „Fall, der die Abkunft, Flerkunft bezeichnet“ zu
genere, gignere, vgl. Genitale; falsche lat. Übersetzung
von gr. (ptösis) genikê „die Gattung bezeichnend(er), allgemein(er Fall)“): 1. zweiter Fall, Wesfall; Abk.: Gen. 2.
Wort, das im Genitiv (1) steht. Ge|ni|tiv|at|tri|but* das;
-[e]s, -e: Substantiv im Genitiv, das einem anderen Sub
stantiv als nähere Bestimmung zugeordnet ist (z.B. der
Mantel meines Vaters).ge ni tilvisch [,..v...]: zum Geni
tiv gehörend.Gelniltivlkomlpolsiltum das; -s, ...ta: zu
sammengesetztes Substantiv, dessen Bestimmungswort
aus einem Substantiv im Genitiv besteht (z.B. Bundestät
503
kanzler). Gelnitivobjekt das; -[e]s, -e: Ergänzung ei
nes Verbs im 2. Fall (z.B. ich bedarf seines Rates). Gelnitjlvus [...V...] der; -, ...vi (aus gleichbed. lat. (casus) ge
nitivus); lat. Form von Genitiv; Genitivus definitivus
[- ... ti:vʊs], auch Genitivus explicativus [- ...ka'ti:vʊs]: be
stimmender, erklärender Genitiv (z.B. das Vergehen des
Diebstahls [Diebstahl = Vergehen]); Genitivus obiectivus
[- ,,,ɔpjɛk'ti:vʊs]: Genitiv als Objekt einer Handlung (z. B.
der Entdecker des Atoms [er entdeckte das Atom]); Geni
tivus partitivus [- ...ti:vus]: Genitiv als Teil eines überge
ordneten Ganzen (z. B. die Hälfte seines Vermögens): Ge
nitivus possessivus [- ,,,'si:vos]: Genitiv des Besitzes, der
Zugehörigkeit (z. B. das Haus des Vaters): Genitivus Qua
litatis: Genitiv der Eigenschaft (z.B. ein Mann mittleren
Alters): Genitivus subiectivus [- ,,,jɛk'ti:vʊs]: Genitiv als
Subjekt eines Vorgangs (z.B. die Ankunft des Zuges [der
Zug kommt an]). Gelnilus der: -, ...ien [...jan] (.ausspätlat.
genius „Schöpfergeist, natürliche Begabung“ zu lat. geni
us „Schutzgeist“, eigtl. „Erzeuger“; vgl. Genie): 1. im
röm. Altertum Schutzgeist, göttliche Verkörperung des
Wesens eines Menschen, einer Gemeinschaft, eines Or
tes; Genius epidemicus [- ...kos]: vorherrschender Cha
rakter einer [gerade herrschenden] Epidemie; Genius Lo
ci [- To.tsi] : [Schutz]geist eines Ortes; geistiges Klima, das
an einem bestimmten Ort herrscht; Genius Morbi: Cha
rakter einer Krankheit. 2. a) (ohne Plur.) schöpferische
Kraft eines Menschen; b) schöpferisch begabter Mensch,
Genie. 3. (meist Plur.) geflügelt dargestellte niedere Gott
heit der röm. Mythologie (Kunstw.)
Ge ni za [...za] vgl. Genisa
Genllolkallilsaltilon die: -, -en <zu tGen u. 1 Lokalisati
on): lineare Anordnung der TGene im 1 Chromosom
(Biol.). Gen ma ni puila ti on die; -, -en: Manipulation
am genetischen Material von Lebewesen in der Absicht,
gezielte Veränderungen herbeizuführen od. neue Kombi
nationen von Erbanlagen zu entwickeln (Biol., Med.).
Gen|ma|te|ri|al das: -s: Träger der genetischen Infor
mation (Biol.). Gen|mu|ta|ti|on die: -, -en: erbliche
Veränderung eines ÎGens (Biol.). genlnelmaltisch u.
gennemisch <zu gr. génnëma „das Erzeugen, Hervor
bringen“): Sprachlaute als akustische Erscheinung be
treffend (Sprachw.). ge no..., Gejno... <zu gr. génos
„Geschlecht, Gattung, Nachkommenschaft“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Geschlecht“, z.B. ge
notypisch, Genotyp. Ge|no|der|ma|to|se die: -, -n:
Bez. für Hautkrankheiten, bei denen Erbfaktoren eine
Rolle spielen (Med.). Genlökollolgie die: - (zu TGen):
Lehre von den Beziehungen zwischen 1 Genetik u. Î Öko
logie. Ge|no|ko|pie die; -, ...ien: die Ausprägung des
gleichen Merkmals durch verschiedene Gene bzw. ver
schiedene Mutationen desselben Gens. Gel nom das; -s,
-e (Kunstw. aus tGen u. ÎChromosom): Gesamtheit des
genetischen Materials einer Zelle od. eines Individuums.
Gelnomlanallylse die; -, -n: Entschlüsselung der im
Genom kodierten genetischen Information, gelnomisch: das Genom betreffend; genomische Prägung: ge
netische Veränderung des Erbgutes in Abhängigkeit von
der elterlichen Herkunft. Gelnomlmultaltilon die; -,
-en: erbliche Veränderung eines tGenoms (Biol.). Genopalthie die; -, ...ien (zu Igeno... u. l...pathie): allg.
Bez. für Erbkrankheiten, gelnolspelzilfisch: charakte
ristisch für das Erbgut. Gelnoltyp [auch ge:...] der; -s,
-en u. Genotypus [auch ge:...] der; -, ...pen: die Gesamt
heit der Erbfaktoren eines Lebewesens (Biol.); vgl. Phä
notyp. gelnoltylpisch [auch ge:...]: auf den Genotyp
bezogen (Biol.). Geinoltylpus [auch ge:...] vgl. Geno
typ
Gelnouilllière [ʒ(ə)nu'jɛ:r] öf/e; -, -n [...ran] (aus gleichbed.
fr. genouillière zu genou „Knie“, dies aus lat. genu): (ver
Gentransfer
altet) 1. Knieschutz, Kniestück eines Harnischs. 2. Brüs
tung einer Schießscharte
Gelnolzid der, auch das; -[e]s, Plur. -e u. -ien [...ian] (zu
Igeno... u. t...zid): Völkermord. Genipool [,..pu:l] ¿/er;
-s, -s (zu Î Gen u. 12Pool) : Gesamtheit der genetischen In
formationen einer ÎPopulation. Genlre ['ʒa:rə, auch 'ʒaŋe] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. genre, dies aus lat. genus,
Gen. generis, vgl. Genus): Gattung, Wesen, Art (bes. in
der Kunst). Gen|re|bild das; -[e]s, -er: Bild im Stil der
Genremalerei, genlrelhaft: im Stil, in der Art der Gen
remalerei gestaltet. Genlre|ma|le|rei die; -: Malerei, die
typische Zustände aus dem täglichen Leben einer be
stimmten Berufsgruppe od. einer sozialen Schicht dar
stellt. Genlrelserjve [ gern...] <ZZe; -, -n (zu TGen): geno
typisch relativ einheitlicher Tierbestand für bestimmte
Kreuzungsverfahren in der Tierzucht. Gen|re|ser|voir
[...voa:e] das; -s, -e: in natürlichen Î Biotopen lebende Or
ganismen (z.B. Wildpflanzen), die mit ihrer genetischen
Vielfalt für die Züchtung neuer Nutzpflanzensorten uner
setzlich sind
Genlro der; - (aus jap. genro „die Ältesten“): vom japan.
Kaiser eingesetzter Staatsrat
Gens die; -, Gentes [...te:s] (aus lat. gens, Gen. gentis „Ge
schlechtsverband, Sippe“): altröm. Familienverband
Gent [dʒɛnt] der; -s, -s (aus engl. gent, Kurzform von
gentleman, vgl. Gentleman): (iron.) Geck, feiner Mann
Genltechlnik die; -, -en (zu TGen u. îTechnik): 1. (Plur.
selten) Technik der Erforschung u. Manipulation der
Gene. 2. svw. Gentechnologie, genltechlnisch: die
Gentechnik betreffend, mit ihren Methoden erfolgend.
Genltechlnollolgie die; -: Teilgebiet sowohl der Mole
kularbiologie als auch der Biotechnologie, das sich mit
der Isolierung, Analyse u. Veränderung des genetischen
Materials befasst. gen|tech|no|lolgisch: die Gentech
nologie betreffend
Genites [,,,te:s]: Plur. von TGens
Gen the ra pie die; -, -n [,,,i:ən] (zu TGen u. TTherapie):
Therapieform, bei der körpereigenen Zellen ein fremdes
Gen übertragen wird, das diese Zellen aufgrund eines
Gendefekts nicht [mehr] selbst herstellen können (Med.)
Genltilalna die; - (aus gleichbed. lat. gentiana): Enzian.
Genltilalnalvilollett [...v...] das; -s: basisch reagieren
der violetter Farbstoff, der für die Färbung t histologi
scher Präparate, als 1 Desinfiziens u. als Î Anthelminthikum verwendet wird (Med.)
genltil [ʒen'ti:l, ʒa'ti:l] (aus/r. gentil „nett, freundlich“, äl
ter fr. auch „adelig, einem edlen Geschlecht angehörig“,
dies aus ZaZ. gentilis „aus demselben Geschlecht“ zu gens,
vgl. Gens): (veraltet) fein, nett, wohlerzogen. Genltillen
[gɛn...] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. gentiles (Plur.)): die
Angehörigen der altröm. Gentes (vgl. Gens). Genltilhomme [ʒatijɔm] der; -s, -s (aus fr. gentilhomme, eigtl.
„Edelmann“, zu gentil „adelig, edel, anmutig“ (vgl. gentil)
u. homme „Mann“ (dies aus lat. homo „Mensch,
Mann“)): franz. Bez. für Mann von vornehmer Gesin
nung, Gentleman. Gen|til|na|me [gɛn...] der; -ns, -n (zu
T gentil) : svw. Nomen gentile. Genltlelman ['dʒɛntɪmən]
der; -s, ...men [...man] (aus gleichbed. engl. gentleman,
dies nach fr. gentilhomme, vgl. Gentilhomme): Mann von
Lebensart u. Charakter; tGentilhomme; vgl. Lady, gen
tle Imanllike [...laik] lenglA: nach Art eines Gentlemans,
vornehm, höchst anständig. Genltlelman’s Agree
ment* u. Genltlelmen's Agreelment* [ʤɛntlmənz
ə'gri:mənt] das; - -, - -s (aus gleichbed. engl. gentleman’s
bzw. gentlemen’s (Plur.) agreement; vgl. Agreement): [di
plomatisches] Übereinkommen ohne formalen Vertrag;
Übereinkunft auf Treu u. Glauben. Gen|trans|fer
['ge:n...] der; -s, -s (zu IGen): Übertragung einer zusätzli
chen genetischen Information (in Form einer DNS) in den
Gentry
Kern einer Zelle. Genltry* ['dʒɛntrɪ] 4ze; - (aus gleichbed.
engl. gentry, dies über altfr. genterise, gentelise zu lat.
gentilis, vgl. gentil): niederer engl. Adel
Gelnu das; -, Genua (aus lat. genu „Knie“): 1. Knie. 2.
knieartige Biegung, Knick (z.B. in Gefäßen od. Nerven
kanälen; Med.)
'Gelnua die; -, -: Kurzform von t Genuafock
2Ge|nua: Plur. von tGenu
Gelnulalfock die; -, -en (nach der ital. Stadt Genua (in der
dieses Segel 1927 erstmalig bei einer Regatta gesetzt wur
de)) : großes, den Mast u. das Großsegel stark überlappen
des Vorsegel. Gelnulalkord u. Genuasamt der; -[e]s:
Rippensamt für Möbelbezüge
gelnulal (zu tGenu u. Α...al (1)): das Knie betreffend
(Med.)
Gelnulalsamt vgl. Genuakord
gelnulin (aus lat. genuinus, eigtl. „angeboren, natürlich“):
1. echt, naturgemäß, rein, unverfälscht. 2. angeboren, erb
lich (Med., Psychol.)
Gelnu relcurlvaltum [- rekur'va:...] das; - -, Genua recur
vata (zu Î Genu u. lat. recurvatum, Part. Perf. (Neutr.) von
recurvare „zurückbeugen“): überstreckbares Knie, das
einen nach vorne offenen Winkel bildet (Med.)
Gelnus [auch ge:...] das: -, Genera (aus lat. genus „Ab
stammung, Geschlecht; Art, Gattung“): 1. Art, Gattung.
2. eine der verschiedenen Klassen (männlich, weiblich,
sächlich), in die die Substantive (danach Adjektive u. Pro
nomen) eingeteilt sind; grammatisches Geschlecht. Genus kauf [auch ge:...] der; -[e]s, ...käufe: Kaufvertrag,
bei dem nur die Gattungsmerkmale der zu liefernden Sa
che, nicht aber ihre Besonderheiten bestimmt werden
(Rechtsw.). Gelnus prplxilmum [auch ge:... -] das; - -,
Genera proxima (zu lat. proximus „der Nächste“):
nächsthöherer Gattungsbegriff. Gelnus Verlbi [auch
'ge:... V...] das; - -, Genera Verbi (zu Zat. verbum, vgl.
Verb): Verhaltensrichtung des Verbs; vgl. 'Aktiv, 'Medi
um (2), Passiv u. Verbum
geo..., Geo..., vor Vokalen gelegentlich ge..., Ge... (aus
gleichbed. gr. geö- zu gè (gala) „Erde, Erdboden“): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „Erde“, z. B. geoche
misch, Geosphäre, Gein
geoanltiklinal* [auch 'ge:o...] (zu tgeo... u. Îantiklinal):
die Geoantiklinale betreffend. Geo|an|ti|kli|na|le [auch
'ge:o...] u. Geantiklinale 4ze; -, -n: weiträumiges Aufwöl
bungsgebiet der Erdkruste (Geol.)
Geo bioilo gie [auch ge:o...] die; - (zu tgeo... u. tBiolo
gie): Wissenschaft, die sich mit den Beziehungen zwi
schen ÎGeosphäre u. Menschen befasst. geo|bio|logisch [auch ge:o...]: die Geobiologie betreffend
geolbilpnt (zu tgeo... u. t ...biont): während des gesamten
Lebenszyklus im Erdboden lebend. Geolbilpnt der; -en,
-en (meist Plur.): während des gesamten Lebenszyklus im
Erdboden lebender Organismus (Biol.)
Geolboltalnik [auch ge:o...] die; - (zu tgeo... u. t Botanik):
Pflanzengeografie, Wissenschaft von der geografischen
Verbreitung der Pflanzen, geolboltalnisch [auch
ge:o...] : die Geobotanik betreffend
Geo|che|mie [auch 'ge:o...] <F<?; - (zu Tgeo... u. îChemie):
Wissenschaft von der ehern. Zusammensetzung der Erde
als Ganzes. Geo|che|mi|ker [auch 'ge:o...] der: -s, -:
Wissenschaftler auf dem Gebiet der Geochemie, geochemisch [auch ge:o...]: die Geochemie betreffend
Geo|chrolno|lo|gie [auch 'ge:o...] die; - (zu tgeo... u.
ÎChronologie): Wissenschaft von der absoluten geologi
schen Zeitrechnung (Geol.). geolchrolnollolgisch
[auch ge:o...]: die Geochronologie betreffend
Geoldälsie die; - (aus gr. geödaisia „Erd-, Landvertei
lung“): [Wissenschaft von der] Erdvermessung; Vermes
sungswesen. Geoldät der: -en, -en (aus gr. geödaites
504
„Landvermesser“): Fachmann, Wissenschaftler auf dem
Gebiet der Geodäsie, Landvermesser, geoldältisch: die
Geodäsie betreffend
Gelplde die; -, -n (zu gr. geödes „erdartig, erdig“): 1. Bla
senhohlraum (Mandel) eines Ergussgesteins, der mit
Kristallen gefüllt sein kann (z. B. Achatmandel; Geol.). 2.
svw. Konkretion (3)
Geo|de|pres|si|pn* [auch `ge:o...] die; -, -en (zu tgeo... u.
tDepression): svw. Geosynklinale
Geoldilmelter das; -s, - (zu tgeo..., gr. dis „zweifach“ u.
Î'...meter): Gerät zur elektrooptischen Entfernungsmes
sung
Geoldreileck® das; -s, Plur. -e, auch -s (Kunstw. aus t Geo
metrie u. Dreieck): math. Hilfsmittel in Form eines (trans
parenten) Dreiecks zum Ausmessen u. Zeichnen von Win
keln, Parallelen o.Ä.
Geo|dy|na|mik [auch 'ge:o...] die; - (zu tgeo... u. tDyna
mik): allgemeine Geologie, die die texogenen (2) u. t en
dogenen (2) Kräfte behandelt, geoldylnalmisch [auch
'ge:o...J; die Geodynamik betreffend
Geolelekltrik* [auch 'ge:o...] rfz'e; - (zu tgeo... u. tElek
trik); Teilgebiet der angewandten Geophysik, das sich mit
der Erforschung der natürlichen elektr. Erdströme befasst
u. diese od. künstlich erzeugte zur Lagerstättensuche be
nutzt. Geolelekltroldylnalmik [auch 'ge:o...] die; -:
Teilgebiet der angewandten Geophysik, das sich mit elek
trodynamischen Vorgängen im Erdkörper befasst
Geolfakltor [auch 'ge:o...] der; -s, ...toren (meist Plur.) (zu
t geo... u. t Faktor): einer der in enger wechselseitiger Be
ziehung stehenden geografischen, geologischen, klimati
schen sowie Boden u. Vegetation betreffenden Faktoren
einer bestimmten Landschaft
Geolfpn vgl. Geophon
Geolfrakltur [auch 'ge:o...] die; -, -en (zu îgeo... u. Î Frak
tur): alte, innerhalb der Erdgeschichte immer wieder auf
brechende Schwächezone der Erdkruste (Geol.)
geolgen (zu îgeo... u. t ...gen): die Entstehung der Erde be
treffend. Geo|ge|ne|se [auch 'ge:o...] u. Geolgelnie
die; - (zu t...genie): Wissenschaft von der Entstehung der
Erde
Geolgnolsie* die; - (zu tgeo..., gr. gnösis „Erkennen,
Kenntnis“ u. t2...ie): (veraltet) svw. Geologie. Geognost der; -en, -en (zu gr. gnöstes „Kenner“): (veraltet)
svw. Geologe, geolgnpsltisch (zu gr. gnöstikös „erken
nend“): (veraltet) svw. geologisch
Geolgolnie die; - (zu t...gonie): svw. Geogenese
Geolgraf, auch ...graph der; -en, -en (aus spätlat. geographus „Erdbeschreiber“ zu gr. geögräphos „erdbeschrei
bend“): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Geografie.
Geolgralfie, auch ...gralphie die; - (über lat. geogra
phia aus gleichbed. gr. geographia, eigtl. „Erdbeschrei
bung“): a) Erdkunde; Wissenschaft von der Erde u. ihrem
Aufbau, von der Verteilung u. Differenzierung der Erd
oberfläche, bes. im Hinblick auf Wechselwirkungen zwi
schen Erde u. Mensch; b) geografische Lage, Beschaffen
heit; [örtliche] Gegebenheit. Geolgralfin, auch ...graphin die; -, nen: weibliche Form zu ÎGeograf, geogra
fisch, auch ...gralphisch (über spätlat. geographicus
aus gleichbed. spätgr. geögraphikös): a) die Geografie be
treffend, erdkundlich; b) die Lage, das Klima usw. eines
Ortes, Gebietes betreffend; c) sich auf einen bestimmten
Punkt o.Ä. der Erdoberfläche beziehend
geolhisltolrisch [auch 'ge:o...] (zu tgeo... u. thistorisch):
die Geschichte der Erde u. Gesteine betreffend
Geolhyldrollolgie* [auch 'ge:o...] die; - (zu tgeo... u. t Hy
drologie): svw. Hydrogeologie
Geolid
-[e]s (zu Îgeo... u. t2...id): der von der tatsäch
lichen Erdgestalt abweichende theoretische Körper, des
sen Oberfläche die Feldlinien der Schwerkraft überall im
505
rechten Winkel schneidet (Geophys.). Geoidiunduladie; -, -en: Abweichung des Geoids von einer mathe
matisch definierten, sogenannten normalen Erdgestalt
Geolisoltheijme [auch 'ge:o...] die; -, -n (zu Tgeo... u.
ÎIsotherme): Kurve, die Bereiche gleicher Temperatur
des Erdinnern verbindet
geolkarp <zu tgeo... u. T...karp): unter der Erde reifend
(von Pflanzenfrüchten). Geo|kar|pie die; - (zu t,,,karpie): das Reifen von Pflanzenfrüchten unter der Erde
(Biol.)
Geolkolrolna [auch 'ge:o...] cZie; - (zu îgeo... u. ÎKorona):
überwiegend aus Wasserstoff bestehende Gashülle der
Erde oberhalb 1000 km Höhe (Geophys.)
geolkrat* (zu Tgeo... u. t...krat): die Geokratie betreffend:
vgl. ...isch/-. Geo kraitie die; -, ...ien (zu Î ...kratie): Erd
periode, in denen die Festländer größere Ausdehnung
hatten als die Meere (Geol.). geolkraltisch: svw. geokrat; vgl. ...isch/Geolkrolnit* [auch ... nit] der; -s, -e (zu Îgeo..., Kronos (gr.
Kronos), dem Vater des Zeus. u. T2...it): bleifarbenes, sul
fidisches Mineral der Spießglanzgruppe
Geollolge der; -n, -n (zu Îgeo... u. T...loge>: Wissenschaft
ler auf dem Gebiet der Geologie. Geollolgie die; - (zu
t. ..logie): Wissenschaft von der Entwicklungsgeschichte]
u. vom Bau der Erde. Geollolgin die; -, -nen: weibliche
Form zu TGeologe. geo lo gisch (zu T...logisch): die
Geologie betreffend; geologische Formation: bestimmter
Zeitraum der Erdgeschichte
Geolmalgneltik* [auch 'ge:o...] die; - (zu tgeo... u. ÎMagnetik): Teilgebiet der Geophysik, das die Beobachtung
erdmagnetischer Erscheinungen zur Erforschung der geo
logischen Verhältnisse benutzt. geo|ma|gne|tisch [auch
ge:o...]: die Geomagnetik betreffend, nach den Methoden
der Geomagnetik verfahrend
Geolmant der; -en, -en (zu tgeo... u. gr. mántis „Seher,
Wahrsager“): jmd., der Geomantie betreibt. Geolmantie die; - (zu gr. manteia „das Weissagen“): Kunst (bes.
der Chinesen u. Araber), aus Linien u. Figuren im Sand
wahrzusagen. Geolmanltik die; - (zu gr. mantikë (téchnê) „Kunst des Weissagens“): svw. Geomantie, geomanltisch (zu gr. mantikös „weissagend; das Weissagen
betreffend“): die Geomantie betreffend
Geolmelchalnik [auch 'ge:o...] die; - (zu Tgeo... u. (Me
chanik): Teilgebiet der Geologie, das sich mit dem mecha
nischen Verhalten der Gebirge gegenüber T tektonischen
od. technischen Kräften befasst. geo|me|cha|nisch
[auch ge:o...]: die Geomechanik betreffend
Geolmeldilzin [auch ’ge:o...] <Äe; - (zu tgeo... u. ÎMedi
zin): Teilgebiet der Medizin, das sich mit Vorkommen,
Ausbreitung u. Verlauf von Krankheiten in ihrer Abhän
gigkeit von geografischen u. klimatischen Bedingungen
befasst, geolmeldilzilnisch [auch ge:o...]: die Geome
dizin betreffend
Geolmer das; -s, -e (zuTgeo... u. gr. méros „Teil“): beliebig
begrenzter Ausschnitt der Erdoberfläche bzw. der Land
schaft
Geolmelter der; -s, - (über lat. geometres aus gr. geômétrës
„Land-, Feldmesser“): (veraltet) svw. Geodät. Geolmetrie* die; -, ...ien (über aZt/r. geometrie aus gleichbed. lat.
geometria, dies aus gr. geometría, eigtl. „Feldmess
kunst“): Zweig der Mathematik, der sich mit den Gebil
den der Ebene u. des Raumes befasst, geolmeltrisch*
(aus lat. geometricus „zur Feldmesskunst gehörig“, dies
aus gleichbed. gr. geömetrikös): die Geometrie betref
fend, durch Begriffe der Geometrie darstellbar; geometri
scher Ort: geometrisches Gebilde, dessen sämtliche
Punkte die gleiche Bedingung erfüllen; geometrischer
Stil: nach seiner Linienornamentik benannter Stil der
griech. Vasenmalerei; geometrisches Mittel: n-te Wurzel
tilon
Geopolitik
aus dem Produkt von n Zahlen. geo|me|tri|sie|ren* (zu
T...isieren): die Erkenntnisse, Regeln u. Arbeitsweisen der
Geometrie auf etwas, das einem anderen Gebiet der Ma
thematik angehört, übertragen
Geo|mon|to|gra|fi_e [auch ge:o...J, auch ...gralphie die; (zu Tgeo..., lat. mons, Gen. montis „Berg“ u. T...grafie>:
Herstellung von Reliefkarten, geolmonltolgralfisch
[auch ‘ge:o...[, auch ...gralphisch (zu Î...grafisch): die
Geomontografie betreffend
Geolmorlphollolge [auch ge:o...] der; -n, -n (aus Tgeo...
u. TMorphologe): Wissenschaftler auf dem Gebiet der
Geomorphologie. Geo|mor|pho|lo|gie [auch 'ge:o...]
die; -\ Wissenschaft von den Formen der Erdoberfläche u.
deren Veränderungen (Geol.). geo|mor|pho|lo|gisch
[auch ge:o...]: die Geomorphologie betreffend
Geo|no|mie die; - (zu gr. geönömes „Land verteilend“;
vgl. '...nomie): Wissenschaftszweig, der alle zur Erfor
schung des Erdaufbaus in Betracht kommenden Wissen
schaften komplex anwendet
Geolnglse die; -, -n (zu Tgeo... u. gr. nósos „Krankheit“):
Krankheit, die nicht nur durch direkten Kontakt mit ei
nem Kranken übertragen wird, sondern auch durch Auf
nahme der Erreger aus Erde, Staub o.Ä. (Med.)
Geolnym* das; -s, -e (zu Tgeo... u. gr. önyma „Name“):
Deckname, der aus einem geografischen Namen od. Hin
weis besteht (z. B. Stendhal nach dem Ortsnamen Stendal)
Geo|öko|lo|gie [auch geo...] die; - (zu Tgeo... u. TÖkologie): sich mit Funktionsweise, Verbreitung u. Zusammen
hang der T Ökosysteme befassendes Forschungsgebiet der
Geografie
Geolpalralsiltolloigie [auch 'ge:o...] die; - (zu Tgeo... u.
TParasitologie): Lehre vom Auftreten u. von der Verbrei
tung von Parasiten in ihrer Abhängigkeit von geografi
schen Bedingungen (z. B. vom Klima)
geolpalthisch [auch ’ge:o...] (zu Tgeo... u. Î Pathos): in Zu
sammenhang mit geografischen, klimatischen, meteorolo
gischen Bedingungen Krankheiten verursachend
geolphag (zu Tgeo... u. T...phag): a) Erde essend (von
Menschen; vgl. Geophagie 1); b) Erde fressend, um sich
von darin enthaltenen organischen Stoffen zu ernähren
(von Würmern; vgl. Geophagie 2). Geo pha ge der u.
die; -n, -n (zu Î...phage): 1. a) jmd., der Erde isst; vgl.
Geophagie (1 a) ; b) jmd., der an Geophagie (1 b) leidet. 2.
vornehmlich Erde fressendes Tier (vgl. Geophagie 2).
Geophalgie die; - (zu T...phagie): 1. a) Sitte, bes. bei Na
turvölkern, tonige od. fette Erde zu essen; b) krankhafter
Trieb, Erde zu essen. 2. Ernährungsweise, die vornehm
lich durch das Fressen von Erde charakterisiert ist (von
Würmern)
geoiphil (zu Tgeo... u. T...phil): 1. vorzugsweise in Erde u.
Staub vorkommend (bes. von Bakterien). 2. nur einen Teil
des Lebens im Erdboden lebend (von Bodentieren, z.B.
dem Maikäfer im Stadium des Engerlings)
Geolphon, auch Geofon das,; -s, -e (zu Îgeo... u. T...phon):
Instrument für geophysikalische Untersuchungen
Geolphylsik [auch 'ge:o...] die; - (zu Tgeo... u. TPhysik):
Wissenschaft von den physik. Vorgängen u. Erscheinun
gen auf, über u. in der Erde. geo|phy|si|ka|lisch [auch
ge:o...]: die Geophysik betreffend. Geolphylsilker
[auch 'ge:o...] der; -s, -: Wissenschaftler auf dem Gebiet
der Geophysik
Geolphyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu Tgeo... u. Î ...phyt):
Erdpflanze, mehrjährige Pflanze, die Trocken- u. Kälte
zeiten mithilfe unterirdischer Organe (z.B. Zwiebel,
Knolle, Î Rhizom) überdauert (Bot.)
Geolplasltik [auch 'ge:o...] die: -, -en (zu Tgeo... u. TPlas
tik): räumliche Darstellung von Teilen der Erdoberfläche
Geolpolliltik [auch 'ge:o...] die; - (zu Tgeo... u. TPolitik):
Wissenschaft von der Einwirkung geografischer Faktoren
geopolitisch
auf politische Vorgänge u. Kräfte. geolpo|li|tisch [auch
'ge:o,,,]: die Geopolitik betreffend
Geo|po|ten|zi|al [auch 'ge:o...] das; -s <zu Tgeo... u. TPotenzial): 1. T Potenzial (2 b) der Schwerkraft der Erde, die
jenige Energie, die nötig ist, um eine Masseneinheit gegen
die Schwerkraft vom Meeresniveau bis zu einem bestimm
ten Punkt zu heben. 2. Potenzial des elektr. Feldes der Er
de
Geolpsylche [auch 'ge:o...] die; - (zu Tgeo... u. TPsyche):
Gesamtheit der Einwirkungen von geografischen, klima
tischen u. meteorologischen Faktoren auf die T Psyche
(la). Geolpsylchollolgie [auch 'ge:o...] die; Wissen
schaft von der Beeinflussung der Psyche (la) durch Kli
ma, Wetter, Jahreszeiten u. Landschaft, geolpsylchoIglgisch [auch ge:o...]: die Geopsychologie betreffend
Georlgette [ʒɔr'ʒɛt] ¿Zer; -s, -s </?.>: Kurzform von î Crêpe
Georgette
Ge|or|gi|kon das; -s, ...ka (zu gr. geörgikos „Landbau be
treibend“): Lehrgedicht über den Landbau
Gelorlgilne die; -, -n (aus nlat. georgina; nach dem russ.
Botaniker J. G. Georgi, 1729-1802): Seerosendahlie
(Korbblütler)
Geolsaulriler [...iß] der; -s, - u. Geolsaulrus der; -, ...rier
[...in] <zu Tgeo... u. gr. saüros „Eidechse“): eine Gattung
ausgestorbener ungepanzerter Krokodile der Jura- u.
Kreidezeit
Geolskop* das; -s, -e (zu Tgeo... u. T...skop): geophysik.
Messgerät, das mithilfe hochfrequenter Ströme Erzlager
stätten lokalisiert. Geolskolpie ¿ZZe; - (zu T...skopie): Lo
kalisierung von Erzlagerstätten mithilfe eines Geoskops
Geo sphä re [auch 'ge:o...] die; - (zu tgeo... u. TSphäre):
Raum, in dem die Gesteinskruste der Erde, die Wasser- u.
Lufthülle aneinandergrenzen
Ge|o|sta|tik [auch 'ge:o...] die; - (zu Tgeo... u. TStatik):
Erdgleichgewichtslehre
geolsta|ti|o|när [auch 'ge:o...] (zu Tgeo... u. Tstationär):
immer über dem gleichen Punkt des Erdäquators stehend
u. dabei über dem Äquator mit der Erdrotation mitlau
fend (von bestimmten Satelliten od. Synchronsatelliten)
geolstaltisch [auch 'ge:o...] (zu Tgeo... u. Tstatisch): die
Geostatik betreffend
geolstrolphisch* [auch 'ge:o...] (zu Tgeo... u. gr. stréphein
„(sich) drehen, wenden“); in der Fügung geostrophischer
Wind: Wind in hohen Luftschichten bei geradlinigen t Iso
baren (Meteor.)
Geolsultur [auch ge:o...] die; -, -en (zu Tgeo... u. TSutur):
svw. Geofraktur
geojsynlklilnal* [auch 'ge:o...] (zu Tgeo... u. Tsynklinal):
die Geosynklinale betreffend (Geol.). Geo|syn|kli|na|le
[auch 'ge:o...] u. Geolsynlklilne [auch ge:o...] die; -, -n:
weiträumiges Senkungsgebiet der Erdkruste (Geol.)
geojtakltisch [auch 'ge:o...] (zu Tgeo... u. Ttaktisch): die
Geotaxis betreffend. Geoltalxis [auch 'ge:o...] die: -,...fa
xen (zu T2Taxis): Orientierungsbewegung bestimmter
Pflanzen u. Tiere, die in der Richtung durch die Erd
schwerkraft bestimmt ist
Geoltechinik [auch 'ge:o...] die; - (zu Tgeo... u. TTechnik):
svw. Ingenieurgeologie
Geoltekltolnik [auch 'ge:o...] die; - (zu Tgeo... u. TTektonik): Lehre von den allgemeinen Gesetzmäßigkeiten in
der Entwicklung der gesamten Erdkruste (Geol.). geotekltolnisch [auch ge:o...]: die Geotektonik betreffend
Geo|tex|ti|li|en [...ion, auch 'ge:o...] die (Plur.) (zu Tgeo...
u. TTextilien): aus synthetischen Fasern hergestellte, was
serdurchlässige Vliesstoffe, Gewebe u. Verbundstoffe für
den Erd- u. Wasserbau
Geolthelralpie [auch 'ge:o...] die; - (zu Tgeo... u. TTherapie): klimatische Heilbehandlung (Med.)
geoltherlmal [auch 'ge:o...] (zu Tgeo... u. Tthermal): die
506
Erdwärme betreffend. Geoltheijmik die; -: Wissen
schaft von der Temperaturverteilung u. den Wärmeströ
men innerhalb des Erdkörpers, geoltherlmisch: die
Erdwärme betreffend; geothermische Tiefenstufen: Stufen
der Wärmezunahme in der Erde (normal um 1 °C auf
33m). Geoltherlmolmelter [auch 'ge:o...] das; -s, -:
Messgerät zur Bestimmung der Temperatur in verschie
den tiefen Erdschichten
Geoltop der od. das; -s, -e (zu Tgeo... u. gr. topos „Ort,
Raum“): [räumlich begrenzter] Teil der Erdoberfläche
mit geowissenschaftlich wertvollen Naturerscheinungen
Geoltotjsilon [auch 'ge:o...] die; -, -en (zu Tgeo... u. TTorsion): die durch Schwerkraftreize ausgelöste, wachstums
bedingte Drehung von Organen (z. B. Blütenteilen), um
ihre natürliche Position wieder einzunehmen (Biol.)
Geoltrilchglse* die; -, -n (zu T Geotrichum u. T '...ose): In
fektionskrankheit infolge Überhandnehmens von Geotrichumarten (Med.). Geoltrilchum das; -s, ...cha (aus nlat.
geotrichum zu Tgeo... u. gr. thrix, Gen. trichös „Haar“):
Gattung hefeähnlicher niederer Pilze, die in sauren Le
bensmitteln u. auf der Mundschleimhaut Gesunder vor
kommen, unter besonderen Umständen jedoch auch T pa
thogen werden können (vgl. Geotrichose)
geoltrop* u. geoltrolpisch (zu T geo... u. T ...trop): auf die
Schwerkraft ansprechend (von Pflanzen); vgl. ...isch/-.
Geoltrolpislmus der; - (zu T...ismus>: Erdwendigkeit;
Vermögen der Pflanzen, sich in Richtung der Schwerkraft
zu orientieren (Bot.). Geoltrolpolskop das; -s, -e (zu
T...skop): svw. Gyroskop
Geoltulmor der; -s, ...oren (zu Tgeo... u. TTumor): svw.
Geoantiklinale
Geolwislsenlschaflten die (Plur.) (zu Tgeo...): alle sich
mit der Erforschung der Erde befassenden Wissenschaf
ten
Geolzenltrik* [auch 'ge:o...] die: - (zu T geo..., ÎZentrum u.
T2...ik (2)>: Weltsystem, das die Erde als Mittelpunkt be
trachtet (z.B. bei dem griech. Astronomen Ptolemäus).
geozenitrisch [auch 'ge:o,,,]: 1. auf die Erde als Mittel
punkt bezogen; geozentrisches Weltsystem: früher (z.B.
von Ptolemäus) angenommenes Planetensystem mit der
Erde als Weltmittelpunkt; Ggs. T heliozentrisch. 2. auf den
Erdmittelpunkt bezogen; vom Erdmittelpunkt aus gerech
net, z.B. der -e Ort eines Gestirns
Geolzoollolgie [...tsoo..., auch 'ge:o...] die; - (zu Îgeo... u.
tZoologie): Wissenschaft von der geografischen Verbrei
tung der Tiere, Zoogeografie, geolzoollolgisch [auch
ge:o...]: die Geozoologie betreffend
geolzy klisch* [auch ... tSYk..., 'ge:o...] (zu Tgeo... u. Tzy
klisch) : den Umlauf der Erde um die Sonne betreffend
Gelpard der; -s, -e (aus gleichbed. fr. guépard, älter gapard,
dies über zr. gattopardo aus mlat. gattus pardus „Pardel
katze, kleiner Leopard“): sehr schlankes, hochbeiniges,
schnelles katzenartiges Raubtier (in Indien u. Afrika)
Ge|phy|ro|pho|bie die; -, ...ien (zu gr. géphyra „Damm,
Brücke“ u. î...phobie (a)>: übersteigerte, zwanghafte
Angst vor dem Betreten einer Brücke (Psychol., Med.)
Gelralgglge* der; -n, -n (zu gr. géras „das Alter“ u. agögös
„führend, leitend“ (zu ágein „führen, treiben“)): jmd., der
auf dem Gebiet der Geragogik ausgebildet, tätig ist. Geragoigik die; - (zu T2...ik (1)): Teilgebiet der Pädagogik,
das sich mit Bildungsfragen u. -hilfen für ältere Menschen
befasst
Gelralnie [...io] ßfe; -, -n u. Geranium das; -s, ...ien [...ion]
(über «ZaZ. geranium u. lat. geranion aus gr. geránion
„Storchschnabel“, dies zu géranos „Kranich“): Storch
schnabel; Zierstaude mit zahlreichen Arten. Ge|ra|ni|o!
das; -s (Kurzw. aus Î Geranium u. T Alkohol): aromatische,
in zahlreichen Pflanzenölen (z. B. Rosenöl) enthaltene Al
kohollösung. Gelralnilum vgl. Geranie. Gelralnilumlöl
507
Gerontophilie
das: -s: ätherisches Öl mit feinem Rosenduft (aus Pelargo
die deutsche Kultur betreffend", z.B. germanophil, Ger
nienblättern)
manophobie. ger|ma|no|phil (zu t ...phil): eine ausge
Gelrant [ʒe...] der; -en, -en (aus gleichbed. fr. gérant zu gé
prägte Vorliebe für Deutschland, die Deutschen, die deut
rer „verwalten“, dies aus lat. gerere „verwalten, ausfüh
sche Kultur empfindend, bekundend; Ggs. tgermanoren“): (veraltet) Geschäftsführer, Herausgeber einer Zei
phob. Ger ma no phi lie die; - (zu î ...philie): germano
tung od. Zeitschrift
phile Haltung; Ggs. tGermanophobie.ger|ma|no|phob
Gerbe [ʒɛrb] die: -, -s (aus gleichbed. fr. gerbe (de feu)):
(zu t...phob (b)>: eine ausgeprägte Abneigung gegen
Feuergarbe bei Feuerwerken
Deutschland, die Deutschen u. die deutsche Kultur emp
Gerlbelra die; -, -[s] (aus niât. gerbera; nach dem dt. Arzt
findend, bekundend; Ggs. Tgermanophil. Gerlmalnou. Naturforscher T. Gerber, 1823-1891): margeritenähnli
pholbie die; - (zu î...phobie (b)): germanophobe Hal
che Schnittblume in roten u. gelben Farbtönen (Korbblüt
tung; Ggs. îGermanophilie, germanoiphon, auch
ler)
...fon (zu t...phon): deutschsprachig. Gerlmalnolphogerlbullielren (über it. garbellare aus mlat. garbellare
nie, auch ...fonie die; - (zu î...phonie): Deutschsprachig
„aussondern, sichten“): (veraltet) aus trockener Ware
keit, gerlmalnoltyp (zu gr. tÿpos „Schlag, Muster, Ge
Verunreinigungen auslesen. Gerlbullur die; -, -en (zu
präge“): einen für Mitteldeutschland kennzeichnenden
T...UD: (veraltet) 1. aus trockener Ware ausgelesene Ver
Typ der Gebirgsbildung betreffend, bei dem der Î orogeneunreinigungen. 2. Abzug wegen Verunreinigung der Ware
tische Druck nicht zur Faltung, sondern zur Bruchbildung
Gelrelnuk der; -(s], -s (über engl. gerenuk, gerenuc aus
führt (Geol.); Ggs. talpinotyp
gleichbed. Somali garanug): eine Gazellenart (im Busch Germarium das; -s, ...ien [...ian] (zu lat. germen „Spross,
wald von Äthiopien bis Tansania)
Keim“ u. Î ...arium): Keimstock, bes. bei Insekten, in dem
Gelrenz die; -, -en (zu lat. gerere „tragen, ausführen“ u.
die Keimzellen gebildet werden (Zool.). ger mi nal (zu
f...enz>: (veraltet) Ausführung, Ausübung, Verwaltung,
lat. germen, Gen. germinis „Spross, Keim“ u. t',,,al (1)>:
Vertretung
den Keim betreffend. Gerlmilnal [ʒɛr...] der: -[s], -s (aus
Gerlgo [ʤɛrgo] das; -[s] (aus gleichbed. it. gergo, weitere
gleichbed. fr. germinal, eigtl. „Keimmonat“): siebenter
Herkunft unsicher): Jargon, Sondersprache, Gaunerspra
Monat des franz. Revolutionskalenders (21. März bis 19.
che in Italien
April). Ger|mi|nal|aplalsie* [ger...] die; - (zu îgermi
Gerlhardltit [auch ... tit] der; -s, -e (nach dem franz. Che
nal): Unterentwicklung der Keimdrüsen (Med.).Gerlmimiker Ch. F. Gerhardt (t 1856) u. zu î2...it): ein dunkelgrü
nalidrüsen die (Plur.): Keim- od. Geschlechtsdrüsen.
nes Mineral
Gerlmilnallie [...ja] die; -, -n (meist Plur.) (zu t‘...ie>:
Ge|ri|a|ter* der; -s, - (zugr. géras „das Alter“ u. î..dater):
Germinaldrüse. Gerlmilnaltilon die; -, -en (aus lat. ger
Arzt mit Spezialkenntnissen auf dem Gebiet der Geria
minatio „das Sprossen“ zu germinare, vgl. germinieren):
trie. Gelrilaltrie die; - (zu t...iatrie>: Altersheilkunde,
Keimungsperiode der Pflanzen, gerlmilnaltiv (zu
Zweig der Medizin, der sich mit den Krankheiten des al
Í...ÍV): die Keimung betreffend, gerlmilnielren (aus
ternden u. alten Menschen beschäftigt. Gelrilaltrilkum
gleichbed. lat. germinare): keimen, sprossen. Gerlmidas; -s, ...ka (zu Î ...ikum): Mittel zur Behandlung von Al
nom das; -s, -e (zu t ...om>: vom Keimepithel ausgehende
terserscheinungen. gelrilaltrisch: die Geriatrie betref
Geschwulst in ÎOvarien od. Hoden (Med.). Gerlmilzid
fend
das; -s, -e (zu t...zid>: ein keimtötendes Mittel (Chem.)
gelrielren, sich (aus gleichbed. lat. se gerere (pro)): sich gelro..., Gelro... (aus gr. gêro- zu géras „hohes Alter“):
benehmen, auftreten
Wortbildungselement mit der Bedeutung „das Alter be
Ger|ma|nia i/ze; - (aus lat. Germania, dem altröm. Namen
treffend; im Alter auftretend“, z.B. Geroderma. Gelrofür das Land der Germanen): Frauengestalt [im Waffen
der ma das; -s, -ta: schlaffe, welke, runzlige Haut (Med.).
schmuck], die das ehemalige Deutsche Reich (Germa
Ge|ro|hy|gi|elne die; -: Hygiene im Alter (Med.). Genien) symbolisch verkörpert. Gerlmalnilglalzilal das; -s
rolkolmie die; - (aus gr. gerokomia, zu komein „besor
gen, warten, pflegen“): Altershygiene, medizinische Al
(zu lat. Germania „Deutschland“): eiszeitlicher Abschnitt
tersfürsorge; Behandlung von Alterskrankheiten. Gelrodes mittleren TQuartärs im norddt. Raum.Gerlmalnin ®
morphismus der; -, ...men (zu Tgero..., gr. morphë
das; -s (zu t...in (1)>: Mittel gegen die Schlafkrankheit,
„Gestalt“ u. Î ...ismus (3)): durch Störungen des Gewebe
gerlmalnilsielren (zu Î...isieren): eindeutschen. Gerstoffwechsels verursachte Vergreisung der Haut bei Ju
malnislmus der; -, ...men (zu î...ismus (4)>: 1. sprachli
gendlichen (Med.). Gelront der; -en, -en (aus gr. gérôn,
che Besonderheit des Deutschen. 2. Entlehnung aus dem
Gen. gérontos „Greis“, eigtl. „der Geehrte“): Mitglied
Deutschen [in eine andere Sprache); vgl. Interferenz (3).
der tGerusia, gelronlto..., Gelronlto... (zu gr. gérôn,
Ger ma nist der; -en, -en (Gegenbildung zu TRomanist,
Gen. gérontos „alter Mensch, Greis“): Wortbildungsele
urspr. „Kenner des deutschen Rechts“; vgl. ...ist): 1. jmd.,
ment mit der Bedeutung „alte Menschen betreffend, auf
der sich wissenschaftlich mit der Germanistik befasst. 2.
Alter [u. Erfahrung] beruhend“, z.B. Gerontokratie, ge
(veraltet) Jurist auf dem Gebiet des deutschen u. germ.
rontologisch. Gelronltolkraltie* die;-, ...ien (zuî...kraRechts. Gerlmalnisltik die; - (zu t,,,istik): 1. Wissen
tie): 1. Altenherrschaft, Herrschaftsform eines sozialen u.
schaft von den germanischen Sprachen. 2. deutsche
politischen Systems, bei dem die Entscheidungsbefugnis
Sprach- u. Literaturwissenschaft, Deutschkunde im wei
se in den Händen älterer, erfahrener Personen liegen
teren Sinne (unter Einschluss der deutschen Volkskunde
(Gesch.; Völkerk.). 2. durch Erstarrung u. politische Un
u. Altertumskunde). Geijmalnisltin die; -, -nen: weibli
beweglichkeit gekennzeichnete Herrschaft einer überal
che Form zu tGermanist (1). gerlmalnisltisch (zu
terten, privilegierten Führungsschicht. Gelronltollolge
T... istisch) : die Germanistik betreffend. Gerlmalnit
-n, -n (zu T...)oge>: Forscher od. Arzt mit Spezial
[auch .. ,'nit] der; -s, -e (zu lat. Germania (vgl. Germania)
kenntnissen auf dem Gebiet der Gerontologie. Gelronu. t2...it): ein rosaviolettes, metallisch glänzendes Îkubi
tollolgie die; - (zu f...logie): Fachgebiet, auf dem die Al
sches Mineral. Ger|ma|ni|um das; -s (nach lat. Germa
terungsvorgänge im Menschen hinsichtlich ihrer biologi
nia „Deutschland“, dem Vaterland seines Entdeckers C.
schen, medizinischen, psychologischen u. sozialen Aspek
Winkler (1838-1904), u. zu T...ium>: chem. Element, Me
te erforscht werden.ge|ron|to|lolgisch (zu Î...logisch):
tall; Zeichen Ge. gerlmalno..., Gerlmalno... (aus lat.
die Gerontologie betreffend. Gelron|to|phi|lie die; - (zu
Germanus „germanisch; deutsch“): Wortbildungsele
Î...philie): die sexuelle Fixierung eines jüngeren Menment mit der Bedeutung „Deutschland, die Deutschen,
G
Gerontopsychologie
sehen ausschließlich auf ältere Menschen. Gelronltopsy cho lo gie die;
psychologische Disziplin, die sich
mit der Erforschung der seelischen Begleiterscheinungen
des Alterns befasst. Ge|ron|to|so|zi|o|lo|gieáie; Teil
bereich der Soziologie, der sich mit den sozialen Aspekten
des Alterns befasst. Ge|ron|tp|xon das; -s, ...xa <zu gr.
gérôn „Greis“ u. tóxon „Bogen“): bogenförmige Trübung
des Hornhautrandes durch Cholesterineinlagerung (im
höheren Lebensalter; Med.). Ge|ro|pro|phy|laklti|kum
das; -s, ...ka <zu Igero...): Substanz, die Alterungsvorgän
ge verzögert u. altersbedingte Beschwerden lindert
(Med.). Gelrolprolphyllalxe die; -, -n; Vorbeugung ge
gen Alterskrankheiten (Med.). Ge|ro|the|ra|peultikum das; -s, ...ka: svw. Geriatrikum
Gelrunldilumrfas; -s, ...dien [,,iən] (aus gleichbed. spätlat.
gerundium zu lat. gerundum „was ausgeführt werden
muss“, dies zu gerere „tragen, ausführen“): gebeugter In
finitiv des lat. Verbs (z. B. lat. amandi „des Liebens“), gerunldiv (aus spätlat. gerundivus „vollziehend“): svw. ge
rundivisch; vgl. ...isch/-. Ge|run|div das; -s, -e [...va]:
(aus spätlat. (modus) gerundivus): Partizip des Passivs
des Futurs, das die Notwendigkeit eines Verhaltens aus
drückt (z.B. lat. laudandus „der zu Lobende, jmd., der ge
lobt werden muss"), gelrunldilvisch [,..v...J: das Gerun
div betreffend, in der Art des Gerundivs; vgl. ...isch/-.
Gelrunldilvum das; -s, ...va (aus lat. gerundivum, Neutr.
von gerundivus, vgl. gerundiv): svw. Gerundiv
Gelrus der; -, - (aus dem Pers.): dicht gewebter, rot- od.
blaugrundiger iran. Teppich, im Fond mit Blüten u. Bor
düren in stark kontrastierenden Farben mit Blumen zwi
schen Blattranken
Gelrulsia u. Gelrulsie die; - (aus gleichbed. gr. gerousia;
vgl. Geront): Rat der Alten (in Sparta)
Gerlvais® [ʒɛr'vɛ:] der; - [,,,'vɛ:(s)], - [... ve:s] (nach der
franz. Herstellerfirma bzw. deren Begründer Ch. Gervais,
1830-1892): ein Frischkäse
Gelsalrol das; -s (Kunstw.): ein Pflanzenschutzmittel ge
gen Insekten
Gelseiler u. Ge|sei|re das; -s (aus jidd. gesera „Verhäng
nis, Missgeschick“, eigtl. „Bestimmung, Verordnung“,
dies aus hebr. gezera „Gesetz, Verbot“): (ugs.) wehleidi
ges Klagen, überflüssiges Gerede
Geslpan* der; -[e]s, -e (über ung. ispán aus slaw. zupan,
eigtl. „Burggraf“): Verwaltungsbeamter in Ungarn. Gespanlschaft die; -, -en: Grafschaft, Amtsbereich] eines
Gespans
Geslsolpainfting ['dʒɛsoʊpemtɪŋ] das; -s (aus gleichbed.
engl. gessopainting zu it. gesso „Gips“ u. engl. painting
„das Malen, Malerei“): von engl. Malern des 19. Jh.s auf
genommene Maltechnik des Mittelalters, die eine Verbin
dung von Malerei u. Flachrelief darstellt
Geslta die (Plur.) (aus lat. gesta „Taten“, urspr. Neutr.
Plur. von gestus, Part. Perf. von gerere „verrichten, voll
bringen, tun“): Titel lat. Geschichtsquellen des Mittelal
ters in Prosa od. in Versen, Sammlung von Heldentaten.
Gesltalgen das; -s, -e (meist Plur.) (zu î...gen): weibli
ches Keimdrüsenhormon des t Corpus luteum, das der
Vorbereitung u. Erhaltung der Schwangerschaft dient
(BioL; Med.). Geslta Ro|ma|no|rum die (Plur.) (Zar.,
„Taten der Römer“): Titel eines lat. Novellenbuches aus
dem Mittelalter. Gesltaltilgn die; -, -en (aus lat. gestatio
„das Tragen“ zu gerere, vgl. Gesta): svw. Gravidität.
Gesltaltglria die; - (aus gleichbed. lat. (sella) gestatoria):
Tragsessel, auf dem früher bei feierlichen Anlässen der
Papst getragen wurde. ’Geslte [auch ge:stə] die; -, -n (aus
lat. gestus „Gebärdenspiel (des Redners od. Schauspie
lers)“ zu gerere, vgl. Gesta): Gebärde, die Rede begleiten
de Ausdrucksbewegung des Körpers, bes. der Arme u.
Hände. 2Geste [ʒɛst] die; -, -s (aus gleichbed. fr. geste
508
(verkürzt aus chanson de geste), dies aus lat. gesta, vgl.
Gesta): 1. Bez. für das franz. Heldenepos des Mittelalters,
in dem Ereignisse bes. aus der Karolingerzeit dargestellt
werden. 2. svw. Chanson de Geste. Gesltik [auch ge:...]
die; - (zu î 'Geste u. T2...ik (2)): Gesamtheit der Gesten als
Ausdruck der Psyche. Gesltilkullaltilon die; -, -en (aus
lat. gesticulatio „pantomimische Bewegung“ zu gesticula
ri, vgl. gestikulieren): Gebärdenspiel, Gebärdensprache].
Gesltilkullaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. gesti
culator): (veraltet) a) Gebärdenredner; b) Gaukler, gesti ku laito risch: durch Gebärdensprache] veranschau
licht. ges|ti|ku|lie|ren (aus gleichbed. lat. gesticulari):
Gebärden machen. Ges|ti|on die; -, -en (aus lat. gestio
„Ausführung“ zu gerere, vgl. Gesta): Führung, Verwal
tung. Gesltilonslbelricht der; -[e]s, -e: (österr.
Amtsspr.) Geschäftsbericht, gesltisch [auch ge:...]: die
Gestik betreffend. Gesltolse die; -, -n (Kurzw. aus Gestationstoxikose): krankhafte Schwangerschaftsstörung je
der Art. GesItus der; - (aus gleichbed. lat. gestus): a) svw.
Gestik; b) Ausdruck, geistiges Gebaren
Gelta die; -, -s (aus gleichbed. jap. geta, zu ge „unter“ u. ta
„Fußbekleidung“): japanische Holzsandale, die mit ei
nem zwischen der großen Zehe u. den übrigen Zehen
durchgezogenen schmalen Riemen am Fuß gehalten wird
Getlter der; -s, - (aus gleichbed. engl. getter zu to get „be
kommen; fangen“): Fangstoff zur Bindung von Gasen
(bes. in Elektronenröhren zur Aufrechterhaltung des Va
kuums verwendet), getltern: Gase durch Getter binden;
mit einem Getter versehen. Getltelrung die; -, -en: Bin
dung von Gasen durch Getter
Getlto, auch Ghetto ['gɛto] das; -s, -s (aus gleichbed. it.
ghetto, weitere Herkunft unsicher): a) von den übrigen
Vierteln der Stadt [durch Mauern usw.] abgetrenntes
Wohnviertel, in dem die jüd. Bevölkerung (im Anfang
freiwillig, später zwangsweise) lebte; b) Stadtbezirk, in
dem diskriminierte Minderheiten, Ausländer od. auch
privilegierte Bevölkerungsschichten Zusammenleben; c)
bestimmter Bereich od. Rahmen, aus dem man sich nicht
entfernen kann. Get|to|blas|ter, auch Ghettoblaster
[,,,blɑstə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. ghetto blaster, zu
to blast „laut tönen“): großer, besonders leistungsstarker
tragbarer Radiorekorder, getltolüsielren, auch ghettoisieren [gɛtoi...] (zu T...isieren>: 1. zu einem Getto machen.
2. in ein Getto bringen
Geulse der; -n, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. niederl.
geus, dies aus fr. gueux „Bettler“): niederl. Freiheits
kämpfer in der Zeit der span. Herrschaft (im 16. Jh.)
Geylselrit [gai..., auch ... rit] der; -s, -e (zu TGeysir (weil
sich dicke Schichten von Kieselsinter oft als Quellabsatz
von Geysiren bildet) u. t2...it>: Kieselsinter, ein Mineral,
das sich in warmen Quellen als Kruste aus Kieselsäure bil
det. Geylsir ['gai...] der; -s, -e (aus gleichbed. island, geysir zu geysa „in heftige Bewegung bringen“) : durch Vulka
nismus entstandene heiße Springquelle; vgl. Geiser
Ghanlta [’ganta] der; -, -s (aus gleichbed. sanskr. ghantä):
als Kultgerät im Ritual aller ind. Religionen verwendete
[Bronzejglocke
Ghalsel [ga...], Gha seile vgl. Gasei
Ghalsi ['ga:zi] u. Gazi ['ga:zi] der; - (aus arab. gäzt bzw.
gazi „Kämpfer im heiligen Krieg“): Ehrentitel türk.
Herrscher. Ghalsiljeh [ga...] die; -, Ghawasi (aus arab.
gäziye „die Strebende, Lernende“ zu gazä „erstreben, er
obern“): Bez. für die auf Straßen auftretende Sängerin u.
Tänzerin im Orient
Ghee [gi:] das; - (aus gleichbed. engl. ghee zu Hindi ghi,
dies aus altind. ghrtà „gereinigte Butter“): in Indien zum
Kochen verwendetes, aus Büffel- u. Kuhmilch hergestell
tes butterschmalzähnliches Fett
Ghetlto [gɛto] usw. vgl. Getto usw.
509
Ghi [gi:] vgl. Ghee
Ghilbelllilne [gi...] vgl. Gibelline
GhiIbli* [ gɪblɪ] vgl. Gibli
Ghil lylschnii rung ['gɪli...] die;
-, -en (zu schott, -engl.
g(h)illy, g(h)illie „Diener, Page“): Schuhschnürung, bei
der der Schnürsenkel nicht durch Ösen, sondern durch
Lederschlaufen gezogen wird
Ghost [goust] der; -s, -s (aus engl. ghost „Geist“, dies aus
dem Germ.): 1. den Lebenden feindlich erscheinendes u.
von ihnen gefürchtetes Totengespenst. 2. leere Proteinhül
le (vgl. Protein) eines Bakteriophagen (Biol.). 3. leeres ro
tes Blutkörperchen, das seinen Inhalt durch Platzen in ei
ner Unterdrucklösung verloren u. sich anschließend wie
der geschlossen hat (Biol., Med.). Ghostltown ['goʊsttaun] die; -, -s (aus gleichbed. engl. ghost town, eigtl.
„Geisterstadt“): von den Bewohnern verlassene Stadt od.
Siedlung. Ghostlword [,,,wə:d] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. ghost-word, eigtl. „Geisterwort“): Wort, das seine
Entstehung einem Schreib-, Druck- od. Aussprachefehler
verdankt (z.B. der Name Hamsun aus dem eigentlichen
Pseudonym Hamsund). Ghostwriter [,,,raɪtə] der; -s, (aus gleichbed. engl. ghost-writer, eigtl. „Geisterschrei
ber“): Autor, der für eine andere Person schreibt u. nicht
als Verfasser genannt wird
Ghusl [gosl] (aus arab. gusl „Waschung“): Ganzkörperwa
schung zur Herstellung der rituellen Reinheit (im Islam)
G. I. u.GI [ʤi:'aɪ] der; -[s], -[s] (aus gleichbed. amerik. G.I.,
Gl, eigtl. Abk. für government issue „Staatseigentum“
(weil die Ausrüstung der Soldaten vom Staat kommt)):
(ugs.) amerik. Soldat
Gialllo ['dʒa...] der; -[s] (aus it. giallo „gelb“, dies aus lat.
galbus, galbinus „gelblich, grüngelb“): gelber, polierter
Kalkstein
Gilaur der; -s, -s (über gleichbed. türk, gävur, eigtl.
„Christ“, aus arab. käfir): Ungläubiger (im Islam übliche
Bez. für die Nichtmoslems)
Giblbelrelllin das; -s, -e (meist Plur.) (nach dem Pilz Gibberella fujikuroi u. zu î...in (l)): Vertreter einer Gruppe
von Pflanzenwuchsstoffen (Bot.)
Giblbon der; -s, -s (aus gleichbed. fr. gibbon, weitere Her
kunft unsicher): südostasiat. schwanzloser Langarmaffe
Gibblsit [auch ... zit] der; -s, -e (nach dem amerik. Minera
logen G. Gibbs (1776-1833) u. zu î2...it): svw. Hydrargillit
Giblbus der; - (aus gleichbed. lat. gibbus): Buckel, spitz
winklige Verkrümmung der Wirbelsäule (Med.)
GiIbel liIne der; -n, -n (aus gleichbed. it. ghibellino, dies zu
mhd. wibeling zu Wibelingen (nach dem Namen des
Stammsitzes der Staufer, heute Waiblingen)): Anhänger
der Hohenstaufenkaiser in Italien, Gegner der Î Guelfen
Gibe lotte [ʒib'lɔt] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed. fr. gibe
lotte zu altfr. gibelet „Fleischgericht, Wildbraten“): (ver
altet) Kaninchenfrikassee
Gilbli", auch Ghibli ['gɪblɪ] der; - (über it. ghibli „Wüsten
wind“ aus arab. qibli „Süd(wind)“): trockenheißer, Staub
u. Sand führender Wüstenwind in Libyen (bes. an der
Küste); vgl. Kamsin u. Schirokko
Gilbus [p'bys] der; -, - (aus gleichbed. fr. gibus, nach dem
franz. Hutmacher Gibus): (veraltet) Klappzylinder[hut]
Gien das; -s, -e (über gleichbed. niederl. gijn aus engl. gin
„Hebezeug; Spill“, dies über altfr. engin „Werkzeug, Vor
richtung“ aus lat. ingenium „sinnreiche Erfindung“):
(Seemannsspr.) schweres Takel, gielnen: (Seemannsspr.)
mit dem Gien schleppen, heben
'Gig <¿ze; -, -s, seltener das; -s, -s (aus gleichbed. engl. gig,
weitere Herkunft ungeklärt): 1. als Beiboot mitgeführtes
leichtes, schnelles Ruderboot, bes. zur Benutzung für den
Schiffskapitän. 2. Sportboot für Trainings- u. Wander
fahrten. 2Gig das; -s, -s (zu 1 ‘Gig): (früher) leichter, offe
ner zweirädriger Wagen
Gigliato
der; -s, -s (aus gleichbed. engl. gig, weitere Herkunft
unsicher) : bezahlter Auftritt einer Î Band od. eines Einzel
musikers in einem Konzert, einem [Nachtjlokal, einem
Plattenstudio
Gilga ['ʒi:ga] die; -, Gigen (aus gleichbed. it. giga, weitere
Herkunft unsicher): 1. unter dem Einfluss der ÎGigue ste
hender, äußerst schneller Instrumentalsatz des 17./18. Jh.s
im l2/8- od. 6/g-Takt (Mus.). 2. svw. Gigue
Gilga... (zu gr. gigas „Riese“): Vorsatz vor Maßeinheiten
mit der Bedeutung „das Milliardenfache (10’fache; in der
Datenverarbeitung das 230fache [= 1073 741 824])“ der
genannten Maßeinheit; Zeichen G (z.B. Gigameter). Gigalbit das; -[s], -[s] (zu Î 'Bit): 1073 741 824 Bit (EDV);
Zeichen GBit. Gilgalbyte [...'bait] das; -[s], -[s]:
1.073.741.824 TByte; Zeichen Gbyte. Gilgalelekltronvolt* das; Gen. - u. -[e]s, Plur. -: eine Milliarde tElektron
volt; Zeichen GeV. Gilgalhertz das; -, - (nach dem dt.
Physiker H. Hertz, 1857-1894): Maßeinheit für die Fre
quenz, entspricht einer Milliarde (109) Hertz; Zeichen
GHz. Gilgalmelter der, auch das; -s, -: eine Milliarde
(10’) Meter; Zeichen Gm. Gi gant der; -en, -en (aus gr.
gigas, Gen. gigantos „Riese“; nach den riesenhaften Söh
nen der Gäa (= Erde) in der griech. Mythologie): jmd.,
der riesig, hünenhaft, beeindruckend groß in seinen Aus
maßen u. in seiner [Leistungs]kraft ist. gilgant..., Gi
gant... vgl. giganto..., Giganto... gilganltesk (über
gleichbed. fr. gigantesque aus it. gigantesco; vgl. Gigant u.
...esk): ins Riesenhafte übersteigert; übertrieben groß,
riesig. Gilganlthrolpus* der; -, ...pi (latinisierte Form zu
gr. gigas (vgl. Gigant) u. änthröpos „Mensch“): Urmen
schenform mit übergroßen Körpermaßen, gilganltisch
(nach gleichbed. gr. gigantikös): riesenhaft, außerordent
lich, von ungeheurer Größe. Gilganltislmus der; - (zu
l...ismus (3,5)): 1. krankhafter Riesenwuchs (Med.). 2.
Gesamtheit der Erscheinungsformen, in denen t Giganto
manie offenbar wird. Gilganlto das; -s, -s (zu 1 Gigant):
(Werbespr.) bogengroßer Abzug als Teil eines Großflä
chenplakats. gilganlto..., Gilganlto..., vor Vokalen
auch gigant..., Gigant... (zugr. gigas, Gen. gigantos „Rie
se“, vgl. Gigant): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „sehr groß, riesig“, z. B. Gigantomanie, gigantoma
nisch, Gigantophthalmus. Gilganltolblast* der; -en, -en
(meist Plur.) (zu gr. blastós „Spross, Trieb“): abnorm gro
ße, kernhaltige rote Blutkörperchen (bes. bei Anämie;
Med.). Gi|gan|to|gra|fie, auch ...gralphie die; -, ...ten
(zu t,,,grafie): Verfahren zur Vergrößerung von Bildern
für Plakate durch Rasterübertragung [auf ein Offset
blech], wobei ungewöhnliche Rasterweiten entstehen. Giganltollith [auch ... lit] der, Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu
î...lith): Mineral, das als Zersetzungsprodukt des tCordierits entsteht. Gilgan tolmalchie [...ma'xi:] die; - (aus
gleichbed. gr. gigantomachia): der Kampf der Giganten
gegen Zeus in der griech. Mythologie (dargestellt im Fries
am Pergamonaltar). Gi|gan|to|ma|nie die; - (zu Igiganto... u. î...manie): Sucht, Bestreben, alles ins Riesenhafte
zu übersteigern, mit riesenhaften Ausmaßen zu gestalten
(z.B. in der Baukunst). gi|gan|to|ma|nisch: die Gigan
tomanie betreffend, auf ihr beruhend. Gilganltophthallmus* der; - (zu gr. ophthalmós „Auge“): abnorm
großer Augapfel, im Unterschied zur Augachsenverlänge
rung (vgl. Myopie) allseitig vergrößert (Med.). Gilganto pilthe kus der; - (zu gr. pithekos „Affe“): ausgestor
bener Menschenaffe aus dem î Pleistozän Südchinas. Gigantosomie die; - (zu gr. soma „Leib, Körper“ u.
t2...ie): svw. Gigantismus. Gi|gan|to|zyt der; -en, -en
(meist Plur.) (zu T...zyt): abnorm große, kernlose rote
Blutkörperchen (Med.)
Gilgen ['ʒɪgən]: Plur. von tGiga
Gilglialto* [ʤil'ja:to] der; -[s], -s (aber: 10 -) (aus gleich3Gig
G
Gigolo
bed. it. gigliato, eigtl. „mit Lilien besät, geschmückt“, zu
giglio „Lilie“): Liliendukaten, ehemalige florentinische
Goldmünze mit Prägebild einer Lilie
Gilgollo ['ʒi:golo, auch 'ʒɪ...] der; -s, -s <aus fr. gigolo „jun
ger Mann, der Tanzlokale aufsucht“, weitere Herkunft
unsicher): 1. Eintänzer. 2. (ugs.) junger Mann, der sich
von Frauen aushalten lässt
Gilgot [ʒi'go:] ¿as; -s, -s (aus fr. gigot „Schenkel, Hinter
keule“, dies aus altfr. gigue „span. Saiteninstrument;
Bein“): 1. (Schweiz.) Hammelkeule. 2. im 19. Jh. der soge
nannte Schinken- od. Hammelkeulenärmel. Gigue [ʒi:g]
die; -, -n [ʒi:gn] (aus gleichbed./r. gigue, dies über engl. jig
„Tanz“ vermutlich zu altfr. giguer „springen, tanzen“): a)
nach 1600 entwickelter heiterer Schreittanz im Dreier
takt; b) seit dem 17. Jh. Satz einer Suite (4)
GiliaItier [auch 'hi:lə...] das; -[e]s, -e (nach dem Fluss Gila
River in Arizona (USA) u. zu c/z. Tier): eine sehr giftige
Krustenechse
G il I ber tit [auch ,,,'tɪt] der; -s, -e (nach dem amerik. Geo
logen G. K. Gilbert (1843-1918) u. zu T2...it>: ein fein
schuppiger T Muskovit
Gil|den|so|zi|a|lislmus der; - (zu dl. Gilde u. 1 Sozialis
mus): in England entstandene Lehre von der Verwirkli
chung des praktischen Sozialismus (Anfang des
20. Jh.s)
Gillet [ʒi'le:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. gilet, dies über äl
ter span, gileco, jileco aus arab. galika „Gewand der
Christen in maurischer Gefangenschaft“, dies aus türk.
yelek „Weste“): (veraltet) Weste
Gillka® der,■ -s, -s (Kunstw., nach dem Namen des Herstel
lers, J. A. Gilka): ein Kümmellikör
Gilll es ['giles, fr. ʒil] der; -, - (nach Gille le Niais „Gille der
Einfältige“, dem Namen eines Komödianten, Possenrei
ßer des franz. Straßentheaters im 17. Jh.): einfältige Ty
penfigur im franz. Theater
Gillloltage [ʒilo'ta:ʒ] die; - (nach dem franz. Erfinder des
Verfahrens, F. Gillot (19. Jh.), u. zu î...age): (veraltet)
Strichätzverfahren
Gimlmick der, auch das; -s, -s (aus engl.-amerik. gimmick,
eigtl. „verborgene Vorrichtung“, weitere Herkunft unge
klärt): überraschender, Aufmerksamkeit erregender, wit
ziger Effekt, Gag (bes. in der Werbung)
Gimlpe ¿ze; -, -n (vielleicht aus gleichbed. engl. gimp, wei
tere Herkunft unbekannt): mit Seide übersponnener Fa
den aus Baum- od. Zellwolle, der für Knopflöcher, bei der
Herstellung von Spitzen o.Ä. verwendet wird
Gin [dʒɪn] der; -s, -s (aus engl. gin, älter geneva, dies über äl
ter nieder/, genever aus altfr. gene(i)vre, vgl. Genever):
engl. Wacholderbranntwein. Ginlfizz ['ʤɪnfɪs] der; -, (zu TFizz): Mixgetränk aus Gin, Mineralwasser, Zitrone
u. Zucker
Ginlgan der; -s, -s (aus gleichbed. engl. gingham, gingan,
zumalai. ginggang, eigtl. „gestreift“): gemustertes Baum
wollgewebe in Leinenbindung (Webart)
Ginlger [ʤɪnʤu] der; -s, - (aus gleichbed. engl. ginger,
dies aus lat. gmgiber „Ingwer“): svw. Ingwer. Ginlgerale [...eil] das; -s, -s (aber: 3 -) (aus gleichbed. engl. ginger
ale): alkoholfreies Erfrischungsgetränk mit Ingwerge
schmack. Ginlgerlbeer [...bis] das; -s, -s (aber: 3 -) (aus
gleichbed. engl. ginger beer): Ingwerbier
Ginglham ['gɪŋəm] der; -s, -s (aus engl. gingham, vgl. Gin
gan): svw. Gingan
Ginlgilras die (Plur.) (aus dem Ind.): ostind. Seidenstoffe
Ginlgilva [...va] die; -, ...vae [...ve] (aus lat. gingiva „Zahn
fleisch“): Zahnfleisch, Teil der Mundschleimhaut, der die
Zahnhälse umfasst (Zahnmed.). g in I gi | va 11 i s [...v...] (aus
gleichbed. niai, gingivalis): zum Zahnfleisch gehörend,
das Zahnfleisch betreffend (Zahnmed.). Ginlgilvekltomie* die; -, ...ien (zu 1 ...ektomie): operative Abtragung
510
des Zahnfleischs (Zahnmed.). Ginlgilvjltis [...v...] die; -,
...itiden (zu T ...itis>: Zahnfleischentzündung (Zahnmed.)
ginlglylmgldisch* (aus gr. gigglymodês „nach Art eines
Gelenks“): wechselseitig od. scharnierartig eingefügt
(Med.). Ginlglylmus der; -, ...mi (über nlat. ginglymus
aus gr. gigglymos „Gelenk, Türangel, Knochengelenk“):
Scharniergelenk, Knochengelenk, das Bewegungen nur
um eine Achse zulässt (Med.)
Ginklgo ['gɪŋko], auch Ginkljo ['gɪŋkjo] der; -s, -s (aus
gleichbed. jap. ginkyo): den Nadelhölzern verwandter, in
Japan u. China heimischer Zierbaum mit fächerartigen
Blättern
Ginlnus der; -, ...ni (über lat. ginnus, hinnus aus gleichbed.
gr. ginnos, hinnos): Maulesel
Gilnolrit [dʒi,,,, auch ,..'nt] der: -s, -e (nach dem ital. For
scher Piero Ginori-Conti (f 1939) u. zu t2...it): ein weißes,
tafeliges Mineral
Ginlseng [auch 'ʒɪn...] der; -s, -s (aus gleichbed. chin, jênshên): Wurzel eines ostasiat. Araliengewächses (Anre
gungsmittel ; Allheilmittel der Chinesen, das als lebensver
längernd gilt)
Gin Tolnic [dʒɪn 'tɔnɪk] der; - -[s], - -s (aber: 2 - -) (aus
gleichbed. engl. gin and tonic): Gin mit Tonic [u. Zitro
nensaft o.Ä.]
giolconldo [ʤo'kondo] (z7.; aus spatial, iucundus „scherz
haft“ zu iucundari „sich vergnügen“): fröhlich, anmutig,
heiter (Vortragsanweisung; Mus.), giolcolso [,,,'ko:zo]
{it.; aus lat. iocosus „scherzhaft“ zu iocus „Scherz“):
scherzend, spaßhaft, fröhlich, lustig (Vortragsanweisung;
Mus.)
Giorlnalta [dʒor...] die; -, ...te (aus gleichbed. it. giornata,
eigtl. „Tagewerk“, zu giorno „Tag“, dies aus lat. diurnum
(tempus) „täglich(e Zeit)“): altes ital. Flächenmaß, das
ungefähr einem Tagewerk entsprach (= 3800 m2). Giornea die; -, ...een (aus älter it. giornea „Tagesgewand“):
männliches Obergewand des ital. tQuattrocento, das ge
gürtet od. weit in losen Falten fallend getragen wurde
Giplsy [ʤɪpsɪ] der; -, -s (aus gleichbed. engl. gipsy zu
Egyptian „Ägypter“): engl. Bez. für einen Angehörigen
der Volksgruppe der Sinti u. Roma
Gilpülre die; -, -n (aus gleichbed. fr. guipure zu guiper „mit
Seide überspinnen“, dies aus mniederl. wippen „bekrän
zen“): Klöppelspitze aus Gimpen (mit Seide übersponnenen Baumwollfäden)
Gilraflfe die; -, -n (über it. giraffa aus gleichbed. arab. zaräfa, zuräfa): Säugetier der mittelafrik. Steppe mit 2-3 m
langem Hals (Wiederkäuer)
Gilrallda [xi...] die; -, -s (aus gleichbed. span, giralda zu gi
ro „Kreis, Umlauf“, vgl. 'Giro): Wetterfahne in Form ei
ner menschlichen Gestalt. Gilrallgeld [ʒi...] das; -[e]s, -er
(zu T 'Giro u. Î ‘...al ( 1 )>: [Buch]geld des Giroverkehrs, des
bargeldlosen Zahlungsverkehrs der Banken. Gi|ran|do|la
[ʤi...] u. Gi ranldolle [ʒi,,,, ʒira...] die; -, ...ölen (aus
gleichbed. it. girándola bzw,ʃr. girandole zu it. girare, vgl.
girieren): 1. Feuergarbe beim Feuerwerk. 2. mehrarmiger
Leuchter. 3. mit Edelsteinen besetzes Ohrgehänge. Gi
rant [ʒi,,,] der; -en, -en (aus gleichbed. it. girante zu giro;
vgl. 'Giro): jmd., der einen Wechsel od. ein sonstiges Or
derpapier durch ÎIndossament überträgt (Wirtsch.); vgl.
Indossant
Gi|rar|di|hut [ʒi...] der; -[e]s, ...hüte (nach dem Wiener
Schauspieler Girardi, 1850-1918): (um 1900 getragener)
flacher Herrenstrohhut; vgl. Canotier
Gi|ra|sol der; -s, -e (zu Î 'Giro u. lat. sol „Sonne“): eine fast
farblose, durchsichtige Abart des Î Opals (1) mit bläulich
wogendem Lichtschein. Gilrat [ʒi...] der; -en, -en u. Gira
tar der; -s, -e (aus it. giratario „Wechselübernehmer“ zu
giro, vgl. 'Giro): jmd., für den bei der Übertragung eines
Orderpapiers ein ÎIndossament erteilt wurde (Wirtsch.);
511
vgl. Indossat. Gilri ['ʒɪ,,,]: Plur. von TGiro. gilrielren
[ʒi--] (aus gleichbed. it. girare, eigtl. „im Kreise bewegen,
drehen“, dies aus gleichbed. spätlat. gyrare zu to. gyrus,
vgl. 'Giro): einen Wechsel od. ein sonstiges Orderpapier
mit einem ( 'Giro (2) versehen
Girl [go:gl, goerl] das; -s, -s (aus engl. girl „Mädchen“):
1. junges Mädchen. 2. einer Tanzgruppe, einem Ballett an
gehörende Tänzerin
Girllanlde die; -, -n (aus gleichbed. fr. guirlande, dies aus it.
ghirlanda, weitere Herkunft ungeklärt): langes, meist in
durchhängenden Bogen angeordnetes Gebinde aus Blu
men, Blättern, Tannengrün o.Ä. od. aus buntem Papier
zur Dekoration an Gebäuden, in Räumen usw.
Girllie ['gærli:] das; -s, -s (aus engl. girlie „(kleines) Mäd
chen“): junge Frau, die unkonventionelle, mädchenhafte,
aber körperbetonte Kleidung mit selbstbewusstem,
manchmal frechem Auftreten verbindet. Gir|lie|look
[-,-lʊk] der; -s, -s (Plur. selten): bewusst mädchenhaftes
Aussehen junger Frauen. Girllpowler [...paun] die; - (zu
(Girl): Schlagwort für ein besonders stark ausgeprägtes
Selbstbewusstsein junger Mädchen
'Gilro ['ʒi:...] das; -s, Plur. -s, österr. auch Giri (aus it. giro
„Kreis; Umlauf (von Geld od. Wechseln)“, dies über lat.
gyrus aus gr. gyros „Kreis“): 1. Überweisung im bargeld
losen Zahlungsverkehr. 2. Indossament; Vermerk, durch
den ein Wechsel od. ein sonstiges Orderpapier auf einen
anderen übertragen wird.2Gi|ro ['ʤi:ro] der; - (aus it. giro
„Rundfahrt“, vgl. ’Giro): Kurzform von ÎGiro dTtalia.
Gi roibank [ʒi:,..] die; -, -en (zu t'Giro): Bank, die den
Giroverkehr betreibt. Gilro d'ltallia ['dʒi:ro — ] der; - - <dt. ;
vgl. 2Giro>: Etappenrennen in Italien für Berufsfahrer im
Radsport. Gi|ro|kas|se ['ʒi:...] die; -, -en (zu T'Giro):
svw. Girobank. Gilrolkonlto das; -s, Plur. ...ten u. ...ti:
Konto bei einem Kreditinstitut, das dem Giroverkehr
dient
Gilronldist [ʒirð'dɪst] der; -en, -en (nach fr. girondin; nach
dem franz. Departement Gironde; vgl. ...ist (1)>: Anhän
ger der Gironde, des gemäßigten Flügels der Republika
ner zur Zeit der Französischen Revolution
Gilrolscheck ['ʒi:...] der; -s, -s (zu T'Giro u. TScheck):
Scheck, der durch Belastung des Girokontos des Ausstel
lers u. durch Gutschrift auf dem Konto des Zahlungsemp
fängers beglichen wird. Gilroulette [ʒi'ruɛt] die; -, -n
[,..tn] (aus fr. girouette „Wetterfahne“): (veraltet) wetter
wendischer, wankelmütiger Mensch. Gilroulettelrie [ʒiruɛ'tri:] die; - (zu fr. girouetter „sich wie eine Wetterfahne
drehen, wenden; häufig seine Meinung ändern“ u. (2...ie):
(veraltet) Unbeständigkeit, wetterwendischer Sinn. Giroverkehr ['ʒi:...] der; -s (zu T'Giro): bargeldloser Zah
lungsverkehr, Verrechnungsverkehr
Gilta die; - (aus sanskr. gɪta „Gesang, Lied“): Bez. für die
TBhagawadgita, manchmal auch für andere ind. Lieddich
tungen
Giltalna [x...] die; - (aus span, (danza) gitana zu gitano „Zi
geuner“): feuriger Tanz mit Kastagnettenbegleitung
Gi tarIre die; -, -n (aus gleichbed. span, guitarra, dies über
arab. qitära aus gr. kithára „Zither“): sechssaitiges Zupf
instrument mit flachem Klangkörper, offenem Schall
loch, Griffbrett u. 12-22 Bünden. Giltarlrist der; -en, -en
(zu (...ist): Musiker, der Gitarre spielt. Giltarlrisltin die;
-, -nen: weibliche Form zu T Gitarrist
Giullio ['dʒu:lio] der; -s, -s (nach Giulio, der ital. Form des
Namens Julius): eine Silbermünze des Kirchenstaates, die
erstmals unter Papst Julius II. (1443-1513) ausgegeben
wurde
Giulolco pilalno [ʤuo:ko -] das: - -, Giuochi piani
['dʒuo:ki -] (aus it. giuoco piano, eigtl. „leises Spiel“): eine
bestimmte Eröffnung im Schachspiel
Giusltilna [ʤus...] die; -, ...nen (nach Giustina, der ital.
glandulär
Form des Namens Justina): Name verschiedener venezia
nischer Silbermünzen des 15. u. 16. Jh.s, deren Rückseite
jeweils die heilige Justina zeigt
giuslto ['dʒusto] (it.; aus lat. iustus „gerecht, gehörig“):
richtig, angemessen (Vortragsanweisung; Mus.); allegro
giusto: in gemäßigtem Allegro
Give-away [givə'weɪ] ito; -s, -s (zu engl. to give away „ver
schenken, weggeben“): Werbegeschenk, Gratisprobe
Gilveltien [ʒivə'tjɛ] das; -s (nach dem franz. Ort Givetien):
mittlere Stufe des T Devons (Geol.)
Giv rine [ʒi'vri:n] der; -[s] (zu /r. givre „Raureif* (wegen
des durch Gaufrieren erzielten schillernden Aussehens)):
kreppartiges Ripsgewebe für Damenmäntel
Glalbellla die; -, ...lien (aus nlat. glabella „unbehaarte Stel
le“ zu lat. glaber „glatt, unbehaart“): 1. als (anthropolo
gischer Messpunkt geltende unbehaarte Stelle zwischen
den Augenbrauen. 2. Kopfmittelstück der TTrilobiten
'Glace [gla:s] die; -, -s [gla:s] (aus gleichbed. fr. glace, eigtl.
„Eis, Gefrorenes“, dies über vulgärlat. glacia aus lat. gla
cies „Eis, Kälte“): a) aus Zucker hergestellte (Glasur (1);
b) (Gelee aus Fleischsaft. 2Gla|ce ('gɪasə] die; -, -n (zu
'Glace): (Schweiz.) Speiseeis, Gefrorenes. Glalcé, auch
Glalcee [gla se:] der; -[s], -s (aus fr. glacé „Glanz“ zu gla
cer „vereisen“, vgl. glacieren): 1. glänzendes, (changie
rendes Gewebe aus Naturseide od. Reyon. 2. Glacéleder.
Glalcéllelder, auch Glalceellelder das; -s, -: feines,
glänzendes Zickel- od. Lammleder, glalcielren [gla'si:...]
(aus gleichbed. fr. glacer, eigtl. „gefrieren lassen“, dies aus
lat. glaciare „zu Eis machen“): 1. (veraltet) zum Gefrieren
bringen. 2. mit geleeartigem Fleischsaft überziehen, über
glänzen (Kochk.). Gla cis [gla'si:] das; - [...‘si:(s)j, [.. ,'si:s] (aus gleichbed. fr. glacis, eigtl. „Abhang“, zu altfr.
glacier „gleiten“, dies aus lat. glaciare, vgl. glacieren):
1. Erdaufschüttung vor einem Festungsgraben, die keinen
toten Winkel entstehen lässt. 2. der untere Teil der Fußflä
che eines Gebirges (Geol.). Glalçon [...sô:] der: -s, -s (aus
/r. glaçon „Eisscholle, Eiszapfen“): eiszapfenförmige Ver
zierung (Archit.)
Glaldilaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. gladiator zu
gladius „Schwert“; vgl. Gladius): altröm. Schwertkämp
fer, der in Zirkusspielen auf Leben u. Tod gegen andere
Gladiatoren od. gegen wilde Tiere kämpfte, glaldilaltorisch (aus gleichbed. lat. gladiatorius): in der Art eines
Gladiators. GlaIdilplle die; -, -n (aus gleichbed. lat. gla
diolus, eigtl. „kleines Schwert“, Verkleinerungsform von
gladius „Schwert“): als Schnittblume beliebte Garten
pflanze mit hohem Stiel, breiten, schwertförmigen Blät
tern u. trichterförmigen Blüten, die in einem dichten Blü
tenstand auf eine Seite ausgerichtet sind. Glaldilus der;-,
...dii (aus lat. gladius „Schwert“): Kurzschwert der röm.
Legionäre
gla|go|li|tisch (zu altslaw. glagolu „Wort“): altslawisch;
glagolitisches Alphabet: auf die griech. Minuskel zurück
gehendes altslaw. Alphabet, in dem kirchenslaw. Texte ge
schrieben sind; vgl. kyrillisch. Glalgollilza die; - (aus kir
chenslaw. glagoljica zu altslaw. glagolu, vgl. glagolitisch):
die glagolitische Schrift
Glalmour ['glæmə] der od. das; -s (aus engl.-schott, gla
mour „Blendwerk, Zauber“): blendender Glanz; auffälli
ge, betörende Aufmachung. Glalmourlgirl [,,,gə:l] das;
-s, -s: auffällig attraktives, die Blicke auf sich ziehendes,
blendend aufgemachtes Mädchen; Film-, Reklameschön
heit. gla|mou|rös [glamu...] (zu T...ös>: bezaubernd auf
gemacht; von blendender äußerlicher Schönheit
Glanldel vgl. Glandula. Glanides [,,,de:s]: Plur. von
(Glans, glanldoltrop* (zu (Glandula u. T ...trop): auf ei
ne Drüse einwirkend (Med.). Glanldulla die; -, ...lae
[...le] u. Glandel die; -, -n (aus lat. glandulae (Plur.) „Hals
mandeln, -drüsen“): Drüse (Med.), glanldullär (zu
Glandulografie
t. ..är): zu einer Drüse gehörend (Med.). Glanldullolgrafie, auch ...gralphie die: -, ...ien <zu )...grafie>: röntge
nologische Darstellung von Drüsen mithilfe von Kontrast
mitteln (Med.), glanldullös <zu T...ÖS): svw. glandulär.
Glans die; -, Glandes [...deis] (aus gleichbed. lat. glans,
Gen. glandis, eigtl. „Kernfrucht, Eichel“): Eichel; vorde
rer verdickter Teil des 1 Penis, der ÎKlitoris (Med.)
Glalselrit [auch ... rit] der; -s, -e (nach dem Schweiz. Che
miker Ch. Glaser (f 1678) u. zuf2...it): ein Mineral in Salz
lagerstätten
Glas|har|mo|ni|ka die; -, Plur. -s u. ...ken (zu dt. Glas u.
7Harmonika): Instrument, bei dem eine Anzahl von dreh
baren Glasschalen, mit feuchten Fingern berührt, zart
klingende Töne erzeugt, glalsielren (zu t...ieren): mit
Glasur überziehen. Glaslklilschee das; -s, -s: svw. Diaphanradierung
Glas nost die; - (aus russ. glasnost’ „Öffentlichkeit“ zu
glasnij „öffentlich, der Allgemeinheit zugänglich“):
Transparenz bes. in Bezug auf die Zielsetzungen der Re
gierung (in der Sowjetunion der späten Achtzigerjahre)
Glalsur die; -, -en (zu dt. Glas u. T...ur>: 1. glänzender
Überzug, Zuckerguss auf Speisen u. Gebäck. 2. glasartige
Schicht auf keramischen Erzeugnissen
Glaulbelrit [auch ...rit] der; -s, -e (nach dem dt. Chemiker
J. R. Glauber (1604-1670) u. zu T 2...it>: ein tafeliges, farb
loses, meist aber graues, zuweilen bis ziegelrot verfärbtes,
glas- bis fettglänzendes Mineral
Glaulkolchrolit* [...kro..., auch ,,,'ɪt] der; -s, -e (zu gr.
glaukös „bläulich glänzend, grünlich blau“, chrös „Farbe“
u. T2...it): ein gelb- od. blaugrünes Mineral. Glaulkoldot
zZas; -[e]s, -e (zugr. doter „Geber“): ein zinnweißes Mine
ral, das neben Eisen auch Kobalt enthält. Glaulkom das;
-s, -e (ausgr. glaüköma „Augenfehler, bläuliche Haut über
der Linse“): durch erhöhten Augeninnendruck verursach
te Augenkrankheit, die zum Erblinden führen kann; grü
ner Star (Med.). Glaulkolnit [auch ...nit] der; -s, -e (zu
gr. glaukös (vgl. Glaukochroit) u. Î 2...it>: ein grünes, kör
niges Mineral. Glaulkolnitlsand [auch ...nit...] der;
-[e]s: Grünsand; Ablagerung im Schelfmeer (Geol.).
Glau ko phan der; -s, -e (zu gr. diaphanes „durchschei
nend“): ein blaugraues bis schwärzlich blaues Mineral.
Glaulkolsulrie* die; -, ...ien (zu T...urie): Ausscheidung
eines grünlich gefärbten Harns (Med.)
Glälve ['glɛ:fə] vgl. Gleve
glalzilal (aus Zaf. glacialis „eisig, voll Eis“ zu glacies „Eis“):
a) eiszeitlich; b) Eis, Gletscher betreffend. Glalzilal das;
-s, -e: Eiszeit. Glalzilal... (zu lat. glacialis, vgl. glazial):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „die Eiszeit
betreffend; durch Eis u. Gletscher bedingt“, z. B. Glazial
relikte. Glalzilallerolsilon die; -, -en: die abtragende
Wirkung eines Gletschers u. des Eises (Geol.). Glalzilaleusltalsie* die; -, ...ien [,,,i:ən]: 1 Eustasie während der
Eiszeiten durch die Vereisung großer Wassermassen u. ihr
Abtauen in den Zwischenzeiten (Geol.). Gla|zi|al|fau|na
die; -: Tierwelt der unvereisten Nachbargebiete der eis
zeitlichen Gletscher. Gla|zi|al|flo|ra die; -: Pflanzenwelt
der unvereisten Nachbargebiete der eiszeitlichen Glet
scher. Gla|zi|al|isos|ta|sie’ die; -: durch erhebliche Eis
belastung verursachte, lokal begrenzte Senkungen der
Erdkruste sowie deren Heraushebung nach dem Ab
schmelzen der Eislast (Geol.). Gla|zi|allkos|molgo|nie
die; -: Welteislehre; kosmogonische Hypothese, nach der
durch den Zusammenprall von riesenhaften Eis- u. Glut
massen die Gestirne entstanden sein sollen. Glalzilallandlschaft die; -, -en: Landschaft, deren Oberfläche
weitgehend durch Eis- u. Gletschereinwirkung gestaltet
wurde (z. B. das Norddeutsche Tiefland). Gla|zi|al|re|fugilum das; -s, ...ien [,,,iən]: Gebiet, in dem sich voreiszeit
liche Fauna u. Flora erhalten haben. GlaIzilal|re liklte
512
die (Plur.): durch die Eiszeit verdrängte Tier- u. Pflanzen
gruppen, die auch nach Rückzug der Gletscher in wärme
ren Gebieten verblieben. Gla|zi|alltek|to|nik die; -:
durch die Druckwirkung von Gletscher- u. Inlandeis be
wirkte Störung der unterlagernden Gesteinsschichten
(Stauchung, Faltung, Abscherung, Überschiebung; Ge
ol.). Glalzilallzeit die; -, -en: svw. Glazial, glalziläolisch (zu lat. glacies „Eis“ u. 1 äolisch): durch Eis u. Wind
entstanden (Geol.). glalzilär (aus /r. glaciaire „eiszeit
lich“ zu glace „Eis“, dies aus Zai. glacies) : im Umkreis ei
nes Gletschers od. des Inlandeises entstanden (z.B. von
Schmelzwasserablagerungen od, Löss; Geol.). glalzilfluvial [...V...] (zu lat. glacies „Eis“ u. îfluvial): svw. fluvioglazial. glalzilgen (zu Î...gen): unmittelbar vom Eis ge
schaffen (von Ablagerungen u. Abtragungen, z.B. Morä
nen; Geol.). glalzi|o|flu|vi|a|til (zu lat. fluviatilis, vgl.
fluvial): während einer Eiszeit durch das Wirken eines
Flusses entstanden; vgl. fluvioglazial. Gla|zi|o|lo|ge der;
-n, -n (zu t...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet der
Glaziologie. Glalzilollolgie die; - (zu l...logie): Wissen
schaft von der Entstehung u. Wirkung des Eises u. der
Gletscher; Gletscherkunde, glalzilollolgisch (zu t...lo
gisch): die Glaziologie betreffend
Glelba die; -, ...ben (aus lat. gleba „(Erd)scholle, Klum
pen“): t Basidiosporen bildendes Hyphengeflecht (vgl.
Hyphe) mancher Pilze (Bot.)
Glelditlschie [,,,iə] die; -, -n (aus gleichbed. nlat. gleditsia;
nach dem dt. Botaniker J. G. Gleditsch, 1714-1786): zu
den Hülsenfrüchten gehörender akazienähnlicher Zier
baum mit dornigen Zweigen
Glee [gli:] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. glee, eigtl. „Fröh
lichkeit“): einfaches Lied für drei od. mehr Stimmen
(meist Männerstimmen) ohne instrumentale Begleitung in
der engl. Musik des 17. bis 19. Jh.s, das bes. in Herren
klubs beliebt war
Glelfe vgl. Gleve
Glei der; -s, -e (aus russ. glej „Lehm, Ton“, dies zu gr. glia,
vgl. Glia): durch Grundwassereinfluss vernässter, über
wiegend mineralischer Bodentyp (Geol.). Gleilbolden
der; -s, ...böden: feuchter, mineralischer Boden (Geol.)
Gien das; -s, -s (aus schott.-engl. glen „Tal, enge Berg
schlucht“): schott. Bez. für ein Îglazial überformtes Tal.
Glenlcheck ['glɛntʃɛk] iZer; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
glencheck, zu glen „Tal (im schott. Hochland)“ u. check
„Karomuster“, eigtl. „Stoff mit Karomuster, wie er in
Schottland getragen wird“): [Wolljgewebe mit großer Ka
romusterung
Glenldolnit [auch ...'nit] der; -s, -e (meist Plur.) (nach dem
Glendontal in Südaustralien u. zu î2...it): ein sternförmi
ges, walnuss- bis faustgroßes Kristallaggregat
Gleu|ko|me|ter das; -s, - (zu gr. gleükos „Most, süßer
Wein“ u. Î ’...meter): altes Gerät zur Prüfung des Zucker
gehaltes im Most, Mostmesser
Gle|ve [,,,fə] die; -, -n (über altfr. glaive aus gleichbed. provenzal. glavi, dies Vermischung von lat. gladius „Schwert“
mit clava „Keule“): 1. einschneidiges mittelalterliches
Stangenschwert. 2. kleinste Einheit der mittelalterlichen
Ritterheere. 3. obere Hälfte einer Lilie (in der Heraldik)
Gley [glai] vgl. Glei
Glia <Zze; - (ausgr. glia „Leim“): Kurzform von tNeuroglia.
G li la Idin das; -s (zu Î ...in (1)): einfacher Eiweißkörper im
Getreidekorn (bes. im Weizen)
Glilder [glajdn] der; -s, - (aus engl. glider „Segelflugzeug“
zu to glide „gleiten“): a) Segelflugzeug od. -gleiter ohne
Hilfsmotor; b) Segeldrachen
Glilma die; - (aus gleichbed. island, glima): alte, noch heute
übliche Form des Ringkampfes in Island
Gli|o|blasltom* das; -s, -e (zu gr. glia (vgl. Glia) u. tBlas
tom): bösartiges Gliom des Großhirns (Med.). Glilolfi-
513
Glorie
das; -s, -e: knotige Wucherung der Nervenschei
(meist Plur.) (zu lat. globus „Kugel“, gerere „an sich tra
den u. des Nervenbindegewebes (Med.). Glilom dɑs,-s, -e
gen, haben“ (nach dem kugelförmigen Aussehen) u.
<zu t...om): Geschwulst im Gehirn, Rückenmark od. Au
î...ine): frei schwimmendes Meerestierchen, dessen Ge
ge (Med.). Gli|o|sar|kom das; -s, -e: (veraltet) svw. Glio
häuse aus mehreren [stachligen] Kugeln besteht. Glolbiblastom
ge|ri|nen|schlamm der; -[e]s, Plur. -e u. ...schlämme:
Glislsalde die; -, -n <aus gleichbed. fr. glissade zu glisser
aus den Schalen der Globigerinen entstandenes kalkrei
„gleiten“, dies gebildet aus altfr. glier (zu frank. glîdan) u.
ches îSediment (1) in der Tiefsee. Glolbin das; -s, -e (zu
glacer (vgl. glacieren)): Gleitschritt in der Tanzkunst (im
lat. globus „Kugel“ u. t...in (1)): Eiweißbestandteil des
Bogen nach vorn od. hinten), glislsanldo (z7.; zu fr. glis
T Hämoglobins. Glolbolgralfie, auch ...gralphie die; -,
ser „gleiten“): a) schnell mit der Nagelseite des Fingers
...ien (zu Î...grafie): (veraltet) Anfertigung u. Zeichnung
über die Klaviertasten gleitend (Mus.); b) bei Saitenin
eines Globus, glolbolid (zu t...oid): kugelförmig (von
strumenten mit dem Finger auf einer Saite gleitend
Zellen; BioL). Glolbolid das: -s, -e: 1. (meist Plur.) glasi
(Mus.). Glislsanldo das; -s, Plur. -s u. ...di: der Vorgang
ges Kügelchen, das bei der Bildung des Î Aleurons entsteht
des Glissandospieles (Mus.)
(BioL). 2. Fläche, die von einem um eine beliebige Achse
Glislsonlschlinlge [engl. 'glɪsn...] die; - (nach dem engl.
rotierenden Kreis erzeugt wird (Math.). Glolbullalria
Anatomen Glisson, 1597-1677): Zugvorrichtung zur Stre
die; -, ...ien [...ion] (aus gleichbed. nlat. globularia zu lat.
ckung der Wirbelsäule bei der Behandlung von Wirbel
globulus, vgl. Globulus): Kugelblume; niedrige blau blü
säulenerkrankungen (Med.)
hende Voralpen- u. Alpenpflanze. Glolbulle die; -, -n
Glitch [glɪtʃ] der; -, -es [...iz] (aus engl. glitch „Panne“): stö
(aus gleichbed. fr. globule, dies aus lat. globulus, vgl. Glo
rende Spannungsspitze, die beim Betrieb von schnellen
bulus): sehr kleine runde Dunkelwolke, die vor einem hel
Digital-analog-Umsetzern auftreten kann (Elektronik)
len Î galaktischen Nebel als dunkler Punkt sichtbar wird
glolbal (zu ÎGlobus u. T ‘...al (1)): 1. auf die gesamte Erd
(Astron.). Glolbullin das; -s, -e (zu t...in (1)>: wichtiger
oberfläche bezüglich; weltumspannend. 2. a) umfassend,
Eiweißkörper des menschlichen, tierischen u. pflanzli
gesamt; b) allgemein, ungefähr. Glolbal Banlking
chen Organismus (vor allem in Blut, Milch, Eiern u.
['gloʊbl 'bæŋkɪŋ] das: - -s (zu engl. global „weltweit“ u.
Pflanzensamen; Med., BioL). Glo|bu|li|nä|mie* die; -,
TBanking): Bez. für weltweit angewandte Strategien zur
...ien (zu Î...ämie): vermehrtes Auftreten von Globulinen
Abwicklung des Bankverkehrs. Glo|bal|bud|geltieim Blut (Med.). Glolbullus der; -, ...li (aus lat. globulus
rung [gɪɔ'ba:lbvʤe...] die; -, -en: neues Verfahren der
„Kügelchen“, Verkleinerungsform von globus, vgl. Glo
Haushaltsplanung, das für bestimmte öffentliche Einrich
bus): kügelchenförmiges Arzneimittel (Med.). Glolbus
tungen einen globalen Betrag ansetzt u. die weitere (fle
der: Gen. - u. ...busses, Plur. ...ben u. ...busse (aus lat. glo
xiblere) Verwendung dieser Haushaltsmittel der betref
bus „Kugel“) : Kugel mit dem Abbild der Oberfläche eines
fenden Einrichtung (z.B. einer Hochschule) überlässt.
Himmelskörpers (bes. der Erde) od. der scheinbaren
Glolbal Call ['gloʊbl 'kɔl] der; - -s, - -s (zu engl. global
Himmelskugel auf ihrer Oberfläche
„weltweit“ u. tCall): internationale Fernverbindung; Glo|chi|di|um [... xi:...] das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed.
Auslandsgespräch. Glolbal Cuilsine ['gloʊbɪ kwɪ'zi:n]
nlat. glochidium zu gr. glöchis, Gen. glöchmos „Sta
die; - - (zu engl. global „weltweit" u. cuisine „Küche“, dies
chel“): 1. auf Fischen parasitierende Larve der Fluss- u.
aus /r. cuisine): internationale Küche mit Spezialitäten
Teichmuscheln. 2. (meist Plur.) borstenartiger Stachel bei
aus den verschiedensten Ländern, glolballilsielren (zu
Kaktusgewächsen
t, ,,isieren): 1. weltweit verbreiten, erdumfassend gestal glolmelrullär (zu tGlomerulus u. T...är>: den Glomerulus
betreffend. Glolmelrulli: Plur. von ÎGlomerulus. Gloten. 2. nicht ins Detail gehend, allgemein analysieren, be
me rullo ne phri tis* die; -, ...itiden: Nierenentzündung
urteilen. 3. wirtschaftliche Strukturen weltweit ausdehnen
mit vorwiegender Beteiligung der Nierenkörperchen
u. verflechten (Wirtsch.). Glo|ba|li|sie|rung die; -, -en
(Glomeruli; Med.). Glo|me|ru|lo|pa|thie die; -, ...ien
(zu t...isierung>: a) das Globalisieren; b) Bez. für die welt
(zu î...pathie): allg. Bez. für krankhafte Veränderung der
weite Durchdringung von Wirtschaftsprozessen, vor al
Glomeruli. glo|me|ru|lös (zu Î...ÔS): reich an [Gelem durch die wachsende Bedeutung der Finanzmärkte,
fäß]knäueln (Med.). Glo|me|ru|lus </er; -, ...li (aus nlat.
den zunehmenden Welthandel u. die globale Ausrichtung
glomerulus, Verkleinerungsform von lat. glomus, Gen.
von [multinationalen] Unternehmen. Glo|ba|lis|mus
glomeris „Knäuel“): Blutgefäßknäuelchen der Nierenrin
der; - (zu T...ismus (2)>: global orientierte, ganzheitliche
de (Med.). Glolmus das; -, ...mera (aus gleichbed. lat.
Denk-u. Handlungsweise. Glolbal Marlkelting [gloobl
glomus): Knäuel, Knoten, Anschwellung, Geschwulst
-] das; - -s (zu engl. global „weltweit“ u. ÎMarketing): Bez.
(Med.)
für weltweit angewandte Strategien zur Erschließung u.
Sicherung von Absatzmärkten. Glolbal Playler [- 'pleɪə] 'Glglria das; -s od. die; - (aus lat. gloria „Ruhm, Ehre“):
(iron.) Ruhm, Herrlichkeit; mit Glanz und Gloria: (ugs.
¿Zer; - -s, - - (zu engl. player „Spieler“, dies zu to play „spie
iron.) ganz und gar. “Gloria das; -s (zu î'Gloria, nach
len“): 1. Konzern, Unternehmen mit weltweitem Wir
dem Anfangswort): Lobgesang in der christlichen Litur
kungskreis, das sich an internationalen Produktions- u.
gie; Gloria in excelsis [,..'ts£lzi:s]Deo: Ehre sei Gott in der
Absatzmärkten ausrichtet. 2. Weltmacht (Pol.). Glolbal
Höhe (großes Gloria, Luk. 2,14); Gloria Patri et Filio et
Souricing [- 'sɔ:sɪŋ] das; - -s (zu engl. resource using
Spiritu Sancto: Ehre sei dem Vater und dem Sohne und
„Nutzung von Quellen“): Bez. für weltweit angewandte
dem HL Geiste (kleines Gloria); vgl. Doxologie. 3Glo|ria
Strategien zur Erschließung u. Nutzung von Rohstoffen u.
das od. der; -s, -s (nachʃr. gloria „Kaffee mit Weinbrand“,
Kapazitäten. Glo|bal|strah|lung [glo'ba:l...] die; -:
dies aus lat. gloria (weil eine gute Tasse Kaffee das Essen
Summe aus Sonnen- u. Himmelsstrahlung (Meteor.).
so abrunde wie ein “Gloria einen Psalm)): süßer, starker
Glolballstraltelgie die; -, ...ien [,,,i:ən]: umfassende
Kaffee, auf dem ein Löffel Kognak abgebrannt wird
[politische] Strategie. Glolballzeslsilon die; -, -en: Ab
(Gastr.). Glo|ri|a|sei|de die; - (Fantasiebez.): feiner Fut
tretung einer bestimmten Vielzahl gegenwärtig beste
ter- u. Schirmstoff in Leinenbindung. Giolrie [...io] die; -,
hender od. künftig entstehender Forderungen, meist zur
-n (zu 1 'Gloria): 1. Ruhm, Herrlichkeit [Gottes], 2. Licht
Sicherung eines Bankkredits (Rechtsw.). Glo|be|trot|ter
kreis, Heiligenschein. 3. helle farbige Ringe um den Schat
[auch glo:p..., engl. 'gloʊbtrɔtə] der; -s, - (aus gleichbed.
ten eines Körpers (z.B. Flugzeug, Ballon) auf einer von
engl. globe-trotter zu globe „Erdball“ u. to trot „traben“):
Sonne od. Mond beschienenen Nebelwand od. Wolken
Weltenbummler. Glolbilgelrilne [globi...] die; -, -n
brom*
G
Glorienschein
Oberfläche, die durch Beugung des Lichtes an den Was
sertröpfchen od. Eiskristallen der Wolken entstehen. Glori en schein [,,,riən...] der: -s, -e: Heiligenschein. Glo
ri let Ite die; -, -n (aus gleichbed. ʃr. gloriette zu mlat. glo
rieta „kleines Haus“, weitere Herkunft ungeklärt): offe
ner Gartenpavillon im barocken od. klassizistischen Park.
Glolrilfilkaltilon die; -, -en (aus gleichbed. kirchenlat.
glorificatio zu glorificare, vgl. glorifizieren): Verherrli
chung; vgl. ...ation/...ierung. glo|ri|fi|zie|ren (aus kir
chenlat. glorificare „preisen, rühmen“): verherrlichen.
Glo|ri|fi|zie|rung die; -, -en (zu T...ierung): das Glorifi
zieren; Verherrlichung; vgl. ...ation/...ierung. Glolrilolle
die; -, -n (aus lat. gloriola, Verkleinerungsform von gloria
„Ruhm“): Heiligenschein, glolrilps (aus gleichbed. lat.
gloriosus): 1. glorreich, ruhmvoll, glanzvoll. 2. (veraltet)
großsprecherisch, prahlerisch. Glo|ri|o|si|tät die; - (zu
T ...ität): (veraltet) 1. Berühmtheit. 2. Prahlerei
gloss.... Gloss... vgl. glosso..., Glosso... Glpslsa die; (über lat. glossa aus gleichbed. gr. glossa): Zunge (Med.).
Glos|sal|gie‘d/e; -, ...ien (zuîglosso... u. î...algie): svw.
Glossodynie. Glos|sanlthrax*der, -: Milzbrandkarbun
kel der Zunge (Med.). G los Isar Aas; -s, -e (aus lat. glos
sarium „Wörterbuch“, dies aus gr. glössärion, eigtl. Ver
kleinerungsform von glossa, vgl. Glosse): 1. Sammlung
von Glossen (1). 2. Wörterverzeichnis [mit Erklärungen],
Glosisalriiumdi/.v, -s, ...ien [...ion]: (veraltet) svw. Glos
sar. Gloslsaltorder; -s, ...oren (aus gleichbed. mlat. glos
sator): Verfasser von Glossen (1, 4), bes. zu Rechts- u. Ge
setzestexten. gloslsaltolriseh:die Glossen (1, 4) betref
fend. Gloslse [fachspr. auch 'glo:sə] die; -, -n (aus gleich
bed. lat. glossa, eigtl. „schwieriges Wort“, dies aus gr.
glossa „Zunge; Sprache“): 1. Erläuterung eines erklä
rungsbedürftigen Ausdrucks (als tInterlinearglosse zwi
schen den Zeilen, als tKontextglosse im Text selbst od. als
Î Marginalglosse am Rand). 2. a) spöttische Randbemer
kung; b) kurzer Kommentar in Tageszeitungen mit [pole
mischer] Stellungnahme zu Tagesereignissen. 3. span. Ge
dichtform, bei der jede Zeile eines vorangestellten vierzei
ligen Themas als jeweiliger Schlussvers von vier Strophen
wiederkehrt. 4. erläuternde Randbemerkung zu einer Ge
setzesvorlage (im Mittelalter bes. die den Inhalt aufhellen
den Anmerkungen im TCorpus Juris Civilis). Gloslsem
das; -s, -e (z.T. unter Einfluss von engl. glosseme zu
ÎGlosse (1) u. 1 ...em): 1. (nach der Kopenhagener Schule)
aus dem 1 Plerem u. dem Î Kenem bestehende kleinste
sprachliche Einheit, die nicht weiter analysierbar ist
(Sprachw.). 2. (veraltet) svw. Glosse (1). Glos|se|ma|tik
die; - (aus gleichbed. engl. glossematics (Analogiebil
dung zu TGraphematik)): Richtung des Î Strukturalismus
(1; der Kopenhagener Schule), bei der unter Einbezie
hung formallogischer u. wissenschaftsmethodologischer
Grundsätze die Ausdrucks- u. Inhaltsseite der Sprache
untersucht wird (Sprachw.). Glos|se|ma|tist der; -en,
-en (zu T...ist>: Anhänger der Glossematik (Sprachw.).
gloslsielren (aus spätlat. glossari „mit Glossen verse
hen“): 1. durch Glossen (1) erläutern. 2. mit spöttischen
Randbemerkungen versehen, begleiten. Gloslsilnarfz'e; -,
...nae [...ne] (aus gleichbed. n/ɑi. glossina zu lat. glossa,
vgl. Glossa): svw. Tsetsefliege. Gloslsiltisrfz'e; -, ...itiden
(zu Îglosso... u. t...itis>: Zungenentzündung (Med.),
gloslso..., Glos so..., vor Vokalen meist gloss...,
Gloss... u. glotto..., Giotto..., vor Vokalen meist glott...,
Glott... (aus gr. glðssa bzw. (attisch) glötta „Zunge; Spra
che“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Zunge,
zungenähnliches Gebilde; Sprache, Wort“, z.B. Glossalgie, Glossografie, Glottis, glottogon. Gloslsoldylnie*
die; -, ...ien (zu t...odynie): brennender od. stechender
Zungenschmerz (Med.). Gloslsolgraf, auch ...graph
der; -en, -en (zu gr. glössogräphos „fremde od. schwierige
514
Wörter aufzeichnend“; vgl. t...graf>: antiker od. mittelal
terlicher Verfasser von Glossen (1). Gloslsolgralfie,
auch ...gralphierfe, - (zu t...grafie): das Erläutern durch
Glossen (1) in der Antike u. im Mittelalter. Gloslsollale, Glottolale der u. 4ze; -n, -n (zu Îglosso... u. laleɪn „(un
artikuliert) sprechen“): Zungenredner[in], Gloslsollalie, Glottolalie die; - (zu gr. lalia „Geschwätz“): a) das
Zungenreden, ekstatisches Reden in fremden Sprachen in
der Urchristengemeinde (Apostelgesch. 2; l.Kor. 14); b)
Hervorbringung von fremdartigen Sprachlauten u. Wort
neubildungen, bes. in der 1 Ekstase (Psychol.). Gloslsololgie die; - (zu T...logie): (veraltet) Sprachlehre. Glossomanie ¿Zze; - (zu t...manie): (veraltet) übertriebene
Vorliebe für Fremdsprachen. Gloslsolphalrynlgelus
der; - (aus nZa/. (nervus) glossopharyngeus „zu Zunge u.
Schlund gehörender Nerv)“; vgl. Pharynx): ein Hirn
nerv, der mit seinen Verzweigungen die Zunge, die Ra
chenmuskulatur, die Paukenhöhle, die hintere Rachen
schleimhaut u. die Ohrspeicheldrüse versorgt (Med.).
Gloslsolplelgie* die; -, ...ien (zu îglosso..., gr. plëgë
„Stoß, Schlag“ u. t2...ie>: Zungenlähmung (Med.). Glosspp|te|ris!flo|ra*iZze; - (zu gr. ptéris „Farn“): farnähnli
che Flora des t Gondwanalandes (nach der das alte Fest
land rekonstruiert wurde). Gloslsoplto|se*rfze; -, -n (zu
gr. ptosis „das Fallen; Fall“): das Zurücksinken der Zunge
bei tiefer Bewusstlosigkeit (Med.). Gloslsoslchilsis*
[... sçkzis] 4ze; -, ...sen (zu gr. schisis „das Spalten, Tren
nen“): Spaltzunge (Med.). Gloslsolspaslmus* der; -:
Zungenkrampf (Med.). Glos|so|to|mie die; -, ...ien (zu
î...tomie): operative Entfernung [von Teilen] der Zunge
(Med.). Glos|so|ze|lezZze; -, -n (zu gr. këlë „Geschwulst;
Bruch“): das Hervortreten der Zunge aus dem Mund bei
krankhafter Zungenvergrößerung (Med.), glott...,
Glott... vgl. glosso..., Glosso... glotltal (zu t’...al (1)):
durch die Stimmritze im Kehlkopf erzeugt (von Lauten).
Glotltal der; -s, -e (zu T’...al (2)): Kehlkopf-, Stimmrit
zenlaut. Glotitis die; -, Glottides [,,,de:s] (aus gleichbed.
gr. glottis, eigtl. „Mundstück der Flöte“): a) das aus den
beiden Stimmbändern bestehende Stimmorgan im Kehl
kopf; b) die Stimmritze zwischen den beiden Stimmbän
dern im Kehlkopf. Glptltislschlag der; -[e]s, ...Schläge:
beim Gesang als harter, unschöner Tonansatz empfunde
ner Knacklaut vor Vokalen, glotlto..., Glotlto... vgl.
glosso..., Glosso... Glotltolchrolnollolgie [...kro...] die;
-: Wissenschaft (Teilgebiet der Îdiachronischen Linguis
tik), die anhand etymologisch nachweisbarer Formen das
Tempo sprachlicher Veränderungen, die Trennungszeiten
von miteinander verwandten Sprachen zu bestimmen
sucht (Sprachw.). glotltolgon (zu gr. gonë „Erzeugung,
Abstammung“): den Ursprung der Sprache betreffend;
vgl. ...isch/-. Glotltolgolnie die; - (zu l...gonie): (veral
tend) wissenschaftliche Erforschung der Entstehung einer
Sprache, insbesondere ihrer 1 formalen Ausdrucksmittel,
glotltolgplniseh:svw. glottogon; vgl. ...isch/-. Glotltolallevgl. Glossolale. Glotltollallie vgl. Glossolalie
Gioulton [glu'tö:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. glouton, dies
aus lat. glutto, Gen. gluttonis „Schlemmer“ zu gluttire
„verschlucken, verschlingen“): (veraltet) jmd., der schnell
u. viel isst, Vielfraß. Gloultonlnelrie [...tono...] die; (aus gleichbed. fr. gloutonnerie): (veraltet) Gefräßigkeit,
Fresssucht, gloultonlnielren (zu T...ieren>: (veraltet)
prassen, schlemmen, sich überfressen
Glovelbox ['glʌv...] die; -, Plur. -es [...boksiz, ...boksos] od.
-en (aus engl. glove box „Handschuhkasten“): hermetisch
abgeschlossene Kabine, in der Arbeiten (z. B. an radioak
tiven Substanzen) mithilfe eingebauter, von außen über
ziehbarer Handschuhe ausgeführt werden
Glolxjlnie [...io] die; -, -n (aus nlat. gloxinia; nach dem el
sässischen Arzt B. P. Gloxin, fl784): 1. im tropischen
515
Glypte
Südamerika vorkommende Pflanze mit glocken- bis röh
Glykokoll. 2Glylcin® das: -s (Kunstw.): ein fotografi
renförmigen Blüten. 2. aus Südbrasilien stammende Zier
scher Entwickler, glylco..., Glylco... vgl. glyko..., Gly
pflanze mit großen, glockenförmigen, leuchtenden Blüten
ko... glyk..., Glyk... vgl. glyko..., Glyko... Glylkälmie*
Glii [gly:] die; - (aus gleichbed./r. glu, dies aus lat. glus (Ne
die: - (zu I glyko... u. Î ...ämie): normaler Zuckergehalt des
benform von gluten), vgl. Gluten): (veraltet) Vogelleim,
Blutes (Med.). Glylkan das; -s, -e (meist Plur.) (zu (...an):
glulant [gly a:] (aus gleichbed./r. gluant): (veraltet) kleb
t Polysaccharid, das aus gleichartigen t Monosacchariden
rig
aufgebaut ist. glylko..., Glylko... (chem. fachspr. gly
glue.... Glue... vgl. gluko..., Gluko... Glulcalgon*
co..., Glyco...), vor den Vokalen a, o und u glyk..., Glyk...
[gluk...] vgl. Glukagon. Glulcilnilum [,.,'tsi:...] das: -s (zu
od. erweitert zu glykos..., Glykos..., vor e und i glyz...,
gr. glykÿs „süß“ (wegen des süßen Geschmacks einiger
Glyz... (chem. fachspr. glyc..., Glyc...) (zu gr. glykÿs
Berylliumverbindungen) u. t...ium>: ursprüngliche Bez.
„süß“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „süß
für ÎBeryllium. glulco.... Glu co... [,..k...] vgl. gluko...,
(schmeckend); Zucker enthaltend“, z.B. Glykämie, Gly
Gluko... Glulcolcorltilcolid vgl. Glukokortikoid, glucin, Glykokoll, Glykosurie, Glyzerin; vgl. gluko..., Glu
cos..., Glulcos... vgl. gluko..., Gluko... Glulcglse die: ko... Glylkolchollie [...ço...] die: - (zu gr. choie „Galle“
(aus gleichbed./r. glucose zugr. glykÿs „süß“; vgl. 2...ose):
u. î2...ie): Auftreten von Zucker in der Gallenflüssigkeit
Traubenzucker. Glulcolsilde die (Plur.) (zu T3...id):
(Med.). Glylkolchollsäulre die; - (Kurzw. aus Î GlykoÎ Glykoside des Traubenzuckers
koll u. tCholsäure): von den Leberzellen gebildeter Be
Gluelears, auch Glue-Ears [glu:'i:rs] die (Plur.) (zu engl.
standteil der Gallenflüssigkeit, der aus Cholsäure u. Gly
glue „Leim“ u. ear „Ohr“): Verklebung der Ohren durch
kokoll besteht (Med.). Glylkolgen das; -s (zu (glyko... u.
Sekretausfluss bei Mittelohrentzündung (Med.). GlueT...gen): tierische Stärke, energiereiches (Kohlehydrat in
sniflfing, auch Glue-Snif|fing das: -[s] (zu (Sniffing):
fast allen Körperzellen (bes. in Muskeln u. in der Leber;
das îSniffen von euphorisierend wirkenden Dämpfen, die
Med., Biol.). Glylkolgelnie die; - (zu t...genie): Aufbau
in bestimmten Klebstoffen enthalten sind; das süchtige
des Glykogens in der Leber (Med., Biol.). GlylkolgelnoLeimschnuppern
lylse die; - (zu ÎGlykogen u. t ...lyse): Abbau des Glyko
gluk..., Gluk... vgl. gluko..., Gluko... Glulkalgon* das,■ -s
gens im Körper (Med., Biol.). gly|ko|ge|no|ly|tisch:
(zugr. ägön. Part. Präs, von ágein „führen, holen“): in der
die Glykogenolyse betreffend. Glylkolgelnolse 'die; -, -n
Bauchspeicheldrüse zusammen mit T Insulin gebildetes
(zu t'...ose>: Glykogenspeicherkrankheit; Stoffwechseler
Peptidhormon, das im Gegensatz zu Insulin blutzucker
krankung im Kindesalter mit übermäßiger Ablagerung
steigernd wirkt u. die Zuckerreserven des Glykogens mo
von Glykogen, bes. in Leber u. Niere (Med.). Glylkobilisiert. Glulkalgolnom* das: -s, -e (zu t...om): Tumor
geusie die; -, ...ien (zu Îglyko..., gr. geüsis „Geschmack“
der (Glukagon produzierenden) A-Zellen in der Bauch
u. t2...ie): subjektive süße Geschmacksempfindung, die
speicheldrüse (Med.), glulko..., Glulko... (chem.
bei Tabes dorsalis u.Ä. auftritt (Med.). Glylkolkoll das;
fachspr. gluco..., gluco...), vor Vokalen gluk..., Gluk,.. od.
-s (zu gr. kölla „Leim“): Aminoessigsäure, einfachste
erweitert zu glukos..., Glukos... (chem. fachspr.
(Aminosäure, Leimsüß (Chem.). Glylkol das; -s, -e (zu
glucfos]..., Gluc[os]...) (unter Einfluss von fr. glucose
t...ol): 1. zweiwertiger giftiger Alkohol von süßem Ge
„Traubenzucker“ zu gr. glykÿs „süß“): Wortbildungsele
schmack. 2. Äthylenglykol, ein Frostschutz- u. Desinfizie
ment mit der Bedeutung „Traubenzucker enthaltend“,
rungsmittel. Glylkollsäulre die; - : in der Gerberei ver
z.B. Glucose, Glukosurie; vgl. glyko..., Glyko... glu
wendete Oxyessigsäure, die u.a. in unreifen Weintrauben
kos..., Glulkos... vgl. gluko..., Gluko... Glulkolsalmin*
vorkommt. Glylkollyl se die; -, -n (zu t...lyse): Aufspal
tung des Traubenzuckers in Milchsäure, glylkollyltisch:
das; -s, -e : sich von Glukose ableitender Aminozucker, ein
Baustein des tChitins. Glulkglse vgl. Glucose. GlulkoTraubenzucker in Milchsäure aufspaltend. Glylkolneosilde vgl. Glucoside. Glulkolsulrie* die: -, ...ien (zu
ge ne se die; - im gr. néos „neu“): svw. Glykoneogenie.
Gly ko neolge nie die; - (zu t...genie): Zuckerneubil
(...urie): Ausscheidung von Traubenzucker im Harn
dung aus Nichtzuckerstoffen
(Med.); vgl. Glykosurie
Glu ta mat* das; -[e]s, -e (zu (Glutamin u. t ...at (2)>: 1. ge Glylkolnelus der: -, ...neen (aus lat. Glyconium (metrum);
nach dem altgriech. Dichter Glykon): achtsilbiges antikes
ruchlose Substanz von würzigem, fleischbrühartigem Ge
Versmaß
schmack, die kochfertigen Suppen od. Konserven zur Ge
schmacksverfeinerung zugesetzt wird. 2. Mittel gegen Glylkolproltelid vgl. Glykoprotein. Glylkolproltelin,
früher Glykoproteid das; -[e]s, -e (zu tglyko... u. t Protein
mangelnde Konzentrationsfähigkeit (Med.). 3. (meist
bzw. Proteid): Verbindung aus einem Eiweißbestandteil u.
Plur.) Salz der Glutaminsäure (Chem.). Glultalmin* das;
einem nicht eiweißartigen Anteil (Chem.). glylkos...,
-s, -e (zu Î Gluten u. (Amin): bes. im Pflanzenreich weit
Gly kos... vgl. glyko..., Glyko... Glylkglse die; - (unter
verbreitete, vor allem beim Keimen auftretende t Amino
Einfluss von gr. glykÿs „süß“ abgewandelt von Î Glucose) :
säure. Glultalminlsäulre* die; -: in sehr vielen Eiweiß
nicht fachspr., ältere Form für Glucose. Glylkolsid das;
stoffen enthaltene t Aminosäure, die sich u. a. reichlich in
-[e]s, -e (meist Plur.) (zu t3...id): Pflanzenstoff, der in Zu
der Hirnsubstanz findet u. daher therapeutisch zur Erhö
cker u.a. Stoffe, bes. Alkohole, spaltbar ist. Glylkolsihung der geistigen Leistungsfähigkeit verwendet wird
dalse die; -, -n (meist Plur.) (zu t2...id u. (...ase): Enzym,
(Med.). Glulten das; -s (aus lat. gluten „Leim“): Eiweiß
das Glykosid Îhydrolytisch spaltet (Biochem.). Glylkostoff der Getreidekörner, der für die Backfähigkeit des
sulrie* die; -, ...ien (zu t...urie>: Ausscheidung von Zu
Mehles wichtig ist; Kleber. Glultin das; -s (aus lat. gluti
cker im Harn (Med.); vgl. Glukosurie. Glylolxal das; -s
num „Leim“): Eiweißstoff, Hauptbestandteil der ÎGelati
(Kurzw. aus TG/ykol u. töxa/säure): der einfachste zwei
ne. Glu ti na ti on rfZe; -, -en (aus gleichbed. lat. glutina
wertige Aldehyd (Chem.)
tio zu glutinare, vgl. glutinieren): (veraltet) a) das Zusam
menleimen; b) festes Zusammenwachsen, Verheilen GlyIphe die; -, -n (aus gr. glyphe „das Ausmeißeln, Gravie
ren; das Ausgemeißelte“): svw. Glypte. Glylphik die: (Med.). glu|ti|nie|ren (aus gleichbed. lat. glutinare):
(aus gleichbed. gr. glyphikë (téchnê) zu glyphikós „ausge
(veraltet) leimen, kleben
meißelt“): (veraltet) svw. Glyptik. Glylpholgralfie, auch
glyc..., Glyc... vgl. glyko..., Glyko... Giylcelrid [,..ts...J
...gralphie die; - (zu gr. glyphös „geschnitzt, graviert“ u.
i/ɑ,s,` -s, -e (zu î Glyzerin u. (3...id): Ester des îGlyzerins
(...grafie): svw. Glyptografie. Glyplte die: -, -n (aus
(Chem.). Glylcelrin vgl. Glyzerin. Glylcelrol das; -s (zu
gleichbed. gr. glyptê (lithos)): geschnittener Stein; Skulpt...ol>: svw. Glyzerin. ’Glylcin das; -s (zu (...in (1)): svw.
Glyptik
tur. GlypItikíZze; - <aus gleichbed. gr. glyptikë (téehne) zu
glyptikós „geschnitzt, graviert“): die Kunst, mit Meißel
od. Grabstichel in Stein od. Metall zu arbeiten; Stein
schneidekunst; das Schneiden der Gemmen; vgl. Glyphik
u. Gemmoglyptik. Glypltoldonlten* die (Plur.) <zu gr.
glyptós „ausgemeißelt, geschnitzt“ u. odoús, Gen. odöntos „Zahn“): Riesengürteltiere, eine fossile Säugetierfa
milie in [Südamerika. Glypltolgralfie, auch ...gra
phie die; - <zu t...grafie): Beschreibung der Glypten,
Gemmenkunde. Glypltolthek die; -, -en (zu t,,,thek):
Sammlung von Glypten
Glylsanjtin® das; -s (Kunstw.): Gefrierschutzmittel aus
Î Glykol u. Glyzerin, glyz..., Glyz... vgl. glyko..., Glyko...
Gly ze rid vgl. Glycerid. Glylzelrin, ehern, fachspr. Gly
cerin u. Glycerol [...ts...] das; -s, -e (aus gleichbed. fr. gly
cérine zu gr. glykerös (Nebenform von glykÿs) „süß“):
dreiwertiger, farbloser, sirupartiger Alkohol. Glylzelrintri|ni|trat*díM,- -s (zu gr. tris „dreifach“ u. tNitrat): ölige,
farblose bis gelbliche, geruchlose Flüssigkeit, die als
Sprengstoff mit Sprenggelatine u. Dynamit verarbeitet u.
in der Medizin als gefäßerweiterndes Arzneimittel ver
wendet wird. Gly|zi|ne u. Glylzilnie [...is] die; -, -n (aus
gleichbed. nlat. glycina, glycinia, dies zu gr. glykÿs „süß“):
sich in die Höhe windender Zierstrauch mit blauvioletten
Blütentrauben; Î Wistaria. Gly|zyr|rhi|zin das; -s (zu gr.
rhiza „Wurzel“ u. t...in (1 )>: Süßholzzucker; Glykosid mit
farblosen, sehr süß schmeckenden Kristallen, die sich in
heißem Wasser u. Alkohol lösen
G-M an [ʤi:mæn] der; -[s], G-Men [...man] (aus gleichbed.
engl.-amerik. g-man, Kurzw. für government man „Re
gierungsmann“): Sonderagent des FBI, der Bundeskrimi
nalpolizei der USA
gnath..., Gnath... vgl. gnatho..., Gnatho... Gnaithalgie* (zu îgnatho... u. î...algie): (veraltet) Kiefer-, Kinn
backenschmerz. Gnalthiltis die; -, ...itiden (zu T...itis>:
(veraltet) Kieferentzündung, gnaltho..., Gnatho...,
vor Vokalen meist gnath..., Gnath... (aus gleichbed. gr.
gnathös): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Kie
fer; Kinnbacken“, z. B. Gnathalgie, gnathodont, Gnathoschisis. gnaltholdont* (zu gr. odoús, Gen. odóntos
„Zahn“): nur auf den Kiefern Zähne tragend (Biol.).
gnalthogen (zu T...gen): vom Kiefer herrührend (z.B.
von Krankheiten; Med.). Gnalthollolgie die; - (zu
T...logie): im Bereich der Zahnmedizin Lehre von der
Kaufunktion, bes. von deren Wiederherstellung. Gnathoineuralgie* die; -, ...ien: nervöser Gesichts
schmerz (Med.). Gnaltholschilsis* [,,,'sgi:zɪs] ¿Zze; -,
...sen (zu gr. schisis „das Spalten, Trennen“): angeborene
[Oberjkieferspalte (Med.). Gnalthosltglmen* die
(Plur.) (zu gr. stóma „Mund, Mundöffnung“): alle Wir
beltiere mit Kiefern
Gnoclchi ['njɔki] die (Plur.) (zu it. gnocco, Plur. gnocchi
„Mehlklößchen, Knödel“, aus dem Venez.): Klößchen,
Nockerln
Gnom der; -en, -en (auf Paracelsus (um 1493-1541) zurück
gehende Wortneuschöpfung, ohne sichere Deutung):
jmd., der sehr klein ist; Kobold, Zwerg
Gnglme die; -, -n (über lat. gnome aus gleichbed. gr.
gnöme, dies zu gignöskein „erkennen, kennen“): lehrhaf
ter [Sinn-, Denk]spruch in Versform od. in Prosa; Î Sen
tenz (1b). Gnglmilker der; -s, - (aus gleichbed. gr. gnömikös (poiëtës)): Verfasser von Gnomen, gnglmisch
(aus gleichbed. gr. gnömikös): die Gnome betreffend, in
der Art der Gnome; gnomischer Aorist: in Gnomen zeit
los verwendeter 1 Aorist (Sprachw.); gnomisches Präsens:
in Sprichwörtern u. Lehrsätzen zeitlos verwendetes Prä
sens (z.B. Gelegenheit macht Diebe; Sprachw.). Gno
mo) Io\geder; -n, -n (zu 1 ...loge): Sammler von Weisheits
sprüchen u. Anekdoten. Gnolmollolgie die; -, ...ien (zu
516
gr. gnomologia „das Reden in Denksprüchen“): Samm
lung von Weisheitssprüchen u. Anekdoten; vgl. Florilegium (1). gnolmollolgisch (aus gleichbed. gr. gnömologikös): die Gnomologie betreffend. Gnolmon der; -s,
...mone (über lat. gnomon „Zeiger (an der Sonnenuhr)“
aus gr. gnömön „Richtschnur“): senkrecht stehender
Stab, dessen Schattenlänge zur Bestimmung der Sonnen
höhe gemessen wird (für Sonnenuhren). Gnolmolnik die;
- (zu t2...ik (1)): Kunst der Konstruktion von Sonnenuh
ren. gnolmglnisch; in der Fügung gnomonische Projek
tion: svw. Zentralprojektion. Gno|se|o|lo)gie die; - (zu
gr. gnösis (vgl. Gnosis) u. T...logie>: Erkenntnislehre,
-theorie, gnolselollolgisch (zu T...logisch): die Gnoseo
logie betreffend. ...gnolsie (aus gleichbed. gr. -gnösia zu
gnösis, vgl. Gnosis): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „Kunde, Erkenntnis; Wissenschaft“, z.B. Geognosie. Gnolsis die; - (aus gr. gnösis „das Erkennen, Kennt
nis, (höhere) Einsicht“): [Gottesjerkenntnis; in der Schau
Gottes erfahrene Welt des Übersinnlichen (1 hellenisti
sche, jüdische u. bes. christliche Versuche der Spätantike,
die im Glauben verborgenen Geheimnisse durch philos.
î Spekulation zu erkennen u. so zur Erlösung vorzudrin
gen); vgl. Gnostizismus u. Pneumatiken Gnosltik die; (zu lat. gnosticus „die Gnostiker betreffend, gnostisch“,
dies aus gr. gnöstikös „das Erkennen betreffend“; vgl.
2...ik (1)): (veraltet) die Lehre der Gnosis. Gnosltilker
der; -s, -: Vertreter der Gnosis od. des Gnostizismus,
gnosltisch (über lat. gnosticus aus gleichbed. gr. gnösti
kös): die Gnosis od. den Gnostizismus betreffend. Gnostizismus der; - (zu lat. gnosticus (vgl. Gnostik) u.
t...izismus): 1. Sammelbez. für alle religiösen Richtungen,
die die Erlösung durch [philos.] Erkenntnis Gottes u. der
Welt suchen. 2. Gesamtheit der îsynkretistischen religiö
sen Strömungen u. Sekten (Î Gnosis) der späten Antike.
Gnos|to|lo|gie die; - (zu t...logie): (veraltet) svw. Gnos
tik. Gnoltolbiollolgiedie, - (zugr. gnötös „erkennbar“):
Forschungsrichtung, die sich mit der keimfreien Aufzucht
von Tieren für die Immunologie beschäftigt. Gnoltolbiont der; -en, -en (zu t...biont): keimfrei zur Welt gebrach
tes u. keimfrei aufgezogenes Versuchstier; auch Bez. für
ein nur von ganz bestimmten, bekannten Keimen besie
deltes Tier. Gnoltolbioltik die; - (zu gr. biotikös „zum
Leben gehörend“): Wissenschaft von keimfrei aufgezoge
nen Versuchstieren, gnoltolbioltisch: die Gnotobiotik
bzw. den Gnotobionten betreffend; gnotobiotisches Tier:
svw. Gnotobiont
Gnu das; -s, -s (aus gleichbed. hottentott. ngu): süd- u. ostafrik. Î Antilope
Go das; - (aus gleichbed. jap. go): japan. Brettspiel
Goal [go:l] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. goal, eigtl.
„Ziel“): (österr. u. Schweiz.) Tor, Treffer (z.B. beim Fuß
ballspiel). Goallgetlter ['go:l...] ¿Zer; -s, - (anglisierende
Bildung zu engl. to get a goal „ein Tor schießen“): beson
ders erfolgreicher Torschütze (Sport). Goailie [ go:li] ¿Zer;
-s, -s (aus gleichbed. engl. goalie): (Schweiz.) Torhüter.
Goallkeelper [...ki.pu] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
goalkeeper zu to keep „(be)wahren“): (bes. österr. u.
Schweiz.) Torhüter (Sport)
Golbang [goo'bæŋ] ¿Z¿zs; -[s] (aus gleichbed. engl. gobang,
dies aus jap. goban): eine engl. Variante des I Go
Go be let [gobə'le:, fr. ga ble] der; -s, -s [,..'le;(s), fr. ... Te(s)]
(aus fr. gobelet „Becher“): Becher od. Pokal auf einem
Fuß aus Gold, Silber od. Glas (vom Mittelalter bis zum
18. Jh.). Go|be|lelte|rie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr.
gobeleterie): (veraltet) Herstellung von u. Handel mit Be
chern u. Glaswaren
Golbellin [gobəlɛ:, fr. gɔ'blɛ] der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
gobelin, nach der gleichnamigen franz. Färberfamilie):
Wandteppich mit eingewirkten Bildern. Golbellinlma-
517
[gobə'lɛ:...] die: Nachahmung gewirkter Gobelins
durch Malerei
Golde der; -n, -n (aus altnord. goði „Priester“): Priester u.
Gauvorsteher im alten Island u. in Skandinavien
Godelmilché [go:tmi'ʃe:] der; -, -s (aus gleichbed./r. godemiché, weitere Herkunft unsicher (vielleicht aus lat. gau
dium mihi „mir zur Freude“)): künstliche Nachbildung
des erigierten Penis, die von Frauen zur Selbstbefriedi
gung od. bei der Ausübung gleichgeschlechtlichen Ver
kehrs benutzt wird
Goldet [gɔ'dɛ] das: -s, -s [gɔ'dɛ(s)] (aus fr. godet „falsche
Falte“): 1. in einem Kleidungsstück eingesetzter Keil. 2.
(veraltet) kleiner Becher
Goldeltie [...io] rfze; -, -n (aus n/<zi. godetia; nach dem
Schweizer Botaniker C.-H. Godet (1797-1879)): Atlasblume, eine amerik. Gattung der Nachtkerzengewächse
Goldilveau (,,, vo:] das: -s, -s (aus gleichbed./r. godiveau):
(veraltet) Fleischklößchen, Pastete von gehacktem Kalb
fleisch
Goldron* [go'drö:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. godron,
wohl zu godet „zylindrisches Gefäß“): ausgeschweifter
Rand, Buckel an Metallgegenständen, goldronlnielren
[godrɔni:...] (aus gleichbed. fr. godronner): ausschweifen,
fälteln
God save the King (Queen) ['gɔd 'seɪv ðə 'kɪŋ (kwi:n)]
{engl.; „Gott schütze den König (die Königin)“): Anfang
u. Titel der brit. Nationalhymne
Goelthelalna [go...] die (Plur.) (nach dem dt. Dichter J. W.
Goethe (1749-1832) u. zu t...ana): Werke von u. über
Goethe. Goelthit [auch ... tit] der; -s, -e (zu t2...it): Nadel
eisenerz, ein Mineral
Go-go-... ['go:go...] (aus amerik. go-go „aufreizend, be
geisternd“ (von der Musik in Diskotheken u. Nachtclubs),
Verdoppelung von go „los!, vorwärts!“, zu engl. to go „ge
hen“): Wortbildungselement mit den Bedeutungen: a)
„Vortänzer“, z. B. Go-go-Girl, u. b) „aktiv, unterneh
mend; riskant“, z.B. Go-go-Funds. Go-go-Boy [...boy]
der; -s, -s (aus gleichbed. amerik. go-go boy): Vortänzer in
einem Beat- od. anderen Tanzlokal. Go-go-Funds
[,,,fʌndz] die (Plur.) (aus amerik. go-go funds „riskante,
spekulative Kapitalanlagen“): besonders gewinnbringen
de T Investmentfonds (Wirtsch.). Go-go-Girl [..,gə:l] das;
-s, -s (aus gleichbed. amerik. go-go girl): Vortänzerin in ei
nem Beat- od. anderen Tanzlokal
Golguette [gɔ'gɛt] ¿Zze; -, -s (aus gleichbed. fr. goguette zu
gogue „Scherz“ (lautmalendes Wort)): 1. (veraltet)
Scherzrede. 2. Gericht aus gehacktem Schweinefleisch
(Gastr.)
Gog und Malgog (nach König Gog aus dem „Land des
Magog“ (Ezechiel 38 f.), dem apokalyptischen Führer der
gottfeindlichen Völker des Nordens): barbarisches Volk
der Bibel, das in der Endzeit herrscht u. untergeht (Offenb. 20,8)
Gohllet die; - (aus gleichbed. hebr. gölet zu gälüt „das Wei
len im Exil“): jüd. Verbannung
Goi der; -[s], Gpjim [auch go ji:m] (aus gleichbed. hebr. göy,
eigtl. „Leute, Volk“): jüd. Bez. für Nichtjude
Go-in das; -[s], -s (zu engl. to go in „hineingehen“): unbe
fugtes [gewaltsames] Eindringen demonstrierender Grup
pen in einen Raum od. ein Gebäude [um eine Diskussion
zu erzwingen]
Goinlfrade [goɛ'fra:d] die; -, -s (aus gleichbed. fr. goinfrade zu îGoinfre): (veraltet) Schlemmerei. Goinfre [goɛfr]
der; -s, -s (aus gleichbed. fr. goinfre (Dialektwort)): (ver
altet) Schlemmer. Goinlfrelrie die; -, ...ien (aus gleich
bed. fr. goinfrerie): (veraltet) Schlemmerei
Goling pu blic* ['goʊɪŋ 'pʌblɪk] das; -- (zu engl. to go „(in
einen anderen Zustand) übergehen“ u. public „öffent
lich“): die Umwandlung einer Personengesellschaft in ei
lelrei
Gomphose
ne Aktiengesellschaft, die mit der Börsenzulassung für die
Aktien verbunden ist
Goljim [auch go'ji:m]: Plur. von tGoi
Go kart der; -[s], -s (aus engl. -amerik.go-kart „Laufwagen
(für Kinder)“): 1. niedriger, unverkleideter kleiner Sport
rennwagen. 2. einem Gokart (1) nachgebildeter Kettcar
Go|lat|sche vgl. Kolatsche
Gol den De|li|cious ['goʊldən dɪ'lɪʃəs] der; - -, - - (aus
engl. Golden Delicious, eigtl. „goldener Köstlicher", vgl.
deliziös): eine Apfelsorte. Gollden Goal [- 'goʊl] das; -s, - -s (aus engl. golden goal „goldenes Tor“): Spielent
scheidung durch das erste gefallene Tor in einem zusätzli
chen Spielabschnitt (beim Fußball). Gollden League ['li:g] die; - - (aus engl. golden league,eigtl. „goldene Li
ga“): Folge von jährlich ausgetragenen internationalen
Leichtathletikwettbewerben in europ. [Hauptstädten mit
hohen Preisgeldern. Gollden Reltrielver* [- rɪ'tri:və]
der; - -s, - - (zu engl. golden retriever „goldfarbener Ap
portierhund“): gelb- bzw. goldfarbener Jagdhund mit ge
welltem (nicht gelocktem) Fell. Gollden Twenlties [twɛntɪz] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. golden twenties):
die [goldenen] Zwanzigerjahre. Goldlrush ['goʊld rʌʃ]
der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. gold rush zu gold „Gold“
u. rush „Ansturm“): die rasche Zuwanderung von Aben
teurern in Gebiete mit neu gefundenen Goldvorkommen
(z.B. in Australien in der Mitte des 19. Jh.s)
Gollern der; -s (aus hebr. gölem „formlose Masse; unge
schlachter Mensch“): durch Zauber zum Leben erweckte
menschl. Tonfigur (Î Homunkulus) der jüd. Sage
’Golf der; -[e]s, -e (aus gleichbed. it. golfo, dies über vulgärlat. colphus aus gr. kölpos, eigtl. „Busen“): größere Mee
resbucht, Meerbusen
2Gplf das; -s (aus gleichbed. engl. golf (Herkunft unsi
cher)): (schottisch-engl.) Rasenspiel mit Hartgummiball
u. Schläger. Gollfer der; -s, - (aus gleichbed. engl. golfer):
Golfspieler. Goi|fe|rin die; -, -nen: weibliche Form zu
Î Golfer
Gollgas der; - (aus dem Türk.): bunt gemusterter Flanell,
bunt bedruckter leichter Wollstoff
Gollgaltha das; -[s] (über kirchenlat. golgatha aus gr. golgothä „Schädelstätte“ zu hebr. gulgölet „Schädel, Kopf“;
nach dem als Hinrichtungsstätte benutzten Hügel bei Je
rusalem, der Kreuzigungsstätte Christi): tiefster
Schmerz, tiefstes Leid, das jmd. zu erleiden hat
Gollgilaplpalrat ['gɔlʤi,..] der: -[e]s (nach dem ital. Histologen C. Golgi, 1844-1926): am Zellstoffwechsel betei
ligte Lamellen- od. Bläschenstruktur in der tierischen u.
menschlichen Zelle
Go|li|ard, Gollilarlde rfer; ...den, ...den (über gleichbed.
fr. goliard aus altfr. goliart, wohl zu gole „Schnauze“, dies
aus lat. gula „Kehle, Gurgel“): umherziehender franz.
Kleriker u. Scholar, bes. des 13. Jh.s; vgl. Vagant
Gollilath der; -s, -s (übergr. Goliath aus hebr. golyat, nach
dem riesenhaften Krieger der Philister, der nach I. Samu
el 17 von David im Zweikampf mit einer Steinschleuder
getötet wurde): Riese, riesiger Mensch
Gollillla [go'lilja] Æe; -, -s (aus gleichbed. span, golilla, Ver
kleinerungsform von gola „Halskrause; Kehle“, dies aus
lat. gula „Kehle, Gurgel“): kleiner, runder, steifer Män
nerkragen des 17. Jh.s
Gollulbez der; - (aus gleichbed. rzwʌ'. golubec): ein russ.
Volkstanz
Gomlbo die; -, -s (über das Amerik. aus dem Bantu): unrei
fe Frucht einer in Mittelamerika heimischen Eibischart
Golmorlrha [...ra] vgl. Sodom und Gomorrha
Gomlpholse die; -, -n (zu gr. gómphos „keilförmiger Na
gel“): Einzapfung, Befestigung nach Art eines Nagels
(hauptsächlich von der Befestigung der Zähne im Kiefer;
Med.)
Gon
das; -s, -e (aber 5 -) (zu gr. gönia „Winkel, Ecke“):
Maßeinheit für [ebene] Winkel, der 100. Teil eines rechten
Winkels (auch Neugrad genannt); Zeichen gon (Geodä
sie)
'gon,,,, Gon... (zugr. góny „Knie“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „das Knie betreffend“, z.B. Gonagra
’gon..., Gon... vgl. gono..., Gono...
...gon (zugr. gönia „Winkel, Ecke“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „...eck“, z.B. Polygon, Oktogon
golnad.... Go nad... vgl. gonado..., Gonado... Golnadarlche* die; - (zu Îgonado... u. gr. arche „Anfang, Be
ginn“): Beginn der Keimdrüsenfunktion im Pubertätsal
ter (Med., Biol.). Golnalde die; -, -n (zu.gr. gonö „Erzeu
gung“ (vgl. gono...) u. adên „Drüse“): Geschlechts-,
Keimdrüse (Med., Biol.). Go|nalde|na¡ge|ne|sie* die;
-: vollständiges Fehlen der Geschlechtsdrüsenanlage
(Med.). Go|najden!dyslge|ne|sie die; -: [durch die
Erbanlagen bedingte] Unterentwicklung der Geschlechts
drüsen (Med.). go|na|do..., Golnaldo..., vor Vokalen
meist gonad..., Gonad... (zu tGonade): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „die Keimdrüsen betreffend“,
z.B. Gonadarche, gonadotrop. Golnaldolblasltom*
das; -s, -e: Geschwulst der Keimdrüsen (Med.), golnadoltrgp* (zu t...trop): auf die Keimdrüsen wirkend (bes.
von Hormonen; Med., Biol.). Golnaldoltrolpin* das; -s.
-e (zu t...in (1)>: die Keimdrüsenfunktion anregendes
Hormon (Med.)
Gglnalgra* das; -s (zu T 'gon... u. gr. -ágra „Gicht“): Knie
gicht. Golnallgie die; -, ...jen (zu T...algie): Schmerz im
Knie (Med.)
Golnalpolphylsen* die (Plur.) (zu Igono... u. tApophy
se): bei vielen Insekten an der Unterseite bestimmter Hin
terleibssegmente befindliche Anhänge, die als Hilfsorga
ne bei der Begattung u. Eiablage dienen (Biol.)
Golnarthritis' die; -, ...itiden (zu î'gon... u. Î Arthritis):
Kniegelenkentzündung (Med.). Golnarlthrolse die; -,
-n: degenerative Erkrankung des Kniegelenks (Med.)
Gonldel die; -, -n (aus venezian.-it. gondola „kleines Schiff
chen, Nachen“ (Herkunft unsicher)): 1. langes, schmales
venezianisches Boot. 2. Korb am Ballon; Kabine am Luft
schiff. 3. längerer, von allen Seiten zugänglicher Verkaufs
stand in einem Kaufhaus. 4. Hängegefäß für Topfpflan
zen. 5. (landsch.) einem Hocker ähnlicher Stuhl mit nied
rigen Armlehnen, gonldeln: (ugs.) gemächlich fahren
Gonjdit [auch ... dit] der; -s, -s (nach den Gond, einem Volk
in Indien (vgl. Gondwana) u. zu t2...it): ein Imetamorphes, manganreiches Quarzmineral
Gonldolletlta die; -, -s (aus gleichbed. it. gondoletta, Ver
kleinerungsform von gondola, vgl. Gondel): in bestimm
tem Abstand zu anderen über ein Band laufendes, kleines,
überdachtes Boot (z.B. auf Parkseen). Gonldo|li|e|ra
die; -, ...ren (aus gleichbed. it. gondoliera): ital. Schiffer
lied im %- od. *2/g-Takt (auch in die Kunstmusik übernom
men). Gon|do|li|e¡re der; -, ...ri (aus gleichbed. it. gondoliere): Führer einer Gondel (1)
Gondlwalna das; -[s] (nach dem gleichnamigen Reich der
Gond in Indien (südlich des Ganges)): Kurzform von
ÎGondwanaland. Gondlwalnalfaulna die; -: für das
Gondwanaland typische Fauna. Gondlwalnalflolra die;
-: für das Gondwanaland typische Flora, Î Glossopterisflora. Gond wa na land das; -[e]s: großer Kontinent
der Südhalbkugel im Î Paläozoikum u. I Mesozoikum
Golnen die (Plur.) (zu gr. gone „Erzeugung“): die aus der
Î Meiose hervorgehenden Îhaploiden Zellen (Biol.)
Gon|fa|lo|ni|e|re der; -s, ...ri (aus it. gonfaloniere „Ban
nerträger, Schutzherr“): in Italien bis 1859, in den Pro
vinzhauptstädten des Kirchenstaates bis 1870 gebräuchli
che Bezeichnung für das Stadtoberhaupt; Gonfaloniere
della chiesa ['kie:za] („Bannerträger der Kirche“): vom
Gon
518
Papst an einen Fürsten verliehener Titel; Gonfaloniere
della giustizia [djos...] („Bannerträger der Gerechtig
keit“): Beamter in den ital. Städten des Mittelalters
Gong der, selten das; -s, -s (über gleichbed. angloind. gong
aus malai. (e)gung „Schallbecken aus Metall“ (wie es die
Einwohner von Java verwenden)): mit einem Klöppel ge
schlagener, an Schnüren aufgehängter, dickwandiger Me
tallteller. gpnlgen: a) ertönen (vom Gong); b) den Gong
schlagen
Gonjgolrislmus der; - (aus gleichbed. span, gongorismo,
nach dem span. Dichter Luis de Góngora y Argote,
1561-1627; vgl. ...ismus (1)): span, literarischer Stil des
17. Jh.s, der durch häufige Verwendung von Fremdwör
tern, Nachbildungen der lat. Syntax, durch bewusst ge
suchte u. überraschende Metaphern, rhetorische Figuren
u. zahlreiche Anspielungen auf die antike Mythologie ge
kennzeichnet ist; vgl. Euphuismus u. Marinismus. Gongolrist der; -en, -en (zu T ...ist>: Vertreter des Gongoris
mus
Golnilaltit [auch ,,,'tɪt] der; -en, -en (zu gr. gönia „Winkel“
u. T2...it>: versteinerter Kopffüßer (wichtig als Leitfossil
im Î Silur)
...go|nie (aus gr. -gönia zu gone „Erzeugung; Abstam
mung, Geschlecht; Samen“): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „Fortpflanzung; Entwicklung“, z. B. Heterogonie, Sporogonie
golnilo..., Golnilo... (zu gr. gönia „Winkel“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Winkel...“, z.B. Go
niometrie. Go|ni|o|me|ter das; -s, - (zu Î1...meter): 1.
Gerät zum Messen der Winkel zwischen [Kristall]flächen
durch Anlegen zweier Schenkel. 2. Winkelmesser für
Schädel u. Knochen. Go|ni|o|me|trie* die; - (zu I...metrie): Winkelmessung; Teilgebiet der ÎTrigonometrie, das
sich mit den Winkelfunktionen befasst (Math.), golnilomeltrisch* (zu Î...metrisch): das Messen mit dem Go
niometer, die Goniometrie betreffend; zur Goniometrie
gehörend (Math.). Gglnilon das; -s, ...ia (zu gr. gönia
„Winkel“ u. î'...on): Unterkieferwinkel (ein anthropometrischer Messwinkel; Med.). Go|ni|o|sko|pie* die; -,
...ien (zu t,,,skopie): Untersuchung des Augenkammer
winkels durch Ausleuchtung (Med.)
Go|ni|tis die;-, ...itiden (zu gr. góny „Knie“ (vgl. 'gon...)u.
T...itis): svw. Gonarthritis
Gonlnarldit [auch ... dit] der; -s, -e (nach dem franz. Mine
ralogen Ferdinand Gonnard (19. Jh.) u. zu T2...it>: ein zu
den î Zeolithen zählendes Mineral
golno..., Go no..., vor Vokalen meist gon..., Gon... (zu gr.
gone „Erzeugung; Abstammung, Geschlecht; Samen“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Geschlecht,
Fortpflanzung“, z.B. Gonochorismus. Go|no|blen|norrhö* die; -, -en u. Go no blen norrhoe [...ra:] die; -, -n
[,,,'ra:ən]: eitrige, durch Gonokokken hervorgerufene
Bindehautentzündung; Augentripper (Med.). Golnocholrislmus [,..ç...] der; - (zugr. chorismós „Trennung“;
vgl. ...ismus (2)>: Getrenntgeschlechtigkeit (Biol.). Gonocholristen die (Plur.) (zu T ...ist) : getrenntgeschlech
tige Tiere. Go|no|duk|te die (Plur.) (zu lat. ductus „Lei
tung"): die Ausfuhrgänge der 1 Gonaden (Biol.). Golnokoklkus der; -, ...kken (zu spätlat. coccus, gr. kókkos
„Kern, Beere"): Trippererreger (eine Bakterienart). Gonolphor das; -s, -en (zu t...phor): männliches Ge
schlechtsindividuum bei Röhrenquallen. Golnolpolden
die (Plur.) (zu t...pode): zu Begattungsorganen umgewan
delte Extremitäten von Gliederfüßern (Biol.). Golnorrhö die; -, -en u. Go norlrhöe [,,,'ra:] die; -, -n [,,,'ra:ən]
(aus gr. gonórrhoia „Samenfluss“ (der eitrige Ausfluss
wurde für Samen gehalten)): Tripper (Geschlechtskrank
heit). go|nor|rho|isch: a) den Tripper betreffend; b) auf
Tripper beruhend. Golnolsgm das; -, -en (zu gr. söma
519
„Körper“): ein tChromosom, das an der Geschlechtsbil
dung beteiligt ist (Biol.). Golnolsolmie die: -, -ien (zu
T"...ie>: Sammelbez. für alle Störungen im Bereich der Ge
schlechtschromosomen, durch die es zu Î intersexuellen
Krankheitsbildern kommt (Biol.)
goodlbye [god'bai] (aus engl. goodbye, zusammengezogen
aus God be with you „Gott sei mit dir“): leb[t], leben Sie
wohl!; auf Wiedersehen! (engl. Abschiedsgruß)
Goodlwill ['god'wɪl] der: -s (aus gleichbed. engl. goodwill,
eigtl. „Wohlwollen“): a) ideeller Firmenwert, Geschäfts
wert; b) Ansehen, guter Ruf einer Institution o.Ä.; c)
Wohlwollen, freundliche Gesinnung. Goodlwill|rei|se
die: -, -n: Reise eines Politikers, einer einflussreichen Per
sönlichkeit od. Gruppe, um freundschaftliche Beziehun
gen zu einem anderen Land od. das eigene Ansehen wie
der herzustellen od. zu stärken. Goodlwillltour [...tu:g]
die; -, -en: svw. Goodwillreise
Golpak u. Hopak der; -s, -s (aus gleichbed. russ. gopak
bzw. ukrainisch hopak, eigtl. „Hopser“): bes. in der
Ukraine u. in Weißrussland üblicher, schneller Tanz im
2/4-Takt für einen od. mehrere Tänzer
Golpulra das: -[s], -s (aus sanskr. gopura „Tor, Stadttor“):
turmartiger, reich dekorierter Torbau südind. Tempelan
lagen
Golralle der; -n, -n (zupoln. géra „Berg“): Angehöriger der
poln. Bergbevölkerung in den Beskiden u. der Tatra
Gorlding die; -, -s (aus gleichbed. niederl. gording zu gorden „gürten“): Leine zum Auf- u. Zusammenholen von
Rahsegeln, die auch zum Festmachen an der Rah dient
goijdisch (nach der antiken Stadt Gordion): in den Fü
gungen: gordischer Knoten (nach dem zu einem unlösli
chen Knoten verschlungenen Riemenwerk am Streitwa
gen des Königs Gordios in Gordion, wobei die Herrschaft
über Asien dem verheißen war. der ihn lösen könne (Ale
xander der Große durchhieb ihn mit dem Schwert)):
schwieriges Problem;den gordischen Knoten durchhauen:
eine schwierige Aufgabe verblüffend einfach lösen
Gorldonlsetlter ['gɔ:dn...] der; -s, - (nach Gordon Castle
in Schottland, wo der Hund erstmals gezüchtet wurde, u.
zu ÎSetter): ein ausdauernder Vorsteh- u. Apportierhund
Goreltex® ['gɔ:...] das; - (Kunstw. aus dem Namen der
engl. Firma W.L. Gore & Co. u. engl. textiles „Textilien“):
ein wasser- u. windundurchlässiges Gewebe
Gorge Posltiche [gɔrʒ pɔ'sti:ʃ] die; - -, -s - (aus gleichbed.
fr. gorge postiche, eigtl. „falscher Busen“): ein Polster,
das unter dem Brusttuch getragen wurde (in der Frauen
mode um 1790)
Gorlgia ['gordʒa] die; - (aus gleichbed. ¿t. gorgia, eigtl.
„Kehle“): Timprovisatorischer Koloraturgesang des
16. Jh.s (Mus.)
Gorlgolnenlhaupt das; -[e]s, ...häupter (nach dem weibli
chen Ungeheuer Gorgo in der griech. Sage, zu gr. gorgós
„furchtbar, schrecklich“): Unheil abwehrendes [weibli
ches] Schreckgesicht, bes. auf Waffen u. Geräten der An
tike (z. B. auf der Î Ägis)
Gorjgon zo la der; -s, -s (nach dem gleichnamigen ital. Ort
östlich von Mailand): in Laibform hergestellter, mit
Schimmelpilzen durchsetzter ital. Weichkäse
Gor|qo|sau|ri|er [...in] der: -s, - u.Gorlqolsaulrus der; -,
...rier [...in] (zu gr. gorgós „furchtbar, schrecklich“ u. sau
ros „Eidechse“): eine Gattung der tDinosaurier aus der
Oberkreide Nordamerikas u. Australiens
Go|ril|la der; -s, -s (aus gleichbed. engl. gorilla, dies ausgr.
Gorillai, eigtl. „behaarte Wilde in Afrika“ (westafrik.
Wort)): 1. größter Menschenaffe (in Kamerun u. im Kon
gogebiet). 2. (Jargon) Leibwächter (der üblicherweise von
kräftig-robuster Statur ist)
Golroldischtlsche* die; -, -n (aus gleichbed. russ. gorodisce zu gorodit’ „einzäunen“, dies zu gorod „Festung,
Gotizismus
Stadt“): russ. Bez. für eine durch Wall u. Graben gesi
cherte vorgeschichtliche Siedlung. Golrodlki die (Plur.)
(aus russ. gorodki (Plur.) „Knüttelspiel“): eine Art Kegel
spiel in Russland
Golsalin der; -s, -s (aus dem Sanskr.): in religiöser ÎMedi
tation lebender Mensch in Indien
Gösch die; -, -en (aus niederl. geus(je) „kleine Fahne“): a)
kleine rechteckige (an Feiertagen im Hafen gesetzte) Lan
desflagge; b) andersfarbige obere Ecke am Flaggenstock
als Teil der Landesflagge
Golshelnit [gɔʃə,,,, auch ...'mt] der; -s, -e (nach dem Ort
Goshen in Massachusetts (USA) u. zu t2...it): beryllarti
ger Schmuckstein, ein Mineral
Gosllalrit [auch ...rit] der; -s, -e (nach dem Fundort Goslar
im Harz u. zu T2...it>: Zinkvitriol, ein Mineral
Go-slow [goo'slou] der od. das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
go-slow, dies aus go slow! „geh langsam!“): Bummel
streik, Dienst nach Vorschrift [im Flugwesen]
Goslpel das od. der; -s, -s (aus gleichbed. engl. gospel, eigtl.
„Evangelium“, gekürzt aus gospel song „Evangelienlied“>: svw. Gospelsong. Goslpellsänlger rfer; -s, - u.
Gos|pel|sinlger der; -s, -[s]: jmd., der Gospelsongs vor
trägt. Goslpellsong der; -s, -s (aus gleichbed. engl. gos
pel song, eigtl. „Evangelienlied“): jüngere, seit 1940 beste
hende verstädterte Form des T Negro Spirituals, bei der
die jazzmäßigen Einflüsse zugunsten einer europäischen
Musikalität zurückgedrängt sind
Goslpoldar vgl. Hospodar. Goslpoldin der; -s, ...da (aus
gleichbed. russ. gospodin): Herr (russ. Anrede). Goslsudar der: -s (aus russ. gosudar’ „Herrscher, Fürst“): russ.
Bez. für Herr, Herrscher, Teil des Titels des russ. Groß
fürsten, des Zaren, entspricht der Anrede „Majestät“
Goslsylpilum das; - (zu lat. gossypium „Baumwolle“):
Malvengewächs, das die Baumwolle liefert. Goslsylpol
das; -s (zu lat. oleum „Öl“): in Samen u. Wurzelrinde der
Baumwollpflanze enthaltene giftige Substanz, die beim
Menschen die ÎSpermiogenese u. Befruchtungsfähigkeit
der T Spermien hemmt
Gotlcha ['gɔʧe] das; -s (aus engl.-amerik. (Jargon) gotcha,
wohl zu got you „hab dich erwischt“): tPaintball
Golthic Nolvel ['gɔθɪk nɔvl] die; - -, - -s (aus gleichbed.
engl. Gothic novel zu gothic „gotisch“ (aus gleichbed.
spätlat. gothicus) u. novel „Roman“): engl. Variante des
Schauerromans, die auf unheimlich-fantastischen Schau
plätzen Dämonisches, Irrationales und Groteskes realis
tisch gestaltet. Golthic Relvilval [- ri'vaɪv(ə)l] das; - -[s]
(zu engl. revival, vgl. Revival): auf Formelemente der Go
tik zurückgreifende Stilrichtung der Architektur u. des
Kunstgewerbes in England im 18. u. 19. Jh. Golthic
Rock der; - -[s] (zu T2Rock): Rockmusik mit tokkulten
Texten u. Bühnenritualen, bei dem die Ausführenden
meist in schwarzer Kleidung auftreten
Goltik die; - (nach fr. gothique, engl. gothic „barbarisch,
roh“ (mit Bezug auf den im Italien der Renaissance als
barbarisch empfundenen mittelalterlichen Baustil, der auf
die Goten = „Germanen“ zurückgeführt wurde): a) europ. Kunststil von Mitte 12. bis Ende 15. Jh.; b) Zeit des
gotischen Stils, goltisch: 1. den (german.) Stamm der
Goten betreffend. 2. die Gotik betreffend; gotische
Schrift: (seit dem 12. Jh. aus der karolingischen TMinus
kel gebildete) Schrift mit spitzbogiger Linienführung u.
engem Zusammenschluss der Buchstaben (Druckw.). 3.
eine Faltungsphase der obersilurischen Gebirgsbildung
betreffend.Goltisch das; -[s]: 1. gotische (1) Sprache. 2.
svw. gotische Schrift. Goltilsche das; -n: a) die gotische
Sprache im Allgemeinen; b) das die Gotik Kennzeichnen
de. Goltilzislmus der; -, ...men (zu t...izismus>: 1. Über
tragung einer für das Gotische charakteristischen sprach
lichen Erscheinung auf eine nicht gotische Sprache
gotizistisch
(Sprachw.). 2. Nachahmung des gotischen (2) Stils. goltizisltisch <zu T ...istisch): den gotischen (2) Stil nachah
mend
GotllanidilumAzs, -[s] (nach der schwed. Insel Gotland u.
zu î...ium>: a) Unterabteilung des ÎSilurs (Obersilur); b)
ältere Bez. für Î Silur. Gotllandlpolny das; -s, -s (zu
t 'Pony): alte, mittelgroße Ponyrasse auf Gotland
GOTO['goutu:] (nach engl. go to „gehe zu“): in imperativen
Programmiersprachen verwendetes Sprachelement für ei
nen unbedingten Sprung (EDV)
Goulache [gua(:)ʃ] die; -, -n [...jn] (über fr. gouache aus
gleichbed. it. guazzo, eigtl. „Wasserlache“, dies aus
lat. aquatio „das Wasserholen“): 1. (ohne Plur.) decken
de Malerei mit Wasserfarben in Verbindung mit Bin
demitteln u. Deckweiß, deren dicker Farbauftrag nach
dem Trocknen eine dem Î Pastell ähnliche Wirkung ergibt.
2. Bild in der Technik der Gouache (1)
Gouldafgauda] der; -s, -s (nach der niederländ. Stadt Gou
da): ein [holländischer] Hartkäse. Gouldalkälse der; -s,
-: svw. Gouda
Gouldron* [gu'drð:] der, auch das; -s (aus /r. goudron
„Teer“, dies aus gleichbed. arab. qaträn): wasserdichter
Anstrich. Gouldronlnage [gudrɔ'na:ʒ] die; -, -n [-,-ʒn]
(aus gleichbed. fr. goudronnage): (veraltet) das Teeren,
Einteeren [von Holzzäunen od. Dächern]
Goullasch ['gu:..., 'gʊ...] vgl. Gulasch
Goullet [gu'le:, gu'lɛ] der; -s, -s [gu'le:(s), ...'le(s)] (aus
gleichbed. fr. goulet zu goule „Öffnung, Loch“, dies aus
lat. gula „Schlund, Kehle“): (veraltet) a) Dachkehle; b)
enge Hafeneinfahrt. Goulletlte [gu...] die; -, -n (aus
gleichbed. fr. goulette, Verkleinerungsform von goulet,
vgl. Goulet): (veraltet) kleine Hohlkehle. Goullotlte die;
-, -n (aus fr. goulotte „Wasserrinne“): (veraltet) kleine Ab
flussrinne an Gebäuden
Gourde [gurd] der; -, -s [gurd] (aber: 10 -) (aus fr. gourde,
eigtl. „steif, starr“, wohl nach der scherzh. Bez. (piastre)
gourde, span, (perra) gorda für die Eindollarmünze in den
südlichen USA u. in der Karibik): Währungseinheit auf
Haiti (= 100 Centimes)
Gourlganldine [gurgä'dim] die; -, -n [,,,nən] (aus gleich
bed. fr. gourgandine, eigtl. „vorn offenes Korsett“): (ver
altet) Dirne, Straßenmädchen
Gourlmand [gor ma:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. gour
mand, weitere Herkunft unsicher): 1. jmd., der gern gut u.
zugleich viel isst, Schlemmer. 2. svw. Gourmet. Gourmanldilse [,,,ma'di:zə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. gour
mandise): besondere ÎDelikatesse; Leckerbissen. Gour
met [...'ms, ... me:] der; -s, -s [... mɛ(s), ,,,'me:(s)] (aus
gleichbed. fr. gourmet, dies aus altfr. gormet „Gehilfe des
Weinhändlers“, weitere Herkunft unsicher): jmd., der ein
Kenner in Bezug auf Speisen u. Getränke ist u. gern aus
gesuchte TDelikatessen isst; Feinschmecker; vgl. Gour
mand
Gourlmetlte [gur...] die; -, -n [,..tn] (aus gleichbed. fr.
gourmette zu gourme „Druse“ (katarrhalische Pferde
krankheit)): Kinnkette beim Pferd am Gebisszaum
Gout [gu:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. goût, dies aus lat.
gustus „das Kosten“): Geschmack, Wohlgefallen; vgl.
Hautgout, goultielren [guti:...] (aus gleichbed. fr. goû
ter, dies aus lat. gustare): „kosten, schmecken“): Ge
schmack an etwas finden; gutheißen
Goutte [gut] die; - (aus gleichbed. fr. goutte, dies aus lat.
gutta „Tropfen“): (veraltet) Gicht (Med.). Goutltièlre
[gʊ'tjɛ:r(ə)] die; -, -n [...ran] (aus gleichbed. fr. gouttière):
(veraltet) Dachtraufe, Dachrinne
gou|ver|na|bel [guvɛr...] (aus gleichbed. fr. gouvernable
zu gouverner, vgl. gouvernieren): (veraltet) lenkbar. Gouverlnanlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. gouvernante, sub
stantiviertes Part. Präs. (Fern.) von gouverner „lenken,
520
leiten“, vgl. gouvernieren): [altjüngferliche, bevormun
dende, belehrende] Erzieherin, Hauslehrerin, goulvernan|ten|haft: in der Art einer Gouvernante. Goulvernelment [..,'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. gouverne
ment): a) Regierung; Verwaltung; b) Verwaltungsbezirk
(militärischer od. ziviler Behörden). gou|ver|ne|mental [...ma.,.] (aus gleichbed. fr. gouvernemental): (veral
tet) regierungsfreundlich; die Regierung betreffend.
Goul ver |ne| men Itallislmus [...men...] der: -s (zu Î ...ismus (2)): Anteil der Regierung an der Wahrnehmung öf
fentlicher Aufgaben. Goulverlneur [,,,'na:n] der; -s, -e
(aus gleichbed. fr. gouverneur, dies aus lat. gubernator
„Steuermann (eines Schiffes); Lenker, Leiter“): 1. Leiter
eines Gouvernements; Statthalter (einer Kolonie). 2. Be
fehlshaber einer größeren Festung. 3. oberster Beamter ei
nes Bundesstaates in den USA. goulverinielren (aus
gleichbed. fr. gouverner, dies aus lat. gubernare „lenken,
steuern“): (veraltet) steuern, lenken, leiten, verwalten
GPS (Abk. für engl. global positioning system „weltweites
Standortbestimmungssystem“): satellitengestütztes Navi
gationssystem, mit dem Positionen auf der Erde mit sehr
großer Genauigkeit ermittelt werden können
Graaf-Fol|li|kel der; -s, - (nach dem holländ. Anatomen
R.de Graaf, 1641-1673): sprungreifes, das reife Ei enthal
tendes Bläschen im Eierstock (Biol., Med.)
grablben ['græ...] (aus engl. to grap „greifen (nach etwas),
packen“): im Sprung mit einer Hand das Board halten
(z. B. beim Skate- u. Snowboarden)
Grabiber ['græbə) der; -s, - (zu engl. to grab „zu-, ergrei
fen“): 1. Gerät, das Daten von einer Videokamera erfasst
u. in einem Computervideospeicher anlegt. 2. Software,
die durch Ablegen auf einer Î Diskette den momentanen
Bildschirminhalt festhält (EDV)
Gralbeau [gra bo:] das: -s, -s (aus gleichbed. fr. grabeau zu
grabeler „reinigen“, dies über it. garbellare aus arab. garbäl, girbäl „Sieb“): (veraltet) beim Sieben entstehender
Abfall. Gralbeilage [grabə'la:ʒ] rfze; -, -n [,-ʒn] (aus
gleichbed. fr. grabelage): (veraltet) das Reinigen (eines
Ausgangsstoffes für pharmazeutische Präparate)
Gracht die; -, -en (aus gleichbed. niederl. gracht zu mhd.,
ahd. graft „(Wasser)graben“): Wassergraben, Kanal in
nerhalb einer Stadt in Holland
Gralcilolso [,..ts...] der; -s, -s (aus gleichbed. span, gracio
so, eigtl. „anmutig, witzig“, dies aus to. gratiosus, vgl.
graziös): die komische Person im span. Lustspiel (der lus
tige, seinen Herrn parodierende Bediente)
Grad der; -[e]s, -e (aus lat. gradus „Schritt; Stufe“): 1. a)
Rang, Rangstufe, akademische Würde; b) Maß, Stärke;
Abstufung [in der Verwandtschaft], 2. Einheit für Skalen,
z. B. Thermometergrad, Winkelgrad, graldaltim (lat.; zu
gradus, vgl. Grad): (veraltet) schritt-, stufenweise, nach u.
nach. Gra|da|ti|on die; -, -en (aus lat. gradatio „Steige
rung“, eigtl. „das Errichten von Stufen“): 1. stufenweise
Steigerung, Aneinanderreihung steigender (vgl. Klimax
1 ) od. abschwächender (vgl. Antiklimax) Ausdrucksmittel
(z.B. Goethe, groß als Forscher, größer als Dichter, am
größten als Mensch). 2. Bez. für die Abstufung der Hellig
keitswerte eines Bildes (Fotografie). 3. Massenvermeh
rung, starke Häufigkeitszunahme einer Tierart in einem
bestimmten Gebiet (bes. von Insekten; Biol.). Gralder
['greɪdə] der; -s, - (aus engl. grader „Planierraupe“ zu to
grade „ebnen, planieren“): a) Erdbaumaschine zur Her
stellung ebener Flächen; b) Straßenhobel. Graldilent
[gra...] der; -en, -en (aus lat. gradiens, Gen. gradientis,
Part. Präs, von gradi „(einher)schreiten“): 1. Steigungs
maß einer Funktion (2) in verschiedenen Richtungen;
Abk.: grad (Math.). 2. Gefälle (z.B. des Luftdruckes od.
der Temperatur) auf einer bestimmten Strecke (Meteor.).
Gra|di|en|te die; -, -n: von Gradienten gebildete Nei
521
gungslinie. Graldilentlwind ¿/er; -[e]s, -e: Wind der frei
en Atmosphäre, der eigentlich in Richtung des Luftdruck
gradienten weht, jedoch infolge der Î Corioliskraft nahezu
parallel zu den t Isobaren verläuft (Meteor.), graldielren
<zu îGradu. Î..deren): 1. in Grade einteilen. 2. gradweise
abstufen. 3. verstärken, auf einen höheren Grad bringen,
bes. Salzsolen in Gradierwerken allmählich (gradweise)
konzentrieren. G ral diel run g die; -, -en <zu î ...ierung): 1.
das Gradieren (1 u. 2), das Gradiertwerden. 2. Bez. für ei
ne Ablagerungsform von Sedimenten, bei der die Korn
größe von unten nach oben abnimmt (Geol.). Graldierwerk das; -[e]s, -e: Rieselwerk, luftiger Holzgerüstbau
mit Reisigbündeln zur Salzgewinnung. Gralding ['greɪdɪŋ] das; -s, -s (aus engl. grading zu to grade „einteilen, ab
stufen“): Grad der TMalignität eines Tumors (Med.).
Gra|do|lo|gie [gra...] die; - (zu TGrad u. î...logie): Lehre
vom Massenwechsel vieler Tierarten, der von Klima,
Nahrung. Parasiten usw. gesteuert wird (BioL, Ökologie),
graldulal (aus gleichbed. mlat. gradualism den Grad,
Rang betreffend. Graldulalle das; -s, ...lien [...ion] (aus
gleichbed. mlat. graduale): 1. kurzer Psalmgesang nach
der Î Epistel in der kath. Messe (urspr. auf den Stufen des
2Ambos). 2. liturg. Gesangbuch mit den Messgesängen.
Gra|du|al|lied das; -[e]s, -er: anbetendes u. lobpreisen
des Gemeindelied zwischen den Schriftlesungen im ev.
Gottesdienst. Graldulallpsalm der; -s, -en: svw. Gra
duale ( 1 ). Graldu al sys tem das; -s (zu Îgradual): Erb
folge nach dem Grade der Verwandtschaft zum Erblasser
durch Eintritt der übrigen Erben der gleichen Ordnung in
die Erbfolge eines ausfallenden Erben (gesetzlich geregelt
für Erben vierter u. höherer Ordnung); vgl. Parentelsys
tem. Graldulaltilon die; -, -en (aus gleichbed. fr. gradua
tion zu graduer „abstufen“, dies aus mlat. graduare, vgl.
graduieren): Gradeinteilung auf Messgeräten, Messgefä
ßen u.dgl.; vgl. ...ation/...ierung. gra du ell (aus gleich
bed. fr. graduel): grad-, stufenweise, allmählich, gralduielren (aus gleichbed. mlat. graduare): 1. mit Graden ver
sehen (z. B. ein Thermometer). 2. a) einen akademischen
Grad verleihen; b) einen akademischen Grad erwerben,
gralduliert (zu Î ...iert): a) mit einem akademischen Titel
versehen; b) mit dem Abschlusszeugnis einer Fachhoch
schule versehen; Abk.: grad., z.B. Ingenieur (grad.), Be
triebswirt (grad.). Gra|du|ier|te der u. die; -n, -n: Trä
gerin] eines akademischen Titels. Gra|du|ier|ten|stipenldilum das; -s, ...dien [...ion]: Stipendium für bereits
graduierte Studenten zur wissenschaftlichen Weiterquali
fizierung (z.B. Promotion). Graldulielrung die; -, -en
(zu Î...ierung): a) das Graduieren; b) svw. Graduation;
vgl. ...ation/...ierung. Graldus der; -, - [,,,du:s] (aus lat.
gradus „Schritt“): antikes römisches Längenmaß (73,9
cm). Graldus ad Parlnaslsum der; —,- [..,du:s] - - (aus
lat. gradus ad Parnassum „Stufe zum Parnass“, nach dem
Musenberg u. Dichtersitz in der griech. Mythologie): a)
Titel von Werken, die in die lat. od. griech. Verskunst ein
führen; b) (nach dem Titel der Kontrapunktlehre von J. J.
Fux, 1660-1741, aus dem Jahr 1725) Titel von Etüdenwer
ken
Graelcum ['grɛ:kom] dtw; -s (aus lat. Graecum „das Grie
chische, griech. Sprache u. Literatur“ zu Graecus, gr.
Graikös „Grieche“): a) an einem humanistischen Gymna
sium vermittelter Wissensstoff der griech. Sprache; b)
durch eine Prüfung nachgewiesene, für ein bestimmtes
Studium vorgeschriebene Kenntnisse in der griech. Spra
che; vgl. Latinum
Grälen die (Plur.) (aus gleichbed. gr. Graiai, eigtl. „Grei
sinnen“, zu grata (geraiá) „die Alte, alte Frau“): in Sagen
vorkommende, schönwangige, aber von Geburt an mit
Haaren von Greisinnen ausgestattete Göttinnen, die zu
sammen nur ein Auge u. einen Zahn besitzen
Grafiker
auch Graph der; -en, -en (zu gr. gráphein „(ein)ritzen, schreiben“): grafische Darstellung, bes. von Relatio
nen [von Funktionen] in Form von Punktmengen, bei de
nen gewisse Punktpaare durch Kurven (meist Strecken)
verbunden sind (Math., Phys.). 2Graf, auch Graph das; -s,
-e (zu 1‘Graf): Schriftzeichen, kleinste, nicht bedeutungs
kennzeichnende Einheit in schriftl. Äußerungen
(Sprachw.). graf..., Graf... vgl. grapho..., Grapho...
...graf u. ...graph (aus gleichbed. gr. -graphos zu grá
phein „(ein)ritzen, schreiben"): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „Schreiber, Beschreibender; Schrift, Ge
schriebenes“, z.B. Autograf, Geograf; Biograf, Steno
graf. Gralfem, auch Graphem das; -s, -e (aus gleichbed.
engl.-amerik. grapheme zu gr. gráphema „Schrift“; vgl.
...em): kleinstes bedeutungsunterscheidendes grafisches
Symbol, das ein od. mehrere Î Phoneme wiedergibt
(Sprachw.). Gra|fe|ma|tik, auch Graphematik die;-: (zu
gr. gráphema, Gen. graphëmatos „Schrift“ u. t2...ik (1)):
svw. Grafemik (Sprachw.). gralfelmaltisch, auch graphematisch: die Grafematik betreffend (Sprachw.).
Gralfelmik, auch Graphemik die; - (aus gleichbed. engl.amerik. graphemics zu ÎGrafem u. t2...ik (1)>: Wissen
schaft von den Grafemen unter dem Aspekt ihrer Unter
scheidungsmerkmale u. ihrer Stellung im Alphabet
(Sprachw.). gralfelmisch, auch graphemisch: die Grafe
mik betreffend (Sprachw.). Gra|feo|lo|gie, auch Grapheologie die; - (zu gr. graphe „Schrift“ u. l...logie): 1.
Wissenschaft von der Verschriftung von Sprache u. von
den Schreibsystemen. 2. svw. Grafemik. gralfeollogisch, auch grapheologisch: (zu t ...logisch): die Grafeologie betreffend. Gralfeltik, auch Graphetik die; - (zu
t2...ik>: Hilfswissenschaft der TGrafemik, die unter
schiedliche Systeme der Verschriftung (z.B. unter sozia
lem, individuellem od. typografischem Aspekt) analy
siert.
Graflfalge [--ʒə] die; -, -n (entstellt aus îGaufrage): svw.
Gaufrage
Graf|fi|a|to u. Sgraffiato der; -s, ...ti (aus gleichbed. it.
(s)graffiato, eigtl. Part. Perf. von (s)graffiare „kratzen“):
Verzierung von Tonwaren durch Anguss einer Farb
schicht, in die ein Ornament eingegraben wird. Graf Ifilto
der, auch das; -[s], ...ti (aus gleichbed. it. graffito zu graffiare, vgl. Graffiato): a) in Stein geritzte Inschrift; b) in ei
ne Marmorfliese eingeritzte zweifarbige ornamentale od.
figurale Dekoration; c) (meist Plur.) auf Wände, Mauern,
Fassaden usw. meist mit Spray gesprühte, gespritzte od.
gemalte Parole, Spruch od. Figur mit kämpferischem od.
witzigem Charakter; vgl. Sgraffito
Gralfie, auch Graphie die; -, ...ten (zu gr. graphe „Schrift“
u. î2...ie): Schreibung, Schreibweise (Sprachw.). ...grafie u. ...gralphie (aus gleichbed. gr. -graphia zu gráphein
„(ein)ritzen, schreiben“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „das Schreiben, Beschreiben; das grafische
od. fotografische Darstellen“, z.B. Röntgenografie; Bio
grafie, Fotografie, Geografie. Gralfik, auch Graphik
die; -, -en (aus gr. graphikê (téchnê) „Zeichenkunst, Ma
lerei“, substantiviertes Fern, von graphikös, vgl. grafisch):
1. (ohne Plur.) künstlerische, bes. zeichnerische Gestal
tung von Flächen; Kunst u. Technik des Holzschnitts,
Kupferstichs, der t Radierung, Î Lithografie, Handzeich
nung. 2. (ohne Plural) Gesamtheit der Erzeugnisse der
Grafik (1); grafisches Schaffen. 3. Werk der künstleri
schen Grafik (1), einzelnes grafisches Blatt. 4. [virtuell er
zeugte] Illustration; Schaubild. Gra|fik|de|sign [...di
zain], auch Graphikdesign das; -s, -s: 1. (ohne Plural)
Bereich der Grafik (1), der durch Schrift, Farbe, Form ge
zielte Informationen in eine Bildsprache übersetzt. 2. ein
zelnes Werk des Grafikdesigns (1), z.B. ein Plakat, Zei
chentrickfilm, Bucheinband. Gralfilker, auch Graphiker
’Graf,
Grafikerin
der; -s, Künstler u. Techniker auf dem Gebiet der Gra
fik (1). Gralfilkelrin, auch Graphikerin die; -, -nen:
weibliche Form zu TGrafiker. Gra|fik|kar|te, auch Gra
phikkarte die; -, -en: spezielle Steckkarte zur Erstellung
[farbiger] Grafiken auf dem Bildschirm eines Computers,
gralfisch, auch graphisch (aus gr. graphikós „zeichne
risch, zum Malen geeignet“): a) die Grafik betreffend;
b) durch Grafik dargestellt; grafische Künste: zusammen
fassende Bez. für alle Formender Grafik (1). ...gralfisch
u. ...gralphisch (aus gleichbed. gr. -graphikós zu gráphein „(ein)ritzen, schreiben“): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „(be)schreibend, darstellend; der Darstel
lung dienend“, z.B. röntgenografisch; biografisch, foto
grafisch, geografisch. Gralfislmus, auch Graphismus
der; -, ...men (zu t,,,ismus (2)): Gestaltungselement in der
ÎGrafik. Gralfit, auch Graphit [auch ...Eit] der; -s, -e (zu
gr. gráphein „schreiben“ (weil das Mineral urspr. vor
nehmlich zum Schreiben verwendet wurde) u. T2...it) : viel
seitig in der Industrie verwendetes, weiches schwarzes
Mineral aus reinem Kohlenstoff. gra|fi|tie|ren, auch
graphitieren (zu Î..deren): mit Grafit überziehen. Gralfitierung, auch Graphitierung die; - (zu t,,,ierung): Kor
rosion von Gusseisen durch Zersetzung des Eisenanteils
bei Erhalt des Grafitanteils. gralfiltisch, auch graphi
tisch [auch ... fi...]: aus Grafit bestehend, gra|fi|tiIsieren, auch graphitisieren (zu t...isieren): durch Erhitzen
(z.B. von Ruß) in Grafit umwandeln (Chem.). gralfo...,
Gra fo..., auch grapho..., Grapho..., vor Vokalen meist
graf..., Graf..., auch graph..., Graph... (zu gr. gráphein
„(ein)ritzen, schreiben“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Schrift, Geschriebenes; das Schreiben be
treffend“, z.B. Grafologie, Grafothek. gralfo..., Gra
fo... vgl. grapho..., Grapho... Gralfollolge, auch Gra
phologe der; -n, -n (zu t...loge): Wissenschaftler auf dem
Gebiet der Grafologie. Gralfollolgie, auch Graphologie
die; - (zu Î...logie): Wissenschaft von der Deutung der
Handschrift als Ausdruck des Charakters. Gralfollolgin,
auch Graphologin dfe; -, -nen: weibliche Form zu I Grafo
loge. gralfollglgisch, auch graphologisch; (zu T...lo
gisch): die Grafologie betreffend. Gra|fo|ma|nie, auch
Graphomanie die; - (zu î...manie): Schreibwut. Gralfome|tr[e‘, auch Graphometrie die; - (zu î...metrie): 1. Be
stimmung der durch t Medikamente od. Krankheiten her
vorgerufenen Veränderungen der Handschrift (Med.).
2. Bez. für Untersuchungen der Handschrift durch Mes
sen bestimmter Schriftmerkmale. Gralfolspaslmus*,
auch Graphospasmus der; -, ...men: Schreibkrampf
(Med.). Gralfolstaltik, auch Graphostatik die; -: zeich
nerische Methode zur Lösung statischer Aufgaben. Grafolthek, auch Graphothek die; -, -en (zu t...thek): Kabi
nett, das grafische Originalblätter moderner Kunst aus
leiht. Gra|fo|the|kar, auch Graphothekar der; -s, -e (zu
Î...ar (2)>: Angestellter in einer ÎGrafothek. Graifoltheralpie, auch Graphotherapie die; -: Befreiung von Erleb
nissen od. Träumen durch Aufschreiben (Psychol.)
Gralhamlbrot das; -[e]s, -e (nach dem Amerikaner S. Gra
ham (1794-1851), dem Verfechter einer auf Diät abge
stellten Ernährungsreform): ohne Gärung aus Weizen
schrot hergestelltes Brot
Gralhalmit [auch ...mit] der; -s, -e (nach den amerik. Mi
nenbesitzern J. A. und J. L. Graham (19. Jh.) u. zu t2...it):
in Amerika stellenweise vorkommender pechschwarzer
natürlicher Asphalt
Gralhamlsalz das; -es, -e (nach dem engl. Chemiker
T. Graham, 1805-1869): wasserlösliches Natriumpoly
phosphat, das vor allem zur Wasserenthärtung verwendet
wird
Grailen vgl. Gräen
'Grain [grein] der; -s, -s (aber: 10 -) (aus engl. grain
522
„Korn“, dies über/r. grain aus gleichbed. lat. granum): äl
teres Gewicht für feine Wiegungen (Gold, Silber, Dia
manten u. Perlen). 2Grain [grɛ:] das; -s, -s (aus/r. grain
„Köper“, eigtl. „Korn“ (wegen der aufgerauten Oberflä
che), vgl. ‘Grain): bes. für Kleider verwendetes, zweischüssiges Ripsgewebe, grailnielren [grɛ...] (aus gleich
bed. fr. grainer, eigtl. „eine Oberfläche aufrauen“, vgl.
2Grain): (fachspr.) Papier, Karton, Pappe einseitig nar
ben, aufrauen
Graislsalge [grɛ'sa:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. graissa
ge zu graisser, vgl. graissieren): (veraltet) das [Ab]schmieren, Einfetten, graislsielren (aus gleichbed. fr. graisser
zu graisse „Fett“, dies aus vulgärlat. crassia, substanti
vierte Form zu lat. crassus „fett“): (veraltet) [ab]sehmieren, einfetten
grä|ko|la|tei|nisch (zu lat. Graecus „griechisch“; vgl.
Graecum): griechisch-lateinisch. Grälkolmalne der; -n,
-n (zu t...mane): jmd., der mit einer Art von Besessenheit
alles Griechische liebt, bewundert u. nachahmt. Grälkomalnie die; - (zu î...manie): Nachahmung alles Grie
chischen mit einer Art von Besessenheit. Grälkolphillie
die; - (zu t ...philie): Vorliebe für das Altgriechische (Kul
tur u. Sprache). Grä kum<7as; -s (zu TGraecum): eindeutschend für t Graecum
Gral der; -s (aus altfr. graal, greal „Gefäß“, weitere Her
kunft unsicher): in der mittelalterlichen Dichtung (in Ver
bindung mit den Sagen des Artus- u. Parzivalkreises)
wundertätiger Stein od. Gefäß mit heilender Wirkung, in
dem Christi Blut aufgefangen worden sein soll
Grallit [auch ... lit] das; -s (Kunstw.; vgl. ‘...it>: Kalkarsenat
enthaltendes Pflanzenschutzmittel gegen fressende Insek
ten
Gralmalgras das; -es, ...gräser (zu lat. gramen „Gras,
Kraut, Pflanze“): Weidegras in den Prärien der südwest
lichen USA
Gramlfärlbung die; -, -en (nach dem dän. Bakteriologen
H. Ch. J. Gram, 1853-1938): wichtigste diagnostische
Färbung in der Bakteriologie, Verfahren, das die Bakte
rien aufgrund eines unterschiedlichen Zellwandaufbaus in
Igrampositiv u. Îgramnegativ einteilt, gramlfest: svw.
grampositiv, gramlfrei: svw. gramnegativ
Gralmin das; -s (zu Zai. gramen „Gras“ u. t...in (1)>: das
erste in Gräsern entdeckte I Alkaloid (vor allem in der
Gerste u. in Blättern des Pfahlrohrs enthalten). GraImi
nelen die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. gramineae zu lat.
gramen, vgl. Gramin): zusammenfassende, systematische
Bezeichnung der Süßgräser, gralmilnös (aus gleichbed.
lat. gramineus; vgl. ...ös): (veraltet) voll Gras, grasbe
deckt
Gramm das; -s, -[e] (aber: 5 -) (aus gleichbed. fr. gramme,
dies über lat. gramma aus gr. grámma „Gewicht von ‘/24
Unze“, eigtl.
„Buchstabe, Geschriebenes“, vgl.
...gramm): Grundeinheit des metrischen Gewichtssys
tems; Zeichen g. ...gramm (aus gleichbed. gr. grámma zu
gráphein „einritzen, schreiben“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „Schrift, Geschriebenes; Darstellung,
Abbildung, Bild“, z.B. Autogramm. Grammläquilvalent das; -[e]s, -e: Einheit der Stoffmenge (Chem.);
1 Grammäquivalent ist die dem 1 Äquivalentgewicht zah
lenmäßig entsprechende Grammmenge; Zeichen TVal.
Gram mar School ['græmə 'sku:l] die; - -, - -s (aus
gleichbed. engl. grammar school): in Großbritannien u.
Nordirland Bez. für (den deutschen Gymnasien entspre
chende) Schulen, die das Hochschulstudium vorbereiten.
Gramlmaltik [gra...] die; -, -en (aus lat. (ars) grammatica
„Sprachlehre“, dies aus gr. grammatike (téchnê) „Sprach
wissenschaft als Lehre von den Elementen der Sprache“
zu grámma, vgl. ...gramm): 1. a) Beschreibung der Struk
tur einer Sprache als Teil der Sprachwissenschaft; inhalts
523
bezogene Grammatik: primär auf das Feststellen der
sprachlichen Inhalte abgestellte Grammatik, vgl. Dependenzgrammatik, deskriptiv (deskriptive Grammatik),
funktional (funktionale Grammatik), generativ (generati
ve Grammatik), Konstituentenstrukturgrammatik, kon
trastiv (kontrastive Grammatik), stratifikationell (stratifikationelle Grammatik), Stratifikationsgrammatik, transformationell (transformationeile Grammatik), Transfor
mationsgrammatik; b) einer Sprache zugrunde liegendes
Regelsystem, 2. Werk, in dem Sprachregeln aufgezeichnet
sind; Sprachlehre. 3. etw., was zu jmdm./etw. als etw. Ge
setzmäßiges, Wesensbestimmendes, als eine innewohnen
de Struktur gehört, z.B. die - der Gefühle. Gramlmaltikallilsaltilon die; -, -en <zu tgrammatikalisch u. t...isation): das Absinken eines Wortes mit selbstständigem Be
deutungsgehalt zu einem bloßen grammatischen Hilfsmit
tel (bes. bei den Bindewörtern); vgl. ...ation/...ierung.
gram ma ti ka lisch (aus gleichbed. lat. grammatica
lis) : a) die Grammatik betreffend; vgl. grammatisch (a);
b) sprachkundlich. gram|malti|ka|li|sie|ren (zu frisie
ren); der Grammatikalisation unterwerfen. Gramlmaltika li sietrung die; -, -en (zu t...isierung): a) das Grammatikalisieren; b) svw. Grammatikalisation; vgl. ...ation/
...ierung. Gram|ma|ti|ka|li|tät die; - (zu t...ität): gram
matikalische Korrektheit, Stimmigkeit der Segmente ei
nes Satzes; vgl. Akzeptabilität (b). Gram|ma|ti|kas|ter
der; -s, - (zu Î Grammatiker, Analogiebildung zu lat. phi
losophaster „Scheinphilosoph“): grammatisch unzuver
lässiger bzw. unsicherer Lehrer, Schüler. Gramlmaltiker der: -s, - (zu Î grammatisch): Wissenschaftler auf dem
Gebiet der Grammatik. Gram|ma|tik|the|o|rie die; -,
...ien [,,,i:ən]: Theorie der Grammatik (1). gramlmatisch (über lat. grammaticus aus gt: grammatikös, eigtl.
„des Lesens und Schreibens kundig“); a) die Grammatik
betreffend; vgl. grammatikalisch; b) der Grammatik ge
mäß; sprachrichtig; nicht ungrammatisch. Gramlmatisimus der; -, ...men (zu f...ismus (2,5)): 1. (veraltet)
grammatische Regel. 2. (ohne Plur.) starres Festhalten an
grammatischen Regeln. Gramlmaltit [auch ,,,'tɪt] der; -s,
-e (zu gr. grámma „Geschriebenes, Buchstabe“ u. f2...it):
ein Amphibolmineral, svw. fTremolit. Gramlmaltilzitätdie; - (zu T ...izität) : das Grammatische in der Sprache.
Gramlmaltolloigie die; - (zu T...logie>: (veraltet) 1.
Schriftkunde. 2. philosophische Grammatik. Gramm
atom das; -s, -e (zu ÎGramm): so viele Gramm eines
ehern. Elementes, wie dessen Atomgewicht angibt.
Gramlmaltur die; -, -en (Analogiebildung zu f Quadra
tur): (Fachspr.) Quadratmetergewicht; Gewicht von Pa
pier, gerechnet in Gramm pro Quadratmeter. Gram
mern das; -s, -e (zu îGrammatik u. Î ...em): nach Zierer
die aus T Episem u. tTagmem bestehende kleinste gram
matische Einheit. Gramm|ka|lo|rie vgl. Kalorie.
Gramm mol u. Grammlmollelkül das: -s, -e (zu
ÎGramm u. tMolekül): Masse in Gramm, deren Zahlen
wert gleich der relativen Molekularmasse ist. Gram mophon®, auch ...fon das; -s, -e (zu gr. grámma „Geschrie
benes, Schrift“ u. f...phon): in den 20er- u. 30er-Jahren
übliche Bez. für einen mechanischen Plattenspieler.
Gramlmy ['græmɪ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. grammy, wohl Kurzform von gramophone „Gram
mophon“): amerikanischer Schallplattenpreis
gramlnelgaltiv (nach dem dän. Bakteriologen H. Ch. J.
Gram (1853-1938) u. zu fnegativ): nach dem von Gram
begründeten Färbeverfahren sich rot färbend (von Bakte
rien; Med.); vgl. grampositiv
Gra|mo|la|ta i/ze; -, -s (aus gleichbed. it. gramolata, eigtl.
Part. Perf. von gramolare „kneten, geschmeidig ma
chen“): ital. Bez. für halbgefrorene Limonade
gram|po|si|tiv (nach dem dän. Bakteriologen H. Ch. J.
grandios
Gram (1853-1938) u. zu îpositiv): nach dem von Gram
begründeten Färbeverfahren sich dunkelblau färbend
(von Bakterien; Med.); vgl. gramnegativ
Gran das; -[e]s, -e (aber: 100 -) (aus lat. granum „Korn;
Kern; Beere“): 1. svw. 'Grain. 2. alte, sehr kleine Ge
wichtseinheit für Arzneien (ca. 0,06 g). ’Grän vgl. 'Grain.
2Grän das; -[e]s, -e (aber: 100 -) (aus fr. grain „Korn“;
vgl. 'Grain): svw. Gran. Gralna die (Plur.) (aus Zzzt. grana,
Nom. Plur. von granum, vgl. Gran): farbstoffhaltige
Körnchen in der farbstofflosen Grundsubstanz der
tChromatophoren (Biol.). Gralnaldillle vgl. Grenadille.
Gra na kälse der; -s, - (aus it. (formaggio) grana „Par
mesankäse“, aus grana „Korn“ (wegen des körnigen
Teigs)): zu den Parmesankäsen gehörender ital. Hartkäse.
Gra|na|li|en [,,,iən] die (Plur.) (zu lat. grana (vgl. Grana
u. Granulum) u. f‘...ie>: durch Granulieren (Körnen) ge
wonnene [Metalljkörner. ’Gralnat der; -[e]s, -e, österr.
der; -en, -en (aus gleichbed. mlat. granatus zu lat. (lapis)
granatus „körniger, kornförmiger Edelstein“, dies zu gra
num „Korn“): Mineral, das in mehreren Abarten u. ver
schiedenen Farben vorkommt (am bekanntesten als dun
kelroter Halbedelstein)
2Gralnat der; -[e]s, -e (aus gleichbed. fläm. grenat; vgl.
Garnele): kleines Krebstier (Garnelenart)
Gralnatlaplfel der; -s, ...äpfel (nach lat. malum granatum,
eigtl. „kernreicher Apfel"): apfelähnliche Beerenfrucht
des Granatbaums. Gralnatlaplfellbaum, Granatbaum der; -s, ...bäume: zu den Myrtenpflanzen gehören
der Strauch od. Baum des Orients (auch eine Zierpflan
zenart). Gralnalte z/ze; -, -n (aus gleichbed. it. granata,
eigtl. „Granatapfel“, vgl. Granatapfel): 1. mit Sprengstoff
gefülltes, explodierendes Geschoss. 2. eine warme Pastete
(Gastr.)
Grand [grä:, auch graŋ] der; -s, -s (aus /r. grand (jeu) „gro
ßes (Spiel)“, dies aus lat. grandis „groß, bedeutend, vor
nehm“): höchstes Spiel im Skat, bei dem nur die Buben
Trumpf sind; Grand Hand: Grand aus der Hand, bei dem
der Skat nicht aufgenommen werden darf (verdeckt
bleibt). Grand Chœur [gra'kæ:r] der; - -[s] (aus gleich
bed. fr. grand chœur, eigtl. „großer Chor“): 1. franz. Bez.
für die Gesamtheit des Chores im Ggs. zum Solochor (vgl.
Ripieno). 2. bei franz. Orgeln des 19. Jh.s Bez. für volles
Werk. Grand Cru [grä'kry] der; - -, -s -s (aus fr. grand cru
„edler Wein"): franz. Bez. für Weinlagen besonderer
Qualität. Granlde [grands] der; -n, -n (aus gleichbed.
span, grande, eigtl. „groß“, dies aus lat. grandis, vgl.
Grand): bis 1931 mit besonderen Privilegien u. Ehren
rechten verbundener Titel der Angehörigen des höchsten
Adels in Spanien. Grande Ar mée [grädar'me] die; - tfr.y. [die] Große Armee (Napoleons L). Grande Na
tion [grädna’sjö] die; - - (/r,): [die] Große Nation (seit Na
poleon I. Selbstbezeichnung des franz. Volkes). Gran
deur [gra'do:n] die; - (aus gleichbed. fr. grandeur zu
grand, vgl. Grand): strahlende Größe; Großartigkeit.
Granldezlza [gran...] zfze; - (aus gleichbed. it. grandezza,
span, grandeza zu grande, vgl. Grande): feierlich-hoheits
volle Art u. Weise, in der jmd. (bes. ein Mann) etwas aus
führt. Grand Fleet ['grænd 'fli:t] die; - - {engl.; eigtl.
„große Flotte“): die im 1. Weltkrieg in der Nordsee einge
setzte engl. Flotte.
Grand-Guilgnol* [graginjɔl] das: -, -s (nach dem Namen
des Pariser Theaters Le Grand-Guignol): Theaterstück
mit bewusst platt-abgeschmackter u. blutrünstiger, aber
dennoch naiver Darstellungsweise. Grandlholtel
[’grä:...] das; -s, -s (aus fr. grand hôtel, vgl. Grand): gro
ßes, komfortables Hotel, granldig fgran...] (zu lat. gran
dis, vgl. Grand): (landsch.) groß, stark; großartig, grandilgs (aus gleichbed. it. grandioso zu grande „groß, be
rühmt“, dies aus lat. grandis, vgl. Grand): großartig,
G
Grandiosität
überwältigend, erhaben. Granldilolsiltät rf/e; - <zu
T ...ität): Großartigkeit, überwältigende Pracht, granldiglso (it.): großartig, erhaben (Mus.). Grand Jeu [grä'30]
das; - - (aus gleichbed. fr. grand jeu, eigtl. „großes
Spiel“): Angabe an franz. Orgeln, die eine besondere Ver
bindung mehrerer Register anweisen (Mus.). Grand Ju
ry ['grænd 'dʒoərɪ] die; - - (aus gleichbed. engl. grand ju
ry): Î Gremium im amerik. Strafprozessrecht, das die öf
fentliche Anklage auf Ablehnung od. Zulassung prüft.
Grand Lit [grä'li:] das; - -, -s -s [,,, li:(s)] (aus gleichbed.
fr. grand lit, eigtl. „großes Bett“): breiteres Bett für zwei
Personen. Grand Maîltre* [gra'mɛtrə] der; - -, - -s (aus
gleichbed. ʃr. grand maître, eigtl. „großer Meister“):
Großmeister eines Ordens. Grand Mal [grä'mal] das; - (aus gleichbed. fr. grand mal, eigtl. „großes Übel, großer
Schmerz“): Typ des epileptischen Anfalls mit schweren
Krämpfen, Bewusstlosigkeit u. Gedächtnisverlust (Med.).
Grand Marlniler® [grämar'nie:] der: - -[s] (aus gleich
bed. fr. grand marnier): franz, klarer Fruchtsaftlikör auf
der Basis von Cognac od. Weingeist mit Curaçaoorangen
u. feinen Kräutern. Grand Old Laldy ['grænd oʊld 'leɪdi] íZte;---- , - - Ladies [...diz] (aus gleichbed. engl. grand
old lady, eigtl. „große alte Dame“): älteste bedeutende
weibliche Persönlichkeit auf einem bestimmten Gebiet.
Grand Old Man [- - mæn] der; —, - - Men [ men] (aus
gleichbed. engl. grand old man, eigtl. „großer alter
Mann“): älteste bedeutende männliche Persönlichkeit auf
einem bestimmten Gebiet. Grand Opélra [grätope'ra]
die; - - (aus fr. grand opéra „große Oper“): die effektvolle
franz. Oper um die Mitte des 19. Jh.s. Grand oulvert
[ grä: u've:g] der; - -[s] [...(s)]„ - -s [...s] (zu IGrand u. fr.
ouvert „offen“): Grand aus der Hand, bei dem der Spie
ler seine Karten offen hinlegen muss. Grand Pas [grä'pa] der; - -, -s - [grä'pa] (aus fr. grand pas „großer Tanz“,
eigtl. „großer Schritt“): Ballettnummernfolge, die aus
T Entrée (4), Î Adagio, 1 Variationen u. 1 Koda (1 ) besteht.
Grand Prix [grä'pri:] rfer; - 'pri:(s)], - - [- 'pri:s] (fr.;
vgl. Grand): franz. Bez. für großer Preis, Hauptpreis.
Grandlseilgneur* [grasɛnje:n] der; -s, Plur. -s u. -e (aus
gleichbed. /r. grand seigneur, vgl. Grand): vornehmer,
weltgewandter Mann. Grand Slam ['grænd 'slæm] der;
-[s], - -s (aus engl. grand slam „Sieg in Serie“, eigtl. „das
große Zuschlägen“): Gewinn der Einzelwettbewerbe bei
den internationalen Tennismeisterschaften von Großbri
tannien, Frankreich, Australien u. den USA innerhalb ei
nes Jahres durch einen Spieler od. eine Spielerin.
Grand-Tou|risme-Ren|nen [grätu rism...] das; -s, - (zu
fr. grand tourisme „großer Reisesport“, vgl. Grand u.
Tourismus): internationales Sportwagenrennen mit Wer
tungsläufen, Rundrennen, Bergrennen u. 1 Rallyes
Granlgie [,..is] die; -, -n [...jan] (zu mlat. grangium „Ge
treidespeicher, Scheune“, dies zu lat. granum „Korn“):
bei den Zisterziensern der vom Kloster unmittelbar ver
waltete klösterliche Wirtschaftshof. gralnielren ((wohl
unter Einfluss von it. granire „körnen“) zu lat. granum
„Korn“ u. Î..deren): 1. die Platte beim Kupferstich auf
rauen. 2. Papier körnen, aufrauen. 3. (selten) svw. granu
lieren. Gralnieijstahl der; -s: bogenförmiges, mit ge
zähnter Schneide versehenes Stahlinstrument („Wiege“),
mit dem beim Kupferstich die Platte aufgeraut („ge
wiegt“) wird. Gralnit [auch ...nit] der; -s, -e (aus gleich
bed. it. granito, eigtl. ,,gekðrnt(es Marmorgestein)“, zu
lat. granum „Korn, Kern“; vgl. 2...it>: sehr hartes Gestein
aus körnigen Teilen von Feldspat, Quarz u. Glimmer.
Gralnilta (aus it. granita „Halbgefrorenes“, eigtl. „Ge
körntes“): svw. Gramolata. gra nilten [auch ...nitnj:
1. svw. granitisch. 2. hart wie Granit. Gra|ni|ti|sa|ti|on
die; -, -en (zu Î ...isation): Entstehung der verschiedenen
TGranite; vgl. ...ation/...ierung. gralniltisch [auch ... ni-
524
tɪʃ] : den Granit betreffend. Gralniltilsielrung die; -, -en
(zu t...isierung): svw. Granitisation; vgl. ...ation/...ierung. Gralniltit [auch ...’tit] der; -s, -e (zu î2...it>: eine
Art des Î Granits, die hauptsächlich dunklen Glimmer
enthält. Gralnitlporlphyr [auch ... nit...] der; -s: eine Art
des Î Granits mit großen Feldspatkristallen in der feinkör
nigen Grundmasse. Gralnitltekltolnik [auch ... nit...]
die; -: aus der Einregelung der Kristalle u. Lage der Klüf
te rekonstruierte Entstehungsgeschichte von ÎPlutonen
(Geol.)
Gran ny Smith ['grænɪ 'smɪθ] der; - -, - - (engl.; eigtl.
„Oma Smith“, nach M. A. Smith (f 1870)): glänzend grü
ner, saftiger Apfel aus Australien
gra no blas tisch* (zu lat. granum „Korn“ u. gr. blastos
„Spross, Trieb“): tmetamorphe Gesteine mit annähernd
gleich großen Kristallen betreffend. Gralnoldilolrit
[auch ... rit] der; -s, -e: ein kieselsäurereiches Tiefenge
stein. Gralnolphyr der; -s, -e (verkürzt aus tGranit u.
t Porphyr): dem Granit u. dem Porphyr ähnliches Erguss
gestein
Grantlgalzellle ['grɑ:nt...] die; -, -n (nach dem brit. Afri
kareisenden J. A. Grant (1827-1892) u. zu ÎGazelle): ei
ne in Ostafrika lebende, überwiegend rötlich braun ge
färbte Gazellenart
gralnul..., Gralnul... vgl. granulo.... Granulo... Gralnula: Plur. von TGranulum, gralnullär (zu lat. granulum
(vgl. granulo...) u. t...är): svw. granulös. Gralnullaratrolphie* die; -, ...ien [,,,i:ən]: svw. Zirrhose. Gralnulat das; -[e]s, -e (zu tgranulieren u. t...at (1)>: durch
Granulieren in Körner zerkleinerte Substanz. Gralnula ti on die; -, -en (zu î...ation): 1. Herstellung u. Bil
dung einer körnigen [Oberflächenjstruktur. 2. körnige
[Oberflächenjstruktur. 3. Bildung von rötlich gefärbtem
u. gefäßreichem neuem Bindegewebe bei Gewebsdefek
ten (Med.); vgl. ...ation/...ierung. Gralnulatilonsgeschwulst die; -, ...ülste: geschwulstartige Wucherung
von Granulationsgewebe (Med.). Gralnullaltilonslgewelbe das; -s: a) sich bei der Heilung von Wunden u.
Geschwüren neu bildendes gefäßreiches Bindegewebe,
das nach einiger Zeit in Narbengewebe übergeht; b) Ge
webe, das sich bei bestimmten Infektionen u. chroni
schen Entzündungen im Gewebsinneren bildet (Med.).
Gralnullaltor der; -s, ...oren (zu î...or): Vorrichtung
zum Granulieren (1). Gralnullen die (Plur.) (aus lat.
granula (Plur.) „Körnchen“): auf der nicht gleichmäßig
hellen Oberfläche der Sonne als körnige Struktur sicht
bare auf- u. absteigende Gasmassen, deren Anordnung
sich innerhalb weniger Minuten ändert u. deren helle
Elemente eine Ausdehnung von etwa 1 000 km haben.
gra|nu|lie|ren (zu lat. granulum „Körnchen“ u. Î..de
ren): 1. (Fachspr.) [an der Oberfläche] körnig machen, in
körnige, gekörnte Form bringen. 2. Körnchen, Granula
tionsgewebe bilden (Med.). gra|nu|liert (zu î...iert):
körnig zusammengeschrumpft (z.B. bei Schrumpfniere;
Med.). Gralnullielrung die; -, -en (zu t...ierung>: 1. das
Granulieren; Granulation (1). 2. (selten) svw. Granulati
on (2); vgl. ...ation/...ierung. Granullit [auch ...’ht] der;
-s, -e (zu î2...it): Weißstein, hellfarbiger kristalliner
Schiefer aus Quarz, Feldspat, Granat u. 1 Rutil, gralnuliltisch [auch ...Ti...]: den Granulit betreffend, grainulo..., Gralnullo..., vor Vokalen meist granul..., Gramil...
(zu lat. granulum „Körnchen“, Verkleinerungsform von
granum „Korn, Kern“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „mit Körnchenbildung einhergehend, eine
körnige Struktur aufweisend“, z.B. Granulométrie, Gra
nulozyt. Gralnullom das; -s, -e (zu t...om): Granulati
onsgeschwulst (bes. an der Zahnwurzelspitze; vgl. Gra
nulationsgewebe (b; Med.). gra|nu|lo|maltös (zu
Î...ÔS): mit der Bildung von Granulomen einhergehend;
525
zu einer Granulomatose gehörend (Med.). Gralnullomatose die; -, -n <zu T'...ose): Bildung zahlreicher
Granulome; Erkrankung, die mit der Bildung von Gra
nulomen einhergeht (Med.). Gra|nullo|me|trie* die: <zu tgranulo... u. (...metrie): Gesamtheit der Methoden
zur prozentualen Erfassung des Kornaufbaus von Sand,
Kies, Böden od. Produkten der Grob- u. Feinzerkleine
rung mithilfe von Sichtung, Siebung od. (Sedimentation
(1)- gralnullös (zu T...ÖS): körnig, gekörnt. Gralnullose die: -, -n <zu t'...ose): svw. Trachom. Gralnullolsität die: - <zu Î...ität): körniges Aussehen. Gralnullolzyt
der; -en, -en (meist Plur.) <zu t...zyt): weißes Blutkörper
chen von körniger Struktur. Gra|nu|lo|zy|tolpalthie
die; -, ...ien (zu (...pathie): Funktionsstörung der weißen
Blutkörperchen (bei normaler Zellzahl; Med.). Gralnulolzyltolpelnie die; -, ...ien (zu gr. penia „Armut, Man
gel“): Mangel an Granulozyten im Blut als Krankheits
symptom (Med.). Gralnullum das; -s, ...la (aus lat. gra
nulum „Körnchen“): 1. Arzneimittel in Körnchenform.
Arzneikügelchen (Med.). 2. Teilchen der mikroskopi
schen Kornstruktur der lebenden Zelle (Biol.). 3. beim
Î Trachom vorkommende körnige Bildung unter dem
Oberlid (Med.). 4. Gewebeknötchen im Granulationsge
webe (Med.)
Grapelfruit ['gre:pfru:t, engl. 'greɪp...] die; -, -s (aus
gleichbed. engl. grapefruit, dies zu grape „Weintraube,
Weinbeere“ u. fruit „Frucht“ (da sie in Büscheln
wächst)): eine Art ÎPampelmuse
Graph vgl. uGraf. ...graph vgl. ...graf. Gralphem usw.
vgl. Grafem usw. Gralpheollolgie usw. vgl. Grafeologie
usw.
...gralphie vgl. ...grafie.
Gra phik usw. vgl. Grafik usw. gralphisch vgl. grafisch.
Gralphislmus vgl. Grafismus. Gralphitusw. vgl. Gra
fit usw. gralpho..., Gralpho... vgl. grafo..., Grafo...
Gra pho lo ge usw. vgl. Grafologe usw.
Graplparfer; -s, -s od. die: -, -s (aus gleichbed. it. grappa zu
älter it. grappo „Traube“): ital. alkoholisches Getränk
aus Trester (Traubenpressrückstände)
Grapltollith [auch ... lit] der: Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu
gr. graptós „geschrieben“ (weil die Abdrücke der Ablage
rungen Schriftzeichen gleichen) u. T...lith>: koloniebil
dendes, (fossiles, sehr kleines Meerestier aus dem Silur
Graschldalnin [graʒ...] (aus gleichbed. russ. grazdanin,
kirchenslawisch grazdanin (russ. eigtl. gorozanin), Lehn
übersetzung von gr. polîtes): Bürger (als Anrede in Russ
land). Graschldanlka: weibl. Form zu (Graschdanin
Grass das; - (aus engl.-amerik. grass „Gras“): (ugs. ver
hüllend) svw. Marihuana
graslsielren (aus gleichbed. lat. grassari, eigtl. „schrei
ten“): um sich greifen; wüten, sich ausbreiten (z.B. von
Seuchen)
Graltia die; - (aus gleichbed. lat. gratia): (veraltet) Gunst,
Gnade, Dank. Graltilal das; -s, -e u. Gra ti alle das; -s,
...lien [...ion] (zu mlat. gratialis „Gunst erweisend, gefäl
lig“, dies zu lat. gratia „Dank“): (veraltet) a) Dankgebet;
b) Geschenk (Trinkgeld). Graltilas das; -, - (nach dem
lat. Anfangswort des Gebetes Gratias agamus Deo
„Lasst uns Gott danken!“): [klösterliches] Dankgebet
nach Tisch, graltia suplpglnit na tulram (lat.; „die
Gnade setzt die Natur voraus“): ÎAxiom der (Scholastik
zur Verdeutlichung der Beziehung von Mensch u. Gnade.
Gra|ti|f iIkaItiIon die; -, -en (aus lat. gratificatio „Gefäl
ligkeit“ zu gratificari, vgl. gratifizieren): zusätzliches [Ar
beitsentgelt zu besonderen Anlässen (z. B. zu Weihnach
ten). gra|ti|fi|zi_e|ren (aus lat. gratificari „sich gefällig
erweisen“): (veraltet) vergüten
gralti|ku|lielren (aus fr. graticuler, dies aus it. graticolare
zu graticola, lat. craticula, Verkleinerungsform von cratis
gravierend
„Rost“): (veraltet) übergittern, mithilfe eines Gitters od.
Quadratnetzes abzeichnen
Graltin [gra'tɛ:] rZas; -s, -s (aus gleichbed. fr. gratin zu grat
ter, vgl. gratinieren): überbackenes Gericht (z.B. Apfel-,
Käse-, Kartoffelgratin)
Grälting die; -, Plur. -e od. -s (aus engl. grating „Git
ter! werk)“ zu grate „Gitter", dies über mlat. grata zu lat.
cratis, vgl. gratikulieren): Holz- od. Metallrost als Lauf
steg auf Schiffen
graltilnielren (aus /?. gratiner „am Rand des Kochtopfs
festbacken“ zu gratter „abkratzen“ (germ. Wort)): über
backen, bis eine braune Kruste entsteht (Gastr.); vgl. au
gratin
graltis (Zai.; eigtl. „um den bloßen Dank“): unentgeltlich,
frei, unberechnet, kostenlos. Graltislakltie [...io] die; -,
-n: neue (Aktie, die statt einer (Dividende an den (Ak
tionär ausgegeben wird. Gra|tis|exem|plar* das; -s, -e:
kostenloses Exemplar, Freiexemplar (Werbung)
Gratltalge [,,,ʒə] die; - (aus gleichbed. fr. grattage zu grat
ter „abkratzen“ (germ. Wort)): Maltechnik, bei der dick
aufgetragene Farbe an den Stellen von der Leinwand ab
geschabt wird, an denen sich unter die Leinwand gelegte
Gegenstände durchdrücken
GraltullantiZer; -en, -en (aus lat. gratulans, Gen. gratulantis, Part. Präs, von gratulari, vgl. gratulieren): jmd., der
jmdm. gratuliert. Graltullanltin die; -, -nen: weibl.
Form zu (Gratulant. Gra tullalti on die; -, -en (aus
gleichbed. lat. gratulatio); 1. das Gratulieren. 2. Glück
wunsch. Gra|tu|lalti|ons|cour [,,,ku:n] die; -, -en:
Glückwunschzeremoniell zu Ehren einer hochgestellten
Persönlichkeit, graltullielren (aus gleichbed. lat. gratu
lari): beglückwünschen, Glück wünschen
Gralvalmen [,..v...j das; -s, ...mina (meist Plur.) (aus lat.
gravamen, Gen. gravaminis „Beschwerlichkeit“): Be
schwerde, bes. die Vorwürfe gegen Kirche u. Klerus im
15. u. 16. Jh. gralvalmilnielren (zu !..deren):
(Rechtsspr.) Beschwerde führen, sich beschweren. Gravanltia die (Plur.) (zu lat. gravans, Gen. gravantis, Part.
Präs, von gravare „beladen, beschweren“): (Rechtsspr.)
erschwerende Umstände für die Strafzumessung. Grava ti on die; -, -en (aus gleichbed. lat. gravatio): (veral
tet) Beschwerung, Belastung, gralve (zd.; aus gleichbed.
lat. gravis): schwer, feierlich, ernst (Vortragsanweisung;
Mus.). Gralve das; -s, -s: langsamer Satz od. Satzteil von
ernstem, schwerem, majestätischem Charakter seit dem
frühen 17. Jh. (Mus.)
Gra|vet|ti|en [gravɛ'tiɛ:] das; -[s] fr.; nach der Felsnische
La Gravette in Frankreich): Kulturstufe der jüngeren Alt
steinzeit
Gralveur [... vom] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. graveur zu
graver, vgl. ’gravieren): Metall-, Steinschneider, Stecher
gralvi..., Gralvi... [,..v...] (zu Zaz. gravis „schwer“): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „die Schwerkraft be
treffend“, z.B. gravimetrisch, Gravisphäre, gralvid (aus
gleichbed. lat. gravidus, eigtl. „beschwert“): schwanger
(Med.). Gralvilda die; -, ...dae [...de] (aus gleichbed.
(n)lat. gravida, substantiviertes Fern, von lat. gravidus,
vgl. gravid): schwangere Frau (Med.). gra|vi|de vgl. gra
vid. Gra|vi|di|tät die; -, -en (aus gleichbed. lat. gravidi
tas, Gen. graviditatis zu gravidare „schwängern“):
Schwangerschaft (Med.)
’gralvielren [,..v...] (aus gleichbed. fr. graver, urspr. „eine
Furche ziehen, einen Scheitel ziehen“, dies aus mittelniederd.-niederl. graven „graben“): in Metall, Stein
[ein]sehneiden
2gra|vielren [...v.„] (aus lat. gravare „schwer machen“ zu
gravis „schwer“): (veraltet) beschweren, belasten, gra
vierend (zu (...ierend): ins Gewicht fallend, schwerwie
gend u. sich möglicherweise nachteilig auswirkend
El
526
Gravierung
die;-,-en (zu t‘gravieren): l.das Gravieren.
2. eingravierte Schrift, Verzierung o.Ä.
Gralvilmelter das; -s, - <zu tgravi... u. t‘...meter): Instru
ment zur Messung der Veränderlichkeit der Schwerkraft
(Geol.). Gralvilmeltrie* die; - (zu t...metrie>: 1. Mess
analyse, Verfahren zur quantitativen Bestimmung von
Elementen u. Gruppen in Stoffgemischen (Chem.). 2.
Messung der Veränderlichkeit der Schwerkraft (Geol.).
gralvilmeltrisch* (zu Î...metrisch): die Erdschwere be
treffend. Gralvilrelzepltor der; -s, ...oren (meist Plur.):
t Rezeptor als Teil der Gleichgewichtsorgane, der durch
Schwerkraft- u. Beschleunigungskräfte erregt wird
(Med.). Gralvis der; -, - (Substantivierung von lat. gravis
„schwer“): Betonungszeichen für den „schweren“, fallen
den Ton (z.B. à); vgl. Accent grave. Gra|vi|sphä|re* die;
-, -n (zu tgravi...): Bereich des Weltraums, in dem die
Schwerkraft eines Weltkörpers die Schwerkraft anderer
Weltkörper überwiegt. Gra|vi|tät die; - (aus gleichbed.
lat. gravitas, Gen. gravitatis, eigtl. „Schwere“): (veraltet)
[steife] Würde. Gralviltaltilon die; - (unter Einfluss von
fr. gravitation aus gleichbed. engl. gravitation, dies zu lat.
gravitas „Schwere“ u. t...ation): Schwerkraft, Anzie
hungskraft, bes. die zwischen der Erde u. den in ihrer Nä
he befindlichen Körpern. Gra|vi|talti|ons|dif|felrenzilaltilon, auch ...differentiation die; -: das Absinken von
Kristallen durch die Schwerkraft bei Erstarrung einer
Schmelze (Geol.). Gralvilta tilonslenerlgie die: -: die
durch die Schwerkraft aufbringbare Energie. Gra|vi|tat i I on s I i n I st a I b i 11 i I tät* die; -: Störung des Gleichge
wichtszustandes infolge hoher Massenanziehung inner
halb eines kosmischen Objektes (Astron.). Gralviltaltionskollaps der; -es, -e: Zusammenfallen eines Sternes
am Ende seiner Entwicklung, nachdem seine inneren
Energiereserven aufgebraucht sind (Astron.). Gra|vi|tatilonslkonlstanlte* die; -: Naturkonstante, die zahlen
mäßig der Kraft entspricht, die zwei 1 g schwere punkt
förmige Massen in 1 cm Abstand aufeinander ausüben.
Gra|vi|ta|ti|onslquant das; -s, -en: svw. Graviton, graviltältisch (zu tGravität): ernst, würdevoll, gemessen,
gralviltielren (unter Einfluss von fr. graviter zu lat. gra
vitas „Schwere“, dies zu gravis „schwer“): a) vermöge der
Schwerkraft auf einen Punkt hinstreben; b) sich zu etwas
hingezogen fühlen. Gralviltilno das; -s, -s (zu TGraviton,
Analogiebildung zu tNeutrino): hypothetisches Elemen
tarteilchen des Gravitationsfeldes (Phys.). Gra|vi|ton
das; -s, ...onen (Kunstw. zu lat. gravis „schwer“ u.
t4...on): Feldquant, Elementarteilchen des Gravitations
feldes (Phys.); vgl. Quant
Gralvur [,..v...] die: -, -en (latinisierte Form von t Gravüre;
vgl. ...ur>: Darstellung, Zeichnung auf Metall od. Stein.
Gralvülre die; -, -n (aus gleichbed. fr. gravure zu graver,
vgl. gravieren): a) Erzeugnis der Gravierkunst (Kupfer-,
Stahlstich); b) auf fotomechanischem Wege hergestellte
Tiefdruckform; c) Druck von einer auf fotomechani
schem Wege hergestellten Tiefdruckform
Gray [grei] das; -[e]s, - (nach dem engl. Physiker L. H.
Gray, 1905-1965): Maßeinheit der Energiedosis; Zeichen
Gy. Graylcode ['greɪko:t] der; -s, -s (zu ÎCode): Bez. für
eine Zahlenverschlüsselung (EDV)
Gralzie [...is] die; -, -n (aus gleichbed. lat. gratia bzw. Gra
tia): 1. (ohne Plur.) Anmut, Liebreiz. 2. (meist Plur.) (in
der röm. Mythologie) eine der drei (den Chariten in der
griech. Mythologie entsprechenden) Göttinnen der An
mut u. Schönheit
gra|zi! (unter Einfluss von gleichbed. fr. gracile aus lat.
gracilis „schlank, mager“): fein gebildet, zartgliedrig,
zierlich. GraIzilliItät die; - (unter Einfluss von gleichbed.
fr. gracilité aus lat. gracilitas, Gen. gracilitatis „Schlank
heit“): feine Bildung, Zartgliedrigkeit, Zierlichkeit
Gralvielrung
(aus gleichbed. fr. gracieux, dies aus lat. gratio
sus „wohlgefällig, lieblich“; vgl. Grazie u. ...ös): anmutig,
mit Grazie, gra Izi|gIso (it.; zu lat. gratiosus; vgl. Gra
zie): anmutig, mit Grazie (Vortragsanweisung; Mus.).
Gralzilolso das; -s, Plur. -s u. ...si: Satz von anmutigem,
graziösem Charakter (Mus.)
grälzilsielren (aus gleichbed. lat. graecissare, graecizare,
dies aus gr. graikizein „Griechisch sprechen“ zu Graikös
„Grieche“): in [alt]grieeh. Sprachform bringen. Grälzisielrung die; - (zu t...ierung): das Gräzisieren, das Gräzisiertwerden. Grälzis mus der; -, ...men (zu Î...ismus
(4)): altgriech. Spracheigentümlichkeit in einer nicht
griech. Sprache, bes. in der lateinischen; vgl. ...ismus/
...istik. Grälzist der; -en, -en (zu t ...ist): jmd., der sich
wissenschaftlich mit dem Altgriechischen befasst [hat]
(z.B. Hochschullehrer, Student). Grälzisltik die; - (zu
T...istik): Wissenschaft von der altgriech. Sprache [u.
Kultur]; vgl. ...ismus/...istik. grälzisltisch (zu t...istisch): a) das Gebiet des Altgriechischen betreffend; b) in
der Art, nach dem Vorbild des Altgriechischen. Grälzität die; - (aus lat. graecitas, Gen. graecitatis „das Grie
chische“): Wesen der altgriech. Sprache u. Sitte. Greek
Relvilvai ['gri:k rɪ'vaɪv(ə)l] das; - -[s] (aus gleichbed.
engl. Greek revival zu Greek „griechisch“ (dies zu lat.
Graecus) u. revival „Wieder-, Neubelebung“): klassizisti
sche Richtung der engl. Architektur im frühen 19. Jh., die
sich an Vorbildern des klassischen Griechenland orien
tierte
Green [gri:n] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. green): beim
Golfspiel um das Loch herum kurz geschnittene Rasen
fläche.
Greenlager* ['gri:nleɪʤe] der; -s, - (Kunstw. aus Green
horn u. Teenage/-): Kind zwischen Kleinkind- u. Teen
ageralter. Gree|na|lith [gri:na'ht] der; Gen. -s u. -en,
Plur. -e[n] (zu engl. green „grün“ u. T ...lith): ein grünes
Mineral aus der Gruppe der Sprödglimmer. Green
back ['gri:nbɛk] </er; -[s], -s (aus gleichbed. engl.-amerik.
greenback, eigtl. „grüner Rücken“): a) 1862 ausgegebene
amerik. Schatzanweisung mit Banknotencharakter mit
grünem Rückseitenaufdruck; b) (volkstümlich in den
USA) US-Dollarnote. Green Card ['gri:n 'kɑ:d] rf/e; - -, -s, auch Green Icard die; -, -s (aus gleichbed. engl. green
card, eigtl. „grüne Karte“): Karte, die Ausländer in den
USA benötigen, um legal eine Arbeitsstelle zu bekom
men. Green Fee ['gri:n Ti:] die; - -, - -s, auchGreenlfee
die; -, -s (zu engl. fee „Gebühr“): von einem Golfspieler
auf fremdem Platz zu entrichtende Gebühr. Greenlhorn
[,,,hɔ:n] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. greenhorn, eigtl.
„Tier mit grünem Gehörn“): jmd., der auf einem für ihn
neuen Gebiet zu arbeiten begonnen hat u. noch ohne ein
schlägige Erfahrungen ist; Neuling, Grünschnabel
Greelnolckit [gri:nɔ'kɪt] der; -s, -e (nach dem Entdecker
des Minerals, Ch. M. Cathart, Lord Greenock
(1783-1859), u. zu t2...it): ein orangegelbes bis bräunli
ches Mineral, Kadmiumblende
Greelnolvit [gri:no vit] der; -s, -e (nach dem engl. Geolo
gen G. B. Greenough (f 1855) u. zu t2...it>: ein Mineral,
manganartige Abart des tTitanits (1)
Greenlpeace ['gri:npi:s] der; - (aus gleichbed. engl.
Greenpeace, eigtl. „grüner Frieden“): internationale Or
ganisation von Umweltschützern. Greenlroom [...ru:m]
der; -s, -s (aus gleichbed. engl. green-room, eigtl. „grünes
Zimmer“): (veraltet) Konversationszimmer im engl.
Theater für Schauspieler, Publikum u. Verfasser von
Bühnenstücken
Green|wi|cher Zeit ['grmɪʤn -, 'grɪnɪʧŋ -] die; - - (nach
dem Londoner Stadtteil Greenwich): westeurop. Zeit, be
zogen auf den Nullmeridian, der durch Greenwich geht
Grelgalrilnen die (Plur.) (zu lat. gregarius „zur Herde gegralzilös
527
hörig“, dies zu grex, Gen. gregis „Herde; Schar“ (da die
se Einzeller meist in großer Zahl vorkommen) u. t...ine):
einzellige tierische Schmarotzer im Innern von wirbello
sen Tieren (Zool.). grelgalrilnös <zu t...ös): von Gregarinen befallen
Grège [gre:ʒ] die; - (aus fr. (soie) grège ,,ungezwirnt(e Sei
de)“ zu it. greggio „roh“, weitere Herkunft ungeklärt):
Rohseide[nfaden] aus 3-8 Kokonfäden, die nur durch den
Seidenleim zusammengehalten werden
Gregglsynldrom* das; -s (nach dem austral. Ophthalmo
logen Sir N. McAllister Gregg (1892-1966) u. zu TSyndrom>: angeborener Defekt (Missbildungskombination)
bei Kindern, deren Mütter in den ersten Schwanger
schaftsmonaten an Röteln erkrankt waren (Med.)
Grelgolrilalnik die; - (nach Papst Gregor I. (um 540-604)
u. zu t...ik (3)>: a) die Kunst des gregorianischen Ge
sangs; b) die den gregorianischen Choral betreffende
Forschung. 1gre|go|ri|a|nisch (zu ÎGregorianik): von
Gregor[ius] herrührend; gregorianischer Choral od. Ge
sang: einstimmiger, rhythmisch freier, unbegleiteter liturg. Gesang der kath. Kirche; Ggs. tFiguralmusik.
2gre|golri|alnisch
(nach
Papst Gregor XIII..
1502-1585); in der Fügung gregorianischer Kalender: der
von Papst Gregor XIII. 1582 eingeführte, noch heute gül
tige Kalender. gre|go|ri|a|ni|sielren (zu 1 Gregorianik
u. T...isieren>: in der Manier des gregorianischen Gesangs
komponieren. Grelgorslmeslse die; - (nach Papst Gre
gor I., vgl. Gregorianik): im Spätmittelalter häufige Dar
stellung in der bildenden Kunst, auf der Christus dem vor
dem Altar knienden Papst Gregor I. erscheint
Grellots [grə'lo:] die (Plur.) (aus fr. grelot „Schelle, Glo
cke“, nach dem Aussehen der Verzierungen): [als Rand
verzierung angebrachte] plastische Posamentenstickerei
in Form von Knötchen u. kleinen Schlingen
Gre|mi|a|le das; -s, ...lien [...ion] (aus gleichbed. kirchenlat. gremiale zu mlat. gremialis „zum Schoß gehörig“):
Schoßtuch des kath. Bischofs beim Messelesen. Grelmium das; -s, ...ien [...ion] (aus spätlat. gremium „Armvoll,
Bündel“ zu lat. gremium „Schoß“): a) Gemeinschaft, be
ratende od. beschlussfassende Körperschaft; Ausschuss;
b) (österr.) Berufsvereinigung
Grelnaldier der; -s, -e (aus gleichbed. fr. grenadier, urspr.
„Handgranatenwerfer“, zu grenade „Granate“, eigtl.
„Granatapfel(baum)“, dies aus altfr. (pome bzw. pume)
grenate; vgl. Granatapfel): a) Soldat der Infanterie (be
sonderer Regimenter); b) (ohne Plur.) unterster Dienst
grad eines Teils der Infanterie. Gre|na|dil|le u. Granadille die; -, -n (aus ʃr. grenadille „Passionsblume“, dies
aus span, granadilla „Blüte der Passionsblume“ zu grana
da „Granatapfel“; vgl. Granatapfel): essbare Frucht ver
schiedener Arten von Passionsblumen
Grelnaldin [grəna'dɛ:] das od. der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
grenadin, nach der span. Stadt Granada): kleine gebrate
ne Fleischschnitte
’Grelnaldilne die; - (aus gleichbed. fr. grenadine zu grena
de; vgl. Grenadier): Saft aus Granatäpfeln [Orangen u.
Zitronen]
2Gre|naldi|ne die; - (aus gleichbed. fr. grenadine, eigtl.
„das aus (der span. Stadt) Granada Kommende“): a) hart
gedrehter Naturseidenzwirn; b) durchbrochenes Gewebe
aus 2Grenadine (a) in Leinenbindung (Webart)
Grelnage [grə'na:ʒ] die; -, -n [--ʒn] (aus fr. grenage „das
Körnen, Granulieren; das Aufrauen einer glatten Flä
che“ zu grain „Korn, Körnchen“, dies aus lat. granum):
(veraltet) körnige Vergoldung [von Uhren], Grelnailllen
[grəna(l)jən] die (Plur.) (aus gleichbed. fr. grenaille „Me
tallkörner, Kornabfall“ zu grain, vgl. Grenage): svw.
Granalien
Grève [grɛ:v] die; -, -n [...von] (aus gleichbed. fr. grève,
Grillage
eigtl. urspr. „Sand“ (aus vulgärlat. grava), später im Na
men eines Platzes in Paris (Place de Grève), auf dem sich
Streikende u. Arbeitslose versammelten): (veraltet)
Streik, Ausstand
Grélvylzelbra* [gre'vi...] das; -s, -s (nach dem franz, repu
blikanischen Präsidenten J. Grévy (1807-1891) u. zu tZebra): größte wild lebende Art der Zebras
Greylhound ['greɪhaʊnd] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
greyhound zu altengl. grighund, dies aus grig „Hund“ u.
hund „Jagdhund“): 1. engl. Windhund. 2. Kurzform von
ÎGreyhoundbus. Greylhoundlbus der; -ses, -se (zu
î'Bus): tOmnibus einer amerikanischen Busliniengesell
schaft (in den Vereinigten Staaten ein wichtiges öffentli
ches Verkehrsmittel im Überlandverkehr)
Gri|ba|ne die; -, -n (aus gleichbed. fr. gribane, norman
nisch gribanne „eine Art Kasten“): kleines, flaches Küs
tenschiff, zweimastige Barke der Normandie
Grilbletlte* die; -, -n (aus gleichbed. fr. griblette, gebildet
aus gril „Rost“ u. riblette „Fleischschnitte“): (veraltet)
kleine, gespickte Fleischschnitte
gri|bouil|lie|ren [gribuji:...] (aus gleichbed. fr. gribouil
ler, gebildet aus gnf(f)onner (vgl. griffonnieren) u. barbouiller (vgl. barbouillieren)): svw. griffonnieren
Gridlsysltem das; -s, -e (zu engl. grid „Gitter(netz), Ver
sorgungsnetz)“ u. (System): Laufschienensystem in
Film- u. Fernsehateliers zum Aufhängen von Scheinwer
fern
grielchisch-kalthollisch (zu lat. Graecus (dies aus
gleichbed. gr. Graikös, nach dem ursprüngl. Verbrei
tungsgebiet) u. Îkatholisch): 1. einer mit Rom tunierten
orthodoxen Nationalkirche angehörend (die bei eigenen
Gottesdienstformen in Lehre u. Verfassung den Papst an
erkennt). 2. (veraltet) svw. griechisch-orthodox, griechisch-orthodox: der von Rom (seit 1054) getrennten
Ostkirche od. einer ihrer Î autokephalen Nationalkirchen
angehörend, grielchisch-rölmisch: 1. (beim Ringen)
nur Griffe oberhalb der Gürtellinie gestattend. 2. svw.
griechisch-katholisch (1). grielchisch-uniert (zu
Îunieren): svw. griechisch-katholisch (1)
Grilef [grief] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. grief zu grever
„(jmdn.) belasten“, dies aus lat. gravare, vgl. gravieren):
(veraltet) 1. Schaden. 2. Beschwerde
Grieve [gri:v] vgl. James Grieve
Griflfon [grɪ'fð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. griffon, eigtl.
„Greif', dies aus (spät)lat. gryphus zu gr. grÿps): als
Jagd- od. Schutzhund gehaltener, mittelgroßer, kräftiger
Vorstehhund mit rauem bis struppigem Fell
Griflfonlnage [,,,'na:ʒ] die; -, -n [,,,ʒn] (aus gleichbed. fr.
griffonnage zu griffonner, vgl. griffonnieren): (veraltet)
Gekritzel, Geschreibsel. Grif|fon|ne|ment [,,,fɔnəma:]
das; -s, -s (aus gleichbed. fr. griffonnement): (veraltet)
flüchtiger Entwurf. Grif|fon|neur [...’nom] der; -s, -e
(aus gleichbed. fr. griffonneur): (veraltet) a) Kritzler,
jmd., der unleserlich schreibt; b) Vielschreiber, schlechter
Schriftsteller. grif|fon|nie|ren (aus gleichbed. fr. grif
fonner zu griffe „Klaue, Kralle“): (veraltet) a) kritzeln,
schmieren; b) viel [u. minderwertig] schreiben
grilgnarldielren* [grinjar...] (nach dem franz. Chemiker
F. A. V. Grignard (1871-1935) u. zu Î..deren): nach einem
bestimmten Verfahren T Synthesen organischer Stoffe bil
den. Gri|gnard|re|ak|ti|on [grinja:r...] ifie; -, -en: Reak
tion zur Synthese organischer Verbindungen mithilfe
magnesiumorganischer Verbindungen
Grill der; -s, -s (über engl. grill aus gleichbed. fr. gril (neben
grille), zu altfr. graille, greïlle, dies aus lat. craticulum
„Flechtwerk, kleiner Rost“): Bratrost. Grilllalde [grija:də] die; -, -n (aus gleichbed. fr. grillade): gegrilltes
Fleischstück. Grilllage [grija:ʒ] die; -, -n [--ʒn] (aus
gleichbed. fr. grillage): 1. das Rösten von Erzen. 2. (veral-
grillen
tet) Gitterrost, Drahtgitter, Maschendraht, grillten, gril
lieren [auch gri'ji:...] (über engl. to grill aus gleichbed. fr.
griller): auf dem Grill braten. Gril|let|te die; -, -n (zu
T...ette>: (regional) gegrilltes Hacksteak, grilllielren
[auch gri'ji:...] (zu Î..deren): (Schweiz.) svw. grillen. Grillparlty die; -, -s [im Freien veranstaltete] Party, bei der
[gemeinsam] gegrillt wird. Grilllresltaulrant das; -s, -s:
svw. Grillroom. Grilllroom [,,,ru:m] der; -s, -s (aus
gleichbed. engl. grill-room): Restaurant od. Speiseraum
in einem Hotel, in dem hauptsächlich Grillgerichte [zube
reitet u.] serviert werden
Grilmaslse die; -, -n (aus gleichbed. fr. grimace zu altfr.
grimue(h)e „Fratze, groteske Figur“, vermutlich aus dem
Germ.): eine bestimmte innere Einstellung, Haltung o.Ä.
durch verzerrte Züge wiedergebender Gesichtsausdruck;
Fratze. gri|mas|sie|ren (zu Î..deren): das Gesicht ver
zerren, Fratzen schneiden
Grimellin [grim'lɛ:] der; -s, -s (aus gleichbed. älter fr. grimelin, eigtl. „kleiner Junge, Schüler“): (veraltet) knause
riger Spieler. Grime|li|nage [grimli'na:ʒ] die; -, -n [,,,ʒn]
(aus gleichbed. fr. grimelinage): (veraltet) a) Knauserei,
Geiz beim Spiel; b) durch Knauserei, Geiz erworbener
Gewinn
Grimlshaw ['grɪmʃɔ:] der; -[s], -s {engl.; nach dem Namen
des Erstdarstellers): durch Lenkung erzwungene Verstel
lung eines [schwarzen] Langschrittlers (Dame, Turm
o.Ä.) als thematische Idee in Schachaufgaben
Grinlgo der; -s, -s (aus gleichbed. span, gringo zu griego
„Grieche“ (zu hablar en griego „unverständlich reden“,
eigtl. „griechisch reden“), dies aus lat. Graecus „grie
chisch, Grieche“): (abwertend) Bezeichnung des Nicht
romanen im span. Südamerika
Grilot [gri'o:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. griot, vieil, zu
port, criado „Diener, Knecht“): fahrender Sänger u.
Spaßmacher, dem übernatürliche Kräfte zugeschrieben
werden (bes. im nordwestlichen Afrika)
Grip der; -s (aus engl. grip „Griff“): technische Griffigkeit
von Reifen, Bodenhaftung
griplpal (zu îGrippe u. T ’...al (1)>: a) die Grippe betref
fend; b) von einer Grippe herrührend; mit Fieber u. t Ka
tarrh verbunden; grippaler Infekt: mit Schnupfen, Husten
u. erhöhter Temperatur einhergehende Infektion. Grip
pe die; -, -n (aus gleichbed. fr. grippe, eigtl. „Grille, Lau
ne“, zu gripper „nach etwas haschen, greifen“ (weil die
Krankheit einen plötzlich u. launenhaft befällt)): mit Fie
ber u. Katarrh verbundene [epidemisch auftretende] Virusinfektionskrankheit. Griplpelepildelmie die; -, ...ien
[,,d:ən]: epidemisch auftretende Grippe. Griplpelpneumolnie die; -, ...ien [,,,i:ən]: gefährliche, durch Grippe
hervorgerufene Lungenentzündung (Med.), griplpolid
(zu ÎGrippe u. t...oid): svw. grippös, griplpös (zu
T...ÖS): grippeartig (Med.)
Grilqualit [auch ,,,'ɪt] der; -s, -e (nach den Griqua, einem
Volk in Südafrika, u. zu T2..dt>: ein aus Î'Granat u.
Î Diopsid bestehendes Gestein (Geol.)
Gri saille [gri'za:j] die: -, -n [...jan] (aus gleichbed. fr. gri
saille zu gris „grau“ (germ. Wort)): 1. a) Malerei in grau
en (auch braunen od. grünen) Farbtönen; b) Gemälde in
grauen (auch braunen od. grünen) Farbtönen. 2. (ohne
Plur.) Seidenstoff aus schwarzem u. weißem Garn. Griseo fullvin [,,,'vi:n] das; -s (zu mlat. griseus „grau“, lat.
fulvus „rötlich gelb“ u. î...in (1)>: von verschiedenen
Schimmelpilzarten gebildetes Î Antibiotikum. Grilsetlte
die; -, -n (aus gleichbed. fr. grisette, eigtl. „Kleid aus
grauem Stoff“ (wie es von den Näherinnen getragen wur
de)): 1. a) junge [Pariser] Näherin, Putzmacherin; b)
leichtfertiges junges Mädchen. 2. eine Pastetenart
Grisllilbär vgl. Grizzlybär. Grilson [gri'zð:] der; -s, -s (aus
fr. grison, eigtl. „Grautier“, zu gris „grau“): in Mittel- u.
528
Südamerika heimischer, einem Dachs ähnlicher Marder
mit oberseits hellgrauem Fell
Grislsilno der; -, ...ni (meist Plur.) (aus gleichbed. it. grissino, weitere Herkunft unsicher): kleine, knusprige Wei
zenbrotstange nach ital. Art
Grit der; -s, -e (aus gleichbed. engl. grit, eigtl. „Grobes,
Körniges“ (idg. Wort)): a) [Mühlen]sandstein; b) grober
Sand
grilvelliert [...v...j (nach gleichbed. fr. grivelé zu grive
„Drossel“, weitere Herkunft unsicher): weiß u. grau ge
sprenkelt. Grilvet [..,'ve] der; -s, -s [,,,'vɛ(s)] (aus gleich
bed. fr. grivet): ein meerkatzenartiger Affe mit grauem
Fell
Grilwenlnik der; -[s], -i (aus gleichbed. russ. grivennik zu
grivnja „Geldstück“): a) russ. silbernes 10-KopekenStück (geprägt ab 1699); b) allg. Bez. für alle 10-Kopeken-Münzen. Griwlna die; -, ...ni (aus gleichbed. russ.
grivnja zu griva „Schmuck, Gewicht, Geldstück“): älteste
russ. Gewichts-, Rechen- u. Geldeinheit
Grizzllylbär [grisli...], auch Grislibär der; -en, -en (aus
gleichbed. engl.-amerik. grizzly (bear), eigtl. „Graubär“,
zu grizzle „grau“, dies aus altfr. grisel): dunkelbrauner
amerik. Bär (bis 2,30 m Körperlänge)
Groat [grout] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. groat, dies aus
spätlat. grossus, vgl. 'Gros): [brit.] Silbermünze im Wert
von 4 Pence
Grolbilan der; -[e]s, -e (Scherzbildung zu dt. grob u. der
lat. Namensendung -ian(us), in Anlehnung an Heiligenna
men wie Cyprian(us), Damian(us)): ungehobelter, rück
sichtsloser Kerl. gro|bi|a|nisch: in der Art eines Grobi
ans; grobianische Dichtung: Dichtung des 15. u. 16. Jh.s,
die grobes, unflätiges Verhalten (bes. bei Tisch) ironisch
u. satirisch darstellte. Gro|bi|a|nis|mus der; - (zu î...ismus (1)>: svw. grobianische Dichtung
Grolchalnit [auch ... nit] der; -s, -e (nach dem Fundort
Grochan bei Frankenstein in Schlesien u. zu t2...it): alu
miniumreicher Î Klinochlor
Grog der; -s, -s (aus gleichbed. engl. grog, nach dem Spitz
namen des engl. Admirals Vernon „Old Grog“): heißes
Getränk aus Rum (auch Arrak od. Weinbrand), Zucker u.
Wasser, grogigy ['grɔgi] (aus gleichbed. engl.-amerik.
groggy, eigtl. „vom Grog betrunken“): a) schwer ange
schlagen, nicht mehr zu etw. (z.B. zum Kämpfen) fähig;
b) (ugs.) angeschlagen; müde, erschöpft
Grolgneur* [grɔn'jo:n] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. grogneur zu grogner, vgl. grognieren): (veraltet) Brummbär,
mürrischer Mensch, grolgnielren [grɔn'ji:...] (aus
gleichbed. fr. grogner, dies aus lat. grunnire, andere Form
von grundire): (veraltet) grunzen, brummen, murren
grollilelresk [grolie...] (nach dem franz. Bibliophilen Gro
ber de Servières (1479-1565) u. zu t...esk>: in der Art ei
nes Groliereinbandes (Maroquin- od. Kalbsledereinband
mit farbigen od. goldenen Verzierungen)
Grolma die; -, ...mae [...me] (aus gleichbed. lat. groma zu
gr. gnöma „Feldmessgerät“, eigtl. „Kennzeichen“): Ni
vellier- u. Messgerät der röm. Î Agrimensorem Grolmatik die; - (zu t2...ik (1)): die altröm. Feldmesskunst. Gromaltilker der; -s, -: altröm. Feldvermesser
Groom [gru:m] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. groom, dies
aus mittelengl. grome, eigtl. „Knabe“, weitere Herkunft
ungeklärt): engl. Bez. für: a) Reitknecht u. b) (veraltet)
junger Diener, Page
Groove [gru:v] der; -s (aus engl. groove „Rinne, Furche;
Routine, eingefahrenes Gleis“, eigtl. „Grube“): Art u.
Weise, Musik in rhythmisch-melodischer Weise darzubie
ten, die innere Beteiligung, Anteilnahme erkennen lässt u.
sich auf das Publikum überträgt, groolven ['gru:vən]
(aus engl. to groove, eigtl. „furchen, nuten“): 1. ein In
strument so spielen, dass man die innere Beteiligung er
529
kennen kann, die sich auf das Publikum überträgt. 2. so
rhythmisch-melodisch u. mitreißend sein, dass es sich auf
das Publikum überträgt. Groolving ['gru:vɪŋ] das: -[s]
(aus gleichbed. engl. grooving, Gerundium von to groove,
vgl. grooven): Herstellung einer aufgerauten Fahrbahn
mit Rillen (auf Startpisten, Autobahnen), groolvy
['gru:vɪ] (aus engl. (Jargon) groovy „mitreißend"): 1. den
Groove betreffend. 2. (ugs.) erstklassig, exzellent
1Gros [gro:] das: - [gro:(s)], - [gro:s] (aus gleichbed. fr. gros
zu gros „groß, dick", dies aus spätlat. grossus „dick"):
überwiegender Teil einer Personengruppe. 2Gros das:
Grosses, Grosse (aber: 6 -) (über niederl. gros aus gleich
bed. fr. grosse (douzaine) „großes (Dutzend)“; vgl.
'Gros): 12 Dutzend = 144 Stück
Groß|ad|mi|ral der: -s, Plur. -e u. ...äle (zu ÎAdmiral):
höchster dt. Seeoffiziersrang der früheren dt. Marinen,
der dem des Generalfeldmarschalls entsprach. Großlalmo se ni er der: -s, -e (zu Î Almosenier): oberster Geist
licher des 1 Klerus am franz. Hof (seit dem 15. Jh.).
Großldyn das; -s, - (zu 1 Dyn): svw. Dyn
Groslsesse nerveuse [grosɛsnɛrvo:z] die; - -, -s -s
[...'vo:z] (aus gleichbed. fr. grossesse nerveuse zu gros
„schwanger“, eigtl. „dick“ (vgl. 'Gros) u. nerveux, vgl.
nervös): eingebildete Schwangerschaft (Med.)
Groslsi vgl. Grosso
Grpßlinlquilsiltor der; -s, -en (zu TInquisitor): oberster
Richter der span. Î Inquisition
Groslsjst der: -en, -en (für älteres Grossierer, dies aus
gleichbed. fr. marchand grossier; vgl. 'Gros u. ...ist):
Großhändler
großlkallilbrig* (zu tKaliber): einen großen Durchmes
ser habend (von Geschützrohren od. Geschossen).
Grgßlkophlta [...kofta] der; -s (nach dem angeblichen
Gründer der ägypt. Freimaurerei; Herkunft unsicher):
Leiter des von Cagliostro [kal'jɔstro] gestifteten Freimau
rerbundes (um 1770). Großlkorldon [...do:, auch
,,,'do:n] der; -s (zu ÎKordon): höchste Klasse der Ritteru. Verdienstorden. Großlmolgul der; -s, -n (zu ÎMogul):
1. Titel nordindischer Herrscher (16. bis 19. Jh.). 2. (ohne
Plur.) einer der größten Diamanten. Grpßlmuflti der; -s,
-s (zu ÎMufti): Titel des Rechtsgelehrten Husaini von Je
rusalem
Groslso der; -, ...si (aus gleichbed. il. grosso zu mlat. grossus (denarius) „Dick(pfennig)“, dies aus lat. grossus
„dick, grob“): Bez. für ital. Vor- u. Frühformen von Gro
schenmünzen. Groslsolhanldel der; -s (zu it. in grosso
„im Großen"): (veraltet) Großhandel, grpslso moldo
{spätlat.; „auf grobe Weise“): im großen Ganzen
Groslsullar der; -s, -e (aus nlat. grossularia „Stachelbee
re“ (wegen der stachelbeerähnlichen Färbung) zu lat.
grossulus „kleine, unreife Feige“): grüne u. gelbgrüne
Abart des t'Granats
Großlwelsir der: -s, -e (zu! Wesir): 1. hoher islam. Beam
ter, der nur dem Sultan unterstellt ist. 2. (ohne Plur.) Titel
des türk. Ministerpräsidenten (bis 1922)
Grosz [groß der; -, -e (aber: 10 -y) (aus poln. grosz „Gro
schen“): Untereinheit des ÎZloty, poln. Münzeinheit
( = 0,01 Zloty)
groltesk (über fr. grotesque aus gleichbed. it. grottesco,
zunächst in Fügungen wie grottesca pittura „Malerei, wie
man sie in Grotten u. Kavernen gefunden hat“, zu grotta,
vgl. Grotte): a) durch eine Übersteigerung od. Verzer
rung absonderlich, fantastisch wirkend; b) absurd, lä
cherlich. Groltesk die: - (Fantasiebildung; vermutlich
wegen ihres ungewöhnlich wirkenden Schriftbildes):
gleichmäßig starke Antiquaschrift ohne ISerifen. Groteslke die; -, -n (Substantivierung zu Îgrotesk): 1. fan
tastisch geformtes Tier- u. Pflanzenornament der Antike
u. Renaissance. 2. Erzählform, die Widersprüchliches,
Grupp
z. B. Komisches u. Grauen Erregendes, verbindet. 3. svw.
Grotesktanz. Groltesklfilm der; -[e]s, -e: Lustspielfilm
mit oft völlig sinnloser ÎSituationskomik (z.B. Pat u. Pa
tachon). Grolteskltanz der; -es, ...tänze: karikierender
Tanz mit drastischen Übertreibungen u. verzerrenden Be
wegungen
Grotlte die: -, -n (aus it. grotta „Höhle“, dies über vulgärlat. crupta „unterirdisches Gewölbe, Gruft“ aus lat. cryp
ta, vgl. Krypta): malerische, oft in Renaissance- u. Ba
rockgärten künstlich gebildete Felsenhöhle. Grotlto das:
-s, Plur. ...ti, auch -s (aus lombardisch grotto „Weinkel
ler“, dies aus it. grotta, vgl. Grotte): Tessiner Weinschen
ke
Groundlhosltess ['graunfhɔstɛs] die: -, -en (aus gleich
bed. engl.-amerik. groundhostess zu engl. ground
„(Erd)boden“ u. ÎHostess): Angestellte einer Fluggesell
schaft, der die Betreuung der Fluggäste auf dem Flugha
fen obliegt. Ground Zero [graʊnd ziərəo] der auch das;
-s (aus gleichbed. engl.-amerik. Ground Zero, eigtl. „Ge
lände Null“, urspr. amerik. Bez. für jenen Punkt auf dem
Erdboden, der genau unterhalb der Stelle lag, wo in grö
ßerer Höhe die [erste] Atombombe explodierte): Gelände
in New York, wo das bei den Terroranschlägen vom
11.09. 2001 völlig zerstörte World Trade Center stand.
Groulpie ['gru:pi] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. groupie
zu group „(Musik)gruppe“, dies über fr. groupe „Grup
pe“ zu it. gruppo „Ansammlung, Schar, Gruppe“, weite
re Herkunft ungeklärt): a) meist weiblicher t Fan, der im
mer wieder versucht, in möglichst engen Kontakt mit der
von ihm bewunderten Person zu kommen; b) zu einer
Gruppe, Organisation außerhalb der etablierten Gesell
schaft gehörendes Mädchen. Grouplware ['gru:pweə]
die: -, -s (zu engl. group (vgl. Groupie); Analogiebildung
zu ÎSoftware): Software für eine bestimmte Benutzer
gruppe, die in einem Netzwerk (z.B. Intranet) an einem
gemeinsamen Projekt arbeitet (EDV)
Growler ['grəʊə] der; -[s], - (aus engl. grower, eigtl. „Pflan
zer“, zu to grow „anpflanzen, züchten“): jmd., der heim
lich Hanfpflanzen anbaut, um daraus Haschisch herzu
stellen
Growl [graul] der od. das; -s, -s (aus engl. growl „das
Brummen“ zu to growl „brummen, knurren“): (im Jazz)
spezieller Klangeffekt, bei dem vokale Ausdrucksmittel
auf Instrumenten nachgeahmt werden
grublben (aus engl. to grub „graben, wühlen“): svw. grub
bern. Grublber ¿/er; -s, - (aus gleichbed. engl. grubber):
mit einer ungeraden Anzahl von Zinken versehenes, auf
vier Rädern laufendes Gerät zur Bodenbearbeitung (Eg
genpflug); vgl. Kultivator, grublbern: a) mit dem Grub
ber arbeiten; b) mit dem Grubber bearbeiten, lockern
Grulmeslzenz die; - (zu /¿ü. grumus (vgl. Grumus) u.
t,,,enz): (veraltet) das Gerinnen, gruimos <zu t...ös):
(veraltet) geronnen, dick, klumpig. Gruimus der; -, ...mi
(aus lat. grumus „Erdhaufen“): (veraltet) Geronnenes
Grundlbass der; -es (zu 1 Bass): 1. Reihe der tiefsten Töne
eines Musikwerkes als Grundlage seiner Harmonie. 2.
svw. Fundamentalbass, grunldielren <zu dt. Grund u.
t..deren): auf etw. den ersten Anstrich, die erste Farb
od. Lackschicht als Untergrund auftragen
Grülnelrit [auch ... rit] der; -s, -e (nach dem franz. Chemi
ker E. L. Gruner (1809-1883) u. zu î2...it): ein Mineral
aus der Gruppe der t Amphibole
Grunge [grʌnʤ] der; -s (aus gleichbed. engl.-amerik.
grunge, eigtl. „Dreck“, zu grungy „schmutzig, ungewa
schen, stinkend“): 1. Rockmusik, für die harte Gitarren
klänge u. eine lässige Vortragsweise typisch sind. 2. Mode
in Form bewusst unansehnlicher, schmuddeliger Klei
dung
Grupp der: -s, -s (aus fr. group „versiegelter Geldsack“,
Gruppendynamik
dies aus it. gruppo „Ansammlung, Schar“): aus Geldrol
len bestehendes, zur Versendung bestimmtes Paket.
Gruplpen|dy|na|mik die: - <zu TDynamik): a) koordi
niertes Zusammenwirken, wechselseitige Steuerung des
Verhaltens der Mitglieder einer Gruppe bzw. Verhältnis
des Individuums zur Gruppe; b) Lehre von der Gruppen
dynamik (a). gruplpenldylnalrnisch: die Gruppendy
namik betreffend, zu ihr gehörend. Gruplpenlpäldagogik* die: -: wissenschaftliche Erforschung u. pädago
gische Methode der Gruppenerziehung. Gruplpenlsex
der; -[es]: sexuelle Betätigung von mehr als zwei Personen
gleichzeitig, häufig mit wechselnden Partnern. Gruppentheralpie die; -, ...ien [,,,i:ən]: a) gleichzeitige Be
handlung mehrerer Patienten (Med.); b) Îpsychothera
peutische Behandlung einer Gruppe von Patienten unter
gruppendynamischen Aspekten (Psychol.), gruplpieren <zu dt. Gruppe u. T...ieren>: nach Gruppen, in Grup
pen ordnen, wirkungsvoll zusammenstellen. Gruplpolid
rfas; -s, -e <zu Î ...oid): eine Menge, in der eine zweistellige
Verknüpfung definiert ist (Math.)
Grulsilcal ['gru:zikl] das: -s, -s (anglisierende Neubildung
zu dt. gruseln nach dem Vorbild von îMusical): nach Art
eines Musicals aufgemachter Gruselfilm
Gruylère [gry'jc-.r] der; -s (nach der Schweizer Landschaft
Gruyère (dt. Greyerz)): ein dem Emmentaler ähnlicher
Hartkäse. Gruylerelkälse rZer; -s, -: svw. Gruyère
Grylpolthelrilum das; -[s], ...ien [...¡an] (aus gleichbed.
nlat. grypotherium zu gr. grypós „gekrümmt“ u. therion
„Tier“): ein ausgestorbenes Riesenfaultier
G-String ['dʒi:strɪŋ] die; -, -s od. der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. G-string, eigtl. „G-Saite“ (einer Geige)): oft von
[Striptease]tänzerinnen als Slip getragenes Kleidungs
stück, das aus einem nur die Geschlechtsteile bedecken
den Stoffstreifen besteht, der an einer um die Hüften ge
schlungenen Schnur befestigt ist
Gu|a|jak|baum der; -[e]s, ...bäume (aus gleichbed. span.
guayaco, dies aus dem Taino (karib. Indianersprache)):
im tropischen Mittelamerika beheimateter Baum. Gulajaklharz das; -es: als Heilmittel verwendetes Harz des
Guajakbaumes. Gulaljaklholz das; -es: hartes, harzhal
tiges, olivbraunes bis schwarzgrünes steifiges Holz des
Guajakbaumes, das für den Schiffbau u. Drechslerarbei
ten verwendet wird. Gu|a|ja|kol das; -s (Kurzw. aus
Guajak u. I Alkohol): ein aromatischer Alkohol, der als
IAntiseptikum u. TExpektorans verwendet wird. Gu|ajakprobe die; -, -n: Untersuchung auf Blut in Stuhl,
Urin u. Magensaft (Med.). Gulaljakltinkltur die: -, -en:
svw. Guajakol
Gu a jaive [...va], auch Guave [...va] die; -, -n (aus gleich
bed. span, guyaba, dies aus einer mittelamerik. Indianer
sprache): a) in den Tropen angebautes Myrtengewächs;
b) Frucht dieses Gewächses in Apfel- od. Birnenform
Gu|a|na|ko u. Huanaco das. älter der; -s, -s (über span.
guanaco aus gleichbed. Quechua (einer südamerik. India
nersprache) huanaco): Stammform des îLamas, zur Fa
milie der Kamele gehörendes Tier mit langem, dichtem
Fell (in Südamerika)
Gulalnildin das; -s (zu 1 Guano, T2...id u. t...in (1)): zur
Herstellung von Kunstharzen, Arzneimitteln, Farbstof
fen u. Sprengstoffen verwendete, stärkste basische Stick
stoffverbindung. Gulalnin das; -s (zu îGuano u. t...in
(1)): Bestandteil der 1 Nukleinsäuren. Gu a no der; -s
(über span, guano aus gleichbed. Quechua (einer südame
rik. Indianersprache) huanu): an den regenarmen Küsten
von Peru u. Chile abgelagerter Vogelmist, der als organi
scher Dünger verwendet wird
Gulalralcha [gua'ratʃa] die, auch der; -, -s (aus gleichbed.
amerik.-span. guaracha, weitere Herkunft unsicher):
span.-kuban. Volkstanz im lebhaft wechselnden
u.
530
2/4-Takt, dessen Tempo sich bis zum Schluss ständig stei
gert
Gulalralna [auch ...ra:na] der u. das; -s, -s (über gleichbed.
span, guaraná aus Tupi (einer südamerik. Indianerspra
che) guaraná): koffeinhaltige getrocknete Paste aus den
Samen eines im Amazonasgebiet heimischen Seifen
baumgewächses, die zu Getränken, Tonika o.Ä. verarbei
tet wird
Gulalralni u. Gu|a|ra|ni der; -, - (nach der indian. Volks
gruppe der Tupi-Guarani): Währungseinheit in Paraguay
Gu|ar|da|in|fan|te [guarda...] der; -s, -[s] {span.; aus guar
da „Wache“ u. infante „kleiner Junge; Infant“ bzw. „klei
nes Mädchen; Infantin“): vorn u. hinten abgeflachte,
seitlich ausladende Form des Reifrockes, der bis ins
18. Jh. die span. Hofmode bestimmte. Gulaijdia cilvil [si'vil] die; - - (aus gleichbed. span, guardia civil): spani
sche tGendarmerie. Gularldilan der; -s, -e (aus mlat. guardianus „Wächter“; vgl. Garde): Vorsteher eines Kon
vents der t Franziskaner u. t Kapuziner
Gularlnelri die; -, -s (nach der ital. Geigenbauerfamilie
Guarneri aus Cremona): Geige aus der Werkstatt der
Guarneri
Gulasch vgl. Gouache
Gulalve [,,,və] vgl. Guajave
Gulba die; -, -s (aus gleichbed. ung. guba, eigtl. „langwolli
ges, grobes Zeug“): mantelartiges Übergewand mit od.
ohne Ärmel aus grobem Wollstoff in Schwarz, Grün od.
Weiß in der ung.-rumän. Bauerntracht seit dem 18. Jh.
Gu|ber|na|tor der; -s, ...oren (aus lat. gubernator „Steuer
mann, Lenker, Leiter“ zu gubernare „steuern, lenken“):
im zaristischen Russland oberster Beamter eines Guberniums, Gouverneur. Gulberlnilum das; -s, ...ien [,,,iən]
(aus spätlat. gubernium „Verwaltungsbezirk“): (veraltet)
svw. Gouvernement
Gudlmunldit [auch ... dit] der; -s, -e (nach dem schwed.
Fundort Gudmundstorp u. zu T2...it> : ein weißes Mineral
von metallischem Glanz
Guldok der; -s, -s (aus gleichbed. russ. gudok, eigtl. „Hu
pe, Sirene“): altes russ. Streichinstrument mit 3 Saiten
Gudlschalralti* [goʤa...] das; -s (aus Hindi gujarati): mo
derne indische Sprache
Gué [ge:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. gué, dies aus lat. va
dum) : (veraltet) Furt, seichte Stelle, Untiefe
Gueldelltulbus ['gju:dl...] der; -, Plur. ...ben u. -se (nach
dem amerik. Anästhesisten A. E. Guedel (1883-1956) u.
zu 1 Tubus): aus Gummi gefertigter, gekrümmter Tubus
mit scheibenförmigem Mundstück, der zur Freihaltung
der Luftwege z.B. bei Bewusstlosigkeit od. Narkosebe
atmung in den Rachen eingeführt wird (Med.)
Guellfe [auch 'gɛlfə] der; -n, -n (aus it. guelfo, eigtl. „Wel
fe“; nach dem dt. Fürstengeschlecht der Welfen): Anhän
ger päpstl. Politik, Gegner der 1 Gibellinen
Guêpière [gɛ'pjɛ:r] die; -, -n [...ran] (aus gleichbed. /r.
guêpière, eigtl. „Schnürkorsett“, zu guêpe „Wespe“, dies
aus lat. vespa): korsettartiger Miedergürtel zum Einengen der Taille
Guelrildon [geri'dö:] tZer; -s, -s (aus gleichbed. fr. guéri
don, nach dem Namen einer Figur in einer Posse von
1644, die einen Leuchter trug): (veraltet) kleiner runder
Tisch mit einem Fuß
’Guelrillla [ge rilja] rZze; -, -s (über fr. guérilla aus gleich
bed. span, guerrilla zu guerra „Krieg“, dies aus dem
Germ.): a) Kleinkrieg, den irreguläre Einheiten der ein
heimischen Bevölkerung gegen eine Besatzungsmacht od.
im Rahmen eines Bürgerkriegs führen; b) einen Klein
krieg führende Einheit. 2Gue|ril|la der; -[s], -s (meist
Plur.) (zu ΑGuerilla): Angehöriger einer 'Guerilla (b).
Gue ril le ra [,,,'je:ra] iZze; -, -s (aus gleichbed. span.
guerrillera): weibliche Form zu IGuerillero. Gue ril le-
531
gummielastisch
ro [...'je:ro] der; -s, -s (über fr. guérillero aus gleichbed.
tine, nach dem franz. Arzt J. I. Guillotin, 1738-1814): mit
span, guerrillero): ’Guerilla [in Lateinamerika]
einem Fallbeil arbeitendes Hinrichtungsgerät, guil|lo|tiGuélrinlfrakltur [ge'rɛ...] die; -, -en (nach dem franz. Chi
nielren (aus gleichbed. fr. guillotiner): durch die Guillo
rurgen A. F. M. Guérin (um 1817-1895) u. zu t Fraktur):
tine hinrichten. Guillloltilnielrung die; -, -en (zu Î ...ieein- od. beidseitige Fraktur des Oberkiefers in Höhe des
rung): das Guillotinieren, das Guillotiniertwerden
harten Gaumens infolge Gewalteinwirkung im Bereich Guilnea ['gɪni] die; -, -s u. Guinee [gi ne:(ə)] die; -, ...een
der Nasenöffnung (Med.)
(über engl. guinea aus gleichbed. fr. Guinée (zuerst aus
Guernlseyllillie [ gə:nzɪ...] die; -, -n (nach der engl. Insel
Gold geprägt, das aus dem westafrik. Land Guinea
Guernsey im Ärmelkanal, an deren Küste sich diese Ge
stammte)): a) frühere engl. Goldmünze; b) brit. Rech
wächse verbreiteten, nachdem ein mit Blumenzwiebeln
nungseinheit von 21 Schilling. Guilnealgras das; -es: im
beladenes Schiff aus Afrika Schiffbruch erlitt): ein
tropischen Afrika als Futtergras verwendete Hirseart.
[afrik.] Narzissengewächs mit roten Blüten
Guilnealpfeflfer der; -s: svw. Cayennepfeffer. Guilnee
Gu|er|ri|glie|ro* [guɛril je:ro] der: -, ...ri (aus gleichbed. it.
[gi'ne:(ə)] vgl. Guinea
guerrigliero, dies aus span, guerrillero, vgl. Guérillero u. Guinlguet [gɛ'ge:, fr. ge’ge] der; -s, -s [gɛ'ge:(s), gɛgɛ(s)]
’Guerilla): ital. Partisan (des 2. Weltkriegs)
(aus gleichbed. fr. guinguet zu altfr. guinget „eng,
Guet [ge:, fr. gɛ] der; -[s], -s [ge:(s), gɛ(s)] (aus gleichbed. fr.
schmal“): (veraltet) 1. Stoff aus Kämmelgarn. 2. minder
guet zu guetter „(auf jmdn.) lauern, aufpassen“, dies aus
wertiger Landwein. Guinlguette [gɛ'gɛt] die; -, -n [...tn]
dem Germ.): (veraltet) Wache. Guetlteur [gɛ'to:p] der;
(aus gleichbed. fr. guinguette): (veraltet) 1. Kneipe,
-s, -e (aus gleichbed. fr. guetteur): (veraltet) Wächter,
Schenke außerhalb der Stadt. 2. Landhaus
Aufseher
Guinlnesslbuch [’gmts...], auch Guin|ness-Buch das;
Guilchet [gi'ʃe:, fr. gije] der; -[s], -s [giʃe:(s), gi'ʃɛ(s)] (aus
-[e]s (nach dem Auftraggeber, der irischen Brauerei
gleichbed. fr. guichet, weitere Herkunft unsicher): (veral
Guinness benannt): jährlich herausgegebenes Buch, in
tet) a) Pforte, kleine Tür in einer großen (bes. in Gefäng
dem Rekorde u. Superlative aller Art aufgelistet sind
nissen); b) Schalter; c) Schiebefenster. Guicheltier Guilpurelspitlze [gi’py:ç...] die; -, -n (zu fr. guipure
[giʃ tje:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. guichetier): (veral
„Klöppelspitze“; vgl. Gipüre): reliefartiger Spitzenstoff;
tet) Pförtner, Gefängniswärter
vgl. Gipüre
Guide [gi:t, fr. gid, engl. gaid] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. Guirllanlde [gir...] vgl. Girlande
bzw. engl. guide (germ. Wort)): 1. Reisebegleiter; jmd., Guilro ['gi(:)ro] der; -[s], -s (aus amerik.-span. güiro „Fla
der Touristen führt. 2. Reiseführer, -handbuch. Guide
schenkürbis“): lateinamerik. Instrument aus einem läng
main [gid'mɛ:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. guide-main,
lichen ausgehöhlten, getrockneten Flaschenkürbis (od.
eigtl. „Handführer“): (veraltet) Vorrichtung zum Gerade
nachgebildet aus Holz od. Kunststoff) mit eingekerbten
halten der Hände u. Arme beim Klavierspiel. Guildon
kleinen Querrillen, über die mit Stäbchen gestrichen wird
[gi'dð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. guidon): (veraltet) 1. Guiltaijre [gi...] vgl. Gitarre
a) Standarte; b) Standartenträger. 2. Visierkorn. 3. Guljalralti [gʊdʒa...] vgl. Gudscharati
Handbuch, Leitfaden. 4. Hinweis-, Korrekturzeichen Gül das; -s, -s (aus pers. gyl „Rose“): achteckiges od. ran
(Buchw.)
kenförmiges Ornament bei turkmenischen Teppichen
gu i do nisch [gui...] (nach dem ital. Musiktheoretiker Gullag der; -[s] (Kurzw. aus russ. Glavnoje Upravlenije La
Guido von Arezzo, 980-1060): in der Fügung guidonische
gere]): Hauptverwaltung des Straflagersystems in der
Sowjetunion (1930-1955)
Hand: Darstellung der Solmisationssilben (vgl. Solmisati
on) durch Zeigen auf bestimmte Stellen der offenen lin Gullasch [auch gʊ...] das, auch der; -[e]s, Plur. -e u. -s (aus
gleichbed. ung. gulyás (hüs) zu gulyäs „Rinderhirt“):
ken Hand zur optischen Festlegung einer Melodie (Mus.)
scharf gewürztes Fleischgericht. Gullaschlkalnolne
GuilgnoT [ginjɔl] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. guignol):
die; -, -n: (scherz.) Feldküche
Kasperle des franz. Puppentheaters, Hanswurst des Lyo
Gullly der, auch das; -s, -s (aus gleichbed. engl. gully wohl
ner Puppenspiels
zu gullet „Schlund“, dies über altfr. goulet aus lat. gula
Guignon* [gin'jö:] das; -s (aus gleichbed. fr. guignon zu
„Kehle“): in die Fahrbahndecke eingelassener abgedeck
guigner „mit etw. liebäugeln, nach etw. schielen“): (veral
ter kastenförmiger Schacht, durch den das Straßenab
tet) Pech, Unglück [im Spiel]
wasser in die Kanalisation abfließen kann
Guildlhall ['gɪldhɔ:l] die; - (aus gleichbed. engl. guildhall,
eigtl. „Gildenhalle“): Rathaus in England (bes. in Lon Gullyás ['gʊlaʃ] der, auch das; -, - (aus ung. gulyäs (hüs)):
svw. Gulasch
don)
Guilldive [gil'di:v] die; - (aus gleichbed. fr. guildive, weite Gumlma das; -s, Plur. -ta u. Gummen (aus nlat. gumma zu
lat. gummi, vgl. ’Gummi): gummiartige Geschwulst
re Herkunft unbekannt): (veraltet) eine Art Zucker
im Tertiärstadium der Syphilis (Med.). 'Gumlmi der u.
branntwein
das; -s, -[s] (über lat. gummi, älter cummi(s) aus gleich
Guillelmet [gij'me] das; -s, -s [ ,,'mɛ(s)] (aus gleichbed. fr.
bed. gr. kömmi, dies nach ägypt. kemai „wohlriechendes
guillemet, nach dem angeblichen Erfinder dieses Zei
Harz“): a) Vulkanisationsprodukt aus 1 Kautschuk;
chens, Guillemet (16. Jh.)>: (veraltet) Anführungszeichen,
b) aus schmelzbaren Harzen gewonnener Klebstoff, z.B.
Gänsefüßchen
1 Gummiarabikum. 2Gum|mi der; -, -s (zu T’Gummi):
Guillloche [gijɔʃ, gɪljɔʃ] die; -, -n [-ʃn] (aus fr. guilloche
1. Radiergummi. 2. (ugs.) Kondom; Präservativ. ’Gum
„Grabstichel“ zu guillocher, vgl. guillochieren): 1. ver
mi das; -s, -s (zu Î’Gummi): kurz für Gummiband. Gumschlungene Linienzeichnung auf Wertpapieren od. zur
milaralbilkum das; -s (zu 1'Gummi u. lat. Arabicus
Verzierung auf Metall, Elfenbein, Holz. 2. Werkzeug zum
„arabisch“; vgl. ...ikum): bereits erhärteter Milchsaft
Anbringen verschlungener [Verzierungsjlinien. Guilllonordafrikan. Gummiakazien, der für Klebstoff, Aqua
cheur [,,,'ʃo:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. guillocheur):
rellfarben u.a. verwendet wird. Gum|mi|elas|tiLinienstecher, guilllolchielren [,,,ʃi:...] (aus fr. guillo
kum das; -s (zu lelastisch u. l...ikum): svw. Kautschuk.
cher „mit verschlungenen Windungen verzieren“): Guilgiim|mi|elas|tisch: durch eingearbeitete Gummifäden
lochen stechen
elastisch; gummielastischer Zustand: hochelastischer,
Guillloltilnalde [gijo...] die; -, -n (zu 1 Guillotine u.
auch bei steigender Temperatur gleichbleibend elasti
t...ade): (veraltet) Hinrichtung durch das Fallbeil. Guilscher Zustand des Gummis od. eines anderen Materials.
lotilne [gijo..., gtljo...] die; -, -n (aus gleichbed. fr. guillo
gummieren
gum mie ren <zu t..deren): mit Gummiarabikum] be
streichen. Gumlmielrung die; -, -en (zu t,,,ierung): 1.
das Gummieren. 2. Beschichtung von Papier (z. B. Brief
marken) mit Klebstoff. Gumlmilgutt das; -s (zu malai.
getah „Gummi“): giftiges Harz südasiat. Pflanzen, das
gelbe Aquarellfarbe liefert. Gum mi lin se die; -, -n:
fotograf. Objektiv mit stetig veränderbarer Brennweite,
Zoomobjektiv (vgl. 'Zoom). Gum mi pa ra graf, auch
...graph der; -en, -en: (ugs.) Gesetzesvorschrift, die so
allgemein od. unbestimmt formuliert ist, dass sie die ver
schiedensten Auslegungen zulässt. Gumlmit [auch ... mit]
der; -s, -e <zu T2...it>: ein rötlich gelbes Mineral, gelartiges
Verwitterungsprodukt des Uranpecherzes, gumlmös (zu
IGumma u. Î...ÔS): gummaartig, Gummen bildend
(Med.). Gumlmolse dze; -, -n <zu t',,,ose): Gummifluss,
krankhafter Harzfluss bei Steinobstgewächsen (Bot.)
Gun [gan, engl. gʌn] die; -, -s, auch das od. der; -s, -s <aus
engl.-amerik. gun „Injektionsnadel, -spritze“, eigtl.
„Schusswaffe, Revolver“): (Jargon) Spritze, mit der
Rauschgift in die tVene gespritzt wird. Gunlman ['gʌnmən] der; -s, ...men [...man] (aus gleichbed. engl.-amerik.
gunman, eigtl. „Pistolenmann“): bewaffneter Gangster,
Killer
Gunn|di|o|de ['gʌn...] die; -, -n (nach dem brit. Physiker J.
B. Gunn (*1928)): Diode, die die Wirkung des Gunneffekts technisch nutzt. Gunn eflfekt der; -[e]s: Erschei
nung, bei der in bestimmten Halbleitern oberhalb einer
kritischen Spannung Stromschwankungen im Mikrowel
lenbereich entstehen
Guplpy [,..pi] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. guppy, nach
dem Namen des brit.-westind. Missionars u. Naturfor
schers R. J. L. Guppy, 19. Jh.): zu den Zahnkarpfen gehö
render beliebter Aquarienfisch
Gurlde die; -, -n (aus fr. gourde „Kürbis(flasche)“, dies
über älter fr. eo(h)orde aus lat. cucurbita „Kürbis“): Pil
gerflasche im Mittelalter (aus getrocknetem Kürbis, dann
auch aus Glas, Ton od. Metall)
Gurlkha [...ka] der; -[s], -[s] (aus gleichbed. angloind. Gur
kha, nach dem gleichnamigen ostindischen Volk in Ne
pal): Soldat einer nepalesischen Spezialtruppe in der in
dischen bzw. in der britischen Armee
Gulru der; -s, -s (über Hindi guru aus gleichbed. sanskr. gu
rú, eigtl. „gewichtig, ehrwürdig“): a) [als Verkörperung
eines göttlichen Wesens verehrter] religiöser Lehrer im
ÎHinduismus; b) Idol; von einer Anhängerschaft als geis
tiger Führer verehrte u. anerkannte Persönlichkeit
Guslla die; -, Plur. -s u. ...len u. Gusle zZze; -, Plur. -s u. -n
(aus serb. u. kroat. gusle): südslawisches Streichinstru
ment mit einer Rosshaarsaite, die über eine dem Tambu
rin ähnliche Felldecke gespannt ist. Gusllar der; -en, -en
(aus gleichbed. serb. u. kroat. guslar): Guslaspieler. Gus
le vgl. Gusla. Guslli die; -, -s (aus gleichbed. russ. gusli):
ein im 18. Jh. in Russland gebräuchl. harfenähnliches
Klavichord mit 5 bis 32 Saiten
Gusltaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. gustatio zu
gustare „kosten, schmecken“): (veraltet) Vorspeise, gustaltiv (zu t,,,iv): den Geschmackssinn betreffend; vgl.
...iv/...orisch. gustatoirisch: svw. gustativ; vgl. ...iv/
...orisch. gus tieiren (aus gleichbed. it. gustare): (ugs.)
svw. goutieren, gusltilös (aus gleichbed. it. gustoso, vgl.
gustoso): (österr.) lecker, appetitanregend (von Speisen).
Guslto der; -s, -s (aus gleichbed. it. gusto; vgl. Gout):
Geschmack, Neigung; nach jmds. Gusto sein: nach jmds.
Geschmack sein, jmdm. gefallen. Gusltolmelter das; -s,
- (zu Α...meter): Gerät zur Prüfung des Geschmackssin
nes (Med.). Gus|to|me|trie* die; - (zu Î ...metrie): Prü
fung des Geschmackssinnes (Med.), gusltolso <ü. >: mit
Geschmack, zurückhaltend (Vortragsanweisung; Mus.)
Gutltae [,,,tɛ] die (Plur.) (aus lat. guttae, Plur. von gutta
532
„Tropfen“): an den Mutuli (vgl. Mutulus) herabhängende
nagelkopfartige Stifte (meist drei Reihen von je sechs zy
lindrischen Stiften) am Kranzgesims dorischer Tempel
Gutltalpeijcha die; - od. das; -[s] (aus malai. getah
„Pflanzenleim, Gummi“ u. percha „Baum, der Guttaper
cha absondert“): kautschukähnliches Produkt aus dem
Milchsaft einiger Bäume Südostasiens^ das früher vor al
lem als Isoliermittel verwendet wurde
Gutltaltilon die: -, -en (zu lat. gutta „Tropfen“ u. ɪ,,,ation): Wasserausscheidung von Pflanzen durch Î Hydathoden
Gut ti das; -s (aus malai. getah „Pflanzenleim, Gummi“):
svw. Gummigutt
gutltielren (zu /ɑt. gutta „Tropfen“ u. Î..deren): Wasser
in Tropfenform abscheiden (von Pflanzen)
Gutltilfelren die (Plur.) (zu ÎGutti u. lat. ferre „tragen“,
eigtl. „die Gummi Tragenden“ (Analogiebildung zu Î Ko
niferen)): Guttibaumgewächse, Pflanzenfamilie, zu der
z. B. der Butterbaum gehört
Gutltilolle® die; -, -n (Kurzw. aus lat. gutta. „Tropfen“ u.
tPhzo/e): Fläschchen, mit dem man Medizin einträufeln
kann; Tropfflasche
gutltulrai (zu lat. guttur „Kehle“ u. t`,,,al (1)): die Kehle
betreffend (Sprachw.). Gutltulral der; -s, -e (zu ɪ',,,al
(2)>: Gaumen-, Kehllaut, zusammenfassende Bez. für
Î Palatal, Î Velar u. ÎLabiovelar (Sprachw.). Gutltulrallis
i/te; -, ...les [,,,le:s]: (veraltet) svw. Guttural
Gutltus der; -, ...tti (aus gleichbed. lat. gut(t)us, vermutlich
zu gr. köthön „irdenes Tongeschirr mit gewundenem
Hals“): (veraltet) enghalsiger Krug
Gülwetsch das; -es, -e (aus gleichbed. bulgar. gjuvec, dies
aus türk, güveç „Schmorgemüse“): überbackenes Gericht
aus verschiedenen Gemüsearten
Gulyot [gyi'jo:] der; -s, -s (nach dem Namen des amerik.
Geografen u. Geologen schweizerischer Abstammung
A. H. Guyot, 1807-1884): vulkanisch entstandene tafel
bergähnliche Tiefseekuppe
Guzlmalnie [gʊs'ma:niə] die; -, -n (aus nlat. guzmania,
nach dem span. Naturforscher A. Guzrnän, 18./19. Jh.):
ein Bromeliengewächs Mittel- u. Südamerikas, Rosettenpflanze mit sehr schönen, leuchtend gefärbten Blüten
ständen
Gymlkhalna [,,,'ka:na] das; -s, -s (aus gleichbed. angloind.
gymkhana, dies verkürzt aus engl. gymnasium „Sporthal
le, -schule“ u. Hindi geind-khäna „Tennisplatz“ (urspr.
nach ind. Vorbild von engl. Soldaten ausgetragener Wett
kampf)): Geschicklichkeitswettbewerb (bes. für Leicht
athleten, Reiter, Motor- u. Wassersportler)
gymn..., Gymn... vgl. gymno..., Gymno... Gymnaes
trada' [...ns...] die; -, Plur. -s u. ...den (zu t Gymnastik u.
span, estrada „Straße, Weg“): internationales Turnfest
(ohne Wettkämpfe) mit gymnastischen u. turnerischen
Schaudarbietungen. gym|na|si|al (zu îGymnasium u.
Î'...al (1)>: das Gymnasium betreffend. Gym|na|si|arch
der; -en, -en (aus gleichbed. gr. gymnasiarchos): Leiter ei
nes antiken Gymnasiums (2). Gymlnalsilast der; -en,
-en (zu T...ast>: Schüler eines Gymnasiums (1). Gymlnasiastin die; -, -nen: Schülerin eines Gymnasiums (1).
Gymnasium das; -s, ...ien [...isn] (über lat. gymnasi
um aus gleichbed. gr. gymnásion, auch „Versammlungs
stätte der Philosophen u. Sophisten“; vgl. Gymnastik): 1.
a) zur Hochschulreife führende höhere Schule; b) (früher)
höhere Schule mit Latein- und Griechischunterricht (hu
manistisches Gymnasium); c) Gebäude eines Gymnasi
ums (la). 2. im Altertum, bes. in Griechenland, Übungsu. Wettkampfanlage zur körperlichen Ertüchtigung [u.
Ausbildung für den Kampf] der Jugend. Gym nast der;
-en, -en (aus gleichbed. gr. gymnastés): 1. Trainer der
Athleten in der altgriech. Gymnastik. 2. Sportler, der
533
Gyrobus
Gymnastik treibt. 3. männliche Fachkraft, die auf dem
spermium. gynäkoltrop* (zu (...trop): bevorzugt bei
Gebiet der Krankengymnastik tätig ist. Gymlnasltik
Frauen auftretend bzw. vorkommend (von Krankheiten,
die; - <aus gleichbed. gr. gymnastikë (téchnë) zu gymnáTodesursachen u.Ä.; Med.). Gylnanlder* der; -s, - (zu
zesthai „mit nacktem Körper Leibesübungen machen“):
gr. gynandros „zwitterhaft“): Tier mit der Erscheinung
rhythmische Bewegungsübungen zu sportlichen Zwecken,
des Gynandromorphismus. Gylnanldrie* die; - (zu
zur Körperertüchtigung od. zur Heilung bestimmter Kör
(2...ie): 1. Verwachsung der männlichen u. weiblichen
perschäden. Gymlnasltilker der; -s,
(bes. Schweiz.,
Blütenorgane (Bot.). 2. Scheinzwittrigkeit bei Tieren
österr.) svw. Gymnast (2). Gym nasiti keirin die; -,
(durch Auftreten von Merkmalen des anderen Geschlech
-nen: (bes. Schweiz., österr.) weibliche Form zu (Gym
tes; Zool.). 3. Ausbildung von Körpermerkmalen des
nastiker. Gym nas tin die; -, -nen: weibliche Form zu
weiblichen Geschlechts bei männlichen Personen; vgl.
tGymnast. gym nas tisch (nach gr. gymnastikös „Lei
Androgynie (1). gylnanldrisch* (aus gr. gynandros
besübungen zugeneigt“): die Gymnastik betreffend.
„zwitterhaft“): scheinzwitterartig (von Tieren). Gylnangym|nas|ti|zie|ren (zu Î..deren): die Muskeln des Pfer
drislmus* der; - (zu ( ...ismus (3)): (selten) svw. Gynan
des [u. Reiters] für höchste Anforderungen systematisch
drie. Gy|nan|dro|mor|phislmus* der; -, ...men (zu gr.
durchbilden. Gymlnet der; -en, -en (aus gleichbed. gr.
morphê „Gestalt“ u. (...ismus (3)>: bei Insekten [u. Vö
gymnës, Gen. gymnëtos zu gymnós „nackt“): leicht be
geln] auftretendes Scheinzwittertum, wobei weder die
waffneter Fußsoldat im altgriech. Heer, gymlno...,
männlichen noch die weiblichen Geschlechtsorgane voll
Gymlno..., vor Vokalen meist gymn..., Gymn... (aus gr.
ausgebildet sind. Gylnanlthrolpos* der; -, Plur. ...throgymnós „nackt“): Wortbildungselement mit der Bedeu
pen u. ...poi [...poy] (zu tgyno... u. gr. änthröpos
tung „nackt, unbedeckt“, z.B. gymnokarp, Gymnosper
„Mensch“): (veraltet) menschlicher Zwitter. Gylnaltreme. gymlnolkarp (zu t...karp>: nacktfrüchtig; frei an
sie* die; -, ...ien: angeborenes Fehlen der weiblichen Geder Oberfläche erfolgend (von der Sporenbildung bei Pil
schlechtsöffnung od. Verschluss der Mündungen einzel
zen; Bot.). Gym|no|lo|gie die; - (verkürzt aus IGymnasner Geschlechtsorgane (Med.). Gylnälzelum das; -s,
tik u. t...logie): Lehre von den Körperübungen u. der Be
...een (über gleichbed. (n)lat. gynaeceum ausgr. gynaikaiwegungstherapie. Gymlnolsolphist der; -en, -en (aus gr.
on, eigtl. „Frauengemach“): 1. svw. Gynäkeion. 2. svw.
gymnosophistës, eigtl. „nackter Weiser“): griech. Bez.
Gynözeum. Gylnerlgen®* das; -s (Kunstw. aus igyno...,
für einen indischen (Asketen ((Jogi). Gymlnolsperlme
fr. ergot „Mutterkorn“ u. (...en): vielfach (z.B. in der
die; -, -n (meist Plur.) (zu (gymno... u. gr. spérma „Sa
(Gynäkologie, bei Migräne) verwendetes Präparat aus
men“): nacktsamige Pflanze (deren Samen nicht von ei
dem Mutterkorn (Med.), gylno..., Gylno..., vor Vokalen
nem Fruchtknoten umschlossen sind; Bot.)
meist gyn..., Gyn... (zu gr. gynë „Frau, weibliches We
gyn..., Gyn... vgl. gyno..., Gyno... Gylnaelcelum [gyncsen“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „das
'tse:ʊm] das; -s, ...ceen (aus nlat. gynaeceum): svw. Gynöweibliche Geschlecht betreffend; weiblich“, z.B. gynanzeum. Gylnalgolgie* die; - (zu tgyno..., gr. agöge „Füh
drisch, Gynogenese; vgl. gynäko..., Gynäko... Gylnoldirung, Leitung“ u. (2...ie): Teilgebiet der Medizin bzw. der
ölzie die: -: das Auftreten von Zwitterblüten u. weibli
Psychologie, das sich mit der psychotherapeutischen Be
chen Blüten auf jeweils verschiedenen Individuen dersel
handlung gynäkologischer Leiden beschäftigt, gylnäk...,
ben Art (z.B. bei der Esche; Bot.); vgl. Gynomonözie.
Gylnäk... vgl. gynäko..., Gynäko... Gylnälkeilon das;
Gylnolgalmet der; -en, -en (meist Plur.): Eizelle, weibli
-s, ...eien (aus gleichbed. gr. gynaikeion): Frauengemach
che Geschlechtszelle; Ggs. (Androgamet. Gylnolgelnedes altgriech. Hauses, gylnälko..., Gy nä ko..., vor Vo
se die; -, -n: Eientwicklung durch Scheinbefruchtung, bei
kalen auch gynäk..., Gynäk... (aus gr. gynë, Gen. gynaider der männliche (Gamet zwar in die Eizelle eindringt,
kós „Frau“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
eine Verschmelzung der Geschlechtskerne aber unter
„die Frau betreffend; weiblich“, z.B, gynäkologisch, Gybleibt u. die Eizelle sich 1 parthenogenetisch zum (Em
bryo weiterentwickelt. Gylnolmelrolgolnie die; -: Ent
näkophobie; vgl. gyno..., Gyno... Gylnälkolgralfie,
auch ...gralphie die; -, ...ien (zu (...grafie): röntgenogra
wicklung einer Eizelle allein mit dem weiblichen Vorkern
(nur dem mütterlichen Chromosomensatz; Biol.). Gyfische Darstellung der Gebärmutter u. der Eileiter
nolmolnölzie* die; -: das Vorkommen von Zwitterblü
(Med.). Gylnälkolkraltie* die; -, ...ien (aus gr. gynaikoten u. weiblichen Blüten auf ein u. demselben Individuum
kratia „Frauenherrschaft“): svw. Matriarchat. Gylnäeiner Art (z.B. bei der Kamille; Bot.); vgl. Gynodiözie.
kollglge der; -n, -n (zu (gynäko... u. (...loge): Frauen
Gylno phor der; -s, -en (zu t...phor): Verlängerung der
arzt, Wissenschaftler auf dem Gebiet der Frauenheilkun
Blütenachse zwischen I Gynözeum u. I Andrözeum
de. Gy|nä|ko|lolgie die; - (zu (...logie): Frauenheilkun
(Bot.). Gylnos|te|mi|um* das; -s, ...ien [...ion] (zu gr.
de; vgl. Andrologie. Gylnälkollo gilkum das; -s, ...ka
stemön „Aufzug am Webstuhl, (Kett)faden“ u. t...ium>:
(zu (...ikum): Arzneimittel zur Behandlung von Frauen
durch Verwachsen mit Staubblättern entstandene Griffel
krankheiten (Med.). Gy|nä|ko|lolgin die; -, -nen: weibli
säule der Orchideenblüte (Bot.). Gy|nö|ze|um das; -s,
che Form zu (Gynäkologe. gy|nä|ko|lo|gisch (zu (...lo
...een [,,,tseən] (latinisierte Kreuzbildung von gr. gynai
gisch): die Frauenheilkunde betreffend. Gylnälkolmaskeion „Frauengemach“ u. oikion „Haus, Wohnung“):
tie die; -, ...ien (zu gr. mastós „Brust, Mutterbrust“ u.
Gesamtheit der Fruchtblätter einer Blüte (Bot.)
(2...ie>: unnatürliche Brustentwicklung bei Männern
(Med.), gylnälkolmorph (zu (...morph): der Gestalt gyr..., Gyr... vgl. gyro..., Gyro... Gylraltiign die; -, -en (zu
(gyro... u. (...ation): das Kreisen von elektromagneti
nach weiblich (Biol., Med.). Gylnälkolnglmen die
schen Teilchen um die magnetischen Feldlinien (Phys.).
(Plur.) (aus gleichbed. gr. gynaikonómoi (Plur.)): in man
Gylre die; -, -n (zu gr. gyros „Kreis“): Bez. für eine Dreh
chen altgriech. Staaten Staatsbedienstete, die Benehmen,
achse (Symmetrieachse; Kristallografie). gy|ri_e|ren (zu
Kleidung u. öffentliches Erscheinen von Frauen, aber
(..deren): um die magnetischen Feldlinien kreisen (von
auch Trauersitten, Gastmähler u. Festlichkeiten über
elektromagnetischen Teilchen; Phys.), gylro..., Gylro...,
wachten. Gy|nä|ko|pho|bie die; - (zu (gynäko... u.
vor Vokalen meist gyr..., Gyr... (aus gr. gÿros „Kreis“):
(...phobie (b)): (von männlichen Personen) ausgeprägte
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Kreis, kreis
Abneigung gegen das weibliche Geschlecht (Psychol.).
förmige Bewegung, Drehung“, z.B. gyromagnetisch, GyGy|nä|ko|sper|mi|um das; -s, ...ien [...ion] (meist
rometer. Gylrolbus der; -ses, -se (zu ('Bus): bes. in der
Plur.): Samenfaden, der ein X-Chromosom enthält u. da
Schweiz verwendeter 'Bus, der durch Speicherung der kimit das Geschlecht als weiblich bestimmt; vgl. Andro-
G
gyromagnetisch
534
hung der Erde. Gylrosltat* der; Gen. -[e]s u. -en, Plur.
net. Energie seines rotierenden Schwungrades angetrie
ben wird, gylrolmalgneltisch*: kreiselmagnetisch, auf
-e[n] (zu î...stat>: Schwungrad in Schiffen zum Dämpfen
von Schlingerbewegungen, Schiffskreisel. Gylroltron*
der Wechselwirkung von Drehimpuls u. magnetischem
Moment beruhend (Phys.). Gylrolmant der; -en, -en (zu
das; -s, Plur. ...onen u. -s (zu t...tron>: ein Mikrowellenge
nerator bzw. -Verstärker mit sehr hoher Leistung. Gylrogr. mántis „Seher, Wahrsager, Prophet“): mittelalterli
cher Wahrsager, der sich in einem mit Buchstaben be
trop* der; -s, -e (zu t...trop): Vorrichtung, die die Rich
schriebenen Kreis drehte. Gy|ro|me!ter das; -s, - <zu
tung eines elektr. Stromes in einem Stromkreis umkehrt.
Î'...meter): Drehungsmesser für Drehgeschwindigkeit,
Gylroivaige [,..v...] der; -n, -n (aus mlat. gyrovagus
Tourenschreiber. Gylros das; -, - (aus gleichbed. ngr. gy
„Umherschweifender“, zu lat. vagus „unstet, umher
ros, eigtl. „Drehung, Kreis“, dies aus gr. gyros): griech.
schweifend“): (veraltet) a) Landstreicher; b) BettelGericht aus Schweine-, Rind- u. Hammelfleisch, das an
mönch. Gylrus der; -, ...ri (über lat. gyrus aus gr. gÿros
einem senkrecht stehenden Spieß außen geröstet u. von
„Kreis"): Gehirnwindung (Med.)
oben nach unten in Schichten portionsweise abgeschnit Gyttlja die; -, ...jen (aus schwed. gyttja „Schlamm, Mo
ten wird (Gastr.). Gylrolskop* das; -s, -e (zu tgyro... u.
rast“): in Seen u. Mooren abgelagerter Faulschlamm or
t...skop): Messgerät für den Nachweis der Achsendre
ganischer Herkunft (Geol.)
Hab das: -[s] (Thai}; Massemaß
Halbalner die (Plur.) (nach den
(= 60,47 kg) in Thailand
machen“ zu lat. habilis, vgl. habil): a) sich -: die Lehrbe
Habanern, der Bez. für die
rechtigung an einer Hochschule od. Universität erwerben;
Nachkommen der Hutterer, einer nach J. Hut(t)er (f 1536)
b) jmdm. die Lehrberechtigung erteilen, ha Ibilliltiert (zu
benannten Sekte): Nachkommen dt. Wiedertäufer des
T...iert>: im Besitz der Lehrberechtigung
16. Jh.s in der Slowakei u. in Siebenbürgen (später katho- Ha|bil|le|ment [abij(ə)ɪna:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
lisiert); vgl. Habanerfayencen
habillement zu habiller, vgl. habillieren): (veraltet) Klei
Haba Ine Ira die; -, -s (aus gleichbed. span, (danza) habane
dung, Art u. Weise des Sichkleidens. ha billlie ren [abira, eigtl. „(Tanz) aus Havanna“, vom Namen der kuban.
ji:...] (aus gleichbed. fr. habiller, dies aus mittelfr. abillier
Hauptstadt Havanna): kubanischer Tanz in ruhigem
„zurechtmachen“): (veraltet) 1. bekleiden, sich [be]klei2/4-Takt (auch in Spanien üblich)
den. 2. geschlachtetes Geflügel zum Braten od. Kochen
Halbalnerlfalyenlcen [...fa'jä:sn] die (Plur.) (zu THabavorbereiten
neru. Î Fayence): volkstümliche t Fayencen, die bes. im 17. ’Halbit [auch ha'bɪt, 'habit] das, auch der; -s, -e (aus gleich
u. 18. Jh. von den 1 Habanern hergestellt wurden
bed. fr. habit, dies aus lat. habitus, vgl. Habitus): Klei
Halbalrah der; -[s], -s (aus gleichbed. arab. habaräh): wei
dung, die einer beruflichen Stellung, einer bestimmten
ter, den ganzen Körper einhüllender Seidenmantel für
Gelegenheit od. Umgebung entspricht. 2Halbit [hæbɪt]
Frauen
das. auch der; -s, -s (aus gleichbed. engl. habit, vgl. 'Ha
Habldalla die; -, -s (aus gleichbed. hebr. havdalä, eigtl.
bit): Gewohnheit, Erlerntes, Anerzogenes, Erworbenes
„Unterscheidung“): vom jüdischen Hausherrn in der
(Psychol.), halbiltalbel [ha...] (aus gleichbed. lat. habitahäuslichen Feier am Ausgang des ÎSabbats od. eines Fei
bilis zu habitare „bewohnen“): bewohnbar. Halbiltalbiertags gesprochenes lobpreisendes Gebet
liltät die; - (zu t ...ität): Bewohnbarkeit. Halbiltant der;
Halbelas Cor pus [- kɔr...] (lat.; „du habest den Kör
-en, -en (zum Teil unter Einfluss von fr. habitant „Be-,
per“): Anfangsworte des mittelalterl. Haftbefehls. HaEinwohner“ aus Zai. habitans, Gen. habitantis, Part. Präs,
belaslkprlpuslaklte die; -: 1679 vom engl. Oberhaus er
von habitare „wohnen“): Bewohner. Halbiltat das; -s, -e
lassenes Gesetz zum Schutz der persönlichen Freiheit
(aus lat. habitatio „das Wohnen, die Wohnung“, Bed. 2
(kein Mensch darf ohne richterl. Haftbefehl verhaftet od.
über gleichbed. engl. habitat): 1. a) Standort, an dem eine
in Haft gehalten werden); rechtsstaatl. Prinzip (auch im
Tier- od. Pflanzenart regelmäßig vorkommt; b) Wohn
Grundgesetz der Bundesrepublik verankert), halbelmus
platz von Ur- u. Frühmenschen. 2. a) Wohnstätte, Wohn
Palpam (lat.; „wir haben einen Papst“): Ausruf nach
raum, Wohnplatz; b) kapselförmige Unterwasserstation,
vollzogener Papstwahl, halbent sua falta li|beilli (lat.};
in der die ÎAquanauten wohnen können. Halbiltatlinseln die (Plur.): kleinräumige Habitate (1 a), die inselar
[auch] Bücher haben ihre Schicksale (nach Terentianus
tig in [andersartige] Großlebensräume eingebettet sind
Maurus)
(z.B. Fichtenstämme für Borkenkäfer). Halbi|ta|ti|on
Halberldalscher [hæbədæʃə] die (Plur.) (aus gleichbed.
die; - (aus gleichbed. lat. habitatio): Wohnung; das Woh
engl. haberdasher aus älter fr. hapertas (Bez. für ein Ge
nen. halbiltielren (aus gleichbed. lat. habitare): bewoh
webe unbekannten Ursprungs)): (veraltet) Kurzwaren
nen. halbiltulallilsielren (zu îHabitus, Α...al (1) u.
händler
Î ...isieren): 1. zur Gewohnheit werden. 2. zur Gewohnheit
halbil (aus gleichbed. lat. habilis): (veraltet) geschickt, fä
machen. Halbi|tu|a|li|sie|rung die; -, -en (zu Laisie
hig, gewandt, halbil. (Abk. für habilitatus): svw. habili
rung): das Habitualisieren. Habitulation die; -, -en
tiert (vgl. habilitieren a); Dr. habil.: Abk. für doctor habi
(aus engl. habituation „Gewöhnung“ zu to habitate „sich
litatus (habilitierter Doktor). Halbilliltand der; -en, -en
gewöhnen“, dies zu lat. habitus, vgl. Habitus): a) Gewöh
(aus mlat. habilitandus, Gerundivum von habilitare, vgl.
nung (Med., Psychol.); b) physische u. psychische Gewöh
habilitieren): jmd., der zur Habilitation zugelassen ist.
nung an Drogen. Halbiltué [(h)abi'ty ye:] der; -s, -s (aus
Halbillitat die; - (aus gleichbed. lat. habilitas, Gen. ha
gleichbed. fr. habitué zu habituer, vgl. habituieren): stän
bilitatis): (veraltet) Geschicklichkeit, Gewandtheit. Hadiger Besucher, Stammgast. ha|bi|tu|ell (aus gleichbed.
billiltaltilon die; -, -en (aus gleichbed. mlat. habilitatio):
fr. habituel): 1. gewohnheitsmäßig; ständig. 2. verhaltens
Erwerb der Lehrberechtigung an Hochschulen u. Univer
eigen; zur Gewohnheit geworden, zum Charakter gehö
sitäten durch Anfertigung einer schriftlichen Arbeit, harend (Psychol.); habituelle Krankheiten: ständig vorkom
billitatus (aus gleichbed. mlat. habilitatus, Part. Perf.
mende od. häufig wiederkehrende Krankheiten (Med.).
von habilitare, vgl. habilitieren): habilitiert, mit Lehrbe
ha|biltu|ie|ren (aus gleichbed. fr. habituer): gewöhnen.
rechtigung (an Hochschule u. Universität); Abk.: habil,
Halbiltus der; - (aus lat. habitus „Gehabe, äußere Erhalbilliltielren (aus mlat. habilitare „geschickt, fähig
Hâblerie
scheinung; Kleidung; persönliche Eigenschaft“): 1. Ge
samterscheinungsbild einer Person nach Aussehen u. Ver
halten. 2. Besonderheiten im Erscheinungsbild eines
Menschen, die einen gewissen Schluss auf Krankheitsan
lagen zulassen (Med.). 3. Körperbeschaffenheit, äußere
Gestalt (von Lebewesen u. Kristallen). 4. auf einer Dispo
sition aufgebaute, erworbene sittliche Elaltung, z. B. guter
- (Tugend), böser - (Laster; kath. Theologie)
Halblelrie* [ablə...] die; - <aus gleichbed. fr. hâblerie zu
häbler, vgl. Hâbleur): (veraltet) Prahlerei, Aufschneide
rei. Halbleur [a’blom] der; -s, -s <aus gleichbed. fr. hâ
bleur zu häbler „fabeln, prahlen“, dies aus /ɑt. fabulari):
(veraltet) Prahler, Aufschneider, Schwätzer
Halbolku das; -s (aus jap. haboku „verspritzte Tusche“):
japan. Bez. für die aus China übernommene Technik der
einfarbigen Tuschelavierung ohne Konturlinien
Halboob [hə'bu:b] u. Habub [ha...] der; -[s] (teilweise über
engl. haboob aus gleichbed. arab. habüb): heftiger Sand
sturm in Nordafrika u. Indien
Halbub vgl. Haboob
Halbultai der; -[s], -s (aus gleichbed. jap. habutai): zartes
Gewebe aus Japanseide in Taftbindung (einer Webart);
vgl. Japon
Hálcek ['ha:tʃɛk], auch eingedeutscht Hatschek das; -s, -s
(aus gleichbed. tschech. hácek, eigtl. „Häkchen“): t diakri
tisches Zeichen in Form eines Häkchens, das, bes. in den
slawischen Sprachen, einen Zischlaut od. einen stimmhaf
ten Reibelaut angibt, z. B. tschech. c [ʧ], z [ʒ]
Halché [(h)a'ʃe:] vgl. Haschee
Ha|ci|en|da [a'siɛnda] die; -, -s (aus span, hacienda): svw.
Hazienda. Ha|ci|en|de|ro [asisn...] der; -s, -s (nach 5/ww.
hacendero, vgl. Hacienda): svw. Haziendero
Hack [hɛk, engl. hæk] der; -[s], -s (Kurzform von engl.
hackney, vgl. Hackney): keiner bestimmten Rasse ange
hörendes Reitpferd
halcken [auch 'hɛkn] (nach engl. to hack „(zer)hacken“):
sich als Hacker betätigen. Halcker [auch 'hɛkə] der; -s, (aus gleichbed. engl. hacker): a) Computerbegeisterter,
der versucht, Programmierprobleme durch Ausprobieren
zu lösen; b) Computerbenutzer, der versucht, über Daten
fernverbindungen widerrechtlich in fremde Datenbanken
einzudringen
Hacklney ['hæknɪ] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. hack
ney, nach der Stadt Hackney in der ehemaligen engl.
Grafschaft Middlesex (heute nach London eingemein
det)): ein Warmblutpferd, starkes, kurzbeiniges Reitpferd
Haldal das; -s (Analogiebildung zu Batyal nach ÎHades
(1)>: Lebensraum im Meer u. am Meeresgrund unterhalb
von 6000 m Tiefe
Hadldock ['hædək] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. had
dock, weitere Herkunft ungeklärt): kalt geräucherter
Schellfisch ohne Kopf u. Gräten
Haid es der; - (aus gleichbed. gr. Haides, Aides, nach dem
gleichnamigen griech. Gott der Unterwelt): Unterwelt,
Totenreich
Haidith der. auch das: -, -e (aus arab. hadit „Mitteilung,
Bericht“): Überlieferung angeblicher Aussprüche Mo
hammeds, Hauptquelle der islam. Religion neben dem
Î Koran
Haldon das; -s (zu t Hades (1) u. gr. ön, Gen. öntos, Part.
Präs, von eînai „sein“): die Lebensgemeinschaft der das
T Hadal bewohnenden Organismen. Haldolzön das; -s (zu
gr. koinös „gemeinsam“): Ökosystem im Bereich der ma
rinen Tiefseegräben im T Hadal mit der Lebensgemein
schaft des îHadons (Biol.)
Haldralvalsen* die (Plur.) (nach dem Fundort Hadra (Ne
kropole bei Alexandria)): dekorierte Ascheurnen in Form
einer t Hydria mit abgesetzter Schulter
Haidrom* das; -s, -e (aus gleichbed. nlat. hadroma zu gr.
536
hadrös „ausgewachsen, reif; stark, kräftig“): das leitende
u. speichernde Element des Wasser leitenden Gefäßbün
dels bei Pflanzen (Holzfaser; Bot.). Haldron das; -s,
...onen (aus gr. hádron „das Starke, Kräftige“ zu hadrös,
vgl. Hadrom): Elementarteilchen, das starker Wechsel
wirkung mit anderen Elementarteilchen unterliegt
(Phys.). ha|dro|zen|trisch (zu ÎHadrom u. Îzentrisch):
konzentrisch um ein leitendes Gefäßbündel angeordnet
(Bot.)
Hadsch [---dʒ] der; - (aus gleichbed. arab. hagg): Wallfahrt
nach Mekka zur t Kaaba, die jeder volljährige Mohamme
daner einmal unternehmen soll. Hadlschar* ['haʤar]
der; -s (aus arab. hagar (aswad) „(schwarzer) Stein“): der
schwarze Stein an der T Kaaba, den die Mekkapilger küs
sen. Hadlschi* ['ha:dʒi] der; -s, -s (aus gleichbed. arab.
häggi): 1. Mekkapilgeñ 2. christlicher Jerusalempilger im
Orient
haem..., Haem... vgl. hämo..., Hämo... Haelmanlthus*
[he...] der; -, ...thi (aus gleichbed. nlat. haemanthus zu gr.
hatma „Blut“ u. änthos „Blume“ (weil einige Arten blutrot
blühen)): ein Narzissengewächs (Blutblume), haemat..., Haelmat..., hae ma to..., Haelmalto... vgl.
hämato..., Hämato... haelmo.... Hae mo... vgl. hämo...,
Hämo... Hae|moc|cult*-Test ® [...o'kult...] der; -[e]s,
Plur. -s, auch -e (zu lat. occultus „verborgen“ u. îTest):
besonderes Verfahren zur Früherkennung von Darm
krebs, bei dem Stuhlproben auf das Vorhandensein von
Blut untersucht werden (Med.)
Haitis der; - (aus arab. hafiz „Hüter, Bewahrer“): Ehrenti
tel eines Mannes, der den Î Koran auswendig weiß
Haflnilum das; -s (nach Hafnia, dem nlat. Namen für Ko
penhagen u. zu t...ium>: ehern. Element, Metall; Zeichen
Hf
HatItalra zZze; -, ...roth (aus hebr. haftärä „Abschluss“): Le
sung aus den Propheten beim jüdischen Gottesdienst als
Abschluss des Wochenabschnitts; vgl. Parasche
Halgalna die; - (aus hebr. hagannä, eigtl. „Schutz, Vertei
digung“, zu gänan „schützen, bewahren“): jüdische mili
tärische Organisation in Palästina zur Zeit des britischen
Mandats ( 1920-1948), aus der sich die reguläre Armee Is
raels entwickelte
Halgard [a'ga:r] der; -s, -s (zu fr. hagard „scheu, wild, ver
stört“, wohl dialektalen Ursprungs): (veraltet) Wildling,
schwer zähmbares Tier, bes. Falke
Haglgalda r/ze; -, ...doth (aus hebr. haggädä „Sage, Mär
chen; Erzählung“): erbaulich-belehrende Erzählung bibli
scher Stoffe in der ttalmudischen Literatur; vgl. Mi
drasch
Haglgis [hægɪs] der; -, - (aus gleichbed. engl. haggis): in
Schafsmagen gegarte Innereien des Schafs
halgi..., Halgi... vgl. hagio..., Hagio... Halgilaslma das;
-s (aus gr. hagiasma „heiliger Ort“): Weihwasser. Halgias mos der; - (aus gr. hagiasmös „Heiligung, Weihe“):
Wasserweihe der orthodoxen Kirche (zur Erinnerung an
die Taufe Jesu), halgio..., Halgio..., vor Vokalen meist
hagi..., Hagi... (ausgr. hágios „heilig“): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „heilig; die Heiligen od. etwas
Heiliges betreffend“, z.B. Hagiasmös, Hagiografie. Hagiolgraf, auch...graph der: -en, -en (zu T...graf): Verfas
ser von Heiligenleben. Ha|gio|gra|fie, auch ...gralphie
die; -, ...ien (zu Thagio... u. t...grafie): Erforschung u. Be
schreibung von Heiligenleben; vgl. Bollandisten. halgiogra fisch, auch ...gralphisch (aus gleichbed. gr. hagiögraphos): die Hagiografie betreffend. Halgiglgralpha u.
Halgilolgralphen die (Plur.) (aus gr. hagiographa „hei
lige Schriften“): griech. Bezeichnung des dritten (vor al
lem poetischen) Teils des Alten Testaments ; vgl. Ketubim.
Halgiollaltrie* die; -, ...ien (zu thagio... u. gr. latreia
„(Gottes)dienst, Gottesverehrung“): Verehrung der Hei-
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ligen. Hagioiloigie die; - (zu Î...Iogie>: Lehre von den
Heiligen. Halgiollolgilon das; -, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. mgr. hagiológion zu îhagio... u. gr. lógion „Erzäh
lung, Legende“): liturgisches Buch mit Lebensbeschrei
bungen der Heiligen in der orthodoxen Kirche, halgiololgisch (zu Î...logisch): svw. hagiografisch. Ha gio logilum das; -s (aus gleichbed. mlat. hagiologium zu THagiologion): Heiligenkalender. Halgiolnym das; -s, -e (zu
thagio... u. gr. ónyma „Name“): Deckname, der aus dem
Namen eines Heiligen od. einer kirchlichen Persönlichkeit
besteht. Ha|gio|si|delron vgl. Agiosideron
Hai der; -[e]s, -e (über nieder!, haai aus gleichbed. island.
hai, dies zu altnord. här, eigtl. „Pflock, Haken“ (wegen
der charakteristischen Flosse)): spindelförmiger, meist
räuberischer Knorpelfisch
Haildalmalken die (Plur.) (über russ. gajdamak „Räuber,
Plünderer, Wegelagerer“ aus türk, haidamak „Räuber,
Plünderer“): Bez. der zumeist ukrainischen Bauern u. Ko
saken, die sich im 18. Jh. gegen die polnischen Gutsbesit
zer erhoben. Hailduckvgl. Heiduck
Haik das od. der; -[s], -s (aus gleichbed. arab. hä’ik): man
telartiger Überwurf in Nordafrika, bes. der Berber[frauen]
Hajlkai u. Hai ku das; -[s], -s (aus gleichbed. jap. hai-kai,
hai-ku): aus drei Zeilen mit zusammen 17 Silben beste
hende japanische Gedichtform
Hailman der; -s, -e (zu türk, hajmana „scheu, wild, unge
bildet" bzw. zu arab. haimän „Tollheit“): türkischer Wan
derhirt, Nomade
Hairl seal ['hɛ:nsi:l] der od. das; -s, -s (zu eng!, hair „Haar“
u. seal „Seehund“): (veraltet) bes. als Tornisterüberzug
verwendetes Seehundfell. Hairlshop [,,,ʃɔp] der; -s, -s:
Friseurgeschäft, in dem man Perücken kaufen kann.
Hairlstyllist [...stai'hst] der; -en, -en: Friseur mit künst
lerischem Anspruch, der modische, individuelle Frisuren
entwirft. Hairlstyllisltin die; -, -nen: weibliche Form zu
T Hairstylist
Haiiltil enne [hai'tiɛn] die; - (aus gleichbed. fr. haïtienne,
nach der Insel Haiti): taftartiger Seidenrips
Haljil me ['haʤime] <jap.): Kommando des Kampfrichters
(beim ÎBudo), mit dem er die Kämpfer auffordert, den
Kampf zu beginnen
Halkalma der; -[s], -s (aus gleichbed. jap. ha-kama):
schwarzer Hosenrock (beim Î Aikido u. ÎKendo)
Halkalphos® das; - (Kurzw. aus J/arnstoff, TÄTzli u. ÎPhos
phor); Düngemittel für Topf- u. Gartenpflanzen
1Ha|kim der; -s, -s (aus gleichbed. arab. hakim): Arzt; Wei
ser, Philosoph (im Orient). 2Ha|kim der; -s, -s (zu Î'Ha
kim): Herrscher; Gouverneur; Richter (im Orient)
Halkulschi der; - (aus gleichbed. jap. ha-kushi): 1. älterer
Titel japan. Professoren. 2. akademischer Grad in Japan,
dem Doktorgrad vergleichbar
hal..., Hal... vgl. halo..., Halo...
Hallalcha [,..'xa:] die; -, ...choth (aus hebr. haläkä „zu ge
hende Richtung, Gesetz“, eigtl. „Weg“, zu hälak „ge
hen“): 1. rabbinische Gesetzesbelehrung in Anlehnung an
die Î Thora. 2. die danach von Schriftgelehrten verfassten
Einzelvorschriften der îMischna u. îTosefta. hallachisch: a) die Halachabetreffend; b) der Halacha gemäß
Hallage [a'la:ʒ] die; -, -n [-,-ʒn] (aus gleichbed. fr. halage zu
haler „ziehen“ (germ. Wort)): (veraltet) Schleppen, Trei
deln der Schiffe an Tauen
Hallalli das; -s, -[s] (aus gleichbed. fr. hallali, weitere Her
kunft umstritten (vielleicht zu älter fr. haler „die Hunde
durch Schreie antreiben“)): Jagdruf am Ende einer Treib
jagd
Halb ad der [...edit] der; -s, - (zu Î Adder): elektronische
Schaltung zur Addition zweier Dualzahlen, wobei im Ge
gensatz zum Î Adder der Übertrag der vorhergehenden
Halitus
Stelle nicht verarbeitet wird. Haiblaflfix das; -es, -e: als
Wortbildungsmittel in der Art eines Präfixes od. Suffixes
verwendetes, weitgehend noch als selbstständig empfun
denes, wenn auch semantisch verblasstes Wort; Präfixoid
od. Suffixoid (z. B. stein- in steinreich, -geil in erfolgsgez/;
Sprachw.). Halb byte [...bait] das; -[s], -[s]: Vier-BitGruppe (EDV), halbldulplex*: Kennzeichnung für ei
nen Datenverarbeitungskanal, bei dem die eine Daten
endeinrichtung als Sender u. die andere als Empfänger
verwendet werden kann (EDV). Halblfalbrilkat* das;
-[e]s, -e: zwischen Rohstoff u. Fertigerzeugnis stehendes
Î Produkt. Halb|fi|na|le das; -s,-: vorletzte Spielrunde in
einem sportlichen Wettbewerb (z.B. im Fußball; Sport).
Halblforlmat das; -[e]s, -e: ein Bildformat in der Größe
18 X 24 mm (Fotogr.). Halb hy drat* das; -[e]s, -e: che
mische Verbindung, die mit einem halben TMol Kristall
wasser je Mol kristallisiert. Halblnellson der; -[s], -[s]
(zu ÎNelson): Nackenhebel (Spezialgriff), bei dem nur ein
Arm eingesetzt wird (Ringen), halblpart (zu tPart): zu
zwei gleichen Teilen. Halblprälfix das; -es, -e: svw. Prä
fixoid; vgl. Halbaffix. Halblsuflfix das; -es, -e: svw. Suf
fixoid; vgl. Halbaffix. Halblvolkal der; -s, -e: 1. unsil
bisch gewordener, als t Konsonant gesprochener Vokal
(z. B. j; Sprachw.). 2. unsilbischer ÎVokal (z.B. das i in
dem Î Diphthong ai; Sprachw.)
Hallé? ['halɛ:rʃ] der; -, - (aber: 2 Haléfe, 10 Halérû) (aus
gleichbed. tschech. haléf, dies zu dt. Heller): tschechische
u. slowakische Münze, Untereinheit der Krone
Half [ha:f] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. half, kurz für half
back, vgl. Halfback): (österr.) Läufer in einer [Fuß]ballmannschaft
Hai fa die; - (aus arab. halfa „Gras“): svw. Esparto
Halflback ['hɑ:fbɛk] der; -s, -s (zu engl. half „halb“ u.
tBack): (Schweiz.) svw. Half. Halflcourt [,,,kɔ:t] der; -s,
-s (aus engl. half „halb“ u. court „Hof; Feld, Abteilung“):
zum Netz hin gelegener Teil des Spielfeldes beim Tennis.
Halfldress der; - u. -es, österr. auch die; -, -en (zu engl.
dress, vgl. Dress): (veraltet) Hauskleidung. Halflpenlny
[ heipem] der; -[s], -s (aus engl. halfpenny, dies aus half
„halb“ u. Î Penny): engl. Münze (0,5 p). Halflpipe
[ hɑ:fpaip] c/Ze; -, -s (zu engl. pipe, vgl. Pipe): untere Röhre
einer waagerechten Röhre aus Beton o.Ä., in der Skate
board-, BMX-Radfahrer o.Ä. üben u. Kunststücke aus
führen können. Half-Price-Day ['hɑ:fpraisdeɪ] der; -s, -s
(aus engl. half-price u. day): bestimmter Wochentag, an
dem Kinovorstellungen zum halben Preis besucht werden
können. Half |rei|he (zu engl. half „halb“): (österr.) Läu
ferreihe in einer [Fußballmannschaft. Half Itime [...taim]
die; -, -s (aus gleichbed. engl. half-time): Halbzeit (Sport).
Halflvollley [,,vɔɪi] der; -s, -s u. Halflvollleylball der;
-[e]s, ...bälle (aus gleichbed. engl. half-volley; vgl. volley):
im Augenblick des Abprallens geschlagener Ball (Tennis,
Tischtennis)
halli.... Halli... vgl. halo..., Halo... Hailid das; -[e]s, -e (zu
gr. häls „Salz“ (vgl. halo...) u. t3...id): svw. Halogenid, ba
lín (aus gr. hälinos „aus Salz bestehend“ zu häls „Salz“):
den Salzgehalt des Meeres betreffend. Ha|li|plank|ton
das: -s (zu thalo...): Plankton des Meeres. Ha|lis|te|rese* die; - (zu gr. stérêsis „Beraubung“): Abnahme der
Kalksalze in den Knochen, Knochenerweichung (Med.).
Hallit [auch ha'lit] der; -s, -e (zu T2...it): 1. Steinsalz (ein
Mineral). 2. Salzgestein. Hallilthelrilum das; -s, ...rien
[--,iən] (aus nlat. halitherium zugr. häls, Gen. halos „Salz“
u. therion „Tier“): fossile Seekuh des ÎOligozäns, die völ
lig an das Wasserleben angepasst war
Ha|li|to|se die; - (zu lat. halitus (vgl. Halitus) u. T'...ose):
übler Mundgeruch (Med.). Halliltus der; - (aus /aZ. hali
tus „Hauch; Dunst“): Hauch, Atem, Ausdünstung, Ge
ruch (Med.)
halkyonisch
hallkylolnisch vgl.
Halllel das; -s <aus
alkyonisch
hebr. hallel „preise!“, Imp. von hillêl
„preisen, loben“): jüdischer Lobgesang an hohen Festta
gen (Psalm 113-118). hal|le|lu|ja u. alleluja (aus gleich
bed. kirchenlat. halleluia, alleluia, dies aus hebr. hallüyäh
„preiset Jahwe!“): lobet den Herrn! (aus den Psalmen
übernommener) gottesdienstlicher Freudenruf. HallleluIja u. Alleluja das; -s, -s: liturgischer Freudengesang
Halllgelnelraltor ['hɔ:l...] der; -s, -en (nach dem nordamerik. Physiker E. H. Hall, 1855-1938): Gerät zum Messen
magnetischer Gleich- u. Wechselfelder
Hall ling der; -s, -e (nach einem Tal in Norwegen): volks
tümlicher norwegischer Tanz im 2/4- od. %-Takt
Halilolween [hælooi:n] das; -[s], -s (engl.; zu älter engl.
hallow „Heilige(r)“ u. eve „(Vor)abend“): Tag vor Aller
heiligen (der bes. in den USA gefeiert wird)
Hallloylsit [haloy..., auch ...zit] der; -s, -e (nach dem belg.
Geologen d’Halloy (1783-1875) u. zu î2...it>: wasserhalti
ges Aluminiumsilikat, ein weißes Mineral
Hälllristlninlgar vgl. Helleristninger
Halllux der; -, ...luces [,..tse:s] (nlat. Bildung aus gleichbed.
lat. hallex u. hallus): große Zehe (Med.)
Hal|lu|zi|nant der; -en, -en (aus lat. (h)al(l)ueinans, Gen.
(h)al(l)ueinantis, Part. Präs, von (h)al(l)ueinari, vgl.
halluzinieren): jmd., der an Halluzinationen leidet. Hallulzinatilon die; -, -en (aus lat. (h)al(l)ueinatio „gedan
kenloses Reden, Träumerei“): Sinnestäuschung, Trug
wahrnehmung; Wahrnehmungserlebnis, ohne dass der
wahrgenommene Gegenstand in der Wirklichkeit existiert,
halllulzilnaltiv (zu t...iv>: svw. halluzinatorisch; vgl.
...iv/...orisch. hal|lulzilna|to|risch (aus gleichbed. lat.
(h)al(l)ucinatorius): auf Halluzination beruhend, in Form
einer Halluzination; vgl. ...iv/...orisch. halllulzilnielren
(aus lat. (h)al(l)ueinari „gedankenlos sein“, dies wohl aus
gr. alÿein „außer sich sein“): a) eine Halluzination haben,
einer Sinnestäuschung unterliegen; b) Nichtexistierendes
als existierend vortäuschen, sich vorstellen, z.B. Onanie
halluziniert Geschlechtsverkehr, halllulzilnolgen (zu
t...gen): Halluzinationen hervorrufend, zu Halluzinatio
nen führend. Halllulzilnolgen das: -s, -e: Medikament
od. Droge, die halluzinationsartige Erscheinungen hervor
ruft (Med.).Hal|lu|zi|ng|se die; -, -n (zu t '...ose): Sinnes
täuschung, die bei klarem Bewusstsein auftritt
Halima das; -s (aus gr. hálma, Gen. hálmatos „Sprung“):
ein Brettspiel für 2 bis 4 Personen. HalimaItolgelnelsis:
(veraltet) sprunghafte Entwicklung von einer Art (Quali
tät) zur neuen
hallmylrolgen (zu gr. halmyrós „salzig“ u. T...gen): aus
dem Meerwasser ausgeschieden (z.B. von Salzlagerstät
ten; Geol.). Hailmylrollylse die; - (zu î ...lyse): Verwitte
rung von Gestein auf dem Meeresgrund unter dem Ein
fluss von Meerwasser (Geol.). hallmylrollyltisch: die
Halmyrolyse betreffend, durch Halmyrolyse entstehend
Hallo der; -[s], Plur. -s od. Halonen (aus lat. halo, Akk. von
halos „Hof um Sonne od. Mond“, dies aus gleichbed. gr.
hälös, eigtl. „(runde) Tenne“): 1. Hof um eine Lichtquelle,
hervorgerufen durch Reflexion, Beugung u. Brechung der
Lichtstrahlen an kleinsten Teilchen. 2. Ring um die Augen
(Med.). 3. Warzenhof (Med.)
hallo..., Hallo..., auch hali..., Hali..., vor Vokalen meist
hal..., Hal... (aus gleichbed. gr. háls, Gen. halos): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Salz“, z.B. halogen,
Halophyt; Haliplankton; Halit. ha|lo|bi|ont (zu t...biont): svw. halophil. Hallolbilpnt der; -en, -en: Lebewe
sen, das vorzugsweise in salzreicher Umgebung gedeiht
(Biol.). Hallolbilos der; -: Gesamtheit der Organismen
salzreicher Orte (Salzgewässer, -böden). Ha|!o|che|mie
die; -'. Chemie der Salze, hallolchelmisch: die Halochemie betreffend. Hallolchrolmie [...kro...] rfie; - (zu gr.
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ehrðma „Farbe“ u. t2...ie): das Auftreten gefärbter Lö
sungen bei salzähnlichen Verbindungen starker Säuren
mit gewissen farblosen organischen Verbindungen
Halloleflfekt [auch 'heɪloʊ...] der; -[e]s, -e (zu ÎHalo u.
ÏEffekt): positive od. negative Beeinflussung bei der Be
urteilung bestimmter Einzelzüge einer Person durch den
ersten Gesamteindruck od. die bereits vorhandene Kennt
nis von anderen Eigenschaften (Psychol.)
hallolgen (zu thalo... u. t,,,gen): Salz bildend. Ha|lo|gen
das; -s, -e: Salzbildner (Fluor, Chlor, Brom, Jod), chem.
Element, das ohne Beteiligung von Sauerstoff mit Metal
len Salze bildet. Hallolgelnaltilon die; -, -en (zu t...ation): svw. Halogenierung; vgl. ..,ation/...ierung.Hallolgenid das; -[e]s, -e (zu T3...id): Verbindung aus einem Halo
gen u. einem chem. Element (meist Metall), Salz einer Ha
logenwasserstoffsäure. hallolgelnielren (zu Î..deren):
ein Halogen in eine organische Verbindung einführen, Salz
bilden. Ha|lo|gelnie|rung die; -, -en (zu Î...ierung): das
Halogenieren von Elementen u. Verbindungen; vgl. ...ation/...ierung. Hallolgenlkohllenlwaslsetjstoff der;
-[e]s, -e (meist Plur.) : Kohlenwasserstoff, bei dem die Was
serstoffatome ganz od. teilweise durch Halogene ersetzt
sind. Hallolgenllamlpe die; -, -n: sehr helle Glühlampe
mit einer Füllung aus Edelgas, der eine geringe Menge von
Halogen beigemischt ist. Ha|lo|gen|was|ser|stoff der;
-[e]s, -e (meist Plur.): aus einem Halogen u. Wasserstoff
gebildete Verbindung, z. B. Fluorwasserstoff. Hallolgenwas|ser|stoff|säu|ren die (Plur.): Säuren, die aus ei
nem Halogen u. Wasserstoff bestehen (z.B. Salzsäure).
Hallolid das; -[e]s, -e (zu îhalo... u. t3...id): Kurzform von
THalogenid. Ha|lo|ki|ne|se die; - (zu gr. kinesis „Bewe
gung"): schwerkraftbedingte Bewegung des Salzes in der
Erdkruste, die z.B. zur Bildung von Salzstöcken führt
(Geol.). Hallolmanltie <V/e; - (zu gr. manteia „Weissa
gung“): (veraltet) Wahrsagerei aus Salzhäufchen. Hallomelter das; -s, - (zu t'...meter): Messgerät zur Bestim
mung der Konzentration von Salzlösungen, hallolmorph
(zu t...morph); in der Fügung halomorpher Boden: Salz
boden, Bodentyp mit hohem Salzgehalt
Hallolnen: Plur. von THalo, hallolniert (zu îHalo u.
T ...iert): von einem Hof umgeben, umrändert (z.B. vom
Auge; Med.)
Hallolpelge die;-,-n (zu îhalo... u. gr. pëgë „Quelle“): kal
te Salzquelle. ha|lo|phil (zu t...phil): salzreiche Umge
bung bevorzugend (von Lebewesen; Biol.). Hallolphyt
der; -en, -en (zu t...phyt): Pflanze auf salzreichem Boden
(vor allem an Meeresküsten), Salzpflanze
Hallolpolpullaltilon die; - (zu îHalo u. î Population):
Sammelbez. für die ältesten Objekte des Milchstraßensys
tems (auch anderer Î Galaxien), die dieses in der Art eines
t Halos (1) umgeben
Hallolskop* das; -s, -e (zu Thalo... u. t,,,skop): svw. Halo
meter. Halloltechlnik die; -: (veraltet) [Kunst der]
Salzgewinnung. ha|lo|tech|nisch: die Halotechnik be
treffend. Halloltheijme die;-, -n: warme Salzquelle.Haloltrilchit* [auch .. ,'çit] der; -s, -e: zu den Alaunen gehö
rendes weißes, asbestartiges Mineral, hallolxen (zu gr.
xénios „gastlich, gastfreundlich“): salzreiche Umgebung
als Lebensraum duldend (von Lebewesen; Biol.)
Halltelren die (Plur.) (über lat. halteres aus gleichbed. gr.
haltères): 1. [beim Weitsprung zur Steigerung des
Schwunges benutzte] hantelartige Stein- oder Metallge
wichte im alten Griechenland. 2. zu Schwingkölbchen um
gewandelte Hinterflügel der Zweiflügler u. Vorderflügel
der Männchen der Fächerflügler (Zool.)
Hallun ke der; -n, -n (aus tschech. holomek „nackter Bett
ler“, eigtl. „(Henkers)knecht“): a) (abwertend) jmd., des
sen Benehmen od. Tun als gemein od. hinterhältig angese
hen wird; Gauner; b) (scherzh.) kleiner, frecher Junge
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das: -[s] (aus gleichbed. arab. halwä): orientalische
Süßigkeit, die aus einer flockigen Mischung von zerstoße
nem Sesamsamen u. Honig od. Sirup besteht
Häm das; -s (aus gr. hatma „Blut“): der Farbstoffanteil im
Î Hämoglobin, häm..., Häm... vgl. hämo..., Hämo...
Ha mac [a'mak] r/er; -s, -s (aus gleichbed. fr. hamac zu
span, hamaca, dies aus Aa/i. (Eingeborenensprache)
(h)amaca): (veraltet) Hängematte
Halmalda vgl. Hammada
Ha ma dan der; -[s], -s (nach der gleichnamigen Stadt im
Iran): dauerhafter handgeknüpfter Teppich [aus Kamel
wolle] mit stilisierter Musterung
Halmaldrylalde* die; -, -n (aus gr. hamadryás, Gen. hamadryádos „Baumnymphe“): svw. Dryade
Hä|mag|glu|ti|na|ti|on* die; -, -en (zu thämo... u. TAgglutination): Zusammenballung, Verklumpung von roten
Blutkörperchen (Med.). Hälmaglglultilnin* das; -s, -e:
Schutzstoff des Serums, der eine Î Agglutination von ro
ten Blutkörperchen bewirkt (Med.). Hälmalgolgum*
das; -s, ...ga (zu thämo..., gr. agögös „(herbei)führend" u.
t...ium): Mittel, das Blutungen herbeiführt od. fördert
(Med.). Hälmallaun* das; -s, -e: Gemisch aus tHämatoxylin u. Î Alaun zur Färbung von Gewebeschnitten
(Med.). Hälmallkalnal der; -s (zu T'...al (1) u. TKanal):
durch Vereinigung der unteren Wirbelbögen entstehen
der, große Blutgefäße einschließender Kanal (2; Med.).
Hälmallops* der; - (aus gleichbed. gr. haimälöps zu haimaléos „blutig“ u. öps „Auge“): Bluterguss ins Auge
(Med.)
Halmam der; -[s], -s (aus gleichbed. türk, hamam): türki
sches Bad
Ha|ma|me|lis die; - (aus gr. hamamelis „Mispel“): hasel
nussähnliches Gewächs (in Amerika u. Asien), aus dessen
Rinde ein zu pharmazeutischen u. kosmetischen Präpara
ten verwendeter Extrakt gewonnen wird u. dessen Äste als
Wünschelruten verwendet werden; Zaubernuss
Ham and Eggs ['hæm ənd egz] die (Plur.) (aus engl. ham
and eggs „Schinken u. Eier“): engl. Bez. für gebratene
Schinken[speck]scheiben mit Spiegeleiern
Hälmanlgiolenldolthellilom* das; -s, -e (zu THäman
giom u. t Endotheliom): häufig bösartige Geschwulst aus
Gefäßepithelien (Med.). Hä|man|gi|om das; -s, -e (zu
thämo... u. tAngiom): gutartige Blutgefäßgeschwulst,
Blutschwamm (Med.). Hälmalpolphylse die; -, -n: unte
rer Wirbelbogen (Med.). Hälmarlthros der; -, ...roi
[...troy] (zu gr. ärthron „Gelenk“): mit Blut gefülltes Ge
lenk, insbesondere Blutergelenk (Med.). Hälmarlthrose die; -, -n: Bluterguss in ein Gelenk (Med.)
’Halmarltie die; - (aus gleichbed. gr. hamartia zu hamartánein „sich irren; sündigen“, eigtl. „(das Ziel) verfeh
len“): Irrtum, Sünde als Ursache für die Verwicklungen in
der altgriech. Tragödie (Aristoteles). 2Halmar|tie die; -,
...ien (zu t'Hamartie; vgl. 2...ie>: örtlicher Gewebsdefekt
als Folge einer embryonalen Fehlentwicklung des Keim
gewebes (Med.). Halmarltolblasltom* das; -s, -e:
selbstständige, mitunter bösartige Geschwulst, die sich
aus fehlgebildetem Keimgewebe entwickelt (Med.). Hamarltom das; -s, -e (zu T2Hamartie u. t...om>: ge
schwulstartige Wucherung defekten Gewebes, das durch
eine T2Hamartie entstanden ist (Med.). ha|mar|to|matös (zu T...ÖS): geschwulstartig wuchernd (Med.). Hamar to ma to se die; -, -n (zu t‘...ose): das Auftreten
multipler Hamartome (Med.)
Halmas die; - (aus arab. hamäs „Eifer“): islam. Wider
standsbewegung in den von Israel besetzten Gebieten.
Halmalsa die; -, -s (aus arab. hamäsa „Tapferkeit“): Titel
berühmter arab. Anthologien
Hälmaslkos* der; - (zu Thämo... u. gr. askös „lederner
Schlauch; abgezogene Tierhaut“): blutiger Erguss in der
Hal wa
Hämatopoese
Bauchhöhle (Med.), hälmat..., Hälmat... vgl. hämato...,
Hämato... Hä maltelin das; -s (Kunstw.; vgl. hämato... u.
...in (1)>: svw. Hämatoxylin. Hämatemesis* die; - (zu
Thämato... u. gr. émesis „das Erbrechen" (dies zu emeîn
„ausspeien“)): das Blutbrechen (z.B. bei Magengeschwü
ren; Med.). Hä|malt[lh]i|dro|se* die; -, -n: svw. Hämhidrose. Hälma tin das; -s (zu t...in (1)>: eisenhaltiger Be
standteil des roten Blutfarbstoffs. Hä|ma|ti|non das; -s
(zu gr. haimátinos „(blutig)rot“) : in der Antike häufig ver
wendete kupferhaltige rote Glasmasse, deren Färbung erst
nach mehrfachem Erwärmen u. Kühlen auftritt. Hälmatit [auch ..,'tit] der; -s, -e (über lat. haematites aus gleich
bed. gr. haimatitês (lithos), eigtl. „blutiger (Stein)“): Ei
senglanz, Roteisenstein, ein rotes Eisenerz, hälmalto...,
Hälmalto..., vor Vokalen meist hämat..., Hämat... (aus
gleichbed. gr. haima, Gen. haimatos): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Blut“, z. B. Hämatogen, Häma
tologie, Hämaturie; vgl. hämo..., Hämo... Hälmaltoblast* der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. blastos „Spross,
Trieb"): svw. Hämoblast. Hä|ma|to|chy|lulrie* die; -,
...ien: Auftreten von Blut u. Darmlymphe im Harn (Med.),
hälmaltolgen (zu t...gen>: 1. aus dem Blut stammend
(Med.). 2. Blutbildend(Med.).Hä|ma|tolgramm das; -s,
-e (zu T...gramm): Blutbild, tabellarische Zusammenfas
sung der zur Beurteilung eines Blutbildes wichtigen Befun
de (Med.). Hä|ma|to|i|din [...toi...] das; -s (zu T...oid u.
T...in ( 1)>: sich bei Blutaustritt aus Gefäßen bildender ei
senfreier Farbstoff des THämoglobins. Hä|ma|to|kathar tilkum das; -s, ...ka: (veraltet) blutreinigendes Mit
tel (Med.), hä|ma|tolka|thar|tisch: (veraltet) blutreini
gend (Med.). Hälmaltolkpklkus der; -, ...kken: eine
Grünalgengattung, von der einige Arten rot gefärbte
TPlastiden haben (Biol.). Hälma|to|kol|pos der; -: An
sammlung von Menstrualblut in der Scheide (bei Schei
denverschluss; Med.). Hälma|to|ko|ni|en [,,,iən] die
(Plur.) (zu gr. könis „Staub“): svw. Hämokonien. Hälmatolkrit* der; -en, -en (zu gr. kritös „getrennt“, dies zu krinein „scheiden, trennen“): Glasröhrchen mit Gradeintei
lung zur Bestimmung des Verhältnisses von roten Blutkör
perchen zum Blutplasma. Hälmaitolkritlwert* der;
-[e]s, -e : prozentualer Volumenanteil der Blutzellen an der
Gesamtblutmenge (Med.). Hälmaltollith [auch ...ht]
der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T...lith): ein dunkelrotes
Mineral. HälmaltoHolge der; -n, -n (zu î ...loge): Arzt mit
Spezialkenntnissen auf dem Gebiet der Blutkrankheiten
(Med.). Hä|ma|to|lolgie die; - (zu t...logie): Teilgebiet
der Medizin, das sich mit dem Blut u. den Blutkrankheiten
befasst (Med.), hälmaltollolgisch (zu T...logisch): die
Hämatologie betreffend. Hälmaltom das; -s, -e (zu Thä
mato... u. T...om): Ansammlung von Blut außerhalb der
Blutbahn in den Weichteilen; Blutbeule, Bluterguss
(Med.). Hälmaltolmanltie die; -, ...ien (zu gr. manteia
„Weissagung“): (veraltet) das Vorhersagen eines Krank
heitsverlaufes aus der Beschaffenheit des Blutes. Hälmatolmeltra* die: - (zugr. metra „Gebärmutter“): Ansamm
lung von Menstrualblut in der Gebärmutter bei Verschluss
des Muttermundes (Med.). Hälmaltomlphallos* der; (zu gr. omphalos „Nabel“): hämatomartig blau verfärbter
Nabel als Zeichen einer Blutung in die Bauchhöhle (Med.).
Hä|ma|to|my|e!lie die;-, ...ien (zugr. myelós „Mark“ u.
t2...ie): Rückenmarksblutung (Med.). Hälmaltolpelrikard das; -[e]s, -e: svw. Hämoperikard. Hälmaltolphagen die (Plur.) (zu T...phage): Blut saugende Parasiten
(Biol.). Hälmaltolpholbie die; -, ...ien (zu î...phobie
(a)>: übersteigerte, zwanghafte Angst beim Anblick von
Blut (Psychol., Med ). Hä|ma|to|pneu|moltho|rax der;
-[es]: Bluterguss u. Luftansammlung im Brustfellraum
(Med.). Hä|ma|to|po|e|se die: - (zu gr. poiesis „das Bil
den, Verfertigen“, dies zu poieîn „machen, bilden“): Blut
hämatopoetisch
540
bildung, bes. Bildung der roten Blutkörperchen (Med.), Ham|mond|or|gel ['hæmənd...] die; -, -n (nach dem ame
rik. Erfinder L. Hammond, 1895-1973): elektroakustihälmaltolpoleltisch <zu gr. poietikös „schaffend, bil
sche Orgel
dend"): Blut bildend (Med.). Hälmaltorlrhalchis die; <zu gr. rháchis „Rücken, Rückgrat“): Blutung im Bereich hälmo..., Hä|mo..„ vor Vokalen meist häm..., Häm... (zu
gr. haïma „Blut“): Wortbildungselement mit der Bedeu
der Rückenmarkshäute (als Folge von Verletzungen;
tung „Blut; blutartig“, z. B. Hämoglobin, hämostatisch;
Med.). Hälmaltorlrhö die; -, -en u. Hälmaltorlrhöe
Hämagogum; vgl. hämato..., Hämato... Hälmolbillie
[,,,'ro:] die; -, -n [,,,'ra:ən] (zu gr. rheîn „fließen“): Blut
die; -, ..jen (zu thämo..., TBilis u. T2...ie): durch Verlet
sturz (Med.). Hä|ma|to|sal|pinx die; -: Blutansammlung
zung hervorgerufene Blutung aus dem Gallengangsystem
im Eileiter (Med.). Hälmaltolse die; -, -n (zu t',,,ose):
in den Verdauungstrakt (Med.). Hälmolblast* der; -en,
svw. Hämatopoese. Hälmaltolskolpie* die: -, ...jen (zu
-en (meist Plur.) (zu gr. blastos „Spross, Trieb“): Blut bil
î...skopie>: Blutuntersuchung (Med.). Hälmaltolsperdende Zelle im Knochenmark (Stammzelle; Med.). Hämie rfze; - (zugr. spérma „Samen“ u. T 2,..ie> : svw. Hämomo|blas|ten|leu|kä|mie* die; -, -n [,,d:ən]: bösartige
spermie. Hä|ma|to|tho|rax der; -[es]: Bluterguss in die
t Leukämie mit akutem Verlauf u. starker Entartung der
Brusthöhle (Med.). Hä|ma|to|to|xilkolse 4z'e; -, -n: svw.
Blutstammzellen (Med.). Hälmo|blas|to|se* die; -, -n
Hämotoxikose. Hälma|to|tym|pa|non das; -s, ...na (zu
(zu t'...ose>: Sammelbez. für bösartige Bluterkrankun
gr. tympanon „Handpauke, Handtrommel“): Blutfüllung
gen, Blutkrebs (Med.). Hälmolchrom [,,,'kro:m] das; -s
der Paukenhöhle nach Verletzungen (Med.). Hälmalto(zu gr. chroma „Farbe“): svw. Hämoglobin. Hälmoxyllin das; -s (zugr. xylon „Holz“ u. Î ...in ( 1 )> : in der Î His
chro ma to se die; -, -n: bräunliche Verfärbung von
tologie zur Zellkernfärbung verwendeter Farbstoff aus
Haut u. Gewebe durch eisenhaltige Î Pigmente infolge
dem Holz des südamerik. Blutholzbaumes. HälmaltolzeZerstörung roter Blutkörperchen (Med.). Hälmolchrole die; -, -n (zugr. kêlê „Geschwulst; Bruch“): geschwulst
molmelter das; -s, -: svw. Hämometer. Hälmoldiallyartige Ansammlung von geronnenem Blut in einer Körper
saltor der; -s, ...oren: Gerät zur Durchführung der Hä
höhle, bes. in der Bauchhöhle (z. B. als Folge einer Verlet
modialyse. Hälmoldialllylse die; -, -n: Reinigung des
zung; Med.). Hälmaltolzelphallus der; - (zu gr. kephale
Blutes von krankhaften Bestandteilen (z.B. in der künst
„Kopf1): Bluterguss im Gehirn (Med.). Hä|ma|to|zo|on
lichen Niere; Med.). Hälmoldillultilon die; -, -en: Ent
das; -s, ...zoen (meist Plur.) (zu gr. zöon „Lebewesen;
nahme u. Verdünnung von Eigenblut zur späteren Trans
Tier“): tierischer ÎParasit, der im Blut von Tieren od.
fusion (vor Operationen mit zu erwartenden hohen Blut
Menschen lebt (Biol., Med.). Hä|ma|to|zyt der; -en, -en
(meist Plur.) (zu t ...zyt): svw. Hämozyt. Hälmaltolzyltoverlusten; Med.). Hä|mo|dro!mo|me|ter* das; -s, - (zu
lylse die: - (zu T...lyse): Auflösung der roten Blutkörper
gr. drömos „Lauf* u. t'...meter): Apparat zur Bestim
chen (Med.). Hälmaltulrie* die; -, ...ien (zut...urie): Aus
mung der Umlaufgeschwindigkeit des Blutes (Med.). Hämo dy na mik die; -: Lehre von den physikalischen
scheidung nicht zerfallener (nicht aufgelöster) roter Blut
Grundlagen der Blutbewegung, hälmoldylnalmisch:
körperchen mit dem Urin (Med.)
Hamlberlgit [auch ...git] der; -s, -e (nach dem schwed. Mi
die Bewegung des Blutes betreffend. Hälmoldylnalmoneralogen A. Hamberg (41933) u. zu t2...it): ein farbloses
meter das; -s, -: Blutdruckmessapparat (Med.). HäMineral
mo|fil|tralti|on* die; -, -en: Reinigung des Blutes von
Hamlburlger [auch hæmbə:gə] der; -s, Plur. - u. (bei engl.
krankhaften Bestandteilen mittels kleinporiger Filter
Aussprache) -s (aus gleichbed. engl. -amerik. hamburger,
(Med.), hälmolgen (zu t...gen): svw. hämatogen. Hänach der Stadt Hamburg): aufgeschnittenes weiches Bröt
molgen das; -s: Vitamin Bl3. Hä|mo|glo|bin* das; -s:
chen, zwischen dessen Hälften gebratenes Hackfleisch
Farbstoff der roten Blutkörperchen; Zeichen Hb. Hämit Zutaten (Tomaten, Zwiebeln, Senf, Ketchup usw.) ge
mo glo bi nä mie* die; -, ...ien (zu t...ämie): das Auf
legt ist
treten freien Hämoglobins im Blut bei Î Hämolyse
Hä|me|ry|thrin* das; -s (zu Thämo..., terythro... u. T...in
(Med.), hälmolglolbilnolgen* (zu T...gen>: aus Hämo
(1)): braunroter, eisenhaltiger Blutfarbstoff verschiedener
globin entstanden, Hämoglobin bildend (Med.). Hälmowirbelloser Tiere (Biol.). Hämlhildrolse* u. Hälmildroglo bilnolme ter* das; -s, - (zu Î'...meter): svw. Hämo
se die; - (zugr. hidrösis „das Schwitzen“; vgl. '...ose): Ab
meter. Hä|mo|glo|bi|nolpa|thie* die; -, ...ien (zu Î ...pasonderung rot gefärbten Schweißes (Blutschwitzen;
thie): erbliche Blutkrankheit, bei der das t Globulin eine
Med.). ...hälmie vgl. ...ämie. Hälmilglolbin* das; -s (zu
gegenüber dem normalen Blutfarbstoff abnorme Zusam
î Hämin u. ÎGlobin): svw. Methämoglobin
mensetzung aufweist (Med.). Hä|mo|glo|bi|nu|rie* die;
Ha mil ton ope ra tor ['hæmɪltən...] der; -s, -en (nach
-, ...ien (zu t...urie): Ausscheidung von rotem Blutfarb
dem ir. Mathematiker u. Physiker Sir W. R. Hamilton,
stoff im Harn (Med.). Hälmolgramm das: -s, -e (zu
1805 bis 1865): Operator, der die klassischen Größen Im
t...gramm>: tabellarische Zusammenfassung der zur Be
puls u. Gesamtenergie in der Quantenmechanik be
urteilung eines Blutbildes wichtigen Befunde (Med.). Häschreibt
mokonien [...¡an] die (Plur.) (zu gr. könis „Staub“):
Hälmin das; -s, -e (zu tHäm u. T...in ( 1)>: Porphyrin-Eisen
kleinste Kern- od. Fettteilchen im Blut (Med.). Hälmokomplexsalz, ein Oxidationsprodukt des Häms (Med.)
krilnie* die; - (zu gr. krinein „scheiden, sondern, tren
Ham|ma|da u. Hamada die; -, -s (aus arab. hammäda „die
nen“ u. T2...ie> : Transport von Hormonen auf dem Blut
Unfruchtbare“): Stein- u. Felswüste, die dadurch entstan
wege (Med.). Hälmollilpolkrit* der; -en, -en (zugr. lipos
den ist, dass lockeres Gestein vom Wind weggetragen
„Fett“ u. gr. kritës „Beurteiler, Richter“): Gerät zur
wurde (Geogr.); vgl. Deflation (2)
Messung des Anteils der Fettkörper im Blut (Med.). HäHamlmal der; -s, -s (aus gleichbed. arab. hammäl): Lastträ
mollym phe die; -, -n: Blutflüssigkeit wirbelloser Tiere
ger im Vorderen Orient
mit offenem Blutgefäßsystem (Biol.). Hä|mo|ly|se die: -,
Hamlmam der; -[s], -s (aus gleichbed. arab. hammäm): Ba
-n (zu t.Jyse): Auflösung der roten Blutkörperchen
dehaus im Vorderen Orient
durch Austritt des roten Blutfarbstoffs; Abbau des roten
Hamlmingldisltanz ['hæmɪŋ...] die; - (nach dem amerik.
Blutfarbstoffs (Med.), hälmollylsielren (zu Î..deren):
Informationstheoretiker R. W. Hamming (20. Jh,)>: für ei
Hämolyse bewirken (z.B. von Streptokokken; Med.).
nen Code (1) charakteristische Größe, deren Maßzahl
Hä|mo|ly|sin das; -s, -e: ÎAntikörper, der artfremde
sich aus den unterschiedlich markierten Binärstellen von
Blutkörperchen auflöst (Med.). Hä|mo|ly|ti|kum das;
zwei Codewörtern ergibt (EDV)
-s, ...ka (zu gr. lytikós „lösend“ u. t ...ikum): Stoff, der ei
541
ne Hämolyse bewirkt (Med.), hälmollyltisch: roten
Blutfarbstoff auflösend, mit Hämolyse verbunden
(Med.). Hä|mo|me|ta|ki|ne|sie die; -, ...ien (zu gr. metakinësis „Umstellung“ u. t2...ie>: Blutentzugssymptom
durch Blutumlagerung infolge Weitstellung u. dadurch
vermehrter Blutfüllung gesunder Blutgefäßabschnitte
(Med.). Hälmolmelter das; -s, - (zu Î'...meter): Gerät
zur Bestimmung des Hämoglobingehaltes des Blutes
(Med.). Hä|mo|pa|thie die; -, ...ien (zu t,,,pathie): Blut
krankheit (Med.). Hä|molpe|ri|kard das; -[e]s, -e: Blut
erguss in den Herzbeutel (Med.). Hä|mo|pe|xin das; -s,
-e (zugr. pëxis „das Festmachen“ (dies zu pëgnÿnai „fest
machen, befestigen“) u. t...in ( 1 )>: Eiweißkörper, der den
Farbstoffanteil des Hämoglobins zu binden vermag
(Med.). Hälmolphalgen die (Plur.) (zu Î...phage): svw.
Hämatophagen. hä mo phil (zu t ...phil): 1. im Blut le
bend, auf bluthaltigen Nährböden gedeihend (von Mi
kroorganismen). 2. an Bluterkrankheit leidend, im Zu
sammenhang mit Bluterkrankheit stehend (Med.). Hämo phillie dze; -, ...ien (zu t ...philie): Bluterkrankheit
(Med.). Hälmophlthatlmus* der; - (zu gr. ophthalmós
„Auge“): svw. Hämalops. Hälmopoe se die; - (zu gr.
poiesis „das Bilden, Verfertigen“ zu poietn „machen, bil
den“): svw. Hämatopoese. Hälmopltoe* die; - (Rückbil
dung aus thämoptoisch): svw. Hämoptyse, hälmopltoisch* (entstellt aus gr. haimoptyikós „Blut speiend“): die
Hämoptyse betreffend, durch Hämoptyse bedingt. Hämopltylse* u. Hälmopltylsis die; - (zu thämo... u. gr.
ptÿsis „das Spucken“, dies zu ptÿein „spucken, ausspei
en“): Bluthusten, Blutspucken infolge Lungenblutung
(Med.). Hä|mo|rheo|lo|gie die; -: Wissenschaft u. Leh
re vom Fließverhalten des Blutes unter physiologischen
u. pathologischen Bedingungen (Med.). Hä|mor|rha|gie
die: -, ...ien (aus gr. haimorrhagia „Blutfluss, Blutsturz“):
Blutung (Med.). Hä|mor|rha|gin das; -s, -e (zu t...in
(1)): Stoff, der durch Aufquellung der Kapillar wände
Hämorrhagien verursacht (in Schlangengift enthalten;
Biochem.). hä morlrhalgisch (zu gr. haimorrhages
„von Blut fließend“): zu Blutungen führend, mit ihnen
zusammenhängend (Med.). Hä|mor|rheo|lolgie vgl.
Hämorheologie. hämorlrhoidal [,,,roi...] (zu t Hämor
rhoide u. t '...al (1)>: die Hämorrhoiden betreffend, durch
sie hervorgerufen (Med.). Hälmorlrholilde, auch Hämorride, die; -, -n (meist Plur.) (über lat. haemorrhois,
Gen. haemorrhoidis aus gleichbed. gr. haimorrhois, Gen.
haimorrhoidos, eigtl. „Blutsturz“): knotenförmig hervor
tretende Erweiterung der Mastdarmvenen um den After
herum (Med.). Hä|mo|silde|rin das; -s (zu thämo..., gr.
sideros „Eisen“ u. t...in (1)): eisenhaltiger, gelblicher
Blutfarbstoff, der aus zerfallenden (sich auflösenden) ro
ten Blutkörperchen stammt (Med.). Hälmolsildelrolse
die; -, -n (zu t'...ose): vermehrte Ablagerung von Hämo
siderin in inneren Organen (Med.). Hä|mo|sit der; -en,
-en (meist Plur.) (zu gr. sɪtos „Speise“): tierischer, pflanz
licher od. bakterieller Blutparasit. Hälmolspalsie* die; (zu griech. späsis „das Saugen“ u. t2...ie>: [trockenes]
Schröpfen (örtliche Ansaugung des Blutes in die Haut
mittels einer luftleer gemachten Glas- od. Gummiglocke;
Med.). Hälmolsperlmie
- (zu gr. spérma „Samen"
u. t2...ie): Entleerung von blutiger Samenflüssigkeit
(Med.). Hä|mo|spo|ri|di|um* das; -s, Plur. ...ien [-dən]
u. ...ia (meist Plur.) (aus gleichbed. nlat. haemosporidium
zu Thämo... u. gr. spöros „Saat, Samen“): einzelliger
Blutparasit (Biol., Med.). Hälmosltalse* die; -, -n (zu
gr. stásis „das Stehen, Stillstand“): 1. Stockung der Blut
zirkulation (z.B. im Bereich von Entzündungsherden;
Med.). 2. Blutstillung (Med.). Hä|mos|ta|se|ollo|gi_e*
die; - (zu T...logie): interdisziplinäre Wissenschaft, die
sich mit der Physiologie u. Pathologie der Gerinnung, der
Handicapper
Blutstillung, der ÎFibrinolyse u. der Gefäßwandung be
schäftigt (Med.). Hä|mos|ta|ti|kum* das; -s, ...ka (zu
gr. statikós „hemmend, zum Stillstehen bringend" u.
T...ikum>: svw. Hämostyptikum. hälmostaitisch*:
svw. hämostyptisch. Häimos typ ti kum* das; -s, ...ka
(zu gr. styptikös „verstopfend“ u. Î ...ikum): blutstillendes
Mittel (Med.). hä|mos|typ|tisch*: blutstillend (Med.).
Hä|mo|ta|chy|gramm [...taxy...] das; -s, -e (zu Ttachy...
u. î...gramm): apparative Aufzeichnung der Strömungs
richtung u. der Geschwindigkeit des Blutflusses (Med.).
Hä|mo|the|ralpie c/ze; -, ...ien: Form der Reizkörper
therapie, bei der eine bestimmte Menge körpereigenes
Blut nach Entnahme wieder in einen Muskel injiziert
wird (Med.). Hälmolthglrax der; -[es]: svw. Hämatothorax. Hä|molto|xi|ko|se die; -, -n: auf Vergiftung be
ruhende Schädigung der Blut bildenden Zentren im Kno
chenmark (Med.). Hälmoltolxin íZízs; -s, -e (meist Plur.):
die roten Blutkörperchen schädigendes bakterielles od.
chemisches Blutgift (Med.). Hälmolzylalnin das: -s (zu
îZyan u. t...in (1)): blauer Blutfarbstoff mancher wirbel
loser Tiere (Biol.). Hälmolzyt der; -en, -en (meist Plur.)
(zu t...zyt>: Blutkörperchen, den Blutfarbstoff tragende
Zelle im Blutplasma (Med.). Häjmolzyltolblast* der;
-en, -en (meist Plur.) (zu gr. blastós „Spross, Trieb“):
Stammzelle der Hämozyten. Hälmolzyltolmelter das;
-s, - (zu t‘...meter): Zählkammer mit Volumeneinteilung
zur Auszählung von Blutkörperchen unter dem T Mikro
skop. Hälmolzyltolpelnie áre; -, ...ien (zu gr. penia
„Armut, Mangel“): krankhafte Verminderung der Blut
körperchen (Med.)
Hamplshirelschaf ['hæmpʃɪə...] das; -[e]s, -e (nach der
Landschaft Hampshire in Südengland): schwarzköpfiges
Fleischschaf
Hamlsa der; -s (aus sanskr hamsá „(Wild)gans, Schwan“):
der indische Ganter als Reittier der Gottheiten Brahma u.
Sarasvati
Halmullus der; -, ...li (aus gleichbed. lat. hamulus, Verklei
nerungsform von hamus „Haken“): kleiner Haken, ha
kenförmiger Fortsatz eines Knochens (Med.)
Halmun der; -s, -e (aus gleichbed. pers. hamün): Salz
sumpf, Ebene, Wüste
Han vgl. ‘Chan
Halnalfilte vgl. Hanefite
Hana-ike die (Plur.) (aus jap. hana-ike zu hana „Blume“
u. ikeru „stellen, hineinstellen“): Blumenvasen od. -scha
len aus Keramik od. korbartige Behälter aus Bambus, die
zum Ikebana benutzt werden
Halnalper ['hɛnɛpu, engl. 'hænəpə] das; -s, - (aus engl. hanaper „Behälter zur Aufbewahrung von Dokumenten“):
(veraltet) Schatzkammer, Staatskasse
hanldeln ['hɛnd]n] (aus gleichbed. engl. to handle): (Jar
gon) handhaben, gebrauchen, verfahren. Handlheld
[ hɛndhɛlt] der od. das; -s, -s (kurz für gleichbed. engl.
handheld computer zu hand „Hand“, held, Part. Perf. von
to hold „halten“, u. computer, vgl. Computer): kleiner
handlicher Taschencomputer
Hanldtlcap, eingedeutscht auch Handikap ['hɛndikɛp] áa.s;
-s, -s (aus gleichbed. engl. handicap (Herkunft unsicher)):
1. etw., was für jmdn., etw. eine Behinderung od. ein
Nachteil ist. 2. der durch eine Vorgabe für den leistungs
schwächeren Spieler, für das weniger leistungsfähige
Pferd entstehende Ausgleich gegenüber dem Stärkeren
(Sport). han|di|calpen, auch handikapen ['hɛndikɛpn]
(aus gleichbed. engl. to handicap): 1. eine Behinderung,
einen Nachteil für jmdn., etw. darstellen. 2. jmdm. ein
Handicap auferlegen; vgl. gehandikapt, hanldilcalpieren [handika...] (zu Î..deren): (Schweiz.) svw. handica
pen. Hanldilcaplper, auch Handikapper ['hɛndikɛpn]
der; -s, - (aus gleichbed. engl. handicapper): jmd., der bei
Handikap
Rennen mit der Festsetzung der Handicaps (2) beauftragt
ist; Ausgleicher (Sport). Hanldilkap ['hɛndikɛp] usw. vgl.
Handicap usw.
Handlkomlmulnilon [’hant...] die: -, -en (zu Î Kommuni
on): t Kommunion (1), bei der die Î Hostie dem Gläubi
gen in die Hand, nicht in den Mund gelegt wird. Hand
ling ['hændlɪŋ] das; -[s] (aus gleichbed. engl. handling
zu to handle „handhaben“ u. t...ing>: Handhabung,
Gebrauch. Handllinglfee [...fi:], auch Hand|ling-Fee
die; -, -s (aus gleichbed. engl. handling fee zu t Hand
ling u. fee „Gebühren“, dies über altfrz. fɪi]ev aus mlat.
feodum, feudum): Bearbeitungsgebühren (bes. Bankw.).
Hand out, auch Hand-out ['hændaut] das; -s, -s (aus
gleichbed. engl. handout zu to hand out „austeilen, ausge
ben“): ausgegebene Informationsunterlage, Informati
onsschrift (z.B. bei Tagungen, Sitzungen). Handlplant
['hændplɑ:nt] der; -s, -s (zu engl. to plant „setzen“, eigtl.
„pflanzen“, über altengl. plantian aus lat. plantare
„pflanzen“, dies zu planta „Pflanze“): Handstand beim
Î Inlineskating u. Î Snowboarden. Hands [hɛnts, auch
hændz] das: -, - (aus engl. hands „Hände“): (österr.)
Handspiel (beim Fußball)
Handlschar*u. Kandschar der; -s, -e (aus gleichbed. arab.
hangar): (früher) messerartige Waffe der Orientalen
Handlshalking ['hændʃeɪkɪŋ] das: -s, -s (aus engl. hand
shaking, eigtl. „Händeschütteln“): Verfahren zur Daten
übertragung, bei dem die beteiligten Datenstationen die
Absendung u. den Empfang der Daten gegenseitig durch
ein [vereinbartes] Signal bestätigen müssen, um weiterarbeiten zu können (EDV). Hanldy [ hendí] das: -s, -s (zu
engl. handy „zur Hand; handlich“): handliches Mobiltele
fon. Hanldylainer der; -s, - (zu t,,,aner): (meist abwer
tend) jmd., der unablässig u. an allen Orten sein Handy
benutzt. Hanldylcam ['hændɪkam] die; -, -s (zu îCamcorder): kleine, handliche Videokamera. Hanldylman
[...mæn] der; -s, ...men [...mon] (aus engl. handyman
„Handwerker“): Bastler, Heimwerker
Halnelfilte der; -n, -n (meist Plur.) (nach dem Gründer
Abu Hanifa, 699-767) : Anhänger einer der Rechtsschulen
im sunnitischen Islam, die bes. in der Türkei, in Zentral
asien, Afghanistan, Pakistan, Indien u. China verbreitet
ist u. in der Auslegung des Moralgesetzes am großzügigs
ten verfährt
Hanlgar [auch ...'ga:u] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. hangar,
eigtl. „Schuppen, Schirmdach“ (germ. Wort)): Flugzeug-,
Luftschifihalle
Hanglover, auch Hang-over ['hæŋ'oʊvə] der; -s (aus
gleichbed. engl. hangover zu to hang over „Überhängen,
übrig bleiben“): Katerstimmung nach dem Genuss von
Alkohol od. Drogen
Hanlgul der; -s, -s (über gleichbed. engl. hangul aus dem
Hindi): Kaschmirhirsch (nordindischer Hirsch mit fünfendigem Geweih)
Halnilfe der; -n, -n (aus arab. hanɪf „Rechtgläubiger“):
nach dem Koran ein Gottsucher, der schon in vorislami
scher Zeit den reinen Glauben bewahrt hat (z.B. Abra
ham)
Ha ni wa die (Plur.) (aus jap. ha-niwa „Tonringe“): aus ro
tem Ton gebrannte Grabbeigaben im frühgeschichtlichen
Japan
Hank [heŋk] das; -[s], -s (aus engl. hank „Knäuel, Dogge,
Strähne“, weitere Herkunft unsicher): ein Längenmaß in
der Spinnerei
Hanlnaylit [hænei..., auch ..,'it] der; -s, -e (nach dem schot
tischen Chemiker J. B. Hannay (19. Jh.) u. zu T2...it>: ein
gelbliches Mineral
Hanlnilbal ad (fälschlich meist ante) porltas [- - (-) ...ta:s]
(/ɑt,,` „Hannibal an (vor) den Toren“; nach dem Schre
ckensruf der Römer im 2. Punischen Krieg): (scherzh.)
542
Achtung! Sei[d] vorsichtig! (er kommt gerade, von dem
etw. Unangenehmes o. Ä. zu erwarten ist)
Hanlsolku-Malkedas, -, -[s] (aus gleichbed. jap. hansokumake): Disqualifikation (eines Budokämpfers)
Hanlsom ['hɛnzəm, engl. 'hænsəm] der; -s, -s (nach dem
engl. Erfinder J. A. Hansom, 1803-1882): zweirädrige
engl. Kutsche mit zwei Sitzplätzen u. Verdeck, bei der sich
der Kutschbock erhöht hinter den Sitzen befindet
hanltielren (aus gleichbed. mniederl. hantëren, dies aus
(alt)fr. hanter „häufig besuchen, umgehen mit“): a) (mit
einem Gegenstand in der Hand) sichtbar, hörbar tätig, be
schäftigt sein, wirtschaften; b) etw. handhaben, einen Ge
genstand benutzen, mit etw. umgehen
Halnum die; - (über türk, hanim (efendi) aus pers. hänum
„Dame“): Höflichkeitsanrede an Frauen im Türkischen
u. Persischen
Hao ['ha:u] der; -s, Plur. -s (aber: 5 -) (aus gleichbed. v/efnames. hao): Untereinheit des TDong (=0,1 Dong)
Halolma u. Hauma der: - (über engl. haoma aus dem
Awest.): heiliges Opfergetränk (aus einer heilkräftigen
Pflanze) der ÎParsen; vgl. 'Soma
Halolri der; -s, -s (aus gleichbed. jap. ha-ori): weite Jacke
mit angeschnittenen Ärmeln als Teil der traditionellen ja
pan. Tracht
Ha|pa|lo|ny|chie* die; -, ...ien (zu gr. hapalös „weich“,
ónyx, Gen. onychos „Kralle, Nagel“, u. t2...ie): abnorm
weiche Beschaffenheit der Finger- u. Zehennägel (Med.)
halpalxanth* u. halpalxanlthisch (zu gr. häpax „ein
mal“ u. antheîn „blühen“): nur einmal blühend u. dann
absterbend (von Pflanzen; Bot.); Ggs. tpollakanth. Hapaxllelgolmelnon das: -s, ...mena (aus gr. hápax legómenon „einmal Gesagtes“): nur einmal belegtes, in seiner
Bedeutung oft nicht genau zu bestimmendes Wort einer
[heute nicht mehr gesprochenen] Sprache
Halphallgelsie* die; - (zu gr. haphê „Berührung“ u. ÎA1gesie): übermäßige Schmerzempfindlichkeit der Haut bei
jeder Berührung (z. B. bei Î Hysterie; Med.)
Haphltalra vgl. Haftara
hapl...*, Hapl... vgl. haplo..., Haplo... halplo..., Haplo..., vor Vokalen meist hapl..., Hapl... (aus gleichbed.
gr. haplóos): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„nur aus einem Teil bestehend, einfach“, z. B. haplodont,
Haplologie. halploldpnt (zu gr. odoús. Gen. odóntos
„Zahn“): wurzellos u. kegelförmig (in Bezug auf die Zäh
ne niederer Wirbeltiere u. einiger Nagetiere; Biol.). Haplo dont ¿fer; -en, -en: einfacher kegelförmiger Zahn
(vermutlich die Urform des Zahns; Med.). Halplolgrafie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t,,,grafie): fehler
hafte Auslassung eines von zwei gleichen od. ähnlichen
Lauten od. Silben in geschriebenen od. gedruckten Tex
ten; Ggs. Î Dittografie. halplolid (aus gr. haploeidës
„einfach"): nur einen einfachen Chromosomensatz ent
haltend (in Bezug auf Zellkerne; Biol.); Ggs. Îdiploid.
Halplolildie [haploi...] die; - (zu î2...ie): Phase im Le
benszyklus eines Organismus, die durch das Vorhanden
sein eines einfachen Chromosomensatzes gekennzeichnet
ist (Biol.). Ha|plo|i|di|sie|rurtg die; - (zu Î...isierung):
Herstellung von haploiden Zellen od. Individuen durch
î Stimulation der Zellteilung unbefruchteter Eizellen, hapio kaullisch (zu thaplo... u. gr. kaulös „Stiel“): einach
sig (von Pflanzen, bei denen der Stängel mit einer Blüte
abschließt; Bot.). Ha|p¡o|lo|gie¿/¿e, -, ...ien (zu Î ...logie>:
Verschmelzung zweier gleicher od. ähnlicher Silben (z.B.
Zauberin statt Zaubererin, Adaption statt Adaptation;
Sprachw.). Halplom das; -s, -e (Kunstw. aus gr. haplóos
„einfach“ u. ÎChromosom): svw. Genom. Halplont der;
-en, -en (zu Îhaplo... u. î ...ont): Lebewesen, dessen Zellen
einen einfachen Chromosomensatz aufweisen (Biol.). Haplolphalse die; -, -n: die beim geschlechtlichen Fort
543
pflanzungsprozess regelmäßig auftretende Phase mit nur
einem einfachen Chromosomensatz (BioL). haploste
mon <zu gr. stëmôn „Faden"): nur einen Staubblattkreis
habend (von Blüten; Bot.)
Happellourde [ap'lurd] die; -, -s (aus gleichbed.ʃr. happelourde zu happer „schnappen“ (lautmalendes Wort) u.
lourd „schwerfällig, plump“): (veraltet) Glasstein, fal
scher Edelstein
Haplpelning ['hɛpənɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
happening, eigtl. „Ereignis“): [öffentliche] Veranstaltung
von Künstlern, die - unter Einbeziehung des Publikums
ein künstlerisches Erlebnis [mit überraschender od. scho
ckierender Wirkung] übermitteln will. Haplpelnist [hepə...] der; -en, -en (zu T ...ist): Künstler, der Happenings
veranstaltet
haplpy ['hɛpi] (.engl.i: in glückseliger, zufriedener Stim
mung. Haplpy End ['hɛpi ent] das; --[s], --s, auch Happylend das; -[s], -s (zu engl. happy ending „glückliches
Ende“): [unerwarteter] glücklicher Ausgang eines Kon
fliktes, einer Liebesgeschichte, haplpylenlden: (ugs.)
[doch noch] einen glücklichen Ausgang nehmen, ein Hap
py End finden. Haplpy Few ['hɛpi 'fju:] die (Plur.) (aus
gleichbed. engl. (the) happy few, zu few „wenige“): a) klei
ne Schar von Auserwählten; b) [von den Umständen be
günstigte] glückliche Minderheit. Haplpy Hour ['hɛpi
'aoə] die; - -, - -s (aus engl. happy hour, eigtl. „glückliche
Stunde“): festgesetzte Zeit, in der in bestimmten Lokalen
die Getränke zu einem ermäßigten Preis angeboten wer
den
hapt..., Hapt... vgl. hapto..., Hapto... Hap ten das; -s, -e
(meist Plur.) (zu gr. háptein „heften, berühren, angreifen“
u. T...en): organische, eiweißfreie Verbindung, die die Bil
dung von ÎAntikörpern im Körper verhindert, Halbanti
gen; vgl. Antigen. Hapltelre die; -, -n (meist Plur.) (aus
nlat. haptera „die Haftende“ zugr. háptein, vgl. Hapten):
Haftorgan bei Pflanzen. Hapltik die; - (zu Thapto... u.
T2...ik (1)): Lehre vom Tastsinn (Psychol.), hapltisch
(aus gr. haptös „zu fassen, greifbar“) : den Tastsinn betref
fend; vgl. taktil, haplto..., Hap to..., vor Vokalen meist
hapt..., Hapt... (zu gr. háptein „heften, berühren, anfas
sen“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Bin
dung, Haftung; Berührung“, z.B. Haptik, Haptonastie.
Hapltolgenlmemlbran* die; -, -en (zu Î ...gen u. ÎMem
bran): Eiweißhäutchen um Fettkügelchen in î Emulsio
nen, das dem Entmischen entgegenwirkt (Biol.). Hapltoglobin* das; -s, -e: Î Protein, das beim Transport u. Ab
bau von ÎHämoglobin mitwirkt (Med.). Hapltolnasltie
die; -, ...ien: durch Berührungsreiz ausgelöste Pflanzenbe
wegung (Bot.). Hapltoltrolpislmus* der; -, ...men:
durch Berührungsreiz ausgelöste Krümmungsbewegung,
bes. bei Kletterpflanzen (Bot.)
Haquelnée [ak'ne:] dze; -, -s (aus fr. haquenée „Zelter“ zu
engl. hackney, vgl. Hackney): 1. Zelter, Passgänger; vgl.
Hackney. 2. farbige, über die Streitrosse gelegte Decke
(im Mittelalter)
Halquet [a'ke:, fr. a'kɛ] der; -s, -s [a'ke:(s), a'kɛ(s)] (aus
gleichbed. fr. haquet zu altfr. haque „Pferd“ (bildlich ge
braucht)): 1. (veraltet) kleiner Karren. 2. Brückenwagen,
Pontonkarren (Mil.)
Halra die; - (aus gleichbed. jap. hara): aus Sträuchern u.
Kräutern bestehende Vegetationsform in Japan, bes. auf
Vulkanhängen
Haïrai [b.ara'i] das; - (zu türk, haraç „Tribut, Kopfsteuer“):
früher der von allen Î Giaurs an die Î Moslems zu zahlende
Tribut
Halralkilri das; -[s], -s (aus gleichbed. jap. harakiri zu hara
„Bauch“ u. kiru „schneiden“): ritueller Selbstmord durch
Bauchaufschlitzen (in Japan); Seppuku
Ha Iram der; -s, -s (aus gleichbed. arab. haram, eigtl. „un
Hardrock
verletzlich, heilig“): heiliger, verbotener Bezirk im islami
schen Orient; vgl. Harem
halranlgielren (aus gleichbed. fr. haranguer zu harangue,
vgl. Harangue): (veraltet) 1. a) eine langweilige, überflüs
sige Rede halten; b) jmdn. mit einer Rede, mit einer Un
terhaltung langweilen. 2. anreden, ansprechen. Ha
rangue [(h)a'râg] die; -, -s (aus gleichbed. fr. harangue,
dies wohl aus mlat. harenga, weitere Herkunft ungeklärt):
(veraltet) feierliche Ansprache. Halranlgueur [(h)arä'go:u] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. harangueur): (veraltet)
Wortführer, Lobredner
Ha|rap|pa|kul|tur die; - (nach dem zuerst erforschten
Hauptausgrabeplatz Harappa (Pandschab, Pakistan)): ei
ne Hochkultur, die vom 4. bis Anfang des 2. Jahrtausends
V. Chr. hauptsächlich im Industal verbreitet war
Haïras [a ra:] der; -, - (aus gleichbed. fr. haras, weitere Her
kunft unsicher): (veraltet) Gestüt
Hal rass der; -es, -e (aus gleichbed. (alt)fr. harasse, weitere
Herkunft unsicher): Lattenkiste od. Korb zum Verpacken
zerbrechlicher Waren wie Glas, Porzellan o.Ä.
Harceleur [ars'ɪo:u] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. harceleur
zu harceler „quälen“, dies aus vulgärlat. herceler): (veral
tet) Plagegeist
Har|dan|ger|ar|beit die; -, -en (nach der norw. Land
schaft Hardanger): Durchbrucharbeit (Stickerei, bei der
Fäden aus dem Gewebe gezogen werden u. die entstande
nen Löcher umstickt werden) in grobem Gewebe mit qua
dratischer Musterung. Harldanlgerlfieldel dze; -, -n:
volkstümliches norw. Streichinstrument mit vier Griff- u.
vier Resonanzsaiten
Hardlbop ['hɑ:dbɔp] der; -[s], -s (aus gleichbed. amerik.
hardbop zu hard „fest; hart“; Analogiebildung zu ÎBe
bop): (zu Beginn der 1950er-Jahre entstandener) Jazzstil,
der stilistisch eine Fortsetzung, gleichzeitig jedoch eine
Verflachung des ÎBebop darstellt (Mus.). Hardlcolpy
[...kopi] die; -, -s, auch Hard Colpy die; - -, - -s (aus engl.
hard copy „feste Aufzeichnung“): Ausdruck von im Com
puter gespeicherten Daten od. Texten über einen Drucker
od. îPlotter (EDV); Ggs. îSoftcopy. Hardicore [...ko:]
der; -s, -s (aus engl. hard core „harter Kern“, Bed. 2 u. 3
zu engl. hard-core „hart“ (auf Pornographie bezogen)): 1.
harter innerer Kern von Elementarteilchen. 2. Kurzform
von Hardcorefilm u. Hardcoreporno. 3. eine taggressive
Variante des ÎPunkrock. Hardlcorelfilm der; -[e]s, -e:
svw. Hardcoreporno. Hard|core|por|no der; -s, -s: por
nografischer Film, in dem geschlechtliche Vorgänge z.T.
in Großaufnahme u. mit genauen physischen Details ge
zeigt werden. Hardlcourt [,,,kɔ:t] der; -s, -s, auch Hard
Court der; --s, --s (aus gleichbed. engl. hard court): Hart
platz (Tennis). Hardlcolver [,,,kʌvə] der; -s, -s (aus engl.
hard cover „fester Einbanddeckel“): Buch mit festem Ein
banddeckel; Ggs. tPaperback. Hard disk u. Hardidisc
die; -, -s, auch Hard Disk u. Hard Disc die; --, --S (aus
engl. hard disk „harte Platte“): Festplatte, Magnetplat
tenspeicher, der fest in das Computersystem integriert ist.
Hardldrink der; -s, -s, auchHard Drink der; --s, --s (aus
gleichbed. engl. -amerik. hard drink) : ein hochprozentiges
alkoholisches Getränk; Ggs. ÎSoftdrink. Hard Drug [...
drʌg] die; - -, - -s (aus engl. hard drug „harte Droge“):
(Jargon) starkes Rauschgift, das süchtig macht (z. B. He
roin); Ggs. tSoft Drug. Hardledge [---ɛdʒ] die; -, auch
Hard Edge dze; -- (aus gleichbed. engl. hard edge, eigtl.
„harte Kante“): Richtung in der modernen Malerei, die
klare geometrische Formen u. kontrastreiche Farben ver
wendet. Hardllilner [...lama] der; -s, - (aus gleichbed.
engl. hard-liner): Vertreter eines harten [politischen] Kur
ses. Hardlrock der; -[s], auchHard Rock der; --[s] (aus
gleichbed. engl. hard rock, eigtl. „harter Rock“): Stilrich
tung der Rockmusik, für die eine sehr einfache harmoni-
544
Hardselling
sehe u. rhythmische Struktur u. extreme Lautstärke kenn
zeichnend sind (Mus.). Hardlsellling
-, auch Hard
Sealing das; - - (aus gleichbed. engl. hard selling, eigtl.
„hartes Verkaufen“): Anwendung aggressiver Verkaufs
methoden. Hard Skill [... skil] der od. das; - -s, - -s (meist
Plural) (aus engl. hard „fest, gesichert“ u. skills „Fähigkei
ten“): rein fachliche Qualifikation (Wirtsch.); Ggs. tSoft
Skill. Hardlstuff [...Staf] der; -s, -s, auch Hard Stuff
der; --s, --s (aus gleichbed. engl. hard stuff, eigtl. „harter
Stoff1): svw. Hard Drug. Hard Itop [...top] das od. der; -s,
-s (aus gleichbed. engl. hardtop): 1. abnehmbares Verdeck
von [Sportwagen. 2. Sportwagen mit einem Hardtop (1).
Hardlware [...weo] die; -, -s (aus gleichbed. engl.-amerik.
hardware, eigtl. „harte Ware“): alle technisch-physikali
schen Teile eines Computers unter dem speziellen Ge
sichtspunkt der unveränderlichen, konstruktionsbeding
ten Eigenschaften; die durch die Technik zur Verfügung
gestellten Möglichkeiten eines Rechners (EDV); Ggs.
ÎSoftware. Hardlword [...wo:d] das; -s, -s, auch Hard
Word das; --s, --s (aus gleichbed. engl. hard word, eigtl.
„hartes Wort“): Wort, das aus dem einheimischen, ange
stammten Wortschatz nicht abgeleitet werden kann u.
deshalb schwerer erlernbar ist u. dem Gedächtnis eher
entfällt (z.B. engl. Mund „mouth“, mündlich „oral“;
Sprachw.)
Harldylbremlse [...di...] die; -, -n (nach dem engl. Inge
nieur J. G. Hardy, 1851-1914): Saugluftbremse für Eisen
bahnfahrzeuge
Ha rem der; -s, -s (über türk, harem aus gleichbed. arab.
haram, eigtl. „verboten, unverletzlich, heilig“): 1. (in den
Ländern des Islams) die abgetrennte Frauenabteilung der
Wohnhäuser, zu der kein fremder Mann Zutritt hat. 2. a)
große Anzahl von Ehefrauen eines reichen orientalischen
Mannes; b) alle im Harem (1) wohnenden Frauen
Hälrelsilarch der; -en, -en (über kirchenlat. haeresiarcha
aus gleichbed. gr. hairesiárchés) : Begründer u. geistliches
Oberhaupt einer [altkirchlichen] Häresie. Hälrelsie die;
-, ...ien (über kirchenlat. haeresis aus gleichbed. gr. hairesis, eigtl. „das Nehmen, Wahl“): von der offiziellen Kir
chenmeinung abweichende Lehre, Irrlehre, Ketzerei. Häreltilker der; -s, - (aus gleichbed. kirchenlat. haereticus
zu gr. hairetikós, vgl. häretisch): jmd., der von der offiziel
len Lehre abweicht; Ketzer, hälreltisch (aus gleichbed.
kirchenlat. haereticus, dies aus gr. hairetikós „auswäh
lend; ketzerisch“): vom Dogma abweichend, ketzerisch
Hanfe ¡nett das; -[e]s, -e (zu dt. Harfe u. T...ett>: Spitzhar
fe, zitherartiges Instrument, das beim Spielen wie eine
Harfe gehalten wird
Halridl schan* u. Harijan [,,,ʤa(:)n] der; -s, -s (über engl.
harijan aus Hindi harijana, dies zu sanskr. hári (Beiname
mehrerer Götter, bes. Wischnus) u. jäna „Person“): Inder,
der keiner Kaste angehört; vgl. Paria (1)
Ha ri e ro der; -s, -s (aus gleichbed. span, arriero): Maul
tiertreiber, Lohnkutscher
Halrilo|la|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. hariolatio zu
hariolari „weissagen, vermuten“): (veraltet) Weissagung,
unbegründete Vermutung. ha|ri|o|lie|ren(aus gleichbed.
lat. hariolari): (veraltet) weissagen, vermuten
Harlka die; - (aus gleichbed. arab. harka): Aufgebot der
waffenfähigen Männer im Kriegsfall (in Marokko)
Harllelkin [,,,ki:n] der; -s, -e (über fr. harlequin aus gleich
bed. it. arlecchino, dies zu altfr. maisnie Hellequin „He
xenjagd; wilde lustige Teufelsschar“ (Herkunft unsi
cher)): 1. Hanswurst, Narrengestalt [der ital. Bühne],
2. Bärenschmetterling (ein lebhaft gefärbter Nachtfalter).
3. Sprungspinne. 4. Zwergpinscher. Har|le|ki|na!de die;
-, -n (zu T...ade): Possenspiel. har|le|ki|nisch [auch
... ki:nʧ]: nach Art eines Harlekins, [lustig] wie ein Harle
kin
['hɑ:ləmdʒʌmp] der; -[s] (nach Harlem,
dem Stadtteil von New York, u. zu î Jump): ein um 1930 in
Harlem entwickelter Jazzstil, für den Sprungeffekte cha
rakteristisch sind
Harlmajgeldon vgl. Armageddon
Harlmatltan der; -s (aus gleichbed. afrik. haramata (aus
einer nordwestafrik. Eingeborenensprache)): trockener,
von der Sahara zur atlantischen Küste Afrikas wehender
Nordostwind (Meteor.)
Harlmin das; -s (nach dem lat. Namen der Steppenraute,
Peganum harmala, u. zu Î...in (1)): lAlkaloid aus einer in
Südeuropa u. Asien beheimateten Steppenraute u. einigen
südamerik. Î Malpighiengewächsen
Har mo nie die; -, ...ien (über lat. harmonia aus gleichbed.
gr. harmonía, eigtl. „Fügung“): 1. als wohltuend empfun
dene innere u. äußere Übereinstimmung; Einklang; Ein
tracht, Einmütigkeit, Einigkeit. 2. ausgewogenes, ausge
glichenes, gesetzmäßiges Verhältnis der Teile zueinander;
Ebenmaß (Archit.; bild. Kunst). 3. wohltönender Zusam
menklang mehrerer Töne od. Akkorde; schöner, angeneh
mer Klang (Mus.). Har|molnie|leh|redie; -, -n: a) (ohne
Plur.) Teilgebiet der Musikwissenschaft, das sich mit den
harmonischen Verbindungen von Tönen u. Akkorden im
musikalischen Satz befasst; b) von einem Musikwissen
schaftler od. Komponisten aufgestellte Theorie, die sich
mit den harmonischen Verbindungen von Tönen u. Ak
korden befasst. Harlmolnielmulsik die; -: 1. nur durch
Blasinstrumente ausgeführte Musik. 2. aus Blasinstru
menten bestehendes I Orchester (1). Har mo nie orches ter das; -s, -: Blasorchester. har|mo|nie|ren (zu
Î ...ieren): gut zu jmdrn. od. zu etwas passen, sodass keine
Unstimmigkeiten entstehen; gut zusammenpassen, über
einstimmen. Har|mo|nik die; - (über spätlat. harmonice
aus gleichbed. gr. harmonikë): Lehre von der Harmonie
(3; Mus.). Har|mo|ni|kadze; -, Plur. -s u. ...ken (aus engl.
harmonica „Glasharmonika“, dies aus lat. harmonica,
substantiviertes Fern, von harmonicus, vgl. harmonisch):
Musikinstrument, dessen Metallzungen durch Luftzufuhr
(durch den Mund bzw. einen Balg) in Schwingung versetzt
werden (z.B. Mund-, Zieh- od. Handharmonika), harmonikal (zu 1 '...al (1)): den (festen) Gesetzen der Har
monie folgend, entsprechend (Mus.). Harjmglnilkaltür
die; -, -en: besonders konstruierte Tür, die wie eine Zieh
harmonika zusammengeschoben werden kann; Falttür.
Har|mo|ni|ker der; -s, - (über lat. harmonicus aus gr.
harmonikós „Musikkundiger“): Musiktheoretiker im al
ten Griechenland (Mus.), harlmolnisch (über lat. har
monicus aus gleichbed. gr. harmonikós): 1. übereinstim
mend, ausgeglichen, gut zusammenpassend. 2. den Har
moniegesetzen entsprechend; schön, angenehm klingend
(Mus.); harmonische Teilung:Teilung einer Strecke durch
einen Punkt auf der Strecke u. einen außerhalb, sodass
gleiche Teilungsverhältnisse entstehen (Math.). Harlmonilsche die; -n, -n: Schwingung, deren tFrequenz ein
ganzzahliges Vielfaches einer Grundschwingung ist
(Phys.). har|molni|s[e|ren (aus gleichbed. fr. harmoni
ser; vgl. harmonisch): 1. in Einklang, in Übereinstimmung
mit jmdm. bringen, harmonisch gestalten. 2. eine Melodie
mit passenden Akkorden od. Figuren begleiten (Mus.).
Har¡mo|ni|sie|rung die; -, -en (zu Î...isierung): Abstim
mung verschiedener Dinge aufeinander, gegenseitige An
passung (z.B. von der Wirtschaftspolitik verschiedener
Länder). har|mo|nis|tisch (zu Î...istisch): 1. die gegen
seitige Anpassung, Harmonisierung betreffend; nach ei
nem Harmonisierungsplan in Einklang bringend. 2. nach
den Gesetzen der Harmonielehre gestaltet. Hatjmolniumdas; -s, Plur. ...ien [,,,iən] od. -s (aus gleichbed. fr. har
monium (im Jahr 1840 geprägt von dem franz. Instrumen
tenmacher A. F. Debain, 1809-1877); vgl. Harmonie u.
Hatjlemljump
545
...ium): Tasteninstrument, dessen Töne von saugluftbe
wegten Durchschlagzungen erzeugt werden. Harlmolnogramm das; -s, -e (zu tHarmonisierung u. T...gramm):
grafische Darstellung von zwei od. mehr voneinander ab
hängigen Arbeitsabläufen, als Hilfe zur Koordination
(Wirtsch.)
Harimost der: -en, -en (aus gleichbed. gr. harmostés zu
harmózein „zusammenfügen, verbinden“): Befehlshaber
in den von Sparta nach dem Peloponnesischen Krieg be
setzten Städten
Harlmoltom der: -s, -e (zu gr. harmós „Fuge, Zusammen
fügung“ u. tome „Schnitt; das Abgeschnittene“): durch
scheinendes bis milchig trübes, bariumreiches Mineral
der Zeolithgruppe (vgl. Zeolith)
Harlpalgon [auch arpa'gö:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
harpagon; nach der Hauptfigur in Molières Lustspiel
„Der Geizige“): (veraltet) Geizhals
Harlpollith [auch ... lit] der: Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu
lat. harpe „Sichel“ (dies aus gr. hárpe) u. Î ...lith): Sichel
stock, konvex u. konkav gekrümmter subvulkanischer Ge
steinskörper (von Tiefengesteinskörpern; Geol.)
Harpsichord [... kort] das; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl.
harpsichord, dies über älter fr. harpechorde aus it. arpicordo zu arpa „Harfe“ u. corda „Saite“, eigtl. „Seil“):
engl. Bez. für Cembalo
Harlpulnage [,,,'na:ʒ] die; -, -n [,,,ʒn] (nach gleichbed. fr.
harponnage zu tHarpune u. t...age>: das Harpunieren.
Harlpulne die; -, -n (über niederl. harpoen aus gleichbed.
fr. harpon, eigtl. „Eisenklammer“, zu harpe „Klaue, Kral
le“, dies vermutlich aus dem Germ.): 1. bes. zum Fang von
Fischen u. Meeressäugetieren benutzter Wurfspeer od.
pfeilartiges Geschoss mit Widerhaken u. Leine. 2. an
Webautomaten Hilfsmittel zum Einweben der Querfäden
(Textiltechnik). Har|pu|nen|ka|no|ne die; -, -n: kano
nenartiges Gerät zum Abschießen von Harpunen. Harpulnier der: -s, -e (zu I‘...¡er): Harpunenwerfer, harlpunielren (aus gleichbed. niederl. harpoeneren; vgl. ..de
ren): mit der Harpune fangen
Harlpylie [..,'py:ja] die; -, -n (über lat. Harpyia aus gleich
bed. gr. Hárpyia, eigtl. „Räuberin“): 1. (meist Plur.)
Sturmdämon in Gestalt eines Mädchens mit Vogelflügeln
in der griech. Mythologie. 2. großer süd- u. mittelamerik.
Greifvögel. 3. Jungfrauenadler; Wappentier, das den
Oberkörper einer Frau hat
Harlras [a'ra] der; - (nach der franz. Stadt Arras): ein leich
tes Kammgarngewebe
Harlrisltweed ['hærɪstwi:d] der; -s, als Markenname Har
ris Tweed® der; - -s (aus gleichbed. engl. Harris Tweed,
nach Harris, einem Teil der Hebrideninsel Lewis with
Harris): handgesponnener u. handgewebter ITweed
Harlry ['hærɪ] der; -[s] (vermutlich nach engl. to harry „ver
wüsten, verheeren“): (Jargon) Heroin
Harsltilgit [auch ,.,'git] der; -s, -e (nach dem Fundort, der
Harstiggrube in Schweden, u. zu t2...it>: ein farbloses Mi
neral
Harital das; -s (Kunstw. aus dt. hart u. dem Zeichen Al für
Aluminium): feste, leicht bearbeitbare Aluminiumlegie
rung
Harltelbeest das; -s, -s (über das Afrikaans (heute hartbeest) aus niederl. hartebeest, dies zu hert „Hirsch“ u.
beest „Tier“): Kuhantilope der südafrik. Steppe
Hartlschier der; -s, -e (aus it. arcire „Bogenschütze“ zu ar
co „Bogen“ (dies aus lat. arcus) u. t‘...ier): Leibwächter
Halruslpex* der; -, Plur. -e u. Haruspizes [...tse:s] (aus
gleichbed. lat. haruspex, eigtl. „Eingeweideschauer“):
jmd., der aus den Eingeweiden von Opfertieren wahrsagt
(bei Etruskern u. Römern). Ha|ruslpi|zi|um das: -s,
...ien [...ion] (aus lat. haruspicium „Eingeweideschau“):
Wahrsagerei aus den Eingeweiden
Haubitze
das; -s (aus fr. (jeu de) hasard „Glück(sspiel)“ zu
altfr. hasart „Würfelspiel“, dies wohl über span, azar
„(schlechter) Wurf beim Würfeln“ zu vulgärarab. az-zahr
„Spielwürfel“): svw. Hasardspiel. Halsarldeur [,,,'do:j]
der; -s, -e (zu Ihasardieren u. t...eur>: (abwertend) jmd.,
der leichtsinnig Risiken im Vertrauen auf sein Glück in
Kauf nimmt u. alles aufs Spiel setzt ohne Rücksicht auf
andere. ha|sar|die|ren (aus gleichbed. fr. hasarder): al
les aufs Spiel setzen, wagen. Halsardlspiel das; -[e]s
(Lehnübersetzung von gleichbed. fr. jeu de hasard): 1.
Glücksspiel. 2. Unternehmung, bei der jmd. ohne Rück
sicht auf andere u. auf sich selbst alles aufs Spiel setzt
Hasch das: -s: (ugs.) Kurzform von 1 Haschisch
Haischee das: -s, -s (aus fr. (viande) hachée ,,gehaekt(es
Fleisch)“ zu hacher, vgl. haschieren): Gericht aus fein ge
hacktem Fleisch
Ha|sche|mi|ten vgl. Haschimiden
halschen (zu ÎHasch): (ugs.) Haschisch rauchen od. in an
derer Form zu sich nehmen. Halscher der; -s, -: (ugs.)
jmd., der hascht, der [gewohnheitsmäßig] Haschisch zu
sich nimmt
ha|schie|ren (aus fr. hacher, altfr. hachier „(zer)hacken;
zerstückeln“ zu hache „Axt, Beil“, dies aus dem Germ.):
fein hacken, zu Î Haschee verarbeiten
Hal schilmilden u. Haschemiten die (Plur.) (nach dem
arab. Stammesführer Haschim (um 500) u. zu T...ide): von
Mohammed abstammende arab. Dynastie im Irak u. in
Jordanien
Halschisch das, auch der; -[s] (aus gleichbed. arab. hasɪs,
eigtl. „Gras, Heu“>: aus dem Blütenharz des ind. Hanfs
gewonnenes Rauschgift. Haschljoint [,,,ʤɔɪnt] der; -s, -s
(zu t Hasch u. Î Joint) : selbst gedrehte Zigarette, deren Ta
bak mit Haschisch vermischt ist
Hal sellant der; -en, -en (zu îhaselieren u. î...ant (l)): (ver
altet) Spaßmacher, Narr, halsellielren (vermutlich nach
(alt)fr. harceler „plagen, necken“): (veraltet) Possen ma
chen; lärmen, toben
Häl si talti on die; - (über/r. hésitation aus gleichbed. lat.
haesitatio zu haesitare, vgl. häsitieren): (veraltet) das Zö
gern, Zaudern, hälsiltielren (über fr. hésiter aus gleich
bed. lat. haesitare, eigtl. „stecken bleiben“): (veraltet) zö
gern, zaudern
Haslkalla die; - (aus hebr. haskalä „Aufklärung“ zu säkal
„klug werden, Einsicht gewinnen“): durch die Aufklärung
inspirierte Bewegung der [gebildeten] Juden seit dem
18. Jh., die das Talmudstudium zurückdrängte u. über das
Verlassen des Gettos u. die Hinwendung zu weltlichen
Wissenschaften zur Emanzipation zu gelangen suchte
Haslsilum das; -s (nach nlat. Hassia „Hessen“ (weil das
Element in Darmstadt [Hessen] entdeckt wurde) u. zu
t...ium): künstlich hergestelltes ehern. Element, ein Trans
uran; Zeichen Hs
Hasltinglsit [heɪstɪŋ'zi:t, auch ,,,'zɪt] der; -s, -e (nach dem
Vorkommen in Hastings (Provinz Ontario, Kanada) u. zu
t2...it>: ein 1 monokliner Alkaliamphibol, Abart der Horn
blende
Hätellette [a:t'lɛt] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed. fr. hätelette zu hâte „Spieß“, dies aus lat. hasta): am Spieß gebra
tene Fleischschnitte. Hätelreau [a:t'ro:] das; -[s], -s (aus
gleichbed. fr. hâtereau): [geröstetes] Leberklößchen
Hatlschek* vgl. Hácek
Hat trick ['hættrɪk] der; -s, -s: (aus gleichbed. engl. hattrick, eigtl. „Huttrick“, nach einem früher beim Kricket
geübten Brauch, den Vollbringer dieser Leistung mit ei
nem neuen Hut zu beschenken) : (Sport) a) dreimaliger Er
folg (in einer Meisterschaft o.Ä.); b) drei von einem Spie
ler in unmittelbarer Folge in einem Spielabschnitt erzielte
Tore (im Fußball, Handball u.a.)
Haulbitlze die; -, -n (aus älter tschech. haufnicë (tschech.
Halsard
Hauma
houfnice) „Geschütz für unterschiedlich große Granatku
geln“, eigtl. „Steinschleuder“): Flach- u. Steilfeuerge
schütz
Haulma vgl. Haoma
Haulsa vgl. Haussa
haulsielren <zu dt. Haus u. t..deren): [mit etwas] handeln,
indem man von Haus zu Haus geht u. Waren zum Kauf
anbietet
Hausisa u. Hausa das: - (nach dem Volk im mittleren Su
dan): afrikanische Sprache, die in West- u. Zentralafrika
als Verkehrssprache verwendet wird
Hauslse ['ho:s(ə), o:s] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr.
hausse, eigtl. „Erhöhung“, zu hausser „erhöhen“, dies
über das Vulgärlat. zu lat. altus „hoch“): 1. a) allgemeiner
Aufschwung [in der Wirtschaft]; b) das Steigen der Bör
senkurse; Ggs. Î Baisse. 2. Griff am unteren Bogenende
bei Streichinstrumenten, Frosch. Hauslsier [(h)o'sie:]
der: -s, -s (aus gleichbed. fr. haussier): Börsenspekulant,
der mit Kurssteigerungen rechnet u. deshalb Wertpapiere
ankauft; Ggs. ÎBaissier, hauslsielren [(h)o...] (aus
gleichbed. fr. hausser): im Kurswert steigen (von Wertpa
pieren)
Hausltolrilum das: -s, ..den [..dan] (meist Plur.) (zu lat.
haustor „Schöpfer, Sauger“ (dies zu haurire „schöpfen,
saugen“) u. t,,dum): 1. Saugwarze od. -wurzel pflanzli
cher Schmarotzer. 2. zu einem Saugorgan umgewandelte
Zelle im Embryosack der Samenpflanze, die Nährstoffe
zum wachsenden tEmbryo (2) leitet (Bot.)
haultain [o'ts:] {fr.; zu haut „hoch“, dies aus lat. altus):
(veraltet) hochmütig, eingebildet. Hautlbois [(h)o'boa]
die; -, - [...as] (aus gleichbed. fr. hautbois, eigtl. „hohes
(hoch klingendes) Holz“): franz. Bez. für Oboe. Hautbo ist [(h)obo'ɪst] der; -en, -en (zu T ...ist): Bez. für Mili
tärmusiker der dt. Infanterie bis zum I. Weltkrieg. Hautde-Chausses [odə'ʃo:s] die (Plut.) (aus gleichbed. älter
fr. haut-de-chausses, eigtl. „hohe Hosen“): (veraltet)
Kniehosen. Hautldeslsus [odo'sy:] der; -, - (zu fr. dessus
„oben(drauf)“): (veraltet) a) hohe bzw. erste Sopranstim
me; b) Sopran-, Diskantsänger (Mus.). Haute Coiflfure
[(h)o:tkoa'fy:u] die; - - (aus gleichbed. ʃr. haute coiffure,
vgl. Coiffure): Frisierkunst, die für die Mode tonange
bend ist (bes. in Paris u. Rom). Hautejconltre* [ot'ko:tr(ə)] die; -, Hautescontre [ot...] (aus gleichbed. fr.
haute-contre, eigtl. „hohe Gegenstimme“): (veraltet) a)
Altstimme; b) Altsänger, ÎCountertenor. Haute Cou
ture [(h)o:tku'ty:n] 4Ze; - - (aus gleichbed. fr. haute cou
ture, vgl. Couture): Schneiderkunst, die für die elegante
Mode tonangebend ist (bes. in Paris u. Rom).
Haute-Coulture-Moldell das; -s, -e: [auf einer Moden
schau vorgeführtes] Kleidungsstück der Haute Couture.
Haute Coultulriler [(h)o:tkuty'rie:] der; - -s, - -s (aus
gleichbed. fr. haute couturier zu couturier „Damenschnei
der“): Modeschöpfer. Hautelfilnance [(h)o:tfi'na:s] die;
- (aus gleichbed. fr. haute finance zu finance, vgl. Finanz):
Hochfinanz; Finanzgruppe, die politische u. wirtschaftli
che Macht besitzt. Hautellisse [(h)o:t'lɪs] die; -, -n [...sn]
(aus fr. haute lice „Schaft mit senkrecht aufgezogener
Kette“ zu lice „Weberaufzug“ (dies aus gleichbed. lat. li
cium)): 1. Webart mit senkrechter Kette (Längsfäden). 2.
Wand- od. Bildteppich, der mit senkrechter Kette (Längs
fäden) gewebt ist. Hautellisselstuhl der; -[e]s, ...Stühle:
Webstuhl für Gobelins u. Teppiche, auf dem die Kette
(Längsfäden) senkrecht läuft; Hochwebstuhl. Hautelrivilers [(h)o:tri viɛ:] das: -[s] {fr. ; nach dem Ort Hauterive
im Kanton Neuenburg (Schweiz)): Stufe der unteren
Kreide (Erdzeitalter; Geol.). Haultesse [o tes] iZZe; -, -n
[...sn] (aus gleichbed. fr. hautesse): 1. (veraltet) Hoheit,
Herrlichkeit. 2. (ohne Plur.) Anrede für hochgestellte Per
sönlichkeiten. Hauteltaillle [ot'ta:jə] die; -, -n (aus
546
gleichbed. älter fr. haute-taille, vgl. Taille): (veraltet) a)
hohe bzw. erste Tenorstimme; b) Tenorsänger. Haute
Tralgéldie [ottraʒe'di] die; - - (aus gleichbed. fr. haute
tragédie, eigtl. „hohe Tragödie“): klassische Form der
franz. Tragödie in der zweiten Hälfte des 17. Jh.s. Hau
teur [o'to:n] die; -, -s (aus gleichbed. fr. hauteur): (veral
tet) a) Höhe; b) Hoheit, Würde, Stolz. Hautelvollee
[(h)o:tvo'le:] 4Ze; - (aus/r. (des gens) de haute volée „(Leu
te) von hohem Rang“, zu volée „Rang, Stand; Vogel
schwarm“, eigtl. „(Auf)flug“ (zu voler „fliegen“, dies aus
gleichbed. lat. volare)): (oft iron.) gesellschaftliche Ober
schicht; die feine, bessere Gesellschaft. Hautlgout
[o'gu:] der; -s (aus gleichbed. fr. haut-goût, vgl. Gout): 1.
eigentümlich scharfer, würziger Geschmack u. Geruch,
den das Fleisch von Wild nach dem Abhängen annimmt.
2. Anrüchigkeit. Haut Mal [o'mal] das; - - (aus fr. haut
mal, eigtl. „hohes Übel“, zu mal „das Schlechte, Schlim
me“ (aus gleichbed. lat. malum): svw. Grand Mal. Hautre li ef [(h)o:...] das; -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed. fr.
haut-relief, vgl. Relief): Hochrelief (stark aus der Fläche
heraustretendes Relief). Haut-Saulternes [osotern]
der; -s (nach der südwestfranz. Stadt Sauternes): weißer
Bordeauxwein
Halvalma! [ ha:vama:l] das; -s {altnord.; „Sprüche des Ho
hen“ (gemeint ist Odin)): Sammlung von Lebensregeln in
Sprüchen Odins (Teil der Edda)
1Halvan|na [...v...] der; -s (nach der gleichnamigen kuban.
Hauptstadt): kuban. Tabaksorte. 2Ha|vanlna iZZe; -, -s (zu
Î 'Havanna): Zigarre aus einer bestimmten kuban. Tabak
sorte
Halvalrie [...v...] die; -, ...ien (über niederl. averij,/r. avarie
aus gleichbed. it. avaria, dies aus arab. ’awäriya „durch
Seewasser beschädigte Ware“ zu ’awär „Fehler, Scha
den“; Bed. 2 wohl nach russ. avarija): 1. a) durch Unfall
verursachter Schaden od. Beschädigung an Schiffen od.
ihrer Ladung u. an Flugzeugen; b) (österr.) Schaden, Un
fall bei einem Kraftfahrzeug. 2. Beschädigung an Maschi
nen u. technischen Anlagen, halvalrielren (zu Î..deren):
a) durch eine Havarie (1 a, 2) beschädigt werden; b) (ös
terr.) einen Autounfall haben, halvalriert (zu î ...iert): a)
durch Havarie (1 a, 2) beschädigt; b) (österr.) durch einen
Unfall beschädigt (von Kraftfahrzeugen). Ha|va|ri_e|system das; -s, -e: Einrichtung, die bei gefährlichem An
schwellen der Kettenreaktion in einem Kernreaktor auto
matisch stark neutronenabsorbierende Sicherheitsstäbe in
die Spaltzone befördert u. damit ein sogenanntes Durch
gehen des Reaktors verhindert. Halvalrist der; -en, -en
(zu t ...ist): 1. der Eigentümer eines havarierten Schiffes.
2. beschädigtes Schiff
Halvellock ['ha:vəlɔk] der; -s, -s (nach dem engl. General
Sir H. Havelock, 1795-1857): langer Herrenmantel ohne
Ärmel, aber mit pelerineartigem Umhang
halve, pia anilma ['ha:ve - -] {lat. ; „sei gegrüßt, fromme
Seele!“): Inschrift auf Grabsteinen o.Ä.; vgl. Ave
Halvelrei [...v...] die; -, -en (über fr. avarie aus niederl. haverij, dies volksetymologisch angeglichen an haven „Ha
fen“; vgl. Flavarie): svw. Havarie (la)
Ha|waji|gi|tar|re die; -, -n (nach den Hawaii-Inseln, wo sie
zuerst gebräuchlich war): große Gitarre mit leicht gewölb
ter Decke u. 6-8 Stahlsaiten; vgl. Ukulele. Halwailit
[auch ,,,'ɪt] der; -s, -e (zu t2...it>: ein î Basalt, der vor allem
aus îAndesin, îAugit u. ÎOlivin besteht. Ha|wa_ii|toast
der; -[e]s, Plur. -e u. -s: mit gekochtem Schinken, Ananas
u. einer Käsescheibe belegte, überbackene Weißbrot
scheibe
Haw|thorne|ef|fekt ['hɔ:θɔ:n...] der; -[e]s, -e (nach einer
zwischen 1927 u. 1932 durchgeführten Untersuchung in
den Hawthorne-Werken (Chicago)): Einfluss, den die
bloße Teilnahme an einem Experiment auf die Versuchs-
547
person u. damit auf das Experimentsergebnis auszuüben
vermag (Soziol., Psychol.)
Haze [hetz] der; -s [...siz] (aus engl. haze „Dunst(schleier)“
zu hazy „neblig, dunstig“): Smog, der durch unkontrol
lierte Brände, Brandrodungen od. Naturkatastrophen
entsteht
Ha|zi|en|da die; -, Plur. -s, auch ...den (aus gleichbed.
span, hacienda, dies aus lat. facienda „Dinge, die getan
werden müssen“, Gerundivum von facere „tun, ma
chen“): Landgut, Farm in Süd- u. Mittelamerika. Halzien de ro der; -s, -s (nach span, hacendero, vgl. Hazien
da): Besitzer einer Hazienda
HDTV das; -s (Abk. für engl. Aigh definition television
„hochauflösendes Fernsehen“): Fernsehsystem, das ein
hochauflösendes u. brillantes Fernsehbild ermöglicht
Head [hɛd] der: -[s], -s (aus engl. head „Kopf): Wort als
Trägerelement einer [Satzjkonstruktion (Sprachw.).
Headarrangement ['hɛdə'remʤmənt] das; -s, -s (zu
engl. arrangement „Übereinkunft“): im Jazz Bez. für eine
lockere, meist nur mündliche Vereinbarung über den for
malen Ablauf eines Stückes. Headlcrash [,,,kræʃ] der; -s,
-s (aus gleichbed. engl. head crash, zu crash, vgl. Crash):
Hardwareausfall infolge des Aufsetzens des Schreib-LeseKopfes auf die Festplatte (EDV). Healder [hɛdə] der od.
das; -s, -s: Kopfteil einer t E-Mail, der über Inhalt, Absen
der u. Datum informiert (EDV). Headlhunlter ['hɛdhʌntə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. headhunter, eigtl. „Kopf
jäger“): jmd., der Führungskräfte abwirbt. Headlhunting [,,,hʌntɪŋ] das; -s (zu engl. hunting „Jagd“, dies zu to
hunt „jagen“): Vermittlung von Führungskräften. Head
line [...lam] die; -, -s (aus gleichbed. engl. headline, dies zu
head „Kopf, Überschrift“ u. line „Linie, Zeile“): Schlag
zeile; Überschrift in einer Zeitung, Anzeige o.Ä.; Ggs.
ÎBaseline (2). Headlquarlter [,,,kwɔ:tə] das; -s, -s (aus
gleichbed. engl. headquarters (Plur.), zu quarter, vgl.
Quarter): 1. Hauptquartier. 2. Zentrale eines Großunter
nehmens od. einer Institution. Headlset [...set] das; -s, -s
(aus gleichbed. engl. headset zu ÎHead u. T 'Set): am Kopf
befestigtes Gerät (z.B. als Freisprechanlage für das Mo
biltelefon). Headlstarlter [,,,stɑ:tə] der; -s, - (zu engl.
head start „Vorgabe, Anfangsvorteil“): 1. auf das Lernen
vorbereitendes Fernsehprogramm [für Kinder]. 2. jmd.,
der durch einen guten Einstieg in einen Tätigkeitsbereich
[u. dadurch Aufstiegschancen] hat. Head Iwri Iter [...raitə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. headwriter, eigtl.
„Hauptschreiber“, zu to write „schreiben“): jmd., der als
Hauptautor (z.B. bei Fernsehserien) die Einzelbeiträge
der Mitautoren koordiniert
Headlzolnen ['hɛd...] die (Plur.) (nach dem engl. Neurolo
gen H. Head, 1861-1940): segmentale Bezirke der Kör
perhaut, die bestimmten inneren Organen zugeordnet u.
bei Erkrankung dieser Organe in charakteristischer Weise
schmerzempfindlich sind (Med.)
Healthlfood, auch Health-Food ['hɛlθfu:d] das; -s (aus
engl. health food „Reformhauskost“ zu health „Gesund
heit“ u. food „Nahrung, Speise, Lebensrnittel“): gesund
heitsfördernde Kost ohne ehern. Zusätze
Heaplsort ['hi:psɔ:t] das; -s, -s (zu gleichbed. engl. heap
„Haufen“ u. to sort „sortieren; trennen“): schnelles inter
nes Sortierverfahren (EDV)
Healring ['hi:riŋ] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. hearing,
eigtl. „das Hören“, zu to hear „(an)hören“): öffentliche
[parlamentarische] Anhörung von Sachverständigen,
Zeugen zu einem bestimmten Fall, z.B. durch einen Un
tersuchungsausschuss
Heatlpipe ['hi:t'paɪp] die; -, -s (meist Plur.) (zu engl. heat
„Wärme, Hitze“ u. pipe „Rohr“): Vorrichtung für den
Wärmetransport zur Rückgewinnung von Abwärme od.
zur automatischen Kühlung
Hedebostickerei
die; - (zu gr. heautös „selbst“, gnöme
„Erkenntnis“ u. t2...ie>: Selbsterkenntnis (Philos.). Heau|to|no|mie die; - (zu f'...nomie): Selbstgesetzgebung
(Philos.). Helaultolskolpie* die; - (zu t...skopie): Dop
pelgängerwahn, eine Form der Persönlichkeitsspaltung
(Psychol., Med.)
Healvilsidelschicht ['hɛvisaɪd...] die; - (nach dem engl.
Physiker O. Heaviside, 1850-1929): elektrisch leitende
Schicht in der Atmosphäre in etwa 100 km Höhe über dem
Erdboden, die mittellange u. kurze elektr. Wellen reflek
tiert
Healvy Meltal ['hɛvɪ 'mstl] das; - -[s] (aus gleichbed. engl.
heavy metal, eigtl. „schweres Metall“): aggressivere Vari
ante des t Hardrocks. Healvy Rock [- 'rɔk] der; - -[s] (aus
gleichbed. engl. heavy rock, eigtl. „schwerer Rock“): svw.
Heavy Metal
Heazllelwooldit [hi:zəlwu'di:t, auch ...dit] der; -s, -e
(nach dem Vorkommen bei Heazlewood auf Tasmanien u.
zu T2...it): ein weißes Mineral von metallischem Glanz
Hebldolmaldar der; -s, -e u. Heb do ma da ri us der; -,
...ien [,,,iən] (aus gleichbed. mlat. hebdomadarius zu lat.
hebdomas „Anzahl von sieben (Tagen)“, dies aus gr. hebdomás; vgl. ...arius): kath. Geistlicher, der im îKapitel
(2 a) od. Kloster den Wochendienst hat
helbelphren* (zu gr. hebe „Jugend“ u. phrën „Geist“): die
Hebephrenie betreffend, von Hebephrenie betroffen; vgl.
...isch/-. He be phre nie dze; -, ...ien (zu î2...ie): Form
der tSchizophrenie (2) im Jugendalter (Med.; Psychol.),
helbelphrelnisch: svw. hebephren; vgl. ...isch/Hélberltist [he...] der; -en, -en (meist. Plur.) (nach dem Pu
blizisten u. Wortführer dieser Gruppe J. R. Hébert
(1757-1794) u. zu î...ist>: Angehöriger der radikalsten
Gruppe des Nationalkonvents während der Terrorphase
der Französischen Revolution
he|be|tie|ren (aus gleichbed. lat. hebetare): (veraltet)
stumpf machen, abstumpfen
Helbeltolmie die; - (zu gr. hebe „Jugend“ u. t...tomie):
svw. Pubeotomie
He be tu do die; - (aus lat. hebetudo „Stumpfheit“ zu he
betare, vgl. hebetieren): Schwäche, verminderte Leis
tungsfähigkeit der Sinnesorgane (Med.)
He|bo|i|dolphrelnie die; -, ...ien (zu gr. hebe „Jugend“,
î...oid, gr. phrën „Geist“ u. T2...ie>: leichte Form des Ju
gendirreseins (Med.). Helboslteloltolmie* die; -, ...ien
(zu tosteo... u. t...tomie): svw. Pubeotomie. Helboltomie die: -, ...ien (zu t...tomie>: svw. Pubeotomie
Helbralilcum* [...kom] das; -s (aus mlat. Hebraicum „das
Hebräische“, Neutrum von Hebraicus „hebräisch“, dies
aus gleichbed. gr. Hebraikös): Nachweis bestimmter He
bräischkenntnisse, die bes. für das Theologiestudium er
forderlich sind. Helbralilka die (Plur.) (zu T...ika): Werke
über die hebr. Geschichte u. Kultur. Helbralilkum vgl.
Hebraicum. he|bra|i|si_e|ren (zu t...isieren): der hebr.
Sprache, Kultur angleichen, nach hebr. Vorbild umgestal
ten. Helbralislmus der; -, ...men (zu lat. Hebraeus „heb
räisch“ u. t ...ismus (4)): stilistisches u. syntaktisches Cha
rakteristikum der hebr. Sprache in einer anderen Sprache,
bes. im griech. Neuen Testament; vgl. ...ismus/...istik.
Helbralist der; -en, -en (zu Î...ist): jmd.. der sich wissen
schaftlich mit der hebr. Geschichte u. Sprache beschäf
tigt. Helbralisltik die; - (zu Î...istik): Wissenschaft von
der hebr. Sprache [u. Kultur], bes. als wissenschaftliche
Beschäftigung christlicher Gelehrter mit der hebr. Spra
che des Alten Testaments; vgl. ...ismus/...istik. Helbraisltin die: -, -nen: weibliche Form zu ÎHebraist. helbraisltisch (zu Î ...istischi : die Erforschung der hebr. Spra
che u. Kultur betreffend. He|brali|zi|tät die; - (zu Î ...izität): Eigenart der hebr. Sprache u. Kultur
Heldelbolstilckelrei die; -, -en (zu dän. hedebo „HeideHelaultolgnolmie*
Hedenbergit
548
gyminasltik die: -: ältere Bez. für Krankengymnastik
bewohner“): Bez. für zwei in Dänemark heimische Sticke
(nach einem bestimmten Plan durchgeführte Gymnastik
reiarten auf grobem Leinen
zur Besserung von Haltungs- u. Körperschäden od. zur
Heldenlber|git[auch ...glt] der; -s, -e (nach dem schwed.
Kräftigung nach Operationen o.Ä.)
Chemiker L. Hedenberg (19. Jh.) u. zu t2...it) : in schwarz
Heiimar melne [...ne] die; - (aus gleichbed. gr. heimarmégrünen, tafeligen Kristallen auftretendes Mineral
në zu heɪmartai „es ist (durch das Schicksal) bestimmt“, 3.
Hedgelgelschäft ['hɛdʒ...] das; -[e]s, -e (zu gleichbed.
Pers. Sing. Perf. von meiresthai „als Anteil erhalten“): das
engl. hedge, eigtl. „Schutz; Absicherung. Hecke“): beson
unausweichliche Verhängnis, Schicksal (in der griech.
dere Art eines Warentermingeschäfts (z.B. Rohstoffein
Philosophie); vgl. Moira
kauf), das zur Absicherung gegen Preisschwankungen mit
einem anderen, auf den gleichen Zeitpunkt terminierten Heiltiito; -[s], -s (aus altnord. heiti „Name, Benennung“):
in der altnord. Dichtung die bildliche Umschreibung eines
Geschäft (z.B. Produktverkauf) gekoppelt wird. Hed
Begriffes durch eine einfache eingliedrige Benennung
ging ['hɛdʒɪŋ] das; -s, -s (aus engl. hedging „das Absi
(z. B. „Renner“ statt „Ross“); vgl. ÎKenning
chern“, substantiviertes Part. Präs, zu to hedge „schüt
zen, absichern“): das Ergreifen von Maßnahmen zur Helkaltomlbe die; -, -n (über lat. hecatombe aus gleich
bed. gr. hekatômbë, eigtl. „Opfer von 100 Stieren“, zu heDurchführung eines Hedgegeschäfts
katón „hundert“ u. bous „Stier, Rind“): einem unheilvol
Hedlleylit [hɛdli'i:t, auch .,.'it] der; -s, -e (nach dem Vor
len Ereignis o. Ä. zum Opfer gefallene, erschütternd große
kommen bei Hedley (Britisch-Kolumbien, Kanada) u. zu
Zahl, Menge von Menschen. Heika tom peidon tL/s, -s,
t2...it): ein weißes Mineral von metallischem Glanz
...den (aus gr. hekatömpedon „hundert Fuß langes (Ge
Heldo nik d/e, - (zu gr. hêdonikôs „zum Vergnügen gehö
bäude)“): griech. Tempeltypus aus archaischer Zeit, des
rend“ zu hëdonê „Freude, Vergnügen, Lust“; vgl. 2...ik
sen Cella hundert Fuß lang ist; auch Bez. für die Cella des
(2)>: svw. Hedonismus. Heldolnilkerrter; -s, -: svw. He
Parthenons in Athen, helkaltpmlpyllisch (aus gleich
donist. Heldolnislmus der; - (zu t...ismus (1)): in der
bed. gr. hekatómpylos): hunderttorig, mit hundert Toren
Antike begründete philos. Lehre, nach welcher das höchs
versehen. Helkaltonlcheilren die (Plur.) (aus gr. hekate ethische Prinzip das Streben nach Sinnenlust u. Genuss
töncheires „Hunderthändige“): in der griech. Mythologie
ist. Heldolnistrfer; -en, -en (zuÎ...ist): Vertreter der Leh
erdgeborene Riesen mit hundert Armen u. fünfzig Köp
re des Hedonismus, heldolnisltisch (zu Î ...istisch): 1.
fen. Helkaltpsltyllon* das: -s, ...len (zu hekato... u. gr.
den Hedonismus betreffend, auf ihm beruhend. 2. das
stylos „Säule“): Hundertsäulenhalle, Gebäude mit einem
Lustprinzip befolgend (Psychol.)
Umgang von hundert Säulen, hekt..., Hekt... vgl. hek
He|dro|ze|le*¿/¿e; -, -n (zu gr. hédra „Sitz, Sitzfläche; Ge
säß“ u. këlê „Geschwulst; Bruch“): Bruch, der durch eine
to..., Hekto... Hekltar* [auch hɛk'ta:p] das, auch der; -s,
-e (aber: 4 -) (zu ÜHekto... u. TAr): Flächen-, bes. Feld
Lücke im Beckenboden zwischen After u. Î Skrotum bzw.
maß (= 100 Ar = 10000 Quadratmeter); Zeichen ha.
T Vagina (1 b) austritt (Med.)
Hek|ta|re*dze; -, -n: (Schweiz.) svw. Hektar
Hedschlra* ['hɛdʒra] die; - (aus arab. higra, eigtl. „Aus
wanderung“): Übersiedlung Mohammeds im Jahre 622 Hekltikdie; - (zu îhektisch u. T2...ik (3)): 1. übersteigerte
von Mekka nach Medina (Beginn der islam. Zeitrech
Betriebsamkeit, fieberhafte Eile. 2. (veraltet) krankhafte
Abmagerung mit fortschreitendem Kräfteverfall (bes. bei
nung)
Helgellilalnerifer,- -s, - (nach dem dt. Philosophen G. W.
Schwindsucht; Med.). Hekltilkerrfer; -s, -: 1. (ugs.)jmd.,
F. Hegel (1770-1831) u. zu î...aner>: Anhänger des Philo
der voller Hektik (I) ist. 2. (veraltet) Lungenschwindsüch
sophen Hegel bzw. seiner Philosophie. Helgellilalnistiger (Med.), hekltisch (aus mlat. hecticus „an chroni
musder; - (zu t...ismus (1)): Sammelbez. für die sich an
scher Brustkrankheit leidend, schwindsüchtig“, dies aus
die philos. Anschauungen Hegels anschließenden od. sich
gr. hektikós „den Zustand, die Körperbeschaffenheit be
darauf berufenden philos. Strömungen im 19. u. 20. Jh.
treffend; chronisch (bes. vom Fieber)“): 1. fieberhaft-auf
Helgelmonder; -en, -en (ausgr. hegemön „Führer“ zu hëgeregt, von einer übersteigerten Betriebsamkeit erfüllt.
geɪsthai „vorangehen, führen“): Fürst, der über andere
2. (veraltend) in Begleitung der Lungentuberkulose auf
Fürsten herrscht. he|ge|mo|ni|al (zu T...ial>: a) die Vor
tretend (Med.); hektische Röte: [fleckige] Wangenröte
machtstellung habend; b) die Vormachtstellung erstre
(bes. bei schwerer Lungentuberkulose)
bend. Helgelmolnilal...: Wortbildungselement mit der heklto..., ’Heklto..., vor Vokalen meist hekt..., Hekt...
Bedeutung „Vorherrschaft“, z.B. Hegemonialanspruch.
(über fr. hecto- aus gr. hekatón „hundert“): Wortbil
Helgelmolniedze; -, ...ien (aus gleichbed. gr. hegemonía
dungselement mit der Bedeutung „hundertfach, vielfach“,
„Heerführung, Oberbefehl“, eigtl. „das Anführen“): Vor
z.B. Hektografie. 2Hek|to..., vor Vokalen meist Hekt...:
herrschaft [eines Staates]; Vormachtstellung, Überlegen
Vorsatz vor Maßeinheiten mit der Bedeutung „das Hun
heit [kultureller, wirtschaftlicher, politischer u.a. Art],
dertfache (102-Fache)“ der genannten Maßeinheit; Zei
He|ge|mo|ni|kpn<7a.j.' - (aus gleichbed. gr. hégemonikón
chen h (z.B. Hektoliter; Zeichen hl). Hek|to|graf, auch
zu hëgemonikôs (vgl. hegemonisch) u. Î *...on): 1. der herr
...graphder; -en, -en (zu Îhekto... u. l...graf, eigtl. „Hun
schende Teil der Seele, die Vernunft (stoische Lehre). 2.
dertschreiber“): ein älteres Vervielfältigungsgerät. HekGott (stoische Lehre), helgelmolnisch (aus gleichbed.
tolgralfie.auch ...gralphiei/ie;-, ...ien (zu f ...grafie): 1.
gr. hëgemonikôs): die Hegemonie betreffend. Helgylme(ohne Plur.) ein Vervielfältigungsverfahren. 2. eine mit
nosrZer; -, ...noi [...noy] (aus gr. hëgoümenos „Vorsteher“,
dem Hektografen hergestellte Vervielfältigung, hekltoeigtl. Part. Präs, von hëgeîsthai „vorangehen, führen“):
gralfisch, auch ...gralphisch (zu t...grafisch): mithilfe
Vorsteher eines orthodoxen Klosters
des Hektografen vervielfältigt. Hekltolgrammdas; -s, -e
Heilducku. Haiduck, Haidukrfer; -en, -en: (aus gleichbed.
(aber: 5-) (zu t2Hekto...>: 100 Gramm; Zeichen hg. hekung. hajdük, Plur. von hajdü „Fußsoldat“): (hist.) 1. An
tolgralfielren, auch ...gra phie ren (zu 1 ..deren): [mit
gehöriger einer ungarischen Söldnertruppe im 15. u.
dem Hektografen] vervielfältigen. Hekltollilter [auch
16. Jh., Freischärler zur Unterstützung Österreichs in den
'hɛk...] der, auch das; -s, - (zu T2Hekto...): 100 Liter; Zei
Türkenkriegen. 2. (seit dem 18. Jh.) Diener eines Magna
chen hl. Hek|to|me|ter [auch 'hɛk...] der od. das; -s, -:
ten in Österreich-Ungarn
100 Meter; Zeichen hm. Hekltolpaslcai [...’kal, auch
Heillanläslthelsier/ze,'-,-n (zu dt. heilen u. t Anästhesie):
hek...] das; -s, -: Maßeinheit des Luftdrucks; 100 Pascal;
örtliche Betäubung bestimmter Körperregionen zur Lin
Zeichen hPa. Hekltolster* [auch 'hɛk...] der; -s, Plur. -e
derung rheumatischer u. neuralgischer Schmerzen. Heilu. -s (aber: 10 -): (veraltet) Raummaß für Holz, entspricht
549
Heliport
100 Kubikmeter; Zeichen hs; vgl. Ster. Hekltolwatt
der sich mit dem Einfluss der Sonne auf die t Biosphäre
[auch hek...] das; -s, 100 Watt; Zeichen hW
befasst. he|lio|bio|lo|gisch: die Heliobiologie betref
Hekuba <aus lat. Hekuba, nach der griech. mythologi
fend. Hellioldor der; -s, -e (zu gr. döron „Geschenk“): ei
schen Gestalt Hekàbê (Gemahlin des Königs Priamos,
ne grünlich gelbe Abart des IBerylls. Hellio gnost der;
Mutter von Hektor u.a.)>; in der Wendung jnidm. Hekuba
-en, -en u. He|liolgnos|ti|ker der; -s, - (zu gr. gignöskein
sein, werden: jmdm. gleichgültig sein, werden; jmdn. nicht
„erkennen“): (veraltet) Sonnenanbeter. Helliolgraf,
[mehr] interessieren (nach Shakespeares „Hamlet“, in
auch ...graph der; -en, -en (zu 1 ...graf): 1. astronomisches
dem auf die Stelle bei Homer angespielt wird, wo Hektor
Fernrohr mit fotografischem Gerät für Aufnahmen von
zu seiner Gattin Andromache sagt, ihn bekümmere seiner
der Sonne. 2. Blinkzeichengerät zur Nachrichtenüber
Mutter Hekuba Leid weniger als das ihre)
mittlung mithilfe des Sonnenlichtes. Helliolgralfie, auch
Hel </te; - (aus altnord. hei, wahrscheinlich „die Bergende“
...gralphie die; - (zu t,,,grafie): 1. ein Druckverfahren,
(verwandt mit „hehlen“)): in der germ. Mythologie eines
das sich der Fotografie bedient. 2. das Zeichengeben mit
der Totenreiche, das unter der Weltesche t Yggdrasil gele
dem Heliografen (2). he|lio|gra|fisch, auch ...gra
gen u. Wohnstätte aller auf dem Land Gestorbenen ist
phisch (zu Î...grafisch): den Heliografen betreffend. HeHellanlca® [...ka] das; - (Kunstw.): hochelastisches Kräu
lio|gra|vü|re [,..v..., auch ‘he:...] die; -, -n: 1. (ohne Plur.)
selgarn aus Nylon
ein Tiefdruckverfahren zur hochwertigen Bildreprodukti
He|le|o|plank|ton das; -s (zu gr. hélos, Gen. héleos
on auf fotografischer Grundlage. 2. im Heliogravürever
„Sumpf' u. tPlankton): Bez. für die Planktonorganismen
fahren hergestellter Druck. He|lio|me|ter das; -s, - (zu
in kleinen stehenden Gewässern
1’...meter): Spezialfernrohr zur Bestimmung bes. kleiner
belli..., Helli... vgl. helio..., Helio... Helliläa vgl. Heliaia.
Winkel zwischen zwei Gestirnen. He|lio|pa|thie die; -,
Hellilaia u. Heliäa die; - (aus gleichbed. gr. heliaia, eigtl.
...ien (zu t,,,pathie): durch übermäßige Sonnenbestrah
„der sonnige (Versammlungsort)“ zu hélios „Sonne“): auf
lung verursachte Krankheit (z.B. Sonnenstich; Med.),
dorischem Gebiet Bez. für die Volksversammlung, im al
helliolphil (zu T...phil): sonnenliebend; fotophil (von
ten Athen für das Volksgericht, dann für die einzelnen Ge
Tieren od. Pflanzen; Biol.); Ggs. theliophob. Helliolphischworenengerichtshöfe. hellilalkisch u. helisch (zu gr.
lie die; - (zu 1 ...philie): heliophiles Verhalten (von Tieren
hëliakôs „die Sonne betreffend, zur Sonne gehörend“):
u. Pflanzen; Biol.). helliolphob (zu T...phob>: den Son
zur Sonne gehörend; heliakischer Aufgang: Aufgang eines
nenschein meidend; fotophob (von Tieren od. Pflanzen;
Sternes in der Morgendämmerung; heliakischer Unter
Biol.); Ggs. Îheliophil. He lio pho bie die: - (zu (...pho
gang: Untergang eines Sternes in der Abenddämmerung.
bie): heliophobes Verhalten (von Tieren u. Pflanzen;
Hellilanlthelmum das; -s, ...themen (aus gleichbed. nlat.
Biol.). Helliolphyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu
helianthemum; vgl. Helianthus): Sonnenröschen (Zier
t. ..phyt): Sonnen- od. Starklichtpflanze, Pflanze sonniger
staude mit zahlreichen Arten; Bot.). Hellilanlthus der; -,
Standorte (Bot.). Hellilolsis die: - (zu (’...ose): 1. Son
...then (aus gleichbed. nlat. helianthus zu lat. hélianthes,
nenstich, Übelkeit u. Kopfschmerz infolge längerer Son
gr. hêlianthés „Sonnenblume“ (Name einer Pflanze mit
nenbestrahlung (Med.). 2. Hitzschlag, Wärmestau im
myrtenähnlichen Blättern), dies zu Îhelio... u. gr. ánthos
Körper (Med.). Helliolskop* das; -s, -e (zu f...skop): Ge
„Blume, Blüte“): Sonnenblume (Korbblütler mit großen
rät zur direkten Sonnenbeobachtung, das die Strahlung
Blüten; Bot.). Hellilar® das; -s, -e (Kunstw.): fotografi
abschwächt (Astron.). He|lio|sphä|re* die; -: weit über
sches Objektiv
die Bahnen der äußeren Planeten hinaus sich erstrecken
Hellilces [,,,tse:s]: Plur. von îHelix. Hellilcolbaclter Pyder Bereich des Weltalls, in dem das Îinterplanetare Mag
lolri [...ko'bak...-] das; -s - (zu lat. helix, Gen. helicis (dies
netfeld nachweisbar ist (Astron.). He|lio|s|tat* der; Gen.
aus gr. hélix, vgl. Helix), gr. báktron „Stab“ u. spätlat. py
-[e]s u. -en, Plur. -e[n] (zu f...stat>: Gerät mit Uhrwerk u.
lorus, Gen. pylori (vgl. Pylorus)): die Schleim bildenden
Spiegel, das dem Sonnenlicht für Beobachtungszwecke
stets die gleiche Richtung gibt (Astron.). HelliolthelraZellen des Magens befallendes spiralförmiges Stäbchen
pie die; -: Heilbehandlung mit Sonnenlicht u. -wärme
bakterium, das als Hauptursache für Magen- od. Zwölf
(Med.), hellioltrop* (zu (...trop): von der Farbe des 'He
fingerdarmgeschwüre angesehen wird (Med.). He|li|kes
liotrops (1). ’Hellioltrop* das; -s, -e (über lat. heliotropi[,,,ke:s] die (Plur.) (über lat. helices aus gleichbed. gr. héum aus gleichbed. gr. heliotröpion, eigtl. „was sich zur
likes, Plur. von hélix „Windung, Spirale“, vgl. Helix): Vo
Sonne hin wendet“): 1. Sonnenwende, Zimmerpflanze,
lutenranken des korinthischen 1 Kapitells, die nach innen
deren Blüten nach Vanille duften. 2. (ohne Plur.) blauvio
eingerollt sind. He|li|ko|gy|re die; -, -n (zu gr. gyros
lette Farbe (nach den Blüten des Heliotrops). 3. Sonnen
„Kreis“): Schraubenachse; symmetr. Form der Kristall
spiegel zur Sichtbarmachung von Geländepunkten. ’He
bildung (Kristallografie). Hellilkoljd das; -[e]s, -e (zu
lioitrop* <7er; -s, -e (zu Î'Heliotrop (weil er nach alter
f...oid>: Fläche, die durch Schraubenbewegung einer ebe
Vorstellung das Sonnenlicht blutrot zurückwirft)): Blut
nen Kurve um eine feste Achse erzeugt wird (Math.). Hejaspis, dunkelgrüne Abart des Î Chalzedons mit blutroten
lilkoide die; -n, -n (zu T...oide, eigtl. „die ähnlich einer
Jaspiseinsprenglingen. He|lio|tro|pin* das; -s (zu 1'He
Spirale Gewundene“): Spirallinie. he|li|ko|i|disch: spi
liotrop u. Î ...in ( 1 )>: organ. Verbindung, die zur Duftstoffralförmig. Hellilkon das; -s, -s (zugr. hélix, Gen. hélikos
u. Seifenherstellung verwendet wird, hellioltrolpisch*:
„Windung, Spirale“ u. f'...on): Musikinstrument; Kon
(veraltet) fototropisch, lichtwendig (von Pflanzen). Hetrabasstuba mit kreisrunden Windungen (bes. in der Mili
lio|tro|pis|mus* der; - (zu t...ismus (2)>: (veraltet) svw.
tärmusik verwendet). He|li|ko|poldie die; -, ...ien (zu gi:
Fototropismus, helliolzenltrisch*: die Sonne als Welt
poús, Gen. podós „Fuß“ u. t2...ie): seitlich schleifendes
mittelpunkt betrachtend; Ggs. Îgeozentrisch; heliozentri
Vorschieben der Beine bei einer Muskellähmung der unte
sches Weltsystem: von Kopernikus entdecktes u. aufge
ren Extremitäten (Med.). He|li|koplter*rfer; -s, - (über
stelltes Planetensystem mit der Sonne als Weltmittel
engl. helicopter aus gleichbed. fr. hélicoptère, dies zu gr.
punkt. Helliolzolon das; -s, ...zoen (meist Plur.) (zu gr.
hélix, Gen. hélikos „Windung, Spirale“ u. pterón „Flü
zöon „Lebewesen; Tier"): Sonnentierchen (einzelliges,
gel“): Hubschrauber
wasserbewohnendes Lebewesen)
hellio..., He lio..., vor Vokalen meist heli..., Heli... (aus
gleichbed. gr. helios): Wortbildungselement mit der Be Hellilport der; -s, -s (aus gletchbed. engl. heliport; Kurzw.
aus Ae/zcopter „Hubschrauber“ u. airport „Flughafen“):
deutung „Sonne“, z. B. heliozentrisch, Heliotrop; Helian
Landeplatz für Hubschrauber
thus. He|lio|bio|lo|gie
-: Teilbereich der Biologie,
H
helisch
hellischvgl. heliakisch
H e 11 i I s ki I i n g [,,,'ski:ɪŋ] das;
-[s] <Kurzw. aus engl. helicop
ter „Flugplatz“ u. skiing „das Skilaufen“): Skilaufen auf
Pisten, zu denen man sich mit einem Hubschrauber brin
gen lässt
Hellilum das; -s (zu gr. helios „Sonne“ u. t...ium): ehern.
Element, Edelgas; Zeichen He. He|li|um|ionû?a5; -s, -en:
Ion des Heliumatoms. Hellilumlmeltholde die; -: Me
thode zur Altersbestimmung von Gesteinen durch Ver
gleich des Urangehalts od. des Thoriumgehalts mit der
Menge des durch radioaktiven Zerfall gebildeten Thori
ums (Geol.)
He Ilixdie; -, ...ices [...tse:s] (über lat. helix, Gen. helicis, aus
gr. hélix „Windung, Spirale“): 1. der umgebogene Rand
der menschlichen Ohrmuschel (Med.). 2. Schnirkelschnecke (z.B. Weinbergschnecke; Zool.). 3. spiralige Mole
külstruktur (Chem.). He|li|zi|tät die; -, -en (zu t...ität):
1. (ohne Plur.) spiralige Bauart (bei Molekülen; Chem.).
2. Projektion des Î Spins eines Elementarteilchens auf sei
ne Impulsrichtung (Phys.)
hellkolgen (zu gr. hélkos „Geschwür“ u. T...gen>: aus ei
nem Geschwür entstanden (Med.). Hel|ko|lo|gie die; (zu T...logie): Wissenschaft u. Lehre von den Geschwüren
(Med.). Hellkglmaüai, -[s], -ta (aus gleichbed. gr. hélkôma; vgl. ...om): Geschwür, Eiterung (Med.). Hellkolse
die; -, -n (zu T'...ose): Geschwürbildung (Med.)
Hel|la|di|keriZer; -s, - (zu gr. Hellás, Gen. Hellados „Grie
chenland“): Bewohner Griechenlands während des Helladikums. Helladikum das; -s (zu T...ikum>: bronzezeit
liche Kultur auf dem griech. Festland, helllaldisch: das
Helladikum betreffend. Hel|la|no|di|kencZzü (Plur.) (aus
gleichbed. gr. Hellanodikai): Kampfordner u. -rɪehter bei
den Olympischen Spielen im alten Griechenland
Hel Hel bo Iris imus zZer; - (zu T Helleborus u. Î ...ismus (3)):
(veraltet) Nervenlähmung durch eine Überdosis von Nies
wurz (als Abführmittel; Med.). Helllelbolrusder; -, ...ri
(über lat. helleborus aus gr. helléboros „Nieswurz“, ver
mutlich nach dem Fluss Helléboros in Kleinasien, an des
sen Ufern die Pflanze besonders häufig vorkam): 1. Ver
treter der Gattung der Hahnenfußgewächse (mit Christro
se u. Nieswurz; Bot.). 2. im Altertum aus Nieswurz ge
wonnenes Heilmittel gegen Nervenleiden
helllelnisch (aus gr. hellénikós „griechisch“ zu Hellás
„Griechenland“): a) das antike Hellas (Griechenland) be
treffend; b) griechisch (in Bezug auf die heutige Repu
blik). hel|le|ni|sie|ren (aus gleichbed. gr. hellenizein;
vgl. ...isieren): nach griech. Vorbild gestalten; griech.
Sprache u. Kultur nachahmen. Helllelnislmusder; - (zu
1 hellenisch u. Î ...ismus (1); Bed. 1 b von dem Historiker J.
G. Droysen (1808-1884) geprägt): 1. a) Griechentum; b)
die Kulturepoche von Alexander dem Großen bis Augus
tus (Verschmelzung des griech. mit dem oriental. Kultur
gut). 2. die griech. nachklassische Sprache dieser Epoche;
Ggs. TAttizismus (1). Helllelnistrfer; -en, -en (zu T ...ist):
1. jmd., der sich wissenschaftlich mit dem nachklassischen
Griechentum befasst. 2. griechisch sprechender, zur helle
nistischen Kultur neigender Jude der Spätantike. Helllenisltikrfze; - (zu Î ...istik>: Wissenschaft, die sich mit der
hellenischen Sprache u. Kultur befasst, helllelnisltisch
(zu t...istisch): den Hellenismus (1, 2) betreffend. HelllenolphillieiZze; - (zu Î...philie): Vorliebe für die hellenisti
sche Kultur. Hel|le|no|ta|mi|en die (Plur.) (aus gleich
bed. gr. hellönotamiai): Verwalter des Attisch-Delischen
Seebundes u. des athenischen Staatsschatzes
Hel|le|ristlnin|gerzü'<? (Plur.) (aus gleichbed. norweg. helleristningar zu helle „Stein, Fels“ u. riste „ritzen, zeich
nen“): Felsenzeichnungen, -bilder der Jungstein- u. Bron
zezeit in Schweden u. Norwegen
hellminth..., Hellminth... vgl. helmintho..., Helmintho...
550
Hel|min|tha|go|gum*i7ü5, -s, ...ga (aus gleichbed. nlat.
helminthagogum zu thelmintho... u. gr. agögös „führend,
treibend“): Mittel gegen Wurmkrankheiten (Med.). Helminltheni/ze (Plur.) (aus gr. hélmi(n)s, Gen. hélminthos
„Wurm, Eingeweidewurm“): Sammelbez. für alle in den
Eingeweiden von Mensch u. Tier schmarotzenden Wür
mer (Med.). Hel|min|thi|a|sist/ze; -, ...thiasen (zu J...iasis): Wurmkrankheit (Med.), hellminltho..., Hellmintho..., vor Vokalen meist helminth..., Helminth... (aus gr.
hélmi(n)s, Gen. hélminthos „Wurm, Eingeweidewurm“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Wurm; Wür
mer betreffend“, z.B. Helminthagogum, Helminthologie.
Hel|min|tho|chor|ton [...'çorton] das; -s (zu gr. chórtos
„Futter“ u. tɪ,,,on): früher gegen die Wurmkrankheit ver
wendetes Wurmmoos. Hellmin|tho|lo|ge der; -n, -n (zu
î...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet der ÎHelmin
thologie. Hel|min|tho|lolgie iZz'e; - (zu Î...logie): Wis
senschaft von den Eingeweidewürmern (Med.), hellminthologisch (zu Î...logisch): die ÎHelminthologie be
treffend. Hellminltholsezfze; -, -n (zu î '...ose): svw. Hel
minthiasis
Hellolbilae [...bis] die (Plur.) (aus nlat. helobiae zu gr. hélos „Sumpf' u. bios „Leben“): Pflanzenordnung der
Sumpflilien (mit Froschlöffel, Wasserpest u. a.; Bot.).
Helloldea vgl. Elodea. Helloldes die; - (zu gr. helödes
„sumpfig“): Sumpffieber, Malaria (Med.). Hellolkrene* die; -, -n (zu gr. hélos „Sumpf“ u. kröne „Quelle,
Brunnen“): Sieker- u. Sumpfquelle. Hellolphyt der; -en,
-en (zu T...phyt): Sumpfpflanze (unter Wasser wurzelnde,
aber über die Wasseroberfläche herausragende Pflanze)
HellotiZer; -en, -en u. He lo te der; -n, -n (aus gleichbed.
gr. heilös, Gen. heilötos): Staatssklave im alten Sparta,
helloltisch (aus gleichbed. gr. heilötikös): die Heloten
betreffend, zu ihnen gehörend, von ihnen stammend. HeloltisImusiZer; - (zu Î...ismus (2)): Ernährungssymbiose,
aus der ein Tier (od. Pflanze) mehr Nutzen hat als das an
dere
Help das; -s (aus engl. help „Hilfe“ zu to help „helfen“):
Einrichtung zur Unterstützung des richtigen Programm
ablaufs im Computer (EDV). Helpldesk, auch HelpDesk der; -s, -s (aus gleichbed. engl. help desk zu Î Help u.
desk „Schreibtisch“, dies über mlat. desea aus lat. discus
„runde Fläche, Scheibe“): telefonisch od. über Internet
zur Verfügung stehender Informationsdienst
Hellvet [,..v...] das; -s u. Helvetien [,,,'sjɛ] das; -s (aus fr.
Helvétien, eigtl. „das Schweizerische, zu lat. Helvetia
„Schweiz“): mittlere Stufe des 1 Miozäns (Erdzeitalter;
Geol.). Hel|ve|ti|den die (Plur.) (zu t2...id): kalkreiche
Gesteinsablagerung in den nördlichen Schweizer Alpen
(Geol.). Hei|ve|ti|en [... sie:] vgl. Helvet. Helvetika
[...tika] die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. Helvetica zu Zat.
Helveticus, vgl. helvetisch): Werke über die Schweiz ( =
Helvetien). hel|ve|tisch (zu lat. Helveticus „schweize
risch“): schweizerisch; Helvetische Konfession, Helveti
sches Bekenntnis: Bekenntnis[schriften] der evangelischreformierten Kirche von 1536 u. bes. 1562/66; Abk.: H.
B. Hellveltislmus der; -, ...men (zu Î...ismus (4)): eine
innerhalb der deutschen Sprache nur in der Schweiz
(= Helvetien) übliche sprachliche Ausdrucksweise (z.B.
Blocher = Bohnerbesen)
Hellvin [,..v...] der; -s, -e (vermutlich zu lat. helvus „honig
gelb, isabellfarben“ u. t ...in) : ein gelbes bis braunes, selte
ner grünes, kubisches Mineral
He-Man, auch Helman ['hi:mæn] der; -[s], He-Men bzw.
Hemen [...man] (aus gleichbed. engl. he-man zu he „er“ u.
man „Mann“): besonders männlich u. potent wirkender
Mann
helmer..., Helmer... vgl. ’’2hemero..., Hemero...
hemeradialphor* (zu Î'hemero... u. gr. adiäphoros
551
„unentschieden, gleichgültig“): kulturindifferent, den
menschlichen Kultureinflüssen gegenüber unbeeinfluss
bar (von Lebewesen)
He melra loipie'i/ze, - (zu Ühemero..., gr. alaos „blind“ u.
T...opie): Nachtblindheit (Med.). he|me|ra|lolpisch:
nachtblind (Med.)
’helmelro..., Helmelro..., vor Vokalen meist hemer...,
Hemer... (aus gr. hêmeros „kultiviert, gezähmt; ver
edelt“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „mit
dem menschlichen Kulturbereich in Wechselbeziehung
stehend“ (von Lebewesen), z. B. hemeradiaphor, Hemerophyt
2he|me|ro..., Helmelro..., vor Vokalen meist hemer...,
Hemer... (zu gr. hëméra „Tag“): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „den Tag, die Helligkeit betreffend“, z. B.
Hemeralopie, Hemerodrom. Helme|ro|cal|lis [,..k...]
die; - (aus gleichbed. nlat. hemerocallis zu Ühemero... u.
gr. kállos „Schönheit“): Gattung der Taglilien. Helme
roldrom* der; -s, -e (aus gr. hemerodromos, eigtl. „Tag
läufer“): Eilbote im alten Griechenland. He|me|ro|lp|gium das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. gr. hêmerolôgion;
vgl. ...ium): (veraltet) Kalender
he|me|ro|phil (zu t’hemero... u. T...phil): kulturliebend
(von Tieren u. Pflanzen, die Kulturbereiche bevorzugen),
helmelrolphob (zu t,,,phob): kulturmeidend (von Tie
ren u. Pflanzen, die nur außerhalb des menschlichen Kul
turbereichs optimal zu leben vermögen). Helmelrolphyt
der; -en, -en (zu t...phyt): Pflanze, die nur im menschli
chen Kulturbereich richtig gedeiht. Helmelrolse die; (aus gr. hêmérôsis „Zähmung“): (veraltet) Veredlung,
Selbstzucht, Bezähmung der Leidenschaften
he|mi..„ He mi... (aus gleichbed. gr. hemi-): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „halb“, z. B. Hemipteren. Helmilachrolmaltoplsie* [...akro...] die; -, ...ien:
halbseitige Farbenblindheit (Med.). Helmilallgie die; -,
...ien (zu Î...algie): Kopfschmerz auf einer Kopfseite, Mi
gräne (Med.). Helmilanläslthelsie die; -, ...ien: Emp
findungslosigkeit einer Körperhälfte (Med.). Helmilanolpie, He|mi|an|op|sie die; -, ...ien: Halbsichtigkeit,
Ausfall einer Hälfte des Gesichtsfeldes (Med.). Helmiata xie die; -, ...ien: Bewegungsstörungen einer Körper
hälfte (Med.). Helmilatrolphie* Äe; -, ...ien: Schwund
von Organen, Geweben u. Zellen der einen Körperhälfte
(Med.). Helmildglma das; -s, -s (zu gr. döma „Haus,
Wohnung“, eigtl. „Halbdach“): eine Kristallform. Hemilederifer; -s, - (zu gr. hédra „Fläche, Basis“): Kristall,
bei dem nur die Hälfte der nach dem Kristallsystem mög
lichen Flächen ausgebildet ist, z.B. Tetraeder statt Okta
eder (Mineral.). He|mi|e|drie* die; - (zu T2...ie>: Kristall
klasse, bei der nur die Hälfte der möglichen Flächen aus
gebildet ist (Mineral.), helmileldrisch*: halbflächig; die
tHemiedrie betreffend. Helmilelpes der; -, - (aus gleich
bed. gr. hëmiepës): [unvollständiger] halber Hexameter.
He|mi|epi|phyt der; -en, -en (zu themi...): zunächst am
Boden keimende, später als Î Epiphyt lebende Pflanze
(Bot.). he|mi|fa|zi|al: halbseitig das Gesicht betreffend
(Med.). Helmilgloslsiltis* die; -, ...tiden: Entzündung
nur einer Zungenhälfte (Med.). He|mi|gna|thie* die; -,
...ien (zu gr. gnáthos „Kinnbacken“ u. t2...ie>: Fehlen ei
ner Kieferhälfte (Missbildung; Med.). Helmilhylperlästhelsie* die; -, ...ien: halbseitige Überempfindlichkeit
(der Haut) gegen Berührung (Med.). He|mi|hy|per|trophie*die; -, ...ien: angeborene halbseitige ÎHypertrophie
einer ganzen Körperhälfte od. einzelner Teile davon
(Med.). Helmilkralnie* die; -, ...ien (aus gr. hëmikrania
„Kopfschmerzen an einer Kopfliälfte“): svw. Hemialgie.
Helmi|kra|ni|o|se* die; -, -n (zu Themi..., gr. kranion
„Schädel“ u. t‘...ose): halbseitige Schädelvergrößerung
(Missbildung; Med.). Helmilkrypltolphyt* rfer; -en, -en
hemizygot
(zu gr. kryptós „versteckt, verborgen“ u. T...phyt>: Pflan
ze, deren Überwinterungsknospen am Erdboden od. an
Erdsprossen sitzen (z.B. Erdbeeren, Alpenveilchen;
Bot.). He|mi|me|lie die; -, ...ien (zu gr. mélos „Glied“ u.
T2...ie): Missbildung, bei der die Gliedmaßen der einen
Körperhälfte mehr od. weniger verkümmert sind (Med.).
He|mi|me|ta|bgllenr//e (Plur.) (zu gr. metabolë „Verän
derung, Umwandlung“): Insekten mit unvollständiger
Verwandlung (t Metamorphose 2; Zool.). Helmilmeltabollie die: - (zu T2...ie): Verwandlung der Insektenlarve
zum fertigen Insekt ohne die sonst übliche Einschaltung
eines Puppenstadiums (Zool.). helmiimorph (zu
T...morph): an zwei entgegengesetzten Enden verschieden
ausgebildet (von Kristallen; Mineral.). Helmilmorlphie
die; - (zu T...morphie): das Vorkommen von Kristallfor
men, die an zwei entgegengesetzten Enden unterschiedli
che Kristallgestalt aufweisen (Mineral.). Helmilmorphit [auch ...’fit] der; -s, -e (zu T2...it): svw. Kalamin. Hemi|ne|phrek|to|mi_e*i/ze; -, ...ien: operative Entfernung
eines krankhaft veränderten Nierenanteils (Med.). Hemilglle zfze; -, -n (zu gr. hemiolos „anderthalb“): 1. in der
T Mensuralnotation die Einführung schwarzer Noten zu
den seit dem 15. Jh. üblichen weißen (zum Ausdruck des
Verhältnisses 2 :3 ; Mus.). 2. das Umschlagen des zweimal
dreiteiligen Taktes in den dreimal zweiteiligen Takt
(Mus.). he|mi|g|lisch: in der Art einer Hemiole (Mus.).
Helmilolpie, Helmiloplsie die; -, ...ien (zu Themi... u.
T...opie bzw. T...opsie): svw. Hemianopie. Helmilpankrelaltekltolmie* die; -, ...ien: operative Entfernung
eines Teils der Bauchspeicheldrüse (Med.). Helmilpalra
silten die (Plur.): Pflanzen, die mit grünen Blättern zu
eigener T Photosynthese befähigt sind, ihren Wasser- u.
Mineralbedarf aber mit Saugwurzeln aus Wirtspflanzen
decken müssen (Bot.). Helmilpalrelse die; -, -n: halbsei
tige leichte Lähmung (Med.), helmilpellalgisch: 1. dem
200 bis 2 700 m tiefen Meer entstammend (von Meeresab
lagerungen, z. B. Blauschlick). 2. nicht immer frei schwim
mend (von Wassertieren, die im Jungstadium das Wasser
bewohnen u. sich später am Meeresgrund ansiedeln;
Zool.). Helmilplelgie*i/ze,--, ...ien (zugr. plëgë „Schlag“
u. T2...ie>: Lähmung einer Körperseite (z. B. bei Schlagan
fall; Med.); vgl. Monoplegie. Helmilplelgilker* der; -s, u. Helmilplelgilsche* der u. die; -n, -n: halbseitig Gelähmte[r] (Med.). Helmilptelren* die (Plur.) (zu gr. pterón „Feder, Flügel“): Halbflügler (Insekten, z.B. Wan
zen; Zool.). Helmilspaslmus* der; -, ...men: halbseiti
ger Krampf (Med.). Helmilsphälre* die; -, -n (über lat.
hemisphaerium aus gr. hemisphairion „Halbkugel“): a)
eine der beiden bei einem gedachten Schnitt durch den
Erdmittelpunkt entstehenden Hälften der Erde; Erdhälf
te, Erdhalbkugel; b) Himmelshalbkugel; c) rechte bzw.
linke Hälfte des Großhirns u. des Kleinhirns (Med.). Hemilsphälrekltolmie* die; -, ...ien: operative Entfernung
einer Großhirnhemisphäre (Med.). he|mi|sphä|risch*:
die Hemisphäre betreffend. He|mi|sphyg|mie* die; -,
...ien (zu Themi..., gr. sphygmós „Puls“ u. T2...ie): das Auf
treten von doppelt so vielen Pulsschlägen wie Herzkon
traktionen (Med.). He|mi|sti|chi|on* u. Helmilstilchium* das; -s, ...ien [...ien] (über lat. hemistichium aus
gleichbed. gr. hemistichion, dies zu Themi... u. stichion
„kleiner Vers“): Halbzeile eines Verses, Halb-, Kurzvers
in der altgriech. Metrik. He|mi|sti|cho|my|thie* die; (zu Themi...): aus Hemistichien bestehende Form des Dia
logs im Versdrama; vgl. Stichomythie. Helmiltolnie die;
-, ...ien (zu gr. tonos „das Spannen, die Spannung“ u.
t2...ie): halbseitiger Krampf mit schnellem Wechsel des
Muskeltonus (Med.). he|mi|to|nisch: mit Halbtönen
versehen (Mus.). He|mi|zel|lu|lo|se die; -, -n : Kohlenhy
drat (Bestandteil pflanzlicher Zellwände), helmilzylgot
Hemizykel
552
J. Henry, 1797-1878): Maßeinheit für die elektromagneti
<zu gr. zygötös „durch ein Joch verbunden“): TGene be
sche Induktion (1 Voltsekunde/Ampere); ZeichenH
treffend, die nicht in Form eines Allelenpaars (vgl. Allel),
sondern in Einzahl vorliegen (Biol.). Helmilzylkel [auch He|or|to|lo|gie die; - (zu gr. heortë „Fest, Festtag“ u.
T ...logie) : die kirchlichen Feste betreffender Teil der ÎLi
..,'tSYkl] der; -s, - (zu spätlat. cyclus, dies aus gr. kÿklos
turgik. Helorltollolgilum das; -s, ...ien [...ion] (über kir„Kreis, Ring, Rad“): Halbrund, Halbkreis, helmilzy
chenlat. heortologium aus gr. heortolögion „Festkalen
klisch* [auch ... tsYk...]: kreisförmig od. spiralig (von der
der“): kirchlicher Festkalender
Anordnung der [Blüten]blätter bei Pflanzen). Helmilzystekltolmie die; -, ...ien: operative Entfernung eines Teils Helpar das; -s, Hepata (über lat. hepar aus gleichbed. gr.
hepar): Leber (Med.). Helpalrin das; -s (zu t...in (1)): aus
der Harn- od. Gallenblase (Med.)
der Leber gewonnene, die Blutgerinnung hemmende Sub
Hem lock tan ne die; -, -n (zu engl. hemlock „Schierstanz (Med.). helpalri|ni|sie|ren (zu Î ...isieren): mit He
ling(stanne)“, weitere Herkunft unsicher): svw. Tsuga
parin versetzen (Med.). Helpar|re|ak|ti|on die; -, -en u.
Heinade die; -, -n (zu gr. hén „eins“ u. T...ade (Analogie
Helparlprolbe die; -, -n: Verfahren zum Nachweis von
bildung zu T Monade)): Einheit im Gegensatz zur Vielheit,
Schwefel in Schwefelverbindungen, helpat..., Helpat...
ÎMonade (Philos.). Hen|de|ka die (Plur.) (aus gr. héndevgl. hepato..., Hepato... Helpalta: Plur. von THepar. He
ka (ándres) „elf (Männer)“): Beamtengremium aus elf ge
pa Itallgie* die; -, ...ien (zu Îhepato... u. î...algie): Leber
wählten Mitgliedern im alten Athen, das die Aufsicht über
schmerz, -kolik (Med.), helpaltailgisch*: die HepatalStrafvollzug u. Gefängnisse hatte. Henldelkalgon di»;
gie betreffend; mit Leberschmerzen verbunden (Med.).
-s, -e (zu gr. héndeka „elf“ u. gönia „Ecke, Winkel“): Elf
Helpaltarlgie* die; -, ...ien (zu gr. argia „Untätigkeit“):
eck. Hen|de|ka|syl|la|bus der; -, Plur. ...syllaben u.
Funktionsschwäche der Leber mit Bildung giftiger Stoff
...syllabi (über lat. hendecasyllabus aus gleichbed. gr. henwechselprodukte (Med.). Helpaltekltolmie* die; -, ...ien
dekasÿllabos, eigtl. „elfsilbig“): elfsilbiger Vers; vgl. En
(zu Î ...ektomie): operative Entfernung defekter Leberpar
decasílabo. Henldi a dy oin [...dy'oyn] das; -[s], -, selte
tien (Med.). Helpaltilcae [...tse] die (Plur.) (aus gleich
ner Hen|di|a|dys das; -, - (aus gleichbed. mlat. hendiabed. nlat. hepaticae zu lat. hepaticus „leberbraun; leber
dyoin, hendiadys, dies aus gr. hèn dià dyoin „eins durch
artig“, dies aus gr. hepatikös): zusammenfassende systezwei“): 1. die Ausdruckskraft verstärkende Verbindung
mat. Bez. für die Lebermoose (Bot.). Helpaltilka die; -,
zweier synonymer Substantive od. Verben, z.B. bitten u.
...ken (aus gleichbed. nlat. hepatica): Leberblümchen
flehen (Stilk.). 2. das bes. in der Antike beliebte Ersetzen
(Bot.). Helpaltilkum das; -s, ...ka (zu thepato... u.
eines Attributs durch eine reihende Verbindung mit „und“
(z.B. die Masse und die hohen Berge statt die Masse der
t...ikum): leberwirksames Mittel (Med.). He|palti|sa|tion die; -, -en (zu lat. hepatia „Leber“ u. T...isation; vgl.
hohen Berge; Stilk.)
Henlding die; -, -ar (aus gleichbed. altnord. hending): Sil
hepatisch) ): leberähnliche Beschaffenheit der Lunge bei
benreim der nord. Skaldendichtung, zunächst als Binnen
entzündlichen Veränderungen in der Lunge (Med.), hereim neben dem Stabreim, später Endreim (bei den isländ.
pa tisch (aus gleichbed. lat. hepaticus, dies aus gr. hepa
Skalden)
tikös): a) zur Leber gehörend; b) die Leber betreffend
Hengelmolnulmenlte ['hɛndʒ...] die (Plur.) (Rückbil
(Med.). He|pa|tis|mus der; -, ...men (Plur. selten) (zu
dung aus Stonehenge, einer Ansammlung bronzezeitlicher
Thepato... u. Î ...ismus (3)): Gesamtheit der Auswirkungen
Monumente nahe der engl. Stadt Salisbury): vorge
einer Lebererkrankung auf den Organismus. Helpaltiltis
schichtliche Anlagen, die aus konzentrischen Steinkreisen
die; -, ...itjden (zu t...itis): Leberentzündung (Med.), heangelegt sind
palto..., Helpalto..., vor Vokalen meist hepat..., Hepat...
Heinis Im us der; - (zu gr. hén „eins“ u. t ...ismus ( 1)>: Welt
(aus gleichbed. gr. hepar, Gen. hêpatos): Wortbildungs
deutung von einem Urprinzip aus (Philos.)
element mit der Bedeutung „Leber“, z.B. hepatogen, Hehen kai pan (aus gr. hén kai pàn „eins u. alles“): das Eine
patolith, Hepatalgie. helpa|to|bi|li|är: Leber u. Galle
ist das All (antike Formel für die Einheit u. Ewigkeit des
betreffend (Med.). Helpaltolblasltom* das; -s, -e: Miss
Kosmos)
bildungsgeschwulst der Leber (Med.), helpaltolfulgal
Henlna das; -[s], auch die; - (aus gleichbed. arab. henna’):
(zu lat. fugere „fliehen“ u. Î ’...al (1)): von der Leber weg
1. Kurzform für Hennastrauch (in Asien u. Afrika heimi
führend (von Gefäßen; Med.), he I palto ¡gen (zu T...gen):
scher Strauch mit gelben bis ziegelroten Blüten). 2. aus
1. in der Leber gebildet (z.B. von der Gallenflüssigkeit;
Blättern u. Stängeln des Hennastrauches gewonnenes rot
Med.). 2. von der Leber ausgehend (von Krankheiten).
gelbes Färbemittel für kosmetische Zwecke
He|pa|to|gra|fie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu
Henlnin [ɛ'nɛ] der, auch das; -s, -s (aus gleichbed. fr. hen
T...grafie): röntgenologische Darstellung der Leber nach
nin, weitere Herkunft unsicher): (bis ins 15. Jh. von Frau
Injektion von Kontrastmitteln (Med.). Helpaltolgramm
en getragene) hohe, kegelförmige Haube, von deren Spit
das: -s, -e (zu t...gramm): Röntgenbild der Leber (Med.),
ze ein Schleier herabhing; burgundische Haube
helpaltollilelnal [...lie...]: Leber u. Milz betreffend
He|no|the|islmus der; - (zu gr. hén, Gen. henos „eins, ei
(Med.). Helpalto|li|e|no|gra|fie, auch ...gralphie die;
ner“ u. tTheismus): religiöse Haltung, die die Hingabe an
-, ...ien (zu T...grafie): röntgenografische Darstellung
nur einen Gott fordert, ohne allerdings die Existenz ande
von Leber u. Milz nach Injektion von Kontrastmitteln
rer Götter zu leugnen od. ihre Verehrung zu verbieten;
(Med.). Helpaltollilelnolgramm das; -s, -e (zu /ɑt. lien
vgl. Monotheismus, helnolthelisltisch: den Henotheis
„Milz“ u. T...gramm>: Röntgenbild von Leber u. Milz
mus betreffend
(Med.). Helpaltollith [auch ... lit] der; Gen. -s u. -en,
Hen|ri-deux-Stil [äri'do...] der; -[e]s (zu/r. Henri „Hein
Plur. -e[n] (zu Î... lith): Gallenstein in den Gallengängen
rich“, deux „der Zweite; zwei“ u. TStil): zweite Stilperi
der Leber, Leberstein (Med.). Helpaltollglge der; -n, -n
ode der franz. Renaissance während der Regierung Hein(zu T ...loge): Arzt mit speziellen Kenntnissen auf dem Ge
richsll. (1547-1559). Henlrildor [hɛn...] der; -s, -e (aus
biet der Leberkrankheiten (Med.). He|pa|to|lo|gie die; /r. Henri d’or, eigtl. „goldener Heinrich“): franz. Gold
(zu T ...logie): Lehre von der Leber (einschließlich der Gal
münze unter Heinrich II., die bis ins 17. Jh. geprägt wurde.
lenwege), ihren Î Funktionen (1 a) u. Krankheiten (Med.),
Henlrilqualtre [äri katr(ə)] der; -[s] [,,,tr(ə)], -s [,,,tr(ə)]
helpaltollolgisch (zu Î...logisch): die Hepatologie be
(zu fr. quatre „der Vierte; vier“): nach HeinrichIV. von
treffend. He|pa|to|ly|se dze; -, -n (zu T...lyse>: Zerfall der
Frankreich (1553-1610) benannter Spitzbart
Leberzellen, der z. B. T toxisch bedingt sein kann (Med.).
Henlry [ hɛnri] das; -, - (nach dem nordamerik. Physiker
Helpaltom das; -s, -e (zu t...om): Geschwulst der Leber
553
(Med.). Helpaltolmelgallie die: -, ...ien <zu gr. mégas.
Gen. megálou „groß, dick“ u. î2...ie): Lebervergrößerung
(Med.). He|palto|pan|kre|as* das: Anhangdrüse des
Darms, die bei manchen Wirbellosen die Funktion der
Leber u. Bauchspeicheldrüse gleichzeitig ausübt (Zool.).
Helpaltolpalthie
-, ...ien (zu t...pathie): Leberlei
den (Med.). Hepatophlebitis* die: -, ...itiden: Ent
zündung der Venen in der Leber (Med.). He|pa|top|tose* die: -, -n (zu gr. ptosis „das Fallen; Fall“): Senkung
der Leber; Wanderleber (Med.). he|pa|to|re|nal: Leber
u. Nieren betreffend (Med.). Helpaltglse die; -, -n <zu
t'...ose>: Erkrankung mit degenerativer Veränderung der
eigentlichen Leberzellen (Med.). Helpaltolskolpie* die;
- (zu t...skopie): (veraltet) Wahrsagerei aus der Beschaf
fenheit der Leber. Helpaltoltolxälmie* die: -, ...ien:
Blutvergiftung durch Zerfallsprodukte der erkrankten Le
ber (Med.). he|pa|to|trop* (zu t...trop>: auf die Leber
gerichtet (Med.). He|pa|to|zyt der; -en, -en (meist Plur.)
(zu î...zyt>: Leberzelle (Med.)
Helphäst der; -s, -e (nach dem griech. Gott des Feuers u.
der Schmiedekunst Hephaistos): (scherzh.) kunstfertiger
Schmied
Heph|the|mi|me|res* die: -, - (aus gleichbed. gr. hephthêmimerës): Einschnitt (Î Zäsur) nach sieben Halbfüßen
bzw. nach der ersten Hälfte des vierten Fußes im t Hexa
meter; vgl. Penthemimeres, Trithemimeres. hept....
Hept... vgl. hepta..., Hepta... heplta.... Hep ta..., vor
Vokalen meist hept..., Hept... (aus gleichbed. gr. heptá):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „sieben“, z.B.
heptaedrisch, Heptameter. Hepltalchord [...’kort] der
od. das; -[e]s, -e (aus lat. heptachordus „siebensaitig“, dies
aus gleichbed. gr. heptächordos): Folge von sieben T diato
nischen Tonstufen (große Septime; Mus.). Hepltaleder
das: -s, - (zu Thepta... u. gr. hédra „Fläche, Basis“): von
sieben Flächen (drei Quadraten u. vier Dreiecken) be
grenzter Körper, hepltaleldrisch*: siebenflächig. Heptalgon das: -s, -e (aus gr. heptágonos „siebeneckig“):
Siebeneck, hepltalgolnal (zu t‘...al (1)): siebeneckig.
Hepltalmelron das: -s (zu gr. heptà hêmerôn „der sieben
Tage“ (Analogiebildung zu tDekameron)): dem tDekameron nachgebildete Erzählungen der „Sieben Tage“ der
Margarete von Navarra; vgl. Hexameron. Hepltalmeter der; -s, - (aus gleichbed. spätlat. heptameter, dies zu
Thepta... u. Î3...meter): siebenfüßiger Vers. Hepltan das;
-s, -e (zu thepta... u. t...an): zu den tAlkanen zählender
Kohlenwasserstoff mit sieben Kohlenstoffatomen im Mo
lekül. Hepltalnal das; -s (zu T ‘...al (1)>: svw. Önanthaldehyd. Hepltarlchie* die; - (zu gr. árchein „herrschen“ u.
t2...ie>: Staatenbund der sieben angelsächsischen Klein
königreiche (Essex, Sussex, Wessex, Northumberland,
Ostanglien, Mercien, Kent). Hepltalteuch der; -s (aus
gleichbed. spätlat. heptateuchus, dies aus gr. heptáteuchos „siebenbändiges Buch“): die ersten sieben Bücher
des Alten Testaments (1.-5. Buch Mose, Josua, Richter);
vgl. Pentateuch. Hepltaltolnik die: - (zu gr. heptátonos
„siebentönig“ u. t2...ik (2)>: System der Siebentönigkeit
(Mus.). Heplten das; -s, -e (zu Thepta... u. T ...en): zu den
Î Alkenen zählender ungesättigter Î aliphatischer Kohlen
wasserstoff mit sieben Kohlenstoffatomen im Molekül.
Hepltolde* iZte; -, -n (zu f...ode>: Elektronenröhre mit
sieben Elektroden. Hepltglse die; -, -n (zu î2...ose>: 1 Mo
nosaccharid mit sieben Kohlenstoffatomen im Molekül
(Chem.)
Helrai on [he'raiɔn] u. Heräon das; -s, -s (ausgr. Hëraîon):
Tempel, Heiligtum der griech. Göttin Hera, bes. in Olym
pia u. auf Samos
Helralklilde* der; -n, -n (nach dem griech. Sagenhelden
Herakles (gr. Herakles) u. zu t3...ide): Nachkomme des
Herakles
Heredopathie
der; -s, - (nach dem altgriech. Philosophen
Heraklit (gr. Herákleitos), um 550-480 v. Chr.): Schüler u.
Anhänger des Heraklit
Helralklith®* [auch ...kht] der; -s (Kunstw.; vgl. ...lith):
ein Material für Leichtbauplatten
Helralkliltislmus* der; - (nach dem altgriech. Philoso
phen Heraklit (vgl. Herakliteer) u. zu t,,,ismus (1)): Lehre
der griech. Philosophie, die nicht im Sein, sondern im an
dauernden Werden die Wahrheit zu finden meint
He|ral|dik die; - (aus gleichbed. fr. (science) héraldique,
eigtl. „Heroldskunst“, zu héraut, vgl. Herold (weil der He
rold die Aufgabe hatte, bei Ritterturnieren die Wappen
der einzelnen Kämpfer zu prüfen)): Wappenkunde, He
roldskunst (von den Herolden2 entwickelt). Helralldiker der; -s, -: Wappenforscher, -kundiger, helralldisch:
die Heraldik betreffend. Helral|do|phi|laltellie* die;
das Sammeln von Briefmarken mit Wappenbildern od. al
legorischen Darstellungen. He|ral|dolphi|lie die; - (zu
t...philie): das Sammeln von Briefmarken, Bildern, Sti
chen usw., auf denen Wappen abgebildet sind
Helrälon vgl. Heraion
Heirat der; -[s], -s (nach der gleichnamigen afghan. Stadt):
dichter, kurz geschorener Teppich in Rot od. Blau. Helrati muslter das; -s, - (zu IHerat): aus Rosetten, Blüten u.
Blättern in geometrischer Anordnung bestehendes Tep
pichmuster
Herlba ¿Zze; ...bae [...be], ...bae [...be] (aus lat. herba „Pflan
ze, Gras“): während od. kurz nach der Blüte gesammelte
oberirdische Triebe meist krautartiger Pflanzen, die ge
trocknet als Droge (2) verwendet werden. Herlballist
der; -en, -en (zu nlat. herbalis „die (Heil)kräuter betref
fend" (vgl. Herba) u. t...ist>: auf Kräuterheilkunde spe
zialisierter Heilkundiger. Herlbar vgl. Herbarium. Herbarhsation die; -, -en (zu THerbarium u. t,,,isation): (veraltet) das Herbarisieren. herlbalrilsielren (zu
Î...isieren): (Pflanzen) präparieren, trocknen, pressen u.
in einem Herbarium anordnen, sammeln. Her|ba|ri|um
das; -s, ...rien [...ian] (aus spätlat. herbarium „Kräuter
buch“, substantiviertes Neutrum von herbarius „zu den
Kräutern gehörig“; vgl. Herba): systematisch angelegte
Sammlung gepresster u. getrockneter Pflanzen u. Pflan
zenteile. Her|bar|pflan|ze rfie; -, -n: herbarisierte od. zu
herbarisierende Pflanze, herlbilfelrisch (zu îHerba u.
lat. ferre „tragen“): (veraltet) Kräuter hervorbringend,
herlbilkol (zu lat. colere „(be)wohnen“): Kräuter bewoh
nend (von Tieren, die auf grünen Pflanzen leben), herlbivor [...v...] (zu lat. vorare „fressen, verschlingen“): Kräu
ter fressend (von Tieren, die nur von pflanzlicher Nahrung
leben). Herlbilvolre der; -n, -n: Tier, das nur pflanzliche
Nahrung zu sich nimmt, herlbilzid (zu T ...zid): Pflanzen
tötend. Herlbilzid das; -s, -e: chem. Mittel zur Abtötung
von Pflanzen, herlbös (aus gleichbed. fr. herbeux, her
beuse; vgl. ...ös): (veraltet) grasbewachsen, kräuterreich
Herlcylnit [...ts..., auch ... nit] vgl. Herzynit
helreldielren (aus gleichbed. lat. hereditäre): (veraltet) er
ben. helreldiltär (über fr. héréditaire aus gleichbed. lat.
hereditarius): 1. die Erbschaft, das Erbe, die Erbfolge be
treffend. 2. erblich, die Vererbung betreffend (Biol.;
Med.). Helreldiltät die; -, -en (aus gleichbed. lat. heredi
tas, Gen. hereditatis): (veraltet) 1. Erbschaft. 2. Erbfolge
(Rechtsw.). He|re|do|ata|xie die; -, ...ien (zu lat. heres,
Gen. heredis „Erbe“ u. ÎAtaxie): angeborene, erbliche
Koordinationsstörung mit stoßweisen, überschüssigen,
schleudernden u. ungeschickten Arm- u. Beinbewegungen
(Med.). He|reldoldelge|ne|ra|tilon die: -: erbliche
Î Degeneration (2) in bestimmten Geschlechterfolgen
(Med.). he|re|do|de|gelnelraltiv: ein degeneratives Er
lebnis betreffend (Med.). He|re|do|pa|thie die; -, ...ien
(zu t...pathie): Erbkrankheit (Med.)
Helralklilteler*
H
Hereford
['hɛrɪfəd] das; -[s], -s u. Helrelfordlrind das;
-[e]s, -er (nach der County Hereford and Worcester in
Westengland): ein anpassungsfähiges mittelgroßes
Fleischrind von vorwiegend roter Farbe
Helrelkeifer; -s, -s (nach dem türk. Ort Hereke): sehr fein
geknüpfter türk. Teppich
Hel risiZer; -, - (nach dem iran. Ort Heris) : Sammelbez. für
verschiedenartige handgeknüpfte pers. Gebrauchsteppi
che
Hel rislson [eri'sð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. hérisson,
dies aus lat. ericius „Igel; spanischer Reiter“): (veraltet) 1.
Igel. 2. eiserne Spitzen (auf einem Zaun od. einer Mauer).
з. Nadelwalzenstrecke in der Spinnerei, helrislsonlnieren [erisɔ'ni:...] (aus gleichbed. älter fr. hérissonner):
(veraltet) mittels Hérisson (3) von Fasern befreien
Helri|ta|bi|li|tät<fe; - (aus engl. heritability „Erblichkeit,
Vererbbarkeit“ zu heritable „erblich“, dies aus fr. héritable zu hériter, vgl. heritieren): Erblichkeitsgrad (bei Tierи. Pflanzenzüchtungen). Helriltage [eri'ta:ʒ] die; -, -n
[,,,ʒn] (aus gleichbed. fr. héritage): (veraltet) Erbe, Erb
schaft, Erbteil, helriltielren [he...] (aus gleichbed. fr. hé
riter, dies aus ZaZ. hereditäre): svw. heredieren
HerlkolgalmiezZze; - (zu gr. hérkos „Trennwand, Zaun“ u.
î...garnie (ɪ)): besondere Anordnung der Staubblätter u.
Narben zur Verhinderung der Selbstbestäubung bei Pflan
zen (Bot.). Her|ko|tek|tg|nikzZze; -: (veraltet) Kunst des
Baus von Befestigungsanlagen
Herlkulles der; -, -se (über gleichbed. lat. Hercules aus gr.
Herakles; nach dem Halbgott der griech. Sage): Mensch
mit großer Körperkraft. Her|ku|les|ar|beit die; -, -en:
anstrengende, schwere Arbeit. her|ku|lisch: riesenstark
(wie Herkules)
Her Maljeslty [hə: 'mædʒɪstɪ] (.engl.Y. Ihre Majestät ([An
rede für] die engl. Königin); Abk.: H. M.
Her man dad [span, ɛrman'dað] die; - (nach span. (Santa)
Hermandad „(Heilige) Bruderschaft“ zu hermano „Bru
der“, dies aus lat. germanus „(leiblicher) Bruder“): a) im
13.-15. Jh. Bündnis kastilischer u. aragonesischer Städte
gegen Übergriffe des Adels u. zur Wahrung des Landfrie
dens; b) seit dem 16. Jh. eine span. Gendarmerie; die hei
lige Hermandad: (veraltet, iron.) die Polizei
HerlmälonrZas; -s (aus gleichbed. gr. hérmaion, eigtl. „Ge
schenk des Hermes“): (veraltet) Fund, Glücksfall
Her|malphroldis|mus*¿Zí>r,- - (zu T Hermaphrodit u. Î ...ismus (3)>: svw. Hermaphroditismus. Herlmalphroldit
der; -en, -en (über lat. hermaphroditus aus gleichbed. gr.
hermaphroditos, nach Hermaphroditos, dem zum Zwitter
gewordenen Sohn der griech. Gottheiten Hermes u.
Aphrodite): Zwitter; Individuum (Mensch, Tier od.
Pflanze) mit Geschlechtsmerkmalen von beiden Ge
schlechtern (Biol. ; Med.), herlmalphroldiltisch: zweigeschlechtig, zwittrig. Herlma|phro|di|tis|mus der; (zu Î...ismus (3)): Zweigeschlechtigkeit, Zwittrigkeit
(Biol., Med ); psychischer Hermaphroditismus: Bisexuali
tät
HerlmerZze; -, -n (über lat. Herma, Hermes aus gleichbed.
gr. Hermès, eigtl. „(Statue des) Hermes“): Pfeiler od. Säu
le, die mit einer Büste gekrönt ist (urspr. des Gottes Her
mes)
Her|me|neu|tik die; - (aus gleichbed. gr. hermëneutikê
(téchnê)): 1. wissenschaftliches Verfahren der Auslegung
u. Erklärung von Texten, Kunstwerken od. Musikstücken.
2.metaphysische Methode des Verstehens menschlichen
Daseins (Existenzphilosophie). Herlmelneultilker der;
-s, -: Fachmann für hermeneutische Methoden u. Verfah
ren. herlmelneultisch (aus gleichbed. gr. hérmëneutikós): einen Text o. Ä. erklärend, auslegend
HerlmeltikiZze; - (zu thermetisch u. t2...ik (2); Bed. 2 nach
engl. hermetic „luftdicht“): 1. veraltende Bez. für Alche
Helrelford
554
mie u. Magie (1, 3). 2. luftdichte TApparatur. Herlmeltikerder; -s, - (zu thermetisch; Bed. 2 zu îhermetisch (2)>:
1. Anhänger des Hermes Trismegistos, des ägypt.-spätan
tiken Gottes der Magie u. Alchemie. 2. Schriftsteller mit
vieldeutiger dunkler Ausdrucksweise (bes. in der alche
mistischen, astrologischen u. magischen Literatur), hermetisch (aus gleichbed. mlat. hermetice zu (sigillum)
Hermetis „Siegel des Hermes“, nach dem sagenhaften altägypt. Weisen Hermes Trismegistos (gr. Hermès tris mégistos „Hermes, der dreimal Größte“), der die Kunst er
funden haben soll, eine Glasröhre mit einem geheimnis
vollen Siegel luftdicht zu verschließen; Bed. 2 nach dem
Schrifttum einer spätantiken religiösen Geheimlehre, als
deren Urheber Hermes Trismegistos gilt): 1. a) dicht ver
schlossen, sodass nichts ein- od. herausdringen kann, z. B.
hermetisch verschlossene Ampullen; b) durch eine Maß
nahme od. einen Vorgang so beschaffen, dass nichts od.
niemand eindringen od. hinausgelangen kann, z.B. ein
Gebäude hermetisch abriegeln. 2. vieldeutig, dunkel, eine
geheimnisvolle Ausdrucksweise bevorzugend; nach Art
der Hermetiker; hermetische Literatur: die philosophisch-okkultische Literatur der Hermetiker (2). herme|ti|sie|ren (zu Thermetisch (1) u. T...isieren): dicht
verschließen, lüft- u. wasserdicht machen. Herlmeltismus der; - (nach gleichbed. it. ermetismo; vgl. ...ismus
(1) ; Bed. 2 nach gleichbed. fr. hermétisme zu Thermetisch
(2) ): 1. Richtung der modernen ital. Lyrik. 2. Dunkelheit,
Vieldeutigkeit der Aussage als Wesenszug der modernen
Poesie
Her|mi|ta|ge [ɛrmi'ta:ʒə] der; - (nach dem Anbaugebiet
um die Gemeinde Train-l’Ermitage im Rhonetal): franz.
Wein (vorwiegend Rotwein)
herlmiltesch, hermi'tisch (nach dem franz. Mathema
tiker C. Hermite, 1822-1901): bestimmte Symmetrieei
genschaften der Elemente aufweisend (Math.)
Her|mo|glyph*i/<?r; -en, -en (zu ÎHerme u. gr. glyphe „das
Ausmeißeln; das Ausgemeißelte“, eigtl. „Hermenhau
er“): (veraltet) Bildhauer. Her|mo|gly|phik die; -: (ver
altet) Bildhauerkunst
Herlnie [...ia] r/ze; -, -n (aus lat. hernia „Bruch (als Körper
schaden)“): 1. das Heraustreten von Organteilen od. von
Gewebe durch eine abnorme Lücke, bes. Eingeweide
bruch (Med.). 2. krankhafte Veränderungen an Kohl
pflanzen (durch parasitische Schleimpilze hervorgerufen;
Bot.). Herlniolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu
T...grafie): röntgenografische Darstellung einer Hernie
(1) nach Verabreichung eines Kontrastmittels (Med.).
Herlnilolgrammdas; -s, -e (zu T...gramm): Röntgenbild
einer Hernie (1; Med.), herlnilös (zu T...ös>: mit einer
Hernie (1) behaftet (Med.). Her ni o to mie die; -, ...ien
(zu T...tomie): Bruchoperation (Med.)
Helroa: Plur. von T Heroon. Helroe der; -n, -n (aus lat. heroem, Akk. von heros, vgl. Heros): svw. Heros. Helrolenkultiter; -[e]s, -e (Plur. selten): Heldenverehrung. He|roilde die; -, -n (meist Plur.) (über lat. heroides (Plur.) aus
gleichbed. gr. heroides, eigtl. „Heldenartige“; vgl. ...oide>: Heldenbrief, von Ovid geschaffene Literaturgattung
(Liebesbrief eines Heroen od. einer Heroin). Helrolik
die; - (zu T2...ik (3)>: Heldenhaftigkeit. ’Helrglin die; -,
-nen (über lat. heroine aus gleichbed. gr. hëroinë): 1. Hel
din. 2. svw. Heroine. 2He|ro|in das; -s (zu gr. herös
„Held" u. T...in (1)): aus einem weißen, pulverförmigen
Morphinderivat bestehendes, sehr starkes, süchtig ma
chendes Rauschgift. He|ro|i|ne<Äe; -, -n (zu Î'Heroin u.
T...ine): Darstellerin einer Heldenrolle auf der Bühne.
He|ro|i|nislmus[heroi...] der; - (zu ÜHeroin u. Î...ismus
(3) >: Heroinsucht, helrolisch (über lat. heroicus aus
gleichbed. gr. hërôikôs): heldenmütig, heldenhaft; he
roische Landschaft: 1. großes Landschaftsbild mit Gestal-
555
ten der antiken Mythologie (17. Jh.). 2. Bild, das eine dra
matisch bewegte, monumentale Landschaft darstellt
(19. Jh.); heroischer Vers: Vers des Epos; vgl. Hexameter,
Alexandriner, Endecasílabo. Blankvers. he|roli|sie|ren
[heroi...] (zu tHeros u. (...isieren): als Helden verherrli
chen, zum Helden erheben. He|ro|i|sie|rung die; -, -en
(zu Î ...isierung): das Heroisieren, das Heroisiertwerden.
He|ro|is|mus iter; - (zum Teil unter Einfluss von älter fr.
héroïsme zu tHeros u. (...ismus (2)): Heldentum, Helden
mut
Helrold der; -[e]s, -e (aus gleichbed. älter fr. héraut bzw.
dessen latinisierter Form mlat. heraldus, dies aus dem
Germ.): 1. jmd., der eine Botschaft überbringt, der etwas
verkündet. 2. wappenkundiger Hofbeamter im Mittelal
ter. Helroldslkunst
-: (veraltet) svw. Heraldik. Heroldsüi te ra tur die;
mittelalterliche Literatur, in der
die Beschreibung fürstlicher Wappen mit der Huldigung
ihrer gegenwärtigen od. früheren Träger verbunden wird;
Wappendichtung (Literaturw.)
Heronsball der; -s, ...bälle (nach dem altgriech. Mathe
matiker Heron (gr. Héron), um 100 v. Chr.); Gefäß mit
Röhre, in dem Wasser mithilfe des Druckes zusammenge
presster Luft hochgetragen od. ausgespritzt wird (genutzt
im Prinzip z. B. beim Parfümzerstäuber)
Helrolon cZas; -s, ...roa (aus gleichbed. gr. hërôion): Grab
mal u. Tempel eines Heros. Helros der; Gen. - u. ...oen,
Plur. ...oen (über lat. heros aus gleichbed. gr. héros): 1.
Held in der griech. Mythologie, der ein Halbgott (Sohn ei
nes Gottes u. einer sterblichen Mutter od. umgekehrt) ist
od. wegen seiner Taten als Halbgott verehrt wird. 2. hel
denhafter Mann, Held
Helrosltrat* der: -en, -en (nach dem Griechen Héróstratos, der 356 v. Chr. den Artemistempel zu Ephesus in
Brand steckte, um berühmt zu werden): Verbrecher aus
Ruhmsucht. Heirostratentum das; -s: durch Ruhm
sucht motiviertes Verbrechertum. he|ros|tra|tisch: aus
Ruhmsucht Verbrechen begehend
Helro|tricks|ter ['hɪəroʊ'trɪkstə] der; -s, - (zu engl. hero
„Held“ u. trickster „Gauner“): 1. listiger, oft selbst betro
gener Widersacher des Himmelsgottes in vielen Religio
nen. 2. der Teufel im Märchen
Herlpanlgilna* die; -, ...nen (zu T Herpes u. î Angina): Ent
zündung der Mundhöhle mit Bläschenbildung (Med.).
Herlpes der; - (über lat. herpes aus gleichbed. gr. hérpês,
eigtl. „schleichender Schaden“): Bläschenausschlag
(Med.). Herlpes Zoslter [auch - 'tsɔsta] der; - - (zu gr.
zoster „Leibgurt"): Viruserkrankung mit Hautbläschen in
der Gürtelgegend; Gürtelrose (Med.), herlpeltilform
(zu (herpetisch u. (...form): einem Bläschenausschlag
ähnlich, herpesartig (Med.), herlpeltisch (aus gleich
bed. nlat. herpeticus): a) den Herpes betreffend; b) die für
einen Herpes charakteristischen Bläschen aufweisend
(Med.). Herlpeltollolgie rfm; - (zu gr. herpetón „krie
chendes Tier“ u. t...logie): Teilgebiet der Zoologie, das
sich mit der Erforschung der Lurche u. Kriechtiere be
fasst. Herlpoltjltis* rf/e; -, ...itiden (zu (Herpes u. (Oti
tis): durch Viren verursachte Ohrenentzündung (Med.)
Herse [ɛrs] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr. herse, dies aus
lat. hirpex „Egge“): (veraltet) Fallgatter zum Schutz von
Befestigungsanlagen (Mil.)
Hertz|sprung-Rus|sell-Di|algramm [,, 'rʌsl...] das; -s
(nach dem dän. Astronomen E. Hertzsprung (1873-1967),
dem amerik. Astronomen H. N. Russell (1877-1957) u. zu
1 Diagramm): Zustandsdiagramm der Sterne, das den Zu
sammenhang zwischen absoluter Helligkeit u. Spektral
klasse veranschaulicht (Astron.)
Herzlasthlma das; -s (zu dt. Herzu. ( Asthma): anfallswei
se auftretende Atemnot infolge mangelnder Herztätigkeit
(Med.). Herzlinlfarkt der; -[e]s, -e: svw. Myokardin
Heteroantigen
farkt. Herz|inlsuf|fi|zi|enz [...tsients] <//<?,' -: Herz[muskel]schwäche (Med.). Herz|tam|po|na|de die; -: tam
ponartiger Verschluss der Herzhöhle durch Blutgerinnsel
(Med.)
herlzylnisch (nach dem lat. antiken Namen Hercynia silva
„Herzynischer Wald“ für das dt. Mittelgebirge): parallel
zum Harznordrand von Nordwesten nach Südosten ver
laufend (von (tektonischen Strukturen; Geogr.). Herlzynit [auch ...nit], fachspr. Hercynit [...ts..., auch ...'nɪt] der;
-s, -e (zu (2...it): ein Mineral, schwarzer, im Dünnschliff
tiefgrüner (Spinell
Hes pelreltin das: -s (Kunstw.; vgl. Hesperidin): zu den
Flavonen gehörender Pflanzenfarbstoff. Hes|pe|ri|den
die (Plur.) (aus gr. Hesperides, eigtl. „Töchter des
Abends“): 1. weibliche Sagengestalten in der griech. My
thologie. 2. Dickkopffalter (Biol.). Hes pe ri din das; -s
(nach den goldenen Äpfeln der (Hesperiden u. zu (...in):
Glykosid aus [unreifen] Orangenschalen, heslpelridisch: (in der Literatur, die sich der klassischen Antike
verbunden fühlt) westlich. Heslpelrilen [,,,iən] die
(Plur.) (aus gleichbed. lat. Hesperia, dies aus gr. hespéria
„Westen“ zu hespérios „abendlich, westlich“): (in antiker
Literatur) Name Italiens od. Spaniens, auch Westafrikas.
Heslpelrprlnis* der; -, ...iden (zu gr. órnis „Vogel“): aus
gestorbener flugunfähiger, bis 1,50 m großer Tauchvogel
der Kreidezeit. Heslpelros u. Hes pe rus der; - (über
lat. Hesperus aus gleichbed. gr. hésperos): der Abend
stern in der griech. Mythologie
Heslsilan ['hɛsɪən] das od. der; -[s] (aus gleichbed. engl.
Hessian, eigtl. „hessisch, Hesse“): grobes, naturfarbenes
Jutegewebe in Leinenbindung für Säcke u. a.
Hes sit [auch ..,'sit] der; -s, -e (nach dem Schweiz.-russ.
Chemiker G. H. Hess (1802-1850) u. zu (2...it): ein blei
graues Mineral, Silbertellurid
Heslsolnit [auch ...nit] der; -s, -e (zu gr. hessön „geringer,
weniger“ (weil es weniger wert ist als andere Granate) u.
(2,..it): ein rötlich braunes Mineral, eisenhaltige Abart des
( Grossulars
Helsylchaslmus [...ç...] der; - (aus gleichbed. mgr. hësychasmós zu gr. hésycházein „ruhen, (bei etwas) verhar
ren“, dies zu hësychè „ruhig, still“): im orthodoxen
Mönchtum der Ostkirche eine mystische Bewegung, die
durch stille Konzentration das göttliche Licht ((Tabor
licht) zu schauen sucht. Helsylchast der; -en, -en (aus
gleichbed. gr. hêsychastês, eigtl. „Einsiedler“): Anhänger
des Hesychasmus
’Heltälre die; -, -n (aus gleichbed. gr. hetaira, eigtl. „Ge
fährtin“): a) in der Antike [hochgebildete, politisch ein
flussreiche] Freundin, Geliebte bedeutender Männer; b)
(Prostituierte, Freudenmädchen. 2Heltä|re der; -n, -n
(aus gr. hetairos „Gefährte, Genosse“, vgl. ’Hetäre): a)
freier Gefolgsmann, Adliger am makedonischen Hof, der
dem König beratend zur Seite stand; b) im makedoni
schen Heer Angehöriger der Adelsreiterei, die maßgeblich
zu den Erfolgen Alexander des Großen beitrug. Heltälrie
die; -, ...jen (aus gleichbed. gr. hetaireia): [alt]grieeh.
(meist geheime) polit. Verbindung; Hetärie der Befreun
deten: griech. Geheimbund zur Befreiung von den Türken
heiter.... Heiter... vgl. hetero..., Hetero... Heltelrarchie* die; -, ...ien (zu (hetero..., gr. árchein „herrschen“
u. (2...ie): Fremdherrschaft, heltelro (aus gr. héteros
„der andere; der eine von beiden; von anderer Art“):
Kurzform von (heterosexuell; Ggs. (homo. Heltelro der;
-s, -s: heterosexueller Mann; Ggs. (Homo, heltelro...,
Heltelro..., vor Vokalen gelegentlich heter..., Heter...
(aus gleichbed. gr. héteros; vgl. hetero): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „anders, fremd, ungleich, ver
schieden“, z.B. heterogen, Heterogramm. Heltelrolantilgen das; -s, -e: Antigen, das Antikörperbildung verur
Heteroatom
sacht, durch die nicht nur das î homologe Antigen, son
dern darüber hinaus auch noch einzelne andere Antigene
gebunden werden können. Heltelrolatom das; -s, -e:
Atom, das anstelle eines Kohlenstoffatoms in eine organi
sche Verbindung eingebaut ist, z. B. Stickstoff, Sauerstoff,
Schwefel od. Phosphor. Heltelro aulxinM -s: b-Form
der Indolylessigsäure, wichtigster Wuchsstoff der höhe
ren Pflanzen (Biochem.). he te ro blas tisch* <zu gr.
blastos „Spross, Trieb“): 1. unterschiedlich ausgebildet
(von Jugend- u. Folgeformen von Blättern; Bot.). 2. unter
schiedlich entwickelt (in Bezug auf die Korngröße bei me
tamorphen Gesteinen).
helte|ro|chla|my|de|isch
[...çla...] (zu gr. chlamys, Gen. chlamÿdos „Oberkleid“):
verschieden ausgebildet (von Blüten mit verschiedenarti
gen Blütenhüllblättern, d. h. mit einem Kelch u. andersfar
bigen Kronenblättern; Bot.), heltelrolchrom[...'kro:m]
(zu gr. chröma „Farbe“): andersfarbig. Heltelrolchroma tin [...kro...] das; -s, -e: stärker anfärbbare Zonen der
TChromosomen. He te ro chroimie die; -, ...ien (zu gr.
chröma „Farbe“ u. t2...ie): verschiedene Färbung, z.B.
der Iris der Augen (Biol.). He te ro chro mo som das;
-s, -en: geschlechtsbestimmendes ÎChromosom. Helterolchyllie [...çy...] die; - (zu ÎChylus u. 12...ie> : wechseln
der Salzsäuregehalt des Magensaftes (Med.), heltelrocylclisch* [...'tsy:k..., auch ... tsYk...] vgl. heterozyklisch
(2). hete ro dont* (zu gr. odoùs, Gen. odóntos
„Zahn“): 1. mit verschieden gestalteten Zähnen (vom Ge
biss der Säugetiere mit Schneide-, Eck- u. Backenzäh
nen); Ggs. thomodont. 2. Haupt- u. Nebenzähne besit
zend (vom Schalenverschluss mancher Muscheln). He|teroldonltie* die; - (zu t2...ie>: das Ausgestattetsein mit
verschieden gestalteten Zähnen (z.B. beim Gebiss des
Menschen; Biol., Med.); Ggs. THomodontie. heite rodox (aus gleichbed. gr. heterodoxos, eigtl. „von anderer
Meinung“): 1. andersgläubig, von der herrschenden [Kirehen]lehre abweichend. 2. Schachprobleme betreffend,
die nicht den normalen Spielbedingungen entsprechen,
dem Märchenschach (vgl. Fairychess) angehörend. Hete|ro|dolxie die; -, ...ien (aus gr. heterodoxia „verschie
dene, irrige Meinung“): Lehre, die von der offiziellen,
kirchlichen abweicht (Rel.). he te ro dy na misch: un
gleichwertig in Bezug auf die Entwicklungstendenz (von
zwittrigen Blüten, deren weibliche od. männliche Organe
so kräftig entwickelt sind, dass sie äußerlich wie einge
schlechtige Blüten erscheinen; Bot.). Helte|ro|dys|trophie’Æe; -, ...ien: Ernährungsstörung beim Säugling, die
beim Übergang von der Muttermilchernährung auf künst
liche Ernährung auftritt (Med.). helte|ro|fi|nal: durch
einen anderen als den ursprünglichen Zweck bestimmt
(Philos.). heltelrolfon usw. vgl. heterophon usw. heterolgalmeltisch (zu ÎGamet): verschiedengeschlechtige
îGameten bildend (Biol.); Ggs. îhomogametisch. He|terolgalmie die; -, ...ien (zu î...garnie (2)): Ungleichartig
keit der Gatten bei der Partner wahl (z. B. in Bezug auf Al
ter, Gesellschaftsklasse, Konfession; Soziol.); Ggs. îHo
mogamie. heltelroEgen (über mlat. heterogeneus aus
gleichbed. gr. heterogenes): nicht gleichartig im inneren
Aufbau; uneinheitlich, aus Ungleichartigem zusammen
gesetzt; ungleichmäßig aufgebaut; ungleichartig; Ggs.
Îhomogen. Helte|ro|ge|ne|se die; - (zu thetero...):
anormale, gestörte Gewebebildung (Med.). He|te|ro|geniltätrfze; - (zu T ...ität): Ungleichartigkeit, Verschieden
artigkeit, Uneinheitlichkeit im Aufbau, in der Zusammen
setzung. Heltelrolgolnieohe; - (zu T...gonie>: 1. die Ent
stehung aus Andersartigem; Ggs. Î Homogonie (Philos.).
2. das Entstehen von anderen Wirkungen als den ur
sprünglich beabsichtigten, die wiederum neue Motive ver
ursachen können (nach Wundt; Philos.). 3. besondere
Form des ÎGenerationswechsels bei Tieren (z. B. bei Was
556
serflöhen), wobei auf eine sich geschlechtlich fortpflan
zende Generation eine andere, die sich aus unbefruchte
ten Eiern entwickelt, folgt (Biol.). heltelrolgrad (zu /ɑ/.
gradus „Schritt; Stufe“): auf tquantitative Unterschiede
gerichtet (Statistik); Ggs. thomograd. he|te|ro|graf,
auch ...graph (zu t...graf): Î orthografisch verschieden
geschrieben, besonders bei gleichlautender Aussprache
(z.B. viel - fiel; Sprachw.); vgl. ...isch/-. Heltelrolgrafie,aueh ...gralphiedie; - (zu t...grafie): 1. unterschied
liche Schreibung für Wörter mit gleichlautender Ausspra
che (Sprachw.); vgl. heterograf. 2. Verwendung gleicher
Schriftzeichen für unterschiedliche Laute (z. B. c/r im
Deutschen für den Achlaut u. den Ichlaut; Sprachw.). heterografisch, auch ...gralphisch (zu Î...grafisch):
1. die Heterografie betreffend; vgl. ...isch/-. 2. (veraltet)
abweichend, ungewöhnlich geschrieben. Heltelrogramm das; -s, -e (zu t...gramm>: Schreibweise mit an
dersartigen Schriftzeichen (z.B. Zahlzeichen anstelle des
ausgeschriebenen Zahlwortes). Heltelrolhyplnolse
[auch he...] rfze; -, -n: Versenkung in tHypnose durch
Fremde; Ggs. Î Autohypnose. heltelrolkarp (zu
T...karp): Heterokarpie aufweisend; vgl. ...isch/-. Helterolkarlpie die; - (zu t...karpie): das Auftreten verschie
den gestalteter Früchte bei einem Pflanzenindividuum
(Bot.). he|te|ro|kar|pisch: svw. heterokarp; vgl.
...isch/-. heltelrolklin* (aus gr. heteroklines „sich nach
verschiedenen Seiten wendend“): sich durch Fremdbe
stäubung fortpflanzend (von Pflanzen; Bot.). Heltelroklilsie* die; - (zu thetero..., gr. klisis „Beugung“ u.
T 2...ie): Î Deklination (1) eines Î Substantivs mit wechseln
den Stämmen (z.B. griech. hepar, Gen. hepatos „Leber“;
Sprachw.). helteroklitisch* (zu gr. heteröklitos „von
verschiedener Beugung“): in den Deklinationsformen
verschiedene Stämme aufweisend (von Substantiven;
Sprachw.). He|telro|kli|ton‘i/a5;-s, ...ta (ausgr. heterökliton „verschieden gebeugtes (Wort)“, substantiviertes
Neutrum von heteröklitos, vgl. heteroklitisch): Nomen,
das eine, mehrere od. alle Kasusformen nach mindestens
zwei verschiedenen Deklinationstypen bildet od. bei dem
sich verschiedene Stammformen zu einem Paradigma er
gänzen, z.B. der Staat, des Staates (stark), die Staaten
(schwach); vgl. Heteroklisie (Sprachw.). He|te|ro|ko|tyliezZze; - (zu Î hetero..., gr. kotÿlê „Höhlung, das Hohle“ u.
t2...ie): Einkeimblättrigkeit bei Pflanzen (durch Rückbil
dung des zweiten Keimblattes; Bot.); Ggs. tSynkotylie.
Heltelrollallie die; -, ...ien (zu gr. laletn „sprechen;
schwatzen“ u. T2...ie): (veraltet) unrichtiges Sprechen,
häufiges Sichversprechen. he te ro log (zu T2...Iog>: ab
weichend, nicht übereinstimmend, artfremd (Med.); heterologe Insemination: künstliche Befruchtung mit nicht
vom Ehemann stammendem Samen; Ggs. Îhomologe In
semination. He|te|ro|lo|gie die; - (zu t2...ie): krankhafte
Abweichung von der Norm (Med.). He|te|ro|ly Ise die; -,
-n (zu t...lyse>: 1. Spaltung einer Atombildung in zwei ent
gegengesetzt geladene Ionen (Chem.). 2. Zellzerfall u. Ab
bau organischer Substanz in einem Organismus, hervor
gerufen durch körperfremde Substanzen (Med.). Heltero ly sin das; -s, -e (meist Plur.): ÎLysin, das artfremde
Zellen aufzulösen vermag (Med.), heltelrolmer (zu
î ...mer): verschieden gegliedert (von Blüten, in deren ver
schiedenen Blattkreisen die Zahl der Glieder wechselt;
Bot.); Ggs. Îisomer. He|te|ro|me|rie die; - (zu î...merie): unterschiedliche Gliederung in Bezug auf die Blatt
kreise einer Blüte, die alle unterschiedlich viele Glieder
aufweisen (Bot.). he|te|ro|me|sisch (zu gr. mésos „mit
ten“): in verschiedenen 'Medien (3) gebildet (von Ge
stein; Geol.); Ggs. tisomesisch. He telro me ta bollie
die; -, ...ien: schrittweise Î Metamorphose bei Insekten oh
ne Puppenstadium. He|te|ro|me|trie* die; -, ...ien (zu
557
t...metrie>: mengenmäßige Störung einer Gewebsent
wicklung, Unterform der THeterogenese (Med.), heltero morph <aus gleichbed. gr. heterómorphos); anders-,
verschiedengestaltig, auf andere od. verschiedene Weise
gebildet, gestaltet (Chem., Phys.). Heltelrolmorlphie
die; - (zu thetero... u. Î...morphie): 1. Eigenschaft man
cher Stoffe, verschiedene Kristallformen zu bilden
(Chem.). 2. das Auftreten heteromorpher Lebewesen in
nerhalb einer Art : a) bei einem Tierstock (z. B. Fress-, Ge
schlechts- u. Schwimmpolypen bei Nesseltieren) ; b) bei ei
nem Tierstaat (z. B. Königin, Arbeiterin, Soldat bei Amei
sen); c) im tGenerationswechsel (Biol.). Heltelrolmorphismus der; - (zu t,,,ismus (2)>; svw. Heteromorphie.
He telro mor phop sie' die; -, ...ien (zu t...opsie>:
Wahrnehmungsstörung, bei der ein Gegenstand von je
dem Auge anders wahrgenommen wird (Med.). Heltelromor pholse die; -, -n: Form der TRegeneration, bei der
anstelle eines verloren gegangenen Organs ein anderes
Organ gebildet wird (z. B. ein Fühler anstelle eines Augen
stiels bei Zehnfußkrebsen; Biol.). heltelrolnom (zu
T‘...nom): 1. fremdgesetzlich, von fremden Gesetzen ab
hängend (Philos.). 2. ungleichwertig (von den einzelnen
Abschnitten bei Gliedertieren, z.B. bei Insekten; Zool.);
Ggs. Thomonom. He te ro no mie die; - (zu t‘...nomie):
1. Fremdgesetzlichkeit, von außen her bezogene Gesetz
gebung. 2. Abhängigkeit von anderer als der eigenen sittl.
Gesetzlichkeit; Ggs. Î Autonomie (2; Philos.). 3. Un
gleichwertigkeit, Ungleichartigkeit (z.B. der einzelnen
Abschnitte bei Gliedertieren; Zool.); Ggs. ÎHomonomie.
heltelrolnym* (aus gr. heterönymos „mit einem anderen
Namen“): die Heteronymie (1, 2) betreffend. Heltelronym* das; -s, -e: 1. Wort, das von einer anderen Wurzel
(einem anderen Stamm) gebildet ist als das Wort, mit dem
es (sachlich) eng zusammengehört, z.B. Schwester; Bru
der im Gegensatz zu griech. adelphê „Schwester“: adelphós „Bruder“ ; vgl. Heteronymie ( 1 ). 2. Wort, das in einer
anderen Sprache, Mundart od. einem anderen Sprachsys
tem dasselbe bedeutet (z. B. dt. Bruder/franz. frère, südd.
Samstag/norAA. Sonnabend). He|te|ro|ny|mie* zfe; (aus gr. heterönymia „ein anderer Name, verschiedene
Benennung“): 1. Bildung sachlich zusammengehörender
Wörter von verschiedenen Wurzeln (Stämmen). 2. das
Vorhandensein mehrerer Wörter aus verschiedenen Spra
chen, Mundarten od. Sprachsystemen bei gleicher Bedeu
tung. heltelroiphag (zu thetero... u. t...phag): 1. sowohl
pflanzliche als auch tierische Nahrung fressend (von Tie
ren; Biol.). 2. auf verschiedenen Wirtstieren od. Pflanzen
schmarotzend (von Parasiten; Biol.); Ggs. thomophag.
He te roiphe mie die; - (zugr. phêmë „Wort, Sprache“,
eigtl. „Offenbarung“, u. T2...ie>: svw. Paraphasie. Helterolpholbie <ZZe; -, ...ien (zu î...phobie (b)>: 1. ausgeprägte
Abneigung gegen das andere Geschlecht (Psychol.). 2.
ausgeprägte Abneigung gegen alles, was anders als man
selbst geartet ist, was von der [gesellschaftlichen] Norm
abweicht (z.B. gegen Homosexualität; Soziol., Psychol.),
heltelrolphon, auch ...fon (aus gr. heteröphönos „ver
schiedenstimmig“): 1. im Charakter der Heterophonie
(Mus.). 2. verschieden lautend, besonders bei gleicher
Schreibung (z.B. Rentier [rɛn'tie:] = Rentner gegenüber
Rentier ['rɛnti:n] = Ren; Sprachw.). He|te|ro|pholnie,
auch ...fonie die; - (aus gr. heterophönia „Verschiedenheit
des Tones, der Stimme“): auf der Grundlage eines be
stimmten ÎThemas Î improvisiertes Zusammenspiel von
zwei od. mehreren Stimmen, die tonlich u. rhythmisch völ
lig selbstständig spontan durch bestimmte Verzierungen
vom Thema abweichen (Mus.); Ggs. TUnisono. Helterolpholrie die; - (zu Thetero..., gr. phorem, phérein „tra
gen, bringen“ u. T2...ie>: Neigung zum Schielen infolge ei
ner Veränderung in der Spannung der Augenmuskeln
Heterostylie
(Med.). Heltelrophlthallmie* die; -, ...ien (zu gr. ophthalmös „Auge“ u. t2...ie): svw. Heterochromie. Heltero phylllie
- (zu gr. phÿllon „Blatt“ u. t2...ie): das
Auftreten verschieden gestalteter Laubblätter bei einem
Pflanzenindividuum (Bot.). helte|ro|pisch* (zugr. ópsis
„das Aussehen, Erscheinung“): in verschiedener TFazies
vorkommend (von Gestein; Geol.); Ggs. Tisopisch. Hete roipla sie* die; -, ...ien (zugr. plásis „Bildung, Form"
u. t2...ie>: Neubildung von Geweben von anderer Beschaf
fenheit als der des Ursprungsgewebes, bes. bei bösartigen
Tumoren (Med.). Heltelrolplasltik die; -, -en: Über
pflanzung von artfremdem (tierischem) Gewebe auf den
Menschen (Med.); Ggs. tHomöoplastik. he|te|ro|ploid* (zu gr. -pióos „-fach“ u. t2...id (Analogiebildung zu
Îdiploid)): abweichend (von Zellen, deren Chromoso
menzahl von der einer normalen, Î diploiden Zelle ab
weicht; Biol.). He|te|ro|plo|i|die* die; - (zu T2...ie): das
Auftreten von heteroploiden Zellen (Biol.). heltelrolpolar: entgegengesetzt elektrisch geladen; heteropoiare Bin
dung: Zusammenhalt zweier Molekülteile durch entge
gengesetzte elektr. Ladung (Anziehung) beider Teile
(Phys.). He|te|rpplte|ra* die (Plur.) u. He te rop teren* die (Plur.) - (zu gr. pterón „die Feder, der Flügel“):
wissenschaftlicher Name der Wanzen (Zool.). Heltelrorhilzie die: - (zu gr. rhlza „Wurzel“ u. t2...ie): Verschiedenwurzeligkeit, das Auftreten verschiedenartiger Wur
zeln mit verschiedenen Funktionen an einer Pflanze
(Bot.). Heltelrolse vgl. Heterosis. He|te|ro|se|mie die;
-, ...ien (zugr. sema „Zeichen, Merkmal“ u. T2...ie>: abwei
chende, unterschiedliche Bedeutung des gleichen Wortes
in verschiedenen Sprachsystemen (z.B. bedeutet schnud
delig im Obersächsischen unsauber, im Berlinischen
lecker; Sprachw.). He|telro|selxu|a|li|tät [auch hs...]
die; -: das sich auf das andere Geschlecht richtende
Geschlechtsempfinden; Ggs. T Homosexualität (Med.).
he|te|ro|se|xu|ell [auch he...]: geschlechtlich auf das
andere Geschlecht bezogen; Ggs. Thomosexuell (Med.).
Heltelrolsis u. Heterose die; - (aus gr. hetérôsis „Verän
derung“): das Auftreten einer im Vergleich zur Elternge
neration [in bestimmten Merkmalen] leistungsstärkeren
tFilialgeneration (Biol.). Heltelrolsislef ifekt der; -[e]s:
nach Kreuzungen auftretende besondere Wüchsigkeit der
Hybriden (zur Ertragssteigerung angewendet; Biol.). Hetelrolsit [auch ..,'zit] der; -s, -e (zu T2...it): ein rötliches
Mineral. He|te|ro|skeldas|ti|zi|tät* die; -, -en (zu gr.
skedastikós „zum Zerstreuen gehörend“ u. T...izität): sig
nifikante Ungleichheit in der Streuung der Ergebnisse von
Stichproben in Bezug auf die einer Erhebung zugrunde
liegende statistische Gesamtheit (Statistik). Heltelrosmie* die; -, ...ien (zu Thetero..., gr. osmê „Geruch(ssinn)“
u. T2...ie): eine Störung des Geruchssinns, bei der be
stimmte Gerüche qualitativ abweichend empfunden wer
den (Med.). Heltelrolsom das; -s, -en (zu gr. soma „Leib,
Körper“): svw. Heterochromosom. Heltelrolspeijmie
die; - (zu gr. spérma „Samen“ u. î2...ie>: verschiedenartige
Samenausbildung bei derselben Art (z.B. bei Schnecken;
Biol.). He|te|ro|sphä|re* die; -: der obere Bereich der
T Atmosphäre (1 b; etwa ab 120 km Höhe); Ggs. THomosphäre. Heltelrolspolren die (Plur.): der Größe u. dem
Geschlecht nach ungleich differenzierte Sporen (Biol.).
Heltelrolspolrie* die; - (zu T2...ie>: Ausbildung von He
terosporen (Biol.). He|te|ro|ste|reoltyp* das; -s, -e
(meist Plur.) (zu thetero...): Vorstellung, Vorurteil, das
Mitglieder einer Gruppe od. Gemeinschaft von anderen
Gruppen besitzen; vgl. Autostereotyp (Soziol.). helterosltyl* (zu gr. stylos, eigtl. „Schreibgriffel“): verschiede
ne Blütentypen auf Pflanzenindividuen derselben Art auf
weisend, verschiedengriffeiig (Bot.); Ggs. t homostyl. Hete|ros|ty|li_e* die; - (zuT2...ie): das Vorkommen mehrerer
H
558
heterosyllabisch
Blütentypen auf verschiedenen Pflanzenindividuen der
selben Art, Verschiedengriffeligkeit (Bot.); Ggs. tHomostylie. he te ro sylla bisch: zu unterschiedlichen Silben
gehörig (von Lauten; Sprachw.); Ggs. Thomosyllabisch.
Heterotaxie die; -, ...ien (zu gr. taxis „Ordnung“ u.
î2...ie>: spiegelbildliche Umlagerung der Eingeweide im
Bauch (Med.). He|te|rolte|le|o|lo|gie die; Unterord
nung unter fremde, durch anderes bestimmte Zwecke
(Philos.). He|te|ro|te|lie die; - (zu gr. télos „Ende;
Zweck, Ziel“ u. t2...ie>: svw. Heteroteleologie, heltelrotherm (zu 1...therm): wechselwarm, die eigene Körper
temperatur der Temperatur der Umgebung angleichend
(von Kriechtieren; Biol.). He|te|ro|to|nie die; -, ...ien
(zu gr. tonos „das Spannen, Spannung“ u. T2...ie): ständi
ges Schwanken des Blutdrucks zwischen normalen u. er
höhten Werten (Med.), heltelroltop (zu gr. topos „Ort,
Stelle“): an atypischer Stelle, am falschen Ort vorkom
mend od. entstehend (Med.); vgl. ...isch/-. Heltelroltopie die; -, ...ien (zu t2...ie) : Entstehung von Geweben am
falschen Ort (z.B. von Knorpelgeweben im Hoden;
Med.), heltelroltolpisch: in verschiedenen Räumen ge
bildet (von Gestein; Geol.); vgl. ...isch/-; Ggs. Îisoto
pisch. Helte|ro|translplan|ta|ti|on [auch 'hɛ...] die; -,
-en: svw. Heteroplastik, heltelro Itrop* (zu î...trop): svw.
anisotrop, heltelroltroph* (zu T...troph): in der Ernäh
rung auf Körpersubstanz od. Stoffwechselprodukte ande
rer Organismen angewiesen (Biol.); Ggs. Îautotroph. Hete|ro|tro|phi_e* ¿Ze; - (zu T...trophie): Ernährungsweise
durch Aufnahme organischer Nahrung (Biol.). Heltelrovaklzin [...v...] das; -s, -e (meist Plur.): svw. Heterovakzi
ne. Heltelro|vak|zi|ne die; -, -n (meist Plur.): Impfstoff,
der aus anderen Krankheitserregern hergestellt wurde als
aus denen, die die Krankheit verursachten, zu deren Be
handlung der Impfstoff angewandt wird (Med.), helterolzerk (zu gr. kérkos „Schwanz“): ungleich ausgebildet
(von der Schwanzflosse bei Haien u. Stören; Biol.). Heteɪro zelte sis ¿Ze; - (zu gr. zëtësis „das Nachforschen;
Erwägung, (geistige) Erforschung“): 1. falsche Beweisfüh
rung mit beweisfremden Argumenten. 2. verfängliche
Frage mit verschiedenen Antwortmöglichkeiten. Helterö\zie* die; - (zu gr. oikia „Haus“): Getrenntgeschlechtigkeit, Zweihäusigkeit (Biol.). he|te|rö|zisch*: zweihäusig
(in Bezug auf Pflanzen, bei denen sich männliche u. weib
liche Blüten auf verschiedenen Individuen befinden), diözisch (Biol.): heterözische Parasiten: Schmarotzer, die ei
ne Entwicklung auf verschiedenen Wirtsorganismen
durchmachen; Ggs. Tautözisch. he te ro zön (zu gr. koinös „gemeinsam“): in verschiedenen Lebensräumen auf
wachsend (von Lebewesen, z.B. dem Frosch; Biol.). heterozygot (zu gr. zygötös „verbunden; vgl. Zygote):
mischerbig, ungleicherbig (in Bezug auf die Erbanlagen
von Eizellen od. Individuen, die durch Artkreuzung ent
standen sind; z.B. rosa Blüte, entstanden aus einer roten
u. einer weißen; Biol.); Ggs. Thomozygot. HeTerozygo tie die; - (zu î2...ie): Mischerbigkeit, Ungleicherbig
keit einer befruchteten Eizelle od. eines Individuums, das
durch Artkreuzung entstanden ist (Biol.); Ggs. tHomozygotie. He te ro zy klen’ [auch ,.,'tSYk...] die (Plur.): in
der Technik übliche Bez. für heterozyklische Verbindung
(Chem.). heltero!zyklisch* [auch ..,'tSYk...]: 1. ver
schiedenquirlig (von Blüten, deren Blattkreise unter
schiedlich viele Blätter enthalten; Bot.). 2. chem. fachspr.
heterocyclisch [auch ..,'tSYk...]: im Kohlenstoffring auch
andere Atome enthaltend (Chem.)
Helthiltollolge der; -n, -n (nach dem indogerman. Volk
der Hethiter (etwa 1700-1200 v. Chr.)u. zu t,,,loge): Wis
senschaftler auf dem Gebiet der Hethitologie. Helthiltololgie die; - (zu t...logie): Wissenschaft von den Hethi
tern u. den Sprachen u. Kulturen des alten Kleinasiens
der; -s, Plur. -e, auch -s (aus gleichbed. poln.
(slaw.) hetman, Herkunft ungeklärt): 1. Oberhaupt der
Kosaken. 2. in Polen (bis 1792) vom König eingesetzter
Oberbefehlshaber
Hetltange [ɛ'taʒ] u. Hetltanlgien [ɛta'ʒjɛ] das; -[s] (fr.;
nach dem Ort Hettange in Lothringen): eine Stufe des Li
as (Geol.)
Heullanldit [auch ... dit] ¿er; -s, -e (nach dem engl. Mine
raliensammler H. Heuland (1777-1856) u. zu t2...it): zur
Gruppe der Î Zeolithe gehörendes durchscheinendes,
farbloses Mineral
heulrelka (aus gr. heureka „ich habe (es) gefunden“, 1.
Pers. Sing. Perf. von heuriskein „finden, entdecken“,
nach dem angebl. Ausruf des griech. Mathematikers Ar
chimedes (um 285-212 v. Chr.) bei der Entdeckung des hy
drostatischen Grundgesetzes, d.h. des Auftriebs)): freu
diger Ausruf bei Lösung eines schweren Problems. Heuris|tik¿Ze; - (zu gr. heuriskein (vgl. heureka!) u. T ...istik):
Lehre, Wissenschaft von den Verfahren, Probleme zu lö
sen; methodische Anleitung, Anweisung zur Gewinnung
neuer Erkenntnisse, heulrisltisch (zu t...istisch>: die
Heuristik betreffend; heuristisches Prinzip: Arbeitshypo
these als Hilfsmittel der Forschung; vorläufige Annahme
zum Zweck des besseren Verständnisses eines Sachver
halts
Helvea ['he:vea] die; -, Plur. ...veae [,,,veɛ] u. ...veen (nlat.;
aus einer südamerik. Indianersprache): tropischer Baum,
aus dem Kautschuk gewonnen wird (Bot.)
hex.... Hex... vgl. hexa..., Hexa... helxa,... He xa..., vor
Vokalen oft hex..., Hex... (aus gleichbed. gr. héx): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „sechs“, z.B. hexa
gonal, Hexameter. Helxalchlorläthan, chem. fachspr.
Hexachlorethan das; -s: eine Chlorkohlenwasserstoffver
bindung, die u.a. zur Herstellung von Nebelmunition u.
als Zusatz zu Mottenpulver verwendet wird. Helxachlorzyklohexan*, chem. fachspr. Hexachlorcyclo
hexan das; -s: eine Chlorkohlenwasserstoffverbindung,
die besonders als Insektenbekämpfungsmittel verwendet
wird. Helxalchord [...'kort] der od. das; -[e]s, -e (zu Zai.
hexachordos „sechssaitig, -stimmig“, dies aus gr. hexächordos): Aufeinanderfolge von sechs Tönen der Î diato
nischen Tonleiter (nach G. v. Arezzo als Grundlage der
îSolmisation benutzt; Mus.), helxaldakltyl (aus gleich
bed. gr. hexadäktylos): sechs Finger bzw. Zehen an einer
Hand bzw. an einem Fuß aufweisend (Med.). Helxadak ty lie die; - (zu î2...ie): Missbildung der Hand bzw.
des Fußes mit sechs Fingern bzw. Zehen (Med.). Heixadelzilmalsysltem das; -s, -e (zu Thexa...): Zahlensys
tem mit der Grundzahl 16 (EDV; Math.), helxaldisch
(zu gr. hexäs, Gen. hexädos „die Zahl Sechs“): auf der
Zahl Sechs als Grundzahl aufbauend (Math.). Helxaeder das; -s, - (aus gleichbed. gr. hexáedron): Sechs
flächner, Würfel, helxaleldrisch*: sechsflächig. Hexaemelron das; -s (über lat. hexaemeron aus gleichbed.
gr. hexaemeron, eigtl. „das Sechstägige“, zu hexaëmeros
„sechstägig“): Sechstagewerk der Schöpfung (1. Mose,
Iff.); vgl. Hexameron. Heixagon das; -s, -e (über lat.
hexagonum aus gleichbed. gr. hexägönon): Sechseck, hexagonal (zu gr. hexágonos „sechseckig“ u. T'...al (l)):
sechseckig. Helxalgramm das; -s, -e (zu Thexa... u.
t...gramm): sechsstrahliger Stern aus zwei gekreuzten
gleichseitigen Dreiecken; Sechsstern (Davidsstern der
Juden). Helxalhyldrit* [auch ,,,'drɪt] der; -s, -e (zu gr.
hydör „Wasser“ u. T2...it): ein weißes Mineral von perl
mutterartigem Glanz. He|xa|kis|ok|taleder das; -s, (aus gr hexákis „sechsmal“ u. TOktaeder): Achtundvierzigflächner, von 48 ungleichseitigen Î kongruenten Drei
ecksflächen begrenzter Kristall. He|xa|kislte|tra|eder*
das; -s, -: Vierundzwanzigflächner, von 24 ungleichHetlman
559
seitigen kongruenten Dreiecksflächen begrenzter Kris
tall. helxalmer (aus gleichbed. gr. hexameres): sechstei
lig, sechszählig (z.B. von Blüten). Hexalmelron das;
-s, -s (zu gr. héx hëmerôn „der sechs Tage“ (Analogie
bildung zu tDekameron)): Titel für Sammlungen von
Novellen, die an sechs Tagen erzählt werden; vgl. He
xaemeron, Dekameron u. Heptameron. Hexalmelter
der; -s, - (aus gleichbed. lat. hexameter zu gr. hexá
metros, vgl. hexametrisch): aus sechs T Versfüßen
(meist Î Daktylen) bestehender epischer Vers (letzter
Versfuß um eine Silbe gekürzt). he|xa|me|trisch* (aus
gleichbed. gr. hexámetros): in Hexametern verfasst, auf
den Hexameter bezüglich. Helxalmin* das; -s (zu Thexa... u. TAmin): ein hochexplosiver Sprengstoff. Helxan
das; -s, -e (zu T...an): zu den (Alkanen gehörender Koh
lenwasserstoff mit sechs Kohlenstoffatomen, der sich
leicht verflüchtigt (Bestandteil des Benzins u. des Petro
leums; Chem.). hexanigullar (zu lat. angularis „wink
lig, eckig“): sechswinklig. Helxalpla* die; - (zu gr. hexaplásios „sechsfach“): Ausgabe des Alten Testaments mit
hebr. Text, griech. Umschrift u. vier griech. Übersetzun
gen in sechs Spalten, helxalplolid* (zu gr. hexaplóos
„sechsfältig“ u. t2...id): sechszählig; einen sechsfachen
Chromosomensatz habend (von Zellen; Biol.). Helxaplolildie* [...ploi...] die: - (zu T2...ie>: das Vorhandensein
von sechs Î haploiden Chromosomensätzen in Zellen
(Biol.). Helxalpglde der; -n, -n (meist Plur.) (zu gr. hexápous, Gen. hexápodos „sechsfüßig“): Sechsfüßer; In
sekt. He|xa|po|lis die; - (aus gr. hexápolis „Sechsstadt,
Sechsstädtebund"): Bez. für altgriech. Städtebünde. Hexastilchon* [...çon] das; -s, ...chen (zu gr. hexástichos
„aus sechs Reihen, Versen bestehend“): Versgruppe od.
Strophe aus sechs Verszeilen. Helxasltyllos* der: -,
...stylen (zu gr. hexástylos „mit sechs Säulen“): Tempel
mit sechs Säulen [an der Vorderfront], Helxalteuch der;
-s (zu Thexa... u. gr. teüchos „Buch(rolle)“ (Analogiebil
dung zu tPentateuch)): die ersten sechs Bücher des Alten
Testaments (1. bis 5. Buch Mose, Buch Josua); vgl. Pen
tateuch. Helxen das; -s, -e (meist Plur.) (zu T...en): zu
den Î Alkenen gehörender Kohlenwasserstoff mit sechs
Kohlenstoffatomen im Molekül (Chem.). Helxin das; -s,
-e (meist Plur.) (zu t...in (1)): zu den tAlkinen gehören
der Kohlenwasserstoff mit sechs Kohlenstoffatomen im
Molekül (Chem.)
Helxis die; - (aus gleichbed. gr. héxis): das Haben, Beschaf
fenheit, Zustand (z. B. bei Aristoteles die Tugend als Hexis
der Seele; Philos.)
Helxjt [auch ...'ksit] der; -s, -e (zu gr. héx „sechs" (vgl. he
xa...) u. î4...it): sechswertiger, der Hexose verwandter Al
kohol (Chem.). Helxoide* die; -, -n (zu î’...ode): Elektro
nenröhre mit sechs Elektroden. Helxolgen das; -s (zu
t...gen): ein explosiver Sprengstoff. He|xo|ki|na|se die;
-, -n (Kurzw. aus t Hexose u. 1 Kinase): Enzym, das den
Abbau der Dextroseeinheiten (vgl. Dextrose) im ÎGlyko
gen einleitet (Biol.). Helxolsan das; -s, -e (meist Plur.)
(zu Thexa... u. t...an): zelluloseähnlicher, zu den T Hemizellulosen gehörender îPolysaccharid. Helxolse die; -, -n
(zu t2...ose): T Monosaccharid mit sechs Kohlenstoffato
men im Molekül (Chem.). Helxyl das; -s (zu T...yl): svw.
Hexamin
Hi lat der; -s, -e (verkürzt aus T Hiatus): svw. Hiatus, hilatal (zu THiatus u. t‘...al (1)>: einen Hiatus(l) bildend
(Med.). Hilaltus der; -, - [...tu:s] (aus gleichbed. lat. hia
tus, eigtl. „Kluft, Schlund“): 1. Öffnung, Spalt in Kno
chen od. Muskeln (Med.). 2. a) das Aufeinanderfolgen
zweier Vokale in der Fuge zwischen zwei Wörtern, z.B.
sagte er (Sprachw.); b) das Aufeinanderfolgen zweier ver
schiedenen Silben angehörender Vokale im Wortinnern,
z.B. Kooperation (Sprachw.). 3. zeitliche Lücke bei der
Hidschra
TSedimentation eines Gesteins (Geol.). Hilaltuslherlnie
[...ia] die; -, -n: Zwerchfellbruch (Med.)
Hilalwaltha [engl. Ausspr. haiə'wɔθə] der; -[s], -s (nach ei
nem sagenhaften nordamerik. Indianerhäuptling): Gesell
schaftstanz in den 1920er-Jahren
Hi ba chi [...tjï] der; -s, -s (aus gleichbed. jap. hi-bachi,
eigtl. „Feuerbecken“): Kohlebecken zum Wärmen der
Hände u. zum Kochen des Teewassers
Hilberlnalkel das; -s, -[n] (meist Plur.) (aus lat. hibernacu
lum „Winterquartier“): im Herbst gebildete Überwinte
rungsknospen zahlreicher Wasserpflanzen (Bot.), hilbernal (aus gleichbed. lat. hibernalis): winterlich; den Win
ter, die Wintermonate betreffend. Hilberlnaltilgn die; -,
-en (aus lat. hibernatio „das Überwintern“ zu hibernare
„überwintern“): 1. Winterschlaf (Biol.) 2. künstl. herbei
geführter Tiefschlaf (als Narkoseergänzung od. Heil
schlaf; Med.); vgl. ...ation/...ierung. hilberlnilsielren
(zu T...isieren>: in einen künstlichen Tiefschlaf versetzen
(Med.). Hilberlnilsielrung die; -, -en (zu T...isierung):
svw. Hibernation; vgl. ...ation/.,.ierung. Hilbernom das;
-s (zu T...om): gutartige Fettgeschwulst (der tierischen
Winterschlafdrüse entsprechend; Med.)
Hilbislkus der; -, ...ken (aus gleichbed. lat. hibiscus): Ei
bisch; Malvengewächs, das viele Arten von Ziersträu
chern u. Sommerblumen aufweist
hic et nunc ['hi:k ɛt 'noŋk] (lat. ; „hier und jetzt“): sofort,
im Augenblick, augenblicklich, ohne Aufschub, auf der
Stelle (in Bezug auf etwas, was getan werden bzw. gesche
hen soll oder ausgeführt wird)
’Hilckolry [.. .ri, auch 'hɪkərɪ] der; -s, -s, auch die; -, -s (aus
gleichbed. engl.-amerik. hickory, kurz für pokahickory,
dies aus iridian. (Algonkin) pawcohiccora „Brei aus zer
stampften Nüssen des Hickorybaums“): nordamerik.
Walnussbaum mit glatten, essbaren Nüssen u. wertvollem
Holz. 2Hi|cko|ry das; -s (zu t‘Hickory): Holz des Hicko
rybaumes
hic Rholdus, hic sallta ['hi:k - 'hi:k -] (lat.; „Hier ist Rho
dos, hier springe!“; nach einer Äsopfabel): hier gilt es;
hier zeige, was du kannst
'Hildallgo der; -s, -s (aus gleichbed. span, hidalgo, eigtl.
„Sohn von etwas, Sohn des Vermögens“, zu hijo „Sohn“
u. algo „etwas“): Mitglied des niederen iberischen Adels.
2Hi|dal|go der; -[s], -[s] (zu Î’Hidalgo): mexikan. Gold
münze
Hidldelnit [auch ...nit] der; -s, -e (nach dem amerik. Mine
ralogen W. H. Hidden (f 1918) u. zu t2...it>: smaragdgrün
od. gelb gefärbtes Mineral, ein Schmuckstein
hildr...*, Hildr... vgl. hidro..., Hidro... Hildraldelniltis u.
Hidro[s]adenitis die; -, ...itiden (zu Thidro..., gr. adên,
Gen. adénos „Drüse“ u. t,,,itis): Entzündung einer
Schweißdrüse (Med.). Hildraldelnom das; -s, -e: meist
gutartige Schweißdrüsengeschwulst (Med.), hildro..., Hi
dro..., vor Vokalen meist hidr..., Hidr... (aus gleichbed.
gr. hidrös): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Schweiß“, z.B. Hidradenitis, Hidrozysten. Hildroa die
(Plur.) (zu gr. hidrös „Schweiß“): Schwitzbläschen, Licht
pocken (Med.). Hi|dro|[s]ade|ni|tis vgl. Hidradenitis.
Hildrglse rfie; - (zu Thidro... u. T’...ose): 1. Schweißbil
dung u. -ausscheidung. 2. Erkrankung der Haut infolge
krankhafter Schweißabsonderung (Med.). Hildrglsis die;
- (aus gr. hidrösis „das Schwitzen“): svw. Hidrose. Hidrolti kum das; -s, ...ka (zu gr. hidrös, Gen. hidrötos
„Schweiß“ u. Î ...ikum); schweißtreibendes Mittel (Med.),
hildroltisch (aus gleichbed. gr. hidrötikös): schweißtrei
bend (Med.). Hi|dro|zys|ten die (Plur.): blasenartige Er
weiterungen von Schweißdrüsen (Med.)
Hidlschan* [,,,dʒ...] das; -s, -s (aus gleichbed. arab. higän):
[weißes] Reitkamel
Hidlschra* vgl. Hedschra
Hiduminium
560
rolmanltie die; - (aus gleichbed. gr. hieromantia): Weis
das; -s (Kunstw.): eine Aluminiumlegie
sagung aus Opfern, hilelrolmanltisch: die Î Hieromanrung für hochbeanspruchte Rennmotorenkolben
tie betreffend, auf ihr beruhend. Hi|e|ro|mo|nalchos
hilelmal [hie'ma:l] (aus gleichbed. lat. hiemalis zu hiems
[...xos] der; -, ...choi [...xny] (aus gleichbed. mgr. hieromó„Winter“): svw. hibernal
nachos zu thiero... u. gr. monachós „Einsiedler, Mönch“):
Hilenlfong-Eslsenz® [hiɛn'fɔŋ...] die; - (zu chin.
zum Priester geweihter Mönch in der orthodoxen Kirche.
hi(e)nfon(g) u. ÎEssenz): kampferhaltiges, alkoholisches
Hilelrolnym* das; -s, -e (zu thiero... u. gr. ónyma „Na
Hausmittel (Auszug aus Lorbeerblättern mit ätherischen
me“): heiliger Name, der jmdm. beim Eintritt in eine
Ölen)
Kultgemeinschaft gegeben wird. Hi|e|ro|nylmie* die; hiler..., Hiler... [hier...] vgl. hiero..., Hiero... Hilelrarch*
(zu t2...ie): Namenswechsel beim Eintritt in eine Kultge
[hier..., auch hir...] der; -en, -en (aus gleichbed. gr. hierármeinschaft. Hi|e|ro|ny|mit* der; -en, -en (nach dem hei
chês): oberster Priester im antiken Griechenland. Hi eligen Hieronymus (347-419/420) u. zu t3...it): Einsiedler,
rarlchie* die; -, ...ien (ausgr. hierarchia „Amt des obers
Mitglied einer der verschiedenen Eremitenkongregatio
ten Priesters“): 1. [pyramidenförmige] Rangordnung,
nen. Hilelrolphant der; -en, -en (über lat. hierophantes
Rangfolge, Über- u. Unterordnungsverhältnisse. 2. Ge
aus gleichbed. gr. hierophántés): Oberpriester u. Lehrer
samtheit derer, die in der kirchlichen Rangordnung
der heiligen Bräuche, bes. in den t Eleusinischen Myste
stehen. Hi|e|rar|chie|sys|tem* das; -s, -e: Struktur ei
rien. Hi|e|ro|sko|pie* rfie; - (zu hiero... u. t...skopie):
nes Mehrrechnersystems (EDV). hi|e|rar|chisch* (aus
svw. Hieromantie. Hilelrolthek die; -, -en (zu gr. thêkê
gleichbed. gr. hierarchikós) : 1. einer pyramidenförmigen
„Behälter, Lade“): (veraltet) Heiligenschrein. Reliquien
Rangordnung entsprechend, in der Art einer Hierarchie
kästchen
streng gegliedert. 2. den Priesterstand u. seine Rangord
nung betreffend, hilelrarlchilsielren* (zu t...isieren): Hi-Fi [haifi, auch 'haɪ'faɪ]: Abk. für High Fidelity, high
[hai] (aus gleichbed. engl.-amerik. high, eigtl. „hoch“, dies
Rangordnungen entwickeln (Soziol.). Hilelraltik [hie...]
aus to be high on „unter dem Einfluss (eines Rauschgifts)
die; - (verkürzt aus gr. hieratikê (téchnê) „heilige
stehen“): (Jargon) in einem rauschhaften Zustand, in be
(Kunst)“): religiös gebundener Kunststil. Hi|e|ra|ti|kon
geisterter Hochstimmung, z. B. nach dem Genuss von
das; -s, ...ka (gr. hieratikön „das Geweihte“): (veraltet)
Heiligtum, Aufenthaltsort der Priester, hilelraltisch
Rauschgift. Highlball [ haɪbɔ:l] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl.-amerik. highball): 1 Longdrink auf der Basis von
(über lat. hieraticus aus gleichbed. gr. hieratikös): pries
Whisky mit zerkleinerten Eisstücken, Zitronenschale u.
terlich, heilige Gebräuche od. Heiligtümer betreffend;
hieratische Schrift: von den Priestern vereinfachte Hiero
anderen Zusätzen. Highlboard [,,,bɔ:d] das; -s, -s (zu
engl. high „hoch“ u. board „Brett, Tisch“): halbhohes
glyphenschrift, die beim Übergang vom Stein zum Papy
rus (als Schreibmaterial) entstand; vgl. demotische
Möbelstück mit Schubfach- u. Vitrinenteil; vgl. Side
board. Highlbrow [...brau] der; -s, -s (aus gleichbed.
Schrift
Hilelraltit [auch ...hit] der; -s, -e (nach dem Fundort, der
engl. highbrow, eigtl. „hohe Stirn“): Intellektueller; jmd.,
Insel Hiera bei Italien, u. zu t2...it>: ein farbloses Mineral
der sich übertrieben intellektuell gibt; vgl. Egghead. High
hilelro..., Hilelro... [hiero...], vor Vokalen meist hier...,
Church ['haɪ 'ʧə:tʃ] die; - - (aus gleichbed. engl. High
Hier... (aus gleichbed. gr. hierös): Wortbildungselement
Church): Hochkirche, Richtung der engl. Staatskirche,
mit der Bedeutung „heilig“, z.B. hierarchisch, Hierodie eine Vertiefung der liturgischen Formen anstrebt; vgl.
gramm. Hi|e|ro|bo|ta|non das; -s, ...na (aus gleichbed.
Broad Church, Low Church. High-Com-Sysltem [haimgr. hierobötanon (biblion), eigtl. „heiliges Kräuterbüch
'kɔm...] das; -s (Kurzw. aus High-Fidelity-Companderlein“, zu gr. botäne „Gras, Kraut“): (veraltet) Erklärung
System; vgl. Kompander): Verfahren zur Rauschunter
u. Beschreibung der in der Bibel genannten Pflanzen. Hidrückung in der Elektroakustik. Highlend... [...'end...]
erodrama das; -s, ...men (zu thiero...): (veraltet)
(aus gleichbed. engl. high end, eigtl. „hohes Ende“): Wort
Schauspiel, das einen biblischen Stoff bearbeitet. 1Hi|ebildungselement mit der Bedeutung „sich im oberen Leisro du le der; -n, -n (über lat. hierodulus aus gleichbed. gr.
tungs- od. Preisbereich befindend“, z.B. Highendverstär
hierödoulos): Tempelsklave des griech. Altertums. 2Hi|eker. High Fi|de|liIty ['haɪ ffdɛlətɪ] die; - - (aus gleichbed.
ro du le die; -, -n (aus gleichbed. gr. hierodoüle): Tempel
engl. high fidelity zu fidelity „Treue, genaue Wiederga
sklavin (des Altertums), die der Gottheit gehörte u. deren
be“): größtmögliche Wiedergabetreue bei elektroakustiDienst u. a. in sakraler Prostitution bestand; bes. im Kult
schen Übertragungssystemen u. Tonträgern. High|fly|er
der Göttinnen Astarte u. Aphrodite. Hi|e|ro|gly|phe
[... flain] der; -s, -, auch High Flylerrfer; - -s, - - (aus engl.
[hiero..., auch hir...] die; -, -n (meist Plur.) (aus gr. hierohigh-flyer, eigtl. „Hochflieger“, zu to fly „fliegen, eilen“):
glyphiká (grámmata) „heilige Schriftzeichen (der alt[neu gegründetes] Unternehmen, das sich sehr schnell u.
ägypt. Bilderschrift)“, vgl. Glypte): Zeichen der altägypt.,
erfolgreich auf dem Markt durchsetzt (Wirtsch.). High
altkret. u. hethit. Bilderschrift. Hilelrolglylphen die
Heels, auch Highlheels ['haihi:ls] die (Plur.) (aus
(Plur.): (iron.) schwer od. nicht lesbare Schriftzeichen.
gleichbed. engl. high heels, eigtl. „hohe Absätze“): Stö
Hi|e|ro|gly|phik die; - (zu 1 Hieroglyphe u. t2...ik (1)):
ckelschuhe. High Imlpact ['haiimpɛkt] der; - -s, - -s (zu
Wissenschaft von den Hieroglyphen. hi|e|ro|gly|phisch
engl. impact „Aufprall, Einschlag“): hoher Grad, große
(aus gleichbed. gr. hieroglyphikös): 1. in der Art der Hie
Belastung, starke Wirkung. Highljalcker ['haidʒɛkn] vgl.
roglyphen. 2. die Hieroglyphen betreffend. HilelroHijacker. High-Key-Stil ['haɪ'ki:...] der; -[e]s (zu engl.
gramm [hiero...] das; -s, -e (zu thiero... u. t...gramm):
high-key „von hoher Intensität“): Stil von Filmaufnahmen
Zeichen einer geheimen altägypt. Priesterschrift, die un
mit überwiegend hellen Tönen. High-Key-Tech|nik die;
gewöhnliche Hieroglyphen aufweist. Hi|e|ro|krat der:
-: fotografische Technik, mit der hell in hell abgestufte Bil
-en, -en (zu t...krat>: 1. Angehöriger der Hierokratie. 2.
der mit nur akzenthaft gesetzten dunkleren Tonwerten u.
Geistlicher, der die Hierokratie anstrebt. Hi|e|ro|kraSchwärzen erzielt werden. High|land|po|ny [...land...]
tie* die; -, ...ien (zu T...kratie): Priesterherrschaft, Regie
das; -s, -s (zu engl. highland „hochländisch, Hochland-“ u.
rung eines Staates durch Priester (z. B. in Tibet vor der
î'Pony): größte britische Berg- u. Moorlandponyrasse
chines. Besetzung). hi|e|ro|kra|tisch*: die Hierokratie
aus dem westlichen Hochland Schottlands. Highllife
betreffend, auf ihr beruhend. Hilelrolmant der; -en, -en
[...laif] das; -[s], auch High Life das; - -[s] (aus gleichbed.
(aus gleichbed. gr. hieromántis): jmd., der aus Opfern
engl. high life, eigtl. „hohes Leben“): 1. exklusives Leben
(bes. geopferten Tieren) weissagt; vgl. Haruspex. Hi|e[neureicher Gesellschaftskreise. 2. Hochstimmung, Aus-
Hildulmilnilum
561
gelassenheit. High light [ haɪlaɪt] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. highlight, eigtl. „helles Lieht“): 1. Höhepunkt,
Glanzpunkt eines [kulturellen] Ereignisses. 2. a) Lichtef
fekt auf Bildern od. Fotografien; b) optische Hervorhe
bung auf dem Bildschirm (EDV), highllighlten [...laitn] :
auf einem Bildschirm optisch hervorheben (z. B. durch
Unterlegen einer Kontrastfarbe; EDV). Highlness
[...ms] die: - (aus engl. highness, eigtl. „Hoheit“): Titel,
der bis zu Heinrich VIII. dem engl. König vorbehalten
war. High Noon [... num] der; - -[s], - -s (aus amerik. high
noon „Mittag“ (nach dem Titel eines Wildwestfilms)):
spannungsgeladene Atmosphäre [wie im Wildwestfilm],
Highlrilser [...raiza] der; ~[s], - (zu amerik. riser „(die
Höhe vergrößerndes) Zwischenstück“, dies zu engl. to
rise „aufragen, höher werden“): Fahrrad od. Moped mit
hohem, geteiltem Lenker u. Sattel mit Rückenlehne.
Highlschool [...sku;l] die; -, -s (aus gleichbed. amerik.
high school): amerik. Bez. für höhere Schule. High Snobiety [- snɔ'baɪətɪ] die; - - (scherzhafte Analogiebildung
zu tHigh Society; vgl. Snob): Gruppe der Gesellschaft,
die durch entsprechende Î snobistische Lebensführung
Anspruch auf Zugehörigkeit zur High Society erhebt.
High Solcilelty [- sə'saɪətɪ] die; - - (aus gleichbed. engl.amerik. high society) : die vornehme Gesellschaft, die obe
ren Zehntausend. High-Speed-Film [hai'spi:d...] der;
-[e]s, -e (zu engl. high-speed „schnell; hochempfindlich“):
Film mit extrem hoher Empfindlichkeit (bes. für Nacht
aufnahmen). High-Speed-Fo|to|gra|fiedie;-: fotogra
fisches Aufzeichnen von Phasen sehr schneller Bewegun
gen in einer Serie von Aufnahmen auf demselben Negativ.
High Itea [... ti:] der; -s (aus gleichbed. engl. high tea):
leichter Imbiss mit Tee am frühen Abend. ’Highltech
[... tek] das; -[s], auch die; - (aus gleichbed. engl. high tech,
verkürzt aus high technology „Hochtechnologie“): 1. zu
sammenfassende Bez. für alle Wissenschafts- u. Technik
bereiche, von denen man einen entscheidenden Beitrag
für die Zukunft der Industriegesellschaften erwartet, z. B.
Automatisierungstechnik, Bio- u. Gentechnologie, Mi
kro- u. Optoelektronik, Computertechnologie, Weltraum
technik. 2. Technologie, in der neueste Forschungsergeb
nisse angewandt u. neu entwickelte Verfahren bzw. Mate
rialien eingesetzt werden; Hochtechnologie. 2High|tech
der; -[s] (verkürzt aus engl. highstyle „hoher Stil“ u. tech
nology „Technologie“): Stil der Innenarchitektur, bei dem
industrielle Materialien u. Einrichtungsgegenstände für
das Wohnen verwendet werden. High|tech|pro|dukt
das; -[e]s, -e: [industrielles] Produkt aus dem Bereich des
‘Hightech. Highlway [ haiwei] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl.-amerik. highway, eigtl. „Hochstraße“): [engl.]
Haupt-, Landstraße; [amerik.] Fernstraße. Highlwayman [...man] der; -s, ...men [...man] (aus gleichbed. engl.
highwayman): [engl.] Straßenräuber (im 18. Jh.)
Hi-Hat-Maschine [ haɪ'hæt...] die; -, -n (zu engl. high hat
„Zylinder“, eigtl. „hoher Hut“): aus zwei auf einem Stän
der horizontal angebrachten Becken bestehendes Schlag
instrument im Jazzorchester
Hi ja cker [ haiʤɛkn] der; -s, - (aus gleichbed. engl.-ame
rik. hijacker, eigtl. „Straßenräuber“): jmd., der ein Flug
zeug o.Ä. während des Fluges in seine Gewalt bringt u.
den Piloten zu einer Kursänderung zwingt; Luftpirat. Hijacking [,,,dʒɛkɪŋ] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl.-ame
rik. hijacking): Flugzeugentführung
Hilkilwalkedas; -, -[s] (aus gleichbed. jap. hiki-wake): das
Unentschieden (beim Î Budo)
Hilla: Plur. von Î Hilum
HiIlaInidas; - (zu hethitisch hilamar „Hof“): Haustyp im al
ten Syrien, bei dem dem Empfangsraum ein breiter Raum
vorgelagert ist
hillär (zu î Hilus u. Î ...är): einen ÎHilus betreffend (Med.)
Hippeis
- (aus gleichbed. lat. hilaritas, Gen. hilari
tatis zu hilaris, hilarus „heiter“, dies aus gr. hilaros): (ver
altet) Heiterkeit, Fröhlichkeit. Hi|la|ro|die* die; -, ...ten
(aus gleichbed. gr. hilaröidia): antiker Freudengesang
Hi |li : Plur. von ÎHilus. Hilliltisdie; -, ...itiden (zu t Hilus u.
T...itis) : Entzündung der Lungenhilusdrüsen (Med.)
Hilllbillly ['hɪlbɪlɪ] der; -s, -s (aus gleichbed. amerik. hillbil
ly, dies aus hill „Hügel“ u. Billy, Koseform von William):
(abwertend) Hinterwäldler [aus den Südstaaten der
USA], Hilllbilllylmulsic [,,,mju:zɪk], auch H illbillimusik
die; - (aus gleichbed. amerik. hillbilly music): 1. ländliche
Musik der nordamerik. Südstaaten. 2. kommerzialisierte
volkstümliche Musik der Cowboys
Hilllelbranldit [auch ... dit] der; -s, -e (nach dem amerik.
Chemiker W. F. Hillebrand (f 1925) u. zu T2...it>: ein wei
ßes, faseriges Mineral
Hillum das; -s, ...la (aus lat. hilum „kleines Ding“, eigtl.
„Fäserchen“): Nabel des Pflanzensamens; Stelle, an der
der Samen angewachsen war (Bot.). Hillusder; -, ...li (aus
gleichbed. nlat. hilus zu lat. hilum, vgl. Hilum): vertiefte
Stelle an der Oberfläche eines Organs, wo Gefäße, Ner
ven u. Ausführungsgänge strangförmig ein- od. austreten
(Med.). Hi|lusltu|ber|ku|lo|se die; -, -n: tuberkulöse
Erkrankung der Lymphknoten im Bereich des Lungenhi
lus (Med.)
Hilmaltilon das; -[s], ...ien [,,,iən] (aus gr. himátion „Ge
wand“): mantelartiger Überwurf der Griechen in der An
tike, der aus einem rechteckigen Stück Wollstoff bestand
Hin das; -s, -s (aus gleichbed. hebr. hin, eigtl. „Topf“): bib
lisches Volumenmaß ( = 6,51)
Hilnaljalna, Hilnalyalna das; - (aus sanskr. hina-yäna
„kleines Fahrzeug (der Erlösung)“): strenge, nur mön
chische Richtung des ÎBuddhismus; vgl. Mahajana, Wadschrajana
hinc illlae lalcrilmae* ['hɪŋk Tie 'ɪakrimɛ] dat.; „daher je
ne Tränen“): das ist also der eigentliche Grund
Hinldi das; - (aus gleichbed. Hindi Hindi zu Hind „Indien“,
vgl. Hindu): Amtssprache in Indien. 'Hinldu ¿Zer; -[s], -[s]
(aus gleichbed. pers. Hindu zu Hind „Indien“): Anhänger
des Hinduismus. 2Hin|du die; -, -[s], Hin dulfrau die; -,
-en (vgl. Hindu): Anhängerin des Hinduismus. Hinlduislmus der; - (zu î...ismus (l)): 1. aus dem ÎBrahmanis
mus entwickelte ind. Volksreligion. 2. (selten) svw. Brah
manismus. hinldulisltisch (zu T ...istisch): den Hinduis
mus betreffend. Hinldusltalni das; - (nach Hindustan,
dem früheren Namen für Nordindien): dem îUrdu u.
Î Hindi eng verwandte Umgangssprache Nordindiens mit
starken pers. Einflüssen
Hinkljamlbus der; -, ...ben (zu dt. hinken u. Î Jambus):
svw. Choliambus
Hilobslbotlschaft die; -, -en (nach der Titelgestalt des
biblischen Buches Hiob): Unglücksbotschaft
hip <,engl.; vgl. Hippie): (Jargon) eingeweiht, informiert; in
Ordnung; auf der Höhe der Zeit
Hip-Hop der; -s (aus gleichbed. engl.-amerik. hip-hop,
wohl verdoppelnde Bildung mit Ablaut zu hop „Hüpfer,
Hopser“, dies zu to hop „hüpfen“): auf dem Î Rap basie
render, bes. zum Tanzen geeigneter Musikstil, der durch
elektronisch erzeugte, stark rhythmisierte Musik gekenn
zeichnet ist
hipp..., Hipp... vgl. hippo..., Hippo... Hiplpanlthrolpie*
die; -, ...ien (zu gr. änthröpos „Mensch“ u. t2...ie): Wahn
vorstellung, ein Pferd zu sein (Psychol., Med.). Hipparch* der; -en, -en (aus gleichbed. gr. hipparchos): Be
fehlshaber der Reiterei in der griech. Antike. Hiplpalrion das; -s, ...ien [...jan] (aus gr. hippärion „Pferdchen“):
ausgestorbene dreizehige Vorform des heutigen Pferdes
(Biol.). Hiplpeis die (Plur.) (aus gleichbed. gr. hippeis
(Plur.)): in der Antike Sammelbez. für die Reiterei des
Hillalriltät die;
Hippiater
griech. Heeres. Hip pi a ter* der; -s, - (aus gr. hippiatros
„Pferdearzt“): Spezialist auf dem Gebiet der Hippiatrie.
Hipipi a trie* u. Hiplpilaltrik* die; - (aus gleichbed. gr.
hippiatr(e)ia zu hippiatrikós „die Pferdeheilkunde betref
fend“): Pferdeheilkunde, hiplpilaltrisch*: die Hippia
trie betreffend
Hiplpie ['hɪpi] der; -s, -s (aus gleichbed. amerik. hippie zu
hip „in Ordnung, informiert, eingeweiht, unter dem Ein
fluss von Drogen stehend“): [jugendlicher] Anhänger ei
ner bes. in den USA u. Großbritannien in den 1960er-Jahren ausgebildeten betont antibürgerlichen Lebensform,
der für ein einfaches naturnahes Leben u. friedliches Zu
sammenleben eintrat; Blumenkind. Hiplpiellook [...luk]
i/er; -s: unkonventionelle Kleidung, die derjenigen der
Hippies ähnelt
Hiplpilkon
-s, ...ka (aus gleichbed. gr. hippikón, eigtl.
„was die Reiterei betrifft“, weil das Längenmaß für Reit
wettbewerbe galt): altgriech. Längenmaß (=4 Stadien),
hiplpo..., Hip po..., vor Vokalen meist hipp..., Hipp...
(aus gleichbed. gr. hippos): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Pferd“, z.B. Hipparch, Hippodrom. Hiplpocampus [...'kam...] der; -, ...pi (aus lat. hippocampus
„Seepferdchen“, dies aus gr. hippókampos, vgl. Hippo
kampi: 1. a) Teil des Großhirns bei Säugetieren u. beim
Menschen (Anat.); b) Ammonshorn (Zool.). 2. Seepferd
chen (Fisch mit pferdeähnlichem Kopf [im Profil]); vgl.
Hippokamp. Hip po da mos der; -, ...moi [...moy] (aus
gleichbed.gr. hippodamos): (veraltet) jmd., der Pferde zu
reitet; Reiter. Hiplpoldrom* der od. das; -s, -e (über lat.
hippodromos aus gleichbed. gr. hippodromos): 1. Pferdeu. Wagenrennbahn (bes. in der Antike). 2. Reitbahn. Hippolgryph* der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (aus gleichbed.
it. ippogrifo zu gr. hippos „Pferd“ u. grÿps „Greif, Fabel
tier“): von Ariost u. Bojardo (ital. Dichtern der Renais
sancezeit) erfundenes geflügeltes Fabeltier mit Pferdeleib
u. Greifenkopf; bei neueren Dichtern dem ÎPegasus
gleichgestellt. Hiplpolkamp der; -en, -en (aus gleichbed.
gr. hippókampos): fischschwänziges Seepferd der antiken
Sage; vgl. Hippocampus (2). Hip po kom der; -s, -e (aus
gleichbed. gr. hippokómos): (veraltet) Pferdeknecht
Hip|po!kra|ti|ker* der; -s, - (nach dem altgriech. Arzt
Hippokrates (um 460 bis um 370 v. Chr.)>: Anhänger des
Arztes Hippokrates u. seiner Schule, `hiplpolkraltiseh:
auf den Arzt Hippokrates bezüglich, seiner Lehre gemäß;
hippokratischer Eid: a) moralisch-ethische Grundlage des
Arzttums (z.B. immer zum Wohle des Kranken zu han
deln); b) Schwur auf die Satzung der Ärztezunft; hippo
kratisches Gesicht: Gesichtsausdruck Schwerkranker u.
Sterbender (Med.)
2hip|po!kra tisch* (nach dem altgriech. Mathematiker
Hippokrates (5. Jh. v. Chr.)>: auf den Mathematiker Hip
pokrates bezüglich, seiner Lehre entsprechend; hippokra
tische Möndchen: zwei mondsichelförmige Flächen, die
aus den drei Halbkreisen über den Seiten eines rechtwink
ligen Dreiecks entstehen (die Flächen haben zusammen
den gleichen Inhalt wie das Dreieck)
Hip|po|kra|tis|mus* der; - (zu ‘hippokratisch u. î...ismus
(1)): Lehre des altgriech. Arztes Hippokrates
Hiplpoikrelne* rfi'e; - (aus gr. hippokrenë „Rossquelle“ zu
îhippo... u. kröne „Quelle“): Quelle der Inspiration für
den Dichter im alten Griechenland (nach der Sage durch
den Hufschlag des 1 Pegasus entstanden). Hiplpollolge
der; -n, -n (zu T...loge): jmd., der sich [wissenschaftlich]
mit der Hippologie befasst. Hiplpollolgie ¿z'e; - (zu î...logie): [wissenscliaftl.] Pferdekunde, hiplpollolgisch (zu
1 ...logisch): die Pferdekunde betreffend. Hiplpoimachie die; -, ...jen (aus gleichbed. gr. hippomachia): (veral
tet) Kampf zu Pferde. Hiplpolmalne der; -n, -n (zu îhip
po... u. t...mane): (veraltet) leidenschaftlicher Pferdelieb
562
haber. Hiplpolmalnes das; -, - (über lat. hippomanes aus
gleichbed. gr. hippomanös): Masse auf der Stirn neugebo
rener Pferde od. Schleim aus der Scheide von Stuten (wur
de im Altertum als Î Aphrodisiakum verwendet). Hiplpoma nie die; - (aus gleichbed. gr. hippomania): (veraltet)
leidenschaftliche Pferdeliebhaberei. Hiplpolnakltelus
der; -, ...teen (zu lat. Hipponacteus „nach Art des Hippo
nax“; nach dem altgriech. Dichter Hipponax (6. Jh.
v. Chr.)): antiker Vers, Sonderform des ÎGlykoneus. Hippo|paltho|lo|gie r/ie; - (zu îhippo...): Lehre von den
Pferdekrankheiten. Hiplpolphalge der; -n, -n (zu
Î...phage): (veraltet) Pferdefleischesser. Hiplpolphalgie
i/ze; - (zu t...phagie): (veraltet) das Pferdefleischessen,
hiplpolpoldisch (zu gr. poús, Gen. podós „Fuß“): (ver
altet) pferdefüßig. Hippolpotamus der; -, ...mi (über
lat. hippopotamus aus gleichbed. gr. hippopotamos):
Fluss- od. Nilpferd (Paarhufer; Biol.). hiplpolthelrapeutisch: die Hippotherapie betreffend, mithilfe von
Hippotherapie. Hip|po|the|ra|pie die; - (zu îhippo...):
Therapie, bei der bestimmte körperliche Schäden, Behin
derungen durch Reiten behandelt werden (Med.). Hippotolxot der; -en, -en (aus gleichbed. gr. hippotoxótes):
Bogenschütze zu Pferde (in der Antike). Hiplpoltrophi e* die; - (zu îhippo... u. î ...trophie): (veraltet) Pferde
zucht. Hiplpulrie* die; -, ...ien (Kurzw. aus Î//zppursäure
u. Î ...Mrz'e): vermehrte Ausscheidung von Hippursäure im
Harn (Med.). Hiplpulrit [auch ... rit] der; -en, -en (zu gr.
hippouris „mit einem Pferdeschwanz versehen“ (wohl we
gen der länglichen Form der Muschelschale) u. î2...it):
ausgestorbene Muschel der Kreidezeit. Hiplpurlsäulre
die; - (zu gr. hippos „Pferd“ u. oüron „Harn, Urin“): eine
organische Säure, Stoffwechselprodukt von Pflanzenfres
sern. Hipl pus der; - (aus nlat. hippus, dies aus gr. hippos
„Pferd“ (vermutlich wegen der springenden Bewegungen
der Pupille)): plötzlich auftretende, rhythmische Schwan
kungen der Pupillenweite (Med.)
Hipslter der; -[s], - (aus gleichbed. engl. -amerik. hipster zu
hip, vgl. Hippie): (Jargon) 1. Jazzmusiker, -fan. 2. jmd.,
der über alles, was modern ist, Bescheid weiß u. îhip ist
Hil raldopor'zelllan das; - (nach der japan. Insel Hirado):
in nicht sehr kräftigem Unterglasurblau bemaltes wertvol
les japan. Porzellan
Hi|ra|ga|na ¿Zas; -[s] od. die; - (aus gleichbed. jap. hira-gana zu hira „glatt“ u. kana „Silbenschrift“): japan. Silben
schrift, die zur Darstellung grammatischer Beugungsen
dungen verwendet wird: vgl. Katakana
Hirlsultiles [,,,tsiɛs] ¿Zze; - (zu lat. hirsutus „struppig, stach
lig“): abnorm starke Behaarung (Med.). Hirlsultislmus
der; - (zu t,,,ismus (3)>: übermäßig starker Haar-, bes.
Bartwuchs (Med.)
Hilruldin das; -[s] (zu lat. hirudo „Blutegel“ u. t...in (1)):
aus den Speicheldrüsen der Blutegel gewonnener, die
Blutgerinnung hemmender Stoff
Hirlzislmus der; - (zu lat. hircus „Ziegenbock, Bocksge
stank“ u. t...ismus (3)): der von der Achselhöhle ausge
hende Schweißgeruch (Med.)
1His|bpl|lah u. Hislbulllah die; - (aus arab. hizbulläh,
eigtl. „Partei Gottes“): Gruppe extremistischer, schiiti
scher Moslems, bes. in Südlibanon. 2His|bpl|lah u. Hisbul lah der; -s, -s: Anhänger der 'Hisbollah
His Ma jes ty [hɪz 'mæʤɪstɪ] (engl.Y. Seine Majestät (der
engl. König); Ábk.: H. M.
His pa na die; -, -s (aus gleichbed. span, hispana): weibli
che Form von ÎHispano. His|pa|ni|dad [ispani'ðað] Æe;
- (aus gleichbed. span, hispanidad zu hispánico „spa
nisch“, dies aus gleichbed. lat. Hispanicus): svw. Hispanität. his|pa|ni|sie|ren [his...] (zu Î...isieren): spanisch
machen, gestalten. Hislpalnislmus der; -, ...men (zu
t...ismus (4)>: fälschlicherweise od. bewusst vorgenom
563
mene Übertragung einer für die spanische Sprache cha
rakteristischen Erscheinung auf eine nicht spanische
Sprache im lexikalischen od. syntaktischen Bereich; vgl.
Germanismus, Interferenz. Hislpalnist der; -en, -en (zu
Î ...ist): jmd., der sich wissenschaftlich mit der Hispanistik
befasst. Hislpalnisltik die; - (zu T...istik>: Wissenschaft
von der spanischen Sprache u. Literatur (Teilgebiet der
(Romanistik 1). His paini tät die; - (aus gleichbed. nlat.
hispanitas, Gen. hispanitatis, Latinisierung von span, his
panidad, vgl. Hispanidad): Spaniertum, das Bewusstsein
aller Spanisch sprechenden Völker von ihrer gemeinsa
men Kultur; vgl. Hispanidad. Hislpalno der; -s, -s (zu
span, hispano „spanisch“): Hispanoamerikaner. Hislpanoamerikaner der; -s, -: in den USA lebender Ein
wanderer aus den Spanisch sprechenden Ländern Latein
amerikas. his|pa|no|ame|ri|kalnisch: die Hispano
amerikaner betreffend, ihre sprachlichen Merkmale be
treffend. His|pa|no|ame|ri|ka|nis|mus der; -, ...men:
sprachl. Besonderheit des in Lateinamerika gesprochenen
Spanisch. His|palno|mo|res|ke die; -, -n: spanisch
maurische Î Majolika mit Goldglanzüberzug (spätes Mit
telaltem. Renaissance). Hislpalnosdze (Plur.) (ausspan,
hispano „spanisch"): Bez. für Einwanderer aus spanisch
sprachigen Ländern in die USA
Hislsar der; -s, -e (aus gleichbed. türk, hisär): Burg, fester
Platz (oft als Ortsnamenbestandteil). Hislsarllik der; -s,
-s (aus gleichbed. türk, hisarlik): Burgplatz, Ruinenstätte
(z. B. Troja)
hist.... Hist... vgl. histo..., Histo... Hisltalmin* rfas; -s, -e
(Kurzw. aus (ffisridin u. ÎAmin}; Gewebehormon, das im
Körper aus Histidin gebildet wird u. gefäßerweiternd
wirkt (Med.). Hisltildalse die; -, -n (zu THistidin u.
(,..ase>: ein Leberenzym, das Histidin aufspaltet (Med.).
HisltiIdin das; -s (zu gr. histion „Gewebe“ u. (...in (1)):
eine essenzielle Î Aminosäure, Baustein vieler Î Proteine.
his|ti|[o]..., His|ti|[o]... vgl. histo.... Histo... Hisltilogelnese vgl. Histogenèse, h is I ti lo I id u. histoid (zu T his
to... u. Î ...oid): gewebeähnlich, gewebeartig (Med.). Histi o zyt der; -en, -en (zu î...zyt): Wanderzelle des Binde
gewebes, Blutzelle (Med.). his|ti|o|zy|tär (zu f...är): die
(Histiozyten betreffend. Hisltilolzyltom das; -s, -e (zu
T...om>: Wucherung, die aus Fett u. Eisen speichernden
t Histiozyten besteht (Med.). His|ti|o|zy|tolse die; -, -n
(zu î‘...ose): krankhafte Wucherung der (Histiozyten
(Med.), hislto..., His to..., vor Vokalen meist hist...,
Hist..., seltener auch histi[o]..., Histijo]... (aus gr. histös
„Gewebe; Webbaum“ bzw. aus der Verkleinerungsform
histion „Gewebe“): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „Gewebe (des menschlichen u. tierischen Körpers)“,
z.B. histogen, Histologie; Histiozyt. His|tolche|miei//e;
- : Wissenschaft vom ehern. Aufbau der Gewebe u. von den
ehern. Vorgängen darin, hisltolchelmisch: die Histochemie betreffend, hisltolgen (zu (...gen): vom Gewebe
herstammend. Hisltolgen das; -s, -e: im Bildungsgewebe
bereits erkennbares Bildungszentrum der Dauergewebe
(Biol.). His|tolge|ne|se</ze; -: a) Ausbildung des Organ
gewebes aus undifferenziertem Embryonalgewebe (Biol.;
Med.); b) Entstehung von krankhaftem Gewebe bei Tu
moren (Med.), hisltolgelneltisch: die Histogenèse (a)
betreffend. Hisltolgelnier/ze,- - (zu (...genie): svw. Histo
genèse. Hisltolgramm das; -s, -e (zu Î '...gramm): grafi
sche Darstellung einer Häufigkeitsverteilung in Form von
Säulen, die den Häufigkeiten der Messwerte entsprechen,
hisltolid vgl. histioid. hisltolkomlpaltilbel: völlig od.
weitgehend übereinstimmend in Bezug auf die Gewebsan
tigene (Biol., Med.). Hislto|kom|palti|bi|li|tät die; -:
Gewebsverträglichkeit, Verträglichkeit zwischen Spen
der- u. Empfängergewebe aufgrund geringer od. fehlender
(Antigen-Antikörper-Reaktion (Biol., Med.). Hisltollo-
historisch
ge der; -n, -n (zu (...loge): Forscher u. Lehrer auf dem
Gebiet der Histologie. Hisltollolgie die; - (zu (...logie):
Gewebelehre, Teilgebiet der Biologie u. Medizin, das den
Aufbau u. spezielle Funktionen menschlicher, tierischer
u. pflanzlicher Gewebe erforscht. His|to|lo|gin die; -,
-nen: weibliche Form zu t Histologe. his|to|lo|gisch (zu
(...logisch): die Histologie betreffend, zu ihr gehörend
(Biol., Med.). His|to|ly|se die; - (zu T...lyse>: Auflösung
(Einschmelzung) des Gewebes unter Einwirkung von
(Enzymen (bei eitrigen Prozessen; Med.), hisltollytisch: tHistolyse bewirkend (Med.). His|to|me|trie*
die; -, ...ien (zu (...metrie): Erfassung u. Charakterisie
rung der verschiedenen Anteile eines Gewebes (Med.).
His|to|mor|pho|lo|gie die; -; Lehre vom histologischen
Aufbau der Gewebe, hisltolnal (zu t‘...al (1)): die Histo
ne betreffend. His|to|ne die (Plur.) (zu t2...on>: zu den
( Proteinen gehörende Eiweißkörper. Hislto|no|mie die;
- (zu t2...nomie): (veraltet) Lehre von den Gesetzen der
Entwicklung u. Erhaltung der Körpergewebe. Hisltolpathollolgie ¿Zze; -: Wissenschaft von den krankhaften Ge
webeveränderungen bei Mensch, Tieru. Pflanze. Hisltophylsik die; -: Nachweisverfahren von Bestandteilen
bzw. Produkten der Zellen u. Gewebe in histologischen
Schnittpräparaten durch physik. Methoden. Hisltolphysio lo gie die; -: Lehre von der Funktion pflanzlicher u.
tierischer Zellen od. Gewebe. Hisltolplaslma das; -s,
Plur. ...men u. -ta: Gattung sporenartiger, beim Menschen
(pathogener Pilze (Biol., Med.). His|to|plas|mo|sedie;
-, -n (zu ( '...ose): eine vorwiegend in den Tropen vorkom
mende Pilzerkrankung bei Mensch u. Tier (Med.). Histo ra dio gra fie, auch ...gralphie die; -, ...ien: Rönt
genaufnahme von mikroskopisch dünnen Gewebeschnit
ten bzw. Präparaten (Biol., Med.)
Hisltörlchen das; -s, - (zu (Historie): anekdotenhafte,
kurze Geschichte; kleine [scherzhafte] Erzählung;
Klatschgeschichte; vgl. Anekdote. Hisltglrie [...ja] die; -,
-n (über lat. historia aus gleichbed. gr. historia, eigtl.
„Wissen“): 1. (ohne Plur.) [Weltgeschichte. 2. (veraltet,
ohne Plur.) Geschichtswissenschaft. 3. (veraltet) [aben
teuerliche, erdichtete] Erzählung; Bericht. Hisltolrilenbilbel die; -, -n: im Mittelalter volkstümlich bebilderte
Darstellung der biblischen Erzählungen. Hisltolrilenma le rei die; -, -en: Geschichtsmalerei (bildliche Dar
stellung von Ereignissen aus der Geschichte, der 1 Mytho
logie u. der Dichtung). Hisltglrik die; - (zu lat. historicus
„geschichtlich“, dies aus gleichbed. gr. historikös; vgl.
2...ik (1)>: a) Geschichtswissenschaft; b) Lehre von der
historischen Methode der Geschichtswissenschaft. Histo|ri|ker der; -s, - (über lat. historicus aus gr. historikös
„Geschichtsschreiber“): Geschichtsforscher, -kenner,
-Wissenschaftler. His|to|ri|ke|rin die; -, -nen: weibliche
Form zu (Historiker. His|to|rio|graf, auch ...graph
der; -en, -en (über lat. historiographus aus gleichbed. gr.
historiográphos): Geschichtsschreiber. His|to|rio|grafie, auch ...gralphie die; - (zu (Historie u. (...grafie):
Geschichtsschreibung.
his|to|rio|gra|fisch,
auch
...gralphisch (zu (...grafisch): zur Historiografie gehö
rend, auf ihr beruhend. His|to|ri|o|lolgie die; - (zu 1 ...lo
gie): Studium u. Kenntnis der Geschichte. His|to|ri|omalthie die; - (zu gr. máthos, mäthesis „das Lernen“
(dies zu manthänein „lernen“) u. t2...ie>: (veraltet) (Me
thode zum Erlernen der Geschichte, hisltglrisch (über
lat. historicus aus gleichbed. gr. historikös): 1. geschicht
lich, der Geschichte gemäß, überliefert. 2. der Vergangen
heit angehörend; historische Geologie: Wissenschaft von
der geschichtl. Entwicklung der Gesteine, Pflanzen u.
Tiere; historische Grammatik: Sprachlehre, die die ge
schichtl. Entwicklung einer Sprache untersucht u. be
schreibt; historischer Materialismus: die von Marx u. En-
564
historisieren
gels begründete Lehre, nach der die Geschichte von den
ökonomischen Verhältnissen bestimmt wird (Philos.); his
torisches Präsens: Präsensform des Verbs, die zur Schil
derung eines vergangenen Geschehens eingesetzt wird
(Sprachw.). his|to|ri|sie|ren <zu ( ...isieren): in ge
schichtlicher Weise darstellen, geschichtliche Elemente in
stärkerem Maße mit einbeziehen, Historisches stärker
hervorheben, ein historisches Aussehen geben, in ein his
torisches Gewand kleiden. Hisltolrislmus der; -, ...men
<zu t...ismus (2,5)>: 1. (ohne Plur.) eine Geschichtsbe
trachtung, die alle Erscheinungen aus ihren geschichtl.
Bedingungen heraus zu verstehen u. zu erklären sucht. 2.
Überbewertung des Geschichtlichen. 3. svw. Eklektizis
mus (Kunstw.). Hisltolrist der; -en, -en (zu (...ist): Ver
treter des Historismus. his|to|ris|tisch (zu T ...istisch):
a) den Historismus betreffend; b) in der Art des Historis
mus. Hislto|ri|zislmus rter; -, ...men (zu ( ...izismus):
svw. Historismus (2). H is Ito I r i I zi I tat rfze; - (zu T ...izität):
Geschichtlichkeit, Geschichtsbewusstsein. Hisltolry
['hɪstərɪ] das; -[s] (aus engl. history „Geschichte, Chro
nik“): ÎGenre der engl. Renaissancedramatik, dessen Ge
genstand Ereignisse u. Personen der engl. Geschichte sind
Hisltolsol der; -[s] (zu thisto... u. lat. solum „Boden“): mit
organischen Stoffen stark angereicherter Boden. Hisltospek tro meltrie* die;
Messung der Durchlässigkeit
eines Gewebeschnittes für verschiedene Lichtwellenlän
gen. Hisltolthelralpie die; -, ...ien: svw. Organothera
pie. His|to|to|mi_e die; - (zu (...tornie): Zergliederung
pflanzlicher od. tierischer Gewebe. His|to|zoa die (Plur.)
(zu gr. zöon „Lebewesen, Tier“): Gewebetiere, Vielzeller
(Biol.)
Hisltrilolne* der; -n, -n (aus lat. histrio, Gen. histrionis);
Schauspieler im Rom der Antike
Hisltulrie* die; -, ...ien (zu thisto... u. t...urie): Ausschei
dung von Körpergewebsbestandteilen mit dem Harn
(Med.)
Hit der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. hit, eigtl. „Stoß, Tref
fer“): 1. Musikstück aus der Rock-, Pop- od. Tanzmusik,
das innerhalb eines bestimmten Zeitraums einen hohen
Grad von Beliebtheit erreicht hat. 2. etwas, was sehr er
folgreich, beliebt, begehrt ist, bes. ein Verkaufsschlager. 3.
(Jargon) für einen Trip (2) vorgesehene Rauschgiftmenge
Hitchlcock ['hɪtʃkɔk] der; -, -s (nach dem engl. Regisseur
u. Autor A. Hitchcock (1899-1980)): spannender, Angst
u. Schauder hervorrufender Film [von Hitchcock]; Thril
ler
hitch|hi|ken [hɪtʃhaɪkn] (aus gleichbed. amerik. to hitch
hike, dies aus hitch „das Festhalten“ u. to hike „wandern,
reisen“): (ugs.) Autos anhalten u. sich umsonst mitneh
men lassen. Hitchlhilker [...ku] der; -s, - (aus gleichbed.
amerik. hitchhiker): (ugs.) jmd., der Autos anhält u. sich
umsonst mitnehmen lässt
Hitchlkick ['hɪtʃkɪk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. hitchkick zu hitch „Ruck, Zug“ u. kick „Schwung, Kraft“):
Laufsprung, eine Stilart beim Weitsprung
Hitllislte 4ze; -, -n (zu ÎHit): Verzeichnis der (innerhalb ei
nes bestimmten Zeitraums) beliebtesten od. meistverkauf
ten Aufnahmen aus der Rock-, Pop- od. Tanzmusik
Hi|to|pa|de|sa ¿to; - (aus sanskr. hitopadesa, eigtl. „guter,
freundlicher Rat“): altindische Fabelsammlung
Hit|pa|ra|de die; -, -n (zu ÎHit): 1. svw. Hitliste. 2. Radio-,
Fernsehsendung o.Ä., in der Hits (1) vorgestellt werden
HIV [ha:li:'fau] das; -[s], -[s] (Plur. selten) (Kurzw. aus engl.
Auman immunodeficiency virus „menschliches Immunde
fektvirus“): Aidserreger (Med.). HIV-ln|fek|ti|on die; -,
-en: Ansteckung mit Aidserregern. HIV-ne|ga|tiv: Tse
rologisch nachweislich nicht von ÎHIV befallen (Med.).
HIV-polsiltiv: (serologisch nachweislich von ÎHIV be
fallen (Med.)
[hooks] der; -, -es (aus gleichbed. engl. hoax, dies aus
älter engl. hocus, vgl. Hokuspokus): auf die Unwissenheit
bzw. Gutgläubigkeit des Adressaten zählende Falschmel
dung (z.B. über angeblich existierende, bes. gefährliche
Computer viren); übler Scherz
Hoblbelsi|a|nis|mus der; - (aus nlat. hobbesianismus;
nach dem engl. Philosophen Th. Hobbes (1588-1679) u.
zu Î ...ismus (1)): auf dem Naturrecht beruhende Staats-u.
Gesellschaftstheorie
Hoblbock der; -s, -s (wohl nach der engl. Firma Hubbuck):
Gefäß zum Versand von Fetten, Farben o. Ä.
Hob I by ['hɔbi] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. hobby (Her
kunft unsicher)): Beschäftigung, der man aus Freude an
der Sache [u. zum Ausgleich für die Berufs- od. Tagesar
beit] in seiner Freizeit nachgeht. Hoblbylist der; -en, -en
(zu t ...ist): jmd., der ein Hobby hat, betreibt
Holbo [ houboo] der; -s, -[e]s (aus amerik. hobo „Landstrei
cher“) : umherwandernder Arbeiter in den USA zu Beginn
des 20. Jh.s
Holboe usw. vgl. Oboe usw.
hoc anlno [ho:k -] (lat.}; in diesem Jahre; Abk.: h. a.
hoc est [hoɔ -] dat.}; (veraltet) das ist; Abk.: h. e.
Hocheipot [ɔʃ'po] das; -, -s [ɔʃ'po] (aus fr. hochepot
„Fleischragout mit Rüben“ zu hocher „schütteln“ u. pot
„Topf'): svw. Hotchpotch
hochlfrelquent (zu (Frequenz): aus dem Bereich der
Hochfrequenz. Hochlfrelquenz die; -, -en: Gebiet der
elektrischen Schwingungen oberhalb der Mittelfrequenz
(etwa 20 000 Hertz) bis zum Gebiet der Höchstfrequenz
(etwa ab 100 Millionen Hertz); Abk.: HF. Hochlfrequenz ge ne raitor der; -s, -en: Gerät zur Erzeugung
von elektrischen Hochfrequenzströmen bzw. -feldern
(Phys.). Hochlfrelquenzlkilnelmaltolgralfie, auch
...gralphie 4ze; -, ...ien: Hochgeschwindigkeitsfotogra
fie. Hoch|fre|quenz|tech|nik <Äe; -: Teilgebiet der
Elektrotechnik, das sich mit der Erzeugung, Weiterleitung
u. technischen Anwendung von hochfrequenten Wellen
befasst
hoch|sti|li|sie|ren (zu (stilisieren): einer Sache durch
übertriebenes Lob, unverdiente Hervorhebung o.Ä. un
angemessene Wichtigkeit od. übermäßigen Wert verlei
hen od. zu etwas Besserem machen, als sie in Wirklich
keit ist
Holckey ['hɔke, auch 'hɔki] das; -s (aus gleichbed. engl. ho
ckey (Herkunft unsicher)): zwischen zwei Mannschaften
ausgetragenes Ballspiel, bei dem ein kleiner Ball nach be
stimmten Regeln mit gekrümmten Schlägern in das geg
nerische Tor zu spielen ist
hoc lolco ['ho:k ...ko] (lat.}; (veraltet) hier, an diesem Ort;
AbL: h. 1.
hoc menlse ['ho:k -] {lat.}; in diesem Monat
hoc silgno* vinlces ['ho:k - 'vɪntsɛs] vgl. in hoc signo vin
ces
Ho de ge sis*, Hodegetik dze; - (aus gr. hodëgësis „das
Wegweisen, Führen“ (zu hodëgeîn „den Weg weisen“)
bzw. zu hodëgêtikôs „anleitend, wegweisend“, vgl. 2...ik
(2)): (veraltet) Anleitung zum Studium eines Wissens- od.
Arbeitsgebietes. Holdelgeltria die; -, ...trien [...jan] (aus
gr. hodëgëtria „(Weg)führerin“): stehende Muttergottes
(auch als Halbfigur) mit dem Kind auf dem linken Arm
(byzantinischer Bildtypus). Holdolgraf, auch ...graph
der; -en, -en (zu gr. hodós „Weg“ u. (...graf): grafische
Darstellung der Geschwindigkeitsvektoren bei einem Be
wegungsablauf. Holdo|me|ter das; -s, - (aus gleichbed.
gr. hodómetron; vgl. ‘...meter): Wegmesser, Schrittzähler.
Holdolskop das; -s, -e (zu gr. hodós „Weg“ u. t...skop):
Gerät zur Bestimmung der Bahn energiereicher Teilchen
(Kernphys.)
Hpdlscha* [---ʤa] der: -[s], -s (aus türk, hoca „Meister,
Hoax
565
Lehrer“, dies aus dem Pers.): ɪ. [geistɪ.] Lehrer. 2. (nur
Plur.) Zweig der Î Ismailiten (unter dem T Aga Khan)
holfielren (zu dt. Hof u. Î..deren): sich [mit dem Ziel, et
was Bestimmtes zu erreichen] mit besonderer [unterwür
figer] Höflichkeit u. Dienstbarkeit um jmds. Gunst bemü
hen
Holgan der: -s, -s (vermutlich aus dem Indian.): aus Baum
stämmen hergestellte, mit Erde bedeckte achteckige Win
terhütte der Navaho-Indianer
Holjalldre* [o'xaldre] der; -[s], -s (aus gleichbed. span, ho
jaldre, eigtl. „Blätterteig“): span. Mürbeteigkuchen
Holkeltus u. Hoquetus Jer; - (aus gleichbed. mlat. hoquetus): Kompositionsart vom 12. bis 15. Jh. (Verteilung der
Melodie auf verschiedene Stimmen, sodass bei Pausen der
einen die andere die Melodie übernimmt)
Hoklku das: -[s], -s (aus jap. hokku, vgl. Haikai): svw. Hai
kai
Holkuslpolkus der; - (aus gleichbed. engl. hocus-pocus zu
älter engl. hocas pocas, hokos pokos „Taschenspieler“,
weitere Herkunft unsicher): 1. Zauberformel der Taschen
spieler. 2. etwas, bei dem hinter viel äußerem Aufwand
nichts weiter steckt
hol.... Hol... vgl. holo..., Holo... hollanldrisch* (zu Tho
lo... u. gr. anêr, Gen. andrós „Mann“): ausschließlich im
männlichen Geschlecht, d. h. vom Vater auf den Sohn ver
erbt (von bestimmten Merkmalen od. Genen; Genetik);
Ggs. Thologyn. Hollarkltis die; -: pflanzen- u. tiergeo
grafisches Gebiet, das die ganze nördliche gemäßigte u.
kalte Zone bis zum nördlichen Wendekreis umfasst, holarktisch: die Holarktis betreffend
Hollding [ houldɪŋ] die: -, -s u. Holldinggesellschaft
die; -, -en (nach gleichbed. engl. holding company zu hol
ding „das (Fest)halten; Besitz“, Gerundium von to hold
„(fest)halten“ u. company „Gesellschaft“): Gesellschaft,
die nicht selbst produziert, die aber Aktien anderer Ge
sellschaften besitzt u. diese dadurch beeinflusst od. be
herrscht
Hole [hool] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. hole, eigtl.
„Loch“): Golfloch (Sport)
Hollildays [ hɔlɪdeɪz] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. holi
days (Plur.)): Ferien, Urlaub
Hollislmus der; - {zugr. hölos „ganz, vollständig“ u. T...ÍSmus (1)>: Lehre, die alle Erscheinungen des Lebens aus ei
nem ganzheitlichen Prinzip ableitet (Philos.), hollistisch (zu T ...istisch): das Ganze betreffend
Holk vgl. Hulk
Holllanldaise [ɔla dɛ:z] die; - (aus fr. hollandaise „hollän
disch“): Kurzform von ÎSauce hollandaise
holllelrilthielren (nach dem deutsch-amerik. Erfinder H.
Hollerith (1860-1929) u. zu Î..deren): auf Hollerithkarten
bringen. Holllelrithlkarlte [auch hɔlərɪt...] die: -, -n:
früher übliche Karte, auf der Informationen durch be
stimmte Lochungen festgehalten waren; Lochkarte. Hollerithmaschine [auch 'hɔlərɪt...] Jie; -, -n: früher üb
liche Lochkartenmaschine zum Buchen von Daten
Holllylwoodlschaulkel ['hɔlɪwud...] J/e; -, -n (nach der
amerik. Filmstadt Hollywood): Gartenmöbel in Form ei
ner breiten, gepolsterten [u. überdachten] Bank, die frei
aufgehängt ist u. wie eine Schaukel hin- u. herschwingen
kann
Hollmilum das; -s (nach Holmia, dem latinisierten Namen
der Stadt Stockholm, u. zu T...ium>: chem. Element, ein
Seltenerdmetall; Zeichen Ho
hollo..., Hollo..., vor Vokalen auch hol..., Hol... (aus
gleichbed. gr. hölos): Wortbildungselement mit der Be
deutung „ganz, völlig, unversehrt“, z. B. holoedrisch, Ho
logramm. Hollo|akar|di|us der; -, ...ien [-,dən]: Zwil
lingsmissgeburt, bei der dem einen Fetus das Herz, zum
Teil auch die Eingeweide fehlen (Med.), hollolarkltisch
Holometabolie
vgl. holarktisch. ho lo blas tisch* (zu Tholo... u. gr.
blastikös „keimend“): vollständig gefurcht (von der Eizel
le im Blastomerenstadium; vgl. Blastomere). Hollocaust [...kaust, engl. 'hɔləkɔ:st] der; -[s], -s (aus gleichbed.
engl.-amerik. (the) Holocaust zu engl. holocaust „Mas
senvernichtung, (Brand)katastrophe“, eigtl. „Brandop
fer", dies aus gleichbed. spätlat. holocaustum, vgl. Holokaustum): durch Entsetzen, Unterdrückung, Schrecken,
Zerstörung u. [Massen]vernichtung gekennzeichnetes
Geschehen, Tun, bes. die Judenvernichtung während des
Nationalsozialismus. Holloleder der; -s, - (zu Tholo... u.
gr. hédra „Sitzfläche“): holoedrischer Kristall. Holloedrie* die; - (zu T2..de>: Vollflächigkeit, volle Ausbildung
aller Flächen eines Kristalls, holloledrisch*: vollflächig
(von Kristallen). Hollolenlzym das; -s, -e: vollständiges,
aus ÎApoenzym u. 1 Koenzym zusammengesetztes Î En
zym. Ho|lo|fer|ment das; -s, -e: (veraltet) svw. Holoenzym. Hologamie Jze; - (zu T...garnie): Verschmelzung
ganzer Individuen bei der geschlechtlichen Fortpflanzung
der T Protozoen (Biol.). Hollo ge nie die; - (zu T...genie):
aus allen Individualentwicklungen (vgl. Ontogenese) zu
sammengesetzte stammesgeschichtliche Entwicklung
(vgl. Phylogenie) eines Lebewesens (Biol.). Hollolgrafie, auch ...gralphie Jze; - (zu Tholo... u. T...grafie):
Technik zur Speicherung u. Wiedergabe von Bildern in
dreidimensionaler Struktur, die (in zwei zeitlich voneinan
der getrennten Schritten) durch das kohärente Licht von
Laserstrahlen erzeugt sind; akustische Holografie: dreidi
mensional wiedergegebene Musik, die die Unzulänglich
keiten der T Stereofonie beseitigen soll, die praktisch ein
zweidimensionales Hören geblieben ist, weil sie die einzel
nen Musikinstrumente im Raum nicht deutlich auffä
chert, also ohne Tiefenstaffelung ist. hollolgralfisch,
auch ...gralphisch (zu T...grafisch): 1. völlig eigenhändig
geschrieben (Bibliothekswesen, Rechtsw.). 2. mit der
Technik der Holografie hergestellt. Hollolgramm das;
-s, -e (aus gleichbed. engl. hologram; vgl. ...gramm): Spei
cherbild; dreidimensionale Aufnahme eines Gegenstan
des, die bei der Holografie entsteht. Ho|lolgra|fielgenelraltor, auch ...gralphie... der; -s, -en: Generator (1),
der die im herkömmlichen Stereoverfahren aufgenom
mene Musik als dreidimensionalen Raumklang wiedergibt. hollolgra|fie|ren, auch ...gralphielren (zu T..de
ren): 1. (veraltet) völlig eigenhändig schreiben. 2. mit Ho
lografie ausrüsten. Hollolgralphon u. Hollolgralphum
Jas; -s, ...pha (über lat. holographum aus gr. holögraphon
„das ganz Geschriebene“): (veraltet) völlig eigenhändig
geschriebene Urkunde, hollolgyn (zu îholo... u. gr. gynë
„Weib, Frau“): ausschließlich im weiblichen Geschlecht,
d. h. von der Mutter auf die Tochter vererbt (von bestimm
ten Merkmalen od. Genen; Genetik); Ggs. Tholandrisch.
Ho lolkajjs tum das: -s, ...sta (aus spätlat. holocaustum,
dies aus gr. holökauston zu holökaustos „völlig ver
brannt“): zur Verehrung der Toten u. der Götter im alten
Griechenland dargebrachtes Brandopfer, bei dem alle op
ferbaren Teile des Opfertieres auf dem Altar verbrannt
wurden. Hollolkolpie die: -: Verfahren zur vollständigen
Erfassung des Informationsgehaltes fotografischer
Schwarzweißnegative, das u.a. in der Astronomie u. in
der Spektroskopie angewendet wird, hollolkrin* (zu gr.
krinein „scheiden, trennen“): Sekrete absondernd, in de
nen sich die Zellen der Drüse völlig aufgelöst haben; Ggs.
Tmerokrin (Biol., Med.). ho|lo|krisltal|lin: ganz kristal
lin (von Gesteinen; Geol.). Ho|lo|me|talbo|len die
(Plur.) (zu gr. metabolé „Veränderung, Umwandlung“):
Insekten mit vollständiger TMetamorphose (2; Biol.). Hololmeltalbollie die; - (zu T2...ie): vollkommene TMeta
morphose (2) in der Entwicklung der Insekten (unter Ein
schaltung eines Puppenstadiums; Biol.). hollolmelta-
holomiktisch
höllisch: Holometabolie aufweisend (Biol.). ho|lo|miktisch (zu gr. miktós „gemischt“): ganz durchmischt; holomiktischer See:bei winterlicher Abkühlung bis zum See
boden durchmischter See. hollolmorph (zu T...morph);
in der Fügung holomorphe Funktion: Funktion komplexer
Variabler, die beliebig oft differenzierbar ist (Math.). Hololpalralsitcfer,- -en, -en: Vollschmarotzer; Pflanze ohne
Blattgrün, die sämtliche Nährstoffe von der Wirtspflanze
bezieht, hollolpellalgisch: ausschließlich im îPélagial
(1) lebend (Biol.). hollolphrasltisch (aus gleichbed.
engl. holophrastic, zu gr. phrastikós „zum Reden gehö
rend“; vgl. Phrase): aus einem Wort bestehend (von Sät
zen); holophrastische Rede: Einwortsatz (z. B. Komm! od.
Feuer!'). Ho|lo|rha|chi|schi|sis [,.,'sçi:...] die; -, ...schisen: mangelhafter Verschluss des Wirbelkanals im Be
reich der ganzen Wirbelsäule (angeborene Missbildung
der Wirbelsäule; Med.). Ho|lolsi|de|rit [auch ...'rɪt] tfer;
-s, -e: t Meteorit, der ganz aus Nickeleisen besteht. Hollosymlphylserfie; -, -n: vollständige Verwachsung (Med.).
Ho|lo|sys|to|le die; -, -n: vollständiger Ablauf einer
Herzsystole (vgl. Systole; Med.). Hollolthulrie [...io] die;
-, -n (zu gleichbed. gr. holothoürion u. t‘...ie): Seewalze
od. Seegurke (Stachelhäuter des Atlantiks u. des Mittel
meers; Zool.). holloltisch (zugr. holótes „Ganzheit, Ge
samtheit“): ganz, völlig, vollständig. Holloltolpie die; (zu tholo..., gr. topos „Ort, Gegend“ u. t2...ie): Lage eines
Organs in Beziehung zum Gesamtkörper (Med.). Hoilotylpus [auch 'ho...] der; -, ...pen: in der zoologischen No
menklatur das Einzelstück einer Tierart, nach dem diese
erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde, hollolzän
(aus gleichbed. fr. holocène (geprägt von dem franz. Palä
ontologen P. Gervais, 1816-1879), zu gr. kainós „neu, un
gewöhnlich“): zum Holozän gehörend, es betreffend. Holo zän das; -s: jüngste Abteilung des Quartärs (Geol.).
Hollol zön das; -s, -e (zu tholo... u. gr. koinös „gemein
sam“): svw. Ökosystem
Holslter das; -s, - (über gleichbed. engl. holster, niederl.
holster aus mittelniederl. holfter „Köcher für Pfeil u. Bo
gen“): 1. offene Ledertasche für eine griffbereit getragene
Handfeuerwaffe. 2. Jagdtasche (Jägerspr.)
hom..., Hom... vgl. homo..., Homo...
Hol ma vgl. Haoma
holmalgilal* (zu tHomagium u. ’...al (1)): (veraltet) das
Lehnsverhältnis betreffend. Holmalgilum das; -s, ...gien
[...ion] (aus gleichbed. mlat. homagium): (lat. Rechtsspr.)
Formalakt, durch den ein Lehnsverhältnis begründet wur
de, Huldigung des Lehnsmanns mit Leistung des Treue
eids
Holmaltrolpin* das: -s (zu îhomo... u. ÎAtropin): dem
1 Atropin verwandter ehern. Stoff aus Mandelsäure u. Tro
pin, der zur kurzfristigen Pupillenerweiterung verwendet
wird (Med.)
Homelbanlking ['hoʊmbeŋkɪŋ], auch Home-Ban|king
das; -s (aus gleichbed. engl. home banking zu home
„Heim, Haus“ u. banking, vgl. Banking): Abwicklung von
Bankgeschäften von zu Hause aus (mithilfe von Telekom
munikation)
Homelbase [hoʊmbeɪs], auch Home-Base das; -, -s
[,..siz] (aus gleichbed. engl.-amerik. home base, zu base,
vgl. 2Base): im Baseball Markierung („Mal“) zwischen
den beiden Schlägerboxen. Homelcare [,,,'kɛə], auch
Home-Care die; -, -s (zu engl. care „(Für)sorge“): Form
der Kranken- u. Altenbetreuung, bei der die Patienten in
der vertrauten häuslichen Umgebung versorgt werden.
Home|com|pu|ter, auch Home-Com|pu|ter der; -s, (aus gleichbed. engl. home computer): kleiner Computer
für den häuslichen Anwendungsbereich (EDV). Homedress, auch Home-Dress der; Gen. - u. -es, Plur. -e, österr. auch die; -, -en (zu engl. dress „Kleid; Anzug“):
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Hauskleid, Hausanzug. Homelfighlter [...faite], auch
Home-Fighlter der; -s, - (aus gleichbed. engl.-amerik.
home fighter, eigtl. „Heimkämpfer“): im heimischen Box
ring, vor heimischem Publikum besonders starker u. er
folgreicher Boxer. Homelland [...lænd] das; -[s], -s (aus
gleichbed. engl. homeland, eigtl. „Heimatland“): (meist
Plur.) in der Republik Südafrika während der Î Apartheid
den verschiedenen farbigen Bevölkerungsgruppen zuge
wiesenes Siedlungsgebiet. Homellearlning [,,,lə:nɪŋ],
auch Home-Lear|ning das; -[s] (aus gleichbed. engl.
home learning zu learning „(das) Lernen“, dies aus
gleichbed. aengl. leornung): Form des Lernens mithilfe
von Telekommunikationsdiensten von zu Hause aus.
Homelpage [,,,peɪdʒ] die; -, -s [,,,dʒɪz] (aus gleichbed.
engl. home page, zu page „Seite“): im Internet über Rech
ner abrufbare grafische Darstellung von Informationen,
Angeboten einer Firma, von Institutionen o.Ä. Homeplate [...pleit], auch Home-Plate das; -[s], -s (aus engl.amerik. home plate „Schlagmal“ zu engl. plate „Platte“):
svw. Homebase
Holmelrilde der; -n, -n (nach dem altgriech. Dichter Ho
mer (8. Jh. v.Chr.) u. zu T...ide): 1. Angehöriger einer alt
griech. Rhapsodengilde auf der Insel Chios, die sich von
Homer herleitete. 2. Rhapsode, der die homerischen Ge
dichte vortrug. ho|me|risch:a) von dem altgriech. Dich
ter Homer stammend, zu seinem dichterischen Werk ge
hörend; b) typisch für den Dichter Homer, in seinen Wer
ken häufig anzutreffen; homerisches Gelächter (nach Stel
len bei Homer, wo von dem „unauslöschlichen Gelächter
der seligen Götter“ die Rede ist): schallendes Gelächter.
Holmelrislmus der; -, ...men (zu T.Jsmus (4)>: homeri
scher Ausdruck, homerisches Stilelement im Werk eines
anderen Dichters
Homelrule [ hoʊm'ru:l] die; - (aus engl. home rule „Selbst
regierung, -Verwaltung“): Schlagwort der irischen Unab
hängigkeitsbewegung. Homelrullers die (Plur.) (aus
gleichbed. engl. home rulers): Anhänger einer, bes. der iri
schen Unabhängigkeitsbewegung. Homelrun [,,,rʌn],
auch Home-Run der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.-ame
rik. home run, eigtl. „Heim-, MallauP“): im Baseball Tref
fer, der es dem Schläger ermöglicht, nach Berühren des
ersten, zweiten u. dritten 2Base das Schlagmal wieder zu
erreichen (Sport). Homelshoplping [,,,ʃɔpɪŋ], auch
Home-Shoplping das; -s (aus gleichbed. engl. home
shopping; vgl. Shopping): Einkäufen per Bestellung von
zu Hause aus (bes. über das îInternet). Homelsitlter
der; -s, - (zu engl. to sit „sitzen“, Analogbildung zu Î Baby
sitter): jmd., der das Haus des Hauseigentümers während
dessen Abwesenheit bewohnt u. bewacht. Home spun
[,,,spʌn] das od. der; -s, -s (aus gleichbed. engl. homespun,
eigtl. „Hausgesponnenes“): grobfädiger, früher handge
sponnener noppiger Wollstoff. Homelstolry [,,,stɔ:rɪ],
auch Home-Sto|ry die; -, -s (zu engl. story, vgl. Sto
ry): mit Fotos versehener Bericht in einer Zeitschrift
o.Ä. über eine [prominente] Person in ihrem häusli
chen, privaten Bereich. Homeltrailner [,,,trɛ:nn], auch
Home-TrailneriZer; -s, -: fest stehendes Heimübungsge
rät (in der Art eines Fahrrades od. eines Rudergerätes)
zum Konditions- u. Ausgleichstraining od. für heilgym
nastische Zwecke. Homelwear[...wea] die; - (zu tWear):
bequeme Kleidung, die man [nur] zu Hause trägt
Ho|mi|let der; -en, -en (aus mlat. homileta „Prediger“ zu
gr. homilêtês „Gesellschafter“): 1. Fachmann auf dem
Gebiet der Homiletik. 2. Prediger. Ho|mi|le|tik die; - (zu
gr. homilêtikë (téchnë) „die Rede(kunst) betreffend“):
Geschichte u. Theorie der Predigt. Ho|mi|le|ti|ker der;
-s, -: a) Homiletik als Studiendisziplin Vermittelnder; b)
svw. Homilet (1). holmille tisch (über gleichbed. spätlat. homileticus aus gr. homiletikös „gesellig, unterhalt-
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sam“>: die Gestaltung der Predigt betreffend, holmilletilsielren (zu Î ...isieren): (veraltet) predigend, in der Art
eines Predigers sprechen. Holmillilar das; -s, -e (aus
gleichbed. mlat. (liber) homiliarius zugr. homilía, vgl. Ho
milie): mittelalterliche Predigtsammlung. Ho|mi|li|a|rium das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. mlat. homiliarium, Neutrum von homiliarius, vgl. Homiliar): (selten)
svw. Homiliar. Holmillie die; -, ...ien (aus kirchenlat. ho
milía „Predigt“, eigtl. „Rede zum Volk“, zu gr. homilía
„das Zusammensein, Gemeinschaft, Unterhaltung“): er
bauliche Bibelauslegung; Predigt über einen Abschnitt
der Bibel (1). Homilopathie die; - (zu gr. homileîn
„zusammen sein" u. t...pathie>: krankhafte Angst beim
Umgang mit Menschen, meist als Folge einer Isolierung
(Psychol.; Med.). Ho|millo|pho|bie die; - (zu t...pho
bie): svw. Homilopathie
Holmilnes [...ne:s]: Plur. von t'Homo. Hominid vgl.
Hominide. Hominide der; -n, -n, auch Hominid der;
-en, -en (zu lat. homo, Gen. hominis „Mensch“ u. t...ide):
Vertreter einer Familie von Lebewesen, die aus dem heu
tigen Menschen u. seinen Vorläufern sowie den Men
schenaffen besteht (Biol.). Homilnin vgl. Hominine.
Homiiniine der; -n, -n, auch Hominin der; -en, -en (aus
nlat. homininae (Plur.), eigtl. „Echtmenschen“): der heu
tige Mensch als Angehöriger einer Unterfamilie der Ho
miniden mit Umformung des Schädels u. Vergrößerung
des Gehirns (Anthropol.). Holmilnilsaltilon die; - (zu
t'Homo u. T...isation): Menschwerdung (im Hinblick auf
die Stammesgeschichte). hominiisielren (zu t...isie
ren): zum Menschen entwickeln. Ho|mi|nis|mus der; (zu t...ismus (1)>: philos. Lehre, die alle Erkenntnis u.
Wahrheit nur in Bezug auf den Menschen u. nicht an sich
gelten lässt, holmilnisltisch (zu t...istisch): 1. den Ho
minismus betreffend, auf ihm beruhend. 2. auf den Men
schen bezogen, nur für den Menschen geltend
Hom|mage[o'ma:J']</¡e;-, -n[,,,ʒn] (aus gleichbed. fr. hom
mage zu homme „Mensch; (Lehns)mann“, dies aus lat.
homo „Mensch, Mann“): a) Huldigung, Ehrerbietung; b)
Veranstaltung, Darbietung als Huldigung für einen Men
schen, bes. einen Künstler; Hommage à ...: Huldigung
für... Homme à Femmes [ɔmafam] der;---- , -s - - [ɔmafam] (aus fr. homme à femmes „Mann für Frauen“):
Mann, der von Frauen geliebt wird, bei ihnen sehr beliebt
ist; Frauentyp. Homme d'Aflfaires [ɔmda'fɛr] der; - -,
-s - [ɔmda'fɛr] (aus gleichbed. fr. homme d’affaire, zu af
faire „Geschäft“, vgl. Affaire): (veraltet) Geschäftsfüh
rer, Haushofmeister. Homme de Lettres [ɔmdəlɛtrə]
der;---- , -s - - [ɔmdə'lɛtrə] (aus gleichbed. fr. homme de
lettres, eigtl. „Mann der Literatur“): Schriftsteller. Hom
me de Quallilté [ɔmdəkali'te] der; —, -s - - [ɔmdəkali'te]
(aus gleichbed. fr. homme de qualité, zu qualité „Stand,
Rang, Würde“ (dies aus lat. qualitas, vgl. Qualität)): (ver
altet) Mann von Stand, Adliger. Homme d'EsIprit [ɔmdɛspri] der; - -, -s - [ɔmdɛspri] (aus gleichbed. fr.
homme d’esprit): (veraltet) geistvoller, geistreicher Mann.
Homme d'État [ɔmde'ta] der; - -, -s - [ɔmde'ta] (aus
gleichbed. fr. homme d’Etat): (veraltet) Staatsmann.
Homimos, auch Homlmusder, auch das; - (aus gleich
bed. arab. hummus, eigtl. „Kichererbsen“): mit Sesam
sauce, Knoblauch, Zitronensaft u. Salz zubereitetes Ki
chererbsenpüree
holmo (zu gr. hornos „gleich, gleichartig, entsprechend“):
Kurzform von Î homosexuell ; Ggs. Î hetero
’Ho|mo¿er; -, ...mines [,,,ne:s] (aus lat. homo, Gen. homi
nis „Mensch“): Frühform des Menschen; der Mensch
selbst als Angehöriger einer Gattung der Hominiden
(Biol.); Homo erectus [- ...k...J: Vertreter einer ausgestor
benen Art der Gattung 'Homo; Homo Faber: der Mensch
mit seiner Fähigkeit, für sich Werkzeuge u. technische
homogenisieren
Hilfsmittel zur Naturbewältigung herzustellen; Homo lu
dens: der Mensch als Spielender; Homo novus [- ...vos]:
Neuling; Emporkömmling; Homo oeconomicus [- oko'no:mikus]: der ausschließlich von wirtschaftlichen
Zweckmäßigkeitserwägungen geleitete Mensch; gelegent
lich Bez. des heutigen Menschen schlechthin (Psychol.,
Soziol.); Homo sapiens [- 'za:piɛns] '.lat.; eigtl. „vernunft
begabter Mensch“): wissenschaftl. Bez. des heutigen
Menschen
2Ho|mo der; -s, -s (verkürzt aus Homosexueller, vgl. ho
mo): homosexueller Mann; Ggs. t Hetero, holmo.... Ho
mo..., vor Vokalen hom..., Hom... (aus gleichbed. gr. ho
mos): Wortbildungselement mit der Bedeutung „gleich,
gleichartig, entsprechend“, z.B. homogen, homorgan,
Homophonie, Homonymie; vgl. homöo..., Homöo... ho
mo..., Homö... vgl. homöo..., Homöo... Holmölarkton vgl. Homöoarkton. holmoiblasltisch* (zu îhomo...
u. gr. blastikös „keimend“): gleichartig ausgebildet (von
Jugend- u. Folgeformen pflanzlicher Organe, vor allem
von Blättern; Biol.). Holmolchrolmie [...k...] die; -,
...ien (zu gr. chroma „Farbe“ u. t2...ie): gleiche Färbung,
Gleichfarbigkeit (z.B. eines Tiers mit der Umwelt; Biol.).
Holmolchrolnie [...k...] die; -, ...ien (zugr. homöchronos
„gleichzeitig“ u. t2...ie): gleichzeitiges Auftreten od. Ein
setzen einer Erscheinung an verschiedenen Punkten der
Erde (z. B. das gleichzeitige Eintreten der Flut in räumlich
getrennten Gebieten; Geogr., Meteor., Meereskunde),
holmoldpnt* (zu thomo... u. gr. odoús, Gen. odóntos
„Zahn“): mit gleichartigen Zähnen ausgestattet (vom Ge
biss der Amphibien, Reptilien u.a. Wirbeltierklassen;
Biol.); Ggs. theterodont. Holmoldonltie* die; - (zu
t2...ie): das Ausgestattetsein mit gleich gestalteten Zäh
nen (vom Gebiss der Amphibien, Reptilien u. anderer
Wirbeltierklassen; Biol.); Ggs. 1 Heterodontie. Holmoemo|ti|olna|li|tät die; -: das emotionale Sich-hingezogen-Fühlen zum gleichen Geschlecht. Holmolerot der;
-en, -en (zu ÎEroten): svw. Homoerotiker, Homosexueller.
Hol moleroltik die; -: auf das eigene Geschlecht gerich
tete tErotik; vgl. Homosexualität. Holmo|ero|ti|ker
c/er; -s, -: jmd., dessen erotisch-sexuelle Empfindungen
auf Partner des gleichen Geschlechts gerichtet sind, homoleroltisch: a) sich zum gleichen Geschlecht aufgrund
sinnlich-ästhetischer Reize hingezogen fühlend; b) svw.
homosexuell. Ho|mo|ero|tis|mus der; -: Empfindungs
weise, deren libidinose Wünsche gleichgeschlechtlich be
zogen, aber oft so gut sublimiert sind, dass sie unbewusst,
latent bleiben, holmolfon usw. vgl. homophon usw. homolgalmeltisch (zu tGamet): Gameten mit stets glei
chem Chromosomensatz erzeugend (Biol.); Ggs. heterogametisch. Homogalmie die; - (zugr. homögamos „zu
sammen verheiratet“; vgl. ...garnie): 1. gleichzeitige Reife
von männlichen u. weiblichen Blütenorganen bei einer
zwittrigen Blüte (Bot.). 2. Gleichartigkeit der Gatten bei
der Partnerwahl (z. B. in Bezug auf Alter, Klasse, Konfes
sion; Soziol.); Ggs. ÎHeterogamie. holmolgen (über
mlat. homogeneus aus gr. homogenes „von gleichem Ge
schlecht“): gleichartig] ; gleichmäßig aufgebaut, einheit
lich, aus Gleichartigem zusammengesetzt; Ggs. Îhetero
gen; homogene Gleichung: Gleichung, in der alle Glieder
mit der Unbekannten gleichen Grades sind u. auf einer
Seite der Gleichung stehen (die andere Seite hat den Wert
null; Math.). Ho|mo|ge|nat das; -[e]s, -e (zu ...at (1)>:
Substanz von gleichartiger Beschaffenheit. Holmolgeni salti on die; -, -en (zu T...isation>: svw. Homogenisie
rung; vgl. ...ation/...ierung. holmolge|ni|sie|ren (zu
Î ...isieren): 1. nicht mischbare Flüssigkeiten (z.B. Fett u.
Wasser) durch Zerkleinerung der Bestandteile mischen
(Chem.). 2. Metall glühen, um ein gleichmäßiges Gefüge
zu erhalten. 3. Organe od. Gewebe zerkleinern (Physiol.).
H
Homogenisierung
568
teronom. Holmolnolmie die; - (zu T'...nomie): gleichar
4. homogen machen. Ho|molge|ni|sie|rung die; -, -en
tige Gliederung eines Tierkörpers mit gleichwertigen Seg
<zu T ...isierung): das Homogenisieren, das Homogenimenten (Biol.); Ggs. THeteronomie (3). holmolnym*
siertwerden; vgl. ...ation/...ierung. Ho|mo|ge|ni|tät die;
(über lat. homonymus aus gr. homönymos „gleichna
- (zu T ...ität): Gleichartigkeit, Einheitlichkeit, Geschlos
mig“): (in Bezug auf zwei Wörter) in Lautung u. Schrei
senheit. Holmolgolnie die; - (zu Thomo... u. T...gonie):
bung übereinstimmend, aber mit stark abweichender Be
Entstehung aus Gleichartigem (Philos.); Ggs. tHeterogodeutung; ein Homonym darstellend (Sprachw.); vgl.
nie. holmolgrad (zu /at. gradus „Schritt; Stufe“): auf
...isch/-. Holmolnym* das; -s, -e: 1. a) Wort, das ebenso
qualitative Unterschiede gerichtet (Statistik); Ggs. Thetewie ein anderes geschrieben u. gesprochen wird, aber ver
rograd. holmolgraf, auch ...graph (zu gr. gráphein
schiedene Bedeutung hat u. sich grammatisch, z. B. durch
„(ein)ritzen, schreiben“): gleich geschrieben, aber anders
Genus, Plural, Konjugation, von diesem unterscheidet,
ausgesprochen, ein Homograf darstellend (Sprachw.).
z.B. der/das Gehalt; die Bänke/Banken; hängen mit den
Holmolgraf, auch ...graphdas; -s, -e (zu Î ...graf): Wort,
starken od. schwachen Formen hing/hängte; sieben
das sich in der Aussprache von einem anderen gleich ge
(Verb)/sieben (Zahl); vgl. Polysem; Homograf; Homo
schriebenen unterscheidet, z.B. Tenor „Haltung“ neben
phon; b) (früher) Wort, das ebenso wie ein anderes lautet
Tenor „hohe Männerstimme“; vgl. Homonym (1 b). Hou. geschrieben wird, aber einen deutlich anderen Inhalt [u.
molgramm das; -s, -e (zu î...gramm): (selten) svw. Ho
eine andere Herkunft] hat, z.B. Schloss (Türschloss u.
mograf.
Gebäude), Ball (Spielzeug u. Tanzveranstaltung;
holmo holmilni lu pus ijat.; „der Mensch (ist) dem Men
Sprachw.). 2. Deckname, der aus einem klassischen Na
schen ein Wolf“): der Mensch ist der gefährlichste Feind
men besteht, z. B. Cassandra = William Neil Connor (Lides Menschen (Grundprämisse der Staatstheorie des
teraturw.). Holmolnylmie* die; - (aus gr. homönymia
engl. Philosophen Th. Hobbes im „Leviathan“)
„Gleichnamigkeit“): die Beziehung zwischen Wörtern,
holmoilo..., Holmoilo... vgl. homöo..., Homöo... holmodie Homonyme sind (Sprachw.). holmo ny misch* (aus
log (aus gr. homólogos „übereinstimmend“): gleich lie
gr. homönymos „gleichnamig“); auf die Homonymie be
gend, gleichlautend; übereinstimmend; entsprechend; ho
mologe Insemination: künstliche Befruchtung mit vom
zogen; vgl. ...isch/Ehemann stammendem Samen (Med.); Ggs. theterologe ho möo..., Holmöo..., vor Vokalen meist homö..., Ho
Insemination; homologe Organe: Organe von entwick
mö... (aus gleichbed. gr. homolos): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „ähnlich, gleichartig“, z. B. homöopa
lungsgeschichtlich gleicher Herkunft, aber mit verschie
thisch, Homöostase; Homöonym. Holmöolarklton das;
dener Funktion (z.B. Schwimmblase der Fische u. Lunge
der Landwirbeltiere; Biol.); homologe Stücke: sich ent
-s, ...ta (zu gr. homoióarktos „gleichartig) anfangend“):
sprechende Punkte, Seiten od. Winkel in kongruenten od.
Stilfigur, bei der die Anlautsilben aufeinanderfolgender
Wörter, Satzglieder od. Sätze gleich lauten, z.B. Mädchen
ähnlichen geometrischen Figuren (Math.); homologe Rei
he: Gruppe chemisch nahe verwandter Verbindungen, für
mähen..., per w'tem ad v/tam (Rhet., Stilk.). holmöodie sich eine allgemeine Reihenformel aufstellen lässt.
blasltisch* (zu Thomöo... u. gr. blastós „Spross, Trieb“):
Holmollog das; -s, -e: ehern. Verbindung einer ThomoloÎ metamorphe Gesteine bezeichnend, deren Gefüge durch
gen Reihe. Holmollolgaltilon die; -, -en (zu î...ation>:
Mineralneubildungen von annähernd gleicher Größe be
(vom Internationalen Automobil-Verband festgelegtes)
stimmt ist (Geol.). holmöolmer (zu T...mer>: Flechten
Reglement, wonach ein Wagenmodell für Wettbewerbs
bezeichnend, bei denen die Algen regellos im T Thallus
zwecke in bestimmter Mindeststückzahl gebaut sein
verteilt sind (Biol.). Holmöolmelrilen die (Plur.) (aus
muss, um in eine bestimmte Wettbewerbskategorie einge
gleichbed. gr. homoioméraiai (Plur.)): gleichartige, quali
stuft zu werden. Holmollolgie r/ie; -, ...ien (aus gr. homo
tativ fest bestimmte ähnliche Teilchen der Urstoffe (bei
logía „Übereinstimmung, Eintracht“): 1. Übereinstim
dem altgriech. Philosophen Anaxagoras), holmöomung des Handelns mit der Vernunft u. damit mit der Na
morph (zu Thomöo... u. T...morph): gleichgestaltig, von
tur (stoische Lehre). 2. Übereinstimmung, Entsprechung
gleicher Form u. Struktur (von Organen bzw. Organtei
von biolog. Organen hinsichtlich ihrer Entwicklungsge
len; Med.). Ho|möo|mor|phis|mus der; - (zu T...ismus
schichte, nicht aber hinsichtlich der Funktion. 3. Überein
(2)>: umkehrbar eindeutige, stetige Abbildung eines Î to
stimmung von Instinkten u. Verhaltensformen bei ver
pologischen Raumes in einen anderen, sodass auch die
schiedenen Tieren od. Tier u. Mensch. ho|mo|lolgie|ren
Umkehrabbildung stetig ist (Geometrie). Holmöolnym*
(zu Î..deren): 1. einen Serienwagen in die internationale
das; -s, -e (zu gr. önyma „Name“): 1. ähnlich lautendes
Zulassungsliste zur Klasseneinteilung für Rennwettbe
Wort od. ähnlich lautender Name, z.B. Schmied werbe aufnehmen (Automobilsport). 2. eine Skirennstre
Schmidt. 2. Wort, das mit einem anderen partiell synonym
cke nach bestimmten Normen anlegen (Skisport). Hoist, das die gleiche Sache wie ein anderes bezeichnet, im
mo|lo|gu|me|non das; -s, ...mena (meist Plur.) (aus gr.
Gefühlswert aber verschieden ist (z.B. Haupt/Kopf;
homologoúmenon „das Übereinstimmende“ zu homoloSprachw.); vgl. Homonym. Holmöolpath der; -en, -en
gouménos „übereinstimmend“, dies zu homologem „das
(zu THomöopathie; vgl. ...path): homöopathisch behan
selbe sagen“): unbestritten zum tKanon (5) gehörende
delnder Arzt. Holmöolpalthie die; - (nach gr. homoioSchrift des Neuen Testaments; vgl. Antilegomenon. Ho
pátheia „ähnliches Verhalten, ähnliche Empfindlichkeit
mo |ly Ise die; -, -n (zu Thomo... u. T ...lyse): Spaltung einer
für etwas“ (entsprechend dem Grundsatz, dass etwas
Atombindung in zwei reaktionsfähige Î Radikale (2;
durch Gleiches geheilt wird); vgl. ...pathie): Heilverfah
Chem.)
ren, bei dem die Kranken mit solchen Mitteln in hoher
Ho|mo|mas|se die; - (zu lat. homo „Mensch“; vgl. 'Ho
Verdünnung behandelt werden, die in größerer Menge bei
mo): T Biomasse des Menschen (Biol.)
Gesunden ähnliche Krankheitserscheinungen hervorru
holmolmorph (zu Thomo... u. Î...morph): Homomorphis
fen; Ggs. T Allopathie, holmöolpalthisch (nach gr. homus aufweisend (von algebraischen Strukturen; Math.),
moiopathês „in ähnlichem Zustand, ähnlich empfin
Holmolmorlphislmus der; -, ...men (zu T...ismus (2)>:
dend“): die Homöopathie anwendend. Ho|möo|plalsie*
spezielle Abbildung einer T algebraischen Struktur in od.
die; - (zu Thomöo..., gr. plássein „formen, bilden“ u.
auf eine andere (Math.), ho mo nom (zu T'...nom>:
T2...ie): organähnliche Neubildung (Med.). Holmöogleichwertig (hinsichtlich der einzelnen Abschnitte bei
plasltik u. Homoplastik die; -, -en: operativer Ersatz ver
Gliedertieren, z.B. bei Regenwürmern; Zool.); Ggs. Theloren gegangenen Gewebes durch arteigenes (z.B. Ver-
569
pflanzen von einem Menschen auf den anderen; Med.);
Ggs. ÎHeteroplastik; vgl. Autoplastik, holmöolpollar:
gleichartig elektrisch geladen; homöopolare Bindung: Zu
sammenhalt von Atomen in Molekülen, der nicht auf der
Anziehung entgegengesetzter Ladung beruht (Phys.). Homöoprophoiron* Tas, -s, ...ra <aus gr. homoiopröphoron „gleich (An)lautendes“): Redefigur, bei der aufeinan
derfolgende Wörter ähnlich od. gleich klingende Laute
haben (z.B. O du, die du die Tugend liebst; Rhet.). Homölppltolton* das: -s, ...ta (aus gr. homoiöptöton „das
gleich Deklinierte“ zu homoiöptötos „im gleichen Kasus
stehend“): Redefigur, bei der ein Wort mit anderen aufei
nanderfolgenden in der Kasusendung übereinstimmt,
z.B. lat. omnibus viribus (Rhet.). Holmölolse die: - (zu
Îhomöo... u. t ',,,ose): das Entstehen von Organen od. Or
ganteilen an atypischer Stelle während der Embryonalent
wicklung od. bei Regenerationsvorgängen (Biol.). Homöloslmie die: - (zu gr. ösmös „Stoß, Schub“ u. (2..,ie>:
das Gleichbleiben des Tosmotischen Druckes im Innern
eines Organs bei schwankendem osmotischem Druck der
Umgebung. Ho|mö|os|taise* die: -, -n, Holmölosltasie" die;-, ...ienu. Ho|mö|osltalsis*Tze;-, ...sen (aus gr.
homoióstasis „Gleichgewicht“; vgl. 2,..ie>: Gleichgewicht
der physiologischen Körperfunktionen; (u. a. durch Re
gulationshormone der Nebennierenrinde aufrechterhal
tene) Stabilität des Verhältnisses von Blutdruck, Körper
temperatur, pH-Wert des Blutes u.Ä. (Med.). Holmölostat* der; -en, -en (zu Thomöo... u. t,,,stat): technisches
System, das sich der Umwelt gegenüber in einem stabilen
Zustand halten kann (Kybern.). ho|möloslta|tisch‘:die
Homöostase betreffend, dazu gehörend. Holmöolteleulton das; -s, ...ta (aus gr. homoiotéleuton „gleich En
dendes“): Redefigur, bei der aufeinanderfolgende Wörter
od. Wortgruppen gleich klingen (z. B. trau, schau [wem]),
holmöoltherm (zu thomöo... u. t...therm): warmblütig,
gleichbleibend warm (von Tieren, deren Körpertempera
tur bei schwankender Umwelttemperatur gleich bleibt,
z.B. Vögel u. Säugetiere); Ggs. Tpoikilotherm. HolmöotherlmieTze, - (zu t2...ie): Warmblütigkeit (Zool.)
holmolphag (zu thomo... u. t...phag): a) nur pflanzliche
od. tierische Nahrung fressend (von Tieren); b) auf nur ei
nem Wirtsorganismus schmarotzend (von Parasiten;
Biol.); Ggs. theterophag. holmolphan (zu gr. phanerös
„sichtbar; offenbar“): gleichkörnig (von Gesteinsgefügen
mit ungefähr gleicher Korngröße ihrer Gemengeteile;
Geol.). holmolphil (zu ( ...phil): svw. homosexuell. HomolphilleTer u. die: -n, -n: svw. Homosexuelle. Holmophi lie die; - (zu (...philie): svw. Homosexualität, homolphob (zu t...phob (b)>: eine ausgeprägte Abneigung
gegen ÎHomosexualität habend, zeigend (Psychol.). HomolpholbieTze; -, ...ien (zu î...phobie): ausgeprägte Ab
neigung gegen tHomosexualität (Psychol.), holmophon,aueh ...fon (ausgʃ. homöphönos „gleichstimmig“):
1. gleichstimmig, melodiebetont, in der Kompositionsart
der Homophonie; Ggs. tpolyphon (2). 2. gleichlautend
(von Wörtern od. Wortsilben; Sprachw.); vgl. ...isch/-.
Ho|mo|phon,auch ...fon das; -s, -e: Wort, das mit einem
anderen gleich lautet, aber verschieden geschrieben wird
(z. B. Lehre - Leere); vgl. Homograf, Homonym. Holmopholnie, auch ...fonie die; - (aus gr. homophönia
„Gleichklang“): Satztechnik, bei der die Melodiestimme
hervortritt, alle anderen Stimmen begleitend zurücktreten
(Musik); Ggs. (Polyphonie; vgl. Harmonie u. Monodie,
holmolpholniseh,aueh ..Tonisch: auf die Homophonie
bezogen; vgl. ...isch/-. Holmolpla|sie‘i/ze, - (zugr. plässein „bilden, formen“ u. (2,..ie): falsche (Homologie (2);
Übereinstimmung von Organen, die auf gleichartiger An
passung an ähnliche Lebensbedingungen beruht. Holmoplasltikvgl. Homöoplastik. Ho|molple|ro|te* die; -, -n
Homotropie
(zu gr. plerötüs „der Füllende“): Linie, die Orte mit
gleichzeitigem Eintritt des Hochwassers verbindet (Mete
or.). ho|mo|po|lar: magnetisch gleichpolig (auf elektri
sche Maschinen bezogen). Ho|mop|te|ren* die (Plur.)
(aus gr. homóptera „Gleichflügler“): Pflanzensauger, ei
ne Gruppe der Insekten (z.B. Blattläuse u. Zikaden;
Zool.). holmorlgan*: mit dem gleichen Artikulationsor
gan gebildet (von Lauten, z.B. b.p). Ho|mor|ga|ni|tät*
die; - (zu t...ität): (Assimilation (1), Angleichung der Ar
tikulation eines Lautes an die eines folgenden, z. B. mittelhochdt. izzbiʒ gegenüber neuhochdt. Imbiss. Holmorlrhizie die; - (zu gr. rhiza „Wurzel“ u. t2...ie): Bildung der ers
ten Wurzeln seitlich am Spross (Hauptwurzel wird nicht
gebildet; bei Farnpflanzen; Bot.); Ggs. I Allorrhizie. HomolseisIteTZe; -, -n (meist Plur.) (zugr. seistós „erschüt
tert“): Linie, die Orte gleichzeitiger Erschütterung an der
Erdoberfläche (bei Erdbeben) verbindet. ho|mo|sem(zu
gr. sema „Zeichen“): svw. synonym. Ho|mo|se|xu|a|lität [auch ho:...] die; -: sich auf das eigene Geschlecht
richtendes Geschlechtsempfinden, gleichgeschlechtliche
Liebe (bes. von Männern); Ggs. 1 Heterosexualität, homo|se|xu|ell [auch ho:...]: a) gleichgeschlechtlich emp
findend (bes. von Männern), zum eigenen Geschlecht
hinneigend; Ggs. (heterosexuell; b) für Homosexuelle u.
deren Interessen bestimmt, z.B. homosexuelle Literatur.
Holmolselxulellle [auch ho:...] der u. die: -n, -n: homo
sexuelle männliche bzw. weibliche Person. Holmolskedasltilziltät* die; -, -en (zu gr. skedastikós „zum Zer
streuen gehörend“ u. 1 ...izität >: Gleichheit bzw. nicht sig
nifikante Ungleichheit in der Streuung der Ergebnisse von
Stichproben in Bezug auf die der Erhebung zugrunde lie
gende statistische Gesamtheit (Statistik). Holmolsphäre* die; -: sich von den darüber liegenden Luftschichten
abgrenzende untere Erdatmosphäre, die durch eine nahe
zu gleiche Zusammensetzung der Luft gekennzeichnet ist
(Meteor.); Ggs. (Heterosphäre, holmosltaldilal*: geo
grafisch unterschiedliche Funde in gerätekundlicher Hin
sicht betreffend (ohne Rücksicht auf ihre absolute Zeit
stellung; Archäol.). holmosltyl* (zu gr. stylos „Säule;
Stiel“): die Blütennarben aller Individuen einer Art auf
der gleichen Höhe wie die Staubbeutel aufweisend, gleich
griffeiig (von Blüten; Bot.); Ggs. (heterostyl. Holmostyllie* die; - (zu f2...ie): Blütenausbildung, bei der die
Narben der Blüten aller Individuen einer Art immer auf
der gleichen Höhe wie die Staubbeutel stehen, Gleichgriffeligkeit (Bot.); Ggs. 1 Heterostylie. holmolsylllabisch: derselben Silbe angehörend (von Lauten;
Sprachw.); Ggs. theterosyllabisch. holmoltax (zu gr. ta
xis „Anordnung, Aufstellung“): gleichwertig, aber nicht
gleichzeitig entstehend (Geol.). ho|mo|the|tisch (zu gr.
tithénai „setzen, stellen, legen“): svw. synthetisch, homolthym (zu gr. thymos „Gemüt“): seelisch ausge
glichen (von einem Verhaltenstyp; Anthropol.). Holmotolpiez/z'e; -, ...ien (zu gr. topos „Ort“ u. t2...ie): spezielle
stetige Abbildung in topologischen Räumen (Math.). Homo|tolxi|ko|lolgie die; - (zu (toxiko... u. (...logie): na
turheilkundliche Lehre, die alle Krankheitserscheinungen
im menschlichen Organismus auf die Wirkung von Homo
toxinen zurückführt. Ho|mo|to|xin das; -s, -e (zu (To
xin): auf den menschlichen Organismus wirkendes (To
xin. Holmoltranslplanltat das; -[e]s, -e: von einem in
Bezug auf den Empfänger homologen Spender stammen
des Transplantat (Med.). Holmoltranslplanltaltilon
die; -, -en: svw. Homöoplastik, holmoltrop* (zu
(...trop): 1. homoerotisch, homosexuell, zum eigenen Ge
schlecht hingewendet (Psychol.). 2. gleich gerichtet, in die
gleiche Richtung verlaufend (von ehern. Eigenschaften;
Chem.). Holmoltrolpie* die; - (zu (...tropie): 1. das ho
moerotische, homosexuelle Hingewendetsein zum eige
570
homotyp
nen Geschlecht (Psychol.). 2. gleiche Ausrichtung von
chem. Eigenschaften (Chem.). holmoltyp <zu lat. typus,
vgl. Typ): mit einem Gegenstück auf der anderen Körper
seite (von Organen; Biol.). Ho|mo|usi|a|ner der: -s, - (zu
tHomousie u. t...aner): Anhänger der Homousie. Homö usi a ner der; -s, - (zu tHomousie u. t...aner): An
hänger der Homöusie. Holmolusie die; - (aus gleichbed.
spätgr. homoousia zu gr. homooúsios „wesensgleich“):
Wesensgleichheit von Gottvater u. Gott Sohn. Holmöusie die; - (aus gleichbed. spätgr. homoiousia zu gr. homoioúsios „wesensähnlich“): Wesensähnlichkeit zwi
schen Gottvater u. Gott Sohn (Kompromissformel im
Streit gegen den Î Arianismus). ho|mo|usi|os (ausgr. ho
mooúsios „wesensgleich“): zentraler Begriff der christologischen Auseinandersetzungen des 2./3. Jh.s, der die
Wesensidentität von Gottvater u. Gott Sohn aussagt, homoviltal [...v...]: aus lebender homologer Materie beste
hend (z. B. von Transplantaten; Biol., Med.), holmolzellullär: svw. homovital. ho|mo|zen|trisch‘: von einem
Punkt ausgehend od. in einem Punkt zusammenlaufend
(von Strahlenbündeln), holmolzerk (zu gr. kérkos
„Schwanz“) : eine äußerlich symmetrisch, anatomisch je
doch unsymmetrisch ausgebildete Schwanzflosse (bei den
meisten Knochenfischen) bezeichnend (Zool.). holmozylgot (zu gr. zygötös „verbunden“; vgl. Zygote): mit
gleichen Erbanlagen versehen; reinerbig (von Individuen,
bei denen gleichartige mütterliche u. väterliche Erbanla
gen Zusammentreffen; Biol.); Ggs. theterozygot. Holmozy go tie die; - (zu î2...ie>: Erbgleichheit von Organis
men, die aus einer IZygote von Keimzellen mit gleichen
Erbfaktoren hervorgegangen sind (Biol.); Ggs. ÎHeterozygotie. holmolzylklisch* [auch ..,'tSYk...]: svw. isozy
klisch (2)
Holmunlkulus der; -, Plur. ...lusse od. ...li (aus lat. ho
munculus „Menschlein“, Verkleinerungsform von homo,
vgl. 'Homo): künstlich erzeugter Mensch
Ho|nan|sei|de die; -, -n (nach der chines. Provinz Honan):
Rohseide, Seidengewebe aus Tussahseide mit leichten Fa
denverdickungen
holnen (aus gleichbed. engl. to hone): ziehschleifen (Ver
fahren zur Feinbearbeitung von zylindrischen Bohrungen,
das die Oberfläche bei hoher Mess- u. Formgenauigkeit
glättet)
holnesltas pu bli ca* [- ...ka] (lat.; „öffentliche Achtbar
keit“): guter Ruf, hohes Ansehen, holnett (über/r. hon
nête aus gleichbed. lat. honestus); anständig, ehrenhaft,
rechtschaffen
Holney [hʌnɪ] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. honey, eigtl.
„Honig“): Schätzchen, Liebling, Süße(r). Holneylmoon
[,,,mu:n] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. honeymoon, eigtl.
„Honigmond“): Flitterwochen
Hong das; -[s], -s (aus gleichbed. cAZn. hong): 1. chines. Gil
de, Kaufmannszunft. 2. chines. Bez. für Waren- od. Han
delshaus, bes. für den Geschäftsverkehr mit Fremden
Honlgroise* [ögr'oaz] die; -, -n [...zn] (aus gleichbed. fr.
hongroise, eigtl. „Ungarin“): ein ungarischer Tanz
holni (bzw. honni, honny) soit qui mal y pense [ɔnisoakimali'pa:s] (fr.(-engL); „Verachtet sei, wer Arges dabei
denkt“ (nach dem Wahlspruch des Hosenbandordens, des
höchsten engl. Ordens, der seine Stiftung angeblich einem
galanten Zwischenfall verdankt)): nur ein Mensch, der et
was Schlechtes dabei denkt, wird hierbei etwas Anstößi
ges finden
Honlkyltonk ['hɔŋkɪtɔŋk] das; -[s], -s (aus amerik. honkytonk „Bude, Schuppen“): Bez. für kleine Kneipen in den
Südstaaten der USA, in denen die unteren Bevölkerungs
schichten verkehren. Hon|ky|tonk|stil der; -[e]s: Spiel
weise der in den Honkytonks beschäftigten Blues- u. Rag
timepianisten
[ɔnɛ'tɔm] der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
honnête homme): (veraltet) ehrenhafter Mann. Hon
neurs [(h)ɔ'no:ns] die (Plur.) (aus gleichbed. fr. honneurs,
Plur. von honneur „Ehre“, dies aus gleichbed. lat. honor):
1. Ehrenbezeigungen, Ehrenerweisungen; die Honneurs
machen: die Gäste willkommen heißen (bei Empfängen).
2. das Umwerfen der mittleren Kegelreihe beim Kegeln.
3. höchste Karten bei Î Whist u. îBridge
honlni (bzw. honny) soit qui mal y pense vgl. honi soit
qui mal y pense
ho|no|ra|bel (aus gleichbed. lat. honorabilis zu honorare,
vgl. honorieren): (veraltet) ehrenvoll, ehrbar. Holnolrant
der; -en, -en (aus gleichbed. it. onorante, Part. Präs, von
onorare, dies aus lat. honorare, vgl. honorieren) : jmd., der
einen Wechsel anstelle des Bezogenen annimmt od. zahlt
(vgl. honorieren); vgl. Intervention. Holnolrar das; -s, -e
(aus Zai. honorarium „Ehrensold“): Vergütung für freiod. nebenberufliche wissenschaftliche, künstlerische o.ä.
Tätigkeit. Ho|no|rar|pro|feslsor der; -s, -en: a) (ohne
Plur.) Ehrentitel für einen nicht beamteten Universitäts
professor; Abk.: Hon.-Prof. ; b) Träger dieses Titels. Honolrat der; -en, -en (aus gleichbed. it. onorato, Part. Perf.
von onorare, dies aus lat. honorare, vgl. honorieren; Bed.
2 zu lat. honoratus, vgl. Honoratior); 1. jmd., für den ein
Wechsel bezahlt wird; vgl. Intervention. 2. (veraltet) Ge
lehrter, Inhaber eines Ehrenamtes. Ho|no|ra|ti|or
¿/er;...oren, ...oren (meist Plur.) (zu lat. honoratior, Kom
parativ von honoratus „geehrt“): 1. Person, die unentgelt
lich in gemeinnützigen Organisationen tätig ist [u. auf
grund ihres sozialen Status Einfluss ausübt]. 2. angesehe
ner Bürger, bes. in kleineren Orten. Ho|no|ra|ti|o|rende molkraltie* die; -: Demokratie (bes. im 19. Jh.), in
der die Politiker vorwiegend dem Besitz- bzw. dem Bil
dungsbürgertum entstammten. Ho|nolra|ti|o|ren|partei die; -: (im 19. Jh. in Deutschland) politische Partei, de
ren Mitglieder od. maßgebliche Führungsgruppen vor
wiegend dem Besitz- bzw. Bildungsbürgertum entstamm
ten. holnolrielren (aus lat. honorare „ehren; belohnen“;
Bed. 3 aus it. onorare): 1. ein Honorar zahlen; vergüten. 2.
anerkennen, würdigen, durch Gegenleistungen abgelten.
3. einen Wechsel annehmen, bezahlen (Wechselrecht).
Holnolrielrung die; -, -en (Plur. selten) (zu I...ierung):
das Honorieren, das Honoriertwerden, holnglrig (zu lat.
honor „Ehre“): 1. ehrenhaft. 2. freigebig, holnolris cau
sa [- 'kauza] (lat.y. ehrenhalber; Abk.: h. c.;Doktor hono
ris causa: Doktor ehrenhalber; Abk.: Dr. h. c. (z.B. Dr.
phil. h. c.). Ho|no|ri|tät die; -, -en (zu t...ität): 1. (ohne
Plur.) Ehrenhaftigkeit. 2. Ehrenperson. Holnorltalge
[.. ,ʒə] die; -, -n (französierende Bildung zu fr. honorer „be
zahlen; Wechsel einlösen“ u. 1 ...age): nach dem Verfall ei
nes Wechsels gewährte Zahlungsfrist. Ho|nou|ralble
[ɔnərəbl] (zu engl. honourable „ehrenwert“, dies über
(alt)fr. honorable aus lat. honorabilis): Hochwohlgeboren
(engl. Ehrentitel); Abk.: Hon.
’Honlved u. Honlvéd ['hɔnve:d] der; -s, -s (aus ung. honvéd „Vaterlandsverteidiger“): ungarischer [freiwilliger]
Landwehrsoldat. 2Hon|ved u. Honlvéd die: - (zu t'Honved): (1919-1945) die ungarische Armee
Hook [hok] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. hook, eigtl. „Ha
ken“): 1. a) Haken (im Boxsport); b) Schlag, bei dem der
Ball in einer der Schlaghand entgegengesetzten Kurve
fliegt (Golf); c) Technik im 1 Bowling, bei der die Kugel
zuerst gerade läuft u. dann links vor dem Kegelstand ein
schwenkt. 2. hakenartiges Ansatzstück an Kunstarmen
zum Greifen u. Halten (Med.), hooked [hokt] (engl.;
eigtl. „festgehakt“, Part. Perf. von to hooke, vgl. hooken):
(Jargon) von einer harten 1 Droge (1) abhängig, hoolken
['hʊkn] (aus gleichbed. engl. to hooke, eigtl. „(fest)haken“>: einen Hook (lb) spielen
Honlnêtelhomme
571
['hokə] der; -s, - <aus gleichbed. engl. hooker zu
niederl. hoeker „Huker, Boot mit Angeln“): kleines fla
ches Fischerboot
2Hoo|ker ['hokə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. hooker zu
hook, vgl. Hook): 1. Golfspieler, dessen Spezialität der
Hook (lb) ist. 2. der zweite u. dritte Stürmer (beim TRugby), der beim Gedränge in der vorderen Reihe steht.
Hooklshot [...Jot] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik.
hook shot, eigtl. „Hakenwurf“): meist im Sprung ausge
führter Korbwurf (beim Î Basketball 1), bei dem der Ball
mit seitlich ausgestrecktem Arm über dem Kopf aus dem
Handgelenk geworfen wird. Hooklspin [...spin] der; -s, -s
(zu engl. spin, vgl. Spin): mit TEffet geschlagener Golfball
Hoollilgan ['hu:lɪgn] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. hooli
gan): gewalttätiger, roher Mensch, Rowdy; Randalierer
(bes. bei Massenveranstaltungen). Hoo|li|ga|nis|mus
der; - (aus gleichbed. engl. hooliganism; vgl. ...ismus (5)>:
Rowdytum
Hoo|te|nan|ny ['hu:tənænɪ] die; -, -s, auch der od. das; -[s],
-s (aus gleichbed. engl.-amerik. hootenanny (Herkunft
unsicher)): [improvisiertes] gemeinsames Volksliedersingen
’Hop der; -s, -s (aus engl. hop „Hüpfer“): in der Leichtath
letik erster Sprung beim Dreisprung; vgl. Jump (1), Stepp
(1). 2Hop das; -[s], -s (aus engl. -amerik. hop „kurze Reise,
Trip“; vgl. 'Hop): Dosis ÎMorphium od. GHeroin
Ho pak vgl. Gopak
Holpelit [auch ... it] der; -s, -e (nach dem schottischen Che
miker Th. C. Hope (t 1844) u. zu T2...it>: ein farbloses bis
hellgelbes Mineral
Hopelwelllkutltur [houpwol...] die; - (nach dem Fundort,
der Farm von C. Hopewell in Ohio (USA)); vorgeschicht
liche indianische Kultur Nordamerikas, 200 v. Chr. bis
400 n.Chr.
Hoplkins-Test ['hɔpkɪnz...] der; -[e]s, Plur. -s, auch -e
(nach dem engl. Biochemiker F. G. Hopkins (1861-1947)
u. zu ÎTest) : Untersuchungsmethode zum Nachweis u. zur
quantitativen Bestimmung von Harnsäure im Urin (Med.)
Holpleltik* die; - (zu gr. hoplem „ausrüsten“ u. î2...ik (1)):
(veraltet) Waffen-, Bewaffnungslehre. Holplit der; -en,
-en (über lat. hoplites aus gleichbed. gr. hoplites, eigtl.
„Schildträger“); schwer bewaffneter Fußsoldat im alten
Griechenland. Holpliltes der; -, ...ten (aus nlat. hoplites,
nach der Ähnlichkeit mit einem Schild; vgl. Hoplit): ver
steinerter î Ammonit (wichtiges Leitfossil der Kreidezeit;
Geol.). Holplolmach der; -[e]s, -en (zu gr. hóplon „Rüst
zeug, Kriegsgerät“ u. máchesthai „kämpfen“): in voller
Rüstung kämpfender Gladiator im alten Rom. Holplomalchie die; - (zu t2...ie): Kampf in voller Rüstung (in
der Antike)
Ho|plo|me|ter* das; -s, - (zu gr. hoplé „Huf“ u. t'...meter,
eigtl. „Hufmesser“): (veraltet) Gerät zum genauen Mes
sen des Pferdehufes. Holplolmeltrie die; - (zu t,..metrie): (veraltet) Hufmessung
Holplolthek* <7ze; -, -en (zu gr. hópla (Plur. von hóplon,
vgl. Hoplomach) „Waffen“ u. t...thek): (veraltet) Waffen
lager, Rüstkammer
Hoquelton [ɔk tð:] der; -s, -s [,,,'tð:s] (aus gleichbed. fr.
hoqueton, dies aus arab. al-qutun „Baumwolle“; vgl. Cot
ton): (veraltet) gestickter Waffenrock
Holqueltus vgl. Hoketus
holra (jat.; „Stunde“): als Zeichen (h) in Abkürzungen von
Maßeinheiten, z.B. kWh [= Kilowattstunde], u. als Zeit
angabe, z. B. 6 h od 61’ [= 6 Uhr], Holra, auch Höre die; -,
Horen (meist Plur.) (aus gleichbed. kirchenlat. hora, eigtl.
„Zeit, Stunde“, vgl. 2Horen>: a) Gebetsstunde, bes. eine
der acht Gebetszeiten des Stundengebets in der kath. Kir
che; vgl. Brevier; b) kirchliches Gebet zu verschiedenen
Tageszeiten
’Hoolker
horizontieren
die; -, -s (aus gleichbed. rumän. horä, dies aus gr.
choros „Reigen“): I. vgl. Horra. 2. a) rumän. Volkstanz;
b) ländliche Tanzveranstaltung mit rumän. Volkstänzen
Holrálkovlkulltur ['hɔra:kɔf...] die; - (nach Funden aus ei
nem Grabhügel bei Horäkov in der Nähe der tschech.
Stadt Brünn): südmährische Kulturgruppe der östlichen
Hallstattkultur (Kultur der älteren Eisenzeit, etwa 7.-5.
Jh. v. Chr.)
Ho|ra|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. kirchenlat.
horarium zu lat. hora, vgl. 'Hora): Stundenbuch, Gebet
buch für Laien
Horldelin ito; -s (zu lat. hordeum „Gerste“ u. t...in (1)):
Eiweißkörper in der Gerste. Horldelnin das; -s
(Kunstw.): bes. in Malzkeimen enthaltenes Alkaloid
(Herzanregungsmittel). Horldelollum das; -s, ...la (aus
mlat. hordeolum „Gerstenkorn“, Verkleinerungsform
von lat. hordeum „Gerste“): Gerstenkorn; Drüsenabs
zess am Augenlid (Med.)
Holre vgl. 'Hora. ’Holren: Plur. von t'Hora. 2Holren die
(Plur.) (über lat. Horae aus gr. Hörai, personifizierter
Plur. von höra „Jahreszeit, Stunde, rechte Zeit“): griech.
Göttinnen der Jahreszeiten u. der [sittlichen] Ordnung
Ho Irislmus der; - (zu gr. horizein „begrenzen“ (dies zu
hóros „Grenze“) u. Î...ismus (2)>: (veraltet) Begrenzung,
Begriffsbestimmung. Holrilzpnt der; -[e]s, -e (über lat.
horizon, Gen. horizontis, aus gleichbed. gr. horizon,
eigtl. „begrenzender Kreis)“): 1. Begrenzungslinie zwi
schen dem Himmel u. der Erde; wahrer Horizont:
Schnittlinie einer senkrecht zum Lot am Beobachtungs
ort durch den Erdmittelpunkt gelegten Ebene mit der
(unendlich groß gedachten) Himmelskugel (Astron.); na
türlicher Horizont: sichtbare Grenzlinie zwischen Him
mel u. Erde; künstlicher Horizont: spiegelnde Fläche
(Quecksilber) zur Bestimmung der Richtung zum Zenit
(Astron.). 2. Gesichtskreis; geistiger Bereich, den jmd.
überblickt u. in dem er ein Urteilsvermögen hat; geistiges
Fassungsvermögen. 3. kleinste Einheit innerhalb einer
Î Formation (5), räumlich die kleinste Schichteinheit,
zeitlich die kleinste Zeiteinheit (Geol.). 4. Schnittgerade
der vertikalen Zeichenebene mit der Ebene, die zur abzu
bildenden horizontalen Ebene parallel verläuft (in der
Perspektive). ho|ri|zon|tal (zu T'...al (1)): 1. waagerecht.
2. liegend; das horizontale Gewerbe: (ugs.) Prostitution.
Holrilzonltalle die; -, -n (drei -n, auch: -) (zu f ...ale): 1.
a) waagerechte Gerade; Ggs. ÎVertikale; b) waagerechte
Lage. 2. (ugs.) Prostituierte. Holrilzonltallfrelquenz
die; -, -en: Anzahl der in einer Sekunde übertragenen
Zeilen (Fernsehtechnik). Ho|ri|zon|tal|in|ten|si|tät
die; - : Stärke des Erdmagnetfeldes in waagerechter Rich
tung. Holrilzonltalliltät die; - (zu Î ...ität): waagerechte
Lage. Ho|ri|zonltal|kon|zern der; -[e]s, -e: Konzern,
der Unternehmen der gleichen Produktionsstufe um
fasst; Ggs. ÎVertikalkonzern. Holrilzonltallpenldel
das; -s, - : Pendel, das um eine nahezu vertikale Drehach
se in einer nahezu horizontalen Ebene schwingt. Holrizon|tal|pro|jek|tilon die; -, -en: Art des Kartennetz
entwurfs (Kartografie). Ho|ri|zon|tal|seis|mo|me|ter
das; -s, - : Gerät zur automatischen Aufzeichnung der ho
rizontalen ÎKomponente einer Bodenbewegung. Holrizonltallsysltem das; -s: den Längen- u. Breitengraden
auf der Erde vergleichbare Art, durch Zahlenpaare den
astronomischen Ort eines Gestirns an der Himmelskugel
festzulegen. Holri|zon|ta|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (zu
îHorizont u. T...arium>: waagerecht durchschnittene
Halbkugel als Anschauungsgegenstand in der Î Geogra
fie. ho|ri|zon|tie|ren (zu Î..deren): 1. a) die verschiede
ne Höhenlage eines Horizonts (3) einmessen; b) einen
Horizont (3) mittels Leitfossilien u. a. zeitlich einstufen
(Geol.). 2. die Achsen von geodätischen Messinstrumen-
2Ho Ira
572
hormisch
ten in waagerechte u./od. senkrechte Lage bringen (Geo
däsie)
horlmisch <zu gr. hormë „Antrieb, Drang; Eifer“): trieb
haft zielgerichtet, zweckgeleitet (vom menschlichen u. tie
rischen Verhalten; Psychol.). Horlmon das; -s, -e (zu gr.
hormän „in Bewegung setzen, antreiben, anregen“): kör
pereigener, von den Drüsen mit innerer Sekretion gebilde
ter u. ins Blut abgegebener Wirkstoff (Med.); vgl. Inkret.
horlmolnal, auch horlmolnell (zu T...al (1) bzw. ...eil):
aus Hormonen bestehend, auf sie bezüglich (Med.); vgl.
...al/...eil. Horlmonlimlplanltaltilon die; -, -en: Ein
pflanzung kleiner Hormontabletten unter die Haut
(Med.). Horlmonlprälpalrat das; -s, -e: Medikament
aus künstlich gewonnenem Hormon als Ersatz bei fehlen
der od. unzureichender Produktion von Hormonen
(Med.). Hor|mon|pro|duk|ti|on die; -, -en: Produktion
von Hormonen in innersekretorischen Drüsen, in Zellen
u. Geweben (Physiol.). Hör monlthelralpie die; -, -n
[,,,i:ən]: medizinische Behandlung mit Hormonpräpara
ten zum Ausgleich überschüssiger od. mangelnder eigener
Hormone, auch bei Entzündungen u.a. Horlmolpalthie
die; -, ...jen (zugr. horme „Antrieb, Drang“ u. T...pathie):
organisch od. psychisch-funktionell bedingte Störung von
Antrieb u. 1 Affekt (Psychol.)
Hornlback ['hɔ:nbæk] das od. der; -s, -s (aus engl. horn
back, eigtl. „Hornrücken“): verhornter Rücken einer
Krokodilhaut, der durch Abschleifen eine besonders aus
geprägte Maserung zutage treten lässt u. hauptsächlich
für Luxusartikel der Lederwarenindustrie verwendet wird
Höri nelsit [auch ... zit] der; -s, -e (nach dem österr. Paläon
tologen M. Hoernes (t 1868) u. zu T2...it): ein weißes, was
serhaltiges Mineral
Horlnilto der; -s, -s (aus gleichbed. span, hornito, eigtl.
„Öfchen“, Verkleinerungsform von horno „Ofen“ (von
dem dt. Naturforscher A. v. Humboldt (1769-1859) einge
führt)): kegelförmige Aufwölbung über Austrittsstellen
dünnflüssiger Lava
Hornlpipe ['hɔ:npaɪp] die; -, -s (aus gleichbed. engl. horn
pipe, eigtl. „Hornpfeife“): 1. Blasinstrument, dessen bei
de Enden (Schallbecher u. Windbehälter) aus Horn beste
hen. 2. alter engl. Tanz im 3/r oder 4/4-Takt
Holrollog das; -s, -e (zu ÎHorologion): svw. Horologion
(1). Ho|ro|lo|gi|on das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed.
gr. hörolögion): 1. [antiker] Stundenanzeiger (z.B. Son
nen-, Sanduhr). 2. liturgisches Buch mit den Texten für
die Stundengebete der orthodoxen Kirche. ho|ro|logisch: (veraltet) Uhren betreffend. Hoirollglgilum das;
-s, ...ien [...ian] (aus spätlat. horologium „Stundenanzei
ger, Uhr“): svw. Horologion. Ho|ro|me|ter das; -s, - (zu
gr. höra bzw. lat. hora „Stunde“ u. Α...meter): (veraltet)
Stundenmesser. Horometrie* die; - (zu f...metrie):
(veraltet) Stundenmessung. ho|ro|me|trisch* (zu
Î...metrisch): (veraltet) der Stundenmessung dienend, zu
ihr gehörend
Holroplter*der; -s (zu gr. höros „Grenze“ u. opter „Spä
her“): kreisförmige horizontale Linie, auf der alle Punkte
liegen, die bei gegebener Augenstellung mit beiden Augen
nur einfach gesehen werden (Med.)
Holrolskop* das; -s, -e (aus spätlat. horoscopium „Instru
ment zur Ermittlung der Planetenkonstellation bei der
Geburt eines Menschen“, dies aus gleichbed. gr. höroskopeion, eigtl. „Stundenseher“): a) schematische Darstel
lung der Stellung der Gestirne zu einem bestimmten Zeit
punkt als Grundlage zur Schicksalsdeutung; b) Voraussa
ge über kommende Ereignisse aufgrund von Sternkonstel
lationen; c) Aufzeichnung des Standes der Sterne bei der
Geburt, Kosmogramm (Astrol.). ho|ro|sko|pie|ren (zu
t..deren): ein Horoskop stellen, holrolskolpisch: das
Horoskop betreffend, darauf beruhend
u. Hora die; -, -s (über gleichbed. neuhebr. hörä aus
gr. choros „Reigen“): jüdischer Volkstanz
horlrend (aus gleichbed. lat. horrendus): 1. (emotional) je
des normale Maß überschreitend, sodass es entsprechen
de Kritik hervorruft. 2. (veraltet) durch seinen geistigen
Gehalt Entsetzen erregend, horlrjlbel (aus gleichbed. lat.
horribilis): (veraltet) 1. als Erlebnis, Mitteilung grauener
regend, grausig, furchtbar. 2. svw. horrend (1). horlrilbile dicltu [...le 'dɪktu] {lat.; „schrecklich zu sagen“): es ist
furchtbar, dies sagen zu müssen; Gott sei’s geklagt. Hörri|bi|li|tät die: -, -en (Plur. selten) (aus gleichbed. spätlat.
horribilitas, Gen. horribilitatis): (veraltet) Schrecklich
keit, Furchtbarkeit. Horl ri Ipi lia Itio die; - (aus gleichbed.
spätlat. horripilatio zu lat. horrere „emporstarren, sich
emporsträuben“ u. pilus „Haar“): das Sichaufrichten, Sichemporsträuben der kleinen Hauthaare (z. B. bei Gänse
haut; Med.). Horlror der; -s (aus gleichbed. lat. horror):
auf Erfahrung beruhender, schreckerfüllter Schauder,
Abscheu, Widerwille [sich mit etwas zu befassen). Horrorfilm der; -[e]s, -e: Kinofilm mit sehr grausamem od.
gruseligem Inhalt. Hor|rorlli|telra|tur die; -, -en: litera
rische Werke aller Gattungen, die Unheimliches, Gräuel
taten u.Ä. darstellen. Horlroijtrip der; -s, -s: 1. a) Reise
voller Schrecken; Schreckensfahrt; b) schrecklicher Vor
gang; schreckliches Ereignis. 2. Drogenrausch nach dem
Genuss von starken Drogen (LSD, Heroin o.Ä.) mit
Angst- u. Panikgefühlen. Hprlror Va cui [- va:kui] der; - (aus gleichbed. nlat. horror vacui (zu lat. vacuus
„leer“)): Angst vor dem Leeren (von Aristoteles ausge
hende Annahme, die Natur sei überall um Auffüllung ei
nes leeren Raumes bemüht; Philos.)
hors [ɔr] {fr.; aus lat. deforis „von außen“, foris „drau
ßen“): (veraltet) außerhalb; ausgeschlossen, ausgenom
men. hors conlcours [ɔrkð'ku:r] {fr.); außer Wettbe
werb. Horsld'œulvre* [ɔr'do:vr(ə), fr. ɔr'dæ:vr] das; -s
[,,,vrə, fr. ...vr], -s [...vra, fr.... vr] (aus gleichbed. fr. horsd’œuvre, eigtl. „Beiwerk“, zu hors (dies aus lat. deforis)
„von außen“ u. lat. opera „Arbeit, Werk“): appetitanre
gendes kaltes od. warmes Vor- od. Beigericht
Horse [hɔ:s] das; - (aus gleichbed. engl.-amerik. horse,
eigtl. „Pferd“): (Jargon) Heroin. Horselpowler
['hɔ:spaʊə] die; -, - (aus engl. horsepower „Pferdestärke“):
in Großbritannien verwendete Einheit der Leistung ( =
745,7 Watt), Pferdestärke; Abk.: h. p. (früher HP).
Horselpowler hour [- 'aʊə] die; - -, - -s (zu engl. hour
„Stunde“): in Großbritannien übliche Einheit der mecha
nischen Arbeit (= 1,013 Pferdestärken je Stunde); Abk.:
h. p. hr.
Horslforldit [auch ... dit] der; -s, -e (nach dem amerik.
Chemiker E. N. Horsford (f 1893) u. zu t2...it): ein silber
weißes Mineral
Horltaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. hortatio zu hor
tare, vgl. hortieren): (veraltet) Ermunterung, Ermahnung,
horltaltiv (aus gleichbed. lat. hortativus): (veraltet) auf
munternd, ermahnend. Horltaltiv der; -s, -e [,,,və] (aus
gleichbed. lat. (modus) hortativus): svw. Adhortativ
Horltensie [...ja] die; -, -n (aus nlat. hortensia; wohl nach
Hortense Lepaute, der Reisegefährtin des franz. Botani
kers Commerson, 18. Jh.): als Strauch- u. Topfpflanze ver
breitetes Steinbrechgewächs mit kleinen weißen, grünli
chen, roten od. blauen Blüten in Rispen od. [kugeligen]
doldenähnlichen Blütenständen
horltielren (aus gleichbed. lat. hortare): (veraltet) ermun
tern, ermahnen
Hor|tilkul|tur die; - (zu lat. hortus, Gen. horti „Garten“ u.
ÎKultur): Gartenbau. Horltilkulltulrist der: -en, -en (zu
Î ...ist): Gartenbauer, Gartenbaukünstler. Hor|ti|sol der;
-s (zu lat. solum „Boden“): stark Thumoser Bodentyp, der
u.a. durch intensive organische Düngung, tiefgründige
Horlra
573
Bodenbearbeitung u. Bewässerung entstanden ist. Horltitherm das; -s <zu Î...therm): Verfahren zur Nutzung von
Abwärme aus technischen Wärmeprozessen zur wirt
schaftlichen Beheizung von Gewächshäusern. Horltolloge der; -n, -n (zu t...loge): Gartenbaukundiger, Fach
mann auf dem Gebiet des Gartenbaus. Hotjtollolgie die;
- (zu t.Jogie): Gartenbaukunde, hotjtollolgisch (zu
Î ...logisch): die Gartenbaukunde betreffend
Horltolnollith [auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n]
(nach dem amerik. Mineralogen S. R. Horton (19. Jh.) u.
zu T ...lith) : ein Mineral, eisenreiche Abart des ÎOlivins
Hprltullus Ani mae [- ...me] der od. das; - -, ...li - (aus /«/.
hortulus animae „Seelengärtlein“): häufiger Titel von
spätmittelalterlichen Gebetbüchern
holsanlnausw. vgl. hosianna usw. ho siian na (über spätlat. hosanna u. gr. hösannä aus
hôsï’ânnâ, eigtl. „hilf
doch!“): alttestamentl. Gebets- u. Freudenruf, der in die
christliche Liturgie übernommen wurde. Holsilanlna
das: -s, -s: mit dem t2Sanctus verbundener Teil der kath.
Messe vor der ÎEucharistie. Holsilanlnalruf der; -[e]s,
-e: lauter öffentlicher Beifall, Sympathiekundgebung, die
einer prominenten Persönlichkeit zuteil wird
Hoslpiltal das; -s, Plur. -e u. ...täler (aus gleichbed. mlat.
hospitale zu lat. hospitalis „gastlich, gastfreundlich“): 1.
[kleineres] Krankenhaus. 2. (veraltet) Armenhaus, Alters
heim. hos|pi|ta|li|sielren (zu 1 ...isieren): in ein Kran
kenhaus od. Pflegeheim einliefern. Hoslpiltallilsierung die; -, -en (zu t...isierung): das Hospitalisieren.
Hoslpiltallislmus^er; - (zu T...ismus (3)): 1. das Auftre
ten körperlicher od. seelischer Veränderungen nach ei
nem längeren Krankenhausaufenthalt (Psychol., Med.). 2.
das Auftreten von Entwicklungsstörungen u. -rückstän
den bei Kindern als Folge eines Heimaufenthaltes im
Säuglingsalter (Psychol., Päd.); vgl. Deprivationssyn
drom. 3. Infektion von Krankenhauspatienten od. -perso
nal durch im Krankenhaus resistent gewordene Keime
(Med.). Hoslpiltallit der; -en, -en (zu t3...it): (veraltet) in
ein Hospital Aufgenommener. Hoslpi|ta|li|tät die; - (zu
T...ität>: (veraltet) Gastfreundschaft. Hos|pi|ta|li|ter
der; -s, - (zu mlat. hospitalis, Nebenform von gleichbed.
hospitalarius „Mitglied eines Krankenpflegeordens“):
Mitglied einer mittelalterlichen religiösen Genossen
schaft (von Laienbrüdern, Mönchen od. Ordensrittern)
für Krankenpflege. Hoslpiltalliltin die; -, -nen: weibli
che Form zu T Hospitaliter. Hoslpiltant der; -en, -en (zu
lat. hospitari (vgl. hospitieren) u. t...ant): l.jmd., der hos
pitiert. 2. fraktionsloser Abgeordneter, der sich der Frak
tion einer ihm nahestehenden Partei als Gast anschließt.
Hoslpiltanltin die; -, -nen: weibliche Form zu THospi
tant. Hoslpiltanz die; -, en (zu î...anz>: 1. a) (ohne Plu
ral) das Hospitieren; b) Stelle als Hospitant/Hospitantin.
2. (ohne Plural) Gastmitgliedschaft in einer parlamentari
schen Fraktion. Hoslpiltaltilon ¿Zze; - (zu î...ation): das
Teilnehmen am Unterricht u. der Besuch von pädagogi
schen Einrichtungen als Teil der praktischen pädagogi
schen Ausbildung (Päd.). Hoslpiltes [,,,te:s] die (Plur.)
(aus lat. hospites, Plur. von hospes „Gastfreund, Fremd
ling“): biotopfremde Arten, Pflanzen- od. Tierarten, die
normalerweise in anderen Lebensräumen angesiedelt sind
(Biol.). Hoslpilteslseafe; -, -n (Kunstw. aus tHospital u.
ÎHostess): Frau mit einer Ausbildung als Krankenschwes
ter u. zugleich als Sozialarbeiterin, die im Krankenhaus
zur Betreuung bestimmter Patientengruppen eingesetzt
wird, hoslpiltielren (aus lat. hospitari „zu Gast sein, als
Gast einkehren“): sich als Gast an einer wissenschaftli
chen, pädagogischen, kulturellen o. ä. Einrichtung aufhal
ten, um die innere Struktur derselben, ihre Arbeitsabläufe
u. fachlichen Probleme kennenzulernen u. berufsprakti
sche Erfahrung zu gewinnen. Hoslpjltilum pu bli cum
Hotelkette
[- ...kum] ito; ...tii ...ci [...tsi] (aus lat. hospitium publicum
„öffentliches Gastrecht“): im alten Rom durch Senatsbe
schluss an auswärtige Gemeinden u. einzelne Freunde
verliehener Rechtsschutz im röm. Gebiet. Hoslpiz das;
-es, -e (aus lat. hospitium „Gastfreundschaft, Herberge“):
1. [großstädtisches Gasthaus od. Hotel, das im christli
chen Geist geführt wird. 2. von Mönchen errichtete Un
terkunft für Reisende od. wandernde Mönche im Mittelalter (z. B. auf dem St.-Bernhard-Pass). 3. Einrichtung zur
Betreuung schwer kranker od. sterbender Menschen u.
deren Angehöriger
Hoslpoldar, Gospodar der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (aus
gleichbed. rumän. hospodar, ukrain. gospodar bzw. serb.
gospödär, eigtl. „Herr“): 1. (ohne Plur.) slaw. Fürstentitel
in Montenegro, der Moldau u. der Walachei (seit dem
14. Jh.). 2. Träger dieses Titels
Host [hoost] der; -s, -s (aus engl. host „Gastgeber“): 1. kurz
für Hostcomputer. 2. Internetadresse. Hostlcomlputer, auch Host-Comlpulter ['hoostkompjuüB] der; -s, (zu engl. host „Gastgeber“ u. 1 Computer): Computer in
einem Netzwerk, der netzwerkunabhängige Aufgaben
ausführt (EDV). Hosltess [hɔ'stɛs, auch 'hɔ...] die; -, -en
(aus gleichbed. engl. hostess, eigtl. „Gastgeberin“): 1. a)
junge weibliche Person, die auf Messen, in Hotels o. Ä. zur
Betreuung od. Beratung der Besucher, Gäste od. Reise
gruppen angestellt ist; b) Angestellte einer Fluggesell
schaft, die im Flugzeug od. auf dem Flughafen die Reisen
den betreut. 2. (verhüllend) Î Prostituierte, die ihre Diens
te bes. über Zeitungsannoncen anbietet
Hpsltie [...is] die; -, -n (aus gleichbed. mlat. hostia, dies aus
lat. hostia „Opfer, Opfertier“) : beim Abendmahl in der lu
therischen Kirche od. bei der t Kommunion (1) in der
kath. Kirche dem Gläubigen gereichte ΑOblate (1), die
den Leib Christi darstellt
hosltil (aus gleichbed. lat. hostilis): (veraltet) feindlich.
Hos|ti|liItät die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. hostilitas,
Gen. hostilitatis): (veraltet) Feindseligkeit. Hosltilljltium das: -s, ...ia (aus gleichbed. mlat. hostilitium): Kriegs
steuer im Mittelalter
Hot der; -s, -s (zu engl.-amerik. hot „heiß, scharf, heftig“):
1. (ohne Plur.) scharf akzentuierende u. synkopierende
Spielweise im Jazz. 2. Kurzform von t Hot Jazz. Hotbrines [...brainz], auch Hot Brines die (Plur.) (aus
gleichbed. engl. hot brines, zu brine „Salzwasser“): am
Meeresboden austretende heiße Lösungen vulkanischen
Ursprungs (Geol.)
Hotch potch ['hɔʧpɔʧ] das; -, -es [...iz] (über engl. hotch
potch aus gleichbed. fr. hochepot, dies aus hocher „schüt
teln“ u. pot „Topf1): Eintopfgericht aus Gemüse mit
Fleisch
Hotldog das, auch der; -s, -s, auch Hot Dog das, auch der;
- -s, - -s (aus gleichbed. amerik. hot dog, eigtl. „heißer
Hund“): in ein aufgeschnittenes Brötchen gelegtes heißes
Würstchen mit Ketchup o.Ä.
Holtet das; -s, -s (aus gleichbed. fr. hôtel, dies aus spätlat.
hospitale „Gast(schlaf)zimmer“, vgl. Hospital): (als Ge
werbebetrieb geführtes) Haus mit einem gewissen Min
destkomfort, in dem Gäste übernachten bzw. für eine be
stimmte Zeit wohnen können u. verpflegt werden. Hotelldi rek tor der; -s, -en: 1. Direktor eines Hotels. 2.
svw. Hotelier. Holtel ganni das; - -, -s -s [ho tel garni:]
(aus fr. hôtel garni „Logierhaus“, dies aus hôtel (vgl. Ho
tel) u. garni „Logierhaus, möbliertes Zimmer“ zu garnir
„ausstatten“, vgl. garnieren): Hotelfbetrieb], in dem es
nur Frühstück gibt. Holtelliler [hotə'lie:] der; -s, -s (aus
gleichbed. fr. hôtelier): Eigentümer od. Pächter eines Ho
tels. Holtellilèlre [,,,'ɪiɛ:rə] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
hôtelière): (veraltet) Hotelbesitzerin. Ho|tel|ket|te die;
-, -n: Reihe von Hotels desselben Unternehmens. Holtel-
Hot Intonation
die; - (aus fr. hôtellerie „Gasthaus“): Gast-, Hotel
gewerbe
Hot ln|to|na|tion ['hɔt ɪntə'neɪʃən] die; - - (aus engl.-ame
rik. hot intonation, eigtl. „heiße Intonation“, zu hot, vgl.
Hot>: Bez. für die spezifische Tonbildung des [klassi
schen] Jazz. Hot Jazz [- 'ʤæz] der; - - (aus engl.-amerik.
hot jazz, eigtl. „heißer Jazz“): Bez. für die frühen Jazzstile
bis zum Î Swing (2). Hotlkey ['hɔtki:] der; -s, -s, auch Hot
Key der; - -s, - -s (zu eng! key „Schlüssel“): mittels Taste[n] ausgeführter Befehl zum 1 Aktivieren eines anderen
Programms (EDV). Hotlline [...lam] die; -, -s (aus engl.
hot line, eigtl. „heißer Draht“): Telefonanschluss für ra
sche Serviceleistungen (z. B. von Computerfirmen). Hotmelt das; -s, -s (zu engl. to melt „schmelzen“): zum Ver
siegeln u. Kleben verwendeter Werk- od. Klebstoff, der
bei normaler Temperatur fest ist, aber beim Erwärmen in
eine flüssige Schmelze übergeht. Hot Molney ['hɔt 'mʌm] das; - - (aus gleichbed. engl.-amerik. hot money, eigtl.
„heißes Geld“): Geld, das kurzfristig von Land zu Land
transferiert wird, um Währungsgewinne zu erzielen. Hot
pants [...pents], auch Hot Pants die (Plur.) (aus gleich
bed. engl. hot pants, eigtl. „heiße Hosen“): (zu Anfang der
1970er-Jahre) von Frauen getragene kurze, eng anliegen
de, im Zuschnitt Shorts ähnliche Hose. Hotlshots
[...Jots] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. hot shots, eigtl.
„heiße Schüsse“): schnelle Folge von Gags (1). Hotlsollo
das; -s, Plur. -s u. ...li (zu JSolo): in den Zwanzigerjahren
des 20. Jh.s Bez. für den Stil der instrumentalen Soloim
provisation des Chicago-Jazz. Hotlspot [... spot] der; -s,
-s, auch Hot Spot der; - -s, - -s (aus engl. hot spot, eigtl.
„heiße Stelle“); 1. einzelne Stelle od. Bereich eines 1 Gens,
an dem bes. häufig J Mutationen (1) auftreten (Biol.). 2.
hypothetisch begrenzte Schmelzregion im Erdmantel un
terhalb der tLithosphäre (Geol.). 3. grafisch od. farblich
hervorgehobener Punkt od. Text auf einer Bildschirmsei
te, der als THyperlink (b) dient (EDV), hotlten (zu
Î Hot): 1. (ugs.) zu Jazzmusik tanzen. 2. Hot Jazz spielen
Hotltolnia die; -, ...ien [...ion] (aus nlat. hottonia; nach
dem holländ. Botaniker Peter Hotton (fl709)>: Wasser
primel; Zierpflanze für Aquarien u. Uferbepflanzungen
Houppellande [u`pla:d] 4Ze; -, -s [,..ä:d] (aus gleichbed.
(mittel)fr. houppelande (Herkunft unsicher)): im 14. Jh.
aufgekommenes langes, glockenförmig geschnittenes
Obergewand des Mannes
Hourldi [ʊr'di:] der; -s, -s (meist Plur.) (aus gleichbed. fr.
hourdi zu hourder „grob ausmauern“): Hohlstein aus ge
branntem Ton mit ein- od. zweireihiger Lochung, der bes.
für Decken u. zwischen Stahlträgern verwendet wird
House [haus] der; - (meist ohne Artikel) (aus engl. house
„Haus“, nach der Diskothek „The Warehouse“ in Chica
go): einfach strukturierte Variante des Dancefloor (2), die
bei den dazu Tanzenden ein Trancegefühl erzeugen soll.
Hou selmulsic [hausmju:zɪk] die; - (zu engl. music „Mu
sik“): Musikstil aus Nordamerika, der Funk- u. Soulele
mente mit stark akzentuierten, aufrüttelnden Rhythmen
verbindet. House of Comlmons [- əv 'kɔmənz] das; —
(aus engl. House of Commons, eigtl. „Haus der Gemei
nen“): das engl. Unterhaus. House of Lords [- - 'lɔ:dz]
das;----- (aus engl. House of Lords, eigtl. „Haus der
Lords“): das engl. Oberhaus. House of Relprelsenltatives* [- - rɛprɪ'zɛntətɪvz] das;---- (aus engl. House auf
Representatives, eigtl. „Haus der Abgeordneten“): das
amerikan. î Repräsentantenhaus. Houselrunlning,
auch House-Run|ning [haʊsranɪŋ, engl. ,,,rʌnɪŋ] das; -s
(aus gleichbed. engl. house running): mit einem Sicher
heitsgürtel versehen in aufrechter Haltung eine Hoch
hausfassade o.Ä. hinunterlaufen
Houslse ['hʊsə] vgl. Husse
Holverlcraft ['hɔvəkra:ft] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
lelrie
574
hovercraft, eigtl. „Schwebefahrzeug“): Luftkissenfahr
zeug (Auto, Schiff)
Holwea ¿Zze; -, ...ween (aus nlat. howea; nach der austr.
Lord-Howe-Insel): ein Palmengewächs; Zierpalme (Bot.)
Howlto ['hautu] ¿fas; -[s], -s (zu engl. how „wie“ u. to
(make) „zu (machen)“): Anleitungsbuch zum selbststän
digen Basteln, Reparieren usw.
HTML ¿ze; - (Abk. für engl. Hypertext Mark-up Language) :
normierte Auszeichnungssprache zur Beschreibung
strukturierter Texte bes. für das Internet (EDV)
Hulalca [ uaka] die: -, -s (über gleichbed. älter span, huaca,
span, guaca, eigtl. „Grabstätte“, aus indian. (Quechua)
wáka): bei den Indianern der südamerik. Anden Bez. für
heilige Orte (z.B. Bauten, Berge, Quellen); heute vor al
lem Bez. für vorspanische Ruinenstätten
Hulalnalco [ua...ko] vgl. Guanako
Hubbleleflfekt ['hʌbl...] der; -[e]s (nach dem nordamerik.
Astronomen E. P. Hubble (1889-1953)): die Tatsache,
dass die Rotverschiebung der Spektren î extragalaktischer
Sternsysteme linear mit der Entfernung zunimmt (As
tron.)
Hüblnelrit [auch ...hit] der; -s, -e (nach dem dt. Gießerei
inspektor A. Hübner (19. Jh.) u. zu T2...it): Bestandteil des
Î Wolframits
Hule mul der; -s, -s (aus span, huemul „Gabelhirsch“ (aus
einer südamerik. Indianersprache)): Südandenhirsch
Huleijta ['uɛrta] die; -, -s (aus gleichbed. span, huerta zu
huerto „Garten“, dies aus gleichbed. Zal. hortus) : frucht
bare, künstlich bewässerte Ebene in Spanien
Hulgelnotlte der; -n, -n (aus gleichbed. fr. Huguenot, dies
entstellt aus dt. „Eidgenosse“): 1. Anhänger des Calvinismus in Frankreich. 2. Nachkomme eines zur Zeit der Ver
folgung aus Frankreich geflohenen Kalvinisten. Hulgenot ten stil der; -[e]s: durch vertriebene Hugenotten im
17. Jh. in Deutschland u. Holland verbreitete klassizis
tisch nüchterne Umbildung des Barockstils (Archit.), hugelnotltisch: die Hugenotten betreffend, zu ihnen ge
hörend
Hughesltellelgraf [ hju:z...] der; -en, -en (nach dem engl.
Physiker D. E. Hughes (1831-1900)): Fernschreiber zur
Telegrammübermittlung, der am Empfänger direkt Buch
staben ausdruckt
Hulile [yi:l] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. huile, dies aus lat.
oleum): franz. Bez. für Öl
Huiltain [yi'ts:] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. huitain zu
huit „acht“): in der franz. Verslehre Bez. für ein einstrophiges Gedicht aus acht gleich gebauten Zeilen
hulius an|ni [...jus -] dat.y. dieses Jahres; Abk.: h. a. hu
ius menlsis (Zai.): dieses Monats; Abk.: h. m.
Huk die; -, -en (aus gleichbed. nieder! hoek, eigtl. „Ha
ken“): Landzunge, die den geradlinigen Verlauf einer
Küste unterbricht (Geogr.)
Hu ka iZZe; -, -s (aus gleichbed. arab. huqqa): ind. Wasser
pfeife
Huklboot das; -[e]s, -e (aus gleichbed. nieder! hoekboot):
kleines Beiboot des Hukers. Hulker der; -s, - (aus gleich
bed. nieder! hoeker): breites, flaches Segelschiff, das im
18. /19. Jh. in der Hochseefischerei eingesetzt wurde
Hulla die; -, -s, auch der; -s, -s (aus hawaiisch hula(-hula)):
[Î kultischer] Gemeinschaftstanz der Eingeborenen auf
Hawaii. Hulla-Hoop [... hup] u. Hu la-Hopp der od.
das: -s (aus gleichbed. eng! hula hoop, zu hoop
,,Reif(en)“): a) svw. Hula-Hoop-Reifen; a) Reifenspiel,
bei dem man einen Reifen um die Hüfte kreisen lässt. HuIa-Hoop-Re_i|fen der; -s, -: größerer Reifen, den man um
die Hüften durch kreisende Bewegungen des Körpers
schwingen lässt
Hulk, Holk die; -, -e[n] od. der; -[e]s, -e[n] (über eng! hulk
aus (m)lat. holcas „Lastkahn“, dies aus gleichbed. (m)gr.
575
Humbug
holkás): abgetakelter, für Kasernen- u. Magazinzwecke
der die Ideale des Humanismus (1) in seinem Denken u.
verwendeter Schiffskörper
Handeln zu verwirklichen sucht, vertritt. 2. Vertreter des
Hullly-Gullly [hali'gali] der: -[s], -s (aus engl. hully gully,
Humanismus (2). 3. jmd., der über eine humanistische
Herkunft ungeklärt): 1. in den 1960er-Jahren aufgekom
[Schuljbildung verfügt; Kenner der alten Sprachen. Humener geselliger Tanz in einer Reihe od. im Kreis. 2. (ohne
malnisltin die; -, -nen: weibliche Form zu 1 Humanist.
Artikel) ausgelassene Stimmung, fröhliches Treiben
hu|ma|nis|tisch (zu 1 ...istisch): 1. a) im Sinne des Hu
Hullman der: -, -s (aus dem Hindi): meerkatzenähnlicher
manismus (1) handelnd; b) am klassischen Altertum ori
Schlankaffe Vorderindiens
entiert. 2. altsprachlich gebildet; humanistisches Gymna
hulmaljun (aus gleichbed. türk, hümayun): gesegnet, kai
sium: höhere Schule mit vorwiegend altsprachlichen
serlich (in der Zeit der türk. Sultane). Hulmaljun r/er; -s,
Lehrfächern. hu|ma|ni|tär (aus gleichbed. fr. humani
-e: Kaiser, Titel der türk. Sultane
taire zu humanité „Menschlichkeit, Menschheit“, dies aus
hulmán (aus gleichbed. lat. humanus, eigtl. „irdisch“, zu
gleichbed. lat. humanitas): menschenfreundlich, wohltä
humus „Erde, Erdboden“): 1. a) die Menschenwürde ach
tig, speziell auf das Wohl des Menschen gerichtet. Hutend, menschenwürdig; Ggs. Îinhuman; b) ohne Härte,
ma|ni|ta|ris|mus der; - (aus gleichbed. fr. humanitaris
nachsichtig, nicht streng im Umgang mit anderen. 2. zum
me, nach dem Namen einer nach dem „Journal humani
Menschen gehörend, ihn betreffend, hulmán.... Hu
taire“ benannten, in Frankreich seit 1839 bestehenden
man... (zu thuman): Wortbildungselement mit der Be
Gruppe, die soziale Missstände beseitigen wollte): men
deutung „den Menschen betreffend, zum Menschen gehö
schenfreundliche Gesinnung, Denkhaltung. Hulmalnirend“, z.B. humangenetisch, Humanmedizin. Hulmantas die; - (aus gleichbed. /«/. humanitas): Menschlichkeit,
bio lo ge der: -n, -n: Wissenschaftler auf dem Gebiet der
Menschenliebe (als Grundlage des Denkens u. Handelns).
Humanbiologie. Hulmanlbiollolgie die; -: Teilgebiet der
Hulmalniltät die; - (zu t...ität>: Menschlichkeit, die auf
naturwissenschaftlichen Anthropologie, das sich bes. mit
die Würde des Menschen u. auf Toleranz gegenüber ande
der Entstehung der menschlichen Rassen beschäftigt, huren Gesinnungen ausgerichtet ist; edle Gesinnung im Ver
man bio lolgisch: die Humanbiologie betreffend. Hu
halten zu den Mitmenschen. Hu|ma|ni|täts|apos|tel
man Counlter ['hju:mən 'kaontə] der: - -[s], - -[s] (aus
der; -s, -: (iron.) jmd., der die Ideen u. Inhalte der Huma
gleichbed. engl. human counter, zu human „menschlich“
nität mit rigorosem Engagement durchzusetzen, zu ver
u. counter „Zählmaschine, Zählwerk“): in einem abge
wirklichen trachtet. Hu|ma|ni|täts|ide|al das; -s, -e : auf
schirmten Raum aufgestelltes Messgerät zur Bestimmung
den Ideen der Humanität beruhendes Ideal. Hulmanlkader Strahlenmenge, die vom menschlichen Körper aufge
piltal das; -s (aus gleichbed. engl. human capital): Ar
nommen u. wieder abgestrahlt wird (bei der Strahlen
beitsvermögen, die Gesamtheit der wirtschaftlich ver
schutzüberwachung). Hulmán En|gi|nee|ring [- ɛndʒɪwertbaren Fähigkeiten, Kenntnisse u. Verhaltensweisen
nɪərɪŋ] das; - - (aus gleichbed. engl.-amerik. human engi
von Personen od. Personengruppen. Hulmanlmeldilzin
neering, zu engl. engineering „Bedienung von Maschi
ifze; - (zu Ihuman...): Bereich der medizinischen Wissen
nen“): Berücksichtigung der psychologischen u. sozialen
schaft, der sich mit dem Menschen u. dessen Krankheiten
Voraussetzungen des Menschen bei der Gestaltung u. Ein
befasst. Hu|manlme|dilzi|ner der; -s, -: Arzt der Hu
richtung von Arbeitsplätzen u. maschinellen Einrichtun
manmedizin. hulmanlmeldilzilnisch: die Humanmedi
gen; Sozialtechnologie (Sozialpsychol.). Hulmanlethozin betreffend, auf ihr beruhend, zu ihr gehörend. Hulolgie [hu...] die; - (zu Ihuman...): Teilgebiet der Verhal
manlöko lo ge der; -n, -n: Wissenschaftler auf dem Ge
biet der Humanökologie. Hu|man|öko|lo|gie die; -:
tensforschung. das die Sitten u. Gebräuche eines Volkes
od. den Charakter einzelner Menschen untersucht. Hu
Teilgebiet der Ökologie, das die Beziehungen zwischen
Mensch u. Umwelt untersucht, hulmanlökollolgisch:
ma Inetlte die; -, -n (französierende Bildung zu lat. hu
manus „menschlich“ u. î...ette>: im Figurentheater meist
die Humanökologie betreffend, auf ihr beruhend. Human phyisio lo gie die; -: Wissenschaft von den nor
lebensgroße Figur, die als Körperfigur den Spieler verde
ckend vor diesem bewegt wird. Hu man|ge|ne|tik die; malen Lebensvorgängen beim Menschen. Hulmanlpsychollolge der; -n, -n: Wissenschaftler auf dem Gebiet
(zu 1human...): Teilgebiet der Genetik, das sich bes. mit
der Humanpsychologie. Hulmanlpsylchollolgie ¿Zze; -:
der Erblichkeit der körperlichen Merkmale u. der geistig
Wissenschaft, die sich mit der 1 Psyche (1) des Menschen
seelischen Eigenschaften des Menschen befasst. Hubefasst. hu|manlpsy|cho|lo|gisch: die Humanpsycho
manlgelneltilker der; -s, -: Wissenschaftler auf dem
logie betreffend, auf ihr beruhend. Hulmán Rellaltions
Gebiet der Humangenetik. hu|man|ge|neltisch: die
['hju:mən rɪ'leɪʃənz] die (Plural) (aus gleichbed. engl.-ameHumangenetik betreffend. Hulmanlinlsullin das; -s;
rik. human relations, zu engl. human „menschlich“ u. re
biosynthetisch bzw. semisynthetisch hergestelltes Insulin.
lation „Beziehung“; vgl. Relation): (in den 1930er-Jahren
Hui malnilglra die (Plur.) (aus nlat. (studia) humaniora,
von den USA ausgegangene) Richtung der betrieblichen
eigtl. „die feineren (Studien)“, zu lat. humaniora, Komp.
Personal- u. Sozialpolitik, die die Bedeutung der zwi
Plur. (Neutr.) von humanus „fein gebildet“; vgl. human):
schenmenschlichen Beziehungen im Betrieb thematisiert.
(veraltet) das griech.-röm. Altertum als Grundlage der
Hulmán Relsourlces [- rɪ'sɔ:sɪz] die (Plural) (aus gleich
Bildung u. als Lehr- u. Prüfungsfächer. hu|ma|nilsiebed. engl. human resources, zu resource „(Hilfs)mittel“;
ren (zu Î human... u. T ...isieren): (bes. in Bezug auf die Le
vgl. Ressource): alle [einem Unternehmen] zur Verfügung
bens- u. Arbeitsbedingungen des Menschen) humaner,
stehenden menschlichen Leistungspotenziale. Hulmán
menschenwürdiger, menschlicher, sozialer gestalten. HuTouch [- 'taʧ] der; - -[es] [...tJTz] (aus gleichbed. engl. hu
ma nilsielrung die; -, -en (zu î...isierung): das Humani
man touch, zu to touch „berühren“): [einer Sache anhaf
sieren. Hulmalnislmus der; - (zu ÎHumanist u. Î...ismus
tende] menschliche Note. Hu|man|wis|sen|schaft
(1)): 1. (auf das Bildungsideal der griech.-röm. Antike ge
[hu...] die; -, -en (zu Îhuman...): Wissenschaft, die sich mit
gründetes) Denken u. Handeln im Bewusstsein der Würde
dem Menschen beschäftigt (z.B. Anthropologie, Soziolo
des Menschen; Streben nach einer echten Menschlichkeit.
gie, Psychologie)
2. literarische u. philologische Neuentdeckung u. Wieder
erweckung der antiken Kultur, ihrer Sprachen, ihrer Hulmat das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu ÎHumus u. 1 ...at (2)>:
Salz der Huminsäure. Hulmaltilon die; -, -en (aus gleich
Kunst u. Geisteshaltung vom 13. bis zum 16. Jh. Hulmabed. lat. humatio) : (veraltet) Beerdigung
nist der; -en, -en (aus gleichbed. it. umanista zu umano
„menschlich“, dies aus gleichbed. lat. humanus): 1. jmd., Humlbug der; -s (aus gleichbed. engl. humbug (Herkunft
576
Humerale
ungeklärt)): etwas, was als unsinnig, töricht angesehen
wird
Hu|me|ra|le das; -s, Plur. ...lien [...jan] u. ...lia (aus (kirehen)lat. humerale „Schultertuch“ zu lat. (h)umerus, vgl.
Humerus): 1. in der Liturgie der Eucharistie verwendetes
Schultertuch des kath. Priesters, Amikt. 2. am Vorder
ende gelegener Hornschild des Bauchpanzers bei Schild
kröten (Zooh). hu me ro ra di al (zu 1 Humerus u. Îra
dial): zu Oberarm u. Speiche gehörend (Med.), hulmeroullnar (zu TUlna u. t...ar (1)>: zu Oberarm u. Elle ge
hörig (Med.). Hulmelrus der; -, ...ri (aus gleichbed. lat.
(h)umerus): Oberarmknochen (Med.)
hulmid, hu mi de (unter Einfluss von gleichbed. fr. humi
de aus lat. (h)umidus „feucht, wässerig“): niederschlags
reich, feucht, nass. hu|mi|die|ren (zu t...ieren): benet
zen, anfeuchten. Hulmildiltät die; - (aus gleichbed. fr.
humidité; vgl. ...ität): Feuchtigkeit (bes. im Bezug auf das
Klima). Hu mi dor der; -s, -s (zu lat. [h]umidus, vgl. humid[e]) : Behälter mit konstanter Luftfeuchtigkeit zur Auf
bewahrung od. Lagerung von Zigarren
Hu|milfi|ka|ti|on die; - (zu ÎHumus u. t...fikation): die
meist im Boden stattfindende Umwandlung organischer
Stoffe in Humus; das Vermodern; Humusbildung; vgl.
...ation/...ierung. hu|mi|fi|zie|ren (zu t...fizieren): zu
Humus umwandeln; vermodern lassen. Hulmilfilzierung die; - (zu Î...fizierung): svw. Humifikation; vgl.
...ation/...ierung
hu mi lilant (aus gleichbed. fr. humiliant. Part. Präs, von
humilier „erniedrigen, demütigen“, dies aus lat. humilia
re, vgl. Humiliaten): (veraltet) demütigend. Hu|mi|li|at
der; -en, -en (meist Plur.) (zu mlat. humilitatus, eigtl. „der
Gedemütigte“, Part. Perf. von /«/. humiliare „erniedrigen,
demütigen“): Anhänger einer Bußbewegung des 11. u.
12. Jh.s. Hu mi lila tilon die; -, -en (über fr. humiliation
aus gleichbed. (spät)lat. humiliatio): (veraltet) Demüti
gung. Hulmilliltät die; - (über fr. humilité aus gleichbed.
lat. humilitas, Gen. humilitatis): (veraltet) Demut
Hulmin das; -s, -e (meist Plur.) (zu ÎHumus u. T...in (1)>:
schwarze, schwach saure Bodensubstanz mit hohem Koh
lenstoffgehalt. Hulmilnit [auch ...nit] das; -s, -e (zu
î2...it): Gefügebestandteil der Braunkohle. Hulminlsäure die; -, -n: aus Resten abgestorbener Lebewesen sich im
Boden bildende Säure
’Hulmit [auch ... mit] der; -s, -e (nach dem engl. Geologen
A. Hume (1748-1838) u. zu T2...it) : ein rhombisches, oli
vinähnliches Silikatmineral
2Hu|mit [auch ...mit] der; -s, -e (zu Î Humus u. T2...it); svw.
Humolith. Hulmollith [auch ... lit] <7er; Gen. -s u. -en,
Plur. -e[n] (zu T...lith): Humuskohle, ÎSediment pflanzli
cher Herkunft (z. B. Torf, Braunkohle)
1Hul mor der; -s, -e (Plur. selten) (aus älter engl. humour „li
terarische Stilgattung des Komischen“, eigtl. „Stimmung,
Laune“, dies aus gleichbed. altfr. humour zu lat. (h)umores (Plur.) „(Temperament u. Charakter bestimmende)
Körpersäfte“ zu (h)umor „Feuchtigkeit“): 1. (ohne Plur.)
Gabe eines Menschen, über bestimmte Unzulänglichkei
ten lächeln zu können u. den Schwierigkeiten des Alltags
mit heiterer Gelassenheit zu begegnen. 2. sprachliche,
künstlerische o. ä. Äußerung einer von Humor (1) be
stimmten Geisteshaltung, Wesensart, z.B. der rheinische
Humor; schwarzer Humor: Humor, der das Grauen, das
Grauenhafte einbezieht. 3. (ohne Plur.) gute Laune, fröh
liche Stimmung
2Hu|mor der; -s, ...ores [...re:s] (aus lat. (h)umor „Flüssig
keit, Feuchtigkeit“): Körperflüssigkeit (Med.), hulmoral (zu T ’...al (1)>: den 2Humor, die Körperflüssigkeiten
betreffend, auf sie bezüglich (Med.). Hulmo|ral|di|agnostik* die; -: medizinische Methode der Krankheits
erkennung durch Untersuchung der Körperflüssigkeiten.
die; -: antike Lehre, nach der
alle Krankheiten auf die fehlerhafte Zusammensetzung
des Blutes u. anderer Körpersäfte zurückzuführen seien;
Säftelehre; vgl. Solidarpathologie. Hulmolres [,,,re:s]:
Plur. von t2Humor
hulmolresk (zu ‘Humor u. î...esk): humorvoll, heiter,
spritzig. Hulmolreslke rfze; -, -n (Analogiebildung zu
Groteske, Burleske): 1. kleine humoristische Erzählung.
2. Musikstück von komischem od. erheiterndem Charak
ter. hulmolrig (zu t'Humor): launig, mit Humor, humo|ri|sie|ren (zu t ...isieren): launig darstellen, mit lie
benswürdigem Scherz behandeln. Hulmolrist der; -en,
-en (aus gleichbed. engl. humorist): 1. jmd. (Schriftsteller,
Künstler), dessen Werke sich durch eine humoristische
Behandlungsweise des Stoffes auszeichnen. 2. Vortrags
künstler, der witzige Sketche o.Ä. darbietet. Hulmolristi kum das; -s, ...ka (zu t,,,ikum): etwas Humorvolles,
hulmolrisltisch: sich durch ‘Humor auszeichnend;
scherzhaft, launig, heiter
huimos (zu ÎHumus u. t2...os): reich an Humus
Hulmullon das; -s, -e (zu THumulus u. T2...on): Bitterstoff
des Hopfens (Bot.). Hulmullus der; - (aus gleichbed.
mlat. humulus, Verkleinerungsform von vulgärlat. humlo
„Hopfen“, dies vermutlich aus slaw. chmel): Hopfen
(Hanfgewächs; Brauerei- u. Heilpflanze)
Hulmus der; - (aus lat. humus „Erde, Erdboden“): frucht
barer Bodenbestandteil von dunkelbrauner Färbung, der
durch mikrobiologische u. biochemische Zersetzung ab
gestorbener pflanzlicher u. tierischer Substanz in einem
ständigen Prozess entsteht. Hu|muslak|kulmullalti|on
die; -: Anreicherung der im Boden vorhandenen Humus
menge. Hulmuslkarlbolnatlbolden der; -s, ...böden:
dunkler Bodentyp, der sich besonders auf Kalkstein bildet
(Geol.)
Hun|dred|weight* [hʌndrədweɪt] das; -[s], -s (aus engl.
hundredweight, eigtl. „Hundertgewicht“): engl. Handels
gewicht von etwa 51 kg; Abk.: cwt, cwt. (eigtl. für centweigh/)
Hunigalrilka die (Plur.) (zu nlat. Hungaria „Ungarn“ u.
T...ika): Werke über Ungarn. Hunlgalrisltik die; - (zu
t ...istik): ÎHungarologie. Hungarologe der; -n, -n (zu
t...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Hungarolo
gie. Hunlgalrollolgie die; - (zu t...logie>: Wissenschaft
von der ungarischen Sprache u. Literatur. Hunlgalrollogin die; -, -nen: weibl. Form zu tHungarologe
Hunlter ['hantu, engl. 'hʌntə] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
hunter, eigtl. „Jäger“): 1. urspr. in England u. Irland ge
züchtetes, robustes Jagdpferd. 2. engl. Jagdhund
Hunlterlgloslsiltis [hantu...] die; -, ...tiden (nach dem
engl. Internisten W. Hunter (1861-1937) u. zu ÎGlossitis):
entzündliche Zungenveränderungen mit zu Streifen zu
sammenfließenden rundlichen roten Flecken (Med.)
Hurldy-Gurldy ['hə:dɪgə:dɪ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
hurdy-gurdy, Herkunft ungeklärt): engl. Drehleier (Mus.)
Hui rélaullith [yreo..., auch ...'lit] der; Gen. -s u. -en, Plur.
-e[n] (nach dem nördlich von Limoges gelegenen Fundort
Huréaux (Frankreich) u. zu T ...lith): durchscheinend röt
lich gelbes od. rötlich braunes Mineral
Hulri die; -, -s (über pers. hüriy aus arab. hüriya „(Paradiesjjungfrau; Nymphe“): schönes Mädchen im Paradies
des Î Islams
Hurlling ['hə:lɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. hurling zu to
hurl „schleudern, werfen“): dem Hockey verwandtes, in
Irland noch gespieltes Schlagballspiel (Sport)
Hulron das: -s (nach dem Huronsee in Nordamerika): das
mittlere Î Algonkium in Nordamerika (Geol.)
Hur|ri|kan [ hʌrɪkən, hurikan] der; -s, Plur. -e u. (bei engl.
Ausspr.) -s (über engl. hurricane, span, huracán aus
gleichbed. indian. (Taino) hurakán zu hura „Wind; weg
Hulmolrallpalthollolgie
577
blasen“): Orkan; heftiger, oft verheerender tropischer
mittelamerik. Wirbelsturm; vgl. Taifun
Hulrulfis die (Plur.) (zu arab. hurüf „die Buchstaben“):
schiitisch-islamische Sektierer, die den Buchstaben mysti
sche Bedeutungen beimaßen
Hulsar der; -en, -en (aus gleichbed. ung. huszár, dies aus
serb. u. kroat. húsar, gusar „(See)räuber“, aus gleichbed.
it. corsaro, vgl. Korsar): (früher) Angehörigerderleichten
Reiterei in ung. Nationaltracht
Huslky [ haski] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. husky, vieil,
entstellt aus Î Eskimo): Eskimohund (mittelgroße, spitz
ähnliche Hunderasse)
Huslle die; -, -n (aus gleichbed. slaw, husle, gusle; vgl. Gusla): altertümliche Geige der Lausitzer Wenden; vgl. Gusla
Husise, auch Housse ['hʊsə] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
housse, dies über altfr. houce „Überwurf, Schutzklei
dung“ aus dem Germ.): dekorativer textiler Überwurf für
Sitzmöbel
Huslsit der; -en, -en (nach dem tschech. Reformator J. Hus
(um 1370-1415) u. zu T3...it): Anhänger der religiös-sozia
len Aufstandsbewegung im 15. u. 16. Jh. in Böhmen, die
durch die Verbrennung des Reformators Hus auf dem
Konzil zu Konstanz 1415 hervorgerufen wurde. Huslsitisimus der; - (zu t...ismus (1)>: Lehre u. Bewegung der
Hussiten
Hustle [hʌsl] der: -[s], -s (aus gleichbed. engl. hustle zu to
hustle „(sich) drängen, treiben“, dies aus (mittel)niederl.
husselen „sich schwingend bewegen“): a) (in den 1970erJahren beliebter) Linientanz, bei dem die Tanzenden in
Reihen stehen u. bestimmte Schrittfolgen ausführen; b)
svw. Diskofox. Hustller ['hʌslə] der; -s, - (aus gleichbed.
engl. hustler): jmd., der Hustle tanzt
Hutltolnit [auch ... nit] der; -s, -e (nach dem amerik. Geo
logen C. O. Hutton (*1910) u. zu T 2...it): Îmonokline farb
lose Abart des t Thorits
Hwan [xvan] der; -[s], -[s] (aus gleichbed. korean. hwan):
südkorean. Währungseinheit (= 100 Chon)
Hy laide die; -, -n (zu gr. Hyádes (Plur.; Herkunft unge
klärt)): 1. Nymphen in der griech. Mythologie. 2. (Plur.)
Sternanhäufung im Sternbild Stier (Astron.)
hylal..., Hylal... vgl. hyalo..., Hyalo... hylallin (aus lat.
hyalinus „gläsern", dies aus gleichbed. gr. hyälinos zu hya
los „Glas“): durchscheinend, glasartig, glasig (Med.). Hyallin das; -s, -e (zu îhyalo... u. t...in (1)): aus Geweben
umgewandelte glasige Eiweißmasse. Hylallilnolse die; -,
-n (zu t'...ose>: Ablagerung von Hyalin in Geweben u. an
Gefäßwänden (Med.). Hy|a|lit [auch ...'lit] der; -s, -e (zu
thyalo... u. T2...it): wasserheller, wie Glas glänzender
Opal, der oft als krustenartiger Überzug auf vulkanischen
Gesteinen vorkommt, Glasopal (Geol.). Hylallitlglas
das; -es: (veraltet) undurchsichtige, glänzend schwarze
Glasart. Hy lalliltis die; -, ...itiden (zu t,,,itis): Entzün
dung des Glaskörpers des Auges (Med.), hylallo..., Hya|lo..., vor Vokalen meist hyal..., Hyal... (aus gleichbed.
gr. hyalos): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Glas“, z. B. Hyalografie, Hyalit. Hylallolgralfie, auch
...gralphie die; - (zu Î ...grafie): a) (ohne Plur.) Druckver
fahren, bei dem eine Zeichnung in eine Glasplatte einge
ritzt u. (zur Herstellung von Abzügen) durch Eintauchen
in eine Säure eingeätzt wird; b) durch das Verfahren der
Holografie (a) hergestelltes grafisches Blatt (Kunstw.).
hylaIloiid (zu Î ...oid): a) glasartig; b) den Glaskörper des
Auges betreffend (Med.). hy|allo|klas|tisch‘: aus zer
brochener glasiger Lava bestehend (Geol.). Hylalloklasltit* [auch ...'stitj der; -s, -e (zu T2...it>: Gestein aus
kantigen, splittrigen Bruchstücken erstarrter glasiger La
va (Geol.). Hylallolmer das; -s, -e (zu gr. méros „Teil“):
durchsichtiger Rundbezirk bzw. nur schwach färbbare
Oberflächenschicht der Blutplättchen (Med.). Hylallo-
Hybridom
der; -s, -e (zu gr. phanös „hell, leuchtend“): ein
farbloses, gesteinsbildendes Mineral, hy|allolpilliltisch
(zu lat. pilare „zusammendrücken “): durch besonders
ausgebildete Kristalle in einer glasigen Grundmasse ge
kennzeichnet (von magmatischen Gesteinen; Geol.). Hya lo plaslma das; -s: flüssige, klare, fein granulierte
Grundsubstanz des Zellplasmas (Med.). Hy|a|lo|zyt der;
-en, -en (meist Plur.) (zu T...zyt>: durchscheinende tote
Zellen bei Torfmoosen, die zur Wasserspeicher- u. Saug
fähigkeit der Pflanzen dienen. Hylallurg* der; -en, -en
(aus gleichbed. gr. hyalourgös zu t hyalo... u. érgon „Werk,
Tätigkeit“): (veraltet) Glasmacher, Glasarbeiter. Hy|alu ro nilda se* die; -, -n (meist Plur.) (zu gr. oüron
„Harn“, t3...id u. t...ase>: Enzyme zur 1 hydrolytischen
Spaltung von 1 Polysacchariden
Hyläl ne die; -, -n (über lat. hyaena aus gleichbed. gr. hÿaina
zu hÿs „Schwein“; wohl mit Bezug auf den borstigen Rü
cken): 1. (in Afrika u. Asien heimisches) nachtaktives
hundeähnliches Raubtier, das sich vorwiegend von Aas
ernährt. 2. (ugs. abwertend) profitgieriger, skrupellos
handelnder Mensch
Hylanglga [hyaqga] die (Plur.) (aus korean. hyangga „hei
mische Lieder“): altkorean. Lieder volkstümlichen, reli
giösen od. magischen Charakters
'Hylalzinth der; -[e]s, -e (über lat. hyacinthus aus gleich
bed. gr. hyäkinthos, nach Hyákinthos, vgl. 2Hyazinth): ein
durchsichtiges, gelbrotes Mineral, Abart des Zirkons;
Schmuckstein. 2Hy|a|zinth der; -s, -e (nach der griech.
Sagengestalt Hyákinthos): schöner Jüngling. Hylalzinthe die; -, -n (zu t2Hyazinth): winterharte Zwiebelpflanze
(Liliengewächs) mit stark duftenden, farbenprächtigen
Blüten
’hylbrid* (zu îHybris u. î’...id): hochmütig, überheblich,
übersteigert, vermessen
2hy|brid* (zu 1Hybride): gemischt, von zweierlei Her
kunft, aus Verschiedenem zusammengesetzt; durch
Kreuzung, Mischung entstanden; hybride Bildung: Zwit
terbildung, Mischbildung, zusammengesetztes od. abge
leitetes Wort, dessen Teile verschiedenen Sprachen ange
hören (z. B. Auto-mobil (aus gr. autos u. lat. mobilis), Büro-kratie (aus fr. bureau u. gr. kratein), Intelligenz-ler
(aus lat. intelligens u. dt. -1er); Sprachw.); vgl. ...isch/-.
Hy brid das,: -[e]s, -e (meist Plur.): Arzneistoff, der trotz
einheitlicher ehern. Struktur eine große Î Affinität zu
zwei od. mehreren Î Rezeptoren hat u. dadurch mehrere
pharmakologische Wirkungen erzielt (Med.), hylbrid...,
Hylbrid...: Worbildungselement mit der Bedeutung
„Mischung; aus Verschiedenartigem zusammengesetzt;
Bastard“, z.B. hybridisch, Hybridrakete. Hy|bri|de die;
-, -n, auch der; -n, -n (aus lat. hybrida „Mischling, Bas
tard“, weitere Herkunft unsicher): aus Kreuzungen ver
schiedener Arten hervorgegangene Pflanze; aus Kreu
zungen verschiedener Rassen hervorgegangenes Tier
(Biol.); vgl. Bastard(l). Hylbrildilsaltilon die; -, -en (zu
Î ...isation): Kreuzung genetisch verschiedener Individu
en; vgl. Hybridzüchtung, hylbrildisch: sich auf Mi
schung, Kreuzung beziehend, sie betreffend; vgl. ...isch/-.
hy|bri|di|sie|ren (zu T...isieren): kreuzen, um Hybriden
zu züchten (Biol.). Hylbrildilsielrung die; -, -en (zu
T...isierung): 1. a) svw. Hybridzüchtung; b) Kreuzung
von durch Inzucht geprägten Pflanzen od. Tieren, um
Steigerungen des Wachstums u. der Leistung zu erzielen
(Biol.); vgl. Heterosis. 2. bei der ehern. Bindung eintre
tender quantenmechanischer Vorgang, bei dem sich die
Î Orbitale der beteiligten Atome zu neuen, durch ihre be
sondere räumliche Ausrichtung für die Bindungen im
Molekül günstigeren Orbitalen umordnen (Chem.). Hybrildom das; -s, -e (Kurzw. aus fhybrid u. (Myelom):
künstlich erzeugte Myelomzelle (vgl. Myelom), die reine
phan
Hybridomtechnik
Antikörper bildet (Med.). Hy|bri|dom|tech|nik, Hybri|do|ma|tech|nikrfze;
spezielle Hybridisierungsme
thode zur Herstellung Îmonoklonaler Antikörper (Bio
technologie; Med.). Hy|brid|ra|ke|te die; -, -n <zu thybrid...>: Rakete, die zum Antrieb sowohl feste als auch
flüssige Brennstoffe verwendet. Hy|brid|rech|ner der;
-s, -: elektron. Rechenanlage, die Informationen sowohl
in analoger als auch in digitaler Form verarbeiten kann.
Hylbridlsysltem das; -s: umweltfreundliche Kfz-Antriebseinheit, die neben dem Verbrennungsmotor einen
Elektromotor aufweist, der wahlweise den abgasfreien
Antrieb des Fahrzeuges auf [innerstädtischen] Teilstre
cken übernehmen kann. Hylbridltechlnik die; -: Ver
fahren zur Herstellung elektron. Schaltkreise aus Einzel
bauelementen auf einer Trägersubstanz. Hy|brid|züchUtngdie; -, -en: Zuchtverfahren zur Erzeugung hochwer
tiger Nachkommen durch Kreuzung tierischer od.
pflanzlicher Individuen, die sich in mehreren erblichen
Merkmalen unterscheiden (Biol.)
Hylb r'is* die; - <aus gleichbed. gr. hybris): [in der Antike]
frevelhafter Übermut, Selbstüberhebung (besonders ge
gen die Gottheit); Vermessenheit
hyd..., Hyd... vgl. hydato..., Hydato... Hydarthrose*
die; -, -n <zu thydato... u. TArthrose): krankhafte An
sammlung von Flüssigkeit in Gelenken; Gelenkerguss
(Med.), hyldat..., Hyldat...vgl. hydato..., Hydato... Hydaitho de rZ/e; -, -n (meist Plur.) <zu thydato... u.
Î '...ode>: Blattöffnung bei Pflanzen zur Abgabe von Was
ser (Bot.). Hyidaltildei/ze; -, -n (ausgr. hydatis, Gen. hydatidos „Wasserblase“): 1. (meist Plur.) Finne der Hül
senbandwürmer (Biol.). 2. Bläschen am oberen Pol des
Hodens (Med.), hyldalto..., Hyldalto..., vor Vokalen
meist hydat..., Hydat..., auch verkürzt hyd..., Hyd... (aus
gleichbed. gr. hydör, Gen. hydatos): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Wasser“, z.B. hydatogen, Hydatochorie, Hydathode, Hydarthrose; vgl. hydro..., Hy
dro... Hyl da|to|cho|rie [...ko...] die; - (zu gr. chorein
„sich fortbewegen“ u. t2...ie>: svw. Hydrochoric. hyldatolchrolisch* [...’kro:...] (zu gr. chrös „Haut, Farbe“):
(veraltet) wasserfarbig, hyldaltoldisch (zu gr. eidos
„Form, Gestalt“): (veraltet) wässrig, wasserartig, hyldatolgen(zu t...gen>: 1. aus einer wässrigen Lösung gebil
det (von Mineralien). 2. durch Wasser zusammengeführt
od. aus Wasser abgeschieden (von Schichtgesteinen). 3.
svw. hydatopyrogen. Hyidaitolge|ne!sei//c, -: (veraltet)
Wasserbildung, hyldaltolpy rolgen: aus einer mit Was
serdampf gesättigten Schmelze entstanden (von Gestei
nen; Geol.). Hyldaltolserfze; -, -n (zu t‘...ose): (veraltet)
Wassersucht (Med.)
hyldr...*, Hyldr... vgl. hydro..., Hydro... Hyldra die; -,
...dren (über lat. hydra aus gr. hydra „Wassertier, Was
serschlange“ zu hydör „Wasser“): 1. (in der griech.
Mythologie von Herakles getötetes) neunköpfiges See
ungeheuer, dessen abgeschlagene Köpfe doppelt nach
wuchsen. 2. Süßwasserpolyp. Hyldralgolgie die; - (zu
Thydro..., gr. agöge „Leitung, Führung“ u. t2...ie): Ent
ziehung des Wassers aus dem Körper (durch erhöhte
Ausscheidung; Med.), hyldralgolgisch (zu gr. agögös
„leitend, (herbei)führend“): stark abführend (von Arznei
mitteln; Med.). Hyldralgolgumr/ar; -s, ...ga (aus gleich
bed. nial, hydragogum; vgl. hydragogisch): Arzneimittel,
das dem Körper (durch erhöhte Ausscheidung) Wasser
entzieht (Med.). Hy|drä|mie<Zze; -, ...ien (zu thydro... u.
t...ämie): erhöhter Wassergehalt des Blutes (Med.). Hydramlniondas; -s, ...ien [...ion] (zu t Amnion): übermä
ßige Fruchtwassermenge (Med.). Hyldranlenlzefphaliedie; -, ...ien (zu thydro..., t'a..., gr. egképhalon „Ge
hirn“ u. ’...ie): vollständiger Abbau des Hirngewebes,
an dessen Stelle ein liquorhaltiger Hohlraum entsteht
578
(Med.). Hyldranlgea die; -, ...eae [...es] (aus gleichbed.
nlat. hydrangea, dies zu thydro... u. gr. aggeion „Ge
fäß“): wissenschaftliche Bez. für tHortensie. Hydrangiollolgieife; - (zu ÎHydrangium u. Î ...logie): (veraltet)
medizinisches Teilgebiet, das sich mit den Lymphgefäßen
befasst. Hyldranlgilum das; -s, ...ien [...ion] (aus nlat.
hydrangium, dies aus gr. hydrággeion, eigtl. „Wasserge
fäß“): (veraltet) Lymphgefäß (Med.). Hyldrant ¿ter; -en,
-en (aus gleichbed. engl. hydrant, eigtl. „der Wasser Ge
bende“, zu gr. hydör „Wasser“; vgl. ...ant): größere Zapf
stelle zur Wasserentnahme aus Rohrleitungen. Hy
dranth der; -en, -en (zu thydro... u. gr. ánthos „Blume“):
Einzelpolyp eines Polypenstockes (z.B. bei Korallen;
Zool.). Hydrapulper [...palpi’] der; -s, - (zu tHydra u.
engl. pulper „Holländer“ (eine Maschine in der Papier
verarbeitung) zu to pulp „zermahlen, (Papier) einstamp
fen“): Stofflöser; Maschine zur Aufbereitung (zum Auf
lösen) von Altpapier u. Rohstoffen in der Papierherstel
lung. Hyldrarlgilllit [auch ... lit] der; -s, -e (zu thydro...,
lat. argilla „weißer Ton“ (dies aus gleichbed. gr. árgillos)
u. T2...it>: farbloses, weißes od. grünliches, glasig glän
zendes Mineral, das besonders bei der Gewinnung von
ÎAluminium u. zur Herstellung feuerfester Steine ver
wendet wird. Hyldrarlgylrolse die; -, -n (zu Î Hydrargy
rum u. t',,,ose): Quecksilbervergiftung; Vergiftung durch
eingeatmete Quecksilberdämpfe (Med.). Hyldrarlgyrumrfaj; -s (zu lat. hydrargyrus, dies aus gr. hydrärgyros,
eigtl. „Wassersilber“): Quecksilber, chem. Element; Zei
chen Hg. Hydrarthrose die; -, -n (zu thydro...): svw.
Hydarthrose. Hy|dra|sys|tem das; -s (zu tHydra): Ver
kaufsverfahren, bei dem der Verkauf der Ware gegen An
zahlung u. die Verpflichtung des Käufers erfolgt, die
Restschuld durch Ratenzahlung u. Vermittlung neuer
Kunden abzutragen; Schneeballsystem. Hyldrat das;
-[e]s, -e (zu gr. hydör „Wasser“ u. t...at (2)): Verbindung
von Oxiden od. wasserfreien Säuren mit Wasser (Chem.).
Hyldraltalse die; -, -n (zu t,,,ase): Enzym, das bei der
Anlagerung von Wasser im Organismus wirksam ist
(Chem.). Hy|dra|ta|ti|ondie; -, -en (zu t...ation>: 1. Bil
dung von Hydraten (Chem.). 2. durch Absorption von
Wasser verursachte Quellung u. Volumenvergrößerung
von Mineralien u. die dadurch hervorgerufene Sprengung
der Gesteine (Geol.). 3. Verfestigung von Zement durch
Wasserabgabe (Bauw.). Hy|dralta|ti|onslener|gie die;
bei der Hydratation von Ionen als Wärme freigesetzte
Energie. Hyldraltilon die; -, -en (zu t’...ion): svw. Hy
dratation. hyldraltisch: svw. allitisch. hydratisieren (zu Î ...isieren): Hydrate bilden (Chem.). Hyldraltisielrung die; -, -en (zu t...isierung): das Hydratisieren,,
das Hydratisiertwerden. Hyldraltur die; -, -en (zu
Î...UD: Quellungszustand des Protoplasmas, bes. bei
Pflanzen. Hy|drat|zel|lu|lo|se die; -, -n: aus ihrer Lö
sung ausgefällte Zellulose mit etwas veränderten physik.
Eigenschaften u. erhöhter chem. Reaktionsbereitschaft.
Hyldraullik die; - (zu Îhydraulisch u. T2...ik (1)>: 1.
Theorie, Lehre von den Strömungen der Flüssigkeiten
(z. B. im Wasserbau). 2. Gesamtheit der Steuer-, Regel-,
Antriebs- u. Bremsvorrichtungen eines Fahrzeugs, Flug
zeugs od. Geräts, dessen Kräfte mithilfe des Drucks ei
ner Flüssigkeit erzeugt od. übertragen werden. Hvldraulilkerrfer; -s, -: Fachmann, der sich mit der Hydraulik
(1) befasst bzw. hydraulische Anlagen konstruiert. Hydraullis die; - (aus gr. hydraulis „Wasserorgel“ zu hydör
„Wasser“ u. aulös „Flöte; Röhre“): Orgel der Antike, bei
der die Luftzuführung durch Wasserdruck reguliert wur
de. hy|drau|lisch(über lat. hydraulicus aus gr. hydraulikös „zur Wasserorgel gehörig“; vgl. Hydraulis): mit Flüs
sigkeitsdruck arbeitend, mit Wasserantrieb; hydraulische
Arbeitsmaschine:mit Druckwasser angetriebene Arbeits
579
maschine; hydraulische Bremse: Vorrichtung zum Ab
bremsen rotierender Räder durch flüssigkeitsgefüllte
Druckzylinder, die über Bremsbacken einen Druck auf
das Bremsgehäuse (u. damit auf das Rad) ausüben; hy
draulische Presse: Wasserdruckpresse, Vorrichtung zur
Erzeugung hohen Druckes, bei der die Erscheinung der
allseitigen Ausbreitung des Drucks in einer Flüssigkeit
genutzt wird; hydraulischer Abbau: Gold- u. Silbergewin
nung durch Wasserschwemmung; hydraulischer Mörtel:
Mörtel, der auch unter Wasser erhärtet; hydraulischer
Widder: mit Wasserdruck getriebene Hebevorrichtung;
hydraulisches Gestänge: Gestänge, bei dem die Druck
übertragung durch eine Flüssigkeitssäule erfolgt; hydrau
lisches Getriebe: Getriebe, in dem Flüssigkeiten zur
Übertragung von Kräften u. Bewegungen dienen; hy
draulischer Zusatzstoff: svw. Hydraulit. Hydraulit
[auch ...'lit] der; -[e]s, -e (zu Thydraulisch u. î'...it>: Zu
satzstoff zur Erhöhung der Bindefähigkeit von Baustof
fen. Hy|dra|zi|de die (Plur.) (zu tHydrazin u. T’...id):
Salze des Hydrazins. Hyldralzin das; -s <zu ÎHydrogen,
fr. azote „Stickstoff* (vgl. Azo...) u. t...in (1)>: ehern.
Verbindung von Stickstoff mit Wasserstoff, die bei der
Entwicklung von Raketentreibstoffen, bei der Herstel
lung von Medikamenten, Klebstoffen o.Ä. verwendet
wird. Hy|dra|zi|ne die (Plur.): organische Basen des Hy
drazins, als Reduktions- u. Lösemittel in der ehern. In
dustrie verwendete Verbindungen. Hy|dra|zin|gelb das;
-s: gelber Teerfarbstoff. Hyldralzolne die (Plur.) (zu
î2...on): ehern. Verbindungen von Hydrazin mit tAldehyden od. Î Ketonen. Hyld ra|zo|ver|bin|dung die; -, -en
(meist Plur.): svw. Hydrazin. Hyldria die; -, ...ien [...ion]
(aus gleichbed. gr. hydria): altgriech. Wasserkrug. Hydriatrie die; - (zu thydro... u. t...iatrie>: svw. Hydro
therapie. Hyldrid das; -[e]s, -e (zu t3...id): ehern. Verbin
dung des Wasserstoffs mit einem od. mehreren anderen
ehern. Elementen, wobei diese Verbindungspartner me
tallischen od. nicht metallischen Charakters sein können.
...hyldrie (zu gr. hydör „Wasser“): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „[Vorhandensein von] Wasser“,
z.B. Achlorhydrie, hyldrielren (zu t..deren): Wasser
stoff an ungesättigte Verbindungen anlagern (Chem.).
hyldro..., Hyldro..., vor Vokalen auch hydr..., Hydr...
(aus gleichbed. gr. hydör): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Wasser“, z.B. hydrogam, Hydrologie, Hydriatrie; vgl. hydato..., Hydato... Hy|dro|aro|ma|ten
die (Plur.): durch partielle od. vollständige Hydrierung
von tAromaten entstandene chem. Verbindungen. Hydrobilenlschicht [...ion...] die; -, -en (meist Plur.) (zu
gr. bios „Leben“): versteinerungsreicher, bituminöser
Mergelschiefer im Oberrheingebiet (aus dem Tertiär
stammend). Hyldrolbiollolge der; -n, -n: Wissenschaft
ler, der sich mit den im Wasser lebenden Organismen be
fasst. Hyldrolbiollolgie die; -: Teilgebiet der Biologie,
das sich mit den im Wasser lebenden Organismen be
fasst. hyldrolbilont (zu t...biont): im Wasser od. auf
bzw. im Grund von Gewässern lebend (von Organismen;
Biol.). Hyldrolbilont der; -en, -en: hydrobionter Orga
nismus (Biol.). Hyldrolbioltit [auch ,,,'tɪt] der; -s, -e: ein
Verwitterungsprodukt des îBiotits (Geol.). Hyldrolboralzit [auch ... tsit] das; -s, -e: ein farbloses od. weißes,
nadeliges Mineral. Hyldrolbolrielrung die; - (zu ÎBor
u. t...ierung): Syntheseverfahren der organischen Che
mie mithilfe von Borverbindungen, das z.B. zur Herstel
lung von Alkoholen u. tEstern aus Î Alkenen angewendet
wird. Hyldrolbullbie die; -, ...ien (zu îBulbus u. t2...ie):
Flüssigkeitsansammlung im verlängerten Mark (Med.).
Hyldrolchelmie die;
Teilgebiet der Chemie, das sich
mit dem î Chemismus der Wasservorkommen der Erde
befasst. Hy|dro|che|mi|ker der; -s, -: Wissenschaftler
Hydrohypsen
auf dem Gebiet der Hydrochemie. Hyldrolchilnpn das;
-s: stark Î reduzierende organische Verbindung, die als fo
tografischer Entwickler verwendet wird. Hyldrolchorie [,..k...] die; - (zu gr. choros „Ort, Stelle (zu chörizein
„absondern, trennen“) u. t2...ie): Verbreitung von Pflan
zenfrüchten u. -samen durch das Wasser (Bot.). Hyldrochyllus [...ç...] der; -: enzymfreier TChylus (Med.). Hydro colpter [,..k,..] der; -s, - (Analogiebildung zu t Heli
kopter): Fahrzeug, das mit einem Propeller angetrieben
wird u. sowohl im Wasser als auch auf dem Eis eingesetzt
werden kann. Hyldrol cor tiison [,..k...] vgl. Hydrokor
tison. Hy|dro|dy|nalmik die;
Wissenschaft von den
Bewegungsgesetzen der Flüssigkeiten (Strömungslehre;
Phys.), hyldroldylnalmisch: sich nach den Gesetzen
der 1 Hydrodynamik verhaltend, hyldrolelekltrisch:
elektr. Energie mit Wasserkraft erzeugend. Hyldroelekltrilziltät die; -: durch Wasserkraft erzeugte Elek
trizität. Hy Idrolelekltrolstaltilon die; -, -en: Station,
in der elektr. Energie durch Wasserkraft erzeugt wird,
hyldrolenerlgeltisch: vom Wasser angetrieben. Hydroextrakteur [...tarn] der: -, -e: Vorrichtung zum
Entwässern, Schleuderapparat zum Trocknen. Hyldrofoil ['haɪdroʊfɔil] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. hydro
foil): engl. Bez. für Tragflächenboot. Hyldrolfon vgl.
Hydrophon, hyldrolgam [hydro...] (zu thydro... u.
t...gam): wasserblütig, die Pollen durch Wasser übertra
gend (Bot.). Hyldrolgalmie die; - (zu t...garnie (l)):
Wasserblütigkeit, Bestäubung von Blüten unter Wasser
bzw. Übertragung des Pollens durch Wasser (Bot.). Hydrolgaslter der; -s, - (zu gr. gastër „Bauch, Magen“):
(veraltet) Bauchwassersucht (Med.). Hyldrolgel das; -s,
-e: aus wässriger Îkolloidaler Lösung ausgeschiedener
Stoff. Hyldrolgen u. Hydrogenium das; -s (latinisiert
aus gleichbed. fr. hydrogène, eigtl. „Wasserbildner“; vgl.
...gen u. ...ium): Wasserstoff, chem. Element; Zeichen H.
Hydrogenbombe die; -, -n: Wasserstoffbombe. Hydrogenlion das; -s, -en: Wasserstoffion. Hyldrolgeni um vgl. Hydrogen. Hy|dro|gen|kar|bo|nat das;
-[e]s, -e: doppeltkohlensaures Salz mit Säurewasserstoff
rest. Hyldrolgenlsalz das; -es, -e: Salz mit Säurewasser
stoff im Molekül. Hyldrolgenlsullfat das: -[e]s, -e: sau
res Salz der Schwefelsäure. Hyldrolgenlsullfit das; -s,
-e: saures Salz der schwefligen Säure. Hyldrolgeolgraf,
auch ...graph der; -en, -en: Wissenschaftler, der auf dem
Gebiet der Hydrogeografie arbeitet. Hy|dro|geo|graf[e, auch ...gralphie die; -: Teilgebiet der Geografie,
das sich mit der Verteilung des Wassers auf u. unter der
Erde beschäftigt. Hyldrolgeollolge der; -n, -n (zu thy
dro...): Wissenschaftler, der auf dem Gebiet der Hydro
geologie arbeitet. Hyldrolgeollolgie die; -: Teilgebiet
der angewandten Geologie, das sich mit dem Wasser
haushalt des Bodens u. der Wasserversorgung befasst
(Geol.). hyldrolgeollplgisch: die Hydrogeologie be
treffend; hydrogeologische Karten: Gewässerkarten, die
die Grundwasserverhältnisse eines bestimmten Gebietes
darstellen. Hyldrolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu
t...graf): Wissenschaftler, der auf dem Gebiet der Hydrografie arbeitet. Hyldrolgralfie, auch ...gralphie die; (zu t...grafie): Teilgebiet der Hydrologie, das sich mit den
Gewässern im natürlichen Wasserkreislauf zwischen dem
Niederschlag auf das Festland u. dem Rückfluss ins
Meer befasst (Gewässerkunde), hyldrolgralfisch, auch
...gralphisch (zu t ...grafisch): die Hydrografie betref
fend. Hyldrolhallit [auch ...lit] der; -s, -e: wasserhaltiges
t Natriumchlorid (Mineral.). Hyldrolholnen das; -s (zu
engl. to hone „ziehschleifen“): Verfahren zur Oberflä
chenveredelung von Metallen; vgl. honen. Hyldrolhypsen die (Plur.) (zu gr. hÿpsos „Höhe“): Grundwasserhö
henlinien, Linien gleicher Höhe der Grundwasserober-
H
Hydrokarbongas
fläche im Baugrund. Hy|dro|kar|bgnjgas das; -es, -e:
Schwelgas^ Hyldrolkarldie die; - (zu gr. kardia „Herz“):
(veraltet) Herzwassersucht (Med.). Hyldrolkarlpie die;
- <zu î...karpie): das Ausreifen von Früchten im Wasser
(Bot.). Hy|dro|kaslsi|te|rit [auch ...rit] der; -s, -e: hy
dratisierter Zinnstein. Hy|dro|kel|lo|me|ter das; -s, (zu gr. kéllein „bewegen“ u. t1...meter): ein früher übli
ches Gerät zum Messen der Wasser- bzw. Stromge
schwindigkeit. Hy|dro|ke|ra|men die (Plur.) (zu gr. kéramos „Ton, Tongefäß“, vgl. Keramik): irdene Gefäße,
die Flüssigkeiten durch poröse Gefäßwände rasch ver
dunsten lassen u. dadurch stark abkühlen. Hyldrolkinelterder; -s, - (zu gr. kinëtes „der Bewegende“, dies zu
kineîn „in Bewegung setzen“): Dampfstrahlapparat, der
Kesselwasser durch Einführen von Dampf aus einem an
deren Kessel erwärmt. Hyld rokortüson u. Hydrocor
tison [,..k...J das; -s: Hormon der Nebennierenrinde
(Med.). Hyldrolkralcken [auch ...'krekn] das; -s (zu
Î kracken): Verfahren zur Spaltung hochsiedender
Wachsdestillate aus Erdöl in Gegenwart von Wasserstoff
zur Herstellung von (niedrigsiedendem) Benzin (Chem.).
Hyldrolkulltur die; -, -en: Kultivierung von Nutz- u.
Zierpflanzen in Nährlösung statt auf natürlichem Boden.
Hy|dro|lak|ko|lith [auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur.
-e[n]: linsenförmige Ansammlung von Eis im Boden heu
tiger Tundragebiete, die manchmal einige Meter hoch ist
u. beim Auftauen runde Seen bildet (Geol.). Hyldrollase die; -n, -n (meist Plur.) (verkürzt aus ÎHydrolyse u.
I ...asey. ÎEnzym, das Verbindungen durch Anlagerung
von Wasser spaltet. Hyldrojlolge der; -n, -n (zu thy
dro... u. t...loge): Wissenschaftler, der auf dem Gebiet
der Hydrologie arbeitet. Hyidrollolgie die; - (zu t...logie): Wissenschaft vom Wasser, seinen Arten, Eigen
schaften u. seiner praktischen Verwendung, hyldrollogisch (zu Î...logisch): die Hydrologie betreffend. Hydro lo gi um das; -s, ...ien [...ion] (über spätlat. hydrologium aus gr. hydrologion): antike Wasseruhr (bis ins
17. Jh. in Gebrauch). Hy|dro|ly|salte die (Plur.) (zu
THydrolyse u. t...at): Verwitterungsprodukte von Gestei
nen, die als feinste Teilchen meist durch Wasser transpor
tiert u. wieder abgelagert werden (z.B. Tonminerale; Ge
ol.). Hyidrollylse die; -, -n (zu thydro... u. t...lyse):
Spaltung chem. Verbindungen durch Wasser (meist unter
Mitwirkung eines tKatalysators od. Î Enzyms), hyldrolylsielren (zu ?..deren): durch Hydrolyse spalten, zerle
gen. Hy|dro|lyt der; -en, -en (zu gr. lytös „lösbar“, dies
zu lÿein „(auf)lösen“>: in Wasser lösliches Mineral, hydrollyltisch: die Hydrolyse betreffend, auf sie bezogen.
Hyldrom das; -s, -e (zu t...om): eiweißreicher, klarer Er
guss [ohne Blutbeimengung] (Med.). Hyldrolmalgnesit[aueh ...zit] der; -s, -e: ein kreidiges Mineral, hyldromalgneltisch: den Magnetismus flüssiger u. gasförmi
ger Stoffe mit elektr. Leitvermögen betreffend (Phys.).
Hydromanie die; - (zu t...manie): 1. krankhafter
Durst (Med.). 2. krankhafter Trieb, sich zu ertränken
(Med.). Hyldrolmanltie die; - (aus gleichbed. gr. hydromanteia): Zukunftsdeutung aus Erscheinungen in u. auf
glänzendem Wasser (bes. im Vorderen Orient). Hyldrome cha nik die; - (zu thydro...): Mechanik der Flüssig
keiten (aufgeteilt in T Hydrodynamik u. tHydrostatik).
hy|dro|me|cha|nisch: die Hydromechanik betreffend.
Hyldrolmeldulse die; -, -n: Qualle aus der Gruppe der
THydrozoen. Hy|dro|me|tal|lur|gie die; -: [Technik
der] Metallgewinnung aus wässrigen Metallsalzlösungen.
Hyldrolmeltelglre die (Plur.): durch Verdichtung von
Wasserdampf in der Î Atmosphäre entstehende Nieder
schläge (z.B. Regen, Schnee, Tau). Hyldrolmeltelolrololgie die: -: Wissenschaft vom Verhalten des Wasser
dampfs in der tAtmosphäre (Meteor.). Hyldrolmelter
580
das; -s, - (zu t’...meter): Gerät zur Messung der Ge
schwindigkeit fließenden Wassers, des Wasserstandes od.
des spezifischen Gewichts von Wasser. Hyldrolmeltra
die; -, ...ren (zu gr. métra „Gebärmutter“): Wassersucht
der Gebärmutter (Med.). Hy|dro|me|trie die; - (zu
T...metrie): Wassermessung, hyldrolmeltrisch (zu
Î...metrisch): die Flüssigkeitsmessung betreffend. Hydro|mi|krolbio|io|gie die;
Forschungsgebiet der
Meeres- u. Binnengewässerökologie, Teilgebiet der Hy
drobiologie. Hyldrolmolniltor der; -s, ...oren: Gerät für
Erdarbeiten mit Wasserstrahl, hyldrolmorph (zu
Î...morph): die Hydromorphie betreffend. Hyldrolmorphie die; - (zu t...morphie): besondere Ausbildung von
Organen, die unter Wasser vorkommen (z.B. Stängel u.
Blätter bei Wasserpflanzen). Hy|dro|mus|ko|vit
[...'vi:t, auch ...vit] der; -s, -e: zu den Hydroglimmern
zählendes Mineral veränderlicher Zusammensetzung.
Hyldrolmylellie die; - (zu gr. myelös „Mark“ u. T2...ie):
angeborene Erweiterung des mit Flüssigkeit gefüllten
Zentralkanals im Rückenmark (Med.). hy|drolna|li|sieren (zu tHydronalium u. t...isieren>: mit Hydronalium
überziehen. Hyldrolnallilum das; -s (Kunstw. zu thy
dro... u. Î Aluminium): eine wasserbeständige Alumini
um-Magnesium-Legierung. Hyidrolnaut der; -en, -en
(zu t,,,naut): svw. Aquanaut. Hy|dro|ne|phro|se die; -,
-n: durch Harnstauung verursachte Erweiterung des Nie
renbeckens (Sackniere, Stauungsniere; Med.). Hyldronfarblstoff der; -[e]s, -e (zu Hydron, dem Namen einer
Legierung aus Natrium u. Blei, die in Verbindung mit
Wasser reines Wasserstoffgas abscheidet): Schwefelfarb
stoff (z.B. Hydronblau). Hyldronlkus der; -, ...ki (aus
nlat. hydroncus zu thydro... u. gr. ógkos „Schwellung“):
(veraltet) Wassergeschwulst (Med.). Hy|dro|ny|mie die;
- (zu thydro..., gr. ónyma „Name“ u. t2...ie): vorhande
ner Bestand an Gewässernamen. Hy|dro|pa|ralgo|nit
[auch ...nit] der; -s, -e: natriumhaltiger ÎHydromuskovit.
Hyldroipath der; -en, -en (zu t...path): Wasserheilkun
diger. Hyldrolpalthie die; - (zu t...pathie): svw. Hydro
therapie. hyldrolpalthisch: auf die Wasserheilkunde
bezogen, sie betreffend. Hy|dro|pe|ri|kard das; -[e]s, -e
u. Hy|dro|pe|rt|kar|di|um das; -s, ...ien [,,dən]: An
sammlung größerer Flüssigkeitsmengen im Herzbeutel
raum (Med.). Hyldrolperloxid,auch Hyldrolperloxyd
das; -[e]s, -e: organ. Verbindung mit einer Sauerstoffbrü
cke (Chem.). Hyldrolphan der; -s, -e (zu gr. phanös
„leuchtend“): als Schmuckstein beliebter, milchiger,
durch Wasserverlust getrübter Opal, der durch Wasser
aufnahme vorübergehend durchscheinend wird, hyldrophjl (zu t,,,phil): 1. feuchte Lebensräume bevorzugend;
im Wasser lebend (von Pflanzen u. Tieren; Biol.); Ggs.
t hydrophob (1). 2. Wasser anziehend, aufnehmend, in
Wasser löslich (Chem.); Ggs. thydrophob (2). Hyldrophillie die; - (zu T ...philie): hydrophiles (2) Verhalten
(von Stoffen; Chem.). hyldrolphob (über lat. hydrophobus aus gleichbed. gr. hydrophöbos): 1. feuchte Lebens
räume meidend, nicht vertragend; trockene Lebensräume
bevorzugend (von Pflanzen u. Tieren; Biol.); Ggs. Îhy
drophil (1). 2. Wasser abstoßend, nicht in Wasser löslich
(Chem.); Ggs. thydrophil (2). Hy dro phoibie die; -,
...ien (aus gleichbed. gr. hydrophobia): 1. krankhafte
Wasserscheu bei Menschen u. Tieren, bes. als Begleit
symptom bei Tollwut (Med.). 2. hydrophobes (1) Verhal
ten (Biol.). hyldrolpholbielren (zu Î..deren): Textilien
Wasser abweisend machen. Hyldrolpholbielrung die;
-, -en (Plur. selten) (zu T...ierung): 1. das Hydrophobieren. 2. Î Appretur, durch die Textilien Wasser abweisend
werden. Hyldrolphon, auch ...fon das; -s, -e (zu thy
dro... u. t...phon): Gerät zur Aufnahme der Schwingun
gen von Schallwellen bei Î seismischen Messungen in Ge-
581
wässern, auch zur Ortung von Fischschwärmen verwen
det. Hyldrolphor der; -s, -e <zu t...phor): Druckkessel in
Wasserversorgungsanlagen u. Feuerspritzen. Hyldropho ren die (Plur.) (zu gr. hydrophöros „Wasserträ
ger“): Wasserträger[innen] (häufiges Motiv der griech.
Kunst). Hy|droph|thal|mus der; -, ...mi (zu thydro... u.
gr. ophthalmós „Auge“, eigtl. „Wasserauge“): Vergröße
rung des Augapfels infolge übermäßiger Ansammlung
von Kammerflüssigkeit, vergrößerter Augapfel; Ochsen
auge (Med.). Hyldrolphyt der; -en, -en (zu t...phyt>:
Wasserpflanze (Bot.), hyldrolpilgen (zu tHydrops u.
î...gen>: Wassersucht erzeugend (von Krankheiten;
Med.). Hyldrolpilkum das; -s, ...ka (zu t...ikum): harn
treibendes, entquellendes, die Wasserausscheidung för
derndes Arzneimittel (Med.), hyldrolpisch: wasser
süchtig, an Wassersucht leidend (Med.). Hyldrolplan
der; -s, -e (Analogiebildung zu tAeroplan): 1. Wasser
flugzeug. 2. Gleitboot. Hyldrolplaslmie* die; -, ...ien
(zu thydro..., gr. plásma „das Gebildete, Geformte“ (vgl.
Plasma) u. t2...ie>: svw. Hydrämie. hy dro pneu matisch: gleichzeitig durch Luft u. Wasser angetrieben.
Hyldrolpollylpen die (Plur.): svw. Hydrozoen. Hyldropolnik die; - (zu gr. pönos „Arbeit“ u. t2...ik (2)>: svw.
Hydrokultur, hyldrolpolnisch: die Hydroponik betref
fend, auf ihr beruhend, zu ihr gehörend, mit ihrer Hilfe.
Hyld ro po te die; -, -n (zu lat. potare „trinken“): Ober
hautgebilde an Wasserpflanzen zur Nahrungsaufnahme
(Bot.). Hyldrops der; - (aus gleichbed. gr. hydrops):
Wassersucht; tÖdem (Med.). Hyldroplsie die; - (zu
t2...ie>: svw. Hydrops. Hyldropltilkum das; -, ...ka (zu
tHydrops u. t...ikum>: (veraltet) svw. Hydropikum. Hydrolpullsaltor der; -s, ...oren (zu thydro... u. tPulsator): Pumpe, bei der ein Treibflüssigkeitsstrom die
Pumpleistung erbringt. Hyldrolpullsor der; -s, ...oren
(zu lat. pulsare „stoßen, schlagen“ u. t...or): svw. Hydro
pulsator. Hyldrolpylellon das; -s (zu gr. pyelos „Be
cken“): Erweiterung des Nierenbeckens infolge Harn
stauung (bei Hindernissen in den ableitenden Harnwe
gen; Med.). Hyldrorlrhalchie die; -, ...ien (zu gr. rháchis „Rücken“ u. t2...ie): svw. Hydromyelie. Hyldrorrhö die; -, -en u. Hyldrorlrhöe [...re:] die; -, -n [,,,'ro:ən]
(zu gr. rhein „fließen“): wässriger Ausfluss (z.B. bei
Schwangeren; Med.). Hyldrolsallpinx die; -, ...pingen:
Ansammlung Î seröser Flüssigkeit im Eileiter (bei Eilei
terverklebung infolge entzündlicher Prozesse im Eileiter;
Med.). Hyldrolsalz das; -es, -e: svw. Hydrogensalz. Hydrolskellett das; -[e]s, -e (zu t'Skelett): im Körper
weichhäutiger Tiere vorkommendes Flüssigkeitspolster,
das analog zum Skelett der Wirbeltiere od. dem Chitin
panzer der Gliederfüßer eine Stützfunktion für den Kör
per hat. Hyldrolskop das; -s, -e (zu t...skop): (veraltet)
Wasseruhr. Hyldrolsol das; -s, -e (Kunstw. aus IHydrogen u. t2SoZ): kolloidale Lösung mit Wasser als Lösungs
mittel (Chem.). Hyldrolsphälre die; - (zu Îhydro...): aus
den Meeren, den Binnengewässern, dem Grundwasser,
dem in Eis gebundenen u. in der Atmosphäre vorhande
nen Wasser bestehende Wasserhülle der Erde. Hyldrostaltik die; -: Wissenschaft von den Gleichgewichtszu
ständen bei ruhenden Flüssigkeiten (Phys.), hyldrolstatisch: sich nach den Gesetzen der Hydrostatik ver
haltend (Phys.); hydrostatischer Druck: Druck einer
ruhenden Flüssigkeit gegen die von ihr berührten Flä
chen (z. B. gegen eine Gefäßwand); hydrostatisches Para
doxon: Phänomen, dass in t kommunizierenden Gefäßen
die Wasserstandshöhe unabhängig von der Gefäßform
ist; hydrostatische Waage: Waage, bei der durch den Auf
trieb einer Flüssigkeit sowohl das Gewicht der Flüssig
keit als auch das des Eintauchkörpers bestimmt werden
kann. Hyldrolsullfit das; -s, -e: ältere Bez. für tDithio-
Hydrozephalus
nit. Hy drota xis í/í'í»; -, ...xen (zu Î’Taxis): durch
Feuchtigkeit ausgelöste ’Taxis (Biol.). Hy dro tech nik
die; -: Technik des Wasserbaues. hy|droltech|nisch:
die Hydrotechnik betreffend, auf ihr beruhend; mit den
Mitteln der Hydrotechnik. hyldro|the|ralpeu|tisch:
zur Hydrotherapie gehörend (Med.). Hyldrolthelralpie
die; -, ...ien: (Med.) 1. (ohne Plur.) als Teilbereich der
Medizin Lehre von der Heilbehandlung durch Anwen
dung von Wasser, Wasserheilkunde, -verfahren. 2. Heil
behandlung durch Anwendung von Wasser in Form von
Bädern, Waschungen, Güssen, Dämpfen o.Ä. hyldrother mal: aus verdünnten Lösungen ausgeschieden (von
Erzen u. anderen Mineralien). Hy|dro|thp|rax der;
-[es]: Ansammlung einer serös-wässrigen Flüssigkeit im
Brustfellraum (Med.). Hyldroltrealting ['haɪdrootri:tɪŋ]
das; -s (zu engl. hydro- (vgl. hydro...) u. to treat „behan
deln“): hydrierende Î’Raffination von Erdöl (zur Ent
schwefelung; Chem.). hyldroltrop (zu thydro... u.
t...trop>; in der Fügung hydrotrope Stoffe: Stoffe, die an
sich wasserunlöslich sind, aber in chem. Bindung mit an
deren Stoffen wasserlöslich werden (Chem.). Hyldrotro pie die; - (zu t,,,tropie): die Eigenschaft hydrotroper
Stoffe. Hyldroltrolpislmus der; - (zu t...ismus (2)): die
Fähigkeit mancher im Wachstum begriffenen Pflanzen
organe, sich feuchteren Bereichen zuzuwenden od. von
ihnen wegzuwachsen (Bot.). Hyldrolurelter der; -s,
Plur. ...teren, auch -: durch Harnstauung verursachte Er
weiterung des Harnleiters (z.B. bei Nierensteinen;
Med.). Hyldrolxid, auch Hydroxyd das; -[e]s, -e (zu
î Hydrogen u. TOxid): anorganische Verbindung, die eine
od. mehrere Hydroxidionen enthält. Hyldrolxidlion,
auch Hydroxydion das; -s, -en: in Hydroxiden enthalte
nes einwertiges ÎAnion. hy|dro|xi|disch, auch hydroxydisch: Hydroxide enthaltend (von chem. Verbindun
gen). Hyldrolxy... (zu thydro... u. toxy...); Wortbil
dungselement, das das Vorhandensein einer an ein
Kohlenstoffatom gebundenen Hydroxylgruppe anzeigt,
z.B. Hydroxybenzoesäure. Hyldro|xy|ben|zo|e|säulre
[...tsoe...] die; -: Konservierungsmittel für saure u. neu
trale Lebensmittel, auch in Form ihrer Ester bzw. Salze
verwendet. Hyldrolxylbenlzol das; -s, -e: svw. Phenol.
Hyldrolxyd usw. vgl. Hydroxid usw. Hyldrolxylkarbonlsäulre die; -, -n (zu Î Hydroxy...): svw. Hydroxysäu
re. Hyld rolxyl... (verkürzt aus tHydroxylgruppe): Wort
bildungselement, das das Vorhandensein einer t kovalent
gebundenen Hydroxylgruppe anzeigt (bei organischen
Verbindungen nur, wenn die Hydroxylgruppe nicht an ein
Kohlenstoffatom gebunden ist), z.B. Hydroxylamin. Hydro xyl amin das; -s: stark Îhygroskopische, explosible
chem. Verbindung, deren stark giftige Salze als fotografi
sche Entwicklersubstanzen u. als Reduktionsmittel ver
wendet werden. Hyld rolxyllapaltit der; -s, -e: t Apatit
mit einer Hydroxylgruppe anstelle eines Chlorid- bzw.
Fluorions, der als anorganischer Hauptbestandteil von
Zähnen u. Knochen auftritt. Hyldrolxyllgruplpe die; -,
-n (zu ÎHydrogen, Î Oxygen u. T ...yl>: OH-Gruppe (Was
serstoff-Sauerstoff-Gruppe) in chem. Verbindungen. Hydrp xy säulre die; -, -n (zu tHydroxy...): Karbonsäure
mit Hydroxylgruppen im Molekül. Hy|dro|xy|zi|tronel lal das; -s: farblose, nach Maiglöckchen riechende
Flüssigkeit, die in der Parfümerie verwendet wird. Hydro ze le die; -, -n (über lat. hydrocele aus gleichbed. gr.
hydrokélë): 1. Ansammlung seröser Flüssigkeit zwischen
Gewebsschichten; Med.). 2. Wasserbruch (seröse Flüs
sigkeitsansammlung am Hoden od. am Samenstrang;
Med.). 'Hyld rolzelphalle der od. die; -n, -n (zu thy
dro... u. gr. kephalë „Kopf“): Mensch mit Wasserkopf
(Med.). 2Hy|dro|ze|phalle der; -n, -n (zu 1'Hydrozephale): svw. Hydrozephalus. Hyldrolzelphallus der; -,
Hydrozinkit
582
zur Linderung von Schmerzen (Med.). HylgrolmaltoPlur. ...alen od. ...li (aus gleichbed. nlat. hydrocephalus
se die; -, -n (aus nlat. hygromatosis zu Î Hygrom u.
zu Îhydro... u. gr. kephalê „Kopf“): abnorm vergrößerter
t‘...ose>: vermehrtes Auftreten von Hygromen (Med.).
Schädel infolge übermäßiger Flüssigkeitsansammlung in
Hyl gro me ter das; -s, - (zu thygro... u. t‘...meter):
den Hirnhöhlen; Wasserkopf (Med.). Hyldrolzinlkit
Luftfeuchtigkeitsmesser (Meteor.). Hylgrolmeltrie die;
[auch ...'kit] der; -s, -e: Zinkblüte, ein erdiges, farbloses
- (zu t...metrie>: Luftfeuchtigkeitsmessung (Meteor.).
Mineral. Hy Idrolzolon das; -s, ...zpen (meist Plur.) (zu
hy|gro|me|trisch (zu T...metrisch): a) die Hygrométrie
gr. zöon „Lebewesen, Tier“): zu den Nesseltieren gehö
betreffend, zu ihr gehörend; b) mithilfe eines Hygrome
rendes, im Wasser lebendes Tier, das meist in Kolonien
ters. Hy|gro|mor|phi_e die; - (zu t...morphie>: besonde
entweder am Grund festsitzt od. im Wasser umher
re Ausgestaltung von Pflanzenteilen zur Förderung der
schwimmt. Hy|dro|zy|klon der; -s, -e: a) Vorrichtung
ÎTranspiration (2). Hylgrolmorlpholse Ae; - (zu gr.
zur Abwasserreinigung (Wirbelsichter), b) Vorrichtung
mörphösis „das Gestalten, das Abbilden“; vgl. '...ose):
zur Aufbereitung von Erz (Techn.). Hyldrulrie die; - (zu
Anpassung von Teilen feucht wachsender Pflanzen an die
T...urie): vermehrter Wassergehalt des Urins (Med.)
feuchte Umgebung (Bot.). Hylgrolnasltie die; -: Krüm
Hyleltolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu gr. hyetös
mungsbewegungen bei Pflanzen aufgrund von Verände
„Regen“ u. T...graf): (veraltet) Gerät zur fortlaufenden
rungen der Luftfeuchtigkeit (Bot.), hylgrolphil (zu
Registrierung von Niederschlagsmengen (Meteor.). Hyt. ..phil>: feuchtigkeitsliebend, feuchte Standorte bevor
eltolgralfie, auch ...gralphie die; - (zu Î ...grafie): Mes
zugend (von Pflanzen; Bot.). Hylgrolphillie die; - (zu
sung der Menge u. Verteilung von Niederschlägen (Mete
T ...philie) : Vorliebe bestimmter Pflanzen für feuchte
or.). hyleltolgralfisch, auch ...gralphisch (zu Î...gra
Standorte (Bot.). Hylgrolphyt der; -en, -en (meist Plur.)
fisch): die Niederschlagsverhältnisse auf der Erde betref
(zu î...phyt): Landpflanze an feuchten Standorten mit
fend (Meteor.). Hy|e|to|me|ter das; -s, - (zu Î ‘...meter):
hohem Wasserverbrauch (Bot.). Hylgrolskop das; -s, -e
(veraltet) Niederschlags-, Regenmesser (Meteor.). hy|e(zu T...skop): Gerät zur annäherungsweisen Bestimmung
tolmeltrisch* (zu t...metrisch): (veraltet) zur Regen
des Luftfeuchtigkeitsgehaltes (Meteor.), hylgrolskomessung dienend (Meteor.)
pisch: 1. Wasser an sich ziehend, bindend (von Stoffen;
Hylgilelne tZ/e; - (über gleichbed. fr. hygiène aus gr. hyChem.). 2. sich aufgrund von Quellung od. Entquellung
gieinê (téchnê) „der Gesundheit zuträglich(e Kunst, Wis
bewegend (von toten Pflanzenteilen; Bot.). Hylgrolskosenschaft)“, dies zu hygieinös „heilsam, gesund, kräf
pilziltät die; - (zu T ...izität): Fähigkeit mancher Stoffe,
tig“): 1. Bereich der Medizin, der sich mit der Erhaltung
Luftfeuchtigkeit aufzunehmen u. an sich zu binden
u. Förderung der Gesundheit (der einzelnen Menschen
(Chem.). Hylgrosltat der; Gen. -[e]s u. -en, Plur. -e[n]
od. der gesamten Bevölkerung) u. ihren natürlichen u. so
zialen Vorbedingungen befasst sowie mit der Vorbeu
(zu thygro... u. T...stat): Gerät zur Aufrechterhaltung ei
gung, der Entstehung u. Ausbreitung von Krankheiten;
ner bestimmten Luftfeuchtigkeit. Hylgroltalxis die; Gesundheitslehre. 2. Gesamtheit der [privaten u.] öffent
(zu t2Taxis): Fähigkeit mancher Tiere (z.B. Schildkröten,
lichen Maßnahmen in den verschiedensten Bereichen
Asseln), [über weite Entfernungen] Wasser bzw. das ih
(wie dem der Ernährung, der Arbeit, des Städtebaus, des
nen zuträgliche feuchte Milieu zu finden (Biol.)
Verkehrs, der Landschaft, des Klimas u.a.) zur Erhal hyl..., Hyl... vgl. hylo..., Hylo... Hylläa die; - (über nlat.
tung u. Hebung des Gesundheitsstandes u. zur Verhütung
hylaea aus gr. hylaia, eigtl. „die Waldige“, dies zu hÿlê,
u. Bekämpfung von Krankheiten; Gesundheitspflege.
vgl. Hyle; geprägt vom dt. Naturforscher A. v. Hum
3. Sauberkeit, Reinlichkeit; Maßnahmen zur Sauberhal
boldt, 1769-1859): tropisches Regenwaldgebiet am Ama
tung. Hy|gi|e|ni|ker der; -s, - (vgl. 2...ik (2)): 1. Medizi
zonas. Hylle die; - (über lat. hyle aus gleichbed. gr. hyle,
ner, der sich auf Hygiene (1) spezialisiert hat. 2. Fach
eigtl. „Gehölz, Wald“): Stoff, Materie; (nach Aristote
mann für einen Bereich der Hygiene (2). hylgilelnisch:
les) der formbare Urstoff. Hy|le|mor|phis|mus, auch
1. die Hygiene (1,2) betreffend, ihr entsprechend, auf ihr
Hylomorphismus der; - (zu gr. morphe „Gestalt, Form“
beruhend, zu ihr gehörend. 2. hinsichtlich der Sauberkeit,
u. t...ismus (1)): scholastische, nach Aristoteles entwi
Reinlichkeit einwandfrei den Vorschriften über Sauber
ckelte philos. Lehre, nach der alle körperlichen Substan
keit entsprechend; sehr sauber, appetitlich, hylgilelnizen aus Stoff u. Form bestehen, eine Einheit von Form u.
sielren (zu Î...isieren): sich -: (ugs. scherzh.) sich säu
Materie darstellen. Hyllilker der; -s, - (zu gr. hylikös
bern, waschen
„stofflich, körperlich“): in der t Gnosis Angehöriger der
hylgr...*, Hylgr... vgl. hygro..., Hygro... hylgrisch (zugr.
niedersten, stoffgebundenen, der Erlösung verschlösse-,
hygrös „nass, feucht“): den Niederschlag bzw. die Luft
nen Menschenklasse; vgl. Pneumatiker (2), Psychiker.
feuchte betreffend, hylgro..., Hylgro..., vor Vokalen
hyllisch: materiell, stofflich, körperlich (Philos.). Hymeist hygr..., Hygr... (aus gr. hygrös „nass, feucht“):
lislmus der; - (zu T...ismus (1)>: philos. Lehre, nach der
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Feuchtigkeit“,
der Stoff die einzige Substanz der Welt ist. Hy Hit [auch
z.B. hygroskopisch, Hygrometer. Hylgrolbjlon das; -s
...'lit] der; -s, -e (zu t2...it>: svw. Lignit bzw. Xylit, hy
(zu gr. hygröbios „im Wasser lebend“, zu bios „Leben“):
lo..., Hyllo..., vor Vokalen meist hyl..., Hyl... (zu gleich
Wasser als Lebensraum (Biol.). Hylgrolchalsie [,..ç...]
bed. gr. hÿlê, eigtl. „Gehölz, Wald“): Wortbildungsele
die; - (zu Thygro..., gr. chásis „Spalt, Öffnung“ u. T2...ie>:
ment mit der Bedeutung „Stoff, Materie“, z.B. hylotrop,
das Sichöffnen von Fruchtständen bei Befeuchtung durch
hylisch, Hylotropie, Hylismus. Hy|lo|man|tie die; - (zu
Regen od. Tau, das die Verbreitung der Sporen od. Sa
thylo... u. gr. manteia „Weissagung“): Hellsehen durch
men ermöglicht (Bot.). Hylgrolgraf, auch ...graph der;
Vermittlung eines Gegenstandes, der mit der Vorhersage
-en, -en (zu t...graf): Gerät, das die in Gasen enthaltene
in Beziehung steht (Parapsychol.). Hy|lo|mor|phisFeuchtigkeit misst u. aufzeichnet; vgl. Hygrometer, hymus vgl. Hylemorphismus. Hyllolphalge der; -n, -n (zu
grolgralfisch, auch ...gralphisch (zu Î ...grafisch): die
Î...phage): Holzfresser (Zool.). Hy|lo|the|is|mus der;
Feuchtigkeit(smenge) aufzeichnend. Hylgrolgramm
Abart des Î Hylozoismus, die vom Einssein Gottes mit
das; -s, -e (zu T...gramm): Aufzeichnung eines Hygrome
dem belebten Urstoff ausgeht. Hyllolthelist der; -en,
ters (Meteor.). Hylgrom das; -s, -e (zu T...om>: Wasser
-en: Anhänger des Hylotheismus. hy Holtrop* (zu
od. Schleimgeschwulst in Schleimbeuteln u. Sehnenschei
T...trop): bei gleicher chem. Zusammensetzung in andere
den (Med.). Hylgrolmalnie die; -, ...ien (zu î...manie):
Formen überführbar. Hylloltrolpie* die; - (zu t...trokrankhaft gesteigertes Verlangen nach feuchter Kühlung
pie): Überführbarkeit eines Stoffes in einen anderen oh-
583
ne Änderung der chem. Zusammensetzung. Hyllolzolisder: - (zu gr. zôë „Leben“ u. T...ismus (1)): Lehre
der ionischen Naturphilosophen, die als Substanz aller
Dinge einen belebten Urstoff, die THyle, annahmen;
Lehre von der Beseeltheit der Materie. Hy|lo|zo|ist der;
-en, -en (zu Î ...ist): Anhänger des Hylozoismus, hyllozolisltisch (zu T ...istisch) : den Hylozoismus betreffend,
auf ihm beruhend
'Hyl men das, auch der; -s, - (aus gr. hymen „Haut, Häut
chen"): dünnes Häutchen am Scheideneingang bei der
Frau, das im Allgemeinen beim ersten Geschlechtsver
kehr (unter leichter Blutung) zerreißt; Jungfernhäutchen
(Anat.). 2Hy|men der: -s, - (aus gleichbed. gr. hymën,
Nebenform von hyménaios, vgl. Hymenaios): altgriech.,
der Braut von einem [Mädchen]chor gesungenes Hoch
zeitslied. Hyl menailos [auch hy'memaios] der: -, ...aioi
[...oy, auch ...memaioy] (aus gr. hyménaios „Hochzeitsge
sang“); svw. 2Hymen. hylmelnal (zu î‘Hymen u. Α...al
(1)>: zum 'Hymen gehörend, es betreffend (Med.). Hyme nälus [,,,nɛ:ʊs] der; -, ...ai (über lat. hymenaeus aus
gr. hyménaios, vgl. Hymenaios): svw. 2Hymen. Hylmenjltis die; -, ...itiden (zu t'Hymen u. T...itis>: (veraltet)
Entzündung des 'Hymens (Med.). Hy|me|ni|um das; -s,
...ien [---iən] (zu Î'Hymen u. t...ium): Fruchtschicht der
Ständerpilze (Bot.). Hy|me|no|my|ze|ten die (Plur.):
Ordnung der Ständerpilze, zu der die meisten essbaren
Wald- u. Wiesenpilze gehören (Bot.). Hy|me|nop|teren* die (Plur.) (zu gr. pterön „Flügel“): Hautflügler (In
sektenordnung)
hymln..., Hymln... vgl. hymno.... Hymno... Hyminar
das,: -s, Plur. -e u. -ien [...ion] u. Hymlnalrilum das; -s,
...ien [...ion] (aus gleichbed. kirchenlat. hymnarium zu lat.
hymnus, vgl. Hymne): liturgisches Buch mit den kirchli
chen Hymnen. Hymine die; -, -n u. Hymnus der; -, ...nen
(über spätlat. hymnus aus gr. hymnos „(Hochzeits)gesang; (Lob)lied“): 1. feierlicher Festgesang; Lobgesang
[für Gott], Weihelied. 2. kirchliches od. geistliches Ge
sangs- u. Instrumentalwerk von betont feierlichem Aus
druck. 3. (der Ode sehr ähnliches) feierliches Gedicht;
Preisgedicht. 4. kurz für Nationalhymne. Hymlnik die; (zu gr. hymnikös „zur Hymne gehörig“): Kunstform der
Hymne. Hymlnilker der; -s, -: Hymnendichter, hym
nisch: in der Form od. Art der Hymne abgefasst, hymni sie ren (zu Î...isieren): (veraltet) Hymnen dichten, in
Hymnen verherrlichen, hymlno..., Hymlno..., vor Vo
kalen meist hymn..., Hymn... (zu gleichbed. gr. hÿmnos,
vgl. Hymne): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Hymne“, z.B. hymnologisch, Hymnologe. Hymlnglde
der: -n, -n (aus gleichbed. gr. hymnöidös): altgriech. Ver
fasser u. Sänger von Hymnen. Hymlnoldie die: - (aus
gleichbed. gr. hymnöidia): Hymnendichtung. Hymlnodik die; - (zu T2...ik (1)>: svw. Hymnodie. Hymlnolgraf,
auch ...graph der; -en, -en (zu gr. hymnográphos „Hym
nen schreibend“; vgl. ...graf): altgriech. Hymnenschrei
ber. Hymlnollolge der; -n, -n (zu thymno... u. t...loge):
Wissenschaftler auf dem Gebiet der Hymnologie. Hymnollo gie die; - (zu T.Jogie): Wissenschaft von den
[christlichen] Hymnen; Hymnenkunde, hymlnollogisch (zu I ...logisch): die Hymnologie betreffend. Hym
nos der; -, ...nen (aus gr. hÿmnos, vgl. Hymne): svw.
Hymne. Hymlnus vgl. Hymne
Hylolid das; -s (gekürzt aus gleichbed. lat. os hyoideum zu
t3Os u. lat. hyoideus „zum Zungenbein gehörend“, eigtl.
„schweinsrüsselähnlich“ (wegen der Gestalt des Zungen
beins), dies aus gr. hyoeidês „sauähnlich, dem Rüssel ei
ner Sau ähnlich“): anatomische Kurzbez. für Zungenbein
Hyloslcin [...ts...], auch Hyloslzin das; -s (gekürzt aus
THyoscyamin): svw. Skopolamin. Hyloslcylalmin,
[...ts...], auch Hyl oslzylalmin das; -s (zu gr. hyoskÿamos
mus
Hyperaktivität
„Bilsenkraut" u. T...in (1)): ÎAlkaloid einiger Nacht
schattengewächse, Arzneimittel (vgl. Atropin)
hyp.... Hyp... vgl. hypo..., Hypo...
hyplabyslsisch* (zu îhypo... u. Tabyssisch): in geringer
Tiefe zwischen schon festen Gesteinen erstarrt (von mag
matischen Schmelzen; Geol.)
hypacid* [,..ts...] u. hypazid (zu Thypo... u. ÎAcidum):
svw. subacid. Hyp|aci|di|tät u. Hypazidität die; -: svw.
Subacidität
Hyplakulsie* u. Hyplakulsis die; - (zu Thypo... u. gr.
ákousis „das Hören“; vgl. 2...ie): [nervös bedingte]
Schwerhörigkeit (Med.)
Hyp|al|bu|milnä|mie* die; -, ...ien (zu Thypo..., ÎAlbu
men, t...in (1) u. T...ämie): Verminderung des TAlbumins
im Blutplasma (z.B. bei Infektionen; Med.); Ggs. THyperalbuminämie. Hyp allbu|milno|se die; - (zu
T‘...ose): verminderter Eiweißgehalt des Blutes (Med.)
Hyplallgaltor* der; -s, ...oren (zu Thypo..., gr. álgesis
„Schmerz“ u. T...ator): altes Narkosegerät. Hypiallgesie die; -: verminderte Schmerzempfindlichkeit (Med.);
Ggs. T Hyperalgesie. hyplallgeltisch: vermindert
schmerzempfindlich (Med.); Ggs. Thyperalgetisch
Hyp al la ge* [auch hy'palage] die; - (über spätlat. hypal
lage aus gr. hypallage „Vertauschung, Verwechslung“ zu
hypallättein „(heimlich) vertauschen“): 1. svw. Enallage.
2. svw. Metonymie. 3. Vertauschung eines attributiven
Genitivs mit einem attributiven Adjektiv u. umgekehrt
(z.B. jagdliche Ausdrücke statt Ausdrücke der Jagd;
Sprachw.)
Hyplamauirglsis* iZz'e; -, ...sen (zu Thypo... u. TAmaurose): unvollständige Erblindung (Med.)
Hyplapolplelxie* die; -, ...ien (zu Thypo... u. I Apoplexie):
leichter Schlaganfall (Med.)
Hypl äslthelsie* die; -, ...ien (zu Thypo... u. TÄsthesie):
herabgesetzte Empfindlichkeit, bes. gegen Berührung
(Med.); Ggs. THyperästhesie, hypläsltheltisch: unter
empfindlich für Berührungsreize (Med.); Ggs. Thyperäs
thetisch
hypläthral* (zu gr. hÿpaithros „unter freiem Himmel“ u.
Î '...al (1)): unter freiem Himmel, nicht überdacht. Hypäthral tem pel der; -s, -: großer antiker Tempel mit
nicht überdachtem Innenraum
hyplazid* vgl. hypacid. Hyplazildiltät vgl. Hypacidität
Hypl azoturie* die; -, ...ien (zu Thypo... u. TAzoturie):
herabgesetzte Stickstoffausscheidung im Harn (Med.)
Hype [haip] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. (Jargon) hype);
1. [aggressive] Werbung. 2. Trick, Betrug. Hypelevent
[haipɪvɛnt], auch Hype-Event (zu engl. event, vgl.
Event): (ugs.) großes Aufsehen erregendes Ereignis, bes.
TMedienspektakel, hylpen ['haipən] (zu engl. (Jargon) to
hype up „hochputschen“): (ugs.) [eine Person od. Sache,
ein Ereignis] groß herausbringen
Hylpelpilnelphrie* die; -, ...ien (zu Thypo..., Tepi..., gr.
nephros „Niere“ u. T2...ie): herabgesetzte Ausschei
dungsfunktion der Nebennieren (Med.)
hylper..., Hylper... (aus gleichbed. gr. hypér): Präfix mit
der Bedeutung „über, übermäßig, über - hinaus“, in Me
dizin u. Biologie die Überfunktion (z.B. eines Organs)
bezeichnend, z.B. hypermodern, Hypertrophie; Ggs.
Thypo..., Hypo...
hylperlacid [...ts...] u. hyperazid (zu Thyper... u. ÎAci
dum): svw. superacid. Hy|per|aci|di|tät u. Hyperazidi
tät die; - : svw. Superacidität
Hy|perladre|na|lis|mus* der; -, ...men (zu Thyper...,
Tadrenal u. T...ismus (3)>; Überfunktionszustände der
Nebenniere (Med.)
hylperlakltiv (zu Thyper... u. Taktiv): einen übersteiger
ten Bewegungsdrang zeigend. Hylper|ak|ti|vi|tät die; -:
übersteigerte Bewegungsaktivität
Hyperakusie
u. Hyperiakuîsis die; - <zu thyper... u.
gr. ákousis „das Hören“): krankhaft verfeinertes Gehör
infolge gesteigerter Erregbarkeit des Hörnervs (Med.)
hylperlakut (zu thyper... u. takut): mit extremer Heftig
keit einsetzend (von Krankheiten; Med.)
Hylpetjal!bu|mi|nä|mie* die; -, ...ien (zu thyper..., ¡Al
bumen, ¡...in (1) u. t ...ämie): abnorm hoher Albuminge
halt des Blutes (Med.); Ggs. ÎHypalbuminämie
Hy per al dos te ro nis mus* der; -, ...men (zu thy
per..., ¡Aldosteron u. ¡...ismus (3)): Krankheitsbild, das
durch eine Überproduktion von t Aldosteron gekenn
zeichnet ist (Med.)
Hy|per|al|ge|sie die; - (zu thyper... u. tAlgesie): gestei
gertes Schmerzempfinden (Med.). hylpetjallgeltisch:
schmerzüberempfindlich (Med.); Ggs. thypalgetisch
Hylperlalilmenltaltilonrfze, - (zu ¡hyper... u. ¡Alimenta
tion): Überernährung (Med.)
Hy| per ämie die; - (zu thyper... u. ¡...ämie): vermehrte
Blutfülle in einem begrenzten Körperbezirk; Wallung
(Med.), hylperlämisch: vermehrt durchblutet (Med.),
hyiperlämilsielren (zu t ...isieren): erhöhte Durchblu
tung bewirken (Med.)
Hylpet-Iaphlroldilsierfze; -, ...ien (zu thyper... u. tAphrodisie): abnorm gesteigerte geschlechtliche Erregbarkeit
(Med.)
Hy per as the nietfe -, ...ien (zu îhyper... u. t Asthenie):
gänzliche Entkräftung (Med.), hyperlaslthelnisch:
gänzlich entkräftet (Med.)
Hy|per|äs|the|sie* die; -, ...ien (zu thyper... u. tÄsthesie): Überempfindlichkeit (bes. der Gefühls- u. Sinnesnerven; Med.); Ggs. Î Hypästhesie. hyperlästhetisch:überempfindlich (Med.); Ggs. thypästhetisch
Hyfperiaulxe sis die: - (zu thyper... u. tAuxesis): über
mäßiges Wachstum eines Körperteils (Med.)
hylperlazid vgl. hyperacid. Hylperlazildiltätvgl. Hyper
acidität
hylperlbar (zu thyper... u. gr. barÿs „schwer“): ein größe
res spezifisches Gewicht habend als eine andere Flüssig
keit (von Flüssigkeiten); hyperbare Sauerstofftherapie:
Überdruckbeatmung eines Patienten mit reinem Sauer
stoff (z.B. bei einem Herzinfarkt; Med.). Hylperlbalsis
die; -, ...basen (ausgr. hypérbasis, eigtl. „das Darüberhin
wegschreiten“): svw. Hyperbaton. Hylperlbalton das;
-s, ...ta (über lat. hyperbaton aus gleichbed. gr. hypérbaton zu hyperbatös „umgestellt“, dies zu hyperbainein
„überschreiten“): jede Abweichung von der üblichen
Wortstellung (z. B.: Wenn er ins Getümmel mich von Lö
wenkriegern reißt... [Goethe]; Sprachw.)
Hylperlbelrfte; -, -n (über lat. hyperbole aus gleichbed. gr.
hyperbole, eigtl. „das Darüberhinauswerfen“, zu hyperbállein „über ein Ziel hinauswerfen“): 1. math. Kegel
schnitt, geometrischer Ort aller Punkte, die von zwei fes
ten Punkten (Brennpunkten) gleich bleibende Differenz
der Entfernungen haben. 2. Übertreibung des Ausdrucks
(z. B. himmelhoch; Rhet.. Stilk. ). Hyperbelfunktüon
die; -, -en: eine aus Summe od. Differenz zweier Expo
nentialfunktionen entwickelte Größe (Math.). Hylperbgllilker der; -s, - (zu spätlat. hyperbolicus „übertrie
ben“, dies aus gleichbed. gr. hyperbolikös): jmd., der zu
Übertreibungen im Ausdruck neigt. hy|per|bo|lisch: 1.
hyperbelartig, hyperbelförmig, als Hyperbel darstellbar;
hyperbolische Geometrie: svw. nichteuklidische Geome
trie. 2. im Ausdruck übertreibend. hy|per|bo|li|sielren
(zu t...isieren): [im Ausdruck] übertreiben. Hylperlbo!o I id das; -[e]s, -e (zu ¡Hyperbel u. t...oid): Körper, der
durch Drehung einer Hyperbel ( 1 ) um ihre Achse entsteht
(Math.)
Hy|per|bo|reler die (Plur.) (aus gleichbed. gr. Hyperbo
reo! (Plur.), eigtl. „jenseits des Boreas (Nordwinds) Woh
Hylperlakulsie
584
nende“): (nach der griech. Sage) ein Volk in Thrakien, bei
dem sich der griech. Gott Apoll im Winter aufhielt, hypetjbolrelisch (aus gleichbed. gr. hyperböreos): (veral
tet) im hohen Norden gelegen, wohnend
Hy|per|bu|lie
- (zu ¡hyper..., gr. boulé „Wille“ u.
t2...ie>: krankhafter Betätigungsdrang (bei verschiedenen
psychischen Erkrankungen; Med.); Ggs. tHypobulie
Hy|per|cha|rak|te|rilsielrung rf/e; -, -en (zu thyper...,
¡"Charakter u. t...isierung): Charakterisierung durch
mehr als nur ein Element, z. B. die dreifache Pluralkenn
zeichnung in die Männer (Artikel, Umlaut, -er-Endung;
Sprachw.)
Hylperlchlolrälmie* [...k...] die; -, ...ien (Kurzbildung zu
thyper..., ¡Chlorid u. ¡...ämie): vermehrter Kochsalzge
halt des Blutes (z.B. bei Nierenerkrankungen; Med.);
Ggs. t Hypochlorämie. Hylperlchlorlhyldrie* die; (Kurzbildung zu thyper..., lat. acidum hydrochloricum
„Salzsäure“ u. t...hydrie): svw. Superacidität
Hy|petjcho|les|telri|nä|mi_e* [...ç..., auch ...k...] die; -,
...ien (zu thyper..., ¡Cholesterin u. ¡...ämie): erhöhter
Gehalt des Blutserums an ¡Cholesterin aufgrund einer
Fettstoffwechselstörung (Med.); Ggs. t Hypocholesterinämie. Hypercholie [...ç...-] die; -, ...ien (zu gr. choie
„Galle“ u. t2...ie>: krankhaft gesteigerte Gallensaftbil
dung (Med.); Ggs. ¡Hypocholie
hylperlchrom [...k...] (zu thyper... u. gr. chröma „Far
be“): zu viel Blutfarbstoff besitzend; überstark gefärbt
(Med.); Ggs. ¡hypochrom. Hy per chro ma to se die;
-: vermehrte ¡Pigmentation der Haut (Med.). Hylperchro mie die; -, ...ien (zu t2...ie): vermehrter Farbstoff
gehalt der roten Blutkörperchen (Med.); Ggs. ¡Hypo
chromie
Hy per dak ty lie die; -, ...ien (zu ¡hyper..., gr. däktylos
„Finger; Zehe“ u. t2...ie>: angeborene Fehlbildung der
Hand od. des Fußes mit mehr als je fünf Fingern od. Ze
hen (Med.)
Hylpeijdullie die; - (aus gr. hyperdouleia „besondere Ver
ehrung“): Verehrung Marias als Gottesmutter (im Unter
schied zur Anbetung, die nur Gott zukommt; kath. Rel.)
Hyl periemelsis die; - (zu thyper... u. ¡Emesis): übermä
ßig starkes Erbrechen (Med.)
Hylperlerlgie die; -, ...ien (verkürzt aus thyper... u. ¡Al
lergie): allergische Überempfindlichkeit des Körpers ge
gen Bakteriengifte (Med.), hylpeijeijgisch: die Hyper
ergie betreffend (Med.)
Hyl per ero sie die; -, ...ien (zu thyper..., gr. éros „Liebe“
u. t2...ie): Liebeswahn; krankhafte Steigerung des Ge
schlechtstriebes (Med.); vgl. Erotomanie
Hy|per|fil|tra|ti|on*i//e; - (zu thyper... u. t Filtration): die
auf umgekehrter ¡Osmose beruhende Gewinnung eines
Lösungsmittels (z.B. Wasser) aus einer Lösung mithilfe
von t semipermeablen Membranen, die bes. für die Meer
wasserentsalzung Bedeutung hat
Hylpeijfraglment das; -[e]s, -e (zu thyper... u. ¡Frag
ment): Atomkern, bei dem eines der normalerweise in
ihm enthaltenen t Neutronen durch ein Î Hyperon ersetzt
ist (Kernphys.)
Hylperlfunkltilon die; -, -en (zu thyper... u. ¡Funktion):
Überfunktion, gesteigerte Tätigkeit eines Organs (Med.);
Ggs. t Hypofunktion
Hylperlgallakltietùe, -, ...ien (zu t hyper..., gr. gala, Gen.
gälaktos „Milch“ u. t2...ie): übermäßige Milchabsonde
rung bei stillenden Frauen (Med.); Ggs. ¡Hypogalaktie
Hy|per|ga|mie<7ze; - (zuthyper... u. ¡...garnie (2)): Heirat
einer Frau aus einer niederen Schicht od. Kaste mit ei
nem Mann aus einer höheren (Soziol.); Ggs. t Hypogamie
Hy per ge nilta lis musder; - (zu thyper..., ¡Genitale u.
¡...ismus (3)): übermäßige u. frühzeitige Entwicklung der
Geschlechtsorgane (Med.); Ggs. t Hypogenitalismus
585
die; -, ...ien <zu îhyper..., gr. geüsis „Ge
schmack“ u. î2...ie>: abnorm verfeinerter Geschmacks
sinn (Med.); Ggs. îHypogeusie
Hylperlgie* iZ/e; -, ...ien (verkürzt aus îhypo... u. ÎAller
gie): krankhaft schwache Reaktion des Organismus auf
allergisierende Reize (Med.)
Hylperlglolbullie die; -, ...ien (zu îhyper..., tGlobulin
u. î2...ie): svw. Polyglobulie. Hylperlglolbullilnämie* t/ie; -, ...ien (zu î...âmie): erhöhter Globulinge
halt des Blutserums, z.B. bei Entzündungen u. Tumo
ren (Med.)
Hylperlglylkälmie* die; -, ...ien (zu îhyper... u. îGlykâmie): vermehrter Blutzuckergehalt (Med.); Ggs. î Hypo
glykämie. hyperiglykalmisch: die Hyperglykämie be
treffend, auf ihr beruhend (Med.)
hylperlgol (Kunstw. zu îhyper..., gr. érgon „Werk, Ar
beit“ u. lat. oleum „Öl“>: spontan u. unter Flammenbil
dung miteinander reagierend (von zwei chem. Substan
zen); vgl. ...isch/-; hypergoler Treibstoff: [Raketentreib
stoff, der spontan zündet, wenn er mit einem Sauerstoff
träger in Berührung kommt. Hylperlgol das; -s, -e: svw.
hypergoler Treibstoff, hylperlgollisch: svw. hypergol;
vgl. ...isch/Hyl perlhe do nie die; - (zu îhyper..., gr. hedone „Freude;
Wollust“ u. î2...ie): krankhaft übersteigertes Lustgefühl
(Psychol., Med.)
Hy|per|he|pa|ri|nä|mie* d/e; -, ...ien (zu îhyper..., îHeparin u. î...âmie): vermehrte Bildung gerinnungshem
mender Stoffe im Blut (Med.)
Hylperlhildrolse* u. Hy|per|idro|se die; - (zu îhyper...
u. îHidrose): übermäßige Schweißabsonderung (Med.);
Ggs. Î Hyphidrose
Hyl perlilnolse* die; -, -n (zu îhyper..., gr. is, Gen. inós
„Muskel, Sehne, Faser“ u. î’...ose): vermehrte Bildung
von ÎFibrinogen im Blut (z.B. bei fieberhaften Erkran
kungen wie (Pneumonie); Ggs. îHypinose
Hy'per inlsu lilnislmus rfer; - (zu îhyper..., îlnsulin u.
î...ismus (3)>: vermehrte Insulinbildung (vgl. Insulin) u.
dadurch bewirkte Senkung des Blutzuckers (Med.); Ggs.
Î Hypoinsulinismus
Hyl per|in|vo|lu|ti|on [...v...] die; -, -en (zu îhyper... u.
îInvolution): abnorm starke Rückbildung eines Organs
(Med.)
Hylperljoldälmie* die; -, ...ien (zu îhyper..., ÎJod u.
î...âmie>: vermehrter Jodgehalt des Blutes (z. B. bei ÎHy
perthyreose; Med.); Ggs. îHypojodämie
Hy per ka läimie*, Hy|per|ka|li|ä|mie die; -, ...ien (zu
îhyper..., ÎKalium u. î...âmie): erhöhter Kaliumspiegel
im Blut (Med.); Ggs. îHypokalämie
Hy per kallzä mie* die: -, ...ien (zu îhyper..., Î Kalzium u.
t. ..ämie>: Erhöhung des Kalziumgehaltes des Blutes
(Med.); Ggs. îHypokalzâmie. Hy per|kal|zu|rie* die; -,
...ien (zu ɪ,,,urie): vermehrte Ausscheidung von ÎKalzi
um im Urin infolge Stoffwechselstörungen (Med.)
Hyl perlkaplnie die; -, ...ien (zu îhyper..., gr. kapnös
„Rauch, Dampf“ u. Î 2...ie> : übermäßiger Kohlensäurege
halt des Blutes (Med.); Ggs. ÎHypokapnie
hy|per|ka|ta|lek|tisch (aus gleichbed. spätlat. hypercatalecticus, dies über lat. hypercatalectus aus gleichbed. gr.
hyperkatálektos): Hyperkatalexe aufweisend (von Ver
sen); vgl. katalektisch, brachykatalektisch u. akatalektisch. Hylperlkaltallelxe rf/e; -, -n: die Verlängerung des
Verses um eine od. mehrere Silben
Hylperlkelraltolse rZze; -, -n (zu îhyper... u. îKeratose):
übermäßig starke Verhornung der Haut (Med.)
Hylperlkilnelse die; -, -n (zu îhyper... u. îKinese): moto
rischer Reizzustand des Körpers mit Muskelzuckungen
u. unwillkürlichen Bewegungen (Med.); Ggs. ÎHypokinese. hy|per|ki|ne|tisch: die Hyperkinese betreffend, auf
Hyl perlgeusie
Hypermetropie
ihr beruhend; mit Muskelzuckungen u. unwillkürlichen
Bewegungen einhergehend
Hy|per|ko|agu|la|bi|li|tät die; - (zu îhyper..., lat. coagu
lare „gerinnen machen“ u. Î ...ität): erhöhte Gerinnbar
keit des Blutes (Med.)
hylperlkorlrekt [auch 'hy:...j (zu îhyper... u. îkorrekt):
übertrieben korrekt; hyperkorrekte Bildung: irrtümlich
nach dem Muster anderer hochsprachlich korrekter For
men gebildeter Ausdruck, den ein Mundartsprecher ge
braucht, wenn er Hochsprache sprechen muss, z.B. in
Bezug auf die Aussprache: für das Berliner Gebäck
Knüppel, Schrippe fälschlich Knüpfei, Schripfe, weil pp
(Kopp für Kopf) als nicht hochsprachlich gilt (Sprachw.)
Hy perlkorlti zis mus der; - (zu îhyper..., ÎKortex u.
î...ismus (3)): durch Überfunktion der Nebennierenrinde
hervorgerufene Krankheitsbilder; Ggs. îHypokortizismus
Hylperikri nie die; -, ...ien (zu îhyper..., gr. krinein
„scheiden, trennen, sondern“ u. Î 2...ie> : übermäßige Drü
senabsonderung (z.B. von Speichel; Med.)
Hylperlkriltik die; -, -en (Plur. selten) (zu îhyper... u.
ÎKritik): allzu scharfe Kritik, hylperlkriltisch [auch
'hy:...]: überstreng, tadelsüchtig
Hylperlkulltur die; -, -en (zu îhyper... u. îKultur): über
triebene Verfeinerung, Überbildung
Hylper lakltaltä mie* die; -, ...ien (zu îhyper..., ÎLactat
u. î...âmie): vermehrter Milchsäuregehalt des Blutes
(Med.)
Hy|per|leu|ko|zy|tolse die; -, -n (zu îhyper... u. tLeukozytose): verstärkte ÎLeukozytose als Abwehrreaktion des
Organismus bei Infektionen (Med.); Ggs. ÎHypoleukozy
tose
Hylperllink ['haipəlɪŋk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. hy
perlink zu hyper- „über, darüber hinaus“ u. link „(Binde)glied“>: a) durch das Anklicken einer Stelle auf dem
Bildschirm ausgelöstes Aufrufen weiterer Informationen;
b) Stelle auf dem Bildschirm, an der durch Anklicken mit
der Maus der Hyperlink (a) ausgelöst wird
Hylperllilpildälmie* die; -, ...ien (zu îhyper..., TLipid u.
î...âmie): erhöhter Gehalt des Blutes an Fetten u. îCholesterin aufgrund einer Fettstoffwechselstörung (Med.)
Hylperlmasltie die; -, ...ien (zu îhyper..., gr. mastös
„Brust(warze)“ u. î2...ie): abnorm starke Entwicklung
der weiblichen Brust; vgl. Polymastie
Hyl perlmeldia [haipə...] das; [-s] (meist ohne Artikel)
(Kurzw. aus t Hypertext u. îMultimedia): ÎMultimedia
unter dem Gesichtspunkt der durch Î Hyperlinks herge
stellten netzartigen Verknüpfung von Text-, Bild-, Ton-,
Grafik- u. Videoelementen
Hylper|me|nor|rhö die; -, -en u. Hy|per|me|nor|rhöe
[...'r0:[ die; -, -n [,,,'ro:ən] (zu îhyper... u. TMenorrhö):
verstärkte Regelblutung (Med.): Ggs. ÎHypomenorrhö
Hy|per|melta|bo|lie die; -, ...ien (zu îhyper... u. îMetabolie): eine Form der îHolometabolie, wobei dem Pup
penstadium ein Scheinpuppenstadium vorausgeht (Biol.)
Hyl perl melter der; -s, - (zu gr. hypérmetros „übermä
ßig; über das Versmaß hinausgehend“; vgl. 3...meter):
Vers, dessen letzte, auf einen Vokal ausgehende über
zählige Silbe mit der mit einem Vokal beginnenden An
fangssilbe des nächsten Verses durch Î Elision des Vo
kals verbunden wird (antike Metrik). Hy|per|me|trie*
die; - (zu îhyper... u. î...metrie): Bewegungsübermaß,
das Hinausschießen der Bewegung über das angestrebte
Ziel (Med.), hylperlmeltrisch* (aus gr. hypérmetros,
vgl. Hypermeter): in Hypermetern verfasst, den Hyper
meter betreffend. Hy|per|me|tron* das; -s, ...tra (aus
gr. hypérmetron, eigtl. „das Übermäßige“): svw. Hyper
meter. Hylperlmeltrolpie* die: - (zu hyper..., gr. métron „Maß“ u. î...opie): Über-, Weitsichtigkeit (Med.);
hypermetropisch
Ggs. îMyopie. hy|per|me|tro|pisch*: weitsichtig
(Med.); Ggs. îmyop
Hyl perlmnelsierf/e,- -, ...ien <zu îhyper..., gr. mnêsis „das
Erinnern“ u. t2...ie>: abnorm gesteigerte Gedächtnisleis
tung (z.B. in Hypnose; Med.); Ggs. ÎAmnesie
hylperlmoldern [auch hy:...] <zu îhyper... u. Îmodern):
übermodern, übertrieben neuzeitlich
hylperlmorph (zu îhyper... u. î...morph): (das Merkmal)
verstärkt ausprägend (von einem mutierten Gen; Biol.);
Ggs. thypomorph
Hylpei-Imoltilliltätife; - (zu îhyper... u. TMotilität): svw.
Hyperkinese
Hy|per|na|tri|ä|mie* die; -, ...ien (zu îhyper..., TNatrium
u. î...âmie): erhöhter Natriumgehalt des Blutes (Med.);
Ggs. Î Hyponatriämie
Hy|per|nelphri|tis* die; -, ...itiden (zu îhyper... u. îNephritis): Entzündung der Nebennieren (Med.). Hylpernephrom das; -s, -e: Nierentumor, dessen Gewebe
struktur der des Nebennierengewebes ähnlich ist (Med.)
hylperlnerlvös [...v..., auch 'hy:...] (zu îhyper... u. înervös>: übertrieben nervös
Hylperlocha die; -, ...chen (aus gr. hypérochos „hervorra
gend, vorzüglich“): (veraltet) 1. Überschuss aus dem Ver
kauf eines verpfändeten Gegenstandes. 2. Übersteigen
des Vermögens durch die Schulden
Hylperlodonltie die; - (zu îhyper..., gr. odoùs, Gen.
odöntos „Zahn“ u. T2...ie> : das Vorhandensein von über
zähligen Zähnen (Med.); vgl. Hypodontie
Hyl pelron das; -s, ...onen (unter Einfluss von engl. hype
ron zu îhyper... u. î4...on): Elementarteilchen, dessen
Masse größer ist als die eines Î Nukleons (Phys.)
Hylperlonylchie [...çi:] die; -, ...ien (zu îhyper..., gr.
ónyx, Gen. onychos „Nagel“ u. T2...ie>: abnorm starke
Nagelbildung an Händen u. Füßen (Med.)
Hylperlonym*das; -s, -e (aus îhyper... u. gr. önyma „Na
me“): übergeordneter Begriff; Wort, Lexem, das in einer
übergeordneten Beziehung zu einem bzw. mehreren an
deren Wörtern, Lexemen steht, aber inhaltlich allgemei
ner, weniger merkmalhaltig ist, z. B. zu sich nehmen zu
essen, Medikament zu Pille, Tablette, Dragee, Kapsel; Superonym (Sprachw.); Ggs. îHyponym. Hylperlonylmie
die; -, ...ien (zu t2...ie): in Übergeordnetheit sich ausdrü
ckende semantische Relation, wie sie zwischen Hyper
onym u. Hyponym besteht (Sprachw.); Ggs. ÎHypony
mie
Hylperlolon das; -s, ...oa (aus gleichbed. gr. hyperöion):
das obere Stockwerk des altgriech. Hauses
Hylperloipie die; -, ...ien (zu îhyper... u. î...opie): svw.
Hypermétropie
Hy|per|ore|xie die; -, ...ien (zu îhyper..., gr. örexis „das
Streben, Verlangen“ u. t2...ie>: Heißhunger (Med.)
Hy per os mie die; - (zu îhyper..., gr. osmê „Geruch“ u.
î2...ie): abnorm gesteigertes Geruchsvermögen (Med.);
Ggs. îHyposmie
Hy|per|os|to|se die; -, -n (zu îhyper..., gr. ostéon „Kno
chen“ u. î'...ose): Wucherung des Knochengewebes
(Med.), hylperlosltoltisch: die îHyperostose betref
fend, auf ihr beruhend
Hyl per|oxid,auch Hyperoxyd das; -[e]s, -e (zu îhyper... u.
îOxid): salzartige Verbindungen der Alkali- u. Erdalkali
metalle mit Sauerstoff (Chem.). Hy|perloxi|da|ti|on,
auch Hyperoxydation die; -, -en: Übersättigung mit
Sauerstoff. hy|per|oxi|diert, auch hyperoxydiert (zu
T...iert>: mit Sauerstoff übersättigt. Hylperloxyd usw.
vgl. Hyperoxid usw.
Hy|per|pa|ra|pro|te|i|nä|mie* die; -, ...ien (zu îhyper...,
ÎParaprotein u. T...ämie): stark vermehrte Bildung von
anomalen Eiweißkörpern im Blutplasma (Med.)
Hy|per|pa|ralsi|tis|musder; - (zu îhyper... u. ÎParasitis
586
mus): Befall eines Parasiten durch wiederum einen Para
siten (Biol.)
Hy|per|pa|ralthy|relo|i|dis|mus der; - (zu îhyper...,
îpara..., îThyreoidea u. î...ismus (3)): Überfunktion der
Nebenschilddrüsen (Med.); Ggs. îHypoparathyreoidis
mus
Hylperlpalthie die; -, ...ien (zu îhyper... u. t...pathie>:
Schmerzüberempfindlichkeit bei bestimmten Nerven- u.
Thalamusschädigungen (Med.).
hy|per|pa|thisch:
schmerzüberempfindlich (Med.)
Hy|per|pha|lan|gie<7ie;-, ...ien (zu îhyper..., gr. phálagx,
Gen. phálaggos „Glied an Händen u. Füßen“ (eigtl. „Bal
ken“) u. t2...ie): Vorkommen von überzähligen Mittelglie
dern am Daumen u. an der großen Zehe (Med.)
Hy|per|pholrie<7Ze; -, ...ien (zu îhyper..., gr. phorein, phérein „tragen, bringen“ u. î2...ie): Îlatentes Aufwärtsschie
len, eine Form der îHeterophorie (Med.); Ggs. Hypophorie
Hy per phos pha tä mie* die; -, ...ien (zu îhyper...,
ÎPhosphat u. t...ämie>: erhöhter Gehalt von anorgani
schen Î Phosphaten im Blutserum (Med.)
HylperlphylsikÆe; - (zu îhyper... u. ÎPhysik): Erklärung
von Naturerscheinungen vom Übersinnlichen her. hyper phy sisch: übernatürlich
Hy|per|pig|men|tie|rung¿Z/e,' - (zu îhyper... u. ÎPigmen
tierung): vermehrte fleckförmige od. diffuse Melanineinlagerung (vgl. Melanin) in der Haut (Med.)
Hylper|pi|tu|i|ta|ris|mus der; - (zu îhyper..., lat. pituita
„zähe Flüssigkeit, Schleim“ u. î...ismus (3)>: durch Über
funktion der î Hypophyse ausgelöste Störungen u. Er
krankungen (Med.); Ggs. ÎHypopituitarismus
Hylperlplalsie* die; -, ...ien (zu îhyper..., gr. plásis „Bil
dung, Form“ u. î2...ie): Vergrößerung von Geweben u.
Organen durch abnorme Vermehrung der Zellen (Med.,
Biol.); Ggs. THypoplasie; vgl. Hypertrophie, hylperplasltisch: Hyperplasie aufweisend
Hy|per|plo|i|die* die; - (zu îhyper..., Analogiebildung
zu diploid bzw. haploid u. î2...ie): Vorkommen überzäh
liger î Chromosomen od. Chromosomensegmente (Ge
netik)
Hyl perlpnoe die; - (zu îhyper... u. gr. pnoe „Hauch,
Atem“): vertiefte Atmung, bes. nach körperlicher An
strengung (Med.)
Hy|per|po|la|ri|sa|ti|on die; -, -en (zu îhyper... u. îPolarisation): die Erhöhung des Membranpotenzials einer
Nerven- od. Muskelzelle (Physiol.)
Hy|perlpro|lak|ti|nä|mie* die; -, ...ien (zu îhyper...,
îProlaktin u. î...âmie): abnorme Erhöhung des Prolak
tinspiegels (vgl. Prolaktin) im Blutserum, z. B. bei Hypo
physentumor (Med.)
Hy|per|pro|se|xie* die; -, ...ien (zu îhyper..., gr. prósexis
„Aufmerksamkeit“ u. T2...ie>: Zustand krankhaft gestei
gerter Aufmerksamkeit (Psychol., Med.); Ggs. îHypoprosexie
Hyperproteinämie* [,,,teli:n...] die; -, ...ien (zu îhy
per..., îProtein u. î...âmie): abnorme Erhöhung des Ei
weißgehalts im Blutplasma (Med.); Ggs. ÎHypoproteinä
mie
Hylperlpsellalphelsie die; -, ...ien (zu îhyper..., gr. pseláphesis „Berührung, Betastung“ u. T2...ie>: krankhaft ge
steigerte Reizempfindlichkeit des Tastsinnes (Med.)
hylperlpylreltisch (zu îhyper... u. îpyretisch): abnorm
hohes Fieber habend (Med.). Hylperlpylrelxie die; -,
...ien: übermäßig hohes Fieber (Med.)
Hy|per|re|a|lis|mus der; - (zu îhyper... u. ÎRealismus):
Richtung der zeitgenössischen Kunst
Hylperlrelflelxie* Æe,- -, ...ien (zu îhyper..., TReflex u.
î2...ie): gesteigerte Reflexbereitschaft des Nervensystems
(Med.)
587
die; -, ...ien (zu îhyper..., lat. sal „Salz“
u. t...ämie): Steigerung des Salzgehaltes im Blut (Med.)
Hyl persarkose die; -, -n (zu thyper..., gr. sárx, Gen.
sarkós „Fleisch“ u. T‘...ose): vermehrte Bildung von
Haut- od. Muskelgewebe (Med.)
Hy|per|se|krelti|on* die; -, -en (zu thyper... u. tSekretion): vermehrte Absonderung von Drüsensekret (Med.)
hy|per|sen|si|bel [auch hy:...J (zu thyper... u. tsensibel):
überaus sensibel (1, 2), empfindsam. hy|per|sen|si|bililsielren: 1. die Empfindlichkeit, Sensibilität stark erhö
hen. 2. die Empfindlichkeit von fotografischem Material
durch bestimmte Maßnahmen vor der Belichtung erhö
hen (Fotogr.)
Hylperl se|xu|a|li|tät die; - (zu thyper... u. tSexualität):
abnorm gesteigerter Geschlechtstrieb
Hylperl sildelrälmie* die; -, ...ien (zu thyper..., gr. sideros
„Eisen“ u. t...ämie): erhöhter Eisengehalt des Blutes
(z.B. bei Lebererkrankungen; Med.)
hylperlsom (zu thyper... u. gr. soma „Körper“): riesen
wüchsig, an tHypersomie leidend (Med.); Ggs. thyposom. Hylperlsolmie die; - (zu t2...ie): Riesenwuchs
(Med.); Ggs. t Hyposomie; vgl. Gigantismus (1)
Hylperlsomlnie die; - (zu thyper..., lat. somnus „Schlaf“
u. t2...ie>: krankhaft gesteigertes Schlafbedürfnis (Med.)
hylperlsolnisch (aus gleichbed. engl. hypersonic zu thy
per... u. lat. sonus „Ton, Schall“): den Überschallbereich
betreffend, mit mehr als fünffacher Schallgeschwindig
keit. hylperlsolnor (zu t hyper... u. Î sonor): sehr laut tö
nend (Med.)
Hyl perlspaldie die; -, ...ien (zu thyper..., gr. spadön
„Riss, Spalte“ u. t2...ie>: svw. Epispadie
Hyl per|sper|mie die; -, ...ien (zu thyper..., gr. spérma
„Samen“ u. t2...ie): vermehrte Samenbildung (Med.);
Ggs. t Hypospermie
Hy|per|sple|ni_e die; -, ...ien (zu thyper..., gr. spien
„Milz“ u. t2...ie): Überfunktion der Milz (Med.)
Hy|per|ste|a|to|se die; -, ...osen (zu thyper... u. tSteatose): 1. übermäßige Talgdrüsenausscheidung (Med.). 2. ab
norme Fettsucht (Med.)
Hylperlsthen der; -s, -e (zu thyper... u. gr. sthénos „Stär
ke, Kraft“): ein schwärzlich grünes bis braunes Augitmineral. Hylperlsthelnulrie* die; -, ...ien (zu t,,,urie):
Ausscheidung eines hoch konzentrierten Harns (Med.);
Ggs. t Hyposthenurie
Hy perlsu pra reinallislmus* der; - (zu thyper..., tsu
pra..., trenal u. t...ismus (3)>: Überfunktionszustand der
Nebenniere (Med.)
Hyl perltellie die; - (zu îhyper..., gr. télos „Vollendung“ u.
t2...ie): Überentwicklung eines Körperteils (Biol.)
Hylperltello risimus der; - (zu thyper..., gr. tele „fern,
weit“, horizein „be-, abgrenzen“ u. t...ismus (3)>: durch
abnorm großen Augenabstand gekennzeichnete Schädel
anomalie (Med.)
HyIperlten|sin das; -s, -e (zu ÎHypertension u. t ...in (l)):
svw. Angiotensin. Hy|per|ten|si|on die; -, -en (zu thy
per... u. tTension): svw. Hypertonie
Hylperltext ['haipə...] der; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl.
hypertext zu hyper- „über, darüber hinaus“ u. text
„Text“): über t Hyperlinks verbundenes Netz von Texten
od. Teilen von Texten, Bild- u. Dateneinheiten, in dem
sich die Nutzer je nach Interesse bewegen können
Hylperlthellie die; -, ...ien (zu thyper..., gr. thële „Mutter
brust; Brustwarze“ u. t2...ie>: Ausbildung überzähliger
Brustwarzen bei Frauen u. Männern (Med.); vgl. Poly
mastie
Hylperltherlmie die; -, ...ien (zu thyper..., gr. thérmê
„Wärme“ u. t2...ie): 1. (ohne Plur.) Wärmestauung im
Körper, ungenügende Abfuhr der Körperwärme bei ho
her Außentemperatur. 2. (ohne Plur.) sehr hohes Fieber.
Hyl perlsa lälmie*
Hyphédonie
з. künstliche Überwärmung des Körpers zur Steigerung
der Durchblutung (Med.); vgl. Hypothermie
HylpeijthyImie die; -, ...ien (zu thyper..., gr. thymós „Ge
müt“ u. t2...ie): ungewöhnlich gehobene seelische Stim
mung, erhöhte Betriebsamkeit (Psychol.); Ggs. tHypo
thymie. Hylperlthylmilker der; -s, - (Analogiebildung
zu Choleriker): lebhafter, reizbarer, explosiver Psycho
path; Ggs. t Hypothymiker
Hy|per|thy|re|o|i|dis|mus der; - (zu thyper..., tThyreoidea u. t...ismus (3)>: svw. Hyperthyreose. Hylperlthyreolse die; - (zu t‘...ose): Überfunktion der Schilddrüse
(Med.); Ggs. tHypothyreose, hylperlthylreloltisch:
die Hyperthyreose betreffend
Hyl perltolnie die; -, ...ien (zu thyper..., îTonus u. t2...ie):
1. gesteigerte Muskelspannung; Ggs. tHypotonie (1).
2. erhöhter Blutdruck; Ggs. tHypotonie (2). 3. erhöhte
Spannung im Augapfel (Med.); Ggs. tHypotonie (3). Hyper|to|ni|ker der; -s, -: jmd., der an zu hohem Blutdruck
leidet (Med.); Ggs. t Hypotoniker. hylpertonisch:
1. Hypertonie zeigend; Ggs. thypotonisch (1). 2. höheren
t osmotischen Druck als das Blutplasma besitzend
(Med.); Ggs. thypotonisch (2). Hy per to nus der; -:
1. kurzfristige Blutdruckerhöhung (Med.); Ggs. ÎHypo
tonus. 2. svw. Hypertonie (2)
Hypertri choise die; -, -n (zu thyper... u. ÎTrichose):
krankhaft vermehrte Körperbehaarung (Med.); Ggs.
THypotrichose; vgl. Hirsutismus. Hylperltrilcholsis
die: -, ...oses [...ze:s] (zu t’...ose>: svw. Hypertrichose
hylperltroph* (zu thyper... u. t...troph): 1. durch Zellen
wachstum vergrößert (von Geweben u. Organen; Med.).
2. überspannt, überzogen; vgl. ...isch/-. Hylperltrolphie
die; -, ...ien (zu t...trophie): übermäßige Vergrößerung
von Geweben u. Organen infolge Vergrößerung der Zel
len, meist bei erhöhter Beanspruchung (Med., Biol.);
Ggs. tHypotrophie; vgl. Hyperplasie, hylperltrophiert (zu t...iert>: svw. hypertroph, hylperltrophisch: svw. hypertroph; vgl. ...isch/Hy per ur balnis mus der; -, ...men (zu thyper..., lat. ur
banus „verfeinert“ (eigtl. „städtisch“) u. t.Jsmus (4)):
hyperkorrekte Bildung (vgl. hyperkorrekt; Sprachw.)
Hylperlurilkälmie* die; - (zu thyper... u. tUrikämie):
Harnsäurevermehrung im Blut (Med.)
Hy|per|ven|ti|la|ti|pn [...V...J die; -, -en (zu thyper... u.
t Ventilation): übermäßige Steigerung der Atmung, zu
starke Beatmung der Lunge (Med.); Ggs. t Hypoventilati
on
Hyl per|vi|ta|mi|nolse* [,..v...] die; -, -n (zu thyper...,
t Vitamin u. t‘...ose): Schädigung des Körpers durch
zu reichliche Vitaminzufuhr (Med.); Ggs. ÎHypovita
minose
Hy Iperlvollälmie* [...v...] die; -, ...ien (zu îhyper..., t Volu
men u. t...ämie): Vermehrung der Gesamtblutmenge im
Verhältnis zum Körpergewicht (Med.); Ggs. tHypovolä
mie. hylperlvollälmisch: die Hypervolämie betreffend
(Med.)
Hyperzyikius* [auch ...'tsY...] der; -, ...len (zu thyper...
и. tZyklus): Bez. für eine zyklische Verknüpfung sich
selbst reproduzierender Einzelzyklen (Biol.)
hyph..., Hyph... vgl. hypo..., Hypo...
Hylphälma* das; -s, -ta (zu thypo... u. gr. haima „Blut“):
Bluterguss in die vordere Augenkammer (Med.), hylphämisch: 1. blutunterlaufen. 2. blutarm (Med.)
Hylphälrelse* die; -, -n (zu gr. hyphairesis „das Entwen
den, Entziehen“): Ausstoßung eines kurzen Vokals vor ei
nem anderen Vokal (Sprachw.); vgl. Aphärese
Hylphe die; -, -n (aus gr. hyphë „das Weben, Gewebte“):
Pilzfaden; fadenförmige, oft zellig gegliederte Grund
struktur der Pilze (Bot.)
Hylpheldolnie* die; - (zu thypo..., gr. hëdoné „Freude,
Hyphen
Wollust“ u. t2...ie>: krankhafte Verminderung des natürli
chen Lustgefühls (Med.)
Hylphen* das; -[s], - (über lat. hyphen aus gleichbed. gr.
hyphén, eigtl. „in eins (zusammen)“): 1. in der antiken
Grammatik die Zusammenziehung zweier Wörter zu ei
nem Î Kompositum. 2. der bei einem Kompositum ver
wendete Bindestrich
Hylphildrolse* die; - (zu thypo... u. THidrose): vermin
derte Schweißabsonderung (Med.); Ggs. tHyperhidrose
hy|pi|di|o|morph* (zu Thypo... u. Tidiomorph): nur teil
weise eigengestaltig ausgebildet (von Mineralen in mag
matischen Gesteinen)
Hylpilnolse* die; -, -n (zu Thypo..., gr. is, Gen. inós „Mus
kel, Sehne, Faser“ u. t‘...ose>: (veraltet) verminderter Fa
serstoffgehalt des Blutes (Med.); Ggs. THyperinose
hypln...*, Hypln... vgl. hypno..., Hypno... hyplnalgog,
hyp na go gisch (zu Thypno... u. gr. agögös „(herbei)führend“>: a) zum Schlaf führend, einschläfernd;
b) den Schlaf betreffend; vgl. ...isch/-. Hyplnalgglgum
das; -s, ...ga (aus gleichbed. nlat. hypnagogum) : Schlaf
mittel (Med.). Hyplnallgie die; -, ...ien (zu Thypno... u.
T...algie): Schmerz, der nur im Schlaf auftritt (Med.),
hyplno..., Hyplno..., vor Vokalen meist hypn..., Hypn...
(aus gleichbed. gr. hÿpnos): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Schlaf“, z.B. hypnopädisch, hypnagog, Hyp
nopädie, Hypnalgie. Hyp|no|ana|ly|se die; -: Psycho
analyse mit vorausgehender Hypnose, hyplnolid (zu
t. ..oid>: dem Schlaf bzw. der Hypnose ähnlich (von Be
wusstseinszuständen). Hyplnolleplsie die; - (zu gr. lèpsis „das Nehmen; Anfall“ u. T2...ie>: abnorme, krankhafte
Schläfrigkeit, die anfallsweise auftritt (Med.). Hyplnololgie die; - (zu T...logie): (veraltet) Lehre vom Schlaf.
Hyplnolnarlkolse die; -, -n: durch Hypnose geförderte
od. eingeleitete Narkose (Med.). Hyplnolpäldie die; (zu gr. paideia „Lehre, (Aus)bildung“): Erziehung od.
Unterricht im Schlaf od. schlafähnlichen Zustand,
Schlaflernmethode, hyplnolpäldisch: die Hypnopädie
betreffend, auf ihr beruhend. Hyplnolpalthie die; -,
...ien (zu T...pathie): krankhafte Veränderung des Schla
fes, Schlafkrankheit (Med.). Hyplnglse die; -, -n (zu
Thypnotisch u. T'...ose): schlafähnlicher, eingeschränkter
Bewusstseinszustand, der vom Hypnotiseur durch Sug
gestion herbeigeführt werden kann u. in dem die Willensu. teilweise auch die körperlichen Funktionen leicht zu
beeinflussen sind (Med., Psychol.). Hyplnolsie die; -,
...ien (zu T2...ie>: 1. Schlafkrankheit. 2. krankhafte Schläf
rigkeit. Hyplnolthelralpeut der; -en, -en: jmd., der
Hypnotherapie anwendet. hyp|no|the|ra|peu|tisch:
die Hypnotherapie betreffend, Hypnotherapie anwen
dend. Hyp|no|the|ralpie die; -, ...ien: ÎPsychotherapie,
bei der die Hypnose zu Hilfe genommen wird. HyplnotikiZ/e; - (zu Thypnotisch u. T2...ik (1)): Wissenschaft von
der Hypnose. Hyplnoltilkum das; -s, ...ka (zu T...ikum):
svw. Hypnagogum. Hyp|no|ti|sa|ti|on die; -, -en (zu
Î...isation): auf verschiedene Weise zu erreichende Be
wusstseinseinengung, durch die jmd. in Hypnose versetzt
wird, hyplnoltisch (aus lat. hypnoticus „einschläfernd“,
dies aus gleichbed. gr. hypnötikös): 1. a) zur Hypnose ge
hörend; b) zur Hypnose führend; einschläfernd. 2. den
Willen lähmend. Hypl no tilseur [,,,'za:n] der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. hypnotiseur): jmd., der andere hypnotisie
ren kann, hyplnoltilsielren (über fr. hypnotiser aus
gleichbed. engl. to hypnotize zu /ɑ(. hypnoticus, vgl. hyp
notisch): 1. in Hypnose versetzen. 2. [durch Blick od. Be
wegung] willenlos, widerstandslos machen. Hyplnoltismus der; - (zu T...ismus>: 1. Wissenschaft von der Hyp
nose. 2. Beeinflussung
hylpo..., Hylpo..., vor Vokalen meist hyp..., Hyp..., vor h
hyph..., Hyph... [hyf...] (aus gleichbed. gr. hypö): Präfix
588
mit der Bedeutung „unter, darunter“, in Medizin u. Bio
logie die Unterfunktion (z.B. eines Organs) bezeichnend,
z.B. hypochondrisch, Hypothese, Hyponym
Hylpo|aci|di|tät [,..ts...J die; - (zu Thypo... u. Î Acidität):
svw. Subacidität
Hylpo|al|dos|te|rolnis|mus* der; -, ...men (zu Thypo...,
TAldosteron u. T...ismus (3)): Krankheitsbild, das durch
einen Mangel an T Aldosteron gekennzeichnet ist (Med.)
hylpolbar (zu Thypo... u. gr. barÿs „schwer“): eine Flüs
sigkeit bezeichnend, deren spezifisches Gewicht gegen
über dem einer anderen leichter ist (Phys.)
Hylpolblast* das; -[e]s, -e (zu Thypo... u. gr. blastos
„Spross, Trieb“): svw. Entoderm
Hylpolbgllilker der; -s, - (zu Thypo..., Analogiebildung zu
Î Hyperboliker): jmd., der sich sachlich u. klar ausdrückt
Hylpolbrolmit* [auch ... mit] das; -s, -e (zu Thypo... u.
T Bromit): Salz der unterbromigen Säure (Chem.)
Hy po bu lie die; - (zu Thypo..., gr. boule „Wille“ u.
t2...ie): herabgesetzte Willenskraft, Willensschwäche (bei
verschiedenen psychischen Krankheiten); Ggs. THyperbulie
Hypochlorämie" [...k...] die; -, ...ien (Kurzbildung zu
thypo..., TChlorid u. T...ämie): Chlor- bzw. Kochsalz
mangel im Blut (Med.); Ggs. THyperchlorämie. Hylpochlorlhy Idrie* die; -, ...ien (Kurzbildung zu Îhypo..., lat.
acidum hydrochloricum „Salzsäure“ u. T...hydrie): ver
minderte Salzsäureabsonderung des Magens (Med.). Hypo chio rit [auch ... rit] das; -s, -e (zu Î ‘Chlorit): Salz der
unterchlorigen Säure (Chem.)
Hy|po|cho|les|te|ri|nä|mie* [...ç..., auch ...k...] die; -,
...ien (zu Thypo..., TCholesterin u. t...ämie): Verminde
rung des TCholesterins im Blut (Med.); Ggs. THypercho
lesterinämie. Hylpolchollie [...ç...] die; -, ...ien (zu gr.
choie „Galle“ u. T2...ie>: Verminderung der Gallenabson
derung (meist mit Verdauungsstörungen verbunden;
Med.); Ggs. ÎHypercholie
Hylpolchonlder [...x...] der; -s, - (zu Îhypochondrisch):
Mensch, der aus ständiger Angst, krank zu sein od. zu
werden, sich fortwährend selbst beobachtet u. schon ge
ringfügige Beschwerden als Krankheitssymptome deutet;
eingebildeter Kranker. Hy Ipolchon Idrie* die; -, ...ien
(zu T2...ie): Gefühl einer körperlichen od. seelischen
Krankheit ohne pathologische Grundlage, hylpolchpndrisch* (aus gr. hypochondriakös „am Hypochondrion
leidend“ zu hypochondria (Plur. von hypochondrion)
„der weiche Teil des Leibes unter dem Brustknorpel u.
den Rippen bis an die Weichen, Unterleib u. Eingewei
de“, in denen nach antiker Vorstellung die Gemütskrank
heiten lokalisiert sind): an Hypochondrie leidend;
schwermütig, trübsinnig, hylpolchonldrilsielren* (zu
T...isieren): (veraltet) wie ein Hypochonder handeln. Hypo chon drilum* das; -s, ...ien [...ion] (zu gr. hypochon
drion (vgl. hypochondrisch) u. t...ium): seitlich unter den
Rippenknorpeln befindliche Oberbauchregion (Med.)
hylpolchrom [,..k...] (zu Thypo... u. gr. chröma „Farbe“):
zu wenig Blutfarbstoff besitzend; zu schwach gefärbt
(Med.); Ggs. Thyperchrom. Hylpolchrolmie die; -,
...ien (zu T2...ie): 1. Mangel an Blutfarbstoff (Med.); Ggs.
î Hyperchromie. 2. herabgesetzter Farbstoffgehalt eines
Gewebes od. Organs (Med.)
Hylpolchyllie [...ç...] die; -, ...ien (zu Thypo..., TChylus u.
t2...ie>: verminderte Magensaftabsonderung (Med.)
Hylpoldakltyllie die; -, ...ien (zu Thypo..., gr. däktylos
„Finger; Zehe“ u. t2...ie): angeborenes Fehlen von Fin
gern od. Zehen (Med.)
Hylpolderm das; -s, -e (zu Thypo... u. gr. dérma „Haut“):
1. unter der Oberhaut gelegene Zellschicht bei Sprossen
u. Wurzeln von Pflanzen (Biol.). 2. Lederhaut der Wir
beltiere. 3. äußere einschichtige Haut der Gliederfüßer,
589
die den Chitinpanzer ausscheidet (Biol.), hylpolderlmal
<zu T '...al (l)): svw. subkutan. hy|po|der|ma|tisch: un
ter der Haut gelegen, hylpolderlmisch; in der Fügung
hypodermischer Abfluss: Teil des direkten Abflusses ei
nes Gewässers, der unterirdisch (ohne das Grundwasser
zu erreichen) dem Wasserlauf zufließt. Hylpolderlmose u. Hypodermosis die; - (zu (',,,ose): Dassellar
venbefall (Infektion der Haut von Rind, Schaf, Ziege od.
Wild, selten auch des Menschen durch Larven der Das
selfliege, die parasitäre Furunkel hervorrufen; Tiermed.,
Med.)
Hyl po doch mi us der; -, ...ien [,,,iən] (zu Thypo... u.
Î Dochmius); antiker Versfuß, umgedrehter t Dochmius
(- u — u -)
Hy po donitie* die; - (zu thypo..., gr. odoús. Gen. odöntos „Zahn“ u. t2...ie>: angeborenes Fehlen von Zähnen
(Med.); vgl. Hyperodontie
Hylpoldrom* das; -s, -e (zu gr. hypódromos, eigtl. „das
Darunterlaufen“); überdachter Platz zum Spazierenge
hen
Hylpoldylnalmie die; -, ...ien (zu thypo..., îDynamis u.
t2...ie): Körperschwäche; verminderte Kraft (z.B. der
Muskulatur; Med.)
Hylpolepilnelphrie* vgl. Hypepinephrie
Hylpolferlmenltie die; -, ...ien (zu thypo..., ÎFerment u.
t2...ie>: verminderte Bindung eines od. mehrerer der zur
Stoffwechselregulation notwendigen Enzyme (Med.)
Hylpolfilbrilnolgelnälmie* die; -, ...ien (zu thypo..., (Fi
brinogen u. t ...ämie): Verminderung des Î Fibrinogens im
Blutplasma (angeborene od. erworbene Beeinträchtigung
der Blutgerinnungsfähigkeit; Med.)
Hylpolfunkltilon [auch hy:...[ die; -, -en (zu thypo... u.
tFunktion): Unterfunktion, verminderte Tätigkeit, Ar
beitsleistung eines Organs (Med.); Ggs. tHyperfunktion
Hylpolgälen die (Plur.) (zu thypogäisch): in der Erde sich
bildende Fruchtkörper mancher Pilze (Bot.), hylpolgäisch (aus gleichbed. gr. hypögeios, eigtl. „unter der Er
de“); unterirdisch (von Keimblättern, die während der
Keimung des Samens unter der Erde bleiben u. als Reser
vestoffbehälter dienen; Bot.)
Hy|po|ga|lak|tie die; -, ...ien (zu thypo..., gr. gála, Gen.
gálaktos „Milch“ u. t2...ie): zu geringe Milchabsonde
rung der weiblichen Brustdrüsen in der Stillzeit, vorzeitig
aufhörende Sekretion der Brustdrüsen (Med.); Ggs. Î Hy
pergalaktie; vgl. Agalaktie
Hypogamie die; - (zu Thypo... u. (...garnie (2)): Heirat
einer Frau aus einer höheren Schicht od. Kaste mit einem
Mann aus einer niederen (SozioL); Ggs. T Hypergamie
hylpolgasltrisch* (aus gr. hypogástrios „zum Unterleib
gehörend“): zum Unterleib gehörend, den Unterleib be
treffend (Med.). Hylpo|gas|tri|um das; -s, ...ien [,,,iən]
(zu (...ium): Unterleibsregion, Unterbauch (Med.)
Hyl polgälum das; -s, ...gäen (über lat. hypogeum aus
gleichbed. gr. hypögeion zu hypögeios, vgl. hypogäisch):
unterirdisches Gewölbe, unterirdischer Kultraum (z. B. in
der pers.-röm. Mithrasreligion); vgl. Mithräum
hylpolgen (zu Îhypo... u. t ...gen): (veraltet) a) in der Tiefe
entstanden; b) innerhalb der Erdkruste erstarrt (von Ge
steinen). Hylpolgelnelsie die; -, ...ien (zu gr. génesis
(vgl. Genesis) u. (2,..ie): unvollständige Anlage u. Ent
wicklung eines Organs od. Organsystems (Med.). Hylpoge ni ta lisimus der; - (zu (Genitale u. T...ismus (3)>:
Unterentwicklung u. -funktion der Geschlechtsdrüsen u.
-organe (Med.); Ggs. THypergenitalismus
Hylpolgeulsie die; -, ...ien (zu (hypo..., gr. geüsis „Ge
schmack“ u. t2...ie>: das Herabgesetztsein der Ge
schmacksempfindung, Geschmacksstörung (Med.); Ggs.
( Hypergeusie
Hylpo glps sus* der; -, ...si (über nlat. hypoglossus zu gr.
Hypokoristikum
hypoglössios „unter der Zunge befindlich“): übliche
Kurzbez. für Nervus hypoglossus (Unterzungennerv),
den XII. Hirnnerv, der die Zungenmuskulatur versorgt
(Med.)
Hylpolglylkälmie* die; -, ...ien (zu thypo... u. TGlykämie): abnorm geringer Zuckergehalt des Blutes (Med.);
Ggs. (Hyperglykämie. hy|po|gly|kä|misch: die Hypo
glykämie betreffend, auf ihr beruhend (Med.)
hylpolgnath* (zu Thypo... u. gr. gnáthos „Kinnbacken“):
Bez. für nach hinten gerichtete Mundgliedmaßen bei In
sekten (z.B. bei Wanzen; Zool.). Hylpolgnalthie die; -,
...ien (zu t2...ie): Unterentwicklung des Unterkiefers
(Med.). Hylpolgnalthus der; -, Plur. ...then od. ...thi
(aus gleichbed. nlat. hypognathus): Fehlbildung, an deren
Unterkiefer der verkümmerte Kopf eines zweiten Indivi
duums sitzt (Med.)
Hy|polgo|na|dis|mus der; - (zu thypo..., (Gonade u.
(...ismus (3)>: Unterentwicklung, verminderte Funktion
der männlichen Geschlechtsdrüsen (Med.)
Hy|polgo|na|ti|on das; -s, ...ien [,,,iən] (aus mgr. hypogonátion „Kniekissen“ zu gr. hypogonátios „unter dem
Knie“): Teil der liturgischen Kleidung in den Ostkir
chen
hylpolgyn (zu thypo... u. gr. gynê „Weib; Frau“): unter
dem Fruchtknoten stehend (von Blüten; Bot.); Ggs. Tepigyn
Hylpo hi dro se* vgl. Hyphidrose
Hyipo id ge trie be das; -s, - (Lehnübersetzung von engl.
hypoid gear, dies zu hypoid, verkürzt für hyperboloidal
(vgl. Hyperboloid), u. gear „Getriebe“): Kegelradgetrie
be, dessen Wellen sich in geringem Abstand kreuzen
(Techn.)
Hy|po|in|su|li|nis|mus der; - (zu Thypo..., (Insulin u.
(...ismus (3)>: verminderte Insulinbildung u. dadurch be
dingte Steigerung des Blutzuckergehalts (Med.); Ggs.
T Hyperinsulinismus
Hylpoljoldälmie* die; -, ...ien (zu thypo..., (Jod u.
(...ämie): Verminderung des Jodgehaltes im Blut (Med.);
Ggs. (Hyperjodämie. Hy po jo dit [auch ... dit] das; -s,
-e (zu T '...it): Salz der hypojodigen Säure
Hy|po|ka|lä|mie* u. Hy|po|ka|li|ä|mie die: -, ...ien (zu
Thypo..., TKalium u. (...ämie): Verminderung des Kali
umgehalts im Blut (meist bedingt durch übermäßige Ka
liumausscheidung, z.B. bei Erbrechen od. Diarrhö;
Med.); Ggs. THyperkalämie
Hylpolkallzälmie* die; -, ...ien (zu Thypo..., (Kalzium u.
(...ämie): herabgesetzter Kalziumgehalt des Blutes
(Med.); Ggs. THyperkalzämie
Hylpolkaplnie die; -, ...ien (zu thypo..., gr. kapnös
„Rauch, Dampf“ u. t2...ie): verminderter Kohlensäurege
halt des Blutes (Med.); Ggs. (Hyperkapnie
hylpolkausltisch (zu (Hypokaustum; vgl. kaustisch):
durch Bodenheizung erwärmt. Hylpolkausltum das; -s,
...sten (über lat. hypocaustum aus gleichbed. gr. hypökauston, eigtl. „das Darunterbrennende“, zu kaiein
„brennen“): antike Bodenheizanlage
Hylpolkeilmelnon das; - (aus gleichbed. gr. hypokeimenon, eigtl. „das Darunterliegende“): 1. in der altgriech.
Philosophie das Zugrundeliegende, die Substanz. 2. alt
griech. Bez. für das (Subjekt (Satzgegenstand)
Hylpolkilnelse die; -, -n (zu Thypo... u. (Kinese): vermin
derte Bewegungsfähigkeit bei bestimmten Krankheiten
(Med.); Ggs. (Hyperkinese. hy|po|ki|ne|tisch: die Hypokinese betreffend
Hy|po|ko|ris|mus der; -, ...men (über spätlat. hypocorisma aus gleichbed. gr. hypokörisma; vgl. ...ismus (4)): Ver
änderung eines Namens in eine Kurz- od. Koseform. Hypo|ko|ris|ti|kum das; -s, ...ka (zu gr. hypokoristikön
„Verkleinerungsform“ u. (...ikum): Kosename, vertraute
590
hypokoristisch
Kurzform eines Namens (z.B. Fritz statt Friedrich), hypo ko ris tisch:den Hypokorismus betreffend
Hy|po|kor|ti|zis|musi/er; - (zu îhypo..., Î Kortex u. T ...ismus (3)>: Unterfunktion der Nebennierenrinde mit ver
minderter Hormonausschüttung (bei Erkrankung der Ne
bennieren; Med.); Ggs. ÎHyperkortizismus
Hy po ko tyl das; -s, -e (zu îhypo... u. gr. kotÿlê „Höh
lung“): Keimstängel der Samenpflanzen, Übergang von
der Wurzel zum Spross (Bot.)
Hylpolkrelnal* das; -s (zu Ihypo..., gr. kröne „Quell,
Brunnen“ u. Î '...al (2)>: 1. unmittelbar unterhalb der
Quelle liegender Abschnitt eines fließenden Gewässers
(Geogr.). 2. der Lebensraum Quellrinnsal (Biol.)
Hy po kri sie* die; -, ...ien (aus gleichbed. spatial, hypo
crisis, dies aus gr. hypókrisis, eigtl. „(vom Schauspieler,
der eine Rolle spielt) Verstellung“ zu hypokrinesthai „als
Schauspieler auftreten“): Heuchelei, Verstellung
hylpolkrisltalllin (zu îhypo... u. Îkristallin): halbkristal
lin (von Gesteinen)
Hylpolkrit* der; -en, -en (über lat. hypocrites aus gleich
bed. gr. hypokritös): Heuchler, hylpolkriltisch: schein
heilig, heuchlerisch
hyipollepltisch (aus gleichbed. gr. hypóleptos): etwas
dünn, fein, zart
HylpolleulkolzyltolserAe; -, -n (zu 1 hypo... u. 1 Leukozy
tose): svw. Leukopenie; Ggs. 1 Hyperleukozytose
Hy po lim ni on das; -s, ...ien [...ian] (zu îhypo... u. gr.
limnion „kleiner Teich“): Tiefenschicht eines Sees
(Geogr.)
Hy|po|li|thal das; -s (zu gr. lithos „Stein“ u. tɪ,,,al (2)>:
Lebensraum unter Steinen (z.B. von Schnecken, Asseln;
Biol.)
hylpollolgisch (zu îhypo... u. îlogisch): unterhalb des
Logischen liegend; hypologisches Denken: das vorsprach
liche Denken des noch nicht sprachfähigen Kleinkindes
u. der höheren Tiere
Hylpolmalnierfze; -, ...ien (zu îhypo... u. îManie): leichte
Form der Î Manie in Form von gehobener, heiterer Stim
mungslage, Lebhaftigkeit, unter Umständen im Wechsel
mit leicht Î depressiven Stimmungen (Med.). Hylpolmanilkertfer; -s, -: an Hypomanie Leidender (Med.), hypolmalnisch:an Hypomanie leidend (Med.)
Hylpolmelnorlrhö die; -, -en u. Hy po me nor rhöe
[...ro:] die; -, -n [,,, ro:ən] (zu îhypo... u. ÎMenorrhô): zu
schwache Regelblutung (Med.); Ggs. ÎHypermenorrhö
Hylppmlnejma* das; -s, ...mnemata (aus gr. hypomne
ma, Gen. hypomnëmatos „Erinnerung; Denkschrift“):
(veraltet) Nachtrag, Zusatz; Bericht, Kommentar. Hypomlnelmaltolgraf, auch ...graph der: -en, -en (zu
î...graf): (veraltet) Verfasser einer Denk- od. Erläute
rungsschrift, Protokollführer. Hy|pom|ne|sie iZze; -,
...ien (zu gr. hypómnesis „Erinnerung“; vgl. 2...ie): Ge
dächtnisschwäche, mangelhaftes Erinnerungsvermögen
(Med.)
Hylpojmochllilon das; -s (aus gr. hypomöchlion „Dreh
punkt, Stützpunkt“): 1. Unterstützungs- bzw. Drehpunkt
eines Hebels. 2. Drehpunkt eines Gelenks (Med.)
hylpolmorph (zu îhypo... u. Î...morph): (das Merkmal)
schwächer ausprägend (von einem mutierten Gen; Biol.);
Ggs. Î hypermorph
Hylpo mo ti li tät die; - (zu îhypo... u. ÎMotilitât): svw.
Hypokinese
Hy po nasltie die; - (zu îhypo... u. TNastie): Krüm
mungsbewegung durch verstärktes Wachstum der Blatt
unterseite gegenüber der Blattoberseite bei Pflanzen
(Biol.)
Hy|po|na|tri|ä|mie*i//e,' -, ...ien (zu îhypo..., îNatrium u.
î...âmie): verminderter Natriumgehalt des Blutserums
(Med.); Ggs. ÎHypernatriämie
[auch ..,'trit] das; -s, -e (zu îhypo... u. TNitrit): Salz der untersalpetrigen Säure (Chem.)
Hy po no em das; -s, -a (aus gleichbed. gr. hyponöema):
Vermutung, vorgefasste Meinung, Vorurteil
Hylpo|nym*zfas; -s, -e (zu Îhypo... u. gr. önyma „Name“):
Wort, Lexem, das in einer untergeordneten Beziehung zu
einem anderen Wort, Lexem steht, aber inhaltlich diffe
renzierter, merkmalhaltiger ist, z.B. essen zu zu sich neh
men, Tablette zu Medikament (Sprachw.); Ggs. îHyper
onym. Hylpolnylmier/ze; -, ...ien (zu t2...ie>: in Untergeordnetheit sich ausdrückende semantische Relation, wie
sie zwischen Hyponym u. Hyperonym besteht
(Sprachw.); Ggs. ÎHyperonymie
Hy po para thy re o i dis mus der; - (zu îhypo..., îpara..., TThyreoidea u. î...ismus (3)): Unterfunktion der
Nebenschilddrüsen (mit unzureichender Hormonaus
schüttung; Med.); Ggs. îHyperparathyreoidismus
Hylpolphalrynx der; -, ...ryngen (zu îhypo... u. ÎPha
rynx): unterster Teil des Rachens, der vom Kehlkopf bis
zum Eingang in die Speiseröhre reicht (Med.)
Hylpolphet der; -en, -en (aus gleichbed. gr. hypophêtês):
Zeichen- od. Orakeldeuter
Hylpolpholra die; -, ...ren (aus gleichbed. gr. hypophorá):
Einwand eines Gegners, den man anführt od. fingiert, um
ihn sofort zu widerlegen (Rhet.)
Hy po pho rie die; -, ...ien (zu Îhypo..., gr. phorein, phérein „tragen, bringen“ u. t2...ie>: latentes Schielen nach
unten (Med.); Ggs. î Hyperphorie
Hylpolphoslphaltalsie die; -, ...ien (zu îhypo...,
îPhosphatase u. t2...ie): auf einem Mangel an îalkalischen Phosphatasen im Gewebe u. Serum beruhende
Form der ÎRachitis (Med.). Hylpolphoslphit das; -s,
-e (zu ÎPhosphit): Salz der unterphosphorigen Säure
(Chem.)
hylpolphrelnisch* (zu îhypo... u. gr. phrön, Gen. phrenós „Zwerchfell“): unterhalb des Zwerchfells gelegen
(Med.)
hylpolphylsär (zu ÎHypophyse u. î...âr>: die Hypophyse
betreffend, von der Hypophyse ausgehend (Med., Bot.).
Hylpolphylse die; -, -n (aus gr. hypophysis „Nach
wuchs, Sprössling“): 1. Hirnanhangfsdrüse] (Anat.). 2.
Keimanschluss; Zelle, die im Pflanzensamen Embryo u.
Embryoträger verbindet (Bot.). Hylpolphylsin das; -s
(zu î...in (l)): Gesamtextrakt des Hypophysenhinterlap
pens mit einer die Erregung der glatten Muskulatur stei
gernden Wirkung (Med.)
Hylpolpilnelallislmus der; - (zu îhypo..., lat. pinealis
„zur Zirbeldrüse gehörig“ u. î...ismus (3)>: Unterfunkti
on der Zirbeldrüse (Med.)
Hy|po|pi|tu|i|ta|rislmus der; - (zu îhypo..., lat. pituita
„zähe Flüssigkeit, Schleim“ u. T...ismus (3)>: Unterfunk
tion der Hirnanhangsdrüse, die u. a. zu Zwergwuchs führt
(Med.); Ggs. ÎHyperpituitarismus
Hylpolplalsie* die; -, ...ien (zu îhypo..., gr. plásis „Bil
dung, Form“ u. t2...ie>: unvollkommene Anlage; Unter
entwicklung von Geweben od. Organen (Med.; Biol.);
Ggs. Î Hyperplasie, hylpolplasltisch: Hypoplasie zei
gend
Hy|po|pro|se|xie* die; -, ...ien (zu îhypo..., gr. prósexis
„Aufmerksamkeit“ u. î2...ie): Zustand verminderter Auf
merksamkeit u. Auffassungsfähigkeit (bei bestimmten
Gemüts- u. Geisteskrankheiten; Med.); Ggs. îHyperprosexie
Hyl popro|teinä|mie*i/ze, -, ...ien (zu Î hypo..., î Protein
u. t...ämie): Verminderung der Bluteiweißkörper (bei
verschiedenen Krankheiten u. bei Erschöpfungszustän
den; Med.); Ggs. ÎHyperproteinämie
Hylpo psallma* das; -s, ...mata (aus gleichbed. mgr. hypopsälma zu îhypo... u. gr. psalmós „Gesang, Loblied“):
Hylpolniltrit*
591
der dem Gesang des Priesters antwortende Chorgesang
(in der griech.-orthodoxen Kirche)
Hy po py on das: -s (zu thypo... u. gr. pÿon „Eiter“): Ei
teransammlung in der vorderen Augenkammer (Med.)
Hylporlchem* [...ç...] das: -s, -en u Hylporlchelma das:
-s, ...chemata (aus gleichbed. gr. hypôrchêma): altgriech.
Tanz- u. Chorlied
Hylpolskop* das: -s, -e (zu thypo... u. t...skop): Doppel
periskop (vgl. Periskop), bei dem der räumliche Eindruck
durch Verstellen des Abstands beider Objektive vonei
nander geändert werden kann (Phys.)
Hyl poslmie* die: - (zu thypo..., gr. osrne „Geruch“ u.
t2...ie): vermindertes Geruchsvermögen (Med.); Ggs.
î Hyperosmie
hylpolsom (zu thypo... u. gr. soma „Körper“): von zu
kleinem Wuchs (Med.). Hylpolsolmie die; - (zu (2...ie):
krankhaftes Zurückbleiben des Körperwachstums hinter
dem Normalmaß; Kleinwuchs (Med.); Ggs. (Hypersomie
Hylpolsomlnie die; -, ...ien (zu thypo..., lat. somnus
„Schlaf' u. t2...ie>: abnorme Schlafstörung (Med.)
Hylposlpaldie* die: -, ...ien (zu t hypo..., gr. spadön „Riss,
Spalte“ u. t2...ie>: untere Harnröhrenspalte (Fehlbildung;
Med.)
Hy|po|sper|mie die; -, ...ien (zu thypo..., gr. spérma „Sa
men“ u. t2...ie): verminderter Gehalt der Samenflüssig
keit an funktionstüchtigen Spermien (Med.); Ggs. Î Hy
perspermie
Hylposlphaglma* das; -s, ...mata (aus gr. hypösphagma
„Bluterguss im Auge“, eigtl. „Opferblut (eines Tieres)“):
flächenhafter Blutaustritt unter die Augenbindehaut
(Med.)
Hyl posltalse* iZie; -, -n (über spätlat. hypostasis aus
gleichbed. gr. hypostasis): 1. Unterlage, Substanz; Ver
dinglichung, Vergegenständlichung eines bloß in Gedan
ken existierenden Begriffs. 2. a) Personifizierung göttli
cher Eigenschaften od. religiöser Vorstellungen zu einem
eigenständigen göttlichen Wesen (z. B. die Erzengel in der
Lehre Zarathustras); b) Wesensmerkmal einer personifi
zierten göttlichen Gestalt. 3. vermehrte Anfüllung tiefer
liegender Körperteile mit Blut (z.B. bei Bettlägerigen in
den hinteren unteren Lungenpartien; Med.). 4. Verselbst
ständigung eines Wortes als Folge einer Veränderung der
syntaktischen Funktion (z. B. die Beugung eines Adverbs
[zufrieden - ein zufriedener Mensch] od. der Übergang ei
nes Substantivs im Genitiv zum Adverb [z. B. mittags]). 5.
die Unterdrückung der Wirkung eines Gens durch ein an
deres, das nicht zum gleichen Erbanlagenpaar gehört;
vgl. Epistase. Hylposltalsie vgl. Hypostase, hylposltasielren (zu (..deren): a) verdinglichen, vergegenständli
chen; b) personifizieren. Hy|pos|ta|sie|rung die; -, -en
(zu Î ...ierung): svw. Hypostase (1). Hy pos ta sis die; -,
...asen (über spätlat. hypostasis aus gleichbed. gr. hypos
tasis): svw. Hypostase (5). hypostaitisch (aus gleich
bed. gr. hypostatikös): a) vergegenständlichend, gegen
ständlich; b) durch Hypostase hervorgerufen; hypostati
sche Union: Vereinigung göttlicher u. menschlicher Natur
in der Person Christi zu einer einzigen Î Hypostase (2 a)
Hyipos thelnie* die: -, ...ien (zu Thypo..., gr. sthénos
„Kraft, Stärke“ u. f2...ie): leichter Kräfteverfall, hylposthelnisch: die Hyposthenie betreffend, auf ihr beru
hend. Hy|pos|the|nu|rie* i/ze; -, ...ien (zu T...urie): Aus
scheidung verdünnten Harns (infolge herabgesetzter
Leistungsfähigkeit der Nieren; Med.); Ggs. tHypersthenurie
hy polsto maltisch* (zu Thypo... u. gr. stomatikös „zum
Mund gehörig“): nur auf der Unterseite Spaltöffnungen
habend (von den Blättern vieler Laubbäume; Bot.); vgl.
amphistomatisch
hypothetisch
das: -s, ...la u. Hylpolstyllos der; -, ...loi
[...loy] (aus gleichbed. gr. hypóstylon zu hypostylos „auf
Säulen ruhend“): gedeckter Säulengang; Säulenhalle;
Tempel mit Säulengang
hylpoltakltisch (aus gr. hypotaktikös „unterordnend“):
der Hypotaxe (2) unterliegend, unterordnend (Sprachw.);
Ggs. Tparataktisch. Hy|po|ta|xe die; -, -n (aus gr. hypo
taxis „Unterordnung, Unterwürfigkeit“): 1. Zustand he
rabgesetzter Willens- u. Handlungskontrolle, mittlerer
Grad der Hypnose (Med.). 2. Unterordnung, (Subordina
tion von Satzgliedern od. Sätzen, z. B. Mutters Schwester;
er sagte, dass er krank sei (Sprachw.); Ggs. (Parataxe.
Hyl poltalxis die; -, ...taxen (aus gleichbed. gr. hypota
xis): svw. Hypotaxe (2)
Hylpo ten si on die; -, -en (zu Thypo... u. TTension): svw.
Hypotonie. hylpo|ten|siv: (von Medikamenten) blut
drucksenkend
Hylpoltelnulse die; -, -n (über spätlat. hypotenusa aus
gleichbed. gr. hypoteinousa (pleurá), eigtl. „die unter
(dem rechten Winkel) sich erstreckende (Seite)“): im
rechtwinkligen Dreieck die dem rechten Winkel gegen
überliegende Seite; Ggs. (Kathete
Hy po tha la mus der; -, ...mi (zu Thypo... u. (Thalamus):
unter dem (Thalamus liegender Teil im Zwischenhirn
(Med.)
Hylpolthek die; -, -en (über lat. hypotheca aus gleichbed.
gr. hypothêkë, eigtl. „Unterlage; Unterpfand“): a) (zu
den Grundpfandrechten gehörendes) Recht an einem
Grundstück, einem Wohnungseigentum o. Ä. zur Siche
rung einer Geldforderung, das (im Gegensatz zur Grund
schuld) mit dieser Forderung rechtlich verknüpft ist; b)
durch eine Hypothek (a) entstandene finanzielle Belas
tung eines Grundstücks, eines Wohnungseigentums o.Ä.;
c) durch eine Hypothek (a) gesicherte Geldmittel, die
jmdm. zur Verfügung gestellt werden. Hylpolthelkar
der; -s, -e (zu (...ar (2)): Pfandgläubiger, dessen Forde
rung durch eine Hypothek (a) gesichert ist. hylpolthekalrisch (aus gleichbed. spätlat. hypothecarius): eine
Hypothek betreffend. Hylpo|the|kar|kre|dit der; -[e]s,
-e: durch Hypothek (a) gesicherter Kredit. Hylpoltheken brief der; -[e]s, -e (zu THypothek): Urkunde, die die
Rechte aus einer Hypothek (a) enthält
Hylpolthelnar das; -s, -e (aus gr. hypothenar „Handfläche
unter dem Ballen“): Kleinfingerballen am äußeren Rand
der Mittelhand (Med.)
Hylpoltherlmie die; -, ...ien (zu Thypo..., gr. thérmë
„Wärme“ u. T2...ie): 1. (ohne Plur.) abnorm niedrige Kör
pertemperatur. 2. künstliche Unterkühlung des Körpers
zur Reduktion der Stoffwechsel- u. Lebensvorgänge im
Organismus (Med.); vgl. Hibernation, Hyperthermie
Hylpolthelse die; -, -n (über spätlat. hypothesis aus
gleichbed. gr. hypothesis zu gr. hypotithénai „eine Be
hauptung aufstellen“, eigtl. „darunter setzen, darunter
stellen“): 1. a) zunächst unbewiesene Annahme von Ge
setzlichkeiten od. Tatsachen, mit dem Ziel, sie durch Be
weise zu (verifizieren (1) od. zu (falsifizieren (1) (als
Hilfsmittel für wissenschaftliche Erkenntnisse); Vorent
wurf für eine Theorie; b) Unterstellung, unbewiesene Vo
raussetzung. 2. Vordersatz eines hypothetischen Urteils
(wenn A gilt, gilt auch B). Hy|po|the|sis die; -, ...thesen
(ausgr. hypothesis „Grundlage, Voraussetzung“, vgl. Hy
pothese): von alexandrinischen Gelehrten verfasste lite
raturhistorische u. ästhetische Einleitung zu den von ih
nen herausgegebenen griech. Dramen, hylpoltheltisch
(über lat. hypotheticus aus gleichbed. gr. hypothetikös):
nur angenommen, auf einer unbewiesenen Vermutung be
ruhend, fraglich, zweifelhaft; hypothetischer Imperativ:
nur unter gewissen Bedingungen notwendiges Sollen; vgl.
kategorischer Imperativ; hypothetisches Konstrukt: geHylpolstyllon*
hypothetisieren
592
rum): Erdbebenherd; Stelle im Erdinnern, von der ein
dankliche Hilfskonstruktion zur Beschreibung von Din
Erdbeben ausgeht (Geol.)
gen od. Eigenschaften, die nicht konkret beobachtbar,
-, -n (zu îhypo... u. îZykloide):
sondern nur aus Beobachtbarem erschließbar sind, hy- Hylpolzylklolilde*
Kurve, die ein Peripheriepunkt eines Kreises beschreibt,
po|the|ti|sie|ren <zu î...isieren): (veraltet) annehmen,
wenn dieser Kreis auf der inneren Seite eines anderen,
voraussetzen
festen Kreises abrollt (Math.)
Hylpolthylmie die; -, ...ien (zu îhypo..., gr. thymós „Ge
müt“ u. î2...ie): Mangel an Temperament, Begeisterungs hypls..., Hyp!s...vgl. hypso..., Hypso... Hyplsarlrhythmie*die; -, ...ien (zu îhypso... u. Î Arrhythmie): das Auf
fähigkeit, Anteilnahme u. Ansprechbarkeit (Psychol.);
treten von hohen, langsamen Wellen im Î Elektroenze
Ggs. î Hyperthymie. Hy|polthy|mi|kerder; -s, - (Analo
phalogramm bei Anfallsleiden (Med.), hyplsi..., Hypgiebildung zu ÎMelancholiker): stumpfsinniger, gemüts
si... vgl. hypso..., Hypso... HyplsilkonlchiecZze; -, ...ien
armer od. ängstlich verstimmter, missmutiger Mensch;
(zu gr. kögche „Muschel; muschelförmiges Gebilde; Au
Ggs. Î Hyperthymiker
genhöhle“ u. Î 2...ie> : Vorhandensein relativ weiter u. ho
Hy po thy re o i dis mus der; - (zu îhypo..., TThyreoiher Augenhöhlen (Med.). Hyplsilpholbie die; -, ...ien
dea u. î...ismus (3)): svw. Hypothyreose. Hylpolthylre(zu î...phobie (a)): (mit Schwindelgefühl verbundene)
o|se die; - (zu î'...ose): herabgesetzte Tätigkeit der
übersteigerte, zwanghafte Angst beim Blick aus großer
Schilddrüse (Med.); Ggs. THyperthyreose, hylpolthyHöhe in die Tiefe (Psychol., Med.). Hyplsilzelphallie
reloltisch: die Hypothyreose betreffend
die; -, ...ien (zu gr. kephalë „Kopf“ u. î2...ie): Schädelde
Hy!po|to|niea7e; -, ...ien (zu îhypo..., îTonus u. î2...ie): 1.
formation (Turmschädel; Med.), hyplso..., Hyplso...
herabgesetzte Muskelspannung; Ggs. ÎHypertonie (1). 2.
(vor Vokalen auch hyps..., Hyps...) bzw. hypsi..., Hypsi...
zu niedriger Blutdruck; Ggs. tHypertonie (2). 3. Vermin
(aus gr. hÿpsos „Höhe“ bzw. hypsi „hoch“): Wortbil
derung des Drucks im Auge (Med.); Ggs. tHypertonie
dungselement mit der Bedeutung „Höhe; hoch“, z.B.
(3). Hy|po|to|nilkeri/er; -s, -: jmd., der an zu niedrigem
Hypsometer, Hypsarrhythmie, Hypsiphobie. hyplsoBlutdruck leidet (Med.); Ggs. ÎHypertoniker, hylpoltochrom [...k...] (zu gr. chroma „Farbe“): farbaufhellend;
nisch: 1. die Hypotonie betreffend; Ggs. îhypertonisch
Ggs. îbathochrom. hyplsoldont* (zu gr. odoüs, Gen.
(1). 2. geringeren osmotischen Druck besitzend als das
odöntos „Zahn“): hochkronig (von bestimmten Zähnen),
Blut (von Lösungen); Ggs. Îhypertonisch (2). Hylpoltohyplsolgralfisch, auch ...gralphisch (zu Î...grafisch):
nus der; -: Verminderung des Blutdrucks infolge Erwei
terung der Î Arteriolen (z.B. bei Fieber; Med.); Ggs.
svw. hypsometrisch. Hyplsollolgie die; - (zu T...logie):
(veraltet) Lehre vom Erhabenen. Hyp|so|me|ter das;
Î Hypertonus
Hy|po|tra|che!li!on* [...x...] das; -s, ...ien [---iən] (über lat.
-s, - (zu Î'...meter): zur Höhenmessung dienendes Luft
hypotrachelium aus gleichbed. gr. hypotrachêlion, eigtl.
druckmessgerät. Hyplsolmeltrie* die; - (zu î...metrie>:
„der untere Teil des Halses“): Säulenhals (unter dem
Höhenmessung, hyplsolmeltrisch* (zu Î...metrisch);
die Hypsometrie betreffend. Hyp|solther|mo|me|ter
t Kapitell befindlich)
Hy|po|tri|cho|se* die; -, -n (zu îhypo... u. ÎTrichose):
das; -s, -: mit einem Hypsometer gekoppeltes Thermo
spärlicher Haarwuchs, mangelhafte Behaarung des Kör
meter
pers (Med.); Ggs. THypertrichose. Hy|po|tri|cho|sis hyslter..., Hyslter... vgl. hystero..., Hystero... Hysltedie; -, ...oses [,,,ze:s] (zu t‘...ose>: svw. Hypotrichose
ral gie* die; -, ...ien (zu îhystero... u. î...algie): Gebär
Hy|po|tro|cho|i|de*[,..x...J die; -, -n (zu Îhypo... u. îTromutterschmerz (Med.). Hys|te|rek|to|mie* die; -, ...ien
choide): eine îTrochoide, bei der der rollende Kreis in
(zu î...ektomie>: operative Entfernung der Gebärmutter
nerhalb des festen Kreises abrollt (Math.)
(Med.)
Hy|poltro¡phi_e*¿ze; -, ...ien (zuîhypo... u. Î...trophie): 1. Hysltelrelse u. Hysltelrelsis Æe; - (aus gr. hystérésis
unterdurchschnittliche Größenentwicklung eines Gewe
„das Nachstehen, das Zu-kurz-Kommen“>: das Zurück
bes od. Organs (Med.); Ggs. ÎHypertrophie. 2. Unterer
bleiben einer Wirkung hinter dem jeweiligen Stand der sie
nährung. hylpoltrolphisch: die Hypotrophie betref
bedingenden veränderlichen Kraft; tritt als magnetische
fend, unterernährt, unterentwickelt
Hysterese (auch Trägheit od. Reibung genannt) auf. HysHylpoltymlpalnum das; -s, ...na (zu îhypo... u. îTympate|re|se|mo|tor<fer; -s, -en: ein elektr. Kleinmotor, des
num): unterster, unter dem Niveau des Trommelfells gele
sen Wirkungsweise auf der Hysterese Î ferromagnetischer
gener Teil der Paukenhöhle (Med.)
Stoffe beruht. hys|te|re|tisch (aus gr. hysterëtikôs
Hylpo|ven|ti|lalti|on [...v...] die; -, -en (zu îhypo... u.
„nachstehend, zurückbleibend, später“): die Hysterese
Î Ventilation): zu schwache Beatmung der Lunge bei Ver
betreffend, durch sie beeinflusst
minderung der Atemfrequenz od. des Atemvolumens Hysltelrie die; -, ...ien (zu îhysterisch; vgl. 2...ie): 1. auf
(Med.); Ggs. îHyperventilation
psychotischer Grundlage beruhende od. aus starken Ge
Hy|polvi|ta!mi|no|se* [...v...J die; -, -n (zu îhypo..., îVi
mütserregungen entstehende, abnorme seelische Verhal
tamin u. î‘...ose): Vitaminmangelkrankheit (Med.); Ggs.
tensweise mit vielfachen Symptomen ohne genau um
î Hypervitaminose
schriebenes Krankheitsbild (Med.). 2. hysterisches (2)
Hylpolvollälmie* [,..v...] die; -, ...ien (zu îhypo..., Î Volu
Verhalten. Hys|te|ri|ker der; -s, -: jmd., der Symptome
men u. î...âmie): Verminderung der Gesamtblutmenge
der Hysterie in Charakter od. Verhalten zeigt (Med.),
im Verhältnis zum Körpergewicht (Med.); Ggs. Î Hyper
hysltelrisch (aus gleichbed. lat. hystericus, dies aus gr.
volämie. hy|po|vo|lä|misch: die Hypovolämie betref
hysterikös „die Gebärmutter betreffend, daran leidend“;
fend (Med.)
nach antiker Vorstellung hatte die Hysterie ihre Ursache
Hylpolxälmie* die; -, ...ien (zu Ihypo..., ÎOxygen u.
in krankhaften Vorgängen in der Gebärmutter): 1. auf
î...âmie>: Sauerstoffmangel im Blut (Med.)
Hysterie beruhend. 2. an Hysterie leidend, zu nervöser
Hylpolxanlthitfauch ..,'tit] der: -s, -e (zu îhypo..., gr. xanAufgeregtheit neigend, übertrieben leicht erregbar; über
thös „gelb, gelbrot“ u. t2...it): Gemenge von verschiede
trieben nervös, erregt; überspannt. 3. (veraltet) an der
nen Tonmineralien mit hohem Eisenoxidgehalt
Gebärmutter erkrankt (Med.), hysltelrilsielren (zu
Hylpolxie* die: - (Kurzbildung aus îhypo..., îOxygenium
ɪ,,,isieren): hysterisch (2) machen. hys|te|ro..„ Hyslteu. î2...ie): Sauerstoffmangel in den Geweben (Med.), hyro...,vor Vokalen meist hyster..., Hyster... (zu gr. hystéra
pplxisch: auf Sauerstoffmangel beruhend (Med.)
„Gebärmutter“): Wortbildungselement mit den Bedeu
Hylpoizenltrum* das; -s, ...tren (zu îhypo... u. îZenttungen: a) „Gebärmutter, die Gebärmutter betreffend,
593
Hysterozele
daran leidend“, z. B. Hysteralgie, Hysteroskopie, u.
mutter an der Bauchwand (Med.). Hysltelrolphor das;
b) „starke Gemütserregungen betreffend“, z. B. Hysterie,
-s, -e (zu gr. phoreïn, phérein „tragen“): Vorrichtung zum
hysterogen. hysterogen (zu T...gen>: 1. auf hysteri
Stützen der Gebärmutter (bei Gebärmuttervorfall od.
schen Ursachen beruhend. 2. eine Hysterie auslösend;
-Senkung; Med.)
hysterogene Zonen: Körperstellen, deren Berührung hys Hys Itelrolphyt der; -en, -en (zu gr. hÿsteros „später kom
terische Zustände hervorrufen kann (Med.). Hysltelromend, hinterherkommend“ u. t...phyt): ältere Bez. für
gralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t,,,grafie):
Schmarotzerpflanze
röntgenologische Untersuchung u. Darstellung der Ge Hysl telropltolse* die; - (zu îhystero... u. gr. ptösis „das
bärmutter (Med.). Hysltelrolgramm itas; -s, -e (zu
Fallen, Sinken“): Gebärmuttervorfall, Senkung der Ge
î...gramm): Röntgenbild der Gebärmutter (Med.), hysbärmutter (Verlagerung nach unten; Med.). Hysltelrotelrolid (zu t,,,oid): hysterieähnlich
salpingografie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu
'Hys|te|ro|lo|gie die; -, ...ien (über spätlat. hysterologia
t,,,grafie): röntgenografische Darstellung von Gebär
aus gleichbed. gr. hysterologia): svw. Hysteron-Proteron
mutter u. Eileitern mithilfe von Kontrastmitteln (Med.).
Hysltelrolsallpinlgolgramm das; -s, -e (zu (Salpinx u.
(2)
î...gramm): Röntgenbild von Gebärmutter u. Eileitern
2Hysltelro|lo|gie die; - (zu îhystero... u. T...logie>: Lehre
von den Krankheiten der Gebärmutter. Hys|te|ro|ma(Med.). Hysltelrolskop* das; -s, -e (zu t...skop): ÎEndo
nie die; -, ...ien (zu t...manie): svw. Nymphomanie
skop zur Untersuchung der Gebärmutterhöhle (Med.).
Hysltelron-Proltelron das; -s, Hy.stera-Protera (aus gr.
Hys|te|ro|skolpie* die; -, ...ien (zu t ...skopie): Untersu
hÿsteron próteron „das Spätere (ist) das Frühere“): 1.
chung der Gebärmutterhöhle mit einem Hysteroskop
(Med.). Hysltelroltolmie die; -, ...ien (zu t...tomie>:
Scheinbeweis aus einem selbst erst zu beweisenden Satz
operative Eröffnung der Gebärmutter, Gebärmutter
(Philos.). 2. Redefigur, bei der das begrifflich od. zeitlich
schnitt (bes. als geburtshilfliche Maßnahme; Med.). HysSpätere zuerst steht (z.B. bei Vergil: Lasst uns sterben
te|ro|ze|le die; -, -n (zu gr. kglë „Geschwulst, Bruch“):
und uns in die Feinde stürzen!; Rhet.)
schwerer Bauchbruch bei Frauen, zu dessen Inhalt auch
Hysltelrolpelxie die; -, ...ien (zu Îhystero..., gr. pèxis „das
die Gebärmutter gehört (Med.)
Befestigen“ u. î2...ie): operative Befestigung der Gebär
I
(aus lat. -ia u. gr. -(e)ia): Endung weiblicher Substan
tive, z-B. Germania, Magnesia
2.. .1a: Plur. von 1 ...ium
...i|a|de (teilweise unter Einfluss von fr. -iade aus gr. -iás,
Gen. -iádos; vgl. Olympiade): Endung weiblicher Sub
stantive, die meist einen Wettbewerb, eine Handlung o. Ä.
bezeichnen, z.B. Spartakiade, Universiade; Köpenickiade
...i|al (aus lat. -ialis, dies zu t’...al (1), in Verbindung mit
dem Bindevokal -i->: Endung von Adjektiven, z.B. äqua
torial, territorial
lamlbe usw. vgl. Jambe usw.
...ilalna vgl. ...ana. ...ilalner vgl. ...aner
lanlthilnit [auch ... nit] der; -s, -e (zu lat. ianthinus „violett,
veilchenfarbig“ (aus gleichbed.gr. iánthinos) u. 12...it>: ein
violettes Mineral
...i|ar (aus lat. -iar(um)): Endung von meist sächlichen Sub
stantiven, z.B. Evangeliar
...i|aIsis (aus gr. -iasis): Endung von weiblichen Substanti
ven, bes. im Bereich der Medizin zur Bez. eines Krank
heitsprozesses od. eines Krankheitszustandes, z.B. Ele
fantiasis
...i|at (aus lat. -iatus bzw. -iatum): Endung männlicher od.
sächlicher Substantive, z.B. Stipendiat, Noviziat
...¡alter (aus gleichbed. gr. iatrós): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „Arzt“, z.B. Psychiater, ialtr...*, latr... vgl. iatro..., Iatro........ ilaltrie* (aus gleichbed. gr.
-iatria): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Heil
kunde“, z. B. Psychiatrie, laltrik* die; - (aus gleichbed. gr.
iatrikë (téchnë)): Heilkunst, ärztliche Kunst (Med.), iatrisch* (aus gleichbed. gr. iatrikös): zur Heilkunst gehö
rend (Med.), ialtro...*, Ialtro..., vor Vokalen meist iatr...,
Iatr... (zu gr. iatrós „Arzt, Heilkundiger“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „ärztlich, die Heilkunde be
treffend“, z.B. iatrogen, Iatrochemie; Iatrik. laltrolchemie* die; -: von Paracelsus begründete Heilkunst (im 16.
u. 17. Jh.), die davon ausging, dass die Lebensvorgänge u.
die krankhaften Veränderungen im Organismus auf ehern.
Vorgängen bzw. Umsetzungen beruhen u. deshalb mit
chem. Mitteln beeinflussbar sind. Ia|trolche|mi|ker*
der; -,
die Iatrochemie ausübender Arzt, ialtrolgen*
(zu T...gen): durch ärztliche Einwirkung entstanden
(Med.). Ia|tro|lolgie* die; - (zu T...logie): ärztliche Leh
re, Lehre von der ärztlichen Heilkunst (Med.), ialtrollogisch* (zu Î...logisch): die Iatrologie betreffend, laltromulsik* die;
Heilmusik, [Theorie der Barockzeit über]
Musik als Medizin; vgl. Musiktherapie, laltrolphylsik*
die; -: medizinische Lehre (schon des 17. Jh.s), nach der
die Lebensvorgänge u. die krankhaften Veränderungen im
Organismus (im Gegensatz zur Lehre der Iatrochemie)
1.. .1a
physikalisch u. mechanisch bedingt u. daher mit physik. u.
mechanischen Mitteln zu beeinflussen sind, laitrolphysilker* der; -s, -: die Iatrophysik vertretender Arzt
...iIbei (aus ZaZ. -ibilis): Endung von Adjektiven, z. B. flexi
bel, sensibel
Ibeiris iüe;-, -(über lat. (h)iberis zu gr. iberis „Giftkresse“;
vermutlich nach der Herkunft aus Hiberien, einer Land
schaft am Kaukasus): Schleifenblume (Kreuzblütler;
Zierpflanze mit zahlreichen Arten)
ibelrisch (aus gleichbed. lat. Hibericus zu Hiberia „Spa
nien“, dies zugr. Iberikós „spanisch“): die Pyrenäenhalb
insel betreffend. Ibe|ro|ame|ri|ka, ohne Artikel; -s (zu
tiberisch): das von der Iberischen Halbinsel aus koloni
sierte u. durch Sprache u. Kultur mit ihr verbundene La
teinamerika. ibe|ro|ame|ri|ka|nisch: a) Iberoamerika
betreffend; b) zwischen Spanien, Portugal u. Lateiname
rika bestehend
Ibiat.ron* das; -s, Plur. -e, auch -s (Kunstw.; vgl. ...tron):
Gerät zur Blutbestrahlung (Med.)
ibildem [auch i:b..., Tb...] ilat.'/; ebenda, ebendort (Hin
weiswort in wissenschaftlichen Werken zur Ersparung der
wiederholten vollständigen Anführung eines bereits zitier
ten Buches; Abk. : ib., ibd., ibid.)
Ib is der; Ibisses, Ibisse (über lat. ibis u. gr. Ibis aus gleich
bed. ägypt. hib): Storchvogel der Tropen u. Subtropen mit
sichelförmigem Schnabel (heiliger Vogel der ägypt. Göttin
Isis)
Iblis* (aus gleichbed. arab. iblis zu gr. diábolos, vgl. Diabo
lus): Name des Teufels im islam. Glauben
Ibn (aus gleichbed. arab. ibn): Sohn (Teil arab. Personenna
men, z.B. Ibn Saud, Ibn Al Farid)
Ibrik* der od. das; -s, -s (aus gleichbed. arab. ibrlq, dies
wohl aus dem Pers.): [im Orient] Wasserkanne mit dün
nem Hals u. ovalem Bauch
Iblselnislmus der; - (nach dem norweg. Dramatiker H. Ib
sen (1828-1906) u. zu î...ismus (1)): vom literarischen
Werk Ibsens, von seiner Dramatik ausgehende Zeitströ
mung, die für den 1 Naturalismus (3) bahnbrechend war
IC®: Abk. für Intercity
...i|ca [...ika] vgl. ...ika
IC-Anallyl se [i'tse:...] die; -, -n (Zusammensetzung aus der
Abk. von engl. immediate Constituents u. t Analyse): svw.
Konstituentenanalyse
ICE®: Abk. für Intercityexpress
leeleream ['aɪskri:m] íZZe; -, -s (aus gleichbed. engl. ice
cream): engl. Bez. für Eiskrem, Fruchteis
Ichlneulmon der od. das; -s, Plur. -e u. -s (über lat. ichneu
mon aus gleichbed. gr. ichneümön, eigtl. „Spürer“): gro
ße, langhaarige, grünlich graue Schleichkatze mit langem
Schwanz (in Nordafrika u. Spanien). !chlneu|mo|ni-
595
derii//e (Plur.) (zu î...iden): Schlupfwespen (Zool.). Ichnoigrafie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t...grafie>:
eine Art Naturselbstdruck mit Ruß od. Druckfarbe
(Pflanzen-, Blattabdruck auf Papier). Ichlnolgramm
das: -s, -e (zu gr. ichnos „Fußstapfe, Fährte“ u.
î...gramm>: 1. Gipsabdruck des Fußes (z.B. zur Anferti
gung von Fußeinlagen). 2. Aufzeichnung der Gehspur
(z.B. zur Feststellung einer Gehstörung; Med.)
Ichor [iç..., iç...J der; -s (aus gleichbed. gr. ichör): 1. Blut
der Götter (bei Homer). 2. blutig-seröse Absonderung
(gangränöser Geschwüre (Med.). 3. beim Absinken von
Gesteinen in große Tiefen durch teilweises Aufschmelzen
dieser Gesteine entstandene granitische Lösung (Geol.).
icho rös (zu t...ös>: blutig-serös, wie Ichor (2; Med.).
Ichorlrhö die; -, -en u. Ichorlrhöe [...'ro:] die; -, -n
[,,,'ro:ən] (zugr. rhein „fließen“); (veraltet) svw. Ichor (2)
ichlthy..., Ichlthy... vgl. ichthyo..., Ichthyo... Ichlthylismus der; - (zu Îichthyo... u. T...ismus (3)): Fischvergif
tung. ichlthylo..., Ichlthylo..., vor Vokalen meist ichthy..., Ichthy... (aus gleichbed. gr. ichthys): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „Fisch", z. B. ichthyologisch,
ichthyolith. Ichthyiodpnt der; -en, -en (zu gr. odoús,
Gen. odöntos „Zahn“); fossiler Fischzahn (früher als
Amulett verwendet). Ichlthylolgraf, auch ...graph der;
-en, -en (zu t...graf>: (veraltet) svw. Ichthyologe. Ichlthyografie, auch ...gralphie die; - (zu Î ...grafie): (veraltet)
svw. Ichthyologie. Ichlthylgl® das; -s (zu lat. oleum
„Öl“): 1.1 bituminöser Schiefer, der fossile Fischreste ent
hält. 2. daraus gewonnenes Mittel gegen Furunkel, rheu
matische Beschwerden, Frostschäden u. a. IchIthylollith
[auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu Î ...lith); ver
steinerter Fisch[rest). Ichlthy o loige der; -n, -n (zu
î...loge); Wissenschaftler auf dem Gebiet der Ichthyolo
gie. Ichlthylollolgie die; - (zu t...logie): Fischkunde,
ichlthylollolgisch (zu Î...logisch): die Fischkunde be
treffend. Ichlthylolmanltie die; - (zu gr. manteia „Weis
sagung“): (veraltet) das Wahrsagen aus Fischeingeweiden.
ichlthylolmorph (zu ...morph): fischförmig. Ichlthylomorlphit [auch ... fit] der; -s, -e (zu t2...it): (veraltet) Stein
mit Fischabdrücken. Ich|thy|o|phalge der; -n, -n (meist
Plur.) (zu Î...phage; eigtl. „Fischesser“): Angehöriger von
Küstenvölkern, die sich nur od. überwiegend von Fischen
ernähren. Ichlthylophlthalm der; -s, -e (zu gr. ophthalmös „Auge“): ein Mineral (Fischaugenstein), svw. Apophyllit. Ich|thy|oph|thi|rj|a|sis* die; -, ...iasen (zu ÎIchthyophthirius u. t...iasis): durch parasitierende Ichthyophthirien ausgelöste gefährliche Fischkrankheit, bes. bei
Aquarienfischen. Ich|thyloph|thi|ri|us* der; -, ...ien
[,,,iən] (aus gleichbed. nlat. ichthyophthirius zu î ichthyo...
u. gr. phtheirein „vernichten, töten“): Wimpertierchen,
das besonders in der Haut von Süßwasserfischen parasi
tiert. Ichlthy|op|te|ry|gilum* das; -s (zu Îichthyo..., gr.
ptéryx, Gen. ptérygos „Flügel“ u. î...ium): Fischflossen
skelett, aus dem sich das Fuß- u. Handskelett der übrigen
Wirbeltiere ableitet (Biol.). Ich|thy|or|nis der; -, ...nes
[,,,ne:s] (zu Îichthyo... u. gr. omis „Vogel“): ausgestorbe
ner Vogel der Kreidezeit Nordamerikas. Ich|thy|o|sauriler [...re] der; -s, - u. Ichlthy|o|sau|rus der; -, ...rier
[...re] (zugr. saüros „Eidechse“): Fischechse (ausgestorbe
nes Meereskriechtier der Jura- u. Kreidezeit). Ichlthyloseu. Ichlthylolsis die; -, ...osen (aus gleichbed. nlat. ich
thyosis, vgl. ‘...ose): Fischschuppenkrankheit (Hautleiden
mit übermäßiger Trockenheit, abnormer Verhornung u.
Abschuppung der Haut; Med.). Ichlthylosltelga* der;
Gen. - od. -s, Plur. ...galia (zu îichthyo... u. gr. stégos
„Dach“ (wegen des beschuppten Körpers)): ausgestorbe
ner, erdgeschichtlich ältester Lurch des Oberdevons. Ichthy|o|to|xin das; -s, -e: im Blutserum des Aales enthalte
nes Gift (nach Erwärmung über 60°C unschädlich)
Idealität
['aɪsɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. icing
zu to ice „mit Eis kühlen, in Sicherheit bringen“): uner
laubter Weitschuss, Befreiungsschlag (beim Eishockey)
ICN®: Abk. für Intercity Night
Icon ['aɪkən] das; -s, -s (aus engl. icon „(Stand)bild“, dies
aus gr. eikon, vgl. Ikone): grafisches Sinnbild am Bild
schirm, das Anwendungen u. Dateien unterschiedlichster
Art symbolisiert (EDV)
Icltelrus [ ik...] vgl. Ikterus
Icltus ['ɪk...] vgl. Iktus
’Id das; -[s], -e (Kurzform von î/dioplasma): kleinster Be
standteil des Î Idioplasmas (Biol.)
2ld das; -[s], - (aus arab. ‘Id „Festtag“): mit der Fastenzeit
T Ramadan in zeitlichem Zusammenhang stehendes
höchstes moslemisches Fest
3ld das; -(s] (aus lat. id „es“): (in der Tiefenpsychologie) das
Unbewusste; Es
’...id (zu lat. -idus): Endung von Adjektiven z.B. splendid,
morbid
2.. .1d (aus gr. -eidês „förmig“ zu eidos „Form, Gestalt“):
Endung von Adjektiven, bes. aus der Anthropologie, mit
der Bedeutung „die Form von etwas habend, gemeinsame
Merkmale aufweisend“, z. B. mongolid, negrid; vgl. ...oid
3.. .1d (aus tOx/W): in der chemischen Fachsprache ge
bräuchliches Suffix von Substantiven zur Bezeichnung
von Verbindungen aus zwei verschiedenen Elementen (da
runter meist ein Metall); z.B. Sulfid; vgl. aber ‘...it
Idalred ['aɪdərɛd] der; -s, -s (Kurzw. aus Idaho (Bundes
staat der USA) u. engl. red „rot“): rötlicher Tafelapfel mit
saftigem Fruchtfleisch
...ide (zu f2...id): Endung von Substantiven, bes. aus der
Anthropologie, mit der Bedeutung „die Form von etwas
habend, gemeinsame Merkmale aufweisend, von gemein
samen Vorfahren abstammend, z.B. Nereide, Mongolide;
vgl. ...oide
ideagen u. ideogen (zu tldee u. t...gen): durch Vorstel
lungen ausgelöst, aufgrund von Vorstellungsbildern (Psy
chol.). idelal (aus gleichbed. spätlat. idealis zu lat. idea,
dies aus gr. idéa, vgl. Idee): 1. den höchsten Vorstellungen
entsprechend, vollkommen. 2. nur gedacht, nur in der
Vorstellung so vorhanden, der Idee entsprechend. 3. (ver
altet) ideell, geistig, vom Ideellen bestimmt; vgl. ...isch/-.
Idelal das; -s, -e (zu Î ‘...al (2)): 1. jmd., etw. als Verkörpe
rung von etw. Vollkommenem; Idealbild. 2. als eine Art
höchster Wert erkanntes Ziel; Idee, nach deren Verwirk
lichung man strebt, idelallisch (zu Îideal): einem Ideal
entsprechend od. angenähert; vgl. ...isch/-. idelallilsieren (unter Einfluss von fr. idéaliser zu tideal u. t...isieren): jmdn., etw. vollkommener sehen, als die betreffende
Person od. Sache ist; verklären, verschönern. Idelallisierung die; -, -en (zu t...isierung): das Idealisieren, das
Idealisiertwerden. Ide|a|lis|mus der; - (zu t...ismus (1)! :
1.philos. Anschauung, die die Welt u. das Sein als Idee,
Geist, Vernunft, Bewusstsein bestimmt u. die Materie als
deren Erscheinungsform versteht; Ggs. Î Materialismus
(1). 2. [mit Selbstaufopferung verbundenes] Streben nach
Verwirklichung von Idealen ethischer u. ästhetischer Na
tur; durch Ideale bestimmte Weltanschauung, Lebensfüh
rung. Idelallist der; -en, -en (zu T ...ist): 1. Vertreter des
Idealismus (1); Ggs. TMaterialist (1). 2. jmd., der selbst
los, dabei aber auch die Wirklichkeit etwas außer Acht
lassend, nach der Verwirklichung bestimmter Ideale
strebt; Ggs. ÎRealist (1). Idelallisltin die; -, -nen: weibli
che Form zu 1 Idealist, ideallisltisch (zu Î...istisch): 1.
in der Art des Idealismus (1); Ggs. t materialistisch (1). 2.
an Ideale glaubend u. nach deren Verwirklichung stre
bend, dabei aber die Wirklichkeit etwas außer Acht las
send; Ggs. Î realistisch (1). Idelalliltät die; - (zu t ...ität):
1. das Sein als Idee od. Vorstellung, ideale Seinsweise. 2.
Icing
U
idealiter
596
rer Struktur zuordnet, die jeweils von der untergeordneten
Seinsweise des Mathematischen, der Werte. 3. das Ideal
zur übergeordneten Kategorie fortschreitet (Sprachw.).
sein; ideale (1) Beschaffenheit, idelallilter {spätlat.; Ad
idenlti|fi|zier|bar (zu Îidentifizieren): so beschaffen,
verb von idealis, vgl. ideal): idealerweise. Idelallkondass man es identifizieren kann. iden|ti|fi|zie|ren (zu
kurlrenz die; -, -en (zu tldeal): Tateinheit, Erfüllung
TIdentität u. t,,,fizieren): 1. genau wiedererkennen; die
mehrerer strafrechtlicher Tatbestände durch eine straf
Identität, Echtheit einer Person od. Sache feststellen. 2. a)
würdige Handlung; vgl. Realkonkurrenz (Rechtsw.). Ide
mit einem anderen gleichsetzen, es als dasselbe betrach
al IkrisItall der; -s, -e: math. Abstraktion eines Kristalls,
ten, z. B. man kann seine Meinung nicht mit ihrer -; b) sich
idealisierter, regelmäßiger Kristall im Gegensatz zum tat
-: jmds. Anliegen o.Ä. zu seiner eigenen Sache machen;
sächlich vorkommenden TRealkristall. Idelal Spealker
aus innerer Überzeugung ganz mit jmdm., etw. überein
[aɪ'dɪəl 'spi:ku] der; - -, - -s (aus engl. ideal speaker, eigtl.
stimmen; c) sich -: sich mit einer anderen Person od.
„vollkommener Sprecher“): im Rahmen der tgenerativen
Gruppe emotional gleichsetzen u. ihre Motive u. Ideale in
Grammatik entwickeltes Modell eines idealen (2) Spre
das eigene Ich übernehmen (Psychol.). Iden|ti|fi|ziecher-Hörers, der eine Sprache perfekt beherrscht u. keine
rung die; -, -en (zu t...fizierung>: das Identifizieren; vgl.
psychologisch bedingten Fehler macht (Sprachw.). Ide...ation/...ierung. Idenltigrafie, auch ...gra phie die; alltyp [ide...] der; -s, -en (zu tldeal): Individuum, das
(verkürzt aus t Identität u. t ...grafie): Schriftgleichheit,
ausschließlich alle die Merkmale aufweist, aufgrund deren
idenltisch (zu TIdentität): ein u. dasselbe [bedeutend],
es einer bestimmten Gruppe zuzuordnen ist. ideialltyvöllig gleich; wesensgleich; gleichbedeutend; identischer
pisch: einem Idealtyp[us] entsprechend. Idelalltylpus
Reim: Reim mit gleichem Reimwort; rührender Reim
der; -, ...pen: a) Idealbild, das durch gedanklich einseitige
(z. B. freien/freien); identische Zwillinge: eineiige Zwillin
Steigerung bestimmter Elemente der Wirklichkeit gewon
ge (Med.). Idenltiltät die; -, -en (aus gleichbed. spätlat.
nen wird (Soziol.); b) svw. Idealtyp. Ide|a|ti|on die; -, -en
identitas, Gen. identitatis): a) vollkommene Gleichheit
(aus gleichbed. engl. ideation, dies zu nlat. ideatus „einer
od. Übereinstimmung (in Bezug auf Dinge od. Personen);
Idee entsprechend“): terminologische Bestimmung von
Wesensgleichheit; das Existieren von jmdm., etw. als ein
Grundtermini der 1 Geometrie, der ÎKinematik u. der
Bestimmtes, Individuelles, Unverwechselbares; b) die als
t Dynamik (1). Idee
-, Ideen (unter Einfluss von fr.
idée aus gleichbed. lat. idea, dies aus gr. idéa, eigtl. „Er
„Selbst“ erlebte innere Einheit der Person (Psychol.).
scheinung, Gestalt, Form, Beschaffenheit“, zu idem „se
Idenltiltätslauslweis der; -es, -e: (österr.) Personalaus
hen, zu erfahren suchen“): 1. a) (in der Philosophie Pla
weis. Idenltiltätslkarlte die; -, -n: (österr. veraltet,
tos) den Erscheinungen zugrunde liegender reiner Begriff
Schweiz.) Personalausweis. Idenltiltätslkrilse die; -, -n:
der Dinge; b) Vorstellung, Begriff von etwas auf einer ho
krisenhafte Auseinandersetzung mit der eigenen Person,
hen Stufe der Abstraktion. 2. Gedanke, der jmdn. in sei
der eigenen Identität (Psychol.). Idenltiltätslnachnem Denken, Handeln bestimmt; Leitbild. 3. schöpferi
weis der; -es, -e: 1. Nachweis, dass eine Person wirklich
scher Gedanke ; guter Einfall ; Vorstellung. Idée fixe [idedie Person ist, als die sie sich ausgibt od. für die man sie
`fɪks] die; - -, -s -s [ide'fiks] (aus fr. idée fixe „fester
hält. 2. Nachweis, dass eine aus den Händen der Zollbe
(Grund)gedanke“): a) Zwangsvorstellung; b) der über ei
hörde entlassene Ware, die aber noch mit Zoll belastet ist,
nem ganzen musikalischen Werk stehende Grundgedanke
unverändert wieder vorgeführt wird (Wirtsch.). Identi(z. B. in der Symphonie fantastique von H. Berlioz), ide
tätslpalpielre die (Plur.): Schriftstücke, die jmdn. als
ell [ide...] (französierende Bildung zu Tideal; vgl. ...eil):
bestimmte Person od. als einen in einer bestimmten Ange
auf einer Idee beruhend, von ihr bestimmt; gedanklich,
legenheit Berechtigten ausweisen (Rechtsw.). Idenltigeistig. Idelen|as|so|zi|a|ti|on die; -, -en (zu Tldee):
täts phi lo so phie die;
Philosophie, in der die Diffe
unwillkürlich sich einstellende Vorstellungs- u. Gedan
renz von Denken u. Sein, Geist u. Natur, Subjekt u. Ob
kenverbindung. Idelenldralma <Zas; -s, ...men: Drama,
jekt aufgehoben ist (bei Parmenides, Spinoza, im deut
dessen Handlung von einer allgemeingültigen Idee (Welt
schen Idealismus, bes. bei Schelling, der den Ausdruck
anschauung) bestimmt wird (z.B. Goethes „Pandora“).
geprägt hat). Iden|ti|tats|ver|lust der; -[e]s, -e: Verlust
Idelenlflucht die; -: krankhafte Beschleunigung u. Zuder eigenen Identität (Psychol.)
sammenhanglosigkeit des Gedankenablaufes (z.B. als ideo..., Ideo... (aus gleichbed. gr. idea): Wortbildungsele
Symptom des T manisch-depressiven Irreseins)
ment mit der Bedeutung „Begriff, Idee, Vorstellung“, z.B.
1idem {lat.y. derselbe (Hinweiswort in wissenschaftlichen
ideografisch, Ideologie; vgl. idio..., Idio... ideolgen vgl.
Werken zur Ersparung der wiederholten vollen Angabe ei
ideagen. Ideografie, auch ...gralphie die; -, ...ien
nes Autorennamens; Abk.: id.). 2idem (zu t'idem): das
(Plur. selten) (zu t...grafie): aus Ideogrammen gebildete
selbe (Abk.: id.), idemlpoltent: ein Element a eines
Schrift, Begriffsschrift, ideolgralfisch, auch ...gra
Rings bezeichnend, für das a2 — a gilt (Math.)
phisch (zu T ...grafisch): die Ideografie betreffend. Ideo
Iden u. Idus ['i:du:s] die (Plur.) (aus lat. Idus (Plur.) „Mo
gramm das; -s, -e (zu T...gramm): Schriftzeichen, das
natsmitte“): der 13. od. 15. Monatstag des altröm. Kalen
einen ganzen Begriff darstellt; vgl. Logogramm; Pikto
ders; die Iden des März: 15. März (Tag der Ermordung
gramm. Ideo|ki|ne|se z/ze; -, -n (zu gr. kinesis „Bewe
Cäsars im Jahre 44 v. Chr.)
gung“): Bewegung, die zwar aus einer richtigen Vorstel
...iden (zu T2...id): die Klasse, Ordnung od. Familie anzei
lung heraus entsteht, aber bei krankhaft geschädigten
gende Pluralendung von Substantiven aus der Zoologie,
Nervenbahnen falsch ausgeführt, z.B. mit einer anderen
auch von Substantiven aus der Anthropologie od. aus der
verwechselt wird (Med., Psychol.). Ideolkraltie* die; Astronomie, z. B. Leoniden; vgl. 2...id u. ...ide
(zu gr. kratem „herrschen“ u. T2...ie): (veraltet) Herr
ident (zu TIdentität): (österr.) identisch; vgl. ...isch/-.
schaft der Vernunftbegriffe u. vernünftiger [RechtsjverI de n |ti Ifi I ka !ti I on die; -, -en (unter Einfluss von gleich
hältnisse. ideokratisch*: (veraltet) die Ideokratie be
bed. engl. identification bzw./r. identification zu Î Identi
treffend. Ideolkraltislmus* der; - (zu t...ismus (1)>:
tät u. T...fikation>: 1. das Identifizieren. 2. emotionales
(veraltet) das Bestreben, alles nach Vernunftbegriffen zu
Sichgleichsetzen mit einer anderen Person od. Gruppe u.
ordnen (bes. in Bezug auf Rechtsverhältnisse). IdeolloÜbernahme ihrer Motive u. Ideale in das eigene Ich (Psy
ge der; -n, -n (zu fr. idéologue „wer sich mit Ideologie be
chol.); vgl. ...ation/...ierung. Iden|ti|fi|ka|ti|ons|gramfasst“; vgl. Ideologie): 1. [exponierter] Vertreter od. Leh
maltik die; -: Verfahren, das einer linear geordneten
rer einer Ideologie. 2. (veraltet) weltfremder Schwärmer,
Menge von sprachlichen Elementen eine Beschreibung ih
Träumer. Ideoliolgem das; -s, -e (zu ÎIdeologie u.
597
1..em): Gedankengebilde; Vorstellungswert. Ideollolgie
die; -, ...ien (aus gleichbed.ʃr. idéologie, eigtl. „Lehre von
den Ideen" (zu îideo... u. t ...logie); nach einer Prägung
des franz. Philosophen A. L. C. Destutt de Tracy,
1754-1836): a) an eine soziale Gruppe, eine Kultur o.Ä.
gebundenes System von Weltanschauungen, Grundein
stellungen u. Wertungen; b) weltanschauliche Konzepti
on, in der Ideen (2) der Erreichung politischer u. wirt
schaftlicher Ziele dienen. Ideollolgielkriltik die; -: a)
das Aufzeigen der materiellen Bedingtheit einer Ideologie
(Soziol.); b) Kritik der gesellschaftlichen T Prämissen bei
der Textinterpretation, ideollolgisch (zu Î...logisch): a)
eine Ideologie betreffend; b) (veraltet) weltfremd, schwär
merisch. ideo|lo|gi|sie|ren (zu t.Asieren): 1. a) mit ei
ner bestimmten Ideologie durchdringen; b) ideologisch
ausrichten, beeinflussen, indoktrinieren. 2. zu einer Ideo
logie machen. Ideollolgilsielrung cZze; -, -en (zu Î ...isierung): das Ideologisieren. Ideolmoltolrik die; - (zu
tideo...): unwillkürliche Bewegungen, die durch entspre
chende Vorstellungen, Empfindungen od. Wahrnehmun
gen ausgelöst werden (z.B. Senken des Kopfes bei Trauer;
Psychol.), ideolmoltolrisch: ohne Mitwirkung des Wil
lens, unbewusst ausgeführt, nur durch Vorstellungen aus
gelöst (in Bezug auf Bewegungen od. Handlungen; Psy
chol.). ideolphon das; -s, -e (zu t,,,phon): bes. in afrik.
Sprachen ausgebildete Wortform, die das Prädikat od. an
dere Satzteile stärker differenziert (Sprachw.). Ideolrealgesetz das; -es: für die Ausdruckskunde (Vorgänge
der Nachahmung, Suggestion, Hypnose u. a.) bedeutsame
Erscheinung, dass subjektive Erlebnisinhalte den Antrieb
zu ihrer objektiven Verwirklichung einschließen (Psy
chol.). Ideo|te|lie die; - (zu gr. télos „Ziel, Zweck" u.
t2...ie): auf ideelle Zwecke gerichtete Handlungsweise
(Philos.)
id est (/ai.): das ist, das heißt; Abk.: i. e.
idio..., Idio... (aus gleichbed. gr. idios): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „eigen, selbst, eigentümlich, be
sonders", z.B. idiografisch, Idiolatrie; vgl. ideo..., Ideo...
Idiolblast* der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. blastos
„Spross, Trieb“): 1. Pflanzeneinzelzelle od. Zellgruppe
von spezifischer Gestalt u. mit besonderer Funktion, die in
einen größeren andersartigen Zellverband eingelagert ist
(Biol.). 2. bei der Gesteinsmetamorphose in Idealform ge
wachsener Kristall (Geol.). idiolblasltisch*: sich bei der
Gesteinsmetamorphose gegenüber anderen mineralischen
Gemengeteilen durchsetzend u. bei der Neu- od. Umkris
tallisation Eigenform entwickelnd (von Mineralien; Ge
ol.). idiolchrolmaltisch [,..k...]: eigenfarbig, ohne Fär
bung durch fremde Substanzen (in Bezug auf Mineralien;
Geol.); Ggs. Îallochromatisch. Idiolfon, auch Idiophon
das; -s, -e (zu Î ...phon): selbstklingendes Musikinstrument
(Becken, Triangel, Gong, Glocken). Idiolgalmie die; -,
...ien (zu (...garnie): 1. besondere psychische Disposition,
sexuellen Verkehr nur mit ein u. derselben Person ausüben
zu können (Psychol.). 2. Eigenbestäubung, Bestäubung ei
ner Blüte mit den Pollen derselben Pflanze (Bot.). Idiogloslsie* die; -, ...ien (zu gr. glössa „Zunge, Sprache“ u.
t2...ie>: angeborene Sprachstörung, bei der die Fähigkeit
zur Bildung der Kehl- u. Gaumenlaute bei sonst intaktem
Stimmapparat fehlt (Med.), idiolgralfisch, auch ...gra
phisch (zu t...grafisch): das Eigentümliche, Einmalige,
Singuläre beschreibend (in Bezug auf die Geschichtswis
senschaft). Idiolgramm das; -s, -e (zu t,,,gramm): grafi
sche Darstellung der einzelnen Î Chromosomen eines
Chromosomensatzes (Biol.). Idiolgralphon das; -s,
...pha (aus gr. idiógraphon „selbst Geschriebenes“): (ver
altet) eigenhändig niedergeschriebenes Schriftstück, Ur
schrift. Idiolkilnelse ¿/ze; -, -n (zu tidio... u. gr. kinesis
„Bewegung“): Erbänderung, wobei die Erbmasse durch
Idiot
Umwelteinflüsse verändert u. eine (Mutation (1) bewirkt
wird. Idio|kra|sie*i/ze; -, ...ien (ausgr. idiokrasia „eigen
tümliche Mischung, Beschaffenheit“): svw. Idiosynkrasie.
Idiollallie die; -, ...ien (zu tidio..., gr. laleln „schwatzen,
sprechen“ u. t2...ie> : individuell geprägte bzw. erfundene,
deshalb für andere unverständliche Sprache (bei kleinen
Kindern od. geistig Behinderten; Med.). Idio|laltrie*z/ze;
- (zu gr. latreia „Dienst, Kult; Gottesverehrung“): Selbst
vergötterung, Selbstanbetung. Idiollekti/er; -[e]s, -e (aus
gleichbed. engl. idiolect, Analogiebildung zu (Dialekt):
Sprachbesitz u. Sprachverhalten, Wortschatz u. Aus
drucksweise eines einzelnen Sprachteilhabers (Sprachw.);
vgl. Soziolekt. idioIlekltal (zu Î '...al (1)>: a) den Idiolekt
betreffend; b) in der Art eines Idiolekts (Sprachw.). Idi
om das; -s, -e (über fr. idiome aus gleichbed. spätlat. idio
ma, dies aus gr. idioma, eigtl. „Eigentümlichkeit“): 1. die
einer kleineren Gruppe od. einer sozialen Schicht eigen
tümliche Sprechweise od. Spracheigentümlichkeit (z.B.
Mundart, Jargon; Sprachw.). 2. (lexikalisierte feste Wort
verbindung, Redewendung (z.B. die Schwarze Kunst, ins
Gras beißen; Sprachw.). Idiolmaltik die; - (zu (idioma
tisch u. T2...ik (1)>: 1. Teilgebiet der Lexikologie, das sich
mit den Idiomen (1) befasst. 2. a) Darstellung od. Samm
lung von Idiomen (2); b) Gesamtbestand der Idiome (2) in
einer Sprache. idio|ma|tisch(ausgr. idiomatikös „eigen
tümlich"): die Idiomatik betreffend; idiomatischer Aus
druck: Redewendung, deren Gesamtbedeutung nicht aus
der Bedeutung der Einzelwörter erschlossen werden kann.
idio|ma|ti|siert (zu Î ...isiert): zu einem Idiom (2) gewor
den u. damit ohne semantisch-morphologische Durchsich
tigkeit (Sprachw.). Idio|ma|ti|sie|rung die; -, -en (zu
(...isierung): [teilweiser] Verlust der semantisch-morpho
logischen Durchsichtigkeit eines Wortes od. einer Wort
verbindung (Sprachw.). idiolmorph (ausgr. idiömorphos
„von besonderer Gestalt“): von eigenen echten Kristall
flächen begrenzt (von Mineralien; Geol.); Ggs. 1 allotriomorph. idio pa thisch (zu 1 idio... u. gr. päthos „Leiden,
Krankheit“): selbstständig, unabhängig von anderen
Krankheiten u. ohne erkennbare Ursache auftretend (von
Krankheiten; Med.); Ggs. 1 traumatisch (1). Id io lp hoirie
die; - (zu gr. phoreln, phérein „tragen“ u. T2...ie): Verer
bung. ldiolplaslmar/ɑ^,` -s: Keimplasma, die Gesamtheit
der im Zellplasma vorhandenen Erbpotenzen (Biol.).
Idiorlrhythlmie die; - (aus (n)gr. idiorrhythmia „Eigen
tümlichkeit“): freiere Form des orthodoxen Mönchtums;
vgl. idiorrhythmische Klöster. idi|or|rhyth|misch (aus
(n)gr. idiörrhythmos „(von Klöstern) ohne Gemein
schaftsleben“, eigtl. „von eigentümlicher Lebensweise“):
nach eigenem [Lebens]maß; idiorrhythmische Klöster:
freiere Form des orthodoxen Klosterwesens, die dem
Mönch, vom gemeinsamen Gottesdienst abgesehen, die
private Gestaltung seines Lebens gestattet, Idiolsomáas;
-s, -en (meist Plur.) (zu lidio... u. gr. sðma „Leib, Kör
per“): 1. svw. Chromosom. 2. stark granulierte Plasmazo
ne (vgl. Plasma I ) um das 1 Zentrosom (Biol.). Idiolspasmus'der; -, ...men: Krampf eines einzelnen Körperteils
(Med.), idiolspasltisch*: von einem Idiospasmus befal
len (Med.). Idiolsynlkralsie* die; -, ...ien (aus gr. idiosygkrasia „eigentümliche Mischung der Säfte u. daraus
hervorgehende Beschaffenheit des Leibes“): a) [angebore
ne] Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe (z.B.
Nahrungsmittel) u. Reize (Med.); b) besonders starke Ab
neigung u. Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten
Personen, Lebewesen, Gegenständen, Reizen, Anschau
ungen u.Ä. (Psychol.), idiolsynlkraltisch*:a)überemp
findlich gegen bestimmte Stoffe u. Reize (Med.); b) von
unüberwindlicher Abneigung erfüllt u. entsprechend auf
jmdn., etw. reagierend (Psychol.). Idilotder; -en, -en (über
lat. idiota, idiotes aus gr. idiötes „Privatmann, einfacher
Di
598
Idiotie
Mensch; ungeübter Laie, Stümper“ zu idios „eigentüm
lich; eigen, privat“): 1. an Idiotie leidender Mensch. 2. a)
(veraltet) Laie, Ungelehrter; b) (abwertend) törichter
Mensch; Dummkopf. Idiloltie die; -, ...ien (zu t2...ie>: 1.
angeborener od. im frühen Kindesalter erworbener hoch
gradiger Intelligenzdefekt schwersten Grades (Med.); vgl.
Debilität u. Imbezillität. 2. (abwertend) große Dummheit,
widersinniges Verhalten. Idiloltilkon das; -s, Plur. ...ken,
auch ...ka (zu gr. idiötikös „volkssprachlich“; vgl. idio
tisch): Mundartwörterbuch, auf eine Sprachlandschaft
begrenztes Wörterbuch. Idiloltin die; -, -nen: weibliche
Form zu ÎIdiot, idi o tisch (über lat. idioticus aus gr.
idiötikös „eigentümlich; gewöhnlich; ungebildet; volks
sprachlich“): 1. (veraltend) an Idiotie (1) leidend. 2. (ab
wertend) dumm, einfältig. 1ldi|o|tis|mus der; -, ...men
(zu ÎIdiot u. Î ...ismus (3)): a) svw. Idiotie (1); b) Äußerung
der Idiotie (1) (Med.). 2ldi|oltislmus der; -, ...men (über
lat. idiotismos ausgr. idiotismos „Sprechweise des gemei
nen Mannes“): kennzeichnender, eigentümlicher Aus
druck eines Idioms, Spracheigenheit (Sprachw.). Idio top
der od. das; -s, -e (zu tidio... u. gr. topos „Ort, Raum“,
Analogiebildung zu tBiotop): Lebensraum des einzelnen
Individuums. Idioltolpie die; - (zu t2...ie>: Bez. für die
Lagebeziehung zwischen den einzelnen Teilen eines Or
gans untereinander od. in Bezug auf den Organkörper
selbst (Med.). Idiot salvant [idjəsa'va] der; - -, -s -s [idjɔsa'vä] (aus gleichbed./r. idiot savant zu ÎIdiot vx.fr. savant
„gelehrt, gebildet“, dies zu savoir „wissen, kennen; kön
nen“ (aus lat. sapere „Einsicht haben“)): Person, die auf
einem speziellen Gebiet überdurchschnittliche Fähigkei
ten aufweist, sonst aber wenig intelligent ist. Idioltyp der;
-s, -en (zu tidio... u. TTyp): das gesamte Erbgut, das sich
aus Î Genom, t Plasmon u. (bei grünen Pflanzen) t Plastom
zusammensetzt (Biol.); vgl. Genotyp, idioltylpisch:
durch die Gesamtheit des Erbgutes festgelegt (Biol.).
Idioltylpusrfer; -, ...pen: svw. Idiotyp. Idio|va|ri|a|ti|on
[...V...J die:-, -en: eine ÎGenmutation,!Mutation(1). idioven|tri|ku|lär* [...v...J (zu (n)lat. ventricularis, vgl. ven
trikulär): von der Herzkammer selbst ausgehend (Med.)
Idjlma [ɪdʒ'ma:] vgl. Idschma
Ido das; -[s] (Kunstw. ; nach dem unter dem Stichwort
„Ido“ eingereichten Vorschlag des Franzosen L. de Beau
fort): künstliche, aus dem Î Esperanto weiterentwickelte
Welthilfssprache
Idolkras* der; -, -e (zu gr. eidos „Gestalt, Schönheit“ u.
krasis „Mischung, Verbindung“): svw. Vesuvian. Idol
das; -s, -e (über lat. idolum, idolon aus gr. eidolon „Ge
stalt, Bild; Trugbild, Götzenbild“): 1. a) jmd., etw. als Ge
genstand bes. großer Verehrung, meist als Wunschbild Ju
gendlicher; b) (veraltend, abwertend) falsches Ideal; Leit
bild, dessen Zugkraft im vordergründig Äußerlichen liegt.
2. Gottes-, Götzenbild [in Menschengestalt] (Rel.). Ido
latrie*, Idololatrie iZz'e; -, ...ien (über lat. idolatría, idolo
latria aus gleichbed. gr. eidölolatreia): Bilderverehrung,
-anbetung, Götzendienst, idollilsielren (zu TIdol u.
t...isieren>: zum Idol (1) machen. Idollilsielrung die; -,
-en (zu t...isierung): das Idolisieren. Idollollaltrie* vgl.
Idolatrie
Idolneliltät die; - (aus spätlat. idoneitas, Gen. idoneitatis
„Eignung“): (veraltet) a) Geeignetheit, Tauglichkeit; b)
passender Zeitpunkt
Idrilallin* der; -s, -e (nach dem Vorkommen in der Nähe
der slowen. Bergwerksstadt Idrija (it. Idria) u. zu T...in
(1)): ein quecksilberhaltiges Mineral. Idrilallith [auch
... lit] der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n] (zu t ...lith): Gemenge
von Idrialin mit Zinnober. Ton usw. (Geol.)
idsch ma [ɪdʒ...] die; - (aus gleichbed. arab. igmä’): Über
einstimmung der Gelehrten als Grundlage für die Deu
tung der islamischen Gesetze
[ɪdʒ...] der; - (aus arab. igtihäd „stetige Bemü
hung“): im Islam das juristisch-theologische Prinzip zur
individuellen Meinungsbildung in Rechtsfragen, die nicht
im T Koran u. im ÎHadith geklärt sind
Idus ['i:du:s] vgl. Iden
Idyll das; -s, -e (aus lat. idyllium „kleineres Gedicht meist
ländlichen Inhalts“, dies aus gleichbed. gr. eidÿllion, eigtl.
„Bildchen“): Bild, Zustand eines friedlichen u. einfachen
Lebens in meist ländlicher Abgeschiedenheit. Idyl lie die;
-, -n: a) Schilderung eines Idylls in Literatur (Vers, Prosa)
u. bildender Kunst; b) svw. Idyll. Idylllik die; - (zu t2...ik
(3)): idyllischer Charakter, idyllische Atmosphäre. Idyllilker der; -s, -: jmd., der einen Hang zum Idyll hat. idyl
lisch: a) das Idyll, die Idylle betreffend; b) beschaulich
friedlich. idylllilsielren (zu t ...isieren): etwas in der Art
eines Idylls darstellen, verniedlichen
’...ie [...in] (aus lat. -ia>: Endung weiblicher Substantive,
z. B. Materie, Pinie
2..
.ie (aus gr.-lat. -ia u. fr. -ie): Endung weiblicher (selten
sächlicher) Substantive, die ein Gebiet bezeichnen, einzel
ne Vorgänge (bes. in der Medizin) zu einem Gesamtbe
griff zusammenfassen od. ein bestimmtes Geartetsein
ausdrücken, z.B. Geografie,.Deponie; Arrhythmie, Hys
terie; Genie
’...¡er (aus fr. -ier u. it. -iere (z.T. aus lat. -iarius)): Endung
meist männlicher (auch sächlicher u. weiblicher) Substan
tive, z.B. Kavalier, Offizier, Spalier, Manier. 2...ser [...'ie:J
(aus fr. -ier): Endung meist männlicher (auch sächlicher)
Substantive, z.B. Bankier, Conferencier, Kollier
’...ilelre [,,,'ie:rə, ,,,'iɛ:rə] (aus/r. -ière): Endung weiblicher
Substantive, z.B. Bonbonniere, Garderobiere. 2...ilelre
(aus it. -iere): Endung männlicher Substantive, z.B. Gon
doliere
...ielren (zu/r. -er bzw. -ir u. dt. -en (an Verben mit lat., ro
man. od. dt. Herkunft)): Endung von Verben, z.B. frisie
ren, studieren, hausieren. ...ielrend (Part. Präs, zu Î ...ieren): Endung von Partizipien, z. B. intermittierend. ...iert
(Part. Perf. zu Î ...ieren): Endung von Partizipien, z. B. en
gagiert, interessiert. ...ielrung: Endung weiblicher Sub
stantive, die von Verben auf ...ieren gebildet wurden, z. B.
Aktivierung. ...ielrung/...altilon vgl. ...ation/...ierung
If-Anweisung die; -, -en (zu engl. if „wenn“): bedingte
Anweisung, bedingter Sprungbefehl (EDV)
Igalpó [,,,'po:] der; -s, -s (aus einer südamerik. Indianer
sprache): Überschwemmungswald der Flüsse des Amazonasgebietes
Ige|lit® [auch ..,'lit] das; -s, -e (Kunstw.): polymeres Vinyl
chlorid (ein Kunststoff)
Ig Hu der od. das; -s, -s (über engl. igloo aus gleichbed. eskim. ig(d)lu) : runde Schneehütte der Eskimos
igneslzielren* (aus gleichbed. lat. ignescere zu ignis „Feu
er“): (veraltet) sich entzünden. Ignimlbrit [auch ... brit]
der; -s, -e (zu lat. imber „Regen“ u. t2...it>: Schmelztuff,
aus heißen Magmateilchen in hoch erhitzten Gasen ent
standenes kieselsäurereiches Gestein. Ignilpunkltur die;
-, -en (zu lat. ignis „Feuer“): das Aufstechen einer Zyste
mit dem tThermokauter (z.B. bei einer Zystenniere;
Med.). Igniltron das; -s, Plur. ...one, auch -s (zu t...tron):
als Gleichrichter (Gerät zur Umwandlung von Wechsel
strom in Gleichstrom) für hohe Stromstärken verwendete
Röhre mit Quecksilberkathode
ignolralmus* et ignolralbilmus (lat.; „wir wissen (es)
nicht u. werden (es auch) nicht wissen“): Schlagwort für
die Unlösbarkeit der Welträtsel, ignolrant (aus lat. igno
rans, Gen. ignorantis, Part. Präs, von ignorare, vgl. igno
rieren): (abwertend) von Unwissenheit, Kenntnislosigkeit
zeugend. Ignolrant der; -en, -en (zu t...ant (1)): (abwer
tend) unwissender, kenntnisloser Mensch; Dummkopf,
ignolranltia iulris no cet [- 'ju:rɪs 'nɔtsɛt] (lat.; „Un
ldsch|ti|had
599
Ikositetraeder
kenntnis des Rechts (des Gesetzes) schadet“): Unwissen
donesien, Indien, Mittel- u. Südamerika geübte Technik
heit schützt vor Strafe nicht (alter Rechtsgrundsatz).
der Stoffmusterung, bei der Fadenteile od. Gewebeteile
Ignolranltin die; -, -nen: weibliche Form zu TTgnorant.
abgebunden werden, damit sie im Farbbad ihre ursprüng
Igno ranz die; - (aus gleichbed. lat. ignorantia): (abwer
liche Farbe behalten
tend) Unwissenheit, Dummheit. Ignolraltio Elen chi Ikelbalna das: -[s] (aus jap. ikebana „lebendige Blumen“):
die; - - (zu lat. ignoratio „Unkenntnis“ u. gr. élegchos „Be
die japan. Kunst des Blumensteckens, des künstlerischen,
weis“): Bez. für den Beweisfehler der Verwechslung (Un
symbolischen Blumenarrangements
kenntnis od. Verwechslung des Beweisgegenstandes) im Ikoni/as; -s, -e (ausgr. eikön „Bild“): stilisierte Abbildung
Anschluss an Aristoteles, ignolrielren (vermutlich unter
eines Gegenstandes; Zeichen, das mit dem Gegenstand,
Einfluss von fr. ignorer aus gleichbed. lat. ignorare): nicht
den es darstellt, Ähnlichkeit aufweist; vgl. Icon. Ikolne
wissen wollen; absichtlich übersehen, nicht beachten
die; -, -n (über russ. ikona aus gleichbed. mgr. eiköna): 1.
lgnos|zenz*iZze; - (aus gleichbed. lat. ignoscentia): (veral
Kultbild, geweihtes Tafelbild der orthodoxen Kirche (the
tet) Verzeihung, ignoslzielren (aus gleichbed. lat. ignos
matisch u. formal streng an die Überlieferung gebunden).
cere): (veraltet) verzeihen
2. Person od. Sache als Verkörperung bestimmter Werte,
Igotfos; - (aus gleichbed. jap. igo): svw. Go
Vorstellungen, eines bestimmten Lebensgefühls o.Ä. ¡ko
lgu|a|na<//e;-, ...nen (über gleichbed. span. bzw.port, igua
nisch (über lat. iconicus aus gr. eikonikös): 1. in der Art
na, dies aus Arawak (einer Indianersprache des nordöstl.
der Ikonen. 2. bildhaft, anschaulich. Ikolnislmus der; -,
Südamerika) iguana): in tropischen Gebieten Amerikas
...men (zu îIkon u. î...ismus (4)): anschauliches Bild
vorkommender großer Î Leguan mit sichelförmigem
(z.B. in den natürlichen Sprachen), ikolno..., Ikolno...
Kamm. Igufa no don* das; -s, Plur. -s od. ...donten (aus
(aus gleichbed. gr. eikön, Gen. eikönos): Wortbildungs
gr. odoús, Gen. odóntos „Zahn“, Analogiebildung zu
element mit der Bedeutung „Bild“, z.B. ikonografisch,
ÎMastodon): urzeitlicher Pflanzen fressender ÎDinosau
Ikonolatrie. Iko no du le der; -n, -n (zu gr. doülos
rier (Biol.)
„Knecht, Sklave“): Bilderverehrer. Ikolnoldullie die; Igumen der; -s - (aus ngr. hegoümenos „Vorsteher, Abt“>:
(zu gr. douleia „Knechtschaft, Dienst(leistung)“): Bilder
svw. Hegumenos
verehrung. Ikolnolgraf, auch ...graph der; -en, -en (aus
Ih ram [ix'ra:m] der; -s, -s (aus arab. ihräm „Weihung“): 1.
(mjgr. eikonogräphos „(Heiligenbild)maler “): 1. Wissen
(ohne Plur.) Zustand kultischer Reinheit bei den rituellen
schaftler auf dem Gebiet der Ikonografie. 2. dem Storch
Gebeten u. der Pilgerfahrt des Î Moslems nach Mekka. 2.
schnabel ähnliche Vorrichtung zur Bildabzeichnung für
Bekleidung des nach Mekka pilgernden Moslems
ÎLithografhen. Ikolnogralfie, auch ...gralphie die; IHS (Latinisierung der frühchristlichen Abkürzung des Na
(über lat. iconographia aus gr. eikonographia „Abbil
mens Jesus in griech. Form: IH(SOY)S): tMonogramm
dung, Darstellung“): 1. wissenschaftliche Bestimmung
Christi, Wiedergabe des Namens Jesus in Handschriften
von Bildnissen des griech. u. röm. Altertums. 2. a) Be
u. Bildwerken; gedeutet als Jesus hominum salvator „Je
schreibung, Form- u. Inhaltsdeutung von [alten] Bildwer
sus, der Menschen Heiland“ od. in hoc salus „in diesem
ken; b) svw. Ikonologie. iko no gra fisch, auch ...gra
[ist] Heil“ od. volkstümlich als „Jesus, Heiland, Seligma
phisch (zu T...grafisch): die Ikonografie betreffend. Ikocher“
nolklaslmus* der; -, ...men (über mlat. iconoclasmus
Ijljar [ɪja:p] der; - (aus gleichbed. hebr. ’iyyär): achter Mo
aus gleichbed. mgr. eikonoklasmös): Bildersturm; Ab
nat im jüd. Kalender (April/Mai)
schaffung u. Zerstörung von Heiligenbildern (bes. der
ljollith [auch ...’lit] der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n] (nach
Bilderstreit in der byzantinischen Kirche des 8. u. 9. Jh.s).
dem finn. Fundort Ijo u. zu Î...lith): alkalisches Tiefenge
Ikonoklast* der; -en, -en (aus gleichbed. mgr. eikonostein, dessen Hauptbestandteile ÎNephelin u. tÄgirin
klástes, eigtl. „Bilderzerbrecher“): Bilderstürmer, An
sind
hänger des Ikonoklasmus. iko no klas tisch*: den Ikonoklasmus betreffend, bilderstürmerisch. Ikolnolla1.. .1k [,,,'i:k, auch ,,,'ɪk] (über/r. -ique aus lat. -icus): En
dung von Adjektiven, z. B. publik, magnifik
trie* die; - (zu tikono... u. gr. latreia „Dienst, Gottesver
ehrung“): svw. Ikonodulie. Iko no lo ge der; -n, -n (zu
2.. .1k [...ik] (teilweise über fr. -iqué aus lat. -ica, dies meist
t...loge>: Wissenschaftler auf dem Gebiet der Ikonologie.
aus gr. -ikê (téchnë)): 1. Endung weiblicher Substantive,
die ein Fachgebiet bezeichnen, z.B. Kybernetik, Informa
Ikolnollolgie die; - (zu î...logie): Lehre vom Sinngehalt
alter Bildwerke; vgl. Ikonografie (2 a). iko no lo gisch
tik. 2. Endung weiblicher Substantive, die eine kollektive
(zu Î...logisch): die Ikonologie betreffend. IkolnolmaBedeutung haben u. die einzelne Vorgänge, Erscheinun
che der; -n, -n (zu gr. máchesthai „kämpfen“): Gegner
gen von etwas zu einem Gesamtbegriff zusammenfassen,
der Bilderverehrung. Ikolnolmalchie die; - (zu gr. má
z.B. Methodik, Anekdotik. 3. Endung weiblicher Sub
che „Kampf* u. t2...ie): Bekämpfung der Heiligenbilder
stantive, die eine Beschaffenheit, ein Geartetsein ausdrü
verehrung. Ikolnolmalne der; -n, -n (zu f...mane): Bil
cken, z.B. Esoterik, Theatralik
dernarr. Ikolnolmalnie die; - (zu t...manie): übertrie
...i|ka u. ...ica [...ika] (aus lat. -ica (Plur. von -icum) u. gr.
bene Vorliebe für Bilder. Ikolnolmelter das; -s, - (zu
-iká (Plur. von -ikón)): Endung pluralischer Substantive,
I'...meter): Rahmensucher an einem fotografischen Ap
die als Sammelbezeichnungen für Produkte od. (bes. lite
parat. Ikolnolskop* das; -s, -e (aus gleichbed. amerik.
rarische) Werke gleicher Art dienen, z.B. Alkoholika,
iconoscope; vgl. ...skop): speichernde Fernsehaufnahme
Helvetika, Judaika
röhre. Ikolnosltas* der; -, -e u. Iko|nos|ta|se* die; -, -n
Ikalkolpflaulme die; -, -n (aus gleichbed. span, (h)icaco,
(über russ. ikonostas aus gleichbed. mgr. eikonostäsion):
dies aus einer Indianersprache der Karibik): Goldpflau
dreitürige Bilderwand zwischen Gemeinde- u. Altarraum
me, wohlschmeckende Steinfrucht eines Rosengewächses
in orthodoxen Kirchen. Ikolnolstroph* der; -s, -e (zu
(tropisches Westafrika u. Amerika)
Tikono... u. gr. strophem, stréphein „drehen“, eigtl. „Bild
lka|ri|er [...in] der; -s, - (nach der griech. Sagengestalt Ika
umkehrer“): Glas für Kupferstecher, wodurch man Bilder
rus): Angehöriger einer Artistengruppe, bei deren Vor
umgekehrt sieht
führungen einer auf dem Rücken liegt u. mit den Füßen
seine Partner in der Luft herumwirbelt, ikaIrisch: a) Iko saleder A«; -s, - (aus gleichbed. gr. eikosáedron): re
gelmäßiger Zwanzigflächner (von 20 gleichseitigen Drei
kühn, verwegen; b) die Ikarier betreffend; ikarische Spie
ecken begrenzt; Math.). Iko|silte|traleder*iföi; -s, - (zu
le: akrobatische Vorführungen mit Luftsprüngen
gr. eikositéttares „vierundzwanzig“ u. hédra „Fläche, BaIkati/ßi; -[s], Skat|tech|nik¿fe; - (malai.y. vor allem in In
n
Ikpal
sis“>: Kristallform, die aus 24 symmetrischen Vierecken
besteht
Iklpal die; -, -i <aus gleichbed. türk, ikbal): TOdaliske, die
Aussicht hatte, Gemahlin des Sultans zu werden
Ikra* der; -[s], auch die; - (aus gleichbed. russ. ikra): russ.
Bez. für Kaviar
Ikltaa ['rktaa] der u. das; - (aus arab. ‘iqta’a „Lehen“ zu qata’a „mit etw. belehnen“): arab. Form des Lehens, Land
zuweisungen an Gefolgsleute des Kalifen, die durch Geldu. Naturalabgaben entgolten werden mussten
ik|te|risch (über lat. ictericus aus gleichbed. gr. ikterikós):
die Gelbsucht betreffend; mit Gelbsucht behaftet, gelb
süchtig (Med.). Ikltelrus der; - (über lat. icterus aus
gleichbed. gr. ikteros): Gelbsucht (Med.)
ikltolgen (zu Î Iktus u. t...gen): durch plötzlich auftretende
Krankheiten bedingt, anfallsbedingt (z. B. von Organ
schäden; Med.). Ikltus der; -, Plur. - [,,,tu:s] u. Ikten (aus
lat. ictus „Stoß, Schlag, Takt(schlag)“): 1. [nachdrückli
che] Betonung der Hebung im Vers, Versakzent
(Sprachw.). 2. unerwartet u. plötzlich auftretendes
Krankheitszeichen (Med.). 3. Stoß, stoßförmige Erschüt
terung (Med.)
...ilkum (aus lat. -icum): Endung sächlicher Substantive,
die eine bestimmte Sache, einen Zeitabschnitt, eine Prü
fung u. Ä. bezeichnen (im Bereich der Medizin häufig mit
der Bedeutung „[Heilmittel“), z. B. Klinikum, Politikum,
Neolithikum, Physikum; Antibiotikum, Narkotikum
...ilkus (aus lat. -icus, dies meist aus gr. -ikos): Endung
männlicher Substantive, häufig zur Charakterisierung
von Personen, z.B. Kanonikus, Musikus; Luftikus, Pfif
fikus
il..., II... vgl. in..., In...
...il (aus lat. -ilis): 1. Endung von Adjektiven, z. B. agil, in
fantil. 2. Endung sächlicher Substantive, z. B. Reptil, Au
tomobil, Ventil
llang-llang-ÖI vgl. Ylang-Ylang-Öl
llarch* der; -en, -en (aus gleichbed. gr. ilärches zu ile (vgl.
Ile) u. ärchein „befehligen“): Anführer einer Ile (1)
lllchan [il kam, il'xam] der; -s (aus gleichbed. pers. il han.
eigtl. „der Khan“, vgl. Khan): Titel der mongolischen
Herrscher in Persien (13. u. 14. Jh.)
Ile die; -, -n (aus gleichbed. gr. île): 1. Rotte, Reiterabtei
lung im makedonischen Heer. 2. eine Gruppe der vom
Staat gemeinsam erzogenen jungen Männer (im alten
Sparta)
llea: Plur. von tIleum
Helen [,,,eən]: Plur. von T Ileus. Ileliltis die; -, ...itiden (zu
lat. ile „Unterleib“ u. T...itis>: Entzündung des Ileums
(Med.). Ilelosltolmie* die; -, ...ien (zu gr. stöma „Mund,
Mündung“ u. t2...ie): operative Anlegung einer äußeren
Krummdarmfistel (z.B. zur künstlichen Stuhlentleerung
bei Darmverschluss; Med.), ilelolzälkal (zu tZäkum u.
’...al): den Unterleib betreffend (Med.)
Ilelsit [auch ..,'zit] der; -s, -e (nach dem amerik. Mineralo
gen M. W. Iles (f 1890) u. zu T2...it): ein grünes Mineral
Ile um [,,,eʊm] das; -s (aus gleichbed. lat. ileum (Neben
form von ile), eigtl. „Unterleib“): Krummdarm, unterer
Teil des Dünndarms (Med.). Ilelus [...eus] der; -, ¡leen
[...eon] (über lat. ileus aus gleichbed. gr. eileós): Darmver
schluss (Med.)
Ilex die, auch der; -, - (aus lat. ilex „Stecheiche“): Stechpal
me (immergrüner Strauch od. Baum, z.B. Mate; Bot.)
Ilinlgus der; -, - (über nlat. ilingus aus gr. eiliggos, illiggos
„das Drehen, Schwindel“ zu eiliggiän „vom Schwindel be
fallen werden“): (veraltet) Drehkrankheit, Schwindel
(Med.)
i!|la|kri|malti|gn* die; -, -en (zu lat. illacrimare „über etw.
weinen“ u. t...ation>: (veraltet) Tränenfluss (Med.)
Illlap Isus der; -, - (aus lat. illapsus „das Eindringen“ zu il
600
labi „eindringen, hineinfallen“): (veraltet) das Hineinfal
len, Hereinbrechen, der Einfall
i 11 lä I si I bei (aus gleichbed. lat. illaesibilis zu Tin... (2) u.
laedere „verletzen“): (veraltet) unverletzlich. Illlälsilbililtät die; - (zu Î ...ität): (veraltet) Unverletzlichkeit
llllalta u. Illlalten: Plur. von Tlllatum. Illlaltilgn die; -,
-en (aus gleichbed. lat. illatio zu inferre „hineinbringen,
-tragen“; vgl. Illatum): (veraltet) 1. Einbringung; Erklä
rung, dass etwas als eingebrachte Mitgift gelten soll. 2.
Schlussfolgerung, illlaltiv (aus gleichbed. lat. illativus zu
illatus, Part. Perf. von inferre „folgern, schließen“, eigtl.
„hineintragen“):
(veraltet)
folgernd,
konsekutiv
(Sprachw.). Illlaltiv der; -s, -e [...vo] (aus gleichbed. lat.
(casus) illativus): 1. Kasus zur Bezeichnung der Bewegung
od. Richtung in etw. hinein (in den finnisch-ugrischen
Sprachen; Sprachw.). 2. (veraltet) konsekutive Konjunkti
on (z.B. deshalb; Sprachw.). IHlaltum das; -s, Plur. Illaten u. Illata (meist Plur.) (aus lat. illatum, eigtl. „Hinein
gebrachtes“, substantiviertes Part. Perf. (Neutrum) von
inferre „hineinbringen“): (veraltet) von der Frau in die
Ehe eingebrachtes Vermögen (Rechtsw.)
illlauldaIbel [auch 'ɪl...] (aus gleichbed. lat. illaudabilis zu
Tin... (2) u. laudare „loben“): (veraltet) unlöblich, un
rühmlich
...tille (über /r. -ille aus lat. -illa): verkleinernde Endung
weiblicher Substantive, z. B. Pupille, Pastille
illlelgal (aus gleichbed. mlat. illegalis, dies aus Tin... (2) u.
lat. legalis, vgl. legal): gesetzwidrig, ungesetzlich, ohne
behördliche Genehmigung; Ggs. Tiegal. il|lelga|li|sieren (zu t...isieren): gesetzwidrig machen, für ungesetz
lich erklären. Il|le|ga|li|tät [auch TI...] die; -, -en (zu
T ...ität): 1. a) (ohne Plur.) Ungesetzlichkeit, Gesetzwidrig
keit; b) illegaler Zustand, illegale Lebensweise. 2. einzelne
illegale Handlung
illlelgilbel (aus gleichbed. mlat. illegibilis zu Tin... (2) u.
lat. legere „lesen“): (veraltet) unleserlich. Il|le|gilbi|lität die; - (zu T...ität>: (veraltet) Unleserlichkeit
■lllelgiltim (aus gleichbed. lat. illegitimus, dies aus Tin...
(2) u. legitimus, vgl. legitim): a) unrechtmäßig, im Wider
spruch zur Rechtsordnung [stehend], nicht im Rahmen
bestehender Vorschriften [erfolgend]; Ggs. Tlegitim (la);
b) unehelich; außerehelich; Ggs. Tlegitim (1 b). 111leIgi|timiltät [auch TI...] die; - (zu T...ität>: unrechtmäßiges Ver
halten
illlilbelral (aus gleichbed. lat. illiberalis, eigtl. „unedel, ge
mein“): engherzig, unduldsam. Il|li|be|ra|li|tät [auch
TI...] die; - (aus gleichbed. lat. illiberalitas, Gen. illiberali
tatis, eigtl. „Unfreundlichkeit“): Engherzigkeit, Unduld
samkeit
illlilcilte [,..ts...J (/at.; Adverb von illicitus „unerlaubt“):
unerlaubterweise, verbotener weise
illlilmiltiert [auch TI...] (zu lat. illimitatus „unabgegrenzt,
unwegsam“ u. T...iert; vgl. Limit): unbegrenzt, unbe
schränkt
II|li|niIum das; -s (nach dem nordamerik. Bundesstaat Illi
nois u. zu T...ium): (veraltet) svw. Promethium
■Hlilquid [auch ,,,'kvi:t] (zu Tin... (2) u. Tliquid): zahlungs
unfähig. 111 li lq ui Idi Ität [auch TI...] r/ze; - (zu T ...ität): Zah
lungsunfähigkeit, Mangel an flüssigen [Geldjmitteln
Il I lit [auch ... lit] der; -s, -e (nach dem Vorkommen im nord
amerik. Bundesstaat Illinois u. zu T2...it): ein glimmerarti
ges Tonmineral
illliltelrat [auch ...Ta:t] (aus gleichbed. lat. illiteratus): ungelehrt, nicht wissenschaftlich gebildet. Il|li|te|rat [auch
...ra:t] der; -en, -en: Ungelehrter, nicht wissenschaftlich
Gebildeter
llllolkultilon die;-, -en (zu Tin... (l)u. TLokution): Sprech
handlung mit kommunikativer Funktion (Sprachw.). illloku ti o när (zu T...är): die Illokution betreffend; illoku-
601
tionärer Akt: der Sprechakt im Hinblick auf seine kommu
nikative Funktion, z.B. Aufforderung, Frage (Sprachw.);
vgl. lokutionärer Akt, perlokutionärer Akt. il|lo|ku|tiv
<zu T ...iv>: svw. illokutionär; illokutiver [...vb] Akt: svw. illokutionärer Akt; illokutiver [...vb] Indikator: Partikel
wort od. kurze Phrase, die die Funktion hat, einen nicht
eindeutigen Satz eindeutig zu machen, z. B. du kannst ja
noch überlegen (als Rat)
llllolsis rfZe; - <aus gleichbed. gr. illösis zu illein „wälzen,
herumdrehen; schielen“): (veraltet) das Schielen
illlolyal* ['ɪloaja:ɪ, auch ...ja:l] (zu tin... (2) u. tloyal): a)
den Staat, eine Instanz nicht respektierend; Ggs. tloyal
(a); b) vertragsbrüchig, gegen Treu und Glauben; Ggs.
tloyal (b); c) einem Partner, der Gegenseite gegenüber
übel gesinnt; Ggs. tloyal (b). Illlolyalliltät [auch il...]
die; -, -en (zu t...ität>: illoyales Verhalten
i 11 lu I ie I r en (zu t in... (2) u. lat. luere „waschen“): in den Bo
den einwaschen, einschwemmen (Geol.)
Il lu mi nat der; -en, -en (meist Plur.) (zu lat. illuminatus,
Part. Perf. von illuminare (vgl. illuminieren), eigtl. „der
Erleuchtete“): Angehöriger einer geheimen Verbindung,
bes. des Illuminatenordens. Il|lu|mi|na|ten|or|den der;
-s: aufklärerisch-freimaurerische geheime Gesellschaft
des 18. Jh.s. Il|lulmi|na|ti|on die; -, -en (über/r. illumina
tion aus spätlat. illuminatio „Erleuchtung, Beleuchtung“
zu illuminare, vgl. illuminieren): 1. farbige Festbeleuch
tung vor allem im Freien (von Gebäuden, Denkmälern). 2.
göttliche Erleuchtung des menschlichen Geistes (nach der
theologischen Lehre Augustins). 3. das Ausmalen von
Î Kodizes, Handschriften, Drucken mit ÎLasurfarben. 4.
Leuchtschrift. Il|lu|mi|na|ti|onslthelolrie die; -: zur
mittelalterlichen Lichtmetaphysik gehörende Lehre, die
vom Vorhandensein eines Urlichtes ausgeht (Philos.). ¡Ilu mi naitis tisch (zu TIlluminat u. T...istisch>: die Illuminaten u. ihre Weltanschauung betreffend. Il|lu|mi|nator der; -s, ...oren (aus gleichbed. mlat. illuminator): 1.
Hersteller von Malereien in Handschriften u. Büchern des
Mittelalters. 2. svw. Monochromator. il|lu|mi|nie|ren
(aus gleichbed. fr. illuminer, dies aus lat. illuminare „er
leuchten“ zu Tin... (2) u. lumen, Gen. luminis „Licht,
Leuchte“): 1. festlich erleuchten. 2. Handschriften aus
malen, Buchmalereien herstellen (von Künstlern des Mit
telalters). 3. erhellen, illlulmilniert (zu Î ...iert): (scherzh.
veraltend) alkoholisiert. Il|lu|mi|nist der; -en, -en (zu
T ...ist): svw. Illuminator (1)
llllul silon die; -, -en (aus gleichbed. fr. illusion, dies aus lat.
illusio „Verspottung; Täuschung, eitle Vorstellung“ zu il
ludere „sein Spiel treiben, verspotten“): 1. beschönigen
de, dem Wunschdenken entsprechende Selbsttäuschung
über einen in Wirklichkeit weniger positiven Sachverhalt;
Wunschvorstellung. 2. falsche Deutung von tatsächlichen
Sinneswahrnehmungen (im Unterschied zur Halluzinati
on; Psychol.). 3. Täuschung durch die Wirkung des
Kunstwerks, das Darstellung als Wirklichkeit erleben
lässt (Ästhetik), illlulsilolnär (zu t ...är): 1. auf Illusionen
beruhend. 2. svw. illusionistisch (1). il|lulsi|o|nie|ren
(aus gleichbed. fr. illusionner, dies aus lat. illudere „vor
spielen, täuschen“): in jmdm. eine Illusion erwecken,
jmdm. etwas vormachen, vorgaukeln, jmdn. täuschen. IIlulsilolnislmus der; - (zu Î ...ismus ( 1)> : 1. die Objektivi
tät der Wahrheit, Schönheit, Sittlichkeit als Schein erklä
rende philos. Anschauung. 2. in der wedischen u. brahma
nischen Philosophie die Lehre, nach der die Welt nur in
der Vorstellung bestehe, die reale Außenwelt nur Schein
sei („Schleier der Maja“; vgl. Maja). 3. illusionistische
[Bildjwirkung. Illlulsilolnist der; -en, -en (aus gleichbed.
ʃr. illusionniste): 1. jmd., der sich falsche Vorstellungen,
Hoffnungen macht; Träumer. 2. Zauberkünstler, illlulsiolnis tisch (zu Î Illusion u. Î ...istisch): 1. durch die
Imaginalstadium
künstlerische Darstellung Scheinwirkungen erzeugend
(bildende Kunst). 2. svw. illusionär (1). illlulsolrisch
(unter Einfluss von gleichbed. fr. illusoire aus spätlat. illusorius „verspottend, täuschend“): a) nur in der Illusion
bestehend, trügerisch; b) vergeblich, sich erübrigend
illluslter (über fr. illustre aus gleichbed. lat. illustris, eigtl.
„im Licht stehend“): glanzvoll, vornehm, erlaucht. Illlustraltilon* iZze; -, -en (aus lat. illustratio „Erhellung, an
schauliche Darstellung“ zu illustrare, vgl. illustrieren): a)
Bebilderung, erläuternde Bildbeigabe; b) Veranschauli
chung. Erläuterung; vgl. ...ation/...ierung. illlusltraltiv*
(zu t...iv): veranschaulichend, erläuternd. Il|lus|tra|tor*
der; -s, ...oren (aus spätlat. illustrator „Erleuchter, Verherrlicher“): Künstler, der ein Buch mit Bildern ausge
staltet. Il|lusltra|to|rin* die; -, -nen: weibliche Form zu
tIllustrator, illlusltrielren* (aus lat. illustrare „erleuch
ten, erläutern, verschönern“): a) ein Buch mit Bildern
ausgestalten, bebildern; b) veranschaulichen, erläutern.
1111 u s I tr ie r I te * die; -n, -n (zwei -, auch -n) (verkürzt aus
älter Illustrierte Zeitung): periodisch erscheinende Zeit
schrift, die überwiegend Bildberichte u. Reportagen aus
dem Zeitgeschehen veröffentlicht. Illlusltrielrung* die;
-, -en (zu t...ierung): svw. Illustration; vgl. ...ation/...ierung. Ullusltris* (aus lat. illustris, vgl. illuster): 1. spätan
tiker Rangtitel für höchste Würdenträger u. Hofbeamte
des Römischen Reichs sowie seit dem 4. Jh. für christliche
Bischöfe. 2. im mittelalterlichen Kanzleistil seit 1180 den
Reichsfürsten (bis 1630 auch den Kardinälen) vorbehalte
ne Titulatur
illlulvilal [...V...] (zu Tin... (1), lat. luere (lavare) „waschen,
wegspülen“ u. T ...ial): a) eingeschwemmt, im Boden ange
reichert; b) den Illuvialhorizont betreffend. Illlulvilalhoiri zont der; -[e]s: a) Unterboden; b) Ausfällungszone
des Bodenprofils; c) Bodenschicht, in der bestimmte Stof
fe aus einer anderen Schicht ausgeschieden werden (Ge
ol.) _
Il ly ris mus der; - (nach dem Namen der römischen Pro
vinz Illyrien (bei den Römern für Dalmatien u. Panno
nien) u. zu Î...ismus (1)>: kroatische Bewegung der Jahre
1830-1850, die die Schaffung einer politischen u. sprach
lichen Einigung der im alten Illyrien wohnenden südslawi
schen Völkergruppen anstrebte. IIIlyIrist der; -en, -en (zu
T ...ist): 1. Anhänger des Illyrismus. 2. Wissenschaftler auf
dem Gebiet der Illyristik. Illlylrisltik die; - (zu T...istik>:
Wissenschaft, die sich mit den illyrischen Sprachresten im
europäischen Namengut befasst
lllmelnit [auch ... 'nɪt] der; -s, -e (nach dem Ilmengebirge im
südlichen Ural u. zu T2...it): ein schwarzbraunes Mineral
(Titaneisen)
llomlba das; -[s] (aus einer afrik. Sprache): graubraunes,
leichtes, weiches Holz von Muskatnussgewächsen aus
Äquatorialafrika
lllvalit [ilva..., auch ...Tt] ¿Zer; -s, -e (nach dem lat. Namen
Ilva der ital. Insel Elba u. zu T2...it): svw. Lievrit
im..., Im... vgl. in..., In...
Image ['ɪmɪtʃ, engl. ɪmɪdʒ] das; -[s], -s ['ɪmɪʧ(s), engl.
'ɪmɪdʒɪz] (aus gleichbed. engl. image, dies über (alt)fr. ima
ge „Bild“ aus gleichbed. lat. imago): Vorstellung, [positi
ves] Bild, das ein Einzelner od. eine Gruppe von einer
Einzelperson od. einer anderen Gruppe (od. einer Sache)
hat; Persönlichkeits-, Charakterbild. Image|or|thi|kon
das; -s, Plur. ...one, auch -s (aus gleichbed. engl. image
orthicon, vgl. Orthikon): speichernde Fernsehaufnahme
röhre. ima|gi|na|bel [ima...] (über engl. ti.fr. imaginable
aus lat. imaginabilis „in der Einbildung bestehend“): vor
stellbar, denkbar, imalgilnal (aus lat. imaginalis „bild
lich“): das fertig ausgebildete Insekt betreffend (Biol.).
Imalgilnallstaldilum das; -s: Stadium der Insekten
nach Abschluss der TMetamorphose (2; Biol.). imalgi-
DI
Imagination
när (aus gleichbed.ʃr. imaginaire, dies aus lat. imaginari
us „bildhaft, nur in der Einbildung bestehend“): nur in der
Vorstellung vorhanden, nicht wirklich, nicht Ireal (1);
imaginäre Zahl: durch eine positive od. negative Zahl
nicht darstellbare Größe, die durch das Vielfache von i
(der Wurzel von — 1 ) gegeben u. nicht auf t reelle Zahlen
rückführbar ist (Math.). Ima gi|na|ti|cn dZe; -, -en (über
gleichbed./r. imagination aus lat. imaginatio zu imagina
ri, vgl. imaginieren): Fantasie, Einbildungskraft, bildhaft
anschauliches Denken, imalgilnaltjv (zu l...iv): a) die
Imagination betreffend; b) auf Imagination beruhend.
ima|gi|ni_e|ren (über gleichbed.ʃr. imaginer aus lat. ima
ginari): sich vorstellen; bildlich, anschaulich machen, er
sinnen. Imalgilnistrfer;-en,-en (zu lat. imago, Gen. ima
ginis „Bild“ u. I ...ist): Vertreter des russ. Imagismus, ei
ner avantgardistischen Dichtergruppe, die etwa
1919-1924 in Moskau bestand u. bes. für die Reduzierung
der poetischen Aussage auf das Bild als wesentlichstes
Element der Dichtung eintrat. Imalgislmus der; - (aus
gleichbed. engl.-amerik. imagism; vgl. ...ismus (1)>: engl.amerik. lyrische Bewegung von etwa 1912-1917, die für
die Lyrik den Wortschatz der Alltagssprache forderte u.
dabei höchste Präzision u. Knappheit des Ausdrucks u.
Genauigkeit des dichterischen Bildes erstrebte. Imalgist
der; -en, -en (aus gleichbed. engl-amerik. imagist): Vertre
ter des Imagismus, ima|gis|tisch (aus gleichbed. engl.amerik. imagistic): den Imagismus betreffend, zum Ima
gismus gehörend. Imalgo die; -, ...gines [,,,ne:s] (aus lat.
imago, eigtl. „Bild“): 1. im Unterbewusstsein existieren
des Bild einer anderen Person, das Handlungen u. Le
benseinstellung bestimmen kann (Psychol.). 2. das fertig
ausgebildete, geschlechtsreife Insekt; Vollinsekt (Biol.). 3.
(im antiken Rom) wächserne Totenmaske von Vorfahren,
die im Atrium des Hauses aufgestellt wurde. Imalgo Dei
die; - - (.lat.; „Ebenbild Gottes“): die Gottebenbildlichkeit
des Menschen als christliche Lehre (1. Mose 1,27)
Imam der; -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed. arab. imäm, eigtl.
„Vorsteher“): 1. a) Vorbeter in der IMoschee; b) (ohne
Plur.) Titel für verdiente Gelehrte des Islams. 2. religiöses
Oberhaupt (Nachkomme Mohammeds) der I Schiiten. 3.
Titel der Herrscher von Jemen (Südarabien). Imalmilten
die (Plur.) (zu TImam u. I3...it): große Gruppe der ISchi
iten, die nur 12 Imame (2) anerkennt u. den zwölften als
Î Mahdi wieder erwartet
Iman das; -s (aus arab. imän „der Glaube“): Gesamtheit
der Glaubensgrundsätze des Islam
Imalrilporlzelllan das; -s (nach dem japan. Ausfuhrhafen
Imari): svw. Aritaporzellan
IMAX® ['aɪmæks] das; - (Kurzw. aus engl. Imagination ma
ximum. „größte Einbildungskraft“): spezielle Form der
Filmprojektion, die aufgrund eines besonderen Bildfor
mats, spezieller Linsen sowie durch Querlauf des Films im
Projektor den Eindruck erweckt, dass sich der Zuschauer
selbst mitten in der Handlung befindet
Imlballance [ɪm'bæləns] die; -, -s [...siz] (aus gleichbed.
engl. imbalance): Ungleichgewicht; gestörtes Gleichge
wicht (Chem., Med.)
imlbelzilu. im be zill (über/r. imbécile aus lat. imbecillus
„(geistig) schwach, gebrechlich“): an TImbezillität leidend
(Med.). Im|be|zil|li|tät die; - (über fr. imbécillité aus lat.
imbecillitas, Gen. imbecillitatis „Schwäche, Gebrechlich
keit“): angeborener od. frühzeitig erworbener Intelligenz
defekt mittleren Grades (Med.); vgl. Debilität u. Idiotie
imlbilbielren (aus lat. imbibere „einsaugen“): 1. quellen
(bes. in Bezug auf Pflanzenteile). 2. Gewebe durchträn
ken (von Flüssigkeiten, insbesondere vom Blut; Med.).
Im|bi|bi|ti|on die; -, -en (zu t'...ion>: 1. Quellung von
Pflanzenteilen (z.B. von Samen; Bot.). 2. das Durchträn
ken des Nebengesteins mit Gasen od. wässrigen Lösungen
602
beim Erstarren einer Îmagmatischen Schmelze (Geol.). 3.
Durchtränkung von Gewebe mit einer Flüssigkeit (bes.
mit Blut; Med.)
imlborlsielren (aus gleichbed. it. imborsare zu borsa
„Geldbeutel, -börse“): (veraltet) [Geld] einnehmen
lmlbre|vi|a|tur* [,..v...] die; -, -en (aus gleichbed. mlat. imbreviatura zu tin... (1) u. lat. breviare „ab-, verkürzen“;
vgl. Breviarium): Registereintragung (Urschrift) der mit
telalterlichen Notare von allen ausgefertigten Urkunden
Imlbrolglio* [ɪm'brɔljo] das; -s, Plur. ...gli [...lji] u. -s (aus
it. imbroglio „Verwirrung“): rhythmische Taktverwirrung
durch Übereinanderschichtung mehrerer Stimmen in ver
schiedenen Taktarten (Mus.)
Imidrf«5; -s, -e (Kunstw.; vgl. 3...id): chem. Verbindung, die
sich von Ammoniak dadurch ableitet, dass zwei Wasser
stoffatome durch Metall od. Säureradikal ersetzt sind.
Imildalzol* das; -s (Kunstw.): eine fünfgliedrige Iheterozyklische chem. Verbindung von basischem u. aromati
schem Charakter mit zwei Stickstoffatomen im Ring.
Imildolgruplpe die; -n, -n: svw. Iminogruppe. Imin das;
-s, -e (Kunstw.; vgl. ...in ( 1)>: chem. Verbindung, die sich
von Ammoniak dadurch ableitet, dass zwei Wasserstoff
atome durch einen zweiwertigen Kohlenwasserstoffrest
ersetzt sind. Imilnolgruplpe die; -, -n: zweiwertige, aus
einem Stickstoff- u. einem Wasserstoffatom bestehende
funktionelle Gruppe (NH-Gruppe) der Imine bzw. Imide
(Chem.). Imi|no|harn|stoff der; -[e]s, -e: svw. Guanidin
Imiltat das; -[e]s, -e: Kurzform von limitation (1 b).
...imi tat u. Imiltat... (zu limitation): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Imitation“, z. B. Leinenimitat,
Imitatpelzmantel. Imiltaltio Chrislti die; - - (lat.;
„Nachahmung Christi“; nach dem Titel eines lat. Erbau
ungsbuchs des 14. Jh.s): Nachfolge Christi, christliches
Leben im Gehorsam gegen das Evangelium (als Lebens
ideal bes. in religiösen Gemeinschaften des 14. u. 15. Jh.s).
Imiltaltilon die; -, -en (aus lat. imitatio „Nachahmung“
zu imitari, vgl. imitieren): 1. a) das Nachahmen; Nachah
mung; b) [minderwertige] Nachbildung eines wertvollen
TMaterials (1) od. eines Kunstgegenstandes. 2. genaue
Wiederholung eines musikalischen Themas in anderer
Tonlage (in Kanon u. Fuge), imiltaltiv (zu l...iv): auf
Imitation beruhend; nachahmend; vgl. ...iv/...orisch. ImitaltiviZas; -s, -e [...va] (aus gleichbed. lat. (verbum) imitativum): Verb des Nachahmens, (z. B. büffeln = arbeiten
wie ein Büffel; Sprachw.). Imiltaltor der; -s, ...oren (aus
gleichbed. lat. imitator): Nachahmer. imi|ta|to|risch:
nachahmend; vgl. ...iv/...orisch. imi tie ren (aus gleich
bed. lat. imitari): 1. nachahmen; nachbilden. 2. ein musi
kalisches Thema wiederholen, imiltiert (zu t,,,iert):nachgeahmt, künstlich, unecht (bes. von Schmuck)
lm|ma|cu|la|ta [,..k...] <ZZe; - (aus lat. immaculata „die Un
befleckte“, d.h. die unbefleckt Empfangene): Beiname
Marias in der kath. Lehre. Im|ma|culla|ta Concepltio
[- kɔn'tsɛptsio] die; - - (zu lat. conceptio „Empfängnis“):
die Unbefleckte Empfängnis [Mariens] (d. h. ihre Bewah
rung vor der Erbsünde im Augenblick der Empfängnis
durch ihre Mutter Anna) in der kath. Lehre
imlmalnent (aus lat. immanens, Gen. immanentis, Part.
Präs, von immanere, vgl. immanieren): 1. innewohnend,
in etw. enthalten. 2. die Grenzen möglicher Erfahrung
nicht übersteigend, innerhalb dieser Grenzen liegend,
bleibend; den Bereich des menschlichen Bewusstseins
nicht überschreitend; Ggs. Itranszendent (1). imlmanenziZZe, - (zu l...enz): 1. das, was innerhalb einer Gren
ze bleibt u. sie nicht überschreitet. 2. a) Beschränkung auf
das innerweltliche Sein; b) Einschränkung des Erkennens
auf das Bewusstsein od. auf Erfahrung (Philos.); vgl.
Transzendenz. Im|ma|nenz|phi|lo|so|phie die; -: Rich
tung der Philosophie, wonach alles Sein in das Bewusst-
603
Immobilismus
sein verlegt ist u. nicht darüber hinausgeht. im|ma|nienetenscheibe. 3. svw. Inundation. 4. Dauerbad als thera
ren (aus lat. immanere „bei etw. bleiben, anhaften“): in
peutische Maßnahme bei Hautkrankheiten (Med.). Imnewohnen, enthalten sein
mersionskopierung ¿fe; -, -en (zu Tkopieren):
Imlmalnulelifer; -s (aus hebt. ‘immänu’el „Gott mit uns“):
Filmkopierung, bei der sich die Kopiervorlage in einem
symbolischer Name des Sohnes einer jungen Frau (bzw.
flüssigen Medium (3) befindet. Im|merlsilons|lin|se
Jungfrau), dessen Geburt Jesaja weissagt (Jes. 7, 14); spä
die; -, -n: auf einer Achse angeordnete Lochblenden mit
ter bezogen auf Jesus Christus (Rel.)
verschiedener elektrischer Ladung, die auf einen Elektro
imlmarlgilniert (zu tin... (2), lat. margo, Gen. marginis
nenstrahl wie eine Linse wirken. Imlmer|si|ons|tau|fe
„Rand“ u. t,,,iert): (veraltet) ungerändert, randlos
die; -, -n: ältere (von den Î Baptisten noch geübte) Form
lm|ma|te|ri|al|gülter|recht das; -[e]s (zu mlat. immate
der christlichen Taufe durch Untertauchen des Täuflings;
rialis „unstofflich, unkörperlich“): das Recht auf freie
vgl. Aspersion
Verfügung über eigene geistige Produkte (z.B. Patent-, Imlmilgrant* der; -en, -en (aus lat. immigrans, Gen. immi
. Warenzeichen-, Urheberrecht; Rechtsw.). lmlmalte[rigrantis, Part. Präs, von immigrare, vgl. immigrieren): Ein
allislmus [auch im...] der; - (nach gleichbed./r. immaté
wanderer (aus einem anderen Staat); Ggs. TEmigrant.
rialisme, dies zu Tin... (2) u. TMaterialismus): Lehre, die
Im|mi|gra|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. immigradie Materie als selbstständige Substanz leugnet u. dagegen
tio): 1. Einwanderung; Ggs. TEmigration (I). 2. besonde
ein geistig-seelisches Bewusstsein setzt (Philos.). Imlmare Art der T Gastrulation, bei der sich Einzelzellen vom
telrilalliltat [auch im...] die; - (aus gleichbed./r. immaté
7 Blastoderm ins Î Blastozöl abgliedern u. eine neue Zell
rialité; vgl. ...ität): unkörperliche Beschaffenheit, stofflo
schicht ausbilden (Biol.). imlmilgrielren (aus lat. immi
ses Dasein. imlma|te|ri|ell [auch im...] (aus gleichbed.
grare „hineingehen, einziehen“): einwandern; Ggs. Îemi
/r. immatériel, dies aus mlat. immaterialis): unstofflich,
grieren
unkörperlich; geistig; immaterielles Güterrecht: svw. Im imlmilnent (über gleichbed./r. imminent aus lat. immi
materialgüterrecht; Ggs. Î materiell (1)
nens, Gen. imminentis, Part. Präs, von imminere, vgl. imImmatrikulation* die; -, -en (unter Einfluss von fr.
minieren): drohend, nahe bevorstehend (z.B. von Fehlge
immatriculation zu mlat. immatriculare, vgl. immatriku
burten; Med.). im|mi|nie|ren (aus gleichbed. lat. immi
lieren): 1. Einschreibung in die Liste der Studierenden,
nere): (veraltet) nahe bevorstehen, drohen
Aufnahme an einer Hochschule; Ggs. ÎExmatrikulation; ImlmislsilgnÄe;-, -en (meist Plur.) (aus/ut. immissio „das
vgl. ...ation/...ierung. 2. (Schweiz.) amtliche Zulassung ei
Hineinlassen“ zu immittere, vgl. immittieren): 1. das Ein
nes Kraftfahrzeugs. im|ma|tri|ku|lie|ren (aus gleich
wirken von Luftverunreinigungen, Schadstoffen, Lärm,
bed. mlat. immatriculare, vgl. in... (1) u. vgl. Matrikel): 1.
Strahlen u.Ä. auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Bausub
a) in die Matrikel (1) einer Hochschule aufnehmen; Ggs.
stanz u. Ä. 2. Einsetzung in eine Position (Amt od. Besitz
Îexmatrikulieren; b) sich -: seine endgültige Anmeldung
stand). 3. Kurzform von Timmissionskonzentration. Imim ÎSekretariat (1) einer Universität abgeben; Ggs. Îex
missionskataslter der (österr. nur so) od. das; -s, -:
matrikulieren. 2. (Schweiz.) (ein Kraftfahrzeug) anmel
auf Karten dargestellte Messergebnisse der räumlichen
den. Im|maltri|ku|lie|rungrf/e; -, -en (zu ...ierung): svw.
Verteilung der Jahresmittel- u. Kurzzeitwerte von Schad
Immatrikulation; vgl. ...ation/...ierung
stoffimmissionen für ein bestimmtes Gebiet. Imlmislsiimlmaltur (aus gleichbed. lat. immaturus): unreif; nicht
ons|kon|zen|tralti|on* die; -, -en: Menge eines verun
voll entwickelt (von Frühgeborenen; Med.). Imlmaltulrireinigten Spurenstoffes, die in der Volumeneinheit (Kubik
täti/ie; - (aus gleichbed. lat. immaturitas, Gen. immatu
meter) Luft enthalten ist. Imlmislsilonslschutzáer;-es:
ritatis): (veraltet) Unreife
(gesetzlich festgelegter) Schutz vor Immissionen (1). imimlmeldilat (aus gleichbed. (spät)lat. immediatus): unmit
mitltielren (aus gleichbed. lat. immittere, eigtl. „hinein
telbar [dem Staatsoberhaupt unterstehend], Imlmeldischicken“): (veraltet) [in einen Besitz] einweisen, einsetzen
atgesuch das; -[e]s, -e: unmittelbar an die höchste Be imlmolbil [auch ... bi:l] (aus gleichbed. lat. immobilis): 1.
hörde gerichtetes Gesuch. imlmeldi|a|ti!si_e|ren (zu
unbeweglich, unverschieblich (z.B. auch von versteiften
od. stark verrenkten Gelenken od. Gliedmaßen); Ggs.
Î ...isieren): [reichsjunmittelbar, frei machen (in Bezug auf
Tmobil (1 a). 2. nicht für den Krieg bestimmt od. ausge
Fürsten od. Städte bis 1806). Im|meldi|at|ne|kro|se*
rüstet, nicht kriegsbereit (in Bezug auf Truppen); Ggs.
die; -, -n: schlagartiges Absterben des Gewebes (infolge
Tmobil (2). Imlmolbillilarlkrelditder; -[e]s, -e (zu Tin...
Einwirken elektrischen Hochspannungsstromes; Med.).
(2), TMobiliar u. t Kredit): Kredit, der durch Pfandrecht
Im|me|dilatlprolthe|se die; -, -n: unmittelbar nach
an bebauten od. unbebauten Grundstücken gesichert ist.
Entfernung der Zähne eingesetzte Prothese (Zahnmed.)
Imlmolbi|li|ar|ver|silche|rung die; -, -en: Versiche
immemoirabel (aus lat. immemorabilis „zu verschwei
rung von Gebäuden od. Grundstücken gegen Schäden.
gen; schweigsam“): (veraltet) nicht erwähnenswert
Im|mo|bi|lie [...is] die; -, -n (meist Plur.) (zu lat. immobi
imlmens (aus gleichbed. lat. immensus zu Tin... (2) u. lat.
lia (bona) „unbewegliche (Güter)“): unbewegliches Ver
metiri „messen“): in Staunen, Bewunderung erregender
mögen, Gebäude, Grundstücke (einschließlich fest ver
Weise groß o.Ä.; unermesslich [groß]. Imlmenlsiltät
bundener Sachen); Ggs. TMobilien (2). Im|mo|bi|lilendie; - (aus gleichbed. lat. immensitas, Gen. immensitatis):
fonds [,,,fo:] der; - [...fö:(s)J, - [,,,fð:s]: Sondervermögen
(veraltet) Unermesslichkeit. imirrsensurabel (aus
einer Kapitalanlagegesellschaft, das aus Grundstücken u.
gleichbed. spätlat. immensurabilis): unmessbar. ImlmenGebäuden besteht. Im|mo|bi|li|sa|tilon die; -, -en (zu
su raibilli tät ¿¡'n?, - (zu t...ität): Unmessbarkeit
lat. immobilis (vgl. immobil) u. T...ation): Ruhigstellung
imlmerlgielren (aus lat. immergere „versenken“ zu Tin...
von Gliedern od. Gelenken (z. B. durch Verbände; Med.);
(1) u. mergere „eintauchen“): (veraltet) ein-, untertau
vgl. ...ation/...ierung. Im|mo|bi|li|sa|tor der; -s, ...oren
chen (bes. bei der von den Baptisten noch heute geübten
(zu T...ator): Gerät zur Ruhigstellung von Gliedern od.
Form der Taufe). Imlmerlsilon die; -, -en (aus spätlat.
Gelenken. imlmolbi|li|sie|ren (zu T...isieren): durch ei
immersio „Eintauchung“): 1. a) das Einbetten eines Ob
nen Verband od. durch Schienen ruhig stellen (in Bezug
jekts in eine Flüssigkeit, um sein optisches Verhalten zu
auf Glieder od. Gelenke; Med.). Im|mo|bi|li|sie|rung
beobachten; b) bei einem Mikroskop die Einbettung des
die; -, -en (zu T...isierung): das Immobilisieren (Med.);
Objekts zur Vergrößerung des Auflösungsvermögens. 2.
vgl. ...ation/...ierung. Im|mo|bi|lis|mus der; - (zu T...ÍSdas Eintreten eines Mondes in den Schatten eines Plane
mus (?.)>: Unbeweglichkeit als geistige Haltung. Immoten od. das scheinbare Eintreten eines Mondes in die Pla
Di
immoralisch
604
fassungsrechtlich garantierter Schutz der Bundes- u.
bi|liItät [auch 'ɪm...] die; - (über fr. immobilité aus gleichLandtagsabgeordneten vor behördlicher Verfolgung we
bed. lat. immobilitas, Gen. immobilitatis): 1. Unbeweg
gen einer Straftat (nur mit Genehmigung des Bundes- bzw.
lichkeit. 2. Zustand fehlender Kriegsausrüstung u.
Landtages aufhebbar); vgl. Indemnität. 3. svw. Exterrito
Kriegsbereitschaft (von Truppen)
rialität. Imlmulniltätsleinlheit die; -, -en: svw. Immu
imlmolrallisch [auch ... ra:...J (zu tin... (2) u. Tmoralisch):
nisierungseinheit. Imlmunlkomlplex* der; -es, -e (zu
unmoralisch, unsittlich (Philos.). Imlmolrallislmus der;
Îimmun...): Makromolekül, das aus Antigen- u. Antikör
- (zu t...ismus (1)>: Ablehnung der Verbindlichkeit mora
permolekülen besteht (Med.). Imlmynlkörlper der; -s, -:
lischer Grundsätze u. Werte (Philos.). Imlmolrallist der;
svw. Antikörper, imlmulno..., Imlmulno... vgl. im
-en, -en (zu T ...ist) : jmd., der die Geltung der herrschen
mun..., Immun... Imlmulnolaslsay vgl. Immunassay.
den Moral leugnet. Imlmolralliltät [auch 'ɪm...] die; - (zu
imlmulno gelne'tisch vgl. immungenetisch. Imlmut...ität): Gleichgültigkeit gegenüber moralischen Grund
nolglolbullin vgl. Immunglobulin. Imlmulnolgramm
sätzen u. Werten
das; -s, -e (zu t...gramm>: Aufzeichnung der Tlmmungloimlmorltallilsielren (zu lat. immortalis „unsterblich“ u.
buline (Med.). Imlmulnollolge der; -n, -n (zu T.Joge):
t...isieren>: 1. dauerhaft, unsterblich machen (z.B. von
Wissenschaftler auf dem Gebiet der Immunologie. ImZellen; Genetik). 2. (veraltet) verewigen. Im|mor|ta|limunoilogie die; - (zu î...logie): Wissenschaft von der
tät Äe; - (aus gleichbed. lat. immortalitas, Gen. immorta
Immunität (1) u. den damit zusammenhängenden biologi
litatis): Unsterblichkeit, imlmorltell (aus gleichbed. fr.
schen Reaktionen des Organismus, im mulno lo gisch
immortel(le)): (veraltet) unsterblich, ewig. Im|mor|tel|le
(zu Î...logisch): a) die Immunologie betreffend; b) die Im
die; -, -n (aus gleichbed. fr. immortelle, eigtl. „Unsterbli
che“): Sommerblume mit strohtrockenen, gefüllten Blü
munität (1) betreffend. Im|mu|nolpalthiei/z<?;-, ...jen(zu
t...pathie>: Erkrankung, die auf Antigen-Antikörper-Re
ten (Korbblütler); Strohblume
aktionen beruht (Med.). Imlmulnolsuplpreslsilon vgl.
[mimum Coe li [- 'tsa:li] das; - - (aus lat. im(m)um coeli
Immunsuppression, imlmulnoisuplpreslsiv vgl. im„Tiefe des Himmels“): Schnittpunkt der T Ekliptik u. des
munsuppressiv. Im mulno the ralpie vgl. Immunthera
unter dem Ortshorizont gelegenen Halbbogens des Orts
pie. Im|mu|no|zyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu Î...zyt):
meridians; Spitze des IV. Hauses, Himmelstiefe; Abk.:
Immunzelle, Î Lymphozyt mit Bindungsstellen für be
1. C. (Astrol.)
stimmte T Antigene (Med.). Im|mu|no|zy|tom das; -s, -e
im mun (aus lat. immunis „frei; unberührt, rein“, eigtl.
(zu T ...om): Geschwulst, die durch krankhafte Wucherung
„frei von Leistungen“): 1. für Krankheiten unempfäng
der tlmmunozyten entsteht (Med.). Im mulnolzyltolse
lich, gegen Ansteckung gefeit (Med.). 2. unter dem Rechts
schutz der t Immunität (2) stehend (in Bezug auf Parla
die; -, -n (zu t ‘...ose): durch eine Immunreaktion bedingte
mentsangehörige). 3. unempfindlich, nicht zu beeindru
Auflösung der Zellen (Med.). Imlmunlpalrallylse die; -,
cken. imimun..., Im mun... u. immuno..., Immuno... (zu
-n (zu Timmun...): durch ein Antigen verursachtes Unver
Îimmun): Wortbildungselement mit der Bedeutung „un
mögen des Organismus, auf einen antigenen Angriff zu
empfindlich gegen Krankheitserreger; die Immunität be
reagieren (Med.). Im|mun|prolphy|la|xe die; -: gezielte
treffend“, z.B. immungenetisch, Immunologie. ImlmunEinflussnahme auf das Immunsystem (Med.). Imlmunaslsay [,,,əseɪ], auch Immunoassay der od. das; -s, -s (zu
relakltilon rfze; -, -en: Abwehrreaktion von Lebewesen
engl. assay „Versuch, Prüfung“, vgl. Essay): Immunitäts
gegenüber Krankheitserregern od. Giften (Biol., Med.).
prüfung; Prüfung der Immunitätslage eines Organismus
Imlmunlselrum das; -s, Plur. ...ra u. ...ren: spezifische
mithilfe bestimmter Tests (Med.). Imlmunlbiollolgie
Antikörper enthaltendes Blutserum (Med.). Imlmunlstidie; -: svw. Immunologie. im|mun|bio|lolgisch: die Im
mullans 4izs; -, Plur. ...anzien [...ian] u. ...antia (meist
munbiologie betreffend. ImimunIchelmie die; -: Teilge
Plur.): die Immunreaktion anregendes Arzneimittel
biet der Î physiologischen Chemie, das sich mit Fragen der
(Med.). Imlmunlsuplpreslsilon die; -, -en: LJnterdrüImmunität (1) befasst. Im|mun|de|fekt der; -[e]s, -e: an
ckung einer immunologischen (b) Reaktion (z.B. bei
geborene od. erworbene Störung der Immunität (1). imTransplantationen; Med.). im|mun|suplpres|siv: eine
mun|de|fi|zi|ent: unfähig, gegen einen Î antigenen An
immunologische (b) Reaktion unterdrückend (z. B. in Be
griff zu reagieren (vom Organismus; Med.). Imlmunldezug auf Arzneimittel; Med.). Imlmunlsysltem das; -s,
fizienz die; -: svw. Immundefekt. Imlmunlgelneltik
-e: für die Immunität (1) verantwortliches Abwehrsystem
die; -: Teilgebiet der Immunologie, das sich mit den gene
des Körpers (Med.). Imlmunlthelralpie aü'e; -, ...ien
tischen Systemen beschäftigt, die dem Immunsystem zu
[,,,i:ən]: Behandlungsverfahren, die über eine Beeinflus
grunde liegen, imlmunlgelneltisch: a) die Immungene
sung des Immunsystems wirken (Med.). Im|mun|to|letik betreffend, darauf beruhend; b) die Entstehung einer
ranz die; -, -en; das Ausbleiben einer Immunreaktion
Immunität (1) betreffend (Med.). Imlmunlglolbullin,
nach Verabreichen eines bestimmten Antigens (Med.)
auch Immunoglobulin das; -s, -e: Sammelbez. für die Im|mu|ta|bi|li|tät die; - (aus gleichbed. lat. immutabilitas,
Komponenten des ÎGammaglobulins, die Antikörperei
Gen. immutabilitatis, zu Tin... (2) u. mutabilitas „Verän
genschaften aufweisen (Med.). Im|mun|his|to|lo|gie
derung“): (veraltet) Unveränderlichkeit. Im|mu|ta|bi|lidie; -: Lehre von der Untersuchung von Körpergeweben in
tätslprinlzip das; -s: Rechtsgrundsatz, nach dem die er
Bezug auf immunologische Reaktionen, imlmulnilsiehobene öffentliche Klage nach Erlass des Eröffnungsbe
ren (zu T ...isieren): (gegen Bakterienu. Ä.) immun (1) ma
schlusses nicht mehr zurückgenommen werden kann. Imchen. Im|mu|ni|sie|rung die; -, -en (zu t...isierung>: Be
mu|ta|ti|on die; -, -en (aus lat. immutatio „Veränderung,
wirkung von Immunität (1), das Immunisieren bzw. Im
Vertauschung“ zu tin... (1) u. mutatio „Veränderung“): in
munisiertwerden. Im|mu|nilsie|rungs|ein|heit die: -,
der antiken Rhetorik Ersatz von Lauten, Wörtern, For
-en: die Menge Gegengift, die die Wirkung einer entspre
men u. Begriffen durch solche, die eine bessere rhetori
chenden Gifteinheit aufhebt; Abk.: I. E. (Med.). Imlmusche Wirkung erzielen
niltät die; - (aus /a/, immunitas, Gen. immunitatis „Ab Imipact [...pekt] der; -s, -s (aus engl. impact „starker Ein
gabenfreiheit, das Freisein (von Leistungen)“; Bed. 2
fluss, Wucht; Zusammenprall“ zu to impact, vgl. Im
unter Einfluss von mlat. immunitas „Steuererlass, Privi
pakt): 1. Belastung, Wirkung. 2. Stärke der von einer Wer
leg“): 1. angeborene od. (durch Impfung, Überstehen
bemaßnahme ausgehenden Wirkung (Werbespr.). 3. Mo
einer Krankheit) erworbene Unempfänglichkeit für
ment, in dem der Schläger den Ball trifft (Golf)
Krankheitserreger od. derenTToxine (Med.; Biol.). 2. ver imlpair [ɛ'pɛ:n] (aus gleichbed. fr. impair, dies aus lat. im-
605
imperforabel
par „ungleich, unterlegen“): ungerade (von den Zahlen Imlpeldanzdie; -, -en (zu /ɑ/. impedire „verstricken, hem
beim Roulette); Ggs. tpair
men“ u. T...anz>: elektr. Scheinwiderstand, Wechsel
Impakt der: -s, -e (aus engl. impact „Auf-, Einschlag" zu
stromwiderstand eines Stromkreises (Elektrot.). Imlpeto impact „zusammendrücken, -pressen“, dies zu lat. im
danzkardiografie, auch ...gralphie die; -, ...ien
pactus, Part. Perf. von impingere „hineinstoßen, -schla
[,,,i:ən]: apparative Methode zur Untersuchung der Herzgen“): 1. Meteoriteneinschlag. 2. (auch das) svw. Impact.
Kreislauf-Funktionen durch Messung des elektrischen
Imlpaktlhylpolthelse die; -: Hypothese, nach der alle
Widerstandes des Körpers (Med.). Im|peldanz|re|lais
Oberflächenformen des Mondes (Krater, Ringgebirge,
[...rale:] das; - [,,,rəlɛ:(s)], - [,,,rəle:s]: svw. Distanzrelais.
Meere) als Einschläge von Meteoriten, Kometen u. Aste
Im|pe|danz|wand|ler der; -s, -: elektronische Einrich
roiden anzusehen sind, imlpakltiert (zu lat. impactus
tung zur Transformation eines Wechselstromwiderstan
(vgl. Impakt) u. T...iert>: eingeklemmt, eingekeilt (z.B.
des zur Anpassung von Leitungen in der Niederfrequenz
von Zähnen; Med.). Imlpakltilon die; -, -en (zu î'...ion):
technik. imlpeldielren (aus gleichbed. /at. impedire):
Einkeilung, Einklemmung (Med"). Im pak tit der; -s, -e
(veraltet) hindern, verhindern. Imlpeldilmentzfav; -[e]s,
(zu t2...it): Kraterglas, Glasbildung, die mit einem Meteo
-e (aus lat. impedimentum „Behinderung“): (veraltet)
riteneinschlag in Beziehung steht
rechtliches Hindernis (z.B. Ehehindernis)
Imlpalla
-, -s (aus einer südafrik. Eingeborenenspra lmlpek|ka|bi|li|tät die; - (zu kirchenlat. impeccabilis,
che): Schwarzfersenantilope (lebt in den afrikanischen
„schuldlos, ohne Sünde" (zu lat. peccare „sündigen“) u.
Wäldern u. Steppen südlich der Sahara)
t...ität): (veraltet) Schuld-, Sündenlosigkeit. ImlpekImlpanlder der; -s, - (zu tin... (1) u. lat. pandare „krüm
kanzdie; - (zu T...anz): (veraltet) svw. Impekkabilität
men“; vermutlich Analogiebildung zu tExpander): stab im pe ne tra bel* (über fr. impénétrable aus gleichbed.
förmiges, zusammenbiegbares Trainingsgerät zur Kräfti
lat. impenetrabilis): (veraltet) undurchdringlich. Imlpegung der Armmuskulatur
netrabililtät rf/e,` - (zu T...ität>: (veraltet) Undurch
imlpar 'dat.y. ungleich, unpaarig (von Organen u. Körper
dringlichkeit
teilen; Med.), imlpalralbel (aus gleichbed. lat. imparabi- imlpelraltiv (aus gleichbed. lat. imperativus): befehlend,
lis): unvergleichlich. Imlpa|ri|tät<#e; - (aus gleichbed. fr.
zwingend, bindend; imperatives [...vas] Mandat: Î Mandat
imparité zu impair, vgl. impair u. ...ität): (veraltet) Un
(2), das den Abgeordneten an den Auftrag seiner Wähler
gleichheit. Imlpalriltätslprinlzip das: -s: Grundsatz
bindet; vgl. ...isch/-. Imlpelraltiv der; -s, -e [...va] (aus
ordnungsgemäßer Buchführung, nach dem unrealisierte
gleichbed. lat. (modus) imperativus): 1. a) Modus (2), mit
Gewinne u. Verluste ungleich behandelt werden
dem ein Befehl, eine Aufforderung, Bitte o.Ä. ausge
imlpaslsalbel [auch im...] (zu/r. impasse (vgl. Impasse)
drückt wird; Befehlsform (z. B. geh!)', b) Verb im Impera
u. t...abel; vgl. passabel): a) unwegsam; b) unzugänglich.
tiv (1 a; Sprachw.). 2. sittliches Gebot, moralische Forde
Imlpasse [ɛ'pas] die; -, -s [ɛ'pas] (aus/r. impasse „Sack
rung; vgl. kategorischer Imperativ, imlpelraltilvisch
gasse“ zu in- „nicht, un-“ u. passer „durchschreiten“):
[,,,'ti:vɪʃ, auch 'm...]: in der Art des Imperativs (1); vgl.
Ausweglosigkeit, Sackgasse
...isch/-. Imlpelraltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat.
imlpaslsilbel [auch im...] (aus/az. impassibilis zu tin... (2)
imperator): 1. im antiken Rom der Titel für den Oberfeld
u. pati „leiden, erdulden“): (veraltet) unempfindlich, kalt,
herrn. 2. von Kaisern gebrauchter Titel zur Bezeichnung
teilnahmslos, mitleidlos. Im|paslsi|bi|li|tät [auch 'ɪm...]
ihrer kaiserlichen Würde; Abk.: Imp.; Imperator Rex:
die; - (aus gleichbed. lat. impassibilitas, Gen. impassibiliKaiser u. König (Titel Wilhelms IL); Abk.: I. R. impetatis zu impassibilis, vgl. impassibel): (veraltet) Unemp
raltolrisch (nach gleichbed. lat. imperatorius): 1. den
findlichkeit, Mangel an Gefühl
Imperator betreffend. 2. in der Art eines Imperators, ge
imlpaslsielren [èpa...] (zu/r. impasse, vgl. Impasse): (ver
bieterisch. Im|pe|ra|trix*dze; -, ...trices [,,,tse:s] (aus lat.
altet) beim Kartenspiel mit einer niedrigeren Trumpfkar
imperatrix „Gebieterin“): weibliche Form zu 1 Imperator,
te stechen, um einen Stich mehr zu erhalten
Kaiserin
im|pas|tie|ren (aus gleichbed. it. impastare, eigtl. „eine imlperlfekt [auch ... fckt] (aus gleichbed. lat. imper
Farbe in bestimmter Zusammensetzung herstellen“): (in
fectus): (veraltet) unvollkommen, unvollendet. Imlperfekt das; -s, -e (aus gleichbed. lat. (tempus) imper
der Malerei) Farbe [mit dem Spachtel] dick auftragen.
fectum): 1. (ohne Plur.) Zeitform, mit der ein verbales Ge
Imlpaslto das; -s, Plur. -s u. ...sti (aus gleichbed. it. im
schehen od. Sein aus der Sicht des Sprechers als [unabge
pasto, eigtl. „das Kneten“): dicker Farbauftrag auf einem
schlossene, unvollendete] Vergangenheit charakterisiert
Gemälde (Malerei). Im|pasltolke|ra|mik die; -: vorge
wird (Sprachw.). 2. Verbform des Imperfekts (1), TPräteschichtliche, grau- bis braunschwarze, auch rötliche od.
ritum (z.B. rauchte, fuhr; Sprachw.). im|per|fek|ti|bel
glänzend schwarze italische Tonware aus dem 11.-7. Jh.
(zu lat. imperfectus „unvollendet“ u. T...ibel>: vervoll
V. Chr.
kommnungsunfähig, unbildsam. Im|per|fek|ti|bi|li|tät
im pa ti bel (aus gleichbed. lat. impatibilis zu tin... (2) u.
die; - (zu Î ...ität): Unfähigkeit zur Vervollkommnung, Un
patibilis „erträglich, empfindsam“, dies zu pati „dulden,
bildsamkeit. Imlperlfek tilon die; -, -en (zu t'...ion): in
zulassen“): (veraltet) a) unleidlich; b) unverträglich. Imder Î Mensuralnotation durch das Notenbild angezeigte
paltilbilliltät die; - (zu T.,.ität): (veraltet) a) UnleidlichVerkürzung einer regulär dreizeitigen zu einer zweizeiti
keit; b) Unverträglichkeit. Im|pa|tilens [...tsisns] i/ze; gen Note (Mus.). im|per|fek|tisch (zu lat. imperfectus,
(zu lat. impatiens „ungeduldig, empfindlich, unfähig zu
vgl. imperfekt): das Imperfekt betreffend, imlperlfekertragen“ (weil Früchte dieser Pflanze bei der geringsten
tiv(zu î...iv): 1. svw. imperfektisch. 2. unvollendet, einen
Berührung auf- od. wegspringen)): Springkraut, Balsami
Vorgang in seinem Verlauf darstellend; imperfektive [,,,və]
ne (beliebte Topfpflanze)
Aktionsart:! Aktionsart eines Verbs, die das Sein od. Ge
lmlpeaehlment[ɪm'pi:tʃmənt] das; -[s], -s (aus gleichbed.
schehen als zeitlich unbegrenzt, als unvollendet, als dau
engl.-amerik. impeachment zu engl. to impeach „ankla
ernd (Îdurativ) kennzeichnet (z.B. wacAen; Sprachw.).
gen“, dies über fr. empêcher „(ver)hindern“ aus spätlat.
Imlperlfekltiv der; -s, -e: grammatischer tAspekt zur
impedicare „verstricken, fangen“): (in den USA vom Re
Kennzeichnung einer Handlung in ihrem Verlauf u. in ih
präsentantenhaus) gegen einen hohen Staatsbeamten ge
rer Wiederholung (Sprachw.). Im|per|fek|tum das; -s,
richtetes Verfahren, das eine Anklage wegen Amtsmiss
...ta (zu ÎImperfekt): svw. Imperfekt
brauchs o.Ä. mit dem Antrag auf Amtsenthebung ermög
im|per|fo|ra|bel (aus spätlat. imperforabilis „unverwund
lichen soll
u
Imperforation
bar“ zu Tin... (2), lat. perforare „durchbohren, -löchern“
u. T ...abel): nicht durchbohrbar. Im|perlfo|ra|tilon ¿i«;
-, -en <zu T...ation>: svw. Atresie
im|pe|ri|al (aus spätlat. imperialis „kaiserlich, Reichs-“ zu
lat. imperium „Befehl; Macht; Reich“, dies zu imperare
„befehlen, beherrschen“): das Imperium betreffend, herr
schaftlich, kaiserlich. ’Imlpelrilal das; -s (zu Timperial):
a) altes Papierformat (57 x 78 cm), das noch heute für be
stimmte Geschäftsbücher verwendet wird; b) alte Format
benennung für ein Buch von der Größe des Imperials.
2lm|pe|ri|al der; -s, -e (aus gleichbed. russ. imperial, dies
wohl über poln. imperial aus spätlat. (denarius) imperia
lis, vgl. Imperialis) : frühere russ. Goldmünze zu zehn Ru
bel (18. u. 19. Jh.). 3lmlpelrilal die; - (zu Î imperial) : (ver
altet) Schriftgrad von 9 TCicero (Druckw.). Im|pe|ri|,alis der; -, - (aus spätlat. (denarius) imperialis „kaiserli
che^ Denaros)“): kleine ital. Silbermünze (12.-15. Jh.),
die zuerst von Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1152-1190)
ausgegeben wurde. Imlpelrilallislmus der; - (unter Ein
fluss von engl. imperialism aus gleichbed. fr. impérialis
me, dies zu spätlat. imperialis, vgl. imperial; vgl. ...ismus
(1)): 1. Bestrebung einer Großmacht, ihren politischen,
militärischen u. wirtschaftlichen Macht- u. Einflussbe
reich ständig auszudehnen; 2. nach marxistischer An
schauung die Endstufe des Kapitalismus mit Verflechtung
der Industrie- u. Bankmonopole. Imlpelrilallist der; -en,
-en (zu T ...ist): Vertreter des Imperialismus. im|pe|ri|alis tisch <zu t ...istisch): dem Imperialismus zugehörend.
Im|pe|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (aus lat. imperium
„Oberbefehl, Herrschaft(sgewalt)“ zu imperare „befeh
len, beherrschen“): 1. [röm.] Kaiserreich, Weltreich,
Weltmacht. 2. sehr großer Herrschafts-, Macht- u. Ein
flussbereich
imlperlmalnent [auch 'ɪm...] (zu Î in... (2) u. Î permanent):
(veraltet) unbeständig, wandelbar. Imlperlmalnenz
[auch im...] dz«; - (zu T...enz): (veraltet) Unbeständigkeit
imlperlmeialbel [auch im...] (aus spätlat. impermeabilis
„unüberschreitbar“): undurchlässig, undurchdringlich
(Med.). Imlperlmelalbilliltät [auch im...] die; - (zu
Î ...ität): Undurchlässigkeit, Undurchdringlichkeit
lm|per|so|na|le das; -s, Plur. ...lia u. ...lien [...ion] (aus
gleichbed. spätlat. (verbum) impersonale): unpersönli
ches Verb, das nur in der 3. Pers. Singular vorkommt (z. B.
es schneit od. lat. pluit = „es regnet“; Sprachw.); Ggs.
1 Personale (1)
im|per|ti|nent (ausspätlat. impertinens, Gen. impertinentis „nicht dazu (zur Sache) gehörig“, dies zu Tin... (1) u.
lat. pertinere „sich erstrecken, sich beziehen“): in heraus
fordernder Weise ungehörig, frech, unverschämt. Imperltilnenz die; -, -en (aus mlat. impertinentia „das
Nicht-zur-Sache-Gehören“): 1. (ohne Plur.) dreiste Unge
hörigkeit, Frechheit, Unverschämtheit. 2. impertinente
Äußerung, Handlung
imlperlzepltilbel [auch im...] (aus mlat. imperceptibilis,
dies zu Tin... (2) u. lat. perceptibilis „wahrnehmbar“):
(selten) nicht wahrnehmbar (Psychol.)
Im|pe|ti|gi|ni|sa|ti|on die; -, -en (zu lat. impetigo, Gen.
impetiginis „Räude“ u. T...ation): Tsekundäre Infizie
rung, z.B. der Haut bei juckenden Hautkrankheiten
(Med.), imlpeltilgilnös (aus gleichbed. lat. impetiginosus; vgl. ...ös): borkig, grindig (von der Beschaffenheit der
Haut bzw. von Hautkrankheiten; Med.). Imlpeltilgo die;
- (aus gleichbed. lat. impetigo): Eitergrind, -flechte, ent
zündliche [ansteckende] Hautkrankheit mit charakteristi
scher Blasen-, Pustel- u. Borkenbildung (Med.)
imlpeltulös (unter Einfluss von fr. impétueux, impétueuse
aus gleichbed. lat. impetuosus): (veraltet) stürmisch, un
gestüm, heftig. Im|pe|tu|o|si|tät die; - (zu T ...ität): (ver
altet) Heftigkeit. im|pe|tu|o[so (über it. impetuoso aus
606
gleichbed. lat. impetuosus): stürmisch, ungestüm, heftig
(Vortragsanweisung; Mus.), [mlpeltus der; - (aus lat. im
petus „das Vorwärtsdrängen“): a) [innerer] Antrieb, An
stoß, Impuls; b) Schwungkraft], Ungestüm
Imlpileität [...pie...] die; - (aus gleichbed. lat. impietas,
Gen. impietatis): (veraltet) Mangel an TPietät; Gottlosig
keit, Lieblosigkeit, imlpiltolyable* [ɛpitoaja:bl] (/?.; zu
im- „nicht, un-“ u. pitié „Mitleid, Erbarmen“ (dies aus lat.
pietas „Milde, Gnade“)): (veraltet) unerbittlich, unbarm
herzig, mitleidlos
imlplanltat* das; -[e]s, -e (aus spätlat. implantatum „das
Eingepflanzte“, substantiviertes Part. Perf. (Neutrum)
von implantare, vgl. implantieren): dem Körper einge
pflanztes Gewebestück o.Ä. (Med.). Im|pian|ta|ti|on
die; -, -en (aus gleichbed. nlat. implantatio zu spätlat. im
plantare, vgl. implantieren) : 1. Einpflanzung von Gewebe
(z. B. Haut), Organteilen (z.B. Zähnen) od. sonstigen Sub
stanzen in den Körper; Organeinpflanzung (Med.). 2.
Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter
schleimhaut (Biol., Med.). Imiplanltatlprolthelse die;
-, -n (zu Timplantat): Bez. für einen direkt, vor allem auf
den Unterkieferknochen aufgelagerten Metallsattel zur
Haltverbesserung der Prothese (Med.), imlplanltielren
(aus spätlat. implantare „einpflanzen“ zu Tin... (1) u. lat.
plantare „pflanzen“): eine Implantation vornehmen. Implanlto lo gie die; - (zu T.Jogie): Lehre von den [Mög
lichkeiten der] Implantationen (Med.)
Im ple ment* das; -[e]s, -e (aus spätlat. implementum,
eigtl. „das Angefülltsein, das Eingenommensein“): (veral
tet) Ergänzung, Erfüllung [eines Vertrages), imlplemen tielren (nach engl. to implement „bewerkstelligen,
durchführen“; vgl. ...ieren); 1. einführen, einsetzen, ein
bauen. 2. (Software, Hardware o.Ä.) in ein bestehendes
Computersystem einsetzen, einbauen u. so ein funktions
fähiges Programm erstellen (EDV). Imlplelmenltierung
-, -en (zu T...ierung): das Implementieren, Im
plementiertwerden (EDV)
Imlplilkat* das; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. implicatum,
substantiviertes Part. Perf. (Neutrum) von implicare, vgl.
implizieren): etwas, was in etwas anderes einbezogen ist.
Imlplilkaltilon rfz«; -, -en (aus lat. implicatio „Verflech
tung“): a) Einbeziehung einer Sache in eine andere; b) auf
der Folgerung wenn .... dann ... beruhende logische Bezie
hung (Philos., Sprachw.). Imlplilkaltor der; -s, ...oren (zu
t, ,,ator): das Zeichen -> (bzw. => od. <) für die Aussagen
verbindung der Implikation (b) bzw. TSubjunktion (Phi
los., Sprachw.). Imlplilkaltyr die; -, -en (aus gleichbed.
mlat. implicatura): svw. Implikat. im|pli|zie|ren (aus Zat.
implicare „verknüpfen, umfassen“, eigtl. „hineinfalten“):
a) einbeziehen, einschließen, enthalten; b) zur Folge ha
ben, mit sich bringen, imiplilzit (aus lat. implicitus, Part.
Perf. von implicare, vgl. implizieren): 1. mit enthaltend,
mit gemeint, aber nicht ausdrücklich gesagt; Ggs. Texpli
zit (a). 2. nicht aus sich selbst zu verstehen, sondern lo
gisch zu erschließen. 3. als Anlage vorhanden (Med.), implilzilte (aus lat. implicite „verwickelt“): [unausgespro
chen] mit inbegriffen, eingeschlossen
im|plo|die|ren* (zu Tin... (1) u. lat. plodere „klatschen,
schlagen“; Analogiebildung zu Texplodieren): durch Im
plosion zerstört werden (z. B. die Bildröhre eines Fernse
hers). Imlplolsilon iZz'e; -, -en (zu lat. plosus, Part. Perf.
von plodere (vgl. implodieren) u. T‘...ion): 1. schlagartige,
plötzliche Zertrümmerung eines Hohlkörpers durch äu
ßeren Überdruck. 2. die erste Artikulationsphase bei der
Bildung von Verschlusslauten, die im Schließen des
Mundraumes besteht (Phon.). Imlplolsiv der; -s, -e [...va]
u. Im|plo|siv|laut der; -[e]s, -e (zu T ...iv): Verschlusslaut,
bei dem keine Öffnung des Verschlusses stattfindet (z.B.
das b in abputzen)
607
[...v...] der; -[e]s, -ten (zu îImpluvium u.
t ’...al (1)): westafrikanisches Gebäude, das um einen In
nenhof gebaut ist, in dem sich ein Sammelbecken für das
Regenwasser befindet. Imlplulvilum das; -s, Plur. ...ien
[,,,iən] u. ...ia (aus gleichbed. lat. impluvium zu impluere
„hineinregnen“ >: (in altröm. Häusern) rechteckiges Sam
melbecken für Regenwasser im Fußboden des Î Atriums
(!)
im|pon|de|ra|bel (unter Einfluss von gleichbed. engl. im
ponderable bzw.fr. impondérable zu tin... (2) u. lat. ponderabilis „wägbar“): (veraltet) unwägbar, unberechenbar.
Im|pon|de|ra|bi|li|en [,,,iən] die (Plur.) (unter Einfluss
von engl. imponderability „Unwägbarkeit“ zu tin... (2) u.
tPonderabilien): Unwägbarkeiten; Gefühls- u. Stim
mungswerte; Ggs. tPonderabilien. Imjponldeiralbillität die; - (zu t ...ität) : Unwägbarkeit, Unberechenbarkeit
imlpolnenlte (it.; zu imponere „Ehrfurcht, einfließen,
Achtung gebieten, imponieren“ aus lat. imponere, vgl. im
ponieren): großartig, eindrucksvoll, imposant (Vortrags
anweisung; Mus.), imlpolnielren (unter Einfluss von
gleichbed. fr. imposer aus lat. imponere „hineinlegen, auf
etw. stellen; auferlegen“): a) Achtung einflößen, [großen]
Eindruck machen; b) (veraltet) sich geltend machen, impo nieirend (zu t...ierend): durch seine Art beeindru
ckend, allgemeine Achtung u. Bewunderung hervorru
fend. Im|polnier|ge|ha|be das; -s: 1. von [männlichen]
Tieren vor der Paarung od. einem Rivalen gegenüber ge
zeigtes kraftvolles Auftreten (mit gesträubten Federn,
hochgestelltem Schwanz o.Ä.), das der Werbung od. Dro
hung dient (Verhaltensforschung). 2. selbstgefälliges Ge
habe, Verhalten, das ausschließlich darauf gerichtet ist,
anderen zu imponieren
Imlport der; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. import zu to im
port „einführen“, dies über fr. importer aus gleichbed. lat.
importare, vgl. importieren): 1. Einfuhr. 2. das Eingeführ
te, Einfuhr; Ggs. Î'Export. im¡por|ta|bel (zu t...abel):
(veraltet) einführbar, für den Import freigegeben, imporltant (aus gleichbed. (mittel)fr. important, dies über
it. importante zu mlat. importans, Gen. importantis, Part.
Präs, von importare, vgl. importieren): (veraltet) wichtig,
bedeutend. Im|por|tanz die; - (zu t,,,anz): (veraltet)
Wichtigkeit, Bedeutung. Im|portlar|ti|kel der; -s, - (zu
ÎImport): Artikel, der importiert wird. Imlporlte die; -,
-n (meist Plur.): 1. Einfuhrware. 2. (veraltend) im Ausland
hergestellte Zigarre. Im|por|teur [,,,'to:j] der; -s, -e
(französierende Bildung zu importieren, vgl. ...eur): Per
son, Firma, die etw. importiert. im|por|tie|ren (aus
gleichbed. lat. importare, eigtl. „hineintragen“): Waren
aus dem Ausland einführen. Imlportlquolte die; -, -n (zu
ÎImport): 1. Anteil des Imports am Inlandsverbrauch
bzw. am Gesamtaufkommen an Erzeugnissen. 2. Instru
ment zur Regulierung des Imports im Rahmen des Kon
tingent- u. Lizenzsystems
imlporltun (aus gleichbed. lat. importunus): (selten) unge
eignet; ungelegen
imlpolsalbel (aus gleichbed. fr. imposable zu imposer „be
steuern“, dies aus lat. imponere „belasten“; vgl. Impôt
unique): (veraltet) steuerpflichtig, versteuerbar. imlposant (aus gleichbed. fr. imposant, Part. Präs, von impo
ser, vgl. imponieren): durch Größe, Bedeutsamkeit od.
Ungewöhnlichkeit ins Auge fallend; einen bedeutenden
Eindruck hinterlassend; eindrucksvoll, großartig, über
wältigend. Imlpolsanz die; - (zu t...anz): überwältigende
Größe, außergewöhnliche Bedeutsamkeit. Im|po|si|ti|on
die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. impositio): (veraltet)
Auferlegung von Steuern u.Ä. imlpplsilto si lenltio
tfspätflat.): nach auferlegtem Stillschweigen, unter der
Bedingung der Verschwiegenheit (Rechtsspr.)
imlposlsilbel [auch im...] (aus gleichbed. spätlat. impossi
lm|plu|vi|al|bau*
Impresa
bilis zu 1 in... (2) u. spätlat. possibilis, vgl. Îpossibel): (ver
altet) unmöglich. Imlpos|si|bi|li|tät [auch Im...] die; -,
-en (aus gleichbed. spätlat. impossibilitas, Gen. impossibi
litatis): (veraltet) Unmöglichkeit
Imlpost der; -[e]s (aus mlat. impostus „Betrug“, eigtl. Part.
Perf. von lat. imponere „hintergehen, täuschen“): (veral
tet) Warensteuer. Im|pos|teur [,,,'to:e] der; -s, -s (aus
gleichbed. fr. imposteur zu imposer, vgl. imponieren):
(veraltet) Betrüger, Schwindler, Hochstapler, imlpostielren (zu ÎImpost u. t...ieren>: (veraltet) [Waren] be
steuern
imlpoltent [auch ... tent] (aus lat. impotens, Gen. impoten
tis „nicht mächtig, schwach“): 1. a) (vom Mann) unfähig
zum Geschlechtsverkehr; b) zeugungsunfähig; unfähig.
Kinder zu bekommen, aufgrund der Unfruchtbarkeit des
Mannes; Ggs. Ipotent (2). 2. nicht schöpferisch, leis
tungsschwach, unfähig, untüchtig. Imlpoltenz [auch
... tents] d/e; -, -en (aus lat. impotentia „Ohnmacht,
Schwäche“): 1. a) Unfähigkeit (des Mannes) zum Ge
schlechtsverkehr; b) Zeugungsunfähigkeit, Unfruchtbar
keit (des Mannes). 2. Unvermögen, [künstlerische] Unfä
higkeit
Imlpöt unique [epo y'nik] der; -[s] - (aus fr. impôt unique
„alleinige Steuer“ zu lat. impositum (Neutrum zu imposi
tus „das Darauflegen“, dies Part. Perf. von lat. imponere,
vgl. imponieren) u. unicus „der Einzige, Alleinige“):
Form einer Alleinsteuer, die nicht darauf abzielt, die Viel
zahl der Steuern in einer einzigen zu bündeln bzw. durch
eine solche abzulösen, sondern allein den Bodenertrag zu
versteuern (Vorschlag von îPhysiokraten im 18. Jh.)
imiprä di ka tiv* [auch Im...] (zu tin... (1), tPrädikat (4)
u. t...iv): Definitionen bzw. Verfahren bezeichnend, bei
denen ein Element durch eine Menge definiert wird, die
ihrerseits die Existenz dieses Elements voraussetzt (vgl.
Zirkeldefinition)
lm|prä|gna|ti|pn* die; -, -en (aus spätlat. impraegnatio
„Schwängerung“ zu impraegnare, vgl. imprägnieren): 1.
feine Verteilung von Erdöl od. Erz auf Spalten od. in Po
ren eines Gesteins (Geol.). 2. das Eindringen der Samen
fäden in das reife Ei, Befruchtung (Med.). 3. das Impräg
nieren. 4. Behandlung thistologischer Präparate mit
ehern. Substanzen zur besseren Sichtbarmachung (Med.).
5. (in der Technik) svw. Imprägnierung; vgl. ...ation/...ierung. imlprälgnielren (aus spätlat. impraegnare
„schwängern“ zu tin... (1) u. lat. praegnans „schwanger,
trächtig“, vgl. prägnant): 1. feste Stoffe mit einem Schutz
mittel gegen Feuchtigkeit, Zerfall u. a. durchtränken. 2.
Getränken (z.B. Sekt, Wein) unter Druck Kohlensäure
zusetzen, um ihnen t moussierende Eigenschaften zu ver
leihen. imlprälgniert (zu t...iert): 1. zum Schutz vor
Feuchtigkeit, Zerfall u. a. mit einem Schutzmittel durch
tränkt. 2. eingesprengt (von Gesteinsbestandteilen; Ge
ol.). Imlprälgnielrung die; -, -en (zu T...ierung): a) das
Imprägnieren; vgl. ...ation/...ierung; b) durch Imprägnie
ren erreichter Zustand
im|prak|ti|ka|bel* [auch Im...] (zu tin... (2) u. Tpraktikabel): (selten) a) undurchführbar, nicht anwendbar; b) un
zweckmäßig. Im|prak|ti|kalbi|liltät [auch Im...] die; (zu Î ...ität): (selten) a) Undurchführbarkeit, Unanwend
barkeit; b) Unzweckmäßigkeit
imlprelnalber [ɛprə...] (aus gleichbed. fr. imprenable zu
in- „nicht, un-“ u. prendre „(ein)nehmen“, dies aus gleich
bed. lat. prehendere): (veraltet) uneinnehmbar, unüber
windlich
Imlprelsa*, Imprese die; -, ...sen (aus it. impresa „Sinn
bild“ zu imprendere „lernen, begreifen, fassen, verste
hen“, dies aus lat. imprehendere (zu tin... (1) u. prehende
re „wahrnehmen“)): Sinn- od. Wahlspruch, dessen oft el
liptisch verkürzte od. verschlüsselte Textfassung mit ei-
u
Impresariat
nem Bild kombiniert ist, das diese illustriert od. erst er
schließt. Imlpreisalrilat das; -s, -e (zu ÎImpresario u.
î...at (1)>: Geschäftsführung künstlerischer Unterneh
mungen u. einzelner Künstler. Imlprelsalrio der; -s,
Plur. -s u. ...ri, auch ...rien [,,,iən] (aus gleichbed. it. impre
sario zu impresa „Unternehmen“): (veraltend) Theater-,
Konzertagent, der für einen Künstler die Verträge ab
schließt u. die Geschäfte führt. Imlprelse vgl. Impresa.
Imlprelsen: Plur. von ÎImpresa
Imlpreslsen*: Plur. von Impressum. ImlpreslsilgnzZze; -,
-en (unter Einfluss von fr. impression aus lat. impressio
„Eindruck“, dies zu imprimere, vgl. imprimieren): 1. Sinneseindruck, Empfindung, Wahrnehmung, Gefühlsein
druck; jeder unmittelbar empfangene Bewusstseinsinhalt
(Hume). 2. a) Einbuchtung od. Vertiefung an Organen od.
anderen Körperteilen (Anat.); b) durch Druck od. Stoß
verursachte tpathologische Eindellung eines Körperteils
(Med.), imlpreslsilolnalbel (aus gleichbed.ʃr. impressi
onnable): a) für Impressionen besonders empfänglich; b)
reizbar, erregbar (Psychol.). Im|preslsi|o|nis|mus der;
- (aus gleichbed./?. impressionnisme zu lat. impressio, vgl.
Impression; nach einem „Impression, soleil levant“ ge
nannten Bild Monets; vgl. ...ismus (1)>: 1. 1860-1870 in
der franz. Malerei entstandene Stilrichtung (Freilichtma
lerei), die den zufälligen Ausschnitt aus der Wirklichkeit
darstellt u. bei der Farbe u. Komposition vom subjektiven
Reiz des optischen Eindrucks unter der Einwirkung des
Lichts bestimmt ist. 2. Stilrichtung in der Literatur (etwa
1890 bis 1910), die (bes. in Lyrik, Prosaskizzen u. Einak
tern) eine betont subjektive, möglichst differenzierte Wie
dergabe persönlicher Umwelteindrücke mit Erfassung der
Stimmungen, des Augenblickhaften u. Flüchtigen er
strebt. 3. Kompositionsstil in der Musik (1890-1920), bes.
von Debussy u. Ravel, mit der Neigung zu Kleinformen,
Tonmalerei, in der tHarmonik zur Reihung von Parallel
akkorden, wobei 1 tonal freie, schwebende „Klangbilder“
entstehen. ImlpreslsilolnistzZer; -en, -en (aus gleichbed.
fr. impressionniste): Vertreter des Impressionismus. Impres si o nisitin die; -, -nen: weibliche Form zu 1 Im
pressionist. imlpreslsilolnisitisch (zu Î...istisch): a) im
Stil des Impressionismus gestaltet; b) den Impressionis
mus betreffend. Im|pres|si|ons|frak|tur die; -, -en (zu
ÎImpression): durch übermäßige Beanspruchung der
Biegsamkeit des Schädeldaches entstehender unvollstän
diger Bruch (Med.), imlpreslsiv (zu t...iv): (veraltet) a)
beeindruckend; b) svw. impressionabel (a). Imipresisokeiramik die; -, -en (zu it. impresso „gedruckt, mit Ab
drücken versehen“): vorgeschichtliche Tonware (aus der
Jungsteinzeit), deren Oberfläche durch Abdrücke von
Muschelrändern belebt ist. Imlpreslsor der; -s, ...oren
(aus gleichbed. mlat. impressor): Drucker der lat. Früh
drucke. Imlpreslsum das; -s, ...ssen (aus lat. impressum
„das Eingedrückte, Aufgedrückte“, Part. Perf. von impri
mere, vgl. imprimieren): Angabe über Verleger, Heraus
geber, Drucker, Redakteure u. a. in Zeitungen, Zeitschrif
ten, Büchern u.Ä.
Imlprélvolyance* [èprevoa jâ:s] die; - (aus gleichbed. fr.
imprévoyance zu in- „nicht, un-“ u. prévoir „vorherse
hen“, dies aus gleichbed. lat. praevidere): (veraltet) Un
vorsichtigkeit
imlpriimaltur* (aus /ɑt. imprimatur „es werde hineinge
drückt“, 3. Pers. Präs. Konj. Passiv von imprimere, vgl.
imprimieren): Vermerk des Autors od. Verlegers auf dem
letzten Korrekturabzug, dass der Satz zum Druck freige
geben ist; Abk. : impr,, imp. Im|pri|ma|turdö5; -s, österr.
auch lm|pri|ma|tur die; -: 1. Druckerlaubnis (allg.). 2.
am Anfang od. Ende eines Werks vermerkte, nach kath.
Kirchenrecht erforderliche bischöfliche Druckerlaubnis
für Bibelausgaben u. religiöse Schriften; vgl. Approbatur.
608
Im|pri|mé [ɛpri'me:] der; -[s], -s (aus fr. imprimé, Part.
Perf. von imprimer „aufdrücken, drucken“, dies aus lat.
imprimere, vgl. imprimieren): 1. bedrucktes Seidengewe
be mit ausdrucksvollem Muster. 2. internat. Bez. für
Drucksache (Postw.). Im|pri|me|rie [...ms...] rfze; -, ...ien
(aus gleichbed. fr. imprimerie): (veraltet) [Buchjdruckerei. Imlprilmeur [,,, ma:n] der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
imprimeur): (veraltet) Drucker, Buchdrucker, imlprimieren [im...] (aus lat. imprimere „hineindrücken, auf
drücken“): das Imprimatur erteilen. Imlprilmure [eprimy:ç] ¿Z/e,- -, -n (aus gleichbed. fr. imprimure): Anlage des
Grundes für ein Gemälde. Im print ['ɪm...] der od. das; -s
(aus engl. imprint „Abdruck“ zu (alt)fr. empreinte, Part.
Perf. zu empreindre „einprägen, aufdrücken“, dies aus
lat. imprimere, vgl. imprimieren): 1. svw. Impressum. 2.
nicht mehr als eigenständiges Unternehmen existierender
Verlag, unter dessen Namen ein anderer Verlag weiterhin
Bücher publiziert. Imlprinlting das; -s: genetischer Me
chanismus, wodurch von den beiden Î Allelen eines Gens
nur eines, entweder das mütterliche od. das väterliche, zur
Geltung kommt (Genetik)
imlprolbalbel (über gleichbed. fr. improbable aus lat. im
probabilis „verwerflich“): (veraltet) 1. unwahrscheinlich.
2. verwerflich, tadelnswert. Imlprolbalbilliltät die; (aus gleichbed. fr. improbalité; vgl. ...ität): (veraltet) Un
wahrscheinlichkeit. Imlprolbaltilon die; -, -en (unter
Einfluss von fr. improbation aus gleichbed. lat. improba
tio zu improbare, vgl. improbieren): (veraltet) Missbilli
gung, Tadel, imlprolbielren (aus gleichbed. lat. impro
bare): (veraltet) missbilligen, tadeln. Imlprolbiltätdzc; -,
-en (unter Einfluss von fr. improbité aus gleichbed. lat.
improbitas, Gen. improbitatis): (veraltet) 1. (ohne Plur.)
tadelnswerte Gesinnung. 2. Schlechtigkeit, Unredlichkeit
Imlprompltu* [eprö'ty:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. im
promptu, dies aus lat. in promptu „zur Verfügung“): Kla
vierstück [der Romantik], meist in 2- od. 3-teiliger Lied
form in der Art einer Improvisation
Imlprolpelrilen* [,,,iən] die (Plur.) (aus kirchenlat. impro
peria, eigtl. „Beschimpfungen, Vorwürfe“): die Klagen
des Gekreuzigten über das undankbare Volk Israel dar
stellende Gesänge der kath. Karfreitagsliturgie
imlprolprie* [...ie] {lat.; Adverb von improprius „unei
gentlich, unpassend“): (veraltet) uneigentlich, bildlich.
Im|pro|pri|e|tätdz'e; -, -en (unter Einfluss von fr. impro
priété aus lat. improprietas, Gen. improprietatis „unei
gentlicher Gebrauch“): 1. (veraltet) vom Üblichen abwei
chender Gebrauch, Bildlichkeit des Ausdrucks. 2. von den
sonst üblichen Bedingungen abweichende Beschaffenheit
eines Lehens. imlpro|pri|ielren (aus gleichbed. mlat.
impropriare): in ein Lehen unter abweichenden Bedin
gungen einsetzen, mit Kirchengütern belehnen
Imlprolvildenz* [...v...] die; - (aus gleichbed. lat. improvi
dentia zu tin... (2) u. lat. providere „vorhersehen“; vgl.
improvisieren): (veraltet) Unvorsichtigkeit. Imlprolvisaiteur [,,,'to:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. improvisa
teur, dies aus it. improvvisatore, vgl. Improvisator): jmd.,
der am Klavier [zur Unterhaltung] improvisiert. Imlprovüsatilon die; -, -en (über gleichbed. fr. improvisation
aus it. improvvisazione, dies zu improvvisare, vgl. impro
visieren): 1. das Improvisieren, Kunst des Improvisierens.
2. ohne Vorbereitung, aus dem Stegreif Dargebotenes;
Stegreifschöpfung, [an ein Thema gebundene] musikali
sche Stegreiferfindung u. -darbietung. Improvisations ta lent das; -[e]s, -e: 1. Gabe, Talent, improvisieren
zu können. 2. jmd., der Talent zum Improvisieren hat. Impro|vi|sa|torder; -s, ...oren (aus gleichbed. it. improvvi
satore zu improvvisare, vgl. improvisieren): jmd., der et
was aus dem Stegreif darbietet; Stegreifkünstler, imlprovi|sa|to|risch: in der Art eines Improvisators, imlpro-
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vilsielren (aus gleichbed. it. improvvisare zu improvviso
„unvorhergesehen, unerwartet“, dies aus gleichbed. lat.
improvisus): 1. etwas ohne Vorbereitung, aus dem Stegreif
tun; mit einfachen Mitteln herstellen, verfertigen. 2. a)
Improvisationen (2) spielen; b) während der Darstellung
auf der Bühne seinem Rollentext frei Erfundenes hinzufü
gen
imlpruldent (aus gleichbed. lat. imprudens, Gen. impru
dentis zu t in... (2) u. prudens (Nebenform von providens)
„vorsichtig, klug“): (veraltet) unvorsichtig, unklug, unbe
sonnen. Im|pru|denz die; - (aus gleichbed. lat. impru
dentia): (veraltet) Unvorsichtigkeit, Unklugheit
imlpuldent (aus gleichbed. lat. impudens, Gen. impuden
tis zu tin... (2) u. lat. pudens „schamhaft“): (veraltet)
schamlos, unverschämt. Imlpuldenz die: - (aus gleich
bed. lat. impudentia): (veraltet) Schamlosigkeit, Unver
schämtheit. Imlpuldilziltät die; - (zu T ...izität) : (veraltet)
Schamlosigkeit, Unsittlichkeit
Im pu gna ti on* rfze, -, -en (aus gleichbed. lat. impugnatio
zu impugnare, vgl. impugnieren): (veraltet) Anfechtung,
Bestreitung. im|pu|gn[e|ren (aus gleichbed. lat. impu
gnare zu tin... (1) u. pugnare „streiten“): (veraltet) angrei
fen, bekämpfen, anfechten
Imlpuls der; -es, -e (aus gleichbed. lat. impulsus zu impel
lere „anstoßen, stoßend in Bewegung setzen“): 1. a) An
stoß, Anregung; b) Antrieb, innere Regung. 2. a) Strom
od. Spannungsstoß von relativ kurzer Dauer; b) Anstoß,
Erregung, die von den Nerven auf entsprechende Zellen,
Muskeln o.Ä. übertragen wird (Med.). 3. a) Produkt aus
Kraft u. Dauer eines Stoßes; b) Produkt aus Masse u. Ge
schwindigkeit eines Körpers (Phys.). Im|puls|echo|metho de die; -: Verfahren der zerstörungsfreien Werkstoff
prüfung zur Ermittlung von Rissen u. Werkstofffehlern
mittels Ultraschallimpulsen. Im|puls|frelquenz|verfahlren das; -s: Verfahren zur Übertragung von Mess
werten u.Ä., bei denen die zu übertragenden Größen in
Form elektrischer Impulsfolgen mit unterschiedlicher
Pulsfolgefrequenz kodiert werden. Im|puls|ge|ne|rator der; -s, -en: Gerät zur Erzeugung elektrischer Impulse
in gleichmäßiger Folge, imlpullsielren (zu lat. impulsus,
Part. Perf. von impellere (vgl. Impuls), u. T..deren): (ver
altet) antreiben, anregen, anreizen, imlpullsiv (wohl un
ter Einfluss von gleichbed. engl. impulsive, fr. impulsif aus
mlat. impulsivus, vgl. Impuls): aus einem plötzlichen, au
genblicklichen Impuls heraus handelnd, einer Eingebung
sogleich folgend, spontan. Im|pul|si|vi|tät [...v...] die; (zu T ...ität): impulsives Wesen, Verhalten. Imlpulslmodullaltilon die; - (zu îlmpuls): Modulationsverfahren,
bei dem der Träger keine hochfrequente kontinuierliche
Schwingung ist, sondern aus einer Folge von Impulsen
(2a) besteht (Nachrichtentechnik). Imlpulsltechlnik
die; -: Teilgebiet der Î Elektrotechnik, das sich mit der Er
zeugung, Verbreitung u. Anwendung elektrischer Impulse
befasst
Imlpulniltät die; - (aus gleichbed. lat. impunitas, Gen. im
punitatis zu Tin... (1) u. poena „Strafe“): (veraltet) Straf
losigkeit
imlpur (aus gleichbed. lat. impurus zu tin... (2) u. purus
„rein“): (veraltet) unrein. Imlpulrislmus der; -, ...men
(zu T...ismus (4)): (veraltet) Sprachunreinheit. Imlpulritätdie; -, -en (aus gleichbed. lat. impuritas, Gen. impuri
tatis): (veraltet) Unreinheit
imlpultalbel (aus gleichbed. fr. imputable zu imputer „an
rechnen“, dies aus lat. imputare, vgl. imputieren): (veral
tet) zurechnungsfähig, verantwortlich. Im I pu |ta Ibi IliItät
die; - (aus gleichbed. fr. imputabilité; vgl. ...ität): (veraltet)
Zurechnungsfähigkeit, lmlpultaltilon die; -, -en (aus lat.
imputatio „An-, Berechnung“ zu imputare, vgl. imputie
ren): 1. von Luther bes. betonter Grundbegriff der christl.
inaktivieren
Rechtfertigungs- u. Gnadenlehre, nach der dem sündigen
Menschen als Glaubendem die Gerechtigkeit Christi an
gerechnet u. zugesprochen wird. 2. (veraltet) [ungerecht
fertigte] Beschuldigung, imlpultaltiv (aus gleichbed. lat.
imputativus); (veraltet) eine [ungerechtfertigte] Beschul
digung enthaltend; imputative l,,,və] Rechtfertigung: svw.
Imputation (1). imputieiren (aus lat. imputare „zu
schreiben, anrechnen“): (veraltet) [ungerechtfertigt] be
schuldigen
in (aus gleichbed. engl. in); in der Verbindung in sein: (ugs.)
1. (bes. von Personen im Showgeschäft o.Ä.) im Brenn
punkt des Interesses stehen, gefragt sein; Ggs. tout (sein
1 ). 2. sehr in Mode sein, von vielen begehrt sein, betrieben
werden; Ggs. Tout (sein 2)
in.... In... (aus gleichbed. lat. in- ), vor 1 zu il..., vor m, b u. p
zu im..., vor r zu ir... angeglichen: Präfix mit den Bedeu
tungen: 1. ein..., hinein..., z.B. induzieren, illuminieren,
Implantation; irritieren. 2. nicht..., un..., z. B. inaktiv, ille
gal, immateriell; irrational
...in [,,,i:n] (aus lat. -in(us)): 1. Suffix sächlicher Substanti
ve, meist aus der Chemie u. Biochemie, z. B. Benzin, Ly
sin, Nikotin, bzw. Suffix männlicher Substantive, die
meist Minerale u. Gesteine bezeichnen, z.B. Aventurin,
Serpentin. 2. Suffix von Adjektiven, z. B. alpin, monoklin
in ablsenltia <Jat.}; in Abwesenheit [des Angeklagten]
in absltraclto* [- ...k...] (lat.}; im Allgemeinen, ohne Be
rücksichtigung der besonderen Lage [betrachtet]; Ggs.
Îin concreto; vgl. abstrakt
Inlabunldanz* [auch 'm...] die; - (zu Tin... (2) u. ÎAbun
danz): (veraltet) Mangel
ln|aci|diltät [,..ts.._, auch 'm...] die; - (zu tin... (2) u. Î Aci
dität): svw. Anacidität
inladälquat* [auch ... kva:t] (zu Tin... (2) u. Tadäquat): un
angemessen, nicht passend, nicht entsprechend; Ggs.
Tadäquat. Inladälquatlheit die; -, -en: a) (ohne Plur.)
Unangemessenheit; Ggs. TAdäquatheit; b) etwas Unan
gemessenes; Beispiel, Fall von Unangemessenheit
I n I ä I d i If i I ka |ti Ion die; -, -en (aus gleichbed. lat. inaedificatio, vgl. inädifizieren): (veraltet) Errichtung eines Gebäu
des auf einem [fremden] Grundstück, in|ä|di|filzielren
(zu Tin... (1) u. lat. aedificare „bauen, erbauen“): (veral
tet) [auf fremdem Grundstück] bauen
in|ad|mis|si|be! [auch 'm...] (zu Tin... (2), lat. admittere
„zulassen“ u. t...ibel): (veraltet) unzulässig, unstatthaft.
Inladlmislsilbilliltät [auch 'm...] die; - (zu Î ...ität): (ver
altet) Unzulässigkeit
in aelterlnum [- e...] {lat.}; auf ewig
inlaglglultilnalbel* (zu Tin... (2), Tagglutinieren u.
T...abel): nicht agglutinierbar (bes. von Blutzellen; Med.)
inlaklkulrat [auch ... ra:t] (zu Îin... (2) u. Takkurat): unge
nau, nicht sorgfältig
inlakltiv [auch ,,,'ti:f] (zu Tin... (2) u. Taktiv): 1. untätig,
sich passiv verhaltend; Ggs. Taktiv (la). 2. a) außer
Dienst; sich im Ruhestand befindend, verabschiedet, oh
ne Amt; b) (Studentenspr.) zur Verbindung in freierem
Verhältnis stehend; Ggs. Taktiv (6). 3. a) chemisch un
wirksam (von chem. Substanzen, TToxinen o.Ä., deren
normale Wirksamkeit durch bestimmte Faktoren wie z. B.
starke Hitze ausgeschaltet wurde); Ggs. taktiv (5); b) vo
rübergehend keine Krankheitssymptome zeigend (von
Krankheitsprozessen wie z.B. Lungentuberkulose). Inakltilve [...va] der; -n, -n: von den offiziellen Veranstal
tungen weitgehend befreites Mitglied (älteren Semesters)
einer studentischen Verbindung. in|ak|ti|vie|ren [,..v...]:
1. in den Ruhestand versetzen, von seinen [Amts]pflichten
entbinden. 2. einem Stoff, einem Mikroorganismus (z.B.
einem Virus), einem Serum (z.B. dem Blutserum) o.Ä.
durch bestimmte chem. od. physik. Verfahren, z. B. starke
Erhitzung, seine spezifische Wirksamkeit nehmen (Med.).
EH
Inaktivität
InlakitiIviItät [auch ,,,'tɛ:t] die;-'. 1. Untätigkeit, passives
Verhalten; Ggs. tAktivität (1). 2. chem. Unwirksamkeit.
3. das Ruhen eines krankhaften tProzesses (1; Med.)
inlakltulell [auch ... tuel] (zu tin... (2) u. Îaktuell): nicht im
augenblicklichen Interesse liegend, nicht zeitgemäß, nicht
zeitnah; Ggs. taktueil (1)
in|ak|zep|talbel [auch ... ta:...] (zu tin... (2) u. takzeptabel): unannehmbar, nicht Takzeptabel. Inlakzepltabililtät [auch ... ts:t] die; -: Unannehmbarkeit
in|ak|zes|si|bei [auch 'm...] (zu tin... (2) u. takzessibel):
(veraltet) unzugänglich. Inlaklzeslsilbilliltät [auch
'm...] die; - (zu Î ...ität): (veraltet) Unzugänglichkeit
in alibis [- 'albi:s] {lat.; eigtl. „auf weißen (mit Gips über
tünchten Tafeln)“): (veraltet) in Rohbogen, nicht gebun
den (von Büchern); vgl. Dominica in albis
in|ali|e|na|bel [...je...] (zu tin... (2) u. talienabel): unver
äußerlich, nicht übertragbar (Rechtsw.). Inlali elna bililtät die; -, -en (zu (...ität): Unveräußerlichkeit, Unüber
tragbarkeit (Rechtsw.)
inlalltelralbel [auch ’m...] (zu Îin... (2) u. talterabel): (ver
altet) unveränderlich, unwandelbar. In|al|telralbi|liltät
[auch 'm...] die; -: (veraltet) Unveränderlichkeit, Unwan
delbarkeit
inlamislsilbel [auch 'm.,.] (zu tin... (2) u. tamissibel):
(veraltet) unverlierbar
in|a|mo|vi|bel [...v...] (zu tin... (2), lat. amovere „fortbe
wegen“ u. t...ibel): (veraltet) unabsetzbar, unversetzbar.
In|a|mo|vi|bi|li|tät die; - (zu (...ität): (veraltet) Unver
setzbarkeit (von Beamten)
inan* (aus gleichbed. lat. inanis): nichtig, leer, hohl, eitel
(in der atomistischen Philos.). Inalniltät die; - (aus
gleichbed. lat. inanitas, Gen. inanitatis): Nichtigkeit, Lee
re, Eitelkeit. Ina|ni|ti|on die; - (aus spätlat. inanitio „Ent
kräftung“, eigtl. „Ausleerung“): Abmagerung mit völliger
Entkräftung u. Erschöpfung als Folge unzureichender Er
nährung od. bei auszehrenden Krankheiten wie der Tu
berkulose (Med.)
inlaplpalrent [auch ...’rent] (zu tin... (2) u. tapparent):
nicht sichtbar, nicht wahrnehmbar (von Krankheiten;
Med.); Ggs. Tapparent
in|ap|pel|la|bel [auch 'm...] (zu tin... (2) u. tappellabel):
(veraltet) keine Möglichkeit mehr bietend, ein Rechtsmit
tel einzulegen, durch Berufung nicht anfechtbar (von ge
richtlichen Entscheidungen). In|ap|pelllalbi|li|tät [auch
'm...] die; - (zu (...ität): (veraltet) Unberufbarkeit (von ge
richtlichen Entscheidungen)
Inlaplpeltenz [auch ...’tents] die; - (zu tin... (2) u. tAppe
tenz): krankhaft fehlendes Verlangen (z. B. nach Nah
rung; Med.)
in|ap|pli|ka|bel* [auch 'm...] (zu Îin... (2) u. tapplikabel):
(veraltet) unanwendbar. In|ap|pli|kalbilli|tät [auch
'm...] die; -: (veraltet) Unanwendbarkeit. In|ap|pli|ka|tion [auch 'm...] rfze; -, -en: (veraltet) Ungeschicklichkeit
inläqual (zu tin... (2) u. täqual): (veraltet) ungleich, ver
schieden; Ggs. t äqual
in|ar|ti|ku|liert [auch ...’li:ut] (zu tin... u. Îartikulieren;
vgl. ...iert): nicht artikuliert, ohne deutliche Gliederung
gesprochen
in|äs|ti|ma|bel [auch ’m...] (aus gleichbed. lat. inaestima
bilis): (veraltet) unschätzbar
in|au|di|bel (zu lat. inaudire „munkeln hören“ u. t,,,ibel):
(veraltet) unhörbar, inlauldit (aus gleichbed. lat. inaudi
tus): (veraltet) unerhört, ungehört
ln|aulgu|ralldis|ser|ta|ti|on die; -, -en (zu t inaugurieren,
1 ‘...al (1) u. (Dissertation): wissenschaftl. Arbeit ((Dis
sertation) zur Erlangung der Doktorwürde (im Untertitel
der Arbeit erwähnte Bez.). Inlaulgulraltilon die; -, -en
(aus lat. inauguratio „Anfang“ zu inaugurare, vgl. inaugu
rieren): feierliche Einsetzung in ein akademisches Amt
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od. eine akademische Würde. in|au|gu|rie|ren (aus lat.
inaugurare „den Vogelflug befragen; ins Amt einführen,
einweihen“): a) feierlich in ein akademisches Amt od. eine
akademische Würde einsetzen; b) einführen, einleiten,
schaffen, ins Leben rufen; c) (österr. selten) einweihen
in|au|rie|ren (aus gleichbed. lat. inaurare zu tin... (1) u.
aurum „Gold“): (veraltet) vergolden
Inlazi di tät vgl. Inacidität
Inlbetlween [mbɪ'twi:n] der; -s, -s (aus engl. inbetween
„Mittel-, Zwischending“): halbdurchsichtiger, in seiner
Dichte zwischen Gardinen- u. Vorhangstoff liegender
Stoff zur Raumausstattung
in blanlko (zu it. in „nicht“ u. (blanko): unausgefüllt, leer
(von Schecks o. Ä.)
in bond (engl.; „unter Zollverschluss“): unverzollt, aber
unter Zollaufsicht stehend (von gelagerten Waren;
Wirtsch.)
In bor der der; -s, - (zu engl. inboard „binnenbords, In
nenbord)-“): Motorboot mit eingebautem Motor
Inlborn Erlror ['mbɔ:n 'ɛrə] das; - -s, - -s (aus engl. inborn
error „angeborener Irrtum“): Bez. für die erblichen Stoff
wechselanomalien (Med.)
in brelvi [- 'bre:vi] {lat.}: (veraltet) in Kürze, bald
inlcallzanldo, inlcallzanlte [...kal...] {it.; zu incaizare
„drängen, drücken“): drängend, allmählich schneller wer
dend (Vortragsanweisung; Mus.)
in calsum (nelceslsiltaltis) [- k... (netse...)] {lat.}: für
den (Not)fall
Inlcenltive [ɪn'sɛntɪv] das; -s, -s (aus engl. incentive „An
sporn, Ermutigung“, dies zu lat. incentivus „anregend,
reizend“): a) svw. Inzentiv; b) (Plur.) durch wirtschafts
politische (meist steuerliche) Maßnahmen ausgelöste An
reizeffekte zu erhöhter Î ökonomischer (a) Leistungsbe
reitschaft. In|cen|tivelrei|se die; -, -n: Reise, die ein
Unternehmen bestimmten Mitarbeitern als Prämie od. als
Anreiz zur Leistungssteigerung stiftet
Inlcepltilsol [...ts...] der; -s, -e (zu engl. to incept „in sich
aufnehmen“ u. sole „Boden(fläche)“ (aus lat. solum),
Analogiebildung zu (Podsol): Bodentyp der amerik. Bo
densystematik mit humusreichem Oberboden od. Aufla
gehumus
Inch [ɪnʧ] der; -, -es ['ɪntʃɪs] (4 lneh[es]) (aus gleichbed.
engl. inch, dies über altengl. ynce aus lat. uncia „das
Zwölftel, der zwölfte Teil eines Fußes, Zoll“): angelsäch
sisches Längenmaß (= 2,54 cm); Abk.: in.; Zeichen "
inlcholaltiv [...k..„ auch 'm...] (aus gleichbed. lat. inchoa
tivus): einen Beginn ausdrückend (von Verben, z.B. auf
stehen, erklingen; Sprachw.); inchoative [...va] Aktionsart:
(Aktionsart eines Verbs, die den Beginn eines Gesche
hens ausdrückt (z.B. erwachen). Inlcholaltiv das; -s, -e
[,,,və] (zu (Inchoativum): Verb mit (inchoativer Aktions
art (Sprachw.). In|cho|a|ti|vum [,..v...J das; -s, ...va (aus
gleichbed. Zai. (verbum) inchoativum): svw. Inchoativ
in|chro|m[e|ren [...k...] (zu (in... (1), (Chromu. (..deren):
auf Metalle eine Oberflächenschutzschicht aus Chrom auf
nicht galvanischem Wege aufbringen
in|ci|den|tell [...ts...] vgl. inzidentell
in ci dit [...ts...] (aus lat. incidit, 3. Pers. Sing. Perf. von in
cidere „einschneiden, eingraben): „(dies) hat geschnit
ten“ (vor dem Namen des Stechers auf Kupferstichen);
Abk. : inc.
inlcilpit [...ts...] (aus lat. incipit, 3. Pers. Sing. Präs, von in
cipere „beginnen“): „(es) beginnt“ (am Anfang von
Handschriften u. Frühdrucken); Ggs. (explicit. Inlcilpit
das; -s, -s: 1. Anfangsformel, Anfangsworte einer mittelal
terlichen Handschrift od. eines Frühdruckes. 2. a) Be
zeichnung eines Liedes, einer Arie mit den Anfangswor
ten ihres Textes; b) Anfangstakte eines Musikstücks in ei
nem thematischen Verzeichnis
611
in|clu|si|ve* [--,klu'zi:və] vgl. inklusive
in conlcert [- 'kɔnsət] <aus gleichbed.
engl. in concert):
(Werbespr.) a) in einem öffentlichen Konzert, in öffentli
cher Veranstaltung (im Unterschied zu einer Tonträger
aufnahme); b) in einem Mitschnitt eines öffentlichen
Konzerts (im Unterschied zu einer Studioaufnahme)
in conlcrelto* [- kɔn'kre:to] {lat.y. auf den vorliegenden
Fall bezogen; im Einzelfall; in Wirklichkeit; Ggs. tin abs
tracto; vgl. konkret
Inlconltro* [,..k...] vgl. Inkontro
in conltulmalcilam [- kɔntu'ma:ts...] {lat.; „wegen Unbot
mäßigkeit“): in contumaciam urteilen: in (wegen, trotz)
Abwesenheit des Beklagten ein Urteil fällen; in contuma
ciam verurteilen: gegen jmdn. wegen Nichterscheinens vor
Gericht (trotz ergangener Vorladung) ein Versäumnisur
teil fällen; vgl. Kontumaz
in|cor|polra|ted [,,,'kɔ:pəreɪtɪd] {engl.-amerik.; zu to in
corporate „als Körperschaft (amtlich) eintragen“, dies zu
spätlat. incorporare „einverleiben, einfügen“): engl.-amerik. Bez. für eingetragen (von Vereinen, Körperschaften,
Aktiengesellschaften); Abk.: Inc.
in corlpolre [- k...J {¡at.; eigtl. „im Körper"): in Gesamt
heit, alle gemeinsam (Rechtsw.)
Inlcolterms ['ɪnko...] die (Plur.) (Kurzw. aus engl. interna
tional commercial terms „internationale Handelsbedin
gungen“): Gesamtheit der im internationalen Handel üb
lichen Bedingungen für Lieferung, Beförderung, Abnah
me u. Ä. von Waren (Wirtsch.)
Inlcrolyalble* [ɛkroaja:bl] der; -[s], -s [... ja:bl] (aus fr. in
croyable, eigtl. „Unglaubliches“, zu tin... (2) u./r. croire
„glauben“, dies zu lat. credere „glauben“, eigtl. „anver
trauen“): (scherzh. ) a) großer, um 1800 in Frankreich ge
tragener Zweispitz; b) stutzerhafter Träger eines großen
Zweispitzes
Inlculbus [...k...] vgl. Inkubus
In I cus ['ɪŋkʊs] der: -, Incudes [ɪŋ'ku:de:s] (aus lat. incus
„Amboss“): Amboss, mittleres Knöchelchen des Gehör
organs (Biol., Med.)
Inldalgaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. indagatio zu
indagare, vgl. indagieren): (veraltet) Aufspürung, Unter
suchung. inldalgielren (aus gleichbed. lat. indagare):
(veraltet) aufspüren
ln|da|min*ito; -s, -e (Kurzw. aus T/nr/igo u. ÎAminy. säu
reempfindlicher Teerfarbstoff mit grüner bis blauer Farbe
(Chem.)
In dan thren* (zu TIndanthren): (von gefärbten Textilien)
licht- u. farbecht. Inldanlthren® das; -s, -e (Kurzw. aus
'Indigo u. tAnthrazeny. Sammelname für eine Gruppe
der beständigsten, völlig licht- u. waschechten synthet.
t[Küpenfarbstoffe (Chem.). Inldalzin® das; -s (Kurzw.
aus Î /Wigo u. i Azin'y. ein Farbstoff
inldelbilte [...te] {lat.; „nicht aus Schuldigkeit“): irrtüm
lich u. ohne rechtlichen Grund geleistet (von Zahlungen).
Inldelbiltum das; -s, ...ta (aus lat. indebitum „Schuldlo
sigkeit“): (veraltet) Zahlung, die irrtümlich u. ohne recht
lichen Grund geleistet wurde
inldelcilso[...tji:...] {it.; aus gleichbed. spätlat. indecisus):
unbestimmt (Vortragsanweisung; Mus.)
in|de|falti|ga|bel (zu tin... (2), mlat. defatigare „abbrin
gen“ (lat. defatigare „ermüden“) u. t,,,abel): (veraltet)
unermüdlich
in|de|fi|nj|bel (aus lat. indefinibilis „unausgeführt“ zu
Tin... (2) u. definire „begrenzen, bestimmen“): nicht defi
nierbar, nicht begrifflich abgrenzbar; unerklärbar. Inldefi|ni|bi|li|tät die; -, -en (zu T.Jtät): Unbestimmbarkeit,
Unerklärlichkeit, inldelfilnit [auch 'm...] (aus gleichbed.
lat. indefinitus); unbestimmt; indefinites Pronomen: svw.
Indefinitpronomen. In|de|f ilnitlheitrf(e, - : Unentscheidbarkeit (Math.). Inlde|fi|nit|prolno|men das; -s, Plur. -
Inder
u. ...mina: unbestimmtes Fürwort, z.B. jemand, kein. Indefinitum das; -s, ...ta (aus gleichbed. Zat. (pronomen)
indefinitum): (selten) svw. Indefinitpronomen
in|de|kli|na|bel* [auch ...na:...] (aus gleichbed. lat. inde
clinabilis, eigtl. „unbeugsam, unveränderlich“): nicht
beugbar (z.B. rosa: ein rosa Kleid; Sprachw.). Inldelklinalbille das: -, ...bilia (aus gleichbed. lat. (nomen) inde
clinabile): indeklinables Wort. In|delkli|na|bi|li|tät
[auch 'm...] die; - (zu t...ität): Unveränderbarkeit, Un
beugbarkeit (von Wörtern)
in|de|liIkat [auch ... 'ka:t] (zu T in... (2) u. T delikat): unzart;
unfein; Ggs. Tdelikat (1, 2). Inldellilkalteslse [auch
'm...] die; -, -n (aus gleichbed. fr. indélicatesse): (veraltet)
Mangel an Zartgefühl, Taktlosigkeit
In |demlnilsa|ti|on die; -, -en (zu lat. indemnis „schadlos“
u. t,,,ation): (veraltet) Entschädigung, Vergütung
(Rechtsw.). in|dem|ni|sie|ren (zu T..deren): (veraltet)
entschädigen, vergüten; Indemnität erteilen (Rechtsw.).
Inldemlniltät die; - (unter Einfluss von engl. indemnity
bzw. fr. indemnité aus spätlat. indemnitas, Gen. indemni
tatis „Schadloshaltung“): 1. nachträgliche Billigung eines
Regierungsaktes, den das Parlament zuvor [als verfas
sungswidrig] abgelehnt hatte. 2. Straflosigkeit der Abge
ordneten für alle im Parlament getätigten Äußerungen mit
Ausnahme verleumderischer Beleidigungen (besteht im
Gegensatz zur Î Immunität nach Beendigung des Manda
tes fort)
inldelmonsltralbel* [auch ,.,'stra:...] (vermutlich über
gleichbed. engl. indemonstrable aus lat. indemonstrabilis
„unerweislich“): nicht demonstrierbar, nicht beweisbar;
in der Anschauung nicht darstellbar (Philos.)
Inlden das; -s, -e (Kunstw.): Tbizyklischer aromatischer
Kohlenwasserstoff (Chem.)
Inldentlgelschäft das; -[e]s, -e (zu engl. to indent „(Wa
ren aus dem Ausland) bestellen“): Warengeschäft im
Überseeverkehr, bei dem der Warenlieferer den Vertrag
erst dann als gültig anzusehen hat, wenn ihm der Einkauf
zu angemessenen Bedingungen möglich ist
inldenltielren (aus gleichbed. lat. indentare zu Tin... (1),
dens, Gen. dentis „Zahn“, u. T..deren): (veraltet) einker
ben, einzahnen
Inldenltured Ser vant [ɪn'dɛntʃəd 'sə:vənt] der; - -, - -s
(aus engl. indentured servant „vertraglich verpflichteter
Diener“): im 17. u. 18. Jh. in die britischen Kolonien ver
pflichtete Arbeitskraft
Inldelpenldence Day [ɪndɪ'pɛndəns 'deɪ] der; - - {engl. zu
independence „Unabhängigkeit“ (wohl unter Einfluss von
gleichbed. fr. indépendance, vgl. Independenz) u. day
„Tag“): Unabhängigkeitstag der USA (4. Juli), inldepen dent [mde...] (zu Tin... (2) u. lat. dependens, Gen.
dependentis, Part. Präs, von dependere „abhängen“):
(veraltet) unabhängig, selbstständig. Inldelpenldent
der; -en, -en (meist Plur.) (aus engl. independent, eigtl.
„Unabhängiger“): a) Anhänger einer radikalen puritan.
Richtung in England im 17. Jh., die die Unabhängigkeit
der Einzelgemeinde vertrat; b) svw. Kongregationalist.
In|delpen|den|tis|mus der; - (zu T...ismus (1)): (veral
tet) Unabhängigkeitssinn. Inldelpenldent Lalbour
Parity [ɪndɪ'pɛndənt 'leɪbə 'pɑ:tɪ] die; — {engl.y. a) Name
der TLabour Party bis 1906; b) 1914 von der Labour Party
abgespaltene Partei mit pazifistischer Einstellung. Inldepenldenz [mde...] die; - (vermutlich nach gleichbed. fr.
indépendance zu indépendant „unabhängig“, dies zu
Tin... (2) u. dépendant „abhängig“ (zu dépendre aus lat.
dependere; vgl. dependieren)): (veraltet) Unabhängigkeit
in delpolsilto {lat.y. in Verwahrung
Inlderi/er; -s, - (nach seinem Erfinder H. A. Loveday Inder,
1815-1848): Schnittpunktkombination im Kunstschach
mit Tkritischem Zug; vgl. Anderssen
DB
612
indeterminabel
[auch 'm...] (aus gleichbed. spätlat. in
determinabilis): unbestimmt, unbestimmbar (Philos.). Inde|ter|mi|na|bi|li|tät die; - (aus gleichbed. spätlat. indeterminabilitas, Gen. indeterminabilitatis): Unbestimm
barkeit. In|de|ter|mi|na|ti on [auch 'm...] i/fe; - (aus
gleichbed. spätlat. indeterminado): 1. Unbestimmtheit
(Philos.). 2. (veraltet) Unentschlossenheit, inldelterlmina tiv [auch ’m...] (zu T...iv): nicht bestimmend, inldeterlminiert [auch 'm...] (zu T ...iert): unbestimmt, nicht
festgelegt (abgegrenzt), frei (Philos.). In|de|ter|mi|nismus der; - (zu T...ismus (1)>: Lehre von der Nichtbe
stimmbarkeit der Ursache bei physischen Vorgängen od.
der Motive bei Handlungen ( = Lehre von der Willensfrei
heit; Philos.); Ggs. ÎDeterminismus (2)
inldelvot [...v..., auch 'm...] (aus gleichbed. spätlat. indevo
tus): (veraltet) respektlos. In|de|vo|ti|on [auch 'm...] die;
- (aus gleichbed. spätlat. indevotio): (veraltet) Respektlo
sigkeit, Unehrerbietigkeit
Inldex der; Gen. - u. -es, Plur. -e u. ...dizes [,..tse:s] (aus lat.
index „Anzeiger; Register, Verzeichnis“ zu indicere „an
sagen, ankündigen“): 1. alphabet. [Stichwortverzeichnis
(von Namen, Sachen, Orten u.a.). 2. (Plur. Indexe) Liste
von Büchern, die nach päpstlichem Entscheid von den
Gläubigen nicht gelesen werden durften; auf dem Index
stehen: verboten sein (von Büchern). 3. (Plur. Indizes) sta
tistischer Messwert, durch den eine Veränderung be
stimmter wirtschaftlicher Tatbestände (z. B. Preisent
wicklung in einem bestimmten Bereich) ausgedrückt wird
(Wirtsch.). 4. (Plur. Indizes) a) Buchstabe od. Zahl, die
zur Kennzeichnung od. Unterscheidung gleichartiger
Größen an diese (meist tiefer stehend) angehängt wird
(z.B. ɑ,, a2, a} od. allgemein a¡, a„, at; Math.); b) hochge
stellte Zahl, die t Homografen o.Ä. zur Unterscheidung
vorangestellt wird (Lexikografie). 5. Zeigefinger (Med.).
6. Verhältnis der Schädelbreite zur Schädellänge in Pro
zenten (Messwert der Î Anthropologie). 7. Messzahl für
den Wirkungsgrad eines Stoffes (z.B. eines Chemothera
peutikums; Pharm.). 8. Tabelle von Begriffen u. Adres
sen (2) in indexsequenziellen (vgl. sequenziell) Dateien
(EDV). Inldex|el|liplso|id [,,,oi:t] das,■ -[e]s, -e: ÎEllip
soid in der Kristalloptik, dessen Hauptachsenlängen den
Hauptbrechungsindizes des betrachteten Kristalls pro
portional sind. In|dex|fa|mi|lie [...ja] i/ze; -, -n: Modell
familienhaushalt, nach dessen Monatsverbrauch die für
die Berechnung des Preisindex für die Lebenshaltung zu
grunde gelegten Güter u. Dienste anhand eines sogenann
ten Warenkorbes ausgewählt sind. in|de|xie|ren (zu
T..deren; Bed. a unter Einfluss von gleichbed. engl. to in
dex): a) Speicheradressen ermitteln, indem man den Wert
im Adressfeld einer Instruktion zum Inhalt eines Tlndexregisters hinzuzählt (EDV); vgl. Adresse (2); b) einen In
dex, eine Liste von Gegenständen od. Hinweisen anlegen;
vgl. indizieren. Inldelxielrung die; -, -en (zu t...ierung):
1. das Indexieren (a, b). 2. Dynamisierung (vgl. dynami
sieren b) eines Betrages durch Knüpfung an eine Index
klausel. Inldexlklaulsel die; -, -n (zu TIndex): Wertsi
cherungsklausel, nach der die Höhe eines geschuldeten
Betrages vom Preisindex der Lebenshaltung abhängig ge
macht wird (z. B. beim Indexlohn). Inldexllohn der; -[e]s,
...löhne: Entgeltregelung, bei der versucht wird, den Real
lohn, der der Kaufkraft des Lohnes entspricht, stabil zu
halten. In|dex|mi|ne|ral das; -s, Plur. -e u. ...lien [,,,iən]:
Mineral, das sich bei der Gesteinsmetamorphose nur un
ter bestimmten Druck-Temperatur-Bedingungen bildet u.
aus dessen Vorkommen deshalb auf den Metamorphose
grad des Gesteins geschlossen werden kann (Geol.). Indexregislter das; -s, -: Anlageteil in elektronischen Re
chenanlagen, in dem unabhängig vom Rechenwerk mit
Zahlen gerechnet werden kann, die in der Position eines
inlde|ter|mi|nalbel
Adressenteils stehen (EDV); vgl. Adresse (2). Inldexrenlte die; -, -n: svw. dynamische Rente. Inldexlwährung die; -, -en: Währung, bei der die Kaufkraft des Gel
des durch Regulierung der umlaufenden Geld- u. Kredit
menge stabil gehalten wird u. bestimmte Indexziffern
(meist Preisindizes) als Orientierungsmittel dienen. Index|zif|fer die; -, -n: 1. Ziffer, die die Veränderung von
Zahlenwerten zum Ausdruck bringt (z. B. Preisindex; vgl.
Index 3). 2. svw. Index (4)
in de zent [auch ...’tsent] (aus gleichbed. fr. indécent zu
lat. indecens, Gen. indecentis, Part. Präs, von indecere
„übel anstehen“): unschicklich, unanständig; nicht fein
fühlig; Ggs. tdezent. Inldelzenz [auch ..,'tsents] die; -,
-en (überfr. indécence aus gleichbed. spätlat. indecentia):
(veraltet) Unschicklichkeit; Mangel an Takt, Feinfühlig
keit; Ggs. Î Dezenz (1)
inldelzis (zu tin... (2) u. lat. decisus „entschlossen“): (ver
altet) unentschieden, unschlüssig. Inldelzilsilon die; (zu t*...ion): (veraltet) Unentschiedenheit, Unschlüssig
keit. inldelzilsiv (zu t...iv>: (veraltet) nicht entscheidend
’Inldjlalca® [...ka] das; - (Kunstw.): von den südamerik.
Indianern stammendes, dem tVolleyball (1) verwandtes
Mannschaftsspiel, bei dem anstelle des Balles eine India
ca verwendet wird. 2ln|di laica die; -, -s (zu t ‘Indiaca): für
das ‘Indiaca verwendeter, mit Federn versehener Leder
ball mit elastischer Füllung. Inldilan der; -s, -e (aus
gleichbed. engl. Indian cock, eigtl. „indianischer Hahn“):
(bes. österr.) Truthahn. Inldilalnalpollislstart der; -[e]s,
Plur. -s, selten -e (nach der Hauptstadt des US-Bundesstaates Indiana, Indianapolis, einer Stadt mit bekanntem
Autorennen): Form des Starts bei Autorennen, bei der die
Fahrzeuge nach einer Einlaufrunde im fliegenden Start
über die Startlinie fahren. In|di|a|ner|krap|fen der; -s, (wohl wegen des rötlich braunen Überzuges): (österr.)
Mohrenkopf (ein Gebäck). Inldi|alner|relser|vat
[...V...] das; -[e]s, -e: den Indianern vorbehaltenes, von ih
nen selbst verwaltetes Siedlungsgebiet. ln|dila|ner|reser va tilon die; -, -en: svw. Indianerreservat, inldilanisch: a) die Indianer betreffend; b) zu den Indianern ge
hörend. inldilalnist der; -en, -en (zu t...ist): 1. (veraltet)
svw. Indologe. 2. Wissenschaftler auf dem Gebiet der Indianistik. In|di|a|nisltik die; - (zu t,,,istik): Wissen
schaft, die sich mit der Erforschung der indianischen
Sprachen u. Kulturen beschäftigt. In|dila|rub|ber ['ɪndiərʌbə] das; -s, - (aus gleichbed. engl. India rubber): (ver
altet) a) Kautschuk; b) Radiergummi
Inldilcan [...k...J vgl. Indikan
ln|di|ca|tor [...k...] der; -s (nach spätlat. indicator „Anzei
ger“ (vgl. Indikator) zu indicare „anzeigen, verraten“);
Honiganzeiger, spechtartiger Vogel des afrik. Urwaldes)
inldiclta caulsa [...'dik... k...] (/ar.; eigtl. „unverhörter Sa
che“): ohne gerichtliche Verhandlung
Inldilde der u. die; -n, -n (nach dem Volk der Inder u.
t,,,ide): typologische Kategorie der ÎEuropiden mit zahl
reichen Untertypen
ln|die [ mdi] das; -s, -s (Kurzw. aus engl. independent label
„unabhängiges TLabel“): a) kleine, unabhängige Platten
firma; b) unabhängiger Produzent von Musik, Filmen
o.Ä.
[ɛd'jɛn] die; - (aus fr. (toile) indienne „indische
(Leinwand)“): mit Seide durchschossenes Baumwollge
webe
inldiflfelrent [auch ...’rent] (aus gleichbed. fr. indifférent
bzw. lat. indifferens, Gen. indifferentis, eigtl. „keinen Un
terschied habend“, zu Tin... (2) u. lat. differre „sich unter
scheiden“): unbestimmt; gleichgültig, teilnahmslos, un
entschieden; indifferentes Gleichgewicht: Gleichgewicht,
bei dem eine Verschiebung die Energieverhältnisse nicht
ändert (Meeh.); indifferente Stoffe: feste, flüssige od. gas
Inldiertne
613
indirekt
förmige Substanzen, die entweder gar nicht od. unter ex
cher Schäden des Kindes); c)medizinische Indikation (bei
tremen Bedingungen nur sehr geringfügig mit Chemika
Gefahr für das Leben der Mutter); d) soziale Indikation
lien reagieren. Inldif|fe|ren|tislmus der; - (zu t...ismus
(bei einer Notlage). In|di|ka|ti|ons|mo|dell das; -s, -e:
(5)>: Gleichgültigkeit gegenüber bestimmten Dingen,
Modell zur Freigabe des Schwangerschaftsabbruchs unter
Meinungen, Lehren; Uninteressiertheit, Verzicht auf ei
bestimmten medizinischen, ethischen od. sozialen Voraus
gene Stellungnahme. Inldif|fe|renz [auch ...'rents] die; -,
setzungen. ’Inldilkaltiv der; -s, -e [...va] (aus gleichbed.
-en (über /r. indifférence aus lat. indifferentia „Gleich
lat. (modus) indicativus, eigtl. „zur Aussage, zur Anzeige
heit“): 1. (ohne Plur.) Gleichgültigkeit, Uninteressiert
geeigneter Modus)“): Wirklichkeitsform des Verbs (z.B.
heit. 2. (von chem. Stoffen [in Arzneimitteln]) Neutralität
fährt}; Abk.: Ind.; Ggs. tKonjunktiv. 2ln|dilkaltiv das;
inldilgen (aus gleichbed. lat. indigenus, indigena): einge
-s, -s (nach gleichbed. fr. indicatif zu t’Indikativ): Erken
boren, einheimisch. In|di|ge|nat das; -[e]s, -e (zu t...at
nungsmelodie; bestimmtes Musikstück, das immer wie
(1)): (veraltet) a) Heimat-, Bürgerrecht; b) Staatsangehö
derkehrende Radio- u. Fernsehsendungen einleitet, inldirigkeit. Inldilgelne die (Plur.) (aus lat. indigena „einhei
kaltilvisch [...v..., auch ... ti:...] (zu Î'Indikativ): den In
mische (Tiere)“ zu indigenus, vgl. indigen): bodenständi
dikativ betreffend, im Indikativ [stehend], Inldilkaltor
ge Tiere, die in einem bestimmten Lebensraum zu Hause
der; -s, ...oren (aus spätlat. indicator, vgl. Indicator): 1.
sind (Zool.). In dilge nis mus der; - (zu t...ismus (2)>: liUmstand od. Merkmal, das als [beweiskräftiges] Anzei
terarisch-künstlerische, seltener politische Strömung in
chen od. als Hinweis auf etwas anderes dient. 2. (veraltet)
Lateinamerika zugunsten der Erhaltung u. Förderung in
Liste der ausleihbaren Bücher einer Bibliothek. 3. Gerät
dianischer Tradition
zum Aufzeichnen des theoretischen Arbeitsverbrauches u.
irpdilgent (aus gleichbed. lat. indigens. Gen. indigentis,
der Î indizierten Leistung einer Maschine (z. B. Druckver
Part. Präs, von indigere „Mangel haben“): (veraltet) be
lauf im Zylinder von Kolbenmaschinen). 4. Stoff (z.B.
dürftig, arm. Inldilgenz die; - (aus gleichbed. lat. indi
Lackmus), der durch Farbwechsel eine bestimmte chem.
gentia): (veraltet) Bedürftigkeit
Reaktion anzeigt. In|di|ka|tor|dialgramm das; -s, -e:
inldilgest [auch 'm...] (aus gleichbed. lat. indigestus): un
durch einen Indikator (3) aufgezeichnete Leistungskurve
verdaut. in|di|ges|ti|bel [auch in...] (aus gleichbed. lat.
(einer Maschine; Techn.). Inldilkaltorlfarblstoff der;
indigestibilis): unverdaulich. In|di|ges|ti|bi|li|tät [auch
-[e]s, -e: Stoff, der die Zustandsänderung in chem. Syste
in...] die; - (zut ...ität): Unverdaulichkeit. Inldilgesltilon
men durch Farbwechsel anzeigt. In|di|ka|tor|me!tho|de
[auch in...] die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. indigestio,
die; -, -n: svw. Tracermethode. In|di|ka|tor|or|ga|niseigtl. „Mangel an Verdauung“, vgl. indigest): Verdauungs
men die (Plur.): Bez. für Organismen, deren Vorkommen
störung (Med.)
od. Fehlen auf bestimmte Verhältnisse im Biotop hinweist
inldilgiltaltilon die; - (zu Îindigitieren u. t...ation): (veral
(Biol.). Injdükaitorlpa pier
-s, -e: mit einem od.
tet) Fingerzeig, Andeutung, inldilgiltielren (zu Îin... (1),
mehreren Indikatoren getränkter poröser Papierstreifen,
lat. digitus „Finger“ u. Î..deren): (veraltet) auf etw. hin
der beim Eintauchen in eine chem. Reaktionslösung durch
weisen; nachweisen
Farbänderung angibt, ob die Lösung sauer od. basisch ist.
Inldi gna tilon* die; - (aus gleichbed. lat. indignatio zu in
Inldilkaltorlsublstanz* die; -, -en: svw. Tracer. Inldidignari, vgl. indignieren): Unwille, Entrüstung, inldikaltrix* die; - (aus gleichbed. nlat. indicatrix, Femininum
gnielren (aus lat. indignari „etw. für unwürdig halten,
von spätlat. indicator, vgl. tlndikator): mathematisches
entrüstet sein od. werden“): Unwillen, Entrüstung hervor
Hilfsmittel zur Feststellung der Krümmung einer Fläche
rufen. inldilgniert (zu Î ...iert): a) von etw. unangenehm,
in einem ihrer Punkte. Inldikltilon die: -, -en (aus gleich
peinlich berührt; b) über etw. erzürnt, unwillig, entrüstet.
bed. mlat. indictio zu spätlat. indictio „Ansage, Ankündi
gung“, dies zu indicere „ansagen, ankündigen“): mittelal
In|di|gni|tät die; - (aus lat. indignitas, Gen. indignitatis
terliche Jahreszählung (Römerzinszahl) mit 15-jähriger
„unwürdiges Verhalten, Niederträchtigkeit“): 1. (veraltet)
Unwürdigkeit. 2. Erbunwürdigkeit (Rechtsw.)
t Periode ( 1 ), von 312 n. Chr. an gerechnet (nach dem alle
15 Jahre aufgestellten röm. Steuerplan)
In di go der od. r/a.v; -s, Plur. (Indigoarten) -s vermutlich
über oberit, indigo aus lat. Indicum, dies aus gleichbed. gr. in|di|li|gent [auch 'm...] (aus gleichbed. lat. indiligens,
Gen. indiligentis zu tin... (2) u. diligens „sorgfältig, ge
Indikön, eigtl. „das Indische“, nach dem Namen seiner
nau“): (veraltet) nachlässig. Inldillilgenz [auch 'm...] die;
ostind. Heimat): ältester u. wichtigster organischer, heute
- (aus gleichbed. lat. indiligentia): (veraltet) Nachlässig
synthetisch hergestellter blauer Î [Küpenfarbstoff
keit, Mangel an Sorgfalt
(Chem.). Inidilgolblau das; -s, Plur. -, ugs. -s: svw. Indi
go. inldilgolid (zu t...oid): indigoähnlich. Inldilgollith Inldio der; -s, -s (aus gleichbed. span, indio, eigtl. „Inder“):
süd- od. mittelamerik. Indianer
[auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T ...lith) : sehr
seltener, blauer tTurmalin. In di go tin das; -s (zu t...in Inldilrect Rule [ɪndɪ'rɛkt 'ru:l] die; - - (aus engl. indirect
rule „indirekte Herrschaft“): von der brit. Kolonialmacht
(1)>: svw. Indigo. Inldik der; -s (aus lat. Ihdicus „indisch“,
vor allem in Afrika u. Asien angewandtes Herrschafts
dies aus gleichbed. gr. Indikós): Indischer Ozean. Inldiprinzip, das die einheimischen Herrschaftsverhältnisse
kan. Indican [...k...] das; -s (Kurzw. aus ÎIndigo, ÎKalium
bestehen ließ, soweit sie sich der brit. Kontrolle unterwar
u. t ...any Bez. für zwei Verbindungen des t Indoxyls, ein
fen. inldilrekt [auch ... rekt] (aus gleichbed. mlat. indi
Kaliumsalz (im Indigostrauch enthalten bzw. ein Abbau
rectus): 1. nicht durch eine unmittelbare Äußerung, Ein
produkt der Leber; Biochem.). Inldiika nulrie* die; -,
flussnahme o.Ä.; nicht persönlich; über einen Umweg;
...ien (zu t...urie): vermehrte Ausscheidung von Indikan
Ggs. tdirekt; indirekte Rede: abhängige Rede (z.B.: Er
im Harn (z.B. bei Verstopfung u. Fäulnisprozessen im
sagte, er sei nach Hause gegangen); Ggs. tdirekte Rede;
Darm; Med.)
indirekte Steuern: Steuern, die durch den gesetzlich be
Inldilkaltilon die; -, -en (aus lat. indicatio „Anzeige (des
stimmten Steuerzahler auf andere Personen (meist Ver
Preises)“ zu indicare, vgl. indizieren): 1. (aus der ärztli
braucher) abgewälzt werden können; indirekte Wahl:
chen Diagnose sich ergebende) Veranlassung, ein be
Wahl [der Abgeordneten, des Präsidenten] durch Wahl
stimmtes Heilverfahren anzuwenden, ein Medikament zu
männer u. nicht [direkt] durch die Urwähler (z.B. in den
verabreichen (Med.); Ggs. îKontraindikation; vgl. indi
USA). 2. (von räumlichen Beziehungen) nicht unmittel
zieren (2) u. ...ation/...ierung. 2. das Angezeigtsein eines
bar, nicht auf einem direkten Weg; indirekte Beleuchtung:
Schwangerschaftsabbruchs: a) ethische Indikation (bei
Beleuchtung, bei der die Lichtquelle unsichtbar ist
Vergewaltigung); b) eugenische Indikation (wegen mögli
n
indiskret
[auch ,,,'kre:t] <zu tin... (2) u. tdiskret): ohne
den gebotenen Takt od. die gebotene Zurückhaltung in
Bezug auf die Privatsphäre eines anderen; Ggs. Tdiskret.
In dis kretlheit [auch ...kre:t...] die; -, -en: 1. (ohne
Plur.) das Indiskretsein; indiskretes Verhalten. 2. indis
krete Handlung. Inldis|kre|ti|on [auch 'm...] die; -, -en
(zu t’...ion): a) Mangel an Verschwiegenheit; Vertrauens
bruch; b) Taktlosigkeit
in|dis|kri|mi|nalbel* [auch 'm...] (zu Tin... (2), lat. discri
minare „trennen, unterscheiden“ u. T...abel): (veraltet)
nicht unterscheidbar. Inldislkrilmilnaltilon [auch 'm...]
die; - <zu tin... (2) u. ¡Diskrimination): die; -: (veraltet)
Unterschiedslosigkeit, mangelnde Unterscheidung
in|dis|ku|ta|bel [auch ...'ta:...] <zu tin... (2) u. ¡diskuta
bel): nicht der Erörterung wert; Ggs. t diskutabel
inldislpenlsalbel [auch ... za:...] (zu tin... (2) u. tdispensabel): (veraltet) unerlässlich
in|dis|po|ni|bel [auch ...'m:...] (zu tin... (2) u. ¡disponi
bel): a) nicht verfügbar; festgelegt; b) (selten) unveräußer
lich. inldis|po|nie|ren [auch ...’ni:...] (unter Einfluss von
gleichbed. fr. indisposer zu tin... (2) u. ¡disponieren):
(veraltet) in schlechte Laune versetzen, schlecht gelaunt
machen, inldislpolniert [auch ,,,'ni:nt] (unter Einfluss
von fr. indisposé zu tin... (2) u. t disponiert): nicht zu et
was aufgelegt; in schlechter Verfassung (z.B. von der
Stimme bei Sängern). In|dis|po|niert|heit [auch
... ni:çt...] die; -: Zustand des Indisponiertseins. Inldispolsiltilon [auch ,,,'tsio:n] die; -, -en (aus gleichbed. fr.
indisposition, vgl. *...ion>: Unpässlichkeit; schlechte kör
perlich-seelische Verfassung
inldislpultalbel [auch ...’ta:...] (aus gleichbed. spätlat. indisputabilis zu tin... (2) u. îdisputabel): (veraltet) nicht
strittig, unbestreitbar; Ggs. t disputabel
in|dis|so|lu|bel [auch 'm...] (aus gleichbed. lat. indissolu
bilis zu tin... (2) u. dissolvere „auflösen“): (veraltet) un
auflöslich
Inldisltinkltilon [auch 'm...] die; - (zu tin... (2) u. lat. in
distinctus „ungeordnet; undeutlich“ (zu distinguere „un
terscheiden“)): (veraltet) Unklarheit, Undeutlichkeit
ln|dis|zi|plin* [auch ,,,'pli:n] die; - (zu tin... (2) u. ÎDiszip
lin): (selten) Mangel an ¡Disziplin, i n I d is I zi I p Ii I na I be I
[auch 'm...] (aus gleichbed. fr. indisciplinable, dies zu
tin... (2) u. spätlat. disciplinabilis „schulmäßig unterricht
bar; unterrichtet“): (veraltet) unbändig, unlenkbar, nicht
an Gehorsam zu gewöhnen, in I di s I zi I pl i I n iert [auch
...ni:pt] (zu t ...iert) : keine t Disziplin haltend
Inldilum das; -s (zu lat. indicum „Indigo“ (wegen der zwei
indigoblauen Linien im Spektrum des Indiums) u.
t,,,ium): ehern. Element, Metall; Zeichen: In
in Idi I vi Idu ! al..., In di vi du al... [...v...] (aus gleichbed.
mlat. individualis zu lat. individuum, vgl. Individuum):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „das Einzelwe
sen, den einzelnen Menschen betreffend“, z.B. indivi
dualpsychologisch, Individualtourismus. In|di|vi|du|aldiagnose* die; -, -n: Methode zur Erfassung der Per
sönlichkeit eines Menschen mithilfe von Tests sowie der
1 differenziellen u. Tiefenpsychologie. In di vildu alldistanz <7/e; -, -en: spezifischer Abstand, auf den sich Tiere
einer Art untereinander annähern. In|dilvildu|allethik
die; -: 1. Teilgebiet der Î Ethik (1 a), das insbesondere die
Pflichten des Einzelnen gegen sich selbst berücksichtigt.
2. Ethik, in der der Wille od. die Bedürfnisse des Einzel
nen als oberster Maßstab zur Bewertung von Handlungen
angesehen werden. In|diIvi duIa 1 Ii|sa |tiIon
-, -en (zu
t...isation): svw. Individualisierung; vgl. ...ation/...ierung.
in I d i I vi I d u I a 11i I sie I ren (aus gleichbed. fr. individualiser,
vgl. individual...): die Individualität eines Gegenstandes
bestimmen; das Besondere, Einzelne, Eigentümliche [ei
ner Person, eines Falles] hervorheben. In|di|vi|du|a|li-
in dis kret*
614
sielrung die; -, -en (zu Î ...isierung): das Individualisie
ren; vgl. ...ation/...ierung. In|di|vi|du|allis|mus der; (aus gleichbed. fr. individualisme; vgl. individual... u. ...ismus (1)>: 1. Anschauung, die dem Individuum u. seinen
Bedürfnissen den Vorrang vor der Gemeinschaft ein
räumt (Philos.). 2. Haltung eines Individualisten (2). Indivildulalist der; -en, -en (aus gleichbed. fr. individua
liste, vgl. individual...): 1. Vertreter des Individualismus
(1). 2. a) jmd., der einen ganz persönlichen, eigenwilligen
Lebensstil entwickelt hat u. sich dadurch von anderen, ih
ren Verhaltens- u. Denkweisen unterscheidet, der von ei
ner Gruppe od. Gemeinschaft unabhängig ist [u. sein
möchte]; b) Einzelgänger. inldi|vi|du|a|lis|tisch (zu
Î ...istisch): 1. dem Individualismus entsprechend. 2. der
Haltung, Eigenart eines Individualisten entsprechend. Ind i I vi I d u I a 11 i Itat áze; -, -en (aus gleichbed. fr. individuali
té, vgl. individual... u. ...ität): 1. (ohne Plur.) persönliche
Eigenart; Eigenartigkeit, Einzigartigkeit. 2. Persönlich
keit. In|di|vildulal|pälda|golgik* i/ze; - (zu ¡indivi
dual...): individuelle Neigungen u. Fähigkeiten (z.B.
durch Differenzierung des Unterrichts) berücksichtigen
des u. förderndes Erziehungsprinzip. In|di|vildu|al|potenz tZze; -, -en: 1. [sexuelle] Leistungsfähigkeit männli
cher Individuen (Biol.). 2. Ausmaß der Erbtüchtigkeit ei
nes Zuchttieres (Biol.). In|di|vildulallprä|ven|ti|on
[...ven...] die; -, -en: svw. Spezialprävention. Inldilvilduallpsylche die -, -n: Einzelseele (Psychol.). Inldilvildual psylcho lo gie die; -: 1. psychologische Forschungs
richtung, die sich mit dem Einzelwesen befasst. 2. Psycho
logie des Unbewussten (A. Adler), nach der der Hauptan
trieb des menschlichen Handelns in sozialen Bedürfnissen
u. damit in einem gewissen Streben nach Geltung u.
Macht liegt; Ggs. ÎKollektivpsychologie. in|di|vi|du|alpsylchollolgisch: die Individualpsychologie betref
fend. Inldilvildulallsphälre die; -, -n: private Sphäre,
persönlicher Bereich des Einzelnen. In|di|vildulal|stil
der; -[e]s, -e: mehr od. weniger durchgängiger Stil eines
einzelnen Künstlers während seiner gesamten Schaffens
periode. In|di|vi|du|al|tou|ris|mus [...tu...] der; -: Tou
rismus, der sich auf den individuell reisenden Urlauber
bezieht; Ggs. tPauschaltourismus. In|di|vi|du|a|ti|on
die; -, -en (zu Îindividuieren u. t...ation): Prozess der
Selbstwerdung des Menschen, in dessen Verlauf sich das
Bewusstsein der eigenen Individualität bzw. der Unterschiedenheit von anderen zunehmend verfestigt; Ggs.
¡Sozialisation; vgl. ...ation/...ierung. inldilvildulell (aus
gleichbed. fr. individuel über älter fr. individual aus mlat.
individualis, vgl. individual...): 1. a) auf das Individuum,
den einzelnen Menschen, seine Bedürfnisse, speziellen
Verhältnisse u. Ä. zugeschnitten, ihnen angemessen, ihnen
entsprechend; b) durch die Eigenart, Besonderheit u.Ä.
der Einzelpersönlichkeit geprägt; je nach persönlicher Ei
genart [verschieden], 2. [als persönliches Eigentum] einem
Einzelnen gehörend, nicht gemeinschaftlich, öffentlich
genutzt, verwendet, verbraucht. 3. als Individuum, als
Persönlichkeit zu respektieren; als Einzclpersönlichkeit in
Erscheinung tretend, auffallend. In di vi du en: Plur.
von ¡Individuum. in|di|vi|du|ie|ren (aus gleichbed.
mlat. individuare zu lat. individuus „unteilbar“): eine in
dividuelle, akzentuierte [Persönlichkeits]struktur gewin
nen. In|di|vi|du|ielrung die; -, -en (zu t...ierung): svw.
Individuation; vgl. ...ation/...ierung. Individuum
[...duum] das; -s, ...duen (aus (m)lat. individuum „Einzel
ding“, eigtl. „das Unteilbare“, zu lat. individuus „unteil
bar“): 1. der Mensch als Einzelwesen [in seiner jeweiligen
Besonderheit]. 2. (abwertend) Mensch von zweifelhaf
tem Charakter; in irgendeiner Hinsicht negativ einge
schätzte Person. 3. Pflanze, Tier als Einzelexemplar
(Biol.). 4. kleinstes chemisches Teilchen jeglicher Art
615
(Chem.), inidilvilsilbel (aus gleichbed. lat. indivisibilis):
unteilbar; Ggs. Î divisibel. In|di|vi|si|beln, auch Indivisibilien [,,,iən] t/ze (Plur.): in der Mathematik des 17. Jh.s
Bez. für gedachte, in einer Querdimension unendlich dün
ne Gebilde, aus denen sich Flächen u. Körper zusammen
setzen sollten. In|di|vi|silbeln|geo|me|trie*, auch Indivisibiliengeometrie die; -: Vorstufe der Integralrechnung
im 17. Jh. I n I d i I vi I si I bi I li I e n [...iah] usw. vgl. Indivisibeln
usw.
Inldiz das: -es, -ien [,,,iən] <aus lat. indicium „Anzeige; An
zeichen“): 1. Hinweis, Anzeichen. 2. (meist Plur.) Um
stand od. realer Gegenstand, dessen Vorhandensein mit
großer Wahrscheinlichkeit auf einen bestimmten Sach ver
halt (vor allem auf eine Täterschaft) schließen lässt; Ver
dachtsmoment (Rechtsw.). Indilzes [,,,tse:s]: Plur. von
Î Index, in|di zileli <zu Î...eil): (seltener) ein Indiz (2). In
dizien betreffend (Rechtsw.). Inldilzilen [...ion]: Plur.
von tIndiz. In|dj|zi|en|be|weis der; -es, -e: Beweis, der
sich nur auf zwingende Verdachtsmomente stützt
(Rechtsw.). inldilzielren (aus lat. indicare „anzeigen,
verraten“): 1. anzeigen, auf etwas hinweisen. 2. die An
wendung bestimmter Heilmittel od. therapeutischer Maß
nahmen als angezeigt (vgl. Indikation) erscheinen lassen
(von Krankheiten, Symptomen od. Umständen; Med.). 3.
auf den Î Index (1) setzen. 4. a) svw. indexieren (a, b); b)
zum Zwecke der Unterscheidung mit einer hochgestellten
Zahl versehen [z.B. Homonyme: Bank (Bänke), :Bank
(Banken)]. 5. die in einem Befehl enthaltene Operanden
adresse (vgl. Operand) mithilfe eines t Indexregisters mo
difizieren (EDV), inldilziert (zu t,,,iert): 1. angezeigt,
ratsam. 2. ein bestimmtes Heilverfahren nahe legend
(Med.); Ggs. Îkontraindiziert;indizierte Leistung: durch
den tlndikator (3) angezeigte, von der Maschine aufge
nommene Leistung. Inldilzielrung die; -, -en (zu î,..ierung): das Indizieren; vgl. ...ation/...ierung. In di zi um
das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. lat. indicium): (veral
tet) svw. Indiz
inido..., In do... (zugr. Indos „indisch“): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „indisch“, z.B. indoeuropäisch,
Indogermanist, inidolarisch: die von den Î Ariern herge
leiteten Völker Vorderindiens betreffend, z.B. -e Spra
chen. In|do|eu|rolpä|er der; -s, - (nach gleichbed. engl.
Indo-European; vgl. Indogermanische): außerhalb
Deutschlands, bes. in England u. Frankreich übliche Bez.
für Indogermane. in do eu ro pä isch: die Indoeuropä
er betreffend; Abk. : i.-e. In do eu ro pä ist der; -en, -en
(zu t...ist): svw. Indogermanist. Inldoleulrolpälisltik
die; - (zu t...istik): svw. Indogermanistik. Inldolgerlmane der; -n, -n (zu lat. Germanus, Germanicus, eigtl. „ger
manisch“ , dies vermutlich aus dem Kelt. ) : bes. in Deutsch
land übliche Bez. für den Angehörigen eines der Völker,
die das ÎIndogermanische als Grundsprache haben, indolgerlmalnisch: die Indogermanen od. das Indoger
manische betreffend; Abk.: idg. Inldolger|ma|ni|sche
das; -n: erschlossene Grundsprache der Indogermanen
(benannt nach den räumlich am weitesten voneinander
entfernten Vertretern, den Indern im Südosten u. den Ger
manen im Nordwesten). Inldolgerlmalnist der; -en, -en
(zu T ...ist): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Indoger
manistik. Inldolgerlmalnisltik die; - (zu t...istik): Wis
senschaft, die die einzelnen Sprachzweige des Indogerma
nischen u. die Kultur der Indogermanen erforscht
ln|dok|tri|nalti|on* i/ze; -, -en (zu tin... (1), lat. doctrina
„Belehrung“ u. t...ation>: [massive] psychologische Mit
tel nutzende Beeinflussung von Einzelnen od. ganzen
Gruppen im Hinblick auf die Bildung einer bestimmten
Meinung od. Einstellung; vgl. ...ation/...ierung. inldoktrilnaltiv (zu t ...iv): auf indoktrinierende Weise, inldoktrilnielren (zu t..deren): in eine bestimmte Richtung
Indubitabilität
drängen, beeinflussen.in|dok|tri|nie|rung die;-, -en (zu
t. ..ierung>: a) das Indoktrinieren; b) das Indoktriniert
werden; vgl. ...ation/...ierung
Inidol das; -s (Kurzw. aus lat. indicum „Indigo“ u. ...ob:
farblos kristallisierende chem. Verbindung, die bei Fäul
nis von Eiweißstoffen entsteht u. auch in den ätherischen
Ölen von Jasmin u. Orangen auftritt
inldollent [auch ...’lent] (aus/at. indolens, Gen. indolentis
„unempfindlich gegen den Schmerz“ zu Î in... (2) u. dolere
„schmerzen, Schmerz empfinden“): 1. geistig träge u.
gleichgültig; keine Gemütsbewegung erkennen lassend.
2. a) schmerzunempfindlich; gleichgültig gegenüber
Schmerzen; b) (vom Organismus od. von einzelnen Kör
perteilen) schmerzfrei; c) (von krankhaften Prozessen)
keine Schmerzen verursachend. In|do|lenz [auch
... lents] <//e; - (über gleichbed. fr. indolence aus lat. indo
lentia „Freisein von Schmerz, Unempfindlichkeit“): 1.
Trägheit, Gleichgültigkeit; Unempfindlichkeit gegenüber
Eindrücken. 2. Schmerzlosigkeit, Schmerzfreiheit;
Gleichgültigkeit gegenüber Schmerzen
Inldollolge der; -n, -n (zu tindo... u. T...loge): Wissen
schaftler auf dem Gebiet der Indologie. Inldollolgie die;
-(zu t...logie): Wissenschaft von den indischen Sprachen
u. Kulturen
Inldollylleslsiglsäulre z/ze; - (Kunstw. zu îIndolu. t...y/):
zu den Î Auxinen gehörender Pflanzenwuchsstoff
inldoor ['ɪndɔ:] (engl.; „im Hause, Hallen-, Innen-“): in
nen, im Haus, in der Halle [befindlich, stattfindend] (z. B.
von Veranstaltungen). In|door|fuß|ball der; -s: Hallen
fußball
inldolpalzilfisch (zu tindo... u. tpazifisch): um den Indi
schen und Pazifischen Ozean gelegen
Inldolphelnol das; -s, -e (Kunstw. aus ÎIndigo u. tPhenob:
synthetischer Farbstoff für die Farbfotografie
inldoslsalbel (nach gleichbed. fr. endossable zu it. indos
so (vgl. Indosso) u. Î ...abel): durch Indossament übertrag
bar (Wirtsch.). Indossament das; -[e]s, -e (nach
gleichbed. fr. endossament zu Îindossieren u. T’...ment):
Wechselübertragung,
Wechselübertragungsvermerk
(Wirtsch.). Inldoslsant u. Indossent der; -en, -en (zu
t...ant (1) bzw. t...ent): jmd., der die Rechte an einem
Wechsel auf einen anderen überträgt; Wechselüberschrei
ber (Wirtsch.). Inldoslsat der; -en, -en u. In dos sa tar
der; -s, -e (zu Î ...at (1) bzw. t ...ar (2)>: durch Indossament
ausgewiesener Wechselgläubiger (Wirtsch.). Inldoslsent
vgl. Indossant. in|dos|sie|ren (aus gleichbed. it. indossare, eigtl. „auf dem Rücken tragen“ (zu dosso „Rü
cken“), dies aus gleichbed. mlat. indorsare zu lat. dorsum
„Rücken“ (weil ursprünglich der Übertragungsvermerk
nur auf die Rückseite des Indossaments geschrieben wur
de)): einen Wechsel durch Indossament übertragen
(Wirtsch.). Inldoslso das; -s, Plur.-s u. ...ssi (zu it. in dos
so „auf dem Rücken“, vgl. indossieren): Übertragungs
vermerk eines Wechsels
Indoxyl* das; -s, -e (Kunstw. aus t/ndol, Îoxy... u. t...j>/):
Oxidationsprodukt des Î Indols
Inldra* (aus gleichbed. sanskr. indra): Hauptgottheit der
wedischen Religion, im Hinduismus Rachegott
Inldri* der; -s, -s (malagassischy. größte lebende Halbaffen
art aus der Familie der Lemuren in den Wäldern Mada
gaskars
in dulbio (.lat.')', im Zweifelsfall ; in dubio pro reo: im Zwei
felsfall für den Angeklagten (alter Rechtsgrundsatz, nach
dem in Zweifelsfällen ein Angeklagter mangels Beweises
freigesprochen werden soll). in|du|bi|ta|bel [auch ’m...]
(aus gleichbed. lat. indubitabilis zu tin... (2) u. dubitare
„zweifeln“): (veraltet) unzweifelhaft. In|du|bi|ta|bi|lität [auch ’m...] die; - (zu t...ität): (veraltet) absolute Si
cherheit
Di
Induktanz
616
Verzug ist (Wirtsch.). 3. vorübergehende Befreiung von
- <zu Îinduzieren u. t...anz>: rein Tindukeiner gesetzlichen Verpflichtung (kath. Kirchenrecht)
tiver Widerstand (Elektrot.). Iniduklti on <Äe; -, -en (ver
mutlich über gleichbed. engl. induction aus lat. inductio in du plo* dat.y. (veraltet) in zweifacher Ausfertigung,
doppelt; vgl. Duplum
„das Hineinführen, Beweisführung durch Anführung
ähnlicher Beispiele u. Fälle“ zu inducere, vgl. induzieren): ln|du|ra|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. induratio
zu lat. indurare, vgl. indurieren): Gewebe- od. Organver
1. wissenschaftliche Methode, vom besonderen Einzelfall
härtung (Med.). in|du|ra|tiv (zu t...iv): mit Gewebe- u.
auf das Allgemeine, Gesetzmäßige zu schließen; Ggs.
Organverhärtung einhergehend (Med.), inldulrielren
Î Deduktion (a). 2. Erzeugung elektr. Ströme u. Spannun
(aus lat. indurare „hart werden“, eigtl. „hart machen,
gen in elektr. Leitern durch bewegte Magnetfelder (Elek
stählen“): sich verhärten (in Bezug auf Haut, Muskeln od.
trot.). 3. von einem bestimmten Keimteil ausgehende Wir
Gewebe; Med.)
kung, die einen anderen Teil des Keimes zu bestimmten
Entwicklungsvorgängen zwingt (Biol.). Inldukltilons- Inldulsi die; - (Kurzw. für induktive Zugszcherung): elek
tromagnetische Anlage an Gleisen u. Triebfahrzeugen, die
ap pa rat der; -[e]s, -e: svw. Induktor. In|duk|ti|onsder Zugsicherung auf stark befahrenen Schnellstrecken
koleflfilzilent der; -en, -en: svw. Induktivität. Inldukdient (bewirkt bei möglichen Fehlhandlungen des Lokfüh
ti|ons|krank|heit die; -, -en: unechte, bes. psychotische
rers z.B. eine Geschwindigkeitsminderung od. Zwangs
Krankheit, die alle Symptome einer echten Krankheit
bremsung)
zeigt u. die durch ständigen persönlichen Kontakt mit ei
nem Kranken auf psychischem, suggestivem Weg übertra ln|du|si|en|kalk [...ion...] der; -[e]s (zu lat. indusia, Plur.
von indusium, vgl. Indusium): Kalkbänke aus Röhren von
gen wird (Med.). In|duk|ti|ons|log das; -s, -s (zu engl.
Köcherfliegenlarven des Tertiärs. Inldulsilum das; -s,
log „Bohrbericht“; vgl. Log): spezielles geophysikalisches
...ien [...ion] (aus lat. indusium „Überkleid, Bast der
Bohrlochmessverfahren zur Bestimmung der elektr. Leit
Pflanzen“, eigtl. „Obertunika“ (wurde über subucula
fähigkeit der Gesteine durch ein induziertes magnetisches
„Unterhemd“ gezogen)): häutiger Auswuchs der Blattun
Wechselfeld. Inldukltilonslofen der; -s, ...Öfen: elektr.
terseite von Farnen, der die Sporangien überdeckt (Bot.)
Schmelzofen, Ofen für hohe Temperaturen, der durch nie
dergespannten Strom induktiv (2) elektrisch geheizt wird. Inldusltrilal* De sign [ɪn'dʌstrɪəl dizain] das; - -s, (aus
gleichbed. engl. industrial design zu industrial, eigtl. „in
In|duk|ti|onslpe|ri|o|de die; -, -n: bei der fotografi
schen Entwicklung die Zeitspanne, in der die Entwick
dustriell; gewerblich“ u. tDesign): Formgebung, bewuss
te Gestaltung von Gebrauchsgegenständen. Inldusltrilal
lungskeime zu reduktionsauslösenden (vgl. Reduktion 5)
Delsilgner* [- dɪ'zaɪnə] der; - -s, - - (aus gleichbed. engl.
Silberkörnern anwachsen. In|duk|ti|ons|strom z/er;
-[e]s, ...ströme: durch Induktion (2) erzeugter Strom, Inindustrial designer; vgl. Designer): Formgestalter für Ge
dukltilonslthelralpierfze,' -, ...ien [-,,i:ən]: hoch dosierte
brauchsgegenstände. Inldusltrilal Enlgilneer [- ɛndʒɪAnfangstherapie (bei der Tumorbehandlung; Med.). In'nɪə] der; - -s, - -s (aus gleichbed. engl.-amerik. industrial
duktionstumor der; -s, Plur. -en, ugs. auch -e: Ge
engineer): jmd., der über Spezialkenntnisse auf dem Ge
schwulst, die durch äußere Einflüsse, z. B. durch kanzero
biet der Rationalisierung von Arbeitsprozessen in der In
gene Substanzen, verursacht wird (Med.). Inldukltilonsdustrie verfügt. Inldusltrilal Enlgilneelring [- ,,,'nɪərɪŋ]
zylklus* der; -, ...klen: svw. Induktionsschleife, inldukdas; - -s (aus gleichbed. engl.-amerik. industrial enginee
tiv [auch 'm...] (aus spätlat. inductivus „zur Annahme, als
ring): Rationalisierung von Arbeitsprozessen in der In
Voraussetzung geeignet“): 1. in der Art der Induktion (1)
dustrie nach technischen u. wirtschaftswissenschaftlichen
vom Einzelnen zum Allgemeinen hinführend; Ggs. Î de
Prinzipien. in|dus|tri|a|li|sie|ren [industria...] (aus
duktiv. 2. durch Induktion (2) wirkend od. entstehend; in
gleichbed. fr. industrialiser, vgl. Industrie): a) mit Indus
duktiver [...vb] Widerstand: durch die Wirkung der Selbst
trie versehen, Industrie ansiedeln; b) industrielle Herstel
induktion bedingter Wechselstromwiderstand. Inldukltilungsmethoden in einem Produktionsbereich, einem Be
viltät [...v...] die; -, -en (zu t...ität>: Verhältnis zwischen
trieb o. Ä. einführen. In|dusltri|a|li|sie|rung die; -, -en
induzierter Spannung u. Änderung der Stromstärke pro
(zu T ...isierung): 1. Errichtung von Industriebetrieben,
Zeiteinheit. In|duk|tor der;-s, ...oren (nach lat. inductor
d.h. von Produktionsstätten, die unter Einsatz von Ma
„An-, Einführer“; vgl. ...or): 1. Gerät zur Erzeugung ho
schinen gewerbliche (nicht land- od. forstwirtschaftliche)
her Spannung. 2. Gegenstand, der mit einer bestimmten
Stoffgewinnung bzw. mechanische od. chemische Be- od.
Person in Beziehung steht u. den ein Medium (4 a) als
Verarbeitung von Stoffen betreiben. 2. Ausweitung mo
Hilfsmittel, z.B. bei telepathischen Experimenten, ver
derner technischer Verfahren in allen Bereichen, inlduswendet (Parapsych.). 3. körpereigener od. -fremder Stoff,
trilalismus der; - (zu t,,,ismus (2)>: Prägung einer
der Wachstum u. Differenzierung Î embryonaler Gewebe
Volkswirtschaft durch die Industrie. Inldusltrilal Rellau. Organe bewirkt (Biol.)
tions [m'dʌstrɪəɪ rɪ'leɪʃənz] die (Plur.) (aus gleichbed.
in dullci ju|bi|lo [- 'dɑltsi -] liât.; „in süßem Jubel“): An
engl. industrial relations): die inner- u. überbetrieblichen
fang eines mittelalterl. Weihnachtsliedes mit gemischtem
Beziehungen zwischen Arbeitnehmer u. Arbeitgeber. In
lateinischem u. deutschem Text (dt. Nun singet u. seid
dustrie [indu...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. industrie,
froh!): (ugs.) herrlich u. in Freuden
dies aus lat. industria „Fleiß, Betriebsamkeit“ zu industri
in|dul|gent (aus gleichbed. lat. indulgens, Gen. indulgen
us „fleißig“): 1. (Plur. selten) Wirtschaftszweig, der die
tis, Part. Präs, von indulgere „nachsichtig sein“): nach
Gesamtheit aller mit der Massenherstellung von Konsumsichtig. Inldullgenz die; -, -en (aus gleichbed. lat. indul
u. Produktionsgütern beschäftigten Fabrikationsbetriebe
gentia): 1. Schonung, Nachsicht. 2. Straferlass (Rechtsw.).
[eines Gebietes] umfasst. 2. Gesamtheit der Fabrikations
3. Ablass, Nachlass der zeitlichen Sündenstrafen; vgl.
betriebe einer bestimmten Branche [eines Gebietes]. InPurgatorium. in|dul|gen|zie|ren (zu t...ieren>: (veral
dus|trie|an|thro|po|lolgie die; -: Teilgebiet der An
tet) 1. Milde walten lassen. 2. Straferlass gewähren. 3. zeit
thropologie, das sich mit der Anpassung von Gebrauchs
liche Sünden[strafen] erlassen
gegenständen an Körperformen u. -maße des Menschen
In|duIlin das; -s, -e (meist Plur.) (Kunstw. zu ÎIndigo; vgl.
befasst. hi|dus|trie|ar|chä|o|lo|gie die; -: Ausdehnung
...in (1)): blaugrauer Teerfarbstoff (Chem.)
der Ziele u. Methoden von Archäologie u. Denkmalschutz
inldultder od. das; -[e]s, -e (aus spätlat. indultum „Gna
auf Objekte der Industrie (Bauwerke, Maschinen u. Pro
de“): 1. Frist, Vergünstigung, die in bestimmten Fällen ge
dukte industrieller Fertigung). In|dusltrielde|sign
währt wird. 2. Fristeinräumung, wenn der Schuldner im
[...dizain] das; -s: svw. Industrial Design. In|dus|trie|de*
Inidukitanz die:
617
-: svw. Industrial Designer. Inldusltrie-en, -en <zu t’Diamant): nur industriell
(z.B. zum Schleifen) verwendbarer 'Diamant. Inldustrielka|pi|tän der; -s, -e: (ugs.) erfolgreicher Leiter eines
großen Industriebetriebes. Inldusltrielkonlzern der; -s,
-e: Konzern, in dem mehrere Industriebetriebe zusam
mengeschlossen sind, inldusltrilell (aus gleichbed./r. in
dustriel, vgl. Industrie u. vgl. ...eil): a) die Industrie be
treffend; b) mithilfe der Industrie (1) hergestellt. Inldustrilellle der u. die: -n, -n: Unternehmerin], Eigentü
merin] eines Industriebetriebs. Inldusltrielmalgnat
der; -en, -en: Eigentümer großer, in Industriebetrieben in
vestierter Kapitalien. In|dusltrie|me|la|nis|mus der;
in Industriegebieten beobachtete Erscheinungzunehmen
der Verdunkelung der Körperfarbe bestimmter Tiere als
Folge einer natürlichen Selektion, weil sich die Tiere ihrer
durch Industrieabgase verschmutzten Umgebung anpas
sen. In|dusltrie|mi|ne|ra|le die (Plur.): industriell ver
wendete feste Rohstoffe, z. B. Graphit, Magnesit, Asbest,
Fluorit, Ton u. Gips. Inldusltrielob|li|ga|ti|on die; -,
-en (meist Plur.): Anleihe eines [lndustrie]unternehmens.
Inldusltrielpäldalgolgik die; -: Teilbereich der Pädago
gik, der sich mit erzieherischen Möglichkeiten u. Prozes
sen in Industriebetrieben, -bereichen u. -gebieten beschäf
tigt. Inldusltrielpsylchollolgie die: -: Teilbereich der
Psychologie, der sich mit den besonderen psychologi
schen Aspekten in Industriebetrieben, -bereichen u. -ge
bieten beschäftigt. Injdus'trielro bolter der; -s, -: frei
programmierbare Einrichtung mit Greifern zum selbst
ständigen Erfassen u. Handhaben von Werkzeugen u. Ma
terialien sowie Sensoren zur Lagebestimmung von Werk
stücken. In|dusltrie|so|zi|o|lolgie die: -: Teilgebiet der
Soziologie, das sich mit den Institutionen, Organisatio
nen, Verhaltensmustern u. Einstellungen in Industriege
sellschaften befasst, inldusltrielsolzilollolgisch: die
Industriesoziologie betreffend
in|du|zie|ren (aus lat. inducere „hineinführen, -leiten“): 1.
vom besonderen Einzelfall auf das Allgemeine, Gesetzmä
ßige schließen; Ggs. tdeduzieren. 2. elektr. Ströme u.
Spannungen in elektr. Leitern durch bewegte Magnetfel
der erzeugen (Elektrot.). 3. (fachspr.) bewirken, hervorru
fen, auslösen, inldulzielrend (zu t...ierend>: (fachspr.)
bewirkend; induzierende Reaktion: Umsetzung von zwei
Stoffen durch Vermittlung eines dritten Stoffes (Chem.).
in du ziert (zu t ...iert> : a) von außen, von einem anderen
Bereich her angeregt, ausgelöst; b) durch äußere Umstän
de herbeigeführt (Med.); induzierter Widerstand: am En
de des Tragflügels eines Flugzeuges wirkender Wider
stand, der durch Ausgleichsströmungen zwischen den Be
reichen oberhalb u. unterhalb des Tragflügels, in denen
unterschiedliche Druckverhältnisse herrschen, entsteht
(Techn.); induziertes Irresein: psychotischer Zustand, der
durch Übertragung von Wahnideen od. hysterischen Er
scheinungen eines Geisteskranken auf Personen seiner
Umgebung entsteht (Psychol.)
Inldylcar ['ɪndikɑ:] der; -s, -s (nach der Rennstrecke in In
dianapolis (USA) u. zu engl. car „Auto“): schwerer amerikan. Rennwagen (der Formel-1-Klasse vergleichbar)
...jne (aus bzw. über fr. -ine, dies teilweise aus tí. -ina, -ino
bzw. aus lat. -ina (gr. -inê) : Endung weiblicher Substanti
ve, z.B. Blondine, Faschine, Heroine, Maschine, Violine,
Turbine
In ebri ans* das; -, Plur. ...anzien [...ton] u. ...antia (meist
Plur.) (aus lat. inebrians, Part. Präs, von inebriare, vgl.
inebriieren): berauschendes Mittel (z.B. Alkohol). Inebrilaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. inebriatio);
(veraltet) a) Berauschung; b) Betörung, inlebrilielren
(aus gleichbed. lat. inebriare): (veraltet) berauschen, trun
ken machen
si gner der: -s,
diiamant der:
I nf allibilismus
das; -s, ...ta (zu lat. ineditus „noch nicht her
ausgegeben“): (selten) noch nicht herausgegebene Schrift
inleflfalbel [auch 'm...] (aus gleichbed. lat. ineffabilis zu
tin... (2) u. effari „aussprechen“): (veraltet) unaussprech
lich. Inleflfa|bi|li|tät [auch 'm...] die; - (zu t ...ität): (ver
altet) Unaussprechlichkeit
in ef|fec|tu [- ...k...] dat.i: (veraltet) in der Tat, wirklich.
in|ef|fek|tiv [auch ,,,'ti:f] (zu tin... (2) u. teffektiv): un
wirksam; Ggs. Teffektiv
in eflfilgie [- ...je] {lat.; „im Bilde“): bildlich; in effigie hän
gen od. verbrennen: (veraltet) an einer bildlichen Darstel
lung eines entflohenen Verbrechers dessen Hinrichtung
Î symbolisch vollziehen
in|ef|fi|zi|ent [auch ... tsient] (zu tin... (2) u. teffizient):
nicht wirksam, keine Wirksamkeit habend, sich als Kraft
nicht auswirkend; unwirtschaftlich; Ggs. teffizient. |nef fi zi enz [auch ...’tsisnts] die; -, -en: Unwirksamkeit,
Wirkungslosigkeit; Unwirtschaftlichkeit; Ggs. tEffizienz
inlegal [auch . ,,'ga:l] (aus gleichbed./r. inégal, vgl. egal):
(selten) ungleich
inlelasltisch [auch ...la...] (zu tin... (2) u. telastisch):
nicht elastisch; inelastischer Stoß: Stoß, bei dem ein Teil
der Î kinetischen Energie der zusammenstoßenden Kör
per bzw. Teilchen in andere Energieformen (z. B. Wärme)
umgewandelt wird
inert* (aus gleichbed. lat. iners, Gen. inertis): (veraltet) un
tätig, träge; unbeteiligt; inerte Stoffe: reaktionsträge Stof
fe, die sich an gewissen chem. Vorgängen nicht beteiligen
(z.B. Edelgase; Chem.). Iner|ti|al|sys|tem das; -s, -e
(zu lat. inertia „Trägheit“ u. ÎSystem): Koordinatensys
tem, das sich geradlinig mit konstanter Geschwindigkeit
bewegt (Phys.). Inerltie die; - (aus gleichbed. lat. inertia;
vgl. 2,..ie): Trägheit, Langsamkeit (z.B. eines Körperor
gans hinsichtlich seiner Arbeitsleistung; Med.). Inerltinit [auch ..,'nit] der; -s (zu t2...it): Gefügebestandteil der
Braun- u. Steinkohle
Inelsit [auch ...zit] der; -s, -e (zu gr. is, Plur. inés „Seh
nein), Muskel(n)“ u. t2...it): ein rotes, zu den î Amphibo
len gehörendes Mineral
in|es|senlzi|ell, auch inessentiell (zu tin... (2) u. tessen
ziell): nicht wesensmäßig, unwesentlich (Philos.); Ggs.
Î essenziell
ln|es|siv [auch .,.'si:f] der; -s, -e [...va] (aus gleichbed.
(n)lat. (casus) inessivus, zu lat. inesse „darin (enthalten)
sein“): die Lage in etwas angebender Kasus in den fin
nisch-ugrischen Sprachen
inlexakt* [auch ...e'ksakt] (zu tin... (2)u. Îexakt): ungenau
inlexisltent [auch ...'tent] (aus gleichbed. spätlat.
inex(s)istens, Gen. inex(s)istentis, zu tin... (2) u. lat.
ex(s)istere „vorhanden sein“): (selten) nicht vorhanden,
nicht bestehend; Ggs. texistent. 'Inexistenz [auch
...‘tents] die; - (zu t,,,enz): das Nichtvorhandensein. 2lnexisltenz [auch ...'tents] (zu spätlat. inex(s)istens „darin
vorhanden“, zu tin... (l)u. lat. ex(s)istere, vgl. inexistent):
das Enthaltensein in etwas (Philos.)
in|ex|plo|si|bel [auch ... zi:...] (zu Îin... (2) u. Îexplosibel):
(selten) nicht explodierend, ohne Fähigkeit zum Explodie
ren; Ggs. texplosibel
in ex|ten|so {lat.}: ausführlich; vollständig
in exltrelmis* [- ...mi:s] {lat.}: im Sterben [liegend] (Med.)
inlex|zi|ta|bel [auch 'm...] (aus gleichbed. lat. inexcitabi
lis); (veraltet) unerregbar, unerweckbar. In|ex|zi|ta[bi|lität [auch 'm...] die; - (zu T ...ität) : (veraltet) Unerregbar
keit
in faclto [- ...k...] {lat.}: in der Tat, in Wirklichkeit, wirk
lich; vgl. Faktum
inlfalllilbel (aus gleichbed. mlat. infallibilis zu tin... (2) u.
lat. fallere „täuschen“): unfehlbar (vom Papst). Inlfalllibillislmus i/er; - (zu t ...ismus (1)>: Lehre von der UnfehlInlediltum
Di
Infallibilist
barkeit. In falli bi list der; -en, -en (zu Î...ist): Anhänger
des kath. Unfehlbarkeitsdogmas. InlfallliIbi liItät die; (zu t ...ität): Unfehlbarkeit, bes. die des Papstes in Dingen
der Glaubenslehre (kath. Dogma seit 1870)
inlfam (vermutlich unter Einfluss von fr. infâme „ehrlos,
schändlich“ aus Zar. infamis „berüchtigt, verrufen“ zu fa
ma „(guter od. schlechter) Ruf'): 1. bösartig u. jmdm. auf
durchtriebene, schändliche Weise schadend. 2. (ugs.) a) in
beeinträchtigender, schädigender Weise stark, z.B. -e
Schmerzen; b) in beeinträchtigend, schädigend hohem
Maße; sehr z. B. - übertrieben, inlfalmalbel (zu t...abel>:
(veraltet) tadelnswert. In|falmalbi|li|tät die; - (zu
t...ität): (veraltet) Tadelnswürdigkeit, inlfalmant (aus
gleichbed. Zü/. infamans, Gen. infamantis, Part. Präs, von
infamare, vgl. infamieren): (veraltet) ehrenrührig. Inlfama|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. infamatio): (veral
tet) Entehrung, Beschimpfung. Inlfalmie z/te; -, ...ien
(über gleichbed. fr. infamie aus lat. infamia „übler Ruf,
Schande“): 1. a) (ohne Plur.) infame Art, Niedertracht; b)
infame Äußerung, Handlung o.Ä.; Unverschämtheit. 2.
Verlust der kirchlichen Ehrenhaftigkeit [als Folge richter
licher Ehrloserklärung] (kath. Kirchenrecht), inlfalmieren (aus gleichbed. lat. infamare): (veraltet) verleumden,
für ehrlos erklären. In|fa|mi|tät die; -, -en (zu 1 infam u.
t ...ität): (veraltet) Ehrlosigkeit, ehrlose Handlungsweise
Inlfant der; -en, -en (aus gleichbed. span, infante, eigtl.
„Kind (unter sieben Jahren)“, dies aus lat. infans, Gen. in
fantis „kleines Kind“ zu infans „stumm, noch sehr klein“,
eigtl. „nicht sprechend“, dies zu tin... (2) u. fari „spre
chen“): Titel span. u. port. Prinzen, [nlfanltelrie
[..-t(ə)ri, auch ...tə'ri:, ... tri:] die; -, ...ien (wohl aus gleich
bed. zt. infantería zu infante „Fußsoldat; (Edel)knabe“,
dies aus lat. infans, vgl. Infant): a) auf den Nahkampf spe
zialisierte Waffengattung der Kampftruppen, die die
meist zu Fuß mit der Waffe in der Hand kämpfenden Sol
daten umfasst; b) (ohne Plur.) Soldaten der Infanterie (a).
Inlfantelriebatailllon das; -s, -e: tBataillon der In
fanterie. Inlfanltelrieldi|vi|si|on [...v...] die; -, -en: ÎDi
vision, die überwiegend aus Infanteriebataillonen zusam
mengesetzt ist. In|fan|te|r[e|re|gi|ment das; -[e]s, -er:
t Regiment, das aus mehreren Infanteriebataillonen be
steht. In|fan|te|rist [,,,t(ə)rɪst, auch ,,,tə'rɪst, ... trist] der;
-en, -en (zu T...ist>: Soldat der Infanterie, Fußsoldat, infanteristisch (zu I ...istisch): zur Infanterie gehörend.
in|fan|til (aus lat. infantilis „Kindern gehörig, kindlich,
noch klein“ zu infans, vgl. Infant): a) (abwertend) auf
kindlicher Entwicklungsstufe stehen geblieben, geistig od.
körperlich unterentwickelt; kindisch; b) (fachspr.) der
kindlichen Entwicklungsstufe entsprechend, einem Kind
angemessen, kindlich. in|fanlti|li|sie|ren (zu t...isieren): geistig unselbstständig, zum Kind machen; bevor
munden. Inlfanltillilsielrung die; - (zu Î...isierung): a)
das Infantilisieren; b) das Infantilwerden. Inlfanltillismus der; -, ...men (zu t...ismus (3)>: 1. (ohne Plur.) kör
perliches u./od. geistiges Stehenbleiben auf kindlicher
Entwicklungsstufe (Psychol., Med.). 2. Äußerung des In
fantilismus (1). Inlfanltillist der; -en, -en (zu t...ist):
jmd., der auf der kindlichen Entwicklungsstufe stehen ge
blieben ist. In|fan|tiIliität die; - (aus gleichbed. mlat. in
fantilitas, Gen. infantilitatis): a) kindisches Wesen, Unrei
fe; b) Kindlichkeit, kindliches Wesen. Inlfanltin die; -,
-nen (zu I Infant): Titel span. u. port. Prinzessinnen, infan ti sie ren (zu Î ...isieren): (veraltet) für Kinder bear
beiten, dem kindlichen Begriffsvermögen anpassen, infanltilzid (zu lat. infans, Gen. infantis „Kind“ u. I ...zid):
den Kindesmord betreffend. Inlfanltilzid der; -[e]s, -e:
Kindesmord
Inlfarkt der; -[e]s, -e (aus nlat. infarctus (für Zat. infartus),
Part. Perf. von infarcire, vgl. mfarzieren): a) Absterben ei
618
nes Gewebestücks od. Organteils nach längerer Blutleere
infolge Gefäßverschlusses (Med.); b) plötzliche Unterbre
chung der Blutzufuhr in den Herzkranzgefäßen; Herzin
farkt (Med.). In|farktlper|sönllich|keit die; -, -en:
jmd., der aufgrund seiner körperlich-psychischen Voraus
setzungen zum Infarkt Idisponiert (1) ist (Med.), inlfarzielren (aus lat. infarcire „hineinstopfen“): ein Gewebe
stück od. Organteil infarktähnlich verändern, einen In
farkt hervorrufen (Med.)
in|fa|ti|ga|bel (über gleichbed. fr. infatigable aus lat. infa
tigabilis): (veraltet) unermüdlich. Inlfaltilgalbilliltät
die; - (aus gleichbed. fr. infatigabilité; vgl. ...ität): (veral
tet) Unermüdlichkeit
Inlfaulna [auch 'm...] die; - (zu tin... (1) u. ÎFauna): Ge
samtheit der Wassertiere, die sich in den Boden eingraben
od. sich in Gesteine einbohren; Ggs. t Epifauna
inlfaust (aus gleichbed. lat. infaustus): ungünstig (z.B.
vom angenommenen Verlauf einer Krankheit; Med.)
inlfalvolralbel [...v..., auch 'm...] (aus gleichbed. lat. infa
vorabilis zu tin... (2) u. favorabilis „begünstigt“): (veral
tet) ungünstig. In|fa|vo|ra|bi|li|tät [auch 'm...] die; - (zu
T ...ität): (veraltet) Ungunst, in falvolrem ilat.'i; für das
Bessere
Inlfekt der; [e]s, -e (aus lat. infectus, Part. Perf. von infice
re, vgl. infizieren): 1. Infektionskrankheit (Med.). 2. svw.
Infektion (1). In|fek|ti|o|lo|gie die; - (zu tlnfektion u.
t...logie): Wissenschaft u. Lehre von der Entstehung,
Behandlung u. Verhütung von Infektionskrankheiten. Infekltilon die; -, -en (aus gleichbed. mlat. infectio zu spätlat. infectio „das Färben, die Schändung“, dies zu infice
re, vgl. infizieren): 1. Ansteckung [durch Krankheitserre
ger]. 2. (ugs.) Infektionskrankheit, Entzündung. 3. (Jar
gon) Infektionsabteilung (in einem Krankenhaus o.Ä.).
Inlfekltilonslpsylcholse die; -, -n: Psychose bei u.
nach Infektionskrankheiten (Med.), inlfekltilös (aus
gleichbed. fr. infectieux; vgl.... ös>: ansteckend; auf Anste
ckung beruhend (Med.). In|fek|ti|o|si|tät die; - (zu
t ...osität): Ansteckungsfähigkeit [eines Krankheitserre
gers] (Med.)
Inlfel vgl. Inful
In fe renz die; -, -en (zu lat. inferre (vgl. inferieren) u.
I ...enz): aufbereitetes Wissen, das aufgrund von logischen
Schlussfolgerungen gewonnen wurde. In|fe|renz|the|orie die; -: die Theorie des induktiven Schließens auf der
Grundlage empirischer Beobachtungen (Statistik), inlferielren (aus gleichbed. lat. inferre): (veraltet) 1. hinein
tragen, als Einlage od. Mitgift zubringen; beitragen, dar
bringen, opfern. 2. folgern, schließen
inlfelrilor (aus lat. inferior „unterer, niedriger; geringer“,
Komp, von inferus „unten befindlich“): 1. untergeordnet.
2. a) jmdm. unterlegen; b) (österr.) (im Vergleich mit ei
nem andern) äußerst mittelmäßig. 3. minderwertig, ge
ring. In|fe|ri|o|ri|tät <7Ze; - (zu T ...ität) : 1. untergeordnete
Stellung. 2. Unterlegenheit. 3. Minderwertigkeit, inlfernal (aus spätlat. infernalis „unterirdisch“ zu lat. infernus
„unten, in der Unterwelt befindlich“): (selten) svw. infer
nalisch; vgl. ...isch/-. inlferlnalisch: a) höllisch, teuf
lisch; Vorstellungen von der Hölle weckend; b) schreck
lich, unerträglich; vgl. ...isch/-. In|ferlna liItät ¿Zie; - (zu
t ...ität): (veraltet) höllisches Wesen, teuflische Verrucht
heit. Inifer Ino das; -s (über gleichbed. it. inferno aus kirchenlat. infernus „Hölle“ zu lat. infernus, vgl. infernal): 1.
Unterwelt, Hölle. 2. a) schreckliches, unheilvolles Ge
schehen, von dem viele Menschen gleichzeitig betroffen
sind; b) Ort eines unheilvollen Geschehens; c) Zustand
entsetzlicher Qualen von unvorstellbarem Ausmaß
inlferltil [auch 'm...] (aus gleichbed. lat. infertilis): 1. un
fruchtbar. 2. unfähig, eine Schwangerschaft auszutragen
(Med.). In|fer|ti|li|tät [auch 'm...] die; - (aus gleichbed.
619
lat. infertilitas, Gen. infertilitatis) : Unfruchtbarkeit
(Med.)
Inlfesltaltilgn die; -, -en (aus spätlat. infestatio „Anfein
dung, Überfall, Feindschaft, Angriff, Beunruhigung" zu
lat. infestare, vgl. infestieren): I. (veraltet) Anfeindung,
Befehdung, Verheerung, Beunruhigung. 2. Befall mit Pa
rasiten, die sich im Wirt nicht vermehren (z. B. von Band
würmern; BioL). in ves tie ren (aus gleichbed. lat. infes
tare): (veraltet) befehden, beunruhigen, quälen
In|fi bullaltilon die; -, -en (zu lat. infibulatus, Part. Perf.
von infibulare (vgl. infibulieren) u. ɪ',,don): (aus rituellen
Gründen) bei Männern das Fixieren der Vorhaut durch
Draht od. das Einziehen eines Ringes bzw. bei Frauen das
Vernähen od. Verklammern der Vulva, um so das Vollzie
hen des Geschlechtsverkehrs [bis zur Hochzeit] zu verhin
dern. inIfi brillie ren (aus gleichbed. lat. infibulare zu
tin... (1) u. lat. fibula „Klammer“): (veraltet) zuheften,
verschließen
inlfildel [auch in...] (aus gleichbed. (spät)lat. infidelis zu
tin... (2) u. lat. fidelis „treu“): (veraltet) treulos, ungläu
big. In If i [del li |tät [auch 'm...] die; - (aus gleichbed. spät
lat. infidelitas. Gen. infidelitatis); (veraltet) Untreue, Un
glaube. in fildem (lat.; eigtl. „für die Treue“): zur Beglau
bigung (Formel bei Abschriften)
Inlfight ['ɪnfait] der; -[s], -su. Inlfighlting das; -[s], -s (aus
gleichbed. engl. infighting): Nahkampf, bei dem man den
Gegner durch kurze Haken zu treffen sucht (Boxsport)
inlfilgielren (aus gleichbed. lat. infigere): (veraltet) ein
heften, einprägen
ln|fillaltor der; -s, ...oren (zu tin... (1), lat. filum „Faden“
u. Î ...ator): Gerät zum Einspannen des Fadens in eine chi
rurgische Nadel
Inlfilltrant* der; -en, -en (zu tinfiltrieren u. t...ant (1)):
jmd., der sich zum Zwecke der Î Infiltration (2) in einem
Land aufhält. In|filltrat das; -[e]s, -e (aus gleichbed. nlat.
infiltratum, eigtl. „das Eingedrungene“, zu tin... (1) u.
ÎFiltrat): in normales Gewebe eingelagerte fremdartige,
insbes. krankheitserregende Zellen, Gewebe od. Flüssig
keiten (Med.). In|fil|tra|ti|on die; -, -en (zu t'...ion): 1.
das Eindringen, Einsickern, Einströmen (z.B. von Flüs
sigkeiten). 2. ideologische Unterwanderung. 3. das Ein
dringen fremdartiger (insbes. krankheitserregender) Sub
stanzen in normales Gewebe (Med.); vgl. ...ation/...ierung. Infiltrationslanästhesie die; -, ...ien
[,,d:ən]: örtliche Betäubung durch Einspritzungen (Med.),
in |f ¡I Itra Itjv (zut...iv): 1. sich in der Art einer Infiltration
ausbreitend. 2. auf eine Infiltration (2) abzielend, in der
Art einer Infiltration (2) wirkend. Inlfilltraltor der; -s,
...oren (zu t...or): svw. Infiltrant, inlfilltrielren (aus
gleichbed. fr. infiltrer zu tin... (1) u. Îfiltrieren): l.a) ein
dringen, einsickern; b) einflößen. 2. in fremdes Staatsge
biet eindringen, um es ideologisch zu unterwandern. Infilltrielrung die; -, -en (zu t...ierung): das Infiltrieren;
vgl. ...ation/...ierung
in fi mum das; -s, ...ma (aus lat. infimum, eigtl. „Unters
tes“ zu infimus „Unterster, Niedrigster“): untere Grenze,
größte untere Schranke einer Menge von Zahlen (Math.)
inlfilnit [auch ... ni:t] (aus gleichbed. lat. infinitus): unbe
stimmt (Sprachw.); infinite Form: Form des Verbs, die
keine Person oder Zahl bezeichnet (z. B. erwachen [Infini
tiv], erwachend [Präsenspartizip], erwacht [Perfektparti
zip]); Ggs. tfinite Form. In if il ni Ität die; - (aus gleichbed.
lat. infinitas, Gen. infinitatis): Unbestimmtheit, Unbe
grenztheit. inlfi|nilte|si|mal (zu lat. infinitus „unend
lich, unbegrenzt“, -esim(us) (Suffix zur Bildung der Ord
nungszahlen) u. t‘...al (1)): zum Grenzwert hin unendlich
klein werdend (Math.). In|fi|ni|te|si|mallrech|nung
die; -: ÎDifferenzial- u. ÎIntegralrechnung. Inlfilniltismus der; - (aus lat. infinitas „Unendlichkeit, Weltall“ u.
Inflexibile
l...ismus (1)>: Lehre von der Unendlichkeit der Welt, des
Raumes u. der Zeit (Philos.). |n|fi|ni|tiv der; -s, -e [...va]
(aus gleichbed. lat. (modus) infinitivus): Grundform,
Nennform, durch Person, Numerus u. Modus nicht näher
bestimmte Verbform (z.B. wachen). In|fi|ni|tiv|konjunktion <://<?; -, -en: die im Deutschen vor dem Infinitiv
stehende TKonjunktion „zu“. In|fi|ni|tiv|konlstrukltion* die; -, -en: syntaktische Konstruktion, die einen Infi
nitiv enthält. In|fi|ni|tum das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat.
infinitum zu infinitus „unbegrenzt“): 1. Unendlichkeit,
das Unendliche. 2. svw. infinite Form
inlfirm (aus gleichbed. lat. infirmus): (veraltet) schwach,
kraftlos, krank. in|fir|maltiv (zu lat. infirmatus, Part.
Perf. von infirmare (vgl. infirmieren), u. t...iv): (veraltet)
schwächend, entkräftend. in|fir|mie|ren (aus gleichbed.
lat. infirmare): (veraltet) schwächen, ungültig machen.
Inlfirlmiltät die; - (aus lat. infirmitas, Gen. infirmitatis
„Schwäche“): Gebrechlichkeit (Med.)
Inlfix [auch 'm...] das; -es, -e (aus lat. infixum, substanti
viertes Part. Perf. (Neutrum) von infigere „hineinhef
ten“): in den Wortstamm eingefügtes Sprachelement
(1 Formans) (z. B. das n in lat. fundo [Präs.] gegenüber fudi [Perf.])
inlfilzielren (aus gleichbed. lat. inficere, eigtl. „färben“):
a) eine Krankheit, Krankheitserreger übertragen; anste
cken; b) sich -: Krankheitskeime aufnehmen, sich anste
cken
in flalgranlti* (lat.; „in brennendem (Zustand)“): auf fri
scher Tat; in flagranti ertappen: bei Begehung einer
[Straf]tat ertappen
in|flam|ma|bel (aus gleichbed. fr. inflammable zu lat. in
flammare, vgl. inflammieren): entzündbar. Inlflamlmabilli tät die; - (aus gleichbed. fr. inflammabilité; vgl.
...ität); Entzündbarkeit, Brennbarkeit. In|flam|ma|ti|on
die; -, -en (aus lat. inflammatio „das Inbrandsetzen“): 1.
(veraltet) Feuer, Brand. 2. Entzündung (Med.), inlflammaltolrisch (zu î...orisch): (veraltet) entzündlich, mit
Entzündung verbunden; Entzündung hervorrufend
(Med.), in|flam|mie|ren (aus lat. inflammare „entzün
den“): (veraltet) 1. entflammen, in Begeisterung verset
zen. 2. [sich] entzünden (Med.)
inlflaltielren (zu lat. inflatus, Part. Perf. von inflare „an
schwellen lassen“ (eigtl. „ein-, aufblasen“), u. Î..deren):
die Geldentwertung vorantreiben, durch eine Inflation
entwerten (Wirtsch.). Inflation die; -, -en (unter Ein
fluss von engl. inflation aus lat. inflatio „das Sichaufblasen; das Aufschwellen“): 1. a) Geldentwertung, starke Er
höhung der umlaufenden Geldmenge gegenüber dem Gü
terumlauf, wesentliche Erhöhung des Preisniveaus
(Wirtsch.); Ggs. ÎDeflation (1); b) Zeit, in der eine Infla
tion (a) stattfindet. 2. das Auftreten in allzu großer Men
ge; übermäßige Ausweitung, Ausbreitung von etw. in If la
ti IoInär (zu Î ...är): 1. die Geldentwertung vorantreibend,
auf eine Inflation hindeutend. 2. in übermäßiger Weise
auftretend; sich unmäßig ausweitend, inlflaltilolnielren
(zu !..deren): 1. svw. inflatieren. 2. sich übermäßig aus
weiten, ausbreiten. Inlflaltilolnielrung die; -, -en (zu
t...ierung): das Inflationieren. In|fla|ti|olnis|mus der; (zu t..dsmus): Form der Wirtschaftspolitik, bei der die
Wirtschaft durch Vermehrung des umlaufenden Geldes
bei Vollbeschäftigung beeinflusst wird, in If I a lti I o I nistisch (zu t,,dstiseh): 1. den Inflationismus betreffend. 2.
svw. inflationär; Ggs. Tdeflationistisch. iniflaltolrisch
(zu lat. inflator, eigtl. „der sich Aufblähende, Hochmüti
ge“): 1. svw. inflationär. 2. eine Inflation darstellend
in|fle|xiIbei [auch ... ksi:...] (aus lat. inflexibilis „unbeug
sam“): 1. (selten) unbiegsam, unelastisch. 2. nicht beug
bar. 3. nicht anpassungsfähig. Inlfle|xi|bi|le das; -s,
...bilia (aus gleichbed. lat. (nomen) inflexibile): inflexi-
Inflexibilität
bles (2) Wort. Iniflelxilbilliltät die; - (zu T ...ität): 1. (sel
ten) Unbiegsamkeit. 2. Unbeugsamkeit. 3. starre Geistes
haltung
ln|flo|res|zenz die; -, -en (zu lat. inflorescere, vgl. infloreszieren, u. T...enz): Blütenstand (Bot.). in|flo|res|zieren (aus lat. inflorescere „zu blühen beginnen“): (veral
tet) erblühen, in flolrilbus (Za/.; „in Blüten“, vgl. ‘Flor):
in Blüte, im Wohlstand, in flolrilbus et frucltilbus [—
'frʊk...] (Jat.; „in Blüten u. Früchten“): in sehr guten Ver
hältnissen, sehr wohlhabend
ln|flu|ent<7er; -en, -en (meist Plur.) (aus lat. influens, Gen.
influentis, Part. Präs, von influere „hineinfließen“): Ver
treter von Arten, die trotz geringer Individuenzahl be
trächtlichen Einfluss auf den Stoffumsatz innerhalb der
ÎBiozönose ausüben (z. B. Biber; Biol.). Inlflulenz die; -,
-en (aus mlat. influentia „Einfluss“): die Beeinflussung
eines elektrisch ungeladenen Körpers durch die Annähe
rung eines geladenen (z. B. die Erzeugung von Magnetpo
len in unmagnetisiertem Eisen durch die Annäherung ei
nes Magnetpoles od. die Erzeugung einer elektr. Ladung
auf einem ungeladenen Metall durch die Annäherung ei
ner elektr. Ladung). Inlflulenlza die; - (aus gleichbed. it.
influenza, eigtl. „Einfluss (der Sterne)“, vgl. Influenz):
(veraltend) Grippe. Inlflulen|za|vi|ren [...v...] die
(Plur.): Erreger der Virusgrippe. in|flulen|zie|ren (zu
TInfluenz u. Î..deren): einen elektrisch ungeladenen Kör
per durch die Annäherung eines geladenen beeinflussen;
vgl. Influenz. In|flulenz|ma|schi|ne die; -, -n: Maschi
ne zur Erzeugung hoher elektr. Spannung. Inlflulenzlmine die; -, -n: ‘Mine (4), die durch die (elektr. od. magne
tische) Beeinflussung eines sich nähernden Körpers ex
plodiert. in|flu|ie|ren (aus gleichbed. lat. influere); (ver
altet) hineinfließen; eindringen. Inlflux der; -[e]s, -e (aus
lat. influxus „die Einströmung, der Einfluss“, eigtl. Part.
Perf. von influere, vgl. influieren): das Einfließen, Teil
vorgang der Teilchenflüsse an Zellmembranen (Biol.). In
fi u xilo nis mus, In flu xis mus der; - (zu (T .Tion u.)
...ismus (1)>: philosophische Ansicht der Scholastik u. im
17. /18. Jh., die vom t Influxus physicus ausgeht. Inlfluxus phylsilcus [- ...kus] der: - - (aus lat. influxus physi
cus, eigtl. „naturnaher Einfluss“): 1. Beeinflussung der
Seele durch den Leib (Scholastik). 2. Wechselwirkung von
Leib - Seele, Körper - Geist (in der Philos. des 17. u.
18. Jh.s)
’Inlforfte; -, -s: Kurzform von ÎInformation (1). 2ln|foc?«s;
-s, -s (Kurzform von /«/ormationsblatt) : über ein aktuelles
Problem informierendes [Flug]blatt. Inlfo bahn die; -,
-en (zu t‘Info): Bez. für Hochgeschwindigkeits-Datenlei
tungen u. -Datennetze; îDatenhighway. In|fo|bro|ker
[...bro:...] der; -s, -: Fachmann für die Vermittlung der
neuesten Daten u. Informationen, inlfolline [...Iain] die;
-, -s (zu engl. line „Reihe, Linie“): telefonischer Aus
kunftsdienst
in follio (aus niai, in folio „in einem Blatt, in Blattgröße“
zu lat. folium „Blatt“, vgl. Folie): in Folioformat (in Bezug
auf Bücher)
ln|fo|mer|cial [,,,'mə:ʃl] das; -s, -s (Kurzw. aus ÎInforma
tion u. t Commercial): Werbeblock innerhalb einer Fern
sehsendung, in dem meist mehrere Produkte [zum î Tele
shopping] angeboten werden. In|fo|mo|bil [auch ,,,'bi:l]
das; -s, -e (Kurzw. aus tInformation u. î AutomoZnZ) :
(ugs.) Fahrzeug, meist Omnibus, als fahrbarer Informati
onsstand. Inlfolpost die; - (zu Î'Info): in größeren Men
gen verschickte gedruckte od. maschinell geschriebene,
inhaltlich identische Postsendungen wie Serienbriefe,
Werbesendungen o.Ä.; Massendrucksachen (Postw.)
in for mal [auch ...ma:l] (zu tin... (2) u. Î formal): nicht auf
vorgeplanten, organisierten Regeln u. Richtlinien beru
hend (sondern spontan sich aus dem tatsächlichen Ge
620
schehen ergebend). Inlforlmallislmus der; -: svw. infor
melle Kunst
Inlforlmand der; -en, -en (aus lat. informandus „der zu
Unterrichtende“, Gerundivum von informare, vgl. infor
mieren): a) jmd., der [im Rahmen einer praktischen Aus
bildung] mit den Grundfragen eines bestimmten Tätig
keitsbereiches vertraut gemacht werden soll; b) Ingenieur,
der sich in verschiedenen Abteilungen [über deren Aufga
ben u. Arbeitsweise] informieren soll. Inlforlmant der;
-en, -en (unter Einfluss von engl. informant „Gewährs
mann“ aus lat. informans, Gen. informantis, Part. Präs,
von informare, vgl. informieren): jmd., der [geheime] In
formationen liefert, Gewährsmann. In|for|ma|tik die; (zu tInformation u. t2...ik (1)>: a) Wissenschaft vom We
sen u. der Funktion der Information (2), ihrer Verarbei
tung sowie der Anwendung informationsverarbeitender
Systeme; b) Computerwissenschaft. In|for|ma|ti|ker
der; -s, -: Wissenschaftler, Fachmann auf dem Gebiet der
Informatik. In|for|ma|ti|on die; -, -en (über spätlat. in
formatio „Bildung durch Unterricht, Belehrung“ aus lat.
informatio „Vorstellung, Erläuterung“, dies zu informare,
vgl. informieren): 1. a) Nachricht, Auskunft; das Infor
mieren ; Unterrichtung über eine bestimmte Sache ; b) [auf
Anfrage erteilte] über alles Wissenswerte in Kenntnis set
zende, offizielle, detaillierte Mitteilung über jmdn., etw. ;
c) (meist Plur.) Äußerung od. Hinweis, mit dem jmd. von
einer [wichtigen politischen] Sache in Kenntnis gesetzt
wird; d) Kurzform für Informationsstand, -stelle. 2. (Plur.
selten) a) [Maß für den] Informationsgehalt einer Nach
richt; b) als räumliche od. zeitliche Folge physikalischer
Signale, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten od.
Häufigkeiten auftreten, sich zusammensetzende Mittei
lung, die beim Empfänger ein bestimmtes [Denk]verhalten bewirkt (Informatik); vgl. ...ation/...ierung. inlformaltilolnell (zu T...ell>: die Information betreffend. Inforlmaltion-Highlway [mfə'meɪʃnhaɪwaɪ] der; -s, -s
(aus engl. information highway „Datenautobahn“): svw.
Datenhighway. In|for|maltion-Re|trielval* [,,,rɪtri:vəl]
das; - - (aus gleichbed. engl. information retrieval zu
retrieval „das Wiederauffinden“): Informationserschlie
ßung, Verfahren zur Wiedergewinnung von Informa
tionen, die in einem System so gespeichert sind, dass Teil
informationen unter verschiedenen Gesichtspunkten
abgerufen werden können (EDV). In|for|malti|ons|ästhe tik [informa...] die;-: moderne tÄsthetik (1), die täs
thetische (1) TProdukte (1) als Summe informativer Zei
chen betrachtet u. sie mit mathematisch-informations
theoretischen Mitteln beschreibt. In|for|ma|ti|ons|defilzitdas: -s, -e: zu geringes Maß an Information (1 a-c).
In forma ti ons dildak tik die; -: tDidaktik, die auf
der Informationstheorie aufbaut. In|for|ma|ti|onselekltrolnik* die; -: die Technik der Informationserfas
sung, -Übermittlung u. -Verarbeitung mittels elektrischer,
optischer u. magnetischer Signale. Inlforlmaltilpnspsy|cho|lo|gie¿/íe; -: Richtung der Psychologie, die psy
chologische Sachverhalte (bes. Kommunikation, Wahrnehmungs- u. Gedächtnispsychologie) unter informati
onstheoretischen Gesichtspunkten betrachtet. Inlforlmati|onslre|cher|chelspra|che [,,,ʃɛrʃə...] die; -, -n: Sys
tem formalisierter Begriffe zur Widerspiegelung des In
halts von Informationsquellen u. -anfragen (z.B. die De
zimalklassifikation, ein TThesaurus, ein Schlagwörter
verzeichnis). In|for|ma|ti|ons[|re|cher|che]|sys|tem
das; -s, -e: System zur Erfassung, Speicherung u. Ausgabe
von [wissenschaftlichen] Informationen (la-c). tnlforma|ti|ons|the|o|re|tisch: die Informationstheorie be
treffend. In|for|ma|ti|ons|the|o|rie die; -: math. Theo
rie, die sich mit der quantitativen u. strukturellen Erfor
schung der Information (2) befasst; Theorie der elektroni-
621
sehen Nachrichtenübertragung. in|for|ma|tiv (zu lat. in
formatus, Part. Perf. von informare (vgl. informieren), u.
t...iv>: belehrend; Einblicke, Aufklärung bietend, auf
schlussreich; vgl. ...iv/...orisch. Inlfor|ma|tive La
belling [ɪn'fɔ:mətɪv leɪb(ə)lɪŋ] das; - -[s], - -s (aus gleichbed. engl. informative labeling, eigtl. „informierendes Eti
kettieren"; vgl. Label (1)>: Warenetikett, das über Materi
al, Herstellungsart, Herkunft usw. unterrichtet (Wirtsch.).
In|for|ma|tor [mfɔr...] der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat.
informator, eigtl. „Bildner"): 1. jmd., der andere infor
miert (1), von dem man Informationen bezieht. 2. (veral
tet) Hauslehrer, Hofmeister. in|for|ma|to|risch: dem
Zwecke der Information dienend, einen allgemeinen
Überblick verschaffend; vgl. ...iv/...orisch. Inlforlmatrice* [ɛfɔrma'tri:s] die; -, -n [.. ,sn] (aus gleichbed. älter fr.
informatrice aus lat. informatrix, weibliche Form zu infor
mator „Bildner“, vgl. Informator): (veraltet) Hauslehrerin
ln|for|me! [ɛfɔr'mɛl] das; - (zu fr. (art) informel, eigtl.
,,formlos(e Kunst)“; nach der auf den Kritiker M. Tapié
zurückgehenden franz. Wortprägung signifiance de l’in
formel „Bedeutsamkeit des Formlosen“): Richtung der
modernen Malerei, die frei von allen Regeln unter Ver
wendung von Stofffetzen, Holz o. Ä. zu kühnen u. fantas
tischen Bildern gelangt
'inlforlmell [auch 'm...] (zu Îinformieren u. t...ell): (sel
ten) a) svw. informatorisch; b) in der Absicht, sich zu in
formieren (2)
2in|for|mell [auch 'm...] (aus/r. informel „formlos“, dies
zu Îin... (2) u. tformell): informelle Kunst: svw. Informel;
informelle Gruppe: sich spontan bildende Gruppe inner
halb einer festen Organisation. In|for|mel|le der u. r/ie;
-n, -n: Vertreterin] der informellen Kunst
inlforlmielren (aus lat. informare „durch Unterrichtung
bilden, befähigen“, eigtl. „formen, eine Gestalt geben“, zu
tin... (1) u. forma „Gestalt, Form“): 1. Nachricht, Aus
kunft geben, in Kenntnis setzen; belehren. 2. sich -: Aus
künfte, Erkundigungen einziehen, sich unterrichten. Inforlmielrung die; -, -en (zu T...ierung): das Informieren
(1 u. 2); vgl. ...ation/...ierung. In|for|mo|som das; -s, -en
(meist Plur.) (Kurzbildung zu tInformation u. gr. sorna
„Leib. Körper“): Partikeln, die innerhalb einer Zelle In
formationen übermitteln (Biol.)
Inlfortulna die; - (aus gleichbed. mlat. infortuna zu tin...
(2) u. lat. fortuna „Glück“): (veraltet) Unglück bedeuten
der Planetenstand (Astrol.). Inlfortune [sfor tym] die; (aus gleichbed. fr. infortune, dies aus lat. infortunium):
(veraltet) Unglück
Inlfoltainlment [..,'tem...] das; -s (Kurzw. aus t /«/ormation u. Î Enter/aínmenZ): durch Showelemente, -effekte auf
gelockerte Vorstellung von Nachrichten, Fakten o.Ä.
(z. B. bei einer Informationsveranstaltung, im Fernsehen),
inlfolthek die; -, -en (Kurzw. aus t/w/brmation u. Î BitAwthek;: 1. Sammel- u. Aufbereitungsstelle für Informa
tionen aller Art. 2. stationäre Speicheranlage für Ver
kehrsinformationen
inlfra...*, Inlfra... (aus gleichbed. lat. infra): Präfix mit der
Bedeutung „unterhalb]“, z. B. infrarot, Infrastruktur, infraldi an (aus gleichbed. nlat. infradianus zu tinfra... u.
lat. dies „Tag“): einen Biorhythmus bezeichnend, dessen
Periodenlänge mehr als einen Tag aufweist (z.B. den
Menstruationszyklus der Frau; Med., Biol.). In|fraIgrill®
der; -s, -s (Kurzw. aus infrarot u. ÎGrill'): Grill, der durch
ÎInfrarot erhitzt wird. in|fra|kla|vi|ku|lär [,..v...] (zu
tinfra... u. mlat. clavicularis „zum Schlüsselbein gehö
rend“): unterhalb des Schlüsselbeins gelegen (Med.), infralkrusltal (zutot. crusta „Kruste, Rinde“ u. t ‘...al (1)>:
unterhalb der Erdkruste befindlich (Geol.)
Infraktion* die; -, -en (aus lat. infractio „das Gebro
chensein“ zu infractus „gebrochen, umgebogen“, Part.
Infusion
Perf. von infringere „zerbrechen“): Knickungsbruch oh
ne vollständige Durchtrennung der Knochenstruktur
(Med.). In|frak|tor der; -s, ...oren (aus lat. infractor
„Zerbrecher“): (veraltet) Vertragsbrüchiger, Gesetzes
übertreter
inlfralmalxilllar*, in|framaxillar (zu Tinfra... u. tmaxillar): unterhalb des Kiefers gelegen, zum Unterkiefer ge
hörend (Med.)
in|fran|gi|bel* (zu tin... (2), lat. frangere „brechen, zer
brechen“, u. t,,,ibel): unzerbrechlich. In|fran|gi|bi|li|tät
rfze; - (zu Î...ität): Unzerbrechlichkeit
in|fra|or|bi|tal* (zu tinfra... u. torbital): unterhalb der
Augenhöhle gelegen (bes. von Gefäßen od. Nerven;
Med.), inlfralrot: zum Bereich des Infrarots gehörend.
Inlfralrot das; -s: unsichtbare Wärmestrahlung, die im
t Spektrum ( 1 ) zwischen dem roten Licht u. den kürzesten
Radiowellen liegt (Phys.). Inlfralrotlasltrolnolmie
[auch ...ro:t...] die; ein Gebiet der Astronomie, das sich
mit der Untersuchung der aus dem Weltraum kommenden
infraroten Strahlung befasst. In|fra|rot|film [auch
...'ro:t...J der; -[e]s, -e: für infrarote Strahlen empfindli
cher Film. Inlfralrotlfillter [auch ... ro:t...] der, fachspr.
das: -s, -: für infrarote Strahlung durchlässiger, sichtbares
Licht jedoch weitgehend absorbierender Aufnahmefilter
für die Infrarotfotografie. In|fra|rotlfoltolgra|fie [auch
...ro:t...] die; -: fotografische Aufnahmetechnik, die sich
der besonderen physik. Eigenschaften infraroter Strah
lung bedient (z. B. die Fähigkeit, Dunst u. atmosphärische
Trübungen zu durchdringen). Inlfralschall der; -[e]s:
Schall, dessen Frequenz unter 20 Hertz liegt; Ggs. ÎUltra
schall. Inlfralstrukltur die; -, -en: 1. notwendiger wirtschaftl. u. organisatorischer Unterbau einer hoch entwi
ckelten Wirtschaft (Verkehrsnetz, Arbeitskräfte u. a.). 2.
Gesamtheit militärischer Anlagen (Kasernen, Flugplätze
usw.). inlfralstrukltulrell: die Infrastruktur betreffend.
Inlfraltest der; -[e]s, Plur. -s, auch -e: Feststellen der Be
liebtheit von Fernsehsendungen anhand der Messung der
Einschaltquoten
inlfrelquent [auch 'm...] (aus gleichbed. lat. infrequens,
Gen. infrequentis): (veraltet) wenig besucht, menschen
leer. Inlfrelquenz [auch 'm...] die; - (aus gleichbed. lat.
infrequentia); (veraltet) spärlicher Besuch, Menschenlee
re
In|fri|giIdaItilon die; - (aus gleichbed. /az. infrigidatio zu
infrigidare, vgl. infrigidieren): (veraltet) Abkühlung, infrilgildielren (aus gleichbed. lat. infrigidare zu tin... (1)
u. frigidare „kühlen“): (veraltet) abkühlen
inlfrinlgielren (aus lat. infringere „zerbrechen, einbre
chen“ zu Îin... (1) u. frangere „brechen“): (veraltet) einen
Vertrag brechen, ein Gesetz übertreten
ln|ful die; -, -n (aus lat. infula „(Kopfjbinde, Stirnband“):
1. altröm. weiße Stirnbinde der Priester u. der kaiserli
chen Statthalter. 2. kath. geistliches Würdezeichen; vgl.
Mitra, inlfullielren (zu lat. infula (vgl. Inful) u. Î..de
ren) : zum Tragen der Inful od. Mitra berechtigen, mit dem
Bischofshut ausstatten, inlfulliert (aus lat. infulatus „mit
Binde(n) geschmückt“; vgl. ...iert): 1. zum Tragen der In
ful od. Mitra berechtigt, mit der Inful ausgezeichnet. 2.
mit einer Mitra gekrönt (von geistlichen Wappen)
ln|fun|di|bu|lum das; -s, ...la (aus lat. infundibulum
„Trichter“): 1. trichterförmige Öffnung an Organen od.
Teilen des Skeletts. 2. trichterförmige Ausstülpung des
Zwischenhirnbodens bei Wirbeltieren, an der die Hypo
physe hängt (Med.). in|fun|dielren (aus lat. infundere
„hineingießen, hineinfüllen“): eine Infusion vornehmen
(Med.). Inlfus das; -es, -e (aus gleichbed. lat. infusum,
Neutrum von infusus, Part. Perf. von infundere, vgl. in
fundieren): Aufguss, wässriger Pflanzenauszug. Inlfulsion die; -, -en (aus lat. infusio „das Hineingießen“ zu in-
Di
Infusionstierchen
fundere, vgl. infundieren}: Einführung größerer Flüssig
keitsmengen (z. B. physiologische Kochsalzlösung) in den
Organismus, bes. über die Blutwege (tintravenös), über
das Unterhautgewebe (Î subkutan) od. durch den After
(Îrektal; Med.). Injfu|si|onsltier|chen das; -s, - (nach
gleichbed. nial, (animalculta) infusoria (Plur.)): svw. Infu
sorium. Inlfulsolrilenlerlde [,,,iən...] die; - (Plur. von
Î Infusorium): Kieselgur, Î Diatomeenerde. tnfusorisch (aus gleichbed. spätlat. infusorius): durch ein Infus
entstanden. Inlfuisolrilum das; -s, ...ien [--iən] (meist
Plur.) (zu lat. infusus „hinein-, aufgegossen“, vgl. Infus
(weil dieser Einzeller bei einem Aufguss von Wasser auf
organische Stoffe entdeckt wurde), u. vgl. ...orium): Auf
gusstierchen (einzelliges Wimpertierchen). Inlfulsum
das; -s, ...sa (aus gleichbed. lat. infusum, vgl. Infus): sv.w.
Infus
in fultulrum (lat.y. für die Zukunft, in der Folge
...ing (aus engl. -ing (Endung des Verbalsubstantivs bzw.
des Gerundiums)): Wortbildungselement mit substantivi
scher Bedeutung, z.B. Camping „das Zelten“, Rafting
„das Wildwasserfahren“; auch Suffix von anglisierenden
Neubildungen, z.B. Lobbing
ln|ge|mi|na|ti|on die; -, -en (zu Îingeminieren u. T...ation): Verdoppelung, Wiederholung. in|ge|mi|nie¡ren
(aus gleichbed. lat. ingeminare): verdoppeln, wiederholen
in gelnelre [auch - 'gɛn...] (lat.; eigtl. „in der (ganzen) Gat
tung“): im Allgemeinen, allgemein. in|ge|ne|riert (aus
gleichbed. lat. ingeneratus; vgl. ...iert): angeboren (Med.).
In|ge|ni|eur [ɪnʒe'nio:u] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. in
génieur, dies aus altfrz. engigneor bzw. engignier, eigtl.
„wer sinnreiche Vorrichtungen baut“ zu engin „sinnreiche
Vorrichtung, Kriegsmaschine“, dies über mlat. ingenium
„Kriegsgerät, -maschine“ aus lat. ingenium, vgl. Ingeni
um): auf einer Hoch- od. Fachhochschule ausgebildeter
Techniker; Abkürzungen: Ing. (grad.), Dipl.-Ing., DrIng. Inlgelniieurlbioüoige rfer, -n, -n: jmd., der in Inge
nieurbiologie ausgebildet ist (Berufsbez.). Ingenijeurbio lo gie die;
Wissenschaft, die sich mit den biologi
schen Wirkungen infolge baulicher Maßnahmen in der
Landwirtschaft befasst. In|gelni|eur|geo|lolge der; -n,
-n: jmd., der in Ingenieurgeologie ausgebildet ist (Berufs
bez.). In|ge|ni|eur|geo|lo|gie die; -: Teilgebiet der an
gewandten Î Geologie, das die Î geologische Vorarbeit u.
Beratung bei Bauingenieuraufgaben umfasst. In|ge|nieurökonom der; -en, -en: ÎÖkonom (b) mit Hoch
schulausbildung, der auch die Grundlagen der Technologie
eines Industriezweigs beherrscht. in|ge|ni|eur!technisch: die Arbeit des Ingenieurs betreffend, damit be
fasst. in|ge|ni|ös [inge...] (über fr. ingénieux aus gleich
bed. lat. ingeniosus; vgl. ...ös): erfinderisch, kunstvoll er
dacht; scharfsinnig, geistreich. ln|ge|ni|o|si|tät<Äe; - (zu
t...osität>: a) Erfindungsgabe, Scharfsinn; b) von Ingeni
um zeugende Beschaffenheit. In|ge|ni¡um das; -s, ...ien
[...ion] (aus gleichbed. lat. ingenium): natürliche Bega
bung, [schöpferische] Geistesanlage, Erfindungskraft,
Genie. Inigelnue [eje’ny] die; -, -s (aus gleichbed. fr. in
génue): Vertreterin einer naiven Rolle, Naive (Theat.). Ingenuität [ingenui...] die; - (aus gleichbed. lat. ingenui
tas, Gen. ingenuitatis): 1. Stand eines Freigeborenen,
Freiheit. 2. (veraltet) Freimut, Offenheit, Natürlichkeit im
Benehmen. Intgelnulus [...nuus] der; -, ...nui (aus gleich
bed. lat. ingenuus): in der röm. Antike u. im Mittelalter
der Freigeborene im Gegensatz zum unfreien Sklaven u.
zum Freigelassenen
Injgelrenz die; -, -en (zu Îingerieren u. t...enz>: 1. (veral
tet) Einmischung; Einflussbereich, Wirkungskreis. 2.
strafbares Herbeiführen einer Gefahrenlage durch den
Täter, der es dann unterlässt, die Schädigung abzuwenden
(z. B. Unterlassung der Sicherung einer Straßenbaustelle;
622
Rechtsw.). inlgelrielren (aus gleichbed. lat. ingerere):
(veraltet) hineinbringen, hineinmischen, einmengen. Ingeslta die (Plur.) (aus lat. ingesta „das Hineingebrach
te“, Neutrum Plur. zu ingestus, Part. Perf. von ingerere,
vgl. Ingerenz): aufgenommene Nahrung (Med.). InlgestilonÆe; - (aus lat. ingestio „das Einführen“): Nahrungs
aufnahme (Med.). Inlgesltilgnslalllerlgelne die
(Plur.): mit der Nahrung aufgenommene Î Allergene (z. B.
durch Erdbeeren; Med.)
in glglbo (lat.; „in der (ganzen) Kugel, im (ganzen) Hau
fen“): im Ganzen, insgesamt
Inlgot ['ɪŋgɔt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. ingot): 1.
Form, in die Metall gegossen wird. 2. Barren (Gold, Sil
ber); [Stahl]block
Ingrainpaipier [in'grem...] das; -s (zu engl. ingrain „im
Garn od. in der Faser gefärbt“ u. tPapier): Zeichenpapier
von rauer Oberfläche mit farbigen od. schwarzen Wollfa
sern
inlgrat (aus gleichbed. spätlat. ingratus zu tin... (2) u. lat.
gratia „Dank“): (veraltet) undankbar. Inlgraltiltude
[egrati'ty:d] die; - (aus gleichbed. fr. ingratitude, dies aus
spätlat. ingratitudo): svw. Ingratitudo. Inlgraltiltuldo
[mgra...] die; - (aus gleichbed. spätlat. ingratitudo): (veral
tet) Undankbarkeit
Inlgreldilens [...diens] das; -, ...ienzien [...ion] (aus lat. ingrediens „Hineinkommendes“. Gen. ingredientis, Part.
Präs, von ingredi „hineingehen, hinzukommen“): svw. In
gredienz. Inlgreldilenz die; -, -en (meist Plur.) (aus lat.
ingredientia (Plur.) „hinzukommende (Dinge)“): 1. Zutat
(Pharm., Gastr.). 2. Bestandteil (z.B. einer Arznei)
ln|grelmila|ti|on die; -, -en (zu mlat. ingremiare, vgl. ingremiieren, u. t...ation): (veraltet) Aufnahme in eine
geistliche Körperschaft, in|gre|mi|ie|ren (aus mlat. in
gremiare „in eine Körperschaft entsenden“ zu tin... (1) u.
lat. gremium „Innerstes (eines Körpers)“): (veraltet) in ei
ne geistliche Körperschaft aufnehmen
Inlgreslpalpier ['ɛ:gr(ə)pa...] das; -s (nach dem franz. Ma
ler J. A. D. Ingres (1780-1867)): farbiges Papier für Koh
le- u. Kreidezeichnungen
Inlgress der; -es, -e (aus gleichbed. lat. ingressus, eigtl.
Part. Perf. von ingredi „hineingehen“): (veraltet) Ein
gang, Zutritt. Inlgreslsilgn die; -, -en (aus lat. ingressio
„das Hmeingehen“ zu ingredi, vgl. Ingress): kleinräumige
Meeresüberflutung des Festlandes (Geogr.). In gres siv
[auch ,,,'si:f] (aus gleichbed. lat. ingressivus): 1. einen Be
ginn ausdrückend (in Bezug auf Verben; z. B. entzünden,
erblassen; Sprachw.); Ggs. tegressiv (1); ingressive [...vo]
Aktionsart: svw. inchoative Aktionsart; ingressiver [...vb]
Aorist: den Eintritt einer Handlung bezeichnender Î Ao
rist. 2. bei der Artikulation von Sprachlauten den Luft
strom von außen nach innen richtend; Ggs. tegressiv (2)
(Sprachw.). Inlgreslsilvum [,..v...] das; -s, ...va (aus
gleichbed. lat. (verbum) ingressivum): Verb mit ingressi
ver Aktionsart
Inlgroslsatcter; -en, -en (aus mlat. ingrossatus, Part. Perf.
von ingrossare, vgl. ingrossieren): (veraltet) als Pfand
gläubiger eingetragener Besitzer einer Forderung. Ingrosisa ti on die; -, -en (aus gleichbed. mlat. ingrossatio): (veraltet) Eintragung ins Hypothekenbuch. Inlgrossaitor iter; -s, ...oren (aus gleichbed. mlat. ingrossator):
(veraltet) Hypothekenbuchführer, inlgroslsielren (aus
gleichbed. mlat. ingrossare): in das Hypothekenbuch ein
tragen. Inlgroslsistrfer; -en, -en (zu Î ...ist) : svw. Ingros
sator. in groslso (aus gleichbed. it. all’ingrosso): (veral
tend) svw. en gros
lnlgroup['ɪngru:p] ¿ze; -, -s (aus gleichbed. engl. in-group):
[soziale] Gruppe, zu der man gehört u. der man sich inner
lich stark verbunden fühlt; Eigengruppe, Wir-Gruppe
(Soziol.); Ggs. Î Outgroup
623
[ɪŋgui...] <zu lat. inguen, Gen. inguinis „Wei
chen, Leistengegend“ u. t‘...al (1)>: zur Leistengegend ge
hörend (Med.)
Ing|wä|o|nis|mus der; -, ...men (zu lat. Ingaevones (nach
dem germ. Gott Ing benannter Stamm der Nordseeger
manen) u. t...ismus (4)): sprachlicher Einfluss des Nord
seegermanischen (auf das Altsächsische; Sprachw.)
Ing wer Jer; -s, - (aus gleichbed. altfr. gingembre, gingibre,
dies über vulgärlat. gingiber zu lat. zingiberi, dies über gr.
ziggiberis aus sanskr. srngavëra, eigtl. „hornförmig“
(nach den hornförmigen Wurzeln der Pflanze)): 1. (ohne
Plur.) tropische u. subtropische Gewürzpflanze. 2. (ohne
Plur.) a) essbarer, aromatischer, brennend scharf schme
ckender Teil des Wurzelstocks des Ingwers (1); b) aus dem
Wurzelstock der Ingwerpflanze gewonnenes aromati
sches, brennend scharfes Gewürz. 3. mit Ingweröl ge
würzter Likör
in|haf tie ren (zu fin... (1), dt. Haft u. T...ieren): in Haft
nehmen, verhaften
lnlha|la|ti|on die; -, -en (über gleichbed. fr. inhalation aus
spätlat. inhalatio „das Anhauchen, Hauch“ zu inhalare,
vgl. inhalieren): Einatmung von Heilmitteln (z.B. in Form
von Dämpfen). In|ha|la|ti|gns|alllerlge|ne ¿/ze (Plur.):
mit der Atemluft aufgenommene ÎAllergene (z.B. Pflan
zenpollen, Pilzsporen; Med.), inlhallaltiv (zut,,,iv): die
Inhalation betreffend, durch Inhalation bedingt. Inlhalaltor der; -s, ...oren (zu t,,,or): Inhalationsgerät (Med.).
Inlha|lalto|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (zu t...orium): mit
Inhalationsgeräten ausgestatteter Raum. In|ha|ler [inheilu] der; -s, - (aus gleichbed. engl. inhaler zu to inhale
„einatmen, inhalieren“, dies aus lat. inhalare, vgl. inhalie
ren): Inhalationsgerät, Inhalationsfläschchen, inlhallieren [mha...] (aus lat. inhalare „anhauchen“): a) eine Inha
lation vornehmen; b) (ugs.) [Zigaretten] über die Lunge
rauchen; einen Lungenzug machen; c) (ugs. scherzh.) etw.
essen od. trinken
inlhälrent (aus gleichbed. lat. inhaerens, Gen. inhaerentis,
Part. Präs, von inhaerere, vgl. inhärieren): an etwas haf
tend, ihm innewohnend; das Zusammengehören von Ding
u. Eigenschaft betreffend (Philos.). Inlhälrenz die; - (aus
gleichbed. mlat. inhaerentia; vgl. ...enz): die Verknüpfung
(das Anhaften) von Eigenschaften (TAkzidenzien) mit
den Dingen (ÎSubstanzen), zu denen sie gehören (Phi
los.). in|hä|rie|ren (aus gleichbed. /«t. inhaerere): an et
was hängen, anhaften (Philos.)
in|hi|bie|ren (aus lat. inhibere „hemmen, lindern“): 1.
hemmen (z.B. die Wirkung eines Enzyms). 2. (veraltet) ei
ner Sache Einhalt tun; verhindern. In I hi I bin das: -s, -e (zu
I ...in (1)): Stoff im Speichel, der auf die Entwicklung von
Bakterien hemmend wirkt (Med.). in|hi|bi|ti|on die; -,
-en (aus lat. inhibitio „Hemmung“): 1. a) Hemmung od.
Unterdrückung der spezifischen Wirkung eines Stoffes
(z.B. eines Enzyms) durch einen anderen Stoff; b) Ge
fühls-, Reaktionshemmung. 2. (veraltet) Einhalt, gericht
liches Verbot, einstweilige Verfügung. in|hi|bi|tiv (zu
t...iv): verbietend, untersagend (Sprachw.). Inlhilbiltivsatz der; -es, ...sätze: Verbotssatz, der sich auf eine schon
begonnene Handlung bezieht (z.B. „schrei nicht so!“;
Sprachw.). In|hi|bi|tor der; -s ...oren (aus spätlat. inhibi
tor „Hinderer“): Hemmstoff, der chem. Vorgänge ein
schränkt od. verhindert (Chem.). inlhilbiltolrisch: (ver
altet) verhindernd, verbietend (durch Gerichtsbeschluss;
Rechtsw.)
in hoc sallus [- 'ho:k -] 'lat.; „in diesem (ist) Heil“): Auf
lösung der frühchristl. Abk. des Namens Jesu in griech.
Form: IH[SOY]S; Abk.: I. H. S. od. IHS; vgl. IHS
in hoc silgno* [- 'ho:k -] {lat.; eigtl. in hoc signo vinces „in
diesem Zeichen [wirst du siegen]“): Inschrift eines Kreu
zes, das nach der Legende dem röm. Kaiser Konstantin
in|gu|i|nal
Initiant
im Jahre 312 n.Chr. am Himmel erschien; Abk.: I. H. S.
od. IHS
in|ho|mo|gen [auch ... gern] (zu Tin... (2) u. Thomogen):
nicht gleichartig]; inhomogene Gleichung: Gleichung, bei
der mindestens zwei Glieder verschiedenen Grades auf
treten; vgl. heterogen. Inlholmolgelniltät [auch 'm...]
die; -: Ungleichartigkeit; vgl. Homogenität
in holnglrem {lat.y. zu Ehren
inlhulman [auch ,,,'ma:n] (aus gleichbed. lat. inhumanus):
1. nicht menschenwürdig, unmenschlich. 2. rücksichtslos,
hartherzig; Ggs. Thuman (1). In hu ma ni tät [auch
'm...] die; -, -en (aus gleichbed. Z«t. inhumanitas, Gen. in
humanitatis): 1. (ohne Plur.) Nichtachtung der Menschen
würde, Unmenschlichkeit. 2. Härte, Rücksichtslosigkeit,
Gefühllosigkeit; Ggs. THumanität
in in|fi|ni|tum {lat.; „bis ins Grenzenlose, Unendliche“):
svw. ad infinitum
in inltelgrum* resiti tulie ren (aus gleichbed. lat. in in
tegrum restituere, eigtl. „ins Unversehrte zurückführen“):
in den vorigen [Rechtsjstand wieder einsetzen, den frühe
ren Rechtszustand wieder herstellen (Rechtsw.); vgl. Re
stitutio in integrum
in|in|tellli|gi|bel [auch ,,,'gi:...] (zu Tin... (2) u. tintelligibel): (veraltet) unverständlich, nicht erkennbar; Ggs. tintelligibel
Ini on" das; -s, Inia (ausgr. inion „Muskel am Hinterkopf;
Genick“): anthropologischer Messpunkt zur Bestimmung
von Längsmaßen am menschlichen Schädel, gebildet vom
Schnittpunkt der oberen Begrenzung des Ansatzes der
Nackenmuskeln mit der Medianlinie (vgl. median) des
Schädels (Med.)
Inilquiltät* die; - (aus gleichbed. lat. iniquitas, Gen. iniqui
tatis, eigtl. „Unebenheit“): (veraltet) Unbilligkeit, Härte
Iniltia* die (Plur.) (aus lat. initia, Plur. von initium „An
fang“, dies zu inire „beginnen, betreten“): Anfangswörter
der einzelnen Seiten, bes. bei mittelalterlichen Hand
schriften u. Frühdrucken (Buchw.). iniltilal (aus gleich
bed. lat. initialis): anfänglich, beginnend. Iniltilal vgl. Ini
tiale. Iniltilal... (zu Îinitial): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „am Anfang stehend, den Anfang bil
dend“, z. B. Initialwort. Ini Itilal Idol sis die; -, ...sen: Do
sis, die zur Einleitung einer Behandlung verabreicht wird
(Med.). Ini |ti I a I le die; -, -n, seltener Initial das; -s, -e (ver
kürzt aus Initialbuchstabe; vgl. initial): großer, meist
durch Verzierung u. Farbe ausgezeichneter Anfangsbuch
stabe [in alten Büchern od. Handschriften], iniltilallisielren (zu T...isieren): a) eine Initialisierung vornehmen
(EDV); b) svw. formatieren (b). Iniltilallilsielrung die;
-, -en (zu T...isierung): das Herstellen eines bestimmten
Anfangszustands von Computern, Programmeinheiten
o.Ä., um das gewünschte Betriebsverhalten zu erzielen
(EDV). Ini|ti|al|or|nalmenltik die; - (zu TInitial...): or
namentale Ausschmückung der Anfangsbuchstaben [in
alten Büchern od. Handschriften]. Iniltilallsprengstoff der; -[e]s, -e: explosiver Zündstoff für Sprengstoff
füllungen. Ini|ti|al|sta|di|um das; -s, ...ien [...ion]: An
fangsstadium eines Krankheitsverlaufs (Med.). Ini|ti|alwort das; -[e]s, ...Wörter: Kurzwort (t Akronym), das aus
zusammengerückten Anfangsbuchstaben gebildet ist
(z.B. UNO). Iniltilallzelllen die (Plur.): unbegrenzt teilungs- u. wachstumsfähige Zellgruppe an der Spitze von
Pflanzensprossen, aus denen sämtliche Zellen des Pflan
zenkörpers hervorgehen (Bot.). Iniltilallzünldung die; -,
-en: Sprengstoffexplosion mit tInitialsprengstoff. Iniltiand der; -en, -en (aus lat. initiandus „der Einzuweisende,
Einzuweihende“, Gerundivum von initiare, vgl. initiie
ren): jmd., der in etwas eingeweiht werden soll; Anwärter
für eine Initiation. Iniltilant der; -en, -en (aus lat. initi
ans, Gen. initiantis „Einführender, Einweihender“, Part.
n
Initiation
Präs, von initiare, vgl. initiieren): 1. jmd., der die t Initia
tive ergreift. 2. (Schweiz.) a) jmd., der das Initiativrecht
hat; b) jmd., der das Initiativrecht ausübt. IrtiItila|ti|on
die; -, -en (aus lat. initiatio „feierlicher Gottesdienst (für
Geweihte)“ zu initiare, vgl. initiieren): [durch bestimmte
Bräuche geregelte] Aufnahme eines Neulings in eine Stan
des- od. Altersgemeinschaft, einen Geheimbund o.Ä.,
bes. die Einführung der Jugendlichen in den Kreis der
Männer od. Frauen bei Naturvölkern; vgl. ...ation/...ierung. I n i Iti I a I ti I on s I r i I te n die (Plur.): Bräuche bei der
Initiation (Völkerk.); vgl. Deposition (3). iniltilaltiv (zu
1 Initiative; vgl. ...iv): a) die Initiative (1) ergreifend; An
regungen gebend, erste Schritte in einer Angelegenheit
unternehmend, z. B. - werden; b) Unternehmungsgeist be
sitzend. Ini|ti|a|tiv|an|trag der; -[e]s, ...anträge: die par
lamentarische Diskussion eines bestimmten Problems
(z.B. einer Gesetzesvorlage) einleitender Antrag. Iniltialtilve [...va] ¿ie; -, -n (aus gleichbed. fr. initiative zu ini
tier „einweihen, einführen; vertraut machen“, dies aus
gleichbed. lat. initiare, vgl. initiieren): 1. a) erster tätiger
Anstoß zu einer Handlung, der Beginn einer Handlung; b)
Entschlusskraft, Unternehmungsgeist. 2. Recht zur Ein
bringung einer Gesetzesvorlage (in der Volksvertretung).
з. (Schweiz.) Volksbegehren. 4. lockere Vereinigung von
Personen zur Durchsetzung bestimmter Forderungen.
Iniltilaltivlgruplpe die: -, -n: svw. Initiative (4). Iniltilativ|in|for|ma|ti|on ¿ze; -, -en: relevante Information, die
ohne Anfrage u. ohne Auftrag an vermutete Nutzer über
mittelt wird. Ini|ti|a|tiv|recht das; -[e]s: das Recht, Ge
setzentwürfe einzubringen (z.B. einer Fraktion, der Re
gierung). Ini|ti|aItor der; -s, ...oren (aus spätlat. initiator
„Beginner; Eingeweihter“): 1. jmd., der etwas veranlasst
и. dafür verantwortlich ist; Urheber, Anreger. 2. chem.
Stoff, der Kettenreaktionen auslöst, bes. ÎPolymerisatio
nen einleitet. IniItilaltolrin die; -, -nen: weibliche Form
zu T Initiator (1). ini Iti I alto Irisch : einleitend; veranlas
send; anstiftend. Iniltilen [,,,iən] die (Plur.) (aus lat. ini
tia, Plur. von initium „Anfang“): Anfänge, Anfangsgrün
de. iniltilielren (über spatial, initiare „anfangen; taufen“
aus lat. initiare „einweihen, einführen“): 1. a) den Anstoß
geben; b) die Initiative (1) ergreifen. 2. [mit einem Ritual]
in einen Kreis einführen, in eine Gemeinschaft aufneh
men; einweihen; vgl. Initiation. !ni|ti|ie|rung die; -, -en
(zu Î ...ierung): das Initiieren (1); vgl. ...ation/...ierung
in iulre ces sio [- 'ju:rə ts...] (lat.; „Abtretung vor Ge
richt“): Form der Übertragung eines Herrschaftsrechts
durch eine prozessähnliche Handlung im römischen
Recht
ln|jek|ti|on die; -, -en (aus lat. iniectio „das Hineinwerfen,
Einspritzung“ zu inicere, vgl. injizieren): 1. Einspritzung
von Flüssigkeiten in den Körper zu therapeutischen od.
diagnostischen Zwecken, u. zwar tintravenös, î subkutan
od. Î intramuskulär (Med.). 2. starke Füllung u. damit
Sichtbarwerden kleinster Blutgefäße im Auge bei Entzün
dungen (Med.). 3. Einspritzung von Verfestigungsmitteln
(z. B. Zement) in unfesten Bauuntergrund. 4. das Eindrin
gen Tmagmatischer Schmelze in Fugen u. Spalten des Ne
bengesteins (Geol.). 5. das Einbringen von [Elementar]teilehen (Ladungsträgern) in einen Halbleiterbereich
von bestimmter elektr. Leitfähigkeit bzw. in der Hoch
energie- u. Kernphysik in einen Teilchenbeschleuniger
(Phys.). Inljekltilpnslalllerlgelne die (Plur.): ÎAller
gene, die durch Einstich (z. B. Injektion od. Insektenstich)
dem Organismus zugeführt werden. In|jek|ti|ons|meta mor pho se die; -, -n: starke Injektion (4), die Misch
gesteine erzeugt (Geol.). In|jek|ti|ons|prä|pa|rat das;
-[e]s, -e: Präparat mit Darstellung des Gefäßsystems od.
anderer Hohlräume durch Injektion (1) meist gefärbter
Substanzen (Med.), inljekltiv (aus lat. iniectivus „das
624
Einbringen betreffend“): bei der Abbildung einer Menge
verschiedenen Urbildern verschiedene Bildpunkte zuord
nend (Math.). Inljekltiv der; -s, -e [...vo] u. Inljekltjvlaut der; -[e]s, -e: Verschlusslaut, bei dem Luft in die
Mundhöhle strömt; Ggs. tEjektiv. Inljektomane der;
-n, -n (zu flnjektion (1) u. î...mane): jmd., der sich in
krankhafter Sucht Injektionen (1) zu verschaffen sucht
(Psychol.); vgl. Injektomanie. Inljekltolmalnie die; - (zu
î...manie): Sucht nach Injektionen (1), wobei der Akt des
Einspritzens als Koitussymbol verstanden wird. Inijektor der; -s, ...oren (zu T...or): 1. Druckluftzubringer in
Säugpumpen. 2. Dampfstrahlpumpe zur Speisung von
Dampfkesseln. 3. Vorbeschleuniger, Teil einer Beschleu
nigeranlage, mit dem die zu beschleunigenden Teilchen
auf die erforderlichen hohen Energien gebracht werden u.
anschließend in den Teilchenbeschleuniger eingeschlos
sen werden (Kernphys.). in ji zie ren (aus lat. inicere
„hineinwerfen, einflößen“): (eine Flüssigkeit, bes. ein
flüssiges Arzneimittel) in den Körper einspritzen (Med.)
i n I j u I d i I zi I a I bei (zu Tin... (2), lat. iudicare „richten, urtei
len“ u. Î...abel): (veraltet) der Gerichtsbarkeit nicht un
terworfen
inljunlgielren (aus gleichbed. lat. iniungere, eigtl. „hinein
fügen“): (veraltet) anbefehlen, zur Pflicht machen, ein
schärfen. Inljunkltilon die; -, -en (aus gleichbed. spätlat.
iniunctio): (veraltet) Einschärfung, Vorschrift, Befehl
Inljulrat der; -en, -en (aus gleichbed. nlat. iniuratus zu
Tin... (2) u. lat. iuratus, Part. Perf. von iurare „schwö
ren“): (veraltet) Unvereidigter
Inljulrilant der; -en, -en (aus spätlat. iniurians, Gen. iniuriantis, Part. Präs, von iniuriare, vgl. injuriieren): (veral
tet) Beleidiger. Ir.|ju|ri|at ¿er; -en, -en (aus spätlat. iniuriatus, Part. Perf. von iniuriare, vgl. injuriieren): (veral
tet) Beleidigter. Inljulrie [,,,iə] die; -, -n (aus gleichbed.
lat. iniuria): Unrecht, Beleidigung durch Worte od. Taten.
in|ju|ri|je|ren (aus (spät)lat. iniuriare „Unrecht tun, ge
walttätig handeln“): (veraltet) beleidigen, jmdm. die Ehre
abschneiden, inljulrilös (aus lat. iniuriosus „unge
recht“): (veraltet) beleidigend, ehrenrührig
Inlka der; -[s], -[s] (über span, inca aus Quechua (einer südamerik. Indianersprache) inka „König“, eigtl. „Herr“):
Angehöriger der ehemaligen indian. Herrscher- u. Adels
schicht in Peru, bes. der König des Inkareiches. Inlkabein das: -[e]s, -e, Inlkalknolchen der; -s, -: besondere,
durch eine Schädelnaht abgegrenzte Ausprägung des Hin
terhauptbeins, die erstmals am Schädel der Inkas be
schrieben wurde (Med.)
in|kal|ku|la|bel [auch 'm...] (unter Einfluss von fr. incalcu
lable zu Tin... (2) u. lat. calculare „[berechnen“): (veral
tet) unberechenbar, unzählbar, unmessbar. Inlkallkullabilliltät [auch 'm...] die; - (zu T.-.ität): (veraltet) Unbere
chenbarkeit, Unzählbarkeit, Unmessbarkeit
ln|ka|me|raltilon die; -, -en (zu Îinkamerieren u. T...ation): (veraltet) Einziehung von Gütern, Überführung in
Staatseigentum; vgl. Säkularisation (1). inkamerieren (zu Tin... (1), mlat. camera „Kammer, Schatzkam
mer, (Staats)kasse“ u. T...ieren): (veraltet) dem Staatsver
mögen einverleiben
ln|kan|ta|ti|on ¿/e; -, -en (aus gleichbed. spätlat. incanta
tio zu incantare „(einen Zauberspruch) hersagen, bezau
bern“): Bezauberung, Beschwörung [durch eine Zauber
formel] (Volksk.)
inika pa bel [auch 'm...] (aus gleichbed. fr. incapable, Ge
gensatzbildung zu T kapabel): (veraltet) ungeschickt, unfä
hig, untüchtig
ln|kar|di|na|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. mlat. incardinatio zu incardinare, vgl. inkardinieren): Eingliederung
eines kath. Geistlichen in eine bestimmte T Diözese od. ei
nen Orden [nach voraufgegangener TExkardination], in-
625
<aus mlat. incardinare „in einen kirchli
chen Stand erheben“ zu lat. cardo, Gen. cardinis „Türan
gel, Drehpunkt“; vgl. Kardinal): a) in eine bestimmte Di
özese od. einen Orden eingliedern; b) zum Kardinal er
nennen
in|kar|nat (über fr. incarnat aus gleichbed. it. incarnato,
dies aus lat. incarnatus „zu Fleisch geworden“, Part. Perf.
von incarnare, vgl. inkarnieren): fleischfarben, fleischrot.
Inlkarlnat das; -[e]s: Fleischton (auf Gemälden). Inlkarna tilon die: -, -en (über kirchenlat. incarnatio „Mensch
werdung“ aus lat. incarnatio „Fleischwerdung“ zu caro,
Gen. carius „Fleisch“): 1. Fleischwerdung, Menschwer
dung eines göttlichen Wesens (Christus nach Joh. 1,14;
Buddha). 2. Verkörperung, inlkarlnielren, sich (über
kirchenlat. incarnare „Mensch werden“ aus lat. incarnare
„zu Fleisch machen“): sich verkörpern. in|kar|niert (aus
gleichbed. (kirchen)lat. incarnatus, vgl. ...iert): 1. Fleisch
geworden. 2. verkörpert
ln|karlze|ralti|on die: -, -en (aus spätlat. incarceratio
„Einkerkerung“ zu incarcerare, vgl. inkarzerieren): Ein
klemmung (z.B. eines Eingeweidebruches; Med.), inkarzerieiren (aus spätlat. incarcerare „einkerkern“ zu
Tin... (1) u. lat. career „Kerker, Gefängnis“): sich ein
klemmen (z. B. in Bezug auf einen Bruch; Med.), inlkarzelriert (zu T ...iert): eingeklemmt (z.B. in Bezug auf ei
nen Bruch; Med.)
Inlkaslsant der: -en, -en (zu it. incassare (vgl. Inkasso) u.
t ...ant (1)>: (österr.) Kassierer, inlkaslso das: -s, Plur. -s,
auch (österr. nur) ...ssi (aus gleichbed. it. incasso zu incas
sare „einkassieren“, dies aus mlat. incassare, incapsare
„in einen Heiligenschrein aufnehmen“ zu lat. capsa „Be
hältnis“; vgl. Kassa): Beitreibung, Einziehung fälliger
Forderungen. In|kas|so!bü|ro das: -s, -s: Unternehmen,
das sich mit der Einziehung fälliger Forderungen befasst.
In|kas|so|in|dos|sa|ment das: -s, -e: ÎIndossament
mit dem Zweck, den Wechselbetrag durch den T Indossa
tar auf Rechnung des Wechselinhabers einziehen zu las
sen. in|kas|so|pro|vi|si|on [...v...] die: Vergütung für
das Einziehen von Forderungen
ln|kasltra|tu|ra* die: -, ...ren (aus gleichbed. spätlat. in
castratura, eigtl. „Einlagerung“, zu Tin... (1) u. lat. castra
„Lager“): Reliquienbehälter im Altarstein
Inlkalvaltilon [...v...J die: -, -en (zu Tin... (1) u. lat. cavatio
„Höhlung“): (veraltet) Aushöhlung, inlkalvielren (aus
gleichbed. lat. incavare zu Tin... (1) u. cavare „(aus)höhlen“>: (veraltet) aushöhlen
Inlklelmenz* die; - (aus lat. inclementia „unerbittliche
Strenge“ zu Tin... (2) u. clementia „Milde“): (veraltet)
Strenge, Härte, Ungnade
ln|kli|na|tilon* die; -, -en (aus lat. inclinatio „Neigung,
Biegung, Zuneigung“ zu inclinare, vgl. inklinieren): 1.
Neigung, Hang. 2. Neigung einer frei aufgehängten Mag
netnadel zur Waagerechten (Geogr.). 3. Neigung zweier
Ebenen od. einer Linie u. einer Ebene gegeneinander
(Math.). 4. Winkel, den eine Planeten- od. Kometenbahn
mit der TEkliptik bildet (Astron.). Inlklilnaltglrilum
das; -s, ...ien [...inn] (zu lat. inclinatus „geneigt“ (Part.
Perf. von inclinare, vgl. inklinieren) u. T...orium): Instru
ment zur Messung der Abweichung der Magnetnadel von
der Waagerechten, inlklilnielren (aus gleichbed. lat. in
clinare, eigtl. „hinneigen“): (veraltet) eine Neigung, Vor
liebe für etwas haben. Inlklilnolmelter rfas; -s, - (zu
T'...meter): altes Instrument zum Nivellieren, Neigungs
messer
in|klu|die|ren* (aus gleichbed. lat. includere): (veraltet)
einschließen; Ggs. Îexkludieren. Inlklulsen die (Plur.)
(aus (m)lat. inclusi „Eingeschlossene“, Plur. von lat. in
clusus, Part. Perf. von includere, vgl. inkludieren): 1.
Männer u. Frauen, die sich zur Î Askese einmauern ließen
kar|di|nie|ren
inkomparabel
(bis zum 15. Jh.). 2. fossilienhaltige Einschlüsse in Bern
stein (Geol.). Inlklulsilon cZze; -, -en (aus lat. inclusio
„Einschließung"): 1. Einschluss von Fremdsubstanzen in
Kristallen (Mineral.). 2. die Beziehung des Enthalten
seins, vor allem in der Mengenlehre gebräuchlich (Math.).
Inlklulsiv das; -s, -e [...va] (aus nlat. inclusivum „das In
begriffene“ zu lat. inclusivus „eingeschlossen“): in eini
gen Sprachen Form des Personalpronomens, die jeweils
kenntlich macht, dass Angesprochene vom Sprecher ein
bezogen werden (z. B. im Samoanischen Aa „ich und du“;
Sprachw.). in klu sive [...va] (aus gleichbed. mlat. inclu
sive, Adverb von lat. inclusivus, vgl. Inklusiv): einschließ
lich, inbegriffen; Abk.: inkl.; Ggs. Îexklusive. Inlklulsivpreis der: -es, -e: Preis, der zusätzliche Sonderleistungen
(z.B. über die übliche Ausstattung von etwas hinausge
hende Zubehörteile) einschließt. Inlklulsum das; -s,
Plur. ...sa od. ...sen (aus lat. inclusum „das Eingeschlosse
ne“, substantiviertes Part. Perf. (Neutrum) von includere,
vgl. inkludieren): (veraltet) Eingeschlossenes, Einschluss;
Beilage od. Einlage (einer Sendung)
in|ko|er|zi|bel [auch Tn...] (zu Tin... (2), lat. coercere „Zu
sammenhalten; einschränken, in Schranken halten“ u.
T ...ibel): (veraltet) 1. unzähmbar, unbändig. 2. nicht zu
sammendrückbar, unverdichtbar (von Gasen)
inlkolgnilto* (aus it. incognito „unerkannt“, dies aus
gleichbed. lat. incognitus): unter fremdem Namen [auftre
tend, lebend], ln|ko|gni|to das; -s, -s: Verheimlichung
der T Identität (1) einer Person, das Auftreten unter frem
dem Namen
in|ko|hä|rent [auch ... rent] (aus gleichbed. spätlat. inco
haerens, Gen. incohaerentis, zu T in... (2) u. lat. cohaerere
„Zusammenhängen“): unzusammenhängend; Ggs. Tkohärent. Inkoihärenz [auch ...’rents] die; -, -en (aus gleich
bed. spätlat. incohaerentia): mangelnder Zusammenhang;
Ggs. Î Kohärenz (1)
inlkolhaltiv vgl. inchoativ
Inlkollat das; -s, -e (aus spätlat. incolatus „Aufenthalt“):
(veraltet) svw. Indigenat
i n I ko 111 e I g i I a I [auch ...gia:l] (zu Tin... (2) u. lat. collegialis
„kollegialisch“): nicht dem (guten) Verhältnis zwischen
Kollegen entsprechend, dem Zusammengehörigkeitsge
fühl widersprechend. In I koi 11 e |g i I a | li |tät [auch Tn...] tZ/e;
- (zu T ...ität): Mangel an Einvernehmen unter Kollegen,
fehlendes Zusammengehörigkeitsgefühl
in|ko|mes|ti|bel* [auch Tn...] (zu Tin... (2) u. spätlat. co
mestibilis „genießbar, essbar“, dies zu lat. comedere „es
sen“): (veraltet) nicht essbar, ungenießbar
in|kom|men|sujra|bel [auch Tn...] (aus gleichbed. spätlat.
incommensurabilis): nicht messbar; nicht vergleichbar;
inkommensurable Größen: Größen, deren Verhältnis irra
tional ist (Math.); Ggs. Îkommensurabel. Inlkomlmens u I ra I b i 11 i I tat [auch Tn...] die; - (zu Î ...ität) : Unvergleich
barkeit von Stoffen mit Messwerten wegen fehlender zum
Vergleich geeigneter Eigenschaften (Phys.); Ggs. TKommensurabilität
inikomlmod (über fr. incommode aus gleichbed. lat. in
commodus): (veraltet) unbequem. inlkomlmoldielren
(über/r. incommoder aus gleichbed. Zui. incommodare):
(veraltet) a) Unbequemlichkeiten machen, Ungelegenhei
ten bereiten; belästigen; b) sich -: sich Mühe, Umstände
machen. In|kom|moldi|tät die; -, -en (aus lat. incommo
ditas, Gen. incommoditatis, eigtl. „Nachteil; Unhöflich
keit“): (veraltet) Unbequemlichkeit, Lästigkeit
inlkomlmultalbel [auch ...’ta:...] (aus gleichbed. lat. in
commutabilis zu Tin... (2) u. Tkommutabel): unveränder
lich, unvertauschbar. !n|kom|multalbilli|tät [auch ’m...]
die: - (aus gleichbed. lat. incommutabilitas, Gen. incommutabilitatis): Unveränderlichkeit, Unvertauschbarkeit
inlkom|pa|ra|be! [auch ...’ra:...] (aus gleichbed. lat. in-
u
Inkomparabile
comparabilis): 1. unvergleichbar. 2. (selten) nicht steige
rungsfähig (in Bezug auf Adjektive, z. B. väterlich als Re
lativadjektiv in das väterliche Haus, nicht: das väterlichere
Haus; Sprachw.). In|komlpa|ra|bi|lerffls;-s, Plur. ...bilia
u. ...bilien [,,,jən] (aus gleichbed. lat. (adiectivum) incom
parabile): (veraltet) inkomparables Adjektiv
in|kom|pa|ti|bel [auch ...'ti:...] (zu tin... (2) u. (kompatibel): 1. unverträglich (in Bezug auf Medikamente od.
Blutgruppen; Med.); Ggs. tkompatibel (4). 2. unverein
bar (bes. von mehreren Ämtern in einer Person;
Rechtsw.). 3. syntaktisch-semantisch nicht vereinbar,
nicht sinnvoll zusammenstimmend (z. B. die Maus frisst
die Katze; blond + Himmel; Sprachw.); Ggs. t kompatibel
(1) . 4. nicht aufeinander abgestimmt (bes. EDV). Inkom|pa|ti|bi|li|tät [auch 'm...] die; -, -en (zu Î...ität): 1.
Unverträglichkeit (verschiedener Medikamente od. Blut
gruppen; Med.); Ggs. ÎKompatibilität (4). 2. Unverein
barkeit (bes. Reh; Rechtsw.). 3. nicht mögliche syntak
tisch-semantische Verknüpfung einzelner Î Lexeme im
Satz; Ggs. (Kompatibilität (3) (Sprachw.); vgl. Komple
mentarität (3). 4. fehlende Abstimmung (bes. EDV)
inlkomlpeltent [auch ...tsnt] (aus spätlat. incompetens,
Gen. incompetentis „unpassend“): 1. a) nicht zuständig,
nicht befugt, eine Angelegenheit zu behandeln (bes.
Rechtsw.); b) nicht maßgebend, nicht urteilsfähig, nicht
über den nötigen Sachverstand verfügend; Ggs. (kompe
tent (1 a). 2. tektonisch verformbar (in Bezug auf Gestei
ne); Ggs. (kompetent (2). Inlkomlpeltenz [auch
...'tents] die; -, -en (aus spätlat. incompetentia, eigtl.
„Nichteignung“): a) das Nichtzuständigsein, Nichtbefug
nis; Ggs. tKompetenz (1 b); b) Unfähigkeit, Unvermögen
(1 a)
in kom plett* [auch ... plet] (über/r. incomplet aus gleich
bed. lat. incompletus): unvollständig; Ggs. (komplett
inkomprehensibel* [auch ...zi:...] (aus gleichbed. lat.
incomprehensibilis): unbegreiflich; Ggs. Îkomprehensibel
in kom preslsiibel’ [auch ...si:...] (zu (in... (2) u. tkompressibel): nicht zusammenpressbar (von Körpern;
Phys.). Inlkomlpreslsilbilliltät [auch 'm...] die; - (zu
(...ität): Nichtzusammenpressbarkeit (Phys.)
In|kon|du|ite [êkôdÿit] die; - (aus gleichbed./r. inconduite
zu (in... (2) u. (Konduite): (veraltet) liederlicher Lebens
wandel; schlechtes Betragen
ln|kon|fi|dent der; -en, -en (zu (in... (2) u. (Konfident):
(Rechtsspr. veraltet) Unzuverlässiger, Verdächtiger
inlkonlform [auch 'm...] (zu (in... (2) u. 1 konform): (veral
tet) ungleichförmig. In|kon|forlmi|tät [auch 'm...] die; -,
-en (zu T ...ität): (veraltet) Ungleichförmigkeit
inlkonlgrulent* [auch ,,,'ɛnt] (aus gleichbed. lat. incon
gruens, Gen. incongruentis): nicht übereinstimmend,
nicht passend, nicht deckungsgleich; Ggs. (kongruent
(2) . In kon gru enz [auch ...ents] dm; -, -en (aus gleich
bed. spätlat. incongruentia); Nichtübereinstimmung,
Nichtdeckung; Ggs. tKongruenz (2)
in koninex [auch 'm...] (aus gleichbed. spätlat. inconnexus
zu (in... (2) u. lat. con(n)exus „verknüpft, verbunden“):
(veraltet) ohne Zusammenhang, unverbunden. Inlkonnelxiltät [auch 'm...] die; - (zu (...ität): (veraltet) Zusammenhanglosigkeit
inlkonlselquent [auch ... kvent] (aus gleichbed. lat. incon
sequens, Gen. inconsequentis): nicht folgerichtig; wider
sprüchlich [in seinem Verhalten]; Ggs. (konsequent. Inkonlsejquenz [auch ,,,'kvɛnts] die; -, -en (aus gleichbed.
lat. inconsequentia): mangelnde Folgerichtigkeit; Wider
sprüchlichkeit [in seinem Verhalten]; Ggs. ÎKonsequenz
inlkon|si|de,ra|bel [auch 'm...] (zu (in... (2) u. lat. consi
derare „reiflich überlegen, erwägen“): (veraltet) unbe
trächtlich, unbedeutend. in|kon|si|de|rat (aus gleich
626
bed. lat. consideratus): (veraltet) unbesonnen, unbedacht.
In|konlsi|de|ralti|on die; - (aus gleichbed. spätlat. in
considerado): (veraltet) Unbesonnenheit, Unachtsamkeit
inlkonlsisltent [auch ...’tent] (zu Îin... (2) u. 1 konsistent):
a) keinen Bestand habend; b) widersprüchlich, unzusam
menhängend in der Gedankenführung; Ggs. (konsistent.
In konlsisltenz [auch ...‘tents] die; - (zu (in... (2) u.
(Konsistenz): a) Unbeständigkeit; Ggs. tKonsistenz (3);
b) Widersprüchlichkeit; Ggs. (Konsistenz (2)
inlkonlstant* [auch ... stant] (aus gleichbed. lat. incon
stans, Gen. inconstantis); nicht feststehend, unbeständig;
Ggs. (konstant. In kon stanz [auch ...'slants] die; - (aus
gleichbed. Zaz. inconstantia); Unbeständigkeit
ln|konlsti|tulti|o|na|li|tät* [auch 'm...] dze; - (zu 1 in... (2)
u. (Konstitutionalität): Verfassungswidrigkeit, inlkonstitutiioinell [auch 'm...] (zu (in... (2) u. (konstitutio
nell): verfassungswidrig
in|kon|tes|talbel [auch ...ta:...] (zu (in... (2) u. (kontestabel): (veraltet) unstrittig, unanfechtbar (Rechtsw.)
inlkonltilnent [auch ... nsnt] (aus lat. incontinens, Gen.
incontinentis „nicht bei sich behaltend“, dies zu (in... (2)
u. continere „zusammen-, zurückhalten“): Inkontinenz
aufweisend. Inlkonltilnenz [auch ...’nents] die; -, -en
(aus gleichbed. spätlat. incontinentia): Unvermögen,
Harn od. Stuhl willkürlich zurückzuhalten (Med.); Ggs.
(Kontinenz (2). In kon ti nenz be hand lung [auch
...nents...] die; -, -en: Gesamtheit der Maßnahmen zur Be
handlung der Inkontinenz (Med.)
Inlkonltro* das; -s, Plur. -s u. ...tri (aus it. incontro „Tref
fen, Begegnung“): (beim Fechten) Doppeltreffer, bei dem
ein Fechter gegen die Regeln verstößt, sodass dem Gegner
ein Treffer gutgeschrieben wird
inlkonlvelnalbel [...v..., auch ... na:...] (aus gleichbed./r.
inconvenable zu (in... (2) u. (konvenabel): (veraltet) un
passend, ungelegen; unschicklich; Ggs. (konvenabel. inkonlvelnilent [auch ...nient] (überfr. inconvénient aus
gleichbed. lat. inconveniens, Gen. inconvenientis, eigtl.
„nicht übereinstimmend“): (veraltet) 1. unpassend, un
schicklich. 2. unbequem. In|konlve|ni|enz [auch
...nients] die; -, -en (aus lat. inconvenientia „Nichtüber
einstimmung“): (veraltet) 1. Ungehörigkeit, Unschick
lichkeit; Ggs. (Konvenienz (2 b). 2. Unbequemlichkeit,
Ungelegenheit; Ggs. ÎKonvenienz (2 a)
inkonvertibel [,..v..., auch ... ti:...] (aus spätlat. incon
vertibilis „unveränderlich, unbekehrbar“): 1. (veraltet)
unbekehrbar; unwandelbar. 2. nicht frei austauschbar
(von Währungen; Wirtsch.); Ggs. (konvertibel (1)
ln|ko|nym* [auch 'm...] das; -s, -e (Kurzw. aus Znfcohyponym, dies zu (in... (2) u. IKohyponym): ( Kohyponym,
das zu einem anderen Kohyponym in einer (kontradikto
rischen Beziehung steht (z.B. Hahn zu Henne unter dem
Î Hyperonym Huhn; Sprachw.). Inlkolnylmie [auch 'm...]
die; -, ...jen (zu Î 2...ie> : in Nebengeordnetheit sich ausdrü
ckende semantische Relation, wie sie zwischen Inkonymen besteht (Sprachw.)
inlkonlzillilant [auch ... liant] (zu (in... (2) u. (konziliant):
nicht umgänglich; unverbindlich; Ggs. (konziliant. Inkonzililanz die; - (zu (in... (2) u. (Konzilianz): man
gelndes Entgegenkommen; Unverbindlichkeit; Ggs.
1 Konzilianz
inlkonlzinn [auch ,..'tsm] (aus lat. inconcinnus „unge
schickt, ungefügig“): 1. (veraltet) unangemessen, nicht ge
fällig; Ggs. (konzinn (1). 2. ungleichmäßig, unharmo
nisch im Satzbau; Ggs. (konzinn (2) (Rhet.; Stilk.). Inkon|zin|ni|tät [auch ’m...] die; - (aus gleichbed. lat. in
concinnitas, Gen. inconcinnitatis); 1. Unangemessenheit,
mangelnde Gefälligkeit; Ggs. (Konzinnität (1). 2. Un
ebenmäßigkeit im Satzbau; Ggs. (Konzinnität (2; Rhet.,
Stilk.)
627
[auch ,,,'tsio:n] die; -, -en (zu Tin... (2)
u. TKoordination): das Fehlen des Zusammenwirkens bei
Bewegungsmuskeln (Med.), inlkolorldilniert [auch
,,,'ni:ut]: nicht aufeinander abgestimmt (Med.)
in|kor|po|ral (aus gleichbed. spätlat. incorporalis); im
Körper [befindlich] (Med.). In|kor|po|ra|ti|on die; -, -en
(aus spätlat. incorporatio „Verkörperung; Einverleibung“
zu incorporare, vgl. inkorporieren): 1. Einverleibung, Ein
führung eines Stoffes (insbes. Heilmittels) in den Körper,
vor allem zu therapeutischen Zwecken (Med.). 2. Einge
meindung; rechtliche Einverleibung eines Staates durch
einen anderen Staat (Rechtsw.). 3. Aufnahme in eine Kör
perschaft od. studentische Verbindung. 4. Angliederung
(z. B. einer Pfarrei an ein geistliches Stift, um dieses wirt
schaftlich besser zu stellen (bes. im Mittelalter); vgl. ...ation/...ierung. inkorporieren (aus spätlat. incorporare
„verkörpern; einverleiben“): 1. dem Organismus einver
leiben, in den Organismus einbringen (insbes. Heilmittel;
Med.). 2. eingemeinden, einen Staat in einen andern ein
gliedern. 3. in eine Körperschaft od. studentische Verbin
dung aufnehmen. 4. angliedern, eine t Inkorporation (4)
durchführen. in|kor|po|rie|rend (zu T...ierend): einglie
dernd, aufnehmend; inkorporierende Sprachen: indian.
Sprachen, die das Objekt in das Verb aufnehmen; vgl. po
lysynthetisch. In|kor|po|rie|rung die; -, -en (zu t...ierung): das Inkorporieren, das Inkorporiertwerden; vgl.
...ation/...ierung
in kor rekt [auch ...'rɛkt] (aus lat. incorrectus „unverbes
sert“): ungenau, unrichtig; fehlerhaft, unangemessen [im
Benehmen]; unordentlich; Ggs. (korrekt. Inkorrektheit [auch ... rekt...] die; -, -en: 1. (ohne Plur.) a) inkorrek
te Art, Fehlerhaftigkeit; Ggs. (Korrektheit (1); b) Unan
gemessenheit; Ggs. (Korrektheit (2). 2. a) Fehler, einzel
ne Unrichtigkeit in einer Äußerung usw.; b) Beispiel, ein
zelner Fall inkorrekten Verhaltens, inIkorIriIgiIbei [auch
'm...] (zu Tin... (2) u. Îkorrigibel, vgl. korrigieren): (veral
tet) unverbesserlich, nicht korrigierbar. Inlkorlrilgilbillität [auch 'm...] die; - (zu T...ität): (veraltet) Unverbesser
lichkeit
inlkoijrupt [auch 'm...] (zu Tin... (2) u. Tkorrupt): (veral
tet) unverdorben, echt
Inklpad-Art ['ɪŋkpæd'ɑ:t] die; - (zu engl. inkpad „Stempel
kissen“ u. art „Kunst“): der Pop-Art zuzurechnende
Kunstrichtung, bei der Bilder u. Grafiken durch einge
färbte Stempel hergestellt werden
Inlkrelment* das; -[e]s, -e (aus lat. incrementum „Wachs
tum, Zunahme“ zu increscere, vgl. inkreszieren): 1. a) Be
trag, um den eine Größe zunimmt (Math.); b) kleiner Zu
wachs einer veränderlichen Größe (Phys.); Ggs. T Dekre
ment. 2. neurophysiologische Bez. für den Zuwachs an In
tensität, den eine Erregung gegenüber dem auslösenden
Reiz hat u. der sich mit der Fortleitung der Erregung im
mer mehr erhöht (Med.), inlkrelmenltal (zu Î '...al (1)>:
das Inkrement (1) betreffend (bes. EDV). Inlkrelmental com pi ler [...kompailu] der; -s, -: T Compiler, der neu
hinzugekommene Befehle od. kleine Änderungen eines
Quellprogramms separat übersetzen u. in das Zielpro
gramm einbauen kann (EDV). In|kre|men|tal|ge|ber
der; -s, -: Maßstab mit Î digitaler Teilung für die Wegmes
sung beim Einsatz von Industrierobotern (Elektronik), inkrelmentieren (aus lat. incrementare „an Wachstum
zunehmen“): einen Zähler od. eine Programmgröße um
einen Wert erhöhen (EDV); Ggs. Tdekrementieren. inkreslzielren (aus gleichbed. lat. increscere zu Tin... (1) u.
crescere „wachsen“): (veraltet) an-, einwachsen, zuneh
men
Inlkret* das; -[e]s, -e (zu lat. incretus „vermischt“, dies zu
incernere „hineinsieben , -streuen“): von den Blutdrüsen
in den Körper abgegebener Stoff (Hormon); vgl. Exkret.
ln|ko|or|di|naltilon
Inkulpat
i/ze; - (Kurzbildung zu Tin... (1) u. TSekreti
on): innere Sekretion (Med.). in|kre|to|risch: der inne
ren Sekretion zugehörend, ihr dienend (Med.)
in|kri|mi|nielren* (aus gleichbed. spätlat. incriminare):
jmdn. [eines Verbrechens] beschuldigen, anschuldigen
(Rechtsw.). inlkrilmilniert (zu T ...iert): [als Verstoß,
Vergehen o.Ä.] zur Last gelegt, zum Gegenstand einer
Strafanzeige, einer öffentlichen Beschuldigung gemacht
ln|krus|ta|tilon* die; -, -en (aus spätlat. incrustatio „das
Überziehen mit Marmor“ zu lat. incrustare, vgl. inkrus
tieren): 1. farbige Verzierung von Flächen durch Einlagen
(meist nur Steineinlagen in Stein; Kunstw.). 2. Krusten
bildung durch ehern. Ausscheidung (z.B. Wüstenlack;
Geol.). 3. eingesetzter Besatzteil, Blende, Ornament; In
krustierung (Schneiderhandwerk). 4. bei der Verholzung
von Pflanzenteilen auftretende Einlagerung von organi
schen (z.B. Gerb- u. Farbstoffe) od. anorganischen (z.B.
Kalk u. Kieselsäure) Stoffen in das Zellulosegerüst der
pflanzlichen Zellwände (Bot.). 5. Ablagerung von Wasch
mittelbestandteilen u. Kalzium- u. Magnesiumsalzen des
Wassers auf Wäsche. 6. Ablagerung von Salz in ein [abge
storbenes] Gewebe (Med.); vgl. ...ation/...ierung. Inkruslten die (Plur.): bei der Holzschliffherstellungunge
löst bleibende Verbindungen (z. B. tLignine, Harze u. Fet
te). inlkrusltielren (aus lat. incrustare „mit einer Kruste
überziehen, mit Marmor überziehen“): 1. mit einer In
krustation (1) verzieren. 2. durch chem. Ausscheidung
Krusten bilden (Geol.). 3. mit einer Inkrustation (3) ver
sehen. 4. Inkrustationen (4) bilden. In|krus|tie|rung
die; -, -en (zu T...ierung): svw. Inkrustation (3-6); vgl.
...ation/...ierung
Inlkulbant der; -en, -en (aus lat. incubans, Gen. incubantis,
Part. Präs, von incubare „sich zu rituellem Schlaf nieder
legen“, eigtl. „in od. auf etw. liegen“, vgl. inkubieren):
jmd., der sich einer Inkubation (4) unterzieht. Inlkulbatilon die; -, -en (aus lat. incubatio „das Brüten“): 1. Be
brütung von Vogeleiern (Biol.). 2. a) das Sichfestsetzen
von Krankheitserregern im Körper; b) das Aufziehen von
Frühgeborenen in einem Inkubator (1); c) kurz für Inku
bationszeit (Med.). 3. das Einbringen einer Bakterienkul
tur in einen besonderen Wärmeschrank. 4. Tempelschlaf
in der Antike (um Heilung od. Belehrung durch den Gott
zu erfahren). In|ku|ba|ti|ons|zeit die; -, -en: 1. Zeit von
der Ansteckung bis zum Ausbruch einer Krankheit
(Med.). 2. Entwicklungszeit des Keimes im Vogelei (Biol.).
Inlkulbaltor der; -s, ...oren (zu T ...or): 1. Brutkasten für
Frühgeburten (Med.). 2. Behälter mit Bakterienkulturen,
inlkulbielren (aus lat. incubare „auf etw. liegen; sich nie
derlegen; bebrüten“; vgl. Inkubant): 1. ein Frühgeborenes
in den Inkubator (1) legen. 2. eine Bakterienkultur bebrü
ten. 3. sich im Körper festsetzen (von Krankheitserregern;
Med.). Inlkulbus der; -, Inkuben (aus lat. incubus „das
Albdrücken“): 1. a) nächtlicher Dämon, Alb im röm.
Volksglauben; b) Teufel, der mit einer Hexe geschlechtlich
verkehrt (im Volksglauben des Mittelalters). 2. (ohne
Plur.) während des Schlafs auftretende Atembeklemmung
mit Angstzuständen (Med.); vgl. Sukkubus
inlkullant [auch ,.,'lant] (zu Î in... (2) u. Îkulant): ungefällig
(im Geschäftsverkehr), die Gewährung von Zahlungs- od.
Lieferungserleichterungen ablehnend; Ggs. Tkulant. Inkullanz [auch ,.,'lants] die; -, -en: Ungefälligkeit (im Ge
schäftsverkehr); Ggs. Î Kulanz
inlkullpalbel [auch 'm...] (aus spätlat. inculpabilis „unta
delig“ zu inculpare, vgl. inkulpieren): (veraltet) schuldlos,
unschuldig. In ku II pant der; -en, -en (aus gleichbed. spät
lat. inculpans, Gen. inculpantis, Part. Präs, von inculpare,
vgl. inkulpieren): (veraltet) Ankläger, Beschuldiger
(Rechtsw.). Inlkullpat der; - en, -en (aus gleichbed. spät
lat. inculpatus, Part. Perf. von inculpare, vgl. inkulpieInkreltilon
Ql
628
inkulpieren
ren): (veraltet) Angeklagter, Angeschuldigter (Rechtsw.).
in kul pie ren (aus gleichbed. spätlat. inculpare): (veral
tet) beschuldigen, anschuldigen
In|kul|tu|ra|ti\ondie; -, -en (zu tin... (1), tKultur u. t...ation>: 1. das Eindringen einer Kultur in eine andere. 2. (bei
der Missionstätigkeit) Berücksichtigung der jeweiligen Ei
genart der Kultur, in die das Christentum vermittelt wird
ln|ku|na|bel die; -, -n (meist Plur.) (aus lat. incunabula
(Plur.) „die Windeln u. Wickelbänder“, dies zu cunae
(Plur.) „Wiege“ (weil sich der Buchdruck zu jener Zeit
noch im ersten Anfang befand, sozusagen noch in den
Windeln lag)): Wiegendruck, Frühdruck, Druckerzeugnis
aus der Frühzeit des Buchdrucks (vor 1500). Inlkulnablist* ¿Zer; -en, -en (zu T...ist): Fachmann auf dem Gebiet
der Inkunabelkunde
in|ku|ra|bel [auch ...ra:...] (aus gleichbed. lat. incurabilis):
unheilbar (Med.). In|ku|ralbilliltät[auch 'm...] die; - (aus
gleichbed. mlat. incurabilitas, Gen. incurabilitatis): (ver
altet) Unheilbarkeit
inlkulrant [auch ...rant] (zu Î in... (2) u. Î kurant): a) nicht
im Umlauf; b) schwer verkäuflich
ln|ku|ra|ti|on zZZe; -, -en (zu incuratus, dies zu tin... (1),
mlat. curatus, vgl. Kurat u. t'...ion>: (veraltet) Einsetzung
in eine Pfarrstelle, Anstellung als Pfarrer
in|ku|ri|ös (aus gleichbed. lat. incuriosus (Bedeutung 2
wohl unter Einfluss von fr. incurieux); vgl. ,..ös>: (veral
tet) 1. sorglos, unachtsam. 2. nicht neugierig. Inlkulrilosiltätdze; - (aus gleichbed. lat. incuriositas, Gen. incurio
sitatis (Bedeutung 2 wohl unter Einfluss von fr. incuriosi
té); vgl. ...ität): (veraltet) 1. Sorglosigkeit, Gleichgültig
keit. 2. Neugierlosigkeit
ln|kur|si|on die; -, -en (aus lat. incursio „(feindlicher) An
griff1 zu incurrere „angreifen“): Übergriff, Eingriff. Inkuijsusder; -, ...se (aus gleichbed. lat. incursus): (veral
tet) Angriff, Überfall
ln|kur|valti|on [...v...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. incur
vatio zu incurvare, vgl. inkurvieren): (veraltet) Krüm
mung. in|kur|vie|ren (aus gleichbed. lat. incurvare):
(veraltet) krümmen, biegen
InllaidzZer; -s, -e (zu engl. inlaid „eingelegt“, Part. Perf. von
to inlay „einlegen“): (Schweiz.) durchgemustertes Lin
oleum. Inllay ['ɪnleɪ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. inlay,
eigtl. „Einlegestück“): aus Metall od. Porzellan gegossene
Zahnfüllung
Inllilner ['ɪnlaɪnə] der; -s, - (aus engl. inliner zu inline „in ei
ner Linie angeordnet“, dies zu line „Reihe, Linie“); 1.
svw. Inlineskate. 2. svw. Inlineskater (1). In|line|röh|re
['mlaɪn...] die; -, -n: Kathodenstrahlröhre zur Farbbild
wiedergabe mit drei nebeneinanderliegenden Elektronen
strahlerzeugern. Inllinelskate [...skeit] der od. das; -s, -s
(meist Plur.) (aus gleichbed. engl. inline-skate, zu (roller)skate „Rollschuh“): Rollschuh mit schmalen, in einer
Reihe hintereinander angeordneten Rollen, inllinelskaten [...skeitn] (aus gleichbed. engl. to inline-skate): auf In
lineskates laufen. In|line|ska|ter [...skeittt] der; -s, -: 1.
jmd., der auf Inlineskates läuft. 2. svw. Inlineskate. Inlinelskalting [,,,skeɪtɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. inline-skating): das Laufen mit Inlineskates
in lolco [- 'lo:ko] {lat.}; an Ort u. Stelle (stellvertretend)
in maliolrem Dei glo ri am [- majo:rɛm - -] {lat.}; svw.
omnia ad maiorem Dei gloriam
in marlgilne {lat.}; am Rand[e]
in meldilas res {lat.; „mitten in die Dinge hinein“): ohne
Einleitung u. Umschweife zur Sache
in melmoErilam {lat.}; zum Gedächtnis, zum Andenken;
z.B. in memoriam des großen Staatsmannes; in memori
am Maria Theresia
in naltulra {lat.; „in Natur“): 1. leibhaftig, wirklich, per
sönlich. 2. (ugs.) in Waren, in Form von Naturalien
[...v..., auch 'm...] (aus gleichbed. lat. inna
vigabilis zu tin... (2) u. navigare „schiffen, zur See fah
ren“): (veraltet) unschiffbar. IninaIvilgaIbilliltät [auch
'm...] die; - (zu T ...ität) : (veraltet) Unschiffbarkeit
ln|ne|ra|ti|ondie; -, -en (zu dt. inner u. t...ation>: svw. In
ternalisation
Inlner-Space-Forlschung ['mə'speɪs....] die; - (zu engl.
inner „inner, Innen-“ u. space „Raum“): Meereskunde,
Meeresforschung; vgl. Outer-Space-Forschung
In ner va ti on [...v...] die; - (zu tin... (1), lat. nervus, vgl.
Nerv, u. t...ation): 1. Versorgung [eines Körperteils] mit
Nerven (Med.). 2. Leitung der Reize durch die Nerven zu
den Organen (Med.), inlnerlvielren (zu Î..deren): 1. mit
Nerven od. Nervenreizen versehen (Med.). 2. anregen,
Auftrieb geben, zu etwas veranlassen
in|no|cen|te [-'tʃentə] {it.; „unschuldig“; aus gleichbed.
lat. innocens, Gen. innocentis): einfach, schlicht; ur
sprünglich (Vortragsanweisung; Mus.)
in nolmilne Dei {lat.}; im Namen Gottes (unter Berufung
auf Gott); Abk.: I. N. D. in nolmilne Dglmilni {lat.}; im
Namen des Herrn (Eingangsformel alter Urkunden);
Abk.: I. N. D.
Inlnolvaltilon [...v...] die; -, -en (aus lat. innovatio „Er
neuerung, Veränderung“ zu innovare, vgl. innovieren): 1.
Einführung von etwas Neuem, Erneuerung, Neuerung. 2.
Realisierung einer neuartigen, fortschrittlichen Lösung
für ein bestimmtes Problem, bes. die Einführung eines
neuen Produkts od. die Anwendung eines neuen Verfah
rens (Wirtsch.). 3. geplante u. kontrollierte Veränderung,
Neuerung in einem sozialen System durch Anwendung
neuer Ideen u. Techniken (Soziol.). 4. jährliche Erneue
rung eines Teiles des Sprosssystems (bei mehrjährigen
Pflanzen;
Bot.).
In|no|valtilonslma|nagelment
[,,,mænɪdʒmənt] das; -s: Gesamtheit der unternehmens
politischen Maßnahmen, die die Entwicklung neuer Ver
fahren u. Produkte sowie deren Markteinführung zum
Gegenstand haben. In|no|va|ti|ons|pro|zess der; -es,
-e: durch die Entwicklung von Wissenschaft u. Technik
immer schneller voranschreitender Prozess der Einfüh
rung von Innovationen (2). Innovaitilonsspross der;
-es, -e: Erneuerungsspross bei mehrjährigen Pflanzen,
Jahrestrieb (Bot.), inlnolvaltiv (zu î...iv): Innovationen
schaffend, beinhaltend; innovationsfreudig; vgl. ...iv/
...orisch. In no va ti vi tät [...vi...] die; - (zu t ...ität) : Fä
higkeit, Innovationen hervorzubringen bzw. innovative
Lösungen zu finden. Inlnolvaltorrfer; -s, ...oren (aus lat.
innovator „Erneuerer“): jmd., der eine Innovation vor
nimmt, der innovative Ideen verwirklicht, in Ino | va Itorisch: Innovationen zum Ziel habend, anstrebend; vgl.
...iv/...orisch. inlnolv(elren (aus lat. innovare „erneuern,
verändern“): eine Innovation, Innovationen vornehmen
Inlnolzenzifze; - (aus gleichbed. lat. innocentia): (veraltet)
Unschuld
inlnulbil (zu Îin... (2) u. lat. nubilis „heiratsfähig“): (veral
tet) noch nicht heiratsfähig. Inlnulbilliltät die; - (zu
T ...ität): (veraltet) Unfähigkeit zu heiraten.
in nuee[- 'nu:tsə] {lat.; „in der Nuss“): im Kern; in Kürze,
kurz u. bündig
ln|nu|en|do das; -s, -s (aus gleichbed. engl. innuendo, dies
aus lat. innuendo „durch Zuwinken, Andeuten“, Ablativ
des Gerundiums von innuere „zuwinken“): versteckte
Andeutung, Anspielung
in|nu|me|ra|bel [auch 'm...] (aus gleichbed. lat. innumera
bilis); unzählbar. In|nu|me|ra|bi|li|tät [auch 'm...] die; (aus gleichbed. Zaz. innumerabilitas, Gen. innumerabilita
tis): Unzählbarkeit
ɪnlnupt(aus gleichbed. lat. innuptus): (veraltet) unverhei
ratet
inlobeldilent* (aus gleichbed. Zat. inobediens, Gen. inobein|na|vi|ga|bel
629
dientis zu Tin... (2) u. obedire, oboedire „gehorchen“):
(veraltet) ungehorsam. In|obe|di|enz die: - (aus gleichbed. lat. inobedientia): (veraltet) Ungehorsam
in|obli|gat* [auch ... ga:t] <zu Tin... (2) u. Tobligat): unver
bindlich, nicht zwingend
in|ob|se|quent [auch 'm...] (aus gleichbed. /at. inobse
quens, Gen. inobsequentis): (veraltet) ungehorsam. Inobsequenz [auch 'm,..] die; - (aus gleichbed. lat. inob
sequentia): (veraltet) Ungehorsam
inloflfenlsiv [auch ,,,'zi:ŋ (zu Tin... (2) u. Toffensiv): nicht
angreifend, nicht angriffslustig; Ggs. Toffensiv
inlof Ifilzilell [auch ...tsiel] (zu Tin... (2) u. Îoffiziell): 1. a)
nicht in amtlichem, offiziellem Auftrag; nicht amtlich, au
ßerdienstlich; b) einer amtlichen, offiziellen Stelle nicht
bekannt, nicht von ihr bestätigt, anerkannt, nicht von ihr
ausgehend; Ggs. Toffiziell (1). 2. nicht förmlich, nicht fei
erlich, nicht in offiziellem Rahmen; Ggs. t offiziell (2). inof|fi|zi|ös [auch ,,,'tsia:s]: nicht von einer [halb]amtlichen Stelle veranlasst, beeinflusst, bestätigt
Inloklkulpaltilon [auch 'm...] die; - (zu Tin... (2) u. ÎOkku
pation): (veraltet) Beschäftigungslosigkeit, inloklkupiert [auch 'm...] (zu Îin... (2) u. Tokkupieren; vgl. ...iert):
(veraltet) unbeschäftigt, müßig
Inlokullaltilon die; -, -en (aus gleichbed. engl. inoculation,
dies aus lat. inoculatio „das Einpflanzen“ zu inoculare,
vgl. inokulieren): 1. Impfung (als vorbeugende u. thera
peutische Maßnahme; Med.). 2. unbeabsichtigte Übertra
gung von Krankheitserregern bei Blutentnahmen, Injek
tionen od. Impfungen (Med.). 3. das Einbringen von
Krankheitserregern, Gewebe, Zellmaterial in einen Orga
nismus od. in Nährböden. Inlokullaltor der; -s, ...oren
(aus gleichbed. lat. inoculator): (veraltet) jmd., der impft.
in|okulli_e|ren (aus lat. inoculare „einpflanzen“ zu Îin...
(1) u. oculus „Auge; Knospe“): 1. eine Inokulation (1)
vornehmen (Med.). 2. Krankheitserreger im Sinne einer
Inokulation (2) übertragen (Med.). Inlokullum das; -s,
...la (zu T...ium): Impfkultur, Menge einer Reinkultur von
Mikroorganismen, die zur Auf- und Weiterzucht verwen
det werden (Biol. ; Pharm.)
inlopelralbel [auch ,,,'ra:...] (zu Tin... (2) u. Toperabel):
nicht operierbar; durch Operation nicht heilbar (Med.);
Ggs. Toperabel. In|ope|ra|bi|li|tät [auch 'm...] die; -: in
operable Beschaffenheit, inoperabler Zustand (Med.);
Ggs. T Operabilität
Inolpelxie die; - (zu gr. is, Gen. inós „Muskel, Sehne, Ge
webefaser“, pèxis „das Befestigen, Gerinnenmachen“ u.
T2...ie): verstärkte Gerinnungsneigung des Blutes (Med.)
Inolpia die; - (aus gleichbed. lat. inopia): (veraltet) Mangel,
Dürftigkeit, Not
inloplporltun [auch ... turn] (aus gleichbed. lat. inopportu
nus): nicht angebracht, nicht zweckmäßig, unpassend;
Ggs. Topportun. In oplporitulniität [auch ,,,'tɛ:t] die; -,
-en (aus gleichbed. spätlat. inopportunitas, Gen. inopportunitatis): das Unangebrachtsein, Unzweckmäßigkeit,
Ungünstigkeit; Ggs. TOpportunität
in opltilma forma (lat.): in bester Form; einwandfrei;
wie sichs gehört
in orilgilnalli (lat.; eigtl. „im Ursprünglichen“): in der Ur
schrift
Inolsin das; -s, -e (zu gr. is, Gen. inós „Muskel, Sehne“ u.
T...in (1)>: kristallisierende Nukleinsäure, die im Fleisch,
in Hefe u.Ä. enthalten ist (Chem.). Inolsit [auch ,,,'zɪt]
der; -s, -e (zu T2...it): in der Natur weit verbreiteter, kris
talliner, leicht süßlich schmeckender und in Wasser lösli
cher Stoff, der in tierischen Organen u. in der Muskulatur
vorkommt u. dessen wichtigster Vertreter zur Gruppe der
B-Vitamine gehört (Chem.). Inoisiltä mie* die; - (zu
T...ämie>: vermehrtes Auftreten von Inosit im Blut, z.B.
bei Säuglingen od. krankheitsbedingt im Zusammenhang
inquinieren
mit Inositurie (Med.). Ino|si|tu|rie* u. Inoisu rie* die; (zu T...urie>: vermehrte Ausscheidung von Inosit im Harn
(Med.). Ino|tro|pie* die; -, ...ien (zu T...tropie): Beein
flussung der Kontraktionsfähigkeit von Muskeln (Med.).
Inoltrolpilkum* das; -s, ...ka (zu T...ikum>: Substanz, die
die Kontraktionsfähigkeit vor allem des Herzmuskels stei
gert (Med.)
inloxildielren, auch inloxy die ren (zu Tin... (1) u. Toxidieren): eine Rostschutzschicht aus Oxiden auf eine Me
talloberfläche aufbringen
in parltilbus inlfi de lilum (lat.; eigtl. „in Gebieten der
Ungläubigen“): Zusatz zum Titel von Bischöfen in wieder
heidnisch gewordenen Gebieten; Abk.: i. p. i.
in pecltolre [- ...k...] (lat.; „im Sinne, im Herzen“, eigtl.
„in der Brust“): unter Geheimhaltung (z.B. bei der Er
nennung eines Kardinals, dessen Namen der Papst aus be
stimmten [politischen] Gründen zunächst nicht bekannt
gibt); vgl. in petto
in per pe tu am melmolrilam (lat.): zum ewigen Ge
dächtnis. in per|pe|tu|um (lat.): auf immer, für ewige
Zeiten
in per|so|na (lat.) in [eigener] Person, persönlich, selbst
in petlto (aus it. (avere) in petto „im Herzen, im Sinn (ha
ben)“; dies aus lat. in pectore, vgl. in pectore); beabsich
tigt, geplant; etwas in petto haben: etwas im Sinne, bereit
haben, etwas vorhaben, etwas im Schilde führen; vgl. in
pectore
in plelno (Zat.; „in voller (Menge)“; vgl. Plenum): in voller
Versammlung; vollzählig; vgl. Plenum
in ponlti filca liibus [- ...ka:...] (lat.; „in priesterlichen
(Gewändern)“): (scherzh.) im Festgewand, [höchst] feier
lich
in praelfilxo terlmilno [- pre... -] (lat.): in der vorher fest
gesetzten od. anberaumten Frist
in praθlsenltia [- pre...] (lat.): in der Gegenwart, in praesenlti ca su [- - 'ka:zu:] (lat.): im vorliegenden Fall
in pralxi (lat.; vgl. Praxis): a) in der Praxis, im wirklichen
Leben; tatsächlich; b) in der Rechtsprechung (im Gegen
satz zur Rechtslehre); vgl. Praxis (1)
in punclto [- 'pʊŋkto] (lat.; vgl. Punkt): in dem Punkt, hin
sichtlich; in puncto [séxti|: (veraltet, scherzh.) hinsichtlich
[des sechsten Gebotes] der Keuschheit
|n|put der, auch das; -s, -s (aus gleichbed. engl. input, eigtl.
„Zugeführtes“): 1. die in einem Produktionsbetrieb einge
setzten, aus anderen Teilbereichen der Wirtschaft bezoge
nen Produktionsmittel; Ggs. (Output (1) (Wirtsch.). 2.
Eingabe von Daten od. eines Programms in einen Compu
ter (EDV); Ggs. (Output (2 b). In put-Out put-Ana lyse [...'autput...] die; -, -n: 1. Methode zur Untersuchung
der produktionsmäßigen Beziehungen zwischen den Teil
bereichen der Wirtschaft. 2. Untersuchung der wechsel
seitigen Zusammenhänge zwischen Inputs (2) u. (Outputs
(2b)
inlquilet (aus gleichbed. lat. inquietus); (veraltet) unruhig,
beunruhigend. Inlquileltaltilon [...kvie...] die; - (aus
gleichbed. lat. inquietatio zu inquietare, vgl. inquietieren): (veraltet) Beunruhigung, inlquileltielren (aus
gleichbed. lat. inquietare): (veraltet) beunruhigen
Inlquillin der; -en, -en (meist Plur.) (aus lat. inquilinus
„Mieter, Insasse; Mitbewohner“): Tier, bes. Insekt, das
in Körperhohlräumen od. Behausungen anderer Lebe
wesen als Mitbewohner lebt (Zool.). Inlqui|li|nis|mus
der; - (zu T...ismus (3)): das Wohnen eines Insekts in
Körperhohlräumen od. Behausungen anderer Lebewe
sen (Zool.)
In|qui|na|ti|on die; - (aus gleichbed. lat. inquinatio zu in
quinare, vgl. inquinieren): (veraltet) Verunreinigung, inquilnielren (aus gleichbed. lat. inquinare): (veraltet) ver
unreinigen
EH
Inquirent
-en, -en <aus lat. inquirens, Gen. inquiren
tis „Untersuchender“, Part. Präs, von inquirere, vgl. in
quirieren): (veraltet) Untersuchungsführer, inlquilrieren (aus gleichbed. lat. inquirere): nachforschen; [ge
richtlich] untersuchen, verhören. Inlquilsit der; -en, -en
(aus lat. inquisitus, Part. Perf, von inquirere, vgl. inquirie
ren): (veraltet) Angeklagter. Inlquilsiltilon
-, -en
(aus lat. inquisitio „(gerichtliche) Untersuchung“): 1. Un
tersuchung durch Institutionen der kath. Kirche u. da
raufhin durchgeführte staatliche Verfolgung der Î Häreti
ker zur Reinerhaltung des Glaubens (bis ins 19. Jh., bes.
während der Î Gegenreformation). 2. svw. Inquisitions
prozess. Inlquilsiltilonslmalxilme rfz'e; - : strafprozes
sualer Grundsatz, nach dem der Richter selbst ein Straf
verfahren einleitet (Rechtsw.). In|qui|si|ti|ons|prozess der; -es, -e: gerichtliche Eröffnung u. Durchführung
eines Strafprozesses aufgrund der Inquisitionsmaxime
(Rechtsw.). in|qui|si|tiv (aus spätlat. inquisitivus „nach
forschend“): [naeh]forsehend, neugierig, wissbegierig;
vgl. ...iv/...orisch. In qui si tor ifer. -s, ...oren (aus lat. in
quisitor „(Er)forscher, Untersucher“): jmd., der ein In
quisitionsverfahren leitet od. anstrengt. 2. [strenger] Un
tersuchungsrichter. in|qui|si|to|risch: nach Art eines
Inquisitors, peinlich ausfragend; Strenge, Unerbittlich
keit demonstrierend; vgl. ...iv/...orisch
Inlro das; -s, -s (aus gleichbed. jap. in-ro, dies zu in „verber
gen“ u. ro „Korb; Käfig; Behältnis“): reich verziertes od.
geschnitztes japan. Döschen aus Elfenbein od. gelacktem
Holz
in salido (aus gleichbed. it. in saldo; vgl. Saldo): (veraltet)
im Rest, im Rückstand; in saldo bleiben: schuldig bleiben
Inlsallilvaltilon [...v...] die; -, -en (zu Tin... (1) u. spätlat.
salivatio „Speichelfluss“): Einspeichelung, Vermischung
der aufgenommenen Speise mit Speichel, speziell beim
Kauakt im Mund (Med.)
in|sa|lu|ber (aus gleichbed. lat. insaluber): (veraltet) unge
sund
in salivo [- ...vo] (.lat.y. (veraltet) in Sicherheit
inlsan (aus gleichbed. lat. insanus): geistig krank (Med.).
Inlsalnia z/z'e; - (aus gleichbed. lat. insania): Denkstörung
mit Verlust des Realitätsbezugs (Med.). In|sa|ni|tät die; (aus gleichbed. lat. insanitas, Gen. insanitatis); (veraltet)
Krankheit, bes. Geisteskrankheit
inlsaltilalbel (aus gleichbed. lat. insatiabilis): (veraltet)
unersättlich. In Isa Iti la I bi I li Ität die; - (aus gleichbed. lat.
insatiabilitas, Gen. insatiabilitatis): (veraltet) Unersätt
lichkeit
inlschalllah (aus gleichbed. arab. in sä’ alläh): wenn Allah
will (auf ein künftiges Ereignis bezogene Redensart der
Moslems)
Inlscripltio die; -, ...ones [...ne:s] (aus gleichbed. lat. ins
criptio): Formel im Brief- u. Urkundenwesen des Mittel
alters, die Name u. Titel des Adressaten nennt
Inlsekt das; -[e]s, -en (aus gleichbed. lat. insectum, eigtl.
„eingeschnittenes (Tier)“, Part. Perf. (Neutr.) von inseca
re „einschneiden“): Kerbtier (geflügelter, Luft atmender
Gliederfüßer). In|sek|ta|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (zu
T...arium): Insektenhaus, der Aufzucht u. dem Studium
von Insekten dienende Anlage. In|sek|ti|on die; -, -en (zu
t‘...ion): Einschnitt, Kerbung. in|sek|ti|vpr [...v...] (zu
lat. vorare „verschlingen“): Insekten fressend. 1ln|sekti Ivo Ire der; -n, -n (meist Plur.): Insekten fressendes Tier.
2ln|sek|ti|vo|re die; -n, -n (meist Plur.): Insekten fres
sende Pflanze. in|sek|ti|zid (zu T...zid>: Insekten ver
nichtend (von Chemikalien). In|sek|tilzid das; -s, -e:
[ehern.] Insektenbekämpfungsmittel, inlsekltollolge
der; -n, -n (zu T...loge>: svw. Entomologe
ln|sel|hop|ping das; -s (zu engl. hopping „das Hüpfen“,
dies zu to hop „hüpfen“): touristische Unternehmung, bei
Iniquilrent der;
630
der nacheinander mehrere Inseln eines t Archipels be
sucht werden
ln|se|mi|na|ti|ondze; -, -en (zu Tinseminieren u. T...ation):
1. künstliche Befruchtung; vgl. heterologe Insemination u.
homologe Insemination. 2. das Eindringen der Samenfä
den in das reife Ei (Med.). Inlselmilnaltorder; -s, ...oren
(zu t...or): jmd., der auf einer Tierbesamungsstation als
Fachmann Methoden für die künstliche Befruchtung der
Tiere entwickelt u. durchführt. in|selmi|nie|ren (aus lat.
inseminare „einsäen, befruchten“ zu Tin... (1) u. semen,
Gen. seminis „Samen“): eine Insemination (1) durchfüh
ren
inlsenlsilbei [auch ,.,'zi:...] (zu Tin... (2) u. Tsensibel): 1.
unempfindlich gegenüber Schmerzen u. Reizen von au
ßen. 2. gefühllos, herzlos. I n I sen I si I bi I li Ität [auch ... 'tɛ:t]
die; -: Unempfindlichkeit gegenüber Schmerzen u. Reizen
von außen; Gefühllosigkeit, Gefühlsrohheit
in|se|pa|ralbel (aus gleichbed. Zai. inseparabilis): (veral
tet) untrennbar. Inlselpalralbilliltät die; - (zu T ...ität):
(veraltet) Unzertrennlichkeit. Inlselpalrables [esepa'rabl] die (Plur.) (aus gleichbed. fr. inséparables (Plur.) zu
inséparable „untrennbar, unzertrennlich“, dies aus gleich
bed. lat. inseparabilis): kleine, als Käfigvögel gehaltene
Papageien, die meist aneinander geschmiegt sitzen
inlselquent [auch ...’kvent] (zu Tin... (2) u. lat. sequens,
Gen. sequentis, Part. Präs, von sequi „folgen“): keine Be
ziehung zum Schichtenbau der Erde habend (von Fluss
läufen; Geol.); Ggs. Tkonsequent (3). Inlselquenz die; -,
-en (zu lat. sequentia „Folge“): durch längere Unterbre
chung der Î Sedimentation entstandene Schichtlücke (Ge
ol.)
Inlselrat das; -[e]s, -e (zu lat. inserat „er möge einfügen“,
3. Pers. Sing. Präs. Konj. von inserere, vgl. inserieren):
Anzeige (in einer Zeitung, Zeitschrift o.Ä.). Inlselrent
der; -en, -en (aus lat. inserens, Gen. inserentis, Part. Präs,
von inserere, vgl. inserieren): jmd., der ein Inserat aufgibt.
Inlselrenltin die; -, -nen: weibliche Form zu TInserent.
inlselrielren (aus lat. inserere „einfügen“): 1. a) ein In
serat aufgeben; b) durch ein Inserat anbieten, suchen, ver
mitteln. 2. a) an einem Knochen ansetzen (von Muskeln
od. Sehnen); b) am Mutterkuchen ansetzen (von der Na
belschnur; Med.). Inlsert das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
insert, eigtl. „Einfügung“, zu to insert „einfügen“, dies
aus lat. inserere, vgl. inserieren): 1. Inserat, bes. in einer
Zeitschrift, in Verbindung mit einer beigehefteten Karte
zum Anfordern weiterer Informationen od. zum Bestellen
der angebotenen Ware. 2. in einen Kunststoff zur Verstär
kung eingelassenes Element. 3. a) grafische Darstellung,
Schautafel für den Zuschauer, die als Einschub [in das lau
fende Programm] eingeblendet wird (bes. Fernsehen); b)
Einblendung (z.B. einer Grafik) in ein Computerpro
gramm. In|ser|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. engl. inser
tion, dies aus lat. insertio „Einfügung“): 1. das Aufgeben
einer Anzeige. 2. das Einfügen sprachlicher Einheiten in
einen vorgegebenen Satz (als Verfahren zur Gewinnung
von Kernsätzen; Sprachw.). 3. das Einfügen einer Urkun
de in vollem Wortlaut in eine neue Urkunde als Form der
Bestätigung, Transsummierung. 4. Ansatz, Ansatzstelle
(z. B. einer Sehne am Knochen, der Nabelschnur am Mut
terkuchen od. eines Blattes am Spross; Med., Biol., Bot.).
5. das Einfügen eines Chromosomenabschnittes in ein an
deres Chromosom (Genetik). In|ser|ti|ons|or|gan das;
-s, -e: Publikation, in der Inserate veröffentlicht werden
können. In|sert|tas|te die; -, -n: Taste, mit der ein Insert
(3 b), z.B. eine Grafik, ins Computerprogramm einge
blendet werden kann
Inlseslsor der; -s, ...oren (aus lat. insessor „Besetzer“ zu
insidere „bewohnen“; vgl. ...or): Nesthocker (Zool.)
In|set|terder; -s, - (zu engl. to inset „einfügen, einsetzen“):
631
Steuer- u. Regelvorrichtung in Rollenrotationsdruckmaschinen, die bewirkt, dass eine vorbedruckte Papierbahn
passgerecht mit dem in der Druckmaschine gefertigten
Produkt zu einem kombinierten Druck vereint wird
(Druckw.). Inlsetlting das; -s (aus engl. insetting, Ge
rundium von to inset, vgl. Insetter): das passgerechte Ver
einen einer vorbedruckten Papierbahn mit dem in der
Druckmaschine gefertigten Produkt mithilfe eines Inset
ters (Druckw.)
Inlside [msaid] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. inside (for
ward)): (Schweiz, veraltet) Innenstürmer, Halbstürmer
(Fußball). Inlsilder [...da] der: -s, - (aus gleichbed. engl.
insider): jmd., der bestimmte Dinge, Verhältnisse als ein
Dazugehörender, Eingeweihter kennt. In|si|de|rin die; -,
-nen: weibliche Form zu ÎInsider. In|si|der|stolry
[,,,stɔ:rɪ] die: -, -s aus interner Sicht, von einem Beteiligten
selbst verfasster Bericht. Inlsilderltipp der; -s, -s: Ge
heimtipp
ln|si|di|en [,,,iən] die (Plur.) (aus lat. insidiae (Plur.) „Hin
terhalt“): (veraltet) Nachstellungen. in|si|di|ös (aus
gleichbed. fr. insidieux, dies aus lat. insidiosus „hinterhäl
tig, heimtückisch“): heimtückisch, schleichend (von
Krankheiten; Med.)
Inlsilgne* das; -s, ...nien [...ion] (meist Plur.) (aus gleich
bed. lat. insigne, eigtl. „Abzeichen, Ehrenzeichen“; vgl.
Signum): Zeichen staatlicher od. ständischer Macht u.
Würde (z.B. Krone, Rittersporen). in|si|gni|fi|kant
[auch ...'kant] (zu Tin... (2) u. Îsignifikant): unbedeutend,
unwichtig, unwesentlich
ln|si|mulla|ti|on </ze; -, -en (aus gleichbed. lat. insimulatio
zu insimulare, vgl. insimulieren): (veraltet) Verdächti
gung, Anschuldigung. in|si|mu|lie|ren (aus gleichbed.
lat. insimulare): (veraltet) verdächtigen, anschuldigen
inlsilnulant (aus lat. insinuans, Gen. insinuantis, eigtl.
„eindringend“, Part. Präs, von insinuare, vgl. insinuie
ren): (veraltet) einschmeichelnd. Inlsilnulant der; -en,
-en: 1. jmd., der Unterstellungen, Verdächtigungen äu
ßert. 2. jmd., der andern etwas zuträgt, einflüstert. 3.
jmd., der sich bei andern einschmeichelt. In|si|nu|a|ti|on
die; -, -en (aus lat. insinuatio „Empfehlung; Einschmei
chelung“ zu insinuare, vgl. insinuieren): 1. a) Unterstel
lung, Verdächtigung; b) Einflüsterung, Zuträgerei; c) Ein
schmeichelung. 2. (veraltet) Eingabe eines Schriftstückes
an ein Gericht. Inlsi|nu|a|ti|ons|do|ku|ment das; -[e]s,
-e: Bescheinigung über eine Insinuation (2). Inlsilnulatilons manldaltar der; -s, -e: zur Entgegennahme von
Insinuationen (2) Bevollmächtigter, inlsilnulielren (aus
lat. insinuare „einflüstern; hineinstecken, eindringen las
sen“): 1. a) unterstellen; b) einflüstern, zutragen; c) sich -:
sich einschmeicheln. 2. (veraltet) ein Schriftstück einem
Gericht einreichen
inlsilpid, inlsilpilde (aus lat. insipidus „unschmack
haft“): 1. (veraltet) schal, fade; albern, töricht. 2. ohne
Geschmack, geschmacklos (Med.). In|si pildi|tät die; -,
-en (zu t ...ität) : (veraltet) 1. (ohne Plur.) Schalheit, Fad
heit. 2. Albernheit, Torheit
inlsisltent (aus gleichbed. lat. insistens, Gen. insistentis,
Part. Präs, von insistere, vgl. insistieren); (selten) auf et
was bestehend, dringend, beharrlich, hartnäckig. Inlsistent der; -en, -en: jmd., der hartnäckig auf etwas besteht.
Inlsisltenz z/ze; - (zu T...enz>: Beharrlichkeit, Hartnä
ckigkeit. inlsisltielren (aus gleichbed. lat. insistere, eigtl.
„sich auf etw. stellen“): auf etwas bestehen, beharren,
dringen; Ggs. Îdesistieren
in siltu dat.; „in (natürlicher) Lage“): a) (von Organen,
Körperteilen, Geweben o.Ä.) in der natürlichen, richti
gen Lage (Med.); vgl. Situs; b) (von ausgegrabenen Ge
genständen, Fundstücken) in Îoriginaler (1) Lage (Archäol.)
Inspektor
(nach ʌ(flii: -inski, häufige Endung slawischer Per
sonennamen): Wortbildungselement zur Kennzeichnung
charakteristischer Eigenschaften von Personen, z.B. Ra
dikalinski
inlskrilbielren* (aus lat. inscribere „in od. auf etw. schrei
ben“): (österr.) a) sich an einer Universität einschreiben;
b) (ein Studienfach, eine Vorlesung, Übung o. Ä.) belegen.
Inlskrilbielrung die; -, -en (zu T...ierung): svw. Inskrip
tion; vgl. ...ation/...ierung. In skrip ti on z/ze; -, -en (aus
lat. inscriptio „Beschriftung, Inschrift“): (österr.) a) Ein
schreibung an einer Universität; b) Anmeldung zur Teil
nahme an einer Vorlesung, Übung o. Ä; vgl. ...ation/...ierung
in skrultalbel* (aus gleichbed. lat. inscrutabilis zu Tin...
(2) u. scrutari „untersuchen“): (veraltet) unerforschlich.
I n I sk r u Ita I b i 11 i I tat zZze; - (zu T...ität): (veraltet) Unerforschlichkeit
In so la tilon die; -, -en (zu lat. insolare (vgl. insolieren) u.
T...ation>: 1. Strahlung der Sonne auf die Erde, Sonnen
einstrahlung (Meteor.). 2. a) [übermäßige] Bestrahlung
des Körpers, bes. des unbedeckten Kopfes durch die Son
ne; b) durch Insolation (2a) bedingte Schädigung (z.B.
Sonnenstich; Med.)
inlsollent [auch ...lent] (aus gleichbed. lat. insolens, Gen.
insolentis): anmaßend, unverschämt. Inlsollenz [auch
... lents] die; -, -en (aus gleichbed. lat. insolentia); Anma
ßung, Unverschämtheit
in|so|li|de [auch ,,,'li:də] (aus gleichbed. lat. insolidus zu
Tin... (2) u. solidus „gediegen, fest“): (veraltet) schwach,
kraftlos; unzuverlässig. In|so|li|di|tät [auch 'm...] die; (zu T ...ität): (veraltet) Schwäche; Unzuverlässigkeit
inlsollielren (aus lat. insolare „der Sonne aussetzen, wär
men“ zu Tin... (1) u. sol „Sonne“): (veraltet) sich der Son
ne aussetzen, sich sonnen; vgl. Insolation
inlsollulbel [auch ’m...] (aus gleichbed. lat. insolubilis);
unlöslich, unlösbar (Chem.). in sol vent [,..v..., auch
...vent] (zu Tin... (2) u. Tsolvent): zahlungsunfähig
(Wirtsch.); Ggs. Tsolvent. Inlsollvenz [auch ... vsnts]
die; -, -en (zu T...enz>: Zahlungsunfähigkeit (Wirtsch.);
Ggs. T Solvenz
Inlsomlnie die; - (aus gleichbed. lat. insomnia zu insomnis
„schlaflos“, dies zu Tin... (2) u. somnus „Schlaf'): Schlaf
losigkeit (Med.)
in|so|zi|a|bel [auch ..,'tsia:...] (aus gleichbed. lat. insocia
bilis zu Tin... (2) u. sociabilis „gesellig, verträglich“): (ver
altet) ungesellig, unverträglich, unvereinbar. Inlsolzilabilliltät [auch 'm...] die; - (zu T. ..ität) : (veraltet) Ungesel
ligkeit, Unverträglichkeit, Unvereinbarkeit
in spe [- 'spe:] dat.; „in der Hoffnung“): zukünftig, baldig
in spelcie [- 'spe:tsie] dat.; zu species „Art“): im Besonde
ren
Inlspeklteur* [...’tarn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. in
specteur, dies aus lat. inspector, vgl. Inspektor): 1. Leiter
einer Inspektion (2). 2. Dienststellung der ranghöchsten,
Aufsicht führenden Offiziere der Teilstreitkräfte der Bun
deswehr. Inlspekltilon die; -, -en (aus /a/, inspectio „das
Hineinsehen, Besichtigung, Untersuchung“ zu inspicere,
vgl. inspizieren): 1. a) Prüfung, Kontrolle; b) regelmäßige
Untersuchung u. Wartung eines Kraftfahrzeugs (gegebe
nenfalls mit Reparaturen); c) äußerliche Untersuchung ei
nes Patienten durch Augenschein (Med.). 2. Behörde, der
die Prüfung od. Aufsicht [über die Ausbildung der Trup
pen] obliegt. Inlspekltor der; -s, ...oren (über spätlat. in
spector „Untersuchungsbeamter“ aus lat. inspector „Besichtiger, Untersucher“): 1. Verwaltungsbeamter auf der
ersten Stufe des gehobenen Dienstes (bei Bund, Ländern
u. Gemeinden). 2. jmd., der etwas inspiziert, dessen Amt
es ist, Inspektionen durchzuführen. 3. Kriminalbeamter,
-kommissar in Großbritannien u. den USA. In|spek|to...inslki
n
Inspektorin
rat das; -[e]s, -e (zu T...at (1)): (veraltet) a) Amt eines In
spektors (1); b) Wohnung eines Inspektors (1). Inlspektolrin ßfe; -, -nen: weibliche Form zu ÎInspektor
ln|spi|ra|ti|on* i/te; -, -en (aus gleichbed. lat. inspiratio,
eigtl. „Einhauchung“, zu inspirare, vgl. inspirieren): 1.
schöpferischer Einfall, Gedanke; plötzliche Erkenntnis,
erhellende Idee, die jmdn., bes. bei einer geistigen Tätig
keit, weiterführt; Erleuchtung, Eingebung (bes. die höhe
re Eingebung Gottes, göttlicher Einfluss auf die Verfasser
der Heiligen Schrift; Reh). 2. (ohne Plur.) Einatmung; das
Einsaugen der Atemluft (Med.); Ggs. ÎExspiration, inspilraltiv (zu T ...iv) : durch Inspiration wirkend; vgl. ...iv/
...orisch. In spi ra tor der; -s, ...oren (aus spätlat. inspi
rator „Einhaucher, Einflößer“): jmd., der einen anderen
inspiriert, zu etwas anregt. in|spi|ra|to|risch: 1. svw. in
spirativ. 2. die Inspiration (2) betreffend (Med.); Ggs.
Îexspiratorisch; inspiratorisches Sprechen: [durch Erre
gung od. Eile verursachtes] Sprechen beim Einatmen
(Phon.); vgl. ...iv/...orisch. in|spi|rie|ren (aus gleichbed.
lat. inspirare, eigtl. „(hin)einhauchen “): zu etwas anre
gen, animieren; jmdm., einer Sache Impulse geben. Inspi rier te der u.
-n, -n (meist Plur.): Anhängerfin]
einer Sekte des 18. Jh.s, die an göttliche Eingebung bei
einzelnen Mitgliedern glaubte (bes. in der Wetterau; spä
ter in den USA)
in spi|ri|tu|a|li|bus dat.): in geistlichen Angelegenheiten
In spis sa ti on* die; -, -en (zu 1 inspissieren u. î...ation):
(veraltet) Eindickung, inlspislsielren (zu Tin... (1)u. lat.
spissare „verdichten“; vgl. ..deren): (veraltet) eindicken,
verdichten
ln|spi|zi|ent* der; -en, -en (aus lat. inspiciens, Gen. inspi
cientis, Part. Präs, von inspicere, vgl. inspizieren): 1. für
den reibungslosen Ablauf von Proben u. Aufführungen
beim Theater od. von Sendungen beim Rundfunk u. Fern
sehen Verantwortlicher. 2. Aufsicht führende Person, inspizielren (aus gleichbed. lat. inspicere, eigtl. „hineinse
hen“): be[auf]sichtigen; prüfen. In|spi|zie|rung die, -,
-en (zu î...ierung): genaue Prüfung
inlstalbil` [auch ,,,'bi:l] (aus gleichbed. lat. instabilis): un
beständig; Ggs. Îstabil; instabiles Atom: Atom, dessen
Kern durch radioaktiven Prozess von selbst zerfällt
(Phys.); instabile Schwingungen: Flatterschwingungen bei
Flugzeugtragflügeln; angefachte, durch äußere Einwir
kung entstandene Schwingungen bei Hängebrücken u.
schlanken Bauwerken. Inlsta billiltät [auch 'm...] iZze; -,
-en (Plur. selten) (aus gleichbed. lat. instabilitas, Gen. in
stabilitatis): Unbeständigkeit, Veränderlichkeit, Unsi
cherheit
ln|stal|la|teur* [...torn] der; -s, -e (französierende Bildung
zu Iinstallieren; vgl. ...eur): Handwerker, der die techni
schen Anlagen eines Hauses (Rohre, Gas-, Elektroleitun
gen o.Ä.) verlegt, anschließt, repariert (Berufsbez.). Instal'laltion die; -, -en (vermutlich nach gleichbed. fr. in
stallation; vgl. installieren): 1. a) Einbau, Anschluss (von
technischen Anlagen); b) technische Anlage. 2. (Schweiz.,
sonst veraltet) Einweisung in ein [geistliches] Amt. 3. das
Überspielen eines Computerprogramms auf die Festplat
te (EDV), inlstalllielren (aus mlat. installare „in eine
Stelle, in ein (kirchliches) Amt einsetzen“ zu stallus
„(Chor)stuhl“, dies aus dem Germ.): 1. technische Anla
gen einrichten, einbauen, anschließen. 2. in ein [geistli
ches] Amt einweisen. 3. (ein Computerprogramm) auf die
Festplatte überspielen (EDV). 4. a) irgendwo einrichten,
in etwas unterbringen; b) sich-: sich in einem Raum, einer
Stellung einrichten
inlstant* [auch 'ɪnstənt] (aus gleichbed. engl. instant, dies
aus mlat. instans, Gen. instantis „sofort“, eigtl. „drän
gend“; vgl. Instanz): sofort, ohne Vorbereitung zur Verfü
gung (als nachgestelltes Attribut gebraucht), z. B. Hafer
632
flockeninstant. Inlstant... [auch 'ɪnstənt...] (zu îinstant):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „sofort, ohne
Vorbereitung zur Verfügung stehend“, z. B. Instantkaffee,
inlstanltan (zu 1 instant, Analogiebildung zu Îmomen
tan): unverzüglich einsetzend, sich sofort auswirkend, au
genblicklich; instantané Bodensenkung: ruckartige, be
schleunigte Bodensenkung (Geol.). In stantlge tränk
[auch instant...] das; -[e]s, -e (zu tInstant...): Schnellge
tränk, Getränk, das ohne Vorbereitung aus pulveriger
Substanz schnell zubereitet werden kann, inlstanltilsieren (zu îinstant u. I...isieren): pulverförmige Extrakte
herstellen. In|stantlpro|duk|te [auch instant...] die
(Plur.) (zu îinstant...): Lebensmittel in feinkörniger
Form, die nach Zugabe von warmer od. kalter Flüssigkeit
sofort verzehrfertig sind, inlstanz die; -, -en (aus gleich
bed. mlat. instantia, dies aus spätlat. instantia „inständi
ges Drängen“): zuständige Stelle (bes. bei Behörden od.
Gerichten). In|stan|zen|weg der; -[e]s: a) Behörden
weg; b) Dienstweg. In|stan|zen|zug der; -[e]s: Übergang
einer Rechtssache an das nächsthöhere, zuständige Ge
richt (Rechtsw.)
instatioinär* [auch ...'nem] (aus îin... (2) u. îstationär):
nicht gleichbleibend, schwankend, z.B. bei veränderli
chen Stromröhren (Hydraulik)
in staltu naslcendi [- - nas'tsendi] dat.}: im Zustand des
Entstehens, in staltu quo dat.; „in dem Zustand, in dem
(eine Sache sich befindet)“): im gegenwärtigen Zustand,
unverändert; vgl. Status quo. in staltu quo anlte dat.;
„in dem Zustand, in dem vorher (eine Sache sich befun
den hat)“): im früheren Zustand; vgl. Status quo ante
ln|stau|ra|ti|on* die; -, -en (aus gleichbed. lat. instauratio
zu instaurare, vgl. installieren): (veraltet) Erneuerung;
Wiedereröffnung. In|stau|ra|tor der; -s, ...oren (aus
gleichbed. lat. instaurator): (veraltet) Erneuerer, inlstaurielren (aus gleichbed. lat. instaurare): (veraltet) erneu
ern, wieder herstellen
ln|sti|ga|ti|on* die; -, -en (aus gleichbed. lat. instigatio zu
instigare, vgl. instigieren): das Anreizen, Anstacheln,
Aufhetzen. Inlstilgaltor der; -, ...oren (aus gleichbed. lat.
instigator): Anstifter, inlstilgielren (aus gleichbed. lat.
instigare): anregen, anstacheln
Inlstilllaltilon* die; -, -en (aus spätlat. instillatio „das Ein
träufeln“ zu instillare, vgl. instillieren): Einträufelung,
tropfenweise Verabreichung [von Arzneimitteln] unter die
Haut, in die Blutbahn od. in Körperhöhlen (Med.), instilllielren (aus lat. instillare „darauf träufeln, einflö
ßen“): Flüssigkeiten in den Organismus einträufeln
(Med.)
In|sti|mu|la|ti|on* die; -, -en (zu îinstimulieren u. T...ation): (veraltet) Anstachelung, Aufregung. in|sti|mu|lieren (aus gleichbed. lat. instimulare zu tin... (l)u. stimulus
„Stachel“): (veraltet) anstacheln, aufreizen
Inlstinkt* der; -[e]s, -e (aus mlat. instinctus (naturae) „An
reizung (der Natur), (Natur)trieb“ zu lat. instinguere „an
stacheln, antreiben“): 1. a) angeborene, keiner Übung be
dürfende Verhaltensweise u. Reaktionsbereitschaft der
Triebsphäre, meist im Interesse der Selbst- u. Arterhal
tung (bes. bei Tieren); b) (meist Plur.) schlechter, zum
Schlechten neigender Trieb im Menschen. 2. sicheres Ge
fühl für etwas, inlstinkltiv (aus gleichbed. fr. instinctif,
vgl. ...iv): 1. instinktbedingt, durch den Instinkt geleitet. 2.
von einem Gefühl geleitet, gefühlsmäßig, unwillkürlich.
in|stink|tu|ell (aus gleichbed. fr. instinctuel, vgl. ...eil):
(selten) svw. instinktiv (1)
in stiltu ie ren* (aus gleichbed. lat. instituere, eigtl.
„hin(ein)stellen“): 1. einrichten, errichten. 2. (veraltet)
anordnen, unterweisen; stiften. Inlstiltut das; -[e]s, -e
(aus lat. institutum „Einrichtung; Sitte, Brauch; Verord
nung“): 1. a) Einrichtung, Anstalt, die [als Teil einer
633
Hochschule] wissenschaftlichen Arbeiten, der Forschung,
der Erziehung o.Ä. dient; b) Institutsgebäude. 2. durch
positives (gesetzlich verankertes) Recht geschaffenes
Rechtsgebilde (z. B. Ehe, Familie, Eigentum o. Ä.). Institulteur [estityto:?] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. institu
teur): (veraltet) Lehrer, Erzieher. In|sti|tulti|on [institu...] i/ze; -, -en (aus lat. institutio „Einrichtung“, eigtl.
„das Hineinstellen“, zu instituere, vgl. instituieren): 1. ei
nem bestimmten Bereich zugeordnete öffentliche [staatli
che, kirchliche] Einrichtung, die dem Wohl od. Nutzen
des Einzelnen od. der Allgemeinheit dient. 2. (veraltet)
Einsetzung in ein [kirchl.] Amt. inlsti|tu|ti|o|na|li|si_eren (nach gleichbed. engl. to institutionalize bzw.fr. insti
tutionnaliser; vgl. ...isieren): a) in eine gesellschaftlich an
erkannte, feste [starre] Form bringen; b) sich -: eine [ge
sellschaftlich anerkannte] feste [starre] Form annehmen;
zu einer Institution (1) werden. In|sti|tulti|o|nalli|sierung die; - (zu Î...isierung): das Institutionalisieren. Insti tu ti o na lis mus der; - (aus gleichbed. engl.-ame
rik. institutionalism; vgl. ...ismus ( 1)>: sozialökonomische
Lehre des amerik. Nationalökonomen u. Soziologen
Th. Veblen (1857-1929). inlsti|tulti|o|nell (aus gleich
bed. fr. institutionnel; vgl. ...eil): 1. die Institution betref
fend; institutionelle Garantie: Unantastbarkeit bestimm
ter Einrichtungen (z.B. der Ehe, der Familie o.Ä.;
Rechtsw.). 2. ein Institut (1 a, 2) betreffend, zu einem In
stitut gehörend. Inlstiltultor der; -s, ...oren (aus gleich
bed. spätlat. institutor): (veraltet) Stifter; Lehrer, Erzie
her; Vorgesetzter
inlstraldielren* (aus it. instradare „leiten“ zu tin... (1),
strada „Straße, Weg“ u. t ..deren): 1. a) (veraltet) Soldaten
in Marsch setzen; b) den Weg eines Briefes o.Ä. bestim
men. 2. (schweiz.) über eine bestimmte Straße befördern,
leiten. Inlstraldielrung rfz'e; -, -en (zu T ...ierung): das Instradieren
Inlstrulent* der, -en, -en (aus/at. instruens, Gen. instruen
tis, Part. Präs, von instruere, vgl. instruieren): 1.
(Rechtsspr.) mit der Voruntersuchung für einen Prozess
beauftragter Beamter. 2. (veraltet) Erzieher, Lehrer, instrulielren (aus gleichbed. lat. instruere, eigtl. „herrich
ten; ausrüsten“): 1. in Kenntnis setzen; unterweisen, leh
ren, anleiten. 2. (veraltet) eine Rechtssache zur Entschei
dung vorbereiten. Inlstruklteur [...'tarn] der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. instructeur, dies aus lat. instructor, vgl. In
struktor): jmd., der andere unterrichtet, [zum Gebrauch
von Maschinen, zur Auslegung von Vorschriften, Richtli
nien o. Ä.] anleitet. ’Inlstrukltilon die; -, -en (aus gleich
bed. lat. instructio zu instruere, vgl. instruieren): Anlei
tung; Vorschrift, Richtschnur, Dienstanweisung. 2lnstruk ti on die; -, -en (über gleichbed. engl. instruction
aus lat. instructio, vgl. 'Instruktion): Befehl, der einen Ar
beitsschritt innerhalb eines Programms (4) einleitet
(EDV), inlstrukltiv (über gleichbed. fr. instructif zu lat.
instructus, Part. Perf. von instruere, vgl. instruieren):
lehrreich, aufschlussreich. Inlstrukltiv der; -s, -e [...va]
(aus gleichbed. nlat. (casus) instructivus) : Kasus zur Be
zeichnung der Art und Weise in den finnisch-ugrischen
Sprachen (Sprachw.). Inlstrukltor der; -s, ...oren (aus
lat. instructor „Zubereiter; Einrichter; Erbauer“): 1. (ver
altet) Lehrer; Erzieher (bes. von Einzelpersonen). 2. (österr.) svw. Instrukteur. Inlstrulment das; -[e]s, -e (aus
gleichbed. lat. instrumentum, eigtl. „Ausrüstung, Gerät
schaft“): 1. Gerät, feines Werkzeug [für technische od.
wissenschaftliche Arbeiten]. 2. kurz für Musikinstrument.
in|stru|men|tal (über gleichbed. /r. instrumental aus
mlat. instrumentalis „nach der Art eines Instruments“): 1.
a) durch Musikinstrumente ausgeführt, Musikinstrumen
te betreffend; Ggs. tvokal; b) wie Instrumentalmusik
klingend. 2. als Mittel od. Werkzeug dienend. 3. das Mit
Instrumentation
tel od. Werkzeug bezeichnend; instrumentale Konjunkti
on: das Mittel angebendes Bindewort (z.B. indem;
Sprachw.); vgl. ...al/...eil. Inlstru|men|tal der; -s, -e (aus
gleichbed. mlat. (casus) instrumentalis): das Mittel od.
Werkzeug bezeichnender Fall (im Deutschen durch Prä
positionalfall ersetzt, im Slaw. noch erhalten; Sprachw.).
In|stru|men|ta|lis der; -, ...les [,,,le:s] (zu tlnstrumental): svw. Instrumental. in|stru|men|ta|li|sie|ren (zu
Îinstrumental (1) u. t...isieren): 1. [in der Unterhaltungs
musik] ein Gesangsstück zu einem Instrumentalstück um
schreiben; vgl. instrumentieren (1 b). 2. (für seine Zwe
cke) als Instrument benutzen. In|stru|men|ta|li|sierung die; -, -en (zu t ...isierung): 1. (ohne Plur.) Neigung
der deutschen Gegenwartssprache, bei der sprachlichen
Einordnung Sachen, über die der Mensch verfügt, in
Form und Rolle des Instrumentals zu bringen (z.B. „den
Kunden mit Waren beliefern“ statt „dem Kunden Waren
liefern“). 2. das Instrumentalisieren (Mus.). Inlstrumenltallislmus der; - (aus gleichbed. engl.-amerik. in
strumentalism; vgl. ...ismus (1)>: amerik. Ausprägung des
Î Pragmatismus, in der Denken u. Begriffsbildung (Logik,
Ethik, Metaphysik) nur Werkzeuge zur Beherrschung von
Natur u. Mensch sind (Philos.). Inlstrulmenltallist der;
-en, -en (zu tinstrumental u. Î ...ist, Bed. 2 aus gleichbed.
engl.-amerik. instrumentalist): 1. jmd., der [berufsmäßig]
bes. in einem tEnsemble (2) ein Instrument (2) spielt;
Ggs. tVokalist. 2. Anhänger, Vertreter des Instrumenta
lismus. Inlstru|men|ta|lis|tin die; -, -nen: weibliche
Form zu tInstrumentalist. in|stru|men|ta|li|ter <mlat.;
Adverb zu instrumentalis, vgl. instrumental): auf Instru
menten zu spielen. In|stru|men|tal|kon|zert das; -[e]s,
-e: 1. Konzert für ein od. mehrere Soloinstrumente u. Or
chester. 2. Aufführung eines solchen Konzerts. Inlstrumen tal mu sik die; -, -en: nur mit Instrumenten ausge
führte Musik; Ggs. tVokalmusik. In|stru|men|tal|phoneltikihe; -: Teilgebiet der Phonetik, das mithilfe beson
derer, meist elektron. Instrumente die gesprochene Spra
che untersucht u. aufzeichnet. In|stru|men|tal|satzder;
-es, ...sätze: Umstands[glied]satz des Mittels od. Werk
zeuges (z. B. er vernichtete das Ungeziefer, indem er Spray
darauf sprühte), instrumentalsodist der; -en, -en:
jmd., der innerhalb eines Orchesters, Ensembles o.Ä. ein
Instrument (2) als TSolist (a) spielt. In|stru|men|tal|solisltin die; -, -nen: weibliche Form zu tInstrumentalso
list. In|stru|men|tar das; -s, -e: (selten) Kurzform von
tInstrumentarium, inlstrulmenltalrilsielren (zu ÎIn
strumentarium u. !...isieren): zu einem Instrumentarium
(1) machen. !n|stru|menlta|ri|sie|rung die; -, -en (zu
Î...isierung): das Instrumentarisieren. In stripmenitarilum das; -s, ...ien [,,,iən] (aus mlat. Instrumentarium
„Gesamtheit benutzter Werkzeuge“; vgl. ...arium): 1. Ge
samtheit der als Ausrüstung zur Durchführung einer Tä
tigkeit zur Verfügung stehenden Instrumente (1). 2. In
strumentensammlung. 3. Gesamtzahl der in einem Klang
körper für eine bestimmte musikalische Aufführung vor
gesehenen Musikinstrumente. 4. Gesamtheit der für eine
bestimmte Aufgabe, Tätigkeit, für die Erreichung eines
bestimmten Ziels zur Verfügung stehenden Mittel, Mög
lichkeiten, Einrichtungen. Inlstrulmenlta sce le ris ['stse:...] die (Plur.) (aus lat. instrumenta sceleris „Werk
zeuge des Verbrechens“): Gegenstände, die zur Vorberei
tung od. Begehung eines Verbrechens od. vorsätzlichen
Vergehens gebraucht werden od. bestimmt sind (z.B.
die Tatwaffe, das Schmugglerauto; Rechtsspr.). Inlstrumen taiti on die; -, -en (nach gleichbed. fr. instru
mentation): a) Besetzung der einzelnen Stimmen einer
mehrstimmigen t Komposition (2 b) mit bestimmten In
strumenten (2) eines Orchesters zwecks bestimmter
Klangwirkungen; b) Einrichtung einer (urspr. nicht für
oh
634
Instrumentativ
[verschiedene] Instrumente geschriebenen) Komposition
für mehrere Instrumente, für ein Orchester; vgl. ...ation/
...ierung. Inlstrulmenltaltiv das; -s, -e [...vs] (aus gleichbed. nlat. (verbum) instrumentativum): Verb des Benut
zens (z. B. hämmern = „mit dem Hammer arbeiten“). Instruimentator der; -s, ...oren (zu TInstrumentation u.
t...or>: jmd., der die t Instrumentation durchführt, instru|men|ta|tolrisch: die Î Instrumentation betreffend,
inlstrulmenltell (zu t...ell>: 1. Instrumente (1) betref
fend, mit Instrumenten versehen, unter Zuhilfenahme von
Instrumenten. 2. als Mittel dienend; vgl. ...al/...eil. instrulmenltielren (zu t ..deren): 1. a) eine Komposition
[nach der Klavierskizze] für die einzelnen Orchesterin
strumente ausarbeiten u. dabei bestimmte Klangvorstel
lungen realisieren; b) eine Komposition für Orchesterbe
setzung umschreiben, eine Orchesterfassung von etwas
herstellen. 2. mit [techn.] Instrumenten ausstatten. 3. als
Operationsschwester einem operierenden Arzt die chirur
gischen Instrumente reichen. In|stru|men|tie|rung die;
-, -en (zu 1...ierung): das Instrumentieren (1, 2); vgl. ...ati
on/...ierung
ln|sublor|dilna|ti|on [auch 'm...] die; -, -en (zu Îin... (2) u.
Î Subordination): mangelnde Unterordnung; Ungehorsam
gegenüber [militär.] Vorgesetzten
in|sub|stan|zi|eil*, auch insubstantiell [auch 'm...] (zu
tin... (2) u. Îsubstanziell): (veraltet) unwesentlich
Inl suldat das; -[e]s, -e (zu tin... (1) u. lat. sudare „schwit
zen“, Analogiebildung zu ÎExsudat): entzündliche Aus
schwitzung; eiweißhaltige Flüssigkeit, die bei Entzündun
gen in den Gefäßen verbleibt (Med.). In|su|da|ti|on die;
-, -en (zu t'...ion): Absonderung eines Insudáis (Med.)
inlsuf|fi|zi|ent [auch ...’tsisnt] (aus gleichbed. lat. insuffi
ciens, Gen. insufficientis, zu tin... (2) u. sufficere „genü
gen, ausreichen“): 1. unzulänglich, unzureichend. 2. (von
der Funktion, Leistungsfähigkeit eines Organs) ungenü
gend, unzureichend, geschwächt (Med.). InlsufIfilzilenz
[auch ...'tsicnts] die; -, -en (aus gleichbed. (spät)lat. insuf
ficientia); 1. Unzulänglichkeit; Schwäche; Ggs. tSuffizienz (1). 2. ungenügende Leistung, Schwäche eines Or
gans (Med.); Ggs. tSuffizienz (2). 3. Vermögenslage eines
Schuldners, bei der die Gläubiger nicht ausreichend be
friedigt werden können (Rechtsw.)
InlsufIflaltilon* die; -, -en (aus lat. insufflatio „Einbla
sung" zu insufflare, vgl. insufflieren): Einblasung bzw.
Einspritzung von pulverigen, flüssigen od. gasförmigen
Substanzen, insbesondere Medikamenten, in Körperhöh
len od. Gefäße (Med.), inlsufIflielren (aus/at. insufflare
„einblasen, einhauchen“ zu tin... (1) u. sufflare „bla
sen“): eine Insufflation vornehmen (Med.)
Inlsullalner der; -s, - (aus gleichbed. lat. insulanus): Insel
bewohner. inlsullar (aus gleichbed. spätlat. insularis); die
Insel od. Inseln betreffend; inselartig; vgl. ...isch/-. inlsulalrisch: (veraltet) svw. insular; vgl. ...isch/-. In|su|la|rität die; - (wohl nach gleichbed. fr. insularité; vgl. ...ität):
Insellage, geografische Abgeschlossenheit. In|su|la|ri|us
der; -, ...ien [,,dən] (aus gleichbed. lat. insularius zu insula
„Mietshaus (für Minderbemittelte)“): Hausmeister (Skla
ve) eines altröm. Mietshauses. Inlsullin das; -s (zu lat. in
sula „Insel“ (mit Bezug auf die langerhansschen Inselzel
len) u. t,,,in): 1. Hormon der Bauchspeicheldrüse. 2.
®Arzneimittel für Diabetiker. Inlsullilnälmie* die; -,
...ien (zu t...ämie): vermehrtes Auftreten von Insulin (1)
im Blut (Med.). Inlsullinlde die; - (aus gleichbed. niederl.
Insulinde, dies zu lat. insula „Insel“ u. India „Indien“
(vom niederl. Schriftsteller Multatuli, 1820-1887, in sei
nem Roman „Max Havelaar“ so benannt)): Name für die
Inselwelt des Malaiischen Archipels. In|su|li|nom* das;
-s, -e (zu tInsulin u. t,,,om): svw. Insulom. In su linpumlpe die; -, -n: therapeutisches System zur kontinuier
lichen Zuführung von Insulin für Diabetiker (Med.). IniZze; z.B. durch Antikörperbildung
verursachte Reaktionsminderung des Organismus auf die
von außen zugeführten Insulingaben bei Diabetikern
(Med.). Inlsullinlschock der; -s, Plur. -s, selten -e: 1. bei
Diabetikern durch hohe Insulingaben [nach Diätfehlern]
ausgelöster Schock. 2. durch Einspritzung von Insulin
künstlich erzeugter Schock zur Behandlung von Î Schizo
phrenie. Inlsulljltis die; -, ...itiden (zu t,,,itis): im An
fangsstadium der Diabetes bei Kindern u. Jugendlichen
auftretende Infiltrate von Î Lymphozyten u. tPhagozyten
des Gewebskapillarsystems am Inselgewebe der Bauch
speicheldrüse (Med.), inlsullom das; -s, -e (zu t,,,om):
gutartige Geschwulst der Insulin produzierenden Zell
gruppen der Bauchspeicheldrüse (langerhanssche Inseln;
Med.)
Inlsult der; -[e]s, -e (aus mlat. insultus „Angriff1 zu lat. in
silire „inod. auf etw. springen“): 1. [schwere] Beleidigung,
Beschimpfung. 2. Anfall (z. B. Schlaganfall; Med.). 3. psy
chische Schädigung, Störung des seelischen Gleichge
wichts, z. B. als Folge eines plötzlichen, erschreckend wir
kenden Ereignisses (Psychol.). Inlsulltaltilon die; -, -en
(aus lat. insultatio „Spott, Verhöhnung“ zu insultare, vgl.
insultieren): svw. Insult (1); vgl. ...ation/...ierung. inlsultielren (aus gleichbed. lat. insultare, eigtl. „ansprin
gen“): [schwer] beleidigen, verhöhnen. Inlsulltielrung
die; -, -en (zu t...ierung): svw. Insult (1); vgl. ...ation/...ie
rung
in sumlma <Jat. ; vgl. Summe): im Ganzen, insgesamt
Inlsurlgent der; -en, -en (aus lat. insurgens, Gen. insurgen
tis, Part. Präs, von insurgere, vgl. insurgieren): Aufständi
scher. inlsurlgielren (aus lat. insurgere „sich aufrichten,
sich (gegen etw. od. jmdn.) erheben“): 1. zum Aufstand
reizen. 2. einen Aufstand machen. In|sur|rek|ti|on die; -,
-en (aus gleichbed. spätlat. insurrectio): Aufstand; Volks
erhebung. in|sur|rek|tilolnell (zu T ...eil): (veraltet) auf
rührerisch, aufständisch
in suslpenlso (lat.')'. (veraltet) unentschieden, in der
Schwebe
inlszelnaltor* der; -s, ...oren (zu tinszenieren u. t...ator):
(selten) Leiter einer Inszenierung. in|sze|na|to|risch:
die Inszenierung betreffend. in|sze|nie|ren (zu tin... (1),
ÎSzene u. t..deren): 1. (ein Stück beim Theater, Fernse
hen, einen Film) vorbereiten, bearbeiten, einstudieren,
künstlerisch gestalten; bei einem Bühnenstück, Fernseh
spiel, Film Regie führen. 2. (oft abwertend) geschickt ins
Werk setzen, organisieren, vorbereiten, einfädeln, inszelnielrung die; -, -en (zu t...ierung): 1. das Inszenie
ren. 2. das inszenierte Stück
lnlta|bu|la|ti|on die; -, -en (zu îintabulieren u. Î...ation):
1. (veraltet) Einschreibung in eine Tabelle. 2. Eintragung
ins Grundbuch (früher in Ungarn). in|ta|bu|lielren (aus
gleichbed. mlat. intabulare): 1. (veraltet) [in eine Tabelle]
eintragen. 2. svw. intavolieren
Inltalglio* [m'taljo] das; -s, ...ien [...jan] (aus it. intaglio
„Auskerbung“ zu mlat. intagɪ(iat)us, eigtl. „gespalten“):
Gemme mit eingeschnittenen Figuren
inltakt (aus gleichbed. lat. intactus, eigtl. „unberührt“, zu
tin... (2) u. tangere „berühren“): a) unversehrt, unbe
rührt, ganz, heil; b) [voll] funktionsfähig, ohne Störungen
funktionierend, inltanlgilbel (aus gleichbed. mlat. intangibilis): (veraltet) unberührbar. In|tan|gi|bi|li|tät die; (zu T ...ität): (veraltet) Unberührbarkeit
intarlseur [,,,'zθ:b] der; -s, -e (französierende Bildung zu
tintarsieren; vgl. ...eur): svw. Intarsiator. In tar sia die;
-, ...ien [,,dən] (meist Plur.) (aus gleichbed. it. intarsio zu
intarsiare „(in Holz) einlegen“, dies zu tarsia „Einlegear
beit“ aus arab. tarsi' „Fuge“): Einlegearbeit (andersfarbi
ge Hölzer, Elfenbein, Metall usw. in Holz). In|tar|si|asullinlrelsisltenz
635
Intellectus archetypus
tarder; -s, ...oren (aus gleichbed. it. intarsiatore): Kunst
gration. 2. im Sinne der ÎIntegrationisten. In|te|gra|tihandwerker, Künstler, der Intarsien herstellt. In|tar|si|aonslfiigur die; -, -en (Plur. selten): jmd., der durch sein
turzte; -, -en (aus gleichbed. it. intarsiatura): (selten) svw.
Auftreten, Verhalten u. seine Äußerungen verschiedene,
Intarsia. Inltarlsie [...io] die; -, -n (zu t',,,ie): svw. Intar
einander entgegengesetzte (politische) Richtungen, ge
sia. inltarjsielren (unter Einfluss von it. intarsiare zu
sellschaftliche Gruppen, Staaten zu integrieren versteht.
ÎIntarsia u. T..deren): Intarsien herstellen
In|te|gra|ti|ons|grad der; -[e]s, -e: ein Maß für die An
in|ta|vo|lie|ren [,..v...] (aus it. intavolare „eintragen, ein
zahl elektronischer Bauelemente auf einem Chip u. damit
schreiben“, dies aus mlat. intabulare zu tin... (1) u. lat. ta
für die Leistung integrierter Schaltungen (EDV). Inltebula „Tafel“): in die Griffschrift der tTabulatur umschrei
graltilonsprozess der; -es, -e: Prozess der Integration
ben, übertragen (von Kompositionen des 14.-16. Jh.s;
(1, 2, 3). In|te|gralti|onslpsy|cho|lo|gie u. In te graMus.)
tionstypologie iZfe; -: Typenlehre, die die Einheit im
inltelger {lat. ; eigtl. „unberührt, ganz“): 1. unbescholten;
Aufbau der Persönlichkeit u. ihrer Beziehung zur Umwelt
ohne Makel; unbestechlich. 2. (veraltet) neu; sauber, un
annimmt, je nach dem Grade des Zusammenwirkens u.
versehrt. 3. ganzzahlig (EDV)
Sichdurchdringens der einzelnen physischen u. psy
inltelgralbel* (aus fr. intégrable „integrierbar“ zu Îinte
chischen Funktionen (E. R. Jaensch). in te gra tiv (zu
gral, vgl. ...abel): ein Integral (2) besitzend (bei Funktio
T...iv): eine Integration (1, 2, 3) darstellend, in der Art
nen; Math.). Inltelgraf, auch ...graph iZer; -en, -en (zu
einer Integration, auf eine Integration hindeutend. Inltetintegrieren u. t...graf): ein tIntegriergerät. in|te|gral
gra tor der; -s, ...oren (aus spätlat. integrator „der Wie
(über fr. intégral aus gleichbed. mlat. integralis zu lat. in
derhersteller, Erneuerer“): math. Instrument zur zah
tegrare „wieder herstellen, ergänzen“, dies zu integer
lenmäßigen Darstellung von Infinitesimalrechnungen. In„ganz“): ein Ganzes ausmachend; für sich bestehend. In
tegrieranllage die; -, -n (zu tintegrieren): auf dem
tegral das; -s, -e: 1. Rechensymbol der Integralrech
Dualsystem aufgebauter Integrator [größeren Ausmaßes],
nung; Zeichen ʃ. 2. math. Summenausdruck über die
inltelgrierlbar: so geartet, dass man es integrieren
T Differenziale eines endlichen od. unendlichen Bereiches.
kann; fähig, integriert zu werden (bes. Math., Soziol.). InIn|te|gral|bau|wei|se ü/e;
Bauweise des Metallbaus
tegrierbarkeit die; -: integrierbare Beschaffenheit
(bes. des Flugzeugbaus), bei der größere Bauteile nicht
(bes. Math., Soziol.). inltelgrielren (aus lat. integrare
aus einzelnen Bauelementen zusammengesetzt, sondern
„wieder herstellen; ergänzen“): 1. a) in ein übergeordne
aus einem Stück hergestellt werden. In|te|gral|do|sis
tes Ganzes aufnehmen; einbeziehen, einfügen; b) sich -:
die; -, ...sen: die von einem Organ od. Organismus absor
sich in ein übergeordnetes Ganzes einfügen. 2. ein Inte
bierte Strahlungsenergie (Med.). In|telgral|geo|megral berechnen (Math.), inltelgrielrend (nach gleichbed.
trie die; -: Teilgebiet der Geometrie, das sich damit be
fr. intégrant; vgl. ...ierend): zu einem Ganzen notwendig
schäftigt, geometrischen Objekten eindeutig Maße zuzu
gehörend; wesentlich, unerlässlich. Inltelgrielrer der; -s,
ordnen u. geometrische Wahrscheinlichkeiten zu berech
-: Rechenanlage, in der die Ausgangswerte u. das Ergeb
nen. Inltelgrallgleilchung die; -, -en: math. Gleichung,
nis einer Rechenaufgabe als physikalische Größen darge
bei der die Unbekannte in irgendeiner Form unter dem In
stellt werden; Analogrechner (EDV). In|telgrier|ge|rät
tegralzeichen auftritt. In|te|gral|helm der; -[e]s, -e
das; -[e]s, -e: Gerät zur math. Integration, d.h. zur Be
(Lehnübersetzung von engl. integral helmet „(Hals- u.
stimmung von Stammkurven, Flächeninhalten u. Lösun
Kinnpartie) einschließender Helm“): mit einem herunter
gen von Differenzialgleichungen, inltelgriert (zu
klappbaren Î Visier (lb) aus durchsichtigem Kunststoff
T...iert): durch Integration (1) entstanden, z.B. -e Geversehener, Kopf u. Hals bedeckender Schutzhelm bes.
samt[hoch]schule; integrierte Schaltung: auf einem geeig
neten Träger (bes. auf Siliciumplättchen) aufgebrachte
für Motorradfahrer. In|te|gra|lis|mus der; - (zu t...ismus (2)> : zeitweilige kath. Bestrebung, alle Lebensberei
mikroelektronische Schaltung, deren Bauelemente (Tran
sistoren, Dioden, Widerstände) in festgelegter Weise mit
che nach kirchlichen Maßstäben zu gestalten. Inltelgraeinander verbunden sind (Elektronik); Abk.: IS, engl. IC
list der; -en, -en (zu T...ist) : Anhänger des Integralismus.
(für integrated circuit); integrierter Typus: die durch
I n I te I g r a I Ii I tat die; - (zu T ...ität): (veraltet) Unverletz
ganzheitliche Auffassungs-, Reaktions- u. Erlebnisweise
lichkeit; Vollständigkeit, Ganzheit. In|te|gral|kur|ve
gekennzeichnete Persönlichkeit (Psychol.); Ggs. tdesindie; -, -en: die grafische Darstellung der Lösung einer Dif
tegrierter Typus. Inltelgrielrung 'die; -, -en (zu ɪ,,,ieferenzialgleichung (Math.). In|telgral|pholto|me|trie,
rung): das Integrieren (1, 2); Ggs. ÎDesintegrierung; vgl.
auch Integralfotometrie die; - : ein Teilgebiet der Î Photo
...ation/...ierung. In te gri me ter das; -s, - (zu t'...me
metrie, bei dem die Helligkeit der Gestirne im Gegensatz
ter): spezielle Vorrichtung zur Lösung von Integralen, ein
zur t Spektralphotometrie über einen breiten Spektralbe
Integriergerät. InltelgriItät die; - (aus gleichbed. lat. in
reich ermittelt wird. Inltelgrallrechlnung die; -: Teilge
tegritas, Gen. integritatis): 1. Makellosigkeit, Unbeschol
biet der Î Infinitesimalrechnung (Umkehrung der Diffe
tenheit, Unbestechlichkeit. 2. Unverletzlichkeit [eines
renzialrechnung). Inltelgrand der; -en, -en (aus lat. inte
Staatsgebietes] (Rechtsw.)
grandus, Gerundivum von integrare, vgl. integrieren) : das
zu Integrierende, was unter dem Integralzeichen steht inltelgulment das; -s, -e (aus lat. integumentum „Bede
ckung, Hülle“): 1. Gesamtheit der Hautschichten der Tie
(Math.). In|te|gra|tilon die; -, -en (aus lat. integratio
re u. des Menschen einschließlich der in der Haut gebilde
„Wiederherstellung eines Ganzen“ zu integrare, vgl. inte
ten Haare, Federn, Stacheln, Kalkpanzer usw. (Biol.). 2.
grieren): 1. [Wiederherstellung einer Einheit [aus Diffe
Hülle um den tNucellus der Samenanlage (Bot.). !n|terenziertem]; Vervollständigung. 2. Einbeziehung, Einglie
gulmentum das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat. integumen
derung in ein größeres Ganzes; Ggs. tDesintegration (1).
tum): svw. Integument
3. Zustand, in dem sich etwas befindet, nachdem es inte
griert worden ist; Ggs. Î Desintegration (2). 4. Berech Inltelllecltus agens [...’lek... -] der; - - (aus lat. intel
lectus agens „handelnde, tätige Vernunft“; vgl. Intellekt
nung eines Integrals; vgl. ...ation/...ierung. Inltegraitiu. vgl. Agens): die auf alles Seiende gerichtete Vernunft
o nist der; -en, -en (aus gleichbed. engl.-amerik. integra(Scholastik). Inltelllecltus arlcheltylpus der; - - (aus
tionist) : Anhänger der Aufhebung der Rassentrennung in
(n)lat. intellectus archetypus, eigtl. „urbildlicher Ver
den USA. in|te|gra|ti|o|nis|tisch (zu ÎIntegration u.
stand“; vgl. Archetyp): das Urbild prägendes, göttliches,
T...istisch; Bed. 2 zu engl.-amerik. integrationist): 1. die
schauend schaffendes Denken im Unterschied zum
Integration (1, 2, 3) zum Ziele habend, im Sinne der Inte
n
Intellekt
636
(zusammenfassende Formel für die Lehren P. Abälards,
menschlichen, diskursiven Denken (Scholastik). Intel
1079-1142); vgl. credo, ut intelligam
lekt der; -[e]s (aus gleichbed. lat. intellectus zu intellege
re, vgl. intelligent): Fähigkeit, Vermögen, unter Einsatz Inltenldant der; -en, -en (aus fr. intendant „Aufseher,
Verwalter“, dies zu lat. intendens, Gen. intendentis,
des Denkens Erkenntnisse, Einsichten zu erlangen;
Part. Präs, von intendere, vgl. intendieren): künstleri
Denk-, Erkenntnisvermögen; Verstand. in|tel|lek|tu|al
scher u. geschäftlicher Leiter eines Theaters, einer Rund
(aus spätlat. intellectualis „gedacht, geistig“): (selten)
funk- od. Fernsehanstalt. Intendantin die: -, -nen:
vom Intellekt ausgehend, zum Intellekt gehörend; vgl.
weibliche Form zu IIntendant. In|ten|dan|tur die; -, -en
...al/...eil. inltelllekltulallilsielren (zu î...isieren): ei
(zu î...ur): (veraltet) 1. Amt eines Intendanten. 2. (veral
ner intellektuellen Betrachtung unterziehen. Inltelllektet) Verwaltungsbehörde eines Heeres. In|ten|danz
tulalismus der; - (zu T...ismus (1)): 1. philos. Lehre,
die; -, -en (zu t...anz): a) Amt eines Intendanten; b) Büro
die dem Intellekt den Vorrang gibt. 2. übermäßige Beto
eines Intendanten. in|ten|die|ren (aus gleichbed. ZaZ.
nung des Verstandes; einseitig verstandesmäßiges Den
intendere, eigtl. „hinstrecken, anspannen“): auf etwas
ken. InItelIlek|tulaIlist der; -en, -en (zu Î ...ist): Anhän
hinzielen; beabsichtigen, anstreben, planen. Intenlsie
ger des Intellektualismus, inltelllekltulallisltisch (zu
die; -, ...ien (aus lat. intensio „Spannung“): (veraltet)
T ...istisch) : die Bedeutung des Verstandes einseitig beto
svw. Intension, Intensität. In|ten|si|me|ter ¿Zas; -s, - (zu
nend. In|tel|lek|tu|a|li|tät die; - (aus spätlat. intel
ÎIntensität u. I'...meter): Messgerät, bes. für Röntgen
lectualitas, Gen. intellectualitatis „Fähigkeit, etw. zu be
strahlen. In|ten|si|on Æe; -, -en (aus lat. intensio „Span
greifen“): Verstandesmäßigkeit, inItelIlek|tuIeil (über
nung“): 1. Anspannung; Eifer; Kraft. 2. Sinn, Inhalt ei
fr. intellectuel aus gleichbed. spätlat. intellectualis; vgl.
ner Aussage (Logik); Ggs. f Extension (2). in ten silo...eil): a) den Intellekt betreffend; geistig-begrifflich; b)
nal (zu t'...al (1)>: 1. auf die Intension (2) bezogen; Ggs.
einseitig, betont verstandesmäßig; auf den Intellekt aus
textensional (1). 2. inhaltsgleich, obwohl äußerlich ver
gerichtet; c) die Intellektuellen betreffend; vgl. ...al/...eil.
schieden (Math.); vgl. extensional (2). Intensität die;
In|tel|lek|tu|elIle der u. die; -n, -n: jmd. mit akademi
- (zu lat. intensus „gespannt; aufmerksam; heftig“ (Part.
scher Ausbildung, der in geistig schöpferischer, kriti
scher Weise Themen problematisiert u. sich mit ihnen
Perf. von intendere, vgl. intendieren) u. t ...ität) : 1. [kon
zentrierte] Stärke, [besonders gesteigerte] Kraft, Wirk
auseinander setzt. Inltelllilgence Serlvice [ɪntɛlɪdʒəns
samkeit (von Handlungen, Abläufen o.Ä.). 2. Maß für
'sə:vɪs] der; - - (aus engl. intelligence service „Nachrich
tendienst“): engl. Geheimdienst, inltelllilgent [...tslidie Steigerung der Ertragskraft [eines Bodens] durch den
'gɛnt] (wohl über fr. intelligent aus gleichbed. lat. intelEinsatz von Kapital u. Arbeitskräften (Landw.). 3. Maß
ligens, intellegens, Gen. intellegentis, Part. Präs, von
für die Stärke einer Strahlung o.Ä. (Phys.). In|ten|siintellegere „erkennen, verstehen“, eigtl. „zwischen etw.
tätsgenitiv vgl. paronomastischer Intensitätsgenitiv,
wählen“): a) Intelligenz (1) besitzend; verständig; klug;
inltenlsiv (aus gleichbed. fr. intensif zu (alt)fr. intense
begabt; b) mit künstlicher Intelligenz arbeitend (EDV).
„groß, stark, heftig“, dies aus lat. intensus, vgl. Intensi
Inltelllilgenz die; -, -en (aus gleichbed. lat. intelligentia,
tät): 1. gründlich u. auf die betreffende Sache konzen
intellegentia); 1. [besondere] geistige Fähigkeit; Klug
triert. 2. stark, kräftig, durchdringend (in Bezug auf Sinheit; künstliche Intelligenz: Fähigkeit bestimmter Com
neseindrücke). 3. auf kleinen Flächen, aber mit verhält
puterprogramme, menschliche Intelligenz nachzuahmen
nismäßig großem Aufwand betrieben (Landw.); Ggs.
(EDV). 2. (ohne Plur.) Schicht der wissenschaftlich Ge
Textensiv (2); intensive [...va] Aktionsart: ÎAktionsart,
bildeten. 3. (meist Plur.; veraltend) Vernunftwesen, mit
die den größeren oder geringeren Grad, die Intensität ei
Intelligenz (1) ausgestattetes Lebewesen. In|tel|li|genznes Geschehens kennzeichnet (z.B. schnitzen = kräftig
allter das; -s, - (Plur. selten): Stufe der geistigen Ent
u. ausdauernd schneiden). ...inltenlsiv (zu tintensiv):
wicklung, bezogen auf die durchschnittliche Intelligenz
Wortbildungselement mit der Bedeutung „(das im ersten
bei altersgleichen Kindern (Psychol.). InltelllilgenzBestandteil Genannte) in besonders hohem Maße besit
besltie [...is] t/Ze; -, -n: a) (ugs.) ungewöhnlich intelligen
zend, bewirkend od. erfordernd“, z.B. lohnintensiv (ho
ter Mensch; b) (abwertend) jmd., der seine Intelligenz
he Löhne zahlend, erfordernd); schaumintensiv (starken
zur Schau stellt. In|tel|li|genz|blatt das; -[e]s, ...blät
Schaum erzielend, stark schäumend). In|ten|siv|halter: Nachrichten- u. Inseratenblatt des 18. u. 19. Jh.s (mit
tung tZZe; -, -en: Haltungsform landwirtschaftlicher
staatl. Monopol für Inserate). I n Itel I Ii I g en |zi I ja die; Nutztiere (bes. von Hühnern), bei der die Tiere aus
(aus gleichbed. russ. intelligencija; vgl. Intelligenz): a) al
schließlich in Käfigen od. in einem Stall gehalten werden
te russ. Bez. für die Gebildeten; b) russ. Bez. für Intelli
(Landw.). in|ten|si|vie|ren [...v...] (zu t...ieren): ver
genz (2). Inltelllilgenzller der; -s, -: (abwertend) Ange
stärken, steigern; gründlicher durchführen. Intenlsihöriger der Intelligenz (2). Initelligenzlquoltient
vielrung die; -, -en (Plur. selten) (zu Î...ierung): Steige
der; -en, -en: Maß für die allgemeine intellektuelle Leis
rung der Intensität. In|ten|siv|kurs der; -es, -e: fKurs
tungsfähigkeit, das sich aus dem Verhältnis des Intelli
(2 a), bei dem Kenntnisse durch intensiven (1) Unterricht
genzalters zum Lebensalter (od. auch von anderen ver
in vergleichsweise kurzer Zeit vermittelt werden, inltengleichbaren Größen) ergibt (W. Stern); Abk.: IQ. Inltelsi|vo [,..vo] {it.): heftig, eindringlich, intensiv (Vortrags
lilgenzltest der; -[e]s, Plur. -s, auch -e: psychologischer
anweisung; Mus.). In|ten|siv|statilon die; -, -en (zu
Test zur Messung der Intelligenz (1). inItelIli gi|bei (aus
tintensiv): Krankenhausstation zur Betreuung akut le
spätlat. intelligibilis, intellegibilis „einsichtig, verständig“
bensgefährlich erkrankter Personen (z.B. bei Herzin
zu lat. intellegere, vgl. intelligent): nur durch den tIntel
farkt) unter Anwendung bestimmter lebenserhaltender
lekt im Gegensatz zur sinnlichen Wahrnehmung, Erfah
Sofortmaßnahmen (Sauerstoffzelt, Tropfinfusion, ständi
rung erkennbar (Philos.); intelligibler Charakter: der
ge ärztliche Überwachung; Med.). Intenlsivthelrafreie Wille des Menschen als Ding an sich (Kant); intelli
pie die; -: der Einsatz aller zur Verfügung stehenden di
gible Welt: 1. die nur geistig wahrnehmbare Ideenwelt
agnostischen u. therapeutischen Mittel zur Behebung ei
Platos (Philo von Alexandrien). 2. Gesamtheit des objek
nes akut lebensbedrohlichen Zustandes unter fortlaufen
tiv Geistigen, des nur Gedachten (Scholastik). 3. die un
der Kontrolle der wichtigsten Körperfunktionen (Med.).
erkennbare u. unerfahrbare Welt des Seienden an sich
In|ten|si|vum [...v...] das; -s, ...va (aus gleichbed. ZaZ.
(Kant), inltelllilgo, ut cre dam [- - 'kre:...] {lat.)-, ich
(verbum) intensivum): Verb mit intensiver Aktionsart;
gebrauche den Verstand, um zum Glauben zu kommen
Ggs. TDebilitativum. intenso {it.; „stark, heftig“):
637
svw. intensivo, initent (aus gleichbed. lat. intentus):
(veraltet) aufmerksam, gespannt. In|ten|tilon die; -, -en
(aus gleichbed. lat. intentio zu lat. intendere, vgl. inten
dieren): 1. Absicht; Vorhaben; Anspannung geistiger
Kräfte auf ein bestimmtes Ziel. 2. Wundheilung (Med.).
inlten|ti|o|nal (zu î'...al (1)>: mit einer Intention (1)
verknüpft, zielgerichtet, zweckbestimmt; vgl. ...al/...eil.
Inltenltilolnallislmus der; - (zu t...ismus (1)): philos.
Lehre, nach der jede Handlung nur nach ihrer Absicht,
nicht nach ihrer Wirkung zu beurteilen ist. Inltenltilonalliltät die; - (zu T ...ität): Lehre von der Ausrichtung
aller psychischen Akte auf ein reales od. ideales Ziel, inten ti o nell (aus gleichbed. fr. intentionnel; vgl. ...eil);
svw. intentional; vgl. ...al/...eil. Inltenltilonslbelwegung die; -, -en (zu TIntention): Andeutung der ersten
Teile einer Bewegung, die jedoch nicht vollendet wird
(bei Tieren; Verhaltensforschung). In|ten|ti|ons|psycho sen die (Plur.): geistige Störungen, in deren Verlauf
Hemmungen die Ausführung bestimmter Handlungen
unterbinden (Med., Psychol.). Inltenltilpnsltrelmor
der; -s: krankhaftes Zittern bei Beginn u. Verlauf willkür
licher, gezielter Bewegungen (Med., Psychol.)
initer.... Initer... (aus gleichbed. lat. inter): Präfix mit der
Bedeutung „zwischen [Gleichartigem bestehend, sich
vollziehend]“ (lokal, temporal u. übertragen), z.B. inter
dental, Interesse
inlter ab senites [- ...te.s] (lat.); unter den Abwesenden
Inlterlacltive Store [mtər'ɛktɪv'sto:p] der; - -s, - -s (zu
engl. interactive „interaktiv“ u. store, vgl. 2Store): Ver
kaufseinrichtung, in der nicht nur Waren verkauft werden,
sondern durch Schaffung eines entsprechenden Ambien
tes mit Erlebnisbereichen u. vielseitigen Zusatzangeboten
[dauerhafte] Beziehungen zu den Kunden hergestellt wer
den.
inlterlagielren (zu Tinter... u. Tagieren): sich, agierend u.
aufeinander reagierend, wechselseitig in seinem Verhal
ten beeinflussen (von Menschen, auch z.B. von Compu
tersystemen, Medien usw. u. deren Benutzern). Inlterakltilon die; -, -en; 1. a) aufeinander bezogenes Handeln
zweier od. mehrerer Personen, Wechselbeziehung zwi
schen Handlungspartnern; b) wechselseitige Beeinflus
sung von Mensch u. Maschine, Dialog (3). 2. gegenseitige
Beeinflussung von mehreren Arzneimitteln (auch von
Arzneimitteln mit bestimmten Lebens- u. Genussmitteln)
im Sinne einer Verstärkung od. Abschwächung der Wir
kung (Med., Pharm.). inlter|aklti|o|nal (zu T '...al (1)):
auf Interaktion beruhend. In|ter|ak|ti|o|nallislmus
der; - (zu t,,,ismus (1)): Theorie, die die gesellschaftli
chen Beziehungen als Gesamtheit der Interaktionen (1)
zwischen Individuen u. Gruppen deutet (Psychol., Soziol.). Interaktionislmus der; - (zu T Interaktion u.
T...ismus (1)>: svw. Interaktionalismus. Inlterlakltilonsgramlmaltik die; -; Forschungsrichtung der modernen
Linguistik, die Sprechhandlungen im Hinblick auf ihren
dialogischen u. interaktiven Charakter untersucht u. dar
stellt (Sprachw.). inlterlakltiv: 1. zur Interaktion (1) be
reit, Interaktion (1) ermöglichend, auslösend. 2. Interak
tion (2) auslösend (Med., Pharm.). Inlterlakltilviltät
[...V...] die; -: Bereitschaft zur Interaktion (1), Ermögli
chung der Interaktion (1)
inlterlallliliert (zu Tinter... u. Talliieren): mehrere Alliierte
gemeinsam betreffend
in|ter|ato|mar (zu Tinter... u. Tatomar): zwischen mehre
ren Atomen bestehend, stattfindend (Chem.)
In ter bri ga dist der; -en, -en (Kurzw. aus Î international,
ÎBrigade u. ) ...ist); Angehöriger der internationalen anti
faschistischen T Brigaden ( 1 ), die im span. Bürgerkrieg auf
republikanischer Seite kämpften
inlter calnem et lulpum [- 'ka:... - -] (/at.; eigtl. „zwi
Interesse
schen Hund und Wolf“ (Zeit, in der beide Tiere nicht
mehr gut zu unterscheiden sind)): in der Dämmerung
ln|ter|car|ri|er|ver|fah|ren [,,,'kɛrin...] das; -s (aus
gleichbed. engl.-amerik. intercarrier system, zu engl. in
tercarrier „Zwischenträger“): Verfahren zur Gewinnung
des zum Fernsehbild gehörenden Tones im Fernsehemp
fänger
Inlterlcepltor [,,,'sɛp...] vgl. Interzeptor
Inlterlcilty® [..,'siti] der; -s, -s (zu engl.-amerik. intercity
„zwischen (Groß)städten (verkehrend)“): mit besonde
rem Î Komfort ausgestatteter Schnellzug, der nur an wich
tigen Bahnhöfen hält, wo ein wechselseitiges Umsteigen in
andere Intercitys möglich ist u. kürzere Fahrzeiten er
reicht werden; Abk.: IC; Intercity Night®: nachts verkeh
render Intercity mit komfortablen Schlafwagen [u. Auto
transport]; Abk.: ICN®. Inlterlciltylexlpress® der; -es,
-e: besonders schneller Intercity, der zum Teil auf eigenem
Bahnkörper verkehrt; Abk.: ICE
In Iteijcrosse [,,,'krɔs] das; - (Zusammenbildung aus international u. T Lacrosse); aus ÎLacrosse entwickeltes Mann
schaftsspiel, bei dem der Hartgummiball durch einen wei
chen Gummiball ersetzt worden u. kein Körperkontakt er
laubt ist
in|ter|den|tal (zu Tinter... u. Tdental): zwischen den Zäh
nen gebildet od. liegend, den Zahnzwischenraum betref
fend (Med.). Inlterldenltal der; -s, -e: Zwischenzahn
laut, stimmloser od. stimmhafter Tdentaler Reibelaut
(z.B. th im Englischen; Sprachw.). In|ter|den|ta|lis die;
-, ...les [,,,le:s]: svw. Interdental
inlterldelpenldent (zu Tinter... u. lat. dependens, Gen.
dependentis, Part. Präs, von dependere „abhängen, ab
hängig sein“): voneinander abhängend. Inlterldelpendenz die; - (zu T...enz): gegenseitige Abhängigkeit (bes. in
Bezug auf die Abhängigkeit der Preise voneinander od.
die Politik eines Landes von der anderer Länder)
in|ter|diIgiItal (zu Tinter... u. T’digital): zwischen den Fin
gern od. Zehen, den Finger- od. Zehenzwischenraum be
treffend (Med.). In|ter|di|gi|tal|my|kolse die; -, -n:
Pilzbefall der Haut zwischen den Fingern bzw. Zehen
(Med.). Inlter|dilgi|tallwandller¿/er; -s, - (zu T inter... u.
T2digital>: Bestandteil von akustischen Oberflächenwel
len-Bauelementen, der dazu dient, elektrische Signale in
Oberflächenschallwellen u. umgekehrt zu verwandeln
(Phys.)
Inlterldikt das; -[e]s, -e (aus lat. interdictum „Verbot“ zu
interdicere, vgl. interdizieren): Verbot aller kirchl. Amts
handlungen (mit wenigen Ausnahmen) als Strafe für eine
bestimmte Person od. einen bestimmten Bezirk (kath.
Kirchenrecht). In|ter|dik|ti|on die; -, -en (aus gleichbed.
lat. interdictio): (veraltet) Untersagung, Entmündigung
in|terldislzi|pli|när* (zu T inter... u. Tdisziplinär): mehrere
Disziplinen (2) umfassend, die Zusammenarbeit mehrerer
Disziplinen betreffend; vgl. multidisziplinär. InlterldisziIpIiInaIriItat die; - (zu t „..ität): Zusammenarbeit meh
rerer Disziplinen (2)
inlterldilurn (Kreuzbildung zu lat. interdiu „den Tag
über“ u. diurnus „einen Tag dauernd“): (noch fachspr.,
sonst veraltet) einen Tag, 24 Stunden dauernd; interdiurne
Veränderlichkeit: Bez. für die mittlere Differenz zweier
um 24 Stunden auseinanderliegender Beobachtungen
(z.B. der Temperatur) zweier aufeinanderfolgender Ta
gesmittel (Meteor.)
inlterldilzielren (aus gleichbed. lat. interdicere); (veraltet)
1. untersagen, verbieten. 2. entmündigen
inltelreslsant* (aus gleichbed. fr. intéressant, Part. Präs,
von intéresser, vgl. interessieren): 1. geistige Teilnahme,
Aufmerksamkeit erweckend; fesselnd. 2. vorteilhaft
(Kaufmannsspr.). In|te|reslsant|heit die; -: interessan
te Beschaffenheit. In|te|reslse ¿Zas; -s, -n (unter Einfluss
DI
Interessengemeinschaft
von fr. intérêt aus mlat. interesse „aus Ersatzpflicht resul
tierender Schaden“, Substantivierung von lat. interesse,
vgl. interessieren): 1. (ohne Plur.) geistige Anteilnahme,
Aufmerksamkeit; Ggs. tDesinteresse. 2. a) (meist Plur.)
Vorliebe, Neigung; b) Neigung zum Kauf. 3. a) (meist
Plur.) Bestrebung, Absicht; b) das, woran jmdm. sehr ge
legen ist, was für jmdn. od. etw. wichtig od. nützlich ist;
Vorteil, Nutzen. 4. (nur Plur.; veraltet) Zinsen. Inltelressenlgelmeinlschaft die; -, -en: 1. Zusammenschluss
mehrerer Personen, Gruppen o.Ä. zur Wahrung od. För
derung gemeinsamer Interessen. 2. Zusammenschluss
mehrerer selbstständig bleibender Unternehmen o.Ä. zur
Wahrung wirtschaftlicher Interessen. Inltelreslsenkonlflikt der; -[e]s, -e: aus einem Interessengegensatz re
sultierender Konflikt. Inltelreslsenlsphälre die; -, -n:
Einflussgebiet eines Staates. In|te|res|sent der; -en, -en
(aus gleichbed. (m)lat. interessens, Gen. interessentis,
Part. Präs, von lat. interesse, vgl. interessieren): a) jmd.,
der an etwas Interesse zeigt, hat; b) potenzieller Käufer.
In|te|reslsenlten|kreis iter; -es, -e: Kreis von Interes
senten. In|te|reslsen|tin die; -, -nen: weibliche Form zu
TInteressent, inltelreslsielren (nach gleichbed. fr.
(s’)intéresser, dies aus lat. interesse „dazwischen sein,
teilnehmen, von Wichtigkeit sein“): 1. sich interessieren:
a) Interesse zeigen, Anteilnahme bekunden; b) sich nach
etwas erkundigen; etwas beabsichtigen, anstreben; an
jmdm., an etwas interessiert sein (Interesse bekunden; ha
ben wollen). 2. jmdn. interessieren: a) jmds. Interesse we
cken; b) jmdn. zu gewinnen suchen. in|te|res|siert (zu
t...iert): [starken] Anteil nehmend; geistig aufgeschlos
sen; aufmerksam; Ggs. t desinteressiert. Inltelreslsiertheit die; -: das Interessiertsein an etwas, das Habenwol
len, bekundetes Interesse
Inlterlethlnilkum das; -s, ...ka (zu îinter... u. tEthnikum):
durch Wechselbeziehungen zwischen ethnischen Gruppen
gekennzeichnetes Kulturelement, inlterlethlnisch:
durch Wechselbeziehungen zwischen ethnischen Gruppen
gekennzeichnet
Inlterlface [...feis] das; -, -s [...siz] (aus gleichbed. engl. in
terface): Schnittstelle; Übergangs- bzw. Verbindungsstel
le zwischen Bauteilen, Schaltkreisen, Programmen, Rech
nern od. Geräten (EDV), inlterlfalcen [...feisnj: über ei
ne bestimmte Schnittstelle mit dem Rechner kommunizie
ren (z.B. zur Identifikation; EDV)
in|ter|fas|zi|ku|lär (zu tinter..., lat. fasciculus „kleines
Bündel, Päckchen“ u. t...är): den Kambiumstreifen (vgl.
Kambium) innerhalb der Markstrahlen betreffend (Bot.)
In|ter|fek|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. interfectio zu
interfectus, Part. Perf. von interficere „töten“): (veraltet)
Ermordung, Totschlag. Inlterlfekltorifer;-s, ...oren (aus
gleichbed. lat. interfector): (veraltet) Mörder, Totschläger
inlterlfelrenltilal vgl. interferenzial. InterTelrenz die;
-, -en (unter Einfluss von engl. interference zu t interferie
ren u. t,,,enz): 1. Erscheinung des tInterferierens, Über
lagerung, Überschneidung (auch Phasenverschiebung bei
rhythmisch ablaufenden Vorgängen wie Herzmuskelerre
gungen; Med.; vgl. Interferenzdissoziation). 2. Hemmung
eines biologischen Vorgangs durch einen gleichzeitigen u.
gleichartigen anderen (z.B. Hemmung des Chromoso
menaustausches in der Nähe eines bereits erfolgten Chro
mosomenbruchs, einer Virusinfektion durch ein anderes
Virus o.Ä.; Biol., Med.). 3. a) Einwirkung eines sprachli
chen Systems auf ein anderes, die durch die Ähnlichkeit
von Strukturen verschiedener Sprachen od. durch die
Vertrautheit mit verschiedenen Sprachen entsteht; b) fal
sche Analogie beim Erlernen einer Sprache von einem
Element der Fremdsprache auf ein anderes (z.B. die Ver
wechslung ähnlich klingender Wörter); c) Verwechslung
von ähnlich klingenden [u. semantisch verwandten] Wör
638
tern innerhalb der eigenen Sprache (Sprachw.). Inlterfe|renz|dislso|zi|altilon die; -, -en: Störung in der Peri
odik der Herzaktionsströme als Folge einer zeitlichen
Verschiebung bestimmter Erregungsphasen (Med.). Inter|felrenz|far|be die; -, -n: von Dicke u. Doppelbre
chung eines Kristalls abhängige Farbe, die beim Licht
durchgang durch eine Kristallplatte auftritt u. durch die
Interferenz der beiden polarisierten Wellen bedingt ist.
In|ter|fe|renz|fil|ter der, fachspr. das: -s, -: Filter, der
durch mehrfache Reflexion von Lichtwellen definierte,
zur Interferenz befähigte Lichtwellen erzeugt u. so zum
Filtern bestimmter Wellenlängen des Spektrums dient
(Optik). inlter|fe|ren|zi|al, auch interferential (zu
t. ..ial): auf Interferenz beruhend, die Interferenz betref
fend. In|terlfe|renz|kom|palraltor der; -s, -en: opti
sches Gerät zur Messung von Längenmaßen mittels In
terferenz von Lichtwellen mit einer Genauigkeit von
10nm (Nanometer). In|ter|fe|renz|mi|krolskop* das;
-s, -e: zur technischen Oberflächenprüfung verwendete
Kombination von Mikroskop u. Interferometer. Inlterfe renzimi kro sko pie* die; -, ...ien [,,,i:ən]: mikrosko
pische Untersuchungsmethode, bei der die Interferenz
zweier Î kohärenter Strahlenbündel zur Betrachtung un
gefärbter Objekte genutzt wird. in|ter|fe|rie|ren (zu
tinter... u. lat. ferire „schlagen, treffen“): a) sich überla
gern, überschneiden; b) gegenseitig aufeinander einwir
ken, gegenseitig beeinflussen. In|ter|fe|ro|gramm das;
-s, -e (zu t...gramm): das Foto einer mithilfe eines Inter
ferometers gewonnenen Interferenzerscheinung, inlterferometer das; -s, - (zu t‘...meter): Gerät, das z.B.
durch Aufspaltung eines t monochromatischen Lichtstro
mes in Î kohärente Teillichtströme u. deren Überlagerun
gen Interferenzen herbeiführt u. mit deren Hilfe Messun
gen ausführt (z.B. die Messung von Wellenlängen, der
Konzentration bei Gasen, Flüssigkeiten o.Ä.). Inlterlferolmeltrie* die; - (zu t...metrie): Messverfahren mithilfe
des Î Interferometers, inlter|fe|ro|meltrisch* (zu
Î ...metrisch): unter Ausnutzung der Interferenz messend.
Inlterlfelron das; -s, -e (Kunstw. aus Î Interferenz u.
ÎHormon): von Körperzellen gebildeter Eiweißkörper,
der als Abwehrsubstanz bei der t Interferenz (2) von In
fektionen wirksam ist u. deshalb als Mittel zur Krebsbe
kämpfung angewendet wird (Med.)
In|ter|fer|ri|kum das; -s (zu tinter..., lat. ferrum „Eisen“
u. t,,,ikum): Luftspalt zwischen den Polen eines Elektro
magneten mit Eisenkern
Inlterlflow [...flou] der; -[e]s, -s (aus engl. interflow „das
Ineinanderfließen, Sichvermischen“): Zwischenabfluss,
unterirdischer, oberflächennaher Abfluss von Wasser,
das in den Boden eingesickert ist, aber noch nicht das
Grundwasser erreicht hat (Geol.)
inlterfoliieren (zu tinter... u. tfoliieren): hinter jeder
Blattseite eines Buches ein leeres weißes Blatt folgen las
sen, durchschießen (Druckw.)
inlterfraktio'nell (zu tinter... u. tfraktionell): zwischen
den Fraktionen bestehend (in Bezug auf Vereinbarungen),
allen Fraktionen gemeinsam
in|ter|ga|lak|tisch (zu tinter... u. tgalaktisch): zwischen
den verschiedenen Milchstraßensystemen (vgl. Galaxie)
gelegen (Astron.)
inlterlglalzilal (zu tinter... u. Î glazial): zwischeneiszeit
lich; warmzeitlich. Inlterlglalzilal das; -s, -e u. Initerglalzilallzeit die; -, -en: Zwischeneiszeit (Stadium zwi
schen zwei Eiszeiten, in dem höhere Temperaturen das
Gletschereis schmelzen ließen)
in terlgo tlat.y. auf dem Rücken, auf der Rückseite
ln|ter|gra|nu|lar|raum der; -[eis, ...räume (zu tinter...,
lat. granula (Plur.) „Körnchen“ u. t...ar (1)>: Raum zwi
schen den Mineralkörnern eines Gesteins (Geol.)
639
<zu Î inter..., dt. Gruppe u. Î '...al ( 1 )>: die
Beziehungen u. Spannungen zwischen verschiedenen so
zialen Gruppen betreffend (Soziol.)
In terlho tek/as, -s, -s (Kunstw. aus Îinternational u. Ho
tel)'. gut ausgestattetes Hotel (für ein internationales Pu
blikum) in der ehemaligen DDR
Inltelrileur [ɛte'rio:ŋ] das; -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed.
fr. intérieur zu intérieur „innerer, Innen-“, dies zu lat. in
terior, Komp. von internus „der innere, enger, inwen
dig“): 1. a) das Innere [eines Raumes]; b) die Ausstattung
eines Innenraumes. 2. einen Innenraum darstellendes
Bild, bes. in der niederl. Malerei des 17. Jh.s
In te rim
-s, -s (zu lat. interim „inzwischen, einstwei
len"): 1. Zwischenzeit. 2. vorläufige Regelung, Über
gangslösung (vor allem im politischen Bereich), inltelrim
■fit alilquid dat.; „inzwischen geschieht etwas“): kommt
Zeit, kommt Rat (altes Sprichwort). In|te|ri|mis|ti|kum
das; -s, ...ka (zu Îinterimistisch u. t...ikum): (veraltet) 1.
vorläufige Anordnung in einer Streitsache mit Vorbehalt
einer weiteren Untersuchung u. Entscheidung, bes. einst
weilige Verfügung über Getrenntleben, Unterhaltspflicht
u. Sorge für die Kinder während des Scheidungsprozesses
(Rechtsspr.). 2. svw. Interim (2). in|te|ri|mis|tisch (zu
t...istisch>: vorläufig, einstweilig. Inltelrimslkarltolnage [-,,a:ʒə] die; -, -n: vorläufiger Einband eines Druckes,
ohne Rückenleimung [auf Gaze od. Band] geheftet u. un
beschnitten. In|te|rims|kon|to das; -s, Plur. ...ten, auch
-s u. ...ti: Zwischenkonto; vorläufig eingerichtetes Konto,
das zwischen endgültigen Konten eingeschaltet wird. Inte rimispra che <Äe; -: beim Erlernen einer Fremdspra
che erreichter Entwicklungsstand zwischen Unkenntnis u.
Beherrschung der zu erlernenden Sprache (Sprachw.)
i n I te r I i n I d i I vi I d u I e 11 [...v...] (zu tinter... u. t individuell):
zwischen zwei od. mehreren Individuen ablaufend, meh
rere Individuen betreffend
ln|te|ri|o|ri|salti|on die; -, -en (zu lat. interior „innen be
findlich“ (eigtl. Komp, von inter „inmitten“) u. Î ...isation): Verinnerlichung, bes. von Normen (Psychol.); Ggs.
î Extériorisation. in|te|ri|o|ri|sie|ren (zu Î...isieren):
verinnerlichen (Psychol.)
inlterljalzent (aus lat. interiacens, Gen. interiacentis,
Part. Präs, von interiacere „dazwischenliegen“): (veral
tet) dazwischenliegend
Inlterljekltilon rfte; -, -en (aus gleichbed. lat. interiectio,
eigtl. „das Dazwischenwerfen“, zu intericere „dazwi
schenstellen, -werfen“): Ausrufe-, Empfindungswort
(z.B. au, bäh; Sprachw.). in Iter I jek Iti Io Inell (zu t,,,ell):
die Interjektion betreffend, in der Art einer Interjektion,
eine Interjektion darstellend (Sprachw.)
inlterlkallar (aus lat. intercalaris „zum Einschalten gehö
rig; das Einschalten betreffend“): 1. eingeschaltet (in Be
zug auf Schaltjahre). 2. auf bestimmte Zonen des Sprosses
beschränkt (in Bezug auf das Streckungswachstum der
Pflanzen; Bot.). In|ter|ka|la|re die (Plur.) (zu lat. inter
calare „einschalten, einschieben“): Zwischenknorpel im
Fuß- u. Handskelett (Anat., Biol.). In|ter|ka|lar|früchte u. In ter ka ia ri en [...ian] die (Plur.) (Lehnüberset
zung von gleichbed. mlat. (fructus) intercalares; vgl.
',,,ie): Einkünfte einer unbesetzten katholischen Kirchen
pfründe. Inlter|ka|lar|sta|phy|lom das; -s, -e: krank
hafte Vorwölbung der Aderhaut zwischen Regenbogen
haut u. Ziliarkörper des Auges (Med.). Inlter|ka|la|ti|on
die; -, -en (aus gleichbed. lat. intercalatio): Einschaltung,
Einschiebung [eines Tages bei Schaltjahren]
inlterlkanltolnal (zu Tinter... u. Tkantonal): (Schweiz.)
zwischen den Kantonen bestehend, allgemein
in|ter|ka|te|go|ri|al (zu tinter... u. Tkategorial): zwischen
t Kategorien bestehend
Inlterlkilnelse die; -, -n (zu tinter... u. gr. kinesis „Bewe
initerlgrupipal
Interlinearversion
gung"): Stadium zwischen erster u. zweiter Reifeteilung
bei der t Meiose (Biol., Genetik)
Inlterlkollumlnie [...io] die; -, -n u. In|ter|ko|lum|ni|um
das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. intercolumnium;
vgl. '...ie>: Abstand zwischen zwei Säulen eines antiken
Tempels
lnlter|kom|bi|nalti|on die; -, -en (zu îinter... u. Î 'Kombi
nation): Elektronenübergang zwischen nahe beieinander
liegenden Energieniveaus (Kernphys.)
interkommunal (zu îinter... u. Îkommunal): zwischen
î Kommunen (1) bestehend (in Bezug auf Vereinbarun
gen, Finanzabkommen o.Ä.). Interkomlmunikationsisi gnal* das; -s, -e: Signal- od. Bremseinrichtung,
die vom Personal od. von den Reisenden während der
Fahrt bedient werden kann (z.B. Notbremse). Inlterkom mu ni on die; -: Abendmahlsgemeinschaft zwi
schen Angehörigen verschiedener christlicher Î Konfes
sionen (teilweise in der Î ökumenischen Bewegung)
in|ter|kon|fes|si|o|nal (zu tinter... u. tkonfessional):
svw. interkonfessionell; vgl. ...al/...eil. Inlter|kon|fes|sio|na|lis|mus der; -: das Streben nach Zusammenarbeit
der christlichen Î Konfessionen über bestehende Glau
bensgegensätze hinweg, Bemühung um (bes. politische u.
soziale) Zusammenarbeit zwischen ihnen, inlterlkonfeslsilolnalliltätifie; -: Gesamtheit der über den Bereich
einer Konfession hinausgehenden Gemeinsamkeiten in
verschiedenen Glaubensbekenntnissen. in|ter|kon|fessilolnell: das Verhältnis verschiedener Konfessionen zu
einander betreffend; über den Bereich einer Konfession
hinausgehend; zwischenkirchlich; vgl. ...al/...eil
in|ter|kon|so|nan|tisch (zu tinter... u. ÎKonsonant):
zwischen zwei Konsonanten [stehend] (von Lauten;
Sprachw.)
inIterIkonItiInenItal (zu îinter... u. Îkontinental): a) zwi
schen die Erdteile eingeschaltet (von Meeren); b) von ei
nem Kontinent aus einen anderen erreichend (z. B. von
Flugverbindungen). Inlterlkon|tilnenltal|ra|ke|te die;
-, -n: Rakete, die einen anderen Erdteil erreichen kann
in|ter|kos|tal (zu tinter... u. tkostal): zwischen den Rip
pen liegend, verlaufend (Med.). Inlterlkosltallneulralgie* die; -, -n [,,,i:ən]: TNeuralgie im Bereich der Zwi
schenrippennerven (Med.)
in|ter|kra|ni|al (zutinter... u. tkranial): im Schädelinnern
gelegen, vorkommend (Med.)
inlterlkrusltal (zu Î inter..., dt. Kruste u. t '...al (1)): in der
Erdkruste gebildet od. liegend (von Gesteinen; Geol.)
in ter kul tu rell (zu tinter... u. tkulturell): die Beziehun
gen zwischen verschiedenen Kulturen betreffend; ver
schiedene Kulturen verbindend
in|ter|kur|rent u. in|ter|kur|rie|rend (aus lat. intercur
rens, Gen. intercurrentis, Part. Präs, von intercurrere
„dazwischenlaufen, -treten“; vgl. ...ierend): hinzukom
mend (z. B. von einer Krankheit, die zu einer anderen hin
zukommt; Med.)
in|ter|ku|tan (zu tinter... u. tkutan): im Hautgewebe be
findlich, ins Hautgewebe eindringend (Med.)
in Iter I la | bi |al (zu î inter... u. t labial): zwischen den Lippen
[befindlich]; zwischen den tLabien [eines Organs] liegend
(Med.). In|ter|la|bi|al|my|ko|se die; -: Pilzerkrankung
im Bereich der Mundwinkel, die u.a. zu Schleimhautein
rissen führt (Med.)
inlterllilnelar (aus gleichbed. mlat. interiinearis; vgl. line
ar): zwischen die Zeilen des fremdsprachigen Urtextes ge
schrieben (in Bezug auf Übersetzungen, bes. in frühen
mittelalterlichen Handschriften; Sprachw., Literaturw.).
Inlter|li|nelar|glos|se die; -, -n: tGlosse (1), die zwi
schen die Zeilen geschrieben ist (bes. in frühen mittelal
terlichen Handschriften; Sprachw., Literaturw.). Inlterli|nelar|ver|si|on [,..v...] die; -, -en: wörtliche Überset-
Interlineation
zung, die zwischen die Zeilen geschrieben wurde (bes. in
frühen mittelalterlichen Handschriften; Sprachw., Litera
turw.). In|ter|li|ne|a|ti|on die; - <zu tinter... u. spätlat. li
neatio „Linie“): (veraltet) das Dazwischenschreiben, interllilnelielren <zu lat. lineare „Linien ziehen“): (veral
tet) zwischen die Zeilen schreiben, mit Bemerkungen zwi
schen den Zeilen versehen
Inlterllinlgua [,,,'lɪŋgua] die; - <aus it. interlingua, Kurzw.
aus mcmazionale „international“ u. lingua „Sprache“):
1. von Bodmer vereinfachte Welthilfssprache des ital. Ma
thematikers G. Peano, die auf dem Latein u. den roman.
Sprachen fußt. 2. von der Internationalen Vereinigung für
Hilfssprachen (IALA) vorgeschlagene Welthilfssprache.
in|ter|lin|gu|al (zu tinter..., lat. lingua „Zunge, Spra
che“ u. tl...al (1)): zwei od. mehrere Sprachen betreffend,
zwei od. mehreren Sprachen gemeinsam. Inlterllinlgue
die; - (zu lat. lingua „Sprache“): neuer Name für die von
E. von Wahl geschaffene Welthilfssprache tOccidental.
In|ter|linlgu|ist der; -en, -en: 1. jmd., der Interlingua
spricht. 2. Wissenschaftler auf dem Gebiet der Interlin
guistik. Inlter|lin|gu|isltik iZze; -: 1. Plansprachenwis
senschaft, Wissenschaft von den künstlichen Welthilfs
sprachen. 2. die Mehrsprachigkeit, die Linguistik der
Übersetzung, die Sozio- u. Psycholinguistik umfassender
t synchroner vergleichender Sprachwissenschaftszweig.
in|ter|linlgu|is|tisch: die Interlinguistik betreffend
inlter|lo|bär (zu tinter... u. tlobär): zwischen den einzel
nen Lungenlappen liegend, den Raum zwischen den Lun
genlappen betreffend (Med.). in|ter|lolbu|lär (zu tlobulär): zwischen den LungenJäppchen liegend (Med.)
Inlter|lock|wa|re die; -, -n (zu engl. interlock „mit verket
teten Maschen gestrickt“): feinmaschige Rundstrickware
mit beiderseits gleichem Maschenbild
ln|ter|lo|kut das; -[e]s, -e (aus lat. interlocutum, substanti
viertes Part. Perf. (Neutrum) von interloqui „dazwischen
reden“): (veraltet) gerichtlicher Zwischenbescheid in ei
nem Nebenpunkt eines schwebenden Prozesses
(Rechtsw.). In ter lo ku ti on die; -, -en (aus gleichbed.
lat. interlocutio): (veraltet) Zwischenurteil (Rechtsw.). Interllolkultor der; -s, ...oren (zu T...or>: (veraltet) an ei
nem Gespräch Beteiligter. in|ter|lo|ku|to|risch: (veral
tet) sich ins Gespräch mischend. in|ter|lolquie|ren (aus
gleichbed. lat. interloqui): (veraltet) ein Zwischenurteil
fällen (Rechtsw.)
In|ter|lu|di|um das; -s, ...ien [,,,iən] (aus mlat. interludium
„Zwischenspiel“ zu îinter... u. lat. ludus „Spiel“): musika
lisches Zwischenspiel (bes. in der Orgelmusik)
ln|ter|lu|ni|um das; -s, ...ien [...jan] (aus gleichbed. Zat. in
terlunium zu T...inter u. lat. luna „Mond“): Zeit des Neu
monds
inlterlmalxilllar, inlterlmalxilllar (zu îinter... u. î maxillar): zwischen den Kiefern liegend (Med.). In|ter|ma|xillarknochen der; -s, -: Zwischenkieferknochen (Anat.)
In ter mé di aire [ɛtɛrme'diɛ:n] das; -, -s [... die:ç] (aus
gleichbed. fr. intermédiaire, eigtl. „dazwischenliegend “
(weil diese Dressurprüfung zwischen einer leichteren u.
einer schwereren Übung liegt); vgl. intermediär): eine
Dressuraufgabe im internationalen Reitsport, inlterlmedi|är [in...] (über fr. intermédiaire „Zwischen-, Mittel-“
zu lat. intermedius „dazwischen, in der Mitte liegend“): in
der Mitte liegend, dazwischen befindlich, ein Zwischen
glied bildend; intermediärer Stoffwechsel: Zwischenstoff
wechsel, Gesamtheit der Abbau- u. Umbauvorgänge der
Stoffe im Körper nach ihrer Aufnahme (Med.); interme
diäres Gestein: neutrales, weder saures noch basisches
Eruptivgestein (Geol.). Interimediat das; -s, -e (zu
Tintermediusu. T...at (1)>: (veraltet)Zwischenzeit. Inltermediatereifen [ɪntəmi:dɪət...] der; -s, - (aus engl. in
termediate „Zwischen-“ zu lat. t intermedius): Reifen für
640
teils nasse, teils trockene Pisten (Motorsport). Inltermeldilaltilon die; -, -en (zu t...ation): (veraltet) Vermitt
lung. In|ter|me|din das; -s (zu tintermedius u. t...in(l)>:
Hormon, das den Farbwechsel bei Fischen u. Fröschen
beeinflusst. Inlterlmeldio das; -s, -s u. Inlterlmeldilum
das; -s, ...ien [...ian] (zu it. intermedio „dazwischenlie
gend“ u. zu lat. intermedium, Neutrum von I intermedi
us); kleines musikalisches Zwischenspiel (ursprünglich
zur Erheiterung des Publikums bei Schauspielaufführun
gen, bei Fürstenhochzeiten o.Ä. Ende des 16. Jh.s). inter me di us (lat.Y. in der Mitte liegend (Med.)
inlterlmensltrulal* u. inlterlmensltrulell (zu Tinter... u.
îmenstrual bzw. Îmenstruell): zwischen zwei ÎMenstrua
tionen liegend, den Zeitraum zwischen zwei Menstruati
onen betreffend (Med.); vgl. ...al/...eil. In|ter|mens|truum das; -s, ...ua (aus Za/. intermenstruum, Neutrum von
intermenstruus „zwischen zwei Monaten“): Zeitraum
zwischen zwei TMenstruationen (Med.)
Inlterlmezlzo das; -s, Plur. -s u. ...zzi (aus gleichbed. it. in
termezzo, dies wohl zu spätlat. inter medium „inmitten,
zwischen“ bzw. zu t intermedius) : 1. a) Zwischenspiel im
Drama, in der ernsten Oper; b) kürzeres Klavier- od. Or
chesterstück. 2. lustiger Zwischenfall; kleine, unbedeuten
de Begebenheit am Rande eines Geschehens
inlterlmilnalbel (aus gleichbed. spätlat. interminabilis zu
Tin... (2) u. lat. terminare „begrenzen, bestimmen“): (ver
altet) unbegrenzbar, unbestimmbar, unermesslich. Interminabililtät die; - (zu T...ität): (veraltet) Unbe
stimmbarkeit
ln|ter|mi|nalti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. intermina
tio zu interminari, vgl. interminieren): (veraltet) Andro
hung. in|ter|mi|nielren (aus gleichbed. lat. interminari
zu Tinter... u. minari „drohen“): (veraltet) bedrohen
in|ter|mi|nislte|ri|ell (zu T inter... u. t ministeriell): die Zu
sammenarbeit zwischen den einzelnen Ministerien betref
fend
lnlter|mis|si|on die; - (aus lat. intermissio „das Nachlas
sen; Unterbrechung“ zu intermittere, vgl. intermittieren):
zeitweiliges Zurücktreten von Krankheitssymptomen
(Med.). in|ter|mislsiv (zu T...iv): unterbrochen, ausset
zend (Med.), inlterlmitltielren (aus Zat. intermittere
„aussetzen, unterbrechen“, eigtl. „dazwischenschicken“,
zu Tinter... u. mittere „senden, schicken“): [zeitweilig] zu
rücktreten (in Bezug auf Krankheitserscheinungen;
Med.). in|ter|mit|tie|rend (zu T...ierend): zeitweilig
aussetzend; wechselnd, z. B. -er Strom (Elektrot.), -es Fie
ber (Med.)¡intermittierendes Hinken: zeitweiliges Hinken
infolge von Schmerzen, die bei ungenügender Mehrdurch
blutung während einer Mehrarbeit der Muskulatur, vor al
lem der Wadenmuskulatur, auftreten (Med.)
In|ter|moldu|la|ti|on die; - (zu Tinter... u. TModulation):
Mischung verschiedener Frequenzen des gleichen Über
tragungsbereichs, die Verzerrungen bewirkt (Elektrot.)
in|ter|mo|le|ku|lar (zu Tinter... u. Tmolekular): zwischen
den Molekülen bestehend, stattfindend (Chem.; Phys.)
inlterlmonltan (zu î inter... u. lat. montanus „den Berg be
treffend, gebirgig“): zwischen den Bergen befindlich
ln|ter|munldi|en [,,,iən] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. in
termundia zu Tinter... u. mundus „Welt“): die nach Epi
kur zwischen den unendlich vielen Welten liegenden, von
Göttern bewohnten Zwischenräume
in|ter|mu|ral (aus gleichbed. lat. intermuralis zu linter...
u. murus „Mauer“): (veraltet) zwischen Mauern befind
lich
inltern (aus Za/. internus „innerer, inwendig“): 1. innerlich,
inwendig. 2. die inneren Organe betreffend (Med.). 3. a)
innerhalb (einer Fraktion); b) im engsten Kreise; nur die
eigenen Verhältnisse [einer Familie] angehend. 4. im In
ternat wohnend. In|ter|na: Plur. von TInternum. in ter-
641
nal (aus gleichbed. engl. internal, dies zu tintern u. T '...al
(l)): innerlich, verinnerlicht. In|ter|na|li|salti|on die: -,
-en <aus gleichbed. engl. internalization; vgl. ...ation):
Übernahme u. Verinnerlichung von Werten, Normen,
Auffassungen o.Ä.; vgl. ...ation/...ierung. in|ter|na|lisielren (zu t...isieren>: Werte, Normen, Auffassungen
o.Ä. übernehmen u. sich zu Eigen machen; verinnerli
chen. In|ter|na|li|sie|rung die; -, -en (zu Î...isierung):
das Internalisieren; vgl. ...ation/...ierung. Inlterlnat das;
-[e]s, -e (zu Î intern u. î ...at (l)): 1. [höhere] Lehranstalt, in
der die Schüler zugleich wohnen u. verpflegt werden; vgl.
Externat. 2. an eine [höhere] Lehranstalt angeschlossenes
Heim, in dem die Schüler wohnen u. verpflegt werden
in|terlna|ti|o|nal (aus gleichbed. engl. international, dies
zu tinter... u. tnational): 1. zwischen mehreren Staaten
bestehend. 2. über den Rahmen eines Staates hinausge
hend, nicht national begrenzt, überstaatlich, weltweit.
'In|ter|nalti|olna|le die: -, -n (Kurzform von „Interna
tionale Arbeiterassoziation“): 1. Vereinigung von Sozia
listen u. Kommunisten (I., IL u. III. Internationale) unter
dem Kampfruf: „Proletarier aller Länder, vereinigt
euch!“ 2. (ohne Plur.) Kampflied der internationalen Ar
beiterbewegung („Wacht auf, Verdammte dieser Erde“).
2lnlternaltionalle der u. rfze; -n, -n (Substantivierung
von Îinternational) : jmd., der als Mitglied einer National
mannschaft internationale Wettkämpfe bestreitet (Sport).
in|terlna|tilo|na|li|sie|ren (zu îinternational u. t ...isieren): 1. die Gebietshoheit eines Staates über ein bestimm
tes Staatsgebiet zugunsten mehrerer Staaten od. der gan
zen Völkerrechtsgemeinschaft beschränken. 2. internatio
nal (2) machen. In|ter|nalti¡o|na|li|sie|rung die: -, -en
(zu Î...isierung): das Internationalisieren. In|ter|na|ti|ona lisimus der; -, ...men (zu t...ismus): 1. (ohne Plur.)
das Streben nach zwischenstaatlichem Zusammenschluss.
2. Wort, das in gleicher Bedeutung u. gleicher od. ähnli
cher Form in verschiedenen Kultursprachen vorkommt
(z.B. Container: Sprachw.). In|ter|na|ti|o|na|list der;
-en, -en (zu T ...ist): Anhänger des Internationalismus (1).
In|ter|na|tilo|na|li|tät die; - (zu t ...ität): Überstaatlich
keit
Inlternlcode [,,,ko:t] der; -s, -s (zu tintern u. (Code): der
einem Computer eigene Code, in dem die Maschinenbe
fehle abgefasst sind (EDV). Inlterlne der u. die; -n, -n:
Schüler[in] eines Internats; vgl. Externe
Inlterlnet das; -s: (Kurzw. aus engl. international u. net
work „internationales Netzwerk“) weltweites Computer
netzwerk für die Übertragung bzw. den Austausch digita
lisierter Informationen, in dem verschiedene Dienste an
geboten werden. In|ter|net|adres|se* die; -, -n: aus dem
Namen einer Person, einer Firma o.Ä. sowie weiteren
[standardisierten] Zeichen bestehende Angabe, unter der
jmd. im Internet erreichbar ist. Inlterlnetlcalfé ¿Zas; -s,
-s: Café, in dem den Gästen [gegen eine Gebühr] t Com
puter zur Verfügung stehen, an denen sie im Internet sur
fen (3) können. Inlterlnetlprolvilder [...pro'vaidn] der;
-s, - (zu engl. provider, vgl. Provider): Anbieter von Inter
netdienstleistungen. |nlter|net-TV [...ti'vi:] das; -s (zu
engl. television „Fernsehen“): die Übertragung von Au
dio- u. Videosignalen (Fernsehprogrammen) über das In
ternet. In|ter|net|user [... ju:zu] der; -s, - (zu engl. user,
vgl. User): (Jargon) Nutzer des Internets
inlterlnielren (aus gleichbed. fr. interner zu interne „in
nerlich“, dies aus lat. internus, vgl. intern): 1. a) Angehö
rige eines gegnerischen Staates während des Krieges in
staatlichen Gewahrsam nehmen, in Lagern unterbringen;
b) jmdn. in einem Lager festsetzen. 2. einen Kranken iso
lieren, in einer geschlossenen Anstalt unterbringen. Interlnielrung die; -, -en (zu t...ierung): das Internieren,
das Interniertwerden; das Interniertsein. In|ter|nie-
Interpetiolarstipel
rungsllalger das; -s, -: Lager, in dem Zivilpersonen
[während des Krieges] gefangen gehalten werden. Inlternist der; -en, -en (zu Tintern u. Î ...ist): 1. Facharzt für in
nere Krankheiten. 2. (veraltet) svw. Interne. 3. (veraltet)
jmd., der an einer inneren Krankheit leidet. In|ter|nistin die; -, -nen: weibliche Form zu tInternist, inlterlnistisch (zu T.. .istisch) : die innere Medizin betreffend
ln|ter|no|di|um í/u.s; -s, ...ien [...ion] (aus lat. internodium
„Raum zwischen zwei Gelenken od. Knoten“ zu tinter...
u. nodus „Knoten“): zwischen zwei Blattansatzstellen od.
Blattknoten liegender Sprossabschnitt einer Pflanze
(Bot.)
InlternlspeilcherrZer; -s, - (zu tintern): zur Zentraleinheit
eines Computers gehörender Datenspeicher (EDV); Ggs.
ÎExternspeicher. Inlterlnum das; -s, ...na (aus lat. inter
num „inneres, das Innere“, Neutrum von internus, vgl. in
tern): 1. Gebiet, das einer bestimmten Person, Gruppe
od. Behörde vorbehalten u. Dritten gegenüber abge
schlossen ist. 2. nur die eigenen inneren Verhältnisse an
gehende Angelegenheit. 3. Arzneimittel zur innerlichen
Anwendung (Med.); Ggs. tExternum
ln|ter|nunlti¡a|tur die; -, -en (zu TInternuntius (Analogie
bildung zu Nuntiatur)): a) Amt u. Würde eines Internun
tius; b) Sitz eines Internuntius. In|ter|nun|tilus der; -,
...ien [...ion] (aus lat. internuntius „Unterhändler, Ver
mittler“): diplomatischer Vertreter des Papstes in kleine
ren Staaten; vgl. Nuntius
ln|ter|nus|läh|mung die; -, -en (zu lat. internus „im Inne
ren gelegen, innerer“; vgl. intern): häufigste Form der
Stimmbandlähmung (Med.)
inlterlorlbiltal (zu îinter... u. torbital): zwischen den ÎOr
bits befindlich; für den Raum zwischen den Orbits be
stimmt
inlterloslsär (zu tinter..., lat. os, Gen. ossis „Knochen“
(vgl. 3Os) u. T...är): zwischen Knochen befindlich, den
Raum zwischen den Knochen betreffend (Med.)
inlterlozelalnisch (zu îinter... u. Îozeanisch): Weltmeere
verbindend
Inltelrolzepltilon d/e; -, -en (zu Zat. internus (vgl. intern)
u. Î Rezeption (Analogiebildung zu tExterozeption)):
Aufnahme innerorganischer Veränderungen (Psychol.).
in|te|ro|zep|tiv (zu trezeptiv): die Interozeption betref
fend
inlterlparllalmenltalrisch (zu Tinter... u. Îparlamenta
risch): die Parlamente der einzelnen Staaten umfassend;
Interparlamentarische Union: Vereinigung von Parlamen
tariern verschiedener Länder; Abk.: IPU
inlterlpaslsielren (zu tinter... u. tpassieren): (veraltet)
durchnähen, steppen. Inlterlpaslsielrung die; -, -en (zu
T...ierung): (veraltet) das Durchnähen, Steppen
Inlterlpelllant der; -en, -en (aus lat. interpellans, Gen. in
terpellantis, Part. Präs, von interpellare, vgl. interpellie
ren): Parlamentarier, der eine Interpellation (1) einbringt.
Inlterlpelllaltilpn die; -, -en (aus lat. interpellatio „Un
terbrechung“): 1. parlamentarische Anfrage an die Regie
rung. 2. (veraltet) a) Einrede; das Recht, die Erfüllung ei
nes Anspruchs ganz od. teilweise zu verweigern; b) Ein
spruchsrecht gegen Versäumnisurteile, Vollstreckungsbe
fehle o.Ä.; c) Mahnung des Gläubigers an den Schuldner
(Rechtsw.). 3. (veraltet) Unterbrechung, Zwischenrede.
in|ter|pel|lie|ren (aus lat. interpellare „unterbrechen;
mit Fragen angehen“): 1. eine Interpellation einbringen.
2. (veraltet) unterbrechen, dazwischenreden, ins Wort fal
len
in|ter|per|solnal u. inlter|per|so|nell (zu tinter... u.
Îpersonal bzw. tpersonell): zwischen zwei od. mehreren
Personen ablaufend, mehrere Personen betreffend; vgl.
...al/...eil
ln|ter|pelti|o|lar|stilpel die; -, -n (zu Tinter..., lat. petiolus
u
Interphase
„Stiel“, t'.-.ar (1) u. lat. stipula „Nebenblatt“, eigtl.
„Halm‘‘>: Verwachsungsprodukt der Nebenblätter bei
Pflanzen mit gegenständigen (einander gegenüberstehen
den) Blättern (Bot.)
In|ter|pha|se die; -, -n <zu tinter... u. tPhase): Stadium
des Zellzyklus zwischen zwei Î mitotischen Zellteilungen
(Biol.)
in teripla neitar (zu tinter... u. tplanetar): 1. zwischen
den Planeten befindlich; vgl. ...isch/-. 2. verschiedene Pla
neten verbindend, von einem Planeten zum anderen
[stattfindend] (z.B. vom Funkverkehr); interplanetare
Materie: gas- u. staubförmige Materie im Raum zwischen
Sonne u. Planeten. in|ter|pla|nelta|risch: svw. inter
planetar (1); vgl. ...isch/-. Inlterlplalneltolsen die
(Plur.) (zu t*...ose>: beim Weltraumflug drohende Krank
heiten (bes. als Folge der starken Beschleunigung, der
Schwerelosigkeit u. der veränderten Umweltbedingungen;
Med.)
inlterlpleulral (zu tinter... u. Tpleural): zwischen Rippen
fell (Brustfell außer dem sogenannten Lungenfell) u. Lun
genfell (die Lungen außen überziehender Teil der t Pleura)
liegend (Med.). In|ter|pleu|ral|raum der; -[e]s, ...räu
me: Spaltraum zwischen den beiden Brustfellblättern
(Med.)
In|ter|plulvi|al [...v...] das; -s, -e u. In ter plu vüal zeit
iZ/e; -, -en (zu tinter... u. T pluvial): regenärmere Zeit in
den heutigen Tropen u. Subtropen während der Intergla
zialzeiten
initer po cu la [- ...k...] <dat.; „zwischen den Bechern“):
(veraltet) beim Wein, beim Trinken
Inlterlpol die; - (Kurzw. aus /«Zernationale Kriminalpo/izeiliche Organisation): zentrale Stelle (mit Sitz in Paris)
zur internationalen Koordination der Ermittlungsarbei
ten in der Verbrechensbekämpfung
Inlterlpollaltilon die; -, -en (aus lat. interpolatio „Verän
derung, Umgestaltung“ zu interpolare, vgl. interpolie
ren): 1. das Errechnen von Werten, die zwischen bekann
ten Werten einer TFunktion (2) liegen (Math.). 2. a) spä
tere unberechtigte Einfügung in den Text eines Werkes; b)
die durch Interpolation eingefügten Wörter od. Sätze; vgl.
...ation/...ierung. Inlterlpollaltor der; -s, ...oren (zu
T ...or): 1. jmd., der eine Interpolation (2) vornimmt. 2. ein
Î Digital-analog-Konverter, der z.B. zur Erzeugung von
Kurven in automatischen Zeichengeräten u. in numerisch
gesteuerten Werkzeugmaschinen eingesetzt ist (EDV).
in|ter|po|lie|ren (zu T..deren; Bed.2 aus lat. interpolare
„(Schriften) entstellen, verfälschen“): 1. Werte zwischen
bekannten Werten einer TFunktion (2) errechnen
(Math.). 2. eine Interpolation (2) vornehmen. Inlterlpolie rung die; -, -en (zu Î...ierung): das Interpolieren; vgl.
...ation/...ierung
ln|ter|po|nat das; -[e]s, -e (zu Îinterponieren u. t...at (1)):
zwischengeschaltetes Ersatzstück bei t rekonstruktiven
Operationen (Med.). Inlterlpolnent der; -en, -en (aus
lat. interponens, Gen. interponentis, Part. Präs, von inter
ponere, vgl. interponieren): (veraltet) jmd., der ein
Rechtsmittel [gegen einen Bescheid] einlegt, inlterlponie ren (aus lat. interponere „dazwischensetzen; ein
schieben“ zu tinter... u. ponere „setzen, stellen, legen“):
(veraltet) 1. [etwas] vermitteln. 2. ein Rechtsmittel [gegen
einen Bescheid] einlegen. In|ter|po|si|ti|on 4ze; -, -en
(aus lat. interpositio „das Dazwischensetzen. Einschie
ben“): 1. Lagerung von Weichteilen zwischen Knochen
bruchstücken (Med.). 2. operative Einlagerung der Ge
bärmutter zwischen Blase u. vorderer Scheidenwand (bei
Scheidenvorfall; Med.)
Inlterlpret der; -en, -en (aus lat. interpres, Gen. interpretis
„Vermittler; Ausleger, Erklärer“): 1. jmd., der etwas in ei
ner bestimmten Weise entsprechend einer Konzeption
642
auslegt. 2. reproduzierender Künstler, bes. Musiker, Sän
ger, Dirigent, Regisseur. Inlterlpreltalment das; -[e]s,
-e (aus lat. interpretamentum „Erklärung, Auslegung;
Übersetzung“): Deutungsmittel, Verständigungsmittel,
Kommunikationsmittel. Inlterlpreltant der; -en, -en (zu
interpretieren u. t ...ant): jmd., der sich um die Interpre
tation (1) von etwas bemüht. Inlterlpreltaltio Grae ca
[- grɛ:ka] die; - - (aus lat. interpretatio Graeca „griech.
Auslegung“): griech. Deutung u. Benennung nicht griech.
Götter (z.B. Amon als Zeus). Inlter|pre|talti|on die; -,
-en (aus gleichbed. lat. interpretatio zu interpretari, vgl.
interpretieren): 1. a) Auslegung, Erklärung, Deutung [von
Texten]; b) Auffassung, Deutung einer Äußerung, Verhal
tensweise, Sachlage in einer bestimmten Hinsicht. 2.
künstlerische Wiedergabe von Musik. Inlterlpreltaltio
Rolmalna die; - - (aus lat. interpretatio Romana, eigtl.
„römische Auslegung“): 1. röm. Deutung u. Benennung
nicht röm. Götter (z. B. Donar als Jupiter). 2. Deutung u.
Übernahme germ, religiöser Bräuche u. Vorstellungen
durch die kath. Kirche, inlterlpreltaltiv (aus gleichbed.
mlat. interpretativus): auf Interpretation beruhend; erklä
rend, deutend, erhellend; vgl. ...iv/...orisch. Inlterlpretaltor der; -s, ...oren (aus spätlat. interpretator „Ausle
ger, Erklärer“): svw. Interpret (1). in ter pretaltorisch: den Interpreten, die Interpretation betreffend; vgl.
...iv/...orisch. Interpreter [auch ɪntə:prɪtn] der; -s (aus
gleichbed. engl. interpreter): Programmübersetzer, Pro
gramm (4), das Anweisungen eines in einer anderen Pro
grammiersprache geschriebenen Quellprogramms sofort
umsetzt (EDV). inlter|pre|tielren [intupre...] (aus
gleichbed. Z«i. interpretari, eigtl. „den Mittler machen“ zu
interpres, vgl. Interpret): 1. a) [einen Text] auslegen, er
klären, deuten; b) [etwas in bestimmter Weise od. als et
was] verstehen, auffassen; c) [jmds. Worte in bestimmter
Weise] auffassen, auslegen. 2. Musik künstlerisch wieder
geben. Inlterlpreltin die; -, -nen: weibliche Form zu Tlnterpret
ln|ter|psy|cho|lo|gie die; - (zu îinter... u. ÎPsychologie):
Psychologie der zwischenmenschlichen Beziehungen
in|ter|pun|gie|ren (aus /az. interpungere „(Wörter) durch
Punkte abteilen“): 1. svw. interpunktieren. 2. (fachspr.)
die in der Gamelanmusik üblichen Abschnitte der Kern
melodie bilden, in|ter|punk|tie|ren (zu lat. inter
punctus, Part. Perf. von interpungere (vgl. interpungie
ren) u. Î..deren): Satzzeichen setzen. In|ter|punk|ti|on
die; - (aus lat. interpunctio „Scheidung (der Wörter)
durch Punkte“): Setzung von Satzzeichen, Zeichenset
zung
ln|ter|ra|di|us der; -, ...ien [,,dən] (meist Plur.) (zu tinter...
u. t Radius): Linie, welche den Winkel zwischen den Kör
perachsen strahlig symmetrischer Tiere halbiert
ln|ter|rail|pass® ['ɪntəreɪl...] der; -es, ...pässe (Kurzbil
dung zu Îinternational (2) u. engl. rail „Eisenbahn“): ver
billigte Jugendfahrkarte für Fahrten in Europa innerhalb
eines bestimmten Zeitraums
ln|ter|re|gio® der; -s, -s (zu Tinter... u. lat. regio „Rich
tung, Gegend; Bereich, Gebiet“): komfortabler Schnell
zug, der das Programm der 11ntercitys auf bestimmten
Strecken ergänzt; Abk.: IR
Inlteijrelgnum* das; -s, Plur. ...nen u. ...na (aus gleichbed.
lat. interregnum zu tinter... u. regnum „(Königs)herrschaft“): 1. Zwischenregierung, vorläufige Regierung. 2.
Zeitraum, in dem eine vorläufig eingesetzte Regierung die
Regierungsgeschäfte wahrnimmt. 3. (ohne Plur.) die kai
serlose Zeit zwischen 1254 u. 1273
in|ter|relnal (zu tinter... u. Îrenal): die Nebennierenrin
den betreffend (Med.). In|ter|re|na|lis|mus der: - (zu
t...ismus (3)>: Beeinflussung von Körperbau u. Ge
schlechtsmerkmalen durch Überproduktion von Neben-
643
nierenhormonen (Biol., Med.). Inlterlrelnin das: -s (zu
T...in (l)): svw. Kortikoid
Inlterlrex der; -, ...reges [...ge:s] (aus gleichbed. lat. inter
rex, eigtl. „Zwischenkönig“ zu tinter... u. rex „König"):
im antiken Rom bei Vakanz des Konsulats, im Interreg
num (2) jeweils für 5 Tage aus dem Kreis der patrizischen
Senatoren bestimmter Beamter zur Durchführung der
Konsulnwahlen
In ter ro ga ti on die; -, -en (aus gleichbed. lat. interroga
tio zu interrogare „fragen“): (veraltet) Frage, Befragung,
inlterlrolgaltiv (aus gleichbed. spätlat. interrogativus):
fragend (Sprachw.). In ter ro ga tiv das; -s, -e [...va]
(verkürzt aus tInterrogativum); svw. Interrogativprono
men. In|ter|ro|galtiv|ad|verb das; -s, ...bien [...jan] (aus
gleichbed. spätlat. adverbium interrogativum): Frageum
standswort (z.B. wo?, wann?). Inlter|rolga|tiv|pro|nomen das; -s, Plur. - u. ...mina: fragendes Fürwort, Frage
fürwort (z.B. wer?, welcher?). In|ter|ro|galtiv|satz der;
-es, ...sätze: Fragesatz: a) direkter (z.B. Wo warst du ges
tern?'); b) indirekter (von einem Hauptsatz abhängiger;
z.B. Er fragte mich, wo ich gewesen sei). In ter ro ga tivum [...V...] das; -s, ...va (aus gleichbed. spätlat. (prono
men) interrogativum): svw. Interrogativpronomen
Inlterlrupt [...'rapt, engl. ... rʌpt] das; -[s]. -s (aus engl. in
terrupt „Unterbrechung“, dies aus lat. interruptio, vgl.
Interruption): a) Meldung zur Unterbrechung eines Pro
grammablaufs; b) das Aussetzen eines Programmablaufs
aufgrund einer Unterbrechungsaufforderung (EDV). Inter rup ti on [...rup...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. in
terruptio zu interrumpere „unterbrechen“): 1. [künstli
che] Unterbrechung (z.B. einer Schwangerschaft od. des
fKoitus; Med.). 2. (veraltend) Unterbrechung; Störung.
Inlterlrupltus der; -, - (zu lat. interruptus, Part. Perf.
von interrumpere, vgl. Interruption): kurz für Coitus in
terruptus; vgl. Koitus
Inlterjsekltilgn die; -, -en (zu linter... u. ÎSektion):
Durchschnittsmenge zweier Mengen, deren Elemente in
beiden Mengen vorkommen (z.B. bilden die Mengen
Frauen u. Arzte die Intersektion Ärztinnen), inlterlsektolral (zu ISektor u. t‘...al (1)): zwischen verschiedenen
Sektoren bestehend, mehrere Sektoren betreffend
ln|ter|sep|tum das; -s, ...ta (aus lat. intersaeptum, inter
septum „Einzäunung, Gehege; Scheidewand“): (veraltet)
svw. Septum
Inlterlselrie [...is] die; -, -n (zutinter... u. ISerie): europäi
sche Wettbewerbsserie mit Rundstreckenrennen für
Sportwagen, zweisitzige Rennwagen o.Ä. (Motorsport)
ln|ter|ser|tal|struk|tur die; -, -en (zu nlat. intersertalis
„eingelagert“ (dies zu lat. interserere „dazwischenschie
ben“) u. IStruktur): Gefügeart bei Erstarrungsgesteinen
mit Einlagerungen einer feinkörnigen od. glasigen Grund
masse zwischen sperrigen Feldspatleisten (Geol.). In terser ti on die; -, -en (aus gleichbed. lat. intersertio, eigtl.
„Einfügung“): Einlagerung einer feinkörnigen od. glasi
gen Grundmasse zwischen sperrigen Feldspatleisten (Ge
ol.)
Inlterlsex [auch ’m...] das; -es, -e (zu îinter... u. ÎSex): In
dividuum, das die typischen Merkmale der Intersexualität
(1) zeigt (Biol.). Inlterlselxulalliltät dze; -: 1. Mischung
von männlichen u. weiblichen Geschlechtsmerkmalen u.
Eigenschaften in einem Individuum, das normalerweise
getrenntgeschlechtig sein müsste (eine Form des Scheinzwittertums; Biol.). 2. keinem der beiden Geschlechter
zuzuordnende Form der Sexualität, inlterlselxulell: ei
ne geschlechtliche Zwischenform im Sinne der Interse
xualität aufweisend
Inlterlshop [--ʃɔp] der; -[s], Plur. -s u. ...läden (Kunstw.
aus Iinternational u. IShop): Geschäft in der ehemaligen
DDR, in dem ausländische Waren u. Spitzenerzeugnisse
Interusurium
aus inländischer Produktion nur gegen frei konvertierbare
Währung verkauft wurden
inlterlskalpullar (zu tinter..., lat. scapula „Schulterblatt“
u. t...ar): svw. interskapulär. inlterlskalpullar (vgl.
...är): zwischen den Schulterblättern gelegen, den Raum
zwischen den Schulterblättern betreffend (Med.)
in|ter|spe|zi|fisch (zu îinter... u. t spezifisch): Individuen
(3) verschiedener Arten betreffend, zwischen ihnen statt
findend (Biol.)
in|ter|spi|nal (zu tinter..., tSpina u. t‘...al (1)): zwischen
den Wirbeldornfortsätzen befindlich, diesen Raum be
treffend (Med.)
in|ter|sta|di|al (zu tinter... u. spätlat. stadialis, eigtl. „ein
Stadium betragend“; vgl. Stadium): die Ablagerungen
während eines Interstadials betreffend (Geol.). Inlterstadial das; -s, -e u. In terlstaldi al zeit die; -, -en:
wärmere Phase von kürzerer Dauer während einer Glazi
alzeit (Geol.)
in|ter|stel|lar (zu tinter... u. Îstellar): zwischen den
Fixsternen befindlich; interstellare Materie: nicht genau
lokalisierbare, wolkenartig verteilte Materie zwischen den
Fixsternen
ln|ter|ste|ri|li|tät die; - (zu tinter... u. tSterilität): Unfä
higkeit des Pollens einer Obstsorte, die Samenanlage ei
ner anderen Sorte derselben Obstart zu befruchten (Biol.)
In|terIsti|ti al das; -s, -e (zu t Interstitium u. Î ‘...al (2)): mit
Wasser gefülltes Lückensystem im Gewässer- u. Meeres
boden (Biol.). in|ter|sti|ti|ell (zu t. ..eil): in den Zwi
schenräumen liegend (z.B. in Bezug auf Gewebe, Gewe
beflüssigkeiten o.Ä.; Biol., Med.). Inlterlstiltilum das;
-s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. lat. interstitium) : 1. Zwi
schenraum (z. B. zwischen Organen). 2. (nur Plur.) vorge
schriebene Zwischenzeit zwischen dem Empfang zweier
geistlicher Weihen (kath. Kirchenrecht)
inlter|sub|jek|tiv (zu tinter... u. tsubjektiv): verschiede
nen Personen gemeinsam, von verschiedenen Personen
nachvollziehbar. In|ter|sub|jek|ti|vi|tät [...v...] die; -:
intersubjektive Beschaffenheit
in|ter|tem|po|ral (zu tinter... u. Îtemporal); in der Fü
gung intertemporales Recht: Begriff der Rechtsnormen,
die bei Rechtsänderungen in einem Staat angeben, ob das
alte od. das neue Recht gelten soll
in|terlter|ri|tolri|al (zu tinter... u. tterritorial): zwi
schenstaatlich (in Bezug auf Abkommen od. Vereinba
rungen)
Inlterltrilgo die; -, ...gines [,..ne:s] (aus lat. intertrigo, Gen.
intertriginis „wund geriebene Stelle“): das Wundsein,
Hautwolf (Med.). Inlterltriltur die; -, -en (aus gleichbed.
lat. intertritura): (veraltet) Abnutzung durch Reibung
(z. B. bei Münzen)
in|ter|trolchan|tär (zu tinter..., tTrochanter u. t...är):
zwischen den beiden Rollhügeln (Knochenvorsprüngen)
am Oberschenkelknochen liegend (Anat.)
in terltro pisch (zu tinter... u. ΑTropen): zwischen den
Wendekreisen befindlich
Inlterltype® [...taip] die; -, -s (zu tinter... u. engl. type
„Druckbuchstabe“): kurz für Intertype-Fotosetter. |nterltype-Foltolsetlter der; -s, - (zu engl.-amerik. pho
tosetter „Gerät für den Fotosatz“, eigtl. „Fotosetzer“):
Lichtsetzmaschine mit auswechselbaren Linsensystemen,
durch die die Schrifttype auf einen Spaltenfilm in ver
schiedenen Größen projiziert werden kann. Inltertype-Setz|ma|schi|ne die; -, -n: eine frühere amerik.
Zeilengusssetzmaschine, der t Linotype ähnlich
in|ter|ur|ban (zu tinter... u. turban): (österr., sonst veral
tet) zwischen Städten [bestehend], mehrere Städte betref
fend
Inlterlusulrilum das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. spät
lat. interusurium): Zwischenzinsen, die sich als Vorteil
!■
Intervall
des Gläubigers bei vorzeitiger Leistung des Schuldners ei
ner unverzinslichen Geldsumme ergeben
Inlterlvall [...v...] das; -s, -e <aus gleichbed. lat. interval
lum, eigtl. „Raum zwischen zwei Schanzpfählen“): 1.
Zeitabstand, Zeitspanne; Frist; Pause. 2. Abstand zweier
zusammen od. nacheinander klingender Töne (Mus.). 3.
a) symptom- od. schmerzfreie Zwischenzeit im Verlauf ei
ner Krankheit; b) Zeit zwischen den tMenstruationen
(Med.). 4. a) Menge der reellen Zahlen zwischen zwei ge
gebenen Zahlen; b) der Bereich zwischen zwei Punkten ei
ner Strecke od. Skala (Math.). in|ter|val|lisch: das In
tervall (2) betreffend (Mus.). Inlter|vall|ope|ralti|on
die; -, -en: operative Entfernung des Wurmfortsatzes bei
chronischer Wurmfortsatzentzündung in einer beschwer
defreien Zeit (Med.). Inlterlvailltrailning [...trs:...j das;
-s, -s: moderne Trainingsmethode, bei der ein Trainings
programm stufenweise so durchgeführt wird, dass die ein
zelnen Übungen in einem bestimmten Rhythmus von kür
zeren Entspannungspausen unterbrochen werden (Sport)
in|terlva|lu|ta|risch [...v...] (zu tinter... u. Îvalutieren):
im Währungsaustausch stehend
ln|ter|ve|ni|ent [,..v...] der; -en, -en (nach lat. interve
niens, Gen. intervenientis, Part. Präs, von intervenire,
vgl. intervenieren) : jmd., der sich in [Rechtsjstreitigkeiten
[als Mittelsmann] einmischt. in|ter|ve|nie|ren (über fr.
intervenir aus gleichbed. lat. intervenire); 1. dazwischen
treten; vermitteln; sich einmischen (von einem Staat in
die Verhältnisse eines anderen). 2. einem Prozess beitre
ten, sich vermittelnd in eine Rechtssache einschalten
(Rechtsw.). 3. als hemmender Faktor in Erscheinung tre
ten. Inlterlvent der; -en, -en (aus gleichbed. russ. inter
vent; vgl. Intervenient): Staat, der sich mit kriegerischen
Mitteln in die Angelegenheiten eines anderen Staates ein
mischt. Inlterlvenltilgn iZie; -, -en (über gleichbed. fr. in
tervention aus spätlat. interventio „Vermittlung, Fürspra
che“, eigtl. „das Dazwischentreten“): 1. Vermittlung; di
plomatische, wirtschaftliche, militärische Einmischung
eines Staates in die Verhältnisse eines anderen. 2. Ehren
eintritt eines Dritten zum Schutze eines Rückgriffschuld
ners (Wechselrecht); vgl. Honorant, Honorat. 3. Maßnah
me zur Verhinderung von Kursrückgängen bestimmter
Î Effekten. 4. steuernder Eingriff des Staates in das Wirt
schafts- u. Marktgeschehen [im Sinne des Interventionis
mus]. In|ter|ven!ti|o|nislmus der; - (zu t...ismus (2)):
[unsystematisches] Eingreifen des Staates in die [private]
Wirtschaft, bes. um unerwünschte Folgen einer freien
Marktwirtschaft durch sozialpolitische Maßnahmen aus
zugleichen. In|ter|ven|ti|o|nist der; -en, -en (zu t ...ist):
Anhänger des Interventionismus. in|ter|ven|tilo|nistisch (zu t ...istisch) : den Interventionismus betreffend.
In|ter|ven|ti|ons|kla|ge die; -, -n (zu IIntervention):
Widerspruchs-, Anfechtungsklage gegen die Zwangsvoll
streckung (Rechtsw.). in|ter|ven|tiv (zu Iintervenieren
u. t...iv): (veraltet) dazwischentretend, vermittelnd. Inter|ven|tor der; -s, ...oren (aus gleichbed. spätlat. inter
ventor): (veraltet) Vermittler
inlterlvenltrilkullär* [...v...] (zu tinter... u. (ventrikulär;
vgl. ...är): zwischen zwei Î Ventrikeln gelegen, insbesonde
re zwischen den Herzkammern liegend; die Kammer
scheidewand betreffend (Med.)
In|ter(ver|si|on [...v...] die; -, -en (verkürzt aus mlat. interlinearis „zwischen die Zeilen geschrieben“ u. Î Version):
svw. Interlinearversion, inlterlverlteibral* (zu tinter...
u. t vertebral): zwischen den Wirbeln liegend (Med.), inter|ver|tie|ren (aus gleichbed. spätlat. intervertere);
(veraltet) umkehren, nach einer anderen Richtung wen
den
Inlterlview [...'vju:, auch in...] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. interview, dies aus fr. entrevue „(verabredete) Zu
644
sammenkunft“ zu entrevoir „sich flüchtig sehen“, dies
über gleichbed. a/f/r. entreveeir zu lat. inter „zwischen“ u.
videre „sehen“): 1. Gespräch mit einer meist bekannten
Persönlichkeit zu bestimmten Themen od. zur eigenen
Person, das im Rundfunk od. Fernsehen mit einem Jour
nalisten geführt bzw. in der Presse veröffentlicht wird. 2.
a) gezielte Befragung beliebiger od. ausgewählter Perso
nen zu statistischen Zwecken (Soziol.); b) Îmethodische
(2) Befragung eines Patienten zur Aufnahme einer
t Anamnese u. zur Diagnose (Med., Psychol.), inlterlviewen [,,,'vju:ən, auch 'm...] (aus gleichbed. engl. to inter
view, vgl. Interview): 1. mit jmdm. ein Interview führen. 2.
(ugs.) jmdn. in einer bestimmten Angelegenheit befragen,
ausfragen. Inlter|vie|wer [...'vju:n, auch in...] der; -s, (aus gleichbed. engl. interviewer, vgl. Interview): jmd.,
der mit jmdm. ein Interview macht. Inlterlviewlte
[,,,'vju:tə] dem. die; -n, -n: Befragte[r] in einem Interview
in|ter|vil|lös [...v...] (zu tinter... u. tvillös): zwischen den
Eihautzotten gelegen (Med., Biol.)
In|ter|ze|dent der; -en, -en (aus lat. intercedens, Gen. in
tercedentis, Part. Präs, von intercedere, vgl. interzedieren): (veraltet) Vermittler, Fürsprecher, Bürge, inlterlzedieren (aus lat. intercedere „sich verbürgen“, eigtl. „da
zwischentreten“, zu tinter... u. cedere „gehen“): (veraltet)
sich verbürgen, für jmdn. eintreten
in|ter|zel|lu|lar vgl. interzellulär. in|ter!zel|lu|lär, auch
interzellular (zu tinter... u. (zellulär bzw. zellular): zwi
schen den Zellen gelegen (Med., Biol.). in|ter|zel|lu|lare die; -, -n (meist Plur.): lufterfüllter Zwischenzellraum
im pflanzlichen Gewebe, bes. in den Blättern (Bot.). Interlzelllullarlraum der; -[e]s, ...räume: Raum zwischen
den Zellen, Zwischenzellraum (Med., Biol.). Initetjzellullarsubstanz* die; -, -en: in die Interzellularräume
der vielzelligen Tiere u. des Menschen eingelagerte Sub
stanz, die bes. für die Festigkeit des Stützgewebes von Be
deutung ist (Med., Biol.). In|ter|zel¡lu|lar!sysltem das,■
-s: aus einem Netz feiner Kanäle, den Interzellularen, be
stehendes Durchlüftungssystem der Pflanzen (Bot.)
Inlterlzepltilon tZze; -, -en (aus lat. interceptio „die Weg
nahme“ zu intercipere „ab-, auffangen, wegnehmen“): 1.
Verdunstungsverlust bei Niederschlägen durch Abgabe
von Feuchtigkeit an die Außenluft, bes. im Wald. 2. (ver
altet) Wegnahme, Unterschlagung (Rechtsw.). Inlterzepltor der; -s, ...oren (aus engl. interceptor (plane) „Ab
fangjäger“ zu to intercept „abfangen“, dies aus lat. inter
cipere): Abfangjäger; Jagdflugzeug mit Überschallge
schwindigkeit, das dazu dient, Flugzeuge des Gegners vor
Erreichung ihres Zieles abzufangen
ln|ter|zes|si|on die; -, -en (aus lat. intercessio „das Dazwi
schentreten; Bürgschaft; Einspruch“ zu intercessus, Part.
Perf. von intercedere, vgl. interzedieren): 1. das Eintreten
für die Schuld eines andern (z. B. Bürgschaftsübernah
me). 2. (veraltet) svw. Intervention (1). Interzessor
der; -s, ...oren (aus lat. intercessor „der für jmdn. od. etw.
eintritt“): (veraltet) svw. Interzedent
ln|ter|zi|denz die; -, -en (aus lat. intercidens, Gen. interci
dentis, Part. Präs, von intercidere, vgl. `interzidieren):
(veraltet) Eintritt, Vorfall, ’inlterizildielren (aus gleich
bed. Za/, intercidere zu (inter... u. cadere „fallen“): (veral
tet) dazwischenfallen, sich ereignen
2in|ter|zi|die|ren (aus gleichbed. lat. intercidere zu tin
ter... u. caedere „(ab)hauen, fällen“): (veraltet) zerschnei
den, trennen, unterbrechen. In|ter|zi|si|on die; -, -en
(aus gleichbed. spätlat. intercisio zu lat. intercidere, vgl.
2interzidieren): (veraltet) Trennung, Unterbrechung, Ein
schnitt, Pause; Einschub
in|ter|zo|nal (zu tinter... u. tzonal): zwischen zwei Berei
chen (z.B. von Vereinbarungen, Verbindungen o.Ä.). Inter|zo|nen|tur|nier das; -s, -e: Schachturnier der Sieger
645
intorquieren
u. Bestplatzierten aus den einzelnen Zonenturnieren zur
der Geschlechtsteile. Inltimlsphälre die; - (zu Î Intim...
Ermittlung der Teilnehmer am TKandidatenturnier
>:
(1)
innerster persönlicher Bereich. Inltimlspray der
in tes ta bel <aus gleichbed. lat. intestabilis): (veraltet) un
od. das: -s, -s (zu t Intim... (2)): Deodorant für den Intim
fähig, ein Testament zu machen od. als Zeuge aufzutreten
bereich. Inltilmus der; -, ...mi (aus gleichbed. lat. inti
(Rechtsw.). inltestat (aus gleichbed. lat. intestatus):
mus); Vertrauter; [eng] Befreundeter, Busenfreund
(veraltet) ohne Testament, ohne letztwillige Verfügung In|tj|ne4te; -, -n (zu lat. intus „innen, inwendig“ (Analogie
(Rechtsw.). In|tesltat|er|be der: -n, -n (zu Zar. intestatus
bildung zu ÎExine)): innere Zellwand der Sporen der
„der vor dem Tod kein Testament gemacht hat“): gesetz
Moose u. Farnpflanzen u. der Pollenkörner der Blüten
licher Erbe eines Erblassers, der kein Testament hinterlas
pflanzen (Bot.); Ggs. ÎExine
sen hat. In|tes|tat|erb|fol|ge die; -: gesetzliche Erbfol inltinlgielren (aus lat. intingere „benetzen, eintauchen“):
ge. Inltesltaltor der; -s, ...oren (zu T...or>: Erblasser
(veraltet) anfeuchten, eintauchen. Inltinkltilon die; -, -en
(Rechtsw.)
(aus gleichbed. lat. intinctio): (veraltet) das Eintauchen
inltesltilnal (zu Î Intestinum u. t'...al (1)>: zum Darmkanal
(bes. des Brotes in den Wein beim heiligen Abendmahl)
gehörend (Anat.). In tes tiinum das; -s. Plur. ...nen u. lnltiltiɪllaltior/ie,-, ...ones [,..ne:s] (aus gleichbed. mlat. in
...na (aus gleichbed. lat. intestinum): Darmkanal, Einge
titulado zu intitulare, vgl. intitulieren): Formel im Proto
weide (Anat.)
koll der Urkunde u. im mittelalterlichen Brief, die Name
In|thro|ni|sa|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. mlat. inthrou. Titel des Urkundenausstellers od. Absenders nennt. Innizatio zu inthronizare, vgl. inthronisieren): a) Throner
ti 11 u 11 a I ti I on die; -, -en (zu T'...ion): (veraltet) Betitelung,
hebung eines Monarchen; b) feierliche Einsetzung eines
Überschrift, inltiltu lie ren (aus gleichbed. mlat. intitu
neuen Abtes, Bischofs od. Papstes; vgl. ...ation/...ierung.
lare zu Tin... (1) u. lat. titulus „(Buch)titel, Überschrift“):
in thro ni sielren (über mlat. inthronizare aus gr. en(veraltet) betiteln, mit einer Aufschrift versehen
thronizein „auf den Thron setzen“): a) einen Monarchen inltolielralbel [auch ... ra:...] (aus gleichbed. Zat. intolera
auf den Thron erheben; b) einen neuen Abt, Bischof od.
bilis): unerträglich; unleidlich, unausstehlich, inltollePapst feierlich einsetzen. In|thro|ni|sie|rung die; -, -en
rant [auch ...rant] (überfr. intolérant aus gleichbed. lat.
(zu Î ...isierung): svw. Inthronisation; vgl. ...ation/...ieintolerans, Gen. intolerantis): 1. unduldsam; [eine andere
rung
Meinung, Haltung, Weltanschauung] auf keinen Fall gel
ln|ti der; -[s], -s (aber: 5 -) (aus Quechua u. Aimara (südten lassend; Ggs. ttolerant. 2. bestimmte Stoffe (bes.
amerik. Indianersprachen) inti „Sonne(ngott)“): frühere
Nahrungsmittel od. Alkohol) nicht vertragend (Med.). InWährungseinheit in Peru
tolerantisimus [auch 'm...] der; - (zu T...ismus (5)>:
ln|ti|fa|da die; - (aus arab. intifäda „Aufstand, Erhe
(veraltet) grundsätzliche Unduldsamkeit. |n|to|le|ranz
bung"): palästinensische Widerstandsbewegung in den
[auch ...rants] <ZZe; -, -en (teilweise über/r. intolérance aus
von Israel besetzten Gebieten
Zar. intolerantia „Unerträglichkeit, Maßlosigkeit“): 1. (oh
inltim (aus lat. intimus „innerst; vertrautest, engst“): 1. in
ne Plur.) Unduldsamkeit (gegenüber einer anderen Mei
nig; vertraut, eng [befreundet], 2. a) (verhüllend) sexuell;
nung, Haltung usw.); Ggs. TToleranz (1). 2. auf Unver
mit jmdm. intim sein: mit jmdm. geschlechtlich verkehren;
träglichkeit beruhende Abneigung des Organismus gegen
b) den Bereich der Geschlechtsorgane betreffend. 3. ganz
bestimmte Stoffe (bes. gegen bestimmte Nahrungsmittel
persönlich, verborgen, geheim. 4. gemütlich. 5. genau, bis
od. Alkohol); mangelnde Widerstandsfähigkeit des Orga
ins Innerste. Inltim... (zu Îintim): Wortbildungselement
nismus gegen schädigende äußere Einwirkungen (Med.);
mit den Bedeutungen: 1. „den persönlichen Bereich eines
Ggs. TToleranz (2)
Menschen od. einer Gruppe betreffend“, z. B. Intimsphä In to na tilon die: -, -en (zu mlat. intonatus, Part. Perf. von
re. 2. „den Sexualbereich bzw. die Geschlechtsorgane be
intonare (vgl. intonieren) u. T’...ion>: 1. Veränderung des
treffend“, z.B. Intimhygiene. 1ln|ti|ma die; -, ...mä (aus
Tones nach Höhe u. Stärke beim Sprechen von Silben od.
nlat. (Tunica) intima ,,innerst(e Haut)“ zu lat. intimus,
ganzen Sätzen, Tongebung (Sprachw.). 2. in der Gregoria
nik die vom Priester, Vorsänger od. Kantor gesungenen
vgl. intim): innerste Haut der Gefäße (Anat.). 2ln|ti|ma
die; -, ...mä (aus gleichbed. lat. intima, substantiviertes
Anfangsworte eines liturgischen Gesangs, der dann vom
Chor od. von der Gemeinde weitergeführt wird. 3. prälu
Fern, vont Intimus): Vertraute; [eng] Befreundete, Busen
dierende Einleitung in größeren Tonsätzen; kurzes Orgel
freundin. 3ln|ti|ma die (Plur.) (aus lat. intima, substanti
vorspiel (Mus.). 4. Art der Tongebung bei Sängern u. In
viertes Neutrum (Plur.) von intimus, vgl. intim): intime
strumentalisten, z.B. eine reine, unsaubere, weiche Into
Einzelheiten. Inltilmä: Plur. von t’-Tntima. Inlti maltination (Mus.). 5. im Instrumentenbau, bes. bei Orgeln,
on die; -, -en (aus mlat. intimatio „Anzeige; Bekanntma
der Ausgleich der Töne u. ihrer Klangfarben (Mus.); vgl.
chung“ zu intimare, vgl. intimieren): (veraltet) gerichtli
...ation/...ierung. In|to|na|tor der; -s, ...oren (zu Tintoche Ankündigung, Aufforderung, Vorladung. Inltimlhynieren u. T ...ator): jmd., der ein Instrument (bes. eine Or
gilene [,,,gje:nə] die; - (zu t Intim... (2)): Körperpflege im
gel) sauber einstimmt, in tolnaltolrisch: auf Intonation
Bereich der Geschlechtsteile. Inltilmi: Plur. von TIntimus
beruhend, sie betreffend. Inltolnem das; -s, -e (zu Tintoln|ti|milda|tilon die; -, -en (zu Tin... (1), lat. timiditas
nieren u. t,,,em): Einzelsegment aus der Tonkurve, in der
„Furchtsamkeit, Schüchternheit“ u. T‘...ion): (veraltet)
ein gesprochener Textabschnitt verläuft (Sprachw.). inEinschüchterung. in|ti|mi|die|ren (zu t in... (1), lat. timi
tolnielren (aus mlat. intonare „anstimmen, laut ausru
dus „furchtsam“ u. Î..deren): (veraltet) einschüchtern;
fen“, dies aus lat. intonare „donnern; sich mit der Stimme
Furcht, Schrecken einjagen; abschrecken
donnernd vernehmen lassen“): 1. beim Sprechen od. Sin
in|ti|mie|ren (aus spätlat. intimare „mitteilen, anzeigen“):
gen die Stimme auf eine bestimmte Tonhöhe einstellen
jmdm. eine îIntimation zustellen. Inltilmiltat die; -, -en
(Physiol.). 2. a) anstimmen, etwas zu singen od. zu spielen
(aus gleichbed. fr. intimité; vgl. ...ität): 1. (ohne Plur.) a)
beginnen; b) den Ton angeben: c) Töne mit der Stimme
vertrautes, intimes Verhältnis; Vertrautheit; b) Vertrau
od. auf einem Instrument in einer bestimmten Tongebung
lichkeit; vertrauliche Angelegenheit. 2. (meist Plur.) sexu
hervorbringen (Mus.). 3. ein Instrument (bes. eine Orgel)
elle, erotische Handlung, Berührung, Äußerung. 3. (ohne
hinsichtlich der Ansprache u. der Klangfarben sauber ein
Plur.) gemütliche, intime Atmosphäre. 4. (ohne Plur.) Instimmen (Mus.). Inltolnielrung die; -, -en (Plur. selten)
timspäre. Inltimlkonltakt der; -[e]s, -e: sexueller Kon
(zu T.Jerung): das Intonieren; vgl. ...ation/...ierung
takt. Inltimimaslsalge die; -, -n (zu TIntim... (2)): (ver
hüllend) Î stimulierende Î Massage unter Einbeziehung in|torlquie|ren (aus gleichbed. lat. intorquere): (veraltet)
IH
Intorsion
umdrehen, verdrehen. Initorlsilon die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. intorsio): (veraltet) Verdrehung, Umdre
hung. inltprt <aus gleichbed. lat. intortus „verdreht“,
Part. Perf. von intorquere, vgl. intorquieren): (veraltet)
verdreht
in tolto
im Ganzen; insgesamt, vollständig
ln|tou|rist ['mtu...] der; - (meist ohne Artikel gebraucht)
(gebildet aus russ. inostranny turist „ausländischer Tou
rist“): (früher) staatliches sowjetisches Reisebüro mit
Vertretungen im Ausland
ln|to|xilka|tilon die; -, -en (aus gleichbed. mlat. intoxica
tio zu Tin... (1) u. gr. toxikón „(Pfeil)gift“): Vergiftung;
schädigende Einwirkung von chemischen, tierischen,
pflanzlichen, bakteriellen od. sonstigen Giftstoffen auf
den Organismus (Med.)
inltra...* (aus gleichbed. lat. intra): Präfix von Adjektiven
mit der Bedeutung „innerhalb“, z. B. intrazellular
inltralabldolmilnal* u. in tra ab do mi nell (zu Î intra...
u. tabdominal bzw. Tabdominell): innerhalb des Bauch
raums gelegen od. erfolgend (Med.); vgl. ...al/...eil
inltralallvelollär* [...v...] (zu Tintra... u. Talveolär): inner
halb der Î Alveolen liegend (Med.)
in|tra|ar|te|ri|ell* (zu Îintra... u. Îarteriell): in einer Arte
rie befindlich; in eine Arterie hinein (von Injektionen;
Med.); Abk.: i. a.
in|tra|arltilku|lär* (zu Tintra... u. tartikulär): im Innern
des Gelenks liegend; in ein Gelenk hinein (von Injektio
nen; Med.)
in|tra|axo|nal* (zu Tintra... u. Taxonal): zwischen den
Nervenfasern liegend (Med.)
I n Itra I b i 11 i I tat * die; - (zu lat. intrabilis „zugänglich“ (dies
zu intrare „eindringen, eintreten“) u. T...ität>: Fähigkeit
der äußeren Plasmaschicht, außer Wasser auch größere
Moleküle (z.B. Zucker u. Salze) in das TZytoplasma ein
dringen zu lassen (Biol.)
Initrada* u. Entrada rfze; -, ...den (aus gleichbed. span, en
trada bzw. it. entrata, eigtl. „das Eintreten“, zu lat. intrare
„hineingehen, eintreten“): svw. Intrade.
Intradayhandel* [,,,'deɪ...] der; -s (zu Tintra... u. engl.
day „Tag“): innerhalb eines Tages getätigter Kauf u. Ver
kauf von Wertpapieren (Börsenw.)
In tra de* die; -, -n: festliches, feierliches Eröffnungs- od.
Einleitungsstück (z. B. der Suite; Mus.)
in|tra|glu|tä|al* (zu T intra..., gr. gloutós „Gesäß“ u. Î ‘...al
(1)): a) in den großen Gesäßmuskel erfolgend (z.B. in Be
zug auf Injektionen); b) innerhalb des großen Gesäßmus
kels [gelegen] (Med.)
inltralgruplpal* (zu Tintra..., dt. Gruppe u. T '...al (1)): die
Beziehungen u. Spannungen innerhalb einer sozialen
Gruppe betreffend (Soziol.)
in|tra|he|paltisch* (zu Tintra... u. Thepatisch): innerhalb
der Leber befindlich (z.B. von den Gallengängen;
Med.)
in|tra|in|di|vi|dulell* [...v...] (zu Tintra... u. tindividuell):
innerhalb eines Individuums ablaufend
in|tralin|tes|ti|nal* (zu Tintra... u. Tintestinal): innerhalb
des Darmkanals gelegen bzw. erfolgend (Med.)
inltra|kar|di|al* (zu Tintra... u. Tkardial): innerhalb des
Herzens gelegen, unmittelbar ins Herz hinein erfolgend
(Med.)
in|tra|ka|vi|tär* [...v...] (zu I intra... u. T kavitär): innerhalb
eines Hohlraums gelegen (Med.)
in|tra|kon|ti|nenltal* (zu Tintra... u. Tkontinental): in ei
nen Kontinent eingesenkt (von Einbruchs- u. Ingressionsmeeren; Geol.)
in|tra|ko|ro|nar* (zu tintra... u. Tkoronar): innerhalb ei
nes Herzkranzgefäßes gelegen, in ein Herzkranzgefäß hi
nein erfolgend (z. B. von Injektionen; Med.)
in|tra|kra|ni|ell* (zu Tintra..., gr. kranion „Schädel“ u.
646
T ...eil): innerhalb des Schädels lokalisiert (z. B. von Tumo
ren; Med.)
in|tra|krus|tal* (zu Tintra..., dt. Kruste u. T‘...al (1)): svw.
interkrustal
inltrakltalbel [auch 'm...] (aus lat. intractabilis „nicht zu
behandeln; rau, spröde“ zu Î in... (2) u. tractare, vgl. trak
tieren): (veraltet) a) nicht od. nur schwer zu behandeln;
b) unbeugsam, störrisch
inltralkultan* (zu Tintra... u. lat. cutis „Haut“): in der
Haut [gelegen]; in die Haut hinein (z. B. von Injektionen;
Med.)
inltra* le gem {lat.}\ innerhalb, im Rahmen des Gesetzes
(Rechtsw.); Ggs. Î contra legem
in|tra|lin|gu|ai* [,jɪŋ'gua:l] (zu Tintra... u. Tlingual): in
nersprachlich, innerhalb einer Sprache auftretend; Ggs.
Î extralingual
inltrallumlbal* (zu Tintra... u. Tlumbal): im Lendenwirbel
kanal [gelegen], in ihn hinein erfolgend (Med.)
inltralmalgmaltisch* (zu Tintra... u. Tmagmatisch): in
schmelzflüssigem Magma entstanden (Geol.)
in|tra|mer|kulri|ell* (zu Tintra..., ÎMerkur u. T...ell): in
nerhalb der vom Planeten Merkur beschriebenen Bahn
befindlich (Astron.)
in|tra|mo|le|ku|lar* (zu Tintra... u. Tmolekular): sich in
nerhalb der Moleküle vollziehend (Chem.)
in tra mon tan* (zu Tintra... u. Tmontan): zwischen Ge
birgen gelegen, im Gebirge eingesenkt (von Becken; Ge
ol.)
inltralmunldan* (zu Tintra... u. Tmundan): innerhalb die
ser Welt, innerweltlich (Philos.); Ggs. Textramundan
inltralmulral* (zu Tintra... u. lat. muralis „zur Mauer ge
hörig“): innerhalb der Wand eines Hohlorgans gelegen
(Med.), inltra muiros [- ...ro:s] {lat.; „innerhalb der
Mauern“): nicht öffentlich, geheim
in|tra|mus|ku|lär* (zu Tintra... u. Îmuskulär): im Innern
eines Muskels gelegen; ins Innere des Muskels hinein er
folgend (von Injektionen; Med.); Abk.: i.m.
Inltralnet* í/ím; -s, -s: (zu Tintra... u. engl. net „Netz“):
Vernetzung von Computersystemen zur Informations
übermittlung zwischen Filialen, Arbeitsstellen usw. einer
Firma, Institution o. Ä.
in tra neu ral* (zu Tintra... u. Tneural): in einen Nerv hi
nein erfolgend (von Injektionen; Med.)
inltranlsilgent (über engl. intransigent aus gleichbed.
fr. intransigeant, dies zu Tin... (2) u. lat. transigere „aus
gleichen, vermitteln“): unversöhnlich, zu keinen Kon
zessionen od. Kompromissen bereit (bes. in der Politik).
Inltranlsilgent der; -en, -en (aus engl. intransigent
„Starrkopf1): 1. starr an seinen Prinzipien festhaltender.
Parteimann. 2. (nur Plur.) extreme politische Parteien. In
tra n| si | g enz i/ze; - (über engZ. intransigence aus gleich
bed. fr. intransigeance; vgl. ...enz): Unversöhnlichkeit;
mangelnde Bereitschaft zu Konzessionen
inltranlsiltiv (aus gleichbed. spätlat. intransitivus zu Tin...
(2) u. Î transitiv): nicht zielend (in Bezug auf Verben, die
kein Akkusativobjekt nach sich ziehen u. kein persönli
ches Passiv bilden; z.B. danken; Sprachw.); Ggs. Îtransi
tiv. Inltranlsiltiv das; -s, -e [...va] (aus gleichbed. spätlat.
(verbum) intransitivum): intransitives Verb. In|tran|si|tiviltät [...v...] die; - (zu T...ität): die Eigenschaft bestimm
ter Verben, intransitiv zu sein. Inltranlsiltilvum das; -s,
...va (zu TIntransitiv): svw. Intransitiv
inltranslpalrent (zu Tin... (2) u. Îtransparent): 1. un
durchschaubar [u. zur Skepsis Anlass gebend]; nicht
transparent (2). 2. undurchsichtig; nicht transparent (1)
intransportabel [auch 'm...] (zu Tin... (2) u. Transpor
tabel): nicht fortschaffbar, nicht wegzubringen
in|tra|oku|lar* (zu tintra... u. Tokular): innerhalb des Au
ges gelegen (z. B. von Tumoren od. Fremdkörpern; Med.)
647
<zu tintra... u. T operativ): während ei
ner Operation (1) auftretend (Med.)
inltraloral* (zu tintra... u. Îoral): a) in die Mundhöhle hi
nein erfolgend; b) innerhalb der Mundhöhle lokalisiert
(von krankhaften Prozessen; Med.)
inltraloslsär* (zu Îintra..., lat. os, Gen. ossis „Knochen“
u. t...är): innerhalb des Knochens lokalisiert (von Tumo
ren; Med.)
inltra* paritum {lat.}-, während der Geburt (Med.)
inltralpelriltolnälal* vgl. intraperitoneal. in|tra|pe|ritolnelal (zu tintra... u. tperitoneal): innerhalb des
Bauchfellraumes gelegen bzw. erfolgend (Med.)
inltralperlsolnal*, inltra per so nell (zu Tintra... u.
Tpersonal bzw. tpersonell): a) innerhalb einer Person ab
laufend, stattfindend; b) nur eine Person betreffend; vgl.
...al/...eil
inltralpleulral* (zu Tintra... u. Tpleural): innerhalb der
Pleurahöhle (vgl. Pleura) gelegen bzw. erfolgend (Med.)
inltralpullmolnal* (zu Tintra... u. Tpulmonal): innerhalb
des Lungengewebes liegend (Med.)
in|tralspe|zi|fisch* (zu Tintra... u. Tspezifisch): Individu
en (3) der gleichen Art betreffend, zwischen ihnen statt
findend (Biol.); Ggs. T interspezifisch
in|tra|sterlnal* (zu Tintra... u. Tsternal): innerhalb des
Brustbeins gelegen bzw. lokalisiert (von Tumoren); in das
Brustbein hinein erfolgend (von einer Punktion; Med.)
in|tralsubljek|tiv* (zu tintra... u. Tsubjektiv): innerhalb
des einzelnen Subjekts, des Ichs bleibend
in|tra|tel|lu|risch* (zu tintra... u. ttellurisch): 1. inner
halb der von der Erde beschriebenen Bahn befindlich (As
tron.). 2. im Erdkörper liegend od. entstehend (Geol.)
intratholrakal* (zuÎintra... u. tthorakal): innerhalb der
Brusthöhle gelegen (Med.)
inltraltralchelal* [...x...] (zu Tintra... u. Îtracheal): inner
halb der Luftröhre gelegen bzw. lokalisiert (von Fremd
körpern u. Tumoren); in die Luftröhre hinein erfolgend
(von der Narkose; Med.)
inltralutelrin* (zu tintra... u. Tuterin): innerhalb der Ge
bärmutter liegend bzw. erfolgend (Med.). Inltralutelrinpes sar das; -s, -e: in die Gebärmutter eingelegtes Pes
sar, das der Empfängnisverhütung dient (Med.)
in|tra|va|gi|nal* [...v...] (zu Tintra... u. Tvaginal): inner
halb der Scheide gelegen (Med.). In|tra|va|gi|nal|tampon der; -s, -s: während der Menstruation innerhalb der
Scheide getragener Tampon
in|tra|va|sai* [...v...] (zu tintra... u. Îvasal): innerhalb der
Blutgefäße gelegen (Med.)
inltralvelnös [...v...J (zu T intra... u. Tvenös): innerhalb ei
ner Vene gelegen bzw. vorkommend; in die Vene hinein
erfolgend (in Bezug auf Injektionen; Med.); Abk.: i. v.
in|tra|ven|tri|kullär* [...v...] (zu Îintra... u. Tventrikulär):
in einem Î Ventrikel gelegen, in einen Ventrikel hinein er
folgend (Med.)
in|tra|vi|tal* [,..v...J (zu tintra... u. Îvital): während des Le
bens vorkommend, auftretend (Med.)
in|tra|zel|lu|lar* u. inltraIzelllullär (zu Tintra... u. tzellu
lar bzw. Îzellulär): innerhalb der Zellejn] gelegen (Med.,
Biol.)
intrigant* (aus gleichbed. fr. intrigant zu intriguer, vgl.
intrigieren): ständig auf Intrigen sinnend, ränkesüchtig;
hinterlistig. Inltrilgant der; -en, -en (zu t...ant (1)): jmd.,
der intrigiert; Ränkeschmied. Inltrilganz die; - (zu
t...anz): intrigantes Verhalten. Inltrilge iZze; -, -n (aus
gleichbed. fr. intrigue zu intriguer, vgl. intrigieren): hin
terlistig angelegte Verwicklung, Ränkespiel, initrilgieren (aus gleichbed. fr. intriguer, dies über it. intrigare
„verwickeln, verwirren“ aus gleichbed. lat. intricare):
Ränke schmieden, hinterlistig Verwicklungen inszenieren,
einen gegen den anderen ausspielen, inltrilkat (aus lat.
initralopelraltiv*
intromittɪeren
intricatus, Part. Perl', von intricare, vgl. intrigieren): (ver
altet) verwickelt, verworren; heikel; verfänglich
inltrinlsic* [...sik] {engl.', „eigentlich; innerlich“, dies über
fr. intrinsèque „innerlich“ aus gleichbed. lat. intrinsecus):
sich in den physik. Eigenschaften od. Größen auf den Fall
der Eigenleitung beziehend; eigenleitend (Phys.). Inltrinsic Facltor [- 'fæktə] der; - -[s], - -s (aus gleichbed. engl.
intrinsic factor, eigtl. „von innen wirkender Faktor“):
Bez. für ein in den Î Fundusdrüsen des Magens u. im obe
ren Abschnitt des Zwölffingerdarms produziertes Enzym,
das zusammen mit dem Î Extrinsic Factor einen lebens
wichtigen Leberwirkstoff bildet (Med.), inltrinlsisch
(nach engl. intrinsic, vgl. intrinsic): von innen her, aus ei
genem Antrieb durch Interesse an der Sache erfolgend,
durch in der Sache liegende Anreize bedingt (Psychol.);
Ggs. textrinsisch; intrinsische Motivation: durch die von
einer Aufgabe ausgehenden Anreize bedingte t Motivati
on (1); Ggs. Textrinsische Motivation
in trilplo* {lat.y. (selten) [in] dreifacher Ausfertigung]; vgl.
Triplum
Inltro* das; -s, -s (nach engl. intro „Einführung, Einlei
tung“, verkürzt aus introduction, vgl. Introduktion): a)
einleitender Musiktitel; b) Vorbemerkung, einleitender
Artikel einer Zeitschrift o. Ä.
inltro...*, Inltro... (aus gleichbed. lat. intro): Präfix mit der
Bedeutung „hinein, nach innen“, z.B. introduzieren, In
trojektion
ln|tro|duk|ti|on* die; -, -en (aus lat. introductio „das Ein
führen“ zu introducere, vgl. introduzieren): 1. (veraltet)
Einleitung, Einführung. 2. a) freier Einleitungssatz vor
dem Hauptsatz einer Sonate, einer Sinfonie od. eines
Konzerts; b) erste Gesangsnummer einer Oper. 3. das
Einführen des T Penis in die t Vagina beim Geschlechtsverkehr(Med.). inltroldukItiv (zu t...iv): einführend, einlei
tend; vgl. ...iv/...orisch. introduktorisch (aus lat. introductorius „einleitend“): zur Einleitung gehörig; vgl.
...iv/...orisch. inltroldulzielren (aus gleichbed. lat. intro
ducere): einleiten, einführen. Inltroldulzilolne die; -,
...ni (aus gleichbed. it. introduzione): svw. Introduktion
(2)
inltrolflekltiv* (zu Îintro..., Tflektieren u. T...iv): gramma
tische Bedeutungen innerhalb des Wortes ausdrückend (in
Bezug auf Sprachen, z.B. im Arabischen; Sprachw.)
Introitilon* die; -, -en (zu lat. introitus (Part. Perf. von
introire „hineingehen“) u. tl...ion): in der neusumeri
schen Kunst des Alten Orients voll ausgebildetes Bildmo
tiv auf Stelen, Rollsiegeln od. Malerei, das die Einführung
einer Person (des Königs) bei einer hohen Gottheit dar
stellt. Inltroliltis die; -, ...itiden (zu TIntroitus u. t...itis>:
Entzündung des Scheideneingangs (Med.). In|tro|i|tus
der; -, - (aus /at. introitus „Eingang; Einzug, Eintritt“ zu
introire „hineingehen“): 1. Eingang in ein Hohlorgan des
Körpers (z.B. Scheideneingang; Med.). 2. a) Eingangsge
sang [im Wechsel mit Psalmversen] in der Messe; b) [im
Wechsel gesungene] Eingangsworte od. Eingangslied im
ev. Gottesdienst
Inltroljekltilon* die; -, -en (zu T intro... u. lat. -iectio (zu iacere „werfen“), eigtl. „das Hineingeworfene“; geprägt
von dem ung. Nervenarzt S. Ferenzi, 1873-1933): unbe
wusste Einbeziehung fremder Anschauungen, Motive
o.Ä. in das eigene Ich, in den subjektiven Interessenkreis
(Psychol.). in|tro|ji|zie|ren (zu t..deren): fremde An
schauungen, Ideale o.Ä. in die eigenen einbeziehen (Psy
chol.)
In|tro|mis|si|on* die; -, -en (aus mlat. intromissio „(ge
waltsames) Eindringen“ zu lat. intromittere, vgl. intromittieren): das Intromittieren. inltrolmitltielren (aus
gleichbed. lat. intromittere): a) hineinstecken, hinein
schieben; b) eindringen
n
Intron
das; -s, Plur. -s od. ...onen (Kunstw.; Analogiebil
dung zu TCodon u. Tintra...): nicht codierender Bereich
eines T Gens; Ggs. Î Exon
inltrors* (aus lat. introrsum, introrsus „nach innen zu; in
wendig“): nach innen gewendet (in Bezug auf Staubbeu
tel, die der Blütenachse zugewendet sind; Bot.); Ggs. textrors
ln|tro|sko|pie* rfze; - (zu Tintro... u. T...skopie): zerstö
rungsfreie Werkstoffprüfung mithilfe von Ultraschall,
Röntgenstrahlen u. a.
In|tro|spek|ti|pn* die; -, -en (zu lat. introspectus „das Hi
neinsehen“ (substantiviertes Part. Perf. von introspicere,
vgl. introspizieren) u. T‘...ion): Selbstbeobachtung, Beob
achtung der eigenen seelischen Vorgänge zum Zwecke
psychologischer Selbsterkenntnis (Psychol.), inltrospekltiv (zu T...iv): auf dem Weg der Innenschau, der
psychologischen Selbsterkenntnis. in|tro|spi|zie|ren
(aus gleichbed. lat. introspicere, eigtl. „hineinsehen, be
trachten“): (veraltet) innerlich untersuchen
ln|trolver|si|on* [...v...] die; -, -en (zu Tintro... u. lat. versio
„Wendung“, dies zu vertere „drehen, wenden“): Konzen
tration des Interesses von der Außenwelt weg auf inner
seelische Vorgänge (meist in Verbindung mit Kontakt
hemmung od. -scheu; nach C. G. Jung; Psychol.); Ggs.
t Extraversion, inltrolverlsiv (zu t...iv>: zur Introversion
fähig (in Verbindung mit einer gewissen Extraversion), introlverltiert (zu T...iert>: nach innen gewandt, zur In
nenverarbeitung der Erlebnisse veranlagt (Psychol.); Ggs.
t extravertiert
Inltrolzepltilon* die; - (zu Îintro..., lat. captus, Part. Perf.
von capere „(er)fassen“ u. î'...ion): Aufnahme u. Aneig
nung soziokultureller Normen, Konventionen u. Wertun
gen durch Eingliederung in das eigene System der Einstel
lungen, Werte, Interessen u. Motive (Psychol., Soziol.)
Inltrulder* der; -s, -[s] (aus engl. intruder „Eindringling,
Störenfried“ zu to intrude „(gewaltsam) eindringen“, dies
aus spätlat. intrudere, vgl. intrudieren): militärisches
Schutz- u. Aufklärungsflugzeug, speziell im Schnellwarn
dienst zur Unterstützung von Flugzeugträgern, inltrudielren (aus spätlat. intrudere „hineindrängen“): 1. ein
dringen (von Schmelzen in Gestein; Geol.). 2. durch Er
wärmen erweichte Kunststoffmasse mit mäßigem Druck
in eine Form fördern. Inltrulsilon die; -, -en (aus mlat.
intrusio „Einschließung; Eindrängung“): 1. Vorgang, bei
dem Magma zwischen die Gesteine der Erdkruste ein
dringt u. erstarrt (Geol.). 2. widerrechtliches Eindringen
in einen fremden Bereich. 3. (ohne Plur.) Förderung er
wärmter, weicher Kunststoffmasse durch mäßigen Druck
in eine Form, inltrulsiv (zu T...iv): durch Intrusion (1)
entstanden (Geol.). Inltrulsilva [...va] die (Plur.) (aus
gleichbed. nlat. (saxa) intrusiva (Plur.) „eingedrungenes
Gestein“): svw. Intrusivgestein. Inltrulsivlgelstein 4as;
-s, -e: Tiefengestein (in der Erdkruste erstarrtes Magma;
Geol.)
Inltulbaltilon
-, -en (zu Tin... (1), lat. tubus „Röhre,
Rohr“ u. t...ation): Einführung eines [Metalljrohrs vom
Mund aus in den Kehlkopf bei drohender Erstickungsge
fahr, zum Einbringen von Medikamenten in die Luftwege
od. zu Narkosezwecken (Med.). In|tu|ba|ti|ons|nar|kose die; -, -n: mittels Intubation durchgeführte Narkose
(Med.). inltu|bie|ren (zu Î..deren): eine Intubation vor
nehmen (Med.)
InItuIiItiIon die; -, -en (aus mlat. intuitio „unmittelbare An
schauung“ zu lat. intueri „ansehen, betrachten“): a) das
unmittelbare, nicht diskursive, nicht auf Reflexion beru
hende Erkennen, Erfassen eines Sachverhalts od. eines
komplizierten Vorgangs; b) Eingebung, [plötzliches] ah
nendes Erfassen. In|tu|i|ti|o|nis|mus der; - (zu T...ismus
(1)>: 1. Lehre, die der Intuition den Vorrang vor der Re
Initron*
648
flexion, vor dem diskursiven Denken gibt. 2. Lehre von
der ursprüngl. Gewissheit des Unterschiedes von Gut u.
Böse (Ethik.). 3. bei der Begründung der Mathematik ent
wickelte Theorie, die math. Existenz mit Konstruierbarkeit gleichsetzt. In|tu|i|ti|o|nist der; -en, -en (zu T ...ist):
Anhänger, Vertreter des Intuitionismus. in tu i ti olnistisch (zu t...istisch): den Intuitionismus betreffend, intu i tiv (aus gleichbed. fr. intuitif; vgl. Intuition u. ...iv):
a) auf Intuition (a) beruhend; Ggs. Tdiskursiv; b) mit In
tuition (b). inltulitu dat.y. (lat. Rechtsspr.) in Ansehung
[von], im Hinblick [auf], in Erwägung [von]
Inltulmeslzenz 4Ze; -, -en (zu lat. intumescere (vgl. intumeszieren) u. T...enz): wie eine Anschwellung aussehende
physiologische Verdickung (z. B. eines Organs; Med.), intu mes zie ren (aus gleichbed. lat. intumescere); (veral
tet) anschwellen
ln|tur|ges|zenz die; -, -en (zu lat. inturgescere (vgl. inturgeszieren) u. T...enz): starke Anschwellung von Weichtei
len od. inneren Organen infolge erheblicher Flüssigkeits
ansammlung (Med.), inlturlgeslzielren (aus gleichbed.
lat. inturgescere): svw. intumeszieren
inltus (aus lat. intus „innen, inwendig“); in den Fügungen:
etwas intus haben: (ugs.) etwas begriffen haben; sich et
was einverleibt haben, etwas gegessen od. getrunken ha
ben; einen intus haben: (ugs.) angetrunken, beschwipst
sein. In|tus|krus|ta|ti|on 4ze; -, -en (zu lat. crustare „mit
einer Kruste, Rinde überziehen“ u. Tl...ion): TFossilisation toter Organismen durch Ausfüllen mit mineralischen
Stoffen (Geol.). In|tuslsus|zep|ti|on i/ze. -, -en: 1. Ein
lagerung neuer Teilchen zwischen bereits vorhandenen
(Form des Pflanzenwachstums; Biol.); Ggs. Î Apposition
(2). 2. Einstülpung eines Darmabschnitts in einen anderen
(Med.)
in tylranlnos [- ...no:s] dat. (geprägt von F. Schiller, 1759
bis 1805)): gegen die Tyrannen!
inulit: Plur. von T Inuk. Inuk der; -s, Inuit (aus eskim. inuk
„Mensch“): Selbstbezeichnung der Eskimos
Inulla die; -, ...lae [...le] (aus gleichbed. lat. inula): Alant,
Vertreter der Gattung der Korbblütler mit zahlreichen
Arten von Gewürz- u. Heilkräutern. Inullin das; -s (zu
T...in>: aus gewissen Pflanzenknollen (z.B. den Wurzeln
von Löwenzahn, Alant, Dahlie) gewonnenes T Kohlehy
drat, das als Diätzucker für Zuckerkranke verwendet wird
ln|un|da|ti|on die; -, -en (aus lat. inundatio „Überschwem
mung“ zu inundare, vgl. inundieren): völlige Überflutung
des Landes durch das Meer od. einen Fluss (Geogr.). Inun dalti ons ge biet das; -[e]s, -e: häufiger Über
schwemmung ausgesetzte Fläche an einem Flusslauf
(Geogr.). inlunldielren (aus gleichbed. lat. inundare):
(veraltet) ein Gebiet überschwemmen, unter Wasser set
zen (Geogr.)
In|unk|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. inunctio zu
inung(u)ere „(ein)salben“): Einreibung (von Arzneimit
teln in flüssiger od. Salbenform; Med.)
inlurlban [auch 'm...] (aus gleichbed. /ai. inurbanus zu
Tin... (2) u. lat. urbanus „fein, gebildet“): (veraltet) un
fein, unhöflich. In|ur|ba|ni|tät [auch 'm...] die; - (zu
...ität): (veraltet) unfeines Benehmen, Unhöflichkeit
inlusiltat (aus gleichbed. lat. inusitatus zu Tin... (2) u. lat.
usus „Gebrauch“): (veraltet) ungebräuchlich, in usu
dat.y. im Gebrauch, in usum dat.y. zum Gebrauch, in
usum Del philni vgl. ad usum Delphini, inlutil [auch
'm...] (aus gleichbed. lat. inutilis): (veraltet) unnütz, un
brauchbar. Inluti|li|tät [auch 'm...] die; - (aus gleichbed.
lat. inutilitas, Gen. inutilitatis): (veraltet) Nutzlosigkeit,
Unbrauchbarkeit
inlvaldielren [,..v...] (aus gleichbed. lat. invadere): in
fremdes Gebiet einfallen; vgl. Invasion
ln|va|gi|nat [,..v...] das; -[e]s, -e (zu Tin... (1), TVagina u.
649
î...at (1)>: Darmstück, das in einen anderen Darmab
schnitt eingestülpt ist (Med.). In|va|gi|na|ti|on die,• -, -en
(zu t'...ion>: 1. Darmeinstülpung (Med.). 2. (in der Kei
mesentwicklung) Einstülpungsvorgang mit Ausbildung
der Tdorsalen (1) u. der ¡ventralen (1) Urmundlippe
(Biol., Med.)
inlvallid, invalide [...v...] (aus gleichbed. fr. invalide, dies
aus lat. invalidus „schwach, krank; unwirksam“): (infolge
einer Verwundung, eines Unfalls, einer Krankheit o.Ä.)
arbeits-, dienst-, erwerbsunfähig. in|va|li|da|bel (zu
¡...abel): (veraltet) für ungültig erklärbar. Inlva|li|da|tion die; -, -en (aus gleichbed. fr. invalidation zu invalide,
vgl. invalid): (veraltet) Ungültigmachung, inlvallilde vgl.
invalid. Inlvallilde der u. die: -n, -n: (infolge von Unfall,
Verwundung, Krankheit o.Ä.) Arbeits-, Dienst-, Er
werbsunfähige^]. inlva li die ren (aus gleichbed. fr. in
valider): (veraltet) ungültig machen, umstoßen, inIvallidi sie ren (zu tinvalid u. t ...isieren): 1. für invalid erklä
ren. 2. jmdm. eine Alters- od. Arbeitsunfähigkeitsrente ge
währen. In|va|li|di|si_elrung
-, -en (zu ¡...isierung):
das Invalidisieren, das Invalidisiertwerden. Inlvallildität die: - (aus gleichbed. fr. invalidité; vgl. ...ität): [dau
ernde] erhebliche Beeinträchtigung der Arbeits-, Dienst-,
Erwerbsfähigkeit
Inlvar® [...v...] das: -s (Kunstw. aus fr. invariable „unverän
derlich, gleichbleibend“): Eisen-Nickel-Legierung mit ge
ringer Wärmeausdehnung u. geringer Wärmeleitfähig
keit, die bes. zur Herstellung von Messgeräten verwendet
wird, die unempfindlich gegen Temperaturschwankungen
sein müssen. in|va|ri|albel [auch ... ria:...] (zu ¡in... (2) u.
¡variabel): unveränderlich; invariable Erdschicht: Erd
schicht, in der sich die Temperaturschwankungen der Erd
oberfläche nicht mehr auswirken (Geol.). in va riiant
[auch ... riant]: unveränderlich (von Messgrößen in der
Mathematik). In|va|ri|an|te die: -, -n: Größe, die bei
Eintritt gewisser Veränderungen unveränderlich bleibt
(Math., Phys.). In|va|ri|an|ten|the|o|rie die: -: math.
Theorie, die die [geometrischen] Größen untersucht, die
bei einzelnen t Transformationen unverändert bleiben. Invalrilanz [auch ...riants] die:
Unveränderlichkeit (z.B.
von Größen in der Mathematik u. Physik). Inlvarlstahl®
der; -[e]s: svw. Invar
Inlvalsilon [,..v...] die; -, -en (aus gleichbed. fr. invasion,
dies aus spätlat. invasio „Angriff, gewaltsame Inbesitz
nahme“ zu lat. invasus, Part. Perf. von invadere „eindrin
gen, angreifen“): 1. Einfall; feindliches Einrücken von
Truppen in fremdes Gebiet; vgl. Evasion (1). 2. das Ein
dringen von Krankheitserregern in die Blutbahn (Med.).
3. das Eindringen pflanzlicher od. tierischer Parasiten in
einen Wirtsorganismus od. von einem Organ od. Gewebe
in ein anderes. 4. das [plötzliche] Eintreffen unerwartet
bzw. unerwünscht vieler Personen. Inlvalsilonslbiollogie die; -: Forschungsrichtung der ¡Ökologie, die sich mit
dem Einwanderungsprozess fremder Pflanzen- u. Tierar
ten in ein neues ¡Ökosystem befasst. Inlvalsilonskrank heit die; -, -en: durch das Eindringen von tieri
schen Parasiten (z.B. von Würmern) hervorgerufene
Krankheit, bei der sich der Erreger im Organismus nicht
vermehrt (Med.), inlvalsiv (zut...iv): 1. in das umgeben
de Bindegewebe wuchernd hineinwachsend (in Bezug auf
Krebszellen; Med.). 2. in ein Organ eingreifend (zu diag
nostischen u. therapeutischen Zwecken; Med.). Inlvalsor
der: -s, ...oren (meist Plur.) (aus gleichbed. spätlat. inva
sor): Eroberer; eindringender Feind
ln|vek|ti|ve [,,,vɛk'ti:və] die; -, -n (aus gleichbed. mlat. in
vectiva, substantiviertes Femininum von spätlat. invecti
vus „schmähend“): Schmährede od. -schrift; beleidigende
Äußerung; Beleidigung. in|vek|ti|vie|ren (zu ¡..deren):
(veraltet) schmähen, beleidigen
Inversionsspektrum
[...v...] (,lat,`, „hat (es) erfunden", 3. Pers. Sing.
Perf. von invenire „(er)finden“): Vermerk auf grafischen
Blättern vor dem Namen des Künstlers, der die Original
zeichnung schuf; Abk.: inv. Inlventar i/as; -s, -e (aus lat.
inventarium „Vermögens- od. Nachlassverzeichnis“ zu
invenire „auf etw. kommen; finden; erwerben“): 1. Ge
samtheit der zu einem Betrieb, Unternehmen, Haus, Hof
o. Ä. gehörenden Einrichtungsgegenstände u. Vermögens
werte (einschließlich Schulden). 2. Verzeichnis des Besitz
standes eines Unternehmens, Betriebs, Hauses [das neben
der ¡Bilanz jährlich zu erstellen ist], 3. Verzeichnis der
Vermögensgegenstände u. Verbindlichkeiten aus einem
Nachlass. In|ven|ta|ri|salti|on die; -, -en (zu ¡ ...isation):
Bestandsaufnahme [des Inventars]; vgl. ...ation/...ierung.
In venlta ri'sa tor der; -s, ...oren (zu t...or): mit einer
Bestandsaufnahme betraute Person. in|ven|ta|ri|sieren (zu ¡...isieren): ein Inventar, den Bestand von etwas
aufnehmen. Inlvenltalrilsielrung die; -, -en (zu t...isie
rung): das Inventarisieren; vgl. ...ation/...ierung. In ventalrilum das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. lat. inventa
rium): (veraltet) svw. Inventar. inlven|tie|ren (aus
gleichbed. fr. inventer zu invention; vgl. Invention): (ver
altet) 1. erfinden. 2. Bestandsaufnahme machen. Inlventilon <Äe; -, -en (aus lat. inventio „das Auffinden, Erfin
dung“): 1. (veraltet) Erfindung. 2. kleines zwei- od. drei
stimmiges Klavierstück in kontrapunktisch imitierendem
Satzbau mit nur einem zugrunde liegenden Thema (z.B.
bei J. S. Bach). in|ven|ti|ös (zu t ...ös>: (veraltet) erfinde
risch, sinnreich. Inlvenltor der; -s, ...oren (aus gleichbed.
lat. inventor): Erfinder, Urheber. Inlvenltur die: -, -en
(aus gleichbed. mlat. inventura): Bestandsaufnahme der
Vermögensteile u. Schulden eines Unternehmens zu ei
nem bestimmten Zeitpunkt durch Zählen, Messen o.Ä.
anlässlich der Erstellung der t Bilanz; vgl. Skontro
in verlba ma gis tri* [- v... -] vgl. jurare in verba magistri
Iniverlgenz [,..v...] die; - (zu Tinvergieren u. t...enz): (ver
altet) Neigung, Geneigtsein, inlverlgielren (aus gleich
bed. lat. invergere): (veraltet) hinneigen
inlvers [...v...] (aus gleichbed. lat. inversus, Part. Perf. von
invertere, vgl. invertieren): umgekehrt;inverse Funktion:
durch Vertauschung der unabhängigen u. der abhängigen
Variablen gewonnene Umkehrfunktion der ursprüngli
chen Funktion (Math.). in|ver|sa|bel (zu lat. inversus
(Part. Perf. von invertere, vgl. invertieren) u. t...abel>:
(veraltet) unumstößlich. Inlverlsalbilliltät
- (zu
¡...ität): (veraltet) Unumstößlichkeit. Inlver si on óte; -,
-en (aus lat. inversio „Umkehrung, Umsetzung (der Wör
ter)“): 1. Umkehrung der üblichen Wortstellung (Sub
jekt - Prädikat), d.h. die Stellung Prädikat - Subjekt
(Sprachw.). 2. a) Darstellung von Kaliumnitrat aus einem
Lösungsgemisch von Natriumnitrat u. Kaliumchlorid; b)
Umwandlung von Rohrzucker in ein Gemisch aus Trau
benzucker u. Fruchtzucker (Chem.). 3. Berechnung der
inversen Funktion (Umkehrfunktion; Math.). 4. a) Um
kehrung des Geschlechtstriebs; vgl. Homosexualität;
b) Umlagerung od. Umstülpung eines Organs (z.B. der
Eingeweide od. der Gebärmutter; Med.). 5. Form der
Chromosomenmutation, bei der ein herausgebrochenes
Teilstück sich unter Drehungum 180° wieder an der bishe
rigen Stelle einfügt (Biol.). 6. Reliefumkehr; durch unter
schiedliche Widerstandsfähigkeit der Gesteine hervorge
rufene Nichtübereinstimmung von ¡tektonischem Bau u.
Landschaftsbild, sodass z.B. eine geologische Grabenzo
ne landschaftlich als Erhebung erscheint (Geol.). 7. Tem
peraturumkehr an einer Sperrschicht, an der die norma
lerweise mit der Höhe abnehmende Temperatur sprung
haft zunimmt (Meteor.) 8. Umkehrung der Notenfolge der
Intervalle (Mus.). In|ver|si|ons|spek|trum* das; -s,
Plur. ...tren od. ...tra: Spektrum bei Molekülen, die in
inlvelnit
EH
Inversionstemperatur
energiegleichen spiegelbildlichen Formen vorkommen
(Chem.). In|ver|si|onsltem|pelraltur die; -, -en: Tem
peratur eines Gases, bei der die Abkühlung in eine Erwär
mung umschlägt (Phys.). Inlverlsor der; -s, ...oren <zu
T...or>: 1. math. Gerät zur Konstruktion einer ÎInversion
.
(3)
2. Vorrichtung zur automatischen Steuerung von
Konstruktionselementen, die über eine inverse math. Be
ziehung voneinander abhängen (Photogrammmetrie). In
vert der u. das; -s, -s (zu engl. to invert „umwenden, um
kehren“, dies aus lat. invertere, vgl. invertieren): Salto
sprung, Überschlag beim 1Freestyle. In|ver|ta|se die; (zu lat. invertere (vgl. invertieren) u. Î...ase): svw. Saccha
rase. I ni ve rite Ib rat* der; -en, -en (meist Plur.) (zu tin...
(2) u. Î Vertebrat): svw. Evertebrat. Inlverlter der; -s, (aus gleichbed. engl. inverter, dies zu lat. invertere, vgl. in
vertieren): Sprachumwandlungsgerät zur Wahrung des
Fernsprechgeheimnisses auf Funkverbindungen, inlvertielren (aus lat. invertere „umwenden, umkehren“): um
kehren, umstellen, eine Inversion vornehmen, inlvertiert (zu t...iert): 1. umgekehrt. 2. zum eigenen Ge
schlecht hin empfindend (Med.); vgl. homosexuell. Inverltierlte der od. die; -n, -n: jmd., der zur Inversion (4a)
neigt. Inlverltin das; -s (zu t,,,in (l)): svw. Saccharase.
Inlvertlzulcker der; -s: das bei der (Inversion (2b) ent
stehende Gemisch aus Traubenzucker u. Fruchtzucker
(z. B. im Bienenhonig)
’inlvesltielren [...v...] (aus gleichbed. mlat. investire, dies
aus spätlat. investire „ausstatten; be-, einkleiden“ zu lat.
vestis „Kleid, Gewand“) : mit den Zeichen der Amtswürde
bekleiden, in ein Amt einsetzen; vgl. Investitur (1); Ggs.
tdisvestieren. 2in|ves|tie|ren (unter Einfluss von engl.
to invest aus gleichbed. ii. investire, dies aus spätlat. inves
tire, vgl. ‘investieren): a) Kapital langfristig in Sachgütern
anlegen; b) etwas in jmdn./etwas -: etwas (z. B. Geld, Ar
beit, Zeit, Gefühl) für jmdn./etwas [in reichem Maß] ver
wenden. In|ves|tie|rung die; -, -en (zu t...ierung): das
investieren; vgl. Investition
ln|veslti|ga|ti|on [,..v...] cZze, -, -en (aus lat. investigatio
„das Aufspüren, Erforschen“ zu investigare, vgl. investi
gieren): (veraltet) Untersuchung, Nachforschung, inves ti ga tiv (zu T...iv): nach-, ausforschend; enthüllend,
aufdeckend. In|ves|ti|galtor der; -s, ...oren (aus lat. in
vestigator „Aufspürer“): jmd., der investigiert, inlvesltigielren (aus gleichbed. lat. investigare): nachforschen,
nachspüren, untersuchen
ln|ves|tilti|on [,..v...] die; -, -en (zu (investieren u.
('...ion): 1. Überführung von Finanzkapital in Sachkapi
tal (Anlageinvestition). 2. Erhöhung des Bestandes an Gü
tern für späteren Bedarf. In|vesltiltilons|funk|ti|on
die; -, -en: die in makroökonomischen Modellen ange
nommene funktionale Beziehung zwischen der Höhe der
geplanten Investitionen u. den Bestimmungsgrößen der
Investitionstätigkeit. In|vesltilti|onslgü|ter die (Plur.):
Güter, die der (Produktion dienen (z.B. Maschinen,
Fahrzeuge, Werkhallen), inlvesltiltiv (zu t ...iv): einwei
send, einkleidend, einsetzend. In|ves|ti|tur die; -, -en
(aus gleichbed. mlat. investitura, eigtl. „Einkleidung, Ein
setzung“, zu lat. investire, vgl. ‘investieren): 1. a) Einwei
sung in ein niederes geistliches Amt (kath. Pfarramt); b)
im Mittelalter feierliche Belehnung mit dem Bischofsamt
durch den König. 2. abschließender Akt der Eigentums
übertragung (im älteren dt. Recht). 3. Bestätigung des Mi
nisterpräsidenten durch die Nationalversammlung (in
Frankreich), inlvesltiv (zu (investieren u. (...iv): als In
vestition, in Form von Investitionen, zur produktiven Ver
wendung bestimmt; Ggs. (konsumtiv. In|ves|tiv|lohn
der; -[e]s, ...löhne: Lohnanteil, der nicht dem Konsum zu
fließt. sondern zwangsweise investiv verwendet wird. Investlment das: -s, -s (aus gleichbed. engl. investment zu
650
to invest „(Kapital) anlegen“, dies zu it. investire, vgl. in
vestieren): Kapitalanlage in Investmentzertifikaten. Ir»vestlmentlbanlking [,,,bæŋkɪŋ] das; -[s]: Bez. für alle
Bankgeschäfte, die sich auf die Platzierung u. den Handel
mit Wertpapieren od. wertpapierähnlichen Finanzinnova
tionen (vgl. Innovation 2) beziehen. Inlvestlmentlcenter [...sent®] das; -s, -: Geschäftsbereich eines Unterneh
mens, der für seinen Gewinn unter Berücksichtigung des
Kapitaleinsatzes eigenverantwortlich ist. Inlvestlmentclub [...k...] der; -s, -s: Zusammenschluss von Sparern mit
dem Ziel, für gemeinsame Rechnung Börsengeschäfte
durchzuführen. Inlvestlmentlfonds [...fo:] der; [. ,,fð:(s)], - [,,,fð:s]: Sondervermögen einer Kapitalanlage
gesellschaft, das in Wertpapieren od. Grundstücken ange
legt wird (Wirtsch.). Inlvestlmentlgelschäft das; -[e]s,
-e: Geschäft einer Investmentgesellschaft (Anlage u. Be
schaffung des Fondskapitals). Inlvestlmentlpalpier
das; -s, -e: svw. Investmentzertifikat. Inlvestlmenttrust [...trast] der; -s, -s: Investmentgesellschaft; Kapital
anlage- u. Beteiligungsgesellschaft, die Investmentge
schäfte betreibt. In|vest|ment|zer|ti|filkat das; -[e]s,
-e: Schein über einen Anteil am Vermögen eines Invest
mentfonds. Inlvesltor der; -s, ...oren (nach gleichbed.
engl. investor; vgl. investieren u. ...or): Kapitalanleger,
jmd., der eine Investition (1) vornimmt. Inlvesitor-Rela tions [,,,rɪ'leɪʃənz] die (Plur.) (zu engl. relations „Be
ziehungen“): Pflege der Beziehungen einer Aktiengesell
schaft zu ihren Aktionären
ln|ve|telra|ti|on [...v...] die; -, -en (aus lat. inveteratio „das
Einwurzeln; alter Fehler“ zu inveterare, vgl. inveterieren): (veraltet) Verjährung (Rechtsw.). in|velte|rie|ren
(aus lat. inveterare „veralten (lassen); einwurzeln“): (ver
altet) verjähren (Rechtsw.)
in|vi|a|bel [,..v...] (zu (in... (2), lat. via „Weg“ u. t...abel>:
(veraltet) unwegsam. In|vi|a|bi|li|tät die; - (zu (...ität):
(veraltet) Unwegsamkeit
inlvilcem [...vitssm] (lat.y. wechselweise, abwechselnd, ge
genseitig
Inlvildia [,..v...] die; - (aus gleichbed. lat. invidia): (veraltet)
Neid, Missgunst. in|vi|die|ren (aus gleichbed. lat. invi
dere): (veraltet) missgönnen, neiden. in|vi|di|ös (aus
gleichbed. lat. invidiosus); (veraltet) missgünstig, nei
disch. inlvildilolsiltät die; - (zu (...ität): neidische Ge
sinnung
ln|vi|gi|lanz [...v...] die; - (zu Iinvigilieren u. f ...anz): (ver
altet) Mangel an Wachsamkeit, Unaufmerksamkeit. !nviIgiIlaItiIon die; - (zu t...ation>: (veraltet) Überwa
chung. inviigillielren (aus gleichbed. lat. invigilare zu
tin... (1) u. vigilare „wachen“): (veraltet) überwachen,
aufmerksam auf etwas achten
in vilno velritas [- vi:no ve:...] {lat. ; „im Wein [ist] Wahr
heit“): jmd., der etwas getrunken hat, spricht Wahrheiten
aus, die man im nüchternen Zustand sonst eher für sich
behält
inlvinlzilbel [,..v...] (aus gleichbed. spätlat. invincibilis zu
Tin... (2) u. lat. vincibilis „besiegbar, bezwingbar“): (ver
altet) unbesiegbar, unbezwinglich. In|vin|zi|bi|liität die;
- (zu t...ität): (veraltet) Unüberwindlichkeit
in vi o la bel [,..v...] (aus gleichbed. lat. inviolabilis zu
Tin... (2) u. violabilis „verletzbar“): (veraltet) unverletz
lich, unantastbar. In|vi|olla|bi|li|tät die; - (zu T ...ität):
(veraltet) Unverletzlichkeit [eines gegebenen Wortes], inviolat (aus gleichbed. lat. inviolatus): (veraltet) unver
letzt
inlvilsilbel [,..v..., auch ,,,'zi:...] (aus gleichbed. lat. invisi
bilis): (selten) unsichtbar. In|vi|si|bi|li|tät [auch Tn...]
die; - (aus gleichbed. lat. invisibilitas, Gen. invisibilitatis):
(selten) Unsichtbarkeit
Inlviltaltilon [...v...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. invitatio
651
zu invitare, vgl. invitieren): (selten) Einladung. Inlviltadas; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. kirchenlat.
invitatorium zu lat. invitatorius „die Einladung betref
fend, Einladungs-“>: Einleitungsgesang der tMatutin mit
der Aufforderung zum Gebet (Psalm 95). in|vi|tie|ren
(aus gleichbed. lat. invitare): (veraltet) 1. einladen, zu
Gast bitten. 2. ersuchen
in vjltro* [- V...] (lat.; „im Glas“): im Reagenzglas [durch
geführt] (von wissenschaftlichen Versuchen); vgl. in vivo.
ln-vi|tro-Fer|ti|lilsa|ti|on die: -, -en: künstlich herbei
geführte Verschmelzung einer menschlichen Eizelle mit
einer Samenzelle außerhalb des Körpers der Frau
in vilvo [- 'vi:vo] (lat.; „im Leben“): am lebenden Objekt
[beobachtet od. durchgeführt] (von wissenschaftlichen
Versuchen); vgl. in vitro
ln|vo|ca|bit [...vo'ka:...] (lat. ; „er wird (mich) anrufen“, 3.
Pers. Fut. Aktiv von invocare; nach dem alten ÎIntroitus
(2) des Gottesdienstes am ersten Fastensonntag „Invoca
bit me et exaudiam...“; nach Psalm 91,15 (in der Fassung
der Vulgata 90,15)): in der kath. Kirche Name des ersten
Fastensonntags; vgl. Invokavit.ln|volka|ti|on die; -, -en
(aus gleichbed. lat. invocatio): Anrufung Gottes [u. der
Heiligen] (z.B. am Anfang von mittelalterlichen Urkun
den). Inlvolkalvit [...vit] (aus lat. invocavit „er hat
(mich) angerufen“, 3. Pers. Perf. Aktiv von invocare;
nach dem Eingangsvers des Gottesdienstes, Psalm
91,15): in der ev. Kirche Name des ersten Sonntags in der
Passionszeit (sechster Sonntag vor Ostern); vgl. Invoca
bit
inlvollut [...V...] (zu lat. involutus, Part. Perf. von involvere,
vgl. involvieren): svw. evolut. Inlvollultion die; -, -en
(aus lat. involutio „Einwicklung, -hüllung; Verwicklung“
zu involvere, vgl. involvieren): 1. Darstellung des Verhält
nisses zwischen Punkten, Geraden od. Ebenen in der
Î projektiven Geometrie. 2. a) normale Rückbildung eines
Organs (z.B. der Gebärmutter nach der Entbindung) od.
des ganzen Organismus (als Alterungsvorgang; Med.); b)
Veränderung der psychischen Funktionen u. der Gesamt
persönlichkeit im Verlauf des Alterns (Psychol.). 3. a) Ver
fall eines sozialen Organismus; b) Rückentwicklung de
mokratischer Systeme u. Formen in vor- od. antidemokra
tische. Inlvolvelment [,,,'vɔɪvmənt] das; -s (aus engl. in
volvement „Verwicklung“): von der neueren Rock- u.
Popmusik ausgehender Effekt des Aktivierens von Spie
lern u. Publikum, der oft durch außermusikalische Mittel
wie Bild-, Licht-, Raum-, Geruchs- u. Vibrationswirkun
gen verstärkt wird.inlvollvielren (aus lat. involvere „hi
neinwälzen; einwickeln; verwickeln“; Bed. 2 unter Ein
fluss von engl. to involve): 1. einschließen, einbegreifen,
enthalten (den Sinn eines Ausdrucks). 2. an etwas beteili
gen, in etwas verwickeln ([in eine/einer Sache] involviert
sein); vgl. evolvieren
in|vul|nelra|bel [auch 'm...] (aus gleichbed. lat. invulnera
bilis zu tin... (2) u. vulnerare „verwunden“): (veraltet) un
verwundbar, unverletzlich
Inlzens der; -es, -e (zu spätlat. incensum „Räucherwerk,
Weihrauch“, dies zu incensare, vgl. inzensieren): svw. Inzensation. In zen sa ti on die; -, -en (zu t...ation>: das
Beräuchern von Personen u. Sachen mit Weihrauch (kath.
Kirche).in|zen|sie|ren (über gleichbed. mlat. incensare
aus lat. incendere „anzünden, erleuchten“): mit Weih
rauch beräuchern. Inlzenlsolrilum das; -s, ...ien [- -ɪən]
(aus gleichbed. mlat. incensorium): (veraltet) Räucher
fass, -gefäß
in zenitiv (aus gleichbed. spätlat. incentivus): anspornend,
anreizend, antreibend. Inlzenltiv das; -s, -e [...va] (aus
lat. incentivum „Reizmittel“): Anreiz, Ansporn
Inlzepltilon die: -, -en (aus gleichbed. lat. inceptio zu inci
pere „beginnen“): (veraltet) Anfang, Beginn, inlzepltiv
tolrilum
inzivil
(aus gleichbed. lat. inceptivus): (veraltet) anfangend, be
ginnend
Inlzest der; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. incestum zu inces
tus „unkeusch, blutschänderisch“, dies zu t in... (2) u. cas
tus „keusch, rein“): a) Geschlechtsverkehr zwischen
Blutsverwandten, zwischen Geschwistern od. zwischen
Eltern u. Kindern; Blutschande (Med.); b) Paarung von
eng verwandten Tieren.In|zestlta|bu das; -s: bei Natur
völkern das Verbot der sexuellen Beziehungen zwischen
Verwandten, im engeren Sinne zwischen blutsverwandten
Mitgliedern der Einzelfamilie.in zes tulös (über gleich
bed. fr. incestueux aus gleichbed. spätlat. incestuosus; vgl.
...ös>: blutschänderisch, einen Inzest bedeutend, in der
Art eines Inzests.lnlzestlzucht die; - (zu ÎInzest): 1. bei
Tieren die Paarung nächster Blutsverwandter zur Heraus
züchtung reiner Linien. 2. züchterisch vorgenommene
Selbstbestäubung bei fremdbestäubenden Pflanzen
inlzildent (aus gleichbed. fr. incident zu lat. incidens, Gen.
incidentis, Part. Präs, von incidere „hineinfallen, in etw.
geraten“): (veraltet) im Verlauf einer Angelegenheit ne
benbei auffallend; zufällig.Inlzildent der; -[e]s, -e: (ver
altet) Nebenpunkt, Zwischenfall, Vorfall. Inlzildenltalom das; -s, -e (zu engl. incidental „zufällig“ u. t...om):
zufällig entdeckter Tumor, der keine Krankheitssympto
me verursacht (Med.), inlzildenltell (aus fr. incidentel
„nebensächlich“; vgl. ...eil): überwiegend an den Details
einer Sache interessiert. Inlzildentlentlscheildung
die; -, -en (zu tinzident): Entscheidung eines Gerichts od.
einer Behörde über eine nicht in ihrer Zuständigkeit lie
gende Rechtsfrage, deren Beurteilung als Vorfrage jedoch
für die zur Entscheidung stehende Sache erforderlich ist.
inlzildenlter (aus mlat. incidenter „bei Gelegenheit“):
beiläufig, am Rande.Inlzildenz die; -, -en (aus gleichbed.
fr. incidence, dies zu lat. incidens, vgl. inzident): 1. (veral
tet) Eintritt (eines Ereignisses), Vorfall. 2. Eigenschaft,
gemeinsame Punkte zu besitzen; Beziehung zwischen ei
nem Punkt u. einer Geraden, wobei der Punkt auf der Ge
raden liegt bzw. die Gerade durch den Punkt geht (Geo
metrie). 3. Einfall von [atomaren] Teilchen in ein be
stimmtes Raumgebiet (Astron.). 4. Umstand, dass öffent
liche Subventionen od. Steuern nicht die Wirtschaftssub
jekte begünstigen od. belasten, denen sie vom Gesetzge
ber zugedacht sind (Wirtsch.). 5. Rate der neu Erkrankten
in einem definierten Zeitraum (Med.). 6. Maß für die
Häufigkeit des Auftretens eines Merkmals in einer Popu
lation, bezogen auf eine Zeiteinheit bzw. Altersklasse
(Genetik)
inlzildielren (aus lat. incidere „einschneiden“): einen ope
rativen Einschnitt machen, durch einen operativen Ein
schnitt eröffnen (z. B. einen Abszess; Med.)
in|zi|pi|ent (aus gleichbed. lat. incipiens, Gen. incipientis,
Part. Präs, von incipere „beginnen“): beginnend, im An
fangsstadium befindlich (von Krankheiten; Med.).ln|zipilent der; -en, -en: (veraltet) Anfänger, Lehrling
Inlzilsilon die; -, -en (aus lat. incisio „Ein-, Abschnitt“ zu
incidere, vgl. inzidieren): 1. operativer Einschnitt, opera
tive Spaltung, Eröffnung (z.B. eines Abszesses; Med.). 2.
tZäsur, bes. des Pentameters. 3. Beschneidung (Völker
kunde). Inlzilsiv der; -s, -en [...van], auch Inzisivus
[,..v...] der: -, ...vi (aus nlat. (dens) incisivus „einschnei
dender Zahn)“): Schneidezahn (Med.).Inlzilsur die; -,
-en (aus lat. incisura „Schnitt“): Einschnitt, Einbuchtung,
Einsenkung an Knochen u. Organen des menschlichen u.
tierischen Körpers (Anat.)
inlzitieren (aus gleichbed. lat. incitare): (veraltet) antrei
ben, anspornen, aufwiegeln
inlzilvil [...'vi:l, auch 'm...] (aus gleichbed. lat. incivilis
(eigtl. „unbürgerlich“) zu tin... (2) u. civilis „bürgerlich“,
vgl. zivil): (veraltet) unhöflich
EH
lod
Jod usw. vgl. Jod usw.
Ion das; -s, Ionen <aus
gleichbed. engl. ion, dies aus gr. ión
„Gehendes, Wanderndes“, Part. Präs. (Neutrum) von iénai „gehen“ (geprägt von dem engl. Physiker u. Chemiker
M. Faraday, 1791-1867)): elektrisch geladenes Teilchen,
das aus neutralen Atomen od. Molekülen durch Anlage
rung od. Abgabe (Entzug) von Elektronen entsteht (Phys.)
'...¡Ion (teilweise über fr. -ion aus lat. -io, Gen. -ionis): En
dung weiblicher Substantive, die den substantivischen Ge
brauch des zugrunde liegenden Vorgangs ausdrückt, z. B.
Explosion, Religion
2...i|on [ --iɔn] (aus gr. -ion): Endung sächlicher Substanti
ve, z.B. Ganglion, Stadion
IglnenlgitlterdiM; -s, -: aus Ionen aufgebautes Kristallgit
ter, typisch für salzartige Stoffe. Iolnen|hy|dralta|tion* u. lolnenlhyldraltilon die; -: Anlagerung von Was
sermolekülen an Ionen (Hydratwolke). Io|nenlim|plantaltilon* die; -, -en: Verfahren der Halbleitertechnologie
zur gezielten Dotierung (vgl. dotieren 2) von Halbleiter
material durch Beschuss mit einem gebündelten Strahl
stark beschleunigter Ionen zur Erzielung besserer Ober
flächeneigenschaften. Ig|nen|mi|kro|skop* das; -s, -e:
dem Elektronenmikroskop ähnliches Gerät, bei dem die
Abbildung von Gegenständen durch Ionen erfolgt. IgnenlrelakltilonÆe; -, -en: chem. Reaktion, deren Trieb
kraft durch die Anwesenheit von Ionen maßgeblich beein
flusst wird. Iglnenlstrahllen die (Plur.): aus [rasch be
wegten] geladenen materiellen Teilchen (Ionen) beste
hende Strahlen. Ig|nen|the|ralpie die; -: Heilmethode
zur Beeinflussung des Ionenhaushalts des menschlichen
Körpers (Med.)
Io|ni|cus[...k...] der; -, ...ci [...tsi] u. Ig|ni|kerr/i?r; -s, - (aus
gleichbed. spätlat. Ionicus, dies aus gr. Iönikös „io
nisch“): antiker Versfuß (rhythmische Einheit); Ionicus a
maiore: Ionicus mit meist zwei Längen u. zwei Kürzen
(- - u u ); Ionicus a minore: Ionicus mit meist zwei Kürzen
u. zwei Längen ( u u —)
...i|on/...ie rung vgl. ...ation/...ierung
lo|ni|sa|ti|gn die; -, -en (aus gleichbed. engl. ionization zu
to ionize, vgl. ionisieren; vgl. ...isation): Versetzung von
Atomen od. Molekülen in elektrisch geladenen Zustand;
vgl. ...ation/...ierung. iolni saltilons kamlmer die; -,
-n: physik. Gerät zum Messen der Intensität ionisierender
Strahlungen. Io|ni|sa|ti|gns|poltenlzilal,auch ...poten
tial das; -s, -e: Energieaufwand, der zur Überführung ei
nes Atoms aus dem neutralen Zustand in den elektrisch
geladenen notwendig ist. Io|ni|sa|tor der; -s, ...oren (zu
T ...or): Gerät, das Ionisation bewirkt
Mglnisch: aus Ionen bestehend, sie betreffend
zig|nisch (über spätlat. Ionicusausgleichbed.gr. Iönikös):
den altgriech. Dialekt u. die Kunst der Ionier betreffend;
ionischer Dimeter: aus zwei ÎIonici bestehendes antikes
Versmaß. Iglnischdas; - u. loinilseher/ɑʌ. -n: altgriech.
(ionische) Tonart; in der alten Kirchenmusik die dem heu
tigen C-Dur entsprechende Tonart
io|ni|sie|ren (nach gleichbed. engl. to ionize, zu gr. iénai
„gehen“; vgl. Ion): Ionisation bewirken. io|ni|sie|rend
(zu t...ierend>: Ionisation bewirkend; ionisierende Strah
lung: Korpuskularstrahlen u. elektromagnetische Wellen,
die Atome od. Moleküle ionisieren können, lolnilsierungÄe; -, -en (zu t...isierung): das Ionisieren; vgl. ...ation/,,,ierung. io ni trie ren* (zu îIon u. Tnitrieren): in ei
ner mit Stickstoff gefüllten Ionisationskammer nitrieren,
wobei die in das Eisen eindringenden Stickstoffionen Ni
tride bilden. Ig|ni|um das; -s (zu t,,,ium): radioaktives
Zerfallsprodukt des Urans, Ordnungszahl 90; Zeichen Io.
iolno..,, lono... (zu Î Ion): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „durch Ionen bedingt, durch Ionenstrahlung
hervorgerufen“, z.B. ionografisch, Ionogramm. io|no
652
gen (zu I...gen): durch Ionen entstanden, auf Ionen beru
hend. Io|no|gra|fie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu
t,,,grafie): Darstellung eines Körperteils mithilfe von io
nisierenden Strahlen (Med.), iolnolgralfisch, auch
...gralphisch (zu t...grafisch): mithilfe der Ionografie
erfolgend (Med.), lolnolgramm das; -s, -e (zu
t...gramm): bei der Ionografie gewonnene Abbildung
(Med.), lolnolmer das; -s, -e u. lonolmelre das; -n, -n
(meist Plur.) (zu gr. méros „Teil“): TPolymer[e], bei dem
die Vernetzung der Molekülketten durch elektrostatische
Kräfte bewirkt wird (Phys., Chem.). lolnolmelter das;
-s, - (zu t‘...meter): Messgerät zur Bestimmung der Ioni
sation eines Gases (meist der Luft), um Rückschlüsse auf
vorhandene Strahlung zu ziehen, lolnolmeltrie* die; -,
...ien (zu î...metrie): Bestimmung der Strahlungsstärke
radioaktiver Substanzen (Phys.)
iolngn vgl. Jonon
lo|no|pau|sei/ze,'-, -n (zu îiono... u. T ‘Pause): obere Gren
ze der Ionosphäre eines Planeten (Meteor.), iolnolphgr
das; -s, -e (meist Plur.) (zugr. phorein „(in sich) tragen“):
Stoff, mit dessen Hilfe Ionen durch Zellmembranen trans
portiert werden. Io|nolpho|re|se die; -, -n (zu ÎIonto
phorese): svw. Iontophorese. Ig|no|son|de die; -, -n (zu
Îiono...): Gerät zur Messung der Höhe, in der Radiowel
len in der Ionosphäre reflektiert werden, lolnolsphälre
die; -: äußerste Hülle der Erdatmosphäre (in einer Höhe
von 80 bis 800km). Ion|tolpho|re|se¿/zc; -, -n (zugr. ión,
Gen. ióntos „Gehendes, Wanderndes“ u. phóresis „das
Tragen“): Einführung von Ionen mithilfe des Îgalvani
schen Stroms durch die Haut in den Körper zu therapeu
tischen Zwecken (bes. bei Erkrankungen des Bewegungs
apparates, ferner bei Haut- u. Schleimhautkrankheiten;
Med.)
lolpholbie die: -, ...ien (zu gr. iós „Gift“ u. î... phobie):
krankhafte Angst vor Giften bzw. Vergiftungen (Psychol.,
Med.)
lolta usw. vgl. Jota usw.
lolvi op ti mo malxilmo [io:vi - -] (lat.; „Jupiter, dem
Besten u. Größten“): Eingangsformel röm. Weihin
schriften; Abk.: I. O. M.; vgl. Deo optimo maximo
lpe|ka|ku|an|ha [...kuanja] die; - (aus gleichbed. port, ipe
cacuanha, dies aus einem indian. Wort): Brechwurzel,
Wurzel einer südamerik. Pflanze (Husten- u. Brechmittel)
Iplpon der; -[s], -[s] (aus jap. ippon „Punkt“): die kampf
entscheidende Wertung im Judo
Iplsaltilgn die; -, -en (zu lat. ipse „selbst“ u. t...ation>:
Selbstbefriedigung, Onanie, iplse felcit [- fe:tsɪt] (/at;
„er hat [es] selbst gemacht“, vgl. fecit): Vermerk auf
Kunstwerken vor od. hinter der Signatur des Künstlers;
Abk.:i.f. ip|si|la|te|ral (zu lat. ipse „selbst“ u. tlateral):
auf die gleiche Seite [bezogen], auf der gleichen Seite be
findlich (Med.). Iplsislmus der; -, ...men (zu ɪ,,,ismus
(3)>: svw. Ipsation. ip|sis|si|ma ver ba [- v.._] (lat.): völ
lig die eigenen Worte (einer Person, die sie gesprochen
hat). Iplsist der; -en, -en (zu lat. ipse „selbst“ u. T ...ist):
jmd,, der [häufig] onaniert. ip|si|ver|siv [...ver...] (zu lat.
versum, Part. Perf. (Neutrum) von vertere „drehen, wen
den“ u. t...iv): zur gleichen Seite hingewendet (z.B. Bewe
gungen). iplso fac to [- fak...] (lat.; „durch die Tat
selbst“): Rechtsformei, die besagt, dass die Folgen einer
Tat von selbst eintreten, iplso jylre (lat.; „durch das
Recht selbst“): Rechtsformel, die besagt, dass die Rechts
folgen einer Tat von selbst eintreten. Iplsolphgn, auch
...fon das; -s, -e (zu lat. ipse „selbst“ u. t...phon): (selten)
automatischer Anrufbeantworter
IQ [i:'ku, engl. aɪ'kju:] der; -s, -s: Abk. für Intelligenzquo
tient
IR®: Abk. für Interregio
ir..„ lr... vgl. in..., In...
653
der od. das; -s, -n (über türk. irade aus arab. irädah
„Wille, Begehren; Erlass“): Erlass des Sultans (der Kabi
nettsorder des absoluten Herrschers entsprechend)
iralnisch (nach dem Hochland von Iran): die auf dem
Hochland von Iran lebenden Völker betreffend;iranische
Sprachen: Sprachen der von den tAriern hergeleiteten
Völker auf dem Hochland von Iran. Iralnist der; -en, -en
(zu t ...ist): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Iranistik.
Iralnisltik die; - (zu Î ...istik): Wissenschaft von den ira
nischen Sprachen u. Kulturen; Irankunde
Ir bis der: -ses, -se (aus gleichbed. russ. u. mong. irbis bzw.
kalmückisch (Sprache des westmongol. Volkes der Kal
mücken) irws): Schneeleopard (in den Hochgebirgen Zen
tralasiens)
Irelnik die; - (zu gr. eirënikôs „den Frieden betreffend,
friedlich" zu eirênê „Frieden“): das Bemühen um eine
friedliche interkonfessionelle Auseinandersetzung mit
dem Ziel der Aussöhnung. Irelnilker der; -s, -: (veraltet)
Friedenslehrer; Vermittler, Friedensstifter, irelnisch:
friedliebend, friedfertig
irid..., Irid... vgl. irido..., Irido... Irildekltolmie* die; -,
...ien (zu 1 irido... u. l...ektomie): Ausschneidung [eines
Teils] der Regenbogenhaut (Med.).lri|denlklei|sis* die;
- (zu gr. egkleiein „einschließen“): operative Einklem
mung eines Stückes der Iris (2) in einen Schlitz der Leder
haut, damit stets Kammerwasser abfließen kann (Med.).
Iri|de|re|mie* die; -, ...ien (zu gr. érëmos „einsam, ver
lassen, entblößt“ u. T2...ie>: svw. Aniridie, irildilsielren
(zu t...ieren): in den Farben des Regenbogens schillern.
Irildilum das; -s (aus gleichbed. nlat.f-engl.) iridium zu
gr. Iris, Gen. iridos „Regenbogen“ (1803 geprägt von dem
engl. Chemiker S. Tennant, 1761-1815, nach den bunten
Farben, die einige seiner Salze zeigen) u. t...ium): ehern.
Element, Edelmetall; Zeichen Ir. irildo..., Iri do..., vor
Vokalen meist irid..., Irid... (aus gr. Iris, Gen. iridos „Re
genbogen; Regenbogenhaut des Auges“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „die Regenbogenhaut des Au
ges betreffend“, z.B. Iridotomie; Iridektomie. Irildochoridiitis [,..k...] die; -, ...itiden (zu tlris (2), tCho
rioidea u. t ...itis): Entzündung der Regenbogen- u. der
Aderhaut des Auges (Med.). Irildoldiallylse die; -, -n:
Abreißen der Regenbogenhaut vom I Ziliarkörper bei
Einwirkung stumpfer Gewalt auf den Augapfel (Med.).
Iri|do|di|as|ta|se* die; -, -n: angeborener Spalt zwi
schen Irisrand u. Î Ziliarkörper des Auges, eine Missbil
dung der Iris (2) (Med.). lri|do|lo|ge der; -n, -n (zu
t,,,loge): Augendiagnostiker. Iri|do|lo|gie die; - (zu
T...logie>: Augendiagnose. Irildolphor der; -en, -en (zu
t. ..phor): svw. Iridozyt. Irildolplelgie* die; -, ...ien (zu
gr. plêgë „Schlag, Hieb, Stoß“ u. t2...ie): Lähmung der
Irismuskeln infolge Verletzungen od. infolge Einwirkung
lokal angewandter Gifte (z.B. ÎAtropin; Med.). Irildoschi sis* [,.,'sçi:...] die; -, ...isen (zu gr. schisis „Spaltung“,
dies zu schizein „spalten“): angeborene Spaltung der Iris
(2) (Med.). Irildpslmilum* das; -s (verkürzt aus Iridium
u. ÎOsmium): aus kleinen tafeligen Kristallen beste
hendes Mischmineral aus Iridium u. tOsmium. Irildotolmie die; -, ...ien (zu Iirido... u. L..tomie>: svw. Iridek
tomie. IrildolzyIkliltis* die; -, ...itiden: Entzündung der
Regenbogenhaut u. des IZiliarkörpers des Auges (Med.).
Irildolzyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu t...zyt>: tierische
Zelle, die lichtreflektierende Plättchen aus t Guanin ent
hält, die die Ursache der silbernen Färbung z.B. bei
Kopffüßern u. Fischen sind. Iris die; -, - (aus gr. Iris,
Gen. iridos „Regenbogen“, urspr. „Band, Straße“): 1.
Regenbogen (Meteor.). 2. (Plur. auch Iriden od. Irides
[,,,de:s]) Regenbogenhaut des Auges (Med.). 3. Schwertli
lie. Irislblenlde die; -, -n: verstellbare Blende (bes. bei
fotogr. Apparaten), deren Öffnung in der Größe kontinu
Iralde
irrational
ierlich verändert werden kann. Iris|di|a|gno|se* die; -:
svw. Iridologie
Irish Cof |fee ['aɪərɪʃ 'kɔfɪ] der; - -, - -s (aus gleichbed. engl.
Irish coffee, eigtl. „irischer Kaffee“): Kaffee mit einem
Schuss Whiskey u. Schlagsahne. Irish Cream [- 'kri:m]
die; - -, - -s (aus gleichbed. engl. Irish cream, eigtl. „irische
Creme“): Likör aus Sahne u. Whiskey. Irish Stew ['stju:] das; - -[s], - -s (aus gleichbed. engl. Irish stew, eigtl.
„irisches Schmorgericht“): Eintopfgericht aus Weißkraut
mit Hammelfleisch u. a.
irisieren (aus gleichbed. fr. iriser zu iris „Regenbogen“,
dies über lat. iris aus gr. Iris): in Regenbogenfarben schil
lern. irilsielrend (zu I...ierend): in Regenbogenfarben
schillernd; irisierende Wolken: Wolken, deren Ränder
perlmutterfarbene Lichterscheinungen zeigen (Meteor.),
frislscanlner [,,,skɛnn] der; -s, -: Scanner, der die Iden
tität einer Person an den Augen ermittelt (z. B. in Geldau
tomaten; EDV).lri|tis die; -, ...itiden (zu 11ris u. t ...itis):
Regenbogenhautentzündung (Med.)
Irolko das; -[s] (aus dem Afrik.): olivbraunes, hartes, mit
telschweres, dauerhaftes Holz eines afrik. Maulbeerge
wächses, das u. a. als Bauholz für Boote u. Säurebottiche
verwendet wird
Iron das; -s, -e (Kurzw. aus t/ris u. tKeton): ein im Irisöl
(vgl. Iris 3) enthaltenes farbloses, in Verdünnung nach
Veilchen riechendes Öl (Chem.)
Irolnie die; -, ...ien (Plur. selten) (über lat. ironia aus gleich
bed. gr. eiröneia, eigtl. „Verstellung“, zu eirön „Schalk“):
a) feiner, verdeckter Spott, mit dem man etwas dadurch zu
treffen sucht, dass man es unter dem auffälligen Schein
der eigenen Billigung lächerlich macht, indem man z.B.
das Gegenteil dessen, was man meint, sagt; b) paradoxe
Konstellation, die einem als frivoles Spiel einer höheren
Macht erscheint, z. B. eine Ironie des Schicksals, der Ge
schichte. Irplnilker der; -s, - (zu tironisch): Mensch mit
ironischer Geisteshaltung, irolnisch (über spätlat. ironicus aus gleichbed. gr. eirönikös): voller Ironie; mit feinem,
verstecktem Spott; durch übertriebene Zustimmung seine
Kritik zum Ausdruck bringend, irolnilsielren (nach
gleichbed. fr. ironiser; vgl. Ironie): einer ironischen Be
trachtung unterziehen
Ironlman ['aɪənmæn] der; -s, auch Iron Man der; - -s (zu
engl. iron „eisern“ u. man „Mann“): Triathlonwettkampf
über die volle Distanz von 3,8 km Schwimmen, 180 km
Radfahren u. 42,195 km Laufen. Irons [ aɪənz] die (Plur.)
(aus gleichbed. engl. irons): [Golfjschläger aus Metall
Irolnym* das; -s, -e (zu tIronie u. gr. ónyma „Name“): iro
nische Wendung als Deckname (z. B. Von einem sehr Klu
gen)
Ir Ira ldi la |ti Ion die; -, -en (aus spätlat. irradiatio „Bestrah
lung“ zu irradiare, vgl. irradiieren): 1. Ausbreitung von
Erregungen od. von Schmerzen im Bereich Î peripherer
Nerven (Med.). 2. das Übergreifen von Gefühlen od. t Af
fekten auf neutrale Bewusstseinsinhalte od. t Assoziatio
nen (Psychol.). 3. Überbelichtung von fotografischen
Platten. 4. optische Täuschung, durch die ein heller Fleck
auf dunklem Grund dem Auge größer erscheint als ein
dunkler Fleck auf hellem Grund. ir|ra|di|ielren (aus
spätlat. irradiare „(be)strahlen“ zu Îin... (1) u. lat. radiare
„strahlen“): ausstrahlen, als eine Irradiation (1 u. 2) wir
ken
ir|rä|so|na|bel [...rezo..., auch ... na...] (zu tin... (2) u. Îrä
sonabel): (veraltet) unvernünftig
ir|ra|ti|o|nal [auch ,,,'na:l] (aus lat. irrationalis „unver
nünftig“; vgl. Ratio): a) mit der tRatio, dem Verstand
nicht fassbar, dem logischen Denken nicht zugänglich; b)
vernunftwidrig; irrationale Zahlen: alle Zahlen, die sich
nicht durch Brüche ganzer Zahlen ausdrücken lassen,
sondern nur als nicht periodische Dezimalbrüche mit un-
Irrationalismus
begrenzter Stellenzahl dargestellt werden können
(Math.); Ggs. (rational; vgl. ...al/...eil. Irlraltilolnallismus [auch ir...] der; -, ...men (zu (...ismus): 1. (ohne
Plur.) Vorrang des Gefühlsmäßigen vor der Verstandeser
kenntnis. 2. (ohne Plur.) metaphysische Lehre, nach der
Wesen u. Ursprung der Welt dem Verstand (der Ratio)
unzugänglich sind. 3. irrationale Verhaltensweise, Ge
schehen o.Ä. ir|ra|ti|o|na|li|tät [auch 'ɪr...] die; - (zu
(...ität): die Eigenschaft des Irrationalen, das Irrational
sein. irlraltilolnell [auch ... nsl] (aus gleichbed.ʃr. irrati
onnel; vgl. ...eil): dem Verstand nicht zugänglich, außer
halb des Rationalen; vgl. ...al/...eil
irlrelal (zu Tin... (2) u. treal>: nicht wirklich, unwirklich;
Ggs. Treal (2). Irlrelal der; -s, -e: svw. Irrealis. Ir|re|a|lis
der; -, ...les [,,,le:s] (aus gleichbed. nlat. (modus) irrealis):
Î Modus des unerfüllbaren Wunsches, einer als unwirklich
hingestellten Annahme (z.B. Wenn ich ein Vöglein wär’
.... Hättest du es doch nicht getan!). Irlrelalliltät die; -,
-en (zu Tin... (2) u. tRealität): die Nicht- od. Unwirklich
keit; Ggs. TRealität
Irlreldenlta die; -, ...ten (aus it. (Italia) irredenta „nicht be
freites, unter fremder Herrschaft stehendes (Italien)“, dies
zutin...(2)u. lat. redimere „loskaufen, befreien“): l.(ohne
Plur.) ital. Unabhängigkeitsbewegung im 19. Jh. 2. politi
sche Unabhängigkeitsbewegung, die den Anschluss abge
trennter Gebiete an das Mutterland anstrebt. Irlreldentislmus der; - (zu T...ismus (1)>: Geisteshaltung der Irre
denta. Ir|re|den|tist6ter;-en, -en (zu T ...ist) : Angehöriger
der Irredenta, Verfechter des Irredentismus. irreldentisltisch (zu (...istisch): den Irredentismus betreffend
ir|relduk|tilbel [auch ,,,'ti:...] (zu Tin... (2), lat. reducere
„(auf das richtige Maß) zurückführen“ u. T...ibel): nicht
zurückführbar, nicht wieder herstellbar, irlreldulzilbel
[auch ...tsi:...] (zu Tin... (2) u. Treduzibel): nicht zurück
führbar, nicht ableitbar (Philos., Math.); Ggs. Treduzibel.
Irlreldulzilbilliltät [auch ir...] die; - (zu (...ität): Nicht
ableitbarkeit (Philos., Math.)
Ir|re|fle|xi|on* [auch ...ksio:n] die; -, -en (zu Tin... (2) u.
TReflexion): Unüberlegtheit, Unbedachtsamkeit, irlreflexiv [auch ... ksi:f]: nicht reflexiv, nicht in Beziehung
zu sich selbst stehend (Philos.). IrlrelflelxiIviltät [auch
'ɪr...] die; -: irreflexive Beschaffenheit, Unmöglichkeit des
Sichrückbeziehens (Philos.)
irlrelforlmalbel [auch ... ma:...] (zu Tin... (2), ÎReform u.
T...abel): (veraltet) unabänderlich, unverbesserlich. Irlreforima bi li tät [auch ir...] die; - (zu t ...ität): (veraltet)
Unabänderlichkeit
irlrelfralgalbel* [auch ...’ga:...] (zu Tin... (2), lat. refragari
„widerstreben“ u. T...abel): (veraltet) unwiderleglich, un
umstößlich. Ir|re|fralgalbi|li|tät [auch ... ir...] die; - (zu
T ...ität): (veraltet) Unumstößlichkeit
irirelgelneiraibel [auch ...ra:...] (zu Tin... (2), lat. regene
rare „wieder erzeugen“ u. Î.. .abel) : (veraltet) nicht wieder
erzeugbar. Ir|relge|ni|tus iZer; -, - (aus gleichbed. nlat. irregenitus, eigtl. „Nicht-wieder-Geborener“, zu Tin... (2),
tre... u. lat. genitus, Part. Perf. von gignere „hervorbrin
gen, erzeugen“): (veraltet) nicht Getaufter
ir|re|gu|lär [auch ...Te:g] (aus spätlat. irregularis „nicht
den kirchlichen Regeln gemäß“; vgl. regulär): 1. a) nicht
regelmäßig, nicht regelgemäß, nicht der Regel entspre
chend; b) nicht dem Gesetz entsprechend, ungesetzlich,
regelwidrig; Ggs. (regulär; irreguläre Truppen: außerhalb
des regulären Heeres aufgebotene Verbände (Freikorps,
Partisanen o.Ä.). 2. vom Empfang der kath. geistlichen
Weihen ausgeschlossen (wegen geistiger od. körperlicher
Mängel od. einer kirchlichen Straftat). IrIreIguIläIre der;
-n, -n: Angehöriger Tirregulärer Truppen. Ir|relgulla|rität [auch Tr...] die; -, -en (aus spätlat. irregularitas, Gen.
irregularitatis „Ungehorsam, Verstoß gegen die kirchli
654
chen Regeln“): 1. a) Regellosigkeit; mangelnde Regel-,
Gesetzmäßigkeit; Ggs. (Regularität (a); b) vom üblichen
Sprachgebrauch abweichende Erscheinung (Sprachw.);
Ggs. (Regularität (b). 2. kirchenrechtliches Hindernis,
das vom Empfang der geistlichen Weihen ausschließt
(kath. Kirchenrecht)
ir|re|kon|zi|li|albel [auch ir...] (zu (in... (2), lat. reconci
liare „versöhnen“ u. t...abel>: (veraltet)unversöhnlich. Irrelkonlzillilalbilliltät [auch ir...] 4ze; - (zu 1 ...ität): (ver
altet) Unversöhnlichkeit
ir|re|ku|sa|bel [auch ...za:...] (aus gleichbed. lat. irrecusa
bilis): (veraltet) unabweisbar. Irlrelkulsalbilliltät [auch
'ɪr...] die; - (zu (...ität): (veraltet) Unabweisbarkeit
irlrellaltiv [auch ...’ti:f] (zu (in... (2) u. (relativ): bezie
hungslos, unverbunden. I rI re I la Iti I vi Ität [...v..., auch
ir...] die; - (zu (...ität): Beziehungslosigkeit
irlrellelvant [...v..., auch ...vant] (zu (in... (2) u. Trele
vant): unerheblich, belanglos; Ggs. (relevant. Irlrellevanz [auch ... vants] die; -, -en: Unwichtigkeit, Bedeu
tungslosigkeit; Ggs. TRelevanz
irlre|liIgilös [auch ,,,'gio:s] (über fr. irréligieux aus gleich
bed. lat. irreligiosus; vgl. ...ös): nicht religiös (2); Ggs.
(religiös (2). Ir|relli|gi|olsi|tät [auch 'ɪr...] die; - (aus
gleichbed. kirchenlat. irreligiositas, Gen. irreligiositatis):
irreligiöse Einstellung; Ggs. T Religiosität
ir|re|mis|si|bel [auch ir...] (aus gleichbed. lat. irremissibi
lis zu Tin... (2) u. remissibilis „erlässlich“, dies zu remitte
re „nachlassen, ablassen“): (veraltet) unverzeihlich. Irlremis I si I bi I li Ität [auch Tr...] die; - (zu T ...ität): (veraltet)
Unverzeihlichkeit. ir re mit tent [auch Tr...] (zu Îin... (2)
u. lat. remittens, Gen. remittentis, Part. Präs, von remit
tere, vgl. irremissibel): (veraltet) unablässig
irlrelpalralbel [auch ... ra:...] (aus gleichbed. lat. irrepara
bilis): a) sich nicht durch eine Reparatur instand setzen
lassend; b) sich nicht ersetzen, beheben lassend; c) nicht
heilbar, in der Funktion nicht wieder herzustellen (Med.);
Ggs. Treparabel. IrireIpaIraIbilliItät [auch ir...] die; - (zu
T ...ität): Unmöglichkeit, einen Schaden, Fehler o.Ä. wie
der auszugleichen
ir|relpo|ni|bel [auch ...ni:...] (zu Tin... (2) u. Treponibel):
nicht wieder in die normale Lage zurückzubringen (z.B.
von eingeklemmten Bruchinhalten o.Ä.; Med.); Ggs. Tre
ponibel
irlrelsisltilbel [auch Tr...] (zu Tin... (2), lat. resistere „wi
derstehen“ u. Î ...ibel): (veraltet) unwiderstehlich. Iriresis ti billiltät [auch Tr...] die; - (zu T...ität): (veraltet) Un
widerstehlichkeit
ir|re|so|iut [auch ...Tu:t] (zu Tin... (2) u. (resolut): (veral
tet) unschlüssig. Irlre|so|lulti|on [auch ,,,'tsio:n] die; -:
(veraltet) Unschlüssigkeit, Unentschlossenheit
ir|relspi|ra|bel* [auch ... ra:...] (über fr. irrespirable aus
gleichbed. spätlat. irrespirabilis): nicht atembar, zum Ein
atmen untauglich (Med.)
ir|reslpon|salbel* [auch ... za:...] (zu Tin... (2) u. (respon
sabel): (veraltet) nicht zu verantworten
ir|re|ve|rent [...v..., auch Tr...] (aus gleichbed. lat. irreve
rens, Gen. irreverentis): (veraltet) unehrerbietig, ehr
furchtslos. Ir|re|velrenz [auch Tr...] die; - (zu Tin... (2) u.
ÎReverenz): (veraltet) Unehrerbietigkeit
ir|re|ver|si|bel [...v..., auch ...zi:...] (zu Tin... (2) u. (rever
sibel) : nicht umkehrbar, nicht rückgängig zu machen (z.B.
von technischen, chemischen, biologischen Vorgängen);
Ggs. (reversibel (1). Ir|re|ver|si|bi|li|tät [auch Tr...]
-: Unumkehrbarkeit; Ggs. (Reversibilität
irlrelvilsilbel [...v..„ auch ...zi:...] (zu Tin... (2) u. (revisi
bel): (veraltet) nicht mit Rechtsmitteln anfechtbar (in Be
zug auf Urteile); Ggs. Trevisibel; vgl. Revision. Irlrelvisilbilliltät [auch 'ɪr...] die; - (zu (...ität): (veraltet) Unan
fechtbarkeit eines Urteils mit Rechtsmitteln
655
[auch hr...] <aus gleichbed. lat. irrevocabilis
zu Tin... (2) u. revocare „zurückrufen“): (veraltet) unwi
derruflich. Irlre|vo|ka|bi|li|tät [auch 'ɪr...] die; - (zu
t ...ität): (veraltet) Unwiderruflichkeit
Irlrilgaltilon die; -, -en (aus lat. irrigatio, eigtl. „Bewässe
rung“, zu irrigare, vgl. irrigieren): 1. Ausspülung (bes. des
Darms bei Verstopfung), Einlauf (Med.). 2. (fachspr.) Be
wässerung. Irlrilgaltor der; -s, ...oren (aus lat. irrigator,
eigtl. „Bewässerer“): Spülapparat (der z. B. zur Darmspü
lung verwendet wird; Med.), irlrilgielren (aus gleichbed.
lat. irrigare): (selten) bewässern. Irlrilgolskolpie* die; -,
...ten (zu T...skopie): röntgenografische Untersuchung des
Dickdarms mithilfe eines durch Einlauf eingebrachten
Kontrastmittels (Med.)
ir|ri|ta|bel (aus gleichbed. lat. irritabilis): reizbar, erreg
bar, empfindlich (z.B. von Nerven; Med.). Ir|ri|talbi|lität die; - (aus gleichbed. lat. irritabilitas, Gen. irritabili
tatis): Reizbarkeit, Empfindlichkeit (z. B. eines Gewebes;
Med.). Iijritans das; -, Plur. ...antia u. ...anzien [,,,iən]
(aus lat. irritans „reizend, erregend“, Part. Präs, von irri
tare „reizen, erzürnen, verursachen“): svw. Rubefaziens.
Irlriltaltilon ¿Ze; -, -en (aus gleichbed. lat. irritatio): a)
auf jmdn., etwas ausgeübter Reiz, Reizung; b) das Erregt
sein; c) Verwirrung, Zustand der Verunsichertheit. irlritaltiv (zu T...iv): auf dem Wege der Î Irritation hervorge
rufen (Med.), irlriltielren (durch volksetym. Anlehnung
an dt. irren aus lat. irritare ,,(auf)reizen, erregen“): a)
[aufjreizen, erregen; b) unsicher machen, verwirren,
beunruhigen, beirren; c) stören, lästig sein; d) (veraltend)
ärgern, ärgerlich machen
Irlrolgaltilon die; - (aus gleichbed. lat. irrogatio zu Tin...
u. rogare „fragen, beantragen“): (veraltet) Auferlegung
(einer Strafe)
lr|rup|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. irruptio zu irrum
pere „einbrechen, einfallen“): (veraltet) Einbruch, feind
licher Einfall, Überfall
Irlvinlgilalner [...V...J der; -s, - (nach ihrem ersten Vorste
her, dem schott. Geistlichen E. Irving (1792-1834), u.
t...ianer): Angehöriger einer schwärmerischen kath.apostolischen Sekte des 19. Jh.s [in England], die die bal
dige Wiederkunft Christi erwartete. ir|vin|gi|a|nisch:
zu den Irvingianern gehörend, von ihnen stammend. Irvin gi a nis mus der; - (zu T...ismus (1)): Lehre der Irvingianer
is.... Is... vgl. iso..., Iso...
Isalbellle die; -, -n (ausfr. (cheval) isabelle, angeblich nach
der Farbe des Hemdes der span. Erzherzogin Isabella
(1566-1633), das sie aufgrund eines Gelübdes von
1601-1604 nicht gewechselt haben soll (bis zur Eroberung
Ostendes durch ihren Mann)): Pferd mit isabellfarbenem
Fell u. gleichfarbenem od. hellerem Mähnen- u. Schweif
haar. isalbelllfarlben u. isa I bel I If ar I big : graugelb
Isalgolge* die; -, -n (über lat. isagoge aus gleichbed. gr. eisagogë): (in der Antike) Einführung in eine Wissenschaft.
Isalgolgik die; - (zu lat. isagogicus, dies aus gr. eisagögikós „zur Einleitung gehörig“): Kunst der Einführung in
eine Wissenschaft, bes. die Lehre von der Entstehung der
biblischen Bücher
Isalkuslte* die; -, -n (zu Tiso... u. gr. akoustikós „das Ge
hör betreffend“): Verbindungslinie zwischen Orten glei
cher Schallstärke (bei Erdbeben)
Islalllolbalre die; -, -n (zu Tiso..., Tallo... u. gr. báros
„Schwere“): Linie, die Orte gleicher Luftdruckverände
rung verbindet (Meteor.). Islallloltherlme die; -, -n (zu
gr. thérmë „Wärme“): Linie, die Orte gleicher Tempera
turveränderung verbindet (Meteor.)
Isalmeltralle* die; -, -n (zu Tiso..., TAmetrie u. T...ale):
Verbindungslinie aller Orte, die gleiche Abweichung von
der durchschnittlichen Monatswärme zeigen
irlrelvolkalbel
Ischium
die; -, -n (zu Îiso... u. gr. anäbasis „das Auf
steigen“): Verbindungslinie zwischen Orten gleicher He
bung (bei T tektonischer Bewegung der Erdkruste)
Isalnelmolne* ifte; -, -n (zu gr. isánemos „windgleich,
-still“): Linie, die Orte gleicher Windgeschwindigkeit ver
bindet (Meteor.)
Isa|no|ma|le* die; -, -n (zu Tiso... u. Tanomal): Linie, die
Orte gleicher Abweichung von einem Normalwert verbin
det (Meteor.)
Isalrithlme* die; -, ...men (zu Tiso... u. gr. arithmös „Zahl,
Anzahl“): svw. Isolinie
Isaltin das; -s (Kunstw. aus Tisatis u. ] ...in (1)): bei der
Oxidation von Indigo mit Salpetersäure entstehendes Zwi
schen- u. Ausgangsprodukt in der pharmazeutischen u.
Farbstoffindustrie
...i|sa|ti|on (Erweiterung zu T...ation): Endung weiblicher
Substantive, die von Verben auf ...isieren gebildet wurden,
z.B. Realisation, Solmisation
Isa Itis die; - (über lat. isatis aus gleichbed. gr. isätis): Waid
(Gattung der Kreuzblütler, z.B. der Färberwaid)
Islba die; -, Isbi (aus gleichbed. russ. isba): russ. Bez. für
Holzhaus, Blockhütte (bes. der Bauern)
ISBN: (Abk. für engl. international standard ¿ook number
„Internationale Standardbuchnummer“): mehrstellige
Nummer, die seit 1973 jedes Buch erhält
...isch/-: bei T Adjektiven aus fremden Sprachen Tkonkurrieren des Öfteren endungslose Adjektive mit solchen, die
auf ...isch enden; die endungslosen haben dabei mehr die
TQualität eines Eigenschaftswortes; die auf ...isch enden
den dagegen sind T Relativadjektive, d. h., sie drücken eine
allgemeine Beziehung aus, z.B. analoges (entsprechen
des) Handeln, aber: analogischer (durch Analogie herbei
geführter) Ausgleich; synonyme (sinngleiche) Wörter,
aber: synonymische (in Bezug auf die Synonymie beste
hende) Reihen, Annäherungen, Konkurrenzen
Islchälmie* [isç...] die; -, ...ien (zu gr. ischein „hemmen,
zurückhalten“ u. T...ämie): örtl. Blutleere, mangelnde
Versorgung einzelner Organe mit Blut (Med.), islchämisch: die Ischämie betreffend, blutleer (Med.)
Ische die; -, -n (aus Jidd. ische, dies aus hebr. issä „Frau,
Ehefrau“): (ugs. veraltend) Mädchen junge Frau (aus der
Sicht eines Jungen, jungen Mannes)
Islchilaldilkus’ [ts'çia:..., auch ɪ'ʃia:...] der; -, ...izi (Plur.
selten) (aus gleichbed. lat. (nervus) ischiadicus, vgl. ischiadisch): Ischias-, Hüftnerv (Anat.).islchilaldisch [is'çia:..., auch ɪ'ʃia:...] (über lat. ischiadicus aus gr. ischiadikös „an Hüftschmerz leidend“): den Ischias betreffend.
Islchilallgie [isçi..., auch iji...] r/z<?; - (aus gr. ischion
„Hüftgelenk“ u. î...algie): svw. Ischias, islchilallgiform [isçia..., auch ʧia...] (zu T...form>: einer Tlschialgie
ähnlich (Med.). Islchilas* ['ɪʃias, auch tsçias] der od. das,
fachspr. auch die; - (über lat. ischias aus gleichbed. gr. ischiás. Gen. ischiádos, zu ischion „Hüftgelenk“): Hüftschmerzen; [anfallsweise auftretende] Neuralgie im Aus
breitungsbereich des T Ischiadikus (Med.)
Islchildrglsis* [isç...] die; - (zu gr. ischein „zurückhalten,
hemmen“ u. hidrösis „das Schwitzen“): das Schweißver
halten, Unterdrückung des Schweißes (Med.), islchidro tisch (zu gr. hidrötikös „schwitzend, Schweiß trei
bend“): die Hautausdünstung unterdrückend, auf
Schweißverhaltung beruhend (Med.)
Islchilolpalgus [isçio...] der; -, Plur. ...gen u. ...gi (zu gr.
ischion (vgl. Ischium) u. páge „Schlinge, Netz“, dies zu
pëgnÿnai „befestigen“): Zwillingsmissgeburt, die an den
Becken zusammengewachsen ist (Med.). Islchi|o|pu|beo to mie die; -, ...ien: operative Durchtrennung des seit
lichen Beckenringes als geburtshilfliche Maßnahme bei zu
engem Becken (Med.). is|chi|o|rek|tal: zur Hüfte u.
zum Mastdarm gehörend (Med.). Islchilum das; -s, ...ia
Isalnalbalse*
n
Ischochymie
<über niât, ischium aus gr. ischion „Hüftgelenk, Hüfte“):
Hüfte, Gesäß (Med.)
Islcholchylmie [isç...] die; -, ...ien (zu gr. ischein „zu
rückhalten, hemmen“, tChymus u. t2...ie>: verzögerte
Weiterleitung des Speisebreis vom Magen in den unteren
Verdauungstrakt (Med.). Is|cho|pho|nie, auch ...fonie
die; -, ...ien (zu î...phonie): (veraltet) Stimmverhaltung,
Stottern (Med.). Islchulrie* die; -, ...ien (zu T...urie):
Harnverhaltung; Unmöglichkeit, Harn zu entleeren
(Med.)
ISDN (Abk. für engl. integrated services digital network
„Dienste integrierendes digitales (Nachrichten)netz“):
der schnellen Übermittlung von Sprache, Text, Bild, Da
ten dienendes Kommunikationsnetz
Isenlthalpe die; -, -n (zu tiso... u. gr. enthálpein „darin
erwärmen“): Kurve im Zustandsdiagramm, die Zustände
gleicher T Enthalpie verbindet (Meteor.)
islenltrop* u. isentropisch (zu Tiso... u. TEntropie): bei
gleichbleibender t Entropie verlaufend (von thermodyna
mischen Prozessen; Phys.); vgl. ...isch/-. Islenltrolpe
die; -, -n: Kurve gleicher TEntropie (Phys.), islenltropisch vgl. isentrop
Is faihan u. Ispahan der; -[s], -s (nach der iran. Stadt Isfa
han (früher Ispahan)): feiner, handgeknüpfter Teppich
mit Blüten-, Ranken- od. Arabeskenmusterung auf meist
beigefarbenem Grund
Islgoi [...goy, auch ...’goy] der; -s, - (aus gleichbed. älter
russ. izgoj zu iz „aus, heraus“ u. goit’ „pflegen“): (veral
tet) 1. ein aus dem Gemeindeverband Ausgestoßener,
Friedloser. 2. Fürst ohne Erbanspruch auf den großfürst
lichen Thron in Russland
...ilsielren (aus fr. -iser bzw. Erweiterung von T...ieren>:
häufiges Suffix von Verben, das eine Veränderung od. ei
ne bestimmte Verhaltensweise ausdrücken kann, z.B. pul
verisieren, polemisieren, rationalisieren, urbanisieren.
...ilsiert (Erweiterung zu T...iert): Endung von Partizi
pien, z.B. idiomatisiert. ...ilsielrung (Erweiterung zu
T...ierung): Endung weiblicher Substantive, die von Ver
ben auf ...isieren gebildet wurden, z.B. Rationalisierung,
Urbanisierung
Isllam [auch ’islam] der; -[s] (aus arab. isläm, eigtl. „völlige
Hingabe (in Allahs Willen)“): auf die zwischen 610 u. 632
im T Koran niedergelegte Verkündigung des arab. Prophe
ten Mohammed (um 570-632) zurückgehende monotheis
tische Religion (mit bestimmten politischen, sozialen u.
kulturellen Auswirkungen). Is|la|mi|salti|on die; -, -en
(zu T...isation): Bekehrung zum Islam; vgl. ...ation/...ierung. is la misch: zum Islam gehörend. is|la|mi|sieren (zu T...isieren): a) zum Islam bekehren; b) unter die
Herrschaft des Islams bringen. Isllalmilsielrung die; -,
-en (zu T...isierung): das Islamisieren; vgl. ...ation/...ierung. Is lalmislmus der; - (zu T...ismus ( 1 )> : dem islami
schen Fundamentalismus zugrunde liegende Ideologie.
Isllalmist der; -en, -en (zu T ...ist): 1. Anhänger des Isla
mismus. 2. jmd., der den Islam wissenschaftlich erforscht.
Isllalmisltin die: -, -nen: weibliche Form zu TIslamist.
is la mis tisch: den Islamismus betreffend, auf ihm be
ruhend, von ihm geprägt. Isllalmit der; -en, -en (zu
T3...it): Anhänger des Islams. Is|la|mi|tin die; -, -nen:
weibliche Form zu TIslamit. is|la|mi|tisch: svw. isla
misch
ls|ma|e|lit [...mae...] der; -en, -en (nach Ismael (im A.T.
Sohn Abrahams, der nach Isaaks Geburt mit seiner Mut
ter Hagar verstoßen wurde) u. zu T3...it; vgl. 1. Mose
16,15ff.): a) Angehöriger alttestamentlicher nordarabi
scher Stämme, die Ismael als ihren Stammvater ansehen;
b) svw. Ismailit. !s|ma|i|lit [...mai...] der; -en, -en (nach
Ismail (Nachkomme Mohammeds, Sohn des sechsten
Imams Dschafar al-Sadiq (f760) u. zu T3...it): Angehöri
656
ger einer T schiitischen Glaubensgemeinschaft, in der nur
sieben Tímame (2), als letzter Ismail, anerkannt werden
Islmus der; -, Ismen: (abwertend) Bez. für eine bloße
Theorie, eine von den vielen auf ...ismus (1) endenden
Lehrmeinungen u. Systemen. ...islmus (teilweise unter
Einfluss von engl. -ism bzw. fr. -isme aus (n)lat. -ismus,
dies aus gleichbed. gr. -ismos): Endung männlicher Sub
stantive mit den folgenden Hauptbedeutungen: 1. philoso
phische, politische, künstlerische Lehrmeinung od. Rich
tung, häufig in Verbindung mit Eigennamen, z. B. Im
pressionismus, Marxismus. 2. Gesamtheit von Vorgän
gen, Erscheinungen od. Anschauungen, z.B. Organis
mus, Magnetismus, Synkretismus. 3. Abweichung von ei
nem normalen Zustand, z.B. Mongolismus, Albinismus.
4. Spracheigentümlichkeit, z.B. Amerikanismus. 5. Ge
samtheit von bestimmten Einstellungen, teilweise mit ab
wertender Bedeutung, z.B. Fatalismus, Provinzialismus;
vgl. ...izismus....islmus/...isltik: beide Endungen Îkon
kurrieren des Öfteren miteinander; dabei drücken die
Wörter auf ...ismus mehr eine Tendenz, Richtung, Geis
teshaltung aus; die Wörter auf ...istik dagegen beziehen
sich mehr auf die Erscheinung, die Äußerungsform (z. B.
Tourismus/Touristik, Realismus/Realistik)
ISO die; - (Kurzw. für International Organization for Stan
dardization): Internationale Normierungsorganisation
iso.... Iso..., vor Vokalen meist is..., Is... (aus gleichbed. gr.
isos): Wortbildungselement mit der Bedeutung „gleich“,
z.B. isobar, Isoglosse; isentrop
Isoiag glulti nin* das; -s, -e (zu Tiso... u. T Agglutinin): im
Blutserum physiologisch vorhandener Antikörper gegen
Blutkörperchen einer anderen Blutgruppe (Med.)
Isolamlpliltulde* die; -, -n (zu Tiso... u. TAmplitude): Li
nie, die Orte gleicher mittlerer Temperaturschwankungen
verbindet (Meteor.)
isolbar (zu tiso... u. gr. báros „Schwere, Gewicht;
Druck“): 1. gleiche Nukleonenzahl bei verschiedener Pro
tonen- u. Neutronenzahl besitzend (in Bezug auf Atom
kerne). 2. gleichen Druck habend (Phys.); isobarer Vor
gang: ohne Druckänderung verlaufender Vorgang
(Phys.). Isolbar das; -s, -e: Atomkern mit isobaren Eigen
schaften. Isolbalre die; -, -n: Verbindungslinie zwischen
Orten gleichen Luftdrucks, isolbalrolmeltrisch* (zu
Î ...metrisch): gleichen Luftdruck aufweisend
Isolbalse die; -, -n (zu Tiso... u. gr. (aná)basis „das
(Auf)steigen‘‘): svw. Isanabase
Iso ba the die; -, -n (zu Tiso... u. gr. bäthos „Tiefe“): Ver
bindungslinie zwischen Punkten, an denen gleiche Was
sertiefe herrscht
Isolbrpnlte* die; -, -n (zu Tiso... u. gr. brontë „Donner“): 1.
Linie gleicher Uhrzeit des ersten Donners, der den Beginn
eines Gewitters angibt (Meteor.). 2. Linie, die alle Orte
mit gleicher Gewitterhäufigkeit verbindet (Meteor.); vgl.
Isokeraune
Isolbultan das; -s (zu Tiso... u. TButan): gesättigter Koh
lenwasserstoff; farbloses, brennbares Gas, das für die
Herstellung von Flugbenzin verwendet wird. Isolbultanol, Iso bu tyl allkolhol der: -s: dem ÎButylalkohol
Î isomerer flüssiger, giftiger Alkohol, ein Lösungsmittel.
Iso|bu|ty|len das; -s: u.a. beim Kracken (vgl. kracken)
von Erdöl entstehender ungesättigter Kohlenwasserstoff,
der zur Herstellung von Flugbenzin u. Kunststoffen dient
Isolchaslme [...ç...] die; -, -n (zu Îiso... u. gr. chásma „Öff
nung“) : Verbindungslinie zwischen Orten gleich häufigen
Auftretens von Polarlicht (Meteor.)
Iso|chi|me|ne [...ç...] die; -, -n (zu Tiso... u. gr. cheimön
„Winter“): Verbindungslinie zwischen Orten gleicher
mittlerer Wintertemperatur (Meteor.)
Isolchilnollin [...ç...] das; -s (zu Tiso... u. TChinolin): im
Steinkohlenteer enthaltene T heterozyklische ehern. Ver-
657
bindung, die sich vom t Chinolin durch die Stellung des
Stickstoffatoms unterscheidet
Isolchilolne [,..ç...] die; -, -n <zu tiso... u. gr. chiön
„Schnee“): Verbindungslinie zwischen Orten gleichen
Schneefalls (Meteor.)
isolchor [,..k...] <zu Îiso... u. gr. choros „Raum. Platz, Zwi
schenraum“): gleiches Volumen habend; isochorer Vor
gang: Vorgang ohne Änderung des Volumens.Isolcholre
die: -, -n: Linie in TDiagrammen, die Punkte konstanten
Volumens verbindet
isolchrom [...k...] <zu tiso... u. gr. chroma „Farbe (der
Haut)“): 1. gleichmäßig gefärbt. 2. svw. isochromatisch.
Isolchrolmalsie die; -: gleiche Farbempfindlichkeit,
Farbtonrichtigkeit, bes. bei fotografischen Emulsionen.
Isolchrolmalten die (Plur.) (zu t...at (1)>: Kurven glei
chen Gangunterschiedes (gleicher tInterferenzfarbe) bei
Doppelbrechung nicht kubischer Kristalle, isolchromaltisch: verschiedene Farben gleich behandelnd, für
alle ÎSpektralfarben gleich empfindlich, farbtonrichtig;
isochromatische Platte: für den gesamten Spektralbereich
gleich empfindliche fotografische Platte. Isolchrolmosom das; -s, -e: aus zwei Îhomologen Armen bestehendes
Chromosom (Genetik)
isolchron [...k...] (aus gleichbed. gr. isóchronos): gleich
lang dauernd (Phys.). Isolchrolne die; -, -n: 1. Verbin
dungslinie zwischen Orten gleichzeitigen Auftretens be
stimmter Erscheinungen (z.B. einer Erdbebenwelle). 2.
Linie gleicher Entstehungszeit bestimmter Sedimente in
Gebieten mit unterschiedlicher Entwicklung der Î Fazies
(1 ; Geol.). 3. Verbindungslinie zwischen Orten, die von ei
nem Punkt aus in der gleichen Zeit erreicht werden kön
nen. Isolchrolnislmus der; - (zu ɪ,,,ismus (2)): Eigen
schaft schwingender Körper od. schwingender mechani
scher Systeme, unabhängig von der Größe des Ausschlags
gleiche Schwingungsdauer aufzuweisen, bes. bei Uhren
der angestrebte Zustand, dass der Schwinger in gleicher
Zeit immer gleich viele Schwingungen ausführt
isolcylclisch* [,..'tsy:k..., auch ..,'tsYk...] vgl. isozyklisch
(2)
Isodeformate die (Plur.) (zu tiso... u. lat. deformatus,
Part. Perf. von deformare „entstellen, verunstalten“):
svw. Äquideformate
isodemisch (zu Îiso... u. gr. démein „bauen“): mit allsei
tig gleichartig gebundenen Gitterbausteinen (von Kristal
len)
isoldens (zu tiso... u. lat. densus „dicht“): mit gleichmäßi
ger Dichte [sichtbar] (Med.). Isoidenlse die; -, -n: Ver
bindungslinie zwischen Orten gleicher Luftdichte (Mete
or.)
isoldeslmisch (zu tiso... u. gr. desmein „binden, fes
seln“): svw. isodemisch
isoldom, isoldolmisch (zu t iso... u. gr. doma „Gebäude,
Haus“): (veraltet) gleich gebaut, aus gleich großen Stei
nen errichtet); vgl. ...isch/isoldont* (zu tiso... u. gr. odoüs, Gen. odöntos „Zahn“):
svw. homodont. Isoldonltie die; - (zu t2...ie): svw. Homodontie
isoldylnam, isodynamisch (zu tiso... u.gr. dynamis „Kraft,
Stärke“): auf Isodynamie beruhend, von gleichem Ener
giewert, energetisch gleichwertig; vgl. ...isch/-. Isoldyna me die; -, -n: Verbindungslinie zwischen Orten glei
cher magnetischer Stärke. Isoldylnalmie die; - (zu
t2...ie): die Gleichwertigkeit des Kalorien- bzw. Joulegehalts bzw. der Verbrennungsenergie verschiedener Nah
rungsmittel.isoldylnalmisch vgl. isodynam.lsoldylne
die; -, -n : Linie, die Punkte gleicher Kraft verbindet (Phys.)
isolelekltrisch* (zu tiso... u. telektrisch): die gleiche An
zahl positiver wie negativer Ladungen aufweisend (bei
Îamphoteren tElektrolyten); isoelektrischer Punkt: bei
Isokatanabare
organischen Kolloiden auf der Kurve, die den Ladungs
überschuss der positiven Wasserstoffionen angibt, der
Punkt, bei dem durch Zugabe von Laugen od. Säuren die
negativen Ionen die freien Wasserstoffionen gerade neu
tralisieren. iso|elek|tro|nisch: die gleiche Zahl u. An
ordnung von Elektronen besitzend
Isolenlzym das; -s, -e (zu tiso... u. tEnzym): Enzym mit
annähernd gleicher Funktion wie andere Enzyme, aber
von mehr od. weniger verschiedenem Bau
Isolerlge die; -, -n (zu tiso... u. gr. érgon „Tat; Arbeit;
Werk“, eigtl. „das Hervorgebrachte“): auf volkskundli
chen Karten Linie, die Gebiete gleicher Erscheinungen
begrenzt
Isolgalmet der; -en, -en (zu tiso... u. ÎGamet): männliche
od. weibliche Geschlechtszelle ohne geschlechtsspezifi
sche Merkmale (Biol.).lsolgalmie die; -, ...ien (zu t ...ga
rnie): Vereinigung gleich gestalteter Geschlechtszellen
(Biol.)
Iso gam me die; -, -n (zu tiso... u. Gamma (alte Einheit
der Feldstärke)): Verbindungslinie zwischen Orten glei
cher Abweichung vom Normalfeld der Schwerkraft
isolgen (aus gr. isogenës „von gleicher Geburt“): tgene
tisch identisch (z. B. in Bezug auf pflanzliche od. tierische
Organismen). Isolgelnie die; - (zu t...genie): genetische
Identität aller Individuen einer Gruppe
Isolgeoltherlme die; -, -n (zu Îiso..., îgeo... u. gr. thermos
„warm“): Verbindungslinie zwischen Orten gleicher Erd
bodentemperatur (Meteor.)
Isolglosise* die; -, -n (zu tiso... u. gr. glossa „Zunge (als
Instrument des Sprechens); Sprache“): auf Sprachkarten
Linie, die Gebiete gleichen Wortgebrauchs begrenzt
(Sprachw.)
Isolgon das; -s, -e (aus gr. isogönios „gleichwinklig“): re
gelmäßiges Vieleck, isolgolnal (zu t ’...al (1)): winkelge
treu (bes. bei geometrischen Figuren u. bei Landkarten),
gleichwinklig.Iso|go|na|li|tät die; - (zu T ...ität) : Winkel
treue (bes. bei Landkarten).Isolgglne die; -, -n (zu tisogon): Verbindungslinie zwischen Orten gleicher t Dekli
nation od. gleichen Windes (Meteor.). Isolgolnislmus
der; - (zu t...ismus (2)>: Gleichwinkligkeit
Isogralde* die; -, -n (zu tiso... u. lat. gradus „Schritt“): Li
nie, die alle Orte verbindet, die bei der Gesteinsmetamor
phose unter gleichen Druck- u. Temperaturbedingungen
standen (Geol.)
Iso|ha|li|ne die; -, -n (zu tiso..., gr. háls „Salz“ u. Î...ine):
Verbindungslinie zwischen Orten gleichen Salzgehalts
(Geol.)
Isolhälmollylsin das; -s, -e (zu tiso... u. tHämolysin):
Î Hämolysin, das gegen rote Blutkörperchen der eigenen
Art gerichtet ist (Med.)
Isolhellie [...is] die; -, -n (zu tiso..., gr. helios „Sonne;
Licht“ u. t'.-.ie): Verbindungslinie zwischen Orten mit
gleich langer Sonnenbestrahlung (Meteor.)
Isolhyldrälmie* die; -, ...ien (zu tiso..., thydro... u.
t...ämie>: der normalerweise gleichbleibende Wasserge
halt des Blutes (Med.).lsolhyldrie die; -, ...ien (zu t...hy
drie): gleichbleibende Wasserstoffionenkonzentration im
Körper (Biochem.)
Isolhylelte die; -, -n (zu tiso... u. gr. hyetös „Regen“): Ver
bindungslinie zwischen Orten mit gleicher Niederschlags
menge (Meteor.)
Isolhyplse die; -, -n (zu gr. isoypsës „von gleicher Höhe“):
Verbindungslinie zwischen Orten gleicher Meereshöhe
(Geogr.)
Isokatalbase die; -, -n (zu tiso... u. gr. katábasis „das
Hinabsteigen“): Verbindungslinie zwischen Orten glei
cher Senkung (Geol.)
iso|ka|tana|ba|re* die; -, -n (zu tiso..., tkata..., tana... u.
gr. báros „Schwere, Gewicht; Druck“): Linie, die Orte
Di
Isokephalie
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mit gleicher monatlicher Luftdruckschwankung verbindet Isolleulcin [,,,'tsi:n] vgl. Isoleuzin. Isolleulzin, chem.
fachspr. Isoleucin [,,,'tsi:n] das; -s (zu tiso... u. (Leuzin):
(Meteor.)
neben (Leuzin in zahlreichen (Proteinen enthaltene
Isolkelphallie die; - <zu tiso..., gr. kephalê „Kopf“ u.
(Aminosäure, die u.a. aus Hefeeiweiß gewonnen werden
(2...ie): gleiche Kopfhöhe aller Gestalten eines Gemäldes
kann (Biochem.)
od. Î Reliefs (meist mit dem Prinzip der Reihung verbun
Isollelxezfe, -, -n (zu (iso... u. gr. léxis „Ausdruck, Wort“):
den)
svw. Isoglosse
Isolkelraulnerfze; -, -n (zu tiso... u. gr. keraunós „Donner,
(einschlagender) Blitz“): Verbindungslinie zwischen Or isollelzilthal (zu liso..., gr. lékithos „Eidotter“ u. t'...al
(1)): einen gleichmäßig in der ganzen Zelle verteilten Dot
ten gleicher Häufigkeit, Stärke od. der Gleichzeitigkeit
ter aufweisend (in Bezug auf Eizellen; Biol.); vgl. telolevon Gewittern (Meteor.); vgl. Isobronte (2)
zithal, zentrolezithal
iso kli nal* (zu gr. isoklines „von gleicher Neigung“; vgl.
'...al (1)>: nach der gleichen Richtung einfallend (Geol.). iso lie ren (über fr. isoler aus gleichbed. it. isolare, eigtl.
„zur Insel machen“, zu it. isola „Insel“, dies aus gleich
Iso|kli|na|le die; -, -n u. Iso|kliInal|falIte die; -, -n: Ge
bed. lat. insula): 1. absondern; vereinzeln; abschließen. 2.
steinsfalte, deren beide Schenkel gleich geneigt sind (Ge
Infizierte von nicht Infizierten getrennt halten (Med.). 3.
ol.). Isolklilne die; -, -n (zu (...ine): Verbindungslinie
eine Figur von ihren Mitstreitkräften abschneiden
zwischen Orten gleicher Î Inklination (Geogr.)
(Schach). 4. einen (Isolator anbringen (Techn.). isollieIso ko lon das; -s, ...la (zu gr. isôkôlos „von gleich langen
rend (zu (...ierend): a) absondernd, vereinzelnd; b) ab
Satzgliedern“): Satzteil, der innerhalb einer tPeriode (8)
schließend; isolierende Sprachen: Sprachen, die die Bezie
mit anderen koordinierten Satzteilen in der Länge gleich
hungen der Wörter im Satz nur durch die Wortstellung
ist (antike Rhet.); vgl. Kolon (2)
ausdrücken (z.B. das Chinesische); Ggs. (agglutinieren
Isolkolrie die; -, ...ien (zu tiso..., gr. köre „Mädchen; Pu
de, 1 flektierende Sprachen. Iso|lier|sta|ti|on c/ze; -, -en:
pille“ u. T2...ie>: Pupillengleichheit, gleiche Weite der Pu
Abteilung eines Krankenhauses, in der Patienten mit In
pillen des rechten u. linken Auges (Med.)
fektionskrankheiten, seltener auch psychisch Kranke un
Isolkorltex der; -[es], Plur. -e u. ...tizes [...tse:s] (zu tiso...
tergebracht werden, isolliert (zu t...iert): a) abgeson
u. tKortex): aus sechs Schichten bestehender Abschnitt
dert, vereinzelt; b) losgelöst, abgeschlossen; isolierte Bil
der Großhirnrinde, der sich in den letzten Fetalmonaten
dung: von einer Gruppe od. einer bestimmten Funktion
ausbildet (Med.)
lso|kry|me*<Äe; -, -n (zu tiso... u. krÿmôs „Frost“): 1. Ver
losgelöste, erstarrte sprachliche Form (z.B. verschollen;
bindungslinie zwischen Orten mit gleichzeitiger Eisbil
lebt nicht mehr als Perfektpartizip zu „verschallen“, son
dung auf Gewässern (Meteor.). 2. Verbindungslinie zwi
dern ist zum Adjektiv geworden); c) vereinsamt. Isoliie
schen Orten gleicher Minimaltemperatur
rung iZze; -, -en (zu t...ierung): a) das Isolieren; b) Isola
lso|la|ni iter; -[s], -[s] (in Anlehnung an den Grafen Isolani
tion (3 b); vgl. ...ation/...ierung
aus Schillers Wallenstein zu dem Verb t isolieren gebildet) : Iso lli I nie [...io] die; -, -n (zu (iso... u. Î Linie): Linie auf geo
(scherzh.) allein stehender, isolierter Bauer (Schach).
grafischen, meteorologischen u. sonstigen Karten, die
Iso|lar|plat|te die; -, -n (Kunstw.; zu tisolieren): licht
Punkte gleicher Wertung od. gleicher Erscheinungen ver
hoffreie fotografische Platte. Isoilat r/a.v; -[e]s, -e (rückge
bindet
bildet zu (Isolation): 1. (für die Herausbildung von Ras iso|ma|gne|tisch* (zu tiso... u. (magnetisch): gleiche
sen wichtige) isolierte Gruppe von Lebewesen mit einem
erdmagnetische Werte aufweisend; isomagnetische Kur
Gengehalt, der von dem anderer vergleichbarer Gruppen
ve: Verbindungslinie zwischen isomagnetischen Punk
abweicht (Biol.). 2. aus dem Gewebe od. aus Körperflüs
ten
sigkeiten isolierte Krankheitserreger (Med.). Isollaltilon Isolmait der; -s (zu tiso... u. nlat. maltum „Malz“): Zu
die; -, -en (aus gleichbed. ʃr. isolation zu isoler, vgl. isolie
ckeraustauschstoff, der durch 1 enzymatische Umlage
ren): 1. Absonderung, Getrennthaltung [von Infektions
rung von Rohr- u. Rübenzucker u. anschließende (kataly
od. Geisteskranken, Häftlingen]. 2. a) Vereinzelung, Ver
tische Hydrierung gewonnen wird
einsamung (eines tIndividuums innerhalb einer Gruppe); lso|me|ne die; -, -n (zu tiso... u. gr. mën „Monat“): Ver
Abkapselung; b) Abgeschnittenheit eines Gebietes (vom
bindungslinie zwischen Orten gleicher mittlerer Monats
Verkehr, von der Kultur o.Ä.). 3. a) Verhinderung des
temperatur
Durchgangs von Strömen (Gas, Wärme, Elektrizität, isolmer (aus gr. isomerës „von gleichen Teilen“, vgl. iso...
Wasser u. a.) mittels nicht leitender Stoffe; b) Isoliermate
u. ...mer): 1. gleich gegliedert in Bezug auf die Blattkreise
rial (Techn.); vgl. ...ation/...ierung. Iso la ti olnis mus
einer Blüte, die alle gleich viele Glieder aufweisen (Bot.);
der; - (aus gleichbed. engl.-amerik. isolationism; vgl.
Ggs. 1 heteromer. 2. die Eigenschaft der Isomeren aufwei
isolieren u. ...ismus (1)): politische Tendenz, sich vom
send (Chem.). IsolmeriZas; -s, -e (meist Plur.)u. IsolmeAusland abzuschließen u. staatliches Eigeninteresse zu
re das; -n, -n (ein -s; meist Plur.): 1. chem. Verbindung,
betonen. Isolla|ti|o|nist der; -en, -en (aus gleichbed.
die trotz der gleichen Anzahl gleichartiger Atome im Mo
engl. -amerik. isolationist) : Verfechter des Isolationismus.
lekül durch deren Anordnung von einer entsprechenden
iso|la|ti|o|nisltisch (zu 1 ...istisch): den Isolationismus
anderen Verbindung hinsichtlich ihrer chem. u. physik.
betreffend, dem Isolationismus entsprechend. Iso|la|tiEigenschaften unterschieden ist. 2. Atomkern, der die
onslhaft die; - (zu (Isolation): Haft, bei der die (Kon
gleiche Anzahl t Protonen u. (Neutronen wie ein anderer
takte des Häftlings zur Außenwelt eingeschränkt od. un
Atomkern hat, aber unterschiedliche kernphysikalische
terbunden sind. Iso|la|ti|ons|me|cha|nis|mus der; -,
Eigenschaften aufweist. Isolmelrie die; - (zu (...merie):
...men: die effektive biotopische Schranke, die in der Re
1. gleiche Gliederung in Bezug auf die Blattkreise einer
gel die Kreuzung verschiedener Arten ausschließt, isollaBlüte, die alle gleich viele Glieder aufweisen (Bot.). 2. die
tiv (zu ( ...iv>: eine Isolation (1, 2, 3) darstellend, beinhal
Verhaltensweise der Isomeren. Isolmelrilsaltilon die; tend. Iso|la|tor der; -s, ...oren (über fr. isolateur aus
(zu 1 ...isation): Umwandlung einer chem. Verbindung in
gleichbed. it. isolatore; vgl. isolieren u. ...or): 1. Stoff, der
eine andere von gleicher Summenformel u. gleicher Mole
Energieströme schlecht od. gar nicht leitet. 2. a) Material
külgröße; vgl. ...ation/...ierung. !so|me|ri|sie|rung die;
zum Abdichten, Isolieren; b) zur Verhinderung von Kurz
-, -en (zu (...isierung): svw. Isomerisation; vgl. ...ation/
schlüssen o.Ä. verwendetes Material als Umhüllung u.
...ierung
Stütze für unter Spannung stehende elektr. Leitungen
isolmelstsch (zu tiso... u. gr. mésos „mitten“): im glei-
659
chen t'Medium (3) gebildet (in Bezug auf Gesteine; Ge
ol.); Ggs. Îheteromesisch
Iso me trie* die; - (aus gr. isometria „gleiches Maß"): 1.
Längengleichheit, Längentreue, bes. bei Landkarten. 2.
mit dem Gesamtwachstum übereinstimmendes, gleichmä
ßig verlaufendes Wachstum von Organen od. Organsyste
men (Biol.); Ggs. tAllometrie. Isolmeltrik die; - (zu
tisometrisch u. t2...ik (2)>: isometrisches Muskeltraining,
isolmeltrisch (aus gr. isómetros „gleich an Maß“): die
gleiche Längenausdehnung beibehaltend; isometrisches
Muskeltraining: rationelle Methode des Krafttrainings,
bei der die Muskulatur ohne Änderung der Längenaus
dehnung angespannt wird isometrisches Wachstum: svw.
Isometrie (2)
isolmeltrop* (zu tiso..., gr. métron „Maß“ u. öps, Gen.
öpös „Auge“): gleichsichtig (auf beiden Augen; Med.).
Isolmeltrolpie die; - (zu t2...ie): gleiche Sehkraft auf bei
den Augen (Med.)
isolmorph (zu tiso... u. t ...morph): 1. von gleicher Gestalt
(bes. bei Kristallen; Phys., Chem.). 2. in der algebraischen
Struktur einen Isomorphismus enthaltend (Math.). 3. die
gleiche sprachliche Struktur (die gleiche Anzahl von
1 Konstituenten mit den gleichen Beziehungen zueinan
der, z. B. unbezähmbar, unverlierbar) aufweisend
(Sprachw.). Isolmorlphie die; - (zu t2...ie): isomorpher
Zustand. Isolmorlphislmus der; - (zu t,,,ismus (2)>: 1.
Eigenschaft gewisser chem. Stoffe, gemeinsam dieselben
Kristalle (Mischkristalle) zu bilden. 2. spezielle, umkehr
bar eindeutige Abbildung einer t algebraischen Struktur
auf eine andere (Math.)
Isolnelphe die; -, -n (zu tiso... u. gr. néphos „Wolke“):
Verbindungslinie zwischen Orten mit gleich starker Be
wölkung (Meteor.)
Isolnilazid das; -s (Kurzw. aus /.sw/kotinsäurehydraz/W):
wichtiges t Chemotherapeutikum zur Bekämpfung der Tu
berkulose. Isolnilkoltinlsäulre die; -: isomere Verbin
dung zur Nikotinsäure, die vor allem zur Herstellung von
Pharmazeutika verwendet wird
Isolniltrjl* ito; -s, -e (zu tiso... u. tNitril): farblose, meist
widerlich riechende, giftige Flüssigkeit, die man aus pri
mären Î Aminen durch Umsetzen mit t Chloroform u. Al
kalilauge erhält (Chem.)
Isolnolmie die; - (aus gleichbed. gr. isonomia): (veraltet)
a) Gleichheit vor dem Gesetz; b) [politische] Gleichbe
rechtigung. isolnolmisch: unter gleichen Gesetzen ste
hend, in gleicher Weise als Gesetz geltend
lso|om|bre* iZ/e; -, -n (zu tiso... u. gr. ómbros „Regen“):
Verbindungslinie zwischen Orten mit gleicher Wasserver
dunstung (Meteor.)
iso|os|mo|tisch (zu tiso... u. tosmotisch): von gleichem
osmotischem Druck (Chem.)
Isolpalche die; -, -n (zu tiso... u. gr. pächos „Dicke, Stär
ke, Wucht“): Verbindungslinie zwischen Orten gleicher
Schichtmächtigkeit (von Gesteinsverbänden; Geol.)
Iso pa ge die; -, -n (zu tiso... u. gr. págos „Eis, Reif,
Frost“): Verbindungslinie zwischen Orten mit zeitlich
gleich langer Eisbildung auf Gewässern (Meteor.)
Isolpalraflfin* das; -s, -e (zu Îiso... u. t Paraffin): gesättig
ter Î aliphatischer Kohlenwasserstoff mit verzweigtem
Kohlenstoffgerüst (Chem.)
Isolpalthie die; - (zu tiso... u. t...pathie): Behandlung ei
ner Krankheit mit Stoffen, die durch die Krankheit im Or
ganismus gebildet werden (z.B. Antikörper, Vakzine;
Med), isolpalthisch: die Isopathie betreffend (Med.)
Isolpelrilmeltrie* die; - (zu tisoperimetrisch u. t2...ie):
Gleichheit des Umfanges (Math.), isolpelrilmeltrisch
(aus gr. isoperimetros „von gleicher Größe“): von glei
chem Ausmaß (von Flächen u. Körpern; Math.)
Isolperm das; -s (Kurzw. aus tz.vo... u. t/termeabel): mag
Isosporie
netisches Material mit möglichst konstanter t Permeabili
tät bei verschiedenen Magnetfeldstärken (Phys.)
Isolphalne die; -, -n (zu tiso... u. gr. phanerös „sichtbar“):
Linie, die Orte mit gleichem Vegetationsbeginn verbindet
(Meteor.)
Isolphplne die; -, -n (zu gr. isóphonos „gleich klingend“):
Linie auf Sprachkarten, die die geografische Verbreitung
bestimmter Lauterscheinungen verzeichnet
Isolpholte die; -, -n (zu tiso... u. gr. phös, Gen. photos
„Licht“) : Verbindungslinie zwischen Orten gleicher Ener
giestrahlung
isolpisch* (zu tiso... u. gr. öpsis „das Aussehen, Erschei
nung“): in der gleichen t Fazies vorkommend (in Bezug
auf Gesteine; Geol.); Ggs. theteropisch
Isoplanalsie* die; - (zu tiso..., lat. planus „flach, eben“
u. t2...ie): Zustand eines optischen Systems, insbesondere
eines fotografischen Objektivs, bei dem der Abbildungs
fehler behoben ist
Isolplelthe* die; -, -n (zu tiso... u. gr. plèthos „Fülle“):
Verbindungslinie zwischen Orten gleicher Zahlenwerte
(hauptsächlich zur Î grafischen Darstellung der täglichen
u. jährlichen Temperaturänderungen; Meteor.)
isolplolid* (gebildet aus Îiso... u. Îdiploid): mit einer gera
den Zahl von Chromosomensätzen versehen (von Zellen
od. Lebewesen; Biol.)
Isolpglde der; -n, -n (meist Plur.) (zu tiso... u. gr. poüs,
Gen. podös „Fuß“): Assel (kleines, flaches Krebstier in
Süßwasser, im Meer u. auf dem Land)
Isolpren* das; -s (Kunstw.; vermutlich aus tiso... u.
t.Pr(opyl)en): flüssiger, ungesättigter Kohlenwasserstoff.
iso|pre|no|id (zu t...oid>: aus Isoprenmolekülen aufge
baut
Isopltelra* die (Plur.) (ausgr. isóptera (Plur.) „Gleichflüg
ler“): systematische Bez. für die tTermiten
Isolpyklne die; -, -n (zu tiso... u. gr. pyknós „dicht, fest“):
Verbindungslinie zwischen Orten gleicher Luftdichte
Isolquanlte die; -, -n (zu tiso... u. ÎQuantum): grafische
Darstellung des Verhältnisses der einzelnen für die Î Pro
duktion (1) notwendigen ÎFaktoren (z.B. Arbeit, Boden,
Kapital) zur Feststellung u. Planung von Produktmenge,
Kosten u. a.
Isolrhythlmie die; - (zu tiso..., ÎRhythmus u. t2...ie):
Kompositionsprinzip für mehrstimmige Kompositionen
des ausgehenden Mittelalters, in dem ein rhythmisches
Grundgerüst unabhängig von Melodie u. Text mehrmals
wiederholt wird, isolrhythlmisch: a) unabhängig von
Tonhöhe u. Text rhythmisch sich wiederholend (in Kom
positionen des ausgehenden Mittelalters); b) in allen
Stimmen eines Satzes rhythmisch gleichbleibend (in kontrapunktischen Sätzen)
lsor|rha|chie [,,ʌiə] die; -, -n (zu tiso... u. gr. rhachia
„Brandung“): Verbindungslinie zwischen Orten mit
gleichzeitigem Fluteintritt
Isolseislte rf/c; -, -n (zu tiso... u. gr. seistös „erschüttert“):
Verbindungslinie zwischen Orten gleicher Erdbebenstär
ke
Isolskop* das; -s, -e (zu tiso... u. t...skop): Bildaufnahme
vorrichtung beim Fernsehen
isloslmgltisch (zu tiso... u. tosmotisch): svw. isotonisch
Iso spin* der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. isospin zu
tiso... u. engl. spin „schnelle Drehung“): Quantenzahl zur
Klassifizierung von Elementarteilchen (Phys.)
Isolspolra* die (Plur.) (zu tiso... u. gr. sporá „Saat, Sa
me“): eine Gattung darmbesiedelnder t Sporozoen, deren
Arten beim Menschen bzw. bei Tieren Krankheiten her
vorrufen können (Biol., Med.). Isolspolren die (Plur.):
morphologisch gleichartige gemischtgeschlechtliche od.
geschlechtlich determinierte Sporen (Bot.). Isolspolrie*
die; - (zu t2...ie>: Fortpflanzung durch völlig gleiche, also
n
Isostasie
meist geschlechtlich nicht differenzierte Sporen (z. B. bei
zahlreichen Farnen; Bot.)
Isosltalsie* die; - <zu tiso..., gr. stásis „Stellung; das Stel
len, Legen“ u. t2...ie>: Gleichgewichtszustand zwischen
einzelnen Krustenstücken der Erdrinde u. der darunter
befindlichen unteren Zone der Erdkruste, isosltaltisch:
die Isostasie betreffend
isoslter* (zu tiso... u. gr. stereos „starr, fest“): die gleiche
Anzahl an Elektronen besitzend (Chem.). Isosltelre die
(Plur.): Moleküle u. Molekülionen, bei denen Isosterie
vorliegt (Chem.). Isosltelrie die; - (zu t2...ie): Bez. für
den Zustand, dass Moleküle u. Molekülionen bei gleicher
Anzahl an Atomen die gleiche Gesamtzahl an Elektronen,
die gleiche tElektronenkonfiguration u. die gleiche Ge
samtladung besitzen (Chem.)
Isoslthelnulrie* die; - (zu tiso..., zu gr. sthénos „Stärke,
Kraft“ u. t...urie>: gleichbleibende Harnkonzentration
trotz unterschiedlicher Zufuhr von Flüssigkeit (infolge
Niereninsuffizienz; Med.)
iso|syl|la|bisch (zutiso... u. tsyllabisch): gleich viele Sil
ben besitzend (in Bezug auf t Morpheme, Wörter u. Sät
ze). Iso|syl|la|bis|mus der; - (zu t...ismus (2)): Gleich
zahl der Silbenzahl (bei Versen)
Isoltalche die; -, -n (zu tiso... u. gr. táchos „Geschwindig
keit“): Verbindungslinie zwischen Orten gleicher Ge
schwindigkeit des Windes od. der Wasserströmung
isoltakltisch (zu Îiso... u. Î taktisch): räumlich regelmäßig
angeordnet (Chem.)
Iso|ta|lan|to|se die; -, -n (zu tiso... u. gr. taläntösis „das
Schwanken“): Verbindungslinie zwischen Orten mit glei
cher jährlicher Temperaturschwankung (Meteor.)
Isoltellie die; - (aus gleichbed. gr. isotéleia): bürgerliche
Gleichstellung eines Fremden mit den eigentlichen Bür
gern im alten Griechenland
Isolthallpe die; -, -n (zu tiso... u. gr. thálpos „Wärme, Hit
ze“): Verbindungslinie zwischen Orten gleicher Maximal
temperatur (Meteor.)
Isolthelre die; -, -n (zu tiso... u. gr. théros „Sommer“):
Verbindungslinie zwischen Orten mit gleich starker Som
mersonnenbestrahlung (Meteor.)
isoltherm (zu tiso... u. Î...therm): 1. gleiche Temperatur
habend (Meteor.). 2. von gleichbleibender Körpertempe
ratur (Med.); isothermer Vorgang: Vorgang, der ohne
Temperaturveränderung verläuft. Isoltherlme die; -, -n
(zu gr. thermë „Wärme“): Verbindungslinie zwischen Or
ten mit gleicher Temperatur (Meteor.). Isoltherlmie die;
-, ...ien (zu T2...ie>: 1. gleichbleibende Temperaturvertei
lung (Meteor.). 2. Erhaltung der normalen Körpertempe
ratur (Med.)
Isoltolmie die; - (zu tiso... u. t...tomie): gleichmäßiges
Wachstum der Triebe einer t dichotomen Verzweigung bei
Pflanzen
Isolton das; -s, -e (meist Plur.) (zu tiso... u. gr. tonos
„das Spannen, Anspannung“): Atomkern, der die glei
che Anzahl Neutronen wie ein anderer, aber eine von
diesem verschiedene Protonenzahl enthält (Kernphys.).
Isoltolnie die; - (zu t2...ie): Konstanz des tosmoti
schen Drucks der Körperflüssigkeiten (Phys.), isoltonisch (aus gr. isótonos „gleich gespannt“): gleichen
Î osmotischen Druck habend (in Bezug auf Lösungen)
(Phys.)
isoltop (aus gleichbed. engl. isotop zu tiso... u. gr. topos
„Platz, Stelle, Ort“): gleiche Kernladungszahl, gleiche
chem. Eigenschaften, aber verschiedene Masse besitzend
(Phys.); vgl. ...isch/-. Isoltop das; -s, -e (meist Plur.):
Atom od. Atomkern, der sich von einem andern des glei
chen chem. Elements nur in seiner Massenzahl unter
scheidet (Phys.). Iso|to|pen|bat|te|rie die; -, -n [,,,i:ən]:
Vorrichtung zur Umwandlung der Energie radioaktiver
660
Strahlung in elektr. Energie (Techn.). Isoltolpenldilagnosltik* die; -: Verwendung von tradioaktiven Isoto
pen zu medizinisch-diagnostischen Zwecken (Med.). Isotolpenlthelralpie die; -: Verwendung von tradioaktiven
Isotopen zu therapeutischen Zwecken (Med.). Isoltolpie
die; - (zu t2...ie>: 1. a) isotoper Zustand; b) das Vorkom
men von Isotopen. 2. Einheitlichkeit von Rede u. Reali
tätsebene (Sprachw.). Isoltolpieleflfekt der; -[e]s, -e:
Unterschied in chem. u. physik. Erscheinungen von Isoto
pen eines chem. Elements, die durch den Masseunter
schied verursacht werden, isoltolpisch: im gleichen
Raum gebildet (in Bezug auf Gesteine; Geol.); Ggs. theterotopisch; vgl. ...isch/Isoltranslplanltat das; -[e]s, -e (zu tiso... u. tTransplantat): von einem in Bezug auf den Empfänger gene
tisch identischen Spender stammendes Transplantat
(Med.)
Isoltron* das; -s, Plur. ...troné, auch -s (aus gleichbed.
engl.-amerik. isotron, dies vermutlich aus TZrotrop u.
t.../row>: Gerät zur Isotopentrennung, das die unter
schiedliche Geschwindigkeit verschiedener Î Isotope glei
cher Bewegungsenergie ausnutzt
isoltrop* (aus gr. isótropos „von gleichem Charakter“):
gleiche physik. u. chem. Eigenschaften aufweisend (Phys.,
Chem.); Ggs. tanisotrop. Isoltrolpie die; - (zu t...tropie): Richtungsunabhängigkeit der physik. u. chem. Ei
genschaften (bes. von Kristallen; Phys., Chem.). Isoltropiisielrung die; -, -en (zu t...isierung): Zerstörung des
Kristallgitters eines Minerals durch Strahlung einer in
ihm vorhandenen radioaktiven Substanz
Isoltylpie die; - (zu tiso... u. Î...typie): 1. Übereinstim
mung von Stoffen in Zusammensetzung u. Kristallgitter,
ohne dass sie Mischkristalle miteinander bilden können
(Chem.). 2. morphologische Gleichheit in der ersten Î Fi
lialgeneration (Biol.)
iso va po:re [,..v...] die; -, -n (zu tiso... u. lat. vapor
„Dampf“): Verbindungslinie zwischen Orten gleichen
Dampfdrucks (zur Darstellung der Luftfeuchtigkeit; Me
teor.)
isolzylklisch* [auch ... tsYk...] (zu tiso... u. tzyklisch): 1.
svw. isomer (1). 2. (chem. fachspr. isocyclisch [,.. tsy:k...,
auch ,..'tSYk...) als organisch-chemische Verbindung ring
förmig angeordnete Moleküle aufweisend, wobei im Ring
nur Kohlenstoffatome auftreten
Islpalhan vgl. Isfahan
Islpan ['iʃpa:n] der; -s, -e (aus ung. ispán „(Guts)verwalter,
Gespan“): svw. Gespan
...islse (über (späflat. -issa aus gr. -issa): Endung weibli
cher Substantive, z.B. Diakonisse
ISSN (Abk. für engl. international standard serial «umber
„internationale Standardseriennummer“): international
eingeführte Identifikationsnummer für fortlaufende Sam
melwerke wie Zeitschriften, Schriftenreihen u.Ä. sowie
Zeitungen
...ist (teilweise über engl. -ist bzw.fr. -iste bzw. it. -ista aus
gr.-lat. -istês): Endung männlicher Substantive, vor allem
von Personenbez. zu den auf ...ismus (1) endenden Wör
tern u. von Berufsbez., z.B. Anarchist; Humanist, Idea
list, Impressionist; Pianist
Islte der; - (zu lat. iste „jener dort“ (bes. zur bloßen Andeu
tung gebraucht)): (selten) svw. Penis
Isthlmilen [...ion] die (Plur.) (über lat. Isthmia aus gleich
bed. gr. isthmia, vgl. Isthmus): in der Antike auf dem Isth
mus von Korinth zu Ehren des Poseidon alle zwei Jahre
veranstaltete panhellenistische Spiele mit sportlichen
Wettkämpfen u. Wettbewerben in Musik, Vortrag u. Ma
lerei. isthlmus der; -, ...men (über lat. isthmus aus gleich
bed. gr. isthmos, eigtl. „Gang, Zugang“): 1. Landenge
(z. B. die von Korinth od. Suez). 2. (Plur. ...mi od. ...men)
661
enger Durchgang, verengte Stelle, schmale Verbindung
(zwischen zwei Hohlräumen; Anat.)
...isltik (teilweise über fr. -istique aus (n)lat. -istica, dies aus
gr. -istikê (téchnê); vgl. 2...ik>: Endung weiblicher Sub
stantive mit der Bedeutung „Wissenschaft, Lehre“, z. B.
Germanistik, Heuristik
Isltilklal* u. IsltiIqlal der: - (aus arab. istiqlal „Unabhän
gigkeit“): 1. nationale Partei in Marokko. 2. nationale
Partei im Irak (1946-1954)
...isltisch (zu Î...ismus u. t...istik): Endung von Adjekti
ven, die die Zugehörigkeit zu einem Stil, einer Epoche, ei
ner Lehre, Wissenschaft od. politischen Richtung be
zeichnet, teilweise auch mit abwertender Bedeutung, z.B.
germanistisch, idealistisch, monarchistisch, optimistisch,
polytheistisch, traditionalistisch
’...it (aus (n)lat. -itum; analog zu T ...at (2)>: Endung sächli
cher Substantive aus der Chemie für Salze bestimmter
Säuren, z. B. Chlorit = ein Salz der chlorigen Säure, Sulfit
= ein Salz der schwefligen Säure
2.. .1t (zu lat. -itus, dies aus gr. -itës): Endung männlicher
Substantive, die meist Minerale u. Gesteine bezeichnen,
z.B. Malachit, Granit
3.. .1t (über (n)lat. -itaausgr. -itës): Endung männlicher Sub
stantive, die vor allem Personen, aber auch Tiere u. Pflan
zen bezeichnen, z.B. Hussit, Jesuit; Endemit, Parasit
4.. .1t (verkürzt aus -itol; vgl. '...it u. ...ol): Endung männli
cher Substantive aus der Chemie für Zuckeralkohole, z. B.
Hexit, Mannit, Sorbit
ItaIbi|rit [auch ...nt] der; -s, -e (nach der bras. Stadt Itabirito u. zu t2...it): wichtiges Eisenerz in Form gebänderter
Eisenquarzite u. Eisenglimmerschiefer
Itai-Itai-Krank|heit die; - (zu jap. itai „schmerzhaft“);
chronische Kadmiumvergiftung mit oft letalem Ausgang,
die zuerst an der Ostküste der japan. Insel Hondo beob
achtet wurde
Italker der; -s, -e (zu Italien); (ugs., meist abwertend) Ita
liener
Italkollulmit [auch ... mit] der; -s, -e (nach dem bras. Berg
Pico Itacolomi u. zu t2...it>: Gelenksandstein aus verzahn
ten, nicht verwachsenen Quarzkörnern
¡talla r/ze,- - (verkürzt aus lat. (interpretatio) Itala „lateini
sche (Übersetzung)“): a) wichtige Gruppe unter den ältes
ten, der tVulgata vorausgehenden lat. Bibelübersetzun
gen; b) svw. Vetus Latina, ita I lila | ni Isle I ren (zu lat. Ita
lia „Italien“ u. Î ...isieren): italienisch machen, gestalten.
Ita|li|a|nis|mus der; -, ...men (zu 1 ...ismus (4)): 1. Über
tragung einer für das Italienische charakteristischen
sprachlichen Erscheinung auf eine nicht ital. Sprache. 2.
Entlehnung aus dem Italienischen (z.B. in der deutschen
Schriftsprache in Südtirol). Ita|li|a|nist der; -en, -en (zu
t...ist) : Romanist, der sich auf die ital. Sprache u. Litera
tur spezialisiert hat. itallilalnisltisch (zu T ...istisch) : das
Gebiet der ital. Sprache u. Literatur betreffend. Itallilaniltät die; - (zu T...ität>: ital. Wesensart, ital. Volkscha
rakter. itallilelner die (Plur.) (nach Italien, dem Her
kunftsland der ersten Zuchtexemplare): sehr legefreudige
Rasse von schlanken, kräftigen Hühnern mit häufig grau
brauner od. goldfarbiger Färbung, itallilelnilsielren
[...lie...] (zu Italien u. Î...isieren): svw. italianisieren. Italilenne [...lien] iZie; - (zu fr. italienne, eigtl. „die Italieni
sche, Italienerin“ (nach der häufigeren Verwendung in ro
man. Ländern)): eine Druckschrift, Antiqua mit fetten
Querstrichen. Itallique [...’lik] die; - (über fr. italique aus
gleichbed. lat. Italicus „italisch, aus Italien“ (benannt
nach dem Heimatland des venezian. Druckers A. Manunzio, 1449-1515, der diese Schrift entwickelte)): franz. Bez.
für Kursive, itallisch (aus gleichbed. lat. Italis) : das anti
ke Italien betreffend. Itallit [auch ... lit] der; -s, -e (zu
t2...it): zu über 90% aus dem Feldspatvertreter tLeuzit
Itinéraire
bestehendes vulkanisches Gestein. Ita|lo|wes|tern der;
-[s], - (zu it. italo „italienisch“): [von ital. Regisseuren ge
drehter] Film im Stil des amerik. "Western mit einer Mi
schung aus zynischer Gesellschaftskritik, Action, neuroti
scher Brutalität u. Komik
...iltät (teilweise über/`r. -ité aus /a/, -itas, Gen. -itatis) : En
dung weiblicher Substantive, die von Adjektiven abgelei
tet sind u. eine bestimmte Art, Eigenschaft, den Charak
ter einer Sache ausdrücken, z.B. Banalität, Vitalität; vgl.
...izität
Italzislmus der; - (nach der Aussprache des griech. Eta
wie Ita u. zu Î...ismus (4)>: Aussprache der altgriech.
e-Laute wie langes i
item (Zar.): (veraltet) ebenso, desgleichen, ferner; Abk.: it.
'¡tern das; -s, -s (zu titem): (veraltet) das Fernere, Weite
re ; weiterer [Fragejpunkt. 2ltem ['aɪtəm] das, auch der; -s,
-s (aus gleichbed. engl. item, vgl. item): (fachspr.) a) etwas
einzeln Aufgeführtes; Einzelangabe, Posten, Bestandteil,
Element, Einheit; b) einzelne Aufgabe innerhalb eines
TTests. Item ana lylse ¿/z'e; -, -n (Lehnübersetzung aus
gleichbed. engl. item analysis) : Auswahl geeigneter Aufga
ben (Items [b]), die mithilfe mathematisch-statistischer
Verfahren daraufhin überprüft werden, ob sie bestimmte
Gütekriterien im Rahmen der Testkonstruktion erfüllen
ite, mis sa est (aus kirchenlat. ite, missa est (concio)
„geht, (die gottesdienstliche Versammlung) ist entlas
sen!“): Schlussworte der kath. Messfeier (urspr. zur Ent
lassung der Î Katechumenen vor dem Abendmahl)
Itelraltilon die; -, -en (aus lat. iteratio „Wiederholung“ zu
iterare, vgl. iterieren): 1. schrittweises Rechenverfahren
zur Annäherung an die exakte Lösung (Math.). 2. a) Ver
doppelung einer Silbe od. eines Wortes, z.B. soso
(Sprachw.); b) Wiederholung eines Wortes od. einer
Wortgruppe im Satz (Rhet.; Stilk.). 3. zwanghafte u.
gleichförmige ständige Wiederholung von Wörtern, Sät
zen u. einfachen Bewegungen (bes. bei bestimmten Geis
tes- u. Nervenkrankheiten; Psychol.). 4. wiederholtes
Durchlaufen von Anweisungen od. Anweisungsfolgen
(EDV). Ite|ra|ti|ons|schleilfe die; -, -n: Näherungsver
fahren, das in einem Rechenprogramm so angelegt wird,
bis eine gewünschte Genauigkeit erreicht ist (EDV), ite
ra |tjv (aus gleichbed. lat. iterativus): 1. wiederholend;ite
rative |...va| Aktionsart: tAktionsart, die eine häufige
Wiederholung von Vorgängen ausdrückt (z.B. sticheln =
immer wieder stechen). 2. sich schrittweise in wiederhol
ten Rechengängen der exakten Lösung annähernd
(Math.). Itelraltiv das; -s, -e [...va] (zu tIterativum): Verb
mit titerativer Aktionsart. Itelraltilvum [...v...] das; -s,
...va (aus gleichbed. lat. (verbum) iterativum): svw. Itera
tiv. itelrielren (aus gleichbed. lat. iterare zu iterum „zum
zweiten Male, wiederum“): wiederholen, eine Iteration
( 1 ) vornehmen
Iter pe des tre* das; - -, Itinera ...tra (aus lat. iter pedestre
„Fußmarsch“): 1. im antiken Rom Bez. für die Reise über
Land zu Fuß. 2. die Marschleistung pro Tag (= 28 725 m);
Abk. : I. p.
Ithy phallli cus [...kus] der; -, ...ci [...tsi] (über lat. ithyphallicus aus gr. ithyphallikös zu ithÿphallos „das erigier
te Glied“ (nach dem erigierten Glied des Priapos, das in
symbolischer Form bei Kultfeiern an der Spitze des Fest
zuges vorangetragen wurde, wobei Lieder in diesem Vers
maß gesungen wurden)): dem Dionysoskult entstammen
der dreifüßiger trochäischer Kurzvers der Antike, ithyphalllisch (aus gleichbed. gr. ityphallikós): mit aufge
recktem männlichem Glied (in Bezug auf antike Götter
bilder; Sinnbild der Fruchtbarkeit)
Itilnélraire [,,,ne'rɛ:r] das; -s, -s (aus fr. itinéraire „Reise
weg; (Marsch)route“, dies aus lat. itinerarium, vgl. Itine
rar): (Schweiz.) Reiseroutenkarte mit Beschreibung der
Di
Itinera pedestra
Stationen u. Sehenswürdigkeiten. Iti|ne|ra peldesltra*:
Plur. von IIter pedestre. Itilnelrar das; -s, -e u. ltɪlnelrarilum das; -s, ...ien [...ion] <aus Z<az. itinerarium „Wegbe
schreibung“ zu iter, Gen. itineris „Reise; Weg“): 1. Stra
ßen- u. Stationenverzeichnis der röm. Kaiserzeit mit An
gaben über Wegstrecken u. a. 2. Verzeichnis der Wegeauf
nahmen bei Forschungsreisen
Itio in Parites [- - ,,,te:s] die; — <aus gleichbed. lat. itio in
partes „Trennung in Gruppen“): Trennung einer Ver
sammlung in Gruppen, deren Einzelbeschlüsse überein
stimmen müssen, damit ein Gesamtbeschluss gültig wird
...iltis <aus gr. -itis, Gen. -itidos): Endung weiblicher Sub
stantive aus dem Gebiet der Medizin zur Bez. von Entzün
dungskrankheiten, z.B. Bronchitis; Plur. ...itiden, z.B.
Bronchitiden = mehrere Fälle von Bronchitis
iullilform (zu gr. ioulos „(Weiden)kätzchen“ u. t...form):
kätzchenförmig, iullilpholrisch (zugr. phoreɪn, phérein,
„tragen, bringen“): Kätzchen tragend (Bot.)
...i|um, ...um (aus lat. -(i)um): Endung sächlicher Substan
tive, teilweise zur Kennzeichnung von nlat. Benennungen,
z.B. Gremium, Stadium, Fluidum; Kalium, Uranium;
Kambrium, Mesokarpium
...iv (teilweise über fr. -if bzw. -ive aus lat. -ivus): Endung
von Adjektiven, die häufig eine Verstärkung od. Intensi
vierung der Bedeutung zum Ausdruck bringt, z.B. aktiv,
impulsiv, negativ; auch Endung von Substantiven, die von
derartigen Adjektiven gebildet wurden, z. B. Aktiv, Nega
tiv. ...ilve [,,,'i:və] (teilweise über fr. -ive aus lat. -iva): En
dung weiblicher Substantive, die von Adjektiven auf ...iv
abgeleitet sind, z.B. Defensive, Direktive
Ivoire [i'voa:r] das; -[s] (aus gleichbed. fr. ivoire, dies aus
lat. eboreus „aus Elfenbein“ zu ebur, Gen. eboris): franz.
Bez. für Elfenbein. Ivoilrit [ivoa..., auch ...'rɪt] der; -s, -e
(zu t2...it>: aus Gelatine, Glyzerin, Zinkoxid u. Wasser
hergestellte, zum Beschreiben od. Bedrucken geeignete
Elfenbeinnachahmung für Fächer, Einlegearbeiten u. a.
...iv/...o|risch (zu lat. -ivus (vgl. ...iv) bzw. -orius): gele
662
gentlich miteinander konkurrierende Adjektivendungen,
von denen im Allgemeinen die ...iv-Bildungen besagen,
dass das im Basiswort Genannte ohne ausdrückliche Ab
sicht in etwas enthalten ist (z.B. informativ = Informati
on enthaltend, informierend), während die ...orisch-Bildungen den im Basiswort genannten Inhalt auch zum
Ziel haben (z.B. informatorisch = zum Zwecke der In
formation [verfasst], den Zweck habend zu informieren).
...jlvum (aus lat. -ivum): Endung sächlicher Substantive,
die von Adjektiven auf ...iv abgeleitet sind (in der Medizin
häufig mit der Bedeutung „[Heilmittel“), z.B. Aktivum,
Negativum; Antikonzeptivum
Iwan der; -[s], -s (nach dem russ. männlichen Vornamen
Iwan): (scherzh., oft abwertend) russ. Soldat, Russe
Iwlnolkulltur die; - (nach dem Fundort Iwno in Polen):
Kulturgruppe im östlichen Mitteleuropa am Übergang
zur älteren Bronzezeit (ab etwa 1800 v. Chr.)
lwlrit[h] das; -[s] (aus neuhebr. ’ivrit): Neuhebräisch;
Amtssprache in Israel
Ixeultik die; - (aus gleichbed. gr. ixeutikê (téchnê) zu ixós,
vgl. ixothym): die Kunst des Vogelfangs, bes. mit Leimru
ten. ixolthym (zu gr. ixós „Mispel; Vogelleim (aus den
klebrigen Blättern der Mispel bereitet)“ u. thymós, eigtl.
„Gemütswallung, Leidenschaft“): von schwerfälligem
Temperament, zäh u. beharrlich (Psychol.). Ixolthylmie
die; - (zu T2...ie>: schwerfälliges, zähes, beharrliches Tem
perament (Psychol.)
...ilzislmus (Erweiterung zu T...ismus): Endung männli
cher Substantive, die von Adjektiven auf ...isch abgeleitet
sind u. eine Nachahmung, Übertragung od. Verstärkung
ausdrücken, z.B. Klassizismus (von klassisch), Biblizismus (von biblisch); vgl. ...ismus
...ilziltät (Erweiterung zu f ...ität): Endung weiblicher Sub
stantive, die zu Adjektiven auf ...isch gehören u. den Cha
rakter einer Sache ausdrücken, z.B. Klassizität (zu klas
sisch), Logizität (zu logisch), Historizität (zu historisch);
vgl. ...ität
J
[ʤæb] der: -s, -s (aus gleichbed. engl. jab): hakenarti
ger Schlag aus kurzer Distanz (Boxen)
Jalbolranldilblatt [auch ʒa...] das; -[e]s, ...blätter (meist
Plur.) (über gleichbed. port, jaborandi aus
(einer südamerik. Indianersprache) jaborandi): giftiges Blatt bras.
Sträucher, aus dem Î Pilokarpin gewonnen wird
Jalbot [ʒa'bo:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. jabot, weitere
Herkunft ungeklärt): am Kragen befestigte Spitzen- od.
Seidenrüsche (früher zum Verdecken des vorderen Ver
schlusses an Damenblusen, im 18. Jh. an Männerhemden)
Jalcalmar [...k...] der: -[s], -s (aus gleichbed. Tupi (einer
südamerik. Indianersprache) jacamá-ciri): Sperlings- bis
drosselgroßer Vogel der Urwälder Mittel- u. Südamerikas
J'accuse [ʒa'kjez] die: - (fr.; „ich klage an“ (Zitat aus dem
offenen Brief E. Zolas aus dem Jahr 1898 an den franz.
Staatspräsidenten, mit dem er gegen die Verurteilung von
Dreyfus protestierte)): Anklageschrift
Jacht die; -, -en (aus gleichbed. niederl. jacht, dies verkürzt
aus mniederl. jageschip „schnelles Schiff“): leichtes,
schnelles (Sport- od. Vergnügungs)schiff
Ja cketikro ne ['ʤɛkɪt...] die; -, -n (aus gleichbed. engl.
jacket crown, dies zu jacket „Jacke; Mantel, Umhüllung“
(vgl. Jackett) u. crown „(Zahn)krone“): Zahnmantelkrone
aus Porzellan od. Kunstharz (Med.). Jalckett [ʒa'kɛt]
das; -s, Plur. -s, selten -e (aus gleichbed. fr. jaquette zu ja
que „kurzer, enger Männerrock“): Jacke als Teil eines
Herrenanzugs
Jacklpot ['dʒækpɔt] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. jack
pot zu jack „Bube (im Kartenspiel)“ u. pot „Einsatz;
Topf“): 1. Einsatz, der in eine gemeinsame Kasse kommt
(bes. beim Poker). 2. (bei Toto, Lotto) bes. hohe Gewinn
quote, die dadurch entsteht, dass es in dem vorausgegan
genen Spiel od. den vorausgegangenen Spielen keinen Ge
winner im ersten Rang gegeben hat
Jacklstag ['dʒɛkʃta:k] das; -[e]s, -e[n] (zu engl. jack „(He
bevorrichtung“ u. niederdt. Stag „Drahtseil zum Ver
spannen u. Abstützen von Masten“; eigtl. „das straff Ge
spannte“): Schiene zum Festmachen von Segeln
Jalcolnet, Jalcon net ['ʒakɔnɛt, auch ...net] u. Jakonett
der: -[s], -s (aus gleichbed. engl. jaconet; nach dem ersten
Herstellungsort, der ind. Stadt Jagannath): weicher
baumwollener Futterstoff
Jaclquard [ʒa'ka:r] der: -[s], -s (nach dem franz. Seidenwe
ber J.-M. Jacquard (1752-1834), dem Erfinder dieses
Web verfahrens): Gewebe, dessen Musterung mithilfe von
Lochkarten (sogenannten Jacquardkarten) hergestellt
wird
Jadquelrie [ʒakə'ri:] die; - (aus gleichbed. fr. jacquerie,
nach dem Spitznamen Jacques Bonhomme für den franz.
Bauern): Bauernaufstand in Frankreich im 14. Jh.
Jab
[ʒaku,,,, auch ... 'gɪt] der; -s, -e (nach Jacupiranga im bras. Bundesstaat Säo Paulo u. zu î2...it): vor
wiegend aus tPyroxen, daneben aus Î Magnetit u. tllmenit bestehendes Tiefengestein
Jalcultinlga [,..k...] der; -[s], -s (aus gleichbed. span, yacutinga, dies aus Tupi (einer südamerik. Indianersprache)
jacu): ein Hühnervögel in Südamerika, der als Waldbe
wohner im Geäst hoher Fruchtbäume lebt
Jalcuzlzi® [...k..., auch ʤə'ku:zɪ] der; -[s], -s (nach dem
Namen der amerik. Herstellerfirma): [für therapeutische
Zwecke genutzter] Whirlpool
jalde (zu Î Jade): blassgrün.Jalde der; -[s], auch die; - (aus
gleichbed. fr. jade, dies aus span, (piedra de la) ijada
„(Stein für die) Weiche, Seite“ (weil man Jadestücke für
ein Heilmittel gegen Nierenkoliken hielt), aus lat. ilia,
Plur. von ile „Unterleib, Magen, die Weichen“): blassgrü
ner, durchscheinender Schmuckstein.Jaldelit [auch,.,'it]
der; -s, -e (zu t2...it>: weißlich grünes, dichtes, körniges bis
faseriges Mineral, das in der Jungsteinzeit zu geschliffe
nen Beilen u. Äxten verarbeitet wurde u. das als Schmuck
stein verwendet wird; vgl. Jade.jalden: aus Jade beste
hend
j'adoube [ʒa'dub] (fr. ; „ich stelle zurecht“): international
gebräuchlicher Schachausdruck, der besagt, dass man ei
ne berührte Schachfigur nicht ziehen, sondern nur an den
richtigen Platz stellen will; vgl. aber pièce touchée, pièce
jouée
Jaf|fa|ap|fel|silne die; -, -n (nach Jaffa, Teil der Stadt Tel
Aviv-Jaffa in Israel): in Vorderasien angebaute Apfelsine
mit heller Schale
Jalgular der; -s, -e (aus gleichbed. port, jaguar (älter port.
jaguareté), dies aus Tw/nu. Guarani (südamerik. Indianer
sprachen) jagwär(a) „Fleisch fressendes Tier“): leopard
ähnliche, klettergewandte Großkatze Mittel- u. Südame
rikas. Jalgulalrunldi der; -[s], -[s] (aus gleichbed.port. u.
span, jaguarundi, dies aus 7w/>z u. Guarani jagwarundi):
eine marderähnliche Kleinkatze Mittel- u. Südamerikas
Jahivé [,,,və] vgl. Jahwe. Jahlvist [...v...] vgl. Jahwist.
Jah we, auch Jahve [...va] (aus hebr. Yahwe, gedeutet als
„ich bin, der ich bin (und der ich sein werde)“): Name
Gottes im A.T.; vgl. Jehova. Jahlwist, auch Jahvist
[...v...] der; -en (zu TJahwe u. T ...ist): eine der Quellen
schriften des î Pentateuchs (nach ihrem Gebrauch von
TJahwe für Gott); vgl. Elohist
Jai na [ ʤaina] u. Jina ['ʤaina] vgl. Dschaina. Jai nis
mus u. Jinismus vgl. Dschainismus, jailnisltisch u. jinistisch vgl. dschainistisch
Jais [ʒɛ] der; - [ʒɛ(s)j, - [ʒɛs] (aus gleichbed. fr. jais, dies zu
gr. gagátes; vgl. Gagat): (veraltet) a) Schwarzstein, Pech
kohle; b) Trauerschmuck aus Pechkohle
Ja|culpi|ran|git
664
Jak
Yak [jak] fiter; -s, Plur, -s u. -e (über eng/. yak aus
gleichbed. tibet. gyak): wildlebendes asiat. Hochgebirgs
rind
1Ja|ka|ran|da die; -, -s (über port, jacarandá aus Tupi (ei
ner südamerik. Indianersprache) yacarandá): in den Tro
pen heimisches, als Zimmerpflanze gehaltenes Gewächs
mit blauen od. violetten Blüten. 2Ja|ka|ran|da das; -s, -s
u. Jalkaranldaiholzfites. -es, ...hölzer (zu Î ' Jakaranda):
svw. Palisander
Jalko der; -s, -s (aus gleichbed. fr. jacquot, weitere Her
kunft ungeklärt) : Graupapagei, Papageienvogel des tropi
schen Afrikas
Jalkolbi das; - (aus lat. Jacobi, Gen. von Jacobus, latini
sierte Form von gr. Iaköb aus hebr. ya‘aqöv, eigtl. „Gott
schützt“ (nach dem Apostel Jakobus d. Ä.)>: Jakobstag
(25. Juli), an dem nach altem Brauch die Ernte beginnt
Jalkoibilner fiter; -s, - (aus gleichbed. fr. jacobin, nach der
Versammlungsstätte des Klubs, dem ehemaligen Domini
kanerkloster in der Rue St.-Jacques in Paris): 1. Mitglied
des radikalsten u. wichtigsten politischen Klubs während
der Franz. Revolution. 2. (selten) franz. ÎDominikaner.
Ja|ko|bi|ner|miit|ze fihte; -, -n: als Freiheitssymbol ge
tragene rote Wollmütze der Jakobiner (1). jalkoibinisch: a) zu den Jakobinern gehörend; b) die Jakobiner
betreffend. Ja|ko|bi|nis|mus der; - (zu J...ismus (1)):
Bez. für die von den Jakobinern (1) vertretenen Ansich
ten
Jalkolbit fiter; -en, -en (nach Jakob Baradäus, Bischof von
Edessa (f578), dem Erneuerer der monophysitischen Sy
rischen Kirche, Bed. 2 nach dem engl. König Jakob II. u.
zu 1"3...it>: 1. Anhänger der syrischen I monophysitischen
Nationalkirche. 2. (bes. in Schottland) Anhänger des 1688
aus England vertriebenen Königs JakobII. u. seiner
Nachkommen. ja|ko|bi|tisch: die Jakobiten betreffend,
zu ihnen gehörend
Jalkoblsit [auch ...’sit] der; -s, -e (nach dem Vorkommen
bei Jakobsberg (Schweden) u. zu t2...it): schwarzer Ferrit
spinell, ein Mineral
Jalkolnett vgl. Jaconet
Jakltaltilon die; - (aus lat. iactatio „Erschütterung; hefti
ges Zucken“ zu iactare „(hin- u. her)werfen, schütteln“):
krankhafte Ruhelosigkeit (bes. Bettlägeriger), das Sichherumwälzen; Gliederzucken (Med.). Jalkullaltor der; -s,
...oren (aus gleichbed. lat. iaculator zu iaculari „schleu
dern“): Schleuderer, Wurfschütze bei den alten Römern
Jallalpe die; -, -n (span.; nach der mexik. Stadt Jalapa):
tropisches Windengewächs, das ein als Abführmittel ver
wendetes Harz liefert
Jalleo [xa...] der; -[s], -s (aus span, jaleo „das Anfeuern (ei
nes Tänzers od. Sängers)“): lebhafter span. Tanz im
7s-Takt
Ja lon [ʒa'lð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. jalon zu altfr.
giel(l)e „Fluchtlatte, Messpfahl“, weitere Herkunft unge
klärt): Absteckpfahl, Messlatte, Fluchtstab (für Vermes
sungen). ja|lon|nie|ren [ʒalɔn...] (aus gleichbed. fr. ja
lonner): (veraltet) mit Messfahnen od. -latten abstecken
Jalloulsetlte [ʒalu...] die; -, -n (französierende Verkleine
rungsbildung zu ÎJalousie; vgl. ...ette): Jalousie aus
Leichtmetall- od. Kunststofflamellen. Jalloulsie die; -,
...ien (aus fr. jalousie, eigtl. „Eifersucht“ (Bedeutungs
übertragung wegen der Eigenart dieser Vorrichtung, den
Durchblick von innen nach außen, aber nicht von außen
nach innen zu gestatten), dies über das Provenzal. zu spätlat. zelosus „eifrig, voll Eifer“, zu gr. zèlos „Eifer“): Vor
richtung am Fenster, die meist aus Querleisten zusam
mengesetzt ist u. teilweise od. als Ganzes heruntergelas
sen wird. Ja|lou|sie|schwel|ler der; -s, -: Schwellwerk
der Orgel, das eine Schwellung od. Dämpfung des Tons
ermöglicht
Jak, auch
[ʤæm] das; -s, -s, auch die; -, -s (aus gleichbed. engl.
jam, vermutlich zu to jam „kräftig pressen“): engl. Bez.
für Marmelade
Jalmailkalpfeflfer der; -s (nach der Antilleninsel Jamai
ka): von Jamaika stammendes, dem Pfeffer ähnliches Ge
würz; ÎPiment. Ja|mai|ka|rum der; -s: auf Jamaika od.
einer anderen Antilleninsel aus vergorenem Zuckerrohr
saft durch mehrmaliges Destillieren hergestellter hoch
prozentiger Î Rum
Jamlbefi/te; -, -n (zu t Jambus): svw. Jambus. Jam|be|legus* der; -, ...gi (über spätlat. iambelegus aus gleichbed.
gr. iambélegos): aus einem Î Jambus u. einem T Hemiepes
bestehendes Jantikes Versmaß. Jamiben: Plur. von
Î Jambus. Jamlbik <7te; - (zu T2...ik): die Kunst der Jam
bendichtung. Jamlbilker der; -s, - (aus lat. iambicus
„Jambendichter“ zu gr. iambikös „jambisch“): Dichter,
der vorwiegend Verse in Jamben schreibt, jamlbisch
(aus gleichbed. gr. iambikös): den Jambus betreffend,
nach der Art des Jambus. Jam|bo|graf, auch ...graph
der; -en, -en (aus gleichbed. spätgr. iambográphos, eigtl.
„Jambenschreiber“): Vertreter der altgriech. Jamben
dichtung
Jamlbolree [dʒæmbə'ri:] das; -[«], -s (aus gleichbed. engl.
jamboree, weitere Herkunft ungeklärt): 1. internationales
Pfadfindertreffen. 2. Zusammenkunft zu einer Tanz- od.
Unterhaltungsveranstaltung
Jamlbus der; -, ...ben (über lat. iambus aus gleichbed. gr.
¡ambos): Versfuß aus einer kurzen (unbetonten) u. einer
langen (betonten) Silbe (_-)
Jamlbulse die; -, -n (über engl. jambosa, jamboo aus
gleichbed. Hindi jambu): apfel- od. aprikosenartige
Frucht tropischer Obstbäume
James Grieve [dʒeɪmz 'gri:v] der; - -, - - (nach dem engl.
Züchter James Grieve): a) (ohne Plur.) hellgrüne, hellgelb
u. hellrot geflammte Apfelsorte; b) Apfel dieser Sorte
Jamlseslsion ['dʒæmsɛʃən] die; -, -s (aus gleichbed. engl.
jam session zu (ugs.) to jam „improvisieren“ u. î2Session):
zwanglose Zusammenkunft von [jazz]musikern, bei der
aus dem Stegreif, îimprovisierend (2 a) od. auch öffentlich
mit bestimmtem t Programm (1 b) gespielt wird
Jamslwuijzel die; -, -n (über engl. yarn aus gleichbed.
port, inhame, vermutlich zu Ful (Sprache einer afrik.
Stammesgruppe) nyami „essen“): a) in tropischen Gebie
ten angebaute kletternde Pflanze mit essbaren Wurzel
knollen; b) der Kartoffel ähnliche, sehr große Knolle der
Jamswurzel (a), die in tropischen Gebieten ein wichtiges
Nahrungsmittel ist
Jang vgl. Yang
Janlgalda [ʒaŋ'ga:da, ja...] die; -, -s (überport, jangada aus
gleichbed. tamil, cañkatam, dies aus sanskr. samghäta
„miteinander verbundenes Holz“): aus mehreren zusam
mengebundenen Baumstämmen bestehendes Floßboot,
das bes. von den Fischern Nordostbrasiliens benutzt wird.
Jan|ga|dei|ro [...'de:ro] der; -[s], -s (aus gleichbed. port.
jangadeiro; vgl. Jangada): zur Besatzung einer Jangada
gehörender Fischer
Jalniltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. ianitor zu Ianus, dem röm. Gott der Türen u. Tore): Türhüter, Pfört
ner im alten Rom
Jalnitlschar* der; -en, -en (aus gleichbed. türk. yeniçeri,
eigtl. „neue Streitmacht“): Soldat der türk. Kerntruppe
(14.-17. Jh.). Janitscharenmusik die; -, -en: 1.
[türk.] Militärmusik mit Trommeln, Becken, Triangel u.
Schellenbaum. 2. charakteristisches Instrumentarium der
Janitscharenmusik (1)
Jan Maat der; - -[e]s, Plur. - -eu. - -en u. Janmaat der;
-[e]s, Plur. -e u. -en (aus gleichbed. niederl. janmaat):
(scherzh.) Matrose
Jänlner der; -[s], - (über mhd. jen(n)er aus gleichbed. vulJam
665
gärlat. Ienuarius, vgl. Januar): (südd., österr. u. Schweiz.)
svw. Januar
Jan|se|nis|mus der; - <nach dem niederl. Theologen C.
Jansen (1585-1638) u. zu T...ismus (1)>: romfeindliche,
auf Augustin zurückgreifende katholisch-theologische
Richtung des 17.-18. Jh.s in Frankreich. Janlselnist der;
-en, -en <zu T ...ist) : Anhänger des Jansenismus, janlsenisltisch <zu T...istisch>: den Jansenismus betreffend
Jan-shau-Kul|tur [iaŋʃau...] die; - (nach dem chines. Dorf
Jan-shau in der Provinz Honan (China)): jungsteinzeitli
che Kulturgruppe in China
Jalnular der; -[s], -e (aus lat. (mensis) Ianuarius, nach dem
altitalischen Gott der Türen u. Tore, Janus (lat. Ianus),
der gleichzeitig Ein- u. Ausgang, Beginn u. Ende bedeutet
u. mit einem zweigesichtigen Kopf, der vorwärts u. rück
wärts blickt, dargestellt wird): erster Monat im Jahr; Eis
mond, Hartung; Abk.: Jan.; vgl. Jänner. Jalnuslgesicht das; -[e]s, -er (nach dem altitalischen Gott Janus,
vgl. Januar): svw. Januskopf. Januskopf der; -[e]s,
...köpfe: Kopf mit zwei in entgegengesetzter Richtung bli
ckenden Gesichtern (oft als Sinnbild des Zwiespalts, des
Ja u. Nein)
Jalpalnollglge der; -n, -n (nach dem ostasiat. Staat Japan
u. zu î...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Japa
nologie. Jalpalnolloigie die; - (zu Î...logie): Wissen
schaft von der japan. Sprache u. Literatur, Japankunde.
Ja|pa|no|lo|gin die; -, -nen: weibliche Form zu Î Japanologe. jalpalnollolgisch (zu Î...logisch): die Japanologie
betreffend. Jalpanlpalpier das; -s, -e: weiches, biegsa
mes, handgeschöpftes Papier, das aus Bastfasern japan.
Pflanzen hergestellt wird
jalpheltiltisch (nach Japhet, dem dritten Sohn Noahs im
Alten Testament, dem Stammvater bes. der kleinasiat.
Völker, u. zu tɜ,,,it): eine vorindogerman. Sprachfamilie
betreffend; vgl. Japhetitologie. Japhetiltololge der;
-n, -n (zu t... loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Ja
phetitologie. Ja|pheltilto|lo|gie die; - (zu t...logie): wis
senschaftliche Anschauung des russ. Sprachwissenschaft
lers N. Marr von einer vorindogerm. (japhetitischen)
Sprachfamilie
Jalpon [ʒa'pð:] der; -[s], -s (aus fr. Japon „Japan“): Gewebe
in Taftbindung (Webart) aus Japanseide; vgl. Habutai.japolnielren [ʒapɔ'ni:...] (zu t..deren): (veraltet) Porzellan
nach japan. Art formen u. bemalen. Jalpolnislmus der;
- (zu T...ismus (1)): stark ausgeprägtes Interesse an japan.
Kultur u. deren Einfluss auf Kunst u. Kunstgewerbe in
Europa Ende des 19., Anfang des 20. Jh.s
Jalralralka [ʒ...] vgl. Schararaka
Jar di ni e re [ʒar...] iZfe; -, -n (aus gleichbed./r. jardinière
zu jardin „Garten“): Schale für [Blütenjpflanzen ; vgl. à la
jardinière
Jarlgon [ʒar'go:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. jargon, eigtl.
„unverständliches Gemurmel, Kauderwelsch“, vermut
lich lautmalender Herkunft): a) umgangssprachlich ge
prägte Sondersprache einer Berufsgruppe od. einer sozia
len Gruppe; b) (abwertend) saloppe, ungepflegte Aus
drucksweise. Jarlgolnislmus [...go'nis...] der; -, ...men
(zu î...ismus (4)): bestimmter, in den Bereich des Jargons
gehörender Ausdruck
Jarl der; -s, -s (aus altnord. jarl „vornehmer Mann, Adli
ger“, verwandt mit engl. earl „Graf“): 1. normannischer
Edelmann. 2. Statthalter in Skandinavien (im Mittelalter)
Jar|muk|kul|tur die; - (nach dem Hauptverbreitungsge
biet, dem Jarmuktal in Israel): jungsteinzeitliche Kultur
gruppe des 5. u. 4. vorchristlichen Jahrtausends im nörd
lichen Palästina
Jaijmullke die; -, Plur. -s u. ...ka (über jidd. jármelke aus
gleichbed. poln. jarmulka): svw. Kippa
Jalrolsit [auch ... zit] ifer; -s, -e (nach dem südspan. Fund
Java
ort, der Schlucht Barranco Jaroso in Andalusien, u. zu
T2...it>: ein ockergelbes bis schwarzbraunes Mineral
Ja|ro|wi|sa|tilon die; -, -en (aus gleichbed. russ. jarovizacija, vgl. ...ation): künstliche Kältebehandlung von Samen
u. Keimlingen, um eine Entwicklungsbeschleunigung zu
erzielen, ja ro wi sielren (aus gleichbed. russ. jarovizirovat’): Saatgut einer künstlichen Kältebehandlung aus
setzen
Jar|re|tière [ʒar(ə)'tjɛ:r] die; -, -n (aus gleichbed./r. jarre
tière zu jarret „Kniekehle“): (veraltet) Strumpf-, Hosen
band; Ordre de la Jarretière ['ɔrdrdəlaʒar'tjɛ:r]: franz.
Bez. des engl. Hosenbandordens (1350 von Edward III.,
König von England, gestiftet)
Jalsaul der; -s, -e (aus turktat. jasaul „Bote“, dies zu jas,
jaz „Reihe, Ordnung, Befehl“): (veraltet) Türhüter, Haus
beamter, Läufer od. Leibwächter eines Fürsten in Mittel
asien
Jaschlmak der; -[s], -s (aus gleichbed. türk. ya§mak): (nur
noch selten getragener) Schleier wohlhabender Türkinnen
Jaslmin der; -s, -e (über fr. jasmin, span, jazmín, arab.
yäsamm aus gleichbed. pers. yäsaman): 1. zu den Ölbaum
gewächsen gehörender Zierstrauch mit stark duftenden
Blüten. 2. zu den Steinbrechgewächsen gehörender Zier
strauch mit stark duftenden Blüten; Falscher Jasmin,
Pfeifenstrauch. Jaslmon das; -s (zu t2...on): natürlicher
Jasminriechstoff, eine zyklische Ketonverbindung
Jaslpélgarn [...’pe:...] das; -[e]s, -e (zu fr. jaspé, Part. Perf.
von jasper, vgl. jaspieren): aus zwei od. drei verschieden
farbigen Vorgarnen gesponnenes Garn. Jaslper|wa|re
['ʤɛspe...] die; -, -en (aus gleichbed. engl. jasperware, zu
jasper „Jaspis“ (vgl. Jaspis) u. ware „(Töpfer)ware“): far
biges [mit weißen Reliefs verziertes] engl. Steingut aus
Töpferton u. pulverisiertem Feuerstein, jaslpielren
[jas...] (aus gleichbed./r. jasper, eigtl. „sprenkeln“; vgl.
Jaspis): etwas wie Jaspis mustern, sprenkeln; jaspierte
Stoffe: aus Jaspégarn hergestellte Woll- u. Baumwollstof
fe mit marmoriertem Aussehen. Jaslpillit [auch ...’lit]
der; -s, -e (zu Î Jaspis u. t2...it>: Bändereisenerz. Jaslpis
der; Gen. - u. -ses, Plur. -se (über lat. iaspis aus gleichbed.
gr. iaspis, vermutlich ägypt. Herkunft): undurchsichtiges,
intensiv grau, bläulich, gelb, rot od. braun gefärbtes, zum
Teil gebändertes Mineral, das als Schmuckstein verwen
det wird. Jasplopal* der; -s, -e (zu Î Jaspis): durch Eisen
verbindungen rot bis braun gefärbte, undurchsichtige Ab
art des Opals
Jaslse der; -n, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. ung. jäsz):
Angehöriger einer Gruppe eurasischer Reiternomaden,
die im 13. Jh. in der ung. Tiefebene als Grenzwächter an
gesiedelt wurden
Jasltik u. Yastik [ja...] der; -[s], -s (aus türk, yastik „Pols
ter“): kleiner orientalischer Gebrauchsteppich (meist
Vorleger od. Sitzbelag)
Jaltalgan der; -s, -e (aus gleichbed. türk, yatagan): früher
im Orient als Hauptwaffe der Janitscharen verbreiteter
Säbel mit s-förmiger Klinge
Jaltalka ['dʒa:...] vgl. Dschataka
Jaltrolchelmie* vgl. Iatrochemie
jaune [ʒon] {fr.; aus lat. galbinus „grüngelb“): gelb
Jaulse die; -, -n (aus slowen. jüzina „Mittagessen, Ves
per“): (österr.) Zwischenmahlzeit, Vesper, jaulsen: (sel
tener) svw. jausnen, jauslnen: (österr.) a) eine Jause ein
nehmen; b) (etwas Bestimmtes) zur Jause essen, trinken
Jaiva [ja:va] der; - (nach der Großen Sundainsel Java): 1.
von indones. Plantagen auf Java stammender Blatttabak,
der als Deckblatt, Umblatt od. Einlage bei der Zigarren
herstellung verwendet wird. 2. grobfädiger, locker in Pa
namabindung (vgl. Panama) gewebter Baumwoll-, Zellwoll- od. Leinenstoff, der als Grundgewebe für Handsti
ckereien, Tischdecken u.a. verwendet wird. 3. Modetanz
Javanthropos
der 1920er-Jahre in mäßig bewegtem Dreierrhythmus.
Jalvanithrolpos* der; - (zu gr. ánthrópos „Mensch“
(Reste dieses Menschentyps wurden auf Java gefunden)):
eiszeitlicher Menschentyp, später Vertreter des t Homo
erectus (Anthropol.)
Jalvellot [ʒav[ə]'lo:] der; -s, -s (aus fr. javelot „Wurfspieß“
(gall. Wort)): ein etwa 170cm langer Wurfspeer des
13.-16. Jh.s
jalzent (aus lat. iacens, Gen. iacentis, Part. Präs, von iacere „liegen“): (veraltet) herumliegend, herrenlos
Jazz [ʤɛs, auch jats, engl. dʒæz] der; - (aus gleichbed.amerik. jazz, Herkunft ungeklärt): a) aus der Volksmusik der
Afroamerikaner entstandene Musik mit charakteristi
schen Rhythmusinstrumenten u. mit Bläsergruppen (auf
gekommen etwa 1917); vgl. auch Jazzband; b) Musik im
Stil des Jazz (a). Jazzlage, auch Jazz-Age ['dʒæzeɪdʒ]
das; - (aus gleichbed. amerik. jazz age, zu engl. age „Zeit
alter“): in den USA Bez. für die Zeit zwischen dem Ende
des 1. Weltkrieges u. dem Ende der 1920er-Jahre, die eine
Hochblüte des traditionellen Jazz brachte. Jazzlband
[ʤɛsbɛnt, engl. 'dʒæzbænd] die; -, -s (aus gleichbed. ame
rik. jazz band): aus zwei Instrumentalgruppen (mit rhyth
mischer u. melodischer Funktion) bestehende Band, die
Jazz spielt. Jazzldance ['dʒæzdɑ:ns] der; - (aus gleich
bed. amerik. jazz dance, zu engl. dance „Tanz“): in den
USA zu Jazzmusik entstandener Tanzstil afroamerik. Ur
sprungs. jazlzen ['dʒæzn, 'dʒɛsn, jatsn] (nach gleichbed.
amerik. to jazz; vgl. Jazz): Jazz spielen. Jazlzer ['dʒæzə,
auch 'dʒɛsn, jatsŋ] der; -s -: Jazzmusiker. Jazzlfan ['dʒɛsfɛn] der; -s, -s: Jazzanhänger, -freund. Jazzlgymlnasltik
die; -: I Gymnastik zu Jazzmusik od. anderer moderner
Musik, jazlzolid [jats...] (zu t...oid): jazzähnlich. Jazz
rock ['dʒæzrɔk] der; -s (zu t2Rock): Musikstil der 1970erJahre, bei dem TElemente (1) des Jazz (a) u. des URocks
miteinander verschmolzen sind
Jean Poltage [ʒdpɔ'taʒ] (aus fr. Jean Potage, eigtl. „Hans
Suppe“, nach der Suppe als einem vom Volk gern gegesse
nen Gericht): franz. Bez. für Hanswurst
’Jeans [ʤi:nz] die (Plur.), (auch Sing.) die; -, - (aus gleich
bed. amerik. jeans, Plur. von jean „geköperter Baumwoll
stoff“, vieil, nach Genua (fr. Gênes), das früher ein wich
tiger Baumwollausfuhrhafen war): a) saloppe Hose [aus
Baumwollstoff] im Stil der ÎBluejeans; b) Kurzform von
TBluejeans. 2Jeans das; - (zu t’Jeans): (ugs.) verwasche
ner blauer Farbton, der der Farbe der ÎBluejeans ent
spricht
Jelbel ['ʤɛ,,,, auch 'dʒe:...] der; -[s] (aus gleichbed. engl. jebel zu arab. gabel, vgl. Dschebel): svw. Dschebel
Jeep® [ʤi:p] der; -s, -s (aus gleichbed. amerik. jeep, Kurz
form aus den englisch gesprochenen Anfangsbuchstaben
von general purpose (war truck) „Mehrzweck(kriegslastkraftwagen)“): (bes. als Militärfahrzeug, aber auch in
Land- u. Forstwirtschaft usw. gebrauchtes) kleineres,
meist offenes, geländegängiges Fahrzeug mit starkem Mo
tor u. Vierradantrieb
Jelfilmok der; -[s], Jefimki (zur russ. Namensform Efim
für Joachim): russ. Bez. für Joachimstaler, bes. für den im
alten Russland umgelaufenen dt. u. niederl. Taler
Jelholva [...va] (aus hebr. jehowä, einer verhüllenden
Schreibung für ÎJahwe): alte, aber unrichtige Lesung für
Î Jahwe (entstanden durch Vermischung mit den im hebr.
Text dazugeschriebenen Vokalzeichen von T Adonai, dem
Ersatzwort für den aus religiöser Scheu vermiedenen Got
tesnamen). Jelholvist [...V...] der; -en (zu T ...ist): unbe
kannter Redaktor, der die Werke des Î Jahwisten u. des
Î Elohisten zusammenfasste
jeljulnal (zu Î Jejunum u. t'...al (1)): das Î Jejunum betref
fend, zu ihm gehörend (Med.). Jeljulniltis die; -, ...itiden
(aus gleichbed. nlat. jejunitis zu lat. ieiunus (vgl. Jejunum)
666
u. t ...itis): Entzündung des zum Dünndarm gehörenden
Leerdarms (vgl. Jejunum; Med.). Jeljulnolilleljltis die;
-, ...itiden (zu tlleum u. t...itis): gleichzeitige Entzündung
von Leerdarm u. Krummdarm (Med.). Jeljulnolskopie* die; -, ...ien (zu Î Jejunum u. T...skopie): direkte Un
tersuchung des Leerdarms (Med.). Jeljulnosltoimie*
die; -, ...ien (zu gr. stöma „Mund; Mündung“ u. I2...¡co
operative Herstellung einer künstlichen Verbindung zwi
schen Jejunum u. der äußeren Bauchdecke (zur künstli
chen Ernährung; Med.). Jeljulnum das; -s, ...na (zu lat.
ieiunus „nüchtern, leer“): Leerdarm, der vom Zwölffin
gerdarm bis zum Krummdarm reichende Abschnitt des
Dünndarms (Med.)
jelmilne (entstellt aus lat. Jesu domine „o Herr Jesus!“):
(ugs.) du lieber Himmel! (Schreckensruf)
Jen vgl. Yen
je ne sais [pas] quoi [ʒənəsɛ(pa)'kwa] (/?.): ich weiß
nicht, was. Je ne sais [pas] quoi das;---- [-] -: das ge
wisse Etwas
jelnisch (vermutlich gebildet zu einem Wort der Zigeuner
sprache mit der Bed. „wissen“, also eigtl. „wissend, klug“,
Herkunft ungeklärt): wandernde Volksstämme (außer den
Sinti u. Roma) betreffend; jenische Sprache: Gaunerspra
che, Rotwelsch
Jelrelmilalde die; -, -n (nach dem biblischen Propheten
Jeremia(s) u. zu t...iade, vieil, unter Einfluss von/r. jéré
miade gebildet nach Iliade u.Ä.): Klagelied, Jammerrede
Jelrez [ çe:res, span. xe'reO] der; - (nach der span. Stadt Je
rez de la Frontera): alkoholreicher, bernsteingelber Süß
wein; vgl. Sherry
Jelrilcholbeulle die; -, -n (nach der Oasenstadt Jericho in
Palästina): svw. Orientbeule. Jelrilcholrolse die; -, -n
(vermutlich von Pilgern gebildet, die diese Pflanze aus Pa
lästina mitbrachten (vieil, nach Jesus Sirach 24,18, wo die
göttliche Weisheit mit den vor Jericho gepflanzten Rosen
verglichen wird)): Pflanze des Mittelmeerraums, die bei
Trockenheit ihre Zweige nach innen rollt, sodass ein kuge
liges Gebilde entsteht, das sich erst bei Feuchtigkeit wie
der entrollt
Jerk [dʒə:k] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. jerk, eigtl.
„plötzlicher Schlag, Stoß“): (beim Golf) scharf ausge
führter Schlag, bei dem der Schläger in dem Moment, in
dem er den Ball trifft, plötzlich abgebremst wird
’Jerlsey ['dʒa:uzi, dʒærzi] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
jersey, nach der gleichnamigen brit. Kanalinsel): feinma
schig gewirkter od. gestrickter Kleiderstoff aus Wolle,
Baumwolle od. Chemiefasern. 2Jer|sey das; -s, -s (zu
Î ’Jersey): Trikot eines Sportlers. Jerlsey Irind das; -[e]s,
-er (nach der brit. Kanalinsel Jersey, auf der die Rinder
rasse erstmals gezüchtet wurde): Rind, dessen Kuh Milch
mit hohem Fettgehalt liefert (bes. in den USA u. in West
europa)
Jelschilwa die; -, Plur. -s od. ...wot (aus gleichbed. hebr.
yesivä, eigtl. „das Sitzen“): höhere Talmudschule zur Aus
bildung der Gelehrten u. Rabbiner
Jes|sa|ul u. Essaul der; -s, -s (über russ. esaul „Kosaken
hauptmann“ zu turkotat. jasaul, vgl. Jasaul): Kosakenritt
meister
jelsulalnisch (nach Jesus von Nazareth, vgl. ...aner): auf
Jesus bezüglich, zurückgehend. Jelsulit der; -en, -en
(nach dem Namen (Societas) Jesu „(Gesellschaft) Jesu“
u. zu t3...it>: 1. Angehöriger des Jesuitenordens. 2.
(Schimpfwort) Mensch, der trickreich u. oft wortverdre
hend zu argumentieren versteht u. den man für unaufrich
tig hält. Jelsuliltenldichltung rf/e; -, -en (Plur. selten):
(vom 16. bis 18. Jh.) hauptsächlich in lat. Sprache verfass
te Dichtungen (bes. Dramen u. geistliche Lieder) von An
gehörigen des Jesuitenordens. Je|su|j|ten|dra|ma das:
-s, ...men: a) (ohne Plur.) von Angehörigen des Jesuiten-
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ordens geschaffene Dramendichtung aus der Zeit der Ge
genreformation (16. u. 17. Jh.); b) zur Jesuitendichtung ge
hörendes tDrama (1 b). Jelsu|i|ten|ge|ne|ral der; -s,
Plur. -e u. ...räle: oberster Ordensgeistlicher der Jesuiten.
Je|su|i|tenlor|den der; -s: vom hl. Ignatius v. Loyola
1534 gegründeter Orden ([klösterl.] Gemeinschaft), der
bes. durch die Einrichtung von Schulen einen bedeuten
den Einfluss gewann; Abk.: SJ (Societas Jesu). Jelsuliten stil der; -[e]s: prunkvolle Form des t Barocks, bes. in
südamerik. Kirchen des 17. Jh.s. Je su i ten tum das; -s:
Geist u. Wesen des Jesuitenordens. Je|su|j|tin|nen die
(Plur.): zeitgenössische Bez. für die in der kath. Reform
bewegung des 16./17. Jh.s entstandenen ordensähnlichen
Frauengemeinschaften, die sich in ihrem Selbstverständ
nis u. ihrer Lebensweise an den Jesuiten (1) orientierten,
jelsuliltisch: 1. die Jesuiten betreffend. 2. einem Jesui
ten (2) entsprechend. Je|su|i|tis|mus der; - (zu t...ismus>: 1. svw. Jesuitentum. 2. Wesens-, Verhaltensart eines
Jesuiten (2). Je sus Hplmilnum Sal va tor [- - ...v...]
(lat.; „Jesus, der Menschen Heiland“): Deutung des lati
nisierten Monogramms Christi; Abk.: IHS. Je sus Naza re nus Rex Juldaelglrum (lat. ; „Jesus von Naza
reth, König der Juden“): Inschrift am Kreuz; Joh. 19,19;
Abk.: I. N. R. 1. Je sus Peoiple ['dʒi :zəs 'pi:pl] die;
(Plur.) (aus amerik. Jesus People, eigtl. „Jesusleute“);
Angehörige der t Jesus-People-Bewegung. Je sus-People-Be)weigung die; -: (um 1967 in Amerika) unter Ju
gendlichen entstandene ekstatisch-religiöse Bewegung,
die u. a. durch eine spontane Form gemeinschaftlichen
Betens u. bes. durch die Überzeugung von einem unmit
telbaren Wirken des göttlichen Geistes in den Menschen
einen neuen Zugang zum Glauben findet
’Jet [ʤɛt, auch jet] vgl. Jett
2Jet [dʒɛt] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. -amerik. jet, ge
kürzt aus jet (air)liner, jet plane zu jet „Düsenstrahl, Dü
se“, eigtl. „Strom, Strahl“, zu to jet „ausstoßen, ausströ
men“, dies über fr. jeter aus lat. iectare, Nebenform von
iactare „werfen, schleudern“): (ugs.) Flugzeug mit Strahl
antrieb, Düsenflugzeug. Jetlbag ['ʤɛtbɛk] der; -s, -s (zu
engl. bag „Tasche“): stromlinienförmiger Dachgepäck
träger für Pkw. Jetllag [...Ick] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. jet lag, eigtl. „Zeitverschiebung“, zu t2Jet u. lag
„Verzögerung“) : Störung des biologischen Rhythmus auf
grund der mit weiten Flugreisen verbundenen Zeitunter
schiede. Jetllilner [...laine] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
jetliner zu t2Jetu. engl. airliner „Verkehrsflugzeug“): Dü
senverkehrsflugzeug
Jelton [ʒə'tð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. jeton zu jeter
„werfen; (durch Aufwerfen der Rechensteine) berech
nen“, vgl. 2Jet): a) Spielmünze, Spielmarke; b) einer Mün
ze ähnliche Marke, mit deren Hilfe ein Automat o.Ä. be
dient werden kann; c) Rechenpfennig
Jetlpillot [dʒɛt...] der; -en, -en (zu ÜJet u. ÎPilot): Pilot ei
nes [größeren] t2Jets. Jetprinting das; -s (zu engl. to
print „drucken“ u. î...ing): Spritzdruckverfahren, Ver
fahren, bei dem die Farbübertragung zur Bilderzeugung
durch Aufspritzen einer elektrisch aufgeladenen Druck
farbe auf den Bedruckstoff mittels Düsen erfolgt. Jet
schwung der; -[e]s, ...Schwünge: Drehschwung beim
Skifahren, der durch Vorschieben der Füße vor den Kör
per (beim Tiefgehen) eingeleitet wird u. fahrtbeschleuni
gend wirkt. Jetlset [...set] der; -[s], -s (aus gleichbed.
engl. jet set, zu set „Gruppe (von Personen)“): internatio
nale Gesellschaftsschicht, die über genügend Geld ver
fügt, um sich - unter Benutzung eines [Privat]jets - mehr
od. weniger häufig an den verschiedensten exklusiven Ur
laubsorten od. entsprechenden Treffpunkten zu vergnü
gen. Jetlski® der; -[s], -[s], auch -er (zu î2Jet u. 7 Ski): sit
zend od. stehend zu fahrendes, mit einer Lenkstange ver
Jiña
sehenes motorisiertes Einmannwasserfahrzeug. Jet
stream [,,,stri:m] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. jet
stream, eigtl. „Strahlstrom“): 1. starker Luftstrom in der
Tropo- od. Stratosphäre (Meteor.). 2. Gegenstromanlage
(z.B. in Hallenbädern)
Jett [dʒɛt, auch jet], fachspr. 'Jet der od. das; -[e]s (über
engl. jet aus gleichbed. altfr. jayet zu lat. gagates, vgl. Gagat): svw. Gagat
Jet ta to re [dʒɛta...] der; -, ...ri (aus gleichbed. it. iettatore
zu iettare (ugs. für gettare) „werfen“, dies aus gleichbed.
lat. iectare, Nebenform von iactare): ital. Bez. für Mensch
mit dem bösen Blick. Jetltaltulra die; - (aus gleichbed. it.
iettatura): a) ital. Bez. für den bösen Blick; b) Unheil brin
gender Einfluss
jetlten ['ʤɛtn] (aus engl. to jet, vgl. 2Jet): a) mit dem t2Jet
fliegen; b) mit dem t2Jet bringen [lassen]; c) (von einem
t2Jet) einen Flug machen
Jeu [ʒa:] das; -s, -s (über fr. jeu „Spiel, Spaß“ aus lat. iocus,
vgl. Jokus): Spiel, Kartenspiel. Jeu d'Amour [ʒodamu:r] das; - -, Jeux d’Amour [ʒo...] (aus gleichbed. fr. jeu
d’amour zu amour „Liebe“, dies aus lat. amor): Liebes
spiel. Jeu de Paume [ʒod'po:m] das;---- (aus gleichbed.
fr. jeu de paume, eigtl. „Schlagballspiel“, zu paume „(in
nere) Handfläche, hohle Hand“) : altfranz., mit den Hand
flächen, erst später mit Schlägern gespieltes Rückschlag
spiel, aus dem sich das Tennis entwickelte. Jeu d'Esprit* [ʒodɛs'pri] das; - -, Jeux d’Esprit [ʒa...] (aus gleich
bed. fr. jeu d’esprit, eigtl. „Geistesspiel“; vgl. Esprit):
(veraltet) geistreicher Einfall, Wortspielerei, jeulen
['ʒo:ən]: (veraltet) in einer Spielbank spielen
Jeulnesse dolrée [ʒænɛsdɔ're] die; - - (aus gleichbed. fr.
jeunesse dorée, eigtl. „vergoldete Jugend", d.h. reiche
junge Leute; nach dem Sturz Robespierres (1758-1794)
als Propagandawort der Jakobiner Bez. für die männliche
Jugend von Paris, die zur Gegenrevolution aufrief): (ver
altet) zur begüterten Oberschicht gehörende Jugendliche,
deren Leben durch Luxus u. Amüsement gekennzeichnet
ist. Jeulnesses Musilcales [...myzi'kal] die (Plur.)
(aus fr. jeunesses musicales, eigtl. „musikalische Ju
gend“): Organisation der an der Musik interessierten Ju
gend (1940 in Belgien entstanden)
Jeu parlti [ʒopar'ti] das; - - (aus gleichbed. fr. jeu parti,
eigtl. „geteiltes Spiel“, zu tJeu u. älter fr. partir „teilen“):
Streitgedicht in Form eines Wettgesangs (bes. bei den alt
franz. Dichtern). Jeux floiraux [ʒoflɔ'ro] die (Plur.) (aus
fr. jeux floraux „Blumenspiele“): jährlich in Toulouse
(Frankreich) veranstaltete Dichterwettkämpfe (seit 1323)
Jelwellbox ['ʤu:əl...] die; -, -en (zu engl. jewel
„(Schmuck)stück, Juwel“, dies aus gleichbed. altfr. joël,
vgl. 'Juwel): durchsichtiges Plastikbehältnis als Schutz
hülle für CDs
Jidldist der; -en, -en (zu «Ad. jiddisch, dies aus jidd. jü
disch, eigtl. gekürzt aus jidisch dajtsch „jüdisches
Deutsch“, u. T ...ist): Wissenschaftler auf dem Gebiet der
Jiddistik. Jidldisltik die; - (zu t...istik): Wissenschaft
von der jiddischen (dt.-jüd.) Sprache u. Literatur, jid I distisch (zu T...istisch): die Jiddistik betreffend
Jig [dʒɪg] die; -, -s (aus gleichbed. engl. jig zu altfr. giguer
„tanzen, springen“): 1. seitdem 16. Jh. auf denbrit. Inseln
verbreiteter Volkstanz ohne feste Form. 2. engl. Schrei
bung für t Gigue
Jiglger ['dʒɪgn] der; -s, -[s] (aus gleichbed. engl. jigger): 1.
® Färbereimaschine, verwendet zum Färben faltenemp
findlicher Gewebe. 2. Golfschläger für den Annäherungs
schlag. 3. Segel am hintersten Mast eines Viermasters
Jilmelnes [çi...] der; - (aus span, pedrojiménez, nach dem
Namen Pedro Ximénez): likörähnlicher span. Süßwein
Jin vgl. Yin
Jilna [ʤaina] vgl. Jaina
Jingle
['ʤɪŋgl] der; -[s], -[s] <aus gleichbed. engl. jingle,
eigtl. „Geklingel, Geklimper“): kurze, einprägsame Me
lodie, Tonfolge (z. B. als Bestandteil eines Werbespots)
Jinlgo [ʤɪŋgo] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. jingo, nach
der Wendung by jingo „bei Gott, Donnerwetter“ in einem
chauvinist. Lied zur Zeit von Disraelis antiruss. Politik,
wahrscheinlich entstellt aus Jainko, dem Namen einer
bask. Gottheit): engl. Bez. für Chauvinist, Nationalist.
Jinlgolislmus der; - (aus engl. jingoism): engl. Bez. für
Chauvinismus
Jilnislmus [dʒi...] vgl. Jainismus, jilnisltisch vgl. jainis
tisch
Jin|ri|ki|scha ['dʒɪn...]. Jin|rik|scha [dʒɪn'rɪkʃa] die; -, -s
(über engl. jinrikisha, jinriksha aus jap. jin-riki-sha
„Mensch-Kraft-Fahrzeug (vom Menschen gezogener Wa
gen)“; vgl. Rikscha): svw. Rikscha
Jirlmillik der; -s, -s (aus gleichbed. türk, yirmilik): alte
türk. Silbermünze
Jitlter [ʤɪtə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. jitter, eigtl.
„das Zittern“, zu to jitter „zappelig sein“): 1. Vibration
od. Bildschwankung auf dem Computermonitor. 2. Ver
zerrung, die durch mangelhafte Signalsynchronisierung
hervorgerufen wird (Elektronik). Jitlterlbug [,,bʌg] der;
- (aus engl.-amerik. jitterbug, eigtl. „Zappelkäfer“, zu
engl. bug „Insekt, Käfer“): um 1920 in Amerika entstan
dener Jazztanz mit akrobatischen Figuren
Jiu-Jitlsu [dji:uʤɪtsu], auch Dschiu-Dschitsu das; -[s]
(aus gleichbed. jap. jüjutsu, eigtl. „sanfte Kunst“, zu ju
„sanft“ u. jutsu „Kunst, Kunstgriff“): ältere Bez. für tJuJutsu
Jive [dʒaɪv] der; - (aus gleichbed. amerik. jive): 1. eine Art
Swingmusik; vgl. Swing. 2. gemäßigte Form des Jitterbug
als Turniertanz
Jo|ail|le|rie [ʒɔa(l)jə...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. jo
aillerie zu joaillier, vgl. Joaillier): (veraltet) a) Juwelier
kunst; b) Juwelier-, Schmuckwarenhandel. Jolaillliler
[ʒɔa(l)ie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. joaillier zu älter joellier, dies zu altfr. joel „Juwel“, zu mlat. iocalia „Kost
barkeiten“): (veraltet) a) Juwelier, Goldschmied; b) Juwe
lenhändler
Job [ʤɔp] iter; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. job, wei
tere Herkunft ungeklärt): 1. (ugs.) a) [Gelegenheitsjarbeit, vorübergehende einträgliche Beschäftigung, Ver
dienstmöglichkeit; b) berufliche Tätigkeit, Stellung, Ar
beit. 2. festgelegte Menge von Verarbeitungsschritten, die
ein fComputer als Einheit ausführt (EDV), joblben
[ʤɔbn] (aus gleichbed. engl. to job): (ugs.) einen Job (1 a)
haben. 2. arbeiten, einen Beruf ausüben. Jobiber ['ʤɔbu] der; -s, - (aus gleichbed. engl. jobber): 1. a) Händler
an der Londoner Börse, der nur in eigenem Namen Ge
schäfte abschließen darf; b) Börsenspekulant. 2. (ugs. ab
wertend) skrupelloser Geschäftemacher. 3. (ugs.) jmd.,
der jobbt, joblbern (ugs. abwertend): sich als Jobber (2)
betätigen
Jolbelljahr das; -[e]s, -e (zu hebr. yövel „Widderhorn“ (das
zu Beginn eines solchen Jahres geblasen wurde)): nach 3.
Mose 25,8 ff. alle 50 Jahre von den Juden zu feierndes Jahr
mit Schuldenerlass, Freilassung der israelitischen Sklaven
u. Rückgabe von verkauftem Boden; vgl. Jubeljahr
Job|en|large|ment ['dʒɔbɪnlɑ:dʒmənt] das; -s (zu engl.
job (vgl. Job) u. enlargement „Vergrößerung“, dies zu to
enlarge „größer werden“): Arbeitserweiterung, Übernah
me von bisher getrennt ausgeführten, ungefähr gleichwer
tigen Arbeitsaufgaben durch nur einen Beschäftigten.
Joblenlrichlment [,,,ɪnrɪtʃmənt] das; -s (zu engl. enrich
ment „Bereicherung“, dies zu to enrich „anreichern“):
Arbeitsbereicherung, Zusammenfassung von bisher ge
trennt ausgeführten Arbeitsaufgaben zu einem neuen Ar
beitsbereich. Joblhoplper [,,,hɔpu] der; -s, - (aus gleich
Jinigle
668
bed. engl.-amerik. job hopper, zu engl. to hop „hüpfen“):
jmd, der häufig seine Stelle wechselt [um Karriere zu ma
chen]. Joblhoplping [...pirj] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl.-amerik. job hopping zu engl. hopping „das Hüp
fen“): häufig u. in kürzeren Abständen vorgenommener
Stellen-, Firmenwechsel [um Karriere zu machen]. Jobkilller der; -s, - (zu Î Job): (ugs.) etwas, was Arbeitsplätze
überflüssig macht, beseitigt (z. B. Computer). Joblroltation [...rocs'teɪʃən] die; -, -s (aus gleichbed. engl. job rota
tion, zu rotation, vgl. Rotation): (von einem Mitarbeiter
zum Zweck der Vorbereitung auf eine Führungsaufgabe)
das Durchlaufen der verschiedensten Arbeitsbereiche ei
nes Unternehmens. Joblshalring [,,,'ʃeərɪŋ] das; -[s] (aus
gleichbed. engl. job sharing, zu to share „(zu)teilen“):
Aufteilung eines Vollzeitarbeitsplatzes unter zwei od.
mehrere Personen. Jobltilcket das; -s, -s: Fahrkarte für
die tägliche Fahrt zur Arbeitsstätte mit öffentlichen Ver
kehrsmitteln, die ein kommunales Verkehrsunternehmen
einem Betrieb zu einem günstigen Tarif überlässt u. für
deren Erwerb die Mitarbeiter des Betriebes einen ermä
ßigten Preis zahlen
Jolckei, auch Jockey ['dʒɔke, 'dʒɔki, auch 'dʒɔkai, 'jɔkai]
der; -s, -s (aus gleichbed. engt jockey, dies aus schott.
Jock, Verkleinerungsform der schott. Variante von engl.
Jack „Jakob“): jmd., der berufsmäßig Pferderennen rei
tet. Jolcketlte [ʤɔ'kɛtə, auch jɔ'kɛtə] die; -, -n (zu T...ette>: weiblicher Jockei. Jolckey vgl. Jockei
Jolcrisse* [ʒɔ kris] der; -, -n [...san] (aus gleichbed. fr. jo
crisse, eigtl. „Einfaltspinsel, Trottel“): komische Figur
des franz. Straßentheaters
Jod, ehern, fachspr. lod das; -[e]s (aus gleichbed. fr. iode,
dies ausgr. ið(ei)des „veilchenfarbig“ zu ion „Veilchen“ u.
eldos „Gestalt, Form“ (nach dem bei Erhitzung von Jod
auftretenden veilchenblauen Dampf)): ehern. Element,
Nichtmetall; schwarzbraune kristalline Substanz, die u. a.
in Chilesalpeter vorkommt u. in der Medizin, Fotografie,
analytischen Chemie u.a. verwendet wird; Zeichen J (I).
Jodaklne* die; -: Hautausschlag bei Menschen, die ge
gen Jod überempfindlich sind. Jodlaijgylrit* der; -s, -e
(zu gr. ärgyros „Silber“ u. l2...it): ein gelbes, braunes od.
graues Thexagonales Mineral. Joldat, ehern, fachspr. Iodat das; -[e]s, -e (zu t...at (2)): Salz der Jodsäure
Jodhlpur ['ʤɔdpʊa] die; -, -s (aus gleichbed. engl.
jodhpurs (Plur.), nach der ind. Stadt Jodhpur): oben wei
te, von den Knien an enge Reithose. Jodh|pur|ho|se
die; -, -n (nach gleichbed. engl. jodhpur breeches, zu bree
ches „Kniebund-Reithose“): svw. Jodhpur
Joldid, ehern, fachspr. Iodid das; -[e]s, -e (zu îJod u.
l3...id): Salz der Jodwasserstoffsäure, joldielren (zu
t...ieren): a) Jod zusetzen (z. B. bei Speisesalz); b) mit Jod
bestreichen (z.B. eine Operationsstelle; Med.). Joldilnatilgn die; -, -en (aus gleichbed. nlat. iodinatio zu IJod u.
T...ation): Aufnahme des Jods aus dem Blut in das Kör
pergewebe od. in bestimmte Organe (z.B. in die Schild
drüse; Med ). Joldislmus der; - (zu t.Jsmus (3)>: Jod
vergiftung mit Auftreten von Reizerscheinungen (Fieber,
Bindehautentzündung u. a.) nach längerem Gebrauch von
Jod (Med.). Joldit [auch ... dit] das; -s, -e (zu Î2...it): Jod
silber, ein Mineral mit hohem Silbergehalt. Jodljpdlkalilum lölsung die; -, -en: Lösung von Jod in Kaliumjo
didlösung
Jo do [ʤ...] vgl. Dschodo
Jo do form das; -s (Kunstw. aus '.Jod u. Î Formyl): früher
verwendetes Mittel zur Wunddesinfektion (Med.). Jodo|me|trie* die; - (zu TJod u. t...metrie): maßanalyti
sches Verfahren zur quantitativen Bestimmung verschie
dener Stoffe, die mit Jod reagieren od. Jod aus Verbindun
gen frei machen. Jodlprälpalrat das; -[e]s, -e: Arznei
mittel mit Jod als wirksamem Bestandteil. Jodlzahl die;
669
-, -en: Kennzahl für den Gehalt an ungesättigten Fettsäu
ren im Fett; Abk.: JZ
Jo ga vgl. Yoga
joglgen ['dpgn] <aus gleichbed. engl. to jog, eigtl. „(dahin)trotten“>: zur Hebung des Allgemeinbefindens in mä
ßigem ÎTempo (1) locker u. gelöst laufen. Joglger [ʤɔgu] der; -s, - (aus gleichbed. engl. jogger): jmd., der joggt.
Joglging [ʤɔgɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. jogging):
das Joggen; als Freizeitsport u. zur Fitness betriebener
Dauerlauf in mäßigem Tempo
Jolghurt, auch Jogurt der od. das; -s, -s, österr. auch die; -,
-[s] (aus türk, yogurt „gegorene Milch“ zu yogun „dicht,
dickflüssig“): durch Zusetzen bestimmter Bakterien ge
wonnene Art Dickmilch
Jolgi, Jo gin vgl. Yogi, Yogin
Joglshutltle ['dʒɔkʃʌtl] der; -s, -s (zu engl. to jog (vgl. jog
gen) u. ÎShuttle): Drehknopf an Videorekordern, mit dem
man Standbilder bzw. extreme Zeitlupenaufnahmen ein
stellen kann; vgl. Shuttle (2).
Jo gurt vgl. Joghurt
Jo|han|ni[s] das; - (nach Johannes dem Täufer, aus hebr.
Johänän „Jahwe ist gnädig“): Johannistag (24. Juni). Johannisbrot das; -[e]s, -e (nach der Legende, dass sich
Johannes der Täufer in der Wüste von dem süßen Mark
der Früchte ernährt habe, Markus 1,6): getrocknete Scho
tenfrucht des im Mittelmeergebiet heimischen Johannis
brotbaumes. Jo|han|nis|trieb der; -[e]s, -e (nach dem
um den Johannistag (24. Juni) erfolgenden Austrieb): 1.
der zweite Trieb vieler Holzgewächse im Juni/Juli (Bot.).
2. (ohne Plur. ; scherzh.) neuerliches, gesteigertes Bedürf
nis nach Sex bei Männern im vorgerückten Alter
Jolhanlnit [auch .. ,'nit] der; -s, -e (nach dem Erzherzog Jo
hann von Österreich (1782-1859) u. zu î2...it): grasgrünes
Uranmineral
Jo|han|ni|ter der; -s, - (aus mlat. (ordo) Johannita „(Or
den der) Johanniter“): Angehöriger des Johanniteror
dens. Jolhanlnilterlkreuz das; -es, -e: achtspitziges
[weißes θrdens]kreuz [der Johanniter]; vgl. Malteser
kreuz. Jolhanlnilterlorlden der; -s: (um 1100 in Jerusa
lem urspr. zur Pflege kranker Pilger gegründeter) geistli
cher Ritterorden (Gemeinschaft geistlicher Krieger zur
Bekämpfung von Glaubensfeinden)
John Bull ['dʒɔn bol] (aus engl. John Bull „Hans Stier“):
(scherzh.) Spitzname des typischen Engländers, des engl.
Volkes
Joint [dʒɔmt] der; -s, -s (aus gleichbed. amerik. joint, dies
aus engl. joint „Verbindung, Gemeinschaft“ zu to join
„verbinden“, dies über altfr. joindre aus lat. iungere, vgl.
Junktim): a) selbst gedrehte Zigarette, deren Tabak mit
Haschisch od. Marihuana vermischt ist; b) (bes. Jugend
sprache) Zigarette. Join Iture [ dʒɔɪntʃə] die; -, -s (aus
gleichbed. engl. jointure, eigtl. „Vereinigung“): (veraltet)
auf Lebenszeit ausgesetzter Lebensunterhalt (einer Wit
we). Joint Veniture [ʤɔɪnt 'vɛntʃə] das; - -[s], - -s (aus
engl.-amerik. joint venture „Gemeinschaftsunterneh
men“ zu engl. joint (vgl. Joint) u. venture „Unterneh
mung, Wagnis“): vorübergehender od. dauernder Zusam
menschluss von Unternehmen zur gemeinsamen Ausfüh
rung von 1 Projekten, die von einem Unternehmen allein
nicht Î realisiert (1) od. finanziert werden könnten
(Wirtsch.)
Jo-Jo das; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. yo-yo, dies
vermutlich aus malai. yo-yo, weitere Herkunft ungeklärt):
Geschicklichkeitsspiel mit elastischer Schnur u. daran be
festigter Holzscheibe
Joljolba die; -, -s (aus mexik. jojoba): ein Buchsbaumge
wächs
Joke [dʒoʊk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. joke, dies aus
lat. iocus): (ugs.) Witz, spaßige Geschichte. Jolker
Jota
['jo:kn, auch 'ʤo:kɛ] der; -s, - (aus gleichbed. engl. joker,
eigtl. „Spaßmacher“; vgl. Jokus): für jede andere Karte
einsetzbare zusätzliche Spielkarte mit der Abbildung ei
nes Narren, jolkos (aus gleichbed. lat. iocosus): (veraltet)
scherzhaft, spaßig. Jo|ko|sa die (Plur.) (aus gleichbed.
lat. iocosa, Nom. Plur. (Neutr.) zu iocosus „scherzhaft“):
(veraltet) scherzhafte Dinge, Possen. Jo|ku|la|tor der;
-s, ...oren (aus gleichbed. lat. ioculator): svw. Jongleur (2).
jo ku lie ren (aus gleichbed. lat. ioculari): (veraltet)
scherzen, Spaß treiben. Jolkus der; -, -se (aus gleichbed.
lat. iocus): (ugs.) Scherz, Spaß
Jollkalfest das; -[e]s, -e (zu russ. (novogodnaja) ëlka
„(Neujahrs)tanne, -fichte“): Neujahrsfest in Russland
(am 1. Januar)
Jom Kiplpur der; - - (aus hebr. jöm kippür „Tag der Ver
söhnung“): Versöhnungstag (höchstes jüd. Fest)
Jo|mon|kul|tur ['dʒo:...] die; - (aus jap. jomon „Schnur
muster“): jungsteinzeitliche Kultur in Japan (10. Jahrtau
send bis etwa 300 v. Chr.)
Joinathan der; -s, - (wahrscheinlich vom Züchter nach
dem amerik. Juristen Jonathan Hasbrouck benannt):
Winterapfel mit matt glänzender, gelb bis purpurrot ge
fleckter Schale
Jon gle rie’ [ʒɔn(g)lə,,,, auch ʒðglə...] die; -, ...ien (aus
fr. jonglerie „Gaukelei, Taschenspielerei“ zu jongler,
vgl. jonglieren): Kunst des Jongleurs bzw. der Jong
leuse,
Fang-,
Geschicklichkeitskunst.
Jonlgleur
[ʒɔŋ (g)lo:n, auch ʒð'gla:g] der; -s, -e (aus gleichbed. fr.
jongleur, dies über altfr. jogleor „Gaukler, Spielmann,
Spaßmacher“ aus lat. ioculator „Spaßmacher“): 1. Ar
tist, Geschicklichkeitskünstler im Jonglieren (1). 2.
Spielmann u. Possenreißer des Mittelalters. 3. jmd., der
die Sportart des Jonglierens (2) ausübt (Kunstkraft
sport). Jonlgleurlakt der; -[e]s, -e: 1. Auftritt eines
ÎJongleurs. 2. Übung im Kunstkraftsport, bei der eine
Gruppenfigur mit einer Geschicklichkeitsvorführung
verbunden wird. Jonlgleulse [...'(g)lθ:zə] die; -, -n:
weibliche Form zu ÎJongleur, jonlglielren (zu ÎJon
gleur u. t,,,ieren, vieil, unter Einfluss von fr. jongler aus
einer Mischform von altfr. jogler „sich lustig machen,
scherzen“ (dies über mlat. ioculari „foppen, jmdn. zum
Besten haben“ aus lat. ioculare „scherzen“) u. jangler
„schwatzen, verleumden“, dies aus dem Germ.): 1. mit
artistischem Können mehrere Gegenstände gleichzeitig
spielerisch werfen u. auffangen. 2. mit Gewichten o.Ä.
bestimmte Geschicklichkeitsübungen ausführen (Kunst
kraftsport). 3. [in verblüffender Weise] überaus ge
schickt mit jmdm., etwas umgehen
Jolnilkus vgl. Ionicus
Jonlny ['dʒɔni] der; -[s], -s (anglisierend nach engl.
Jo(h)nny, Koseform von John „Johannes“): (salopp) svw.
Penis
Jolnon das; -s (aus gr. ion „Veilchen“ u. t2...on): nach Veil
chen riechender Duftstoff
Jolrulri ['dʒo:...] das; -[s] (nach der jap. Titelgestalt eines
Volksepos (16. Jh.)>: altes japan. Puppenspiel
Jolselki das; -s, -s (aus gleichbed. jap. yohse-ki): eine auf
einen Eckraum beschränkte Eröffnung im Gospiel
Jo se phi nis mus der; - (nach dem österr. Kaiser Joseph
II. (1765-1790) u. zu T...ismus (1)): aufgeklärte kath.
Staatskirchenpolitik im Österreich des 18. u. 19. Jh.s, die
auch noch die Staatsauffassung der österr. Beamten u. Of
fiziere des 19. Jh.s bestimmte
Jo|se|phi|nit [auch ,..'nit] der; -s, -e (nach dem Vorkom
men in Josephine (country) in Oregon (USA): Eisenni
ckel, ein Mineral
Jot das; -,- (über got. jota u. lat. iota ausgr. iðta, vgl. ‘Jota):
zehnter Buchstabe des dt. Alphabets. Molta ['jo:ta] das;
-[s], -s (aus gleichbed. gr. iöta, dies aus semit. jöd): neunter
Jota
Buchstabe des griech. Alphabets: I, i;kein Jota: nicht das
Geringste
2Jolta [’xota] die; -, -s (aus gleichbed. span, jota, weitere
Herkunft ungeklärt): schneller span. Tanz im 3/8- od.
3/4-Takt mit Kastagnettenbegleitung
Joltalzislmus der; - (über lat. iotacismus aus gr. iotakismós „fehlerhafte Aussprache des Jota“): svw. Itazismus.
Joltielrung die; - (zu T...ierung>: das Erscheinen eines
Jot vor Vokalen (z.B. im Anlaut bei slaw. Sprachen)
Joulet [ʒuɛ] das: -s (aus gleichbed. fr. jouet zu jouer „scher
zen, spielen“ zu gleichbed. Zat. iocari): (veraltet) Spiel
zeug
Joulislsance [ʒuisa:s] die; - (aus gleichbed. fr. jouissance
zu jouir „genießen, sich erfreuen“): (veraltet) Genuss, Be
friedigung
Joule [von DIN u. anderen Organisationen festgelegte
Aussprache nur dʒu:l, sonst auch ʤaul] das; -[s], - (nach
dem engl. Physiker James Prescott Joule, 1818-1889):
Maßeinheit für die Energie (z.B. den Energieumsatz des
Körpers; leal = 4,186 Joule); Zeichen J.Jouleleflfekt
['ʤu:l...] der; -[e]s, -e: Längenänderung eines Îferromag
netischen Stoffes bei Magnetisierung (Phys.)
Jour [ʒu:n] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. jour, eigtl. „Tag“,
dies über gleichbed. spätlat. diurnum zu lat. diurnum
„(tägliche) Ration; Tagebuch“, substantiviertes Neutr.
von diurnus „täglich“): (veraltend) [Wochentag, an dem
regelmäßig Gäste empfangen werden; Jour haben: mit
dem für einen bestimmten, immer wiederkehrenden Tag
festgelegten Dienst an der Reihe sein; Jour fixe [- 'fɪks]: 1.
für ein regelmäßiges Treffen fest vereinbarter Tag. 2. (ver
altet) Tag, an dem jmd. Dienst hat, mit Dienst an der Rei
he ist; vgl. auch: du jour u. à jour. Jourlnaillle [ʒŋr'naljə,
auch ...nai] die; - (zu TJournal u. t...aille): verantwor
tungslose, verleumderische Presse u. ihre Journalisten.
Jourlnal [,,,'na:l] das; -s, -e (aus gleichbed. fr. journal,
eigtl. „jeden einzelnen Tag betreffend“ zu jour, altfr. jor,
jorn „Tag“, dies zu spätlat. diurnalis „täglich“; vgl. Jour):
1. a) (veraltet) Tageszeitung; b) (veraltend) bebilderte
Zeitschrift unterhaltenden od. informierenden Inhalts,
z.B. Modezeitschrift. 2. (veraltend) Tagebuch. 3. Schiffs
tagebuch. 4. in der Buchführung neben dem Hauptbuch
zu führendes Tagebuch (Wirtsch.). 5. Aufzeichnung von
Transaktionen, die in einem Computer od. über ein Netz
werk (z.B. das Internet) stattfinden (EDV), jourlnallisielren (aus fr. journaliser „ins Journal eintragen“): ein
tragen, verbuchen. Jourlna|lis|mus der; - (aus gleich
bed. fr. journalisme; vgl. ...ismus): 1. a) Tätigkeit, Arbeit
des Journalisten; b) (salopp, häufig abwertend) charakte
ristische Art der Zeitungsberichterstattung; typischer
journalistischer Schreibstil. 2. Pressewesen; vgl. ...ismus/
...istik. Jour nailist der; -en, -en (aus gleichbed. fr. jour
naliste): jmd., der beruflich für die Presse, den Rundfunk,
das Fernsehen schreibt, publizistisch tätig ist. Jourlnalisltik die; - (zu Î Journal u. Î...istik): 1. (neben Zeitungs
wissenschaft u. Publizistik) Studienfach für das Pressewe
sen. 2. (selten) Bericht, Arbeit aus der Feder eines Jour
nalisten; vgl....ismus/...istik. Jourlnallisltin die; -, -nen:
weibliche Form zu Î Journalist. jour|na|lis|tisch (zu
Î ...istisch): a) die Journalistik betreffend; b) in der Art des
Journalismus (l).Jourlnée [...'ne:] die; - (aus gleichbed.
fr. journée): (veraltet) 1. Tagewerk. 2. Tagelohn
jolvilal [...V...] (aus fr. jovial „fröhlich, lustig“ zu lat. Iovalis
„zu Jupiter gehörend“, dies zu lup(p)iter, Gen. Iovis, weil
nach der mittelalterlichen Astronomie der unter dem Pla
neten Jupiter Geborene als fröhlich u. heiter galt): (nur in
Bezug auf Männer) betont wohlwollend; leutselig. Jo Ivia lli |tät die; - (wohl zu fr. jovialité „Heiterkeit, Frohsinn“;
vgl. ...ität): joviale Art, joviales Wesen, Leutseligkeit, jovilalnisch (vgl. ...aner): den Jupiter betreffend, zum Ju
670
piter gehörend, von ihm ausgehend. Jolvillalbilum das;
-s, ...ien [...ion] (zu lat. lup(p)iter, Gen. Iovis, labi „(dahinjgleiten“ u. t...ium>: (veraltet) Gerät zur Verdeutli
chung der Stellung des Planeten Jupiter zu seinen Mon
den (Astron.), jolvilzenltrisch*: auf den Planeten Jupi
ter als 1 Zentrum bezogen (Astron.)
Jolyeuse Enltrée* [ʒoajoza'tre:] das; - -s, - -s (aus fr. jo
yeuse entrée „fröhlicher Einzug“): von den Herzögen von
Brabant (1356-1792) vor ihrem Einzug in Brüssel be
schworene Urkunde, die die Unteilbarkeit des Landes so
wie die Rechte der Stände gegenüber dem Landesherrn si
cherte
Joylrilding [ʤɔɪraɪdɪŋ] das; -s (zu engl. joyride „Spritz
tour“ (zu joy „Freude, Vergnügen“ u. to ride „reiten, fah
ren“) u. t...ing>: waghalsiges Autofahren mit überhöhter
Geschwindigkeit u. riskanten Überholmanövern. Joy
stick [ʤɔɪstɪk] der; -s, -s (aus engl. joystick „Steuerungs
hebel; Steuerknüppel (im Flugzeug)“, zu stick „Stock,
Knüppel“): [Vorrichtung mit] Steuerhebel für Computer
spiele
Julan vgl. Yuan
Julbelljahr (Lehnübersetzung aus gleichbed. kirchenlat.
iubilaeus (annus), in volksetymologischer Anlehnung an
hebr. yövel „Widderhorn“, vgl. Jobeijahr): 1. svw. Jobeljahrjalle Jubeljahre: selten. 2. heiliges Jahr mit besonde
ren Ablässen in der kath. Kirche (alle 25 Jahre). Ju|bi|lar
der; -s, -e (aus mlat. jubilarius „wer fünfzig Jahre im glei
chen Stand ist“ zu spätlat. iubilaeum, vgl. Jubiläum): Ge
feierter; jmd., der ein Jubiläum begeht. Julbillalrin die; -,
-nen: weibliche Form zu Î Jubilar. Julbillalte (aus lat. iubilate „frohlocket!“, Imp. Plur. von iubilare, nach dem
Eingangsvers des Gottesdienstes, Psalm 66,1): in der ev.
Kirche Name des dritten Sonntags nach Ostern. Julbillatio uJubilatiion rZze; - (aus gleichbed. kirchenlat. iubilatio, dies aus spätlat. iubilatio „Jubel“, zu lat. iubilare,
vgl. jubilieren): im gregorianischen Choral eine jubelnde,
auf einem Vokal (z.B. auf der letzten Silbe des Alleluja)
gesungene Tonfolge. Julbillälum das; -s, ...äen (aus spät
lat. iubilaeum „Jubelzeit“ zu lat. iubilare, vgl. jubilieren):
festlich begangener Jahrestag eines bestimmten Ereignis
ses (z.B. Firmengründung, Eintritt in eine Firma), Fest-,
Gedenkfeier, Ehren-, Gedenktag. Julbillee [ʤu:bɪli:]
das; -[s], -s (aus gleichbed. engl.-amerik. jubilee, dies aus
fr. jubilé, eigtl. ,,Jubel(jahr)“): religiöser Hymnengesang
der ÎAfroamerikaner, julbillielren [ju...] (über gleich
bed. spätlat. iubilare aus lat. iubilare „schreiend lärmen;
jauchzen“): 1. jubeln, frohlocken. 2. ein Jubiläum feiern.
Julbillus der; - (aus spätlat. iubilus „Jubelschrei, -lied“):
svw. Jubilatio
Julbis fey'bi:] die (Plur.) (aus gleichbed. fr. jubis, eigtl.
„Kistenrosinen“ (mdal. Wort)): an der Sonne getrocknete
Rosinen aus der Provence (Frankreich)
juchlten (zu Buchten): aus Juchten. Juchlten der od.
das; -s (aus älter russ. jucht’ bzw. juft’ „aus dem Fell aus
gewachsener Rinder mit Weiden- u. Birkenrindengerb
stoffen gefertigtes Leder“, vermutlich über das Turkotatar. aus pers. guft „Paar“ (weil die Häute paarweise ge
gerbt wurden) zu awest. yüxta „Gespann“): 1. feines
[Kalbs]leder, das mit Birkenteeröl wasserdicht gemacht
wird u. dadurch seinen besonderen Geruch erhält. 2. aus
Birkenteeröl gewonnenes Parfüm mit dem charakteristi
schen Duft des Juchtenleders
Juldalüka die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. Judaica, dies
über lat. Iudaicus aus gr. Iodaikós zu hebr. Yehudi „jü
disch; Jude“; vgl. ...ika): jüd. Schriften, Bücher der jüd.
Kultur u. Religion. ju|dali|sie|ren [...ai...] (zu frisie
ren): jüdisch machen, unter jüd. Einfluss bringen. Ju|dailsielrung die; -, -en (zu f...isierung): das Judaisieren.
Juldaistnus der; - (über spätlat. Iudaismus aus gleich-
671
bed. gr. Ioudaismós): judenchristliche gesetzestreue Rich
tung im Urchristentum; jüd. Religion, Judentum. Juldaist der; -en, -en (meist Plur.) (zu t ...ist); 1. Christ im Ur
christentum, der aus bzw. über das Judentum zum Chris
tentum kam. 2. jmd., der sich wissenschaftlich mit der
Judaistik befasst. Ju Ida lisltik die; - (zu îJudaikau. T...istik): Wissenschaft von der jüd. Religion, Geschichte u.
Kultur. ju|da|is|tisch (zu t ...istisch) : die Judaistik be
treffend. Juldas der; -, Judasse (nach Judas Ischariot im
Neuen Testament): jmd., der treulos an jmdm. handelt,
ihn heuchlerisch verrät
Juldilka (aus /ɑt. iudica „richte (mich)!“, Imp. Sing, von
iudicare, vgl. judizieren; nach dem Eingangsvers des Got
tesdienstes, Psalm 43,1): in der ev. Kirche Name des fünf
ten Sonntags in der Passionszeit (vorletzter Sonntag vor
Ostern), juldilkalbel (aus gleichbed. lat. iudicabilis):
(veraltet) beurteilbar. Juldilkat das; -[e]s, -e (aus gleich
bed. lat. iudicatum): (veraltet) Rechtsspruch, richter
licher Entscheid. Juldilkaltilon <Jie; -, -en (aus gleich
bed. lat. iudicatio zu iudicare, vgl. judizieren): (veraltet)
richterliche Untersuchung, Beurteilung, Aburteilung
(Rechtsw.). Juldikaitive [,,,və] die; -, -n (zu lat. iudicatus, Part. Perf. von iudicare (vgl. judizieren), u. t,,,ive):
richterliche Gewalt im Staat; Ggs. JExekutive, tLegislati
ve. ju|di|ka|to|risch (aus gleichbed. spätlat. iudicatorius): (veraltend) richterlich (Rechtsw.). Ju|di|ka|tur rfie;
-, -en (zu Î Judikat u. Î...ur): Rechtsprechung. Juldilkum
das; -s (aus kirchenlat. Judicum (liber) „(Buch) der Rich
ter“): siebentes Buch des Alten Testaments. Jul diz das;
-es, ...ien [...ion] (verkürzt aus TJudizium): svw. Judizium.
juIdilzileli (über fr. judiciel aus gleichbed. lat. iudicialis):
die Rechtsprechung betreffend, richterlich, juldilzielren
(aus lat. iudicare „Recht sprechen, richten“): (veraltet)
das Amt eines Richters verwalten, Recht sprechen. Juldizilum das; -s, ...ien [...ion] (aus lat. iudicium „Urteil, ge
richtliche Untersuchung, Gerichtsbarkeit“): 1. (veraltet)
a) Rechtspflege, Richteramt, richterliche Untersuchung;
b) Rechtsspruch. 2. auf langjährige Gerichtspraxis ge
gründetes Vermögen der Rechtsfindung
Juldo das; -[s] (aus gleichbed. jap. jüdö, eigtl. „geschmeidi
ger bzw. sanfter Weg zur Geistesbildung“, dies zu jü
„sanft“ u. dö „Weg“): sportliche Form des tJu-Jutsu mit
festen Regeln. Juldolgi der; - (zu jap. gi „Kleidung“):
Wettkampfkleidung beim Judo. Juldolka der; -[s], -[s] (zu
jap. ka „jmd., der eine vollendete Fertigkeit od. Fähigkeit
in einem wissenschaftlichen od. künstlerischen Fach
hat“): Judosportler
Jug [dʒʌg] der; -[s], -s (aus engl.-amerik. jug „Krug“): pri
mitives Blasinstrument der afroamerik. Folklore (irdener
Krug mit engem Hals)
Julga das; -[s] (aus gleichbed. sanskr. yugá); in der ind.
Lehre von den Weltzeitaltern einer der vier Abschnitte
der Î Kalpa
julgalbel (aus gleichbed. spätlat. iugabilis zu lat. iugum
„Joch“): (veraltet) vereinbar, julgal (aus gleichbed. lat.
iugalis): (veraltet) ins Joch gespannt; ehelich
Juglband ['dʒʌgbænd] die; -, -s (aus gleichbed. engl.-ame
rik. jug band; vgl. Î Jug): Instrumentalbesetzung der afro
amerik. Folklore um 1900, bei der tönerne Krüge als Re
sonatoren zum Hineinsingen rhythmischer Formeln ver
wendet wurden
Julgelrum das; -[s], ...gera (aus gleichbed. lat. iugerum zu
iugum „Gespann“, eigtl. „Joch der Ochsen“): altröm. Flä
chenmaß, das etwa einem Morgen entsprach (die von ei
nem Gespann an einem Tag zu bearbeitende Feldfläche
von etwa 2500 nr)
Jugllon das; -s (zu lat. iuglans „Walnuss“ u. t2...on): brau
ner Naturfarbstoff, der in den grünen Schalen unreifer
Walnüsse vorkommt
Julklapp
Î'...ar (1)): das Jugulum betref
-, -en (aus gleichbed. lat. iugulatio zu iugulare, vgl. jugulieren): (veraltet) Erdrosselung,
julgullielren (aus gleichbed. lat. iugulare): (veraltet) er
drosseln, erwürgen. Julgullum das; -s, ...la (aus lat. iugulum „Schlüsselbein“); Drosselgrube, natürliche Einsen
kung an der Vorderseite des Halses zwischen den Hals
muskeln, der Schultermuskulatur u. dem Schlüsselbein
(Med.)
Juice [dju:s] der od. das; -, -s [...sts, auch ...siz] (aus gleich
bed. engl. juice, dies über fr. jus „Saft, Brühe“ aus gleich
bed. lat. ius, vgl. 2Jus): Obst- od. Gemüsesaft
Jui|ve|rie [ʒɔ)iv(ə)'ri:] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. juiverie zu juif „Jude“): Judengasse, Judenviertel (früher in
Frankreich)
Julju der; -[s], -s (aus dem Afrik.): in Westafrika weit ver
breitete Bez. für Fetische u. Masken mit magischer Kraft
Juljulbe die; -, -n (aus gleichbed. fr. jujube, dies über lat.
ziziphus (Bed. 2 über lat. ziziphum) aus gleichbed. gr. zizyphon): 1. Gattung der Kreuzdorngewächse, Sträucher
u. Bäume mit dornigen Zweigen u. mit Steinfrüchten. 2.
Brustbeere, Frucht der Kreuzdorngewächse
Ju-Jutlsu das; -[s] (aus gleichbed. jap. jujutsu, eigtl. „sanf
te Kunst“, zu ju „sanft“ u. jutsu „Kunst, Kunstgriff1): in
Japan entwickelte Technik der Selbstverteidigung ohne
Waffen od. Gewalt; vgl. Judo, Kendo
Jukelbox ['dʒu:kbɔks] die; -, Plur. -es [...sis, auch ...siz] od.
-en (aus gleichbed. engl.-amerik. juke-box zu amerik.
(Jargon) juke „ungebärdig, außer Rand u. Band“ u. engl.
box „Kiste, Kasten“, eigtl. „Musikkiste, Rappelkiste“):
1. Musikautomat, der nach Einwurf entsprechender
Geldmünzen Schallplatten abspielt. 2. Software, die Au
diodateien nach einer bestimmten Reihenfolge abspielt
(EDV)
Julkunldiltät die; -, -en (aus gleichbed. lat. iucunditas,
Gen. iucunditatis): (veraltet) Annehmlichkeit
Jul das; -[s] (aus gleichbed. altnord. jöl (Plur.) (Bed. b über
dän., norweg., schwed. jul „Weihnachten“), weitere Her
kunft ungeklärt): a) germ. Fest der Wintersonnenwende;
b) in Skandinavien Weihnachtsfest. Julibock der; -[e]s,
...bocke (zu tJul (b)>: 1. in Skandinavien bei weihnachtli
chen Umzügen auftretende, mit Fellen u. einem gehörn
ten Ziegenkopf maskierte Gestalt. 2. aus Stroh geflochte
ne bocksähnliche ÎFigur (2), die in Skandinavien um die
Weihnachtszeit im Haus aufgestellt wird. 3. Gebäck, das
die Form einer bocksähnlichen Figur hat
Jullep ['dʒu:lɛp] das od. der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. ju
lep, dies über fr. julep aus pers.-arab. guläb, eigtl. „Rosen
wasser“); in England u. Amerika beliebtes [alkoholisches]
Erfrischungsgetränk mit Pfefferminzgeschmack
Julli der; -[s], -s (aus lat. (mensis) Iulius, nach dem röm.
Feldherrn u. Staatsmann Gaius Iulius Caesar (100-44
V. Chr.); Eindeutschung ausgehend vom Gen. lulii): der
siebente Monat im Jahr, jullilalnisch; in der Fügung ju
lianischer Kalender: der von Julius Cäsar eingeführte Ka
lender
Jullilenne [ʒ/liɛn] die; - (nach gleichbed. fr. (potage à la)
julienne, wahrscheinl. nach dem weibl. franz. Vornamen
Julienne): in schmale Streifen geschnittenes Gemüse (od.
Fleisch) als Suppeneinlage
Julliluslturm der; -[e]s (nach einem Turm der früheren Zi
tadelle in Spandau, in dem sich bis 1914 ein Teil der von
Frankreich an das Deutsche Reich gezahlten Kriegsent
schädigung befand, Herkunft ungeklärt): vom Staat ange
sparte, als Î Reserve (2) zurückgelegte Gelder
Jullklapp der; -s (aus gleichbed. schwed. julklapp zu jul
(vgl. Jul) u. klappa „klopfen, pochen“ (der Überbringer
von Weihnachtsgeschenken klopfte nach altem Brauch an
die Tür, wenn er kam)): [scherzhaft mehrfach verpacktes]
julgullar (zu Î Jugulum u.
fend. Julgullaltilon die;
Jumbo
kleines Weihnachtsgeschenk, das man im Rahmen einer
Feier von einem unbekannten Geber erhält
Jum bo der; -s, -s (zu ÎJumbojet): kurz für Jumbojet.
Jumlboljet [,,,'dʒɛt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-ame
rik. jumbo jet, eigtl. „Düsenriese“, dies aus jumbo „Ko
loss; riesig“ (nach dem Namen eines ungewöhnlich gro
ßen Elefanten, der vom amerik. Schausteller Barnum,
1810-1891, ausgestellt wurde) u. jet, vgl. 2Jet> : Großraum
flugzeug
Ju|me|lage [jyms'la:;] die; -, -n [,,,ʒn] (aus gleichbed. fr.
jumelage, eigtl. „Zusammenfügung“, zu lat. gemellus „zu
gleich geboren, doppelt“): Städtepartnerschaft zwischen
Städten verschiedener Länder. Julmelles [jy'mel] die
(Plur.) (aus gleichbed. fr. jumelles (Plur.), eigtl. „Zwillin
ge“, zu lat. gemellus „ganz ähnlich“): (veraltet) a) Feldste
cher; b) Opernglas für beide Augen
Jump [dʒamp] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.-amerik.
jump, eigtl. „Sprung“): 1. dritter Sprung beim Dreisprung
(Leichtathletik); vgl. 'Hop, Stepp (1). 2. (ohne Plur.)
Kurzform von îHarlemjump. jum pen ['ʤampn, auch
jumpn] (nach gleichbed. engl. to jump): (ugs.) springen
Jumlper [auch 'ʤampn, süddt., österr. 'dʒɛmpŋ] z/er; -s, (aus gleichbed. engl. jumper, Herkunft ungeklärt): 1. ge
stricktes, blusen-, pulloverähnliches Kleidungsstück [für
Damen]. 2. Stecker od. Drahtbrücke zum Verbinden be
stimmter Punkte einer elektronischen Schaltung. Jump
suit ['ʤʌmpsu:t] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. jump
suit): einteiliger Hosenanzug
junlgielren (aus gleichbed. ZöZ. iungere): (veraltet) verbin
den, Zusammenlegen
Junlgle [ʤʌŋgl] der; -s (aus gleichbed. engl. jungle, eigtl.
„Dschungel“): eine Form der Technomusik mit Rap- u.
Reggaeeinflüssen. Junlglelstil ['dʒʌŋgl...] der; -[e]s (aus
gleichbed. engl.-amerik. jungle style, eigtl. „Dschungel
stil“): Spielweise mit Dämpfern o.Ä. zur Erzeugung von
Groll- od. Brummeffekten (Growl) bei den Blasinstru
menten im Jazz
Ju|ni der; -[s], -s (aus lat. (mensis) Iunius, nach der altröm.
Göttin luno; Eindeutschung ausgehend vom Gen. Iunii):
der sechste Monat des Jahres
jylnilor (aus lat. iunior „jünger, ein Jüngerer“, Komparativ
von iuvenis „jung“) (nur unflektiert hinter dem Personen
namen): ...der Jüngere (z.B. Krause -; Abk.: jr. u. jun.);
Ggs. Îsenior. Jylnior der; -s, ...oren: 1. (ugs) a) (ohne
Plur.) svw. Juniorchef; b) Sohn (im Verhältnis zum Vater);
Ggs. TSenior (1). 2. a) der Jüngere, der junge Mann (im
Unterschied zum älteren, alten Mann); Jugendlicher, He
ranwachsender; b) junger Sportler im Alter von 18 (u. je
nach Sportart) bis 20, 21 od. 23 Jahren; Ggs. ÎSenior (2).
Ju nilo rat das; -[e]s, -e (zu T...at ( 1 )> : svw. Minorat. Jynilorlchef der; -s, -s: Sohn des Geschäftsinhabers. Juniio rin die; -, -nen: weibliche Form zu TJunior (2). Juni|o|ri|tät die; - (zu t ...ität): (veraltet) das Jüngersein.
Jy|ni|or|part|ner der; -s, -: mit weniger Rechten ausge
statteter [jüngerer] Geschäftspartner (Wirtsch.)
Ju nilpe rus der; -, - (aus gleichbed. lat. iuniperus): Wa
cholder (über die ganze Erde verbreitetes Zypressenge
wächs; Bot.)
Junk-Art ['dʒʌŋklɑ:nt] die; - (aus gleichbed. engl. junk-art
zu junk „Gerümpel, Plunder“ u. art „Kunst“): moderne
Kunstrichtung, bei der vor allem Abfälle als Î Materialien
(1) für Bilder u. Plastiken verwendet werden. Junk
bond, auch Junk-Bond ['dʒʌŋk...] der; -s, -s (aus gleich
bed. engl. junk bond, zu bond „Schuldverschreibung“):
Schuldverschreibung von Î Emittenten (1) geringer Boni
tät, die wegen des hohen Risikos hochverzinslich u. hoch
spekulativ ist. Junklfood, auch Junk-Food [ dʒʌŋkfu:d] das; -[s] (aus engl. junk food, eigtl. „minderwertige
Kost“, zu food „Speise, Essen“): Nahrung von geringem
672
Nährwert, aber von hoher Kalorienzahl (z.B. Süßigkei
ten, Pommes frites). Junlkie [ʤʌŋkɪ] z/er; -s, -s (aus
gleichbed. engl.-amerik. junkie zu amerik. (Jargon) junk
„Rauschgift“): Drogenabhängiger, Rauschgiftsüchtiger.
Junklmail, auch Junk-Mail [ʤʌŋkmeɪl] die; -, -s: un
erwünschte Werbung (z.B. als Postwurfsendung od. als
E-Mail)
Junktim das; -s, -s (aus lat. iunctim „vereinigt“ zu
iunctus, Part. Perf. von iungere „verbinden, verknüp
fen“): wegen innerer Zusammengehörigkeit notwendige
Verbindung zwischen zwei Verträgen od. Gesetzesvorla
gen. junkltilmielren (zu J..deren): (bes. österr.) in ei
nem Junktim verknüpfen, festlegen. Junkltilon die; -, -en
(aus lat. iunctio „Verbindung“): syntaktische Relation,
die Elemente von gleichem Rang u. gleicher syntaktischer
Funktion verbindet (Sprachw.). junkltiv (aus lat. iunctivus „zur Verbindung geeignet, verbindend“): die syntakti
sche Relation der Junktion ausdrückend (Sprachw.).
Junkltor der; -s, ...oren (aus lat. iunctor „Anspänner“):
logische 'Partikel (3), durch die Aussagen zu neuen Aus
sagen verbunden werden (z.B. und, oder; Logistik).
Junkltur die; -, -en (aus lat. iunctura „Verbindung; Ge
lenk“): 1. (veraltet) Verbindung, Fuge. 2. Verbindung zwi
schen benachbarten Knochen des Skeletts (Med.). 3.
Grenze zwischen aufeinanderfolgenden sprachlichen Ein
heiten, die sich als Sprechpause niederschlägt (z. B. bei
ver-eisen statt verreisen; Sprachw.)
julnolnisch (nach der altröm. Göttin Juno): (gehoben) wie
eine Juno, von stattlicher, erhabener Schönheit
Junlta ['xonta, auch jonta] z/ze; -, ...ten (aus span, junta
„Vereinigung; Versammlung, Rat“, substantiviertes Fe
mininum von junto „versammelt“, dies aus lat. iunctus,
vgl. Junktim): 1. Regierungsausschuss, bes. in Spanien,
Portugal u. Lateinamerika. 2. kurz für Militärjunta
Jupe [3y:p] die; -, -s (aus gleichbed. fr. jupe, dies über zzZtz'i.
giuppa „Jacke, Wams“ aus arab. gubba „baumwollenes
Unterkleid“): 1. (auch der; -s, -s) (Schweiz.) Damenrock.
2. (veraltet) knöchellanger Damenunterrock; vgl. Jupon
Jylpilterllamlpe® die; -, -n (nach der Berliner Firma „Jupiterlicht“): sehr starke elektr. Bogenlampe für Film- u.
Fernsehaufnahmen
julpiltrilsielren* (nach dem höchsten röm. Gott Jupiter
(mit Bezug auf seine zahlreichen amourösen Abenteuer)
u. zu T...isieren): (veraltet) ausschweifend leben
Julpon [ʒ/pð:] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. jupon zu jupe,
vgl. Jupe): 1. (früher) eleganter, knöchellanger Damenun
terrock. 2. (schweiz.) Unterrock
1Jy|ra (ohne Artikel) (aus lat. iura, Plur. von ius, eigtl. „die
Rechte“, vgl. 'Jus): Rechtswissenschaft; vgl. 'Jus
2Jylra der; -s (aus gleichbed. lat. (mons) Iura, nach dem
franz.-Schweiz.-südd. Gebirge): erdgeschichtliche Forma
tion des ÎMesozoikums (umfasst ÎLias, VDogger u.
JMalm; Geol.). Juraformaltion rfze; -: svw. 2Jura.
’Jurament der; -s, -e (Kurzw. aus t^Jura u. Î 'Zementy.
Kunststein aus Kalkzement u. Schlackenrückständen von
Ölschiefer
2Ju|ralment das; -s, -e, Juira men tum das; -s, ...ta (aus
gleichbed. spätlat. iuramentum zu iurare „schwören“):
(veraltet) Eid. jylra no vit culria [- ...v... ku:...] {lat.;
„das Gericht kennt das (anzuwendende) Recht“): alte,
im deutschen Zivilprozess gültige Rechtsformel, die be
sagt, dass das geltende Recht dem Gericht von den strei
tenden Parteien nicht vorgetragen werden muss, es sei
denn, dass es sich um dem Gericht unbekanntes fremdes
(ausländisches) Recht handelt, julralra in verlba magisltri* [- -‘ver... -] (lat.; „auf des Meisters Worte schwö
ren“; nach der Stelle in den Episteln (1,1.14) des röm.
Dichters Horaz (65-8 v.Chr.)>: die Meinung eines ande
ren nachbeten
673
(nach gleichbed. fr. jurassien, vgl. "Jura):
a) zum 2Jura gehörend; b) aus dem Juragebirge stammend
Julraltilon die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. iuratio zu iurare „schwören“): (veraltet) Eid, Vereidigung. Julraltor
der; -s, ...oren (aus lat. iurator „(vereidigter) Schätzer“):
(veraltet) 1. vereidigter Schätzer, Wertsachverständiger.
2. jmd., der mit seinem Eid die Wahrheit des Eides des An
geklagten beschwört; Eideshelfer (Rechtsw.). juratorisch (aus gleichbed. lat. iuratorius): (veraltet) eidlich
Julralvilper [...v...] die; -, -n (zu t:Jura u. ÎViper): anderer
Name für die im südlichen Schwarzwald auftretende
Î Aspisviper
julrildisch (aus lat. iuridicus „Recht sprechend", dies zu
ius, Gen. iuris „Recht“ u. dicere „sagen, sprechen"): der
Rechtswissenschaft entsprechend, juristisch, julrielren
(zu tJury u. t..deren): a) Werke für eine Ausstellung,
Filmfestspiele o.Ä. zusammenstellen; b) in einer Jury (1)
mitwirken. Julrielrung die; -, -en (zu î...ierung): das Jurieren. Ju ris con sul tus [...k...] der; -, ...ti (zu lat. iurisconsultus „rechtskundig“): (veraltet) Rechtsgelehrter,
-berater. Julrisldikltilon die; -, -en (aus lat. iurisdictio
„Zivilgerichtsbarkeit“; vgl. 'Jus u. Diktion): 1. weltliche
u. geistliche Gerichtsbarkeit, Rechtsprechung. 2. Voll
macht, Recht des î Klerus zur Leitung der Mitglieder der
Kirche (mit den Funktionen Gesetzgebung, Rechtspre
chung, Verwaltung). Julrisldikltilonslprilmat das; -s:
Bez. für die oberste Hirtengewalt des Papstes, die höchs
te, eigenberechtigte u. unmittelbare bischöfliche Lei
tungsgewalt über die ganze Kirche in Sachen des Glau
bens, der Sitte, der Disziplin u. der Leitung (Dogma des 1.
Vatikanischen Konzils 1869/1870). Julrislpruldenz die;
- (aus gleichbed. spätlat. iuris prudentia zu lat. ius (vgl.
'Jus) u. prudentia „Einsicht, Klugheit, Wissenschaft"):
Rechtswissenschaft. Julrist der; -en, -en (aus mlat. iurista „Rechtsgelehrter des weltl. u. mittelalterl. Rechts“):
jmd., der Jura studiert, das Jurastudium mit der staatli
chen Referendar- u. Assessorprüfung abgeschlossen hat.
Julrisltelrei die; - (dt. Bildung zu ÎJurist): (ugs.) 1.
Rechtswissenschaft. 2. Studium der Rechtswissenschaft.
3. wissenschaftliche od. praktische juristische Tätigkeit.
Julrisltin die; -, -nen: weibliche Form zu ÎJurist, julristisch (nach lat. iuridicus „die Handhabung des Rechts
betreffend“): a) rechtswissenschaftlich, das Recht betref
fend; b) mit den Mitteln des Rechts, der Rechtswissen
schaft; c) die Juristen betreffend, zu ihnen gehörend; ju
ristische Person: mit der Rechtsfähigkeit einer natürli
chen Person, eines Individuums ausgestattete Organisati
on (Körperschaft, Anstalt, Stiftung). Julror der; -s,
...oren (aus engl. juror „Geschworener“; vgl. Jury): Mit
glied einer Jury. Julrolrenlkolmiltee das; -s, -s: (österr.)
svw. Jury (1). Julrolrin die; -, -nen: weibliche Form zu
1 Juror
Jurlte ifze; -, -n (über gleichbed. russ. jurta aus älter russ.
jurt „Kosakensiedlung“ zu türk, yurt „Haus, Besitzung,
Heimat“): runde Filzhütte mittelasiat. Nomaden
Jülrük u. Yürük [jy...] der; -[s], -s (nach den Jürüken, einem
kleinasiat. Nomadenvolk): langfloriger türk. Teppich aus
feiner, glänzender Wolle
Julry [ʒ/ri:, auch ʒ)':ri, fr. 3y'ri, engl. 'dʒʊərɪ] die: -, -s (un
ter Einfluss von fr. jury aus gleichbed. engl. jury, dies aus
altfr. jurée „Versammlung der Geschworenen“ zu lat. iurare „schwören“, dies zu ius, vgl. 'Jus): 1. a) Kollegium
von Sachverständigen als Preisrichter bei sportlichen,
künstlerischen Wettbewerben, bei Quizveranstaltungen
o.Ä.; b) Kollegium von Fachleuten, das Werke für eine
Ausstellung, für Filmfestspiele o.Ä. auswähit. 2. Schwur
gericht, ein bes. in England u. Amerika bei Kapitalverbre
chen zur Urteilsfindung verpflichtetes Gremium von Lai
en. julrylfrei: nicht von Fachleuten zusammengestellt
julraslsisch
Justifikation
'Jus [ju:s] das; -, Jura (aus gleichbed. lat. ius, Gen. iu
ris „Recht“, vgl. 'Jura): Recht, Rechtswissenschaft; Jus
ad Rem: Recht auf die Sache (Eigentums-, Nutzungsan
spruch); Jus aequum [- 'ɛkvuʊm]: billiges Recht (Recht,
das für Billigkeitserwägungen des Richters Raum lässt);
Jus canonicum [- ka'no:nikom]: kanonisches Recht (vgl.
kanonisch 2); Jus civile [- tsi'vi:lə]: römisches Bürger
recht; Jus cogens [- 'ko:...]: zwingendes Recht; Jus divi
num [- ...v...]: göttliches Recht; auf menschliches Verhal
ten bezogener göttlicher Wille; Jus ecclesiasticum [- ekleziastikum] : Kirchenrecht; Jus Gentium: Völkerrecht; Jus
naturale: Naturrecht; Jus primae Noctis [- ...me hak...]:
im Mittelalter gelegentlich bezeugtes Recht des Grund
herrn auf die erste Nacht mit der Frau eines neu vermähl
ten Hörigen, Leibeigenen; Jus privatum [- ...v...]: Privat
recht; Jus publicum [- ...kom]: öffentliches Recht; Jus
Sanguinis: das in zahlreichen Staaten geltende Recht des
Blutes, wonach die Staatsangehörigkeit des Kindes derje
nigen der Eltern bzw. eines Elternteils folgt; Jus strictum
[- sink...]: strenges, gesetzlich festgelegtes, bindendes
Recht; Jus studieren: (österr.) 'Jura studieren
2Jus [jy:] die; -, auch, bes. südd. u. Schweiz., das; - u. bes.
Schweiz, der; - (aus fr. jus „Saft, Brühe“, dies aus lat. ius
„Suppe, Brühe, Soße“; vgl. Juice): 1. a) Bratensaft; b)
starke Fleischbrühe. 2. (Schweiz.) Frucht-, Gemüsesaft
jusqu'au bout [sysko'bu] (fr.; „bis zum Ende“): franz.
Schlagwort während des 1. Weltkriegs für das bedin
gungslose Aushalten bis zum Sieg
Juslsilon die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. iussio zu lat. iubere „befehlen“): (veraltet) Befehl. Juslsiv der; -s, -e
[...vs] (zu lat. iussum „Befehl, Geheiß“ u. t...iv>: impera
tivisch gebrauchter Konjunktiv (z.B. er lebe hoch!;
Sprachw.)
just (wohl über gleichbed. mniederl. juust, just aus altfr.
juste „gerecht, richtig“, dies aus lat. iuste „mit Recht, ge
hörig; gerade“, Adv. von iustus „gerecht; rechtmäßig“, zu
ius, vgl. 'Jus): eben, gerade (in Bezug auf eine Situation in
gewissem Sinne passend). Jusltalge [,,,ʒə] die; -, -n (zu
t. ..age); (fachspr.) das Justieren (1); vgl. Justierung, justal ment (aus gleichbed. fr. justement): (veraltet) a) gera
de, genau; b) nun gerade, erst recht. Jusltalmentstandlpunkt der; -[e]s, -e: (österr.) das Beharren auf der
eigenen Meinung nicht aus Überzeugung, sondern um des
Ansehens willen. Jusltaulcorps* [ʒvstoko:u] der; -[s]
[...'korg(s)], -s [... korgs] (aus gleichbed. fr. justaucorps zu
juste „genau“ (vgl. justament) u. corps „Körper, Leib“,
eigtl. „genau am Körper“): tailliert geschnittener, eng an
liegender knielanger Männerrock ohne Kragen im 17. u.
18. Jh. Justelmillieu [jystmi'ljo] das; - (aus fr. juste-mi
lieu „goldener Mittelweg“, eigtl. „richtige Mitte“, zu juste
(vgl. just) u. milieu (vgl. Milieu)): 1. nach 1830 Schlagwort
für die den Ausgleich suchende, kompromissbereite Poli
tik von Louis-Philippe von Frankreich. 2. (selten) laue
Gesinnung. Jusltesse [jys'tss] die; - (aus gleichbed. fr.
justesse): (veraltet) Richtigkeit, Genauigkeit
just for fun ['dʒʌt fə 'fʌn] (engl.): nur zum Spaß, zum eige
nen Vergnügen
jusltielren [jo...] (aus mlat. justare „berichtigen“): 1. Ge
räte od. Maschinen, bei denen es auf genaue Einstellung
ankommt, vor Gebrauch einstellen; eichen. 2. a) Druck
stöcke auf Schrifthöhe u. Winkelständigkeit bringen; b)
Fahnensatz auf Seitenhöhe bringen (umbrechen;
Druckw.). 3. das gesetzlich vorgeschriebene Gewicht ei
ner Münze kontrollieren. Jusltielrer der; -s, -: jmd., der
beruflich mit dem Justieren von etwas beschäftigt ist.
Jusltielrung die; -, -en (zu f...ierung): das Justieren (1, 2
u. 3). Jusltierlwaalge die; -, -n: Münzkontrollwaage.
Jus|ti|fi|ka|tilon die; -, -en (aus spätlat. iustificatio
„Rechtfertigung“ zu iustificare, vgl. justifizieren): 1. a)
J
674
Justifikatorium
Rechtfertigung; b) Anerkennung der Richtigkeit. 2. svw.
Justifikatur. 3. (veraltet) Hinrichtung. Jusltilfilkaltolrium das; -s, ...ien [...ien] (zu t...orium>: (veraltet) Rech
nungsbeleg. Jus|ti|fi|ka|tur die; -, -en (zu spätlat. iustificatus „gerechtfertigt“; vgl. ...ur>: Rechnungsgenehmi
gung nach erfolgter Prüfung, jusltilfilzielren (aus
(spät)lat. justificare „rechtfertigen“): 1. rechtfertigen. 2.
eine Rechnung nach Prüfung genehmigen. 3. (veraltet)
hinrichten, just in time [dʒʌst in 'taɪɪn] {engl.; „gerade
zur Zeit, rechtzeitig“): zeitlich aufeinander abgestimmt,
gleichzeitig. Just-in-time-Pro|duk|ti|on die;
Orga
nisationsprinzip der Produktion u. Materialwirtschaft,
bei dem mithilfe der Informationsverarbeitung Zulieferu. Produktionstermine genau aufeinander abgestimmt
werden. Jusltiltia [ju...] die; - (aus lat. lustitia (vgl. Jus
tiz), nach dem Namen der altröm. Göttin des Rechts, der
Gerechtigkeit): (gehoben) Verkörperung, Personifizie
rung, Sinnbild der Gerechtigkeit; als Person gedachte Ge
rechtigkeit. j us Iti Iti la I be I usw. vgl. justiziabel usw. Justiltilalrilus der; -, ...ien [...¡an] (aus mlat. justitiarius):
(veraltet) svw. Justiziar. Jusltiz die; - (über mlat. justitia
„Recht(sprechung), Gerichtsbarkeit“ aus lat. iustitia
„Gerechtigkeit(sgefühl) “ zu iustus, vgl. just): 1. Rechts
wesen, -pflege; Rechtsprechung. 2. Behörde, Gesamtheit
der Behörden, die für die Ausübung der Justiz ( 1 ), für Ein
haltung der Rechtsordnung verantwortlich ist, sie gewähr
leistet. jus Iti Izi la Ibei, auch justitiabel (über fr. justiciable
aus gleichbed. mlat. justitiabilis): vom Gericht abzuurtei
len, richterlicher Entscheidung zu unterwerfen. JusItiIzia|bi|li|tät, auch Justitiabilität die; - (zu t...ität>: Über
prüfbarkeit eines Rechtsverhältnisses od. eines rechtlich
bedeutsamen Vorgangs durch ein staatliches Gericht.
Jus|ti|zi|ar, auch Justitiar der; -s, -e (aus mlat. justitiari
us „Richter, Amtmann“, vgl. Justiz): 1. ständiger, für alle
Rechtsangelegenheiten zuständiger Mitarbeiter eines Un
ternehmens, einer Behörde o. Ä. 2. in der Î Patrimonialge
richtsbarkeit Gerichtsherr, Gerichtsverwalter. Jusltilzialrilat, auch Justitiariat das; -[c]s, -e (zu T...iat): Amt des
Justiziars (1 u. 2). jusltilzilell, auch justitiell (aus gleich
bed. mlat. justitialis, vgl. ...eil): die Justiz betreffend. Justilzilum, auch Justitium das; -s, ...ien [...ien] (aus gleich
bed. lat. iustitium zu ius „Recht“ u. statum (in Zus. -stit-),
Part. Perf. von sistere „stillstehen, stehen bleiben“): Un
terbrechung der Rechtspflege durch Krieg od. höhere Ge
walt. Jusltizlmilnisltelrilum das; -s, ...ien [...ien]: für
die Rechtspflege zuständiges Ministerium. Jusltizmord der; -[e]s, -e: (emotional) Hinrichtung eines Un
schuldigen aufgrund eines fehlerhaften Gerichtsurteils
Julte die; - (über engl. jute aus gleichbed. bengal. juto, dies
aus altind. jütah „krauses Haar“): 1. Gattung der Linden
gewächse mit zahlreichen tropischen Arten (z.T. wichtige
Faserpflanzen). 2. Bastfaser der bes. in Indien angebau
ten Jutepflanzen
Julvanltia [...v...] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. iuvantia,
substantivierter Plur. (Neutr.) von iuvans, Part. Präs, von
iuvare „helfen“): (veraltet) einer Arznei zur Verstärkung
zugesetzte Mittel (Med.)
[...v...] (nach dem röm. Satiriker Juvenal,
etwa 58-127 n.Chr.): beißend, spöttisch, satirisch
ju|ve|na|li|sie|ren [,..v...] (zu lat. iuvenalis „jugendlich,
für junge Leute“ zu iuvenis (vgl. Juvenat) u. Î..deren): am
Stil, Geschmack der Jugend orientieren. Julvelnallisierung die: -, -en (zu f...ierung): Orientierung am Stil,
Geschmack der Jugend. Julvelnat das; -[e]s, -e (zu lat.
iuvenis „jung; Jüngling“ u. t...at (1)): (früher) kath. Schü
lerheim; Internatsschule bes. für jmdn., der in einen Or
den eintreten will, julvelnil (über fr. juvénile aus gleich
bed. lat. iuvenilis): 1. jugendlich, für junge Menschen cha
rakteristisch. 2. direkt aus dem Erdinnere stammend,
aufgestiegen; vgl. vados (Geol.). Julve|ni|lis|mus der; (zu T...ismus): 1. Entwicklungsstufe des Jugendstadiums.
2. Form seelischer Undifferenziertheit, bei der die seeli
sche Entwicklung auf einer jugendlichen Stufe stehen ge
blieben ist (Psychol.). Ju|ve|ni|li|tät die; - (über fr. juvé
nilité aus gleichbed. Zai. iuvenilitas, Gen. iuvenilitatis):
Jugendlichkeit. Julvelnillwaslser das; -s: juveniles (2)
Wasser
’Julwel das, auch der; -s, -en (unter Einfluss von mniederl.
juweel, jouweel aus gleichbed. a'ltfr. joël, dies über das
Vulgärlat. zu lat. iocus „Spaß, Scherz“): wertvoller
Schmuckstein, wertvolles Schmuckstück. 2Ju|wel das; -s,
-e (zu Î ‘Juwel): Person od. Sache, die für jmdn. besonders
wertvoll ist. Ju|we|len|por|zel|lan das; -s, -e (zu T'Ju
wel): Porzellan mit verschiedenfarbigen, tropfenförmigen
Auflagen von Emailfarbe auf Goldgrund. Juiwellier der;
-s, -e (zu t*...ier>: jmd., der [als ausgebildeter Gold
schmied, Uhrmacher o.Ä.] mit Schmuckwaren u.Ä. han
delt
Jux der; -es, -e (studentensprachl. Entstellung von lat. io
cus „Scherz“): (ugs.) Scherz, Spaß, Ulk. julxen: (ugs.)
ulken, Spaß machen
Juxlta, österr. Juxte die; -, ...ten (zu lat. iuxta „dicht dane
ben“ ): sich meist an der linken Seite von kleinen Wertpa
pieren (Lottozetteln, Losen) befindender Kontrollstreifen. juxtaartikulär (zu lat. iuxta, vgl. Juxta): neben
einem Gelenk liegend (Med.). Jux|ta|kom|po|si|tum
das; -s, ...ta (zu Î Juxtapositum): svw. Juxtapositum, juxtalli|ne|ar (zu lat. iuxta, vgl. Juxta): neben den Zeilen ste
hend. jux|ta|mu|ral (zu lat. muralis „zur Mauer gehö
rend“): neben der Wand eines Hohlorgans od. Gefäßes
gelegen (Med.). Juxltalpolsiltilon die; -, -en: 1. a) Zusammenrückung der Glieder einer syntaktischen Fügung
als besondere Form der Wortbildung; vgl. Juxtapositum;
b) bloße Nebeneinanderstellung im Ggs. zur Komposition
(z.B. engl. football game = „Fußballspiel“; Sprachw.). 2.
Ausbildung von zwei miteinander verwachsenen Kristal
len, die eine Fläche gemeinsam haben. Jux|ta|po|si|tum
das,■ -s, ...ta (verkürzt aus îJuxtaposition u. îKompositum): durch î Juxtaposition (1 a) entstandene Zusammen
setzung (z.B. zufrieden, Dreikäsehoch; Sprachw.). juxtalpyllolrisch (zu lat. iuxta (vgl. Juxta) u. Î Pylorus): ne
ben dem Magenpförtner gelegen, in unmittelbarer Nach
barschaft des Magenausgangs lokalisiert (z.B. von Ma
gengeschwüren). Juxlte vgl. Juxta
julvelnallisch
K
der; - (aus dem Ägypt.j: für die alten Ägypter eine dem
bala. bes. TMagie mit Buchstaben u. Zahlen, kablballisMenschen innewohnende Kraft, die ihn am Leben erhält
tisch (zu! ...istisch): a) auf die Kabbala bezüglich; b) hin
Kaialba die; - (aus arab. Al-Ka’ba zu ka‘b „Würfel“):
tergründig, geheimnisvoll
Steinbau in der großen Moschee von Mekka, Hauptheilig Kalbelljau der; -s, Plur. -e u. -s (über mittelniederd. kabetum des Islams, Ziel der Mekkapilger; vgl. Hadsch u.
low, kabbelouw aus gleichbed. mniederl, cabbeliau, weite
Hadschar
re Herkunft ungeklärt): zur Familie der Schellfische gehö
Kaalma das; -[s], -s (aus dem Afrik.): eine Unterart der
render Speisefisch der Nord- u. Ostsee u. des Nordatlan
T Hartebeeste
tiks; Dorsch
Kaatlsen das; -[s] (aus gleichbed. niederl. kaatsen zu Kalbilne die; -, -n (unter Einfluss von fr. cabine aus gleich
nordfr. (picardisch) chache „Jagd“): ein in den Niederlan
bed. engl. cabin, eigtl. „einfaches Häuschen, Hütte“, dies
den u. in Belgien auf Rasenspielfeldern ausgeübtes volks
über gleichbed. altfr. cabane, altprovenzal. cabane aus
tümliches Ballspiel
spätlat. capanna „Hütte (der Weinbergaufseher)“): 1.
Kab der; -, - (aus gleichbed. hebr. kab): ein althebräisches
kleiner, meist abgeteilter, für verschiedene Zwecke be
Volumenmaß (= 1,1161)
stimmter Raum (z.B. zum Umkleiden). 2. a) Wohn- u.
Kalbalche u. Kabacke die; -, -n (vermutlich aus älter
Schlafraum auf Schiffen für Passagiere; b) Fahrgastraum
russ. kabak „Schenke, Kneipe“ zu ostmitteld. kabache
eines Passagierflugzeugs od. einer Seilbahn
„altes, baufälliges Haus“, weitere Herkunft unsicher): a) Kalbilnetti/as; -s, -e (aus gleichbed. fr. cabinet, eigtl. „klei
primitive Hütte; b) anrüchige Kneipe
nes Gemach, Nebenzimmer“, wohl zu altfr. (dialektale
Kalbaldilon
-s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. mgr. kabáForm) cabine „Kneipe für Glücksspiele“, weitere Her
dion): langer Oberrock der griech. Weltgeistlichen
kunft unsicher): 1. (veraltet) abgeschlossener Beratungs
Kalballe die; -, -n (aus gleichbed. fr. cabale, eigtl. „jüdische
od. Arbeitsraum (bes. an Fürstenhöfen). 2. (veraltet)
Geheimlehre“, zu hebr. qabbälä, vgl. Kabbala): tIntrige,
engster Beraterkreis eines Fürsten. 3. kleinerer Museums
hinterhältiger Anschlag, kalballielren u. kalballilsieraum, in dem meist besonders wertvolle Stücke ausgestellt
ren (zu !..deren bzw. t...isieren): (veraltet) Ränke
werden. 4. Kreis der die Regierungsgeschäfte eines Staa
schmieden, intrigieren. Kalballist der; -en, -en (zu
tes wahrnehmenden Ministers. 5. (österr.) kleines, ein
T ...ist): (veraltet) heimtückischer Gegner, îlntrigant; vgl.
fenstriges Zimmer. 6. Lehr- u. Beratungszentrum. 7. Wein
aber Kabbalist
der ersten Kategorie der Qualitätsweine mit Prädikat
(nach dem dt. Weingesetz). Ka|bi|nett|for|mat das;
Kalban vgl. Caban
-[e]s: Format von fotografischen Platten (10 x 14 cm).
Kalbalnoslsi die; -, - (Herkunft ungeklärt): (fingerdicke]
Kalbilnettlmallelrei die; -: Verfahren der Glasmalerei,
stark gewürzte grobe Wurst
bei dem mit Schmelzfarben gearbeitet wird; vgl. musivi
Kalbalrett [auch ka..., ...re:] das; -s, Plur. -s od. -e (aus
sche Arbeit. Kalbilnettlscheilbe die; -, -n: in der Kabi
gleichbed. fr. cabaret, eigtl. „Schenke, Trinkstube; Trink-,
nettmalerei runde od. viereckige Glasscheibe mit Darstel
Teegeschirr“, weitere Herkunft unsicher): 1. (ohne Plur.)
lung eines Wappens od. einer Szene. Kalbilnettslfralge
Kleinkunst in Form von î Sketchs u. Î Chansons, die in pa
die; -, -n: Vertrauensfrage, die das Kabinett (4) an das
rodistischer u. witziger Weise politische Zustände od. ak
Parlament richtet u. von deren positiver od. negativer Be
tuelle Ereignisse kritisieren. 2. a) Kleinkunstbühne; b)
antwortung das Verbleiben der Regierung im Amt ab
Ensemble, das Kabarett (1) macht. 3. [drehbare] mit klei
hängt. Kalbilnettsljusltiz die; a) Rechtsprechung od.
nen Fächern od. Schüsselchen versehene Salat- od. Spei
Einflussnahme auf die Justiz durch einen Herrscher; b)
seplatte. Kalbalretltiler [.. .re1 tie:] der; -s, -s (aus fr. caba[unzulässige] Einwirkung der Regierung auf die Recht
retier, eigtl. „Kneipenwirt“): Besitzerod. Leitereines Ka
sprechung; vgl. Amnestie. Kalbilnettslorlder die; -, -n:
baretts (2a, b). Ka|balret|tist<¿er; -en, -en (zu TKabarett
(veraltet) [unmittelbarer] Befehl des Fürsten. Kalbilnettu. T...ist): Künstler an einem Kabarett (2a). kalbalretstück das; -s, -e: 1. (veraltet) Prunkstück; besonders
tisltisch (zu Î ...istisch) : in der Art eines Kabaretts (1)
wertvoller, in seiner Art einmaliger Gegenstand. 2. beson
Kab ba la [auch ...'la] die; - (aus hebr. qabbälä „Überliefe
ders geschicktes, erfolgreiches Vorgehen. Kalbilnettrung“ zu qäbal „(als Brauch) annehmen“): a) stark mit
wein der; -s, -e: svw. Kabinett (7)
Buchstaben- u. Zahlendeutung arbeitende jüd. Geheim
lehre u. Mystik vor allem im Mittelalter; b) esoterische u. Kalbi renrf/e (Plur.) (msemit. kabir „groß, mächtig“): rät
selhafte Gottheiten, die zuerst wohl in Phönizien, später
theosophische Bewegung im Judentum. Kablballist der;
auch in Griechenland u. auf den kleinen asiat. Inseln ver
-en, -en (zu t ...ist): Anhänger der Kabbala; vgl. aber Ka
ehrt wurden. Ka|bi|ren|va|sen f...v...] die (Plur.) (zu gr.
balist. Kablballisltik die; - (zu T...istik>: Lehre der Kab
Ka
Kabis
kabeirós „groß“, dies zu semit. kablr, vgl. Kabiren):
griech. Trinknäpfe der spätklassischen Zeit, deren Bema
lung neben Wein- u. Efeuranken vor allem burleske Sze
nen u. Mythenparodien zeigt
Kalbis iZer; - (aus mlat. caputium „Weißkohl“ zu /«/. caput
„Kopf“): (südd., Schweiz.) Kohl; vgl. Kappes
Kalbod der; -[s] (aus hebt; käböd „Ehre, Herrlichkeit“ zu
käbad „ehren“): die kultische Gegenwart Gottes (in der
jüd. Tempeltheologie)
Kalboltalge [,,,ʒə] rf/e; - (aus fr. cabotage „Küstenschiff
fahrt“ zu caboter „die Küste befahren“, dies vielleicht zu
span, cabo „Vorgebirge, Kap“): die meist den Bewohnern
eines Landes vorbehaltene Beförderung von Gütern u.
Personen innerhalb des Landes od. Hoheitsgebiets (z.B.
Küstenschifffahrt, Binnenflugverkehr), kalboltielrer»
(zu Î..deren): (im Rahmen bestimmter Abkommen) Güter
od. Personen innerhalb eines Landes od. Hoheitsgebiets
befördern
Kaibrio*, Cabrio [k...] das; -[s], -s: Kurzw. für Kabriolett,
Cabriolet. Kalbrilollett [österr. ... le:], Cabriolet [k...'le:J
das; -s, -s (aus /r. cabriolet „leichter, einspänniger Wagen“
zu cabriole „Luftsprung“, dies aus it. capriola, vgl. Ka
priole): 1. Auto mit aufklappbarem od. versenkbarem
Verdeck. 2. (veraltet) leichter, zweirädriger Einspänner.
Ka|bri|olli|moulsi|ne [...mu...] die; -, -n: a) Auto mit
aufrollbarem Verdeck; b) TLimousine mit abnehmbarem
Verdeck
Kalbulki das; - (aus jap. kabuki): im 17. Jh. aus Singtanz
pantomimen entstandenes japan. Volkstheater in über
steigert realistischem Stil
Kalchekltilker* [kax...] der; -s, - (zu tkachektisch): jmd.,
der an Kachexie leidet, hinfälliger Mensch (Med.). Kachek tin das; -s, -e (zu t...in (1)): körpereigene Substanz,
die bei der Entstehung der Kachexie eine Rolle spielt
(Med.), kalchekltisch (über spätlat. cachecticus aus gr.
kachektikós „leidend, von schlechtem Zustand, bes. des
Körpers“): hinfällig (Med.)
Kalcheltilner [kax...] iZer, -s (nach der Landschaft Kachetien in Georgien): ein georgischer Wein
Kalchelxie* [kax...] ¿ZZe; -, ...ien iübzr spätlat. cachexia aus
gr. kachexia „schlechter Zustand, bes. des Körpers“): mit
allgemeiner Schwäche u. Blutarmut verbundener starker
Kräfteverfall [als Begleiterscheinung schwerer Krankhei
ten] (Med.)
Kaldalver [...v...] der; -s, - (aus gleichbed. lat. cadaver,
eigtl. „gefallener (tot daliegender) Körper“, zu cadere
„fallen“): 1. toter, in Verwesung übergehender Tierkör
per; Aas. 2. (ugs., meist abwertend) verbrauchter, müder,
geschwächter Körper eines Menschen. Ka|da|ver|gehorlsam der; -s : blinder, willenloser Gehorsam unter völ
liger Aufgabe der eigenen Persönlichkeit. Kaida Ivel rin u.
Cadaverin [k...] das; -s (zu t...in (1)): bei Fäulnis aus der
Aminosäure Lysin entstehender Wuchsstoff für gewisse
Bakterien; Leichengift. Kaldalverlmehl das; -s: Kno
chen- od. Fleischrückstände verendeter Tiere, die als Fut
ter od. Dünger verwendet werden. ka|da|ve|rös (aus
gleichbed. lat. cadaverosus): (veraltet) leichenartig, Lei
chen betreffend
Kadldisch das; -s (aus gleichbed. jidd. kádesch zu aram.
qadis „heilig“, dies aus gleichbed. hebr. qadös, nach dem
Anfangswort des Gebets): ein jüd. Gebet (bes. für das
Seelenheil der Verstorbenen)
kaldent (aus gleichbed. lat. cadens, Gen. cadentis, Part.
Präs, von cadere „fallen“): (veraltet) fallend, sinkend.Ka
denz die; -, -en (aus gleichbed. it. cadenza, dies aus vulgärlat. cadentia „das Fallen“ zu lat. cadere „fallen“): 1.
Akkordfolge als Abschluss eines Tonsatzes od. -abschnittes (Mus.). 2. das auf den drei Hauptharmonien (Î 'Tonika
3, Dominante [t Dominantakkord], Î Subdominante b) be
676
ruhende harmonische Grundgerüst der Akkordfolge (die
sieben Grundakkorde; Mus.). 3. vor dem Schluss eines
musikalischen Satzes (od. einer Arie) virtuose Paraphra
sierung der Hauptthemen (bzw. virtuose Auszierung des
dem Schluss vorausgehenden Tons) durch den Solisten
ohne instrumentale Begleitung (Mus.). 4. Schlussfall der
Stimme (Sprachw.). 5. metrische Form des Verschlusses.
6. svw. Klause (2). 7. Maß für die Leistung einer Feuer
waffe, angegeben in Schusszahl pro Minute; Feuerge
schwindigkeit. kaldenlzielren (zu t..deren): a) durch ei
ne Kadenz (1) zu einem harmonischen Abschluss leiten;
b) eine Kadenz (3) ausführen (Mus.)
1Ka|der der, Schweiz, das; -s, - (aus fr. cadre, eigtl. „Rah
men, Einfassung“ zu gleichbed. it. quadro, eigtl. „Vier
eck, Quadrat; viereckig“, dies aus gleichbed. lat. quadrum, substantiviertes Neutrum von quadrus „vier
eckig“): 1. erfahrener Stamm eines Heeres (bes. Offiziere
u. Unteroffiziere). 2. erfahrener Stamm einer Sportmann
schaft. 2Ka|der der; -s, - (aus gleichbed. russ. kadry
(Plur.) zu fr. cadre, vgl. ‘Kader): 1. Gruppe leitender Per
sonen mit wichtigen Funktionen in Partei, Staat u. Wirt
schaft (in den ehemaligen sozialistischen Staaten). 2. An
gehöriger des "Kaders (1). Kalderlarlmee die; -, -n (zu
î'Kader): Î Armee (a), die in Friedenszeiten nur aus 'Ka
dern (1) besteht u. im Kriegsfälle mit Wehrpflichtigen
aufgefüllt wird
Kalder-Fisltel die; -, -n (nach dem poln. Chirurgen B. Ka
der (1863-1937) u. zu TFistel): operativ hergestellte Ma
genfistel mit eingenähtem Gummischlauch als Fistelrohr
(Med.)
Ka|der|par|tie die; -, -n (zu î'Kader): Partie im ÎBillard
(1)
'Ka dett der; -en, -en (aus fr. cadet „der Jüngere; Offi
ziersanwärter“ zu altgaskogn. capdet, altprovenzal.
capdel „kleiner Hauptmann“, dies aus lat. capitellum
„Köpfchen“, Verkleinerungsform von caput „Kopf“): 1.
Zögling eines militärischen Internats für Offiziersanwär
ter. 2. (Schweiz.) Mitglied einer [Schul]organisation für
militärischen Vorunterricht. 3. (ugs.) Bursche, Kerl.
2Ka|dett der; -s, -s (zu Î'Kadett): blau-weiß od.
schwarz-weiß gestreiftes Baumwollgewebe für Berufsklei
dung
3Ka|dett der; -en, -en (aus gleichbed. russ. kadjet, nach den
Anfangsbuchstaben K u. D von russ. konstitucionno-demokraticeskaja (partija) „konstitutionell-demokratische
(Partei)“): Mitglied einer russ. Partei (1905-1917) mit
dem Ziel einer konstitutionellen Monarchie
Kaldetlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. cadette, eigtl. „Stein
platte, Fliese“ (Dialektwort), vermutlich zu provenzal. cadasca „in Platten gelegter Stein“): (veraltet) Pflasterstein
Kaldetltenlkorps [,,,ko:n] das; - [,,,ko:p(s)], - [,,,ko:us] (zu
Î'Kadett u. ÎKorps): Gesamtheit der in Kadettenanstal
ten befindlichen Zöglinge
kaldetltielren (aus gleichbed. fr. cadetter zu cadette, vgl.
Kadette): (veraltet) mit Steinplatten belegen, pflastern
Kaldi der; -s, -s (aus gleichbed. arab. qädi): 1. Richter (in is
lam. Ländern). 2. (ugs.) a) Richter; b) Gericht
Kaldilne die; -, -n (aus türk, kadyn „Dame, Frau“): eine
der sieben rechtmäßigen Frauen des türk. Sultans, die er
sich aus seinen Haremssklavinnen auswählte
kadlmielren u. verkadmen (zu tKadmium (u. Î..deren)):
Metalle zum Schutz gegen Î Korrosion auf Î galvanischem
Weg mit einer Kadmiumschicht überziehen. Kadlmierung die; -, -en (zu Î ...ierung): Vorgang des Kadmierens.
Kadlmilum, ehern, fachspr. Cadmium [k...] das; -s (zu
lat. cadmia „Zinkerz“, dies aus gleichbed. gr. kadmeia,
kadmia; vgl. ...ium): ehern. Element, ein Metall; Zeichen
Cd. Kadlmilumlgelb das; -s: aus Kadmiumsulfid beste
hendes lichtechtes Pigment für Künstlermai-, Schilder- u.
677
Druckfarben. Kad|mi|umlrot das; -s: aus Kadmiumselenid bestehendes lichtechtes Pigment für Künstlermai-,
Keramik- u. Emailfarben. Kad|mo|se|lit (auch ...lit] der;
-s, -e (verkürzt aus Kadmiumselenid (vgl. Selenid) u. zu
T2...it>: ein schwarzes Mineral
kalduk (aus lat. caducus, eigtl. „fallend, gefallen“, zu cade
re „(hin)fallen“): (veraltet) hinfällig, gebrechlich, verfal
len. ka|du|zie|ren (zu Î..deren): geleistete Einlagen als
verfallen erklären (Rechtsw.). Ka du zie rung die; -, -en
(zu t...ierung): Verfallserklärung hinsichtlich bereits ge
leisteter Einlagen eines Aktionärs od. Gesellschafters, der
mit seinen satzungsgemäßen Einzahlungen im Verzug ist
(Rechtsw.). Kaldulziltät die: - (zu t ...ität): (veraltet) Hin
fälligkeit, Baufälligkeit, das Verfallensein
Kaf das od. der: -[s] (aus gleichbed. arab. qäf): nach islam.
Anschauungen legendäres Gebirge als Grenze der Erde u.
Sitz der Götter u. Dämonen
Kalfess das; -, -e (aus gleichbed. türk, kafes, dies zu arab.
kafas „Käfig“): (früher) 1. vergittertes Fenster des Ha
rems. 2. Strafgefängnis der Söhne des türk. Sultans
Kaff das; -s, Plur. -s u. -e (wohl zu gaunerspr. gäw „Dorf“):
(ugs.) armselige Ortschaft, langweiliger kleiner Ort
KafIfee [auch, österr. nur, kafe:] der; -s (über engl. coffee,
/r. café, it. càffe, türk, kahve aus gleichbed. arab. qahwâ,
wohl nach der abessin. Landschaft Kaffa unter Anleh
nung an älter arab. qahwa „Wein“): 1. Kaffeepflanze,
Kaffeestrauch. 2. a) bohnenförmige Samen des Kaffee
strauchs; b) geröstete [gemahlene] Kaffeebohnen. 3. aus
den Kaffeebohnen bereitetes Getränk. 4. a) kleine Zwi
schenmahlzeit am Nachmittag, bei der Kaffee getrunken
wird; b) Morgenkaffee, Frühstück. 5. eindeutschende
Schreibung für îCafé. Kaflfee-Exltrakt* der; -[e]s, -e:
pulverisierter, [gefriergetrockneter Auszug aus starkem
Kaffeeaufguss. Kaf|fee|sie|der der; -s, -: (österr., oft ab
wertend): Cafébesitzer. Kaflfeelsurlrolgat das; -[e]s, -e:
Kaffee-Ersatz. Kaflfee|va|lo|rilsa|tilon [.,.v...] die; -,
-en: Lagerung, Zurückhaltung von Kaffee zur Erhaltung
der Preisstabilität (Wirtsch.). Kaflfelin das; -s (aus
gleichbed. engl. caffeine, fr. caféine zu café „Kaffee“):
svw. Koffein
Kaflfer der; -s, - (wohl zu jidd. kafer „Bauer“, weitere Her
kunft unsicher): (ugs.) jmd., der (nach Ansicht des ärger
lichen Sprechers) dumm, ungebildet o.Ä. ist
Kalfilla u. Kaffilla die; -, ...len (aus gleichbed. arab. käfila):
Reisegesellschaft (in arab. Ländern), Karawane
Ka If il Iler der; -s, - (Herkunft unsicher, vielleicht zu gaunersprachl. cavall „Pferd“, da früher hauptsächlich tote Pfer
de abgedeckt wurden): (Gaunerspr.) Schinder, Abdecker.
Ka|filllelrei die; -: (Gaunerspr.) Abdeckerei
Kalfir der; -s, -n (aus arab. käfir „Ungläubiger“): (abwer
tend) jmd., der nicht dem islam. Glauben angehört
kaflkalesk (nach dem österr. Schriftsteller F. Kafka
(1883-1924) u. zu t,,,esk): in der Art der Schilderungen
Kafkas; auf rätselvolle Weise unheimlich, bedrohlich
Kafltan der; -s, -e (über türk.-slaw. kaftan aus arab. quftän
„(militär.) Obergewand“, dies aus pers. chaftän): aus
Asien stammendes langes Obergewand, das früher in Ost
europa zur Tracht der orthodoxen Juden gehörte
Kalgu der; -s, -s (aus dem Polynes.): Rallenkranich (Ur
waldvogel Neukaledoniens)
Kalgulra der; -s, -s (aus gleichbed. jap. kagura): japan.
Tanz beim schintoistischen Kult
Kalhal der; -s, -s (über jidd. kahal aus hebr. qëhillâ „Ver
sammlung, Gemeinde“): jüd. Religionsgemeinde
Kai [österr. ke:] der; -s, Plur. -s, selten -e (über niederl. kaai
aus gleichbed. fr. quai, dies über altfr. (dialektale Form)
cai „Hafendamm, Anlegeplatz“ aus gall, caio „Gehege,
Zaun“, dies aus dem Kelt.): durch Mauern befestigtes
Ufer zum Beladen u. Löschen von Schiffen
Kakao
u. Kajik iZer; -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed. türk.
kaik): leichtes türk. Küstenfahrzeug, Ruderboot
Ka|i|loff i/er; -s, -e (aus jidd. kelew „Köter“, dies aus hebr.
kelev „Hund“): (Gaunerspr.) Hund
Kalim u. Kajim ¿Zér; -s, -s (aus arab. kä’im, Part. Präs, von
käma „stehen"): Wächter in den Moscheen. Kalilmakam u. Kajimakam der; -s, -s (aus arab. kä’im (vgl. Kaim)
u. makäm „Ort“ bzw. iür/c kajmakam): Orts-, Distrikts
vorsteher in islam. Ländern, bes. Stellvertreter des türk.
Großwesirs
Kailman der; -s, -e (über gleichbed. span, caimán aus einer
karib. Eingeborenensprache): Krokodil, Alligator im
trop. Südamerika. Kajlmanlfisch der; -[e]s, -e: hechtar
tiger Knochenfisch mit TGanoidschuppen, dessen Kiefer
zu einer Krokodilschnauze verlängert ist
Kailnit [auch ...nit] der; -s, -e (zugr. kainös „neujüngeren
Datums“ (nach der erdgeschichtlich späten Entstehungs
phase) u. t2...it>: ein weißes, gelbes od. graues, auch rotes,
in Wasser leicht lösliches Mineral (ein Kalidüngemittel)
Kajnslmal [auch 'ka:m...] ¿Zas; -[e]s, -e (nach 1. Mose 4, 15
Zeichen, das Kain nach dem Brudermord an Abel erhal
ten haben soll u. das ihn als nur von Gott zu Richtenden
kennzeichnen sollte; später erst als Zeichen der Schuld
verstanden): Mal, Zeichen der Schuld, das jmd. [sichtbar]
trägt, mit dem jmd. gezeichnet ist. Kainslzeilchen das;
-s, -: svw. Kainsmal
Kailrolpholbie die; -, ...ien (zu î...phobie (a)): svw. Situa
tionsphobie. Kailrps der; -, ...roi [...roy] (aus gleichbed.
gr. kairös, eigtl. „das rechte Maß, der rechte Zeitpunkt“):
1. günstiger Zeitpunkt, entscheidender Augenblick (Phi
los.). 2. Zeitpunkt der Entscheidung (z. B. zwischen Glau
ben u. Unglauben; Rel.)
Kailzen [,,,zɛn] das; - tjap.y. aus Japan stammendes Unter
nehmensführungskonzept, das auf einer Philosophie der
ewigen Veränderung beruht und als kontinuierlicher Ver
besserungsprozess auch in westlichen Industriestaaten an
Einfluss gewinnt (Wirtsch.)
Kaljak der, auch das; -s, -s (aus gleichbed. eskim. qajaq): a)
einsitziges Männerboot bei den Eskimos (vgl. Umiak); b)
ein- od. mehrsitziges Sportpaddelboot
Kaljal das; -[s] (aus sanskr. kajjala „Ruß; Rußsalbe“): als
Kosmetikmittel verwendete [schwarze] Farbe zum Um
randen der Augen
Kalje die; -, -n (zu niederl. kaai, vgl. Kai): (landsch.)
[Schutz]deich, Uferbefestigung
Kaljelputlbaum ¿Zer; -[e]s, ...bäume (aus indones. kaju putih (zu kaju „Baum“ u. putih „weiß“), eigtl. „Weiß
baum“): ein Myrtengewächs in Indonesien u. Australien,
dessen junge Triebe ein schmerzlinderndes Öl liefern
Kaljik vgl. Kaik
Kaljim vgl. Kaim. Kaljilmalkatn vgl. Kaimakam
Kaljollelrie [kaʒo...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. cajole
rie zu cajoler, vgl. kajolieren): (veraltet) Schmeichelei,
Liebkosung. Kaljolleur [,,,'lo:n] der; -s, -e (aus gleichbed.
fr. cajoleur): (veraltet) Schmeichler. Ka|jo|leu|se
[,,,'lo:zə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. cajoleuse): (veraltet)
Schmeichlerin, kaljollielren (aus älter fr. cajoler „zu ge
winnen suchen, liebkosen“): (veraltet) schmeicheln, lieb
kosen
Kaljülte die; -, -n (aus mniederd. kajüte, weitere Herkunft
unsicher): Wohn- u. Schlafraum auf Booten u. Schiffen
kak..., Kak... vgl. kako..., Kako...
Kakaldu [österr. ... du:] der; -s, -s (über niederl. kaketoe
aus gleichbed. malai. kaka(k)tua, weitere Herkunft wohl
lautmalend): in Indien u. Australien vorkommender Pa
pagei
Kalkao [ka'kau, auch ka'ka:o] der; -s (aus gleichbed. span.
cacao, dies aus aztek. cacao (Náhuatl cacaua atl „Kakao
baum“)): 1. Samen des Kakaobaums. 2. aus dem Samen
Kalik
678
Kakästhesie
des Kakaobaumes hergestelltes Pulver. 3. aus Kakaopul
ver bereitetes Getränk; jmdn. durch den Kakao ziehen:
(ugs.) spöttisch-abfällig über jmdn. reden
Kakläslthelsie* die; - (zu îkako... u. TÄsthesie): (veraltet)
unbehagliches Gefühl
Kalke der; -, - (aus gleichbed. jap. kake): Wurfausführung
(beim Judo). Ka|ke|mo|no das; -s, -s (aus jap. kake-mono „Hängebild“, eigtl. „das Aufzuhängende“): ostasiat.
Gemälde im Hochformat auf einer Rolle aus Seide od. Pa
pier; vgl. Makimono
Ka ker lak der; Gen. -s u. -en, Plur. -en, auch Kalkerllake die; -, -en (aus gleichbed. niederl. kakerlak, weitere
Herkunft unsicher): 1. Küchenschabe. 2. (von Tieren)
Î Albino (1)
Kalki vgl. Khaki
Kalkilbaum der; -s, ...bäume (zu gleichbed. jap. kaki): ein
ostasiatisches Ebenholzgewächs (Obstbaum mit tomaten
ähnlichen Früchten)
Kalkildrolse* u. Kalkildrolsis die; - (zu îkako... u. gr. hidrösis „das Schwitzen“): übel riechende Schweißabsonde
rung (Med.)
Kalkilelmon [...ie...] das; -s (nach der japan. Familie Kakiemon aus Arita, die das Dekorum 1640 entwickelte): ja
pan. Porzellandekor mit Überglasurfarben
Kalkilrit [auch ... rtt] der; -s, -e (nach dem See Kakir in
Nordschweden u. zu î2...it): ein durch schwache Bewe
gungen zertrümmertes u. von Kluftflächen durchzogenes
Gestein
Kaklke [...ke:] die; - (aus gleichbed.Jap. kak-ke): svw. Be
riberi
kalko..., Ka ko..., vor Vokalen kak..., Kak... (aus gleich
bed. gr. kakös): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„schlecht, übel, miss-“, z.B. kakophonisch, Kakostomie;
Kakidrose. Kalkolchollie [...ç...] die; - (zu gr. choie
„Galle“ u. t2...ie): (veraltet) schlechte Beschaffenheit der
Galle[nflüssigkeitj. Ka|ko|chy|mie [...ç...] die; - (zu gr.
chymós „Saft“ u. î2...ie): schlechte Beschaffenheit der
Körpersäfte (Med.). Kalkoldolxie die; - (zu gr. doxa
„Ruf, Ansicht, Meinung“ u. î2...ie): (veraltet) übler Ruf,
schlechte Meinung. Kalkoldyllverlbinldunlgen die
(Plur.) (zu gr. kaködes „übel riechend“ (dies zu kakös
„schlecht, übel“ u. özein „riechen“) u. T ...yl): organische
Verbindungen des Arsens (Chem.). Kakoigamie die; (zu îkako... u. î...garnie (2)>: (veraltet) Missheirat. Kakolgeulsie die; - (zu gr. geüsis „Geschmack“ u. Î 2...ie> :
übler Geschmack im Mund (Med.). Kalkolgralfie, auch
...gralphie die; - (zu Î ...grafie): fehlerhafte Schreibweise.
Ka|ko|lo|gie die; - (ausgr. kakologla, eigtl. „das schlech
te Reden“): (veraltet) fehlerhafte Sprache. Kalkolnychie* [... çi:] die; - (zugr. önyx, Gen. onychos „Nagel“ u.
î2...ie): schlechte Beschaffenheit od. Krankheit der Nägel
(Med.). Ka|ko|phe|mis|mus der; -, ...men (zu gr. phemë
„Rede, Wort, Sprache“; Analogiebildung zu 1 Euphemis
mus): schlechte Eigenschaften eines Gegenstandes od.
einer Handlung betonender sprachlicher Ausdruck
(Sprachw.). kalkolphelmisltisch (zu T ...istisch) : in der
Art eines Kakophemismus (Sprachw.). Kalkolpholnie,
auch ...fonje die; -, ...ien (zu î...phonie): 1. Missklang,
ÎDissonanz (Mus.). 2. schlecht klingende Folge von Lau
ten (Sprachw.); Ggs. ÎEuphonie. Kalkolpho nilker,
auch ...foniker der; -s, -: ein Komponist, der häufig ÎKa
kophonien (1) anwendet, kalkolpholnisch, auch ..To
nisch: die Kakophonie betreffend, misstönend, schlecht
klingend
Kalkoschlnik, Kokoschnik der; -s, -s (aus gleichbed. russ.
kokosnik, dies zu kokos’ „Henne, Hahn“, wegen des
Kamms): nationaler Kopfputz russ. Frauen bzw. Bäuerin
nen (mit Samt bezogenes, mit Tressen, Perlen u. Flitter
besetztes Diadem)
die; - (zu îkako..., gr. osmé „Geruch“ u.
î2...ie>: subjektive Empfindung eines tatsächlich [nicht]
vorhandenen üblen Geruchs (Med.). Kalkosltolmie die;
- (zu gr. stöma „Mund“ u. T 2...ie> : übler Geruch aus dem
Mund (Med.). Ka|ko|thy|mie die; - (zu gr. thymös „See
le, Gemüt“ u. î2...ie): (veraltet) Missmut, Niedergeschla
genheit
Kak|ta|ze|en die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. cactaceae zu
lat. cactus, vgl. Kaktus): Kaktusgewächse (Pflanzenfami
lie). Kakltee rfze; -, -n (eingedeutschte Form von Î Kak
tus): svw. Kaktus (1). Kakltjt [auch ..,'tit] der; -s, -e (zu
tKaktus u. î2...it>: Kaktusversteinerung. Kakltus der;
Gen. -, ugs. u. österr. auch -ses, Plur. ...teen, ugs. u. österr.
auch -se (über nlat. cactus aus gr. káktos, eigtl. „stachlige
Pflanze“; Bed. 2 in Anlehnung an dt. kacken): 1. Pflanze
mit dickfleischigem Stamm als Wasserspeicher u. meist
rückgebildeten Blättern, aus den trocken-heißen Gebieten
Amerikas stammend (auch als Zierpflanze). 2. (ugs.
scherzh.) Kothaufen
Kalkulang der; -s, Plur. -e od. -s (aus dem Malai.): Pelz
flatterer (halbaffenähnliches Säugetier mit bepelzter
Flughaut zwischen Beinen u. Schwanz) im trop. Asien
kalkulmilnal (zu lat. cacumen, Gen. cacuminis „oberes
Ende, Spitze“ u. î’...al (1)): (veraltet) svw. retroflex. Kaku milnal der; -s, -e: svw. Retroflex
Kalla-Azar die; - (aus Hindi kala-azar „schwarze Krank
heit“, wegen der schwärzlich pigmentierten Haut des Er
krankten): eine schwere tropische Infektionskrankheit,
die mit Fieber, Schwellung von Leber u. Milz u. allgemei
nem Kräfteverfall einhergeht (Med.)
Ka|lalbas|se vgl. Kalebasse
Kallalbrelser* der; -s, - (zu it. Calabrese „kalabr(es)isch“,
nach der ital. Landschaft Kalabrien): breitrandiger Filz
hut mit spitz zulaufendem Kopfteil
Kallaldie [...ia] die; -, -n (aus gleichbed. nlat. caladium,
dies aus dem Ind.): Buntwurz, eine Gattung der Aron
stabgewächse
’Kallam der; -s, -s (verkürzt aus ÎKalamos): zugeschnitte
ne Rohrfeder für das Schreiben mit Tusche auf Papyrus u.
Pergament
2Ka|lam der; -s (aus arab. qaläm „Rede, Disput, Erklä
rung“): Bez. für eine Richtung der frühen islam. Theolo
gie (8./9.Jh.)
Kalla maj ka die; -, ...ken (aus gleichbed. russ. kolomyka,
nach der ukrain. Stadt Kolomyia): ein slaw.-ungarischer
Nationaltanz im 2/4-Takt
Kalalmalrien [,,,iən] die (Plur.) (zu lat. calamarius „zum
Schreibrohr gehörig“, dies über calamus aus gr. kälamos
„(Schilf)rohr, Halm“ (vgl. Kalamos) u. t',,,ie): mit den
Î Kalamiten verwandte t fossile Schachtelhalme
Kallaimin der; -s (über älter fr. calamine aus gleichbed. lat.
calamina, dies aus gr. kadmeia „Galmei (= ein Zink
erz)“): Zinkspat
Kallalmit der; -en, -en (meist Plur.) (aus gr. kälamos (vgl.
Kalamarien) u. t3...it>: ausgestorbener baumhoher
Schachtelhalm des T Karbons
Ka|la|mi|tät die; -, -en (aus lat. calamitas, Gen. calamit
atis „Schaden, Unglück“): 1. [schlimme] Verlegenheit,
missliche Lage. 2. durch Schädlinge, Hagel, Sturm c.Ä.
hervorgerufener schwerer Schaden in Pflanzenkulturen
(Biol.)
Ka la mos der; -, ...moi [...may] (aus gleichbed. gr. käla
mos): Rohrfeder (aus Schilfrohr), mit der man im Alter
tum auf Papyrus u. Pergament schrieb
Ka|lan|choe [...çoe] die; -, -n (über das Griech. vermutlich
aus dem Chin.): zu den Dickblattgewächsen gehörende
Pflanze mit weißen, gelben od. roten Blüten (Bot.)
Kallanlder der; -s, - (aus gleichbed. fr. calandre zu calandrer „kalandern; rollen“, dies vermutlich zu niederl. kalanKalkoslmie*
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dern „hin- u. hergleiten“, weitere Herkunft unsicher):
Maschine mit Presswalzen zum Glätten, Bemustern, Prä
gen von Papier, Textilien u. Werkstoffen
Ka|lan|der|ler|che die: -, -n (Lehnübersetzung von vulgärlat. *calandra aus gleichbed. gr. kálandra): Lerchenart
der Mittelmeerländer
ka|lan|dern <aus gleichbed. fr. calandrer, vgl. Kalander):
rollen, mangeln, mit dem t Kalander bearbeitet, kallandrielren* (zu t..deren): Kunststoff zu Î Folie auswalzen
Kallandslbrülder die (Plur.) (Lehnübersetzung von lat.
fratres calendarii (zu Calendae „erster Tag eines Mo
nats“)): religiös-soziale Bruderschaften des 13.-16. Jh.s,
die sich am Monatsersten versammelten
Kallalscha die; -, -s (aus gleichbed. sanskr. kaläsa): eine
der (alt)ind. Bez. für Krug, Vase, Wassertopf, bes. für ei
nen mit heiligem Wasser gefüllten Topf im Verehrungsri
tual
Kallalsche die; -, -n (zu tkalaschen): (landsch.) [Tracht]
Prügel, kallajschen (Herkunft unsicher; vielleicht aus
dem Slaw., vgl. rw.ss. kolotit’ „schlagen, verprügeln“):
(landsch.) prügeln
Ka!lasch|ni|kow [...kof] die; -, -s (nach dem russ. Kon
strukteur M. T. Kalaschnikow, *1919): eine Maschinen
pistole
Ka|lalsi|ris die; -, - (aus gleichbed. gr. kalásiris, dies aus
dem Ägypt.): im alten Ägypten u. in Griechenland getra
genes Gewand für Männer u. Frauen
Kallalthos der; -, ...thoi [...toy] (aus gleichbed. gr. kálathos,
Bed. 2 u. 3 wegen der korbähnlichen Form) : 1. aus Weiden
geflochtener, lilienkelchförmiger Korb, der den Frauen
im antiken Griechenland zum Transport von Gegenstän
den (z. B. von Blumen, Früchten) diente. 2. Kopfschmuck
bes. der weiblichen griech. Gottheiten. 3. Kernstück des
korinthischen Î Kapitells (Kunstw.)
Kalauer der; -s, - (vermutlich unter Anlehnung an fr. ca
lembour „Wortspiel“ gebildet nach dem Namen der Stadt
Calau bei Cottbus): als nicht sehr geistreich empfundener,
meist auf einem vordergründigen Wortspiel beruhender
Witz, „fauler Witz“, z.B. statt: ich trinke auf dein Wohl,
Marie, die Umkehrung: ich trinke auf deine Marie ( =
Geldbesitz, Geldbörse), mein Wohl; oder wenn Händels
„Feuerwerksmusik“ bei Regen gespielt wird u. jmd. sagt,
dass man besser Händels „Wassermusik“ spielen sollte;
vgl. Calembour, kallaulern: Kalauer erzählen; wenig
geistreiche Witze machen
Kalldalrilum u. Caldarium [k...] das; -s, ...ien [...ion] (aus
gleichbed. lat. caldarium, eigtl. „Warrnbad(ezimmer)“,
substantiviertes Neutrum von caldarius „zum Wärmen
gehörig“ zu eal(i)dus „warm, heiß“): 1. altröm. heißes
Bad (Îapsidialer kuppelüberwölbter Rundbau, meist Zen
trum der Thermenanlage). 2. (veraltet) Gewächshaus mit
Innentemperaturen von 18 bis 25 °C
Kalldaulne die; -, -n (meist Plur.) (über mhd., mniederd.
kaldune „Eingeweide von Tieren“ vermutlich aus vulgärlat. *calduna „noch dampfende Eingeweide frisch ge
schlachteter Tiere“ zu lat. eal(i)dus „warm“): (landsch.)
Innereien, Eingeweide (bes. des Schlachtviehs; von Men
schen nur in salopper Redeweise)
Kalldelra vgl. Caldera
Kal|do|ver|fah|ren das; -s (Kurzw. aus Äa/ßling-Domnarvet-Verfahren, nach dem schwed. Metallurgen B. Kalling
(fl892) u. dem Standort des Entwicklungsbetriebes):
Stahlerzeugungsverfahren, bei dem die Schmelze mit
technisch reinem Sauerstoff Verblasen wird
Kallelbaslse u. Kalabasse die; -, -n (über fr. calebasse aus
gleichbed. span, calabaza, dies unter maurischem Ein
fluss wohl zu gleichbed. arab. qar’a): dickbauchiges, aus
einem Flaschenkürbis od. der Frucht des Kalebassenbau
mes hergestelltes Gefäß mit langem Hals. Kallelbas-
kalfatern
der; -[e]s, ...bäume: tropischer Baum mit sehr
großen, hartschaligen Früchten
Kalle|do|ni|den die (Plur.) (nach dem lat. Namen Caledo
nia für Nordschottland u. zu î...ide): die im älteren ÎPa
läozoikum entstandenen Gebirge (Geol.). kalleldonisch: die Kaledoniden u. ihre Bildungsära betreffend
(Geol.)
Kallei|do|skop* das; -s, -e (über gleichbed. engl. kaleidos
cope zu gr. kalös „schön“, eidos „Gestalt, Bild“ u.
t. ..skop, eigtl. „Schönbildschauer“): 1. fernrohrähnliches
Spielzeug, bei dem sich beim Drehen bunte Glassteinchen
zu verschiedenen Mustern u. Bildern anordnen. 2. leben
dig-bunte [Bilder]folge, bunter Wechsel. ka|lei|do|skopisch: 1. das Kaleidoskop betreffend. 2. in bunter Folge,
ständig wechselnd (z. B. von Bildern od. Eindrücken)
Ka|lei|ka das; -s (aus poln. kolejka „Reihenfolge“):
(landsch.) Aufheben, [unnötige] Umstände
Kallenldalriolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu ÎKa
lendarium u. î...graf): (veraltet) Kalenderschreiber. Kalen da rio grafie, auch ...gralphie die; - (zu T...grafie): (veraltet) [Anweisung zur] Herstellung von Kalen
dern. kallenldalrisch (zu ÎKalendarium): nach dem
Kalender. Ka|len|dalrilum das; -s, ...ien [,,,iən] (über
mlat. kalendarius, kirchenlat. calendarium „Kalender“
aus lat. calendarium „Terminkalender (für Schuldenzah
lungen)“, dies zu lat. Calendae „der erste Tag des Mo
nats“): 1. Verzeichnis kirchlicher Gedenk- u. Festtage. 2.
Verzeichnis der Tage des Jahres, das je nach Art des Ka
lenders nach Wochen, Monaten o.Ä. gegliedert bzw. ein
geteilt ist. 3. altröm. Verzeichnis von Zinsen, die am Ers
ten des Monats fällig waren. Kallenlde die; -, -n (zu lat.
Calendae (vgl. Kalenden), weil der erste Tag des Monats
Zahltag (für Schulden) war): (früher) Naturalabgabe an
den Geistlichen, den Küster (u. den Kantor). Kallenlden
u. Calendae [k...ds] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. Calen
dae): der erste Tag des altröm. Monats. Kallenlder der;
-s, - (aus mlat. calendarium, vgl. Kalendarium): 1. als ein
zelnes Blatt, als Block, Heft, Buch o.Ä. gestaltetes Ver
zeichnis der Tage, Wochen, Monate des Jahres in zeitli
cher Aufeinanderfolge (oft mit zusätzlichen Angaben über
Feiertage, Sonnenaufgänge, -Untergänge u.Ä.). 2. Zeit
rechnung mithilfe astronomischer Zeiteinheiten wie Tag,
Monat, Jahr; vgl. gregorianisch u. julianischer Kalender
Kallelsche Æe; -, -n (aus tschech. kolesa od. poln. kolasa
„Kutschwagen“, eigtl. „Räder“, zu altslaw. kolo „Rad,
Scheibe“): leichte vierrädrige Kutsche
Kallelvalla [,..v...] u. (eingedeutscht) Kallelwalla die od.
das; - (aus finn. kalevala „Land des Kaleva (= Finn
land)“, nach einer Gestalt der finn. Mythologie): finn.
Nationalepos
Kallfaklter vgl. Kalfaktor, kallfakltern (aus lat.
eal(e)faetere „warm machen, einheizen“): (veraltet) a)
heizen; b) sich in fremde Angelegenheiten mischen. Kalfakltor der; -s, ...oren (aus mlat. eal(e)faetor „Einheizer,
mit dem Einheizen der Öfen betrauter Schüler, Hausmeis
ter o.Ä.“, eigtl. „Warmmacher“): 1. a) (veraltend, oft
leicht abwertend) jmd., der für jmdn. die verschiedensten
gerade anfallenden Arbeiten, Besorgungen, untergeord
nete Hilfsdienste verrichtet; b) (oft abwertend) Gefange
ner, der in der Strafanstalt den Gefängniswärtern Hilfs
dienste leistet. 2. (landsch. abwertend) jmd., der andere
aushorcht, verleumdet, denunziert, anderen schmeichelt
u. hinter ihrem Rücken Schlechtes über sie verbreitet; Zu
träger
Kal|fa!ta|ge [--,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. calfatage zu
calfater, vgl. kalfatern): (veraltet) das Kalfatern (Seemannsspr.). kallfaltern (über niederl. kalfateren zu fr.
calfater, dies über altprovenzal. calafatar aus gleichbed.
arab. qalfata): (die hölzernen Wände, das Deck eines
sen baum
Kali
Schiffes) in den Fugen mit Werg u. Teer od. einem dafür
vorgesehenen Kitt abdichten (Seemannsspr.)
Kalli das,s,-s (rückgebildet aus ÎAlkali): 1, zusammenfas
sende Bez. für die natürlich vorkommenden Kalisalze
(wichtige Ätz- u. Düngemittel). 2. Kurzform von Kalium[verbindungen].Ka|lilam|mon|sal|pe|ter der; -s: ein
Komplexdüngemittel, das Stickstoff u. Kalium enthält
Kallilan u. Kaliun der od. das; -s, -e (aus gleichbed. pers.
galyän): persische Wasserpfeife
Kallilban der; -s, -e (nach Caliban, einer Gestalt in Shake
speares Drama „Tempest“ („Sturm“)): roher, grob
schlächtiger, primitiver Mensch
Kallilber das; -s, - (über gleichbed. fr. calibre aus arab. qälib „Schusterleisten; Form, Modell“ zu gr. kälopödion
„Schusterleisten“, eigtl. „Holzfüßchen“, dies zu kälon
„Holz“ u. poús, Gen. podós „Fuß“): 1. a) innerer Durch
messer von Rohren u. Bohrungen; b) äußerer Durchmes
ser eines Geschosses. 2. Gerät zum Messen des inneren
od. äußeren Durchmessers an Werkstücken. 3. a) Form ei
nes Uhrwerks; b) Durchmesser eines Uhrgehäuses. 4.
Aussparung, Abstand zwischen zwei Walzen bei einem
Walzwerk. 5. (ugs.) Art, Schlag, Sorte. 6. Bez. für das Ge
wicht eines Pferdes in Bezug auf seine Widerristhöhe. KaIjlbetjklaslse die; -, -n: Einteilungsgruppe der Pferde
nach ihrem Kaliber (6). Kallilberlmaß das; -es, -e: svw.
Kaliber (1 b). Ka|li|bralti|on* die; -, -en (zu î...ation): 1.
Messung des Kalibers (1 a). 2. das Eichen von Messinstru
menten. 3. das Ausrichten von Werkstücken auf ein ge
naues Maß; vgl. ...ation/...ierung. Ka|li|breur* [,,,'bra:n]
der; -s, -e (zu t...eur): jmd., der eine Kalibration vor
nimmt. ka|li|brie|ren* (aus gleichbed./r. calibrer): l.das
Kaliber (la) messen. 2. Werkstücke auf genaues Maß
bringen. 3. Messinstrumente eichen. 4. körniges Saatgut
siebtechnisch nach Größenklassen sortieren (Landw.).
Ka li brie rung* die; -, -en (zu T...ierung): svw. Kalibra
tion; vgl. ...ation/...ierung
ka lid (aus gleichbed. lat. calidus): (veraltet) warm, heiß.
KaIliIdi|tät die; - (zu T...ität>: (veraltet) Wärme, Hitze.
Kallildukt der, auch das; -[e]s, -e (zu lat. ducere „führen,
leiten“; Analogiebildung zu ÎAquädukt): (veraltet) Wär
me- od. Heizungsrohr bei der Luftheizung
Kallilekltolmie vgl. Kalikektomie
Kallif der; -en, -en (aus arab. halɪfa „Nachfolger, Stellver
treter“): a) (ohne Plur.) Bez. für den Nachfolger des Pro
pheten Mohammed als Oberhaupt der moslemischen Ge
meinschaft; b) Träger des Titels Kalif (a). Kalli fat das;
-[e]s, -e (aus gleichbed. mlat. chalifatus; vgl. Kalif u. ...at
(l)): Amt, Herrschaft, Reich eines Kalifen
Ka|li|for|ni|um vgl. Californium
Ka|li|kek|tolmie* d/e; -, ...ien (zu lat. calix, Gen. calicis
„tiefere Schale, Becher, Kelch“ u. Î...ektomie): operative
Entfernung eines krankhaft veränderten oder steintragen
den Nierenkelchs (Med.)
Kallilko der; -s, -s (über niederl. calico aus gleichbed./r. ca
licot, nach der ostind. Stadt Calicut, jetzt Kozhikode): fei
nes, dichtes Baumwollgewebe, bes. für Bucheinbände
Ka Ili I ko I pa Ipil I li Itis die; -, ...itiden (zu lat. calix, Gen. ca
licis „tiefere Schale, Becher, Kelch“ u. ÎPapillitis): Ent
zündung der Kelche u. Papillen der Nieren (Med.)
Kallillaulge die; -, -n (zu TKali): durch Lösung von Kali
umhydroxid in Wasser entstehende farblose, ätzende
Flüssigkeit, die bes. in der Waschmittel- u. Farbindustrie
verwendet wird. Ka|li|ma|gnelsi|um* das; -s, ...sia: ein
chloridfreies Kaliumdüngemittel, Gemisch aus Kaliumu. Magnesiumsulfat
Ka|li|o|lo|gie die; - (zu gr. kaliá „Vogelnest“ u. T...logie):
Vogelnesterkunde. ka|li|o|lo|gisch: die Kaliologie be
treffend
Ka|li|o|pelnie die; -, ...ien (zu tKalium u. gr. penia „Ar
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mut, Mangel“): krankhafter Mangel des Organismus an
Kalium (Med.). Kallilsallpelter der; -s (zu tKali): bes.
als Düngemittel u. bei der Herstellung von Feuerwerks
körpern, Glas u. Porzellan verwendetes Salz der Salpeter
säure. Kallilsalz das;-es,-e (meist Plur.): Doppelsalz od.
Gemisch von Verbindungen des Kaliums, Kalziums,
Magnesiums u. Natriums, das bes. als Düngemittel u. als
Rohstoff in der chemischen Industrie verwendet wird.
Kallilum das; -s (rückgebildet aus tAlkali; vgl. ...ium):
ehern. Element, ein Alkalimetall, das in der Natur nur in
Verbindungen vorkommt; Zeichen K. Ka|lilum|ar|senat das; -[e]s: farbloses, in Wasser leicht lösliches, sehr
giftiges Pulver, das u.a. als Î Insektizid verwendet wird.
Kallilumlbrolmid das; -[e]s, -e: halogenhaltiges Kalium
salz, das in der Pharmazie für Beruhigungsmittel u. in der
Fototechnik als Zusatz zu Entwicklern (entwicklungsver
zögernd) verwendet wird. Kallilumlchlolrat [...k...] das;
-s, -e: aus Kalium und Chlorsäure entstehendes Salz, das
bes. bei der Herstellung von Zündholzköpfen, Feuer
werkskörpern u.Ä. verwendet wird. Kallilumlchlolrid
das; -[e]s, -e: ehern. Verbindung aus Kalium u. Chlor, die
bes. zur Herstellung von Kalidüngemitteln verwendet
wird. Ka|lilum|hyldro|xid*, auch Ka|li|um|hy|dro|xyd
das; -[e]s, -e: durch Elektrolyse der Lösung von Kalium
chlorid entstehendes Hydroxid, das eine harte weiße Mas
se bildet, die stark Wasser anzieht u. sich in Wasser zu Ka
lilauge löst. Ka|li|um|kar|bo|nat das; -[e]s, -e: aus Kali
um u. Kohlensäure entstehendes Salz, das ein weißes,
leicht in Wasser lösliches Pulver bildet u. u. a. zur Herstel
lung von Seifen u. Glas verwendet wird; Pottasche. KaIliumlniltrat* das; -[e]s, -e: svw. Kalisalpeter. Kallilumper maniga nat das; -[e]s, -e: dunkelviolett glänzende,
Kristalle bildende chemische Verbindung, die bes. als
Desinfektions- u. Bleichmittel, zum Beizen von Holz u. Ä.
verwendet wird. Ka|li|umlsul|fat das; -[e]s, -e: aus Kali
um u. Schwefelsäure entstehendes Salz, das bes. als Dün
gemittel verwendet wird. Ka|li|umlzy|alnid das; -s: svw.
Zyankali
Kallilun vgl. Kalian
Kallilulrelse die; -, -n (zu ÎKali u. ÎUrese): Ausscheidung
von Kalium mit dem Urin (Med.)
Kallixltilner der; -s, - (meist Plur.) (aus gleichbed. mlat. calixtinus, eigtl. „Kelchner“, zu lat. calix „Kelch“): Anhän
ger der gemäßigten Richtung der Hussiten, die 1420 den
Laienkelch beim Abendmahl forderten; vgl. Utraquist
Kalk|am|monlsallpe|ter der; -s (zu dt. Kaik, vgl. lat.
calx): Mischdüngemittel, das Stickstoff u. Kalzium ent
hält
Kal kaineo dy nie* die; -, ...ien (zu îCalcaneus u. Î ...odynie): Nervenschmerzen im Fersenbein (Med.). Kallkanelus [...neus] der; -, ...nei [...nei]: eindeutschende
Schreibung für tCalcaneus. Kal ka ne,uslsporn der;
-[e]s, -e: Knochenvorsprung an der Unterfläche des Fer
senbeins, Fersensporn (Med.)
Kallkant der; -en, -en (zu lat. calcans, Gen. calcantis, Part.
Präs, von calcare „(mit den Füßen) treten“): (veraltet)
jmd., der an der Orgel den Blasebalg tritt
Kal|ka|ri|urie die; -, ...ien (zu lat. calcarius „zum Kalk ge
hörig, Kalk-“ (zu calx „Kalk, Kalkstein“) u. t...urie): ver
mehrte Ausscheidung von Kalksalzen im Urin (Med.)
Kallkaltur die; - (aus gleichbed. lat. calcatura zu calcare,
vgl. Kalkant): (veraltet) a) das Blasebalgtreten an der Or
gel; b) das Keltern
kallkielren (zu lat. calx „Kalk(stein)“ u. Î..deren, eigtl.
„auf frischem Kalk abdrucken“): (veraltet) durchzeich
nen, -pausen. Kalklinlfarkt der; -[e]s, -e: feinkörnige
Kalkablagerung (z. B. in der Niere) mit örtlicher Gewebs
dystrophie (Med ). Kalklolollith [,,,li:t, auch ...lit] der; -s
u. -en, Plur. -e[n]: Gestein aus fischrogenartigem, körni-
681
gem Kalk u. kalkigem Bindemittel (Geol.). Kalklprälparatdas; -[e]s, -e: kalkhaltiges Arzneimittel. Kalklsalpete r der; -s : durch Auflösen von Kalkstein in 1 Salpetersäu
re gewonnenes Stickstoffdüngemittel (Chem.). 'Kalkül
das, auch der; -s, -e (unter Einfluss von gleichbed./r. cal
cul aus lat. calculus „Steinchen, Rechen-, Spielstein; Be
rechnung“,
Verkleinerungsform
von
lat.
calx
„(Spiel)stein; Kalk“); etwas im Voraus abschätzende, ein
schätzende Berechnung, Überlegung. 2Kal|kül ¿Zer; -s, -e
(zu Î'Kalkül): durch ein System von Regeln festgelegte
Methode, mit deren Hilfe bestimmte mathematische Pro
bleme systematisch behandelt u. automatisch gelöst wer
den können (Math.). kallküllaibel (aus gleichbed./r. cal
culable); (veraltet) berechenbar, kalkulierbar. Kallkullatilon die; -, -en (aus spätlat. calculatio „Berechnung“ zu
calculare, vgl. kalkulieren): a) Kostenermittlung, [Kos
ten] Voranschlag; b) in Bezug auf etwas angestellte Über
legung; Schätzung. Kalkullaltor der; -s, ...oren (aus
spätlat. calculator „(Be)rechner"): Angestellter des be
trieblichen Rechnungswesens. kal|ku|la|to|risch: rech
nungsmäßig. kalkullielren (aus spätlat. calculare „mit
Rechensteinen rechnen, berechnen“): 1. (entstehende
Kosten für etwas) [berechnen, veranschlagen. 2. (eine Si
tuation) abschätzen, überlegen, kallkullös (aus gleichbed. lat. calculosus): (veraltet) steinig, kalksteinhaltig
Kalla vgl. Calla
Kalllalit [auch ...it] der; -s, -e (zu lat. calíais, einem bei dem
röm. Schriftsteller Plinius d. Ä. (um 24-79 n. Chr.) er
wähnten, fälschlich für den Türkis gehaltenen Edelstein u.
zu t2...it): svw. Türkis
Kalle die; -, -n (über jidd. kale aus hebr. kallä „Braut“):
(Gaunerspr.) 1. Braut; Geliebte. 2. Prostituierte
Kalligraf, auch ...graph der; -en, -en (zu gr. kalligräphos
„schön schreibend“): (veraltet) Schönschreiber. Kallligralfie, auch ...gralphie z/ze; - (aus gr. kalligraphia „das
Schönschreiben“ zu kalligraphem „schön schreiben“):
Schönschreibkunst, kalllgralfisch, auch ...gra
phisch (aus gleichbed. gr. kalligräphos): die Kalligrafie
betreffend
Kal I Ii I kre lin* das; -s (zu gr. kallikreas „Bauchspeicheldrü
se“ u. t...in (1)): hormonartiger Wirkstoff der Bauchspei
cheldrüse von blutdrucksenkender Wirkung u. Funktion
(Med.)
Kal listläs the sis* die; - (zu gr. källistos „der schönste“
(Superlativ von kalös „schön“) u. aisthesis „Empfindung,
Wahrnehmung“): (veraltet) Sinn für die Wahrnehmung
des Schönsten. Kalllollolgie A'e; - (zu gr. källos „Schön
heit“ u. T...logie): (veraltet) Lehre vom Schönen. Kalllopis mus der; - (aus gleichbed. gr. kallöpismös; vgl. ...ismus (1)>: (veraltet) Kunst des Verschönerns
kalllös (aus gleichbed. lat. callosus zu callus, vgl. Kallus u.
...ös): 1. von Kallus (1) überzogen. 2. schwielig (Med.).
Kallolse die; - (zu î2...ose): zelluloseähnlicher pflanzli
cher Stoff, der den Stoffaustausch zwischen benachbarten
Zellen od. zwischen Pflanze u. Außenwelt verhindert
(Bot.). KallolsltätrZü?; - (zu tkallös u. T ...ität) : Hautver
dickung, Schwiele (Med.). Kallus der; -, ...usse (aus lat.
callus, callum „verhärtete Haut, Schwiele; Verhärtung,
Knochengeschwulst“): 1. an Wundrändern von Pflanzen
durch vermehrte Teilung entstehendes Gewebe (Bot.). 2.
a) Schwiele; b) nach Knochenbrüchen neu gebildetes Ge
webe (Med.)
Kalmar der; -s, ...are (über fr. calmar aus mlat. calamare
„Tintenfisch“, dies zu lat. calamarius „zum (Schreib)rohr
gehörig“ (vgl. Kalamarien), wohl wegen der röhrenförmi
gen Arme): zehnarmiger Tintenfisch
Kalme die; -, -n (aus fr. calme, it. calma „Windstille“, dies
über spätlat. cauma aus gr. kaüma „(Sonnen)hitze“): völ
lige Windstille. Kallmenlgürltel der; -s, -: Gebiet schwa
Kalpa
cher, veränderlicher Winde u. häufiger Windstillen [über
den Meeren] (Meteor.). Kal|men|zo|ne die; -: Zone völ
liger Windstille in der Nähe des Äquators (Meteor.), kalmielren (zu Î..deren): (veraltet) beruhigen, besänftigen
Kalmo|du|lin das; -s, -e (Kurzw. aus ’ Ka/zium, lat. modu
lari „abmessen, einrichten“ u. t...zrz (1)>: in den Zellen
vorhandenes Î Enzym, das die Wirkung von Kalzium in
der glatten Muskulatur vermittelt (Med.)
Kalmuck der; -[e]s, -e (nach dem westmongolischen Volk
der Kalmücken): beidseitig gerautes, tuchartiges
[Baum]wollgewebe
Kalmus der; -, -se (aus lat. calamus „Rohr“, vgl. Kalama
rien): eine Gattung von Sumpf- u. Wasserpflanzen, Aron
stabgewächs (Zierstaude u. Heilpflanze)
Kallo der; -s, -s (aus gleichbed. it. calo zu calare „herablas
sen“, dies über lat. e(h)alare aus gr. chalan „nachlassen“):
(veraltet) Schwund, Gewichtsverlust von Waren od. Mate
rial durch Auslaufen, Eintrocknen u. a.
Kalobiotik die; - (zu gr. kalóbios „schön lebend“ u.
t2...ik (3)): die im antiken Griechenland geübte Kunst, ein
der sinnlichen u. geistigen Natur des Menschen entspre
chendes harmonisches Leben zu führen. Kallolkalgathoi [kaloykaga'toy] die (Plur.) (aus gleichbed. gr. kalokagathoi (Plur.) zu kalös kai agathós „schön und gut“): die
Angehörigen der Oberschicht im antiken Griechenland.
Kallolkalgalthie die; - (aus gleichbed. gr. kalokagathia):
körperliche u. geistige Vollkommenheit als Bildungsideal
im antiken Griechenland. Kallolmel das; -s (zu gr. kalös
„schön“ u. mêlas „schwarz“): Quecksilber-I-Chlorid, ein
Mineral
Kallong der; -s, -s (aus dem Malai.): ein Flughund der Tro
pen u. Subtropen
KaHoirie, älter Grammkalorie die; -, ...ien (über gleichbed.
fr. calorie aus lat. calor, Gen. caloris „Wärme, Hitze,
Glut“ zu calere „warm sein; glühen“): 1. alte physik. Maß
einheit für die Wärmemenge, ursprünglich definiert als
die Wärmemenge, die 1 Gramm Wasser von 14,5° auf
15,5 “Celsius erwärmt; Zeichen cal. 2. (meist Plur.) frühe
re Maßeinheit für den Energiewert (Nährwert) von Le
bensmitteln; Zeichen cal. ka|lo|ri|en|re|du|ziert: einen
deutlich geringeren physiologischen Brennwert besitzend,
als ihn Produkte derselben Art üblicherweise haben (Le
bensmittelindustrie). Kallolrilfer der; -s, Plur. -s u. -en
(zu lat. calor (vgl. Kalorie) u. ferre „tragen“, eigtl. „Wär
meträger“): (veraltet) Heißluftofen. Kallolrilfilkaltilgn
die; - (zu Î ...fikation): (veraltet) Wärmeerzeugung. Kallorik die; - (zu t2.,.ik (1)>: Wärmelehre. Ka|lo|ri|me|ter
das; -s, - (zu Î ‘...meter): Gerät zur Bestimmung von Wär
memengen, die durch chem. od. physik. Veränderungen
abgegeben od. aufgenommen werden. Kallolrilmeltrie*
die; - (zu t...metrie): Lehre von der Messung von Wärme
mengen. ka|lo|ri|me|trisch* (zu Î...metrisch): die Wär
memessung betreffend; kalorimetrisches Gerät: svw. Ka
lorimeter. kallolrisch (unter Einfluss von gleichbed./r.
calorique zu lat. calor, vgl. Kalorie): die Wärme betref
fend; kalorische Maschine: (veraltet) TGenerator mit
Wärmeantrieb, kallolrilsielren (zu T...isieren): auf Me
tallen eine Schutzschicht durch Glühen in Aluminiumpul
ver herstellen
Kallotlte zZz'e; -, -n (aus gleichbed./r. calotte, eigtl. „Mütze,
Käppchen“, weitere Herkunft unsicher): 1. gekrümmte
Fläche eines Kugelabschnitts (Math.). 2. flache Kuppel
(Archit.). 3. Schädeldach ohne Schädelbasis (Anthropol.,
Med.). 4. Käppchen kath. Geistlicher. 5. wattierte Kappe
unter Helmen. 6. anliegende Kopfbedeckung der Frauen
im 16. Jh.
Kalloltylpie die; - (zu gr. kalös „schön“ u. T...typie>: svw.
Kalobiotik
Kalpa der; -[s] (aus gleichbed. sanskr. kálpa): in der ind.
Kalpak
Lehre von den Weltzeitaltern die zusammenfassende Bez.
für eine große Zahl von Î Perioden (1)
Kai pak u. Kolpak der; -s, -s (aus gleichbed. türk, kalpak):
1. a) tatarische Lammfellmütze; b) Filzmütze der Arme
nier. 2. [Tuchzipfel an der] Husarenmütze
Kaltlkausltik die; - (zu (Kaustik): Verfahren in der Chi
rurgie zur T Elektrotomie od. ÎElektrokoagulation von
Geweben mittels hochfrequenter Ströme
Kallumlbin das; -s (zu engl. calumba „Kolombowurzel“
(dies vermutlich aus dem Bantu) u. (...in (1)>: Bitterstoff
der Kolombowurzel (Pharm.)
Kallulmet [auch kaly'me] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. ca
lumet (normannische Form von fr. chalumeau) zu spätlat.
calamellus „Röhrchen“, dies Verkleinerungsform von Za/,
calamus, vgl. Kalamarien): Friedenspfeife der nordamerik. Indianer
Kallumlnilant der; -en, -en (zu lat. calumnians, Gen. calumniantis, Part. Präs, von calumnari „zu Unrecht ankla
gen, verleumden“): (veraltet) Verleumder
Kalluplpe die; -, -n (aus gleichbed. poln. chalupa bzw.
tschech. chalupa): (landsch.) baufälliges, altes Haus
Kallva [...va] die; -, ...ven (aus lat. calva „Hirnschale, Schä
del“): svw. Kalotte (3). Kallva riien berg [...ion...] der;
-[e]s, -e (unter Einfluss von kirchenlat. calvariae (locus)
„Schädel(stätte)“ zu spätlat. calvaria „Hirnschale, Schä
del“): (bes. an kath. Wallfahrtsorten als Nachbildung Golgathas) hügelartige Erhöhung mit plastischer Darstellung
einer Kreuzigungsgruppe, zu der Kreuzwegstationen hi
naufführen
Kallvill [...V...] der; -s, -en u.Kallvillle die; -, -n (aus gleich
bed. fr. calville, nach dem franz. Ort Calleville) : feiner Ta
felapfel
kallvilnisch [,..v...] (nach dem Genfer Reformator J. Cal
vin, 1509-1564): die Lehre Calvins betreffend; nach der
Art Calvins. Kallvilnislmus o'er; - (zu (...ismus (1)):
evangelisch-reformierter Glaube; Lehre Calvins.Kallvinist der; -en, -en (zu (...ist): Anhänger des Kalvinismus,
kallvilnisltisch (zu T...istisch): zum Kalvinismus gehö
rend, ihn betreffend
Kallvus [...V...] der; -, ...vi (zu lat. calvus „kahl“): Kahlkopf
(Med.)
Kallym der; -s, -s (aus demTurkotatar.): Brautkaufpreis bei
den Kirgisenstämmen
Kallypltra* die; -, ...tren (aus gr. kalÿptra „Deckel, Hül
le“): 1. Wurzelhaube der Farn- u. Samenpflanzen (Bot.).
2. Hülle der Sporenkapsel bei Laubmoosen (Bot.). Kalypltrolgen das; -s (zu (...gen): Gewebeschicht, aus der
sich die Kalyptra (1) entwickelt (Bot.)
Kal|zä|mie‘ die: -, ...ien (zu (Kalzium u. t...ämie>: ver
mehrtes Auftreten von Kalzium im Blut (Med.), kalizämisch: die Kalzämie betreffend, mit ihr zusammenhän
gend (Med.)
Kallzelo|la|rie [...io] u. Calceolaria [calts...] die; -, ...larien
[...ion] (aus gleichbed. nlat. calceolaria zu lat. calceolus
„kleiner Schuh“): Pantoffelblume (Zimmerpflanze mit
pantoffelförmigen Blüten)
kallzi..., Kalzi..., ehern, fachspr. calci..., Calci... [kaltsi...]
(aus gleichbed. lat. calx, Gen. calcis): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Kalk“, z. B. kalzifug, Kalzinati
on. Kallzi|fi|ka|ti|on die; -, -en (zu 1 ...fikation): Verkal
kung (z. B. von Geweben infolge Kalkablagerung; Med.).
kal|zi|fi|zie|ren (zu Î...fizieren): Kalke bilden, verkal
ken. kal|zi|fug (zu lat. fugere „fliehen“): kalkhaltigen
Boden meidend (von Pflanzen); Ggs. Tkalziphil. Kallzinaltilon, ehern, fachspr. Calcination [kaltsi...] die; - (zu
t...ation): a) Zersetzung einer ehern. Verbindung durch
Erhitzen; b) das Austreiben von Wasser aus Kristallen; c)
Umwandlung in kalkähnliche Substanz. kallzi|nie|ren,
ehern, fachspr. calcinieren [kaltsi...] (zu !..deren): aus ei
682
ner chem. Verbindung durch Erhitzen Wasser od. Kohlen
dioxid austreiben. Kallzilnolse die; - (zu T*...ose>: Ver
kalkung von Gewebe infolge vermehrter Ablagerung von
Kalksalzen (Med.).kallzilphil (zu t,,,phil): kalkhaltigen
Boden bevorzugend (von Pflanzen); Ggs. tkalzifug.Kal
zit [auch ..,'tsit], chem. fachspr. Calcit [kal'tsi:t, auch
..,'tsit] der; -s, -e (zu t2...it): Kalkspat. Kal|zi|to|nin das;
-s, -e (zu (Kalzium, gr. tonos „das Spannen, die Anspan
nung“ u. (...in (1)): Hormon, das den Kalziumspiegel im
Blut senkt (Med.). Kallzilum, chem. fachspr. Calcium
['kaltsiom] das; -s (zu lat. calx, Gen. calcis „Kalk“ u.
t. ..ium): chem. Element, ein Metall; Zeichen Ca.Kallziumantagolnismus* der; -: Hemmung der Kalzium
leitfähigkeit von Herzmuskelfasern, Schrittmacherzen
tren u. glatter Gefäßmuskulatur (Med.). Kallzilumlantagolnist* der; -en, -en,Kallzilumlblolcker <Zer, -s,-:
Substanz, die einen Kalziumantagonismus bewirkt u. we
gen Senkung des Sauerstoffverbrauchs des Herzens als
t Koronartherapeutikum verwendet wird (Med.). Kallzium bro mid das; -[e]s u. Bromkalzium das; -s: eine leicht
wasserlösliche Kalziumverbindung. Kailzilumlchlolrid
[,..k...] das; -[e]s, -e: u.a. als Trockenmittel, Frostschutz
mittel u. medizinisch verwendete Verbindung aus Kalzi
um u. Chlor. Kal|zi|um|hyldrolxid*, auch Kallzilumhyldrolxyd das; -[e]s, -e: gelöschter Kalk. Kallzilumkarlbid vgl. Karbid. Kallzilumlkarlbolnat das; -[e]s,
-e: kohlensaurer Kalk (z. B. Kalkstein, Kreide). Kallziumloxid, auch Kal zi um oxyd das; -[e]s, -e: gebrann
ter Kalk, Ätzkalk. Kallzilumlphoslphat das; -[e]s, -e:
u. a. als Düngemittel verwendetes Kalziumsalz der Phos
phorsäure. Kal|zi|um|sul|fat das; -[e]s, -e: (in Form von
Gips, Anhydrit, Alabaster vorkommendes) Kalziumsalz
der Schwefelsäure
Kalma (aus sanskr. käma, kämä „Wunsch, Begehren; Lie
be, Liebeskunst“): eines der vier Lebensziele eines Hindu,
personifiziert als Liebesgott
Kalmalfuchs der; -es, ...füchse (zu lat. chama „Hirsch
luchs“): bräunlicher Großohrfuchs im südlichen Afrika
mit silbergrauem Rücken
Kalmalldullenlser der; -s, - (meist Plur.) (nach dem Klos
ter Camaldoli bei Arezzo): Angehöriger eines kath. Or
dens. Kalmalldullenlselrin die; -, -nen (meist Plur.):
Angehörige des gegen Ende des 11. Jh.s gegründeten weib
lichen Zweigs des Kamaldulenserordens
Kamandalu das; -[s], -[s] (aus sanskr. kamandalu „Was
serkopf1): in Indien Krug mit engem Hals od. Gießgefäß
mit Tülle, ais Opfergefäß altes Kultgerät u. in der Kunst
Attribut von Gottheiten
Kalmanlgah [,,,'dʒa:] die; -, -s (aus gleichbed. arab. kamangä): in Vorderasien u. Nordafrika verbreitetes
Streichinstrument; 1 Kemantsche
Kamalraderie vgl. Kameraderie
Kalmalreslvalsen [,..v...] die (Plur.) (nach dem Fundort
Kamares auf der Insel Kreta u. zu (Vase): schwarz- od.
braungrundig glasierte, bunte Keramikscherben aus minoischer Zeit (um 2000v. Chr.)
Kalmarilla [...'rɪlja, auch ... rila] die: -, ...lien (aus span.
camarilla „Privatkabinett des Königs“, eigtl. „Kämmer
chen“, zu cámara „Stube, Kammer“, dies über lat. came
ra, camara „Wölbung, Raum mit gewölbter Decke; Kam
mer“ aus gleichbed. gr. k.amára): 1. Hofpartei od. (Clique
(a) in unmittelbarer Umgebung eines Herrschers, die auf
diesen einen unkontrollierbaren Einfluss ausübt. 2. (veral
tet) Berater eines Fürsten
Kalmalrinslkalja die; - (aus gleichbed. russ. kamarinskaja): russ. Tanzlied, meist in lebhaftem 2/4-Takt
Kalmalrolma das; -, ...men (aus gr. kamároma „das Ge
wölbte“): (veraltet) gewölbter Schädelbruch (Med.).Kama rolsis die; -, ...sen (aus gr. kamárosis „das Wölben;
683
eine Art Knochenbruch"): (veraltet) Bildung eines ge
wölbten Schädelbruchs (Med.)
Kaimaisultra* das; -[s] (aus sanskr. kämasütra „Leitfaden
der Liebeskunst“): ind. Lehrbuch der Erotik
Kalmalzit [auch ...tsit] der; -s, -e (zugr. kámax „Stange“ u.
T2...it>: Balkeneisen, ein Hauptbestandteil der Eisenme
teorite mit einem Nickelgehalt von 2 bis 7%
kamlbilal (zu t Kambio u. t...ial): (veraltet) den Kambio
betreffend, sich auf diesen beziehend. Kam|bi|al|recht
das; -[e]s: (veraltet) Wechselrecht. kam|bie|ren (über
gleichbed. it. cambiare aus mlat. cambiare „tauschen,
wechseln", dies aus dem Gall.): (veraltet) Wechselge
schäfte betreiben. Kamlbio der; -s, Plur. ...bi od. -s (aus
gleichbed. it. cambio, dies zu mlat. cambio „ich wechsle",
1. Pers. Sing. Präs, von cambiare, vgl. kambieren): (veral
tet) Wechsel (Geldw.). Kam bist der; -en, -en (zu t...ist):
(veraltet) Wechselhändler, Wechsler. Kamlbilum das; -s,
...ien [,,,iən] (aus mlat. cambium „Tausch, Wechsel“): ein
teilungsfähig bleibendes Pflanzengewebe (Bot.). Kam biumlschicht die; -, -en: innere, Knochen bildende bzw.
das Knochengewebe regenerierende Schicht der Kno
chenhaut (Med.)
Kamlbrik* [auch 'keɪmbrɪk] der; -s (aus gleichbed. engl.
cambric, nach der franz. Stadt Cambrai): ein feinfädiges
Zellwoll- od. Makogewebe. Kamlbriklbaltist der; -[e]s,
-e: svw. Kambrik. Kamlbriklpalpier das; -s, -e: oberflä
chenveredeltes, meist schwarzes Bezugspapier
kamlbrisch* (nach dem kelt.-mlat. Namen Cambria für
Nordwales): das Kambrium betreffend. Kamlbrilum
das; -s (zu mlat. Cambria (vgl. kambrisch) u. t...ium): äl
teste Stufe des t Paläozoikums (Geol.)
Kalmee die; -, -n (überfr. camée aus gleichbed. it. cammeo,
weitere Herkunft unsicher): [Edeljstein mit erhabener fi
gürlicher Darstellung
Kalme! das; -[e]s, -e (über lat. camelus aus gleichbed. gr.
kämelos zu älter arab. gamal „Höckertier“, dies aus dem
Semit.): 1. a) (in Wüsten- u. Steppengebieten beheimate
tes) langbeiniges Säugetier mit einem od. zwei Höckern,
das als Last- u. Reittier verwendet u. dessen zottiges Haar
für Wolle genutzt wird; b) Trampeltier; vgl. ‘Alpaka (1),
'Lama (1), Guanako, Vikunja, Dromedar. 2. (derb) jmd..
der sich dumm verhalten hat
Kalmellie [...ja], auch Kalmelilie [,,,iə] die; -, -n (nach
dem aus Mähren stammenden Jesuiten G. J. Camel (lati
nisiert Camellus; 1661-1706) u. zu f‘...ie): eine Zierpflan
ze mit immergrünen, ledrigen Blättern u. roten bis wei
ßen, rosenähnlichen Blüten
Kalmellolpard der; -en, -en (aus gleichbed. gr. kamelopärdalis zu kämelos „Kamel“ (vgl. Kamel) u. pärdos „Pan
ther“): (veraltet) Giraffe (heute noch Name des Sternbil
des)
1Ka|me|lott der; -s, -e (aus gleichbed. fr. camelot, weitere
Herkunft unsicher): 1. feines Kammgarngewebe. 2.
[Halb]seidengewebe in Taftbindung (Webart). 2Ka|melott der; -s, -s (zu î'Kamelott): franz. Zeitungsverkäufer
Kalmenlnalja Balba die; - -, ...nye Baby [...nya -] (aus
gleichbed. russ. kamennaja baba, eigtl. „Steinmütter
chen“): a) unförmige, große menschliche Steinfigur in
Südrussland aus frühgeschichtlicher Zeit; b) Grab- u. Er
innerungsstein
Kalmelra die; -, -s (unter Einfluss von engl. camera „foto
grafischer Apparat“ gebildete Kurzform von Î Camera
obscura): 1. Aufnahmegerät für Filme u. Fernsehübertra
gungen; vgl. Camera obscura. 2. Fotoapparat. Kalmelrade rie die; - (aus gleichbed. fr. camaraderie zu camarade
„Gefährte“, dies aus it. camerata „Kammergemeinschaft,
Stubengenossenschaft; Genosse, Gefährte“ zu lat. came
ra, vgl. Kamarilla): (meist abwertend) in entsprechenden
Verhaltensweisen anderen bewusst vor Augen geführte
Kamisarde
Kameradschaft, Cliquengeist. Kameralia vgl. Kame
ralien. Ka|me|ra|li|en [-,,iən] die (Plur.) (aus gleichbed.
nlat. cameralia zu mlat. cameralius, camerarius „Kämme
rer“, dies zu lat. camera, vgl. Kamarilla): Staatswissen
schaft, Staats- u. Volkswirtschaftslehre. Kalmelrallismus <7er; - (zu t...ismus (1)): Lehre von der ertragreichs
ten Gestaltung der Staatseinkünfte; vgl. ...ismus/...istik.
Kalme'raHist der; -en, -en (zu t...ist>: 1. Fachmann auf
dem Gebiet der Kameralistik (2). 2. Beamter einer fürstli
chen Kammer. Kalme|ra|lis|tik die; - (zu t,,,istik): 1.
(veraltet) Finanzwissenschaft. 2. auf den Nachweis von
Einnahmen u. Ausgaben sowie den Vergleich mit dem
Haushaltsplan ausgerichtete Rechnungsführung; vgl.
...ismus/...istik. kaimeralistisch (zu Î ...istisch):
staatswirtschaftlich, staatswissenschaftlich. Kalmelralwisisen schäft die; -: svw. Kameralismus. Kalmelrare kor der [...k...J der; -s, - (zu TKamera): Videoauf
zeichnungsgerät, das Videokamera u. Videorekorder zu
sammen in einem Gehäuse enthält. Kalmelralrilat das;
-s, -e (zu lat. camera „Kammer“ u. t ...iat) : (veraltet) Ver
waltung der Staatsfinanzen. Ka|me|ra|ti|on die; -, -en
(zu lat. camera „Wölbung, Raum mit gewölbter Decke“ u.
T...ation): (veraltet) Wölbung
1Ka|me|ru|ner [auch ... ru:...[ die; -, - (nach dem afrik.
Land Kamerun, einer ehern, dt. Kolonie): (landsch.) Erd
nuss. 2KalmeIrulner [auch ...Tu:...] der; -s, - (zu Î 'Kame
runer, wegen der erdnussähnlichen Form): (landsch.) in
Fett gebackenes, auf einer Seite mit Zucker bestreutes He
fegebäck (in der Form einer Acht ähnlich)
Kalmes [auch keimz] die (Plur.) (zu engl. (schott.) käme
„kleiner Hügel, Bodenwelle“): Hügelgelände aus Sand u.
Geröll von eiszeitlicher Herkunft (Geol.)
Kalmi der; -, - (meist Plur.) (aus gleichbed. jap. kami, eigtl.
„Gott“, vermutlich aus der Sprache der Ainu): schintoistische Gottheit
kalmielren u. kaminieren (aus it. camminare „gehen, lau
fen“): die gegnerische Klinge umgehen (Fechten)
Kalmilkalze der; -, - (aus gleichbed. jap. kami-kaze zu ka
mi (vgl. Kami) u. kaze „Wind“, eigtl. „göttlicher Wind“):
japan. Flieger im 2. Weltkrieg, der sich mit seinem Bom
ber auf das feindliche Ziel stürzte u. dabei sein eigenes Le
ben opferte
Kalmi|lav|ki|on [,.,'laf...] das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleich
bed. ngr. kamilaúkion, kalymmaúchion zu gr. -ngr. kälymma „(Kopfbedeckung“): randloser zylinderförmiger Hut
der orthodoxen Geistlichen
Kalmillle die; -, -n (gekürzt aus mlat. camomilla zu gleich
bed. lat. chamaemelon, dies aus gr. chamaimelon (zu cha
mal „am Boden“ u. melon „Apfel“), eigtl. „Erdapfel“, we
gen des apfelähnlichen Dufts der Blüten): eine Heilpflan
ze (Korbblütler)
Kalmilllilalner der; -s, - (nach dem Vornamen des Ordens
gründers Camillo de Lellis (1550—1614) u. zu î...aner):
Angehöriger des Kamillianerordens. Ka|mil|li|alnerlorden der; -s: 1584 gegründeter kath. Krankenpflegeorden
Ka min der, Schweiz, das; -s, -e (über lat. caminus „Feuer
stätte, Esse, Schmiedeofen“ aus gr. käminos „Schmelz-,
Brennofen“): 1. offene Feuerstelle in Wohnräumen. 2.
steile, enge Felsenspalte (Alpinistik). 3. (landsch.)
Schornstein
‘kalmilnielren vgl. kamieren
‘kalmi nielren (zu TKamin u. t..deren): im Kamin, zwi
schen überhängenden Felsen klettern (Alpinistik). Kaminlkleid das; -s, -er: Kleid [aus warmem Stoff] mit lan
gem Rock
Ka|mi|sar|de der: -n, -n (aus gleichbed. fr. camisard zu camiso (Dialektwort der Langue d’oc) „Hemd“, nach dem
unter der Oberkleidung getragenen weißen Hemd, das bei
nächtlichen Aktionen zur Kenntlichmachung der eigenen
Kamisol
Leute diente): Angehöriger einer Gruppe von hugenotti
schen Bauern in den franz. Cevennen, die sich gegen Lud
wig XIV. erhoben. Kalmilsol das; -s, -e (über/r. camisole
aus gleichbed. provenzal. camisola, Verkleinerungsform
von camisa, zu spätlat. eamis(i)a „langes Unterhemd“):
im 16. Jh. getragenes Wams od. Mieder; [Unterjjacke
Kammarolith [auch ...lit] der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n]
(zugr. kámmaros „Krebs“ u. ...lith): Krebsstein (alter Mi
neralname). Kam|ma|ro|lolgie ¿re; - (zu Î ...logie): Leh
re von den Krebsen
Kalmölne die; -, -n (aus gleichbed. lat. Camena): italische
Quellnymphe, Muse
Kalmorlra usw. vgl. Camorra usw.
Kamp der; -[e]s, Kämpe (aus lat. campus „flaches Feld,
Fläche“): 1. (landsch.) eingefriedetes Feld; Grasplatz;
Feldstück. 2. Pflanzgarten zur Aufzucht von Forstpflan
zen. Kamlpalgne* [,,,'panjə] die; -, -n (aus fr. campa
gne „Ebene, Feld; Feldzug“, dies aus spätlat. campania
„flaches Land, Brachfeld“ zu campaneus „zum flachen
Feld gehörig“, dies zu lat. campus, vgl. Kamp): 1. (ver
altet) militärischer Feldzug. 2. gemeinschaftliche, groß
angelegte, aber zeitlich begrenzte ÎAktion, Aktivität in
Bezug auf jmdn., etwas. 3. Zeit, während der in saison
abhängigen Unternehmen die Hauptarbeit geleistet
wird. 4. Arbeitsabschnitt bei einer archäologischen Aus
grabung. Kamipalnille u. Campanile [k...] der; -, - (aus
gleichbed. it. campanile zu campana „Glocke“, dies aus
gleichbed. spätlat. campana): frei stehender Glocken
turm [in Italien], Kamlpanlje die; -, -n (aus gleichbed.
niederl. kampanje): in früherer Zeit der hintere Aufbau
auf dem Schiffsoberdeck. Kamlpalnulla vgl. Campa
nula
Kamlpellolgie r/ze; - (zu gr. kampê „Biegung, Krümmung“
u. Î...logie): (veraltet) Beugungs-, Krümmungslehre.
Kamlpelmelter das; -s, - (zu t1...meter): (veraltet)
Krümmungsmesser
Kamlpelschelholz das; -es (nach dem mexik. Bundes
staat Campeche): tHämatoxylin lieferndes Blauholz
(Holz eines trop. Baumes)
Kämlpelvilse [...v...] die; -, -r (meist Plur.) (aus gleichbed.
dän. kämpevise zu kämpe „Held, Recke“ u. vise „Weise,
Lied“): epische, lyrische u. dramatische altdänische u. alt
schwedische Ballade in Dialog- u. Kehrreimform (13. u.
14. Jh.), Gattung der Î Folkevise
Kämpfen vgl. Kamphen. Kampfer, ehern, fachspr.
Campher [k...] der; -s (über (alt)fr. camphre aus gleichbed.
mlat. camphora, dies über arab. käfür aus altind. karpürah „Kampferbaum“): aus dem Holz des in Japan, China
u. auf Taiwan vorkommenden Kampferbaums destillierte,
auch synthetisch hergestellte harzartige Verbindung, die
bes. in der Medizin u. in der chem. Industrie verwendet
wird. Kamplferlspilriltus der; -: alkoholische Kampfer
lösung. Kamlphen, chem. fachspr. Camphen [k...] das; -s
(aus gleichbed. engl. camphene zu camphor „Kampfer“,
dies über (alt)fr. camphre aus mlat. camphora, vgl. Kamp
fer): in ätherischen Ölen vorkommender Terpenkohlen
wasserstoff
kamlpielren (aus gleichbed. fr. camper zu camp „Feldla
ger“, dies aus lat. campus, vgl. Kamp): a) an einem be
stimmten Ort (im Freien) für einige Zeit sein Lager auf
schlagen, sich lagern; b) (ugs.) irgendwo behelfsmäßig un
tergebracht sein, wohnen, eine notdürftige Unterkunft ha
ben. Kam pilme trie* rhe; -, ...ien (zu lat. campus (vgl.
Kamp) u. t ...metrie): Bestimmung der Größe des blinden
Flecks am Augenhintergrund (Med.)
Kamlpong der od. das; -s, -s (aus gleichbed. malai. kampung): malaiische Dorfsiedlung
Kampltolzolen die (Plur.) (zu gr. kamptös „biegsam“ u.
zöon „Lebewesen, Tier“): Organismen, deren Mundöff
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nung sich neben dem After befindet; Kelchwürmer,
Kelchtiere
kamlpylloltrop* (zu gr. kampÿlos „gebogen, gekrümmt“
u. T...trop): im Verhältnis zum îFuniculus in verschiede
ner Weise gekrümmt (von der Achse einer Samenanlage;
Bot.)
Kamlsin u. Chamsin [k...] der; -s, -e (aus arab. hamsin
„(Wind von) fünfzig (Tagen)“): trockenheißer Sandwind
in der ägyptischen Wüste (Meteor.); vgl. Gibli u. Schi
rokko
Kan die; -, -nen (aus niederl. kan „Kanne“): Flüssigkeits
maß in den Niederlanden (=11)
Ka|na|da|bal|sam der; -s (nach dem Staat in Nordameri
ka u. zu ÎBalsam): farbloses Harz nordamerik. Tannen,
das zum Verkitten optischer Linsen u. als Einschlussmittel
für mikroskopische Präparate dient. Kalnaldiler [...die]
der; -s, - (nach dem Paddelboot der kanad. Indianer): 1.
offenes, [in halb kniender Haltung] mit einseitigem Paddel
fortbewegtes Sportboot [mit gerundeten Steven], 2. (österr.) Polstersessel
Kalnaillle [ka'naljə] die; -, -n (über gleichbed. fr. canaille
aus it. canaglia „Hundepack, Gesindel“ zu cane „Hund“,
dies aus gleichbed. lat. canis) : (abwertend) 1. schurkischer
Mensch. 2. (ohne Plur.; abwertend veraltend) Gesindel,
Pack. Kalnailllelrie [kana(l)jə...] die; -, ...ien (aus gleich
bed. fr. canaillerie): (veraltet) Niederträchtigkeit, Gaune
rei, Schurkenstreich. ka|nail|le|rös (zu T...ös): (veraltet)
niederträchtig
Kalnalke der; -n, -n (aus polynes. kanaka „Mensch“): 1.
Eingeborener in Polynesien u. der Südsee. 2. (ugs. abwer
tend) ungebildeter, ungehobelter Mensch. 3. [meist ka'nakə] Ausländer, bes. Türke (Schimpfwort)
Kalnal t/er; -s, ...äle (aus it. canale „Leitungsröhre, Kanal“,
dies aus lat. canalis „Röhre, Rinne, Wasserlauf, Kanal“
zu canna „kleines Rohr, Röhre“, dies aus gr. känna
„Rohr, Rohrgeflecht“, dies über babylon. qanü „Rohr“
aus gleichbed. sumer. gin): 1. a) [künstlich angelegte] Was
serstraße als Verbindungsweg für Schiffe zwischen Flüs
sen od. Meeren; b) [unterirdischer] Graben zum Ableiten
von Abwässern. 2. röhrenförmiger Durchgang (Med.). 3.
bestimmter Frequenzbereich eines Senders (Techn.). 4.
svw. Canalis (Med.). 5. Übertragungsweg für Strom sowie
Informationen aller Art. 6. Funktionseinheit von Rechen
automaten u. Computern, die relativ unabhängig von der
Zentraleinheit Eingabe- u. Ausgabeoperationen steuert
(EDV), kalnallilkullär (zu ÎCanaliculus u. 1 ...är): einen
kleinen Kanal bildend, in einem kleinen Kanal verlaufend
(Med.). ka|na|li|ku|liert (zu î...iert>: (veraltet) rinnen
förmig ausgehöhlt. Ka|na|li|salti|on rfie; -, -en (zu tKanal u. t...isation): 1. a) System von [unterirdischen] Rohr
leitungen u. Kanälen zum Abführen der Abwässer; b) der
Bau von [unterirdischen] Rohrleitungen u. Kanälen zum
Abführen der Abwässer. 2. Ausbau von Flüssen zu schiff
baren Wasserstraßen; vgl. ...ation/...ierung. kalnallilsieren (zu t...isieren): 1. (eine Ortschaft, einen Betriebo.Ä.)
mit einer Kanalisation (1 b) versehen. 2. (einen Fluss)
schiffbar machen. 3. etwas gezielt lenken, in eine be
stimmte Richtung leiten (z.B. von politischen od. geisti
gen Bewegungen). Kalnallilsielrung die; -, -en (zu
t.Jsierung): 1. svw. Kanalisation. 2. gezielte Lenkung
(z.B. von politischen od. geistigen Bewegungen); vgl.
...ation/...ierung. Ka nal ka pa zi tät die; -, -en: obere
Grenze der Übertragungsgeschwindigkeit von Nachrich
ten, d. h. der maximale Informationswert, den ein Kanal
(5, 6) speichern od. pro Zeiteinheit übertragen kann
Kainalmylcin® [...’tsi:n] das; -s (Kunstw.): ein Î Antibioti
kum
Kalnanlgalöl das; -s (aus dem Austronesischen): J YlangYlang-Öl minderer Qualität
685
[...pe, österr. auch ...'pe:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. canapé, dies über mlat. canopeum aus lat. cono
peum „Mückennetz; Himmelbett (mit einem Mücken
netz)“, dies aus gleichbed. gr. könöpelon): (veraltet) Sofa
mit Rücken- u. Seitenlehne. 2Ka|nalpee ¿Zas; -s, -s (nach
gleichbed. fr. canapés (Plur.), vgl. ’Kanapee): (meist
Plur.) pikant belegtes u. garniertes [getoastetes] Weiß
brothäppchen
Kalnalri der; -s, - (aus gleichbed. fr. canari, nach den Ka
narischen Inseln): (südd., österr.) Kanarienvogel. Kalnarie [...ja] die; -, -n [...ion] (zu t‘...ie): (fachspr.) Kanarien
vogel
Kalnaslse ¿/¡e; -, -n (aus gleichbed. fr. canasse, vermutlich
über eine Nebenform canastre aus span, canastro, canas
to, dies über vulgärlat. canastrum aus gr. kánastron
„Brot-, Frucht-, Blumenkorb“): (veraltet) Kistchen, Dose
für Tee, Zucker od. Tabak. Kalnaslter der: -s, - (aus span.
canasto): (veraltet) svw. Knaster
Kalnat der; -s, -e (aus gleichbed. arab. qanät): svw. Foggara
Kanbansystem das; -s (zu jap. kanban „Zettel, Karte,
Schild“ u. ÎSystem): Instrument zur Steuerung des Mate
rialflusses mit dem Ziel einer Gesamtkostenminimierung
durch Verwirklichung des Prinzips „Produktion auf Ab
ruf' (vgl. Just-in-time-Produktion; Betriebswirtschafts
lehre)
Kan|dalhar|ren|nen das; -s, - (nach dem engl. Lord F. R.
of Kandahar, 1832-1914): ein jährlich stattfindendes alpi
nes Skirennen
Kanldalre die; -, -n (aus ung. kantár „Zaum, Zügel“): zum
Zaumzeug gehörende Gebissstange im Maul des Pferdes
Kanlde rZre; -, -n (aus dän. kande „Kanne“): altes dän.
Flüssigkeitsmaß ( = 1,93 1)
Kan|de|la|ber der; -s, - (aus gleichbed. fr. candélabre, dies
aus lat.
candelabrum
„Leuchter“ zu candela
„(Wachs)kerze“, dies zu candere „weiß glänzen, schim
mern“): a) mehrarmiger Leuchter für Lampen od. Ker
zen; b) mehrarmiger säulenartiger Ständer für die Stra
ßenbeleuchtung. Kanldellilllalwachs, Candelillawachs
[k...] das; -es (zu span, candelilla „Weidenkätzchen; Ker
zenblüte“, eigtl. Verkleinerungsform von candela, dies
aus lat. candela, vgl. Kandelaber): aus einem mexik.
Wolfsmilchgewächs gewonnenes Wachs
Kanldellit [auch ... lit] der; -s (zu engl. candle „Kerze,
Licht“ (vgl. Kännelkohle) u. T 2...it>: svw. Kännelkohle
Kanldellzulcker der; -s (zu TKandis): (landsch.) Kan
diszucker]
Kandi dat der; -en, -en (aus gleichbed. lat. candidatus,
eigtl. „weiß Gekleideter“ (Amtsbewerber, der sich dem
Volk in der toga candida, der glänzend weißen Toga, vor
stellte), zu candidus „glänzend; weiß“, dies zu candere,
vgl. Kandelaber): 1. jmd., der sich um etwas, z. B. um ein
Amt, bewirbt. 2. a) Student höheren Semesters, der sich
auf sein Examen vorbereitet; Abk. : cand. (für lat. candi
datus); b) Prüfling. Kan|di|da|tenltur|nier das; -s, -e:
Turnier der im Î Interzonenturnier bestplatzierten Spieler
zur Ermittlung des Herausforderers des jeweiligen
Schachweltmeisters. Kanldildaltin die; -, -nen: weibli
che Form zu TKandidat. Kan di da tur die; -, -en (nach
gleichbed. fr. candidature, vgl. ...ur): Anwartschaft, das
Kandidieren, kanldildielren (zu T..deren): sich (z.B.
um ein Amt) bewerben. Kanldildolse die; -, -n (zu
ÎCandida u. tJ...ose): durch Candidaarten (vgl. Candida)
hervorgerufene Pilzerkrankung der [Schleim]häute
(Med.)
kanldielren (über fr. candir „einzuckern“ aus gleichbed.
it. candiré; vgl. Kandis): Früchte mit einer Zuckerlösung
überziehen u. dadurch haltbar machen. Kanldielrung
die; -, -en (zu Î ...ierung): das Kandieren. Kanldis i/er, -u.
’Kalnapee
Kanna
der: -s (aus gleichbed. it. zucchero candi(to), dies aus arab. qandl „aus Rohrzucker“ zu qand
„Rohrzucker“, dies aus gleichbed. altind. khandakah): in
großen Stücken an Fäden auskristallisierter Zucker. Kandilten i//e (Plur.) (aus gleichbed. it. candito (Sing.) zu
candiré, vgl. kandieren): (bes. österr.) kandierte Früchte
Kandlschar* vgl. Handschar
Kandl schur* der: -[s] (aus ith. bka-’gyur „übersetztes
Wort (Buddhas)“): die heilige Schrift des ÎLamaismus;
vgl. Tandschur
Kan dys die; -, - (aus gleichbed. gr. kändys): seit dem 6./5.
Jh. V. Chr. bei Persern u. Medern nachweisbares Überge
wand (Kaftan) mit langen Ärmeln, das meist als Umhang
getragen wurde
Kalneel der; -s, -e (über /r. cannelle „Zimt“ aus mlat. cannella „Röhrchen“ zu lat. canna „Rohr“ (nach der Form
der Zimtstange)): hochwertige Zimtsorte
Ka|ne|pho|re die; -, -n (meist Plur.) (über lat. canephoros
aus gleichbed. gr. kanephöros (zu käneon „Korb“ u. phoreɪn, phérein „tragen“), eigtl. „Korbträgerin“): 1. im anti
ken Griechenland aus vornehmer Familie stammende
Jungfrau, die bei religiösen Festen u. Umzügen geweihtes
Gerät im Korb auf dem Kopf trug. 2. svw. Karyatide
kalneslzent (aus gleichbed. lat. canescens, Gen. canes
centis zu canescere, vgl. kaneszieren): (veraltet) ergrau
end, weißlich grau, kalneslzielren (aus gleichbed. lat.
canescere zu canus „grau, weiß, alt“): (veraltet) [vor Al
ter] ergrauen
Kalnetlte vgl. Canette
Kalnelvas [...v...] der: Gen. - u. -ses, Plur. - u. -se (aus
gleichbed. fr. canevas, eigtl. „grobes Segeltuch, Sacklein
wand“, zu provenzal. canabas „Tuch aus Hanffasern“,
dies aus spätlat. cannabus, Nebenform von lat. cannabis
„Hanf“): 1. leinwandbindiges, gitterartiges Gewebe für
Handarbeiten. 2. Einteilung des Stoffes in Akte u. Szenen
bilder in der ital. Stegreifkomödie, kalnelvaslsen: aus
Kanevas (1)
Kang der od. das; -s, -s (aus chin, (dialektale Form) k’ang):
1. altchines. Halsbrett zur Kennzeichnung u. Bestrafung
eines Verbrechers. 2. gemauerte, von außen heizbare
Schlafbank in nordchines. Häusern
Känlgulru das; -s, -s (wohl über gleichbed. engl. kangaroo
aus einer austr. Eingeborenensprache): australisches
Springbeuteltier mit stark verlängerten Hinterbeinen
Kalnilden die (Plur.) (zu lat. canis „Hund“ u. T...ide): zu
sammenfassende Bez. für Hunde u. hundeartige Tiere
(z.B. Fuchs, Schakal, Wolf). Ka|ni|drom* der; -s, -e
(Analogiebildung zu ÎHippodrom): (veraltet) Hunde
rennbahn. Kalnilkollalfielber das; -s, - (zu lat. canicula,
canicola, Verkleinerungsform von canis „Hund“): auf den
Menschen übertragbare Infektionskrankheit des Hundes,
eine Art T Leptospirose (Med.)
Kalnin das; -s, -e (aus altfr. conin „Kaninchen“, dies aus
gleichbed. lat. cuniculus, vermutlich aus dem Liguri
schen): Fell der Wild- u. Hauskaninchen
Kalnislter iZ<?r; -s, - (unter Einfluss von gleichbed. engl. ca
nister aus it. canestro „Korb“, dies aus lat. canistrum zu
gr. kánistron, Nebenform von kánastron „aus Rohr ge
flochtener Korb“ zu känna, vgl. Kanal): tragbarer vier
eckiger Behälter aus Blech od. Kunststoff zur Aufbewah
rung von Flüssigkeiten (z.B. Benzin)
kanlkrilnisch* (zu lat. cancer, Gen. cancri „Krebs“ u.
T...in (2)): (veraltet) a) krebsgängig, d.h. rückwärtsge
hend; b) rückwärts zu lesen. Kanlkrit [auch ... krit] der;
-en, -en (zu t2...it>: Krebsstein, Krebsversteinerung. Kankrolid das: -[e]s, -e (zu T...oid>: (veraltet) svw. Spinaliom.
Kanikro pholbie die: -, ...ien (zu î...phobie): svw. Karzinophobie. kan krös (vgl. ...ös): svw. kanzerös.
'Kanina vgl. Canna
Kan|dis|zu|cker
Kanna
die; -, -[s] <aus schwed. kanna „Kanne“): altes
schwed. Flüssigkeitsmaß (= 2,62 1)
Kanina, Cannae ['kanɛ] das; -, - (nach dem altröm. Ort
Cannae, bei dem Hannibal 216 v. Chr. ein Römerheer völ
lig vernichtete): katastrophale Niederlage; vgl. kannensisch
Kan|na|bi|nol das; -s (zu lat. cannabis (vgl. Cannabis) u.
t...ol); wichtigster Bestandteil des ÎHaschischs (Chem.)
Kan ne lé [...le:] vgl. Cannelé. kan|ne|lieiren <aus
gleichbed. fr. canneler zu cannelure, vgl. Kannelüre): [ei
ne Säule] mit senkrechten Rillen versehen. Kan|ne|lierung die; -, -en (zu t...ierung): 1. Rinnen- u. Furchenbil
dung auf der Oberfläche von Kalk- u. Sandsteinen (verur
sacht durch Wasser od. Wind; Geol.). 2. Gestaltung der
Oberfläche einer Säule od. eines Pfeilers mit Î Kannelüren
Kän nel koh le u. Cannelkohle ['kɛnl...] die; - (Lehnüber
setzung von gleichbed. engl. cannel coal zu cannel (mundartl. für candle) „Kerze, Licht“ u. coal „Kohle“): eine
Steinkohlenart
Kan|ne|lur die; -, -en: svw. Kannelüre. Kan|ne|lü|re die;
-, -n (über/r. cannelure aus gleichbed. älter z'Z. cannelatura, dies zu mlat. canella, Verkleinerungsform von lat. can
na, vgl. Kanal): senkrechte Rille am Säulenschaft
kanlnenlsisch (nach dem altröm. Ort Cannae; vgl. Kannä); in der Fügung kannensische Niederlage: völlige Nie
derlage, Vernichtung
Kanlnilballe der; -n, -n (aus gleichbed. span, caníbal, carí
bal, nach dem Stammesnamen der Kariben): 1. Men
schenfresser. 2. roher, ungesitteter Mensch, kanlnilbalisch: 1. in der Art eines Kannibalen. 2. roh, grausam,
ungesittet. 3. (ugs.) ungemein, sehr groß, überaus. Kanniballismus der; - (zu t...ismus (3)): 1. Menschenfres
serei. 2. das Fressen von Tieren der eigenen Art. 3. un
menschliche Rohheit
Kanlnulschi der; -, - (aus dem Japan.): schintoistischer
Priester
Kalno der od. das; - (nach dem Gründer, dem japan. Maler
Kano Masanobu, 1434-1530): Malerschule u. Kunststil in
Japan
’Kalnon der; -s, -s (teilweise unter Einfluss von kirchenlat.
canon „(verbindliche) Glaubensregel“ aus /aZ. canon „Re
gel, Norm, Richtschnur“, dies aus gleichbed. gr. kanön,
eigtl. „Rohrstab“, zu kánna „Rohr“; vgl. Kanal): 1. Richt
schnur, Regel, Maßstab; Leitfaden. 2. Gesamtheit der für
ein bestimmtes [Fachjgebiet geltenden Regeln u. Verein
barungen. 3. Musikstück, bei dem verschiedene Stimmen
in bestimmten Abständen nacheinander mit derselben
Melodie einsetzen (Mus.). 4. [von den alexandrinischen
Grammatikern aufgestelltes] Verzeichnis mustergültiger
Schriftsteller [der Antike]. 5. a) unabänderliche Liste der
von einer Religionsgemeinschaft anerkannten Schriften;
b) die im Kanon (5 a) enthaltenen Schriften. 6. (Plur. Kanones [,,,ne:s]) Einzelbestimmung des kath. Kirchen
rechts. 7. Hochgebet der Eucharistie in der kath. Liturgie.
8. (ohne Plur.) kirchenamtliches Verzeichnis der Heiligen.
9. Regel von den [richtigen] Proportionen (z. B. in der bil
denden Kunst). 10. jährlicher Grundzins, Abgabe des
Lehnsmannes an den Lehnsherrn. 11. allgemeine Lösung
einer math. Aufgabe, nach der dann besondere Probleme
gelöst werden können (Math.). 12. a) Tafel für die Bewe
gungen der Himmelskörper; b) Zusammenstellung aller
Mond- und Sonnenfinsternisse (Astron.). 2Ka|non die; (nach dem canon missae (Hauptteil des kath. Messbu
ches, der erstmals in diesem Schriftgrad gedruckt wurde);
vgl. 'Kanon): (veraltet) ein Schriftgrad (Druckw.). Kanolnalde die; -, -n (aus gleichbed. fr. cannonade zu canon
„Geschütz“, dies aus it. cannone, vgl. Kanone): [anhal
tendes] Geschützfeuer, Trommelfeuer. Kalnolne die; -, -n
(aus it. cannone „Geschütz“, Vergrößerungsbildung zu
2Kan|na
686
lat.-it. canna „Rohr“; vgl. Kanal): 1. [schweres] Geschütz.
2. (ugs.) jmd., der auf seinem Gebiet Bedeutendes leistet,
[Sport]größe; unter aller Kanone: (ugs.) sehr schlecht, un
ter aller Kritik. 3. (salopp scherzh.) svw. Revolver (1). Kanolnenlboot das; -[e]s, -e: kleines Kriegsschiff im Küs
tendienst od. auf Binnengewässern. Ka|no|nen|fut|ter
das; -s (nach engl. „food for powder“ in W. Shakespeares
(1564-1616) Drama „Heinrich IV.“): (ugs. abwertend) im
Krieg sinnlos u. gewissenlos geopferte Soldaten. Kalnones [,,,ne:s]: Plur. von 1'Kanon (6). Kalnolnier der; -s,
-e (aus gleichbed. fr. canonnier): Soldat, der ein Geschütz
bedient, kalnolnielren (ausʃr. canonner „beschießen“):
1. (veraltet) mit Kanonen [beschießen. 2. (ugs.) einen
kraftvollen Schuss auf das Tor abgeben (z. B. Fuß-, Hand
ball). Kalnolnik die; - (aus gleichbed. gr. kanonikón zu
kanonikös „als Richtschnur dienend“; vgl. 'Kanon): 1.
Name der Logik bei Epikur. 2. auf zahlenmäßiger Grund
lage aufgebaute Tonlehre des Pythagoras. Ka|no|ni|kalilen [...ion] die (Plur.) (aus gleichbed. Zai. canonicalia):
(veraltet) Domherrenschmuck. Ka|no|ni|kat das; -[e]s,
-e (zu Î Kanonikus; vgl. ...at (l)): Amt u. Würde eines Ka
nonikers. Kalnolnilker der; -s, - u. Ka|nc|ni|kus der; -,
...ker (aus gleichbed. kirchenlat. canonicus zu lat. canon,
vgl. 'Kanon): Mitglied eines ÎKapitels (2), ÎChorherr (1).
Ka no ni sa ti on die; -, -en (zu t kanonisieren, vgl. ...isation): Aufnahme in den 'Kanon (8), Heiligsprechung
(kath. Rel.; vgl. ...ation/...ierung. Kalnolnilsaltilonskon gre galti on* die; -: TKurienkongregation für die
Heilig- u. Seligsprechungsprozesse, kalnglnisch (aus
lat. canonicus „regelmäßig“, dies aus gleichbed. gr. kano
nikös; vgl. 'Kanon): 1. als Vorbild dienend. 2. den kirchli
chen [Rechtsjbestimmungen gemäß (kath. Rel.). 3. den
Î 'Kanon (3) betreffend, ihm entsprechend, nach den mu
sikalischen Gesetzen des Kanons gestaltet (Mus.), kalnoni sie ren (über kirchenlat. canonizare aus gr. kanönizein „in den Kanon aufnehmen“): 1. in den 'Kanon (8)
aufnehmen, heilig sprechen. 2. a) zum 'Kanon (1) ma
chen; b) in einen 'Kanon (4) aufnehmen. Kalnolnilsierung die; -, -en (zu t...ierung): das Kanonisieren, vgl.
...ation/...ierung. Kalnolnislse die; -, -n u. Kalnolnissin die; -, -nen (aus gleichbed. mlat. canonissa): Stiftsda
me; vgl. Chorfrau (1). Kalnolnist der; -en, -en (zu t 'Ka
non u. T...ist) : Lehrer des kanonischen (2) Rechts. Kalnonisltik die; - (zu t...istik): Lehre vom kanonischen (2)
Recht. ka|no|ni|zie|ren (aus gleichbed. kirchenlat. cano
nizare): (veraltet) in ein Stift aufnehmen. Ka|no|ni|zi|tät
die; - (zu T...ität>: Zugehörigkeit zum Î'Kanon (5 a) der
Bibel. Kalnonltalfeln die (Plur.): 1. reich ausgemalte Ta
feln mit Abschnittsnummern u. TKonkordanzen in Evangelienbüchern des Mittelalters. 2. drei früher auf dem Al
tar aufgestellte Tafeln mit bestimmten unveränderlichen
Texten aus der Messe (kath. Rel.); vgl. 'Kanon (7)
Ka no pe die; -, -n (nach der altägpyt. Stadt Kanobos (Kanopos)): 1. dickbauchiger altägypt. Krug mit Deckel in
Form eines Menschen- od. Tierkopfes zur Bestattung von
Eingeweiden. 2. etruskische Urne
Kälnolphyltilkum das; -s (zu gr. kainös „neu“ u. t...phytikum): durch neuzeitliche Pflanzenentwicklung gekenn
zeichneter Abschnitt der Erdgeschichte, der Oberkreide,
tTertiär u. TQuartär umfasst (Geol.). kälnolphyltisch:
das Känophytikum betreffend
Kalnoslsa vgl. Canossa
Kä|no|zo|i|kum das; -s (zu gr. kainös „neu“, zöon „Lebe
wesen“ u. t,,,ikum): die erdgeschichtliche Neuzeit, die
tTertiäru. TQuartär umfasst (Geol.). kä|no|zo|isch: das
Känozoikum betreffend
Kanlshitlsu [.../...] das; -s (aus gleichbed. jap. kan-shitsu):
bes. im 8. Jh. in Japan für buddhistische Plastiken ange
wendete Trockenlackmodellierung
687
(aus gleichbed. it. cantabile, dies zu spätlat.
cantabilis „besingenswert“): gesanglich vorgetragen;
sangbar (Mus.).kan|ta|bi|le vgl. cantabile.Kanltalbille
das; -, - (aus it. cantabile „Gesangsstück“): ernstes, getra
genes Tonstück (Mus.).Kan|ta|bi|li|tät die; - (zu tkantabel u. T ...ität) : Sangbarkeit, gesanglicher Ausdruck, melo
dische Schönheit (Mus.)
Kanltalla die; - (nlat.: Herkunft ungeklärt): Pflanzenfaser
einer mexik. t Agave (für Taue u. Bindfäden verwendet)
Kanltar der od. das; -s, -e (aber: 5 -) (über it. cantaro, lat.
centenarium (zu centenarius „hundert enthaltend“), gr.
kentênârion aus gleichbed. arab. qintär, qintäl, vgl. Quintal): heute nicht mehr gebräuchliches Handelsgewicht Ita
liens u. der östlichen Mittelmeerländer; vgl. Cantaro
1Kan|ta|te (aus lat. cantate „singet!“, Imp. Plur. von can
tare; nach dem Eingangsvers des Gottesdienstes, Psalm
98,1): in der ev. Kirche Name des vierten Sonntags nach
Ostern.2Kan|ta|te das; -, -n (zu f’Kantate): am Sonntag
Kantate abgehaltene jährliche Zusammenkunft der dt.
Buchhändler.3Kanltalte die; -, -n (aus gleichbed. it. can
tata zu lat.-it. cantare „singen"): mehrteiliges, vorwie
gend lyrisches Gesangsstück im Î monodischen Stil für So
listen od. Chor mit Instrumentalbegleitung (Mus.)
Kanltelle die; -, -n (aus gleichbed. firm, kantele): ein finn.
Zupfinstrument mit 5-30 Saiten
Kanlter [auch 'kɛntn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. canter,
eigtl. Kurzform des Namens der engl. Stadt Canterbury):
kurzer, leichter Galopp (Reiten).kanltern: kurzu. leicht
galoppieren (Pferdesport). KanIterlsieg der; -s, -e: mü
heloser [hoher] Sieg (bei Sportwettkämpfen)
Kanlthal das: -s (Kunstw.): Legierung (bes. aus Eisen u.
Chrom) für elektrische Widerstände u. Heizdrähte
Kanlthalrilde der; -n, -n (meist Plur.) (über lat. cantharis,
Gen. cantharidis aus gr. kántharos „eine Käferart“, eigtl.
„(giftige) Spanische Fliege“): Weichkäfer; Käfer mit wei
chen Flügeldecken (z.B. Spanische Fliege). Kanlthalridin, ehern, fachspr. Cantharidin [k...J das; -s (zu T...in
(1)>: Drüsenabsonderung der Ölkäfer u. Spanischen Flie
gen (früher zur Herstellung von Blasen ziehenden Pflas
tern verwendet).Kan|tha|ri|dis|mus der; - (zu T...ismus
(3)>: Vergiftung durch Î Kantharidin (Med.)
Kanlthalros der; -, ...roi [...roy] (aus gleichbed. gr. kántha
ros): altgriech. weitbauchiger, doppelhenkliger Becher
Kanltholplasltik die; -, -en (zu gr. kanthös „Augenwin
kel“ u. Î ‘Plastik (2)>: operative Erweiterung der Lidspalte
durch Spaltung des äußeren Augenwinkels (Med.)
Kanltilalner der; -s, - (nach dem Philosophen I. Kant
(1724-1804) u. zu t...aner>: Anhänger des Philosophen
Immanuel Kant bzw. seiner Philosophie. Kan|ti|a|nismus der; - (zu t...ismus (1)): Gesamtheit der unmittelbar
an I. Kant u. seine Erkenntnistheorie anknüpfenden phi
los. Richtung in der 1. Hälfte des 19. Jh.s
Kanltüle ne die; -, -n (über it. cantilena aus lat. cantilena
„Singsang, Lied“ zu cantare „singen“): gesangartige,
meist getragene Melodie (Mus.); vgl. Cantilena.KanItillaltilon die; - (zu cantillare „trillernd singen, trillern“,
Verkleinerungsbildung zu lat. cantare „singen“ u.
t '...ion): Sprechgesang beim Gottesdienst in der t Synago
ge (1), aus dem die Psalmtöne der christlichen Liturgie
hervorgingen
Kanltillle [auch ,,,'tɪljə] die; -, -n (über fr. cannetille aus
gleichbed. span, cañutillo, Verkleinerungsform von cañu
to „kurze Röhre“ zu caña „Halm, Rohr“, dies aus lat. can
na, vgl. Kanal): schraubenförmig gedrehter, vergoldeter
od. versilberter Draht zur Herstellung von Borten u. Tres
sen
Kanltilne die; -, -n (aus fr. cantine „Soldatenschenke“,
eigtl. „Flaschenkeller“, dies aus it. cantina „(Wein)keller“, weitere Herkunft unsicher): Speiseraum in Betrie
kanitalbel
Kanu
ben, Kasernen u. Ä. Kan tilneur [,,,'no:g] der; -s, -e (zu
t...eur): (österr.) Kantinenwirt.Kan|tilni|er [...’nie:] der;
-s, -s (aus gleichbed. fr. cantinier): (scherzh.) Kantinen
wirt.Kan|ti|ni|è|re [,,,'niɛ:rə] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
cantinière): (veraltet) Kantinenwirtin
Kanltilolnal das; -s, -e (aus gleichbed. kirchenlat. cantionale zu lat. cantio, Gen. cantionis „das Singen; Gesang“):
a) mittelalterliches Kirchengesangbuch; b) Sammlung
meist vierstimmiger Bearbeitungen von geistlichen Lie
dern u. Chorälen (bes. im Mittelalter u. in der Reformati
onszeit)
Kantlje das; -s, -n (aus niederl. kantje „Heringsfass“): auf
See gepacktes Fass mit gesalzenen Heringen
Kanlton der; -s, -e (aus it. cantone, Vergrößerungsbildung
zu canto „Winkel, Ecke, Kante“ aus lat. cantus, canthus
„Radmitte, -felge“, dies aus dem Gall.; Bed. 3 aus (mittel)fr. canton „Bezirk, Revier“): 1. Bundesland der
Schweiz; Abk.: Kt. 2. Bezirk, Kreis in Frankreich u. Bel
gien. 3. Wehrverwaltungsbezirk (im ehemaligen Preußen).
Kan|to|na|de die; -, -n (aus fr. cantonade „seitliche Be
grenzung der Kulissen“): (veraltet) der hinter den Kulis
sen liegende Bühnenraum. kan!to|nal (zu IKanton u.
T ‘...al (1)>: den Kanton betreffend, zu einem Kanton ge
hörend. Kanlto|nal|ak|tu|ar ifer; -s, -e: (Schweiz.) am
Kantonsgericht (höchstes ordentliches Gericht eines
Kantons) angestellter Schriftführer. Kan|to|nal|bank
<7ze; -, -en: (Schweiz.) Bank, die ihr Geschäftsgebiet auf
den jeweiligen Kanton (1) beschränkt.Kan|to|ne|se der;
-n, -n (zu Î Kanton (1) u. -ese, charakterisierendes Suffix
von Namen): (Schweiz.) svw. Partikularist.Kanltolnilere die; -, -n (aus gleichbed. it. (casa) cantoniera zu cantoniere „Streckenwärter“, dies zu cantone, vgl. Kanton (1)):
Straßenwärterhaus in den ital. Alpen. kan|tolnie|ren
(aus fr. cantonner „unterbringen, einquartieren“ zu can
ton, vgl. Kanton (3)): (veraltet) Truppen unterbringen, in
Standorte legen. kan|to|ni|si_elren (zu T...isieren): in
Kantone einteilen.Kanltolnist der; -en, -en (zu ÎKanton
(3) u. t...ist>: (veraltet) ausgehobener Rekrutjunsicherer
Kantonist: (ugs.) unzuverlässiger Mensch, jmd., auf den
man sich nicht verlassen kann. Kan|ton|ne|ment
[...'ma:, Schweiz. ...'ment] das; Gen. -s, Schweiz, -[e]s, Plur.
-s, Schweiz, -e (aus fr. cantonnement „Einquartierung“ zu
cantonner, vgl. kantonieren): (Schweiz., sonst veraltet) a)
Bezirk, in dem Truppen kantoniert werden; b) Truppen
unterkunft. Kanltonslrat der; -[e]s, ...räte: Schweiz.
Kantonsparlament in Kantonen (1), die keine Landge
meinde haben. Kan|ton|sys!tem i/as; -s (zu ÎKanton
(3)): System der Heeresergänzung (Mil.)
Kanltor der; -s, ...oren (aus miat. cantor „Vorsänger, (Kirchenjmusiker“, dies aus lat. cantor „Sänger; Schauspie
ler“ zu canere „singen“): 1. Vorsänger u. Leiter der
Î Schola im Î gregorianischen Choral. 2. Leiter des Kir
chenchores, Organist, Dirigent der Kirchenmusik. Kantolrat das; -[e]s, -e (zu t...at (1)): Amtszeit] eines Kan
tors.Kanltolrei die;-, -en: 1. Singbruderschaft, Gesangs
chor [mit nur geistlichen Mitgliedern] im Mittelalter. 2.
fürstliche Kapellinstitution im 15. u. 16. Jh. 3. kleine Sing
gemeinschaft, Schulchor. 4. ev. Kirchenchor.kanltolrieren (zu Î...ieren): (veraltet) als Kantor ( 1 ) tätig sein
Kantlschil* der; -s, -e (aus dem Malai.): mit dem Hirsch
ferkel verwandter, kaninchengroßer, dämmerungs- u.
nachtaktiver südasiatischer Wiederkäuer
Kantlschu* der; -s, -s (über das Slaw. (vgl. poln. kañczuk,
tschech. kancuch) aus türk, kamci „Peitsche“): Riemen
peitsche
Kanltus der; -, -se (aus gleichbed. lat. cantus zu canere
„singen“): (Studentenspr.) Gesang; vgl. Cantus
Kalnu [auch ka'nu:] das; -s, -s (über engl. canoe aus gleich
bed. /r. canot, span, canoa, diese aus karib. ean(a)oa
Kanüle
„Baumkahn“): 1. als Boot benutzter ausgehöhlter Baum
stamm. 2. zusammenfassende Bez. für Î Kajak u. Î Kana
dier (1)
Kainü le die; -, -n (aus gleichbed. fr. canule, dies aus lat.
cannula „Röhrchen“, Verkleinerungsform von canna, vgl.
Kanal) : 1. Röhrchen zum Einfuhren od. Ableiten von Luft
od. Flüssigkeiten. 2. Hohlnadel an einer Injektionsspritze.
ka|nü|lie|ren (zu t ...îeren): eine Kanüle einlegen
Kalnunfer,’ -s, -s (aus gleichbed. arab. qänün, dies aus gr.
kanön „Monochoral“, eigtl. „Richtschnur, Regel“; vgl.
‘Kanon): vorderorientalische Brettzither mit trapezförmi
gem Schallkasten u. 24-26 dreichörigen Saiten
Ka|nu|sla|lom der; -s, -s (zu TKanu u. TSlalom): Art des
Kanusports, bei der auf einer bis zu 800 m langen, wild
wasserähnlichen Slalomstrecke mit künstlichen u. natürli
chen Hindernissen der Î Kajak od. der tKanadier 20-25
Wertungsstellen passieren soll. Kalnulsport der; -[e]s:
das Kanufahren als Wettkampf- od. Freizeitsport
Kalnufu. Knut der; -s, -e (aus dem Nord, (mit der Bed.
„keck, freimütig“)): isländischer Strandläufer (eine
Schnepfenart)
Kalnulteder; -n, -n (zu î Kanu): Kanufahrer (Sport)
Kanlzelllalrilat das; -[e]s, -e (aus mlat. cancellaria „Amt
des Kanzlers; Schreibstube“, eigtl. „der mit Schranken
umgebene Raum eines Gerichtshofes, einer Schreibstu
be“ (zu spätlat. cancellarius „Türvorsteher“) u. t,,,at ( 1 )>:
(veraltet) 1. Kanzlerwürde. 2. Kanzleistube. Kan|zel|le
¿fe; -, -n (aus lat. cancelli (Plur.) „Gitter, Schranken,
Grenzen“, Verkleinerungsbildung zu cancer „Gitter,
Schranke“); 1. Chorschranke in der altchristlichen Kir
che. 2. der die Zunge enthaltende Kanal beim Harmoni
um, bei Hand- u. Mundharmonika. 3. die den Wind ver
teilende Abteilung der Windlade bei der Orgel, kanlzellielren (aus gleichbed. lat. cancellare): (veraltet) Ge
schriebenes mit sich gitterförmig kreuzenden Strichen
( X X X ) ungültig machen
kan|ze|ro|gen (zu lat. cancer „Krebs; Krebsgeschwür“ u.
Î...gen): Krebs erzeugend (Med.). Kanlzelrolgenrfas',' -s,
-e: svw. Karzinogen. Kan|ze|rolge|ni|tät die; - (zu
t...ität): kanzerogene Eigenschaft von Substanzen. Kanzelrolpholbie die; -, ...ien (zu î...phobie (a)): svw. Karzinophobie. kan ze rös (aus lat. cancerosus „voller
Krebsgeschwüre“; vgl. ...ös): krebsartig (Med.). Kan|zero\sedie; -, -n (zu î‘...ose): svw. Karzinose
Kanzlleitfe; -, -en (zu lat. cancelli, vgl. Kanzelle); Büro [ei
nes Rechtsanwalts od. einer Behörde], Kanzlleilforlmat
das; -[e]s: ein früher übliches Papierformat (33 x 42cm).
Kanz|lei|stilfer; -[e]s: die altertümliche u. schwerfällige
Sprache der Kanzleien; Amtssprache. Kanzllist^er; -en,
-en (zu Î...ist): (veraltet) Schreiber, Angestellter in einer
Kanzlei. Kanz|lis|tin die; -, -nen: weibliche Form zu
Î Kanzlist
Kanlzolne die; -, -n (aus z7. canzone „Gesang, Lied“, dies
aus gleichbed. lat. cantio, Gen. cantionis, zu canere „sin
gen“): 1. eine romanische Gedichtform. 2. leichtes, heite
res, empfindungsvolles Lied. 3. kontrapunktisch gesetzter
A-cappella-Chorgesang im 14. u. 15. Jh. (Mus.). 4. seit
dem 16. Jh. liedartige Instrumentalkomposition für Orgel,
Laute, Klavier u. kleine Streicherbesetzung (Mus.). Kanzolnetltau. Kan|zo|net|teife; -, -ten (aus it. canzonetta „Liedchen“, Verkleinerungsform von canzone, vgl.
Kanzone): kleines Gesangs- od. Instrumentalstück
(Mus.)
Ka|o|li|ang das; -s (aus gleichbed. chin, kao liang zu kao
„lang, dünn“ u. liang „Korn, Getreide“): eine in China für
die Zuckergewinnung angebaute Hirse
Kalollinfes od. der (fachspr. nur so); -s, -e (aus gleichbed.
/r. kaolin, nach dem chines. Berg Kaoling): weicher, form
barer Ton, der durch Zersetzung von Feldspaten entstan
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den ist (Porzellanerde), kalollilnilsielren (zu t...isieren): Kaolin bilden. Ka|o|l¡Injt [auch ...nit] der; -s, -e (zu
Î2...it): weiße, feinkristalline Masse, Hauptbestandteil des
Kaolins
Kalon [auch ka'o:n] das; -s, Kaonen (Kunstw.; vgl. 4...on):
zur Gruppe der î Mesonen zählendes instabiles Elemen
tarteilchen (Phys.)
Kap few,’ -s, -s (über gleichbed. niederl. kaap aus fr. cap, it.
capo, dies aus lat. caput „Kopf; Spitze, (oberstes) Ende“):
Vorgebirge; vorspringender Teil einer Felsenküste
kalpalbel (aus gleichbed. fr. capable, dies aus spätlat. ca
pabilis zu lat. capere, vgl. kapieren): (veraltet, aber noch
landsch.) befähigt, fähig. Kalpalbilliltät die; - (zu
Î ...ität): (veraltet, aber noch landsch.) Tüchtigkeit, Fähig
keit
Kajpaun der; -s, -e (aus gleichbed. fr. capon, dies zu lat.
capo „verschnittener Hahn“): kastrierter Masthahn, kapaulnen u. ka pau ni sie ren (zu I ...isieren): einen
Hahn kastrieren
Kalpalziltanztfe; -, -en (zu îKapazität u. T...anz): Wech
selstromwiderstand einer Kapazität (lb; Elektrot.). Ka
pazität fife.’ -, -en (aus lat. capacitas, Gen. capacitatis
„Fassungsvermögen, geistige Fassungskraft“ zu capax
„viel fassend; tauglich“, dies zu capere, vgl. kapieren): 1.
(ohne Plur.) a) Fassungs- od. Speicherungsvermögen ei
nes technischen Geräts od. Bauteils; b) TKondensator (1)
od. wie ein Kondensator wirkendes Element einer elektri
schen Schaltung. 2. a) Produktions- od. Leistungsvermö
gen einer Maschine od. Fabrik; b) (meist Plur.) Produkti
onsstätte u. Gesamtheit aller Einrichtungen, die zur Her
stellung von Industriegütern nötig sind. 3. a) räumliches
Fassungsvermögen [eines Gebäudes]; b) geistiges Leistungs- od. Fassungsvermögen. 4. hervorragender Fach
mann, Experte, kalpalziltaltiv (aus gleichbed. engl. capacitative; vgl. kapazitiv): svw. kapazitiv. KalpalziltätsefIfekt der; -[e]s (zu ÎKapazität): Effekt von Investitio
nen hinsichtlich der Kapazität einer wirtschaftlichen Ein
heit. Kalpa|zi|täts|re|ser|ve [...va] die; -, -n: freie, un
ausgenutzte Betriebskapazität. kalpa|zi|tie|ren (zu
t...ieren); (veraltet) tüchtig machen, befähigen, kalpalzitiv (aus gleichbed. engl. capacitive zu capacity, dies über
fr. capacité aus lat. capacitatem, Akk. von capacitas, vgl.
Kapazität): 1. die Kapazität eines Kondensators betref
fend; kapazitiver Widerstand: Wechselstromwiderstand
eines Kondensators (Elektrot.). 2. die Kapazität (2,3) be
treffend
Kalpelaldorvgl. Capeador
Kal pee (mit französierender Endung zu t kapieren gebil
det): (ugs.) in der Redewendung schwer von Kapee sein:
begriffsstutzig sein
Kalpelian der; -s, -e (aus gleichbed. fr. capelan, dies über
provenzal. eap(e)lan aus mlat. capellanus, vgl. Kaplan;
wohl nach der dunklen u. weißen Färbung, die an das
Kleid eines Priesters erinnert): kleiner Lachsfisch des
nördlichen Atlantischen Ozeans
«apelline [kap li:n] die; -, -n [,,,nən] (aus fr. capeline
„breitrandiger Damenhut“ zu cape „Mantel mit Kapuze“,
dies aus (alt)provenzal. capa; vgl. ‘Kapelle): (um 1860)
hoch auf dem Kopf getragener kleiner Hut mit nahezu
waagerechter Krempe. 1Ka|pel|le die; -, -n (aus mlat.
eap(p)ella „kleines Gotteshaus“, eigtl. „Mäntelchen“,
Verkleinerungsform von spätlat. cappa „eine Art Kopfbe
deckung; Mantel mit Kapuze“, zuerst vom Aufbewah
rungsort des Mantels des hl. Martin im merowingischen
Frankenreich, später auf alle kleineren Gotteshäuser
übertragen): 1. kleines [privates] Gotteshaus, das meist
nur für eine Andacht u. nicht für regelmäßige Gottes
dienste einer Gemeinde bestimmt ist. 2. abgeteilter Raum
für Gottesdienste in einer Kirche od. einem Wohngebäu-
689
Kapitalismus
de. 2Ka|pel|le die; -, -n (aus it. cappella „Musikergesell
stellung billiger Zuckerwaren. Ka|pil|li|ti|um das; -s,
schaft“, eigtl. „Musiker- u. Sängerchor in einer Schlosska
...ien [,,,iən] (aus spätlat. capillitium „Haarwerk“): 1. Ge
pelle", zu mlat. eap(p)ella, vgl. 'Kapelle): a) im Mittelal
samtheit der Kopfhaare (Med.). 2. röhren- od. fadenarti
ter ein Sängerchor in der Kirche, der die reine Gesangs
ges Gerüstwerk in den Fruchtkörpern von Schleimpilzen
musik pflegte; vgl. a cappella; b) [kleineres] Instrumental
(Bot.)
orchester
kalpisltrielren* (aus gleichbed. lat. capistrare): (veraltet)
3Kalpel|le, auch Kupelle, älter Koupelle [ku...] die: -, -n
anschirren, festbinden. Kalpisltrum das; -s, Plur. ...stren
(aus gleichbed./r. coupelle, dies aus spätlat. cupula „klei
u. ...stra (aus lat. capistrum „Halfter“): (veraltet) 1. Half
ne Tonne, kleines Grabgewölbe", Verkleinerungsform
ter. 2. Binde in Form eines Halfters zum Festhalten von
von lat. cupa „Tonne, Fass“): 1. Tiegel aus Knochenasche
Verbänden am Kopf (Med.). 3. Kinnbackenkrampf
zum Untersuchen von silberhaltigem Blei, in dem das Sil
(Med.)
ber nach dem Schmelzen des Bleis zurückbleibt. 2. ge kalpiltal (aus lat. capitalis „hauptsächlich, den Kopf be
schlossener Raum mit Abzug zum Untersuchen gesund
treffend“ zu caput, Gen. capitis „Haupt, Köpf'): a) von
heitsschädlicher Stoffe, ka|pel|lie|ren u. kupellieren
solcher Art, dass die betreffende Person od. Sache alles
(aus gleichbed./r. coupeller, vgl. -’Kapelle): Silber mithilfe
Vergleichbare übersteigt; b) (Jägerspr.) außerordentlich
der ’Kapelle (1) von Blei trennen
groß, stark. Kalpiltal das; -s, Plur. -e u. -ien [,,,iən] (ösKalpelllmeislter der; -s, - (zu GKapelle): a) Leiter einer
terr. nur so) (über gleichbed. it. capitale aus mlat. capitale
:Kapelle (b), eines Orchesters; b) nach dem t[Gene„Grundsumme, Vermögen“ zu lat. capitalis, vgl. kapital;
ral]musikdirektor rangierender Orchesterdirigent
Bed. 4 über mlat. capitale „Kopfende“): 1. a) (ohne Plur.)
Kalpenlsis die; - (latinisiert, nach dem Kap der Guten
alle Geld- u. Sachwerte, die zu einer Produktion verwen
Hoffnung u. lat. -ensis, charakterisierendes Ableitungs
det werden, die Gewinn abwirft; b) Wert des Vermögens
suffix): ein Florenreich, das nur einen kleinen Teil Süd
eines Unternehmens; Vermögenfsstamm]. 2. a) verfügba
afrikas umfasst
re Geldsumme, die bei entsprechendem Einsatz Gewinn
'Kalper die; -, -n (meist Plur.) (über it. eappero,/r. câpre
erbringt;Kapital aus etwas schlagen: Nutzen, Gewinn aus
aus gleichbed. lat. capparis, dies aus gr. käpparis „Ka
etwas ziehen; b) verfügbarer kleinerer Betrag an Bargeld.
pernstrauch)“): [in Essig eingemachte] Blütenknospe des
3. (ohne Plur. ) Gesamtheit der kapitalkräftigen Unterneh
Kapernstrauches (ein Gewürz)
men [eines Landes]. 4. gewebtes [buntes] Band, das vom
2Ka|per der; -s, - (aus gleichbed. niederl. kaper zu kapen
Buchbinder an die Ober- u. Unterkante des Buchblockrü
„durch Freibeuterei erwerben“, weitere Herkunft unsi
ckens geklebt wird (Buchw.). Kalpiltäl vgl. Kapitell, kacher): 1. bewaffnetes Schiff, das an Handelskriegen teil
piltal..., 'Kalpiltal... (zu it. capitale, vgl. Kapital): Wort
nahm, ohne der Kriegsmarine anzugehören. 2. Freibeu
bildungselement mit der Bedeutung „Geld- u. Sachwerte
ter, Seeräuber. Kalperlbrief der; -s, -e (zu t2Kaper):
betreffend, mit dem Einsatz von Kapital (1, 2) verbun
staatliche Vollmacht, die private Unternehmer zur Teil
den“, z.B. kapitalintensiv, Kapitalexport. 2Ka|pi|tal...
nahme am Handelskrieg auf See ermächtigte. Kalpelrei
(zu lat. capitalis, vgl. kapital): Wortbildungselement mit
die; -, -en: das Erbeuten feindlicher Handelsschiffe durch
der Bedeutung „hauptsächlich, groß, stark“, z. B. Kapital
private Unternehmer aufgrund des Kaperbriefes, ka
verbrechen, Kapitalbock.Kalpiltallband u. Kaptalband
pern: 1. als Freibeuter ein Schiff aufbringen. 2. (ugs.) a)
das; -[e]s, ...bänder (zu (Kapital (4)): svw. Kapital (4).
jmdn. [wider dessen Willen] für etwas gewinnen; b) sich
Kalpiltällchen das; -s, - (zu ÎKapitalist Großbuchstabe
in der Größe der kleinen Buchstaben (Druckw.). Kalpieiner Sache bemächtigen
tal di vi den de [...v...] die; -, -n (zu Îkapital...): Bez. für
kalpielren (aus der Schülerspr., zu lat. capere „ergreifen,
nehmen; (geistig) erfassen“): (ugs.) begreifen, verstehen
Gewinnausschüttungen auf Geschäftsanteile bei Genos
senschaften. Ka|pi|ta|le die; -, -n (aus gleichbed./r. capi
kalpilllar (aus mlat. capillaris „einem Haar ähnlich“, eigtl.
tale, dies zu lat. capitalis, vgl. kapital): 1. (veraltet) Haupt
„zum Haar gehörig“, zu lat. capillus „Haar“): 1. haarfein
stadt. 2. Majuskelschrift; vgl. Kapitalis. kalpiltallen (zu
(z.B. von Blutgefäßen; Med.). 2. die Kapillaren betref
fend. Kalpilllar... u. Kapillaro... (zu tkapillar): Wortbil
( Kapital (4)): ein Kapitalband an Kopf u. Fuß des Buch
blockrückens anbringen (Buchw.). Kalpiltallexlport
dungselement mit der Bedeutung „die Haargefäße betref
fend“, z.B. Kapillarmikroskopie. Kalpil|lar|ana|ly|se
der; -[e]s, -e (zu îkapital...): (Export von Kapital (1) ins
Ausland. Kalpiltallflucht die; -: das Fortbringen von
die; -, -n: ehern. Analyse, bei der die Geschwindigkeiten u.
Kapital (1) ins Ausland bei politischer Î Instabilität, un
Erscheinungen beim Aufsteigen von Lösungen in senk
günstigen Steuergesetzen u.Ä. Kalpiltallfonds [,,,fð:]
recht aufgehängten Filterpapierstreifen zu Trennung u.
der; - [...fö:(s)], - [,,,fð:s]: Gesamtheit der finanziellen Mit
Unterscheidung benutzt werden (Chem.). Kalpilllalre
tel, die einem Unternehmen zu einem bestimmten Zeit
die; -, -n (meist Plur.) (aus mlat. capillare, eigtl. „das
punkt zur Verfügung stehen. ka|pi|tal|inlten|siv: viel
Haarfeine“, substantiviertes Neutrum von capillaris, vgl.
Kapital (1) erfordernd. Ka|pi|tal|in|ves|ti|ti|on [...v...]
kapillar): 1. Haargefäß, kleinstes Blutgefäß (Biol.; Med.).
die; -, -en: Investition von Kapital (1) (Wirtsch.). Kalpi2. ein Röhrchen mit sehr kleinem Querschnitt (Phys.).
tallis die; - (aus lat. capitalis (vgl. kapital), eigtl. „Haupt
Kalpilllarlemlbollie die; -, ...ien [,,,i:ən] (zu tKapil
schrift“): altröm. Monumentalschrift [auf Bauwerken],
lar...): Verstopfung der Kapillaren (1), z.B. durch Fett.
Kalpiltallilsaltilon die; -, -en (über gleichbed./r. capita
Ka|pil|la|ri|olse die; -, -n (zu T'...ose): durch Haarwür
lisation zu capitaliser, vgl. kapitalisieren): Umwandlung
mer hervorgerufene Krankheit bei Vögeln u. Säugetieren.
eines laufenden Ertrags od. einer Rente in einen einmali
Kalpilllalriltät die; - (zu TKapillare u. t...ität): das Ver
gen Kapitalbetrag; vgl. ...ation/...ierung. kalpi|ta|li|siehalten von Flüssigkeiten in Kapillaren (2) (Phys.).Kalpilren (aus gleichbed./r. capitaliser): in eine Geldsumme
larmilkroskopie’ die; -: mikroskopische Untersu
umwandeln. Kalpilta|li|sie|rung die; -, -en (zu t...iechung der feinsten Blutgefäße der Haut am lebenden
rung): svw. Kapitalisation; vgl. ...ation/...ierung. KalpiMenschen (Med.). Kalpilllalro... vgl. Kapillar... Kalpiltalislmus der; - (nach gleichbed./r. capitalisme, vgl. Ka
lalrolpalthie die; -, ...ien (zu î...pathie>: allgemeine Bez.
pital u. ...ismus (2)>: Wirtschaftssystem, das auf dem frei
für die Erkrankung des Kapillarsystems (Med.). Kalpilen Unternehmertum basiert u. dessen treibende Kraft das
lalrolskolpie* die; - (zu t...skopie): svw. Kapillarmikro
Gewinnstreben Einzelner ist, während die Arbeiter keinen
skopie. Kalpilllärlsilrup der;-s (nach/r. capillaire „haar
Besitzanteil an den Produktionsmitteln haben. Kalpiltafein, Haar-“, vgl. kapillar): ein Stärkesirup, bes. zur Her
kapitalistisch
listáer; -en, -en <zu îKapitalu. î...ist>: 1. Kapitalbesitzer.
2. Person, deren Einkommen überwiegend aus Zinsen,
Renten od. Gewinnen besteht. 3. (ugs. abwertend) jmd.,
der über viel Geld verfügt, kalpiltallisltisch (zu î...istisch): den Kapitalismus betreffend. Kalpiltallkonlto
das; -s, Plur. ...ten, auch -s u. ...ti <zu tkapital...): Konto
zur Verbuchung des Eigenkapitals. Ka pi tal malgnat*
der; -en, -en: Eigentümer großer Kapitalien. Kalpiltalmarktiter; -[e]s, ...märkte: Markt für langfristige Kredite
u. Kapitalanlagen (Wirtsch.). Kalpiltallverlbrelchen
das; -s, - (zu î2Kapital...>: besonders schwere Straftat
(z.B. Mord). Kalpiltän der; -s, -e (unter Einfluss von it.
capitano bzw. fr. capitaine aus gleichbed. mlat. capitaneus, dies zu spätlat. capitaneus „durch Größe hervortre
tend“ zu lat. caput, Gen. capitis „Haupt, Kopf1; Bed>. 3
über gleichbed. engl. captain): 1. Kommandant eines
Schiffes; Kapitän zur See: Seeoffizier im Range eines
Obersts. 2. Kommandant eines Flugzeuges, Chefpilot. 3.
Anführer, Spielführer einer Sportmannschaft. Kalpiltänleutlnant der; -s, Plur. -s, seltener -e: Offizier der Bun
desmarine im Range eines Hauptmanns. KalpiltänslpaXentdas; -[e]s, -e: amtliches Zeugnis, dasjmdn. zur Füh
rung eines Schiffes berechtigt. Ka|pi|ta|ti|on die; -, -en
(aus gleichbed. lat. capitatio zu caput, vgl. Kapital): (ver
altet) Kopfbesteuerung. Kalpiltel das; -s, - (aus mlat. ca
pitulum „Kapitel(überschrift)“, dies aus lat. capitulum
„Köpfchen; Hauptabschnitt“, Verkleinerungsform von
caput, Gen. capitis „Haupt, Kopf“): 1. Hauptstück, Ab
schnitt in einem Schrift- od. Druckwerk; Abk.: Kap. 2. a)
Körperschaft der Geistlichen einer Dom- od. Stiftskirche
od. eines Kirchenbezirks (Landkapitel); b) Versammlung
eines [geistlichen] Ordens, kalpiltellfest: a) über genaue
Kenntnisse in etwas verfügend u. daher bei entsprechen
den Fragen o.Ä. ganz sicher; b) bibelfest. Kalpiltell das;
-s, -e (aus gleichbed. lat. capitellum, capitulum, eigtl.
„Köpfchen, Säulenkopf1, zu caput, vgl. Kapitel): oberer
Abschluss einer Säule, eines Pfeilers od. î Pilasters, kalpiteln: (landsch.) [jmdn.] zurechtweisen, schelten. Kalpitel saal der; -[e]s, ...säle (zu îKapitel (2)>: Sitzungssaal
im Kloster. Kalpiltol das; -s (aus lat. Capitolium, nach
dem Haupttempel des Jupiter (Templum Iovis Capitolini)
im alten Rom): 1. Stadtburg im alten Rom, Sitz des ÎSe
nats (1). 2. Sitz des amerik. t Senats (2), Parlamentsgebäu
de der Vereinigten Staaten in Washington. Kalpiltullant
der; -en, -en (zu fr. capituler (vgl. kapitulieren), u. î,..ant
( 1 )) : 1. (veraltet) Soldat, der sich verpflichtet, über die ge
setzliche Dienstzeit hinaus zu dienen. 2. jmd., der vor
Schwierigkeiten kapituliert (2). (Ca pi tu lar der; -s, -e
(aus gleichbed. kirchenlat. capitularius zu lat. capitulum,
vgl. Kapitel): Mitglied eines Kapitels (2a), z. B. ein Dom
herr. Ka|pi|tulla|ri|en [...ion] die (Plur.) (aus gleichbed.
kirchenlat. capitularia (Plur.); vgl. Kapitel): Gesetze u.
Verordnungen der fränkischen Könige. Kalpiltullat der
od. das; -[e]s, -e (aus mlat. capitulatus, Part. Perf. von ca
pitulare, vgl. kapitulieren): (veraltet) Vertrag, Vergleich
zwischen Staaten. Ka|pi|tu|la|ti|on die; -, -en (aus
gleichbed./r. capitulation zu capituler, vgl. kapitulieren):
1. a) das Kapitulieren (1); b) Vertrag über die Kapitulati
on (la). 2. resignierendes Nachgeben, Aufgeben. 3. (ver
altet) Vertrag, der den Dienst eines Soldaten verlängert.
Kalpiltullaltilonslbeldinlgunlgen die (Plur.): Bedin
gungen, unter denen die Kapitulation (1) stattfindet, kapi tullielren (über gleichbed. fr. capituler, eigtl. „(die
Übergabebedingungen mit dem Feind) vertraglich re
geln“, aus mlat. capitulare „über einen Vertrag verhan
deln“ zu capitulum „Vertrag, Übereinkunft“, dies aus /ɑ/.
capitulum, vgl. Kapitel): 1. sich dem Feind ergeben; sich
für besiegt erklären u. sich dem Gegner unterwerfen. 2.
(angesichts einer Sache) resignierend aufgeben, nachge
690
ben, die Waffen strecken. 3. (veraltet) eine Kapitulation
(3) abschließen
Kaplkap das; -[s], -s (aus einer melanesischen Sprache):
melanesischer Brustschmuck aus einer dunkelbraunen
Schildpattscheibe, die auf einer rund geschliffenen weißen
Muschelscheibe befestigt ist
Kapllalken u. Kapplaken das; -s, - (aus gleichbed. mittelniederl. kap(p)elaken, eigtl. „Stoff (Laken) für eine neue
Mütze“): (Seemannsspr.) Sondervergütung für den
Schiffskapitän über das vertraglich vereinbarte Entgelt hi
naus
Kalplan* der; -s, ...läne (aus mlat. eap(p)ellanus „Kapel
lengeistlicher“ zu mlat. eap(p)ella, vgl. 'Kapelle): a) dem
Pfarrer untergeordneter kath. Geistlicher; b) Geistlicher
mit besonderen Aufgaben (z. B. in einem Krankenhaus
od. beim Heer)
Kalplanlturlbilne* die; -, -n (nach dem österr. Ingenieur
V. Kaplan (/1934) u. zu tTurbine): eine Überdruckwasserturbine (vgl. Turbine) mit verstellbaren Laufschaufeln
(Techn.)
Kaplnolmantder; -en, -en (zugr. kapnös „Rauch“ u. mántis „Seher, Wahrsager, Opferdeuter“): Rauchdeuter, der
aus dem Opferrauch weissagte (im alten Griechenland).
Kaplnolmanltie rfre; -, ...ien (zu gr. manteia „Sehergabe,
Weissagung“): Weissagung aus dem Opferrauch (im alten
Griechenland)
Kalpo der; -s, -s (Kurzform von fr. caporal „Hauptmann,
Anführer; Korporal“): 1. (Soldatenspr.) Unteroffizier. 2.
(Jargon) Häftling eines Straf- od. Konzentrationslagers,
der die Aufsicht über andere Häftlinge führt. 3. (südd.)
Vorarbeiter
Kalpoldaslterr/er; -s, - (aus it. capotasto „Hauptbund11 zu
capo „Kopf, Haupt“ u. tasto „Taste“): ein über alle Saiten
reichender, auf dem Griffbrett sitzender verschiebbarer
Bund bei Lauten u. Gitarren; vgl. Capotasto
Kalpok [auch ka:...] der; -s (aus gleichbed. malai. kapuk):
a) Samenfaser des Kapokbaumes; b) watteartiges weiß
graues od. gelbliches Material aus Kapok (a), das bes. als
Füllmaterial für Polster verwendet wird
Kalponlnilelre der; -, -n (aus gleichbed. fr. caponnière,
dies vermutlich über it. capponiera aus span, caponera,
eigtl. „Kapaungehege; gastlicher Aufenthalt“ zu capón
„Kapaun“): (veraltet) bombensicherer Gang in einer Fes
tung
kalpolres (zu jktó. (schlogn) kapóress „das Sühneopfer
(vollziehen)“, dies zu hebr. kapäröt (Plur.) „Sühneopfer11
(weil am Vorabend des Versöhnungsfestes Hühner „kapo
res“ geschlagen, d.h. um den Kopf geschwungen wurden,
wobei Sühnegebete gesprochen wurden)): (ugs.) entzwei,
kaputt
Kalpolsilsarlkom das; -s, -e (nach dem österr. Dermato
logen M. Kaposi (1837-1902) u. zu tSarkom): ein (bei
Aidspatienten häufig auftretender) Hautkrebs (Med.)
Ka|po|tas|to der; -, ...ti (aus it. capotasto „Hauptbund“,
vgl. Kapodaster): svw. Kapodaster
Kalpotlte die; -, -n u. Ka pott hut der; -s, ...hüte (aus fr.
capote „Kapuzenmantel; Damenhut11, dies aus spätlat.
cappa „eine Art Kopfbedeckung; Mantel mit Kapuze“):
im 19. Jh. u. um 1900 modischer, unter dem Kinn gebun
dener kleiner, hoch sitzender Damenhut
Ka|po|vaz [...v...] die; - (Kurzw. aus fcapazitätsorientierte
variable Arbeitszeit): Form der Teilarbeit, bei der Arbeit
nehmer nur entsprechend dem betrieblichen Bedarf be
schäftigt werden
Kaplpa das; -[s], -s (aus gleichbed. gr. káppa, dies aus dem
Semit., vgl. hebr. kaf): zehnter Buchstabe des griech. Al
phabets: K, K. Kaplpalfakltor der; -s, -en: DNS-haltiger
(vgl. DNS) Plasmafaktor, der in bestimmten Stämmen der
Pantoffeltierchen vorkommt u. dort deren Eigenschaften
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bewirkt (Biol.). Kaplpalzislmus der; -, ...men <zu t...ismus (3)>: Sprachfehler, der darin besteht, dass g u. k nicht
od. nur schwer gesprochen werden können
Kaplper die; -, -n <zu ÎKaper): (veraltet) svw. Kaper
Kaplpes u. Kappus der; - (aus mlat. caputium „Kohlkopf"
zu lat. caput „Kopf, Spitze“): 1. (landsch.) Weißkohl. 2.
(landsch. ugs.) a) dummes Zeug, törichtes Geschwätz;
Kappes reden: Unsinn reden; b) unbrauchbare Pfuschar
beit; vgl. Kabis
Kappllalken vgl. Kapíaken
Kap pus vgl. Kappes
Kalpriclcio* [ka'prɪtʃo] vgl. Capriccio. Kalprilce [kapri:sə] die; -, -n (aus gleichbed.ʃr. caprice, dies aus it. Ca
priccio, vgl. Capriccio): (gehoben) Eigensinn; Laune;
wunderlicher Einfall; vgl. Kaprize
Kalprilfilkaltilon* die; - (aus gleichbed. lat. caprificatio zu
caprificus „wilde Feige“, eigtl. „Ziegenfeige“ (zu caper,
Gen. capri „Ziegenbock" u. ficus „Feige“)): [Verfahren
zur Verbesserung der] Blütenbestäubung des Feigenbau
mes; vgl. ...ation/...ierung. ka|pri|fi|zie|ren (zu T..de
ren) : die Blütenbestäubung beim Feigenbaum durch be
stimmte Maßnahmen verbessern. Ka|pri|fi|zie|rung die;
-, -en (zu Î ...ierung): svw. Kaprifikation; vgl. ...ation/...ierung. Kaprifoliiazelen die (Plur.) (aus gleichbed.
nlat. caprifoliaceae (Plur.), eigtl. „die Ziegenblättrigen“):
eine Pflanzenfamilie (Geißblattgewächse; z. B. Holunder,
Schneeball). Ka|pri|o|le die: -, -n (urspr. „kunstvoller
Sprung it. Tänzer“, zu it. capriola „Bocksprung“, eigtl.
„Ricke“, dies über spätlat. capreola aus lat. caprea „wilde
Ziege“ zu lat. caper „Ziegenbock“): 1. Luftsprung. 2. lau
nenhafter, toller Einfall; übermütiger Streich. 3. ein
Sprung in der Reitkunst, kalpri ollen: Kapriolen ma
chen
Ka pri ze* die; -, -n: (österr.) svw. Kaprice, kalprilzielren
(zu T Kaprice u. t...ieren); in der Fügung sich auf etw. ka
prizieren: eigensinnig auf etwas bestehen, kalprilzilös
(aus gleichbed. fr. capricieux): launenhaft, eigenwillig.
Kalprizlpolslter der; -s, -: (österr. ugs. veraltet) ein klei
nes Polster
Kalprollakltam*, chem. fachspr. Caprolactam [k...k...J
das; -s (zu lat. caper, Gen. capri „Ziegenbock" u. t Laktam): fester, weißer Stoff, der als Ausgangsmaterial für
Kunststoffe dient (Chem.). Kalprolnat, chem. fachspr.
Capronat [k...] das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu Î Kapronsäure u. t...at (2)): ÎEster der ÎKapronsäure, der zur Herstel
lung von Fruchtessenzen verwendet wird (Chem.). Kapronlsäulre, chem. fachspr. Capronsäure [k...] die; -, -n
(zu lat. caper (vgl. Kaprolaktam) u. t2...on>: gesättigte
Fettsäure von unangenehm ranzigem Geruch
Kalproltilnenlkalk* der: -s (zu nlat. caprotina, dies aus
lat. caprina „eine Art Muschel“): Kalkstein der alpinen
Kreideformation mit Resten der Muschelgattung der Kaprotinen
Kap sid das; -s, -e (Kunstw.): Proteinmantel des î Virions,
der die Nukleinsäure schützt, als Antigen wirkt u. das im
munologische Geschehen bestimmt (BioL). Kaplsilkum
das; -s (wohl zu lat. capsa „Kapsel, Behältnis“ u.
t...ikum): 1. aus den Schoten eines mittelamerik. Strau
ches gewonnenes scharfes Gewürz (span. Pfeffer). 2. aus
span. Pfeffer zur Pflasterherstellung verwendetes, haut
reizendes Mittel (u.a. gegen Rheumatismus). Kaplsomer das; -s, -e (meist Plur.) (zu gr. méros „Teil“): kleins
tes elektronenoptisch nachweisbares Bauelement des
Kapsids, kaplsullär (zu lat. capsula (Verkleinerungs
form von capsa „Kapsel, Behältnis“) u. T ...är>: eine Or
gan- od. Gelenkkapsel betreffend (Med.). Kaplsullektolmie* die; -, ...ien (zu T...ektomie): operative Abtra
gung einer Gelenk- od. Organkapsel (Med.). Kaplsullorrhalphie z/ze; -, ...ien (zugr. raphê „Naht“ u. t2...ie): Naht
Kapuzinerin
einer Gelenkkapsel (Med.). Kaplsulloltolmie die; -,
...ien (zu t,,,tomie): operative Eröffnung einer Gelenk
kapsel (Med.)
Kapital das: -s, -e (zu tKapital (4)>: svw. Kapitalband.
Kapltallband vgl. Kapitalband. Kapitalien: ein 1 Kapi
talband anbringen
Kapltaltilon die; -, -en (aus lat. captatio „das Greifen,
Streben (nach etw.)“ zu captare, vgl. kaptieren): 1. (veral
tet) Erschleichung; Erbschleicherei. 2. Zustand des Ge
bundenseins an den Hypnotiseur in der Hypnose (Psy
chol.). kapltaltiv (zu T ...iv>: etwas besitzen, sich aneig
nen wollend; vgl. ...iv/...orisch. kapltaltolrisch (aus
gleichbed. lat. captatorius): (veraltet) erschleichend;kaptatorische Verfügung: auf eine Gegenleistung des Bedach
ten zielende testamentarische Verfügung (Rechtsw.); vgl.
...iv/...orisch. Kaplteur [,,,'ta:ɛ] der; -s, -e (aus gleichbed.
fr. capteur): (veraltet) Freibeuter, Seeräuber, kapltielren
(aus gleichbed. lat. captare): (veraltet) zu ergreifen su
chen, wegnehmen, sich erschleichen. Kapltilon die; -, -en
(aus lat. captio „Betrug, Täuschung“): (veraltet) verfäng
liche Art zu fragen; verfänglicher Trugschluss, Fehl
schluss. kapltilös (über gleichbed. fr. captieux aus lat.
captiosus „betrügerisch, verfänglich“): (veraltet) verfäng
lich. Kapltilolsiltät die: - (zu Î...ität): (veraltet) Verfäng
lichkeit. Kap|ti|va|ti|on [,..v...] die; -, -en (zu tkaptivieren u. î...ation>: 1. (veraltet) Gefangennahme. 2. schlaf
ähnlicher Zustand zu Beginn der Hypnose (Psychol.).
kap|ti|vie|ren (über ʃr. captiver aus gleichbed. spätlat.
captivare): (veraltet) a) gefangen nehmen; b) für sich ge
winnen; c) in Narkose versetzen. Kap|ti|vi|tät die; - (aus
gleichbed. mlat. captivitas, Gen. captivitatis): (veraltet)
Gefangenschaft. Kapltur die; -, -en (aus lat. captura
„Fang, Gewinn“): (veraltet) Beschlagnahme, Aneignung
eines feindlichen Schiffes
Kalpu das; -, -s (aus türk, kapu, kapi, „Tür, Tor, Pforte“):
(früher) Amtsgebäude in der Türkei. Kalpudlschi*, Kapydschy [,,,'dʒi:] der; -s, -s (aus türk, kapici „Türhüter“):
im Osmaniscfien Reich Bez. für die Mitglieder der Palast
wache in Konstantinopel. Kalpudlschilbalschi*, Kapydschybaschy [,,,dʒ...] der; -s, -s: Leiter der Kapudschi;
vgl. Basch
Kalpuslta u. Kalpuslter der; -s (aus dem Slaw., vgl. poln.,
tschech. kapusta „Kohl“): (ostdeutsch) Kohl
Kalput der; -s, -e (aus dem Roman.; z.B. fr. caput, it. capotto, zu cappa „Kapuzenmantel“, dies aus spätlat.
cappa, vgl. Kapuze): (Schweiz.) [Soldaten]mantel
kalputt (aus fr. (être/faire) capot „ohne Stich (sein)“ (ein
Ausdruck des Kartenspiels), weitere Herkunft unsicher):
(ugs.) a) entzwei, zerbrochen; b) verloren, bankrott [im
Spiel]; c) in Unordnung, aus der Ordnung gekommen; ka
putt sein: a) matt, erschöpft sein; b) aufgrund von körper
licher od. seelischer Zerrüttung od. wegen schlechter so
zialer Bedingungen sich nicht mehr den gesellschaftlichen
Anforderungen u. Zwängen unterwerfen können
Ka|pu|ze die; -, -n (aus gleichbed. it. eap(p)ueeio, wahr
scheinlich Ableitung von cappa „Mantel (mit Kapuze)“,
dies aus spätlat. cappa „eine Art Kopfbedeckung, Kapu
zenmantel“): an einen Mantel od. eine Jacke angearbeite
te Kopfbedeckung, die sich ganz über den Kopf ziehen
lässt. Ka|pu|zi|nalde ¿ZZe; -, -n (über gleichbed. fr. capucinade zu capucin „Kapuziner“ u. t...ade): (veraltet) Ka
puzinerpredigt, [derbe] Strafpredigt. Ka|pu|zi|ner der;
-s, - (aus gleichbed. it. capuccino zu eap(p)ueeio, vgl. Ka
puze, Bed. 2 u. 4. nach der Farbe der Kutten der Kapuzi
ner): 1. Angehöriger eines kath. Ordens; Abk.: O. F. M.
Cap. 2. (österr.) TKaffee (3) mit etwas Milch. 3. Kapuzi
neraffe. 4. (landsch.) Birkenröhrling. Ka|pu|zi|ne|rin
¿Zze; -, -nen: Angehörige des 1538 gegründeten weiblichen
Zweigs des Kapuzinerordens
Kapwein
der; -[e]s, -e (nach der südafrik. Provinz): aus
der Kapprovinz (Südafrika) kommender Wein
Kalpydlschy* [,,,'ʤi:] usw. vgl. Kapudschi usw.
Kalra, Kara-Kara 3z'e; - (aus polynes. kara-kara): aus der
Wurzel des Rauschpfeffers bereitetes, rauscherzeugendes
Getränk der Polynesier
Kalralbach u. Kalralbagh der; -[s], -s (nach der gleichna
migen Landschaft in Mittelasien): handgeknüpfter, meist
rot- od. blaugrundiger, vielfach gemusterter Orientteppich
Kalralbilnalde die; -, -n (aus gleichbed. fr. carabinade zu
carabiner; vgl. karabinieren u. Karabiner): (veraltet) a)
Plänkelei; b) Wortgefecht; c) vorsichtiges Spiel. Kalralbiner der; -s, - (ausʃr. carabine „kurze Reiterflinte“ zu ca
rabin „leichter Reiter“, weitere Herkunft unsicher): 1.
kurzes Gewehr. 2. (österr.) svw. Karabinerhaken. Kalrabinerhaken der; -s, -: federnder Verschlusshaken. Kara bi ni er [... nie:] der; -s, -s (zu t2...ier): 1. [mit einem
Karabiner (1) ausgerüsteter] Reiter. 2. Jäger zu Fuß. Karalbilnilelre vgl. Carabiniere. ka|ra|bi|nie|ren (aus
gleichbed. fr. carabiner): (veraltet) a) Plänkeleien austra
gen, Scharmützel führen; b) ein Wortgefecht führen; c)
vorsichtig spielen
Ka|ra|bu|ran der; -s (aus türk, karaburan, eigtl. „schwar
zer (Sturm)wind“): anhaltender Sommersandsturm in
Turkestan (Meteor.)
Kalralcho [,..xo] das; - (aus span, carajo „(zum) Donner
wetter“, eigtl. „Penis“, weitere Herkunft ungeklärt):
(ugs.) große Geschwindigkeit, Rasanz; mit Karacho: mit
großer Geschwindigkeit, mit Schwung
Kalraldagh der; -[s], -s (nach einem Gebirge in Mittel
asien): ein roter od. dunkelblauer Teppich mit buntfarbi
ger Musterung kaukasischer od. persischer Herkunft
Kalräler der; -s, - (aus hebr. qarä’im „die Schriftkundigen“
zu qärä „lesen, zitieren, verkünden“): Angehöriger einer
[ostjjüd. Sekte (seit dem 8. Jh.), die den tTalmud verwirft
Kalraflfe ¿Z/e; -, -n (über fr. caraffe aus gleichbed. it. caraffa, dies über span, garrafa aus arab. garrafa „bauchige
Flasche“ zu garäfa „schöpfen“): geschliffene, bauchige
Glasflasche [mit Glasstöpsel], Kalraflfilne die; -, -n (aus
gleichbed. it. caraffina; vgl. ...ine): (veraltet) kleine Ka
raffe
Kalralgan der; -s, -e (aus gleichbed. ru.v.v. karagan, dies aus
türk, karagan): russ. Steppenfuchs u. dessen Pelz
Kalralgös der; - (aus gleichbed. türk, karagöz, eigtl.
„Schwarzäugiger“): a) Hanswurst im türk.-arab. Schat
tenspiel; b) das nach dem Karagös (a) benannte Schau
spiel
Kalralit der: -en, -en (zu TKaräer u. 13...it>: svw. Karäer
Ka ra kal der; -s, -s (aus gleichbed. türk, karakulak, eigtl.
„Schwarzohr“): luchsähnliche Katzenart Afrikas u. Vorderasiens, Wüstenluchs
Kaira|kalra der; -[s], -s (aus einer südamerik. Indianer
sprache): Geierfalke, Vertreter einer Familie mittelgroßer
Falken in Süd- u. Mittelamerika
Ka|ra-Ka|ra vgl. Kara
ka|ra|ko|lie|ren (aus gleichbed. fr. caracoler zu caracole
„Spirale“): (veraltet) sich herumtummeln (von Pferden)
Ka|ra|kul|schaf rfos; -s, -e (nach einem See im Hochland
von Pamir): Fettschwanzschaf, dessen Lämmer den wert
vollen Persianerpelz liefern
Kalralman der; -s, -e (nach der türk. Stadt Karaman in In
neranatolien): a) Knüpfteppich mit großformatigen geo
metrischen Mustern ; b) aus schmalen ÎKelims (a) zusam
mengenähter Teppich
Ka|ram|bo|la vgl. Carambola. Ka|ram|bolla|ge [,,,ʒə]
die; -, -n (aus gleichbed. fr. carambolage zu caramboler,
vgl. karambolieren): 1. Zusammenstoß, Zusammenprall.
2. das Anstoßen des Spielballes an die beiden anderen Bäl
le im Billardspiel. 3. Zusammenstoß zweier od. mehrerer
Kaplwein
692
Spieler bei Sportwettkämpfen. Ka|ram|bo|la|gelbillard [...biljart] das; -s: besondere Art des Billardspiels.
’Kalramlbglle die; -, -n (aus gleichbed. fr. carambole,
dies aus span, carambola „Billardspiel mit drei Kugeln“;
vgl. 2Karambole): der Spielball (roter Ball) im Billard
spiel. 2Ka|ramlbo|le die; -, -n (über port, carambola aus
gleichbed. malai. karambil): sternförmig gerippte, gelb
grüne Frucht mit hohem Vitamin-C-Gehalt (in Brasilien,
der Karibik u. im südpazifischen Raum). ka|ram|bo|lieren (nach gleichbed. fr. caramboler, vgl. ..deren): 1. Zu
sammenstößen. 2. mit dem Spielball die beiden anderen
Bälle treffen (Billardspiel)
kalralmell (zu TKaramell): bräunlich gelb. Kalralmell
der; -s (über gleichbed. fr. caramel aus span., port, carame
lo „Zuckerrohr, gebrannter Zucker“, weitere Herkunft
unsicher): 1. gebrannter Zucker. 2. bräunlich gelber Farb
ton. Ka|ra|mell|bon|bon der od. das; -s, -s: aus Kara
mell u. Milch od. Sahne hergestellte bonbonartige, weich
zähe Süßigkeit. Kalralmellle ¿Zze; -, -n (meist Plur.) (zu
TKaramel u. T...elle>: svw. Karamellbonbon, kalralmellielren (zu T..deren): (von Zucker) zu Karamell werden,
sich bräunen. ka|ra|mellli|sie|ren (aus gleichbed. fr. ca
raméliser): 1. Zucker zu Karamell brennen. 2. Speisen
(bes. Früchte) mit gebranntem Zucker übergießen od. in
Zucker rösten
Kalran das; -s (Kunstw.; vgl. ...an): ein îbizyklischer Ter
penkohlenwasserstoff, in dessen Molekülen ein sechs- u.
ein dreigliedriger Ring miteinander kondensiert sind
Kalranlcho [,,,tʃo] vgl. Carancho
Karaoke das; - (aus gleichbed. jap. karaoke zu kara
„leer“ u. oke „Orchester“, eigtl. „leeres Orchester“): 1.
Veranstaltung, bei der zur (vom Band abgespielten) In
strumentalmusik eines Schlagers dessen Text (von nicht
berufsmäßigen Sängern) gesungen wird. 2. für Karaoke
(1) geeignete Musikaufnahme
Kal rat das; -[e]s, -e (aber: 5 -) (über fr. carat aus it. carato
„Edelstein- u. Goldgewicht“, dies über mlat. ear(r)atus
aus arab. qirät zu gr. kerätion „kleines Gewicht“, eigtl.
„Hörnchen“ (nach den hörnchenförmig gebogenen Sa
men des Johannisbrotbaumes, die früher zum Wiegen von
Gold u. Edelsteinen benutzt wurden)): 1. Einheit für die
Gewichtsbestimmung von Edelsteinen (1 Karat = etwa
205 mg, 1 metrisches Karat = 200 mg). 2. Maß der Fein
heit einer Goldlegierung (reines Gold = 24 Karat)
Kalralte das; -[s] (aus gleichbed. jap. karate zu kara „leer“
u. te „Hand“, eigtl. „leere Hand“): System waffenloser
Selbstverteidigung. Ka|ra|te|ka der; -[s], -[s] (zuy'np. ka
„jmd., der eine vollendete Fertigkeit od. Fähigkeit in ei
nem wissenschaftlichen od. künstlerischen Fach hat“):
Karatekämpfer
kalraltielren (zu ÎKarat u. !..deren): (veraltet) vermi
schen (von Edelmetallen). ...kalrältig: Worbildungselement mit der Bedeutung „eine bestimmte Anzahl von
Î Karat aufweisend“
Kalraulsche die; -, -n (aus gleichbed. ZzZ. karösas, dies aus
dem Slaw.): ein karpfenartiger Fisch
Kalralvellle [...v...] die; -, -n (aus gleichbed, fr. caravelle,
dies über port, caravela (älter port, caravo) „Küstenschiff“
aus spätlat. carabus „geflochtener Kahn“): ein mittelal
terliches Segelschiff (14.-16. Jh.)
Ka|ra|wa|ne die; -, -n (über älter it. caravana aus mlat. caravanna, dies aus pers. kärwän „Kamelzug, Reisegesell
schaft“): 1. durch unbewohnte Gebiete [Asiens od. Afri
kas] ziehende Gruppe von Reisenden, Kaufleuten, For
schern o. Ä. 2. größere Anzahl von Personen od. Fahrzeu
gen, die sich in einem langen Zug fortbewegen. Kalrawanlselrei die; -, -en (aus gleichbed. pers. kärwänsaräy
zu kärwän „Karawane“ u. saräy „großes Haus, Hof“,
eigtl. „Palast“): Unterkunft für Karawanen (1)
693
Karb... vgl. karbo..., Karbo... Kar ba chol
[...ço:l] das; -s (verkürzt aus Î karbo... u. Î Cholin): Karbamidsäureester des t Cholins, der erregend an der glatten
Muskulatur wirkt u. deshalb vorwiegend bei Darm- u.
Blasenatonien (vgl. Atonie) verwendet wird (Med.). Karba mat* das: -[e]s, -e (verkürzt aus TKarbamid u. T...at
(2)): Salz od. TEster der Karbamidsäure. Karlbalmid'
das; -[e]s (Kurzw. aus t Karbonyi u. tAmidy Harnstoff.
Kar|ba|mid|säu|re* die; -: unbeständiges îAmid der
Kohlensäure
Karlbatlsche die; -, -n (vermutlich über tschech. karabác
u. ungar, korbács aus gleichbed. türk, ktrbaç): Riemen
peitsche. karlbatlschen: mit der Karbatsche schlagen
Karlbalzgl*, ehern, fachspr. Carbazol [k...] das; -s (zu Tkarbo... u. ÎAzole) : eine organische Verbindung, die als
wichtiges Ausgangsmittel zur Herstellung von Kunst
stoffen dient (Chem.).Karlbid ¿fas;-[e]s,-e <zuT3...id>: 1.
(ohne Plur.) Kalziumkarbid (ein wichtiger Rohstoff der
ehern. Industrie). 2. ehern, fachspr. Carbid: ehem. Verbin
dung aus Kohlenstoff u. einem Metall od. Bor (Borkarbid)
od. Silizium (Siliziumkarbid), karlbildisch: die Eigen
schaften eines Karbids aufweisend. Karlbilnol das; -s (zu
T...in (1) u. T...0I): svw. Methylalkohol, karlbo..., Kar
bo..., ehern, fachspr. carbo..., Carbo... [k...], vor Vokalen
karb..., Karb..., ehern, fachspr. carb..., Carb... [k...] (aus
lat. carbo, Gen. carbonis „Kohle"*): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „Kohle, Kohlenstoff*, z.B. Karbid,
Karbolsäure. Kar|bo|hy|dra|se* die; -, -n (zu gr. hydör
„Wasser“ u. t...ase): Kohlenhydrat spaltendes Enzym.
Karlbolid das; -[e]s, -e (zu 13,..id>: zusammengepresste u.
scharf gebrannte Mischung aus Graphit und Speckstein
(Techn.). Karlbol das; -s (zu Î...0I): a) früher als Desin
fektionsmittel gebrauchter, einfachster aromatischer Al
kohol mit durchdringendem Geruch; b) svw. Karbolsäu
re. Kar|bolli|ne|um das; -s (zu lat. oleum (künstl. erwei
tert zu olineum) „Öl“ (vgl. ...ol), eigtl. „Kohlenöl“): ein
Imprägnierungs- u. Schädlingsbekämpfungsmittel für
Holz u. Bäume. Karlbollislmus der; - (zu t...ismus (3)> :
Phenolvergiftung (vgl. Phenol). Kar|bol|säu|re die; - (zu
Î...0I): svw. Phenol.Karlbon das; -s (aus lat. carbo, Gen.
carbonis „Kohle“): erdgeschichtliche Formation des 1 Pa
läozoikums (Geol.). Karlbolnalde die; -, -n (aus fr. car
bonnade „Rostbraten“, dies über gleichbed. älter it. car
bonata, eigtl. „auf Kohlen geröstetes Fleisch“, zu it. car
bone „Kohle“, dies aus gleichbed. lat. carbo, vgl. Kar
bon): 1. (landsch.) Kotelett, [gebratenes] Rippenstück. 2.
(österr. veraltet) svw. Frikadelle. Kar|bo|na|do der; -s, -s
u. Karbonat der; -[e]s, -e (aus gleichbed. span, carbonado
(latinisiert carbonatus) zu lat. carbo, vgl. Karbon): grau
schwarze Abart des Diamanten. Kar|bo|na|ri die (Plur.)
(aus gleichbed. it. carbonari (Plur.), eigtl. „Köhler, Koh
lenbrenner“): Mitglieder einer geheimen politischen Ge
sellschaft in Italien (Anfang des 19. Jh.s) mit dem Ziel der
Befreiung von der franz. Herrschaft. 'Karlbolnat vgl.
Karbonado.2Kar|bo|nat, chem. fachspr. Carbonat [k...J
das; -[e]s, -e (zu tkarbo... u. t...at(2)>: kohlensaures Salz.
Karlbolnatlapaltit [auch ... tit] der; -s, -e (zu 1'Karbo
nat): 1 Apatit, bei dem ein Teil der Phosphationen ersetzt
ist. karlbolnaltisch: von 2Karbonat abgeleitet, Karbo
nat enthaltend. Karlbolnaltit [auch ,,,'tɪt] der; -s, -e (zu
t2...it): zur Hälfte aus Karbonatmineralen (z.B. Kalzit,
Dolomit) bestehendes magmatisches Gestein. Karlbondruck der; -[e]s, -e (zu TKarbon): auf die Rückseite von
Papier aufgebrachte Farbschicht, durch die man ohne
Kohlepapier durchschreiben kann, z. B. bei Formularen.
Kar|bo|ni|salti|on die; -, -en (zu 1 ...isation, Bed. 2 über
gleichbed. fr. carbonisation): 1. Verbrennung vierten Gra
des, schwerster Grad eines Hitzeschadens (Med.). 2. Um
wandlung in Karbonat, karlbglnisch: das 1 Karbon be
karb...,
karden
treffend. kar|bo|ni|sie|ren (aus gleichbed. fr. carboni
ser): 1. a) verkohlen lassen; b) in Karbonat umwandeln.
2. Zellulosereste in Wolle durch Schwefelsäure od. andere
Chemikalien zerstören.kar|bolni|trie|ren* (zu Tkarbo...
u. Î nitrieren) : durch einen bestimmten chem. Prozess här
ten. karlbolnös (zu T...ÖS): Kohlenstoff enthaltend
(Chem.). Karlbonlpalpier das; -s, -e (Plur. selten) (zu
t Karbon): (österr.) Kohlepapier. Kar|bon|säu|re die; -,
-n: Säure, die eine bestimmte organische Gruppe mit ei
nem leicht abzuspaltenden Wasserstoffatom enthält
(Chem.). Karlbolnyl vgl. Carbonyl. kar|bo|ny|lie|ren
(zu t ...yl u. t..deren): in eine organische Verbindung die
Karbonylgruppe einführen (Chem.). Karlbolrund das;
-[e]s u. Carborundum® [k...[ das; -s (Kurzw. aus Îkarbo...
u. Korund)'. ein Schleifmittel
Kar|bo|wa|nez der; -, - (aus ukrain. karbovanec „Silberru
bel“ zu poln. karbowany pieniadz „Geldstück mit gekerb
tem Rand“): 1992-96 Währungseinheit in der Ukraine
Karlboxylgruppe*, chem. fachspr. Carboxylgruppe
[k...[ die; -, -n (zu Tkarbo..., Toxy... u. T...yl>: in den Kar
bonsäuren enthaltene, aus einem Kohlenstoffatom, zwei
Sauerstoffatomen u. einem Wasserstoffatom bestehende
funktionelle Gruppe (Chem.). Karlboîzylklen, chem.
fachspr. Carbocyclen [karbotsy:klon] die (Plur.): organisch-chem. Ringverbindungen, die als Ringglieder nur
Kohlenstoffatome enthalten (Chem.).kar|bo|zy|klisch,
chem. fachspr. carbocyclisch [karbo‘tsy:k...]: Kohlen
stoffringe enthaltend (Chem.).Kar|bun|kel der; -s, - (aus
lat. carbunculus „fressendes Geschwür“, eigtl. „kleine
(glühende) Kohle“, Verkleinerungsform von carbo, vgl.
Karbon): Ansammlung dicht beieinanderliegender TFu
runkel (Med.), karlbulrielren (aus gleichbed. fr. carbu
rer, dies zu lat. carbo, vgl. Karbon): die Leuchtkraft von
Gasgemischen durch Zusatz von Ölgas heraufsetzen
Karlchalrilas [,..ç...] der; -, ..den [...ion] (aus gleichbed.gr.
karcharias zu kárcharos „mit gezackten, scharfen Zäh
nen“): Haifisch (Blau- od. Menschenhai; Zool.)
Karicheisi on das; -s, ..den [..den] (aus gleichbed. gr. karchësion): (veraltet) 1. der obere Teil des Mastbaums, der
Topp. 2. ein ähnlich wie der Mastbaum aussehender bau
chiger Becher mit hohen Henkeln
Karldalmom [auch ...mom] der od. das; -s, -e[n] (über lat.
cardamomum aus gleichbed. gr. kardämömon, weitere
Herkunft unsicher): reife Samen ind. u. afrik. Ingwerge
wächse, die als Gewürz verwendet werden
Kar|dan|an|trieb der; -s (nach dem ital. Erfinder Carda
no, 1501-1576): Antrieb über ein Kardangelenk. Kardan ge lenk das; -s, -e: Verbindungsstück zweier Wel
len, das durch wechselnde Knickung Kraftübertragung
unter einem Winkel gestattet, karldalnisch; in den Fü
gungen kardanische Aufhängung: nach allen Seiten dreh
bare Aufhängung für Lampen, Kompasse u. a., die ein
Schwanken der aufgehängten Körper ausschließt; karda
nische Formel: math. Ausdruck zur Lösung kubischer
Gleichungen (Math.). Kar|dan|wel|le die; -, -n: An
triebswelle mit Kardangelenk für Kraftfahrzeuge (z.B.
auch bei Motorrädern)
Karldätlsche die; -, -n (zu älter it. cardeggiare „Wolle
kämmen“, dies zu lat. carduus „(Karden)distel“): 1. grobe
Pferdebürste. 2. (Weberei veraltet) Wollkamm, kardät
schen: [Pferde] striegeln. Kar|de die; -, -n (über mlat.
cardus aus lat. carduus, vgl. Kardätsche): 1. Maschine
zum Aufteilen von Faserbüscheln u. -flocken (Spinnerei).
2. eine distelähnliche, krautige Pflanze mit scharf zuge
spitzten Spreublättern
Karldeel <7ö.s,' -s, -e (aus gleichbed. niederl. kardeel, dies
aus altfr. cordel „Tau“ zu lat. chorda „Darmsaite“): (Seemannsspr.) Strang eines starken Taus, einer Trosse
karlden u. kardieren (zu Karde; vgl. ...ieren): rauen,
Karderie
kämmen (von Wolle). Kaijdelriedie; -, ...ien (zu t2...ie):
(veraltet) Wollkämmerei
karldi..., Katjdi... vgl. kardio..., Kardio... Karldia die; (aus gleichbed. gr. kardia): 1. Herz (Med.). 2. Magenmund
(Med.). Kaijdilalkum das; -s, ...ka (zu t...ikum>: herz
stärkendes Arzneimittel (Med.), katjdilal (aus gleichbed.
mlat. cardialis zu cardia „Herz, Herzkrankheit“, dies aus
gr. kardia, vgl. Kardia): das Herz betreffend, von ihm aus
gehend (Med.). Kar I d i I a 11 gie die; -, ...ien (zu Î kardio... u.
î...algie)'. 1. Schmerzen im Bereich des Herzens (Med.) 2.
svw. Kardiospasmus
kar die ren vgl. karden
karldilnal(ausʌpdz/ui. cardinalis „im Angelpunkt stehend;
wichtig“, eigtl. „zur Türangel gehörend“, zu lat. cardo,
Gen. cardinis „Türangel, Drehpunkt“): wichtig; haupt
sächlich; grundlegend. Karldilnaltfer; -s, ...näle (aus Zcrrchenlat. cardinalis (episcopus) „wichtigster, der Hauptkir
che in Rom am nächsten stehender Geistlicher“ zu spätlat. cardinalis, vgl. kardinal; Bed. 2 bis 4 nach der Farbe
des Ornats eines Kardinals): 1. höchster kath. Wüdenträger nach dem Papst (kath. Reh). 2. zu den ÎTangaren ge
hörender, häufig als Stubenvogel gehaltener Singvogel. 3.
eine Apfelsorte. 4. eine Art t Bowle, meist mit Pomeranzen[sehalen] angesetzt. Karldilnal... (zu tkardinal):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „hauptsächlich,
Haupt...; grundlegend, vorzüglich“, z.B. Kardinaltugen
den, Kardinalfehler. Karldilnallat das; -[e]s, -e (aus
gleichbed. kirchenlat. cardinalatus): Amt u. Würde eines
Kardinals (1). Kar di na le das; -[s], ...lia (meist Plur.)
(zu tkardinal): (veraltet) Kardinalzahl. Karjdi|nal!e|lemenlte die (Plur.) (zu ÎKardinal...): diejenigen Punkte,
Strecken u. Flächen, die nach den Gesetzen der geometri
schen Optik für die Abbildungseigenschaften eines opti
schen Systems charakteristisch sind (Optik). Karldilnalproltekltorrter; -s, -en (zu tKardinal (1)>: mit der geist
lichen Schutzherrschaft über einen Orden od. eine kath.
Einrichtung beauftragter Kardinal (1). Kardinalpunktrfer; -[e]s, -e (zu ÎKardinal...): 1. Hauptpunkt. 2.
(nur Plur.) durch Temperatur, Nährstoffangebot u.a. be
stimmtes Minimum, Maximum u. Optimum von Stoff
wechsel, Wachstum o. Ä. von Organismen (Biol.). Karldinals kol le gi um das; -s, ...ien [...ion] (zu Î Kardinal
(1)): Körperschaft der kath. Kardinäle. KaijdilnalskonlgrelgaltiloncZ/e; -: oberste Behörde der röm. TKurie (1), vorwiegend mit Verwaltungsaufgaben, aber auch
mit gesetzgebenden Kompetenzen, deren Mitglieder Kar
dinäle, seit 1967 aber auch Diözesanbischöfe sind;
vgl. Kurienkongregation. Kar|di|nal|staatslse|krelär* der; -s, -e: erster Berater des Papstes, bes. in politi
schen Fragen. Karldilnallsysltem das; -s, -e (Plur. sel
ten) (zu ÎKardinal...): in der Schifffahrt geltendes System
der Befeuerung u. Betonnung nach der Richtungsbezeich
nung. Karldilnailtulgend die; -, -en (meist Plur.): eine
der vier wichtigsten Tugenden der christlichen Sittenlehre
u. der philosophischen Ethik (Weisheit, Gerechtigkeit,
Besonnenheit, Tapferkeit), Haupttugend. Kar|di|nal|venen[...v...] die (Plur.): zwei große 7 Venen des ÎFetus an
der Hinterwand der Bauchhöhle (Med.). Kar|di|nal|vikar[...v...J der; -s, -e (zu 1 Kardinal ( 1 )> : Stellvertreter des
Papstes als Bischof von Rom. KarldünallzahlrZze; -, -en
(Lehnübersetzung von spätlat. (numerus) cardinalis, vgl.
kardinal): Grundzahl, ganze Zahl (z. B. zwei, zehn). Kardiinal zei chen das; -s, - (zu ÎKardinal...): Hauptzei
chen (die Tierkreiszeichen Widder, Krebs, Waage, Stein
bock; Astrol.)
kar dio..., Karldio..., vor Vokalen gelegentlich kardi...,
Kardi... (zu gr. kardia „Herz“): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „Herz“, z. B. kardiovaskulär, Kardiologie,
Kardialgie. karidio gen (zu 1 ...gen): l.vom Herzen aus
694
gehend, herrührend. 2. die Entwicklung des Herzens be
treffend. Karldiolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu
t, ,,graf): 1. svw. Elektrokardiograf. 2. Gerät zur Auf
zeichnung eines Kardiogramms (2). Karldiolgralfie,
auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t,,,grafie): 1. svw. Elektrokardiografie. 2. grafische Darstellung der Herzstoß
kurven. Karldiolgramm das; -s, -e (zu t...gramm): 1.
svw. Elektrokardiogramm. 2. grafische Darstellung der
Herzbewegungen. Karldioljdedie; -, -n (zu î...ide): eine
Form der ÎEpizykloide (Herzlinie; Math.). Karldiollogeder; -n, -n (zu t.Joge): Facharzt mit Spezialkenntnis
sen auf dem Gebiet der Kardiologie, Herzspezialist
(Med.). KarldiollolgieiZze; - (zu T...logie): Teilgebiet der
Medizin, das sich mit der Funktion u. den Erkrankungen
des Herzens befasst (Med.), katjdiollolgisch (zu Î...lo
gisch): die Kardiologie betreffend, auf ihr beruhend. Kardioily se die; -, -n (zu t...lyse>: operative Ablösung der
knöchernen Brustwand bei Herzbeutelverwachsungen
(Med.). Kar|dio|me|ga|lie die; -, ...ien (aus gleichbed.
nlat. cardiomegalia zu gr. mégas, Gen. megálou „(riesen)groß“ u. T2...ie> : Herzvergrößerung (Med.). Karldiomyo palthie die; -, ...ien: meist chronisch verlaufende,
durch Herzvergrößerung, Störung im Erregungsablauf u.
Herzmuskelschwäche charakterisierte Herzerkrankung
(Med.). Karldiolmyoltolmiedie; -, ...ien: operative Er
öffnung des Herzmuskels (Med.). KatjdiolpalthierZie; -,
...ien (aus gleichbed. rc/ar. cardiopathia, vgl. ...pathie):
Herzleiden, Herzerkrankung (Med.). Karldiolplelgie*
die; -, ...ien (zu îkardio..., gr. plêgê „Schlag, Stoß“ u.
t2...ie): 1. plötzliche Herzlähmung, Herzschlag (Med.). 2.
künstliche Ruhigstellung des Herzens für Herzoperatio
nen (Med.), karjdiolplelgisch*: die tKardioplegie be
treffend. Kar|diolpneulmo|pelxie die; -, ...ien (zu
îpneumo..., gr. pèxis „das Befestigen, Festmachen“ u.
T 2...ie> : operatives Befestigen von Lungenteilen am Herz
muskel (zur Verbesserung der Herzmuskeldurchblutung
(Med.). Kar|dio|pro|tek|ti|on die; -, -en: Steigerung der
Herzleistung durch Medikamente (Med.). Karldiopltose* die: -, -n (zu gr. ptösis „das Fallen“): Senkung des
Herzens ohne krankhaften organischen Befund (Wander
herz; Med.), karldiolpullmolnal: Kreislauf u. Atemwe
ge zugleich betreffend (Med.). Karldiolseldaltilvum
[...V...J
-s, ...va: Herzberuhigungsmittel (Med.). Kardio skle ro se* die; -, -n: Verhärtung der Herzkranzge
fäße als Folge des natürlichen Alterungsprozesses (Med.).
Karldiolspaslmus* der; -, ...men: Krampf der Magen
eingangsmuskulatur (Med.). Karldiolsphyglmolgraf*,
auch ...graph der; -en, -en: Gerät zur Aufzeichnung von
Herzpuls u. Herzspitzenstoß (Med.). Karldiolthylmie
die; -, ...ien (zu gr. thymös „Herz; Seele, Gemüt“ u.
t2...ie> : funktionelle Herzstörung ohne organische Verän
derung des Herzens (Herzneurose; Med.). Karldioltokolgraf, auch ...graph der: -en. -en (zu gr. tökos „das
Gebären“ u. t...graf): Gerät zum gleichzeitigen tRegistrieren (1 b) der kindlichen Herztöne u. der Wehen wäh
rend des Geburtsvorgangs (Med.), karidioltolxisch:
herzschädigend (Med.). kar|dio|vas|ku|lär[...v...]: Herz
u. Gefäße betreffend (Med.). Karldiolveijsilgn [...v...j
die; -: Bez. für intensivmedizinische Maßnahmen zur Be
hebung von Herzrhythmusstörungen durch Medikamente
od. Elektroschocks (Med.), karldiolzelrelbral*: vom
Herzen u. Gehirn ausgehend (z. B. Durchblutungsstörun
gen; Med.). Karldi tisife, -, ...itiden (zu t...itis): Entzün
dung des Herzens (Med.); vgl. Pankarditis
Karldolne die; -, -n (aus gleichbed. it. cardone, dies über
spätlat. cardo, Gen. cardonis aus lat. carduus, vgl. Kar
de): (als Gemüse angebaute) der Î Artischocke ähnliche
Pflanze, deren Blattstiele u. Rippen gegessen werden
KalrenziZze; -, -en (aus spätlat. carentia „das Nichthaben,
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das Entbehren" zu lat. carere „frei sein (von), nicht haben,
entbehren“): I. svw. Karenzzeit. 2. Enthaltsamkeit, Ver
zicht (z.B. auf bestimmte Nahrungsmittel; Med.). Karenz jahr das; -[e]s, -e: Jahr, in dem ein neuer Pfründen
inhaber auf seine Einkünfte ganz od. teilweise verzichten
muss (kath. Kirchenrecht). Kalrenzlzeit die; -, -en: War
tezeit, Sperrfrist, bes. in der Krankenversicherung
ka|res|sant (aus gleichbed. fr. caressant zu caresser, vgl.
karessieren): (veraltet) liebkosend, schmeichelnd. Kares se die; - (aus gleichbed. fr. caresse): (veraltet)
Schmeichelei, Liebkosung. ka|res|sie|ren (aus gleich
bed. fr. caresser, dies aus it. carezzare „liebkosen" zu caro
„lieb, teuer“, dies aus gleichbed. lat. carus): (veraltet, aber
noch landsch.) a) liebkosen, schmeicheln; b) eine [gehei
me] Liebschaft haben
Kalretlte u. Kalrettlschildlkrölte ¿Ze; -, -n (aus gleich
bed. fr. caret, dies aus span, carey „Seeschildkröte, Schild
patt“, weitere Herkunft unsicher): eine Meeresschild
kröte
Kalrezlza die; - (aus it. carezza „Liebkosung“ zu carezzare,
vgl. karessieren): Form des ÎKoitus, bei dem der Samen
erguss absichtlich vermieden wird
Karlfilol der; -s (aus gleichbed. it. cavolfiore (zu cavolo
„Kohl“ u. fiore „Blume“), eigtl. „Kohlblume“): (südd.,
österr.) Blumenkohl
Karlfunlkel der; -s, - (unter Anlehnung an dt. Funke aus
lat. carbunculus, vgl. Karbunkel): 1. feurig roter Edelstein
(z.B. t 'Granat, tRubin). 2. svw. Karbunkel
Karlgaldeur [,,,'do:n] der; -s, -e (über fr. cargadeur aus
gleichbed. span, cargador zu cargar, vgl. Kargo): Beglei
ter einer Schiffsladung, der den Transport der Ladung bis
zur Übergabe an den Empfänger zu überwachen hat. Kargador der; -s, -e (aus gleichbed. span, cargador, vgl. Kar
gadeur): svw. Kargadeur. Karlgo, fachspr. meist Cargo
der; -s, -s (über engl. cargo aus span, cargo „(Be)ladung“
zu cargar „(be)laden“, dies aus gleichbed. spätlat. carnea
re zu lat. carrus „vierrädriger Wagen, Karren“, dies aus
dem Gall.): 1. Ladung eines Schiffes. 2. Frachtgut (z.B.
Luftfracht)
Kalrilbu [auch ka...] das od. der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
caribou, dies aus Algonkin (einer nordamerik. Indianer
sprache)): nordamerik. Ren
kalrielren (aus gleichbed. fr. carrer, dies aus lat. quadrare
„viereckig machen“): mit Würfelzeichnung mustern, käs
teln. kalriert (nach fr. carré „viereckig“, dies aus gleich
bed. lat. quadratus; vgl. ...iert; Bed. 2 wohl nach dem ver
wirrenden Eindruck, den kariert Gemustertes beim Be
trachten hervorruft): 1. gewürfelt, gekästelt. 2. (ugs. ab
wertend) wirr, ohne erkennbaren Sinn
Kalril es [...¡es, auch ...ie:s] ¿Ze; - (aus lat. caries „Morsch
heit, Fäulnis“): 1. akuter od. chronischer Zerfall der har
ten Substanz der Zähne; Zahnfäule (Zahnmed.). 2. ent
zündliche Erkrankung des Knochens mit Zerstörung von
Knochengewebe, bes. bei Knochentuberkulose (Med.)
kalrilkaltiv (zu tKarikatur u. t...iv>: in der Art einer Ka
rikatur, verzerrt komisch. Kalrilkaltur die; -, -en (aus
gleichbed. it. caricatura, eigtl. „Überladung“, zu caricare
„übertrieben komisch darstellen“, eigtl. „be-, überladen“,
dies aus spätlat. carricare, vgl. Kargo): 1. a) komisch
übertreibende Zeichnung o. Ä., die eine Person, eine Sa
che od. ein Ereignis durch humoristische od. satirische
Hervorhebung u. Überbetonung bestimmter charakteris
tischer Merkmale der Lächerlichkeit preisgibt; b) das Ka
rikieren; Kunst der Karikatur (1 a). 2. Zerr-, Spottbild,
kalrilkaltulresk (zu t...esk>: karikaturartig. Kalrilkatulrist der; -en, -en (aus gleichbed. it. caricaturista): Ka
rikaturenzeichner. Ka|ri|kaltu|ris|tin die; -, -nen: weibl.
Form zu ÎKarikaturist, kalrilkaltulrisltisch (zu ÎKari
katur u. t...istisch>: in der Art einer Karikatur, kalrilkie-
Kameen
(aus it. caricare, vgl. Karikatur): verzerren, zur Kari
katur machen, als Karikatur darstellen
Kalrinth vgl. Karn
ka|ri|o|gen (zu ÎKaries u. t...gen): Karies hervorrufend
(Med.). ka|ri|ös (ausZai. cariosus „morsch, faul, mürbe“;
vgl. ...ös): von ÎKaries befallen, angefault (Med.)
Kalriltas die; - (aus lat. caritas, Gen. caritatis „Wert, Wert
schätzung, Liebe“ zu carus „lieb, teuer, wert“): [christli
che] Nächstenliebe, Wohltätigkeit; vgl. Fides, Caritas,
kalriltaltiv u. caritativ [k...] (zu î...iv): von Nächstenlie
be bestimmt, wohltätig
karljollen vgl. karriolen
Karlkaslse die; -, -n (aus fr. carcasse „Gerippe, Rumpf“,
weitere Herkunft unsicher): 1. im Mittelalter eine Brand
kugel mit eisernem Gerippe. 2. fester Unterbau [eines
Gummireifens], 3. nach dem Loslösen des Fleisches übrig
gebliebenes Gerippe von Geflügel, Wild od. Fisch
(Gastr.)
Karl list der; -en, -en (nach dem span. Namen Carlo u. zu
t...ist): Anhänger einer ehemaligen span. Partei (seit
1833), die in den sogenannten Karlistenkriegen die
Thronansprüche der drei î Prätendenten mit Namen Car
los verfocht
Karlma das; -s (aus sanskr. kárman „Tat, Werk; Schick
sal“): im Buddhismus das die Form der Wiedergeburten
eines Menschen bestimmende Handeln bzw. das durch ein
früheres Handeln bedingte gegenwärtige Schicksal (Rel.).
Karmalmarga der; -s (aus sanskr. karmamärga „Weg
der Tat“, vgl. Karma): im tHinduismus der durch zielge
richtetes Handeln ermöglichte Weg zur glücklichen Wie
dergeburt nach dem Tode. Karlman das; -s (aus sanskr.
kárman, vgl. Karma): svw. Karma
Karlmellit der; -en, -en u. Karlmellilter der; -s, - (nach
dem Berg Karmel in Palästina u. zu T3...it): Angehöriger
eines kath. Mönchsordens. Kar|melli|ter|geist der;
-[e]s, -er: ein Heilkräuterdestillat. Kar|me|li|te|rin u.
Karmellitin die; -, -nen: Angehörige des weiblichen
Zweiges der Karmeliten
Kar men vgl. Carmen
Karlmelsin das; -s (aus älter Zi. carmesino „Hochrot“, dies
aus arab. qirmizi „von der Farbe der Schildlaus, schar
lachfarbig“ zu qirmiz „Schild-, Scharlachlaus“, dies aus
pers. kirm „Wurm“): svw. Karmin. Karimin das; -s (aus
gleichbed. fr. carmin, dies aus mlat. carminium (einer
Kreuzbildung aus arab. qirmiz (vgl. Karmesin) u. lat. mi
nium „Zinnober“): roter Farbstoff
kar|mi|na|tiv (zu spätlat. carminatus, Part. Perf. von car
minare „reinigen“, u. t...iv): blähungstreibend (Med.).
Karlmilnaltilvum [...v...] das; -s, ...va (zu î ...ivum): Mit
tel gegen Blähungen (Med.)
karlmolsielren (vermutlich aus dem Arab. (vgl. arab. karim „Edelstein“); vgl. ...ieren): einen Edelstein mit weite
ren kleinen Steinen umranden
Karn u. Karinth das; -s (nach dem nlat. Namen Carinthia
für Kärnten): eine Stufe der alpinen îTrias (1 ; Geol.)
Karnalllit [auch ...'lit] der; -s (nach dem dt. Oberbergrat R.
v. Carnali (1804-1874) u. zu t2...it>: ein Mineral, für die
Herstellung von Kalidünger verwendetes Kalisalz
Karlnat das; -[e]s (aus lat. carnatum „zu Fleisch Geworde
nes“ zu caro, Gen. carnis „Fleisch“): svw. Inkarnat. Karnation die; - (aus spätlat. carnatio, eigtl. „Fleischwer
dung“): svw. Inkarnat
Karlnaulbalwachs das: -es (zu gleichbed. port, carnaúba
(dies aus einer südamerik. Indianersprache)): wertvolles
Pflanzenwachs einer bras. Palme (das für Bohnerwachs,
Kerzen u. a. verwendet wird)
Kar|ne|en ¿Ze (Plur.) (aus gleichbed. gr. Kárneia zum Na
men des 11. spartanischen Monats Kárneios (Juli/Auren
Karneol
gust)): altgriech. Fest in Sparta zu Ehren des Apollon
Karneios
Kar nelol der; -s, -e (wahrscheinlich unter Einfluss von lat.
caro, Gen. carnis „Fleisch“ aus gleichbed. it. corniola):
ein durch Eisenoxide blutrot bis gelblich gefärbter
Schmuckstein
Karlnelval [...v...] der; -s, Plur. -e u. -s <aus gleichbed. it.
carnevale, weitere Herkunft unsicher): Zeit des Narren
treibens, der Kostüm- u. Maskenfeste, Fastnacht[sfest].
kar ne va lesk (aus gleichbed. it. carnevalesco): aus
dem Karneval stammend, dem Karneval verwandt, in der
Art des Karnevals. Kar|ne|va|list der; -en, -en (zu
t. ..ist): aktiver Teilnehmer am Karneval, bes. Vortragen
der (Büttenredner, Sänger usw.) bei Karnevalsveranstal
tungen. Kar|ne|va|lis|tindie; -, -nen: weibliche Form zu
ÎKarnevalist. kar|ne|vallisltisch (zu Î...istisch): den
Karneval betreffend
Karin ies das; -es, -e (über gleichbed. span, cornisa, it. cor
nice aus lat. coronis „Schlussschnörkel“, dies aus gr. korönis „Schluss(stein)“, eigtl. „gekrümmt“): Kranzleiste
od. Gesims mit s-förmigem Querschnitt (Archit.). Karnielse u. Karnische die: -, -n (zu tKarnies): (österr.
mundartlich) Vorhangstange
Kar|ni|fi|ka|ti|on die: - (zu lat. caro, Gen. carnis „Fleisch“
u. Î ...fikation): Umwandlung von entzündlichem Lungen
gewebe in Bindegewebe anstelle einer normalerweise er
folgenden Rückbildung (Med.). ’Karlnilphalge der; -n,
-n (zu Î...phage): svw. 'Karnivore. 2Kar|nilpha|gedie; -,
-n (zu î'Karniphage): svw. 2Karnivore
kar nisch (zu tKarn): das Karn betreffend; karnische Stu
fe: svw. Karn
Kar|ni|sche vgl. Karniese
Karlnilum das; -s (zu ÎKarn u. Î ...ium): svw. Karn
karlnilvor [...v...] (aus gleichbed. lat. carnivorus zu caro,
Gen. carnis „Fleisch“ u. vorare „gierig fressen“): fleisch
fressend (von bestimmten Tieren u. Pflanzen). 1Kar|nivo|re der; -n, -n: fleischfressendes Tier, vor allem Raub
tier. 2Kar|ni|vo|re die; -, -n: fleischfressende Pflanze,
karlnös (aus gleichbed. spätlat. carnosus): (veraltet) flei
schig. Karlnolsiltät die; - (zu T...ität): (veraltet) a) flei
schige Beschaffenheit; b) fleischige Geschwulst (Med.)
Kar|no|tit [auch ... tit] vgl. Carnotit
Karlnyxrfe; - (aus gleichbed. gr. kärnyx): kelt. Trompeten
instrument mit einem Mundstück aus Blei u. einem
Schallstück in der Form eines Tierkopfes mit offenem Ra
chen
Kairo das; -s, -s (aus gleichbed. fr. carreau zu spätlat. quadrum „Viereck“, dies zu lat. quadrus „viereckig“): 1.
Raute, [auf der Spitze stehendes] Viereck. 2. a) (ohne
Plur., ohne Artikel) niedrigste Farbe im Kartenspiel; Eck
stein; b) (Plur. Karo) Spiel mit Karten, bei dem Karo (2 a)
Trumpf ist; c) (Plur. Karo) Spielkarte mit Karo (2 a) als
Farbe; Karo trocken: (ugs.) [eckige Kommissjbrotschnitte
ohne Aufstrich od. Belag
Kalrolbe die; -, -n (aus fr. caroube „Johannisbrot“, vgl. Karube): (veraltet) svw. Karube
Kairos der; - (aus gleichbed. gr. káros): (veraltet) tiefer, to
desähnlicher Schlaf (Med.)
Kalrolschi u. Kalrolshi der; - (aus gleichbed. jap. karo
shi): plötzlicher Stresstod, der bei ständiger Überbelas
tung eintreten kann
Kalrolsis die; - (zu ÏKaros u. t’...ose): (veraltet) Betäu
bung, Schlafkrankheit (Med.)
KaIross der; -es, -e (aus dem Afrikaans): Umhängemantel
aus genähtem Schaf-, Schakal-, Wildkatzen- od. Antilo
penfell bei südafrikan. Völkern, zum Teil auch zum Tra
gen der Kinder u. der gesammelten Früchte benutzt
Kalroslse die: -, -n (über gleichbed. fr. carrosse aus it. carrozza „Wagen; Kutsche“ zu carro „Fuhrwerk; Wagen“,
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dies aus lat. carrus „(vierrädriger) Karren“ (aus dem
Gall.)): 1. von Pferden gezogener Prunkwagen; Staatskut
sche. 2. (ugs.) kurz für Karosserie. Kalroslselrie die; -,
...ien (aus gleichbed. fr. carrosserie): Wagenoberbau,
-aufbau [von Kraftwagen]. Kalroslsiler [... sie:] der; -s, -s
(aus gleichbed. fr. carrossier): 1. (veraltet) Kutschpferd. 2.
Karosseriebauer; Karosserieentwerfer, kalroslsielren
(zu îKarosse u. Î..deren): [ein Auto] mit einer Karosserie
versehen
Kalroltilde vgl. Karotis. Kalroltildoldylnie* die; -, ...ien
(zu tkarotis u. t...odynie): im Bereich der Augen, der
Wangen u. des Nackens auftretender Gesichtsschmerz bei
Druck auf die Kopfschlagader (Med.)
Kalroltilkum das; -s, ...ka (zugr. karötikös „betäubend“ u.
î...ikum>: (veraltet) einschläferndes Mittel
Kalroltin, chem. fachspr. Carotin [k...] das; -s (zu spätlat.
carota „Möhre, Karotte“ (vgl. Karotte) u. T ...in (1)): ein
[pflanzlicher] Farbstoff als Vorstufe des Vitamins A. Karo ti no id, chem. fachspr. Carotinoid [k...] das; -[e]s, -e
(meist Plur.) (zu î...oid): in organischen Fetten vorkom
mender gelbroter Farbstoff
Kalroltisrf/e; -, ...tiden u. Karotide die; -, -n (aus gleichbed.
gr. karötis, Gen. karötidos): Kopf-, Halsschlagader
(Med ). Kalrgltislanlgiolgralfie, auch ...gralphie die;
-, -n [,,,i:ən]: Röntgenkontrastdarstellung des Systems der
Halsschlagader zur Diagnostik von Gefäßerkrankungen
u. Geschwülsten im Gehirn (Med.). Kalroltislsilnus der;
-, - [...nu:s]: Erweiterung der rechten bzw. linken Kopf
schlagader an der Gabelung in die äußere u. innere Kopf
schlagader bzw. der inneren Kopfschlagader unmittelbar
oberhalb der Gabelung (Med.). Kalroltislsilphon
[,,,zi:fð(:), österr. ...zifo:n] der; -s, -s: stufenförmig verlau
fender Abschnitt des in der Schädelhöhle gelegenen Teils
der Kopfschlagader (Med.). Ka|ro|tis|ste|no|se die; -,
-n: Verengung im hirnversorgenden Bereich der Hals
schlagader (Med.)
Kalrptlte die; -, -n (über fr. carotte aus gleichbed. spätlat.
carota, dies vermutlich aus gr. karötön, Plur. karötä
„Möhre, Karotte“ zu kära „Kopf, Haupt“; Bed. 3 nach fr.
carotte (de tabac), wohl wegen der Ähnlichkeit der zusam
mengerollten Tabakblätter mit Karotten (1)>: 1. Mohrrü
be. 2. (landsch.) Rote Rübe, Rote Bete. 3. Bündel von aus
gerippten, gebeizten Tabakblättern, die zu Schnupftabak
verarbeitet werden. Kalrotltielren das; -s (zu tKarotte
u. Î..deren): 1. das Entfernen der Rippen aus den Tabak
blättern. 2. eine besondere Art des Verteidigungsspiels
beim Biliard
...karp (zu gr. karpós „Frucht“): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „fruchtbildend“, z. B. allokarp
karlpal (zu gr. karpós „Handwurzel“ u. t *...al (1)>: zur
Handwurzel gehörend, sie betreffend (Med.). Karlpallia
vgl. Carpalia
Karlpell das; -s, -e, auch Karlpelllum das; -s, ...pella (aus
nlat. carpellum, eigtl. „kleine Frucht“, zu gr. karpós
„Frucht“): Fruchtblatt (Bot.)
Kar|pen|ter|brem|se die; -, -n (nach dem amerik. Erfin
der J. F. Carpenter, 1852-1901): eine Druckluftbremse
für Eisenbahnzüge
Karlphollith [auch ...'lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu
gr. kárphos „trockener, dünner Stängel, Reisig“ u.
T ...lith): faseriges Manganaluminiumsilikat
...karlpie (zugr. karpós „Frucht“ u. T2...ie> : Wortbildungs
element mit der Bedeutung „Fruchtbildung“, z.B. Adelphokarpie. karlpielren (aus gleichbed. lat. carpere, eigtl.
„(ab)pflücken, (ab)rupfen“, zu gr. karpós „Frucht“, eigtl.
„Abgepflücktes“): (veraltet) besserwisserisch tadeln,
kritteln, karlpo..., Karlpo... (aus gleichbed. gr. karpós):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Frucht“, z.B.
karpologisch, Karpophor. Kar po biollo gie die;-: Teil
697
gebiet der Biologie, das sich mit der Verbreitung der
Früchte u. Samen befasst. Karlpolgon das; -s, -e (zu
J...gon); weibliche Keimzellen bildendes Organ der Rot
algen (Bot.). Karlpollith [auch ... lit] r/er; Gen. -s u. -en,
Plur. -e[n] <zu T...lith>: (veraltet) Versteinerung von
Früchten u. Samen. Karlpollplge der; -n, -n <zu î...loge>:
Wissenschaftler auf dem Gebiet der Karpologie. Karlpololgie die; - (zu 1 ...logie): Teilgebiet der Botanik, das sich
mit den Pflanzenfrüchten befasst. kar|po|lo|gisch (zu
t...logisch): die Karpologie betreffend. Karlpolphalge
der; -n, -n (meist Plur.) (zu t...phage): svw. Fruktivore.
Kar polphor der; -s, -e (zu t...phor): Fruchtträger auf
dem Blütenstil der Doldenblütler. Karlpolsplma das; -s,
...men (zu gr. sðma „Körper“): Fruchtkörper der Pilze
Karlpus vgl. Carpus
Kar|ralg[h]een [... gern] das; -[s] (nach dem irischen Ort
Carragheen): Irländisches Moos (getrocknete Rotalgen,
die als Heilmittel verwendet werden)
Karlralra usw. vgl. Carrara usw.
Kar ree das; -s, -s (aus gleichbed. fr. carré, eigtl. „vier
eckig“, dies aus lat. quadratus, vgl. Quadrat): 1. a) Vier
eck, Quadrat; b) [im Viereck angeordneter] Wohnblock.
2. gebratenes od. gedämpftes Rippenstück vom Kalb,
Schwein od. Hammel (Gastr.). 3. eine Schliffform für
Î'Diamanten, karlrellielren (aus gleichbed. fr. carreler
zu carreau „viereckige Platte, Kachel, Fliese"; vgl. Karo):
(veraltet) mit Kacheln od. Fliesen belegen; pflastern
Kar|re|te die; -, -n (wohl aus mlat. carrada, carrafa „Wa
genladung“ zu lat. carrus, vgl. Karosse): (landsch., bes.
ostmitteld.) schlechter Wagen. Karlretlte die; -, -n (aus
gleichbed. it. carretta, dies aus lat. carrus, vgl. Karosse): 1.
(Schweiz.) Schubkarren; zweirädriger Karren. 2. schmal
spuriges, geländegängiges Transport- u. Zugmittel der Ge
birgstruppen. 3. zweirädriger, kleiner Einkaufswagen
Karlri r/as; -[s] (austr,): sehr hartes, u. a. zum Schiffbau ver
wendetes rötliches Holz des im westlichen Australien be
heimateten Karribaumes
Karlrilelre die; -, -n (aus fr. carrière „Rennbahn; Lauf
bahn“, dies wohl über altprovenzal. carriera „Fahrweg,
Straße“ aus spätlat. (via) carraria „Fahrweg“, eigtl.
„(Straße) für Wagen“, dies aus lat. carrus, vgl. Karosse):
1. schnellste Gangart des Pferdes. 2. [bedeutende, erfolg
reiche] Laufbahn. Karlrilelrelfrau die; -, -en: Frau, die
beruflich eine wichtige Stellung innehat u. auf eine erfolg
reiche Laufbahn bedacht ist. Karlrilelrislmus [...rie...]
der: - (zu T...ismus (5)>: (abwertend) rücksichtsloses Kar
rierestreben. Kar|ri|e|rist der; -en, -en (zu T...ist>: (ab
wertend) rücksichtsloser Karrieremacher. kar|ri|e|ristisch (zu t...istisch): nach Art eines Karrieristen
Karlrilol das; -s, -s u. Karirifolle die; -, -n (aus fr. carriole
„zweirädriges Fuhrwerk“, dies aus it. carriola, Verkleine
rungsform von carro, vgl. Karosse): 1. leichtes, zweirädri
ges Fuhrwerk mit Kasten. 2. (veraltet) Briefpostwagen,
karlrilollen: 1. (veraltet) mit der Briefpost fahren. 2.
(landsch. ugs.) herumfahren, unsinnig fahren
Kar|ru|forlma|ti|on rf/e,` - (nach einer Steppenlandschaft
in Südafrika u. zu ÎFormation): mächtige Schichtenfolge
in Südafrika vom Alter der oberen Karbon- bis unteren
Juraformation (vgl. Karbon u. 2Jura; Geol.)
Karsan das; -s (Kunstw.): ein früher verwendetes ehern.
Präparat, das Keimung u. Fäulnis [bei Kartoffeln] verhin
dern sollte, karlsalnielren (zu t..deren): (veraltet) Kar
toffeln od. eingekellertes Gemüse durch Karsan haltbar
machen
Karst der; -[e]s, -e (nach dem Namen der Landschaft nordöstl. von Triest): durch die Wirkung von Oberflächen- u.
Grundwasser in löslichen Gesteinen (Kalk, Gips) entste
hende typische Oberflächenform (Geol.); vgl. Doline, Po
nor
Kartogramm
[engl. kɑ:t] der; -[s], -s (aus engl. cart „Karren“):
Kurzform von Î Gokart
Kar|tät|sche die; -, -n (unter Einfluss von älter engl.
cartage aus it. cartaccia „grobes Papier“, cartoccio „Tüte,
Flintenpatrone“; vgl. Kartusche): 1. a) mit Bleikugeln ge
fülltes Artilleriegeschoss ; b) alte Bez. für Î Schrapnell ( 1 ).
2. ein Brett zum Verreiben des Putzes (Bauw.). karltätschen: 1. mit Kartätschen (1) schießen. 2. den Putz mit
der Kartätsche (2) verreiben
Kar|tau|ne die; -, -n (aus älter it. cortana „kurze Kanone“
zu corto „kurz“ (wegen des kurzen Laufs), vermischt mit
älter it. quartana „Viertelkanone“ (Bez. für eine Kanone,
die nur Kugeln mit einem Viertel des sonst üblichen Ge
wichts verschießt), dies zu quattro „vier“): ein schweres
Geschütz des 16. u. 17. Jh.s
Karltaulse die; -, -n (aus mlat. Cartusia, nach dem südfranz. Kloster Chartreuse bei Grenoble): Kloster (mit
Einzelhäusern) der Kartäusermönche. ’Kartäuiser der;
-s, -: 1. Angehöriger eines kath. Einsiedlerordens (Abk.:
O. Cart.). 2. (ohne Plur.) ein Kräuterlikör; vgl. 'Chartreu
se. 2Kar|täu|ser die; -, -, Karltäulserlkatlze die; -, -n
(zu Î 'Kartäuser): blaue, großohrige Kurzhaarkatze. Kartäulselrin die; -, -nen: Angehörige des weiblichen Zwei
ges des Kartäuserordens
Karltell das; -s, -e (aus fr. cartel „Vertrag, Zusammen
schluss“, dies aus it. cartello „(Anschlag)zettel, kleines
Schreiben“, Verkleinerungsform von carta „Papier“, dies
aus lat. charta, vgl. Charta): 1. Zusammenschluss bes. von
wirtschaftlichen Unternehmen (die rechtlich u. wirt
schaftlich weitgehend selbstständig bleiben). 2. Zusam
menschluss von studentischen Verbindungen mit gleicher
Zielsetzung. 3. befristetes Bündnis mehrerer Parteien [im
Wahlkampf]. 4. alte Kampfordnung beim Turnier, später
schriftliche Herausforderung zum Zweikampf, karltellielren (zuT..deren): in Kartellen (1-3) zusammenfassen.
Karltelllielrung die; -, -en (zu î...ierung): das Kartellie
ren. Karltelllträlger der; -s, -: Überbringer einer He
rausforderung zum Î Duell mit Waffen
karltelsilalnisch vgl. cartesianisch. Kartesiainismus
vgl. Cartesianismus, karltelsisch vgl. cartesisch
Kar tha min, ehern, fachspr. Carthamin [k...] das; -s (zu
nlat. Carthamus (tinctorius) „Färberdistel“ (dies aus
gleichbed. arab. mdal. qartam) u. î...in (1)): ein roter
Farbstoff, der aus der Färberdistel gewonnen wird
karltielren (zu dl. Karte bzw. Kartei u. T...ieren): 1. (ein
vermessenes Gebiet o.Ä.) auf einer Karte darstellen
(Geogr.). 2. in eine Kartei einordnen. Kar|tier|in|strument* das; -[e]s, -e: Gerät, das als Hilfsmittel zur Kartie
rung dient, z.B. Winkelmesser, rechtwinkliges Dreieck
(Geogr.)
karltillaIgiInär (zu lat. cartilago, Gen. cartilaginis „Knor
pel“ u. t...är): knorpelig (Med.)
Karlting [auch 'ka:gtɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl.-amerik. karting): das Ausüben des Gokartsports; vgl. Gokart
Kar|ti|sa|ne rfie; -, -n (aus gleichbed. fr. cartisane zu carte
„Karte“, vgl. karto...): (veraltet) steifes Papierblatt zum
Aufwickeln von Stickfäden, karlto..., Karlto... (zu fr.
carte „Karte“, dies aus lat. charta, vgl. Charta): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Karte“, z. B. kartogra
fisch, Kartothek. Kartodiagramm das; -s, -e: thema
tische Karte, in der die meist statistischen Aussagen in
ÎDiagrammen dargestellt sind, z.B. durch Klimadia
gramme für ausgewählte Orte (Kartogr.). Karltolgraf,
auch ...graph der; -en, -en (zu t...graf): Zeichner od. wis
senschaftlicher Bearbeiter einer Landkarte. Karltolgrafie, auch ...gralphie die; - (zu T...grafie>: Wissenschaft
u. Technik von der Herstellung von Land- u. Seekarten,
karltolgralfisch, auch ...gralphisch (zu Tkarto... u.
Î...grafisch): die Kartografie betreffend. Karltolgramm
Kart
kartografieren
698
bildungselement mit der Bedeutung „Kern, Zellkern“,
das: -s, -e (zu (...gramm): Darstellung Îstatistischer Da
z.B. karyophag, Karyoplasma. Ka|ry|o|ga|mi_e die; -,
ten auf Landkarten (Geogr.). kar|to|gra|fie|ren, auch
...ien (zu t...garnie (l)): Verschmelzung zweier Zellkerne
...gra|fie|ren <zu (..deren): auf Karten aufnehmen, kar
(Biol.). Kalry olgramm das; -s, -e (zu ( ...gramm): grafi
tografisch darstellen. Karltolliltholgraifie, auch ...gra
sche Darstellung eines vollständigen Chromosomensat
phie die; -: Verfahren zur Vervielfältigung kartografisch
zes, bei der die Î Chromosomen nach der Größe geordnet
hergestellter Vorlagen mittels lithografischer od. foto
u. fortlaufend nummeriert sind (Biol.). Kalrylolid das: -s,
lithografischer Techniken. Kar|to|man|tie die: - (zu gr.
-e (zu (,..oid): bei Bakterien u. Blaualgen vorkommende
manteia „das Weissagen“): die Kunst des Kartenlegens.
Region, die dem Zellkern der höheren Organismen ent
Kar|to|me|ter das: -s, - (zu Î'...meter): Kurvenmesser.
spricht (Biol.). Ka|ry|o|ki|ne|se die; -, -n (zu gr. kinesis
Karltolmeltrie* die: - (zu (...metrie): das Übertragen
„Bewegung“): svw. Mitose. ka|ry|o|ki|neltisch: svw.
geometrischer Größen (Längen, Flächen, Winkel) auf
mitotisch. Ka|ry|o|kla|sie* die; -, ...ien (zu gr. klásis „das
Karten. kar|to|me|trisch* (zu t ...metrisch): die KartoZerbrechen“ u. t2...ie): das Auseinanderbrechen des Zell
metrie betreffend. Karlton [,,,tɔŋ, auch, bes. südd., öskerns (Biol.). Ka|ry|o|lo|gie die; - (zu Î...logie): Wissen
terr. u. Schweiz, ,,,'to:n] der: -s, Plur. -s u. (bei nicht nasa
schaft vom Zellkern, bes. der in ihm enthaltenen ÎChro
lierter Aussprache) -e (aber: 5 - Seife) (überʃr. carton aus
mosomen (Biol.). Kalrylollymlphe die; -, -n: Grundsub
gleichbed. it. cartone, Vergrößerungsform zu carta „Pa
stanz des Zellkerns, Kernsaft (Biol.). Ka|ry|o|ly|se die; -,
pier“, dies aus lat. charta, vgl. Charta): 1. [leichte] Pappe,
-n (zu (...lyse): 1. scheinbares Verschwinden des Zellkerns
Steifpapier. 2. Schachtel aus [leichter] Pappe. 3. Vorzeich
bei der Kernteilung (Biol.). 2. Auflösung des Zellkerns
nung zu einem [Wandjgemälde. 4. Ersatzblatt, das nach
(z. B. nach dem Absterben der Zelle; Biol.). Kalrylolmer
träglich für ein fehlerhaftes Blatt in ein Buch eingefügt
das; -s, -en (meist Plur.) (zu gr. méros „Teil“): 1. svw.
wird. Kar|to|na|ge [,,,'na:ʒə] die: -, -n (aus fr. cartonnage
Chromosom. 2. kernartiger Bezirk, in den sich während
„Papparbeit, Pappband“): 1. Pappverpackung. 2. Ein
der (Telophase der Kernteilung die Chromosomen man
bandart, bei der Deckel u. Rücken eines Buches nur aus
cher Insekten u. Ruderfüßer umwandeln (Biol.). Kalrylostarkem Karton bestehen. kar|to|nie|rers (aus gleichbed.
meltrie* die; -, ...ien (zu t...metrie): histologische Unter
fr. cartonner): [ein Buch] in Pappe [leicht] einbinden, steif
suchung von Zellen mit Messung des Zellkerndurchmes
heften, karltolniert (zu t...iert>: in Karton geheftet;
sers u. Bestimmung des Kernvolumens (Biol., Med.). KaAbk.: kart. Karlto Ithek die: -, -en (zu tkarto... u.
rylon das; -s, -e (aus gr. kärion „Nuss, Kern“): Zellkern
Î ...thek): Kartei, Zettelkasten. Karltulsche die: -, -n (aus
(Biol.). kalrylolphag (zu t...phag): den Zellkern zerstö
gleichbed. fr. cartouche, dies aus ii. cartoccio „Papprolle;
rend (Med.). Kalrylolplaslma das; -s: Kernplasma
zylindrischer Behälter; Tüte zur Aufnahme einer Pulver
(Biol.). Kalryloplse die; -, -n (zu gr. öpsis „Aussehen“):
ladung“ zu carta, vgl. Karton): 1. (bes. in der Î Architek
Frucht der Gräser (Bot.). Ka|ry|o|py|kno|se* die; -, -n:
tur, der Î Grafik, dem Kunstgewerbe der Î Renaissance u.
des Barocks) aus einer schildartigen Fläche (zur Aufnah
Zusammenballung des (Chromatins des Zellkerns bei der
Zellteilung (Biol.). ka|ry|olpy|knoltiseh‘: Karyopyme von Inschriften, Wappen, tlnitialen o.Ä.) u. einem
knose zeigend, mit Karyopyknose verbunden (Biol.). Kat ornamental geschmückten Rahmen bestehende Verzie
rylorlrhelxis die: - (zu gr. rhèxis „das Reißen, das Durch
rung (Kunstw.). 2. Metallhülse für Pulver, Hülse mit Pul
ver als Treibladung von Artilleriegeschossen. 3. Patronen
brechen“): Zerreißung u. Auflösung des Zellkerns nach
tasche berittener Truppen
dem Zelltod (Biol.). Ka|ry|o|som das; -s, -en (zugr. söma
Kalrulbe Æe; -, -n (aus fr. caroube, dies aus gleichbed.
„Körper“): Binnenkörper, im Zellkern (bes. bei Ein
mlat. carrubia, carrubium, aus arab. harrüba „Johannis
zellern) gelegener großer TNukleolus (Biol.). kalrylobrotbaum“): Johannisbrot
trop (zu t...trop): gegen den Zellkern gerichtet (z. B. von
Kairum das: -[s], -[s] (aus dem Assyr.): Niederlassung assy
Viren; Biol., Med.). Kalryloityp der; -s, -en (zu gr. tÿpos
rischer Kaufleute der frühen Bronzezeit in Anatolien (19.
„Schlag; Gepräge; Muster, Modell“): Chromosomensatz
u. 18. Jh. v.Chr.)
einer Zelle (Biol.)
Kalrunlkel die: -, -n (aus lat. caruncula „kleines Stück Karlzer der; -s, - (aus lat. career „Gefängnis, Kerker“): 1.
Fleisch“, Verkleinerungsform von caro, Gen. carnis
Ort, an dem Schüler od. Studenten den Arrest absitzen
„Fleisch“): von der Haut od. Schleimhaut ausgehende
mussten. 2. (ohne Plur.) Haftstrafe an Schulen u. Univer
kleine Warze aus gefäßreichem Bindegewebe (Med.)
sitäten; Arrest. Kar|ze|ra|ti|on die; -, -en (aus gleichbed.
Kalruslseil das; -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed. fr. carrou
mlat. carceratio): (veraltet) Einkerkerung, karlzelriesel, zt. carosello, eigtl. „Reiterspiel mit Ringelstechen“,
ren (aus gleichbed. spätlat. carcerare); (veraltet) einker
weitere Herkunft unsicher): auf Jahrmärkten od. Volks
kern
festen aufgestellte, sich im Kreis drehende große, runde karlzilno..., Karlzilno... (zugr. karkinos „Krebs“): Wort
Bahn mit verschiedenartigen Aufbauten, auf denen Perso
bildungselement mit der Bedeutung „krebsartig, den
nen, bes. Kinder im Kreis herumfahren können
Krebs (als Krankheit) betreffend“, z.B. karzinologisch,
Karlvalkrol* [...v...] das; -s (Kunstw. aus fr. carvi „Küm
Karzinophobie. karlzilnolgen <zu (...gen): svw. kanze
mel“ (dies aus lat. carum) u. Î Akrolein): ein farbloses, all
rogen. Karlzilnolgen das; -s, -e: Substanz, Strahlung
mählich dunkler werdendes, flüssiges 1 Phenol, das in ei
o. Ä., von der eine Krebs erzeugende Wirkung ausgeht
nigen ätherischen Ölen vorkommt u. als Desinfektions
(Med.). Kar|zi|no|ge|ne|se die; -: Entstehung von
mittel u. Antiseptikum verwendet wird. Karlvon das; -s
Krebszellen (Med.). Kar|zi|no|id das; -[e]s, -e (zu
(zu î2...on): ein gelbliches, nach Kümmel riechendes, flüs
t...oid): 1. gutartige Schleimhautgeschwulst im Magensiges 1 Phenol, das in einigen ätherischen Ölen vorkommt
Darm-Bereich (Med.). 2. (abortiver Hautkrebs (Med.).
u. als Desinfektionsmittel u. Antiseptikum verwendet
Kar|zi|no|lolgi_e die; - (zu (...logie): Lehre von den Kreb
wird
sen (Zool.). kar|zi|no|lo|gisch (zu (...logisch): die KarKa|ry|a|ti|de die; -, -n (über /ɑt. Caryatides aus gleichbed.
zinologie betreffend (Zool.). Kar|zi|nom das; -s, -e (über
gr. Karyätides zum Ortsnamen Karÿai (Peloponnes); vgl.
lat. carcinoma aus gleichbed. gr. karkinöma): bösartige
...ide): (in der Architektur der Antike) weibliche Statue
Krebsgeschwulst, Krebs; Abk.: Ca. kar|zi|no|ma|tös
mit langem Gewand, die anstelle einer Säule das Gebälk
(zu t...ös): krebsartig, von Krebs befallen (Med.). Kar|zieines Bauwerks trägt; vgl. Atlant, Herme
nophobie die; -, ...ien (zu ( ...phobie (a)): übersteigerte,
karyo..., Kalrylo... (zu gr. käryon „Nuss, Kern“): Wort
zwanghafte Angst, an Krebs zu leiden (Psychol., Med.).
699
das; -s, -e (Kurzw. aus I Karzinom u.
ÎSarkom}-. Geschwulst aus karzinomatösem u. t sarkomatösem Gewebe (Med.).Kar|zi|no|se die; -, -n (zu tkarzino... u. t'...ose>: über den ganzen Körper verbreitete
Krebsbildung (Med.). Kar|zi|nos|ta|ti|kum* das; -s,
...ka (zu gr. statikós „zum Stillstand bringend“; vgl.
...ikum): Substanz, die wegen ihrer hemmenden Wirkung
auf das Wachstum u. die Vermehrung bes. von rasch
wachsenden Zellen in der Krebsbehandlung eingesetzt
wird (Med.). kar|zi|nos|taltisch*: das Krebswachstum
hemmend (von Medikamenten; Med.)
Kaisalba die; -, -s (aus dem Ägypt.): altes ägypt. Längen
maß (= 3,55 m)
Kalsach u. Kasak der; -[s]. -s (nach dem mittelasiatischen
Nomadenvolk der Kasachen): ein handgeknüpfter kauka
sischer Gebrauchsteppich mit fast ausschließlich geome
trischen Musterformen
Kaisack der; -s, -s, österr. die; -, -s (ausfr. casaque „Reise
rock, Damenmantel“, weitere Herkunft unsicher): drei
viertellange Damenbluse, die über Rock od. langer Hose
getragen wird
Kalsak vgl. Kasach
Ka sat schok* der; -s, -s (aus gleichbed. russ. kazacok zu
kazak „Kosak“): ein russischer Volkstanz
Kas|ba[h] die; -, Plur. -s od. Ksabi (aus arab. qasba „Stadt,
Dorf'): 1. Sultanschloss in Marokko. 2. arab. Viertel in
nordafrik. Städten
Kas|be|gu|ri z/er; - (aus gleichbed. georgisch kasbeguri):
ein georgischer Volkstanz
Kasch [auch kɛʃ] der: -s u. Kascha die; - (aus gleichbed.
russ. kasa): [Buchweizen]grütze
Käsch das; -[s], Plur. -[s] od. -e (aus tamil, käsu „kleine
Kupfermünze“, dies vermutlich aus sanskr. kärsä „ein Sil
ber- od. Goldgewicht“): ostasiatische, bes. chinesische
Nichtedelmetallmünze
Kalscha vgl. Kasch
Kalschan vgl. Keschan
Kalschellott der; -s, -e (über fr. cachalot aus gleichbed.
port. u. span, cachalote, wohl eigtl. „Großköpfiger“):
Pottwal
Kalschemlme die; -, -n (aus gaunerspr. katsima „Wirts
haus“, dies aus dem Slaw.): (abwertend) zweifelhaftes,
schlechtes Lokal mit fragwürdigen Gästen
Kalscheur [,,,'ʃo:e] der; -s, -e (zu Tkaschieren u. t...eur):
jmd., der plastische Teile der Bühnendekoration (mithilfe
von Holz, Pappe, Gips o. Ä.) herstellt (Berufsbez.;
Theat.). kalschielren (aus gleichbed. fr. cacher, dies
über altfr. cachier „bedecken, verstecken“ u. das Galloroman. zu lat. coactare „mit Gewalt zwingen, zusammen
drücken“): 1. so darstellen, verändern, dass eine positive
re Wirkung erzielt wird, bestimmte Mängel nicht erkenn
bar, nicht sichtbar werden; verhüllen, verbergen, verheim
lichen. 2. plastische Teile mithilfe von Leinwand, Papier u.
Leim od. Gips herstellen (Theat.). 3. [Bucheinbandjpappe
mit buntem od. bedrucktem Papier überkleben
(Druckw.). 4. zwei Gewebe mithilfe eines Klebstoffs mit
einander verbinden
Kalschilri das; - (aus dem Indian.): berauschendes Ge
tränk der Indianer, gewonnen aus den Wurzelknollen des
t Manioks
Kaschlmir der: -s, -e (nach der Landschaft am Himalaja):
feines Kammgarngewebe in Köper- od. Atlasbindung
(Webart)
Kalschollong der; -s, -s (aus gleichbed. fr. cacholong, dies
aus dem Tatar.) : ein Schmuckstein, Abart des ÎOpals ( 1 )
Kalschptt vgl. Cachot
Kalschulbe der; -n, -n (nach einem westslawischen Volks
stamm): (landsch.) bäurischer Mensch, Hinterwäldler
Kalschulnuss vgl. Cashewnuss
Karlzilnolsarlkom
Kaskadeur
das; -s (zu tkaschieren u. t...ur>:
Schmuckpapier zum Überkleben von Pappe, Karton usw.
Kaschverfahren das; -s, -: auf teilweiser Bildabde
ckung beruhendes Breitwandfilmverfahren
Kaiselin, ehern, fachspr. Casein [k...J das; -s (zu lat. caseus
„Käse“ u. T...in (1)): wichtigster Eiweißbestandteil der
Milch (Käsestoff). Ka|se|in|ma|lelrei die; -: seit dem
Mittelalter übliche Technik der Wandmalerei mit kasein
gebundenen Farben
Kalsel z/z’e; -, -n, auch Casula [k...] die; -, ...lae [...le] (aus
gleichbed. mlat. casula zu spätlat. easu(b)la „Kapuzen
mantel“, vgl. Chasuble): seidenes Messgewand, das über
den anderen Gewändern zu tragen ist. Ka|sel|kna|ben
die (Plur.): (veraltet) mit Kasein bekleidete Ministranten
Kalselmatlte die; -, -n (über fr. casemate aus ¿Z. casamatta
„Wallgewölbe“, dies wahrscheinlich zu mgr. chásma, Plur.
chäsmata „Spalte, Erdkluft“): 1. gegen feindlichen Beschuss gesicherter Raum in Festungen (Mil.). 2. durch
Panzerwände geschützter Geschützraum eines Kriegs
schiffes. kalselmatltielren (zu Î ...ieren): (veraltet) [eine
Festung, ein Schiff] mit Kasematten versehen
Ka|ser|ne die; -, -n (aus gleichbed. fr. caserne, dies über
mittelfr. caserne „Raum für vier Wachsoldaten“ aus altprovenzal. cazerna „Gruppe von vier Personen“, dies aus
lat. quaterni „je vier“ zu quat(t)uor „vier“): Gebäude zur
ortsfesten u. ständigen Unterbringung von Soldaten, einer
militärischen Einheit; Truppenunterkunft in Friedenszei
ten. Kalserlnelment [,.,'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. casernement): 1. Gesamtheit der zum Bereich einer
Kaserne gehörenden Gebäude. 2. (veraltet) das Kasernie
ren. kalserlnielren (aus gleichbed. fr. caserner): [Trup
pen] in Kasernen unterbringen. Ka|ser|nie|rung die; -,
-en (zu t,,,ierung): das Kasernieren
Kalsha® [..Ja] der; -[s], -s (wahrscheinlich eine entstellte
Wortbildung aus Kaschmir): weicher, dem ÎKaschmir
ähnlicher Kleiderstoff
Ka|si|as|ker der; -s, - (aus arab. Kadi ’1-askar „Heeresrichter“): seit etwa 1362 höchstes Richteramt in der Tür
kei (bis 1922)
Kalsilnist der; -en, -en (zu îKasino u. t...ist): (veraltet)
Mitglied eines t Kasinos (4).Kalsi|no u. Casino [k...] das;
-s, -s (aus it. casino „Gesellschaftshaus“, Verkleinerungs
form von casa „Haus, Hütte“, dies aus lat. casa): 1. Ge
bäude mit Räumen für gesellige Zusammenkünfte. 2.
Speiseraum, z.B. für Offiziere. 3. öffentliches Gebäude,
in dem Glücksspiele stattfinden; Spielkasino. 4. (veraltet)
Vereinshaus
Kaslkalde zZ/e; -, -n (über fr. cascade aus it. caseata „Was
serfall“ zu cascare „fallen“, dies über das Vulgärlat. aus
gleichbed. lat. cadere); 1. [künstlicher] stufenförmiger
Wasserfall. 2. wagemutiger Sprung in der Artistik (z.B.
Salto mortale). 3. Anordnung hintereinander geschalteter,
gleichartiger Geräte od. Einheiten (Techn.). 4. svw. Kas
kadenschaltung. Kas|ka|del|le z/ze; -, -n (aus gleichbed.
fr. cascatelle, eigtl. Verkleinerungsform von cascade, vgl.
Kaskade): (veraltet) kleiner Wasserfall. Kaslkaldenbatltelrie die; -, -n [,,,i:ən] (zu tKaskade): hintereinan
der geschaltete Batterien, die bes. für ÎKondensatoren
verwendet werden. Kas|ka|den|ge|ne|ra|tor der; -s,
-en: Gerät zur Erzeugung elektrischer Hochspannung
durch eine Reihenschaltung von Î Kondensatoren (1) u.
Gleichrichtern (Elektrot.).Kas|ka|den|ma|gen der; -s,
Plur. ...mägen, auch -: Magenform mit stufenförmigem
Übergang zwischen oberem u. unterem Magenabschnitt
(Med.). Kas|ka|den|sän|ge|rin die; -, -nen: (veraltet)
franz. Bänkelsängerin. Kas|ka|den|schalltung die; -,
-en: Reihenschaltung gleichgearteter Teile, z. B. Î Genera
toren (Elektrot.). Kaslkaldeur [...’dam] der: -s, -e (aus
gleichbed. fr. cascadeur): Artist, der Kaskaden (2) ausKa|schur|pa|pier
kaskadieren
700
des Geld, Barmittel. 3. Zahlungsraum, Bankschalter, an
führt. kas|ka|die|ren (zut Kaskade u. Î ...ieren): in einer
dem Geld aus- od. einbezahlt wird. 4. (ugs.) a) Kurzform
Kaskade (3) anordnen (Techn.)
für Sparkasse; b) Kurzform für Krankenkasse; vgl. Kas
Kaskarillrindez/ze, - (aus gleichbed. span, cascarilla zu
sa. Kaslsen|ob|lilgaltilo!nen die (Plur.): mittelfristige,
casca „(Gerber)rinde“): ein (angenehm riechendes) west
festverzinsliche Schuldverschreibungen
indisches Gewürz
Kaslkettifas; -s, -e (aus fr. casquette, Verkleinerungsform Kas|se|rol das; -s, -e (zu IKasserolle): (landsch.) svw.
Kasserolle. Kas|se|rol|le^e, -, -n (aus gleichbed. fr. casvon casque „Helm“, dies aus span, casco, vgl. ‘Kasko):
serolle zu nordfr. mdal. casse „Pfanne“ aus vulgärlat. cat(veraltet) einfacher Visierhelm, leichter Lederhelm
tia „Kelle, Schöpflöffel“): flacher Topf mit Stiel od. Hen
1Kas|ko der; -s, -s (zu span, casco „Schiffsrumpf“, eigtl.
keln zum Kochen u. Schmoren
„Scherbe, abgebrochenes Stück“, auch „Schädel, Kopf,
Helm“, zu cascar „zerbrechen“, dies über das Vulgärlat. Kaslsetlte <fie; -, -n (aus fr. cassette, it. cassetta „Käst
chen“, Verkleinerungsform von cassa, vgl. Kassa): 1. ver
aus lat. quatere „schütteln, erschüttern“): 1. Schiffs
schließbares Holz- od. Metallkästchen zur Aufbewahrung
rumpf. 2. Fahrzeug (im Unterschied zur Ladung). 3.
von Geld u. Wertsachen. 2. flache, feste Schutzhülle für
Spielart des TLombers. 2Kas ko die; -, -s (zu t'Kasko):
Bücher, Schallplatten o.Ä. 3. lichtundurchlässiger Behäl
Kurzform von Î Kaskoversicherung
ter in einem Fotoapparat od. in einer Kamera, in den der
Kas|ko|de<7ie; -, -n (Kunstw.): Verstärkerschaltung mittels
Film od. die Fotoplatte eingelegt wird (Fotogr.). 4. vertief
zweier Trioden od. Transistoren, die für die Verstärkung
tes Feld [in der Zimmerdecke] (Archit.). 5. Magnetband u.
hochfrequenter Wechselströme (z.B. beim Fernsehemp
zwei kleine Spulen, die fest in ein kleines, flaches, recht
fang) geeignet ist (Elektrot.)
eckiges Gehäuse aus Kunststoff eingebaut sind. KaslsetKasikolvetjsilchelrung die; -, -en (zu t'Kasko): Versi
tenldeck das; -s, -s: Teil einer Stereoanlage, mit dem
cherung gegen Schäden an Beförderungsmitteln des Ver
Kassetten (5) abgespielt od. bespielt werden können.
sicherungsnehmers
Kaslsetltenldeickez/ie; -, -n: in Kassetten (4) aufgeteil
Kaslna die; - (aus gleichbed, russ. kazna): (veraltet) 1.
te Zimmerdecke. Kas|set|ten|film der; -[e]s, -e: in spe
Staatsschatz, Kronkasse. 2. Fiskus. Kaslnaltschej der;
-, -s (aus gleichbed. russ. kaznacej): (veraltet) Schatzmeis
ziellen Kassetten untergebrachter Kleinbild- od. Schmal
ter, Kassenverwalter, Zahlmeister
film für Amateurkameras, der samt Kassette (3) nur in die
KaslsaÄe; -, Kassen (aus gleichbed. it. cassa, eigtl. „Be
Kamera eingelegt, nicht aber in den Transportmechanis
hältnis“, dies aus lat. capsa „Behältnis, Kasten (für Bü
mus eingefädelt zu werden braucht. Kaslsetltenjkopf
cherrollen)“): (österr.) Kasse; vgl. per cassa. Kaslsader; -[e]s, ...köpfe: Gefechtskopf zur Aufnahme mehrerer
buchdas; -[e]s, ...bûcher: (österr.) Kassenbuch. Kas|saEinzelsprengköpfe(Milit). Kas|set|ten|re|kor|der^er,
gelschäftAzs; -s, -e: Geschäft, das sofort od. kurzfristig
-s, -: Tonbandgerät, bei dem für Aufnahme u. Wiedergabe
erfüllt werden soll (bes. im Börsenverkehr). Kaslsalkurs
Kassetten (5) verwendet werden, kasjsetltielren (zu
der; -es, -e : Kurs der Îper cassa gehandelten Wertpapiere
t...ieren): die Decke eines Raums mit Kassetten (4) verse
an der Börse
hen, täfeln. Kas|set|tie|rung die; -, -en (zu t...ierung):
Kas|san|dra*<V/e; -, ...dren (aus gr. Kas(s)ándra, nach der
das Kassettieren. Kas|set!to!ne¿fe; -, -n (aus gleichbed.
Seherin Kassandra, der Tochter des trojanischen Königs
it. cassettone, eigtl. Vergrößerungsform von cassetta, vgl.
Priamos in der griech. Sage) : weibliche Person, die gegen
Kassette): (veraltet) 1. Truhe, Kommode. 2. svw. Kasset
über etwas Bevorstehendem eine pessimistische Grund
tendecke
haltung zeigt u. davor warnt. Kas|san|dra|ruf der; -[e]s, Kaslsia u. Kassie [...io] die; -, ...ien [...ion] (über lat.
-e: Unheil kündende Warnung
eas(s)ia aus gleichbed. gr. kasia, dies aus dem Semit.): in
Kasfsalpreisr/er; -es, -e (zu ÎKassa): (österr.) an der Kas
wärmeren Gebieten wachsende Bäume, Sträucher od.
se, Börse o.Ä. bezahlter Preis
Kräuter mit paarig gefiederten Blättern (die getrocknet
’Kasjsaltilon die; -, -en (aus mlat. cassatio „Ungültig
als Abführmittel verwendet werden; vgl. Sennesblätter) u.
keitserklärung), Abschaffung“ zu spätlat. cassare, vgl.
gelben Blüten. Kaslsialöldav; -[e]s: aus Teilen des Zimt
kassieren): 1. Ungültigkeitserklärung (von Urkunden). 2.
baumes gewonnenes ätherisches Öl, das als Gewürz u. zur
Aufhebung eines Gerichtsurteils durch die nächsthöhere
Seifenherstellung verwendet wird
Instanz. 3. (veraltet) bedingungslose Entlassung aus dem Kaslsilberder; -s, - (über gaunerspr. kassiwe „Brief, Aus
Militärdienst od. aus dem Beamtenverhältnis; vgl. ...atiweis“ aus jidd. kessaw, Plur. kessowim „Brief, Geschrie
on/...ierung
benes“, dies aus hebr. ketuvim (Plur.) „Schriften“ zukätav
2Kaslsa|ti|gn<#e; -, -en (Herkunft unsicher, vielleicht zu it.
„schreiben“): (Gaunerspr.) heimliches Schreiben od. un
cassazione „Aufhebung“): ein mehrsätziges Tonwerk für
erlaubte schriftliche Mitteilung eines Häftlings an einen
mehrere Instrumente in der Musik des 18. Jh.s
anderen od. an Außenstehende, kaslsijbern: einen Kas
Kas|sa|ti|ons|hof der; -[e]s, ...höfe (zu Î'Kassation): der
siber abfassen
oberste Gerichtshof in manchen Ländern (z.B. Belgien, Kaslsilde die; -, -n (aus arab. qasida „Lobgedicht“): eine
Frankreich). Kaslsa|ti|ons|pro|zess¿fo, -es, -e: (veral
arab. Gedichtgattung
tet) Rechtsverhandlung über die Entlassung eines Beam Kasisie [...io] vgl. Kassia
ten. kaslsa tolrisch (zu t...orisch): eine Ungültigkeits Kaslsierder; -s, -e (aus gleichbed. it. cassiere zu cassa, vgl.
erklärung betreffend; kassatorische Klausel: a) Vertrags
Kassa): (österr., Schweiz., südd.) svw. Kassierer
klausel, die das Recht des Gläubigers, vom Vertrag ’kas|sie|ren (für älter einkassieren, Lehnübersetzung von
zurückzutreten, für den Fall gewährleistet, dass der
it. incassare, vgl. Inkasso): 1. Geld einnehmen, einziehen,
Schuldner seine Verbindlichkeiten nicht erfüllt (Rechtsw.) ;
einsammeln. 2. (ugs.) a) etwas an sich nehmen; b) etwas
b) die Vereinbarung der Fälligkeit der Gesamtschuld bei
hinnehmen; c) jmdn. gefangen nehmen
teilweisem Verzug (z. B. bei Teilzahlungsgeschäften)
2kas|sie|ren (aus spätlat. cassare „aufheben, annullieren“
Kasisalwa die; -, -s (über span, cacabe aus gleichbed. Tai
zu cassus „leer, nichtig“): a) jmdn. seines Amtes enthe
no (einer Indianersprache der Karibik) caçâbi): svw. Ma
ben, jmdn. aus seinem Dienst entlassen; b) etwas für un
niok
gültig erklären, ein Gerichtsurteil aufheben
i<as|sa|zah|lung die; -, -en (zu ÎKassa): Barzahlung. Kaslsielrer der; -s, - (zu t'kassieren): Angestellter eines
Kaslsedz'e; -, -n: 1. verschließbarer Behälter zur Aufbe
Unternehmens od. Vereins, der die Kasse führt. Kaslsiewahrung von Geld. 2. (ohne Plur.) zur Verfügung stehen
relirir» die; -, -nen: weibliche Form zu tKassierer. Kas-
701
Kasuist
südd.) svw. Kassie
Wort zurechtweisen, tadeln, züchtigen“): (veraltet) züch
t,,,ierung): 1. svw.
tigen
'Kassation. 2. das Einziehen von Geldbeträgen; vgl. ...ati- Kasltiltät die; - (aus gleichbed. lat. castitas, Gen. castita
on/...ierung
tis): (veraltet) [sittliche] Reinheit, [sexuelle] Enthaltsam
Kaslsilnett vgl. Cassinet
keit
Kassiolpeium vgl. Cassiopeium
Kasltilze vgl. Castize
Kaslsiltelrit [auch ...rit] der; -s, -e <zu gr. kassiteros Kas tor der; -[s] (nach lat. castor „Biber“, dies aus gleich
„Zinn“ u. t2...it> : Zinnstein, wichtiges Zinkerz
bed. gr. kästör, wohl wegen der Ähnlichkeit mit dem Bi
Kas|so|na|de die; - (aus gleichbed./r. cassonade zu casser
berfell): weiches, langhaariges, aus hochwertiger Wolle
„(zer)brechen, entzweischlagen“, dies aus lat. quassare
gewebtes Tuch. Kasltolrilne die; - (aus gleichbed./r. cas„zerschlagen; schütteln, beschädigen“): Rohzucker
torine zu castoréum „Bibergeil“, dies aus lat. castoreum,
Kas|ta|gnet|te* [,,,tanjɛtə] die; -, -n (aus gleichbed. span.
vgl. Castoreum); I. svw. Castoreum. 2. ein leichter Woll
castañeta, Verkleinerungsform von castaña „Kastanie“,
stoff. Kasltorlöl das; -[e]s (Lehnübersetzung von engl.
wohl nach der Ähnlichkeit): kleines Rhythmusinstrument
castor oil, nach dem in der Heilkunde oft verwendeten
aus zwei ausgehöhlten Hartholzschälchen, die durch ein
Duftstoff der Duftdrüsen des Bibers): Handelsbezeich
über den Daumen od. die Mittelhand gestreiftes Band ge
nung für Rizinusöl
halten u. mit den Fingern gegeneinander geschlagen wer Kasltor und Polllux (nach den Zwillingsbrüdern der
den
griech. Sage): (scherzh.) zwei eng befreundete [jüngere]
kasltallisch (nach der griech. Nymphe Kastali): in der
Männer;wie Kastor und Pollux sein: (veraltend; von Män
Fügung kastalische Quelle: (bes. in hellenistischer Zeit)
nern) eng befreundet, unzertrennlich sein
Sinnbild für dichterische Begeisterung
Kasltrat* der; -en, -en (aus gleichbed. it. castrato zu castra
Kasltalnie [,,,iə] die; -, -n (über lat. castanea „Kastanie“
re, dies aus lat. castrare, vgl. kastrieren): 1. Person, der
ausgr. (kárya) kastáneia „Früchte des Kastanienbaumes“
die Keimdrüsen (Hoden bzw. Eierstöcke) entfernt od.
zu kástanon „Kastanienbaum“, weitere Herkunft unge
ausgeschaltet wurden. 2. in der Jugend entmannter, daher
klärt): 1. ein Laubbaum mit essbaren Früchten (Edelkas
mit Knabenstimme, aber großem u. beweglichem Stimm
tanie). 2. ein Laubbaum, dessen Früchte zu Futterzwe
apparat singender Bühnensänger (17. u. 18. Jh.). Kasltracken verwendet werden (Rosskastanie). 3. die Frucht von
tilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. castratio): 1. Ausschal
Edel- u. Rosskastanie. 4. Wulst von Haaren an den Hin
tung od. Entfernung der Keimdrüsen (Hoden od. Eierstö
terläufen des Wildes (Jägerspr.). 5. hornige, haarfreie
cke) bei Menschen u. Tieren; Verschneidung; chemische
Schwiele an den Beinen bei Pferden, Eseln u. Zebras
Kastration: Ausschaltung des Geschlechtstriebs durch In
Kaslte die; -, -n (über fr. caste „streng abgeschlossener
jektion bestimmter, den Geschlechtstrieb hemmender
Stand innerhalb der hinduistischen Rangordnung“ aus
Präparate. 2. das Entfernen der Staubblätter bei Pflanzen
(aus züchterischen Gründen); vgl. ...ation/...ierung.Kasgleichbed. port, casta, eigtl. „Art, Rasse, Geschlecht“,
tratilonsangst die; -, ...ängste: in der Kindheit durch
weitere Herkunft unsicher): 1. a) Gruppe innerhalb der
hinduistischen Gesellschaftsordnung; b) (abwertend) sich
den Vergleich zwischen Jungen u. Mädchen auftretende
Angst, das Geschlechtsorgan zu verlieren (Psychol.).
gegenüber anderen Gruppen streng absondernde Gesell
Kasltraltilonslkomlplex der; -es, -e: Gesamtheit der
schaftsschicht (deren Angehörige ein übertriebenes Standesbewusstsein pflegen). 2. bei Staaten bildenden Insek
Fantasien u. Ängste, die sich um den Begriff der Kastra
tion (1) gruppieren (Psychol.), kasltrielren (aus gleich
ten (z. B. Bienen, Ameisen) im Rahmen einer bestimmten
Arbeitsteilung existierende Gruppe von Individuen mit
bed. lat. castrare): 1. eine Kastration vornehmen. 2. (ugs.
scherzh.) bestimmter gefährlicher, unerwünschter o. ä.
bestimmten Aufgaben u. entsprechend vorhandenen od.
[Bestandteile Wirkstoffe berauben u. damit harmlos od.
besonders ausgebildeten Organen
wirkungslos machen;kastrierte Ausgabe: svw. Editio cas
Kasltell das; -s, -e (aus lat. castellum „Festung“, Verklei
tigata. Kasitrierlte die; -n, -n (vgl. ...iert): (ugs. scherzh.)
nerungsform von castrum „befestigtes Lager“): 1. a) klei
Filterzigarette. Kasitrielrung die; -, -en (zu f...ierung):
nes, befestigtes altröm. Truppenlager an der Grenze; b)
(selten) svw. Kastration; vgl. ...ation/...ierung
Burg, Schloss. 2. (veraltet) Aufbau auf dem Vorder- und
Hinterdeck eines Kriegsschiffes. Kasltelllan der; -s, -e kalsulal (aus gleichbed. spätlat. casualis); (veraltet) zufäl
lig, nicht voraussehbar; vgl. ...al/...eil. Kalsulallilen
(aus mlat. castellanus „Burgvogt“ zu lat. castellanus
[...ion] die (Plur.) (aus gleichbed. spätlat. casualia, eigtl.
„Kastellbewohner“, eigtl. „zum Kastell gehörig“): 1.
„Zufälligkeiten“, Neutrum Plur. von casualis, vgl. kasuBurg-, Schlossvogt. 2. Aufsichtsbeamter in Schlössern u.
al): 1. [Vergütung für] geistliche Amtshandlungen aus be
öffentlichen Gebäuden. Kasltelllalnei die; -, -en:
sonderem Anlass (Taufe, Trauung u.a.); vgl. StolgebühSchlossverwaltung. Kasltelllaltilon die: -, -en (zu t ...atiren. 2. (veraltet) nicht vorhersehbare Ereignisse, Zufällig
on): (veraltet) Ausbau, Befestigung eines Schlosses, Ge
keiten. Ka|su|a|lis|mus der; - (zu î...ismus (l)): [altbäudes zum Kastell (1)
griech.] philos. Lehre, nach der die Welt durch Zufall
Kastengeist der; -[e]s (Lehnübersetzung von fr. esprit de
entstanden sei u. sich zufällig entwickelt habe (Philos.).
caste, vgl. Kaste): (abwertend) vorurteilsvolle, engstirni
Kalsulalliltät die; - (aus gleichbed. mlat. casualitas, Gen.
ge Haltung dessen, der sich einer bestimmten gehobenen
casualitatis): (veraltet) Zufälligkeit
Gesellschaftsschicht zugehörig fühlt
Kas|ti|fi|ka|tilon die; - (aus gleichbed. lat. castificatio zu Kalsular der; -s, -e (über niederl. casuaris aus gleichbed.
malai. kasuwäri, kesuari): flugunfähiger Straußenvogel
castificare, vgl. kastifizieren): (veraltet) Reinigung von
Australiens. Ka|su|a|ri|na u. Kalsu|a|ri|ne dz'e;-, ...nen
Sünden. kas|ti|filzie|ren (aus gleichbed. lat. castificare
(zu indones, (pohon) kesuari „Kasuar(baum)“, nach der
zu castus „rein; fromm“ u. facere „machen“): (veraltet)
Ähnlichkeit der Zweige mit den Federn des Kasuars):
(von Sünden) reinigen
Baum od. Strauch Indonesiens u. Australiens mit federar
Kas|ti|ga|ti|on die; -, -en (aus lat. castigatio „Zurechtwei
tigen Zweigen, der Hartholz u. Gerbrinde liefert
sung, Bestrafung“ zu castigare, vgl. kastigieren): (veral
tet) Züchtigung. Kasltilgaltor der; -s, ...oren (aus lat. kalsulell (aus gleichbed./r. casuel, dies aus spätlat. casua
lis, vgl. kasual): zufällig, den Kasus (1) betreffend; vgl.
castigator „Tadler, Züchtiger“): Korrektor in der Früh
...al/...ell.Kalsu|ist der; -en, -en (zu ÎKasus (1) u. T ...ist):
zeit des Buchdrucks, kasltilgaltolrisch: (veraltet) züch
1. Vertreter der Kasuistik. 2. jmd., der spitzfindig argu
tigend. kasltilgielren (aus lat. castigare „durch Tat od.
sielrin die: -, -nen: (österr., Schweiz.,
rerin. Kaslsielrung die; -, -en <zu
K
Kasuistik
mentiert; Wortverdreher, Haarspalter. Ka|suiis|tiki/ze; (zu T ...istik): 1. Teil der Sittenlehre, der für mögliche Fälle
des praktischen Lebens im Voraus anhand eines Systems
von Geboten das rechte Verhalten bestimmt (bei den Stoi
kern u. in der kath. Moraltheologie). 2. Versuch u. Metho
de einer Rechtsfindung, die nicht von allgemeinen, umfas
senden, sondern spezifischen, für möglichst viele Einzel
fälle gesetzlich geregelten Tatbeständen ausgeht
(Rechtsw.). 3. Beschreibung von Krankheitsfällen (Med.).
4. Wortverdreherei, Haarspalterei, kalsulisltisch (zu
t...istisch): 1. Grundsätze bzw. Methoden der Kasuistik
(1, 2) befolgend. 2. spitzfindig [argumentierend], haar
spalterisch. Kalsusrfer; -, - [,,,zu:s] (aus gleichbed. lat. ca
sus zu cadere „fallen“, Bed. 2 zu lat. casus, Lehnbedeu
tung von gr. ptösis „Kasus, Fall“ zu piptein „fallen“): 1.
Fall, Vorkommnis. 2. Fall, Beugungsfall (z.B. Dativ, Ak
kusativ; Sprachw.); vgl. Casus. Kalsuslgramlmaltik
die; grammatische Theorie, die den einfachen Satz als
eine Verbindung von Verb u. einer od. mehreren tNominalphrasen interpretiert, von denen jede aufgrund be
stimmter Relationen zwischen den Kasus an das Verb ge
bunden ist (Sprachw.). Ka|suslsyn|kre|tis|mus* der; -:
Zusammenfall zweier od. mehrerer Fälle (Kasus) in einer
Form, z.B. Patienten (Gen., Dat., Akk. Sing. u. in allen
Fällen des Plurals; Sprachw.)
’Kat das; -s (aus arab. qät): aus den Blättern des TKathstrauches gewonnenes Rauschgift
2Kat der; -s, -s: 1. Kurzform von ÎKatalysator (2). 2. Kurz
form von Î Katalysatorauto
kat..., Kat... vgl. kata..., Kata...
Kalta das; -[s] (aus jap. kata „Form, Gestalt“): stilisierte
Form der Vorführungstechnik von Übungen mit u. ohne
Partner (Budo)
kalta..., Kalta..., vor Vokalen u. vor h kat..., Kat... (aus
gleichbed. gr. katá): Präfix mit der Bedeutung „von - he
rab, abwärts; gegen; über- hin; gänzlich“ u. a., z. B. kata
strophal, katholisch, Kathode
Kaltalbalsis die; - (aus gr. katäbasis „das Hinunter-, Hi
nabsteigen“ zu katabainein „hinabsteigen“): a) der Gang
eines Gottes od. Heroen in das Reich der Toten (bes. in
der griech. Mythologie); b) Fahrt des Helden in die Un
terwelt (fester Bestandteil zahlreicher vorderasiatischer u.
europäischer Heldensagen), kaltaIbaltisch (aus gr. katabatós „abschüssig“): absteigend, abfallend (von Win
den; Meteor.); Ggs. tanabatisch
Katabiose i/ze; -, -n (zu tkata... u. gr. bios „Leben“):
Verbrauch lebender Substanz im Rahmen des physiologi
schen Untergangs der Zellen (Biol.)
KaltaIblem* das; -s, -e (aus gr. katábléma „das Herabge
worfene, Niedergelassene; Theatervorhang; Überwurf“
zu katabällein „hinabwerfen“): (veraltet) eine Art Binde
(Med.), kaltalbol (zu gr. katabällein „verringern“; vgl.
Katablem u. Katabolie): den Abbaustoffwechsel betref
fend (Biol., Med.); vgl. ...isch/-. KaltalbolliecZze; - (zugr.
katabolë „das Niederwerfen“ u. î2...ie): svw. Katabolis
mus. kaltalbollisch vgl. katabol. Ka ta bollis mus
der; - (zu t ...ismus (3)> : Abbau der Stoffe im Körper durch
den Stoffwechsel; Ggs. ÎAnabolismus
Kaltalbolthre* vgl. Katavothre
Kaltalchrelse* [...ç...] u. Katachresis die; -, ...chresen
(aus gleichbed. gr. katächrcsis, eigtl. „Missbrauch“): 1.
verblasste Bildlichkeit, gelöschte tMetapher (z.B. Bein
des Tisches; Rhet., Stilk.). 2. Bildbruch, d.h. Vermengung
von nicht zusammengehörenden ÎMetaphern (z.B.: Das
schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht; Rhet., Stilk.).
ka|ta|chres|tisch (zu gr. katachrêstikôs „uneigent
lich“): in Form einer Katachrese
Katadidymus der: -, ...mi (zu tkata... u. gr. didymos
„doppelt: Zwilling“): Fehlbildung mit Verdoppelung des
702
Kopfendes u. mit zum Unterkörper hin stetig schwächer
werdender Ausprägung der Verdoppelung (Med.)
Ka|ta|di|op|trik* die; - (zu tkata... u. tDioptrik): Lehre
von der Brechung u. Spiegelung des Lichts
Katadrome* die (Plur.) (aus gr. katädromoi (ichthyes)
„(Fische,) die aus den Flüssen in das Meer hinabziehen“):
wandernde Wassertiere, die im Meer geboren sind, den
größten Teil ihres Lebens im Süßwasser leben u. zur Fort
pflanzung wieder ins Meer gehen (z. B. Aale)
Kaltaldynlverlfahlren das; -s (zu gr. katadÿein „unter
tauchen“): Wasserentkeimung mithilfe fein verteilten Sil
bers
Kaitalfalk der; -s, -e (über fr. catafalque aus gleichbed. it.
catafalco, dies wohl über das Vulgärlat. zu lat. catasta
„Schaugerüst“ u. fala „hohes Gerüst“): schwarz verhäng
tes Gestell, auf dem der Sarg während der Trauerfeierlich
keit steht
Kaltalkalna cZas; -[s] od. die; - (aus gleichbed. jap. kata-kana, dies zu kata „Form, Gestalt“ u. kana „Silbenschrift“):
japan. Silbenschrift, die auf bestimmte Anwendungsberei
che (Fremdwörter, fremde Namen) begrenzt ist; vgl. Hi
ragana
Kaltalkausltik rfze; - (zu gr. katäkausis „das Verbrennen“,
dies zu katakaiein „verbrennen“, vgl. 2...ik (2)>: die beim
Einfall von parallelem Licht auf einen Hohlspiegel entste
hende Brennfläche, die im Idealfall ein Brennpunkt ist
(Optik). ka|ta|kaus|tisch (zu gr. kaustikós „brennend“,
vgl. kaustisch): einbrennend; katakaustische Fläche:
Brennfläche eines Hohlspiegels (Optik)
Kaltalklalse* die; -, -n (aus gr. katäklasis „das Zerbrechen,
der Bruch“ zu kataklän „(zer)brechen“): das Zerbrechen
u. Zerreiben einzelner Mineralkomponenten eines Ge
steins durch Îtektonische Kräfte (Geol.). Kaltalklalsit
[auch .. ,'zit] der; -s, -e <zut2...it): durch Kataklase entstan
denes Gestein. Kaltalklaslstrukltur die; -, -en: kataklastische ÎStruktur (1) eines Gesteins (Geol.). kaltaklasltisch: die Kataklase betreffend
Kaltalklyslma* das; -s, ...men (ausgleichbed.gr. katäklysma zu kataklÿzein „überschwemmen, bespülen“): (veral
tet) svw. Klistier. Kalta|klys|men|the|o|rie die; - (zu
tKataklysmus): geologische Theorie, die die Unterschie
de der Tier- u. Pflanzenwelt der verschiedenen Erdzeital
ter als Folge von Vernichtung u. Neuschöpfung erklärt
(Geol.). Ka|talklyslmo|lo|gie die; - (zu t...logie): Ge
schichte der Erdkatastrophen. Ka|ta|klys|mus der; -,
...men (über lat. cataclysmus aus gr. kataklysmós „Über
schwemmung“): erdgeschichtliche Katastrophe; plötzli
che Vernichtung, Zerstörung (Geol.). kaltalkiysltisch:
den Kataklysmus betreffend; vernichtend, zerstörend
Ka|ta|kom|be die; -, -n (meist Plur.) (über it. catacomba
„Grabgewölbe“ aus gleichbed. kirchenlat. catacumba,
dies aus spätlat. catacumbae (Plur.) „Gegend zwischen
dem 2. u. 3. Meilenstein der Via Appia“, weitere Herkunft
unsicher): (in frühchristlicher Zeit) unterirdische Anlage
zur Beisetzung von Toten
kaltalkrot* (zu gr. katäkrotos „geräuschvoll“): mehrgipflig (vom Pulsschlag; Med.). Kaltalkroltie die; - (zu
t2...ie): anormale Mehrgipfligkeit des Pulsschlags (Med.)
Katlakusltik* die; - (zu tkata... u. Î Akustik): Lehre vom
Î Echo (1)
Ra tal das; -s (Kunstw. zu ÎKatalyse): Maßeinheit der En
zymaktivität, katalytisch wirkende Menge eines Katalysa
tors (1) od. Enzyms, die in einer Sekunde die Umwand
lung von einem Mol Substrat bewirkt (Chem.); Zeichen
kat. Kaltallalse die; -, -n (zu gr. katälysis „Auflösung,
Zerstörung“ u. î ...ase): ein TEnzym, das das Zellgift Was
serstoffperoxid durch Spaltung in Wasser u. Sauerstoff
unschädlich macht (Biochem.)
Ka tallek ten die (Plur.) (zu tkatalektisch): (veraltet)
703
TFragmente alter Werke, kaltallekltisch (über lat. cata
lecticus aus gleichbed. gr. katalëktikôs, eigtl. „aufhö
rend“, zu katalégein „aufhören, enden“): mit einem un
vollständigen Versfuß endend (von Versen; antike Met
rik); vgl. akatalektisch, brachy-, hyperkatalektisch
Ka ta lep sie die; -, ...jen (über spätlat. catalepsis aus gr.
katálepsis „das Fassen, Ergreifen; Krankheitsanfall“):
Starrkrampf der Muskeln (Med.), kaltallepltilfprm (zu
Îkataleptisch u. t...form): der Katalepsie ähnlich (Med.),
kaltallepltisch (über spätlat. catalepticus aus gr. katalêptôs „von Krämpfen befallen“, eigtl. „zu ergreifen, zu
begreifen“): von Muskelstarre befallen; kataleptisclie To
tenstarre: seltene Art der Totenstarre bereits bei Eintritt
des Todes
Kaltallelxe u. Ka ta le xis die; -, ...lexen (über lat. catalexis aus gr. katálexis „Kürzung“, eigtl. „das Aufhören“;
vgl. katalektisch): Unvollständigkeit des letzten Versfußes
(antike Metrik)
Kaltallog der: -[e]s, -e (über to. catalogus ausgr. katálogos
„Aufzählung, Verzeichnis“ zu katalégein „aufzählen, in
Listen eintragen“): 1. (ein nach einem bestimmten System
angelegtes) Verzeichnis, z. B. für Bücher, für eine Ausstel
lung. 2. Verzeichnis, Aufzählung aller in einem bestimm
ten Bereich vorkommenden Erscheinungen u. Vorfälle,
Register (z.B. Sternkatalog), kaltallolgilsielren (zu
T...isieren): a) zu einem Katalog zusammenstellen; b) in
einen Katalog aufnehmen. Kalta lolgilsielrung die; -,
-en (zu t...isierung); das Katalogisieren, das Katalogi
siertwerden
Kaltallpa u. Ka tal pe die; -, ...pen (aus gleichbed. nlat.
catalpa, dies aus dem Indian.): ein Zierstrauch mit kasta
nienähnlichen Blättern (Trompetenbaum; Bot.)
Ka|ta|ly|saltor der; -s, ...oren (zu tKatalyse u. Î ...ator): 1.
Stoff, der durch seine Anwesenheit ehern. Reaktionen her
beiführt od. in ihrem Verlauf beeinflusst, selbst aber un
verändert bleibt (Chem.). 2. Vorrichtung in Kraftfahrzeu
gen, mit deren Hilfe das Abgas von umweltschädlichen
Stoffen gereinigt wird. 3. Person od. Sache, die einen Vor
gang, ein Ereignis beschleunigt od. zum Ausbruch bringt.
Kaltallylsaltorlaulto das; -s, -s: mit einem t Katalysator
(2) ausgestatteter Pkw. Ka|ta|ly|se die; -, -n (unter Ein
fluss von gleichbed. engl. catalysis aus gr. katálysis „Auf
lösung, Zerstörung“ zukatalÿein, vgl. katalysieren): Her
beiführung, Beschleunigung od. Verlangsamung einer
Stoffumsetzung durch einen Katalysator (Chem.). kaltalyl sie Iren (zugr. katalÿein „auflösen, zerstören“ u. t...ieren, vgl. Katalyse): 1. eine chem. Reaktion durch einen
Katalysator herbeiführen, verlangsamen od. beschleuni
gen. 2. (eine Sache) beschleunigen, zum Ausbruch brin
gen. kaltallyltisch (aus gr. katalytikös „geeignet, etwas
aufzulösen od. zu zerstören“): 1. durch eine Katalyse od.
einen t Katalysator (1) bewirkt. 2. beschleunigend. Kaltalytlofen der; -s, ...Öfen: kleiner Sicherheitsofen für feuer
gefährdete Räume (Garagen usw.), in dem Benzin od. Öl
katalytisch ohne Flamme verbrannt wird
Kaltalmalran der, auch das; -s, -e (über engl. catamaran
„Auslegerboot, Floß“ aus tamil, kattumaram, dies zu kattu „binden“ u. maram „Baumstamm“): a) schnelles, offe
nes Segelboot mit Doppelrumpf; b) Boot mit doppeltem
Rumpf
kaltalmelnilal (zu tKatamenien u. T '...al (1)>: die Menst
ruation betreffend. Kaltalmelnilen [...ian] die (Plur.)
(aus gleichbed. gr. katamênia (Plur.), eigtl. „das Monatli
che“, zu katamënios „monatlich“): svw. Menstruation
Kaltamlnelse* die; -, -n (zu gr. katá „gänzlich“ u. mnêsis
„das Erinnern“, Analogiebildung zu ÎAnamnese): ab
schließender Krankenbericht des behandelnden Arztes
über einen Patienten (Med.), kaltamlnesltisch: die Katamnese betreffend, mit ihr zusammenhängend
Katarakt
Ka|talpas|ma das;
-, ...men (aus gleichbed. gr. katápasma,
eigtl. „das Aufgestreute“, zu katapássein „bestreuen“):
(veraltet) Wundpuder
Ka|ta|pha|sie die; - (zu tkata..., gr. phásis „Sprache; Re
de" u. t2...ie>: Sprachstörung mit mechanischer Wieder
holung der gleichen Wörter od. Sätze (Med.)
Kaltalpher die; -, -n (aus gr. kataphorá „das Herabtragen,
das Niederfallen“, vgl. Kataphora): Ausdruck, der sich
auf nachfolgende Ausdrücke im Text bezieht (z.B. in
Form eines Pronomens: Er erwachte; Karl hatte schlecht
geschlafen; Sprachw.); Ggs. Î Anapher (2). Kalta pholra
die; - (aus gr. kataphorá, eigtl. „das, wo hinein man fällt,
das Herunterfallen“, zu kataphorem „herabbewegen, he
runterfallen“): (veraltet) todesähnlicher Schlaf, Schlaf
sucht. Kaltalpholrelserto; -, -n (zu gr. kataphorem „he
rabbewegen“ u. t,,,ese): TElektrophorese positiv gelade
ner Teilchen in Richtung der tKathode. Kaltalpholrie
die; -, ...ien (zu T2...ie>: Form der ÎHeterophorie, bei der
beide Augenachsen von der Normallage nach unten ab
weichen (Med.). ka|ta|pho|risch: 1. vorausweisend (von
sprachlichen Formen); Ggs. tanaphorisch (Rhet., Stilk.).
2. (veraltet) von Schlafsucht befallen, in todesähnlichen
Schlaf verfallen. Kalta|pho|rit [auch ... rit] der; -s, -e (zu
T2...it>: ein Mineral, titanreiche Hornblende
Kaltalphrakt* der; -en, -en (aus gleichbed. lat. cataph
ractes, dies aus gr. kataphraktës „Panzer“ zu katáphraktos „gepanzert“): schwer gepanzerter Reiter auf gepan
zertem Pferd in den Reiterheeren der Antike
Ka ta pla sie* die; -, ...ien (zu tkata..., gr. plássein „bil
den, formen“ u. t2...ie): rückläufige Umbildung eines
Körpergewebes unter gleichzeitiger Herabsetzung der
Differenzierung (Med.). Ka|ta|plas|ma das; -s, ...men
(aus gleichbed. lat. cataplasma, dies aus gr. katáplasma
„Aufgestrichenes, Salbe; Pflaster“ zu kataplässein „be
streichen, beschmieren“): heißer Breiumschlag zur
Schmerzlinderung [bei tKoliken] (Med.), kaltalplasmielren (zu Î..deren): einen heißen Breiumschlag anle
gen (Med.)
kaltalplekltisch* (aus gr. kataplektikös „erschreckend,
erschütternd“ zu kataplëssein „bestürzt machen“): vor
Schreck starr, gelähmt (Med.). Kaltalplelxie die; -, ...ien
(zu gr. katáplexis „Niedergeschlagenheit, Verwunderung,
Bestürzung“ u. t2...ie): [mit körperlichem Zusammensinken verbundene] Schrecklähmung, Schreckstarre (Med.)
Kaltalpollis die; -, ...polen (aus gr. káto polis, eigtl. „die
tiefer gelegenen Stadtteile“): Unterstadt altgriech. Städte,
bes. von Athen
Ka|ta|pon|tis|mus <fer; - (aus gleichbed. gr. katapontismös zu katapontizein „ins Meer versenken“): (früher)
Versenkung ins Meer (als Todesstrafe)
Kaltaplpenlbaum ¿Zer; -[e]s, ...bäume (zu gleichbed. malai. catappan): Indischer Mandelbaum, ein tropisches
Langfadengewächs mit etagenförmigem Aufbau der Äste
Ka talpto sis* die; - (aus gr. katáptosis „das Herunterfal
len, Niederfallen; Fallsucht“): (veraltet) svw. Epilepsie
Kaltalpult der od. das; -[e]s, -e (aus lat. catapulta „Wurf
maschine mit Bogensehne“, dies aus gleichbed. gr. katapéltës zu katapállein „herabschütteln, -schleudern“): 1.
Wurf-, Schleudermaschine im Altertum. 2. gabelförmige
Schleuder mit zwei Gummibändern, mit der Kinder Stei
ne o.Ä. schleudern od. schießen. 3. Schleudervorrichtung
zum Starten von Flugzeugen; Startschleuder. Kaltapultlfluglzeug das; -[e]s, -e: für den Katapultstart geeig
netes Flugzeug, kaltalpulltielren (zu !..deren): [mit ei
nem Katapult] wegschnellen, [weg]sehleudern
1Ka|ta|rakt der; -[e]s, -e (aus lat. cataracta, cataractes
„Wasserfall, Schleuse“, dies aus gleichbed. gr. katar(r)hàktës, eigtl. „der Herabstürzende“, zu katarrháttein „herabstürzen“): a) Stromschnelle; b) Wasserfall.
Katarakt
die; -, -e <zu Î 'Katarakt, wohl, weil die graue
Trübung der Augenlinse einer über das Auge herunterflie
ßenden Schicht ähnlich ist): Trübung der Augenlinse;
grauer Star (Med.). Kaltalraklta die; -, ...ten (aus lat. ca
taracta, vgl. 'Katarakt): svw. 2Katarakt. ka|ta|rak|tisch
(zu î2Katarakt): mit grauem Star behaftet (Med.)
Kaltarlchalilkum*, auch Kaltarlchälilkum das; -s (zu
tkata... u. ÎArchaikum): ältester Teil des Archaikums
(Geol.)
Ka tarr usw. vgl. Katarrh usw. Kaltarrh, auch Katarr der;
-s, -e (über lat. catarrhus „Schnupfen“ aus gleichbed. gr.
katárrhous, eigtl. „herabfließend“, zu katarrhem „herab-,
herunterfließen“): 1. Schleimhautentzündung [der At
mungsorgane] mit meist reichlichen Absonderungen
(Med.). 2. (ugs.) Schnupfen, Erkältung. Ka|tar|rhal|fieber, auch Katarralfieber das; -s (zu î‘...al>: weltweit ver
breitete akute Virusinfektion der Rinder, kaltarlrhalisch, auch katarralisch: zum Erscheinungsbild eines Ka
tarrhs gehörend
Kaltasltalse* u. Kaltasltalsis die; -, ...tasen (aus gr. katástasis „das An-, Aufhalten“): Höhepunkt, Vollendung
der Verwicklung vor der î Katastrophe (2) im [antiken]
Drama
Kaltaslter der (österr. nur so) od. das; -s, - (aus gleichbed.
nlat. catastrum, dies über it. eatast(r)o „Zins-, Steuerre
gister“ aus gleichbed. venez, catastico, dies aus byzant. -gr.
katástichon „Notizblock, Liste, Register“, eigtl. „Reihe
für Reihe“): amtliches Grundstücksverzeichnis, das als
Unterlage für die Bemessung der Grundsteuer geführt
wird, Liegenschaftsverzeichnis
Kaltas|te|ris|mus* der; - (ausgr. katasterismös „das Ver
setztwerden unter die Sterne“, zu Tkata... u. aster
„Stern“; vgl. ...ismus): alter Glaube, nach dem Tiere u.
Menschen [nach dem Tode] in Sterne verwandelt werden
können u. als neues Sternbild am Himmel erscheinen
Kaltasltrallgelmeinlde* die; -, -n (zu TKataster u. T‘...al
(1)): (österr.) in einem Grundbuch zusammengefasste
Verwaltungseinheit, Steuergemeinde. Kaltasltralljoch
das; -s: (österr.) ein Feldmaß (= 5 755m2). kaltasltrieren (aus gleichbed. it. catastrare, vgl. ...leren): in ein ÎKa
taster eintragen
kaltalstrolphal* (zu ÎKatastrophe u. T ‘...al ( 1 )> : einer Ka
tastrophe gleichkommend; verhängnisvoll, entsetzlich,
furchtbar, schlimm. Kaltalstrolphe die; -, -n (über lat.
catastropha ausgr. katastrophë „Umkehr, Wendung; Um
schwung der Handlung in der Tragödie“, eigtl. „Wendung
nach unten“, zu katastréphein „umkehren, umwenden“):
1. Unglück von großen Ausmaßen u. entsetzlichen Folgen.
2. entscheidende Wendung [zum Schlimmen] als Schluss
handlung im [antiken] Drama. Kaltalstrolphenlalarm
der; -[e]s, -e: ÎAlarm, der eine Katastrophe (1) anzeigt.
Kaltalstrolphenlfilm der; -[e]s, -e: Filmgattung seit An
fang des 20. Jh.s mit Themen wie z.B. Vulkanausbruch,
Erdbeben, Schiffs- u. Flugzeugunglück. Kaltalstrophenlhylpolthelse die; -, -n: svw. Katastrophentheorie
(la). Ka|ta|strolphen|me|di|zin ofe; -: Einsatz von
Ärzten, Geräten usw. im Fall einer Katastrophe (1). Katalstrolphenlthelolrie ¿fe; -: 1. a) Theorie, die die Ent
stehung od. Veränderung eines Gegenstandes od. einer
Sache durch das Auftreten einer Katastrophe erklärt; b)
eine Theorie über die Entstehung der Planeten (Astron.).
2. svw. Kataklysmentheorie. ka|ta|stro|phisch (aus
gleichbed. gr. katastrophikös): unheilvoll, verhängnisvoll
Ka|ta¡syl¡lo|gis|mus der; -, ...men (zu Tkata... u. ÎSyllo
gismus) : Gegenschluss, Gegenbeweis (Logik)
Kaltaltalsis ¿¡e; -, ...asen (aus gr. katátasis „das An-, Nie
derspannen“ zu katateinein „anspannen“): (veraltet) Ein
richten eines Bruches (Med.)
kaltaltherlmal (zu Tkata... u. Îthermal): hochtemperatu2Ka|ta|rakt
704
rig;katathermale Lagerstätten: Thydrothermale Erzlager
stätten, deren Mineralfüllung bei einer Temperatur von
350-200°C ausgeschieden worden ist. Kaltaltherlmomelter das; -s, -: Gerät für raumklimatische Messungen
kaltalthym (aus gr. katathymios „am Herzen liegend, er
wünscht“): affektbedingt, wunschbedingt, durch Wahn
vorstellungen entstanden (Psychol., Med.). Kaltalthymie die; -, ...ien (zu T2...ie): Beeinflussung des Denkens,
Wahrnehmens od. Erlebens durch affektbedingte u. ge
fühlsmäßige Einflüsse (Psychol., Med.)
kaltaiton (aus gr. katátonos „heruntergespannt“): in
krankhafter Weise mit impulsiven Handlungen u. plötzli
chen Bewegungsentladungen einhergehend, die Katatonie
betreffend (Med.); vgl. ...isch/-. Ka|ta|to|nie die; -, ...ien
(zu T2...ie): eine Form der Schizophrenie mit Krampfzu
ständen der Muskulatur u. mit Wahnideen (Spannungsir
resein; Med.). Kaltaltolnilker der; -s, -: jmd., der an Ka
tatonie leidet (Med.). ka|ta|to|nisch (aus gleichbed. gr.
katátonos): die Katatonie betreffend; vgl. ...isch/Kaltaltylpie die; -, ...ien (zu Tkata... u. T ...typie): (veraltet)
fotografisches Verfahren zur Herstellung von Kopiervor
lagen für den Büchernachdruck
Kaltalvothlre* [...v...] die; -, -n (aus ngr. katávothre „Erd
trichter“, dies zu gr. bothroeidês „grubenartig ausge
höhlt“ zu böthros „Grube, Vertiefung“): svw. Ponor
Kaltalwert der; -[e]s, -e (zu Tkata...): Maß für die in der
Temperatur eines Raumes auftretende Kühlwirkung, die
sich aus Raumlufttemperatur u. Luftgeschwindigkeit er
gibt (Techn.)
Ka ta xis* die; -, ...xen (aus gr. kátaxis „das Zerbrechen“
zu katagnÿnai „zerbrechen, zerschlagen, zerschmettern“,
dies zu Tkata... u. agnÿnai „zerbrechen“): (veraltet) Kno
chenbruch (Med.)
Kaltalzolne die; -, -n (zu Tkata...): unterste Tiefenzone bei
der ÎMetamorphose (4) der Gesteine (Geol.)
Katlboot vgl. Catboot
Kaltelchelse [...ç...] die; -, -n (über kirchenlat. catechesis
„religiöse Unterweisung“ aus gr. katêchêsis „mündlicher
Unterricht“ zu katechizein „unterrichten“, vgl. katechisieren): a) die Vermittlung der christlichen Botschaft [an
Ungetaufte]; b) Religionsunterricht. Kaltelchet der; -en,
-en (aus gleichbed. gr. katêchêtês): Religionslehrer, bes.
für die kirchliche Christenlehre außerhalb der Schule. Katelcheltik die; - (zu T2...ik (1)>: die wissenschaftliche
Theorie der Katechese. Kaltelcheltin die; -, -nen: weib
liche Form zu TKatechet, ka[teleheltiseh: die kirchli
che Unterweisung betreffend
Kaltelchin* [...ç...] das; -s, -e (zu gr. katéchein „aufhalten,
zurückhalten“ u. T...in (1)>: Stoff, der bestimmte Hormo
ne in ihrer Wirkung hemmt (Med.)
Kaltelchilne vgl. Catechine
Kaltelchilsaltilon [...ç...] die; -, -en (zu kirchenlat. catechisatus, Part. Perf. von catechizare (vgl. katechisieren),
u. T'...ion): svw. Katechese (a). ka|telchi|sie|ren (aus
kirchenlat. catechizare „in der christlichen Religion un
terweisen“, dies aus gr. katechizein „unterrichten“ zu ka
téchein „entgegentönen; mündlich unterrichten, beleh
ren“): [Religionsunterricht erteilen. Kaltelchislmus
der; -, ...men (über kirchenlat. catechismus aus gr. katêchismós „Unterricht, (unterweisende) Lehre“): 1. Lehr
buch für den christlichen Glaubensunterricht. 2. Glau
bensunterricht für die î Katechumenen (1). Kaltelchist
der; -en, -en (aus kirchenlat. catechista „Religionslehrer“
zu catechizare, vgl. katechisieren): einheimischer Laien
helfer in der kath. Heidenmission
Kaltelchu [...çu] das; -s, -s (aus gleichbed. malai. katju):
dunkelbrauner, Gerbstoffe enthaltender, als medizini
sches Mittel verwendeter Extrakt aus dem Holz verschie
dener Akazienarten; vgl. Gambir
705
kathemerisch
..ç ] das, fachspr. auch der; -[e]s (zu
tor, gr. érgon „Werk“ u. Î...<?/): Raketentreibstoff, der zur
TKatechumene u. T...at (1)): a) die Vorbereitung der [er
Auslösung einer Reaktion mit einem Katalysator zusam
wachsenen] Taufbewerber; b) kirchliche Stellung der
mengebracht werden muss
Taufbewerber während des Katechumenats (a); c) der kat|e|xo|chen [,..xe:n] (ausgr. kat’ exochên „vorzugswei
kirchliche Glaubensunterricht in Gemeinde, Schule u. El
se“ zu Îkata... u. gr. exochë „das Hervorragen“): vorzugs
ternhaus. Kaltelchulmelne [auch ...çu:...] der; -n, -n
weise; schlechthin, im eigentlichen Sinne
(über kirchenlat. catechumenus „jmd., der in der christli Katlfisch der; -[e]s, -e (aus gieichbed. engl. catfish, zu cat
chen Religion unterrichtet wird" aus gr. katêchoûmenos
„Katze“, vielleicht wegen der Kopfform): Seewolf. Kat„jmd., der unterrichtet wird“, Part. Präs. Pass, von katêgut <7a.v; -s (aus gieichbed. engl. catgut, eigtl. „Katzen
cheîn, vgl. katechisieren): 1. der [erwachsene] Taufbewer
darm“, zu cat „Katze“ u. gut „Eingeweide, Gedärme“):
ber im Vorbereitungsunterricht. 2. Konfirmand, bes. im
chirurgischer Nähfaden aus tierischen Darmsaiten (ur
1. Jahr des Konfirmandenunterrichts
sprünglich aus Katzendarm) od. aus synthetischen Fa
Kaltelgolrem das; -s, -e (aus gr. katêgôrêma „Anklage
sern, der sich im Körper auflöst (Med.)
punkt, Vorwurf1): (veraltet) svw. Kategorie, kaltelgolri- Ka|tha|ka|lirü'c; -, -s (aus gieichbed. Malayalam kathakali,
al (zu t Kategorie u. î '...al (1)): in Kategorienart; Katego
dies wohl zu sanskr. kathä „Erzählung“): im 17. Jh. in Ke
rien betreffend; vgl. ...al/...eil. Ka|te|go|rilal|ana|ly|se
rala entstandene klassische ind. Tanzdarbietung, verbun
die; -: Richtung der t Ontologie, die auf die Herausarbei
den mit Poesie, Gesang u. tänzerischer pantomimischer
tung übergreifender Strukturen (kategorischer Gesetze)
Darstellung
des Seins sowie der Eigengesetzlichkeiten verschiedener Kalthalrer [auch kat...] der; -s, - (meist Plur.) (aus mlat.
Seinsbereiche zielt (Philos.). Ka|te|golri|al|gram|macathari (Plur.), eigtl. „die Reinen“, zu lat. catharus „rein“
tik die;
Form einer T Grammatik zur symbolischen
aus gr. katharös): Angehöriger einer der verschiedenen
Darstellung des syntaktischen Aufbaus von Sätzen
mittelalterlichen strengen Sekten, bes. der îAlbigenser.
(Sprachw.). Ka te go ri al sym bol das; -s, -e: Abkür
Kalthalrelwulsa [ngr. kaθa'rɛvusa] die: - (aus (n)gr. kazung für sprachliche Kategorien in der generativen
thareüousa (glössa) „Reinsprache“): von 1800-1976 neu
tTransformationsgrammatik (z.B. NP für Nominalphra
griechische Amtssprache, die dem Altgriechischen sehr
se, VP für Verbalphrase, N für Nomen, V für Verb;
verhaftet war; vgl. Demotike. ka|tha|rob(zugr. katharös
Sprachw.). Ka|te|go|rie die; -, ...jen (über lat. categoria
„rein“ u. bios „Leben“): nicht durch Abfallstoffe verun
aus gr. katëgoria „Grundaussage“, eigtl. „Anklage, Vor
reinigt (z. B. von Gewässern; Biol.). Katharolbie [...io]
wurf, Beschuldigung“, zu katêgoreîn „anklagen, beschul
die; -, -n (zu t',,,ie): in sauberem, nicht schlammigem
digen“, eigtl. „gegen jmdn. reden“): 1. Gruppe, in die et
Wasser lebender Organismus; Ggs. ISaprobie. Kalthawas oder jmd. eingeordnet wird; Klasse, Gattung. 2. eine
rolbionti/er; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. biön, Gen. bioder zehn möglichen Arten von Aussagen über einen realen
üntos, Part. Präs, von bioün „leben“): svw. Katharobie.
Gegenstand; Aussageweise (nach Aristoteles; Philos.). 3.
Kathar sis ['ka(:),,,, auch ... tar...] die; - (aus gr. käthareines der Î Prädikamente der scholastischen Logik u. On
sis „(kultische) Reinigung“); 1. Läuterung der Seele von
tologie (Philos.). 4. einer der zwölf reinen Verstandesbe
Leidenschaften als Wirkung des [antiken] Trauerspiels
griffe Kants, die die Erkenntnis u. denkende Erfassung
(Literaturw.). 2. das Sichbefreien von seelischen Konflik
von Wahrnehmungsinhalten erst ermöglichen (Philos.).
ten u. inneren Spannungen durch eine emotionale Abre
ka|telgo|ri|ell (zu t ...eil) : 1. svw. kategorial. 2. svw. ka
aktion (Psychol.). Ka|thar|ti|kum<Kz5; -s, ...ka (zugr. kategorisch; vgl. ...al/...eil. Kaltelgolrjlenllehlre die; -, -n
thartikös „reinigend“ u. t...ikum): mittelstarkes Abführ
(Plur. selten) (zu T Kategorie): 1. auf das Ausarbeiten der
mittel (Med.), kaltharltisch (aus gr. kathartikös „reini
Kategorien (1) ausgerichtete Lehre, mit deren Hilfe die
gend“): die Katharsis betreffend
Wirklichkeit möglichst vollständig erfasst werden kann. 2. Kalthelder das, auch der; -s, - (über kirchenlat. cathedra
Lehre zur Erfassung des Inhalts, der Abgrenzung, der
„Stuhl des Geistlichen, Bischofssitz, kirchliches Lehr
Gültigkeit u. Übertragbarkeit von Kategorien. Kaltelgoamt“ aus spätlat. cathedra „Lehramt“ zu lat. cathedra
„Stuhl, Sessel, Lehramt“, dies aus gr. kathédra „Sitz,
ri|en|the|o|riedie; -: Teilgebiet der Mathematik zur ein
heitlichen Beschreibung u. Behandlung von Î Phänome
Stuhl, Sessel“, zu hédra „Sitz“): 1. [Lehrerjpult, Podium.
2. (selten) Lehrstuhl [eines Hochschullehrers]; vgl. ex cat
nen in verschiedenen mathematischen Gebieten, kaltegglrisch: 1. einfach aussagend, behauptend; kategori
hedra. Kalthelderlblülte die; -, -n: Stilblüte eines Leh
sches Urteil: einfache, nicht an Bedingungen geknüpfte
rers od. Dozenten im Unterricht. Ka|thelder|so|zi|alislmus der; -: Richtung innerhalb der deutschen Volks
Aussage (A ist B). 2. unbedingt gültig; kategorischer Im
wirtschaftslehre am Ende des 19. Jh.s mit sozialreformeri
perativ: unbedingt gültiges ethisches Gesetz, Pflichtge
schen Zielen, die das Eingreifen des Staates in das soziale
bot; vgl. hypothetischer Imperativ. 3. keinen Widerspruch
Leben forderte, um die Klassengegensätze abzubauen.
duldend; bestimmt, mit Nachdruck. ka|te|go|rilsie|ren
Ka|thelder|so|zi|a|listiJer, -en, -en: Vertreter des Ka
(zu îKategorie u. 1 ...isieren): etwas nach Kategorien (1)
thedersozialismus. Kaltheldra* die; -, ...edren (aus gr.
ordnen, einordnen. Kaltelgolrilsielrung die; -, -en (zu
kathédra, vgl. Katheder): svw. Cathedra. Kaltheldralle*
Î ...isierung): 1. Einordnung nach Kategorien (1). 2.
die; -, -n (aus kirchenlat. (ecclesia) cathedralis „zum Bi
Schlagwortbildung
schofssitz gehorend(e Kirche)“ zu cathedra, vgl. Kathe
Kalte Inanes, -s, -e (meist Plur.) (zu lat. catena, vgl. 1 Kader): a) [erz]bisehofliehe Hauptkirche, bes. in Spanien,
tene, u. l...an): ehern. Verbindung, in deren Molekülen
Frankreich u. England; b) t'Dom, Münster. Kalthezwei Ringe nach Art einer Gliederkette ineinander ver
dral|ent|schei|dung* die; -, -en: eine Unfehlbarkeit be
schlungen sind, kaltelnalrisch (aus lat. catenarius „zur
anspruchende Lehrentscheidung des Papstes; vgl. ex ca
Kette gehörig“): (veraltet) kettenartig. Ka|te|ne<#e; -, -n
thedra. Kaltheldrallglas* das; -es: ein undurchsichtiges
(meist Plur.) (aus lat. catena „Kette, Reihe“): Sammlung
Schmuckglas, kaltheldrallisch*: die Kathedrale betref
von Auslegungen der Kirchenväter zu Bibelstellen, kaltefend. Ka|theldral|stil*iZer; -[e]s: Art des Bucheinbandes
nielren (aus gieichbed. lat. catenare): (veraltet) verket
im 19. Jh. mit architektonischen Motiven auf den Buchde
ten. Ka|te|no|id<7«V -[e]s, -e (zu t...oid): Drehfläche, de
cken
ren ÎMeridiane Kettenlinien (parabelähnliche Kurven)
katlhelmelrisch (zu t kata... u. gr. hëméra „Tag“): (veral
sind (Math.)
tet) sich täglich wiederholend
Kalterlgol* das; -s, -e (meist Plur.) (Kurzw. aus .Katalysa
Ka te chuime nat [
Kathepsin
das; -s (zu gr. kathépsein „stark kochen, aus
kochen“ u. t,,,in (l)): ein Eiweiß spaltendes 1 Enzym
(Med., Biol.)
Kalthelte die; -, -n (über lat. cathetus „senkrechte Linie,
Lot“ aus gieichbed. gr. kàthetos (gramme), eigtl. „hinabgelassen(e Linie)“, zu kathiénai „hinablassen“): eine der
beiden Seiten, die die Schenkel des rechten Winkels eines
Dreiecks bilden (Math.); Ggs. ÎHypotenuse. Kalthelter
der; -s, - (über lat. catheter ausgr. kathetêr „Sonde“ zu ka
thiénai, vgl. Kathete): Röhrchen zur Einführung in Kör
perorgane (z.B. in die Harnblase) zu deren Entleerung,
Füllung, Spülung od. Untersuchung (Med.), kalthelterilsielren (unter Einfluss von fr. cathétériser aus gieich
bed. mgr. katheterizein zu gr. kathiénai „hinablassen“):
einen Katheter in Körperorgane einführen (Med.). Katheltelrislmus der; -, ...men (aus gr. katheterismös; vgl.
...ismus): (ungenaue Bez. für) Einführung eines Katheters
(Med.), kaltheltern: svw. katheterjsieren. Kalthelterung die; -, -en: das Katheterisieren (Med.). Kaltheltomelter das; -s, - (zu tKathete u. t1...meter): optisches
Gerät zum Messen kleiner Höhenunterschiede
Kalthglde, fachspr. auch Katode die; -, -n (aus gieichbed.
engl. cathode, dies aus gr. káthodos „der herabführende
Weg, das Hinabgehen“ zu katá „herab, entlang“ u. hodös
„Weg“): Tnegative (4) tElektrode; Ggs. Î Anode.Kalthodenlfall, fachspr. auch Katodenfall der; -s, ...fälle: Span
nungsabfall an der Kathode bei Gasentladungsröhren.
Kaltholdenlstrahl, fachspr. auch Katodenstrahl der;
-s, -en (meist Plur.): Elektronenstrahl, der von der Ka
thode ausgeht. Kaltho|den|strahl|os|zil|lolgraf, auch
...graph, fachspr. auch Katoden... der; -en, -en: Gerät,
das auf einem Fluoreszenzschirm Formen von elektri
schen Schwingungen anzeigt. Ka|tho|den|zer|stäubung, fachspr. auch Katodenzerstäubung die; -, -en: Bil
dung feinster Metallschichten auf der Î Anode durch Zer
stäuben des Kathodenmaterials im Hochvakuum, kathoidisch, fachspr. auch katodisch: die Kathode betref
fend, an ihr erfolgend. Ka|tho|do|phon, auch ...fon das:
-s, -e (zu t...phon): veraltetes, heute durch das Mikrofon
ersetztes Gerät zur Umwandlung von Schall in elektri
schen Strom (Tonfilm)
Kaltholle der; -n, -n (zu Tkatholisch (1)): (ugs. abwertend)
Katholik; vgl. Evangele. Kalthollik der; -en, -en (aus
gieichbed. kirchenlat. catholicus, vgl. katholisch): Ange
höriger der kath. Kirche. Ka|tho|li|kin die; -, -nen: weib
liche Form zu tKatholik. Kalthollilkon das; -s, ...ka (zu
ÎKatholikos u. î'...on): 1. Hauptkirche des griech.-ortho
doxen Klosters, meist in der Mitte des Klosterkomplexes
gelegen. 2. (veraltet) allgemeines Wörterbuch. Kalthollikos der; - (aus gieichbed. gr.-mgr. katholikos, vgl. katho
lisch): Titel des Oberhauptes einer unabhängigen orienta
lischen Nationalkirche (z.B. der armenischen), kaltholisch (über gieichbed. kirchenlat. catholicus aus gr. ka
tholikos „das Ganze, alle betreffend; allgemein“, zu kata
„über - hin“ u. hólos „ganz“, eigtl. „über das Ganze hin“) :
1. zur kath. Kirche gehörend; die kath. Kirche betreffend.
2. allgemein, [die ganze Erde] umfassend (von der Kirche
Christi); Katholische Aktion: Laienbewegung in kirchli
chem Auftrag, die kath. Gedankengut im weltanschauli
chen, sozialen u. politischen Bereich verbreitet; katholi
sche Briefe: die nicht an bestimmte Empfänger gerichte
ten neutestamentlichen Briefe des Jakobus, Petrus, Jo
hannes u. Judas.ka|tho|lisch-apos|to|lisch: zur Sekte
der ÎIrvingianer gehörend. ka|tho|li|sie|ren (zu Î ...isieren): a) für die kath. Kirche gewinnen; b) zum Katholizis
mus neigen. Ka|tho|li|zis|mus der; - (zu ɪ,,,izismus):
Geist u. Lehre des kath. Glaubens. Ka|tholli|zi|tät rf/e; (zu T...izität): Rechtgläubigkeit im Sinne der kath. Kirche
Kalthollyt, fachspr. auch Katolyt der; Gen. -s od. -en, Plur.
Kaltheplsin*
706
-e[n] (Kurzw. aus Î Kathode u. Î Elektro/y Z) : der Î Elektro
lyt im Kathodenraum (bei Verwendung von zwei getrenn
ten Elektrolyten; Phys.)
Kathlstrauch der; -[e]s, ...Sträucher (über nlat. Vermitt
lung zu arab. qät, einem Pflanzennamen): zu den Spindel
baumgewächsen gehörender Strauch, der von der Arab.
Halbinsel bis zum Kapland verbreitet ist u. dessen ledrige,
kerbig gesägte Blätter anregende Alkaloide enthalten; vgl.
'Kat
kaltielren (aus gieichbed. fr. catir zu lat. coactus, Part.
Perf. von cogere „zusammenbringen, -drücken“): a) lo
ckeres Leder durch Pressung verdichten ; b) [Tuche] glanzpressen
katillinarisch (nach dem röm. Verschwörer Catilina,
f62 v.Chr.; vgl. ...ar (1)>: in der Fügung katilinarische
Existenz: (veraltet) heruntergekommener, zu verzweifel
ten Schritten neigender Mensch, der nichts mehr zu ver
lieren hat
Katlion* das; -s, -en (zu gr. katá „herab, entlang“ u. 1 Ion):
positiv geladenes Ion, das bei der T Elektrolyse zur Katho
de wandert, katlionlakltiv, kat io nen ak tiv: auf der
Wirkung des Kations beruhend (z. B. bei grenzflächenak
tiven Stoffen). Katliolnenlausltaulscher der; -s, -: Fil
termasse, die aus einer sie durchfließenden Lösung be
stimmte Kationen aufnimmt u. andere dafür an die Lö
sung abgibt (z.B. bei der Wasseraufbereitung), katlionisch: als od. wie ein Kation wirkend
Kaltislsalge [,,,ʒə] <Zze; -, -n (aus gieichbed. fr. catissage zu
catir, vgl. katieren): das Glanzpressen (von Tuchen)
Kaltplchus* der; - (über nlat. catochus aus gr. kátochos
„festgehalten; von der Starrsucht befallen; Schlafsucht
(mit offenen Augen)“): schlafähnlicher Dämmerzustand
ohne Lidschluss der Augen
Kaltolde usw. vgl. Kathode usw.
kaltolgen (zu gr. kätö „nach unten“ u. t...gen): von oben
nach unten entstanden (von der Ablagerung der Sedi
mentgesteine; Geol.)
ka|to|ha|lin (zu gr. káto „nach unten“, háls, Gen. halos
„Salz“ u. T...in (2)>: im Salzgehalt nach der Tiefe zuneh
mend (von Meeren; Geogr.)
Ka toilyt vgl. Katholyt
kaltglnisch (nach dem für seine Sittenstrenge bekannten
röm. Zensor Cato, '¡'46 v. Chr.); in der Fügungkatonische
Strenge: hart strafende Unnachgiebigkeit. ka|to|ni|sieren (zu t ...isieren): (veraltet) sich zum Sittenrichter erhe
ben
kaltolphglnisch, auch ..Tonisch (zu gr. káto „nach un
ten“ u. î...phon): (veraltet) abwärts-, hinabtönend
Kaltolpglde der; -n, -n (meist Plur.) (zu gr. káto „nach un
ten“ u. poús, Gen. podös „Fuß“): (veraltet) Fisch mit
Bauchflossen, Bauchflosser
Kaltopltrik* die: - (ausgr. katoptrikë (épistémè) „im Spie
gel zurückgeworfene Strahlen betreffend(e Lehre)“): (ver
altet) Lehre von der Lichtreflexion, kaltopltrisch: die
Katoptrik betreffend. Kaltopltrolmanltie die; - (zu gr.
manteia „Weissagung“): bes. in der Antike ausgeübte
Wahrsagerei durch Schauen in den Spiegel
Kaltorlga die; - (aus russ. katorga „Zwangsarbeit, Zucht
haus“ zu mgr. kátergon „Zwangsarbeit“): russ. Bez. für
die mit schwerster körperlicher Arbeit verbundene De
portation in entlegene Landesteile
kaltoltherm (zu gr. káto „nach unten“ u. thermos
„warm“): mit zunehmender Wassertiefe wärmer wer
dend; Ggs. tanotherm.Kaltoltherlmie die; - (zu Î 2...ie> :
Zunahme der Wassertemperatur in den Tiefenzonen ste
hender Gewässer u. der Meere; Ggs. Î Anothermie
Katlox|ver|fah|rers* das; -s (verkürzt aus katalytische
Oxidation): Verfahren zur Reinigung von Industrieabwäs
sern, mit dem extrem oberflächenreiche Kontaktmassen
707
in Granulatform mit den Schadstoffen u. mit eingeblase
ner Luft in Berührung kommen u. eine tkatalytische Oxi
dation der Schadstoffe bewirken
Katlta der; -[s], -s (aus spatial, catta „Katze”): ein Halbaf
fe, eine Lemurenart (bes. auf Madagaskar)
Katltalkellung vgl. Cattakelung
Katltun der; -s, -e <aus gleichbed. niederl. katoen, dies über
mittelniederl. cottoen, catoen aus arab. qutun „Baumwol
le“): einfarbiges od. buntes Baumwollgewebe in Lein
wandbindung (Webart), katltulnen (nach gleichbed. nie
derl. katoenen): aus Kattun bestehend
Katlzoff u. Katlzuff der: -s, -s (über jidd. katzöwe, katzew
aus hebr. qassäv „jüdischer Fleischer, Schächer“ zu qäsav
„ab-, zuschneiden“): (landsch.) Fleischer
Kaulda vgl. Cauda, kauldal (zu lat. cauda „Schwanz“ u.
t',,,al): 1. nach dem unteren Körperende od. nach dem
unteren Ende eines Organs zu gelegen (von Organen od.
Körperteilen; Med.). 2. in der Schwanzregion gelegen
(Biol.)
kau di nisch (aus lat. (iugum) Caudinum, nach der altita
lischen Stadt Caudium, die im Jahr 321 v. Chr. Ort einer
demütigenden Behandlung eines röm. Heeres war, denn
die Soldaten mussten waffenlos unter einem Joch von
Speeren hindurchgehen): in der Fügung kaudinisches
Joch: tiefe Demütigung, Erniedrigung
Kaulkalsist der: -en, -en (nach dem Gebirgsland Kauka
sien u. zu t,,,ist): jmd., der sich wissenschaftlich mit den
kaukasischen Sprachen u. Literaturen befasst. Kaulkasisltik die: - <zu t...istik>: Wissenschaft von den kaukasi
schen Sprachen u. Literaturen
kaullilflor* <zugr. kaulös „Stängel. Stiel“ u. lat. flos, Gen.
floris „Blume, Blüte“): unmittelbar am Stamm der Pflan
ze ansetzend (von Blüten; Bot.). Kau|li|flo|rie* die: - <zu
t2...ie): das Ansetzen der Blüten unmittelbar am Stamm
(z.B. beim Kakaobaum; Bot.), kaullilform (zu t...form>:
(veraltet) stängelförmig, -artig. Kaullolkallin das: -s
(vermutlich zugr. kálinos „hölzern“): angenommene Sub
stanz, die die Sprossentwicklung beeinflussen soll (Bot.).
Kaullom das: -s, -e (zu t ...om): (veraltet) Sprossachse der
Pflanzen (Bot.). Kau|lo|ne|ma das: -[s], ...ta (zu gr. ne
ma „Faden“): fädiges Jugendstadium einer Moospflanze
mit schräg eingezogenen Zellwänden (Bot.)
Kaulmalzit [auch ..,'tsit] der: -s, -e (zu gr. kaumatizein
„durch Hitze vertilgen bzw. umkommen“ u. t2...it):
Braunkohlenkoks
Kaulri der; -s, -s od. die; -, -s (über engl. cowrie aus gleich
bed. Hindi kauri): Porzellanschnecke des Indischen Oze
ans, die [in vorgeschichtlicher Zeit] als Schmuck od. Zah
lungsmittel verwendet wurde
Kaulrilfichlte ¿//e; -, -n (aus gleichbed. Maori (vgl. 2Maori)
kauri): svw. Kopalfichte
Kaulritlleim der; -[e]s (Kunstw.): aus Harnstoff u. Form
aldehyd hergestellter Leim zum Verleimen von Sperrholz
kaulsal (aus gleichbed. spätlat. causalis zu causa „Grund,
Ursache; Sache“): ursächlich, das Verhältnis Ursache Wirkung betreffend, dem Kausalgesetz entsprechend;
kausale Konjunktion: begründendes Bindewort (z. B. weil;
Sprachw.). Kaulsal... (zu Îkausal): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „einen Zusammenhang darstellend, ei
ne Begründung gebend“, z. B. Kausalgesetz. Kaulsalladverb [...v...] íZízs; -s, -ien [,,,iən]: tAdverb, das eine Be
gründung bezeichnet (z.B. deshalb; Sprachw.). Kaulsalbelstimmung die; -, -en: Umstandsangabe des Grun
des; Begründungsangabe (z.B. aus Liebe; Sprachw.).
kau|sal|ge|ne|tisch: die Entstehungsursache betref
fend. Kaulsallgelsetz das; -es: Grundsatz, nach dem für
jedes Geschehen notwendig eine Ursache angenommen
werden muss
Kaulsallgie* die; -, ...ien (zu gr. kaüsis „das Brennen“ u.
Kautelarjurisprudenz
î...algie): durch Nervenverletzung hervorgerufener bren
nender Schmerz (Med.)
Kaulsallis der; -, ...les [,,,le:s] (zu spätlat. causalis „zur Ur
sache gehörig“; vgl. kausal): 1. (ohne Plur.) Kasus in be
stimmten Sprachen, der die Ursache od. den Grund einer
Handlung angibt. 2. Wort, das im Kausalis (1) steht
(Sprachw.). Kau|sallis|mus der; - (zu T...ismus (1)): phi
los. Lehre, nach der alles ursächlich, nichts zielgerichtet
ist. Kaulsalliität die; -, -en (unter Einfluss von fr. causa
lité aus gleichbed. mlat. causalitas, Gen. causalitatis zu
lat. causalis, vgl. kausal): a) der Zusammenhang von Ur
sache und Wirkung; b) Form des objektiven Wirkungszu
sammenhanges zwischen Dingen, Prozessen, Systemen,
bei dem die Ursache unter bestimmten Bedingungen mit
Notwendigkeit die Wirkung hervorruft; Ggs. tFinalität.
Kau|sa|li|tätslgelsetz das: -es u. Kaulsalliltätslprinzip das; -s: svw. Kausalgesetz. Kau|sa|li|tätslthe|orie die; -: ÎAdäquanztheorie, Äquivalenztheorie (1;
Rechtsw.). Kaulsallkonljunkltilon die; -, -en (zu ÎKau
sal...): begründende t Konjunktion (1), z.B. weil
(Sprachw.). Kaulsallnelxus der; -, - [,,,ksu:s]: ursächli
cher Zusammenhang, Verknüpfung von Ursache u. Wir
kung. Kaulsallprinlzip das; -s: Forderung, dass jeder
Vorgang genau durch seine Ursachen vorauszubestimmen
ist (Phys.). Kaulsallsatz der; -es, ...sätze: Umstandssatz
des Grundes (z. B. da er sie liebte, verzichtete er auf vie
les; Sprachw.). Kau|sal|the|ra|pie die; -, ...ien [,,,i:ən]:
Behandlung der eigentlichen Ursache einer Krankheit
(z.B. antibiotische Behandlung von Infektionskrankhei
ten) im Gegensatz zur symptomatischen Behandlung,
kaulsaltiv (aus lat. causativus „ursächlich“): das Veran
lassen ausdrückend, bewirkend (Sprachw.). Kaulsaltiv
das; -s, -e [...va] (aus gleichbed. lat. (verbum) causativum,
Neutrum von causativus, vgl. kausativ): Verb des Veran
lassens (z.B. tränken = trinken lassen; Sprachw.). Kausativum [...v...] das; -s, ...va (aus lat. (verbum) causati
vum): (veraltet) svw. Kausativ
Kaul sia die; -, ...ien [...ian] (aus gleichbed. gr. kausia zu
kaüsis „das Brennen“): eine durch die Makedonier in der
hellenistischen Zeit weit verbreitete runde Kopfbede
ckung zum Schutz gegen die Sonne
kaulsielren (aus gleichbed. fr. causer, dies aus lat. causari
„einen Grund angeben, vorschützen“): (veraltet) verursa
chen
kaus|ti|fi|zie|ren (zu tkaustischu. t...fizieren>: milde Al
kalien (vgl. Alkali) in ätzende überführen (Chem.). Kaustik die; - (zu t2...ik (2)): 1. Brennlinie; Brennfläche; die
Gesamtheit der Brennpunkte von nicht korrigierten Hohl
spiegeln od. Linsen (Optik); vgl. Katakaustik. 2. svw.
Kauterisation. Kausltilkum das; -s, ...ka (aus gleichbed.
(n)lat. causticum zu lat. causticus, vgl. kaustisch); Ätzmit
tel zum Verschorfen schlecht heilender Wunden (Med.,
Chem.). kausltisch (aus lat. causticus „brennend, bei
ßend, ätzend“, dies aus gr. kaustikós „brennend“): a)
scharf, ätzend (Chem.); Ggs. Îakaustisch; kaustische Al
kalien: Ätzalkalien (vgl. Alkali; Chem.); b) sarkastisch,
spöttisch. Kaus|ti|zi|tät die; - (zu Î ...izität): Ätzbarkeit,
Ätzkraft. Kausltolbiollith [auch ...lit] der; Gen. -s u.
-en, Plur. -e[n] (meist Plur.) (zu gr. kaustós „gebrannt“,
bios „Leben“ u. t...lith): aus fossilen Organismen beste
hendes brennbares Produkt (z. B. Torf, Kohle; Geol.)
Kau tel
-, -en (aus lat. cautela „Schutz, Sicherstel
lung“, eigtl. „Vorsicht“): 1. Vorkehrung, Absicherung,
[vertraglicher] Vorbehalt (Rechtsw.). 2. (nur Plur.) vom
Arzt zu treffende Vorsichtsmaßregeln (Med.). Kaultelarlju rislpruldenz die; - (zut...aru. ÎJurisprudenz): 1.
erste Epoche der altröm. Rechtswissenschaft mit dem
Auftreten weiblicher Juristen, die Rechtsauskünfte erteil
ten u. Prozessformulare entwarfen. 2. vorsorgliche Ver-
kautelös
meidung von Rechtsstreitigkeiten durch vorherige fach
männische juristische Beurteilung, kaultellös (zu Î...ÔS):
(veraltet) vorsichtig
Kaulter der; -s, - (über lat. cauter aus gr. kautêr „Brennei
sen“): chirurgisches Instrument zum Ausbrennen von Ge
webeteilen (Med.). Kaultelrilsaltilon die; -, -en (zu
Î ...isation): Gewebszerstörung durch Brenn- od. Ätzmit
tel (Med.). kaulte|ri|sie|ren(zut...isieren): 1. durch Hit
ze od. Chemikalien zerstören od. verätzen (Med.). 2. [Per
sonen] mit eingebrannten Narben verzieren (Völkerk.).
Kaultelrilum das: -s, ...ien [...isn] (aus lat. cauterium
„Beizmittel“, eigtl. „Brenneisen“, dies aus gleichbed. gr.
kautërion): 1. Ätzmittel (Chem.). 2. Brenneisen (Med.)
Kaultilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. cautio, eigtl. „Be
hutsamkeit, Vorsicht“): Bürgschaft; Sicherheitsleistung in
Form einer Geldhinterlegung (z.B. beim Mieten einer
Wohnung od. bei der Freilassung von Untersuchungsge
fangenen). kau|ti|olnie|ren (zu T..deren): (veraltet) sich
verbürgen, Sicherheit für jmdn. leisten
kautischie ren* (verkürzt aus tkautschutieren): svw.
kautschutieren. Kautlschuk der; -s, -e (über fr. caout
chouc, älter span, cauchuc aus einer peruan. Indianer
sprache): zusammenfassende Bez. für die aus dem Milch
saft tropischer Pflanzen gewonnenen od. synthetisch her
gestellten Î makromolekularen Rohstoffe zur Herstellung
von Gummi u. anderen elastischen Stoffen, kautlschukelas tisch: bei Raumtemperatur elastisch, bei zuneh
mender Temperatur unelastisch werdend (vom Kaut
schuk). kautlschulkielren (zu t..deren): svw. gummie
ren. kautlschultielren (aus gleichbed. fr. caoutchou
ter): a) mit Kautschuk überziehen; b) aus Kautschuk her
stellen
’Kalval [... val] der; -s, -s (zu it. cavallo „Pferd“; vgl. Kava
lier): eine Spielkarte im ÎTarock
2Ka|val [. ..'val] der; -s, -s (aus ZürZc. kawal „Flöte“): auf dem
Balkan verbreitete volkstümliche Flöte ohne Kernspalte
mit weichem Klang
Kalvallier [...v...] der; -s, -e (über fr. cavalier aus it. Cavalie
re „Reiter; Ritter“ zu cavallo „Pferd“, dies aus lat. cabal
lus): 1. Mann, der bes. Frauen gegenüber höflich-hilfsbe
reit, zuvorkommend ist (u. auf diese Weise für sich ein
nimmt). 2. (ugs. scherzh.) Freund, Begleiter eines Mäd
chens od. einer Frau. 3. (früher) Edelmann. 4. in alten
Festungen ein überhöhend angeordneter, mit Flanken ver
sehener Bau, der eine gute Übersicht über das Vorgelände
verschaffte. Kalva|lier|pa|ro|le die; -, -n (zu ÜParole):
(veraltet) Kavalierehrenwort. Kalvaüierlperlspekltive* [...va] die: -: Spezialfall der schrägen Parallelprojekti
on, bei dem Breiten u. Höhen eines Körpers unverzerrt,
Tiefen unter 45° meist auf die Hälfte verkürzt wiedergege
ben werden. Kalvalliersldellikt das; -[e]s, -e: [strafbare]
Handlung, die von der Gesellschaft, von der Umwelt als
nicht ehrenrührig, als nicht sehr schlimm angesehen wird.
Ka|va|lier[s]|start der; -s, -s: scharfes, schnelles Anfah
ren mit Vollgas (z.B. an einer Verkehrsampel). Kalvaliersltour [...tu:u] die; -, -en: im 17. u. 18. Jh. übliche Bil
dungsreisejunger Adliger ins Ausland. Ka|val|ka|de die;
-, -n (über gleichbed. fr. cavalcade aus it. cavalcata zu cavalcare, spätlat. caballicare „reiten“; vgl. Kavalier): (ver
altend) prachtvoller Reiteraufzug, Pferdeschau. Kalvallelrie [auch ... ri:] die; -, ...ien (über fr. cavalerie aus
gleichbed. it. Cavalleria zu cavalière „Reiter“): Reiterei;
Reitertruppe. Ka|val|le|rist [auch ..frist] der; -en, -en
(nach gleichbed. älter fr. cavaleriste; vgl. ...ist): Angehöri
ger der Reitertruppe. Kalvalllett ɪfɑʃ/ -s, Plur. -s u. -en
(aus it. cavalletto „Gestell“, eigtl. „Pferdchen“, Verkleine
rungsform von cavallo „Pferd“; vgl. Kavalier): (österr.
veraltet; Soldatenspr.) einfaches Bettgestell
Kalvalta [...v...] vgl. Cavata. Kalvalte die; -, -n (aus it. ca
708
vata „das Herausziehen“; vgl. Cavata): 1. svw. Cavata. 2.
(veraltet) Umsetzung eines Wechsels in Bargeld u. der da
raus gewonnene Betrag. 3. (veraltet) Gewölbe, Gewölbe
nische, gewölbter Keller. Kalvaltjlne die; -, -n (aus
gleichbed. it. cavatina, Verkleinerungsform von cavata
„gedanklich zusammenfassender Schluss eines Rezita
tivs“ (vgl. Cavata), zu cavare „herausholen“): a) Sologe
sangsstück in der Oper von einfachem, liedmäßigem Cha
rakter; b) liedartiger Instrumentalsatz (Mus.)
Kalvelling [...v...] die; -, -en (aus gleichbed. nieder!, kaveling, eigtl. „Los“, zu kavelen „losen, durch ein Los zuwei
sen“): Mindestmenge, die ein Käufer auf einer Auktion
erwerben muss (Wirtsch.)
Kalvent [,..v...j der; -en, -en (aus lat. cavens, Gen. caventis
„Bürgender“, Part. Präs, von cavere, vgl. kavieren): (ver
altet) Gewährsmann, Bürge. Kalventslmann der; -[e]s,
...männer (zu TKavent; wohl wegen der beeindruckenden
Größe bzw. Fülle, die für sich bürgt): 1. (landsch.) a) be
leibter, begüterter Mann; b) Prachtexemplar. 2. (Seemannsspr.) sehr hoher Wellenberg
Ka|ver|ne [...v...] rfze; -, -n (aus lat. caverna „Höhle, Hohl
raum“): 1. [künstlich angelegter] unterirdischer Hohl
raum zur Unterbringung technischer od. militärischer
Anlagen od. zur Müllablagerung. 2. durch Gewebsein
schmelzung entstandener Hohlraum im Körpergewebe,
bes. in tuberkulösen Lungen (Med.). ka|ver|ni|kol (nach
gleichbed. fr. cavernicole zu ZzzZ. caverna (vgl. Kaverne) u.
colere „bewohnen“): Höhlen bewohnend (von Tieren;
Zool.). Ka ver ni tis iZZe; -, ...itiden (zu Î Kaverne u.
T...itis>: Entzündung der Schwellkörper des männlichen
Gliedes u. der Harnröhre (Med.). Kalverlnolgralfie,
auch ...gralphie dze; -, ...ien (zu t...grafie): röntgenogra
fische Darstellung des Schwellkörpers des männlichen
Gliedes nach Kontrastmittelfüllung (Med.). Kalveijnogramm das; -s, -e (zu t...gramm): Röntgenbild des
Schwellkörpers des männlichen Gliedes (Med.). Kalvernom das; -s, -e (zu î...om): Geschwulst aus Blutgefäßen
(Blutschwamm; Med.), kalverlnös (zu t...ös>: 1. a) Ka
vernen aufweisend, schwammig (von krankem Gewebe);
b) zu einem Hohlraum gehörend (z.B. von Organen;
Med.). 2. reich an Hohlräumen (von Gesteinsarten; Geol.). Kalvetjnosltolmie* die; -, ...ien (zu gr. stöma
„Mund, Mündung“ u. î2...ie): operative Spreizung einer
Kavernenwand (Med.). Kalverlnoltolmie
-, ...ien
(zu t...tomie): 1. operative Spaltung der Schwellkörper
des männlichen Gliedes. 2. operative Öffnung einer Ka
verne (Med.)
Kalvetlschein [,..v...] der; -s, -e (zu lat. cavet „er bürgt“, 3.
Pers. Präs, von cavere, vgl. kavieren): (veraltet).
Bürg[schafts]schein
Kalvetlte [,..v...] die; -, -n (aus gleichbed. fr. cavette, eigtl.
Verkleinerungsform von cave „Keller“, dies aus lat. cavus
„Höhlung, Loch“): (veraltet) kleiner Festungsgraben zwi
schen zwei größeren
Kalvilar [...v...] der; -s, -e (vielleicht unter Einfluss von älter
it. caviaro aus gleichbed. älter türk, chavijar (türk, havyar)>: mit Salz konservierter Rogen verschiedener Störar
ten, der als besondere Delikatesse gilt
kalvielren [...v...] (aus lat. cavere „bürgen“, eigtl. „Vor
sichtsmaßnahmen treffen“): (veraltet) Bürgschaft leisten;
vgl. Kavetschein
ka vi tär [...v...] (zu TKavität u. T...är>: eine Körperhöhle
betreffend (Med.). Ka|vi|tät die; -, -en (aus gleichbed.
spätlat. cavitas, Gen. cavitatis zu lat. cavus „hohl“): 1.
Hohlraum im Zahn (meist kariösen Ursprungs). 2. Höh
lung, Hohlraum (Med.). Ka|vi|ta|ti|on die; -, -en (aus
gleichbed. engl. cavitation bzw. fr. cavitation zu spätlat.
cavitas, vgl. Kavität): Hohlraumbildung [in sehr rasch
strömenden Flüssigkeiten] (Techn.). 2. Blasenbildung
709
durch Abreißen der Flüssigkeitsströmung in Treibstofflei
tungen od. -pumpen (Techn.)
Ka wa i/Ze; - (aus gleichbed. polynes. kava, eigtl. „bitter“):
säuerlich-erfrischendes, stark berauschendes Getränk der
Polynesier, das aus der Wurzel eines Pfeffergewächses
hergestellt wird
Ka|wa|sa|ki-Syn|drom* das; -s (nach der jap. Stadt Ka
wasaki u. zu 1 Syndrom): erstmals in Japan beobachtetes
Krankheitsbild unbekannter Genese mit Lymphknoten
schwellungen, hohem Fieber, T Konjunktivitis, Î Pharyngi
tis u. ÎExanthemen (Med.)
Kalwass u. Kawas.se rfer; ...wassen, ...wassen (über
türk, kavas aus gleichbed. arah. qawwäs, eigtl. „Bogen
schütze“): 1. Ehrenwächter (für Diplomaten) in der Tür
kei. 2. Wächter u. Bote einer Gesandtschaft im Vorderen
Orient
Kalwi das; -[s] (über gleichbed. jav. kawi aus sanskr. kävya,
vgl. Kawja) : alte, stark vom T Sanskrit beeinflusste Litera
tursprache Javas
Kalwir u. Kewir tZ/e; - (aus gleichbed. pers. kawir, kewir):
Salzwüste im Iran
Kawlja das; - (aus sanskr. kävya „Dichtkunst, Poesie“ zu
kavi „Dichter, Denker“): literarisch anspruchsvolle Form
der klassischen ind. Dichtung (bes. Lyrik, Kunstroman
und Kunstepos)
Kayl selri [ kai...] der; -[s], -s (nach der türk. Stadt Kayseri):
einfacher, kleinformatiger Teppich mittlerer Qualität
Kalzilke der; -n, -n (aus gleichbed. span, cacique, aus dem
Indian.): a) Häuptling bei den Indianern Süd- u. Mittel
amerikas; b) Titel eines indian. Ortsvorstehers
Kaizoo [kə'zu:] das; -[s], -s (aus gleichbed. amerik. kazoo,
vermutlich lautmalend): [im volkstümlichen Jazz verwen
detes] einfaches Rohrblasinstrument, dessen eine Öff
nung mit einer Membran verschlossen ist, wobei in die
entgegengesetzte Öffnung hineingesungen od. -gesummt
wird
Kea der; -s, -s (aus gleichbed. Maori (vgl. 2Maori) kea) : neu
seeländischer Papagei
Kelaltit [auch ... tit] der; -s, -e (nach dem amerik. Chemiker
P.Keat u. zu T2...it): ttetragonale Hochdruckmodifikati
on des Siliciumdioxids (Chem.)
Ke bab der; -[s] (über türk, kebap aus gleichbed. arab. kabäb): [südjosteuropäisches u. orientalisches Gericht aus
kleinen, am Spieß gebratenen [Hammeljfleischstückchen.
Kelbabt sche* das; -, -ta (meist Plur.) (aus gleichbed.
bulgar. kebaptsche): auf dem Grill zubereitetes Hack
fleischröllchen
Keldulscha die; - (aus hebr. qedusä „Heiligung“ zu qädös
„heilig“): Gebet im jüd. Gottesdienst, das bei der Wieder
holung des Î Schmone esre durch den Vorbeter in den drit
ten Segensspruch eingeschaltet wird
Keel [ki:l] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. keel): ein altes
engl. Kohlenmaß
Keep [ki:p] der; -s, -s (aus engl. keep „Bergfried“ zu to
keep, vgl. Keeper): Wehr- u. Wohnturm der englisch-nor
mannischen Baukunst. Keelper ['ki:pn] der; -s, - (aus
engl. keeper „Hüter, Wächter“ zu to keep „(be)hüten, be
wachen“): svw. Goalkeeper, keep smilling ['ki:p smailɪŋ] tengl.; „höre nicht auf zu lächeln“): nimms leicht; im
mer nur lächeln. Keeplsmilling das; -: bejahende Le
benseinstellung; auch unter widrigen Umständen optimis
tische Lebensanschauung
Kelfilje die; -, Plur. -s u. -n (über engl. keffiyeh, kaffijeh
bzw. türk, kefiye aus arab. qufiya, vgl. Kufija): svw. Kufija
Keif ir der; -s (aus gleichbed. russ. kefir): ein aus Kuhmilch
(in Russland ursprünglich aus Stutenmilch) durch Gärung
gewonnenes Getränk mit säuerlichem, prickelndem Ge
schmack u. geringem Alkoholgehalt
Kempit
das; -s, -s (aus gleichbed. engl. keg, eigtl. „kleines
Fass“, dies aus dem Altnord.): a) altes engl. Zählmaß
( = 60 Stück); b) (veraltet) kleines Fass für Fische
Keilretlsu [kei...] (jap.i: konzernähnliche Gruppe von
selbstständigen Unternehmen mit koordinierten Unter
nehmensstrategien in Japan
Keks der od. das: Gen. - u. -es, Plur. - u. -e (österr. das; -,
-[e]) (aus engl. cakes ( Plur.) „Kuchen“): 1. a) (ohne Plur.)
kleines trockenes I emgebäck; b) einzelner Keks (1 a). 2.
(salopp) Kopf
Kelch|kom|mu|ni|on die; -, -en (zu ¡Kommunion): das
F inken von t konsekriertem Wein bei Messe od. AbendKeg
1er; -s, -s (aus gleichbed. pers. kelei, eigtl. „Tep
pers. Teppich im Format von 1,60 bis 2m Breite u.
ʌ m Länge
Kellek das; -s, -s (aus gleichbed. türk, kelek, dies aus dem
ins.): in waldarmen Gebieten Vorder- u. Zentralasiens
verwendetes Floß, das von aufgeblasenen Tierbälgen ge
tragen wird
Kellim der; -[s], -[s] (aus gleichbed. íZir/c. kilim): a) orienta
lischer Wandbehang od. Teppich mit gleichem Aussehen
auf Vorder- u. Rückseite; b) der gewebte Teppichrand.
Kellimlstich der; -[e]s, -e: schräger Flachstich, verwen
det für Wandbehänge, Teppiche u. a.
Keillek vgl. Kelek
Kelllilon das; -s, Kellien [...isn] (aus gleichbed. mgr. kéllion, eigtl. „Zelle“): kleines Kloster der orthodoxen Kir
che; vgl. Cella (2 b)
Kel lolway ['kæləweɪ] das; -[s] (nach der gleichnamigen
engl. Stadt): svw. Callov
Kellolid das; -[e]s, -e (zu gr. kêlë „Geschwulst“ u. t...oid>:
sträng- od. plattenförmiger Hautwulst; Wulstnarbe
(Med.). Kello|i|do|se die; - (zu tɪ,,,ose): angeborene Nei
gung der Haut zur Bildung von Keloiden (Med.). Kelloto mie die; -, ...ien (zu t...tomie): (selten) Bruchoperati
on (Med.)
Kelp das; -s (aus gleichbed. engl. kelp): an den europ. u.
amerik. Küsten gesammelte od. mit speziellen Schiffen
geerntete Braunalgenmasse, aus der u. a. Jod u. Soda her
gestellt werden
’Kelt der; -[e]s, -e (aus spätlat. celtis „Meißel (des Steinmet
zen)“): vorgeschichtliches Beil aus der Bronzezeit
2Kelt der; -s (über gleichbed. engl. kelt aus gäl. cealt „Stoff,
Kleidung“): grober, schwarzer Wollstoff aus Schottland
Kelltist der; -en, -en (nach dem Namen der Kelten (idg.
Volk in Westeuropa) u. zu t ...ist): svw. Keltologe. Keltisltik die; - (zu T ...istik): svw. Keltologie. Kelltollolge
der; -n, -n (zu t ...loge): jmd., der sich wissenschaftlich mit
den keltischen Sprachen u. Literaturen befasst. Kelltolo gie die; - (zu î...logie): Wissenschaft von den kelti
schen Sprachenu. Literaturen, kelltollglgisch (zuÎ...lo
gisch): die Keltologie betreffend
Kellvin [...V...] das; -s, - (nach dem engl. Physiker W. Lord
Kelvin, 1824-1907): a) Maßeinheit der Temperatur; b)
Gradeinheit auf der Kelvinskala; Zeichen K. Kellvinskalla dz'e; -: Temperaturskala, deren Nullpunkt (0 K) der
absolute Nullpunkt (— 273,15°C) ist
Kelmallislmus der; - (nach dem türk. Präsidenten Kemal
Atatürk (1881-1938) u. zu î...ismus (1)): von Kemal Ata
türk begründete politische Richtung in der Türkei mit teil
weise islamfeindlicher Tendenz u. dem Ziel der Europäi
sierung von Wirtschaft u. Technik. Kelmallist der; -en,
-en (zu T...ist): Anhänger des Kemalismus, kelmallistisch (zu Î...istisch): den Kemalismus betreffend
Kelmantlsche die; -, -n (aus gleichbed.pers. kemänce): im
Vorderen Orient verbreitete Geige mit langem, griffbrett
losem Hals u. ein bis drei Saiten (Mus.)
Kemlpit [auch ... pit] der; -s, -e (nach dem amerik. GeoloKeilei
Kempo
gen James F. Kemp (f 1926) u. zu t2...it): ein smaragdgrü
nes Mineral
Kem po das; - <aus gleichbed. jap. kempö>: für den militä
rischen, waffenlosen Nahkampf weiterentwickelte Son
derform des ÎJu-Jutsu
Ken das; -, - (aus gleichbed. jap. ken): Verwaltungsbezirk,
t Präfektur (a) in Japan
Kelnaf das; -s (aus gleichbed. arab. kanaf): einjährige, bis
4m hohe Hibiskusart aus Afrika u. Vorderindien, die in
warmgemäßigten Gebieten bis zum Äquator angebaut
wird
Kelnalre der; -s, -s (aus gleichbed. pers. kenarê, eigtl.
„Ufer, Rand“): Teppich in der Größe von etwa 1 m Breite
u. 3 bis 7 m Länge, Läufer
Kenldo das; -[s] (aus jap. kendö „Weg des Schwertes“): 1.
Fechtkunst der t Samurais (2) in der Feudalzeit Japans. 2.
japan. Form des Schwertkampfs, die als sportliche Fecht
kunst u. zugleich Selbstverteidigungskunst mit zusam
mengebundenen, elastischen Bambusstäben ausgeführt
wird, wobei nur die geschützten Körperstellen des Geg
ners getroffen werden dürfen. Kenldolka der; -[s], -[s] (zu
jap. ka „jmd., der eine vollendete Fertigkeit od. Fähigkeit
in einem wissenschaftlichen od. künstlerischen Fach
hat“): jmd., der Kendo betreibt
Keinem das; -s, -e (zu gr. kenös „leer, von allem entblößt“
u. T...em): kleinste Einheit auf der Ebene der Form des
Ausdrucks (in der Kopenhagener Schule; Sprachw.)
Ken Inei der; -s, - (aus engl. kennel „Hundehütte, Zwin
ger“, dies aus altfr. chenil zu lat. canis „Hund“): Hunde
zwinger [für die zur t Parforcejagd dressierte Meute]
Ken Inei Ily-Healvilside-Schicht
['kɛn(ə)lɪhɛvɪsaɪd...]
die; - (nach dem amerik. Ingenieur A. E. Kennelly
(1861-1939) u. dem engl. Physiker O. Heaviside
(1850-1929)): svw. Heavisideschicht
Kenlning die; -, Plur. -ar, auch -e (aus gleichbed. altnord.
kenning, eigtl. „Erkennung“): die bildliche Umschreibung
eines Begriffes durch eine mehrgliedrige Benennung in
der altgerm. Dichtung (z.B. „Tosen der Pfeile“ für
„Kampf1); vgl. Heiti
Kelnolkarlpie die; - (zugr. kenös „leer“, karpös „Frucht“
u. t2...ie>: Leerfrüchtigkeit, Ausbildung von Früchten oh
ne od. mit tauben Samen (z.B. bei Bananen, Apfelsinen,
Ananas; Bot.). Kelnolsis [auch ke...] die; - (ausgr. kénôsis „Entleerung“): theologische Auffassung, dass Christus
bei der Menschwerdung auf die Ausübung seiner göttli
chen Eigenschaften verzichtet habe (Philipper 2,6ff).
Kelnoltaph u. Zenotaph
-s, -e (über lat. cenotaphi
um aus gleichbed. gr. kenotáphion zu kenös „leer“ u. táphos „Grab“): ein leeres Grabmal zur Erinnerung an ei
nen Toten, der an anderer Stelle begraben ist. Kelnoltiker der; -s, - (zu gr. kenötikös „entleert“; vgl. Kenosis):
theologischer Vertreter der Lehre von der Kenosis. kenoltisch: die Kenosis betreffend
Kenltaur vgl. Zentaur
Kenltumlspralche die; -, -en (nach der Aussprache des
Anlauts in lat. centum „hundert“ als k): Sprache aus der
westindogermanischen Gruppe des I Indogermanischen,
in der sich bestimmte Verschlusslaute (bes. g und k) erhal
ten haben (Sprachw.); Ggs. ÎSatemsprache
Ken|zan [,,,zan] der; -s, -s <jap.y. Metall- od. Kunststoff
platte mit Stacheln zum Befestigen von Blumengestecken;
Blumenigel
kelphal..., Kelphal... vgl. zephalo..., Zephalo... Kelphalal gie* vgl. Zephalalgie. Ke|phal|hä|ma|tom vgl. Zephalhämatom. Kelphallin vgl. Zephalin. kelphallo....
Kelphallo... vgl. zephalo..., Zephalo... Kelphallolgraf,
auch ...graph vgl. Zephalograf. Kelphallolmeltrie* vgl.
Zephalometrie. kelphallolmeltrisch* vgl. zephalometrisch. Kelphallolpglde vgl. Zephalopode. Kelphallo-
710
tolmie die; - (zu t...tomie): (veraltet) svw. Kraniotomie
(2). Ke|pha|lo|trip|sie* vgl. Zephalotripsie. Kelphallozelle vgl. Zephalozele
Kelralbau der; -s, -s (über engl. bzw. span, carabao aus ei
nem Dialekt der Philippinen): süd- u. südostasiat. Haus
tierform des Wasserbüffels
Kelrallolgie® die; - (zugr. kéras „Horn“ u. t...logie>: (Pro
duktserie zur) Bekämpfung von Haar- u. Kopfhautschä
den
Kelralmik die; -, -en (über gleichbed. fr. céramique aus gr.
keramikë (téchnê) „Töpferkunst“ zu kéramos „Töpfer
ton, -ware“): 1. (ohne Plur.) a) Sammelbegriff für Erzeug
nisse aus gebranntem Ton (Steingut, Majoliken, Porzellan
usw.); b) gebrannter Ton als Grundmaterial für die Her
stellung von Steingut, Porzellan u. Majoliken; c) Technik
der Keramikherstellung. 2. einzelnes Erzeugnis aus ge
branntem Ton. Ke|ra|mi|ker der; -s, -: Angehöriger eines
der Berufe, die sich mit der Herstellung u. Bearbeitung ke
ramischer Erzeugnisse befassen, kelralmisch: zur Kera
mik gehörend, sie betreffend; keramischer Druck: Stein
druckverfahren zur Übertragung von Verzierungen auf
Porzellan u. Steingut. Kelralmolgralfie, auch ...gra
ph ie die; - (zu gr. kéramos (vgl. Keramik) u. t...grafie):
(veraltet) Ton- od. Ziegelmalerei. ke|ralmo|gra|fisch,
auch ...gralphisch: auf Ton gemalt od. gebrannt. Kelramolhallit [auch ... lit] der; -s, -e: ein Mineral aus der
Gruppe der Î Alunogene
Kelrarlgylrit* [auch ...'rɪt] der; -s, -e (zu gr. kéras „Horn“,
árgyros „Silber“ u. t2...it): Hornsilber, braunes bis
schwarzes, auch gelbes od. graues Mineral, kelrat...,
Kerat... vgl. kerato..., Kerato... Kelraltallgie* die; -,
...ien (zu îkerato... u. î...algie): schmerzhafte Erkran
kung der Augenhornhaut (Med.). Ke|ra|tek|ta|sie* die;
-, ...ien: meist durch Entzündung od. Verätzung hervorge
rufene Vorwölbung der Hornhaut des Auges (Med.). Keraltin das; -s, -e (zu T...in (1)): Hornstoff, schwefelhalti
ger Eiweißkörper in Haut, Haar u. Nägeln, kelraltilnieren <zu Î..deren): mit einem Überzug aus Keratin verse
hen, der erst im Dünndarm aufgelöst wird (von Pillen;
Med.). Ke|ra|ti|no|zyt der; -en, -en (zu î...zyt): Keratin
produzierende Zelle der Haut (Biochem.). Ke|ra[ti|tis
die: -, ...itiden (zu T...itis): Hornhautentzündung des Au
ges (Med.), kelralto..., Kelralto..., vor Vokalen meist
kerat..., Kerat... (aus gr. kéras, Gen. kératos „Horn“);
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Horn, Horn
haut“, z.B. Keratometer, Keratitis. Ke|ra|to|akanthom das; -s, -e (zu gr. ákantha „Stachel, Dorn“ u.
î...om>: gutartige Wucherung der Stachelzellen der Haut,
in deren Mitte verhornte Zellen eingelagert sind (Med.).
Ke|ra|to|glo|bus der; -: kugelige Vorwölbung der Horn
haut (Med.). Ke|ra|to|ko|nus der; -: kegelförmige Vor
wölbung der Hornhaut (Med.). Ke|ra|to|ly|se die; -, -n
(zu î ...lyse): Auflösung der Hornsubstanz der Haut durch
erweichende Mittel zu therapeutischen Zwecken (Med.).
Kelraltom das; -s, -e (zu t...om>: Horngeschwulst der
Haut (Med.). Ke|ra|to|ma|lalzie die; -, ...ien: Entzün
dung der Augenhornhaut mit allmählicher Hornhauter
weichung (Med.). Ke|ra|to|me|ter das; -s, - (zu t'...me
ter): optisches Messinstrument zur genauen Bestimmung
des Durchmessers (auch des Krümmungsgrades) der
Hornhaut des Auges (Med.). Kelraltolmylkolse die; -,
-n: a) durch Pilze hervorgerufene Erkrankung der Horn
haut des Auges; b) mit Verhornung einhergehende Haut
pilzkrankheit (Med.). Kelra|to|ny|xis die; -, ...xen (zu
gr. nÿxis „das Stechen“): operativer Eingriff an der Horn
haut des Auges, Punktion der ICornea (Med.). Kelraltophyr der; -s, -e (zu gr. phÿrein „(ver)mischen“): ein Er
gussgestein (Geol.). Ke|ra|to|plas|tik die; - (zu T'Plas
tik): operative Hornhautüberpflanzung zum Ersatz für
711
erkrankte Hornhaut (Med.), kelraltös (zu t...ös>: aus
Hornzellen bestehend, verhornt (Med.). Ke|ra|to|se die:
-, -n (zu î '...ose): Verhornung (bes. der Haut; Med.). Keraltolskop* rfas; -s, -e (zu t...skop); optisches Instru
ment zur Bestimmung der Krümmung der Augenhorn
haut. kelraltpltisch (zu Î ...otisch>: verhornt (von Zell
verbänden; Med.)
Kerlbelros der; -, -se (nach dem gleichnamigen Hund der
griech. Mythologie, der den Eingang der Unterwelt be
wacht): svw. Zerberus
Ke|rek|ta|sie* die; - (verkürzt aus Tkerato... u. TEktasie):
svw. Keratokonus
Kelrenrfze (Plur.) (ausgr. Kërai (Plur.) „Todesgöttinnen “):
dämonische Wesen der griech. Mythologie, die Tod u.
Verderben bringen
Kerlman u. Kirman der; -[s], -s (nach der iran. Stadt u.
Provinz Kerman): wertvoller handgeknüpfter Teppich,
meist mit einem charakteristischen rautenförmig geglie
derten Ranken- od. Blumenmuster
Kerlnit [auch ... mt] der; -s (nach dem Ort Kern in Kalifor
nien (USA) u. zu t2...it): ein weißes od. farbloses borhalti
ges Mineral
Kern|ma|te|rie [..ja] die; - (zu dt. Kern u. T Materie): Bez.
für die im Inneren von schweren Atomkernen sowie in be
stimmten Sternen vorliegende, nur aus ÎNukleonen beste
hende Materie sehr hoher Dichte
Kerinosifer; -, ...noi [...noy] (aus gleichbed. gr. kérnos, Ne
benform von kérnon): rundes Kultgefäß mit einem Kranz
kleiner Schälchen, vor allem in der ägäischen Frühzeit
(3.-2. Jahrtausend v. Chr.) u. im Eleusinischen Kult der
griech. Kultur
Kernlphylsik die; - (zu dt. Kern u. t Physik): Zweig der
Physik, in dem die Struktur der Atomkerne sowie die
Wechselwirkung von Atomkernen untereinander, von
Kernen mit ihren Bestandteilen u. mit den übrigen Ele
mentarteilchen untersucht werden. Kern|re|ak|ti|on<7z'e;
-, -en: Umwandlung des Atomkerns durch Stöße von [Ele
mentarteilchen. Kern re ak tor der; -s, -en: svw. Reak
tor (1). Kern spek tro sko pie* t/ze; -: Teilgebiet der
Kernphysik, das die Eigenschaften der Atomkerne bei
verschiedenen Energieniveaus, die Übergänge zwischen
den einzelnen Niveaus u. die Energiespektren der Kern
strahlung untersucht. Kernlspekltrum* das; -s, ...tren:
Spektrum, das beim Übergang angeregter Atomkerne in
den energetischen Grundzustand entsteht (Kernphys.).
Kernlspini/er; -s, -s: Gesamtdrehimpuls (vgl. Spin) eines
Atomkerns. Kernlspin|to|mo|gra|fie, auch ...gra
phie die; -, -n [,,,i:ən]: die Darstellung von Weichteil
strukturen auf dem Bildschirm ermöglichendes diagnosti
sches Verfahren, das das Verhalten des Spins von Atom
kernen in hochfrequenten Magnetfeldern nutzt u. die
dabei ausgesandte elektromagnetische Hochfrequenz
strahlung computermäßig auswertet (Med.)
Kelrolgendas; -s, -e (zugr. kerös „Wachs“ u. t...gen): or
ganische Substanz der Ölschiefer (Mineral.). Kelrolgrafie.auch ...gra phiedie; - (zu î...grafie>: 1. Wachsmale
rei. 2. altes Verfahren zum Druck von Landkarten mittels
versilberter, mit einer dünnen Wachsschicht überzogenen
Kupferplatten. ke|ro|i|disch (zu f2...id>: (veraltet)
wachsartig, -ähnlich. Kelrollith [auch ... ht] der; Gen. -s
u. -en, Plur. -e[n] (zu t...lith>: Wachsstein, ein meerschaumähnliches Mineral. Kelrolmanltie die; - (zu gr.
manteia „Weissagung“): (veraltet) Wahrsagerei aus
Wachs. Kelrolplasltik vgl. Zeroplastik. Kelrolsin das;
-s (zu T.. .in ( 1 )) : der im Erdöl vorkommende Petroleuman
teil, der bes. als Treibstoff für Flugzeug- u. Raketentrieb
werke verwendet wird
Kerrleflfekt der; -s (nach dem engl. Physiker J. Kerr
(1824-1907) u. zu tEffekt): unter der Einwirkung eines
Key-Account-Management
elektrischen Feldes auftretende Doppelbrechung von
Lichtstrahlen
Kerlrie [...io] die; -, -n (nach dem engl. Botaniker W. Kerr
(fl814) u. zu t,,,ie): Ranunkelstrauch, Goldnessel (ein
Zierstrauch der Rosengewächse)
Kerlsanltit [auch ... tlt] der; -s, -e (nach dem Fundort Kersanton in der Bretagne u. zu J2...it): ein vorwiegend aus
ÎPlagioklas u. ÎBiotit, auch aus t Augit bestehendes Er
gussgestein (Geol.)
Ker sey ['kə:zɪ] der: -s (aus gleichbed. engl. kersey, nach
dem Dorf Kersey in der engl. Grafschaft Suffolk) : ein gro
ber Stoff in Köperbindung, der früher für Militärmäntel
verwendet wurde
Kelrubvgl. Cherub
Kelryglmarfas1; -s (ausgr. kërygma, Gen. kërÿgmatos „das
durch den Herold (gr. kêryx) Ausgerufene“): Verkündi
gung, bes. des tEvangeliums (Rel.). keiryg ma tisch;
zur Verkündigung gehörend; predigend. Kelrylkeilon
das; -s, ...keia (ausgleichbed.gr. kërÿkeion): Heroldsstab;
vgl. Caduceus
Kelschanu. Kaschan der; -[s], -s (nach der iran. Stadt Kaschan): fein geknüpfter Woll- od. Seidenteppich mit rei
cher Musterung
Ket... vgl. Keto...
Ketlchup*, auch Ketschup ['ketʃap, engl. 'kɛtʃəp] der od.
das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. ketchup, dies aus malai.
këchap „gewürzte Fischsoße“): pikante, dickflüssige [Tomaten]soße zum Würzen von Speisen
Kelten das; -s (Kunstw.; von Aceton hergeleitet; vgl. ...en):
ehern. Verbindung, in deren Molekülen eine Ketogruppe
durch eine Doppelbindung mit einem weiteren Kohlen
stoffatom verbunden ist. Kelto..., vor Vokalen meist
Ket... (zu tKeton): Wortbildungselement der Chemie mit
der Bedeutung „Ketonverbindungen enthaltend“, z.B.
Ketose. Ke|to|aci|do|se [...atsi...] die; -, -n: TAcidose
durch vermehrte Bildung von Ketonen (Med.), keltogen (zu t...gen): eine Ketose (1) erzeugend (Med.). Ketolgruplperfze; -, -n: svw. Carbonylgruppe. Kelton das;
-s, -e (Kunstw.; von Aceton wegen des ähnlichen Aufbaus
hergeleitet): organische Verbindung mit einer od. mehre
ren Carbonylgruppen, die an Kohlenwasserstoffreste ge
bunden sind. Ke|to|nälmi_e* die; -, ...ien (zu T...ämie>:
svw. Acetonämie. Keltonlurie*die; -, ...ien (zu t...urie):
svw. Acetonurie. Ke to se die; -, -n (zu îKeto... u.
T'-2...ose): 1. vermehrte Bildung von tAceton im Blut
(Med.); vgl. Acetonämie. 2. einfacher Zucker mit einer
CO-Gruppe (Carbonylgruppe)
Ketsch die; -, -en (aus gleichbed. engl. ketch): 1. (ohne
Plur.) eine Takelungsart von zweimastigen Segelbooten.
2. zweimastiges Segelboot, dessen hinterer, kürzerer Mast
hinter dem Ruder steht
Ketl schuavgl. Quechua
Ketlschup* ['kɛtʃap, engl. 'kɛtʃəp] vgl. Ketchup
Kettlcar® [ ketkam] der; -s, -s (anglisierende Bildung zu dt.
Kette u. zu engl. car „Auto“): mit tPedalen (1) über eine
Kette angetriebenes Kinderfahrzeug
Keltulba die; -, ...bot (aus hebr. ketubbä „Schriftstück“ zu
kätav „schreiben“): der jüd. Ehevertrag, der nach festem
Grundmuster vom Ehemann der Frau auszustellen ist.
Keltulbimüfe (Plur.) (aus gleichbed. hebr. ketûvîm, eigtl.
„Schriften“): hebr. Bez. für Hagiographa
Kevllar® das; -s (Kunstw.): extrem reiß- u. zugfeste Kunst
faser für hohe Belastungen (z.B. in Fahrzeugreifen)
Kelwir vgl. Kawir
Key-Ac|count-Ma|nage|ment ['ki:əkaʊntmænɪdʒmənt]
das; -s, -s (zu engl. key account „Hauptkunde, -auftraggeber, -klient“ (dies zu key „Schlüssel; Haupt-, Schlüssel-“
u. account „wichtiger Geschäftspartner, Kreditkunde“) u.
Î Management): Management, das für den Kontakt zu
Key-Account-Manager
Großkunden zuständig ist.
der; -s,
Î Account-Mana
ger, der bes. beratungsintensive neuartige Produkte vor
stellt u. in den Markt einführt. Keylboard ['ki:bɔ:d] das;
-s, -s (aus gleichbed. engl. keyboard, eigtl. „Klaviatur,
Tastatur“): 1. (bes. im Jazz u. in der Rockmusik verwen
detes) Tasteninstrument (z. B. elektronische Orgel, Î Syn
thesizer). 2. Tastatur von Rechenanlagen u. Computern
zur Informationseingabe (EDV). Keylboarlder [,,,bɔ:du]
der; -s, jmd., der Keyboard spielt. Keylcode [..,'kood]
der; -s, -s (aus engl. key code „Schlüsselcode“; vgl. Code):
Einrichtung zur elektronischen Sicherung von Wertsa
chen, Geräten u. Anlagen, meist in Form einer Zahlen
kombination, z. B. bei Geldkarten, Autotelefonen u.a.
Keyne|sila|nis|mus [keinz...] der; - (zu engl. keynesian
„keynesianisch“ nach dem brit. Volkswirtschaftler J. M.
Keynes, 1883-1946) u. t...ismus ( 1)>: wirtschaftstheoreti
sche u. -politische Konzeption, die das ökonomische Den
ken nach dem 2. Weltkrieg lange Zeit geprägt hat
Keyltiltle ['ki:'taɪtl] der; -, -s (aus engl. key title „Schlüssel
titel“): standardisierter Kurztitel von Periodika, der zu
sammen mit der Î ISSN in einem Index verzeichnet wird
’Khalki [ ka:...] das; -[s] (aus gleichbed. engl. khaki, dies
aus pers. -Hindi khäkl „staub-, erdfarben“ zu pers. khäk
„Staub, Erde“): Erdfarbe, Erdbraun. 2Kha|ki der; -[s] (zu
Î ’Khaki): gelbbrauner Stoff [für Tropenuniformen]
Khamlsin [kam...] vgl. Kamsin
Khan [’kam] der; -s, -e (aus mongol.-türk, hän, älter hakän):
1. mongol.-türk. Herrschertitel. 2. Statthalter im 16. Jh. in
Persien. Khalnat das: -[e]s, -e (zu Î...at (l)): a) Amt eines
Khans; b) Land eines Khans
Kheldilve [ke...vo] der; Gen. -s u. -n, Plur. -n (aus pers.türk. hediw „Fürst“, eigtl. „kleiner König“): Titel des Vi
zekönigs von Ägypten (bis 1914)
Khilpu [ kipu] das; -[s], -[s] (aus Quechua (einer südamerik.
Indianersprache) quipu): svw. Quipu
Khutltar [ko...] der; -s, -e (aus gleichbed. Hindi katär, dies
zu sanskr. karttikä „Dolch“): ind. Dolch mit kurzer Stoß
klinge u. leiterförmigem Griff
Kilang der; -s, -s (aus gleichbed. tibet. kiang): tibetischer
Halbesel
’Kiblbuz der; -, Plur. -im u. -e (aus gleichbed. hebr. qibbüs,
eigtl. „Versammlung, Gemeinschaft“): Gemeinschafts
siedlung in Israel. 2Kib|buz u. Kubbuz das; -, Plur. -im u.
-e (aus gleichbed. hebr. qubbüs): das Vokalzeichen für u
im Hebräischen. Kiblbuzlnik der; -s, -s (aus gleichbed.
hebr. qibbûsnîq): Mitglied eines Kibbuz
Kilbitlka ¿//e; -, -s u. Kilbitlke die; -, -n (aus gleichbed.
russ. kibitka): 1. Filzzelt asiat. Nomadenstämme. 2. russ.
Bretterwagen. 3. russ. Schlitten mit einem Mattendach
Kilbla* die; - (aus gleichbed. arab. qibla): die Richtung
nach Mekka, in die sich die Moslems beim Gebet wenden
Kick der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. kick zu to kick „sto
ßen, treten“): 1. a) (ugs.) Tritt, Stoß (beim Fußball); b)
[An]stoß. 2. a) Hochstimmung, Erregung, rauschhafter
Zustand; b) durch Î Drogen (1) hervorgerufene Hochstim
mung. Kick-and-Rush [,,,ənd'rʌʃ] der od. das; - (aus
engl. to kick and to rush „schießen und stürmen“): plan
loses Nach-vorn-Spielen des Balls (bes. im britischen u.
irischen Fußball). Kick-back, auch Kicklback [,,,bɛk]
der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. kickback, eigtl. „Prozen
te“, zu to kick back „zurück-, einbehalten“): (Jargon) Ra
batt o. Ä., der offiziell gewährt wird, aber an den Auftrag
geber od. den Auftragsvermittler fließt. Kicklbolxen
das; -s: Kampfsportart, bei der die Gegner sowohl boxen
als auch mit bloßen Füßen treten. Kick-down, auch
Kickldown [kik daun] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
kick-down zu to kick down „niedertreten“): starkes
Durchtreten des Gaspedals (z.B. zum raschen Beschleu
Partnerunternehmen
u.
Key-Aclcount-Malnalger
712
nigen). kilcken (nach engl. to kick „stoßen, treten“):
(ugs.) Fußball spielen. Kilcker der; -s, -[s]: (ugs.) Fuß
ballspieler. Kick-off, auch Kickloff ¿ter; -s, -s (aus
gleichbed. engl. kick-off zu to kick off „wegstoßen, weg
schlagen“): (Schweiz.) Beginn, Anstoß beim Fußballspiel.
Kicklstarlter der; -s, - (aus gleichbed. engl. kick starter):
Anlasser bei Motorrädern in Form eines Fußhebels
Kicklxia ['kɪksia] die; -, ...ien [...ion] (aus gleichbed. nlat.
kickxia; nach dem belg. Botaniker J. Kickx, 1775-1831):
baumartiges Hundsgiftgewächs der westafrik. Tropenwäl
der, das Kautschuk liefert
’Kid das; -s, -s (aus gleichbed. engl. kid, eigtl. „Kitz, Zick
lein“): feines Kalb-, Ziegen-, Schafleder; vgl. 2Kids.2Kid
das; -s, -s (meist Plur.) (aus engl.-amerik. kid „Jugendli
cher“): (Jargon) Kind, Jugendlicher (im Alter von 10 bis
13 Jahren)
Kildalris die; -, ...reis (aus gleichbed. gr. kidaris): 1. griech.
Name für die Kopfbedeckung der altpers. Könige. 2. in
der t Septuaginta die hohe Mütze des jüd. Hohepriesters
Kiddusch der; -, -im (aus hebr. qiddüs „Heiligung“ zu qädas „heilig sein“): jüd. Gebet am Sabbat od. Feiertag
kidlnaplpen [kitnɛpn] (aus gleichbed. engl. to kidnap,
eigtl. „Kinder stehlen“): einen Menschen, bes. ein Kind,
entführen [um Lösegeld zu erpressen]. Kidlnaplper der;
-s, - (aus gleichbed. engl. kidnapper): jmd., der kidnappt.
Kidlnaplping das; -s, -s (aus gleichbed. engl. kidnap
ping): Entführung eines Menschen; Kindesraub. ’Kids:
Plur. von l2Kid.2Kids die (Plur.): Handschuhe aus 'Kid
Kielsellgallmei der; -s (zu tGalmei): svw. Kalamin
Kielselrit [auch ,,,'rɪt] der; -s, -e (nach dem dt. Naturfor
scher D. G. Kieser (1779-1862) u. zu t2...it>: ein weißes
bis gelbliches Mineral, das als körnige Masse z.B. in Ka
lisalzlagerstätten in Norddeutschland vorkommt
Kiez der; -es, -e (wohl aus dem Slaw., vielleicht zu älter
slaw. *chyza, *chyz’ „Haus, Hütte“, Herkunft unsicher):
1. (landsch.) Fischersiedlung, -hütte. 2. a) (landsch.) abge
sonderter Ortsteil; Wohnbezirk, in dem man sich hei
misch fühlt; b) (Jargon) Stadtviertel, in dem ÎProstituier
te u. Strichjungen ihrem Gewerbe nachgehen; Strich
Kif der; -[s] (zu engl. kef, kif „Haschisch“ aus gleichbed.
arab. kef, kaif, eigtl. „Wohlbefinden“): (Jargon) tabak
ähnliche Mischung von getrockneten Hanfblättern; ÎHa
schisch, t Marihuana, kif If en: (Jargon) Haschisch od.
Marihuana rauchen. Kiflfer der; -s, -: (Jargon) jmd., der
Haschisch od. Marihuana raucht
Kilkulmon das; - (aus jap. kikumon „Chrysanthemenwap
pen“): das kaiserliche Wappen von Japan, eine 16-blättrige Chrysanthemenblüte
Kille [kɪ' le:] das; -[s], -[s] (aus gleichbed. türk, kile zu käla
„messen“): altes türk. Hohlmaß unterschiedlicher Größe
Killim der; -[s], -[s] (aus türk, kilim): svw. Kelim
killien (aus gleichbed. engl. to kill): 1. a) (ugs.) jmdn. töten;
b) (ugs.) etwas verhindern, zunichtemachen, vernichten.
2. (Seemannsspr.) leicht flattern (von Segeln). Killler der;
-s, - (aus gleichbed. engl. killer): (ugs.) jmd., der [in frem
dem Auftrag] jmdn. tötet. Killlerlphälnolmen das; -s:
Erscheinung, dass bestimmte Stämme von Pantoffeltier
chen mithilfe eines durch den Î Kappafaktor erzeugten
Stoffes andere Stämme abtöten (Biol.). KilIlerlsaitel|lit
der; -en, -en: Î Satellit (3), der die Aufgabe hat, andere
Flugkörper im All zu zerstören. Kil|ler|vi|rus [...v...] das,
auch der; -, ...viren: svw. Computervirus. Kil|ler|zel|len
die (Plur.): sensibilisierte tLymphozyten, die die Zellsub
stanz anderer Zellen schädigen (Med.)
Kiln der; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. kiln, dies über mittelengl. kilne, kulne aus lat. culina „Herd“): Schachtofen zur
Holzverkohlung od. Metallgewinnung (Bergw.)
Killo das,; -s, -[s] (aber: 5 -) (verselbstständigt aus (Kilo...):
Kurzform von (Kilogramm. Ki|lo... (nach gleichbed. fr.
713
Kinetit
kilo- zu gr. chilioi „Tausende“) : Vorsatz vor Maßeinheiten
Frau empfindet (Med.). 2. (selten) svw. Päderast. Kilnämit der Bedeutung „das Tausendfache“ ( 10'-Fache; in der
die die; - (zu t2...ie): (selten) svw. Päderastie
Datenv. das 2IO-Fache [= 1 024]) der genannten Maßein Kilnalse die; -, -n (zu gr. kinein „bewegen“ u. t...ase>:
heit, z. B. Kilometer; Zeichen k. Ki| Io I bit das; -[s], -[s] (zu
Stoff, der die Wirksamkeit eines ÎEnzyms steigert. Kint 'Bit): Einheit von 1 024 t Bit (EDV); Zeichen kBit. Ki|loästheisie* die; - (zugr. aisthesis „Sinneswahrnehmung“
byte [...bait] das; -[s], -[s]: Einheit von 1024 TByte
u. t2...ie): Bewegungsgefühl, Muskelempfindung (Med.).
(EDV); Zeichen kByte. Killolgraf, auch ...graph ¿>r,Kin|äslthe|sio|me|ter* das; -s, - (zu Î'...meter): Instru
-en, -en (zu t...graf, eigtl. „Tausendschreiber“): ein veral
ment zur Messung der Kinästhesie. Kin|äs|the|tik* die; tetes Vervielfältigungsgerät. Killolgramm das; -s, -e
(zu T2...ik (1)): Lehre von den Bewegungsempfindungen
(aber: 5 -): 1. Maßeinheit für Masse. 2. (veraltet) Maßein
(Med.). kin|äs|the|tisch‘: auf die Muskelempfindung
heit für Gewicht u. Kraft; Zeichen kg; vgl. Kilopond. Kibezogen, bewegungsempfindlich (Med.). Ki|ne|film der;
lolgrammlkallolrie die; -, -n [,,,i:ən]: (veraltet) svw. Ki
-[e]s, -e (Kurzw. aus Awematografischer Film); Filmmate
lokalorie. Killolhertz [auch ki:...] das; -, - (nach dem dt.
rial für die Aufnahme, Vervielfältigung u. Wiedergabe be
Physiker H. Hertz, 1857-1894): Maßeinheit für die Fre
wegter Bilder u. zur Speicherung optischer Signale. Kiquenz (= 1000 Hertz); Zeichen kHz. Killoljoule
nelgramm das; -s, -e (zu gr. kineîn „bewegen“ u.
[...'dju:l, auch ki:...] das; -[s], -: 1 000 Joule; Zeichen kJ.
T ...gramm) : (zum Schutz vor Fälschung angebrachtes) sie
Ki I Io I ka 11 o I rie die; -, -n [...i:sn] : 1 000 Kalorien; Zeichen
gelartiges Bild, dessen Größe u. Farbton sich je nach
kcal. Ki|lo|li|ter [auch ki:...] der; -s, -: 1000 Liter; Zei
Lichteinfall ändert. Kilnem das; -s, -e (zu t...em): a)
chen kl. Killolmelter der; -s, -: 1000 Meter (allgemein
kleinste Einheit nicht verbaler Kommunikation, z.B.
übliche Maßeinheit für größere Entfernungen); Zeichen
Kopfnicken; b) kleinste Einheit der Taubstummenspra
km. Ki|lo|me|terlpau|scha|le die; -, -n: nach der An
che. Kilnelmalthek die; -, -en (Kurzw. aus 1 Kinematozahl der zurückzulegenden Kilometer u. einem festen Satz
grafie u. Î ...thek); a) Sammlung wissenschaftlicher od.
errechneter Betrag, den jmd., der täglich mit seinem eige
künstlerisch wertvoller Filme; b) Raum od. Gebäude, in
nen Fahrzeug zur Arbeitsstätte fährt, steuerlich absetzen
dem eine Filmsammlung aufbewahrt wird. Kilnelmaltik
kann, killolmeltrielren* (zu t..deren): [Straßen, Flüsse
die; - (zu gr. kinema, Gen. kinëmatos „das Bewegte, die
usw.] mit Kilometersteinen versehen. ki|lo|me|trisch*:
Bewegung“ u. T2...ik (1)>: Teil der (Mechanik (1), Bewe
die Kilometer betreffend, auf dem Kilometer als Maßein
gungslehre (Phys.). Ki|ne|ma|ti|ker der; -s, -: Fachmann
heit beruhend, in Kilometern. Ki|lo|new|ton [,,,'nju:tn,
auf dem Gebiet der Kinematik (Phys.), kilnelmaltisch:
auch ki:...] das; -s, -: lOOONewton; Zeichen kN. Killodie Kinematik betreffend; sich aus der Bewegung erge
ohm [auch ki:...] das; -s, - (nach dem dt. Physiker Georg
bend (Phys.); kinematische Viskosität: Quotient aus dyna
S. Ohm, 1789-1854): Maßeinheit für den elektr. Wider
mischer Viskosität u. Dichte der Flüssigkeit. Kilnelmastand ( = 1 OOOOhm); Zeichen kV. Ki|lo|paslcal [...'kal,
to graf, auch ...graph der; -en, -en (aus gleichbed. fr. ci
auch ki:...] das; -s, -: 1000Pascal; Zeichen kPa. Killonématographe zu gr. kinema (vgl. Kinematik) u. t ...graf):
ppnd [auch ki:...] das; -s, -: 1000Pond (ältere Maßein
der erste Apparat zur Aufnahme u. Wiedergabe bewegter
heit der Kraft); Zeichen kp. Ki|lo|pondlme|ter das; -s,
Bilder. Kilnelmaltolgralfie, auch ...gralphie die; - (zu
-: ältere Maßeinheit für Arbeit u. Energie; Zeichen kpm.
Î...grafie): 1. Verfahren zur Aufnahme u. Wiedergabe von
Killo pond selkun de die: -, -n: ältere Maßeinheit des
bewegten Bildern. 2. Filmkunst, Filmindustrie, kilnematografisch, auch ...graiphisch (zu Î...grafisch):
Kraftstoßes od. Kraftimpulses; Zeichen kps. Killoltonne die; -, -n: 1 OOOTonnen; Zeichen kt. Killolvolt [...v...,
die Kinematografie betreffend (Film). Ki|ne|plas|tik
die; -, -en (zu gr. kinein „bewegen“ u. Î 'Plastik): t 'Plastik
auch ki;...] das; Gen. - u. -[e]s, Plur. -: 1 000 Volt; Zeichen
kV. Ki|lo|volt|amlpere [,..'pe:ç, auch ki:...] das; -[s], -:
(2), die die Kraft von Muskelstümpfen zur Bewegung von
Prothesenteilen nutzt (Med.). Kilnelse die; -, -n (aus gr.
1 000Voltampere; Zeichen kVA. Ki|lo|watt [auch ki:...]
das; -s, -: 1000Watt; Zeichen kW. Killolwattlstunlde
kinesis „Bewegung“); durch Reize hervorgerufene Ge
schwindigkeitsänderung bei der Ortsbewegung von Tieren
[auch ki:...] die; -, -n: Leistung an elektrischer Î Energie
(Physiol.). Ki|ne|si|altrik* rf/e; - (zu gr. iatrikê (téchné)
(2) von einem Kilowatt während einer Stunde; Zeichen
„Heilkunst“): svw. Kinesiotherapie. Kilnelsik die; - (zu
kWh
T2...ik (1)): Wissenschaft, die sich mit der Erforschung
Kilt der; -[e]s, -s (aus gleichbed. engl. kilt zu to kilt „auf
nichtverbaler Kommunikation (z.B. Gestik, Mimik) be
schürzen“, dies aus gleichbed. dän. kilte, schwed. kilta): a)
fasst. Ki|ne|sio|lolge der; -n, -n (zu t,,,loge): Fachmann
bunt karierter schottischer Faltenrock für Männer; b) ka
auf dem Gebiet der Kinesiologie. Ki|ne|sio|lolgie die; rierter Faltenrock für Damen
(zu T...logie>: 1. Lehre von der (Physiologie der Bewe
Kimlberllit [auch ...'lit] der; -s, -e (nach der Stadt Kimber
gungsabläufe u. den damit zusammenhängenden Fragen
ley in Südafrika u. zu T2...it): diamantenhaltiger, vulkani
(Med.). 2. Verfahren in der Naturheilkunde, dessen Unscher Tuff (Geol.)
tersuchungs- u. Behandlungsgegenstand die Muskulatur
Kimmeridge [,,,rɪdʒ] das; - (nach dem gleichnamigen Ort
ist. Kilnelsiolthelralpie die; -: Heilgymnastik, Bewe
in Südengland): Name für einen Teil des Oberen GJuras
gungstherapie (Med.), kilnelsisch: die Kinesik betref
(in Norddeutschland, England u. Frankreich; Geol.)
fend. kilnet..., Kilnet... vgl. kineto..., Kineto... Ki|nekimlmelrisch (nach dem früher in Südrussland ansässigen
tik die; - (zu gr. kinétikós „die Bewegung betreffend“, dies
Stamm der Kimmerier): die beiden ältesten Faltungspha
zu kinein „in Bewegung setzen“; vgl. f 2...ik ( 1 )> : 1. Lehre
sen der Alpen u. anderer Hochgebirge betreffend (Geol.)
von der Bewegung durch Kräfte (Phys.). 2. Richtung der
Kilmolno [auch ki:..., 'kɪm...] der; -s, -s (aus jap. kimono
modernen Kunst, in der mit beweglichen Objekten, Bewe
„Gewand“, eigtl. „Zeug zum Anziehen“): kaftanartiges
gungen, Spiegelungen von Licht o. Ä. optisch variable Er
japan. Gewand für Männer u. Frauen mit angeschnitte
scheinungsbilder erzeugt werden (Kunstw.). Kilneltin
nen Ärmeln
das; -s, -e (zu T...in (1)>: Umwandlungsprodukt von t Des
Kin das; -, - (aus gleichbed. chin, ch’in): chines. Sammeloxyribonukleinsäuren, das starken Einfluss auf die Zell
bez. für 5- bis 25-saitige zitherartige Saiteninstrumente
teilung hat (Biol.). kilneltisch (aus gleichbed. gr. kinêtiKilna das; -[s], -[s] (melanes.); Währungseinheit in Papuakós): bewegend, auf die Bewegung bezogen; kinetische
Neuguinea; Abk. K
Energie: Bewegungsenergie (Phys.); kinetische Kunst:
Ki nälde der; -n, -n (zu gr. kinaidos „männliche Hetäre“,
svw. Kinetik (2). Kilneltit [auch ...tit] das; -s (Kunstw.;
eigtl. „Unzüchtiger“): 1. Mann, der geschlechtlich als
kineto
zu gr. kineɪn „bewegen“ u. t '...it): ein Sprengstoff, kilnevor Vokalen meist kinet..., Kinet... <zu
gr. kinëtikôs „die Bewegung betreffend“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „die Bewegung, Bewegungs
abläufe betreffend“, z. B. kinetografisch, Kinetophon, Ki
netik. Kilneltolgralfie, auch ...gralphie die; - (zu
t...grafie): [Bewegungsjschrift, die die tänzerischen Be
wegungen mit besonderen Zeichen festhält, kilneltografisch, auch ...gralphisch (zu Î...grafisch): die Kinetografie betreffend. Ki|nelto|melta|mor|pho|se die;
-, -n: Gesteinsumwandlung infolge Îtektonischer Bewe
gungsvorgänge im Erdinnern (Geol.). Kilneltolphon,
auch ...fon das; -s, -e (zu T...phon>: erster Apparat zur
gleichzeitigen Bild- u. Tonwiedergabe beim Vorführen ei
nes Films. Kilneltolse die; -, -n (zu t'...ose>: durch Rei
zung des Gleichgewichtsorgans erregte Bewegungskrank
heit (z.B. See- u. Luftkrankheit; Med.). Kilneltolskop*
das; -s, -e (zu t...skop): ein kinematografisches Aufnah
me- u. Betrachtungsgerät
’King der od. das; -[s], - (aus gleichbed. chin, ch’ing): aus 12
aufgehängten Klingsteinen bestehendes chines. Schlagin
strument
2King der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. king, eigtl. „König“):
(Jargon) jmd., der in einer Gruppe, in seiner Umgebung
als Anführer gilt, bei den anderen das größte Ansehen ge
nießt. King-Charles-Spa|ni|el [,,,'tʃɑ:lz,,,niəl] der; -s, -s
(nach dem engl. König Karl II. (t 1685), der ein Liebhaber
dieser Hunderasse war): eine engl. Zwerghunderasse.
Kinglsize [...saiz] die, auch das: - (aus gleichbed. engl.
king-size, eigtl. „Königsformat“): Großformat, Überlän
ge [von Zigaretten]
Kilnin das; -s, -e (meist Plur.) (Kunstw.; zu gr. kineln „be
wegen“ u. t ...in (1)>: aus t Aminosäuren zusammengesetz
te Substanz im pflanzlichen, tierischen u. menschlichen
Organismus (Biochem.)
Kin king das; -s, -s (zu engl. to kink „(ab)knicken“): Ab
knickung eines Blutgefäßes, wodurch es zu einer Î Stenose
kommt (Med.)
Kinlnalra der; -[s] (aus gleichbed. sanskr. kimnara, eigtl.
„Was für ein Mensch?“): ein ind. mythologisches Wesen
mit Vogelunterleib u. menschlichem Oberkörper (meist
dargestellt als Begleiter von Götter- u. Buddhafiguren)
Kinlnor der; -[s], ...im (aus gleichbed. hebr. kinnör): a) eine
in ganz Vorderasien verbreitete Leier; b) das Instrument
König Davids im Alten Testament
Kilno das; -s, -s (Kurzw. für 1 Kmematograf): 1. Filmthea
ter, Lichtspielhaus. 2. Filmvorführung, Vorstellung im Ki
no (1)
Ki non glas® das; -es (Kunstw.): nicht splitterndes Sicher
heitsglas
Kjnltopp der od. das; -s, Plur. -s u. ...töppe (scherzhafte
berlinische Verkürzung für TKinematograf): (ugs.)
Kino
Kinlzilgit [auch ...git] der; -s (nach dem Kinzigtal im
Schwarzwald u. zu t2...it): grafithaltiger, granatreicher
Gneis
Ki I o I ni Itis die; -, ...itiden (zu gr. kiön „Säule; Zäpfchen“ u.
T ...itis): Entzündung des Gaumenzäpfchens (Med.)
Kilosk [auch kiɔsk] der: -[e]s, -e (über gleichbed. fr. kiosque
aus türk. kö§k „Gartenpavillon“, dies zupers. göse „Win
kel, Ecke“): 1. Verkaufshäuschen [für Zeitungen, Geträn
ke usw.]. 2. orientalisches Gartenhäuschen. 3. erkerarti
ger Vorbau vor den oberen Räumen orientalischer Paläs
te. Ki|osk|ter|milnal [,,,to:nminəl, ...teer...] der, auch
das; -s, -s: Informationseinrichtung mit Computern u.
[Groß]bildschirmen an öffentlichen Standorten, z.B. auf
Bahnhöfen, Messen u.Ä.
Kip pa u. Kiplpah die; -, ...pot (aus hebr. kippä „Kappe“,
eigtl. „Kuppel“): kleine, flache Kopfbedeckung der jüdi
to..., Ki ne to...,
714
schen Männer, die (aus Ehrfurcht vor Gott) während reli
giöser Handlungen getragen wird
Kipiper der; -[s], -[s] (aus gleichbed. engl. kipper): gepökel
ter, geräucherter Hering
kiplpis (finn.y. prost!
Kips das; -es, -e (meist Plur.) (aus engl. kips (Plur.) „unge
gerbte Felle“): getrocknete Haut des IZebus
Kir der; -s, -s (aber: 3 -) (nach dem Bürgermeister von Di
jon, Felix Kir, 1876-1968): aus Johannisbeerlikör u. tro
ckenem Weißwein bestehendes alkoholisches Mixgetränk;
Kir royal [...roa'jal] : aus Johannisbeerlikör u. Sekt ge
mischtes Getränk
Kirlchenlfalbrik* die; -, -en (Lehnübersetzung von mlat.
fabrica ecclesiae „Kirchenvermögen“ (urspr. die Kir
chenbauhütte, die für die Erhaltung der Baulichkeiten zu
ständig war)): Stiftungsvermögen einer kath. Kirche, das
dem Bau u. der Erhaltung der Kirche dient
Kirlke vgl. Circe
Kirlman vgl. Kerman
Kirlri der; -, -s (aus dem Afrik.): keulenförmige Waffe südafrik. Völker
Kisllew der; - (aus gleichbed. hebr. kislëw): dritter Monat
im jüd. Kalender (November/Dezember)
Kis met das; -s (über türk, kismet aus arab. qisma „Zuge
teiltes“): das dem Menschen von Allah zugeteilte Los
(zentraler Begriff der islam. Religion)
Kislsing Ul cers [- 'ʌlsəz] die (Plur.) (zu engl. to kiss „küs
sen“ u. ulcer „Geschwür“): Doppelgeschwür an der Vor
der- u. Hinterseite des Magens (Med.)
Kisltolphglros der; -, ...ren (aus gleichbed. gr. kistophóros, eigtl. „Kistenträger“, zu kiste „Kasten“ u. phoreîn, Nebenform von phérein „tragen“ (weil auf der
Vorderseite ein Korb mit einer herauskriechenden
Schlange abgebildet ist)): antike Münze in verschiede
nen kleinasiatischen Städten (ab 2. Jh. v. Chr.); vgl. Zis
tophoren
Kislwa die; -, -s (aus arab. kiswa „Bekleidung“ zu kasä
„kleiden, bekleiden“): kostbares Tuch aus schwarzem
Brokat, das während der großen Wallfahrt die t Kaaba in
Mekka bedeckt
Kit das od. der: -[s], -s (aus engl. kit „Ausrüstung“): Satz be
stimmter zusammengehöriger Dinge
Kitlchelnette [kɪʧə'nɛt] die; -, -s (aus gleichbed. engl. kit
chenette, Verkleinerungsform von kitchen „Küche“; vgl.
...ette): Kochnische, sehr kleine Küche
Kitlfuchs vgl. Kittfuchs
Kilthalra die; -, Plur. -s u. ...aren (über lat. cithara aus
gleichbed. gr. kithära): bedeutendstes altgriech. 4- bis
18-saitiges Zupfinstrument mit kastenförmigem ÜKorpus
.
(3)
KiIthaIrisItik die; - (aus gr. kitharistikê (téchnê)
„Kunst des Kitharaspiels“): Lehre des altgriech. Kithara
spiels. Kilthalrölde* der; -n, -n (aus gleichbed. gr. kitharöidös): Kitharaspieler u. zugleich Sänger im antiken
Griechenland. Kilthalroldie* die; - (aus gleichbed. gr.
kitharöidia): Kitharaspiel als Gesangsbegleitung im anti
ken Griechenland
Kitlta die; -, -s (aus gr. kitta „Eichelhäher“): Vertreter einer
Gruppe elsterartiger Vögel
Kittlfuchs der; -es, ...füchse (Lehnübersetzung von engl.
kitfox zu kitten „Tierjunges“ u. fox „Fuchs“): kleiner, in
den Wüsten Nordamerikas lebender Fuchs mit großen
Ohren
Kilva [,,,va] die; -, -s (aus einer nordamerik. Indianerspra
che): Bez. für eingetiefte runde od. rechteckige Kultstätte
der Puebloindianer im Südwesten der USA
’Kjlwi der; -s, -s (aus Maori (vgl. 'Maori) kiwi, vermutlich
lautmalend): auf Neuseeland beheimateter flugunfähiger
Vogel
2Ki|wi die; -, -s (aus gleichbed. engl. kiwi, weitere Herkunft
715
klassizistisch
ungeklärt): länglich runde, behaarte Frucht mit grünem,
zu clarus „hell, berühmt“): (veraltet) Klarheit, Berühmt
saftigem, säuerlichem Fruchtfleisch
heit
Kjöklkenlmödldinlger vgl. Kökkenmöddinger
Klarlkie [...ia] die; -, -n: eindeutschend für tClarkia
Klalberljasch das; -s, u. Klalberljass u. Kla bri as* das; Klalsis die; -, ...sen (aus gleichbed. gr. klásis zu klän
- (vielleicht über das Jidd. aus niederl. klaverjas, dies zu
„(ab)brechen“): (veraltet) Bruch, das Abbrechen. Klasklaveren „Treff, Kreuz“ (Farbe im Kartenspiel), eigtl.
ma das; -s, ...men (aus gleichbed. gr. klásma. Gen. klás„Kleeblatt“, u. jas „Kartenspiel“): ein altes Kartenspiel
matos): (veraltet) Bruchstück, das Abgebrochene. KlasKlaldgldie [...ja] d/e; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. nlat.
maltolzyt der; -en, -en (zu 1 ...zyt): (selten) svw. Histiozyt
cladodia, vgl. Kladodium): svw. Kladodium. Klaldoldi- Klaslsem das; -s, -e (zu lat. classis „Klasse“ u. t...em
um das; -s, ...ien [...ian] (meist Plur.) (zu gr. kladodes „ast
(Analogiebildung zu Glossern, Lexem u.Ä.)>: 1. semanti
reich“, dies zu kládos, vgl. Kladogenese, u. t...ium): blatt
sches Merkmal, durch das eine ganze Gruppe von Wör
artig verbreiterte Sprossachse, die der t Assimilation (2b)
tern erfasst wird (z. B. bei Substantiven „Lebewesen“
dient: vgl. Phyllokladium. Kla do ge nelse die; - (zu gr.
oder „Sachen“; Sprachw.). 2. das Gemeinsame aller mög
kládos „Spross, Schössling“ bzw. kládion „kleiner
lichen Positionseinnehmer einer Leerstelle (z.B. „Verb“
Zweig“): Artenbildung durch Stammbaumverästelung.
in: Die Kinder ... im Garten; Sprachw.). Klaslselment
Klaidolnie [...ia] die; -, -n (aus gleichbed. nlat. cladonia;
[... mä:, Schweiz, auch ... ment] das; -s, Plur. -s, Schweiz, -e
vgl. '...ie>: Rentierflechte. Kla|do|ze|re die; -, -n (meist
(aus gleichbed. fr. classement zu classe „Ordnung, Klas
Plur.) (zu gr. kládos (vgl. Kladogenese) u. kéras „Horn,
se“ aus lat. classis „Abteilung“): 1. Einteilung; Ordnung.
Fühler“): Wasserfloh
2.Rangliste, Reihenfolge (Sport), klaslsielren (nach
Klaldrulber* der; -s, - (nach dem Gestüt Kladruby in Böh
gleichbed. fr. classer „in Klassen einteilen, ordnen“; vgl.
men): ein Warmblutpferd, Arbeitspferd
...ieren): 1. a) Fördergut (z. B. Steinkohle) nach der Größe
klalmös (aus gleichbed. lat. clamosus zu clamare „schrei
aussortieren (Bergmannsspr.); b) feinkörnige Gemische
en“): (veraltet) laut schreiend
nach der Korngröße trennen. 2. nach bestimmten Merk
Klalmptlte die; -, -n (aus der Gaunerspr.; Herkunft unsi
malen einer Klasse zuordnen. Klaslsielrer der; -s, -: Ge
cher): 1. (landsch.) größerer Stein. 2. (salopp) a) wertloser
rät zur Trennung feinkörniger Gemische nach der Korn
Gegenstand, minderwertiges Stück; b) (meist Plur.) [altes]
größe. Klaslsielrung die; -, -en (zu t...ierung): das Klas
Kleidungsstück. 3. (Jargon) a) längst vergessenes u. wie
sieren. Klas|si|fi|kalti|on die: -, -en (nach fr. classifica
der an die Öffentlichkeit gebrachtes Theaterstück, Lied,
tion „Einteilung, Einordnung“; vgl. ...fikation): 1. das
Buch o.Ä.; b) anspruchsloses Theaterstück
Klassifizieren. 2. das Klassifizierte; vgl. ...ation/...ierung.
Klan der; -s, -e (aus engl. clan, vgl. Clan): 1. Gruppe eines
Klas si fi ka tor der; -s, ...oren (zu t...ator): Sachkata
Stammes, die sich von gleichen Vorfahren herleitet (Völlogbearbeiter (Bibliotheksw.). klassifikaltorisch:
kerk.). 2. eindeutschend für Clan
die Klassifikation betreffend. klas|si|fi|zie|ren (nach
klanldesltin (über fr. clandestin aus gleichbed. lat. clan
gleichbed. fr. classifier; vgl. ...fizieren): 1. [jmdn. od. et
destinus): (veraltet) heimlich; klandestine Ehe: eine nicht
was (z.B. Tiere, Pflanzen)] in Klassen einteilen, einord
nach t kanonischer Vorschrift vor zwei Zeugen geschlos
nen. 2. [jmdn. od. etwas] als etwas abstempeln. Klaslsisene u. daher kirchlich ungültige Ehe. Klanldesltilniltät
fizierung die; -, -en (zu t,,,fizierung): das Klassifizie
die; -, -en (zu t...ität): (veraltet) Heimlichkeit, Verheimli
ren; Klassifikation; vgl. ...ation/...ierung. Klas sik die; chung
(zu lat. classicus (vgl. klassisch) u. î2...ik (2)): 1. Kultur u.
Klalrett der; -s, Plur. -s u. -e (nach fr. clairet „blassroter
Kunst der griech.-röm. Antike. 2. Epoche, die sich Kultur
u. Kunst der Antike zum Vorbild genommen hat. 3. Epo
Wein“ zu clair „hell“ aus lat. clarus) : ein mit Gewürzen
che kultureller Höchstleistungen eines Volkes, die über ih
versetzter Rotwein, klalrielren (aus lat. clarare „deutlich
machen, zeigen“): (Seemannsspr.) 1. klarmachen, ein
re Zeit hinaus Maßstäbe setzt. Klaslsilker der; -s, - (un
ter Einfluss von gleichbed. fr. poète classique nach lat.
satzbereit machen. 2. beim Ein- u. Auslaufen eines Schif
scriptor classicus „erstrangiger Schriftsteller“; vgl. klas
fes die Zollformalitäten erledigen. Klalrielrung die; -,
sisch): 1. Vertreter der Klassik (1, 2). 2. Künstler, Schrift
-en (zu T...ierung): das Klarieren. Klalrilfilkaltilon die;
steller, Wissenschaftler, der allgemein anerkannte, rich
-, -en (aus gleichbed. spätlat. clarificatio zu clarificare,
tungweisende Arbeit auf seinem Gebiet geleistet hat. 3.
vgl. klarifizieren): (veraltet) a) Verherrlichung, Verklä
Sache, die Îklassisch (3) ist. 4. Gegenstand, der tklassisch
rung; b) Erläuterung, klalrilfilzielren (aus gleichbed.
(4) ist. klaslsisch (aus lat. classicus „die (ersten) Bürger
spätlat. clarificare zu lat. clarus „hell, berühmt“ u. facere
klassen betreffend; ersten Ranges, mustergültig“ zu clas
„machen“): (veraltet) berühmt machen, verherrlichen,
sis „Abteilung, Klasse“): 1. die [antike] Klassik betref
verklären
fend, z.B. -e Sprachen (Griechisch u. Latein). 2. a) die
Kla|ri|ga|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. clarigatio,
Merkmale der Klassik tragend (z.B. von einem Kunst
eigtl. „(Geld)strafe (wegen Verletzung der Aufenthaltsbe
werk, einem Bauwerk); b) vollkommen, ausgewogen in
schränkung)“ zu clarigare „laut fordern“): (veraltet) 1.
Form u. Inhalt, ausgereift, Maßstäbe setzend (von Kunst
Forderung nach Genugtuung (vor der Kriegserklärung im
werken, wissenschaftlichen Leistungen, von Formulierun
alten Rom). 2. öffentliche Bekanntmachung (dieser For
gen). 3. altbewährt, seit langem verwendet. 4. mustergül
derung)
tig, zeitlos (in Bezug auf Form od. Aussehen), z. B. ein -es
Klalrilnetlte die; -, -n (unter Einfluss von/r. clarinette aus
Kostüm. 5. (ugs.) toll, großartig; Begeisterung hervorru
gleichbed. it. clarinetto, Verkleinerungsbildung zu clarino
fend. Klaslsilzislmus der; - (zu T...izismus): 1. Nachah
„hohe Trompete“, dies zu claro „hell tönend“ aus lat. cla
mung eines klassischen [antiken] Vorbildes (bes. in der Li
rus „hell“): ein Holzblasinstrument mit einfachem Rohr
teratur des 16. u. 17. Jh.s). 2. Baustil, der in Anlehnung an
blatt am schnabelförmigen Mundstück. Kla|ri|net|tist
die Antike, bes. an röm. Vorbilder, die Strenge der Gliede
der; -en, -en (zu Î...ist): jmd., der [berufsmäßig] Klarinette
rung, Geradlinigkeit u. die Gesetzmäßigkeit der Verhält
spielt
nisse betont. 3. europäischer Kunststil etwa von 1770 bis
Klalrislse die; -, -nu. Klalrislsin die; -, -nen (nach der Or
1830. Klas|si|zist der; -en, -en (zu T...ist>: Künstler des
densgründerin, der hl. Klara von Assisi (1194-1253); vgl.
Klassizismus, klaslsilzisltisch (zu Î ...istisch) : a) den
...isse): Angehörige des 1212 gegründeten Klarissenor
Klassizismus betreffend, zum Klassizismus gehörend; b)
dens, des zweiten (weiblichen) Ordens der Î Franziskaner
die Antike [ohne Originalität] nachahmend. KlaslsilziKlalriltät die; - (aus gleichbed. lat. claritas, Gen. claritatis
716
klastisch
die; - (zu Î ...izität): (veraltet) klassische Mustergültig
keit, Formvollendung
klasltisch (zu gr. klän, erweitert klastázein „(ab)brechen“>: aus den Trümmern anderer Gesteine stammend
(von Sedimentgestein; Geol.)
klaudieren (aus gleichbed. lat. claudere): (veraltet)
[verschließen, einschließen
Klauldilkaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. claudicatio
zu claudicare, vgl. klaudizieren): das Hinken (Med.).
klau|di|zie|ren (aus gleichbed. lat. claudicare): (veral
tet) hinken, lahmen
Klaulse die; -, -n (aus mlat. el(a)usa „Einfriedung, Zelle,
Einsiedelei“ zu lat. clausum „Verschlossenes“, Part. Perf.
von claudere, vgl. klaudieren): 1. Klosterzelle; Einsiede
lei; weltabgeschiedene Behausung. 2. enger Raum, kleines
[Studierjzimmer. 3. a) Engpass, Schlucht (bes. in den Al
pen); b) enger Taldurchbruch durch eine 1 Antiklinale;
vgl. Klus. 4. Frucht der Windengewächse u. Lippenblüt
ler. 5. Damm zum Aufstauen von Bach-, Flusswasser, das
bei Bedarf abgelassen wird u. dadurch die Holzflößerei
ermöglicht; Klausdamm. Klaulsel die; -, -n (aus lat. clau
sula „Schluss; Schlusssatz, Schlussformel; Gesetzesfor
mel“ zu claudere „schließen“): 1. vertraglicher Vorbehalt,
Sondervereinbarung (Rechtsw.). 2. metrische Gestaltung
des Satzschlusses [in der antiken Kunstprosa]. 3. formel
hafter, melodischer Schluss (Mus.); vgl. Kadenz. Klausillie [...io] die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. nlat.
clausilia zu spätlat. clausilium „Verschlussplatte“):
Schnecke mit einem Verschlussmechanismus aus bewegli
chen Schließblättchen (Schließmundschnecke; Zool.).
Klauslner der: -s, - (zu Î Klause): Bewohner einer Klause
(1); Einsiedler. Klausltraltilon* die; -, -en (zu lat. claus
trum (vgl. Klaustrum) u. l...ation): svw. Klaustrophilie.
Klaustrophilie* ¿fíe; -, ...ien (zu T ...philie) : krankhaf
ter Drang, sich einzuschließen, abzusondern; Hang zur
Einsamkeit (Psychol.), klausltrolphob* (zu t...phob
(a)>: an Klaustrophobie leidend; Klaustrophobie zeigend,
auslösend. Klausltrolpholbie* die; -, ...icn (zu T...pho
bie): übersteigerte, zwanghafte Angst vor Aufenthalt in
geschlossenen Räumen (Psychol., Med.). Klausltrum*
das; -s, ...tra (aus Z«r. claustrum, „Verschluss, Gewahr
sam“): (veraltet) abgeschlossener Raum, verschlossener
Ort, Kloster. klau|su|lie|ren (zu îKlausel u. t..deren):
in Klauseln fassen, bringen; verklausulieren. Klaulsur
die; -, -en (aus spätlat. clausura „Verschluss, Einschlie
ßung“ zu claudere „schließen“): 1. (ohne Plur.) Einsam
keit, Abgeschlossenheit. 2. Bereich eines Klosters, der nur
für einen bestimmten Personenkreis zugänglich ist. 3. svw.
Klausurarbeit. Klauisurlar beit die; -, -en: unter Auf
sicht zu schreibende schriftliche Prüfungsarbeit. Klausurtagung die; -, -en: Tagung unter Ausschluss der Öf
fentlichkeit
Klaviaitur [...v...] Æe; -, -en (latinisierend zu fr. clavier
„Tastenreihe, Tastenbrett“ (vgl. Klavier), Analogiebil
dung zu ÎTastatur): Gesamtheit der dem Spiel dienenden
Tasten bei Tasteninstrumenten. Klalvilchord [../kort]
das; -[e]s, -e (aus gleichbed. mlat. elavie(h)ordium zu clavis „Taste“ u. lat. chorda (gr. chorde) „(Darm)saite“): im
12. Jh. entstandenes Tasteninstrument, dessen waagerecht
liegende Saiten mit einem Metallplättchen angeschlagen
werden; Vorläufer des Klaviers. Kla|vi|ci|the|ri|um
[...tsi...] das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mlat. clavicitherium, zu lat. cithara (gr. kithära), vgl. Kithara): ein
Harfenklavier des 16. Jh.s, Vorläufer des Î Pianinos. Kla
vier das; -s, -e (aus fr. clavier „Tastenreihe, Tastenbrett“
zu lat. clavis „Schlüssel“ (mlat. auch „Taste“), dies zu lat.
claudere „schließen“): 1. Musikinstrument mit schwarzen
u. weißen Tasten zum Anschlägen der senkrecht zur Tas
tatur gespannten Saiten. 2. (allgemein für) Tasteninstru
tat
ment mit Klaviatur (z.B. Tafelklavier, Flügel; Fachspr.).
das; -s, -s: a) Komposition für vierhändiges
Klavierspiel od. für zwei Klaviere; b) zwei gemeinsam
musizierende tPianisten bzw. Pianistinnen, klalvielren
(zu Î..deren (nach den Bewegungen der Finger beim Kla
vierspielen)): (ugs.) an etwas herumfingern, klalvielristisch (zu T ...istisch) : a) für das Klavier gedacht; b) die
Technik des Klavierspiels betreffend, ihr gemäß. Klavierkonzert das; -[e]s, -e: 1. Komposition für Klavier
u. Orchester. 2. Konzert (1), in dem Klaviermusik darge
boten wird. Klalvierlmelchalnik die; -: Gesamtheit der
den Anschlag übertragenden Teile des Klaviers. Klaviermusik die; -, -en: für Klavier komponierte Musik.
Klalvierlquarltett das; -[e]s, -e: a) Komposition für drei
Streichinstrumente u. Klavier; b) die vier Ausführenden
eines Klavierquartetts (a). Klalvierlquinltett das; -[e]s,
-e: a) Komposition für vier Streichinstrumente u. Klavier;
b) die fünf Ausführenden eines Klavierquintetts (a). Klavierltrio das; -s, -s: a) Komposition für zwei Streichin
strumente u. Klavier; b) die drei Ausführenden eines Kla
viertrios (a). Klalvilkel das; -s, - (zu TKlavikula): (veral
tet) svw. Clavicula. Klalvilkulla die; -, ...lä (aus lat. clavi
cula „Schlüsselchen“, Verkleinerungsform von clavis
„Schlüssel“): eindeutschend für Clavicula, klalvilkular
(zu 1 ...ar): die Clavicula betreffend. Kla|vi|ku|loltolmie
ófe; -, ...ien (zu T...tomie>: operative Durchtrennung des
Schlüsselbeins (Med.). Klalvilzimlbel das; -s, - (zu mlat.
clavis „Taste“ u. 1Zimbel): svw. Clavicembalo. Klalvus
der; -, ...vi (aus lat. clavus „Nagel“): eindeutschend für
Clavus(2)
Kleanka vgl. Klejonka
Klecklsogralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu dt.
Klecks u. T ...grafie): eines von mehreren aus Klecksen er
zeugten, keinen Sinn enthaltenden Bildern einer Reihe,
die bei bestimmten Persönlichkeitstests von der Testper
son gedeutet werden müssen
Kleildalgra* vgl. Kleisagra. Klei|do|man|tie die; - (zu gr.
klcis, Gen. kleidös „Schlüssel“ u. manteia „das Weissa
gen“): (veraltet) Wahrsagerei aus Schlüsseln. Kleildoltomie die; -, ...ien (zu î...tomie): operative Durchtrennung
eines Schlüsselbeines od. beider Schlüsselbeine (Med.)
Kleinlklilma das; -s, Plur. -s u. (fachspr.) ...mate (zu Î Kli
ma): svw. Mesoklima
Klei ¡ s a I g i* a das, —s (zu gr. kleis, Gen. kleidos „Schlussel
u. ágra „Fang, das Fangen“, Analogiebildung zu 1 Poda
gra): Gicht in den Schlüsselbeingelenken (Med.), kleistolgam (zu gr. kleistós „verschlossen“ u. t...gam (1)):
sich in geschlossenem Zustand selbst bestäubend (von
Blüten; Bot.); Ggs. 1 chasmogam. Kleisltolgalmie die; (zu î...garnie (l)): Selbstbestäubung geschlossener Blüten
(Bot.); Ggs. ÎChasmogamie.Kleisitolkarp das; -s, -e (zu
t...karp): geschlossener Fruchtkörper (Bot.). Kleisltokarpie die: - (zu Î...karpie): Fruchtbildung an Blüten,
die in geschlossenem Zustand sich selbst bestäuben (Bot.)
Kleljonlka, auch Kleanka die; - (aus gleichbed. russ. kleënka, dies zu klej „Leim, Kleister“ (verwandt mit gr. kólla
„Leim“)): (veraltet) Steifleinen, Wachstuch
Kielmaltis die; -, - (über lat. clematis aus gr. klematis (ein
Rankengewächs)): Kletterpflanze mit stark duftenden
Blüten (Waldrebe)
Klelmenltilne vgl. Clementine
Klelmenz die; - (aus lat. dementia „Milde, Nachsicht“):
(veraltet) kaiserliche od. fürstliche Huld u. Gnade
Klephlte der; -n, -n (aus gleichbed. ngr. kléphtês, eigtl.
„Räuber“, dies aus gr. kléptës zu kléptein „stehlen“):
griech. Freischärler im Kampf gegen die türk. Herrschaft.
Klephltenllielder die (Plur.): die Abenteuer der Klephten behandelnde lyrisch-epische Gesänge. Kleplsyldra*
die; -, ...ydren (aus gleichbed. gr. klepsÿdra, eigtl. „Was
Klalvierlduo
717
serdieb“>: antike Wasseruhr, die ähnlich wie eine Sanduhr
funktioniert. Klepltolkrat* der; -en, -en (zu gr. kléptein
„stehlen“ u. t...krat): jmd., der sich bereichert, indem er
seine gesellschaftlichen T Privilegien zum Schaden ande
rer ausnutzt. Klep|to|ma|ne der; -n, -n (zu î...mane>:
jmd., der an Kleptomanie leidet. Klep|to|ma|nie die; -,
...ien (zu î ...manie): zwanghafter Trieb zum Stehlen ohne
Bereicherungsabsicht (Med., Psychol.). Klepltolmainin
die; -, -nen: an Kleptomanie Leidende, klepltolmanisch: die Kleptomanie betreffend. Klep|to|pho|bie
die; -, ...ien (zu î ...phobie (a)): krankhafte Furcht, zu steh
len od. bestohlen zu werden (Psychol., Med.)
klelrilkal (aus kirchenlat. clericalis „priesterlich“; vgl.
Klerus): a) dem Stand der kath. Geistlichen angehörend,
zu ihm gehörend; Ggs. Tlaikal; b) in der Gesinnung kon
sequent den Standpunkt des kath. Priesterstandes vertre
tend; Ansprüche des Klerus fördernd, unterstützend.
Klelrilkajle der u. die: -n, -n (zu t...ale): jmd., der zur
Anhängerschaft der kath. Geistlichkeit gehört. Klelrilkalislmus der; - (zu î...ismus>: das Bestreben der [kath.]
Kirche, ihren Einflussbereich auf Staat u. Gesellschaft
auszudehnen, klelrilkallisltisch (zu T ...istisch) : (abwer
tend) ausgeprägt klerikale (b) Tendenzen vertretend u.
zeigend. Klelrilkat das; -[e]s (aus gleichbed. mlat. cleri
catus): (veraltet) Stand eines Geistlichen. Kle|ri|kerz/er;
-s, - (aus gleichbed. kirchenlat. clericus); Angehöriger des
Klerus. Kle|ri|ko|fa|schis|mus der; -: von ÎKlerikalismus u. Î Faschismus geprägte politische Richtung. Klelrisei die; - (aus mlat. clericia): (veraltet) svw. Klerus.
Kle|ro|kra|tie‘ die; -, ...ien (zu ÎKlerus u. î...kratie):
Priesterherrschaft. Klelrulchie [...'xi:J die; - (aus gr.
klërouchia „Land-, Acker Verteilung; Bürgerkolonie“ zu
klerouchem „Kolonist sein“): Bez. bes. für altathenische
Kolonien mit staatlicher Landzuweisung für Landlose in
eroberten Gebieten. Klelrus der; - (über kirchenlat. cle
rus aus gr. klerös „Geistlichkeit“, eigtl. „Los, (Land)anteil; Stand der Berufenen“): kath. Geistlichkeit, Priester
schaft, -stand. Kle|rus|koni|gre|ga|ti|on die; -, -en: eine
der Î Kurienkongregationen
1Klez|mer ['klɛs...] die od. der; - (aus gleichbed. jidd. klesmer, dies zu hebr. kelëzemer „Musikinstrumente“): aus
Osteuropa stammende traditionelle jüdische Instrumen
talmusik. 2Klez|mer der; -s, -: Musiker, der 'Klezmer
spielt
Klilalchit [...'xi:t, auch ..,'xit] der; -s, -e (Kunstw.; vgl.
2...it): wasserhaltiges Aluminiumoxid, ein formloses Mi
neral
Klilenttter; -en, -en (aus lat. cliens, Gen. clientis „der Hö
rige“): 1. Auftraggeber, Kunde bestimmter freiberuflich
tätiger Personen od. bestimmter Einrichtungen. 2. Bürger
mit wenigen Rechten im alten Rom, der einem Î'Patron
(1) zu Dienst verpflichtet war. Kli enltel [...is...] die; -,
-en (aus lat. clientela „Gruppe abhängiger Bürger“): 1.
Gesamtheit der Klienten (1). 2. Gesamtheit der von einem
T'Patron (1) abhängigen Bürger, klientenzentriert*,
auch klientzentriert : (Psychotherapie) auf den Klienten in
Bezug auf seine Probleme usw. ausgerichtet, nach seinen
Bedürfnissen; klientenzentrierte Therapie: Gesprächsthe
rapie; Therapieform, deren Ziel darin besteht, durch
Schaffung einer helfenden Beziehung dem Klienten zu er
möglichen, seine Probleme selbst zu lösen u. sich angstfrei
mit (bisher abgewehrten) Erfahrungen auseinander zu
setzen, wobei sich der Therapeut in Rat sowie Kritik sehr
zurückhält. Klilenltin die; -, -nen: weibliche Form zu
ÎKlient, klilentlzenltriert* vgl. klientenzentriert
KlimaA», -s, Plur. -s u. (fachspr.) ...mate (über lat. clima
ausgr. klima „Neigung; Himmelsgegend, Zone“; vgi. Kli
nik): 1. a) der für ein bestimmtes geografisches Gebiet
charakteristische Ablauf der Witterung (Meteor.); b)
Klinikum
künstlich hergestellte Luft-, Wärme- u. Feuchtigkeitsver
hältnisse in einem Raum. 2. durch bestimmte Ereignisse
od. Umstände hervorgerufene Atmosphäre od. Beziehun
gen zwischen Personen, Gruppen, Staaten o.Ä. Kli maan la ge die; -, -n: Vorrichtung zur automatischen Regu
lierung der Frischluftzufuhr, der Lufttemperatur u.
-feuchtigkeit in geschlossenen Räumen. Klilmaldiagrainm das; -s, -e: Darstellung von gemessenen Klima
werten in Form eines Diagramms. Kli|malele|men|te
d/e (Plur.): klimabestimmende Witterungsbedingungen
(z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit). Kli|ma|fak|torifer;
-s, -en: die Klimaelemente bedingende geografische Be
schaffenheit eines Ortes (z.B. Höhenlage, Lage zum
Meer). Klilmalgeolgralfie, auch ...gralphierf/e;-: Wis
senschaft u. Lehre von den klimatischen Erscheinungen
unter geografischen Gesichtspunkten. kli|mak|te|risch
(über lat. climactericusausgleichbed.gr. klimaktecrikös):
durch die Wechseljahre bedingt, sie betreffend (Med.); kli
makterische Zeit: [durch eine bestimmte Stellung zweier
Gestirne angezeigte] gefahrvolle Zeit (Astrol.). Kli maktelrilum ¿/as; -s (zu gr. klimaktër „Stufe, gefahrvoller Le
bensabschnitt“ (vgl. Klimax) u. T...ium>: Wechseljahre
[der Frau] (Med.). Kli|ma|pe|ri|olde die; -, -n (zu TKlima): kurzfristige od. längere Abweichung vom allgemei
nen Klimacharakter eines Gebietes. Klilmalrelgeln die
(Plur.): bestimmte Regeln in der tBiologie, die besagen,
dass das Klima eines Î Biotops bei verschiedenen Arten in
gleicher Weise in Erscheinung tretende Auswirkungen auf
gewisse physiologische u. morphologische Prozesse hat.
Kii|ma|re|sisltenz<7ze; -: Fähigkeit einer Pflanze, schä
digende Witterungseinflüsse zu überstehen (z.B. Dürre,
Frost; Bot.). Kli|ma|sta|ti|on die; -, -en: meteorologi
sche Station (3), an der dreimal täglich zu festen Uhrzeiten
repräsentative Klimabeobachtungen durchgeführt wer
den. Klilmalte: Plur. von ÎKlima. Klilmalthelralpie
die; -, ...ien: eine Kurbehandlung, bei der die bestimmten
klimatischen Verhältnisse einer Gegend für die Behand
lung von Krankheiten eingesetzt werden (Med.), klilmatisch (zu gr. klima, Gen. klimatos, vgl. Klima) : das Klima
betreffend. kli|ma|ti|sie|ren (zu Î ...isieren): a) in einen
Raum od. ein Gebäude eine Klimaanlage einbauen; b)
Temperatur, Luftzufuhr u. -feuchtigkeit [in geschlossenen
Räumen] künstlich beeinflussen u. regeln. Klilmaltilsierung die; - (zu Î ...isierung): Schaffung zuträglicher Kli
mabedingungen in geschlossenen Räumen od. Fahrzeugen
durch entsprechende Anlagen. Klilmaltolgralfie, auch
...gralphiedie; - (zu t...grafie): Beschreibung der klima
tischen Verhältnisse auf der Erde. Kli|ma|to|lolge der;
-n, -n (zu î ...loge): Fachmann auf dem Gebiet der Î Klima
tologie. K1 i I ma Ito I Io Igie die; - (zu Î ...logie) : vergleichen
de Wissenschaft der klimatischen Verhältnisse auf der Er
de. Kli|ma|to|the|ralpie die; -, ...ien: svw. Klimathera
pie. Klilmax die; -, -e (über lat. climax „Steigerung des
Ausdrucks“ aus gleichbed. gr. klimax, eigtl. „Leiter, Trep
pe“, zu klinein „neigen“; vgl. Klinik): 1. Steigerung des
Ausdrucks, Übergang vom weniger Wichtigen zum Wich
tigeren (Rhet., Stilk.); Ggs. Î Antiklimax; vgl. Gradation.
2. svw. Klimakterium. 3. Endzustand der Boden- u. Vege
tationsentwicklung in einem bestimmten Gebiet (Bot.). 4.
Höhepunkt. Kli|nik<//e;-,-en(überto. clinice „Heilkunst
für bettlägerig Kranke“ aus gleichbed. gr. klinikê (téchnë)
zu klinê „Bett“, dies zu klinein „(sich) neigen, niederle
gen“): 1. [großes] Krankenhaus [das auf die Behandlung
bestimmter Krankheiten usw. spezialisiert ist]. 2. (ohne
Plur.) praktischer Unterricht im Krankenhaus [für Medi
zinstudenten] (Med.). Klilnilkau. Klilnilken: Plur. von
TKlinikum (2). Kli|ni|ker<fer; -s, -: 1. in einer Klinik tä
tiger u. lehrender Arzt. 2. Medizinstudent in den klini
schen Semestern. Klilnilkum das; -s, Piur. ...kau. ...ken
718
klinisch
(aus lat. clinicum, substantiviertes Neutr. von clinicus, vgl.
klinisch): 1. (ohne Plur.) Hauptteil der praktischen ärztli
chen Ausbildung in einem Krankenhaus. 2. Zusammen
schluss der [Universitäts]kliniken unter einheitlicher Lei
tung. klilnisch (über lat. clinicus aus gr. klinikós „die
Heilkunst für bettlägerig Kranke betreffend“): 1. a) die
Klinik betreffend; b) die klinischen Semester betreffend.
2. durch ärztliche Untersuchung feststellbar oder festge
stellt. klilno..., Klino... (zu gr. klinein „(sich) neigen,
beugen“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „die
Neigung, Beugung betreffend“, z.B. klinometrisch, Klinostat. Klilnolchlor [,,,'klo:n] das; -s, -e: ein lichtgrünes
bis gelbliches Mineral aus der Gruppe der "ÜChlorite.Klinoidaktylie die; -, ...jen (zu gr. däktylos „Finger“ u.
t2...ie): angeborene Tradiale Abbiegung des 4. od. 5. Fin
gers (Med.).Klilnolgraf, auch...graph der; -en, -en (zu
T...graf): Messinstrument für Neigungsvorgänge der Erd
oberfläche (Geogr.). Kli|no|ke|pha|lie usw. vgl. Klinozephalie usw. Kli|no|me|ter das; -s, - (zu î'...meter): 1.
Neigungsmesser für Schiffe u. Flugzeuge. 2. Neigungs
messer im Geologenkompass zur Messung des Einfallens
von Gesteinen.klilnolmeltrisch* (zu Î...metrisch): mit
hilfe des Klinometers.Klilnolmolbil das; -s, -e: Notarzt
wagen, in dem Operationen durchgeführt werden können,
klilnolrhomlbisch u. klilnolrhomlbolid: schief ge
stellte, ungleiche Achsen u. rautenförmige Außenflächen
aufweisend (von Kristallen). Klilnolskop* das; -s, -e (zu
t...skop): Gerät zum Anzeigen der Neigung einer Fläche
od. Linie gegen die Horizontalebene. Klilnosltat* der;
Gen. -[e]su. -en, Plur. -e[n] (zutklino... u. t,,,stat): Appa
rat mit einer kreisenden Scheibe zur Ausschaltung ein
seitiger Schwerkraftwirkung für pflanzenphysiologische
Untersuchungen. Kli|no|zelpha|lie die; -, ...ien (zu gr.
kephalë „Kopf“ u. 12...ie>: eine angeborene Schädeldefor
mierung mit sattelförmiger Einsenkung des Schädelda
ches (Med.). Kli|no|ze|pha|lus (zu nlat. cephalus
„Köpf', dies aus gleichbed. gr. kephalë): Sattelkopf
(Med.)
Kli|o|me|trie* die; - (nach Klio (lat. Clio, gr. Kleiö), der
Muse der Geschichtsschreibung, u. zu T...metrie): Er
schließung historischer Quellen mithilfe quantifizierender
Methoden
Klipp u. Clip [k...] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. clip zu to
clip „fest halten, anklammern“): a) Klammer, Klemme;
b) svw. Klips
Kliplpe die; -, -n (zu schwed. klippa „schneiden“):
[viereckige Münze od. Medaille (bes. häufig bei Not- u.
Belagerungsmünzen; Münzkunde)
Kliplpel-Feil-Synldrom* [kli'pɛl'fɛl...] das; -s (nach den
franz. Ärzten M. Klippel (1858-1942) u. A. Feil
(1884-1956) u. zu TSyndrom): angeborener Kurzhals auf
grund von Entwicklungsstörungen der Halswirbelsäule
(Med.)
Klipiper der; -s, - (aus gleichbed. engl. clipper, eigtl. „(Wellen)schneider“, zu to clip „schneiden“): schnelles Segel
schiff (Mitte 19. Jh.) für den Transport verderblicher Wa
ren
Klips u. Clips [k...] der; -es, Plur. - u. -e (aus engl. clips
(Plur.), vgl. Klipp): 1. Schmuckstück zum Festklemmen
(z.B. Ohrklips). 2. Klammer zum Befestigen des Haares
beim Eindrehen
Klilschee [...'ʃe:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. cliché zu clicher „abklatschen, klischieren“): 1. a) mittels ÎStereoty
pie (1) od. T Galvanoplastik hergestellte Vervielfältigung
eines Druckstockes; b) Druckstock. 2. a) unschöpferische
Nachbildung, Abklatsch: b) eingefahrene, überkommene
Vorstellung; c) abgedroschene Redewendung, klilschieren (nach fr. clicher, vgl. Klischee): 1. ein Klischee (la)
herstellen. 2. a) etwas talentlos nachahmen; b) etwas in
ein Klischee zwängen, klischeehaft darstellen. Klilschoauch ...graph der; -en, -en (zu ÎKlischee u.
T...graf): elektr. Graviermaschine für Druckstöcke
(Druckw.)
Klis ter der; -s (Kunstw.): weiches Skiwachs, das zum Fah
ren im Firnschnee aufgetragen wird
Klisltier das; -s, -e (über lat. clysterium aus gleichbed. gr.
klystërion, eigtl. „Spülung, Reinigung“): Darmeinlauf,
-Spülung (meist mit warmem Wasser), klisltielren (zu
t..deren): ein Klistier geben
kliltolral (zu îKlitoris u. t',,,aɪ (1)): die Klitoris betref
fend. Kliltolris die; -, Plur. - u. ...grides [,,,de:s] (über lat.
clitoris aus gleichbed. gr. kleitoris, eigtl. „kleiner Hügel“):
schwellfähiges weibliches Geschlechtsorgan; Kitzler
(Med.).Kli|to|ris|mus der; - (zu t...ismus (3)>: übermä
ßige Entwicklung der Klitoris (Med.). Kli|to|riltis die; -,
...itiden (zu t...itis): Entzündung der Klitoris (Med.)
Kljlvie [...vis] vgl. Clivia
Kljutschlnik der; -s, -i (aus gleichbed. russ. kljucnik zu
kljuc, „Schlüssel“, dies ausgr. kleis): Wirtschafter, Haus
meister (in Russland). Kljutschlnilza die; -, ...zen (aus
gleichbed. russ. kljucnica): Wirtschafterin, Verwalterin
(in Russland)
Klo das; -s, -s: (ugs.) Kurzform von ÎKlosett
Klolalke die; -, -n (aus lat. cloaca „Abzugskanal“ zu altlat.
cluere „reinigen, spülen“): 1. [unterirdischer] Abzugska
nal für Abwässer; Senkgrube. 2. gemeinsamer Ausfüh
rungsgang für den Darm, die Harnblase u. die Ge
schlechtsorgane bei Reptilien u. einigen niederen Säuge
tieren (Zool.). Klo|a|ken|tie|re die (Plur.): primitive
Säugetiere mit einer ÎKloake (2) (z.B. Ameisenigel u.
Schnabeltier; Zool.)
Klolbaslse u.KIglbaslsi die; -, ...ssen (aus dem Slaw. ; vgl.
slowen., slowak. klobása „Wurst“): (österr.) eine grobe,
gewürzte Wurst
Klon der; -s, -e (aus gleichbed. engl. clon, dies aus gr. klön
„Schössling, Zweig“): durch ungeschlechtliche Fortpflan
zung aus einem pflanzlichen od. tierischen Individuum
entstandene erbgleiche Nachkommenschaft (BioL). klo
nen: durch künstlich herbeigeführte ungeschlechtliche
Vermehrung genetisch identische Exemplare von Lebewe
sen erzeugen (Biol.)
Klolni: Plur. von ÎKlonus
klolnielren (zu ÎKlon u. Î ...ieren): med. fachspr. svw. klo
nen
klolnisch (zu gr. klonetn „in heftige, verworrene Bewe
gung versetzen“ ; vgl. Klonus): schüttelnd, krampfhaft zu
ckend (von Muskeln; Med.); Ggs. t 'tonisch (2)
Klolnorlchilalse* [...ç...] rfz'e,' -, -n (zugr. klon „Schössling,
Zweig“, orchis „Hoden“ u. Î ...iasis): in Ostasien vorkom
mende Wurmerkrankung des Menschen mit Blutarmut,
ÎÖdemen u. Kräfteverfall (Med.)
Klolnus der; -, ...ni (über lat. clonus aus gr. klönos „heftige,
verworrene Bewegung“): krampfartige Zuckungen infol
ge rasch aufeinanderfolgender Muskelzusammenziehun
gen; Schüttelkrampf (Med.)
Klolpelmalnie die; -, ...ien (zu gr. klopë „Diebstahl“ u.
î...manie): svw. Kleptomanie
Klolsett das; -s, Plur. -s, auch -e (aus gleichbed. engl. (water-)eloset, zu closet „Kabinett, Kammer“ aus altfr. closet
„abgeschlossener Raum“, dies zu lat. claudere (clausus)
„(ab)schließen“): 1. Toilettenraum. 2. Toilettenbecken
Kloltholilde die; -, -n (zu gr. klöthein „einen Faden spin
nen“ u. t...oide>: a) Spiralkurve mit immer kleiner wer
dendem Krümmungsradius (Math.); b) der Übergangsbo
gen zwischen einer Geraden u. einer Krümmung im mo
dernen Straßenbau
Klub u. Club [k...] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. club, eigtl.
„Keule“, dies aus altisl. klubba „Knüppel, Keule“ (weil
graf,
719
Einladungen zu Zusammenkünften urspr. durch Herum
senden eines Kerbstocks od. einer Keule übermittelt wur
den)): a) [geschlossene] Vereinigung mit politischen, ge
schäftlichen, sportlichen od. anderen Zielen; b) Freun
des-, Bekanntenkreis, Clique; c) Gebäude, Räume, in
dem die Mitglieder eines Klubs (a) zusammenkommen.
Klub|gar|ni|tur die; -, -en: Gruppe von [gepolsterten]
Sitzmöbeln
Klucht [klyxt] das; -s, -en (aus nieder!, klucht „Posse,
Schwank, Farce“): 1. niederländisches Possenspiel des
späten Mittelalters u. der frühen Neuzeit. 2. Possenspiel
der TRederijkers des 15. u. 16. Jh.s
Klulniazenjser der; -s, - (aus gleichbed. mlat. (monicus)
Cluniacensis, nach dem ostfranz. Kloster Cluny): der
Î Kongregation (1) von Cluny, einer auf der Benediktiner
regel fußenden [mönchisch-]kirchlichen Reformbewe
gung des 11./12. Jh.s, angehörender Mönch, klulnilazen sisch (ausm/at. Cluniacensis „von dem Kloster Clu
ny ausgehend“): die Kluniazenser u. ihre Reformen be
treffend
kluplpielren (zu dt. Kluppe u. Î..deren): den Durchmes
ser von Holzstämmen mit einer Kluppe (einem Mess
schieber) ermitteln
Klus die; -, -en (zu mlat. clusa, vgl. Klause): (Schweiz.)
Engpass, Schlucht; vgl. Klause (3). Klülse die; -, -n (wohl
zu niederl. kluis „enge Öffnung“, dies über mniederl. cluse
aus mlat. clusa, vgl. Klause): (Seemannsspr.) Öffnung im
Schiffsbug für [Ankerjketten u. Taue. Klulsil der; -s, -e
(zu lat. clusilis „sich leicht schließend“, dies zu eludere,
claudere „schließen“): Verschlusslaut (Sprachw.)
Klü ver [...V...] der; -s, - (aus gleichbed. niederl. kluiver zu
kluif „Klaue“ (bezeichnet auch den Leitring, an dem das
Segel fährt)): ein dreieckiges Vorsegel. Klülverlbaum
der; -[e]s, ...bäume: über den Bug hinausragendes, ein
ziehbares Rundholz zum Befestigen des Klüvers
Klyldolnolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu gr. klydön
„Wellenschlag“ u. J...graf): Gerät zur Messung elektri
scher Spannungen mittels fotografischer Platten (Elektrot.)
Klys ma das; -s, ...men (aus gr. klÿsma „Spülflüssigkeit“):
svw. Klistier. Kly|so|ppmp|sprit|ze die; -, -n (zu fr.
pompe „Presse, Pumpe“): Spritze zur Darm- u. Scheiden
ausspülung (Med.)
Klysltron* das; -s, Plur. ...one, auch -s (aus gleichbed. engl.
klystron zu gr. klÿzein „anbranden“ u. T...tron): eine
hauptsächlich als Senderöhre verwendete Elektronenröh
re zur Erzeugung u. Verstärkung von Mikrowellen
Knälckelbrot das; -[e]s, -e (Lehnübersetzung von schwed.
knäckebröd, eigtl. „Knackbrot“ (wegen des knackenden
Geräuschs beim Hineinbeißen)): dünnes, rechteckiges
Brot aus Roggen- od. Weizenvollkornschrot
Knaslter der; -s, - (aus niederl. knaster „Korb“, dies über
span, canasto aus gleichbed. gr. kánastron): 1. (veraltet)
guter Tabak, der in Körben gehandelt wurde. 2. (ugs.)
schlechter Tabak
Knaus-Ogi|no-Me|tholde die; - (nach den Gynäkologen
H. Knaus (1892-1970, Österreicher) u. K. Ogino
(1882—1975, Japaner)): für Empfängnisverhütung u. Fa
milienplanung anwendbare, auf der Berechnung des Ei
sprungs basierende Methode zur Bestimmung der frucht
baren u. unfruchtbaren Tage einer Frau (Med.)
Knaultie [,,,iə] die; -, -n (aus nlat. knautia, nach dem dt.
Arztu. Botaniker Chr. Knaut, 1654-1716): Witwenblume,
zu den Kardengewächsen gehörende Pflanze mit gefie
derten Blättern u. blauvioletten Blüten in flachen Köpf
chen
Knave [neɪv] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. knave, dies aus
altengl. cnafa „Knabe“ (ahd. knabo)): engl. Bez. für Bu
be, Schelm; Bube im Kartenspiel
Koadaptation
das; -, ...men (aus gleichbed. gr. knèsma zu knän
„schaben, kratzen“): Kratzwunde (Med.)
Knes|set[h] die; - (aus hebr. knéset, eigtl. „Versamm
lung“): das Parlament in Israel
Knilckerlbolcker [auch 'nɪkə...]. auch Kni|cker|bockers die (Plur.) (aus gleichbed. engl. knickerbockers
(Plur.), nach der Romangestalt D. Knickerbocker in ei
nem Roman von W. Irvmg, 1783-1859): unter dem Knie
mit einem Bund geschlossene u. dadurch überfallende,
halblange sportliche Hose
Knight [naît] der; -s, -s (aus engl. knight „Ritter“, dies aus
mittelengl. knight „Knabe“ (verwandt mit dt. Knecht)):
die nicht erbliche, unterste Stufe des engl. Adels
Knightlshift ['naɪtʃɪft] rfie; - (nach dem engl. Physiker
W. D. Knight u. zu engl. shift „Wechsel, Veränderung“):
Verschiebung der Kernresonanzfrequenz bestimmter
Atome in Metallen gegenüber der Frequenz derselben
Atome in ehern. Verbindungen (Kernphys.)
Knights of Lalbor ['naɪts əv 'ɪeɪbə] die (Plur.) (engl.-amerik.; „Ritter der Arbeit“): 1869 gegründeter Geheimbund,
der den ersten Versuch einer Gewerkschaftsorganisation
in Nordamerika darstellte
Knitl wear [ nɪtweə] die; - (aus gleichbed. engl. knitwear zu
to knit „stricken“ u. wear „Kleidung“): modische Strick
kleidung
knock-down, auch knockldown [nɔk'daun] (zu engl. to
knock down „niederschlagen“): niedergeschlagen, aber
nicht kampfunfähig (Boxen). Knock-down, auch
Knockldown der; -[s], -s: einfacher Niederschlag (Bo
xen), knock-out, auch knocklout [nɔk'laut] (zu engl. to
knock out „herausschlagen“): kampfunfähig nach einem
Niederschlag; Abk.: k. o. (Boxen). Knock-out, auch
Knocklout der; -[s], -s: Kampfunfähigkeit bewirkender
Niederschlag; Abk.: K. o. (Boxen). Knockloulter der;
-s, - : 1 Boxer (1), der seine Gegner meist durch einen K. o.
besiegt
Knolpit [auch ... pit] der; -s, -e (nach dem dt. Mineralogen
A. Knop (1828-1893) u. zu T 2...it> : ein schwarzes Mineral,
Abart des Î Perowskits
Know-how, auch Knowlhow [nou’hau, engl. 'noʊhaʊ]
das; -[s] (aus gleichbed. engl. know-how, eigtl. „wissen,
wie“): a) auf Forschung u. Erfahrung beruhendes Wissen
über die Herstellung u. den Einsatz von Erzeugnissen; b)
das Wissen, wie man eine Sache praktisch verwirklicht,
anwendet o.Ä. knowlledge is powler ['nolɪʤ iz 'paʊə]
(engl. >: Wissen ist Macht (Ausspruch des engl. Philoso
phen u. Staatsmannes F. Bacon [1561-1626]). Knowledge-Malnagelment, auch Knowlledgelmalnagement ['nɔlɪdʒ 'mænɪdʒmənt] das; -s (aus gleichbed. engl.
knowledge management): Strategien zur optimalen Nut
zung des gesammelten Wissens, der Erfahrungen u. Ideen
der Mitarbeiter eines Unternehmens
Knuck|te|dus|ter ['nʌk(ə)ldʌstə] der; -s, - (aus engl.
knuckleduster „Schlagring“, eigtl. „Knöchelabstauber“):
(veraltet) Schlagring, eine kleine Verteidigungswaffe
Knut vgl. Kanut
Knuite die; -, -n (aus russ. knut „Knotenpeitsche“ zu «//nord, knütr „Knoten, Knorren“): Peitsche aus Lederrie
men. knulten: knechten, brutal unterdrücken, tyranni
sieren
1ko..„ Ko... vgl. kon..., Kon... 2ko..., Ko... (aus gleichbed.
engl. co-, dies aus lat. eo(n)-, vgl. kon..., Kon...): Präfix
mit der Bedeutung „zusammen mit, gemeinsam; Zweit-“,
z.B. Kopilot, Koproduktion
k. o. [ka:'o:] Abk. für knock-out. K. o. ¿fer; -[s], -[s]: Abk.
für Knock-out
Ko|adap|ta|ti|on* [auch ,,,'tsio:n] die; -, -en (zu î2ko... u.
Î Adaptation) : 1. gesteigerte körperliche Anpassung eines
Lebewesens an abgeänderte Umweltbedingungen aufKneslma
Koadjurat
gründ einer günstigen Genkombination (Genetik). 2. Mit
veränderung von nicht unmittelbar betroffenen Organen
bei der Veränderung von Umweltbedingungen (Psychol.)
Koladljulrat das; -s, -e (aus lat. coadiuratus, Nebenform
von coadiutus, Part. Perf. von coadiuvare „mithelfen“):
Amt eines Koadjutors. Ko|adlju|ra|to|rin die; -, -nen:
designierte Nachfolgerin einer Äbtissin. Koladljultor
[auch ... ju:...] der; -s, ...oren (aus lat. coadiutor „Mitgehil
fe“): kath. 1 Vikar, der den durch Alter od. Krankheit be
hinderten Stelleninhaber mit dem Recht der Nachfolge
vertritt
Kolaigel das: -s, -e (zu lat. coagulare (vgl. koagulieren) u.
TGel): ausgeflocktes Kolloid. Ko|a|gu|la|bi|li|tät iZZe; (zu tkoagulieren u. t...ität): Gerinnbarkeit (des Blutes;
Med.). Kolalgullans das; -, Plur. ...lantia u. ...lanzien
[...ion] (meist Plur.) (aus lat. coagulans, Part. Präs, von
coagulare, vgl. koagulieren): die Blutgerinnung fördern
des od. beschleunigendes Mittel (Med.). Kolalgullalse
die; -, -n (zu lat. coagulare (vgl. koagulieren) u. (...ase):
Î Enzym, das die Blutgerinnung beschleunigt (Med.). Koalgu lat das; -[e]s, -e (aus lat. coagulatum „Geronnenes“,
Part. Perf. (Neutrum) von coagulare, vgl. koagulieren):
aus einer tkolloidalen Lösung ausgeflockter Stoff (z.B.
Eiweißgerinnsel; Chem.). Ko a gu la ti on die; -, -en
(aus lat. coagulatio „das Gerinnen“): 1. Ausflockung, Ge
rinnung eines Stoffes aus einer Î kolloidalen Lösung
(Chem.). 2. in der Operationstechnik angewendetes Ver
fahren zur Blutstillung (Med.), kolalgullielren (aus lat.
coagulare „gerinnen machen“, eigtl. „zusammenbrin
gen“): ausflocken, gerinnen [lassen] (Chem.). Kolalgulo palthie die; -, ...ten (zu t...pathie): Blutgerinnungsstö
rung (Med.). Ko|a|gu|lum, fachspr. auch Coagulum [k...]
das; -s, ...la (aus lat. coagulum, eigtl. „zum Gerinnen
Bringendes“): Blutgerinnsel (Med.)
Kolakltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. coactio
„(Geld)eintreibung“ zu coactus, Part. Perf. von cogere
„drängen, nötigen, zwingen“): (veraltet) Zwang, kolaktiv (zu î...iv): (veraltet) zwingend
Kolalla der; -s, -s (über gleichbed. engl. koala aus einer aus
tral. Eingeborenensprache): in Australien auf Bäumen le
bender kleiner Beutelbär (ein Beuteltier)
Kolalleslzenz die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. coalescen
tia zu lat. coalescere „zusammenwachsen, verwachsen“):
(veraltet) innige Vereinigung; Verwachsung, kolallielren
u. ko|a|li|sie|ren (nach gleichbed. fr. coaliser zu coali
tion, vgl. Koalition): a) verbinden; sich verbünden; b) mit
jmdm. eine Koalition eingehen, bilden. KolalliItilon die;
-, -en (aus gleichbed. fr. coalition, dies über engl. coalition
aus mlat. coalitio „Vereinigung, Zusammenkunft“, eigtl.
„das Zusammenwachsen“, zu lat. coalescere, vgl. Koaleszenz): Vereinigung, Bündnis mehrerer Parteien od. Staa
ten zur Durchsetzung ihrer Ziele. KolaIliItiloinär der: -s,
-e (meist Plur.) (zu t...är): Angehöriger einer Koalition.
kola|li|ti|onslfä|hig: in der Lage, mit einer Partei od.
mehreren anderen Parteien eine Koalition einzugehen od.
zu halten, als Koalitionspartner in Betracht kommend.
Ko|a|lilti|onslkrieg der; -[e]s, -e: 1. die gemeinsame
Kriegführung mehrerer Staaten mit einem od. mehreren
anderen. 2. (nur Plur.) die Kriege der verbündeten euro
päischen Monarchien gegen das revolutionäre Frankreich
von 1792 bis 1807. Ko|alli|ti|ons|par|tei die; -, -en: die
Partei, die zusammen mit einer anderen eine Koalition
bildet. Kola|li|ti|ons|recht das; -[e]s: das den Bürgern
eines Staates verfassungsmäßig garantierte Recht, sich
zur Wahrung ihrer Interessen mit anderen zusammenzu
schließen. Ko|a|li|ti|ons|re|gie|rung die; -, -en: von
mehreren Parteien gebildete Regierung
Ko|al|ko|ho|lilker der; -s, - (zu Ikon... u. (Alkoholiker):
jmd. aus der nächsten Umgebung eines Alkoholikers, der
720
zusammen mit ihm trinkt, ohne jedoch selbst Alkoholiker
zu sein
Kolan das; -[s] (aus jap. koan „öffentliche Bekanntma
chung“): im japan. Zenbuddhismus (vgl. Zen u. Buddhis
mus) Bez. für die der Vernunft unzugänglichen Aussprü
che, Fragen u. Antworten der Zenmeister
Kolapltaltilon die; -, -en (aus spätlat. coaptatio „die ge
naue Zusammenfügung“ zu coaptare, vgl. koaptieren): 1.
(veraltet) Anpassung. 2. das Aneinanderfügen der ge
trennten Knochenenden bei Brüchen (Med.), kolapltieren (aus gleichbed. spätlat. coaptare zu tkon... u. lat. ap
tare „anpassen, anfügen“): (veraltet) zusammenfügen,
anpassen
koläqual (aus gleichbed. lat. coaequalis zu tkon... u. ae
qualis): (veraltet) gleichaltrig. Koläqualliltät die; - (aus
gleichbed. lat. coaequalitas, Gen. coaequalitatis): (veral
tet) Gleichaltrigkeit
Kolar|ti|ku|la|ti|on die; -, -en (zu tkon... u. tArtikulati
on): das Vorwegnehmen des folgenden Lautes durch die
Artikulation des vorangehenden (Phon.)
kolältan (aus gleichbed. spätlat. coaetaneus): (veraltet)
gleichaltrig, gleichzeitig. Kolältan der; -en, -en (aus spät
lat. coaetaneus „Altersgenosse“): (veraltet) Alters-, Zeit
genosse, Schulkamerad
Kolaultor u. Konautor r/er; -s, -en (zu tkon... u. tAutor):
Mitverfasser. Ko|au|to|rin u. Konautorin die; -, -nen:
Mitverfasserin
kolaxilal (zu tkon... u. t axial): mit gleicher Achse. Kolaxiallkabel das; -s, -: aus einem zylindrischen inneren u. ei
nem rohrförmigen äußeren Leiter (mit gemeinsamer Ach
se) bestehendes elektr. Kabel
Kolalzerlvat [...v...] das; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. coa
cervate, rückgebildet aus coacervation, vgl. Koazervation): ein im Schwebezustand zwischen (kolloidaler Lö
sung u. Ausfällung befindlicher Stoff, meist im Anfangs
stadium bei der Bildung hochpolymerer (vgl. polymer)
(Kolloide (Chem.). Ko|alzer|va|ti|on die; -, -en (aus
gleichbed. engl. coacervation, dies aus lat. coacervatio
„Anhäufung“): Vorgang der Bildung von Koazervaten
(Chem.)
Kglbalt, chem. fachspr. Cobalt [k...] das; -s (aus nlat. Cobaltum, scherzhafte Umbildung aus dt. Kobold (weil man
glaubte, dass das Kobaltmineral wertlos sei u. ein Kobold
es böswillig unter Silbererze gemischt habe)): chem. Ele
ment, Metall ; Zeichen Co (von nlat. Cobaltum). Ko baitglanz der; -es: silberweißes bis stahlgraues, muschelig
brechendes, sprödes Mineral, wichtiges Kobalterz. Koballtin der; -s (zu (...in (1)>: svw. Kobaltglanz. Kolbaltkalno ne die; -, -n: Apparat zur Bestrahlung bösartiger
Tumore mit radioaktivem Kobalt. Kolbaltllelgielrung
die; -, -en: eine der bes. zur Herstellung von Magnetstäh
len u. als Zusatz zu Werkzeugstählen verwendeten Legie
rungen verschiedener Metalle mit Kobalt. Kolbaitlpigmenlte die (Plur.): farbige Kobaltverbindungen, die als
( Pigmente für die Malerei u. in der Glas-, Email- u. kera
mischen Industrie verwendet werden
Kolban der; -[s], -[e] (aus gleichbed. jap. koban): japan.
Goldmünze des 17. bis 19. Jh.s von lang gestreckter ellip
tischer Form
Ko|ban|kul|tur die: - (nach dem Gräberfeld bei Koban, ei
nem Dorf in der Nähe von Ordschonikidse auf der Krim) ;
spätbronze- u. früheisenzeitliche Kulturgruppe in Kauka
sien
Kolb ra* iZZe; -, -s (aus port, cobra (de capelo) „(Kappen)schlange“, dies zu lat. colubra „Schlange“): südasia
tische Brillenschlange
Kpb|sa rZZe; -, -s (aus gleichbed. rumän. cobzä, dies aus turkotat. kopuz „eine Art Gitarre, Harfe“): eine im Moldau
gebiet, in Rumänien u. in Ungarn verbreitete Kurzhals
721
laute mit 4-5 mehrchörigen Saiten, meist mit Î Plektron
gespielt. Kpblsar (ter; -en, -en: Sänger, der seinen Gesang
auf der Kobsa begleitet
Kolchie [ -ʌiə] die: -, -n (aus nlat. kochia, nach dem dt. Bo
taniker W. D. J. Koch (1771-1849); vgl. *...ie): Gattung
der Gänsefußgewächse (darunter z. B. die Sommerzypres
se)
Kochllelolilde die; -, -n (zu gr. kóchlos „Schnecke; schne
ckenförmiges Gebilde“ u. I...oide): Schneckenlinie; Ort
der Schwerpunkte aller Bogenstücke (mit festem Anfangs
punkt) eines Kreises. Kochllit [auch ... ht] der: -s, -e (zu
I2...it): versteinerte Schnecke. Kolcholljth [auch ... lit]
der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu I ...lith) : svw. Kochlit
Ko chum-Lo schen [...x...] das; -s (zu jidd. chachóme
„gescheit, weise“ (dies aus hebr. häkäm „klug, schlau“) u.
jidd. loschn „Sprache“ (dies aus gleichbed. hebr. lâsôn)):
(veraltet) Gaunersprache, Rotwelsch
Kglda die: -, -s (aus gleichbed. it. coda, eigtl. „Schwanz“,
dies aus lat. cauda): 1. Schluss od. Anhang eines musika
lischen Satzes. 2. zusätzliche Verse beim I Sonett u. bei an
deren romantischen Gedichtformen
Kode [ko:t] vgl. Code
Koldelbiltor der; -s, ...oren (zu tkon... u. lat. debitor
„Schuldner“): (veraltet) Mitschuldner
Koldelin vgl. Codein
Kgldex der; Gen. -es u. -, Plur. -e u. ...dizes [,..tse:s]
(aus lat. codex „Schreibtafel (aus gespaltenem Holz),
Buch, Verzeichnis“, eigtl. „abgehauener Stamm“, zu
cudere „schlagen“): 1. Sammlung von Gesetzen, Hand
schriften usw. 2. eine mit Wachs überzogene hölzerne
Schreibtafel der Antike, mit anderen zu einer Art Buch
vereinigt
Kgldilaklbär der: -en, -en (nach Kodiak Island, einer Insel
im Golf von Alaska): (zu den Braunbären gehörender) in
Alaska vorkommender großer Bär (Zool.)
koldielren usw. vgl. codieren usw. Ko I di If i I ka Iti I gn die; -,
-en (zu t...fikation): a) systematische Erfassung aller Fak
ten, Normen usw. eines bestimmten Gebietes, z.B. des
Rechts; b) Gesetzessammlung; vgl. ...ation/...ierung. Kod i I f i I ka Ito r der; -s, ...oren (zu t ...or): jmd., der eine Ko
difikation zusammenstellt. ko|di|fi|zielren (zu I...fizieren): a) eine Kodifikation (a) zusammenstellen; b) syste
matisch erfassen. Koldilfilzielrung iZze; -, -en (zu Infi
zierung): das Kodifizieren; vgl. ...ation/...ierung. Koldiko(lo gie die; - (zu Zat. codex, Gen. codicis (vgl. Kodex)
u. Î...logie): Handschriftenkunde. Koldilzill das; -s, -e
(aus gleichbed. (m)lat. codicillus, Verkleinerungsform von
lat. codex, vgl. Kodex): 1. Handschreiben des röm. Kai
sers. 2. (veraltet) a) privatschriftlicher Zusatz zu einem
Testament; b) [vor Zeugen zustande gekommene] letzte
Verfügung (Rechtsw.)
Kpdlöl das; -s (zu engl. cod „Kabeljau“): Lebertran, der
aus dem Î Kabeljau gewonnen wird
Kodlschilki* [,,,dʒ...] der; - (aus jop. ko-dji-ki „Geschichte
der Begebenheiten im Altertum“): die wichtigste Quellen
schrift des I Schintoismus, zugleich das älteste japan.
Sprachdenkmal (712 n.Chr.)
Kolediltilon [auch ,,,'tsio:n] die; -, -en (zu Ikon... u. IEdi
tion): a) I Edition (1 a) eines Werkes von zwei od. mehre
ren Herausgebern; b) gleichzeitige IEdition (la) eines
Werkes von zwei od. mehreren Verlagen
Kgledu|ka|ti|gn [auch ...'tsiom] die; - (nach gleichbed.
engl. coeducation, vgl. kon... u. Edukation): Gemein
schaftserziehung von Jungen u. Mädchen in Schulen u. In
ternaten. ko|edu|ka|tjv (zu I...iv>: zur Koedukation ge
hörend
Ko|ef|fi|zilent der; -en, -en (aus gleichbed. nlat. coefficiens, zu Ikon... u. lat. efficiens, Gen. efficientis „bewir
kend“, Part. Präs, von efficere, vgl. effizieren): 1. Vorzahl
Kogitation
der veränderlichen Größen einer Î Funktion (2; Math.). 2.
kennzeichnende Größe für bestimmte physik. od. techni
sche Verhaltensweisen. Ko|ef|fi|zi|enz die; - (zu t...enz):
(veraltet) Mitwirkung
kolemielren (aus gleichbed. lat. coemere); (veraltet) auf
kaufen. Kolempltilgn, Ko em tilon die; -, -en (aus
gleichbed. lat. coemptio, eigtl. „gemeinsamer Kauf*): altröm. Form der Eheschließung, die in einem Scheinkauf
bestand
Ko|en|zym [auch ...'tsy:m] das; -s, -e (zu Ikon... u. tEn
zym): spezifische Wirkungsgruppe eines I Enzyms, die zu
sammen mit dem I Apoenzym das vollständige Enzym bil
det
kolerlzilbel (zu lat. coercitus (Part. Perf. von coercere, vgl.
koerzieren) u. I ...ibel): 1. (veraltet) zähmbar. 2. verflüssig
bar (von Gasen). Ko|er|zi|bi|liltät die; - (zu Î ...ität): 1.
(veraltet) Zähmbarkeit. 2. Verdichtbarkeit (von Gasen).
ko|er|zi_e|ren (aus lat. coercere „Zusammenhalten, ein
schließen“): (veraltet) im Zaum halten, bändigen. Kolerzilmelter
-s, - (zu I',..meter): Gerät zum Messen der
Koerzitivkraft einer I ferromagnetischen Substanz. Koerlziltilgn die; - (aus gleichbed. lat. coercitio): (veraltet)
Einschränkung, Bändigung. ko|er|zi|tiv (zu I...iv): (ver
altet) zwingend. Kolerlziltiv|feldlstär|ke u. Koier zitivlkraft rfze; -: Fähigkeit eines Stoffes, der Magnetisie
rung zu widerstehen od. die einmal angenommene Mag
netisierung zu behalten
kglexisltent [auch ...’tent] (aus gleichbed. mlat. coexistens, Gen. coexistentis, Part. Präs, von coexistere, vgl. ko
existieren): nebeneinander bestehend. Kolexisltenz
[auch ...'tents] die; - (über älter fr. coexistence aus mlat.
coexistentia „gleichzeitiges Bestehen“ zu coexistere (vgl.
koexistieren); vgl. kon... u. Existenz): das gleichzeitige
Vorhandensein, das Nebeneinanderbestehen, z.B. von
unterschiedlichen geistigen, religiösen, politischen od. ge
sellschaftlichen Systemen. ko|exis|tie|ren (aus gleich
bed. fr. coexister, dies aus (kirchen)lat. coexistere „zu
gleich vorhanden sein“): zusammen da sein, nebeneinan
der bestehen
Kolexltenlsilgn die; -, -en (aus gleichbed. lat. coextensio
zu Ikon... u. extendere „ausdehnen, ausbreiten“): gleich
weite Ausdehnung, kolexltenlsiv (zu I...iv): gleich weit
ausgedehnt
Ko|ex|tru|si|gn* die; -, -en (zu Ikon... u. lExtrusion):
Mehrschichtextrusion von I thermoplastischen Kunst
stoffen unterschiedlicher Eigenschaften u. Aufgaben zu
Platten, Schlauch- od. Flachfolien (Techn.)
Kolferlment [auch ... ment] das; -s, -e (zu Ikon... u. t Fer
ment): (veraltet) svw. Koenzym
Kof|fe|in (Zas; -s (aus nlat. coffeinum, fachspr. Bildung zu
engl. coffee u. I...in (1)): in Kaffee, Tee u. Kolanüssen
(vgl. 'Kola) enthaltenes I Alkaloid. Kof|fe|i|nis|mus der:
- (zu T...ismus (3)): 1. Koffeinsüchtigkeit. 2. Koffeinver
giftung
Koflferldam der; -s, -s (aus engl. cofferdam „Fangdamm,
Schleuse(nkammer)“): Methode zur völligen Trockenle
gung eines Zahns in der konservierenden I Stomatologie
Koflfinlnalgel vgl. Coffeynagel
Kglfi nan zie rung die; - (zul2ko... u. IFinanzierung): ge
meinsame Finanzierung von Entwicklungsvorhaben
durch mehrere Geber (z.B. Länder, internationale Orga
nisationen)
Köflte <7ze; -, - od. z/zz.v,- -[s], - (aus gleichbed. tür/c. köfte):
gegrilltes od. gebratenes Hackfleischbällchen
kolgiltalbel (aus gleichbed. lat. cogitabilis zu cogitare, vgl.
kogitieren): (veraltet) denkbar. Kolgiltant der: -en, -en
(aus lat. cogitans, Gen. cogitantis, Part. Präs, von cogita
re, vgl. kogitieren): (veraltet) Denker, Freidenker. Kolgitaltilgn die; - (aus gleichbed. lat. cogitatio): (veraltet) das
kogitieren
Nachdenken, Erwägung. ko|gi|tie|ren (aus gleichbed.
lat. cogitare): (veraltet) denken
Kolgnak* ['kɔnjak] der; -s, -s (aber: 3 -) (nach der franz.
Stadt Cognac): Weinbrand; vgl. Cognac
Kolgnat* der; -en, -en (meist Plur.) (aus gleichbed. lat. co
gnatus): Blutsverwandter, der nicht t Agnat ist (Rechtsw.).
Ko gna ti on die; - (aus gleichbed. lat. cognatio zu
cognatus
„(bluts)verwandt“):
Blutsverwandtschaft
(Rechtsw.). kolgnaltisch: den od. die Kognaten betref
fend (Rechtsw.); kognatische Erbfolge: Gleichberechti
gung der Geschlechter bei der Thronfolge
Kolgniltilon* üüe; -, -en (aus lat. cognitio „das Kennenler
nen, Erkennen“ zu cognoscere „kennenlernen, erken
nen“): (veraltet) gerichtliche Untersuchung, kolgniltilonal (aus gleichbed. lat. cognitionalis zu cognoscere, vgl.
kognoszieren): (veraltet) zur amtlichen Prüfung gehö
rend, die gerichtliche Untersuchung betreffend, kolgnitiv (zu t.-.iv): die Erkenntnis betreffend; erkenntnismä
ßig; kognitive [,,,və] Entwicklung: Entwicklung all der
Funktionen beim Kind, die zum Wahrnehmen eines Ge
genstandes od. zum Wissen über ihn beitragen (Päd., Psy
chol.). kolgnilti|vis!tisch [...v...] (zu t ...istisch> : an ko
gnitiven Theorien orientiert (Päd., Psychol.)
Kolgnolmen* das; -s, Plur. - u. ...mina (aus lat. cognomen
„Zuname“): dem röm. Vor- u. Geschlechtsnamen beige
gebener Name (z. B. [Gajus Julius] Caesar); vgl. Nomen
gentile u. Pränomen. Ko!gno|mi|na|ti!on die; -, -en (aus
gleichbed. spätlat. cognominatio zu lat. cognominare, vgl.
kognominieren): (veraltet) das Geben eines Beinamens.
ko|gno|mi|nie|ren (aus Zat, cognominare „mit Beina
men nennen“): (veraltet) einen Beinamen geben
kolgnos|zie|ren* (aus lat. cognoscere „kennenlernen, er
kennen“): (veraltet) amtlich, bes. gerichtlich untersuchen
Kolgo das; -[s], -s (aus gleichbed. jap. kö-gö): kunstvolle,
kleine japan. Dose für Räucherwerk, meist Töpfer- od.
Lackarbeit
Ko|ha|bilta|ti|on die; -, -en (aus kirchenlat. cohabitatio
„das Beisammenwohnen“ zu spätlat. cohabitare, vgl. kohibieren, Bed. 2 über gleichbed. fr. cohabitation): 1. Ge
schlechtsverkehr (Med.). 2. (in Frankreich) Zusammenar
beit des Staatspräsidenten mit einer Regierung einer an
deren politischen Richtung (Pol.), kolhalbiltielren (aus
spätlat. cohabitare „zusammenwohnen“): Geschlechts
verkehr ausüben (Med.)
kolhälrent (aus gleichbed. lat. cohaerens, Gen. cohaeren
tis, Part. Präs, von cohaerere, vgl. kohärieren): zusam
menhängend; kohärentes Licht: Lichtbündel von gleicher
Wellenlänge u. Schwingungsart (Phys.). Kolhälrenz die; (aus lat. cohaerentia „Zusammenhang, das Zusammen
hängen“): 1. Zusammenhang. 2. Eigenschaft von Licht
bündeln, die die gleiche Wellenlänge u. Schwingungsart
haben (Phys.). Kolhä|renz|fak|tor</er; -s, -en: die durch
räumliche Nachbarschaft, Ähnlichkeit, Symmetrie o. ä.
Faktoren bewirkte Vereinigung von Einzelempfindungen
zu einem Gestaltzusammenhang (Psychol.). Kolhälrenzprinlzip das; -s: Grundsatz von dem Zusammenhang al
les Seienden (Philos.). Ko|hä|reri/er; -s, - (aus gleichbed.
eng!, coherer zu to cohere „Zusammenhängen“, dies aus
Zizt. cohaerere, vgl. kohärieren): früher verwendeter Ap
parat zum Nachweis elektr. Wellen; vgl. Fritter, kojhärielren (aus gleichbed. lat. cohaerere): Zusammenhän
gen, Kohäsion zeigen. Ko|hä|si|on ¿Zze; - (zu lat. cohae
sum (Part. Perf. Neutrum von cohaerere, vgl. kohärieren)
u. t'...ion>: der innere Zusammenhalt der Moleküle eines
Körpers, kolhälsiv (zu T...iv): zusammenhaltend
Kolhelleth der; - (aus hebr. qöhelet „Prediger“, eigtl.
„Wortführender“, zu kähal „sich versammeln, das Wort
führen“): hebr. Bez. für ÎEkklesiastes
ko hi bie ren (aus lat. cohibere „Zusammenhalten, bezäh
722
men“): (veraltet) zurückhalten, mäßigen. Kolhilbiltilon
die: -, -en (aus lat. cohibitio „Bezähmung“): (veraltet) Zu
rückhaltung, Mäßigung
Kohllelhyldrat* vgl. Kohlenhydrat. Kohllenldjloxid,
auch Kohllenldiloxyd das; -[e]s (zu dt. Kohle u. ÎDi
oxid): färb- u. geruchloses, leicht in Wasser lösliches Gas,
das u. a. bei der Atmung tierischer u. planzlicher Organis
men u. bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Stoffe
entsteht u. bei unkontrollierter Verbreitung den Treib
hauseffekt in der Erdatmosphäre steigert; Zeichen CO2.
Kohlenihydrat* í/ím, -[e]s, -e (meist Plur.): aus Kohlen
stoff, Sauerstoff u. Wasserstoff zusammengesetzte orga
nische Verbindung (z. B. Stärke, Zellulose, Zucker). Kohlen monloxid*, auch Kohllenlmpnloxyd das; -[e]s:
brennbares, färb- u. geruchloses, sehr giftiges Gas, das bei
unvollständiger Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brenn
stoffe entsteht; Zeichen CO
Kolhorltaltilgn die; -, -en (aus gleichbed. lat. cohortatio zu
cohortari, vgl. kohortieren); (veraltet) Ermahnung, Er
munterung. ko|hor|ta|tiv (zu T...iv>: (veraltet) ermah
nend. Kolhoijtaltiv r/er; -s, -e [...va] (aus gleichbed. lat.
(modus) cohortativus): Gebrauchsweise des Î Konjunk
tivs zum Ausdruck einer Aufforderung an die eigene Per
son, z. B. lat. eamus = gehen wir! (Sprachw.)
Ko hor te
-, -n (aus gleichbed. /at. cohors, Gen. cohor
tis, eigtl. ,,Hof(raum), Gehege, eingeschlossener Haufe,
Schar“): 1. den zehnten Teil einer röm. Legion umfassen
de Einheit. 2. eine nach bestimmten Kriterien ausgewähl
te Personengruppe, deren Entwicklung u. Veränderung in
einem bestimmten Zeitablauf soziologisch untersucht
wird (Soziol.). 3. Schar, Gruppe (von gemeinsam auftre
tenden, agierenden Personen). Ko|hpr|ten|ana|ly|se
die; -, -n: Untersuchung [von Teilen] der Bevölkerung, bei
der Entwicklungen u. Veränderungen von Gruppen, die
dieselben zeitlichen Merkmale (z.B. gleiches Geburtsda
tum) tragen, untersucht u. verglichen werden (Soziol.)
kolhorltielren (aus gleichbed. lat. cohortari „ermuntern,
ermahnen“): (veraltet) ermahnen
Ko|hy|pe|rolnym* [auch ...ny:m] das; -s, -e (zu tkon... u.
îHyperonym): ein THyperonym, das anderen Hyperony
men auf einer Î hierarchischen Stufe gleichgeordnet ist u.
mit diesen gemeinsam t Hyponymen übergeordnet ist
(z. B. Arzneimittel, Medikament zu Tablette, Kapsel, Pil
le; Sprachw.). Ko|hy!pe|ro|ny|mie [auch ...mi:] die; (zu THyperonymie): in Nebengeordnetheit sich ausdrü
ckende semantische Relation, wie sie zwischen Kohyperonymen besteht (Sprachw.). Kglhylpolnym [auch
... ny:m] das; -s, -e: ein t Hyponym, das anderen Hypony
men auf einer Î hierarchischen Stufe gleichgeordnet ist u.
mit diesen gemeinsam einem t Hyperonym untergeordnet
ist (z.B. Junge u. Mädchen zu Kind; Sprachw.). Kglhypoinymie [auch ... mi:] die; -: in Nebengeordnetheit sich
ausdrückende semantische Relation, wie sie zwischen Kohyponymen besteht (Sprachw.)
Koillo|nyichie‘ [koyl...'çi:] die; -, ...ien (zugr. koilos „hohl,
ausgehöhlt“, onyx, Gen. onychos „Kralle, Nagel“ u.
T2...ie): krankhafte Veränderung der Fingernägel (Med.)
Koilmelsis [ koy...] die; -, ...mesen (aus gr. koimesis „das
Schlafen“): 1. (ohne Plur.) [das Fest von] Mariä Tod u.
Himmelsaufnahme in der orthodoxen Kirche. 2. Darstel
lung des Marientodes in der bildenden Kunst
Koilna: Plur. von TKoinon. Koilne [koyne:] die; -, Koinai
(aus gleichbed. gr. koine (diálektos) „gemeinschaftlich^
Sprache)“ zu koinös „gemeinsam, gemeinschaftlich“): 1.
(ohne Plur.) die griech. Umgangssprache im Zeitalter des
Hellenismus. 2. eine durch Einebnung von Dialektunter
schieden entstandene Sprache (Sprachw.). Koilnolbilon
[koy...] das; -s, ...ien [...ion] (aus mgr. koinöbion „Klos
ter“): svw. Zönobium (1). Koilnon das; -s, Koina (aus
723
gleichbed. gr. koinón, eigtl. „das Gemeinsame, das Gan
ze“): a) berufliche, politische od. sakrale Vereinigung im
Griechenland der Antike; b) Bundesstaat, [Stadtjstaatenbund in hellenistischer Zeit (z. B. der Äolische Bund)
Ko|inlspek|ti|on* die; - (zu îkon... u. îlnspektion): (veral
tet) Mitaufsicht. Kolinlspekltor der; -s, ...oren: (veral
tet) Mitaufseher. ko|in|spi|zie|ren: (veraltet) mitbeauf
sichtigen
kolinlzildent (aus gleichbed. mlat. coincidens, Gen. coincidentis, Part. Präs, von coincidere, vgl. koinzidieren): zu
sammenfallend; einander deckend. Ko|in|zi|denz die; -,
-en (aus mlat. coincidentia „das Zusammenfallen“): 1. das
Zusammentreffen, der Zusammenfall z. B. zweier Ereig
nisse. 2. gleichzeitiges Auftreten mehrerer Krankheiten
bei einer Person. 3. Vorgang des gleichzeitigen bzw. inner
halb einer sehr kurzen Zeitspanne stattfindenden Anspre
chens eines Zählgerätes durch zwei od. mehrere Teilchen
(Kernphys.). 4. zeitliches od. räumliches Zusammentref
fen mehrerer Signale (EDV). 5. räumliches od. zeitliches
Zusammentreffen zweier Bestandteile eines biologischen
Beziehungssystems, z. B. eines Parasiten u. eines Wirts. 6.
genaue Übereinstimmung von zwei Teilbildern od. Mar
ken (z. B. Teilstrichen) in optischen Systemen (z. B. bei
Kamerasuchern u. geodätischen Instrumenten); vgl.
Coincidentia Oppositorum. Ko|in|zi|denz|mes|sung
die; -, -en: Messung der durch Eintritt einer Koinzidenz
(3) ausgelösten Impulse, z.B. zur Bestimmung von Aus
gangspunkt, Bahn, Geschwindigkeit u.Ä. von Teilchen,
kolinlzildielren (aus mlat. coincidere „hineinfallen, sich
ereignen“): zusammenfallen, einander decken, kolinlzidielrend (zu t...ierend>: im gleichen Zeitpunkt u. im glei
chen zeitlichen Ablauf erfolgend
kplisch (aus gr. Köios, nach dem Namen der zu Griechen
land gehörigen kleinasiatischen Insel Kos): feine, durch
sichtig gewebte Seidengewänder betreffend, die im Alter
tum vornehmlich von Hetären getragen wurden
koliltal (zu tKoitus u. t‘...al (1)): den Koitus betreffend,
kolütielren (zu ÎKoitus u. T..deren): 1. geschlechtlich
verkehren, Geschlechtsverkehr ausüben. 2. mit jmdm. den
Geschlechtsverkehr vollziehen, z.B. jmdn. -. Ko i tus,
der; -, -se (aus gleichbed. lat. coitus, eigtl. „das Zusam
mengehen“, substantiviertes Part. Perf. von coire „zusam
menkommen, sich vereinigen“): Geschlechtsverkehr, ge
schlechtliche, genitale Vereinigung; Geschlechtsakt; Bei
schlaf (Med.); vgl. Coitus. Ko|i|tuslpolsi|ti|on die; -,
-en: beim Koitus von den Partnern eingenommene Kör
perstellung
Kolje die; -, -n (über gleichbed. niederl. kooi aus mittelniederl. coye „enger Verschlag, Stall“, dies aus lat. cavea
„Käfig, Behältnis“): 1. a) fest eingebautes Bett [auf Schif
fen]; b) (ugs.) sehr kleine Schlafkammer; c) (ugs.
scherzh.) Bett. 2. Raum zur Aufbewahrung von Segeln. 3.
Ausstellungsstand
Koljilki ['ko:dʒɪ...] vgl. Kodschiki
Ko jolte der; -n, -n (aus gleichbed. mex.-span. coyote, dies
aus aztek. coyotl): 1. nordamerik. Präriewolf. 2. (abwertend) Schuft
'Kglka die; -, - u. Kokastrauch der; -[e]s, ...Sträucher (über
span, coca aus gleichbed. indian. (Aimara u. Quechua) kuka, koka): ein in Peru u. Bolivien vorkommender Strauch,
aus dessen Blättern das Kokain gewonnen wird
2Kg|ka der; -, - (aus gleichbed. jap. koka): Vorteil, kleinste
Wertungseinheit im Î Judo
Kolkalin das; -s (zu t'Koka u. T...in (1)): aus den Blättern
des Kokastrauches gewonnenes Î Alkaloid (ein Rauschgift
u. Betäubungsmittel). Kolkalilnislmus der; - (zu t...ismus (3)>: 1. süchtige Gewöhnung an das Rauschgift Ko
kain. 2. Kokainvergiftung. Kolkalilnist der; -en, -en (zu
t ...ist): jmd., der an Kokainismus leidet. Kolkalinlma-
Kokospalme
rZie; - (zu t...mafia): (ugs.) Rauschgiftmafia, mit
Rauschgift in großem Stil handelnde [internationale] kri
minelle Organisation. Ko|ka|i|no|ma|nie die; - (zu
î...manie): svw. Kokainismus (2)
Ko kar de die; -, -n (aus gleichbed. fr. cocarde, eigtl.
„Bandschleife“, zu ɑ/(/r. coquard „eitel“, dies zu coq
„Hahn“): rosettenförmiges od. rundes Hoheitszeichen in
den Landes- od. Stadtfarben an Kopfbedeckungen von
Uniformen od. an Militärflugzeugen
Kolkar|zi|nolgen das; -s, -e (zu I2ko... u. tKarzinogen):
Substanz, die in Zusammenhang mit einem Karzinogen
Krebs hervorruft
Kglkalstrauch vgl. 'Koka
kglken (aus engl. to coke zu coke „Koks“): Koks herstel
len. Kglker rZer; -s, -: Arbeiter in einer Kokerei. Kolkerei die; -, -en: 1. Betrieb zur Herstellung von Koks. 2. Ge
winnung von Koks
kolkett (aus gleichbed. fr. coquet, eigtl. „hahnenhaft“, zu
coq „Hahn“): [von eitel-selbstgefälligem Wesen u.] be
strebt, die Aufmerksamkeit anderer zu erregen u. ihnen zu
gefallen. Kolketlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. coquette):
Frau, die darauf bedacht ist, auf Männer zu wirken. Koket te rie
-, ...jen (aus gleichbed. fr. coquetterie): 1.
(ohne Plur.) a) kokette Art; b) Gefallsucht. 2. das Koket
tieren. kolketltielren (nach gleichbed./?. coqueter, eigtl.
„herumstolzieren wie ein Hahn“): 1. sich als Frau einem
Mann gegenüber kokett benehmen. 2. mit etwas nur spie
len, sich nicht wirklich darauf einlassen. 3. auf etwas im
Zusammenhang mit der eigenen Person hinweisen, um
sich damit interessant zu machen, eine bestimmte Reakti
on hervorzurufen
Kolkillle die; -, -n (aus gleichbed. fr. coquille, eigtl. „Mu
schel“): metallische, wiederholt verwendbare Gießform
(Hüttentechnik)
Koklke iZte; -, -n u. Kokkus der; -, Kokken (meist Plur.)
(über spätlat. coccus aus gr. kökkos „Kern, Beere“): Ku
gelbakterie (Med.)
Koklkelslkörlner die (Plur.) (aus mlat. cocculae (orienta
les) od. cocculi (indici) „(orientalische bzw. indische)
Körnchen“ zu cocculus, Verkleinerungsform von spätlat.
coccus, vgl. Kokke): giftige Früchte eines südostasiat.
Schlingstrauchs (Bot.)
Kök|ken|möd|din|ger u. Kjökkenmöddinger die (Plur.)
(aus dän. kokkenmoddinger „Küchenabfälle“): Abfall
haufen der Steinzeitmenschen aus Muschelschalen, Koh
lenresten u. a.
koklkolid (zu ÎKokke u. Tz...id>: von kugelähnlicher Form
(von Mikroorganismen; Med., Biol.). Kok ko lith [auch
...'lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu gr. kökkos (vgl.
Kokke) u. T ...lith, nach der kugel- od. scheibenförmigen
Gestalt): aus Kalkalgen entstandenes Sedimentgestein
der Tiefsee (Geol.). Kok|ko|sphä|re* die; -, -n: kugelar
tig geformte Zusammenballung aus Kokkolithen (Geol.).
Koklkus vgl. Kokke
Kolkon [ko'kð:, auehko'kɔŋ, österr. ko'ko:n] der; -s, -s (aus
fr. cocon „Scidenraupengespinst“, dies aus provenzal.
coucon „Eierschale“): Hülle um die Eier verschiedener
Insekten od. um die Insektenpuppen (aus der z.B. beim
Seidenspinner die Seide gewonnen wird)
Kolkgschlnik vgl. Kakoschnik
Ko|ko|sette [..,'zst] das; -s (zu fr. cocos „Kokosnuss“ u.
t...ette, Analogiebildung zu tNoisette (1)): (österr.) ge
raspeltes Kokosmark. Kglkoslnuss die; -, ..müsse (aus
gleichbed. port.-span, cocos (Plur.), dies aus port. (Kinderspr.) coco „Schreckgespenst“, vermutlich wegen der
Ähnlichkeit der inneren Schale der Frucht mit einem be
haarten Menschen- od. Affengesicht): Frucht der ÎKo
kospalme. Kglkoslpallme die; -, -n: in Asien beheimate
te Palme von hohem Nutzwert, deren große, braune
fia
Kokotte
Früchte eine sehr harte, mit einer Faserschicht bedeckte
Schale besitzen u. im Inneren eine milchige Flüssigkeit so
wie eine weiße, fleischige Schicht enthalten
Kolkotlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. cocotte, eigtl. kinderspr. lautmalend für „Henne, Hühnchen“): 1. (veraltet)
Frau von einer gewissen Eleganz u. mit guten Umgangs
formen, die mit Männern sexuell verkehrt u. sich von ih
nen aushalten lässt. 2. Schmortopf aus Ton, Glas
’Koksder; -es, -e (aus engl. cokes, Plur. von gleichbed. co
ke, dies zu mittelengl. coke, colke „Mark, Kerngehäu
se)“): 1. durch Erhitzen unter Luftabschluss gewonnener
Brennstoff aus Stein- od. Braunkohle. 2. (ohne Plur.; sa
lopp scherzh.) [jmdm. zur Verfügung stehendes] Geld
2Koks<U; -es (Kurzform von ÎKokain): (Jargon) Kokain
3Koks<ter; -[es], -e (Herkunft unsicher, vielleicht nach dem
Engländer W. Coke, der diesem Hut zur Volkstümlichkeit
verhalf): (ugs.) steifer Hut, ÎMelone (2)
'‘Koks der; -, - (Herkunft unsicher): 1. (landsch.) ein Glas
Rum mit Würfelzucker. 2. (ohne Plur.; ugs.) Unsinn
Kok-Salghys [koksa'gYs] der; -, - (vermutlich zu Kokan
(einer Flussniederung in der Zentralasiat. Landschaft Tur
kestan) u. talar, saga „Niederung, Flussmündung“):
Kautschukpflanze, Abart des Löwenzahns
Koklse die; -, -n (zu î2Koks>: (Jargon) kokainsüchtige
weibliche Person, koklsen: (Jargon) Kokain nehmen.
Koklser fiter; -s, -: (Jargon) jmd., der kokainsüchtig ist
Kokltilon fiüe; - (aus gleichbed. lat. coctio zu coquere „ko
chen“): (veraltet) 1. das Kochen. 2. Verdauung. Kpkltum
das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat. coctum, Part. Perf. (Neu
trum) von coquere „kochen“): (veraltet) das Gekochte,
bes. abgekochte Flüssigkeiten. Kokltur die; - (aus lat.
coctura „das Kochen“): svw. Koktion (1)
Koklzidie [...io] die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. nlat.
coccidium, dies zu gr. kókkos „Kern, Beere“; vgl. '...ie>:
parasitisches Sporentierchen (Krankheitserreger bei Tie
ren u. Menschen). Kok|zi|di|o|i|dolmy|kolse die; -, -n
(zu t2...id u. îMykose): durch niedere Pilze verursachte
Erkrankung der Haut u. der Atemwege (Med.). Kok|zidilolsei/te; -, -n (zu î'...ose>: durch Kokzidien hervorge
rufene Krankheit (z.B. die Leberkokzidiose der Kanin
chen). Kok|zi|di|oslta|ti|kum*fites; -s, ...ka (meist Plur.)
(zu gr. statikós „zum Stillstand bringend“ u. T...ikum): in
der Tierzucht eingesetztes Arzneimittel gegen Kokzidien
Koklzygodynie* die; -, ...ien (zu gr. kókkyx, Gen. kökkygos „Kuckuck; Kuckucksbein, Steißbein“ u. î...odynie): Schmerzen im Bereich des Steißbeins (Med.)
kol..., Kol... vgl. kon..., Kon...
'Kolla die; - (vielleicht über fr. kola, cola aus gleichbed.
westafrik. kola, kolo): der ÎKoffein enthaltende Samen
des Kolastrauches (Kolanuss)
2Ko|la: Plur. von Î Kolon
Kollalmin* das; -s (Kunstw.; vgl. Amin): eine farblose,
zähflüssige Î hygroskopische Flüssigkeit von schwach
fischigem Geruch, Baugruppe der îZephaline (Chem.)
Kollalni der; -s, -s (Herkunft unsicher): (bei der îMarine 1
getragenes) hüftlanges t Jackett aus dickem, dunkelblau
em Wollstoff
Kollapltik die; - (aus gleichbed. gr. kolaptikë (téchnë) zu
koláptein „meißeln“): (veraltet) Bildhauerkunst
Ko Hat ¿fas; -[e]s, -e (aus lat. colatium „das Durchgeseihte“,
substantiviertes Part. Perf. (Neutrum) von colare, vgl. kolieren): svw. Kolatur
Koilat sche u. Golatsche die; -, -n (aus gleichbed. tschech.
kolác): (österr.) kleiner, gefüllter Hefekuchen
Kollalturfiüte; -, -en (aus spätlat. colatura „Durchseihung“
zu colare, vgl. kolieren): (veraltet) [durch ein Tuch] durch
geseihte Flüssigkeit
Kol|chi|zin, fachspr. auch Colchicin [kolçi'tsùn] das; -s (zu
nlat. colchicum (autumnale) „(Herbst)zeitlose“, dies aus
724
gleichbed. gr. kolchikón; vgl. ...in (1)): giftiges, die Zell
kernteilung hemmendes Î Alkaloid der Herbstzeitlose (ein
Gicht- u. Rheumamittel). Kol|chi|zi|nie|rung die; -, -en
(zu t,,,ierung): Behandlung mit Kolchizin (Med.)
Kollchos [...ços, auch ...xos] der; -, ...ose [... ço:zs] u. (ös
terr. nur so) Kollcholse [...Ç-] die; -, -n (aus russ. kolchoz, Kurzw. aus Lo/lektivnoe c/zozjajstvo „Kollektivwirt
schaft“): landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft
[in der ehemaligen Sowjetunion]. Kollchoslnik der; -[s],
Plur. -en u. -i (aus gleichbed. russ. kolchoznik): Kolchos
bauer
Ko|le|dafi?te; -, -s (aus dem Slaw. (vgl. tschech. koieda,poln.
koiçda), vielleicht zu lat. Calendae, vgl. Kalenden): in den
slawischen Sprachen Bez. für das Weihnachtsfest u. das
dazugehörende Brauchtum
Kolleljltis die; -, ...itiden (zu gr. koleös „(weibliche) Schei
de“ u. t,,,itis): (veraltet) svw. Elytritis
Kolektomie* die; -, ...ien (zu TKolon u. T...ektomie):
operative Entfernung des Grimmdarms (Med.)
Kolleloplter* vgl. Coleopter. Kollelopltelre* die; -, -n
(meist Plur.) (zu gr. koleöpteros „mit Flügelscheide verse
hen“, dies zu koleös „(Schwert)scheide“ u. pterön „Flü
gel“): Käfer (Zool.). Ko|le|oplte|ro|lolge*fiter; -n, -n (zu
î ...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Koleopterologie. Kollelopltelrollolgie* die; - (zu T.Jogie): Teilge
biet der Zoologie, das sich mit den Käfern befasst, kolleop telrollo gisch* (zu Î...logisch): die Koleopterologie
betreffend, auf ihr beruhend. Ko|le|op|ti|le* die; -, -n (zu
gr. ptilon „(Daunen)feder“): Schutzorgan für das aufge
hende erste Blatt eines Grases; Sprossscheide (Bot.). Kolelopltolse* fiüe; -, -n (zu gr. ptðsis „das Fallen, Fall“):
das Heraustreten der Scheide aus der tVulva; Scheiden
vorfall (Med.). Ko|lelor|rhi|za die; -, ...zen (zu gr. rhiza
„Wurzel, Spross“): Hülle um die Keimwurzel der Gräser;
Wurzelscheide (Bot.). Ko|le|o|ze|le die; -, -n (zu gr. kelê
„Geschwulst, Bruch“): (selten) svw. Kolpozele
Ko li bak te rie [...io] die; -, -n (meist Plur.) (zu gr. kðlon
„Glied des Körpers, Darm“ u. tBakterie): Darmbakterie
bei Mensch u. Tier, außerhalb des Darms Krankheitserre
ger (Med.)
Kollilbri* der; -s, -s (aus gleichbed. fr. colibri, weitere Her
kunft unsicher): in Amerika vorkommender kleiner Vogel
mit buntem, metallisch glänzendem Gefieder
kollielren (aus gleichbed. lat. colare): (Flüssigkeiten)
durchseihen, durch ein Tuch filtrieren (bes. Pharm.); vgl.
Kolatur
Kollik [auch ko'li:k] die; -, -en (über gleichbed. mlat. colica
aus gr. kôlikë (nósos) „Darmleiden“ zu kölon „Glied des
Körpers, Darm“): 1. krampfartig auftretender Schmerz
im Leib u. seinen Organen (z. B. Magen-, Darm-, Nieren
kolik; Med.). 2. bei Pferden (selten bei anderen Haustie
ren) anfallsweise auftretende Leibschmerzen. Ko|li|kodylnie* die; -, ...ien [,,,i:ən] (zu î...odynie): (veraltet)
Grimmdarmschmerzen (Med.). Ko|li|ko|ple|gis* die; -,
...ien (zu gr. piégé „Schlag, Hieb“ u. t2...ie): (veraltet)
Darmlähmung (Med.)
Kollinslki der; -s, -s (nach der russ. Halbinsel Kola u. zu
-inski (russ. Zugehörigkeitssuffix)): Pelz des sibirischen
Feuerwiesels
Ko|li|tis<fte; -, ...itiden (zu gr. kðlon (vgl. Kolik) u. Î ...itis> :
Entzündung des Dickdarms (Med.). Kollilurie die; -,
...ien (gebildet zu TÂo/i'bakterie u. 1 ...urie): Ausscheidung
von Kolibakterien im Urin (Med.)
Kollkoltharfiter; -s, -e (über span, colcotarausaraö. qulqutär „Erzblüte“, dies aus gleichbed. gr. chálkanthos): rotes
Eisenoxid als Poliermittel u. Pigment für Anstrichstoffe
Kol|la4te, - (aus gleichbed. gr. kölla): Leim (Chem., Med.)
kol|lalbes|zent (aus gleichbed. lat. collabascens, Gen.
collabascentis, Part. Präs, von collabascere, vgl. kollabes-
725
Kollegialgericht
zieren): (veraltet) hinfällig. Kol|lalbes|zenz die; - <zu
Kollalteraligefäß das; -es, -e: Querverbindung zwi
t...enz>: (veraltet) Hinfälligkeit. kol|la|bes|zielren (aus
schen Blutgefäßen; Umgehungsgefäß (Med.). Kolllaltegleichbed. lat. collabascere, Intensivbildung zu collabi,
rallkreisllauf der; -[e]s, ...läufe: Umgehungskreislauf,
vgl. kollabieren): körperlich verfallen (Med.), kolllalbieder bei Ausfall des Hauptkreislaufes diesen ersetzen kann
ren (aus lat. collabi „(in sich) zusammensinken; verfal
u. damit die Blutversorgung aufrechterhält (Med.). Kollen“): 1. einen Kollaps (1) erleiden, plötzlich schwach
la te ral scha den der; -s, ...Schäden (aus gleichbed.
werden, verfallen (Med.). 2. in sich zusammenfallen (von
engl. collateral „zusätzlich, einen Begleitumstand darstel
Sternen in der Endphase ihrer Entwicklung; Astron.)
lend“ u. damage „Schaden“): bei einer militärischen Ak
Kolllalbolralteur [,..'t0:ç] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. col
tion entstandener, nicht beabsichtigter Schaden, bes. der
laborateur, eigtl. „Mitarbeiter“, zu collaborer, vgl. kolla
Tod von Zivilisten (Milit. verhüllend). Kolllaltelrallverborieren): Angehöriger eines von feindlichen Truppen be
wandlte der u. die; -n, -n: (veraltet) Verwandte^] einer
setzten Gebiets, der mit dem Feind zusammenarbeitet.
Seitenlinie
Kol|la|bo|ra|ti|on die: -, -en (aus fr. collaboration „Mit Kol|la|ti|on die; -, -en (aus lat. collatio „das Zusammen
arbeit“ zu collaborer, vgl. kollaborieren): aktive Unter
bringen, die Vergleichung“ zu collatus, Part. Perf. von
stützung einer feindlichen Besatzungsmacht gegen die ei
conferre „Zusammentragen“; Bed. 4 über mlat. collatio
genen Landsleute. Kol|la|bo|ra|ti|o|nist der; -en, -en (zu
„abendliche Lesung im Kloster u. das Essen od. der
t...ist): (veraltet) svw. Kollaborateur. Kolllalbolraltor
Trunk danach“): 1. Vergleich einer Abschrift mit der Ur
der: -s, ...oren (aus spätlat. collaborator „Mitarbeiter“):
schrift zur Prüfung der Richtigkeit. 2. a) Prüfung der Bo
(veraltet) Hilfslehrer, -geistlicher. Kol|la|bo|raltur die; -,
gen in der Buchbinderei auf Vollzähligkeit; b) Prüfung an
-en (zu spätlat. collaboratus, Part. Perf. von collaborare
tiquarischer Bücher auf Vollständigkeit. 3. Übertragung
„mitarbeiten“, u. t...ur): (veraltet) Stelle, Amt eines Kol
eines frei gewordenen Kirchenamtes, bes. einer Pfarrei. 4.
laborators. kol|lalbo|rie|ren (über gleichbed. fr. colla
a) [erlaubte] kleine Erfrischung an kath. Fasttagen od. für
borer, eigtl. „mitarbeiten“, dies ums spätlat. collaborare):
einen Gast im Kloster; b) (veraltet, aber noch landsch.)
1. mit einer feindlichen Besatzungsmacht gegen die Inte
kleine Zwischenmahlzeit, Imbiss. 5. (veraltet) Hinzufü
ressen des eigenen Landes Zusammenarbeiten. 2. Zusam
gung der Vorausleistungen des Erblassers [an einen Er
menarbeiten
ben] zu dem Gesamtnachlass (Rechtsw.). kol|la|ti|o|niekolllalgen (zugr. kölla „Leim“ u. t...gen): aus Kollagenen
ren (aus gleichbed. mlat. collationare): 1. [eine Abschrift
bestehend; Leim gebend (Biol., Med.). Kolllalgen das;
mit der Urschrift] vergleichen. 2. etwas auf seine Richtig
-s, -e: leimartiger, stark quellender Eiweißkörper in Bin
keit u. Vollständigkeit prüfen. 3. (veraltet) einen kleinen
degewebe, Sehnen, Knorpeln, Knochen (Biol., Med.).
Imbiss einnehmen. Kolllaltilolnielrung die; -, -en (zu
Kolllalgelnalse die; -, -n (zu t...ase>: Î Enzym, das Kol
t. ..ierung): das Kollationieren (1, 2). Kol la tor der; -s,
lagene u. deren Abbauprodukte angreift. Kolllalgelno...oren (aus gleichbed. mlat. collator, dies aus lat. collator
se die; -, -n (zu tL.ose): eine der Krankheiten, bei denen
„Beisteuerer“): Inhaber der Kollatur (z.B. der kath. Bi
sich das kollagenhaltige Gewebe verändert (z. B. Rheuma
schof). Kolllaltur die; -, -en (aus gleichbed. nlat. collatura
tismus; Med.). Kolllälmie* die; -, ...ien (zu îKolla u.
zu lat. collatio, vgl. Kollation u. ...ur): das Recht zur Ver
t...ämie>: abnorme Zähflüssigkeit des Blutes (Med.)
leihung eines Kirchenamtes
Kol|la|ne die: -, -n (aus gleichbed. nlat. collana zu lat. col Kolllauldaltilon r//e; -, -en (aus lat. collaudatio „Belobi
lum „Hals“): die Halskette hoher Orden od. das Kennzei
gung“ zu collaudare, vgl. kollaudieren): (Schweiz.) svw.
Kollaudierung; vgl. ...ation/...ierung. kol lau die ren
chen der höchsten Stufe mehrklassiger Orden
Kolllalni vgl. Kolani
(aus lat. collaudare „belobigen, Lob erteilen“): (Schweiz.
Kol laps [auch ,.,'laps] der; -es, -e (aus mlat. collapsus „Zu
u. österr.) [ein Gebäude] amtlich prüfen u. die Übergabe
an seine Bestimmung genehmigen. Kol|lau|die|rung to;
sammenbruch“ zu lat. collabi „(in sich) zusammensin
ken“, vgl. kollabieren): 1. plötzlicher Schwächeanfall in
-, -en (zu t...ierung): (Schweiz, u. österr.) amtliche Prü
fung u. Schlussgenehmigung eines Bauwerks; vgl. ...ation/
folge Kreislaufversagens (Med.). 2. starkes Schwinden des
...ierung
Holzes senkrecht zur Faserrichtung während der Trock
nung. 3. Endphase der Sternentwicklung, bei der der Kolleg das; -s, Plur. -s u. (selten) -ien [...ion] (aus lat. col
legium „(Amts)genossenschaft“): 1. a) VorlesungfsstunStern unter dem Einfluss der eigenen Gravitation in sich
de] an einer Hochschule; b) Fernunterricht im Medien
zusammenfällt (Astron.). 4. [wirtschaftlicher] Zusammen
verbund (z.B. Telekolleg). 2. a) kirchliche Studienanstalt
bruch. Kolllapslthelralpie die; -, ...ien [,,,i:ən]: (veral
für kath. Theologen; b) Schule [mit tlnternat] der Jesui
tet) das Ruhigstellen, Lahmlegen eines erkrankten Organs
ten. 3. svw. Kollegium. Kolllelga tov -[s], -s (aus gleich
(bes. bei Lungenerkrankungen angewandt; Med.). Kolbed. lat. collega, vgl. Kollege): Kollege (la), noch als
laplsus der; -, ...pse (aus gleichbed. mlat. collapsus):
Anrede (z. B. Frau Kollega) in bestimmten wissenschaftli
(veraltet) svw. Kollaps (1)
chen Fachgebieten (bes. in der Medizin) gebraucht. Kolkol lar (aus mlat. collaris „zum Hals gehörend“ zu lat. col
lelge der; -n, -n (aus lat. collega „Amts-, Standesgenoslum „Hals“): am Hals befindlich, den Hals betreffend
se“, eigtl. „Mitabgeordneter“, zu t kon... u. legare „abord
(Med.). Kolllar das; -s, -e (aus mlat. collaris „Halstuch“,
nen, ernennen“): 1. a) jmd., der mit anderen zusammen
dies aus lat. collare „Halsband (für Tiere), Halseisen“): 1.
im gleichen Betrieb od. im gleichen Beruf tätig ist; b)
steifer Halskragen, bes. des kath. Geistlichen. 2. kragen
jmd., der mit anderen zusammen der gleichen Einrich
förmiger Zierbesatz des liturgischen Schultertuches
tung, Organisation (z.B. der Gewerkschaft) angehört; c)
Kolllarlgol* das; -s (Kunstw. aus TAoZZoidal, Argentum u.
Klassen-, Schulkamerad. 2. saloppe Anrede an einen Un
t...o/>: tkolloides, in Wasser lösliches Silber; vgl. Collarbekannten, nicht mit Namen Bekannten. Kolllelgenlragol
batt der; -[e]s, -e: bes. von Verlagen untereinander ge
kolllaltelral (aus mlat. collateralis „zur Seite stehend, seit
währter Rabatt, koiIleIgilal (aus lat. collegialis „das Kol
lich“ zu to. collaterare „zur Seite nehmen“): 1. seitlich
legium betreffend“): 1. freundschaftlich, hilfsbereit (wie
angeordnet (von den Leitbündeln, den strangartigen Ge
ein guter Kollege). 2. a) durch ein Kollegium erfolgend; b)
webebündeln, in denen die Stoffleitung der Pflanzen vor
nach Art eines Kollegiums zusammengesetzt (von Regie
sich geht; Bot.). 2. seitlich; auf der gleichen Körperseite
rungen); vgl. ...isch/-. Kol|le|gi|al|ge|richt das; -[e]s, -e:
befindlich; benachbart (Med.). 3. (veraltet) zu einer Sei
Gericht, dessen Entscheidungen von mehreren Richtern
tenlinie der Familie gehörig. Kolllaltelralle die; -n, -n u.
kolleg ¡al isch
gemeinsam gefällt werden. kol|le|gi|a|lisch: (selten)
svw. kollegial (2); vgl. ...isch/-. Kol|le|gi|a|li|tät die; - <zu
t...ität>: gutes Einvernehmen unter Kollegen, kollegiales
Verhalten, kollegiale Einstellung. Ko!|le|gi|al|prin|zip
das; -s (zu tkollegial): svw. Kollegialsystem. KolIleIgi|alsysltem das; -s: gemeinsame Verwaltung u. Beschluss
fassung [von gleichberechtigten Personen in einer Behör
de]. Koi|le|gilat<to; -en, -en (aus lat. collegiatus „Zunft
genosse“): 1. Teilnehmer an einem [Funk]kolleg. 2. Mitbe
wohner eines Stifts. Kol|le|gi|at|ka|piltel das; -s, - (zu
mlat. collegiatus „nicht bischöflich“): Körperschaft der
Weltgeistlichen (Î Kanoniker) an einer Kollegiatkirche
(Stiftskirche). Kolllelgilatlkirlche die; -, -n: Kirche, an
der für die Feier des Gottesdienstes ein Kollegiatskapitel
zuständig ist. Kol|le|gi|a|tur die; -, -en (zu Î...ur): (veral
tet) Wohnheim für Studenten. Kolllelgin die; -, -nen:
weibliche Form zu Î Kollege. Kol le gi um das; -s, ...ien
[,,,iən] (aus gleichbed. lat. collegium, vgl. Kolleg): 1.
Gruppe von Personen mit gleichem Amt od. Beruf, Lehr
körper [einer Schule]. 2. kollektiv entscheidende Körper
schaft; Ausschuss. 3. im alten Rom Bez. für die in ihrer
Gesamtheit handelnden röm. Magistrate u. Priesterschaften. 4. seit dem Mittelalter Bez. der drei reichsständischen
Beratungs- u. Beschlusskollegien des Reichstages (Kur
fürsten, Reichsfürsten, Reichsstädte); vgl. Collegium mu
sicum, Collegium publicum
Kol|lek|talne|en [auch ,,,'ta:neən] die (Plur.) (aus mlat.
collectanea (Plur.) „Sammelband, -werk“ zu lat. collecta
neus „gesammelt“): (veraltet) Sammlung von Auszügen
aus literarischen od. wissenschaftlichen Werken; vgl.
Analekten. Kolllekltant der; -en, -en (zu Î Kollekte u.
î...ant): (veraltet) Sammler von freiwilligen Spenden.
Kol|lek|talti|on die; -, -en (zu t...ation): (veraltet) 1. das
Sammeln (von freiwilligen Spenden). 2. svw. Kollektion.
Kollleklte die; -, -n (aus lat. collecta „Beisteuer, Geld
sammlung“ zu colligere „zusammenlesen, -sammeln“): 1.
Sammlung freiwilliger Spenden [während u. nach einem
Gottesdienst]. 2. kurzes Altargebet. Kollleklteur
[... t0:ç] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. collecteur zu altfr.
collecteur „Steuereinnehmer“, dies zu lat. colligere, vgl.
Kollekte): (veraltet) a) Lotterieeinnehmer; b) jmd., der
für wohltätige Zwecke sammelt, kolllekltielren (zu
ÎKollekte u. ɪ,,,ieren): Geld einsammeln, eine ÎKollekte
einsammeln. Kolllekltilon die; -, -en (unter Einfluss von
gleichbed. fr. collection aus lat. collectio „das Aufsam
meln“ zu colligere, vgl. Kollekte): a) Mustersammlung
von Waren, bes. von den neuesten Modellen der Textil
branche; b) für einen bestimmten Zweck zusammenge
stellte Sammlung, Auswahl, kolllekltiv (aus to. collecti
vus „angesammelt“ zu colligere, vgl. Kollekte): a) ge
meinschaftlich; b) alle Beteiligten betreffend, erfassend,
umfassend. Kolllekltiv das; -s, -e [...va] (aus lat. collecti
vum, Neutrum von collectivus (vgl. kollektiv), Bed. 2
über russ. kollektiv): 1. a) Gruppe, in der Menschen Zu
sammenleben [u. in der die Persönlichkeit des Einzelnen
von untergeordneter Bedeutung ist]; b) Gruppe, in der
die Menschen Zusammenarbeiten; Team. 2. von gemein
samen Zielvorstellungen u. Überzeugungen getragene
[Arbeits- u. Produktionsjgemeinschaft (unter sozialisti
schen Bedingungen). 3. beliebig große Gesamtheit von
Messwerten, Zähldaten, die an eindeutig gegeneinander
abgrenzbaren Exemplaren einer statistischen Menge zu
beobachten sind (Statistik). 4. Gesamtheit von Teilchen,
deren Bewegungen infolge ihrer gegenseitigen Wechsel
wirkung mehr od. weniger stark korreliert sind (Phys.).
kol|lek|ti|vie|ren [...v...] (nach gleichbed. russ. kollektivizirovat’ zu (Kollektiv (2) u. (..deren): Privateigentum
in Gemeineigentum überführen. Kol|lek|ti|vielrung
die; -, -en (zu (...ierung): Überführung privater Produkti
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onsmittel in Gemeinwirtschaften. Kolllekltivlimlprovi sa ti on* die; -, -en: gemeinsames freies, improvisie
rendes Spiel im Jazz. Kol|lek|ti|vis|mus [...v...] der; (zu (...ismus (2)): 1. Anschauung, die mit Nachdruck den
Vorrang des gesellschaftlichen Ganzen vor dem Individu
um betont u. Letzterem jedes Eigenrecht abspricht. 2.
kollektive Wirtschaftslenkung mit Vergesellschaftung des
Privateigentums. Kol|lek|ti|vist der; -en, -en (zu Î ...ist):
Anhänger des Kollektivismus, kolllekltilvisltisch (zu
(...istisch): den Kollektivismus betreffend; im Sinne des
Kollektivismus. Koillekltilviltät to?; - (zu t...ität): 1.
Gemeinschaftlichkeit. 2. Gemeinschaft. Ko!|!ek|tiv|iinse to; -, -n (zu (kollektiv): Linse in optischen Instru
menten am Ort des reellen Bildes zur Bündelung der
Strahlen. Kol|lek|tivlpsylcho|lolgie die;-: Gesamtheit
der Teilgebiete der Psychologie, die sich mit dem Men
schen als Teil eines îKollektivs (1) befassen; Ggs. Indivi
dualpsychologie. Kol|lek|tjv|suf|fix das; -es, -e: TSuffix, das typisch für eine Sammelbezeichnung ist (z.B.
...schäft; Sprachw.). Kol lek tilvum [...v...] das; -s, Plur.
...va u. ...ven (aus gleichbed. lat. (nomen) collectivum):
Sammelbezeichnung (z.B. Herde, Gebirge; Sprachw.).
Kolllekltivlverltrag der; -[e]s, ...Verträge (zu ¡kollek
tiv): 1. Vertrag zwischen Gewerkschaften u. Arbeitgeber
verbänden zur gemeinsamen Regelung der arbeitsrechtli
chen Probleme zwischen Arbeitgeber u. Arbeitnehmer
(Tarifvertrag). 2. Vertrag zwischen mehreren Staaten
(Völkerrecht). Kolllekltivlwirtlschaft die; -: landwirt
schaftliche Produktionsgenossenschaft [in der ehemali
gen Sowjetunion]. Kol|lek|tiv|zü|ge die (Plur.): Regis
terzüge der Orgel zum gleichzeitigen Erklingenlassen
mehrerer Stimmen (Mus.). Kolllekltor der; -s, ...oren (zu
lat. collectus (Part. Perf. von colligere, vgl. Kollekte) u.
T...or>: 1. auf der Welle einer elektr. (Maschine (1) aufsit
zendes Bauteil für die Stromzufuhr od. -aufnahme (Elektrot.). 2. Vorrichtung, in der [unter Ausnutzung der Son
nenstrahlung] Strahlungsenergie gesammelt wird (Phys.).
3. Sammler. Kolllekltur die; -, -en (zu t...ur>: (österr.)
[Lotto]geschäftsstelle
Kol lem bo le* der; -n, -n (meist Plur.) (zu gr. kölla
„Leim“ u. embállein „hineinwerfen“): ein flügelloses In
sekt; Springschwanz (ZooL). Kolllenlchym [,..'çy:m]
das; -s, -e (zu gr. égchyma „Aufguss“): Festigungsgewebe
der Pflanzen (Bot.)
Kollelrette [kɔl'rɛt] die; -, -n [...tn] (aus fr. collerette
„Halskragen, Halskrause“ zu collier, vgl. Kollier): (veral
tet) Frauenhalstuch
Kol|le|te|re* die; -, -n (aus gr. kollêterê, eigtl. „die Zusam
mengeleimte“, zu kollän „zusammenleimen“): pflanzli
ches Drüsenorgan auf den Winterknospen vieler Holzge
wächse (Bot.)
Kolllett das; -s, -e (aus fr. collet „Halskragen“ zu col
„Hals“, dies aus gleichbed. lat. colium) : (veraltet) Reitja
cke
1 KolIli: Plur. von Î Kollo. 2KolIli das; -s, Plur. -, auch -s (aus
It. colli, Plur. von collo, vgl. Kollo): (österr.) svw. Kollo
kol|li|die|ren (aus lat. collidere „Zusammenstößen, aufei
nanderprallen“); 1. (von Fahrzeugen) Zusammenstößen.
2. aufgrund seiner Geartetheit mit anderen [ebenso be
rechtigten] Interessen, Ansprüchen o.Ä. zusammenpral
len [u. nicht zu vereinen sein, im Widerspruch zueinander
stehen]
KollliIdin das; -s, -e (Kunstw.; vgl. ...in): in Knochenöl u.
Steinkohlenteer vorkommende, eigenartig riechende zy
klische Kohlenwasserstoffverbindung (Chem.)
Kolli ¡1er [kɔ'lie:] das; -s, -s (aus fr. collier „Halsband, -ket
te“, dies über mlat. collarium aus lat. collare „Halsband
(für Tiere), Halseisen“ zu collum „Hals“): 1. wertvolle,
aus mehreren Reihen Edelsteinen od. Perlen bestehende
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Halskette. 2. schmaler Pelz, der um den Hals getragen
wird
Kollli gation die; -, -en (aus lat. colligatio „Zusammen
schluss“ zu colligare „zusammenbinden, verbinden“): Zu
sammenfassung gleichartiger 1 Objekte in der Logik
Kol Ili I ku Ili Itis die; -, ...itiden (zu lat. colliculus (seminalis)
„(Samen)hügelchen“ u. T ...itis): Entzündung des Samen
hügels der männlichen Harnröhre (Med.)
Kol|li|ma|ti|on die; -, -en (zu nlat. collimare (entstellt aus
lat. collineare „in eine gerade Linie bringen“) u. t ...ation):
das Zusammenfallen von zwei Linien an einem Messgerät
(z. B. beim Einstellen eines Fernrohrs). Kolllilmaltilpnslilnie [...in] die; -, -n: (veraltet) Ziellinie am Fernrohr
(durch das Fadenkreuz u. den zu betrachtenden Gegen
stand bestimmt). Kol|li|ma|tor der; -s, ...oren (zu T...or):
1. Vorrichtung in optischen Geräten, mit der ein unend
lich entferntes Ziel in endlichem Abstand dargestellt wird.
2. Vorrichtung, mit der aus einem [Teilchen]strahl ein
Bündel mit bestimmtem Raumwinkel ausgeblendet wird
(Kernphys.). kol|li|ne|ar (zu/ai. collineare, vgl. Kollimation): einander entsprechende gerade Linien zeigend (bei
der tProjektion 3 geometrischer Figuren). Kolllilnelar
das; -s, -e: ein symmetrisches Objektiv (Fotogr.). Kolllinelalriltät die: -, -en (aus gleichbed. engl. collinearity zu
lat. collineare, vgl. kollinear): svw. Kollineation. Kollline a ti on die; -, -en (zu t...ation): kollineare Abbildung
zweier geometrischer Figuren aufeinander (Geom.). Kollilnelaltor der; -s, ...toren (zu T...ator): svw. Kollimator
Kolllilqualtilon die; -, -en (zu lat. colliquescere „flüssig
werden, schmelzen“ (dies zu tkon... u. lat. liquescere
„flüssig werden, schmelzen“, zu liquor „Flüssigkeit“) u.
Î...ation): Einschmelzung, Verflüssigung von Gewebe bei
Entzündungenu. ÎNekrosen (bes. im Gehirn; Med.), kolliquativ (zu t...iv): 1. durch Flüssigkeitsverluste
(Durchfall, Erbrechen, Schwitzen) erschöpfend (Med.). 2.
mit Verflüssigung einhergehend, kolllilqueslzent (aus
lat. colliquescens, Gen. colliquescentis, Part. Präs, von
colliquescere „flüssig werden, zerfließen, schmelzen“):
(veraltet) schmelzend, flüssig werdend
Kol IliIstIon á/e; -, -en (aus lat. collisio „das Zusammenstö
ßen“ zu collidere, vgl. kollidieren): 1. Zusammenstoß von
Fahrzeugen. 2. Widerstreit [nicht miteinander vereinbarer
Interessen, Rechte u. Pflichten). Kol|li|si|ons|diagramm das; -s, -e: symbolische Lageplandarstellung des
Verkehrsunfallgeschehens nach Zeit, Ort, Art, Ursache u.
Folge. Kol|li|si|ons|tu|molren die (Plur.): histogenetisch unterschiedliche, räumlich getrennte tTumoren in
einem Organ (z. B. Karzinom neben Sarkom; Med.)
Kollliltilgant der: -en, -en (zu Tkon... u. lat. litigans, Gen.
litigantis, Part. Präs, von litigare „streiten“, eigtl. „Mit
streiter“): (veraltet) Mitkläger in einem Rechtsstreit
Kplllo das; -s, Plur. -s u. Kolli (aus gleichbed. it. collo, eigtl.
„das, was auf dem Nacken getragen wird“, dies zu lat. col
lum „Hals“): Frachtstück, Warenballen; vgl. 2Kolli
Kol lo din das; -s (zu gr. kollödes „leimartig, klebrig“ (zu
kölla „Leim“) u. Î ...in (2)): mit Wasser verdünnter pflanz
licher Leim zum Kleben u. ÎAppretieren. Kollloldilum
das; -s (zu Î ...ium): zähflüssige Lösung von ÎNitrozellulo
se in Alkohol u. Äther (z.B. zum Verschließen von Wun
den verwendet), kollloljd (aus engl. colloid zu gr. kölla
„Leim“ u. T2...id): svw. kolloidal. Kolllolid das; -[e]s, -e:
Stoff, der sich in feinster, mikroskopisch nicht mehr er
kennbarer Verteilung in einer Flüssigkeit od. einem Gas
befindet (Chem.). kolllolildal (aus gleichbed. engl. col
loidal): fein zerteilt (von Stoffen). Kol|lo|id|che|mie ¿Zze;
- (zu (kolloid): Îphysik. Chemie, die sich mit den beson
deren Eigenschaften der Kolloide befasst. Kolllolildoklalsie* die; -, ...ien (zu gr. klásis „das Zerbrechen“ u.
î2...ie>: Störung der Stabilität der TKolloide des Blutplas
Kolluvium
mas (Med.). Kol|lolid|re|aklti|on die; -, -en: der Diag
nostik dienende Methode zur Untersuchung von Blut u.
Rückenmarksflüssigkeit (Med.)
kol|lo|ka|bel (zu lat. collocare (vgl. kollokieren) u.
T...abel): zur Kollokation (2) fähig (Sprachw.). Kollloka I bi I li Ität die; -, -en (zu t ...ität): Fähigkeit zur Kolloka
tion (2; Sprachw.). Kol|lo|ka|ti|on die; -, -en (aus lat. col
locatio „Stellung, (An)ordnung“ zu collocare, vgl. kollo
kieren): 1. a) Ordnung nach der Reihenfolge; b) Platzan
weisung. 2. a) inhaltliche Kombinierbarkeit sprachlicher
Einheiten miteinander (z.B. Biene + summen; dick +
Buch; aber nicht: dick + Haus); b) Zusammenfall, ge
meinsames Vorkommen verschiedener Inhalte in einer le
xikalischen Einheit (z.B. engl. to swim u. to float in
deutsch schwimmen; Sprachw.). Kolllolkaltor der; -s,
...oren (zu T ...or): Teil einer Kollokation (2a). kolllolkieren (aus lat. collocare ,,(auf)stellen, (an)ordnen“): a) in
haltlich zusammenpassende sprachliche Einheiten mitein
ander verbinden; b) (zusammen mit einem anderen
sprachlichen Inhalt) in einer einzigen lexikalischen Ein
heit enthalten sein; vgl. Kollokation (2; Sprachw.)
Kolllolnelma das;-s, -ta (zugr. kölla„Leim“ u. nema„Gesponnenes, Garn“): (selten) svw. Myxom. Kolllolphan
der: -s, -e (zu gr. phanös „hell, leuchtend“, dies zu phainein „leuchten“): ein hornartiges mikrokristallines Mine
ral als Hauptbestandteil der Phosphorite (Mineral.)
kolllolquilal (vielleicht unter Einfluss von engl. colloquial
„umgangssprachlich“ zu (Kolloquium u. T '...al (1)>: wie
im Gespräch üblich, für die Redeweise im Gespräch cha
rakteristisch (Sprachw.). Kol|lo|quila|lis|mus der; -,
...men (zu Î...ismus (4)): der Redeweise (im Gespräch od.
in einer bestimmten Landschaft) angehörender Ausdruck
(Sprachw.). Kolllolquilum [auch ...To:...] das; -s, ...ien
[...ian] (aus lat. colloquium „Unterredung, Gespräch“ zu
colloqui „sich besprechen, unterhalten“): 1. a) wissen
schaftliches Gespräch [zwischen Fachleuten]; b) kleinere
Einzelprüfung an einer Hochschule (bes. über eine einzel
ne Vorlesung). 2. Zusammenkunft, Beratung von Wissen
schaftlern od. Politikern über spezielle Probleme
Kollfoltylpie die; - (zu engl. collotype „Lichtdruck(verfahren)“; vgl. ...typie): vervollkommnetes Lichtdruckverfah
ren, bei dem die Druckfarbe über ein Gummidrucktuch
auf den Bedruckstoff übertragen wird
kolllolzielren vgl. kollokieren
kol|lu|die|ren (aus lat. colludere „mit jmdm. unter einer
Decke stecken“, eigtl. „zusammen spielen“): sich zur
Täuschung eines Dritten mit jmdm. absprechen. Kollludi um ito; -s, ...ien [...jan] (aus gleichbed. lat. colludium);
geheimes Einverständnis, geheime Absprache zur Täu
schung eines Dritten
KplIIum: eindeutschende Schreibung für (Collum. Kollumkarzünom das: -s, -e (zu lat. collum „Hals“ u.
TKarzinom): Krebs des Gebärmutterhalses (Med.)
Kolltulsilpn die; -, -en (aus lat. collusio „geheimes Einver
ständnis“ zu colludere, vgl. kolludieren): a) geheime, be
trügerische Verabredung, sittenwidrige Absprache; b)
Verdunkelung, Verschleierung (z.B. wichtigen Beweisma
terials einer Straftat), kolllulsplrisch (zu Zai. collusor,
eigtl. „Mitspieler, Spielgefährte“): eine Kollusion betref
fend
kolllusltrielren (aus gleichbed. lat. collustrare): (veraltet)
von allen Seiten beleuchten, genau betrachten
Kol|lu|to|ri|um das; -s, ...ien [...ian] (zu lat. collutus, Part.
Perf. von colluere „ausspülen“, u. (...orium): (veraltet)
Mundwasser. Kol|lu|vi|um [...v...] das: -s, ...vien [...ian]
(zu lat. colluvio „Gemisch, Unrat“ (dies zu colluere „be-,
ausspülen“) u. T...ium): am Fuß von Berghängen od. Ge
birgswänden abgestürztes od. zusammengeschwemmtes,
ungeschichtetes Verwitterungsmaterial (Geol.)
Kollyben
die (Plur.) <aus gleichbed. gr. kóllyba): (veral
tet) kleine Münzen, Scheidemünzen. Kolllylbistáer; -en,
-en (zu t ...ist): (veraltet) Geldwechsler
Kolllylrilum das; -s (zu gr. kollÿrion „Augensalbe“ u.
î ,,,ium): örtliches Augenmittel, Augenwasser
Kolm vgl. 'Kulm. Kollmaltalge [,,,ʒə] die; -, -n (aus/r. col
matage „Auflandung“>: svw. Kolmation. kollmaltielren
(aus gleichbed. fr. colmater zu colmate „aufgeschüttete
Erde (zur Erhöhung niedrigen Geländes)“, dies aus it. col
mata „aufgeworfener Damm“ zu colmare „aufhäufen“,
dies über colmo „höchster Punkt, Gipfel, Kuppe“ aus
gleichbed. lat. culmen): Gelände mit sinkstoffhaltigem
Wasser überfluten. Kollmaltielrungrfte; -, -en (zut...ierung): svw. Kolmation. Kol|ma|ti|on die; -, -en (zu
t*...ion>: künstliche Geländeerhöhung durch Über
schwemmung des Gebiets mit sinkstoffhaltigem Wasser;
Auflandung
Kol N i|dre*rto; - - (aus hebr. kol nidre „alle Gelübde“, zu
nëder „Gelöbnis“): Name u. Anfangswort des jüd. Syna
gogengebets am Vorabend des Versöhnungstages (t Jom
Kippur)
Kollo der; -s, -s (aus dem Slaw. (vgl. serb. kolo „Rad“)): 1.
Nationaltanz der Serben. 2. auf dem Balkan verbreiteter
Kettenreigentanz in schnellem 2/4-Takt
ko lo..., Kollo... (aus gr. kölon „Darm“, eigtl. „Glied (ei
nes Körpers)“; vgl. Kolon): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Darm, Dickdarm“, z.B. kolorektal, Koloskop, Kolostomie
Ko lo bom das; -s, -e (aus gr. kolöböma „das Verstümmel
te“ zu koloüein „beeinträchtigen, verstümmeln“): ange
borene Spaltbildung, bes. im Bereich der Regenbogen
haut, der Augenlider od. des Gaumens (Med.)
Ko|lo|ka|sie [...in] die; -, -n (über nlat. colocasia aus
gleichbed. gr. kolokäsia): Wasserbrotwurzel, ind. Aron
stabgewächs, das wegen seiner stärkereichen Knolle in
tropischen Gebieten angebaut wird
Ko|lo|kpl|nik der; -s, -s (nach russ. kolokol’ja „Glocken
turm“ zu kolokol „Glocke“ u. dem slaw. Zugehörigkeits
suffix -nik): neben der Kirche frei stehender Glockenturm
(in Russland)
Ko|lomlbi|ne u. Kolumbine die; -, -n (aus z7. colombina,
eigtl. „Täubchen“): weibliche Hauptfigur der ÎCommedia
dell’Arte, Typ der listigen, koketten Zofe
Kollomlbolwurlzel die; -, -n (wohl zu Bantu kalumbo
(Pflanzenname) unter fälschlicher Anlehnung an den
Städtenamen Colombo (Hauptstadt von Sri Lanka)):
die Wurzel eines in Ostasien vorkommenden Mondsa
mengewächses, ein Heilmittel gegen Verdauungsstörun
gen
Kollolmeltrie* die; - (zu gr. kölon (vgl. Kolon) u. t...metrie): Zerlegung fortlaufend geschriebener Gedichte od.
Texte in Kola (vgl. Kolon 2)
Ko|lo|my|ka vgl. Kalamaika
Ko lon das; -s, Plur. -s u. Kola (über lat. colon aus gr. kölon
„(Körper)glied; gliedartiges Gebilde; Satzglied; Darm“):
1. (veraltet) Doppelpunkt. 2. auf der Atempause beruhen
de rhythmische Sprecheinheit in Vers u. Prosa (antike Me
trik, Rhet.). 3. ein Teil des Dickdarms (Grimmdarm;
Med.)
Kollolnat das, auch der: -[e]s, -e (aus spätlat. colonatus
„Bauernstand“ zu lat. colonus, vgl. Kolone): 1. Gebun
denheit der Pächter an ihr Land in der röm. Kaiserzeit;
Grundhörigkeit. 2. Erbzinsgut. Kollolne der; -n, -n (aus
gleichbed. lat. colonus, eigtl. „(Be)bauer, Ansiedler“ zu
colere „bebauen, bewohnen“): 1. persönlich freier, aber
[erblich] an seinen Landbesitz gebundener Pächter in der
röm. Kaiserzeit. 2. Erbzinsbauer
Ko lo nel die; - (aus it. colonnello, eigtl. „kleine Säule“,
Verkleinerungsform von colonna „Säule“, dies aus gleich
Kolllylben
728
bed. lat. columna): Schriftgrad von sieben typografischen
Punkten (etwa 2,5mm Schriftgröße; Druckw.)
Kollolnilalkülbel vgl. Coloniakübel
ko lolnilal (aus gleichbed. fr. colonial zu colonie, vgl. Ko
lonie): 1. a) aus den Kolonien stammend; b) die Kolonien
betreffend. 2. in enger, natürlicher Gemeinschaft lebend
(von Tieren od. Pflanzen; Biol.). ko|lo|nila|li|sie|ren
(zu t...isieren): jmdn. in koloniale (1 b) Abhängigkeit
bringen. Kollolnilallislmus der; - (zu t...ismus): 1. auf
Erwerb u. Ausbau von [überseeischen] Besitzungen ausge
richtete Politik eines Staates. 2. (abwertend) System der
politischen Unterdrückung u. wirtschaftlichen Ausbeu
tung unterentwickelter Völker [in Übersee] durch poli
tisch u. wirtschaftlich einflussreiche Staaten. Kollolnilalɪstiter,` -en, -en (zu t...ist): Anhänger des Kolonialismus,
kollolnilallisltisch <zu Î ...istisch): dem Kolonialismus
entsprechend, nach seinen tPrinzipien vorgehend. Kolloni|al|!ilte|ra|tur die; -: 1. in den (ehemaligen) europäi
schen Kolonien von dort lebenden Autoren in der Sprache
ihres Mutterlandes geschriebene Literatur. 2. Literatur,
die das Leben in den (ehemaligen) Kolonien beschreibt,
Reiseberichte. Ko|lo|ni|al|stil¿Zer; -[e]s: vom Stil des ko
lonisierenden Landes geprägter Wohn- u. Baustil des ko
lonisierten Landes. Kollolnilallwalren die (Plur.): (ver
altet) Lebens- u. Genussmittel [aus Übersee], Kollolnie
die; -, ...ien (teilweise unter Einfluss von fr. colonie aus lat.
colonia „Länderei; (militärische) Ansiedlung (außerhalb
des Vaterlandes)“ zu colonus, vgl. Kolone): 1. auswärtige
Besitzung eines Staates, die politisch u. wirtschaftlich von
ihm abhängig ist. 2. Gruppe von Personen gleicher Natio
nalität, die im Ausland [am gleichen Ort] lebt u. dort das
Brauchtum u. die Traditionen des eigenen Landes pflegt.
3. häufig mit Arbeitsteilung verbundener Zusammen
schluss ein- od. mehrzelliger pflanzlicher od. tierischer
Individuen einer Art zu mehr od. weniger lockeren Ver
bänden (Biol.). 4. a) Siedlung; b) römische od. griechische
Siedlung in eroberten Gebieten. 5. Lager (z.B. Ferienko
lonie, Strafkolonie). Kollolnilsaltilon die; -, -en (nach
gleichbed. engl. colonization (zu to colonize) bzw. fr. co
lonisation (zu coloniser); vgl. kolonisieren): 1. Gründung,
Entwicklung [u. wirtschaftliche Ausbeutung] von Kolo
nien. 2. wirtschaftliche Entwicklung rückständiger Gebie
te des eigenen Staates (innere Kolonisation); vgl. ...ation/
...ierung. Kollolnilsaltor der; -s, ...oren (Substantivbil
dung zu Îkolonisieren, vgl. ...ator): 1. jmd., der führend an
der Gründung u. Entwicklung von Kolonien (1) beteiligt
ist. 2. jmd., der kolonisiert (2). kollolnilsaltolrisch: die
Kolonisation betreffend. ko|lo|ni|sie|ren (nach gleich
bed. engl. to colonize bzw. fr. coloniser, vgl. Kolonie u.
...isieren): 1. aus einem Gebiet eine Kolonie (1) machen.
2. urbar machen, besiedeln u. wirtschaftlich erschließen.
3. (eine Kultur, Denkweise) derart beeinflussen, dass sie
ihre Eigenständigkeit, Eigentümlichkeit zugunsten frem
der, herrschender Normen aufgibt, verliert. Ko|lo|ni|sierung die; -, -en (zu t,,,isierung): 1. das Kolonisieren. 2.
Besiedlung von Körperstellen mit Krankheitskeimen, die
dort normalerweise nicht vorkommen (Med.); vgl. ...ati
on/...ierung. Kollolnistder; -en, -en (aus gleichbed. engl.
colonist): 1. a) europäischer Siedler in einer Kolonie (1);
b) jmd., der in einer Kolonie wohnt; c) jmd., der koloni
siert. 2. svw. Adventivpflanze
Ko|lon|kar|zi|nom das; -s, -e (zu TKolon u. tKarzinom):
Dickdarmkrebs, häufigste Form des Darmkrebses (Med.)
Ko|lon|na|de die; -, -n (über gleichbed. fr. colonnade aus
it. colonnato zu colonna „Säule“, dies aus gleichbed. lat.
columna): Gang, dessen auf geradem Gebälk ruhende
Decke von Säulen getragen wird. Ko|lon|neí7¡e; -, -n (aus
gleichbed. /)■. colonne, eigtl. „Säule, senkrechte Reihe;
Marschformation“, dies aus lat. columna, vgl. Kolonna-
729
de) : 1. a) in langer Formation marschierende Truppe, sich
fortbewegende Gruppe von Menschen; die fünfte Kolon
ne: ein Spionage- u. Sabotagetrupp; b) lange Formation in
gleichmäßigen Abständen hintereinander fahrender [mili
tärischer] Fahrzeuge; c) für bestimmte Arbeiten im Freien
zusammengestellter Trupp. 2. senkrechte Reihe unterei
nander geschriebener Zahlen, Zeichen od. Wörter [einer
Tabelle], 3. Druckspalte, Kolumne (Druckw.). 4. zur Des
tillation von Stoffen verwendeter säulen- od. turmartiger
Apparat (Chem.). 5. a) Wettkampfgemeinschaft im
Kunstkraftsport; b) bestimmte Darbietung einer Kolonne
(5 a)
Kolopelxie die; -, ...ien (zu tkolo..., gr. pèxis „Befesti
gung, Verbindung“ u. tɪ,,,ie): operative Anheftung des
Dickdarms an die Bauchwand (bei Dickdarmsenkung;
Med.)
Kollolphon der; -s, -e (aus gr. kolophön „Gipfel, Ab
schluss“): 1. (veraltet) Gipfel, Abschluss; Schlussstein. 2.
Schlussformel mittelalterlicher Handschriften u. Früh
drucke mit Angaben über Verfasser. Druckort u. Druck
jahr; vgl. Impressum. Kollolpholnit [auch ... nit] der; -s,
-e (zu îKolophonium u. T2...it, nach der Farbe des Kolo
phoniums): derbe od. körnige Abart des Î Vesuvians (Mi
neral.). Ko|lolpho|ni|um das; -s (über spätlat. collophonium zu gr. Kolophönia (rhêtinë) ,,kolophoniseh(es
Harz)“, nach der antiken griech. Stadt Kolophon in
Kleinasien): ein Harzprodukt, das bes. zum Bestreichen
von Geigenbögen verwendet wird
Ko|lolprok|ti|tis die; -, ...itiden (zu Tkolo... u. TProktitis):
Entzündung von Dickdarm u. After (Med.). Kollopltose* die; -, -n (zu gr. ptösis „das Fallen, Fall“): Senkung
des Dickdarms infolge Erschlaffung der Haltebänder in
der Bauchhöhle (Med.)
Kollolquinlte die; -, -n (über it. coloquinta aus lat. colo
cynthis, dies aus gleichbed. gr. kolökyntha): Frucht einer
subtropischen Kürbispflanze, aus der ein stark abführen
des Heilmittel gewonnen wird
Kollo|ra|dolkä|fer der; -s, - (nach dem US-Staat Colora
do): der aus Nordamerika eingeschleppte Kartoffelkäfer
Kollolralteur [,,,'to:e] der; -s, -e (zu TKoloratur u. Î...eur):
(veraltet) jmd., der Schwarzweißfotografien koloriert (mit
Eiweißlasurfarben ausmalt). Kollolraltilon die; -, -en
(aus gleichbed. lat. coloratio, eigtl. „das Bräunen“, zu co
lorare „färben“, dies zu color „Farbe“): (veraltet) 1. das
Kolorieren. 2. Beschönigung; vgl. ...ation/...ierung. Kolo ra tur <7ze; -, -en (aus it. coloratura „Farbgebung; Aus
schmückung“, dies aus spätlat. coloratura „Färbung“):
Ausschmückung u. Verzierung einer Melodie mit einer
Reihe umspielender Töne. Ko|lo|ralturlso|pran* der; -s,
-e: a) für hohe Sopranlage geeignete geschmeidige u. be
wegliche Frauenstimme; b) Sängerin mit dieser Stimm
lage
kollolrekltal (zu Tkolo... u. Trektal): den Grimmdarm u.
Mastdarm betreffend (Med.)
ko|lo|rielren (über it. coloriré, Nebenform von colorare,
aus lat. colorare „färben“ zu color „Farbe“); 1. mit Far
ben ausmalen (z.B. Holzschnitte). 2. eine Komposition
mit Verzierungen versehen (15. u. 16. Jh.). kollolriert (zu
T...iert>: ausgemalt, bunt, farbig. Kollolrielrung rZze; -,
-en (zu T...ierung>: das Kolorieren, das Koloriertwerden;
vgl. ...ation/...ierung. Ko|lo|ri|me|ter das; -s, - (zu
T '...meter): Gerät zur Bestimmung von Farbtönen. Kollo
ri me trie* rfze; - (zu T...metrie): 1. Bestimmung der Kon
zentration einer Lösung durch Messung ihrer Farbinten
sität (Chem.). 2. Temperaturbestimmung der Gestirne
durch Vergleich von künstlich gefärbten Lichtquellen mit
der Farbe der Gestirne (Astron.). ko|lo|ri|me|trisch*
(zu (...metrisch): a) das Verfahren der Kolorimetrie an
wendend; b) die Kolorimetrie betreffend. Kollolrislmus
Kolpoperineoplastik
der; - (zu T.Jsmus (2)>: die einseitige Betonung der Farbe
in der Malerei (z. B. im Impressionismus; Kunstw.). Kololrist der; -en, -en (zu t,,,ist): a) jmd., der Zeichnungen
od. Drucke farbig ausmalt; b) Maler, der den Schwer
punkt auf das Kolorit (1) legt. Ko|lo|ris|tik die; - (zu
T.Jstik): System der Farbgebung, kollolrisltisch (zu
Î...istisch): die Farbgebung betreffend. Ko|lo|rit [auch
... rit] r/ɑ,s,' -[e]s, -e (aus gleichbed. it. colorito zu coloriré,
vgl. kolorieren): 1. a) farbige Gestaltung od. Wirkung ei
nes Gemäldes; b) Farbgebung; Farbwirkung. 2. die durch
Instrumentation u. Harmonik bedingte Klangfarbe
(Mus.). 3. (ohne Plur.) eigentümliche Atmosphäre, Stil
Kollolskpp* das; -s, -e (zu Tkolo... u, T...skop): Gerät zur
direkten Untersuchung des Grimmdarms (Med.). Kolloskolpie die; -, ...ien (zu T ...skopie): direkte Untersuchung
des Grimmdarms mit dem Koloskop (Med.)
Kolloss der; -es, -e (über lat. colossus aus gr. kolossös
„Riesenstandbild”): a) Riesenstandbild; b) etwas, jmd.
von gewaltigem Ausmaß, Ungetüm; eine Person von au
ßergewöhnlicher Körperfülle, kolloslsal (nach gleich
bed. fr. colossal zu colosse „Koloss“, dies aus gleichbed.
lat. colossus): a) riesig, gewaltig; b) (ugs.) sehr groß, von
ungewöhnlichem Ausmaß; c) (ugs.) äußerst, ungewöhn
lich; vgl. ...isch/-. ko losisa lisch: (veraltet) svw. kolos
sal; vgl. ...isch/-. Ko|los|sa|li|tät die; - (zu T...ität): (sel
ten) das Kolossale einer Person od. Sache; riesenhaftes
Ausmaß. Kolloslsallordlnung rfze; -, -en: mehrere
(meist zwei) Geschosse einer Fassade übergreifende Säu
lenordnung (Archit.). Kollos|sal|sta|tue [,,,tuə] die; -,
-n: Standbild von meist mehrfacher Lebensgröße
Koilosltolmie* die; - (zu tkolo..., gr. stóma „Mund“ u.
T2...ie): das Anlegen einer Dickdarmfistel zur Stuhlablei
tung nach außen, bes. bei Darmkrebs (vgl. Fistel; Med.)
Ko|losltral|milch* die; - (zu TKolostrum u. t',,,al (1)>:
svw. Î Kolostrum. Kollosltrum das; -s (aus lat. colostrum
„Biestmilch, erste Milch nach dem Kalben“): Sekret der
weiblichen Brustdrüsen, das bereits vor u. noch unmittel
bar nach der Geburt abgesondert wird u. sich von der ei
gentlichen Milch unterscheidet (Med.)
Kolloltolmie die; -, ...ien (zu Tkolo... u. t,,,tomie): opera
tive Öffnung des Dickdarms [zur Anlegung eines künstl.
Afters] (Med.)
kolp..., Kolp... vgl. kolpo..., Kolpo...
Kpllpak vgl. Kaipak
Kol|palpor|rhe|xis* die; - (zu îkolpo... u. gr. apórrhexis
„das Zerreißen, Bersten“): svw. Kolporrhexis. Kollpatrelsie* die; -, ...ien: Scheidenverwachsung (Med.). Kolpeulrynlter* der; -s, - (zugr. eurÿnein „breit machen, er
weitern“, eigtl. „Scheidendehner“): zur Verhinderung ei
nes vorzeitigen Blasensprungs bei der Geburt in die
Scheide eingeführter u. dann mit sterilem Wasser gefüllter
kleiner Gummiballon. Kollpislmus der; -, ...men (zu
T...ismus (3)>: svw. Vaginismus. Kollpiltis die; -, ...itiden
(zu T ...itis): Entzündung der weiblichen Scheide (Med.),
kollpo..., Kollpo..., vor Vokalen meist kolp..., Kolp...
(aus gr. kólpos „busenartige Vertiefung, Schoß“): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „Scheide, Vagina“,
z.B. Kolposkop, Kolpitis. Kolipo hy per pla sie* die: -,
...ien: Wucherung der Scheidenschleimhaut (Med.). Kolpolhysltelroltolmie die; -, ...ien: Kaiserschnitt von der
Scheide aus (Med.). Kollpolkelraltolse die; -, -n: Ver
hornung des Scheidenepithels (Med.). Kollpolkleilsis*
die; - (zu gr. kleɪsis „das Verschließen, Verschließung“ zu
klein „verschließen“): operativer Verschluss der Scheide
(Med.). Kol|po|mi|kro|skolpie* die; -: direkte mikro
skopische Untersuchung der Scheidenoberfläche mithilfe
eines Spezialmikroskops ohne Gewebsentnahme (Med.).
Kol|po|pe|ri|neo|plas|tik die; -, -en (zu ÎPerineum u.
Î'Plastik): operative Vereinigung des Beckenbodens am
Kolpoperineorrhaphie
730
„tiefer Schlaf1): tiefste, durch keine äußeren Reize zu un
hinteren Scheidenumfang, Scheidendammplastik (Med.);
terbrechende Bewusstlosigkeit (Med.)
Kol|po|pe|ri|ne|or|rha|phie die; -, ...ien <zu gr. rhaphê
„Naht“ u. T2...ie>: Scheidendammnaht, plastische Opera 2Ko|ma die; -, -s (über lat. coma aus gr. körne „Haar“): 1.
Nebelhülle um den Kern eines Kometen (Astron.). 2. Lin
tion bei Scheidensenkung u. Gebärmuttervorfall (Med.).
senfehler, durch den auf der Bildfläche eine kometen
Kollporlrhelxistfte; vollständiger od. teilweiser Abriss
schweifähnliche Abbildung statt eines Punktes entsteht
der Scheide vom Uterus im Scheidengewölbe (Med.)
(Optik)
Kollporltalge [---ʒə] die; -, -n {aus gleichbed. fr. colporta
ge, eigtl. „Hausierhandel“, zu colporter, vgl. kolportie Kolmaltiljt [auch ...'n] der; -s, -e (nach dem Kornati River
(Südafrika) u. zu î2...it): sehr dunkles, vulkanisches Ge
ren) : 1. literarisch minderwertiger, auf billige Wirkung ab
stein in den archaischen Kontinentalkernen des südlichen
zielender Bericht. 2. Verbreitung von Gerüchten. 3. (ver
Afrikas, Kanadas u. Australiens (Geol.)
altet) [Hausiererjhandel mit Kolportageliteratur. Kolpor|talge|li|te|ra|tur die;
billige, literarisch wertlose ko maltös (zu Î 'Koma u. t...ös): in tiefster Bewusstlosig
keit befindlich (Med.)
[Unterhaltungsjliteratur; Hintertreppen-, Schundlitera
tur. Kollporjteur [,..'t0:g] der; -s, -e (aus fr. colporteur kom|bat|tant (aus gleichbed. fr. combattant, Part. Präs,
von combattre „kämpfen“, dies aus spätlat. com„Hausierer“): 1. jmd., der Gerüchte verbreitet. 2. (veral
batt(u)ere, eigtl. „zusammenschlagen “): (selten) kämpfe
tet) jmd., der mit Büchern od. Zeitschriften hausieren
risch. Komlbatltant der; -en, -en: 1. (veraltet)
geht, kollporltielren (aus/r. colporter „hausieren“, dies
[Mitjkämpfer, Kampfteilnehmer. 2. Angehöriger der
über älter fr. comporter „herumtragen“ aus lat. compor
Kampftruppen, die nach dem Völkerrecht zur Durchfüh
tare „Zusammentragen“): 1. Gerüchte verbreiten. 2. (ver
rung von Kampfhandlungen allein berechtigt sind. Komaltet) von Haus zu Haus gehen u. Waren anbieten
batltan ten staltus der; -: ÎStatus von ÎKombattanten
Kollpos der; - (aus gr. kólpos „busenartige Vertiefung,
(2; Völkerrecht)
Bausch“, eigtl. „Wölbung“): über dem Gürtel des tChitons entstehender Faltenbausch. Kollpolskop*rfas, -s, -e Komlbi der; -[s], -s: 1. Kurzform von ÎKombiwagen. 2.
(Schweiz.) Kurzform von ÎKombischrank. Komlbi...
(zu 1'kolpo... u. t...skop): vergrößerndes Spiegelgerät zur
(verkürzt aus Kombination): Wortbildungselement mit
Untersuchung des Scheideninnern (Med.). Kollpolskoder Bedeutung „vielseitig einsetzbar; Mehrzweck...“, z. B.
pie*dfe; -, ...ien (zu t...skopie): Untersuchung der Schei
Kombizange. Kpm|bi|mölbel das; -s, -: Möbel, das für
denschleimhaut mit dem Kolposkop (Med.). Kollpolstemehrere Zwecke verwendet werden kann, komlbilnalbel
nolse*6Ü'e; -, -n: natürliche Scheidenverengung (Med.).
(aus gleichbed. fr. combinable zu combiner „vereinigen“,
Kol|po|to|mie<Äe; -, ...ien (zu t...tomie): operative Öff
nung des Bauchraums von der Scheide aus (Med.). Koldies aus spätlat. combinare, vgl. kombinieren): (veraltet)
vereinbar. Komlbilnatt/aj; -[e]s, -e (nach nzs.v. kombinat
po¡ze|leífe; -, -n (zugr. kêlë „Geschwulst, Bruch“): Sen
aus spätlat. combinatum, Part. Perf. (Neutrum) von com
kung u. bruchartige Vorstülpung der Scheidenschleim
binare, vgl. kombinieren): Zusammenschluss von Betrie
haut (Med.). Kollpolzysltiltis die; -, ...itiden: gleichzei
tige Entzündung der weiblichen Scheide u. der Harnblase
ben produktionsmäßig eng zusammengehörender Indus
(Med.)
triezweige zu einem Großbetrieb, bes. in den ehemaligen
’Kollier das; -s, - (über altfr. coltre aus lat. culter „Mes
sozialistischen Staaten. ’Komlbilnaltilon die; -, -en (aus
ser“): (landsch.) Messer vor der Pflugschar
spätlat. combinatio „Vereinigung“ zu combinare, vgl.
2Kol|ter<ier; -s, - od. die; -, -n (über das Altfranz., wohl zu
kombinieren): 1. Verbindung, [geistige] Verknüpfung; Zu
lat. euleit(r)a „Polster, Matratze“): (landsch.) [gesteppte
sammenstellung; vgl. ...ation/...ierung. 2. Herrenanzug,
Bettjdecke
bei dem ÎSakko u. Hose aus verschiedenen Stoffarten [u.
Ko lum ba ri um das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. lat.
in unterschiedlicher Farbe] gearbeitet sind. 3. a) Folge von
columbarium, eigtl. „Taubenschlag“ (wegen der tauben
[effektvollen] Zügen zur Erreichung eines bestimmten
schlagartig angeordneten Nischen), zu columba „Tau
Ziels (Schach); b) planmäßiges Zusammenspiel mehrerer
be“): 1. röm. Grabkammer der Kaiserzeit mit Wandni
Spieler (Ballspiele); c) aus mehreren Disziplinen beste
schen für Aschenurnen. 2. Urnenhalle eines Friedhofs.
hender Wettkampf; nordische Kombination: Sprunglauf u.
Ko|lum|bi|ne vgl. Kolombine
15-km-Langlauf als Skiwettbewerb; d) Schlagfolge mit
Kollumlbit [auch ... bit] der; -s, -e (nach dem Vorkommen
beiden Fäusten (Boxen). 4. Schlussfolgerung, Vermutung.
im Gebiet von Columbia in den USA u. zu î2...it>: Misch
5. willkürliche Zusammenstellung einer bestimmten An
kristall aus den Mineralen 1 Niobit u. ITantalit
zahl aus gegebenen Dingen (Math.); vgl. Kombinatorik.
Kodulmeiilai/ze, -, ...lien (aus lat. columella „kleine Säule“
(2). 2Kom|bi|na|tilon [engl. kɔmbɪ'neʧən] die; -, Plur.
zu columna „Säule“): 1. Säulchen steriler Zellen in den
-en u. (bei engl. Ausspr.) -s (nach gleichbed. engl. combi
Sporen bildenden Organen einiger Pilze u. Moose (Bot.).
nation, dies über älter fr. combination zu spätlat. combi
2. Kalksäule bei Korallentieren (Zool.). 3. säulenförmiger
natio, vgl. 'Kombination): 1. einteiliger [Schutzjanzug,
Knochen im Mittelohr vieler Wirbeltiere (Zool.). Kobes. der Flieger. 2. (veraltend) Wäschegarnitur, bei der
lumlne die; -, -n (aus mlat. columna „Schriftspalte“ zu
Hemd u. Schlüpfer in einem Stück gearbeitet sind. Komlat. columna, vgl. Kolumella): 1. Satzspalte (Druckw.). 2.
bilna|ti|ons|frelquenz die; -, -en (meist Plur.): Sum
von stets demselben [prominenten] Journalisten verfass
men- u. Differenzfrequenz, die bei Mischung von Schwin
ter, regelmäßig an bestimmter Stelle einer Zeitung od.
gungen verschiedener Frequenzen auftritt u. in Hochfre
Zeitschrift veröffentlichter Meinungsbeitrag. Kollumquenzverstärkern zu Störungen führen kann. Komlbinenltiltel der; -s, -: Überschrift über einer Buchseite.
na ti ons lehireiLe, - (zu Î'Kombination): svw. Kombi
Koliuml nist der; -en, -en (zu Î...ist): jmd., der Kolumnen
natorik. Kom|bi|na|ti|ons|prälpa|rat das; -[e]s, -e:
(2) schreibt. Ko|lum|nis|tin7ze,' -, -nen: weibliche Form
Arzneimittel od. Pflanzenschutzmittel mit zwei od. mehr
zu T Kolumnist
Wirkstoffen, deren einzelne Wirkstoffe sich in ihrer Wir
Ko|ly|reni/ie (Plur.) (ausgr. kölourai (grammai) „gekürzte
kung ergänzen od. verstärken. Komlbi|na|ti|ons|tech(Linien)“ zu kölouros „mit gestutztem Schwanz“): die
nik die; -: Sammelbez. für Verfahren der Herstellung in
beiden Himmelslängenkreise, die durch die Pole der
tegrierter Schaltungen (Mikroelektronik). Koni|bi|naltiÎ Ekliptik gehen (Astron.)
onsltonder; -s, ...töne: schwach hörbarer Ton, der durch
kom..., Kom...vgl. kon..., Kon...
das gleichzeitige Erklingen zweier kräftiger Töne entsteht,
’Kolmaifas; -s, Plur. -s u. -ta (ausgr köma, Gen. kömatos
deren Tonhöhen nicht zu nahe beisammenliegen (Mus.,
731
Phys.). kom|bi|na|tiv (zu spätlat. combinatus, Part.
Perf. von combinare (vgl. kombinieren), u. t,,,iv): gedank
lich verbindend, verknüpfend. Kom|bi|na|tor der; -s,
...oren (zutkombinierenu. t,,,ator): 1. (veraltet) jmd., der
kombiniert, der Kombinationen ausführt. 2. Gerät zur
Lockerung u. Krümelung des Brotes. Kom|bi|na|to|rik
die; - (zu T-...ik (2)): 1. [Begriffsjaufbau nach bestimmten
Regeln. 2. Teilgebiet der Mathematik, das sich mit den
Anordnungsmöglichkeiten gegebener Dinge (Elemente)
befasst (Math.). kom|bi|na|to|risch: die ’Kombination
(1) od. Kombinatorik betreffend; kombinatorischer Laut
wandel: von einem Nachbarlaut abhängiger Wandel eines
Lautes (z. B. beim Umlaut, der durch ein /' od.y der folgen
den Silbe hervorgerufen wird: Gast - Gäste aus althochdt.
gesti). ’Komlbilne [kɔmbain, auch ,,,'bi:nə] die; -, Plur.
-s [... bains], auch -n [,,,'bi:nən] u. Combine [kɔm'bain] die:
-, -s [... bains] (nach gleichbed. russ. kombajn, dies ver
kürzt aus engl. combine harvester „Mähdrescher“); 1.
landwirtschaftliche Maschine, die verschiedene Arbeits
gänge gleichzeitig ausführt (z.B. Mähdrescher). 2.
Schrämlader, kombinierte Gewinnungs- u. Lademaschine
im Kohlen-, Salz-u. Schieferbergbau. 2Kom|bi|ne [auch
ko bi:n] die; -, Plur. -n [...non] od. -s [... bims] (aus fr. com
bine „Kniff, Trick, Dreh“ zu combiner, aus spätlat. com
binare, vgl. kombinieren): unerlaubte Absprache beim
Radrennen. Komlbilnierlbarlkeit die; - (zu tkombinieren): svw. Kompatibilität, komlbilnielren (aus spätlat.
combinare „vereinigen“, eigtl. „je zwei zusammenbrin
gen“, zu fkon... u. lat. bini „je zwei“): 1. mehrere Dinge
zusammenstellen, [gedanklich] miteinander verknüpfen.
2. schlussfolgern, mutmaßen. 3. planmäßig, harmonisch
zusammenspielen (bes. bei Sportspielen). Komlbilnierte der; -n, -n (vgl, ...iert): jmd., der die nordische Kombi
nation läuft. Komlbilnielrung die; -, -en (zu Î...ierung):
das Kombinieren; vgl. ...ation/...ierung. Komlbilschiff
das; -[e]s, -e (zu ÎKombi...): Handelsschiff, das neben ho
hem Frachtraumanteil Einrichtungen für mehr als zwölf
Passagiere bietet. Komlbilschrank der; -[e]s, ...schrän
ke: Mehrzweckschrank. Komlbilwalgen der; -s, -: kom
binierter Liefer- u. Personenwagen, dessen [kastenför
mig] erweiterter Gepäckraum über eine Hecktür beladen
wird. Kom|bi|zan|ge die; -, -n: Zange, die als Kneif-,
Flach- u. Rohrzange verwendet werden kann
komiblie ren* (aus gleichbed. fr. combler, dies aus lat. cu
mulare): (veraltet) [an]häufen
Kombucha die; - (aus gleichbed. jap. kombucha zu kombu „Braunalgen“ u. cha „Tee“): aus Meeresalgen gewon
nener Teepilz
komlbulrielren (aus gleichbed. lat. comburere): (veraltet)
verbrennen, vernichten. kom|bus|ti|bel (aus gleichbed.
fr. combustible zu combustion „Verbrennung“, dies aus
gleichbed. spätlat. combustio, vgl. Kombustion): (veral
tet) leicht verbrennbar. Kom|bus|tilbilli|en [,,,iən] die
(Plur.) (aus gleichbed. nlat. combustibilia; vgl. ’...ie):
Brennstoffe. Komlbusltilbilliltät die; - (zu Î...ität): (ver
altet) Brennbarkeit. Komlbusltilon die; -, -en (aus
gleichbed. spätlat. combustio zu lat. comburere, vgl. komburieren): Verbrennung (Med.). Komlbusltor der; -s,
...oren (zu t...or): (veraltet) Bez. für ein Element (6), das
sich unter Licht- u. Wärmeentwicklung leicht mit einem
anderen verbindet, z. B, Sauerstoff (Chem.)
Kolmedo* der; -s, ...onen (aus gleichbed. lat. comedo zu
comedere „aufessen, verzehren“): 1. (veraltet) Fresser,
Schlemmer. 2. (meist Plur.) kleine Talganhäufung in den
Ausführungsgängen einer Talgdrüse der Haut, Mitesser
(Med.), kolmesltilbel (über/r. comestible aus gleichbed.
spätlat. comestibilis zu lat. comestus, Part. Perf. von co
medere, vgl. Komedo): (veraltet) genießbar, essbar. Komestilbillien [...ion] die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. co
Komitativ
mestibilia; vgl. ’...ie): Esswaren, Lebensmittel. Kolmestilbilliltät die; - (zu t...ität>: (veraltet) Essbarkeit
Kolmet der; -en, -en (über lat. cometes aus gleichbed. gr.
kometes, eigtl. „langes Haar tragend“, zu körne
„(Haupt)haar“>: 1. Schweif-, Haarstern mit T elliptischer
od. Î parabolischer Bahn im Sonnensystem (Astron.). 2.
(ugs.) Künstler, bes. Schlagersänger, der in kurzer Zeit
bekannt, berühmt wurde, kometenhaft aufgestiegen ist.
ko|me|tar, kolmeltalrisch (zu t,,,ar (1)): von [einem]
Kometen stammend, durch [einen] Kometen bedingt; vgl.
...isch/Kömelterion vgl. Zömeterium
Kolmelto gra fie, auch ...gralphie äze; - (zu ÎKomet u.
î...grafie>: (veraltet) Kometenbeschreibung. Kolmeltomanltie die; - (zu gr. manteia „Weissagung“): Wahrsage
rei aus dem Erscheinen eines Kometen
Komlfort [,,,'fo:p] der; -s (aus engl. comfort „Behaglich
keit, Bequemlichkeit“, eigtl. „Trost, Stärkung, Zufrieden
heit“, dies aus gleichbed. (alt)fr. confort zu conforter
„stärken, trösten“, dies aus spätlat. confortare „(kräftig)
stärken“ zu lat. fortis „stark, kräftig“): luxuriöse Ausstat
tung (z.B. einer Wohnung), behagliche Einrichtung; An
nehmlichkeiten; Bequemlichkeit. kom|for|talbel (aus
gleichbed. engl. comfortable, dies aus altfr. confortable
„tröstlich, hilfreich“ zu confort, vgl. Komfort): behaglich,
wohnlich; mit allen Bequemlichkeiten des modernen Le
bensstandards ausgestattet. Komlforltalbel der; -s, -[s]:
(veraltet) Einspännerdroschke. Komlforlter [engl. 'kʌmfətə] der; -s, -s (aus gleichbed. englf-amerik.) comforter):
(veraltet) leichtes, bequemes Kleidungsstück, bes. Halsu. Kopftuch, Regenmantel
Kolmik die; - (nach älter fr. le comique „das Komische“,
eigtl. „der komische (Mensch)“; vgl. komisch): die einer
Situation od. Handlung innewohnende od. die davon aus
gehende erheiternde, belustigende Wirkung. Kglmilker
der; -s, -: a) Vortragskünstler, der sein Publikum durch
das, was er darstellt, u. durch die Art, wie er es darstellt,
erheitert; b) Darsteller komischer Rollen auf der Bühne,
im Film, im Fernsehen
Kolminlfprm* das; -s (Kurzw. aus kommunistisches Informationsbüro): zum Zwecke des Erfahrungsaustausches
unter den kommunistischen Parteien u. zu deren Koordi
nierung eingerichtetes Informationsbüro in den Jahren
1947 bis 1956. Kolminltern die; - (Kurzw. aus kommu
nistische Zwternationale): Vereinigung aller kommunisti
schen Parteien in den Jahren 1919-1943
kolmisch (über gleichbed. fr. comique aus lat. comicus, gr.
kömikös „zur Komödie gehörend, possenhaft, lächerlich“
zu kömos, vgl. Komödie): 1. zum Lachen reizend, belusti
gend. 2. eigenartig, sonderbar. Ko|mis|sa|ti|on die; -,
-en (aus gleichbed. lat. comissatio zu comissari „einen
fröhlichen Umtrunk halten“, dies zu gr. kömos, vgl. Ko
mödie): (veraltet) nach der Mahlzeit abgehaltenes Trink
gelage (nach bestimmten Regeln) u. sich daran anschlie
ßendes nächtliches Umherstreifen
Kolmiltadlschi* [,,,dʒi] der; -s, -s (aus gleichbed. türk, komitaci zu mlat. comitatus, vgl. Komitat): Angehöriger der
bulgar. Freiheitsbewegungen im 19. Jh. u. Anfang des
20. Jh.s. Kolmiltat das, auch der; -[e]s, -e (aus gleichbed.
mlat. comitatus zu comes „Graf, Vorsteher eines weltli
chen od. kirchlichen Verwaltungsbezirkes“, dies aus lat.
comes „Begleiter, Gefolgsmann“): 1. Begleitung; [feierli
ches] Geleit [für einen die Universität verlassenden Stu
denten]. 2. Grafschaft. 3. (früher) Verwaltungsbezirk in
Ungarn; vgl. Gespanschaft
Kolmiltat die; - (aus gleichbed. lat. comitas, Gen. comitatis
zu comis „freundlich, höflich“): (veraltet) Gefälligkeit,
Höflichkeit
Kolmiltaltiv [auch ,,,'ti:f] der; -s, -e [...va] (aus gleichbed.
K
Komitee
lat. (casus) comitativus; vgl. Komitat): Kasus in den fin
nisch-ugrischen Sprachen, der die Begleitung durch eine
Person od. Sache bezeichnet (Sprachw.)
Ko mi tee das; -s, -s (über fr. comité aus gleichbed. engl.
Committee zu to commit „anvertrauen, übertragen“, dies
aus gleichbed. lat. committere; vgl. Kommission): a) [lei
tender] Ausschuss; b) Gruppe von Personen, die mit der
Vorbereitung, Organisation u. Durchführung einer Veran
staltung betraut ist
Kolmiltilen [,,,iən] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. comitia,
Plur. von comitium „Versammlungsplatz“, zu eo(m)ire
„zusammenkommen“): Bürgerschaftsversammlungen im
alten Rom
Komlma das; -, Plur. -s u. -ta (über lat. comma ausgr. kömma „Schlag; Abschnitt, Einschnitt“, eigtl. „Ein-, Abge
schnittenes, das Geschlagene“, zu köptein „stoßen, schla
gen“): 1. a) Satzzeichen, das den Ablauf der Rede u. bes.
den Satzbau kennzeichnet, indem es u. a. Haupt- u. Glied
satz trennt, Einschübe u. Zusätze kenntlich macht u. Auf
zählungen von Wörtern u. Wortgruppen unterteilt; b)
Zeichen, das bei der Ziffernschreibung die Dezimalstellen
abtrennt. 2. Untergliederung des Î Kolons (2; antike Met
rik, Rhet.). 3. über der fünften Notenlinie stehendes Phra
sierungszeichen (Bogenende od. Atempause; Mus.). 4.
kleiner Unterschied zwischen den Schwingungszahlen
beinahe gleich hoher Töne (Phys.). Komlmabazillus
der; -, ...lien: Erreger der asiatischen ICholera (Med.)
Komlmanldant der; -en, -en (aus gleichbed. fr. comman
dant zu Commander, vgl. kommandieren): 1. Befehlshaber
[einer Festung, eines Schiffes usw.]. 2. (Schweiz.) Kom
mandeur. Kom|man|dan|tur die; -, -en (zu t...ur): 1.
Dienstgebäude eines Kommandanten. 2. das Amt des Be
fehlshabers einer Truppenabteilung (vom Bataillon bis zur
Division). Komlmanlde die; -, -n (Kurzw., gebildet zu
Î kommandieren): (veraltet) Nebenwerk einer Festung
(Mil.). Komlmanlden: Plur. von TKommando. Kom
mandeur [,,,'do:n] der; -s, -e (aus fr. commandeur „Vor
steher, Komtur“): Befehlshaber eines größeren Truppen
teils (vom Bataillon bis zur Division). 2. svw. Komtur.
Kom|man|deu|se [,,,'do:zə] Æe; -, -n (zu t...euse): 1.
weiblicher Kommandeur. 2. Ehefrau eines Komman
deurs. 3. (ugs. abwertend) Frau, die gern Befehle gibt, an
dere kommandiert. komlmanldielren (aus gleichbed. fr.
commander, dies aus lat. commandare, Nebenform von
commendare „anvertrauen, übergeben; Weisung ertei
len“, zu îkon... u. mandare, vgl. Mandat): 1. a) befehli
gen; b) jmdn. an einen bestimmten Ort beordern, dienst
lich versetzen; c) etwas [im Befehlston] anordnen, ein
Kommando geben. 2. (ugs.) Befehle erteilen, den Befehls
ton anschlagen. Kom|man|die|rung die; -, -en (zu t...ierung): das Kommandieren, das Kommandiertwerden,
Versetzung. Komiman di tär der; -s, -e (aus gleichbed.
fr. commanditaire zu commandite „Geschäftsanteil“, dies
aus gleichbed. it. accomandita zu lat. commendare „an
vertrauen“): (Schweiz.) Kommanditist. Komlmanldilte
rfze; -, -n (aus gleichbed. fr. commandite): 1. (veraltet)
Kommanditgesellschaft. 2. Zweiggeschäft, Niederlas
sung. Kom|man|ditlgelsell|schaft die; -, -en: Han
delsgesellschaft, die unter gemeinschaftlicher Firma ein
Handelsgewerbe betreibt u. bei der ein od. mehrere Ge
sellschafter persönlich haften u. mindestens einer der Ge
sellschafter nur mit seiner Einlage haftet; Abk.: KG.
Komlmanldiltistrfer; -en, -en (zu T ...ist) : Gesellschafter
einer Î Kommanditgesellschaft, dessen Haftung auf seine
Einlage beschränkt ist. Kom|man|do das; -s, Plur. -s, österr. auch ...den (aus gleichbed. it. comando zu comanda
re „befehlen“, dies aus lat. commendare, vgl. kommandie
ren): 1. (ohne Plur.) Befehlsgewalt. 2. a) Befehlfswort] ; b)
befohlener Auftrag; c) vereinbarte Wortfolge, die als
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Startsignal dient. 3. [militärische] Abteilung, die zur Erle
digung eines Sonderauftrags zusammengestellt wird. 4.
höhere Befehlsstelle, Stab (Mil.). Komlmanldolsprache die; -: Auftragskontrollsprache, Sprache, in der Auf
träge an den Computer formuliert werden (EDV). Komman doizen tra le* die; -, -n: [militärische] Führungs
stelle, von der aus Kommandos gegeben werden
Komlmaslkullaltilon die; -, -en (zu Ikon..., lat. masculus
„männlich“ u. t...ation): (selten) svw. Homosexualität
Kom|maslsa|ti|on die; -, -en (zu îkommassieren u. Î ...ation): Flurbereinigung; Grundstückszusammenlegung; vgl.
...ation/...ierung. kommassieren (zu tkon... u. t2massieren): Grundstücke Zusammenlegen. Komlmaslsierung die; -, -en (zu T...ierung): das Kommassieren, das
Kommassiertwerden; vgl. ...ation/...ierung
Kommata: Plur. von TKomma. Komlmaltislmus der; (zu IKomma u. t...ismus): (veraltet) Stil, der von kurzen
Einzelsätzen geprägt ist (Stilk.)
Kom me molraltl on die; -, -en (aus lat. commemoratio
„Erinnerung, Erwähnung“ zu commemorare, vgl. kommemorieren): 1. (veraltet) Erwähnung, Gedächtnis, An
denken. 2. Gedächtnis, Fürbitte in der kath. Messe; kirch
liche Gedächtnisfeier (z.B. Allerseelen), kommelmorielren (aus lat. commemorare „(sich) erinnern; erwäh
nen“): (veraltet) erwähnen, gedenken
kommendabel (aus gleichbed. lat. commendabilis zu
commendare „anvertrauen“): (veraltet) empfehlenswert.
Komlmenldaltaire [kɔmada'tɛ:r] der; -s, -s (aus gleich
bed. fr. commendataire, dies aus mlat. commendatarius,
vgl. Kommendatar): svw. Kommendatar. Kom men ¡da
tar [kɔmɛn...] der; -s, -e (aus gleichbed. mlat. commenda
tarius zu lat. commendare „anvertrauen“): (früher) Inha
ber einer kirchlichen Pfründe. Komlmenldaltilon die; -,
-en (aus lat. commendatio „Empfehlung“): in fränk. Zeit
ein dem späteren 1 Homagium ähnlicher symbolischer Akt
bei der Begründung eines Lehnsverhältnisses. Kommen da tolri en [...ian] die (Plur.) (zu lat. commendator
„Empfehler, Gönner“ u. t‘...ie>: (veraltet) bischöfliches
Empfehlungsschreiben. Komlmenlde die; -, -n (aus
mlat. commenda „Lehnsherrschaft, Pacht“ zu lat. com
mendare „anvertrauen“): 1. (früher) eine ohne Amtsver
pflichtung übertragene kirchliche Pfründe. 2. Verwal
tungsbezirk od. Ordenshaus der ÎJohanniter od. des
Deutschherrenordens
komlmenlsal (zu 1 Kommensale): mit anderen von der
gleichen Nahrung lebend (von Pflanzen od. Tieren;
Biol.). Kom men sa le der; -n, -n (aus mlat. commensalis „Tischgenosse“ zu Ikon... u. lat. mensalis „zum
Tisch gehörig“): 1. (meist Plur.) Organismus (Tier od.
Pflanze), der sich auf Kosten eines Wirtsorganismus er
nährt, ohne ihm dabei zu schaden (Biol.). 2. (veraltet)
Tischgenosse, Kostgänger. Kom|meri|sa|lis|mus der; (zu t...ismus (2)>: das Zusammenleben mehrerer Kom
mensalen (1; Biol.). Kom|men|sa|li|ti|um das; -s,
...ien [-,-iən] (aus gleichbed. nlat. commensalitium zu
mlat. commensalis, vgl. Kommensale): (veraltet) Tisch
gemeinschaft
kommenlsulrabel (aus gleichbed. spätlat. commensura
bilis zu Zat. commetiri (Part. Perf. commensum) „ausmes
sen“): mit gleichem Maß messbar; vergleichbar; Ggs. tinkommensurabel. Komlmenlsulralbilliltät die; - (zu
T ...ität): Messbarkeit mit gleichem Maß; Vergleichbarkeit
(Math., Phys.); Ggs. ÎInkommensurabilität
Kom ment [kɔ'ma:] der; -s, -s (zu fr. comment „wie“, eigtl.
„das Wie, die Art und Weise, etwas zu tun“, dies über vm/gärlat. quomo aus gleichbed. lat. quomodo) : (Studentenspr.) Brauch, Sitte, Regel [des studentischen Lebens]
(Verbindungsw.)
Komimentar der; -s, -e (aus lat. (liber) commentarius
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„Notizbuch, Niederschrift“ zu commentus, Part. Perf.
von comminisci „sich etwas ins Gedächtnis zurückrufen,
sich auf etwas besinnen“): 1. a) mit Erläuterungen u. kri
tischen Anmerkungen versehenes Zusatzwerk zu einem
Druckwerk (bes. zu einem Gesetzestext, einer Dichtung
od. einer wissenschaftlichen Abhandlung); b) kritische
Stellungnahme in Presse, Radio od. Fernsehen zu aktuel
len Tagesereignissen. 2. (ugs.) Anmerkung, Erklärung,
Stellungnahme, komlmenltalrisch: in Form eines
Kommentars (1 b) [abgefasst]. komlmenltaijlos: ohne
Stellungnahme. Kom|men|ta|ti|on die: -, -en (aus lat.
commentatio „gelehrte Abhandlung“, eigtl. „sorgfältiges
Liberdenken“, zu commentatus, Part. Perf. von commen
tari, vgl. kommentieren): (veraltet) Sammlung von gelehr
ten Schriften meist kritischen Inhalts; vgl. ...ation/...ierung. Kommenltator der; -s, ...oren (aus spätlat. com
mentator „Erklärer, Ausleger“): 1. Verfasser eines Kom
mentars (1 b). 2. svw. Postglossator. Kom|men|ta|to|rin
die: -, -nen: weibliche Form zu Î Kommentator (1)
Kommenthandlung [ko'mä:...] die; -, -en (zu ÎKom
ment): angeborenen Trieben entsprechende Handlung
(Verhaltensforschung)
komlmenltielren (aus lat. commentari „überdenken, er
läutern, auslegen“ zu Ikon... u. Zat. mens „Verstand, Ge
danke“): a) ein Druckwerk (bes. einen Gesetzestext od.
eine wissenschaftliche Abhandlung) mit erläuternden u.
kritischen Anmerkungen versehen; b) in einem Kommen
tar (1b) zu aktuellen Tagesereignissen Stellung nehmen;
c) (ugs.) eine Anmerkung zu etwas machen. Komlmentierung die; -, -en (zu t...ierung): das Kommentieren;
vgl. ...ation/...ierung
Kom ment kampf [kɔma:...] der; -[e]s, ...kämpfe (zu
tKomment): (bei bestimmten Tierarten) nach festen Re
geln ablaufende Art des Kampfes unter Artgenossen, die
ernsthafte Verletzungen der Kampfpartner ausschließt
(Verhaltensforschung)
Komlmers der; -es, -e (nach fr. commerce, vgl. Kommerz;
urspr. Bez. für jede Art von geräuschvoller Veranstal
tung): Trinkabend in festlichem Rahmen (Verbindungsw.). Kom mers buch das; -[e]s, ...bûcher: Samm
lung festlicher u. geselliger Studentenlieder (Verbindungsw.). kommerlsieiren (zu Î..deren): an einem
Kommers teilnehmen (Verbindungsw.). Komi merz der;
-es (über fr. commerce aus lat. commercium „Han
delsverkehr)“): 1. Wirtschaft, Handel u. Verkehr. 2. wirt
schaftliches, auf Gewinn bedachtes Interesse, komlmerzialilsieren (nach fr. commercialiser „handelsfähig
machen“ zu commerce, vgl. Kommerz): 1. öffentliche
Schulden in privatwirtschaftliche umwandeln. 2. kulturel
le Werte wirtschaftlichen Interessen unterordnen, dem
Gewinnstreben dienstbar machen. Kom|mer|zi|a|li|sierung die; - (zu Î...isierung): Unterordnung von ideellen,
insbesondere kulturellen Werten unter wirtschaftliche In
teressen. Kom|mer|zi|a|lislmus der; - (zu T...ismus (5)):
nur auf die Erzielung eines möglichst großen Gewinns ge
richtetes wirtschaftliches Handeln. Kom|mer|zi|allrat
der; -[e]s, ...räte: (österr.) svw. Kommerzienrat, kommerlzilell (zu Î ...ell): 1. Wirtschaft u. Handel betreffend,
auf ihnen beruhend. 2. Geschäftsinteressen wahrneh
mend, auf Gewinn bedacht. Komlmerlzilenlrat [...ion...]
der; -[e]s, ...räte (zu lat. commercia, Plur. von commerci
um, vgl. Kommerz): (früher) a) (ohne Plur.) Titel für
Großkaufleute u. Industrielle; b) Träger dieses Titels.
Komlmerzllast die; -, -en: altes norddt. u. skand. Han
delsgewicht, das die Grundlage für die Schiffsvermessung
u. die Erhebung des Tonnengeldes war
Komlmilgraltilon* «Zze; -, -en (aus spätlat. commigratio
„das Hinziehen, Wandern“ zu lat. commigrare, vgl. kommigrieren): (veraltet) gemeinsame Auswanderung, kom-
Kommissur
(aus lat. commigrare „wandern, ziehen“):
(veraltet) fortziehen, auswandern
Kom|mi|li|to|ne der; -n, -n (über mlat. commilito, Gen.
commilitonis „Mitstreiter, Kamerad“ aus lat. commilito
„Mitsoldat, Waffenbruder“): (Studentenspr.) Studienkol
lege. Komlmilliltglnin die; -, -en: weibliche Form zu
Î Kommilitone
Kom|mi|nalti|gn die; -, -en (aus gleichbed. lat. commina
tio zu comminari, vgl. komminieren): (veraltet) Drohung,
komlmilnaltolrisch (aus gleichbed. spätlat. comminatorius): (veraltet) drohend, warnend, komlmilnielren
(aus gleichbed. lat. comminari): (veraltet) androhen, be
drohen
kom|mi|nulie|ren (aus gleichbed. lat. comminuere zu
Ikon... u. minuere „vermindern“): (veraltet) vermindern,
schwächen; zerstückeln. Kom|mi|nu|ti|on <Zze; -, -en
(aus lat. comminutio „das Zermalmen“ zu comminuere,
vgl. komminuieren): (veraltet) Verringerung; Zerstücke
lung
Komlmis [kɔmi:] der; - [kɔ'mi:(s)], - [kɔ'mi:s] (aus gleich
bed. fr. commis zu commettre „beauftragen“, dies aus lat.
committere, vgl. kommittieren): (veraltet) Handlungsge
hilfe
Kom|mi|se|ralti|on die; - (aus gleichbed. lat. commisera
tio zu commiserari, vgl. kommiserieren): (veraltet) Bemitleidung, Mitleid, komlmilselrielren (aus lat. commise
rari „bedauern, bejammern“): (veraltet) bemitleiden
Komlmiss der; -es (wohl aus mlat. commissa „anvertrau
tes Gut“, urspr. „Heeresvorräte“, Plur. von commissum
„das Anvertraute, das Geheimnis“, substantiviertes Part.
Perf. (Neutr.) von lat. committere, vgl. kommittieren):
(ugs.) Militärdienst]. Komlmissar der; -s, -e (aus mlat.
commissarius „mit der Abwicklung eines Geschäfts Be
auftragter“ zu lat. committere, vgl. kommittieren): 1.
[vom Staat] Beauftragter. 2. a) (ohne Plur.) Dienstrangbe
zeichnung [für Polizeibeamte]; b) Träger des Dienstgra
des Kommissar. Komlmislsär ¿Zer; -s, -e (nach gleichbed.
fr. commissaire; vgl. ...är): (landsch.) svw. Kommissar.
Kom|mis|sa|ri|at das; -[e]s, -e (nach gleichbed. nlat.
commissariatus; vgl. ...iat): 1. Amtszimmer] eines Kom
missars. 2. (österr.) Polizeidienststelle, komlmislsarisch (zu ÎKommissar): vorübergehend, vertretungswei
se [ein Amt verwaltend], Kom|mis|silor> die; -, -en (aus
mlat. commissio „Auftrag, Vorladung“, dies aus lat. com
missio „Vereinigung, Verbindung“ zu committere, vgl.
kommittieren): 1. Ausschuss [von beauftragten Personen],
2. (veraltet) Bestellung von Ware, Auftrag; in Kommissi
on: im eigenen Namen für fremde Rechnung ausgeführt
(von einem Auftrag). 3. (veraltet) Einkauf, Besorgung.
Kom|mis|si|o|när der; -s, -e (über fr. commissionnaire
aus gleichbed. mlat. commissionarius): jmd., der gewerbs
mäßig Waren od. Wertpapiere in eigenem Namen für
fremde Rechnung ankauft od. verkauft, komlmislsilonell (zu î...ell): 1. amtlich. 2. auf Kommission (2) beru
hend. kom|mislsi|o|nie|ren (zu ÎKommission u. Î..de
ren) : (österr.) [ein Gebäude] durch eine staatliche Kom
mission prüfen u. für die Übergabe an seine Bestimmung
freigeben. Kom|mislsi|ons|buch|hanldel <Zer; -s: Zwi
schenbuchhandel [zwischen Verlag u. tSortiment (2)].
Kom|mis|siv|de|likt das; -[e]s, -e (zu lat. commissus,
Part. Perf. von committere (vgl. kommittieren), u. T...iv):
(veraltet) strafbare Handlung im Gegensatz zur strafba
ren Unterlassung (Rechtsw.). komlmislsolrisch (aus
lat. commissorius „eine Verwirklichung enthaltend“): im,
als Sonderauftrag. Kom|mis|so|ri|um ¿Zas; -s, ...ien
[...ion] (aus gleichbed. lat. commissorium zu commissori
us, vgl. kommissorisch): (veraltet) 1. Geschäftsauftrag. 2.
Sendung. 3. Vollmacht[sbrief]. Komlmislsur die; -, -en
(aus lat. commissura „Zusammenfügung, Verbindung“ zu
mi grielren
Kommissurotomie
committere, vgl. kommittieren): 1. Querverbindung zwi
schen Îsymmetrischen (3) Teilen des TZentralnervensys
tems, bes. zwischen den beiden t Hemisphären (c) des
Großhirns (Anat.). 2. Verbindung zwischen Weichteilen
im Bereich der Organe (Anat.). Kom|mis|su|ro|to|mie
c/z'e; -, ...ten <zu T...tomie): operative Sprengung bzw. Er
weiterung einer Herzklappe, u. zwar instrumentell od. mit
dem Finger des Operateurs (Med.)
kom|mis|zi|bel <aus gleichbed. lat. commiscibilis zu com
miscere, vgl. kommiszieren): (veraltet) vermischbar.
kom|mis|zie|ren <aus gleichbed. lat. commiscere zu
Tkon... u. miscere „(ver)mischen“): (veraltet) vermengen,
vermischen
Kom mit tent der; -en, -en (aus lat. committens, Gen.
committentis, Part. Präs, von committere, vgl. kommittie
ren): Auftraggeber eines Kommissionärs, komlmitltieren (aus lat. committere „verbinden, ausüben; anvertrau
en, eine Sache in die Hand geben“): einen Kommissionär
beauftragen, bevollmächtigen. Kom mit tiv das; -s, -e
[...va] (zu T...iv>: (veraltet) schriftliche Vollmacht
(Rechtsw.)
Komlmixltur die; -, -en (zu Tkon... u. Î Mixtur): (veraltet)
Vermischung
kom mod (aus gleichbed. fr. commode, dies aus lat. com
modus „angemessen, zweckmäßig, bequem“): (veraltet,
aber noch österr. u. landsch.) bequem, angenehm. Kom
molde die; -, -n (aus gleichbed. fr. commode, substanti
viertes Femininum von commode (vgl. kommod), eigtl.
„bequem(e Truhe)“): Möbelstück mit mehreren Schubla
den. Komlmoldiltät die; -, -en (über fr. commodité aus
gleichbed. lat. commoditas, dies zu commodus, vgl. kom
mod u. ...ität): (veraltet, noch landsch.) 1. Bequemlich
keit. 2. Toilette (2)
Kommoldore der; -s, Plur. -n u. -s (aus gleichbed. engl.
commodore (älter engl. commandore), dies aus fr. com
mandeur, vgl. Kommandeur): 1. Geschwaderführer (bei
Marine u. Luftwaffe). 2. erprobter ältester Kapitän bei
großen Schifffahrtslinien
Komlmoi [...moy]: Plur. von TKommos
kom|mo|nie|ren (aus gleichbed. lat. commonere zu
Tkon... u. monere „(er)mahnen, erinnern“): (veraltet) er
mahnen, erinnern. Kom|mo|ni|ti|on die; -, -en (aus
gleichbed. spätlat. commonitio zu Tkon... u. lat. monitio
„Erinnerung, Warnung“): (veraltet) Ermahnung, Erinne
rung. Komlmoiniltolrilum das; -s, ...ien [...ian] (aus
spätlat. commonitorium „Verhaltensmaßregel, Instrukti
on“): (veraltet) Mahnung, Mahnschreiben
Kom mo rant der; -en, -en (zu lat. commorari „sich auf
halten, verweilen“ u. t,,,ant (1)>: ohne Ausübung der Seel
sorge an einem Ort ansässiger Geistlicher
Komi mos der; -, Kommoi [...moy] (aus gleichbed. gr. kommös, eigtl. „das Schlagen (an die Brust zum Zeichen der
Trauer)“): 1. im Wechselgesang vorgetragenes Klagelied
in der altgriech. Tragödie. 2. Wechselrede zwischen Chor
u. Schauspieler in der altgriech. Tragödie
Komlmoltio u. Kommotion die; -, ...ionen (aus lat.
commotio „Bewegung, Erregung“ zu commovere „bewe
gen, schütteln, erschüttern“): 1. durch eine stumpfe Ge
walteinwirkung hervorgerufene Erschütterung von Orga
nen (Med.). 2. Gehirnerschütterung (Med.)
komlmun (aus lat. communis „allen od. mehreren gemein
sam, allgemein“): gemeinschaftlich, gemein, komlmunal (über fr. communal aus gleichbed. lat. communalis;
vgl. Kommune): eine Gemeinde od. die Gemeinden be
treffend, gemeindeeigen, komlmulnal..., Komlmunal... (zu Îkommunal): Wortbildungselement mit der Be
deutung „die Gemeinde od. den Landkreis betreffend,
Gemeinde...“, z.B. kommunalpolitisch, Kommunalwahl.
Kom|mu|nal|ablgalben die (Plur.): Gesamtheit der
734
Gebühren, Beiträge zu Steuern einer Gemeinde. Kommuina li en [...ian] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. communalia, Neutr. Plur. von communalis, vgl. kommunal):
(veraltet) Gemeindeangelegenheiten, komlmulnallisielren (zu Tkommunal u. t...isieren): Privatunterneh
men in Gemeindebesitz u. -Verwaltung überführen. Kommu|nal|obllilgalti|on die; -, -en (zu Îkommunal...): von
einer Gemeinde aufgenommene öffentliche Anleihe.
Komlmulnallpolliltik ü7<?; -: die Belange einer Gemein
de betreffende Politik. Kom|mu|nal|wahl die; -, -en:
Wahl der Gemeindevertretungen (z.B. des Stadtrates).
Kom|mu|nar|derfer; -n, -n (aus fr. communard „Anhän
ger der Kommune (2)“): 1. Mitglied einer Kommune (4).
2. Anhänger der Pariser Kommune. Komlmulne die; -,
-n (aus (älter) fr. commune „Gemeinde“, dies aus gleich
bed. vulgärlat. communia zu lat. communis, vgl. kommun;
Bed. 2 nach fr. Commune (de Paris)): 1. Gemeinde als un
terste Verwaltungseinheit. 2. (ohne Plur.) Pariser Ge
meinderat während der Franz. Revolution u. von März bis
Mai 1871. 3. (ohne Plur.; veraltet, abwertend) Gesamtheit
der Kommunisten. 4. Wohngemeinschaft, die bürgerliche
Vorstellungen hinsichtlich Eigentum, Leistung, Konkur
renz u. Moral ablehnt, kom mu niika bel (aus gleich
bed. fr. communicable, dies zu lat. communicare, vgl.
kommunizieren): (veraltet) mitteilbar, vereinbar. Komm u I n i I ka I b i 11 i I tat die; - (zu t...ität): (veraltet) Mitteil
barkeit. Kom|mu|ni|kant der; -en, -en (zu (kirchen)lat.
communicans, Gen. communicantis, Part. Präs, von lat.
communicare, vgl, kommunizieren): 1. jmd., der [zum ers
ten Mal] kommuniziert (3; kath. Rel.). 2. Gesprächsteil
nehmer, Teilhaber an einer Kommunikation ( 1 ; Sprachw.,
Soziol.). Kom|mu|ni|kan|tin die; -, -nen: weibliche
Form zu TKommunikant. Kommulniikat der od. das;
-[e]s, -e (aus gleichbed. lat. communicatum, substantivier
tes Part. Perf. (Neutr.) von communicare, vgl. kommuni
zieren): (veraltet) schriftliche Mitteilung, bes. Antwort
schreiben einer Behörde. Kom|mu|ni|ka|ti|on die; -, -en
(aus lat. communicatio „Mitteilung, Unterredung“ zu
communicare, vgl. kommunizieren): 1. (ohne Plur.) Ver
ständigung untereinander, zwischenmenschlicher Verkehr
bes. mithilfe von Sprache, Zeichen. 2. Verbindung, Zu
sammenhang. Komlmulnilkaltilonslbarlrilelre die; -,
-n: die Aufnahme, Fortführung einer Kommunikation
(1) hemmende Barriere, Störung im Kommunikations
prozess (Psychol.). kom|mulni|ka|tilons|fä|hig: fähig
zur Kommunikation (1). Komlmulnilkaltilonslforschung die; -: Forschungsrichtung, die Probleme der
Kommunikation (1) unter den verschiedensten wissen
schaftlichen Gesichtspunkten (z. B. soziologischer od. lin
guistischer Art) untersucht. Komlmu|ni|ka|ti|onslmodell das; -s, -e: schematische Darstellung der Bestandtei
le einer Kommunikation (1). Komimunikationspartner der; -s, -: an einer Kommunikation (1) beteilig
ter Gesprächspartner. Kom|mu|n:|ka|ti|ons|pro|zess
der; -es, -e: Prozess, Ablauf, Verlauf einer Kommunikati
on (1). Komlmu|ni|ka|ti|onslsaltel|iit der; -en, -en:
der Nachrichtenübermittlung dienender T Satellit (3).
Kom mu ni ka ti ons trai ning [,,,trɛ:...] das; -s: das
Erlernen u. Üben, mit anderen Menschen zu kommunizie
ren (1), umzugehen. Kom|mu|ni|ka|tilons|zen|trum*
das; -s, ...ren: zentraler Begegnungsort von Menschen u.
Gruppen. kom|mu|ni|ka|tiv (zu T...iv): a) mitteilbar,
mitteilsam; b) auf die Kommunikation bezogen, die Kom
munikation betreffend; kommunikative [...va] Kompetenz:
Fähigkeit eines Sprachteilhabers, [neue] Redesituationen
zu bewältigen (Sprachw.). Komlmulnilkaltor der; -s,
...oren (zu T...or): jmd., der im Dialog mit einem ÎRezi
pienten (1 b) eine Information gibt. Kom|mu|ni|kee vgl.
Kommuniqué. Kom|mu|ni|on Æe; -, -en (aus kirchenlat.
735
communio „das heilige Abendmahl“, dies aus lat. commu
nio „Gemeinschaft“ zu communis, vgl. kommun): 1. das
Abendmahl als Gemeinschaftsmahl der Gläubigen mit
Christus. 2. der [erste] Empfang des Abendmahls (kath.
Kirche). Komlmu niion bank die; -, ...bänke: vor dem
Altarraum befindliche Bank, an der die Gläubigen zum
Empfang der Kommunion niederknien (kath. Kirche).
Komlmulnilqué [komyni'ke:, auch kɔmu,,,], auch Kom
munikee das; -s, -s (aus gleichbed. fr. communiqué zu
communiquer „mitteilen“, dies aus gleichbed. lat. com
municare, vgl. kommunizieren): a) [regierungs]amtliehe
Mitteilung (z.B. über Sitzungen, Vertragsabschlüsse); b)
Denkschrift. Komlmulnislmus [kɔmu...] der; - (.übet fr.
communisme aus gleichbed. engl. communism, dies zu lat.
communis, vgl. kommun u. ...ismus (1)): 1. nach Karl
Marx die auf den Sozialismus folgende Entwicklungsstu
fe, in der alle Produktionsmittel u. Erzeugnisse in das ge
meinsame Eigentum aller Staatsbürger übergehen u. in
der alle sozialen Gegensätze aufgehoben sind. 2. politi
sche Richtung, Bewegung, die sich gegen den Î Kapitalis
mus wendet u. sozialistische Ziele in Wirtschaft u. Gesell
schaft verficht. Komlmulnist der; -en, -en (zu T ...ist): a)
Vertreter, Anhänger des Kommunismus; b) Mitglied einer
kommunistischen Partei. kom|mu|nis|tisch (zu Î...1Stisch): a) den Kommunismus u. seine Grundsätze betref
fend; b) auf den Grundsätzen des Kommunismus aufbau
end, basierend. Kom|mu|ni|talris|mus der; - (zu engl.
communitarian „auf Gemeinsinn u. kommunistischen
Prinzipien basierend“ u. Î...ismus (1)>: (von den USA aus
gehende auf bestimmten philosophischen u. soziologi
schen Theorien basierende) politische Bewegung, die bes.
Gemeinsinn u. soziale Tugenden in den Vordergrund stellt
u. eine gemeinwohlorientierte Erneuerung gesellschaftli
cher Institutionen jenseits liberaler u. staatlicher Pro
gramme anstrebt. Komlmulniltät die; -, -en (aus lat.
communitas, Gen. communitatis „Gemeinschaft“; Bed. 3
über gleichbed. fr. communauté): 1. Gemeinschaft, Ge
meingut. 2. (veraltet) Ort, an dem sich bes. Studenten zum
Speisen versammeln. 3. ordensähnliche ev. Bruderschaft
mit besonderen religiösen od. missionarischen Aufgaben,
komlmulnilzielren (aus lat. communicare „gemein
schaftlich tun; mitteilen“ zu communis; vgl. kommun): 1.
sich verständigen, miteinander sprechen. 2. Zusammen
hängen, in Verbindung stehen. 3. das Abendmahl empfan
gen, zur Kommunion gehen (kath. ReL). komlmulnizielrend (zu f...ierend): 1. sich verständigend, miteinan
der sprechend. 2. zusammenhängend, in Verbindung ste
hend; kommunizierende Röhren: unten miteinander ver
bundene u. oben offene Röhren od. Gefäße, in denen eine
Flüssigkeit gleich hoch steht (Phys.)
komlmultalbel (aus gleichbed. lat. commutabilis zu com
mutare, vgl. kommutieren): veränderlich; vertauschbar.
Kom|mu|ta|ti|on die; -, -en (aus lat. commutatio „Ver
änderung, Wechsel, Austausch“ zu commutare, vgl. kom
mutieren): 1. a) Umstellbarkeit, Vertauschbarkeit von
Größen (Math.); b) Ersetzen einer sprachlichen Einheit
(z.B. eines Buchstabens) durch eine andere u. Untersu
chung der dadurch bewirkten Veränderung (z.B. der Be
deutung; Sprachw.). 2. Winkel zweier Geraden, die von
der Sonne zur Erde u. zu einem anderen Planeten gehen
(Astron.). 3. svw. Kommutierung; vgl. ...ation/...ierung.
kommultaltiv (zu Î...1V): 1. umstellbar, vertauschbar
(von math. Größen u. sprachlichen Einheiten; Math.,
Sprachw.); vgl. Kommutation (1 a, b). 2. a) die Kommutation (2) betreffend; b) die Kommutierung betreffend.
Komlmultaltor der; -s, ...oren (zu t,,,or): Stromwender,
Î Kollektor (1 ; Elektrot.). komlmultielren (aus lat. com
mutare „umbewegen, verwandeln, verändern“): 1. Grö
ßen umstellen, miteinander vertauschen (Math.,
Kompanie
Sprachw.). 2. die Richtung des elektr. Stroms ändern.
die;-, -en (zu t.Jerung): Umkehrung
der Stromrichtung; vgl. ...ation/,..ierung
Komöidilant der; -en, -en (teilweise unter Einfluss von
engl. comedian aus it. commediante „Schauspieler“ zu co
media „Komödie“, dies aus gleichbed. lat. comoedia, vgl.
Komödie): 1. Schauspieler. 2. (ugs. abwertend) jmd., der
anderen etwas vorzumachen versucht; Heuchler. Kolmödilantin die; -, -nen: weibliche Form zu ÎKomödiant,
komödilantisch: zum Wesen des Komödianten gehö
rend; schauspielerisch [begabt], Kolmöldie [,,,iə] die; -,
-n (über lat. comoedia aus gleichbed. gr. kömöidia, eigtl.
„Singen eines Komos“, zu kömöidös „Schauspieler“,
eigtl. „der zum Fest des Dionysos Spottlieder singt“, dies
aus komos „Festzug, Gelage“ u. öidös „Sänger“): 1. a)
(ohne Plur.) dramatische Gattung, in der menschliche
Schwächen dargestellt u. [scheinbare] Konflikte heiter
überlegen gelöst werden: b) Bühnenstück mit heiterem In
halt; Ggs. tTragödie (1). 2. kleines Theater, in dem vor
wiegend Komödien gespielt werden. 3. (ohne Plur.) un
echtes, theatralisches Gebaren, Heuchelei, Verstellung
Kolmgldolwalran der; -s, -e (nach der Insel Komodo im
Sundaarchipei u. zu Î Waran): größte, auf der Insel Ko
modo noch lebende Echse
Ko|mon|dor der; -s, -e (aus gleichbed. ung. komondor):
ung. Hirtenhund mit weißem, zottig-verfilztem Fell
Kglmos der; -, ...moi [...moy] (aus gleichbed. gr. kömos):
Bez. für festlich-ausgelassene Umzüge bes. im Zusam
menhang mit dem athenischen Dionysoskult
Kom paigi na ti on die; -, -en (aus lat. compaginatio „Zu
sammenfügung, Verbindung“ zu compingere „zusammen
schlagen, -fügen"): (veraltet) Zusammenhang
Komlpalgnie* [...pa'ni:] die; -, ...ien (aus gleichbed. it.
compagnia bzw. fr. compagnie, vgl. '^Kompanie):
(Schweiz.) svw. ’^Kompanie. Kompagnon [kɔmpan'jð:,
'kɔmpanjð, auch 'kɔmpanjɔŋ] der; -s, -s (aus fr. compa
gnon „Geselle, Genosse“, dies aus vulgärlat. companio,
vgl. Kumpan): Gesellschafter, Teilhaber, Mitinhaber ei
nes Geschäfts od. eines Handelsunternehmens
komlpakt (über fr. compact „dicht, derb, fest“ aus lat.
compactus „gedrungen“, Part. Perf. von compingere „zu
sammenschlagen, -fügen“): 1. (ugs.) massig, gedrungen.
2. undurchdringlich, dicht, fest. 3. gedrängt, kurz gefasst,
das Wesentliche zusammenfügend. Komlpakt... (zu
Îkompakt): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„wenig Raum beanspruchend“ (von der technischen od.
elektron. Anlage von Apparaten od. Gebäuden), z.B.
Kompaktbauweise, Kompaktauto. Komlpaktlanllalge
die; -, -n: fest zusammengebaute Stereoanlage mit dem
nötigen Zubehör. Komlpakltat der od. das; -[e]s, -e[n]
(aus gleichbed. mlat. compactatum, eigtl. „Zusammenge
fügtes“, zu lat. compactus, vgl. kompakt): (veraltet) Ver
trag (z.B. Prager Kompaktaten von 1433). Komlpakltion die; -, -en (aus lat. compactio „Zusammenfügung“):
Volumenverringerung eines Gesteins unter Auspressung
des Porenwassers infolge wachsender Auflast bei Î Sedi
mentation (1; Geol.). Kom pakt ski [,,,ʃi] der; -, Plur.
-er, auch - (zu Î Kompakt...): für Anfänger geeigneter, re
lativ kurzer Ski
Komlpanlder der; -s, - (Kurzw. aus tKompressor u. TExpanderY elektron. Baugruppe zur Rauschunterdrückung
bei der Signalübertragung (Elektroakustik)
1Kom|pa|nie die; -, ...ien (aus it. compagnia „Gesell
schaft“, dies über das Vulgärlat. zu tkon... u. lat. panis
„Brot“, eigtl. „Brotgemeinschaft“): (veraltet) Handelsge
sellschaft; Abk.: Co., Cie. 2Kom|pa|nie die; -, ...ien (aus
fr. compagnie „Gesellschaft; militärische Grundeinheit“,
dies über altfr. compaignie aus dem Vulgärlat., vgl.
'Kompanie): Truppeneinheit von 100 bis 250Mann inner
Kom|mu|tie|rung
Kompaniechef
halb eines IBataillons; Abk.: Komp. Komlpalnielchef
der; -s, -s: Führer einer 2Kompanie im Rang eines Haupt
mannes
komlpalralbel(aus gleichbed. lat. comparabilis zu compa
rare, vgl. 2komparieren): vergleichbar. Kom|pa|ralbi|litätdie; - (zu t...ität>: Vergleichbarkeit. Kom|pa|ra|ti|on
die; -, -en <aus gleichbed. lat. comparatio zu comparare,
vgl. 2komparieren): 1. das Vergleichen. 2. Steigerung des
Adjektivs (Sprachw.). Komlpalraltist der; -en, -en (zu
(...ist): vergleichender Literaturwissenschaftler. Kompa|ra|tisltikÄe; - (zu (...istik): 1. svw. Komparativistik.
2. vergleichende Literatur- od. Sprachwissenschaft, kompalraltisltisch (zu T ...istisch): a) die Komparatistik be
treffend; b) mit den Methoden der Komparatistik arbei
tend. komlpalraltiv [auch ...ti:f] (aus gleichbed. lat.
comparativus zu comparare, vgl. 2komparieren>: 1. auf
Vergleichung beruhend (Philos.). 2. a) vergleichend (von
der Untersuchung zweier od. mehrerer Sprachen); b) stei
gernd (Sprachw.). Komlpalraltiv der; -s, -e [...va] (aus
lat. (gradus) comparativus „zum Vergleichen geeignet(er
Steigerungsgrad)“>: Steigerungsstufe, Höherstufe, Mehr
stufe (Sprachw.). Kom|pa|ra|ti|vis|tik [...v...] die; - (zu
1 ...istik): Teilgebiet der Sprachwissenschaft, das sich mit
der gegenüberstellend-vergleichenden Untersuchung von
zwei od. mehreren Sprachen befasst. Komlpalraltivsatz der; -es, ...sätze (zu tkomparativ): Vergleichssatz,
Konjunktionalsatz, der einen Vergleich enthält (z. B. Eva
ist größer, als ihre Schwester es im gleichen Alter war).
Kom|pa|ra|torrfer; -s, ...oren (aus lat. comparator „Ver
gleicher“): 1. Gerät zum Vergleich u. zur genauen Mes
sung von Längenmaßen. 2. Gerät zur Feststellung von La
ge- u. Helligkeitsveränderungen bestimmter Sterne (As
tron.). 3. ein elektr. tKompensator (1; Elektrot.). Kompalraltorlprinlzipifas; -s: von dem dt. Physiker E. Abbe
(184(7—1905) 1890 aufgestelltes Prinzip für genaue Län
genmessungen
Komlpalrent der; -en, -en (zu lat. comparens, Gen. comparentis „erscheinend, zur Stelle seiend“, Part. Präs, zu
comparere „erscheinen, sichtbar sein, zur Stelle sein“):
(veraltet) jmd., der vor einer Behörde, einem Gericht er
scheint. Komlpalrenz die; - (zu T...enz>: (veraltet) das
Erscheinen vor Gericht, 'komlpalrielren (aus lat. com
parere „erscheinen“, vgl. Komparent): (veraltet) vor Ge
richt erscheinen
2kom|pa|rie|ren (aus lat. comparare „vergleichen“): a)
(veraltet) vergleichen; b) die Komparation (2) anwenden;
steigern (Sprachw.)
Kom|pa|ri|ti|on die; - (aus nlat. comparitio zu t'komparieren u. 1 '...ion): svw. Komparenz. Komlparlse der; -n,
-n (aus gleichbed. it. comparsa, eigtl. „Erscheinen, Auf
treten“, zu comparire (älter z7. comparere) „erscheinen;
hervortreten“, dies aus gleichbed. lat. comparere (vgl.
'komparieren), eigtl. „Darsteller, der nur stumm auf der
Bühne in .Erscheinung1 tritt“) : jmd., der als stumme Figur
bei einem Film od. auch einem Theaterstück mitwirkt.
Komlparlselrierfze;-, ...ien (aus gleichbed. it. comparseria): Gesamtheit der Komparsen; t Statisterie. KomlparsinÄe; -, -nen: weibliche Form zu (Komparse
komlparltielren (aus gleichbed. mlat. compartire zu
Ikon... u. lat. partire „teilen“): (veraltet) abteilen. Kompar ti ment das; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. comparti
ment): (veraltet) 1. abgeteiltes Feld. 2. [Zugjabteil. Kompar|ti|men|tie|rung¿ze, - (zu 1 ...ierung): die Aufgliede
rung der Zelle in Reaktionsräume, die häufig von einer
Membran umschlossen sind (Biol.). Komlparltiltilon
die; - (aus gleichbed. mlat. compartido): (veraltet) Abtei
lung. Kom|part|ment|syn|drom* [kɔm'pɑ:tmənt...]
das; -s (zu engl. compartment „Abteilung, (abgeteilter)
Raum“ aus fr. compartiment, vgl. Kompartiment): durch
736
örtliche Druckerhöhung in allseits geschlossenen Weich
teilbezirken hervorgerufene Gewebsschäden (Med.)
Kom pass der; -es, -e (aus gleichbed. it. compasso, eigtl.
„Zirkel“, zu compassare „ringsum abschreiten, abmes
sen“, dies über das Vulgärlat. zu lat. passus „Schritt“):
Gerät zur Feststellung der Himmelsrichtung
Komlpasltori/er; -s, ...oren (zu Ikon... u. 1 Pastor): (veral
tet) zweiter Pfarrer, Nebenprediger
komlpaltilbel (über gleichbed. engl. compatible aus fr.
compatible zu compatir „übereinstimmen“; vgl. kompatieren): 1. syntaktisch-semantisch anschließbar (von Î Le
xemen [im Satz]; z.B. dunkel -1- Haar in: Sie hat dunkles
Haar; Sprachw.); Ggs. 1 inkompatibel (3). 2. miteinander
vereinbar, zusammenpassend; Ggs. Îinkompatibel (2). 3.
(von Hard- u. Softwarekomponenten) austauschbar, zu ei
nem System zusammensetzbar. 4. (von Medikamenten od.
Blutgruppen) miteinander vereinbar, verträglich (Med.);
Ggs. 1 inkompatibel (1). Komlpa|ti|bi|li|tät^A -, -en (zu
t.Jtät): 1. Vereinbarkeit [zweier Ämter in einer Person].
2. Austauschbarkeit, Vereinbarkeit verschiedener Syste
me (z.B. das Benutzen eines Programms auf einem an
dern Computermodell). 3. syntaktisch-semantische Anschließbarkeit, Kombinierbarkeit von t Lexemen [im Satz]
(Sprachw.); Ggs. îInkompatibilität (3); vgl. kompatibel
(1). 4. Verträglichkeit verschiedener (Medikamente od.
Blutgruppen (Med.); Ggs. (Inkompatibilität (1). kompa tie ren (über fr. compatir aus gleichbed. lat. compa
ti): (veraltet) mitfühlen, Mitleid haben; zueinander pas
sen
Komlpaltrilot* der; -en, -en (zu Ikon... u. (Patriot): (ver
altet) Landsmann. Komlpaltrolnat das; -[e]s, -e: ge
meinsames ( Patronat (2) mehrerer Personen (Kirchen
recht)
Kom|pa|zis|zent der; -en, -en (aus lat. compaciscens,
Gen. compaciscentis, Part. Präs, zu compacisci „einen
Vertrag schließen“): (veraltet) jmd., der einen Pakt od.
Vertrag (bes. Friedensvertrag) schließt
Komlpellleifai; -s, -n (aus lat. compelle, eigtl. „zwinge!“,
Imp. von compellere, vgl. kompellieren): (veraltet) a) Nö
tigung, Zwangsmittel; b) zwingender äußerer Beweg
grund. komlpelllielren (aus gleichbed. lat. compellere):
(veraltet) antreiben, nötigen, zwingen
komlpenldilalrisch (aus lat. compendiarius „abge
kürzt“): svw. kompendiös. kom|pen|di|i_e|ren (aus lat.
compendiare „kürzen, abkürzen“): (veraltet) zusammen
drängen, kürzen. komlpenldilös (aus lat. compendiosus
„abgekürzt“, vgl. ...ös): (veraltet) das Kompendium be
treffend, in der Art eines Kompendiums; zusammenge
fasst, gedrängt. Kom|pen|di|olsi|tät die; - (zu (...ität):
(veraltet) Handlichkeit; knappe Fassung. Kom|pen|diumM' -s, ...ien [...ion] (aus /at. compendium „Erspartes,
Abkürzung“, eigtl. „das Mitgewogene“, zu compendere
„mit-, zusammenwiegen“): Abriss, kurz gefasstes Lehr
buch. komlpenlsalbel (zu (kompensieren u. (...abel):
ersetzbar, ausgleichbar. Komlpenlsaltilon die; -, -en
(aus lat. compensatio „Ausgleichung, Gegenzahlung“ zu
compensare, vgl. kompensieren): 1. Ausgleich, Aufhe
bung von Wirkungen einander entgegenstehender Ursa
chen. 2. a) Aufrechnung; b) Schuldaufwiegung im Falle
wechselseitiger Täterschaft (bei Beleidigung u. leichter
Körperverletzung), meist als strafmildernd od. strafbe
freiend gewertet (Rechtsw.). 3. das Streben nach Ersatz
befriedigung als Ausgleich von Minderwertigkeitsgefüh
len (Psychol.). 4. Ausgleich einer durch krankhafte Or
ganveränderungen gestörten Funktion eines Organs
durch den Organismus selbst od. durch Medikamente
(Med.). Kom|pen|sa|ti|gnslge|schäftdas; -[e]s, -e: a)
Tauschgeschäft; b) Ausgleichsgeschäft, bes. zur Aufrecht
erhaltung von Kauf- u. Verkaufsaufträgen bei Wertpapie-
737
ren (Wirtsch.). Kom|pen|sa|ti|ons|me|tho|de die;
ein Messverfahren, bei dem einer zu messenden Größe ei
ne gleich große, aber entgegengerichtete überlagert wird
(Phys., Techn.). Kom|pen|saltilons|the|o|rie die; die
Lehre, dass die Verbilligung bestimmter Güter durch den
technischen Fortschritt zu Mehrnachfrage nach anderen
Gütern u. so zur Wiedereinstellung der durch den techni
schen Fortschritt arbeitslos gewordenen Arbeitskräfte
führe (Wirtsch.). Komlpenlsaltiv das; -s, -e [...va] (zu
Î ...iv>: aus einem Negativ u. einem Diapositiv photome
chanisch hergestellte transparente Folie (Maske) zur Tonu. Farbwertkorrektur (Fotogr.). Kompenlsator der; -s,
...oren (nach engl. compensator „Ausgleicher“ zu tkom
pensieren u. t...ator>: 1. Gerät zur Messung einer elektr.
Spannung od. einer Lichtintensität (Optik). 2. Vorrich
tung zum Ausgleichen (z.B. Zwischenglied bei Rohrlei
tungen zum Ausgleich der durch Temperaturwechsel her
vorgerufenen Längenänderung; Techn.). Komlpenlsatolrik die; - (zu tkompensatorisch u. t2...ik (2)): svw.
kompensatorische Erziehung, komlpenlsaltolrisch:
ausgleichend; kompensatorische Erziehung: [vor der Ein
schulung einsetzende] Förderungsmaßnahmen, die bei
Kindern auftretende sprachliche, tkognitive, emotionale
od. soziale Entwicklungsrückstände ausgleichen od. mil
dern sollen (Päd., Psychol.), komlpenlsielren (aus lat.
compensare „(gegeneinander) abwägen, ausgleichen“): 1.
die Wirkungen einander entgegenstehender Ursachen
ausgleichen. 2. bei wechselseitigem Verschulden die Strafe
ausgleichen (Rechtsw.). 3. Minderwertigkeitsgefühle
durch Vorstellungen od. Handlungen ausgleichen, die das
Bewusstsein der Vollwertigkeit erzeugen (Psychol.). 4.
Funktionsstörungen eines Organs od. ihre Folgen ausglei
chen (Med.), komlpeItent (aus gleichbed. lat. compe
tens, Gen. competentis zu competere, vgl. kompetieren):
1. a) sachverständig, fähig ; Ggs. Î inkompetent ( 1 b) ; kom
petenter Sprecher: Sprecher, der fähig ist, in seiner Mut
tersprache beliebig viele Sätze zu bilden u. zu verstehen
(Sprachw.); b) zuständig, maßgebend, befugt; Ggs. tinkompetent (1 a). 2. tektonisch wenig verformbar (von Ge
steinen; Geol.); Ggs. tinkompetent (2). Komlpeltent
der; -en, -en: (veraltet) Mitbewerber. Komlpeltenz die; -,
-en (über spätlat. competentia „Eignung“ aus lat. compe
tentia „das Zusammentreffen“, Bed. 2 nach engl.-amerik.
competence): 1. a) Vermögen, Fähigkeit; Ggs. t Inkompe
tenz (b); b) Zuständigkeit, Befugnis; Ggs. tInkompetenz
(a). 2. (ohne Plur.) (idealisierte) Fähigkeit des Sprechers
einer Sprache, mit einer begrenzten Anzahl von Elemen
ten u. Regeln eine unbegrenzte Zahl von Äußerungen zu
bilden u. zu verstehen sowie über die sprachliche Richtig
keit von Äußerungen zu entscheiden (Sprachw.); vgl. Per
formanz. 3. zeitlich begrenzte Reaktionsbereitschaft von
Zellen gegenüber einem bestimmten Entwicklungsreiz
(Biol.). 4. die zum Unterhalt eines Klerikers nötigen, nicht
pfändbaren Mittel (kath. Kirchenrecht). Komlpeltenzkomlpeltenz iZze; -, -en: 1. (ohne Plur.) das Recht eines
Bundesstaates, seine Zuständigkeiten durch Verfassungs
änderung auf Kosten der Gliedstaaten zu erweitern
(Rechtsw.). 2. gerichtliche Entscheidung über die Zuläs
sigkeit eines Rechtsstreites (Rechtsw.). Komlpeltenzkon flikt* der; -[e]s, -e: Zuständigkeitsstreit zwischen
Gerichten od. Verwaltungsbehörden (Rechtsw.). kompeltielren (aus lat. competere „Zusammentreffen, ent
sprechen; fähig sein; gemeinsam erstreben“): (veraltet) a)
gebühren, zustehen; b) sich mitbewerben. Komlpeltiltipn die; - (aus gleichbed. lat. competitio): (veraltet) Mitbe
werbung. kom|pe|ti|tiv (zu lat. competere (vgl. kompe
tieren) u. T...iv>: 1. zuständig, maßgebend. 2. (veraltet)
sich mitbewerbend. 3. eine notwendige Ergänzung for
dernd (z. B. von Reaktionen, die zu ihrem Ablauf ein wei
Komplementärprogramm
teres tReagens erfordern; Med.). Komlpeltiltor der; -s,
...oren (aus gleichbed. lat. competitor): svw. Kompetent
Komlpillaltilon iüe; -, -en (aus gleichbed. lat. compilatio,
eigtl. „Plünderung“, zu compilare, vgl. kompilieren): 1.
Zusammenstellung, Zusammentragen mehrerer [wissen
schaftlicher] Quellen. 2. a) unschöpferisches Abschreiben
aus mehreren Schriften; b) durch Zusammentragen un
verarbeiteten Stoffes entstandene Schrift (ohne wissen
schaftlichen Wert). Komlpillaltor der; -s, ...oren (aus
gleichbed. spätlat. compilator, eigtl. „Plünderer“): Ver
fasser einer Kompilation. kom|pi|la|to|risch: auf Kom
pilation beruhend, aus Teilen verschiedener Werke zu
sammengeschrieben. komlpillielren (aus lat. compilare
„ausplündern; raubend zusammenraffen“, eigtl. „der
Haare berauben“, zu tkon... u. lat. pilus „Haar“): 1. [un
verarbeiteten] Stoff zu einer Schrift [ohne wissenschaftli
chen Wert] Zusammentragen. 2. ein in einer anderen Pro
grammiersprache formuliertes Programm (4) mithilfe ei
nes ICompilers in die jeweilige Maschinensprache über
setzen (EDV)
kom|pin|gie|ren (aus gleichbed. lat. compingere zu
Îkon... u. pangere „(zusammen)fügen“): (veraltet) fest zu
sammenfügen
komlplalnar* (zu lat. complanare „einebnen, dem Erdbo
den gleichmachen“; vgl. ...ar (1)>: in der gleichen Ebene
liegend (z.B. von IVektoren; Math.). Komlplalnaltilon
die; -, -en (aus spätlat. complanatio „das Einebnen“ zu
complanare; vgl. komplanar): Berechnung des Flächenin
halts von [gekrümmten] Oberflächen (Math.)
Komplement' das; -[e]s, -e (aus lat. complementum
„Vervollständigung(smittel), Ergänzung“ zu complere
„ausfüllen, vervollständigen, vollenden“): 1. Ergänzung.
2. Komplementärmenge, Differenzmenge von zwei Men
gen (Math.). 3. Serumbestandteil, der die spezifische Wir
kung eines ÎAntikörpers ergänzt od. aktiviert (Med.). 4.
beliebige grammatische Ergänzung zu einem Satz od.
Satzteil (Sprachw.). komlplelmenltär (aus gleichbed. fr.
complémentaire zu complément „Ergänzung, Nachtrag“,
dies aus lat. complementum, vgl. Komplement): sich ge
genseitig ergänzend; komplementäre Distribution: das
Vorkommen eines sprachlichen Elements in einer Umge
bung, in der ein anderes nicht erscheinen kann u. umge
kehrt (z. B. [j] anlautend vor Vokal: Jagd, [i] anlautend vor
Konsonant: Insel; Sprachw.); komplementäres Dreieck:
Dreieck, dessen Ecken die Seitenmitten eines Dreiecks
(des Grunddreiecks) sind (Math.). Komlplelmenltär
der; -s, -e (zu T ...är>: 1. persönlich haftender Gesellschaf
ter einer Î Kommanditgesellschaft. 2. (früher in der DDR)
Eigentümer einer privaten Firma, die mit Staatsbeteili
gung arbeitete. Komlplelmenltärlcode [,..ko:t] der; -s,
-s: Code zur Darstellung von Dezimalzahlen in Datenver
arbeitungsanlagen, bei dem auch die Komplemente der
verschlüsselten Tetraden (2) Dezimalzahlen darstellen,
z.B. beim TAiken-Code (EDV). Kom|ple|men|tär|farbe die; -, -n: Farbe, die eine andere Farbe, mit der sie ge
mischt wird, je nach Mischungsverhältnis zu Weiß od. fast
zu Schwarz ergänzt; Ergänzungsfarbe. Komlplelmentär ge ne die (Plur.): îGene, die voneinander abhängen
u. nur gemeinsam wirken (Genetik). Komlplelmenltariltät rfe; -, -en (zu î ...ität): 1. Beziehung zwischen Mess
größen im Bereich der Quantenmechanik, die besagt, dass
diese Messgrößen nicht gleichzeitig (simultan) gemessen
werden können (Phys.). 2. wechselseitige Entsprechung
der Struktur zweier Größen (Biol., Chem.). 3. semanti
sches Gegensatzverhältnis, besondere Form der T Inkom
patibilität (z.B. männlich - weiblich; Sprachw.). Kornplelmenltärlprolgramm das; -s, -e: zu einem bestimm
ten attraktiven [Fernseh]programm stehende [kontrastie
rende] Sendung, die das Angebot ergänzt, ohne direkt
Komplementärteilchen
konkurrieren zu wollen. Komlple|men|tär|teil|chen
das; -s, svw. Antiteilchen. Kom|ple|men|tär|win|kel
der; -s, svw. Komplementwinkel. Kom|ple|men|ta|tion ife; -, -en (zu ÎKomplement u. 1 ...ation): das Ausglei
chen von Erbgutschäden durch Kombination von 1 Geno
men (Genetik); vgl. ...ation/...ierung. Komiplementdarstellung <Äe; -: a) spezielle Form der Darstellung
negativer Zahlen; b) Methode zur Dualdarstellung ganzer
Zahlen (EDV), komplelmentieren (zu Î..deren): er
gänzen, vervollständigen, das Komplement bilden. Konipleimenitie rung die; -, -en <zu 1 ...ierung): a) das Kom
plementieren; b) svw. Komplementation; vgl. ...ation/
...ierung. Komlplelmentlsysltem das; -s: neben dem
Thumoralen u. dem zellulären System drittes System der
Infektabwehr im Organismus u. Steuerungszentrale für
die 1 Mediatoren der Entzündung (Med.). Komiplementwinke! der; -s, -: Ergänzungswinkel, der einen ge
gebenen Winkel zu 90° ergänzt (Math.). Komlplelnym
das,; -s, -e (verkürzt aus Î Komplement u. gr. ónyma „Ña
me“): Gegensatzwort (z.B. verheiratet) zu einem be
stimmten Wort (z.B. ledig), das durch Hinzusetzen einer
Negation zu diesem synonym wird (z. B. nicht verheiratet,
ledig; Sprachw.). Kom ple ny mie die; - (zu T2...ie>: se
mantische Relation, wie sie zwischen Komplenymen be
steht. ’Kom plet die; -, -e (aus gleichbed. mlat. completa
zu lat. completus „vollständig, vollendet“): das Abendge
bet als Schluss der kath. kirchlichen Tageszeiten. 2Komplet [kɔmple:, kð'ple:] das; -[s], -s (aus/r. complet „voll
ständiger Anzug“, eigtl. „Vollständigkeit“, zu complet,
vgl. komplett): Mantel (od. Jacke) u. Kleid aus gleichem
Stoff, komlpleltiv (aus spätlat. completivus „ausfül
lend“): ergänzend (Sprachw.). Kom|ple|tolrilum<fa5,' -s,
...ien [...ion] (aus gleichbed. mlat. completorium, eigtl.
„Vervollständigendes“): 1. (veraltet) Ergänzungsvor
schrift (zu einem Gesetz). 2. svw. 'Komplet, komlplett
(aus gleichbed. fr. complet, dies aus lat. completus „voll
ständig“): 1. a) vollständig, abgeschlossen; b) ganz, ge
samt, vollzählig; c) (ugs.) ganz u. gar, absolut. 2. (bes. österr.) voll, besetzt, komlpletltielren (aus gleichbed. fr.
compléter zu complet, vgl. komplett): etwas vervollständi
gen; auffüllen, ergänzen. Kom|plet|tie|rung die; -, -en
(zu 1...ierung): das Komplettieren, das Komplettiertwer
den
komlplex* (aus lat. complexus, Part. Perf. von complecti
„umschlingen, umfassen, zusammenfassen“): a) viel
schichtig; viele, sehr verschiedene Dinge umfassend; b)
zusammenhängend; c) allseitig, alles umfassend; komple
xe Integration: Î Integration (4) einer Funktion längs eines
Weges in der gaußschen Ebene (Math.); komplexe Zahl:
Zahl, die aus mehreren nicht aufeinander zurückführba
ren Einheiten besteht (z.B. die Summe aus einer timaginären u. einer Î reellen Zahl in 3 i + 4; Math.). Komlplex
der; -es, -e (aus lat. complexus „das Umfassen, die Ver
knüpfung“): 1. Zusammenfassung, Verknüpfung von ver
schiedenen Teilen zu einem geschlossenen Ganzen. 2. Ge
biet, Bereich. 3. Gruppe, [Gebäude]block. 4. stark affekt
besetzte Vorstellungsgruppe, die nach Verdrängung aus
dem Bewusstsein vielfach Zwangshandlungen, -Vorstel
lungen od. einfache Fehlleistungen auslöst (Psychol.). 5.
ehern. Vereinigung mehrerer Atome zu einer Gruppe, die
freie 1 Valenzen (1) hat u. andere Reaktionen zeigen kann
als das ihre Art bestimmende 1 Ion (Chem.). 6. svw. Syn
drom (Med.). Komlplexlaulge das: -s, -n: svw. Facet
tenauge. Komlplexlchelmie die; - (zu îKomplex): Teil
gebiet der Chemie, das sich mit den Komplexverbindun
gen (vgl. Komplex 5) befasst. 1Kom|ple|xi|on die; -, -en
(aus lat. complexio „zusammenfassende Darstellung“,
eigtl. „Verbindung“): 1. zusammenfassende Bez. für Au
gen-, Haar- u. Hautfarbe eines Menschen (Anthropolo
738
gie). 2. a) (veraltet) Zusammenfassung; b) zusammenfas
sende Bez. für Permutation, Kombination u. Variation
(Math.). 2Kom|plex|ion das; -s, -en (zu ÎKomplex u.
Hon): Koordinationsverbindung mit negativer u. positi
ver Ladung (Chem.); vgl. Komplexone. Kom ple xiltät
die; - (zu T ...ität> : 1. Gesamtheit aller Merkmale, Möglich
keiten (z.B. eines Begriffs, Zustandes). 2. Vielschichtig
keit. Komlplelxiltätslthelolrieu'ze, -: Forschungsgebiet
der Mathematik, in dem man sich mit dem Rechenauf
wand (der Komplexität) von Algorithmen befasst. Kornplex me tholde die; -: Unterrichtsmethode, die den ge
samten Unterricht um bestimmte Sachgebiete (Arbeit,
Natur usw.) zu ordnen sucht. Komlplelxolmeltrie die; -,
...ien (zu TKomplexone u. T...metrie): maßanalytisches
Verfahren zum Nachweis von Metallionen durch Bildung
von Komplexen (5; Chem.). komlplelxolmeltrisch (zu
Î...metrisch): die Komplexometrie betreffend. Komlplexolne die (Plur.) (Kunstw. aus Komplex (5) u. Ion): Ver
bindungen, die mit Metallionen Koordinationsverbindun
gen bilden (Chem.); vgl. 2Komplexion. Komlplexlqualiltät die; -: Bez. für die Tatsache, dass aus verschiedenen
Erlebniselementen qualitativ Neues entsteht (Psychol.).
Komlplexlverlbinldung
-, -en: a) svw. Komplex
(5); b) Verbindung höherer Ordnung (Chem.). Kom plice [,,,'pli:tsə, auch ...Ésa] vgl. Komplize. Komlplilcin
[...tsin] vgl. Komplizin. Kom|pli|kalti|or> die; -, -en (aus
spätlat. complicatio „das Zusammenwickeln, Verwi
ckeln“ zu complicare, vgl. komplizieren): 1. Schwierig
keit, Verwicklung; [plötzlich eintretende] Erschwerung;
vgl. ...ation/...ierung. 2. ungünstige Beeinflussung od.
Verschlimmerung eines normalerweise überschaubaren
Krankheitszustandes, eines chirurgischen Eingriffs od. ei
nes biologischen Prozesses durch einen unvorhergesehe
nen Umstand (Med.)
Komlplilment* das; -[e]s, -e (aus fr. compliment „Höflich
keitsbezeigung“, dies aus gleichbed. span, cumplimiento
(älter com...), eigtl. „Anfüllung, Fülle, Überschwang“, zu
cumplir, dies aus lat. complere „ausfüllen“): 1. höfliche
Redensart, Schmeichelei. 2. (veraltet) a) Gruß; b) Verbeu
gung. 3. (veraltet; nur Plur.) Umstände, Förmlichkeiten.
Komlpli|men|ta|ri|us der; -, ...ien [...ion] (zu gleichbed.
fr. complimenteur (vgl. Kompliment) u. t...arius): (veral
tet) Komplimentemacher, Schmeichler, komlplilmentielren (aus gleichbed. fr. complimenter): (veraltet) 1.
jmdn. willkommen heißen. 2. jmdn. mit höflichen Gesten
u. Redensarten irgendwohin geleiten
l(omlplilze``, auch Komplice [... 'pli:tsə, auch ...i:so] der; -n,
-n (aus gleichbed. fr. complice, dies aus spätlat. complexus
„Verbündeter“; vgl. komplex): (abwertend) jmd., der an
einer Straftat beteiligt ist; Mittäter, Helfershelfer, komplilzielren (aus lat. complicare „zusammenfalten, verwi
ckeln“): verwickeln; erschweren, komlplilziert (zu
T...iert): schwierig, verwickelt, mit Komplikationen ver
bunden; umständlich. Kom|pli|zie|rung die; -, -en (zu
Î...ierung): das Komplizieren, das Kompliziertmachen,
das Kompliziert werden; vgl. ...ation/...ierung. Komplizin, auch Komplicin [...tsin] die; -, -nen: weibliche Form
zu ÎKomplize. Komlplilziltät die; - (zu T ...ität): (veral
tet) Mittäterschaft, Mitschuld
Kom|plo|ra|ti|on*</ze; -, -en (aus gleichbed. lat. complora
tio zu complorare, vgl. komplorieren): (veraltet) das ge
meinsame Klagen, Beweinen. kom|plo|rie|ren (aus
gleichbed. lat. complorare zu îkon... u. lat. plorare „weh
klagen, (be)weinen"): (veraltet) zusammen beweinen, be
klagen
Komlplptt* das, ugs. auch der; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr.
complot, eigtl. „Gedränge“, weitere Herkunft ungeklärt):
Verabredung zu einer gemeinsamen Straftat; Anschlag,
Verschwörung. Komlplotlteur [...ta:«] der; -s, -e (aus
739
gleichbed. fr. comploteur): (veraltet) Verschwörer, Teil
nehmer an einem Komplott. kom|plot|ti_e|ren (aus
gleichbed. fr. comploter): (veraltet) ein Komplott anzet
teln
Kom|po|nen|te
-, -n (aus lat. componens, Gen. com
ponentis, Part. Präs, von componere, vgl. komponieren):
1. a) Teilkraft; b) Bestandteil eines Ganzen. 2. a) Bez. für
das semantische Merkmal; b) Teilbereich, Bestandteil ei
ner größeren sprachlichen Einheit (Sprachw.). 3. be
stimmten Koordinaten entsprechender Anteil eines (Vek
tors od. ÎTensors (Math.). Kom|po|nen|ten|ana|ly|se
die; -, -n: Beschreibung der Bestandteile einer sprachli
chen Einheit u. des Aufbaus ihrer verschiedenen Kombi
nationen, bes. im Inhaltsbereich (Sprachw.). komlponielren (aus lat. componere „zusammensetzen, -stellen“
zu Ikon... u. ponere „hinsetzen, -stellen“): 1. [ein Kunst
werk nach bestimmten Gesetzen] aufbauen, gestalten. 2.
ein musikalisches Werk schaffen. 3. etwas aus Einzelteilen
zusammensetzen, gliedern. Komlpolnist der; -en, -en (zu
t ...ist): jmd., der ein musikalisches Werk komponiert.
Komlpolnisltin die; -, -nen: weibliche Form zu tKomponist. Kom|po|si|ta: Plur. von ÎKompositum. Kompo sit bau wei se die; - (zu lat. compositus „zusam
mengesetzt“): bes. im Bootsbau übliche Bauweise, bei der
verschiedene Materialien verwendet werden. KomIpolai
te die; -, -n (meist Plur.) (aus lat. composita, eigtl. „die
Zusammengesetzte“, substantiviertes Part. Perf. (Femini
num) von componere, vgl. komponieren): Pflanze mit
Blüten, die zu korbförmigen Blütenständen vereinigt sind
(Korbblütler). Komlpolsilten: Plur. von (Komposite u.
Kompositum. Komlpolsilteur [...'to:?] der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. compositeur zu composer „komponieren“):
(veraltet) svw. Komponist. Komlpolsiltilon die; -, -en
(aus lat. compositio „Zusammenstellung, -Setzung“): 1.
Zusammensetzung, -Stellung [von Dingen] aus Einzeltei
len. 2. a) (ohne Plur.) das Komponieren eines Musik
stücks; b) Musikwerk. 3. der Aufbau eines Kunstwerks
(z. B. eines Gemäldes, eines Romans). 4. a) das Zusam
mensetzen eines Wortes aus mehreren freien t Morphe
men als Art od. Vorgang der Wortbildung; vgl. Komposi
tum; b) das Ergebnis der Komposition (4a; Sprachw.). 5.
(veraltet) gütliche Beilegung eines Rechtsstreites; Löse
geld, Sühnegeld. kom|po|si|ti|o|nell (zu (...eil): svw.
kompositorisch. Komlpolsiltilo nenlsysltelme die
(Plur.) (zu lat. compositio „Streitbeilegung“): Wundbußenkataloge der germ. Volksrechte, die zur Abwendung
von Fehde u. Blutrache je nach Schwere des Eingriffs un
terschiedliche, katalogmäßig aufgezählte Geldleistungen
an den Verletzten u. dessen Sippe vorsahen. Komlpolsitkalpiltell das; -s, -e (zu lat. compositus „zusammenge
setzt“): röm. Form des (Kapitells (Archit.), komposi
torisch (aus gleichbed. n/at. compositorius): 1. die
Komposition [eines Musikwerks] betreffend. 2. gestalte
risch. Komlpolsiltum das; -s, Plur. ...ta u. ...siten (aus
gleichbed. lat. (verbum) compositum zu compositus, Part.
Perf. von componere, vgl. komponieren): 1. zusammenge
setztes Wort, Zusammensetzung (Sprachw.); Ggs. (Sim
plex. 2. (Plur. nur ...ta) Arzneimittel, das aus mehreren
Bestandteilen zusammengesetzt ist. Kom|po|si|tur die;
-, -en (aus gleichbed. lat. compositura) : (veraltet) Zusam
mensetzung, Zusammenfügung
komlposlsilbel (aus gleichbed. mlat. compossibilis zu
Ikon... u. lat. possibilis „möglich“): zusammensetzbar,
vereinbar (Philos.). Kom|pos|siibi|li|tät ¿¿e; - (aus
gleichbed. mlat. compossibilitas, Gen. compossibilitatis):
Zusammensetzbarkeit, mögliche Vereinbarkeit zweier
Dinge (Philos.)
Komlpost [auch 'kɔm...] der; -[e]s, -e (über fr. compost aus
gleichbed. mlat. compostum zu lat. compositum „Zusam
komprobieren
mengesetztes“; vgl. Kompositum): als Dünger verwende
tes Produkt aus mit Erde vermischten pflanzlichen od. tie
rischen Abfällen, komlposltielren (nach gleichbed. fr.
composter, dies aus mlat. compostare): 1. zu Kompost
verarbeiten. 2. mit Kompost düngen. Komlpoltilelre die;
-, -n (nach gleichbed. fr. compotier zu compote, vgl. Kom
pott (Analogiebildung zu Sauciere u.Ä.)>: (veraltet)
Fruchtschale, Kompottschale. Komlpott das; -[e]s, -e
(aus fr. compote „Eingemachtes“, über das Vulgärlat. zu
lat. compositum; vgl. Kompost): gekochtes Obst, das als
Nachtisch od. zu bestimmten Gerichten gegessen wird
Komlpraldor* der; -s, -en (meist Plur.) (aus port, compra
dor „Käufer"): in kolonialen Ländern einheimischer Ver
treter der Oberschicht, der eng mit ausländischen Koloni
al- od. Besatzungsmächten zusammenarbeitete, urspr.
einheimischer Vertrauensmann ausländischer Firmen in
China
kom|pre|hen|die|ren* (aus gleichbed. lat. comprehende
re): (veraltet) zusammenfassen; begreifen, komlprehenlsilbel (aus lat. comprehensibilis „fasslich, geistig er
fassbar“): (veraltet) begreifbar; Ggs. 1 inkomprehensibel.
Komlprelhenlsilbilliltät die; - (zu t...ität): (veraltet)
Fasslichkeit, Verständlichkeit. Komlpre|ben|si|on íZz<?; (aus gleichbed. lat. comprehensio): Zusammenfassung,
Vereinigung von Mannigfaltigem zu einer Einheit (Phi
los.). komlprelhenlsiv (zu t...iv): (veraltet) zusammen
fassend, begreifend
komlpress* (aus lat. compressus, Part. Perf. von compri
mere, vgl. komprimieren): 1. (veraltet) eng, dicht, zusam
mengedrängt. 2. ohne Durchschuss (Druckw.). Kompres se die; -, -n (aus gleichbed. fr. compresse zu spätlat.
compressare „zusammendrücken “, Intensivbildung von
comprimere, vgl. komprimieren): 1. feuchter Umschlag.
2. zusammengelegtes Mullstück für Druckverbände,
komlpreslsilbel (zu spätlat. compressare „zusammen
drücken“ u. T...ibel>: zusammendrückbar, verdichtbar
(z. B. von Flüssigkeiten, Gasen; Phys.). Kom|pres|si|bililtät die; - (zu T...ität): Zusammendrückbarkeit, Ver
dichtbarkeit (Phys.). Kom|pres|si|on rf/e; -, -en (aus lat.
compressio „das Zusammendrücken“ zu comprimere,
vgl. komprimieren): 1. Zusammenpressung (z.B. von Ga
sen, Dämpfen; Phys.). 2. a) Quetschung eines Körperor
gans od. einer Körperstelle durch mechanische Einwir
kung; b) mechanische Abdrückung eines blutenden Gefä
ßes (Med.). 3. Teil einer Abfahrtsstrecke, bei dem der aus
einem Steilhang kommende Fahrer in ein flaches Teil
stück hineingepresst wird (Skisport). Kom|pres|si|onsdialgramm
-s, -e: grafische Wiedergabe der in den
einzelnen (Zylindern (2) eines Motors gemessenen Kom
pression (1). Kompressionsmodul der; -s, -n: physik. Konstante, die die Volumenelastizität eines Körpers
bei Druckbeanspruchung angibt. Komlpreslsilonslmotor <¿er; -s, -en: Verbrennungsmotor, dessen Zylinder
durch einen Kompressor aufgeladen werden u. daher grö
ßere Leistungen haben, komlpreslsiv (zu t,,,iv): zusam
mendrückend. Komlpreslsor der; -s, ...oren (zu t...or>:
Apparat zum Verdichten von Gasen od. Dämpfen
(Techn.). Kom pres so ri um das: -s, ...ien [,,,iən] (aus
gleichbed. nlat. compressorium; vgl. ...orium): Gerät zur
Kompression (2b) eines blutenden Gefäßes (Med.).
Komlpretlte die; -, -en (zu î...ette): tablettenartige Arz
neiform. komlprilmieijbar (zu Îkomprimieren): zusam
menpressbar. kom|pri|mie|ren (aus lat. comprimere
„zusammendrücken“): a) zusammenpressen; b) verdich
ten. kom|pri|miert (zu t...iert>: in gedrängter Kürze
dargestellt, nur das Wesentliche enthaltend
Komlprolbaltilon* die; - (aus gleichbed. /«i. comprobatio
zu comprobare, vgl. komprobieren): (veraltet) Billigung,
Anerkennung, komlprolbielren (aus gleichbed. lat.
740
Kompromiss
comprobare zu Ikon... u. probare „anerkennen, guthei
ßen; prüfen“}: (veraltet) billigen, anerkennen
Komlproimiss* der, selten das; -es, -e (aus lat. compro
missum zu compromittere „sich gegenseitig Anerkennung
eines Schiedsspruchs versprechen“, dies zu Î kon... u. pro
mittere „hervorgehen lassen, versprechen“}: Überein
kunft durch gegenseitige Zugeständnisse. Komlpromiss ler der; -s, -: (abwertend) jmd., der schnell bereit
ist, Kompromisse zu schließen, anstatt seinen Standpunkt
zu vertreten u. zu versuchen, ihn durchzusetzen, kompromissderisch: (abwertend) allzu schnell zu Kom
promissen bereit, komlprolmissllos: ohne Kompromis
se, nicht zu Kompromissen bereit, komlprolmitltielren
(aus fr. compromettre „bloßstellen, in Verlegenheit brin
gen“, eigtl. „dem Urteil der Öffentlichkeit aussetzen“,
dies aus lat. compromittere, vgl. Kompromiss}: seinem ei
genen od. dem Ansehen eines anderen durch ein entspre
chendes Verhalten empfindlich schaden; jmdn., sich bloß
stellen. Komlprolmitltielrung die; -, -en (zu 1 ...ierung):
das Kompromittieren; Bloßstellung
kompltalbel (aus gleichbed. fr. comptable zu compter
„(be)rechnen, zählen“, dies aus gleichbed. lat. computa
re}: (veraltet) verantwortlich, rechenschaftspflichtig
(Rechtsw.). Komptabilität die: - (aus gleichbed. fr.
comptabilité; vgl. komptabel u. ...ität}: Verantwortlich
keit, Rechenschaftspflicht [in Bezug auf die Verwaltung
öffentlicher Stellen], Kompltantlgelschäft [kö'tä:...]
vgl. Kontantgeschäft
Kom|pul|sa|ti|on die; -, -en (aus mlat. compulsatio „das
Zusammenschlagen“ zu Ikon... u. /a/. pulsare „schlagen,
klopfen“}: svw. Kompulsion. kom|pul|sa|tolrisch (aus
gleichbed. nlat. compulsatorius}: (veraltet) drängend,
mahnend. Komlpullsilgn die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. compulsio, eigtl. „das Zusammenschlagen“}: (veral
tet) Nötigung, Zwang (Rechtsw.). komlpullsiv (zu mlat.
compulsus (Part. Perf. von compellere „zwingen, drän
gen“) u. t,,,iv): (veraltet) nötigend, zwingend (Rechtsw.).
Komlpullsor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. compul
sor}: (veraltet) Eintreiber von Schulden u. Abgaben.
Komlpullsolrilum das; -s, ...ien [-,-iən] (aus gleichbed.
mlat. compulsorium}: (veraltet) Mahnschreiben [eines
übergeordneten Gerichts an ein untergeordnetes zur Be
schleunigung einer Rechtssache]
Kom|punk|ti|on die; - (aus gleichbed. spätlat. compunctio
zu compungi „von Gewissensbissen gequält werden“}:
(veraltet) Zerknirschung, Reue, komlpunkltilös (zu
t...ös}: (veraltet) zerknirscht, von Reue erfüllt
komlpultalbel (aus gleichbed. Zat. computabilis zu com
putare „(zusammen)rechnen“}: (veraltet) berechenbar.
Komlpultaltilon iZZe; -, -en (aus lat. computatio „Berech
nung“}: (veraltet) Überschlag, Berechnung, komlpultieren (aus gleichbed. lat. computare}: (veraltet) zusammen
rechnen, ausrechnen, berechnen. Komlpultist der; -en,
-en (zu T ...ist}: (veraltet) Kalenderberechner. Komlputisltik u. Computistik [k...] die; - (zu t...istik): Wissen
schaft von der Kalenderberechnung
Komlsolmol der; - (aus russ. komsomol, Kurzw. aus Kommunisticeskij .Sojuz Afo/odesi): kommunistische Jugend
organisation in der ehemaligen Sowjetunion. Komlsompllze der; -n, -n (aus russ. komsomolec): Mitglied des
Komsomol. Kom|so|mol|zin die; -, -nen: weibliche
Form zu t Komsomolze
Komltess u. Komlteslse [auch kð'tɛs] die; -, ...essen (aus
fr. comtesse „Gräfin“ zu comte „Graf*, vgl. Comte}: un
verheiratete Tochter eines Grafen
Komltur der; -s, -e (aus altfr. commendeor, mlat. commen
dator zu commenda „Verwaltungsbezirk“, dies zu lat.
commendare „anvertrauen“): 1. Ordensritter als Leiter
einer Komturei. 2. Inhaber eines Komturkreuzes. Kom-
die; -, -en: Verwaltungsbezirk od. Ordenshaus (vgl.
Kommende) eines geistlichen Ritterordens. Komlturkreuz das; -es, -e: Halskreuz eines Verdienstordens
kon..., Kon... (aus gleichbed. lat. con-, älter com-}, vor b,
m u. p angeglichen zu kom..., vor 1 zu kol..., vor r zu kor...,
vor Vokalen u. h ko... : Präfix mit der Bedeutung „zusam
men, mit“, z.B. konfrontieren, komplex, Kollekte, kor
rekt, kohärent
Kolnak der; -s, -e (aus gleichbed. rär/r. konak): Palast,
Amtsgebäude in der Türkei
Kolnaltilon die; -, -en (aus lat. conatio „das Bemühtsein,
Anstrengung“ zu conari „wagen, unternehmen“}: zielge
richtete t Aktivität (1), [Anjtrieb, Streben (Psychol.), konaltiv (zu î...iv>: strebend, antriebhaft (Psychol.)
Konlaultor vgl. Koautor. Kon|au|to|rin vgl. Koautorin
konlaxilal vgl. koaxial
Koncha die; -, Plur. -s u. ...chen (aus lat. concha „Mu
schel“, dies aus gleichbed. gr. kögche}: 1. (in frühchristli
chen u. mittelalterlichen Kirchen) halbkreisförmige T Ap
sis (1). 2. muschelähnlicher Teil eines Organs (Med.).
Konlchalle Ae; -, -n (zu T...ale>: eine ebene Kurve als
geometrischer Ort aller Punkte, für die das Produkt der
Abstände von einem festen Punkt u. einer festen Geraden
konstant bleibt (Math.). Konlche die; -, -n (zu ÎKoncha):
1. svw. Koncha (1). 2. bei der Schokoladenherstellung ver
wendeter muschelförmiger Trog. Konlchen: Plur. von
ÎKonchau. ÎKonche. konlchielren (zu 1 ...ieren): Scho
koladenmasse in der Konche (2) einer Wärmebehandlung
aussetzen. Konlchilfelre die; -, -n (meist Plur.) (zu lat.
concha „Muschel“ u. ferre „tragen“): Weichtier mit ein
heitlicher Schale (Zool.). konlchilform (zu t...form):
muschelförmig (Kunstw.). Konlcholilde die; -, -n (zu gr.
kôgchê „Muschel“ u. T...oide): Muschellinie, Kurve vier
ter Ordnung (Math.). Konlchollolge usw. (zu t...loge>:
svw. Konchyliologe usw. Konlcholskop* das; -s, -e (zu
î...skop>: Spiegelinstrument zur Untersuchung der Na
senmuscheln; Nasenspiegel (Med.). Konlcholtolmie
die; -, ...ien (zu t...tomie): operative Abtragung einer Na
senmuschel (Med.). Konlchyllie [...io] die; -, -n (meist
Plur.) (aus nlat. conchylia zu îKoncha u. gr. hÿlê „Stoff,
Materie“}: Schale der Weichtiere (Zool.). Konlchyllilololge der; -n, -n (zu t...loge): Wissenschaftler, der auf
dem Gebiet der Konchyliologie arbeitet. Kon|chy|li|ololgie die; - (zu T...logie>: Teilgebiet der ÎMalakologie,
auf dem man sich mit der Untersuchung von Weichtier
schalen befasst. konlchy|li|o|lo|gisch (zu t...logisch):
die Konchyliologie betreffend
konldemlnalbel (aus gleichbed. lat. condemnabilis zu
condemnare, vgl. kondemnieren): (veraltet) verdammens
wert. Konldemlnat der; -en, -en (aus gleichbed. lat. con
demnatus, Part. Perf. von condemnare, vgl. kondemnie
ren}: (veraltet) Verurteilter. Kon|dem|na|ti|on die; -,
-en (aus lat. condemnatio „Verurteilung“): 1. (veraltet)
Verurteilung, Verdammung. 2. Erklärung eines Sachver
ständigen, durch die festgestellt wird, dass ein durch
Î Kollision (1), Brand, Strandung o.Ä. beschädigtes Schiff
nicht mehr repariert werden kann, sich eine Reparatur
nicht mehr lohnt (Seerecht). Konldemlnaltor der; -s,
...oren (aus gleichbed. lat. condemnator): (veraltet) Ver
urteilen kon|dem|na|to|risch: (veraltet) verurteilend,
verdammend. kon|dem{nie|ren (aus lat. condemnare
„verurteilen (lassen)“}: 1. (veraltet) jmdn. verdammen,
verurteilen. 2. eine Kondemnation (2) herausgeben (See
recht)
Konldens... (unter Einfluss von engl. condensed aus lat.
condensatus, Part. Perf. von condensare, vgl. kondensie
ren): Wortbildungselement mit der Bedeutung „durch
Kondensation (1) entstanden od. hervorgerufen“, z.B.
Kondensmilch, Kondensstreifen. Kon|den|sanz die: -,
tulrei
741
kondizieren
-en (zu t...anz): der kapazitive Widerstand (Elektrot.). Kon|dilgni|tät‘ iZ/e; - (aus gleichbed. nlat. condignitas,
Kon denlsat das; -[e]s, -e (aus lat. condensatum, Part.
Gen. condignitatis zu Ikon... u. I Dignität): (veraltet)
Perf. (Neutr.) von condensare, vgl. kondensieren): bei der
Gleichwürdigkeit, Angemessenheit
Kondensation (1) entstandene Flüssigkeit (Phys.). Kon- Kon|dik|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. condictio
denjsa ti on die; -, -en (aus spätlat. condensatio „Ver
zu lat. condicere „festsetzen, bestimmen“): (veraltet) Kla
dichtung“): 1. Verdichtung von Gas od. Dampf zu Flüs
ge auf Rückgabe einer nicht rechtmäßig erworbenen Sa
sigkeit durch Druck od. Abkühlung (Phys.). 2. chem. Re
che (Rechtsw.)
aktion, bei der sich zwei Moleküle unter Austritt eines konldiltern (zu IKonditor): 1. (landsch.) [häufig] Kondi
chem. einfachen Stoffes (z. B. Wasser) zu einem größeren
toreien (1) besuchen. 2. (ugs.) Feinbackwaren herstellen
Molekül vereinigen (Chem.). Konldenlsaltilonslkern Kon|di|ti|on die; -, -en (aus lat. condicio (spätlat. conditio)
der; -[e]s, -e: feinstes Teilchen, Ausgangspunkt für die
„Beschaffenheit, Zustand; Bedingung“ zu condicere „ver
Kondensation (1) von Wasserdampf in der Atmosphäre
abreden, Übereinkommen“): 1. (meist Plur.) Geschäfts
(Meteor.). Kon|denlsalti|pns|ma|schi|ne 7í'e; -, -n:
bedingung (Lieferungs- u. Zahlungsbedingung); vgl. à
historische Bauart der Dampfmaschine, bei der sich der
condition. 2. (ohne Plur.) a) körperlich-seelische Gesamt
Dampf nach verrichteter Arbeit in einem Kondensator
verfassung eines Menschen; b) körperliche Leistungsfä
niederschlägt. Kon|den|sa|ti|ons|ni|veau [...vo:J das;
higkeit; Ausdauer (bes. eines Sportlers). 3. (veraltet) Stel
-s: Höhenschicht, bei der die Kondensation (1) von Was
lung, Dienst [eines Angestellten], kon|di|tilo|nal (aus
serdampf einsetzt (Meteor.). Konlden|saltilons|po|lygleichbed. spätlat. conditionalis): eine Bedingung ange
mer das; -s, -e (meist Plur.): durch tPolykondensation
bend; bedingend (z. B. von Konjunktionen: falls er kommt
entstandenes tPolymer (Chem.). Kon|den|sa|ti|ons...; Sprachw.); vgl. ...al/...eil. KonldiltilolnaltZer, -s, -e u.
punktder; -[e]s : Temperatur, bei der sich Dampf verflüs
Konldiltilolnallis der; -, ...les [,..le:s] (aus gleichbed.
sigt (Taupunkt). Kon|den|sa!ti|onslturlbi|ne die; -, -n:
spätlat. (modus) conditionalis): Modus der Bedingung
für die Stromerzeugung eingesetzte Dampfturbine, in die
(z.B. ich würde kommen, wenn ...; Sprachw.). Konldiltider Dampf mit fast gleichbleibendem Druck eintritt u. aus
olnallislmus u. Konditionismus der; - (zu Tkonditional
der er in den Oberflächenkondensator austritt, konldenbzw. TKondition u. T...ismus (1)>: philos. Richtung, die
saltiv (zu î...iv): (veraltet) verdichtend, verflüssigend.
den Begriff der Ursache durch den der Bedingung ersetzt
Kon|den|sa|tor der; -s, ...oren (zu lat. condensatus,
(Philos.). Kon|di|ti|olnallsatz der; -es, ...sätze: Um
Part. Perf. von condensare (vgl. kondensieren), u. î...or>:
standssatz der Bedingung (z.B. wenn das wahr ist, dann
1. Gerät zur Speicherung elektr. Ladungen (Elektrot.). 2.
...; Sprachw.). konldi|ti|o|nell (nach gleichbed. fr. condi
Anlage zur Kondensation (1) von Dämpfen; Verflüssiger.
tionnel; vgl. ...eil): die Kondition (2b) betreffend; vgl.
Kon|den|saltorlkam|mer</ie; -, -n: kleine Ionisations
...al/...eil. Kon|di|tilolnen|kar|tell das; -s, -e (zu ÎKon
kammer zur Dosismessung ionisierender Strahlung. Kondition): Î Kartell, bei dem sich die Abmachungen
zwischen den teilnehmenden Unternehmern auf die Ver
den|sa|tor|mi|kro|fon*</ai,' -s, -e: Mikrofon von hoher
Qualität mit zwei Membranen, die als Kondensator wir
pflichtung zur Einhaltung gleicher Liefer- u. Zahlungsbe
ken. Kon|den|sa|tor|mo|tor der; -s, -en: kleiner asyn
dingungen beziehen (Wirtsch.). Kon di tilo nen po lichroner Einphasenwechselstrommotor, dessen Drehfeld
tik die; -: im Rahmen der betrieblichen Produkt- u. Preis
mit Hilfswicklung u. Kondensator erzeugt wird. Konpolitik alle Maßnahmen zur Festlegung von Lieferbe
denlsaltoripalpierrfas; -s, -e: pergaminähnliches (ÎPer
dingungen, Zahlungsbedingungen usw. zum Zwecke der
gamin) dünnes Seidenpapier hoher Reinheit, das zur Iso
Produkt-u. Preisdifferenzierung (Wirtsch.). konldiltilolierung bei Kondensatoren (1) verwendet wird, konldennielren (aus gleichbed. fr. conditionner; Bed. 5 nach
sielren (aus lat. condensare „verdichten, zusammenpres
gleichbed. engl. to condition): 1. (veraltet) in Stellung
sein, in Diensten stehen. 2. gereinigtes Getreide für die
sen“ zu Ikon... u. densus „dicht“): 1. a) Gase od. Dämpfe
Vermahlung vorbereiten. 3. den Feuchtigkeitsgrad von
durch Druck od. Abkühlung verflüssigen; b) aus dem gasTextilrohstoffen ermitteln. 4. Ausgangsrohstoffen vor der
od. dampfförmigen in einen flüssigen Zustand übergehen,
Verarbeitung bestimmte Eigenschaften verleihen. 5. be
sich verflüssigen. 2. eine Flüssigkeit durch Verdampfen
stimmte Reaktionen hervorrufen (von Reizen; Psychol.);
eindicken. kon(denlsiert (zu t...iert): durch Kondensa
tion entstanden; kondensierte Milch: svw. Kondensmilch;
vgl. Konditionierung (1). kon|di|tilo|niert (zu t...iert):
1. bedingt; beschaffen (von Waren). 2. bestimmte Reak
kondensierte Ringe: chem. Verbindungen, bei denen zwei
tionen bedingend (von Reizen; Psychol.). Konldiltilood. mehrere Ringe gemeinsame Atome haben (Chem.);
nielrung die; -, -en (zu î...ierung): 1. das Ausbilden be
kondensierte Systeme: organische Stoffe, deren Moleküle
dingter Reaktionen bei Mensch od. Tier, wobei eine Reak
mehrere Benzolringe enthalten, von denen je zwei zwei
tion auch dann eintritt, wenn anstelle des ursprünglichen
nebeneinanderliegende Kohlenstoffatome gemeinsam ha
Auslösereizes ein zunächst neutraler Reiz tritt (Psychol.);
ben (Chem.). Konldenslmilch die; - (zu TKondens...):
vgl. Gegenkonditionierung. 2. Behandlung des Getreides
eingedickte, in Dosen abgefüllte [sterilisierte] Milch.
vor dem Mahlen mit Feuchtigkeit u. Wärme. 3. Ermitt
Konldenlsorífer; -s, ...oren (zu lat. condensus „dicht ge
lung des Feuchtigkeitsgrades von Textilrohstoffen. Kondrängt“ u. Î...OD: ein System von Linsen in optischen Ap
di|ti|o|nis|mus der; - (zu t...ismus (1)): svw. Konditioparaten, mit dem ein Objekt möglichst hell ausgeleuchtet
nalismus. Konldilti ons trai ning [...tre:...] das; -s: auf
werden kann. Konldenslstreilfen der; -s, - (zu îKondie Verbesserung der Kondition (2 b) ausgerichtetes Trai
dens...): schmaler, weißer, wolkenähnlicher Streifen am
ning
Himmel, der sich durch Kondensation (1) von Wasser
dampf in den Abgasen eines Flugzeugs bilden kann. Kon- Konldiltor der; -s, ...oren (aus lat. conditor „Hersteller
würziger Speisen“ zu condire „lecker zubereiten“): Fein
densîwaslser ¿fas. -s: Wasser, das sich u.a. an Wänden
bäcker. Konldiltolrei die; -, -en: 1. Betrieb, der Fein
niederschlägt, deren Temperatur unterhalb des Taupunkts
backwaren herstellt u. verkauft u. zu dem meist ein kleines
liegt
Café gehört. 2. (ohne Plur.) Feinbackwaren, Feingebäck.
Kon|des|zen|denz*iÄe; -, -en (aus mlat. condescendentia
Kon|di|to|rin [auch ...’dito...] die; -, -nen: weibliche
„Herablassung“ zu lat. condescendere „sich herablas
Form zu t Konditor
sen“): a) Herablassung, Nachgiebigkeit; b) (im theologi
schen Sprachgebrauch) gnädige Herablassung Gottes zu konldilzielren (aus lat. condicere „gemeinschaftlich ver
abreden; festsetzen, bestimmen“): (eine nicht rechtmäßig
den Menschen in der Gestalt Jesu Christi
Kondo
erworbene Sache) zurückfordern (Rechtsw.); vgl. Kon
diktion
Kon do das; -s, -s <aus jap. kon-dö „goldene Halle“):
Buddhahalle als zentrales Gebäude japanischer buddhisti
scher Tempel, in dem Kultbilder od. -statuen stehen, die
umschritten werden können
Konidollenz die; -, -en (aus gleichbed. älter fr. condolence
zu se condoloir „seinen Schmerz ausdrücken“, dies aus
lat. condolere, vgl. kondolieren): (selten) a) (ohne Plur.)
Beileid; b) Beileidsbezeigung konldollielren (aus lat.
condolere „Mitgefühl haben“): sein Beileid aussprechen
Konldom das od. der; -s, Plur. -e, selten -s (aus gleichbed.
engl. condom, Herkunft ungeklärt; vieil, nach einem engl.
Arzt als angeblichem Erfinder im 17./18. Jh.): Hülle aus
dünnem, vulkanisiertem Gummi, die als Mittel zur Emp
fängnisverhütung u. zum Schutz vor Aids bzw. Ge
schlechtskrankheiten vor dem Geschlechtsverkehr über
den Penis gezogen wird. Konldolmat der; -en, -en
(Kurzw. aus Î Kondom u. Î Automat) : Automat ( 1 a) für
Kondome
Kon|dolmi|nat das od. der; -[e]s, -e (zu tkon... u. lat. do
minatus „Herrschaft“): svw. Kondominium. Konldolminilum das; -s, ...ien [,,,iən] (zu lat. dominium „Herr
schaft, Eigentum, Besitz“): 1. a) Herrschaft mehrerer
Staaten über dasselbe Gebiet; b) Gebiet, das unter der
Herrschaft mehrerer Staaten steht. 2. größeres Haus mit
Eigentumswohnungen [in Südtirol]
Kon|do|na|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. condonatio
zu condonare, vgl. kondonieren): (veraltet) Schenkung,
Erlassung, Verzeihung. Konldolnaltor der; -s, ...oren (zu
tkon... u. tDonator): (veraltet) a) jmd., der etwas
schenkt; b) jmd., der etwas erlässt. kon|do|nie|ren (aus
gleichbed. Zöt. condonare zu tkon... u. donare „(beschen
ken; begnadigen“): (veraltet) schenken, überlassen, ver
zeihen
Konldor der; -s, -e (aus span, condor, dies aus Quechua (ei
ner südamerik. Indianersprache) cuntur): sehr großer in
Südamerika heimischer Geier (bes. in den Anden vor
kommend)
Kon|dot|ti|e|re der; -s, ...ri (aus gleichbed. it. condottiere
zu condotta „das Führen, Führung“, dies zu lat. conducere „lenken, führen“): Söldnerführer im 14. u 15. Jh. in Ita
lien. Konlduilte [auch kðdji:t(ə)] rfze; - (aus gleichbed. fr.
conduite zu conduire „führen“, dies aus lat. conducere;
vgl. Kondukt): (veraltet) Führung, Betragen. Konldukt
der; -[e]s, -e (aus mlat. conductus „Schutz, Geleit“, eigtl.
Part. Perf. von lat. conducere „geleiten“, eigtl. „zusam
menführen“): [feierliches] Geleit, Gefolge [bei Begräbnis
sen], Konldukltanz die; - (zu t,,,anz): Wirkleitwert
(Elektrot.). Kon duk ten die (Plur.) (aus lat. conducti,
Part. Perf. (Plur.) zu conducere „zusammenführen“):
Windführungen bei der Orgel von der Windlade zu den
großen, nicht unmittelbar auf der Windlade stehenden
Pfeifen (Mus.). Konlduklteur [,,,'to:u] der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. conducteur zu conduire „lenken, führen“,
dies aus lat. conducere): (Schweiz., sonst veraltet) [Stra
ßen-, Eisenbahn]schaffner. kon duk ti bel (aus fr. con
ductible „leitfähig“): (veraltet) leitbar. Kon|duk|ti|bi|lität <ZZe; - (aus fr. conductibilité „Leitungsfähigkeit“; vgl.
...ität): (veraltet) Leitfähigkeit. Konldukltilon die; -, -en
(zu tkon... u. lat. ductio „Leitung“): Wärmeleitung durch
das Körpergewebe (Med.). Kon|duk|ti|vi|tät [...v...] die;
-, -en (aus gleichbed. fr. conductivité; vgl. ...ität): Leitfä
higkeit (Elektrot.). Konldukltolmeltrie* die; - (nach
gleichbed. engl. conductometry zu to conduct „(elek
trisch) leiten“ u. t,,,metrie): Verfahren zur Bestimmung
der Zusammensetzung ehern. Verbindungen durch Mes
sung der sich ändernden Leitfähigkeit (Chem.). konduktometrisch* (zu T...metrisch): die Konduktome
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trie betreffend, auf ihr beruhend. Konldukltor der; -s,
...oren (aus lat. conductor, eigtl. „Zusammenführer“): 1.
Hauptleiter der Elektrisiermaschine. 2. selbst gesund blei
bender Überträger einer Erbkrankheit (z.B. Frauen bei
der Übertragung der Bluterkrankheit, an der Männer er
kranken; Med.). Konldukltus vgl. Conductus
Kon|du|ran|go die; -, -s (über span, condurango aus einer
südamerik. Indianersprache): südamerik. Strauch, dessen
Rinde ein bitteres Magenmittel liefert
Konldyllom das; -s, -e (zu gr. köndylos „Verhärtung, Ge
schwulst“ u. t...om>: nässende tPapel in der Genitalge
gend (Med.)
Kolnen: Plur. von ÎKonus
Konlfa bu laiti on die; -, -en (aus spätlat. confabulatio
„Gespräch, Unterredung“ zu lat. confabulari, vgl. konfabulieren): auf Erinnerungstäuschung beruhender Bericht
über vermeintlich erlebte Vorgänge (Psychol.), konlfabullie ren (aus lat. confabulari „reden, plaudern“): er
fundene Erlebnisse als selbst erlebt darstellen
Konlfar|re|a|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. confarrea
tio, eigtl. „der gemeinsame Genuss des Speltbrotes“, zu
confarreare „ehelich verbinden, verheiraten“): feierlichs
te altröm. Form der patrizischen Eheschließung
Kon|fe|de|rat|ka die; -, ...ki (aus gleichbed. poln. konfederatka, eigtl. „Bundesmütze“; vgl. Konföderation (2)): ver
brämte Mütze der poln. Männertracht mit hohem Kopf,
viereckigem Deckel, Quaste u. oft noch Federstutz
Konlfekt das; -[e]s, -e (aus mlat. confectum „Zubereitetes“
zu lat. conficere „fertig machen“): 1. feine Zuckerwaren,
Pralinen. 2. (südd., Schweiz., österr.) Teegebäck. Konfek ti on die; -, -en (über gleichbed. fr. confection aus lat.
confectio „Anfertigung“; vgl. Konfekt): 1. fabrikmäßige
Serienherstellung von Kleidungsstücken. 2. in Konfektion
(1) hergestellte Kleidung. 3. Bekleidungsindustrie. Konfek tilo när der; -s, -e (zu Î ...är): 1. jmd., der Konfektion
(2) entwirft, herstellt. 2. (veraltend) [leitender] Angestell
ter in der Konfektion (3). Konlfek tiloineu se [,,,'no:zə]
d/e; -, -n (nach fr. confectionneuse „Schneiderin“): (veral
tend) [leitende] Angestellte in der Konfektion (3). konfektionieren (aus gleichbed. fr. confectionner): seri
en-, fabrikmäßig herstellen. Kon|fek|ti|olnie|rung die;
-, -en (zu t,,,ierung): 1. das Konfektionieren. 2. konfektio
nierte Ware
Konlfelrenz die; -, -en (aus mlat. conferentia „Bespre
chung“; vgl. konferieren): 1. Sitzung; Besprechung; Ta
gung. 2. beratschlagende Versammlung. 3. kartellartiger
Zusammenschluss von Reedereien im Überseegeschäft.
Konlfelrenzlschalltung die; -, -en: drahtlose od. telefo
nische Zusammenschaltung verschiedener Teilnehmer (an
verschiedenen Orten), bei der jeder mit allen in Kontakt
treten kann. kon|fe|rie|ren (über gleichbed. fr. conférer
aus lat. conferre „Zusammentragen, sich besprechen“): 1.
mit jmdm. verhandeln, über etwas [in größerem Kreis] be
raten. 2. bei einer Veranstaltung als t Conférencier arbei
ten. 3. die Richtigkeit des Warenausgangs prüfen (im
Buchhandel). Konlfelrielrer der; -s, -: Prüfer im buch
händlerischen Versand
kon|fer|ru|mi|nie|ren (aus gleichbed. lat. conferrumina
re zu tkon... u. ferruminare „verbinden; löten, schwei
ßen“, dies zu ferrumen „Bindemittel; Kitt, Leim, Kle
ber“): (veraltet) zusammenlöten
Konlfeslsilon die; -, -en (aus lat. confessio „Eingeständ
nis, Bekenntnis“ zu confiteri „bekennen“): 1. [christliche]
Glaubensgemeinschaft, Gesamtheit der Menschen, die zu
der gleichen Glaubensgemeinschaft gehören. 2. literari
sche Zusammenfassung von Glaubenssätzen; vgl. Confes
sio (lb). 3. a) christliches [Glaubensjbekenntnis; b) Ge
ständnis, [Sündenjbekenntnis. konfessicnal (zu
T '...al (1)): svw. konfessionell; vgl. ...al/...eil. Konlfeslsi-
743
olnalle das; -s, ...lien [,,dən] (aus gleichbed. kirchenlat.
confessionale; vgl. ...ale): (veraltet) 1. Ablass-, Beicht
brief. 2. Beichtstuhl. kon|fes|si|o|nallilsie|ren <zu nlat.
confessionalis „eine Konfession betreffend“ u. (...isieren): die Besonderheiten einer Konfession (1) in allen Be
reichen des Lebens, der Kirche, der Theologie durchset
zen. Konlfeslsilolnallislmus der; - <zu Î ...ismus (5)>: 1.
[übermäßige] Betonung der eigenen Konfession. 2. theo
logische Richtung, die die konfessionellen Unterschiede
betont u. die Aufspaltung der Christenheit in verschiede
ne Konfessionen bejaht. kon|fes|si|o|na|lis|tisch (zu
(...istisch): den Konfessionalismus betreffend; eng kirch
lich denkend. Kon|fes|si|o|na|li|tät die; - (zu (...ität):
Zugehörigkeit zu einer bestimmten Glaubensgemein
schaft. kon|fes|si|o|nell (nach gleichbed. fr. confession
nel; vgl. ...eil): zu einer Konfession gehörend; vgl. ...al/
...eil. Konlfeslsilolnistifer; -en, -en (zu 1 ...ist): (veraltet)
Glaubensgenosse, -bruder, jmd., der der gleichen Konfes
sion angehört. Kon|fes|si|onslschu|le die; -, -n: Be
kenntnisschule, in der der Unterricht im Geiste einer be
stimmten Konfession, bes. der katholischen, gestaltet
wird; Ggs. tSimultanschule
Konlfetlti
-[s] (aus it. confetti (Plur.) „Zuckerzeug,
Bonbons“ (weil die beim Karneval üblichen bunten Pa
pierschnitzel urspr. Bonbons waren, die unter die Menge
geworfen wurden); vgl. Konfekt): 1. bunte Papierblätt
chen, die bes. bei Faschingsveranstaltungen geworfen
werden. 2. (österr. veraltet) Zuckergebäck, Süßigkeiten.
Kon|fet|ti|palra|de die; -, -n: (bes. in Amerika) Umzug,
bei dem eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens gefei
ert wird u. bei dem große Mengen von Konfetti geworfen
werden
Kon|fi|dent der; -en, -en (zu fr. confident „vertraut; Ver
trauter“ aus gleichbed. it. confidente, dies aus lat. confi
dens, Gen. confidentis, Part. Präs, von confidere „ver
trauen“): 1. a) (veraltet) Vertrauter, Freund; b) jmd., der
mit bestimmten Gegebenheiten vertraut ist. 2. (österr.)
[Polizeijspitzel. Kon|fi|den|te die; -n, -n: weibliche
Form zu tKonfident. kon|fi|den|ti|ell vgl. konfidenziell. Konlfildenz die; -, -en (aus gleichbed. fr. confi
dence, dies aus lat. confidentia); (veraltet) 1. Vertrauen. 2.
vertrauliche Mitteilung. kon|fi|den|zilell, auch konfidentiell (aus gleichbed. fr. confidentiel): (veraltet) ver
traulich (von Briefen, Mitteilungen). Kon|fi|denz|interlvall [...val] das; -s, -e: Vertrauensintervall, Intervall
(4), das einen zu schätzenden Parameter mit vorgegebe
ner Wahrscheinlichkeit überdeckt (math. Statistik), konfi die ren (aus gleichbed. lat. confidere): (veraltet) ver
trauen
konlfilgielren (aus gleichbed. lat. configere zu Ikon... u.
lat. figere „anheften“): (veraltet) zusammenheften, -fügen
Konlfilgulraltilon die; -, -en (aus spätlat. configuratio
„Anordnung, Gestaltung“ zu configurare, vgl. konfigurie
ren): 1. (veraltet) Gestaltung, Gestalt. 2. a) äußere Form,
Gestalt od. Aufbau eines Organs od. Körperteils; b) Ver
formung (z. B. des kindlichen Schädels bei der Geburt;
Med.). 3. svw. Aspekt (2). 4. die dreidimensionale, räum
liche Anordnung der Atome um ein Zentralatom (Chem.).
5. Anordnung u. wechselseitige Beziehung verschiedener
Einzelerlebnisse in einem zusammenhängenden Sachver
halt (Psychol.). 6. bestimmte Stellung der T Planeten (As
tron., Astrol.). 7. a) geordnete Menge bes. von semanti
schen Merkmalen (z.B.: „Möbel, sitzen“ für „Stuhl“); b)
Gruppe syntaktisch verbundener Wörter (Sprachw.). 8.
Bez. für eine konkrete Zusammenstellung einer Rechen
anlage aus Zentraleinheit[en], Ein- u. Ausgabegeräten u.
Speichergeräten sowie deren Vernetzungsstruktur (EDV).
Kon|fi|gulra|tor der; -s, ...oren (zu (konfigurieren u.
t...ator>: (im (Usenet) Website eines Herstellers mit dem
Konfix
Ausstattungsprogramm seines Produkts (z.B. Fahrzeug,
PC, Mobiltelefon), wonach der Besteller die Ausstat
tungsdetails nach eigenem Wunsch zusammenstellen
kann (EDV). kon|fi|gu|rie|rer» (,sms, spätlat. configurare
„gleichförmig bilden“): 1. (veraltet) gestalten. 2. verfor
men (bes. vom kindlichen Schädel bei der Geburt; Med.).
з. einen Rechner für die konkrete Problemstellung u. -lösung einrichten (EDV)
Konlfikltilgn 4ie,- -, -en (aus gleichbed. lat. confictio zu
confingere, vgl. konfingieren): (veraltet) Erdichtung
Kon|fi|nalti|on die; -, -en (zu lat. confinis „angrenzend,
benachbart“ u. (...ation): (veraltet) 1. Einteilung in be
stimmte Bezirke. 2. Hausarrest; gerichtliche Aufent
halts- bzw. Wohnbeschränkung auf einen bestimmten
Bezirk
kon|fin|gie|ren (aus gleichbed. lat. confingere zu Ikon...
и. lat. fingere „ersinnen, erdichten“): (veraltet) zusam
mendichten, ersinnen
konlfilnielren (zu lat. confinis „angrenzend, benachbart“
u. (..deren): (veraltet) 1. in bestimmte Bezirke einteilen. 2.
den Aufenthalt einer Person durch gerichtliche Anord
nung auf einen bestimmten Ort beschränken. Konlfilnität die; - (zu (...ität): (veraltet) Grenznachbarschaft.
Konlfilnilum das; -s, ..den [...jan] (aus lat. confinium
„Grenzgebiet, Grenze“): (veraltet) 1. Grenze; Grenzland.
2. die österr. Grenzgebiete in Südtirol (bis 1918)
Kon fir mand der; -en, -en (aus lat. confirmandus „der zu
Bestärkende“, Gerundivum von confirmare, vgl. konfir
mieren): jmd., der konfirmiert wird. Kon|fir|ma|ti|on
die: -, -en (aus kirchenlat. confirmatio „Bestätigung des
Taufversprechens“, dies aus lat. confirmatio „Bestär
kung, Ermutigung“): feierliche Aufnahme junger ev.
Christen in die Gemeinde der Erwachsenen; Einsegnung.
kon|fir|ma|tiv (zu t ...iv>: (veraltet) bekräftigend, befes
tigend. kon|fir|mie|ren (aus lat. confirmare „befestigen,
stärken“): einen ev. Jugendlichen nach vorbereitendem
Unterricht feierlich in die Gemeinde der Erwachsenen
aufnehmen; einsegnen. Kon|fir|mi|tät die; - (zu T ...ität):
(veraltet) Festigkeit
Konlfil selrie [auch kö...] die; -, ..den (aus gleichbed. fr.
Confiserie zu confire „zubereiten“, dies aus lat. conficere,
vgl. Konfekt): (Schweiz.) a) Betrieb, der Süßwaren, Prali
nen o.Ä. herstellt u. verkauft; b) Pralinen, feines Back
werk. Konlfilseur [,,,'zn:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr.
confiseur): (Schweiz.) jmd., der berufsmäßig Süßwaren,
Pralinen o.Ä. herstellt
kon|fis|ka|bel (zu (konfiszieren u. (...abel): (veraltet) der
Konfiskation unterworfen, einziehbar. Konlfislkat das;
-[e]s, -e (meist Plur.) (aus lat. confiscatum, eigtl. „das Ein
gezogene“, Part. Perf. (Neutr.) von confiscare, vgl. kon
fiszieren): 1. nicht zum Verzehr geeigneter Teil von
Schlachttieren. 2. Geschlechtsteil eines ungeborenen Tie
res (Tiermed.). Konlfis kaltilon die; -, -en (aus gleich
bed. lat. confiscatio zu confiscare, vgl. konfiszieren): ent
schädigungslose staatliche Enteignung einer Person od.
Gruppe. kon|fis|ka|to|risch (zu (...orisch): eine Kon
fiskation betreffend, auf ihr beruhend, in der Art einer
Konfiskation. kon|fis|zie|ren (aus lat. confiscare „in
der Kasse aufbewahren, beschlagnahmen“): etwas [von
Staats wegen, gerichtlich] einziehen, beschlagnahmen
Konlfiltent der; -en, -en (zu lat. confiteri „eingestehen, be
kennen“ u. (...ent): (veraltet) Beichtender, Beichtkind
Kon|fi|tü|re ¿Zie; -, -n (aus fr. confiture „Eingemachtes“ zu
confire, vgl. Konfiserie): aus nur einer Obstsorte herge
stellte Marmelade [mit ganzen Früchten od. Fruchtstü
cken]; vgl. Jam
Konlfix das; -es, -e aus lat. confixum, substantiviertes Part.
Perf. (Neutrum) von configere, vgl. konfigieren): aus ei
ner Verkürzung od. Kurzform entstandenes, nicht selbst
Konflagration
ständiges Wortbildungselement (z.B. biologischer]
Rhythmus = Biorhythmus; Sprachw.)
Konflagratilon* die; -, -en <aus lat. conflagratio „das
Auflodern, Brand“ zu conflagrare, vgl. konflagrieren):
(veraltet) Feuersbrunst, Brand. kon|fla|grie|ren <aus
gleichbed. lat. conflagrare zu tkon... u. lat. flagrare
„brennen, lodern“): (veraltet) in Flammen aufgehen
Kon|flalti|on* 4/e; -, -en (aus gleichbed. lat. conflatio,
eigtl. „das Verfertigen durch Gießen; das Gegossene, der
Guss“, zu conflare „einschmelzen“, dies zu tkon... u. lat.
flare „schmelzen, gießen“): (veraltet) das Schmelzen von
Metallen
konlflilgielren* (aus lat. confligere „zusammenschlagen,
-stoßen; in Kampf geraten“): mit etwas in Konflikt gera
ten. Konlflikt der; -[e]s, -e (aus lat. conflictus „Zusam
menstoß“, eigtl. Part. Perf. von confligere, vgl. konfligieren): 1. a) [bewaffnete, militärische] Auseinandersetzung
zwischen Staaten; b) Streit, Zerwürfnis. 2. Widerstreit der
Motive, Zwiespalt, konlflikltär (zu t...är): einen Kon
flikt enthaltend, voller Konflikte, konlflikltiv (zu Î ...iv):
einen Konflikt in sich bergend, Konflikte erzeugend.
Kon|fliktlkom|mis|si|on die; -, -en: Kommission in Be
trieben u. staatlichen Verwaltungen der ehemaligen DDR,
die über bestimmte Streitfälle eigenverantwortlich ent
scheiden konnte. Konlfliktlrelakltilon rZ/e; -, -en:
krankhafte Erlebnisreaktion auf eine akute od. chronische
Belastungssituation auf der Grundlage einer neurotischen
Fehlhaltung od. anderer psychopathologischer Störungen
(Med., Psychol.)
kon|flu|ent* (aus gleichbed. lat. confluens, Gen. conflu
entis, Part. Präs, von confluere, vgl. konfluieren): zusam
menfließend, sich vereinigend (z.B. von Gefäßen; Med.).
Konlflulenz iZze; -, -en (aus lat. confluentia „das Zusam
menfließen“): Zusammenfluss zweier Gletscher (Geol.);
Ggs. Î Diffluenz. konfluieiren (aus gleichbed. lat. con
fluere): zusammenfließen, sich vereinigen (z. B. von Blut
gefäßen; Med.). Konlflux der; -es, -e (aus nlat. confluxus
„Zusammenfluss“): svw. Konfluenz
Kon|fö|de|ra|ti|on die; -, -en (aus Zaz. confoederatio
„Bündnis“ zu confoederare, vgl. konföderieren): 1. Zu
sammenschluss von Staaten, bei dem diese gleichberech
tigt nebeneinander bestehen bleiben; Staatenbund. 2. im
alten Polen [gegen den König gerichteter] Zusammen
schluss des Adels zur Erreichung bestimmter Ziele, konföldelrielren, sich (aus lat. confoederare „durch ein
Bündnis vereinigen, verbünden“ zu tkon... u. foedus
„Bündnis“): sich verbünden; Konföderierte Staaten von
Amerika: die 1861 von den USA abgefallenen u. dann wie
der zur Rückkehr gezwungenen Südstaaten der USA.
Kon|fö|de|rier|te der u. die; -n, -n (vgl. ...iert): 1. Ver
bündete^]. 2. Anhängerfin] der Südstaaten im Sezessions
krieg
konlfolkal (zu tkon..., îFokus u. Î ’...al (1)>: mit gleichen
Brennpunkten (Phys.)
konlform (aus lat. conformis „gleichförmig, ähnlich“): 1.
einig, übereinstimmend (in den Ansichten); mit etwas
konform gehen: mit etwas völlig übereinstimmen. 2. win
kel-, maßstabgetreu (von Abbildungen; Math.). Konlforma ti on die; -, -en (aus lat. conformatio „entsprechende
Form, Gestalt“ zu conformare, vgl. konformieren): eine
der verschiedenen räumlichen Anordnungsmöglichkeiten
der t Atome eines t Moleküls, die sich durch Drehung um
eine einfache Achse ergeben (Chem.). kon|for|mie|ren
(aus lat. conformare „entsprechend formen, gestalten“):
(veraltet) anpassen, einfügen, übereinstimmend machen.
Konlforlmislmus der; - (aus gleichbed. engl. confor
mism zu conformist (vgl. Konformist); vgl. ...ismus (1)>:
Haltung, die durch Angleichung der eigenen Einstellung
an die herrschende Meinung gekennzeichnet ist; Ggs.
744
(Nonkonformismus. KonIfoijmist der; -en, -en (aus
gleichbed. engl. conformist zu to conform „übereinstim
men, sich anpassen“, dies aus lat. conformare, vgl. kon
formieren): 1. jmd., der seine eigene Einstellung der herr
schenden Meinung angleicht; Ggs. (Nonkonformist (1).
2. Anhänger der anglikanischen Staatskirche; Ggs. (Non
konformist (2). kon|for|mis|tisch (zü t ...istisch): 1. den
Konformismus betreffend, ihm entsprechend; Ggs. Înon
konformistisch (1). 2. im Sinne der anglikanischen Staats
kirche denkend od. handelnd; Ggs. Înonkonformistisch
(2). Kon|for|mi|tät die; - (über gleichbed. fr. conformité
aus mlat. conformitas, Gen. conformitatis „Gleichartig
keit“ zu spätlat. conformis (vgl. konform); vgl. ...ität): 1.
a) Übereinstimmung mit der Einstellung anderer, Anpas
sung; Ggs. (Nonkonformität; b) das Gleich-gerichtetSein des Verhaltens einer Person mit dem einer Gruppe
als Ergebnis der (Sozialisation (Soziol.). 2. Winkel- u.
Maßstabtreue einer Abbildung (Math.)
Kon|fort [ko'fɔ:r] der; -s (aus gleichbed. (alt)fr. confort,
eigtl. „Behaglichkeit, Bequemlichkeit“ (vgl. Komfort), zu
spätlat. confortare „(kräftig) stärken“, dies zu lat. fortis
„stark, kräftig“): (veraltet) Hilfe, Trost. Konlforltaltilon
[kɔn...] die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. confortatio);
(veraltet) Stärkung, konlforltaltiv (zu (...iv): (veraltet)
stärkend, konlforltielren (aus gleichbed. fr. conforter,
dies aus spätlat. confortare): (veraltet) [be]stärken, trös
ten
Konlfralter* der; -s, ...fratres [,..tre:s] (aus mlat. confrater
„Mitbruder“ zu tkon... u. (Frater): Amtsbruder inner
halb derkath. Geistlichkeit. Konlfralterlniltät die; -, -en
(aus gleichbed. mlat. confraternitas, Gen. confraternitatis): 1. (veraltet) Bruderschaft innerhalb der kath. Geist
lichkeit. 2. Erbverbrüderung; durch Erbvertrag zugesi
chertes, wechselseitiges Erbrecht zweier od. mehrerer re
gierender Häuser für den Fall ihres Aussterbens
(Rechtsw.)
Konlfronltaltilon* zZze; -, -en (aus mlat. confrontatio „Ge
genüberstellung“ zu confrontare, vgl. konfrontieren): 1.
Gegenüberstellung von einander widersprechenden Mei
nungen, Sachverhalten od. Personengruppen. 2. [politi
sche] Auseinandersetzung. 3. (synchronischer Vergleich
von zwei Sprachzuständen, um sowohl die Unterschiede
als auch die Gemeinsamkeiten von zwei untersuchten
Sprachen im Hinblick auf den Fremdsprachenunterricht
festzustellen (Sprachw.). Kon|fronlta|ti|ons|kurs der;
-es: Verhaltensweise, Vorgehen o.Ä., bei dem man eine
Konfrontation (2), einen Konflikt in Kauf nimmt, konfron|ta|tiv (zu t...iv): 1. svw. komparativ (2a). 2. svw.
kontrastiv, konlfronltielren (aus mlat. confrontare„(Stirn gegen Stirn) gegenüberstellen“ zu tkon... u. lat.
frons, Gen. frontis „Stirn“): a) jmdn. einem anderen ge
genüberstellen, um einen Widerspruch od. eine Unstim
migkeit aufzuklären; b) jmdn. in eine Situation bringen,
die ihn zur Auseinandersetzung mit etwas Unangeneh
mem zwingt; c) als (Kontrast (1), zum Vergleich einander
gegenüberstellen
konifunldielren (aus gleichbed. lat. confundere, eigtl.
„zusammengießen, vermischen“): (veraltet) vermengen,
verwirren, konlfus (aus lat. confusus „verwirrt“, eigtl.
„ineinander gegossen“, Part. Perf. von confundere, vgl.
konfundieren): verwirrt, verworren; wirr (im Kopf),
durcheinander. Kon|fu|si|or> rZZe; -, -en (aus gleichbed.
lat. confusio): 1. Verwirrung, Zerstreutheit; Unklarheit.
2. das Erlöschen eines Rechtes, wenn Berechtigung u.
Verpflichtung in einer Person zusammenfallen (z.B.
durch Kauf, Erbschaft; Rechtsw.); vgl. Konsolidation.
Kon|fu|si|o|na|ri|us der; -, ...ien [...ion] (zu (...arius):
(veraltet) verwirrter, zerstreuter Mensch, Wirrkopf
Kon|fu|ta|ti|on die: -, -en (aus gleichbed. lat. confutatio zu
745
confutare, vgl. konfutieren): (veraltet) Widerlegung,
Überführung (Rechtsw.). konlfultielren (aus gleichbed.
lat. confutare): (veraltet) zurück weisen, widerlegen
Kon|fu|zi|alner der; -s, - (nach Konfuzius (etwa 551 bis et
wa 470 V. Chr.), dem Gründer der chin. Staatsreligion, u.
zu t...aner>: Anhänger der Lehren des Konfuzius, konfu|zi|a|nisch: nach Art des Konfuzius. Kon|fu|zi|a|nismus der; - (zu t,,,ismus ( 1 )> : auf dem Leben u. der Lehre
des Konfuzius beruhende ethische, weltanschauliche u.
staatspolitische Geisteshaltung in China u. Ostasien.
kon|fulzi|a|nis|tisch (zu t...istisch): den Konfuzianis
mus betreffend
kon|ge|die|ren [kðʒe...] (aus gleichbed. fr. congédier zu
congé „Urlaub, Abschied; Entlassung“, vgl. Congé): (ver
altet) a) beurlauben, verabschieden: b) [aus dem Dienst]
entlassen
Konlgellaltilon die; - (aus gleichbed. lat. congelatio zu
congelare, vgl. kongelieren): (veraltet) das Gefrieren,
konlgellielren (aus gleichbed. lat. congelare zu tkon...
u. lat. gelare „ge-, einfrieren“): (veraltet) erstarren, ge
frieren, gerinnen
Konlgelnelraltilgn die; -, -en (zu Ikon... u. tGeneration):
(veraltet) gleichzeitige Entstehung, konlgelnelrisch (zu
Tgenerisch): (veraltet) gleichgeschlechtig, gleichartig
konlgelnilal (zu tkon... u. tgenial): a) auf Kongenialität
beruhend, ihr entspringend, sie besitzend; geistesver
wandt, geistig ebenbürtig; b) hinsichtlich der Interpretati
on eines [genialen] Werks von entsprechendem [gleichem]
Rang. Kon|ge|ni|a|li|tät die; -: a) der schöpferischen
Genialität eines anderen entsprechende, sie nachempfin
dende, ihr ebenbürtige Begabung; b) Gleichrangigkeit
hinsichtlich der Interpretation eines [genialen] Werks
konlgelniltal (zu tkon... u. tgenital): angeboren; auf
grund einer Erbanlage bei der Geburt vorhanden (z.B.
von Erbkrankheiten; Med.)
konlgelrielren (aus gleichbed. lat. congerere): (veraltet)
Zusammentragen, häufen. Kon|ges|ti|on die; -, -en (aus
lat. congestio „Aufhäufung“ zu congestus, Part. Perf. von
congerere, vgl. kongerieren): lokaler Blutandrang (z.B.
bei Entzündungen; Med.), konlgesltiv (zu t,,,iv): auf ei
ner Gefäßerweiterung beruhend, von ihr ausgehend
(Med.)
Konlglolbaltilon die; -, -en (aus lat. conglobatio „Zusam
menballung“ zu conglobare „zusammenballen; zusam
mendrängen“): Anhäufung von Individuen einer Art auf
grund bestimmter örtlicher Gegebenheiten (Zool.). konglolbiert (zu t,,,iert): zusammengeballt
Konglomelrat das; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. conglomé
rat zu conglomérer „zusammenrollen, -ballen“, dies aus
lat. conglomerare zu tkon... u. glomus, Gen. glomeris
„Knäuel“): 1. Zusammenballung, Gemisch. 2. Sediment
gestein aus gerundeten, durch ein Bindemittel verfestigten
Gesteinstrümmern (Geol.). 3. Zusammenballung, Anhäu
fung (z.B. von Würmern im Darm; Med.). 4. Mischkon
zern (Wirtsch.). koniglo'meratisch: das Gesteinsge
füge eines Konglomerats (2) betreffend (Geol.). Koniglomelratltulmor der; -s, -en: durch eine entzündliche Ver
wachsung verschiedener Organe entstandene Geschwulst
Konlglultilnat das; -[e]s, -e (aus lat. conglutinatum, Part.
Perf. (Neutr.) von conglutinare, vgl. konglutinieren): (sel
ten) svw. Konglomerat. Konlglultilnaltilon die; -, -en
(aus lat. conglutinatio „Zusammenleimung; enge Verbin
dung“ zu conglutinare, vgl. konglutinieren): Verklebung
[von roten Blutkörperchen] (Med.). konlglu|ti|nie|ren
(aus lat. conglutinare „zusammenleimen; eng verbin
den“): zusammenballen, verkleben (Med.). Konlglultinin das; -s, -e (zu! ...in (1)>: Antikörper, der in Gegenwart
eines. IKomplements (3) rote Blutkörperchen konglutiniert (Med.)
Koniferylalkohol
der od. das; -s, -s (aus dem Afrik.): eine in Ost
afrika beheimatete Kuhantilopenart
Kgnlgolpalpier das; -s, -e (nach dem afrik. Fluss): mit
Kongorot getränktes Papier zum Nachweis der sauren od.
alkalischen Reaktion von Lösungen (Chem.). Kongorot dttj; -s: Î Azofarbstoff, der als Î Indikator (4) für Säu
ren u. Basen (früher auch als Textilfarbstoff) verwendet
wird
Konlgrelgaltilgn die; -, -en (aus lat. congregatio „Ver
sammlung, Vereinigung“ zu congregare, vgl. kongregieren): 1. kirchliche Vereinigung [mit einfacher Mönchsregel] für bestimmte kirchliche Aufgaben. 2. engerer Ver
band von Klöstern innerhalb eines Mönchsordens. 3. svw.
Kardinalskongregation. 4. (veraltet) Vereinigung, Ver
sammlung. Kon|gre|galti|o|na|lis|mus der; - (aus
gleichbed. engl.-amerik. Congregationalism; vgl. ...ismus
(1) ): reformiert-kalvinistische religiöse Bewegung in Eng
land u. Nordamerika, die eine übergeordnete Kirchen
struktur ablehnt. Konjgrelgaltilolnallist iZer; -en, -en
(aus gleichbed. engl.-amerik. congregationalist): Angehö
riger einer engl.-nordamerik. Kirchengemeinschaft; vgl.
Independent, konlgrelgaltilolnallisltisch (zu T...is
tisch): den Kongregationalismus betreffend. Konlgregaltilolnist der; -en, -en (zu ÎKongregation u. t...ist):
Mitglied einer Kongregation, konlgrelgielren (aus
gleichbed. lat. congregare): sich versammeln, vereinigen
Ko nlgress der; -es, -e (aus lat. congressus „Zusammen
kunft; Gesellschaft“, eigtl. Part. Perf. von congredi „zu
sammenkommen, -treffen“): 1. [größere] fachliche od. po
litische Versammlung, Tagung. 2. (ohne Plur.) aus Î Senat
(2) u. I Repräsentantenhaus bestehendes Parlament in den
USA. 3. Zusammenschluss von Staatenvertretern für den
Abschluss wichtiger Vereinbarungen, bes. eines Friedens
schlusses. Kongresslzentrum* das; -s, ...ren: 1. Stadt,
in der bedeutende Kongresse (1) stattfinden. 2. für Kon
gresse ( 1 ) eingerichteter Gebäudekomplex mit großen Sä
len, Restaurants, Hotels usw. 3. Zentrum, zentrale Stelle
eines in verschiedenen Gebäuden bzw. Sälen stattfinden
den Kongresses (1)
konlgrulent (aus lat. congruens, Gen. congruentis „über
einstimmend, entsprechend“, Part. Präs, von congruere,
vgl. kongruieren): 1. übereinstimmend (von Ansichten);
Ggs. Î disgruent. 2. a) deckungsgleich (von geometrischen
Figuren); b) übereinstimmend (von zwei Zahlen, die,
durch eine dritte geteilt, gleiche Reste liefern; Math.);
Ggs. Iinkongruent. Konlgrulenz die; -, -en (aus gleich
bed. lat. congruentia): 1. Übereinstimmung. 2. a) De
ckungsgleichheit; b) Übereinstimmung; vgl. kongruent
(2b; Math.); Ggs. tlnkongruenz. 3. a) formale Überein
stimmung zusammengehöriger Teile im Satz in Î Kasus
(2), tNumerus (3), t Genus (2) u. I Person (5); b) inhaltlich
sinnvolle Vereinbarkeit des I Verbs mit anderen Satzglie
dern (Sprachw.). konlgrulielren (aus lat. congruere „zu
sammenlaufen, übereinstimmen“); übereinstimmen, sich
decken
Kongslberlgit [auch ... git] der; -s, -e (nach der norw.
Stadt Kongsberg u. zu t2...it): ein silberglänzendes Mine
ral (Amalgam) mit über 40% Silber
Kolnildie [,,,iə] die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. nlat.
conidia, dies zu gr könis „Staub“ (weil die Sporen so klein
wie Staub sind)): durch Abschnürung entstehende Fort
pflanzungszeile vieler Pilze. Kolnildilolphgr das; -s, -en
(meist Plur.) (zu I...phor): Sporen-, Konidienträger, meist
verzweigte tHyphe, auf der Konidien gebildet werden
(Bot.)
Kolnilfelre die; -, -n (meist Plur.) (aus nlat. coniferae
(Plur.) zu lat. conifer „Zapfen tragend“ (zu conus „Zap
fen“ u. ferre „tragen“)): Vertreter der Klasse der Nadel
hölzer. Ko|ni|fe|ryl|al!ko|hol iter; -s (zu t...yl u. I AikoKonlgglni
Königsbait
746
Halbierungspunkte aller Sehnen geht, die einem anderen
hol): ungesättigter Phenolätheralkohol, aus dem im Holz
Durchmesser parallel sind (Math.). 2. mit Doppelbindun
das Î Lignin entsteht (Chem.)
gen abwechselnd (von einfachen Bindungen; Chem.).
Kölnigslbait das; -[s], -s (zu dt. König u. ÎBait): erstes ge
Konljulgilum das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat.
reimtes Verspaar des î Gaseis
coniugium): (veraltet) Ehe, Liebesverhältnis, konljunKolnilin das; -s (zu gr. köneion „Schierling“ u. t...in (1)):
gielren (aus gleichbed. lat. coniungere): (veraltet) ver
giftiges t Alkaloid aus den unreifen Früchten des Gefleck
binden, vereinigen. Konljunkt das; -s, -e (aus lat. conten Schierlings
iunctum „das Verbundene“, Part. Perf. (Neutr.) von con
Kolnilmalharz das; -es (aus dem Indian.): weihraucharti
iungere, vgl. konjungieren): Teil des Satzes, der mit ande
ges Harz eines südamerik. Baumes
ren Satzelementen zusammen auftreten kann (Sprachw.);
Kolnilmelter das; -s, - (zu gr. kónos „Staub“ u. Î '...meter):
Ggs. t'Adjunkt. Konljunkltilgn die; -, -en (aus lat. conApparat zur Bestimmung des Staubgehalts in der Luft
iunctio „Verbindung“): 1. neben- od. unterordnendes Bin
Kolninlckit [.. ,nɪŋ'ki:t, auch ...’kit] der; -s, -e (nach dem
dewort (z. B. und, obwohl; Sprachw.). 2. das Zusammen
belg. Geologen L. G. de Köninck (f 1887) u. zu t2...it): ein
treffen mehrerer Planeten im gleichen Tierkreiszeichen
gelbes Mineral
(Astrol.). 3. Stellung zweier Gestirne im gleichen Längen
Kolnilol se <5?Ze; -, -n (zu gr. kónos „Staub“ u. t'...ose>:
grad (Astron.). 4. Verknüpfung zweier od. mehrerer Aus
Staubkrankheit (Med.); vgl. Pneumokoniose
sagen durch den ÎKonjunktor „und“ (Logik), konljunkKo|ni|olto|mie die; -, ...ien (zu tConus (2) u. L..tomie>:
tilonal (zu t‘...al (1)>: die Konjunktion (1) betreffend,
operative Durchtrennung des Bandes zwischen Ring- u.
durch sie ausgedrückt. Konljunkltilolnalladlverb
Schildknorpel am Kehlkopf als Notoperation bei Ersti
[,..v...] das; -s, ...ien [...ion]: ÎAdverb, das auch die Funk
ckungsgefahr (Med.). Kolnilsaltilon die; -, -en (zu
tion einer 1 Konjunktion (1) erfüllen kann (z. B. trotzdem:
Î ...isation): operative Entnahme eines kegelförmigen Ge
er hat trotzdem [Adv.] geraucht; er kennt die Gefahr, trotz
websstückes aus der Gebärmutter zur histologischen Un
dem [Konj.] will er es tun). Konljunkltilolnallsatz der;
tersuchung (Med.), kölnisch (zu îKonus): kegelförmig;
-es, ...sätze: durch eine Konjunktion (1) eingeleiteter
konische Projektion: Kartenprojektion auf eine Kegel
Gliedsatz (z. B. er weiß nicht, dass Brunhilde u. Klaus ver
oberfläche (Math.)
reist sind), konljunkltiv [auch ...ti:f] (aus gleichbed. lat.
Kolnisitra* die; -, ...ren (aus gr. konistra „Staubplatz (der
Ringer)“): gegen den Zuschauerraum hin wasserdicht ab
coniunctivus zu coniungere, vgl. konjungieren): verbin
dend; Ggs. tdisjunktiv (a); konjunktives |...vos| Urteil:
gemauerte, mit feinem Sand bedeckte halbkreisförmige
Satz mit Subjekt u. mehreren Prädikaten (Formel: X = A
Î Orchestra (a) des antiken Theaters (z. B. für Gladiato
+ B; Philos.). Konljunkltiv der; -s, -e [...vo] (aus gleich
renkämpfe)
Ko|ni|zi|tät die; -, -en (zu TKonus u. t ...izität): Kegelförbed. lat. (modus) coniunctivus „der verbindende (Mo
dus)“): Aussageweise der Vorstellung; Möglichkeitsform
migkeit, Kegelähnlichkeit (Math.)
Konljekltalnelen [,,,neən, auch ,,,ta'ne:ən] die (Plur.) (zu
(sie sagte, sie seZ verreist; Sprachw.); Abk.: Konj.; Ggs.
lat. coniectanea „Notizbuch“ (als Titel von Werken ver
îIndikativ (1). Konljunkltilva [...va] die; -, ...vä (zu spätmischten Inhalts), eigtl. „in etwas Aufgenommenes“, zu
lat. coniunctiva, eigtl. „die Verbindende“, Femininum von
conicere, vgl. konjizieren): [Sammlung von] Bemerkun
coniunctivus, vgl. konjunktiv): Bindehaut des Auges
gen. Konljekltur die; -, -en (aus lat. coniectura „Vermu
(Med.). Konljunk tilvallrelflex* der; -es (zu T '...al (1) u.
tung“ zu conicere, vgl. konjizieren): 1. (veraltet) Vermu
ÎReflex): durch die Berührung des Bindegewebes hervor
tung. 2. mutmaßlich richtige Lesart; Textverbesserung bei
gerufener Reflex, das Auge zu schließen (Med.), kpnschlecht überlieferten Texten. kon|jek|tu|ral (aus lat.
junkltilvisch [auch ,..'ti:...] (zu tkonjunktiv): den Kon
coniecturalis „auf Mutmaßung beruhend“): die Konjek
junktiv betreffend, auf ihn bezogen. Kon|junk|ti|vi|tis
tur betreffend, auf einer Konjektur beruhend. Konljekdie; -, ...itiden (zu TKonjunktivau. t...itis>: Bindehautent
tuIra11iItat die; - (zu t...ität): (veraltet) Mutmaßlichkeit.
zündung des Auges (Med.). Konljunkltor der; -s (zu lat.
Konijek tu ral kri tik die; - (zu t konjektural) : philologi
coniunctus, Part. Perf. von coniungere (vgl. konjungie
sche Kritik, die Konjekturen (2) anbringt u. prüft, konren), u. t...or): die logische 'Partikel (3) „und“ (Zeichen
jekltulrielren (zu Î...ieren): (veraltet) mutmaßen (in Be
A) zur Herstellung einer Konjunktion (4; Logik). Kon
zug auf die richtige Lesart). kon|ji|zie|ren (aus gleichjunktur die; -, -en (aus mlat. coniunctura „Verbindung“
bed. lat. conicere, eigtl. „zusammenwerfen, -tragen“): 1.
(urspr. „die sich aus der Verbindung verschiedener Er
(veraltet) vermuten. 2. Konjekturen (2) anbringen
scheinungen ergebende Lage“) zu lat. coniunctus, Part.
konljulgal (aus gleichbed. lat. coniugalis zu coniux, conPerf. von coniungere, vgl. konjungieren): a) Wirtschafts
iunx „Gatte“, eigtl. „der Verbundene“, dies zu coniungere
lage, -entwicklung; vgl. Depression (3) u. Prosperität;
„verbinden“): (veraltet) ehelich. Konljulgalte die; -, -n
b) Wirtschaftsaufschwung (Hochkonjunktur; Wirtsch.).
(meist Plur.) (zu lat. coniugata, eigtl. „die Verbundene“,
konljunkltulrell (zu Î ...eil): die wirtschaftliche Gesamt
substantiviertes Femininum von coniugatus, Part. Perf.
lage u. ihre Entwicklungstendenz betreffend. Konljunkvon coniugare, vgl. konjugieren): Jochalge, formenreiche
tur in dilka tor der: -s, -en: Kennzahl, die den Zustand
u. vorwiegend im Süßwasser verbreitete Grünalge (Biol.).
u. die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Konjunk
Kon ju ga tilon rf/e,- -, -en (aus gleichbed. lat. coniugatio,
tur abbiiden soll (Wirtsch.)
eigtl. „Verbindung“, zu coniugare, vgl. konjugieren): 1. Konljulrant der; -en, -en (aus lat. coniurans, Gen. coniuAbwandlung, Beugung des Verbs nach Î Person (5), ÎNu
rantis, eigtl. „gemeinsam schwörend“, Part. Präs, von
merus (3), ÎTempus, ÎModus (2) u.a. (Sprachw.); vgl. De
coniurare, vgl. konjurieren): (veraltet) Verschworener.
klination. 2. a) vorübergehende Vereinigung zweier Wim
Kon|ju|ra|ti|on die; -, -en (aus lat. coniuratio „gegensei
pertierchen, die mit Kernaustausch verbunden ist; b) Ver
tig geleisteter Eid“): (veraltet) Verschwörung. Konljulraeinigung der gleich gestalteten Geschlechtszellen von
tor der; -s, ...oren (aus lat. coniurator „einer, der sich eid
Konjugaten (Biol.). konljulgielren (aus lat. coniugare
lich verbindet“): (veraltet) svw. Konjurant, konljulrie„verbinden“): 1. ein Verb beugen (Sprachw.); vgl. dekli
ren (aus/at. coniurare „zusammen schwören“): (veraltet)
nieren. 2. (veraltet) verbinden. kon|ju|giert (zu T ...iert):
sich verschwören
1. zusammengehörend, einander zugeordnet (z.B. von konlkav (aus gleichbed. lat. concavus): hohl, vertieft, nach
Zahlen, Punkten, Geraden; Math.); konjugierter Durch
innen gewölbt (z. B. von Linsen od. Spiegeln; Phys.); Ggs.
messer: Durchmesser von Kegelschnitten, der durch die
Tkonvex. konlkalvielren [,,,v,..] (aus gleichbed. lat. con-
747
Konkupiszenz
cavare): (veraltet) aushöhlen. Konlkalviltät die; - (aus
rischer Bekenntnisschriften. Kon|kor|di|en|for|mel
spätlat. concavitas, Gen. concavitatis „die Höhlung, Höh
die; -: letzte, allgemein anerkannte lutherische Bekennt
le“): Wölbung nach innen; Ggs. ÎKonvexität. Kon kavnisschrift von 1577. kon|kor|die|ren (aus gleichbed. lat.
spielgel der; -s, - (zu tkonkav): Hohlspiegel
concordare zu concors „eines Herzens, einträchtig“):
Kon|kla|ma|ti|on* <7ie; - (aus /ai. conclamatio „[lautes]
(veraltet) übereinstimmen, harmonieren
Geschrei“): die Beklagung eines Toten vor der Verbren Kon|krelment*4ux,' -[e]s, -e (aus lat. concrementum „An-,
nung des Leichnams (im alten Rom)
Zusammenhäufung“ zu concrescere; vgl. konkret): vor
Konlklalve* [...va] ¿fas; -s, -n (aus mlat. conclave „Wahl
wiegend aus Salzen bestehendes, krankhaftes, festes Ge
raum“, eigtl. „verschließbares Gemach“, zu Ikon... u. lat.
bilde, das in Körperhöhlen bzw. ableitenden Systemen
clavis „Schlüssel“): a) streng abgeschlossener Versamm
entsteht (z.B. Nierensteine; Med.). Kon|kres|zenz die;
lungsort der Kardinäle bei einer Papstwahl; b) Kardinals
-, -en (aus gleichbed. lat. concrescentia); (veraltet) das Zu
versammlung zur Papstwahl. Konlklalvist [...v...] der;
sammenwachsen. kon|kres|zi|bel (zu t...ibel>: (veraltet)
-en, -en (zu (...ist): im Konklave anwesender anderer
vereinbar; zusammenwachsend. Kon|kres|zi|bi|li|tät
kirchlicher Würdenträger od. Beamter u. Diener der wäh
die; - (zu t... ität): (veraltet) Vereinbarkeit, konlkret (aus
lenden Kardinäle
lat. concretus „zusammengewachsen, verdichtet“, Part.
konlkluldent* (aus gleichbed. lat. concludens, Gen. con
Perf. von concrescere „(in sich) zusammenwachsen, ver
cludentis zu concludere, vgl. konkludieren): eine Schluss
dichten“): 1. anschaulich, greifbar, gegenständlich, wirk
folgerung zulassend; schlüssig (bes. Philos.); konkluden
lich, auf etwas Bestimmtes bezogen: konkrete Kunst: eine
tes Verhalten: eine ausdrückliche Willenserklärung
die konkreten Bildmittel (Linien, Farben, Flächen) beto
rechtswirksam ersetzendes, schlüssiges Verhalten
nende Richtung der gegenstandslosen Malerei u. Plastik,
(Rechtsw.). kon kluidie ren (aus gleichbed. lat. conclu
die nicht nur Îabstrakte Kunst sein will; konkrete Litera
dere, eigtl. „abschließen“): etwas aus etwas folgern, einen
tur: Richtung der modernen Literatur, die versucht, mit
Schluss ziehen (Philos.). Konlklulsilon die; -, -en (aus
sprachlichen Mitteln, losgelöst von syntaktischen Zusam
lat. conclusio „Schlussfolgerung“): Schluss, Folgerung,
menhängen, rein visuell od. akustisch eine Aussage zu ge
Schlusssatz im ÎSyllogismus (Philos.), konlklulsiv (zu
stalten; konkrete Musik: auf realen Klangelementen (z. B.
t...iv): 1. folgernd (Philos.). 2. (von Verben) den allmähli
Straßenlärm, Wind) basierende Musik; konkrete Poesie:
chen Abschluss eines Geschehens kennzeichnend (z.B.
Richtung der modernen Lyrik, die die Sprache u. ihre Ele
verklingen, verblühen; Sprachw.). Konlklu sum das; -s,
mente reflektiert u. thematisiert, der es ausschließlich um
...sa (aus gleichbed. mlat. conclusum, substantiviertes
die Präsentation von Sprache geht (mit Zerlegung in de
Part. Perf. (Neutr.) von concludere, vgl. konkludieren):
ren Einzelelemente u. optischer u. akustischer Anordnung
(veraltet) Beschluss, Bescheid [einer Behörde]
zu neuen Konstellationen); konkretes Substantiv: svw.
Kon|kok|ti|on die; - (aus gleichbed. lat. concoctio zu con
Konkretum; Ggs. Îabstrakt. 2. sachlich, bestimmt, wir
coquere „mit etwas zusammenkochen, mehreres mitein
kungsvoll. 3. deutlich, präzise. 4. gerade anstehend, im
ander kochen“): (veraltet) Verdauung [der Speisen]
Augenblick so gegeben. Konlkret der od. das; -[e]s: (ver
kon|ko|miltant(zu5pät/flZ. concomitari „mitbegleiten“ u.
altet) mit Steinen vermischter Mörtel, der beim Trocknen
T...ant (2)): belanglos, unerheblich, unterschiedslos; re
Steinhart wird. Konlkreltilon die; -, -en (aus lat. concre
dundant. Kon|ko|mi|tanz die; - (zu t...anz); 1. das ge
tio „das Zusammenwachsen, die Verdichtung“ zu con
meinsame Vorkommen von sprachlichen Elementen ver
crescere „(in sich) zusammenwachsen, verdichten“): 1.
schiedener Klassen, das obligatorisch (z. B. etwas bekom
Vergegenständlichung, Verwirklichung. 2. a) Verklebung,
Verwachsung vorwiegend seröser Häute (Med.); b) Vor
men) od. fakultativ (z. B. [etwas] rauchen) ist od. nie (z. B.
gang od. Entstehung von Konkrementen (Med.). 3. meist
kommen) stattfindet (Sprachw.). 2. Lehre, nach der
knolliger, kugeliger mineralischer Körper in Gesteinen
Christus mit Fleisch u. Blut in jeder der beiden konsekrierten Gestalten Brot u. Wein zugegen ist. konlkolmi(Geol.). kon|kre|ti|si_elren (zu îkonkret u. Î...isieren):
veranschaulichen, verdeutlichen, [im Einzelnen] ausfüh
tie ren (aus gleichbed. spätlat. concomitari): (veraltet)
ren. Konlkreltilsielrung die; -, -en (zu Î...isierung): 1.
mitbegleiten; mitwirken
das Konkretisieren. 2. durch Konkretisieren entstandener
konlkorldant (aus lat. concordans, Gen. concordantis,
Begriff. 3. Umwandlung einer Gattungs- in eine Stück
Part. Präs, von concordare, vgl. konkordieren): 1. über
schuld, die dadurch eintritt, dass der Schuldner das sei
einstimmend. 2. gleichlaufend übereinander gelagert (von
nerseits zur Erfüllung Notwendige getan hat (Rechtsw.).
Gesteinsschichten; Geol.); vgl. akkordant u. diskordant.
Konlkreltislmus der; - (zu (...ismus (2)): 1. das Ausge
Kon|kor|danz4ze; -, -en (aus mlat. concordantia „Über
richtetsein des Denkens u. der Gefühle auf die sinnlich
einstimmung, Findeverzeichnis“): 1. a) alphabetisches
fassbare u. anschauliche Wirklichkeit, das Verhaftetsein
Verzeichnis von Wörtern od. Sachen zum Vergleich ihres
im Konkreten (bes. Psychol.). 2. die Strömung, Bewegung
Vorkommens u. Sinngehaltes an verschiedenen Stellen ei
der (konkreten Poesie. Konlkreltum das; -s, ...ta (aus
nes Buches (bes. als Bibelkonkordanz); b) Vergleichsta
gleichbed. mlat. concretum zu lat. concretus, vgl. kon
belle von Seitenzahlen verschiedener Ausgaben eines
kret): Substantiv, das etwas Gegenständliches bezeichnet
Werkes. 2. gleichlaufende Lagerung mehrerer Gesteins
(z.B. Tisch; Sprachw.); Ggs. (Abstraktum
schichten übereinander (Geol.); vgl. Akkordanz u. Dis
kordanz. 3. die Übereinstimmung in Bezug auf ein be konkubieren (aus gleichbed. lat. concubare, eigtl. „da
niederliegen“, zu (kon... u. cubare „liegen, schlafen“):
stimmtes Merkmal (z.B. von Zwillingen; Biol.). 4. ein
(veraltet) im Konkubinat leben. Konlkulbilnatz/a.?.' -[e]s,
Schriftgrad (Maßeinheit von 4 (Cicero; Druckw.). 5. (in
-e (aus gleichbed. lat. concubinatus zu 1 Konkubine u.
bestimmten Sprachen) Ausdruck grammatischer Zusam
(,,,at(l)): l.in der röm. Kaiserzeit eine gesetzlich erlaub
menhänge durch formal gleiche Elemente, bes. durch
te außereheliche Verbindung zwischen Personen, die eine
1 Präfixe (Sprachw.). Konlkorldat das; -[e]s, -e (aus
bürgerliche Ehe nicht eingehen durften. 2. eheähnliche
gleichbed. mlat. concordatum): 1. Vertrag zwischen ei
Gemeinschaft ohne Eheschließung (Rechtsw.). Konlkunem Staat u. dem Vatikan. 2. (Schweiz.) Vertrag zwischen
bilne 4ze; -, -n (aus lat. concubina „Beischläferin“ zu
Kantonen. KonIkorldia 4ze; - (aus gleichbed./ɑt. concor
(kon... u. cubare „liegen, schlafen“): 1. (veraltet) im Kon
dia bzw. nach Concordia, der röm. Göttin der Eintracht):
kubinat lebende Frau. 2. (abwertend) Geliebte
Eintracht, Einigkeit. Kon|kpr|di|en|buch [,,,iən...] das;
-[e]s (zu î’...ie>: am weitesten verbreitete Sammlung luthe Kon|ku|pis|zenzifte; - (aus spätlat. concupiscentia „hefti-
Konkurator
ges Verlangen, Begierde“ zu lat. concupiscere „(heftig)
begehren“): [sinnliche] Begehrlichkeit, Begierde [als Fol
ge der Erbsünde], Verlangen (Philos., Theol.)
Konlku ra tor der; -s, ...oren (zu Tkon... u. TKurator):
(veraltet) Stellvertreter eines ÎKurators (1), Nebenvor
mund
Konlkurlrent der; -en, -en (aus lat. concurrens, Gen. con
currentis, Part. Präs, von concurrere, vgl. konkurrieren):
a) Mitbewerber [um eine Stellung, einen Preis]; b) [ge
schäftlicher] Gegner, Rivale; c) (Plur.) zwei Feste, die auf
aufeinanderfolgende Tage fallen (kath. Liturgie). Konkur ren tin <7ie; -, -nen: weibliche Form zu ÎKonkurrent
(a u. b). Konlkurlrenz die; -, -en (aus mlat. concurrentia
„Mitbewerbung“ zu lat. concurrere, vgl. konkurrieren): 1.
(ohne Plur.) das Konkurrieren, bes. im wirtschaftlichen
Bereich. 2. (ohne Plur.) a) [geschäftlicher] Rivale; b) Kon
kurrenzunternehmen; Gesamtheit der [wirtschaftlichen]
Gegner. 3. (bes. in einer Sportart stattfindender) Wett
kampf, Wettbewerb; außer Konkurrenz: außerhalb der of
fiziellen Wertung. 4. (nur Plur.) die bei einem Familien
od. Ortsnamen sich kreuzenden verschiedenen Möglich
keiten der Deutung (z. B. Barth nach der Haartracht, nach
der Stadt in Vorpommern od. dem altdt. Rufnamen Bar
told). 5. Wettstreit zwischen Organismen um Nahrung,
Lebensraum, Wasser, Licht u.a. ökologische Erfordernis
se, die nur begrenzt verfügbar sind (Biol.). konlkurlrenzielren (zu !..deren): (südd., österr. u. Schweiz.) mit
jmdm. konkurrieren, jmdm. Konkurrenz machen, jmds.
Konkurrent sein. Kon|kurlrenz|klau|sel die; -: vertrag
lich vereinbartes Wettbewerbsverbot (z.B. zwischen Un
ternehmer u. Handelsvertreter), konlkurlrielren (aus
lat. concurrere „zusammenlaufen, -treffen, aufeinander
stoßen“) : 1. mit anderen in Wettbewerb treten, wetteifern ;
sich gleichzeitig mit anderen um etwas bewerben. 2. Zu
sammentreffen (von mehreren strafrechtlichen Tatbestän
den in einer strafbaren Handlung od. von mehreren straf
baren Handlungen eines Täters; Rechtsw.). Konlkurs
der; -es, -e (aus lat. concursus „das Zusammenlaufen (der
Gläubiger), das Zusammentreffen zweier Rechtsansprü
che“, substantiviertes Part. Perf. von concurrere, vgl.
konkurrieren): 1. Zahlungsunfähigkeit, Zahlungseinstel
lung einer Firma. 2. gerichtliches Vollstreckungsverfah
ren zur gleichmäßigen u. gleichzeitigen Befriedigung aller
Gläubiger eines Unternehmens, das die Zahlungen einge
stellt hat
Konlkus|si|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. concussio zu
concussus, Part. Perf. von concutere „zusammenschüt
teln; erschüttern“): 1. Erschütterung eines Organs, hefti
ger Anstoß (z.B. Rückenmarkserschütterung; Med.). 2.
(Rechtsspr., veraltet) Einschüchterung zum Zweck der
Gelderpressung
Konlnalja rfze; -, ...jen (verkürzt aus russ. konnaja jarmarka zu kon’ „Pferd“ u. jarmarka „Markt; Jahrmarkt“):
russ. Pferdemarkt
konjnaltal (aus gleichbed. nlat. connatalis, dies zu lat. con
natus, Part. Perf. von connasci „zusammen entstehen“ u.
t'...al (1)): angeboren (von Krankheiten od. Schädigun
gen; Med.)
Kon|na|tu|ra|li|tät die; - (zu mlat. connaturalis „naturver
bunden; miterzeugt“ (dies zu tkon... u. lat. natura „Na
tur“) u. t...ität>: (veraltet) natürliche Verbindung od.
Ähnlichkeit, Naturverwandtschaft
kon|nek|tie|ren (aus gleichbed. lat. co(n)nectere): (veral
tet) verbinden, verknüpfen. Kon|nek|ti|o|nis|mus der; (zu engl. connection „Verbindung“ (dies aus lat. connexio,
vgl. Konnexion) u. t...ismus ( 1 )> : Forschungsrichtung der
tNeuroinformatik, die sich mit der Entwicklung künstli
cher tneuronaler Netze zur Simulierung von künstlicher
Intelligenz befasst. Kon|nek|tiv das; -s, -e [,,,və] (aus
748
nlat. connectivum „Verbindendes“ zu lat. eo(n)neetus,
Part. Perf. von co(n)nectere; vgl. konnektieren): Verbin
dungsglied (z.B. zwischen Pflanzenteilen od. Nerven
strängen; Biol., Med.). Kon|nek|ti|vj|tis [...v...] die; -,
...itiden (zu engl. connective tissue „Bindegewebe“ (dies
zu lat. eon(n)eetere, vgl. konnektieren) u. t ...itis): Entzün
dung des Bindegewebes (Med.). Konlnekltor der; -s,
-oren (nach gleichbed. engl.-amerik. connector zu engl. to
connect „verbinden, verknüpfen“, dies aus lat.
eo(n)neetere, vgl. konnektieren): 1. Symbol in Flussdia
grammen (grafische Darstellungen von Arbeitsabläufen),
das auf die Stelle verweist, an der der Programmablauf
fortgesetzt werden soll (EDV). 2. für den Textzusammen
hang wichtiges Verknüpfungselement (Sprachw.)
Konlneltalbel der; -s, -s (aus gleichbed. fr. connétable,
eigtl. „Oberstallmeister“, dies über mlat. eo(n)nestabilis,
eonstabulari(u)s aus spätlat. comes stabuli „für den Stall
zuständiger Hofbeamter“): Oberfeldherr des franz. Kö
nigs (bis Anfang des 17. Jh.s.)
konlnex (aus gleichbed. lat. con(n)exus, Part. Perf. von
eon(n)eetere, vgl. konnektieren): (veraltet) verbunden,
verknüpft, zueinander in Beziehung stehend. Konlnex
der; -es, -e (aus lat. con(n)exus „Verflechtung, Verknüp
fung“, vgl. konnex): 1. a) Zusammenhang; Verbindung,
Verflechtung; b) verbindender Organteil (Med.). 2. per
sönlicher Kontakt, Umgang. 3. [durch Ernährungsfakto
ren verursachtes] Miteinander-verbunden-Sein od. Aufeinander-angewiesen-Sein von Organismen einer Lebensge
meinschaft (Biol.). Konlnelxilon die; -, -en (überfr. con
nexion aus lat. co(n)nexio „Verbindung“ zu eo(n)neetere,
vgl. konnektieren): 1. (meist Plur.) einflussreiche, vorteil
hafte Bekanntschaft, Beziehung. 2. (in der TDependenzgrammatik) Beziehung zwischen regierendem u. regier
tem Element eines Satzes (Sprachw.). Kon|ne|xi|tät die;
- (aus gleichbed. mlat. connexitas, Gen. connexitatis): a)
innerer Zusammenhang mehrerer [Strafjrechtsfälle als
Voraussetzung für die Zusammenfassung in einem Ge
richtsverfahren; b) innere Abhängigkeit der auf demsel
ben Rechtsverhältnis beruhenden wechselseitigen An
sprüche von Gläubiger u. Schuldner, konlnelxiv (aus
gleichbed. lat. con(n)exivus): (veraltet) verbindend, ver
knüpfend
konlnilvent [,..v...] (aus gleichbed. lat. eo(n)nivens, Gen.
eo(n)niventis, Part. Präs, von eo(n)nivere, vgl. konnivieren): (von Vorgesetzten, Aufsichtsbeamten) Amtsdelikte
untergebener od. beaufsichtigter Personen bewusst dul
dend od. dazu verleitend (Rechtsw.). Konlnilvenz <Äe; -,
-en (aus gleichbed. lat. co(n)niventia): 1. Nachsichtigkeit,
Duldsamkeit. 2. konniventes (2) Verhalten, konnivente
Handlung (Rechtsw.). konlnilvielren (aus gleichbed. lat.
eo(n)nivere, eigtl. „die Augen schließen“): (veraltet)
Nachsicht üben
Konlnoslselment das; -[e]s, -e (Mischbildung aus it. conoscimento „Erkenntnis“ u. fr. connaissement „Fracht
brief1, zu it. conoscere bzw./r. connaître „erkennen“, die
se aus gleichbed. lat. cognoscere): Frachtbrief im Seegü
terverkehr
Konlnoltat das; -s, -e (zu tkon... u. lat. notatum, Part.
Perf. (Neutr.) von notare „be-, kennzeichnen“): 1. vom
Sprecher bezeichneter Begriffsinhalt (im Gegensatz zu
den entsprechenden Gegenständen in der außersprachli
chen Wirklichkeit; Sprachw.). 2. konnotative [Nebenbe
deutung (Sprachw.); Ggs. ÎDenotat. Kon|no|ta|ti|on
die; -, -en (zu lat. notatio „Bezeichnung, Beschreibung“):
1. (Logik) Begriffsinhalt (im Gegensatz zum Umfang). 2.
a) (Sprachw.) assoziative, emotionale, stilistische, werten
de [Neben]bedeutung (z.B. bei Mond die Gedankenver
bindungen „Nacht; romantisch, kühl, Liebe“; b) Bezie
hung zwischen Zeichen u. Zeichenbenutzer (Sprachw.);
749
Konservation
Ggs. ÎDenotation (2). kon|no|ta|tiv [auch 'kɔn...] (nach
Bischofs-, Priester-, Altarweihe; kath. Kirche). 2. liturgi
gleichbed. engl. connotative): die assoziative, emotionale,
sche Weihe von Brot u. Wein durch Verwandlung in Leib
stilistische, wertende [Neben]bedeutung, Begleitvorstel
u. Blut Christi (kath. Kirche); vgl. Transsubstantiation. 3.
lung eines sprachlichen Zeichens betreffend (Sprachw.);
die Vergöttlichung des verstorbenen Kaisers in der röm.
Ggs. tdenotativ, konlnoltiert (zu tKonnotation u.
Kaiserzeit; vgl. ...ation/...ierung. KonlselkraltilonsT ...iert): Konnotation aufweisend
münlze die; -, -n: bei der Konsekration (3) eines röm.
kon|nu|bi|al (aus gleichbed. lat. co(n)nubialis): (veraltet)
Kaisers geprägte Münze, konlselkraltplrisch (zu kirdie Ehe betreffend (Rechtsw.). Konlnulbilum das; -s,
chenlat. consecrator „der die Weihe vornimmt“): wei
...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. co(n)nubium): (veraltet)
hend, einsegnend (kath. Kirche). kon|se|krie|ren (aus
Ehe[gemeinschaft] (Rechtsw.)
lat. consecrare „heilig machen, weihen“); (durch Konse
konlnumlmelrielren (aus gleichbed. spätlat. connumera
kration 1, 2) liturgisch weihen (kath. Kirche). Konlsere zu Ikon... u. Înummerieren): (veraltet) mitzählen, zu
krielrung die; -, -en (zu ɪ,,,ierung): das Konsekrieren,
sammenrechnen
das Konsekriertwerden; vgl. ...ation/...ierung
Kolnolde die; -, -n (zu gr. kðnos „Kegel“ u. tɪ,,,ode): Tiso- konlsekltielren (aus gleichbed. lat. consectari zu tkon...
therme Verbindungsgerade zwischen den Zustandspunk
u. lat. sequi „folgen“): (veraltet) verfolgen, erstreben,
ten zweier miteinander im Gleichgewicht stehender Pha
konlselkultiv [auch ...ti:f] (zu lat. consecutio „Folge,
sen innerhalb der Mischungslücke in einem Zustandsdia
Wirkung“ (vgl. konsequent) u. T...iv): 1. [zeitlich] aufei
gramm (Werkstoffkunde). Kolnolid das; -[e]s, -e (zu gr.
nanderfolgend; konsekutives [...vas] Dolmetschen: [bei
könoeides „kegelförmig“; vgl. ...oid): kegelähnlicher Kör
Verhandlungen geübte] Form des Dolmetschens, bei der
per, der z.B. durch tRotation (1) einer Kurve um ihre
die Übersetzung dem Originalvortrag zeitlich nachge
Achse entsteht (Math.)
schaltet wird; Ggs. t simultanes Dolmetschen. 2. nachfol
Kolnolpelum das: -s, ...een (über lat. conopeum, conopi
gend, abgeleitet (von den nicht t konstitutiven [2 b] Be
um aus gr. kônôpeîon „Mückennetz“): Vorhang zur Ver
standteilen eines Begriffs; Philos.). 3. folgend, die Folge
hüllung des Altartabernakels
bezeichnend (Sprachw.); konsekutive [...va] Konjunktion:
Konoskop* das; -s, -e (zu gr. könos „Kegel“ u. T ...skop):
die Folge angebendes Bindewort (z. B. sodass). 4. benach
Gerät zur Untersuchung von doppelbrechenden Kristall
bart (Math.). Kon|se|ku|tiv|dol|metlscher der; -s, -:
platten mit polarisiertem Licht (Kristalloptik), kolnoDolmetscher, der konsekutiv übersetzt; Ggs. Simultan
skolpisch: mit dem Konoskop erfolgend, das Konoskop
dolmetscher. Kon|se|ku|tiv|satz der; -es, ...sätze: Ne
betreffend
bensatz, der die Folge (Wirkung) des im übergeordneten
konlphas (zu tkon... u. tPhase): gleichphasig, ohne Pha
Satz genannten Sachverhalts angibt (z.B. er ist so krank,
senverschiebung
dass er zum Arzt muss; Sprachw.)
Kon|quaslsa|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. conquas Koni selmeslter das; -s, - (zu îkon... u. ÎSemester): jmd.,
mit dem man zusammen studiert; Kommilitone, Kommi
satio zu conquassare, vgl. konquassieren): (veraltet) Er
schütterung, Zertrümmerung, Zerrüttung, Zerquet
litonin (im gleichen Semester)
schung. konlquaslsielren (aus gleichbed. lat. conquas konlselneslzielren (aus gleichbed. /öZ. consenescere zu
sare zu tkon... u. lat. quassare „schütteln, erschüttern“):
Tkon... u. lat. senescere „alt, schwach werden“, dies zu se
nex „Greis“): (veraltet) altern, veralten. Konlselnilor
(veraltet) erschüttern, zertrümmern, zerrütten, zerquet
der; -s, ...oren (zu Tkon... u. TSenior, eigtl. „Mitältester“):
schen
konlquilrielren (aus gleichbed. lat. conquirere); (veraltet)
(veraltet) Vertreter des Seniors, des Ältesten, Vorsitzen
den einer Verbindung, Vereinigung
1. zusammensuchen, eifrig zu erlangen suchen. 2. (zum
Heeres-, Kriegsdienst) werben. Konlquilsiltilon die; -, Kon Isens der; -es, -e (aus gleichbed. lat. consensus zu con
sentiri, vgl. konsentieren): a) (veraltet) Zustimmung, Ein
-en (aus gleichbed. lat. conquisitio): (veraltet) 1. das Su
willigung; b) Übereinstimmung [von Meinungen]; Ggs.
chen, Sammeln. 2. svw. Konskription. Kon|qui|si|tor
T Dissens; vgl. Consensus, konlsenlsulal (zu Î ‘...al (1)>:
der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. conquisitor): (veraltet)
(veraltet) svw. konsensuell; vgl. ...al/...eil. KonlsenlsuWerbeoffizier, Offizier, der Soldaten wirbt u. zum Hee
al|kon|trakt*der; -[e]s, -e: der (allgemeinübliche) durch
res-, Kriegsdienst rekrutiert. Konlquisltaldor [kɔŋkɪsbeiderseitige Willenserklärungen rechtswirksam werden
ta..., auch ...kvi...] der; -en, -en (aus span, conquistador
de Vertrag (Rechtsw.); Ggs. Realkontrakt, konlsenlsu„Eroberer“ zu conquistar „erobern“, dies zu lat. conqui
ell (zu t ...eil): a) [veraltet; sinngemäß] übereinstimmend;
situs, Part. Perf. von conquirere, vgl. konquirieren): Teil
b) übereinstimmend, gleichsinnig, im gleichen Sinne wir
nehmer an der span. Eroberung Südamerikas im 16. Jh.
kend (Med.); konsensuelle Pupillenreaktion: gleichzeitige
Kon rek tor der; -s, ...oren (zu Ikon... u. TRektor): Stell
reflektorische Verengung der Pupille eines Auges bei Be
vertreter des Rektors [einer Grund-, Haupt- od. Real
lichtung der Pupille des anderen Auges (Med.); vgl. ...al/
schule]. Kpn|rek|to|rat das; -[e]s, -e: Amt, Dienstzim
...eil. Konlsenlsvs der; -, - [,..zu:s] (aus lat. consensus
mer des Konrektors. Kpnlrekltolrin die; -, -nen: weibli
„Übereinstimmung“): svw. Konsens, konlsenltielren
che Form zu T Konrektor
(aus lat. consentiri „übereinstimmen“): (veraltet) 1. über
kon|san|gu|i|nisch (aus gleichbed. lat. consanguineus):
einstimmen; einig sein. 2. etwas genehmigen (Rechtsw.)
(veraltet) blutsverwandt. Konlsanlgulilniltät die; - (aus
gleichbed. lat. consanguinitas, Gen. consanguinitatis): konlselquent (aus gleichbed. lat. consequens, Gen. con
sequentis, Part. Präs, von consequi, vgl. konsequieren): 1.
(veraltet) Blutsverwandtschaft
folgerichtig, logisch zwingend. 2. a) unbeirrbar, fest ent
Konlseil [kö'sej] der; -s, -s (aus fr. conseil „Ratschlag; Rat
schlossen; b) beharrlich, immer, jedes Mal. 3. der Abda
geber“, dies aus lat. consilium „(beratende) Versamm
chung eines Gebietes od. einer t tektonischen Linie fol
lung“): (veraltet) Staats-, Ministerrat, Ratsversammlung;
gend (von Flussläufen; Geol.); Ggs. Tinsequent. KonlseBeratung; vgl. Conseil
quenzrfze; -, -en (aus lat. consequentia „Folge“): 1. (ohne
Konlselkranfrfer; -en, -en (aus lat. consecrans, Gen. con
Plur.) a) Folgerichtigkeit; b) Zielstrebigkeit, Beharrlich
secrantis, eigtl. „Weihender“, Part. Präs, von consecrare,
keit. 2. (meist Plur.) Folge, Aus-, Nachwirkung, konlsevgl. konsekrieren): jmd., der eine Konsekration vornimmt
quie ren (aus gleichbed. lat. consequi): (veraltet) mit-,
(Papst, Bischof, Kardinal, Priester; kath. Kirche). Konnachfolgen; erfolgen, sich als Folge ergeben
se kra ti on
-, -en (aus lat. consecratio „Weihe, Hei
ligung“) : 1. liturgische Weihe einer Person od. Sache (z. B. Konlserlvaltilon [,..v...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. con-
Konservatismus
servatio zu conservare, vgl. konservieren): (veraltet) svw.
Konservierung (2); vgl. ...ation/...ierung. Konlserlvatis mus vgl. Konservativismus. kon|ser|va|tiv [auch
'kɔn...] <aus gleichbed. engl. conservative, dies aus mlat.
conservativus zu lat. conservare „bewahren, erhalten“): 1.
am Hergebrachten festhaltend, auf Überliefertem behar
rend, bes. im politischen Leben. 2. althergebracht, bisher
üblich. 3. erhaltend, bewahrend (im Sinne der Schonung
u. Erhaltung eines verletzten Organs, im Gegensatz zu
operativer Behandlung; Med.). 4. politisch dem Konser
vativismus zugehörend, ihm eigen. Konlserlvaltilve
[...vs, auch 'kɔn...] der u. die; -n, -n: a) Anhänger[in] des
Konservativismus, einer konservativen Partei; b) jmd.,
der am Hergebrachten festhält. Kon|ser|va|ti|vislmus
u. Konservatismus der; -, ...men (zu T...ismus (5)>: 1. a)
[politische] Anschauung, die sich am Hergebrachten,
Überlieferten orientiert; b) [politische] Anschauung,
Grundhaltung, die auf weitgehende Erhaltung der beste
henden Ordnung gerichtet ist. 2. [auf weitgehende Erhal
tung der bestehenden Ordnung gerichtete] politische Be
wegung, Gesamtheit der einzelnen konservativen Bewe
gungen, Bestrebungen, Parteien, Organisationen. Konser|va|ti|vi|tät rf/e; - (zu T...ität>: konservative (1) Hal
tung, Art, Beschaffenheit, konservativer Charakter. Konservator der; -s, ...oren (aus lat. conservator „Bewah
rer, Erhalter“): mit der Erhaltung von Kunstwerken,
Kunstdenkmälern o. Ä. betrauter Beamter, insbesondere
beamteter Kunsthistoriker, `konlserlvaltolriseh (zu
t, ,,oriseh): die Bewahrung u. Erhaltung von Kunstwerken
betreffend. 2kon|ser|valtolrisch (zu ÎKonservatorium
u. t...orisch>: das Konservatorium betreffend. Konlservaltolrist der; -en, -en (zu T ...ist): Schüler eines Konser
vatoriums. Kon|ser|valto|ris|tin die; -, -nen: weibliche
Form zu ÎKonservatorist, konlserlvaltolrisltisch (zu
Î ...istisch): svw. 2konservatorisch. Kon|ser|va|to|ri|um
das; -s, ...ien [...ion] (latinisiert aus gleichbed. it. conserva
torio, eigtl. „Stätte zur Pflege u. Erhaltung (musikalischer
Tradition)“, u. t...ium): Musik[hoch]schule für die Aus
bildung von Musikern. Konlserlve die; -, -n (aus mlat.
conserva „haltbar gemachte Ware“): 1. a) Konserven
büchse od. -glas mit (durch Sterilisierung haltbar gemach
ten) Lebensmitteln o. Ä. ; b) in einer Konservenbüchse od.
einem -glas enthaltenes konserviertes Lebensmittel o.Ä.
2. Aufzeichnung auf Bild- u. Tonträger. 3. kurz für Blut
konserve (steril abgefülltes, mit gerinnungshemmenden
Flüssigkeiten versetztes Blut für Blutübertragungen;
Med.). kon|ser|vie|ren (aus lat. conservare „bewahren,
erhalten“): 1. a) haltbar machen (von Obst, Fleisch u.a.);
b) Gemüse, Früchte einmachen. 2. etwas, sich -: etwas
(z. B. Kunstgegenstände, Gebäude), seinen Körper durch
Pflege erhalten, bewahren. 3. a) Körpergewebe u. Kleinst
lebewesen in Nährböden am Leben erhalten; b) totes Ge
webe, Organe od. Organteile in einer Flüssigkeit aufbe
wahren (Med.). 4. eine Aufnahme auf einem Tonträger
(z. B. Kassette, Compact Disc u.Ä.) festhalten. Konlservielrung die; -, -en (zu T...ierung): 1. Haltbarmachung
von Gegenständen aller Art (vor allem von Lebens- u. Ge
nussmitteln, von tierischen u. pflanzlichen Objekten für
wissenschaftliche Zwecke u. von menschlichen Organen
zu Transplantationszwecken). 2. Erhaltung u. Sicherung
eines bestimmten Zustandes eines Kunstwerkes, Bau- od.
Bodendenkmals; vgl. ...ation/...ierung
kon silde ra bel (aus gleichbed. fr. considérable zu consi
dérer „(prüfend) betrachten“, dies aus gleichbed. lat. con
siderare): (veraltet) beachtlich, ansehnlich. Konlsilderaltilon i/ze; -, -n (über fr. considération aus gleichbed.
lat. consideratio): (veraltet) a) Betrachtung, Erwägung; b)
Achtung, Hochachtung. kon|si|de|rie|ren (über/r. con
sidérer aus gleichbed. lat. considerare); (veraltet) a) [prü
750
fend] betrachten; b) überlegen, erwägen; c) schätzen,
hoch achten
Konlsilgnant* der; -en, -en (aus lat. consignans, Gen. con
signantis, Part. Präs, von consignare, vgl. konsignieren):
Versender von Konsignationsgut. Konlsilgnaltar u.
Konlsilgnaltär der; -s, -e (aus gleichbed. fr. consignataire zu consignation, vgl. Konsignation; vgl. ...ar (2) bzw.
...är): Empfänger [von Waren zum Weiterverkauf], bes. im
Überseehandel. Kon|si|gna|ti|on zZze; -, -en (über /r.
consignation aus spätlat. consignatio „schriftliche Bestä
tigung“): 1. (bes. im Überseehandel) übliche Form des
Kommissionsgeschäftes; Warenübergabe, -Übersendung
an einen Î Kommissionär. 2. (veraltet) Niederschrift, Auf
zeichnung. konlsilgnielren (unter Einfluss von fr. con
signer aus lat. consignare „schriftlich niederlegen, beglau
bigen“): 1. Waren zum Verkauf überweisen. 2. [Schiffe,
Truppen] mit besonderer Bestimmung [ab]senden
Konsillilarlarzt der; -es, ...ärzte (zu tkonsiliarisch): svw.
Konsiliarius. kon|si|li|a|risch (aus gleichbed. lat. consi
liarius): beratend, ratgebend. Konlsillilalrilus der; -,
...rii (aus lat. consiliarius „Berater“): vom behandelnden
Arzt zur Beratung hinzugezogener zweiter Arzt, konlsililielren (aus gleichbed. lat. consiliari); (veraltet) a) sich
beraten, Rat erteilen; b) jmdm. das Verlassen der Lehran
stalt anraten; vgl. Consilium Abeundi. Konlsillilum
das; -s, ...ien [...ion] (aus lat. consilium „Beratung,
Rat(schlag)“): (veraltet) 1. Rat. 2. a) Beratung [mehrerer
Ärzte über einen Krankheitsfall] ; b) Gruppe von Beraten
den; vgl. Consilium Abeundi
konlsisltent (aus lat. consistens, Gen. consistentis, Part.
Präs, von consistere „sich setzen, dicht werden“): 1. a)
dicht, fest od. zäh zusammenhängend; b) dickflüssig, von
festem Zusammenhalt, in sich Istabil (1), beständig. 2. lo
gisch aufgebaut, in sich lückenlos u. widerspruchsfrei (Lo
gik); Ggs. Î inkonsistent. Konlsisltenz die; - (zuɪ,,,enz):
1. Dichtigkeit; Zusammenhang. 2. Widerspruchslosigkeit
(Logik); Ggs. ÎInkonsistenz (b). 3. Festigkeit, Beständig
keit, bes. bei psychologischen Tests (Psychol.); Ggs. ÎIn
konsistenz (a). 4. Haltbarkeit, Beschaffenheit eines Stoffs
hinsichtlich seiner Struktur u. Beständigkeit gegen Struk
turveränderungen. kon|sis|to|ri|al (aus gleichbed. /ezrchenlat. consistorialis zu consistorium, vgl. Konsistori
um): das Konsistorium betreffend. Kon|sis|tolri|al|rat
der; -[e]s, ...räte: [Amtstitel für ein] Mitglied des Konsis
toriums (3) einer konsistorial verfassten evangelischen
Landeskirche. Kon|sislto|ri|al|ver|fas|sung tZz'e; -:
ehemalige obrigkeitliche Verfassungsform der ev. Landes
kirchen; vgl. Synodalverfassung. Kon|sis|to|ri|um das:
-s, ...ien [...ion] (aus kirchenlat. consistorium „Versamm
lung; Verwaltungsbehörde“, dies aus spätlat. consistori
um „Beratungszimmer, Kabinett“): 1. Plenarversamm
lung der Kardinäle unter Vorsitz des Papstes. 2. a) kirch
licher Gerichtshof einer T Diözese; b) Verwaltungsbehör
de einer Diözese in Österreich. 3. oberste Verwaltungsbe
hörde einer ev. Landeskirche. 4. seit der Herrscherzeit
von Diokletian (ab 284 n.Chr.) Beratergremium am Hof
der röm. Kaiser
kon|skrilbie|ren* (aus lat. conscribere „verzeichnen; in
eine Liste eintragen“): (früher) zum Wehrdienst einberu
fen. Konlskrilbier te der; -n, -n: (früher) zum Wehr
dienst einberufener Rekrut. Konlskripltilon die; -, -en
(aus lat. conscriptio „Aufzeichnung, Liste“): (früher) Ein
berufung zum Wehrdienst
’Konlsol der; -s, -s (meist Plur.) (aus engl. consols (Plur.)
„Anleihen“; kurz für Consolidated Annuities (Bez. für
engl. Staatsanleihen im 18. Jh.)>: engl. Staatsschuldschein
2Kon|sol das; -s, -e (zu ÎKonsole): (landsch.) Konsole (2)
kon so la bei (aus lat. consolabilis „zum Trösten gehörig,
tröstlich“ zu consolari, vgl. konsolieren); (veraltet) für
751
Trost empfänglich, konlsollant <zu T...ant>: (veraltet)
tröstend, beruhigend, trostreich. Konlsollaltilon die: -,
-en (aus gleichbed. lat. consolatio): (veraltet) Trost, Beru
higung. Konlsollaltor der: -s, -en (aus gleichbed. lat.
consolator): (veraltet) Tröster
Konlsolle die: -, -n (aus gleichbed. fr. console, Herkunft
ungeklärt): 1. [aus einer Wand, aus einem Pfeiler] vor
springender Tragstein für Bogen, Figuren u.a. (Archit.).
2. Wandbord, Wandbrett; an der Wand angebrachtes
tischartiges Möbel mit zwei Beinen (für Vasen, Uhren
u.Ä.). 3. Ein- u. Ausgabegerät, Steuerpult am Computer
(EDV)
Kon|so|li|da|ti|on die: -, -en (aus /a/, consolidatio „Festi
gung“ zu consolidare, vgl. konsolidieren): 1. Festigung,
Sicherung. 2. a) Umwandlung kurzfristiger Staatsschul
den in Anleihen (Wirtsch.); b) Vereinigung unterschiedli
cher Staatsanleihen zu einer einheitlichen Anleihe
(Wirtsch).; c) Senkung der Nettoneuverschuldung [des
Staates] (Wirtsch.); d) Fortbestand eines dinglichen
Rechtes an einem Grundstück (z. B. einer Hypothek) auch
nach Erwerb durch den Rechtsinhaber (Rechtsw.); vgl.
Konfusion (2). 3. a) Stillstand eines Krankheitsprozesses
(z.B. einer Tuberkulose); b) Verknöcherung des sich bei
Knochenbrüchen neu bildenden Gewebes (Med.). 4. Ver
steifung von Teilen der Erdkruste durch Zusammenpres
sung u. Faltung sowie durch Îmagmatische Î Intrusionen
(Geol.); vgl. ...ation/...ierung. konsolidieren (über
gleichbed. fr. consolider aus lat. consolidare „fest ma
chen“): 1. [sich] in seinem Bestand festigen. 2. durch
Î Konsolidation (2) umwandeln od. Zusammenlegen
(Wirtsch.). Kon|so|li|die|rung die; -, -en (zu Î ...ierung):
svw. Konsolidation; vgl. ...ation/...ierung. Konsolidierungsphase die; -, -n: Zeitraum, in dem sich etwas
konsolidiert
kon|so|lie|ren (aus gleichbed. lat. consolari): (veraltet)
trösten, beruhigen
Konlsomlmee [kðsɔ'me:] vgl. Consommé
konlsolnant (aus lat. consonans, Gen. consonantis „über
einstimmend, mitlautend", Part. Präs, von consonare, vgl.
konsonieren): 1. (veraltet) einstimmig, übereinstimmend.
2. harmonisch zusammenklingend (Mus.). 3. mitklingend,
-schwingend (Akustik). Konlsolnant der; -en, -en (aus
gleichbed. lat. (littera) consonans); Laut, bei dessen Î Ar
tikulation (1 b) der Atemstrom gehemmt od. eingeengt
wird; Mitlaut (z.B. d, m; Sprachw.); Ggs. tVokal, konsolnanltisch: einen od. die Konsonanten betreffend.
kon|so|nan|ti|sie|ren (zu T...isieren): einen TVokal zu
einem Konsonanten umbilden, z.B. russ. avto... aus gr.
auto... Konsonanltismus der; - (zu ...ismus (4)):
System, Funktion der Konsonanten (Sprachw.). Konlsonanz die; -, -en (aus lat. consonantia „Einklang, Harmo
nie“): 1. Konsonantenverbindung, Häufung von Kon
sonanten (Sprachw.). 2. konsonanter Gleichklang von
Tönen (Mus.), konlsolnielren (aus gleichbed. lat. con
sonare): zusammen-, mitklingen. konlsolnielrend (zu
T...ierend): mitkhngend; konsonierende Geräusche: durch
Resonanz verstärkte Rasselgeräusche (Med.)
Kon|so|pi|a|ti|on die; -, -en (zu lat. consopire (vgl. konsopieren) u. Î...ation): (veraltet) Betäubung, Beruhigung,
Einschläferung. kon|so|pie|ren (aus gleichbed. lat. con
sopire, zu sopor „Schlaf“): (veraltet) einschläfern, betäu
ben, beruhigen
Konlsorlte der; -n, -n (zu lat. consors, Gen. consortis „Ge
nosse“, dies zu îkon... u. sors „Schicksal“): 1. (Plur.; ab
wertend) die Mitbeteiligten (bei Streichen, nicht einwand
freien Geschäften o.Ä.). 2. Mitglied eines Konsortiums.
Konlsorltilal... (zu T...al (1)): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „ein Konsortium betreffend“, z.B. Kon
sortialgeschäft. Konlsorltilallbank ¿ZZe; -, -en: Mit
Konstellation
gliedsbank eines Konsortiums. Konlsorltilallgelschäft
das: -[e]s, -e: gemeinsames Finanz- od. Handelsgeschäft
mehrerer Unternehmen. Kon|sor|ti|al|quo|te die; -, -n:
der dem einzelnen Mitglied eines Konsortiums zustehen
de Teil des Gesamtgewinns. Kon|spr|ti|um das; -s, ...ien
[--iən] (aus lat. consortium „Teilhaberschaft“): vorüber
gehender Zusammenschluss von Unternehmen, bes. Ban
ken, zur gemeinsamen Durchführung eines größeren Ge
schäfts
Kon|so|zi|alti|on die; -, -en (aus lat. consociatio „enge
Verbindung“ zu consociare, vgl. konsoziieren): festste
hende unveränderliche Wortverbindung (z.B. Haus und
Hof; Sprachw.). kon|so|zi|ie|ren (aus gleichbed. lat.
consociare, zu socius „Gefährte, Genosse“): (veraltet)
vergesellschaften, vereinigen
Konlspekt* der; -[e]s, -e (aus lat. conspectus „Betrach
tung, Erwägung“ zu conspicere „anschauen, betrach
ten“): 1. schriftliche Inhaltsangabe. 2. Übersicht, Ver
zeichnis. kon|spek|tie|ren (zu Î..deren): einen Kon
spekt anfertigen
konlsperlgielren* (aus spätlat. conspergere „(beistreu
en“, eigtl. „bespritzen“): [Pillen zur Vermeidung des Zu
sammenklebens] mit Pulver bestreuen
kon|spe|zi|fisch* (zu Ikon... u. tspezifisch): derselben
Art angehörend (Biol.)
Konspikuität* die: - (aus gleichbed. spätlat. conspicuitas, Gen. conspicuitatis, zu lat. conspicuus „sichtbar, auf
fallend“): (veraltet) Anschaulichkeit, Klarheit
Konlspilrant* der; -en, -en (aus lat. conspirans, Gen. con
spirantis, Part. Präs, von conspirare, vgl. konspirieren):
(veraltet) [politischer] Verschwörer. Konlspilralteur
[,..'t0:ç] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. conspirateur zu con
spirer aus Zat. conspirare, vgl. konspirieren): (selten) [po
litischer] Verschwörer. Konlspilraltilpn die; -, -en (unter
Einfluss von/r. conspiration aus gleichbed. lat. conspira
tio): Verschwörung, konlspilraltiv (zu T...iv): a) eine
[politische] Verschwörung bezweckend, anstrebend; b) zu
einer Verschwörung, in den Rahmen, Zusammenhang ei
ner Verschwörung gehörend. Konlspilraltilviltät
[,,,vi...] die; - (zu t...ität): konspiratives Verhalten od. Vor
gehen. Konlspilraltor der: -s, ...oren (aus gleichbed.
mlat. conspirator zu lat. conspiratus „verschworen“):
(veraltet) [politischer] Verschwörer. kon|spi|rie|ren
(aus gleichbed. lat. conspirare): sich verschwören, eine
Verschwörung anzetteln (bes. zur Erreichung politischer
Ziele)
kon|spi|zie|ren* (aus gleichbed. lat. conspicere): (veral
tet) wahrnehmen, erblicken
1Kons|ta|bler* der; -s, - (aus mlat. constabularius „Be
fehlshaber“ zu spätlat. comes stabuli, vgl. Konnetabel):
(früher) Geschützmeister (auf Kriegsschiffen usw.), Un
teroffiziersgrad der Artillerie. 2Kons|talbler der; -s, (nach gleichbed. engl. constable, dies aus mlat. constabu
larius, vgl. ‘Konstabler): (veraltet) Polizist
konlstant‘(aus gleichbed. lat. constans, Gen. constantis
zu constare „fest stehen“): feststehend], unveränderlich;
ständig gleichbleibend; beharrlich; konstante Größe: svw.
Konstante (2). Konstanten das,: -s (Kunstw.): Legie
rung aus Kupfer u. Nickel (für elektr Widerstände; Elektrot.). Konstante iZZe; -[n], -n (Substantivierung zu
Îkonstant): 1. unveränderliche, feste Größe; fester Wert.
2. math. Größe, deren Wert sich nicht ändert (Math.);
Ggs. TVariable. Kon stanz die; - (aus lat. constantia
„feste Haltung“): Unveränderlichkeit, Stetigkeit, Beharr
lichkeit. konlstaltielren (aus gleichbed. fr. constater zu
lat. constat „es steht fest“): [eine Tatsache] feststellen, be
merken. Konlstaltielrung die; -, -en (zu t...ierung):
Feststellung, das Konstatieren
Kon|stel|la|ti|on‘ die; -, -en (aus lat. constellatio „Stel-
Konsternation
752
Perf. von constituere, vgl. konstituieren) u. T ...iv>: 1. zur
lung der Gestirne“, zu stella „Stern“): 1. das Zusammen
Feststellung dienend, bestimmend, grundlegend; das We
treffen bestimmter Umstände u. die daraus resultierende
sen einer Sache ausmachend; konstitutive Enzyme: in der
Lage. 2. Planetenstand, Stellung der Gestirne zueinander
Zelle ständig vorhandene Enzyme (Biol.). 2. a) die Erfah
(Astron.)
rung ermöglichend (in Bezug auf die Î Kategorien 4); vgl.
Kon|ster|na|ti|on* die; -, -en (aus gleichbed. lat. conster
regulatives Prinzip; b) unerlässlich (vom Bestandteil eines
natio zu consternare, vgl. konsternieren): (veraltet) Be
Begriffs; Philos.); Ggs. Îkonsekutiv (2). 3. rechtsbegrün
stürzung. konlsterlnielren (aus lat. consternare „aus
dend (Rechtsw.). Konlstiltultor der; -s, ...oren (aus
der Fassung bringen“): bestürzt, fassungslos machen,
gleichbed. lat. constitutor, eigtl. „Aufsteher“): (veraltet)
konlsterlniert (zu t...iert>: bestürzt, betroffen, fas
jmd., der etw. anordnet, errichtet, Stifter. Konlstiltysungslos
tum das; -s, ...ta: svw. Konstitut
Kon|sti|pa!ti|on* die; -, -en (aus spätlat. constipatio „das
Zusammenstopfen“ zu constipare, vgl. konstipieren): Kon|strik|ti|on* die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. con
strictio zu lat. constringere, vgl. konstringieren): 1. a) Zu
svw. Obstipation. kon|sti|pie|ren (aus gleichbed. lat.
sammenziehung (eines Muskels); b) das Abbinden von
constipare zu Ikon... u. stipare „zusammenstopfen, -drän
Blutgefäßen (Med.). 2. Einschnürung an bestimmten Stel
gen“): svw. obstipieren
len der Chromosomen (Biol.). Konlstrikltor der; -s,
Konlstiltulanlte* vgl. Constituante. Konlstiltulens das;
...oren (aus (n)lat. constrictor, eigtl. „Zusammenzieher“):
-, ...enzien [...ian] (aus lat. constituens, Gen. constituentis,
übliche Kurzbez. für Musculus constrictor, zusammenzie
Part. Präs, von constituere, vgl. konstituieren): konstituti
hender Muskel, ringförmiger Schließmuskel (Med.), konver (1), wesentlicher [Bestandteil, Zug. Konlstiltulenstringieren (aus lat. constringere „zusammenschnü
te die; -, -n: sprachliche Einheit, die Teil einer größeren,
ren, fesseln“): zusammenziehen, zusammenschnüren (be
komplexen sprachlichen Konstruktion ist (Sprachw.).
zogen auf die Tätigkeit entsprechender Muskeln; Med.)
Konstituentenanalyse die; -, -n: Methode der
Satzanalyse, bei der der Satz als komplexe sprachliche kon|stru|ie|ren* (aus lat. construere „zusammenschich
ten, erbauen, errichten“): 1. ein [kompliziertes, techni
Einheit in seine Bestandteile aufgelöst u. die Anordnung
sches] Gerät entwerfen u. bauen. 2. eine geometrische Fi
der Konstituenten beschrieben wird (Sprachw.). Konlstitujen ten satz der; -es, ...sätze: Nebensatz als unmittel
gur mithilfe gegebener Größen zeichnen (Math.). 3. Satz
glieder od. Wörter nach den Regeln der Syntax zu einem
bare Î Konstituente eines Hauptsatzes (Sprachw.). Konsti tuienlten struk tur gram ma tik die; -: Gramma
Satz od. einer Fügung zusammensetzen. 4. a) mithilfe vor
tik, die die Struktur komplexer sprachlicher Einheiten
geschriebener Operationen herleiten, gedanklich, begriff
lich, logisch aufbauen, herstellen; b) (abwertend) nur
mithilfe der Konstituentenanalyse beschreibt (Sprachw.);
vgl. Phrasenstrukturgrammatik, konlstiltulielren (teil
T theoretisch (2), nur mithilfe von Annahmen u. daher
weise über gleichbed. fr. constituer aus lat. constituere
künstlich aufbauen, herstellen; c) einseitig darstellen.
„aufstellen, einsetzen“): 1. a) gründen, ins Leben rufen;
Konlstrukt das; -[e]s, Plur. -e u. -s (aus lat. constructum,
konstituierende Versammlung: verfassunggebende Ver
eigtl. „Zusammengebautes“, Part. Perf. (Neutr.) von con
sammlung; vgl. Constituante; b) für etwas grundlegend
struere, vgl. konstruieren): Arbeitshypothese od. gedank
sein; etwas begründen (z. B. die Sprache konstituiert das
liche Hilfskonstruktion für die Beschreibung von Dingen
Denken). 2. sich konstituieren: [zur Gründung zusam
od. Erscheinungen, die nicht konkret beobachtbar sind,
mentreten u.J die eigene Organisationsform, Geschäfts
sondern nur aus anderen beobachtbaren Daten erschlos
ordnung o.Ä. festlegen; sich bilden, zusammenschließen
sen werden können. Konlstruklteur [,..'t0:ç] der; -s, -e
u. festen Bestand gewinnen. Kon|sti|tu|ie|rung die; -,
(aus gleichbed. fr. constructeur): a) Ingenieur od. Techni
-en (zu T...ierung): das (Sich)konstituieren. Konlstiltut
ker, der sich mit Entwicklung u. Bau von [komplizierten,
das; -[e]s, -e (aus lat. constitutum „das Festgesetzte“):
technischen] Geräten befasst; b) technischer Zeichner.
(veraltet) fortgesetzter, wiederholter Vertrag (Rechtsw.).
Kon|struk|ti|on Æe; -, -en (aus gleichbed. lat. con
Konstitution die: -, -en (aus lat. constitutio „Verfas
structio): 1. Bauart (z.B. eines Gebäudes, einer Maschi
sung, Zustand“): 1. a) körperliche u. seelische Verfassung;
ne). 2. durch Konstruieren hergeleitete Formel, Theorie
Widerstandskraft eines Lebewesens; b) Körperbau
o.Ä.; geometrische Darstellung einer Figur mithilfe gege
(Med.). 2. Rechtsbestimmung, Satzung, Verordnung; Ver
bener Größen (Math.). 3. nach den syntaktischen Regeln
fassung. 3. päpstlicher Erlass mit Gesetzeskraft; Konzils
vorgenommene Zusammenordnung von Wörtern od.
beschluss. 4. Anordnung der Atome im Molekül einer
Satzgliedern zu einem Satz od. einer Fügung (Sprachw.).
Verbindung (Chem.). Kon|stiltulti|olna|lis!mus der; 4. a) Darstellung von Begriffen in der Anschauung; b)
(nach gleichbed. engl. constitutionalism; vgl. ...ismus ( 1 )>:
Aufbau eines der Erfahrung vorausgehenden Begriffssys
1.Staatsform, in der Rechte u. Pflichten der Staatsgewalt
tems (Philos.). 5. wirklichkeitsfremder Gedankengang. 6.
u. der Bürger in einer Verfassung festgelegt sind. 2. für
a) (ohne Plur.) das Entwerfen, die Entwicklung; b) Ent
den Konstitutionalismus (1) eintretende Lehre. Konlstiwurf, Plan. Kon|struk|ti|onslbü|ro das; -s, -s: Büro, in
tultilolnalliItät die; - (aus gleichbed. fr. constitutionnali
dem technische Entwürfe u. Berechnungen angefertigt
té; vgl. ...ität): (veraltet) Verfassungsmäßigkeit, konlstiwerden, konlstrukltiv (aus gleichbed. spätlat. con
tultilolnell (aus gleichbed. fr. constitutionnel zu lat. con
structivus zu lat. constructus (Part. Perf. von construere,
stitutio, vgl. Konstitution) : 1. verfassungsmäßig; an die
vgl. konstruieren) u. t ...iv): 1. die Konstruktion (1) betref
Verfassung gebunden; konstitutionelle Monarchie: durch
fend. 2. auf die Erhaltung, Stärkung u. Erweiterung des
eine Staatsverfassung in ihren Machtbefugnissen einge
Bestehenden gerichtet; aufbauend, einen brauchbaren
schränkte Monarchie (Rechtsw.). 2. anlagebedingt, die
Beitrag liefernd; konstruktives [...vas] Misstrauensvotum
Gesamtverfassung eines Individuums betreffend (Med.).
[...v...]: Misstrauensvotum gegen den Bundeskanzler, das
Kon|sti|tu|ti|o|nel|le der u. die; -n, -n: Anhängern],
nur durch die Wahl eines Nachfolgers wirksam wird. 3.
Vertreterin] einer Staatsform, in der Rechte u. Pflichten
operativ herleitend, begründend, in methodisch grundle
in einer Verfassung festgelegt sind. Konlstiltultilonsgender Weise konstruierend (4a), operativ verfahrend;
forlmel die; -, -n: svw. Strukturformel. Konlstiltultikonstruktive [...va] Mathematik: methodologische Rich
onsltyp der; -s, -en: eine der Grundformen des mensch
tung, die als wichtigen Gegenstand der Mathematik ledig
lichen Körperbaus [u. die ihm zuzuordnenden seelischen
lich das Studium von konstruktiv beschreibbaren Eigen
Eigenheiten], konlstiltultiv (zu lat. constitutus (Part.
schaften u. Beziehungen für algorithmisch bildbare Ob
753
konsumtiv
jekte erklärt. Kon|struk|ti|vis|mus [...v...] der: - (zu
Staaten, sich bei Meinungsverschiedenheiten (unterei
t. ..ismus (1)>: 1. Richtung in der bildenden Kunst Anfang
nander od. mit anderen Staaten) zu beraten, konlsulltiedes 20. Jh.s, die eine Bildgestaltung mithilfe rein geometri
ren (aus lat. consultare „um Rat fragen, überlegen“ zu
scher Formen vornimmt (Kunstw.). 2. Kompositionswei
consulere, vgl. konsulieren): 1. bei jmdm. [wissenschaftli
se mit Überbewertung des formalen Satzbaues (Mus.). 3.
chen, bes. ärztlichen] Rat einholen, jmdn. zurate ziehen.
Richtung der sowjetischen Literatur von 1924 bis 1930,
2. beratende Gespräche führen (von Bündnispartnern),
die bes. die Faszination durch die Technik beschrieb.
sich besprechen, beratschlagen; ein Lexikon konsultieren:
Konlstrukltilvist der; -en, -en (zu t...ist): Vertreter des
in einem Lexikon nachschlagen, sich darin informieren.
Konstruktivismus, konlstrukltilvisltisch (zu t,,,isKon|sul|tie|rung ¿/e; -, -en (zu t,,,ierung): a) das Kon
tisch): in der Art des Konstruktivismus. Konlstrukltilvisultieren; b) das Konsultiertwerden; vgl. ...ation/...ierung.
tät die; - (zu T ...ität): konstruktive (2) Beschaffenheit,
Kon sulltor der; -s, ...oren (aus lat. consultor „Ratge
konstruktive Haltung. Konlstrukltum das; -, ...ta (aus
ber“); 1. wissenschaftlicher Berater einer 1 Kardinalskon
lat. constructum, vgl. Konstrukt): svw. Konstrukt
gregation. 2. Geistlicher, der von einem Bischof als Bera
Kon|su|a|li|en [...ian] die (Plur.): svw. Consualia
ter in die Verwaltung einer 1 Diözese ohne Î Domkapitel
Konlsublstanltilalliltät* die; - (zu mlat. consubstantialis
berufen wird
„von gleichem Wesen“ (dies zu 1 kon... u. lat. substantia, 'Konlsum der: -s (aus it. consumo „Verbrauch“ zu consu
vgl. Substanz) u. t ...ität): Wesensgleichheit der drei gött
mere „verbrauchen“, dies aus gleichbed. lat. consumere):
lichen Personen (Gottvater, Sohn u. Heiliger Geist;
1.Verbrauch (bes. von Nahrungs-, Genussmitteln); Ver
Theol.). Konlsub|stan|ti|alti|on die; - (aus mlat. conzehr, Genuss. 2. 1 Konsumtion (1). 2Kpn|sum [...zu:m,
substantiatio „Wesensverbindung“): Lehre Luthers, dass
...zum, auch ,,,'zu:m] der; -s, -s (verkürzt aus Konsumver
sich im Abendmahl Leib u. Blut Christi ohne Substanzver
ein; vgl. ’Konsum): 1. (veraltet) (ohne Plural) Konsum
änderung mit Brot u. Wein verbinden
verein. 2. Laden einer Konsumgenossenschaft, eines
Kpnlsulifer; -s, -n (aus lat. consul zu consulere, vgl. konsuKonsumvereins. Kon|sum|ar|ti|kel der; -s, - (zu 1‘Kon
lieren): 1. (hist.) einer der beiden auf Zeit gewählten
sum) : für den 'Konsum bestimmter, der Erhaltung od. He
obersten Beamten der röm. Republik. 2. mit der Wahr
bung eines gewissen Lebensstandards dienender Gegen
nehmung bestimmter [wirtschaftlicher] Interessen u. der
stand, z.B. Auto, Waschmaschine, Kosmetik. KonlsuInteressen von Staatsbürgern des Heimatstaates beauf
maltion die; -, -en (zu 1 konsumieren u. t...ation): (östragter (halbdiplomatischer) offizieller Vertreter eines
terr. u. Schweiz.) Verzehr, Zeche. Konlsulmentrfer; -en,
Staates im Ausland, konlsullar (aus gleichbed. lat. con
-en (aus lat. consumens, Gen. consumentis, Part. Präs,
sularis): den Konsul (1) betreffend, zu ihm gehörend; vgl.
von consumere, vgl. konsumieren): 1. Käufer, Verbrau
...isch/-. Konlsullar der; -s, -e: gewesener Konsul der
cher. 2. heterotrophes Lebewesen, das sich direkt od. in
röm. Republik. Kon|su|lar|agent der; -en, -en: Bevoll
direkt von den durch die Î autotrophen Pflanzen (vgl. Pro
mächtigter eines Konsuls (2). Konlsu larldip ty chen*
duzent 3) erzeugten organischen Stoffen ernährt. Kon[,..ç...] die (Plur.): doppelt gefaltete Tafeln (vgl. Dipty
su|men|ten|kreldit der; -[e]s, -e: Kredit zum Erwerb
chon) aus Elfenbein mit dem Bild des Konsuls, das dieser
von Konsumgütern (in der Regel als Teilzahlungskredit
beim Amtsantritt verschenkte (5./6. Jh. n.Chr.). konlsuvergeben). Kon|sulme|ris|mus der; - (nach engl.-amelaIrisch (aus lat. consularis, vgl. konsular): a) den Konsul
rik. consumerism „kritische Verbraucherhaltung“; vgl.
betreffend; b) das Konsulat betreffend; vgl. ...isch/-.
...ismus): organisierter Schutz der Verbraucherinteressen.
Kon|su|lar|korps [ko:ç] das; - [ko:u(s)], - [ko:es]: Ge
kon|sulmie|ren (aus lat. consumere „aufnehmen, ver
samtheit aller ausländischen Konsuln (2) in einem be
brauchen, verzehren“): 1. [Konsumgüter] verbrauchen,
stimmten Bereich (z. B. in einer Stadt od. in einem Ha
verzehren. 2. (meist abwertend) das für die Konsumgesell
schaft charakteristische Konsumverhalten zeigen, alles
fen); vgl. Corps consulaire. Kon|su|lar|pa|tent das;
kaufen, haben, besitzen wollen, es aber schon nach kurzer
-[e]s, -e: Dokument zur Bezeichnung des Ranges u. des
Zuständigkeitsbereiches eines Konsuls. Konlsullat das;
Zeitwegwerfen. kon|su|mi_e|rend (zu 1 ...ierend): 1. ver
brauchend. 2. auszehrend, an der Körperkraft zehrend
-[e]s, -e (aus lat. consulatus „Konsulamt, -würde“): 1. a)
(von Krankheiten; Med.)
(ohne Plur.) Amt eines Konsuls; b) Amtsgebäude eines
Konsuls. 2. Bez. für das durch Napoleon Bonapartes Konlsumlmaltilpn die; -, -en (aus gleichbed. lat. consum
matio zu consummare, vgl. konsummieren) : (veraltet) 1.
Staatsstreich vom 18. Brumaire VIII (9.11. 1799) begrün
Vollendung. 2. das Zusammenrechnen, konlsumlmiedete Regierungssystem bis zur Errichtung des Ersten Kai
ren (aus gleichbed. lat. consummare zu Ikon... u. lat.
serreichs (18. 5. 1804). Konlsullent der; -en, -en (aus lat.
summa „Höhepunkt, Gesamtzahl, Summe“): (veraltet) 1.
consulens, Gen. consulentis, Part. Präs, von consulere,
vollbringen, vollenden. 2. zusammenrechnen
vgl. konsulieren): (veraltet) [Rechts]berater, Anwalt.
kon|su|lie|ren (aus gleichbed. lat. consulere): (veraltet) konlsumlorilenltiert (zu Î 'Konsum u. Torientieren): ein
seitig auf den Erwerb von Konsumgütern ausgerichtet,
a) sich beraten, überlegen; b) befragen, um Rat fragen.
nur nach Genuss strebend. Konlsumpltilpn vgl. Kon
Kpn|su|lin<Äe; -, -nen: 1. weibliche Form zu Î Konsul (2).
sumtion. konlsumpltiv vgl. konsumtiv. Kon|sum|ter2. (veraltet) Frau eines Konsuls (2). Koni suit das; -[e]s, -e
ror der; -s (zu Î'Konsum): (emotional abwertend) durch
(aus gleichbed. lat. consultum): (veraltet) 1. Beschluss. 2.
die Werbung ausgeübter Druck, der den Verbraucher zur
[Rechts]gutachten. Konlsulltant der; -en, -en (aus lat.
fortgesetzten Steigerung seines Konsums antreibt. Konconsultans, Gen. consultantis, Part. Präs, von consultare,
sum ti billi en [-iən] die (Plur.) (zu (n)lat. eonsum(p)tivgl. konsultieren): fachmännischer Berater, Gutachter.
bilias „zum Verbrauch bestimmt“, dies zu lat. consumere,
Kon|sul|ta|ti|pn die; -, -en (aus lat. consultatio „Bera
vgl. konsumieren): (veraltet) Verbrauchsgüter. Kon
tung“ zu consultare, vgl. konsultieren): 1. Untersuchung
sum Iti Ion die; -, -en (aus lat. consumptio „Aufzeh
u. Beratung [durch einen Arzt]. 2. gemeinsame Beratung
rung“): 1. Verbrauch von Wirtschaftsgütern. 2. das Auf
von Regierungen od. von Vertragspartnern. 3. (regional)
gehen eines einfachen [strafrechtlichen] Tatbestandes in
Beratung durch einen Wissenschaftler od. Fachmann,
einem übergeordneten, umfassenderen (z. B. Diebstahl u.
bes. einen Hochschullehrer; vgl. ...ation/...ierung. konNötigung in Raub; Rechtsw.). 3. körperliche Auszehrung
sulltaltiv (aus spätlat. consultativus „ratgebend“); bera
infolge anhaltenden Appetitmangels (Med.), konlsumtend, Konsultationen betreffend, darauf beruhend. Kontiv (zu t...iv): für den Verbrauch bestimmt; Ggs. Îinvessul|ta|tiv|pakt der; -[e]s, -e: Vereinbarung zwischen
754
Konsumtourismus
tiv. Konlsumltoulrislmus der; - <zu t'Konsum): das
Reisen, bes. ins Ausland, in der Absicht, dort günstig ein
zukaufen
Kon|szi|enlti|a|lis|mus* [...stsien...] der; - (zu lat. con
scientia „Bewusstsein“ u. Î ...ismus (1)): erkenntnistheore
tischer Standpunkt (z.B. bei Leibniz u. Fichte), wonach
die Dinge nur als Bewusstseinsinhalte existieren (Philos.)
Kon|ta|bes|zenz die; - (zu lat. contabescere „dahin
schwinden, sich verzehren“ u. t...enz>; (veraltet)
Schwindsucht
Konlta|bu|la|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. contabu
latio zu contabulare, vgl. kontabulieren): (veraltet) Täfe
lung. konltalbullielren (aus gleichbed. lat. contabulare
zu Tkon... u. tabula „Brett, Tafel“): (veraltet) täfeln, dielen
Konltalgilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. contagio, eigtl.
„Berührung“, zu contingere „berühren“; vgl. Kontakt):
Ansteckung des Körpers mit Krankheitserregern (Med.).
Konltalgilonslinldex der; Gen. - u. -es, Plur. -e u. ...dizes: [,,,tse:s]: Verhältnis zwischen der Zahl der von einer
Krankheit befallenen u. der Zahl der mit den Erregern
dieser Krankheit infizierten Personen (Med.), konltalgiös (aus gleichbed. spätlat. contagiosus): ansteckend, an
steckungsfähig (von Krankheitserregern; Med.). KonltagilolsiItät die; - <zut...ität>: Ansteckungsfähigkeit (bezo
gen auf eine Ansteckungsquelle; Med.). Kon|ta|gi|um
das; -s, ...ien [...isn] (aus lat. contagium „Ansteckung“): 1.
der bei der Ansteckung durch Krankheitserreger wirksa
me Stoff (Med.). 2. (veraltet) Ansteckung
Kon|ta|ki|on das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. mgr. kontäkion): Hymnenform der orthodoxen Kirche
Konltakt der; -[e]s, -e (aus lat. contactus „Berührung“,
eigtl. Part. Perf. von contingere „berühren“, dies zu
tkon... u. tangere „berühren, anfassen“): 1. das In-Verbindung-Treten; Verbindung, die man (einmal od. in be
stimmten Abständen wieder) für eine kurze Dauer her
stellt; Fühlungnahme]. 2. a) Berührung; b) [menschliche]
Beziehung. 3. a) Berührung, durch die eine Strom führen
de Verbindung hergestellt wird; b) Vorrichtung zum
Schließen eines Stromkreises, Übergangsstelle, Kontakt
stelle für den Strom (Elektrot.). 4. aus einem Festkörper
bestehender tKatalysator (1). Konltaktladreslse* die;
-, -n: Anschrift, über die man mit einer Person, t Organi
sation (2), Gruppe o.Ä. Kontakt (1) aufnehmen kann.
Kon|takt|al|ler|gie die; -, ...ien [,,,i:ən]: durch Kontakt
mit einem [Kontakt]allergen verursachte Allergie, die bei
wiederholter Berührung zu einem [Kontakt]ekzem führt
(Med.), konltaktlarm: schwer Kontakt aufnehmend,
verschlossen, zurückhaltend. Konltaktlbelamlte u.
Konltaktbereichsbeamte der; -n, -n: Polizeibeam
ter, der täglich durch sein î Revier ( 1 ) geht u. Kontakte (1)
zu den Bürgern aufnimmt. Kon|takt|der|malti|tis die;
-, ...itiden: krankhafte Hautreaktion durch Berührung mit
hautschädigenden Stoffen (Med.), konltaklten (aus
gleichbed. engl. to contact zu contact „Berührung; Ver
bindung“, dies zu lat. contactus, vgl. Kontakt): als Kon
takter tätig sein, neue Geschäftsbeziehungen einleiten
(Wirtsch.). Kon|tak|ter der: -s, - (aus gleichbed. engl.
contacter): Angestellter einer Werbeagentur, der den
Kontakt zu den Auftraggebern hält, konltaktlfreuldig
(zu TKontakt): fähig u. bereit, mit anderen rasch in Kon
takt zu treten. Konltaktlglas das; -es, ...gläser (meist
Plur.): svw. Kontaktlinse. Konltaktlhof der; -[e]s, ...höfe: 1. Bereich in unmittelbarer Nähe großer Magmamas
sen, in dem sich Kontaktgestein bildet (Geol.). 2. Innen
hof in einem Eros-Center, in dem die Prostituierten auf
Kunden warten. kontakltieren (zu ¡...¡eren): 1. Kon
takt aufnehmen; Kontakte vermitteln. 2. svw. kontakten.
Konltaktjin|fek|ti|on die; -, -en: Ansteckung durch Be
rührung (Med.). Kon|takt|in|sek|ti|zid das; -s, -e: Gift,
das von Insekten durch Berührung aufgenommen wird.
das; -[e]s, -e: ein Messinstru
ment, dessen Zeiger bei Erreichen eines bestimmten ein
stellbaren Messwertes Kontakt gibt, um z.B. Leuchtzei
chen od. Zähl- u. Schaltvorgänge auszulösen. Konltaktlin se die; -, -n (meist Plur.): dünne, die Brille ersetzende,
durchsichtige, kleine Kunststoffschale, die auf der Horn
haut des Auges getragen wird u. durch Kontakt (1) mit der
Augenflüssigkeit haftet, Haftschale. Konltaktlmann
der; -[e]s, ...männer: Verbindungs- od. Gewährsmann,
durch den Erkundigungen eingeholt od. neue Beziehun
gen angebahnt werden od. der den Kontakt aufrechter
hält, Kontakter. Konltaktlmeltalmorlpholse die; -, -n:
Umbildung des Nachbargesteins durch aufsteigendes
tMagma (1 ; Geol.). Kon|takt|mi|ne|ral das; -s, Plur. -e
u. ...ien [...jan]: Mineral, das bei der Kontaktmetamor
phose durch Einwirkung von hohen Temperaturen auf das
umliegende Gestein entstanden ist (Geol.). Konltaktper son die; -, -en: 1. jmd., der zu einem anderen, der an
einer ansteckenden Krankheit leidet, Kontakt hatte
(Med.). 2. jmd., zu dem man Kontakt aufnehmen kann.
Kon|taktlstu|di|um das; -s, ...ien [...ion]: weiterbilden
des zusätzliches Studium, durch das bes. der Kontakt mit
der Entwicklung der Wissenschaften hergestellt bzw. auf
rechterhalten wird
Kon|ta|mi|nalti|on die; -, -en (aus lat. contaminatio „Be
rührung“ zu contaminare, vgl. kontaminieren): 1. die Ver
schmelzung, Vermengung von Wörtern od. Fügungen, die
versehentlich zusammengezogen werden (z.B. Gebäulich
keiten aus Gebäude und Haulichkeiten; Sprachw.). 2. Ver
schmutzung, Verunreinigung, Verseuchung. 3. Verunrei
nigung von Kernbrennstoff mit Neutronen absorbieren
den Spaltprodukten; vgl. ...ation/...ierung; Ggs. tDekontamination. kontaminieren (aus lat. contaminare
„mit Fremdartigem in Berührung bringen, verderben“): 1.
eine Kontamination (1) vornehmen. 2. verschmutzen, ver
unreinigen, verseuchen. 3. Kernbrennstoff mit Neutronen
absorbierenden Spaltprodukten verunreinigen; Ggs. Îde
kontaminieren. Konlta mi nie rung die: -, -en (zu T...ierung): das Kontaminieren; vgl. ...ation/...ierung
kon tant (aus gleichbed. it. contante zu contare „rechnen,
berechnen“, dies aus lat. computare): bar. Kon|tan|ten
die (Plur.) (aus gleichbed. it. contanti (Plur.)): 1. ausländi
sche Münzen, die nicht als Zahlungsmittel, sondern als
Ware gehandelt werden. 2. Bargeld. Konltantlgeschäft u. Komptantgeschäft [kö'tä:...] das; -[e]s, -e: Ge
schäft mit Barzahlung bei Lieferung
konltemlnielren (aus gleichbed. lat. contemnere); (veral
tet) verachten
Konltem|pla|ti|on* die; -, -en (aus lat. contemplatio „das
Anschauen, die Betrachtung“ zu contemplari, vgl. kontemplieren): a) Versenkung in Gott od. in das Göttliche
(Rel.); b) beschauliches Nachdenken u. geistiges Sichversenken in etwas, konltemlplaltiv (aus gleichbed. spätlat.
contemplativus): auf Kontemplation gerichtet, durch
Kontemplation gekennzeichnet; beschaulich, besinnlich,
konltemlplielren (aus lat. contemplari „betrachten, be
denken“): sich der Kontemplation (b) hingeben
konltemlpolrär (zu tkon... u. ttemporär): gleichzeitig,
zeitgenössisch, konltemlpo rielren (aus gleichbed. lat.
contemporare): (veraltet) gleichzeitig vorhanden sein,
gleichzeitig stattfinden
Konltempltilon, Konltemltilon
- (aus gleichbed. lat.
contemptio zu contemnere, vgl. kontemnieren): (veraltet)
Verachtung
Konlten: Plur. von ¡Konto
Konltenance [kotə'na:s] vgl. Contenance
Kpnltenlplan der; -[e]s, ...pläne (zu ¡Konto): systemati
sche Ordnung der Konten der Buchführung eines Unter
Kon|takt|in|stru|ment*
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nehmens. Kpn|ten|sys|tem das; -s, -e: die Gesamtheit
der Konten in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung
konltent (aus gleichbed. lat. contentus, eigtl. Part. Perf.
von continere „Zusammenhalten“): (veraltet) zufrieden.
Konltenlten die (Plur.) (aus älter it. contento, Plur. con
tenti „Inhalt, Fassungsvermögen“, zu lat. contentus, vgl.
kontent): Ladeverzeichnisse der Seeschiffe, konltenltieren (aus gleichbed. fr. contenter zu content „zufrieden“,
dies aus lat. contentus, vgl. kontent): (veraltet) [einen
Gläubiger] zufriedenstellen, konltenltiv (zu lat. conten
tus (vgl. kontent) u. t...iv): (veraltet) zusammenhaltend,
festhaltend. Konltenltivlverlband der; -[e]s, ...verbän
de: ruhig stellender Stützverband (Med.)
Kpnlter der; -s, - (aus gleichbed. engl. counter zu fr. contre
aus to. contra „gegen“): 1. Griff, mit dem ein Ringer ei
nen gegnerischen Angriff unterbindet u. seinerseits an
greift (Ringen). 2. schneller Gegenangriff, nachdem ein
Angriff des Gegners abgewehrt werden konnte (Ballspie
le). 3. Pendelschwung zur Verlagerung des Körperschwer
punkts bei Griff- u. Positionswechsel am Stufenbarren
(Turnen). 4. beim Rechtsgalopp u. Linksgalopp jeweils die
andere Ausführungsart, in die gewechselt wird (Reiten).
5. aus der Verteidigung heraus geführter Gegenschlag
(Boxen). 6. Äußerung od. Handlung, mit der jmd. etwas
kontert (2). konlter..., Koniter... u. contre..., Contre...
[kðtrə...] (aus fr. contre „gegen“, dies aus to. contra):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „gegen etwas ge
richtet, entgegen“, z.B. konteragieren, Konterrevolution.
Konlterladlmilral der; -s, Plur. -e, auch ...äle (aus gleich
bed. fr. contre-admiral) : Seeoffizier im Rang eines Gene
ralmajors. kon!ter|agie|ren (zu îkonter... u. 1 agieren):
gegen jmd. od. etwas Îagieren (a). Kpn|ter|ban|de
(aus fr. contrebande „Schleichhandel, Schmuggelware“,
dies aus zZ. contrabbando zu contra bando „gegen die Ver
ordnung“): 1. für eine Krieg führende Macht bestimmte
kriegswichtige Güter, die verbotenerweise von neutralen
Schiffen mitgeführt werden. 2. Schmuggelware, konlterbanldielren (zu Î..deren): (veraltet) schmuggeln. Kpnter|es|kar|pe die; -, -n (zu tkonter... u. TEskarpe): (frü
her) äußere Grabenböschung einer Befestigung. Konlterfei [auch ...Tai] das; -s, Plur. -s, auch -e (zu fr. contrefait
„nachgebildet, entstellt“, dies zu altfr. contrefaire „nach
machen, nachbilden“ aus gleichbed. spätlat. contrafacere): (veraltet, aber noch scherzh.) Bild[nis], Abbild, Por
trät. kpnlterlfeilen [auch ...Tajan]: (veraltet, aber noch
scherzh.) abbilden, porträtieren. Kpnlterlgallopp der;
-s, Plur. -s u. -e (zu Ikonter...): Außengalopp, d.h. beim
Reiten auf der rechten Hand Linksgalopp und umgekehrt
(Reiten). kon|ter|ka|rie|ren (aus gleichbed. fr. contre
carrer): jmdm. in die Quere kommen; etwas hintertreiben,
durchkreuzen. Kpn|ter|mi|ne die; -, -n (nach fr. contremine „Gegenschlag“): 1. a) durchkreuzende, hintertrei
bende Maßnahme; Gegenmaßnahme; b) Spekulation an
der Börse, bei der das Fallen der Kurse erwartet wird. 2.
(früher) Gegenmine der Belagerten zur Abwehr der feind
lichen 'Minen (4a). kon|ter|mi|nie|ren (zu !.. deren): 1.
a) hintertreiben; Gegenmaßnahmen ergreifen; b) auf das
Fallen der Börsenkurse spekulieren. 2. (früher) eine Ge
genmine legen, kpnltern (nach engl. to counter „(einen
Boxangriff) mit einem Gegenschlag beantworten“ zu
counter „gegen, entgegen“, dies über fr. contre aus lat.
contra): 1. a) den Gegner im Angriff abfangen u. aus der
Verteidigung heraus selbst angreifen (Sport); b) einen
Konter (3) ausführen (Sport); c) beim Drehen durch ent
gegengerichtete Bewegung des Beckens dem Zug des
Hammers entgegenwirken (Hammerwerfen). 2. sich aktiv
zur Wehr setzen, schlagfertig erwidern, entgegnen. 3. ein
Druckbild umkehren (Druckw.). 4. (eine Mutter auf ei
nem Schraubengewinde) durch Aufschrauben einer Kon
Kontiguitätstheorie
termutter im Gegensinn fest anziehen (Techn.). Kpnlterre|vo|lu|ti|on [,..v...J die; -, -en (aus gleichbed. fr. contrerévolution): 1. Gegenrevolution, der Versuch politischer
Kräfte, die Ergebnisse einer Revolution rückgängig zu
machen. 2. (marxistisch) a) antikommunistische Revoluti
on od. Opposition; b) (ohne Plur.) Gesamtheit von Kräf
ten, Personen, die die Konterrevolution (2 a) anstreben.
kpn|ter|re|vo|lu|ti|olnär (zu 1 konter...): eine Konterre
volution planend, betreffend. Kpnlterlre|vo|lu|ti|o|när
der; -s, -e: Gegenrevolutionär, jmd., der auf [eine] Konter
revolution hinarbeitet od. an ihr beteiligt ist. Kpnlterlsignal* das; -s, -e: (veraltet) Gegenzeichen, Antwort auf
ein gegebenes Zeichen. kon|ter|silgna|li|sie|ren*: (ver
altet) ein Gegenzeichen geben, konlterlsilgnielren* vgl.
kontrasignieren.
Kpnlterltanz vgl. Kontretanz. Konlterlvent [...v...] der;
-s, -s (aus gleichbed. fr. contrevent zu contre „gegen“ u.
vent „Wind“, dies aus lat. ventus) : (veraltet) 1. äußerer
Fensterladen. 2. Windschirm, Windstütze (Archit.)
konltesltalbel (aus gleichbed. fr. contestable zu contester
„bestreiten“, dies aus lat. contestari, vgl. kontestieren):
(veraltet) strittig, umstritten, anfechtbar (Rechtsw.).
Kon tes ta ti on die; -, -en (zum Teil unter Einfluss von
/r. contestation „Bestreitung, Ablehnung, Widerspruch“
aus lat. contestatio „Beschwörung, inständige Bitte“): 1.
das Infragestellen von bestehenden Herrschafts- u. Ge
sellschaftsstrukturen. 2. a) Bezeugung; b) Streit, Bestrei
tung, Anfechtung (Rechtsw.). konltesltielren (zum Teil
unter Einfluss von fr. contester „bestreiten“ aus lat. con
testari „als Zeugen anrufen, beschwören“): a) durch Zeu
gen, Zeugnis bestätigen; b) bestreiten, anfechten
(Rechtsw.)
Kpnltext [auch ..,'tekst] der; -[e]s, -e (aus lat. contextus
„enge Verknüpfung, Zusammenhang (der Rede)“ zu con
texere „verknüpfen, verflechten“): 1. (Sprachw.) a) der
umgebende Text einer gesprochenen od. geschriebenen
sprachlichen Einheit; Kotext; b) (relativ selbstständiges)
Text- od. Redestück; c) der inhaltliche [Gedanken-,
Sinn]zusammenhang, in dem eine Äußerung steht, u. der
Sach- u. Situationszusammenhang, aus dem heraus sie
verstanden werden muss. 2. Zusammenhang; engeres od.
weiteres Umfeld, in das ein Sachverhalt o.Ä. gehört.
Konltextienltrolpie* die; -: Informationsgehalt eines
Zeichens (EDV). Kpn|text|glos|se die; -, -n: in den Text
[einer Handschrift] eingefügte Glosse, konltextlinltensiv: kontextabhängig. Kpn|text|in|va|ri|anz [...v...] die;
-: die Unabhängigkeit der Bedeutung eines Ausdrucks von
dem ihn umgebenden Kontext (Sprachw.). konltexltulal
(aus engl. contextual „den Kontext betreffend“; vgl. ‘...al
(1)): svw. kontextuell; vgl. ...al/...eil. Konltexltulallismus der; - (aus gleichbed. engl. contextualism ; vgl. ...ismus (1)): Richtung innerhalb des Strukturalismus, die
beim Beschreiben der Sprachverwendung außer dem
sprachlichen bes. den situativen Kontext berücksichtigt
(Sprachw.). kon|tex|tu|ell (aus gleichbed. fr. contextu
el): den Kontext betreffend, darauf beruhend, dazu gehö
rend; vgl. ...al/...eil. Konltexltur die; -, -en (aus gleich
bed. fr. contexture): (veraltet) Verbindung, Zusammen
hang
Kpnlti: Plur. von 1 Konto, konltielren (zu TKonto u.
!..deren): für die Verbuchung eines Belegs das entspre
chende Konto bestimmen [u. ihn verbuchen]. Konltielrer
der; -s, -: jmd., der kontiert. Konltielrung die; -, -en (zu
T...ierung): das Kontieren
Kon|ti|gu|i|tät die; - (aus /r. contiguïté „das Angrenzen“
zu contigu „anstoßend“, dies aus lat. contiguus „angren
zend, benachbart“): 1. (veraltet) Angrenzung, Berührung.
2. zeitliches Zusammentreffen (z.B. von Reiz u. Reakti
on; Psychol.). Kon|ti|gu|i|täts|the|o|rie die; -: lern-
Kontinent
theoretische Annahme, dass zwei eng benachbarte Reize
u. Reaktionen auch später gemeinsam erinnert werden
(Psych.)
Konltilnent [auch 'kɔn...] der; -[e]s, -e (aus lat. (terra) con
tinens „zusammenhängendes Land, Festland)“ zu conti
nere „Zusammenhalten, -hängen“): 1. (ohne Plur.) [europ.) Festland. 2. Erdteil, konltilnenltal (nach gleich
bed./r. continental; vgl. ’...al (1)>: den Kontinent betref
fend, zu ihm gehörend, ihm eigentümlich; festländisch.
Kon|ti|nen|tal|drift die; -: svw. Epirogenese. Konltinentalliltät die; - (zu t...ität): der Einfluss einer größe
ren Festlandmasse auf das Klima (Meteor.). Konltilnentallklilma das; -s: Festlandklima; typisches Klima im In
nern großer Landmassen (im Gegensatz zum Seeklima
charakterisiert durch größere Temperaturschwankungen
u. weniger Niederschläge). Konltilnenz die; - (aus lat.
continentia „Mäßigung, Selbstbeherrschung“): 1. (selten)
Enthaltsamkeit. 2. Fähigkeit, etwas zurückzuhalten (z.B.
die Fähigkeit der Harnblase, Urin zurückzuhalten;
Med.); Ggs. ÎInkontinenz
Konltinlgens das; -, Plur. ...gentia u. ...genzien [-iən] (aus
lat. contingens, Part. Präs, von contingere, vgl. kontingieren): (veraltet) zufälliges Vorkommnis, konltinlgent (zu
t...ent): zufällig; wirklich od. möglich, aber nicht [wesens]notwendig; Kontingenz (1) aufweisend, beinhaltend.
Konltinlgent das; -[e]s, -e (nach gleichbed./r. contingent
zu lat. contingens, Gen. contingentis, Part. Präs, von con
tingere, vgl. kontingieren): 1. Anteil, [Pflichtbeitrag (zu
Aufgaben, Leistungen usw.). 2. begrenzte Menge, die der
Einschränkung des Warenangebotes dient (Wirtsch.). 3.
von einem Land zur Verfügung gestellte Menge an Trup
pen. kon|tinlgen|tie|ren (aus gleichbed./r. contingen
ter; vgl. ...ieren): a) etwas vorsorglich so einteilen, dass es
jeweils nur bis zu einer bestimmten Höchstmenge erwor
ben od. verbraucht werden kann; b) Handelsgeschäfte nur
bis zu einem gewissen Umfang zulassen. Konltinlgentielrung die; -, -en (zu t...ierung): die Einteilung, Zutei
lung. Konltinlgen|tie|rungslkar|tell das; -s, -e: Kar
tell (1), bei dem Aufträge od. Angebote unter den Mitglie
dern entsprechend den Beteiligungsquoten aufgeteilt wer
den (Wirtsch.). Konltinlgenz die; -, -en (aus spätlat. con
tingentia „Möglichkeit“ zu lat. contingere, vgl. kontingie
ren): 1. a) (ohne Plur.) das Kontingentsein; kontingente
Beschaffenheit (Philos.); b) Möglichkeit u. gleichzeitige
Nichtnotwendigkeit (einer Aussage; Logik). 2. Häufigkeit
bzw. Grad der Wahrscheinlichkeit des gemeinsamen Auf
tretens zweier Sachverhalte, Merkmale usw. (Statistik;
Psychol.), konltinlgielren (aus lat. contingere „berüh
ren, treffen, zuteilwerden“ zu tkon... u. lat. tangere „an
fassen“): (veraltet) 1. berühren, betreffen. 2. sich ereig
nen, zustoßen
konltilnielren (aus gleichbed. lat. continere zu tkon... u.
tenere „halten“): (veraltet) 1. Zusammenhalten. 2. enthal
ten. Konltilnua: Plur. von tKontinuum. Kon|ti|nu|a|tion die; -, -en (aus lat. continuatio „Zusammenhang, Fort
dauer“ zu continuare, vgl. kontinuieren): (Verlagsw.,
sonst veraltet) Fortsetzung [einer Lieferung], konltilnualtiv (zu t...iv): (veraltet) fortsetzend, die Fortsetzung
bildend. kon|ti|nu|ell (aus gleichbed./r. continuel): (ver
altet) fortdauernd, unaufhörlich, fortwährend. Konltinu en [...nuan]: Plur. von tKontinuum. konltilnulieren (aus lat. continuare „zusammenhängend machen“;
vgl. Kontinuum): (veraltet) fortsetzen, konltilnulierlich: stetig, fortdauernd, unaufhörlich, durchlaufend;
Ggs. Îdiskontinuierlich; kontinuierlicher Bruch: Ketten
bruch (Math.). Kon|ti|nu|i|tät die; - (aus gleichbed. spät
lat. continuitas, Gen. continuitatis): lückenloser Zusam
menhang, Stetigkeit, Fortdauer; ununterbrochener,
gleichmäßiger Fortgang von etwas; Ggs. Î Diskontinuität
756
(1). Kontilnuum [...num] das: -s, Plur. ...nua u. ...nuen
[,,,nuən] (zu lat. continuus „zusammenhängend“, dies zu
continere „Zusammenhalten“): 1. lückenloser Zusammen
hang (z.B. von politischen u. gesellschaftlichen Entwick
lungen). 2. durch Verbindung vieler Punkte entstehendes
fortlaufendes geometrisches Gebilde, z.B. Gerade, Kreis
(Math.)
Konlto das; -s, Plur. ...ten, auch -s u. ...ti (aus it. conto
„Rechnung“, dies aus spätlat. computus zu lat. computare
„zusammenrechnen, berechnen“): von einem Unterneh
men, bes. einer Bank, für einen Kunden im Rahmen län
gerer gegenseitiger Geschäftsbeziehungen geführte lau
fende Gegenüberstellung u. Abrechnung von Ein- u. Aus
gängen bzw. Gut- u. Lastschriften; vgl. a conto, per conto.
Konltolkorlrent das; -s, -e (aus it. conto corrente „lau
fende Rechnung“): 1. im Rahmen einer dauernden Ge
schäftsverbindung vereinbarte periodische Abrechnung[sweise], bei der die beiderseitigen Leistungen lau
fend in Form eines Kontos verbucht werden. 2. (ohne
Plur.) der die Personenkonten, d.h. die Konten der Debi
toren u. der Kreditoren, umfassende Bereich der Buch
führung. 3. Hilfsbuch der doppelten Buchführung mit den
Konten der Kunden u. Lieferanten. Kon|to|kor|rentkonlto das; -s, Plur. ...ten, auch -s u. ...ti: Konto, über das
ein Kontokorrent verbucht wird (Wirtsch.). Konltolkorrentlkreldit der; -[e]s, -e: kurzfristiger ÎPersonalkredit,
den der Kreditnehmer bis zu einem Höchstbetrag in wech
selnder Höhe in Anspruch nehmen kann (Wirtsch.). Kontolphone [...Toon] das; -s (zu engl. (ugs.) phone „Tele
fon“): telefonischer Kundendienst bei Banken u. Sparkas
sen. Konltor das; -s, -e (über mittelniederl. contoor aus
gleichbed. fr. comptoir, eigtl. „Zahltisch“, zu compter
„zahlen, (be)rechnen“, vgl. Konto): 1. Niederlassung ei
nes Handelsunternehmens im Ausland. 2. Handelszentra
le in der früheren DDR, die als Mittler zwischen Industrie
u. Einzelhandel tätig war. 3. (veraltet) Büro eines Kauf
manns, einer Firma. Konltolrist der; -en, -en (zu T ...ist) :
Angestellter in der kaufmännischen Verwaltung. Konltorisltin die; -, -nen: weibliche Form zu TKontorist
Konltorlnilalten die (Plur.) (aus it. contorniati „die Einge
fassten, Eingerahmten“ zu contorno „Umriss, Kontur“):
Schaumünzen der röm. Kaiserzeit (4./5. Jh. n.Chr.) mit
erhöhtem Rand, auf der einen Seite mit Kaiserbildnis, auf
der anderen mit Szenen aus der Mythologie, von Wett
kämpfen, Wagenrennen usw.
kon|tor|quie|ren (aus lat. contorquere „herumdrehen,
schleudern“ zu Îkon... u. torquere „(ver)drehen“); (veral
tet) verdrehen, verzerren, verrenken. Konltorlsilon die;
-, -en (aus nlat. contorsio zu lat. contorquere, vgl. kontorquieren): [gewaltsame] Verdrehung, Verrenkung eines
Gliedes od. Gelenkes (Med.). Kon|tor|si|olnist der; -en,
-en (zu T ...ist): als Schlangenmensch auftretender Artist,
konltprt (aus lat. contortus, Part. Perf. von contorquere,
vgl. kontorquieren): 1. (veraltet) verdreht, verwickelt. 2.
gedreht, geschraubt (von Blumenblättern; Bot.)
konltra* (aus gleichbed. lat. contra): gegen, entgegenge
setzt; vgl. contra. Konltra das; -s, -s: Aussage beim Kar
tenspiel, nach der das Spiel doppelt gezählt wird; jmdni.
Kontra geben: jmdm. energisch widersprechen, gegen
jmds. Meinung Stellung nehmen, konltra..., Konltra...
(aus lat. contra-, vgl. kontra): Präfix mit der Bedeutung
„gegen“, z.B. kontradiktorisch, Kontrapunkt. Konltraalt der; -s, -e: svw. Contralto. Kon|tra|aper|tur die; -,
-en: (veraltet) Gegeneröffnung zum Eiterabfluss (Med.).
Konltralbass der; -es, ...bässe (aus gleichbed. it. contra
basso): einem Violoncello ähnliches, jedoch größeres u.
tiefer gestimmtes Streichinstrument (Mus.), Kpnltrabaslsist der; -en, -en (zu T ...ist): Musiker, der Kontra
bass spielt. Konltraldikltilon die; -, -en (aus lat. contra-
757
Kontrapunktik
dictio „Widerspruch“): Widerspruch (der durch einander
re, vgl. kontrahieren): 1. das Sichzusammenziehen (z.B.
widersprechende Behauptungen über ein und dieselbe Sa
von Muskeln; Med.). 2. Verminderung der in einer Volks
che entsteht), Gegensatz (Philos.). Kon|tra|dik|tor der;
wirtschaft vorhandenen Geld- u. Kreditmenge ( Wirtsch.).
-s, ...oren (aus gleichbed. lat. contradictor): (veraltet) 1.
з. Zusammenziehung zweier od. mehrerer Vokale zu ei
Widersprecher. 2. Vertreter des Gemeinschuldners beim
nem Vokal od. Diphthong, oft unter Ausfall eines dazwi
tKonkurs (2). kon|tra|diklto|risch (aus spätlat. contra
schen stehenden Konsonanten (z. B. nein aus: ni-ein, nicht
dictorius „Widersprüche, Einwände enthaltend“): sich
aus: ni-wiht; Sprachw.). 4. Schrumpfung durch Abküh
widersprechend, sich gegenseitig aufhebend (von zwei
lung od. Austrocknung (von Gesteinen; Geol.). 5. Zusam
Aussagen; Philos.). Konltra|ex|ten|si|on die: -, -en (zu
menziehung, Verringerung des Î Volumens (1), der Länge
tkontra... u. 1 Extension): (veraltet) Gegenzug beim Ein
od. des Querschnitts eines Körpers (z.B. durch Abküh
richten von Knochenbrüchen (Med.). Konltralfalgott
lung; Phys.). 6. Abwehr eines gegnerischen Angriffs beim
das; -s, -e: eine Oktave tiefer als das Î Fagott stehendes
Fechten durch einen eigenen Angriff bei gleichzeitiger
Holzblasinstrument (Mus.). Kon|tra|fak|ti|on die; -, -en
Deckung der Blöße. 7. Einschnürung eines Werkstoffes
(aus gleichbed. nlat. contrafactio zu lat. contrafacere „da
zur Erreichung seiner höchsten Belastung bei einer Zer
gegen handeln; nachbilden“): (veraltet) Nachahmung,
reißprobe (Techn.). Kon trak ti ons pha se die; -, -n:
Nachbildung, konltralfakltisch: der Realität, Wirklich
Abschnitt in der Sternentwicklung, in der sich der Durch
keit nicht entsprechend, nicht wirklich gegeben. Konltramesser verringert u, die Dichte zunimmt (Astron.). Konfak tur die; -, -en (aus mlat. contrafactura „Nachah
traktionstheorie die; -: Theorie, nach der die Erd
mung“): geistliche Nachdichtung eines weltlichen Liedes
kugel durch Wärmeabgabe im Laufe der Zeit schrumpft
(u. umgekehrt) unter Beibehaltung der Melodie. Konltraи. dadurch in der Erdkruste Bewegungen hervorgerufen
falzilent der; -en, -en (aus lat. contrafaciens, Gen. conwerden, wobei die Faltengebirge entstanden sein sollen,
trafacientis, Part. Präs, von lat. contrafacere, vgl. Kontrakonltrakltiv (zu lat. contractus (vgl. kontrakt) u. t...iv):
faktion): (veraltet) jmd., der eine Verordnung übertritt
die Kontraktion (2) betreffend, auf ihr beruhend. Kon
Konltralhalge* [,,,ʒə] die; -, -n (französierend zu tkontratrakltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. contractor,
hieren (3) u. t,,,age): (Studentenspr. früher) Verabredung
eigtl. „der Eingeher; Kontrahent“): (veraltet) Vertrag
zu einem Zweikampf, Duell. Konltralhent der; -en, -en
schließender, bes. bei Lieferverträgen. Konltrakltor(aus lat. contrahens, Gen. contrahentis, Part. Präs,
verlfahlren das; -s (wohl über eng/, contractor „Bauun
von contrahere, vgl. kontrahieren): 1. Vertragspartner
ternehmer“ zu lat. contractor): Verfahren zum Betonieren
(Rechtsw.). 2. a) Gegner im Streit, Gegenpart in einer
unter Wasser, wobei der frische Beton durch einen orts
geistigen Auseinandersetzung; b) Gegner in einem sport
festen Trichter u. ein Trichterrohr, das in bereits geschüt
lichen Wettkampf, in einer kämpferischen Auseinander
teten Beton hineinreicht, eingefüllt wird, sodass er nicht
setzung o.Ä. konltralhielren (aus lat. contrahere „zu
mit Wasser in Berührung kommt u. dabei entmischt wer
sammenziehen, eine geschäftliche Verbindung einge
den kann, konltrakltulell (aus gleichbed. fr. contractuel;
hen“): 1. einen Vertrag schließen (Rechtsw.). 2. a) sich zu
vgl. ...eil): (veraltet) vertraglich, vertragsmäßig. Konsammenziehen (z.B. von einem Muskel; Med.); b) das
traktur die; -, -en (aus spätlat. contractura „das Schma
Zusammenziehen von Muskeln bewirken (bes. von einer
lerwerden“): 1. [bleibende] Fehlstellung eines Gelenks mit
sportlichen Übung). 3. (Studentenspr. früher) jmdn. zum
Bewegungseinschränkung, Versteifung (Med.). 2. dauern
Zweikampf fordern. 4. (beim Fechten) einen gegnerischen
de Verkürzung u. Schrumpfung von Weichteilen (z. B. der
Stoß abwehren u. seinerseits angreifen. KonltralhieHaut nach Verbrennungen; Med.)
rungszwang der; -[e]s: die besonders für gewisse Mo konltrallaltelral* (zu tkontra... u. tlateral): auf die Seite
nopolgesellschaften (wie Eisenbahn usw.) bestehende
[bezogen], auf der gegenüberliegenden Seite befindlich,
gekreuzt (Med.). Kon|tra|ok|ta|ve [,,,və] die; -, -n: Ok
gesetzliche Verpflichtung zum Abschluss eines Vertra
ges aufgrund ihrer gemeinnützigen Zweckbestimmung
tave von C’ bis H’, die nur von bestimmten Instrumenten
erreicht wird (Mus.), konltralpolnielren (aus lat. con
(Rechtsw.)
traponere „entgegensetzen, -stellen“): eine negative Aus
Konltralin|di|ka|ti|on* die; -, -en (zu tkontra... u. Î Indi
sage aus einer positiven ableiten (Logik). Kpnltralpolsikation): Gegenanzeige, Umstand, der die [fortgesetzte]
ti|on die; -, -en (aus mlat. contrapositio „Entgegenstel
Anwendung einer an sich zweckmäßigen od. notwendigen
lung“ zu lat. contraponere, vgl. kontraponieren): 1. Ablei
ärztlichen Maßnahme verbietet (Med.); Ggs. t Indikation.
tung einer negativen Aussage aus einer positiven (Logik).
kon|tra|in|di|ziert: aus bestimmten Gründen nicht an
2. Formel der traditionellen Logik (alle A sind B, folglich:
wendbar (von therapeutischen Maßnahmen; Med.); Ggs.
kein Nicht-B ist A). Kon Itra Ipost der; -[e]s, -e (aus
tindiziert (2). Konltralkomlbilnaltilon die; -, -en: Aus
gleichbed. it. contrapposto zu lat. contrapositus, Part.
wahlkombination zwischen mehreren logisch erfassbaren
Perf. von contraponere, vgl. kontraponieren): der îhar
Schlüsselzügen zur Bekämpfung eines schwarzen Gegen
monische (1) Ausgleich in der künstlerischen Gestaltung
spiels (Kunstschach). kon|tra|kon|flik|tär: einem Kon
des stehenden menschlichen Körpers durch Unterschei
flikt entgegenwirkend ; konfliktlösend, problemlösend
dung von tragendem Stand- u. entlastetem Spielbein u.
konltrakt* (aus gleichbed. lat. contractus, Part. Perf. von
entsprechender Hebung bzw. Senkung der Schulter, koncontrahere, vgl. kontrahieren): (veraltet) zusammengezo
tralproldukltiv (zu tkontra...): negativ, ungut. Kpnltragen, verkrümmt, gelähmt. Konltrakt der; -[e]s, -e (aus
punkt der; -[e]s (aus mlat. contrapunctum, eigtl. punctus
lat. contractus „Vertrag“ zu contrahere, vgl. kontrahie
contra punctum „Note gegen Note“, zu punctus „Note“,
ren): a) Vertrag, Abmachung; Handelsabkommen; b)
dies aus lat. punctus „Punkt“, eigtl. „Gestochenes“): 1.
Vertragsurkunde. Konltraktlbridge [...britf] das; -s: ei
Technik des musikalischen Satzes, in der mehrere Stim
ne hauptsächlich in Europa gespielte Art des Bridge,
men gleichberechtigt nebeneinanderher geführt werden
konltrakltil (aus gleichbed. nlat. contractilis zu lat. con
(Mus.). 2. etw., was einen Gegenstand, Gegenpol zu etw.
tractus, vgl. kontrakt): zusammenziehbar; kontraktile Va
anderem darstellt. kon|tra|punk|tie|ren (zu t...ieren>:
kuole: TOrganell zur Wasserausscheidung bei vielen im
eine Handlung begleiten, etwas parallel zu etwas anderem
Süßwasser lebenden Einzellern (Biol.). Konltrakltillitun o.Ä. kon|tralpunk|tie|rend (zu f ...ierend): den ge
tät die; - (zu t...ität): Fähigkeit, sich zusammenzuziehen
genüber anderen Stimmen selbstständigen Stimmverlauf
(z.B. von Muskel[faser]n; Med.). Konltrakltilon die; -,
betreffend (Mus.). Konltralpunkltik die; - (zu t2...ik
-en (aus lat. contractio „Zusammenziehung“ zu contrahe
Kontrapunktiker
( 1 )> : die Lehre des Kontrapunktes, die Kunst kontrapunktischer Stimmführung (Mus.). Kon|tra|punk|ti|ker der;
-s,
Vertreter der kontrapunktischen Kompositionsart
(Mus.), konltralpunkltisch: den Kontrapunkt betref
fend (Mus.), konlträr (über gleichbed. fr. contraire aus
lat. contrarius zu contra „gegen“): 1. gegensätzlich; ent
gegengesetzt. 2. widrig. Kon|tra|ri|e|tät [...ie...] die; -,
-en (nach gleichbed. fr. contrariété; vgl. ...ität): (veraltet)
1. Hindernis, Unannehmlichkeit. 2. (ohne Plur.) Gegen
sätzlichkeit. konltralrilielren (zu Î konträr u. Î..deren):
(veraltet) entgegengesetzt sein, entgegenwirken, hindern.
Konltralrilposlte vgl. Kontroriposte. Kon|tra|ri|um
das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. lat. contrarium): (ver
altet) Gegenteil. Konltra|se|lek|ti|on die; -, -en (zu
tkontra...); Vorgang, der der gezielten Auslese entgegen
wirkt (BioL). Kpnltralsilgnalturdze; -, -en: Gegenzeich
nung, Mitunterschrift (bei Schriftstücken, für deren In
halt mehrere Personen verantwortlich sind), konltralsignielren: ein Schriftstück gegenzeichnen, mit unter
schreiben
Konltrast* der; -[e]s, -e (aus gleichbed. it. contrasto zu
mlat. contrastare „entgegenstehen“, dies zu lat. contra
„(ent)gegen“ u. stare „stehen“): 1. starker, ins Auge sprin
gender Gegensatz; auffallender Unterschied. 2. Tsyntagmatische Relation von sprachlichen Einheiten (z.B. die
Studentin macht ihr Examen zu: die Studentinnen machen
ihr Examen; vgl. Opposition 5). 3. Unterschied in der Hel
ligkeit der hellen u. dunklen Partien eines Bildes (Fotogr.).
kontra sitie Iren (aus gleichbed. fr. contraster zu con
traste, dies aus tí. contrasto, vgl. Kontrast): 1. [sich] abhe
ben, unterscheiden; abstechen; im Gegensatz stehen. 2.
(zu etwas) einen Kontrast schaffen. Konltrastlimiltaltion die; -, -en (zu ÎKontrast): Angleichung an Menschen,
mit denen man streitet (Psych.), konltrasltiv (nach
gleichbed. engl. contrastive zu to contrast „gegenüberstel
len“, dies aus fr. contraster, vgl. kontrastieren): verglei
chend, gegenüberstellend; kontrastive [,,,və] Linguistik:
Richtung der synchronischen Sprachwissenschaft, die
zum Ziel hat, in vergleichenden Untersuchungen Gemein
samkeiten od. Unterschiede zu zwei od. mehr Sprachen
festzustellen. Konltrastlmitltel das; -s, - (zu tKontrast):
in den Körper eingeführte, für Röntgenstrahlen nicht
durchlässige Substanz zur Untersuchung von Hohlorga
nen (z.B. des Magens; Med.). Kon trastlpro gramm
das; -s, -e: Rundfunk- od. Fernsehprogramm, das eine
zweite, andere Möglichkeit zu einem oder mehreren ande
ren bietet
Kon lira I subi jekt* das; -[e]s. -e (zu Î kontra... u. Î Subjekt):
die kontrapunktische Stimme, in die bei der Î Fuge der ers
te Themeneinsatz mündet (Mus.). Kon|tra|tem|po das;
-s, Plur. -s u. ...tempi: svw. Kontraktion (6). Konltraltenor: 1. vgl. Contratenor. 2. vgl. Countertenor. Konltravallenz [...v...] die; -, -en: Aussagenverbindung, die nur
dann wahr ist, wenn eine der beiden verbundenen Aussa
gen wahr u. die andere falsch ist (Logik). Kon|tra|ve|nient [...v...] der; -en, -en (aus spätlat. contraveniens, Gen.
contravenientis, Part. Präs, von contravenire, vgl. kontravenieren): (veraltet) jmd., der einer Verordnung od. Ab
machungzuwiderhandelt (Rechtsw.). Kon|tra|ve|ni|enz
die; -, -en (zu t...enz): svw. Kontravention, konltralvenielren (aus spätlat. contravenire „polemisierend entge
gentreten“ zu Tkontra... u. lat. venire „kommen, heranrü
cken“): (veraltet) ordnungs-, gesetz-, vertragswidrig han
deln (Rechtsw.). Kon|tra|ven|ti|on die; -, -en (zu
T'...ion): (veraltet) Gesetzes-; Vertragsbruch (Rechtsw.).
kon|tra|ven|ti|o|nal (zu T '...al ( 1 )>: (veraltet) eine Kon
travention betreffend. kon|tra|vo|tielren [...v...] (zu
Îvotieren): (veraltet) gegenstimmen, eine Gegenstimme
abgeben. Kon|tra|zep|ti|on die; - (verkürzt aus tkon
758
tra... u. lat. conceptio „Empfängnis“ (vgl. Konzeption)):
Empfängnisverhütung (Med.), konltralzepltiv (zu
T...iv): empfängnisverhütend (Med.). Konltralzepltiv
das; -s, -e u. Kon|tra|zep|tilvum [,..v...J das; -s, ...va (zu
t,,dvum): empfängnisverhütendes Mittel (Med.)
Konltrelbanldist* [...tuban...] der; -en, -en (zu/r. contre
bande (vgl. Konterbande) u. T ...ist): (veraltet) jmd., der
î Konterbande (2) einschmuggelt
Kontrektatilon* die; -, -en (aus gleichbed. lat. con
trectatio (Bed. 2 spätlat.) zu contrectare, vgl. kontrektieren): (veraltet) 1. das Betasten, [unsittliche] Berührung. 2.
Entwendung, Diebstahl. Kon|trek|ta|ti|pnsltrieb der;
-[e]s: sexuelle Triebkomponente, die vor allem nach der
körperlichen Berührung mit dem Partner strebt (Med.,
Psychol.), konltrekltielren (aus gleichbed. lat. con
trectare (Bed. 2 spätlat.) zu Ikon... u. lat. tractare „berüh
ren, betasten“): (veraltet) 1. berühren, angreifen. 2. ent
wenden, stehlen
Kon tre tanz* [...tu...] u. Kontertanz, auch Contretanz
['kotrə...] der; -es, ...tänze (aus fr. contredanse „Gegen
tanz“, dies unter Einfluss von contre „gegen“ aus engl.
country-dance „ländlicher Tanz“): Tanz, bei dem jeweils
vier Paare bestimmte Figuren miteinander ausführen; vgl.
Contredanse.
Konltrilbulent* der; -en, -en (aus lat. contribuens, Gen.
contribuentis, Part. Präs, von contribuere, vgl. kontribuieren): (veraltet) Steuerpflichtiger, Steuerzahler, konltribuieren (aus lat. contribuere „(mit anderen) beitragen,
beisteuern“): (veraltet) 1. Steuern entrichten. 2. beitra
gen, behilflich sein. Kon|tri|bu|ti|on die; -, -en (aus
gleichbed. spätlat. contributio): 1. (veraltet) für den Un
terhalt der Besatzungstruppen erhobener Beitrag im be
setzten Gebiet. 2. von der Bevölkerung eines besetzten
Gebietes erhobene Geldzahlung. 3. (veraltet) Beitrag (zu
einer gemeinsamen Sache)
konltrjelren* (zu tKontra u. t..deren): beim Kartenspie
len Kontra geben
Konltriltilon* die; -, -en (aus lat. contritio „Zerknir
schung“, eigtl. „Zerreibung“, zu conterere „zerreiben;
aufreiben“): vollkommene Reue als Voraussetzung für die
TAbsolution; Ggs. T Attrition. Kon|tri|tilo|nis|mus der;
- (zu T ...ismus (1)>: kath. Lehre von der Notwendigkeit der
echten Reue als Voraussetzung für die Gültigkeit des Buß
sakraments; vgl. Attritionismus
Konltrollle* die; -, -n (aus gleichbed. fr. contrôle, dies aus
älterem contreröle „Gegen-, Zweitregister“, zu contre „ge
gen“ u. rôle „Rolle, Liste“): 1. a) Aufsicht, Überwachung;
b) Überprüfung; c) Probe. 2. Beherrschung, Gewalt. 3.
Kontrollpunkt, -station (bei sportlichen Wettbewerben).
Konltrolller der; -s, - (aus gleichbed. engl. controller):
Fahrschalter, Steuerschalter (an elektr. Motoren). Kon
trolleur [...lorn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. contrôleur
zu contrôler, vgl. kontrollieren): jmd., der eine Kontroll
funktion ausübt. Konltrollleulrin [...'io:...] die; -, -nen:
weibliche Form zu ÎKontrolleur. kon|trol|lie|ren (aus
gleichbed. fr. contrôler; Bed. 2 aus engl. to control „be
herrschen“): 1. etwas [nach]prüfen, jmdn. beaufsichtigen,
überwachen. 2. etwas unter seinem Einflussbereich haben,
beherrschen (einen Markt u. a.), die Kontrolle (2) über et
was haben. Kon|trol|list der; -en, -en (zu t,,,ist): (veral
tet) nicht aktiver Wehrpflichtiger, der zu regelmäßig statt
findenden Kontroll[versammlung]en erscheinen musste.
Kon|troll|kom|mis|si|on die; -, -en: zur Überwachung
der Einhaltung bestimmter Verpflichtungen eingesetzter
Ausschuss. Konltrolllor der; -s, -e (aus gleichbed. it. con
trollore): (österr.) svw. Kontrolleur. Konltrolllstrukltur
rfze; -, -en: Schema, das in bestimmten Programmierspra
chen die Reihenfolge der Abarbeitung von Anweisungen
festlegt (EDV). Kon|tro|ri|pos|teu. Kontrariposte die; -,
759
-n <zu 1 kontra... u. Î Riposte): Gegenschlag auf eine abge
wehrte Î Riposte (Fechten), konltrolvers [...v...J (aus lat.
controversus „entgegengewandt, -stehend“): 1. streitig;
umstritten. 2. entgegengesetzt, gegeneinandergerichtet.
Kon|tro|ver|se die; -, -n (aus lat. controversia „Streitig
keit, Widerspruch“): [wissenschaftliche] Streitfrage; Mei
nungsstreit: heftige Auseinandersetzung, Streit, konltroverlsielren (aus gleichbed. lat. controversari): (veraltet)
streiten, Streitfragen behandeln. Konltrolverlsist der;
-en, -en (zu (...ist): (veraltet) Streitender, Verfasser von
Streitschriften. Konltro|versltheo|lo|gie die;
Bez.
für die methodische Hervorhebung der Differenzen ver
schiedener Kirchen u. Konfessionen bezüglich ihrer theo
logischen Lehren mit dem Ziel, die eigene Position argu
mentativ zu unterstützen
Konltulberlnalle der; -n, -n (aus gleichbed. lat. contuber
nalis, eigtl. „Zeitgenosse“, zu Tkon... u. lat. taberna „Hüt
te, Bude“): (veraltet) [Kriegsjkamerad. Konltuberinium das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. /at. contuberni
um, eigtl. „Zelt- od. Stubengemeinschaft“): (veraltet)
[Kriegskameradschaft
Konltulmaz die; - (aus lat. contumacia „Widerspenstig
keit“): 1. (veraltet) das Nichterscheinen vor Gericht
(Rechtsw.). 2. (veraltet österr.) svw. Quarantäne. Kon |tuma ziial be scheid der; -[e]s, -e (zu Î...ial): (veraltet) in
Abwesenheit des Beklagten ergangener Bescheid
(Rechtsw.).Kon|tulmalzi|al|ver|fah|ren das; -s, -: (ver
altet) in Abwesenheit des Beschuldigten od. der Prozess
partei durchgeführtes Gerichtsverfahren (Rechtsw.).
kon|tu|ma|zie|ren (zu !..deren): (veraltet) gegen jmdn.
ein Versäumnisurteil fällen (Rechtsw.)
kon|tun|die|ren (aus gleichbed. lat. contundere): quet
schen (z. B. Gewebe; Med.); vgl. Kontusion
Konltur die; -, -en, fachspr. auch der; -s, -en (meist Plur.)
(aus gleichbed. fr. contour, dies aus Zt. contorno zu contor
nare „einfassen, Konturen ziehen“; vgl. Turnus): Linie,
durch die etwas begrenzt ist; Umriss[linie]
konturbieren (aus gleichbed. lat. conturbare): (veraltet)
verwirren, beunruhigen, in Unordnung bringen
kon|tu|rie|ren (zu tKontur u. !..deren): 1. umreißen, an
deuten; in Umrissen zeichnen. 2. die Farbabgrenzung für
die Farbzeichnung auf den einzelnen Lithografiesteinen
markieren
Konltusch der; -s, -e (aus gleichbed.poln. kontusz): reprä
sentatives Obergewand der Männer der poln. Oberschich
ten im 18. Jh.KonItuIsche die; -, -n (zu tKontusch): svw.
Contouche
Kon|tu|si|on die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. contusio zu
lat. contundere, vgl. kontundieren): [starke] Quetschung
(Med.)
Konltultor der: -s, ...oren (zu tkon... u. tTutor): (veraltet)
Neben- od. Mitvormund (röm. Recht)
kolnulbilal (aus gleichbed. lat. conubialis zu tkon... u. lat.
nubere „heiraten“): (veraltet) ehelich, das Konubium be
treffend. Kolnulbilum, auch Conubium [k...] das; -s,
...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. conubium): (veraltet) a)
Eheschließung]; b) Berechtigung zum Eingehen einer
vollgültigen Ehe
Konlur|ba|ti|on vgl. Conurbation
Kolnus der; -, Plur. -se u. ...nen (über lat. conus aus gr. könos „Pinienzapfen; Kegel“): 1. Körper von der Form ei
nes Kegels od. Kegelstumpfs (Math.). 2. bei Druckbuch
staben der das Schriftbild tragende Oberteil (Druckw.). 3.
kegelförmiger Stift, Zapfen an Werkzeugen od. Maschi
nen. 4. vgl. Conus (2)
Konlval [...val] der; -s, -e (Kurzw. aus t Konverter u. (4/uminium): früher verwendeter Konverter zum Raffinieren
u. Entgasen von Aluminiumlegierungen durch Einblasen
von Chlor
konventionalisieren
[,..v...] der; -en, -en (zu lat. convalescens,
Gen. convalescentis, Part. Präs, von convalescere, vgl.
konvaleszieren): jmd., der sich nach einem Unfall od. ei
ner Krankheit wieder auf dem Weg der Genesung befin
det.Kon|va|les|zenz die; -, -en (zut...enz): 1. Genesung
(Med.). 2. das Rechtswirksamwerden eines [schwebend]
unwirksamen Rechtsgeschäftes (durch Wegfall eines Hin
dernisses od. nachträgliche Genehmigung eines [Erzie
hungsberechtigten; Rechtsw.). konlvalleslzielren (aus
lat. convalescere „erstarken, zu Kräften kommen“): wie
der gesund werden
Kon|va|li|da|tilon [...v...] die; -en (zu tkon... u. (Validati
on): Gültigmachung einer [noch] nicht gültigen Ehe nach
dem kath. Kirchenrecht
Kon|va|ri|albi|ii|tät [,..v...] die: - (zu Îkon... u. Î Variabili
tät): Mitveränderlichkeit eines psychischen Merkmals
(Psychol.). Konlvalrileltät [...ie...] die; -, -en: in züchte
risch wichtigen Merkmalen übereinstimmende Gruppe
von Kulturpflanzen, die mehrere Sortengruppen enthält
(Bot.)
kon|ve|hie|ren [...v...] (aus gleichbed. lat. convehere):
(veraltet) mit sich führen, transportieren. Konlvekltilon
die; -, -en (aus lat. convectio „das Zusammenfahren,
-bringen“): 1. Mitführung von Energie od. elektr. Ladung
durch die kleinsten Teilchen einer Strömung (Phys.). 2.
Zufuhr von Luftmassen in senkrechter Richtung (Mete
or.); Ggs. Î Advektion (1). 3. Bewegung von Wassermas
sen der Weltmeere in senkrechter Richtung; Ggs. (Ad
vektion (2). 4. Wärmeleitung durch den Blut- u. Lymphstrom (Med.).konlvekltiv (aus gleichbed. nlat. convectivus; vgl. ...iv): durch Konvektion bewirkt; auf die Kon
vektion bezogen (Meteor.). Konlvekltor der; -s, ...oren
(zu t...or): Heizkörper, der die Luft durch Bewegung er
wärmt
konlvelnalbel [...v...] (aus gleichbed. fr. convenable zu
convenir „passen, sich schicken“, dies aus /at. convenire,
vgl. konvenieren): (veraltet) schicklich; passend, bequem,
annehmbar; Ggs. 1 inkonvenabel.Konlvelnilat das: -s, -s
(aus lat. conveniat „er (der Klerus) komme zusammen“,
3. Pers. Sing. Konj. von convenire „zusammenkommen“):
Zusammenkunft der kath. Geistlichen eines 1 Dechanats.
Konvenienz die; -, -en (aus lat. convenientia „Über
einstimmung, Harmonie“): 1. svw. Kompatibilität (3). 2.
(veraltend) a) Bequemlichkeit; Ggs. 1 Inkonvenienz (2); b)
das in der Gesellschaft Erlaubte; Ggs. 1 Inkonvenienz (1).
kon|ve|nie|ren (aus gleichbed. lat. convenire, eigtl. „zu
sammenkommen“): zusagen, gefallen, passen; annehm
bar sein. Konlvent der; -[e]s, -e (aus lat. conventus „Zu
sammenkunft, Versammlung“ zu convenire „zusammen
kommen“): 1. a) Versammlung der Konventualen eines
Klosters; b) Kloster; c) [regelmäßige] Versammlung der
ev. Geistlichen eines Kirchenkreises. 2. Versammlung der
[aktiven] Mitglieder einer Studentenverbindung. 3. (ohne
Plur.) Volksvertretung in der Franz. Revolution. 4. regel
mäßige Gerichtssitzung des Statthalters einer Provinz im
alten Rom.Konlvenltilkel das; -s, - (aus lat. conventicu
lum „kleine Zusammenkunft“, Verkleinerungsform von
conventus, vgl. Konvent): a) [heimliche] Zusammenkunft;
b) private religiöse Versammlung (z.B. der (Pietisten).
Kon|ven|ti|on <¿ze; -, -en (aus gleichbed. fr. convention,
dies aus lat. conventio „Zusammenkunft, Übereinkunft“;
vgl. Konvent): 1. Übereinkunft, Abkommen, [völker
rechtlicher] Vertrag. 2. Regeln des Umgangs, des sozialen
Verhaltens, die für die Gesellschaft als Verhaltensnorm
gelten. 3. Festlegungen über die Gültigkeit von Treffern
im Florett- u. Säbelfechten, konlvenltilolnal (nach
gleichbed. lat. conventionalis): 1. die Konvention (1) be
treffend. 2. svw. konventionell; vgl. ...al/...ell. konlventi|o|na|li|sie|ren (zu (...isieren): zur Konvention (2) erKonlvalleslzent
IC
konventionalisiert
760
fen; b) demselben Ziel zustreben; übereinstimmen; Ggs.
heben. kon{ven!ti|o|na|li|siert (zu t...isiert>: im Her
tdivergieren, konlverlgi,elrend (zu t...ierend>: sich zu
kömmlichen verankert, sich in eingefahrenen Bahnen be
neigend. zusammenlaufend; Ggs. divergierend; vgl. kon
wegend. Konlvenltilolnallislmus der: - (zu T...ismus
vergent
(1)>: philos. Richtung im 19. Jh., die den auf rein zweck
mäßiger Vereinbarung beruhenden Charakter von geome konlvers [...V...] (aus gleichbed. engl. converse zu lat. con
versus. Part. Perf. von convertere, vgl. konvertieren): eine
trischen Axiomen. Begriffen, Definitionen betont (Phi
Konversion (2b) darstellend; umgekehrt, gegenteilig
los.). Kon ven ti o nailiität die; - (zu T...ität): 1. svw.
(Sprachw.). kon'verlsalbe! (zu Î konversieren u.
Arbitrarität. 2. konventionelle Art. KonlvenltilolnalT...abel): (veraltet) gesprächig, umgänglich. Konlverisastralfedze; -. -n: vertraglich vereinbarte Geldbuße zulas
billiltät die: - (zu t...ität>: (veraltet) Umgänglichkeit.
ten des Schuldners bei Nichterfüllung eines Vertrags
Konlverjsaltilon die; -, -en (aus gleichbed./r. conversa
(Rechtsw.). kon|ven|ti|o|nell(aus gleichbed./r. conven
tion. dies aus lat. conversatio ..Umgang. Verkehr" zu con
tionnel, dies aus lat. conventionalis, vgl. konventional): 1.
versari. vgl. konversieren): [geselliges, leichtes] Gespräch.
a) die Konvention (2) betreffend; b) förmlich, steif. 2. her
Plauderei. Kon|ver|sa|ti|onsllelxilkon das: -s. Plur.
kömmlich, nicht modern (bes. Techn., Mil.); konventio
...ka u. ...ken (nach dem zu Beginn des 18. Jh.s erschiene
nelle Waffen: nicht atomare Kampfmittel (z.B. Panzer);
nen ..Staats-. Zeitungs- u. Conversationslexikon" von
vgl. ...al/...eil. Konlventslmeslseuïe; -, -n <zu Î Konvent
.1. Hübner, das bevorzugt dasjenige Wissen vermitteln
u. Î'Messe): Feier der Messe mit Chorgebet in einem
wollte, das zur Konversation unerlässlich war): alphabe
Kloster od. Stift (kath. Theol.). Konjvenltulallerfer. -n.
tisch geordnetes Nachschlagewerk zur raschen Informati
-n (aus gleichbed. rnlat. conventualis): 1. stimmberechtig
on über alle Gebiete des Wissens; Enzyklopädie. Kontes Klostermitglied. 2. Angehöriger eines gemäßigten
veijsaltilonslstück das; -[e]s, -e: 1. Lustspieliorm seit
Zweiges des Franziskanerordens; Abk. O. M. C. u. O. M.
dem 19. Jh.. bei der die geistreiche od. spritzig-unverbind
Conv. Koniventualin die; -, -nen: Angehörige eines
liche Unterhaltung im Vordergrund steht; Gesellschafts
gemäßigten Zweiges des Franziskanerordens
stück. 2. zur Genremalerei gehörende Darstellung von
Kpnlverb [...v.„] das; -s, -ien [...ion] (meist Plur.) (zu
Szenen der Geselligkeit, z. B. Menschen bei einer Llnter1 kon... u. T Verb): in den altaischen Sprachen vorkommen
haltung od. beim Tanz. Konjverisaitolriium das: -s,
de Verbalform ohne Personalendung, die kein Prädikat
bilden kann u. daher (in der Funktion eines Adverbs od.
...ien [...ion] (zu T...orium>: (veraltet) a) Unterhaltung«-,
einer Konjunktion) zu einem Hauptverb tritt (Sprachw.)
Konversationszimmer (z. B. der Schauspieler, in dem die
konlverlgent [...V...] (nach lat. convergens, Gen. conver
se sich während der Auftrittspausen unterhalten); b) Un
gentis, Part. Präs, von convergere, vgl. konvergieren): 1.
terhaltungsverein. ’Konlveriserfer; -n. -n (aus rnlat. con
sich einander nähernd, übereinstimmend. 2. einen endli
versus „Novize, Laienbruder" zu lat. convertere, vgl. kon
chen Grenzwert anstrebend (Math.); Ggs. îdivergent;
vertieren): Laienbruder eines kath. Mönchsordens.
vgl. konvergierend. Konlverlgenziffe; -, -en (zu Î ...enz):
2Kon]verSseifie; -, -n (zu îkonvers): Begriff. Satz, der zu
1. Annäherung. Übereinstimmung von Meinungen. Zielen
einem anderen konvers ist (z. B. der Lehrer gibt dem Schü
u. Ä.; Ggs. î Divergenz (1). 2. Ausbildung ähnlicher Merk
ler ein Buch zu der Schüler erhält vom Lehrer ein Buch:
male hinsichtlich Gestalt u. Organen bei genetisch ver
Sprachw.). konlverlsielren(ausgleichbed./r. converser,
schiedenen Lebewesen, die im gleichen Lebensraum vor
dies aus lat. conversari „verkehren. Limgang haben"):
kommen (Biol.); Ggs. TDivergenz (2). 3. Stellung der Au
(veraltet) sich unterhalten. KonlverEsüon die: -, -en (aus
gen, bei der sich die Blicklinien unmittelbar vor den Au
lat. conversio „Umkehrung, Umwandlung. Übertritt" zu
gen schneiden (das Nach-innen-Schielen; Med.); Ggs.
convertere, vgl. konvertieren): 1. der Übertritt von einer
Î Divergenz (4). 4. das Vorhandensein einer Annäherung
Konfession zu einer anderen, meist zur kath. Kirche. 2. a)
od. eines Grenzwertes konvergenter Linien u. Reihen
Übergang von einer Wortart in eine andere ohne formale
(Math.); Ggs. 1 Divergenz (5). 5. a) das Sichschneiden von
Veränderung (implizite Ableitung; z.B. Dank- dank); b)
Lichtstrahlen; b) das örtliche Zusammenführen der Elek
zwischen zwei 2Konversen bestehendes Bedeutungsver
tronenstrahlen bei Farbbildröhren mit drei getrennten
hältnis (Sprachw.). 3. sinngemäße, der Absicht der Ver
Elektronenstrahlsystemen in der Maskenebene (Phys.);
tragspartner entsprechende Umdeutung eines nichtigen
Ggs. 1 Divergenz (6). 6. das Zusammenwirken von Anlage
Rechtsgeschäftes (Rechtsw.). 4. Schuldumwandlung zur
u. Umwelt als Prinzip der psychischen Entwicklung (Psy
Erlangung günstigerer Bedingungen (Finanzw.). 5. a)
chol.). 7. das Zusammentreffen von verschiedenen Strö
grundlegende Einstellung«- od. Meinungsänderung; b)
mungen des Meerwassers. 8. das Auftreten von gleichen
Umwandlung unbewältigter starker Erlebnisse in körper
od. ähnlichen Oberflächenformen in unterschiedlichen
liche Symptome (Psychol.). 6. Erzeugung neuer spaltbarer
Klimazonen. 9. svw. Konvergenztheorie. KonlverlgenzStofte in einem Reaktor (Kernphys.). 7. Veränderung ei
kriite riiumito; -s. ...ien [...ion]: 1. (innerhalb der Euro
ner Aussage durch Vertauschen von Subjekt u. Prädikat
päischen Wirtschafts- u. Währungsunion EWWU) wirt
(Logik). 8. svw. Konvertierung (2). 9. nach Antigenkon
schaftspolitisches Kriterium, bei dem Übereinstimmung
takt auftretendes Umschlagen eines negativen Testergeb
zwischen den Mitgliedsstaaten herrschen soll. 2. Angabe
nisses in ein positives (Med.). 10. Veränderung des einen
von Bedingungen, unter denen vor allem eine Reihe einen
Gens eines Allelenpaares (vgl. Allel) unter Einfluss des
Grenzwert besitzt; vgl. Konvergenz (4); (Math.). Konanderen (Biol.). 11. Frequenzumsetzung; Verschieben ei
verlgenz|ra|di|us der; -, ...ien [...ion]: Potenzreihe,
nes Frequenzbandes durch Mischen mit einer Hilfsfre
Funktionsreihe, deren einzelne Glieder mit einem Koeffi
quenz u. durch Aussieben des Summen- od. Differenzfre
zienten multiplizierte ganzzahlige Potenzen der unabhän
quenzbandes (Elektrot.). 12. Umstellung des Produkti
gigen Veränderlichen sind (Math.). Konlverlgenzltheonsprogramms [eines Unternehmens] auf andere Güter,
olrierfze; -: Mitte der 1970er-Jahre aufgekommene Theo
z. B. von Rüstungsproduktion auf zivile Güter (Wirtsch.).
rie, nach der eine allmähliche Annäherung kapitalisti
Konlverjteri/er.- -s, - (aus gleichbed. engl. converter zu to
scher u. sozialistischer Industriestaaten angenommen
convert ..umwenden, wechseln", dies aus (alt)fr. convertir,
wurde, die aber nach dem Ende des sozialistischen Welt
vgl. konvertieren): 1. Gerät od. elektron. Baugruppe zur
systems weitgehend gegenstandslos geworden ist (Pol.),
Frequenztransformation (Fernsehtechnik). 2. Gleich
konlverlgielren (aus lat. convergere „sich hinneigen“):
spannungswandler (Elektrot.). 3. ein kippbares birnena) sich nähern, einander näher kommen, zusammenlau
od. kastenförmiges Gefäß für die Stahlerzeugung u. Kup-
761
fergewinnung (Hüttenw.). 4.1 Reaktor, in dem nicht spalt
bares in spaltbares Material verwandelt wird (Kernphys.).
5. Linsensystem, das dem Objektiv zur Änderung der
Brennweite vor- od. nachgeschaltet wird (Optik). 6. Ma
schine zum Herstellen eines Faserbandes aus Elementar
fadenkabel durch Reißen od. Schneiden, konlverltilbel
(aus gleichbed./r. convertible zu convertir, vgl. konvertie
ren): 1. frei austauschbar (von Währungen; Wirtsch.);
Ggs. Î inkonvertibel (2); vgl. Konvertibilität. 2. (veraltet)
wandelbar, bekehrbar (von Personen). Kon|ver|tilbillität die; - <aus gleichbed. fr. convertibilité; vgl. ...ität):
Konvertierbarkeit; die freie Austauschbarkeit der Wäh
rungen verschiedener Länder zum jeweiligen Wechselkurs
(Wirtsch.). konlverltielren (über gleichbed./r. convertir
aus lat. convertere „umwenden“): 1. inländische gegen
ausländische Währung tauschen u. umgekehrt. 2. zu ei
nem anderen Glauben übertreten. 3. Informationen von
einem Datenträger auf einen anderen übertragen (EDV).
4. das Produktionsprogramm [eines Unternehmens] auf
andere Güter umstellen, z.B. von Rüstungsproduktion
auf zivile Güter (Wirtsch.). Konlverltielrung <Zre; -, -en
(zu T...ierung): 1. svw. Konversion (3, 4). 2. (ohne Plur.)
Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff durch Umset
zen von Kohlenmonoxid mit Wasserdampf, wobei als Ne
benprodukt Kohlendioxid entsteht. 3. a) Umwandlung der
Darstellungsform einer Information in eine andere Dar
stellungsform, z.B. von Dezimal- in Dualzahlen (EDV,
Math.); b) das Konvertieren (3, 4). Konlveritit der; -en,
-en (aus gleichbed. engl. convertite zu to convert, vgl.
Konverter): jmd., der zu einem anderen Glauben überge
treten ist. Konlverltiltin die; -, -nen: weibliche Form zu
( Konvertit
konlvex [...v...] (aus lat. convexus „nach oben od. unten ge
wölbt“): erhaben, nach außen gewölbt (z.B. von Spiegeln
od. Linsen; Phys.); Ggs. tkonkav. Konlvexität die; (aus lat. convexitas, Gen. convexitatis „Wölbung“): Wöl
bung nach außen (z.B. von Linsen; Phys.); Ggs. tKonka
vität. Kon|ve|xi|täts|me|nin|gi|tis die; -, ...itiden:
Hirnhautentzündung an der Oberfläche des Großhirns
(Med.). Konlvexlspieigel der; -s, - (zu (konvex): nach
außen gewölbter Spiegel
Konlvikt [,..v...] das; -[e]s, -e (aus lat. convictus „das Zu
sammenleben, die Tischgemeinschaft“ zu convivere „Zu
sammenleben“): 1. Stift, Wohnheim für Theologiestuden
ten. 2. (österr.) Schülerheim, kath. Internat
Konlvikltilon [,..v...] die; -, -en (aus gleichbed. spätlat.
convictio zu lat. convictus „(einer Schuld) überführt“,
Part. Perf. von convincere, vgl. konvinzieren) : (veraltet) 1.
Überführung eines Angeklagten. 2. Überzeugung
Konlvikltolrilum [...v...] das; -s, ...ien [...ion] (zu ÎKonvikt
u. (...orium): (veraltet) a) Speisesaal (in einem Konvikt);
b) svw. Konvikt. Kon|vik|tu|a|le der; -n, -n (zu t...ale):
(veraltet) Angehöriger eines Konvikts
konlvinlzielren [...v...] (aus lat. convincere „(einer
Schuld) überführen, beweisen“): (veraltet) 1. [eines Ver
brechens] überführen. 2. überzeugen
Konlvilve [... vi:və] der; -n, -n (aus gleichbed./r. convive,
dies aus lat. conviva zu convivere „zusammen speisen“,
eigtl. „Zusammenleben“): (veraltet) Gast, Tischgenosse,
konlvilvilal (aus gleichbed. lat. convivalis, eigtl. „beim
Gastmahl“): (veraltet) gesellig, heiter. Kon|vi|vi|a|li|tät
die; - (zu t...ität): (veraltet) Geselligkeit, Fröhlichkeit.
Konlvilvilum das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. Zai.
convivium): (veraltet) [Festjgelage
Kon voi [...'voy, auch kɔn...] der; -s, -s (über gleichbed.
engl. convoy aus fr. convoi „Geleit“ zu convoyer „beglei
ten“ (über vulgärlat. conviare zu lat. via „Weg“)): 1. Ge
leitzug (bes. von Autos od. Schiffen). 2. die zum Schutz
eingesetzten Sicherheitskräfte. 3. Kolonne, Verband von
konzentrieren
zusammengehörigen Fahrzeugen. 4. Begleitfahrzeuge u.
-personen in Straßenrennen (Radsport)
Konlvolkaltilon [,..v...] die; -, -en (aus lat. convocatio
„Einberufung, Alarmierung“ zu convocare „zusammen
rufen“): das Einberufen, Zusammenrufen der Mitglieder
(von Körperschaften)
konlvollut [...v...] (aus lat. convolutus „zusammengerollt“,
Part. Perf. von convolvere, vgl. konvolvieren): svw. evolut. Konlvollut i/ɑʃ,- -[e]s, -e (aus lat. convolutum „Zu
sammengerolltes“, Part. Perf. (Neutrum) von convolvere,
vgl. konvolvieren): 1. a) Bündel von verschiedenen
Schriftstücken od. Drucksachen; b) Sammelband, Sam
melmappe. 2. Knäuel (z.B. von Darmschlingen: Med.).
Konlvollulte die; -, -n: svw. Volute, konlvollvielren
[... vi:...] (aus gleichbed. lat. convolvere zu tkon... u. lat.
volvere „rollen“): (veraltet) zusammenrollen, -wickeln
konlvolzielren [...v...J (aus gleichbed. lat. convocare zu
Tkon... u. /a/. vocare „rufen“): (veraltet) zusammenrufen
(von Mitgliedern in Körperschaften)
Konlvullsilon [,..v...] ife; -, -en (aus gleichbed. lat. convul
sio zu convellere „hin- und herreißen, herumzerren“):
Schüttelkrampf (Med.), konlvullsiv u. konlvullsivisch [...vij] (aus gleichbed. nlat. convulsivus zu lat. con
vulsus, Part. Perf. von convellere, vgl. Konvulsion):
krampfhaft zuckend, krampfartig (Med.)
Konlya [ ko:nja] der; -[s], -s (nach der gleichnamigen türk.
Stadt): Gebetsteppich mit streng stilisierter Musterung
kon|ze|die|ren (aus gleichbed. lat. concedere, eigtl. „bei
seite treten"; vgl. Konzession): zugestehen; erlauben; ein
räumen
Konlzellelbrant* der; -en, -en (zu Ikon... u. TZelebrant):
Geistlicher, der mit anderen Geistlichen das Messopfer in
Konzelebration feiert. Kon|ze|le|braltilon die; -, -en u.
Concelebratio [kɔntse...] die; -, ...ones [...ne:s] (aus gleich
bed. mlat. concelebratio zu lat. concelebrare, vgl. konzelebrieren) : die Feier des Messopfers durch mehrere Pries
ter gemeinsam (kath. Kirche u. Ostkirche), konlzelɪebrielren (aus lat. concelebrare „festlich begehen, fei
ern“): gemeinsam mit anderen Priestern das Messopfer
feiern
Konlzenltrat* das; -[e]s, -e (zu Tkonzentrieren u. T...at
(l)): 1. a) angereicherter Stoff, hochprozentige Lösung; b)
hochprozentiger Pflanzen- od. Fruchtauszug. 2. Zusam
menfassung des Wichtigsten, Resümee. Kon|zen|tra|tion die; -, -en (aus fr. concentration „Zusammenziehung,
Verdichtung“ zu concentrer, vgl. konzentrieren): 1. Zu
sammenballung [wirtschaftlicher od. militärischer Kräf
te]; Ggs. (Dekonzentration. 2. (ohne Plur.) geistige
Sammlung, Anspannung, höchste Aufmerksamkeit. 3.
(ohne Plur.) gezielte Lenkung auf etwas hin. 4. Gehalt ei
ner Lösung an gelöstem Stoff (Chem.). 5. (meist Plur.)
Kraftfutter, Futtermittel mit hoher Protein- u./od. Ener
giekonzentration, z.B. Getreide, Kleie, Hackfrüchte.
Kon|zenltralti|ons|ele|men|te die (Plur.): elektrochem. Elemente, deren aus dem gleichen Metall beste
hende Elektroden in Lösungen unterschiedlicher Konzen
tration des gleichen Elektrolyten eintauchen. Konlzentraltilonsllalger das; -s, - (wohl Lehnübersetzung von
engl. concentration camp (Internierungslager im Buren
krieg, 1899-1902)): Bez. für Internierungslager für poli
tisch, rassisch od. religiös Verfolgte, die in Deutschland
im Verlauf der nationalsozialistischen Diktatur die zusätz
lichen Funktionen des Zwangsarbeitslagers u. der Mas
senvernichtung (vgl. Holocaust) erhielten; Abk.: KZ.
Kon|zen|tralti|ons|ma|xi|me die; -: Verfahrensgrund
satz, wonach ein Rechtsstreit nach Möglichkeit in einer
Verhandlung erledigt werden soll. kon|zen|traltiv (zu
(Konzentrationu. t ...iv): (fachspr.) die Konzentration (2)
betreffend. kon|zen|trie|ren (aus fr. concentrer „in ei-
K
konzentriert
762
„Übereinstimmung, Abmachung“, zu concertare, vgl.
nem (Mittel)punkt vereinigen“ zu con- (vgl. kon...) u. cen
‘konzertieren): 1. öffentliche Aufführung von Musikwer
tre „Mittelpunkt“ (vgl, Zentrum)): 1. [wirtschaftliche od.
ken. 2. Komposition für ein od. mehrere Soloinstrumente
militärische Kräfte] zusammenziehen, -ballen; Ggs. tdeu. Orchester. 3. (ohne Plur.) Zusammenwirken verschie
konzentrieren. 2. etwas verstärkt auf etwas od. jmdn. aus
dener Faktoren od. [politischer] Kräfte. Konlzertlabonrichten. 3. sich -: sich [geistig] sammeln, anspannen. 4. an
nement [...mä:, Schweiz. ...ment] das; -s, Plur. -s,
reichern, gehaltreich machen (Chem.). konzentriert
Schweiz, auch -e: Anrecht für Konzerte (1). Konlzert(zu T ...iert) : 1. gesammelt, aufmerksam. 2. einen gelösten
agenlturd/e; -, -en: (Agentur, die für Künstler Konzerte
Stoff in großer Menge enthaltend; angereichert (Chem.).
arrangiert, konlzerltant (aus it. concertante, Part. Präs,
з. auf das Wesentliche verdichtet, komprimiert, kon
von concertare, vgl. ’konzertieren): konzertmäßig, in
zentrisch (aus gleichbed. mlat. concentricus; vgl. kon
Konzertform; konzertante Sinfonie: Konzert mit mehre
zentrieren): 1. einen gemeinsamen Mittelpunkt habend
ren solistisch auftretenden Instrumenten od. Instrumen
(von Kreisen; Math.). 2. um einen gemeinsamen Mittel
tengruppen. Konlzeijtanlte vgl. Concertante. Konlzerpunkt herum angeordnet, auf einen [Mittelpunkt hinstre
tatilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. concertatio): (ver
bend. Kon|zen!tri|zi|tät die; - (zu (...izität): Gemein
altet) Wettstreit, Wetteifer. Konlzert|di|rek|ti|on die; -,
samkeit des Mittelpunkts
-en (zu ÎKonzert): Unternehmen, das Konzerte, Vorträge
Konlzeptdas; -[e]s, -e (aus lat. conceptus „das Zusammen
u.Ä. organisiert u. veranstaltet. Konlzertletülde die; -,
fassen“, eigtl. Part. Perf. von concipere, vgl. konzipieren):
-n: solistisches Musikstück mit technischen Schwierigkei
1. [stichwortartiger] Entwurf, erste Fassung einer Rede
ten. 1kon|zer|tie|ren (aus gleichbed. it. concertare, eigtl.
od. einer Schrift. 2. Plan, Programm. Konlzeptlallbum
„den Zusammenklang der Stimmen herstellen“, dies aus
das; -s, ...ben: Langspielplatte od. CD, die nicht eine be
lat. concertare „wetteifern, streiten“): ein Konzert geben.
stimmte Anzahl verschiedener, jedes für sich abgeschlos
2kon!zer|tie|ren (aus gleichbed. fr. concerter): (veraltet)
sener Lieder enthält, sondern ein Thema, eine Idee in von
einander abhängigen Kompositionen behandelt (Mus.),
etwas verabreden, besprechen, konlzerltiert (aus fr.
concerté, Part. Perf. von concerter, vgl. konzertieren u.
konlzepitilbel (zu t...ibel>: (veraltet) begreiflich, fass
...iert): verabredet, aufeinander abgestimmt, übereinstim
lich. Kon!zep|tilbi|li|tät die; - (zu t...ität): (veraltet)
mend; konzertierte Aktion (nach engl. concerted action
Fasslichkeit, Begreifbarkeit. Konzeption die; -, -en
(aus lat. conceptio „das Zusammenfassen, Abfassen; die
„gemeinsames Vorgehen“ zu to concert „verabreden, auf
einander abstimmen“): das Zusammenwirken verschiede
Empfängnis“ zu concipere, vgl. konzipieren): 1. geistiger,
künstlerischer Einfall; Entwurf eines Werkes. 2. klar umner Gruppen (Gewerkschaften, Unternehmerverbände
rissene Grundvorstellung, Leitprogramm, gedanklicher
u. A.) zur Erreichung eines bestimmten Zieles (Wirtsch.).
Entwurf. 3. Befruchtung der Eizelle; Schwangerschafts
Kon|zer|ti|na die; -, -s (aus it. concertina): Handharmo
eintritt, Empfängnis (Biol., Med.). kon|zep|ti|o|nell (zu
nika mit sechseckigem od. quadratischem Gehäuse. Kon(...eil): die Konzeption betreffend. Konlzepltilpnslopzerltist der; -en, -en (zu ÎKonzert u. Î ...ist): (veraltet) a)
timum das; -s, ...ma: für eine Befruchtung günstigster
Konzertmeister; erster Sänger; b) jmd., der ein Konzert
Zeitpunkt im monatlichen Zyklus (3) der Frau (Med.).
gibt. Kon|zertlpa|vil|lon [,,,vɪljɔŋ] der; -s, -s: Pavillon,
Kon|zep|ti|ons|pes|si|mum das; -s, ...ma: für eine Be
in dem ein Orchester bei Konzerten im Freien sitzt. Konfruchtung ungünstigste Tage im monatlichen Zyklus (3)
zertprogramm das; -s, -e: 1. Programmfolge eines
der Frau (Med.). Kon|zep|ti|onsltolte|mislmus der; -:
Konzertes. 2. Plan der Konzerte, die in einer Spielzeit an
in Australien verbreitete Form des ÎTotemismus, die auf
geboten werden. 3. Blatt od. Heft, in dem die Programm
der Anschauung beruht, dass jedes der beiden Geschlech
folge eines Konzertes (1) abgedruckt ist. Konlzertlputer sein eigenes Totem hat. I<on|zepltis|mus¿fer, - (nach
blilkum* das; -s: Gesamtheit der Konzertbesucher
gleichbed. span, conceptismo; vgl. ...ismus): literarische kon|zes|si|bel (zu (Konzession u. T ...ibel): (veraltet) zu
Stilrichtung des span. Barocks (Literaturw.); vgl. Konzetlässig. Konlzeslsilon die; -, -en (aus lat. concessio „Zu
ti. konzeptiv (aus lat. conceptivus „aufgenommen, an
geständnis“ zu concedere, vgl. konzedieren): 1. (meist
geordnet“): (veraltet) [leicht] empfänglich. KonlzeptPlur.) Zugeständnis, Entgegenkommen. 2. a) befristete
kunstdze; -: svw. Concept-Art. konizepitulallilsielren
behördliche Genehmigung zur Ausübung eines konzessi
(aus gleichbed. engl. to conceptualize): ein Konzept (2)
onspflichtigen Gewerbes; b) dem Staat vorbehaltenes
entwerfen, als Konzept (2) gestalten. KonlzepltulallisRecht, ein Gebiet zu erschließen, dessen Bodenschätze
mus der; - (zu mlat. conceptus „AllgemeinbegrifP“ (zu
auszubeuten (Rechtsw.). Kon|zes|si|o|närder; -s, -e (zu
lat. conceptus, vgl. Konzept), (‘...al (1) u. t...ismus (1)>:
T...är>: Inhaber einer Konzession. Kon|zes|si|o|nä|rin
Lehre der Scholastik, nach der das Allgemeine (vgl. Uni
die; -, -nen: weibliche Form zu (Konzessionär, konlzesversalie) nicht bloß Wort, sondern Begriff u. selbstständi
siionieren (zu (..deren): eine Konzession erteilen, be
ges Denkgebilde sei (Philos.). Konlzepltulallistder; -en,
hördlich genehmigen, konlzeslsiv (aus gleichbed. lat.
-en (meist Plur.) (zu (...ist): Anhänger, Verfechter des
concessivus); einräumend (Sprachw.); konzessive [...vo]
(Konzeptualismus. konlzep tu ell (aus gleichbed. engl.
Konjunktion: einräumendes Bindewort (z.B. obgleich;
conceptual; vgl. ...eil): ein Konzept (2) aufweisend
Sprachw.). Kon|zes|siv|satz der; -es, ...sätze: Um
Konlzern der; -[e]s, -e (aus engl. concern „(Geschäfts)bestandssatz der Einräumung (z.B. obwohl es regnete, ging
ziehung, Unternehmung“ zu to concern „betreffen, ange
er spazieren; Sprachw.)
hen“, dies über/r. concerner aus gleichbed. mlat. concer Konlzetlti die (Plur.) (aus gleichbed. it. concetti, Plur. von
nere zu lat. concernere „vermischen“): Zusammenschluss
concetto „(geistreicher) Einfall“, zu lat. conceptus, vgl.
von Unternehmen, die eine wirtschaftliche Einheit bilden,
Konzept): witzige Einfälle in zugespitztem, gekünsteltem
ohne dabei ihre rechtliche Selbstständigkeit aufzugeben
Stil, bes. in der Literatur der ital. Spätrenaissance (Litera
(Wirtsch.). konlzerlnielren (zu Î ...ieren): Konzerne bil
turw.); vgl. Konzeptismus
den (Wirtsch.). Konizerlnie rung die; - (zu (...ierung): Kon zil das; -s, Plur. -e u. -ien [...ion] (aus lat. concilium
Bildung von Konzernen (Wirtsch.)
„Versammlung“): 1. Versammlung von Bischöfen u. ande
kon|zer|pie|ren (aus gleichbed. lat. concerpere zu Îkon...
ren hohen Vertretern der kath. Kirche zur Erledigung
и. carpere „rupfen, pflücken“): (veraltet) zerpflücken,
wichtiger kirchlicher Angelegenheiten; vgl. ökumenisch.
zerreißen
2. aus Professoren, Vertretern von Studenten u. nicht aka
Konlzert das; -[e]s, -e (aus gleichbed. it. concerto, eigtl.
demischen Bediensteten einer Hochschule gebildetes
763
koordinieren
ÎGremium (a), das bestimmte Entscheidungsbefugnisse Ko|ope|ra|teur [,,,'to:n] der; -s, -e (aus fr. coopérateur
hat. kon|zi|li|a|bel (zu Î ...abel>: (veraltet) in Einklang zu
„Mitarbeiter“ zu coopérer „mitarbeiten“, dies aus lat.
bringen, vereinbar, ausgleichbar. Kon|zi|li|albu|lum
cooperari, vgl. kooperieren): Wirtschaftspartner, Unter
das; -s, ...la (aus lat. conciliabulum „Marktplatz, Ge
nehmenspartner. Ko|ope|ra|ti|on die; -, -en (aus lat. co
richtsstätte“): (veraltet) Versammlungsort, heimliche Zu
operatio „Mitwirkung“ zu cooperari, vgl. kooperieren): I.
sammenkunft. kon|zi|li|ant (aus gleichbed. fr. concili
Zusammenarbeit, bes. auf politischem od. wirtschaftli
ant, Part. Präs, von concilier „aussöhnen“, dies aus lat.
chem Gebiet. 2. zwischenbetriebliche Zusammenarbeit,
conciliare „geneigt machen“ zu concilium, vgl. Konzil):
die eine Vorstufe der Unternehmenskonzentration dar
umgänglich, verbindlich, freundlich; versöhnlich. Konstellt. kolopelraltiv (zu T...iv): a) [auf wirtschaftlichem,
zillilanz die; - (zu t...anz): Umgänglichkeit, Verbindlich
politischem Gebiet] zusammenarbeitend, gemeinsam; b)
keit, freundliches Entgegenkommen; Ggs. îlnkonzilianz.
auf dem Weg der Kooperation erfolgend. Kolopelraltiv
kon zillilar, auch kon|zi|li|a|risch (aus gleichbed. spätvgl. Kooperative. Ko|ope|ra|ti|ve [...va] die; -, -n u. Ko
lat. conciliaris); a) zu einem Konzil gehörend; b) einem
operativ das; -s, Plur. -e [...va], auch -s (aus gleichbed.
Konzil entsprechend; vgl. ...isch/-. Konzililalrislmus
russ. kooperativ, dies vermutlich aus fr. coopérative „Ge
der; - (zu t...ismus (2)): vom ÎEpiskopalismus vertretene
nossenschaft“): Genossenschaft. Ko|ope|ra|tor der; -s,
Theorie, dass die Rechtmäßigkeit u. Geltung der Be
...oren (aus kirchenlat. cooperator „(geistlicher) Gehilfe,
schlüsse eines Konzils nicht von der Zustimmung des
Mitarbeiter“): 1. (veraltet) Mitarbeiter. 2. (landsch. u. ös
Papstes abhängig seien (kath. Kirchenrecht). kon|zi|li|aterr.) kath. Hilfsgeistlicher. Ko|opelra|tri|ce* [,,,'tri:sə]
risltisch (zu t...istisch): den ÎKonziliarismus betreffend,
die: -, -n (aus gleichbed. fr. coopératrice zu lat. cooperaauf ihm beruhend (kath. Kirche). Kon|zi|li|a|ti|on die; -,
trix): (veraltet) Mitarbeiterin. ko|ope|rie|ren (aus (kir-en (aus/uz. conciliatio „Geneigtheit, Vereinigung“): (ver
chenflat. cooperari „mitwirken, mitarbeiten“): [auf wirt
altet) Versöhnung, Vereinigung [verschiedener Meinun
schaftlichem od. politischem Gebiet] Zusammenarbeiten
gen], Konlzillilen [,,,iən]: Plur. von ÎKonzil, konlzillie- Kolopltaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. cooptatio zu
ren (aus gleichbed. lat. conciliare, eigtl. „zusammenbrin
cooptare, vgl. kooptieren): nachträgliche Hinzuwahl neu
gen“): (veraltet) [verschiedene Meinungen] vereinigen;
er Mitglieder in eine Körperschaft durch die dieser Kör
versöhnen
perschaft bereits angehörenden Mitglieder; vgl. ...ation/
kon|zi|ne|rie|ren (zu îkon..., lat. cinis, Gen. cineris
...ierung. kolopltaltiv (zu î...iv): die Kooptation betref
„Asche“ u. Î..deren): (veraltet) einäschern
fend. kolopltielren (aus lat. cooptare „hinzuwählen, er
konlzinn (aus gleichbed. lat. concinnus): 1. (veraltet) ange
gänzen“): jmdn. durch eine Nachwahl noch in eine Kör
messen, gefällig; Ggs. Îinkonzinn(l). 2. syntaktisch gleich
perschaft aufnehmen. Kolopltielrung die; -, -en (zu
gebaut, harmonisch zusammengefügt, abgerundet (Rhet.,
t. ..ierung): svw. Kooptation; vgl. ...ation/...ierung. Ko
Stilk.); Ggs. Îinkonzinn (2). Kon|zin|na|tor der; -s, -en
op Iti Ion die; -, -en (aus lat. cooptio „Ergän
(aus gleichbed. lat. concinnator); (veraltet) Ordner, Erfin
zungiswahl)“): svw. Kooptation
der. konlzinlnielren (aus gleichbed. lat. concinnare): Kolorldilnalte die; -, -n (meist Plur.) (zu Ikon... u. lat. or
(veraltet) ebenmäßig zusammenfügen, kunstvoll ordnen.
dinatus, Part. Perf. von ordinare „ordnen“): 1. Zahl, die
Konlzinlniltät die: - (aus gleichbed. lat. concinnitas, Gen.
die Lage eines Punktes in der Ebene u. im Raum angibt
concinnitatis): 1. (veraltet) Gefälligkeit; Ggs. Tlnkonzin(Math., Geogr.). 2. (nur Plur.) tAbszisse u. tOrdinate
(Math.). Kolorldilnaltenlkaltaslter der; -s, -: Liegen
nität ( 1 ). 2. gleichartige syntaktische Konstruktion gleich
wertiger Sätze (Rhet., Stilk.); Ggs. tInkonzinnität (2)
schaftskataster, in dem sämtliche Grenzpunkte durch
Kon zilpi ent der; -en, -en (aus lat. concipiens, Gen. con
rechtwinklige Koordinaten im Landessystem nachgewie
sen werden. Kolorldilnaltenlsysltem das; -s, -e: math.
cipientis, Part. Präs, von concipere, vgl. konzipieren): 1.
(veraltet) Verfasser eines Schriftstücks. 2. (österr.) Ange
System, in dem mithilfe von Koordinaten die Lage eines
stellter in einem Anwaltsbüro. Kon|zi|pi|en|tin die; -,
Punktes od. eines geometrischen Gebildes in der Ebene
od. im Raum festgelegt wird (Math.). Kolorldilnalten-nen: weibliche Form zu ÎKonzipient, konlzilpielren
trans forlmalti on die; -, -en: Übergang von einem Ko
(aus gleichbed. lat. concipere, eigtl. „zusammenfassen,
ordinatensystem in ein anderes (Math.). Ko|or|di|na|tiaufnehmen“; vgl. Konzept): 1. a) ein schriftliches Kon
on die; -, -en (aus gleichbed. mlat. coordinatio (zu Ikon...
zept (1) für etwas machen; b) (von einer bestimmten Vor
u. lat. ordinatio „Ordnung, Verfügung“) zu coordinare,
stellung, Idee ausgehend) etwas planen, entwerfen, entwi
vgl. koordinieren): 1. gegenseitiges Abstimmen verschie
ckeln. 2. schwanger werden (Med.). Konlzilpielrung die;
dener Dinge, Faktoren od. Vorgänge. 2. Neben-, Beiord
-, -en (zu Î...ierung): das Konzipieren (1). Konlzilpist
nung von Satzgliedern od. Sätzen (Sprachw.); Ggs. ÎSub
der; -en, -en (zu T...ist) : (österr.) niederer Beamter, der ein
ordination (2). 3. das harmonische Zusammenwirken der
Konzept (1) entwirft; vgl. Konzipient
bei einer Bewegung tätigen Muskeln (Med.). 4. Zusam
konlzis (aus lat. concisus „abgebrochen, kurzgefasst“ zu
mensetzung u. Aufbau von ehern. Verbindungen höherer
concidere „zusammenhauen “): kurz, gedrängt (Rhet.,
Ordnung (Chern). Ko|or|di|na|ti|ons|gym|nas|tik
Stilk.). Konlzilsilpn die; - (aus lat. concisio „Zerschnei
die; -: eine Gruppe von Übungen, die systematisch bei
dung, Zerteilung, Zerstückelung“): (veraltet) Gedrängt
neurologischen Krankheitsbildern sowie bei Unfallver
heit, Kürze, Bündigkeit (Rhet.)
letzten u. Körperbehinderten u.a. die Bewegungen zielsi
Kon|zi|ta|tor der; -s, -en (aus gleichbed. lat. concitator zu
cher machen sollen (Med.). Kolorldilnaltolgraf, auch
concitare, vgl. konzitieren): (veraltet) Aufwiegler, kon...graph der; -en, -en (zu mlat. coordinatus, Part. Perf.
zi tie ren (aus gleichbed. lat. concitare zu Tkon... u. cita
von coordinare (vgl. koordinieren), u. t...graf): in der
re „rege machen, erregen“): (veraltet) anreizen, aufwie
Geodäsie, Photogrammetrie u.a. verwendetes Gerät zum
geln
genauen Kartieren od. Abgrenzen von Koordinaten. KoKoolkalburlra ['kʊkəbʌrə] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
or|di|na|tor der; -s, ...oren (zu Ikon... u. spätlat. ordina
kookaburra, dies aus dem Austral.): Rieseneisvogel in
tor „Ordner, Einrichter“): jmd., der etwas aufeinander
Australien, Tasmanien u. Neuguinea; Lachender Hans
abstimmt, etwas mit etwas in Einklang bringt, kolorldiKoloklkurlrenz die; -, -en (aus gleichbed. (n)lat. cooccurnielren (aus gleichbed. mlat. coordinare zu t kon... u. Za/,
rentia zu Ikon... u. lat. occurrere „begegnen“): gemeinsa
ordinare „ordnen“): 1. mehrere Dinge od. Vorgänge auf
mes Auftreten sprachlicher Einheiten in derselben Umge
einander abstimmen. 2. nebenordnen (Sprachw.); koordibung (z.B. im Satz; Sprachw.)
764
Kopaivabalsam
nierende Konjunktion:
nebenordnendes Bindewort (z.B.
und; Sprachw.)
[,..v...] der; -s <zu gleichbed. port, co
paiba (dies aus einer Indianersprache des östl. Südameri
ka) u. TBalsam>: Harz des trop. Kopaivabaumes, das in
der Lackverarbeitung u. als Heilmittel verwendet wird
Kolpal der; -s, -e (aus gleichbed. span, copal, dies aus einer
mittelamerik. Indianersprache): ein Harz verschiedener
trop. Bäume, das für Lacke verwendet wird. Kolpallfichte die; -, -n: hoch wachsender Baum mit schmalen, blatt
artigen Nadeln u. harzreichem, duftendem Holz, das als
Bauholz verwendet wird
Kolpelke die; -, -n (aus gleichbed. russ. kopejka zu kop’ë
„Lanze, Speer“, da die Münze urspr. den Zaren zu Pferde
mit einer Lanze darstellte): russ. Münze (= 0,01 Rubel);
Abk.: Kop.
Kölpe|ni|cki|a|de die; -, -n (nach Berlin-Köpenick, wo
1906 durch den Schuhmacher W. Voigt in Hauptmanns
uniform im Handstreich das Rathaus besetzt wurde, u. zu
(...iade): Streich, Täuschungsmanöver, das durch das Ob
rigkeitsdenken der Menschen ermöglicht wird
Kolpeipolde der; -n, -n (zu gr. köpe „Ruder“ u. t...pode):
ein schalenloses Krebstier (Ruderfußkrebs; Zool.)
Kölper der; -s, - (aus niederl. keper „Balken, Sparren (im
Wappen)“, nach dem Verlauf der Fäden, die sich wie die
Sparren im Dach od. im Wappen schräg kreuzen): Gewe
be in Köperbindung (Webart)
ko|per|nilkalnisch (nach dem Astronomen N. Koperni
kus, 1473-1543; vgl. ...aner): die Lehre des Kopernikus
betreffend, auf ihr beruhend; kopernikanisches Weltsys
tem: svw. heliozentrisches Weitsystem
Kolpholsis die; - (zu gr. köphös „stumpf; stumm; taub“;
vgl. ‘...ose): [völlige] Taubheit (Med.)
Kpphita der; -s, -s (Herkunft unsicher): geheimnisvoller
ägyptischer Magier; vgl. Großkophta. kophltisch: den
Kophta betreffend
Kolpi|al|buchc7u5; -[e]s, ...bûcher (zu Î Kopie u. ( '...al (1)):
Sammlung von Urkundenabschriften. Ko|pi|a|li|en
[...ion] die (Plur.) (vgl. '...ie>: (veraltet) Abschreibegebüh
ren. Kolpilaltur die; -, -en (aus gleichbed. mlat. copiatura): (veraltet) das Abschreiben. Kolpie [österr. auch
'ko:piə] die; -, ...ien [österr. auch 'ko:piən] (aus mlat. copia
„(den Bestand an Exemplaren vermehrende) Abschrift“
zu lat. copia „Vorrat, Menge“): 1. a) Abschrift, Durch
schrift eines geschriebenen Textes; b) svw. Fotokopie. 2.
genaue, originalgetreue Nachbildung, Nachgestaltung [ei
nes Kunstwerks], 3. a) durch Belichten hergestelltes Bild
von einem (Negativ; b) fotografisch hergestelltes Doppel
eines Films. 4. (häufig abwertend) [billige] Nachahmung.
ko!pie|ren (aus mlat. copiare „abschreiben; vervielfälti
gen“ zu copia, vgl. Kopie): 1. a) etwas in Zweitausferti
gung, eine Kopie (1 a) von etwas herstellen; b) eine (Foto
kopie von etwas machen. 2. [ein Kunstwerk] nachbilden.
3. a) eine Kopie (3 a) herstellen; b) von einem Negativfilm
einen Positivfilm herstellen. 4. nachahmen, imitieren. Kopielrer der; -s, - (zu (kopieren): (ugs.) Gerät, mit dem
(Fotokopien gemacht werden. Kolpierlfillter der.
fachspr. das; -s, -: Filter zur Behebung von Farbstichen
bei der Herstellung farbiger Vergrößerungen (Fotogr.).
Kopiergerät das; -[e]s, -e: automatisiertes Gerät zum
Herstellen weitgehend originalgetreuer Wiedergaben von
Dokumenten u.a. Kolpierlschutz der; -es: eine Schutz
maßnahme zur Verhinderung unautorisierten Kopierens
von (Software, die in Form besonderer Befehle bzw. Pro
gramme in die betreffende Software integriert od. ge
trennt auf den Datenträgern vorhanden ist (EDV). Kopierlstift der; -[e]s, -e: Schreibstift mit einer Mine, die
wasserlösliche Farbstoffe enthält u. nicht wegradiert wer
den kann
Ko|pa|i|va|bal|sam
die; -, ...ki (aus gleichbed. ukrain. kopijka):
ukrain. Münze
Kolpillot u. Copilot [k...] der; -en, -en (aus gleichbed. engl.
co-pilot zu (2ko... u. (Pilot): a) zweiter (Pilot (la) in ei
nem Flugzeug; b) zweiter Fahrer in einem Rennwagen.
Kolpilloltin die; -, -nen: weibliche Form zu 1 Kopilot
Kolpilolpie die; - (zu gr. köpos „Ermüdung nach Anstren
gung“, eigtl. „Schlag“, öps, Gen. öpös „Auge; Gesicht“ u.
(2,..ie>: Sehschwäche, Erschöpfung der Augen infolge
Überanstrengung (Med.)
kolpilös (über /r. copieux aus gleichbed. lat. copiosus zu
copia (vgl. Kopie); vgl. ...ös): reichlich, massenhaft
(Med.). Kolpilolsiltät die; - (zu t...ität): reichliches Vor
handensein
Kolpist der; -en, -en (aus gleichbed. mlat. copista): jmd.,
der eine I Kopie (1, 2, 3) anfertigt
Kpplpa das; -[s], -s (aus gleichbed. gr. köppa): Buchstabe
im ältesten griech. Alphabet Q, 9, G
Koplpit [auch ... pit] der; -s, -e (nach dem dt. Chemiker
Herrmann F. M. Kopp (1817-1892) u. zu (2...it>: ein Mi
neral, Abart des ( Pyrochlors
kopr..., Kopr... vgl. kopro..., Kopro...
Kolpra* die; - (über/WZ, copra aus gleichbed. tamil, koppera(i)): zerkleinerte u. getrocknete Kokosnusskerne
Kolpralgolgum* das; -s, ...ga (zu tkopro..., gr. agögös
„abführend“ u. (...ium): stuhltreibendes Mittel, Abführ
mittel (Med.). Koiprälmie die; -, ...ien (zu (...ämie):
durch lang dauernde Verstopfung verursachte Selbstver
giftung des Körpers (Med.)
Kolpräisenz die; - (nach gleichbed. engl. co-presence, zu
(2ko... u. (Präsenz): gemeinsames, gleichzeitiges Auftre
ten sprachlicher (Elemente (1), z. B. das gleichzeitige Vor
handensein von veralteten u. veraltenden Wörtern neben
Wörtern der Gegenwartssprache (Sprachw.)
Kolprelmelsis* die; - (zu 1 kopro... u. (Emesis): Koterbre
chen (bei Darmverschluss; Med.), kolpro..., Kolpro...,
vor Vokalen kopr..., Kopr... (aus gr. köpros „Mist, Kot,
Schmutz“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Kot, Stuhl“, z. B. koprophag, Koprämie, Koprophobie.
Kolprolchrom [,..k...] das; -s (zu gr. chroma „Farbe“):
Kotfarbstoff (Med.)
Kolproidukltilon die; -, -en (nach gleichbed. engl. co-production, zu (2ko... u. (Produktion): Gemeinschaftsher
stellung, bes. beim Film. Kolproldulzent der; -en, -en:
jmd., der mit jmd. anderem zusammen einen Film, eine
Fernsehsendung o.Ä. produziert. Ko|pro|du|zen|tin
die; -, -nen: weibliche Form zu (Koproduzent, kglproduzieren: mit jmd. anderem zusammen etwas herstel
len (bes. einen Film)
kolprolgen* (zu tkopro... u. (...gen): vom Kot stammend,
durch Kot verursacht (Med.). Ko|pro|la|gnie die; -,
...jen (zugr. lágnos „wollüstig, geil“ u. (2...ie): sexuelle Er
regung u. Triebbefriedigung, die durch den Anblick od.
die Berührung ekelerregender Dinge ausgelöst wird
(Med.). Kolprollallie die; - (zu gr. laliá „Gerede, Ge
schwätz“; vgl. 2...ie): krankhafte Neigung zum Ausspre
chen unanständiger, obszöner Wörter (meist aus dem
(analen Bereich). Kolprollith [auch ...lit] der; Gen. -s u.
-en, Plur. -e[n] (zu ( ...lith): 1. (Konkrement aus verhärte
tem Kot u. Mineralsalzen im unteren Verdauungstrakt
(Med.). 2. versteinerter Kot urweltlicher Tiere (Geol.).
Ko pro lo gie die; - (zu ( ...logie): Lehre vom Kot, vor al
lem von den krankhaften Störungen u. Veränderungen in
seiner Zusammensetzung (Med.). Kolprom das; -s, -e (zu
t...om): Scheingeschwulst in Form einer Ansammlung
verhärteten Kots im Darm (Med.). ko|pro!phag (zu
Î ...phag): 1. Kot essend (aus krankhafter Neigung heraus;
Med.). 2. sich von Mist, Kot ernährend (Biol.). Kolprophalgederu. die; -n, -n (zu(...phage): 1. jmd., der aus eiKolpijlka
765
ner krankhaften Neigung heraus Kot isst (Med.). 2. Tier,
das sich von Exkrementen ernährt (Biol.). Koprolphagie die; - <zu Î...phagie): das Essen von Kot als Triebano
malie bei Schizophrenen u. Schwachsinnigen (Med.).kopro phil (zu t ...phil): vorzugsweise auf Kot (Dung) le
bend (von Tieren u. Pflanzen; Biol.). Kolprolphillie die;
- <zu T...philie): starkes Interesse an [den eigenen] tExkrementen (z. B. bei Kleinkindern; Psychol., Med.). Kolpropho bie die: - (zu î...phobie (a)>: übersteigerte, zwang
hafte Angst vor der Berührung von tFäkalien (Psychol.,
Med.). Kolprolporlphylrin das; -s, -e (zu t Porphyrin):
in geringer Menge im Kot vorkommende, bei Stoffwech
selkrankheiten stark vermehrt auftretende Verbindung
aus der Gruppe der tPorphyrine (Med.). Kolprolporphylrilnulrie die; -, ...ien (zu t,,,urie): vermehrte Aus
scheidung von Koproporphyrin mit dem Urin (Med.).
Kolprosltalse die; -, -n (zu tStase): Kotstauung, Ver
stopfung (Med.)
Kops der; -es, -e (aus gleichbed. engl. cop, eigtl. „Spitze,
oberer Teil“): Spinnhülse mit aufgewundenem Garn,
Garnkörper, Spule (Spinnerei)
Koplte der,-n,-n (nacharaö. qibtiaus.gr. Aigÿptios „Ägyp
ter“): christlicher Nachkomme der alten Ägypter. Kop
tin die; -, -nen: weibliche Form zu Î Kopte, kopltisch: a)
die Kopten betreffend; b) die jüngste Stufe des Ägypti
schen, die Sprache der Kopten betreffend. Kopltollolge
der; -n, -n (zu t...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet
der Koptologie. Kop|to|lo|gie die; - (zu T...logie>: Wis
senschaft von der koptischen Sprache u. Literatur. Kopto lo gin die; -, -nen: weibliche Form zu TKoptologe
Kolpulla die; -, Plur. -s u. ...lae [...le] (aus lat. copula
„Band“): 1. svw. Kopulation (2). 2. a) Verbform, die die
Verbindung zwischen Î Subjekt (2) u. t Prädikativ (Prädi
katsnomen) herstellt (Sprachw.); b) das Glied, das ÎSub
jekt (2) und ÎPrädikat (4) zu einer Aussage verbindet (Lo
gik). Kolpullaltilon die; -, -en (aus lat. copulatio „Ver
bindung, Verknüpfung“ zu copulare, vgl. kopulieren): 1.
(veraltet) Trauung, eheliche Verbindung (Rechtsw.). 2.
Verschmelzung der verschiedengeschlechtigen Ge
schlechtszellen bei der Befruchtung. 3. Veredlung von
Pflanzen, bei der das schräg geschnittene Edelreis mit der
schräg geschnittenen Unterlage genau aufeinander ge
passtwird (Gartenbau). 4. svw. Koitus, kolpullaltiv (aus
gleichbed. spätlat. copulativus): verbindend, anreihend
(Sprachw.); kopulative [...va] Konjunktion: anreihendes
Bindewort (z.B. und, auch; Sprachw.). Ko|pu|la|tivkompolsitum das; -s, ...ta: svw. Additionswort. Kopullaltivum [,,.v...] das; -s, ...va (aus lat. (nomen) copu
lativum „das verbindende (Wort)“): svw. Additionswort,
kolpullielren (aus lat. copulare „zusammenbinden,
(eng) verbinden, verknüpfen“): 1. miteinander verschmel
zen (von Geschlechtszellen bei der Befruchtung; Biol.). 2.
Pflanzen veredeln. 3. (veraltet) jmdn. trauen (Rechtsw.).
4. svw. koitieren
kor.... Kor... vgl. kon..., Kon...
Kolrah, ökum. Korach (nach dem in 4. Mos. 16,1 ff. ge
nannten Enkel des Levi, Korah (hebr. qörah), der sich mit
anderen gegen Moses u. Aaron stellte); in der Fügungeine
Rotte Korah: zügellose Horde
Kglralkan der; -s (aus dem Tamil.): tropische Getreide
pflanze der Gattung Kreuzgras
Kolrallle die;-,-n (über altfr. coral aus lat. eorall(i)um, dies
aus gleichbed. gr. korállion): 1. koloniebildendes Hohltier
tropischer Meere. 2. das als Schmuck verwendete [rote]
Kalkskelett der Koralle (1). kolralilen: a) aus Korallen
bestehend; b) korallenrot. Ko Iralllin das; -s (zu t...in (1)):
roter Farbstoff zur Herstellung von Lackfarben. KolraliiloIlolgie die; - (zu 1 ...logie): Korallenkunde (Biol.). koralllioilogisch (zu Î...logisch): die Koralliologie betref
Korektomie
fend. ko|ral|lo|gen (zu t,,,gen): aus Ablagerungen von
Korallen (1) gebildet (von Gesteinsschichten; Geol.)
kplram (aus Zat. coram „vor aller Augen, offen“): in der
Wendungjmdn. koram nehmen: (veraltet) jmdn. scharf ta
deln; vgl. coram publico. ko|ra|mie|ren (zu Î..deren):
(veraltet) zur Rede stellen
Kolran [auch 'ko:ra(:)n] der; -s, -e (aus arab. qur’än „Le
sung, Vortrag“): Sammlung der Offenbarungen Moham
meds, das heilige Buch des Islams (7. Jh. n.Chr.)
kolranlzen vgl. kuranzen
Koijban das; -s (aus hebr. qorbän „Dargebrachtes“ zu qärav „sich (dem Heiligtum) nähern“): 1. im Alten Testa
ment Bez. für die Opfergabe, im Neuen Testament Lehn
wort für eine Weihegabe an den Tempelschatz. 2. im rabbinischen Sprachgebrauch auch Bez. für die Schwurfor
mel, mit der etwas geweiht wird
Kord, auch Cord [k...] der: -[e]s, Plur. -e u. -s (aus gleich
bed. engl. cord, eigtl. „Tuchrippe, Schnur“, dies über fr.
corde „Schnur, Saite“ aus lat. chorda, gr. chordü „Darm
saite“): geripptes, sehr haltbares [Baumwolljgewebe
Kor dax der; - (über lat. cordax aus gleichbed. gr. kórdax):
grotesk-ausgelassener Verkleidungstanz des Männercho
res in der antiken Komödie
Korlde die; -, -n (über/r. corde „Seil“ aus lat. corda, chor
da, vgl. Chorda): (veraltet) schnurartiger Besatz.Korldel
die; -, -n (aus fr. cordelle „kurzes Seil“, Verkleinerungs
form von corde, vgl. Korde): 1. gedrehte od. geflochtene
Schnur. 2. (landsch.) Bindfaden. 3. (österr.) svw. Korde
Korldellatsch der; -[e]s, -e (aus gleichbed. it. coltellaccio,
eigtl. „Hackmesser“): kurzes ital. Krummschwert im Mit
telalter
korldellielren (aus gleichbed. fr. cordeler (eigtl. „zu einem
Seil drehen“) zu corde, vgl. Korde): zu einer Kordel dre
hen. Koijdelrie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. corderie):
(veraltet) Seilerei
korldilal (über fr. cordial aus gleichbed. mlat. cordialis,
dies zu lat. cor, Gen. cordis „Herz“): (veraltet) herzlich;
vertraulich. Korldilalliltät die; -, -en (nach gleichbed. fr.
cordialité; vgl. ...ität): (veraltet) Herzlichkeit, Freundlich
keit
korldielren (aus/r. corder „(zusammen)drehen“ zu corde,
vgl. Korde): 1. feine schraubenförmige Linien in Gold- u.
Silberdraht einarbeiten. 2. Griffe an Werkzeugen zur bes
seren Handhabung aufrauen
Korldilelrit [...die..., auch ... rrt] vgl. Cordierit
Koijdit der; -s (aus gleichbed. engl. cordite zu cord
„Schnur“, dies aus fr. corde, vgl. Korde): fadenförmiges,
rauchschwaches Schießpulver. Korldon [...'do:, österr.
... do:n] der; -s, Plur. -s, österr. -e (aus gleichbed. fr. cor
don, eigtl. „Schnur, Seil; Reihe“, zu corde, vgl. Korde): 1.
Postenkette, polizeiliche od. militärische Absperrung. 2.
Ordensband. 3. Spalierbaum. Koijdo|nett|sei|de [...do'nɛt...] die; - (zu fr. cordonnet „Schnürchen“, Verkleine
rungsform von cordon, vgl. Kordon): schnurartig gedreh
te Handarbeits- u. Knopflochseide.Korldolnist der; -en,
-en (zu tKordon u. t...ist): (veraltet) Grenzsoldat, kordonlnielren (aus gleichbed. fr. cordonner): (veraltet) zu
sammendrehen
Korldulan ¿Zas; -s (aus (alt)fr. cordouan „Leder, Schuhwerk
(aus Córdoba)“, nach Cordouel, dem franz. Namen der
span. Stadt Córdoba): weiches, saffianähnliches Leder
Ko|re ¿Zze; -, -n (aus gr. köre „Mädchen“): bekleidete Mäd
chenfigur der [archaischen] griech. Kunst
Kolrelfelrat usw. vgl. Korreferat usw.
Kolrelgislseur [,,,ʒɪ'so:n] der; -s, -e (zu î2ko... u. tRegis
seur): jmd., der zusammen mit einem anderen Regie führt
Kolrekltalsie* ¿ZZe; -, ...ien (zu gr. kóré „Mädchen; Pupil
le“ u. tEktasie): Pupillenerweiterung (Med.).Kolrekltomie* die; -, ...ien (zu t...ektomie): weniger gebräuchliche
K
766
Korektopie
Bez. für îlridektomie (Med.). Kolrekitolpie* die; -,
...ien: [angeborene] Verlagerung der Pupille (Med.). KorellylseÆe; -, -n (zu t...lyse): operative Durchtrennung
von Verwachsungen zwischen Regenbogenhaut u. Linsen
kapsel des Auges (Med.). Ko|re|stelnolse*fife; -, -n: Pu
pillenverengung (Med.)
Ko|ri|an|deriter; -s, - (über lat. coriandrum aus gleichbed.
gr. koriannon, koriandron zu kóris „Wanze“, nach dem
Geruch): a) Gewürzpflanze des Mittelmeerraums; b) aus
den Samenkörnern des Korianders (a) gewonnenes Ge
würz. Ko|n|an|do|li(7ös; -[s], - (aus gleichbed. it. coriandoli, eigtl. „Korianderkörner“, Plur. von coriandolo, dies
zu lat. coriandrum, vgl. Koriander): (österr.) svw. Kon
fetti
Ko!rin thea7<?, -, -n (nach der griech. Hafenstadt Korinth,
von der aus diese Weinbeeren bevorzugt verschifft wur
den): kleine dunkle, getrocknete, kernlose Weinbeere
Kolrilumvgl. Corium
Korlkett das; -[e]s (Kunstw.): Fußbodenbelag aus Kork
platten (Korkparkett)
Korlmolphyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. kormös
„Stamm, Spross“ u. t...phyt>: in Wurzel, Stängel u. Blät
ter gegliederte Farn- od. Samenpflanze (Sprosspflanze)
Korlmolran [österr. 'kɔr...] der; -s, -e (aus gleichbed. fr.
cormoran zu altfr. eormare(n)g, corp mareng, eigtl.
„Meerrabe“ (spätlat. corvus marinus)): großer, Fische
fressender Schwimmvogel
Kpijmusiter; - (über nlat. cormus ausgr. kormös „Stamm,
Spross“): in Wurzel, Sprossachse od. Stängel u. Blätter
gegliederter Pflanzenkörper (Bot.); Ggs. TThallus
KorlnakiZer; -s, -s (aus gleichbed. fr. cornac, dies über port.
cornaca aus singhales. kürawa „Elefant“): find.] Elefan
tenführer
Korlneavgl. Cornea. kor|ne|al (aus gleichbed. nlat. cornealis zu TCornea u. ɪ',,,al (1)): die Augenhornhaut be
treffend, zu ihr gehörend. Kor|ne|a|linlse die; -, -n (zu
ÎCornea): Teil der Augenkeile eines ÎFacettenauges
(Zool.). Kor|nelal|kon|takt|scha|le die; -, -n (zu
tkorneal): svw. Kontaktlinse. Kor|ne!al|re|flex* der;
-es, -e: reflektorische Schließung des Augenlids bei me
chanischer, thermischer od. chem. Reizung der Augen
hornhaut (Med.). Korlneliltisi/ze; -, ...itiden (zu TCornea
u. t...itis>: Entzündung der Augenhornhaut (Med.)
Koijnellkirlsche rfie; -, -n (über mlat. corniola aus lat.
cornus „Korneikirschbaum“): ein Zier- u. Heckenstrauch
mit gelben Doldenblüten u. essbaren Früchten
Kprlnervgl. Corner (2)
Kornerupin der; -s, -e (nach dem dän. Geologen A. N.
Kornerup (1857-1881) u. zu Î ...in (1)): svw. Prismatin
'Kor nett der; -[e]s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. älter fr.
cornette, Verkleinerungsform von corne „Horn“, dies aus
gleichbed. lat. cornu): (veraltet) Fähnrich [bei der Reite
rei]. 2Korjnettdas; -[e]s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. fr.
cornet zu corne, vgl. 'Kornett): 1. Orgelregister. 2. ein
kleines Horn mit Ventilen. Kor|net|tist<7er; -en, -en (zu
Î...ist): jmd., der "Kornett (2) spielt
Ko|roi[...roy]: Plur. von TKoros
Ko|rol|lau. Korolle die; -, ...lien (aus lat. corolla „kleiner
Kranz“, Verkleinerungsform von corona „Kranz, Krone
(aus Blumen)“): zusammenfassende Bez. für alle Blüten
blätter (Blumenkrone; Bot.). KolrolHarifos; -s, -e u. Korol la riium das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. co
rollarium, eigtl. „Kränzchen; Zugabe“): Satz, der selbst
verständlich aus einem bewiesenen Satz folgt; aus einem
anderen Satz abgeleiteter, gefolgerter Satz (Logik). Ko
rol ¡le vgl. Korolla
Ko ro man del holz das; -es (nach dem vorderind. Küs
tenstrich Koromandel): wertvolles Holz eines vorderind.
Baumes
...nen (aus lat. corona „Kranz, Krone (aus
Blumen)“, dies aus gr. koröne „Ring“ zu korönos „ge
krümmt“): 1. Heiligenschein an einer Figur (bildende
Kunst). 2. a) [bei totaler Sonnenfinsternis sichtbarer]
Strahlenkranz der Sonne (Astron.); b) durch Beugung des
Lichtes an Wolkentröpfchen u. Eiskristallen hervorgeru
fene atmosphärische Leuchterscheinung. 3. a) (ugs.)
[fröhliche] Runde, [Zuhörerjkreis; b) (ugs. abwertend)
Horde. 4. schwach leuchtende Glimmentladung an elek
trischen Hochspannungsanlagen. 5. höchste Auszeich
nung für siegreiche röm. Feldherren; Abzeichen des röm.
Kaisers, Zeichen der Vergötterung. Kolrolnaillaut der;
-[e]s, -e (zu T '...al (1)): an der Zahnkrone mit der Zungen
spitze gebildeter Zahnlaut (z.B. so ausgesprochenes t;
Phon.). ko|ro|nar(nach lat. coronarius „zum Kranz ge
hörend“): zu den Herzkranzgefäßen gehörend, von ihnen
ausgehend. Ko|ro|nar|anlgiolgralfie,auch ...gra phie
die; -, -n [,,,i:ən]: TAngiografie der Herzkranzgefäße
(Med.). Ko|ro|nar|chi|rur|gie*úhe; -: operative Behand
lung krankhafter Störungen u. Veränderungen der Herz
kranzgefäße (Med.). Ko|rolnar!di|lalta|toriZer; -s, -en:
Arzneimittel zur Erweiterung u. Durchblutungsförderung
der Herzkranzgefäße (Med.). Ko|ro!nar|emibo|lie die;
-, -n [,,,i:ən]: Verschluss eines Herzkranzgefäßes durch
Blutgerinnsel od. einen anderen Î Embolus (Med.). Koronargefäß das; -es, -e (meist Plur.): Blutgefäß des
Herzens (Kranzgefäß; Med.). Ko¡ro|nar|in|suflfi|zienz [...ionts] die; -, -en: mangelhafte Sauerstoffversor
gung des Herzmuskels (Med.). Ko|ro|na|ris|mus der; -,
...men (zu T...ismus (3)): krampfartige Zustände bzw. At
tacken der Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit Blut
versorgen (Med.). Kolrolnalrolgralfie, auch ...graPhi edie; -, ...ien (zu T...grafie): svw. Koronarangiografie.
KolrolnalrolgrammiZfli,' -s, -e (zu T...gramm): Röntgen
bild der Herzkranzgefäße (Med.). Kolrolnarlskleirolse
die; -: Verkalkung der den Herzmuskel versorgenden Ko
ronargefäße (Med.). Ko|ro|nar|the|ralpeu|ti|kumdas;
-s, ...ka: Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen
der Herzkranzgefäße (Med.). Ko|ro|na|ti|pn die; -, -en
(aus lat. coronatio „Bekränzung“ zu coronare „bekrän
zen“): (veraltet) 1. Krönung. 2. Aufsetzen des Brautkran
zes bei der Eheschließung in der griech.-kath. Kirche. Koro naivi rus [,..v...] das; -, ...ren (meist Plur.) (zu Tkoronar bzw. TKorona): Viren von kranzförmiger Gestalt, die
Erkrankungen der Atemwege hervorrufen (Med.). KolrpnisiZie; -, ...ides (aus gleichbed. gr. korönis, Gen. korönidos, eigtl. „das Gekrümmte“): 1. in altgriech. Wörtern
das Zeichen für ÎKrasis (’) (z. B. griech. támá für tä emä
„das Meine“). 2. Schlussstein; Schlusszeichen, Verzie
rung. Kolrolnolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu
ÎKorona u. Î...graf): Fernrohr zum Beobachten u. Foto
grafieren der Korona (2)
Ko|ro|phi|liedze; - (zu ÎKore u. T ...philie) : [sexuelle] Vor
liebe für junge Mädchen. Ko ¡rosier; -, Koroi [...roy] (aus
gr. köros „Jüngling“): Statue eines nackten Jünglings in
der [archaischen] griech. Kunst
Korlpolra: Plur. vonTKorpus. korlpolral (aus gleichbed.
lat. corporalis zu corpus „Körper, Leib“): (veraltet) zum
Körper gehörend; körperlich, leiblich; vgl. ...al/...eil
KorlpolraliZer; -s, Plur. -e, auch ...äle (aus gleichbed. älter
fr. corporal, gebildet nach corps „Körper“ zu caporal
„Gefreiter“, dies aus gleichbed. it. caporale (älter it.
„(An)führer“) zu capo „Haupt, Kopf1, dies aus gleich
bed. lat. caput): 1. (veraltet) Führer einer tKorporal
schaft; Unteroffizier. 2. (Schweiz.) niederster Unteroffi
ziersgrad
Koijpo|ra|lez/a5,' -s, ...lien [...ion] (aus kirchenlat. corpora
le „Leibtuch“, eigtl. „das Körperliche“, zu lat. corporalis,
vgl. korporal): quadratisches od. rechteckiges Leinentuch
KolrolnaiZte; -,
767
als Unterlage für Î Hostie u. Hostienteller in der kath. Li
turgie
Korpolrallschaft die; -, -en (zu TKorporal): (veraltet)
Unterabteilung der Kompanie im inneren Dienst
Kor|po|ra|ti|on die; -, -en (über fr. corporation, engl. cor
poration aus spätlat. corporatio „Körperlichkeit“ zu cor
porare „zum Körper machen“, dies zu Zat. corpus „Kör
per, Leib“): 1. Körperschaft, Innung, (juristische Per
son. 2. Studentenverbindung. kor|po|ra|tiv {aus spätlat.
corporativus „einen Körper bildend“): 1. körperschaft
lich; geschlossen. 2. eine Studentenverbindung betref
fend. Korlpo|ra|ti|vis|mus [...v...] der; - (zu t...ismus
(1)>: politisches Bestreben, den Staat durch Schaffung
von berufsständischen Korporationen (1) zu erneuern,
korlpolrell (aus gleichbed. fr. corporel zu lat. corpora
lis, vgl. korporal): svw. korporal; vgl. ...al/...eil. korlporiert (zu (Korporation u. t,,,iert): einer Korporation (2)
angehörend. Kor|po|rier|te der u. die; -n, -n: jmd., der
einer Korporation (2) angehört. Korps [ko:ç] das; [ko:n(s)], - [ko:ns] (aus fr. corps „Körper, Körperschaft,
Heerhaufe“, dies aus lat. corpus, vgl. 'Korpus): 1. größe
rer Truppenverband. 2. studentische Verbindung.
Korpslgeist ['ko:ŋ...] der; -[e]s: 1. Gemeinschafts-,
Standesbewusstsein. 2. Standeshochmut. 3. Gruppe von
Personen gleichen Standes od. Berufes. Korpslstudent der; -en, -en: Student, der einem Korps (2) ange
hört. korlpullent (aus gleichbed. lat. corpulentus zu
corpus, vgl. Korporation): beleibt, wohlgenährt, dick.
Kor|pu|lenz die; - (aus gleichbed. lat. corpulentia zu
corpulentus, vgl. korpulent): Beleibtheit, Wohlgenährtheit. ’Kpijpus der; -, -se (aus lat. corpus „Körper,
Leib“): 1. (ugs., scherzh.) Körper. 2. der Leib Christi am
Kreuz (bildende Kunst). 3. (ohne Plur.) das massive, hin
sichtlich Holz od. Farbe einheitliche Grundteil ohne die
Einsatzteile [bei Möbeln], 4. (Schweiz.) Ladentisch; [Büro]mobel mit Fächern od. Schubladen, dessen Deckflä
che als Ablage od. Arbeitstisch dient. 2Kpr|pus das; -,
...pora (aus lat. corpus „Gesamtwerk, Sammlung“, eigtl.
„Körper“): 1. Belegsammlung von Texten od. Schriften
[aus dem Mittelalter od. der Antike]. 2. einer wissen
schaftlichen [Sprachjanalyse zugrunde liegendes Materi
al, repräsentative Sprachprobe. 3. (ohne Plur.) Klangkör
per eines Musikinstruments, insbesondere eines Saitenin
struments (Mus.). 3Kpr|pus i/Ze; - (nach dem erstmals
mit diesem Schriftgrad gedruckten Corpus Juris be
nannt): (veraltet) Schriftgrad von 10 Punkt (ungefähr
3,7mm Schriftgröße; Druckw.). Korlpus Delliklti vgl.
Corpus Delicti. Kprlpus Julris vgl. Corpus Juris. Kprpuskarizinom das; -s, -e (zu t'Korpus): Gebärmutter
krebs (Med.). Korlpuslkel das; -s, -n, fachspr. auch die;
-, -n (aus lat. corpusculum „Körperchen“, Verkleine
rungsform von corpus, vgl. ‘Korpus): kleinstes Teilchen
der Materie; Elementarteilchen (Phys.), korlpuslkullar
(zu t...ar (1)>: die Korpuskeln betreffend (Phys.). Korpus ku larlop tik die: -: Lehre von der Führung elek
trisch geladener Teilchen (Elektronen, Ionen, Elementar
teilchen) auf bestimmten Bahnen sowie ihre Fokussie
rung (vgl. fokussieren) u. Ablenkung durch elektrische u.
magnetische Felder (Phys.). Koripuslkullarlstrahl der;
-[e]s, -en (meist Plur.): aus beschleunigten, geladenen
Korpuskeln bestehender Strahl (Phys.). Kor|pus|ku|larthelo rie die; -: Theorie, die davon ausgeht, dass das
Licht aus Korpuskeln besteht
Kor|ra|di|a|ti|on die; -, -en (zu Ikon... u. lat. radiatio „das
Strahlen, der Glanz“): Vereinigung von Strahlen in einem
Punkt (Phys.)
kor|ra|dielren (aus gleichbed. lat. corradere zu tkon... u.
radere „kratzen, schaben“, eigtl. „zusammenscharren“):
(veraltet) abschleifen, Oberfläche abtragen
Korrelationskoeffizient
der; -s, -e (aus span, corral „Hofraum, Gehege“):
[Fang]gehege für wilde Tiere, Pferde
Korlralsilpn die; -, -en (zu lat. corrasus, Part. Perf. von
corradere (vgl. korradieren) u. î '...ion): Abschleifung von
Gesteinen durch windbewegten Sand
korlrelal (zu /at. correus „Mitschuldiger“ (zu Tkon... u.
mlat. reus „schuldig“) u. t‘...al (1)>: a) (veraltet) mitschul
dig; b) zusammen mit einem anderen Schuldner zu einer
Leistung verpflichtet (Rechtsw.). Korrealgläubiger
der; -s, -: Gesamtgläubiger (Rechtsw.). Kor|re|alschuldlner der; -s, -: Gesamtschuldner (Rechtsw.)
Kprlrelfelrat [auch ,,,'ra:t] u. (österr.) Koreferat das; -[e]s,
-e (zu Îkon... u. ÎReferat): zweiter Bericht; Nebenbericht
[zu dem gleichen wissenschaftlichen Thema], Kprlrelferent [auch ...rent] u. (österr.) Koreferent der; -en, -en: a)
jmd., der ein Korreferat hält; b) zweiter Gutachter [bei
der Beurteilung einer wissenschaftlichen Arbeit]. Kprlrefelrenz [auch ...'rents] die; -, -en: svw. Referenzidentität.
kpr|re|fe|rie|ren [auch ,,,'ri:...] u. (österr.) koreferieren:
a) ein Korreferat halten; b) als zweiter Gutachter berich
ten, mitberichten
Korlrelgildpr [korsxi...] vgl. Corregidor, korlrekt (aus lat.
correctus „zurechtgebracht, berichtigt“, Part. Perf. von
corrigere „gerade richten; berichtigen, verbessern“; vgl.
korrigieren): a) richtig, fehlerfrei; einwandfrei; b) ange
messen; bestimmten Normen, Vorschriften od. [morali
schen] Grundsätzen entsprechend; Ggs. (inkorrekt. Kor
rektheit die; -: 1. Richtigkeit; Ggs. ÎInkorrektheit (1 a).
2. korrektes (b) Verhalten, Benehmen; Ggs. Unkorrekt
heit (lb). Korlrekltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat.
correctio zu corrigere, vgl. korrekt): Besserung; Verbes
serung; Regelung (z. B. in der Augenoptik), korlrekltilonielren (zu (..deren): (Schweiz.) verbessern, in Ordnung
bringen. kor|rek|tiv (zu lat. correctus (vgl. korrekt) u.
T...iv): (veraltet) bessernd; zurechtweisend. Korlrekltiv
das; -s, -e [,,,və]: etwas, was dazu dienen kann, Fehlhal
tungen, Mängel o.Ä. auszugleichen. Korlrekltor der; -s,
...oren (aus lat. corrector „Berichtiger, Verbesserer“): 1.
jmd., der beruflich Schriftsätze auf Fehler hin durchsieht.
2. Aufsichtsbeamter der röm. Kaiserzeit. 3. jmd., der eine
Prüfungsarbeit korrigiert und benotet. Korlrekltolrat
das; -[e]s, -e (zu T...at): Korrekturabteilung in einer Dru
ckerei o. Ä. kor|rek|tolri|al (zu t..,ial): (veraltet) berück
sichtigend, verbessernd, den Korrektor betreffend. Korrekltolrin die; -, -nen: weibliche Form zu ÎKorrektor.
Korlrekltur die; -, -en (aus mlat. correctura „Berichti
gung“): a) Verbesserung, [Druck]berichtigung; b) schrift
liche Berichtigung
korlrellat vgl. korrelativ. Korlrellat das; -[e]s, -e (rückge
bildet aus TKorrelation): 1. etw., was etw. anderem als Er
gänzung, ergänzende Entsprechung zugeordnet ist. 2.
Wort, das mit einem anderen in bedeutungsmäßiger od.
grammatischer Beziehung steht (z.B. Gatte - Gattin,
Rechte- Pflichten; darauf [bestehen], dass...; das, was...;
derjenige, welcher...; Sprachw.). 3. eine bestimmte Art
math. Größen, die in der Ausgleichs- u. Fehlerrechnung
auftreten (Math.). Kor|re|la|ti|on die; -, -en (aus mlat.
correlatio „Wechselbeziehung“, vgl. kon... u. Relation): 1.
wechselseitige Beziehung. 2. Zusammenhang zwischen
statistischen Ergebnissen, die durch Wahrscheinlichkeits
rechnung ermittelt werden (Math.). 3. Wechselbeziehung
zwischen verschiedenen Organen od. Organteilen (Med.).
Kor|rellalti|onslana|ly|se die; -, -n: Zweig der math.
Statistik mit Untersuchungen über Î stochastische Zusam
menhänge. Kor|re|la|ti|ons|elek|tro|nik* die; -: An
wendung des Korrelationsbegriffes u. einer darauf basie
renden Theorie in der TElektronik. Kor|re|la|ti|onsfunktilon die; -, -en: math. Funktion zufälliger Größen
od. Zahlenfolgen. Kor|re|lalti|ons|ko|ef|fi|zi|ent der;
Korlral
korrelativ
-en, -en: Maß für die wechselseitige Beziehung zwischen
zwei zufälligen Größen (Statistik), korlrellaltiv, selten
korrelat (zu T...iv): wechselseitig; sich gegenseitig bedin
gend. Kor|re|la|tilvislmus [...v...] der; - (zu î...ismus
(1)>: Erkenntnistheorie, nach der Subjekt u. Erkenntnis
objekt in Wechselbeziehung stehen (Philos.). Korlrellatilviltät die; -, -en (zu T...ität>: Wechselbeziehung, -bezüglichkeit. Korlrellaltorder; -s, ...toren (zu T...or): Ge
rät zur Ermittlung der t Korrelationsfunktionen (Math.).
kor|re|lie|ren (zu "(Korrelation u. t...ieren>: einander
bedingen, miteinander in Wechselbeziehung stehen
kor|re|pe|tie|ren (zu tkon... u. trepetieren): mit jmdm.
eine Gesangspartie vom Klavier aus einüben (Mus.). Korre pe ti ti on die; -, -en: Einübung einer Gesangspartie
vom Klavier aus (Mus.). Korjre|pe|ti|tord<?r; -s, ...oren:
Musiker, der korrepetiert (Mus.)
Koijrepltilpn die; -, -en (aus spätlat. correptio „Verkür
zung; Tadel“ zu lat. corripere, vgl. korripieren): 1. Aus
sprachekürzung einer Silbe. 2. (veraltet) Tadel, Verweis
Kor|res|pek|ti|on* die; - (zu tkon... u. lat. respectio
„Musterung“, dies zu respicere „Zurückbleiben, berück
sichtigen“): (veraltet) Mitberücksichtigung, koijrespekltiv(zu tkon... u. t respektiv): gemeinschaftlich. Korreslpekltilviltät [...V...] dte; - (zu T...ität>: (veraltet) Ge
meinschaftlichkeit
Kor|reslpon|dent*¿/er; -en, -en (aus mlat. correspondens,
Gen. correspondentis, Part. Präs, von corresponderé, vgl.
korrespondieren): 1. Journalist, der [aus dem Ausland] re
gelmäßig aktuelle Berichte für Presse, Rundfunk od.
Fernsehen liefert. 2. a) Angestellter eines Betriebs, der
den kaufmännischen Schriftwechsel führt; b) (veraltet)
Briefpartner. Korlreslponldenltin die; -, -nen: weibli
che Form zu T Korrespondent. Kor|res|pon|dent|reeder ¿Zer; -s, -: Geschäftsführer einer Reederei [mit be
schränkter Vertretungsvollmacht]. Kor|res|pon|denz
die; -, -en (aus gleichbed. /r. correspondance zu corres
pondre, vgl. korrespondieren): 1. Briefwechsel, -verkehr.
2. Beitrag eines Korrespondenten (1) einer Zeitung. 3.
(veraltet) Übereinstimmung. Korlreslponldenzlbülro
das; -s, -s: Agentur, die Berichte, Nachrichten, Bilder u. a.
für die Presse sammelt. Kor|res|pon|denz|kar|te die; -,
-n: (österr.) Postkarte. Korlreslponldenzlkolmiltee
das; -s: revolutionärer Ausschuss während des Unab
hängigkeitskampfes der nordamerikanischen Kolonien.
Kor|res|pon|denz|prin|zip das; -s: Prinzip, das die
Î Quantenmechanik u. die klassische Physik miteinan
der verknüpft. Kor|res|pon|denz|schach das; -s, -s:
Fernschach. Kor|res|pon|denzlselmilnar das; -s, -e:
Tagung für Korrespondenztraining. Korlreslponldenztrailning [...trg:...] das; -s: Schulungskurs für präzises
Formulieren, korlreslponldielren (aus gleichbed. fr.
correspondre, dies aus mlat. corresponderé „übereinstim
men; in (geschäftlicher) Verbindung stehen, Briefe wech
seln“, zu Tkon... u. lat. respondere „antworten“): 1. mit
jmdm. im Briefverkehr stehen. 2. einer Sache harmonisch
entsprechen, mit etwas übereinstimmen. Korlreslponsal der; -s, -e (zu Tkon..., lat. responsum „Rechtsbe
scheid, -gutachten“ u. T '...al (2)): (veraltet) svw. Akzep
tant. koijreslponlsiv (zu T...iv): entsprechend, überein
stimmend
Kor|ri|dor¿/er; -s, -e (aus it. corridore „Läufer, Laufgang“
zu correre „laufen“, dies aus gleichbed. lat. currere); 1.
[Wohnungs]flur, Gang. 2. schmaler Gebietsstreifen, der
durch das Hoheitsgebiet eines fremden Staates führt
Kor|ri|gend¿Zer; -en, -en (aus lat. corrigendus „der zu Bes
sernde“, Gerundivum von corrigere, vgl. korrigieren):
(veraltet) Sträfling. Korlrilgenlda die (Plur.) (aus lat.
corrigenda „das zu Verbessernde“, Neutrum Plur. von
corrigendus, vgl. Korrigend): Druckfehler-, Fehlerver
768
zeichnis. Kprlrilgens das; -, Plur. ...gentia u. ...genzien
[...ion] (meist Plur.) (zu lat. corrigens, Gen. corrigentis
„verbessernd“, Part. Präs, von corrigere, vgl. korrigie
ren): geschmackverbessernder Zusatz in Arzneien
(Pharm.). kor|ri|gi|bel (zu T ...ibel): (veraltet) korrigier
bar. kor|ri|gie|ren (aus gleichbed. lat. corrigere, eigtl.
„zurecht-, gerade richten“): etwas berichtigen; verbes
sern
kor|ri|pie|ren (aus lat. corripere „zusammengreifen, erha
schen“ zu Tkon... u. rapere „raffen, reißen“): (veraltet) 1.
eine lange Silbe kurz sprechen, kürzen. 2. tadeln; zurecht
weisen
Kor|ri|va|le [...v...] der; -n, -n (aus gleichbed. spätlat. cor
rivalis zu tkon... u. lat. rivalis „Nebenbuhler“; vgl. Riva
le): (veraltet) Mitrivale. Korlrilvalliltät die; - (zu Tkon...
u. T Rivalität): (veraltet) Mitbewerbung, Mitrivalität
Kor|ri|va|ti|on [...v...] die; -, -en (aus gleichbed. /at. corri
vatio zu tkon... u. rivare „ableiten“, dies zu rivus
„Bach“): (veraltet) Zusammenleitung (mehrerer Gewäs
ser)
Kor|ro|bo|ra|ti|on die; - (aus gleichbed. mlat. corrobora
tio zu lat. corroborare, vgl. korroborieren): (veraltet)
Kräftigung, Stärkung.
Kor|ro|bo|ri der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. corroborée,
dies
aus
einer
austral.
Eingeborenensprache):
[Kriegs]tanz der australischen Eingeborenen mit Lied- u.
Trommelbegleitung
korlrolbolrielren (aus gleichbed. lat. corroborare zu
Tkon... u. roborare „stärken“, dies zu robur, Gen. roboris
„Kraft“): (veraltet) stärken
Korlroldenltia u. Kor|ro|den|zi|en [...ion] die (Plur.)
(aus gleichbed. nlat. corrodentia, eigtl. „die Zernager“,
Neutrum Plur. von lat. corrodens, Gen. corrodentis, Part.
Präs, von corrodere, vgl. korrodieren): (veraltet) systema
tische Bez. für die Termiten, Staubläuse u. Pelzfresser
(Biol.). korrodieren (aus lat. corrodere „zernagen“):
angreifen, zerstören; der Korrosion unterliegen. Korjrosilon die; -, -en (aus mlat. corrosio „Zerstörung“ zu lat.
corrodere, vgl. korrodieren): 1. unerwünschte, von der
Oberfläche ausgehende u. meist von selbst ablaufende Re
aktion eines Werkstoffes mit seiner Umgebung, die eine
messbare Schädigung bewirkt. 2. Zersetzung von Gestei
nen durch die ehern. Wirkung von Wasser u. der in ihm ge
lösten Säuren, Basen und Salze (GeoL). 3. durch Entzün
dung od. Ätzmittel hervorgerufene Zerstörung von Kör
pergewebe (Med.). Kor|ro|si|ons|ele|ment das; -[e]s,
-e: die elektrochem. Korrosion verursachendes T galvani
sches Element. Kor|ro|si|ons|in|hi|bi|tor der; -s, -en:
Stoff, der eine Korrosion hemmt od. verhindert. Korjrosi|ons|prälpa|rat das; -[e]s, -e: anatomisches Präparat
(2 a) zur Darstellung des Gefäßsystems od. anderer Hohl
räume durch Füllung mit Metalllegierungen u. anschlie
ßender Korrosion, d.h. Entfernung der umgebenden Ge
webe mithilfe chem. Substanzen (Med.), korlrolsiv (aus
gleichbed. fr. corrosif zu corroder, dies aus lat. corrodere,
vgl. korrodieren): angreifend, zerstörend. Korlrolsiv
das; -s, ...ve [,,,və]: (veraltet) Ätz-, Reizmittel
korlrumlpielren (aus lat. corrumpere „verderben, zerrüt
ten; bestechen“): a)jmdn. bestechen; b) jmdn. moralisch
verderben, korlrumlpiert (zu T...iert>: verderbt (von
Stellen in alten Texten u. Handschriften). Korlrumlpierung die; -, -en (zu T...ierung): das Korrumpieren, das
Korrumpiertwerden, korlrupt (aus gleichbed. lat. cor
ruptus, Part. Perf. von corrumpere, vgl. korrumpieren): 1.
a) bestechlich; b) moralisch verdorben. 2. aufgrund von
Abhängigkeiten, Vetternwirtschaft, Bestechung, Erpres
sung o.Ä. so beschaffen, dass bestimmte gesellschaftliche
Normen od. moralische Grundsätze nicht mehr wirksam
sind. Korlrupltel die; -, -en (aus lat. corruptela „der Ver-
769
derb“>: (veraltend) verderbte Textstelle, korlrupltilbel
<aus spätlat. corruptibilis „zerstörbar, vergänglich“): (ver
altet) 1. verderblich. 2. bestechlich, verführbar. Korlruptilbilliltät die; - (aus spätlat. corruptibilitas, Gen. cor
ruptibilitatis „Zerstörbarkeit, Vergänglichkeit“): (veral
tet) 1. Verderblichkeit. 2. Bestechlichkeit, Verführbarkeit.
Kor|rup|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. corruptio); 1.
a) Bestechung, Bestechlichkeit; b) moralischer Verfall. 2.
Verhältnisse, in denen korrupte Machenschaften das ge
sellschaftliche Leben bestimmen u. damit den morali
schen Verfall bewirken. Kor|rup|ti|o|nislmus der; - (zu
t. ..ismus (5)>: (veraltet) sich der Korruption (1 a) bedie
nende, durch sie bestimmte Handlungsweise. Korlrupltio nist der; -en, -en (zu t...ist>: (veraltet) jmd., der durch
Korruption (la) sein Ziel erreichen will. Kor|rup|ti|onsaf fä re die; -, -n: durch das Aufdecken von Korruption
entstandene Affäre
Korl sa|ge [,,,ʒə] die: -, -n (aus/r. corsage „Mieder“, eigtl.
„Oberleib“, zu corps „Leib“, dies aus lat. corpus): auf Fi
gur gearbeitetes, versteiftes Oberteil eines Kleides
Korlsak der; -s, -s (aus gleichbed. russ. korsak, kirgis. karsak): kleiner, kurzohriger Steppenfuchs
Korlsalkowlsynldrom* das; -s, -e (nach dem russ. Psy
chiater S. Korsakow (1854-1900) u. zu îSyndrom): nach
Hirnschäden auftretende psychische Störung mit Beein
trächtigung der Merkfähigkeit, der Orientierung u. der
Erinnerung (Med.)
Korlsar der; -en, -en (aus gleichbed. it. corsaro, dies aus
mlat. cursarius zu lat. cursus, vgl. Kurs): 1. (früher) a)
Freibeuter, Seeräuber; b) Seeräuberschiff. 2. Zweimann
jolle mit Vor- u. Großsegel
Korlsellett das; -s, Plur. -s, auch -e (aus gleichbed. fr. cor
selet zu altfr. corsel „kleiner Leib“, Verkleinerungsform
von cors, vgl. Korsett): leichteres Korsett. Korlsett das;
-s, Plur. -s, auch -e (aus gleichbed. fr. corset, Verkleine
rungsform von altfr. cors (fr. corps), vgl. Korsage): 1. mit
Stäbchen versehenes u. mit Schnürung od. Gummieinsät
zen ausgestattetes Mieder. 2. Verband aus festem Materi
al als Stütze für verletzte, inbesondere gebrochene Kör
perteile
Kor|so der; -s, -s (aus gleichbed. it. corso, eigtl. „Lauf, Um
zug, Wettrennen“, dies aus lat. cursus „Lauf; Fahrt“, vgl.
Kurs): 1. Umzug, festliche Demonstrationsfahrt. 2. große,
breite Straße für Umzüge. 3. Wettrennen von Pferden oh
ne Reiter
Körltanc [...ts] der; - (aus ung. körtänc „Rundtanz, Rei
gen, Reihen“): ung. Nationaltanz, eine Art Kontretanz
Korltege [,,,'tɛ:ʒ] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. cortège, dies
aus it. corteggio zu corteggiare „den Hof machen, aufwar
ten“, zu corte „Hof“, dies aus lat. eo(ho)rs, Gen.
eo(ho)rtis, vgl. Kohorte): (veraltet) Gefolge, Ehrengeleit
Korltex der; -[es], Plur. -e u. ...tizes [...tse:s] (aus lat. cortex,
Gen. corticis „Rinde“): 1. äußere Zellschicht eines Or
gans (Med.). 2. Hirnrinde (Med.), korltilkal (aus gleich
bed. nlat. corticalis, zu 1 Kortex u. l*...al (1)>: 1. von der
Hirnrinde ausgehend, in der Hirnrinde sitzend; kortikale
Zentren: wichtige Teile der Hirnrinde, in denen z. B. Höru. Sehzentrum liegen (Med.). 2. die äußere Zellschicht von
Organen betreffend (Biol., Med.). Korltilkallperlson
die; -: der von der Großhirnrinde gesteuerte, vom soge
nannten tnoetischen Oberbau (u. damit überwiegend ra
tional) bestimmte Teil der Persönlichkeit (Psychol.). Korti kolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu T...grafie): svw. Elektrokortikografie. Korlti ko gramm das;
-s, -e (zu ÎKortex u. l,,,gramm): svw. Elektrokortikogramm. Kor|ti|ko|id das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu
t,,,oid): Nebennierenrindenhormon, das den Mineral- u.
Kohlenhydratstoffwechsel beeinflusst (Med.). Korltikos|te|rolid* das; -[e]s, -e (meist Plur.); ÎSteroid mit der
Kosekans
Wirkung der Nebennierenrindenhormone. Korltilkosfachspr. Corticosteron [kortiko...] das; -s
(Kunstw. zu t Kortex, gr. stereos „starr, hart, fest“ u.
t Hormon): Hormon der Nebennierenrinde (Med.), kortilkoltrop* (zu t...trop): auf die Nebennierenrinde ein
wirkend (Med.). Kor|ti|ko|tro|pin* das; -s, -e (zu T...in
(1)): Hormon, das im Vorderlappen der Hirnanhangsdrü
se gebildet wird u. die Funktion der Nebennierenrinde re
guliert (Med.). Korltin das; -s, -e (meist Plur.) (Kunstw.
zu ÎKortex u. Î ...in (1)): in der Nebennierenrinde gebilde
tes Hormon (Med.)
Korltilne vgl. Kurtine
Korltilson, fachspr. Cortison [k...] das; -s (Kunstw. zu
Î Kortikosteron): [Präparat aus dem] Hormon der Neben
nierenrinde (Med.). Kpijtilzes [,,,tse:s]: Plur. von TKortex
Kolrulbin das: -s (Kurzw. aus ÎKorund u. IRubin): Schleif
mittel aus Korundschlacke (Thermitschweißschlacke)
Kplrulna die; -, - (aus gleichbed. tschech. u. slowak. koruna
„Krone“): tschech. bzw. slowak. Krone, Währungseinheit
'Kolrund der; -[e]s, -e (über engl. corundum aus tamil, korundam „Rubin“): ein sehr hartes Mineral. 2Ko|rund®
der; -[e]s (zu Î 'Korund): Handelsname für ein sehr hartes
synthetisches Material
Ko|rus|ka|ti|on die; -, -en (aus spätlat. coruscatio „Blitz“
zu lat. coruscare, vgl. koruszieren): (veraltet) das Aufblit
zen des Silbers beim Treiben, kolruslzielren (aus gleich
bed. lat. coruscare): (veraltet) a) [sich] schnell hin u. her
bewegen; b) blinken, schimmern, funkeln
Korlvetlte [...v...] die; -, -n (aus fr. corvette „Rennschiff1,
weitere Herkunft unsicher): 1. a) leichtes Kriegsschiff; b)
(veraltet) Segelkriegsschiff. 2. Sprung in den Handstand
(Sport). Kor|vet|ten|ka|pi|tän der; -s, -e: Marineoffi
zier im Majorsrang
Kolry Ibant der; -en, -en (über lat. Corybas, Gen. Coryban
tis aus gleichbed. gr. Korÿbas): Priester der phrygischen
Muttergöttin Kybele. kolrylbanltisch: wild begeistert;
ausgelassen tobend
Kolryldallis die; -, - (aus gr. korydallis „Haubenlerche“,
nach dem Sporn der Blüte): Lerchensporn (Zierstaude)
Ko|ry|ne|bak|telri|en [,,,iən] die (Plur.) (zu gr. korÿnê
„Keule, Kolben“ u. ÎBakterie): Gattung unbeweglicher
stäbchenförmiger Bakterien (von meist keulenförmigem
Aussehen; Biol.)
Kolrylolphylllie die; - (zu gr. körys „Helm, Haube“, phÿllon „Blatt“ u. t2...ie, eigtl. „Helmblättrigkeit“): abnorme
Blattbildung (Bot.)
’Kolrylphäe die; -, -n (über gleichbed. fr. le coryphée aus
lat. coryphaeus, gr. koryphaios „an der Spitze Stehender“
zu koryphë „Gipfel, Scheitel“): 1. jmd., der auf seinem
Gebiet durch außergewöhnliche Leistungen hervortritt. 2.
(bes. österr.) erste Solotänzerin (Ballett). 2Ko|rylphäe
der; -n, -n (aus gleichbed. gr. koryphafos); Chorführer im
antiken Drama
KolryIza die; - (aus gleichbed. gr. köryza): Schnupfen, Ent
zündung der Nasenschleimhaut (Med.)
Kplrzec* [,,,ʒɛts] der; -, -e (aber: 5 -) (aus gleichbed. poln.
korzec): alte poln. Maßeinheit (etwa 125 1)
Kolsak fiter; -en, -en (über ukrain.-poln. kozak aus gleich
bed. russ. kazak): a) Angehöriger einer militärisch organi
sierten, an der Grenze gegen die Tataren angesiedelten
Bevölkerung; b) leichter Reiter (in Russland)
Ko|sche|nil|le [,,,'nɪɪjə] die; -, -n (über fr. cochenille aus
gleichbed. span, cochinilla): 1. Weibchen der Scharlach
schildlaus. 2. (ohne Plur.) karminroter Farbstoff
kölscher (über gleichbed. jidd. koscher aus hebr. käser
„recht, tauglich“): 1. den jüd. Speisegesetzen gemäß. 2.
(ugs.) in Ordnung, einwandfrei
Kolselkans «ter; -, Plur. -, auch ...nten (gekürzt aus gleichtelron*,
Kosinus
bed. nlat. complementi secans, zu lat. complementum
„Ergänzung“ u. îSekans): Kehrwert des îSinus (1) (im
rechtwinkligen Dreieck); Zeichen cosec (Math.)
Ko si nus der: -, Plur. - [...nu:s] u. -se (gekürzt aus gleich
bed. nlat. complementi sinus, zu lat. complementum „Er
gänzung“ u. Î Sinus): Verhältnis von Ankathete zu 1 Hypo
tenuse (im rechtwinkligen Dreieck); Zeichen cos (Math.)
Kos|ki|no|man|tie die: - (zu gr. kóskinon „Sieb“ u. manteia „Weissagung“): (veraltet) Wahrsagerei mittels eines
Siebes [als Versuch der Ermittlung eines unbekannten
Diebes]
kosm..., Kosm...vgl. kosmo..., Kosmo... Koslmarlchie*
die; - (zu îkosmo..., gr. arche „Regierung, Herrschaft“ u.
î2...ie>: svw. Kosmokratie. Koslmet der; -en, -en (aus
gleichbed. gr. kosmêtês, eigtl. „Ordner, jmd., der das
Heer zur Schlacht ordnet; jmd., der schmückt u. putzt“ zu
kosmein „schmücken, putzen“): Leitender, Verantwortli
cher für die Ausbildung der Epheben im alten Griechen
land. Koslmeltik die; - (aus gleichbed. fr. cosmétique,
substantiviertes Femininum zu fr. cosmétique (vgl. kos
metisch), dies aus gr. kosmêtikê (téchnê) „Kunst des
Schmückens“): 1. Körper- u. Schönheitspflege. 2. nur
oberflächlich vorgenommene Ausbesserung, die nicht
den Kern der Sache trifft. Kos|me|tik|bran|che die; -:
Bereich der Wirtschaft, der die Herstellung u. den Ver
kauf von Kosmetika umfasst. Koslmeltilker der; -s, -:
Chemielaborant für kosmetische Erzeugnisse. Koslmeti ke rin die; -, -nen: weibliche Fachkraft für Kosmetik
(1) (Berufsbez.). Kos|me|tik|sa|lon der; -s, -s: Ge
schäft, in dem kosmetische Behandlungen durchgeführt
werden. Koslmeltilkum das; -s, ...ka (meist Plur.) (zu
t...ikum): Mittel zur Körper- u. Schönheitspflege, kosme tisch (über fr. cosmétique aus gr. kosmetikös „zum
Schmücken gehörend“ zu kosmeln „ordnen, schmü
cken“; vgl. Kosmos): 1. a) die Kosmetik (1) betreffend; b)
mithilfe der Kosmetik (1) [gepflegt]; c) der Verschöne
rung dienend, sie bewirkend; kosmetische Chirurgie: Teil
gebiet der TChirurgie (1), bei dem [als entstellend emp
fundene] körperliche Mängel od. Verunstaltungen opera
tiv behoben od. vermindert werden (z.B. durch ÎFacelif
ting, Größenveränderung der weiblichen Brust). 2. nur
oberflächlich [vorgenommen], ohne den eigentlichen
Missstand aufzuheben od. ohne etwas von Grund auf
wirklich zu verändern. Kos|melto|lo|ge der; -n, -n (zu
f...loge): Fachmann auf dem Gebiet der Kosmetologie.
Koslmeltollolgie die; - (zu t...logie): Wissenschaft u.
Lehre von der Körper- u. Schönheitspflege, koslmisch
(über lat. cosmicus aus gr. kosmikös „zur Welt gehörend“,
vgl. Kosmos): 1. das Weltall betreffend, aus ihm stam
mend; kosmische Geschwindigkeit: Geschwindigkeit, die
ein Körper als mindeste zum Erreichen einer bestimmten
Bahn außerhalb der Erde benötigt; kosmische Meteorolo
gie: Teilgebiet der Meteorologie, das sich mit den Einwir
kungen des Kosmos auf die Atmosphäre befasst; kosmi
sche Strahlung: Höhenstrahlung, energiereiche Teilchen
strahlung aus dem Weltraum. 2. weltumfassend, uner
messlich, unendlich, koslmo.... Kos mo..„ vor Vokalen
meist kosm..., Kosm... (zu gr. kösmos, vgl. Kosmos):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Welt, Welt
raum, die Welt, den Weltraum betreffend“, z.B. kosmo
politisch, Kosmosophie, Kosmarchie. Koslmolbiolloge der; -n, -n: Wissenschaftler auf dem Gebiet der Kos
mobiologie. Koslmolbiollolgie die; -: 1. Wissenschafts
bereich, in dem die Lebensbedingungen im Weltraum so
wie die Einflüsse des Weltraums auf irdische Lebenser
scheinungen untersucht werden. 2. Wissenschaft, die sich
mit der Erforschung der Möglichkeit u. der Erscheinungs
formen außerirdischen Lebens befasst. kos|mo|bio|logisch: die Kosmobiologie betreffend. Koslmolchelmie
770
die; -: Wissenschaft, die das Vorkommen u. die Verteilung
chem. Elemente im Weltraum untersucht. Koslmoldizee die: -, ...zeen (zu gr. dike „Gerechtigkeit“): die philos.
Rechtfertigung der Welt sowie die Verteidigung ihres Sin
nes trotz ihrer Unvollkommenheiten (bes. bei F. Nietz
sche). Koslmoldrom* das; -s, -e (aus gleichbed. russ.
kosmodrom, dies zu gr. kösmos (vgl. Kosmos) u. drömos
„Laufplatz, Rennbahn“): Startplatz für [russ.] Weltraum
raketen. Kos|mo|go|nie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr.
kosmogonia): 1. [mythische Lehre von der] Entstehung
der Welt. 2. wissenschaftliche Theorienbildung über die
Entstehung des Weltalls, koslmolgolnisch: die Kosmo
gonie betreffend. Koslmolgraf, auch ...graph der; -en,
-en (zu gr. kosmogräphos „die Welt beschreibend“; vgl.
...graf): Verfasser einer Kosmografie. Koslmolgralfie,
auch ...gralphie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. kosmographia): 1. (veraltet) Beschreibung der Entstehung u.
Entwicklung des Î Kosmos. 2. im Mittelalter gebräuch
liche Bez. für ÎGeografie, koslmoigralfisch, auch
...gralphisch: die Kosmografie betreffend. Koslmogramm das; -s, -e (zu îkosmo... u. t...gramm): svw. Ho
roskop. Koslmolkraltie* die; - (zu îkosmo... u. î...kratie): (veraltet) Weltherrschaft. Koslmolkraltor* der; -s
(aus gr. kosmokrätör „der Weltbeherrscher, Weltregie
rer“): (in der Kunst) Christus als Weltbeherrscher, auf ei
ner Weltkugel thronend. Koslmollolgie die; -, ...ien (aus
gr. kosmologia „Lehre von der Welt“): Lehre von der Ent
stehung u. Entwicklung des Weltalls, koslmollolgisch
(aus gleichbed. gr. kosmologikös): die Kosmologie betref
fend. Koslmolmeldilzin die; - (zu îkosmo...): Teilgebiet
der Medizin, auf dem der Einfluss der veränderten Le
bensbedingungen während eines Raumflugs auf den
menschlichen Organismus untersucht wird. Koslmonaut der; -en, -en (aus gleichbed. russ. kosmonavt, zu gr.
kösmos (vgl. Kosmos) u. naütes „Schiffer“): Weltraum
fahrer, Teilnehmer an einem [russ.] Raumfahrtunterneh
men; vgl. Astronaut. Koslmolnaultik die; - (zu îkos
mo...): Weltraumfahrt in der ehemaligen Sowjetunion
bzw. in ihren Nachfolgestaaten. kos|mo|nau|tisch: die
Kosmonautik betreffend; vgl. astronautisch. Kos mopollit der; -en, -en (aus gr. kosmopolitës „Weltbürger“):
1. Vertreter des Kosmopolitismus. 2. Tier- od. Pflanzen
art, die über die ganze Erde verbreitet ist. kos|mo|po|litisch: die Anschauung des Kosmopolitismus (1, 2) ver
tretend. Koslmolpolliltislmus der; - (zu î...ismus (1),
Bed. 2 über russ. kosmopolitism); 1. Weltbürgertum; An
schauung, dass der Mensch vornehmlich Glied der
Menschheit u. nicht nur einer Nation od. eines bestimm
ten Staates ist. 2. nach dem 2. Weltkrieg bes. in der ehe
maligen Sowjetunion vertretene Auffassung, dass der
Kosmopolitismus (1) den imperialistischen Großmächten
als Vorwand für ihr Streben nach der Weltherrschaft
dient. Kos mos der; - (aus gr. kösmos „Weltall, Weltord
nung“, eigtl. „Ordnung, Schmuck“): a) Weltraum, Welt
all; b) [die] Welt [als geordnetes Ganzes], Kpslmoslhoro me ter das; -s, -: (veraltet) Weltzeituhr. Koslmolsophie die; - (zu îkosmo... u. gr. sophia „Weisheit“): Welt
weisheit (Philos.). Kos|mo|sphä|re* die; -: die Weltku
gel. Kos|molthe|is|mus der; -: philos. Anschauung, die
Gott u. Welt als Einheit begreift (Philos.), koslmoltheisltisch: den î Kosmotheismus betreffend, zu ihm gehö
rig, auf ihm beruhend (Philos.). Koslmoltron* das; -s,
Plur. ...troné, auch -s (Kurzw. aus Î Kosmos u. î Zyklotron ;
vgl. ...tron): Gerät zur Erzeugung äußerst energiereicher
Partikelstrahlung (Teilchenbeschleuniger)
Ko|so|blü|ten die (Plur.) (zu amhar. koso „Kosobaum“,
dies aus dem Semit.): Blüten des ostafrik. Kosobaums
(Wurmmittel)
kosltal (aus gleichbed. nlat. costalis zu lat. costa „Rippe“
771
u. T1...al (1)>: zu den Rippen gehörend, sie betreffend
(Med.). Kos|tal!at|mung die;
Atmung, bei der sich
beim Ein- u. Ausatmen der Brustkorb hebt u. senkt
(Med.). kos|to|phre|nisch* <zu gr. phrên, Gen. phrenös
„Zwerchfell“): Rippen u. Zwerchfell betreffend (Med.).
Kos|to|to|mie die: -, ...jen <zu lat. costa „Rippe“ u.
T...tomie>: Rippenresektion, operative Durchtrennung
der Rippen (Med.)
Kosltüm ifɑʌ,- -s, -e <aus gleichbed./r. costume, dies aus it.
costume „Tracht, Kleidung“, eigtl. „Brauch, Gewohn
heit“, aus lat. consuetudo „Gewöhnung, Sitte. Gebrauch“
zu consuescere „eine Gewohnheit annehmen“): 1. [hist.]
Kleidung, Tracht. 2. aus Rock u. Jacke bestehende Da
menkleidung. 3. a) zur Ausstattung eines Theaterstückes
nötige Kleidung; b) Verkleidung für ein Maskenfest. Kostümlfunldus der: -, -: Bestand eines Theaters an Kostü
men (3a). Kosltülmiler [..,'mie:] der: -s, -s <zu î2...ier):
Theaterschneider, Garderobenaufseher, kosltülmielren
[,..'mi:...] (nach gleichbed. fr. costumer; vgl. ..deren): a)
jmdn./sich [für ein Maskenfest] verkleiden; b) (ugs. ab
wertend) jmdn./sich unpassend, merkwürdig od. ausgefal
len anziehen
K.-o.-SysItem [ka:'o:...] das: -s (zu K. o., Abk. für engl.
knockout (vgl. Knockout) u. Î System) : Austragungsart ei
nes Wettbewerbs, bei dem die Verlierer einer Spielrunde
ausscheiden (Sport)
Koltanlgens der; -, - (gekürzt aus gleichbed. nlat. comple
menti tangens, zu lat. complementum „Ergänzung“ u.
ÎTangens): Kehrwert des ÎTangens (im rechtwinkligen
Dreieck); Zeichen cot (Math.). Ko|tan|gen|te die: -, -n:
(veraltet) svw. Kotangens
Koltau der; -s, -s (aus gleichbed. chin, kêtôù, eigtl. „Schla
gen (mit dem) Kopf“): demütige Ehrerweisung, Verbeu
gung
1Kolte die; -, -n (aus fr. cote „Buchstabe, Kennziffer“ zu
gleichbed. altfr. quote, dies aus lat. quota (pars) „der wie
vielte (Teil)“): 1. Geländepunkt [einer Karte], dessen Hö
henlage genau vermessen ist. 2. Zahlenangabe in der Ein
tafelprojektion (Math.)
zKo|te die; -, -n (aus gleichbed. firm. kota, eigtl. „Haus,
Hütte“): Lappenzelt
Koltellett das; -s, -s (aus/r. côtelette „Rippchen“, Verklei
nerungsform von côte „Rippe“, dies über altfr. coste aus
gleichbed. lat. costa): Rippenstück vom Kalb, Schwein,
Lamm od. Hammel. Koltelletlten die (Plur.): Haare an
beiden Seiten des Gesichts vor den Ohren
Koltelrie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. coterie, eigtl. „ge
schlossene Gesellschaft“, zu cotier „lehenszinspflich
tig“): (abwertend) Kaste; Klüngel; Sippschaft
Kgltext der; -[e]s, -e (unterscheidende Analogiebildung zu
ÎKontext): svw. Kontext (1 a; Sprachw.)
Ko thurn der; -s, -e (über lat. cothurnus aus gleichbed. gr.
kóthornos): 1. Bühnenschuh der Schauspieler mit hoher
Sohle (im antiken Trauerspiel); vgl. Soccus. 2. erhabener,
pathetischer Stil
koltielren (aus fr. coter „notieren“ zu cote, vgl. 'Kote): 1.
ein Wertpapier zur Notierung an der Börse zulassen. 2.
(veraltet) die Höhe eines Geländepunktes messen; vgl. ni
vellieren u. 'Kote. Koltielrung die;-,-en (zu Î ...ierung):
Zulassung eines Wertpapiers zur amtlichen Notierung an
der Börse
Koltilllon ['kɔtɪljð, auch ...til'jö:] der; -s, -s (aus gleichbed.
fr. cotillon, eigtl. „Unterrock“, Verkleinerungsform von
cotte „Rock“, weitere Herkunft unsicher): (veraltet) 1.
Gesellschaftsspiel in Tanzform mit Neckereien u. Aus
tausch von Geschenken. 2. a) kurzer Frauenunterrock der
ländlichen franz. Tracht; b) feste Leinenhosen der franz.
Fischer.Koltilllonlorlden der; -s, -: (veraltet) beimîKotillon (1) vergebene Orden (als Geschenk)
Kräcker
die; -, -s (aus gleichbed. span, cotinga, dies aus
Tupi (einer Indianerspr. des östl. Südamerika)): farben
prächtiger, in Mittel- u. Südamerika beheimateter Vogel
Kolto das; -s, -s od. die; -, -s (verkürzt aus gleichbed. jap.
sö-no-koto): 6- od. 13-saitiges zitherähnliches japan. Mu
sikinstrument
Koltolit [auch ,,,'ɪt] der; -s, -e (nach dem japan. Geologen
Bundjiro Koto (gest. 1935) u. t2...it): ein reinweißes Mine
ral. das in aus Dolomit bestehendem Marmor vorkommt
Kolton [ko tö:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. coton, dies aus
arab. qutun „Baumwolle“): (selten) Baumwolle; vgl. Cot
ton. koltolnilsielren [kotoni...] (zu t...isieren): Bastfa
sern durch ehern. Behandlung die Beschaffenheit von
Baumwolle geben
Kolto|rin|de zZZe; - (aus dem Indian.): Rinde eines boli
vianischen Baumes, die früher als Heilmittel verwendet
wurde
Kotl schin chi na huhn* das; -s, ...hühner (nach dem frü
heren Namen für den Süden Vietnams, Kotschinchina):
[in England gezüchtetes] großes u. kräftiges Huhn
Kot|schu|be|it* [auch ... it] der; -s, -e (nach dem russ. Gra
fen P. A. von Kotschubej (19. Jh.) u. zu t2...it>: ein karmin
rotes Mineral
Kotltonlöi vgl. Cottonöl
Ko|ty|le|do|ne die; -, -n (aus gr. kotylêdon „Vertiefung“):
1. Keimblatt der Samenpflanze (Biol.). 2. Zotte der tieri
schen Embryohülle (Biol.). Koltyllolsaulriler [...in] der;
-s, - u Ko ty lo sau rus der; -, ...rier [...in] (zugr. kötylos
„kleine Schale“ (nach der flachen Schädelform) u. saüros
„Eidechse“) : ausgestorbenes Reptil der Trias- u. Permzeit
Kou der; -s, -s (aus gleichbed. chin, kou): Hafen, Mündung;
Bestandteil chines. Ortsnamen
Koulpellle [ku...] zZze; -, -n (aus gleichbed. fr. coupelle, vgl.
’Kapelle): (veraltet) svw. ’Kapelle
Koulpon [ku pð:] vgl. Coupon (2)
kolvallent [...v...] (zu tkon... u. lat. valens, Gen. valentis,
vgl. Valenz): in der Fügung kovalente Bindung: Atombin
dung (Chem.). Kol vallenz zZz'e; -, -en (zu Î...enz): svw. ko
valente Bindung
Ko|va|ri|an|ten|phä|no|men [...v...] zZîzî; -s (zu ÎKovari
anz u. ÎPhänomen): Täuschung in der Wahrnehmung von
Raum u. Tiefe (Psychol.). Ko|va|ri|anz [auch ...riants]
die; -, -en (zu Ikon... u. ÎVarianz): 1. die Unveränderlich
keit der Form bestimmter physikalischer Gleichungen bei
bestimmten Rechenvorgängen (Phys.). 2. Maß für die ge
genseitige Abhängigkeit zweier Größen (Statistik). Kovarilanzphänomen vgl. Kovariantenphänomen
Kolvollulmen [,..v...] das; -s, ...mina (zu tkon... u. 1 Volu
men): Volumen, das die Moleküle eines Gases bei dichtestmöglicher Lage beieinander einnehmen würden
(Phys., Chem.)
Kpwsch der: -, - (aus rzzʌ,v. kovs „Schöpfkelle, Eimer“): seit
dem Mittelalter bis ins 19. Jh. in Russland gebräuchliches
bootsförmiges Gefäß mit Henkel zum Austeilen der Ge
tränke
kolxal (zu TCoxa u. Î ‘...al (1)>: von der Hüfte ausgehend,
die Hüfte betreffend (Med.). Kolxallgie* zZze; -, ...ien (zu
î...algie): Hüftgelenkschmerz (Med.). Kolxarlthrolse*
die: -, -n: deformierende chronische Erkrankung des
Hüftgelenks (Med.). Ko|xj|tis die;-, ...itiden (zu T ...itis):
Hüftgelenkentzündung (Med.). Ko|xo|to|mie die; -,
...ien (zu î...tomie>: operative Öffnung des Hüftgelenks
(Med.)
Kolyglte vgl. Kojote
Kraal vgl. Kral
kralcken [auch 'krɛkn] (aus gleichbed. engl. to crack, eigtl.
„spalten, brechen“): in einem chem. Verfahren Schweröle
in Leichtöle (Benzine) umwandeln. Krälcker vgl. 'Cra
cker
Koltinlga
Krait
-s, -s (meist Plur.) <aus gleichbed. Hindi krait):
Gattung bis 2 m langer Giftnattern in Süd- u. Südostasien
Kralke der; -n, -n <aus gleichbed. norw. bzw. dän. krake,
nach einem Meeresfabeltier in der nord. Mythologie):
großer Tintenfisch mit acht mit Saugnäpfen besetzten,
kräftigen Fangarmen
Kralkelleevgl. Craquelé. kra|ke|lie|ren(nach/r. craque
ler „rissig machen“): die Glasur von Keramiken od. die
Oberfläche von Gläsern mit î Craquelés (2) versehen.
Kra|ke|lü|re die; -, -n (aus gleichbed. fr. craquelure zu
craqueler, vgl. krakelieren): feiner Riss, der durch Aus
trocknung der Farben u. des Firnisses auf Gemälden ent
steht
Kra|kolwi|ak der; -s, -s (aus poln. krakowiak „Krakauer
(Tanz)“): polnischer Nationaltanz im 2/4-Takt mit Beto
nungswechsel von Ferse u. Fußspitze; vgl. Cracovienne
Kra|ku|se<7er; -n, -n (nach dem sagenhaften poln. Fürsten
Krakus, angelehnt an den Namen der Stadt Krakau): An
gehöriger einer 1812 in Krakau gebildeten Truppe poln.
leichter Reiter
Kralkuslka rf/e; -, -s (aus poln. krakuska „die Krakauer(in)“>: verbrämte Männermütze mit flachem Kopf,
viereckigem Deckel u. Quaste, wie sie ursprünglich von
Bauern der Krakauer Umgebung getragen wurde
Kral der; -s, Plur. -e, auch -s (aus gleichbed. afrikaans
kraal, dies aus port, curral „Hürde, Zwinger“; vgl. Korral) : Runddorf afrikanischer Stämme
’Kramlpustfer; -, ...pi (zu dl. Krampf mit lateinischer En
dung): Muskelkrampf (Med.)
2Kram|pus tZer; -[ses], -se (Herkunft unsicher): (österr.)
Begleiter des Î Nikolaus (1)
kralni..., Kralni... vgl. kranio..., Kranio... kra ni al (zu
tkranio... u. t ’...al (1)>: a) zum Kopf gehörend; b) kopfwärts gelegen (Med.). Kra|ni|ek|to|mie die; -, ...ten (zu
t...ektomie): operative Entfernung von Schädelteilen
(Med.), kralnio..., Kra nio .., vor Vokalen gelegentlich
krani..., Krani... (zu gr. kranion „Schädel“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Schädel, den Schädel
betreffend“, z.B. kraniologisch, Kraniometer, kranial.
Kra|ni|olgno|mik*i/ie; - (zu gr. gnöme „Erkenntnisver
mögen“ (dies zu gignöskein „erkennen“) u. 12...ik): (ver
altet) Bestimmung der geistigen Eigenschaften eines Men
schen aus seiner Schädelform. Kralnilolklast* der; -en,
-en (zu gr. klastös „zerbrochen“, dies zu klän „(zerbre
chen“): zangenartiges Instrument zur Schädelzertrümme
rung bei der î Embryotomie (Med.). Kralnilollith [auch
...'lit] der; Gen. -su. -en, Plur. -e[n] (zu 1 ...lith): versteiner
te Totenkopfmuschel (Geol.). Kra ni o io ge der; -n, -n
(zu î ...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Kraniologie (Med.). Kra|ni|ollolgie die; - (zu Î ...logie): Lehre
vom Schädelbau (Med.), kralnilollolgisch (zu Î...lo
gisch): zur Kraniologie gehörend (Med.). Kralnilolmeter das; -s, - (zu Î'...meter): Instrument zur Schädelmes
sung (Med.). Kra|ni|o|me|trie* die; -, ...ten (zu 1...metrie): Schädelmessung (Med.). kra|ni|o|me|trisch* (zu
Î ...metrisch): die Kraniometrie betreffend (Med.). Krani|o|neu|ral|gie*<Äe; -, ...ten: îNeuralgie der Kopfhaut
nerven (Med.). Kra|ni|o|phor der; -s, -e (zu t...phor>:
Vorrichtung zum Festhalten des Schädels bei der Schädel
messung (Med.). Kra|ni|o|skle|ro|se*rfie; -, -n: Verfor
mung des Schädels durch Verdickung der Knochen
(Med.). Kra|ni|o|sko|pie* die; -, ...ten (zu T...skopie>:
Merkmalsbeschreibung des Schädels (Med.). Kralnilostat* der; Gen. -[e]s u. -en, Plur. -e[n] (zu t...stat): svw.
Kraniophor. Kra|ni|o|stelno|se*iZze; -, -n: vermindertes
Schädelwachstum infolge vorzeitiger Verknöcherung der
Schädelnähte (Med.). Kra|ni|oslto|secfe;-,-n (zugr. ostéon „Knochen“ u. t'...ose>: vorzeitige Nahtverknöche
rung am Schädel (Med.). Kra|ni|o|ta|besrZie; -: rachiti
Krait der;
772
sche Erweichung des Schädelbeins (Med.). Kralnilolten
die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. craniota, eigtl. „Schädel
artige“, Neutrum Plur. von craniotus „mit einem Schädel
versehen“): zusammenfassende Bez. für alle Wirbeltiere
mit Schädel; vgl. Akranier. Krafni o to mie die; -, ...ien
(zu tkranio... u. T ...tomie): 1. operative Öffnung des Schä
dels (Med.). 2. das Zerschneiden des Schädels beim toten
Kind im Mutterleib (Med.). Kralnilum vgl. Cranium
Kralpülle die; -, -n (aus gleichbed. fr. crapule, eigtl.
„Schwelgerei“, dies aus lat. crapula „Trunkenheit,
(Wein)rausch“): (veraltet) Gesindel, kralpüllielren (aus
gleichbed. fr. crapuler): 1. (veraltet) sich betrinken. 2. ein
liederliches Leben führen, kralpüllös (aus gleichbed. fr.
crapuleux): (veraltet) betrunken
Kralse u. Kralsis die; -, Krasen (aus gr. kräsis „Mi
schung“): in der altgriech. Grammatik die Zusammenzie
hung zweier aufeinander folgender Wörter, deren erstes
auf einen Vokal ausgeht u. deren zweites mit einem Vokal
beginnt, in ein einziges Wort; vgl. Koronis
Kraslpeldolte die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. nlat.
craspedotus, eigtl. „Saumartige“, dies aus gr. kráspedon
„Rand, Saum“): durch Knospung entstandene Quallen
form
Kras|su|la|ze|entZze (Plur.) (aus gleichbed. nlat. crassulaceae (Plur.) zu lat. crassus „dicht, dick, fest“): Dickblatt
gewächse (z.B. Fetthenne, Hauswurz)
...krat (aus gr. -kratës „herrschend“, vgl. ...kratie): Wort
bildungselement mit folgenden Bedeutungen: 1. Angehö
riger einer herrschenden Gruppe, z.B. Plutokrat. 2. Ver
treter einer bestimmten polit. Richtung, z.B. Demokrat
’Kralterifer; -s, - (über lat. crater aus gleichbed. gr. kratër,
eigtl. „Mischkrug, Kessel“, nach der Form der Bodenöff
nung): 1. trichter- od. kesselförmige Öffnung eines Vul
kans. 2. trichter- od. kesselförmige Vertiefung im Erd- od.
Mondboden. 2Kra|ter der; -s, -e (aus gleichbed. gr.
kratër): altgriech. Krug, in dem Wein mit Wasser ge
mischt wurde
...kra|tie(aus gleichbed. gr. -kratiabzw. -kräteia zu kratem
„herrschen, Macht haben“): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „Herrschaft einer Gruppe, herrschende
Gruppe“, z.B. Aristokratie
kra|ti|ku|lie|ren (zu lat. craticula „kleiner Rost“ (dies zu
cratis „Flechtwerk, Rost“) u. Î..deren): eine Figur mithil
fe eines darüber gelegten Gitters ausmessen, übertragen,
verkleinern, vergrößern
kraltolgen (zu gr. krátos „Stärke, Kraft“ u. t...gen): svw.
kratonisch. Kraltolgen das; -s: svw. Kraton. Kralton
das; -s, ...one (zu gr. krateɪn „stark, mächtig sein“): ver
festigter Teil der Erdkruste, der auf tektonische Bean
spruchung nur noch mit Bruchbildung u. nicht mit Fal
tung reagiert (Geol.). kraltglnisch: das Kraton betref
fend, aus ihm stammend
Kraul das; -[s] (aus gleichbed. engl.-amerik. crawl zu to
crawl, vgl. kraulen): Schwimmstil, bei dem die Arme lang
gezogene Schaufelbewegungen zu einem rhythmischen
Wechselschlag der Beine ausführen, kraullen (nach
gleichbed. engl.-amerik. to crawl, eigtl. „kriechen, krab
beln“): im Kraulstil schwimmen. Krau Her tier; -s, - (aus
gleichbed. engl.-amerik. crawler, eigtl. „Kriecher, Krabb
ler“): jmd., der im Kraulstil schwimmt
Kraulrit [auch ...'m] der; -s, -e (zu gr. kraüros „trocken;
spröde, brüchig“ u. t~...it>: (veraltet) Grüneisenerz.
Kraulrolse die; -, -n (aus gleichbed. nlat. craurosis; vgl.
'...ose): chronische Schrumpfung u. TAtrophie der Haut
od. der Weichteile (Med.)
Krau|sis|mus der; - (nach dem dt. Philosophen K. C. F.
Krause (1782-1832), der die Vervollkommnung des Men
schen u. den historischen Fortschritt durch Erziehung u.
sozialpolitische Reformen begründet sah, u. zu T...ismus
773
(l)): Bez. für die bürgerlich-liberalen Reformtendenzen in
Spanien von der Mitte des 19. Jh.s bis 1939
Kralwatlte die; -, -n <aus gleichbed. fr. cravate, dies über
älter fr. Cravate aus kroat. Hrvät „Kroate“ (weil die von
den Kroaten getragenen u. nach ihnen benannten Halstü
cher später von den franz. Offizieren übernommen wur
den)}: 1. a) Schlips; b) kleiner, schmaler Pelzkragen. 2.
unerlaubter Würgegriff beim griech.-röm. Ringkampf
(Sport)
Kralyon [kre jö:] der; -s, -s (aus gleichbed. /r. crayon zu
craie „Kreide“}: (veraltet) 1. [Drehbleistift. 2. Kreide.
Kra|yon|ma|nier die; -: ein Radierverfahren nach Art
einer Kreide- od. Rötelzeichnung, kralyonlnielren [krejɔ'ni:...] (zu Î..deren): (veraltet) etwas mit Kreide od. ei
nem [Kohle]stift [ab]zeiehnen
Krelas das; - (gekürzt aus Kreasleinen (älter Crea), über
span, crea aus altfr. crée zu bref, krez „Hemd"}: unge
bleichte Leinwand
Krelaltilalner der; -s, - (zu lat. creatio „das Erschaffen“
(dies zu creare, vgl. kreieren) u. T...aner>: Anhänger des
Kreatianismus. Krelaltilalnislmus der; - (zu t...ismus
(1)}: christliche Lehre, die besagt, dass Gott jede einzelne
Menschenseele aus dem Nichts erschaffe; vgl. Generatia
nismus, Traduzianismus
Kreia tin das; -s (zu gr. kréas, Gen. kréatos „Fleisch“ u.
1 ...in (1)}: Stoffwechselprodukt des Eiweißes im Blut u. in
der Muskulatur der Wirbeltiere u. des Menschen (Biol.,
Med.). Kreatinämie* die; -, ...ien (zu f...ämie): Ver
mehrung des Kreatins im Blut (bei Niereninsuffizienz;
Med.). Kre|a|ti|nin das; -s (zu t...in (1)}: harnpflichtiges
(mit dem Harn unbedingt auszuscheidendes) Stoffwech
selprodukt, das im Muskelgewebe aus Kreatin gebildet
wird (Med.). Kre|a|ti|nu|rie* ¿üe; -, ...ien (zu î...urie}:
Ausscheidung von Kreatin im Harn (Med.)
Krelaltilon die; -, -en (aus lat. creatio „das Erschaffen“ zu
creare, vgl. kreieren, Bed. 1 über fr. création}: 1. Mode
schöpfung, Modellkleid). 2. (veraltet) Schöpfung, Er
schaffung. 3. (veraltet) Wahl, Ernennung. Krelaltilolnismus der; - (zu t...ismus (1)}: das fundamentalistische
Festhalten an einer wörtlichen Auslegung des biblischen
Schöpfungsberichts (1. Mose 1/2), wobei wissenschaftli
che Entstehungs- u. EntwicklungsVorstellungen im Sinne
einer t darwinistischen Evolution als unbeweisbar u. nicht
verifizierbar strikt abgelehnt werden, krelaltiv (zu
T...iv>: schöpferisch, Ideen habend u. diese gestalterisch
verwirklichend. Krelaltilviltät [...v...] t//e,` - (zu t ...ität):
1. das Schöpferische; Schöpferkraft. 2. Teil der Î Kompe
tenz (2) eines Sprachteilhabers, neue, nie zuvor gehörte
Sätze zu bilden u. zu verstehen (Sprachw.). Kre a tor der;
-s, ...oren (aus gleichbed. lat. creator}: (veraltet) Schöpfer
Krelaltorlrhö die; -, -en u. Krelaltorlrhöe [...ro:] die; -,
-n [,,,'ro:ən] (zu gr. kréas, Gen. kréatos „Fleisch“ u. rheîn
„fließen“}: Ausscheiden von unverdauten Fleischfasern
im Stuhl (Med.)
Krelaltur die; -, -en (aus kirchenlat. creatura „Schöpfung,
Geschöpf“ zu lat. creare, vgl. kreieren): 1. [Lebe]wesen,
Geschöpf. 2. a) bedauernswerter, verachtenswerter
Mensch; b) Günstling, willenloses, gehorsames Werkzeug
eines anderen. kre|a|tür|lich: dem Geschöpf eigen, für
ein Lebewesen typisch
Kreidenz die; -, -en (aus gleichbed. it. credenza, eigtl.
„Glauben, Vertrauen, Glaubwürdigkeit“ (an der credenza
hatte der Mundschenk die Speisen vorzukosten), dies aus
gleichbed. mlat. credentia zu lat. credere „(ver)trauen,
glauben“): (veraltet) Anrichte, Anrichteschrank, kreden zen (unter Einfluss von spätmhd. credenzen „vor
kosten“ zu z7. credenza, vgl. Kredenz}: [ein Getränk] fei
erlich anbieten, darreichen, einschenken, auftischen,
kreldilbel (aus gleichbed. lat. credibilis): (veraltet)
kremieren
glaubhaft, glaubwürdig. Kreldilbilliltät die; - (zu
Î ...ität}: (veraltet) Glaubwürdigkeit. 'Kreldit der; -[e]s, -e
(über fr. crédit aus gleichbed. it. credito, dies aus lat. cre
ditum „auf Treu und Glauben Anvertrautes, Darlehen“,
Part. Perf. (Neutrum) von credere, vgl. Kredenz): 1. Ver
trauen in die Fähigkeit und Bereitschaft einer Person od.
eines Unternehmens, bestehende Verbindlichkeiten ord
nungsgemäß u. zum richtigen Zeitpunkt zu begleichen. 2.
a) die einer Person od. einem Unternehmen kurz- od.
langfristig zur Verfügung stehenden fremden Geldmittel
od. Sachgüter; b) (ohne Plur.) (gewährter) Zahlungsauf
schub; Stundung. 3. (ohne Plur.) Glaub-, Vertrauenswür
digkeit. 2Kre|dit das; -s, -s (aus lat. credit „er glaubt“ ( =
er ist Gläubiger), 3. Pers. Sing. Präs, von credere, vgl.
Kredenz): Kontoseite (Habenseite), auf der das Gutha
ben verzeichnet ist; Ggs. 1 Debet, kre di tär (zu t...är):
das Kreditwesen, 'Kredite (2a) betreffend. Krelditlfinanlzieirung die; -, -en (zu Î 'Kredit): Form der Fremd
finanzierung, bei der ein Unternehmen Fremdkapital
(verschiedene Arten kurz- bis langfristiger Kredite) von
externen Kapitalgebern aufnimmt, kreldiltielren (nach
gleichbed. fr. créditer}: a) jmdm. Kredit geben; b) jmdm.
etwas gutschreiben. Kreldit|in|sti|tut das; -[e]s, -e (zu
1 'Kredit}: Unternehmen, das überwiegend Bankgeschäfte
betreibt, z. B. Banken u. Sparkassen. Kreldiltiv das; -s, -e
[...va] (gekürzt aus Kreditivschreiben, zu lat. creditivus
„Glauben erweckend“}: Vollmacht, Beglaubigungsschrei
ben. Krelditllilmit das; -s, Plur. -s u. -e (zu Î 'Kredit}: für
einen Kunden entsprechend seiner Kreditwürdigkeit fest
gelegter Höchstbetrag für die Gewährung eines 'Kredits
(2a). Kreldiltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. credi
tor): 1. Gläubiger. 2. (meist Plur.) Verbindlichkeiten, die
durch Kauf von Waren od. Dienstleistungen auf Kredit
bestehen u. auf Kreditorenkonten verbucht werden. Kredi toiren kon to das; -s, Plur. ...ten, auch -s u. ...ti: Kon
to, auf dem die Verbindlichkeiten in Bezug auf Lieferun
gen u. Leistungen verbucht werden. Krelditlplalfond
[,..fö:] der; -s, -s (zu T 'Kredit}: einem öffentlichen Schuld
ner eingeräumter Kreditbetrag. Kreldo u. Credo [k...]
das; -s, -s (aus lat. credo „ich glaube“, 1. Pers. Sing. Präs,
von credere „glauben“, nach dem Anfang des Glaubens
bekenntnisses: Credo in unum deum ... „Ich glaube an den
einen Gott ...“>: 1. svw. Apostolikum (1). 2. Teil der kath.
Messe. 3. Leitsatz, Glaubensbekenntnis. 4. [öffentliche]
Erklärung der eigenen Weltanschauung, Überzeugung.
Kre|du|li|tät die; - (aus gleichbed. lat. credulitas, Gen.
credulitatis}: (veraltet) Leichtgläubigkeit
kre ie ren (nachfr. créer „(er)schaffen, erfinden“, dies aus
lat. creare „(er)schaffen, (er)zeugen, (er)wählen“): 1. eine
neue Linie, einen neuen [Modejstil entwickeln. 2. etwas
[Bedeutsames] schaffen. 3. eine Rolle als erste[r] auf der
Bühne darstellen. 4. einen Kardinal ernennen. Krelierung die; -, -en (Plur. selten) (zu î...ierung): das Kreieren
Krem die; -, -s, ugs. der; -s, Plur. -e u. -s (zu ÎCreme): svw.
Creme (1,2)
Kre|maslter|re|flex* der; -es, -e (zu gr. kremastër „auf
hängend; Aufhänger“ u. t Reflex): durch Hautreize an der
Innenseite des Oberschenkels ausgelöster Reflex, eine
Kontraktion des Hodenhebemuskels (Musculus cremas
ter), die ein Aufsteigen des Hodens bewirkt (Med.)
Krelmaltilgn die; -, -en (aus lat. crematio „das Verbren
nen“ zu cremare, vgl. kremieren): Feuerbestattung, Ein
äscherung [von Leichen]. Kre|ma|to|ri|um das; -s, ...ien
[...ion] (aus gleichbed. nlat. crematorium zu lat. cremare
(vgl. kremieren) u. 1 ...orium; Analogiebildung zu Audito
rium, Direktorium): Anlage zur Feuerbestattung, Ein
äscherungshalle. krelmielren (aus gleichbed. lat. cremare): (Schweiz., sonst veraltet) einäschern, Leichen ver
brennen
Kreml
[auch 'krɛml] der; -[s], - (aus russ. kreml’ „Festung,
Burg“>: 1. Stadtteil in russ. Städten. 2. (ohne Plur.) a) Sitz
der russ. Regierung; b) die russ. Regierung
Kren der; -[e]s (aus dem Slaw., vgl. poln. chrzan, tschech.
kfen, slowen. hrén): (südd., bes. österr.) Meerrettich
Krelnal das; -s, -e (zu gr. krênê „Quelle“ u. t ‘...al (2)> : Le
bensraum im Quellbereich eines Fließgewässers (Biol.)
krelnellielren (nach gleichbed. /?. créneler zu créneau
„Zinne“, dies aus vulgärlat. crena „Kerbe“): (veraltet) [ei
ne Burg] mit Zinnen versehen
KrenInelrit [auch ... rit] der; -s, -e (nach demung. Minera
logen J. Krenner (1839-1920) u. zu Î2...it>: ein silberwei
ßes bis gelbes, rhombisches Mineral
krelnolbilpnt (zu gr. kröne „Quelle“ u. t...biont): im
Quellwasser, Quellbereich eines Fließgewässers lebend
(Biol.). Krelnolbilont der; -en, -en (meist Plur.): im
Quellwasser, Quellbereich eines Fließgewässers lebender
Organismus (Biol.). Kre|no|lo|gie die; - (zu t...logie):
(veraltet) Heilquellenkunde. Krelnon das; -s (zu gr. ön,
Part. Präs, von eɪnai „sein“): Lebensgemeinschaft des
Quellbereichs eines Fließgewässers (Biol.). KrelnoltheralpieÄe; -: svw. Balneotherapie
Kre|o|don|tenr/i<? (Plur.) (zu gr. kréas „Fleisch“ u. odoús,
Gen. odóntos „Zahn“): ausgestorbene Urraubtiere
'Krelollei/er; -n, -n (aus gleichbed. fr. créole, dies aus span.
criollo zu criar „nähren, erziehen“, dies aus lat. creare
„(er)schaffen, erzeugen“): 1. Nachkomme weißer romani
scher Einwanderer in Südamerika (weißer -). 2. Nach
komme von afrikan. Sklaven (in Brasilien; schwarzer -).
2Kre|o|le vgl. Creole. ’Krelgllin die; -, -nen: weibliche
Form zu IKreole. 2Krelo|lin® das; -s (Kunstw.; vgl. ...in
>:
(1)
ein aus Teerölen gewonnenes Desinfektionsmittel,
krelollisch: die Kreolen bzw. Kreolinnen betreffend.
Kre|o|li|sie|rung die; - (zu T ...isierung): Veränderung ei
niger europäischer Sprachen infolge ihres Gebrauchs als
Mittel zur Kommunikation mit der Urbevölkerung, bes.
auf Inseln des Indischen Ozeans. Kre|o|lis|tik die; - (zu
T ...istik): Wissenschaft von den kreolischen Sprachen u.
Literaturen
Krelolphalge der; -n, -n (zu gr. kreophágos „von Fleisch
lebend“): svw. Karnivore. Krelolsol das; -s (Kunstw. zu
ÎKreosot u. t...ol): Bestandteil des Extrakts, der aus
Braunkohlenteeröl durch selektive Lösungsmittel gewon
nen wird. Krelolsot das; -[e]s (zu gr. kréas „Fleisch“ u.
söter „Retter“): 1. guajakolhaltiges (vgl. Guajakol), farb
loses, teerig riechendes Öl aus Buchenholzteer für medi
zinische Zwecke. 2. kresolhaltiges (vgl. Kresol), dunkles
Öl aus Braun- od. Steinkohlenteer für die Holzkonservie
rung. Kre|o|so|tal das; -s (zu t2...al> : Kohlensäureester
des Kreosots (1). krelolsoltielren (zu t...ieren): 1. mit
Kreosot (1) behandeln. 2. durch Kreosot (2) gegen Fäul
nis schützen
Krepelline [krɛp'li:n] die; -, -s (aus gleichbed. fr. crêpeline): leichtes wollenes Kreppgewebe
Kre|pi|do|ma das; -[s] (aus gr. krepidöma „die Grundlage,
das Fundament eines Hauses“): Stufenunterbau des altgriech. Tempels
krelpielren (urspr. Soldatenspr. im Dreißigjährigen
Krieg, aus gleichbed. it. crepare, dies aus lat. crepare
„knattern, krachen“): 1. bersten, platzen, zerspringen
(von Sprenggeschossen). 2. (ugs.) sterben; verenden
Krelpis die; - (aus gr. krepis „Grundlage“): svw. Krepidoma
Kre pi ta ti on die; -, -en (aus spätlat. crepitado „das
Knarren“ zu crepitare, vgl. krepitieren): 1. das Knister
rasseln, besondere Geräusche bei beginnender Lungen
entzündung (Med.). 2. Knirschen, das durch das Anei
nanderreiben von Knochenbruchenden sowie von Sehnen
u. Sehnenscheiden bei entzündlichen Veränderungen ent
Kreml
774
steht (Med.). krelpiltielren (aus lat. crepitare „dröhnen,
klirren, stark schallen“, Intensivbildung zu crepare, vgl.
krepieren): (veraltet) knarren, knirschen, knattern
Krepllach der; -[s], - (aus dem Jidd.): dreieckige, mit Ge
hacktem od. Käse gefüllte Teigtasche (in der Suppe od. als
Beilage)
Krelpon [...pö:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. crépon zu
crêpe, vgl. Krepp): ein Kreppgewebe, krelpolnielren
[,,,pɔ'ni:...] (zu Î..deren): svw. kreppen (1). ’Krepp der;
-s, Plur. -s u. -e, auch ’Crêpe der -[s], -s (aus fr. le crêpe
„krauser Stoff“, vgl. 2Krepp) : Gewebe mit welliger od. ge
kräuselter Oberfläche. 2Krepp, auch 2Crêpe [krep]
-, -s (aus gleichbed. fr. la crêpe zu altfr. crespe „kraus“,
dies aus lat. crispus): sehr dünner Eierkuchen (Gastr.).
kreplpen (nach gleichbed. fr. crêper): 1. [Textilfaserge
webe] durch spezielle Behandlung zu Krepp verarbeiten.
2. Papier kräuseln. KreppIgumlmirZeru. das; -s, -[s]: po
riger IKautschuk. kreplpolnielren vgl. kreponieren.
Krepppapier das; -s, -e: zur Erhöhung der Dehnbar
keit in enge, unregelmäßige Querfalten gelegtes Papier
krelpuslkullar (zu lat. crepusculum „Dämmerung“ (dies
zu creper „dämmerig, dunkel“) u. t...ar (1)): (veraltet)
abendlich, die Dämmerung betreffend
Kre|scen|do [...'Jsndo] vgl. Crescendo. Krelscenldolgeräusch das; -[e]s, -e: kontinuierlich anschwellendes
Herzgeräusch (bei bestimmten Herzerkrankungen; Med.)
Krelsol das; -s, -e (Kunstw. aus t Kreosot u. Î Phenol): ein
aus Teer destilliertes Desinfektionsmittel. Krelsoltinsäulre die; -, -n (Kunstw.; vgl. ...in (1)>: 1 Derivat der
Benzoesäure mit je einer Î Hydroxyl- u. einer Methylgrup
pe (vgl. Methyl; Chem.)
Kres zenz die; -, -en (aus lat. crescentia „Wachstum“ zu
crescere „wachsen“): 1. a) Herkunft [edler Weine],
Wachstum; b) Rebsorte; c) alte Qualitätsbez. für naturrei
ne, ungezuckerte Weine. 2. (veraltet) Ertrag
kre|ta|ze|isch u. kre|ta|zisch (aus lat. cretaceus „krei
deartig“ zu creta „Kreide“): zur Kreideformation gehö
rend, sie betreffend (Geol.)
KrelteÄe; -, -n (aus gleichbed. fr. crête, dies aus lat. crista,
eigtl. „Kamm (bei Tieren)“): (Schweiz.) [Gelände]kamm,
Grat
Kreithi und Plelthi (aus hebr. ha-krêtî wëha-plëtî, nach
der lutherschen Übersetzung von 2. Sam. 8,18; 15,18 Bez.
für die Kreter u. Philister in der Söldnertruppe des bibl.
Königs David): (abwertend) jedermann, alle Welt, z. B. - - war/waren dort versammelt. Kreltilkus der; -, ...izi
(über lat. Creticus (pes) aus gr. Kretikös (poüs) „kretiseh(er Versfuß)“): ein antiker Versfuß (rhythmische Ein
heit-u-)
Kre tin [,,,'tɛ:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. crétin, in der
Mundart des Wallis für altfr. crestien, dies aus lat. Chris
tianus, eigtl. „(armer) Christenmensch“): 1. jmd., der an
Kretinismus leidet; Schwachsinniger (Med.). 2. (ugs.)
Dummkopf. Kre|ti|nis|mus [...ti...] der; - (nach gleich
bed. fr. crétinisme; vgl. ...ismus (3)>: auf Unterfunktion
der Schilddrüse beruhendes Zurückbleiben der körperli
chen u. geistigen Entwicklung (z.B. Zwergwuchs, Î Idio
tie; Med.). kre|ti|no|id (zu T...oid): kretinähnlich, wie ein
Kretin (Med.)
Kre|tiIzi: Plur. von t Kretikus
Kre ton der; -s, -e (nach gleichbed. fr. cretonne, vgl. Cre
tonne): (österr.) Cretonne. Kreltonne [kre'tɔn] vgl. Cre
tonne
Kretlscham u. Kretischem der; -s, -e (aus dem Slaw.,
vgl. tschech. krema „Schenke“): (landsch.) Gastwirt
schaft. Kretschlmar u. Kretschlmer der; -s, -:
(landsch.) Wirt. Kretschlmelrin die; -, -nen: weibliche
Form zu Î Kretschmer
Kreivetlte [...v...] u. Crevette [k...] die; -, -n (aus gleichbed.
775
Krimstecher
fr. crevette, normanɪɪ. Form von chevrette „kleine Ziege“,
ralte die: -, -n: Stand der Kriminalität innerhalb eines
wohl nach dem Hüpfen der gefangenen Tiere im Netz):
Zeitraums, eines Gebietes im Verhältnis zu vergleichba
Garnelenart (vgl. Garnele)
ren anderen Angaben. Kri|mi|nal|kom|mislsar der: -s,
Krilbleur* [,,,'lo:ŋ] der: -s, -e (aus fr. cribleur „Siebmaschi
-e: Dienstbez. für einen höheren Kriminalbeamten. Krine“ zu crible „Sieb“, dies aus gleichbed. lat. cribrum):
mi|nal|ko|mö|die [,,,iə] die; -, -n: Komödie um ein [ver
Sortiermaschine für Erntegut. krilbrös (zu lat. cribrum
meintliches] Verbrechen u. seine Aufklärung. Krilmilnal„Sieb" u. t ...ös, eigtl. „siebähnlich“): durchlöchert (Med.)
mu se um das; -s, ...seen [,,,ze:ən]: für polizeiliche Lehr
Krilcket ¿fas; -s, -s (aus gleichbed. engl. kricket): engl.
zwecke eingerichtete Sammlung von Gegenständen, die
Schlagballspiel
als Hilfsmittel für Straftaten verwendet wurden. KrilmiKrilda die; - (über älter it. crida aus mlat. crida „Zusamnatlpäldalgolgik* die: -: tPädagogik, die im Strafvoll
menrufung der Gläubiger; Konkurs“, eigtl. „öffentliche
zug die ÎResozialisierung in den Vordergrund stellt; Îfo
Bekanntmachung“): (österr.) Konkursvergehen. Krildar
rensische Pädagogik. Krilmilnallphälnolmelnollolgie
der; -s, -e (zu t...ar (2)): svw. Kridatar. Kri|da|tar¿ter; -s,
die; -: Lehre von den Erscheinungsformen des Verbre
-e (aus gleichbed. nlat. cridatarius, vgl. ...ar (2)>: (österr.)
chens. Krilmi|nal|po|li|tik die; -: Gesamtheit der poli
Konkursschuldner
zeilichen Maßnahmen zur Verbesserung der Aufklärung
Krilkoltolmie die: -, ...ien (zu gr. krikos „Kreis, Ring“ u.
bzw. zur Verhütung von Verbrechen. Kri|mi|nallpo|lit ...tomie): operative Spaltung des Ringknorpels der Luft
zei die; -, -en (Plur. selten): die mit der Verhütung, Auf
röhre bei drohender Erstickung (Med.)
klärung u. Bekämpfung von Verbrechen od. Vergehen be
Krillilum das: -s (Kunstw.; vgl. ...ium): synthetisches Prä
auftragte Polizei; Kurzw. Kripo. Kri|mi|nal|pro|zess
parat zur Verbesserung des Bodengefüges u. der Boden
der; -es, -e: (veraltet) Strafprozess. Krilmilnallpsylchostruktur (Landw.)
lolgie die;
svw. forensische Psychologie. KrilmilnalKrill der: -[e]s (aus gleichbed. engl. krill, dies aus «orw.
rolman der; -[e]s, -e: Roman, bei dem ein Verbrechen u.
mdal. kril „Fischbrut“): (bes. in den Polarmeeren auftre
seine Aufklärung im Mittelpunkt stehen. Kri|mi|nal|sotendes) eiweißreiches tierisches Î Plankton (vor allem win
zioilogie die; -: Zweig der Kriminologie, der die Um
zige Krebse u. Schnecken)
weltbedingtheit von Tat u. Täter erforscht. Kri|mi|nalKri|ma|to|lo|gie<fte; - (zugr. krima, krɪma, Gen. krimatos
staltisItikiZte; -, -en: Statistik über Häufigkeit u. Art von
„Entscheidung, Urteil" (dies zu krinein „entscheiden") u.
bekannt gewordenen u. aufgeklärten Straftaten u. über die
t...logie): (veraltet) Lehre von den logischen Folgerungen
Person der Täter im Hinblick auf Alter, Beruf, Geschlecht
Krilmi [auch 'krɪmi] der: -[s], Plur. -s, selten - (Kurzform
usw. Kri|mi|nal|stralte|gie die; -, ...ien [,,,i:ən]: Organi
von Kriminalfilm od. Kr/mznalroman; vgl. kriminal):
sierung u. Aufgabenverteilung bei der Verbrechensbe
(ugs.) 1. Kriminalfilm. 2. Kriminalroman, krilmilnal
kämpfung. Kri|mi|nal|tak|tik die; -, -en: technisches,
(aus spätlat. criminalis „ein Verbrechen betreffend“ zu
psychologisches u. ökonomisch zweckmäßiges Vorgehen
lat. crimen, Gen. criminis „Beschuldigung; Vergehen“):
zur Entdeckung u. Aufklärung strafbarer Handlungen so
(veraltet) strafrechtlich; vgl. ...al/...eil. Krilmilnal das: -s,
wie des Täters. Kriimilnalltechlnik die: -: Gesamtheit
-e (vgl. '...al (2)): (österr. veraltend) Strafanstalt, Zucht
der Methoden u. technischen Einrichtungen zur Aufklä
haus. krilmilnal..., Krilmilnal... (zu tkriminal): Wort
rung von Straftaten u. Überführung der Straftäter, kribildungselement mit der Bedeutung „das Strafrecht,
minalitechnisch: die Kriminaltechnik betreffend,
Strafverfahren, das Vergehen od. den Täter betreffend“,
krilmilnell (aus gleichbed. fr. criminel, dies aus spätlat.
z.B. kriminalistisch, Kriminalpolizei. Kri|mi|nal|ancriminalis, vgl. kriminal): 1. a) zu strafbaren, verbrecheri
thro po lo gie* die:
Lehre von den biologischen u.
schen Handlungen neigend; straffällig; b) strafbar, ver
psychologischen Ursachen kriminellen Verhaltens des
brecherisch. 2. (ugs.) sich an der Grenze des Erlaubten be
wegend; unverantwortlich, schlimm; vgl. ...al/...eil. Kri
Menschen. Kri|mi|nal|äti|o|lo|gie die:-: Lehre von den
mi Inei Heder u. die; -n, -n: (abwertend) jmd., der ein Ver
Ursachen des Verbrechens. Kri|mi|nal|belam|te der: -n,
brechen begangen hat. krilmilnielren (aus gleichbed. lat.
-n: [nicht uniformierter] Beamter der Kriminalpolizei.
criminare bzw. criminari): (veraltet) beschuldigen, ankla
Krilmilnalle der; -n, -n u. Krilmilnaller der; -s, -: (ugs.)
gen. krilmilno..., Krilmilno... (zu lat. crimen, Gen. cri
Kriminalbeamter. Kri|mi|nal|film¿ter, -[e]s, -e: ein Film,
minis „Beschuldigung; Vergehen“ (in Verbindung mit
der die Aufdeckung u. Aufklärung eines Verbrechens
dem Bindevokal -o-)): Wortbildungselement mit der Be
(meist eines Mordes) schildert. Kri|mi|nallge|richt das;
deutung „Verbrechen u. ihre Ursachen betreffend“, z.B.
-[e]s, -e: (veraltet) Strafgericht, Strafkammer, krilmilnakriminogen, Kriminologie. kri|mi|nolgen (zu t...gen>:
lisieren (zu t,,,isieren): 1. bei jmdm. kriminelle (lb)
zu Verbrechen führend, sie hervorrufend. KrilmilnolloNeigungen wecken, kriminell machen, in die Kriminalität
ge der; -n, -n (zu î...loge): Wissenschaftler, Fachmann
(a) treiben. 2. als kriminell erscheinen lassen, hinstellen.
auf dem Gebiet der Kriminologie. Krilmilnollolgie die; Kri|mi|na|li|sie|rung die; -, -en (zu Î...isierung): a) das
(zu T...logie>: Wissenschaft, die Ursachen u. Erschei
Kriminalisieren; b) das Kriminalisiertwerden. Kri|minungsformen von Verbrechen untersucht u. sich mit der
nallist cter; -en, -en (zu T...ist): 1. Professor für Strafrecht
Verhinderung, Aufklärung u. Bekämpfung von Verbre
an einer Universität: Strafrechtler. 2. Beamter, Sachver
chen befasst. Kri|mi|no|lolgin die; -, -nen: weibliche
ständiger der Kriminalpolizei. Krilmi|nallisltik¿Zte; - (zu
Form zu ÎKriminologe. kri|mi|no|lo|gisch (zu t...lo
T ...istik) : (als Teilbereich der Kriminologie) Wissenschaft,
gisch): a) die Kriminologie u. ihre Methoden betreffend;
Lehre von der Aufklärung u. Verhinderung von Verbre
b) mit den Methoden, Mitteln der Kriminologie arbei
chen. Krilmilnallisltin die: -, -nen: weibliche Form zu
tend. Krilmilnolpalthie die; -, ...ien (zu î...pathie):
ÎKriminalist, krilmilnallisltisch (zu T ...istisch) : die
krankhafte Veranlagung eines Menschen zu Verbrechen
Kriminalistik betreffend, die Mittel der Kriminalistik an
wendend. Kri|mi|na|li|tät die; - (über gleichbed. fr. cri Krimlmer der: -s, - (nach einer erstmals auf der Halbinsel
Krim (älter Krimm) gezüchteten Schafrasse): 1. Fell des
minalité aus mlat. criminalitas, Gen. criminalitatis
ÎKarakulschafs. 2. das Fell des ÎKarakulschafs nachah
„schweres Verbrechen“): a) das Sichstrafbarmachen,
mendes Wollgewebe. Krimisekt der: -[e]s: aus Weinen
Straffälligwerden; Straffälligkeit; b) Gesamtheit der straf
der Halbinsel Krim hergestellter Schaumwein. Krimiste
baren Handlungen, die in einem bestimmten Gebiet in
cher der; -s, - (nach dessen Aufkommen im Krimkrieg,
nerhalb eines bestimmten Zeitraums [von einer bestimm
1853/54-1856): (veraltet) Feldstecher
ten Tätergruppe] begangen werden. Kri|mi|na|li|täts-
776
Krinoide
der; -n, -n (meist Plur.) <zu lat. crinis
„(Haupt)haar“ u. t,,,oide): Haarstern od. Seelilie (Mee
restier; Zool.)
Kri no li ne die; -, -n (aus gleichbed. fr. crinoline, eigtl.
„Rosshaargewebe“, dies aus z7. crinolino zu crino „Pfer
dehaar“ (zu lat. crinis „Haar“) u. lino „Leinen“ (zu
gleichbed. lat. linum)): um die Mitte des 19. Jh.s getrage
ner Reifrock
Krilpo die; -, -s (Plur. selten): Kurzw. für Kriminalpolizei.
Krilpolchef [..,ʃɛf) der; -s, -s: (ugs.) Chef der ÎKriminal
polizei
Kris der; -es, -e (aus malai. kris): Dolch der Malaien
Krischlna (aus sanskr. krsná „schwarz, dunkel“): eine
Hauptinkarnation des ind. Gottes TWischnu, der auf Bil
dern mit dunkelblauer Hautfarbe dargestellt wird
Kril se u. Krisis die; -, Krisen (unter Einfluss von gleichbed.
fr. crise bzw. über /«/. crisis aus gr. krisis „Entscheidung,
entscheidende Wendung“ zu krlnein „(ent)scheiden, tren
nen; (ver)urteilen; anklagen“): 1. Entscheidungssituation,
Wende-, Höhepunkt einer gefährlichen Entwicklung. 2.
gefährliche Situation. 3. a) schneller Fieberabfall als Wen
depunkt einer Infektionskrankheit; b) (meist Plur.) plötz
lich auftretende heftige Schmerzanfälle im Bereich ver
schiedener Körperorgane od. -regionen. krilseln: dro
hend bevorstehen, vorhanden sein (von einer Krise), gä
ren
Krishlna [,,,ʃ...] vgl. Krischna
Kril sis vgl. Krise
Krislpaltilon die; -, -en (zu lat. crispatus, Part. Perf. von
crispare (vgl. krispieren), u. t'...ion): (veraltet) Kräuse
lung. Krislpaltur die; -, -en (zu t...ur): (veraltet) 1. Kräu
selung. 2. ein Zuckergebäck, krislpielren (aus gleichbed.
lat. crispare „kräuseln, kraus machen“ zu crispus
„kraus“; vgl. 2Crêpe): (veraltet) 1. kräuseln. 2. eine abge
trennte Ader leicht drehen, um die Blutung zu hemmen
(Med.)
'Krisltall der; -s, -e (über lat. crystallus aus gr. krÿstallos
„Eis; Bergkristall“ zu krÿos „Frost“): fester, regelmäßig
geformter, von ebenen Flächen begrenzter Körper. zKristall das; -s (zu T ‘Kristall): a) geschliffenes Glas; b) Ge
genstände aus geschliffenem Glas. Kris|tall|che|mie
die; -: Wissenschaft von der chem. Zusammensetzung der
Kristalle (1), ihren von dieser Zusammensetzung abhän
genden physik. Eigenschaften, ihrem inneren Aufbau u.
ihrer äußeren Form. Kris|tall|de|tek|tor der; -s, -en:
aus einer Kristalldiode, urspr. aus einem Mineralkristall
bestehender Gleichrichter für hochfrequente Ströme; der
erste Detektor (1) für Rundfunkwellen. Kris|tall|do|simeter das; -s, -: Gerät zur Messung der Dosisleistung
radioaktiver Strahlung (Phys.), krisltalllen: 1. aus, von
Kristallglas. 2. kristallklar, wie Kristall. Krisltalllf¡liter
der, fachspr. das; -s, -: elektr. Siebschaltung mit einem
Piezoquarz- od. Turmalinkristall (Techn.). Krisltalllhabiltus der; -: das Vorhandensein od. Fehlen bestimmter
Wachstumsrichtungen bei einem Kristall sowie deren Pro
portionen. kris|talIlin, auch krisltallli nisch (über lat.
crystallinus ausgr. kryställinos „von Kristall“): aus vielen
kleinen, unvollkommen ausgebildeten 'Kristallen beste
hend (z. B. Granit); kristalline Schiefer: durch ÎMetamor
phose (4) veränderte Erguss- u. Absatzgesteine (Geol.);
vgl. ...isch/-. Krisltal|li|sa|ti|on die; -, -en (aus gleich
bed. fr. cristallisation zu cristalliser „Kristalle bilden“):
der Prozess, Zeitpunkt des Kristallisierens eines Stoffes
(Chem.). krisltalllisch (zu IKristall): svw. kristallin,
krisltalllilsielren (nach gleichbed. fr. cristalliser):
'Kristalle bilden. Kris|tal|li|siert|heit die; - (vgl. ...iert):
die innere Ordnung der Moleküle, Atome od. Ionen im
festen Stoff (Phys.). Krisltal|lit [auch ...'lit] der; -s, -e (zu
ΑKristall u. t2...it): mikroskopisch kleiner Kristall ohne
Krilnolilde
deutlich ausgeprägte Oberflächenformen. Krisltalldie; -: die Lehre von den Kristallformen
bzw. der Kristallgestalt, krisltalllo..., Krisltalllo... (zu
Î 'Kristall): Wortbildungselement mit der Bedeutung „den
Î'Kristall betreffend, kristallähnlich; wie ein Î'Kristall“,
z.B. kristallografisch, Kristalloid. Krisltalllolblasltese* die; - (zu tkristallo..., gr. blastós „Keim, Spross“ u.
t,,,ese): die Entstehung des typischen Gefüges der kristal
linen Schiefer (Geol.). krisltal|lo|blas|tisch‘: durch
Um- od. Neukristallisation der Minerale gebildet (von
Gesteinsgefügen; Geol.). Krisltalllolgralfie, auch
...gralphie
- (zu t...grafie): Wissenschaft von den
chem. u. physik. Eigenschaften der Kristalle, krisltalllogralfisch, auch ...gralphisch (zu t...grafisch): die Kris
tallografie betreffend. Kris|tal|lo|id das; -[e]s, -e (zu
T ...oid): ein kristallähnlicher Körper oder ein Stoff mit
kristallähnlicher Struktur. Kris|tal|lo|mant cZer; -en, -en
(zu gr. mántis „Seher“): (veraltet) Wahrsager, Hellseher,
der Kristalle, glänzende Gegenstände u. Spiegelflächen
benutzt. Krisltalllolmanltie die; - (mgr. manteia „das
Weissagen“): das Hervorrufen subjektiv wahrnehmbarer
Bilder auf transparenten Flächen durch längeres Fixieren
von Kristallen, glänzenden Gegenständen, Spiegelflächen
zum Zweck des Hellsehens. Kris|tal!|op|tik die; -: Spezi
algebiet der Kristallphysik, das sich mit den optischen Ei
genschaften der Kristalle befasst. Krisltalllphylsik die;
-: Teilgebiet der Physik, das sich bes. mit den physik. Ei
genschaften der Kristalle u. den in ihnen auftretenden
physik. Erscheinungen befasst. Krilstalllstrukltur die;
-: gesetzmäßiger, dreidimensionaler Aufbau eines Kris
talls. Krisltalllsysltem das; -s, -e: die Gesamtheit derje
nigen Kristallformen, die sich auf dasselbe Achsenkreuz
beziehen lassen
Kris|ti|a|nia der; -s, -s (nach dem ehemaligen Namen der
norweg. Hauptstadt Oslo): (veraltet) Schwung quer zum
Hang beim Skilauf
Krisltolballit [auch ... lit] vgl. Cristobalit
Kri|te|ri|um das; -s, ...ien [...ian] (über lat. critérium aus
gleichbed. gr. kritërion, dies zu krlnein, vgl. kritisch): 1.
Prüfstein, unterscheidendes Merkmal, Kennzeichen. 2. a)
Wettrennen, bei dem keine Meisterschaft ausgetragen,
sondern nur ein Sieger ermittelt wird (Sport); b) Straßen
rennen auf einem Rundkurs, bei dem der Sieger durch die
Ergebnisse einzelner Wertungen nach Punkten ermittelt
wird (Radsport)
Krilthe die; -, -n (aus gleichbed. gr. krithe „Gerste“): (ver
altet) Gerstenkorn am Auge. Kri|tho|man|tie die; - (zu
gr. manteia „das Weissagen“): (veraltet) Weissagung aus
dem Gerstenmehl, mit dem im Altertum die Opfertiere
bestreut wurden
Kriltik die; -, -en (über gleichbed. fr. critique aus gr. kritikë
(téchnê) „Kunst der Beurteilung“, substantiviertes Fern,
von kritikós, vgl. kritisch): 1. [wissenschaftliche, künstle
rische] Beurteilung, Begutachtung, Bewertung. 2. Bean
standung, Tadel. 3. a) kritische (la) Beurteilung, Bespre
chung einer künstlerischen Leistung, eines wissenschaftli
chen, literarischen, künstlerischen Werkes (in einer Zei
tung, im Rundfunk o.Ä.); b) (ohne Plur.) Gesamtheit der
kritischen Betrachter, kri|tiIkaIbei (zu T ...abel): der Kri
tik (1, 2) unterworfen, zu unterwerfen. Kri|ti|ka|li|tät
die; -, -en (zu engl. critical „kritisch; gefährlich, bedenk
lich“ u. t.Jtät): das Kritischwerden eines ÎReaktors, bei
dem eine eingetretene Kettenreaktion nicht abreißt
(Kernphys.). Kri|ti|kas|ter der; -s, - (zu îKritiker u. lat.
-aster, pejoratives Suffix zur Kennzeichnung von Perso
nen (Analogiebildung zu tPhilosophaster)): (abwertend)
Nörgler, kleinlicher Kritiker. Kri|ti|ker der; -s, - (über lat.
criticus aus gr. kritikós „kritischer Beurteiler“): 1. Beur
teiler. 2. jmd., der beruflich Besprechungen von neu he
morphollogie
777
rausgebrachten Büchern, Theaterstücken o. Ä. verfasst. 3.
jmd., der eine Person tadelt od. etwas beanstandet. Kriltikerlma fia die; -, -s (zu î...mafia): Personengruppe, die
die Kritik allein bestimmt od. unterdrückt. Kriltilkus
der; -, -se (aus gleichbed. lat. criticus, vgl. Kritiker): 1.
(abwertend) kleinlicher Kritiker. 2. kritischer Zug eines
Langschrittlers über einen Schnittpunkt hinweg (Kunst
schach); vgl. Antikritikus, antikritisch, kriltisch (nach
gleichbed. fr. critique aus lat. criticus, gr. kritikös „zur
entscheidenden Beurteilung gehörend, kritisch“, dies zu
gr. krinein „scheiden, trennen; entscheiden, urteilen“): 1.
a) nach präzisen [wissenschaftlichen od. künstlerischen]
Maßstäben prüfend u. beurteilend, genau abwägend; b)
eine negative Beurteilung enthaltend, missbilligend. 2.
schwierig, bedenklich, gefährlich. 3. entscheidend. 4. wis
senschaftlich erläuternd; kritische Ausgabe: wissen
schaftliche Ausgabe eines Originaltextes mit Angabe der
Textvarianten u. der Textgeschichte; kritischer Apparat:
Gesamtheit der einer Textausgabe beigegebenen textkriti
schen Anmerkungen (zu verschiedenen Lesarten, zur
Textgeschichte usw.). 5. nicht abreißend (von einer Ket
tenreaktion im 1 Reaktor; Kernphys.). 6. durch einen be
stimmten Zug eine Schädigung bewirkend (Kunstschach),
kriltilsielren (nach gleichbed. fr. critiquer; vgl. ...isieren): 1. beanstanden, bemängeln, tadeln. 2. als Kritiker
beurteilen. Kriltilzislmus der; - (zu tkritischu. T...izismus): 1. von Kant eingeführtes wissenschaftlich-philoso
phisches Verfahren, vor der Aufstellung eines philosophi
schen od. ideologischen Systems die Möglichkeit, Gültig
keit u. Gesetzmäßigkeit sowie die Grenzen des menschli
chen Erkenntnisvermögens zu kennzeichnen (Philos.). 2.
starker Hang zu kritisieren. Kri|ti|zist fiter; -en, -en (zu
T ...ist): Vertreter des Kritizismus (1)
Krplcket [auch ... kst] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. cro
quet, dies aus altfr. chrochet, Verkleinerungsform von
croc „Haken“): engl. Rasenspiel, krolcketltielren u.
krockie ren (zu 1..deren): Holzkugeln (im Krocket
spiel) wegschlagen
Kroelpoek ['kru:pu:k] der; -[s] (aus dem Indones.): indo
nes. Fladenspezialität aus gemahlenen Garnelen u. fTapioka (kleine, in Fett gebackene Plättchen als Beilage zur
indones. Reistafel u. zu anderen Gerichten)
Krolkantfiter od. das; -s (aus fr. croquante „Knusperku
chen“, substantiviertes Part. Präs. Fern, von croquer
„krachen; knabbern“): a) aus zerkleinerten Mandeln od.
Nüssen u. karamellisiertem Zucker hergestellte schiefer
artige od. splitternd-harte Masse; b) Konfekt, Pralinen
aus Krokant (a). Krolket te die; -, -n (meist Plur.) (aus
gleichbed. fr. croquette zu croquer, vgl. Krokant) : in Fett
ausgebackenes Klößchen od. Röllchen aus Kartoffelbrei
od. aus zerkleinertem Fleisch u.a. Krolki r/fiw; -s, -s (aus
gleichbed. fr. croquis zu croquer, vgl. krokieren): Plan,
einfache Geländezeichnung, krolkielren (nach fr. cro
quer in der Bed. „skizzieren, entwerfen“): ein Kroki
zeichnen
Krolkofites; -[s], -s (verkürzt aus Î Krokodil): Kurzform von
Krokodilleder. Krolkoldil fites; -s, -e (über lat. crocodilus
aus gleichbed. gr. kroködeilos, eigtl. „Eidechse“): im Was
ser lebendes Kriechtier (zahlreiche, bis 10 m lange Arten)
Krol ko lit [auch ... it] der; -s, -e (zu gr. krökos „Safran“ (we
gen der safrangelben Farbe des Pulvers) u. t2...it): Rot
bleierz, ein gelbrotes Mineral. Krolkus der; -, Plur. - u.
-se (über lat. crocus ausgr. krökos „Safran“): früh blühen
de Gartenpflanze (Schwertliliengewächs)
Krolkyldollith [auch ...’lit] der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n]
(zu gr. krokÿs, Gen. krokÿdos „Wollflocke“ (wegen der
faserigen Struktur) u. î...lith): ein blaugrünes Mineral,
das als Schmuckstein (z.B. Falkenauge, Tigerauge) ver
wendet wird
Krustade
[...lek, auch kro:m..., auch ...leç] fiter; -s, Plur.
-e u. -s (über fr. cromlech aus gleichbed. engl. cromlech zu
walisisch crom „Krümmung, Kreis“ u. liech „flacher
Stein“): jungsteinzeitliche kreisförmige Steinsetzung
(Kultstätte)
Krolmo das; -[s] (aus dem Jav.): Sprache der Oberschicht
auf Java; Ggs. Î Ngoko
Krolmyolmantfiter; -en, -en (zu gr. krömyon „Zwiebel“ u.
mantis „Seher“): (veraltet) jmd., der aus einer Zwiebel
wahrsagt. Kro|myo|man|tie die; - (zu gr. manteia „das
Weissagen“): (veraltet) das Wahrsagen aus Zwiebeln
Królna ['krɔuna] die; -, Kronur ['krɔunvr] (aus gleichbed.
island, króna „Krone“): isländ. Krone, Währungseinheit
in Island; Abk.: Kr. Kro ne die; -, -n (aus lat. corona
„Kranz, Krone“, dies aus gr. koröne „(Tür)ring, ge
krümmtes Ende des Bogens“, eigtl. „das Gekrümmte“, zu
korönös „gekrümmt“): Währungseinheit in verschiede
nen europäischen Ländern
Krolnildedcr; -n, -n (aus gr. Kronides, nach Kronos, dem
Vater des Zeus, u. zu t...ide): 1. Nachkomme (Sohn) des
Kronos. 2. (ohne Plur.) Beiname des obersten griech.
Gottes Zeus
Kró|nur['krounYr): Plur. von Î Krona
Krölsusder; Gen. - u. -ses, Plur. -se (nach lat. Croesus, gr.
Krolsos, dem letzten, unermesslich reichen König von Ly
dien im 6. Jh. V. Chr.): sehr reicher Mann
Kroltallin das; -s (zu nlat. crotalus „Klapperschlange“ (zu
lat. crotalum „Klapper“ aus gr. krötalon) u. T...in (1)):
Gift bestimmter Klapperschlangen, das in der Medizin
Anwendung findet
Krolton der; -s, -s (aus gleichbed. gr. krötön, eigtl. „Hun
delaus“, weil die Frucht des danach benannten Baumes
ähnlich aussieht): ostasiat. Wolfsmilchgewächs. Kroltonöl das; -[e]s: aus den Samen des tKrotons gewonnenes
Abführmittel
Krolzeltin das; -s (Erweiterungsbildung zu îKrozin): aus
dem Krozin gewonnener ziegelroter Farbstoff. Krolzin
das; -s (zu ÎKrokus u. t...in (1)> : gelber Safranfarbstoff
krudu. krulde (aus gleichbed. lat. crudus): 1. a) roh (von
Nahrungsmitteln); b) unverdaulich. 2. roh, grausam, krudel (aus gleichbed. lat. crudelis): (veraltet) grausam. Krude|li|tät<Zte; - (aus gleichbed. lat. crudelitas, Gen. crude
litatis): Grausamkeit. Kruldiltat die; -, -en (aus lat. cru
ditas, Gen. cruditatis „Unverdaulichkeit“): a) (ohne
Plur.) das Grob-, Derb-, Plumpsein; Rohheit; b) grober,
derber Ausdruck; rohe, rücksichtslose Handlung; Grob
heit
Krupp der; -s (aus gleichbed. engl. croup zu älter engl. to
croup, eigtl. „krächzen“): akute Entzündung der Kehl
kopfschleimhaut bei Diphtherie (Med.)
Kruplpalde die; -, -n (aus gleichbed. fr. croupade zu
croupe „Kreuz des Pferdes“, dies aus dem Germ.): eine
Sprungfigur der hohen Schule, bei der das Pferd die Beine
an den Körper zieht
kruplpös (aus gleichbed. fr. croupeux zu croup, vgl.
Krupp): kruppartig (von Husten; Med.); vgl. Krupp
Krulpukvgl. Kroepoek
kru ral (aus gleichbed. lat. cruralis zu crus, Gen. cruris
„(Unter)schenkel, (Schien)bein“): zum [Unterschenkel
gehörend, ihn betreffend (Med.). Kru|ro|to|mie fiüe; -,
...ien (zu î,..tomie>: operative Durchtrennung eines od.
beider Schenkel des Steigbügels im Ohr (Med.)
Kruschlka die; -, ...ki (aus russ. kruzka „Krug, Seidel“):
altes russ. Flüssigkeitsmaß (ca. 1,23 1)
Krus ka* die; - (aus gleichbed. schwed. kruska): aus ver
schiedenen Getreidesorten bestehende Grütze (Diätmit
tel)
Krusltaldefite?; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. fr. crous
tade zu croûte „Kruste“, dies aus Zai. crusta „Kruste,
Kromllech
Krustarier
778
net (Phys.). Krylolmelter das; -s, - (zu t1...meter): Ther
Schale“): eine Pastete. Krusltalriler [...in] der; -s, - (aus
mometer für tiefe Temperaturen (Phys.). Krylgn das; -s
gleichbed. lat. crustarius): (veraltet) Hersteller erhabener
(zu gr. ön, Part. Präs, von einai „sein“): Lebensgemein
Bildwerke in Metall. Krusltalzee die; -, ...een (meist
schaft im Bereich von Gletschern u. Gletscherabflüssen
Plur.) (aus gleichbed. nlat. crustácea zu lat. crusta, vgl.
(Biol.). Krylolpalthie die; -, ...ien (zu î...pathie>: durch
Krustade): Krebstier (Krustentier), krusltös (zu t...ös):
Kryoglobuline ausgelöste Erkrankung (Med.). Krylolpeverschorft, borkig (Med.)
doliolgie i/Ze; -: Zweig der Bodenkunde, der sich mit den
Krux vgl. Crux
Erscheinungen des Frostbodens beschäftigt, krylolphil
Krulzilalner der; -s, - (zu lat. crux, Gen. crucis „Kreuz“ u.
(zu Î ...phil) : Kälte liebend (Biol.). Krylolphor der; -s, -e
t. ..aner): a) Schüler der Kreuzschule in Dresden; b) Mit
(zu t...phor>: Gerät zur Demonstration (3) der Verdamp
glied des Dresdener Kreuzchores. Kru|zi|a|ti|on die; -,
fungswärme (Phys.). Krylolphylsik die; -: Teilgebiet der
-en (zu lat. cruciare „kreuzigen“ u. î...ation>: (veraltet)
Physik, das die Erscheinungen bei tiefen Temperaturen
Kreuzigung. Krulzilfelre die; -, -n (meist Plur.) (zu lat.
untersucht. Krylolphyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu
ferre „tragen“): Blütenpflanze mit kreuzweise angeordne
t...phyt>: Schnee u. Eis bewohnende niedere Pflanze (z.B.
ten Kelchblättern, Kreuzblütler (Bot.). Krulzilfix [auch
Blaualge), bevorzugt in polaren Gebieten u. im Hochge
... fiks] das; -es, -e (aus mlat. crucifixum (signum) „ans
birge. Kry|o|skal|pell das; -s, -e: in der Kryochirurgie
Kreuz geheftet(es Zeichen)“, Neutrum von lat. crucifixus,
verwendetes ÎSkalpell (Med.). Krylolskop* das; -s, -e (zu
Part. Perf. von crucifigere „ans Kreuz schlagen“): plasti
î...skop): Messgerät zur Bestimmung des tMolekularge
sche Darstellung des gekreuzigten Christus am Kreuz.
wichts. Krylolskolpie* die; - (zu Î ...skopie): Bestimmung
Krulzilfil xus der: - (aus spätlat. crucifixus „der Gekreu
des Î Molekulargewichts durch Messung der Gefrier
zigte“, substantiviertes Part. Perf. von crucifigere, vgl.
punktserniedrigung. Krylolsphälre* die; -: die die Erde
Kruzifix): die Figur des Gekreuzigten in der bildenden
bedeckenden Eismassen (Geol.). Kry|os|tat* der; Gen.
Kunst
-[e]s u. -en, Plur. -e[n] (zu T...stat>: tThermostat für tiefe
kry..„ Kry... vgl. kryo..., Kryo... Krylaglglultilnin* das;
Temperaturen. Kry|oltech|nik die; -: Tieftemperatur
-s, -e (zu îkryo... u. ÎAgglutinin): bei Kälteeinwirkung
technik. Krylolthelraipie i/Ze; -: Anwendung von Kälte
ausfallendes t Agglutinin (Med.). Krylal das; -s (zu Î '...al
zur Zerstörung von krankem Gewebe durch Erfrieren
):
(2)
Lebensraum im Bereich von Gletschern u. Glet
scherabflüssen (Biol.). Kryläslthelsie die; -: Überemp
(Med.). Kryloltron* das: -s. Plur. ...one, auch -s (aus
findlichkeit gegen Kälte (Med.), krylo..., Krylo..., vor
gleichbed. engl. cryotron): supraleitendes Schaltelement
Vokalen meist kry..., Kry... (zu gleichbed. gr. krÿos):
[in TComputern] (EDV). Krylolturlbaltilon t/Ze; -, -en:
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Kälte, Frost“,
Bodenbewegung, die im Bereich des Frostbodens bei
z. B. Kryästhesie, Kryotron. Kry o bio lo gie die; -: Teil
wechselndem Frost in der oberen Bodenschicht vor sich
gebiet der Biologie, das sich mit der Einwirkung sehr tie
geht (Geol.). Krylolzön das; - (zu gr. koinós „gemein
fer Temperaturen auf Organismen o.Ä. befasst, krylolbisam“): svw. Kryon
ont (zu î...biont>: im Bereich von Gletschern u. Glet krypt..., Krypt... vgl. krypto..., Krypto... Kryp ta die; -,
scherabflüssen lebend (Biol.). Krylolbilont der; -en, -en
...ten (über lat. crypta aus gr. krÿptê „verdeckter, unterir
(meist Plur.): im od. auf dem Schnee od. Gletschereis le
discher Gang, Gewölbe“ zu krÿptein „verbergen, verste
bender Organismus (Biol.). Kry|o|chi|rurlgie* die; -:
cken“): unterirdische Grabanlage unter dem Chor alter
Anwendung der Kältetechnik in der Chirurgie, Kältechi
romanischer od. gotischer Kirchen, der auch als Aufbe
rurgie (Med.), krylolchilrurlgisch*: mit den Mitteln der
wahrungsort für Reliquien u. als kultische Stätte diente.
Kryochirurgie. Kry|oldelsik|ka!tilon die; -: Gefrier
Kryptläslthejsie* ¿ZZe; - (zu tkrypto... u. tÄsthesie):
trocknung. Kry|o|elek|tro|nik* die; Zweig der Elek
hochgradig verfeinerte Wahrnehmung; außersinnliche
trotechnik, der sich mit Î Supraleitern beschäftigt (Phys.).
Wahrnehmung; vgl. Kryptoskopie. Kryplte die; -, -n
Krylolflolra die; -: Algenflora, die sich auf längere Zeit
(meist Plur.) (zu gr. kryptös „versteckt, verborgen“): Ein
unveränderten Altschneedecken im Hochgebirge oder Eis
buchtung in Form einer Schleimhautsenkung (z.B. bei
in Polarregionen entwickeln kann. Krylolgelnik rfZe; den Gaumenmandeln od. in der Dickdarmschleimhaut;
(aus gleichbed. engl. cryogenics; vgl. 2...ik (1)>: For
Med.). Kryplteia die: - (aus gleichbed. gr. krypteia zu
schungszweig, der sich mit den physik. Erscheinungen im
krÿptein „verbergen, verhüllen“): Institution im alten
Bereich tiefer Temperaturen befasst (Phys.). KrylolgenSparta (vermutlich zur Ausbildung von Jünglingen), die
tank der; -s, Plur. -s, seltener -e: wärmeisolierter Behälter
teilweise im Verborgenen wirkte u. die Î Heloten über
zum Transport verflüssigter, auf sehr niedrige Temperatu
wachte. Kryplten: Plur. von Î Krypta u. tKrypte. kryp
ren gekühlter Gase. Kry|olglo|bu|lin das; -s, -e (zu
tisch (aus spätlat. crypticus, dies aus gr. kryptikös „be
îkryo... u. 1 Globulin): in der Kälte ausgefällter Eiweiß
deckt, verborgen“): unklar in seiner Ausdrucksweise od.
körper des Blutes (Med.). Kry|olglo|bu|li|nä|mie* die;
Darstellung u. deshalb schwer zu deuten, dem Verständ
-, ...ien: Auftreten u. Vermehrung von Kryoglobulin im
nis Schwierigkeiten bereitend. Krypltiltis die; -, ...itiden
Blut (Med.). Krylolkaulter der; -s, -: chirurgisches In
(zu T...itis>: Entzündung der Gaumenmandeln (Med.),
strument zur Kaltverschorfung (Med.). Krylolkolnit
kryplto..., Kryplto..., vor Vokalen meist krypt...,
[auch ... nit] der; -s, -e (zu gr. kónis „Staub“ u. t2...it): auf
Krypt... (zu gr. kryptös „versteckt, verborgen“): Wortbil
Gletschern durch den Wind abgelagerter dunkelfarbiger
dungselement mit der Bedeutung „geheim, verborgen“,
Staub, der infolge größerer Wärmeabsorption das Eis
z.B. kryptorch, Kryptonym, kryptogen, Kryptoskopie.
schmelzen lässt. Krylo|kon|ser|vie|rung [,..v...J die; -,
Krypltolchip [,,,'ʧɪp] der; -s, -s: Chip (3), der besonders
-en: das Einfrieren u. Lagern von Teilen des Organismus
sicher gegen unberechtigte Entschlüsselung ist. Kryplto(Med.). Krylollaklkollith [auch ...'lit] der; -s od. -en,
galme die; -, -n (meist Plur.) (zu t...game>: blütenlose
Plur. -e[n]: svw. Pingo. Krylollith [auch ...'lit] der; Gen. -s
Pflanze, Sporenpflanze (z.B. Farn, Alge); Ggs. tPhané
u. -en, Plur. -e[n] (zu T ...lith (urspr., weil das Mineral so
rogame. krypltolgen (zu t...gen): svw. kryptogenetisch.
leicht schmelze wie Eis, später nach dem eisähnlichen
kryp|tolge|ne|tisch: von unbekanntem Ursprung (von
Aussehen)) : ein farbloses, weißes od. rötliches bis braunes
Krankheiten; Med ). Krypltolgraf, auch ...graph der;
Mineral, das zur Erzeugung von Milchglas u. Emaille ver
-en, -en (zu f...graf): (veraltet) Gerät zur Herstellung von
wendet wird. Kry o ma gnet“ rZer; Gen. -[e]s u. -en, Plur.
Geheimschriften (für den telegrafischen Verkehr). Kryp-e[n]: mit flüssigem Wasserstoff gekühlter Î Elektromag
togralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t,,,grafie):
779
1. absichtslos entstandene Kritzelzeichnung bei Erwach
senen (Psychol.). 2. (veraltet) Geheimschrift. 3. Disziplin
innerhalb der t Informatik zur Entwicklung u. Bewertung
von Verschlüsselungsverfahren zum Schutz geheimer Da
ten vor unbefugtem Zugriff. kryp|to|gra|fisch, auch
...gralphisch <zu Î ...grafisch): (veraltet) a) in Geheim
schrift geschrieben; b) die Kryptografik betreffend.
Krypltolgramm das; -s, -e (zu î...gramm): 1. ein Text,
aus dessen Worten sich durch einige besonders gekenn
zeichnete Buchstaben eine neue Angabe entnehmen lässt
(z.B. eine Jahreszahl, eine Nachricht); vgl. Chronogramm. 2. (veraltet) Geheimtext. Krypltolgralphik,
auch ...gralfik die; -, -en: (veraltet) Geheimschriften
kunde. Krypltolkallvilnist [,..v...] der; -en, -en: Anhän
ger der Theologie Melanchthons im 16. Jh., die in der
Abendmahlslehre den Î Kalvinisten zuneigte. Krypltokoklkolse die; -, -n (zu ÎKokke u. t'...ose>: zu den
Î Blastomykosen gehörende Pilzerkrankung, die u.a. die
Hirnhäute befällt (Med.), krypltolkrisltalilin u. krypto|kris|tal|li|nisch: erst bei mikroskopischer Untersu
chung als kristallinisch erkennbar (Geol.); vgl. ...isch/-.
Krypltollolgie die; - (zu t...logie): wissenschaftliche
Disziplin, deren Gegenstand die Kryptografie (3) ist.
krypltollolgisch: die Kryptologie betreffend. Krypltomellan der; -s, -e (zu gr. mélan „das Schwarze" zu mêlas
„schwarz“): Îtetragonal od. Îmonoklin kristallisierendes
Mineral (Chem.). krypltolmer (zu T...mer): ohne Ver
größerung nicht erkennbar (von den Bestandteilen eines
Gesteins; Geol.); Ggs. tphaneromer. ’Kryp|to|me|r[e
die; -, ...ien (zu T...merie): das Verborgenbleiben einer
Erbanlage (Biol.). 2Kryp|to|me|rie [,,,iə] die; -, -n (aus
gleichbed. nlat. cryptomeria): jap. Zeder (Bot.). Kryp
ton [auch ... to:n] das; -s (aus gr. krypton „das Verborge
ne“ zu kryptös (vgl. Krypte)): chem. Element, ein Edel
gas; Zeichen Kr. Krypltonllamlpe die; -, -n: mit Kryp
ton gefüllte Glühlampe mit starker Leuchtkraft. Kryptolnym* das; -s, -e (zu Tkrypto... u. gr. önyma „Name“):
Verfassername, dessen Buchstaben in Wörtern bzw. Sät
zen verborgen sind od. der nur aus den Anfangsbuchsta
ben bzw. -silben besteht (z.B. R. K.). Krypltophlthalmus* der; -, ...mi (aus gleichbed. nlat. kryptophthalmus
zu Tkrypto... u. gr. ophthalmös „Auge“): angeborene
Fehlbildung mit unvollständiger Entwicklung des Augap
fels u. mit Verwachsung der Augenlider (Med.), kryptorch* (zu gr. órchis „Hoden“): an Kryptorchismus lei
dend. Krypltorlchislmus* der; -, ...men (zu t...ismus
):
(3)
das Verbleiben eines od. beider Hoden in der Bauch
höhle od. im Leistenkanal, das Ausbleiben der normalen
Verlagerung der Hoden in den Hodensack (Med.). Kryptolskop* das; -s, -e (zu t,,,skop): tragbarer Röntgenap
parat für eine Behandlung außerhalb des Röntgenraums
(z.B. im Krankenzimmer; Med.). Krypltolskolpie* die;
- (zu T...skopie): Wahrnehmung in der Nähe befindlicher
verborgener Gegenstände; Ggs. tTeleskopie (2); vgl.
Kryptästhesie. Kryp|to|sper|mie die; -, ...mien (zu
Î Spermium u. t‘...ie>: das Vorhandensein einer extrem
weit unter der Norm liegenden Anzahl von Spermien im
TEjakulat (Med.). Krypltolvullkalnislmus [,..v...] der;
-: vulkanische Erscheinungen unterhalb der Erdoberflä
che (Geol.). Krypltolxanlthin das; -s: gelbroter Natur
farbstoff aus der Gruppe der T Karotinoide, der als Î Pro
vitamin A wirkt. Krypltolzolilkum das; -s (zu T...zoikum): svw. Präkambrium
Ksalbi: Plur. von TKasba[h]
Ksar das; -s, Ksur {berberisch}-. rechteckig angelegte, mit
einer Mauer umgebene Berbersiedlung
Kschaltrilja* der; -s, -s (zu sanskr. ksätra „zum Krieger
stand gehörend“): Angehöriger der adligen Kriegerkaste
in Indien
kubistisch
[ka'ɛs...] ¿Ee; -: Kurzform von TKonstituentenstrukturgrammatik
Ksur: Plur. von Î Ksar
KSZE: Abk. für Konferenz über Sicherheit und Zusammen
arbeit in Europa
Ktelnildilum das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. nlat. cte
nidium, dies zu gr. kteís, Gen. ktenós „Kamm"): At
mungsorgan vieler Weichtiere (Kammkieme; Zool.). ktenolid (aus gr. ktenoeidës „kammähnlich“): kammartig.
Kte|no|id|schup|pe die; -, -n: Kammschuppe vieler Fi
sche (Zool.). Ktelnolpholre die; -, -n (meist Plur.) (zu
T...phor): Rippenqualle (Gruppe der Hohltiere; Zool.)
Kulbanlkulltur die; - (nach dem Fluss im Kaukasus): früh
metallzeitliche Kultur im nordkaukasischen Gebiet aus
der 2. Hälfte des 3. Jahrtausends v. Chr.
Ku ba tur die; -, -en (aus gleichbed. nlat. cubatura zu Î Ku
bus u. î...ur): 1. Erhebung zur dritten TPotenz (4). 2. Be
rechnung des Rauminhalts von [Rotationsjkörpern
Kubba die; -, Plur. -s od. Kubben (aus arab. qubba „Ge
wölbe“; vgl. Alkoven): 1. Kuppel einer Moschee od. eines
Grabbaus. 2. kleiner überwölbter Grabbau in der islami
schen Baukunst
Kublbuz vgl. “Kibbuz
Kulbelbe die; -, -n (über /r. cubèbe, mlat. cubeba aus
gleichbed. arab. kabäba, kubäba): getrocknete Frucht ei
nes indones. Pfeffergewächses
Kulben: Plur. von TKubus, kulbiejren (zu ÎKubus u.
T..deren): 1. die Festmeter eines Baumstammes aus Län
ge u. Durchmesser ermitteln (Forstw.). 2. eine Zahl in die
dritte Potenz erheben (Math.). Kulbik... (zu lat. cubicus
aus gr. kybikös „würfelförmig“, vgl. kubisch): Raum
maßeinheiten bezeichnendes Wortbildungselement mit
der Bedeutung „in der dritten Potenz“, z.B. Kubikmeter;
Zeichen 3 (Potenzzeichen), z.B. m3, oder (veraltet) c u.
cb, z.B. cbm. Kubikdezimeiter der, auch das; -s, -:
dem Rauminhalt eines Würfels mit einer Kantenlänge
von 1 Dezimeter entsprechendes Raummaß; Zeichen
dm3
Kulbilkel das; -s, - (aus gleichbed. lat. cubiculum zu cubare
„liegen, schlafen“): (veraltet) [Schlafzimmer
Kulbiklhekltolmelter der. auch das; -s, - (zu TKubik...):
dem Rauminhalt eines Würfels mit einer Kantenlänge von
1 Hektometer entsprechendes Raummaß; Zeichen hm3,
früher chm. Ku|bik|in|halt der; -[e]s, -e: Rauminhalt.
Ku|bik|ki|lojme|ter der; -s, -: dem Rauminhalt eines
Würfels mit einer Kantenlänge von 1 Kilometer entspre
chendes Raummaß; Zeichen km3. Kulbiklmaß das; -es,
-e: Raummaß. Ku|bik|me|ter der, auch das; -s, - (zu
t ‘...meter): Festmeter, dem Rauminhalt eines Würfels mit
einer Kantenlänge von 1 Meter entsprechendes Raum
maß; Zeichen m3. Kulbiklmilllilmelter der, auch das; -s,
-: dem Rauminhalt eines Würfels mit einer Kantenlänge
von 1 Millimeter entsprechendes Raummaß; Zeichen
mm3. Kulbiklwurlzel die; -, -n: dritte Wurzel einer Zahl
od. mathematischen Größe; Zeichen 3V (Math.). Kulbikzahl die; -, -en: als dritte Potenz einer natürlichen Zahl
darstellbare Zahl (Math.). Ku|bik|zen|ti|me|ter der,
auch das.; -s, -: dem Rauminhalt eines Würfels mit einer
Kantenlänge von 1 Zentimeter entsprechendes Raum
maß; Zeichen cm3, kulbisch (nach lat. cubicus aus
gleichbed. gr. kybikös zu kÿbos, vgl. Kubus): a) würfelför
mig; b) in der dritten Potenz befindlich (Math.). Kulbismus der; - (zu TKubus u. t...ismus (1)>: Kunstrichtung in
der Malerei u. Plastik Anfang des 20. Jh.s, bei der die
Landschaften u. Figuren in geometrische Formen (wie
Zylinder, Kugel, Kegel) aufgelöst sind (Kunstw.). Kulbist
der; -en, -en (zu Î ...ist): Vertreter des Kubismus, kulbistisch (zu T ...istisch) : a) im Stil des Kubismus [gemalt]; b)
den Kubismus betreffend
KS-Gramlmaltik
K
780
kubital
<zu TCubitus u. î’...al (1)>: a) zum Ellbogen gehö
rend; b) den Ellbogen betreffend (Med.); vgl. Cubitus
kulbolid (zu Î Kubus u. t...oid>: würfelförmig, würfelähn
lich. Kulbolid das; -[e]s, -e: das Würfelbein der Fußwur
zelknochen des Menschen (Anat.). Ku bo man tie die; (zu gr. manteia „das Weissagen“): Wahrsagerei mit Wür
feln. Kulbus der; -, Plur. - u. (österr. nur so) Kuben (über
lat. cubus aus gleichbed. gr. kybos): a) Würfel; b) dritte
Potenz (Math.)
Ku|cker|sit [auch ...zit] der; -s, -e (nach dem Fundort Kuckers in Estland u. zu t2...it>: stark bituminöser Schiefer
im Î Silur von Estland
Kulckes vgl. Kux
Kucslma [kotjma, ung. ,,,mɔ] die; -, -s (aus ung. kucsma
„Pelzmütze, Pudelmütze“): schwarze Lammfellmütze,
früher von den österr. Husaren getragen
’Kuldu der; -s, -s (aus afrikaans koedoe, dies aus dem Ban
tu): eine afrik. Î Antilope
2Kuldu das; -s, -s (zu sanskr. kuti „Biegung, Krümmung“):
hufeisenförmiges Dekorationsmotiv an indischen Bauten,
ursprünglich Giebelform indischer Tonnengewölbe
Kuldurlru der; -[s], -s (aus babylon. kudurru „Grenzstein
kunde“): steinernes Rechtsmai vor allem der kassitischen
Epoche in Altmesopotamien
Kuflfa die; -, -s (aus dem Arab.): altertümliches Rundboot
im Irak aus einem mit Tierhäuten bespannten u. mit
Asphalt abgedichteten Korbgeflecht
Ku If ilja
-, -s (aus arab. qufiya zu qufïy, Plur. von qafan
„Rückseite; linke Seite (eines Tuchs)“): quadratisches
Kopftuch der Araber aus weißer, rot od. schwarz gemus
terter Baumwolle; Palästinensertuch
kultisch (nach der Stadt Al Kufa im Irak): in der Fügung
kufische Schrift: in Koranhandschriften u. auf Münzen
bis ins 10. Jh., später noch in Inschriften verwendete ara
bische Schrift, die durch gerade Strichführung u. das Feh
len differenzierender Punkte gekennzeichnet ist
Kuige der; -, - (aus gleichbed. jap. kuge): Angehöriger des
japan. Hofadels, Familie dieses Hofadels
Kulgular der; -s, -e (aus gleichbed. fr. couguar, dies ver
kürzt aus brasilian.-port. cuguacuara zu gleichbed. Tupi
(einer Indianersprache des östl. Südamerika) susuarana):
svw. Puma
Kuljalwilak der; -s, -s (aus gleichbed. poln. kujawiak, nach
dem poln. Landstrich Kujawien): polnischer Tanz in lang
samem 3/4-Takt
Ku jon der; -s, -e (aus älter /r. colon, couillon „Schuft,
Memme“, eigtl. „Entmannter“ (zu lat. coleus „Hoden
sack“)): (veraltend abwertend) Schuft, Quäler, kuljonie ren (aus älter fr. coinner „als Dummkopf behan
deln“, vgl. Kujon): (ugs. abwertend) jmdn. unnötig u. bös
artig bedrängen, bei der Arbeit schlecht behandeln, schi
kanieren
Ku-Klux-Klan [bei engl. Ausspr.: 'kju:klʌks'klæn] der; -[s]
(aus gleichbed. engl.-amerik. Ku Klux Klan, umgebildet
aus cyclos (dem urspr. Namen des Bundes, dies aus gr. kÿklos „Kreis“) u. tClan): 1865 gegründeter amerik. Ge
heimbund, der mit rücksichtslosem Terror gegen Minder
heiten, Ausländer u. gegen die Gleichberechtigung der
Schwarzen kämpft
Kulkullle die; -, -n (aus spätlat. cuculla „Kapuze, Mönchs
kutte“ zu lat. cucullus „Kapuze; Tüte“): a) kapuzenartige
Kopfbedeckung bei Mönchen der orthodoxen Kirche; b)
weites Obergewand der Benediktiner u. anderer kath. Or
den beim Chorgebet
Ku kuimer die; -, -n (aus gleichbed. lat. cucumis, Gen. cu
cumeris): (landsch.) Gurke
Ku|ku|ruz [auch ku;...] der; -[es] (aus gleichbed. serb. kukuruz, tschech. kukurice): (landsch., bes. österr.) Mais
Kulkus vgl. Kux
kulbiltal
der; -[s], -s (nach dem türk. Ort Kula): elfenbeinfar
bener Gebetsteppich mit vielfarbigem Muster
2Ku|la vgl. Kulla
Kullah die; -, -[s] (aus gleichbed. türk, küläh, dies aus dem
Pers.); persische hohe Mütze aus Filz od. Pelz
Kullak der; -en, -en (aus gleichbed. russ. kulak): Großbau
er im zaristischen Russland
Ku|lan der; -s, -e (aus kirgis.-russ. kulan): asiatischer Wild
esel
Kullalni vgl. Kolani
kullant (aus gleichbed. fr. coulant, eigtl. „fließend, flüs
sig“, zu couler „durchseihen, gleiten lassen, fließen“, dies
aus lat. colare „durchseihen“): gefällig, entgegenkom
mend, großzügig (im Geschäftsverkehr). Kullanz die; (zu T...anz): Entgegenkommen, Großzügigkeit (im Ge
schäftsverkehr)
Küllaslse die; -, -n (aus gleichbed. fr. culasse, eigtl. „Bo
denstück eines Geschützrohres“, dies aus it. culaccio
„Schwanzstück“ zu culo „Hintern; Boden“, dies aus Zai.
culus „Hintern“): Unterseite von Brillanten
Kuldoskop* das; -s, -e (verkürzt aus/r. cul de sac „Sack
gasse“ u. t,,,skop): svw. Douglasskop. Kuildolskolpie
die; -, ...ien (zu t ...skopie): svw. Douglasskopie
Ku|li der; -s, -s (aus engl. cooly, coolie „(eingeborener) Ta
gelöhner, Träger“, dies vermutlich über älter port, coles
(Plur.) „Lastenträger“ aus Hindi küll (urspr. Name eines
im westlichen Indien wohnenden Stammes)): a) Tagelöh
ner in [Südjostasien; b) ausgenutzter, ausgebeuteter Ar
beiter
Kullieijwalre die; -, -n (wohl zu fr. cueillir „(den Faden)
aufrollen“): Maschenware mit waagerecht laufendem Fa
den
Kullik der; -s, -s (aus älter poln. kulik „Fastnachtsfahrt“):
früher in Polen übliche Fastnachtsbesuchsfahrt der Guts
besitzer, bei der sich nach Verzehr der Vorräte die besuch
te Familie den sie Besuchenden zur Weiterfahrt anschloss
Kullilkol se rZZe; -, -n (zu lat. culex, Gen. culicis „Mücke,
Schnake“ u. t'...ose): Hautaffektion (vgl. Affektion 1)
durch Insektenstich (bes. durch den Stich des Weibchens
der Stechmücke; Med.)
kullilnalrisch (aus lat. culinarius „zur Küche gehörend“
zu culina „Küche“): a) auf die [feine] Küche, die Koch
kunst bezogen; b) (leicht abwertend) ohne Anstrengung
geistigen Genuss verschaffend, ausschließlich dem Ge
nuss dienend
Kullislse die; -, -n (aus fr. coulisse „Schiebewand“, eigtl.
„Rinne“, zu couler „fließen“, vgl. kulant): 1. (meist Plur.)
bewegliche Dekorationswand auf einer Theaterbühne;
Bühnendekoration. 2. a) Hintergrund; b) vorgetäuschte
Wirklichkeit, Schein. 3. äußerer Rahmen einer Veranstal
tung. 4. a) nicht amtlicher Börsenmarkt; b) Personen, die
sich auf eigene Rechnung am Börsenverkehr beteiligen. 5.
Hebel mit verschiebbarem Drehpunkt (Techn.)
Kullla u. Kula rZZe; -, -s (aus Zürk. kule „Turm, Festung“):
mehrstöckiger, steinerner Wohnturm mit sehr kleinen
Fenstern auf dem Balkan, Fluchtturm, aber auch ständi
ger Wohnsitz
Kulllalni vgl. Kolani
KulIIiIja u. Külllilye die; -, -n (aus iwr/c. külliye „Komplex,
Gesamtheit“): in der osmanischen Baukunst der gesamte
Komplex der zu einer Stiftung gehörenden religiösen
(Moschee, Grabbau), schulischen, Îkaritativen u. sonsti
gen öffentlichen Einrichtungen
’Kulm der od. das; -[e]s, -e (über älter chulm aus dem Slaw.,
vgl. tschech. chlum „Hügel“): abgerundete [Berg]kuppe
2Kulm das; -s (aus engl. culm „Kohlenstaub“, dies aus zn/L
telengl. culme, wohl verwandt mit engl. coal „Kohle“):
sandig-schiefrige Î Fazies (1) des unteren Î Karbons
(Geol.)
’Kulla
781
die; -, -en (aus gleichbed. fr. culmination
zu culminen vgl. kulminieren): 1. Erreichung des Höhe-,
Gipfelpunktes [einer Laufbahn], 2. Durchgang eines Ge
stirns durch den Î Meridian (2) im höchsten od. tiefsten
Punkt seiner Bahn (Astron.). Kul|mi|na|ti|onslpunkt
der; -[e]s, -e: 1. Höhepunkt [einer Laufbahn od. Entwick
lung). 2. höchster od. tiefster Stand eines Gestirns (beim
Durchgang durch den (Meridian 2; Astron.), kullminielren (aus gleichbed. fr. culminer, dies aus lat. culmina
re „gipfeln“ zu culmen „Höhepunkt, Gipfel“): seinen Hö
hepunkt erreichen
kullmisch (zu (2Kulm): das t2Kulm betreffend
kullpalbel (aus gleichbed. spätlat. culpabilis zu lat. culpare, vgl. kulpieren): (veraltet) strafbar, schuldig, kullpieren (aus gleichbed. lat. culpare, dies zu culpa „Schuld“):
(veraltet) beschuldigen, haftbar machen
Kult der; -[e]s, -e u. Kultus der; -, Kulte (aus /ɑt. cultus
„Pflege; Bildung; Verehrung (einer Gottheit)“ zu cultus,
Part. Perf. von colere „bebauen, pflegen“): 1. an feste
Vollzugsformen gebundene Religionsausübung einer Ge
meinschaft. 2. a) übertriebene Verehrung für eine be
stimmte Person; b) übertriebene Sorgfalt für einen Ge
genstand. Kulltelralnist der; -en, -en (zu(...aner u.
(...ist): Vertreter des Kultismus. Kultlfilm der; -[e]s, -e:
(von einem bestimmten Publikum) als besonders ein
drucksvoll beurteilter u. immer wieder angesehener Film.
Kultlgejmeinlschaft die; -, -en: religiöse Gemein
schaft. kulltisch: den Kult betreffend, zum Kult gehö
rend. Kulltislmus der; - (aus gleichbed. span, cultismo,
wegen der zahlreichen Anspielungen auf die antike My
thologie in den Werken dieser Stilart; vgl. ...ismus (1)>:
svw. Gongorismus. Kulltilvaltor [...v...] der; -s, ...oren
(zu mlat. cultivare (vgl. kultivieren) u. T...ator): svw.
Grubber, kulltilvierlbar (zu tkultivieren): so beschaf
fen, dass man es kultivieren kann (z.B. Boden), kulltivielren (über gleichbed. fr. cultiver aus mlat. cultivare
„bebauen, pflegen“ zu lat. cultus, vgl. Kult): 1. a) [Land]
bearbeiten, urbar machen; b) Kulturpflanzen anbauen; c)
Mikroorganismen od. Gewebszellen auf geeigneten Nähr
böden anzüchten. 2. a) etwas sorgsam pflegen; b) etwas
auf eine höhere Stufe bringen, verfeinern. 3. den Acker
mit dem (Grubber bearbeiten, kulltilviert (zu (...iert):
gebildet; verfeinert, gepflegt; von vornehmer Lebensart.
Kulltilviertlheit die; -: das Kultiviertsein, kultivierte
Art. Kulltilvielrung die; - (zu t ...ierung): 1. das In-Kultur-Nehmen von Wildpflanzen, ihre planmäßige Züch
tung u. Pflege zur Gewinnung von Kulturpflanzen. 2. Ur
barmachung des Bodens, seine Bearbeitung u. Bewirt
schaftung. Kulltolsol der; -s, -e (zu (Kult u. lat. solum
„Boden, Erdboden“): durch menschlichen Einfluss neu
geschaffener od. völlig veränderter Boden (z.B. 1 Hortisol). Kult|re|li|gi|on die; -, -en: eine Religionsform, in
deren Mittelpunkt der Kult (bes. das Opfer) steht, wie et
wa die altwedische Religion Indiens. Kultlstätlte die; -, n: Stätte, an der kultische Handlungen vollzogen werden.
KullturrZ/e; -, -en (aus lat. cultura „Landbau, Pflege (des
Körpers u. Geistes)“ zu cultus, Part. Perf. von colere „be
bauen, bestellen; pflegen“): 1. (ohne Plur.) die Gesamt
heit der geistigen u. künstlerischen Lebensäußerungen ei
ner Gemeinschaft, eines Volkes; politische Kultur: aus der
Gemeinschaft hervorgehende Bestrebungen u. Äuße
rungsformen, die sich auf die politische u./od. soziale
Gestaltung des täglichen Lebens beziehen wie Bürgerini
tiativen, alternatives Leben, Umweltschutz, kommunale
Mitbestimmung, das Infragestellen von üblichen Lebens
formen u. Lebenseinstellungen; zweite Kultur: Wertvor
stellungen im Hinblick auf Kulturelles, die im Gegensatz
zu den alten Wertvorstellungen (z. B. gegenüber den Klas
sikern) stehen. 2. (ohne Plur.) feine Lebensart, Erziehung
Kullmilnaltilon
Kulturrevolution
u. Bildung. 3. Zucht von Bakterien u. anderen Lebewesen
auf Nährböden. 4. Nutzung, Pflege u. Bebauung von
Ackerboden. 5. junger Bestand von Forstpflanzen. 6. (oh
ne Plur.) das Kultivieren (1). kulltulral (unter Einfluss
von engl. cultural zu ÎKultur u. 1 ‘...al ( 1)>: die Kultur (1 )
in ihrem Vorhandensein an sich betreffend; vgl. ...al/...eil.
kul|tu|ra!lis|tisch (zu t ...istisch): auf die Kultur (1) aus
gerichtet, abgestellt. Kul|tu|ral|ver|fahlren das; -s: Ver
fahren zur unmittelbaren Bekämpfung der Reblaus in den
Weinbergen. Kulltyrlanlthrolpollolgie* die; - (zu t Kul
tur): Richtung der Anthropologie, die über die Erfor
schung der Kulturgüter zu allgemeinen Aussagen über
den Menschen als kulturfähiges Wesen zu gelangen sucht.
Kulltyrlatltalché [...Je:] der; -s, -s: für kulturelle Belan
ge zuständiger (Attaché (2) einer Auslandsvertretung.
Kullturlaultolnolmie die; -, ...ien: 1. Recht nationaler
Minderheiten auf kulturelle Eigenständigkeit. 2. Kultur
hoheit der Gliedstaaten in einem Bundesstaat. Kulltyrbalnaulse der; -n, -n: (abwertend, oft scherzh.) jmd. oh
ne Kunstverständnis. Kul|tyr|denk|mal das; -[e]s, Plur.
...mäler, auch ...male: etw. (bes. ein künstlerisches Werk),
was als Zeugnis einer Kultur erhaltenswert ist. kulltulrell
(zu (...eil): die Kultur (1) u. ihre Erscheinungsformen be
treffend; vgl. ...al/...eil. Kul|tyrlen|sem|ble [...àsà:bl]
das; -s, -s: (regional veraltend) [Volksmusik u. Volkstanz
pflegende] Gruppe von Laienkünstlern. Kul|tyr|film
der; -[e]s, -e: der Allgemeinbildung dienender, kürzerer
dokumentarischer od. künstlerischer Film. Kullturflüchlter der; -s, -: Tier- od. Pflanzenart, die aus einer
Kulturlandschaft verschwindet (Biol.); Ggs. (Kulturfolger. Kulltur follger der; -s, -: Tier- od. Pflanzenart, die
sich in einer Kulturlandschaft ansiedelt (Biol.); Ggs.
(Kulturflüchter. Kulltyrlfonds [...fo:] der; - [,,,fð:(s)]:
Geld zur Finanzierung kultureller Belange (früher in der
DDR). Kullturlhelros der; -, ...roen [,,,ro:ən]: mythische
Gestalt in der Vorstellung vieler Völker, die nach der Er
schaffung der Welt die den Menschen lebensnotwendigen
Dinge wie z. B. das Feuer brachte. kul|tyr|hislto|risch:
kulturgeschichtlich. Kul|tu|ris|tik die; - (wahrscheinlich
gebildet zu engl. culturist „Anhänger der Körperkultur“
u. T2...ik (1)): svw. Bodybuilding, kulltürllich (zu (Kul
tur): der Kultur (1) entsprechend, gemäß. Kulltyrlmorphologie die: -: von L. Frobenius (1873-1938) begrün
dete völkerkundliche Richtung, die die eigengesetzliche
Entwicklung der Völkerkulturen erforscht. Kulltyrlökololgie i/ze; -: Teilbereich der ÎÖkologie (2), der die Wech
selwirkungen zwischen menschlicher Kulturtätigkeit,
natürlicher Umwelt u. gesellschaftlicher Organisation be
zeichnet. Kulltyripeslsilmislmus der;-: kulturphiloso
phische u. zugleich kulturkritische Einschätzung u. Wer
tung, in der die Entwicklung von Kultur, gemessen an
einem Idealzustand, als zunehmender Verfalls- u. Zerstö
rungsprozess begriffen wird. Kulltyrlpeslsilmist der;
-en, -en: Anhänger, Vertreter des Kulturpessimismus.
kul|tyr|pes|si|mis|tisch: den Kulturpessimismus be
treffend. Kul|tyr|phi|lo|solphie die; -: Zweig der Philo
sophie, der sich mit den allgemeinen Erscheinungen der
Kultur u. den in ihr wirksamen Entwicklungs- u. Ord
nungsgesetzen befasst. KulItyripo li tik die; -: Tätigkeit
des Staates od. anderer Institutionen zur Förderung von
Bildung, Wissenschaft u. Kunst, kulltyrlpolliltisch: die
Kulturpolitik betreffend. Kulitur pro grammoUs, -s, -e:
a) Programm kultureller u. künstlerischer Darbietungen;
b) kulturelles Angebot. Kul|tyrlpsy|cho|lo|gie die; -:
Teilgebiet der Psychologie, das sich mit den seelischen
Kräften befasst, die der Entwicklung von Kulturen u. Kul
turkreisen zugrunde liegen. Kui|tyr|re|vo|lulti|on
[...v...] die; -, -en: Revolution im kulturellen Bereich, de
ren Ziel die Herausbildung einer sozialistischen Kultur ist
Kulturschock
(bes. in den 1970er-Jahren in China). Kulltyrlschock
der; -[e]s, -s: (beim unmittelbaren Kontakt mit einer frem
den Kultur) schreckhaftes Erleben der Andersartigkeit
der durch die fremde Kultur erlebbaren Realität (Soziol.).
Kul|tyr|so|zi|o|lolgie die; spezielle Soziologie, die die
Betrachtung u. häufig empirisch ausgerichtete Erfor
schung der Kultur als soziale Erscheinung od. im Hinblick
auf ihre sozialen Rahmenbedingungen u. Grundlagen um
fasst. Kul|tyr|sponlso|ring das; -s: [meist] finanzielle
Förderung von Kunst u. Kultur z.B. durch Unternehmen,
die dafür werblichen o.ä. Zwecken dienende Gegenleis
tungen erhalten. Kulltyrlsteplpe die; -, -n: Landschaft,
die zugunsten eines großflächigen Getreide- od. Hack
früchteanbaus durch Abholzung des Waldes um ihren na
türlichen Tier- u. Pflanzenbestand gebracht wurde. Kulturtechnik die; die gesamte technische Bodenverbes
serung für die Landwirtschaft (z. B. Hochwasserschutz,
Bodenentwässerung u.a.). Kulltyrltoulrislmus [...tu...]
der; -: Tourismus, der vorrangig dem Kennenlernen der
Kultur (1) fremder Völker dient. Kylltus vgl. Kult. Kultuskongregaition die; - (zu lat. cultus, vgl. Kult>:
T Kurienkongregation für die Liturgie der röm.-kath. Kir
che. Kulltuslmilnislter der; -s, -: für den kulturellen Be
reich zuständiger Fachminister. Kylltuslmilnisltelrium das; -s, ...ien [,,,iən]: das für kulturelle Angelegenhei
ten zuständige Ministerium
Kulmalrin das; -s (aus gleichbed./r. coumarine zu coumarou „Tonkabohne“, dies über span. u. port, cumarú aus
gleichbed. Tupi (einer Indianersprache des östlichen Süd
amerika) cumaru, commaru; vgl. ...in (1)): ein [pflanzli
cher] Duftstoff. Ku I ma Iron das; -s (aus gleichbed. fr.
coumarone zu coumarou, vgl. Kumarin; vgl. 2...on>: eine
ehern. Verbindung
Kymlbha [...ba] der; -[e]s, -s (aus sanskr. kumbhá „Topf,
Wasserkrug“>: 1. ein bauchiger Tontopf, der im Kult in In
dien als Wasserbehälter Symbol der Fruchtbarkeit ist. 2.
die topfförmige Basis od. das Kapitell von Säulen (in ind.
Tempelbauten)
Kumlkum der; -, -[s] (aus gleichbed. arab. qumqum): im is
lamischen Kulturraum etwa seit dem 10. Jh. hergestellte
Spritzflasche aus Glas od. Metall zum Spenden von Ro
senwasser
Kym|mer|bund der; -[e]s, -e (über engl. cummerbund aus
gleichbed. Hindi kamarband): statt einer Weste zum Smo
king od. Frack getragene seidene Leibbinde
Kumlpan der; -s, -e (über altfr. compain aus spätlat. companio „Gefährte“, eigtl. „Brotgenosse“, dies über das
Vulgärlat. zu lat. con- (vgl. kon...) u. panis „Brot“>: a)
(ugs.) Kamerad, Begleiter, Gefährte; b) (ugs. abwertend)
Mittäter, Helfer. Kumlpalnei die; -, -en: 1. (ugs. abwertend) Gruppe, Zusammenschluss von Kumpanen. 2. (oh
ne Plur.)kameradschaftliches Zusammengehörigkeitsge
fühl, Freundschaft unter Kumpanen. Kumlpalnin die; -,
-nen: weibliche Form zu ÎKumpan. Kum pel der; -s,
Plur. -, ugs. -s (volkstümliche Verkleinerungsform von
TKumpan): 1. Bergmann. 2. (ugs.) [Arbeits]kamerad[in],
Freundfin]
Kum quat ¿fie; -, -s (über engl. kumquat aus chin, kam
kwat „Goldorange“): kleine eiförmige bis kugelige Frucht
verschiedener in Ostasien, Nord- u. Südafrika sowie in
Amerika kultivierter Rautengewächse, Zwergorange
Ku|mu|la|ti|on r/Ze; -, -en (aus gleichbed. lat. cumulatio zu
cumulare, vgl. kumulieren): 1. Anhäufung, Sammlung u.
Speicherung. 2. vergiftende Wirkung kleiner, aber fortge
setzt gegebener Dosen bestimmter Arzneimittel (Med.).
ku|mu|la|tiv (zu t...iv): [sich] anhäufend, steigernd. Ku
muliert das; -s, -e (zu t...en): ungesättigte organische Ver
bindung mit mehreren direkt benachbarten Doppelbin
dungen (Chem.). ku|mu|li_e|ren (aus gleichbed. lat. cu
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mulare zu cumulus, vgl. Kumulus): a) [anjhäufen; ansam
meln [u. steigern, verstärken]; b) einem Wahlkandidaten
mehrere Stimmen geben. ku|mu|li|form (zu TKumulus
u. T...form): haufenförmig, in Form von Quellwolken
(Meteor.). Kulmullolnimlbus der; -, -se (zu 1 Kumulus u.
lat. nimbus „(Regen)wolke“): Gewitterwolke, mächtig
aufgetürmte Haufenwolke; Abk.: Cb (Meteor.). Ku mulus der; -, ...li (aus lat. cumulus „Haufen“): Haufenwolke,
scharf begrenzte, zusammengeballte od. aufgetürmte
Wolke; Abk.: Cu (Meteor.)
Kylmys u. Kylmyss [auch ..,'mYs] der; - (aus russ. kumys,
dies aus gleichbed. tatar. kumyz): alkoholhaltiges Getränk
aus vergorener Stutenmilch, das bes. in Innerasien ver
breitet ist
Kund das; -, -[s] (aus Hindi kund „Teich“): das zum ind.
Tempelbezirk gehörende Wasserbecken, das rituellen,
aber auch häufig profanen Reinigungen dient
ku|ne|i|fprm (zu lat. cuneus, Gen. cunei „Keil“ u.
î...form): keilförmig, zugespitzt (Med.)
Külnetlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. cunette, dies aus it.
cunetta „(Straßen)graben“): Abzugsgraben auf der Sohle
eines Festungsgrabens
Kung-Fu das; -[s] (über engl. kung fu zu chin, gongfu
„sorgfältig studieren, hart arbeiten“); aus China stam
mende Form der Selbstverteidigung im Stil des Karate
Kunkltaltilon die; - (aus gleichbed. lat. cunctatio zu
cunctare bzw. cunctari, vgl. kunktieren): (veraltet) das
Zaudern, Zögern. Kunkltaltor der; -s, ...oren (aus gleich
bed. lat. cunctator): (veraltet) Zauderer, kunkltaltorisch: (veraltet) zaudernd, zögernd, kunkltielren (aus
gleichbed. lat. cunctare bzw'. cunctari): (veraltet) zaudern,
zögern
Kun|ni|lin|gus vgl. Cunnilingus
Kunlzit [auch ..,'tsit] der; -s, -e (nach dem amerik. Edel
steinfachmann G. F. Kunz (1856-1932) u. zu t2...it): vio
lette bis rosafarbene Abart des Minerals îSpodumen
Kulolminltang die; - (aus chin, guomindang „Nationale
Volkspartei“): demokratisch-nationale Partei Taiwans
Kulpal das; -s (Kurzw. aus Kupfer u. TAZuminium): kupfer
plattiertes Reinaluminium
Külpe die; -, -n (aus lat. cupa „Tonne, Fass“): 1. (landsch.)
Färbebad, -kessel. 2. die Lösung eines Küpenfarbstoffs
Kulpee [,,,'pe:] vgl. 'Coupé
Kulpellle usw. vgl. ’Kapelle usw.
Kü|pen|farb|stoff der; -[e]s, -e (zu tKüpe): wasch- u.
lichtechter, auf Gewebefasern gut haftender Farbstoff
Kuplferlinldig der; -s (zu tlndigo): ein blauschwarzes bis
indigoblaues Mineral. Kyp|fer|la|sur die; -: ein tiefblau
es Mineral, das leicht in grünen ÎMalachit übergeht.
Kyplfer|sul|fat das; -[e]s: Salz aus Kupfer u. Schwefel
säure. Kyplferlviltrilol* [...v...] das; -s: Kupfersulfat
(vgl. Sulfat) in Form blauer Kristalle
Ku|pi|di|tät die; - (aus gleichbed. lat. cupiditas, Gen. cupi
ditatis zu cupidus „begierig“): Begierde, Lüsternheit. Kupildo die; - (aus gleichbed. lat. cupido): (veraltet) sinnli
che Begierde, sexuelles Verlangen
kulpielren (aus fr. couper „(ab)schneiden“, altfr. couper,
wohl eigtl. „die Spitze abschlagen“, dies zu spätlat. cuppa
„Becher“): 1. a) abschneiden; b) lochen, knipsen. 2. durch
Schneiden kürzen, stutzen (z.B. bei Pflanzen od. bei Hun
den u. Pferden). 3. einen Krankheitsprozess aufhalten od.
unterdrücken (Med.)
Kulpollofen der; -s, ...Öfen (zu it. cupola „Kuppel“, dies
aus spätlat. cupula, Verkleinerungsform von lat. cupa
„Tonne, Fass“): Schmelzofen zum Umschmelzen von
Schrott u. Gusseisen
Kulpon [,,,'pð:] vgl. Coupon
Kyplpa rZZe; -, ...pen (aus spätlat. cuppa „Becher“): die
Schale eines Kelchs (Kunstw.)
783
kurieren
-n (aus it. cupola, vgl. Kupolofen): [halbku
krankheit mit Vorwölbung der Hinterseite des Sprungge
gelförmige] Überdachung eines größeren Raumes
lenks (Tiermed.). Kur betite die; -, -n (aus gleichbed. fr.
Ku|pris|mus*i/er, - (zu lat. cuprum „Kupfer“ u. T...ismus
courbette zu courber „krümmen“, dies aus gleichbed. lat.
(3)>: a) akute Kupfervergiftung; b) allergische Reaktion
curvare zu curvus „gekrümmt“): Bogensprung, Aufeinan
auf das Einatmen kupferhaltiger Dämpfe. Ku|prit[auch
derfolge mehrerer rhythmischer Sprünge (von Pferden in
... prit] der; -s, -e (zu T2...it): Rotkupfererz. Kulprolplader hohen Schule; Sport), kurlbetltielren (zu T...ieren):
tinda.v, -s, -e (zu ÎPlatin): ein Mineral (Mischkristall von
eine Kurbette ausführen (Sport)
Platin, Kupfer u. Eisen)
Kur|di|rek|tor der; -s, -en (zu TKur u. TDirektor): Leiter
Ku|pu|lavgl. Cupula
einer Kurverwaltung
Kurdie; -, -en (aus lat. cura „Sorge, Fürsorge, Pflege“): ein Ku|re|teni/ze (Plur.) (ausgr. koüretes „Mannschaft junger,
unter ärztlicher Aufsicht durchgeführtes Heilverfahren;
waffenfähiger Jünglinge“): dämonische Wesen der griech.
Heilbehandlung; Pflege, kulralbel (aus gleichbed. lat.
Sage, die durch laute Waffentänze das Geschrei des klei
curabilis zu curare, vgl. kurieren): heilbar (von Krankhei
nen Zeus zu übertönen hatten, damit Kronos ihn nicht
ten; Med.). Kulra|bi|li|tätdz'e; - (zu T ...ität): Heilbarkeit
fände u. vernichtete
(von Krankheiten; Med.). Kulrandder; -en, -en (zu TKur Külretltalgeu. Curettage [kyrs'ta^s] iZze; -, -n (aus gleich
u. T...and): (veraltet) a) der einem Arzt zur Behandlung
bed. fr. curetage zu eurer, vgl. Kürette): Ausschabung
anvertraute Patient; b) Pflegling. Kulranldindze; -, -nen:
bzw. Auskratzung der Gebärmutter zu therapeutischen
weibliche Form zu T Kurand
od. diagnostischen Zwecken (Med.). Külretlteu. Curette
kulrant, auch courant [ku...] (aus gleichbed. fr. courant,
[ky...] die; -, -n (aus gleichbed. fr. curette zu eurer „reini
Part. Präs, von courir „laufen“, dies aus gleichbed. lat.
gen“, dies aus gleichbed. lat. curare, eigtl. „sorgen, pfle
currere) : (veraltet) gangbar, gängig, umlaufend ; Abk. : crt.
gen“): ein löffelartiges Instrument zur Ausschabung der
'Kulrant das; -[e]s, -e, auch Courant [ku'rä:] das; -s, -s
Gebärmutter (Med.), külretltielren (zu T..deren): die
(aus fr. courant, substantiviertes Part. Präs, von courir
Gebärmutter mit der Kürette ausschaben, auskratzen
(vgl. kurant), eigtl. „das Umlaufende“): (veraltet) Wäh
(Med.)
rungsmünze, deren Materialwert dem aufgeprägten Geld Kurlganrfer; -s, -e (aus gleichbed. russ. kurgan, dies aus äl
wert entspricht
ter türk, kurgan „Festung, Burg“ zu turkotat. kargaman
2Ku|rantder;-en,-en (zu TKur u. T...ant): (Schweiz.) Kur
„befestigen“): Hügelgrab in Osteuropa
gast
kulrilal (aus gleichbed. mlat. curialis „zum kaiserlichen
kulranlzen u. koranzen (Herkunft ungeklärt; vieil, zu
Hof gehörig“ zu lat. curia, vgl. 'Kurie): zur päpstlichen
mlat. carentia „Buße“, unter Einfluss von kurrentzen
Kurie gehörend. Kulri lalle die; - (aus gleichbed. mlat. cu
„prügeln“): (veraltet) quälen, plagen, prügeln, schelten
riale, eigtl. „höfisch“): Schreibschrift der T 'Kurie im frü
Kul ral re das; -[s] (über gleichbed. span, curare aus Tupi (ei
hen Mittelalter. Kulrilallen die (Plur.) (aus gleichbed.
ner Indianersprache des östlichen Südamerika) urari,
mlat. curiales, dies aus spätlat. curiales (Plur.) „Bediens
eigtl. „auf wen es kommt, der fällt“): zu [tödlichen] Läh
tete am Kaiserhof, Hofbeamte“): die geistlichen u. weltli
mungen führendes indian. Pfeilgift, das in niedrigen Do
chen Beamten der päpstlichen Kurie. Ku Iri a I lilen [,,dən]
sierungen als Narkosehilfsmittel verwendet wird. Kulradie (Plur.) (aus gleichbed. mlat. curiaba (Plur.)): die im
rin vgl. Curarin
Kurialstil überlieferten Formeln von Titel, Anrede u.
Kü Irass der; -es, -e (aus gleichbed. fr. cuirasse, eigtl. „Le
Schluss in den Briefen der ehemaligen Kanzleien. Ku|riderpanzer“, dies über «/{provenzaZ. coirassa zu spätlat. co
allismus der; - (zu Tkurial u. t...ismus (1)>: kath. kir
riaceus „ledern“): Brustharnisch (vom 15.-19. Jh. ge
chenrechtliche Richtung, die der päpstlichen Kurie die
bräuchlich). Külraslsierder; -s, -e (aus gleichbed. fr. cui
oberste Gewalt zuspricht; Ggs. tEpiskopalismus; vgl. Parassier): Reiter mit Kürass; schwerer Reiter
palismus. Ku|ri|a|list der; -en, -en (zu T ...ist): Vertreter
Kulratder; -en, -en (aus gleichbed. mlat. curatus zu lat. cu
des Kurialismus. Kulrilallstil der; -s: (veraltet) Kanzlei
ratus „sorgend“, eigtl. Part. Perf. von curare „Sorge tra
stil. Ku|ri|at[s]|ko|mi|ti|en die (Plur.) (zu lat. curiatus
gen, pflegen; heilen“, vgl. kurieren): a) Hilfsgeistlicher
„zur "Kurie gehörend“ u. 1 Komitien): nach T2Kurien zu
sammentretende Volksversammlung im alten Rom. Ku|rimit eigenem Seelsorgebezirk; b) geistlicher Betreuer von
Pfadfindergruppen o. Ä. Ku ra tel die; -, -en (aus gleich
atlstimlme zZze; - (zu lat. curiatus „zur "Kurie gehö
rend“): Gesamtstimme von mehreren Stimmberechtigten
bed. mlat. cúratela, Mischbildung aus lat. curatio „Besor
eines Kollegiums. 'Kulrie [...io] die; -, -n (aus mlat. curia
gung, Pflege, Verwaltung“ u. tutela „Schutz, Obhut, Für
„Fürstenhof, (päpstliche) Regierung“, dies aus lat. curia,
sorge“): (veraltend) Pflegschaft, Vormundschaft; unter
vgl. "Kurie): [Sitz der] päpstliche[n] Zentralbehörden;
Kuratel stehen: (ugs.) unter [strenger] Aufsicht, Kontrolle
päpstlicher Hof. 2Ku|rie [..da] die; -, -n (aus gleichbed.
stehen. KuIraItie die; -, ...ien (zu ÎKurat u. t2...ie>: mit
lat. curia): eine der 30Körperschaften, in die die altröm.
der Pfarrei lose verbundener Außenbezirk eines Kuraten.
Bürgerschaft aufgeteilt war.
Kulrilen|kar|di|nal
ku raitiv (zu t...iv>: heilend (Med.). Kulraltor der; -s,
[,,,iən...] der; -s, ...äle (zu Î'Kurie): an der 'Kurie tätiger
...oren (aus lat. curator „Wärter; Bevollmächtigter, Vor
Kardinal als Mitglied od. Leiter einer T Kardinalskongre
mund“ zu curare, vgl. kurieren): 1. (veraltet) Vormund,
gation od. einer päpstlichen Behörde. Ku|ri|en|kon|grePfleger. 2. Verwalter [einer Stiftung]. 3. Staatsbeamter in
ga|ti|on<sfe; -: oberste Behörde der röm. Î ‘Kurie, in der
der Universitätsverwaltung zur Verwaltung des Vermö
seit 1967 außer Kardinälen auch Diözesanbischöfe Mit
gens u. zur Wahrnehmung der Rechtsgeschäfte. 4. [wis
glieder sind; vgl. Kardinalskongregation
senschaftlicher] Leiter eines Museums, einer Ausstellung
o.Ä. kuira to ri al (zu ÎKuratorium u. t ‘...al (1)>: das Kulrier der; -s, -e (aus gleichbed. fr. courrier, dies aus it.
corriere zu correre aus lat. currere „laufen, rennen“): a)
Kuratorium betreffend. Ku|ra|to|ri|um das; -s, ...ien
jmd., der im Auftrag, Dienst des Staates, beim Militär
[...ion] (zu lat. curatorius „zum Kurator gehörig“ u.
o.Ä. wichtige Nachrichten, Informationen überbringt; b)
t...orium>: 1. Aufsichtsbehörde (von öffentlichen Körper
Bote [eines Kurierdienstes], Eilbote [im diplomatischen
schaften od. privaten Institutionen). 2. Behörde eines Ku
Dienst]
rators (3). KulraltusiZer; -, Plur. ...ten u. ...ti (aus gleich
kulrielren (aus lat. curare „Sorge tragen, pflegen; hei
bed. mlat. curatus, vgl. Kurat): (veraltet) svw. Kurat
len“): jmdn. [durch ärztliche Behandlung] von einer
KurlbeiZ/e; -, -n (aus/r. courbe „Spat“ zu courbe „krumm,
Krankheit heilen, gesundheitlich wiederherstellen, kulrigebogen“, dies aus lat. curvus): Hasenhacke, eine Pferde
Kup I pelete, -,
Kuriosität
<z. T. über gleichbed. fr. curieux aus lat. curiosus „sorg
fältig, aufmerksam, neugierig“ zu cura „Sorge, Fürsor
ge“): auf unverständliche, ungereimte, fast spaßig anmu
tende Weise sonderbar, merkwürdig. KuIriIoIsiItät die; -,
-en (aus gleichbed. fr. curiosité, dies aus lat. curiositas,
Gen. curiositatis „Wissbegierde, Neugier“): 1. (ohne
Plur.) das Kuriossein; Sonderbarkeit, Merkwürdigkeit. 2.
kuriose Sache ; etwas, was merkwürdig ist, vom Normalen
abweicht [u. deshalb selten ist u. besonderes Aufsehen er
regt], Ku|ri|o|si|tä|ten|kalbi|nett das; -s, -e: [Museums]raum mit einer Sammlung kurioser Dinge. Kulrilosum das; -s, ...sa <aus nlat. curiosum, substantiviertes
Neutrum von /ɑ/. curiosus, vgl. kurios): kuriose Sache,
Angelegenheit, Situation
Kulrilum vgl. Curium
Kur|ka|pel|le die; -, -n <zu T Kuru. PKapelle): Kapelle, die
zur Unterhaltung der Kurgäste spielt. Kurlkonlzert das;
-[e]s, -e: Konzert (1) in einem Kurort zur Unterhaltung
der Kurgäste
Kur|ku|ma u. Curcuma ['kʊrkuma] <fze; -, ...unten (über it.,
span, curcuma aus arab. kurkum „Safran“): Gelbwurzel,
gelber tlngwer. Kur|ku|ma|pa|pier das; -s: mit Kurku
min getränktes Fließpapier zum Nachweis von Laugen.
Kurlkulmin das; -s (zu Î ...in (1)>: aus der Kurkumawur
zel gewonnener gelber Farbstoff
Kurlnalkolvit [,,,'vi:t, auch ...vit] der; -s, -e (nach dem
russ. Mineralogen N. S. Kurnakov (gest. 1941) u. zu
t2...it): ein dichtes, weißes Mineral
Ku| ros der; -, Kuroi [...roy] (aus gr. (ionisch) koüros „Jüng
ling“, Nebenform von kóros): svw. Koros
Kulrolschio der; -[s] (aus jap. kuro-shio „schwarzer
Strom“ (nach der tiefblauen Wasserfarbe)): starke warme
Meeresströmung im Stillen Ozean östlich von Japan. Kurolshio
vgl. Kuroschio
Kurlrenlda ner der; -s, - (zu ÎKurrende u. t...aner): Mit
glied einer Kurrende (1). Kurlrenlde die; -, -n (aus nlat.
currenda „Schülerchor“, wohl zu lat. currere „laufen“): 1.
a) Schülerchor, der vor den Häusern, bei Begräbnissen
u.Ä. gegen eine Entlohnung geistliche Lieder sang; b) ev.
Kinder-, Jugend- od. Studentenchor. 2. (veraltet) Umlauf
schreiben. kurlrent (zu lat. currens, Gen. currentis, Part.
Präs, von currere „laufen“): (österr.) in deutscher Schrift.
Kurlrentlschrift i/ze; -: früher benutzte handschriftliche
Form der sogenannten deutschen Schrift, der Fraktur (2).
Kurrikulum das; -s, ...la (aus lat. curriculum
„Lauf(bahn)“>: (veraltet) Laufbahn, Lebenslauf; vgl. Cur
riculum u. Curriculum Vitae. Kurs der; -es, -e (über fr.
cours „Strecke, Umlauf; Tagespreis“ u. gleichbed. it. cor
so bzw. über fr. course, niederl. koers „Ausfahrt zur See;
Reiseroute“ aus lat. cursus „Lauf, Gang, Fahrt, Reise“ zu
currere, vgl. kurrent): 1. a) Fahrtrichtung, Reiseroute; b)
Rennstrecke. 2. a) zusammengehörende Folge von Unter
richtsstunden, Vorträgen o.Ä.; Lehrgang; b) Gesamtheit
der Teilnehmer eines Kurses (2 a). 3. Preis der Wertpapie
re, Devisen u. vertretbaren Sachen, die an der Börse ge
handelt werden. Kurlsant der; -en, -en (aus gleichbed.
russ. kursant; vgl. ...ant): Teilnehmer an einem Kurs (2a).
Kurlse: Plur. von ’Kurs u. fKursus, kurlsilbel (aus
gleichbed. mlat. cursibilis zu lat. cursare, vgl. kursieren):
(veraltet) umlaufend, geläufig, gangbar, kurlsielren (aus
lat. cursare „umherlaufen, -rennen“): umlaufen, im Um
lauf sein, die Runde machen. Kurlsist der; -en, -en (zu
t-.-ist): (veraltet) Teilnehmer an einem Kursus, kurlsiv
(rückgebildet aus (Kursive): schräg (von Druckschrift).
Kurlsilve [...va] die; -, -n (aus mlat. cursiva (littera), eigtl.
,,umlaufend(e Schrift)“): schräg liegende Druckschrift.
Kurs|kor|rek|tur die; -, -en (zu TKurs): Änderung, Kor
rektur des Kurses (la). Kurlsor ['kærsn] vgl. Cursor,
kurlsolrisch (aus spätlat. cursorius „zum Laufen gehö
os
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rend“): fortlaufend, nicht unterbrochen, hintereinander,
rasch; kursorische Lektüre: schnelles Lesen eines Textes,
das einen raschen Überblick verschaffen soll ; Ggs. Î statarisch. Kurslpalriltät die; - (zu (Kurs): (Parität zwischen
zwei Devisenkursen, die im gleichen Umfang von der
Goldparität abwetchen (Wirtsch.). Kurslsysltem das;
-s: System, bei dem der Unterricht in den einzelnen Fä
chern in Form von Kursen (2 a) erteilt wird (Päd.). Kur
sus der; -, Kurse (aus m/ai. cursus „Lehrgang“ zu lat.
cursus, vgl. Kurs): svw. Kurs (2)
Kurlta ge [,,,ʒə] vgl. Courtage
Kurltalne rfze; -, -n (aus gleichbed. engl. curtana, dies aus
mlat. curtana zu lat. curtus „kurz, abgeschnitten, ge
stutzt“): Schwert ohne Spitze, das den englischen Köni
gen bei der Krönung vorangetragen wurde
Kurltalxe die; -, -n (zu (Kur u. t'Taxe): Gebühr, die ein
Gast in Erholungs- od. Kurorten zahlen muss
Kurltilne die; -, -n (aus gleichbed. /r. courtine, dies aus
spätlat. curtina „Vorhang; Gardine“): 1. (früher) Teil des
Hauptwalles einer Festung. 2. (österr., sonst veraltet) Mtttelvorhang auf der Bühne. Kurltilsan der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. courtisan, dies aus it. cortigiano „im Hof
dienst Stehender“ zu corte „(Fürsten)hof“, dies aus mlat.
cortis, curtis, vgl. Cour): (veraltet) Höfling, Liebhaber.
Kur|ti|sa|ne die; -, -n (aus gleichbed. fr. courtisane, dies
aus z7. cortigiana, Fern, von cortigiano. vgl. Kurtisan):
(früher) Geliebte eines Adligen [am Hof]; Halbweltdame
Kurtlka die; -, -s (auspoln.-russ. kurtka „Joppe, Jacke“):
von russ.u. poln. Truppen im 18./19. Jh. getragene Uni
form
Kulm der od. das; -s (auspapuanisch kuru „zittern“): durch
ein Virus hervorgerufene, tödlich verlaufende Krankheit
des Zentralnervensystems, die durch Schüttelbewegungen
des ganzen Körpers charakterisiert ist u. erstmals bei Ein
geborenen Papua-Neuguineas beobachtet wurde (Med.)
kulrullisch (aus lat. curulis „den höheren Beamten zuste
hend“, eigtl. „zum Wagen gehörig“, zu currus „Wagen“,
dies zu currere „laufen“): in der Fügungkurulischer Stuhl
(aus gleichbed. lat. sella curulis); Amtssessel der höchsten
altröm. Beamten
Ku|ru§ [ku'rʊʃ] der; -, - (aus gleichbed. türk. kuru§ (älter
ghrush), gebildet zu it. grossi, Plur. von grosso „Gro
schen“): Münzeinheit in der Türkei
Kur|va|ti|on [...v...] die; -, -en (aus lat. curvatio „Krüm
mung“ zu curvare „krümmen, biegen, runden“): svw.
Kurvatur. Kurlvaltur die; -, -en (aus lat. curvatura, cur
vamen „Krümmung, Wölbung“ zu curvus, vgl. Kurve): 1.
Krümmung, gekrümmter Teil eines Organs (Med.). 2. ge
ringfügige Krümmung des Stufenbaus u. des Gebälks
beim klassischen griech. Tempel (Archit.). Kur|ve [...va,
...fa] die; -, -n (aus spätlat. curva (linea) „gekrümmt(e Li
nie)“ zu lat. curvus „gekrümmt, gebogen“): 1. [Straßen-,
Fahrbahnjkrümmung. 2. gekrümmte Linie als Darstellung
mathematischer od. statistischer Größen. 3. Bogen, Bo
genlinie; Wendung. 4. Linie, die ein Körper, Gegenstand
beschreibt, der sich in einer nicht gerade verlaufenden Be
wegung befindet. 5. (nur Plur.; ugs.) als erotisierend emp
fundene weibliche Körperformen, kurlven: (ugs.) in
Kurven [kreuz u. quer] fahren. Kur|ven|dis|kus|si|on
die; -, -en: rechnerische Untersuchung mit grafischer
Darstellung einer Kurve (2) u. ihrer Eigenschaften
(Math.). kur|ven|för|mig: in, von der Form einer Kur
ve. Kur|ven|inlte|gral* das; -s, -e: tlntegral einer Funk
tion (2) über die Bogenlänge einer durch ihre Gleichung
gegebenen Kurve (2; Math.). Kur|ven|li|nelal das; -s, -e:
Zeichengerät mit vorgeschnittenen Kurven (2; z.B. t Pa
rabel, t Hyperbel) od. Kurventeilen (Math.). Kurivenpunkt der; -[e]s, -e: auf einer Kurve (2) liegender Punkt
(Math.). Kurlvenltechlnik die; -: bestimmte Methode,
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Kurven (3, 4) zu fahren, kurlvig (nach lat. curvus
„krumm, gekrümmt, gebogen“): 1. gekrümmt, gebogen
(Math.). 2. kurvenreich, kurlvillilnelar [...v...] (zu IKurve>: krummlinig. Kur|vi|me|ter das; -s, - (zu t '...meter):
a) Gerät zum Messen der Bogenlänge einer Kurve
(Math.); b) Gerät zur Entfernungsmessung auf Landkar
ten (Geogr.). Kurlvilmeltrie* die; - (zu t...metrie): Kur
venmessung, Entfernungsmessung mithilfe eines t Kurvi
meters (Math., Geogr.). kurlvilmeltrisch* (zu t...me
trisch): auf die Kurvimetrie bezogen (Math., Geogr.).
kurlvilrosltrisch* (zu lat.
rostrum „Schnabel“):
krummschnäblig (Zool.)
Kurzawka* [,,,'ʒa...] die; - (aus gleichbed. poln. kurzawka): Schwimmsand, bes. über Kohle lagernde u. für den
Bergbau gefährliche, leicht bewegliche Schicht von locke
rem, stark wasserhaltigem Sand (Geol.)
Ku scha na kunst die; - (nach der Dynastie Kushana in
Indien u. Zentralasien): Periode (2.-3. Jh.) der ind. Kunst,
an deren Beginn die beiden Kunstzentren Gandhara u.
Mathura standen, denen der für die ganze spätere ind.
Kunst typische Gebrauch einer formalisierten Gesten
sprache u. Symbolik gemeinsam ist
Kul silne vgl. Cousine
'Kuslkus der; -, - (aus einer westindones. Sprache): mausbis fuchsgroßes Beuteltier in Australien u. Indonesien
2Kuslkus vgl. Couscous
Kuslpe ¿//e,- -, -n (aus engl. cusp „Spitze“): Bez. für eine
einzelne Kurve (2) mit einer Spitze als singulärem Punkt
in ihrem sonst monotonen Verlauf (Math.)
Kus|so|b!ü|ten die (Plur.) (aus amharisch koso „Kosobaum“, dies aus dem Semit.): svw. Kosoblüten
'Kusltolde die; -, -n (aus lat. custos, Gen. custodis, vgl.
Kustos): 1. Kennzeichen der einzelnen Lagen einer Hand
schrift. 2. svw. Kustos (3). 2Kus|to|de der; -n, -n (zu
t Kustos): svw. Kustos (1). Kusltoldia d7<?; -, ...ien [..den]
(aus lat. custodia „Bewachung, Bewahrung, Obhut“): Be
hälter zur Aufbewahrung der Hostie (kath. Reh). Kusltodie die; -, ...ien (zu t2...ie>: kleineres Ordensgebiet der
ÎFranziskaner. Kusltos der; -, ...öden (aus lat. custos,
Gen. custodis „Wächter, Aufseher; Behüter“, Bed. 2 über
mlat. custos „Hüter (des Kirchenschatzes)“): 1. wissen
schaftlicher Sachbearbeiter an Museen u. Bibliotheken. 2.
(veraltet) Küster, Kirchendiener. 3. (meist Plur.) Zahl, Sil
be od. Wort am Kopf od. am Fuß einer Buchseite zur Ver
bindung mit der kommenden Seite; vgl. 'Kustode
Kul su der; -s, -s (aus einer austr. Eingeborenensprache):
australischer Kletterbeutler von Katzengröße mit glattem
Pelz u. langem behaartem Greifschwanz
kultan (aus gleichbed. nlat. cutaneus zu lat. cutis „Haut“):
zur Haut gehörend, sie betreffend (Med.). Kultanlrelaktilon die; -, -en: [mit Quaddelbildung verbundene] Rö
tung der Haut als Reaktion auf einen künstlichen Reiz
(z.B. auf Einreibung od. Einspritzung zu diagnostischen
Zwecken, bes. zur Feststellung von Tuberkulose; Med.).
Kultilkulla die; -, Plur. -su. ...lae [...le] (aus lat. cutícula.
Verkleinerungsform von cutis, vgl. Kutis): dünnes Häut
chen über der äußeren Zellschicht bei Pflanzen u. Tieren
(Biol.); vgl. Pellicula. ku|ti|ku|lar (zu t...ar): die Kutiku
la betreffend (Biol.). Kulti|kullar|ana|ly|se die; -, -n:
tpaläobotanische Untersuchungsmethode anatomischer
Merkmalskomplexe der Epidermisstruktur (vgl. Epider
mis) tfossiler Blattreste. Kultin das; -s (zu tKutis u. T...in
>:
(1)
wachsartiger, wasserundurchlässiger Überzug auf
Blättern u. Sprossen (Bot.). Kultis die; - (aus lat. cutis
„Haut“): 1. Lederhaut der Wirbeltiere. 2. nachträglich
verkorktes Pflanzengewebe (z.B. an Wurzeln). Kyltisreiakltilon die; -, -en: svw. Kutanreaktion. Kultiltis die;
-, ...titiden (zu t,,dtis): Entzündung der Lederhaut (Med.,
Biol.) ’
Kybernetik
der; -s, - (aus gleichbed. engl. cutter zu to cut
„schneiden“, eigtl. „Schiff, das die Wellen schneidet“): 1.
a) einmastiges Segelfahrzeug; b) Jacht mit einer Kutterta
kelung. 2. motorgetriebenes Fischereifahrzeug. 3. Rettungs-, Beiboot eines Kriegsschiffes
Kulvasz ['kʊvas, ung. 'kuvɔs] der; -, - (aus gleichbed. urig.
kuvasz, dies zu rär/c. kavas, vgl. Kawass): ungarischer
Hirtenhund mit Hängeohren u. weichem, weißem Fell
Kü|ve|la|ge [,,,və'la:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. cuveiage zu cuve „Fass“ (vgl. Küvette), nach den ein Holzfass
zusammenhaltenden eisernen Reifen): Ausbau eines was
serdichten Schachtes mit gusseisernen Ringen (Bergw.).
kü ve lieiren (nach gleichbed.//'. cuveler): einen wasser
dichten Schacht mit gusseisernen Ringen ausbauen
(Bergw.). Külvellielrung die; -, -en (zu T...ierung>: svw.
Küvelage
Kulvert [ku've:ç, ...vs:b, auch ... vert] itas; Gen. -s u. bei dt.
Ausspr. -[e]s, Plur. -s u. bei dt. Ausspr. -e (aus/r. couvert
„Tischzeug, Gedeck; Umschlag“, eigtl. substantiviertes
Part. Perf. von couvrir „bedecken“, dies zu lat. cooperire
„(ganz) bedecken“): 1. Briefumschlag. 2. [Tafel]gedeck
für eine Person, kulverltielren [...v...] (zu f ..deren): mit
einem [Briefjumschlag versehen. Kulverltülre die; -, -n
(aus fr. Couverture „Überzug, Decke; Glasur“): Über
zugsmasse für Gebäck od. Pralinen aus Kakao, Kakao
butter u. Zucker
Külvetlte [,..v...] die; -, -n (aus fr. cuvette „Napf“, Verklei
nerungsform von cuve „Bottich; Wanne“, dies aus lat. cu
pa „Tonne, Fass“): 1. (veraltet) kleines Gefäß. 2. svw. Künette. 3. (veraltet) Innendeckel der Taschenuhr. 4. Gefäß
mit plangeschliffenen Wänden aus Glas, Quarz u.Ä. für
chem. Untersuchungen
kulvrielren* [,..v...] (nach gleichbed. fr. couvrir, vgl. Ku
vert u. ..deren): (veraltet) bedecken, verbergen
Kux, älter Kuckes, Kukus der; -es, -e (Herkunft unsicher,
vielleicht aus dem Slaw.): börsenmäßig gehandelter Berg
werksanteil u. die darüber ausgestellte Urkunde. Kulxenbörlse die; -, -n: Wertpapierbörse für den Handel mit
Kuxen
Kwarlta die; -, -s (aus gleichbed. poln. kwart): altes polni
sches Hohlmaß für Flüssigkeiten (= 0,951 1)
Kwalschilorlkor der; -[s] (aus einer afrik. Eingeborenen
sprache): Ernährungsstörung, die bes. in den trop. u. subtrop. Gebieten bei Säuglingen u. Kleinkindern auftritt,
die eiweißarm u. kohlenhydratreich ernährt werden
(Med.)
Kwass der; Gen. - u. Kwasses (aus gleichbed. russ. kvas):
russisches schwach alkoholisches Getränk aus gegorenem
Brot, Mehl, Malz u. a.
Kwulzah [...z...] die; -, ...zot (aus hebr. qevüsä „Gemein
schaft“, Verkleinerungsform von qibbüs, vgl. Kibbuz):
freiwillige landwirtschaftliche Gemeinschaft in Israel,
Kleinform des 'Kibbuz
Ky|a|ni|salti|on die; -, -en (zu tkyanisieren u. t,,dsation):
ein Verfahren zur Veredelung von Holz durch Imprägnie
ren mit einer Sublimatlösung, kylalnilsielren (nach
gleichbed. engl. to kyanize (nach dem Namen des engl.
Erfinders J. H. Kyan, 1774-1850) u. zu !..deren): Holz
durch Imprägnieren veredeln
Kylalnit [auch ,,,'nɪt] der; -s, -s (zu gr. kÿanos „Blaustein“
u. l2...it): svw. Disthen
Kylalthos der; -, - (aus gleichbed. gr. kÿathos): antikes
Schöpfgefäß, mit dem der Mundschenk den Wein aus dem
Mischkrug in den Becher schöpfte, ähnlich einer Tasse
mit einem über den Rand hochgezogenen Henkel
’Kylberlneltik dze; - (nach gleichbed. engl.-amerik. cyber
netics (geprägt 1947 von dem amerik. Mathematiker
N. Wiener, 1894-1964) zu fr. cybernétique „Kunst des Re
gierens“ (geprägt 1834 von dem franz. Physiker A. M.
Kutlter
Kybernetik
Ampère, 1775-1836), dies aus gr. kybernëtikê (téchnê),
vgl. "Kybernetik): wissenschaftliche Forschungsrichtung,
die vergleichende Betrachtungen über Gesetzmäßigkeiten
im Ablauf von Steuerungs- u. Regelungsvorgängen in
Technik, Biologie u. Soziologie anstellt. 2Ky|ber|ne|tik
die; - (zu gr. kybernëtikê (téchnê), „Steuermannskunst“
zu kybernêtês „Steuermann“, dies zu kybernän „steuern,
lenken“): Lehre von der Kirchen- u. Gemeindeleitung (ev.
Kirche). Ky|ber|ne|ti|ker der; -s, - (zu 1'Kybernetik):
Wissenschaftler der Fachrichtung 'Kybernetik, kylberneltisch: die Kybernetik betreffend
Kylem das; -s, -e (aus gr. kÿëma, Gen. kyêmatos „die
Frucht im Mutterleib“, eigtl. „das Empfangene“): die be
fruchtete Eizelle im Gesamtverlauf ihrer Entwicklungs
stadien vom TEmbryo bis zum t Fetus (Med.). Ky e mato ge ne se die; -, -n: svw. Embryogenese. Ky|e|ma|topalthie die; -, ...ien (zu T...pathie): svw. Embryopathie
Ky|kla|den|kul|tur* die; - (nach den Kykladen, einer In
selgruppe im Ägäischen Meer): prähistorische bronze
zeitliche Kultur der vorgriech. Bevölkerung auf den Ky
kladen
Kylklas* die; -, ...aden (zu gr. kyklás „kreisförmig, im
Kreislauf wiederkehrend“): Festkleid der altgriech. Frau
en mit rundum verziertem Saum. Kylklilker [auch
kyk...] usw. vgl. Zykliker usw. Kylklop usw. vgl. Zyklop
usw.
Kylix die; -, ...likes (aus gleichbed. gr. kylix): flache Trink
schale der griech. Antike mit zwei waagerechten Henkeln,
deren Fuß immer höher u. schlanker ausgebildet wurde
Kylma das; -s, -s (aus gleichbed. gr. kÿma, eigtl. „Welle“):
svw. Kymation. Ky|ma|ti|on das; -s, Plur. -s u. ...ien
[...ion] (aus gleichbed. gr. kymátion, eigtl. „kleine Welle“):
Zierleiste mit stilisierten Eiformen (bes. am Gesims
griech. Tempel)
Kymlballa die (Plur.) (ausgr. kÿmbala, Plur. von kymbalon
„gegeneinander zu schlagende Metall- od. Holzteller“):
svw. Zimbal (1, 3)
kylmo..., Kylmo... (zu gr. kÿma, vgl. Kyma): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „die Welle betreffend,
wellenförmig“, z.B. kymografieren, Kymoskop. Kylmograf, auch ...graph der; -en, -en (zu t...graf): Gerät zur
mechanischen Aufzeichnung von rhythmischen Bewegun
gen (z.B. des Pulsschlags; Med.). Ky mo gralfie, auch
...gralphie die; - (zu t...grafie): Röntgenverfahren zur
Darstellung von Organbewegungen (Med.). Kylmogramm das; -s, -e (zu t...gramm): Röntgenbild von sich
bewegenden Organen (Med.). ky|molgra|fie|ren, auch
...gralphielren (zu Î..deren): eine Kymografie durch
führen (Med.). Kyimolgralphilon das; -s, ...ien [...ion]
(zu gr. grapheîon „Griffel, Pinsel“): svw. Kymograf. Kymolskop* das: -s, -e (zu t...skop): Gerät zur Sichtbarma
chung wellenförmig fortschreitender Organbewegungen
(Med.)
Kylnanlthrolpie* die; - (zu gr. kyön, Gen. kynós „Hund“,
änthröpos „Mensch“ u. t2...ie> : krankhafte Einbildung ei
nes Menschen, ein Hund zu sein (Med.). Kylnelgeltik*
usw. vgl. Zynegetik usw. Kylnilker der; -s, - (aus gleich
bed. gr. Kynikös zu kynikös „hündisch“; die Anhänger
dieser Schule wurden wegen ihrer Bedürfnislosigkeit u. ih
rer gewollten Armut, dann wegen ihrer Art, die Leute
rücksichtslos anzufallen, um ihnen ihre Lehre zu predi
gen, mit den Hunden verglichen): Angehöriger einer anti
ken Philosophenschule, die Bedürfnislosigkeit u. Selbst
genügsamkeit forderte; vgl. Zyniker, kylnisch (zu gr. ky
786
nikös, vgl. Kyniker): die [Philosophie der] Kyniker betref
fend. Kylnislmus der; - (über spätlat. cynismus aus
gleichbed. gr. kynismös): Lebensanschauung der Kyniker.
Kylnollolge der; -n, -n (zu gr. kyön, Gen. kynós „Hund“
u. t.Joge): Hundezüchter; Hundekenner. Kylnollolgie
die; - (zu t.Jogie): Lehre von Zucht, Dressur u. den
Krankheiten der Hunde. Kylnolphillie die; - (zu T...philie): krankhaft gesteigerte Liebe zu Hunden. Kylnolrexia* die; - (zu gr. örexis „das Streben, das Verlangen“):
Heißhunger (Med.)
Kylolgen das; -s, - (aus gleichbed. jap. kyogen): mittelal
terliche Posse des japan. Theaters, die oft derb u. satirisch
gegen menschliche u. soziale Schwächen gerichtet ist
Kylpholse die; -, -n (zugr. kyphös „gebückt, gekrümmt“ u.
t‘...ose>: Buckel, Wirbelsäulenverkrümmung nach hinten
(Med.), kylpholtisch (zut...otisch): bucklig, verkrümmt
(von der Wirbelsäule); an Kyphose leidend (Med.)
Kyrlben die (Plur.) (aus gleichbed. gr. kÿrbeis): altatheni
sche Gesetzestafeln in Form von öffentlich aufgestell
ten, um eine Achse drehbaren, dreieckigen Pfeilern aus
Holz
Ky|re|na|i|ker der; -s, - (zu gr. Kyrenaikös „aus Kyrene
(stammend)“, nach der antiken Stadt Kyrene): Angehöri
ger der von Aristipp von Kyrene um 380 v. Chr. gegründe
ten, den Î Hedonismus lehrenden Philosophenschule
Ky rila le Rolmanum das; - - (kirchenlat., zu gr. kÿrios
„Herr“ u. lat. Romanus „römisch“ (d.h. katholisch)):
Choralbuch der kath. Kirche, dessen Inhalt mit dem
Schlussteil des 1 Graduale (2) übereinstimmt. Kylrie [...is]
das; -, -s: Kurzform von îKyrie eleison. Ky|rie|elei|son
das; -s, -s: Bittruf [als Teil der musikalischen Messe]. Ky
rie eleilson! [auch - e'le:izɔn] u. Kyrieleis! (aus gleich
bed. mgr. kyrie eléêson, zu kÿrios „Herr“ u. eleetn „(sich)
erbarmen“): Herr, erbarme dich! (Bittruf in der Messe u.
im lutherischen u. unierten Hauptgottesdienst; vgl. Leis).
Kylrileleis! vgl. Kyrie eleison!
kylrilllisch (nach dem Slawenapostel Kyrill, 826-869):
von Kyrill festgelegt, eingeführt; kyrillisches Alphabet:
auf die griech. 1 Majuskel zurückgehendes kirchenslaw.
Alphabet; vgl. glagolitisch. Ky Iril llilza die; - (aus gleich
bed. russ. kirilliza): die kyrillische Schrift
Ky|ri|o|lo|gie die; - (zu gr. kÿrios „stark, bedeutend, fest
stehend“ u. t ...logie>: (veraltet) gewöhnliche, eigentliche
Bedeutung. ky|ri|o|lg|gisch (zu t...logisch): (veraltet)
im eigentlichen Sinn, in der gewöhnlichen Bedeutung ver
wendet, in natürlicher Darstellung. kylriio|lo|gi|sie|ren
(zu Î...isieren): (veraltet) im eigentlichen Sinn anwenden
u. auffassen
Kyrltolma das; -s, Plur. -s u. -ta (aus gr. kÿrtôma „Krüm
mung“): (veraltet) Geschwulst, Beule. Kyrltolmelter
das; -s, - (zu gr. kyrtös „krumm, gebogen“ u. t1...meter):
altes Gerät zur Krümmungsmessung sowie zur Messung
u. Bestimmung der Form des Brustkorbs
Kyu [kju:] der; -s, -s (aus jap. kyü ,,vorherig(e Stufe), Schü
lergrad“): in sechs Leistungsgrade eingeteilte Rangstufe
der Anfänger in den Budosportarten; vgl. Dan. Kyuldo
['kju:do] das; -s (aus jap. kyüdö „Weg des Bogens“): zu
den Budosportarten zählende japan. Form des Bogen
schießens
Kylzilkelner der; -s, - (aus gleichbed. gr. Kyzikenoi, nach
der milesischen Kolonie Kyzikos am Südufer des Marmarameeres, wo diese Münze geprägt wurde): vom 6. bis
4. Jh. v. Chr. weitverbreitete altgriech. Münze
KZ: Abk. für Konzentrationslager
Abk. für 2large
alllaut der; -[e]s, -e: svw. Labial. La|bi|al|pfei|fe die; -,
(it.): Silbe, auf die man den Ton a singen kann; vgl. Sol
-n: Orgelpfeife, bei der der Ton durch Reibung des Luft
misation
stroms an einer scharfen Schneide erzeugt wird; Ggs.
La Bamiba die; - -, - -s, ugs. auch der; - -[s], - -s (aus gleich1 Lingualpfeife. Lalbilalten die (Plur.) (zu nlat. labiatus
bed. port, (brasilian. Variante) bambá): ein Modetanz in
„lippenförmig“, dies zu lat. labium, vgl. labial): Lippen
lateinamerik. Rhythmus
blütler (Kräuter u. Sträucher mit meist zweilippiger Blü
Lalbalrum das; -s (aus gleichbed. lat. labarum): 1. die von
tenkrone). Lalbilen [...ion]: Plur. vonlLabium
Konstantin d. Gr. im Jahr 312 n. Chr. eingeführte spätröm. lalbil (aus spätlat. labilis „leicht gleitend“ zu lat. labi „glei
Kaiserstandarte mit dem ÎChristusmonogramm. 2. Christen“): 1. schwankend, leicht aus dem Gleichgewicht kom
tusmonogramm
mend, veränderlich (in Bezug auf eine Konstruktion, auf
Lab dainum vgl. Ladanum
Wetter, Gesundheit; Ggs. 1 stabil (1). 2. unsicher, schwach,
lalbelfakltielren (aus gleichbed. lat. labefactare): (veral
leicht zu beeinflussen (von Menschen); Ggs. îstabil (2).
tet) zu Fall bringen, wankend machen ; schwächen
Ia|bi|li|sie|ren (zu 1...isieren): labil machen, labil werden
Lalbel ['ɪe:bl, auch leibl] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. la
lassen. Lalbillilsielrung die; - (zu 1 ...isierung): das Labibel): 1. Klebeetikett, [Klebe]marke, die auf ein Produkt
lisieren, Labilmachen. Lalbilliltät die; -, -en (Plur. selten)
bzw. auf die Verpackung eines Produkts aufgeklebt wird.
(zu T...ität>: 1. leichte Wandelbarkeit, Beeinflussbarkeit,
2. a) Etikett einer Schallplatte; b) Schallplattenfirma. 3.
[Störanfälligkeit, Schwäche ; Ggs. Î Stabilität ( 1 ). 2. unein
Markierung eines Programmbeginns (EDV). Lalbeling
heitliche Luftbewegung (Meteor.)
['leɪblɪŋ] das; -[s], -s (zu engl. to label „etikettieren, aus lalbio.... La bio... (zu lat. labium „Lippe“): Wortbildungs
zeichnen“ u. t...ing): Warenauszeichnung
element mit der Bedeutung „die Lippe[n] betreffend; mit
Lalbelllum das; -s, ...lien (aus lat. labellum „kleine Lippe“,
der Lippe bzw. den Lippen gebildet", z. B. labiodental, laVerkleinerungsform von labrum, vgl. Labrum): 1. das
biolapilkal (zu Îapikal): mit Lippen u. Zungenspitze ge
durch Größe u. Zeichnung auffallende tmediane Blüten
bildet (von Lauten; Sprachw.). Ia|bio|den|tal: 1. mit der
blatt von Orchideen u. Ingwergewächsen (Bot.). 2. a) bei
gegen die oberen Zähne gepressten Unterlippe gebildet
Bienen u. anderen Hautflüglern die kleine, löffelartige
(von Lauten; Sprachw.). 2. zu den Lippen u. den Zähnen
Spitze der Zunge; b) (meist Plur.) bei Fliegen mit leckend
gehörend (Med.). Lalbioldenltal der; -s, -e: Laut, der
saugenden Mundwerkzeugen die beiden kissenartigen Bil
mithilfe der gegen die oberen Zähne gepressten Unterlippe
dungen des Tupfrüssels (Zool.)
gebildet wird; Lippenzahnlaut (z. B./- Sprachw.). LalbioLa bel sys tem ['le:bl...] das; -s (zu TLabel): in den USA
denltallisi/ze; -, ...les [...le:s] : (veraltet) svw. Labiodental,
entstandene u. hauptsächlich dort angewendete Art des in
laIbioIvellar [...v...] : (von Lauten) mit Lippen u. hinterem
direkten wirtschaftlichen Boykotts, da nur Waren gekauft
Gaumen gleichzeitig gebildet. Lalbiolvellar der; -s, -e:
Laut, der mit Lippen u. Gaumen zugleich gebildet wird;
werden, die mit einem bestimmten Etikett versehen sind
Lippengaumenlaut (z.B. in der afrik. Ewesprache;
lalbent (zu lat. labi „gleiten, fallen“ u. T...ent>: (veraltet)
Sprachw.). Lalbiolvellalris die; -, ...res [,..re:s]: (veraltet)
gleitend, fallend
svw. Labiovelar. Lalbilum <&zs; -s, Plur. ...ien [...ion] u.
Lalberldan der; -s, -e (aus gleichbed. niederl. labberdaan):
...ia (aus lat. labium „Lippe“): 1. Lippe (Med.). 2. lippen
eingesalzener Kabeljau aus Norwegen
förmiger Rand (z.B. eines Hohlorgans, bes. Schamlippe;
lalbet (zu fr. la bête „Strafeinsatz beim Kartenspiel“); in
Med.). 3. a) Unterlippe der Insektenmundwerkzeuge; b)
der Verbindung labet sein: (veraltet, noch landsch.) 1. ver
Lippe der 1 Labiaten (Biol.). 4. bei ÎLabialpfeifen u.
loren haben (im Kartenspiel). 2. müde, abgespannt sein
[Block]flöten der Teil, der die Luftaustrittsspalte nach
Lalbia: Plur. von 1 Labium, lalbilal (aus gleichbed. nlat. la
oben u. unten begrenzt u. damit die Qualität des Tones ent
bialis zu lat. labium „Lippe“): 1. zu den Lippen gehörend,
scheidend bestimmt
sie betreffend (Med.). 2. mit den Lippen gebildet (von Lau
ten; Sprachw.). Lalbilal der; -s, -e (zu t '...al (2)>: mithilfe Lalbor [österr., Schweiz, Ta:...] das; -s, Plur. -s, auch -e
(Kurzform von Laèoratorium): Arbeits- u. Forschungs
der Lippen gebildeter 1 Konsonant (z. B. b; Sprachw.); vgl.
stätte für biologische, physikalische, chemische od. tech
bilabial, labioapikal, labiodental, Labiovelar. Lalbilallis
nische Versuche. Lalbolrant der; -en, -en (zu lat. labo
die; -, ...les [,,,le:s] (zu Tlabial): (veraltet) svw. Labial, larans, Gen. laborantis, Part. Präs, von laborare, vgl. labo
b i I a 11 i I sie I r e n (zu Î ...isieren): (von Lauten) zusätzlich
rieren) : Fachkraft in Labors u. Apotheken. LaIboIranItin
zur eigentlichen Artikulation mit Rundung der Lippen
die; -, -nen: weibliche Fachkraft in Labors u. Apotheken.
sprechen. Lalbilallilsielrung die; -, -en (zu T...isierung):
La|bo|ra|to|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed.
Aussprache von Konsonanten mit Lippenrundung. LaIbi
L:
la
Labordiagnostik
mlat. laboratorium): svw. Labor. Lalbor|di|a|gnos|tik*
die; - (Kurzform von Laboratoriumsdiagnostik) ; Metho
dik der Krankheitserkennung mithilfe von Laboruntersu
chungen. lalbolrielren (aus lat. laborare „sich anstren
gen, abmühen; arbeiten“): (ugs.) 1. sich mit der Herstel
lung von etwas abmühen. 2. an einer Krankheit o. Ä. leiden
u. sie ohne rechten Erfolg zu heilen suchen. Ia|bo|ri|ös
(über/r. laborieux aus gleichbed. lat. laboriosus): (veral
tet) arbeitsam, fleißig; mühsam, beschwerlich. Lalbprpraktikum das; -s, ...ka (zu ÎLabor): mehrwöchiges
Praktikum in einem Labor der Universität im Rahmen ei
nes medizinischen, pharmazeutischen od. naturwissen
schaftlichen Studiums
La Bosltellla die; - -, - -s, ugs. auchrfer; - -[s], - -s (Herkunft
ungeklärt): ein in einer Gruppe getanzter Modetanz in la
teinamerikanischem Rhythmus, bei dem man mit den
Händen klatscht
Lalbour Parity ['leɪbə 'pɑ:tɪ] die; - - (aus gleichbed. engl.
Labour Party): die engl. Arbeiterpartei; vgl. Independent
Labour Party
la bourse ou la vie [la'burs u la’vi] (/?.; „die Börse od. das
Leben“): Geld oder Leben!
Lalbraldor* der; -[s], -e (nach der gleichnamigen nordamerik. Halbinsel): 1. svw. Labradorit. 2. aus den arktischen
Schlittenhunden hervorgegangene Hunderasse mit kur
zem, meist schwarzem bis graubraunem Fell u. Hängeoh
ren. lalbraldolrilsieiren (zu Î...isieren): ein Farbenspiel
aufweisen, schillern wie der Labradorit (Mineral.). Labra dorit [auch ...rit] der; -s, -e (zu T2...it): Abart des
Feldspats mit metallischem, grünblauem bis braunem od.
violettem Farbenspiel (Schmuckstein)
Laibrum* das; -s, Plur. ...bren u. ...bra (aus lat. labrum
„Lippe, Lefze“): 1. lippenförmiges Gebilde, lippenförmi
ger Faserrand (z.B. einer Gelenkpfanne; Med.). 2. Ober
lippe der Insektenmundwerkzeuge (Biol.)
Labs kaus das; - (nach gleichbed. engl. lobscouse, weitere
Herkunft unsicher): seemännisches Eintopfgericht aus
Fleisch [u. Fisch] mit Kartoffeln u. Salzgurken
Lalbylrinth das; -[e]s, -e (über Zar. labyrinthus aus gr. laby
rinthos „Haus mit Irrgängen“ (vorgriech. Wort)): 1. Irr
gang, -garten. 2. undurchdringbares Wirrsal, Durcheinan
der. 3. Innenohr (Med.). 4. svw. Labyrinthorgan. 5. enge
Doppelkehre innerhalb einer Rennrodelbahn, lalbylrinthär (zu t...är): vom Innenohr ausgehend (Med.), lalbyrinthlarltig: von der Art eines Labyrinths ( 1 ), wie ein La
byrinth. Lalbylrinthlfisch der; -[e]s, -e: meist lebhaft ge
färbter Süßwasserfisch der afrik. u. asiat. Tropen u. Sub
tropen, der mit einem zusätzlichen Atmungsorgan Luft an
der Wasseroberfläche aufnimmt, lalbylrinlthisch (aus
gleichbed. gr. labyrintheios): wie in einem Labyrinth; ver
schlungen gebaut. Ialby|rin|thi|sie|ren (zu I...isieren):
labyrinthartig gestalten; verworren machen. Lalbylrinthiltis die; -, ...itiden (zu T...itis): Entzündung des Innen
ohrs (Med.). La|by|rin|tho|don* das; -s, ...odonten (zu
gr. odoús, Gen. odóntos „Zahn“): ausgestorbenes gepan
zertes Kriechtier. La|by|rinth|or|gan das; -s: Kiemen
höhle oberhalb der blutgefäßreichen Kammer, die bei La
byrinthfischen als Atmungsorgan dient. La I by I rinth I ve rsuch der; -[e]s, -e: Methode der vergleichenden Lernpsy
chologie, bei der ein Tier in einem Labyrinth (1) am Ende
des Weges mit Futter belohnt wird u. gezwungen ist, durch
Versuch u. Irrtum den kürzesten Weg zu suchen
Laclcalse [...k...] vgl. Lakkase
Lalcerlna [,..ts...] die; -, ...nen (aus gleichbed. lat. lacerna):
über der tToga getragener Umhang der Römer
Lalcetlband [la se:...] das; -[e]s, ...bänder (zu fr. lacet
„(Schnür)band“, dies über aZi/k lacs „Schleife“ zu lat. la
queus „Schlinge“): schmales Flechtband für Verzierun
gen. Lalceur [la so:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. laceur
788
zu lacer, vgl. lacieren): (veraltet) Netzstricker. La ceu se
[la'so:zə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. laceuse): (veraltet)
Netzstrickerin. Ia|cie|ren [la'si:...] (nach gleichbed. fr. la
cer, dies aus lat. laqueare „verschnüren“, eigtl. „umschnü
ren, fesseln“): (selten) a) schnüren, einschnüren; b) mit
Band durchflechten. Lalcis [la'si:] das; - [la'si:(s)], - [la'si:s] (aus gleichbed. fr. lacis zu lacer, vgl. lacieren): netz
artiges Gewebe
la|ckie|ren (aus it. laceare zu lacca „Lack“, dies über arab.
lakk,pers. läk aus gleichbed. aind. läksä): 1. mit Lack über
ziehen. 2. (ugs.) hintergehen, hereinlegen. Lalckielrer
der; -s, -: Facharbeiter, der lackiert, z.B. Autolackierer,
lalckiert (zu t...iert>: (ugs.) auffallend fein angezogen,
geschniegelt u. eingebildet. La|ckier|te rZeru. i/ie; -n, -n:
(ugs.) jmd., der hinters Licht geführt, betrogen worden ist
Lacklmus das od. der; - (aus gleichbed. niederl. lakmoes,
dies aus mniederl. le(e)emoes „blauer Farbstoff1 zu lecken
„tropfen, rinnen“ u. moes „(Pflanzen)brei, Mus“ (weil
man aus den zu Mus zerstampften Pflanzen den Farbstoff
abtropfen ließ)): aus einer Flechtenart (der Lackmus
flechte) gewonnener blauer Farbstoff, der als ehern, t In
dikator (4) verwendbar ist (reagiert in Säuren rot, in Lau
gen blau). Lacklmuslpalpier das; -s: mit Lackmustink
tur getränktes Papier, das zur Erkennung von Säuren u.
Laugen dient (Chem.)
Lalcrilmae* Chrisiti [...krims -] der; - -, - - (aus lat. lacri
mae Christi „Tränen Christi“): alkoholreicher, goldfarbe
ner Wein von den Hängen des Vesuvs, lalcrilmanldo (aus
it. lacrimando „weinend“): svw. lacrimoso. Lalcrilmolsa
das: - (zu lat. lacrimosus „tränenreich, voll Tränen“): An
fangswort u. Bezeichnung der in einer Molltonart kompo
nierten 10. Strophe des T Dies Irae in der Totenmesse
(Mus.). Ia|cri|mo|so (aus it. lacrimoso „weinend“ zu la
crima „Träne“, dies aus gleichbed. lat. lacrima): traurig,
klagend (Vortragsanweisung; Mus.)
Laicrosse* [,,,'krɔs] das; - (aus gleichbed. engl. lacrosse, zu
fr. (la) crosse „Kolben, Schläger“): dem Hockey verwand
tes amerik. Mannschaftsspiel, bei dem ein Gummiball mit
Schlägern in die Tore geschleudert wird
lact..., Lact... [lakt...] vgl. lakto..., Lakto... Lacltam das:
-s, -e (zu lat. lac, Gen. lactis „Milch“ u. TAmid): durch
Wasserabspaltung aus bestimmten Aminosäuren entste
hendes Î Amid. Lacltat das; -s, -e (zu t...at (2)>: Salz der
Milchsäure (Chem.). laclto..., Laclto... vgl. lakto..., Lak
to... Laclton das; -s, -e (zu f2...on): aus Î Hydroxy[karbon]säure durch Î intramolekulare Wasserabspaltung ent
stehende, meist flüssige od. niedrig schmelzende Verbin
dung (Chem.). Lacltolse vgl. Laktose
Laldang das; -s, -s (aus dem Malai.): trockenes, unbewäs
sertes Reisfeld in Südostasien
Laldalnum u. Labdanum das; -s (aus gleichbed. mlat.
la(b)danum, dies über lat. ladanum aus gr. lödanon „Zistrose“, dies aus dem Semit.): aus Zistrosen gewonnener
Duftstoff, der bes. zur Herstellung von Parfümen u. Räu
cherkerzen verwendet wird
läldielren (aus lat. laedere „verletzen“): beschädigen [in ei
ner Weise, die das Aussehen sichtbar beeinträchtigt]
Laldik der; -[s], -s (nach einem Ort in Kleinasien): rot- od.
blaugrundiger Gebetsteppich
Laldin das; -[s] (nach den Ladinern, Angehörigen eines rätoroman. Volksteils in Südtirol): Stufe der alpinen Trias
, (1) •
’Laidi no der; -s, -s (meist Plur.) (aus amerik.-span, ladino,
eigtl. „Spanisch Sprechender“, zu lat. Latinus „lateinisch“
(weil das Spanische aus dem Latein entstanden ist)):
Mischling von Weißen u. Indianern in Mexiko u. Mittel
amerika. 2La|di|no das; -[s] (zu Î'Ladino): das von den
1492 aus Spanien vertriebenen Juden beibehaltene Spa
nisch
789
Lakkase
['leɪdɪ] die; -, -s (aus gleichbed. engl. lady): I. (ohne
des Mittelalters. 2. a) mittelalterliches Lied, das zu einem
Plur.) Titel der Frau des Î Peers. 2. Trägerin des Titels La
Saiteninstrument gesungen wird; b) Name eines Musik
dy (1). 3. engl. Bez. für Dame. 4. Kurzform von î Lady Ma
stücks für Instrumente. 3. franz, lyrische Gedichtform des
ry Jane. Laldylboy [...boy] der; -s, -s: (iron.) svw. Trans
13.-14.Jh.s
vestit. Laldylkilllerrfer,' -s, -: (scherzh.) Frauenheld, Ver Laie der; -n, -n (aus kirchenlat. laicus „Nichtgeistlicher“,
führer. laldyllike [...laik] (aus gleichbed. engl. ladylike):
eigtl. „zum Volk gehörig, gemein“, zugr. laikös „dem Volk
nach Art einer Lady; damenhaft, vornehm. Laldy Mairy
angehörend“, dies zu laós „Volk“): 1. Nichtfachmann; Au
Jane [-'meəri 'ʤeɪn] die;---- (nach der den engl. weibli
ßenstehender. 2. Nichtkleriker. Lai|en|al|tar der; -[e]s,
chen Vornamen entsprechenden Erklärung von (Mari
...täre: in mittelalterlichen Stifts- u. Klosterkirchen der
huana): (ugs. verhüllend) Marihuana. Laldylshave
vor dem Lettner, zwischen Chor u. Mittelschiff aufgestell
[-,,ʃeɪv] der; -s, -s (zu engl. to shave „rasieren"): [elektri
te Altar, an dem der Gottesdienst für die Laien gehalten
scher] Rasierapparat für Frauen
wurde. Lailen|apos|to|lat das, fachspr. auch der; -[e]s:
Laelsio enor mis ['lɛzio -] die; - - (aus lat. laesio enormis
Teilnahme von Laien an den Aufgaben der Kirche (kath.
„übermäßige Verletzung“): der in Österreich noch gelten
Kirche). Lai|en|in|ves|tiltur [...v...] die; -, -en: 1. Über
de Rechtsgrundsatz, nach dem ein Kauf rückgängig ge
tragung geistlicher Lehen an Laien (2). 2. Amtseinsetzung
macht werden kann, wenn der Preis das Doppelte des Wer
eines Geistlichen durch eine weltliche Macht (im Mittelal
tes einer Ware überschreitet
ter). Lailenlkelchrfer; -[e]s: Austeilung des Abendmahls
Laelte[‘le:ta] der; -n, Plur. -nod. ...ti (aus gleichbed. lat. lae
an Nichtkleriker. Lai|en|pre|digt die; -, -en: die Wort
tus); röm. Militärkolonist, meist Germane, der in Gallien
verkündung in der Kirche durch Laien. Lailenlprieslter
zur Sicherung der Straßen eingesetzt wurde
der; -s, -: (veraltet) Weltpriester (kath. Pfarrer im Gegen
LalfetltedZe;-, -n (aus gleichbed. fr. l’affût (mit Artikel ent
satz zum kath. Ordenspriester)
lehnt) zu fût „Schaft“, dies aus lat. fustis „Stock“): [fahr Lajlkaáie; -, ...ki (aus gleichbed. russ. laika, eigtl. „Beller“,
bares] Untergestell eines Geschützes, lalfetltielren (zu
zu lajat’ „bellen“): nordischer Jagd- u. Hütehund
!..deren): (veraltet) ein Geschütz auf eine Lafette bringen lalilkal (aus gleichbed. kirchenlat. laicalis, vgl. Laie): dem
Lag [læg] der; -s, -s (aus engl. lag „Verzögerung“, eigtl. „das
Laien zugeordnet, zum Laien gehörend; Ggs. (klerikal (a)
Zurückbleiben“): die zeitliche Verschiebung zwischen Lai na ['lɛ:na] der; - (Kunstw. aus/r. laine „Wolle“, dies aus
dem Beginn eines bestimmten (z.B. wirtschaftlichen) Er
gleichbed. lat. lana): bedruckter Kleiderstoff aus Zellwol
eignisses und seinen Folgen, z.B. Lohnlag
le. Lailnette [ɪɛnɛt] die; - (zu (...ette): wollähnlicher
Lalgan ['lægən] u. Ligan ['laɪgən] das; -s (aus gleichbed.
Baumwollmusselin
engl. legan, ligan, dies über altfr. legan(d) aus dem Germ., Lais [le:, fr. le]: Plur. von tLai
eigtl. „Liegendes“): Schiffsgut, das versenkt, aber durch la|i|sie|ren(zu ÎLaie u. (...isieren): (einen Kleriker) in den
eine Boje gekennzeichnet wird, damit es später wieder ge
Laienstand zurückführen (kath. Kirche). Lalilsielrung
borgen werden kann
die; -, -en (zu (...isierung): das Laisieren
la garde meurt et ne se rend pas [la’gard 'mær e nə sə Laisse [ɪɛ:s] die; -, -s [ɪɛ:s] (aus gleichbed. (alt)fr. laisse,
râd 'pa] (fr.; nach einem Ausspruch des franz. Generals
eigtl. „Gürtel, Schnur“, dies aus mlat. laxa „Gürtel, Zü
Cambronne in der Schlacht bei Waterloo 1815): die Garde
gel“): beliebig langer, durch (Assonanz verbundener Ab
stirbt und ergibt sich nicht
schnitt in den ÎChansons de Geste. Lais|ser-al|ier [lɛseaLagg der; -[s] (aus gleichbed. schwed. lagg, eigtl. „Ein
Te] u. Lais ser-faire [,,,'fɛ:r] das; - (aus fr. le laisser-aller
schnitt“): grabenförmiger, der Entwässerung dienender
„das Sich-gehen-Lassen“ bzw. le laisser-faire „das Ge
Rand von Hochmooren
währenlassen“): 1. Ungezwungenheit, Ungebundenheit. 2.
Lalgophlthallmus* der; - (aus nlat. lagophthalmus „Ha
Gewährung, Duldung, das Treibenlassen, Nichteinmi
senauge“ zu gr. lagos, lagös „Hase“ u. ophthalmös „Au
schung. ‘Laislser-paslser [...pa'se] das; - (aus fr. le laisge“): unvollständiger Lidschluss, Hasenauge (Med.)
ser-passer „das Gehenlassen“): svw. Laisser-aller. 2LaisLalgri|ma*i/er; - (aus gleichbed. span, lágrima, eigtl. „Trä
ser-paslserder; -, - (zu ΑLaisser-passer): (veraltet) Pas
ne“, dies aus lat. lacrima): ein meist süßer Wein, der nur
sierschein. laislsez faire, lais sez ailler od. laislsez
aus Most vom Vorlauf (also ohne Druck der Kelter) berei
faire, laislsez paslser (fr.; eigtl. „lassen Sie machen,
lassen Sie laufen!“): 1. Schlagwort des wirtschaftlichen Li
tet wird. lalgrilmanldo u. la gri mo so (it.y. svw. lacri
beralismus (bes. des 19. Jh.s), nach dem sich die von staat
moso
lichen Eingriffen freie Wirtschaft am besten entwickelt. 2.
Laglting das; -s (aus gleichbed. norw. lagting, eigtl. „Ver
Schlagwort für das Gewährenlassen (z.B. in der Kinder
sammlung mit richterlicher Gewalt“, zu lag „Gesetz“ u.
erziehung)
ting „Gericht(sversammlung)“): das norwegische Ober
Lai|ta|ge [lɛ'ta:ʒ(ə)] die; -, -n (aus gleichbed. fr. laitage zu
haus
lait „Milch“, dies aus lat. lac): (veraltet) Milchspeise. Lai
Lalgulnerù'e; -, -n (aus gleichbed. it. laguna, dies aus lat. la
terie [lɛ'tri:] die; -, -n [,,,'tri:ən] (aus gleichbed. fr. laite
cuna „Vertiefung, Weiher“ zu lacus „See“): 1. durch eine
rie): (veraltet) 1. Molkerei. 2. Milchgeschäft
Reihe von Sandinseln od. durch eine Nehrung vom offe
nen Meer abgetrenntes Flachwassergebiet vor einer Küs Lalilzislmus der; - (aus gleichbed. nlat. laicismus zu kir
chenlat. laicus (vgl. Laie) u. (...ismus (1)): weltanschauli
te. 2. von Korallenriffen umgebene Wasserfläche eines
che Richtung, die die radikale Trennung von Kirche und
Atolls
Staat fordert. Lalilzistiter; -en, -en (zu ( ...ist): Anhänger,
Lalgylnos die; -, ...oi [...noy] (aus gleichbed. gr. lágynos):
Vertreter des Laizismus. Ia|i|zis|tisch (zu t...istisch): 1.
altgriech. bauchige Weinflasche mit engem Hals, aus Ton
den Laizismus betreffend. 2. das Laientum in der kath.
od. Glas
Kirche betonend. LaIiIziItätdie; - (zu T...ität): Zugehörig
Lalharzfer; -s, -s (aus gleichbed. malai. lahar): bei Vulkan
keit zum Laizismus
ausbrüchen austretender Schlammstrom aus Asche u.
Lalkaider; -en, -en (ausfr. laquais „Diener“): 1. herrschaft
Wasser (Geol.)
licher, fürstlicher Diener [in Livree], 2. (abwertend)
Lahnder; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. lame, vgl. lamé): flach
Mensch, der sich willfährig für die Interessen anderer ge
gewalzter Metalldraht aus Gold, Silber, Kupfer u. a. für die
brauchen lässt; Kriecher, lalkailenlhaft: wie ein Lakai
Posamentenindustrie (Textilkunde)
,
(2)
kriecherisch
Laifls:, fr. le] das; -[s], -s [le:, fr. le] (aus gleichbed. (alt)fr. lai,
dies aus dem Kelt.): 1. franz, u. provenzal. Verserzählung Laklkalse die; - (zu z7. lacca „Lack“ (dies über mlat. lacca.
La dy
790
Lakkolith
arab. lakk, pers. läk aus aind. lâksâ) u. l,,,ase): ÎEnzym,
das den gelben Milchsaft der (zu den Wolfsmilchgewäch
sen zählenden) Lackbäume zum tiefschwarzen Japanlack
oxidiert
Laklkollith [auch ...lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu.gr.
lákkos „Vertiefung“ u. T...lith): ein Tiefengesteinskörper;
in relativ flachem Untergrund stecken gebliebenes t Mag
ma ( 1 ; Geol.)
La ko da der; -[s], -s (nach dem Gebiet auf einer Inselgrup
pe im Beringmeer): kostbarer, kurz geschorener Seal
(Robbenfell)
Lalkolnik die; - (nach gr. (brachylogia) Lakônikë „lakoni
sche Wortkargheit“ (wegen der treffenden Kürze, die die
Einwohner der peloponnesischen Landschaft Lakonien
liebten)): besonders kurze, aber treffende Art des Aus
drucks. lalkolnisch (aus gr. Lakönikös „in lakonischer
(= treffender, kurzer) Sprache“): kurz [u. treffend], ohne
zusätzliche Erläuterungen. Ia|ko|ni|sie|ren (zu t ...isieren): (veraltet) sich kurz u. treffend ausdrücken. Lalkonislmus der; -, ...men (aus gleichbed. gr. Lakönismos,
eigtl. „lakonische Sitte u. Lebensweise“; vgl. ...ismus (4)):
Kürze des Ausdrucks; kurze [u. treffende] Aussage
la|kri|mo|gen* (zu lat. lacrima „Träne“ u. î...gen): “Trä
nen erzeugend, Tränenhervorrufend. Lalkrilmolgelne
die (Plur.): Augenreizstoffe (Med.)
Lalkritz* der od. das; -es, -e (zu tLakritze): (landsch.) svw.
Lakritze. Lalkritlze die; -, -n (über mlat. liquiricia aus lat.
glycyrriza, gr. glykÿrrhiza „Süßholz, Süßwurzel“): aus ei
ner süß schmeckenden, schwarzen Masse bestehende Sü
ßigkeit, die aus eingedicktem Saft von Süßholz (Wurzel be
stimmter Schmetterlingsblütler) hergestellt ist
Laklschalna die; - (aus sanskr. laksanä „Andeutung, Zei
chen, Merkmal“): Bez. für Körpermerkmale, die den Leib
eines außergewöhnlichen Wesens, im Buddhismus bes.
den des Buddha, kennzeichnen. Lakschlmi die; - (aus
gleichbed. sanskr. laksmi, eigtl. „Merkmal, Glück, Reich
tum“): ind. Göttin des Glückes, der Liebe u. der Schön
heit, Gattin des Wischnu. Lakshana [.../...] vgl. Lakschana. Laksh mi vgl. Lakschmi
lakt..., Lakt... vgl. lakto..., Lakto... Lakltalcildälmie*
[...ts...] die; -, ...ien (zu îlakto... u. lAcidämie): das Auf
treten von Milchsäure im Blut (Med.). Lakltalcildglse*
die; -, -n: aus einem Überschuss an Milchsäure im Blut re
sultierendes Krankheitsbild (Med.). Lakltalgolgum*
das; -s, ...ga (zu gr. agögös „(herbei)führend“): svw. Galaktagogum. Lak|tal|bu|min* das; -s, -e: in Kuhmilch
enthaltener, biologisch hochwertiger Eiweißstoff; Milch
eiweiß. Lakltam vgl. Lactam, lakltant (aus gleichbed.
lat. lactans, Gen. lactantis, Part. Präs, von lactare „Milch
absondern“): säugend, Milch gebend. Lakltalse die; -, -n
(zu 1 ...ase): svw. Galaktosidase.Lakltat vgl. Lactat. Laktat|de|hy|drolge|nalse* die; -, -n: ein Enzym, das
Milchsäure oxidiert (Biochem.). Lakltaltilon die; -, -en
(zu tlaktieren u. t...ation): a) Milchabsonderung aus der
Brustdrüse (Med., Biol.); b) das Stillen, Zeit des Stillens
(Med., Biol.). Lakltaltilonslhorlmon das; -s, -e: Hypo
physenhormon, das die Milchsekretion u. die Zunahme
des Brustdrüsengewebes bewirkt (Physiol.). Lakltaltions pe ri o de die; -, -n: Zeitraum, in dem die Brustdrü
sen Milch absondern (Biol.). Lakltalzildolse* vgl. Laktacidose. Iak|tie|ren (aus gleichbed. lat. lactare zu lac,
Gen. lactis „Milch“): a) Milch absondern (Med., Biol.); b)
stillen (Med., Biol.).Lak|ti|fy|gum das; -s, ...ga (aus nlat.
lactifugum zu lat. lac, Gen. lactis „Milch“ u. fugare „ver
treiben, verscheuchen“): Mittel, das die Milchproduktion
der Brustdrüsen hemmt (Med.). Lak|ti|zi|ni|en [,,,iən]
die (Plur.) (aus gleichbed. mlat. lacticinia (Plur.)): aus
Milch gewonnene Nahrungsmittel wie Butter, Käse o.Ä.
(deren Genuss an kath. Fasttagen früher verboten war).
vor Vokalen lakt..., Lakt..., ehern,
fachspr. lact[o]..., Lact[o]... (zu lat. lac, Gen. lactis
„Milch“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Milch“, z.B. laktotrop, Laktoflavin, Laktacidose. Laktolbakltelrie [...is] die; -, -n (meist Plur.): Milchsäure
bakterie. Lakltolbilglse die; -: Milchzucker. Lakltodensimeter das; -s, -: Gerät zur Bestimmung des spe
zifischen Gewichts der Milch, woraus der Fettgehalt er
rechnet werden kann. Laklto If la Ivin* [,..v...]\das; -s: svw.
Riboflavin. Lakltolglolbullin das; -s, -e: in Kuhmilch
nur in geringen Mengen enthaltener Eiweißstoff. Lakltometer das; -s, - (zu t‘...meter): svw. Laktodensimeter.
Laklton das; -s, -e (zu t2...on): durch Wasserabspaltung
innerhalb eines Moleküls gebildeter zyklischer Ester
(Chem.). Lak|to|prolte|in das; -s, -e: Eiweißstoff der
Milch (Biochem.). Lakltolse die; - (zu t2...ose): Milchzu
cker (Zucker der Säugetier- u. Muttermilch). Lakltoskop* das; -s, -e (zu T...skop): Gerät zur Prüfung der
Milch nach ihrer Durchsichtigkeit. Lakltolsulrie* <Äe; -,
...ien (zu TLaktose u. t ...urie): (bei Schwangeren u. Wöch
nerinnen nicht krankhaftes) Auftreten von Milchzucker
im Harn (Med.).lakltoItrop* (zu 1 lakto... u. l...trop): auf
die Milchabsonderung gerichtet. Lak|to|tro|pin* das; -s,
-e (zu T...in (1)): Laktationshormon des Hypophysenvor
derlappens (Physiol.). Iak|to|ve|ge|ta|bil [...v...] (zu
spatial, vegetabilis „belebend“, dies zu vegetare „beleben,
anregen“): in den Fügungenlaktovegetabile Kost, laktovegetabile Diät: aus Milch u. Milchprodukten, Gemüse u.
Obst bestehende, einen Überschuss an basischen Stoffen
enthaltende Schonkost. Lakltolvelgeltalriler [...in] der;
-s, -: Anhänger des tLaktovegetarismus. Iak|to|ve|getalrisch: den Laktovegetarismus betreffend, auf ihm be
ruhend. Lak|to|ve|ge|ta|ris|mus der; - (zu Î...ismus
>: Ernährung mit laktovegetabiler Kost
(3)
Lalkulna die; -, ...nae [...ns] (aus lat. lacuna „Vertiefung,
Loch; Lache“ zu lacus „See“): svw. Lakune (l).lalkulnär
(zu 1 ...är): Ausbuchtungen enthaltend, Gewebelücken bil
dend; höhlenartig, buchtig; schwammig (Med., Biol.).Lakulne die; -, -n (zu ILakuna): 1. Lücke in einem Text
(Sprachw.). 2. Vertiefung, Ausbuchtung (z. B. an der Ober
fläche von Organen); Muskel- od. Gefäßlücke (Med.).lakulnps (zu T...ÖS): svw. lakunär, lalkusltrisch* (zu lat.
lacus „See“): in Seen sich bildend od. vorkommend (von
Gesteinen u. Lebewesen; Geol., Biol.)
Laila der; -s, -s (aus türk, lala „Diener, Hofmeister“, dies
aus pers. lälä): Hofmeister, Erzieher im Osmanischen
Reich
Lallem das; -s, -e (aus gr. lálema „Geschwätz“ zu laleïn
„schwätzen, reden“): durch die 1 Artikulation (1) be
stimmte Sprecheinheit in der Lautlehre. Lalleltik die; (zu t2...ik (1)): Wissenschaft von den Laiemen; Sprech
kunde, -lehre.Lallolpalthie die; - <zut...pathie): Sprach
störung (Med.). Lallolpholbie die; - (zu î...phobie (a)>:
svw. Phonophobie (1)
1La|ma das; -s, -s (aus gleichbed. span, llama, dies aus Que
chua (einer südamerik. Indianersprache) Hama): 1. in Süd
amerika lebendes, aus dem IGuanako gezüchtetes Haus
tier, das Milch, Fleisch u. Wolle liefert; vgl. Kamel. 2. (oh
ne Plur.) flanellartiger Futter- od. Mantelstoff aus
[Baumjwolle
Talma der; -[s], -s (aus tibet. (b)lama „der Obere“):
buddhistischer Priester, Mönch in Tibet u. der Mongolei
Lalma|ga|zel|le die; -, -n (zu t'Lama u. 1 Gazelle): gazel
lenartige Antilope in Ostafrika
Laimain [la'mɛ:] vgl. Lamäng
Lalmalislmus der; - (zu t2Lama u. 1 ...ismus (1)>: Form des
ÎBuddhismus in Tibet u. der Mongolei; vgl. Dalai-Lama,
Taschi-Lama. La malist der; -en, -en (zu Î ...ist): Anhän
ger des Lamaismus. Ia|ma|isltisch (zu Î ...istisch): den
laklto..., Laklto...,
791
Lamaismus betreffend, auf ihm beruhend, ihm angehö
rend
Lalmalnalge [..,ʒə] die: - (aus gleichbed./?. lamanage zu äl
ter/?. laman (aus lomantbzw. locman „Lotsmann, Lotse",
dies aus nieder!, lotsman) u. t,,,age): (veraltet) Lotsenge
werbe
Lalmäng die; - (zusammengezogen aus fr. la main „die
Hand“, dies aus gleichbed. lat. manus): (scherzh.) Hand;
aus der Lamäng: unvorbereitet u. mit Leichtigkeit
Lalmanltin der; -s, -e (aus gleichbed. fr. lamantin (volks
etymologisch angelehnt an lamenter „jammern“), dies
über span. manatí „Seekuh“ aus^rawa (einer südamerik.
Indianersprache) manati „weibliche Brust“, nach den bes.
Merkmalen des Tieres): Seekuh im tropischen Amerika,
deren Fleisch, Fett u. Fell wirtschaftlich verwertet werden
Lalmarlckislmus der: - (nach dem Begründer, dem franz.
Naturforscher J. B. de Lamarck (1744-1829), u. zu t...ismus ( 1)> : Hypothese Lamarcks über die Entstehung neuer
Arten durch funktionelle Anpassung, die vererbbar sein
soll. Ia|mar|ckis|tisch (zu Î...istisch): der Hypothese
Lamarcks folgend
Lamlbalda die; -, -s, ugs. auch der: -[s], -s (aus gleichbed.
port, lambada, eigtl. „Ohrfeige“): aus Brasilien stammen
der Modetanz in lateinamerik. Rhythmus
Lambida das; -[s], -s (aus gr. lámbda): elfter Buchstabe des
griech. Alphabets: A, X. Lamb dalhylpelron das: -s,
...onen: das leichteste aller Hyperonen (Kernphys.).
Lambldalkallkül der: -s (zu GKalkül): math. Formalis
mus zur Beschreibung von Funktionen durch Rechenvor
schriften mit möglichst wenig Grundkonzeptionen.
Lambldalnaht z/ze; - (nach dem dem griech. Buchstaben
X entsprechenden Verlauf der Naht): Schädelnaht zwi
schen Hinterhauptsbein u. beiden Scheitelbeinen (Med.).
Lambldalsonlde die; -, -n: Messfühler im Auspuffsys
tem von Verbrennungsmotoren mit Katalysator (2), mit
dem der Restsauerstoffgehalt im Abgas ermittelt wird.
Lambldalzislmus der: - (zu t,,,ismus (3)>: Sprachfehler
mit erschwerter, oft fehlerhafter Aussprache des r als /
(Med.)
Lamlbethlwalk ['læmbəθwɔ:k] der; [-]s (aus gleichbed.
engl. Lambeth walk, nach dem Londoner Stadtteil Lam
beth): (etwa 1938 in Mode gekommener) engl. Gesell
schaftstanz
Lamlbic [lä'bik] das; -s (vermutlich zu fr. lambin „langsam,
trödlerisch“): dunkles belgisches Bier ohne Hefezusatz,
das spontan in ein bis zwei Jahren ausgegoren ist
Lamlbiltus der; - (aus spätlat. lambitus „das Lecken“ zu
lambitare, Intensivbildung von lat. lambere „(be)lecken“>:
[gegenseitiges] Belecken, Küssen o.Ä. der Genitalien, des
Afters od. anderer Körperstellen
Lamlbli alsis* die; - (zu ÎLamblie u. Î...iasis): durch Lam
blien hervorgerufene Entzündung der Darmwand, der
Gallenblase u. der Gallenwege (Med.). Lamiblie [,,,iə]
die; -, -n (meist Plur.) (nach dem tschech. Arzt W. Lambí
(1824-1895) u. zu tɪ,,,ie): im Zwölffingerdarm, im Dünn
darm u. in den Gallenwegen schmarotzendes Geißeltier
chen (Zool., Med.). Lamlblilglse die; - (zu î ’...ose): svw.
Lambliasis
Lamlbrelquin* [labrə'kɛ:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. lam
brequin (älter lambequin), mit dem fläm. (nieder!) Ver
kleinerungssuffix -quin gebildet zu lambeau „Lappen,
Lumpen“): 1. (veraltet, noch österr.) drapierter Querbe
hang an Fenstern, Türen u.a. 2. im Barock übliche Nach
bildung eines Vorhanges, Querbehanges o.Ä. aus Bronze,
Holz, meist aus Stein od. Stuck als Zierde von Gebäude
teilen (Archit.)
Lamlbrie* u. Lamperie die; -, ...ien (zu î Lambris u. T2...ie):
(landsch.) svw. Lambris. Lamlbris [lä'bri:] rfer; [,,,'bri:(s)], -[...bri:s], österr. zZze; -, Plur. - u. ...ien (aus/?.
Lamettasyndrom
lambris „Täfelung“, dies über das Roman, (vgl. it. lam
brusca) zu lat. labrusca (uva) ,,wild(e Rebe)“, nach den
Rankenmustern): untere Wandverkleidung aus Holz,
Marmor od. Stuck. Iam|bri|sie|ren (aus gleichbed. fr.
lambrisser): (veraltet) verkleiden, täfeln. Lamlbruslco
[...ko] der; - (aus gleichbed. z7. lambrusco zu lambrusca
„eine Traubensorte“, dies aus lat. labrusca (uva), vgl.
Lambris): süßer, leicht schäumender itai. Rotwein
Lamblshift ['læmʃɪft] der; -s (nach dem amerik. Physiker
W. E. Lamb (* 1913) u. engl. shift „Wechsel, Verände
rung“): die sehr kleine Verschiebung des Energieniveaus
in Richtung höherer Energie beim Wasserstoffatom
(Kernphys.)
LamblskirT ['læmskɪn] das; -[s], -s (aus engl. lambskin
„Lammfell“): Lammfellimitation aus Plüsch. Lambswool ['ɪæmzwʊl] die; - (aus gleichbed. engl. lambs wool):
1. weiche Lamm-, Schafwolle. 2. feine Strickware aus
Lamm-, Schafwolle
Lame [ɪa:m] die; -, -n [...man] (aus gleichbed. fr. lame, dies
aus lat. lam(i)na, vgl. Lamina u. laminieren): (veraltet) a)
Klinge, dünnes Metallplättchen; b) Rauschgold, Flitter
gold. lalmé [la'me:] (aus gleichbed. fr. lamé zu lame „Me
tallfaden, -blättchen; Klinge“, dies aus lat. lam(i)na „(Metalljplatte; (Säge)blatt“): mit Lamé durchwirkt. Laimé
der; -[s], -s: 1. mit Metallfäden durchwirktes Gewebe. 2.
Gewebe aus Metallfäden, die mit [Kunstseide übersponnen sind; vgl. leonisch. lalmelllar (zu ÎLamelle u. Î ...ar):
streifig, schichtig, in Lamellen angeordnet, lalmelllär (zu
T...är>: svw. lamellar. Lalmellle die; -, -n (meist Plur.)
(über fr. lamelle aus lat. lamella „(Metall)blättchen“, Ver
kleinerungsform von lam(i)na, vgl. Lamina): 1. eines der
Blättchen (Träger der Sporen) unter dem Hut der Blätter
pilze (z. B. beim tChampignon; Bot.). 2. a) schmale, dün
ne Platte, Scheibe (bes. als Glied einer Schicht, Reihe); b)
Glied; Rippe eines Heizkörpers. Lalmelllenlkuppllung
die; -, -en: Wellenkupplung, bei der das Drehmoment
durch Reibscheiben übertragen wird. Lalmelllilbranchilalta* die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. lamellibranchiata (Plur.); vgl. Branchiat): zusammenfassende systemati
sche Bez. für die Muscheln (Zool.). lalmelllielren (zu
t ...ieren): lamellenartig formen, lamellenförmig gestalten,
lalmelllös (nach gleichbed. fr. lamelleux; vgl. ...ös>: aus
Lamellen bestehend (Med., Biol.)
lamenitalbel (wohl unter Einfluss von fr. lamentable aus
gleichbed. lat. lamentabilis zu lamentari, vgl. lamentie
ren): jämmerlich, kläglich, beklagenswert, lalmenltalbile (z7. ; zu lat. lamentabilis, vgl. lamentabel): svw. lamen
toso. Lalmenltaltilon die; -, -en (wohl über/?. lamenta
tion aus lat. lamentatio „das Wehklagen“, dies zu lamen
tari, vgl. lamentieren): 1. das Jammern, Wehklagen. 2.
(nur Plur.) a) Klagelieder Jeremias im Alten Testament ; b)
die bei den kath. Stundengebeten der Karwoche aus den
Klageliedern Jeremias verlesenen Abschnitte, lalmentielren (aus lat. lamentari „wehklagen“): 1. (ugs. abwer
tend) [laut u.] andauernd klagen, jammern. 2. (landsch.)
jammernd um etwas betteln. Lalmenlto das; -s, -s (aus
gleichbed. it. lamento, dies aus lat. lamentum „das Weh
klagen“): 1. (ugs. abwertend) heftige Klage, [lautes] Ge
jammer. 2. Musikstück von schmerzlich-leidenschaftli
chem Charakter, lalmenltolso (z7.): wehklagend, traurig
(Vortragsanweisung; Mus.)
Lalmetlta das; -s (aus it. lametta, Verkleinerungsform von
lama „Metallblatt, Klinge“, dies aus lat. lam(i)na, vgl. La
mina): 1. aus schmalen, dünnen, glitzernden Metallstrei
fen bestehender Christbaumschmuck. 2. (ugs. iron.) ange
legte Orden [u. Rangabzeichen] in großer Zahl. Lalmettalsynldrom* das; -s: eine durch Umweltvergiftung her
vorgerufene Baumkrankheit bei Fichten u. Tannen, bei der
die Äste wie Lametta nach unten hängen u. die Nadeln in-
Lamia
folge des Verlusts ihrer natürlichen Grünfärbung eine me
tallisch anmutende Blässe aufweisen, ehe sie abfallen
Lalmia die; -, ...ien [...tan] (über lat. Lamia aus gr Lämia):
weibliches Schreckgespenst des [alt]grieeh. Volksglau
bens, das Kinder raubt bzw. schöne Jünglinge an sich lockt
u. ihnen das Blut aussaugt
Lalmilna die; -, ...nae [...ns] (aus lat. lam(i)na „Blatt“): 1.
Blattspreite, -fläche (Bot.). 2. (Plur. auch -s) plattenförmi
ge Gewebsschicht, Knochenplatte (z.B. innere u. äußere
Platte des Schädeldaches; Anat.). la miina! <zu î'...al
(l)): auf der Innenfläche des Fruchtblattes entspringend,
flächenständig (in Bezug auf die Samenanlage; Bot.), laminar (zu t...ar ( 1 )>: gleichmäßig schichtweise gleitend,
wirbelfrei fließend; laminare Strömung: Strömung ohne
Wirbelbildung. Lalmilnarlflow [...flou] der; -s: zur Be
lüftung von Operationsräumen, Intensivstationen u. mi
krobiologischen Laborplätzen erzeugter keim- u. wirbel
freier Luftstrom. La|mi|na|ria die; -, ...ien [...¡an] (aus
gleichbed. nlat. laminaria): zu den Blatttangen gehörende
Gattung der Braunalgen, deren quellfähige Stängel früher
als Laminariastifte verwendet wurden. Lalmünalriastift der; -[e]s, -e: heute wegen Infektionsgefahr kaum
noch verwendeter Quellstift zur langsamen Erweiterung
des Gebärmutterhalskanals aus Material, das bei Feuch
tigkeit aufquillt (Blatttang; Med.). La|mi|na|rin das; -s
(zu t...in (1)): in Blatttangen enthaltenes Î Polysaccharid,
das sich zur Gewinnung von ÎGlucose eignet. Lalmilnat
das; -[e]s, -e (zu lat. ɪam(i)na (vgl. Lamina) u. t...at (1)>:
Schichtpressstoff aus Kunstharz (z. B. für wetterfeste Ver
kleidungen, Isolierplatten o.Ä.). Laminaitilon die; -,
-en (zu l...ation): svw. Laminierung (3); vgl. ...ation/...ierung. La|mi|nek|to|mie* die; -, ...ien (zu î...ektomie):
operative Entfernung des hinteren Teiles eines Wirbelbo
gens (z.B. zur Freilegung des Rückenmarks; Med.), lamilnielren (aus gleichbed. fr. laminer zu lame „Metallfa
den, -plättchen, Klinge“, dies aus lat. lam(i)na, vgl. lamé):
1. das Material strecken, um die Fasern längs zu richten
(Spinnerei). 2. ein Buch mit Glanzfolie überziehen
(Buchw.). 3. Trägermaterial (z.B. Papierbahnen, Glasfa
sermatten) zur Herstellung von Schichtstoffen od. großen
Formteilen mit Kunstharzen tränken. 4. Glas durch Mi
schen u. Aneinanderschmelzen verschiedenfarbiger Glä
ser färben. Laimilnielrung die; -, -en (zu t...ierung): 1.
das Laminieren, das Laminiertwerden. 2. die aufgebrachte
Schicht, mit der etwas laminiert ist. 3. feine Schichtung bei
Sedimentgesteinen (Geol.); vgl. ...ation/...ierung. Lalminoir [,,,'noa:r] der od. das; -s, -s (aus fr. laminoir „Walz
werk, -anlage, -maschine“): alte Spinnereimaschine, mit
der das Material gestreckt wurde; vgl. laminieren (1)
Lalmilum das; -[s] (aus gleichbed. nZat. lamium, dies zu gr.
lamös „Schlund, Rachen“ (weil die Blüte einem geöffne
ten Rachen ähnelt)): Taubnessel. Lä|mo|ste|no|se* die;
-, -n (zu gr. lamös (vgl. Lamium) u. ÎStenose): Verengung
des Schlundes (Med.)
1Lam|pa|da|ri|us der; -, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat.
lampadarius, eigtl. „Fackelträger“; vgl. 2Lampadarius):
ein aus mehreren Armen bestehendes Lampengestell (im
Rom der Antike). 2Lam|paldalri|us der; -, ...rii (aus lat.
lampadarius „Fackelträger“ zu lampas, Gen. lampadis
„Leuchte, Fackel“, dies aus gleichbed. gr. lampás): Sklave,
der seinem Herrn nachts die Fackel vorantrug (in der An
tike)
Lamlpas der; -, - (aus gleichbed. fr. lampas, weitere Her
kunft unsicher): schweres, dichtes, gemustertes Damast
gewebe als Möbelbezug. Lamlpaslsen die (Plur.): breite
Streifen an [Uniform]hosen
Lamlpelrie vgl. Lambrie
Lamlpilon [,,,'pjɔŋ, auch ...pió, auch 'lam..., österr.
,,,'pio:n] der, selten das; -s, -s (über fr. lampion aus gleich
792
bed. zi. lampione, Vergrößerungsform von lampa „Lam
pe“): [bunte] Laterne aus Papier, dünnem Stoff o.Ä. mit
einer Kerze im Inneren. Lam|pis|te|rie die; -, ...ien (aus
gleichbed. fr. lampisterie zu lampiste „Lampenwärter“,
dies zu lampe „Lampe“): (veraltet) Raum, in dem Lampen
u. Laternen aufbewahrt werden, Lampenraum
Lam pona [lä'pö:] die (Plur.) (aus /r. lampons „lasst uns
trinken, zechen“ zu lamper „zechen, übermäßig trinken“) :
(veraltet) Trinklieder
Lamlprelte* die; -, -n (aus galloroman.-mlat. lampreda
„Neunauge“): Meeres- od. Flussneunauge (zu den Rund
mäulern gehörender Fisch; beliebter Speisefisch)
Lamlprolphylll.it* [auch ...'lit] der; -s, -e (zu gr. lamprös
„leuchtend“ u. IPhyllit): ein goldbraunes Silikatmineral.
Lamlprolphyr der: -s, -e (zugr phÿrein „(vermischen“):
dunkles, häufig feinkörniges Ganggestein (I Eruptivge
stein als Ausfüllung von Spalten in der Erdrinde; Geol.)
LAN [la:n] das; -[s], -s (Abk. für engl. /ocal area network „lo
kales Netz“) : Bez. für ein Computernetzwerk innerhalb ei
nes räumlich begrenzten Bereichs (EDV)
Län das; -, -[s] (aus gleichbed. schwed. län, eigtl. „Lehen“):
schwed. Bez. für Regierungsbezirk
La|na|me|ter u. Lanometer das; -s, - (zu lat. lana „Wolle“
u. 1'...meter): Gerät zur Bestimmung der Feinheit eines
Wollhaares
La|nar|kit [auch ... kit] der; -s, -e (nach dem Fundort, der
schott. Region Lanark, u. zu î2...it): ein graues Mineral
Lanlçalde [la'sa:də] die; -, -n (zu/r. lancer (vgl. lancieren)u.
t,,,ade): Sprung des Pferdes aus der ÎLevade nach vorn
(Figur der hohen Schule), lanlçaldielren [lä'sa...] (zu
t...ieren): (veraltet) eine Lançade ausführen. Lanlceur
[lä'sa:?] der; -s, -e (aus/r. lanceur „Förderer, Initiator“):
(veraltet) jmd., der etwas geschickt in die Öffentlichkeit
bringt, der eine Sache in Gang bringt. Lanlciler [laste:]
der; -s, -s (aus gleichbed. fr. lancier zu lance „Lanze“, dies
aus lat. lancea „Wurfspeer“): L (hist.) Lanzenreiter, Ulan.
2. ein alter Gesellschaftstanz, eine Art der Quadrille, lancielren [lä'si:...] (aus fr. lancer „schleudern, vorwärts sto
ßen“, dies aus spätlat. lanceare „die Lanze schwingen“ zu
lat. lancea, vgl. Lancier): 1. gezielt etwas in die Öffentlich
keit gelangen lassen, etwas bekannt werden lassen. 2. ge
schickt an eine gewünschte Stelle, auf einen vorteilhaften
Posten bringen. 3. (veraltet) anschießen, torpedieren.
Lanlcierlrohr das; -[e]s, -e: Abschussvorrichtung für
Torpedos, lanlciert (zu t,,,iert): so gemustert, dass die
Figuren durch die ganze Stoffbreite hindurchgehen (von
Stoffen, Geweben). Lan|cie|rung die; -, -en (zu t,,,ierung): das Lancieren
Land-Art, auch Landlart ['lændɑ:t] die: - (aus gleichbed.
engl.-amerik. land art, eigtl. „Landkunst“): moderne
Kunstrichtung, bei der Aktionen im Freien, die künstliche
Veränderung einer Landschaft (z.B. durch Ziehen von
Furchen, Aufstellen von Gegenständen o. Ä.) im Mittel
punkt stehen
Lanldaullett [...do...] das; -s, -e (aus gleichbed. fr. landaulet, Verkleinerungsform von landau „Landauer“ (vier
sitzige Kutsche mit zurückklappbarem Verdeck)): 1. Lan
dauer, bei dem nur ein Teil des Verdecks zurückgeschlagen
werden kann. 2. Auto mit zurückschlagbarem Verdeck
über den hinteren Sitzen
Landes [la:d] die (Plur.) (aus gleichbed. fr. landes, dies aus
gall. Ianda bzw. bret. lann „Heide, Ödland“): in Frank
reich häufiger Name von Landstrichen, die mit Heide be
wachsen od. vermoort sind
Landllocked Coun trys ['lændɪɔkt 'kʌntrɪz] die (Plur.)
(aus gleichbed. engl. landlocked countries zu landlocked
„vom Land eingeschlossen“ u. country „Land(schaft)“):
Bez. für Entwicklungsländer ohne Zugang zum Meer.
Landlrolver® ['lændroʊvə] der; -[s], - (aus gleichbed.
793
engl. landrover, eigtl. „Landwanderer“): geländegängiges
Kraftfahrzeug mit Allradantrieb
Landslberlgit [auch ...'gɪt] der; -s, -e (nach dem Fundort
Landsberg bei Obermoschel (Rheinpfalz) u. zu t2...it): ein
silberweißes Mineral
Landslmal ['lantsmo:l] das; -[s] <aus norw. landsmäl „Lan
dessprache“): (veraltet) svw. Nynorsk. Landsiting
['lænstɪŋ] das; -[s] <aus dän. landsting, eigtl. „Versamm
lung des Landes“): bis 1953 der Senat des dänischen
Reichstags
Lanlgalge [laga:ʒ(ə), fr. ,,, ga:ʒ] die; - (ausfr. langage „Re
de, Sprache“ zu langue, vgl. Langue (von dem Schweizer
Sprachwissenschaftler Ede Saussure, 1857-1913, einge
führt)): Vermögen der Menschen, Sprache zu lernen u. zu
gebrauchen; Begriff der menschlichen Redetätigkeit
schlechthin (Sprachw.)
Lanlgetlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. languette, eigtl.
„Zünglein“, Verkleinerungsform von langue, vgl.
Langue): 1. dichter Schlingenstich als Randbefestigung
von Zacken- u. Bogenkanten. 2. Trennungswand zwischen
zwei Schornsteinzügen, lanlgetltfelren (zu t..deren):
mit Langetten (1) festigen u. verzieren
Lánlgos [ la:ŋgoʃ] der od. das; -, - (aus gleichbed. ung. längos): mit Marmelade od. mit saurer Sahne, geriebenem
Käse o.Ä. serviertes ungarisches Schmalzgebäck (Gastr.)
Langlschan das; -s, -s (nach dem gleichnamigen Ort bei
Schanghai (China)): ein kräftiges, glattfüßiges Fleisch
huhn
Langue ['la:gə, fr. lä:g] die; - (aus fr. langue „Zunge, Spra
che“, dies aus gleichbed. lat. lingua): die Sprache als gram
matisches u. lexikalisches System (nach F. de Saussure;
Sprachw.); Ggs. î‘Parole. Langue d'Oc [läg'dok] die; - (nach der Bejahungspartikel provenzal. oc „ja“ aus lat.
hoc): mittelalterliche Bez. für die provenzal. Sprache.
Langue d'Oïl [...'dɔjl] die;-- (nachder Bejahungspartikel
provenzal. oïl „ja“ aus lat. hoc ille (fr. oui)): mittelalterliche
Bez. für die franz. Sprache
lanlgulenldo, lan gu en te u. languido (it.; zu languire
aus lat. languere „matt, erschlafft sein“): schmachtend
(Vortragsanweisung; Mus.)
Lanlguettes [lä get] die (Plur.) (aus gleichbed. fr. lan
guettes, Plur. von languette, vgl. Langette): (veraltet) Zun
gen (einseitig befestigte, dünne, elastische Blättchen) an
den Rohrpfeifen der Orgel (Mus.)
Lanlgueur [lagern] die; - (aus gleichbed. fr. langueur, dies
aus lat. languor zu languere, vgl. languendo): (veraltet) a)
Mattigkeit, Abgespanntheit; b) das Schmachten, lanlguid [laŋgu'i:d] (aus gleichbed. /ɑi. languidus): (veraltet)
matt, schlaff, träge. Lan|gu|i|di|tät die; - (zu T...ität):
(veraltet) Mattigkeit, Schlaffheit, Trägheit, lanlgulildo
vgl. languendo, lanlguislsant [lägi'sä:] </?.): svw. langu
id
Lanlguslte die; -, -n (aus gleichbed. fr. langouste, dies über
das Vulgärlat. aus lat. locusta „Heuschrecke, Languste“):
scherenloser Panzerkrebs des Mittelmeers u. des Atlanti
schen Ozeans mit schmackhaftem Fleisch. Lanlgusltilne
<Äe; -, -n (aus gleichbed. fr. langoustine, Verkleinerungs
form von langouste): in der Lebensmittelkunde Bez. für
Kronenhummer u. verschiedene große Garnelen
Langlvers der; -es, -e (zu fVers): Vers von fünf od. mehr
Hebungen (Takten), der meist eine Zäsur aufweist (z.B.
Alexandriner)
La Ni|ña [- ninja] vgl. Niña
Lalniltallfalser die; -, -n (zu nlat. lanitalis „wie Wolle“, dies
zu lat. lana „Wolle“): [in Italien] aus ÎKasein hergestellter
Spinnstoff. La|noHin das; -s (zu lat. lana „Wolle“, oleum
„Öl“ u. T...in (1)): in Schafwolle enthaltenes, gereinigtes
Fett (Wollfett), das als Salbengrundlage, als Rostschutz
mittel u. a. dient. Lalnolmelter vgl. Lanameter. Lalnon®
laparotomieren
das: -[s] (Kunstw. ; vgl. 3...on): vollsynthetische Polyester
kunstfaser (Textilchemie)
'Lanslquelnet [laskə'ne:, fr. ...'ne] rfer; -s [...(s)], -s [,..s]
(aus gleichbed. fr. lansquenet, Lehnwort aus dt. Lands
knecht): (veraltet) Landsknecht. 2Lans|que|net das; -s
(aus gleichbed. fr. lansquenet zu t'Lansquenet): ein altes
Kartenspiel
Lanltalna u. Lan ta ne die; - (aus gleichbed. nlat. lantana,
vielleicht zu lat. lentare „biegen“): Wandelröschen (Zier
staude od. -Strauch, Eisenkrautgewächs, bei einigen Arten
mit wechselnder Blütenfarbe)
Lanlterne [lä'tern] die: -, -s [...'tern] (aus gleichbed. fr. lan
terne, vgl. Laterne): (veraltet) Laterne[npfahl], Lan
ternes [lätern] die (Plur.): (veraltet) dummes, sinnloses
Gerede, unnütze Verzögerung. Ian|ter|nie|ren [lan...]
(aus gleichbed. fr. lanterner): (veraltet) a) hinhalten, ver
trösten; b) zögern, [die Zeit] vertrödeln. Ian|ter|ni|sieren (zu T...isieren>: (veraltet) am Laternenpfahl aufhän
gen
Lanlthan das; -[s] (zu gr. lanthánein „verborgen sein“ (weil
das Element nur schwer auffindbar u. analysierbar war)):
ehern. Element, Metall; Zeichen La. Lan|tha|ni|de die
(Plur.) (zu l2...id): (veraltet) svw. Lanthanoide. Lan thanit [auch ,.,'nit] der; -s, -e (zu t2...it>: weißes od. schwach
gefärbtes, erdiges Mineral mit Beimengungen von Lan
than, Cer od. einem anderen Element aus der Gruppe der
Lanthanoide. Lanlthalnolilde die (Plur.) (zu î...oid):
Gruppe von ehern. Elementen (Seltenerdmetallen), die
vom Lanthan bis zum 1 Lutetium reicht
Lalnulgo rfte; -, ...gines [,,,ne:s] (aus lat. lanugo „Wollhär
chen“): Wollhaarflaum des 1 Fetus in der zweiten Hälfte
der Schwangerschaft, der kurz vor oder bald nach der Ge
burt verloren geht
Lanlzettlbolgen der; -s, - (zu ÎLanzette): sehr schmaler
Spitzbogen, bes. der engl. Gotik. Lan|zet|te die; -, -n (aus
gleichbed. fr. lancette, Verkleinerungsform von (alt)fr. lan
ce „Lanze“, dies aus lat. lancea): zweischneidiges kleines
Operationsmesser (Med.). Lan|zett|fens|ter das; -s, -:
langes, schmales Fenster der engl. Frühgotik. Lanlzettfisch der; -[e]s, -e: svw. Amphioxus
lanlzilnielren (aus lat. lancinare „zerreißen, zerfleischen“
zu lacer „zerfleischt“): plötzlich u. heftig zu schmerzen
beginnen (bes. bei ÎTabes; Med.)
La Ola die; - -, - -s (meist ohne Artikel) (aus span, la ola „die
Welle“): durch abwechselndes Aufstehen u. Sichniedersetzen der Zuschauer einer Sportveranstaltung in einem Sta
dion aus Begeisterung o. Ä. hervorgerufene Bewegung, die
den Eindruck einer großen im Stadion umlaufenden Welle
entstehen lässt
lalpakltisch (aus gr. lapaktikós „abführend“ zu lapázein
„entleeren“): (veraltet) die Kotentleerung anregend u.
herbeiführend (Med.)
lalpalro..., Laparo... (zu gr. lapára „Teil des Leibes zwi
schen Rippen u. Hüfte“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „den Bauch, die Bauchhöhle betreffend“, z. B.
Laparoskop. Lapairoenterotomie die: -, ...ien: ope
rative Öffnung der Bauchwand u. des Darmes (Med.). Lapa|ro|hysltelro|to|mie die; -, ...ien: Schnittentbindung;
Kaiserschnitt (Med.). Lalpalrolskop* das; -s, -e (zu
T...skop): lEndoskop zur Untersuchung der Bauchhöhle
(Med.). Lalpalrolskolpie* tZze; -, ...ien (zu î...skopie):
Untersuchung der Bauchhöhle mit dem Laparoskop
(Med.), Ia|pa|ro|sko|pisch*: mithilfe des Laparoskops
erfolgend (Med.). Lalpalrosltolmie* die; -, ...ien (zu gr.
stóma „Mund“ u. t2...ie): nach einer Operation teilweise
offen belassenes tAbdomen (z.B. zur Behandlung einer
ÎPankreatitis; Med.). La|pa|ro|to|mie rf/e; -, ...ien (zu
î...tomie): operative Öffnung der Bauchhöhle; Bauch
schnitt (Med.), lalpalroltolmielren (zu T..deren): die
Laparozele
Bauchhöhle operativ öffnen (Med.). Lalpalrolzelledie; -,
-n <zu gr. kélê „Geschwulst; Bruch“): Bauchbruch (mit
Hervortreten der Eingeweide; Med.)
ialpildar <aus lat. lapidarius „zu den Steinen gehörend; in
Stein gehauen“ zu lapis, Gen. lapidis „Stein“, nach dem
gedrängten knappen Stil in Stein gehauener altröm. In
schriften): 1. wuchtig, kraftvoll. 2. knapp [formuliert], oh
ne weitere Erläuterungen, kurz u. bündig. Lalpildär der;
-s, -e (aus gleichbed. /f. lapidaire, eigtl. „(Edel)steinschneider“, zu lat. lapidarius, vgl. lapidar): Schleif- u. Polierge
rät (z.B. der Uhrmacher). La|pi|da|riltät die; - (zu
t...ität): (veraltet) Knappheit, Kürze, Gedrängtheit,
Wucht. Lalpildalrilum das; -s, ...ien [iən] (aus nlat. lapi
darium, Neutrum von lat. lapidarius, vgl. lapidar): Samm
lung von Steindenkmälern. Lalpildarlschrift die; -:
ÎVersalschrift ohne Verzierung. Lalpildes [,,,de:s]: Plur.
von 1 Lapis. Lalpildilfakltilon die; -, -en (zu lat. factio
„das Handeln“): (veraltet) 1. Steinerzeugung. 2. Verstei
nerung. Lalpildistder; -en, -en (zu Î ...ist) : (veraltet) Ver
fasser von Publikationen über [Edel]steine. La|pi|disltik
die; - (zu t...istik): (veraltet) Steinkunde. Lalpillli die
(Plur.) (aus gleichbed. lat. lapilli, Plur. von lapillus „Stein
chen“): hasel- bis walnussgroße Lavabröckchen, die bei ei
nem Vulkanausbruch herausgeschleudert werden (Geol.)
Lalpilne die; - (zu fr. lapin „Kaninchen“, Herkunft unsi
cher): Kaninchenpockenimpfstoff (Med.)
Lalpis der; -, ...ides [...de:s] (aus gleichbed. lat. lapis, Gen.
lapidis): Stein. LaIpisIla|zu li der; -, - (aus mlat. lapis la
zuli „Blaustein“, zu lazulum, lazurum, vgl. Lasur): 1. svw.
Lasurit. 2. blauer Schmuckstein. Lalpis Phillolsolphorum der; -- (aus gleichbed. lat. lapis philosophorum):
Stein der Weisen
La|place|ope|ra|tor* [la'plas...] der; -s, -en (nach dem
franz. Mathematiker u. Physiker P. S. Marquis de Laplace
(1749-1827) u. zu ÎOperator): spezieller IOperator, der
bei Differenzialgleichungen angewendet wird (Math.)
Laplpallie [...ja] die; -, -n (scherzh. latinisierende Bildung
zu dt. Lappen u. lat. -alia, Neutrum Plur. von -alis, vgl.
'...al): (abwertend) höchst unbedeutende Sache, Angele
genheit; Belanglosigkeit, Nichtigkeit
l'aplpéltit vient en manlgeant [lape'ti vjètâmâjà] (/k):
der Appetit kommt beim Essen
Laplsollolgiedie; - (zu ÎLapsus u. t...logie>: Teilgebiet der
angewandten t Linguistik, das sich mit Fehlerbeschrei
bung, -bewertung, -behebung hauptsächlich auf dem Ge
biet der fremdsprachlichen ÎDidaktik (1) befasst. Lap
sus der; -, - [,,,su:s] (aus gleichbed. lat. lapsus, eigtl. „das
Gleiten, Fallen“, substantiviertes Part. Perf. von labi
„(aus)gleiten“); Fehlleistung, Versehen, Schnitzer; Lap
sus Calami [k...]: Schreibfehler; Lapsus Linguae ['lɪŋguɛ]:
Fehler beim Sprechen, das Sich versprechen; Lapsus Me
moriae [...ris]: Gedächtnisfehler
Lapltop ['lɛptɔp] der; -s, -s (verkürzt aus gleichbed. engl.
laptop (computer), zu lap „Schoß“ u. top „Arbeitsplat
te“): kleiner, tragbarer Personalcomputer mit sehr fla
chem Bildschirm, der meist auch ohne Netzanschluss be
dienbar ist
Lar der; -s, -en (aus dem Malai.): hinterind. Langarmaffe
mit weißen Händen
lalralmisch (nach den Laramie Mountains, einem Gebirge
in den USA): die Laramie Mountains betreffend; laramische Phase: eine Alpenfaltung zwischen Kreide u. tTertiär
La ren die (Plur.) (aus gleichbed. lat. Lares, Plur. von Lar,
weitere Herkunft unsicher, vielleicht aus dem Etrusk.) : alt
röm. Schutzgeister, bes. von Haus u. Familie
larlganldo (zi.>: svw. allargando. 'large [larʒ] (aus gleich
bed. fr. large, dies über aZz/r. larc aus lat. largus „reichlich,
freigebig“): (bes. Schweiz.) großzügig. 2large [lɑ:dʒ] (aus
gleichbed. engl. large, dies aus/r. large, vgl. 'large): groß
794
(als Kleidergröße); Abk.: L; vgl. medium (1); small. Lar
gesse [ɪar'ʒes] die; - (aus gleichbed. fr. largesse zu large,
vgl. 'large): (veraltet) Freigebigkeit, Weitherzigkeit, larghetlto [..,'gsto] {it. ; Verkleinerungsform von largo, vgl.
Largo): etwas breit, etwas gedehnt, langsam (Vortragsan
weisung; Mus.). Larlghetlto das; -s, Plur. -s u. ...tti: Mu
sikstück in etwas breitem Tempo; das kleine Largo (weni
ger schwer u. verhalten). Larlghi [...gi]: Plur. von îLargo.
LarlgiltiIon die; - (aus gleichbed. lat. largitio): (veraltet)
Freigebigkeit, larlgo (zi.; dies aus lat. largus, vgl. 'large):
breit, gedehnt, im langsamsten Zeitmaß (Vortragsanwei
sung; Mus.); largo assaiod. di molto: sehr langsam, schlep
pend; largo ma non troppo: nicht allzu langsam; un poco
[...ko] largo: ein wenig breit. Larlgo das; -]s], Plur. -s, auch
...ghi [.. .gi] : Musikstück im langsamsten Zeitmaß, meist im
7z- od. 4/2-Takt
lalrilfalri (scherzhafte Bildung aus den Solmisationssilben
la, re, fa>: (ugs. abwertend) oberflächlich, nachlässig. Lari|fa|ri das; -s, -s: (ugs. abwertend) Geschwätz, Unsinn
Lar|mor|prä|zes|silon [engl. 'lɑ:mɔ:...] die; - (nach dem
engl. Physiker Sir I. Larmor (1857-1942) u. zu ÎPräzessi
on): Präzessionsbewegung (vgl. Präzession 2) eines Atom
elektrons od. auch Atomkerns in einem Magnetfeld
(Kernphys.)
larmo yant* [larmoa'jant] {fr.; Part. Präs, von larmoyer
„weinen jammern“ zu larme „Träne“, dies aus gleichbed.
lat. lacrima): sentimental-weinerlich; mit allzu viel Gefühl
[u. Selbstmitleid]; vgl. Comédie larmoyante. Larlmoyanz die; - (zu Î ...anz): Weinerlichkeit, Rührseligkeit
Larlnax die; -, ..makes (aus gleichbed. gr. lárnax, Gen. lärnakos, eigtl. „Kasten, Kiste“): kleinerer ÎSarkophag, Ur
ne (Archäol.)
Larinit [auch ... nit] der; -s, -e (nach dem Vorkommen bei
Larne, einer Stadt in Nordirland, u. zu T2...it): ein graues
Î Kontaktmineral
L’art pour l'art [larpur'la:r] das; — {fr.; „die Kunst für die
Kunst“): die Kunst als Selbstzweck; Kunst, die keine be
stimmte Absicht u. keinen gesellschaftlichen Zweck ver
folgt
larlvai [,,.v...] (aus lat. larvalis „gespensterartig“ zu larva,
vgl. Larve): die Tierlarve betreffend; im Larvenstadium
befindlich (Biol.). Lar|val|pa|ra|si|tis|mus der; -: para
sitische Lebensweise einer Tierart während ihres Entwick
lungsstadiums als Larve (Biol.). Larlve [,,,fə] die; -, -n (aus
lat. larva „Gespenst, Maske“ zu Lar (vgl. Laren); also
eigtl. „das Aussehen von Laren“): 1. (veraltend, noch
landsch.) a) Gesichtsmaske; b) (iron. od. abwertend) [lee
res, nichts sagendes] Gesicht. 2. (veraltet) Gespenst; böser
Geist eines Verstorbenen. 3. Tierlarve; sich selbstständig
ernährende Jugendform vieler Tiere (mit anderer Gestalt
u. oft anderer Lebensweise als das vollständig entwickelte
Tier; Zool.). larlvielren [...v...] (zu Î..deren): (veraltet)
verstecken, verbergen, larlviert (zu T...iert): versteckt,
verkappt, ohne typische Merkmale verlaufend (Med.).
Lari vil pairie die; - {zu lat. parere „gebären" u. 12...ie>: die
Fähigkeit von Tieren, bereits geschlüpfte Larven zur Welt
zu bringen (z.B. bei einigen Insekten-, Amphibien-, Rep
tilienarten; Biol.). Larlvilzid das; -s, -e (zu ɪ,,,zid): Lar
ven tötendes Schädlingsbekämpfungsmittel
lalryng..., Lalryng... vgl. laryngo..., Laryngo... Lalryngal der; -s, -e (zu gr. lárygx, Gen. láryggos „Kehle,
Schlund, Speiseröhre“ u. l',,,al (2)>: Kehl[kopf]laut
(Sprachw.). La|ryn|ga|lis die; -, ...les [,,,le:s] (aus gleich
bed. nlat. laryngalis,dieszugr. lárygx, vgl. Laryngal): (ver
altet) svw. Laryngal. La|ryn|gal|the|o|rie die; -: Theo
rie, die den Nachweis von Laryngalen im Indogermani
schen zu erbringen versucht (Sprachw.). lalrynlgelal (aus
gleichbed. nlat. laryngealis): den tLarynx betreffend, zu
ihm gehörend (Med.). La|ryn|gek|to|mie* die; -, ...ien
795
<zu îlaryngo... u. T ...ektomie): operative Entfernung des
Kehlkopfs (Med.). Lalrynlgen: Plur. von ÎLarynx. Laryngitis die; -, ...itiden (zu t,,,itis): Kehlkopfentzün
dung (Med.), lalrynlgo..., Lalrynlgo..., vor Vokalen laryng..., Laryng... (zu gr. lárygx, Gen. láryggos „Kehle,
Schlund, Speiseröhre“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „Kehlkopf1, z. B. laryngoskopisch, Laryngospasmus, Laryngal. La|ryn|go|fis|sur die: -, -en: operative
Spaltung des Kehlkopfs, bes. des Schildknorpels (Med.).
Lalrynlgolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu
t...grafie): Röntgendarstellung des Kehlkopfs, wobei die
Innenoberfläche durch Einblasen eines Kontrastmittels
sichtbar gemacht wird (Med.).La|ryn|gollo|ge der; -n, -n
(zu t... loge): Facharzt für Kehlkopfleiden. Lalrynlgollogie die; - (zu t ...logie) : Teilgebiet der Medizin, das sich mit
dem Kehlkopf u. seinen Krankheiten befasst. Lalrynlgopholnie, auch ...fonie die; -, ...ien (zu T...phonie): die im
Kehlkopf gebildete u. über dem Kehlkopf zu hörende
Stimme (Med.). La|ryn|gor|rha|gie die; -, ...ien (zu gr.
rhêgnÿnai „reißen, bersten“. Analogiebildung zu t Hämor
rhagie): Kehlkopfblutung (Med.). Lalrynlgolskop* das;
-s, -e (zu t...skop): a) ebener Spiegel an einem Stiel zur in
direkten Betrachtung des Kehlkopfs; Kehlkopfspiegel; b)
röhrenförmiges Instrument mit Lichtquelle zur direkten
Betrachtung des Kehlkopfs; Kehlkopfspatel (Med.). Laryntgoskopie* die; -, ...ien (zu t...skopie): Untersu
chung des Kehlkopfs mit dem Laryngoskop; Kehlkopf
spiegelung (Med.), lalrynlgolskglpisch*: das Laryngo
skop od. die Laryngoskopie betreffend. La|ryn|go|spasmus* der;-, ...men: schmerzhafter Krampf im Bereich der
Î Glottis; Glottiskrampf, Stimmntzenkrampf (Med.). Laryn|go|ste|ng|se* ife; -, -n: krankhafte Verengung des
Kehlkopfs (Med.). La|ryn|goslto|mie* die; -, ...ien (zu
gr. stóma „Mund“ u. t2...ie>: operatives Anlegen einer
künstlichen Kehlkopffistel (eines röhrenförmigen Kanals)
durch Spaltung des Kehlkopfs in der Mittellinie (Med.).
La|ryn|go|tolmie die;-,...ien (über spätlat. laryngotomia
aus gr. laryggotomia „Kehlkopfschnitt“): operatives Öff
nen des Kehlkopfs; Kehlkopfschnitt (Med.). Lalrynlgozelle die;-, -n (zugr. këlê „Geschwulst; Bruch“): meist an
geborene, lufthaltige Ausbuchtung der Kehlkopfwan
dung; Blähhals (Med.). Lalrynx der; -, Laryngen (aus
gleichbed. gr. lárygx, Gen. láryggos): Kehlkopf (Med.).
La|rynx|kar|zi|nom das; -s, -e: Kehlkopfkrebs (Med.)
Lalsalgne* [la'zanjə] ¿Ze; -, -n (aus gleichbed. it. lasagne,
Plur. von lasagna „Bandnudel“, dies überdas Vulgärlat. zu
lat. lasanum „(Koch)geschirr“, dies aus gr. lásanon); ital.
Gericht, bei dem sehr breite Bandnudeln mit einer Hack
fleischmasse abwechselnd geschichtet u. mit Käse überba
cken sind (Gastr.)
la scia te ogni spelranlza, voi ch'enltralte [laja:...
'o:nji - voy k...] <z7. ; nach der Aufschrift über dem Eingang
zur Hölle in Dantes „Göttlicher Komödie“): lasst, die ihr
eintretet, alle Hoffnung fahren
Lalser [le:zn, engl. leɪzə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. la
ser, urspr. Kurzw. aus Zight amplification by stimulated
emission of radiation „Lichtverstärkung durch angeregte
Aussendung von Strahlung“): 1. Gerät zur Verstärkung
von Licht einer bestimmten Wellenlänge bzw. zur Erzeu
gung eines scharf gebündelten Strahls Î kohärenten Lichts
(Phys.). 2. internationalen Wettkampfbestimmungen ent
sprechende Einhandjolle für den Rennsegelsport (Kenn
zeichen: Sonne mit stilisiertem Laserstrahl). Lalseijabla ti on ['le:zt...] die; -, -en: Abtragung fester Stoffe durch
kurze, intensive Laserimpulse zur Überführung nicht od.
schwer schmelzbarer Stoffe in ein Î Plasma gleicher ehern.
Zusammensetzung. Ia|seijak|tiv: Licht verstärkend (von
in Lasern verwendeten Materialien; Phys., Techn.). Laser che mie die; -: Teilgebiet der ÎPhotochemie, in dem
lassieren
Laser ( 1 ) als Strahlungsquellen zur gezielten Anregung be
stimmter Energiezustände verwendet werden. Lalserchilrurlgie* die; -: spezielle Chirurgie, bei der Operatio
nen mit Laserstrahlen durchgeführt werden (z. B. am Au
ge). Lalserldilolde i//e; -, -n: als Laser im nahen Infrarot
arbeitende Halbleiterdiode zur Lichterzeugung u. -Ver
stärkung. Lalsetjdisc [...disk] die; -, -s (zu engl. disc
„Schallplatte“): schallplattenähnlicher audiovisueller
Programmträger aus Kunststoff, auf dem die Bild- und
Tonsignale eines aufgezeichneten Fernsehprogramms,
Films u. a. fest gespeichert sind u. der durch Laserstrahl
abtastbar ist, Bildplatte, Videoplatte. Lalsetjdrom*
[le:zn...] das; -s, -e (zu gr. drómos „Lauf; Rennbahn“):
Spielstätte, in der die Spieler in einer virtuellen Realität
aus Pistolen Laserstrahlen auf ihre jeweiligen Gegner ab
feuern, um sie aktionsunfähig zu machen. Lalseijfulsion [le:zn...] die; -, -en: Einleitung einer Kernverschmel
zung durch kurze energiereiche Laserstrahlen. Lalserkanone die; -, -n: Gerät, das einen Laserstrahl aussen
det. Lalserlmeldilzin die; -: Behandlung von Krankhei
ten mit Laserstrahlen, lalsern [le:zun] (zu ÎLaser (1)>: 1.
mit Laserstrahl behandeln (Med.). 2. Werkstoffe mit La
serstrahl bearbeiten. 3. mit einer Laserpistole die Fahrge
schwindigkeit von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr
messen.La|ser|pis|to|le die; -, en: 1. mobiles Gerät, wo
mit ein Strichcode auf Distanz gelesen werden kann. 2.
mobiles Gerät zur Geschwindigkeitsmessung von Kraft
fahrzeugen im Straßenverkehr. 3. Waffe in Science-Fiction-Filmen. Las er poin ter [...poyntn] der; -s, - (aus
gleichbed. engl. laser pointer, zu pointer „Zeigestock“):
Lasergerät, womit ein farbiger Lichtpunkt zur Hervorhe
bung bestimmter Stellen auf Projektionen ( 1 ) erzeugt wer
den kann. Lalserlprinlter der; -s, - (aus gleichbed. engl.
laser printer): mit Laserstrahl arbeitender Drucker (bes.
EDV). Lalserlspekltrolskolpie* die;-: Gesamtheit der
spektroskopischen Verfahren, die mit Laser (1) als Licht
quelle arbeiten. Lalserlstrahl der; -[e]s, -en: von einem
Laser (1) erzeugter Lichtstrahl. La|ser|tech|nik die; -,
-en: Anwendung des Lasers (1), z. B. zur Bearbeitung von
Werkstücken u. zu Präzisionsmessungen
lalsielren (zu ÎLasur u. Î ...ieren): 1. a) ein Bild mit durch
sichtigen Farben übermalen; vgl. Lasurfarbe; b) Holz mit
einer durchsichtigen Schicht (z. B. mit farblosem Lack)
überziehen. 2. etwas, eine Unsicherheit geschickt zu ver
bergen suchen. Lalsielrung die; -, -en (zu t,,,ierung): 1.
das Lasieren. 2. svw. Lasur
Läl si Ion die; -, -en (aus lat. laesio „Verletzung“ zu laesus,
Part. Perf. von laedere „verletzen, beschädigen“): 1. Ver
letzung od. Störung der Funktion eines Organs od. Kör
perglieds (Med.). 2. svw. Laesio enormis
Laslkar der; -s, ...karen (aus gleichbed. engl. lascar, dies
über das Ind. (Hindi) aus arab. al-‘áskar „Heer, Lager“):
(veraltet) ostind. Matrose, Soldat
Laslpeyres|in|dex [las'pɛ:r...] der; -[es], Plur. -e u. ...dizes
[...tse:s] (nach dem Statistiker E. L. E. Laspeyres,
1834-1913): eine Indexzahl in der Statistik, die den Ein
fluss von Inflation auf die Lebenshaltungskosten misst
Las|sa|fie|ber das; -s (nach dem nigerianischen Dorf Las
sa): durch ein Virus hervorgerufene, sehr ansteckende Er
krankung mit hohem Fieber, Gelenkschmerzen, Mund- u.
Gaumengeschwüren u. anderen Symptomen (Med.)
Laslsalllelalner der; -s, - (meist Plur.) (nach dem Politiker
F. Lassalle (1825-1864) u. zu î...aner): Anhänger Las
salles u. seiner politischen Ansichten. Las|sal|le|a|nismus der; - (zu T...ismus (1 )> : zusammenfassende Bez. für
die von Lassalle u. seinen Anhängern vertretenen politi
schen Anschauungen
laslsielren (zu ÎLasso u. Î...ieren): mit demt Lasso (1) ein
fangen
L
Lassitude
796
-n <aus fr. lassitude „Müdigkeit, Über La|te|bra* die; -, ...brae [...bre] (aus lat. latebra „Ver
steck“): flaschenförmiger Dotterkern des Eies (Biol.)
druss“, dies aus lat. lassitudo, vgl. Lassitudo): (veraltet)
svw. Lassitudo. Las|si|tu|do die; -, ...dines [...ne:s] <aus Late Hit ['leit -] der; - -s, - -s (zu engl. late „spät, verspätet“
u. hit ’,Schlag, Treffer“): zu spät ausgeführter Golfschlag
gleichbed. lat. lassitudo): Mattigkeit, Erschöpfung, Ermü
La-Tène-Stil [la'tɛ:n...] der; -[e]s (nach dem Schweiz. Fund
dung
ort La Tène am Neuenburger See (Schweiz)): in der LaLaslso das (österr. nur so) od. (seltener) der; -s, -s (unter
Tène-Zeit entstandene Stilrichtung der bildenden Kunst,
Einfluss von gleichbed. engl. lasso aus span, (südamerik.
die durch stilisierte pflanzliche u. abstrakte Ornamentik,
Variante) lazo,port. laço „Schnur, Schlinge“, dies über das
Tiergestalten u. menschliche Maskenköpfe gekennzeich
Vulgärlat. aus lat. laqueus „Schlinge, (Fall)strick; Fes
net ist. La-Tène-Zeit^ie; -: der zweite Abschnitt der eu
sel“): 1. Wurfschlinge zum [Einjfangen von Tieren. 2. Fi
ropäischen Eisenzeit. Ia|tène|zeit|lich: zur La-Tènegur im Eis- u. Rollkunstlauf
Zeit gehörig, aus ihr stammend
Las|su ['lɔʃʃu] der; - (aus gleichbed. ung. lassü zu lassan
„langsam“): der langsame, melancholisch-pathetische Late-Night-Show [leɪtnaɪtʃoʊ] die; -, -s (aus gleichbed.
engl. late-night show zu late-night „spät in der Nacht
Einleitungsteil des íCsárdás (Schreittanz der Männer;
(stattfindend)“ u. show, vgl. Show): Veranstaltung, Unter
Mus.)
haltungssendung, die am späten Abend beginnt bzw. statt
Las|ta|die [...ja, auch ... di:] die; -, -n [,,,iən, auch ,,,'di:ən]
findet
(aus gleichbed. mlat. lastadium, lastagium, dies aus dem
Germ.): (früher) Landeplatz für Schiffe, an dem die Wa Lalten|si|fi|ka|ti|on die; -, -en (verkürzt aus engl. latent
(image) intensification „Verstärkung des latenten (Bil
ren aus- u. eingeladen werden konnten
des)“; vgl. latent): Empfindlichkeitssteigerung durch eine
last, but not least ['lɑ:st bʌt nɔt 'li:st] (.engl.; „als Letzter
diffuse Langzeitnachbelichtung mit Licht schwacher In
(bzw. Letztes), aber nicht als Geringster (bzw. Gerings
tensität eines belichteten unentwickelten Films (Fotogr.).
tes)“): svw. last, not least
la|tent(z.T. über gleichbed. fr. latent aus lat. latens, Gen.
Lasltex® das; - (Kunstw. aus gleichbed. engl. lastex, dies
latentis, Part. Präs, von latere „verborgen sein“): 1. ver
unter Einfluss von elastic „elastisch“ gebildet zu ÎLatex):
steckt, verborgen ; [der Möglichkeit nach] vorhanden, aber
[elastisches Gewebe aus] Gummifäden, die mit Kunstsei
nicht hervortretend, nicht offenkundig. 2. ohne typische
den- od. Chemiefasern umsponnen sind
LasItingiZer; -s, -s (aus gleichbed. engl. lasting, eigtl. „Dau
Merkmale vorhanden, nicht gleich erkennbar, kaum od.
erhaftigkeit)“, zu to last „dauern“): damastartiger Stoff,
nicht in Erscheinung tretend (von Krankheiten od. Krank
heitssymptomen; Med.); vgl. Inkubationszeit. 3. unsicht
bes. für Möbel, Schuhe o.Ä.
Last-Mi|nute-An|ge|bot [ la:st mɪnɪt . ] das; -[e]s, -e (zu
bar, unentwickelt (Fotogr.). Laltenzdie; - (zu T...enz): 1.
engl. last-minute „in letzter Minute (vorgebracht)“): kurz
Verstecktheit, Verborgenheit. 2. zeitweiliges Verborgen
fristig wahrzunehmendes Angebot von Reiseveranstal
sein, unbemerktes Vorhandensein einer Krankheit (Med.).
tern, Fluggesellschaften u. Ä., um für frei gebliebene Plät
3. die durch die Nervenleitung bedingte Zeit zwischen
ze gegen Preisnachlass noch Interessenten zu gewinnen,
Reizeinwirkung u. Reaktion (Psychol.). Laltenzlei das;
last, not least [ lɑ:st nɔt 'li:st] (engl.; „als Letzter (bzw.
-[e]s, -er: Winterei vieler niederer Süßwassertiere (Wür
Letztes), nicht Geringster (bzw. Geringstes)“): in der Rei
mer u. Krebse), das im Gegensatz zum Sommerei dotter
henfolge zuletzt, aber nicht in der Bedeutung; nicht zu ver
reich u. durch eine Hülle geschützt ist. Latenzperiogessen
dedie; -, -n: Ruhepause in der sexuellen Entwicklung des
Lalsuri/ie; -, -en (über mlat. lazur(i)um, lazur „Blaustein,
Menschen zwischen dem 6. u. 10. Lebensjahr. Laltenzblauer Farbstoff1 aus arab. läzaward, pers. lägward, vgl.
phase die; -, -n: 1. svw. Latenzperiode. 2. svw. Inkuba
Azur): Färb-, Lackschicht, die den Untergrund durch
tionszeit. Laltenzlzeitdie; -, -en: svw. Inkubationszeit
scheinen lässt. La|sur|far|berfie; -, -n: durchsichtige Far Laltelra: Plur. von f Latus. laltelral (aus gleichbed. lat. la
be, mit der ein Bild übermalt wird; vgl. lasieren. Lalsulrit
teralis zu latus, Gen. lateris „Seite“): 1. seitlich, seitwärts
[auch ... 'rɪt] der; -s, -e (zu T2...it): tiefblaues, mitunter grün
[gelegen]; laterales Denken:Denken, das alle Seiten eines
liches od. violettes, feinkörniges, an Kalkstein gebundenes
Problems einzuschließen sucht, wobei auch unorthodoxe,
Mineral; Lapislazuli. Lalsurlsteinrfert -[e]s, -e: svw. La
beim logischen Denken oft unbeachtete od. ignorierte Me
pislazuli (2)
thoden angewendet werden. 2. von der Mittellinie eines
laslziv(aus gleichbed. lat. lascivus, eigtl. „übermütig, zü
Organs abgewandt, an der Seite gelegen (Med.). Laltelral
gellos“): a) durch gekünstelte Schläfrigkeit Sinnlichkeit
der; -s, -e (zu Î *... al (2)) : Laut, bei dem die Luft nicht durch
verbreitend [u. bei anderen sexuelle Begierde auslösend];
die Mitte, sondern auf einer od. auf beiden Seiten des
b) [in zweideutiger Weise] anstößig, unanständig, schlüpf
Mundes entweicht (z. B. I; Sprachw.). Laltelral... (zu Îla
rig. laslzilvielren [...v...] (aus gleichbed. lat. lascivere):
teral): Wortbildungselement mit der Bedeutung „seitlich,
(veraltet) ausgelassen, übermütig, lustig sein, sich ausge
seitwärts (gelegen), die Seite betreffend“, z.B. Lateralin
lassen, übermütig od. anstößig, unanständig benehmen.
farkt. La|te|rallef|fektder; -(e]s, -e: Störung bei tiefen
Las|zi|vi|täti&>; -, -en (aus spätlat. lascivitas, Gen. lasci
elektrischen Messungen, die durch seitlich gelegene Ab
vitatis „Mutwille; (geschlechtliche) Ausschweifung“): 1.
weichungen von der eingenommenen Normallagerung der
(ohne Plur.) laszives Wesen, laszive Art. 2. laszive (b) Äu
geologischen Horizonte hervorgerufen wird (Geophys.).
ßerung o.Ä.
La|te|ral|geo|tro|pis|mus der; -: seitliche, schräge od.
Laltalkiarfer; - (nach dem Einzugsgebiet der syrischen Ha
horizontale Krümmung eines wachsenden Pflanzenteils
fenstadt Latakia): schwarz geräucherter Orienttabak, der
durch einseitig gefördertes Wachstum (Bot.). La|te|ralbeliebt ist als Würztabak in englischen Rauchtabaken
inlfarktder; -[e]s, -e: îInfarkt im Bereich der Vorder- u.
Lältalre (aus lat. laetare „freue dich!“, Imp. Sing, von
Hinterwand der linken Herzkammer (Med.), la|te|ra|lilaetari; nach dem Eingangsvers des Gottesdienstes, Jesaja
sielren (zu Î...isieren): 1. nach der Seite verlagern, ver
66,10) : in der ev. Kirche Name des vierten Sonntags in der
schieben (Med.). 2. die Zuordnung von Gehirnhemi
Passionszeit (dritter Sonntag vor Ostern)
sphären zu psychischen Funktionen sich entwickeln las
Latch [lætʃ] das; -, -e (aus engl. latch „Riegel“): ÎFlipflop
sen. La|te|ra|li|tät die; - (zu Î ...ität): das Vorherrschen,
zur Speicherung von Informationen, bei dem Datenüber
die Dominanz einer Körperseite (z.B. Rechts- od. Links
nahme erfolgt, wenn am Takteingang ein aktives Signal
händigkeit; Psychol.). Laltelralllaut der; -[e]s, -e: svw.
vorliegt (EDV)
Lateral. La |te| rail plan der; -[e]s, ...pläne: Fläche des
Las|si|tü|de<í¿e; -,
797
Längsschnittes desjenigen Schiffsteils, der unter Wasser
liegt (Seew.). Laltelral|se|kre|ti|on* die; -, -en: Aus
scheidung von aus dem Nebengestein gelösten Stoffen in
Gesteinsklüften, wodurch Erzadern entstehen können
(Geol.). Laiteralskleirose* die; -, -n: ISklerose der
Seitenstränge des Rückenmarks (Med.). Laltelrallsystem das; -s: internationales Seezeichensystem zur Kenn
zeichnung der Seiten eines Fahrwassers (Seew.)
Laltelran der; -s (nach der Familie der Laterani aus der
röm. Kaiserzeit): außerhalb der Vatikanstadt gelegener
ehemaliger päpstlicher Palast in Rom mit ÎBasilika u. Mu
seum. Lalte|ran|kon|zi|li|en [,, iən] u. La|te|ran|synolden die (Plur.): die fünf im Mittelalter (1123-1512) im
Lateran abgehaltenen allgemeinen Konzilien
laltelrielren (aus spätlat. laterare „mit Seiten(teilen) ver
sehen“ zu latus, vgl. lateral): (veraltet) seitenweise zusam
menzählen
La|telri|sa|ti|on die; -, -en (zu lat. later „Ziegel(stein)“ u.
I...isation): svw. Laterisierung; vgl. ...ation/...ierung. Late ri sieirung die; -, -en (zu Î...isierung): Entstehung von
Laterit; vgl. ...ation/...ierung. La te nt [auch ... rit] der;
-s, -e (zu T2...it> : roter Verwitterungsboden in den Tropen
u. Subtropen
Lalterlna maigi ca [-...ka] die; - -, ...nae [...ne] ...cae [,..ke]
(aus nlat. laterna magica „Zauberlaterne“; vgl. Laterne u.
magisch): 1. einfachster, im 17. Jh. erfundener Projekti
onsapparat. 2. Form der Bühnenaufführung (Ballettdar
bietung) in Kombination mit vielfältiger Projektion von
Filmen u. Diapositiven auf [variable] Bildwände. Lalterne die; -, -n (aus (spät)lat. la(n)terna „Laterne, Lampe“,
dies aus gr. lamptër „Leuchter, Fackel, Laterne“ zu lámpein „leuchten“): 1. durch ein Gehäuse aus Glas, Papier
o.Ä. geschützte [tragbare] Lampe. 2. auf die Scheitelöff
nung einer Kuppel gesetztes, von Fenstern durchbroche
nes Türmchen (Archit.)
La¡te|ro|fle|xi|on die; -, -en (zu lat. latus, Gen. lateris „Sei
te“ u. ÎFlexion): Seitwärtsbeugung (z.B. des Rumpfes
nach links od. rechts; Med.). Laltelrollog das; -s, -e (zu
îLog): spezielles elektrisches Bohrlochmessverfahren,
das eine bessere Beurteilung der geologischen Schichten
im bohrlochfernen Bereich sichert. Laltelrolpolsiltilon
die; -, -en: Seitwärtsverlagerung eines Organs (Med.)
Laltex der; -, ...tizes [,..tse:s] (über lat. latex, Gen. laticis
„Flüssigkeit, Nass“ ausgr. lätax „der Tropfen“): Milchsaft
einiger tropischer Pflanzen, aus dem Î Kautschuk, Kleb
stoff u. a. hergestellt wird u. der zur Imprägnierung dient,
laltelxielren (zu T...ieren>: mit einer aus Latex hergestell
ten Substanz beschichten, bestreichen o.Ä. Laltexltest
der; -[e]s, Plur. -s, auch -e: t serologische Untersuchungs
methode, bei der Latexpartikel als Antigenträger verwen
det werden (u. a. zum Nachweis von Rheumafaktoren od.
als Schwangerschaftstest; Med.)
Lalthraea* [,,,'trɛ:a] die; - (aus gleichbed. nlat. lathraea zu
gr. lathraios „verborgen, heimlich“ (der Stängel ist bis auf
die Blütentraube verborgen)): Schuppenwurz, eine schma
rotzende Pflanze auf Haselsträuchern u. Erlen
Lalthylrin das; -s (zu nlat. lathyrus (dies aus gr. läthyros
„Hülsen tragende Pflanze“) u. t...in (1)): Gift in den Sa
men der als Futterpflanze angebauten Erbsenart Lathyrus
(Platterbse). Lalthylrislmus der; - (zu t...ismus (3)>:
chronische Vergiftung bei überwiegender Ernährung mit
den Samen bestimmter Platterbsen (z. B. Kichererbse),
bes. in Südostasien u. Südeuropa vorkommend (Med.)
Lalti|fun|dilen|wirt|schaft [,,,iən...] die; - (zu îLatifun
dium): Bewirtschaftung eines Großgrundbesitzes durch
abhängige Bauern in Abwesenheit des Besitzers (z.B. in
Südamerika). La|tilfun|di|um das; -s, ...ien [,,,iən] (aus
gleichbed. lat. latifundium, zu latus „breit" u. fundus
„Grund, Boden“): 1. von Sklaven bewirtschaftetes Land
lätös
gut im Römischen Reich. 2. (nur Plur.) Liegenschaften,
großer Land- od. Forstbesitz
Laltilmelria die; - (aus nlat. latimeria; nach der Entdecke
rin M. E. D. Courtenay-Latimer (*1907)): zu den Quas
tenflossern zählende Fischart, die als ausgestorben galt,
aber 1938 wieder entdeckt wurde (so genanntes lebendes
Fossil)
la|ti|ni|sielren (aus spätlat. latinizare „ins Lateinische
übersetzen“): in lateinische Sprachform bringen; der la
teinischen Sprachart angleichen. La|ti|ni|sie|rung die; -,
-en (zu Î...ierung): das Latinisieren. La|ti|nis|mus der; -,
...men (zu t...ismus (4)): Entlehnung aus dem Lateini
schen; dem Lateinischen eigentümlicher Ausdruck in ei
ner nicht lateinischen Sprache. Laltilnist der; -en, -en (zu
Î.. .ist) : jmd., der sich wissenschaftlich mit der lateinischen
Sprache u. Literatur befasst (z.B. Hochschullehrer, Stu
dent). Laltilniltät die; - (aus gleichbed. lat. Latinitas,
Gen. Latinitatis): a) klassische, mustergültige lateinische
Schreibweise; b) klassisches lateinisches Schrifttum. La
tin Lolver ['lætɪn 'lʌvə] der; - ~[s], - -s, auch Laltinllolver
der; -[s], -s (aus engl. Latin lover, eigtl. „lateinischer Lieb
haber“): feuriger südländischer Liebhaber; Papagallo.
La tilno [la...] <7<?r;-s, -s (aus amerik.-span. latino „Latein
amerikaner“ zu span, latino „lateinisch“, dies aus lat. latinus): svw. Hispanoamerikaner. La tin Rock ['lætɪn 'rɔk]
der; - -[s], auch Laltinlrock der; -s (aus engl. Latin rock,
eigtl. ,,latein[amerikan]iseher Rock“): um 1970 in den
USA entstandener Stilbereich der Rockmusik, der Spiel
elemente der lateinamerik. Musik aufgreift. Laltilnum
[la...] das; -s (gekürzt aus lat. examen Latinum „lateinische
Prüfung“ zu Latinus „lateinisch“, eigtl. „zur Landschaft
Latium (um Rom) gehörend“): a) an einer höheren Schule
vermittelter Wissensstoff der lateinischen Sprache; b)
durch eine Prüfung nachgewiesene, für ein bestimmtes
Studium vorgeschriebene Kenntnisse in der lateinischen
Sprache; vgl. Graecum u. Hebraicum. Laltit [auch ... tit]
der; -s, -e (nach der Landschaft Latium (um Rom) u. zu
T2...it>: zu den Alkaligesteinen gehörendes vulkanisches
Gestein aus t Plagioklas, t Sanidin u. anderen Mineralien
wie t Augit u. T Biotit
Lältiltia die; - (aus gleichbed. lat. laetitia zu laetus „fröh
lich, vergnügt“): (veraltet) Fröhlichkeit, Frohsinn
Laltiltülde ¿Zze; -, -n (aus gleichbed. fr. latitude, dies aus lat.
latitudo „Breite“): 1. geografische Breite. 2. (veraltet)
Weite, Spielraum. I a I tiItu I di I nal (zu lat. latitudo, Gen. la
titudinis „Breite“ u. tɪ,,,al (1)): den Breitengrad betref
fend. Lalti|tuldi|na|ri|er [...in] der; -s, - (aus engl. latitudinarian „Freidenker“; vgl. Latitudinarismus): 1. Anhän
ger des Latitudinarismus. 2. (veraltet) jmd., der nicht allzu
strenge Grundsätze hat, der duldsam, tolerant ist, z. B. al
les, was gefällt, als ästhetisch gelten lässt. La|ti|tu|di|narisimus der; - (aus gleichbed. engl. latitudinarism zu lati
tude, dies aus /aZ. latitudo, Gen. latitudinis „Breite“; vgl.
...ismus (1)): (im 17. Jh. entstandene) Richtung der angli
kanischen Kirche, die durch ihre konfessionelle Toleranz
u. ihre Offenheit gegenüber den Erkenntnissen der moder
nen Wissenschaft gekennzeichnet ist
Laltiv der; -s, -e [...va] (aus gleichbed. lat. (casus) lativus zu
latus „getragen, gebracht“, Part. Perf. von ferre „tragen;
(über[bringen“) : in nicht indogermanischen Sprachen Ka
sus (im Lateinischen Sonderfall, spezielle Bedeutung des
Akkusativs), der eine Richtung od. ein Ziel bezeichnet
(Sprachw.)
Latilzes [,,,tse:s]: Plur. von TLatex
Laltolmie die; -, ...ien (aus gr. latomia „Steinbruch“ zu las
„Stein“ u. tome „das Schneiden, der Schnitt“): 1. Stein
bruch im Altertum, der als Gefängnis diente. 2. (veraltet)
Freimaurerei
lältös (aus gleichbed. fr. laiteux zu lait „Milch“, dies aus lat.
Latosol
lactem, Akk. von lac): (veraltet) milchig, milchartig [aus
sehend]
Laltolsol der; -s <zu lat. later „Ziegel(stein)“ u. solum „Bo
den“): svw. Ferralsol
La\tr\e* die; - (ü\}er kirchenlat. latria „Gottesdienst“ ausgr.
latreia „Dienst, Gottesverehrung“): die Gott u. Christus
allein zustehende Verehrung, Anbetung (kath. Kirche)
Laltrilne* die; -, -n (aus gleichbed. lat. latrina, älter lavatri
na, eigtl. „Wasch-, Baderaum“ (zu lavare „waschen“)):
primitive Toilette; Senkgrube. Laltri|nen|pa|ro|le die; -,
-n: (ugs. abwertend) Gerücht
La ¡tus das; -, Latera (aus lat. latus „Seite“): 1. Seite, seitli
che Hälfte eines Organs (Med.). 2. (veraltet) Gesamtbe
trag einer Seite, der auf die folgende zu übertragen ist;
Übertragssumme
Laulda die; -, ...de (aus gleichbed. it. lauda zu (m)lat. lau
des, vgl. Laudes): im Mittelalter in Italien ein volkstümli
cher geistlicher Lobgesang, lauldalbel (aus gleichbed.
lat. laudabilis): löblich, lobenswert. Lau|dalbi|li|tät<fe; (aus gleichbed. /at. laudabilitas, Gen. laudabilitatis): (ver
altet) Lobenswürdigkeit, Löblichkeit. Lau|da|men|tum
das; -, ...ta (aus gleichbed. mlat. laudamentum): (veraltet)
[Handjgelöbnis
Lauldalnum das; -s (aus gleichbed. mlat. laudanum, wohl
zu lat. ladanum, vgl. Ladanum): in der mittelalterlichen
Medizin Bez. für jedes Beruhigungsmittel, später für Lö
sung von Opium in Alkohol; Opiumtinktur (ein Beruhigungs- u. Schmerzmittel)
Lauldaltio die; -, Plur. ...ones [,,,ne:s] u. ...onen (aus lat.
laudatio „Lobrede“ zu laudare „loben“): anlässlich einer
Preisverleihung o.Ä. gehaltene Rede, in der die Leistun
gen u. Verdienste des Preisträgers hervorgehoben werden.
Lauldaltilon die; -, -en: Lobrede, lauldaltiv (aus gleich
bed.
laudativus); (veraltet) lobend. Lauldaltor fer; -s,
...oren (aus gleichbed. lat. laudator): jmd., der eine Lau
datio hält; Redner bei einer Preisverleihung, lauldaltorisch (aus lat. laudatorius „lobend“): (veraltet) eine Lau
datio haltend; den Laudator betreffend. Lauldalzislmus
der;- (zu t...ismus (5)): (veraltet) Lobhudelei, lauldalzistisch (zu T ...istisch) : (veraltet) lobhudelnd. 1Lau|de die;
-, ...di (aus gleichbed. it. laude, Nebenform von lauda, vgl.
Lauda): svw. Lauda. 2Lau|de:Plur. von ÎLauda. Lauldemilumzfes; -s, ...ien [,,,ɪən] (aus gleichbed. mlat. laudemium zu lat. laudare, vgl. laudieren): Abgabe an den Lehns
herrn (altes dt. Recht). Lauldes [,,,de:s] die (Plur.) (aus
(m)lat. laudes „Lobgesänge (der Stundengebete)“): im
kath. Î Brevier enthaltenes Morgengebet. Lauldi: Plur.
von t'Laude. laudieren (aus lat. laudare „loben;
(jmdn.) nennen, erwähnen, zitieren“): (veraltet) 1. loben.
2. [dem Gericht] einen Zeugen Vorschlägen, benennen
(Rechtsw.). Laudisten die (Plur.) (zu t...ist>: Hymnenu. Psalmensänger des 13.-16. Jh.s
Laulmonltit [auch ... tit] der; -s, -e (nach seinem Entdecker,
dem franz. Mineralogen F. P. N. Gillet de Laumont
(1747-1834) u. zu t2...it): glas- od. perlmutterartiges Mi
neral aus der Gruppe der Î Zeolithe
Launch [lɔ:n(t)ʃ] der; -, -es (aus gleichbed. engl. launch zu
to launch, vgl. launchen): (von neuen Produkten) Einfüh
rung auf dem Markt; Lancierung (bes. Werbespr.). laun
chen ['lɔ:n(t)ʃən] (aus gleichbed. engl. to launch zu altfr.
lancier) : auf dem Markt einführen (von neuen Produkten) ;
lancieren (1,2). Launlcher ['lɔ:n(t)ʃə] der u. das; -s, - (aus
gleichbed. engl. launcher): Startvorrichtung, bes. für Ra
keten
Laulra u. Lawra <fe; -, ...ren (ausgr. laüra „(enge) Gasse“):
1. Eremitensiedlung der Ostkirche. 2. ein bedeutendes
tzönobitisches Kloster (z.B. auf dem Berg Athos)
Lau|ra|sia die; - (Kurzw. aus t Laurentia u. lat. Asia
„Asien“): Urkontinent auf der Nordhalbkugel (Nordame
798
rika, Europa, Nordasien), der seit dem ÜJura z.T. ausei
nander driftete
Laulrat das; -s, -e (zu lat. laurus „Lorbeer(baum)“ u.
t. ..at" (2)): Salz der TLaurinsäure (Chem.). Laulre at
der; -en, -en (zu lat. laureatus „mit Lorbeer bekränzt“):
a) in der Antike ein mit dem Lorbeerkranz gekrönter
Dichter; vgl. Poeta laureatus; b) jmd., der einen Preis er
hält, dem eine besondere Auszeichnung zuteil wird;
Preisträger. Lau|re|a|ti|on die; -, -en (zu t`,,,ion): (veral
tet) Verleihung des Lorbeerkranzes, Krönung mit dem
Lorbeerkranz
Laulrel ['lɔrəl] der; -[s], -[s] (aus engl. laurel „Lorbeer“, dies
über altfr. laurier, lorier, lor aus lat. laurus): alte engl.
Goldmünze zu 20 Shilling mit dem lorbeerbekränzten
Kopf des engl. Königs Jakobi. (1566-1625, König seit
1603)
Laulrenltia <fe; - (nlat.; vom latinisierten Namen des
Sankt-Lorenz-Stromes): altes Festland in Kanada u.
Grönland (Geol.). laulrenltisch: die Laurentia betref
fend; laurentische Faltung, laurentische Gebirgsbildung,
laurentische Revolution: Hochgebirgsbildung am Ende des
Î Archaikums (Geol.)
laulreltalnisch (nach dem latinisierten Namen des ital.
Wallfahrtsortes Loreto): aus Loreto, zu Loreto gehörend;
Lauretanische Litanei: im 16. Jh. in Loreto entstandene
Marienlitanei; vgl. Litanei
Laulrinlsäu ¡reife; -,-n (zu lat. laurus (vgl. Laurus) u. Î...in
(1)): Fettsäure mit 12 Kohlenstoffatomen im Molekül, die
u. a. im Lorbeeröl u. Kokosnussöl als Glyzerinester vor
kommt
Laulrit [auch ...'rit] der; -s, -e (nach dem Vornamen Laura
(it. Kurzform von Laurentia, dies weibliche Form von lat.
Laurentius „aus Laurentum“, einer alten Stadt der Latiner
südlich von Rom) u. zu t2...it>: ein schwarzes Mineral
Laulrus der; Gen. - u. -ses, Plur. - [,,,ru:s] u. -se (aus gleich
bed. lat. laurus): Lorbeerbaum
Laultal das; -s (Kunstw. aus Lauta (Stadt bei Hoyerswerda
mit Aluminiumhütte) u. TAluminium): eine AluminiumKupfer-Legierung von großer Festigkeit
Laultelnist der; -en, -en (aus gleichbed. mlat. lutanista zu
lutana „Laute“, dies wie altfr. lëutu. altprovenzal. laiut aus
arab. al-’ud „Laute, Zither“, eigtl. „(Instrument aus)
Holz“): jmd., der [als Berufsmusiker] Laute spielt; Lau
tenspieler
Lalva ['la:va] die; -, Laven (aus gleichbed. it. lava, neapolitan. lave, weitere Herkunft ungeklärt): der bei Vulkanaus
brüchen an die Erdoberfläche tretende Schmelzfluss u.
das daraus durch Erstarrung hervorgehende Gestein (Ge
ol.)
La|va|bel [...v...] der; -s (zu fr. lavable „waschbar“, dies zu
laver aus lat. lavare „waschen“): feinfädiges, waschbares
Kreppgewebe in Leinwandbindung (Webart). La|va|bo
das: -[s], -s (aus lat. lavabo „ich werde waschen“; nach
Psalm 26,6): 1. Handwaschung des Priesters in der kath.
Liturgie. 2. vom Priester bei der Handwaschung verwen
detes Waschbecken mit Kanne; vgl. Aquamanile. 3.
(Schweiz.) Waschbecken. Lalvalge [ -ʒə] die; -, -n (aus
gleichbed. fr. lavage): Spülung, Ausspülung, z.B. des Ma
gens (Med.)
La|val|dü|se [...v...] die; -, -n (nach dem schwed. Ingenieur
C. G. P. de Laval (1845-1913)): Düse mit anschließender
Erweiterung, die dem durchströmenden Medium (z.B.
Dampf) eine höhere Geschwindigkeit verleiht, als mit ein
facher Düse erreichbar wäre. La|val|tur|bi|ne die; -, -n:
Einstufenturbine früherer Bauart für hohe Drehzahlen mit
nur einem Laufrad
La|va|ti|on [...v...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. lavatio zu
lavare „waschen“): (veraltet) das Baden, Waschen (bes.
als rituelle od. religiöse Zeremonie). Lavement
799
[lav(ə)'ma:] das; -s, -s <aus gleichbed./r. lavement): (veral
tet) svw. Klistier
Lalven [,..v...J: Plur. von tLava
la ven del [...v...] (zu t’Lavendel): [blau]vioɪett (wie die
Blüte des Lavendels). ’Lalvenldel der; -s, - (aus gleichbed. it. lavendola zu lavanda „was zum Waschen dient“,
Gerundivum von lat.-il. lavare „waschen“): Heil- u. Ge
würzpflanze, die auch für Parfüms verwendet wird. 2Laven del das; -s (zu T’Lavendel): mit Lavendelöl herge
stelltes Parfüm: Lavendelwasser. 3La|ven|del das; -s, (zu (’Lavendel (weil der Schichtträger hellblau angefärbt
ist)): (bei Schwarzweißfilmen lavendelblaue) Kopie vom
Negativfilmstreifen (vgl. Negativ) des Originals, die zur
Herstellung von weiteren Negativen dient. Lalvenldullan
der; -s, -e (Kunstw. zu T ’Lavendel, wegen der blauen Fär
bung): ein blaues, glänzendes Mineral
Lalvette [la'vɛt] i/ze; -, -n [...tan] (aus gleichbed./r. lavette
zu laver aus lat. lavare „waschen“): (veraltet) Waschlap
pen
Lalvezlstein [...v...] der; -[e]s, -e (zu älter it. lavezzo bzw.
laveggio, Bez. für eine (talkige) Sandsteinart, die an einem
Felsen bei Chiavenna (Lombardei) abgebaut wurde u. z. B.
als Schleifmittel verwendet wurde): Topfstein, bes. dichte
Aggregate (3) des tSteatits (z.T. im Gemenge mit t2Chlorit, Quarz u. a.), die zur Herstellung von elektrischen Iso
liermassen u. zur Auskleidung von Öfen verwendet wer
den
’lalvielren
(aus it. lavare „(ver)waschen“, dies aus
lat. lavare): a) die aufgetragenen Farben auf einem Bild
verwischen, damit die Grenzen verschwinden; b) mit ver
laufenden Farbflächen arbeiten
2lalvie|ren [,..v...] (aus niederl. laveren zu loev „Luv, Wind
seite", eigtl. „den Wind abgewinnen“): 1. mit Geschick
Schwierigkeiten überwinden, vorsichtig zu Werke gehen,
sich durch Schwierigkeiten hindurchwinden. 2. (Seemannsspr. veraltet) im Zickzack gegen den Wind segeln;
kreuzen
La|vier|malnier [...v...] die; - (zu Î 'lavieren u. 1 Manier): li
thografisches Verfahren, bei dem das Bild mit Pinsel u.
dünner Tusche auf eine gekörnte Aluminium- od. Zink
platte aufgetragen wird
La|vi|pe|di|um [,..v...] das; -s, ...ien [...ian] (zu lat. lavare
„waschen“, pes, Gen. pedis „Fuß“ u. t...ium): Fußbad
(Med.)
lälvolgyr [...v...] (zu lat. laevus „links“ (aus gleichbed. gr.
laiös) u. spätlat. gyrare „in einem Kreis herumdrehen“ (zu
gr. gyrós „gebogen, rund“)): die Ebene Îpolarisierten
Lichts nach links drehend (Phys., Chem.) ; Zeichen 1 ; Ggs.
t dextrogyr
La voir [la'voa:u] î/ûj; -s, -s (aus gleichbed./r. lavoir zu laver
„waschen“, dies aus lat. lavare): (veraltet) Waschbecken,
-schüssel
Lälvolkarldie [,..v...J die; -, ...ien (zu lat. laevus (vgl. lävogyr), gr. kardia „Herz“ u. Î2...ie): die normale Lage des mit
seiner Spitze nach links zeigenden Herzens (Med.)
Lalvor [...v..., auch ...f...] das; -s, -e (zu îLavoir): (südd.) La
voir, Waschbecken
Lälvullinlsäulre [...v...] die; - (zu ÎLävulose u. t...in (1)):
eine organische Säure, die durch Kochen von Fruchtzu
cker mit verdünnter Salzsäure entsteht. Lälvullolse die; (zu lat. laevus „links“ u. î2...ose, wegen der Eigenschaft
des Zuckers, bei optischer Darstellung in chem. Versuchen
die Ebene des polarisierten Lichts nach links zu drehen):
(veraltet) Fruchtzucker. Lä|vu|lo|su|r[e* zZze; - (zu
t...urie): das Auftreten von Lävulose im Harn (Med.)
Law [lɔ:] das; -s (aus gleichbed. engl. law): engl. Bez. für Ge
setz, Recht; Rechtswissenschaft, law and orlder ['lɔ: ənd
'ɔ:də] (aus engl. law and order „Gesetz und Ordnung“):
(oft abwertend) Schlagwort mit dem Ruf nach Bekämp
Layouterin
fung von Kriminalität u. Gewalt durch entsprechende Ge
setzes-, Polizeimaßnahmen o.Ä.
La wi ne die; -, -n (aus ladin. lavina „Schnee-, Eislawine“,
dies aus mlat. labina „Erdrutsch“ zu lat. labi „gleiten“;
vgl. labil): 1. an Hängen niedergehende Schnee-, Eis- od.
Stein- u. Staubmassen. 2. a) Kette sich überstürzender Er
eignisse, von denen eines das andere auslöst; b) große,
endlose Menge (z.B. von Zuschriften, Anfragen). Ia|winen ar tig: wie eine Lawine (immer größer, gewaltiger
werdend, anschwellend). Lalwi|nen|ga|le|rie die; -,
...ien [,,,i:ən]: Überdachung für lawinengefährdete Stra
ßenabschnitte an Berghängen. La|wi|nenlkalta|strophe * die; -, -n: Lawinenunglück von großem Ausmaß
Lawlka die; -, ...ki (aus russ. lavka „kleiner Kaufladen“):
russ. Bez. für Kramladen, Verkaufsbude
'Lawn [lɔ:n] das; -s (aus gleichbed. engl. lawn, dies nach der
franz. Stadt Laon): sehr feine Leinwand
2Lawn [lɔ:n] das; -s, -s (aus engl. lawn „Rasen“, dies aus
altfr. launde, lande „Heide, Moor“, dies aus dem Kelt.): a)
(veraltet) ebener Platz im Park; b) Rasen[platz]. Lawnbowlling ['lɔ:n'boolɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
lawn bowling): Kugelspiel auf glattem Rasen. Lawnltennis ['lɔ:n...] das; - (aus gleichbed. engl. lawn tennis): Ten
nis auf Rasenplätzen
Lawlra vgl. Laura
Lawlrenlcit [lɔrən'tsi:t, auch ..,'tsit] der; -s, -e (nach dem
Vornamen des amerik. Chemikers u. Mineralogen Law
rence Smith (/1883) u. zu T2...it): ein grünes Mineral
Lawrencium [ɪo'rɛntsiʊm] das; -s (nach dem amerik.
Physiker E.O. Lawrence (1901-1958) u. zu t ...ium): künst
lich hergestelltes chem. Element, ein Transuran; Zeichen
Lw
Law son ['lɔ:sn] das; -[s] (nach dem brit. Arzt u. Botaniker
J. Lawson, 1794-1876) : gelber, in alkalischer Lösung oran
geroter Naturfarbstoff, der aus Hennablättern isoliert
werden kann
Lawlsolnit [lɔ:sə'ni:t, auch ... nit] der; -s, -e (nach dem ame
rik. Geologen A. C. Lawson (1861-1952) u. zu î2...it>: ein
bläulicher bis farbloser Î Zeolith
lax (aus lat. laxus „schlaff, locker“): nachlässig, ohne feste
Grundsätze, nicht streng auf etwas achtend. Lalxans das;
-, Plur. ...antia u. ...anzien [...ian] (zu lat. laxans „lo
ckernd“, Part. Präs, von laxare, vgl. laxieren): Abführmit
tel von verhältnismäßig milder Wirkung (Med.). Lalxaltiv
das; -s, -e [...va] u. Laxaltilvum [...v...] das; -s, ...va (aus
spätlat. laxativum, substantiviertes Neutrum von laxativus
„lindernd“, Intensivbildung von lat. laxus, vgl. lax): svw.
Laxans. Laxlheit die; -, -en: a) (ohne Plur.) laxes Wesen,
laxe Haltung; b) Nachlässigkeit, lalxielren (aus lat. laxare
„erleichtern, lindern“, eigtl. „schlaff machen, lockern“):
abführen (Med.). Lalxislmus der; - (zu t...ismus (1)): von
der Kirche verurteilte Richtung der kath. Moraltheologie,
die Handlungen auch dann für erlaubt hält, wenn nur eine
geringe Wahrscheinlichkeit für das Erlaubtsein dieser
Handlungen spricht
Lay [lai] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. lay, dies aus altfr. lai,
vgl. Lai): engl. Bez. für ein kurzes erzählendes Gedicht,
z. B. ein Lied
Laylout, auch Lay-out [le:'aʊt, auch le:...] das; -s, -s (aus
gleichbed. engl. layout, eigtl. „das Ausbreiten, Zurechtle
gen“): 1. Text- u. Bildgestaltung einer Seite bzw. eines Bu
ches. 2. skizzenhaft angelegter Entwurf von Text- u. Bild
gestaltung eines Werbemittels (z.B. Anzeige, Plakat) od.
einer Publikation (z.B. Zeitschrift, Buch). 3. Schema für
die Anordnung der Bauelemente einer Schaltung (Elektro
nik). layloulten [le:'aʊtn] (aus gleichbed. engl. to lay out):
Layouts herstellen, im Layout gestalten. Layloulter der;
-s, -: Gestalter eines Layouts. Laylou|te|rin die; -, -nen:
weibliche Form zu Î Layouter
Lazarett
-[e]s, -e (über fr. lazaret „Seuchenkranken
haus“ aus gleichbed. it. lazzaretto, venez, lazareto, nazareto (nach dem Namen der venez. Kirche „Santa Maria di
Nazaret“, bei der im 15. Jh. ein Hospital für Aussätzige
war), Wechsel im Anlaut unter Einfluss von it. lazzaro
„aussätzig, Aussatz“; vgl. Lazarus): Krankenanstalt für
verwundete od. erkrankte Soldaten; Militärkrankenhaus.
La|za|rett|schiff das; -[e]s, -e: Schiff, das dazu dient,
kranken bzw. schiffbrüchigen Personen im Krieg auf See
Hilfe zu bringen u. sie dann an Land zu transportieren, wo
bei es laut Völkerrecht von Krieg führenden Parteien nicht
angegriffen werden darf. La|za|rist der; -en, -en (nach
dem Mutterhaus Saint-Lazare in Paris u. zu Î ...ist): Ange
höriger einer kath. Kongregation von Missionspriestern;
vgl. Vinzentiner. La I za I rus der; -[ses], -se (nach der Ge
stalt des kranken Lazarus im Neuen Testament, Lukas
16,20 ff.): (ugs.)jmd., der schwer leidet; Geplagter; armer
Teufel
la|ze|ra|bel (aus gleichbed. spätlat. lacerabilis zu lat. lace
rare, vgl. lazerieren): (veraltet)zerreißbar. La|ze|ra|ti|on
die; -, -en (aus lat. laceratio „das Zerfetzen, Zerreißen“):
1. Einriss, Zerreißung [von Körpergewebe] (Med.). 2.
Form der ungeschlechtlichen Fortpflanzung bei Î Aktinien
(Zool.). lalzelraltiv (zu Î ...iv): (veraltet) zerreißend, zer
fleischend; verleumdend, lalzelrielren (aus lat. lacerare
„zerfetzen, zerfleischen“): einreißen (Med.)
Lalzerlter/ie; -, -n (aus gleichbed. lat. lacerta): (selten) Ei
dechse
La|zu|lith[auch ... lit] der; -s, -e (zu mlat. lazur(i)um „Blau
stein“ (vgl. Lasur) u. t.Jith): ein himmelblaues bis bläu
lich weißes Mineral; Blauspat
Laz|za|ro|ne¿/er; Gen. -[n] u. -s, Plur. -n u. ...ni (aus it. lazzarone „Lump(enkerl), Schuft“, dies aus älter it. lazzarone
„fauler Mensch, Tagedieb“): Armer, Bettler in Neapel
Lazlzoáer; -, ...zi (meist Plur.) (aus it. lazzo „komische Ge
bärde, Posse“): komischer, meist mimischer Spaß in der
t Commedia dell’Arte
LCD [ɛltse` deɪ, engl. ɛlsi:'di:...] (Abk. für engl. Ziquid crystal
¿/isplay „Flüssigkristallanzeige“): Anzeigevorrichtung]
für Ziffern u. Zeichen mithilfe flüssiger Kristalle (z.B. bei
Digitaluhren u. Taschenrechnern; Elektronik)
Lea [li:] das; -, - (aus gleichbed. engl. lea zu mittelengl. lee,
möglicherweise rückgebildet aus lees (einer Maßeinheit
für Garn) od. zu fr. lier „(zusammen)binden. (verknüp
fen“, dies aus lat. ligare, vgl. Ligand): früheres engl. Garn
maß (= 109,68m [für Baumwollgarn]; = 274,20m [für
Leinen-u. Hanfgarn]; = 73,15m [für Kammgarn])
Lead [li:d] das; -[s] (aus gleichbed. engl. lead (Bed. 2 u. 3
über amerik. lead) zu to lead „(an)führen“): 1. die Füh
rungsstimme im Jazzensemble (oft Trompete od. Kor
nett, 2). 2. das Vorauseilen, der Vorsprung bestimmter
Werte vor anderen im Konjunkturverlauf (Wirtsch.). 3.
Anfang, Beginn, [kurz zusammenfassende] Einleitung zu
einer Veröffentlichung od. Rede. Lealder [ li.:du] der; -s, (aus engl. leader „(An)führer“ zu to lead, vgl. Lead): 1.
Kurzform von Î Bandleader. 2. Spitzenreiter (beim Sport).
Leadlgiltarlre ['li:d...] die; -, -n: elektr. Gitarre, auf der
die Melodie gespielt wird; vgl. Rhythmusgitarre. Leadlgitarlrist der; -en, -en: jmd., der die Leadgitarre spielt
Lead Ihil I lit [lcd..., auch ... lit] der; -s, -e (nach dem schott.
Gebirge Leadhills in der Grafschaft Lanarkshire u. zu
t2...it): ein t monoklines Bleimineral von gelb- od. grauwei
ßer Farbe
Lealkage ['li:kɪdʒ] die; - (aus gleichbed. engl. leakage zu to
leak „leck sein; tropfen, durchsickern“; vgl. Leckage):
Sickerstrahlung, die durch eine Abschirmung noch durch
tretende Strahlung (z.B. an Reaktoren, Röntgenappara
ten)
Lean Com|pu|ting ['li:nkəm'pju:tɪŋ] das; - -s (aus engl.
La I za I rett ¿Zas;
800
lean computing, eigtl. „schlanke Datenverarbeitung“, zu
lean „schlank, mager, dürftig“ u. computing „Datenver
arbeitung“): dezentralisierte Datenverarbeitung, die im
Gegensatz zu Großrechenanlagen flexibel u. kostengüns
tig den wechselnden Erfordernissen eines Unternehmens
angepasst werden kann (Wirtsch.). Lean Manage
ment ['li:nmænɪdʒmənt] das; - -s, - -s (aus engl. lean ma
nagement, eigtl. „schlanke Führung“): Unternehmens
führung nach einem Gestaltungskonzept, das auf den
Abbau unnötiger Kostenbereiche u. die zielgerichtete
Gestaltung wirtschaftlicher Aktivitäten ausgerichtet ist
(Wirtsch.). Lean Prolducltion [,,,prədʌkʃn] die; - - (aus
engl. lean production, eigtl. „schlanke Produktion“, zu
production „Produktion, Herstellung“): durch das Lean
management eines Unternehmens gesteuerte Fertigung
von Erzeugnissen bei weitgehender Einsparung von Ar
beitskräften, Kosten u. Material (Wirtsch.). Lean Thin
king [,,,θɪŋkɪŋ] das; - -s (aus gleichbed. engl. lean thin
king, eigtl. „schlankes Denken“): Konzept, mit einem
Minimum an Mitteln (wie Geld, Zeit, Energie etc.) das
erwünschte, kundenorientierte Ergebnis zu erzielen
(Wirtsch.)
Learlning by Doling ['lə:nɪŋ baɪ 'du:ɪŋ] das;---- (aus engl.
learning by doing „Lernen durch Tun“): Lernen durch
selbstständiges Handeln, durch unmittelbares Anwenden,
Praktizieren. Learlning on the Job [- ɔn ðə 'dʒɔb] das; - - - (aus gleichbed. engl. learning on the job): Lernen durch
Berufstätigkeit
Leaselhold ['li:shoʊld] das; -s (aus engl. leasehold „Pach
tung; Pachtgrundstück“ zu lease „Pacht“ u. to hold „hal
ten; besitzen“): im engl. Recht im Mittelalter u. in der frü
hen Neuzeit teils zeitlich begrenzte, teils erbliche Pacht;
im geltenden Recht Erbpacht gegen Zahlung eines gerin
gen Zinses. Leaselhollderáer; -s, -s (aus gleichbed. engl.
leaseholder): engl. Bez. für Pächter
lealsen ['li:zn] (aus gleichbed. engl. to lease): im Leasing
verfahren (vgl. Leasing) mieten, pachten (z.B. ein Auto).
Lea|ser<7er; -s, -: jmd., der ein Leasing eingeht
Leash [li:ʃ] die; -, -es [-,ʃɪz] (aus engl. leash „Leine“, dies
über altfr. lesse (fr. laisse) „(Hunde)leine“ zu lat. laxa „lo
cker, weit, lang“): Fangleine, die ÎSnowboarder vor Stür
zen schützen soll
Lealsing [ li:zɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik.
leasing zu engl. to lease, vgl. leasen): Vermietung von [Investitions]gütern, bes. von Industrieanlagen, von Fahrzeu
gen u.Ä., wobei die Mietzahlungen bei einem eventuellen
späteren Kauf angerechnet werden können (eine Form der
Industriefinanzierung: Wirtsch.)
Lealwert [Ti:...] der; -[e]s, -e (zu t Lea): Qualitätskennwort
für Baumwolle
Le|cha|te|li|e|rit [ləʃatəlie,,,, auch ... rit] der; -s, -e (nach
dem franz. Chemiker H. Le Chatelier (1850-1936) u. zu
t2...it): in Î Fulguriten (1) vorkommendes, natürliches Kie
selglas
Lelcilthin [...t§...] vgl. Lezithin
Lelckalge [,,,ʒə, österr. ,,,'ka:ʒ] die; -, -n (zu dt. Leck u.
t...age): 1. Gewichtsverlust durch Verdunsten od. Aussi
ckern aufgrund einer undichten Stelle. 2. Leck
Lelclanlché-Elelment* [ləkla'ʃe:...] das; -[e]s, -e (nach
dem franz. Chemiker G. Leclanché (1839-1882) u. zu
ÎElement): Îgalvanisches Element aus Zink u. Kohle in
verdickter Salmiaklösung (z.B. in Taschenlampenbatte
rien verwendet)
Lecltilca [lɛk'ti:ka] die; -, ...cae [...ke] (aus gleichbed. lat.
lectica zu lectus „Lager, (Ruhe)bett“): Sänfte (in der An
tike). Lec|ti|ca|ri|us der; -, ...rii (aus gleichbed. lat. lecti
carius): Sänftenträger (in der Antike). Lec|tis|ter|ni|um
das; -s, ...ien [. ,,iən] (aus gleichbed. lat. lectisternium, zu
sternere „ausbreiten“): Göttermahlzeit des altröm. Kul-
801
tes, bei der den auf Polstern ruhenden Götterbildern Spei
sen vorgesetzt wurden
lecltolri sallultem [lek... -] </ar.;„dem Leser Heil!“): For
mel zur Begrüßung des Lesers in alten Schriften; Abk. :
L. S. Lecltrilce [lɛk'tri:sə] die: -, -n (aus gleichbed./r. lec
trice, dies aus spätlat. lectrix, Gen. lectricis): (veraltet)
Vorleserin, Leserin
Lecltullus [...k...] der; -, ...li (aus /ai. lectulus „Bettchen“,
Verkleinerungsform von lectus, vgl. Lectica): früher ver
wendetes, aus Stroh gefertigtes Verbandstück zum Schie
nen u. Lagern gebrochener Gliedmaßen
Lecltulrer [lɛktʃərə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. lecturer
zu lecture „Vorlesung“, dies über (älter) fr. lecture aus
mlat. lectura zu lat. lectus, Part. Perf. von legere „(vor)lesen“): Hochschuldozent in angloamerik. Bildungssyste
men
LED [elle: de:] die: -, -s (Abk. für Zight emitting iZiode): (als
Kontrollanzeige verwendete) Leuchtdiode
Leide Ibulrit [auch ... nt] <7er; -s, -e (nach dem deutschen
Metallurgen A. Ledebur (1837-1906) u. zu T2...it>: feines
kristallines Gemisch aus Î Austenit u. Î Zementit
lelgalbille {it.): svw. legato
lelgal (aus gleichbed. lat. legalis zu lex, Gen. legis „Ge
setz“) : gesetzlich [erlaubt], dem Gesetz gemäß ; Ggs. Î ille
gal. Lelgalldelfilniltilon die: -, -en: durch ein Gesetz ge
gebene Begriffsbestimmung. Lelgal|in|ter|prelta|ti|on
die; -, -en: Erläuterung eines Rechtssatzes durch den Ge
setzgeber selbst; im Gesetz formulierte Auslegung einer
[anderen] gesetzlichen Vorschrift. Lelga|li|sa|ti|on die;-,
-en (zu t...isation): Beglaubigung [von Urkunden], lelgalilsielren (zu t ...isieren): 1. [Urkunden] amtlich beglau
bigen. 2. legal machen. Lelgallislmus der; - (zu Î ...ismus
(2)>: strikte Befolgung des Gesetzes, starres Festhalten an
Paragrafen u. Vorschriften, lelgallisltisch (zu t...istisch): a) an Paragrafen u. Vorschriften kleinlich festhal
tend; b) auf Legalismus beruhend. Lelgalliltät die; - (aus
mlat. legalitas, Gen. legalitatis „Rechtmäßigkeit“): Ge
setzmäßigkeit; die Bindung der Staatsbürger u. der Staats
gewalt an das geltende Recht. Le|ga|li|täts|ma|xi|me
die; - u. Le|ga|li|täts|prin|zip das; -s: die Pflicht der
Staatsanwaltschaft zur Verfolgung aller strafbaren Hand
lungen. Lelgal Tenlder [engl. 'li:gəl 'tɛndə] das; - - (aus
gleichbed. engl. legal tender): engl. Bez. für gesetzliches
Zahlungsmittel
lelgaslthen* (zu lat. legere „lesen“ u. gr. asthenikós
„schwächlich“): svw. legasthenisch; vgl. ...isch/-. Lelgasthelnie die; -, ...ien: die Schwäche, Wörter u. zusammen
hängende Texte zu lesen od. zu schreiben (bei Kindern mit
normaler od. überdurchschnittlicher Intelligenz u. Bega
bung; Psychol., Med.). Lelgaslthelnilker der; -s, -: jmd.
(meist ein Kind), der an Legasthenie leidet, lelgaslthenisch: an Legasthenie leidend; vgl. ...isch/'Le gat der; -en, -en (aus lat. legatus „Gesandter; (kaiserli
cher) Statthalter“, substantiviertes Part. Perf. von legare
„(jmdn.) absenden; eine (gesetzliche) Verfügung treffen“
zu lex, vgl. legal ; Bed. 2 aus gleichbed. kirchenlat. legatus) :
1. a) im alten Rom Gesandter [des Senats]; Gehilfe eines
Feldherrn u. Statthalters; b) in der röm. Kaiserzeit Unter
feldherr u. Statthalter in kaiserlichen Provinzen. 2. päpst
licher Gesandter (meist ein Kardinal) bei besonderen An
lässen (kath. Kirche). 2Le|gat das; -[e]s, -e (aus gleichbed.
lat. legatum, substantiviertes Neutrum von legatus, Part.
Perf. von legare, vgl. 'Legat): Vermächtnis; Zuwendung
einzelner Vermögensgegenstände durch letztwillige Verfü
gung. Lelgaltar der; -s, -e (aus gleichbed. spätlat. legata
rius zu legare, vgl. 'Legat) : jmd., der ein 2Legat erhält; Ver
mächtnisnehmer. Lelgaltilon die; -, -en (aus lat. legatio
„Gesandtschaft“ zu legare, vgl. 'Legat): 1. [päpstliche]
Gesandtschaft. 2. Provinz des früheren Kirchenstaates
Legion
{it.; Superlativ von legato, zu legare „bin
den“, dies aus lat. ligare): äußerst gebunden (Vortragsan
weisung; Mus.), lelgalto {it.; Part. Perf. von legare, vgl.
legatissimo): gebunden; Abk.: leg. (Vortragsanweisung;
Mus.); Ggs. tstaccato ;ben legato: gut, sehr gebunden. Legalto dos; -[s], Plur. -s u. ...ti: gebundenes Spiel (Mus.).
Lelgaltur die; -, -en (zu t...ur): (veraltet) svw. Legierung
leige arltis {lat.; eigtl. „nach der Regel der Kunst“): vor
schriftsmäßig, nach den Regeln der [ärztlichen] Kunst;
Abk.: l.a.
Lelgenlda aulrea die; - - {aus mlat. legenda aurea „goldene
Legende“, nach der Legendensammlung des Jacobus a
Voragine, fl 298): ein Erbauungsbuch des Mittelalters, legenldar (aus gleichbed. mlat. legendarius): (veraltet)
svw. legendär. Ie|gen|där (z.T. unter Einfluss von gleich
bed./r. légendaire aus mlat. legendarius): 1. legendenhaft,
sagenhaft. 2. unwahrscheinlich, unglaublich, fantastisch.
Lelgenldar das; -s, -e (aus gleichbed. mlat. legendarium):
Legendenbuch; Sammlung von Heiligenleben, bes. zur Le
sung in der Î Mette. Ielgen|da|risch: a) eine Legende be
treffend, zur Legende gehörend; b) nach Art der Legen
den; c) Legenden enthaltend (z. B. von einem Bericht mit
historischem Kern). Le|gen|da|ri|um das; -s, ...ien
[...ion] (aus gleichbed. mlat. legendarium): (veraltet) svw.
Legendär. Lelgenlde die: -, -n (aus mlat. legenda, eigtl.
„die zu lesenden (Stücke)“, urspr. Plur. von lat. legendum
„das zu Lesende“, Gerundivum (Neutrum) von legere „le
sen“): 1. Abschnitt eines Heiligenlebens für die gottes
dienstliche Lesung; Heiligenerzählung; [fromme] Sage. 2.
sagenhafte, unglaubwürdige Geschichte od. Erzählung. 3.
episch-lyrisches Tonstück, urspr. die Heiligenlegenden be
handelnd (Mus.). 4. Zeichenerklärung, am Rande zusam
mengestellte Erläuterungen, erklärender Text auf Karten
u.a. 5. Umschrift auf Münzen u. Siegeln
lelger [le'ʒe:j, ---'ʒɛ:u] (aus gleichbed./r. léger, dies über
altfr. legier u. das Vulgärlat. aus lat. levis „leicht, leichtfer
tig“): a) lässig, ungezwungen, zwanglos (in Bezug auf Be
nehmen u. Haltung); b) bequem, leicht (in Bezug auf die
Kleidung); c) nachlässig, oberflächlich (in Bezug auf die
Ausführung von etwas). Lelgerldel main [leʒedə'mɛ] das;
-, -s (aus gleichbed. älter fr. leger de main, eigtl. „mit leich
ter, lockerer Hand“): (veraltet) Taschenspielerstück, Trick
Lelges [...ge:s] : Plur. von 1 Lex
leggialdramente* [lɛdʒa...] u. leggiaidro [lɛ'ʤa:...]
{it.): svw. leggiero. leglgTelro [lɛ'ʤe:ro] {it.; aus altfr. le
gier, vgl. leger): leicht, anmutig, spielerisch, ungezwun
gen, perlend (Vortragsanweisung; Mus.)
Leglgings, Leg gins die (Plur.) (aus gleichbed. engl. leggin(g)s zu leg „Bein“) : 1. aus Leder hergestelltes, einer Ho
se ähnliches Kleidungsstück der nordamerik. Indianer. 2.
eng anliegende fußlose [Strumpfhose aus elastischem Ma
terial, die meist als Oberbekleidungsstück getragen wird
Leglhorn das; -s, Plur. -[s], landsch. auch Leghörner {engl.;
nach dem engl. Namen der ital. Stadt Livorno (älter it. Legorno), des urspr. Ausfuhrhafens; volksetymologisch an
dt. legen angelehnt): Huhn einer weit verbreiteten weißen
od. braunen Rasse mit hoher Legeleistung
`lelgielren (aus gleichbed. lat. legare, vgl. 'Legat): (veral
tet) ein 2Legat aussetzen
2lelgielren (über z7. legare „binden, verbinden“ aus gleich
bed. lat. ligare): 1. eine Legierung herstellen. 2. Suppen u.
Soßen mit Ei od. Mehl eindicken. Lelgielrung die; -, -en
(zu Î ...ierung): durch Zusammenschmelzen mehrerer Me
talle entstandenes Mischmetall (z. B. Messing)
le|gi|fe|rie|ren (zu lat. legifer „gesetzgebend“ (dies zu lex,
Gen. legis „Gesetz“ u. ferre „hervorbringen, schaffen“) u.
t..deren): Gesetze verabschieden (früher in Österreich)
Lelgilon die; -, -en (aus lat. legio, eigtl. „ausgehobene
Mannschaft“, zu legere ,,(auf)lesen, sammeln“, Bed. 3
le|ga|tis|si|mo
legionär
über fr. légion (étrangère)): 1. altröm. Heereseinheit. 2.
(ohne Plur.) [deutsch-ital.j Freiwilligentruppe im span.
Bürgerkrieg (Kurzform von Legion Condor). 3. (ohne
Plur.) [franz.] Fremdenlegion. 4. (ohne Plur.) unbestimmt
große Anzahl, Menge; etwas ist Legion: etwas ist in sehr
großer Zahl vorhanden. Ielgi|o!när(aus gleichbed. lat. le
gionarius, vgl. ...är>: die Legion betreffend, von ihr ausge
hend. Le|gi|o|nar¿ter; -s, -e (aus lat. legionarii (Plur.) zu
legionarius „zur Legion gehörig“): Soldat einer röm. Le
gion. Lelgilolnärfiter; -s, -e <aus gleichbed. fr. légionnaire,
dies zu Zat. legionarius, vgl. Legionär): Mitglied einer Le
gion (z.B. der franz. Fremdenlegion). LelgilolnärskranklheitzZzte; - (nach dem ersten Auftreten 1976 bei ei
nem Legionärstreffen in den USA): durch bisher noch un
bekannte Krankheitserreger hervorgerufene Infektions
krankheit [mit oft tödlichem Verlauf] (Med.)
Lelgistlaltilon die: - (aus spätlat. legislatio „Gesetzge
bung“ zu lat. lex, Gen. legis „Gesetz“ u. latio „das Brin
gen“): svw. Legislatur. Ie|gis|la|tiv (nach gleichbed. fr.
législatif zu législation, dies aus, spätlat. legislatio, vgl. Le
gislation): gesetzgebend; vgl. ...iv/...orisch. Le gis la tive[...vs] iZzte; -, -n (nach gleichbed. fr. (assemblée) législa
tive): a) gesetzgebende Gewalt, Gesetzgebung; vgl. Exe
kutive; b) (veraltet) gesetzgebende Versammlung. Lelgislaltori/er; -s, ...oren (aus gleichbed. spätlat. legislator):
(veraltet) Gesetzgeber. Ie|gis|lalto|risch(aus gleichbed.
nlat. legislatorius): gesetzgeberisch; vgl. ...iv/...orisch. Legisllajturrfze; -, -en (zu T...ur): a) Gesetzgebung; b) (ver
altet) gesetzgebende Versammlung. Le|gis|la|tur|pe|rio|de die; -, -n: Gesetzgebungsperiode, Wahlperiode;
Amtsdauer einer [gesetzgebenden] Volksvertretung. Legislmus fiter; - (zu t,,,ismus (5)>: (veraltet) starres Fest
halten am Gesetz. ’Lelgistfiter; -en, -en (aus mlat. legista
„Rechtskundiger“): Jurist im Mittelalter, der das röm.
Recht beherrschte
2Le|gist<7er; -en, -en (zu lat. legere „lesen“ u. 1 ...ist): Schü
ler einer mittelalterlichen Lateinschule
lelgiltim (aus gleichbed. lat. legitimus zu lex, vgl. Legisla
tion): 1. a) rechtmäßig, gesetzlich anerkannt; Ggs. Tillegi
tim (a); b) ehelich (von Kindern); Ggs. Îillegitim (b). 2. be
rechtigt, begründet; allgemein anerkannt, vertretbar. Legi|ti|ma|ti|on ¿Zzte; -, -en (aus gleichbed. fr. légitimation,
dies aus mlat. legitimatio zu legitimare, vgl. legitimieren):
1. Beglaubigung; [Rechts]ausweis. 2. Berechtigung. 3.
Ehelichkeitserklärung (für ein vorher uneheliches Kind);
vgl. ...ation/.Jerung. Lelgiltilmaltilonslpalpierfiteu;-s,
-e: dem Nachweis einer Berechtigung dienendes Papier,
Dokument. Ie|gi|ti|mie|ren (unter Einfluss von fr. légi
timer aus mlat. legitimare „rechtlich anerkennen“): 1. a)
beglaubigen; b) für gesetzmäßig erklären. 2. ein Kind für
ehelich erklären. 3. sich-: sich ausweisen. 4. jmdn. berech
tigen. Lelgi|ti|mie|rungiZte;-,-en <zuT...ierung>: das Le
gitimieren; vgl. ...ation/..,ierung. Le|gi|ti|mis|musfiter; (zu t,,,ismus (1)>: Lehre von der Unabsetzbarkeit des an
gestammten Herrscherhauses. Le!gi!ti|mist<7er; -en, -en
(zu Î...ist): 1. Anhänger des Legitimismus. 2. Vertreter des
monarchischen Legitimitätsprinzips (z.B. in Frankreich
um 1830 die Anhänger der Bourbonen), ielgütilmistisch (zu Î ...istisch): a) den Legitimismus betreffend; b)
den Legitimisten (2) betreffend. Le|gi|ti|mi|tät<Zzte; - (aus
gleichbed. fr. légitimité, dies aus mlat. legitimitas „Recht
mäßigkeit“; vgl. ...ität): Rechtmäßigkeit einer Staatsge
walt; Übereinstimmung mit der [demokratischen od. dy
nastischen] Verfassung; Gesetzmäßigkeit [eines Besitzes,
Anspruchs]. Le|gi|ti|mi|tätslprin|zip das; -s: innere
Rechtfertigung der Gesetzmäßigkeit, bes. einer monar
chischen („von Gottes Gnaden“) od. demokratischen Re
gierungsform („alle Gewalt geht vom Volke aus“)
Lelgojgralphollolgie, auch ...grafologie die: - (zu gr. lé-
802
gein „sprechen“, gräphein „schreiben“ u. t...logie): (ver
altet) Fähigkeit, lesen u. schreiben zu können. LelgollogjezZzte; -: (veraltet) Fähigkeit, lesen zu können
Lelgua die; -, -s (aus gleichbed. span, legua bzw. port, lé
gua): Wegemaß (zwischen 4,2 u. 6,7 km) in Spanien, Por
tugal u. mehreren süd- u. mittelamerik. Staaten
Lelgulan [auch le:...] der; -s, -e (über gleichbed. niederl. leguaan aus span, (la) iguana, dies aus Araua (einer India
nersprache des nördlichen Südamerika) iuwana): tropi
sche Baumeidechse mit gezacktem Rückenkamm
Lelgulmendas; -s, - (zu lat. legumen, Gen. leguminis „Hül
senfrucht“): Frucht der Hülsenfrüchtler. Lelgulmin fites;
-s, -e (zu t...in (1)): Eiweiß der Hülsenfrüchte. LelgulminoisezZzte; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. nlat. legumi
nosa, Neutrum Plur. von leguminosus „wie eine Hülsen
frucht (aussehend)“): Hülsenfrüchtler (z. B. Mimose, Erb
se, Bohne, Erdnuss)
Leglwarlmer ['lɛgwɔ:mə] der; -s, -[s] (aus gleichbed. ertgl.
legwarmer zu leg „Bein“ u. to warm „wärmen“): von den
Knöcheln bis zu den Knien reichender [Woll]strumpf ohne
Füßling
Lei: Plur. von ÎLeu
Lejchtlathlletfiter; -en, -en (zu Î Athlet): Person, Sportler,
der Leichtathletik treibt. Leicht|ath|le|tik die; -: Ge
samtheit der sportlichen Übungen, die den natürlichen Be
wegungsformen des Menschen entsprechen (z.B. Laufen,
Gehen, Springen, Werfen, Stoßen); vgl. Schwerathletik
Lei|molni!a|defiüe; -, -n (zugr. leimóniás, Gen. leimoniádos „zur Wiese gehörig“, dies zu leimön „Wiese, Flur“):
Wiesennymphe
Lei|o|my|omíZfi!s;-s, -e (zugr. lelos „glatt“ u. IMyom): gut
artige Geschwulst aus glatten Muskelfasern (Med.)
leilpolgramlmaltisch [auch ...'matlfl (zu gr. leipográmmatos, ¡ipográmmatos „woran ein Buchstabe fehlt“): ei
nen bestimmten Buchstaben nicht aufweisend (bezogen
auf Texte, bei denen der Dichter aus literarischer Spielerei
einen Buchstaben, meist das r, vermieden hat)
Leis der; Gen. - u. -es, Plur. -e[n] (aus tKyrieleis): geistli
ches Volkslied des Mittelalters [mit dem Kehrreim „Kyrieleis“]
Leishlmalnia [laɪʃ...] die; -, ...ien [...ion] (nach dem engl.
Arzt Leishman (1865-1926) u. zu T'...ia): einzelliges Gei
ßeltierchen (Krankheitserreger). Leish|ma|ni|o|se die;
-, -n (zu î '...ose): durch Leishmanien hervorgerufene tro
pische Krankheit (Med.)
Leitlfoslsil das; -s, -ien [...ion] (zu ÎFossil): für einen be
stimmten geologischen Zeitabschnitt charakteristisches
IFossil (Geol.). Lejt mo tiv das; -s, -e [...va]: 1. häufig
wiederkehrende Formulierung, Aussage, die mit einer
Person, Sache, Situation, Stimmung verbunden ist (Literaturw.). 2. häufig wiederkehrendes Motiv, das einer be
stimmten (vorgestellten) Person, Situation od. Stimmung
zugeordnet ist (Mus.). Leit I mo |ti I vik [... vik] die; - : Kunst
der Verwendung von Leitmotiven. Leitlsymp|tom*rfas;
-s, -e: eine bestimmte Krankheit kennzeichnendes, ihre
Î Diagnose ermöglichendes Î Symptom (Med.). Leitungsanlästheisiefi/zte; -, ...ien [,,,i:ən]: örtliche Betäu
bung durch Einspritzen von Î Anästhetika in unmittelbare
Nähe der zum Operationsgebiet ziehenden Nerven (Med.)
Lekder; -, - (aus gleichbed. alban. Lek, eigtl. Kurzform des
männlichen Vornamens Alexander, nach der Abbildung
Alexanders des Großen auf den älteren Münzen): alban.
Währungseinheit
Lekltjn das; -s, -e (meist Plur.) (zu lat. lectum, Part. Perf.
(Neutrum) von legere (vgl. Lektion), eigtl. „das Gesam
melte“, u. T...in (1)): in Pflanzen u. Tieren vorkommender
biosynthetischer Schutzstoff, der normale, aber auch ent
artete Zellen u. Bakterien agglutiniert (Biol.). Lekltilon
z7ze; -, -en (über kirchenlat. lectio „Lesung aus der Bibel“
803
aus lat. lectio „das Lesen, Vorlesen“ zu legere „auflesen,
sammeln; auswählen; lesen“): 1. (veraltend, noch regio
nal) Lehr-, Unterrichtsstunde (in einem Kurs, in einer
Vortragsreihe). 2. Übungseinheit, Unterrichts-, Lernpen
sum, -abschnitt. 3. einprägsame Lehre, Belehrung; Zu
rechtweisung, Verweis. 4. liturgische [Bibel]lesung im
christlichen Gottesdienst. Lekltilolnar das; -s, Plur. -e u.
-ien [,,,iən] u. Lek|ti|o|na|ri|um das; -s, ...ien [,-jən] (aus
gleichbed. kirchenlat. lectionarium zu lat. lectio, vgl. Lek
tion): 1. liturgisches Buch mit den Bibelabschnitten für
den christlichen Gottesdienst (Sammelbez. für t Episto
lar 1 u. Î Evangeliar). 2. Lesepult, an dem die Verlesung der
nach der kirchlichen Ordnung vorgeschriebenen Bibelab
schnitte vorgenommen wird. Lekltor der; -s, ...oren (aus
lat. lector „(Vor)leser“ zu legere, vgl. Lektion): 1. Sprach
lehrer für praktische Übungen an einer Hochschule. 2.
Mitarbeiter eines Verlags, der Manuskripte prüft u. bear
beitet, Autoren betreut, Projekte vorschlägt u. a. 3. a) (frü
her) zweiter Grad der kath. niederen Weihen; b) kath. Ge
meindemitglied, das während der Î Messe (1) liturgische
Texte vorliest; c) ev. Gemeindemitglied, das während des
Gottesdienstes die Epistel (2) bzw. das Evangelium (2 b)
vorliest od. in Vertretung des Pfarrers Lesegottesdienste
hält. Lekltolrat das; -[e]s, -e (zu t ...at (1)>: 1. Lehrauftrag
eines Lektors (l)/einer Lektorin. 2. [Verlagsjabteilung, in
der die Lektoren (2) u. Lektorinnen arbeiten. Iek|to|rieren (zut..deren): als Lektor (2)/Lektorin ein Manuskript
prüfen u. bearbeiten. Lekltglrin die; -, -nen: weibliche
Form zu TLektor. Lekltülre die; -, -n (aus gleichbed. fr.
lecture, dies aus mlat. lectura „das Lesen“ zu legere, vgl.
Lektion): 1. (Plur. selten) Lesestoff. 2. (ohne Plur.) das Le
sen (bes. eines längeren Textes); vgl. kursorisch u. statarisch. Lek|tü|re|kurs der; -es, -e: Sprachkurs, in dem vor
allem [fremdsprachliche] Texte gelesen [übersetzt] u. be
sprochen werden
Lelkylthilon das; -s, ...thia (aus gleichbed. gr. lêkÿthion,
Verkleinerungsform von lekythos, vgl. Lekythos): antiker
Vers (lyrische trochäische Sonderform). Lelkylthos die;
-, ...ythen (aus gr. lekythos „Ölflasche“): altgriech. Hen
kelkrug mit schlankem Hals aus Ton, der als Ölgefäß dien
te u. häufig auch Grabbeigabe war
Le-Mans-Start [la'mä...] der: -[e]s, -s (nach der franz.
Stadt Le Mans): (früher) Start bei Autorennen, bei der die
Fahrer quer über die Fahrbahn zu ihrem Wagen (mit ab
gestelltem Motor) laufen (Motorsport)
Lemlma das; -s, -ta (aus lat. lemma, Gen. lemmatis „Titel,
Überschrift; Sinngedicht“, dies aus gr. lèmma, Gen. lêmmatos, eigtl. „alles, was man (an)nimmt“ zu lambánein
„nehmen“): 1. Stichwort in einem Nachschlagewerk (Wör
terbuch, Lexikon). 2. (veraltet) Überschrift, Motto als In
haltsanzeige eines Werkes. 3. a) Hilfssatz, der im Verlaufe
einer Beweisführung gebraucht wird (Math., Logik); b)
Vordersatz eines Schlusses (altgriech. Philos.), lemlmatisch: zu einem Î Lemma gehörig, in der Art eines Lem
mas. lemlmaltilsielren (zuî...isieren): 1. zum Stichwort
(in einem Nachschlagewerk) machen. 2. mit Stichwörtern
versehen [u. entsprechend ordnen]
Lem ming der; -s, -e (aus gleichbed. ítón. lemming, weitere
Herkunft unsicher): Wühlmaus der nördlichen kalten Zo
ne
Lemlmom das; -s, -e (zu gr. lémma „Rinde, Schale“ u.
t,,,om): svw. Neurinom
Lemlnislkalte ¿Ze; -, -n (zu lat. lemniscatus „mit Bändern
geschmückt“ zu lemniscus „Band, Schleife“, dies aus gr.
lemniskos): ebene algebraische Kurve vierter Ordnung
von der Form einer liegenden Acht (Math.)
Le|mon|gras|öl das; -[e]s (zu engl. lemon „Zitrone“): zi
tronenähnlich riechendes ätherisches Öl aus in Indien, In
donesien u. China angebautem Lemongras
lenteszierend
die; -, -s (aber: 5 -) (aus gleichbed. span, lempira,
nach dem Namen eines Indianerhäuptlings): Währungs
einheit in Honduras
Le|mur der; -en, -en u. Lelmulre der; -n, -n (meist Plur.)
(aus lat. lemures (Plur.) „Seelen der Abgeschiedenen“,
Bed. 2 nach dem lauten nächtlichen Treiben dieser Tiere) :
1. (nach altröm. Glauben) Geist eines Verstorbenen; Ge
spenst. 2. (auf Madagaskar heimischer) großäugiger Halb
affe mit dichtem, weichem Fell, langem Schwanz u. langen
Hinterbeinen. Ie|mu|ren|haft: gespenstisch. Lelmulria
die; - (zu t Lemur (2) u. t '...ia, da die angenommene Land
brücke die Verbreitung dieser Halbaffen erklären soll): für
die Triaszeit (vgl. Trias) vermutete Landmasse zwischen
Vorderindien u. Madagaskar (Geol.). Le|mu|ri|en [,,,iən]
die (Plur.) (aus gleichbed. lat. Lemuria): altröm. Fest zur
Versöhnung mit den Lemuren(l). lelmulrisch: a) zu den
Lemuren (1) gehörend; b) svw. lemurenhaft
Lelnäen rfze (Plur.) (über lat. Lenaea aus gleichbed. gr.
Lênaia (Plur.) zu lenös „Kelter“): Fest im alten Athen zu
Ehren des Gottes Dionysos (ein Kelterfest mit Aufführun
gen von Tragödien u. Komödien)
LelnardlefIfekt der; -[e]s, -e (nach dem dt. Physiker
P. Lenard, 1862-1947): 1. elektrische Aufladung zerspritzender Wassertropfen. 2. Ionisation von Gasen durch ul
traviolette Strahlung
Leines [,,,ne:s]: Plur. vont’Lenis
Len gyel kul tur ['lɛndjel...] die; - (nach dem ung. Ort Len
gyel) : frühkupferzeitliche Kultur von Bauern u. Viehzüch
tern im 4./3. Jahrtausend v. Chr.
Lelnilcet® [,,,'tse:t] das; -s (Kunstw., zu lat. lenis „linde,
sanft“): Salben- u. Pudergrundlage, lelnilens [...nisns]
(aus gleichbed. lat. leniens, Gen. lenientis, Part. Präs, von
lenire „lindern, besänftigen“): lindernd, mild (z. B. von
Salben; Med.). Lelnielrung ¿Zz'e; - (zu t...ierung): Schwä
chung von Konsonanten, bes. in den kelt. Sprachen
(Sprachw.)
Le ni nis mus der; - (nach dem russ. Revolutionär W. I.
Lenin (1870-1924) u. zu f,,,ismus (1)>: der von Lenin be
einflusste u. geprägte tMarxismus. Lenilnist der; -en,
-en (zu Î...ist): Anhänger, Vertreter des Leninismus, le|ninisltisch (zu t ...istisch): den Leninismus betreffend, im
Sinne des Leninismus
'Lelnis
-, Lenes [,,,ne:s] (zu lat. lenis „lind, gelinde“):
mit schwachem Druck u. ungespannten Artikulationsor
ganen gebildeter Laut (z. B. b, w; Sprachw.); Ggs. ÎFortis.
2Le|nis der; -, - (zu t ’Lenis) : svw. Spiritus lenis, lelnilsieren (aus lat. lenire, vgl. leniens): weich, stimmhaft werden
(von Konsonanten; Sprachw.). lelniltisch (zu lat. leniter,
Adverb von lenis „sanft (fließend)“); in der Fügung lenitische Ufer: durch langsam fließende Gewässer u. be
stimmte Pflanzenbestände gekennzeichnete Ufer, lelnitiv (aus Zat. lenitivus „lindernd“): svw. leniens. Lelniltivum [...v...] das; -s, ...va (aus lat. lenitivum „das Lindern
de“, substantiviertes Neutrum von lenitivus, vgl. lenitiv):
mildes Abführmittel (Med.)
lenltal (zu lat. lens, Gen. lentis „Linse“ u. T ‘...al (1)): die
Augenlinse betreffend, zu ihr gehörend (Med.)
Ien|ta|men|te (Zi.;zu lento, vgl. lento): langsam (Vortrags
anweisung; Mus.), lenltanldo u. slentando (aus gleich
bed. it. (s)lentando zu lentare „verlangsamen“, dies zu len
to, vgl. lento): nachlassend, zögernd, nach u. nach langsa
mer (Vortragsanweisung; Mus.). Lenltanldo das; -s,
Plur. -s u. ...di: nachlassendes, zögerndes, nach u. nach
langsamer werdendes Zeitmaß, lente ment [lât'mâ] {fr.;
zu lent, dies aus lat. lentus, vgl. lento): langsam (Vortrags
anweisung; Mus.). Ien|tes|zie|rend [lsn...] (zu lat. len
tescere „geschmeidig, zäh werden“, dies zu lentus „lang
sam“; vgl. ...ierend): langsam verlaufend, schleichend
(Med.)
Lem pi ra
lentiform
804
Gen. lepidos „Schuppe“): Wortbildungselement mit der
<zu lat. lens, Gen. lentis „Linse“ u. t...form):
Bedeutung „Schuppe; schuppig, mit Schuppen versehen“,
linsenförmig (Med.). Lenltilgo die; -, ...tigines [...ne:s]
z.B. Lepidodendron, Lepidin, lepildobiasltisch* (zu
(aus lat. lentigo „linsenförmiger Fleck; Sommersprosgr. blastós „Spross, Trieb“): aus blättchen- od. schuppen
se(n)“ zu lens, Gen. lentis „Linse“): kleines, rundliches,
förmigen Mineralen aufgebaut (vom Gefüge metamor
braunes bis tiefschwarzes, etwas vorspringendes Mutter
pher Gesteine; Geol.). Lelpildoldenldron* das; -s, ...ren
mal; Linsenmal (Med.). Len|ti|ko|nus der; -, Plur. -se u.
(zu gr. déndron „Baum“): (ausgestorbener, bes. im Kar
...nen (zu lat. lens, vgl. lentiform): angeborene Krüm
bon häufiger) Baum; Schuppenbaum. Lelpildolkrolkit*
mungsanomalie der Augenlinse (Med.). Ien|ti|ku|lar u.
[auch ... kit] der; -s, -e (zu gr. krôkë „Faden“ u. t2...it>: ru
len ti ku lär (aus gleichbed. lat. lenticularis zu lenticula,
bín- bis gelbrotes, rhombisches Mineral. Lelpildollith
Verkleinerungsform von lens (vgl. lentiform); vgl. ...är): 1.
[auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu t...lith): in
linsenförmig (Med.). 2. zur Linse des Auges gehörend
schuppiger od. blättriger Form vorkommendes zartrotes,
(Med.). Len|ti|ku|la|ris|wollke die; -, -n: linsenförmige
weißes od. graues Mineral, Glimmer. Lelpildollolge der;
Wolke (Meteor.). Lenltiltis die; -, ...titiden (zu t...itis):
-n, -n (zu î... loge): Forscher, Wissenschaftler auf dem Ge
Entzündung der Augenlinse (Med.). Len|ti|vi|rus [...v...]
biet der Lepidologie (Biol.). Lepildololgie die; - (zu
das; -, ...ren (meist Plur.): Unterfamilie der ÎRetroviren,
t...logie): Schuppenkunde, ein Spezialgebiet der Biologie.
die in Zusammenhang mit I Aids gebracht werden (Med.).
Le|pi|do|me|lan der; -s, -e (zu gr. mêlas, Gen. mélanos
Len|ti|zel|len die (Plur.) (zu lat. lens, vgl. lentiform): an
„schwarz“): tiefschwarzer, sehr eisenreicher Glimmer.
Î Interzellularen reiches Gewebe, das an verkorkten Pflan
Lelpildolphytrfer; -en, -en (zuî...phyt): Schuppenbaum
zenteilen die Spaltöffnungen (Organe in der Oberhaut hö
gewächs, ein fossiles Bärlappgewächs aus der Zeit des
herer Pflanzen, die der Abgabe von Wasserdampf u. der
Oberkarbons (vgl. Karbon) bis zum tPerm. LepildopAtmung dienen) ersetzt (Bot.)
te|ren*4ze (Plur.) (zu gr. pterón „Flügel“): systematische
lenlto {it.; aus lat. lentus „langsam“): langsam (etwa wie
Sammelbez. für die Schmetterlinge. Lelpildopltelrenadagio, largo); lento assai od. di molto: sehr langsam; non
blu|men*iZze (Plur.): Pflanzen mit tiefen röhrigen Blüten,
lento: nicht zu langsam, nicht schleppend (Vortragsanwei
deren Nektar nur langrüssligen Schmetterlingen zugäng
sungen; Mus.). Lenlto <7a.s; -s, Plur. -s u. ...ti: langsames,
lich ist (Bot.). Le|pi|dop|te|rit* [auch ...rit] der; -s, -e (zu
gedehntes Zeitmaß. Lenltolform die; -, -en: beim langsa
men Sprechen verwendete volle Form (z. B. ob es statt obs;
T2...it): Versteinerung mit Schmetterlingsabdruck (Geol.).
Lelpi|dop|te|ro|lg|ge*<7er,-n, -n (zu î ...loge) : Fachmann,
Sprachw.)
Wissenschaftler auf dem Gebiet der Lepidopterologie. LeLe|o|ni|den die (Plur.) (zu lat. leo, Gen. leonis „Löwe“ (da
der Meteorschwarm vom Sternbild des Löwen auszugehen
pi|dop|te|ro|lo|gie* die; - (zu î...logie): Spezialgebiet der
scheint) u. t ...iden): im November sichtbarer periodischer
Zoologie, auf dem man sich mit den Schmetterlingen be
Meteorschwarm
fasst; Schmetterlingskunde. Ie|pi|dop|te|ro|lolgisch*
1le|o|ni|nisch (nach einem mittelalterlichen Dichter na
(zu t.. .logisch) : die Lepidopterologie betreffend. Le I pi I do
mens Leo od. nach einem Papst Leo); in der Fügung leose zfe; - (zu tlepido... u. t*...ose>: (veraltet) geschuppter,
ninischer Vers: Hexameter od. Pentameter, dessen Mitte
schuppiger Ausschlag (Med.). Ie|pi|do|so|misch (zu gr.
u. Versende sich reimen
söma „Leib; Körper“): (veraltet) einen schuppigen Kör
2le|o|ni|nisch (zu lat. leonius „zum Löwen gehörend“); in
peraufweisend. lelpildoltisch (aus gleichbed. gr. lepidöder Fügung leoninischer Vertrag (Lehnübersetzung von
tós): (veraltet) geschuppt, schuppig
mlat. societas leonina „Löwenbündnis“, nach einer Fabel Lelpolreliio das. auch der; -s, -s (nach der Dienergestalt Le
bei Äsop): Vertrag, bei dem der eine Partner allen Nutzen
porello in der Mozartoper „Don Giovanni“): Kurzform
hat
von tLeporelloalbum. Le po rel lo al bum rfos; -s,
lelolnisch (nach der nordspan. Stadt León): mit Metallfä
...ben: ziehharmonikaartig zusammenzufaltende Bilder
den umwickelt, umsponnen (z.B. Garn, Faden); aus od.
reihe (z.B. Ansichtskartenreihe, Bilderbuch). Lelpolrelmithilfe von Metallfäden od. -gespinsten gefertigt (z.B.
lo I lis ite die: -, -n (nach der langen Liste der Geliebten des
Stickereien, tPosamenten); vgl. Lamé
Don Giovanni, die sein Diener Leporello (in Mozarts
LelonltilalsistZie; -, ...iasen (zu gr. léôn, Gen. léontos „Lö
Oper) angelegt hat): Aneinanderreihung, aufzählendes
we“ u. t...iasis): Erkrankung des Knochensystems mit
Verzeichnis der Geliebten (eines Mannes)
Wachstumsvermehrung verschiedener Knochen, bes. des Lelpra* die; - (über gleichbed. spätlat. lepra aus gr. lépra zu
Schädels mit der Folge einer löwenähnlichen Verunstal
leprös „schuppig, rau, aussätzig“, dies zu lépein
tung von Kopf u. Gesicht (Med.). Lelon|to|po|di|um
„(ab)schälen“) : in den Tropen u. Subtropen verbreitete In
das; -[s] (zu gr. poüs, Gen. podós „Fuß“ u. 1 ...ium): Edel
fektionskrankheit, die bes. zu entstellenden Veränderun
weiß. Lelolpard der; -en, -en (aus gleichbed. lat. leopar
gen der Haut führt; Aussatz (Med.). Lelprollolge der; -n,
dus, gr. leopardos, zu lat. leo, gr. léôn „Löwe“ u. lat. par
-n (zu t...loge): Spezialist auf dem Gebiet der Leprafor
dus, gr. párdos „Parder“): asiat. u. afrik. Großkatze mit
schung. Leprom das; -s, -e <zuî...om): a) Knotenbildung
meist fahlgelbem bis rötlich gelbem Fell mit schwarzen
bei Lepra; b) Lepraknoten (Med.), lelpros u. le prös
Ringelflecken; vgl. Panther, lelolparldiert (zu t ...iert):
(aus gleichbed. spätlat. leprosus; vgl. ...ös>: an Lepra lei
mit einem Löwen versehen, der den Kopf nach vorn wen
dend, aussätzig (Med.). Lelprolselrie die; -, ...ien (aus fr.
det u. den dem Schildrand zugewendeten Vorderfuß hebt
léproserie „Lepraheim, -krankenhaus“): (veraltet) svw.
(von Wappen)
Leprosorium. Leprosorium das; -s, ...ien [...ion] (zu
Leloltard [hə'tɑ:d] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. leotard,
t. ..orium): 1. Krankenhaus zur Pflege Leprakranker. 2.
nach dem franz. Artisten L. Léotard, 1830-1870): (veral
Siedlung, Dorf od. Kolonie, in der Leprakranke isoliert
tet) einteiliges, eng anliegendes [ärmelloses] Trikot (für
sind u. medizinisch versorgt werden
Artisten)
Leplsis die; -, ...psen (aus gr. lepsis „das Nehmen“ zu lamLelpaldit [auch ... dit] der; -s, -e (zu gr. lepás, Gen. lepádos
bänein „nehmen“): (veraltet) 1. Annahme, angenomme
„Napfschnecke“ u. î2...it): versteinerte einschalige Mu
ner Satz. 2. Anfall einer Krankheit
schel (Geol.)
lept..., Lept... vgl. lepto..., Lepto... Lep ta: Plur. von
lepid..., Lelpid... vgl. lepido..., Lepido... Lelpildin das; -s
t ‘Lepton. Lepltit [auch ... tit] der; -s, -e (zu tlepto... u.
(zu tlepido... u. t...in (1)>: svw. Chinolin, lelpildo..., Let2...it): feinkörniger, meist heller Gneis, bes. in Schweden
pildo..., vor Vokalen auch lepid..., Lepid... (zu gr. lepis,
u. Finnland, leplto..., Leplto..., vor Vokalen meist
len|ti|form
805
lept..., Lept... (zu gr. leptós „dünn, fein, zart“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „schmal, dünn, klein“,
z.B. leptosom, Leptospirose, Leptit. Lep to kar di er
die (Plur.) (zu gr. kardia „Herz“): Röhrenherzen
(häufige Bez. für die Lanzettfischchen; vgl. Amphioxus;
Zool.). lep to kelphal usw. vgl. leptozephal usw. Leptom das: -s, -e (verkürzt ausgr. leptoméreia „das Bestehen
aus feinen Teilen“): Siebteil (d. h. der der Leitung organi
scher Stoffe dienende Teil) der Pflanzen (ohne Bastfasern ;
Bot.). Lep|tolme|nin|gi|tis die: -, ...itiden (zu tlepto...):
Entzündung der weichen Hirnhaut (Med.). Leplto meninx die; -: weiche Hirn- bzw. Rückenmarkshaut (die zu
den bindegewebigen Hüllen des Gehirns u. des Rücken
marks gehört; Med.), lepltolmorph (zu Î...morph): svw.
leptosom. 'Lepltpn das: -s, Lepta (aus gleichbed. gr. lep
ton, eigtl. „das Dünne, Feine“, substantiviertes Neutrum
von leptós „dünn, fein, zart“): 1. Währungseinheit in Grie
chenland. 2. a) sehr kleines altgriech. Gewicht; b) kleine
altgriech. Münze. 2Lep|ton das;-s, ...onen (ausgr. leptón,
vgl. ’Lepton): Elementarteilchen, dessen Masse geringer
ist als die eines ÎMesons (Phys.); vgl. Baryon, Tachyon.
Lepltolprolsolpie* die; - (zu gr. prosöpon „Gesicht“ u.
12...ie): mit Langköpfigkeit verbundene Schmalgesichtigkeit (Med.), lepltolsom (ausgr. leptosömos „mit dünnem
Leibe“): schmal-, schlankwüchsig (Med.). Lepltolsolme
der u. die; -n, -n: Mensch mit schlankem, schmalwüchsi
gem Körperbau u. schmalen, längeren, zartknochigen
Gliedmaßen (der in starker Ausprägung als Î asthenisch
bezeichnet wird; Med.). Lepltolspjlre* die; -, -n (meist
Plur.) (zu gr. speira „das Gewundene; Windung“):
Schraubenbakterie (zur Familie der t Spirochäten gehö
render Krankheitserreger; Med.). Lepltolspilrolse* die:
-, -n (zu t',,,ose): durch Leptospiren hervorgerufene mel
depflichtige Infektionskrankheit mit gelbsuchtähnlichem
Charakter (Med.). Lepltoltän das; -s (zu lat. taenia
„Band, Binde, Streifen“): Stadium der TMeiose, in dem
die Chromosomen mikroskopisch als feine Fäden sichtbar
werden (Biol.). lepltolzelphal (zu gr. kephalë „Kopf“):
abnorm schmalköpfig (Med.). Lepltolzelphalle der u.
die; -n, -n: Mensch mit Leptozephalie (Med.). Lepltolzepha lie die: - (zut2...ie): abnorme Höheu. Schmalheit des
Kopfes; Schmalköpfigkeit
Leslbe die; -, -n: (ugs.) kurz für Lesbierin. Leslbilalnismus der: - (aus gleichbed. engl. lesbianism, nach der
griech. Insel Lesbos mit Bezug auf die griech. Dichterin
Sappho (etwa 600 v. Chr.), die hier lebte u. diese Form der
Liebe bevorzugt haben soll): ÎHomosexualität bei Frauen.
Les|bt|e|rin [...is...] die; -, -nen (nachgr. Lesbia „Frau aus
Lesbos“): lesbische Frau, lesIbisch: gleichgeschlechtlich
empfindend, zum eigenen Geschlecht hinneigend (in Be
zug auf Frauen); lesbische Liebe: Geschlechtsbeziehung
zwischen Frauen
Leslginlka die: -, -s (aus gleichbed. russ. lesginka, nach
dem kaukas. Volksstamm der Lesgier): kaukasischer
Tanz. Leslgisltan der; -s, -e (nach dem Wohngebiet der
Lesgier im Kaukasus): aus dem Kaukasus stammender,
meist blaugrundiger Teppich mit bunten Medaillons u. sti
lisierten Blätter- u. Blütenborten
Leslley ['lɛzlɪ] u. Leslie das: -s, -s (nach dem Namen der
Herstellerfirma): (bes. bei moderner Unterhaltungsmusik
verwendetes) hauptsächlich durch Schallumlenkung mit
hilfe rotierender Lautsprecher od. einer um einen Laut
sprecher rotierenden Trommel bewirktes Î Vibrato
Les|si|vie|rung [...v...] die: -, -en (zu fr. lessiver „auslau
gen, auswaschen“ (dies zu lat. lixivus „ausgelaugt“, zu
lix „Lauge“) u. t...ierung): Prozess der Verlagerung von
Ton unter wechselfeuchten Klimabedingungen (Boden
kunde)
Leslte der; - (verkürzt aus span, lesnordeste „Ostnordost
lettristisch
wind“): warmer Wüstenwind aus der Sahara in Richtung
der Kanarischen Inseln
leslto (t/.): flink, behänd (Vortragsanweisung; Mus.)
Let das; -[s], -s (aus engl. let (ball) „ungültiger (Ball)“):
Netzball nach einem Aufschlag (bes. beim Tennis)
leltal (aus gleichbed. lat. letalis zu letum „Tod"): zum Tode
führend, tödlich (z.B. von bestimmten Mengen von Gif
ten, seltener von Krankheiten; Med.). Le|tal|do|sis die;
-, ...sen: bestimmte Menge schädigender Substanzen
(z.B. auch Röntgenstrahlen o.Ä.), die tödlich ist (Med.).
Le|tal|fak|tor der; -s, -en: Mutation, die zum Tod des
Embryos, seltener auch des geborenen Kindes führt
(Med.). Le|ta|li|tät die; - (zu t...ität): Sterblichkeit; Ver
hältnis der Todesfälle zur Zahl der Erkrankten (Med.);
vgl. Mortalität
l'Etat c'est moi [letasɛ'mwa] fr.; „der Staat bin ich“): cha
rakteristisches Schlagwort des Absolutismus nach einem
angeblichen Ausspruch Ludwigs XIV. von Frankreich
Leltharlgie die; - (über lat. lethargia aus gr. lethargia
„Schlafsucht“ zu lethargos „vergessend“ (zu lêthê „das
Vergessen, Vergesslichkeit“ u. argos „untätig, träge“)): 1.
krankheitsbedingte Schlafsucht mit Bewusstseinsstörun
gen (z.B. bei Vergiftungen; Med.). 2. körperliche u. seeli
sche Trägheit; Gleichgültigkeit, Teilnahmslosigkeit, le
thargisch (über lat. lethargicus aus gr. lëthargikôs
„schlafsüchtig“): 1. schlafsüchtig. 2. körperlich u. seelisch
träge; leidenschaftslos, teilnahmslos, gleichgültig. Leithe
die; - (aus gleichbed. gr. lêthë, eigtl. „das Vergessen, Ver
gessenheit, Vergesslichkeit“, nach dem Strom in der Un
terwelt der griech. Sage, aus dem die Verstorbenen trin
ken, um alles Irdische zu vergessen): 1. Vergessenheits
trank. 2. das Vergessen, Vergessenheit. Leltholgnglmik*
die: - (zu gr. gnöme „Erkenntnis“ u. t2...ik): (veraltet)
Kunst des Vergessens, d.h. die Fähigkeit, Unwichtiges
nicht mehr in Erinnerung zu behalten
Letlkiss der; -, - (anglisierende Umdeutung (nach dem laut
lichen Anklang an engl. let’s kiss „lasst uns küssen“) von
finn. (ugs.) letkis, Kurzform von letkajenkka „Schlangen
tanz“ (die Tanzenden bilden eine Kette)): Modetanz der
späten 1960er-Jahre mit folkloristischem Charakter
Letlscho* das od. der; -[s] (aus gleichbed. ung. lecsó):
[ung.] Gemüsegericht aus Paprika, Tomaten u. Zwiebeln
Letlter die; -, -n (aus gleichbed. fr. lettre, dies aus lat. littera
„Buchstabe, Schrift“): 1. Druckbuchstabe. 2. Drucktype
(Druckw.). Let|ter|box die; -, ...boxes [,..iz] (aus engl. let
ter box „Briefkasten“): in England bei der Post verwende
tes verschließbares Brieffach, zu dem der Empfänger ei
nen Schlüssel erhält. Letlternlmeltall das; -s, -e: aus
Zinn, Antimon u. Blei bestehende Legierung zum Gießen
von Drucktypen. Letlter|set|druck der; -[e]s (zu engl.
letterset „Hochdruck“): Hochdruckverfahren, bei dem
der Abdruck zunächst auf einem Gummizylinder u. von
hier auf das Papier erfolgt (Druckw.)
Letltilga </ze; -, ...gen (aus gleichbed. it. lettigazu lat. lecti
ca, vgl. Lectica): (veraltet) Sänfte, Tragsessel
Letltres* de Calchet [lɛtrədəka'ʃɛ] die (Plur.) (aus gleich
bed. fr. lettres de cachet, eigtl. „Briefe mit Siegel“): Ge
heimbefehle der franz. Könige (bis 1789), die Verbannung
od. Verfolgung anordneten. Letltrislme [lɛ'trism(ə)] vgl.
Lettrismus. Letltrislmus u. Lettrisme [ɪɛ trism(ə)] der; (aus gleichbed. fr. lettrisme; vgl. ...ismus (1)>: (1945 in Pa
ris gegründete) literarische Bewegung, die in Weiterfüh
rung des Î Dadaismus u. des î Surrealismus Dichtung, Poe
sie hervorbringt, die nicht mit bekannten Wörtern etwas
beschreibt, sondern Empfindungen, Eindrücke mit neuen
Lautgebilden, mit dem Klang willkürlich aneinander ge
reihter Vokale u. Konsonanten erst entstehen lassen will.
Letltrist der; -en, -en (aus gleichbed. fr. lettriste): Vertre
ter, Anhänger des Lettrismus. letltrisltisch (zu t,,,is-
Leu
tisch): den Lettrismus betreffend; in der Art des Lettrismus
Leu der; -, Lei <aus gleichbed. rumän. leu, eigtl. „Löwe“,
dies aus lat. leo): rumän. Währungseinheit
Leulcin [...ts...] das; -s, -e (zu gr. leukós „hell, glänzend,
weiß“ u. t...in (1 )> : in vielen Eiweißstoffen vorkommende
essenzielle Aminosäure (Biochem.). Leu|cit[auch ..,'tsit]
vgl. Leuzit. leuk..., Leuk... vgl. leuko..., Leuko... Leukä|ma|nä!mie*iZze; -, ...ien (Kurzwort aus t Leukämie u.
t. Anämie): kombiniert auftretende Erkrankung an 1 Leu
kämie u. Î Anämie (Med.). Leulkälmie* die; -, ...ien (zu
tleuko... u. t...ämie): bösartige Erkrankung mit Überpro
duktion von weißen Blutkörperchen; Blutkrebs (Med.),
leulkälmisch*: a) die Leukämie betreffend; zum Krank
heitsbild der Leukämie gehörend; b) an Leukämie leidend
(Med.). Leu|ka|nä|mie* rfie; -: Mischform zwischen
Leukämie und t perniziöser Anämie (Med.). Leulkalphärelse* die; -, -n (Kurzw. aus tLeukozyt u. tAphärese):
Entfernung der weißen Blutkörperchen aus dem Blut mit
Zellseparatoren (bei Leukämie; Med.). Leulkenlzelphaliltis* vgl. Leukoenzephalitis. Leu|ken|zelpha|lolpathie* vgl. Leukoenzephalopathie. Leulkin das; -s, -e
(meist Plur.) (zu tleuko... u. T...in (1)): wärmebeständige,
t lytische, keimtötende Substanz bestimmter weißer Blut
körperchen, die u.a. Î anaerobe Krankheitserreger an
greift (Biochem., Med.), leulko..., Leu ko..., vor Voka
len meist leuk..., Leuk... <zu gr. leukós „hell, glänzend,
weiß“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „weiß,
glänzend“, z.B. Leukozyt, Leukämie. Leulkolarailolse
die; -, -n (zu gr. araiós „dünn, eng“ u. tl...ose): Verände
rung der Dichte der weißen Hirnsubstanz (Med.). Leuko ba se die; -, -n (zu t'Base): ehern. Verbindung zur
Herstellung künstlicher Farbstoffe. Leulkolblast* der;
-en, -en (meist Plur.) (zu gr. blastós „Spross, Trieb“): wei
ße Blutkörperchen bildende Zelle; Vorstufe des Leukozy
ten (Med.), leulkolderm (zu gr. dérma „Haut“): pig
mentarm (von der Haut; vgl. Pigment 1), hellhäutig
(Med.); Ggs. tmelanoderm. Leu ko derima das; -s,
...men: das Auftreten rundlicher bis ovaler weißer Flecken
in der Haut (nach Ausheilung mancher Hautkrankheiten;
Med.). Leulkolderlmie die; - (zu t2...ie): svw. Albinis
mus. Leu|ko|di|a|pelde|se die; -, -n (Kurzw. aus t Leu
kozyt u. ÎDiapedese}: Austritt der TLeukozyten aus den
Kapillaren ins Gewebe (Med.). Leu|ko|dys|trolphie*
die; -, ...ien (zu tleuko...): degenerative Veränderung der
weißen Hirnsubstanz bzw. der Markscheiden auf der Basis
einer Îendogenen Stoffwechselstörung (Med.). Leulkoen|ze|pha|liltisu. Leukenzephalitis die; -, ...itiden: Ent
zündung der weißen Hirnsubstanz (Med.). Leulkolenze pha lo pa thie u. Leukenzephalopathie die; -, ...ien:
pathologische Veränderung der weißen Hirnsubstanz
(Med.). Leu|ko|in|di|go der od. das; -s: Indigoweiß, in
der Färberei verwendete farblose, wässrige Lösung, die
beim Trocknen an der Luft das zu färbende Gewebe blau
färbt. Leu|ko|ke|ralto|se rfze; -, -n: svw. Leukoplakie.
Leu|ko|ki|ne|sin das; -s, -e (meist Plur.) (Kunstw. zu
tLeukozyt,gr. kinesis „Bewegung“u. t ...in ( 1)>: ÎProtein,
das beschleunigend od. bremsend auf die Wanderungsge
schwindigkeit von Leukozyten einwirkt (Biochem., Med.),
leulkolkrat* (zu tleuko... u. gr. kratein „(vorherr
schen“): überwiegend helle Bestandteile (wie Quarz, Feld
spat u. a.) aufweisend u. deshalb hell erscheinend (von be
stimmten Erstarrungsgesteinen; Geoi.); Ggs. tmelanokrat. Leuikoliy se:fe, -, -n (zu t...lyse): Auflösung, Zer
fall der weißen Blutkörperchen (Med.). Leulkollylsin
das; -s, -e (meist Plur.): Substanz, die den Abbau u. die
Auflösung der weißen Blutkörperchen bewirkt (Med.).
Leulkom das; -s, -e (aus gleichbed. gr. leüköma, Gen.
leukömatos, eigtl. „das weiß Gefärbte“): weißer Fleck,
806
weißlich verfärbte Wucherung, auch Narbe auf der Horn
haut des Auges (Med.), leulkolmaltös (zu t...ös>: mit
Leukomen behaftet (Med.). Leulkolmaltolse die; -, -n
(zu t ’...ose): Bildung weißer Flecken auf der Haut (Med.).
Leu ko me laligie* die; -, ...ien (zu tleuko..., gr. mélos
„Glied“ u. î ...algie): (als Folge von Durchblutungsstörun
gen auftretende) anfallartige Schmerzen in Armen u. Bei
nen (in Verbindung mit Kältegefühl u. Blässe der Haut;
Med.). Leu|ko|me|ter ¿Zas; -s, - (zu t’...meter): Messge
rät zur Bestimmung des Reflexionsgrades heller Objekte
bzw. Stoffe (Techn.). Leulkolmiltolgen das; -s, -e (meist
Plur.) (Kurzw. aus t Leukozyt u. t mitogen): t Protein, das
die Vermehrung, Entwicklung u. Reifung von Î Leukozy
ten im Knochenmark anregt u. steuert (Biochem., Med.).
Leu|ko|ny|chie*ife; -, ...ien (zu tleuko..., gr. önyx, Gen.
ónychos „Nagel“ u. t2...ie>: [teilweise] Weißfärbung der
Nägel (Med.). LeulkolpalthieÄe; -, ...ien (zu t...pathie):
svw. Leukoderma. Leulkolpeldelse die; -, -n (zu gr. pe
dan „springen, hüpfen“): Kurzform von t Leukodiapedese. Leukopenie die; -, ...ien (Kurzw. aus t Leukozytopeniey. krankhafte Verminderung der weißen Blutkörper
chen (Med.). Leulkolphyr der; -s, -e (zu tleuko... u. gr.
phÿrein „(ver)mischen“): ein Gemengegestein (Abart des
ÎDiabases). Leu!ko|pla|kie* die; -, ...ien (zu gr. pláx,
Gen. plakös „Platte, Fläche“ u. t2...ie): das Auftreten
weißlicher Flecke, Verdickungen an der Zunge (Med.).
Ieu|ko|pla|kisch*: mit Leukoplakie verbunden (Med.).
1Leu|ko|plast* der; -en, -en (zu gr. plastós „gebildet, ge
formt“, Part. Perf. vonplássein „bilden, formen“): farblo
ser Bestandteil der pflanzlichen Zelle; vgl. Plastiden.
2Leu|kolplast®* das; -[e]s, -e (zu gr. émplastron „Pflas
ter“, dies zu emplássein „aufschmieren, bestreichen“, zu
t’en... u. gr. plássein, vgl. ’Leukoplast): Zinkoxid enthal
tendes Heftpflaster ohne Mullauflage. Leu|ko|po|e|se
die; - (zu gr. poiesis „das Machen, Verfertigen“): Bildung
weißer Blutkörperchen (Med.); leu koipo e tisch (zu gr.
poietikös „zum Machen, Verfertigen gehörig, das Verfer
tigen betreffend“): die Leukopoese betreffend; weiße
Blutkörperchen bildend (Med.). Leu|ko|re|kru|tin* das;
-s, -e (meist Plur.) (Kurzw. aus ÎLeukozyt, Î rekrutieren u.
t ...in (1)): TProtein, das ÎLeukozyten aus dem Knochen
mark in den Blutstrom einschleust (Biochem., Med.). Leukorlrhö die; -, -en u. Leuikor rhöe [...'re:] tZ/e; -, -n
[,,,'ro:ən] (zu tleuko... u. gr. rhetn „fließen“): weißlicher
Scheidenausfluss ohne Blutbeimengung (Frauenkrank
heit; Med.). Ieulkor|rhö|isch: die Leukorrhö betreffend.
Leu|ko|sa|phir der; -s, -e: ein farbloser ÎKorund. Leukose die; -, -n (zu t’...ose): Sammelbez. für die verschie
denen Formen der Leukämie. Leulkolsin das; -s, -e (zu
1 ...in (1)): pflanzliches t Albumin aus Weizen-, Roggen- u.
Gerstensamen (Biochem.). Leu|ko|som das; -s, -e (zugr.
soma „Leib, Körper“): svw. Migmatit. Leu|ko|ta|xin
das; -s, -e (meist Plur.) (Kurzw. zu Î Leukozyt, gr. taxis
„Anordnung“ u. t ...in (1)>: tProtein, das tLeukozyten zu
zielgerichteter Wanderung veranlasst (Biochem., Med.).
Leulkoltom das; -s, -e (zu gr. tomé „das Schneiden,
Schnitt“): zweischneidiges, dolchartiges, graduiertes
Messer zur Leukotomie (Med.). Leu|ko|to|mie die; -,
...ien (zu tleuko... u. t...tomie): heute nicht mehr üblicher
operativer Eingriff in die weiße Gehirnsubstanz bei be
stimmten psychiatrischen Erkrankungen (Med.). Leulkotolxin das; -s, -e (Kurzw. aus t Leukozyt u. t Toxin): Bak
teriengift, das die Funktion der weißen Blutkörperchen
hemmt od. aufhebt (Med.). Leu|ko|tri|chje* ¿i<?; - (zu
tleuko..., gr. thrix, Gen. trichös „Haar“ u. t2...ie): svw.
Leukotrichose. Leu|ko|tri|cho|se* die; - (zu t'...ose):
das Weißwerden der Haare (Med.). Leulkoltrilen* das;
-s, -e (meist Plur.) (Kurzw. aus tLeukozyt u. Î Trien): Hor
mon, das in t Leukozyten t synthetisiert wird u. eine Grup-
807
pe mit drei Doppelbindungen im Molekül aufweist (Biochem.). Leu ko ver binidung die; -, -en (zu lleuko...):
farblose od. nur schwach gefärbte Verbindung, die bei der
Î Reduktion (5 b) von Küpenfarbstoffen entsteht. Leulkozildin das: -s, -e (Kurzw. zu tLeukozyt, lat. caedere (in
Zusammensetzungen -cidere) „niederhauen, töten“ u.
t ...in (1)>: giftiger Eiweißstoff mit einer sehr hohen Spezi
fität gegenüber weißen Blutkörperchen (Biochem.). Leukolzyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu tleuko... u. T...zyt):
weißes Blutkörperchen (Med.j.Leulkolzyltollylse die;-,
-n (zu î ...lyse): svw. Leukolyse.Leukozyltopenie rf/e;
-, ..den (zu gr. penia „Armut, Mangel“): svw. Leukopenie.
Leulkolzyltolse die; - (zu t'...ose): krankhafte Vermeh
rung der weißen Blutkörperchen (Med.). Leulkolzylturie* die; -, ...ien (zu t ...urie): svw. Leukurie. Leukurie*
die; -, ...ien (Kurzw. aus ILeukozyturie): Ausscheidung
weißer Blutkörperchen mit dem Harn (Med.)
Leutlnant der; -s, Plur. -s, seltener -e (aus gleichbed. fr.
lieutenant, eigtl. „Stellvertreter“, dies über altfr. luetenant
„Statthalter“ aus mlat. locumtenens „die Stelle haltend“
zu lat. locus „Ort, Stelle" u. tenere „haben, halten“): Of
fizier der untersten Rangstufe; Abk.: Lt.
Leu zin vgl. Leucin. Leulzislmus der; - (zu gr. leukós
„hell, glänzend, weiß“ u. Î ...ismus (3)>: Aufhellung, Weiß
färbung des Haarkleides bei normalerweise dunkel gefärb
ten Tieren (im Unterschied zum T Albinismus bleiben die
Augen normal gefärbt). Leulzit [auch ..,'tsit] der; -s, -e (zu
T2..dt> : ein graues od. weißes, zu den Feldspaten gehören
des Mineral. Leu|zi|to|elder das; -s, - (zu gr. hédra „Flä
che“ (wegen des durch die vielfache Lichtbrechung be
dingten Funkelns)): svw. Ikositetraeder
Lelvalde [...v...] die; -, -n (zu fr. lever (aus Z«t. levare „he
ben“) u. t...ade>: das Sichaufrichten des Pferdes auf der
Hinterhand (Übung der hohen Schule)
Lelvallloilsilen [ləvaloa ziɛ:] das; -[s] (fr.; nach LevalloisPerret, einer Pariser Vorstadt): Kulturstufe der Altstein
zeit
Lelvanlte [...v...] die; - (aus gleichbed. it. levante, eigtl.
„Aufgang (der Sonne)“, zu lat.-it. levare „heben“): (veral
tet) die Mittelmeerländer östlich von Italien. Lelvanltine die; - (aus fr. levantine „leichte, einfarbige Seide“ (die
in den Ländern der Levante wegen des subtropischen Kli
mas bevorzugt getragen wurde u. wird)): dichtes Gewebe
aus Chemiefasern in Köperbindung (Webart mit schräg
verlaufenden Linien), bes. für Steppdeckenbezüge, als
Futter- u. Kleiderstoff. Le|vanlti|ner der; -s, -: in der Le
vante geborener u. aufgewachsener Abkömmling eines
Europäers u. einer Orientalin; Morgenländer, lelvanltinisch: die Levante od. die Levantiner betreffend. Leivator der; -s, ...oren (aus lat. levator „der Erleichterer“): üb
liche Kurzbez. für Musculus levator, Muskel mit Hebe
funktion; Hebemuskel (Anat., Med.)
Lelvelche [leðetʃɛ] der; - (span.; zu gr. lips, Gen. libós
„Südwestwind“) : dem Î Schirokko entsprechender trocke
ner, heißer Südost- bis Südwestwind an der Südostküste
Spaniens
Lelvee [lə've:] die; -, -s (aus gleichbed. fr. levée zu lever
„(aus)heben“, dies aus lat. levare): (veraltet) Aushebung
von Rekruten. Leivée en masse [ləvea'mas] die; — (aus
gleichbed. fr. levée en masse, eigtl. „Groß-, Massenaushe
bung“): (veraltet) allgemeines Aufgebot der männlichen
Bevölkerung (zuerst 1793 vom franz. Nationalkonvent
veranlasst)
Le Ivel [Tevl] der, auch das; -s, -s (aus gleichbed. engl. level,
eigtl. „Waage“, dies aus lat. libella, vgl. Libelle) : 1. erreich
tes Niveau, Leistungsstand, Rang, Stufe. 2. Spielebene mit
ansteigendem Schwierigkeitsgrad, bes. bei Computerspie
len. Lelvelllsr ['lɛvələ] der; -s, -s (meist Plur.) (engl.; eigtl.
„Gleichmacher“): Angehöriger einer radikalen demokra
Levurose
tischen Gruppe (zur Zeit Cromwells) mit dem Streben
nach völliger bürgerlicher u. religiöser Freiheit
Lelver [lə've:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. lever zu se lever
„aufstehen“ aus lat. levare, vgl. levieren): Audienz am
Morgen, Morgenempfang bei einem Fürsten. Lelverage ef fekt [ li:vərɪdʒ... ] der; -[e]s (aus engl. leverage
(effect) „Hebelwirkung“ zu lever „Hebel“; vgl. Effekt):
Bez. für die Erscheinung, dass die Î Rendite eines Gesamt
kapitals auch bei Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals
steigt. Le|ver|sze|ne [lə've:...] die; -, -n (zu îLever): das
Erwachen u. Aufstehen am Morgen darstellende Szene in
der Komödie (Theat.)
Lelvilalthan, ökum. Leviatan [...v..., auch levia'ta:n] der;
-s, -e [...'tama] (aus hebr. liwyätän „der Gewundene“): 1.
(ohne Plur.) Ungeheuer (Drache) der altorientalischen
Mythologie (auch im Alten Testament). 2. (ohne Plur.)
Symbol für den allmächtigen Staat bei dem engl. Philoso
phen Hobbes (17. Jh.). 3. Waschmaschine für die Entfet
tung u. Reinigung von Wolle (Textilw.)
le vie ren [...v...] (aus gleichbed. lat. levare zu levis
„leicht“): (veraltet) erleichtern; [auf]heben, hochheben
Lelvilrat [...v...] das; -[e]s, -e u. Le|vi|rats|ehe rfze,-,-n(zu
spätlat. levir „Bruder des Ehemannes“ u. î...at (1)>: Ehe
eines Mannes mit der Frau seines kinderlos verstorbenen
Bruders (zum Zwecke der Zeugung eines Erben für den
Verstorbenen; im Alten Testament u. bei Naturvölkern)
Lelvit [...v...]ifer;-en,-en (über kirchenlat. levita, levites aus
gr. leuites, nach dem jüd. Stamm Levi): 1. alttest. Tempel
diener. 2. (nur Plur.) die Helfer (Diakon u. Subdiakon) des
Priesters im kath. Levitenamt (feierliches Hochamt)
Le|viltalti|on [,..v...] die; -, -en (aus gleichbed. nlat. levitatio zu lat. levitas, Gen. levitatis „Leichtigkeit“, dies zu le
vis „leicht“): a) vermeintliche Aufhebung der Schwer
kraft, freies Schweben (in Heiligenlegenden u. als 1 spiri
tistische Erscheinung); b) subjektives Erleben des freien
Schwebens im Raum, z. B. im Traum (Psychol.)
Lelvite [le'vi:t] die; -, -n (aus fr. lévite „langer Überrock (ei
nes Priesters im kath. Levitenamt)“): (veraltet) sehr weites
Frauengewand. Lelvjlten (zu TLevitikus; vgl. Levit); in
der Wendungjmdm. die Leviten lesen: (ugs.) jmdn. wegen
seines tadelnswerten Verhaltens zur Rede stellen u. ihn mit
Nachdruck auf seine Pflichten usw. hinweisen (nach den
Verhaltensvorschriften des Levitikus)
’le vi tie ren [...v...] (zu lat. levitas (vgl. Levitation) u.
1 ..deren): sich erheben [lassen], frei schweben [lassen] (Parapsychol.)
2le|vi|tie|ren [,..v...] (zu ÎLevit u. Î.. deren): (veraltet) beim
feierlichen Hochamt als Levit (2) fungieren. Lelviltilkus
der; - (aus mlat. Leviticus „Buch der Leviten“): lat. Bez.
des 3. Buchs Mose im Alten Testament, lelviltisch: auf
die Leviten (vgl. Levit) bezüglich
Lelvitltown [ lɛvɪttaʊn] die; -, -s (meist Plur.) (nach der
nach A. S. Levitt benannten Stadt Levittown im Bundes
staat New York, dem Vorbild dieser Bauweise) : in den Au
ßenbezirken amerik. Großstädte errichtete, große Wohn
siedlung aus einheitlichen Fertighäusern
Levlkoie [lefkoys] die: -, -n (aus gleichbed. gr. leukóion
(mit ngr. Aussprache), eigtl. „Weißveilchen“, zu leukós
„weiß“ u. ion „Veilchen“, nach den hell leuchtenden, veil
chenartig duftenden Blüten): (landsch.) svw. Levkoje.
Levlkglje die; -, -n: einjährige Gartenpflanze mit großen,
leuchtenden Blüten (zahlreiche Arten)
le|vret|tie|ren* [...vre...] (zu fr. levrette „Windhündin“
(dies zu lévrier, vgl. Levrier) u. !..deren): (veraltet) mit
Windhunden jagen. Lelvriler [levrije:] der; -s [...(s)], -s
[...s] (aus gleichbed. fr. lévrier zu lièvre „Hase“ aus Zat. le
pus (weil mit dem Hund bes. Hasen gehetzt wurden)) : (ver
altet) [Wind]hund
Lelvulrglse [...v...] die; -, -n (zu fr. levure „Hefepilz“ u.
Lew
(’...ose): durch Hefepilze hervorgerufene Erkrankung
(Med.)
Lew ['ɪɛf] der; -[s], Lewa <aus gleichbed. bulgar. lew, eigtl.
„Löwe“, dies aus lat. leo): bulgar. Währungseinheit
Le|wi|sit[auch lui...] das; -s, -e (nach dem amerik. Chemi
ker W. L. Lewis (1878-1943) u. zu ( ’...it): flüssiger chemi
scher Kampfstoff, der schmerzhafte Hautrötungen mit
Blasenbildung verursacht
Lexdie; -, Leges [...ge:s] (aus gleichbed. lat. lex, Gen. legis):
aus bestimmtem Anlass erlassenes Gesetz, das (unter An
spielung auf die römische Gesetzgebung) mit dem Namen
des Antragstellers oder der betreffenden Sache versehen
wird (z. B. Lex Heinze)
Lex.-8°: Abk. für Lexikonoktav; Lexikonformat
Lex ab|ro|ga|ta die; - -, Leges [le:ge:s] ...tae [...te] (aus
gleichbed. lat. lex abrogata, zu abrogare „(durch Volksbe
schluss) abschaffen, aufheben“): aufgehobenes Recht
Lelxemi/ai; -s, -e (aus gleichbed. russ. leksema, dies zugr.
léxis „Rede, Wort“; vgl. ...em): lexikalische Einheit,
sprachliche Bedeutungseinheit, Wortschatzeinheit im
Wörterbuch (Sprachw.). Lexematik die; - (zu t2...ik
(1)>: Lehre von den Lexemen. Ie|xe|ma|tisch:die Lexe
matik betreffend, zu dem Gebiet der Lexematik gehörend
Lex gelnelrallis die; - -, Leges ['le:ge:s] ...les [...le:s] (aus
gleichbed. lat. lex generalis): allgemeines Gesetz; vgl. Lex
specialis
le|xi|gralfisch,auch ...gra phisch (verkürzt aus (lexiko
grafisch): svw. lexikografisch. Le|xikö7e; - (zu gr lexikós
„das Wort betreffend“; vgl. 2...ik (2)): Wortschatz einer
Sprache (auch einer bestimmten Fachsprache). Lelxilka:
Plur. von (Lexikon, lelxi|kal (zu (‘...al (1)): svw. lexika
lisch; vgl. ...isch/-. Ie|xi|ka|lisch:a) das Wörterbuch be
treffend; b) die vom Kotext weitgehend unabhängige Be
deutung eines Wortes betreffend (im Unterschied zur usu
ellen) ; c) in der Art eines Lexikons; vgl. ...isch/-. lelxilkaliisieren (zu 1 ...isieren): als ein neues Lexem festlegen,
zum festen inhaltlich-begrifflichen Bestandteil der Spra
che machen (Sprachw.). Ie|xi|ka|li|siert(zu ( ...isiert): als
Lexem, Worteinheit im Wortschatz bereits festgelegt (z. B.
hochnäsig) im Gegensatz zu einer freien Bildung (z.B.
dreistäugig, flinkzüngig o.Ä.; Sprachw.). Le|xi|ka|li|sierungi/ze; -, -en (zu 1 ...isierung): a) Aufnahme eines Wor
tes als selbstständige Bedeutungseinheit ins Wörterbuch
od. Lexikon; b) Bildung eines (Lexems durch eine seman
tisch nicht weiter auflösbare Wortverbindung (Sprachw.).
Le|xi|ken: Plur. von (Lexikon, lelxilko..., Lelxilko...
(zu gr. lexikós „das Wort betreffend“, dies zu léxis „Rede,
Wort“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Wort;
Wortschatz“, z.B. lexikografisch, Lexikostatistik. Lelxikolgraf,aueh ...graphder; -en, -en (zugr. lexikográphos
„ein Wörterbuch schreibend“; vgl. Lexikon): Verfasser
[einzelner Artikel] eines Wörterbuchs od. Lexikons (1).
Le xiko gra fie,auch ...gralphierf/e. - (zu (lexiko... u.
(...grafie): Bereich der Sprachwissenschaft, in dem man
sich mit der Kodifikation u. Erklärung des Wortschatzes
befasst. Ielxi|ko|gra|fisch, auch ...gralphisch (zu
(...grafisch): die Lexikografie betreffend. Le|xi|ko|lo|ge
der; -, -n (zu (...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet der
Lexikologie. Le|xi|ko|lo|giedie; - (zu 1 ...Jogie): Bereich
der Sprachwissenschaft, in dem man sich mit Wörtern
(vgl. Lexem) u. anderen sprachlichen Einheiten (vgl. Mor
phem) im Hinblick auf 1 morphologische, (semantische u.
(etymologische Fragen befasst, Ie|xi|ko|lo|gisch (zu
(...logisch): a) die Lexikologie betreffend; b) zu dem Ge
biet der Lexikologie gehörend. Lelxilkon das; -s, Plur.
...ka u. ...ken (aus spätgr. lexikón (biblion) „Wörterbuch“,
substantiviertes Neutrum von gr. lexikós „das Wort betref
fend“ zu léxis „Rede, Wort“, dies zulégein „auflesen, sam
meln; reden“): 1. alphabetisch geordnetes Nachschlage
808
werk für alle Wissensgebiete (vgl. Konversationslexikon)
od. für ein bestimmtes Sachgebiet. 2. (veraltet) Wörter
buch. 3. a) Gesamtheit der bedeutungstragenden Einhei
ten einer Sprache; der Wortschatz im Unterschied zur
Grammatik einer Sprache; b) (in der generativen Gram
matik) Sammlung der Lexikoneinträge einer Sprache
(Sprachw.). Le|xi|kon|ar|ti|kelrter,' -s, -: Artikel, [kurze]
Abhandlung in einem Lexikon zu einem Stichwort. Lelxikorɪlforlmati/flʃ, -[e]s, -e u. LexikonoktaviLrs, -s, -e
[...va] : bei Lexika übliches Buchformat, etwa 25 bis 30cm;
Abk.: Lex.-8°. Lelxi|ko|sta|tis|tikáze; - (zu(lexiko...): a)
Sprachstatistik; Erforschung der Sprache in Bezug auf die
Häufigkeit des Gebrauchs einzelner Wörter, die Länge
von (Morphemen, Wörtern, Sätzen o.Ä. mit Methoden
der Statistik (1) u. Wahrscheinlichkeitsrechnung; b) (sel
ten) svw. Glottochronologie. Le|xi|ko|thekife; -, -en (zu
(...thek; Analogiebildung zu Bibliothek): Sammlung von
verschiedenen Lexika
Lex im|per|fec|ta [- ...fekta] die; - -, Leges ['le:ge:s] ...tae
[...te] (aus gleichbed. lat. lex imperfecta): unvollkommenes
Recht, d.h. Gesetz, dessen Tatbestand keine Rechtsfolge
nach sich zieht
lelxisch (zu gr. léxis „Rede, Wort“): die Lexik betreffend.
Lelxolthek die; -, -en (zu gr. léxis (vgl. lexisch) u.
(...thek): in Rechenanlagen gespeichertes, in Morpheme
zerlegtes Wortmaterial, das nach Bedarf abgerufen, sor
tiert u. ausgedruckt werden kann; maschinelles Wörter
buch
Lex per|fec|ta[- ...'fekta] die; - -, Leges [ le:ge:s] ...tae [...te]
(aus gleichbed. lat. lex perfecta): vollkommenes Recht,
d.h. Gesetz, dessen Tatbestand eine Rechtsfolge nach sich
zieht. Lex spe|ct|a|lis [- spe'tsia:...] die; - -, Leges
['ɪe:ge:s] ...les [...le:s] (aus gleichbed. lat. lex specialis): das
(der 1 Lex generalis übergeordnete) Sondergesetz, lex
spelcilallis de ro gat ge|ne|ra|li (.lat. ): das besondere
Gesetz geht dem allgemeinen vor (Grundsatz des deut
schen Rechts)
Lelzilthin,fachspr. Lecithin [...tsi...] das; -s, -e (zu gr. lékithos „Eigelb“ u. (...in (1)): zu den (Lipoiden gehörende
Substanz (u.a. als Nervenstärkungsmittel verwendet;
Chem., Biol.)
Lher|zo|lith[ler..., auch ...lit] der; Gen. -su. -en, Plur. -e[n]
(nach dem Lac de Lherz in den Pyrenäen u. zu t...lith):
dichtes, z.T. grobkörniges, dunkles Tiefengestein der Peridotitgruppe (vgl. Peridotit)
L'homlbre* ['lð:brə] (aus/r. l’hombre „Spielmacher (beim
Lomber)“): svw. Lomber
Li das; -, - (aus gleichbed. chin, li): 1. chines. Längenmaß
(Meile) von unterschiedlicher Länge (zwischen 400 u.
700m). 2. chines. Gewicht (= 0,038 g)
Li|ai|son [lie'zö:] die; -, -s (aus gleichbed. fr. liaison zu lier,
vgl. liieren): 1. [nicht standesgemäße] Verbindung, Liebes
verhältnis, Liebschaft. 2. in der Aussprache des Französi
schen Bindung zweier Wörter, wobei ein sonst stummer
Konsonant am Wortende vor einem vokalisch beginnen
den Wort ausgesprochen wird. 3. Mischung aus Ei, Sahne
u. Butter od. Mehl, Fleischbrühe u.a. zur Herstellung von
Soßen, Cremes o.Ä. (Gastr.)
Lilalne^e; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. fr. liane; wei
tere Herkunft unsicher): bes. für tropische Regenwälder
charakteristische Schlingpflanze, die an Bäumen o. Ä. em
porklettert u. häufig herabhängende, sehr starke Ausläu
fer bildet
Liard [lja:r] der; -, -s [ɪja:r] (aus fr. liard „Heller, Pfennig“):
seit der 2. Hälfte des 15. Jh.s für ganz Frankreich geprägte
Silbermünze, seit der Mitte des 17. Jh.s aus Kupfer
Lilas der od. die; - (über fr. lias aus gleichbed. engl. Lias,
dies zu (alt)fr. liais (ein feinkörniger Kalkstein)): die unte
re Abteilung des UJuras (in Süddeutschland: Schwarzer
809
libidinös
Jura; Geol.). liassisch: den Lias betreffend, zum Lias
ralitatis „edle Gesinnung, Freigebigkeit“): 1. Großzügig
gehörend, aus ihm stammend (Geol.)
keit. 2. a) Vorurteilslosigkeit; b) freiheitliche Gesinnung,
Lilbalment das; -[e]s, -e u. Libamenltum das; -s, ...ta
liberales (1) Wesen. Lilbelrallilum Arlti um Ma gis ter
(aus gleichbed. lat. libamentum, eigtl. „das Abgekostete“,
der:---- tmlat.y. Magister der freien Künste (Titel mittel
zu libare „kosten, genießen; spenden“): (veraltet) Lecker
alterlicher Universitätslehrer). Li|be|ra|ti|on die; -, -en
bissen
(aus gleichbed. lat. liberatio zu liberare „befreien; freispre
Li|ba|no|mant der; -en, -en (zu gr. libanos „Weihrauch" u.
chen“): (veraltet) Befreiung; Entlastung, lilbelraltiv (zu
mántis „Wahrsager, Opferdeuter“): (in der Antike) jmd.,
î...iv>: svw. liberatorisch; vgl. ...iv/...orisch. Li be raltor
der aus dem Weihrauchdampf wahrsagte. Li|ba|no|mander; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. liberator): (veraltet) Be
tie die; - (zu gr. manteia „das Weissagen“) : das Wahrsagen
freier. Ii|be|ra|to|risch: (veraltet) befreiend, losspre
aus dem Weihrauch- od. Opferdampf (in der Antike)
chend; vgl. ...iv/...orisch. Lilbe ra tolri um das; -s, ...ria
Lilbaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. libatio zu libare
(aus gleichbed. spätlat. liberatorium): (veraltet) losspre
„ein wenig wegnehmen od. ausgießen"): [altröm.] Trank
chendes Urteil, Entlassungsschein. Lilbelrin «te; -s, -e
spende für die Götter u. die Verstorbenen
(meist Plur.) (zu lat. liber „frei“ u. t...in (1)): svw. Relea
Liblbra* die; -, -[s] (aus it. libbra „Pfund“ zu lat. libra, vgl.
serfaktor. Lilbelro der; -s, -s (aus gleichbed. it. libero,
Libra): ital. Massemaß (von unterschiedlichem Gewicht in
eigtl. „der Freie“, zu libero „frei“, dies aus gleichbed. lat.
den einzelnen Gegenden)
liber): Abwehrspieler ohne unmittelbaren Gegenspieler,
Lilbeclcio [li bettʃo] der; -(s] (aus gleichbed. it. libeccio zu
der als Letzter in der eigenen Abwehr steht, sich aber ins
gr. lips, Gen. libös „Südwestwind“): von Südwesten kom
Angriffsspiel einschalten kann (Fußball)
mender trockener, heißer Wind in Unteritalien
Li Iber pon|ti|fi|ca|lis [- ,,,'ka:...] der; - - (aus gleichbed. kirLi bell das; -s, -e (aus gleichbed. lat. libellus, eigtl. „Büch
chenlat. liber pontificalis zu lat. liber „Buch“ u. pontifica
lein“, Verkleinerungsform von liber, vgl. Liber) : 1. gericht
lis „priesterlich“): Papstbuch (mittelalterliche Sammlung
liche Klageschrift im alten Rom. 2. Schmähschrift, Streit
der ältesten Papstbiografien)
schrift, (Famosschrift. Libellant der; -en, -en (zu lilberltär (aus gleichbed. fr. libertaire zu libre „frei“, dies
t...ant): (veraltet) svw. Libellist
aus gleichbed. lat. liber): extrem freiheitlich; anarchis
LiIbellle die; -, -n (aus lat. libella „kleine Waage“, Verklei
tisch. Lilberltät die; -, -en (unter Einfluss von fr. liberté
nerungsform von libra „Waage“, Bed. 1 nach dem gleich
aus lat. libertas, Gen. libertatis „Freiheit“): 1. ständische
mäßigen Flug mit waagerecht ausgespannten Flügeln;
Freiheit. 2. (selten) Freiheit, [beschränkte] Bewegungs- u.
Bed. 3 nach der Ähnlichkeit mit einer Libelle) : 1. schön ge
Handlungsfreiheit. Lilberlté, Égallilté, Fraternité
färbtes Raubinsekt mit schlankem Körper u. vier glashel
[...‘te, egali'te, ...'te] (aus fr. liberté, égalité, fraternité
len Flügeln, dessen Larve im Wasser lebt; Wasserjungfer.
„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“): Losung der Fran
2. Hilfseinrichtung an [Messjinstrumenten (z. B. an einer
zösischen Revolution von 1789; vgl. Egalité, Fraternité, liWasserwaage) zur genauen Horizontal- oder Vertikalstel
berltin (aus gleichbed. fr. libertin zu lat. liber „ungehin
lung. 3. Haarspange bestimmter Art
dert, zügellos“, eigtl. „frei“): zügellos, leichtfertig; aus
1li|bel|lielren (zu TLibell u. Î..deren): (veraltet) eine Kla
schweifend, locker. Li|ber|tin [,,,'tɛ:] der; -s, -s (aus gleich
geschrift verfassen u. bei einer Behörde einreichen
bed. fr. libertin, dies aus lat. libertinus „Freigelassener“):
2liIbelIlielren (zu ÎLibelle u. Î ..deren): mit der Libelle (2)
(veraltet) 1. Freigeist. 2. ausschweifend lebender Mensch,
nachmessen
Wüstling. Lilberltilnalge [,,,ti'na:ʒə] die; -, -n (aus gleich
LiIbelIlist der; -en, -en (zu TLibell u. Î ...ist): Verfasser eines
bed. fr. libertinage): Ausschweifung, Zügellosigkeit. Liberltilner der; -s, - (nach gleichbed. fr. libertin, vgl. Li
Libells (2). Li ber der; -, Libri (aus gleichbed. lat. liber,
eigtl. „Bast“ (als Schreibmaterial)): lat. Bez. für Buch
bertin): (veraltet) 1. leichtsinniger, zügelloser Mensch. 2.
Freigeist. Ii|ber|ti|nie|ren (aus gleichbed. fr. libertiner):
lilbelral (über gleichbed. fr. libéral aus lat. liberalis „frei
(veraltet) ausschweifend leben, ein lockeres Leben führen.
heitlich; freigebig; edel“ zu liber „frei“): 1. dem Einzelnen
wenige Einschränkungen auferlegend, die Selbstverant
Li|ber|ti|nis|mus der; - (nach gleichbed. fr. libertinisme;
vgl. ...ismus (3)>: Zügellosigkeit. Lilberlty [,,,ti] der; -[s]
wortung des Individuums unterstützend, freiheitlich. 2.
(nach dem Namen einer Londoner Textilfirma, eigtl.
die Weltanschauung des Liberalismus (1) betreffend, sie
„Freiheit“ (engl. liberty)): feines atlasbindiges Gewebe
vertretend. 3. nach allen Seiten offen. 4. eine den Libera
aus Naturseide od. Chemiefasern. Lilberlty Ship ['lɪbətɪ
lismus (1) vertretende Î Partei (1) betreffend, zu ihr gehö
'ʃɪp] das; - -[s], - -s (aus gleichbed. engl.-amerik. liberty
rend. Li|be|ra|le dem. die; -n, -n (vgl. '...al (2)>: Anhänger
ship, eigtl. „Freiheitsschiff“; die Schiffe wurden bes. zur
einer liberalen (4) Partei, des Liberalismus (1 ). lilbelralliVersorgung der amerik. Truppen in Europa eingesetzt):
sielren (nach gleichbed. fr. libéraliser): 1. von Einschrän
amerik. Einheitsfrachtschiff im 2. Weltkrieg (mit 10000 t
kungen freimachen; großzügiger, freiheitlich gestalten. 2.
Tragfähigkeit). Lilbelrum Arlbiltri um* ['li:be... -] das;-stufenweise Einfuhrverbote u. -kontingente im Außenhan
(aus lat. liberum arbitrium „freie Entscheidung“): Wil
del beseitigen (Wirtsch.). Lilbelrallilsielrung die; -, -en
lens- u. Wahlfreiheit; freier, selbstständiger Entschluss
(zu î...isierung>: 1. Befreiung von einschränkenden Vor
(Philos.). Lilbelrum Velto [- v...] das; - - (.lat.; zu liber
schriften. 2. Aufhebung bzw. Reduzierung dirigistischer
„frei“ u. vetare „verbieten“): freies Einspruchsrecht jedes
Eingriffe in einen freien Austausch von Gütern u. Produk
Abgeordneten im poln. Reichstag von 1652 bis 1791. Li
tionsfaktoren (Wirtsch.). Lilbelrallislmus der; - (nach
ber usulallis das; - - (zu lat. liber „Buch“ u. spätlat. usua
gleichbed. engl. liberalism, fr. libéralisme, vgl. ...ismus
lis „üblich, gebräuchlich“, dies zu lat. usus „Gebrauch“):
(1)): 1. bes. im Individualismus wurzelnde, im 19. Jh. in po
1895 für den kath. Gottesdienst zusammengestelltes Cho
litischer, wirtschaftlicher u. gesellschaftlicher Hinsicht
ralbuch
entscheidend prägende Denkrichtung u. Lebensform, die
Freiheit, Autonomie, Verantwortung u. freie Entfaltung lilbi|di|ni|sie|ren (nach gleichbed. engl.-amerik. libidinize; vgl. Libido u. ...isieren): sexuelle Wünsche erregen, mit
der Persönlichkeit vertritt. 2. liberales (1) Wesen, liberaler
libidinöser Triebenergie durch Sinnesreize aufladen, ero
Zustand. Li I be I ra | list der; -en, -en (zu Î ...ist): Anhänger,
tisieren (Med., Psychol.). Lilbildilnist der; -en, -en (zu
Verfechter des Liberalismus (1). Ii|be|ra|lisltisch (zu
îLibido u. T ...ist) : sexuell triebhafter Mensch (Med., Psy
Î ...istisch): a) den Liberalismus betreffend, auf ihm beru
chol.). li bildi nös (über fr. libidineux aus gleichbed. lat.
hend; freiheitlich im Sinne des Liberalismus; b) extrem li
libidinosus zu libido (vgl. Libido); vgl. ...ös): auf die Libido
beral. Li|be|ra|li|tät die; - (aus lat. liberalitas, Gen. libe-
Libidinosität
bezogen, die sexuelle Lust betreffend (Med., Psychol.). Libiidi no si tät die; - <zu 7...ität>: (veraltet) Wollust, aus
schweifende Lebensweise. Lilbildo [auch ...bi:...] die; (aus lat. libido „Lust, Begierde“): 1. Begierde; Trieb, bes.
Geschlechtstrieb (Med., Psychol.). 2. allen psychischen
Äußerungen zugrunde liegende psychische Energie (Psy
choanalyse)
Li|bra‘<Zte; -, -[s] (aus gleichbed. /ɑt. libra (vgl. 2Lira), Bed. 2
über gleichbed. span., port, libra): 1. altröm. Gewichts
maß. 2. früheres Gewichtsmaß in Spanien, Portugal u.
Brasilien
Lilbralrilus* der; -, ...rii (aus gleichbed. lat. librarius zu li
ber, Gen. libri „Buch“ u. T...arius>: Buchhändler im Rom
der Antike u. im Mittelalter
Lilbra ti on* die; -, -en (aus lat. libratio „das Ausgleichen“
zu librare „wägen, im Gleichgewicht halten“): scheinbare
Mondschwankung, die auf der Ungleichförmigkeit der
Mondbewegung beruht (Astron.). Lilbraltilonslpunkt
der; -[e]s, -e: Gleichgewichtspunkt im Dreikörperproblem
(Astron.)
Lilbreslso* das; -[s], -s (Mischbildung aus it. libro „Buch“
(dies aus lat. liber, Gen. libri) u. espresso, vgl. ^Espresso):
in Österreich Kaffeehaus mit Büchern, Zeitungen u. Zeit
schriften. lilbretltilsielren (zu 7Libretto u. T...isieren):
in die Form eines Librettos bringen. Lilbretltist fiter; -en,
-en (nach gleichbed. it. librettista): Verfasser eines Libret
tos. LiIbret tis tik die; - (zu Î ...istik): die Kunst, t Libret
tos zu schreiben. Lilbretlto das; -s, Plur. -s u. ...tti (aus
gleichbed. it. libretto, eigtl. „Büchlein“, Verkleinerungs
form von libro „Buch“, dies aus lat. liber, vgl. Liber):
Text[buch] von Opern, Operetten, Singspielen, Oratorien.
Lilbri : Plur. von Î Liber
Lilbrilden* die (Plur.) (zu lat. libra „Waage“ (da die Mete
orströme vom Sternbild der Waage auszugehen scheinen)
u. T...iden): ein zeitweilig auftretender Meteorstrom
Lilburlnedie; -, -n (aus gleichbed. lat. liburna, einer beiden
Liburnern in Illyrien verwendeten Schiffsart): in der
griech.-röm. Antike leichtes Ruderboot, das auch zum Se
geln geeignet war
Lilcence [li'sa:s] die; -, -s [li’sä:s] (aus fr. licence „Erlaub
nis“ zu gleichbed. lat. licentia): nach etwa 3 Jahren Hoch
schulstudium erworbener akademischer Grad des franz.
Bildungssystems. Lilcenlza [li'tʃɛntsa] die; -, ...ze (aus it.
licenza „Erlaubnis, Freiheit, Beurlaubung“): 1. a) Freiheit
im musikalischen Vortrag; b) abweichend von den stren
gen Regeln der Satztechnik freiere Durchführung eines
Musikstückes. 2. in den Opern des 17./18. Jh.s ein meist zu
sätzlich komponierter [Schluss]teil als Huldigung einer ho
hen Person. |i|cet ['li:tsɛt] dat.y. es ist erlaubt
Lilchen [li:çe:n] der; -s (über lat. liehen, Gen. lichenis aus
gr. leichên „Flechte“): Hautflechte, die vor allem durch
7 papulöse Knötchen gekennzeichnet ist ; Knötchenflechte
(Med.). Lilchelnes [...ne:s] die (Plur.) (aus gleichbed. lat.
lichenes, Plur. von liehen, vgl. Lichen): Sammelbez. für al
le Flechten (Bot.). Li|che|ni|fi|ka|ti|on die; -, -en (zu
T...fikation): Vergröberung u. Verdickung der Haut, Ver
tiefung der Hautfurchen mit teilweisem Auftreten von
Knötchen (Med.). Li|chelninitezs;-s, -e (zu Î ...in ( 1 )>: zel
luloseähnlicher Stoff in den Zellwänden der Flechten
(Bot.). Li|che|ni|sa|ti|on die; -, -en (zu Î ...isation): svw.
Lichenifikation. Lilchelnit [auch ... nit] der; -s, -e (zu
t2...it): Stein mit Abdrücken von Flechten (Geol.). li chenolid (aus gleichbed. gr. leichenödes): flechtenartig,
flechtenähnlich (Med., Biol.). Li che'no lolge der; -n, -n
(zu t Lichen u. t ...loge): Botaniker, der sich auf die Lichenologie spezialisiert hat. Lilchelnollolgie die; - (zu Î ...logie): Spezialgebiet der Botanik, das sich mit den Flechten
befasst; Flechtenkunde. Li|che|no|me|trie* die; - (zu
T...metrie): Verfahren zur Altersbestimmung von geologi
810
schen Ablagerungen (z.B. Moränen) od. von vor- u. früh
geschichtlichen Steinbauwerken mithilfe von Flechten
lilci |te [Titsite] (Jat.y. erlaubter weise, lilcilto moldo dat.;
„auf erlaubte Art u. Weise“): svw. licite
Lilcker der; -s, - (mit eindeutschender Aussprache gebildet
zu gleichbed. engl. (fat) liquor, eigtl. „Flüssigkeit, Lö
sung“): Fettemulsion (zur Lederbehandlung), lilckern:
Leder nach dem Gerben mit Licker einfetten
Lildar der od. das; -s (Kurzw. aus engl. light detection and
ranging; Analogiebildung zu 7 Radar): Übertragung des
Radarprinzips auf den Frequenzbereich des Lichts, indem
vom Zielobjekt zurückgeworfenes Licht zur Ermittlung
von Schadstoffen in der Luft aufgefangen u. ausgewertet
wird
Lildo der; -s, Plur. -s, auch Lidi (aus it. lido „(Sand-)
strand“, dies aus lat. litus „Strand, Ufer“): Strand vor
mehr od. weniger abgetrennten Meeresteilen
Lielbelnelrit [auch ...rit] der; -s (nach dem franz. Minera
logen L. Liebener (19. Jh.) u. zu T 2...it): zu TMuskovit zer
setzter tNephelinit, ein heller Glimmer
Lilen [auch lie:n] der; -s, Lienes [,,,ne:s] (aus gleichbed. lat.
lien, Gen. lienis): Milz (Med.), li e nal [lie...] (zu lat. lien
(vgl. Lien) u. 7*...al (1)): die Milz betreffend, zu ihr gehö
rend (Med.). Lilelniltis die; -, ...itiden (zu 7 ...itis): Milz
entzündung (Med.)
Lilenltelrie [lien...] die; - (zu gr. leios „glatt“, tEnteron u.
t2...ie): Durchfall mit Abgang unverdauter Speisereste
(Med.)
Lilerlne die; -, -n (aus gleichbed. fr. lierne zu lier „(verbin
den, (ver)knüpfen“, dies aus lat. ligare): Neben- od. Zwi
schenrippe zur Teilung der Laibungsfläche eines Kreuzge
wölbes (Archit.). Ii|er|nie|ren (aus gleichbed. fr. lierner):
mit Gewölberippen versehen (Archit.)
Li| eue [lia:] die; -, -s (aus gleichbed. fr. lieue, dies aus spätlat. leuca, leuga, wohl aus dem Gall.): altes franz. Längen-,
Wegemaß (etwa 4,5 km)
Lilelvrit* [,..v..., auch ...rit] der; -s, -e (nach dem franz. Mi
neralogen C. H. Lelièvre (1752-1835) u. Tzu 2...it): ein
schwarzbraunes Kontaktmineral
Life and Work [ laif ənd 'wə:k] (aus engl. life and work „Le
ben und Arbeit“): Bewegung für praktisches Christentum
im 7ökumenischen Weltrat der Kirchen. Lifelislland,
auch Life-Is|land ['laɪf'aɪlənd] das; -[s], -s (aus gleichbed.
engl. life island, eigtl. „Lebensinsel“): steriles Plastikge
häuse, in dem ein Patient für einige Zeit untergebracht
wird, wenn seine körpereigenen Abwehrreaktionen nicht
mehr funktionieren; Patientenisolator (Med.). Lifeljacket [..,dʒɛkɪt] das; -s, -s (aus engl. life-jacket „Schwimm
weste“): svw. Lifevest. Lifelstyle, auch Life-Style
[...stall] der; -s (aus gleichbed. engl. life style): Lebensstil,
[moderne] charakteristische Art u. Weise, das Leben zu
gestalten. Life-Suplport-Sysltem [,,,sə'pɔ:t...] das; -s
(zu engl. support „Unterstützung“): System zur Erhaltung
des menschlichen Lebens in einer zum Leben nicht geeig
neten Umgebung durch die automatische Regelung von
Sauerstoff u. Kohlendioxid, Außentemperatur, Luftfeuch
tigkeit u.Ä. (Raumfahrt). Lifeltimelsport [...taim...]
der; -s (aus engl. lifetime sport, zu lifetime „lebenslang“):
Sportart, die lebenslänglich betrieben werden kann u. sich
deshalb für Menschen jeder Altersstufe eignet. Lifelvest
[...vest] die; -, -s (aus gleichbed. engl. live-vest): aufblasba
re Schwimmweste als Schutz vor dem Ertrinken
LIFO-Spei|cher der; -s, - (Abk. für engl. /ast znʃɪrst out
„zuletzt hinein, zuerst heraus“): Speicherstruktur mit dem
Prinzip, dass stets das zuletzt eingefügte Element einer
Datenfolge als erstes wieder entfernt werden muss (EDV)
’Lift iter; -[e]s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. engl. lift zu to lift
„lüften, in die Höhe heben“): a) Fahrstuhl, Aufzug; b)
(Plur. nur -e) Skilift, Sessellift. 2Lift fiter od. das; -s, -s (aus
811
engl. lift „das Hochheben“ zu to lift, vgl. 'Lift): 1. Mitfahr
gelegenheit; das Mitfahren, Sich-mitnehmen-Lassen (von
Anhaltern). 2. kosmetische Operation zur Straffung der al
ternden Haut, bes. im Gesicht. Liftlboy [...boy] der; -s, -s
<zu T'Lift): [livrierter] Jugendlicher, junger Mann, der ei
nen Lift bedient, lif |ten (nach engl. to lift, vgl. 'Lift): 1. a)
einen 2Lift (2) durchführen; b) jmdn. einem 2Lift (2) un
terziehen. 2. mit dem Skilift fahren, den Skilift benutzen.
3. in die Höhe heben, wuchten. Lif Iter der; -s, - (aus gleichbed. engl.-amerik. lifter; vgl. ‘Lift): Person, Unterneh
mung, die einen ‘Lift (b) betreibt. Liflting das; -s, -s (aus
engl. lifting „das Heben“ zu to lift, vgl. 'Lift): 1. svw. 2Lift
(2). 2. Übung, bei der nur die Fersen vom Boden abfedern
(Sport). Liftlkurs der; -es, -e (zu engl. to lift, vgl. 'Lift):
Î Kurs (z.B. an Gesamtschulen) zur Förderung der Leis
tungen u. Kenntnisse schwacher Schüler. Lift-pn-liftoff-Schiff iZos;-[e]s, -e (zu engl. to lift on „aufladen“ u. to
lift off „abladen“): Frachtschiff, das durch Kräne vertikal
be- u. entladen wird. LiftIper|so|nal das; - (zu T'Lift): ei
nen [Ski]lift bedienendes Personal. Liftlstaltilon die; -,
-en: Tal- od. Bergendpunkt eines [Skijlifts. Lift van
[...ven] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.-amerik. lift van, zu
engl. lift (vgl. 'Lift) u. van „Möbelwagen“): Spezialmöbel
wagen für Umzüge nach Übersee ohne Umladung
Lilga <Äe; -, ...gen (aus span, liga „Bund, Bündnis“ zu ligar
„binden, vereinigen“, dies aus lat. ligare; vgl. legieren): 1.
Bund, Bündnis (bes. der kath. Fürsten im 16. u. 17. Jh.). 2.
Wettkampfklasse, in der mehrere Vereinsmannschaften
eines bestimmten Gebietes zusammengeschlossen sind
(Sport). Lilgalde die; -, -n (ausʌpɑw. ligada „das Binden“
zu ligar, vgl. Liga): das Zur-Seite-Drücken der gegneri
schen Klinge (Fechten). Lilgalment rfas; -[e]s, -e u. Ligalmenltum das; -s, ...ta (aus lat. ligamentum „Binde,
Band“ zu ligare, vgl. legieren): festes, sehnenähnliches
Band aus Bindegewebe zur Verbindung beweglicher Teile
des Knochensystems, bes. an Gelenken (Anat., Med.)
Lilgan ['laɪgən] vgl. Lagan
Lilgand der; -en, -en (aus /ɑz. ligandus, Gerundivum von ligare „(ver)binden“) : Atom, Molekül, Ion od. Î Radikal (3),
das an das Zentralatom einer Komplex- oder Koordinati
onsverbindung gebunden ist. Lilganldin ¿Zas; -s, -e (zu
T...in (l)): basisches, lösliches TProtein für den Fluss or
ganischer ÎAnionen (z.B. Kontrastmittel, Arzneimittel)
vom Plasma in die Î Hepatozyten (Med.). Lilganldilnämie* die; -, ...ien (zu T...ämie>: Vorkommen von Ligandin
im Blut (z.B. bei Leberparenchymschäden; vgl. Paren
chym; Med.). Li|gan|di|nu|rie*íZ/<?; -, ...ien (zu Î ...urie):
Ausscheidung von Ligandin im Harn (Med.). Lilgalse
die; -, -n (zu T...ase): TEnzym, das eine Verknüpfung von
zwei Molekülen Tkatalysiert. ligato (aus älter it. ligato
„gebunden“): svw. legato. Lilgaltur die; -, -en (aus lat. li
gatura „Band, Bündel“ zu ligare, vgl. Ligand): 1. Buchsta
benverbindung auf einer Drucktype (z. B. ff, æ; Druckw.).
2. a) Zusammenfassung mehrerer (auf einer Silbe gesun
gener) Noten zu Notengruppen in der Mensuralmusik des
13. bis 16. Jh.s; b) das Zusammenbinden zweier Noten
gleicher Tonhöhe mit dem Haltebogen zu einem Ton über
einen Takt od. einen betonten Taktteil hinweg (zur Dar
stellung einer TSynkope (3; Mus.). 3. Unterbindung von
Blutgefäßen mithilfe einer Naht (z. B. bei einer Operation;
Med.). Ljlgen: Plur. von tLiga
Lilger der; -s, - (Kunstw. aus engl. Hon „Löwe“ u. tiger „Ti
ger“): Î Bastard (1) aus der Kreuzung eines Löwenmänn
chens mit einem Tigerweibchen (ZooL); vgl. Tigon
light [lait] (aus engl. light „gering, leicht“): weniger von
dem jeweiligen charakteristischen Inhaltsstoff enthaltend,
der gesundheitsschädigend od. -gefährdend sein kann;
leicht (von Nahrungs- u. Genussmitteln)
Lighlting Design ['laɪtɪŋdɪzaɪn] das; -[s] (zu engl.
Liierte
lighting „Beleuchtung, Lichtverteilung“ u. design „Ent
wurf; Plan“): Lichtregie; künstlerischer Einsatz des
Lichts während einer Theateraufführung in Filmen u. im
Showgeschäft. Lightlpen [Taitpcn] der; -s, -s (zu engl.
light „Licht“ u. pen „Schreibfeder“, eigtl. „Lichtgrif
fel“): Lichtstift zur direkten Eingabe am Computerbild
schirm. Lightlshow [.../ou] die; -, -s (aus gleichbed.
engl. light show zu engl. light „Licht“ u. show, vgl.
Show): Darbietung von Lichteffekten und anderen opti
schen Effekten zur Verstärkung der Wirkung von Pop
musiktiteln (bei Konzerten, Tanzveranstaltungen, in Dis
kotheken usw.)
lilgielren (aus älter it. ligare „binden“, dies aus gleichbed.
lat. ligare): die gegnerische Klinge zur Seite drücken
(Fechten). Lilgist der; -en, -en (zu tLiga u. Î...ist): Ange
höriger einer Liga (2). li gis tisch (zu t ...istisch): zur Li
ga gehörend
Lilgnaltilgn* die; - (aus gleichbed. lat. lignatio zu lignari
„Holz holen“): (veraltet) das Holzholen, -fällen
Ligne [linj] die; -, - (aus fr. ligne „Linie, Zeile“ zu lat. linea
„Richtschnur, Lot“): altes Maß (ca. 2,26mm)
lilgnilfilzielren* (zu ZaZ. lignum, Gen. ligni „Holz“ u. T...fizieren): verholzen durch Einlagern von Î Lignin (von
pflanzlichen Zellen; Bot.). Lilgnilfilzielrung die; - (zu
T...fizierung): Verholzung von Pflanzenteilen durch Ein
lagerung vont Lignin (Bot.). lilgnilkol (zu/ɑz. colere „be
bauen, bewohnen“): auf od. in Holz lebend (z. B. Holzwes
pen, Bockkäfer; BioL). Lilgni kulltur die; -, -en: Holzan
bau außerhalb des Waldes. Lilgnin zZas; -s, -e (zu T...in
(1)): Verholzung bewirkender, farbloser, fester, neben der
ÎZellulose wichtigster Bestandteil des Holzes; Holzstoff.
Li Ignit [auch ...nit] der; -s, -e (zu T2...it): schneid- u. po
lierfähige, verhältnismäßig junge Braunkohle mit noch
sichtbarer Holzstruktur. Ii|gni|vor [,..v...] (zu lat. vorare
„verschlingen, gierig fressen“): Holz fressend; sich von
Holz ernährend. Li|gni|vo|re der; -n, -n: zu den Pflanzen
fressern gehörendes Tier, das an od. in Holz lebt u. sich
von Holz ernährt; Xylophage, lilgnös (zu T...ös): (veral
tet) holzig, holzartig. Lilgnolse íZZe; - (zu Î2...ose): 1. svw.
Zellulose. 2. früher gebräuchlicher Sprengstoff aus Nitro
glyzerin u. nitriertem Holzmehl. Lilgnolsiltät die; - (zu
t...ität>: (veraltet) Holzigkeit, Holzartigkeit. Lilgnostone® [... stoun] das; -s (zu engl. stone „Stein“): durch
Druck (Pressen, Walzen, Schlagen) verdichtetes hartes
Pressholz von hoher Festigkeit; Pressvollholz. Lilgnozel|lu|lg|se iZ/e; -, -n: mit Ligninresten verunreinigte Zel
lulose aus Holz, Jute, Stroh od. Bambus
Li I g rol in* das; -s (Kunstw.; vgl. ...in (1)>: als Verdünnungs
od. Lösungsmittel verwendetes Leichtöl, Bestandteil des
Erdöls
Ligue [lig] die; -, -s [lig] (aus fr. ligue „Bund, Bündnis“, dies
aus älter ;7. liga; vgl. Liga): franz. Bez. für Liga (1)
Li gu la ¿Zze; -, ...lae [...le] (aus lat. li(n)gula „kleine Zunge“,
Verkleinerungsform von lingua „Zunge“): 1. bei vielen
Gräsern der Sprossachse eng anliegendes, dünnes, durch
sichtiges Blättchen, Blatthäutchen. 2. Riemenwurm;
Bandwurm bei Fischen u. Vögeln. 3. altes röm. Flüssig
keitsmaß (0,011)
Li gu o ri alner der; -s, - (nach dem hl. Alfons von Liguori
(1696-1787), der 1732 die Kongregation der Redemptoris
ten gründete, u. zu t...aner): svw. Redemptorist
Lilguslterzfer; -s, - (aus gleichbed. lat. ligustrum) : häufig in
Zierhecken angepflanzte Rainweide, ein Ölbaumgewächs
mit weißen Blütenrispen u. schwarzen Beeren
lilieIren, sich (aus gleichbed. fr. se lier, dies aus lat. ligare
„(ver)binden“): a) eine Liaison eingehen, ein Liebesver
hältnis mit jmdm. beginnen; b) eine Geschäftsverbindung
eingehen; mit jmdm. [geschäftlich] Zusammenarbeiten. Liierlte rfer u. die; -n, -n (vgl. ...iert): (veraltet) Vertraute[r],
812
Liierung
Lilielrung
die; -, -en (zu t...ierung): enge [geschäftliche]
Verbindung
laiklihod] die; - (aus engl. likelihood „Wahr
scheinlichkeit“): Maß, das die Wahrscheinlichkeit ver
schiedener unbekannter Werte eines Parameters (1) an
gibt (Statistik). Like|li|hood|funk|ti|on
-, -en: eine
spezielle Wahrscheinlichkeitsfunktion in der Mathematik
Lilkör der; -s, -e (aus gleichbed. fr. liqueur, eigtl. „Flüssig
keit“, dies aus lat. liquor „Flüssigkeit“): süßes alkoholi
sches Getränk aus Branntwein mit Zucker[lösung] u. aro
matischen Geschmacksträgern. Lilkörleslsenz die; -,
-en: Essenz aus Kräutern od. Lösungen äther. Öle, Farbu. Aromastoffen in Alkohol zur Bereitung von Likör. Likör kom polsi tiion die; -, -en: (österr.) svw. Liköres
senz
Likltor der; -s, ...oren (aus /at. lictor zu ligare „binden“):
Amtsdiener als Begleiter hoher Beamter im alten Rom,
Träger der tFaszes. Lik|to|ren|bün|del das; -s, -: svw.
Faszes
Li kud block der; -[e]s (zu hebr. liküd „Einigung, Zusam
menfassung“ zu läkad „fassen, ergreifen, fangen“): Bünd
nis von (fünf) Parteien in Israel
’lilla (zu ÎLila): fliederblau, hellviolett. 2li|la (vielleicht zu
Î Lila, weil die Farbe nicht eindeutig als Rot od. Blau zu be
stimmen ist, od. entstellt aus fr. là là „so lala“): (ugs.) mit
telmäßig, einigermaßen. Lilla das; -s (ausʃr. lilas, älter li
lac „span. Flieder, Fliederblütenfarbe“, dies über arab. lilak, pers. lilak, nilak „Flieder“ aus aind. nilas „schwärz
lich, bläulich“): lila Farbe. Lillak der; -s, -s (aus älter fr.
lilac, vgl. Lila): span. Flieder, ÎSyringe
Li|li|alze|en die (Plur.) (aus gleichbed. (n)lat. liliaceae,
eigtl. „Lilienartige“, zu lat. lilia, vgl. Lilie): systematische
Sammelbezeichnung für alle Liliengewächse. Lillie [...io]
die; -, -n (aus lat. lilia, Plur. von lilium „Lilie“): stark duf
tende Gartenpflanze mit schmalen Blättern u. trichterför
migen od. fast glockigen Blüten in vielen Arten (z. B. Ti
gerlilie, Türkenbund)
Li|liIput (ohne Artikel); Gen. -s (nach dem fiktiven Land
„Lilliput“ in „Gullivers Reisen“ von J. Swift (1667-1745)):
Märchenland, dessen Bewohner winzig klein sind. Lilli
put... (zu T Liliput) : Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „winzig klein, zwergenhaft“, z.B. Liliputbahn, Lili
putformat. Li|li|pu|ta|ner der; -s, - (nach gleichbed. engl.
Lilliputian, eigtl. „Bewohner von Liliput“): Mensch von
zwergenhaftem Wuchs; Zwerg, li|li|pu|ta|nisch: winzig
klein
Li-Ii-Schiff das; -[e]s, -e: Kurzform von ÎLift-on-lift-offSchiff
Lillith ¿/Ze; - (aus hebr. lîlît (dies vermutlich zu babylon. lilitü,
dem Namen eines Sturmdämons), der ersten Frau Adams
in der Überlieferung des Talmuds): a) weiblicher Dämon;
b) Nachtgespenst des jüd. Aberglaubens
Lilmalkollolge der; -n, -n (zu gr. leimax, Gen. leimakos
„Nacktschnecke“ u. T...loge): Wissenschaftler auf dem
Gebiet der Limakologie. Li|ma|ko|lo|gie die; - (zu Î...1Ogie): (veraltet) Wissenschaft von den (Nackt)schnecken.
lilmalkollolgisch (zu Î...logisch): die Limakologie be
treffend, zu ihr gehörend
Li man der; -s, -e (aus gleichbed. russ. liman, dies aus türk.
liman, eigtl. „Hafen“, zu mgr. liménion, Verkleinerungs
form von gr. limen „Meeresbucht, Hafen“): Meeresbucht
eines bestimmten Typs (ertrunkene Flussmündung), lagu
nenartiger Strandsee an der Küste des Schwarzen u. des
Kaspischen Meeres
Lilmanlchie* die; - (.zu gr. limos „Hunger“ u. ágchein „zu
schnüren, erwürgen, erdrosseln“): (veraltet) das Verhun
gern, Hungertod
Lim Iba das; -s (aus einer Eingeborenensprache Westafri
kas): aus dem tropischen Westafrika stammendes gelb- bis
Like|li|hood [
grünlich braunes Holz, das häufig als Furnierholz verwen
det wird
Limlbi: Plur. von Î Limbus, limlbisch (zu Î Limbus); in der
Fügung limbisches System: Randgebiet zwischen Groß
hirn u. Gehirnstamm, das die hormonale Steuerung u. das
vegetative Nervensystem beeinflusst u. von dem gefühls
mäßige Reaktionen auf Umweltreize ausgehen (Anat.)
Lim bo der; -s, -s (aus dem Karib.): akrobatischer Tanz
westindischer Herkunft, bei welchem sich der Tänzer (ur
sprünglich nur Männer) rückwärts beugt u. mit schieben
den Tanzschritten unter einer Querstange hindurchbe
wegt, die nach jedem gelungenen Durchgang niedriger ge
stellt wird
Limlburlgit [auch ... git] der; -s, -e (nach der Burgruine
Limburg am Kaiserstuhl u. zu î2...it): ein dunkles, basalt
ähnliches Ergussgestein
Limibus der; -, ...bi (aus lat. limbus „Rand, Saum“): 1. (oh
ne Plur.) nach traditioneller, heute weitgehend aufgegebe
ner kath. Lehre die Vorhölle als Aufenthaltsort der vor
christlichen Gerechten u. der ungetauft gestorbenen Kin
der. 2. oberer, nicht verwachsener Teil einer Blüte (Bot.).
3. Gradkreis, Teilkreis an Winkelmessinstrumenten
(Techn.)
Li men das; -s, ...mina (aus lat. limen „Schwelle, Türschwel
le“): Rand, Grenzlinie (eines Organs; Med.)
Li|me|narch* der; -en, -en (aus gleichbed. gr. limenàrchës):
Hafenaufseher im alten Griechenland. Lilmelnarlchie
die; - (aus gleichbed. gr. limenarchia) : Amt des Hafenauf
sehers im alten Griechenland
Limelquat ['laɪmkwɔt] die; -, -s (zu engl. lime „Zitrone, Li
mette, Zitronelle“ u. kumquat „Goldorange“, dies aus
dem Chines.): svw. Kumquat
Lilmer ['laɪmə] der; -s, -s (meist Plur.) (Kurzw. aus engl. /ess
income, more exitement „weniger Einkommen, mehr An
regung“): jmd., der unter Zurückstellung seiner berufli
chen Karriere versucht, sein Leben möglichst abwechs
lungsreich zu gestalten
Lil melrick der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. limerick, nach
der gleichnamigen Stadt in Irland): 1. volkstümliches fünf
zeiliges Gedicht von ironischem od. grotesk-komischem
Inhalt (Reimschema: aa bb a, z. B. Ein seltsamer Alter aus
Aachen, der baute sich selbst einen Nachen (/umschiffte
die Welt,/kam heim ohne Geld,/beherrschte jedoch sieb
zehn Sprachen). 2. in der Mode des 17. Jh.s Handschuh aus
dem Fell ungeborener Kälber. I;|me|ri|cken: Limericks
( 1 )verfassen
Lilmes der; -, - (aus lat. limes „Querweg, Rain, Grenzlinie,
-wall“): 1. (ohne Plur.) von den Römern angelegter Grenz
wall (vom Rhein bis zur Donau). 2. mathematischer
Grenzwert, dem eine Zahlenfolge (Menge) zustrebt; Abk. :
lim
Li met ta vgl. Limette. Lilmetlte ¿/Ze; -, -n (aus/r. limette,
Verkleinerungsform von lime „kleine süße Zitrone“; vgi.
Limone): dünnschalige Zitrone (eine westindische Zitro
nenart). Lilmettlöl das; -[e]s: zitronenartig riechendes Öl
aus den Schalen der Limette
Lilmiler [li'mie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. limier zu (älter)
fr. lien „Band“, eigtl. „an der Schnur geführter Hund“):
(veraltet) Leithund, Spürhund
lilmilkol (zu lat. limus „Schlamm“ u. colere „(an einem be
stimmten Ort) wohnen“) : im Schlamm lebend (von Tieren;
Biol.). Li|mi|ko|len die (Plur.): Watvögel (Biol.)
Lilmit das; -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed. engl. limit, dies
über/r. limite aus Zai. limes, Gen. limitis, vgl. Limes): 1.
Grenze, die räumlich, zeitlich, mengen- od. geschwindig
keitsmäßig nicht über- bzw. unterschritten werden darf. 2.
a) Preisgrenze, die ein ÎKommissionär, Finanz- od. Bör
senmakler nicht über- bzw. unterschreiten darf; b) äußers
ter Preis (Wirtsch.); vgl. off limits. 3. a) für die Qualifika-
813
tion festgelegte Mindestleistung (Sport); b) Grenze der je
weiligen Gewichtsklasse (Boxen). Lilmiltaltilon fife; -,
-en <aus lat. limitatio „Festsetzung" zu limitare, vgl. limi
tieren); 1. a) Begrenzung, Einschränkung; b) das Limitie
ren. 2. dritte der 12 Kategorien der Qualität bei Kant (Phi
los.). Ii|mi|ta|tiv(zu lat. limitatus (Part. Perf. von limita
re, vgl. limitieren) u. t...iv): begrenzend, einschränkend;
limitatives [...vas] Urteil: Satz, der der Form nach beja
hend, dem Inhalt nach verneinend ist (Philos.). Lilmilte
die; -, -n (aus gleichbed./r. limite, dies zu lat. limes, vgl. Li
mes): (Schweiz.) svw. Limit, lilmilted [...tid] (aus gleichbed. engl. limited, Part. Perf. von to limit, vgl. limitieren):
in Großbritannien Zusatz bei Handelsgesellschaften, de
ren Teilhaber nur mit ihrer Einlage od. bis zu einem be
stimmten Betrag darüber hinaus haften; mit beschränkter
Haftung (Wirtsch.); Abk.: Ltd., lim., Lim. od. Ld. Limi
ted Ediltion [- ɪ'dɪʃn] die; - -, - -s (aus gleichbed. engl. li
mited edition): begrenzte Auflage (Aufdruck, -schrift,
z. B. auf Büchern). Lilmilted Or|der die;
--s (aus
gleichbed. engl. limited order zu order „Anweisung“, dies
über altfr. ordre aus lat. ordo, ordinis): Kauf- od. Ver
kaufsauftrag, bei dem eine obere u. untere Preisgrenze an
gegeben ist (Börsenw.). Lilmilterfer; -s, - (aus gleichbed.
engl. limiter zu to limit „begrenzen“, dies über (alt)fr. li
miter aus lat. limitare): Amplitudenbegrenzer (Elektrot.).
lilmiitielren(aus/r. limiter „abgrenzen, bestimmen, fest
setzen“ bzw. aus gleichbed. lat. limitare zu limes, vgl. Li
mes): begrenzen, einschränken. Li|mi|tum das; -s, ...ta
(zu Î ...ium): (veraltet) svw. Limit (2b)
limln..., Limin...vgl. limno..., Limno... limini..., Limlni...
vgl. limno..., Limno... Limlnilgraf, auch ...graph fer;
-en, -en (zu Himno... u. î...graf): svw. Limnimeter. Limni|gra|fie,auch ...gra phiedie; - (zu t,,,grafie): das Re
gistrieren u. Aufzeichnen von Wasserstandsschwankun
gen in Binnenseen, limlnilkol (zu lat. colere „(an einem
bestimmten) Ort wohnen“) : im Süß wasser lebend (von Or
ganismen; Biol.). Limlnilmelterfer; -s, - (zu Î’...meter):
Pegel zum Messen u. selbstständigen Aufzeichnen des
Wasserstandes (z.B. eines Sees). Lim|ni|me|trie* die; (zu 1 ...metrie): (veraltet) Wasserstandsmessung von Seen.
Limlnilon das; -[s] (aus gr. limnion „kleiner Teich“): das
Gebiet des freien Wassers in Süßwasserseen. Limlniphon,aueh ...fon das; -s, -e (zu Himno... u. t ...phon): Pe
gel, dessen Wasserstandsanzeige über Telefon abgerufen
werden kann, limlniseh(zugr. limne „See, Teich“): Lim
Süßwasser lebend od. entstanden (Pflanzen od. Tiere;
Biol.); Ggs. tterrestrisch (2a), marin (2). 2. in Süßwasser
abgelagert (von Kohlenlagern; Geol.). limlno..., Lim
no..., auch limni..., Limni..., vor Vokalen meist limn...,
Limn... (z.T. über nlat. limnium aus gr. limne „See,
Teich“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „See,
Gewässer, Süßwasser (als Lebensraum)“, z.B. Limnolo
gie, limnikol. Limlno bi os der; - (zu gr. bios „Leben“):
Gesamtheit der im Süßwasser lebenden Organismen
(Biol.). Limlnolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu
t...graf>: svw. Limnimeter. Limlnolgrammdas; -s, -e (zu
î...gramm): Aufzeichnung des Wasserstandes durch ein
Limnimeter. Limlnolkrelne* die; -, -n (zu gr. krënê
„Quelle; Brunnen“): Tümpelquelle, Quelle, die von unten
her mit Wasser gefüllt wird, bei der der Quellbach sich
durch Überlaufen bildet. Limlnollolge der; -n, -n (zu
t...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Limnologie.
Lim|no|lo|giefife; - (zu t...logie): Wissenschaft von den
Binnengewässern u. ihren Organismen ; Süßwasser-, Seen
kunde. limlnollolgisch (zu Î...logisch): die Limnologie
betreffend ; auf Binnengewässer bezogen. Limnoimeiteolrollolgiefee; -: Teilgebiet der î Hydrometeorologie, das
sich mit atmosphärischen Einflüssen auf den Wasser-,
Energie- u. Stoffhaushalt stehender Gewässer befasst.
Lindyhop
Lim|no|me|ter vgl. Limnimeter, limlnolphil (zu
Î ...phil): ruhige Gewässer bevorzugend (von Organismen;
Biol.). Limlnolplankltonfev; -s: das Î Plankton des Süß
wassers. Lim|nos|ty|gal*fifes; -s (zugr. Styx, Gen. Stygós
„Fluss der Unterwelt“ u. Î '...al (1)>: Lebensraum des
Grundwassers im Uferbereich stehender Gewässer
(Biol.). Lim nos ty gon feʌ. -s (zu gr. ön „seiend“, Part.
Präs, zu einai „sein“): Lebensgemeinschaft im Limnostygal (Rädertierchen, Faden würmer, Ruderfußkrebse;
Biol.)
Li|mo [auch 'li:mo] die; -, -[s]: (ugs.) Kurzform von ÎLimo
nade. Lilmolnaldefee; -, -n (aus gleichbed./r. limonade,
eigtl. „Zitronenwasser“, zu (alt)fr. limon, dies über it. limone aus pers.-arab. limun, vgl. Limone): alkoholfreies
Kaltgetränk aus Obstsaft, -sirup od. künstlicher Essenz,
Zucker u. Wasser, meist mit Zusatz von Kohlensäure. Limo|na|di|er[...'die:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. limona
dier): (veraltet) Verkäufer von Erfrischungsgetränken. LimoIne die; -, -n (aus gleichbed. it. limone, dies aus pers.arab. limun „Zitrone(nbaum)“}: 1. (selten) svw. Zitrone
(b). 2. svw. Limette. Lilmolnelllerfe; -, -n (aus gleichbed.
fr. limonelle, Verkleinerungsform von limon, vgl. Limona
de): svw. Limette. Lilmolnenfes; -s, -e (zu t...en): zitro
nenartig riechender flüssiger Kohlenwasserstoff (Be
standteil vieler ätherischer Öle)
Lilmolnit [auch ...nit] der; -s, -e (zu gr. leimön „Wiese“
(weil das Mineral oft offen auf dem Erdboden liegend zu
finden ist) u. T 2...it> : durch Verwitterung entstandenes Ei
senerzmineral; Sumpf-, Raseneisenerz, Brauneisenstein
lilmos u. li mös (aus gleichbed. lat. limosus zu limus
„Schlamm“; vgl. ...ös): schlammig, sumpfig (Biol.)
Lilmolsilner Email [- e'rnajj das; - -s (nach der franz. Stadt
Limoges u. zu TEmail): ein (bes. im 15. u. 16. Jh.) in Li
moges hergestelltes Maleremail
Li|mo|si|tät die; - (zu tlimos u. t...ität): schlammige Be
schaffenheit (des Bodens)
Li|mou|si|ne [limu...] die; -, -n (aus gleichbed./r. limou
sine, eigtl. „weiter (Schutz)mantel“ (wie ihn urspr. die
Fuhrleute in der franz. Landschaft Limousin trugen)): ge
schlossener Personenwagen [mit Schiebedach]
limlpid (unter Einfluss von fr. limpide aus gleichbed. lat.
limpidus zu limpa „(Quell)wasser“): durchscheinend, hell,
durchsichtig, klar. Lim|pi|di|tätfee; - (aus gleichbed. lat.
limpiditas, Gen. limpiditatis): Durchsichtigkeit, Klarheit
Lilmuilusfer; - {zu lat. limulus „ein wenig schielend“): ein
ziger Îrezenter Vertreter ausgestorbener Pfeilschwanz
krebse (Zool.)
Li nac [...k] der; -s, -s (Kurzw. aus gleichbed. engl. linear ac
celerator): Teilchenbeschleuniger auf geradliniger Bahn
(für atomare Teilchen; Kernphys.)
LinalloleöPfev, - (über das Span, zu (m)lat. lignum alos
„Holz der Aloe“): ätherisches Öl aus dem Holz verschie
dener Balsambaumgewächse, das als Riechstoff verwen
det wird. Lilnallololfev -s, -e (zu t ...ol): ein zweifach un
gesättigter Terpenalkohol (vgl. Terpen) von maiglöck
chenartigem Geruch in zahlreichen ätherischen Ölen. Linallyllaceltat [...atse...] das; -s, -e (zu t...yl u. ÎAcetat):
der Essigsäureester des Linalools als wesentlicher Ge
ruchsstoff des Lavendel- u. Bergamottöls
Li I na I rit [auch...rit] der; -s, -e (nach der span. Stadt Linares
u. zu f2...it): ein lasurblaues, tmonoklines Mineral
Linlcruslta* [...k...] vgl. Linkrusta
Linldanfew; -s (Kunstw.; vgl. ...an): Handelsname für ein
Insektizid
Lin Idyl hop ['lɪndɪhɔp] fer;-s (nach Lindy, dem Kosenamen
von Ch. A. Lindbergh (der 1927 erstmals den Atlantik al
lein überflog), u. zu engl. to hop „hüpfen, springen“):
akrobat. Gesellschaftstanz mit solistischen Einlagen als
Weiterentwicklung des Î Jitterbug
814
Linea
die; -, ...eae [...nes] (aus lat. linea „Leine, Strich, Li
nie“; vgl. Linie): Kante, Knochenleiste (Med.). Lilneage
['lɪnɪdʒ] ¿fe od. das; -, -s (aus gleichbed. engl. lineage, dies
aus lat. linea, vgl. Linie): soziale Einheit, deren Angehöri
ge alle von einem gemeinsamen Ahnen abstammen u.
meist an einem Ort wohnen, lilnθlal [line...] (aus spätlat.
linealis „mit Linien gemacht“ 7.» lat. linea, vgl. Linie): svw.
linealisch; vgl. ...isch/-. Lilnelal das; -s, -e (zu t ‘...al (2)):
1. meist mit einer Messskala versehenes Gerät zum Ziehen
von Geraden. 2. Skala auf dem Bildschirm, die eine Tei
lung in einer gewählten Maßeinheit aufweist (EDV), lilneallisch (zu spätlat. linealis, vgl. lineal): (von Blättern) lang
u. mit parallelen Rändern; vgl. ...isch/-. Li|ne|a|ment
das; -[e]s, -e (aus lat. lineamentum „Umriss, Grundriss“,
eigtl. „Strich mit Feder od. Kreide“): 1. Linie in der Hand
od. im Gesicht; Handlinie, Gesichtszug (Med.). 2. Ge
samtheit von gezeichneten od. sich abzeichnenden Linien
in ihrer besonderen Anordnung, in ihrem eigentümlichen
Verlauf (bildende Kunst). 3. Erdnaht, tief greifende Bewe
gungsfläche der Erdkruste (Geol.). lilnelar (aus lat. linea
ris „aus Linien bestehend“): 1. a) geradlinig; linienförmig;
b) zeichnerisch; das Zeichnerische betonend (im Gegen
satz zum Malerischen; Kunstw.). 2. für alle in gleicher
Weise erfolgend; gleichmäßig, gleichbleibend (z.B. Steu
ersenkung; Wirtsch.). 3. den gleichzeitigen Verlauf selbst
ständiger Melodien, Stimmen in den Vordergrund stel
lend, vgl. Polyphonie (Mus.). 4. a) unbestimmte Größen in
erster Potenz enthaltend (Math.); b) aufeinanderfolgend
geordnet, keine hierarchische Struktur aufweisend (EDV).
5. 1 sukzessiv, in Form einer Abfolge, z.B. lineare Rede
kette (Sprachw.). Lilnelar ¿fes; -[e]s, -e: linienhaftes Ge
fügemerkmal von Gesteinen (Geol.). Lilnelarlbeschleu ni ger fer; -s, -: Anlage zur Beschleunigung ato
marer Teilchen auf geradlinigen Bahnen (Kernphys.). Line|ar|erup|ti|on die; -, -en: von Erdspalten ausgehender
I Vulkanismus (Geol.). LiInela|riItät die; - (zu t ...ität): li
neare Beschaffenheit.Li|nelar|kon|vek|tilon [...v...]¿fe;
-, -en: Empfindung der Eigenbewegung gegenüber der
Umweltverschiebung (Med.). Lilne|ar|mo|tor der; -s,
-en : Î Elektromotor, bei dem sich der eine Motorteil gegen
über dem anderen unter dem Einfluss elektromagneti
scher Kräfte geradlinig verschiebt, sodass eine geradlinige
Bewegung bzw. ein Vortrieb erzeugt wird. Li|ne|ar|op|timielrung die; -: lineare Programmierung als wichtigste
Methode der math. Optimierung. Li|nelar|or|na|mentik die; -: ausschließlich aus Linien bestehende Verzierung
bes. der griech. Vasen in der Zeit der geometrischen
Kunst. Li|ne|ar|per|spek|ti|ve* [,,,və] die; -: geome
trisch angelegte Perspektivenwirkung eines Bildes. Lilnear takitik die; -: im 18. Jh. typische Gefechtsaufstellung
der tInfanterie. Lilnelaltilon die; -, -en (aus lat. lineatio,
eigtl. „Linienzug“, zu lat. lineare, vgl. linieren): Sammelbez. in der ÎTektonik für linienhafte Parallelgefüge der
Mineralbestandteile eines Gesteins (Geol.). Li|ne|a|tur
die; -, -en (zu lat. linea (vgl. Linie) u. T...ur): 1. Linierung
(z.B. in einem Schulheft). 2. Linienführung (z.B. einer
Zeichnung), line in ['lain in] (engl.; zu to line „mit Leitun
gen verbinden“): hineinführend (von Anschlüssen; Elektrot.). line out [- aut] (engl.): herausführend (von An
schlüssen; Elektrot.). Li ner ['lainn] der; -s, - (aus gleich
bed. engl. liner zu line „Linie, Strecke, Verkehrsverbin
dung“): 1. Überseedampfer, Linienschiff. 2. Linien-, Pas
sagierflugzeug. 3. kurz für Î Eyeliner
Lilnetlte die; - (aus fr. linette „Leinsamen“, Verkleine
rungsform von lin „Lein(pflanze)“): auf beiden Seiten
Î appretierter î Linon
Linlga u. Linlgam das; -s (aus gleichbed. sanskr. litiga,
eigtl. „Kennzeichen, Merkmal“): 1 Phallus als Sinnbild
Schiwas, des ind. Gottes der Zeugungskraft. Linlgalmis-
Lilnea
die (Plur.) (zu Î...ist): alte ind. Sekte, die den Lingam
kult betrieb. Linlgamlkult der; -[e]s, -e: svw. Phalluskult
Linge [lɛ:ʒ] die; - (aus gleichbed. fr. linge, eigtl. „linnen“,
dies zu lat. lineus „aus Leinen“): (Schweiz.) Wäsche. Lin
gere [lɛ'ʒɛ:r] ¿fe; -, -s (aus gleichbed. fr. lingère):
(Schweiz.) Wäscheaufseherin, -Verwalterin (im Hotel).
Linlgelrie [lɛʒə'ri:] die; -, ..den (aus gleichbed. fr. linge
rie): (Schweiz.) a) Wäschekammer; b) betriebsinterne Wä
scherei; c) Wäschegeschäft
Linlgot [lɛgo:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. lingot zu engl.
ingot „Einguss“ (Verschmelzung mit dem Artikel)): (ver
altet) 1. gegossene Metallstange. 2. Goldbarren
Linlgua ['liŋgua] die; - (aus gleichbed. lat. lingua): 1. Zun
ge (Med.). 2. Sprache. Linlgua franlca [- ...ka] die; - (aus gleichbed. it. lingua franca, eigtl. „fränkische Spra
che“): a) Verkehrssprache meist für Handel u. Seefahrt
im Mittelmeerraum mit roman., vor allem ital. Wortgut,
das mit arab. Bestandteilen vermischt ist; b) Verkehrs
sprache eines großen, verschiedene mehrsprachige Län
der umfassenden Raumes (z. B. Englisch als internationa
le Verkehrssprache). Linlgua gelral [- ʒe'ral] die; - - (aus
gleichbed. port, lingua gérai, eigtl. „allgemeine Sprache,
Hauptsprache“): 1. port. Schriftsprache. 2. Verkehrs
sprache zwischen den europäischen Siedlern Brasiliens u.
den Indianerstämmen, bes. den Tupi, linlgulal (aus
gleichbed. nlat. lingualis zu lingua, vgl. Lingua): a) die
Zunge betreffend (Med.); b) zur Zunge gehörend (Med.).
Linlgulal der; -s, -e (zu I ‘...al (2)): mit der Zunge gebilde
ter Laut; Zungenlaut (z.B. das Zungen-R; Sprachw.).
Linlgulallis die; -, ...les [,,,le:s] (zu Tlingual): (veraltet)
svw. Lingual. Lin|gu|al|laut der; -[e]s, -e: svw. Lingual.
Lin|gulal|pfei|fe die; -, -n: Orgelpfeife, bei der der Ton
mithilfe eines im Luftstrom schwingenden Metallblätt
chens erzeugt wird; Zungenpfeife; Ggs. tLabialpfeife.
Lin|gu|al|re|gis|ter das; -s, -: Zungenregister (z.B. bei
der Orgel). Lin|gu|a|thek die; -, -en (zu î...thek): Samm
lung von Sprachlehrmitteln (Bücher, Schallplatten, Ton
träger usw.). Linlgua uni|ver|sa|lis [-...ver...] ¿fe; - (aus lat. lingua universalis „(All)gemeinsprache“): Bez.
für die Idee einer künstlichen Universalsprache, die über
die Verschiedenheit der natürlichen Sprachen hinweg
Verständigung erlauben soll. Lin|gu|ist der; -en, -en (zu
lat. lingua (vgl. Lingua) u. t,,dst): jmd., der sich wissen
schaftlich mit der Linguistik befasst; Sprachwissenschaft
ler. Linlgulisltik die; - (zu t ...istik) : moderne Sprachwis
senschaft, die vor allem Theorien über die T Struktur (1)
der [gesprochenen] Sprache erarbeitet (vgl. Strukturalis
mus) u. in weitgehend t deskriptivem Verfahren kontrol
lierbare, Î empirisch nachweisbare Ergebnisse anstrebt.
Linlgulisltin ¿fe; -, -nen: weibliche Form zu TLinguist.
linlgulisltisch (zu I...istisch): a) die Linguistik betref
fend; b) auf der Linguistik beruhend, linlgulisltilsieren u. linlgu is ti zie ren (mit charakterisierender Er
weiterungssilbe zu I..deren): zu stark unter linguistischen
Gesichtspunkten betrachten, behandeln. Linlgulisltisielrung u. Lin gu isti zierung die; -, -en (zu t,,derung): das Linguistizieren. Lin gu la jfe; -, ...lae [...le]
(aus lat. lingula „Zünglein“, Verkleinerungsform von lin
gua, vgl. Lingua): 1. Bez. für verschiedene zungenförmige
Knochenplättchen (Biol.). 2. Gattung zungenförmiger
Armfüßer (Biol.). 3. kleine Zunge, Zünglein (als Teil eines
Organs; Med.)
Linlha* ['ɪinja] die; -, -s (aus gleichbed. port, linha zu lat. li
nea, vgl. Linie): ein altes port. Längenmaß (= 2,29mm).
Lilnie [..da] die; -, -n (aus lat. linea „Leine, Schnur, (mit ei
ner Schnur gezogene) gerade Linie“, substantiviertes
Fern, von lineus „leinen, aus Leinen“ zu linum „Lein(en);
Faden, Schnur“): 1. a) längerer (gezeichneter od. sich ab
zeichnender) Strich; b) zusammenhängendes, eindimen
ten
815
sionales geometrisches Gebilde ohne Querausdehnung
(Math.); c) Markierungslinie, Begrenzungslinie (Sport);
d) Metallstreifen mit Druckbild zum Drucken einer Linie
( 1 b ; Druckw.) ; e) (früher) kleines Längenmaß (zwischen 2
u. 2 */4mm). 2. Umriss[linie], Umrissform, -gestalt. 3. a) ge
dachte, angenommene Linie (la), die etwas verbindet
(z.B. die Linie Freiburg-Basel); b) (ohne Plur.) svw.
Äquator (1; Seemannsspr.); c) Fechtlinie; Klingenlage,
bei der der gestreckte Waffenarm u. die Klinge eine gerade
Linie (3 a) bilden u. die Klingenspitze auf die gültige Treff
fläche zeigt; d) einer der acht senkrechten, ein Feld breiten
Abschnitte des Schachbretts. 4. Reihe. 5. a) Front (2),
Kampfgebiet mit den Stellungen der auf einer Seite kämp
fenden Truppen; b) die in gleichmäßigen Abständen ne
beneinander aufgestellten Truppen; c) (ohne Plur. ; früher)
die Truppen des stehenden Heeres. 6. a) von [öffentlichen]
Verkehrsmitteln regelmäßig befahrene, beflogene Ver
kehrsstrecke zwischen bestimmten Orten, Punkten; b) die
Verkehrsmittel, Fahrzeuge einer bestimmten Linie (6a). 7.
Verwandtschaftszweig. 8. allgemeine Richtung, die bei ei
nem Vorhaben, Verhalten usw. eingeschlagen, befolgt
wird. Lilni|en|malschi|ne die; -, -n: Flugzeug, das im
fahrplanmäßigen Verkehr auf einer Verkehrslinie einge
setzt wird. Li|ni|en|relgi|ment das; -[e]s, -er: aktives,
aber nicht zur Garde gehörendes Regiment. Li|ni|en|system das; -s, -e: 1. zusammenfassende Bez. für verschiede
ne Arten des Leitungssystems in Unternehmen, wobei
beim Einliniensystem ein direktes (d.h. zu einem Vorge
setzten) u. beim Mehrliniensystem ein mehrfaches (d. h. zu
mehreren Vorgesetzten) Unterstellungsverhältnis besteht
(Wirtsch.). 2. System von [fünf] parallelen Linien als Hilfs
mittel für die Notenschrift (Mus.), lilnielren (österr. nur
so) u. liIni lie Iren (nach mlat. lineare „mit einer Linie un
terstreichen“, dies aus lat. lineare „nach dem Lot einrich
ten" zu linea, vgl. Linie): mit Linien versehen, Linien zie
hen. Lilnielrung (österr. nur so) u. Lilnilielrung die; -,
-en (zu 1.. .ierung) : das Linienziehen, das Versehen mit Li
nien
Lilnilment das; -[e]s, -e (aus spätlat. linimentum „Schmie
re“ zu lat. linere „beschmieren, bestreichen“): [dick]flüssiges Einreibemittel (Med.)
Link der; -s, -s (aus engl. link „(Binde)glied“): 1. die Ver
knüpfung der Zuteilung der Sonderziehungsrechte mit der
Entwicklungshilfe (Wirtsch.). 2. Kurzform von Hyperlink,
linlken (aus engl. to link (up) „(miteinander) verbin
den“): ein arbeitsfähiges Gesamtprogramm aus Pro
grammteilen erzeugen (EDV). Linlker der; -s, -[s] (aus
gleichbed. engl. linker) : Programm (4), das Programmteile
zu einem arbeitsfähigen Gesamtprogramm verbindet
(EDV)
Linlkruslta*
- (Kunstw.): dicke, abwaschbare Papier
tapete
Links|ex|trelmis|mus* der; - (zu T Extremismus): extrem
sozialistische od. kommunistische Haltung u. Richtung.
Linkslexltreimist* der; -en, -en: Anhänger, Vertreter
des Linksextremismus. Iinks|exltre|mis|tisch*: den
Linksextremismus betreffend, auf ihm beruhend, linksori enltiert: linksgerichtet, an linker Politik orientiert,
linken Gruppen, Parteien nahestehend, linkslraldilkal:
den Linksradikalismus betreffend, auf ihm beruhend.
Linkst raidi |ka Ile der u. die; -n, -n: Anhänger[in], Vertre
terin] des Linksradikalismus. Links|ra|di|ka|lis|mus
der; -: (abwertend) radikaler Linksextremismus
Linkltrailner® [,..tre:...] der; -s, - (nach dem amerik. Kon
strukteur E. A. Link (1904-1981) u. zu TTrainer): Flugsi
mulator für die Pilotenschulung am Boden
Lin|ne|it [auch ,..'it] der; -s, -e (nach dem schwed. Natur
forscher C. von Linné (1707-1778) u. zu T 2...it): ein silber
weißes bis stahlgraues Mineral, linlnélsche Sysltem [li-
Lipgloss
'ne:ʃə -] das; -n -s: System, worin das Pflanzenreich nach
den Merkmalen der Blüte eingeteilt ist (Bot.)
Li|no|fil das; -s (Kunstw. zu lat. linum „Lein(en)“ u. filum
„Faden“): aus Flachsabfällen hergestelltes Garn. Li|nolenlsäu re die; - (zu TLinolsäure u. T...en): dreifach un
gesättigte Fettsäure, die vor allem in trocknenden pflanz
lichen Ölen vorkommt. Lilnollelum* [österr. meist
...'leom] das; -s (aus gleichbed. engl. linoleum zu lat. linum
„Lein“ u. oleum „Öl“ (nach dem wesentlichen Bestand
teil, dem Leinöl)): [Fußboden]belag aus starkem Jutege
webe, auf das eine Masse aus Leinöl, Kork, Farbstoffen,
Harzen o.Ä. aufgepresst ist. Li|nol|säu|re* die; -, -n (zu
lat. linum „Lein“ u. t...ol): Leinölsäure (eine ungesättigte
Fettsäure). Lilnollschnitt* der; -[e]s, -e (vgl. Linoleum):
1. (ohne Plur.) grafische Technik, bei der die Darstellung
in Linolplatten geschnitten wird. 2. Abzug in der Technik
des Linolschnitts (1). Li|non [li'nð:, auch 'lɪnɔn] der; -[s], -s
(aus gleichbed. fr. linon zu lin „Leinen“, dies aus gleich
bed. lat. linum): Baumwollgewebe in Leinwandbindung
(Webart) mit Leinenausrüstung. Lilnolphalnie die; -,
...ien (zu gr. phainesthai „scheinen“ u. t2...ie): (veraltet)
Fensterlichtbild auf dünnem Leinenstoff od. Papier. Linoltype® [ lainotaip] die; -, -s (aus gleichbed. engl. lino
type zu line „Linie, Zeile“ u. type „Druckbuchstabe“):
Zeilensetz- u. -gießmaschine (Druckw.)
Linlsang der; -s, -e (aus dem Malai.): Bez. für drei Arten
kurzbeiniger Schleichkatzen in den Wäldern Zentral- u.
Westafrikas sowie Südasiens
Linlters die (Plur.) (aus gleichbed. engl. linters (Plur.) zu
engl. mdal. lint „Flachs“, dies aus lat. linteum „Lein
wand“): (zum Verspinnen zu kurze) Fasern des Baumwoll
samens. Lil nurlgie* die; - (zu lat. linum „Leinen“, gr. érgon „Werk, Arbeit“ u. t2...ie): (veraltet) Leinenweberei
Lilnuxdas; - (Kunstw. ausLmws Torvalds’ UNIW): frei ver
fügbare Variante des Betriebssystems UNIX
Li|o|der|ma das; -s (zu gr. lelos „glatt“ u. tDerma): ange
borene od. als Folge einer Krankheit entstandene dünne,
glänzende, trockene Haut mit Schwund des Unterhautge
webes; Glanzhaut (Med.)
Lilon ['laɪən] der; -s, -s (zu engl. lion „Löwe“, vgl. Lions In
ternational): Mitglied des Lions Clubs. Liions Club [Taiənz 'klʌb] iter; - -s tengl.y. ein Klub des Lions Internatio
nal. Liions ln|ter|naltio|nal [- mtə'næʃ(ə)nəl] der; - (verkürzt aus engl. International Association of Lions
Clubs zu Lions, urspr. Abk. von Liberty, .Intelligence, Our
Nations’ Safety, gedeutet als die Löwen (engl. lions), we
gen der Löwen im Wappen des Klubs): karitativ tätige, um
internationale Verständigung bemühte Vereinigung füh
render Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens
lip..., Lip... vgl. lipo..., Lipo... Lilpalci dä mie* [...ts...]
die; -, ...ien (zu tlipo... u. TAcidämie): krankhafte Erhö
hung des Fettsäuregehaltes im Blut (Med.). Lilpalcildurie* die; -, ...ien: vermehrte Ausscheidung von Fettsäuren
mit dem Harn (Med.). Liipälmie* die; -, ...ien (zu
Î ...ämie): Vermehrung des Fettgehaltes im Blut (Med.), lipäirnisch*: die Lipämie betreffend, zu einer Lipämie ge
hörend, mit einer Lipämie einhergehend; fettblütig (Med.)
LiIpa|rit [auch ...rit] der; -s, -e (nach dem Namen der Lipa
rischen Inseln u. zu Î2...it) : ein graues, gelblich grünes od.
rötliches junges (tertiäres) Ergussgestein
Lilpalse die: -, -n (zu tlipo... u. t,,,ase): Fett spaltendes
t Enzym. Lilpaltrolphie* die; -, ...ien: Schwund des Fett
gewebes (Med.). Lilpalzildälmie* vgl. Lipacidämie. Lipalzildulrie* vgl. Lipacidurie. Lilpekltolmie* die; -,
...ien (zu t...ektomie): operative Entfernung von [übermä
ßigem] Fettgewebe (Med.)
Liplgloss ['hp'gɪɔs] das; -, - (aus gleichbed. engl. lip gloss,
eigtl. „Lippenglanz“): gallertartiges Kosmetikmittel, das,
auf die Lippen aufgetragen, ihnen Glanz verleiht
Lipid
áas;-[e]s, -e (zu îlipo... u. î3...id): a) (meist Plur.) Fett
od. fettähnliche Substanz (Chem.); b) (nur Piur.) Sammelbez. für alle Fette u. 1 Lipoide (Chem.). Li pi do se die: (zu î '...ose): Störung des Fettstoffwechsels (Med.)
Lilpizlzalner der; -s, - (nach dem heute slowenischen Ge
stüt Lipizza (Lipica) bei Triest u. zu Î ...aner): edles Warm
blutpferd, meist Schimmel, mit etwas gedrungenem Kör
per, breiter Brust u. kurzen, starken Beinen
lilpo..., Li po..., vor Vokalen auch lip..., Lip... (zu gr. lipos
„Fett“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „fett
haltig, fettähnlich“, z.B. lipophil, Lipodystrophie, Lipämie. Lipochrom [...k...J das; -s, -e (meist Plur.) (zu gr.
chroma „Farbe“): organischer gelber od. roter Fettfarb
stoff. Lilpoldysltrolphie* die: -, ...ien: auf einer Störung
des Fettstoffwechsels beruhende Abmagerung (mit Fett
schwund am Oberkörper bei gleichzeitigem Fettansatz im
Bereich der unteren Körperhälfte; Med.). Li|po|fus|zir>
das; -s: braunes Abnutzungspigment, das sich mit zuneh
mendem Alter besonders in Îatrophischen Organen abla
gert (Med.), lilpolgen (zu Î ...gen): durch Fett entstehend;
Verfettung bewirkend (Med.). Lilpolgelnelse die; -, -n:
Neubildung von Fett im Fettgewebe u. in der Leber durch
Aufnahme von TLipoproteiden u. Bildung von îTriglyzeriden (Med.)
lilpolgramlmaltisch vgl. leipogrammatisch
lilpolid (zu îlipo... u. t...oid>: fettähnlich. Lilpolid das; -s,
-e: a) (meist Plur.) lebenswichtige, in tierischen u. pflanz
lichen Zellen vorkommende fettähnliche Substanz
(Chem., Biol.); b) (nur Plur.) Sammelbez. für die unein
heitliche Gruppe fettähnlicher Substanzen (Chem., Biol.).
Lilpolildolse [,..oi...j die; -, -n (zu î'...ose): krankhafte
Einlagerung von Lipoiden in den Geweben (Med.). Lilpoki|ne|ti|kum das; -s, ...ka (zu gr. kineln „bewegen“ u.
t...ikum): Arzneimittel, das den Fetttransport im Körper
beeinflusst (Med.). Lilpollylse die: -, -n (zu t...lyse>:
Fettspaltung, Fettverdauung (Biochem., Med.). Lilpom
das; -s, -e (zu t...om): Fettgeschwulst, gutartige, ge
schwulstartige Neubildung aus Fettgewebe (Med.). Lilpoma das; -s, -ta (aus nlat. lipoma): svw. Lipom. Lilpolmatolse die; -, -n (zu î'...ose): Fettsucht, gutartige Fettge
schwulstbildungen, vor allem im Unterhautfettgewebe
(Med.). IiIpolphil (zu Î ...phil) : 1. in Fett löslich (Chem.);
Ggs. îlipophob. 2. zu übermäßigem Fettansatz neigend
(Med.). Lilpolphillie die; -, ...ien (zu t ...philie): Neigung
zu übermäßigem Fettansatz (Med.), lilpolphob (zu
T...phob): in Fett nicht löslich (Chem.); Ggs. Îlipophil (1).
Lipoplast* der; -en, -en (meist Plur.) (zugr. plastös „bil
dend, formend“, dies zu plässein „bilden, formen“): Fett
gewebe bildende Zelle (Med.). Li|polpo|ly|sac|cha|ride [...zaxa...] u. Lipopollysacharilde die (Plur.): aus
Î Lipiden u. tPolysacchariden bestehende charakteristi
sche Bestandteile der äußeren Zellmembran von Î gram
negativen Bakterien (Biol.). Lilpo|pro|te|id das: -[e]s, -e:
Verbindung aus Eiweißstoff u. Lipoid (hochmolekulare
Substanz; Biochem.). Lilpolproltelin das; -s, -e: svw. Lipoproteid. Li po sar kom das; -s, -e: bösartige Bindege
websgeschwulst aus fettgewebsähnlichen Zellen (Med.).
Ltlpolse die; -, -n (zu t'...ose): svw. Lipomatose. Lilposuktion die; -, -en: Fettabsaugung; Behandlung der
Fettsucht durch Absaugen von lokalisiertem Fettgewebe
(Med.). Hlpoltrop' (zu î...trop): auf Fette od. fettähnli
che Stoffe einwirkend (Med.). Lilpoltrolpie* die; - (zu
t...tropie): Neigung bestimmter Stoffe, sich an Fett anzu
lagern (Med.). Lilpoltrolpin* das; -s, -e (zu T...in (1)>:
Fettstoffwechselhormon, das in der Hypophyse gebildet
wird (Biochem.). Li|po|ze|le die; -, -n (zu gr. kelë „Ge
schwulst; Bruch“): Fettbruch; Bruch, der Fett od. Fettge
webe enthält (Med.)
Lipplgloss der od. das; -, -[e] (aus gleichbed. engl. lipgloss
Lilpid
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„Lippenglanz“): kosmetisches Mittel, das den Lippen ei
nen Glanzeffekt verleiht
Liplpiltuldo die; -, ...tudines [,,,ne:s] (aus lat. lippitudo
„Augenentzündung “ zu lippus „triefäugig, augenkrank“):
vermehrte, meist schleimige od. eitrige Absonderung der
Augenbindehaut (Med.)
Lip|sa|no|thek* die;-, -en(aus gleichbed. mlat. lipsanotheca zu gr. leipsana (Plur.) „hinterlassene (Heiligtümer)“ u.
t. ..thek): svw. Reliquiar
Lipl si der; -s, -s (nach Lipsia, dem nlat. Namen der Stadt
Leipzig, wo dieser Tanz in den 60er-Jahren des 20. Jh.s ent
stand): moderner Gesellschaftstanz im Va-Takt
Li pu rie* <7n?; -, ...ien (zu îlipo... u. î...urie): krankhaftes
Auftreten von Fett im Harn (Med.)
Lilqualtilgn die;-, -en (aus lat. liquatio „das Schmelzen“ zu
liquare „flüssig machen, schmelzen“): Aufspaltung eines
Schmelzflusses in mehrere Schmelzen (Geol.). Lilquefakltilon rfze; -, -en (aus gleichbed. spätlat. liquefactio zu
lat. liquefacere „flüssig machen“, dies zu liquidus (vgl. li
quid) u. facere „machen“): Verflüssigung, Überführung
eines festen Stoffes in flüssige Form (Chem.). Lilqueszenz die: -(zu îliqueszieren u. î...enz): das Flüssigsein
(Chem.). lilqueslzielren (aus gleichbed. lat. liquescere
zu liquere, vgl. liquid): flüssig werden, schmelzen
(Chem.). lilquet dat.y. es ist klar, erwiesen, lilquid (österr. nur so) u. liquide (aus lat. liquidus „flüssig“ zu liquere
„flüssig sein“, eigtl. „klar, deutlich sein“): 1. flüssig
(Chem.). 2. a) verfügbar; b) zahlungsfähig (Wirtsch.). 3.
die Eigenschaften einer Liquida aufweisend (Phon.). Li
quid der; -s, -e: svw. Liquida. Lilquilda die; -, Plur. ...dä
u. ...quiden (aus gleichbed. lat. (consonans) liquida):
Fließlaut; Laut, der sowohl îKonsonant wie ÎSonant sein
kann (z.B. r, 1, [m, nj; Sprachw.). Li|qui|da|ti|on die; -,
-en (wohl unter Einfluss von it. liquidazione aus gleichbed.
mlat. liquidado zu spätlat. liquidare, vgl. liquidieren): 1.
Abwicklung der Rechtsgeschäfte einer aufgelösten Han
delsgesellschaft. 2. Abwicklung von Börsengeschäften. 3.
Kostenrechnung freier Berufe (z.B. eines Arztes). 4. Bei
legung eines Konflikts; Liquidierung. 5. a) Beseitigung,
Liquidierung; b) Tötung, Ermordung, Hinrichtung eines
Menschen; Liquidierung; vgl. ...ation/...ierung. Li quida|ti|ons|bi|lanz rfte; -, -en: bei Beginn der Liquidation
(1) sowie nach Befriedigung der Gläubiger aufzustellende
TBilanz (Wirtsch.). Lilquildaltor der; -s, ...oren (zu
î...or): 1. jmd., der eine Liquidation (1) durchführt. 2.
jmd., der einen anderen umbringt, liquidiert (5 b). liqui
de vgl. liquid. Lilquilden: Plur. von Liquida, lilquildieren (aus gleichbed. it. liquidare „flüssig machen“, dies aus
spätlat. liquidare zu lat. liquidus, vgl. liquid): 1. eine Ge
sellschaft, ein Geschäft auflösen u. die damit verbundenen
Rechtsgeschäfte abwickeln. 2. eine Forderung in Rech
nung stellen (von freien Berufen). 3. Sachwerte in Geld
umwandeln. 4. einen Konflikt beilegen. 5. a) beseitigen,
abschaffen, nicht länger bestehen lassen; b) (bes. aus po
litischen o. ä. Gründen) hinrichten lassen, beseitigen, um
bringen. Li|qui|die|rung r//e,' -, -en (zu î ...ierung): das Li
quidieren; vgl. ...ation/...ierung. Li|qui|di|tät die; - (aus
spätlat. liquiditas, Gen. liquiditatis „Flüssigkeit“): 1.
durch Geld od. Tauschmittel vertretene Verfügungsmacht
über Bedarfsgüter. 2. Möglichkeit, Sachgegenstände des
Vermögens schnell in Geld umzuwandeln. 3. Fähigkeit ei
nes Unternehmens, seine Zahlungsverpflichtungen frist
gerecht zu erfüllen ; Zahlungsfähigkeit. Li Iqui IdiItätsIBi
lanz die: -, -en: Teilbilanz der Zahlungsbilanz (bes. in der
Außenwirtschaft). Li I qui Idi Itätsl po | li Itik die; -: Ge
samtheit der Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Zah
lungsfähigkeit eines Unternehmens (Wirtsch.). Lilquilditäts|prä|fe|renz die; -, -en: Neigung von Unternehmen,
Kassenbestände zu halten statt anzulegen (Wirtsch.). Li-
817
qui|di|täts|relser|ve [,,,və] die; -, -en: finanzielle Mittel
eines Unternehmens zur Aufrechterhaltung der Zahlungs
fähigkeit (Wirtsch.). Li qui diltäts the o rie die; -: Zins
theorie, nach der die Zinshöhe von der Liquiditätspräfe
renz u. von der Geldmenge abhängt (Wirtsch.). lilquidmaglmatisch: in den Erstarrungszustand übergehend
(vom Magma; Geol.). Li I q u i I d u s I li I n i e [...ia] ¿Ze; -, -n <zu
lat. liquidus „flüssig“): im Zustandsdiagramm von Legie
rungen die Temperaturlinie, oberhalb der alle Legierungs
bestandteile flüssig sind; Ggs. Soliduslinie. Lilquis die
(Plur.) (Kurzw. aus Liquidationsanteilscheine): (Jargon)
Anteile der Gesellschafter bei einer Liquidation in Form
von Wertpapieren. Lilquor der; -s, ...ores [,,,re:s] <aus lat.
liquor „Flüssigkeit“ zu liquere, vgl. liquid): 1. seröse Kör
perflüssigkeit (Med.). 2. flüssiges Arzneimittel (Pharm.);
Abk.: Liq. Li|quor|rhö ¿Ze;-, -enu. Li quor rhoe [... re:]
die; -, -n [,,,'ro:ən] (zu gr. rheïn „fließen“): das Abfließen
von Liquor ( 1) aus Nase u. Ohren (z. B. bei Schädelbasis
bruch; Med.)
’Lilra die; -, ...ren (aus it. lira „Leier“, dies über lat. lyra aus
gr. lyra): birnenförmige, einsaitige Geige des Mittelalters;
Lira da Braccio [brattʃo] : Vorgängerin der Geige mit fünf
Griffsaiten u. zwei seitlich abgespreizten Basssaiten
(Armhaltung); Lira da Gamba: celloähnliches Streichin
strument mit 9 bis 13 Spiel- u. 2 Bordunsaiten (Kniehal
tung)
2Li|ra die; -, Lire (aus gleichbed. it. lira, dies aus lat. libra
„Waage; Gewogenes; Pfund“): ital. Währungseinheit;
Abk.: L., Lit. 3Li|ra die; -, - (aus gleichbed. türk, lira, dies
aus it. lira, vgl. 2Lira): türkische Währungseinheit; Abk.:
TL
lilrilco [,..ko] <Zi.; aus lat. lyricus, vgl. lyrisch): lyrisch (Vor
tragsanweisung; Mus.)
Lil rolflor* der; -s (Kunstw.): Technologie zur Herstellung
von gemusterten Wirkteppichen
Lilrolkolnit [auch ...nit] der; -s, -e (zu gr. leirion „Lilie“,
konia „Staub“ u. t2...it): ein linsenförmiges, hellblaues bis
grünes Mineral
Lil seine die; -, -n (latinisiert aus fr. lisière, vgl. Lisiere):
pfeilerartiger, wenig hervortretender Mauerstreifen ohne
Kapitell u. Basis (bes. an roman. Gebäuden). Li|si|e|re
die; -, -n (aus gleichbed. fr. lisière, dies aus dem Gall.):
(veraltet) 1. Waldrand, Feldrain. 2. Saum, Kante (an Klei
dern u.a.)
LISP das; - (Abk. für engl. list processing language): im Be
reich der künstlichen Intelligenz stark verbreitete Pro
grammiersprache, deren wichtigste Datenstruktur lineare
Listen sind
Lislsaljouslfilgur [lisa'ʒu...] die; -, -en (meist Plur.) (nach
dem franz. Physiker J.-A. Lissajous, 1822-1880): Bahn
kurve eines Punktes, der gleichzeitig in zwei zueinander
senkrechten Richtungen schwingt (Phys.)
Lis|sen|zelpha|lie* die; -, ...ien (zu gr. lissös „glatt“, egképhalos „Gehirn“ u. t2...ie>: angeborene Windungslosigkeit
des Gehirns (Med.)
Lislseulse [,,,'sa:zə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. lisseuse,
eigtl. „die Glätterin“, zu lisser, vgl. lissieren): in der
Kammgarnspinnerei Maschine zum Strecken, Waschen u.
Trocknen des Spinngutes, lislsielren (nach gleichbed. /?.
lisser, eigtl. „glätten“, zu lisse „glatt“): Spinngut in der
Wollkämmerei mithilfe der Lisseuse nachwaschen, trock
nen u. glätten
Lisltelner ['lɪs(ə)nə] der; -[s], -s (aus engl. listener „Zuhö
rer“ zu to listen „(zu)hören“>: Gerät, das innerhalb eines
Kommunikationsvorgangs Daten empfängt (EDV); Ggs.
ÎTalker (2)
Lisltelria die; -, Plur. ...riae [...rie] u. ...rien [...ion] (aus nlat.
listeria, nach demengl. Chirurgen J. Lister, 1827-1912): in
der Natur (z. B. in Fäkalien) weit verbreitete, krankheits
Literaturarchiv
erregende Bakterie (Med.). Lisltelrilolse die; -, -n (zu
t'...ose): durch Listerien hervorgerufene, auf den Men
schen übertragbare Infektionskrankheit von Haus- u.
Wildtieren, eine t Zoonose (Med.)
I'islteslso temlpo u. Io stesso tempo (Z/. >: dasselbe Zeit
maß, im selben Tempo wie zuvor (Mus.)
Lislting das u. der; -s, -s (aus engl. listing, zu to list „in eine
Liste eintragen, aufzeichnen“): Rechnerausdruck; die
vom Rechner über den Drucker ausgegebene Information
(EDV)
lisltrisch* (zu gr. listron „Schaufel“); in der Fügung listri
sche Fläche: schaufelförmig nach oben gebogene Über
schiebungsfläche (Geol.)
Liltalnei die; -, -en (aus kirchenlat. litania „Bittgesang“,
dies aus gr. litaneia „das Bitten, Flehen“ zu litaneüein
„bitten, flehen“): 1. im Wechsel gesungenes Fürbitten- u.
Anrufungsgebet des christlichen Gottesdienstes (z.B. die
Î Lauretanische Litanei). 2. (abwertend) eintöniges Gere
de; endlose Aufzählung
Litlchi [,,,tʃɪ] usw. vgl. Litschi usw.
Lit de Jusltice [lidəʒ/stis] der; — (aus gleichbed. fr. lit de
justice): Thron od. Sitz, auf dem der ehemalige König von
Frankreich einer feierlichen Sitzung des Pariser Parla
ments, des höchsten Gerichts, beiwohnte
Lilter [auch h...] der (Schweiz, nur so), auch das; -s, - (aus
gleichbed. fr. litre, dies über mittelfr. litron (ein Hohlmaß)
aus mlat. litra, dies ausgr. litra „Pfund“): Hohlmaß (1 Ku
bikdezimeter); Zeichen 1
Li te ra ¿Ze; -, Plur. -s u. ...rä (aus lat. littera „Buchstabe“):
1. (veraltet) Buchstabe; Abk.: Lit. od. lit. 2. auf Effekten,
Banknoten, Kassenscheinen usw. aufgedruckter Buchsta
be zur Kennzeichnung verschiedener î Emissionen (1)
(Bankw.). Li te ral sinn der; -[e]s (zu mlat. litteralis
„buchstäblich“) : buchstäblicher Sinn einer Textstelle, bes.
in der Bibel, liltelrar..., Li te rar... (zu lat. litterarius, vgl.
literarisch) : Wortbildungselement mit der Bedeutung „die
schriftlichen Quellen u. Zeugnisse [eines Volkes] betref
fend“, z.B. literarhistorisch, Literarkritik. Li'te rar histolrilker der; -s, -: Wissenschaftler auf dem Gebiet der
Schrifttumsgeschichte eines Volkes. Ii|te|rar|hisltorisch : die Schrifttumsgeschichte betreffend, auf ihr beru
hend. Ii|te|ra|risch (aus lat. litterarius „die Buchstaben,
die Schrift betreffend“): 1. die Literatur (1) betreffend,
schriftstellerisch. 2. [vordergründig] symbolisierend, mit
allzu viel Bildungsgut befrachtet (z. B. von einem [moder
nen] Gemälde). Iilte|ra|ri|sie|ren (zu t ...isieren): in [all
zu] literarischer (2) Weise gestalten. Li IteI rarI kri Itik ¿Ze;
-, -en: a) literaturwissenschaftliches Verfahren bes. der
biblischen ÎExegese, mit dem die verschiedenen Quellen
eines Textes isoliert werden, um die Geschichte seiner Ent
stehung zu rekonstruieren; b) svw. Literaturkritik. Ii|terarlkriltisch: a) durchLiterarkritik (a) erfolgend; mithil
fe von Literarkritik (a) rekonstruiert (bes. von Texten); b)
svw. literaturkritisch. Liltelralrum Hulmalnüorum
Doc tor [- - 'dɔk...] u. Litterarum Humaniorum Doctor
(mlat.): Doktor der Literaturwissenschaft in England;
Abk. : L. H. D. Liltelrat der; -en, -en (zu lat. litteratus „ge
lehrt, schriftkundig, gebildet“): Schriftsteller. Liltelraten ca fé das; -s, -s: Café, in dem vorwiegend Schriftstel
ler verkehren. Liltelraltor der; -s, ...oren (aus lat. littera
tor „Sprachgelehrter“): 1. (abwertend) Schriftsteller. 2.
(veraltet) Gelehrter. Liltelraltur die; -, -en (aus lat. litte
ratura „Buchstabenschrift; Sprachkunst“ zu littera, vgl.
Litera): 1. schöngeistiges Schrifttum. 2. (ohne Plur.) [ge
samtes] Schrifttum, veröffentlichte [gedruckte] Schriften.
3. (ohne Plur.) Fachschrifttum eines bestimmten Bereichs;
Schriftennachweise. Li|te|ra|tur|ar|chiv ¿as; -s, -e
[...va]: Archiv, das der Sammlung, Erhaltung, Erschlie
ßung, oft auch der Erforschung literarischer Dokumente
Literaturästhetik
dient. Li|te|ra|tyrläsltheltik die; Lehre von den For
men u. Gesetzen der schönen Literatur. Ii|te|ra|tyr|ästhe tisch: die Literaturästhetik betreffend, zu ihr gehö
rend, auf ihr beruhend. Li|te|ra|tyr|his|to|ri|ker der; -s,
-: svw. Literarhistoriker. Ii|te|raltur|hislto|risch:litera
turgeschichtlich. Li|te|raltyr|kri|tik die; -, -en: wissen
schaftliche Beurteilung des (zeitgenössischen) Schrift
tums. Li|te|ra|tyr|kri|ti|ker der; -s, -: jmd., der Litera
turkritik betreibt. Li|te|raltyr|kri|ti|ke|rin die; -, -nen:
weibliche Form zu ÎLiteraturkritiker, liltelraltyrlkritisch: die Literaturkritik betreffend, auf ihr beruhend. Literaiturpädalgogik* die; -: Teilgebiet der Pädagogik,
das sich mit der literarischen Erziehung Jugendlicher, mit
der Rolle der Literatur für die Erziehung beschäftigt, litelralturlpäldalgolgisch*: die Literaturpädagogik be
treffend. Li|te|ra|tyr|so|zi|o|lo|gie die; -: Wissenschaft
von der Wechselwirkung zwischen Literatur (1) u. Gesell
schaft. Ii|te|raltyrlsolzi|o|lo|gisch: die Literatursozio
logie betreffend. Li|te|ra|tyr|spra|che die; -: 1. in der
Literatur (1) verwendete Sprache, die oft (z. B. durch Sti
lisierung) von der Gemeinsprache abweicht. 2. svw. Stan
dardsprache. Ii|te|ra|tur|thelo|reltisch: die Literatur
theorie betreffend. Liltelraltyrlthelolrie die; -, ...ien
[,,,i:ən]: Teilgebiet der Literaturwissenschaft, das die all
gemeinen Gesetzmäßigkeiten des literarischen Schaffens
untersucht
Liltewlka [li tefka] die; -, ...ken (aus gleichbed. poln. litewka, eigtl. „litauischer Rock“>: (früher) bequemer, wei
cher Uniformrock mit Umlegekragen
lith..., Lith... vgl. litho..., Litho....... lith [auch ... lit] (zu gr.
lithos „Stein“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Stein, Mineral“, z.B. Eolith, Gastrolith. Lilthalgogum* das; -s, ...ga (zu gr. agögös „(ab)führend“, dies zu
ágein „(ab)führen“>: steinabführendes Mittel; Medika
ment, das die Ausschwemmung von Gallen-, Blasen- od.
Nierensteinen herbeiführt (Med.). Liltherlgol* das; -s, -e
(Kunstw. zu gr. lithos „Stein“ u. ÎErgosterol): Raketen
treibstoff. Lilthilalsis die; -, ...iasen (zu Îlitho... u. T...iasis): Steinleiden; Steinbildung in inneren Organen wie
Niere, Galle od. Blase (Med.). Lilthilkum das; -s, ...ka
(zu T...ikum): svw. Lithagogum. ...lilthilkum [...,li...] (zu
tLithikum): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Steinzeit“, z.B. Paläolithikum. Li|thi|o|phi|lit [auch
...'lit] der; -s, -e (zu t Lithium, gr. philein „lieben“ u.
T2...it): ein lithiumhaltiges Mineral. Lilthilum das; -s (zu
tlitho... u. î...ium): chem. Element, Metall; Zeichen Li.
Liltho das; -s, -s: Kurzform von T Lithografie (2). li
tho..., Liltho..., vor Vokalen lith..., Lith... (zu gr. lithos
„Stein“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Stein,
Gestein“, z.B. lithografisch, Litholyse, Lithurgik. Lilthobilonltik die; - (zu gr. biós „Leben“ u. t2...ik (1)): Erfor
schung der geologischen, geochemischen u. mineralogi
schen Prozesse, an denen Mikroorganismen aktiv beteiligt
sind. Li|tho|den|dron* der, auch das; -s, ...dren (zu gr.
déndron „Baum“): versteinertes Holz. Li|tho|fa|zi|es
[...tsiss] die; -, - [,,,tsie:s]: Gesamtheit der tpetrografischen Merkmale eines Gesteins hinsichtlich seiner Bil
dung (Geol.). liltholgen (zu t...gen): 1. aus Gesteinen
entstanden; lithogene Schmelze: Aufschmelzung aus der
Granitschale der Erdkruste (Geol.). 2. zur Bildung von
ÎKonkrementen, Steinen führend; steinbildend (Med.).
Li|tho|ge|ne|se die; -, -n: 1. Gesamtheit der Vorgänge
bei der Entstehung von Sedimentgesteinen wie Verwitte
rung, Abtragung, Umlagerung, Î Sedimentation u. f Dia
genese (Geol.). 2. Entstehung von Î Konkrementen, Steinen
im Körper (Med.). Li|tho|geo|che|mie die; - : Teilgebiet
der Geochemie, das sich mit der chem. Zusammensetzung
der Gesteinskruste der Erde befasst. Li|tho|gly|phik*
vgl. Lithoglyptik. Liitho glyp tik* u. Lithoglyphik die; -:
818
Steinschneidekunst. Liltholgraf, auch ...graph der; -en,
-en (zu T...graf): 1. in der Lithografie, im Flachdruckver
fahren ausgebildeter Drucker. 2. jmd., der Steinzeichnun
gen, Lithografien (2) herstellt. Liltholgralfie, auch
...gralphie die; -, ...ien (zu T...grafie): 1. a) (ohne Plur.)
[Verfahren zur] Herstellung von Platten für den Stein
druck, für das Flachdruckverfahren; b) Originalplatte für
Stein- od. Flachdruck. 2. grafisches Kunstblatt in Stein
druck; Steinzeichnung, liltholgralfisch, auch ...gra
phisch (zu Î...grafisch): im Steindruckverfahren herge
stellt, zum Steindruck gehörend. Ii|tho|gralfie|ren,
auch ...gralphielren (zu T..deren): 1. in Steindruck wie
dergeben, im Flachdruckverfahren arbeiten. 2. Stein
zeichnungen, Lithografien (2) herstellen, auf Stein zeich
nen. Liltholgralphon das; -s, ...pha (zu gr. gräphein
„schreiben“ u. t’...on>: in Stein gehauene Schrift. Lilthoklast* der; -en, -en (zu gr. klastós „zerbrochen“, dies zu
klän „(zer)brechen“): Instrument zur Zertrümmerung
von Blasensteinen (Med.). Lilthollalpalxie die; -, ...ien
(zu gr. lapäzein „ausleeren, abführen“ u. T2...ie>: Beseiti
gung von Steintrümmern aus der Blase (Med.). Lilthollatrie* die; - (aus gleichbed. gr. litholatreia): Verehrung von
Steinen, Steinanbetung. Lilthollglge der; -n, -n (zu gr. lithoiögos „Steine lesend, sammelnd“; vgl. ...loge): Wissen
schaftler auf dem Gebiet der Lithologie. Lilthollolgie
die; - (nach gr. lithologia „das Steinelesen, -sammeln“;
vgl. ...logie): Gesteinskunde, bes. in Bezug auf Sediment
gesteine (vgl. Petrografie). lilthollolgisch (aus gr. litholögos, vgl. Lithologe): die Lithologie betreffend, auf ihr
beruhend. Li|tho|ly|se die; -, -n (zu Tlitho... u. T ...lyse):
Auflösung von Nieren-, Gallensteinen usw. durch Arznei
mittel (Med.), lilthollyltisch: Nieren-, Gallensteine usw.
auflösend (von Arzneimitteln; Med.). Liltholmant der;
-en, -en (zu gr. mantis „Seher, Wahrsager“): jmd., der aus
Steinen weissagt. Li|tho|man|tie die; - (zu gr. manteia
„das Weissagen“): Wahrsagerei aus Steinen. Liltholmetelolre die (Plur.): trockene Schwebstoffe in der Atmo
sphäre wie Staub, Sand, Ascheteilchen, Pollen od. Salz
partikel (Meteor.). Liltholpäldilon das; -s, Plur. ...ia u.
...ien [,,,iən] (zu gr. paidion „Knäblein, Kindlein“, Ver
kleinerungsform von país „Kind“): verkalkte Leibes
frucht bei Mensch u. Tier (Med., Biol.). liltholphag (zu
t...phag): sich [unter Abgabe von gesteinauflösender Säu
re] in Gestein einbohrend (von Tieren, z. B. Bohrmuschel,
Seeigel; ZooL). Liltholphalnie die; -, ...ien (zu gr. phanös „hell, leuchtend“ u. t2...ie): reliefartig in eine Platte
aus dünnem Porzellan eingepresste bildliche Darstellung,
liltholphil (zu T...phil): 1. auf Gestein als Untergrund an
gewiesen (von Tieren; ZooL). 2. im Wesentlichen die Erd
kruste bildend u. mit großer Î Affinität zu Sauerstoff (von
Elementen wie Natrium, Aluminium, Silicium, von Alka
lien u. a.). Li tho phon, auch ...fon das; -s, -e (zu
T...phon): geschlagenes TIdiophon aus Stein, vor allem
Steinplattenspiel mit abgestimmten, horizontal od. verti
kal befestigten Platten (bes. in China u. Korea). Lilthophylsen die (Plur.) (zugr. phÿsis „das Erzeugte“): vulka
nische Gesteine mit besonderer Struktur (oft mit Hohl
räumen; Geol.). Liltholphyt der; -en, -en (meist Plur.)
(zu T...phyt): Pflanze, die eine Felsoberfläche besiedelt.
Liltholpglne die; - (zu gr. pönos „Mühe, Arbeit“): licht
echte, gut deckende weiße Anstrichfarbe. Lilthops* die;
-, - (zu gr. öps „Anblick; das Auge“): Lebender Stein,
t sukkulente, niedrige, meist polsterartig wachsende Wüs
tenpflanze mit zu geschlossenen Körperchen verwachse
nen Blattpaaren. Li|tho|sol der; -s, -e (zu lat. solum „Bo
den“): durch physik. Verwitterung aufbereitetes Gesteins
material, Rohboden. Liltholsphälre* die; -: bis in etwa
100km Tiefe reichende Gesteinshülle der Erde (Geol.).
Li|tho|stra|ti|gra|fie*, auch ...gralphie die; -: relative
819
Livedo
Altersbestimmung von fossillosen Gesteinen eines be
Frucht (mit dünner, rauer Schale u. weißem, saftigem
grenzten Gebietes aufgrund Î petrografischer Merkmale.
Fleisch) eines in China beheimateten Baumes
Lilthplstrolton* das; -s, ...ta (zu gr. strötös „ausgebrei Litltelrae aposltoilicae [...re ...ke] die (Plur.) (aus lat. lit
tet“): in der Antike ein Fußbodenbelag aus bunten Mar
terae apostolicae „apostolische Briefe“): Sammelbez. für
morsteinen, regellos verteilt u. daher vom Mosaik zu un
päpstliche Erlässe u. Schreiben. Litltelralrum Hulmaterscheiden. Li|tho|tel|moní/íw;-s<zugr. télma „Sumpf,
nilo rum Doc tor [- - 'dɔk...] vgl. Literarum Humanio
Morast“ u. t‘...on): Lebensgemeinschaft im Felsnischen
rum Doctor
tümpel, einer Vertiefung im Felsgestein im Hochgebirge Liti telring das; - (aus gleichbed. engl. littering zu to litter
u. an Meeresküsten, die vorübergehend od. ständig mit
„durch weggeworfene Abfälle (einen Ort) verschmut
Wasser gefüllt ist (Biol.). Liitho to mie die; -, ...ien (aus
zen“) : Vermüllung der Umwelt durch achtlos weggeworfe
gr. lithotomia „das Brechen, der Steinbruch“): operative
ne Abfälle
Entfernung von Steinen (Med.). Liltholtriplsie* die; -, Lit|to|ri|na vgl. Litorina
...ien (zu Î litho... u. gr. tripsis „das Reiben“ (dies zu tri- LitltreIjltis* die; -, ...itiden (nach dem franz. Arzt Alexis
bein „reiben, zerreiben“) u. t2...ie): Zertrümmerung von
Littré (1658-1725) u. zu T...itis) : Entzündung der Schleim
Blasensteinen (Med.). Liltholtriplter* der; -s, -: svw. Li
drüsen der Harnröhre (Med.)
thotriptor. Liltholtripltor* der; -s, ...oren (zu t...or): 1. Liltulalnist der; -en, -en (zu nlat. Lituania „Litauen“ u.
svw. Lithoklast. 2. Gerät zur Î extrakorporalen Zertrüm
î...ist>: Sprachwissenschaftler, der sich auf Lituanistik
merung von Blasensteinen mithilfe von Ultraschall
spezialisiert hat. Li|tu|a|nis|tik die; - (zu T ...istik): Wis
(Med.). Lilthurlgik* die; - (aus gr. lithourgikë (téchnê)
senschaft von der lit. Sprache u. Literatur. Ii|tu|a|nis„die Kunst, Steine zu brechen und zu bearbeiten“): Ver
tisch (zu Î ...istisch): die Lituanistik betreffend, zu ihr ge
wendung u. Verarbeitung von Gesteinen u. Mineralien.
hörend
Lilthylallinlglas das: -es (zu tlitho..., gr. hÿalos „Glas“ Liltui: Plur. von Î Lituus. Li Itu |i Ites [...te:s] die (Plur.) (aus
u. Î ...in (1)>: in der Masse gefärbtes Glas, das durch seine
gleichbed. nlat. lituites zu lat. lituus, vgl. Lituus): ausge
verschiedenartige Marmorierung Edelsteine imitieren
storbene Gattung der Kopffüßer mit langem, stabförmig
soll
gestrecktem letztem Umgang des Gehäuses
Liltilgant der; -en, -en (aus lat. litigans, Gen. litigantis, Lilturg fiter; -en, -en u. Li tur ge der; -n, -n (aus gleichbed.
Part. Präs, von litigare, vgl. litigieren): (veraltet) jmd., der
kirchenlat. liturgus, dies aus gr. leitourgös „Staatsdiener“,
vor Gericht einen Rechtsstreit führt. Liltilgaltilon die; -,
eigtl. „wer (dem Volk oder Staat) dient“): der den Gottes
-en (aus gleichbed. lat. litigatio, eigtl. „der Zank, Streit“):
dienst, bes. die Liturgie haltende Geistliche (im Unter
(veraltet) Rechtsstreit, liltilgielren (aus gleichbed. lat. li
schied zum Prediger). Lilturlgiefifte; -, ...ien (aus kirchentigare, eigtl. „zanken, streiten“): (veraltet) einen Rechts
lat. liturgia „Gottesdienst“, dies aus gleichbed. gr. leitourstreit führen. Li|tis|pen|denz<7te; - (aus gleichbed. mlat.
gia, eigtl. „dem Volk geleisteter Dienst“, zu leitourgem
litispendentia): (veraltet) mit der Klageerhebung eintre
„einen öffentlichen Dienst versehen“ (zu laós „Volk“ u. értende Zugehörigkeit eines Streitfalles zur Entscheidungs
gon „Werk, Arbeit“)): a) amtliche od. gewohnheitsrechtli
befugnis eines bestimmten Gerichts; Rechtshängigkeit (ei
che Form des Gottesdienstes ; b) in der ev. Kirche am Altar
nes Streitfalls)
[im Wechselgesang] mit der Gemeinde gehaltener Teil des
liltolral (aus gleichbed. lat. litoralis zu litus, Gen. litoris
Gottesdienstes. Lilturlgikz/zte; - (zu î2...ik ( 1 )> : Theorie u.
„Küste“): die Küsten-, Ufer-, Strandzone betreffend
Geschichte der Liturgie. Li|tur|gi|ker¿fer; -s, -: a) Kenner
der Liturgik; b) jmd., der Liturgik lehrt. Lilturlgilkon
(Geogr.). Li Ito ¡ral fites; -s, -e: Küsten-, Ufer-, Strandzone
das; -s, ...ka (aus gleichbed. mgr. liturgikön): Anweisungen
(Geogr.). Li|to|ra¡ledas; -s, -s (aus gleichbed. zi. litorale);
svw. Litoral. Li|to|ral|fau|na die; -, ...nen (zu tlitoral):
für den öffentlichen Gottesdienst enthaltendes Buch in der
Tierwelt der Uferregion u. Gezeitenzone. Li|to|ral|flo|ra
griech. Kirche, lilturlgisch (aus gr. leitourgikös „zum
Gottesdienst gehörig“): den Gottesdienst, die Liturgie be
die; -, ...ren: Pflanzenwelt der Uferregion u. Gezeitenzo
ne. Liltolrilnatee;-, ...nen (ausgleichbed. nlat. litorinazu
treffend, zu ihr gehörend; liturgisches Jahr: in bestimmte
Festkreise (Fest mit seiner Vorbereitungszeit u. Aus
lat. litus, vgl. litoral): Uferschnecke (am Strand der Nordklangszeit) eingeteiltes, am 1. Adventssonntag beginnen
u. Ostsee häufig). Li|tolri|na|meer das; -[e]s (nach dem
des Jahr; Kirchenjahr
Namen des Leitfossils dieses Stadiums): geologisches Sta
dium der Ostsee in der Litorinazeit (ungefähr 5000 v. Chr. ; Liltulus der; -, Litui [...tui] (aus gleichbed. lat. lituus): 1.
Krummstab der î Auguren. 2. altröm. Militär- u. Signalin
Geol.). Li|to|ri|nalzeitrfte; -: Zeitraum zwischen 5500 u.
strument mit Kesselmundstück. 3. Krummhorn (Blasin
2000 V. Chr. (Geol.). Liltolrilnelllenlkalk der; -[e]s (zu
strument des 16. u. 17. Jh.s)
nlat. litorinella, dem Namen der darin vorkommenden
Schneckengattung): (veraltet) svw. Hydrobienschichten. live [laif, engl. laiv] (aus gleichbed. engl. live, eigtl. „le
bend“): a) direkt, original (von Rundfunk- od. Fernseh
Liltolrilnen: Plur. von Î Litorina
übertragungen), z.B. - senden, etwas - übertragen; b)
Li to tes [,..te:s] die; -, - (aus gleichbed. gr. litotes, eigtl.
unmittelbar, in realer Anwesenheit, persönlich. Live„Sparsamkeit, Zurückhaltung (im Ausdruck)“, zu litós
act ['laiflɛkt] der; -s, -s: (Jargon) musikalische Vorstel
„schlicht, einfach“): Redefigur, die durch doppelte Ver
lung, bei der die Sänger, Musiker live singen, spielen
neinung od. durch Verneinung des Gegenteils eine vor
usw.; direkter, persönlicher Auftritt. Livelauflnahlme
sichtige Behauptung ausdrückt u. die dadurch eine (oft iro
[laif...] die; -, -n: 1. nicht im Studio, sondern direkt bei
nisierende) Hervorhebung des Gesagten bewirkt (z. B.
einer Veranstaltung gemachte Aufnahme (Tonband-,
nicht der schlechteste [ = ein guter] Lehrer; nicht unwahr
Platten- od. Filmaufnahme). 2. Schallplatte auf der
scheinlich = ziemlich wahrscheinlich; er ist nicht ohne Ta
Grundlage eines Livemitschnitts od. mehrerer Liveauflent = er hat Talent; Rhet., Stilk.). li toltisch: in der Art
nahmen eines od. mehrerer Konzerte (eines Interpre
einer Litotes (Rhet., Stilk.)
ten). Livelauf Izeichlnung die; -, -en: ungekürzte Auf
Liltra* die; -, -[s] (aus gr. litra „Pfund (als Silbergeld)“): 1.
zeichnung einer Veranstaltung, eines Ereignisses, die zu
antikes griech. Gewicht, das größenmäßig der röm. T Libra
einem späteren Zeitpunkt gesendet werden soll (Fernse
entsprach. 2. Münzeinheit antiker griech. Städte auf Sizi
hen, Rundfunk)
lien
Litlschirfte; -, -s u. Litschipflaumeate?; -, -n (aus gleich Lilveldo [...v...] die; -, ...dines [,,,ne:s] (aus gleichbed. nlat.
livedo, Gen. livedinis zu lat. livere „bläulich sein“): Bez.
bed. chin, li-chi): pflaumengroße, wohlschmeckende
Liveelektronik
für bläulich rote Hautverfärbungen mit mehr od. weniger
ausgeprägter netzartiger Hautzeichnung (Med.)
Livelelekltrolnik* [ laif...] die; - (zu tlive): l.jede Art der
akustischen Realisation von Musik, bei der den verwende
ten elektron. Übertragungs-, Steuer- u. Effektgeräten ein
substanzieller Anteil am Klangergebnis zukommt. 2. Sammelbez. für elektron. Musik, die unmittelbar im Konzert
saal gespielt u. nicht zuvor im Tonstudio produziert u. über
Tonband reproduziert wird. Livelfoltolgralfie die; -:
bes. bei Bildjournalisten übliche Art des Fotografierens,
bei der es weniger auf die technische Vollkommenheit als
auf die Aussage des Bildes ankommt. Livelsenldung die;
-, -en: Sendung, die unmittelbar vom Ort der Aufnahme
aus gesendet wird; Originalübertragung, Direktsendung.
Livelshow [...Jou] r/Ze; -, -s: 1. live (a) ausgestrahlte, re
vueartige Unterhaltungssendung mit Î Jazz, Î Pop (2) u.
Humor. 2. a) svw. Peepshow; b) Vorführung sexueller
Handlungen auf der Bühne (z.B. eines Nachtlokals).
Livelware [,,,wɛə] die; - (zu engl. ware „Ware“, Analogie
bildung zu Hardware, Software u.Ä_>: (Jargon) Personal,
das in der Datenverarbeitung tätig ist
lilvid u. Ii| vi Ide [,..v...] (unter Einfluss von/r. livide aus lat.
lividus „bläulich“): 1. bläulich, blassblau, fahl (bezogen
auf die Färbung von Haut u. Schleimhäuten, bes. der Lip
pen, häufig als Zeichen für Sauerstoffmangel im Blut;
Med.). 2. (veraltet) neidisch. LilviIdiItät die; - (aus gleich
bed. fr. lividité; vgl. ...ität): (veraltet) Fahlheit; Missgunst,
Neid
Lilving Newslpalper ['lɪvɪŋ 'nju:speɪpə] das; -[s], -s (aus
gleichbed. engl.-amerik. living newspaper, eigtl. „lebende
Zeitung“): mit dokumentarischen Mitteln arbeitende
Form des politischen Lehrstücks, die sich in den USA aus
dem russ. Agitproptheater u. dem epischen Theater ent
wickelte u. auf Massenaufklärung zielte
Lilvingsltolnit* [livnjsto..., auch ... nit] der; -s, -e (nach
dem brit. Missionar u. Forschungsreisenden D. Living
stone (1813-1873) u. zu T2. ..it> : ein schwärzliches bis blei
graues, in feinen Splittern rot durchscheinendes Mineral
Lilving-Wage, auch Lilvinglwage ['lɪvɪŋweɪdʒ] das; (aus gleichbed. engl. living wage zu living „Lebensunter
halt“ u. wage „Lohn“) : für den Lebensunterhalt unbedingt
notwendiger Lohn, Existenzminimum (Wirtsch.)
Li Ivolnelse [...v...] der; -n, -n (nach Livonia, dem lat. Na
men von Livland, u. zu -ese, charakterisierendes Suffix
von Namen): russ. Silbermünze aus dem Jahr 1757 für die
baltischen Provinzen Livland u. Estland im Wert von 96
Kopeken
Lil volres [li'vo:re:s] die (Plur.) (aus lat. livores, Plur. von li
vor „rotblauer Fleck“): Totenflecke (Med.)
Lilvre* ['li:vrə] der od. das; -[s], -[s] (aber: 6 Livre) (ausfr. li
vre, dies aus lat. libra „Waage, Gewogenes, Pfund“): 1. al
tes franz. Gewichtsmaß. 2. frühere franz. Währungsein
heit, Rechnungsmünze (bis zum Ende des 18. Jh.s)
Lil vree* [li vre:] ¿Ze; -, ...een (aus gleichbed. fr. livrée, eigtl.
„gelieferte, gestellte (Kleidung)“, zu livrer „liefern“ aus
mlat. liberare „ausliefern“, eigtl. „frei machen“): uniform
artige Dienerkleidung, lilvriert (zu t...iert): Livree tra
gend
Lilwa die; -, -s (aus türk, liva „Fahne“, eigtl. „RossschweiP“): svw. Sandschak (2)
Li wan der; -s, -e (über arab. al-iwän aus pers. eiwän „über
deckte Galerie, Terrasse“): 1. nach dem Hof zu offener,
überwölbter Raum mit anschließenden kleinen, geschlos
senen Zimmern (orientalische Bauform des arab. Hauses).
2. t Moschee mit vier auf einen Hof sich öffnenden Hallen
in der als Schule dienenden persischen Sonderform der
1 Medresse (2)
Li wan ze die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. tschech. 11vanec, eigtl. „Gießkuchen“): beidseitig gebackenes Hefe
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plätzchen, das mit Pflaumenmus bestrichen u. mit Zucker
bestreut wird (tschechische Spezialität; Gastr.)
’■2Li|zen|ti|at vgl. ‘-2Lizenziat. Lilzenz ¿Ze;-,-en (aus to. li
centia „Freiheit, Erlaubnis“ zu licere „erlaubt sein“): 1.
[behördliche] Erlaubnis, Genehmigung, bes. zur Nutzung
eines Patents od. zur Herausgabe einer Zeitung, einer
Zeitschrift bzw. eines Buches. 2. durch einen Sportver
band erteilte Erlaubnis, einen Sport beruflich auszuüben
od. als Schiedsrichter o.Ä. zu fungieren. ’Lilzenlzilat,
auch Lizentiat das; -[e]s, -e (aus mlat. licentiatus) : akade
mischer Grad (vor allem in der Schweiz, z. B. Lizenziat der
Theologie). 2Li zen zi,at, auch Lizentiat der; -en, -en (aus
mlat. licentiatus „der mit Erlaubnis Versehene“, substan
tiviertes Part. Perf. von licentiare „die Erlaubnis erteilen“;
vgl. Lizenz): Inhaber eines Lizenziatstitels; Abk.: Lie.
[theol.], (in der Schweiz) lie. phil. usw. Ii|zen|zie|ren (zu
t..deren): Lizenz erteilen, lilzenlzilös (aus fr. licencieux
„allzu frei, liederlich“, dies aus spätlat. licentiosus „ausge
lassen, mutwillig“, eigtl. „erlaubt“): frei, ungebunden; zü
gellos. Lilzenzlspieller der; -s, -: Sportler, der auf der
Basis einer Spielerlizenz als Angestellter seines Vereins ge
gen feste monatliche Vergütung (u. zusätzliche Prämien)
spielberechtigt ist. Li|zenz|sys|tem das; -s: Ordnung des
Jagdrechts, die auf der Vergabe von Jagderlaubnissen des
Staates auf seinem Gebiet beruht. Lilziltant der; -en, -en
(aus mlat. licitans, Gen. licitantis „der Bietende“ (bei Ver
steigerungen) zu licitari, vgl. Iizitieren): jmd., der bei Ver
steigerungen bietet; Meistbietender. LilziltaItilon die; -,
-en (aus lat. licitatio „das Bieten“): Versteigerung, lilzitielren (aus mlat. licitari „auf etwas bieten“ zu lat. liceri
„er-, versteigern“): 1. versteigern. 2. reizen (beim Karten
spiel)
Ljoldalhattr [...hatn] der; -, - (aus altnord. ljödahattr):
Spruchton, Strophenform der Edda
Llanldeillo [læn daɪloʊ] das; -[s] (nach der gleichnamigen
Stadt in Wales): Stufe des ÎOrdoviziums (Geol.)
Lialnelro [lja'ne:ro] der; -s, -s (aus gleichbed. span, llanero
zu llano, vgl. Llano): Bewohner eines Llanos. Llalno
['lja:nɔ] der; -s, -s (meist Plur.) (aus span, llano „Ebene“ zu
llano „eben, flach“, dies aus gleichbed. lat. planus): baum
lose od. baumarme Ebene in den lateinamerik. Tropen u.
Subtropen
Loa die; -, -s (aus span, loa „Lob“ zu loar „loben“, dies aus
gleichbed. ZaZ. laudare): 1. [mit einem Lob des Autors, des
Publikums o. Ä.] verbundenes Vorspiel, kurze dramati
sche Dichtung vor dem eigentlichen Schauspiel in älteren
spanischen Dramen. 2. kurzes spanisches Drama, das eine
berühmte Person od. ein glückliches Ereignis feiert (Literaturw.)
Load [loud] die; -, -s (aus gleichbed. engl. load, eigtl. „La
dung, Last“, Bed. 2 über amerik. load „größere Menge von
etwas“): 1. altes britisches Maß, bes. Hohlmaß unter
schiedlicher Größe. 2. (Jargon) für einen Rauschzustand
benötigte Dosis eines Rauschgiftes. Loalder ['loudə] der;
-s, - (aus engl. loader „Lader“): Programm (4) zum Laden
eines Computers
Loalfer® ['ləʊfə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. loafer, vieil,
zu dt. Landläufer): nach dem Schnitt des Mokassins gefer
tigter Lederschuh mit flachem Absatz
Loa loa ¿Ze; - -, - -s (aus dem Afrik.): Wanderfilarie, eine Fi
larienart, die als Schmarotzer im Blut bzw. im Unterhaut
zellgewebe lebt (ZooL, Med.)
Lob der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. lob, eigtl. „Klumpen“):
1. hoher, weich geschlagener Ball [mit dem der am Netz an
greifende Gegner überspielt werden soll] (Tennis, Badmin
ton). 2. angetäuschter Schmetterschlag, der an den am
Netz verteidigenden Spielern vorbei od. hoch über sie hin
wegfliegt (Volleyball)
lolbär (zu ÎLobus u. l...är>: einen Organlappen (z.B. der
821
Logarithmus
Lunge) betreffend (Med.). Lo|bär|pneulmo|nie die; -,
gr. rheîn „fließen”): verstärkter Wochenfluss nach der
...ien [,,,i:ən]: auf einen od. mehrere Lungenlappen be
Entbindung (Med.)
grenzte Form der Lungenentzündung (Med.)
Locklout [ɪɔk1 laut, engl. 'lɔk-aʊt] das, auch der; -[s], -s (aus
loblben (aus gleichbed. engl. to lob>: einen TLob schlagen
gleichbed. engl. lockout zu to lock out „aussperren“): (ver
(Tennis, Badminton, Volleyball)
altet) Aussperrung streikender Arbeiter
Loblbing das; -s (zu dt. Lob; Analogiebildung zu TMob lolco ['lo:ko, auch 'lɔko] (Zot.; „am (rechten) Platze“, Loka
bing; vgl. ...ing): Manipulation [eines Mitarbeiters] durch
tiv von locus „Ort“): 1. (Kaufmannsspr.) am Ort, hier;
übertriebenes Lob
greifbar, vorrätig. 2. a) die Noten sind wieder in der ge
Loblby ['lɔbi] i/Ze; -,-s (aus eng/. lobby „Vor-, Wandelhalle“,
wöhnlichen Tonhöhe zu spielen (Aufhebung eines voran
dies aus mlat. lobia „Galerie. Laube“ (germ. Wort), Bed. 2
gegangenen Oktavenzeichens; vgl. all’ ottava); b) wieder
über gleichbed. amerik. lobby): 1. Wandelhalle im [brit..
in gewöhnlichen Lagen zu spielen (bei Streichinstrumen
amerik.] Parlamentsgebäude, in der die Abgeordneten mit
ten Aufhebung einer vorangegangenen abweichenden La
Wählern u. Interessengruppen Zusammentreffen. 2. Inte
genbezeichnung; Mus.). Io|co ciltalto [- tsi...] (lat.; vgl.
ressengruppe, die [in der Lobby (1)] versucht, die Ent
Zitat): an der angeführten Stelle (eines Buches); Abk.:
scheidung von Abgeordneten zu beeinflussen [u. die diese
Le.; vgl. citato loco, lolco lauldalto tlat.Y. (selten) svw.
ihrerseits unterstützt). 3. Vestibül, Hotelhalle. Loblbyling
loco citato; Abk.: 1.1. lolco silgillli (Jat.y. anstatt des Sie
das: -s, -s (aus gleichbed. amerik. lobbying zu lobby, vgl.
gels (auf Abschriften); Abk.: l.s. od. L.S. Lolcus amoe
Lobby (2)): Beeinflussung von Abgeordneten durch Inte
nus ['ɪo:kʊs a'nua:...] der; - -, Loci ['lo:tsi] amoeni (aus lat.
ressentgruppen]. Lob by is mus der; - (aus gleichbed.
locus amoenus „lieblicher Ort“) : aus bestimmten Elemen
amerik. lobbyism; vgl. ...ismus (2)>: [ständiger] Versuch,
ten zusammengesetztes Bild einer lieblichen Landschaft
Gepflogenheit, Zustand der Beeinflussung von Abgeord
als literarischer tTopos (2) (bes. der Idylle; Literaturw.).
neten durch Interessengruppen. Loblbylist der: -en, -en
Lolcus comlmulnis [- k...] der; - -, Loci ...nes ['lo:tsi
(aus gleichbed. amerik. lobbyist; vgl. ...ist): jmd., der Ab
...ne:s] (aus gleichbed. lat. locus communis, eigtl. „allge
geordnete für seine Interessen zu gewinnen sucht, loblbymeiner Ort“) : Gemeinplatz, bekannte Tatsache, allgemein
isltisch (zu t...istisch>: den Lobbyismus betreffend
verständliche Redensart
Lolbekltolmie* die: -, ...ien (zu tLobus u. t...ektomie): Lodge [lɔdʒ] die; -, -s [,,,ʒɪz, auch ,,,ʒɪs] (aus gleichbed. engl.
operative Entfernung eines Organlappens, z. B. eines Lun
lodge, dies über (alt)fr. loge aus mlat. lobia, vgl. Lobby): 1.
genlappens (Med.)
(veraltet) Hütte, Wohnung eines Pförtners. 2. Ferienhotel,
Lolbellie [...ia] <7Ze; -, -n (aus gleichbed. nlat. lobelia; nach
Anlage mit Ferienwohnungen
dem flandrischen Botaniker M. de l’Obel (latinisiert Lo- Loldilcullae [...kule] die (Plur.) (aus lat. lodiculae, Plur.
belius), 1538-1616): zu den Glockenblumengewächsen ge
von lodicula „kleine (gewebte) Decke“ zu lodix „Decke“):
hörende, niedrige, buschige, im Sommer blühende Pflanze
zwei kleine Schuppen am Grund der Einzelblüten von
mit zahlreichen blauen, seltener violetten od. weißen Blü
Gräsern, die als Schwellkörper das Öffnen der Blüte regu
ten. Lolbellin das; -s (zu t...in (1)): aus der Lobelie ge
lieren (Bot.)
wonnenes Î Alkaloid, das die Atemtätigkeit anregt Loft der od. das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. loft, eigtl.
(Pharm.)
„Dachboden; Speicher“): 1. (ohne Plur.) Neigungsgrad
Lobi: Plur. von Lobus. Lo|bo|po|di|en [,,,iən] die (Plur.)
der Schlagfläche eines Golfschlägers. 2. aus einer Fabrik
etage umgebaute Großraumwohnung. Loft Jazz [... dʒɛs]
(zu TLobus u. gr. poús, Gen. podós „Fuß“): Protoplasma
ausstülpungen bei vielen Î Amöben (Biol.). Lolboltolmie
der; -: in alten Industrieanlagen, Fabriken o.Ä. (ohne
Konzertveranstalter) zu Gehör gebrachter [stilistisch neu
die; -, ...ien (zu t,,,tomie): svw. Leukotomie.
LobsIterrZer; -s, - iengl.}: engl. Bez. für Hummer (Gastr.)
artiger] Jazz
lo bu lär (aus gleichbed. nlat. lobularis; vgl. ...är): einzel Log das; -s, -e (aus gleichbed. engl. log, eigtl. „Holzklotz“
ne Läppchen eines Lobus betreffend (Med.). Lolbullär(der an einer Leine mit Messknoten hinter dem Schiff her
gezogen wurde), dies aus dem Skand.): 1. Fahrgeschwin
pneu molnie die; -, ...ien [,,,i:ən]: Tfibrinöse Entzün
digkeitsmesser eines Schiffes (Seew.). 2. die Messfahrt der
dung eines Lungenlappens (Med.). Lglbullus der; -, ...li
Sonde in der Bohrlochmessung (Geophys.)
(aus nlat. lobulus, Verkleinerungsform von lat. lobus, vgl.
Lobus): Teil eines Lobus (1; Med.). Lolbus der; -, Lobi log.... Log... vgl. logo..., Logo... ’...log (zu gr. logos „das
Sprechen“, vgl. Logos): Wortbildungselement mit der Be
(über lat. lobus aus gr. lobos „(Ohr)läppchen“): 1. Lap
deutung „entsprechend“, z.B. analog. 2...log vgl. ...loge,
pen eines Organs (Med.). 2. zungenartige Ausbuchtung
lolgalöldisch* (aus gleichbed. gr. logaoidikös zu logos
des Eisrandes von Gletschern od. Inlandeismassen
„Rede“ u. aoidé „Gesang“); in der Fügung logaödische
(Geol.)
Verse: (veraltet) Verse im Îäolischen Versmaß
Locanlda [...k...] die; -, ...den (aus gleichbed. it. locanda zu
lat. locandus „wer unterzubringen ist“, Gerundivum von Lolgalrithlmand* der; -en, -en (zu îLogarithmus u.
Î ...and) : zu logarithmierende Zahl ; Î Numerus (2) zum Lo
locare „unterbringen“, eigtl. „(an einen Ort) stellen“):
garithmus (Math.). Lo|ga|rith|menlpa|pier das; -s:
(veraltet) Gasthaus, Schenke; Herberge. Lolcaltion [lɔFunktionspapier, bei dem die Achsen Funktionsleiter ei
'keɪʃən, engl. loo...] die; -, -s (aus gleichbed. engl. location,
ner Logarithmusfunktion sind (Math.). Lolgalrithlmendies aus lat. locatio, vgl. Lokation) : (Jargon) 1. Örtlichkeit,
sys tem das; -s: System aller Logarithmen zur gleichen
Stelle, wo etwas ganz Besonderes (z. B. ein Event) stattfin
Basis (Math.). Lolga|rithlmen|ta|fel die; -, -n: tabellen
det. 2. Drehort im Freien (Film)
artige Sammlung der Î Mantissen (2) der Logarithmen
Loch [lɔk] der; -[s], -s (aus gleichbed. schott, loch, dies aus
(Math.). Io|ga|rith|mie|ren (zu Î..deren): a) mit Loga
altir. loch (verwandt mit lat. lacus „See“)): Binnensee,
rithmen rechnen; b) den Logarithmus berechnen (Math.).
Î Fjord in Schottland
Lo|ga|rith|mik die; - (zu T 2,..ik (1)): (veraltet) die Lehre
Lolchilen [...xion] die (Plur.) (zugr. locheïa „Reinigung der
von den Logarithmen (Math.). Io|ga|rith|misch: den
Wöchnerin nach der Geburt“): Absonderung der Gebär
Logarithmus betreffend, auf einem Logarithmus beru
mutter während der ersten Tage nach einer Entbindung;
hend, ihn anwendend (Math.); logarithmisches Dekre
Wochenfluss (Med.). Lolchilolmeltra* die; -, ...tren (zu
ment: den Abklingvorgang gedämpfter freier Schwingun
gr. métra „Gebärmutter“): Stauung der Lochien, des Wo
gen kennzeichnende Größe (Math., Phys.). Lolgalrithchenflusses in der Gebärmutter (Med.). Lo|chi|orlrhö
mus der; -, ...men (aus gleichbed. nlat. logarithmus zu gr.
die; -, -en u. Lo|chi|or|rhöe [...'re:] die; -, -n [,,,'ro:ən] (zu
Logarithmusfunktion
logos „Vernunft, Verhältnis“ (vgl. Logos) u, árithmos
„Zahl“): Zahl, mit der man eine andere Zahl, die Î Basis
(4c), Îpotenzieren (3) muss, um eine vorgegebene Zahl,
den TNumerus (2), zu erhalten (Math.); Abk.: log; Loga
rithmus naturalis: Logarithmus, bei dem die Basis die
Konstante e (e = 2,71828) ist; natürlicher Logarithmus;
Abk.: In; dekadischer Logarithmus: Logarithmus mit der
Basis 10, briggsscher Logarithmus; Abk.: lg; dyadischer
Logarithmus: Logarithmus mit der Basis 2; Zweierloga
rithmus; Abk.: Id. Lo|ga|rith|mus|funk|ti|on rfz'e; -, -en:
Umkehrfunktion der TExponentialfunktion (Math.). Logaslthelnie die; -, ...ien <zu tlogo... u. tAsthenie): Ge
dächtnisstörung, die sich in Sprachstörungen, vor allem
im Vergessen von Wörtern äußert (Med.). Lolgaltom
das; -s, -e (Kunstw. zu gr. logos „Sprache, Wort“ u. áto
mos, vgl. Atom): einsilbiges, willkürlich aus Sprachlauten
zusammengesetztes Kunstwort (Vokal u. Konsonant od.
Konsonantengruppe, z. B. HOG, KLOMB) zur Überprü
fung der Güte der Silben-, Wort- od. Satzverständlichkeit
von Übertragungssystemen (z. B. von Fernsprechanlagen)
Loglbuch das; -[e]s, ...bûcher (zu ÎLog): Schiffstagebuch
Lolge ['lo:ʒə] die; -, -n (aus (alt)fr. loge „abgeschlossener
Raum“, dies über mlat. lobia aus dem Germ., Bed. 3 über
gleichbed. engl. lodge aus altfr. loge): 1. kleiner, abgeteilter
Raum mit mehreren Sitzplätzen im Theater. 2. Pförtner
raum. 3. a) geheime Gesellschaft; Vereinigung von Frei
maurern; b) Versammlungsort einer geheimen Gesell
schaft, einer Vereinigung von Freimaurern
...lolge, älter ...log (zu gr. logos „Rede, Wort; Vernunft,
wissenschaftliche Untersuchung“, vgl. Logos): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Kundiger, Forscher,
Wissenschaftler“, z. B. Ethnologe, Kardiologe
lolgealble [lɔ'ʒa:bl] (/?.; zu loger „wohnen“, dies zu loge,
vgl. Loge): (veraltet) bewohnbar, wohnlich. Logement
[lɔʒ(ə)'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. logement): 1. (ver
altet) Wohnung, Bleibe. 2. Verteidigungsanlage auf [noch
nicht ganz] genommenen Festungsanlagen (z.B. Bre
schen). Lolgenlbrulder ['lo:ʒən...] der; -s, ...brüder (zu
ÎLoge): Mitglied einer Freimaurerloge, Freimaurer
Loglfile [...fail] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. log file): Da
tei zur Erfassung der Zugriffsdaten einer Website (EDV).
Loglgast der; -[e]s, -en (zu ÎLog): Matrose, der das ÎLog
bedient (Seew.). Log ge die; -, -n (aus gleichbed. schwed.
u. norw. logg, vgl. Log): svw. Log. loglgen (nach gleich
bed. engl. to log): die Fahrgeschwindigkeit eines Schiffes
mit dem ÎLog messen (Seew.)
Loglger der; -s, - (über niederl. logger aus gleichbed. engl.
lugger): kleineres Küsten[segel]fahrzeug zum Fischfang
Loglgia ['lɔdʒ(i)a] die; -, Plur. -s od. ...ien [...ion] (aus gleich
bed. it. loggia, eigtl. „Laube“, dies aus altfr. loge, vgl. Lo
ge): 1. Bogengang; gewölbte, von Pfeilern od. Säulen ge
tragene, ein- od. mehrseitig offene Bogenhalle, die meist
vor das Erdgeschoss gebaut od. auch selbstständiger Bau
ist (Archit.). 2. nach einer Seite offener, überdeckter,
kaum od. gar nicht vorspringender Raum im [Oberge
schoss eines Hauses
Loglglas das; -es, ...gläser (zu t Log): Sanduhr zum Loggen
Lolgilcal ['lɔdʒɪkl] das; -s, -s (zu engl. logical „logisch“, dies
aus lat. logicus, vgl. logisch): nach den Gesetzen der TLogik (1 b) aufgebautes Rätsel
...lolgie (nach gleichbed. gr. -logia zu logos, vgl. ...loge):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Lehre, Kunde,
Wissenschaft“, z.B. Ethnologie, Kardiologie
lolgielren [lo'ʒi:...] (aus gleichbed. fr. loger zu loge, vgl. Lo
ge): 1. [vorübergehend] wohnen. 2. (veraltet) beherbergen,
unterbringen
Lolgik die; - (über gleichbed. mlat. logica aus gr. logikë
(téchnê) „Denklehre, Wissenschaft des Denkens“, sub
stantiviertes Fern, von logikós „das Wort, die Vernunft,
822
das Denken betreffend“ zu logos „Vernunft“, vgl. Logos):
1. a) Lehre, Wissenschaft von der Struktur, den Formen u.
Gesetzen des Denkens; Lehre vom folgerichtigen Denken,
vom richtigen Schließen aufgrund gegebener Aussagen
(Philos.); b) folgerichtiges, schlüssiges Denken, Folgerich
tigkeit des Denkens. 2. a) Fähigkeit, folgerichtig zu den
ken; b) Zwangsläufigkeit; zwingende, notwendige Folge
rung. Lo|gik|ana|ly|sa|tor der; -s, -en: Messgerät zur
Analyse, Speicherung u. Auswertung der Signale einer
elektron. Schaltung (EDV). Lolgiklchip [...tfip] der; -s,
-s: Chip (3), der Informationen verarbeitet u. nicht nur
speichert (EDV). Lglgilker der; -s, - (aus spätlat. logicus
„Gelehrter, Philosoph“, dies zugr. logikós, vgl. Logik): 1.
Wissenschaftler auf dem Gebiet der Logik (1 a). 2. Mensch
mit scharfem, klarem Verstand. Lolgiklkallkül der; -s, -e
(zu Î Logik) : formalisiertes Zeichen, das als logische Kon
stante, Variable, Aussage usw. gedeutet wird (Informatik).
Lglgiklpelgel der; -s, -: einer von zwei möglichen Werte
bereichen, in den ein digitales Signal fallen muss (Infor
matik)
Log-in, auch Log I in [lɔg'lɪn] das; -s, -s (zu engl. to log in
„sich anmelden“): das Einloggen
Lolgilon das; -[s], ...ien [...ion] (aus gr. lógion „Erzählung,
Gespräch“ zu logos „Rede, Wort“, vgl. Logos): überliefer
ter Ausspruch, Wort Jesu Christi; Jesuswort (Theol.)
Lolgis [lo'ʒi:] das; - [...(s)], - [...s] (aus gleichbed. fr. logis zu
loge, vgl. Loge): 1. [nicht besonders komfortable] Unter
kunft, Wohnung, Bleibe. 2. (Seemannsspr.) Mannschafts
raum auf Schiffen
lolgisch (über gleichbed. lat. logicus aus gr. logikós; vgl.
Logik): 1. die Logik (1 a) betreffend. 2. denkrichtig, folge
richtig, schlüssig; logische Schaltung: Digitalschaltung zur
logischen Verknüpfung von Signalen (1), besonders als
Bausteine von Computern (EDV). 3. (ugs.) natürlich,
selbstverständlich, klar. ...lolgisch (nach gleichbed. gr.
-logos zu logos, vgl. ...loge): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „die Lehre, Kunde, Wissenschaft betreffend“,
z.B. ethnologisch, kardiologisch. Io|gi|si_e|ren (zu gr. lo
gos „Vernunft“ u. Frisieren): der Vernunft, der Erkennt
nis zugänglich machen. Lolgislma das; -s, Logismata
(nach gr. lógisma, Gen. logismatos „das Berechnen“):
(nach A. von Pauler) eines der letzten Elemente, aus denen
sich Wahrheiten zusammensetzen. Lolgislmolgralfie,
auch ...gralphie die; -, ...ien (zu gr. logismós „Rechnung,
Berechnung“ u. t...grafie): (veraltet) eine Art der doppel
ten Buchführung, die einen leichten Überblick über den je
weiligen Stand des Vermögens nach seinen Hauptbestand
teilen ermöglicht (Wirtsch.). Lo gislmus der; -, ...men
(aus gr. logismós „das Rechnen, die Berechnung“; vgl.
...ismus (1)): 1. Vernunftschluss (Philos.). 2. (ohne Plur.)
Theorie, Lehre von der logischen Ordnung der Welt (Phi
los.); vgl. Panlogismus. ‘Lolgisltik die; - (aus gr. logistikë
(téchnê) „Rechenkunst“, substantiviertes Fern, von logistikós „zum Rechnen gehörig“ zu logizesthai „(berech
nen“): mathematische Logik
zLo|gis|tik die; - (aus gleichbed. fr. logistique zu logis
„Quartier“, vgl. Logis): 1. Planung, Bereitstellung u. Ein
satz der für militärische Zwecke erforderlichen Mittel u.
Dienstleistungen zur Unterstützung der Streitkräfte; Versorgung[sapparat] einer Truppe. 2. Gesamtheit aller Akti
vitäten eines Unternehmens, die den gesamten Fluss, die
Organisation des Produktionsprozesses einschließlich
Materialbeschaffung, Lagerung, Transport u. Ausliefe
rung betreffen
Lolgisltilkercfer, -s,-(zugr. logistikós, vgl. 'Logistik): Ver
treter der ‘Logistik, ’lolgisltisch (zu t ‘Logistik); die 'Lo
gistik betreffend, auf ihr beruhend
2lolgis|tisch (zu Î “Logistik): die “Logistik betreffend, auf
ihr beruhend
823
der; - <zu T Logik u. Î ...izismus): 1. Bevorzu
gung der logischen Argumentation gegenüber der psycho
logischen (z.B. innerhalb einer bestimmten wissenschaft
lichen Richtung). 2. Rückführung der math. Begriffe u.
Methoden auf eine allgemeine Logik. 3. (abwertend)
Überbewertung der Logik; vgl. ...ismus/...istik. Logizistik die; - <zu T...istik>: (abwertend) svw. Logizismus (3);
vgl. ...ismus/...istik. Iolgi|zis|tisch (zu Î ...istisch): 1. den
Logizismus (1) betreffend; auf der Bevorzugung des Lo
gischen gegenüber dem Psychologischen beruhend. 2. den
Logizismus (2) betreffend, zu ihm gehörend, auf ihm be
ruhend. 3. (abwertend) überspitzt logisch, haarspalte
risch. I_oIgi|ziItät die; - (zu Î ...izität) : das Logische an ei
ner Sache, an einem Sachverhalt; der logische Charakter;
Denkrichtigkeit; Ggs. 1 Faktizität (Philos.), lolgo (zu Alo
gisch) (ugs., bes. Jugendsprache): svw. logisch (3). Lolgo
der od. das; -s, -s (aus gleichbed. engl. logo, Kurzw. für lo
gotype, wegen der feststehenden Buchstaben- u./od. Zei
chenfolge); Markenzeichen, Firmenzeichen; Symbol für
ein Unternehmen, das durch einheitliche Gestaltung u.
spezifische Farbgebung einen großen Wiedererkennungs
grad u. damit Werbewirksamkeit besitzt. LOGO das; -[s]
(Kunstw. in Anlehnung an gr. logos „Wort“): eine Pro
grammiersprache hauptsächlich für Unterrichtszwecke
(zur Einführung in den Umgang mit Computern), lo
go..., Lolgo..., vor Vokalen auch log..., Log... (zu gr. lo
gos, vgl. Logos): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Wort, Rede, Vernunft“, z.B. logopädisch, Logasthenie.
Logodädalie die; -, ...ten (aus gr. logodaidalia „Rede
kunst“): (veraltet) Wortkünstelei, Schönrederei. Lolgodäldallist der; -en, -en (zu gr. logodaidalos „Redekünst
ler“ u. î...ist): (veraltet) jmd., der es versteht, schöne Wor
te zu machen, Schönredner. Lolgolgraf, auch ...graph
der; -en, -en (aus gleichbed. gr. logográphos, eigtl. „in Pro
sa schreibend“): frühgriech. Geschichtsschreiber; Prosa
schriftsteller der ältesten griech. Literatur; rhetorischer
Logograf: im Athen der Antike Person, die Reden zum
Vortrag bei Gericht für die Bürger entwarf (die ihre Sache
stets selbst vertreten mussten). Lolgolgralfie, auch
...gralphie die; - (aus gr. logographia „das Schreiben in
Prosa“): aus Logogrammen gebildete Schrift, lolgolgrafisch, auch ...gralphisch (aus gr. logographikós „das
Schreiben einer Rede betreffend, zum Schreiben von Pro
sa gehörig“): die Logografie betreffend. Lolgolgramm
das; -s, -e (zu îlogo... u. t...gramm): Schriftzeichen für ei
ne bedeutungstragende Einheit eines Wortes; vgl. Ideo
gramm; Piktogramm. Lolgolgriph’ der; Gen. -s u. -en,
Plur. -e[n] (zu îlogo... u. gr. griphos „Rätsel“): Buchsta
benrätsel, bei dem durch Wegnehmen, Hinzufügen od.
Ändern eines Buchstabens ein neues Wort entsteht. Lo
goi [...goy]: Plur. von 1 Logos. Logokloinie' die; - (zu
gr. klonein „verwirren“, eigtl. „in heftige Bewegung set
zen“, u. t2...ie>: krankhaftes Wiederholen von Wort- od.
Satzenden (Psychol., Med.). Lo|go|kra|tie* die; - (zu
T...kratie>: Herrschaft der Vernunft in der Gesellschaft.
Lo|go|la|trie* die; - (zu gr. latrela „Dienst, Verehrung“):
(veraltet) übermäßige Verehrung des Wortes od. der Ver
nunft. Lolgolmalchie die; - (aus gleichbed. gr. logomachia, eigtl. „das Streiten mit Worten“): Wortstreit, Haar
spalterei (Philos.). Lolgo|ma|nie rZze; - (zu gr. logomanetn „auf die Redekunst u. überhaupt auf das Studium der
Wissenschaften rasend erpicht sein“; vgl. ...manie): (ver
altet) die Sucht, immer [allein] das Wort zu führen, Ge
schwätzigkeit, krankhafte Redseligkeit. Lolgolmolnomalnie die; - (zu îlogo..., gr. monos „allein“ u. t...manie):
svw. Logomanie. Lolgolneulrolse die; -, -n: neurotisch
bedingte Sprachstörung (Med.). Lolgolpälde der; -n, -n
(zu gr. país, Gen. paidós „Kind“ ; Analogiebildung zu Î Or
thopäde): männliche Fachkraft, die Sprachstörungen be
Lolgilzisimus
Lokal
handelt (Berufsbez.). Logolpädie die; - (zu t2...ie; Ana
logiebildung zu ÎOrthopädie): Sprachheilkunde; Wissen
schaft u. Behandlung von (physiologisch od. psycholo
gisch bedingten) Sprachstörungen (Med., Psychol.). Logo päidin die; -, -nen: weibliche Form zu tLogopäde
(Berufsbez.). lolgolpäldisch: die Logopädie betreffend,
auf ihr beruhend (Med., Psychol.). Lolgolpalthie die; -,
...ten (zu ɪ,,,pathie): eine Sprachstörung, der zentralner
vöse Veränderungen zugrunde liegen (Med.). Lolgorlrhö
¿/¡e; -, -en u. Logorrhöe [... ro:] die; -, -n [,,,'ra:ən] (zugr.
rhein „fließen“): krankhafte Geschwätzigkeit (Med.), logorlrholisch: die Logorrhö betreffend, an ihr leidend
(Med.). Lolgos der; -, Plur. (selten) Logoi [...goy] (aus gr.
logos „das Sprechen; Rede, Wort; Vernunft“ zu légein
„sprechen, reden, rechnen“, eigtl. „sammeln“): 1.
menschliche Rede, sinnvolles Wort (Philos.). 2. logisches
Urteil; Begriff (Philos.). 3. menschliche Vernunft, umfas
sender Sinn (Philos.). 4. (ohne Plur.) göttliche Vernunft,
Weltvernunft (Philos.). 5. (ohne Plur.) Gott, Vernunft
Gottes als Weltschöpfungskraft (Theol.). 6. (ohne Plur.)
Offenbarung, Wille Gottes u. Mensch gewordenes Wort
Gottes in der Person Jesu (Theol.). Lolgolthelralpeut
der; -en, -en (zu îlogo...): Psychotherapeut, der sich der
Logotherapie bedient. Lolgolthelralpeultin die; -, -nen:
weibliche Form zu îLogotherapeut. loqotherapeutisch: die Logotherapie betreffend, auf ihr beruhend. Logotherapie die; -, ...ien: auf die Existenzanalyse ge
gründete psychotherapeutische Methode zur Behandlung
von Neurosen, die aus geistigen Problemen entstanden
sind (Psychol.). Lolgolthet der; -en, -en (aus (m)gr. logothétês „der die Rechnung Abfordernde u. Prüfende“): a)
Kanzler im Oströmischen Reich; b) bis zum 13. Jh. Titel
höherer byzantinischer Beamter. Lolgoltylpe die; -, -n
(zu îlogo... u. îType): (früher in der Setzerei beim Hand
satz verwendete) Drucktype mit häufig vorkommender
Buchstabenverbindung
Log-out, auch Loglout [lɔg'laʊt] das; -s, -s (zu engl. to log
out „sich abmelden“): das Ausloggen
lolgolzenltrisch* (zu îlogo...): dem Geist im Sinne der
ordnenden Weltvernunft vor dem Leben den Vorrang ge
bend, z.B. -e Weltanschauung, Haltung; Ggs. îbiozentrisch
Lolhan u. Luohan [luɔ...] der: -[s], -s (aus gleichbed. chin.
luohan, dies zu sanskr. árhat „würdig“) : als Gott verehrter
buddhistischer Heiliger der höchsten Stufe, der das
Mönchsideal der Selbsterlösung durch Askese u. Medita
tion verkörpert
Loi [loa] die; - (aus gleichbed. fr. loi, eigtl. „Gesetz, Vor
schrift“): gesetzmäßiger Feingehalt der Münzen
Loilmilalter* [by...] der; -s, - (zu gr. loimös „Pest, Seuche“
u. î..dater): (veraltet) Pestarzt. Loilmolgralfie, auch
...gralphie die; - (zu t...grafie>: (veraltet) Beschreibung
der Pest od. einer Seuche. Loilmollolgie iZte; - (zu î...logie): (veraltet) Lehre von der Pest u. anderen anstecken
den. schnell um sich greifenden, tödlichen Krankheiten,
loilmollolgisch (zu Î...logisch): (veraltet) die Loimologie betreffend, zu ihr gehörend
Loilpe [Toypa] die; -, -n (aus norw. loype „Skibahn, Ski
weg“): Langlaufbahn, -spur (Skisport)
Lok die; -, -s: Kurzform von Î Lokomotive
Lolkaljalta r/as; - (msanskr. loká „Welt“): altind. Materia
lismus, der die Welt materiell u. sinnlich wahrnehmbar,
den Geist als Produkt der Mischung von Elementen auf
fasste u. Gott, Himmel, Hölle u. Seelenwanderung ver
warf
lolkal (aus gleichbed. fr. local, dies eMSspätlat. localis „ört
lich“): 1. örtlich. 2. örtlich beschränkt. Lolkal das; -[e]s, -e
(aus fr. local „Ort, Platz, Raum“ zu local, vgl. lokal): 1.
Gaststätte, Restaurant. [Gastwirtschaft. 2. Raum, in dem
lokal
Zusammenkünfte, Versammlungen o. Ä. stattfinden, lo
kal..., Lolkal... (zu Îlokal): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „örtlich, auf einen bestimmten Ort od. Bereich
beschränkt“, z.B. lokalpatriotisch, Lokalderby. Lolkalanläslthelsie die; -, ...ien [,,,i:ən]: örtliche Betäubung
(Med.). Lo|kallan|äs|thelti|kum das; -s, ...ka: Arznei
mittel zur Erzeugung einer örtlichen Betäubung. Lolkalano ma iie ¿Zze; -, ...ien [,,,i:ən]: örtliche Messwertabwei
chung vom regionalen Messwertbild bei geophysikali
schen Messungen. Lolkallder by [...derbi] das; -[s], -s:
[Fußballspiel zweier Ortsrivalen. Lol kal |f aribe die; -, -n:
die einem Gegenstand eigentümliche Farbe, wenn sie auf
dem Bild nicht durch Schattierungen od. Anpassung an die
Farben der Umgebung verändert wird. Lo I kal If a u Ina die;
-, ...nen: Tierwelt eines bestimmten [zu beobachtenden]
Gebietes (Biol.). Lo kal flo ra die: -, ...ren: Gesamtheit
aller Pflanzen eines bestimmten [zu beobachtenden] Ge
bietes (Biol.). Lolkallis der; -, ...les [,..le:s] (aus spätlat.
(casus) localis „den Ort betreffender Fall)“): (veraltet)
svw. Lokativ. Lo|ka|li|sa|ti|on die; -, -en (zu t ...isation):
1. örtliche Beschränkung. 2. Ortsbestimmung. 3. Zuord
nung bestimmter psychischer Funktionen zu bestimmten
Bereichen des Gehirns (Psychol., Med.). 4. Feststellung
des Herdes einer Krankheit (im Inneren des Körpers;
Med.). 5. Verhinderung der Ausbreitung einer Krankheit;
Beschränkung eines Krankheitsherdes auf ein bestimmtes
Körpergebiet (Med.). 6. Niederlassung, Ansammlung an
einem bestimmten Platz. Io|ka|li|sier|bar (zu tlokalisieren): so beschaffen, dass man es lokalisieren kann, lolkalilsielren (aus gleichbed. fr. localiser): 1. a) örtlich be
schränken, begrenzen ; b) die Ausbreitung einer Krankheit
verhindern; einen Krankheitsherd auf ein bestimmtes
Körpergebiet beschränken (Med.). 2. a) örtlich bestim
men, festlegen; b) bestimmte psychische Funktionen be
stimmten Bereichen des Gehirns zuordnen (Psychol.,
Med.); c) einen Krankheitsherd (im Inneren des Körpers)
feststellen (Med.). Lo|ka|lis|mus der; -, ...men (zu Îlokal
u. t,,,ismus (4)>: nur örtlich verwendete Besonderheit, Ei
gentümlichkeit innerhalb einer Sprache (Sprachw.). LokaIli|tät die; -, -en (aus gleichbed. fr. localité; vgl. ...ität):
Örtlichkeit; Raum. Lo|kal|ko|lo|rit das; -[e]s, -e (zu Îlo
kal...): besondere Î Atmosphäre (3) einer Stadt od. Land
schaft. Lo|kal|ma|ta|dor der; -s, -e: örtliche Berühmt
heit, erfolgreicher u. gefeierter Held in einem Ort, in ei
nem begrenzten Gebiet (bes. Sport). Lo|kal|mo|no|pol
<to; -s: Monopol einer Zeitung in der lokalen Bericht
erstattung am Erscheinungsort. Io|kal|pa|tri|o|tisch*:
den Lokalpatriotismus betreffend, von ihm geprägt. Lokal pa tri o tis mus* der; -: starke od. übertriebene Lie
be zur engeren Heimat, zur Vaterstadt o. Ä. Lolkallpollitilker der; -s, Politiker auf kommunaler Ebene. Lolkalredaktion die; -, -en : a) î Redaktion (2 a) einer Zeitung,
die die Lokalnachrichten bearbeitet; b) Geschäftsstelle ei
ner Zeitung, die für die Erstellung der Lokalseite verant
wortlich ist. Lo|kal|re|por|ter der; -s,
Reporter, der
Lokalberichte schreibt. Lolkallsatz der;-es, ...sätze: Um
standssatz des Ortes (z.B. ich gehe, wohin du gehst;
Sprachw.). Lo|kal|ter|min der; -s, -e: Gerichtstermin,
der am Tatort abgehalten wird. Lolka|ri|um <Za$; -s, ...ien
[...¡an] (zu lat. locarius „zur Vermietung gehörig“, dies zu
locare, vgl. lozieren): (veraltet) Miete, Pachtzins. Lolkatar ¿ter; -s, -e (aus gleichbed. spätlat. locatarius): (veraltet)
Pächter, Mieter. Lo|ka|ti|on die; -, -en (aus Zat. locatio
„Stellung, Anordnung; Vermietung“ zu locare „an einen
Platz stellen; vermieten“, dies zu locus, vgl. 'Lokus): 1.
(veraltet) Platz-, Rangbestimmung. 2. moderne Wohn
siedlung. 3. Bohrstelle (bei der Erdölförderung). Lolkativ der; -s, -e [...va] (aus gleichbed. lat. (casus) locativus/
den Ort ausdrückender îKasus; Ortsfall (z. B. griech. oi-
824
koi = „zu Hause“; Sprachw.). Lolkaltor der; -s, ...oren
(aus lat. locator „Verpachter, Vermieter“): 1. im Mittelal
ter ein im Auftrage seines Landesherrn [Kolonisations]land verteilender Ritter. 2. (veraltet) Vermieter, Ver
pächter. Lo|ka|to|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (aus lat. locatorium „das Gemietete“, substantiviertes Neutrum von
locatorius „gemietet“): svw. Lokarium. lolko vgl. loco.
Io|ko|fix (zu lat. loco „am (rechten) Platze“ (vgl. loco) u.
fixus, Part. Perf. von figere „anheften“): (veraltet) unbe
weglich, am Platz befestigt. Lolkolgelschäft das; -[e]s, -e
(zu lat. loco „auf der Stelle, sofort“; vgl. loco): Geschäft
über sofort verfügbare Ware (Wirtsch.); Ggs. t Distanzge
schäft. lolkolmolbil (zu lat. locus „Ort, Stelle“ u. mobilis
„beweglich“): (veraltet) von der Stelle beweglich. Lolkomolbil das; -s, -e: (österr.) svw. Lokomobile. LolkolmobiIle die; -, -n (aus gleichbed.//'. locomobile zu locomobile
„von der Stelle bewegbar“): (nicht mehr gebaute) fahrbare
Dampfmaschinenanlage. Lolkolmoltilon die; -, -en (zu
lat. locus „Ort, Stelle“ u. motio „Bewegung“): mit Orts
veränderung verbundene aktive Bewegung eines Individu
ums, die zu den charakteristischen Erscheinungen des Le
bens gehört (Schwimmen, Kriechen, Laufen, Springen,
Klettern, Fliegen; Biol., Med.). Lo|ko|molti|ve [,,,və]
die; -, -n (aus gleichbed. engl. locomotive (steam engine),
eigtl. „sich von der Stelle bewegend(e Dampfmaschine)“,
zu lat. locus „Ort, Stelle“ u. spätlat. motivus „beweglich“):
schienengebundene Zugmaschine für Eisenbahnzüge;
Kurzform Lok. lolkolmoltolrisch (zu tLokomotion):
auf Lokomotion beruhend, sie betreffend (Biol., Med.).
Lolkolwalre die;-, -n {zulat. loco, vgl. Lokogeschäft): so
fort verfügbare, am Ort befindliche Ware. IoIkulli|zid (zu
lat. loculi „Gehäuse, Kapsel“, eigtl. „Örtchen, kleines Ge
lass“ (Plur. von loculus, Verkleinerungsform von locus
„Ort, Stelle“), u. caedere ,,(auf)brechen“): entlang der
Mittellinie der Fruchtblätter aufspringend (von Kapsel
früchten; Bot.). Io|ku|pleltie|ren* (aus gleichbed. lat. lo
cupletare zu locuples „begütert“, dies zu locus „Gut;
Grundstück“ (vgl. 'Lokus) u. *plere „füllen“): (veraltet)
bereichern, reich machen. 'Lolkus der; -, Lozi (aus gleich
bed. lat. locus): (veraltet) Ort, Stelle. 2Lo|kus der; - u.
-ses, Plur. -se (wohl in der Schülerspr. verkürzt aus lat. lo
cus necessitatis „Ort der Notdurft“; vgl. 'Lokus): (ugs.)
svw. Toilette (2)
Lokution die; -, -en (aus lat. locutio „Rede(nsart)“ zu lo
cutus, Part. Perf. von loqui „reden“): a) Redewendung,
Redensart; b) Redestil, Ausdrucksweise. Io|ku|ti|o|när
(zu t...är): die Lokution betreffend; in der Art einer Lo
kution; lokutionärer Akt: der Sprechakt im Hinblick auf
Artikulation, Konstruktion u. Logik der Aussage
(Sprachw.); vgl. illokutionärer Akt, perlokutionärer Akt.
Io|ku|tiv (zu lat. locutus (vgl. Lokution) u. t...iv): svw. lokutionär; lokutiver [...vn] Akt: svw. lokutionärer Akt. Lokulto ri um das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. kirchenlat. locutorium): Sprechzimmer in Klöstern
Lollilta die; -, -s (nach dem span, weiblichen Vornamen, den
die Heldin des gleichnamigen Romans von V. Nabokov
(1899-1977) trägt): Mädchen, das seinem Alter nach noch
fast ein Kind, körperlich aber schon entwickelt ist u. zu
gleich unschuldig u. raffiniert, naiv u. verführerisch wirkt ;
Kindfrau
Lolllarlde der; -n, -n (zu niederd. lollen „falsch singen“;
Bed. 2 über engl. lollard): 1. Mitglied der Alexianer (Kon
gregation von Laienbrüdern). 2. Anhänger des engl. Vor
reformators Wyclif (14. Jh.)
LölIlinIgit [auch ...git] der; -s, -e (nach der österr. Gemein
de Lölling in Kärnten u. zu t2...it): metallisch glänzendes,
silberweißes bis stahlgraues Mineral
Lomibard der od. das; -[e]s, -e (aus it. Lombardo bzw. aus
fr. lombard (älter maison de Lombard „Leihhaus“), nach
825
denim 13.—15.Jh. alsGeldleiherprivilegierten Kaufleuten
aus der Lombardei; vgl. Lombarden): Kredit gegen Ver
pfändung beweglicher Sachen (Wertpapiere, Waren;
Wirtsch.). Lom bárdenle (Plur.) <zu it. Lombardo „der
Lombarde“, dies aus mlat. Langobardus „der Langobarde“>: oberital. Geldwechsler im ausgehenden Mittelalter.
Lom bardige schäftiL«, -[e]s, -e: svw. Lombard, lombarldielren <zu t...ieren>: Wertpapiere od. Waren bank
mäßig beleihen (Wirtsch.). Iom|bar|disch <nach der
Lombardei, vgl. Lombard); in der Fügung lombardischer
Rhythmus: bes. im 17. u. 18. Jh. verbreitete Spielweise
gleichwertig notierter Tonfolgen, bei der die jeweils erste
von zwei Noten vorschlagartig verkürzt u. betont, die
zweite durch Punktierung verlängert wird (Mus.). Lombard kre dit der: -[e]s, -e <zu T’Kredit): svw. Lombard.
Lom|bardlsatzr/er.' -es, ...sätze: von der Notenbank fest
gesetzter Zinsfuß für Lombardgeschäfte (Wirtsch.); vgl.
Diskontsatz
Lom Iberias; -s (überfr. l’hombre mit verschmolzenem Ar
tikel aus span, hombre „Spielmacher“, eigtl. „Mann,
Mensch“, dies aus lat. homo „Mensch“): ein Kartenspiel
mit franz. Karten, bei dem der Alleinspieler durch Reizen
ermittelt wird
Lolmenltum das; -s, ...ta <aus gleichbed. lat. lomentum zu
lavare „waschen“): (veraltet) [kosmetisches] Waschmittel
long (.engl.; eigtl. „lang“): eine Kaufposition am Termin
markt bezeichnend, wobei ein Terminvertrag in der Er
wartung gekauft wird, ihn zu höherem Preis zu verkaufen
(Wirtsch.); Ggs. short. Lonlgazü'e; -, Plur. ...gae [...ge] u.
...gen <zu lat. longa, Fern, von longus „lang“): zweitlängs
ter Notenwert der 1 Ars nova des 14. Jh.s (Mus.). Lonlgäviltät [...V...] die; - <zu lat. aevitas, Gen. aevitatis „Le
benszeit), Alter“): Langlebigkeit (Med.). Lpngldrink
der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. long drink) : neben Alkohol
vor allem Soda, Fruchtsaft o. Ä. enthaltendes Mixgetränk.
Lonlge [ lð:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. longe zu long
„lang“, dies aus lat. longus) : a) sehr lange Laufleine für
Pferde (Reitsport); b) an einem Sicherheitsgurt befestigte
Leine zum Abfangen von Stürzen bei gefährlichen Übun
gen (Turnen) od. beim Schwimmunterricht. Longlhorn
['lɔŋ...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. long horn): ge
schecktes Rind mit langen, nach vorn schwingenden Hör
nern u. langer, dichter Behaarung, lonlgielren [lo'ʒi:...]
(zu 1 Longe u. !..deren): ein Pferd an der Longe laufen las
sen. Lonlgilmeltrie* [lɔŋgi...] die; - (zu lat. longus „lang“
u. Î...metrie): Längenmessung. Ion|gi|tu|di|nal (zu lat.
longitudo „Länge“ u. T'...al (1)): a) in der Längsrichtung
verlaufend, längs gerichtet, längs...; b) die geografische
Länge betreffend. Lon|gi|tu|di|nal|schwin|gung die; -,
-enu. Lon|gi|tuldi|nal|wel|leife, -,-n: Welle, beider die
Schwingungsrichtung der Teilchen übereinstimmt mit der
Richtung, in der sie sich ausbreitet (Phys.), longlline
[...Iain] (aus gleichbed. engl.-amerik. long line, eigtl. „lan
ge Linie, Längslinie“): an der Seitenlinie entlang (vom
Ball; Tennis). Longlline der; -[s], -s: entlang der Seitenli
nie gespielter Ball (Tennis). Longlplay [...plei] das; -s (zu
engl. to play long „lange (Zeit) spielen“): Einrichtung an
leistungsfähigen Videorekordern, Aufnahme u. Wiederga
be [bei geringer Qualitätseinbuße] mit halber Geschwin
digkeit vorzunehmen, wodurch sich die Laufzeit des Ban
des verdoppelt. Longlrange [...retndj] der; -, -s [...djiz,
,,,dʒɪs] (zu engl. range „Reichweite“): Distanzkampf beim
Boxen. Longlselller der; -s, - (zu engl. long „lang“ u. to
sell „verkaufen“, Analogiebildung zu ÎBestseller): Buch,
das über einen langen Zeitraum gut verkauft wird; vgl.
Steadyseller
Long|shan|kul|tur [loŋʃan...] die; - (nach der Landschaft
Longshan am Unterlauf des Hwangho): Schwarzkeramik
kulturjungsteinzeitliche Kultur in Ostchina, die durch ei
Lord
ne graue bis schwarze, polierte Keramik mit Schnur- u.
Matteneindrücken charakterisiert ist
Longlshirt [- -ʃə:t] das; -s, -s (zu engl. long „lang“ u. shirt,
vgl. Shirt): lang geschnittenes, kragenloses 1 Shirt
Long ton ['lɔŋtan] die; -, -s (aus gleichbed. engl. long ton zu
long „groß-“ u. ton „Tonne“): angloamerik. Massemaß
(= 1016,05kg). Lonlguetlte [lð'gɛtə] die; -, -n (meist
Plur.) (aus fr. longuette „länglicher Gegenstand“ zu long,
vgl. Longe): Streifen aus Verbandsmull (z.B. für Gipsver
bände; Med.). Lonlgullit [log..., auch ... lit] der; -s, -e (zu
lat. longus „lang“ u. t2...it>: längliche, unvollständig ent
wickelte Kristallform. Longlway [...wet] der; -[s], -s (aus
gleichbed. engl. long way, eigtl. „langer Weg“): eine der
zwei Grundformen des 1 Kontretanzes
Lonsdaleit [lɔnsde:'li:t, auch ... lit] der; -s, -e (nach der
brit. Kristallografin Kathleen Lonsdale (1903-1971) u. zu
T2...it>: ein honiggelber Diamant, der in Meteoriten vor
kommt
Lonlzolna® das; -s (Kunstw.): Chemiefaden auf Zellulose
basis
Look [luk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. look, eigtl. „Aus
sehen, Blick“): a) Modestil, Mode[erscheinung]; b) cha
rakteristisches Aussehen; [persönliche] Note. Looklalike* ['lʊkəlaɪk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. lookalike,
zu alike „ähnlich“): Doppelgänger [einer prominenten
Person], Look-out['lok'aut]<ter;-s,-s tzuengl. to look out
„hinaussehen“): (veraltet) a) Ausblick; b) Wache
Loop [lu:p] der; -[s], -s (aus engl. loop „Schleife, Schlinge“):
1. geschlossener Rohrkreislauf, in dem Materialtests unter
verschiedenen Bedingungen vorgenommen werden (Kerntechn.). 2. Programmschleife, Folge von Programmteilen,
die mehrfach durchlaufen werden können (EDV). 3.
(meist Plur.) kurzes, ständig wiederkehrendes Motiv im
1 Rap. loolpen ['lu:pn] (nach gleichbed. engl. to loope (the
loop) zu loop, vgl. Loop): einen Looping ausführen.
Looplgarn ['ɪu:p...] das; -[e]s, -e (zu engl. loop, vgl.
Loop): Garn mit Schlingen (die beim Zwirnen von einem
ohne Spannung laufenden Faden gebildet werden). Loo
ping der, auch das; -s, -s (aus gleichbed. engl. looping (the
loop) „das Drehen (eines Loopings)“ zu loop, vgl. Loop):
senkrechter Schleifenflug, Überschlag (beim Kunstflug)
Lophilodon* das; -s, ...donten (zu gr. lóphion „kleiner
Kamm“, Verkleinerungsform von löphos (vgl. lophodont),
u. odoús, Gen. odóntos „Zahn“): ausgestorbene, nur aus
dem europ. t Eozän bekannte Gattung tapirähnlicher,
Schweine- bis nashorngroßer Unpaarhufer, lolpholdont
(zu gr. löphos „Hügel; Schopf1, eigtl. „Hals, Nacken“, u.
odoüs, Gen. odóntos „Zahn“): statt einzelner Höcker zu
sammenhängende, gekrümmte Kämme od. Leisten tra
gend (von den Backenzähnen vieler Pflanzen fressender
Säugetiere; Zool.). Lo|pho|pho|rin das; -s (zu nlat. lo
phophora, dem Namen einer Kakteengattung, eigtl.
„Kammträger“, u. t...in (1)>: sehr giftiges Alkaloid einer
mexik. Kakteenart (Biochem.)
Lolpollith [auch ... lit] der; Gen. -su. -en, Plur. -e[n] (zu gr.
lopös „Rückstand, Hülse“ u. t...lith): schüssel- bis trich
terförmiger Tiefengesteinskörper (Geol.)
Lolquat die; -, -s (chin.y. aus China stammendes baumför
miges Rosengewächs mit essbaren Früchten; Wollmispel
Lolqualziltätdie; - (aus gleichbed. ZaZ. loquacitas, Gen. lo
quacitatis zu loquax „geschwätzig“, dies zu loqui „spre
chen“): Geschwätzigkeit (Med.)
Lprlbass zZer. -es, -e (aus gleichbed. lit. liürbis, lett. lufbis):
(landsch. veraltend) Lümmel, Taugenichts
Lord rfer; -s, -s (aus gleichbed. engl. lord, dies aus mittelengl,
l'överd, altengl. hläford „Herr“, eigtl. „Brotherr, -Schüt
zer“, zu altengl. hläf „Brot(laib)“ u. weard „Schutzherr,
Wart“): 1. (ohne Plur.) Titel für einen Vertreter des hohen
engl. Adels. 2. Träger des Titels Lord(l). Lord Chanlcel-
Lordkanzler
[-'ʧɑ:nsələ] der; - -s, - -s u. Lordlkanzller der; -s, -s:
(aus gleichbed. engl. Lord Chancellor): höchster engl.
Staatsbeamter; Präsident des Oberhauses u. des Obersten
Gerichtshofes. Lord Malyor* [...mem] der; -s, -s <aus
gleichbed. engl. Lord Mayor): Oberbürgermeister be
stimmter Großstädte im brit. Commonwealth
Lorldolse iZ/e; -, -n <zu gr. lordós „vorwärts gekrümmt“ u.
t'...ose): Verkrümmung der Wirbelsäule nach vorn
(Med.), iorldoltisch <zu t...otisch): zur Lordose gehö
rend, mit Lordose einhergehend
Lordlship ['lɔ:dʃɪp] die; - <aus engl. lordship): 1. Lordschaft
(Rang bzw. Titel, auch Anrede eines Lords). 2. Herr
schaftsgebiet eines Lords
Loire die; -, -n (aus engl. lorry „großer, flacher Lastwagen,
Förderwagen“): offener, auf Schienen laufender, kippba
rer Wagen zum Transport von Gütern in Bergwerken,
Steinbrüchen u. A.
Lorette die; -, -n (aus gleichbed./r. lorette,naeh der im Pa
riser Prostituiertenviertel gelegenen Kirche (Notre-Dame
de) Lorette): (veraltet) Lebedame; leichtfertiges Mädchen
(bes. im Paris des 19. Jh.s)
Lor gnet te* [lɔrnjɛtə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. lorgnet
te zu lorgner „verstohlen betrachten“): bügellose, an ei
nem Stiel vor die Augen zu haltende Brille, lorlgnetltieren [...je...] (zu t...ieren>: (veraltet) durch die Lorgnette
betrachten; scharf mustern. Lorlgneur [... ja:ç] der; -s, -s
(aus fr. lorgneur „Betrachter“): (veraltet) Benutzer einer
Lorgnette. Lorlgnon [...jo:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
lorgnon zu lorgner, vgl. Lorgnette): a) früher übliches
Stieleinglas; b) Lorgnette, früher übliche Stielbrille
’Lolri der; -s, -s (aus gleichbed. engl. lory, dies aus malai. luri, nuri): farbenprächtiger, langflügeliger Papagei
2Lo|ri der; -s, -s (aus gleichbed. fr. loris, weitere Herkunft
unsicher): schwanzloser Halbaffe der Tropen Asiens u.
Afrikas
Lo|ro|kon|to das; -s, Plur. ...ten, auch -s u. ...ti (zu Zt. il loro
conto „das Konto jener (anderen Bank)“): das bei einer
Bank geführte Konto einer anderen Bank
Lol sal ment das; -[e]s, -e (umgebildet aus Î Logement):
(veraltet, aber noch landsch.) Wohnung, Unterkunft
Lolser ['lu:ze] der; -s, - (aus gleichbed. engl. loser zu to lose
„verlieren“): Verlierer, Versager
Lost der; -[e]s (Kunstw.): ehern. Kampfstoff; Senfgas
Io steslso temlpo vgl. l’istesso tempo
LostGelnelraltion [Tost dʒɛnə'reɪʃən] die; - - (aus engl. lost
generation „verlorene Generation“; von der amerik.
Schriftstellerin Gertrude Stein (1874-1946) geprägte Be
zeichnung): a) Gruppe der jungen, durch das Erlebnis des
1. Weltkriegs desillusionierten und pessimistisch gestimm
ten amerik. Schriftsteller der 20er-Jahre; b) junge amerik.
u. europ. Generation nach dem 1. Weltkrieg
Lot das; -s, -s (aus engl. lot „Menge (zusammengehörender
Dinge)“): [vom Händler angebotene] Zusammenstellung
von Einzelbriefmarken od. Briefmarkensätzen
Lolti der, -, Maloti (aus dem Afrik.): Währungseinheit in
Lesotho
LoltiIon [engl. 'loʊʃən] die; -, Plur. -en u. (bei engl. Ausspr.)
-s (teilweise über engl. lotion aus fr. lotion „Waschung,
Bad“, dies ausspätlat. lotio zu lat. lavare „waschen“): flüs
siges Kosmetikum in Form einer [milchigen] Lösung od.
einer Emulsion zur Reinigung u. Pflege der Haut
Lgltos der; -, - u. Lo tos blu me ¿Ze; -, -n (aus gleichbed.
lat. lotus, lotos, gr. lotos, weitere Herkunft unsicher): Was
serrose mit weißen, rosa od. hellblauen Blüten (die als re
ligiöses Sinnbild bei Ägyptern, Indern u.a. eine bes. Rolle
spielt). Lo|tos|säu|le die; -, -n: altägypt. Säule mit einem
stilisierten Pflanzenkapitell. Loltoslsitz der; -es (weil die
Sitzhaltung einer geöffneten Lotosblüte ähnelt): Sitzhal
tung (vor allem bei Yoga), bei der die Oberschenkel ge
lor
826
grätscht u. die Füße über Kreuz auf den Oberschenkeln
liegen
Lotltelrie rZze; -, ...ien (aus gleichbed. niederl. loterije zu lot
„Los“): 1. staatlich anerkanntes Zahlenglücksspiel, bei
dem Lose gekauft od. gezogen werden. 2. Verlosung. 3.
Kartenglücksspiel. 4. Lotteriespiel, riskantes Handeln mit
Inkaufnahme aller Eventualitäten. Lot|te|rie|kol|lekteur [..,to:g] der; -s, -e: (veraltet) Lotterieeinnehmer. Lotte|rie|kol|lek|ti|on die; -, -en: (veraltet) Lotterieeinnah
me. Lptlto iZaj; -s, -s (aus it. lotto „Losspiel, Glücksspiel“,
dies aus (alt)fr. lot „Los, Anteil“): 1. staatlich anerkanntes
Glücksspiel, bei dem man auf Zahlen wettet, die bei der je
weiligen Ziehung als Gewinnzahlen ausgelost werden;
Zahlenlotterie. 2. Gesellschaftsspiel, bei dem Karten mit
Zahlen od. Bildern durch dazugehörige Karten bedeckt
werden müssen. Lot|to|kol|lek|tur die; -, -en: (österr.)
Geschäftsstelle für das Lottospiel
Lgltus iZer; -, - (aus lat. lotus, vgl. Lotos): 1. Hornklee. 2.
svw. Lotos
Loulis ['lu:i] der; - ['lu:i(:s)], - ['lu:i:s] (nach fr. Louis „Lud
wig“, vielleicht wegen der franz. Könige mit Namen Louis,
die wegen ihrer vielen Mätressen bekannt waren): (ugs.)
Zuhälter. Loulisldor [lui'do:n] der; -s, -e (aber: 5 Louis
dor) (aus fr. louis d’or, eigtl. „goldener Ludwig“, vom Na
men Ludwigs XIII. (1601-1643), der diese Münze zuerst
prägen ließ) : alte franz. Goldmünze; Fünftalerstück. Louilsette [lui'zɛt] die; -, -n [...tn] (nach dem franz. Arzt
A. Louis (1723-1792), der dieses Gerät nach ital. u. engl.
Vorbildern weiterentwickeln ließ, u. zu î...ette>: erste Bez.
für die ÎGuillotine. Louis-qualtorze [lwika'tɔrz] das; (zu fr. quatorze „vierzehn“): franz. Barockstil zur Zeit
Ludwigs XIV. (1638-1715). Louis-qualtorze-Mölbel
das; -s, - (meist Plur.): Möbel aus dem Louis-quatorze.
Louis-quinze [,,,'kɛ:z] das; - (zu/r. quinze „fünfzehn“):
dem deutschen Rokoko vergleichbarer franz. Kunststil zur
Zeit Ludwigs XV. (1710-1774). Louis-seize [..,'se:z] das;
- (zufr. seize „sechzehn“): franz. Kunststil zur Zeit Lud
wigs XVI. (1754-1793). Louis-treize [,,,'trɛ:z] das; - (zu
fr. treize „dreizehn“): franz. Kunststil zur Zeit Ludwigs
XIII. (1601-1643)
Lounge [laʊndʒ] die; -, -s [..-ʒɪz] (aus gleichbed. engl. lounge
zu to lounge „faulenzen“): 1. a) mit bequemen Sitzmöbeln
eingerichteter Raum im Foyer eines Hotels, wo sich die
Gäste ungezwungen aufhalten können; b) mit Sitzmöbeln
ausgestatteter Aufenthaltsraum in Flughäfen o. Ä. für war
tende Passagiere. 2. [Cocktail]bar mit gepflegtem Am
biente u. entspannender Hintergrundmusik. Lounge
chair [`laʊndʒ'tʃeə] rfer; -s, -s (aus gleichbed. engl. lounge
chair zu chair „Stuhl; Sessel“): bequemer Sessel zum Aus
ruhen; Klubsessel
Loup [lu:p] der; -s, -s [lu:p] (ausfr. loup „Wolf*, dies aus lat.
lupus): früher von Damen getragene Halbmaske aus Samt
zum Schutz des Gesichts gegen Kälte. Loup de Mer
[lu:də'mɛ:r] der; -s - - [lu: - -], -s - [lu: - -] (aus gleichbed./r.
loup de mer): Wolfs-, Seebarsch
Lourldelrie [lurdə...] die; - (aus gleichbed./r. lourderie zu
lourd „schwer(fällig)“, dies vielleicht aus vulgärlat. lurdus
„plump, schwer“): (veraltet) Plumpheit, Tölpelei
Loure [lu:ç] die; -, -n ['lu:rən] (aus (alt)fr. loure (ein ländli
cher Tanz), eigtl. „Sackpfeife“, weitere Herkunft unsi
cher): Tanz mit merklicher Hervorhebung des Taktan
fangs im /t-Takt od. 3/s-Takt
love [lʌv] (aus gleichbed. engi love, eigtl. „Liebe“, vermut
lich abgeleitet von der engl. Redewendung „to do some
thing for love“, die beim Tennis ausdrücken soll, dass der
jenige, der keinen Punkt macht, „for the love of the game“,
d.h. aus Freude am Spiel spielt): engl. Bez. im Tennis für
null (z. B. fifteen to love = 15:0)
Lovelday ['lʌvdeɪ] der,-[s],-su.Love|day-ln|der der:-s,-
827
(nach seinem Erfinder H. A. Loveday Inder): svw. Inder
(Kunstschach)
Love-in ['lʌvɪn] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. love-in, wohl
Analogiebildung zu TGo-in): (vor allem in den 60er-Jahren) aus einer Protesthaltung hervorgegangene Veranstal
tungjugendlicher Gruppen, bei der es zu öffentlichen ero
tisch-sexuellen Handlungen kommt. Love-Palrade, auch
Lovelpalrade [,,,pə'reɪd] die; - (zu engl. parade „Zur
schaustellung, Parade“): (jährlich in Berlin stattfinden
der) Umzug der ÎRaver. Lolver ['lʌvə] der; -s, -[s] (aus
gleichbed. engl. lover): Freund u. Liebhaber; Liebespart
ner. Lovelstolry ['lʌvstɔ:rɪ] die; -, -s (aus gleichbed. engl.
love-story): [sentimentale] Liebesgeschichte mit meist
traurigem Ausgang
Low Church [`loʊ 'ʧə:tj] die: - {aus engl. Low Church, eigtl.
„niedere Kirche“): vom ÎMethodismus beeinflusste Rich
tung in der tanglikanischen Kirche. Low|im|pact
[loʊɪmpɛkt] der; -s, -s auch Low Imlpact der; --s, --s, (zu
engl. impact „Wirkung“, vgl. Impakt): geringe Belastung,
schwächere Wirkung. Low-key-Stil [,.,'ki:...] der; -[e]s
(zu engl. low-key „gedämpft, unaufdringlich"): Stil von
Filmaufnahmen mit überwiegend gedämpften, dunklen
Tönen. Low-key-Tech|nik die; -, -en: fotografische Po
sitivtechnik, mit der nur aus dunklen Bildtönen aufgebaute
Bilder erzielt werden. Low-Lelvel-Messltech|nik
[,,,'lɛv(ə)l...] die: - (zu engl. low level „geringe Höhe“): Ge
samtheit der Verfahren zum Nachweis geringster Mengen
von î Radionukliden bzw. deren Radioaktivität. Low-Velo ci ty-Zo ne [,,,və'lɔsɪtɪ,,,] die; - (aus engl. low velocity
zone „Zone mit geringer Geschwindigkeit“): Tiefenbe
reich der Erdkruste u. bes. im oberen Mantel der Erde, in
dem ungewöhnlich niedrige Geschwindigkeiten seismi
scher Wellen auftreten
iolxoldrom* (aus gr. loxodrómos „schräg (ver)laufend“ zu
loxós „schief’ u. drömos „Lauf1): die Längenkreise (vgl.
auch Meridian) einer Kugel bzw. der Erdkugel unter glei
chem Winkel schneidend (von gedachten Kurven auf einer
Kugel bzw. auf der Erdkugel; Math.); vgl. ...isch/-. Lolxodrglme* die; -, -n: Kurve, die loxodrom ist (Math.), loxo dro misch*: (veraltet) svw. loxodrom; vgl. ...isch/-.
Io|xo|go|nal (zu gr gönia „Winkel“ u. T'...al (1)>: schief
winklig. Lo|xoph|thal|mus* der; - (zu gr. ophthalmös
„Auge“): (selten) Strabismus; das Schielen (Med.)
lolyal [loaja:l] (aus gleichbed. fr. loyal, dies über altfr. loial,
leial aus lat. legalis, vgl. legal): a) zur Regierung, zum Vor
gesetzten stehend; die Gesetze, die Regierungsform res
pektierend; gesetzes-, regierungstreu; Ggs. Îdisloyal, Îil
loyal (a); b) die Interessen anderer achtend; vertragstreu;
anständig, redlich; Ggs. Îilloyal (b, c). Lolyallist [loaja...]
der; -en, -en (aus gleichbed. fr. loyaliste): jmd., der loyal (a)
ist, regierungstreu, gesetzestreu handelt. Lolya liItät die;
-, -en (nach gleichbed. fr. loyauté; vgl. ...ität): a) Treue ge
genüber der herrschenden Gewalt, der Regierung, dem
Vorgesetzten; Gesetzes-, Regierungstreue; b) Vertrags
treue ; Achtung vor den Interessen anderer ; Anständigkeit,
Redlichkeit. Lolyalliltätslerlklälrung die; -, -en: Loya
lität bekundende Erklärung
Lolzi: Plur. von t‘Lokus, lolzielren (aus gleichbed. lat. lo
care zu locus, vgl.1 Lokus) : (veraltet) 1. an einen Ort setzen
od. stellen, einordnen. 2. verpachten
LSD [ɛllɛsde:] das; -[s] (Abk. aus Lysergsäurediäthylamid):
ein aus Bestandteilen des Mutterkorns gewonnenes
Rauschgift, das bewusstseinsverändernd wirkt
Lu bri ca* [...ka] die (Plur.) (aus lat. lubrica, Neutrum Plur.
von lubricus „schlüpfrig“): (veraltet) sexuell anregende
Schriften od. Gegenstände. Lu|brilka|ti|on die; - (zu
î...ation): bei sexueller Erregung durch Sekrete bewirkte
Gleitfähigkeit der weiblichen Scheide (Med.)
Lulcildol® [...tsi...] das: -s (Kunstw.; zu lat. lux, Gen. lucis
lukrativ
„Helligkeit“): Bleichmittel für pflanzliche Öle u. Fette.
Lu]ci|dum Intervalllum [- ...v...] das; - -, ...da ...la (aus
lat. lucidum intervallum „lichtvoller Augenblick“): lichter
Augenblick bei einem Geisteskranken, für den er zurech
nungsfähig ist (Psychol., Rechtsw.). Lu cilfer vgl. Luzifer.
Lui cilfelrin vgl. Luziferin
Lulcky Loo ser [lʌki lu:sə] der; --s, --[s] (aus gleichbed.
engl. lucky loser, eigtl. „glücklicher Verlierer“): in einem
Ausscheidungskampf [punkt]bester Verlierer, der noch
das Finale erreicht (Sport)
lulcri* cau sa ['lʊkrɪ k...] t,lat,): des Vorteils wegen, aus Ge
winnsucht
lulcus a non lulcenldo [...kos - - lu'tsɛndo] liât.; eigtl.
„Wald vom Nichtleuchten od. Nicht-hell-Sein (abzulei
ten)“): ein Wortspiel zur Verspottung von ungereimten,
auf bloß äußere Ähnlichkeit sehenden Wortherleitungs
versuchen, wenn man z. B. lucus „Wald, Hain“ von lucere
„leuchten, hell sein“ ableiten wollte
Ludldislmus der; - (angeblich nach einem engl. Arbeiter
Lud(d) u. zu t,,,ismus (1)>: Maschinenstürmerei im
18./19. Jh., Zerstörung von Maschinen, die irrtümlich als
Ursache der Arbeitslosigkeit u. der Verelendung des Pro
letariats angesehen wurden. Ludldilten die (Plur.) (vgl.
3...it): aufrührerische Arbeiter in England, die im Anfang
des 19. Jh.s aus Furcht vor Arbeitslosigkeit [Textilmaschi
nen zerstörten
Luldolthek vgl. Lusothek. Luldus der; -, Ludi (aus gleich
bed. lat. ludus, eigtl. „Spiel“, zu ludere „spielen, tanzen“):
1. öffentliches Fest- u. Schauspiel im Rom der Antike. 2.
mittelalterliches geistliches Drama. 3. lat. Bez. für Ele
mentarschule
Lyles die; - (aus lat. lues, Gen. luis „Seuche, Pest, anste
ckende Krankheit“, eigtl. „eine sich ausbreitende unsau
bere Flüssigkeit“, zu luere „waschen; (be)spülen“>: Syphi
lis (Med.), luleltisch: syphilitisch (Med.)
Luflfa die; -, -s (aus gleichbed. nlat. luffa, dies über span, lu
fa aus arab. lüfa): kürbisartige Pflanze, aus deren
schwammartiger Frucht die Luffaschwämme hergestellt
werden
Lufltilkus der; -, -se (zu älter dt. Luft „leichtsinniger
Mensch“ u. t...ikus): (ugs. scherzh.) leichtsinniger, ober
flächlicher Mensch
Lü|gen|de|tek|tor der; -s, -en (Lehnübersetzung von
gleichbed. engl. lie detector zu lie „Lüge“ u. ÎDetektor):
Registriergerät zur Feststellung unwillkürlicher körperli
cher Reaktionen, die möglicherweise Rückschlüsse auf
den Wahrheitsgehalt von gemachten Aussagen zulassen
Luglger vgl. Logger
lulgulber (aus gleichbed. fr. lugubre, dies aus lat. lugubris,
vgl. lugubretraurig, düster, lulgylbre* (aus gleichbed. it.
lugubre, dies aus lat. lugubris „trauernd, traurig“): kla
gend, traurig (Mus.). Lu|gu|bri|tät* die; - (zu t...ität>:
(selten) Traurigkeit, Düsterkeit
Lylilker der; -s, - (zu ÎLues; vgl. ...ikus): an Syphilis Er
krankter (Med.). Lulilpholbie die; -, ...ien (zu î...phobie):
krankhafte Angst vor Lues, krankhafte Gemütslage, die
auf der Befürchtung, sich mit Lues angesteckt zu haben,
beruht (Med), lylisch: svw. luetisch.
Lu|i|si|ne [lui'zi:nə] die; - (aus gleichbed. fr. luisine zu lui
sant „leuchtend, glänzend“, Part. Präs, von luire „leuch
ten, glänzen“, dies aus lat. lucere): weiches Gewebe aus
reiner Seide in Taftbindung (Webart). Lulkaijne die; -, -n
(aus gleichbed. (alt)fr. lucarne, dies aus lat. lucerna
„Leuchte, Lampe“ zu lucere „leuchten“): 1. Dacherker
mit verziertem Giebelfenster (bes. in der Schlossbaukunst
der franz. Spätgotik; Archit.). 2. (landsch.) Dachfenster,
-luke
lulkraltiv* (über gleichbed. fr. lucratif aus lat. lucrativus
„gewonnen, mit Gewinn verbunden“ zu lucrare „gewin
lukrieren
nen“>: Gewinn bringend, einträglich. Iu|krie|rer> (aus
gleichbed. lat. lucrare): (veraltet) gewinnen, einen Gewinn
bei etwas machen. Lulkrum das: -s, ...ra (aus gleichbed.
lat. lucrum): (veraltet) Gewinn, Vorteil
lukltulos (aus gleichbed. lat. luctuosus zu luctus „Trauer“):
(veraltet) traurig, klagend, kläglich
Lulkulbraltilon* die; -, -en (aus gleichbed. lat. lucubratio
zu lucubrare „bei Licht (nachts) arbeiten“): (veraltet) [wis
senschaftliches] Arbeiten bei Nacht, lulkullent (aus
gleichbed. lat. luculentus zu lucere „hell leuchten“): (ver
altet) lichtvoll, klar
lulkulllisch (zu îLukullus): üppig, erlesen (von Speisen).
Lulkulllus der; -, -se (nach dem altröm. Feldherrn Lucul
lus, etwa 117-57 v.Chr., der ein glanzvolles u. üppiges Le
ben führte): Schlemmer
Lulllalby [lʌləbaɪ] das; -s, -s (aus engl. lullaby zu to lull to
sleep „einlullen“ u. by, vgl. goodbye): engl. Bez. für Wie
genlied, Schlaflied
Lu|ma|chel|le [,,,'ʃɛlə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. lumachelle, dies aus it. lumachella zulumaca „Schnecke“): aus
Muschel- u. Schneckenschalenresten zusammengesetzter
Kalkstein mit großen Poren (Geol.)
Lu mb der; -s, -e (aus gleichbed. schwed. lubb, angelehnt an
engl. lump(fish) „Seehase“): lang gestreckter, hellgrauer
Barschfisch im arktischen Atlantik (wohlschmeckender
Speisefisch)
Lumlbalgo r/ze; - (aus lat. lumbago „Lendenlähmung“): 1.
Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule u. der an
grenzenden Körperteile; Hexenschuss (Med.). 2. meist 12
bis 14 Stunden anhaltende Muskelstarre der Hinterhand
hauptsächlich beim Pferd, oft nach mehrtägiger Stallruhe
bei sehr kohlenhydratreicher Fütterung (Tiermed.). lum
bal (zu /at. lumbus „Lende“ u. Î '...al (1)): zu den Lenden
gehörend, sie betreffend (Med.). Lumlballan|äs|thelsie
die;-, -n [,,,i:ən]: örtliche Betäubung durch Einspritzungen
in den Wirbelkanal der Lendengegend (Med.). Lumlbalgie* die; -, ...ien (zu lat. lumbus „Lende“ u. î ...algie): Len
denschmerz (Med.), lumlballgilform* (zu t...form>: in
Form von Lendenschmerzen auftretend (Med.). Lumlbalilsatilon áze; -, -en (zu tlumbal u. t ...isation): Entwick
lungsanomalie der Lendenwirbelsäule u. des Kreuzbeins
(Med.). Lumlballpunkltilon z/ze; -, -en: 1 Punktion des
Lendenwirbelkanals (Med.)
Lumlber ['lʌmbə] der; -s, -: Kurzform von ÎLumberjack.
Lumlberljack [,,,dʒæk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.amerik. lumberjack, eigtl. „Holzfäller“, nach der Jacke
der Holzfäller): Jacke aus Leder, Kord o.Ä., meist mit
Reißverschluss, mit engem Taillenschluss u. Bund an den
Ärmeln
lumlbrilkal* (aus gleichbed. nlat. lumbricalis zu lat. lum
bricus „Regenwurm“): wurmförmig. Lum|bri|zit [auch
...tsit] der; -en, -en (zu lat. lumbricus „Regenwurm“ u.
t3...it): versteinerter Regenwurm
Lui men das; -s, Plur. - u. Lumina (aus lat. lumen, Gen. lu
minis „Licht“): 1. (veraltet scherzh.) kluger Mensch, Kön
ner, hervorragender Kopf. 2. Hohlraum eines röhrenför
migen Körperorgans, z.B. eines Blutgefäßes od. des
Darms (Med., Biol.). 3. innerer Durchmesser eines röh
renförmig hohlen Organs (Med., Biol.). 4. Maßeinheit für
den Lichtstrom; Abk.: Im (Phys.). Lulmen na tu ralle
das; - - (aus lat. lumen naturale „natürliches Licht“): das
natürliche Licht der Vernunft im Unterschied zum göttli
chen; das menschlich-endliche Erkenntnisvermögen mit
seiner Abhängigkeit vom „übernatürlichen Licht“ der
göttlichen Offenbarung (Philos.). Lulmenlstunlde die; (zu ÎLumen): photometrische Einheit für die Lichtmenge;
Abk. : lmh
Lu mie [,,,miə] die;-, -n (aus gleichbed. nlat. lumia, dies aus
dem Pers.): im Mittelmeergebiet beheimatete, meist nur
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noch als Schmuckbaum angepflanzte Zitrusfrucht; süße
Zitronenart
Lujmi|flor|lam|pe®* die; -, -n (Kunstw. zu lat. lumen (vgl.
Lumen) u. flos, Gen. floris „Blume“): Leuchtstofflampe
mit breitem blauem u. rotem Spektralbereich zur Förde
rung der TPhotosynthese der Pflanzen. Lu|mi|nal® das; -s
(Kunstw.): Schlafmittel; Mittel gegen Epilepsie u. andere
Krankheiten. Lu|mi|nanz|si'gnal* das; -s, -e (zu engl. lu
minance „Leuchtkraft“, dies zu lat. lumen, vgl. Lumen):
das beim Farbfernsehen zur Übertragung der Helligkeits
werte ausgestrahlte Signal. Lulmilnalre das; ...ris, ...ria
(aus lat. luminar „Lichtöffnung, Fensterladen“): künstli
cher Lichtschacht in den Katakomben, iulmilneslzent
(aus gleichbed. engl. luminescent) : kalt leuchtend, d. h. oh
ne gleichzeitige Temperaturerhöhung (von Stoffen). Lumi nes zenz die; -, -en (aus gleichbed. engl. luminescen
ce, vgl. ...enz): das Leuchten eines Stoffes ohne gleichzei
tige Temperaturerhöhung; kaltes Leuchten (z.B. von
Phosphor im Dunkeln). Lulmilneslzenzlanallylse die;
-, -n: Untersuchung u. Nachweis von Substanzen durch
das von ihnen bei Bestrahlung mit UV-Licht ausgesandte
Fluoreszenzlicht, lulmilneslzielren (nach gleichbed.
engl. luminesce; vgl...deren): ohne gleichzeitige Tempera
turerhöhung leuchten. Lulmilneux [lymi'no:] der; - (zu fr.
lumineux „leuchtend, glänzend“, dies aus lat. luminosus
„hell“): glanzreicher Kleider- od. Futterstoff in Taftbin
dung. Lu|mi|no|gralfie [lu...], auch ...gralphie die; - (zu
lat. lumen, Gen. luminis „Licht“ u. t...grafie): Verfahren
zur Herstellung fotografischer Kopien mithilfe von
Leuchtstofffolien als Lichtquelle. Lu|milno|ko|pie die; -:
svw. Luminografie. Lulmilno! das; -s (zu t...ol): ehern.
Verbindung, die bei Oxidation mit Wasserstoffperoxid in
alkalischer Lösung eine blaue Lichterscheinung zeigt. Lumilnolphor der; -s, -e (zu t,,,phor): Masse, Substanz, die
durch Bestrahlen mit Licht lange Zeit im Dunkeln leuch
tet. Iu|mi|nös (aus gleichbed. fr. lumineux, vgl. Lumineux
u. ...ös): 1. hell, lichtvoll, leuchtend. 2. deutlich, vortreff
lich. Lu|mi|no|si|tät die; - (zu t ...ität): Kenngröße für
Teilchenprozesse der Kern- bzw. Elementarteilchenphysik
Lumlme die; -, -n (aus gleichbed. ító'n. bzw. schwed. lom,
dies über island, lömr aus altnord. lömr, vermutlich laut
malend): auf steilen Felsen der Nordmeerinseln (früher
auch auf Helgoland) lebender arktischer Seevogel mit kur
zen Flügeln
Lum,pa|zi|us der; -, -se (latinisierende Bildung zu dt.
Lump): (scherzh. veraltend) Lump. Lum|pa|zi|va|gabunldus [...V...] der; -, Plur. -se u. ...di (nach der Titelge
stalt einer Posse von J. N. Nestroy, 1801-1862): Landstrei
cher, Herumtreiber
Lumlpekltolmie* dze; -, ...ien (zu engl. lump „Klumpen,
Brocken“ u. Î ...ektomie): operative Entfernung bösartiger
Zellanhäufungen (Med.)
Lum|pen|pro|lelta|ri|at das; -[e]s, -e (zu tProletariat):
nach marxistischer Theorie im kapitalistischen Gesell
schaftssystem unterste Gesellschaftsschicht, die unfähig
ist zum politischen Kampf, da sie kein Klassenbewusstsein
entwickelt hat
Lulna (meist ohne Artikel); -s, mit Artikel die; - (aus gleich
bed. lat. luna): dichterische Bez. für Mond. Lulnalbas
der; -es, -e (zu tBasalt): dunkles, basaltähnliches Gestein
aus den tiefliegenden Regionen des Mondes, lunarnlbulielren* (zu lat. ambulare „umhergehen“): (veraltet)
mondsüchtig sein. Lu|nam|bu|iis|mus* der; - (zu t...ismus (3)): (veraltet) das Nachtwandeln. Lu|nam|bu|list*
der; -en, -en (zu Î ...ist): (veraltet) Nachtwandler, lulnar
(aus gleichbed. lat. lunaris): den Mond betreffend, zu ihm
gehörend, von ihm ausgehend (Astron.); vgl. ...isch/-. Lu
na I ria die; - (aus nlat. lunaria): eine Gattung der Kreuz
blütler; Silberblatt, lulnalrisch: (veraltet) svw. lunar; vgl.
829
Lusitano
...isch/-. Lulnalrit [auch ,,,'rɪt]rfer/-s,-e (zu
hell er
Lupercus, dem altröm. Hirtengott (zu lupus „Wolf“)): alt
scheinendes Gestein der höher liegenden Î Areale des
röm. Fest, ursprünglich zu Ehren des Hirtengottes Faun,
Mondes. Lulnalrilum das; -s, ...ien [...isn] (zu t...arium>:
das später zur Reinigungs- u. Fruchtbarkeitsfeier wurde.
altes Gerät zur Veranschaulichung der Mondbewegung.
Lulpilne die; -, -n (aus gleichbed. lat. lupinus zu lupus
Lulnaijorlbit der; -s, -s (nach gleichbed. engl. lunar or
,,WolP‘): zur Familie der Schmetterlingsblütler gehören
bit): Umlaufbahn um den Mond (Astron.). Lulnarlpede, in etwa 200 Arten vorkommende Pflanze mit meist ge
rioldik die; - (zu t lunar) : zu den Mondphasen paralíel ver
fingerten Blättern u. ährigen Blüten, die in der Landwirt
laufender biologischer Rhythmus (Biol.). Lunartekltoschaft bes. als Futter- u. Gründüngungspflanze eine große
nik die; -: die Krustengestalt des Mondes bzw. die Lehre
Rolle spielt, aber auch als Zierpflanze bekannt ist. Lulpidarüber. Lulnaltilker der; -s, - (zu lat. lunaticus „vom
nenlal|ka|lo|ide die (Plur.): Gruppe von bitter schme
Mond bzw. den Mondphasen abhängig“): Mondsüchtiger
ckenden giftigen Alkaloiden, die bes. in Bitterlupine ent
(Med.). Lu|na|ti|pn die; -, -en (zu lat. lunare „mondför
halten sind. Lu|pi|ni|din das; -s (verkürzt aus ÎLupinen
mig krümmen“ u. t...ation): Mondumlauf von Neumond
alkaloid u. T...in (1)): in Lupinen vorkommendes Alkaloid
zu Neumond, lulnaltisch (aus (spät)lat. lunatus „vom
(Herzmittel). Lulpilnin das; -s (zu ILupine u. f...in (1)):
Mond beeinflusst“, eigtl. „mondförmig“): mondsüchtig,
giftiges Hauptalkaloid der gelben Lupine. Lulpilnolse
tsomnambul (Med.). Lulnaltislmus der; - (zu t...ismus
die; -, -n (zu t`,,,ose): Futtermittelvergiftung mit schwerer
(3)>: Mondsüchtigkeit, t Somnambulismus (Med.)
Erkrankung der Leber bei Wiederkäuern [infolge Fütte
Lunch [lanʃ, ɪanʧ, engl. lʌnʧ] der; Gen. -[e]s u. -, Plur. -[e]s
rung mit bitteren Lupinen] (Tiermed.). lu poiid (zu t Lu
u. -e (aus gleichbed. engl. lunch, eigtl. „Brocken, Bissen“):
pus u. t...oid): lupusähnlich, lupusartig (Med.)
(in den angelsächsischen Ländern) kleinere, leichte Mahl Lulpollen® das; -s, -e (Kunstw.; vgl. ...en): unzerbrechli
zeit in der Mittagszeit, lunlchen ['lanʃn, 'lantʃn] (aus
cher leichter Kunststoff, bes. zur Herstellung von Verpa
gleichbed. engl. to lunch): den Lunch einnehmen. Lunckungsmitteln u. Gefäßen
cheon meat ['lʌntʃənmi:t] das; -[s] (aus engl. luncheon lulpös (aus gleichbed. nlat. luposus zu lat. lupus (vgl. Lu
meat „Frühstücksfleisch“): amerik. Fleischpastete aus
pus) u. t...ös>: an Lupus erkrankt, leidend (Med.). LuSchweine- u. Kalbfleisch, die als Brotbelag dient. Lunchpu lin das: -s (zu nlat. (humulus) lupulus „Hopfen“ u.
palket ['lanʃ,,,, 'lantʃ...] das; -[e]s, -e: [anstelle einer Mahl
î...in (l)): bei der Bierbrauerei u. als Beruhigungsmittel
zeit zusammengestelltes] kleines Paket mit Verpflegung
in der Medizin verwendeter Bitterstoff der Hopfenpflan
für die Teilnehmer an einem Ausflug, einer Tagesfahrt
ze. Lu|pu|lin|drü|se die; -, -n (meist Plur.): Drüse auf
o.Ä.
den unbefruchteten weiblichen Blütenständen des Hop
Lunldist [læ'dɪst] iter; -en, -en (zu fr. lundi „Montag“ (dies
fens, die îLupulin erzeugt (Bot.). Lulpullon das; -s, -e
aus lat. dies lunae „Tag des Mondes“) u. Î.. .ist) : (veraltet)
(zu î2...on): Bitterstoff des Hopfens. Lylpus der; -, -[se]
Herausgeber einer Montagszeitung. Lülnetlte rf/e; -, -n
(aus gleichbed. lat. lupus (vulgaris), eigtl. „Wolf‘>: meist
(aus gleichbed. fr. lunette, eigtl. „Möndchen“, Verkleine
chronisch verlaufende tuberkulöse Hautflechte mit ent
rungsform von lune „Mond“, dies aus lat. luna, vgl, Luna) :
stellender Narbenbildung (meist im Gesicht; Med.). Lu
1. Bogenfeld als Abschluss über Türen od. Fenstern od. als
pus in falbulla (lat.; eigtl. „der Wolf in der Fabel“):
Bekrönung eines Rechtecks (Archit.). 2. (veraltet) Grund
Ausruf, wenn jemand kommt, von dem man gerade ge
rissform im Festungsbau bei Schanzen u. Forts. 3. verstell
sprochen hat
bare Vorrichtung an Drehmaschinen, Setzstock bei der ’Lu Ire die; -, -n (aus norw. lur „Blasinstrument aus Holz“,
Metallverarbeitung zur Unterstützung langer Werkstücke
dies aus aisl. luðr „hohler Stamm, Trompete“): aus dem 1.
lunlgo (it.; aus lat. longus „lang“): lang gehalten (Mus.)
Jahrtausend stammendes, in Bronze gegossenes, bis zu
Lunglshanlkulltur [..Jan...] vgl. Longshankultur
3 m langes, hornähnliches altes nordisches Blasinstrument
l'unlion fait la force [iynjöfela'fors] (fr.; „die Einigkeit 2Lu|re der; -n, -n (nach dem Stamm der Luren im westl.
macht die Stärke“): Einigkeit macht stark (Wahlspruch
Iran): Teppich mit kleiner Musterung u. oft tiefem Indigo
blau als Grundfarbe
der belgischen Könige)
lulnil sollar (nach gleichbed. engl.-amerik. lunisolar, dies Lui rex® das; - (Kunstw.): mit metallisierten Fasern herge
stelltes Garn, Gewebe, Gewirk
zu lat. luna „Mond“ u. solaris, vgl. solar): den Mond- u.
Sonnenlauf betreffend, von Mond u. Sonne ausgehend. Lui risltan der; -s, -e (nach dem Bergland Luristan (Lorestan) im Iran): blau- od. rotgrundiger Teppich mit einem
Lulnilsollarlprälzeslsilon die; -: das durch die Anzie
od. zwei Medaillons als Muster
hung von Sonne u. Mond bewirkte Fortschreiten der Tag
undnachtgleichepunkte der Erde auf der TEkliptik. Lu- lurlken ['lə:...] (aus engl. to lurk „auf der Lauer liegen“):
Artikel, Nachrichten (z.B. einer Onlinekonferenz) emp
nollolgie z/ze; - (zu lat. luna „Mond“ u. Î ...logie): Wissen
fangen u. lesen, ohne sich an der Diskussion zu beteiligen.
schaft von der Beschaffenheit des Mondes. Lulnolnaut
Lurlker der; -s, -: jmd., der lurkt
der; -en, -en (zu t...naut): für einen Mondflug eingesetzter
Astronaut. Lulnulla die; -, Plur. ...lae [...le] u. ...nulen (aus Lu sa kit [auch ... kit] der; -s, -e (nachdem Vorkommen bei
Lusaka in Sambia (Afrika) u. zu î2...it): ein schwarzes kal
gleichbed. lat. lunula, eigtl. „Möndchen“, Verkleinerungs
ziumhaltiges Mineral
form von luna, vgl. Luna): 1. halbmondförmiger
[Hals]schmuck aus der Bronzezeit. 2. glasumschlossener lulsinlganldo (z7.; zu lusingare „locken, schmeicheln“):
schmeichelnd, gefällig, gleitend, zart, spielerisch (Vor
Hostienbehälter in der î Monstranz. 3. halbmondförmiges
tragsanweisung; Mus.)
weißliches Feld am hinteren Nagelwall (Med.), lulnullar
Lu|si|ta|nis|mus der; -, ...men (nach Lusitania, dem lat.
(aus gleichbed. (n)lat. lunularis): halbmondförmig
Namen für Portugal, u. zu t,,,ismus (4)>: (veraltet) Über
lulolgo (z7.; „am Platze“, zu lat. locus „Platz“): svw. loco
tragung einer für das Portugiesische bzw. Brasilianische
Lulolhan [luɔ,..] vgl. Lohan
typischen Erscheinung auf eine nicht port. bzw. nicht bras.
Lulpalnar das; -s, -e (aus gleichbed. lat. lupanar zu lupa
Sprache im lexikalischen od. syntaktischen Bereich, so
„Dirne“, eigtl. „Wölfin“): altröm. Bordell
wohl fälschlicherweise als auch bewusst. Lu|si|ta|nis|tik
Lulpemlbilen [...'biɛ:] das; -[s] (/k, naeh dem Ort Lupemba
die; - (zu t,,,istik): (veraltet) Wissenschaft von der port,
in der Provinz Shaba in Zaire): älteste Kultur der subsabzw. bras. Sprache u. Literatur. Lu|si|ta|nit [auch ...'nɪt]
harischen Mittelsteinzeit in West- u. Zentralafrika von et
der; -s, -e (zu î2,..it>: dunkler Alkalifeldspat, ein Tiefenge
wa 40000 bis 12 000 v.Chr.
stein. Lu|si|ta|no rter; -, -s (aus gleichbed. port, lusitano,
Lulper|ka|li|en [...pnJzZze (Plur.) (aus lat. Lupercalia, nach
Lusothek
830
luxuria „Üppigkeit, Schwelgerei“, dies zu luxus, vgl. Lu
eigtl. „Portugiese“): eine port. Pferderasse, geeignet für
xus): 1. (veraltet) üppig, reichlich vorhanden sein; schwel
Dressur u. Stierkampf
gen. 2. sich in Wuchs od. Vitalität im Vergleich zur Eltern
Lu|so|thekfi?te; -, -en <zu lat. lusus (Part. Perf. von ludere
generation steigern (von Pflanzenbastarden; Bot.), lulxu„spielen“) u. T...thek): Stelle, Einrichtung, in der Denk- u.
rilös (unter Einfluss von fr. luxurieux aus lat. luxuriosus
Unterhaltungsspiele entliehen werden können
„üppig, schwelgerisch“): sehr komfortabel ausgestattet;
Luslterrfer; -s, - (aus gleichbed./r. lustre, dies aus /7. lustro
üppig, verschwenderisch; kostbar, prunkvoll. Lu Ixus fiter;
„Glanz“ zu lat. lustrare „hell machen“) : (österr.) svw. Lüs
- (aus lat. luxus „üppige Fruchtbarkeit, Ausschweifung;
ter. Lülsterzfer; -s, -: 1. (veraltend) reich verzierter Kron
Verschwendung, (große) Pracht“): Aufwand, der den nor
leuchter. 2. Glanzüberzug auf Glas-, Ton-, Porzellanwa
malen Rahmen [der Lebenshaltung] übersteigt; nicht not
ren. 3. in der Lederfabrikation (u. bei der Pelzveredlung)
wendiger, nur zum Vergnügen betriebener Aufwand; Ver
verwendetes Appreturmittel, das die Leuchtkraft der Far
schwendung; Prunk. Lulxusllilner [...lainn] der; -s, -: im
ben erhöht u. einen leichten Glanz verleiht. 4. glänzendes,
Liniendienst eingesetztes Luxusschiff; Schiff, das viel
etwas steifes [Halbjwollgewebe. LüsIterlfarlberZte; -, -n:
Komfort bietet
zur Herstellung des Lüsters (2) verwendete Farbe, die we
nig Metall enthält. Lüs|ter|weib|chen das; -s, -: weibli Lulzerlne die; -, -n (aus gleichbed. /r. luzerne, dies über
gleichbed. provenzal. luzerno, eigtl. „Glühwürmchen“, aus
che Halbfigur als dekorativer Teil von Kronleuchtern (bes.
lat. lucerna „Leuchte, Lampe“ zu lucere „leuchten“ (we
der Renaissance). Lusltra*: Plur. von ÎLustrum. Lusgen der leuchtenden Samen dieser Pflanze)): zur Familie
tra|ti|on*r/te; -, -en (aus gleichbed. lat. lustratio zu lustra
der Schmetterlingsblütler zählende wichtige Futterpflanze
re, vgl. lustrieren): 1. feierliche tkultische Reinigung
mit meist blauen, violetten od. gelben, traubenförmigen
[durch Sühneopfer] (Rel.). 2. (veraltet) Durchsicht, Mus
Blüten, lulzid (aus lat. lucidus „hell“ zu lux, vgl. Lux): 1.
terung, Prüfung, lusltraltiv* (aus gleichbed. kirchenlat.
hell; durchsichtig. 2. klar, verständlich. Lulzildiltät die; lustrativus) : kultische Reinheit bewirkend (Rel.). Lus
(aus gleichbed. spätlat. luciditas, Gen. lucididatis): 1. Hel
tren*: Plur. von ÎLustrum. Ius|trie|ren*(aus/at. lustrare
le, Durchsichtigkeit. 2. Klarheit, Verständlichkeit. 3. Heil
„hell machen, reinigen“): 1. feierlich reinigen (Rel.). 2.
sehen (Psychol.). LuIzilferfiter; -s (aus gleichbed. kirchen
(veraltet) durchsehen, mustern, prüfen, lüsltrielren*
lat. Lucifer, eigtl. „Lichtbringer“, zu lat. lux (vgl. Lux) u.
(aus gleichbed.fr. lustrer zu lustre, vgl. Luster): Baumwollu. Leinengarne fest u. glänzend machen. Lüs|tri|ne*¿/te; ferre „tragen“): Teufel, Satan. Lu|zi|fe|ra|sefi/ze; -, -n (zu
t...ase): tEnzym, das in leuchtenden Organismen die
(aus gleichbed./r. lustrine): glänzendes Hutfutter in Taft
bindung (Webart) [aus Chemiefasern], Lusltrum* fites; -s,
Licht erzeugende Reaktion zwischen Luziferin u. Luftsau
Plur. ...ren u. ...ra (aus gleichbed. lat. lustrum zu lustrare,
erstoff katalysiert (Biochem.). Luiziferin, ehern,
vgl. lustrieren): 1. altröm. Reinigungs- u. Sühneopfer, das
fachspr. Luciferin [...ts...] das; -s, -e (zu T...in (1)>: Sub
alle fünf Jahre stattfand. 2. Zeitraum von fünf Jahren
stanz, die als Leuchtstoff vieler Tiere u. Pflanzen auftritt
Luitelin das; -s (zu lat. luteus „goldgelb“, dies zu lutum
(z.B. bei Glühwürmchen), lulzilfelrisch (zu kirchenlat.
„Wau“ (ein Färbekraut) u. t...in (1)>: gelber Farbstoff in
Lucifer „Teufel“): teuflisch. Lu | zi|me|terdas; -s, - (zu lat.
Pflanzenblättern u. im Eidotter. Lu|te|i|nom [...ei...] vgl.
lux, Gen. lucis (vgl. Lux) u. Î '...meter): (veraltet) Gerät zur
Luteom. Luiteolin das; -s (zu lat. luteolus „gelblich“
Messung der auf die Erde treffenden Sonnenstrahlen ; Ku
(Verkleinerungsform von luteus, vgl. Lutein) u. t...in (1)>:
gelpyranometer (Meteor.)
gelber Pflanzenfarbstoff der tReseda u. des Fingerhuts. Lylal se die; -, -n (zu gr. lÿein ,,(auf)lösen“ u. t ...ase): t En
Lultelomu. Luteinom [...ei...] das; -s, -e (zu t...om; vgl.
zym, das organische Stoffe aufspaltet (Chem.)
Corpus luteum): Eierstockgeschwulst (Med.). Lultelo- Lylchee [Titjl] vgl. Litschi
tro|pin*</as; -s, -e (zu î...trop u. Î ...in (1)): svw. Prolaktin Lylcolpin [,..k...] vgl. Lykopin
Lultetites; -[s] (nach Lutetia, dem lat. Namen von Paris): Lylcolpoldilum [,..k...] vgl. Lykopodium
Stufe des TTertiärs (Geol.). Lu te tilum das; -s (zu Lyl era [ ly:kra, auch 'laikra] das; -[s] (Kunstw.): hochelasti
Î.. .ium) : ehern. Element, ein Seltenerdmetall ; Zeichen Lu ;
sche Kunstfaser
vgl. Cassiopeium
Lydldit [auch ...'dit] das; -s (nach der engl. Stadt Lydd u. zu
Lultildin das; -s, -e (zu lat. lutum, Gen. luti „Schlamm“ u.
t '...it> : Sprengstoff aus Î Pikrinsäure
T...in (1)>: eine Î heterozyklische Steinkohlenteerbase. Lu- lyldisch (zu gr. Lydia „Lydien“, einer antiken Landschaft
tit[aueh ,.,'tit] der; -s, -e (zu î2...it>: karbonatisches Sedi
an der Westküste Kleinasiens): die antike Landschaft Ly
mentgestein mit Korngröße unter 0,06mm
dien betreffend; lydische Tonart: 1. altgriech. Tonart. 2. zu
Lu|tro|pho|ros*der;-, ...phoren (aus gleichbed. gr. loutroden authentischen vier ersten Tonreihen gehörende, auf f
phöros, eigtl. „Wasser zum Waschen od. Baden brin
stehende Tonleiter der Kirchentonarten des Mittelalters
gend“): schlankes Kultgefäß der griech. Antike mit zwei
(Mus.). Lyldilsche das; -n: 1. altgriech. Tonart. 2. Kir
od. drei Henkeln, das bei Hochzeitszeremonien od. im To
chentonart (Mus.). Lyldit [auch ... dit] der; -s, -e (zu t2...it
tenkult verwendet wurde
(weil dieser Schiefer schon von den Lydiern benutzt wur
lutltulolso (it.; aus lat. luctuosus „traurig“): schmerzvoll,
de)): (dem Erkennen der Echtheit von Gold- u. Silberle
traurig (Vortragsanweisung; Mus.)
gierungen dienender) schwarzer Kieselschiefer
Luxdas;-, - (aus/at. lux, Gen. lucis „Licht“): Einheit der Be Lylkanlthrolpie* die; - (zu gr. lykos „Wolf*, änthröpos
leuchtungsstärke; Zeichen lx (Phys.)
„Mensch“ u. t2...ie>: svw. Lykomanie. Lylkolmalnie die;
Lu |xa|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. luxatio zu luxare,
- (zu î ...manie): (im Mittelalter häufige) Wahnvorstellung,
vgl. luxieren): Verrenkung, Ausrenkung eines Gelenks
in einen Werwolf od. in ein anderes wildes Tier verwandelt
(Med.); vgl. Distorsion (1). lu xie ren (aus gleichbed. lat.
zu sein (Med., Psychol.)
luxare) : verrenken, ausrenken (Med.)
Lylkolpin, chem. fachspr. Lycopin [...k...] das; -s (zu ngr.
Luxlmelteri/a.v; -s, - (zu î Lux u. Î '...meter): Messgerät für
lykopérsikon „Tomate“ (altgr. lykopérsikon hat eine
den Lichtstrom; Beleuchtungsmesser. Lux|se|kun|de
ägypt. Pflanze bezeichnet, die einen gelblichen Saft von
die; -, -n: photometrische Einheit der Belichtung; Zeichen
starkem, aromatischem Geruch gab; die Tomate kam erst
lxs
1596 aus Amerika nach Europa) u. î.. .in ( 1 )> : tiefgelbroter
Lui xulriaÆe,' - (aus lat. luxuria „Zügellosigkeit, Übermut“,
pflanzlicher Farbstoff aus der Gruppe der tKarotinoide
eigtl. „Üppigkeit“; vgl. Luxus): bewusste Fahrlässigkeit
(bes. in Tomaten, Paprika, Hagebutten)
(Rechtsw.). lulxurieren (aus gleichbed. lat. luxuriare zu Lylkolpoldilum das; -s, ...ien [...¡an] (aus gleichbed. nlat.
831
lycopodium zu gr. lÿkos „Wolf1, poús. Gen. podós „Fuß“
u. î ...ium, wohl nach der Ähnlichkeit der Zweigspitzen mit
dem Fuß eines Wolfes): 1. Vertreter einer Klasse Farn
pflanzen; Bärlapp. 2. aus den Sporen von Bärlapparten
hergestelltes Pulver, das als Streupulver bei der Pillenher
stellung u. technisch (als Blitzpulver bei Feuerwerkskör
pern) verwendet wird. Lylkolrelxie* die: -, ...ien (zu gr.
órexis „das Streben, Begierde“ u. T2..,ie>: krankhaft gestei
gerter Appetit; Heißhunger (Med.)
Lymelar|thri|tis* ['laɪm...] die; -, ...itiden (nach dem Ort
Lyme in Connecticut, USA, wo die Krankheit zuerst diag
nostiziert wurde): durch eine bestimmte Zeckenart über
tragene Erkrankung der großen Gelenke, bes. des Kniege
lenks (Med.)
lymph.... Lymph... vgl. lympho..., Lympho... Lymphadenekltoimie* die: -, ...ien (zu tlympho..., gr. adën,
Gen. adénos „Drüse“ u. î...ektomie>: operative Entfer
nung von Lymphknoten (Med.). Lymphladelnie* die: -,
...ien (zu T2...ie>: Lymphknotenwucherung (Med.).
Lymphladelniltis* die; -, ...itiden: Lymphknotenent
zündung (Med.). Lymphladelnom* das; -s, -e: Lymph
knotengeschwulst (Med.). Lymph|ade|no|se* die; -, -n
(zu T‘...ose>: svw. Lymphadenie. Lym pha gogum*
das; -s, ...ga (zu gr. agögös „führend“): die Bildung von
Lymphe förderndes Mittel (Med.). Lymph|an|gi|ek|tasie* die; -, ...ien (zu gr. aggeîon „(Blut)gefäß“ u. tEkta
sie): krankhafte Erweiterung von Lymphgefäßen (Med.).
Lymphlanigio gra fie*, auch ...gralphie die; -, ...ien:
röntgenografische Darstellung der Lymphgefäße nach
Verabreichung eines Kontrastmittels (Med.). Lymphanlgiogramm* das; -s, -e: Röntgenbild der Lymphge
fäße (Med.). Lymph|an|gi|om* das; -s, -e: gutartige
Lymphgefäßgeschwulst (Med.). Lymphlanlgiltis* die; -,
...itiden (zu t...itis>: Lymphgefäßentzündung (Med.),
iymlphaltisch (aus lat. lymphaticus, eigtl. „das Quell
wasser betreffend“): auf Lymphe, Lymphknötchen, -drüsen bezüglich, sie betreffend (Med.). Lym|pha|tis|mus
der; -, ...men (zu T...ismus (3)>: auf besonders ausgepräg
ter Reaktionsbereitschaft des lymphatischen Systems be
ruhender krankhafter Zustand mit blassem Aussehen,
träger Atmung, Neigung zu Drüsen- u. Schleimhautent
zündungen, Milzschwellung u. chronischen Schwellungen
der lymphatischen Organe (Med.). Lymphldrailnalge
[,,,drɛna:ʒə], auch Lymphldrälnalge die; -, -n (zu
TLymphe): Form der klassischen Massage, bei der mit ei
ner speziellen Grifftechnik krankhaft gestaute Lymphge
fäße ausgestrichen werden (Med.). Lymlphe die; -, -n
(aus lat. lympha „Quell-, Flusswasser“, dissimiliert aus
gr. nymphe, vgl. Nymphe): 1. hellgelbe, eiweißhaltige, für
den Stoffaustausch der Gewebe wichtige Körperflüssig
keit in eigenem Gefäßsystem u. in Gewebsspalten. 2.
Impfstoff gegen Pocken, lymlpho..., Lymlpho..., vor
Vokalen auch lymph..., Lymph... (zu ÎLymphe): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Flüssigkeit, Körper
flüssigkeit“, z.B. lymphogen, Lymphozytose, Lymphadenom. Lymphlödem* das; -s, -e: Verdickung der Haut u.
des Unterhautzellengewebes infolge Lymphstauung
(Med.), lymlpholgen (zu î...gen): lymphatischen Ur
sprungs, auf dem Lymphwege entstanden (z. B. von einer
ÎInfektion; Med.). Lymlpholgraifie, auch ...gralphie
die; -, ...ien (zu t...grafie>: röntgenologische Darstellung
von Lymphbahnen u. Lymphknoten (Med.). Lymlphogralnu loimaito se die; -, -n: Auftreten von bösartigen
Geschwulstbildungen des lymphatischen Gewebes
(Med.), lymlpholid (zu t...oid): lymphartig, lymphähnlich (bezogen auf die Beschaffenheit von Zellen u. Flüs
sigkeiten; Med.). Lymlpholildolzyt [...oi...J der; -en, -en
(meist Plur.) (zu t...zyt): den Lymphozyten ähnliche Zel
le im Blut, die eigentlich eine noch unausgereifte Kno
Lypemanie
chenmarkzelle ist (z.B. bei Leukämie; Med.). Lymlphoder; -n, -n (zu î...loge): Arzt mit Spezialkenntnis
sen auf dem Gebiet der Lymphologie. Lymphologie
die; - (zu t...logie): Teilgebiet der Medizin, das sich mit
der normalen u. mit der krankhaft gestörten Funktion
der Lymphgefäße befasst. Iym|pho|lo|gisch (zu T...lo
gisch): die Lymphologie betreffend. Lymlphom das; -s,
-e u. Lympholma ifɑʃ,- -s, -ta (zu t...om): svw. Lymphadenom. Lymlpholpelnie die; -, ...ien (zu gr. pênes
„arm“ u. T 2...ie> : krankhafte Verminderung der Zahl der
Lymphozyten im Blut (Med.). Lymlpholpolelse die; (zu gr. poiesis „das Machen, Verfertigen“): a) Bildung
der zellarmen Lymphe in den Gewebsspalten; b) Ausbil
dung u. Entwicklung der Lymphozyten im lymphatischen
Gewebe der Lymphknoten, der ÎTonsillen u. der Milz
(Med.). Lymlphorlrhö die; -, -en u. Lymlphorlrhöe
[...ro:] die; -, -n [,,,'ra:ən] (zu gr. rheɪn „fließen“): Aus
fluss von Lymphe aus verletzten od. krankhaft veränder
ten Lymphgefäßen (Med.). Lymlpholsarlkom das; -s,
-e: bösartige, von Lymphozyten ausgehende Geschwulst
(Med.). Lymlphosltalse* i/ze; -, -n (zu gr. stäsis „das
Stehen“): Lymphstauung (Med.). Lymlpholzyt der; -en,
-en (meist Plur.) (zu t.,.zyt): im lymphatischen Gewebe
entstehendes, außer im Blut auch in der Lymphe u. im
Knochenmark vorkommendes weißes Blutkörperchen
(Med.). Lymlpholzyltolse die; -, -n (zu t'...ose):
[krankhafte] Vermehrung der Lymphozyten im Blut
(Med.)
lynlchen [auch linçn] (aus gleichbed. engl. to lynch; wahr
scheinlich nach dem nordamerik. Pflanzer u. Friedens
richter Charles Lynch, 1736-1796): jmdn. für eine [als Un
recht empfundene] Tat ohne Urteil eines Gerichts grau
sam misshandeln od. töten. Lynlcher der; -s, -: jmd., der
einen anderen gelyncht hat, an einem Lynchmord beteiligt
ist. Lynchljusltiz die; -: das Lynchen; grausame Miss
handlung od. Tötung eines Menschen [durch eine aufge
brachte Volksmenge]
Lynglbylkulltur [ lYpby:...] die; - (nach dem Fundort Norre-Lyngby (Jütland)): Kulturgruppe der ausgehenden Alt
steinzeit im westlichen Ostseegebiet
lylo..., Lylo... (zugr. lÿein „(auf)lösen“>: Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Lösung“, z.B. lyophob, Lyogel;
vgl. lyso..., Lyso... Lylolenlzym das; -s, -e (meist Plur.):
im tZytoplasma gelöstes, extrahierbares fEnzym; Ggs.
Desmoenzym. Lylo gel das; -s, -e: Flüssigkeit enthalten
des TGel (z.B. Gelatine, Gallerte); Ggs. Xerogel
Lylolner ['lio:nu] die;-, - (nach der franz. Stadt Lyon, wo die
Wurst wohl urspr. hergestellt wurde): Kurzform von Lyo
ner Wurst; Lyoner Wurst: rosa Brühwurst von gehobener
Qualität (aus Schweinefleisch)
lylolphil (zu îlyo... u. Î ...phil): Lösungsmittel aufnehmend,
leicht löslich (Chem.); Ggs. Tlyophob. Lylolphillilsaltion die; -, -en (zu f,,,isation): Verfahren zur Haltbarma
chung bestimmter Güter (Lebensmittel, Medikamente
u. a.), die in gefrorenem Zustand im Vakuum getrocknet
werden; Gefriertrocknung (Technik); vgl. ...ation/...ierung. Ly|o|phi|li|sie|rung die; -, -en (zu t...isierung>:
Herstellung lyophiler Konserven von Organpräparaten,
Blutplasma u. a. (z. B. durch Gefriertrocknung), die durch
den Ersatz des entzogenen Wassers wieder in den ur
sprünglichen Zustand zurückversetzt werden können
(Med.); vgl. ...ation/...ierung. lylolphob (zu t...phob>:
kein Lösungsmittel aufnehmend, schwer löslich (Chem.);
Ggs. Îlyophil
Lyotlfillter ['ɪjo...] der, fachspr. das; -s, - (nach dem franz.
Astrophysiker B. Lyot (1897-1952)): ein Lichtfilter von
äußerst geringer Î spektraler Durchlässigkeit
Ly|pe|ma|ni_e die; - (zu gr. lÿpë „Betrübnis, Trauer, Trau
rigkeit“, eigtl. „Leid“, u. î...manie): meist auf neuroti
lolge
Lyra
832
Lylsilmelter das; -s, - (zu t1...meter): Gerät für wasser
sehen Störungen beruhende anomale Traurigkeit, Melan
wirtschaftliche u. landwirtschaftswissenschaftliche Un
cholie (Psychol.)
tersuchungen zur Messung des Niederschlags, zur Bestim
Ly ira die; -, ...ren (über lat. lyra aus gr. lÿra „Leier“) : 1. altmung von Boden- u. Pflanzenverdunstung. Lylsinzto; -s,
griech., der 1 Kithara ähnliches Zupfinstrument mit fünf
-e (meist Plur.) (zu t ...in (1)): Î Antikörper, der fremde Zel
bis sieben Saiten. 2. svw. Viella (2), Drehleier (10. Jh.). 3.
len u. Krankheitserreger, die in den menschlichen Orga
Streichinstrument, Vorgängerin der Î Violine (16. Jh.); vgl.
nismus eingedrungen sind, aufzulösen vermag (Med.). LyLira da Braccio. 4. dem Schellenbaum ähnliches Glocken
sisu. Lyse die; -, Lysen (aus gr. lysis, vgl. Lyse): 1. allmäh
spiel der Militärkapellen. 5. in Lyraform gebaute Gitarre
licher, kontinuierlicher Fieberabfall (Med.). 2. Auflösung
mit sechs Saiten u. einem od. zwei Schalllöchern; Lyragi
von Zellen (z.B. von Bakterien, Blutkörperchen; Biol.,
tarre (frühes 19. Jh.). Lylranlten die (Plur.) (zu T...ant
Med.). 3. Persönlichkeitszerfall (Psychol.), lylso..., Ly
(1)>: mittelalterliche fahrende Schüler, die singend umher
so....auch lysi..., Lysi..., vor Vokalen meist lys..., Lys... (zu
zogen. Lylrildendze (Plur.) (zu gr. Lyra „(das Sternbild)
TLyse): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Lö
Leier“ (da der Meteorstrom vom Sternbild Leier auszuge
sung, Auflösung; auflösend“, z.B. Lysotypie, Lysimeter,
hen scheint), u. Î ...ide): im April regelmäßig zu beobach
lysieren, vgl. lyo..., Lyo... Lylsolform® das; -s (Kunstw.
tender Meteorstrom. Lylrikd/e; - (aus gleichbed./r. (poé
zugr. lysis (vgl. Lyse)u. lat. formica „Ameise“): Desinfek
sie) lyrique, dies über lat. lyricus aus gr. lyrikös „zum Spiel
tionsmittel. lylsolgen (zu tlyso... u. t,,,gen): die Lysoge
der Lyra gehörend“ zu lÿra, vgl. Lyra) : Dichtungsgattung,
nie betreffend; die Fähigkeit zur Lysogenie besitzend
in der subjektives Erleben, Gefühle, Stimmungen usw. od.
Reflexionen mit den Formmitteln von Reim, Rhythmus,
(Biol., Med.). Lylsolgelnie die; - (zu T2...ie): erworbene
od. ererbte Fähigkeit bestimmter Bakterienstämme zur
Metrik, Takt, Vers, Strophe u. a. ausgedrückt werden; vgl.
Dramatik, Epik. Lylrilkerder; -s, - (nach gleichbed./r. ly
Freisetzung von ÎBakteriophagen (Biol., Med.). Lylsol®
das; -s (Kunstw. zu gr. lysis (vgl. Lyse) u. lat. oleum „Öl“):
rique, dies zu lat. lyricus, vgl. Lyrik): Dichter, der Lyrik
schreibt. LylrilkelrinÆe; -, -nen: weibliche Form zu ÎLy
Kresolseifenlösung (Desinfektionsmittel); vgl. Kresol.
riker. Ly|rik|the|o|riedie; -, ...ien [,,,i:ən]: Theorie vom
Lyl solsomtos; -s, -en (meist Plur.) (zu Tlyso... u. gr. soma
Wesen, der Struktur u. den Formen der Lyrik, ihrer Pro
„Leib, Körper“): Zellbläschen mit Enzymen, die bei Frei
duktion u. Interpretation. Iy|risch(aus gleichbed./r. ly
werden die Zelle auflösen (Biol., Med.). Lylsoitypder; -s,
rique, dies aus lat. lyricus, vgl. Lyrik): 1. a) die Lyrik be
-en (zu gr. tÿpos „Abdruck, Muster“): Bakterienstamm,
treffend, zu ihr gehörend ; b) in der Art von Lyrik, mit stim
der sich durch seine Reaktion auf bestimmte Î Bakterio
mungsvollem, gefühlsbetontem Grundton. 2. weich, von
phagen von anderen (des gleichen Typs) unterscheiden
schönem Schmelz u. daher für gefühlsbetonten Gesang ge
lässt (Biol., Med.). Ly|so|tylpiei/z'e; -, ...ien (zu Î ...typie):
eignet (auf die Gesangsstimme bezogen; Mus.). 3. gefühl-,
Testverfahren, Bakterienstämme in Lysotypen zu trennen
stimmungsvoll, lyIriIsieIren (zu Î...isieren): etwas dich
(Med.). Ly|so|zymzto; -s, -e (gebildet aus t Lyse u. ÎEn
terisch od. musikalisch [übertrieben] stimmungsvoll, ge
zym): Bakterien tötender Stoff in Drüsenabsonderungen
fühlsbetont gestalten, ausdrücken, darbieten. Lylrislmus
(Tränen, Speichel u. a. ; Med.)
der; -, ...men (zu T...ismus (2)): a) [übertrieben] stim Lyslsarf/e; - (aus gleichbed. gr. lyssa): Tollwut; auf Men
mungsvolle, gefühlsbetonte dichterische od. musikalische
schen übertragbare Viruskrankheit bei Tieren (Med.).
Gestaltung, Darbietung; b) stimmungsvolle, gefühlsbe
Lyslsaldeglma das; -s, ...men (zu gr. dègma „Biss,
tonte Stelle, Passage in einem Werk der Literatur od. der
Stich“): (veraltet) Biss eines tollwütigen Hundes (Med.).
Musik. Ly|ri|zi|tät<to; - (zu T ...izität): lyrische Beschaf
Lyslso|pho|biedie; - (zu î...phobie): krankhafte Angst,
fenheit, lyrisches Wesen (eines Gedichtes, Theaterstücks)
an Tollwut zu erkranken bzw. erkrankt zu sein (Med., Psy
lys..., Lys...vgl. lyso..., Lyso... Lylserfze; -, -n (zu gr. lysis
chol.)
„das (Aufjlösen“, dies zu lÿein „(auf)lösen“>: 1. Vorgang lyltisch (aus gr. lytikös „zum (Auf)lösen geneigt“): 1. all
des Lösens einer Substanz in einem gasförmigen, flüssigen
mählich sinkend, abfallend (vom Fieber; Med.); lytischer
od. festen Lösungsmittel u. die damit verbundene Spal
Cocktail [- 'kɔkteɪl] : Mischung verschiedener T Analgetika
tung ihrer Moleküle (Chem.). 2. svw. Lysis. ...lylse (zu
u. ÎNeuroleptika zur Fiebersenkung. 2. Zellauflösung be
tLyse): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Lö
wirkend (Biol.)
sung, Auflösung“, z.B. Analyse, Pyrolyse. Ly|sen:Plur. lylzelal (zu TLyzeum u. T'...al(l)>: (veraltet) zum Lyzeum
von TLyseu. 1 Lysis, lylsi..., Lylsi...vgl. lyso..., Lyso... lygehörend; das Lyzeum betreffend. Lylzelum das; -s,
sie ren (zu Tlyso... u. Î..deren): Zellen durch Medika
...een (über to. Lyceum aus gr. Lÿkeion, dem Namen einer
mente auflösen (Biol., Med.). Iy|si|gen (zu T...gen):
Lehrstätte im alten Athen): 1. (veraltet) höhere Lehran
durch Auflösung der Zellwände entstanden (z.B. von
stalt für Mädchen. 2. (Schweiz, regional) Oberstufe des
Hohlräumen wie den pflanzlichen T Interzellularen ; Biol.).
Gymnasiums
M: Abk. für medium (1)
M': Abk. für 'Mac
...ma (aus gr. -ma (Gen.
-matos»: Endung sächlicher Sub
stantive, z. B. Dogma, Phlegma
Mälan|deri/er;-s,-(über/ar. Maeander ausgr. Maiandros,
nach dem Fluss Mäander (heute türk. Menderes)}: 1.
(meist Plur.) [Reihe von] Windung[en] od. Schleife[n] (z.T.
mit Gleit- u. Prallhängen) von Fluss- od. Bachläufen;
Flussschlinge[n], 2. rechtwinklig od. spiralenförmig ge
schwungenes Zierband (bes. auf Keramiken). Mälander band das; -[e]s, ...bänder: wellenförmiges od. recht
winklig gebrochenes Zierband, Mäander (2; Archit.,
Kunstw.). mä an dern u. mä anldrieiren* (zu t...ieren>: 1. sich schlangenförmig bewegen (von Flüssen u. Bä
chen). 2. Mäander als Verzierung auf Gegenständen an
bringen. mälanldrisch*: in Mäanderform
'Mac [mæk] (aus schott, mac „Sohn“}: Präfix in schotti
schen (auch irischen) patronymischen Familiennamen
(z.B.: MacGregor [mə'grɛgə], McIntosh ['mækɪntɔʃ],
M’Donald [məkdɔnəld]), Abk.: M’, Mc
2M ac [mak] der; -[s], -s: Kurzform von 1 Maquereau
Malcaldalmia [...k...] die; -, ...ien [,,,iən] (nach dem austr.
Naturforscher J. Macadam (1827-1865)}: Gattung der Sil
berbaumgewächse, zu deren Arten die Queenslandnuss u.
die Australische Haselnuss zählen
maclcalrolnisch [maka...] vgl. makkaronisch
Mac chia ['makia] u. Maclchie [makiə], die; -, Macchien
[...ion] (aus gleichbed. it. macchia, eigtl. „Fleck“, dies aus
lat. macula „Fleck“ (die Büsche auf den kahlen Hängen se
hen wie Flecken aus)}: charakteristischer immergrüner
Buschwald des Mittelmeergebietes; vgl. Maquis
Malcelllum [...ts...] das; -s, ...la (aus lat. macellum
„Fleisch-, Fisch- u. Gemüsemarkt“}: Lebensmittelmarkt
in den Städten des Röm. Reiches, auf dem vor allem Fisch,
Fleisch u. fertige Gerichte angeboten wurden u. Köche ge
mietet werden konnten
Malchailra [...x...] die; -, ...rcn (aus gleichbed. gr. máchaira): kleines Schwert mit gebogener Klinge (im alten Grie
chenland). Malchälrilon das; -s, ...ien [...ion] (ausgr. machairion, Verkleinerungsform von máchaira, vgl. Machaira>: früher verwendetes chirurgisches Messer
Malchelte [auch ma'tʃe:tə] die; -, -n (aus gleichbed. span.
machete, weitere Herkunft ungeklärt}: einschneidiges,
langes, an der Spitze gebogenes Buschmesser, das in La
teinamerika bes. zur Zuckerrohrernte verwendet wird.
Malcheltelro der; -[s], -s (aus gleichbed. amerik.-span.
machetero} : Arbeiter in der Zuckerrohrernte, bes. in Kuba
Malcheltik [...x...] die; - (aus gleichbed. gr. machêtikê
(téchnê) zu machetikós „streitbar“}: (veraltet) Gefechts-,
Kampflehre (Sport)
[makiavɛ...] der: - (nach dem ital.
Staatsmann N. Machiavelli (1469-1527) u. zu t,,,ismus
( 1 )) : politische Lehre u. Praxis, die der Politik den Vorrang
vor der Moral gibt; durch keine Bedenken gehemmte
Machtpolitik. Malchilalvelllist der; -en, -en (zu T ...ist) :
Anhänger des Machiavellismus. ma|chi|a|vel|lisltisch
(zu t...istisch}: nach der Lehre Machiavellis, im Sinne des
Machiavellismus
Malchilche [ma'tʃɪʧə, port, ma'ʃiʃi] der; - (aus dem Port.}:
dem îTwostep ähnlicher, mäßig schneller südamerik. Tanz
im 4/4-Takt (um 1890 vorübergehend Gesellschaftstanz)
Malchilnaltilon [,..x...] die; -, -en (aus lat. machinatio
„List, Kunstgriff“ zu machinari, vgl. machinieren}: 1.
(veraltet) listiger Anschlag, Kniff. 2. (nur Plur.) Ränke,
Machenschaften, Winkelzüge. Malchilnaltor rfer; -en,
...oren (aus gleichbed. lat. machinator}: (veraltet) svw. In
trigant. malchilnielren (aus lat. machinari „aussinnen,
erdenken“}: (veraltet) Intrigen spinnen
Malchislmo [ma'tʃɪsmo] der; -[s] (aus amerik.-span. ma
chismo zu macho „männlich; kräftig“, dies aus gleichbed.
lat. masculus): übersteigertes Männlichkeitsgefühl;
Männlichkeitswahn, Betonung der männlichen Überle
genheit. Malcho ['matʃo] der; -s, -s (aus amerik.-span.
macho „Männchen“, eigtl. „männliches Tier“): (ugs.) sich
übertrieben männlich gebender Mann
'Malchprlka [,..x...] der; -s, -s (aus gleichbed. russ. machorka, weitere Herkunft ungeklärt): russ. Tabak. 2Ma|chorka die; -, -s (zu t‘Machorka): Zigarette aus 'Machorka
Machlsor [,..x...] der; -s, Plur. -s u. -im (aus hebr. mahazör
„Zyklus“): jüd. Gebetbuch für die Festtage
malchullle [...x...] (.aus jidd. mechulle „krank“ zu hebr. ma
tóla „Krankheit“}: 1. (ugs.u. mdal.) bankrott, pleite. 2.
(mdal.) ermüdet, erschöpft. 3. (mdal.) verrückt
Mal cis [.. .tsis] vgl. Mazis
Ma|cken|zielzo|nen [məkɛnzɪ...] die (Plur.) (nach dem
schott. Chirurgen Sir St. Mackenzie, 1847-1909): Bezirk
in einem Muskel, einer Faszie (vgl. Fazies) od. einer ande
ren tiefer gelegenen Struktur, in der ein an anderer Stelle
lokalisierter Eingeweideschmerz empfunden wird (Med.)
Malckilnaw ['mækɪnɔ:] das; -s, -s (nach der Stadt Macki
naw City in Michigan (USA)} : eigentümlich geformtes Ru
derboot auf nordamerik. Flüssen u. Seen
Malckinltosh ['mækɪntɔʃ] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
mackintosh, nach dem schott. Chemiker Ch. Macintosh,
f 1843): 1. mit Kautschuk imprägnierter Baumwollstoff. 2.
Regenmantel aus beschichtetem Baumwollstoff
Macllealya [ma kɪe:ja] die; -, ...eayen (aus gleichbed. nlat.
Macleaya, nach dem engl. Entomologen A. Macleay,
1767-1848): ostasiat. Mohnpflanze (Zierstrauch)
Maleo [,,,ko] vgl. 'Mako
Ma|chi|a|vel|lislmus
834
Macramé
Malcralmé* [...kra'me:] vgl.
Ma cu la [...k...] Æe; -, ...lae
Makramee
[,,,ɪs] (aus lat. macula „Fleck,
Mal“>: 1. fleckförmiger Bezirk an od. in einem Organ
(z.B. der gelbe Fleck in der Augennetzhaut). 2. umschrie
bene Verfärbung bzw. fleckartige Veränderung (z.B. der
Haut; Med.)
Malcumlba [...k...] vgl. Makumba
’Maidam die; -, Plur. -s u. -en (aus gleichbed. fr. madame,
vgl. Madame): 1. (veraltet) Hausherrin, gnädige Frau. 2.
(scherzh.) [dickliche, behäbige] Frau. 3. (landsch.
scherzh.) Ehefrau. 2Ma|dam ['mædəm] (aus engl. madam
„gnädige Frau“, dies aus fr. madame, vgl. Madame): engl.
Anrede an eine Frau; Abk.: Mdm. Maldame [madam]
(aus gleichbed. fr. madame, Zusammenschreibung von ma
dame, eigtl. „meine Herrin“): franz. Anrede für eine Frau,
etwa dem deutschen „gnädige Frau“ entsprechend; als
Anrede ohne Artikel; Abk.: Mme. (Schweiz. Mme); Plur.:
Mesdames [me'dam]; Abk.: Mmes. (Schweiz. Mmes)
Maldalpollatn der: -[s], -s (nach der gleichnamigen Vor
stadt der ind. Stadt Narsapur): glatter, weich ausgerüste
ter Baumwollstoff für Wäsche
Ma|da|ro|se<7ze; -, -n (ausgr. madärösis „das Ausfallen der
Haare, bes. der Augenbrauen“): Lidrandentzündung mit
Verlust der Wimpern (Med.)
made in ... [ meid in] (engl.; „hergestellt in ...“): Aufdruck
auf Waren in Verbindung mit dem jeweiligen Herstellungs
land, z. B. made in Germany = hergestellt in Deutschland
Maldeilra[...’de:ra] u. Madera der; -s, -s (nach der port. In
sel Madeira (span. Madera)): ein Süßwein. Maldeilrasti cke rei u. Maderastickerei die; -, -en: auf der Insel
Madeira hergestellte Durchbruchstickerei in Leinen od.
Batist
Maldelmoilselle [mad(ə)moa'zɛl] (aus gleichbed. fr. ma
demoiselle, Zusammenschreibung von ma demoiselle
„mein Fräulein“, vgl. Demoiselle): franz. Anrede für
Fräulein; als Anrede ohne Artikel; Abk.: Mlle. (Schweiz.
Mlle); Plur. Mesdemoiselles [medmoa'zɛl], Abk.: Mlles.
(Schweiz. Mlles)
Maldelra usw. vgl. Madeira usw.
maldeslzent (aus gleichbed. lat. madescens, Gen. mades
centis, Part. Präs, von madescere „nass, feucht werden“):
nässend (von Geschwüren; Med.), maldildant (aus
gleichbed. lat. madidans, Gen. madidantis, Part. Präs, von
madidare „feucht machen, benetzen“, zu madidus
„feucht“): svw. madeszent
Maldiljo das; -[s] (aus dem Jav.): aus Bestandteilen des
îKromo u. des tNgoko gemischte Sprache des jav. Bür
gertums
Maldilson ['mædɪsn] der; -[s], - (nach der US-amerik. Stadt
Madison): 1962 aufgekommener Modetanz im4/4-Takt
maldjalrisch* (zu ung. magyar „ungarisch; Ungar“): un
garisch, nach ungarischer Art. maldjalrilsielren (zu
T...isieren): ungarisch machen, gestalten
Maldonlna die; -, ...nnen (aus gleichbed. it. madonna, Zu
sammenschreibung von älter it. ma donna „meine Her
rin“, dies aus lat. (mea) domina „Hausfrau, Gebieterin“;
vgl. Donna): a) (ohne Plur.) die Gottesmutter Maria; b)
die Darstellung der Gottesmutter [mit dem Kind]. Madon nen kult der; -[e]s, -e: Marienkult (Rel.)
Maid ras* der, - (nach der gleichnamigen vorderind. Stadt):
1. feinfädiger, gitterartiger Gardinenstoff mit eingewebter
Musterung. 2. Baumwollgewebe mit großzügiger Karo
musterung (für Hemden, Blusen, Strandkleidung o.Ä.)
Ma|drelpo|ra|rie*[...ia] die; -, -n (aus nlat. madreporaria):
svw. Madrepore. Maldrelpolre die; -, -n (über fr. madré
pore aus gleichbed. it. madrepora, weitere Herkunft unge
klärt): Steinkoralle (Zool.). Ma dre polrenlplat te die;
-, -n: siebartige Kalkplatte auf der Rückenseite von See
sternen u. Seeigeln (Zool.)
-s, -e (aus gleichbed. it. madrigale, weitere
Herkunft ungeklärt): 1. aus der ital. Schäferdichtung ent
wickeltes Gedicht in zunächst freier, dann festerer Form
(Literaturw.). 2. a) meist zwei- bis dreistimmiger Gesang
des 14. Jh.s ; b) vier- od. mehrstimmiges weltliches Lied mit
reichen Klangeffekten im 16. u. 17. Jh. (Mus.). Maldrigallchorder; -s, ...chöre: seit etwa 1920 übliche Bez. für
einen kleiner besetzten Chor (Mus.), maldrilgallesk(aus
gleichbed. it. madrigalesco bzw. ʃr. madrigalesque; vgl.
...esk): svw. madrigalistisch. Maldrilgalletlto das; -s,
Plur. -s u. ...tti (aus gleichbed. it. madrigaletto, Verkleine
rungsform von madrigale, vgl. Madrigal): kurzes, einfa
ches Madrigal (2b). Ma|dri|ga|lislmus der; -s (zu ÎMa
drigal u. t...ismus (1)): svw. Madrigalstil. Maldrilgallist
der; -en, -en (nach gleichbed. fr. madrigaliste) : Komponist
eines Madrigals (2 b), Vertreter des Madrigalstils. Madri|ga|lis|tik die; - (zu tMadrigal u. T ...istik): Kunst der
Madrigalkomposition, maldrilgallisltisch (zu t...istisch): das Madrigal betreffend, im Madrigalstil, nach der
Art des Madrigals komponiert. Ma|dri|gallko|mö|die
[...in] die; -, -n: nach Inhalt u. Anlage der Komödie aufgebautes Madrigal (2 b). Madriigallon das; -s, -e (aus
gleichbed. it. madrigalone): mehr als 15 Zeilen umfassen
des Madrigal (1). Maldrilgallstil der; -[e]s (zu tMadri
gal): mehrstimmiger, die Singstimme artikulierender
Kompositionsstil (seit dem frühen 16. Jh.)
Maldulralfußder; -es (nach der ind. Stadt Madura): durch
verschiedene Pilzarten hervorgerufene Fußkrankheit mit
Knotenbildung u. chronischen Geschwüren (in Indien u.
im Orient auftretend; Med.). Maldulralmylkolse die; -,
-n: svw. Madurafuß
M aeldi ['mɛ:di] die; -, -s (Kunstw.): durch ÎRNS-Viren ver
ursachte, meldepflichtige, tödlich verlaufende chronische
Lungenentzündung der Schafe
Mal esltà [maɛs'ta] die; - (aus gleichbed. it. maestà, eigtl.
„Größe, Erhabenheit“, dies aus lat. maiestas, vgl. Majes
tät): ital. Bez. für die Darstellung der inmitten von Engeln
u. Heiligen thronenden Maria (bes. im 12. u. 13. Jh.). maes Ito I so (z7. ) : feierlich, würdevoll, gemessen (Vortragsan
weisung; Mus.). Ma esltolso das; -s, Plur. -s u. ...si: fei
erliches, getragenes Musikstück. Malesltralle* der; -s
(aus provenzal.-fr. maestral): svw. Mistral. ’Malesltro*
der; -s, -s (aus it. maestro „(Wind aus) Nordosten“): svw.
Mistral. 2Males|tro* der; -s, Plur. -s, auch ...stri (aus it.
maestro „Meister, Lehrer“, dies aus gleichbed. lat. magis
ter, vgl. Magister): a) großer Musiker od. Komponist; b)
Musiklehrer; Maestro al Cembalo [- - tʃɛm,,,]: jmd., der
vom tCembalo aus, Generalbass spielend, die Kapelle lei
tet
Mäleultikdze; - (aus gr. rnaieutike (téchnê), eigtl. „die Fer
tigkeit (= Kunst) der Hebamme“): die sokratische Metho
de, durch geschicktes Fragen die im Partner schlummern
den, ihm aber nicht bewussten richtigen Antworten u. Ein
sichten heraufzuholen, mäleultisch (aus gr. maieutikós,
eigtl. „zum Entbinden gehörig“): die Mäeutik betreffend
Maflfia usw. vgl. Mafia usw. Malfia die; -, -s (aus gleich
bed. it. maf(f)ia, eigtl. „Überheblichkeit, Anmaßung“,
dies vieil, aus arab. mahyäs „Prahlerei“): mit erpresseri
schen u. terroristischen Methoden arbeitende Geheimor
ganisation. ...malfia (zu TMafia): Wortbildungselement
mit den Bedeutungen: a) „Verbrecherorganisation auf ei
nem bestimmten Gebiet“, z. B. Drogen-, Kokainmafia; b)
(ugs. abwertend) „Personengruppe, die ihre Interessen
unter Ausnutzung der ihr zur Verfügung stehenden
Macht- u. Druckmittel skrupellos gegenüber Konkurrie
renden durchsetzt“, z.B. Kunst-, Kritikermafia. Malfilaboss der; -es, -e: (ugs.) einflussreiches, führendes Mit
glied einer Mafia. Ma|fi|a|me|tho|dendze (Plur.): (ugs.)
brutale, erpresserische Methoden zur Durchsetzung beMa|dri|gal*das,
835
stimmter [politischer od. wirtschaftlicher] Interessen,
malfilos (vgl. 2...os>: die Mafia betreffend, zu ihr gehö
rend, nach Art der ÎMafia. Malfilglso der: -[s], ...si (aus
gleichbed. it. mafioso): Angehöriger einer Mafia. Malfio|te der: -n, -n <zu (n)gr. -ötes (Zugehörigkeitssuffix)):
svw. Mafioso
malfisch (Kunstw. aus ÎMagnesium u. lat. ʃerrum „Ei
sen“): svw. femisch
Magaldis die; -, - (aus gleichbed. gr. mágadis): harfenähn
liches altgriech. Zupfinstrument mit 10 doppelchörigen
Saiten, die mit den Fingern angerissen werden
Ma|galsi|na|ge [,,,'na:ʒ(ə)] die; - (aus gleichbed.maga
sinage zu magasin; vgl. Magazin): (veraltet) 1. Lagerung
in einem Magazin. 2. das zu entrichtende Lagergeld. Ma
ga Izin das; -s, -e (unter Einfluss von fr. magasin „Laden“
u. engl. magazine „Zeitschrift" aus it. magazzino „Vor
ratshaus, Lagerraum“, dies aus gleichbed. arab. mahäzin,
Plur. von mahzan „Warenlager, Zeughaus“): 1. Vorrats
haus. 2. Lagerraum [für Bücher], 3. (veraltet) Laden. 4. pe
riodisch erscheinende, reich bebilderte, unterhaltende
Zeitschrift. 5. Rundfunk- od. Fernsehsendung, die über
politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche o. ä. Themen
u. Ereignisse informiert. 6. Aufbewahrungs- u. Vorführ
kasten für Î Diapositive, in dem die Diapositive einzeln
eingesteckt sind. 7. abnehmbares, lichtfest verschließbares
Rückteil einer Kamera, das den Film enthält u. schnellen
Wechsel des Films ermöglicht. 8. Patronenkammer in [au
tomatischen] Gewehrenu. Pistolen. Malgalzinlbalg der;
-[e]s, ...bälge: durch kleinere sogenannte Schöpfbälge ge
füllter, der Speicherung der Luft dienender Balg bei Orgel
u. Harmonium. Malgalzilner der; -s, -: (Schweiz.) Maga
zinarbeiter. Ma|ga|zi|neur [,,,'no:e] der; -s, -e (zu
t,,,eur): (österr.) Lagerverwalter. ma|ga|zi|nie|ren (zu
Î..deren): 1. einspeichern, lagern. 2. gedrängt zusammen
stellen
Magldallélnilen [,,,le niɛ:] das; -[s] </?.; nach dem franz.
Fundort, der Höhle La Madeleine): Stufe der jüngeren
Altsteinzeit
Malgenlta [,,,'ʤɛn...] das; -[s] (nach einem Ort in Italien):
Anilinrot
Maglethos* das; - (zu tMagie u. tEthos): aus der Magie
der Î kultischen Handlungen erwachsende Î ethische Hal
tung als Anfang der Religion (nach Hellpach)
Maglgid der; -s, -im (aus gleichbed. hebr. maggîd): 1. Pre
diger, bes. im östlichen Judentum. 2. jüd. Ehrentitel
Maglgiollalta [madʒo...] die; -, ...te (aus gleichbed. it. maggiolata zu maggio „Mai“, dies aus lat. Maius (zu maius
„größer“)): Mailied im Stil eines tMadrigals (16. Jh.).
maggiore [ma'dʒo:rə] <zZ., eigtl. „größer“): Bez. für die
große Terz der Durtonart; Ggs. tminore. Maglgiolre
das; -, -s: Durteil eines Molltonstückes
Malghreb* der; - (aus arab. magrib „Westen“, eigtl.
„Abend“): Tunesien, Nordalgerien u. Marokko umfassen
der westlicher Teil der arabischen Welt, malghrelbinisch: zum Maghreb gehörig
Malgie die; - (über lat. magia aus gr. mageia „Lehre der
Î Magier, Zauberei“ zu mageüein „bezaubern, beschwö
ren“): 1. Zauberkunst, Geheimkunst, die sich übersinnli
che Kräfte dienstbar zu machen sucht (in vielen Religio
nen). 2. Trickkunst des Zauberers im î Variété. 3. Zauber
kraft, Zauber. Malgiler [...in] der; -s, - (zu lat. magi, Plur.
von magus (gr. mägos) „Zauberer“, eigtl. „medischer
Priester u. Weiser“, dies aus altpers. magus (Name eines
Priesterstammes)): 1. [persisch-medischer] Zauberpries
ter. 2. Zauberer, [berufsmäßiger] Zauberkünstler. Malgiker der; -s, - (zu gr. magikös „nach der Art eines Zaube
rers“): svw. Magier, malgisch (über lat. magicus aus
gleichbed.gr. magikös): 1. die Magie (1) betreffend. 2. zau
berhaft, geheimnisvoll bannend; vgl. Laterna magica; ma
Magnanerie
gischer Realismus: a) eine in den 20er-Jahren des 19. Jh.s
entstandene Darstellungsweise in der bildenden Kunst; b)
eine literarische Strömung nach dem 2. Weltkrieg; magi
sches Quadrat: quadratisches Zahlenschema, bei dem Zei
lensummen, Spaltensummen u. Diagonalsummen jeweils
die gleiche Zahl ergeben
Malgislter der; -s, - (aus lat. magister „Vorsteher, Leiter;
Lehrer“ zu magis „mehr, in höherem Grade“): 1. a) in ei
nigen Hochschulfächern verliehener akademischer Grad,
gleichwertig mit einem Diplom; b) (früher) akademischer
Grad, der zum Unterricht an Universitäten berechtigte. 2.
(veraltet, noch scherzh.) Lehrer. Malgislter Arltilum
der; -s -, - - (aus lat. magister artium „Meister der (freien)
Künste“): in den geisteswissenschaftlichen Hochschulfä
chern deutscher Universitäten verliehener Grad; Abk.:
M. A.; vgl. Master of Arts. Ma|gis|te|ri|um das; -s (aus
mlat. magisterium „Amt, Würde eines Vorstehers, Lehr
amt“): alchemistische Zubereitung, von der man annahm,
dass man mit ihr den Stein der Weisen herstellen könne.
Malgislter Phar|ma|ci|ae [- . ,,'tsi:ɛ] der; -s -, - - (aus lat.
magister pharmaciae „Meister der Pharmazie“): akade
mischer Grad für Apotheker in Österreich; Abk.:
Mag. Pharm. malgisltral* (aus spätlat. magistralis „zum
Lehrer gehörig“): nach ärztlicher Vorschrift bereitet (von
Arzneien). Malgisltralle* die; -, -n (aus lat. magistrale,
Neutr. von magistralis „hauptsächlich, leitend“, eigtl.
„zum Lehrer gehörig“): Hauptverkehrsader, -linie, -Straße
[in einer Großstadt]. Malgisltrand* der; -en, -en (aus
mlat. magistrandus „jmd., der zum Magister gemacht
wird“, Gerundivum von magistrare, vgl. magistrieren):
(veraltet) jmd., der die Magisterwürde erwirbt. ''Magis
trat* der; -[e]s, -e (aus lat. magistratus „höherer Beamter,
Amt, Leitung, Behörde“): 1. im Rom der Antike a) hoher
Beamter (z.B. Konsul, Prätor usw.); b) öffentliches Amt.
2. Stadtverwaltung (in einigen Städten). 2Malgisltrat*
der; -en, -en (zu Î'Magistrat): (Schweiz.) Mitglied der Re
gierung bzw. der ausführenden Behörde. Malgisltraltyr*
die; -, -en (zu t,,,ur): (veraltet) behördliche Würde, obrig
keitliches Amt. malgisltrielren* (aus gleichbed. mlat.
magistrare): (veraltet) die Magisterwürde erwerben
Mag|le|mo|se|kul|tur [.,.mo:...] die; - (nach dem Fundort
Maglemose auf Seeland (Dänemark)): Jäger- u. Fischer
kultur der Mittelsteinzeit in Nordeuropa (von etwa 8000
bis etwa 5000 v. Chr.)
Maglma ¿Zas; -s, ...men (über lat. magma aus gr. mágma
„geknetete Masse, Bodensatz“): 1. heiße natürliche Ge
steinsschmelze im od. aus dem Erdinnere, aus der Erstar
rungsgesteine entstehen (GeoL). 2. knetbare Masse, Brei
(Med.), maglmaltisch: aus dem Magma (1) kommend
(z.B. von Gasen bei Vulkanausbrüchen). Maglmaltismus der; - (zu t,,,ismus (2)>: Bez. für alle mit dem ÎMag
ma (1 ) zusammenhängenden Vorgänge (Geol.). Maglmatit [auch ,.,'tit] der; -s, -e (zu f2...it): Erstarrungsgestein,
maglmaltolgen (zu t...gen>: durch Anreicherung in ei
ner Restschmelze entstanden (von Erzlagerstätten)
Malgna* Char ta [- k...] die; - - (aus mlat. Magna C(h)arta
(libertatum) „Große Urkunde (der Freiheiten)“ zu Zat.
magnus „groß“ u. e(h)arta, vgl. Charta): 1. engl.
[Grundgesetz von 1215, in dem der König dem Adel
grundlegende Freiheitsrechte garantiert. 2. Grundgesetz,
Verfassung, Satzung, malgna cum laulde [- kum -] (.lat.;
„mit großem Lob“): sehr gut (zweitbestes Prädikat bei der
Doktorprüfung)
Ma|gna|li|um* das; -s (Kunstw. aus tMagnesium u. 1 Alu
minium): eine Magnesium-Aluminium-Legierung
Malgna* Malter die; - - (lat.): Große Mutter, Muttergott
heit (Beiname der phrygischen Göttin Kybele)
Ma gnan* [ma njä:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. (neuprovenzal.) magnan): (veraltet) Seidenraupe. Malgnalnelrie
M
magnanim
[manjanə...] die: -, ...jen <aus gleichbed. fr. (neuprovenzal.)
magnanerie): (veraltet) a) Seidenraupenzucht; b) Maul
beerbaumpflanzung
malgnalnim* (aus gleichbed. lat. magnanimus zu magnus
„groß“ u. animus „Seele“): (veraltet) hochherzig, erhaben,
malgnalnilmi preltilum(/ɑr,- „Belohnungdes Hochher
zigen“; nach dem Elefanten als Sinnbild der nicht miss
brauchten Macht): Wahlspruch des dän. Elefantenordens.
Malgnalnilmiltät die; - (aus gleichbed. lat. magnanimi
tas, Gen. magnanimitatis): (veraltet) Großmut, Hochher
zigkeit. 1Ma|gnat der; -en, -en (aus spätlat. magnatus
„führende Persönlichkeit, Oberhaupt“ zu lat. magnus
„groß“): Inhaber [Branchen beherrschender] wirtschaftli
cher Macht (z. B. Zeitungsmagnat, Ölmagnat). 2Ma|gnat
i/er -en, -en (aus poln. magnat, ung. mágnás „(hoher) Ad
liger“, dies aus mlat. magnatus, vgl. ‘Magnat): (früher) ho
her Adliger (bes. in Polen u. Ungarn)
Malgnelsia* die; - (über mlat. magnesia aus gr. magnésie
(lɪthos) „Magnet(stein)“, nach Magnesia, einer Land
schaft im alten Griechenland): Magnesiumoxid [in Form
von weißem Pulver], das vor allem als Mittel gegen Ma
genübersäuerung u. zum Trockenhalten der Handflächen
beim Geräteturnen gebraucht wird; vgl. biserierte Mag
nesia. Ma|gne!sit[auch ,.,'zit] der; -s, -e (zu t2...it>: farb
loses od. weißgelbliches Mineral. Malgnelsitlstein
[auch ..,'zit...] der; -[e]s, -e: feuerfester Stein. Malgnelsiumdsj; -s (zu t...ium>: ehern. Element, Metall; Zeichen
Mg. Malgnelsi|umlchlo|rid [...klo...] das; -s, -e: farblo
ses Salz, das im Meerwasser u. in Salzseen vorkommt.
Ma|gne|si|um|oxid, auch Malgnelsilumloxyd das:
-[e]s, -e: Verbindung des Magnesiums mit Sauerstoff (wei
ßes, in Wasser unlösliches Pulver). Malgnet ¿Zer; Gen.
-[e]s u. -en, Plur. -e[n] (über lat. magnes, Gen. magnetis
aus gr. mâgnës, lithos magnëtës „Magnetstein“, vgl. Mag
nesia): 1. a) Eisen- od. Stahlstück, das andere Îferromag
netische Stoffe anzieht; b) svw. Elektromagnet. 2. anzie
hende Person, reizvoller Gegenstand, Ort. MalgnetlaufzeichlnungdZe, -, -en: Aufzeichnung von Rundfunksen
dungen od. Fernsehbildern auf magnetischem (2) Wege.
Maignetlband das; -[e]s, ...bänder: mit einer magneti
sierbaren Schicht versehenes Band, auf dem Informatio
nen in Form magnetischer Aufzeichnungen gespeichert
werden. Ma|gnet|band|spei|cher der; -s, -: ein exter
ner Speicher für große Datenmengen mit Îsequenziellem
Zugriff (EDV). Malgneltik die; - (zu î2...ik (l)): Lehre
vom Verhalten der Materie im magnetischen Feld. Magneltilkumdas; -s, ...ka (zu I...ikum): eine Substanz als
Träger magnetischer Eigenschaften (Phys.), malgnetisch (nach gleichbed. mlat. magneticus): 1. die Eigen
schaften eines Magneten (1) aufweisend; tferromagnetische Stoffe anziehend. 2. auf der Wirkung eines Magneten
(1) beruhend, durch einen Magneten bewirkt. 3. unwider
stehlich, auf geheimnisvolle Weise anziehend. Malgnetilseur[,,,'zo:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. magnétiseur
zu magnétiser „magnetisieren“): svw. Magnetopath, magne|ti|sie|ren (unter Einfluss von fr. magnétiser zu
T Magnet u. î ...isieren): magnetisch (1) machen. Malgnetislmusifer; - (zu TMagnet u. t...ismus (2)>: 1. Fähigkeit
eines Stoffes, Eisen od. andere Iferromagnetische Stoffe
anzuziehen. 2. Wissenschaft von den magnetischen Er
scheinungen. 3. svw. Mesmerismus. Maigneltit [auch
... tit] der; -s, -e (zu t2...it>: wichtiges Eisenerz. Malgnetkarlterf/L; -, -n: mit einer magnetisierbaren Schicht ver
sehene Karte zur Speicherung von Informationen (EDV).
Malgnetlkies der; -es: Eisenerz, oft nickelhaltig, magnelto..., Malgnelto... (zu 1 Magnet (mit dem Bindevo
kal -o-)): Wortbildungselement mit der Bedeutung „mag
netisch“, z.B. magnetokalorisch, Magnetopath. Magne to che mie ¿ZZe;
Teilgebiet der physik. Chemie,
836
das die T diamagnetischen od. t paramagnetischen Stoffei
genschaften zur Lösung von ehern. Problemen ausnutzt.
Malgneltolelekltrolnikdie;
Bereich der Festkörper
elektronik, der sich mit der Anwendung u. Nutzung aller
durch Magnetfelder beeinflussten u. verursachten Funk
tionen in elektronischen Bauelementen befasst. Malgnetolgraf,auch ...graphder; -en, -en (zu t...graf): Apparat
zur sel'bsttätigen Aufzeichnung erdmagnetischer Schwan
kungen. Malgneltolgramm das; -s, -e (zu t...gramm):
Aufzeichnung der zeitlichen Schwankung des Magnetfel
des der Erde an einem festen Ort. MalgneltolhyldrodyinalmiktZZe; -: Teilgebiet d’er Physik, das die Wechsel
wirkung zwischen Magnetfeldern u. strömenden elek
trisch leitfähigen Flüssigkeiten (z.B. von ionisierten Ga
sen) untersucht, malgneltolhyldroldylnalmisch: die
Magnetohydrodynamik betreffend, malgneltolkallorisch; in der Fügung magnetokalorischer Effekt: von
magnetischen Zustandsänderungen der Materie herrüh
rende Temperaturänderung. Malgne|to|me|terdai; -s, (zu T‘...meter): Instrument zur Messung magnetischer
Feldstärke u. des Erdmagnetismus. Malgnelton das; -s,
-[s] (aber: 2 -) (aus gleichbed. fr. magnéton, geprägt vom
franz. Physiker P. Weiss, 1865-1940): Einheit des magne
tischen Moments (Kernphys.). Malgneltolopltik die; (zu Imagneto...): Wissenschaft von den optischen Er
scheinungen, die durch die Einwirkung eines magneti
schen Feldes auf Licht entstehen. Ma¡gne|to|path der;
-en, -en (zu t...path (2)>: mit Magnetismus behandelnder
Heilkundiger. Malgneltolpalthie die; - (zu T...pathie):
Heilwirkung durch magnetische Kräfte. Malgneltophon®, auch ...fon das; -s, -e (zu T...phon): ein Tonband
gerät. Ma|gne|to|sphä|re<7z'e; -: Teil der die Erde umge
benden Atmosphäre, in dem die ΑElektronen u. ÎIonen
durch das Magnetfeld der Erde beeinflusst werden. Magne to sta tik die; -: Lehre von den zeitlich konstanten
Magnetfeldern u. ihrer Wirkung (Phys.). Malgneltostriklti gn die; -, -en: bei Magnetisierung eines Körpers
entstehende geringe Formveränderung (Phys.). Magnetlpol der; -s, -e (zu t'Pol): einer der beiden Bereiche
am Ende eines Magnetfeldes, auch des erdmagnetischen
Feldes, in dem fast alle magnetischen Feldlinien entsprin
gen od. münden (Phys.). Malgneltron das; -s, Plur.
...one, auch -s (Kurzw. aus 1 Magnet u. ÎElektron): eine
Elektronenröhre, die magnetische Energie verwendet (für
hohe Impulsleistungen). Malgnetltonlgelrät das; -[e]s,
-e (zu îMagnet): Tonbandgerät
malgnilfik* [manji...] (aus gleichbed. fr. magnifique, dies
aus lat. magnificus „großartig“): (veraltet) herrlich,
prächtig, großartig. Ma|gni|fi|kat [mag...] das; -[s], -s (zu
lat. magnificat, 3. Pers. Sing, von magnificare „rühmen“,
nach dem ersten Wort des Gesangstextes): 1. a) (ohne
Plur.) Lobgesang Marias (Luk. 1,46-55) nach seinem An
fangswort in der lat. Bibel (Teil der kath. tVesper); b) auf
den Text von a) komponiertes Chorwerk. 2. (landsch.)
kath. Gesangbuch. Ma|gni|fi|kus der; -, ...fizi (aus
gleichbed. nlat. (rector) magnificus zu ZaZ. magnificus
„großartig“ (zu magnus „groß“ u. facere „machen, tun“)):
(veraltet) Rektor einer Hochschule; vgl. Rector magnifi
cus. Ma|gni|fi|zen|tis|si|mus der; -, ...mi (aus nlat.
(rector) magnificentissimus, Superlativ von lat. magnificens, Gen. magnificentis „großartig“; vgl. Magnifikus):
svw. Rector magnificentissimus. Ma|gni|fi|zenz die; -,
-en (aus Zoz. magnificentia „Großartigkeit, Erhabenheit“
zu magnificus, vgl. Magnifikus): Titel für Hochschulrek
toren u. a.; als Anrede: Euer, Eure (Abk.: Ew.) -. Malgnifilzi: Plur. von T Magnifikus
Malgnilmat* das; -[e]s (Kunstw.): zur Herstellung von
Münzen verwendeter dreischichtiger Werkstoff. Malgnisia vgl. Magnesia
837
die; - <zu lat. magnitudo „Größe“, dies zu
magnus „groß“): Maß für die Stärke von Erdbeben. Magniltuldo die; - (aus lat. magnitudo, vgl. Magnitude):
Maß für die Helligkeit eines Gestirns; Abk.: mag.
Malgnollie* [,,,iə] aüe; -, -n (aus gleichbed. nlat. magnolia,
nach dem franz. Botaniker P. Magnol, 1638-1715): früh
blühender Zierbaum (aus Japan u. China) mit tulpenför
migen Blüten
Malgnon* das; -s, ...gnonen (Kunstw.; vgl. 4...on>: das zu
den Spinwellen in magnetischen Stoffen gehörige Energie
quant (Phys.)
Ma gnum’ die; -, ...gna (aus lat. magnum „das Große",
substantiviertes Neutr. von magnus „groß“): 1. Wein- od.
Sektflasche mit doppeltem Fassungsvermögen (1,51). 2.
Bez. für Spezialpatronen mit verstärkter Ladung in der
Waffentechnik; Abk.: M.
Ma gnus eflfekf der; -[e]s (nach dem dt. Chemiker u.
Physiker H. G. Magnus, 1802-1870): Wirbelerscheinung
an einem in einer Strömung rotierenden Zylinder (Phys.)
Malgog vgl. Gog und Magog
Malgolsilen [...’zis:] das; -[s] (fr.; nach dem Ort Magosi in
Uganda, Afrika): spätsteinzeitliche Kultur in Afrika süd
lich der Sahara
Malgot der; -s, -s (aus gleichbed. fr. magot, dies aus hehr.
mägög (biblischer Name eines barbarischen Volkes)): in
Nordafrika heimische Makakenart (vgl. Lemure)
Malgulla die; -, -s (aus ngr. mágoula „Erdhügel“): Bez. für
vorgeschichtliche Grab- u. Siedlungshügel in Nordgrie
chenland
Malgus der; -, ...gi (auspers. magus (Name eines Priester
stammes)): svw. Magier (2)
malgyalrisch [ma'dja:...] usw. vgl. madjarisch usw.
Mahabharalta [,.,'ba...] das; - (aus sanskr. mahäbhärata
„großer (Kampf) der Bharata“ zu mahá „groß“ u. bharatá
(Plur.) (Name eines vedischen Volkes)): altind. National
epos, zugleich religiöses Gesetzbuch des THinduismus;
vgl. Bhagawadgita
Mahadewa der; -s (zu sanskr. mahá „groß“ u. devá
„Gott“): Beiname des hinduistischen Gottes Schiwa
Malhagoni das; -s (Herkunft ungeklärt, vermutlich aus
dem Indian.): wertvolles, rotbraunes, hartes Holz. Maha go niibaum der; -[e]s, ...bäume: westind. Balsam
pflanze, die das heute kaum noch verfügbare echte Maha
goniholz lieferte. Ma|ha|go|ni|mö|bel das; -s, - (meist
Plur.): Möbel aus Mahagoniholz
Malhaljalna u. Mahayana [... jə:nə] das; - (aus gleichbed.
sanskr. mahäyäna, eigtl. „großes Fahrzeug (der Erlö
sung)“): freie, durch Nächstenliebe auch den Laien Erlö
sung verheißende Richtung des 1 Buddhismus; vgl. Hinajana, Wadschrajana. Malhaljalnalbudldhislmus, Ma
hayanabuddhismus der; -: in den ersten nachchristlichen
Jahrhunderten entstandene Richtung des Î Buddhismus,
die an eine Erlösung durch den Î Bodhisattwa glaubt
(Reh). Mahakala der; -s (aus sanskr. mahäkäla „der
große Schwarze“): Beiname des hinduistischen Gottes
Schiwa
Malhal der; -[s], -s (nach dem iran. Ort Mahallat): Perser
teppich minderer bis mittlerer Qualität aus dem Gebiet um
Mahallat
Malha|man|da|pa das; -s, -s (zu sanskr. mahä- „groß“ (als
Wortteil) u. mandapa „offene Halle, Tempel“) : die Haupt
halle im ind. Tempel als Versammlungsraum der Gläubi
gen. Malhalradlscha* der; -s, -s (aus gleichbed. sanskr.
mahäräjä, zu räj „Herrscher, König“): ind. Großfürst.
Ma|ha|ra|ni die; -, -s (aus gleichbed. sanskr. mahäräjfii,
zu räjfii „Königin“): Frau eines Maharadschas; ind. Fürs
tin. Malhalrilschi der; -[s], -s (aus gleichbed. sanskr. mahärsi, eigtl. „großer Seher“, zu rsi „Seher“): Ehrenbez. für
geistig-religiöse Führer in Indien. Malhatlma der; -s, -s
Malgniltulde*
Mailing
(aus sanskr. mahätmän „mit großer Seele“, zu ätmän „See
le“): ind. Ehrentitel für geistig hochstehende Männer (z. B.
Gandhi), die oft göttlich verehrt werden
Malhaut vgl. Mahut
Malhalyalna [...'jama] usw. vgl. Mahajanausw.
Mahldi ['maxdi, auch 'ɪna:di] der; -[s], -s (aus gleichbed.
araA mahdi, eigtl. „der auf den richtigen Weg Geführte“):
von den Moslems erwarteter letzter Prophet, Glaubens- u.
Welterneuerer. Mahldislmus der; - (zu t...ismus (1)>:
Lehre vom Mahdi. Mahldist der; -en, -en (zu T...ist) : An
hänger des sudanesischen Derwischs Muhammad Ahmad,
der sich 1881 zum Mahdi erklärte u. den zur Beseitigung
der brit.-ägypt. Fremdherrschaft führenden „Mahdiaufstand“ anführte
Ma|he|sha|mur|ti [..Ja...] die; -, -s (zu sanskr. mahesa
„großer Herr, Gott“ u. mürti „Körper, Bild, Verkörpe
rung"): Darstellung des hinduistischen Gottes Schiwa als
Allgott
Mah-Jongg®, Ma-Jongg [,,,'dʒɔŋ] das; -s, -s (aus gleich
bed. engl. mah-jong(g). anglisiert aus chin. (Dialekt von
Schanghai) ma-tsiang „Spatzenspiel“): urspr. chines. Ge
sellschaftsspiel mit Spielsteinen od. -karten, aus denen be
stimmte Bilder zusammengestellt werden müssen
Malhoîltres* [ma'oa:trə] die (Plur.) (aus gleichbed. älter/r.
mahoîtres (Plur.)): Schulterpolster an der Männerklei
dung des 15. Jh.s
Malhoinie [,,,iə] die: -, -n (nach dem amerik. Gärtner
B. MacMahon (1775-1816) u. zu t‘...ie>: Zierstrauch mit
gefiederten Blättern u. gelben Blüten
Malhut u. Mahaut der; -s, -s (über engl. mahout aus gleich
bed. Hindi mahäwat, sanskr. mahämätra): ostind. Elefan
tenführer
Mai der; Gen. -[e]s u. - (gehoben auch noch -en), Plur. -e
(aus gleichbed. lat. (mensis) Maius (nach einem italischen
Gott des Wachstums)): fünfter Monat im Jahr, Wonne
mond, Weidemonat
Mailden ['me:dn, engl. 'meɪdn] das; -[s], - (aus gleichbed.
engl. maiden, eigtl. „Jungfrau“): auf der Rennbahn uner
probtes Pferd (Sport). Maildenispeech [meɪdnspiʧ]
der; -, -es [...Jiz] (zu engl. speech „das Reden, Sprechen“):
(veraltet) Antrittsrede. Maildenltrip der; -s, -s (zu engl.
trip „Ausflug, Reise“): (veraltet) Jungfernfahrt, erste
Fahrt eines neu gebauten Schiffes
Maildislmus [mai..., mai...] der; - (zu span, maíz „Mais“,
dies aus gleichbed. Taino (einer Indianersprache der Ka
ribik) mays, u. T...ismus (3)): Maisvergiftung
Mal iesltas Dplmilni vgl. Majestas Domini
Mailkong der; -s, -s (aus dem Indian.): südamerik. Wild
hund
Mail [meɪl] die; -, -s (aus gleichbed. engl. mail): (veraltet)
Post, Briefbeutel. Mail-Art ['meɪlɑ:t] die; - (zu engl. art
„Kunst“): international verbreitete Form der künstleri
schen tKommunikation mit postalischer Vermittlung,
z.B. in Form von Künstlerpostkarten; Postkunst. Mail
bomb [engl. ...bam] die; -, -s, auch Maillbomlbe die; -,
-en (aus gleichbed. engl. mail bomb): die Mailbox eines Be
nutzers überflutende Menge nutzloser Daten, die den Ab
sturz des Computers verursachen (EDV Jargon). Mailbomlbing [engl. ...bamip] das; -s (aus engl. mail bombing
zu to bomb „Bomben werfen“): Mailbombs, eine Mail
bomb verschicken (EDV Jargon). Maillbox die; -, -es
[,,,ɪz] (aus engl. mailbox „Briefkasten“): Datei zur Spei
cherung und zum Austausch von Nachrichten (EDV).
Maillcoach [,,,koʊtʃ] die; -, -es [-ʃɪz] (aus gleichbed.
engl. mail coach): (veraltet) Postkutsche, mailler» (nach
engl. to mail „(mit der Post) senden“): jmdm. einet E-Mail
zuschicken (EDV). Mailling ['meɪlɪŋ] das; -[s], -s (aus
gleichbed. engl. mailing): a) (ohne Plural) Versenden von
Werbung, Informationsmaterialo. Ä. per Postod. E-Mail;
Mailleuse
b) per Post od. E-Mail versendetes Werbe-, Informations
material o. Ä.
Mail leuise [majo:zə] zZze; -, -n <zu fr. maille „Masche,
Schlinge“ u. î...euse>: (veraltet) radförmiges Teil an Wirk
maschinen, das die Maschenbildung bewirkt
Maillorlder [meɪlɔ:də] tZZe; - (aus gleichbed. engl. mail or
der zu mail „Post(sendung)“ u. order „Auftrag, Bestel
lung“) : auf dem Postweg erfolgende Bestellung von Waren
[im Versandhandel], Mailistealmer [,,,sti:mə] der; -s, (zu engl. steamer „Dampfer, Dampfschiff'): (veraltet)
Postdampfer
Mainllight ['memlaɪt] das; -, -s (zu engl. main „Haupt-,
wichtigster“ u. light „Licht“) : Haupt- u. Führungslicht bei
der Filmtechnik. Main|li|ner [,,,laɪnə] der; -s, - (aus
gleichbed. engl. (Jargon) mainliner zu main line „Vene“,
eigtl. „Hauptstrecke“): Drogensüchtiger, -abhängiger, der
sich Rauschgift injiziert. MainllilningzZas; -s (aus gleich
bed. engl. mainlining): das Injizieren von Rauschgift.
Mainlstream [,,,stri:m] der; -[s] (aus gleichbed. engl.
mainstream, eigtl. „Hauptströmung, -ström“): 1. stark
vom Î Swing (2) beeinflusste Form des modernen Jazz, die
keinem Stilbereich eindeutig zuzuordnen ist. 2. (oft abwer
tend) vorherrschende Richtung (z. B. in der Gesellschafts
politik, im Kulturleben, in der Musik)
Maire [ɪnɛ:s] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. maire zu altfr.
maire „Herr“, eigtl. „der Größere“, dies zu lat. maior, vgl.
Major): Bürgermeister in Frankreich. Mai|rie[me...] die;
-, ...jen (aus gleichbed. fr. mairie): Bürgermeisterei in
Frankreich
Mais der; -es, Plur. (Maisarten) -e (aus gleichbed. span.
maíz, dies aus Taino (einer Indianersprache der Karibik)
mays): wichtige Getreidepflanze, maislfarlben: satt
gelb, dunkelgelb, von der Farbe des vollreifen Maises
Mailsolnette, auch Mailsonlnette [mɛzɔ'nɛt] die; -, -s
(aus gleichbed. engl. maisonette, dies aus fr. maisonnette
„Häuschen“, Verkleinerungsform von maison „Haus“,
dies aus spatial, mansio „Wohnung“, vgl. Menage): zwei
stöckige Wohnung mit eigener, innerhalb der Wohnung
liegender Treppe in einem [Hochjhaus
Maîltre* ['mɛ:trə] der; -, -s (aus gleichbed. fr. maître, dies
aus lat. magister, vgl. Magister): a) franz. Bez. für Herr,
Gebieter; Lehrer, Meister; b) (ohne Plur.) Titel juristi
scher Amtspersonen in Frankreich; c) Träger des Titels
Maître (b). Maîltre de piailsir[mɛtrədəplɛ'zi:r] <Zer; —,
-s ['mɛ:trə] - - (aus fr. maître de plaisir, zu ÎPläsier): (ver
altet, noch scherzh.) jmd., der bei einer Veranstaltung das
Unterhaltungsprogramm arrangiert u. leitet, der bei einem
Fest für die Unterhaltung der Gäste sorgt. Mailtreslse
[me...] vgl. Mätresse
Mailtreiya* der; - (zu sanskr. maitreya „gnädig, wohlwol
lend, freundschaftlich“): nach buddhistischer Lehre der
für die Zukunft erwartete Î Buddha
M ailzelna® das; -s (Kunstw.; vgl. span, maicena „feines
Maismehl“): Maisstärkepuder
Maljadze; - (aus sanskr. mäyä „Trugbild“): die als Blend
werk angesehene Erscheinungswelt (als verschleierte
Schönheit dargestellt) in der tvedischen u. I brahmani
schen Philosophie
Maljakder; -, -s (aus gleichbed. russ. majak): (veraltet) a)
Schifffahrtszeichen, Bake; b) Leuchtturm
M a jes tas Do mi ni die; - - (aus Zai. maiestas domini,
eigtl. „die Herrlichkeit des Herrn“) : [frontale] Darstellung
des thronenden Christus (bildende Kunst). Maljesltät
die; -, -en (aus lat. maiestas, Gen. maiestatis „Größe, Er
habenheit“ zu maior „größer“, vgl. 'Major): 1. (ohne
Plur.) Herrlichkeit, Erhabenheit. 2. Titel u. Anrede von
Kaisern u. Königen. ma|jes|tä|tisch:herrlich, erhaben;
hoheitsvoll. Ma|jes|täts|plu|ralder; -s, -e: svw. Pluralis
Majestatis, maljeur[ma'ʒo:p] (aus fr. (ton) majeur, eigtl.
838
„größerer (Ton)“, dies aus lat. maior, vgl. 'Major): franz.
Bez. für Dur (Mus.); Ggs. îmineur
Maljollilka die; -, Plur. ...ken u. -s (aus gleichbed. it. maiolica, maiorica, nach dem mlat. Namen Majolica (spätlat.
Maiorica) der span. Insel Mallorca): Töpferware mit
Zinnglasur; vgl. Fayence. Maljollilkalemail [...emai]
das; -s: mit einem Grundemail u. einer zweiten durch
scheinenden Emailschicht überzogenes Gusseisen
Maljolnälse vgl. Mayonnaise
Ma-Jongg [maʤɔŋ] vgl. Mah-Jongg
maljor ['meɪdʒə]^(aus engl. major „größer“, dies aus lat.
maior; vgl. 'Major ): engl. Bez. für îDur (Mus.); Ggs. Tminor. 'Maljor [ma...] der; -s, -e (aus span, mayor „größer,
höher; Vorsteher, Hauptmann“, dies aus lat. maior „grö
ßer“, Komparativ von magnus „groß“): Offizier, der im
Rang über dem Hauptmann steht. 2Maljorder; - (verkürzt
aus lat. maior (terminus), vgl. 'Major); der größere, wei
tere Begriff im Î Syllogismus (Logik)
Maljolran [auch majo'ra:n] der; -s, -e (aus gleichbed. mlat.
majorana, majoracus, dies unter Anlehnung an lat. maior
(vgl. 'Major) aus lat. amaracus, dies aus gr. amárakos): a)
Gewürz- u. Heilpflanze (Lippenblütler); b) als Gewürz
verwendete, getrocknete Blätter des Majorans (a)
Ma|jo|ra|na|ef|fektd<?r; -[e]s, -e (nach dem ital. Physiker
Q. Majorana, 1871-1952): Doppelbrechung kolloidaler
Lösungen im Magnetfeld (Phys.). MaljolralnalkraftzZze;
-, ...kräfte (nach dem ital. Physiker E. Majorana,
1906-1938): eine Austauschkraft zwischen zwei tNukleonen (Kernphys.)
Ma jo ran te die; -, -n (zu lat. maior „größer“; vgl. ...ant
(1)>: Vergleichsreihe, deren Glieder größer od. gleich den
Gliedern einer zu untersuchenden Reihe sind (Math.).
Maljolrat das; -[e]s, -e (aus gleichbed. mlat. maioratus,
eigtl. „der Stand eines Höheren“, zu Zah maior, vgl. 'Ma
jor): 1. Vorrecht des Ältesten auf das Erbgut; Ältesten
recht (Rechtsw.). 2. nach dem Ältestenrecht zu vererben
des Gut (Rechtsw.); vgl. Minorat u. Juniorat. Maljorldomus [ma:...] der; -, - (aus gleichbed. spätlat. maior domus
(regiae), eigtl. „(königlicher) Hausverwalter, Hausmeier“,
zu lat. maior (vgl. 'Major) u. domus „Haus“): oberster
Hofbeamter, Befehlshaber des Heeres (unter den fränk.
Königen), maljolrenn (aus gleichbed. mlat. majorennus
zu lat. maior „größer, älter“ u. annus „Jahr“): (veraltet)
volljährig, mündig (Rechtsw.); Ggs. tminorenn. Ma jorenlniltät die; - (zu t...ität>: (veraltet) Volljährigkeit,
Mündigkeit (Rechtsw.); Ggs. îMinorennität. Maljorette [...ret] die; -, Plur. -s u. -n [,..tn] (über gleichbed.
engl.-amerik. (drum) majorette aus fr. majorette, eigtl.
„kleine Majorin“): junges Mädchen in Uniform, das bei
festlichen Umzügen paradiert. Ma jo rin die; -, -nen: 1.
weibliches Mitglied der Heilsarmee im Rang eines Majors.
2. (veraltet) Frau eines Majors. ma|jo|ri|sie|ren (zu lat.
maior (vgl. 'Major) u. T...isieren>: überstimmen, durch
Stimmenmehrheit zwingen. Maljolrist der; -en, -en (zu
T...ist): Inhaber der höheren Weihen (vom tSubdiakon
aufwärts) im kath. Klerus. Maljolriltät die; -, -en (über
gleichbed. fr. majorité aus mlat. maioritas, Gen. maioritatis „Mehrheit; Mündigkeit“ zu lat. maior „größer, stär
ker“): [Stimmen]mehrheit; Ggs. îMinorität. Maljolritätslprinlziprfas; -s: Grundsatz, dass bei Abstimmungen
u. Wahlen die Mehrheit der Stimmen entscheidet. Maljori täts wahi die; -, -en: Mehrheitswahl, nach der die
Mehrheit den Kandidaten wählt, die Stimmen der Minderheit[en] hingegen unberücksichtigt bleiben. Maljorz der;
-es (zu ÎMajorität; Analogiebildung zu tProporz):
(Schweiz.) svw. Majoritätswahl. MaljuslkelrZze; -, -n (zu
lat. maiusculus „etwas größer“, Verkleinerungsform von
maior, vgl. 'Major): Großbuchstabe; Ggs. ÎMinuskel; vgl.
Versal
839
(aus gleichbed. fr. macabre, gekürzt aus danse
macabre „Totentanz“, vgl. Danse macabre) : a) (durch eine
bestimmte Beziehung zum Tod) unheimlich, Grauen her
vorrufend; b) mit Tod u. Vergänglichkeit Scherz treibend.
Malkalberltanz der; -es, ...tänze (Lehnübersetzung von
fr. danse macabre, vgl. makaber): svw. Danse macabre
Malkaldam der od. das; -s, -e (nach dem schott. Straßen
bauingenieur McAdam, 1756-1836): bituminöser Stra
ßenbelag, in dem sich zahlreiche Hohlräume befinden,
malkaldalmilsielren (aus gleichbed. engl. to macada
mize; vgl. t,,,isieren): mit Makadam versehen, belegen
Malkak [auch ma'ka(:)k] der: Gen. -s u. -en, Plur. -en [ma'ka(:)kn] (aus port, macaco „Affe“, dies aus einer afrik.
Eingeborenensprache): meerkatzenartiger Affe (zahlrei
che Arten in Asien, bes. in Japan)
Malkalme z/ze; -, -n (aus arab. maqäma, eigtl. „Zusammen
kunft“): 1. kunstvolle alte arab. Stegreifdichtung. 2. a) im
Orient ein Podium, auf dem die höfischen Sänger standen ;
b) Gesang der höfischen Sänger im Orient; vgl. Maqam
'Ma kao der; -s, -s (aus niât. (Ara) macao, Herkunft unge
klärt): ein zu den tAras gehörender Papagei
2Malkao [auch ma'kau] das; -s (nach der port. Kolonie Ma
cao): Glücksspiel mit Würfeln u. Karten
Malkalra der; -[s] (aus gleichbed. sanskr mákara): in der
ind. Mythologie mit dem Element Wasser assoziiertes Fa
beltier, das in der ind. Kunst meist als krokodilartiges We
sen mit Elefantenrüssel u. Fischschwanz dargestellt ist
Malkalrislmus der; -, ...men (meist Plur.) (über spätlat.
macarismus aus gr. makarismös „das Glücklichpreisen“
zu makärios „glücklich, glückselig“): Seligpreisung (altgriech. u. bibl. Stilform, bes. in der Bergpredigt)
Ma|kart|bu|kett das; -[e]s, Plur. -e od. -s (nach demösterr.
Maler Hans Makart (1840-1884) u. zu (Bukett): dekora
tiver Strauß aus getrockneten Blumen u. Gräsern
make or buy [ meɪkɔ: bai] (engl.; „herstellen od. kaufen“):
Entscheidungsalternative zwischen der Eigenfertigung
von Sachgütern, Dienstleistungen od. Produktionsfakto
ren u. der Beschaffung bei Dritten (Wirtsch.)
Ma ket te vgl. Maquette
Make-up [me:k'lap, engl. 'meɪk-ʌp] das; -s, -s (aus gleich
bed. engl. make-up, eigtl. „Aufmachung“, zu to make up
„zurechtmachen“): 1. Verschönerung des Gesichts mit
kosmetischen Mitteln. 2. kosmetisches Mittel ; Creme zum
Tönen u./od. Glätten der Haut. 3. Aufmachung, Verschö
nerung eines Gegenstandes mit künstlichen Mitteln
Malki der; -s, -s (über fr. maki aus gleichbed. malagassisch
maky): Lemure (2)
Malkie [...is] die; - (aus gleichbed. jap. maki-e, eigtl. „Streu
bild“): Dekorationsart der japan. Lackkunst
Malkilmolno das; -s, -s (aus gleichbed. jap. makimono,
eigtl. „Rollending“): Bildrolle im Querformat (ostasiat.
Kunst)
Ma|king-of [meɪkɪŋ...] das; -[s], -[s] (aus engl. making
[„Herstellung“ u. of (sth.) „von (etwas)“]): [Dokumenta
tion über die] Herstellung, Entstehung einer Sache (z.B.
eines Films, einer Tonaufzeichnung)
Maklkalbi der; -[s], -s (zu hebr. maqqäbay „mein Ham
mer“, dies aus maqqäbä „Hammer“, nach dem jüd. Volks
helden Judas Makkabi (latinisiert Makkabäus), 2. Jh.
v.Chr.): Name jüd. Sportvereinigungen. Mak|ka|bi|a|de
die; -, -n (zu î...iade): in vierjährigem Zyklus stattfinden
der jüd. Sportwettkampf nach Art der Olympiade
Maklkallulbe die; -, -n (Herkunft unbekannt, vermutlich
aus dem Ital.): durch Erdgas aufgeworfener Schlammke
gel (in Erdölgebieten)
’Maklkalrolni die (Plur.) (aus gleichbed. it. (mdal.) maccaroni, Plur. von maccarone, it. maccherone; vgl. Makrone):
röhrenförmige Nudeln aus Hartweizengrieß. 2Mak|karolni der; *[s], -s (zu Î'Makkaroni): (ugs. abwertend) Ita
ma ka ber
Makroexpander
liener. mak|ka|ro|ni|sch (nach der Satire „Carmen
Maccaronicum ..." des Paduaners Tifli degli Odasi
(t 1488), die an das Lieblingsgericht der Italiener, die Mak
karoni, anknüpft); in der Fügung makkaronische Dich
tung: scherzhafte Dichtung, in die lateinische u. lateinisch
deklinierte Wörter einer anderen Sprache eingestreut
sind, z.B. in B. von Münchhausens Ausspruch „Totschlago vos sofortissime, nisi vos benehmitis bene“, maklkarolnilsie ren (zu t.Jsieren): lateinische u. lateinisch de
klinierte Wörter innerhalb eines anderssprachigen T Kon
textes ( 1 a) verwenden
'Malko die: -, -s, auch der od. das; -[s], -s (nach dem Ägypter
Mako Bey, dem maßgeblichen Förderer des ägypt. Baum
wollanbaus im 19. Jh.): 1. ägypt. Baumwollsorte mit lan
gen, gelblichen, leicht glänzenden Fasern. 2. Gewebe aus
'Mako (1)
2Ma|ko der; -s, -s (aus dem Maori): ein Makrelenhai
Malkolré [... re:] das; -[s] (aus gleichbed. fr. makoré, dies
aus dem Afrik.): rotbraunes Hartholz des afrik. Birn
baums
malkr...*, Malkr... vgl. makro..., Makro...
Malkralmee* das; -[s], -s (aus gleichbed. it. macramé, dies
aus arab. miqram „bestickter Schleier“): a) (ohne Plur.)
urspr. arab. Knüpftechnik, bei der gedrehte Fäden mit
Fransen zu kunstvollen Mustern miteinander verknüpft
werden; b) Knüpfarbeit in Makramee (a)
Malkrelle* die; -, -n (über gleichbed. mittelniederl. makereel, macrel aus altfr. maquerel, dies aus mlat. maquerellus, macarellus, weitere Herkunft ungeklärt): bis 35cm
langer Speisefisch des Mittelmeergebiets, des Atlantiks u.
nordischer Gewässer
Ma|kren|zelpha|lie* die; -, ...ien (zu îmakro... u. Enzephalie): svw. Megalenzephalie. Malkro der od. das; -s, -s:
Kurzform von tMakrobefehl. malkro..., Malkro..., vor
Vokalen auch makr..., Makr... (aus gleichbed. gr. makrös):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „lang, groß,
hoch“, z. B. makroskopisch, Makrobiose, Makrenzephalie. Malkro|ana|ly|se [auch 'ma:...] die; -, -n: chemische
Analyse, bei der Substanzmengen im Grammbereich
(0,5- 10g) eingesetzt werden (Chem.); Ggs. îMikroanalyse. Malkrolanlgiolpatlhie die; -, ...ien: krankhafte Ver
änderung der mittelgroßen u. großen Arterien (Med.).
Malkrolaslsemlbler [,,,əsɛmblə] der; -s, -: tAssembler
od. T Assemblierer, der als Pseudobefehle die Vereinba
rung od. Benutzung von Makrobefehlen zulässt (EDV).
Malkroläslthelsie die; -, ...ien: Empfindungsstörung,
bei der Gegenstände größer wahrgenommen werden, als
sie sind (z.B. bei Hysterie; Med.). Malkrolauflnahlme
die; -, -n: svw. Makrofotografie (2). Malkrolbelfehl der;
-s, -e: zu einer Einheit zusammengefasste Folge von Be
fehlen (EDV). Malkrolbiol se die; - (zu 1 ...biose): Lang
lebigkeit eines Organismus (Med.); vgl. Longävität. Makrolbiloltik die: - (zu gr. biötikös „das Leben betref
fend“): 1. Kunst, das Leben zu verlängern (Med.). 2. spe
zielle, hauptsächlich auf Getreide u. Gemüse basierende
Ernährungsweise, malkrolbioltisch: die Makrobiotik
betreffend; makrobiotische Kost: Kost, die sich haupt
sächlich aus Getreide u. Gemüse zusammensetzt. Makrolcheillie [...çai...] die; -, ...ien (zu gr. cheilos „Lippe“
u. t2...ie): abnorme Verdickung der Lippen (Med.). Makro|chei|rie die; -, ...ien (zugr. makröcheir „langhändig“
u. t2...ie): abnorme Größe der Hände (Med.). Malkrodaklty lie die; -, ...ien (zu gr. makrodäktylos „langfing
rig“ u. î2...ie>: abnorme Größe der Finger (Med.). Makrolevollultilon [auch ma:...] die; -, -en (zu îmakro...):
bedeutsamer Evolutionsschritt, der einen neuen Zweig des
Stammbaums entstehen lassen kann (Biol.); Ggs. ÎMi
kroevolution; vgl. Makromutation. Ma|kro|ex|pan|der
der; -s, -e: spezielles Programm (4) zur Ersetzung des Ma-
M
Makroexpansion
840
sik, die den atomaren Aufbau der Materie nicht in ihre Be
krobefehɪs (EDV). Ma|kro|ex|pan|si|gn die; -, -en:
trachtungen einbeziehen; Ggs. ÎMikrophysik. Malkroî textuelle Umformung des mit Makrobefehlen versehenen
phyt fiter; -en, -en (meist Plur.) (zu t...phyt): ein mit dem
Programms (4) (EDV). Malkrolfaulna [auch ma:...] die;
bloßen Auge sichtbarer pflanzlicher Organismus (Biol.);
-, ...nen: Bez. für im od. auf dem Boden lebende Tiere von
Ggs. TMikrophyt. Malkrolplalsie die; - (zu gr. plássein
2-22 mm Länge, die mit bloßem Auge sichtbar sind
„bilden, formen“ u. t2...ie): übermäßige Entwicklung von
(Biol.); Ggs. î Mikrofauna. Ma|kro|fo|to|gra|fie die; -,
Körperteilen (Med.). Malkrolpglde der; -n, -n (zu î ...po
...ien [,,,i:ən]: 1. (ohne Plur.) fotografisches Aufnehmen im
de): Paradiesfisch, ein zu den î Labyrinthfischen gehören
Nahbereich mit vergrößernder Abbildung. 2. Nahaufnah
der Aquarienfisch. Malkrolpoldie tete; - (zu t2...ie>: Rie
me; Aufnahme in natürlicher Größe. Ma|kro|ga|met
senwuchs der Füße (Med.). Malkroplsie die; -, ...ien (zu
[auch 'ma:...] u. Ma|krolga|me|to|zytteer; -en, -en: grö
î...opsie): Sehstörung, bei der die Gegenstände größer er
ßere u. meist auch weniger bewegliche weibliche Ge
scheinen, als sie in Wirklichkeit sind (Med.); Ggs. Î Mischlechtszelle niederer Lebewesen, speziell der Malariaer
kropsie. Malkrolrhilnie die; - (zu gr. rhis, Gen. rhinos
reger (Biol.); Ggs. 1 Mikrogamet. Ma|krolge|ni|to|so„Nase“ u. t2...ie>: übermäßige Größe der Nase, Art der
mietete; -, ...ien <zu lat. genitus, Part. Perf. von genere (äl
TAkromegalie (Med.). Malkrolseislmik [auch ma:...]
tere Form von gignere) „erzeugen, erschaffen“, gr. söma
die; - : Wissenschaft, Lehre von den ohne Messinstrumente
„Körper“ u. î2...ie): körperliche u. sexuelle Überentwick
für den Menschen spürbaren Erschütterungen der Erde,
lung (Med.). Malkrolglolbullinfites; -s, -e: bei krankhaf
malkrolseislmisch [auch ma:...]: ohne Instrumente
ten Veränderungen des Eiweißstoffwechsels entstehendes
wahrnehmbar (von starken Erdbeben), malkrolskoT Globulin von hohem Molekulargewicht (Med.). Ma Ikropisch (zu gr. skopeîn „betrachten, (be)schauen“): ohne
glo|bu|li|nä|mie die; -, ...ien: das Auftreten von Makro
optische Hilfsmittel, mit bloßem Auge erkennbar; Ggs.
globulinen im Blut (zu Lymphknotenschwellungen, LeberÎmikroskopisch (1). Malkroslmat der; -en, -en (zu gr.
u. Milzvergrößerung u.a. führende seltene Eiweißstoff
osme „Geruch“ u. î...at (l)): gut witterndes Säugetier;
wechselstörung; Med.). Ma|kro|glos|sietete; -, ...ien <zu
Ggs. TMikrosmat. Ma|kro|so|mietezte;-, ...ien (zugr. sö
gr. glossa „Zunge“ u. T2...ie>: Vergrößerung der Zunge
ma „Körper“ u. î2...ie): Riesenwuchs (Med.); vgl. Gigan
(Med.). Ma|kro|gy|rie die; -, ...ien (zu gr. gyros „Kreis“
tismus (1); Ggs. tMikrosomie. Malkrolsolzilollolgie
u. t2...ie): abnorme Größe der Hirnwindungen (Entwick
[auch 'ma:...] die; -: Soziologie gesamtgesellschaftlicher
lungsstörung; Med.), malkrolkelphal usw. vgl. makro
Gebilde; Ggs. îMikrosoziologie. Malkrolspolre die; -,
zephal usw. Malkrolkilneitiktete; -: Lehre vom zeitlichen
-n (meist Plur.): große weibliche Spore einiger Farnpflan
Ablauf chem. Reaktionen unter Berücksichtigung des
zen. Malkrolstolmaates; -s, -ta: angeborene Fehlbildung
Stoff-u. Wärmetransports (Chem.). Ma|kro|kli|ma das;
-s, Plur. -s u. (fachspr.) ...mate: Großklima, malkrolkosmit seitlicher Erweiterung der Mundspalte (Med.). Makrolstrukltur die; -, -en: a) Grobstruktur; b) ohne opti
misch [auch ma:...]: den Makrokosmos betreffend; Ggs.
îmikrokosmisch. Ma|kro|kps|mos u. Malkrolkossche Hilfsmittel erkennbare Struktur (z.B. von pflanzli
mus [auch ma:...] der; - (vermutlich unter Einfluss von fr.
chen Geweben). Ma|kro|thelo|rie die; -, -n: Teilbereich
macrocosme aus mlat. macrocosmus, dies zu îmakro... u.
der wirtschaftswissenschaftlichen Theorie, dessen Er
îKosmos): das Weltall; Ggs. TMikrokosmos. malkrokenntnisobjekt die gesamte Volkswirtschaft darstellt;
krisltalllin (zu îmakro...): grobkristallin (von Gestei
Ggs. Î Mikrotheorie. Malkroltie die; -, ...ien (zu gr. oüs,
nen). Ma|kro|linlgu|isltik [auch 'ma:...] die; -: Gesamt
Gen. ötös „Ohr“ u. t2...ie>: abnorme Größe der Ohren
bereich der Wissenschaft von der Sprache; vgl. Metalin
(Med.); Ggs. TMikrotie. Ma|kro|vi|rus [,..v...] der; -,
guistik u. Mikrolinguistik. Malkrolmellietete;-, ...ien (zu
...ren: sich über ÎE-Mail verbreitender ÎComputervirus
gr. mélos „Glied“ u. î2...ie): Riesenwuchs (Med.); Ggs.
(EDV), malkrolzelphal (aus gr. makroképhalos „lang
ÎMikromelie; vgl. Gigantismus (1). Malkrolmelreteze; -,
köpfig“): großköpfig (Med.); Ggs. tmikrozephal. Ma-n (meist Plur.) (zugr. méros, Gen. méreos „Teil“): dotter
krolzelphalle der u. die; -n, -n: jmd., der einen abnorm
reiche, große Furchungszelle bei tierischen ÎEmbryonen;
großen Kopf hat; Großköpfige[r] (Med.); Ggs. Î Mikroze
Ggs. îMikromere. Ma|kro|mo|le|kül [auch ’ma:...] das;
phale. Ma|kro|ze|pha|lietete;-,... ien (zut2,..ie>: abnor
-s, -e: ein aus tausend u. mehr Atomen aufgebautes Mole
me Vergrößerung des Kopfes (Med.); Ggs. î Mikrozepha
kül. malkrolmollelkullar [auch ma:...]: aus Makromo
lie. Malkrolzelphallus der; -, ...li (aus gleichbed. nlat.
lekülen bestehend. Malkrolmultaltilon [auch ma:...]
macrocephalus zu gr. makroképhalos, vgl. makrozephal):
die; -, -en: Erbänderung als Folge eines strukturellen
abnorm vergrößerter Kopf (Med.). Ma|kro|ziijkulla|tiChromosomenumbaus, die sprunghaft zu neuen Arten
on die; -, -en : der Blutkreislauf in den großen Blutgefäßen
führt; vgl. Makroevolution
(Med.). Malkrolzytfiter; -en, -en (meist Plur.) (zu T...zyt):
Ma|kro|ne* die; -, -n (aus/r. macaron „Mandeltörtchen“,
übergroße, unreife Form der roten Blutkörperchen. Madies aus it. (mdal.) maccarone „Röhrennudel“ (älter it.
kruIlie tete;-,...ien (zu gr. oülon „Zahnfleisch“ u. t2...ie>:
„Kloß“), wohl zu spätgr. makarla „die den Toten geopferte
Wucherung des Zahnfleisches
Gerstensuppe; Totenmahl“, dies zu gr. makärios „glück Mak Isylra tete; -, -s (aus gleichbed. arab. maqsura): abge
selig“): Gebäck aus gemahlenen Mandeln, Haselnüssen
teilter Raum in einer Moschee
od. Kokosflocken, Zucker u. Eiweiß
Malkulba der; -s (nach dem Bezirk Macuba auf der Insel
Ma|kro|no|sie*tete; - (zu Tmakro..., gr. nósos „Krankheit“
Martinique): ein feiner Schnupftabak mit Veilchengeruch
u. t2...ie>: (veraltet) langwierige Krankheit, Siechtum. Malkullalturtete; -, -en (aus mlat. maculatura „beflecktes,
Malkrolnulklelus [...eus] der; -, ...klei [...ei]: Großkern
schadhaftes Stück“ zu Zar. maculare, vgl. makulieren): a)
der Wimpertierchen (regelt den Ablauf des Stoffwechsels;
beim Druck schadhaft gewordene u. fehlerhafte Bogen;
BioL). Ma|kroiöko|no|mie [auch ma:...] die; -: Teilge
Fehldruck; b) Altpapier; Abfall der Papierindustrie; Ma
biet der Wirtschaftstheorie, dessen Gegenstand die Unter
kulatur reden: (ugs.) Unsinn, dummes Zeug reden, masuchung gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge ist
kullielren (aus lat. maculare „fleckig machen, besudeln“
(Wirtsch.); Ggs. ÎMikroökonomie. ma|kro|öko|nozu macula „Mal; (Schand)fleck“): zu Makulatur machen,
misch [auch ma:...]: die Makroökonomie betreffend
einstampfen. ma|ku|lös (aus gleichbed. lat. maculosus):
(Wirtsch.); Ggs. Îmikroökonomisch. Malkrolphalge
a) fleckig; b) mit der Bildung zahlreicher [Hautjflecken
der; -n, -n (zu Î...phage): großer Î Phagozyt (Med.). Maeinhergehend (Med.)
kro|phylsik[auch ma:...] die;-: die Teilbereiche der Phy Malkumlba tete; - (aus port, macumba „kultischer afrik.
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Tanz“, eigtl. „ein Baum (in Moçambique u. auf Madagas
kar), unter dem religiöse Versammlungen abgehalten wer
den“): in Brasilien verbreitete Î synkretistische Religion,
die afrik. Elemente mit kath.-christlichen, t spiritistischen
u. t okkultistischen Einflüssen verbindet
mal (fr.; aus gleichbed. lat. male): franz. Bez. für schlecht,
schlimm. 1Ma|la: Plur. von tMalum
2Malla die: -, -s (aus sanskr. mälä „Kranz"): Perlenkette
(meist mit 108 Perlen), die bei der Rezitation von Gebets
formeln u. von Buddhas Namen zum Zählen der Wieder
holungen verwendet wird; im Hinduismus als ein Gebets
kranz (Buddhismus, Hinduismus)
Mal|ab|sorp|ti|on die: - (aus gleichbed. engl. malabsorp
tion zu male- „schlecht-, bös(e)-“, dies aus lat. malus (vgl.
Malus) u. Î Absorption) : Störung der Resorption von Nah
rungsstoffen im Darm, vor allem bei Vitaminmangelzu
ständen (Med.)
Mallalchit [,..'xi:t, auch ... xit] der: -s, -e (über gleichbed.
lat. molochitis aus gr. molochites zu molóché, Neben
form von maláche „Malve“ (nach der Farbe der Malven
blätter); vgl. 2...it>: ein schwärzlich grünes Mineral,
Schmuckstein. Mallalchitlvalse die: -, -n: eine Vase aus
Malachit
mallad (zu tmalade): (selten) svw. malade, mallalde (aus
gleichbed. fr. malade, dies aus lat. male habitus „in
schlechtem Zustand befindlich“): [leicht] krank u. sich
entsprechend lustlos, unwohl, elend fühlend. Mallalderie die; -, ...ien (zu t2...ie>: svw. Maladrerie. Mallaldie
die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. maladie): (veraltet) Krank
heit, Unpässlichkeit. Ma|la|dre|rie* die; -, ...ien (aus
gleichbed. fr. maladrerie): (veraltet) Krankenhaus (bes.
für Aussätzige)
malla filde (lat.y. in böser Absicht; trotz besseren Wissens;
vgl. bona fide
Mallalga der: -s, -s (aus span, málaga (nach der span. Pro
vinz Málaga): südspan. brauner Süßwein
Ma|la|gas|si das; - (aus dem Indones.): Sprache der Bevöl
kerung auf der Insel Madagaskar. ma|lalgas|sisch: die
Bevölkerung der Insel Madagaskar u. ihre Sprache betref
fend. Mallalgaslsy, Mallalgalsy vgl. Malagassi
Mallalguelña [...genja] die: -, -s (aus span, malagueña zu
malagueño „aus Malaga stammend“): span. Tanz im
3/2-Takt mit einem ostinaten Thema, über dem der Sänger
frei improvisieren kann (Mus.)
Mallail se [,,,'lɛ:zə] die; -, -n, Schweiz, das; -s, - (aus gleich
bed. fr. malaise, zusammengesetzt aus (être) mal à Paise
„missgestimmt (sein)“): 1. Übelkeit, Übelbefinden; Unbe
hagen. 2. Unglück, Widrigkeit, ungünstiger Umstand, Mi
sere
Mallaljallam, auch Malayalam
-[s] (aus dem Drawidi
schen): Sprache in Südwestindien
Mallalkie vgl. Malazie. Mallalkollolge der; -n, -n (zu gr.
malakös „weich“ u. î ...loge): Wissenschaftler, der sich auf
Malakologie spezialisiert hat. Mallalkollolgie die; - (zu
t. ..logie): Teilgebiet der Zoologie, das sich mit den Mu
scheln, Schnecken u.a. befasst; Weichtierkunde, mallako lo gisch (zu t...logisch): die Weichtierkunde betref
fend. Ma|la|ko|phi|le die; -, -n (meist Plur.) (vgl. ...phil):
Pflanze, deren Blüten durch Schnecken bestäubt werden.
Ma|la|kos|tra|ke* der; -n, -n (zu gr. östrakon „Gehäu
se“): Ringelkrebs, ein hoch entwickeltes Krebstier. Mala|ko|zoo|lo|gie 4Ze; -: svw. Malakologie. Mallalkolzoon
-s, ...zoen (meist Plur.) (zu gr. zöon „Lebewesen,
Tier“): (veraltet) Weichtier
Mallalmaltilja die; - (zu araZz. malama „niedrig sein,
schlecht sein“): eine Richtung des îSufismus, deren Ver
treter eine ausschließliche Zuwendung zu Gott anstrebten
u. jegliche Bindung an die Welt ablehnten
Mallalmut der; -s, -s (nach den Mahlemuts, einem Einge
Malignom
borenenvolk in Alaska): aus Alaska stammende Schlitten
hundrasse
Mallanglgan das; -[s], -e (aus dem Melanes.): a) bemaltes,
hölzernes Kultobjekt der Bewohner von Neuirland; b) Ri
tus bei Totenfeiern auf Neuirland
mal-à-prolpos (malapro'po:] (ʃr,): (veraltet) ungelegen,
zur Unzeit
Mallal ria die; - (aus gleichbed. it. malaria, eigtl. „schlechte
Luft“, zu mala „böse, schlecht“ u. aria „Luft“): Sumpffie
ber, Wechselfieber. Ma|la|ri|a|an|fall der; -[e]s, ...fälle:
für die Malaria charakteristischer Fieberanfall, verbunden
mit Schüttelfrost u. Schweißausbrüchen. Mallalrilallogie r/ze; - (zu Î ...logie): Erforschung der Malaria
Ma|la|xa|ti|on </zV; -, -en (aus gleichbed. lat. malaxado zu
malaxare, vgl. malaxieren): (veraltet) Erweichung, mallaxielren (aus gleichbed. lat. malaxare, dies aus gr. malássein): (veraltet) erweichen, geschmeidig machen
Ma|la|ya|lam vgl. Malajalam
Mallal zie die; -, ...ien (aus gr. malakia „Weichheit“ zu ma
lakös „weich“): Erweichung, Auflösung der Struktur eines
Organs od. Gewebes (z.B. der Knochen; Med.)
Malldolnit [auch ... nit] der; -s, -e (nach der Mine Maldon
in Victoria (Australien) u. zu t2...it): ein silberweißes,
grünlich anlaufendes Mineral
malleldeilen (mit dt. Endung zu lat. maledicere „lästern,
schimpfen, schmähen“): (veraltet) verwünschen; vgl. vermaledeien. Malleldikltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat.
maledictio): (veraltet) Verleumdung, Schmähung
Ma|leldi|ven|nuss [,..v...[ die; -, ..müsse (nach den Inseln
im Indischen Ozean): svw. Seychellennuss
ma|le|di|zie|ren (aus lat. maledicere, vgl. maledeien):
(veraltet) verwünschen. Mallelfilkant der; -en, -en (zu
lat. maleficus (vgl. Malefiz) u. t...ant): (veraltet) Missetä
ter, Übeltäter. Mallelfilkus der; -, Plur. - u. ...fizi (zu lat.
maleficus „Böses tuend“, dies zu malefacere „Böses tun“) :
1. svw. Malefikant. 2. ein Unheil bringender Planet (Astrol.). Ma Helfjz das; -es, -e (aus Zar. maleficium „böse Tat,
Frevel“, dies zu maleficus, vgl. Malefikus): 1. (veraltet)
Missetat, Verbrechen. 2. (landsch.) Strafgericht. Mallefizlbuch das; -[e]s, ...bûcher: (veraltet) Strafgesetzbuch.
Mallelfilzer der; -s, -: (landsch.) Malefizkerl. Mallelfizgelricht das; -[e]s, -e: (veraltet) Strafsachengericht
(Rechtsw.). Ma|le|fiz|kerl der: -s, Plur. -eu. -s (zu/at. ma
leficus, vgl. Malefikus): (landsch.) 1. Draufgänger. 2,jmd.,
über den man sich ärgert, auf den man wütend ist. Malleparltus der; - (nlat. Umbildung von älter fr. malepertuis
„schlimmer Durchgang“): Wohnung des Fuchses in der
Tierfabel
Malleijemail [...emai] das; -s, -s (zu dt. Maler u. t Email):
Schmelzmalerei, wobei eine mit einer Schmelzschicht
überzogene Kupferplatte den Malgrund bildet
Mallelsche die; -, -n (wohl zu fr. malaise, vgl. Malaise):
(norddt.) Unannehmlichkeit
Mallheur [malo:n] das; -s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. fr.
malheur zu mal „schlecht, übel“ (dies aus lat. malus) u. äl
ter fr. heur „(glücklicher) Zufall“, eigtl. „Geschick,
Glück“ (dies aus lat. augurium „Vorzeichen“)): 1. (veral
tet) Unglück, Unfall. 2. (ugs.) Pech; kleines Unglück,
[peinliches] Missgeschick, mallholnett (aus gleichbed.
fr. malhonnête): (veraltet) unfein, unredlich. Mallilce
[ma'li:sə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. malice, dies aus lat.
malitia „Arglist“, vgl. maliziös): (veraltet) 1. Bosheit. 2.
boshafte Äußerung, mallilgne* (aus gleichbed. lat. mali
gne, Adverb von malignus, dies zu malus „schlecht, bö
se“): bösartig (z.B. von Gewebsveränderungen; Med.);
Ggs. tbenigne. Mallilgniltät* 4ze; - (aus gleichbed. lat.
malignitas, Gen. malignitatis): Bösartigkeit (z.B. einer
Geschwulst; Med.); Ggs. tBenignität. Mallilgnom* das;
-s, -e (zu tmaligne u. L.om): bösartige Geschwulst (Med.)
Malimo
-s, -s (Kunstw.; nach dem dt. Erfinder
H. Afouersberger (1909-1982) aus LZmbach/Sachsen u. zu
tAfolton): in Nähwirktechnik mit einer speziellen Maschi
ne zur Herstellung von Stoffen, bei der die Techniken des
Webens, Nähens u. Wirkens kombiniert sind, hergestelltes
Gewebe
Mallines [ma'lin] die (Plur.) (nach dem franz. Namen für
die belgische Stadt Mecheln) : Klöppelspitzen mit Blumen
muster. Mallilnois [...’noa] der; -, - [...noa] (aus gleichbed. fr. mahnois, vgl. Malines): Schäferhund einer belgi
schen Rasse
Mallilpol das; -s, -s (Kunstw. aus f Malimo u. Polfäden):
durch Zuführung von Polfäden auf ein textiles Grundge
webe hergestellter flauschiger Stoff, der einseitig eine ge
noppte Oberfläche besitzt. Mallilwatt das; -s, -s
(Kunstw. aus TAfa/zmo u. dt. Watte): durch Übernähen u.
damit Verfestigung von Faservliesen hergestellte Stepp- u.
Einlagewatte
ma|li|zi|ös (aus gleichbed./r. malicieux, dies aus lat. mali
tiosus „arglistig“): boshaft, arglistig, hämisch in Bezug auf
Mimik od. Äußerungen, mallkonltent (aus gleichbed./r.
malcontent zu mal „übel, schlecht“ (aus lat. malus) u. con
tent „zufrieden“ (aus lat. contentus)): (veraltet, noch
landsch.) unzufrieden, missvergnügt
mall (aus gleichbed. mniederl. mal, weitere Herkunft unge
klärt): 1. gedreht, verdreht (vom Wind; Seew.). 2. (landsch.
ugs.) töricht, von Sinnen, verrückt
1Mall<te; -[e]s, -e (aus gleichbed. niederl. mal, wohl zu altfr.
molle, modle, dies aus lat. modulus „Einheit, Maßstab“):
Muster, Modell für Schiffsteile, Spantenschablone (Seew.)
2Mall[m ɔ:l] die; -, -s (aus gleichbed. amerik. mall): (bes. in
den USA) Einkaufszentrum
Malllarldit [auch ... dit] der; -s, -e (nach dem franz. Mine
ralogen E. Mallard (1833-1894) u. zu T 2...it>: ein hellrosa
farbenes Mineral
Malllee-Scrub ['mælɪskrʌb] der; -s (aus gleichbed. austr.engl. mallee scrub zu engl. mallee „Zwerggummibaum“ u.
scrub „Gestrüpp, Gebüsch“): offene Gebüschformation
(zwischen trockenem Eukalyptuswald u. Wüste) im südaustr. Winterregengebiet
Malllelinrte; -s (zu ÎMalleus u. t,,,in (l)): aus Rotzbakte
rien gewonnener Extrakt zur Feststellung des Malleus (1 ;
Tiermed.)
'malllen (zu l'Mall): nach dem Mall behauen; messen
(Seew.)
2mal|len(zu Tmall (1)): umlaufen, umspringen (vom Wind:
Seew.)
mal|le|o|lar(zu 5/te/az. malleolus „kleiner Hammer“ (Ver
kleinerungsform von malleus, vgl. Malleus)u. T...ar): zum
Knöchel gehörend (Med.). Mal|lelo|lar|frak|tur die; -,
-en: Knöchelbruch (Med.). Malllelus [...eos] der; -, ...lei
[...lei] (aus lat. malleus „Hammer“): l,(ohne Plur.) auf den
Menschen übertragbare IZoonose, Rotzkrankheit. 2. der
Hammer, eines der drei Gehörknöchelchen (Med.)
Malm der; -[e]s (aus engl. malm „kalkreicher Lehm“): die
obere Abteilung des Î’Juras (in Süddeutschland: Weißer
Jura; Geol.)
Mal milgnat te" [,,,mmjatə] die; -, -n (aus gleichbed. it.
malmignatta): Giftspinne der Mittelmeerländer
Malmlsey ['mɑ:mzɪ] der; - {engl.; nach Malmasia, einem
Ort im Südosten des Peloponnes): eine Sorte des Î Madei
ras
Mal|nu|tri|ti|on*die; - (zum Teil unter Einfluss von fr. mal
„schlecht" u. engl. mal- „schlecht“ zu lat. malus
„schlecht“ u. spätlat. nutrido „Ernährung“, dies zu lat.
nutrire „säugen, ernähren“): falsche Ernährung (insbe
sondere des Säuglings), die zu charakteristischen Krank
heitsbildern führt (z. B. Milchnährschaden; Med.)
Malloclchio [ma'lɔkio] der; -s, Plur. -s u. Malocchi [,..ki]
Mallilmo <te;
842
(aus gleichbed. it. malocchio, eigti. „böses Auge“): böser
Blick; vgl. Jettatore
Ma|lolche[auch ...laxo] die; - (aus jidd. melocho „Arbeit“,
dies aus hebr. meläkä): (ugs.) [schwere] Arbeit, mallo
chen [auch ...toxn]: (ugs.) schwer arbeiten, schuften.
Mallolcher [auch k.'loxn] der; -s, -: (ugs.) jmd., der kör
perlich [schwer] arbeitet
Ma|lo|ka dz'e; -, -s (aus gleichbed. port, maloca, dies über
amerik.-span, maloca „Angriff1 zu araukanisch (einer
südamerik. Indianersprache) malocan „kämpfen“): gro
ßes Mehrfamilienhaus (bis zu 120 Bewohner) der Indianer
des trop. Waldlandes in Südamerika
Mallolnat das; -[e]s, -e (zu lat. malum „Apfel“ (dies aus
gleichbed. gr. melon) u. 1 ...at (2)): Salz od. tEster der Malonsäure. Mallonlsäulrete; -: organische Säure, die bei
der Oxidation von Apfelsäure entsteht (Chem.)
Malloslspl der; -s (zu russ. malosol’yj „wenig gesalzen“):
schwach gesalzener Kaviar
Mallolti: Plur. von Î Loti
Mallpilghilenlgelwächlse [,,,giən...] die (Plur.) (nach
dem ital. Anatomen M. Malpighi, 1628-1694): eine in
zahlreichen Arten im tropischen Amerika heimische
Pflanzenfamilie
mallprolper(aus gleichbed./r. malpropre zu mal (vgl. mal
kontent) u. propre (vgl. proper)): (veraltet, noch landsch.)
unsauber, unordentlich
Maltaseife, -, -n (zu nlat. maltum „Malz“ (germ. Wort)
u. t...ase>: TEnzym, das Malzzucker in Traubenzucker
spaltet. Malltentte; -s, -e (zu t...en>: niedermolekularer
Bestandteil des Î Bitumens, in dem die îAsphaltene dis
pergiert sind
Malltelser der; -s, - (zu lat. Maltesius „aus Malta stam
mend“; nach der Mittelmeerinsel Malta): 1. Angehöriger
des kath. Zweiges der 1 Johanniter, deren Sitz 1530-1798
Malta war. 2. weißer Schoßhund mit langhaarigem Fell.
Malltelserlkreuztte; -es, -e : 1. svw. Johanniterkreuz. 2.
Schaltteil in der Form eines achtspitzigen Kreuzes am
t Projektor zur ruckweisen Fortbewegung des Films. Malte serlorlden der: -s: seit 1530 Name des Johanniteror
dens, dessen Sitz bis 1798 Malta war
Mallthul silalneiter; -s, - (nach dem engl. Nationaiökonomen Malthus (1766-1834) u. zu t...ianer): Anhänger des
Malthusianismus. Mallthusianismusifer, - (zu t...ismus ( 1 )> : wirtschaftspolitische Bewegung, die die theore
tischen Erkenntnisse des Engländers Malthus, bes. das
malthussche Bevölkerungsgesetz (die Bevölkerung wächst
tendenziell schneller als der Bodenertrag) auf die Wirk
lichkeit anzuwenden suchte. mallthu|si|a|nisltisch (zu
T ...istisch): den Malthusianismus betreffend
Malltin das; -s (zu n/zzZ. maltum „Malz“ (dies aus dem
Germ.) u. t...in (2)): (veraltet) tAmylase. Malltplzte, -s
(zu t,,,ol): beim Rösten von Malz entstehende sauerstoff
heterozyklische Verbindung. Mal|tolse4ie;-(zut2...ose>:
Malzzucker
mallträltie|ren*(aus gleichbed./r. maltraiter, dies aus mal
(te. male) „schlecht“ u. traiter (lat. tractare) „behan
deln“): misshandeln, quälen
Maltlwhislky ['mɔ:ltwɪskɪ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
malt whisky) : Malzwhisky ; schott. Whisky, der aus reinem
Malz hergestellt wird
Mallumte; -s, Mala (aus lat. malum „das Schlechte“, sub
stantiviertes Neutr. von malus, vgl. Malus): Krankheit,
Übel (Med.). Mallus der; Gen. - u. -ses, Plur. - u. -se (zu
te. malus „schlecht“): 1. nachträglicher Prämienzuschlag
bei Häufung von Schadensfällen in der Kraftfahrzeugver
sicherung. 2. zum Ausgleich für eine bessere Ausgangspo
sition erteilter Punktnachteil (z.B. beim Vergleich der
Abiturnoten aus verschiedenen Bundesländern); Ggs.
t Bonus (2)
843
[,,,va'zi:e] der; -s (nach dem ital. Namen Malvasia für die griech. Stadt Monemvassia): likörartig süßer
u. schwerer Weißwein
Mal|ve [...va]iZfe;-,-n (aus gleichbed. lat.-it. malva, dies aus
gr. maláché): Käsepappel, eine krautige Heil- u. Zier
pflanze
Mal ma [auch mama:] die; -, -s (nach gleichbed./r. maman):
(ugs.) Mutter
Ma|ma|li|ga die; -, - (aus gleichbed. rumän. mamaliga): aus
Maismehl mit Wasser od. Milch hergestelltes rumän. Na
tionalgericht
Mamlba die; -, -s (aus gleichbed. Zulu (einer südafrik.
Sprache) im-amba): eine afrik. Giftschlange
Mamlbo der; -[s], -s, auch die; -, -s (wohl aus dem Kreoli
schen der Insel Haiti): mäßig schneller lateinamerik. Tanz
im 4/4-Takt
Mal melluck der; -en, -en (über it. mammalucco aus arab.
mamlük „Sklave“): 1. Angehöriger eines ägypt. Herr
schergeschlechts (13. bis 16. Jh.). 2. Sklave; Söldner islam.
Herrscher
Malmillla die; -, ...llae [...le] (aus gleichbed. lat. mamilla,
Verkleinerungsform von mamma, vgl. Mamma) : svw. Ma
mille. Malmilllalria vgl. Mammillaria. Malmillle die; -,
-n (aus gleichbed. lat. mamilla, vgl. Mamilla) : Brustwarze
(Anat., Med.). Mamlma die; -, ...mmae [...me] (aus lat.
mamma „(Mutter)brust, Amme“, dies aus gr. mämma,
wohl Lallwort aus der Kindersprache): 1. weibliche Brust,
Brustdrüse (Med.). 2. Zitze der Säugetiere (Biol.). Mam
ma Ikarlzilnom das,-s,-e: Brustkrebs (Med.). Marn|malia die (Plur.) {nlat.y. systematische Bez. für alle Säugetie
re. Mamlmallolge der; -n, -n (zu t...loge>: Wissenschaft
ler auf dem Gebiet der Mammalogie. Mamlmallolgie
die: - (zu Î ...logie) : Teilgebiet der Zoologie, auf dem man
sich mit den Säugetieren befasst. mam|ma|lolgisch (zu
Î...logisch): die Mammalogie betreffend. Mamlmaltuswollke die; -, -n (zu lat. mammatus „mit Brüsten verse
hen“) : während od. nach Gewittern auftretende Wolke mit
abwärtsgerichteten, beutelförmigen Quellungen (Meteor.)
Mamlmeilbaum der; -[e]s, ...bäume (aus gleichbed. amerik.-span. mammee od. mamey, dies aus einer südamerik.
Indianersprache): in Westindien heimischer u. in den Tro
pen (bes. im tropischen Amerika) kultiviertes Johannis
krautgewächs mit rötlich gelben Früchten
M am|mil|la|ria u. Mamillaria die; -, ...ien [...[an] (aus
gleichbed. nlat. mam(m)illaria): Warzenkaktus (mexik.
Kakteengattung)
Mamlmilsi das; -, -[s] (aus dem Kopt.; eigtl. „Ort der Ge
burt“): das altägypt. Geburtshaus, das zum ägypt. Tempel
der griech.-röm. Zeit gehörte
Mamlmolgralfie, auch...gra|phie die;-, ...ien (zu tMam
ma u. t ...grafie): röntgendiagnostische Methode zur Un
tersuchung der weiblichen Brust (vor allem zur Feststel
lung bösartiger Geschwülste; Med.)
Mamlmon der; -s (über kirchenlat. mammona(s) u. gr. ma
monas aus ɑrɑm. mämönä „Besitz, Habe“): (meist abwer
tend) Geld als etwas, was begehrt, wonach gestrebt wird.
Mam|mo|nis|mus der; - (zu t...ismus (5)): Geldgier,
Geldherrschaft. Mamlmolnist der; -en, -en (zu T...ist):
(veraltet) geldgieriger Mensch
Mamimo piasltik die; -, -en (zu ÎMamma u. t'Plastik):
Îplastische (4) Operation der weiblichen Brust (Med.),
mamlmoltrop* (zu t...trop): auf die Brustdrüse wirkend
(z. B. von Medikamenten; Med.). Mam|mo|tro|pin* das;
-s (zu T...in (2)>: svw. Prolaktin
Mamlmut das; -s, Plur. -e u. -s (über fr. mammouth aus
gleichbed. russ. mamont): ausgestorbene Elefantenart der
Eiszeit mit langhaarigem Pelz u. langen gebogenen Stoß
zähnen. Mamlmutlbaum rter; -[e]s, ...bäume: svw. Se
quoia
Mal va sier
Manchon
die; -, Plur. -en u. -s (aus fr. ugs. mam’selle,
Kurzf. für mademoiselle, vgl. Mademoiselle): 1. Ange
stellte im Gaststättengewerbe. 2. a) (veraltet, noch spöttisch-scherzh.) Fräulein; b) (veraltend) Hausgehilfin. 3.
(veraltend) Hauswirtschafterin auf einem Gutshof
Man der od. das; -s, -s (aber: 3 -) (auspers. man): altes pers.
Gewicht
...man (zugr. manikös „rasend, wahnsinnig, überspannt“):
Wortbildungselement mit den Bedeutungen: a) „süchtig;
eine krankhafte Leidenschaft besitzend“, z. B. kleptoman,
u. b) „übertrieben nachahmend“, z.B. gräkoman
Maina das; - (aus dem Polynes.): (nach der Vorstellung der
Südseeinsulaner) eine geheimnisvolle, übernatürliche
Kraft in Menschen, Tieren u. Dingen, die Außergewöhn
liches bewirkt; vgl. Orenda
Mä naide die; -, -n (über lat. maenas, Gen. maenadis aus
gleichbed. gr. mainás, eigtl. „die Rasende, Verzückte“):
sich wild gebärdende, rasende weibliche Person
Malnagelment [mænɪdʒmənt] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl.-amerik. management zu to manage, vgl. managen):
1. Leitung, Führung eines Unternehmens, die Planung,
Grundsatzentscheidungen o.Ä. umfasst; Betriebsfüh
rung. 2. Gesamtheit der Führungskräfte in einem Groß
unternehmen o.Ä. Ma|nage|ment-Buy-in [...bai'in]
das; -s, -s (zu engl. to buy in „(sich) einkaufen“): Übernah
me eines Unternehmens durch den Erwerb von Geschäfts
anteilen von einem externen Manager od. Management
team; Abk.: MBI. Ma nageiment-Buy-out [...bai'aot]
das; -s, -s (zu engl. to buy out „aufkaufen“): Übernahme
eines Unternehmens durch die eigene Geschäftsleitung;
Abk.: MBO. mairtagen ['mɛnɪdʒn] (aus engl.-amerik. to
manage „handhaben, bewerkstelligen; leiten, führen“,
dies aus it. maneggiare „handhaben“ zu mano „Hand“ aus
lat. manus): 1. (ugs.) leiten, zustande bringen, geschickt
bewerkstelligen, organisieren. 2. a) (einen Berufssportler,
Künstler o.Ä.) betreuen; b) jmdm. eine höhere Position
verschaffen. Malnalger ['mɛnɪʤn] der; -s, - (aus gleich
bed. engl.-amerik. manager zu to manage „verwalten; lei
ten, vorstehen“): 1. mit weitgehender Verfügungsgewalt,
Entscheidungsbefugnis ausgestattete leitende Persönlich
keit [eines großen Unternehmens]. 2. Betreuer [eines Be
rufssportlers, Künstlers o.Ä.]. Malnalgelrin <7ze; -, -nen:
weibliche Form zu ÎManager. Ma|na|ger|kranklheit
áre; -: Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems infolge
dauernder körperlicher u. seelischer Überbeanspruchung
u. dadurch verursachter vegetativer Störungen (bes. bei
Menschen in verantwortlicher Stellung)
Ma|na|is|mus der; - (zu t Manau. f,,,ismus (1)>: in der Fra
ge nach dem Ursprung u. dem Wesen von Religion andere
Bez. für die Theorie des t Dynamismus (2) od. î Präanimis
mus
Mainas das; - (aus sanskr. mänasä „Geist, Verstand“): in
der ind. Philosophie die aus feiner Materie bestehende
Denksubstanz
Malnalti der; -s, -s (aus span, manatí „Seekuh“, vgl. La
mantin): svw. Lamantin
manlcanldo [maŋ'kando] dt.; zu mancare „mangeln, feh
len“, dies zu manco, vgl. Manko): abnehmend, die Laut
stärke zurücknehmend (Vortragsanweisung; Mus.)
Manlcheslter [,,,'ʃɛste] der; -s (nach der gleichnamigen
engl. Stadt): kräftiger Kordsamt. Manlcheslterldoktrin* [ mcntJestB...] die; -: wirtschaftspolitische Theorie,
nach der der Egoismus des Einzelnen allein die treibende
Kraft in der Wirtschaft darstellt. Manlcheslterltum
das; -s (weil die engl. Stadt Manchester im 19. Jh. Zentrum
dieser Richtung war): Richtung des extremen wirtschafts
politischen Liberalismus mit der Forderung nach völliger
Freiheit der Wirtschaft ohne jeden staatlichen Eingriff
Manlchon [ma'ʃð:] der; -s, -s (aus fr. manchon „Muff“ zu
Mamlsell
Mandäer
manche „Ärmel“, dies aus lat. manica „kurzer Ärmel an
der Tunika“): Filzüberzug der Quetschwalze bei Papier
maschinen
Manldälerfife (Plur.) <aus aram. (andäisch) mandayyä): al
te Î gnostische Täufersekte, die einen Erlöser aus dem
Lichtreich erwartet (im Irak u. im Iran heute noch verbrei
tet). manldälisch: die [Lehre u. Sprache der] Mandäer
betreffend
Manldalla das; -[s], -s (aus sanskr. mándala „Kreis“): 1.
mystisches Kreis- od. Vieleckbild in den ind. Religionen,
ein Hilfsmittel zur î Meditation. 2. Traumbild od. von Pa
tienten angefertigte bildliche Darstellung als Symbol der
Selbstfindung (nach C. G. Jung; Psychol.)
Manldantó/er; -en, -en <zu lat. mandans, Gen. mandantis,
Part. Präs, von mandare „übergeben, anvertrauen“):
Klient eines Rechtsanwalts. Manldanltin iZze; -, -nen:
weibliche Form zu Î Mandant
’ManldalrinzZer; -s, -e (aus gleichbed. port, mandarim (in
Anlehnung an mandar „befehlen“), dies über malai. man
tari aus sanskr. mantrin „Ratgeber, Minister“): (früher)
europ. Name für hohe Beamte des ehemaligen chin. Kai
serreichs. 2Man|da|rindas; -[s] (zu Î'Mandarin): Hoch
chinesisch (= Nordchinesisch, Dialekt von Peking).
M an|da|ri|nerfze; -, -n (überfr. mandarine aus gleichbed.
span, (naranja) mandarina, eigtl. „Mandarine(norange)“;
vieil, nach der gelben Amtstracht der T'Mandarin(e) od.
weil die Frucht als erlesen galt): kleine apfelsinenähnliche
Zitrusfrucht von süßem Geschmack. Man|da|r|n|en|te
die; -, -n (Lehnübersetzung von gleichbed. engl. mandarin
duck): buntfarbige Ente Ostasiens
M anldati/as; -[e]s, -e (aus lat. mandatum „Auftrag, Wei
sung“ zu mandare, vgl. Mandant): 1. Auftrag, jmdn. juris
tisch zu vertreten (Rechtsw.). 2. Amt eines [gewählten] Ab
geordneten mit Sitz u. Stimme im Parlament (Pol.). 3. in
Treuhand von einem Staat verwaltetes Gebiet (Pol.). 4.
(früher) Erlass, Auftrag an einen Untergebenen. Manidatarder; -s, -e (aus gleichbed. mlat. mandatarius): 1. jmd.,
der im Auftrag, kraft Vollmacht eines anderen handelt
(z.B. ein Rechtsanwalt). 2. (österr.) Abgeordneter, mandaltielren (zu T Mandat u. Î..deren): (veraltet) jmdn. be
auftragen, bevollmächtigen (Rechtsw.). Manldaltorrfer,
-s, ...oren (aus lat. mandator „Auftraggeber“): Reichsbote
im Byzantinischen Reich. Manldatslgelbiet das; -[e]s,
-e (zu TMandat): durch einen fremden Staat verwaltetes
Gebiet. Man|da|tumz7a5; -s, ...ta (aus kirchenlat. manda
tum „Fußwaschung und Spende“; vgl. Mandat): Zeremo
nie der Fußwaschung in der Gründonnerstagsliturgie
(kath. Rel.)
Manlde latr/aʌ, -s, -e (zu dt. Mandel u. î...at (2)): Salz u.
Î Ester der Mandelsäure
Manldilbel die; -, -n (meist Plur.) (aus spätlat. mandibula
„Kinn(lade)“ zu lat. mandere „kauen“): Oberkiefer, erstes
Mundgliedmaßenteil der Gliederfüßer (Biol.). Manldibu|la<Äe; -, ...lae [...le] (aus gleichbed. spätlat. mandibula,
vgl. Mandibel): Unterkiefer (Med.). man|di|bu|lar u.
manldilbullar(zu t...ar bzw. ...är): zum Unterkiefer ge
hörend (Med.). Man|di|bu|la|re4as; -,-n: 1. knorpeliger
Unterkiefer der Haifische. 2. Unterkiefer der Wirbeltiere
Man|din|go der; -s, -s (aus dem Afrik.): von Frauen zur
Selbstbefriedigung sowie zu homosexuellen Handlungen
verwendeter künstlicher 1 Penis
M anldilolkarfze; - (über span, mandioca aus gleichbed. Tu
pi (einer südamerik. Indianersprache) mandioca, manio
ca): svw. Maniok
Manldgllarfz’e; -, ...len (aus gleichbed. z7. mandola, älter it.
mandora, zu mlat. mandura, wohl umgestaltet aus lat.
pandura, gr. pandoüra „dreisaitiges Musikinstrument“):
eine Oktave tiefer als die Mandoline klingendes Zupfin
strument. Man Idol Ii|ne4z'e; -, -n (über fr. mandoline aus
844
gleichbed. it. mandolino, Verkleinerungsform von mando
la, vgl. Mandola): kleine Mandola; lautenähnliches Zupf
instrument mit stark gewölbtem, kürbisähnlichem Schall
körper u. 4 Doppelsaiten, das mit einem Î Plektron gespielt
wird. Man|do|lon|cel|lo [,,,'tʃɛlo] das; -s, Plur. -s u. ...lli
(zu îMandolone u. tCello): Tenormandoline. Manldo\o\neder; -[s], Plur. -s u. ...ni (aus gleichbed. it. mandolono, Vergrößerungsform von mandola, vgl. Mandola):
Bassmandoline. Man|do|ra4zW -, ...ren (aus älter it. man
dora, vgl. Mandola): 1. svw. Mandola. 2. Kleinlaute mit
4-24 Saiten (bis zum 19. Jh.)
Man|dor|la4ze; -, ...dorlen (aus gleichbed. it. mandorla, äl
ter it. mandola, dies über spätlat. amandula (Nebenform
von lat. amygdala „Mandel, Mandelbaum“) aus gr. amygdále): mandelförmiger Heiligenschein um die ganze Figur
(bei Christus- u. Mariendarstellungen; bildende Kunst)
Manldralgolra’u. Manldralgglrei/ze; -, ...oren (über lat.
mandragoras aus gleichbed. gr. mandragoras): ein stängelloses Nachtschattengewächs mit großen Blättern u. glocki
gen Blüten, Alraunwurzel
Man|drill*4er; -s, -e (aus gleichbed. engl. mandrill zu man
„Mann, Mensch“ u. drill „Pavian“, dies aus dem Afrik.):
meerkatzenartiger Affe Westafrikas mit meist buntfarbi
gem Gesicht
Manldrin* [mä'drs:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. mandrin
zu provenzal. mandre „Balken“, weitere Herkunft unge
klärt): 1. Einlagedraht od. -stab in îKanülen zur Verhin
derung von Verstopfungen (Med.). 2. fester Führungsstab
zum Einführen für biegsame ÎKatheter (Med.)
...malne (zu T...man): Wortbildungselement mit den Be
deutungen : a) „Süchtiger, (psychisch) krankhaft Veranlag
ter“, z. B. Pyromane, u. b) „übertrieben Nachahmender“,
z. B. Gräkomane
Malnelge[...‘ne:3s] die; -, -n (ausfr. manège „das Zureiten;
Reitbahn“, dies aus gleichbed. it. maneggio zu maneggiare
„handhaben“, vgl. managen): runde Fläche für Darbie
tungen im Zirkus, in einer Reitschule
Malnendie (Plur.) (aus lat. manes (Plur.) zu älter lat. ma
nus „gut“, eigtl. „die Guten“): gute Geister der Toten im
altröm. Glauben; vgl. Lemure
Manlgarfas od. der; -s, -s (aus gleichbed. jap. manga zu man
„bunt gemischt“ u. ga „Bild“): aus Japan stammender
handlungsreicher Comic, der durch besondere grafische
Effekte gekennzeichnet ist
Manlgalbe die; -, -n (nach der Landschaft Mangaby auf
Madagaskar): langschwänzige, meerkatzenartige Affen
art Afrikas
Manlgaldas; -s, -s (aus gleichbed. iürZr. mangal): Heizvor
richtung in Vorderasien (Metallbecken od. -kästen für glü
hende Kohlen)
ManlgallacZa.s',' -[s], -s (aus sanskr. mahgala „Glück, gutes
Omen“): Bez. für günstige Vorzeichen, Handlungen u. Er
eignisse, die eine vorteilhafte Beeinflussung des Schick
sals zur Folge haben (im alten Indien)
ManlganaQs; -s (gekürzt aus älter Manganesium, über/r.
manganèse aus it. manganese „Mangan“, dies aus mlat.
magnesia, vgl. Magnesia): ehern. Element, Metall; Zei
chen Mn. Manlgalnatdai; -s, -e (zu t...at (2)): Salz der
Mangansäure. Manlgalnin® das; -s (zu t...in (1)): für
elektr. Widerstände verwendete Kupfer-Mangan-NickelLegierung. Man|ga|nis|mus der; - (zu t...ismus (3)>:
chronische Manganvergiftung (Med.). Man|galnit[auch
• nit] der; -s, -e (zu t2...it): vorwiegend in rhombischen
Kristallen vorkommendes, metallisch glänzendes Mine
ral. Man|ga|no|me|trie‘ die; -, ...ien (zu t,,,metrie):
maßanalytisches Verfahren mit Î Kaliumpermanganat als
oxidierend wirkender Maßflüssigkeit. Man|ga|no|sit
[...auch ... zit] der; -s, -e (zu ÎMagnesia u. t2...it): ein sma
ragdgrünes, an der Luft schwarz werdendes Mineral
845
der; -[e]s, ...bäume (Lehnübersetzung von
gleichbed. span, mangle, eigtl. „Wurzelbaum“, dies aus
Taino (einer südamenk. Indianersprache) mangle) : dauer
haftes Holz liefernder Baum der amerik. u. westafrik.
Î Mangroven
Manlgo die; -, Plur. ...onen od. -s (über port, manga aus
gleichbed. tamil. män-käy>: längliche, grüne bis rotgelbe,
saftige, wohlschmeckende Frucht des Mangobaumes.
Manlgolbaum der; -[e]s, ...bäume: tropischer Obstbaum
mit wohlschmeckenden Früchten
Manlgosltanlbaum* der; -[e]s, ...bäume (zu gleichbed.
malai. mangustan): tropischer Obstbaum mit apfelgroßen
Früchten, von denen nur die Samenschale essbar ist.
Manlgosltalne die; -, -n: etwa orangengroße, violettfar
bene bis rotbraune, saftige Frucht des Mangostanbaumes
Manlgrolve* [,,,və] die: -, -n (aus gleichbed. engl. mangro
ve, dies aus span. mangle (vgl. Manglebaum) u. engl. grove
„Gehölz“): immergrüner Laubwald mit Stegwurzeln in
Meeresbuchten u. Flussmündungen tropischer Gebiete.
Manlgro|ve[n]|küs|te die; -, -n: wegen der Mangroven
wurzeln u. des Schlicks, der sich in ihnen verfängt, schwer
durchdringbare tropische Küste
Manlguslte die; -, -n (aus gleichbed. fr. mangouste, dies
über port, mangu(s), älter port, manguço aus Marathi (ei
ner Sprache des mittleren Indien) mungüs): südostasiat. u.
afrik. Schleichkatze; vgl. 'Mungo
ma|ni|a|bel (aus gleichbed. fr. maniable zu manier „hand
haben“, dies zu main aus lat. manus „Hand“): (veraltet)
leicht zu handhaben, handlich. Ma Ini a Ibilli |tät die; - (zu
T ...ität) : (veraltet) Handlichkeit, Geschmeidigkeit
Malnilac ['meɪnɪæk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. maniac
zu maniac „wahnsinnig, krankhaft“, dies über mlat. ma
niacus zu spätlat. mania, vgl. Manie): Person mit einer be
sonders starken Leidenschaft für eine Sache, die bis zur
krankhaften Besessenheit reichen kann. ma|ni|a|kalisch (zu gr. manikös „zur Manie gehörend“, vgl. ‘...al
(1)): (veraltet) svw. manisch
Malnilchäler der; -s, - (aus gleichbed. spätlat. Manichaeus;
nach dem pers. Religionsstifter Mani (216 -277), Bed. 2
angelehnt an dt. mahnen): 1. Anhänger des Manichäismus.
2. (Studentenspr. veraltet) drängender Gläubiger. Malnichäismus der; - (zu t...ismus (1)): von Mani gestiftete,
dualistische Weltreligion
Malnilchilno [... ki:no] der; -s, -s (aus gleichbed. it. manichino, dies aus fr. mannequin, vgl. Mannequin): Glieder
puppe, menschliche Figur bis zu Lebensgröße mit beweg
lichen Gliedmaßen, die Malern u. Bildhauern für Maß-,
Proportions-, Bewegungs- u. Drapierstudien dient
Malnie die; -, ...ien (über spätlat. mania aus gr. manía
„Raserei, Wahnsinn“ zu mainesthai „rasen, toben“): 1.
Besessenheit; Sucht; krankhafte Leidenschaft. 2. Phase
der manisch-depressiven Psychose mit abnorm heiterem
Gemütszustand, Enthemmung u. Triebsteigerung (Psy
chol.). ...malnie (über spätlat. -mania aus gr. -manía,
vgl. Manie): Wortbildungselement mit den Bedeutungen:
a) „Sucht; krankhafte Leidenschaft“, z. B. Kleptomanie,
u. b) „übertriebene Vorliebe für etwas“, z. B. Gräkomanie
Malnier die; -, -en (aus (alt)fr. manière „Art und Weise; Be
nehmen“, substantiviertes Fern, von altfr. manier „mit der
Hand gemacht, geschickt“, dies aus lat. manuarius „zu
den Händen gehörig“ zu manus „Hand“): 1. (ohne Plur.)
a) Art u. Weise, Eigenart; Stil [eines Künstlers]; b) (abwer
tend) Künstelei, Manieriertheit. 2. (meist Plur.) Umgangs
form, Sitte, Benehmen. 3. Verzierung (Mus.). Malnilelra
grelca [...'nie:ra ...ka] Æe; - - (aus it. maniera greca
„griech. Kunststil“): die byzantinisch geprägte ital. Male
rei,bes.des 13. Jh.s. malnielriert (nach gleichbed. fr. ma
niéré zu manière, vgl. Manier u. ...iert): (abwertend) ge
Manlglelbaum*
Manille
künstelt, unnatürlich. Ma|nie|riert|heit die; -, -en: (ab
wertend) Geziertheit, Künstelei, unnatürliches Aus
drucksverhalten. Ma|nie|ris|mus der; -, ...men (zu t ...ismus (1)): 1. (ohne Plur.) Stilbegriff für die Kunst der Zeit
zwischen Renaissance u. Barock (Kunstw.). 2. (ohne Plur.)
Stil der Übergangsphase zwischen Renaissance u. Barock
(Literaturw.). 3. (ohne Plur.) Epoche des Manierismus ( 1,
2) von etwa 1520 bis 1580. 4. (ohne Plur.) in verschiedenen
Epochen (z. B. Hellenismus, Romantik) dominierender
gegenklassischer Stil. 5. manieriertes Verhalten, manie
rierte Ausdrucksweise. Malnielrist der; -en, -en (zu
T ...ist) : Vertreter des Manierismus, malnielrisltisch (zu
t...istisch>: in der Art des Manierismus, malnierllich: 1.
den guten Manieren entsprechend, wohlerzogen; sich als
Kind od. Jugendlicher so benehmend, wie es die Erwach
senen im Allgemeinen erwarten. 2. (ugs.) so beschaffen,
dass sich daran eigentlich nichts aussetzen lässt; ganz gut,
recht akzeptabel
malnilfest (aus lat. manifestus „sichtbar gemacht“, eigtl.
„handgreiflich gemacht“): I. offenbar, offenkundig. 2. im
Laufe der Zeit deutlich erkennbar (von Krankheiten u. Ä.;
Med.). Malnilfest das; -[e]s, -e (aus gleichbed. mlat. ma
nifestum zu lat. manifestus, vgl. manifest): 1. Grundsatz
erklärung, Programm [einer Partei, einer Kunst- od. Lite
raturrichtung, einer politischen Organisation]; Kommu
nistisches Manifest: von K. Marx u. F. Engels verfasstes
Grundsatzprogramm für den „Bund der Kommunisten“
(1848). 2. Verzeichnis der Güter auf einem Schiff. Malnifesltant der; -en, -en (zu lat. manifestans, Gen. manifes
tantis, Part. Präs, von manifestare, vgl. manifestieren,
Bed. 2 unter Einfluss von gleichbed./r. manifestant): (ver
altet) 1. Teilnehmer an einer Kundgebung. 2. jmd,, der den
Offenbarungseid leistet (Rechtsw.). Ma|ni|fes|ta|ti|on
die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. manifestatio zu manifes
tare, vgl. manifestieren): 1. das Offenbar-, Sichtbarwer
den. 2. Offenlegung, Darlegung; Bekundung (Rechtsw.).
3. das Erkennbarwerden (von latenten Krankheiten, Erb
anlagen u.Ä.: Med.). Malni|fes|ta|tilonsleid der; -[e]s,
-e: (veraltet) Offenbarungseid (Rechtsw.). Malnilfesltator der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. manifestator): (ver
altet) jmd., der etwas offenbart. ma|nilfes|tie|ren (aus
Zat. manifestare „sichtbar machen“, eigtl. „handgreiflich
machen“): 1. offenbaren; kundgeben, bekunden; sich -:
offenbar, sichtbar werden. 2. (veraltet) den Offenbarungs
eid leisten
Mal nil hot der; -s, -s (über das Franz, aus Guarani (einer In
dianersprache des südöstlichen Südamerika) manihot): zu
den tropischen Wolfsmilchgewächsen gehörende Pflanze
(z. B. Kautschukpflanzen u. bes. Î Maniok)
Ma|ni|kü|re die; -, -n (aus gleichbed. fr. manucure, mani
cure zu lat. manus „Hand“ vt.fr. eure „Sorge, Fürsorge“
(dies aus lat. cura „Sorge, Pflege, Fürsorge“)): 1. (ohne
Plur.) Hand-, bes. Nagelpflege. 2. Kosmetikerin od. Fri
seuse mit einer Zusatzausbildung in Maniküre (1). 3. Ne
cessaire für die Geräte zur Nagelpflege. ma|ni|kü|ren:
die Hände, bes. die Nägel pflegen
Ma|ni|la|hanf der; -[e]s (nach der philippinischen Hafen
stadt Manila): Spinnfaser der philippinischen Faserbana
ne; Abaka
Malnillla [auch ... nilja] die; -, ...len (aus port, manilha od.
span, manilla „Armreif“, wohl aus katal. manilla, Verklei
nerungsform von mä „Hand“, dies aus lat. manus): Bez.
für eine besondere Form von Geld (offene Kupfer- od.
Messingringe mit Verzierungen), das in Westafrika bis
Mitte des 20. Jh.s als Zahlungsmittel verwendet wurde
1Ma|nillle [,,,'nɪljə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. manille, ab
gewandelt aus span, malilla zu älter span, mala, Fern, von
malo „schlecht“, dies zu lat. malus): zweithöchste Trumpf
karte in verschiedenen Kartenspielen
846
Manille
2Ma|nil|le [...'nɪljə]
die; -, -n (aus gleichbed. span, manilla,
vgl. Manilla): (veraltet) Armband
Malnilpk der; -s, -s (über gleichbed. fr. manioc aus span.
mandioca, vgl. Mandioka): tropische Kulturpflanze, aus
deren Wurzelknollen die ÎTapioka gewonnen wird
'Malnilpel der; -s, - (aus gleichbed. lat. manipulus, eigtl.
„eine Hand voll“, zu manus „Hand“ u. plere „füllen“):
Unterabteilung der röm. ÎKohorte. 2Ma|ni|pel der; -s, -,
auch die; -, -n (aus kirchenlat. manipulus „Schweißtuch,
Handtuch“ zu lat. manipulus, vgl. 'Manipel): am linken
Unterarm getragenes gesticktes Band des kath. Messge
wandes. Malnilpullantrfer; -en, -en (zu Îmanipulieren u.
î...ant>: 1. svw. Manipulator (1); Person od. Einrichtung,
die durch direkte od. unterschwellige Beeinflussung be
stimmte [soziale] Verhaltensweisen auslöst od. steuert. 2.
(österr. Amtsspr. veraltend) Hilfskraft, Amtshelfer. Manilpullaltilon die; -, -en (aus fr. manipulation „Handha
bung“ zu manipuler, vgl. manipulieren): 1. bewusster u.
gezielter Einfluss auf Menschen ohne deren Wissen u. oft
gegen deren Willen (z.B. mithilfe der Werbung). 2. ab
sichtliche Verfälschung von Informationen durch Aus
wahl, Zusätze od. Auslassungen. 3. (meist Plur.) Machen
schaft, undurchsichtiger Kniff. 4. Handhabung, Verfahren
(Techn.). 5. das Anpassen der Ware an die Bedürfnisse des
Verbrauchers durch Sortieren, Mischen, Veredeln (z.B.
bei Tabak). 6. a) (veraltet) Handbewegung, Hantierung; b)
kunstgerechter u. geschickter Handgriff (Med.); vgl.
...ation/...ierung. maniipulativ (nach gleichbed. engl.
manipulative): auf Manipulation beruhend; durch Mani
pulation entstanden. Ma|ni|pu|la|tor der; -s, ...oren (zu
Tmanipulieren u. t...ator): 1. jmd., der andere zu seinem
eigenen Vorteil lenkt od. beeinflusst. 2. Vorrichtung zur
Handhabung glühender, staubempfindlicher od. radioak
tiver Substanzen aus größerem Abstand od. hinter [Strahlenjschutzwänden. 3. (veraltend) Zauberkünstler, Jon
gleur, Taschenspieler. ma|nilpulla|to|risch: 1. beein
flussend, lenkend. 2. den Manipulator (2) betreffend, mani pu lier bar (zu Îmanipulieren): [leicht] zu manipulie
ren. malnilpullielren (aus/r. manipuler „handhaben“ zu
manipule „eine Hand voll“, eigtl. „so viel Kräuter, wie eine
(Apotheker)hand auf einmal fassen kann“, dies aus lat.
manipulus, vgl. 'Manipel): 1. Menschen bewusst u. gezielt
beeinflussen od. lenken; vgl. Manipulation (1). 2. Infor
mationen verfälschen od. bewusst ungenau wiedergeben;
vgl. Manipulation (2). 3. a) (veraltet) etwas handhaben,
betasten, sich an etwas zu schaffen machen; b) etwas ge
schickt handhaben, kunstgerecht damit umgehen. 4. mit
etwas hantieren; manipulierte Währung: staatlich gesteu
erte Währung, bei der die ausgegebene Geldmenge nach
den jeweiligen wirtschaftlichen Erfordernissen reguliert
wird u. an keine Deckung durch Gold, Silber u.a. gebun
den ist (Geldw.). Manipu|lierer7er, -s, - (zu îmanipulieren): svw. Manipulator (1). Ma ni pu lie rung die: -,
-en (zu î...ierung): svw. Manipulation (1, 2); vgl. ...ation/
...ierung
Malnisifte; -, - (wohl zu lat. manes „Totengeister“ (vgl. Ma
nen), wegen ihrer nächtlichen Aktivitäten): chines. Schup
pentier
ma Inisch (aus gr. manikös „zur Manie gehörend“; vgl. Ma
nie): 1. für die ÎManie (2) kennzeichnend; krankhaft hei
ter; erregt (Psychol.). 2. einer ÎManie (1) entspringend;
krankhaft übersteigert, malnisch-delpreslsiv*: ab
wechselnd krankhaft heiter u. schwermütig (Psychol.)
Mal nislmus der; - (zu lat. manes (vgl. Manen) u. t...ismus
(2)> : Ahnenkult, Totenverehrung (Völkerk.)
Ma niitu der; -s (aus dem Algonkin (einer Indianersprache
des östlichen Nordamerika)): die allem innewohnende,
unpersönliche, auch als Geist personifizierte Macht des
indianischen Glaubens; vgl. Orenda
u. Manlkallla das; -s, -s (aus gleichbed. arab.
manqalah zu naqala „fortbewegen, -rücken“): afrik. u.
asiat. Brettspiel
Manlkatlze ['mæn...] die; -, -n (nach der brit. Insel Man):
svw. Manxkatze
man kie ren (über gleichbed. fr. manquer aus it. mancare,
vgl. mancando): 1. (veraltet, noch landsch.) fehlen, man
geln; verfehlen. 2. Zahlungen einstellen. Manlko das; -s,
-s (aus gleichbed. it. manco, dies zu Zat. mancus „verstüm
melt; unvollständig“): 1. Fehlbetrag. 2. Fehler, Unzuläng
lichkeit, Mangel
Man Inadas; -[s] od. die; - (über gleichbed. spätlat. manna u.
gr. männa aus hebr. man, dies vieil, aus ägypt. menna
„Pflanzensaft“): 1. vom Himmel gefallene Nahrung für
die Israeliten in der Wüste nach ihrem Auszug aus Ägyp
ten; Himmelsbrot (Altes Testament). 2. bestimmter essba
rer Stoff (z. B. der zuckerhaltige Saft der Mannaesche; die
Ausscheidung der Mannaschildlaus auf ÎTamarisken; Be
standteil einer Kassienfrucht; vgl. Kassia). 3. körperliche
od. geistige Stärkung, die jmdm. auf wundersame Weise
zuteil wird
Manlnelquin ['manəkɛ, auch ... ke:] das. selten der; -s, -s
(aus gleichbed. fr. mannequin, eigtl. „Modellpuppe“, dies
aus mniederl. mannekijn „Männchen“, Verkleinerungs
form von man „Mann“): 1. weibliche Person, die auf Mo
deschauen Damenbekleidung vorführt. 2. lebensechte
Schaufensterpuppe. 3. (veraltet) Gliederpuppe
Manlnit [auch ... nit] der; -s, -e (zu t Manna u. t4...it): in der
Natur weit verbreiteter sechswertiger, kristalliner Alko
hol, der für Kunstharze u. Heilmittel verwendet wird.
Manlnolse die; - (zu t2...ose): in Apfelsinenschalen vor
kommender Zucker
malno des|tra*u. destra mano (it.; zu lat. manus „Hand“
u. dexter „rechts“): mit der rechten Hand (zu spielen);
Îcolla destra; Abk.: m. d., d. m. (Mus.)
Malnolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu gr. manos
„dünn, locker“ u. Î ...graf): eine selbsttätig aufzeichnende
Art Î Manometer
malnolli (nach einer früheren Zigarettenmarke u. ihrer
Lichtreklame, deren kreisende Bewegung mit der Geste
verglichen wurde, mit der man andeutet, dass jmd. nicht
ganz normal ist): (ugs. veraltend) geistig nicht ganz nor
mal, leicht verrückt
Malnolmelterrfa^, -s, - (aus gleichbed. fr. manomètre, dies
zugr. manós„dünn,locker“u.í'...meter): 1. Druckmesser
für Gase u. Flüssigkeiten (Phys.). 2. (salopp) (als Ausruf
des Erstaunens, des Unwillens) Mann!; Menschenskind!
Ma|no|me|trie* die; - (zu T...metrie): Druckmesstech
nik. ma|no|meItrisch*(zu t...metrisch): mit dem Mano
meter gemessen
ma non tanlto (z7.>: aber nicht so sehr (in Verbindung mit
Tempo- od. Musizieranweisung; z.B. allegro ma non tan
to; Mus.), ma non troplpo (/'/.): aber nicht zu sehr (in
Verbindung mit Tempo- od. Musizieranweisung, z. B. alle
gro ma non troppo; Mus.)
Malnor ['mænə] ifas; -s, -s (aus engl. manor „(Land)gut“,
dies zu lat. manere >: engl. Grundherrschaft
malno silnisltra* u. sinistra mano {it.; zu lat. manus
„Hand“ u. sinister „links“): mit der linken Hand (zu spie
len); tcolla sinistra; Abk.: m. s., s. m. (Mus.)
Ma|nosltat*rfer; Gen. -[e]su. -en, Plur. -e[n] (zugr. manos
„dünn, locker“ u. T...stat>: Druckregler
Malnölver [...v...] das; -s, - (aus gleichbed. fr. manœuvre,
eigtl. „Handhabung; Kunstgriff“, dies aus vulgärlat. manuopera „Handarbeit“ zu lat. manu operari „mit der Hand
bewerkstelligen“): 1. a) größere Truppen-, Flottenübung
unter kriegsmäßigen Bedingungen; b) taktische Truppen
bewegung (Mil.). 2. Bewegung, die mit einem Schiff, Flug
zeug, Auto o.Ä. ausgeführt wird. 3. Scheinmaßnahme,
Manlkala
847
Kniff, Ablenkungs-, Täuschungsversuch. Malnölverkriltikzfze,' -, -en: kritische Besprechung der Erfahrungen
u. Ergebnisse [nach einem Manöver], malnölvrielren*
<aus gleichbed. fr. manœuvrer): 1. ein Manöver (lb)
durchführen. 2. eine Sache od. ein Fahrzeug (Schiff, Flug
zeug, Raumschiff, Auto) geschickt lenken od. bewegen. 3.
Kunstgriffe anwenden, um sich od. jmdn. in eine bestimm
te Situation zu bringen. ma|nö|vrier|fä|hig*: fähig, Ma
növer (2) auszuführen, manövriert zu werden
M an pow er* [ mænpaun] die; - (aus gleichbed. engl. man
power): (Jargon) a) Arbeitspotenzial; b) Arbeitskräfte
manque [mä:k] (aus gleichbed. fr. manque, eigtl. „Mangel,
Weniges“ (nach den niedrigeren Zahlen im Gegensatz zu
Î passe), zu manquer „fehlen“, dies aus it. mancare, vgl.
mancando) : die Zahlen 1 bis 18 betreffend (in Bezug auf ei
ne Gewinnmöglichkeit beim Roulette). Manque 7ze; -:
depressiver Zustand, der durch Drogenmangel hervorge
rufen wird
Manlsarlde die; -, -n (aus gleichbed. fr. mansarde, nach
dem franz. Baumeister J. Hardouin-Mansart, 1646-1708):
1. für Wohnzwecke ausgebautes Dachgeschoss, -zimmer.
2. (in der Stoffdruckerei) eine mit Heißluft beheizte Vor
richtung zum Trocknen bedruckter Gewebe. Manlsardenwohinung die; -, -en: Wohnung im ausgebauten
Dachgeschoss [mit schräger, vom Dach gebildeter Wand]
M arischester vgl. Manchester
M anschette die; -, -n (aus fr. manchette „Handkrause“,
eigtl. „Ärmelchen“, Verkleinerungsform von manche „Är
mel“, dies aus lat. manica zu manus „Hand“): 1. [steifer]
Ärmelabschluss an Herrenhemden od. langärmeligen Da
menblusen; Manschetten haben: (ugs.) Angst haben. 2.
Papierkrause für Blumentöpfe. 3. unerlaubter Würgegriff
beim Ringkampf. 4. Dichtungsring aus Gummi, Leder od.
Kunststoff mit eingestülptem Rand (Techn.)
Man si: Plur. von TMansus. Man sio die; -, ...siones
[,..ne:s] (aus gleichbed. lat. mansio zu manere „bleiben,
sich aufhalten“): Bez. für die Stationen der röm. Staats
post, feste Gebäude für den Aufenthalt u. die Übernach
tung der Reisenden. Manlsion [ mænʃən] das; -s, -s (aus
engl. mansion „Villa“, dies aus lat. mansio, vgl. Mansio);
(veraltet) Aufenthaltsort, Wohnung. Manlsionlhouse
[...haus] das,; -s [...siz] (aus gleichbed. engl. mansion
house) : Amtswohnung des Oberbürgermeisters von London
M ansube Æe; -, -n (aus dem Arab.): die in Arabien ge
schaffene, im Mittelalter u. in der frühen Neuzeit beson
ders in Europa weiterentwickelte Vorform (mit eingleisi
gem Lösungsverlauf) des modernen Schachproblems
manlsulet (aus gleichbed. lat. mansuetus zu manus
„Hand“ u. suescere „an etwas gewöhnen“): (veraltet)
zahm, an die Hand gewöhnt; sanftmütig. man|su|e|tieren (zu t..deren): (veraltet) zähmen. Manlsuleltuldo
die; - (aus gleichbed. lat. mansuetudo): (veraltet) Zahm
heit, Sanftmut
Manlsus der; -, Mansi (aus spätlat. mansus, substantivier
tes Part. Perf. von lat. manere „bleiben, sich aufhalten“):
(früher) Grundbesitz von etwa 30 Morgen
Manlteau [mä’to:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. manteau,
dies aus lat. mantellum „Hülle, Decke“): franz. Bez. für
Mantel. Manltellletlta [man...] i/ze; -, ...tten (aus gleich
bed. z7. mantelletta, eigtl. „Schultermantel“, vermutlich
aus mlat. mantelletum, Verkleinerungsform von lat. man
tellum, vgl. Manteau): vorn offenes, knielanges Gewand
kath. Prälaten, nach dem Rang verschieden in Farbe u.
Stoff. Man|tel|lo|ne4er; -s, -s (aus gleichbed. it. mantellone zu mantello „Mantel“ u. dem Vergrößerungssuffix
-one): langer, ärmelloser Mantel der päpstlichen Geheimu. Ehrenkämmerer mit herabhängendem langem Streifen
an beiden Schultern
Manltik die; - (aus gr. mantikë (téchnë) „Wahrsagekunst“
Manufakturwaren
zu mántis „Seher, Wahrsager“, dies zu mainesthai „rasen,
verzückt sein“): Seher-, Wahrsagekunst, bei der ein Wahr
sager in der Ekstase als Empfänger übernatürlichen Wis
sens gilt
’Manltillle [,,,'tɪljə, auch ,,,'tɪlə] die; -, -n (aus gleichbed.
span, mantilla, Verkleinerungsform von manta „Decke;
Umhang“, dies aus lat. mantus „kurzer Mantel“): Schlei
er- od. Spitzentuch der traditionellen Festkleidung der
Spanierin. 2Man|til|le [ma'ti:j(ə)] dze; -, -n (über gleich
bed. fr. mantille, eigtl. „langes Kopftuch“, aus span, man
tilla, vgl. 'Mantille): a) svw. Fichu; b) halblanger Damen
mantel. Manltilnell [man...] das; -s, -s (zu it. manto
„Mantel“ (dies aus lat. mantus, vgl. 'Mantille) u. dem Ver
kleinerungssuffix -ell(o)): Einfassung (Bande) des Billard
tisches
Manltis die; -, - (aus gr. mántis „Seher“, eigtl. „Verzück
ter“, weil diese Insekten mit ihren ausgestellten Vorderbei
nen eine Haltung wie ein Betender einnehmen): Gattung
der Fangheuschrecken, zu der u. a. die Gottesanbeterin
(Mantis religiosa) gehört, manltisch (aus gleichbed. gr.
mantikös): die Î Mantik betreffend
ManltislseiZze,--, -n (aus/zzi. mantissa „Zugabe, Gewinn“):
1. (veraltet) Zugabe, Anhängsel. 2. Ziffern des ÎLogarith
mus hinter dem Komma
Manito der; -s, -s (aus span, manto „weiter Mantel, Um
hang“): Totentuch altamerik. Kulturen aus Baumwolle,
das farblich fein abgestimmt bestickt od. mit figürlichen
Stickereien umrandet ist
Manltra* das; -[s], -s (aus gleichbed. sanskr. mántra): als
wirkungskräftig geltender religiöser Spruch, magische
Formel der Inder. Manltraljalna das; - (zu sanskr. mán
tra (vgl. Mantra) u. yäna „Weg zur Erlösung“): buddhisti
sche Richtung, die die Erlösung durch ständige Wiederho
lung der Mantras sucht (z. B. im Î Lamaismus)
Malnu der; -s (aus gleichbed. sanskr. mánu, eigtl.
„Mensch(heit)“): in der ind. Mythologie der Stammvater
der Menschheit u. ihr Gesetzgeber
'Malnulal das; -s, -e, auch Manuale das; -[s], -[n] (zu spät
lat. manualis „zur Hand gehörend“, dies zu lat. manus
„Hand“): 1. Handklaviatur der Orgel, des Harmoniums
u.Ä.; Ggs. Î Pedal. 2. (veraltet) Handbuch, Tagebuch.
2Ma|nu|al ['mænjʊəl] das; -s, -s (aus engl. manual
„Handbuch, Leitfaden“ zu spätlat. manualis, vgl. ’Manu
al): ausführliche Bedienungsanleitung; Handbuch (bes.
EDV). Malnulalle [manu...] vgl. 'Manual, malnulalliter {spätlat.; Adverb von manualis, vgl. 'Manual): auf
dem 'Manual zu spielen (bei der Orgel). Malnulbrilum*
das; -s, ...ien [,,,iən] (aus lat. manubrium „Handhabe;
Stiel, Griff“): 1. handgriffartig geformter Teil eines Kno
chens (Anat.). 2. a) der Magenstiel bei ÎMedusen; b) Teil
der Sprunggabel bei Springschwänzen (Zool.). 3. (veral
tet) Knopf od. Griff in den Registerzügen der Orgel, manulell (aus gleichbed. fr. manuel zu spätlat. manualis,
vgl. ‘Manual): a) mit der Hand [auszuführen], von Hand;
b) die Hände, die Tätigkeit der Hände betreffend. Ma
nulfakt das; -[e]s, -e (zu spätlat. manufactus „mit der
Hand hergestellt“ zu lat. manus „Hand“ u. factus, Part.
Perf. von facere „machen, tun“): (veraltet) Erzeugnis
menschlicher Handarbeit. Malnulfakltur die; -, -en (aus
gleichbed. engl. manufacture, eigtl. „Handarbeit“, dies
aus mlat. manufactura zu lat. manus „Hand“ u. factura
„das Machen, die Herstellung“): 1. (veraltet) Handarbeit.
2. vorindustrieller gewerblicher Großbetrieb mit Handar
beit. 3. (veraltet) Web- u. Wirkwaren. 4. in Handarbeit
hergestelltes Industrieerzeugnis. ma|nu|fak|tu|rie|ren
(zu t...ieren): (veraltet) anfertigen, verarbeiten. Ma|nufakltulrist der; -en, -en (zu T...ist): 1. (früher) Leiter ei
ner tManufaktur (2). 2. (früher) Händler mit Manufak
turwaren. Ma|nu|fak|tur|wa|ren die (Plur.): Meterwa-
M
Manul
ren, Textilwaren, die nach der Maßangabe des Käufers
geschnitten u. verkauft werden
Malnul der; -s, -s <aus dem Mongol.): in Steppen Zentral
asiens heimische Art der Kleinkatzen
Malnulldruck der; -[e]s, ...drucke (nach dem Erfinder
F. Ullmann durch Umstellung seines Namens): 1. (ohne
Plur.) Übertragungsdruckverfahren zur Wiedergabe gra
fischer Originale u. alter Werke. 2. nach diesem Verfahren
hergestellter Druck
Malnulmislsio die; -, ...siones [,..ne:s] (aus gleichbed. lat.
manumissio zu manumittere „freilassen“, dies zu manus
„Hand“ u. mittere „gehen lassen; freigeben“): die Freilas
sung eines Sklaven (bei den Römern), malnu prolpria*
{lat.; „mit eigener Hand“): eigenhändig; Abk. : m. p. Ma
nus das; -, -: (österr., Schweiz.) Kurzform von ÎManus
kript. Malnulskript* das; -[e]s, -e (aus mlat. manuscriptum „eigenhändig Geschriebenes“ zu lat. manus „Hand“
u. scriptum, Part. Perf. (Neutr.) von scribere „schrei
ben“): 1. Handschrift, handschriftliches Buch der Antike
u. des Mittelalters. 2. hand- od. maschinenschriftlich an
gefertigte Niederschrift eines literarischen od. wissen
schaftlichen Textes als Vorlage für den Setzer; Abk.: Ms.
od. Mskr., Plur.: Mss. 3. vollständige od. stichwortartige
Ausarbeitung eines Vortrags, einer Vorlesung, Rede u.Ä.
ma nus maintint lavat [- - 'la:vat] {lat.y. eine Hand
wäscht die andere. Malnus morltua die; - - (aus lat. ma
nus mortua „tote Hand“): (veraltet) Tote Hand (Bez. der
Kirche im Vermögensrecht, da sie erworbenes Vermögen
nicht veräußern durfte)
M an zalnil la {...'nilja, auch mansa...] der; -s (aus gleich
bed. span, manzanilla, eigtl. „Kamille“, nach der Ähn
lichkeit der Knospen des Weinstocks mit denen der Ka
mille): südspan. Weißwein. Manlzalnilllolbaum [...'mi
jo..., auch mansa...] der; -[e]s (Lehnübersetzung von span.
manzanillo. Verkleinerungsform von manzano „Apfel
baum“): mittelamerik. Wolfsmilchgewächs mit giftigem
Milchsaft
Manlzel der; -[e]s, - od. Manlzillle die; -, -n (aus gleichbed.
arab. manzil zu ma- (Wortteil mit der Bedeutung „Ort“) u.
nazal „absteigen“): (veraltet) Herberge
M an zi nellla [,,,'nɛlja] 4ze; - {span.)', svw. Manzanillobaum
M ao is mus der; - (nach dem chin. Staatsmann Mao Tsetung (1893-1976) u. zu t...ismus (1)): politische Ideologie,
die streng dem Konzept des chines. Kommunismus folgt.
Maolist der; -en, -en (zu T...ist>: jmd., der die Ideologie
des Maoismus vertritt, maolisltisch (zu t ...istisch) : den
Maoismus betreffend; zum Maoismus gehörend. Maolook [...luk] iZer; -s (nach der Kleidung, in der Mao Tsetung öffentlich aufzutreten pflegte): aus einem halbmilitä
rischen Anzug mit hochgeschlossener, einfacher blauer Ja
cke [u. einer flachen Schirmmütze] bestehende Kleidung
’Malolri [auch 1 mauri] tfer; -[s], -[s] (aus dem Polynes.): An
gehöriger eines polynes. Volkes auf Neuseeland. 2Ma|o|ri
[auch ‘mauri] das; - (zu Î'Maori): Sprache der 'Maoris
Malpaj die; - (aus gleichbed. hebr. mappay, Kurzw. aus miflëget pô'alê ’eres-yisrä’el „Partei der Arbeiter des Landes
Israel“): gemäßigte sozialistische Partei Israels. Malpam
die; - (aus hebr. mappäm, Kurzw. aus miflëget pô‘âlîm
më’uhëdet „Partei der vereinigten Arbeiter“): vereinigte
Arbeiterpartei Israels
Ma|pho|ri|on das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. mgr. maphörion zu gr. maphórtin „Mantel“): blaues od. purpur
farbenes, Kopf u. Oberkörper bedeckendes Umschlagtuch
in byzantin. Darstellungen der Madonna
Maplpa die; - (aus lat. mappa „(Mund)tuch; Signaltuch“,
Bed. 3 über mlat. mappa „Karte“): (veraltet) 1. Altartuch
in der kath. Kirche. 2. Schultertuch des tAkolythen. 3.
Landkarte. Maplpeur [,,,'po:a] der; -s, -e (aus älter fr.
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mappeur zu mittelfr. mappe, dies aus lat. mappa, vgl.
Mappa): (veraltet) Landkartenzeichner, map pielren
(zu Î..deren): topografisch-kartografisch aufnehmen.
Maplping ['mæpɪŋ]
-s, -s (aus engl. mapping „das
Kartenzeichnen, Kartografie“): Technik der tElektrokardiografie mit Mikroelektroden, die an vielen Stellen
des ÎEpikards u. Î Endokards aufgesetzt werden, sodass
ein landkartenartiges I Elektrokardiogramm entsteht
(Med.)
Malqam [ma'ka:m] der; -, Plur. -en od. ...amat (aus arab.
maqäm, Plur. maqämät „Ort, Standort“): a) Melodiemo
dell auf 17 Stufen im arab. Tonsystem; vgl. Makame; b)
liedartiger Zyklus, der das Melodiemodell (Maqam a) va
riiert (Mus.)
Malquelreau [makə'ro:] der: -, -s (aus gleichbed. fr. maque
reau, eigtl. „Kuppler“, weitere Herkunft ungeklärt): (Jar
gon) Zuhälter. Ma|que|rel|la|ge [,,,ʒə] die; - (aus gleich
bed. fr. maquerellage): (Jargon) Zuhälterei
Malquetlte [ma'kɛtə], auch Makette die: -, -n (aus gleich
bed. fr. maquette, eigtl. „Skizze, Entwurf“, dies aus it.
macchietta „kleiner Fleck“, Verkleinerungsform von
macchia, vgl. Macchie): Skizze, Entwurf, Modell
Malquilgnon* [makɪ'njð:] der; ,-[s], -s (aus gleichbed. fr.
maquignon, eigtl. „Rosskamm, Pferdehändler“; vgl. Ma
quereau): (veraltet) Gauner, Betrüger. Ma|qui|gnon|nage [,,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. maquignonnage):
(veraltet) Gaunerei, Betrügerei
Malquilllalge [makija:ʒə] die; - (aus gleichbed. fr. maquil
lage zu maquiller „schminken“): 1. franz. Bez. für 1 Makeup. 2. ertastbares Kenntlichmachen von Spielkarten durch
Falschspieler
Malquis [ma'ki:] der; - [ma'ki:(s)] (aus gleichbed. fr. ma
quis, eigtl. „Buschwald“): 1. franz. Widerstandsorganisa
tion im 2. Weltkrieg. 2. franz. Bez. für Macchia. Malquisard [,,,'za:n] der; -, Plur. -s u. -en [... zardn] (aus gleich
bed. fr. maquisard): Angehöriger des Maquis (1)
Mal ra die;-, -s (aus gleichbed. amerik. -span, mará, wohl aus
dem Indian.): hasengroße Meerschweinchenart der Pam
pas in Argentinien
Mal ralbu der; -s, -s (aus gleichbed. fr. marabout, eigtl. „(is
lam.) Asket“ (wegen des würdigen Aussehens des Vogels),
dies über port, marabuto aus arab. muräbit „Einsiedler,
Asket“): tropische Storchenart mit kropfartigem Kehl
sack. Malralbut der; Gen. - u. -[e]s, Plur. -[s] (aus gleich
bed. port marabuto, dies aus arab. muräbit, vgl. Marabu):
islam. Einsiedler od. Heiliger
Mal raïca [...ka] die; -, -s (aus gleichbed. span, maraca): ras
selartiges Rhythmusinstrument indian. Herkunft für
Tanz- u. Unterhaltungsmusik
Mal ralculja [,..k...] die; -, -s (aus gleichbed. port, maracujá,
dies aus dem Indian.): essbare Frucht der Passionsblume
Malrae die; -, -[s] (aus dem Polynes.): polynes. Kultstätte in
Form einer Stufenpyramide mit Plattform für Götterbil
der
Malral der; -s, Marale (aus gleichbed. pers. maräl): kaukas.
Hirschart
Malralnaltha (aus aram. maraña thä „unser Herr, komm!“
bzw. maran athä „unser Herr ist gekommen“): im Neuen
Testament überlieferter, formelhafter Gebetsruf der ur
christlichen Abendmahlsfeier (1. Kor. 16,22)
Mal raine vgl. Marrane
Mal rälne die; -, -n (wohl aus gleichbed. kaschub., masur.
morenka zu altslaw. morje „See“): in den Seen Nordost
deutschlands lebender Lachsfisch
Malranlta u. Ma ran te die; -, ...ten (nach dem venez. Bo
taniker B. Maranta, 1500-1571): Pfeilwurz (Bananenge
wächs; die Wurzeln der westind. Art liefern t Arrowroot;
Zimmerpflanze)
malranltisch u. marastisch (aus gleichbed. gr. marantikós
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zu marainein, vgl. Marasmus): verfallend, schwindend
(von körperlichen u. geistigen Kräften; Med.)
Malraslchilno [,,,'ki:no] der; -s, -s (aus gleichbed. it. ma
raschino zu (a)marasca „Sauerkirsche“, dies über amaro
„bitter, sauer“ aus lat. amarus) : aus [dalmatinischen Maraska]kirsehen hergestellter farbloser Likör
Malraslmusteer;-, ...men (überntet. marasmus ausgr. ma
rasmos „das Schwachwerden, Abnehmen der Lebens
kraft“ zu marainein „ausdörren, verzehren“): allgemeiner
geistig-körperlicher Kräfteverfall (Med.); Marasmus seni
lis: Kräfteverfall im Greisenalter; Altersschwäche, maras tisch vgl. marantisch
Malralthi das; - (aus gleichbed. sanskr. mahärästrl): westind. Sprache
1Ma|ra|thon [auch ma...] der; -s, -s (nach dem griech. Ort
Marathón, von dem aus ein Läufer die Nachricht vom Sieg
der Griechen über die Perser (490 v. Chr.) nach Athen
brachte u. dort tot zusammenbrach, u. dem danach be
nannten olympischen Langstreckenlauf): svw. Marathon
lauf. 2Ma|ra|thon[auch 'ma...] das; -s, -s (wohl unter Ein
fluss von engl. marathon nach gr. Marathon, vgl. 'Mara
thon): (ugs.) etwas übermäßig lange Dauerndes u. da
durch Anstrengendes. ...malralthon (zu t2Marathon):
(ugs.) Wortbildungselement mit der Bedeutung „zeitauf
wendig, überaus lange dauernd“, z. B. Boxmarathon, Sit
zungsmarathon. Ma|ra|thon|lauf [auch 'ma...] der; -[e]s,
...läute (zu Î'Marathon): Langstreckenlauf über 42,2km
(olympische Disziplin)
M a I ra I ve I d i [.. .v...] der; -, -s (aus gleichbed. span, maravedí,
dies aus arab. muräbitin (Plur.) „Almoraviden“ (Name ei
ner moslemischen Dynastie im 11. u. 12. Jh.), eigtl. „die
Einsiedler, Asketen“, zu muräbit, vgl. Marabu): alte span.
[Goldjmünze
Marl blei wood ['mɑ:blwʊd] das; -[s] (aus engl. marblewood
„Andamanen-Ebenholzbaum“ zu marble „Marmor“ u.
wood „Wald; Holz“): Handelsbez. für Ebenholz
'Marc [ma:r] der; -s [ma:r] (aus gleichbed. fr. marc (de rai
sin) zu marcher „mit den Füßen treten“, vgl. marschie
ren): starker Branntwein aus den Rückständen der Wein
trauben beim Keltern
2Marc [mark] der; -, -[s] (aus gleichbed. fr. marc, dies aus
dem Germ.): altes franz. Gewicht (= 244,753 g)
marlcanldo [,..k...] (z't.; Part. Präs, von marcare, vgl. marcato): svw. marcato. mar caltis si mo {it.; Superlativ zu
tmarcato): in verstärktem Maße îmarcato. marlca to
{it.; eigtl. Part. Perf. von marcare „markieren, betonen“,
dies aus dem Germ.): markiert, scharf hervorgehoben, be
tont (Vortragsanweisung; Mus.)
Marlchelsa [...k...] tete; -, Plur. -s od. ...sen (aus gleichbed.
it. marchesa, Fern, von márchese, vgl. Marchese): a) (ohne
Plur.) hoher ital. Adelstitel; b) Trägerin dieses Titels
Marlcheschlwan [marxs...] der; - (aus gleichbed. hebr.
marhesvän): zweiter Monat im jüd. Kalender (Oktober/
November)
Marlchelse der; -, -n (aus gleichbed. it. márchese, eigtl.
„Markgraf1, zu marca „Grenze, Grenzland“, dies aus dem
Germ.): a) (ohne Plur.) hoher ital. Adelstitel; b) Träger
dieses Titels
Marlching Band ['ma:tʃɪŋbænd] die; - -, - -s (aus gleichbed.
engl. marching band zu to march „marschieren“ u. band
(vgl. Band)): Marschkapelle
Marlcia ['martʃa] die; -, -s (aus gleichbed. it. marcia, dies
aus fr. marche „Marsch“): ital. Bez. für Marsch (Mus.);
Marcia funebre: Trauermarsch (Mus.), marlcialle (z7.):
marschmäßig (Vortragsanweisung; Mus.)
Mar|ci|o|ni|te[...ts...] der; -n, -n (nach dem Sektengründer
Marcion u. zu T3...it>: Anhänger einer bedeutenden gnos
tischen Sekte (2.-4. Jh.), die das Alte Testament verwarf
Mar|co|ni|an|ten|ne [... ko:...] die; -, -n (nach dem Erfin
marginal
der G. Marconi, 1874-1937): einfachste Form einer geer
deten Sendeantenne
Marldell der; -s, -e u. Marldellle tete; -, -n (Herkunft un
geklärt): 1. durch den Tagebau von Erz entstandene klei
nere Mulde. 2. Unterbau von prähistorischen Wohnungen,
Aufbewahrungsraum für Vorräte
Maire das; -, Plur. - od. ...ria (aus lat. mare „Meer“): als
dunkle Fläche erscheinende große Ebene auf dem Mond u.
auf dem Mars, z. B. Mare Tranquillitatis = Meer der Ruhe
Malrellle vgl. Morelle u. Marille
Malremlmen die (Plur.) (zu it. maremma „Maremme“,
dies aus lat. maritima „Küstengegenden“, substantiviertes
Neutr. Plur. von maritimus „zur Küste, zum Meer gehö
rend“): sumpfige, heute z.T. in Kulturland umgewandelte
Küstengegend in Mittelitalien
Malrend das; -s, -i (über rätoroman. marenda aus gleich
bed. it. merenda, dies aus spätlat. merenda „Vesperbrot“
zu lat. merere „verdienen"): (Schweiz.) Zwischenmahlzeit
malrenlgo (nach dem oberital. Ort Marengo): grau od.
braun mit weißen Pünktchen (von Stoff). Malrenlgozter;
-s: grau melierter Kammgarnstoff für Mäntel u. Kostüme
Malrelolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu lat. mare
„Meer“ u. t...graf>: selbstregistrierender Flutmesser,
Schreibpegel
Marlf ilder; -[s] (ausʌpan. marfil „Elfenbein“, dies aus arate
mâl a fil „Gut des Elefanten“): unverarbeitetes Elfenbein
Marlga der;-(aus sanskr. märga„Weg“): Bez. für den Weg
der verschiedenen Arten des t Yoga, sofern er zur spiritu
ellen Entwicklung u. zur Erlösung des Menschen führt (im
Hinduismus)
M ar galrilne die; - (aus gleichbed. fr. margarine, gebildet
aus acide margarique „perlfarbene Säure“ zu acide „Säu
re“ (vgl. Azid) u. margarique (künstliche Bildung) zu gr.
märgaron „Perle“ (nach der einer Perle ähnlichen Fär
bung)): streichfähiges, butterähnliches Speisefett aus tie
rischen u. pflanzlichen od. rein pflanzlichen Fetten. Margalrinlsäulretez'e; -: eine ÎKarbonsäure, die als Fettsäure
mit ungerader Anzahl von Kohlenstoffatomen nur sehr
selten in natürlichen Fetten vorkommt. Mar|ga|rit [auch
,,,'rɪt] der; -s, -e (zu gr. märgaron „Perle“ (vgl. Margarine)
u. t2...it): ein weißes bis rötliches, gelbes od. perlgraues
Mineral. Marlgalriltom das; -s, -e (zu T...om): (veraltet)
Perlgeschwulst, kleine Hautgeschwulst von perlähnlicher
Farbe mit fettigem Inhalt (Med.)
Marlge['marʒə] die; -, -n (ausfr. marge „Rand, Spielraum“,
dies aus lat. margo „Rand“): 1. Abstand, Spielraum, Span
ne. 2. Unterschied zwischen Selbstkosten u. Verkaufsprei
sen; Handelsspanne (Wirtsch.). 3. Preisunterschied für
dieselbe Ware od. dasselbe Wertpapier an verschiedenen
Orten (Wirtsch.). 4. Abstand zwischen Ausgabekurs u. Ta
geskurs eines Wertpapiers (Wirtsch.). 5. Bareinzahlung
bei Wertpapierkäufen auf Kredit, die an verschiedenen
Börsen zur Sicherung der Forderungen aus Terminge
schäften zu hinterlegen ist (Wirtsch.). 6. Risikospanne;
Unterschied zwischen dem Wert eines Pfandes u. dem da
rauf gewährten Vorschuss
Mar|ge|ri|te die; -, -n (aus gleichbed. fr. marguerite, eigtl.
„Maßliebchen“, dies über altfr. margarite „Perle“ aus
gleichbed. lat. margarita, gr. margarites; wohl nach dem
Vergleich der Blütenköpfe mit Perlen): [Wiesenjblume mit
sternförmigem weißem Blütenstand (Bot.)
marlgilnal (zu lat. margo, Gen. marginis „Rand“ u. Î '...al
(1), Bed. 4 über engl. marginal): 1. am Rand, auf der Gren
ze liegend; in den unsicheren Bereich zwischen zwei Ent
scheidungsmöglichkeiten fallend. 2. auf dem Rand ste
hend. 3. randständig, am Rand eines Fruchtblattes gelegen
(von Samenanlagen; Bot.). 4. in einer Grenzstellung be
findlich; nicht fest einem bestimmten Bereich zuzuordnen,
z.B. -e Persönlichkeit (Soziol., Psychol.). Marlgilnal-
Marginale
die; -, -n: Untersuchung der Auswirkung einer
geringfügigen Veränderung einer od. mehrerer Î Variablen
(2) auf bestimmte ökonomische Größen mithilfe der Dif
ferenzialrechnung; Grenzanalyse. Marlgilnalle das; -[s],
...lien [-,-iən] (meist Plur.) <zu t...ale>: svw. Marginalie (1).
Marlgilnallexisltenz die; -, -en: Übergangszustand, in
dem jmd. der einen von zwei sozialen Gruppen od. Gesell
schaftsformen nicht mehr ganz, der anderen hingegen
noch nicht angehört; Randpersönlichkeit (Soziol.). Margilnallgloslse die; -, -n: an den Rand der Seite geschrie
bene (gedruckte) tGlosse (1). Mar|gi|na¡lie [...is] cZ/e; -,
-n (meist Plur.) (zu t'...ie>: 1. Anmerkung am Rande einer
Handschrift od. eines Buches. 2. Randtitel bei Gesetzes
erlassen (Rechtsw.). mar|gi|na|li|sie|ren (zu t...isieren):
1. mit Marginalien versehen. 2. [politisch] ins Abseits
schieben. Mar|gi|na|li|sie|rung die; -, -en (zu T...isierung>: das Marginalisieren. Mar|gi|na|lis|mus der; - (zu
1.. .1smus (2)>: volkswirtschaftliche Theorie, die mit
Grenzwerten u. nicht mit absoluten Größen arbeitet.
Marlgilnalliltät die; - (nach gleichbed. engl. marginality;
vgl. ...ität): Existenz am Rande einer sozialen Gruppe,
Klasse od. Schicht (Soziol.). Marlgo der; -s, ...gines
[...ne:s] u. die; -, ...gines [,,,ne:s] (aus lat. margo, Gen. mar
ginis „Rand, Grenze“): Rand, Begrenzung, Randleiste
(z.B. eines Organs; Med.)
Malria: Plur. von T Mare
Malrilalge [ma'ria:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. mariage
zu marier „verheiraten“, dies aus lat. maritare): 1. (veral
tet) Heirat, Ehe. 2. das Zusammentreffen von König u.
Dame in der Hand eines Spielers (bei verschiedenen Kar
tenspielen). 3. Kartenspiel, das mit 32 Karten gespielt
wird
Malrilallith [auch ...’lit] der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n]
(nach Maria vom Rath, der Ehefrau des dt. Mineralogen
Georg vom Rath (T1888), u. zu t...lith): ein Mineral aus
der Gruppe der Î Skapolithe
ma ri a nisch (aus gleichbed. mlat. Marianus): die Gottes
mutter Maria betreffend; marianische Theologie: svw.
Mariologie; marianische Antiphonen: Lobgesänge zu Eh
ren Marias (in der kath. Liturgie); Marianische Kongrega
tionen od. Marianische Sodalitäten: nach Geschlecht, Al
ter u. Berufsständen gegliederte kath. Vereinigungen mit
besonderer Verehrung Marias. Malrilalnislten die
(Plur.) (zu Î ...ist): Schul- u. Missionsbrüder einer (1817 in
Frankreich gegründeten) î Kongregation Mariä (Abk. :
SM). Malrilanlne [fr. ma’rjan] die; - (nach dem Namen
der republikanischen Geheimgesellschaft in Frankreich
während der Restauration u. des Bürgerkönigtums
(1815-1848)): Personifikation der Franz. Republik, meist
mit der Jakobinermütze dargestellt. Ma|ri|a|vit [,,,'vi:t]
der; -en, -en (zu gleichbed. poln. Mariawici (Plur.); vgl.
3.. .1t): Angehöriger einer romfreien kath. Sekte in Polen,
die in sozialer Arbeit dem Leben Marias nacheifern will
Malrilhulalna das; -s (aus gleichbed. span, marihuana,
wohl zusammengezogen aus den span, weiblichen Vorna
men Mariau. Juana): aus getrockneten Blättern, Stängeln
u. Blüten des ind. Hanfs hergestelltes Rauschgift; vgl. [La
dy] Mary Jane
Malrillle u. Mareile die; -, -n (wohl nach gleichbed. it. armellino, dies aus lat. armeniacum (pomum) „Aprikose“,
eigtl. „armenischer Apfel“): (landsch., bes. österr.) Apri
kose
Malrimlba u. Mary.mba die; -, -s (aus gleichbed. span, ma
rimba, dies aus einer afrik. Sprache): (bes. in Guatemala
beliebtes) dem ÎXylophon ähnliches, urspr. aus Afrika
stammendes Musikinstrument. Malrimlbalphon, auch
...fon das; -s, -e (zu t...phon): Großxylophon mit tReso
natoren
malrin (aus gleichbed. lat. marinus zu mare „Meer“): 1.
anallylse
850
zum Meer gehörend. 2. aus dem Meer stammend, im Meer
lebend; Ggs. tlimnisch (1), Jterrestrisch (2b). Malrilna
die; -, -s (unter Einfluss von engl. marina aus gleichbed. it.
marina, eigtl. „Marine“, substantiviertes Fern, von mari
no „zum Meer gehörend“, dies aus lat. marinus, vgl. ma
rin): Jachthafen, Motorboothafen. Malrilnalde die; -, -n
(aus gleichbed. fr. marinade zu mariner „Fische (in Salz-,
Meerwasser) einlegen“, dies zu (alt)fr. marin „zum Meer
gehörig“ aus lat. marinus, vgl. marin): 1. aus Öl, Essig u.
Gewürzen hergestellte Beize zum Einlegen von Fleisch u.
Fisch od. für Salate. 2. in eine gewürzte Soße eingelegte Fi
sche od. Fischteile. Malrilne die; -, -n (aus gleichbed. fr.
marine, eigtl. „die zum Meer Gehörende“, substantivier
tes Fern, von (alt)fr. marin, vgl. Marinade): 1. Seewesen ei
nes Staates; Flottenwesen. 2. Kriegsflotte, Flotte. 3. bild
liche Darstellung des Meeres, der Küste od. des Hafens;
Seestück (Kunstw.). ma rilne blau: dunkelblau. Malrinellook [..,lʊk] der; -s: an der Marinekleidung orientierte
Mode in den Farben Blau u. Weiß. ’Ma|ri|ner der; -s, -:
(ugs. scherzh.) Matrose, Marinesoldat. 2Ma|ri|ner ['mærɪnə] der; -s, - {amerik.; aus engl. mariner „Seemann, Ma
trose“): unbemannte amerik. Raumsonde zur Planetener
kundung. Ma|ri|ni|è|re [man niɛ:rə] dze; -, -n (aus gleich
bed. fr. (à la) marinière, eigtl. „nach Matrosenart“ (wegen
der Anlehnung des Schnitts an die Matrosenbluse), zu
(alt)fr. marin, vgl. Marine): locker fallende Damenbluse,
Matrosenbluse. ma|ri|nie|ren (aus gleichbed. fr. mari
ner, vgl. Marinade): in eine Marinade (1) einlegen od. da
mit beträufeln. ’Malrilnislmus der; - (zu ÎMarine u.
t...ismus (2)): (selten) das Streben eines Staates, eine star
ke Seemacht zu werden
2Ma|ri|nis|mus der; - (nach gleichbed. it. marinismo, nach
dem ital. Dichter G. Marino (1569-1625); vgl. ...ismus
(1)): schwülstiger Dichtungsstil des ital. Barocks, der in
ganz Europa nachgeahmt wurde. Malrilnist der; -en, -en
(zu t...ist>: Vertreter des 2Marinismus
ma rinlmarlgi nal (zu îmarin u. Tmarginal): in Meeres
buchten sich absetzend (von Salzlagern; Geol.)
Malrilollaltrie* die; - (zu Maria, Name der Mutter Jesu, u.
ILatrie): Marienverehrung. Malrilollolge der; -n, -n (zu
T.Joge): Vertreter der Mariologie. Ma|ri|o|lolgie die; (zu t...logie): kath.-theologische Lehre von der Gottes
mutter. ma|ri|o|lo|gisch (zu Î...logisch): die Mariologie
betreffend. Malrilolnetlte die; -, -n (aus gleichbed. fr.
marionnette, eigtl. „Mariechen“, Ableitung vom franz,
weibl. Vornamen Marion; vgl. ...ette): 1. an Fäden od.
Drähten aufgehängte u. dadurch bewegliche Gliederpup
pe. 2. willenloses Geschöpf; ein Mensch, der einem ande
ren als Werkzeug dient. Malri|o|netlten|re|gielrung
die; -, -en : von einem fremden Staat eingesetzte u. gelenk
te, unselbstständige Regierung, Scheinregierung. Malriolnetltenlthelalter das; -, -: Theater, auf dem mit Ma
rionetten gespielt wird
Malrisltan der; -s, -e (auspers. märistän „Krankenhaus“):
Anlage im islamischen Kulturbereich, die ein Hospital so
wie eine Moschee, eine Î Medrese u. das Grab des Stifters
umschließt
Mal rislten die (Plur.) (aus fr. mariste zu Marie „Maria“;
vgl. ...ist): Priester einer [1824 in Frankreich gegründeten]
1 Kongregation zur Mission in der Südsee; Abk. : SM
Ma|ri|tal|re|si|denz die; -, -en (zu lat. maritalis „zur Ehe
gehörig“ u. 1 Residenz): Wohnsitz junger Eheleute, dessen
Wahl bei verschiedenen Stämmen an bestimmte Regeln
gebunden ist (Völkerk.)
malri tim (aus gleichbed. lat. maritimus zu mare „Meer“):
1. das Meer, die See betreffend; maritimes Klima: Seekli
ma. 2. das Seewesen, die Schifffahrt betreffend. Malriltimität dze; - (zu t.Jtät): Einfluss des Seeklimas auf das
angrenzende Festland (Geogr.)
851
-, ...ti (aus gleichbed. lat. maritus) : (fachspr.)
Gatte, Ehemann
Marljell die; -, -en u. Marjellchen das; -s, - (aus lit. mer
gele „Magd; Mädchen, Jungfrau“, Verkleinerungsform
von mergà „Bauernmädchen“): (ostpreußisch) Mädchen
maijkant (aus fr. marquant „sich auszeichnend, hervorra
gend“, Part. Präs, von marquer, vgl. markieren): bezeich
nend: stark ausgeprägt; auffallend; scharf geschnitten
(von Gesichtszügen)
Marlkalsit [auch ... zit] der; -s, -e (aus gleichbed. mlat. mareas(s)ita, weitere Herkunft ungeklärt) : ein metallisch glän
zendes, gelbes, oft bunt anlaufendes Mineral
Mar|ker<fer; -s, -[s] (aus engl. marker, eigtl. „Kenn-, Merk
zeichen“): 1. a) Merkmal eines sprachlichen Elements,
dessen Vorhandensein mit + u. dessen Fehlen mit — ge
kennzeichnet wird (z. B. hat Junggeselle männlich +, abs
trakt — ; schön hat Adj. + ); b) Darstellung der Konstitu
entenstruktur in einem TStemma; c) Darstellung der Rei
henfolge von Transformationsregeln (Sprachw.). 2. Îgene
tisches Merkmal von îViren (Biol.). 3. Stift zum Markie
ren (1)
Marketender der; -s, - (soldatenspr. umgeformt aus it.
mercatante, mercadante „Händler“, substantiviertes Part.
Präs, von älter //. mercatare „Handel treiben“ zu mercato
„Markt“, dies aus lat. mercatus); männliche Form zu
ÎMarketenderin. Marlkeltenldelrei die; -, -en: (früher)
a) (ohne Plur.) Verkauf von Marketenderware; b) [mobile]
Verkaufsstelle für Marketenderwaren. Mar|kelten|derin die; -, -nen: (früher) die Truppe (bei Manövern u. im
Krieg) begleitende Händlerin, marlkeltenldern: (veral
tet, noch scherzh.) Marketenderware feilbieten, weniger
wertvolle Dinge des Alltagsgebrauchs verkaufen. Marke tenlder wa redie, -, -n: (veraltet) für den Bedarf der
Soldaten zum Verkauf stehende Lebens- u. Genussmittel,
Gebrauchsgegenstände (neben der normalen Verpfle
gung, Bekleidung u. a.)
M arkelterie die; -, ...ten (aus gleichbed. fr. marqueterie
zu marqueter „mit Intarsien versehen“, eigtl. „bespren
keln“, dies zu marque „(Kenn)zeichen“): Einlegearbeit,
bei der figürliche Darstellungen od. Ornamente aus Fur
nierblättern zusammengesetzt u. auf eine Grundfläche
(von Holz, Metall, Marmor) aufgeleimt werden
Marlkelting das; -[s] (aus gleichbed. engl. marketing zu to
market „Handel treiben, Märkte besuchen“, dies zu mar
ket „Markt“ aus lat. mercatus) : Ausrichtung der Teilberei
che eines Unternehmens auf die Förderung des Absatzes
durch Werbung, durch Steuerung der eigenen Produktion
u.a. (Wirtsch.). Mar|ke|ting|ma|na|ger [...memdjn]
der; -s, - : Fachmann für Marketing, besonders Leiter einer
Marketingabteilung (Wirtsch.). Marlkeltinglmix ¿Zas;
-es (zu engl. mix „Mischung“): Kombination verschiede
ner Maßnahmen zur Absatzförderung im Hinblick auf ei
ne bestimmte Zielsetzung (Wirtsch.). marlkeltinglorientiert: das Marketing besonders berücksichtigend
(Wirtsch.). Maijkelting-Relsearch, auch Marlketinglrelsearch [,,,rɪ'sə:ʧ] das; -[s], -s: Absatzforschung
(Wirtsch.). Mar|ket|ma|ker [...meiks] der; -[s], -[s] (aus
gleichbed. engl. market maker, eigtl. „Marktmacher“): die
Preise bestimmender Wertpapierhändler (Wirtsch.)
arlkeur [,,,'ko:u] vgl. Markör
ar|khor[...'ko:n] der; -s, -e (aus gleichbed.pers. märkhör,
eigtl. „Schlangenfresser“): Schraubenziege, Ziegenart mit
schraubenartig gedrehtem Gehörn im Himalajagebiet u.
im benachbarten Hochgebirge
marlkielren (über fr. marquer aus it. marcare „kennzeich
nen“ zu marca „Marke, Zeichen“, dies aus dem Germ.): 1.
bezeichnen, kennzeichnen, kenntlich machen. 2. a) her
vorheben, betonen; b) sich -: sich deutlich abzeichnen. 3.
(österr.) entwerten (von Fahrkarten). 4. ein Gericht vor
Malriltusrfer,
Marodeur
S 2
bereiten (Gastr.). 5. etwas [nur] andeuten (z.B. auf einer
[Theater]probe). 6. einen Treffer erzielen (Sport). 7. in ei
ner bestimmten Art u. Weise decken (Sport). 8. (ugs.) vor
täuschen; so tun, als ob. marlkiert (zu Î ...iert): mit einem
Marker ( 1 a) versehen, z. B. Junggeselle ist im Hinblick auf
das Geschlecht -, Mensch ist nicht -. Markierung <Z;'e; -,
-en (zu t,,,ierung): Kennzeichnung; [Kenn]zeichen; Ein
kerbung. Mar|kie|rungslbe|leg der; -[e]s: Datenträger,
bei dem die Daten von Hand durch Ankreuzen, Strichmar
kierung u. a. in vorgedruckte Kästchen eingetragen wer
den (EDV). Marlkielrungslgen das; -s, -e: 1 Gen, an
dessen sicher erkennbarer, meist dominanter Wirkung das
Vorhandensein anderer, mit ihm gekoppelter Gene od. ei
nes bestimmten tChromosoms festgestellt werden kann
(Biol.)
'Mar|ki|se die; -, -n (aus gleichbed. fr. marquise, früher in
der Soldatenspr. scherzhafte Bez. für das zusätzliche Zelt
dach über dem Zelt eines Offiziers (= älter fr. marquis,
vgl. Marquis), das es von dem des einfachen Soldaten un
terscheiden sollte): aufrollbares, schräges Sonnendach,
Schutzdach, -vorhang aus festem Stoff
2Mar|ki|se die; -, -n (Herkunft ungeklärt): a) Edelstein
schliff mit schiffchenartiger Anordnung der Facette; b)
Schmuckstein mit Markise (a)
M arlkisette vgl. Marquisette
Marklkarf/e,’-, -(aber: 10 Markkaa [...ka]) (aus//na. mark
ka, dies über sch wed. mark aus altnord. mark): finn. Wäh
rungseinheit; Abk.: mk; vgl. Finnmark
Marlköru. Markeur [,,,'ko:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr.
marqueur zu marquer, vgl. markieren): 1. Schiedsrichter,
Punktezähler beim Billardspiel. 2. (österr. veraltet) Kell
ner. 3. Furchenzieher (Gerät zur Anzeichnung der Reihen,
in denen angepflanzt od. ausgesät wird; Landw.)
Marlly [...li] der; - (nach der franz. Stadt Marly-le-Roi): ga
zeartiges [Baumwoll]gewebe
Marlmatit [auch ... tit] der; -s, -e (nach dem Ort Marmato
(Italien) u. zu t2...it): ein Mineral, eisenreiche Zinkblende
Marl me|la|de die; -, -n (aus port, marmelada „Quitten
mus“ zu marmelo „Quitte“, dies über spätlat. malimellus,
lat. melimelum ausgr. melimelon „Honigapfel“ (zugr. méli „Honig“ u. melon „Apfel“)) : 1. Brotaufstrich aus mit Zu
cker eingekochtem Fruchtmark bzw. eingekochten reifen
Früchten. 2. süßer Brotaufstrich aus Zitrusfrüchten
Marlmor der; -s, -e (über lat. marmor aus gleichbed. gr.
märmaros, eigtl. „Felsblock, gebrochener Stein“, wohl zu
mänasthai „kämpfen“, eigtl. „zermalmen, zerschlagen“):
1. weißes od. farbiges, häufig geädertes, sehr hartes Kalk
gestein, das bes. in der Bildhauerei u. als Baumaterial ver
wendet wird. 2. polier- u. schleiffähiger Kalkstein, marmolrielren (nach lat. marmorare „mit Marmor überzie
hen“): marmorartig bemalen, ädern, marlmorn: aus
Marmor
Marlmolset der; -s, -s (aus gleichbed. engl. marmoset, dies
über mittelengl. marmusette, marmozette aus mittelfr.
marmouset, marmoset „wunderliche, seltsame Figur“):
ein Krallenaffe im tropischen Amerika
Mar|mot|te die; -, -n (aus gleichbed. fr. marmotte, weitere
Herkunft ungeklärt) : Murmeltier der Alpen u. Karpaten
Malrolcain [,,,'kɛ:] der od. das; -s, -s (aus fr. (crêpe) maro
cain „marokkanischer Stoff)“): svw. Crêpe marocain
malrod (zu tmarode): (österr. ugs.) leicht krank; vgl. ma
rode (1 b). malrolde (urspr. (Soldatenspr. des Dreißigjäh
rigen Krieges) „marschunfähig u. während des Nachzie
hens plündernd“, zu fr. maraud „Lump, Vagabund“, Her
kunft ungeklärt): 1. a) (Soldatenspr. veraltet) marschunfä
hig, wegmüde; b) (veraltend, aber noch landsch.) er
schöpft, ermattet, von großer Anstrengung müde; vgl. ma
rod. 2. heruntergekommen, ruiniert, abgewirtschaftet.
Malroldeur [...'do:ŋ] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. marau-
M
marodieren
deur): plündernder Nachzügler einer Truppe, mairoldieren (nach gleichbed./r. marauder; vgl. ...ieren): [alsNach
zügler einer Truppe] plündern
Mal ron das: -s (zu Î'Marone, nach der Farbe der Frucht):
Kastanienbraun. ’Malrglnedie;-, Plur. -nu. (bes. österr.)
...ni (über fr. marron aus gleichbed. it. (mdal.) marrone,
weitere Herkunft ungeklärt): [geröstete] essbare Edelkas
tanie. 2Ma|ro|ne die; -, -n (zu 1'Marone, wegen des kas
tanienbraunen Hutes): essbarer Röhrenpilz mit dunkel
braunem Hut. Malrginenlpilz der; -es, -e: svw. "Marone.
Maroni: Plur. von t 'Marone
Malrolnit der; -en, -en (meist Plur.) (nach dem hl. Maro
(t vor 423) u. zu t3...it): Angehöriger der mit Rom unierten
syrisch-christlichen Kirche im Libanon, mairolniltisch:
die Maroniten betreffend ; maronitische Liturgie: die west
syrische Liturgie der Maroniten
Mal rolquin [,,,'kɛ:] der, auch das; -s (aus gleichbed. fr. ma
roquin zu Maroc „Marokko“, da diese Art Leder hier zu
erst gefertigt worden sein soll): feines, genarbtes Ziegen
leder; vgl. Saffian
Malrgtlte die; -, -n (aus fr. marotte „Narrenkappe, Narr
heit“, urspr. „kleine Heiligenfigur (der Maria), Puppe“,
dann „Narrenzepter mit PuppenkopP1, Verkleinerungs
form vom weiblichen Vornamen Marie): Schrulle, wun
derliche Neigung, merkwürdige Eigenschaft, Idee, Ange
wohnheit
Marlquess [...kvis, engl. 'mɑ:kwɪs] der; -, - (aus gleichbed.
engl. marquess, dies über älter engl. marquis aus altfr.
marchis, vgl. Marquis): 1. (ohne Plur.) engl. Adelstitel. 2.
Träger dieses Titels. Marlqueltelrie [marke...] vgl. Marketerie. Marlquis [,.,'ki:] der; - [,,,'ki:(s)], - [,,,ki:s] (aus
gleichbed. fr. marquis (altfr. marchis) „Markgraf1 zu mar
che „Grenzland, Grenze“, dies aus dem Germ.): 1. (ohne
Plur.) franz. Adelstitel. 2. Träger dieses Titels. Marlquisat [...ki...] das; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. marquisat): 1.
Würde eines Marquis. 2. Gebiet eines Marquis. Marlquise die; -, -n (aus gleichbed. fr. marquise, Fem. zu Î Mar
quis): 1. (ohne Plur.) franz. Adelstitel. 2. Trägerin dieses
Titels, Ehefrau eines Marquis. Marlquilsetlte, auch
Markisette die; -, auch der; -s (Fantasiebez., Verkleine
rungsform von îMarquise; vgl. ...ette): gazeartiges Gardi
nengewebe aus Baumwollzwirn
M arra ne u. Marañe der; -n, -n (meist Plur.) (aus span.
(abwertend) marrano „Schwein“, dies vieil, aus aram.
mahram „etwas Verbotenes“, weil das Essen von Schwei
nefleisch bei den Juden u. Moslems außerhalb des Geset
zes liegt): Schimpfname für die im 15. Jh. zwangsweise
getauften, z.T. heimlich Î mosaisch gebliebenen span. Ju
den
Marlrislmus der; - (nach dem russ. Sprachwissenschaftler
N. J. Marr (1865-1934) u. zu t...ismus (1)): svw. Japhetitologie
Ma rs i/er; -, -e, auch die; -, -en (über gleichbed. mittelniederd. mars, merse aus mittelniederl. me(e)rse, eigtl. „Wa
renkorb)“, dies zu lat. merces (Plur.) „Waren“): (Seemannsspr.) Plattform zur Führung u. Befestigung der
Marsstenge
Marisalla der; -s, -s (nach der gleichnamigen sizilian.
Stadt): goldgelber Süßwein
Marlseilllailse [marsɛjɛ:zə, fr. ...je:z] die; - (aas fr. Mar
seillaise, nach der franz. Stadt Marseille, da das Lied zu
erst von franz. Revolutionären aus dieser Stadt gesungen
wurde): franz. Nationalhymne (1792 entstandenes
Marschlied der Franz. Revolution)
Marlshalllplan [ marjal..., engl. 'mɑ:ʃəl...] der; -[e]s (nach
dem früheren amerik. Außenminister G. C. Marshall,
1880-1959): amerik. [wirtschaftliches] Hilfsprogramm für
die westeurop. Staaten nach dem 2. Weltkrieg
M arlshit [,,,'ʃi:t, auch ,,-'ʃɪt] der; -s, -e (nach dem austr.
852
Geologen Charles W. Marsh (19. Jh.) u. zu T "...it): ein öl
braunes bis farbloses, an der Luft rot werdendes Mineral
Marshlmalllow ['mɑ:ʃmæloʊ] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. marshmallow zu marsh „Sumpf1 u. mallow „Mal
ve“): weiche Süßigkeit aus Zucker, Eiweiß, Gelatine u. a.
Marlsulpilalliler [,..ib] der; -s- (meist Plur.) (zu lat. marsup(p)ium „Geldsäckchen, -beutel“, dies aus gr. marsipion, Verkleinerungsform von mársipos „Sack, Beutel“):
zusammenfassend Beuteltier (Zool.)
mar te lé [...’le:] (fr.; Part. Perf. von marteler „hämmern“):
svw. martellato. Marltellé das; -s, -s: svw. Martellato.
Marltèlelment [...tel'mä:] vgl. Martellement. marltellanldo (.it.; Part. Präs, von martellare „hämmern“): svw.
martellato. marltelllalto (it.; Part. Perf. von martellare,
vgl. martellando): mit fest gestrichenem, an der Bogen
spitze drückendem Bogen (Vortragsanweisung für
Streichinstrumente; Mus.). Marltelllalto das; -s, Plur. -s
u. ...ti: gehämmertes, scharf akzentuiertes od. fest gestri
chenes Spiel (Mus.). Marltelllelment [,,,'ma:] das; -s, -s
(zu fr. martèlement „hammerartig“): 1. (veraltet) svw.
Mordent. 2. Tonwiederholung auf der Harfe (Mus.)
marltilallisch (aus gleichbed. lat. Martialis, eigtl. „zum
Kriegsgott Mars gehörend“): kriegerisch, bedrohlich, ag
gressiv; grimmig, wild, verwegen
Marltinlgal das; -s, -e (aus gleichbed. fr. martingale zuprovenzal. martengalo, weitere Herkunft ungeklärt): zwi
schen den Vorderbeinen des Pferdes durchlaufender Hilfs
zügel (Reiten). Marltinlgalleur [,,,'lo:r] der; -s, -e (zu/-,
martingaler „(beim Spiel) den Einsatz ständig erhöhen“ u.
Î ...eur): (veraltet) den Einsatz verdoppelnder Spieler beim
Î "Pharao
Martsch vgl. Matsch
Märlty Irer, auch Marltylrer der; -s, - (aus kirchenlat. mar
tyr „(Glaubens-, Blut)zeuge“, dies aus gr. martyr): 1. a)
jmd., der wegen seines Glaubens Verfolgungen, [körperli
ches] Leid ertragen [u. den Tod erleiden] muss ; b) Blutzeu
ge des christlichen Glaubens; vgl. Acta Martyrum. 2. jmd.,
der sich für seine Überzeugung opfert od. Verfolgungen
auf sich nimmt. Märltylrerlaklten die (Plur.): altkirchli
che Aufzeichnungen über Prozesse u. den Tod der christ
lichen Märtyrer. Märltylrelrin, kath. kirchlich auch
Maijtylrelrin
-, -nen: weibliche Form zu tMärtyrer.
Marltyirilum das; -s, ...ien [,,,iən] (aus kirchenlat. marty
rium „Blutzeugnis für die Wahrheit der christlichen Reli
gion“, dies aus gr. martÿrion „(Blut)zeugnis“): 1. a) Op
fertod, schweres Leiden [um des Glaubens od. der Über
zeugung willen]; b) Blutzeugenschaft. 2. Grab[kirche] ei
nes christlichen Märtyrers. Marltylrollglgilum das; -s,
...ien [...ion] (aus gleichbed. mlat. martyrologium): liturgi
sches Buch mit Verzeichnis der Märtyrer u. Heiligen u. ih
rer Feste mit beigefügter Lebensbeschreibung; Martyro
logium Romanum: das amtliche Märtyrerbuch der röm.kath. Kirche (seit 1584)
Malrunlke die; -, -n (aus dem Slaw.; tschech. meruñka
„Aprikose“,poln. mdal. mierunka, marunka, dies aus lat.
(prunus) armeniaca ,,armeniseh(e Pflaume)“): (ostmitteldt.) gelbe Pflaume, Eierpflaume
Malruts die (Plur.) (aus gleichbed. sanskr. märuta, märutá): Sturmgeister der tvedischen Religion, Begleiter des
Gottes Indra
Ma rlxislmus der; -, ...men (nach dem dt. Philosophen u.
Nationalökonomen K. Marx (1818-1883) u. zu t...ismus
( 1 )> : 1. (ohne Plur.) vonK. Marx, F. Engels u. deren Schü
lern entwickeltes System von politischen, ökonomischen
u. sozialen Theorien, das auf dem historischen u. dialekti
schen Materialismus u. dem wissenschaftlichen Sozialis
mus basiert. 2. aus dem marxistischen Jargon stammendes
sprachliches od. stilistisches Element in gesprochenen od.
geschriebenen Texten. Mar|xislmus-Le|ni|nis|mus
853
der; -: von W. 1. Lenin weiterentwickelter Marxismus (I).
Marlxist der; -en, -en <zu Î ...ist): Vertreter u. Anhänger
des Marxismus (1). marxistisch (zu Î ...istisch): a) den
Marxismus (1) betreffend; b) im Sinne des Marxismus ( 1 ).
marlxistisch-leninisl tisch:den Marxismus-Leninis
mus betreffend. Mar|xist-Le|ni|nist der; des MarxistenLeninisten, die Marxisten-Leninisten: Vertreter, Anhän
ger des Marxismus-Leninismus. Mar|xo|lolge der; -n, -n
(zu T...loge>: (meist scherzh. od. abwertend) jmd., der sich
wissenschaftlich mit dem Marxismus beschäftigt [ohne
selbst Marxist zu sein], Mar|xo|lo|gie¿(e; - (zu t ...logie):
Wissenschaft, die sich mit dem Marxismus beschäftigt
Malry Jane [ mɛərɪ 'dʒeɪn] die; - - (nach der Erklärung von
Î Marihuana (engl. marijuana) aus den span, weiblichen
Vornamen Maria (engl. Mary)u. Juana {engl. Jane)>:(ugs.
verhüllend) Marihuana; vgl. Lady Mary Jane
Malrymlba vgl. Marimba
März der; Gen. -[e]s, gehoben auch noch -en, Plur. -e (aus
lat. Martius (mensis) „(Monat des Kriegsgottes) Mars“):
dritter Monat des Jahres
Marlzilpan [auch mar...] das, österr., sonst selten ¿er; -s, -e
(aus gleichbed. it. marzapane, weitere Herkunft unge
klärt): weiche Masse aus Mandeln, Aromastoffen u. Zu
cker
Marlzollalno der; -s (aus it. (frumento) marzolino
„März( weizen)“): früher in Italien zu Strohhüten benutz
tes Stroh des im März gesäten Sommerweizens
Mal sar der od. das; -s, -e (aus arab. masara „Mühlstein“):
Grabmal eines islam. Heiligen in Mittelasien
Maslcalgnit* [,,,ka'nji:t, auch ...it] der; -s, -e (nach dem
ital. Arzt P. Mascagni (1752-1815) u. zu t2...it): ein farb
loses od. weißes Mineral, das auf Laven, an Î Soffionen u.
Geysiren weiße Krusten bildet
'M aslcalra [,..k...] die; -, -s (über gleichbed. engl. mascara
aus span, máscara, dies aus älter z7. mascara, weitere Her
kunft ungeklärt): pastenförmige Wimperntusche. 2Masca|ra der; -, -s (zu 1 'Mascara): Stift od. Bürste zum Auf
trägen von Wimperntusche
Maslcalret [maska'rɛ] der; -, -s (aus gleichbed. fr. masca
ret): in Flussmündungen aufwärts wandernde Flutwelle,
Sturzwelle
Maslcarlpolne [,..k...] der; -s (aus gleichbed. it. mascarpone>: aus geschlagener leicht säuerlicher Sahne hergestell
ter, vollfetter italienischer Weichkäse
Malschad [mæʃæd] vgl. Maschhad
Malschal der; -s, Plur. -e u. - im (aus hebr. mäsäl „Gleich
nis, Sprichwort): (veraltet) Gleichnis, in Gleichnissen aus
geführte lehrhafte Erzählung
mal schal |lah* (aus arab. mä sä’a-lläh „was Gott will“): be
wundernder od. zustimmender Ausruf der Moslems
Ma|schans|ker¿er; -s, - (nach dem Ort Maschau (tschech.
Mastov) in Nordböhmen): (österr.) Borsdorfer Î Renette
Maschlhad.Maschad [mæʃ'(h)æd]u. Mesch[h]ed¿er; -[s],
-s (nach der iran. Provinzhauptstadt Maschhad/Meschhed): handgeknüpfter Orientteppich
Ma|schi|ku|lis der; -, - (aus/r. mâchicoulis „Pechnase“ zu
provenzal. macar „schlagen“ u. col „Hals“): Wurfschacht
reihe zwischen den Konsolen der Wehrgänge mittelalter
licher Burgen, die zum Herabgießen von heißem Blei
diente
Malschilne die; -, -n (über gleichbed. fr. machine aus lat.
machina „(Kriegs-, Belagerungs)maschine“, dies aus gr.
(dorisch) mächana für mêchanë, vgl. mechanisch): 1. Ge
rät mit beweglichen Teilen, das Arbeitsgänge selbstständig
verrichtet u. damit menschliche od. tierische Arbeitskraft
einspart. 2. a) Motorrad; b) Flugzeug; c) Rennwagen; d)
kurz für Schreibmaschine, Nähmaschine, Waschmaschine
usw. 3. (ugs. scherzh.) große, beleibte [weibliche] Person,
malschilnell (nach gleichbed. fr. machinal, dies aus lat.
Maskaron
machinalis „die Maschinen betreffend“; vgl. ...eil): ma
schinenmäßig; mit einer Maschine [hergestellt]. Malschinen code [,,,ko:t] der; -s, -s (zu T Maschine): der Code (1)
für die maschineninterne, d.h. von der Zentraleinheit ei
nes Computers unmittelbar verarbeitbare Darstellung von
Ziffern, Buchstaben u. Sonderzeichen. ma|schi|nen|intenlsiv: mit einem großen Einsatz von Maschinen (1) be
trieben, durch einen im Verhältnis zum Einsatz menschli
cher Arbeitskraft hohen Maschineneinsatz gekennzeichnet,
malschilnenlleslbar: für einen Computer o.Ä. lesbar
(EDV). Ma|schi|nen|mo|dell das; -s, -e: Vorstellung
vom maschinenartigen psychophysischen Funktionieren
des Menschen. Malschilnenlprolgramm das; -s, -e:
Programm (4), das in einer Maschinensprache program
miert ist (EDV). Ma|schi|nen|re|vi|si|on ¿/e; -, -en:
Überprüfung der Druckbogen vor Druckbeginn auf die
richtige Ausführung der letzten Korrektur (Druckw.).
Ma schi nenispraiche die; -, -n: Programmiersprache
eines Computers (EDV). Ma|schilnen|te|lelgraf der;
-en, -en: Signalapparat, bes. auf Schiffen, zur Befehlsüber
mittlung von der Kommandostelle zum Maschinenraum.
Ma|schi|nen|thelo|rie die; -: auf Descartes zurückge
hende Auffassung von den Lebewesen als seelenlosen Au
tomaten (Philos.). Ma|schi|ne|rie die; -, ...ien (mit fran
zösierender Endung zu tMaschine): 1. a) [komplizierte,
aus mehreren zusammenarbeitenden Teilen bestehende]
maschinelle Einrichtung; b) maschinelle Bühneneinrich
tungen beim Theater. 2. System von automatisch ablaufen
den Vorgängen, in die einzugreifen schwer od. unmöglich
ist. malschilnielren (zu Î..deren): bei der Pelzverede
lung die zarten Grannen des Fells abscheren. Malschinislmusifer; - (zu Î ...ismus (1)): auf der 1 Maschinentheo
rie beruhender, alle Lebewesen als Maschine auffassender
Materialismus (Philos.). Ma|schi|nist¿er; -en, -en (nach
gleichbed.fr. machiniste): l.jmd.,derfachkundigMaschinen bedient u. überwacht. 2. auf Schiffen der für Inbetrieb
setzung, Instandhaltung u. Reparaturen an der Maschine
Verantwortliche. 3. Vertreter des Maschinismus
Maschlralbilye [...ja] die; -, -n (ausaraiɪ. masrabiye „Holz
gitter“): kunstvolles, lichtdämpfendes Holzgitterwerk vor
den Fenstern vornehmer orientalischer Wohnbauten im
oberen Geschoss, auch erkerartig, auf Konsolen ruhend
gestaltet
Maschlrik der; -[s] (aus gleichbed. arab. masriq, eigtl. „Ort
des Sonnenaufgangs“): der Osten der arab. Welt (ein
schließlich Ägyptens)
Maslcon ['mæskən] das; -s, -s (Kurzw. aus engl. mass con
centration „Massenkonzentration“): Gebiet mit Schwe
reanomalien auf dem Mond
Masdlschid* u. Mesdschid der od. das; -[s], -s (aus arab.
masgid „Gebetshaus“, eigtl. „Haus, wo man sich nieder
wirft“): Gebetshaus der Moslems, kleine Moschee
Mal ser ['meɪzə] der; -s, - (aus gleichbed. engl.-amerik. ma
ser, urspr. Kurzw. aus microwave amplification by stimu
lated emission of radiation „Kurzwellenverstärkung durch
angeregte Aussendung von Strahlung“): Gerät zur Ver
stärkung bzw. Erzeugung von Mikrowellen (Phys.)
Malsetlte die; -, -n (aus it. mazzetto „Bündel“, Verkleine
rungsform von mazzo „Kartenstoß, -block“, weitere Her
kunft ungeklärt): (österr.) Eintrittskartenblock, aus dem
die perforierten Eintrittskarten herausgerissen werden
(Kino, Theater usw.)
Malshie ['mɛʃɪ, engl. 'mæʃɪ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
mashie, mashy, weitere Herkunft ungeklärt): mit Eisen
kopf versehener Golfschläger (für Annäherungsschläge)
Maslkalrill der; -[s], -e (aus span, mascarilla „Halbmaske“,
eigtl. „kleine Maske“, Verkleinerungsform von máscara,
vgl. ' Mascara) : typisierte Figur der älteren span. Komödie
(Bedienter, der sich als Marquis verkleidet). Maslkalron
M
Maske
der; -s, -e (über/r. mascaron aus gleichbed. it. mascherone,
eigtl. „große Maske“, Vergrößerungsform von maschera,
vgl. Maske): Menschen- od. Fratzengesicht als Ornament
in der Baukunst (bes. im Barock). Maslke die; -, -n (aus
gleichbed. fr. masque, dies über z7. maschera aus älter it.
mascara, weitere Herkunft ungeklärt; Bed. 7 über gleich
bed. engl. mask): 1. künstliche Hohlgesichtsform: a) Ge
sichtsform aus Holz, Leder, Pappe, Metall als Requisit des
Theaters, Tanzes, der Magie zur Veränderung des Ge
sichts; b) beim Fechten u. Eishockey Gesichtsschutz aus
festem, unzerbrechlichem Material (Sport); c) bei der
Narkose ein Mund u. Nase bedeckendes Gerät, mit dem
Gase eingeatmet werden (Med.). 2. verkleidete, ver
mummte Person. 3. a) einer bestimmten Rolle entspre
chende Verkleidung u. entsprechendes Geschminktsein ei
nes Schauspielers; b) Schminkraum (bes. Fernsehen). 4.
Schablone zum Abdecken eines Negativs beim Belichten
od. Kopieren (Fotogr.). 5. halbdurchlässiger, selektiver
Filter zur Färb- u. Tonwertkorrektur bei der Reproduktion
von Fotografien (Fotogr.). 6. Verstellung, Vortäuschung.
7. wie ein Formular aufgebaute Bildschirmoberfläche ei
nes Computers, die zum Einträgen von strukturierten Da
ten auf den Bildschirm abgerufen werden kann (EDV)
Maslkellylnit [auch ,.,'mt] der; -s, -e (nach dem brit. Mi
neralogen Story-Maskelyn (1823-1911) u. zu T2...it>: ein
Mineral, zu Glas geschmolzener 1 Bytownit in Meteoriten
Maslkelralde die; -, -n (über fr. mascarade (u. span, mas
carada) aus älter it. mascarata „Maskenzug“ zu mascara,
vgl. Maske): 1. Verkleidung. 2. (veraltend) Maskenfest,
Mummenschanz. 3. Heuchelei, Vortäuschung, maslkieren (aus gleichbed. fr. masquer zu masque, vgl. Maske): 1.
verkleiden, eine Maske umbinden. 2. verdecken, verber
gen. 3. angerichtete Speisen mit [erstarrender] Soße, Gla
sur o. Ä. überziehen (Gastr.). 4. Farb-u. Tonwerte mithilfe
einer Maske (5) korrigieren (Fotogr.). Maslkielrung Æe;
-, -en (zu t...ierung): 1. Bildung von chem. ÎKomplexen,
um eine Ionenart (vgl. Ion) quantitativ bestimmen zu kön
nen (Chem.). 2. Färb- u. Tonwertkorrektur mithilfe von
Masken (5; Fotogr.). 3. Tarnung, Schutztracht mithilfe
von Steinchen, Schmutz od. Pflanzenteilen bei Tieren
(Zool.). 4. das Maskieren ( 1 ). 5. Unterdrückung einer Auf
forderung zur Unterbrechung eines Programms mithilfe
einer Maske (7) (EDV)
Maslkottlchen das; -s, - u. Maslkotlte die; -, -n (aus
gleichbed. fr. mascotte, dies aus provenzal. mascoto „Zau
berei“ zu masco „Zauberin, Hexe“, dies aus mlat. masca,
wohl aus dem Germ.): Glück bringender ITalisman (An
hänger, Puppe u. a.)
maskulin [auch ma...] (aus gleichbed. lat. masculinus zu
masculus „männlichen Geschlechts“, Verkleinerungsform
von mas „männlich“): a) für den Mann charakteristisch;
männlich (in Bezug auf Menschen); b) das Männliche be
tonend, hervorhebend (in Bezug auf die äußere Erschei
nung); c) als Frau männliche Züge habend, nicht weiblich;
Abk.: m; vgl. ...isch/-. maslkullilnisch: (veraltend)
männlichen Geschlechts (Biol., Med., Sprachw.); Abk.:
m; vgl. ...isch/-. Maslkullilnilsielrung die; -, -en (zu
Î...isierung): 1. Vermännlichung der Frau im äußeren Er
scheinungsbild (Med.). 2. Vermännlichung weiblicher Tie
re (Biol.). Maslkullilnislmus der; -, ...men (zu T...ismus
(3,5); Analogiebildung zu îFeminismus): 1. (ohne Plur.)
Betonung der Männlichkeit bzw. männlicher Ansprüche
als Reaktion auf den Î Feminismus (1). 2. das Vorhanden
sein bzw. die Ausbildung männlicher Geschlechtsmerk
male bei der Frau od. bei weiblichen Tieren (Med., Biol.).
Mas|ku|li|num das; -s, ...na (aus gleichbed. lat. (genus)
masculinum): männliches Substantiv (z.B. der Wagen);
Abk.: M., Mask.
Mas|le|ni|za die; -, Plur. -s u. ...zen (aus gleichbed. russ.
854
maslenica zu maslo „Butter, Öl“) : altes slaw. Fest zur Ver
abschiedung des Winters, das in christlicher Zeit zur But
terwoche, Fastnachtswoche wurde
Malsolchislmus [...x...] der; -, ...men (nach dem österr.
Schriftsteller L. von Sacher-Masoch (1836-1895) u. zu
Î ...ismus (3)>: 1. (ohne Plur.) das Empfinden von sexueller
Erregung beim Erdulden von körperlichen od. seelischen
Misshandlungen. 2. masochistische Handlung; vgl. Sadis
mus. Malsolchist der: -en, -en (zu T...ist>: jmd., der bei
Misshandlung sexuelle Erregung empfindet, malsochis tisch <zu Î...istisch): den Masochismus betreffend
Mal solra usw. vgl. Massora usw.
Masque [mɑ:sk] rfze; -, -s (aus gleichbed. engl. masque, dies
aus fr. masque, vgl. Maske): aus Volksmaskeraden des
Mittelalters entstandene, von Hoffesten der ital. Renais
sance beeinflusste, zwischen 1580 u. 1640 am engl. Kö
nigshofbeliebte theatralische Mischform
Maslsa der; -s, -s (entstellt aus engl. master, vgl. Master):
früher von den schwarzen Sklaven Nordamerikas verwen
dete Bez. für Herr
Mass-Acltion, auch Masslacltion ['mæsækʃən] die; (aus gleichbed. engl. mass action, eigtl. „Massenreflex“):
unspezifische Reaktion eines Säuglings (od. tierischen Or
ganismus) auf irgendwelche Reize (Psychol.)
Maslsalge [,,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. massage zu
masser, vgl. 'massieren): Behandlung des Körpergewebes
mit den Händen (durch Kneten, Klopfen, Streichen u.Ä.)
od. mit mechanischen Apparaten zur Lockerung u. Kräf
tigung der Muskeln sowie zur Förderung der Durchblu
tung o.Ä. Maslsalgelsallon der; -s, -s: 1. (veraltend) Ar
beitsraum eines Î Masseurs. 2. (verhüllend) einem Bordell
ähnliche, meist nicht offiziell geführte Einrichtung, in der
bes. masturbatorische Praktiken geübt werden
Masi salker das; -s, - (aus gleichbed. fr. massacre zu mas
sacrer, vgl. massakrieren): Gemetzel, Blutbad, Massen
mord. maslsa krie ren* (aus gleichbed. fr. massacrer,
weitere Herkunft ungeklärt): 1. niedermetzeln, grausam
umbringen. 2. (ugs. scherzh. od. abwertend) quälen, miss
handeln
Maßlanallylse die; -, -n (zu 1 Analyse): Verfahren, durch
1 Titration die Zusammensetzung von Lösungen zu ermit
teln (Chem.)
M as sa ran duiba das; -s (aus gleichbed. port, maçaranduba, dies aus Tupi (einer südamerik. Indianersprache)
maçarandiva): fein strukturiertes, extrem hartes Holz ei
niger Arten der Seifenbaumgewächse aus Nordostbrasi
lien u. Guayana mit hoher Dauerhaftigkeit gegenüber
Holzzerstörern, das u. a. für Furniere, Parkettböden u. als
Konstruktionsholz Verwendung findet
Maslsé [...'se:] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. massé zu mas
ser „mit dem Queue stoßen“): Stoß beim Billard, der einen
kräftigen Vorwärtseffet vermittelt, weil der Spielball ge
nau zentral getroffen wird; Ggs. tPiqué (2)
M as se be die; -, -n (aus gleichbed. hebr. masseba, eigtl.
„was aufrecht steht“): aufgerichteter Malstein (urspr. als
Behausung einer kanaanitischen Gottheit) im Jordanland
'Mas sel der, österr. das; -s (aus jidd. masl „Schicksal,
Glück“, dies aus hebr. mazzal „Stern, Schicksal“): (sa
lopp) unverdientes, unerwartetes Glück
2Maslsel <7ze; -, -n (aus gleichbed. it. massello, eigtl. Ver
kleinerungsform von massa „Masse“, dies über lat. massa
aus gr. maza „Teig aus Gerstenmehl; (Metall)klumpen“):
durch Gießen in einer entsprechenden Form hergestellter,
plattenförmiger Metallblock
Mas|sen|de|fekt der; -[e]s, -e (zu ÎDefekt): Betrag, um
den die Masse eines Atomkerns kleiner ist als die Summe
der Massen seiner Bausteine (Kernphys.). Maslsenlhypnolse die; -, -n: hypnotische, demagogische Beeinflus
sung großer Menschenmengen. Maslsenlhysltelrie die;
855
masto..., Masto...
-, -n [,,,i:ən]: unkontrollierte, teils ekstatisch od. panikar maslsollielren (aus gleichbed. älter fr. massoler zu masse
tige Erregung u. Reaktion bei einer großen Anzahl von
„Kolben, Schlägel“, dies aus lat. mateola); (veraltet) mit
Menschen, bes. bei Menschen in Massenansammlungen.
einer Keule totschlagen (frühere Art der Todesstrafe)
Mas|sen|ka|ramlbollalge [---ʒə] ¿ze; -, -n: Zusammen M as so ra die; - (aus hebr. masöra „Überlieferung“ zu ma
stoß vieler Fahrzeuge. Mas|sen|kom|mu|ni|ka|ti|on
sar „übergeben“): [jüd.] Textkritik des Alten Testaments;
die; -, -en: Verbreitung gleichlautender Kommunikations
Gesamtheit textkritischer Rand- od. Schlussbemerkungen
inhalte an eine Vielzahl von Menschen mithilfe der Mas
in alttestamentlichen Handschriften. Maslsolret, Masosenmedien.
Maslsen|kom|mulni|kalti|ons|mitltel
ret der; -en, -en (aus hebr. mâsôrêt „Überlieferer“): mit der
[auch ma...] ¿as; -s, -: svw. Massenmedium. MaslsenMassora befasster jüd. Schriftgelehrter u. Textkritiker;
konlsum der; -s <zu t’Konsum): der für die Massenge
vgl. Punktatoren. masisoretisch, masoretisch: die
sellschaft typische ‘Konsum von seriell gefertigten, z.T.
Massoreten betreffend; massoretischer Text: der von den
auf begrenzte Haltbarkeit berechneten u. der Mode unter
Massoreten festgelegte alttestamentliche Text
worfenen Gütern in großer Menge. mas|sen|me|di|al: Ma ss-Re|acltion, auch Masslrelacltion ['mæsrɪækʃən]
die Massenmedien betreffend. Maslsen|me|di|um das;
die; - (aus engl. mass reaction „Massenreflex“): svw. Mass
-s, ...dien [...ion] (meist Plur.) (zu t2Medium): auf große
action
Massen ausgerichteter Vermittler von Information u. Kul maslt...*, Mas|t...vgl. masto..., Masto...
turgut (z.B. Presse, Film, Funk, Fernsehen). Maslsen- Masltalba die; -, Plur. -s u. ...staben (aus arab. mastaba,
or|ga|ni|sa|ti|on die; -, -en: ÎOrganisation, der breite
eigtl. „Bank“): altägypt. Grabbau (Schachtgrab mit fla
Kreise der Bevölkerung angehören (z.B. die Gewerk
chem Lehm- od. Steinhügel u. Kammern)
schaft). Maslsenlpsy chologie die; -: Teilgebiet der Masltallgie* die; -, ...ien (zu îmasto... u. T...algie): Mas
Psychologie, das sich mit den Reaktionen des Einzelnen
todynie. Masitekitolmie ¿ze; -, ...ien (zu î...ektomie):
auf die Masse u. den Verhaltensweisen der Masse beschäf
operative Entfernung der weiblichen Brust (Med.)
tigt. Mas|sen|re|so|nanz die; -, -en (meist Plur.): äu Maslter der; -s, - (aus gleichbed. engl. master, dies über
ßerst kurzlebiges Elementarteilchen, das beim Zusam
altfr. maistre aus lat. magister „Vorsteher, Meister“): 1.
menstoß sehr energiereicher schwerer Teilchen entsteht
engl. Anrede für junger Herr. 2. in den Vereinigten Staaten
(Kernphys.). Massemspektrograf*, auch ...graph
u. in England akademischer Grad ; Master of Arts: engl. u.
der; -en, -en: Gerät zur Zerlegung eines Isotopengemischs
amerik. akademischer Grad (etwa dem Dr. phil. entspre
in die der Masse nach sich unterscheidenden Bestandteile
chend); Abk.: M. A.; vgl. Magister Artium. 3. engl.-ame
u. zur Bestimmung der Massen selbst. Mas sen spekrik. Bez. für Schallplattenmatrize. 4. Anführer bei Par
trolmelter* ¿as; -s, -: Gerät zur Bestimmung der Häufig
forcejagden. 5. übergeordnete Einheit bei informations
keit der in einem Isotopengemisch vorhandenen einzelnen
verarbeitenden Systemen (EDV); Ggs. ÎSlave. MaslterMassen (Kernphys.). Mas|sen|spek|tro|me|trie* ¿z'e;
kolpie¿te; -, ...ien (nach engl. master copy „Originalko
-: ionenoptisches Verfahren zur Gewinnung von Daten
pie“): vom Negativ des Originalfilms hergestelltes Positiv
über Massenspektren, absolute Massen u. Häufigkeiten
duplikat, das als Kopiergrundlage für den Duplikatfilm
von Teilchen (Kernphys.). Mas|sen|spek|trum*¿as; -s,
dient (Fotogr.). Master-Slave-System ['mɑ:stəPlur. ...tren u. ...tra: Häufigkeitsverteilung von Massen in
'sleɪv...] das; -s (zu engl. slave „Sklave“): Aufgabenteilung
einem Teilchengemisch in Abhängigkeit von der Massen
in Rechnersystemen, bei der einem größeren Rechner
zahl (Kernphys.). Maslsenlsuglgesltilon die; -, -en:
mindestens ein kleinerer, zuverlässig arbeitender Rechner
suggestive, manipulatorische Einwirkung auf Menschen
zugeteilt
wird
(EDV).
Mas|ter-Slice-Tech|nik
massen
[...'slaɪs...] die; - (zu engl. slice „Scheibe“): eine Technik
zur Herstellung von Mikrochips, bei der mehrere gleiche
Maslselter der; -s, - (aus gr. mas(s)eter „der Kauende“):
Kaumuskel (Med.)
od. verschieden integrierte Schaltkreise auf demselben
Mas|seur[...'s0;ç] der; -s, -e (aus gleichbed./r. masseur zu
Chip (3) angeordnet werden. Mas|ter|ter|mi|nal
[,-,tə:mɪnl] das; -s, -s: Terminal (3) für den Lehrer beim
masser, vgl. ’massieren): jmd., der berufsmäßig Massagen
computerunterstützten Unterricht, über den er sich in den
verabreicht. Maslseulrin [... so:...] die; -, -nen: weibliche
Form zu ÎMasseur. Maslseuse [,,,'so:zə] die; -, -n (aus
Lernprozess eines Schülers einschalten kann
gleichbed./r. masseuse): 1. (früher) weibliche Form zu Masltiff der; -s, -s (aus gleichbed. engl. mastiff, eigtl. „ge
zähmt“, zu altfr. mastin, dies über das Vulgärlat. zu lat.
Î Masseur. 2. Prostituierte in einem Î Massagesalon (2)
mansuetus „zahm“): engl. doggenartige Hunderasse
Mas|si|cot[...'ko:] der; -s (aus gleichbed./r. massicot, dies
wohl über it. marzacotto, span, marzacoet aus arab. sabb Masltilgolpholren die (Plur.) (zu gr. mastigophoros „gei
ßeltragend“): Geißeltierchen
qubti „ägyptischer Alaun“): Bleigelb, gelbes Farbpigment
Masltik¿er; -s (aus gleichbed./r. mastic, dies aus lat. mas
1mas|sie|ren (aus gleichbed./r. masser, dies wohl zu arab.
tix, vgl. Mastix): eine Art Kitt (Seew.). Mas|ti|kaltor¿er;
massa „berühren, betasten“) : jmdn. mit einer Massage be
-s, ...oren (zuspätlat. masticatus, Part. Perf. von masticare
handeln
„kauen“ (verwandt mit gleichbed. gr. masästhai), u.
2mas|sie|ren (aus gleichbed./r. masser zu masse, dies aus
î...or): Knetmaschine, masltilkaltglrisch: den Kauakt
lat. massa, vgl. 2Massel>: 1. [Truppen, Polizeikräfte] an ei
betreffend (Med.)
nem Ort, an einer Stelle zusammenziehen. 2. verstärken.
Maslsielrung die; -, -en (zu T...ierung): das Massieren Masltilt¡s¿ze; -, ...itiden (zugr. mastös „(Mutter)brust“ u.
t,,,itis): Brustdrüsenentzündung (Med.)
.
(1)
maslsiv(aus gleichbed./r. massif zu masse, vgl. kas
sieren u. ...iv): 1. ganz aus einu. demselben Material, nicht Mas|tix¿er; -[e]s (über lat. mastix, Nebenform von mastie(h)e, aus gleichbed. gr. mastiche (verwandt mit masäs
hohl. 2. fest, wuchtig. 3. stark, grob, heftig, ausfallend; in
thai „kauen“), weil dieses Harz im Orient wegen seines
bedrohlicher u. unangenehmer Weise erfolgend; z.B. -en
Wohlgeruchs gekaut wurde): 1. Harz des Mastixbaumes,
Druck auf jmdn. ausüben. Maslsiv ¿as; -s, -e [...va] (aus
das für Pflaster, Kaumittel, Lacke u. a. verwendet wird. 2.
gleichbed./r. massif): 1. Gebirgsstock, geschlossene Ge
Gemisch aus Bitumen u. Gesteinsmehl, das als Straßenbe
birgseinheit. 2. durch Hebung u. Abtragung freigelegte
lag verwendet wird
Masse alter Gesteine (Geol.). Maslsivlbau der; -[e]s:
Bauweise, bei der fast ausschließlich Naturstein, Ziegel masito.... Masito....vor Vokalen meist mast..., Mast... (zu
gleichbed. gr. mastös): Wortbildungselement mit der Be
stein od. Beton verwendet wird. Mas|si|vi|tät[...v...] ¿te;
deutung „Brust, Brustwarze“, z. B. Mastopathie, mastoid,
- (zu t ...ität) : Wucht, Nachdruck; Derbheit
M
Mastodon
Mastalgie. Masltoldon* das; -s, ...donten <zu gr. odoús,
Gen, odóntos „Zahn“, nach den brustwarzenähnlichen
Höckern an den Backenzähnen): ausgestorbene Elefan
tenart des Tertiärs. Masltoldylnie* die; -, ...ien (zu
T...odynie): Schwellung u. Schmerzhaftigkeit der weibli
chen Brüste vor der Regel (Med.). mas|to|id (zu f...oid>:
von der Form einer Brustwarze; einer Brustwarze ähnlich
(Med.). Masltolildiltis die; -, ...itiden (zu Î ...itis): Ent
zündung der Schleimhäute am Warzenfortsatz des Schlä
fenbeins (Med.). Mas|to|mys die; -, - (zu gr. mys
„Maus“): afrik. Ratte (wichtiges Versuchstier in der
Krebsforschung). Masltolpalthie die; - (zu T...pathie>:
Knötchen- u. Zystenbildung an den Brüsten (Med.). Mastolpelxie die; -, ...ien (zu gr. pèxis „das Festmachen, An
heften“ u. T2...ie>: operative Hebung u. Straffung einer
Hängebrust (Med.). Masltopltolse* die; -, -n (zugr. ptðsis „das Fallen, der Fall“): Hängebrust (Med.). Masltozoollith [auch ...lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n]: Ver
steinerung eines Säugetiers (Geol.). Mas|to|zoo|lolgie
die; -: (veraltet) svw. Mammalogie. Masltolzolon das; -s,
...zoen (zu gr. zöon „Lebewesen, Tier“): (veraltet) Säuge
tier; vgl. Mammalia
Mas|tur|ba|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. nlat. masturbatio zu lat. masturbari, vgl. masturbieren): 1. geschlechtli
che Selbstbefriedigung; Onanie. 2. geschlechtliche Befrie
digung eines anderen durch Î manuelle Reizung der Ge
schlechtsorgane. maslturlbaltolrisch (zu t...orisch): die
Masturbation betreffend, auf ihr beruhend, maslturlbieren (aus gleichbed. lat. masturbari, wohl zu lat. manus
„Hand“ u. stuprare „schänden“): sich selbst geschlecht
lich befriedigen; onanieren. 2. bei jmdm. die Masturbation
(2) ausüben
Malsurlka vgl. Mazurka
Malsut das; -[e]s (aus gleichbed. russ. mazut, dies aus dem
Turkotat.): bei der Destillation von russ. Erdöl entstehen
der Rückstand, der u. a. als Schmiermittel u. zur Behei
zung industrieller Anlagen o. A. verwendet wird
Maltaldor der; Gen. -s, auch -en, Plur. -e, auch -en (aus
gleichbed. span, matador zu matar „töten“, dies über das
Vulgärlat. aus lat. mactare „schlachten“): 1. Stierkämpfer,
der dem Stier den Todesstoß versetzt. 2. wichtigster Mann,
Hauptperson
Ma|ta|ma|ta die; -, -s (überport, matamatá aus
(einer
südamerik. Indianersprache)): langhalsige südamerik.
Süßwasserschildkröte
Ma|tälo|lo|gi_e die; (aus gleichbed. gr. mataiologia zu má
talos „nichtig, eitel“): (veraltet) unnützes Gerede, leeres
Geschwätz. Maltälolpolnie die; - (aus gleichbed. gr. mataioponia): (veraltet) unnütze Beschäftigung
Maltalpan der; -, -e (aus gleichbed. it. (venez.) mattapàn,
matapàn, dies aus ɑrɑb. mautabän, eigtl. „Königssitz“):
venez. Groschenmünze aus Silber
Ma Itaslsin (,,,'sɛ:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. matassin,
dies aus span, matachín): (veraltet) jmd., der akrobatische
o. ä. Kunststücke auf dem Jahrmarkt, im Zirkus vorführt.
Ma |tas|si|na|de [...si...] die; -, -n (zu t...ade>: (veraltet)
Zauberkunststück, Taschenspielerei. ma|tas|si|ni_e|ren
(zu Î..deren): (veraltet) Zauber, Taschenspielerkunst trei
ben
Match [mɛtʃ, Schweiz, auch maʧ] das, Schweiz, der; -[e]s,
Plur. -s, auch -e, österr. u. Schweiz, auch -es [...iz] (aus
gleichbed. engl. match): sportl. Wettkampf in Form eines
Spiels. Matchlball ['mɛtʃ...] der; -[e]s, ...bälle: über den
Sieg entscheidender Ball ([Tischtennis, Badminton).
Matchlbeultel der; -s, -: ein größerer, für Sport u. Wan
derung geeigneter Beutel, den man über die Schulter hän
gen kann. Matched Groups ['mætʃt'gru:ps], auch
Matchedlgroups die (Plur.) (aus engl. matched groups
(Plur.) „zugeordnete Gruppen“): (bei psychol. Tests) in
856
bestimmten Merkmalen (z.B. Alter, Ausbildung, Intelli
genz o.Ä.) übereinstimmende Gruppen von Individuen.
Matlcheur [maʧo:n] der; -s, -e (zu fr. match
„(Wett)kampP‘ (dies aus gleichbed. engl. match) u.
t...eur>: (Schweiz.) hervorragender Schütze. Match
sack ['mɛtʃ...] der; -[e]s, ...säcke (zu tMatch): svw.
Matchbeutel. Match|stra|fe Æe; -, -n: Feldverweis für
die gesamte Spieldauer (Eishockey). Match|win|ner der;
-s, - (zu engl. winner „Sieger; Gewinner“): 1. Spieler in ei
nem Mannschaftsspiel, der die Entscheidung für einen
Sieg herbeiführt. 2. a) den Verlauf des Spiels entscheidend
beeinflussender Spielzug; b) spielentscheidender Punkt
''Malte der; - (aus gleichbed. span, mate, dies aus Quechua
(einer südamerik. Indianersprache) mati, eigtl. „Gefäß,
Korb (zur Aufbewahrung von Tee)“): aus den gerösteten,
koffeinhaltigen Blättern der Matepflanze zubereiteter Tee
(vgl. 2Mate). 2Ma|te die; -, -n (zu t'Mate): südamerik.
Stechpalmengewächs; Matepflanze
Maltellaslsé [...'se:] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. matelas
sé, substantiviertes Part. Perf. von matelasser „(aus)polstern“>: Gewebe mit plastischer, reliefartiger Musterung
Ma|te|lot [...’Io:] der; -s, -s (aus fr. matelot „Matrose“, vgl.
Matrose): 1. zum Matrosenanzug getragener runder Hut
mit Band u. gerollter Krempe. 2. Matrosentanz. Maltelote [,,,'lɔt] die; -, -s (aus gleichbed. fr. matelote, Fem. von
matelot, vgl. Matelot): Fischragout mit scharfer Weiß
weinsoße.
Malter die; -, -n (aus lat. mater, Gen. matris „Mutter“): 1.
eine Art Papptafel, in die der Satz zum nachfolgenden
Guss der Druckplatte abgeformt ist (Druckw.). 2. svw.
Matrize (1). 3. Umhüllung, die ein Organ umhüllende
Haut (z.B. Hirnhaut; Med.). Malter do|lo|rolsa die; - (aus lat. mater dolorosa „schmerzerfüllte Mutter“, zu
mlat. dolorosus, vgl. doloroso): Darstellung Marias in ih
rem Schmerz über die Leiden des Sohnes (Kunstw.,
Theol.); vgl. Pieta. Malter fa|mi|li|as die; - -, Matres
[,,,tre:s] - (aus lat. mater familias (altlat. Genitiv) „Famili
enmutter“): die Gattin des Hausvaters im antiken Rom
maltelrilal (aus gleichbed. spätlat. materialis zu lat. mate
ria, vgl. Materie): 1. stofflich, sich auf einen Stoff bezie
hend, als Material gegeben; vgl. materiell (1). 2. inhaltlich,
sich auf den Inhalt beziehend (Philos.); vgl. ...al/...eil. MateIri al das; -s, -ien [...isn] (aus spätlat. materiale, substan
tiviertes Neutr. von materialis „stoffliche, dingliche Sa
che, Rohstoff“, vgl. material): 1. Stoff, Werkstoff, Roh
stoff, aus dem etwas besteht, gefertigt wird. 2. [schriftli
che] Angaben, Unterlagen, Belege, Nachweise o.Ä. 3.
Hilfsmittel, Gegenstände, die für eine bestimmte Arbeit,
für die Herstellung von etwas, als Ausrüstung o.Ä. benö
tigt werden. ...maltelrilal (zu îMaterial): (ugs.) Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „für etwas zur Verfü
gung stehende Gruppe von Lebewesen od. Gegenstän
den“, z.B. Patientenmaterial, Schülermaterial, Untersuchungsmaterial. Ma|telri|a|li|sa|tilon rfze,`-,-en (zu Îma
terialisieren u. I...ation): 1. Umwandlung von [Strahlungs]energie in materielle Teilchen mit Ruhemasse
(Phys.). 2. Bildung körperhafter Gebilde in Abhängigkeit
von einem 'Medium (4; Parapsychol.). maltelriialli sieren (zu Îmaterial u. I ...isieren): 1. verstofflichen, verwirk
lichen. 2. eine Materialisation (2) bewirken (Parapsy
chol.). Ma|te|ri|allis|mus der; - (aus gleichbed. fr. maté
rialisme bzw. engl. materialism; vgl. ...ismus (1)>: 1. philos.
Lehre, die die ganze Wirklichkeit (einschließlich Seele,
Geist, Denken) auf Kräfte od. Bedingungen der Materie
zurückführt; Ggs. ÎIdealismus (1); vgl. dialektischer Ma
terialismus. 2. das Streben nach bloßem Lebensgenuss oh
ne ethische Ziele u. Ideale. Maltelrilallist der; -en, -en
(aus gleichbed. fr. matérialiste bzw. engl. materialist): 1.
Vertreter u. Anhänger des philos. Materialismus; Ggs.
857
Matrix
Î Idealist (1). 2. für höhere geistige Dinge wenig interes
- (zu t ...izität): Gehalt an Mathematik, Grad der Anwen
sierter, nur auf eigenen Nutzen u. Vorteil bedachter
dung der Mathematik. Malthelsis uni verlsa lis [Mensch. ma|telri|a|lis|tisch (zu Î ...istisch) : 1. den Ma
...ver...] die; - - tzugr. mathesis „das Lernen, die Erkennt
terialismus betreffend; Ggs. Î idealistisch (1). 2. nur auf ei
nis“ u. /«/. universalis „allgemein“, eigtl. „Universalleh
genen Nutzen u. Vorteil bedacht. Ma|te|ri|a|li|tät ¿fie; re“): (auf G. W. Leibniz zurückgehender) Gedanke von
<zu Î ...ität): Stofflichkeit, Körperlichkeit, das Bestehen
der universellen Anwendbarkeit mathematisch formali
aus Materie; Ggs. ÎSpiritualität. Maltelri|al|kon|stansierter Schlussweisen
te* die; -, -n: feste Größe, die vom Material (1) eines un Malthulralkunst ['mæθura:,,,, 'mætʊrə...] die; - (nach der
tersuchten Körpers abhängt (z. B. die Dichte; Phys.). MaBildhauerschule der nordind. Stadt Mathura): eine Rich
telrilallwalrerZíe;-,-n (meist Plur.): (veraltet) Haushalts
tung der ind. Plastik in den ersten Jahrhunderten n.Chr.
ware. Maltelrie [...ja] die: -, -n (aus lat. materia „Stoff;
mit Skulpturen u. Terrakotten verschiedener religiöser Be
Aufgabe, Thema“ zu mater „Mutter“): 1. (ohne Plur.)
stimmung, deren traditionsbildende Î Ikonografie u. Stilis
Stoff, Substanz, unabhängig vom Aggregatzustand
tik wesentlich die frühe ind. Kunst prägten
(Phys.). 2. Gegenstand, Gebiet [einer Untersuchung], 3. maltilnal </?.; zu matin, vgl. Matinee): (veraltend) früh,
Urstoff, Ungeformtes. 4. die außerhalb unseres Bewusst
frühmorgens; morgendlich. Maltilnee die; -, ...een (aus
seins vorhandene Wirklichkeit im Gegensatz zum Geist
gleichbed. fr. matinée, eigtl. „Morgen, Vormittagsstun
(Philos.). 5. Inhalt, Substanz im Gegensatz zur Form.
den)“, zu matin „Morgen“, dies aus lat. matutinum (tem
ma|te|ri|ell (über gleichbed./r. matériel aus spätlat. ma
pus) „Morgen(zeit)“ zu matutinus „morgendlich“): 1. am
terialis, vgl. material): 1. stofflich, körperlich greifbar; die
Vormittag stattfindende künstlerische Veranstaltung. 2.
Materie betreffend; Ggs. timmateriell. 2. auf Besitz, auf
(veraltet) eleganter Morgenrock
Gewinn bedacht. 3. die lebensnotwendigen Dinge, Güter Matljeslhelring der; -s, -e (aus niederl. maatjesharing, äl
betreffend, auf ihnen beruhend, zu ihnen gehörend ; finan
ter maagdekens haering, eigtl. „Mädchenhering“): junger,
ziell, wirtschaftlich. 4. das Material (1) betreffend; vgl.
mild gesalzener Hering (ohne Milch od. Rogen)
...al/...eil. maltelrielrenu. maltelrilielren (aus lat. ma Matratze* rf/e, -, -n (aus älter it. materazzo, dies ausaraó.
teriare „aus Holz machen, bauen“): (veraltet) sein Meis
matrah „Bodenkissen“): 1. Bettpolster aus Rosshaar, See
terstück machen
gras, Wolle od. Schaumstoff; federnder Betteinsatz. 2.
1ma|tern (zu tMater): von einem Satz Matern herstellen
Uferabdeckung aus Weidengeflecht, maltratlzielren (zu
(Druckw.). 2maltern (aus gleichbed. lat. maternus zu ma
t...ieren): (veraltet) polstern
ter, vgl. Mater): zur Mutter gehörend, mütterlich (Med.). Maîtres* [,,,tre:s] die (Plur.) (aus lat. matres, Plur. von ma
Malterlna die (Plur.) (aus lat. materna, substantiviertes
ter „Mutter“): svw. Matronen (vgl. Matrone)
Neutr. (Plur.) von maternus, vgl. 2matern): (veraltet) müt Mä|tres|se* die; -, -n (aus gleichbed./r. maîtresse, eigtl.
terliches Erbteil (Rechtsw.). Ma|ter|nal Dis tress* [mə„Herrin“, zu maître, vgl. Maître): 1. (früher) Geliebte ei
'tə:nl dɪ'stres] das; - - (aus gleichbed. engl. maternal dis
nes Fürsten. 2. (abwertend) Geliebte bes. eines verheira
tress, eigtl. „mütterliche Not“): zusammenfassende Bez.
teten Mannes
für die Gefährdungen, die der Mutter während u. nach ei maltrilarlchal* u. maltrilarlchallisch (zu lat. mater,
ner Geburt drohen (Med.); vgl. Fetal Distress, malterlniGen. matris „Mutter“, gr. arche „Herrschaft“ u. T ’...al
siert(zuf,,,isiert): dem Mütterlichen angeglichen; mater(1)>: das Matriarchat betreffend, darauf beruhend; vgl.
nisierte Milch: Milch, die in ihrer Zusammensetzung der
...isch/-. Ma|tri|ar|chatd«s; -[e]s, -e (Analogiebildung zu
Muttermilch gleicht. Malterlniltät die; - (zu T...ität):
ÎPatriarchat): Mutterherrschaft; Gesellschaftsordnung,
Mutterschaft (Med.)
in der die Frau die bevorzugte Stellung in Staat u. Familie
Mate’s Relceipt ['meɪts rɪ'si:t] das; - -s, - -s (aus engl. ma
innehat u. in der Erbgang u. soziale Stellung der weibli
te’s receipt „Empfangsbescheinigung des Maats“): im
chen Linie folgen; Ggs. ÎPatriarchat (2); vgl. Avunkulat,
Frachtverkehr Quittung des Ladeoffiziers über den Emp
Matrilokalität. Maltrilcalria [,,,'ka:...] die: - (aus gleich
bed. nlat. matricaria zu spätlat. matrix, vgl. Matrix): wis
fang der Ware an Bord des Schiffes
senschaftliche Bez. der ÎKamille. Maltrik die; -, -en (ver
Malteltee der; -s (zu t'Mate): svw. 'Mate
kürzt aus fMatrikel): (österr.) svw. Matrikel. Maltrilke!
Mal the
- (meist ohne Artikel) (kurz für f Mathematik):
die; -, -n (aus spätlat. matricula „öffentliches Verzeichnis“,
(Schülerspr.) Mathematik als Lehrfach, UnterrichtfsstunVerkleinerungsform von matrix, vgl. Matrix): 1. Verzeich
de], Malthelma das; -s, Plur. ...men od. ...mata (aus
nis von Personen (z. B. der Studenten an einer Universi
gleichbed. gr. máthéma): (veraltet) Lehrgegenstand, Lehr
tät); vgl. Immatrikulation. 2. (österr.) Personenstandsre
satz; Kenntnis, Wissenschaft. Malthelmaltikcfe; - (über
gister. maltrillilnelal u. ma|tri|li|ne|ar (zu Zar. mater,
lat. (ars) mathematica aus gleichbed. gr. mathêmatike
Gen. matris „Mutter“): in der Erbfolge der mütterlichen
(téchnê) zu mäthema „das Gelernte, Kenntnis“ bzw. maLinie folgend, mutterrechtlich; Ggs. Îpatrilineal, patrili
thëmata (Plur.) „(math.) Wissenschaften“): Wissenschaft
near. maltrillolkal: am Wohnsitz der Familie der Frau
von den Raum- u. Zahlengrößen, von ihren gegenseitigen
befindlich. Ma|tri|lo|ka|li|tät die; -: Übersiedlung des
Beziehungen u. den zwischen ihnen möglichen Verknüp
Mannes mit der Heirat an den Wohnort seiner Frau (in
fungen. Ma|the|malti|ker der; -s, - (aus gleichbed. lat.
mutterrechtlichen Kulturen). maltri|mo|ni|al u. maltrimathematicus): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Ma
moniell (aus lat. matrimonialis „die Ehe betreffend“;
thematik. Ma|the|ma|ti|ke|rin die; -, -nen: weibliche
vgl. ...eil): (veraltend) zur Ehe gehörig; ehelich (Rechtsw.,
Form zu ÎMathematiker, malthelmaltisch: die Mathe
Med.); vgl. ...al/...eil. Maltri|mo|ni|umi/a5; - (aus gleich
matik betreffend; mathematische Logik: Behandlung der
bed. lat. matrimonium); (veraltend) Ehe. maltrilsielren
logischen Gesetze mithilfe von math. Symbolen u. Metho
(zu lat. mater (vgl. Mater) u. t...isieren): Papier anfeuch
den; vgl. Logistik, malthelmaltilsielren (zu Ï ...isieren):
ten (Buchw.). Maltrixi/ie; -, Plur. Matrizes [,,,tse:s] u. Ma
[in verstärktem Maß] mit math. Methoden behandeln od.
trizen (über spätlat. matrix, Gen. matricis „öffentliches
untersuchen. Ma|the|malti|sie|rung die; -, -en (zu
Verzeichnis, Stammrolle“ aus lat. matrix „Mutter(tier);
T...isierung>: [verstärkte] Anwendung math. Methoden in
Stammmutter; Gebärmutter“ zu mater „Mutter“): 1. a)
wissenschaftlichen Untersuchungen. MalthelmaltilzisKeimschicht der Haarzwiebel; b) Krallen- u. Nagelbett
mus der; - (zu Î...izismus): Tendenz, alle Vorgänge der
(bei Wirbeltieren); c) Hülle der î Chromosomen (Biol.). 2.
Wirklichkeit, die Wissenschaft u. besonders die Logik in
a) rechteckiges Schema von Zahlen, für das bestimmte Remath. Formeln wiederzugeben. Ma|the|ma|ti|zi|tät die;
M
Matrixorganisation
chenregeln gelten (Math.); b) System, das zusammenge
hörende Einzelfaktoren darstellt (EDV). 3. das natürliche
Material (Gestein), in dem Mineralien eingebettet sind
(Min.). Maltrixlor|ga|ni|sa|ti|on die; -, -en: Struktur
form, bei der sich eine nach Fachabteilungen gegliederte
u. eine nach Objekten bzw. Projekten gegliederte Organi
sation überlappen (betriebliche Organisationslehre). Matrixlsatz der; -es, ...sätze: übergeordneter Satz in einem
komplexen Satz (Sprachw.). Maltrilze rfe; -, -n <aus fr.
matrice „Gussform“, eigtl. „Gebärmutter“, dies aus spätlat. matrix, vgl. Matrix): 1. a) bei der Setzmaschine die in
einem Metallkörper befindliche Hohlform zur Aufnahme
der tPatrize; b) die von einem Druckstock zur Anfer
tigung eines 1 Galvanos hergestellte [Wachsjform
(Druckw.). 2. bei der Formung eines Werkstücks derjenige
Teil des Werkzeugs, in dessen Hohlform der Stempel ein
dringt. 3. die negative Form bei der Herstellung von
Schallplatten. Maltrjlzen: Plur. vont Matrixu. Î Matrize.
Maltrilzenlmelchalnik die;-; Form der tQuantenmechanik, in der die physik. Größen durch math. Matrizen
dargestellt werden. Maltrilzes [,,,tse:s]: Plur. von Î Ma
trix. Maltrjoschlka vgl. Matroschka. maltrolklin <zu
gr. matro- „Mutter-“ u. klinein „neigen, sich neigen“):
mehr dem mütterlichen Elternteil ähnelnd (Biol.); Ggs.
tpatroklin. Maltrolne die; -, -n (aus lat. matrona „ehrba
re, verheiratete Frau“ zu mater, vgl. Mater): a) ältere, Ge
setztheit u. Würde ausstrahlende Frau; b) (abwertend) äl
tere, füllige Frau. Maltrolnylmilkon vgl. Metronymikon. Maltroschlka, auch Matrjoschka die; -, -s (aus russ.
matrëska, Verkleinerungsform von mat’, Gen. materi
„Mutter“, dies aus lat. mater, vgl. Mater): aus zwei Teilen
zusammengesetzte Figur mit aufgemalter Darstellung ei
ner weiblichen Person, die in ihrem hohlen Inneren meh
rere kleinere Exemplare der gleichen Form in Größenab
stufungen enthält; Puppe in der Puppe
Maltrglse* der; -n, -n (aus gleichbed. niederl. matroos, dies
umgebildet aus fr. matelot, altfr. matenot, weitere Her
kunft ungeklärt): 1. Seemann der Handelsmarine. 2. a) un
terster Dienstgrad der Bundesmarine; b) Angehöriger der
Bundesmarine mit dem Dienstgrad Matrose (2 a). Matrolsenllook [...lok] der; -s: der Matrosenkleidung nach
empfundene, durch die Farben Blau u. Weiß, durch Strei
fen, breite Kragen o.Ä. gekennzeichnete Kleidung. Matrolsen|uni|form die; -, -en: Uniform der Matrosen in
den Farben Dunkelblau u. Weiß
matsch (aus it. marcio „faul, verdorben“, dies aus lat. mar
cidus „welk, morsch“; nach dem Ausdruck beim (Kar
tenspiel far (dar) marcio „einen Matsch machen, alle Sti
che verlieren“): (ugs.) völlig verloren; schlapp; jmdn.
matsch machen: jmdn. vollständig schlagen (Sport);
matsch werden: keinen Stich machen (im Kartenspiel).
Matsch, älter Martsch rfer; -[e]s, -e (zu it. marcio, vgl.
matsch): vollständiger Verlust eines Spiels
Matt das: -s, -s (über das Roman, (fr. mat, it. matto, span.
mate „matt, glanzlos“) zu arab. mät „(ist) gestorben, tot“;
vgl. schachmatt) : das Ende einer Schachpartie bedeutende
Stellung, bei der die Bedrohung des Königs durch keinen
Zug mehr abgewendet werden kann (Schachspiel)
Matlta die; -, Plur. ...ttae [...te] od. ...tten (aus gleichbed.
spätlat. matta): (veraltet) 1. grobe, aus Binsen, Stroh u. a.
geflochtene Decke. 2. pulverartige Masse zur Verfäl
schung von Gewürzen
matltielren (nach gleichbed. fr. matir zu mat, vgl. Matt):
matt, glanzlos machen. Matltilne <ZZe; - (zu/r. mat „matte
Farbe“ u, t...ine): Lösung zum Mattieren von Holz
Matltilnelta c/ze; -, ...ten (aus gleichbed. it. mattinata, dies
zu lat. matutinus, vgl. Matinee): (veraltet) Morgenkonzert
Matltoir [ma'toam] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. mattoir,
Nebenform von matoir, zu mater „hämmern“, dies zu mat,
858
vgl. Matt) : Stahlstab mit gerauter u. mit kleinen Spitzen
besetzter Aufsatzfläche (für den Kupferstich)
Maltur u. Maturum das; -s (wohl verkürzt aus nlat. examen
maturum „Reifeprüfung“ zu lat. maturus „reif, taug
lich“): (veraltet) ÎAbitur, Reifeprüfung; vgl. Matura. Matulra die; - (wohl verkürzt aus nlat. examina matura
(Plur.); vgl. Matur): (österr., Schweiz.) Reifeprüfung. Matu rand der; -en, -en (zu t...and>: (Schweiz.) Maturant.
Ma|tu|rant der; -en, -en (zu Î ...ant(l)): (österr.) jmd., der
die Reifeprüfung gemacht hat od. in der Reifeprüfung
steht, maltulrielren (zu t...ieren): (veraltet) das Matur
ablegen. Maltulriltas praelcox [- 'prɛ:kɔks] die; - - (aus
lat. maturitas praecox „frühzeitige Reife“): svw. Pubertas
praecox. Maltulriltät die; - (aus lat. maturitas, Gen. ma
turitatis „Reife“ zu maturus, vgl. Matur): 1. (veraltet) Reife[zustand]. 2. (Schweiz.) a) Abitur; b) Hochschulreife.
Maltulrum vgl. Matur
Maltultin die; -, -e[n] (aus kirchenlat. matutina (hora)
„frühmorgendlicher Gottesdienst“, eigtl. „frühe Stunde“,
zu lat. matutinus „in der Frühe geschehend“): nächtliches
Stundengebet; vgl. Mette, maltultilnal (aus gleichbed.
lat. matutinalis): (veraltet) früh, morgendlich
Matlze die; -, -n u. Matlzen der; -s, - (über gleichbed. jidd.
maze aus hebr. mazzä): ungesäuertes Fladenbrot, wie es
die Juden während der Passahzeit essen
Maulchelrit [auch ,.,'rit] der; -s, -e (nach dem Mineralien
händler W. Maucher (1879-1930) u. zu t2...it) : ein silber
graues bis rötliches, metallisch glänzendes Mineral
'Mau-Mau die (Plur.) (aus dem Afrik.): Geheimbund in
Kenia
2Mau-Mau das; -[s] (Herkunft ungeklärt): Kartenspiel, bei
dem in der Farbe od. im Kartenwert bedient werden muss
u. derjenige gewonnen hat, der als Erster keine Karten
mehr hat
Maund [mɔ:nd] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. maund, dies
aus Hindi man zu sanskr. mä „messen“): indisches Mas
semaß (in den einzelnen Gebieten von unterschiedlicher
Größe)
Maunldy-Molney ['mɔ:ndɪmʌnɪ] das; -[s] (aus gleichbed.
engl. Maundy money zu Maundy Thursday „Gründon
nerstag“ u. money „Geld“): seit dem 17. Jh. engl. Silber
münzen zu 1, 2, 3 u. 4 Pence, die für den alten Brauch des
Almosengebens durch den König am Gründonnerstag ge
prägt werden (heute noch jedes Jahr für Sammler geprägt)
Maulreslke vgl. Moreske
Mau rilner der; -s, - (meist Plur.) (nachdem hl. Maurus von
Subiaco): Angehöriger der franz, benediktinischen ÎKon
gregation im 17./18. Jh., deren Mitglieder bedeutende
Leistungen in der ÎPatristik u. kath. Kirchengeschichte
vollbrachten
Maulschel der; -s, - (aus gleichbed. Rotwelsch „Mauschel“,
Koseform von jzdd. Mausche, Mousche, dies aus hebr.
Möse (männlicher Vorname)): (veraltet spöttisch) armer
Jude. Maulschellbelte [,,,bɛ:tə] die; -, -n (zu Îmauscheln
u./r. bête „(einfacher) Strafeinsatz (beim Kartenspiel)“):
doppelter Strafeinsatz beim Mauscheln; vgl. bête, mauscheln (aus gleichbed. Rotwelsch „mauscheln“, wohl
nach dem für Nichtjuden unverständlichen Jiddisch; vgl.
Mauschel): 1. unter der Hand in undurchsichtiger Weise
Vorteile aushandeln, begünstigende Vereinbarungen tref
fen, Geschäfte machen; 2. beim [Kartenjspiel betrügen. 3.
Jiddisch sprechen; 4. undeutlich sprechen. Maulscheln
das; -s: ein Kartenspiel für 3-6 Personen
Mauslklick, auch Mouseklick [ maus...] der; -s, -s (zu engl.
dick „das Klicken“, dies zu to click „klicken“): das An
klicken mit der Maus, mit dem ein Prozess aktiviert wird
(EDV)
Maulsollelum das; -s, ...een (aus gleichbed. lat. Mauso
leum, dies aus gr. Mausöleion, urspr. Grabmal des Königs
859
Maüsolös von Karien, fum 353 v.Chr.): monumentales,
prächtiges Grabmal in Form eines Bauwerks
Mauslpad [...ped], auch Mousepad [ maus...] das; -s, -s (zu
engl. pad „Polster“): Unterlage, auf der die Maus bewegt
wird (EDV)
mauslsade [mo'sad] {fr.; „verdrießlich, gelangweilt“, zu
mal „schlecht“ (dies aus lat. malus) u. altfr. sade „liebens
würdig“ (dies zu lat. sapidus „klug“)): (veraltet) 1. schal,
abgeschmackt. 2. mürrisch, verdrießlich. Mauslsalderie
[mosa'dri:] die; -, ...ien (aus gleichbed. ʃr. maussaderie):
(veraltet) 1. Abgeschmacktheit. 2. (ohne Plur.) mürrisches
Wesen. Maulvaislsuljet [movesyje] das; -, -s [,,,'ʒɛ] (aus
gleichbed. fr. mauvais sujet): (selten) Taugenichts, übler
Bursche
mauve [mo:v] (aus gleichbed. fr. mauve zu mauve „Malve",
dies aus lat. malva, vgl. Malve): malvenfarbig. Maulveün
[move'i:n] das; -s (zu î...in (ɪ)): ältester künstlich herge
stellter organischer Farbstoff, ein Anilinfarbstoff
malxi (nach lat. maximus „größter“, Analogiebildung zu
Îmini): knöchellang (auf Röcke, Kleider od. Mäntel bezo
gen); Ggs. îmini. 'Malxi das; -s, -s (zu Tmaxi): 1. (ohne
Plur.) a) knöchellange Kleidung; b) (von Röcken, Klei
dern, Mänteln) Länge bis zu den Knöcheln. 2. (ugs.) knö
chellanges Kleid. 2Malxi der; -s, -s (verselbstständigt aus
ÎMaxi...): (ugs.) knöchellanger Rock. 3Ma|xi Æe; -, -s:
Kurzform von ÎMaxidisc u. ÎMaxisingle. Malxi... (zu
T maxi) : Wortbildungselement mit den Bedeutungen : a)
„lang, knöchellang“, z. B. Maximode, u. b) „groß, großfor
matig“, z.B. Maxisingle. Malxildisc [...disk] <7¿e; -, -s (zu
engl. disc „(Schall)platte“): Kompaktschallplatte mit be
sonders großer Aufnahmefähigkeit
Malxillla die; -, ...llae [...le] (aus lat. maxilla „Kinnlade, -ba
cken“, eigtl. Verkleinerungsform von mala): Oberkiefer[knoehen] (Med.), malxilllaru. malxilllar (aus gleich
bed. lat. maxillaris): auf den Oberkiefer bezüglich, zu ihm
gehörend (Med.). Malxilllalre die; -, -n: paariger Ober
kieferknochen der Wirbeltiere, der beim Menschen u. bei
einigen Säugetieren mit dem Zwischenkieferknochen zum
Oberkiefer verschmolzen ist (Zool.). Ma xil len die
(Plur.): als Unterkiefer dienende Mundwerkzeuge der
Gliederfüßer (Zool.)
'Ma|xi|ma: Plur. von T Maximum. 3Ma|xi|ma die; -, Plur.
...mae [...me] u. ...men (aus gleichbed. mlat. (nota) maxi
ma, eigtl. „die größte (Note)“; vgl. Maximum): längste ge
bräuchliche Note der Mensuralmusik (im Zeitwert von 8
ganzen Noten), malxilmal (zu lat. maximus „größter“ u.
ɪɪ,,,al (1)>: a) sehr groß, in größtem, höchstem Grad; b)
höchstens. Malxilmal...: Wortbildungselement mit der
Bedeutung ,,größt[möglich]“, z.B. Maximaldosis, Maxi
malprofit. Ma|xi|mal|do|sis die; -, ...sen: höchste Dosis
einer Arznei, die vom Arzt gegeben werden darf, malxima|li|sielren (zu î...isieren): bis zum Höchstmöglichen,
Äußersten steigern. Malxilmallist der; -en, -en (zu
T ...ist): jmd., der das Äußerste fordert. 2. Sozialist, der die
sofortige Machtübernahme der revolutionären Kräfte for
dert. Ma|xi|mal|pro|fit der; -[e]s, -e: der höchste Ge
winn, der erreichbar ist. Ma|xi|malphillie<7ie,- - (zu ÎMa
xima u. T ...philie): das Sammeln von ÎMaximumkarten.
Malxilme die; -, -n (unter Einfluss von fr. maxime aus lat.
maxima, vgl. Maxima): Hauptgrundsatz, Leitsatz, subjek
tiver Vorsatz für das eigene sittliche Handeln; Lebensregel
(Philos.), malxilmielren (zu 1 Maximum u. î...ieren): den
Flöchstwert zu erreichen suchen, bis zum Äußersten stei
gern (Wirtsch., Techn.). Malxilmielrung die; -, -en (zu
Î.Jerung): Planung u. Einrichtung eines [Wirtsehafts]prozesses auf die Weise, die für die Erreichung ei
nes Ziels den größten Erfolg verspricht, bzw, so, dass eine
Zielfunktion den höchsten Wert erreicht. Malxilmolde
die; - (zu ÎMaxi...): Mode, die knöchellange Kleidung be
Mazeration
vorzugt. Malxilmum das; -s, ...ma (aus /ɑi. maximum
„das Größte“, substantiviertes Neutr. von maximus, dies
Superlativ von magnus „groß“): 1. (Plur. selten) größtes
Maß, Höchstmaß; Ggs. ÎMinimum (1). 2. a) oberer Ex
tremwert (Math.); Ggs. 1 Minimum (2 a); b) höchster Wert
(bes. der Temperatur) eines Tages, einer Woche usw. od.
einer Beobachtungsreihe (Meteor.); Ggs. TMinimum
(2b). 3. Kern eines Hochdruckgebiets (Meteor.); Ggs.
tMinimum (3). 4. (ugs.) etwas Unüberbietbares. Malximumkarite die; -, -n: Postkarte, bei der die Abbildung,
die auf der Bildseite befindliche Briefmarke u. der Post
stempel gleiches Bild zeigen od. zueinander in Beziehung
stehen. Ma|xi|mum-Likellilhood-Me|tholde [...'laikllhud...] die; - (zu engl. likelihood „Wahrscheinlichkeit“):
Verfahren zur Ermittlung von Punktschätzungen unbe
kannter Î Parameter ( 1 ) der Wahrscheinlichkeitsverteilung
von Zufallsgrößen (math. Statistik). Malxilmum-Milnimum-Ther|mo|melter das; -s, -: ÎThermometer, das
die tiefste u. die höchste gemessene Temperatur festhält.
Ma|xi|mum|phi|la|tellie‘ die; -: svw. Maximaphilie.
Ma xilsinlgle* die; -, -[s] (zuÎMaxi... u. î2Single>: 2Single
in der Größe einer Langspielplatte
Maxlwell [auch 'mækswəl] das; -, - (nach dem engl. Physi
ker J. C. Maxwell, 1831-1879): nicht gesetzliche Einheit
des magnetischen Flusses im elektromagnetischen ÎCGSSystem (Phys.). Maxlwelllbrülcke die; -, -n: eine Brü
ckenschaltung zur Messung von Î Induktivitäten (Phys.)
Malya die; - (aus sanskr. mäyä „Trugbild“): svw. Maja
May Iday [meidet] (anglisiert aus verkürzt fr. venez m’aider
„helfen Sie mir!“): internationaler Notruf im Funksprech
verkehr
Malyonlnailse [majɔ'nɛ:zə], auch Majonäse die; -, -n (aus
gleichbed. fr. mayonnaise, älter fr. mahonaise, wahr
scheinlich nach der Stadt Mahón auf Menorca): kalte,
dickliche Soße aus Eigelb, Öl u. Gewürzen
Malyor ['me:n, engl. mɛə] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
mayor, dies aus ɑ/(/r. maire, vgl. Maire): Bürgermeister in
England u. in den USA
MAZ die; - (Kurzw. für magnetische Bildaufzeichnung):
Vorrichtung zur Aufzeichnung von Fernsehbildern auf
Magnetband
Mal zalmalhirsch der; -[e]s, -e (zu aztek. (Nahuatl) maçamcatl, maçatl, mazatl): Spießhirsch
malzalrinlblau [mazaré...] (nach gleichbed. fr. (bleu) mazarin, weitere Herkunft ungeklärt): hellblau mit leichtem
Rotstich
Mazldalislmus [mas...] der; - (nach dem pers. Gottesna
men Ahura Masdahu. zu î...ismus (l)): die von Zarathus
tra gestiftete altpers. Religion. Maz|da|ist der; -en, -en
(zu T...ist>: Anhänger des Mazdaismus. Mazldazlnan
[...das...] r/ɑʌ, auch der; -s (nach dem Gottesnamen Masdah, vgl. Mazdaismus): (von dem Deutschen O. Hanisch
um 1900 begründete) auf der Lehre Zarathustras fußende
Heilsbewegung, Glaubens- u. Lebensführungslehre
Mälzen der; -s, -e (nach Maecenas (etwa 70-8 v. Chr.), dem
Vertrauten des Kaisers Augustus, einem besonderen Gön
ner der Dichter Horaz u. Vergil): Kunstfreund; vermögen
der Privatmann, der [einen] Künstler od. Sportler bzw.
Kunst, Kultur od. Sport mit finanziellen Mitteln fördert.
Mälzelnaltenltum das; -[e]s (vgl. ...at (l)): freigebige,
gönnerhafte Kunstpflege, -freundschaft. Mä|ze|na|tin
die; -, -nen: weibliche Form zu ÎMäzen. mälzelnaltisch:
nach Art eines Mäzens, sich als Mäzen gebend
Malzelral tZaj; -s, -e (meist Plur.) (wohl zu lat. macer „ma
ger“ u. î*...al (2)>: Gefügebestandteil der Kohle. Malze
rat das; -[e]s, -e (zu lat. maceratum, Part. Perf. (Neutrum)
von macerare, vgl. mazerieren): Auszug aus Kräutern od.
Gewürzen. Ma|ze|ra|ti|on die; -, -en (aus spätlat. mace
ratio „das Mürbemachen; Abtötung“): 1. Vorgang, bei
mazerieren
860
ist. Melchalnilsaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. rzws.
dem menschliches od. tierisches Gewebe unter Wasserein
mechanisator zu tmechanisieren u. î...ator): technische
wirkung u. Luftabschluss (aber ohne Fäulnisbakterien)
Fachkraft in der sozialistischen Land- u. Forstwirtschaft,
weich wird u. zerfällt (z.B. bei Wasserleichen). 2. mikro
melchalnisch (über lat. mechanicus aus gr. mechanikós
skopisches Präparationsverfahren zur Isolierung von Ge
„Maschinen betreffend; erfinderisch“ zu mëchanë
websanteilen (z. B. von einzelnen Zellen) unter Erhaltung
„(Hilfs)mittel, Werkzeug; Kriegsmaschine“): 1. den Ge
der Zellstruktur (Biol.). 3. Lockerung bzw. Auflösung des
setzen der Mechanik entsprechend. 2. maschinenmäßig,
festen Zellgefüges durch Zerstörung der Mittellamellen
von Maschinen angetrieben. 3. gewohnheitsmäßig, unwill
zwischen den Zellen mittels Chemikalien (Bot.). 4. Gewin
kürlich, unbewusst [ablaufend]. 4. ohne Nachdenken [ab
nung von Drogenextrakten durch Ziehenlassen von Pflan
laufend], kein Nachdenken erfordernd. me|cha|ni|siezenteilen in Wasser od. Alkohol bei Normaltemperatur,
ren (nach gleichbed. fr. mécaniser zu mécanique, dies aus
malzelrielren (aus lat. macerare „mürbe machen, ein-,
lat. mechanicus, vgl. mechanisch): auf mechanischen Ab
aufweichen“): eine Mazeration (2, 3, 4) durchführen
lauf, Betrieb umstellen. Melchalnisimus der; -, ...men
Malzetlte [ma'zɛtə] die; -, -n (aus fr. mazette „Schindmäh
(nach gleichbed. fr. mécanisme; vgl. ...ismus (2)): 1. a) Ge
re“): (veraltet) niederträchtiger, schlechter Mensch,
triebe, Triebwerk, gekoppelte Bauelemente, die so kon
Stümper
struiert sind, dass jede Bewegung eines Elements eine Be
Malzis i/er; - u. Ma zis blü te die; -, -n (aus gleichbed. fr.
wegung anderer Elemente bewirkt; b) (ohne Plur.) Funk
macis, dies aus spätlat. macis für Zai. macir „als Gewürz
tion u. Konstruktionsweise eines Mechanismus (la). 2.
verwendete rote Baumrinde aus Indien“): getrocknete Sa
[selbsttätiger] Ablauf (z. B. von ineinander greifenden Vor
menhülle der Muskatnuss (als Gewürz u. Heilmittel ver
gängen in einer Behörde od. Körperschaft); Zusammen
wendet)
hang od. Geschehen, das gesetzmäßig u. wie selbstver
Malzulrek [ma'zu:...] der; -s, -s (aus poln. mazurek, vgl.
ständlich abläuft. 3. Richtung der Naturphilosophie, die
Mazurka): svw. Mazurka. Malzurlka [mazurka] die; -,
Natur, Naturgeschehen od. auch Leben u. Verhalten rein
Plur. ...ken u. -s (aus gleichbed. poln. mazurka, mazurek,
mechanisch bzw. kausal erklärt (Philos.). Me|cha|nist
eigtl. „masurischer Tanz“): poln. Nationaltanz im ɜʌ- od.
der; -en, -en (zu t...ist): Vertreter des Mechanismus (3).
78-Takt
meichainis tisch (zu t...istisch): 1. den Mechanismus
Maz ze, Mazlzen: fachspr. Schreibung für Matze, Matzen
(3) betreffend. 2. [nur] auf einem Mechanismus (2) beru
Mbalrilhäulser die (Plur.) (aus dem Afrik.): in Nigeria bis
hend; nur mechanische Ursachen anerkennend. Melcha1945 weit verbreitete Schreine mit Lehmskulpturen, die
nilzi: Plur. von ÎMechanikus (1). Melchainilzislmus
verschiedenen Gottheiten gewidmet waren
MBI: Abk. für Management-Buy-in
der; - (zu t...izismus): svw. Mechanismus (3). MelchalniMbilla vgl. Mbira. Mbilra die; -, Plur. ...ren u. -s, auch Mbizist der; -en, -en (zu T ...ist): svw. Mechanist, melchalnizisltisch (zu t...istisch): svw. mechanistisch (1). mela die; -, Plur. ...len u. -s (aus dem Afrik.): ein im südöstli
chen u. südlichen Afrika verbreitetes Musikinstrument,
cha no..., Melchalno... (zu fmechanisch): Wortbil
bei dem 22 über einem Resonanzkasten in zwei Reihen
dungselement mit der Bedeutung „durch mechanische
übereinander angeordnete Metallzungen mit beiden Dau
Reize erfolgend; mithilfe von Apparaten“, z. B. Mechanomen gezupft werden
therapie. Melchalnolchelmie die; -: Wissensgebiet vom
MBO: Abk. für Management-Buy-out
Ablauf ehern. Reaktionen unter dem Einfluss besonderer
Mc: Abk. für ’Mac. Mc|Car|thy|is|mus [məkarti'ɪsmʊs]
mechanischer Einwirkungen (z. B. Mahlvorgänge). Meder; - (aus gleichbed. amerik. McCarthyism, nach dem
cha|no|kar|dio|gra|fie, auch ...gralphie die; -, ...ien:
amerik. Politiker J. R. McCarthy (1909-1957); vgl. ...iszusammenfassende Bez. für alle Î apparativen Methoden
mus (5)>: zu Beginn der 1950er-Jahre in den USA betrie
zur Untersuchung der Herzfunktion (z. B. Elektrokardio
bene Verfolgung von Kommunisten u. Linksintellektuel
gramm, Herzschall; Med.). Me|cha|no|lolgie die; - (zu
len
T...logie>: (veraltet) Maschinenbaulehre. MelchalnoMDAX® [emdaks] der; - (Abk. für engl. midcap “mittlere
morlpholse die; -, -n (eigtl. verkürzt aus tmechano... u.
Kapitalisierung,, u. 1DAX): Aufstellung der Durch
1 Metamorphose): durch mechanische Reize bewirkte Ge
schnittskurse von siebzig Aktien mittelgroßer deutscher
staltsveränderung bei Pflanzen (z.B. Fahnenwuchs bei
Unternehmen
windgeblasenen Bäumen; Biol.). Melchalnolrelzepltomea cullpa [- kulpa] dat.y. (durch) meine Schuld! (Ausruf
ren die (Plur.): mechanische Sinne (Biol.). Melchalnoaus dem lat. Sündenbekenntnis Î Confiteor)
the ra peut der; -en, -en: Fachkraft, die die MechanotheMela|to|to|mie
-, ...jen (aus lat. meatus (vgl. Meatus)
rapie ausübt. Me|cha|no!the|ra|peu|tin die; -, -nen:
u. zu t...tomie): operative Erweiterung eines Körperka
weibliche Form zu ’ Mechanotherapeut. me cha no thenals, -gangs (Med.). Melaltus der; -, - [,,,tu:s] (aus lat.
rapeutisch: die Mechanotherapie betreffend. Memeatus „Gang, Weg“): Verbindungsgang, Ausführungs
chalnolthelralpie die: -: Therapie mithilfe mechani
gang, Körperkanal (Med.)
scher Einwirkung auf den Körper (bes. Massage, Kran
Melchalnik rfzü;-, -en<über/ai. (ars) mechanica aus gr. rnekengymnastik o.Ä.). Me|cha|tro|nik*<Z/e;- (Kunstw. aus
chanikê (téchnê) „die Kunst, Maschinen zu erfinden und
Vfec/zanik u. Elekfrwnfc): interdisziplinäres Gebiet der In
zu bauen“ zu mechanikós, vgl. mechanisch): 1. (ohne
genieurwissenschaften, das der Ergänzung u. Erweiterung
Plur.) Zweig der Physik, Wissenschaft vom Gleichgewicht
mechanischer Systeme durch Sensoren u. Mikrorechner
u. von der Bewegung der Körper unter dem Einfluss äu
zur Herstellung intelligenter Produkte dient. Melchaßerer Kräfte od. Wechselwirkungen. 2. Getriebe, Trieb
tro ni ker* der; -s, -: Spezialist auf dem Gebiet der Me
werk, Räderwerk. 3. automatisch ablaufender, selbsttäti
chatronik. Me|cha|trolni|ke|rin* ¿ie; -, -nen: Spezialis
ger Prozess. Me|cha|ni|ker<7er, -s, - (aus lat. mechanicus
tin auf dem Gebiet der Mechatronik, melchaltro„Mechaniker“): 1. Feinschlosser. 2. Handwerker od.
nisch*: die Mechatronik betreffend, darauf beruhend
Facharbeiter, der Maschinen, technische Geräte o. Ä. zu Melchiltalrist der; -en, -en (meist Plur.) (nach dem armen.
sammenbaut, prüft, instand hält u. repariert. MelchalniPriester Mechitar (1676-1749) u. zu T...ist>: armenische
kelrin die; -, -en: weibliche Form zu îMechaniker. MeÎKongregation von Benediktinern (heute in Venedig u.
chalnilkus der; -, Plur. ...izi u. (ugs. scherzh.) -se (zu
Wien)
TMechaniker): 1. (veraltet) svw. Mechaniker (1). 2. (ugs. melchullie [...ç...] vgl. machulle
scherzh.) jmd., der in technischen Arbeiten sehr geschickt Me|dail|le [me'daljə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. médaille.
861
Medienkonzentration
dies aus it. medaglia, dies über das Vulgärlat. aus lat. me
as|ti|no|skop* Ats; -s, -e (zu t ...skop): Î Endoskop zur di
tallum, vgl. Metall): runde od. ovale Plakette aus
rekten Untersuchung des Mediastinums (Med.). Meldilas[Edelmetall mit Inschrift od. figürlicher Darstellung zur
tilno|sko|pie*rüe.' -, ...ien (zu T...skopie): Untersuchung
Erinnerung an eine Persönlichkeit bzw. ein Geschehen od.
des Mediastinums mithilfe des Mediastinoskops (Med.).
zur Auszeichnung für besondere Leistungen. MeldailMe|di|aslti|no|to|mie* die; -, ...ien (zu t...tomie): ope
leur[medaljo:g] der; -s, -e (aus gleichbed./r. médailleur):
rative Öffnung des Mediastinums (z. B. bei Herzoperatio
a) Künstler, der Medaillen vom Entwurf bis zur Vollen
nen; Med.). Me|di|as|ti|num*¿/u5; -s, ...na (aus nlat. me
dung herstellt; b) Handwerker, der Medaillen nach künst
diastinum „Mittelfell“ zu lat. medianus „in der Mitte be
lerischem Modell gießt od. prägt (Berufsbez.). meldailfindlich“): a) Mittelteil des Thoraxinnenraumes; b) in der
lie ren [... ji:...] (zu ÎMedaille u. Î ..deren): (selten) mit ei
Mittellinie eines Organs liegende Scheidewand (Med.).
ner Medaille auszeichnen. Me|dail|list [...'jɪst] der; -en,
me|di|at(aus gleichbed. fr. médiat, rückgebildet aus im
-en (zu t ...ist): (veraltet) Kenner u. Sammler von Gedenkmédiat, dies aus (spät)lat. immediatus, vgl. immédiat):
u. Schaumünzen. Meldailllon [...jo:] das; -s, -s (aus
(veraltet) mittelbar. Meldilalteur [...’tarn] der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. médaillon, dies aus it. medaglione „große
fr. médiateur „Vermittler; Mittelsmann“): (veraltet) in ei
Schaumünze", Vergrößerungsform von medaglia, vgl.
nem Streit zwischen zwei od. mehreren Mächten vermit
Medaille): 1. (an einem Kettchen getragene) kleine, flache
telnder Staat. Meldialthek die; -, -en (zu Î'Medium u.
Kapsel, die ein Bild od. ein Andenken enthält. 2. rundes
t...thek>: svw. Mediothek. Me di alti on die; -, -en (aus
od. ovales [gerahmtes] Relief od. Bild[nis] (Kunstw.). 3.
spätlat. mediatio „Vermittlung“ zu mediare, vgl. Median
kleine, runde od. ovale kurz gebratene Fleisch-, Fisch
te): 1. Vermittlung eines Staates in einem Streit zwischen
scheibe (bes. vom Filetstück; Gastr.)
anderen Mächten. 2. harmonisierende Vermittlung bei
Medldahrter; -[s], -s (aus arab. medäh „Lobredner"): (ver
persönlichen od. sozialen Konflikten (Psychol.), meldilaaltet) mimischer Erzählkünstler
tilsielren (zu îmediat u. t...isieren; eigtl. „mittelbar ma
Meldia die; -, Plur. ...diä u. ...dien [...ian] (zu lat. media,
chen“): (hist.) bisher unmittelbar dem Reich unter
Fem. von medius, vgl. 'Medium): 1. stimmhafter tExplostehende Herrschaften od. Besitzungen (z.B. Reichsstäd
sivlaut (z.B. b; Sprachw.); Ggs. TTenuis. 2. mittlere
te) der Landeshoheit unterwerfen. Me|di|a|ti|sie|rung
Schicht der Gefäßwand (von Arterien, Venen u. Lymph
die; -: 1. (hist.) das Mediatisieren. 2. (oft abwertend) (zu
gefäßen; Med.). 3. Plur. von Î ‘Medium. MeldialanallyLasten der direkten zwischenmenschlichen Kommunika
se die; -, -n (zu lat. media, Plur. von medium, vgl. 'Medi
tion) zunehmende Ausbreitung der [elektronischen] Me
um): Untersuchung von Werbeträgern in Bezug auf deren
dien in allen wirtschaftlichen, politischen u. gesellschaft
gezielte Anwendung. Me|dia|for|schung die; -: syste
lichen Bereichen, meldilaltiv (zu T...iv): (veraltet) ver
matische Untersuchungen über den Einsatz u. die Wir
mittelnd. Meldilaltor der; -s, ...oren (aus lat. mediator
kung von Werbeträgern (z.B. Hörfunk, Fernsehen). Me„Mittelsperson, Mittler“): 1. (veraltet) Vermittler,
dia kom bi na ti on die; -, -en: Heranziehung verschie
Schiedsmann. 2. Überträgerstoff, gewebseigener Wirk
dener Medien für eine Werbung, meldilal (aus spätlat.
stoff, der einen Gewebsreiz in das funktionell od. morpho
medialis „mitten, in der Mitte“ zu medius, vgl. 'Medium):
logisch fassbare Symptom überträgt (Med.). 3. Vermittler
1. das 'Medium (2) betreffend. 2. in der Mitte liegend, die
bei Konflikten u. in Streitfällen, z.B. bei Eheproblemen.
Mitte bildend (Med.). 3. den Kräften u. Fähigkeiten eines
Meldilaltolrinfiüe; -, -nen: weibliche Form zu ÎMediator
'Mediums (4) entsprechend. 4. von den 'Medien (5) aus
(3). mediatorisch: (veraltet) vermittelnd. Meldilagehend, zu ihnen gehörend. Meldilal das; -s, -e (zu Α...al
trix*rfie; - (aus /ɑz. mediatrix „Mittlerin“): Ausdruck, mit
(2)>: heute kaum noch verwendetes Spiegellinsenfernrohr
dem in der kath. Marienfrömmigkeit u. Theologie die Stel
zum Beobachten astronomischer Objekte. Meldi lalli Ität
lung Marias als der Mittlerin zwischen den Menschen u.
Jesus Christus bezeichnet wird. me|di|ä|val [...v...] (zu
die; - (zu t...ität): mehr od. weniger stark ausgeprägte Ei
genschaft des Menschen, 'Medium (4) zu sein. Meldiasammengezogen aus nlat. medium aevum „Mittelalter“ u.
man [ mi:dɪəmæn] der; -, ...men [...mon] (nach engl. -amezu T '...al (1)): mittelalterlich. Me|di|ä|val die; - (zu Î'...al
(2); nach der Ähnlichkeit mit der Schrift mittelalterlicher
rik. media man, zu engl. media (Plur. von medium, dies aus
Handschriften): Antiqua, bei der die einzelnen Letterntei
lat. medium, vgl. Î'Medium) u. man „Mann“): svw. Me
le nahezu gleich sind. Meldilälvist der; -en, -en (zu
diamann. Meldialmann der; -[e]s, ...männer (zu lat. me
T...ist): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Mediävistik.
dia, Plur. von medium, vgl. 'Medium): Fachmann der
Me|di|ä|visltiküfe; - (zut,,,istik): Wissenschaft von der
Werbewirtschaft für Auswahl u. Einsatz von Werbemit
Geschichte, Kunst, Literatur usw. des europäischen Mit
teln. meldilan(aus lat. medianus „in der Mitte liegend“):
telalters. meldia vilta in mprlte su mus [- 'vi:ta---- ]
in der Mitte befindlich, in der Mittellinie eines Körpers
tdat.y. Mitten wir im Leben sind von dem Tod umfangen
od. Organs gelegen (Anat.). Me di an der; -s, -e (nach
(mittelalterliche Î Antiphon mit alter dt. Übersetzung)
engl. median „Mittelwert“): Zentralwert (Statistik). MedilalneíZí'e; -, -n (zu lat. median, vgl. median): 1. Seiten Meldilcilporlzelllan [..,ditʃi...] das; -s, -e (nach dem Groß
herzog Francesco de Medici (1541-1587), unter dessen
halbierende eines Dreiecks. 2. Verbindungslinie von einer
Regentschaft das Porzellan in Florenz hergestellt wurde):
Ecke eines Tetraeders zum Schwerpunkt der gegenüberlie
eine Art Weichporzellan mit meist kobaltblauem Dekor
genden Seite. Meldi|anlebe|ne</fe; -, -n: durch die Kör
permitte verlaufende Symmetrieebene des menschlichen Meldilen [,,,iən]: Plur. von Î'Medium u. ÎMedia. Meldienlbarltelring[-,,bɑ:tərɪŋ] das; -[s] (zu Î 'Medium u. engl.
Körpers. Me|dilan|te die; -, -n (zu it. mediante, Part.
bartering „Tauschgeschäft“): eine Art von Tausch- od.
Präs, von mediare „dazwischentreten, halbieren“, dies aus
Kompensationsgeschäft, bei dem Industriekonzerne mit
spätlat. mediare): 1. Mittelton zwischen tPrime u. ÎQuin
eigenen Gesellschaften Fernsehprogramme produzieren.
te, 3. Stufe der Tonleiter. 2. Nebendreiklang über der 3.
Me|di|enldildak|tik i/ie; -: ÎDidaktik der als Unter
Stufe (Mus.). meldi|as|ti|nal*(zuIMediastinumu. t'...al
richtshilfsmittel eingesetzten Medien. me|di|en|di|dak(1)>: zum Mediastinum gehörend, darin gelegen (Med.).
tisch: didaktisch im Rahmen der Mediendidaktik. MeMeldi|as|ti|nal|emlphy|sem* das; -s, -e: das Eindrin
dilen ka ba rett das; -s, Plur. -s u. -e: Sammelbez. für
gen von Luft in das lockere Bindegewebe des Mediasti
von Rundfunk- u. Fernsehanstalten ausgestrahlte Kaba
nums aufgrund von Verletzungen, z. B. der Lunge (Med.).
rettsendungen. Me|di|en|kon|zen|tra|ti|on* die; -, -en:
Me|di|as|ti|ni|tis* die; -, ...itiden (zu t...itis): Entzün
Erscheinung auf den Medienmärkten, die dadurch ge
dung des Bindegewebes im Mediastinum (Med.). Meldi-
M
862
Medienkonzern
kennzeichnet ist, dass immer weniger Anbieter einen im
mer höheren Marktanteil auf sich vereinigen. Meldilenkon zern ter; -[e]s, -e: Zusammenschluss von mehreren
überwiegend im Medienbereich tätigen Unternehmen un
ter einheitlicher Leitung. Me dilenlpäldalgolge* der;
-n, -n: Wissenschaftler auf dem Gebiet der Medienpäda
gogik. Meldilenlpäldalgolgik’ die; -: Pädagogik der
ÎMassenmedien, ihres Einsatzes als Bildungsmittel u. des
kritischen Verhaltens ihnen gegenüber. Meldilenlpollitik die; -: Gesamtheit der politischen Maßnahmen, die auf
die Ordnung u. Organisation des Mediensystems durch
Schaffung rechtlich verbindlicher Rahmenbedingungen
zielen. Me|di|en|speklta|kel das; -s, -: (Jargon) ÜSpektakel, das die Medien aus einem Ereignis o.Ä. machen.
Me|di|en|trans|fer der; -s, -s: die Übernahme eines fer
tigen Produkts von einem Medium in ein anderes (z. B. die
Veröffentlichung einer Filmmelodie als Kompaktschallplatte). Me|dilen|ver|bund der; -[e]s: Kombination ver
schiedener Kommunikationsmittel unter einer Organisa
tion. Meldilenlwislsenlschaft die; -: Arbeitsgebiet der
Kommunikationswissenschaften, das sich bes. den Texten
der Massenmedien zuwendet u. deren Formen u. Inhalte
untersucht. Meldileltät [...die...] tee; - <zu t ...ität): (ver
altet) Mitte, Mittelbarkeit, meldilielren (aus gleichbed.
spätlat. mediare): (veraltet) 1. in der Mitte teilen. 2. ver
mitteln
Meldilkalment das; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. medica
mentum zu medicari „heilen“): Mittel, das in bestimmter
Dosierung der Heilung von Krankheiten, der Vorbeugung
od. der Diagnose dient; Arznei-, Heilmittel, meldilkamenltös (aus lat. medicamentosus „heilend“; vgl. ...ös):
mithilfe von Medikamenten. Meldilkaslter der; -s, - (zu
Î Medikus u. lat. -aster, pejoratives Suffix zur Kennzeich
nung von Personen (Analogiebildung zu Î Philosophas
ter)): (veraltet abwertend) Kurpfuscher, Quacksalber.
Me|di|ka|ti|on die; -, -en (aus spätlat. medicatio „Hei
lung, Kur“): Verordnung, Verabreichung, Anwendung ei
nes Medikaments (einschließlich Auswahl u. Dosierung).
Meldilkus der; -, Medizi (aus lat. medicus „Arzt“):
(scherzh.) Arzt
Meldimlnos der; -, ...noi [...noy] (ausgr. médimnos „Schef
fel“): altgriech. Hohlmaß (= 52,531 bzw. 78,791)
Me|di|na die; -, -s (aus arab. medɪna „Stadt“): Altstadt
nordafrik. Städte. Me|di|na|wurm der; -[e]s, ...würmer
(nach der Stadt Medina in Saudi-Arabien): im Hautbinde
gewebe des Menschen schmarotzender Fadenwurm tropi
scher Gebiete
meldio (aus it. medio „mittlerer ...“, dies aus lat. medius,
vgl. 'Medium): zum [Zeitpunkt des] Medio; Mitte (Januar
usw.). Meldio der; -[s], -s (zu tmedio): der 15. jedes Mo
nats oder, falls dieser ein Samstag, Sonntag oder Feiertag
ist, der nachfolgende Werktag (Wirtsch.). Meldiolgarn
das; -s, -e (zu lat. medius, vgl. 'Medium): mittelfest ge
drehtes Baumwollgarn, meldilolker (aus gleichbed. fr.
médiocre, dies aus lat. mediocris): (veraltet) mittelmäßig.
Me|di|olkrist* der; -en, -en (zu Îmedioker u. î ...ist): (ver
altet) Durchschnittsmensch. Me|di|o|kri|tät* ¿te; -, -en
(über gleichbed. fr. médiocrité aus lat. mediocritas, Gen.
mediocritatis): (veraltet) Mittelmäßigkeit. Meldiolpassiv das; -s, -e [...va]: im Griechischen Medium (2) mit pas
siver Bedeutung (Sprachw.). Medilothek ¿te; -, -en (zu
ΑMedium u. t...thek): meist als Abteilung in öffentlichen
Büchereien bereitgestellte Sammlung audiovisueller î Me
dien (vgl. 'Medium 5 a) zur Weiterbildung. Meldiowechlsel der; -s, - (zu Îmedio): in der Mitte eines Monats
fälliger Wechsel
Me|di|san|ce [... za:sə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. médi
sance zu médire „verleumden“, dies zu dire „sagen, spre
chen, reden“ (aus lat. dicere)): boshafte Bemerkung, me-
dilsant [... zä:] (aus gleichbed. fr. médisant): sarkastisch,
boshaft. meldilsielren (zu t...ieren): (veraltet) schmä
hen, lästern
die; -, -en (aus lat. meditatio „das Nachden
ken“ zu meditari, vgl. meditieren): 1. Nachdenken; sin
nende Betrachtung. 2. geistige Sammlung als Weg zur
Selbstfindung u. Erleuchtung (Reh, Philos., Psychol.),
meldiltaltiv (aus gleichbed. spätlat. meditativus): a) die
Meditation (2) betreffend; b) nachdenkend, nachsinnend
me|di|ter|ran (aus lat. mediterraneus „mitten im Lande, in
den Ländern“ zu medius (vgl. 'Medium) u. terra „Land“):
zum Mittelmeerraum gehörend. Meldi|terlran|flo|ra
die; -, ...ren: Pflanzenwelt der Mittelmeerländer. Melditerlranilde der u. die; -n, -n (zu t ...ide): Angehörige^] ei
ner Untergruppe der Î Europiden, die um das Mittelmeer
verbreitet ist
meldiltielren (aus lat. meditari „nachdenken, sinnen“): 1.
nachsinnen, nachdenken; Betrachtungen anstellen. 2. sich
der Meditation (2) hingeben
meldilum ['mi:djəm] (aus gleichbed. engl. medium, dies aus
lat. medium, vgl. 'Medium): 1. mittelgroß (als Kleidergrö
ße); Abk.: M; vgl. "large, small. 2. [auch 'me:diʊm] halb
durchgebraten (von Fleisch; Gastr.). 'Meldilum [me:dium] das; -s, Plur. ...dien [...ian] u. ...dia (aus lat. medium
„Mitte“, substantiviertes Neutrum von medius „mittlerer,
in der Mitte befindlich“, Bed. 5 über engl. medium): 1.
(Plur. auch ...dia) Mittel. Mittelglied; Mittlerin], vermit
telndes Element. 2. (Plur. auch ...dia) Mittelform zwischen
î'Aktiv u. ÎPassiv (bes. im Griechischen; im Deutschen
reflexiv ausgedrückt, z.B. sich waschen; Sprachw.). 3.
(Plur. ...dien) Träger physik. od. ehern. Vorgänge, z.B.
Luft als Träger von Schallwellen (Phys., Chem.). 4. (Plur.
...dien) a) jmd., der für (angebliche) Verbindungen zum
übersinnlichen Bereich besonders befähigt ist (Parapsychol.); b) jmd., an dem sich aufgrund seiner körperlichen,
seelischen Beschaffenheit Experimente, bes. Hypnosever
suche, durchführen lassen. 5. (meist Plur.) a) (Plur. auch
...dia) Einrichtung für die Vermittlung von Meinungen, In
formationen od. Kulturgütern, insbesondere eines der
Massenmedien Film, Funk, Fernsehen, Presse; b) (Plur.
auch ...dia) Unterrichts[hilfs]mittel, das der Vermittlung
von Information u. Bildung dient; c) (Plur. meist ...dia) für
die Werbung benutztes Kommunikationsmittel, Werbeträ
ger. 2Me|di|um die; - (aus gleichbed. engl. medium, vgl.
'Medium): genormter Schriftgrad für die Schreibmaschi
ne. Meldilum Coelli [-'tso:li] das; - - (aus gleichbed. lat.
medium coeli): Himmelsmitte, Zenit, Spitze des X. Hau
ses; der Punkt der Î Ekliptik, der in dem zu untersuchen
den Zeitpunkt der Geburt o. Ä. kulminiert (Astrol.); Abk. :
M. C. Me|di|ulmis|mus der; - (zu f'Medium u. t...ismus): Glaube an den Verkehr mit einer angenommenen
Geisterwelt, meldilulmisltisch (zu T ...istisch) : den Mediumismus betreffend. Meldilus der; - (verkürzt aus
gleichbed. lat. medius (terminus)) : Begriff, der die Prämis
sen des Î Syllogismus verknüpft u. nicht in den Schlusssatz
des Syllogismus eingeht
Meldilzi: Plur. von tMedikus. Medilzin die; -, -en (aus lat.
(ars) medicina, Fem. von medicinus „zur Arznei, zur Heil
kunst gehörig“ zu medicus „heilend; Arzt“, dies zu mederi
„heilen“): 1. (ohne Plur.) Wissenschaft vom gesunden u.
kranken Menschen u. Tier, von den Krankheiten, ihrer
Verhütung u. Heilung. 2. [flüssiges] Medikament, Arznei,
meldilzilnal (aus gleichbed. lat. medicinalis): zur Medi
zin gehörend, die Medizin betreffend; medizinisch ver
wendet. Me|di|zi|nal|aslsis|tent der; -en, -en: junger
Arzt (direkt nach dem Examen), der als Assistent in einem
Krankenhaus seine praktische Ausbildung vervollstän
digt. Meldilzinlball der; -[e]s, ...bälle (zu ÎMedizin): gro
ßer, schwerer, nicht elastischer Lederball (Sport). Me|diMeldiltaltilon
863
zinlbünldel das; -s,
(bei nordamerik. lndianer[stämme]n gebräuchliches) Bündel mit Gegenständen, die Zau
berkraft besitzen. Meldilzilner der; -s, 1. Arzt. 2. Me
dizinstudent. Meidizineirin <//<:,-, -nen: weibliche Form
zu ÎMediziner, meldilzilnielren (zu t..deren): ärztlich
behandeln, meldilzilnisch: a) zur Medizin gehörend, sie
betreffend ; b) von der Medizin, durch die Medizin ; c) nach
den Gesichtspunkten der Medizin [hergestellt], medizinisch-tech nisch: die Medizin (1) in Verbindung mit
der Technik betreffend; medizinisch-technische Assisten
tin: weibliche Person, die durch praktisch-wissenschaftli
che Arbeit (z. B. im ÎLabor) die Tätigkeit eines Arztes
o.Ä. unterstützt (Berufsbez.; Abk. : MTA). Me di zin
mann der: -[e]s, ...männer: (bei vielen Naturvölkern) eine
Art Arzt u. Priester, der sich der Magie bedient (vgl. Scha
mane). Me|di|zin|me|te|olro|lo|giedie;-', medizinische
Disziplin, die sich mit den Zusammenhängen zwischen
Wetterfaktoren u. medizinischen Erscheinungen beim ge
sunden u. insbesondere beim kranken Menschen befasst
Med Iley ['mɛdlɪ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. medley,
eigtl. „Gemisch“, dies aus altfr. mesdlee zu medler
„(ver)mischen“, dies über mlat. misculare aus lat. misce
re); a) svw. Potpourri (1); b) Zusammenfassung der be
liebtesten Hits (1) eines Interpreten od. einer Gruppe der
Rock- od. Popmusik
Meldoc [me'dɔk] der; -s, -s (nach der franz. Landschaft Mé
doc): franz. Rotwein
Meldreise* u. Meldreslse die; -, -n (aus gleichbed. türk.
medrese, dies aus arab. madrasa): 1. islamische juristisch
theologische Hochschule. 2. Koranschule einer î Mo
schee; vgl. Liwan (2)
Me dul la die; - (aus gleichbed. lat. medulla): Mark (z.B.
Knochenmark; Med.); Medulla oblongata: verlängertes
Rückenmark, meldulllär (aus spätlat. medularis „im
Mark, im Inneren befindlich“; vgl. ...är): auf das Mark be
züglich, zu ihm gehörend (Med.)
Meldulse die; -, -n (meist Plur.) (nach der Medusa (gr. Médousa), einem weiblichen Ungeheuer der griech. Sage):
Quallenform der Nesseltiere. Me|dy|sen|blick der;
-[e]s, -e (der Blick der Medusa ließ alles zu Stein werden):
fürchterlicher, schreckenerregender Blick. Meldulsenhaupt das; -[e]s: 1. svw. Medusenblick. 2. Krampfader
geflecht um den Nabel herum (Med.), meldulsisch: me
dusenähnlich, schrecklich
Meelting ['mi:...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. meeting zu
to meet „begegnen, Zusammentreffen“): 1. offizielle Zu
sammenkunft zweier od. mehrerer Personen zur Erörte
rung von Problemen u. Fachfragen. 2. Sportveranstaltung
in kleinerem Rahmen. Meeltinglhouse [...haus] das; -,-s
[...siz] (aus gleichbed. engl. meetinghouse): Versammlungs-, Bethaus (der Quäker), meets [mi:ts] (zu engl. to
meet, vgl. Meeting): nur in der Fügung etwas/jemand
meets etwas/jemanden: (Jargon) etwas trifft, stößt auf et
was; jemand begegnetjemandem, trifft mit jemandem, et
was zusammen
melfiltisch (unter Einfluss von it. mefítico aus gleichbed.
lat. mephiticus, nach der altitalischen Göttin Mephitis,
der Beherrscherin erstickender Dünste): auf Schwefel
quellenbezüglich; verpestend, stinkend. me|fi|ti|sie|ren
(zu t...isieren>: (veraltet) [die Luft] verpesten
meg..., Meg... vgl. mega..., ‘Mega...u. 2Mega... melga...,
1Melga..., vor Vokalen auch meg..., Meg... (zu gr. mégas
„groß“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „groß,
lang, mächtig“, z.B. Megalith, megatherm; Meganthropus; vgl. mégalo..., Mégalo...; auch ugs. verstärkend mit
der Bedeutung „außerordentlich; völlig, ganz und gar“,
z.B. mega-out, Megastar. 2Me|ga..„ vor Vokalen auch
Meg... (zu tmega...): Vorsatz vor Maßeinheiten mit der
Bedeutung „das Millionenfache (106fache; in der Datenv.
Megalopolis
das 22l’fache [ = 1048 576])“ der genannten Maßeinheit,
z. B. Megawatt; Zeichen M. Me ga bit [auch me:...] das;
-[s], -[s] (zu t2Mega... u. î 'Bit): 1 048 576 Î Bit (EDV); Zei
chen MBit. Melgalbyte [...’bait, auch me:...] das; -[s], -[s]
(zu t2Mega...): 1 048576 TByte (EDV); Zeichen Mbyte.
Me|ga|ce|ros [,..ts...] das; - (aus gleichbed. nlat. megaceros zu Îmega... u. gr. kéras „Horn“): fossiler Riesenhirsch
des tPleistozäns. Melgalchip [...tʃɪp] der; -s, -s (zu t2Mega): tChip (3) mit einer Speicherkapazität von 1048 576
ÎBit (EDV). Melgalelekltronlvolt* [auch 'me:...] das;
-s, -: 1 Million tElektronenvolt; Zeichen MeV. Melgafaulna die; - (zu 1 mega...): Bez. für die tierischen Boden
organismen, die größer als 20mm sind (z.B. Schnecken,
Regenwürmer, Maulwürfe; Biol.). Melgaflops die
(Plur.) (zu î2Mega... u. engl. flops, dies Abk. für//oatingpoint operations per second „Gleitkommaoperationen je
Sekunde“): die Anzahl der Gleitpunkt- od. Gleitkomma
operationen pro Sekunde als Maß für die Rechenleistung
eines Computers (EDV). Melgalfon, auch Megaphon
das; -s, -e (zu tmega... u. t...phon): Sprachrohr, trichter
förmiger, tragbarer Lautsprecher [mit elektr. Verstär
kung], Melgalgäa die; - (nach der griech. Göttin Gaia,
der Mutter der Erde): durch die tpräkambrischen Ge
birgsbildungen konsolidierte Kontinentalmasse, die ledig
lich durch die Meeresbecken der Urozeane unterbrochen
wurde (Geol.). Me ga hertz [auch me:...] das; -, - (zu
t2Mega... u. nach dem dt. Physiker H. Hertz, 1857-1894):
1 Million Hertz; Zeichen MHz. melga-in (zu t mega... u.
engl. in, vgl. in ): in der Fügung mega-in sein: besonders,
sehr begehrt, gefragt sein; Ggs. t mega-out (sein). Melgajoule [,,,'dʒu:l, auch me:...] das; -[s], - (zu T2Mega): 1 Mil
lion t Joule; Zeichen MJ. melgal..., Melgal... vgl. méga
lo..., Mégalo... Melgallelgolrie* die; - (aus gleichbed. gr.
megalegoria zu îmégalo... u. agoreüein „öffentlich re
den“): (veraltet) Großsprecherei, Prahlerei. Melgallenzelphallie* die; -, ...ien (zu tmegalo..., gr. egképhalos
„Gehirn“, eigtl. „was im Kopf ist“, u. T2...ie>: abnorme
Vergrößerung des Gehirns (Med.). ...melgallie (zu gr.
mégas, Gen. megálou „groß, mächtig“ u. t2...ie>: Wortbil
dungselement, bes. aus der Medizin, mit der Bedeutung
„außergewöhnlich groß, lang“, z.B. Kardiomegalie. Megallith [auch ... ht] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu Îme
ga... u. t...lith): großer, roher Steinblock vorgeschichtli
cher Grabbauten. Melgallithlgrab [auch ...lit...] das;
-[e]s, ...gräber: vorgeschichtliches Großsteingrab. Mega liIthiIker [auch ...Ti...] der; -s, - (vgl. 2...ik (1)>: Träger
der Megalithkultur, melgallilthisch [auch ...Ti...]: aus
großen Steinen bestehend. Melgallithlkulltur [auch
...lit...] die; Kultur der Jungsteinzeit, für die Megalith
gräber u. der Ornamentstil der Keramik typisch sind, megallo.... Mélga lo..., vor Vokalen auch megal..., Megal...
(zu gr. mégas, Gen. megálou „groß“): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „[abnorm] groß, [außergewöhn
lich] lang, riesig“, z.B. megaloman, Megalopolis, Megalenzephalie; vgl. mega..., Mega... Melgailolblast* der;
-en, -en (meist Plur.) (zu gr. blastós „Keim, Spross“): ab
norm große, kernhaltige Vorstufe der roten Blutkörperchen
(Med.). melga|lo|blas|tisch‘: Megaloblasten aufwei
send, durch sie charakterisiert (Med.). Me|ga|lo|gra|fie,
auch ...gralphie die; - (zu î...grafie): (veraltet) vergrö
ßernde Darstellung, melgallolkarlpisch (zu gr. karpös
„Frucht“): großfrüchtig (Bot.). me|ga|io|man u. megalomanisch (aus gleichbed. gr. megalomanes): größenwahn
sinnig (Psychol.); vgl. ...isch/-. Me|ga|lo|ma|nie die; -,
...ien (zu tmegalo... u. î...manie): Größenwahn, übertrie
bene Einschätzung der eigenen Person (Psychol.), me Igalolmalnisch vgl. megaloman. Melgallolmelter das; -s,
- (zu Î'...meter): altes Gerät zum Messen großer Winkel
am Himmel. Melgallolpglle u. Melgallolpollis die; -,
M
Megalopsie
...polen (aus gleichbed. engl.-amerik. megalopolis, dies zu
gr. megalopolis „eine große Stadt bildend“): aus zwei od.
mehreren großen, nahe beieinanderliegenden Städten be
stehende Riesenstadt, Städtezusammenballung. Melgaloplsie* die; -, ...ien (zu îmégalo..., gr. ópsis „das Sehen“
u. T2...ie>: svw. Makropsie. Me ga lo psy chie die; - (aus
gleichbed. gr. megalopsychia): (veraltet) Großmut, See
lengröße. Me|qallo|sau|ri|er [...in] der; -s, - u. Melgalolsaulrus der; -, ...rier [...in] (zugr. saüros „Eidechse“):
ausgestorbene Gattung bis 8 m langer, räuberisch lebender
ÎDinosaurier. Melgallolzelphallie die; -, ...ien (zu gr.
megaloképhalos „großköpfig“ u. t2...ie>: svw. Makroze
phalie. Melgallolzyt der; -en, -en, auch Me|ga|lo|zy|te
die; -, -n (meist Plur.) (zu tmegalo... u. T...zyt): abnorm
großes rotes Blutkörperchen (Med.). Melganlthrolpus*
der; -, ...pi (zu Îmega... u. Î Anthropus): Lebewesen aus der
Übergangsstufe von Tier u. Mensch. Melgalohm, auch
Megohm [auch me:...] das; -, - (zu t2Mega... u. Ohm (nach
dem dt. Physiker G. S. Ohm, 1789-1854)): 1 Million
fOhm; Zeichen MÛ. melga-out (zu 1 mega... u. engl. out
„aus“); in der Verbindung mega-out sein: überhaupt, ab
solut nicht mehr gefragt, begehrt sein; Ggs. 1 mega-in
(sein). Melgalpaslcal [...'kal, auch me:...] das; -s, - (zu
t2Mega...>: 1 Million 1 Pascal; Zeichen MPa. Melgaphgn vgl. Megafon
Me|gä|red/e;-, -n (über gleichbed. lat. Megaera ausgr. Mégaira, eigtl. „die Missgönnende, Neidische“ (in der griech.
Sage eine der ÎErinnyen)): wütende, böse Frau; Furie
Melgalrilker der; -s, - (aus gleichbed. lat. megarici (Plur.)
zu megaricus „megareisch“): Angehöriger der von dem
Sokratesschüler Eukleides von Megara (450-380 v. Chr.)
gegründeten Philosophenschule
Melgalron das; -s, ...ra (aus gr. mégaron „Gemach,
Haus“): mit einer Vorhalle verbundener Hauptraum des
altgriech. Hauses (mit Herd als Mittelpunkt)
Me|ga|sel|ler der; -s, - (zu Îmega... u. engl. to sell „verkau
fen“): überaus erfolgreicher Î Bestseller. Melgalstar der;
-s, -s (aus gleichbed. engl. (ugs.) megastar zu tmega... u.
tStar): überaus beliebter, bekannter Star. Me|ga|the|rium das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. nlat. megatherium
zu Îmega... u. gr. therion „Tier“): ausgestorbenes Riesen
faultier. melgaltherm (zu Î...therm): warme Standorte
bevorzugend (von Pflanzen; Bot.). Melgaltonlne [auch
me:...] die; -, -n (zu t2Mega...): 1 Million Tonnen; Zeichen
Mt. Me ga ure ter der; -s, - (zu tmega... u. gr. oureter
„der Uringang“): stark erweiterter Harnleiter (Med.).
Melgalvolt [,..v..., auch me:...] das; Gen. - u. -[e]s, Plur. (zu t2Mega...>: 1 Million TVolt; Zeichen MV. Melgawatt [auch me:...] das; -, -: 1 Million! Watt; Zeichen MW
Melgilllgth, ökum. Megillot die (Plur.)(aus hebr. megillöt,
Plur. von megillä „(Buch)rolle“): Sammelbez. der 5 alttestamentlichen Schriften Hohes Lied, Ruth, Klagelieder,
Prediger Salomo, Esther, die an jüdischen Festen verlesen
wurden
Meglohm vgl. Megaohm
Melhalri das; -s, -s (aus gleichbed. fr. méhari, dies aus arab.
mahariy (Plur.) zu mahrly, eigtl. „(Dromedar) aus Mahrah“ (Gebiet an der Südküste Arabiens)): schnelles Reit
dromedar in Nordafrika
Mehnldi das; -[s], -s (aus gleichbed. Hindi mehndi, eigtl.
“Henna[strauch]„>: a) (ohne Plural) mit Hennafarbe u. fei
nem Pinsel aufgetragene Hautmalerei; b) einzelnes rost
rotes, arabeskes Ornament des Mehndi (a)
Meilolse die; -, -n (zu TMeiosis): (bei der Zellteilung) in
zwei unterschiedlichen Prozessen verlaufende Reduktion
des bei der Befruchtung verdoppelten Bestandes an Chro
mosomen um die Hälfte, um so ihre Zahl pro Zelle kon
stant zu halten; Reduktionsteilung; Reifeteilung (Biol.).
Mei o sis die; - (aus gr. meiösis „das Verringern“): svw.
864
Litotes, meiloltisch: die Meiose betreffend, auf ihr be
ruhend (Biol.)
Mejlran der; -s, -e (über mhd. meigramme aus mlat. majorana, vgl. Majoran): svw. Majoran
Meislje das; -s, -s (aus gleichbed. niederl. meisje, Verklei
nerungsform von meid „Mädchen“): holländisches Mäd
chen
Meit|ne|rilum das; -s (nach der österr.-schwed. Physikerin
L. Meitner (1878-1968) u. zu t...ium): künstlich herge
stelltes chem. Element, ein Transuran; Zeichen Mt
Mei|u|ros der; -, ...roi [...roy] u. Meilulrus der; -, ...ri (über
nlat. meiurus aus gleichbed. gr. meiouros, eigtl. „kurz
schwänzig“): Î Hexameter mit gekürzter vorletzter Silbe
Meklka das; -s, -s {arab.; nach der heiligen Stadt des Is
lams): Stelle, Ort, der ein Zentrum für etwas Bestimmtes
ist u. darum eine große Anziehungskraft ausübt, z.B. ein
Mekka des Wassersports
Melkompte [me'kðt] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. mé
compte zu mé- „miss-, fehl-“ u. compter „zählen, rech
nen“): (veraltet) Rechnungsfehler, Irrtum, melkomptielren [mekomp...], sich (aus gleichbed. fr. se mécompter) : (veraltet) sich verrechnen
Me|ko|ni|um das; -s (über gleichbed. lat. meconium, me
conion aus gr. mekönion, eigtl. „Mohnsaft“): 1. erste
Darmentleerungen des Neugeborenen; Kindspech
(Med.). 2. erste Darmausscheidung des aus der Puppe ge
schlüpften Insekts (Zool.). 3. (veraltet) Opium
Me|la|ju|ku|na das; -[s] imalai.}: die klassische malaiische
Schriftsprache
Mellalkolnit [auch ,,,'nɪt] der; -s, -e (zu gr. mêlas
„schwarz“, könis „Staub“ u. t2...it> : svw. Tenorit
Meilalmed der; -s, Melamdim (aus gleichbed. jidd. melamed zu hebr. limmäd „lehren, Unterricht erteilen“): Leh
rer (in der jüd. Elementarschule)
Mellalmin das; -s (Kunstw.): technisch vielfach verwertba
res Kunstharz
mellan.... Mellan... vgl. melano..., Melano... Mellälna
die; - (zu gr. mélaina. Fem. von mêlas „schwarz“): Blut
stuhl; Ausscheidung von Blut aus dem Darm (z.B. bei
Neugeborenen; Med.). Mellalnälmie* die; -, ...ien (zu
tmelano... u. t...ämie): das Auftreten von dunklen Pig
mentkörperchen in Leber, Milz, Nieren, Knochenmark u.
Hirnrinde (Med.). Mellanlchollie [,..k...] die; -, ...ien
(über lat. melancholia aus gleichbed. gr. melagcholia, eigtl.
„Schwarzgalligkeit“, zu melágcholos „schwarze Galle ent
haltend“, dies zu mêlas „schwarz“ u. choie „Galle“): von
großer Niedergeschlagenheit, Traurigkeit od. Depressivi
tät gekennzeichneter Gemütszustand, Schwermut, Trüb
sinn. Me|lan|cho|lilker der: -s, - (zu lat. melancholicus,
vgl. melancholisch): (nach dem von Hippokrates aufge
stellten Temperamentstyp) jmd., der zu Depressivität u.
Schwermütigkeit neigt; vgl. Choleriker, Phlegmatiker,
Sanguiniker, mellanlchollisch (über lat. melancholicus
aus gleichbed. gr. melagcholikös, eigtl. „schwarzgallig“):
schwermütig, niedergedrückt, trübsinnig; vgl. cholerisch,
phlegmatisch, sanguinisch
Mellanlge [me'la:ʒə] die; -, -n (aus fr. mélange „Mischung“
zu mêler „mischen“, dies über das Vulgärlat. aus lat. mis
cere); 1. Mischung, Gemisch. 2. (österr.) Milchkaffee, der
zur Hälfte aus Milch besteht. 3. aus verschiedenfarbigen
Fasern hergestelltes Garn. Me|lan|ge|akt der; -[e]s, -e:
Darbietung, die verschiedenartige artistische Leistungen
vereinigt
Mellalnin das; -s, -e (zu 1 melano... u. Î...in (1)>: gelblicher
bis brauner od. schwarzer Farbstoff der Haut, der Haare,
Federn od. Schuppen (fehlt bei tAlbinos; Biol.). Me ianislmus der; -, ...men (zu t...ismus (3)): svw. Melanose.
Mellalnit [auch ...mt] der; -s, -e (zu t2...it>: ein dunkel
grünes bis samtschwarzes Granatmineral. Mellalno der;
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-s, -s (aus gleichbed. niât, melano, eigtl. „Schwärzling“,
dies zu gr. mêlas, Gen. mélanos „schwarz", Analogiebil
dung nach Î Albino) : Tier mit stark ausgebildeter schwärz
licher Pigmentierung (Zool.). me la no..., Mellalno...,
vor Vokalen auch melan..., Melan... (zu gr. mêlas, Gen.
mélanos „schwarz“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „schwarz, dunkel, düster", z.B. melanoderm,
Melanophoren. Melancholie, mellalnolderm (zu gr. melanodérmatos, eigtl. „mit schwarzem Fell"): dunkelhäutig,
dunkle Flecken bildend (von Hautveränderungen; Med.);
Ggs. tleukoderm. Mellalnolderlmie die; -, ...ien (zu
tmelano... u. t...dermie): [krankhafte] Dunkelfärbung der
Haut (Med.). Mellalnolgen das: -s, -e (zu t,,,gen): Kör
perfarbstoff, Vorstufe des Melanins (Biol.). Mellalnoglos sie* die; -, ...ien (zu tGlossau. t2...ie>: krankhafte
Schwarzfärbung der Zunge; Haarzunge (Med.), mellanolkrat* (zu î...krat): überwiegend dunkle Bestandteile
aufweisend u. daher dunkel erscheinend (von Erstarrungs
gesteinen, z.B. Basalt; Geol.); Ggs. Heukokrat. Meilanom das; -s, -e (zu t...om>: bösartige braune bis schwärz
liche, an Haut u. Schleimhäuten auftretende Geschwulst
(Med.). Mellalnolpholre die; -, -n (meist Plur.) (zu
î...phor): Melanin enthaltende Zelle in der Haut von Kalt
blütern. die der Hautverfärbung dient (z.B. der Anpas
sung an die Umwelt; Biol.). Me|la|no|sar|kom das; -s,
-e: äußerst bösartiges Melanom, bes. in der Haut (Med.).
Me|la|no|se die; -, -n (zu t*...ose>: [im Zusammenhang
mit inneren Krankheiten] an Haut u. Schleimhäuten auf
tretende Form der Melanodermie (Med.). MellaInolsom
das; -s, -en (meist Plur.) (zu gr. soma „Körper“): Vorstufe
der pigmentierten Hautzellen (Med.). Mella|no|trolpin*
das; -s (zu t...trop u. T...in (1)>: Hormon des Hypophysen
mittellappens. das bei Fischen u. Amphibien Verdunke
lung der Haut bewirkt (Gegenspieler des (Melatonins).
Mellalnozyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu î...zyt): Me
lanin enthaltende Zelle in der Haut von Warmblütern u.
des Menschen, die der Pigmentierung der Haut u. der
Haare dient (Biol.). mellalnolzyltär (zu Î ...zyt u. T ...är):
die Melanozyten betreffend, in der Art von Melanozyten
(Biol.). Me|lan|te|rjt [auch ..,'rit] der; -s, -e (zugr. melanteria „Kupferschwärze, Schuhschwärze“ (dies zu mêlas
„schwarz“) u. t2...it>: ein hellgrünes, auch braunes od.
graues Mineral, Verwitterungsprodukt von Î Pyrit. Melanlurie* die; -, ...ien (zu Îmelano... u. î...urie): Ausschei
dung melaninhaltigen Harns (Med.)
Mellanlzalne, Me lan za ni die (Plur.) (aus it. melanzana
(Sing.) „Eierpflanze, -frucht"): (österr.) svw. Auberginen
Mellalphyr der; -s, -e (Kunstw. ausgr. mêlas „schwarz“ u.
'Porphyr): ein basaltisches Ergussgestein aus dem ÎKar
bon od. î Perm (Geol.)
Mellas der; -, - (nach der Stadt Milas in Anatolien): in
Kleinasien hergestellter [Gebets]teppich
Mellas ma das,-s, Plur. ...menu, -ta (aus gleichbed.gr. mélasma zu mêlas „schwarz“): Hautkrankheit mit Bildung
schwärzlicher Flecken (Med.)
Mellaslse die; -, -n (aus fr. mélasse „Zuckersirup“, dies aus
gleichbed. span, melaza zu miel „Honig“, dies aus lat.
mel): bei der Zuckergewinnung anfallender, zähflüssiger
brauner Rückstand; als Futtermittel u. zur Herstellung
von Branntwein (Î Arrak) verwendet
Me|la|to|nin das; -s (zu gr. mêlas „schwarz“, (Tonus u.
(...in (1)): a) Hormon, das bei Säugetieren (einschließlich
des Menschen) die Schilddrüsenfunktion hemmt u. den
Stoffwechsel senkt; b) Hormon der Zirbeldrüse, das bei
Amphibien Aufhellung der Haut bewirkt (Gegenspieler
des ( Melanotropins)
Mellchit der; -en, -en (meist Plur.) (zu syr. malkä „König“
u. (3,..it>: Angehöriger der syrischen, ägyptischen u. pa
lästinensischen Christenheit mit byzantinischer Liturgie
Melodiegitarre
(aus fr. mêler „mischen“, vgl. Melange): mi
schen, mengen, melliert (aus gleichbed. fr. mêlé, Part.
Perf. von mêler, vgl. melieren u. ...iert): a) aus verschiede
nen Farben gemischt (z. B. von Wolle od. Stoffen); b) (vom
Haar) leicht ergraut
Mellik die; - (zu gr. melikös „zum Gesang gehörig“, vgl.
Melos): melische Dichtung, gesungene Lyrik
Me|li|lith [auch ...'lit] der; -s, -e (zu gr. méli „Honig“ u.
( ...lith): von farblos über gelb bis braun gefärbtes Gemen
ge aus Silikatmineralien
Mellilnit [auch ... nit] der; -s (zugr. mëlinos „quittengelb“;
vgl. 2...it); pikrinsäurehaltiger Explosivstoff; Gelberde
Mellil oration die; -, -en (wohl unter Einfluss von fr. mélioration aus spätlat. melioratio „Verbesserung“ zu melio
ratus, Part. Perf. von meliorare, vgl. meliorieren): 1. Bo
denverbesserung (z.B. durch Bewässerung). 2. (veraltet)
Verbesserung. me|li|o|ra|tiv (zu f...iv>: einen positiven
Bedeutungswandel erfahrend (von Wörtern; Sprachw.);
vgl. pejorativ. Mellilolraltilvum [...vom] das; -s, ...va
[...va] (zu (...ivum): ein Wort, das einen positiven Bedeu
tungswandel erfahren hat (z.B. mhd. marschalc „Pferde
knecht“ zu nhd. Marschall „hoher militärischer Rang“;
Sprachw.); vgl. Pejorativum, mellilolrielren (über
gleichbed. fr. méliorer ans spätlat. meliorare zu lat. melior
(Komparativ von bonus „gut“)): 1. Ackerland verbessern.
2. (veraltet) verbessern
Meilis der; - (wohl zu gr. méli „Honig“): Verbrauchszucker
aus verschiedenen Zuckersorten
mellisch (nach gr. melikös „sangbar, zum Gesang gehö
rend“, vgl. Melos): liedhaft (Mus.);melischeDichtung: die
urspr. zur Musikbegleitung gesungene [griech.] Lyrik;
Lieddichtung. Mellislma das; -s, ...men (zu gr. mélisma,
Gen. melismatos „Gesang, Lied“ zu melizein „singen“):
melodische Verzierung, Koloratur (Mus.).Me|lis|ma|tik
die; - (zu î2...ik (2)): melodischer Verzierungsstil (Mus.),
mellislmaltisch: verziert, ausgeschmückt (Mus.), melislmisch: svw. melodisch
Mellislse die; -, -n (aus gleichbed. mlat. melissa, dies ausgr.
mellissöphyllon „Bienenkraut“ zu mélissa „Biene“ u.
phÿllon „Blatt, Pflanze“): (zu den Lippenblütlern gehö
rende) nach Zitronen duftende, bes. im Mittelmeergebiet
kultivierte Heil- u. Gewürzpflanze (häufig verwildert).
Me|li|tis|mus der; -, ...men (zu gr. méli, Gen. mélitos
„Honig“ u. î...ismus (2)>: alte Methode zur Anwendung
des Honigs zu Heilzwecken, Honigkur. Mellitlurie* iZte;
-, ...ien (zu T...urie): Ausscheidung von Zucker mit dem
Harn (Med.)
Melllah das; -s (Herkunft unsicher, vielleicht aus dem
Arab.): Bez. für das Judenviertel in den arab. Städten (vor
allem in Marokko)
Mel I li If i I ka Iti Ion die; - (zu lat. mel, Gen. mellis „Honig“ u.
Î ...fikation): (veraltet) Honigbereitung. Melllit [auch
... lit] der; -s, -e (zu lat. melleus „honigartig“ u. T2...it>: ein
honigfarbenes, körniges Mineral (ein Aluminiumsalz).
Mel|lit|urie* die; -, ...ien (zu lat. mel, Gen. mellis „Ho
nig“ u. î,..urie): svw. Meliturie
Mellloltron* das; -s, -s (Kunstw. zu engl. melody „Melo
die“ u. electronics „Elektronik“): um 1962 in Großbritan
nien entwickeltes elektromechanisches Tasteninstrument
vor allem der Rockmusik
Melloldie die; -, ...ien (über spätlat. melodia aus gr. melöidia „Gesang, Singweise“ zu mélos „Lied“ u. öide, vgl.
Ode): a) singbare, sich nach Höhe od. Tiefe ändernde, ab
geschlossene u. geordnete Tonfolge; Singweise; b) Weise;
Vertonung (eines Liedes); c) einzelnes [in einen größeren
Rahmen gehörendes] Musikstück, Gesangsstück. Mellodielgiltarlre die; -, -n: Gitarre, die hauptsächlich zum
Zupfen von Melodien (nicht zum Schlagen von Begleitak
korden) verwendet wird; Ggs. ÎRhythmusgitarre. Mellomellielren
M
Melodik
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die|in|stru|ment*dos; -[e]s, -e: Instrument, das [in einer Melloltylpiei/ze; - (zugr. mélos „Lied, Singweise“ u. t...typie): Notendruck in Buchdrucklettern
Jazzband] die Melodie führt. Melloldik die; - <zu gr. melöidikös „die Melodie betreffend“, vgl. 2...ik ( 1 )>: 1. Teil Mellton [...ton] der: -[s], -s (nach der engl. Stadt Melton
Mowbray): weicher Kammgarnstoff in Köperbindung
gebiet der Musikwissenschaft, Lehre von der Melodie. 2.
(Webart) mit leicht verfilzter Oberfläche
die melodischen Merkmale eines Musikstücks. Melloldikerder; -s,Schöpfer melodischer Tonfolgen. Melloldi- Mem¿as; -s, -e (aus gleichbed. engl. memzugriech. Mneme
„Gedächtnis, Erinnerung“): (analog zu der biologischen
ondas; -s, -s <zu t *...on, Analogiebildung zu Î Akkordeon) :
Grundeinheit Gen) eine kulturelle Grundeinheit, Ge
Tasteninstrument mit harmonikaartigem Ton. melloldidächtniseinheit, die sich in Form eines Schlagwortes, einer
ös (aus gleichbed.ʃr. mélodieux; vgl. ...ös): wohlklingend;
politischen od. religiösen Anschauung, einer Mode o. Ä.
reich an klanglichen Nuancen, melloldisch <über gleichauf den Menschen als eine Art Wirt überträgt u. von die
bed. spätlat. melodus aus gr. melöidos): 1. wohlklingend,
sem in einem Prozess der Imitation verinnerlicht u. an an
sangbar, fließend, alle ungewohnten Tonschritte (größere
dere weitergegeben wird (Biol., Psychol.)
Intervalle) vermeidend. 2. die Melodie betreffend. Mellodist der; -en, -en (aus gleichbed. kirchenlat. melodista): Memlber of Parllialment [ mɛmbə əv 'pɑ:ləmənt] das; - -, -s- - (engl.y. Mitglied des engl. Unterhauses; Abk.: M. P.
Verfasser von Melodien für Kirchenlieder. Melloldram*
í/<m; -s, -en (aus gleichbed. fr. mélodrame; vgl. Drama): 1. Mem bra*: Plur. von ÎMembrum. Memlbran u. MembralnetZ/e; -, ...nen (aus lat. membrana „Haut, Häutchen,
einzelner melodramatischer Teil einer Bühnenmusik od.
(Schreib)pergament “ zu membrum „Körperglied“): 1.
Oper. 2. svw. Melodrama. Melloldralma das; -s, ...men
dünnes Blättchen aus Metall, Papier o. Ä., das durch seine
(zu ÎMelodram) : 1. (mit Î Pathos deklamiertes) Schauspiel
Schwingungsfähigkeit geeignet ist, Schallwellen zu über
mit untermalender Musik; Musikschauspiel (Literaturw.,
tragen (Techn.). 2. dünnes, feines Häutchen, das trennen
Mus.). 2. beliebtes Schauer-, Sensations- u. Rührstück der
de od. abgrenzende Funktion hat (Biol.). 3. Oberflächen
ÎTrivialliteratur mit îstereotypen (2) Figuren (Ende des
häutchen der Zelle (undulierende Membran; Biol.). 4. Fil
18. bis Mitte des 19. Jh.s; Literaturw.). 3. Theaterstück,
terhäutchen mit äußerst feinen Poren (Chem., Phys.).
Film o.Ä., der durch (aufgrund grober u. oberflächlicher
Memlbralnolphon, auch ...fon das; -s, -e (zu t...phon):
Effekte) spannende Handlung u. pathetisch-gekünstelte
jedes Musikinstrument, dessen Töne durch Erregung ei
Dialoge gekennzeichnet ist. Me|lo|dra|maltik die; -: das
ner gespannten Membran erzeugt werden(z.B. Trommel),
Theatralische, (übertrieben) Pathetische (in einem Verhal
ten, in einer Situation), melloldralmaltisch: das Melo
memlbralnös (zu t...ös>: wie eine Membran beschaffen.
dram^] betreffend. Me|loldy-Sec|tion ['melədɪsɛkʃən]
Memlbralnoltolmie die; -, ...ien (zu t...tomie): Spren
gung einer Membran (2) mit dem Finger od. mit einem
die; -, -s (aus gleichbed. engl. melody section): im Jazz me
îDilatator (Med.). Memlbranlsynldrom das; -s, -e:
lodietragende u. bes. auch solistisch hervortretende In
strumentengruppe einer Band bzw. Bigband. Mellolgraf
Form des Atemnotsyndroms bei Neugeborenen (vor allem
[melo...], auch ...graph der; -en, -en (zugr. mélos „Lied“
bei Frühgeburten; Med.). Memlbraltur die; -, -en (aus
u. t...graf>: mechanische Vorrichtung an Tasteninstru
gleichbed. lat. membratura): (veraltet) Gliederbau. memmenten seit dem 18. Jh., die dazu diente, gespielte Musik
brielren (aus lat. membrari „sich gliedweise bilden“):
stücke in einer entzifferbaren Schrift auf Papier aufzu
(veraltet) gliedern. Memlbrum das; -s, ...bra (aus gleich
zeichnen, Tonhöhenschreiber. Mellolmalne der u. die;
bed. lat. membrum): [Körperjglied, Extremität (Med.);
Membrum virile [- v...]: svw. Penis
-n, -n (zu t...mane): Musikbesessenefr], sich für Musik
Ereifernde[r], Mellolmalniedie;- (zu î...manie): Musik Melmenlto das; -s, -s (aus lat. memento! „gedenke!“, Im
besessenheit. Mellolmilmikrfie; -: Versuch, den Inhalteiperativ von memini „sich erinnern“): 1. nach dem An
nes Musikstücks durch Mimik (od. durch Ausdruckstanz)
fangswort benannte Bitte um Fürsprache für Lebende u.
wiederzugeben
Tote in der kath. Messe. 2. Erinnerung, Mahnung; Denk
Mellolne die; -, -n (unter Einfluss von gleichbed. fr. melon
zettel; Rüge. Melmenlto molri das;
(lat.: „gedenke
aus it. melone, dies aus spätlat. melo, Kurzform von lat.
des Todes!“): Vorfall, Gegenstand, der an den Tod ge
melopepo, dies ausgr. mêlopépôn, eigtl. „reifer Apfel“): 1.
mahnt. Melmo das; -s, -s: 1. Kurzform von t Memoran
a) Kürbisgewächs wärmerer Gebiete mit zahlreichen Ar
dum. 2. Merkzettel. Melmoire [me'moa:r] das; -s, -s (aus
ten, z.B. Honigmelone, Wassermelone; b) saftreiche
fr. mémoire „Erinnerung“, dies aus gleichbed. lat. memo
Frucht der Melone (la). 2. (ugs. scherzh.) runder steifer
ria zu memor, vgl. memorieren): Denkschrift, Eingabe.
Hut; vgl. Bowler. Mellolnenlbaum der; -[e]s, ...bäume:
Melmoilren [me'moa:rən] die (Plur.) (aus gleichbed. fr.
in Tropenländern kultivierter Obstbaum mit melonenähn
mémoires, Plur. von mémoire, vgl. Mémoire): Denkwür
lichen Früchten, den Î Papayas (2), die ein Eiweiß spalten
digkeiten; Lebenserinnerungen, in denen neben der Mit
des tEnzym enthalten. Mellolnelrie die; -, ...ien (nach
teilung des persönlichen Entwicklungsganges ein beson
gleichbed. fr. melonnière): (veraltet) Melonenbeet, -pflanderes Gewicht auf die Darstellung der zeitgeschichtlichen
zung. Mellolnit [auch ... nit] der; -s, -e (zu T2...it> : ein Mi
Ereignisse gelegt wird; vgl. Autobiographie, me mojraneral (Tellurnickel)
bel (aus gleichbed. lat. memorabilis); (veraltet) denkwür
Mellolphon, auch Melofon das; -s, -e (zu gr. mélos (vgl.
dig. Melmo|ralbi|li|en [...ton] die (Plur.) (zu lat. memo
Melos) u. t...phon): sehr großes Akkordeon mit chroma
rabilis „denkwürdig; erwähnenswert“ u. t‘...ie): (veral
tischer Skala für jede Hand. Me|lo|pö|ie die; - (aus
tend) Denkwürdigkeiten, Erinnerungen. Melmolrangleichbed. gr. melopoiia zu mélos (vgl. Melos) u. poieln
dum das; -s, Plur. ...den u. ...da (zu lat. memorandum,
„schaffen, machen“): 1. im antiken Griechenland die
substantiviertes Neutrum von memorandus „erwähnens
Kunst, ein î Melos (1) zu verfertigen. 2. Lehre vom Bau der
wert“, dies Gerundivum von memorare, vgl. memorie
Melodien (Mus.). Mellos das; - (über lat. melos aus gr.
ren): [ausführliche diplomatische] Denkschrift; [politi
mélos „Lied, Singweise“): 1. Melodie, Gesang, Lied. 2. a)
sche] Stellungnahme. ’Me|mo|ri|al das; -s, Plur. -eu. -ien
die melodischen Eigenschaften der menschlichen Stimme,
[...ton] (aus spätlat. memoriale „Erinnerung(szeichen)“ zu
Sprachmelodie; b) klangliche Gestalt einer Dichtung
lat. memoria „Gedächtnis“): (veraltet) Tagebuch, Erinne(Sprachw.)
rungs-, Vormerkbuch. 2Me|mo|ri|al [mɪ'mɔ:rɪəl] das; -s,
Me|los|chi|se* [.. _'sçi:zs] die; -, -n (zugr. melon „Apfel“ u.
-s (aus engl. memorial „Gedenkfeier; Denkmal“, dies aus
schizein „spalten“): angeborene Spaltbildung des Ge
gleichbed. spätlat. memoriale zu lat. memoria, vgl. 'Me
sichts; Wangenspalte (Med.)
morial): 1. [sportliche] Veranstaltung zum Gedenken an
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einen Verstorbenen. 2. Denkmal. Melmolrilallist [me
moria...] der: -en, -en (zu /Memorial u. t ...ist) : (veraltet)
Verfasser einer Denkschrift, Bittschrift, melmolrielren
(aus spätlat. memorare „in Erinnerung bringen“ zu lat.
memor „eingedenk, sich erinnernd“): (veraltend) a) aus
wendig lernen; b) wieder ins Gedächtnis rufen, an etwas
erinnern. Melmolrierlstoff der: -[e]s, -e: (veraltend)
Lernstoff. Melmolry ® [memərɪ] das; -s, -s (aus engl. me
mory „Erinnerung, Gedächtnis“): 1. Gesellschaftsspiel,
bei dem man mit Bildern, Symbolen o.Ä. bedruckte, je
weils doppelt vorhandene Karten einzeln aufdeckt, um aus
der Erinnerung das Gegenstück wieder zu finden. 2. Com
puterspeicher. Melmolrylcells [memərɪsɛlz] die (Plur.)
(zu engl. cells „Zellen“): Gedächtniszellen (Med.). Memolryllelgielrunlgen die (Plur.): Metalllegierungen mit
Formgedächtnis, d. h. mit der Fähigkeit, sich beim Erwär
men in eine frühere Form zurückzubilden, weshalb sie
z.B. für Stellelemente, die auf Wärme ansprechen sollen
(bei Brandschutzeinrichtungen o.Ä.), verwendet werden
'Memlphis die; - (nach der gleichnamigen altägypt. Stadt):
eine Druckschrift. 2Mem|phis der; -, - (nach der Stadt
Memphis in Tennessee (USA)): 1. Modetanz der 1960erJahre, bei dem die Tanzenden in einer Reihe stehen u. ge
meinsam verschiedene Figuren tanzen. 2. Designstilrich
tung der 1980er-Jahre
Me na ge [,,,ʒə] die; -, -n (aus fr. ménage „Haushalt. Haus
rat“ zu altfr. maisnage, ma(s)nage, dies über das Galloroman. aus lat. mansio „die Bleibe, die Wohnung“ (fr. mai
son) zu manere „bleiben“): 1. a) Tischgestell für Essig, Öl,
Pfeffer u. a.; b) (veraltet) Gefäß zum Transportieren einer
warmen Mahlzeit. 2. (bes. österr., veraltet) Haushalt,
[sparsame] Wirtschaft. 3. (österr.) [militärische] Verpfle
gung. Mélnage-à-trois [me`na:ʒatroa] die; —, -s-ä-trois
(fr. zu ÎMenage u. trois “drei,,): Dreiecksverhältnis. Menalgelment [,,,ʒə'ma:] das; -s (aus gleichbed./r. ménage
ment): (veraltet) Schonung, Mäßigung. Melnalgelrie
[,,,ʒə'ri:] die; -, ...ien (aus gleichbed./r. ménagerie, eigtl.
„Haustierhaltung, Haushaltung“; vgl. Menage): (veraltet)
Tierschau, -gehege. Melnalgelrist [,,,ʒə...] der; -en, -en
(zu T ...ist) : (veraltet) Leiter einer Tierschau, melnalgieren [...'ʒi:...] (zu ÎMenage u. Î..deren. Bed. 3 über gleichbed. fr. (se) ménager): 1. (veraltet, noch landsch.) sich
selbst verköstigen; sparen; einrichten; schonen. 2. (ös
terr.) Essen in Empfang nehmen (beim Militär). 3. sich -:
(veraltet) sich mäßigen
Me|nar|che*die; -, -n (zu gr. men „Monat“ u. arche „An
fang“): Zeitpunkt des ersten Eintritts der Regelblutung
(Med.); vgl. Menopause. Melnälum das; -s, ...äen (aus
gleichbed. kirchenlat. menaeum, dies zu gr. meniaios „ei
nen Monat lang“): liturgisches Monatsbuch der orthodo
xen Kirche mit den Texten für jeden Tag des unveränder
lichen Festzyklus
Men|da|zi|tät die; - (aus gleichbed. spätlat. mendacitas,
Gen. mendacitatis zu lat. mendax, Gen. mendacis „lügen
haft“): (veraltet) das Lügen
Menldellelvilum [,..v...] das; - (nach dem russ. Chemiker
D. Mendelejew (1834-1907) u. zu t...ium): künstlich her
gestelltes ehern. Element, ein Transuran; Zeichen Md
Menldellislmus der; - (nach dem Augustinerabt u. Biolo
gen J. G. Mendel (1822-1884) u. zu t,,,ismus (1)): Rich
tung der Vererbungslehre, die sich auf die mendelschen
Gesetze beruft. Menldellpolpullaltilon die; -, -en: Ge
meinschaft sich geschlechtlich fortpflanzender Individu
en, zwischen denen regelmäßig Kreuzungen auftreten
(Biol.)
Menldi kant der; -en, -en (zu lat. mendicans, Gen. mendi
cantis, Part. Präs, von mendicare „betteln“): Angehöriger
eines Bettelordens. Menldilkaltilpn die; - (aus gleichbed.
lat. mendicatio): (veraltet) das Betteln. Men|di|zi|tät
Mennige
die: - (aus gleichbed. lat. mendicitas, Gen. mendicitatis):
(veraltet) sehr große Armut
Me Inesltrel* der; -s, -s (aus gleichbed./r. ménestrel, dies
aus spätlat. ministerialis „Diener, Beamter“): altprovenzal. u. altfranz. Spielmann, fahrender Musikant; vgl.
Minstrel
Mel neltelkel das; -s, - (nach der Geisterschrift (aram. mè
ne mène tëqel ûfarsîn) für den babylon. König Belsazar
(t539 v.Chr.), die im Alten Testament (Daniel 5,25) als
„gezählt (von den Tagen der Regierung), gewogen (aber zu
leicht befunden) und zerteilt (Anspielung auf die Zukunft
des Reiches)“ gedeutet wird): ernster Warnungsruf,
[geheimnisvolles] unheildrohendes Zeichen, melneitekeln: (ugs.) sich in düsteren Prophezeiungen ergehen; un
ken
Menlhalden [mɛn'he:dn] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
menhaden, dies aus dem Algonkin (einer nordamerik. In
dianersprache)): heringsähnlicher Speisefisch Nordame
rikas
Menlhir der; -s, -e (über fr. menhir aus gleichbed. bret.
maen-hir, eigtl. „langer Stein“, zu maen „Stein“ u. hir
„lang“): aufrecht stehender [unbehauener] Stein aus vor
geschichtlicher Zeit
Melnillit [auch ...lit] der; -s, -e (nach der franz. Gemarkung
Menilmontant (bei Paris) u. zu t2...it): Knollenopal, ein
Mineral
Melnin [mə'nɛ] der; -s, -s (aus gleichbed./r. menin, dies aus
span, menino „von Geburt an für den Pagendienst be
stimmter Adliger“): ehemals mit dem tDauphin zusam
men erzogener Edelknabe. Melnine [mə'ni:n] die; -, -s
(aus gleichbed./r. menine) : ehemals Gesellschaftsdame ei
ner Prinzessin
melninlgelal [,,,ŋg...] (zu ÎMeninx u. t‘...al (1)): die Hirn
häute betreffend (Med.). Melninlgen: Plur. von Meninx.
Melninlgelgm vgl. Meningiom. Melninlges [,,,ŋge:s]:
Plur. von Meninx. Me|nin|gi|om u. Meningeom u. Meningom das; -s, -e (zu Î ...om): langsam wachsende, von der
tArachnoidea ausgehende Geschwulst der Hirnhäute
(Med.).Melninlgislmus der; -, ...men (zu t,,,ismus (3)>:
in den Symptomen der Meningitis ähnelnde Krankheit oh
ne nachweisbare Entzündung der Hirnhaut (Med.). Me
nin Igiltis die; -, ...itiden (zu t ...itis): Hirnhautentzündung
(Med.). Melninlgolenlzelphalliltis die; -, ...itiden:
Form der Î Meningitis, bei der die Gehirnsubstanz in Mit
leidenschaft gezogen ist (Med.). Me|nin|go|kok|ke die;
-, -n (meist Plur.): Erreger der epidemischen Meningitis
(Med.). Melninlgom vgl. Meningiom. Melninlgolmye liltis die; -, ...itiden (Kurzw. aus ( Meningitis u. (Myelitisy. Entzündung des Rückenmarks u. seiner Häute
(Med.). Me|nin|go|ze|le die; -, -n (zu ÎMeninx u. gr. kêlë
„Geschwulst; Bruch“): Hirn[haut]bruch (Med.). Me
ninx die; -, Plur. ...ninges [me'nɪŋge:s] u. ...ningen [...gon]
(aus gr. mènigx, Gen. mëniggos „(Hirn)haut“): Hirn- bzw.
Rückenmarkshaut (Med.)
Me|nis|ken|glas das; -es, ...gläser (zu IMeniskus): sichel
förmig (im Querschnitt) geschliffenes Brillenglas. Menis kus der; -, ...ken (aus gr. meniskos „mondförmiger
Körper“, Verkleinerungsform von mène „Mond“, Bed. 2
u. 3 nach der Form eines Meniskus (ɪ)): 1. knorpelige
Scheibe, bes. im Kniegelenk (Med.). 2. gekrümmte Ober
fläche einer Flüssigkeit in einer Röhre. 3. Linse mit zwei
nach derselben Seite gekrümmten Linsenflächen (Phys.).
Melnis|kuslope|ra|ti|on die; -, -en: Operation am Me
niskus (1 ) (Med.)
Menljoulbart [ ɪnɛnʒu...] der; -[e]s, ...bärte u. Menljoubärtlchen das; -s, - (nach dem amerik.-franz. Filmschau
spieler A. Menjou, 1890-1963): schmaler, gestutzter
Schnurrbart dicht über der Oberlippe
Menlnilge die; - (aus Zaz. minium „Zinnober“, dies aus dem
M
Mennonit
868
...eil. Mensltrulaltilon die; -, -en (zu tmenstruieren u.
Iber.): Bleioxid, rote Malerfarbe, die als Schutzanstrich
t '...ion): Monatsblutung. Regel (Med.), mensltrulell (zu
gegen Rost verwendet wird
t, ,,ell): die Monatsblutung betreffend (Med.); vgl. ...al/
Menlnolnitder; -en, -en (nach dem Westfriesen Menno Si
...eil. mens|tru|ie|ren (aus gleichbed. spätlat. menstrua
mons (1496-1561) u. zu J3...it): Anhänger einer ev. Frei
re zu menstruus, vgl. menstrual): die Monatsblutung ha
kirche, die die Erwachsenentaufe pflegt u. Wehrdienst u.
ben (Med.). Mensltrulum [...struom] tZa.v; -s, ...strua (zu
Eidesleistung ablehnt
lat. menstruus „monatlich“ (das Mittel sollte einen Monat
melno {it.; aus lat. minus, vgl. minus): weniger (Vortrags
lang wirken)): altes pharmazeutisches Lösungs- u. Extrak
anweisung; Mus.)
tionsmittel. men|su|al (aus gleichbed. lat. mensualis zu
Melnollolgilon das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mgr.
mensis „Monat“): (veraltet) monatlich
menologion zu gr. mên, Gen. menos „Monat“ u. lógion
„die Erzählung, (Orakel)spruch“) : liturgisches Monats Menlsul vgl. Mensel
buch der orthodoxen Kirche mit Lebensbeschreibungen Menlsur die; -, -en (aus lat. mensura „das Messen, das
Maß“ zu metiri „messen“) : 1. Abstand der beiden Fechter.
der Heiligen jedes Monats. Me|no|ly|se die; -, -n (zu
2. (Studentenspr.) studentischer Zweikampf. 3. messbares
t.. .lyse) : Ausschaltung der Eierstockfunktion u. damit der
Zeitmaß der Noten (Mus.). 4. a) Verhältnis von Weite u.
monatlichen Regelblutung durch Bestrahlung (Med.).
Länge bei Orgelpfeifen; b) Verhältnis der Saiten zum Gei
Melnolpaulse die; -, -n (zu ΑPause): das Aufhören der
genkörper; c) Beziehung der Griffe zu den Tonlöchern bei
Monatsblutung in den Wechseljahren der Frau (Med.);
Holzblasinstrumenten; d) Durchmesser des Rohres bei
vgl. Menarche
Blechblasinstrumenten (Mus.). 5. Messzylinder, Messglas
M e|no|ra áte; -, - (aus hebt, mënôra „Leuchter"): siebenar
(Chem.). men|su|ra|bel (aus gleichbed. spätlat. mensu
miger [kultischer] Leuchter der jüdischen Liturgie
rabitis): messbar. Men|su|ra|bi|liltät iZze; - (zu t...ität>:
Me|nor|rhaigieiZze; -, ...ien (zugr. mên, Gen. menos „Mo
Messbarkeit. men|su|ral (aus gleichbed. lat. mensuralis):
nat“, rhëgnÿnai „reißen, brechen“ u. î‘...ie): abnorm star
a) zum Messen gehörend; b) zum Messen dienend. Menke u. lang anhaltende Monatsblutung (Med.). MelnorsulrallmulsikiZze; -: die in Mensuralnotation aufgezeich
rhö die; -, -en u. Me nor rhoe [... ro:] die; -, -n [,,,'ro:ən]
(zugr. rheln „fließen“): svw. Menstruation, melnorlrhönete Musik des 13.-16. Jh.s (Mus.). Men|su|ral|no|ta|tion zZze; -: im 13. Jh. entwickelte Notenschrift, die im Ge
isch: die Monatsblutung betreffend (Med.). Melnosltagensatz zur älteren Notenschrift auch die Tondauer mit
se* die; -, -n (zu gr. stasis „das Stehen, Stillstand“): das
rhythmisch differenzierten Noten- u. Pausenzeichen an
Ausbleiben der Monatsblutung (Med.)
Menlsa die; -, Plur. -s u. ...sen (kurz für lat. mensa domini
gibt; Ggs. ÎChoralnotation, menlsulrielren (aus gleich
„Tisch des Herrn“, Bed. 2 kurz für 1 Mensa académica): 1.
bed. lat. mensurare): (veraltet) messen, abmessen, menAltartisch; steinerne Deckplatte des kath. Altars. 2. Kan
sulriert (zu t,,,iert): abgemessen, in Messverhältnissen
tine an Hochschulen u. Universitäten, die Hochschulange
bestehend (Mus.)
hörigen (bes. Studenten) ein preisgünstiges Essen bietet. '...ment [...ment] (aus lat. -mentum): Endung sächlicher
Menlsa acaldemica [- aka'de:mika] die; - -, ...sae ...cae
Substantive, z. B. Dokument, Pigment, ‘...ment [,..mä(:)]
(zu fr. -ment, dies zu î'...ment>: Endung sächlicher Sub
[...ze ...tse] (aus nlat. mensa académica „akademischer
(Mittags)tisch“ zu /ɑ/. mensa „Tisch“ u. nlat. academicus
stantive, die meist ein Geschehen od. eine Handlung be
„akademisch“): (veraltet) svw. Mensa (2). Menlsalgut
zeichnen, z.B. Bombardement, Signalement
das; -[e]s, ...güter (zu lat. mensalis „zum Tisch gehörig“): Menltalgra* [auch ... ta:gra] das; -s (aus gleichbed. ZuZ.
Kirchenvermögen eines kath. Bischofs od. 1 Kapitels (2 a)
mentagra, Analogiebildung zu ÎPodagra): Kinn-, Bart
zur persönlichen Nutzung. Menlsa Pau pe rum die; - -,
flechte (Med.), 'menltal (zu t Mentum u. t ’...al (1)): zum
...sae [...ze] - (aus lat. mensa pauperum „Tisch der Ar
Kinn gehörend (Med.)
men“): früher für die Unterstützung der Armen bestimm ‘men tal (aus spätlat. mentalis „geistig, vorgestellt“ zu lat.
tes Kirchengut
mens, Gen. mentis „Geist, Vernunft“): 1. a) geistig; b) aus
Men|sche|wik<Zer; -en, Plur. -enu. -i (aus gleichbed. russ.
Gedanken, Überlegungen hervorgegangen; c) den Ver
mensevik, eigtl. „Minderheitler“, zu mense „weniger, min
stand, die Psyche od. das Denkvermögen betreffend. 2.
der“ (da sie 1903 die Minderheit der russ. Sozialdemokra
(veraltet) in Gedanken, heimlich. Men|ta|lis|mus der; ten bildeten)): Anhänger des Menschewismus. Men
(zu t...ismus (1)): psychologisch-philosophische Rich
sche wislmusder; - (zu T ...ismus (1)> : (hist.) gemäßigter
tung, die theoretische Modelle des Denkvorgangs erstellt
russ. Sozialismus. Men|sche|wist der; -en, -en (zu
u. so die Prinzipien der Organisation des menschlichen
T...ist): svw. Menschewik. men|sche|wis|tisch (zu
Geistes zu erklären versucht, Handlungen als das Ergebnis
Î ...istisch): den Menschewismus, die Menschewisten be
‘mentaler (1 a,b) Vorgänge ansieht. men|ta|lisltisch (zu
treffend
t...istisch): den Mentalismus betreffend. Menltalliltät
Me nisei u. Mensul die: -, -n (aus lat. mensula „kleiner
die; -, -en <z. T. unter Einfluss von/r. mentalité aus gleich
Tisch“, Verkleinerungsform von mensa, vgl. Mensa):
bed. engl. mentality, dies zu lat. mentalis, vgl. ‘mental u.
Messtisch (Geogr.)
...ität): Geisteshaltung, Gemüts-, Sinnesart; besondere
menlsenldielcken (nach der niederl.-amerik. Ärztin
Art des Denkens u. Fühlens, Einstellung eines Menschen
B. Mensendieck, 1864-1957): eine bestimmte, bes. dem
od. einer Gruppe. Men|tal|re|ser|va|ti|on [,..v...J die; -,
Körper der Frau angepasste Gymnastik betreiben
-en (zu Αmental): geheimer Vorbehalt (etwas Erklärtes
Menises [,,,ze:s] die (Plur.) (aus lat. menses, Plur. von men
nicht zu wollen; Rechtsw.). Men|tal|sug|geslti|on die;
sis „Monat“): Monatsblutung (Med.), menlsis cuijren-, -en: Gedankenübertragung, -suggerierung auf außer
tis [- kʊ...] {lat.y. (veraltet) [des] laufenden Monats; Abk.:
sinnlichem Weg (Parapsychol.)
m. c. menlsis prae|te|ri|ti [- pre...] dat.): (veraltet) [des] Menlte die; -, -n (aus gleichbed. ung. mente): lange, blaue
vergangenen Monats; Abk. : m. p.
Tuchjacke der ung. Männertracht, die Kante ringsum mit
mens saína in cor po re saino [— 'kɔr... -] {lat.; aus den
Pelz besetzt, mit Schnurbesatz u. Posamenten
Satiren des altröm. Dichters Juvenal): in einem gesunden menlte cap'tus [- 'kap...] (Za/.; eigtl. „am Verstand ge
Körper [möge auch] ein gesunder Geist [wohnen]
lähmt“, zu capere „ergreifen, befallen“) : 1. begriffsstutzig.
Mensltrua*: Plur. von tMenstruum, mens tru al (aus
2. nicht bei Verstand, unzurechnungsfähig
gleichbed. lat. menstrualis zu menstruus „monatlich“ ; vgl. Menlthol das; -s (zusammengezogen aus lat. ment(h)a
Menses): zur Menstruation gehörend (Med.); vgl. ...al/
„Minze“ u. t ...ol) : aus dem ätherischen Öl der Pfeffermin-
869
ze gewonnene, weiße kristalline Substanz, Hauptbestand
teil des Pfefferminzöls
Menltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. mentio zu mens,
Gen. mentis „Verstand“): (veraltet) Erwähnung, Mel
dung, Anzeige. men|ti|olnie|ren (nach gleichbed. fr.
mentionner): (veraltet) erwähnen, melden, erinnern.
Men|ti|zid der, auch das; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl.amerik. menticide, dies zu lat. mens, Gen. mentis „Geist“
u. caedere „töten“; vgl. ...zid): besondere Methode, jmds.
Denkweise durch eine Art seelischer Folter (z. B. durch
psychischen Druck, Suggestion) zu ändern, um Geständ
nisse o.Ä. zu erzwingen; Gehirnwäsche
Menltor der; -s, ...oren (nach Mentor, dem Freund des
Odysseus, für dessen Sohn Telemach er väterlicher
Freund u. Erzieher war): a) erfahrener Berater, Helfer,
Anreger, Fürsprecher, Förderer; b) (veraltet) [Hausjlehrer, [Prinzenjerzieher; c) erfahrener Pädagoge, der Stu
denten, Lehramtskandidaten, Studienreferendare wäh
rend ihres Schulpraktikums betreut. menltolri|sie|ren
(zu t...isieren): im Obstbau nach der Mentormethode
pfropfen. Men|tor|meltho|de die; -: eine von I. W. Mit
schurin für die Obstzüchtung entwickelte Pfropfmethode,
bei der durch den wechselseitigen Einfluss von Unterlage
u. Pfropfreis eine Sortenverbesserung angestrebt wird
Menltum das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat. mentum): 1. Kinn
des Menschen (Med.). 2. Teil der Unterlippe der Insekten
(Zool.)
Me nu [me'ny:] (zu ÎMenü): (Schweiz.) svw. Menü. Melnü
das; -s, -s (aus gleichbed. fr. menu, eigtl. „Detail, detail
lierte Aufzählung“, zu menu „klein, dünn“, dies aus lat.
minutus „vermindert“; vgl. Minute): 1. Speisenfolge; aus
mehreren Gängen bestehende Mahlzeit. 2. auf der Benut
zeroberfläche angezeigte Liste der Funktionen eines Pro
gramms, die dem Anwender zur Festlegung der nächsten
Arbeitsschritte zur Verfügung stehen (EDV). Melnulett
das: -s, Plur. -e, auch -s (aus gleichbed. fr. menuet, eigtl.
„Tanz mit kleinen Schritten“, zu menuet „klein, winzig“,
Verkleinerungsform von menu, vgl. Menü): 1. aus Frank
reich stammender, mäßig schneller Tanz im 3/4-Takt. 2.
meist der dritte Satz in einer Sonate od. Sinfonie. Melnülalden der; -s, ...läden: Verkaufsstelle in der früheren
DDR für Fertiggerichte, halbfertige Speisen u.a.
Melphislto der; -[s], -s (nach der Gestalt des Mephis
topheles) in Goethes Faust): jmd., der seine geistige
Überlegenheit in zynisch-teuflischer Weise zeigt u. zur
Geltung bringt, melphisltolphellisch: teuflisch, von
hinterhältiger Listigkeit
melphiltisch vgl. mefitisch
Melprilse* dze; -, -n (aus gleichbed. fr. méprise zu mépren
dre „fehlgreifen“, dies zu mé- „miss-, fehl-“ u. prendre
„nehmen“): (veraltet) Missgriff, Irrtum, Versehen
...mer (zu gr. méros „Teil“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „aus mehreren Teilen, Gliedern bestehend“,
z.B. polymer
Melranlthilum* das; -s, ...ien [,,,iən] (zu tmero..., gr. ánthos „Blüte“ u. T...ium): aus mehreren Einzelblüten beste
hender, einheitlich erscheinender Blütenstand (z.B. bei
Korbblütlern; Bot.)
Merlcalllilskalla [... kali...] die; - (nach dem ital. Vulkano
logen G. Mercalli (1850-1914) u. zu TSkala): zwölfstufige
Skala, mit der die Stärke eines Erdbebens nach seinen Aus
wirkungen an der Erdoberfläche gemessen wird
Merlcaltor|pro|jek|ti|on [,.,'ka:...] die; -, -en (nach dem
niederl. Geografen G. Mercator (1512-1594) u. zu ÎPro
jektion): winkeltreuer Kartennetzentwurf mit rechtwink
lig sich schneidenden Längen- u. Breitenkreisen (Geogr.)
Merlceldolnilus [,,,tsə...] der; - (aus gleichbed. lat. mercedonius zu lat. merces „Lohn“ u. dare „geben“, eigtl. „wo
der Lohn ausgezahlt wird“): altröm. Schaltmonat zur Aus
Merino
gleichung des Mond- u. Sonnenjahres. Merlcelrie
[...sa...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. mercerie, eigtl.
„Handelsware“, dies aus lat. merx, Gen. mercis „Ware“):
(Schweiz.) 1. (ohne Plur.) Kurzwaren. 2. Kurzwarenhand
lung
Merl celrilsaltilpn [,,,tsə...] usw. vgl. Merzerisation usw.
Mer chan di ser ['mə:ʧəndaɪzə] der; -s, - (aus gleichbed.
engl.-amerik. merchandiser zu engl. to merchandise, vgl.
Merchandising): Angestellter eines Unternehmens, der
für die Verkaufsförderung zuständig ist. Merlchanldising [,,,daɪzɪŋ] das; - (aus gleichbed. engl.-amerik. mer
chandising zu engl. to merchandise „durch Werbung den
Absatz einer Ware steigern“, zu merchant „Kaufmann“,
dies über altfr. marcheant zu lat. mercari „Handel trei
ben“): a) Gesamtheit der absatzpolitischen u. verkaufsför
dernden Maßnahmen des Herstellers einer Ware bzw. ei
ner zusammengehörigen Warengruppe (z.B. Produktge
staltung, Werbung, Kundendienst); b) Vermarktung aller
mit einem bestimmten Film in Zusammenhang stehenden
Produkte. Merlchant Adlvenltulrers ['mə:tʃənt əd'vɛntʃərəz] die (Plur.) (aus engl. merchant adventurers,
eigtl. „wagemutige Kaufleute“): (hist.) im 14. Jh. entstan
dene engl. Kaufmannsgilde. Merlchant Bank [- 'bæŋk]
die; --, --s (aus gleichbed. engl. merchant bank): private
Spezialbank vor allem in Großbritannien, die neben Bankauch Handelsgeschäfte betreibt; Handelsbank
merlci [mer si:] (aus gleichbed. fr. merci, eigtl. „Gnade,
Gunst“, dies aus lat. merces „Lohn“): danke
Merlculrallia [...k...] u. Merkuralien [...¡an] die (Plur.) (aus
gleichbed. nlat. mercuralia zu Mercurium, vgl. Merkur):
frühere fachspr. Bez. für Quecksilberpräparate
merlde ['merdə] (aus gleichbed. fr. merde, dies aus lat. mer
da) : Scheiße! (Ausruf der Enttäuschung o.Ä.)
Melreldith der; -s, -s (nach dem Namen eines Engländers,
der Schachprobleme erfand): Sammelname für alle [or
thodoxen] Schachprobleme mit 8 bis 12 Steinen
Merlger ['mə:ʤə] der; -s, -[s] (aus gleichbed. engl. merger):
Unternehmenszusammenschluss; Fusion (Wirtsch.).
Mer gers and Aclquilsiltions ['mə:dʒəz ənd ækwɪ'zɪʃnz] die (Plur.) (aus engl. mergers and acquisitions „Fu
sionen und Erwerbe“): Unternehmenszusammenschlüsse
u. -übernahmen; Unternehmenskauf (Wirtsch.)
Melrildilan der; -s, -e (aus lat. (circulus) meridianus
„Äquator“, eigtl. „Mittagslinie“, dann „Verbindungslinie
aller Orte, die gleichzeitig Mittag haben“, zu meridies
„Mittag, Süden“): 1. Längenkreis (von Pol zu Pol;
Geogr.). 2. durch Zenit, Südpunkt, Nadir u. Nordpunkt
gehender größter Kreis an der Himmelskugel; Mittags
kreis (Astron.). Melrildilanlkreis der; -es, -e: astronomi
sches Messinstrument zur Ortsbestimmung von Gestir
nen. Melrildilanlterltie [,,,iə] die; -, -n (zu lat. tertia
„dritte“) : die Strecke, die ein mit einer Fahrt von 1 Knoten
laufendes Schiff in einer Sekunde zurücklegt; der
3600.Teil einer Seemeile (= 0,514m). melrildilolnal (aus
spatial, meridionalis „mittägig“): den Längenkreis betref
fend. Melrildilo|na|li|tät die; - (zu t...ität>: (veraltend)
südliche Lage od. Richtung (Geogr.)
...melrie (zu T...mer u. t2...ie>: Wortbildungselement mit
der Bedeutung ,,[Mehr]teiligkeit, [Vieljgliedrigkeit“, z.B.
Polymerie
Melrimlnolphronltist* der; -en, -en (aus gleichbed. gr.
merimnophrontistes zu mérimna „Sorge, Kummer“ u.
phrontizein „nachdenken“): (veraltet) ängstlicher Grüb
ler. Melrimlnolsolphist der; -en, -en (aus gleichbed. gr.
merimnosophistês; vgl. Sophist): svw. Merimnophrontist
Melrin ge die; -, -n, Melrinlgel das; -s, - u Melringue
[ mɛrɛ:k, fr. mə'rɛ:g] die; -, -s (aus gleichbed. fr. meringue.
Herkunft ungeklärt): Gebäck aus Eischnee u. Zucker
Melrilno der; -s, -s (aus gleichbed. span, merino, Herkunft
Merinowolle
ungeklärt): 1. Merinoschaf, krauswolliges Schaf (eine
Kreuzung nordafrik. u. span. Rassen). 2. Kleiderstoff in
Köperbindung (Webart) aus Merinowolle. Melrilnowol le die; sehr feine u. weiche, stark gekräuselte Wolle
des Merinos (1), die vorwiegend zu Kammgarnen verar
beitet wird
Melrisltem das; -s, -e <zu gr. meristös „geteilt, teilbar“ u.
t. ..em): pflanzliches Bildungsgewebe, das durch fortge
setzte Zweiteilungen neue Gewebe liefert (Bot.), melristelmaltisch (aus nlat. meristematicus): teilungsfähig
(von pflanzlichem Gewebe; Bot.). Melrisltom das; -s, -e
(zu t,,,om): svw. Zytoblastom
Melrilten: Plur. von ÎMeritum, melriltielren (aus gleich
bed. fr. mériter zu mérite, dies aus lat. meritum, vgl. Me
ritum): (veraltet) verdienen, sich verdient machen, wert
sein. Melriltolkraltie* die; -, ...ien (zu lat. meritum (vgl.
Meritum) u. I...kratie>: Verdienstadel; gesellschaftliche
Vorherrschaft einer durch Leistung u. Verdienst ausge
zeichneten Bevölkerungsschicht. me|ri|to|kra|tisch*:
die Meritokratie betreffend. me|ri|to|risch (aus gleich
bed. lat. meritorius): (veraltet) verdienstlich. Melriltum
das; -s, ...iten (meist Plur.) (z. T. unter Einfluss von gleich
bed. ʃr. mérite aus lat. meritum zu mereri „sich verdient
machen“): das Verdienst
merlkanltil (aus gleichbed. fr. mercantile, dies aus it. mer
cantile zu mercante „Händler“ (dies zu lat. mercans, Gen.
mercantis zu mercari „Handel treiben“)): kaufmännisch,
den Handel betreffend; vgl. ...isch/-. mer|kan|ti|lisch:
(veraltet) svw. merkantil; vgl. ...isch/-. Merlkanltillismus der; - (aus gleichbed. fr. mercantilisme; vgl. ...ismus
(2)): Wirtschaftspolitik im Zeitalter des 1 Absolutismus,
die bes. den Außenhandel u. damit die Industrie förderte,
um den nationalen Reichtum u. die Macht des Staates zu
vergrößern. Mer|kan|ti|list der; -en, -en (aus gleichbed.
fr. mercantiliste): Vertreter des Merkantilismus, merkantillisitisch (zu îmerkantil u. T...istisch): dem Mer
kantilismus entsprechend, auf seinem System beruhend.
Mer|kan|til|sys|tem das; -s: svw. Merkantilismus
Merlkapltan das; -s, -e (meist Plur.) (gebildet aus mlat.
(corpus) mercurium captans „an Mercurium (vgl. Mer
kur) gebundene Substanz“): alkoholartige ehern. Verbin
dung, die u. a. zur Arzneimittelherstellung verwendet wird
Merlkur der od. das; -s (nach dem als sehr wendig beschrie
benen röm. Götterboten Merkur (lat. Mercurius); wohl
wegen der großen Flexibilität des Elements): [alchemisti
sche] Bez. für Quecksilber. Mer|ku|ra|li|en [...ion] vgl.
Mercuralia. merikurilal (nach lat. Mercurialis „dem
Merkur eigentümlich“): (veraltet) kaufmännisch; ge
schäftstüchtig; vgl. ...isch/-. Merlkulrilallislmus der; (zu Î...ismus (3)): Quecksilbervergiftung, mer|ku|risch:
svw. merkurial; vgl. ...isch/-. Merlkurlstab der; -[e]s,
...Stäbe (nach dem geflügelten, schlangenumwundenen
Stab des röm. Götterboten Merkur): Sinnbild des Han
dels; vgl. Caduceus
Merllan der; -s, -e (aus gleichbed. fr. merlan, dies aus lat.
merula (ein Fisch)): Wittling, Schellfischart (ein Speise
fisch)
Merllette [...let] die; -, -s (aus fr. merlette „Amselweib
chen“, eigtl. Verkleinerungsform von merle „Amsel“, dies
aus gleichbed. lat. merula) : auf Wappen häufig vorkom
mende verstümmelte entenartige Vogelgestalt ohne
Schnabel u. ohne Füße
'M erllin der; -s, -e (aus gleichbed. engl. merlin, dies aus
altfr. esmerillon (aus dem Germ.)): Zwergfalkenart Nordu. Osteuropas (in Mitteleuropa Wintergast)
2Mer|lin [auch 'mɛr...] der; -s, -e {fr.; nach dem Seher u.
Zauberer der Artussage): Zauberer
'Merllot [mer lo:] die; - {zufr. merle “Amsel,, wegen der be
sonderen Vorliebe des Vogels für diese frühreife Rebsor-
870
te): französische hochwertige Rebsorte, aus der Rotweine
hergestellt werden. 2Mer|lot der; -[s], -s: a) (ohne Plural)
svw. 'Merlot; b) aus 'Merlot hergestellter tiefroter, voll
mundiger Rotwein
Merlluschlka Æe; -, ...ki (aus gleichbed. russ. merluska,
Verkleinerungsform von merlucha „Lammfell“): Lamm
fell mit meist offener größerer Locke
me ro..., Melro... {zu gr. méros „Teil“): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Teil; teilweise“, z.B. merokrin,
Merogamie. me ro blas tisch* (zu gr. blastós „Keim,
Spross“): nur teilweise gefurcht (von Eizellen, ihrer Plas
mamasse). Melrolgalmie die; - (zu î...garnie): Befruch
tung durch Verschmelzung von Keimzellen, die aus der
Vielfachteilung eines Individuums hervorgegangen sind
(Biol.). Melrolgolnie die; -, ...ien (zu t...gonie): experi
mentell erreichbare Besamung kernloser Eiteilstücke mit
einem Spermium (Biol.). melrolkrin* (zu gr. krinein
„scheiden, trennen“): einen Teil des Zellinhaltes als Sekret
abgebend; teilsezernierend (von Drüsen; Btol., Med.);
Ggs. t holokrin. me|ro|mik|tisch (zu gr. meiktós, miktós
„gemischt“): teilweise durchmischt (z.B. das Wasser von
Seen im Herbst durch Mangel an Wind). Melroltop deru.
das; -s, -e (zugr. topos „Ort, Gegend“): Teil eines IBiotops
od. einer räumlichen Schicht desselben, der typische
Strukturmerkmale aufweist (z. B. Wurzel od. Rinde eines
Baumes; Biol., Ökologie). Melrolxen der; -, -e (zugr. xé
nos „fremd“ u. t...en): eisenarme Abart des ÎBiotits, häu
figes Glimmermaterial, in Graniten u. Gneisen weit ver
breitet
Melrolzelle die; -, -n (zugr. meros „Oberschenkel“ u. këlë
„Geschwulst; Bruch“): Schenkelbruch (Med.)
M elrolzolit der; -en, -en (zu Imero..., gr. zöon „Lebewe
sen“ u. t3...it): a) im Verlauf des Entwicklungszyklus vieler
Sporentierchen entstehender tAgamet (Biol.); b) Agamet
der Malariaerreger, die ins Blut des Menschen ge
schwemmt werden u. die roten Blutkörperchen befallen
(Biol., Med.). Me|ro zölnolse die; -, -n (zu gr. koinös „ge
meinsam“, Analogiebildung zu ÎBiozönose): charakteris
tische Organismengemeinschaft, die in einem 1 Merotop
lebt (Biol.)
Merlveillleuse [mɛrvɛ'jo:z] die; -, -s [,,,ja:z] (aus gleich
bed. fr. merveilleuse, eigtl. „die Wunderbare“, zu merveil
leux, vgl. Merveilleux): scherzhaft-spöttische Bez. für eine
allzu modisch gekleidete Dame des îDirectoire; vgl. In
croyable. Merlveillleux [... jo:] der; - (zu fr. merveilleux
„wunderbar“, dies zu merveille „Wunder“, aus spätlat. mi
rabilia (Plur., vgl. Mirabilien), zu lat. mirabilis „wunder
bar“): glänzender [Futter]stoff aus [Kunstseide in Atlasbindung (Webart)
Melrylzislmus der; -, ...men (zu gr. merykizein „Wieder
käuen“ u. Î...ismus (3)): erneutes Verschlucken von Spei
sen, die sich bereits im Magen befanden u. infolge einer
Magenfunktionsstörung durch die Speiseröhre in den
Mund zurückbefördert wurden (bes. bei Säuglingen;
Med.)
Mer|ze|ri|salti|on die; -, -en (nach dem engl. Erfinder
I. Mercer (1791-1866) u. zu I...isation>: das Veredeln u.
Glänzendmachen von Baumwolle; vgl. ...ation/,..ierung.
mer|ze|ri|sie|ren (zu t...isieren): Baumwolle veredeln.
Mer|ze|ri|sie|rung die; -, -en (zu t...isierung): svw. Merzerisation; vgl. ...ation/...ierung
mes.... Mes... vgl. meso..., Meso...
Melsa die; - (aus span, mesa „Tisch, Tafel“, dies aus gleich
bed. lat. mensa): span., auch im spanischsprachigen Ame
rika u. in den USA übliche Bez. für Tafelberg
Melsalllilance* [meza'lia:s] die; -, -n [,..sn] (aus gleichbed.
ʃr. mésalliance zu mes- „miss-, un-“ u. alliance „Verbin
dung, Ehe“; vgl. Allianz): 1. nicht standesgemäße Ehe;
Ehe zwischen Partnern ungleicher sozialer Herkunft. 2.
871
unglückliche, unebenbürtige Verbindung od. Freund
schaft. me|sal|li|ie|ren, sich (aus gleichbed./r. se mésal
lier, zu s’allier „sich verbinden, sich verheiraten“): (veral
tet) 1. sich nicht standesgemäß verheiraten. 2. eine un
glückliche, unebenbürtige Verbindung od. Freundschaft
eingehen
Me|sar|te|ri|itis* rf(e,- -, ...itiden (zu Tmeso... u. TArterii
tis): Entzündung der mittleren Gefäßwandschicht der Ar
terien (Med.)
Me|sa|tech|nik die: - (zu tMesa u. TTechnik): Verfahren
der Halbleitertechnik zur Herstellung von Halbleiterbau
elementen der Mikroelektronik sowie von Festkörper
schaltkreisen
Meslcallin [,,,ka...] vgl. Meskalin
melschant (aus gleichbed. fr. méchant): (landsch.) bos
haft, ungezogen, niederträchtig
Melsched u. Meschlhed vgl. Maschhad
melschuglge (über jidd. meschuggo aus gleichbed. hebr.
mesugä): (ugs.) nicht ganz bei Verstand; verrückt
Mesldames [me'dam]: Plur. von ÎMadame. Mesldemoɪ selles [med(ə)moa'zɛl]: Plur. von Î Mademoiselle
Mesdlschid* vgl. Masdschid
Me|sem|bri|an|the|mum* das: -s (aus nlat. mesembrianthemum zu gr. mesembria „Mittag" u. ánthemon „Blüte,
Blume“): Mittagsblume (eine Zierpflanze aus Südafrika).
M e|sen|celpha|lon [...’tse:...] das; -s, ...la (zu Tmeso... u.
ÎEncephalon): Mittelhirn, Hirnabschnitt zwischen Hin
terhirn u. Zwischenhirn (Med.). Melsenlchym das: -s, -e
(zu gr. égchyma „das Eingegossene, Aufguss“, dies zu egcheîn „eingießen; einfüllen"): einzelliges Gewebe, aus
dem sich die Formen des Stützgewebes entwickeln; em
bryonales Bindegewebe (Med., Biol.). me|sen|chy|mal
(zu T*...al ( 1)>: das Mesenchym betreffend (Med., Biol.).
melsenltelrilal (zu TMesenterium u. T'...al (1)>: zum
Dünndarmgekröse gehörend (Med.). Melsen|te|ri|um
das; -s (über nlat. mesenterium aus gleichbed. gr. mesentérion): Dünndarmgekröse (Med.). me|sen|zelphal (zu
îmeso..., gr. egképhalos „Gehirn“ u. T '...al ( 1 )): das Mit
telhirn betreffend (Med.). Me|sen|zelpha|li|tis die: -,
...itiden: Entzündung des Mittelhirns (Med.)
Mel selta die; -, ...ten (aus gleichbed. span, meseta, Verklei
nerungsform von mesa, vgl. Mesa): span. Bez. für Hoch
ebene
melsilal (zu Tmeso... u. T‘...al (1)): nach der Mitte des
Zahnbogens gerichtet (Zahnmed.). Melsiltyllen das; -s
(Analogiebildung zu T Acetylen): im Steinkohlenteer vor
kommender t aromatischer Kohlenwasserstoff, ein Lö
sungsmittel
Meslkal der; -s (aus gleichbed. span, mescal, mezcal, mexcal, dies aus aztek. (Nahuatl) mexcalli „ein Getränk“):
Agavenbranntwein. Meslkallin das: -s (zu T...in (I)>: Al
kaloid einer mexik. Kaktee, Rauschmittel
Meslmer vgl. Mesner
Mes|me|ri|a|ner der; -s, - (zu ÎMesmerismus u. T...aner):
Anhänger des Mesmerismus. Meslmelrislmus der; (nach dem dt. Arzt F. A. Mesmer (1734-1815) u. zu T...ismus (1)>: Lehre von der Heilkraft des Magnetismus, aus
der die Hypnosetherapie entwickelt wurde
Meslner, auch Messner, Schweiz. Mesmer der; -s, - (aus
gleichbed. kirchenlat. ma(n)sionarius, eigtl. „Haushüter“,
zu lat. mansio, vgl. Menage): [kath.] Kirchen-, Messdiener
melso..., Melso..., vor Vokalen auch mes..., Mes... (zu gr.
mésos „Mitte“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„mittlere(r), in der Mitte zwischen mehreren Dingen be
findlich“, z. B. mesolithisch. Mesoklima, Mesenzephalitis.
Melsolbalre ¿fe; -n, -n (zu gr. bäros „Schwere, Gewicht;
Druck“): die (Isobare des gleichen mittleren Luftdrucks.
Melsolblast* das; -[e]s, -e (zu gr. blastós „Spross,
Keim“): svw. Mesoderm. Melsolderm das; -s, -e (zu gr.
Mesopsammion
dérma „Haut“): mittleres Keimblatt in der menschlichen
u. tierischen Embryonalentwicklung (Med., Biol.). meso der mal: das Mesoderm betreffend; aus dem Meso
derm hervorgehend (von Organen u. Geweben; Med.,
Biol.). Me|so|eu|ro|pa: der nach der Î variskischen Ge
birgsbildung versteifte Teil Europas (Geol.). Melsolfauna die; -, ...nen: Bez. für tierische Bodenorganismen, die
kleiner als 2mm sind. Me|solgas|tri|um* das; -s, ...ien
[---iən] (zu gr. gastër, Gen. gaströs „Bauch; Magen“ u.
T...ium>: 1. Mittelbauchgegend (Med., Biol.). 2. Gekröse
des Magens (Med.), melsolgen (zu t ...gen): aus mittleren
pflanzlichen Zellen od. Schichten entstehend (Biol.). meso ha lin (zu gr. häls „Salz" u. T ...in (2)): mittleren Salz
gehalt bevorzugend (Biol.). Melsolkarp das; -s, -e (zu
T...karp): Mittelschicht der Fruchtwand bei Pflanzen
(z.B. das fleischige Gewebe der Steinfrüchte; Bot.); vgl.
Endokarp u. Exokarp. melso kelphal usw. vgl. mesozephal usw. Melsolklilma das; -s, Plur. -s u. (fachspr.)
...mate: Klima eines kleineren Landschaftsausschnittes
(z.B. eines Hanges, Waldrandes); Kleinklima. Melsoko lon das; -s, ...la: Dickdarmgekröse (Med.). Melsolith [auch ...’lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T ...lith) :
ein farbloses, weißes, graues od. gelbliches Mineral. Mesollilthilkum [auch ...Ti...] das; -s (zu T...lithikum): die
Mittlere Steinzeit, melsollilthisch [auch ,..'h...J: die
Mittlere Steinzeit betreffend, me so mer (zu T...mer):
Mesomerie aufweisend (Chem.). Me|so|me|re die; -, -n
(meist Plur.) (zu gr. méros, Gen. méreos „Teil“): Fur
chungszelle (Biol.). Me|so|me|rie die; - (zu T...merie):
Erscheinung, dass die in einem organischen Molekül vor
liegenden Bindungsverhältnisse nicht durch eine einzige
Strukturformel dargestellt werden können, da sie sich aus
der Überlagerung mehrerer durch die Elektronenanord
nung unterschiedener Grenzzustände ergeben (Chem.).
Me|so|me|tri|um* das; -s, ...tria (zu gr. métra „Gebär
mutter“ u. T...ium>: 1. breites Mutterband beiderseits der
Gebärmutter (Med.). 2. (selten) mittlere muskuläre Wand
schicht der Gebärmutter (Med.), melsolmorph (zu
I...morph): der Mesomorphie entsprechend. Melsomorlphie die; - (zu T...morphie>: Konstitution eines be
stimmten Menschentyps, der ungefähr dem Î Athletiker
entspricht; vgl. Ektomorphie u. Endomorphie. Melson
das; -s, ...onen (meist Plur.) (aus gleichbed. engl. meson
(für älter Î Mesotron), dies nach gr. tö méson „das in der
Mitte Befindliche“; vgl. 4...on): mittelschweres instabiles
T Elementarteilchen (Phys.); vgl. Baryon, Lepton u. Tachy
on. Melsolnenlatom das; -s, -e: instabiles Atom, bei
dem ein Hüllenelektron durch ein Meson ersetzt ist
(Phys.). Melsolnenlfalbrik* die; -, -en: Forschungsein
richtung mit Beschleunigern bes. hoher Strahlstromstärke
zur Erzeugung intensiver Sekundärteilchenstrahlen z.B.
von ÜPionen, TMyonen (1). Mesonen u.a. Melsolnephros* der; - (zu Tmeso... u. gr. nephrós „Niere“): Urnie
re (bei Säugetier u. Mensch als Embryonalniere in Funk
tion). Me|so|nyk|tilkon das; -s, ...ka (aus gleichbed.
mgr. mesonyktikon zu gr. mesonÿktios „mitternächtig“):
mitternächtlicher Gottesdienst in der Ostkirche. Melsopaulse die; - (zu Tmeso... u. T'Pause): obere Grenze der
Mesosphäre, melsolphil (zu T ...phil): mittlere Feuchtig
keitsverhältnisse bevorzugend (von Pflanzen; Bot.). Mesolphyll das; -s, -en (zugr. phÿllon „Blatt“): zwischen der
oberen u. unteren T Epidermis gelegenes Gewebe des
Pflanzenblattes (Bot.). Melsolphyt der; -en, -en (zu
T...phyt): Pflanze, die Böden mittleren Feuchtigkeitsgra
des bevorzugt. Me|so|phy|ti|kum das; -s (zu T...ikum):
das Mittelalter der Entwicklung der Pflanzenwelt im Ver
lauf der Erdgeschichte. Me|sop|sam|mi|on* das; -s,
...ien [---iən] (zu gr. psammion „Sandkörnchen“, Verklei
nerungsform von psämmos „Sand“; vgl. 2...ion>: die Ge-
M
Mesoptometer
872
samtheit der im natürlichen Lückensystem des Sandes le Meslsa di Voice [- - 'vo:tʃə] das; — (aus it. messa di voce
„Aushalten des Tones“,lu messa „Ausführung, Verwirk
benden Organismen (Biol.). Me|sop|to|me|ter*£to; -s,
lichung“, dies zu 1 'Messe): allmähliches An- u. Abschwel
Apparat zur Prüfung der Leistung des Sehorgans zwi
len des Tones; Zeichen <> (Mus.). Meslsage ['mɛsɪʤ]
schen Tagessehen u. völliger Dunkelanpassung (Med.).
die; -, -s [,,,dʒɪz] (aus engl. message, eigtl. „Botschaft“, zu
Melsolsaulri|er[...ré] der; -s, - u. Me|so|sau|rusi/er; -,
lat. missus, Part. Perf. von mittere, vgl. 'Messe); 1. Mittei
...rier [...in] (zugr. saüros „Eidechse“): bis 1 m langes, kro
lung, Nachricht, Information, die durch die Verbindung
kodilähnliches Reptil mit reusenähnlichen Zähnen, Seebe
von Zeichen ausgedrückt u. vom Sender zum Empfänger
wohner während des Unteren ÎPerms von Südafrika u.
übertragen wird. 2. a) Gehalt, Aussage eines Kunstwerks;
-amerika (Gondwana). Melsolsildelrit [auch ...rit] der;
b) Anliegen, etwas, was jmd. als Erkenntnis, Erfahrung
-s, -e: Meteorstein aus Silikaten u. Nickeleisen. Me|soo.Ä. weiterreichen möchte, Botschaft
sphä I re*die; - : in etwa 50 bis 80 Kilometer Höhe liegende
Schicht der Erdatmosphäre (Meteor.). Melsosltelni- Meslsallilnarfze; -, ...nen (nach dem Namen der wegen ih
rer Sittenlosigkeit u. Grausamkeit berüchtigten Frau des
um*das; -s (zu gr. stenös „eng“ u. t...ium): svw. Mesen
röm. Kaisers Claudius): (veraltet) ausschweifend lebende,
terium. Me!sos|ti|chon*ifas, -s, Plur. ...chenu. ...cha<zu
sittenlose Frau. Meslsallilne die; - (nach fr. Messaline
gr. stichos „Vers“, eigtl. „Reihe, Zeile“, u. l',,,on): Ge
„Messalina“; vgl. ...ine): glänzender [Kunstjseidenatlas
dicht, bei dem die an bestimmter Stelle in der Versmitte
für Futter u. Besatz
stehenden Buchstaben, von oben nach unten gelesen, ein
Wort od. einen Satz ergeben; vgl. Akrostichon, Telesti- Meslsa Voice [- vo:tʃə] vgl. Messa di Voce
chon. Melsosltylfon* das; -[s], ...la (aus gleichbed. gr. 'Meslse die; -, -n (aus kirchenlat. missa (aus der Schluss
formel ite, missa est „geht, es ist Entlassung“), dies aus lat.
mesöstylon): Zwischenraum zwischen zwei Säulen (Armissa „Entlassung“, Part. Perf. (Fern.) von mittere „schi
chit.). Me|soltesi/z'e; - (ausgʃ. mesôtês „die Mitte“): aris
cken, entlassen“, Bed. 3 aus kirchenlat. missa „Heiligen
totelischer Begriff für die Kennzeichnung jedes sittlichen
fest (mit bes. feierlicher Messen, großem Jahrmarkt)“): 1.
Wertes als Mitte zwischen zwei Extremen (z. B. Tapferkeit
nach einer bestimmten Messordnung abgehaltener kath.
zwischen Feigheit u. Tollkühnheit; Philos.). Melsolthel
Gottesdienst mit der Feier der Eucharistie. 2. geistliche
das; -s, Plur. -e u. -ien [,,,iən] u. Mesothelium das; -s, ...ien
Komposition als Vertonung der [unveränderlichen] litur
[...ian] (zu Îmeso... u. gr. thêlê „Mutterbrust, Brustwarze“
u. t...ium): dem ÎMesenchym entstammende Deckzellen
gischen Bestandteile der 'Messe (1). 3. a) in bestimmten
schicht der Î serösen Häute, die die Bauch- u. Brusthöhle,
Zeitabständen stattfindende Ausstellung, bei der das Wa
das tPerikard u.a. auskleiden (Med.). Me|so|the|li|om
renangebot eines größeren Gebietes od. Wirtschaftsberei
das; -, -e (zu t...om): aus Mesothelien entstandene Ge
ches in besonderen Ausstellungsräumen dem Handel u.
schwulst der Îserösen Häute in Körperhöhlen (Med.).
der Industrie in Form von Mustern gezeigt wird (was dem
Melsoltholrilum das; -s (zu fmeso...): Zerfallsprodukt
Abschluss von Kaufverträgen dienen soll); b) (iandsch.)
des 1 Thoriums; Abk.: MsTh(Phys.). Melsoltron’zJas;-s,
Jahrmarkt, Kirmes
...onen (aus gleichbed. engl. mesotron, dies zu gr. mésos "Meslse die; -, -n (aus gleichbed. engl. mess, eigtl. „Ge
„Mitte“ u. t ...tron): svw. Meson, melsoltroph* (zu Îme
richt, Speise, Mahlzeit“, dies über altfr. mes aus lat. missus
so... u. t...troph>: 1. sich als Halb Schmarotzer ernährend
„(aus der Küche) geschicktes, zu Tisch aufgetragenes Ge
(von Pflanzen; Bot.). 2. geringen Nährstoffgehalt, Sicht
richt“, Part. Perf. von mittere, vgl. 'Messe): 1. Tischge
tiefe von meist über 2 m u. geringe Planktonproduktion
meinschaft von [Unteroffizieren auf [Kriegsschiffen. 2.
aufweisend (von Seen; Biol.). nne|so|typ(zuî...typ): we
Speise- u. Aufenthaltsraum der Besatzung eines
der sehr hell noch sehr dunkel aussehend (von Erstar
[Kriegsjschiffs; Schiffskantine
rungsgesteinen; Geol.). melsolzelphal (zu gr. kephalê Meslsen|ger-Boy [mssmdjaboy] der; -, -s (zu engl. mes
„Kopf“): mittelköpfig, eine Kopfform besitzend, die zwi
senger „Bote“ u. boy „Junge“): (veraltet) Eilbote. Mes
sen |ger-Ri| bol nul klelinlsäu Ire*, Mes Isen Iger-RNS
schen dem sogenannten Kurzkopf u. dem Langkopf steht
(Med.). Melsolzelphalle der u. die; -n, -n: Mensch mit
die;-', tRibonukleinsäure, die die Basensequenz der tDes
mittelhoher Kopfform (Med.) Melsolzelphallie die; oxyribonukleinsäure in die [Aminosäuren überträgt;
(zu l2...ie): mittelhohe Kopfform (Med.). Melsolzolen:
Abk. : m-RNS
Plur. von tMesozoon. Me|so|zo|i|den die (Plur.) <zu Meslsilalde die; -, -n (zu ÎMessias u. T...ade): geistliche
l,,,oid): bes. in Ost- u. Südostasien sowie im westlichen
Dichtung, die das Leben u. Leiden Jesu Christi (des Mes
Nordamerika verbreitete Gebirgsbildungen, die im Ergeb
sias) schildert, meslsilalnisch: 1. auf den Messias be
nis der mesozoischen tTektogenese entstanden sind (Ge
züglich. 2. auf den Messianismus bezüglich. Meslsilaol.). Melsolzolilkum das; -s (zu l...zoikum): das erdge
nislmus der; - (zu t,,,ismus (1)): geistige Bewegung, die
schichtliche Mittelalter (umfasst ÎTrias, 12Jura u. Kreide).
die (religiöse od. politische) Erlösung von einem dem Mes
me|so|zo|isch:das erdgeschichtliche Mittelalter betref
sias vergleichbaren Heilbringer erwartet. Meslsilalnist
fend. Melsoizoine rf/e, -; die mittlere Tiefenzone bei der
der; -en, -en (zu t,,,ist): Anhänger des Messianismus.
TMetamorphose (4) der Gesteine (Geol.). Me|so|zo|on
Meslsi a|ni|tät die; - (zu t,:..ität): die Eigenschaft, der
das; -s, ...zoen (meist Plur.) (zu gr. zöon „Lebewesen;
Messias zu sein. Meslsilas der; -, -se (über kirchenlat.
Tier“): einfach gebautes mehrzelliges Tier, das in KörperMessias aus gr. Messias, dies aus aram. mësîhâ, hebr. mäu. Fortpflanzungszellen differenziert ist (meist als Parasit
sîah „der Gesalbte“): 1. (ohne Plur.) der im Alten Testa
lebend)
ment verheißene Heilskönig, in der christlichen Religion
mes quin [mɛs'kɛ:] (fr.; über it. meschino aus arab. misauf Jesus von Nazareth bezogen. 2. Befreier, Erlöser aus
kin „arm(selig)“); (veraltet) karg, knauserig; armselig.
religiöser, sozialer o. ä. Unterdrückung
Mes|qui|nelrie [...ki...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr.
Meslsildorder; -[s], -s (aus fr. messidor, eigtl. „Erntemo
mesquinerie): (veraltet) Kärglichkeit, Knauserei, Armse
nat“): der zehnte Monat (19. Juni bis 18. Juli) im Kalender
ligkeit
der Französischen Revolution
Meslquiltelbaum [mes'ki:...] der; -[e]s, ...bäume (Lehn Meslsieurs [mɛ'sio:]: Plur. von IMonsieur
übersetzung von gleichbed. span, mezquite, dies aus aztek. Mes sing das; -s (Herkunft unsicher): hell- bis rotgelbe
(Nahuatl) mizquitl) : in den Tropen u. Subtropen (vor allem
Kupfer-Zink-Legierung, die u. a. zu Rohren, Armaturen,
in Amerika) kultiviertes Mimosengewächs, dessen Hül
Schmuckwaren u. Kunstgegenständen verarbeitet wird,
senfrüchte als Viehfutter verwendet werden
meslsinlgen: aus Messing [bestehend]
873
Messlkalnon der; -s,-s <zu Î 'Messe u. Î 'Kanon): svw.
non (7). Messlner vgl. Mesner
Mesisollan u. Mesulan der; -s <zu it. mezzo „halb" u.
Metalinguistik
'Ka
lana
„Wolle“): (veraltet) Stoff aus Leinengarn u. Schafwolle
Mess|sti|pen|di|um das: -s, ...dien [,,,iən] (zu Î'Messe u.
tStipendium): Geldspende od. Stiftung, die den kath.
Priester verpflichtet, für ein Anliegen des Spenders ‘Mes
sen zu lesen
Mesltilze der; -n, -n (aus gleichbed. span, mestizo, dies aus
spätlat. mixticius „Mischling“ zu lat. mixtus, Part. Perf.
von miscere „mischen“): Nachkomme eines weißen u. ei
nes indian. Elternteils. Mesltilzin die; -, -nen: weibliche
Form zu t Mestize
Mes|tni|tsches|two* das; -[s] (aus gleichbed. russ. mestnicestvo zu mesto „Platz“): die Ämterbesetzung nach dem
Geburtsadel der t Bojaren im alten Russland
meslto (it.; aus lat. maestus „traurig“): traurig, elegisch
(Vortragsanweisung; Mus.)
Mel sullan vgl. Messolan
Melsulsa die; -, ...sot (aus hehr, mesusä „Pfosten“): kleine
Schriftrolle in einer Kapsel am Türpfosten jüd. Häuser mit
den Schriftworten 5. Mose 6, 4-9 u. 11, 13-21
met..., Met... vgl. meta..., Meta...
Melta die; -, ...ae [...te] (aus gleichbed. lat. meta): Spitzsäu
le, eine Art Steinkegel am Ende der altröm. Rennbahn, um
den die Wettfahrer herumlenken mussten
melta..., Melta..., vor Vokalen u. vor h met..., Met... (aus
gr. metá „inmitten, zwischen, hinter, nach“): Präfix mit
der Bedeutung „zwischen, inmitten, nach, nachher, spä
ter, ver... (im Sinne der Umwandlung, des Wechsels)“, z. B.
metaphysisch, Metamorphose, metonymisch, Methämoglobin
Meltaläsltheltik die; - (zu fmeta... u. fÄsthetik): die phi
los. Klärung der theoretischen Voraussetzungen, Metho
den u. begrifflichen Instrumente der Ästhetik
Me|ta|ba|sis die; -, ...basen (aus gr. metábasis „das
Übergehen, der Übergang“): Gedankensprung, [unzu
lässiger] Denkschritt [im Beweis] auf ein fremdes Gebiet
(Logik)
Meltalbalsit [auch ... 'zɪt] der: -s, -e (zu Îmeta..., Î 'Base u.
f2...it): aus basischem magmatischem Gestein (u.a. Ba
salt) entstandenes Gestein (z.B. Grünschiefer)
Meltalbilonlten die (Plur.) (zu fmeta... u. t...biont): Or
ganismen, die mit ihrer Stoffwechseltätigkeit für andere
die Lebensbedingungen schaffen. Meltalbiglse die: -, -n
(zu f...biose): Form der fSymbiose; Zusammenleben
zweier Organismen, bei dem nur ein Teil Vorteile hat
Meltalblasltelse* die; - (zu fmeta... u. tBlastese): Vor
gang bei der ÎMetamorphose (4), bei dem eine Neu- u.
Umkristallisation eines Gesteinskomplexes stattfindet,
wobei das schieferartige Ausgangsmaterial ein granitarti
ges Gefüge erhält (Geol.)
meltalbol vgl. metabolisch. Meltalbollie die; -, ...ien (aus
gr. metabolë, metabolia „Veränderung“): 1. Formverän
derung bei Einzellern (Biol.). 2. Gestaltveränderung bei
Insekten während der Embryonalentwicklung; vgl. f Me
tamorphose (2; Biol.); vgl. Holometabolie u. Hemimetabolie. 3. Veränderung eines Organismus, die auf Stoff
wechsel beruht (Biol.). me|ta|bo|lisch u. metabol (aus
gr. metäbolos „veränderlich“): 1. veränderlich (z.B. von
der Gestalt von Einzellern). 2. im Stoffwechselprozess
entstanden (Med., Biol.). meltalbollilsielren (zu f meta
bol u. f...isieren>: im Metabolismus (2) umsetzen, umge
setzt werden; verstoffwechseln (Med., Biol.). Meltalbolilsielrung die; -, -en: das Metabolisieren (Med., Biol.).
Meltalbollislmus der; - (zu f...ismus (2)): 1. Umwand
lung, Veränderung. 2. Stoffwechsel (Med., Biol.). Meltabollit [auch ...lit] ifer; -en, -en (zu T *...it>: Substanz, deren
Vorhandensein für den normalen Ablauf der Stoffwechsel
prozesse unentbehrlich ist (z. B. Vitamine, Enzyme, Hor
mone; Biol., Med.)
Meltalchrolmalsie [...kro...] die; -, ...ien (zu fmeta... u.
fChromasie): unterschiedliche Färbung verschiedener
Gewebe durch den gleichen Farbstoff (Med.)
meltalchron [,,,'kro:n] (aus gr. metächronos „später ge
schehen“): zu verschiedenen Zeiten auftretend (z.B. von
Metastasen; Med.). Me|talchro|nis|mus [,..kro...] der;
-, ...men (zu f...ismus (3)>: irrtümliche Einordnung eines
Ereignisses in eine zu späte Zeit; vgl. Anachronismus
Meltaldruck der; -[e]s (zu fmeta...): Verfahren zur Her
stellung von Abziehbildern
Meltaldylne die; -, -n (zu f meta... u. gr. dynamis „Kraft“):
Gleichstromgenerator in Sonderbauweise für Konstant
stromerzeugung
Meltalfile [...fail] das; -s, -s (zu f meta... u. ÎFile): eine Da
tei, die andere Dateien enthält od. definiert (EDV)
Me|ta|galla|xis die; - (zu fmeta... u. fGalaxis): hypotheti
sches System, dem das Milchstraßensystem u. viele andere
Sternsysteme angehören (Astron.)
meltalgam (zu fmeta... u. f...gam): nach der Befruchtung
erfolgend (z. B. von der Festlegung des Geschlechts; Med.,
Biol.)
Meltalgelnelse die; -, -n (zu Îmeta... u. ÎGenese): beson
dere Form des f Generationswechsels bei vielzelligen Tie
ren, wobei auf eine sich ungeschlechtlich fortpflanzende
Generation eine sich geschlechtlich fortpflanzende folgt,
meltalgelneltisch: die Metagenese betreffend
Meltalgelschäft das; -[e]s, -e (zu it. a metà „zur Hälfte“):
vertragliche Vereinbarung zwischen zwei Partnern, nach
der Gewinn u. Verlust aus Geschäften, die die Vertrags
partner abschließen, aufgeteilt werden
Meltalgnom* der; -en, -en (zu fmeta... u. gr. gnômë „Er
kenntnis“): Mittler bei okkulten Phänomenen (Parapsychol.). Meltalgnolmie die: - (zu f2...ie): Fähigkeit, Phä
nomene wahrzunehmen, die der normalen sinnlichen
Wahrnehmung nicht zugänglich sind; Gedankenlesekunst
(Parapsychol.)
Metagogie* die; -, ...ien (zu gr. metagôgë „das Wegfüh
ren, Verändern“, dies zu metágein „an eine andere Stelle
führen“): (veraltet) rednerische Wiederholung derselben
Wörter (Rhet.)
Meltalgylnie die; - (zu fmeta..., gr. gynë „Weib, Frau“ u.
f2...ie): das frühere Geschlechtsreifwerden der männli
chen Blüten bei einer eingeschlechtigen Pflanze (Bot.);
Ggs. Î Metandrie
meltalkar pal (zu gr. metakárpion „Mittelhand“ u. f'...al
( 1 )>: zur Mittelhand gehörend, sie betreffend (Med.)
Meltalkomlmulnilkaltilon die; - (zu fmeta... u. fKom
munikation): a) über die verbale Verständigung hinausge
hende Kommunikation (z. B. Gesten, Mimik) ; b) Kommu
nikation über einzelne Ausdrücke, Aussagen od. die Kom
munikation selbst
Meltalkriltik die; - (zu fmeta... u. Î Kritik): auf die Kritik
folgende u. sachlich über sie hinausgehende Kritik; Kritik
der Kritik (Philos.)
Me|tal ['mɛtl] das; -[s]: Kurzform von f Heavy Metal
Meltalleplse u. Meltalleplsis die; -, ...epsen (aus gr. metâlëpsis „Veränderung, Vertauschung“ zu metalambánein
„verändern, vertauschen“): rhetorische Figur (Art der
(Metonymie), bei der das Nachfolgende mit dem Vorher
gehenden vertauscht wird (z.B. „Grab“ statt „Tod“) od.
ein mehrdeutiges Wort durch das f Synonym (1) zu einer
im T Kontext (1) nicht gemeinten Bedeutung ersetzt wird
(z.B. „Geschickter“ statt „Gesandter“; Rhet.)
Meltallimlnilon das; -s, ...ien [,,,iən] (zu Îmeta... u. ÎLimnion): Wasserschicht, in der die Temperatur sprunghaft
absinkt (von Seen; Geogr.)
Me|ta|lin|gu|isltik die; - (zu fmeta... u. ÎLinguistik):
M
Metall
Zweig der Î Linguistik, der sich mit den Beziehungen der
Sprache zu außersprachlichen Phänomenen (z. B. zur Kul
tur, Gesellschaft) beschäftigt u. der untersucht, inwieweit
die Muttersprache die Art des Erfassens der Wirklichkeit
bestimmt; vgl. Makrolinguistik, Mikrolinguistik
Meltall das; -s, -e (über lat. metallum „Metall; Grube,
Bergwerk“ ausgr métallon „Mine, Erzader, Schacht; Me
tall“): Sammelbez. für chem, Elemente, die sich durch
charakteristischen Glanz, Undurchsichtigkeit, Legierbarkeit u. gute Fähigkeit, Wärme u. Elektrizität zu leiten, aus
zeichnen. meltalllaflfin: Metall aufnehmend, bindend
(Chem.). Meltalllamid* das; -s, -e: Verbindung, die bei
Ersetzen eines Wasserstoffatoms in Ammoniakmolekülen
durch ein Metallatom entsteht (Chem.). Meltallldeltektor der; -s, -en: Metallsuchgerät, elektr. Gerät zur Fest
stellung metallischer Gegenstände in nicht metallischer
Umgebung (z.B. elektr. Leitungen im Mauerwerk), metallen: aus Metall [bestehend], Meltalller der; -s, -:
(ugs.) kurz für Metallarbeiter [als Gewerkschaftsangehö
riger]. Me|tall|hy|drid* das; -[e]s, -e: ein aus Metallen
mit Wasserstoff gebildetes metallisches t Hydrid (Chem.).
me|tal|lic [,,,lɪk] (aus gleichbed. engl. metallic zu metal
„Metall“): metallisch schimmernd u. dabei von einem
stumpfen, nicht leuchtenden Glanz. Meltal|li|sa|ti|on
die; -, -en (zu ÎMetall u. Î ...isation): 1. Vererzung (beim
Vorgang der Gesteinsbildung). 2. svw. Metallisierung; vgl.
...ation/...ierung. Me|tal|li|sa[tor der; -s, ...oren (zu
Î...OD: Spritzpistole zum Aufbringen von Metallüberzü
gen. meltalllisch (über gleichbed. lat. metallicus aus gr.
metallikós „zum Bergwerk gehörig“): 1. aus Metall beste
hend, die Eigenschaften eines Metalls besitzend. 2. a) hart
klingend, im Klang hell u. durchdringend; b) in seinem op
tischen Eindruck wie Metall, an Metall erinnernd, metall
artig. méltalllilsé [metali'ze:] (fr.): svw. metallic, metallisieren (aus gleichbed. fr. métalliser): einen Gegen
stand mit einer widerstandsfähigen metallischen Schicht
überziehen. Meltalllilsielrung die; -, -en (zu ÎMetall u.
T ...isierung): das Überziehen eines Gegenstandes mit Me
tall; vgl. ...ation/...ierung. Me|tal|lis|musder; - (zu Î ...ismus (1)): frühere Theorie, die den Geldwert aus dem
Stoff- od. Metallwert des Geldes zu erklären versuchte,
meltalllo..., Me tal lo... (zu gr. métallon „Mine, Erz
ader, Schacht; Metall“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „Metall“, z.B. Metallografie. Meltalllolchromie [...kro...] die; - (zu gr. chröma „Farbe“ u. t2...ie>: Fär
bung von Metallen im galvanischen Verfahren. Meitalllogeder; -n, -n (zu ÎMetall u. t...loge): Fachwissenschaftler
auf dem Gebiet der Metallogie. Meîtal|lo|ge|ne|seÆe; (zu îmetallo...): Bildung von Erzlagerstätten in bestimm
ten Räumen der Erdkruste. me|tal|lo|ge|ne|tisch:
durch Metallogenese entstehend; metallogenetische Epo
che: erdgeschichtlicher Abschnitt, in dem die Metalloge
nese gehäuft stattfand. Meltallloigierfie; - (zu ÎMetall u.
T...logie): Wissenschaft vom Aufbau, von den Eigenschaf
ten u. Verarbeitungsmöglichkeiten der Metalle. Meltallolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu îmetallo... u.
T...graf): 1. jmd., der mikroskopische Werkstoffkontrollen
durchführt (Berufsbez.). 2. Wissenschaftler auf dem Ge
biet der Metallografie. Me|tal|lo|gra|fie, auch ...gra
phie die; - (zu T...grafie): Teilgebiet der Metallogie, das
mit mikroskopischen Methoden Aufbau, Struktur u. Ei
genschaften der Metalle untersucht. Meltaillolid das;
-[e]s, -e (zu î ...oid): (veraltet) chem. Element, das kein Me
tall ist. Meltaillolpholbie die; -, ...ien (zu î...phobie):
zwanghafte Angst vor dem Berühren metallischer Gegen
stände (Med.). Me|tal|lo|phon,auch ...fon das; -s, -e (zu
t...phon): mit einem Hammer geschlagenes, aus aufeinan
der abgestimmten Metallplatten bestehendes Glocken
spiel. Me|tal|lo|se die; -, -n (zu t '...ose): durch örtliche
874
od. allgemeine Einwirkung von Metall (Fremdkörper od.
Metallstaub) hervorgerufene Erkrankung (Med.). Metallloxid*, auch Meitallloxyd* das; -s, -e (zu Î Metall):
Verbindung eines Metalls mit Sauerstoff. Meltalllplastikßfe; -, -en: 'Plastik aus Metallen wie Eisen, Stahl, Alu
minium u.a. Meltal|lurg*<Ä?r; -en, -en u. Meltalllurlge*
der; -n, -n (nach gr. metallourgós „Bergwerksarbeiter“):
Fachwissenschaftler der Metallurgie. Meltalllurlgie*
die; - (unter Einfluss von fr. métallurgie zu gr. metallourgeîn „Metalle verarbeiten“): Hüttenkunde; Wissenschaft
vom Ausschmelzen der Metalle aus Erzen, von der Metall
reinigung, -Veredlung u. (im weiteren Sinne) -Verarbei
tung. meltalllurlgisch* (aus gr. metallourgós „Metalle
verarbeitend“): die Metallurgie betreffend
MeltalmalthelmaltikÄe; - (zu îmeta... u. T Mathematik):
math. Theorie, mit der die Mathematik selbst (als Îaxio
matische Theorie) untersucht wird
me!ta!mer (zu îmeta... u. î...mer): in hintereinander lie
gende, gleichartige Abschnitte gegliedert; die Metamerie
betreffend (Biol.). Me|ta|me|ren die (Plur.) (vgl. ...mer):
gleichartige Körperabschnitte in der Längsachse des
Tierkörpers. Me|ta|me|rie die; - (zu Î...merie): 1. Glie
derung des Tierkörpers in hintereinander liegende Ab
schnitte mit sich wiederholenden Organen. 2. Eigenschaft
spektral unterschiedlicher Farbreize, die gleiche Farb
empfindung auszulösen, meltalmelrisch: die Metame
rie betreffend
Meltalmeltalspralche die; -, -n (zu îmeta... u. ÎMeta
sprache): Kritik an der Terminologie, d.h. an der T Meta
sprache, die zur Î Objektsprache einer weiteren Metaspra
che gemacht worden ist
meltalmikt (zu îmeta... u. gr. meiktós, miktós „ge
mischt“): durch radioaktive Stoffe ein zerstörtes Kristall
gitter aufweisend (von Kristallen; Mineral.)
me ta morph u. me|ta|mpr|phisch (zu gr. metamor
phem „verwandeln, die Gestalt ändern“; vgl. Metamor
phose): die Gestalt, den Zustand wandelnd; vgl. ...isch/-.
Metamorphismus der; -, ...men (zu î...ismus (2)):
svw. Metamorphose. Me|ta|mor|phit[auch ... fit] der; -s,
-e (meist Plur.) (zu î2...it): durch ÎMetamorphose (4) ent
standenes Gestein (Geol.). Meltalmorlphoplsie* die; -,
...ien (zu Î Metamorphose u. Î ...opsie): Sehstörung, bei der
die Gegenstände verzerrt gesehen werden (Med.). Meltamorlpholse die; -, -n (über lat. metamorphosis aus gr.
metamorphosis „das Umgestalten, die Verwandlung (in ei
ne andere Gestalt)“, zu Îmeta... u. gr. morphë „Gestalt“):
1. Umgestaltung, Verwandlung. 2. Entwicklung vom Ei
zum geschlechtsreifen Tier durch Einschaltung gesondert
gestalteter, selbstständiger Larvenstadien (vor allem bei
Insekten; Zool.). 3. Umwandlung der Grundform pflanz
licher Organe in Anpassung an die Funktion (Bot.). 4. Um
wandlung, die ein Gestein durch Druck, Temperatur u.
Bewegung in der Erdkruste erleidet (Geol.). 5. (nur Plur.)
Variationen (Mus.). 6. Verwandlung von Menschen in Tie
re, Pflanzen, Steine o.Ä. (griech. Mythologie), meltamorlpholsielren (zu Î..deren): verwandeln, umwan
deln; die Gestalt ändern. me|ta|mor|pholtisch: umge
staltend
Me|tan|drie* die; - (zu îmeta..., gr. anër, Gen. andrós
„Mann“ u. t2...ie): das spätere Geschlechtsreifwerden der
männlichen Blüten bei einer eingeschlechtigen Pflanze
(Bot.); Ggs. ÎMetagynie
Me|ta|ne|phros* der; - (zu îmeta... u. gr. nephrós „Nie
re“): Nachniere od. Dauerniere (entsteht aus dem Î Meso
nephros u. bildet die dritte u. letzte Stufe im Entwicklungs
gang des Harnapparates; Med., Biol.)
me|ta|nolei|te (aus gleichbed. gr. metanoeite, Imperativ
Plur. von metanoem „umdenken, seinen Sinn ändern“):
ändert euren Sinn, kehrt um, tut Buße! (nach der Predigt
875
Johannes’ des Täufers u. Jesu, Matth. 3, 2; 4, 17). meltano e tisch (nach gr. metanoetikós „überdenkbar“): das
Denken übersteigend, nicht mehr denkbar (Philos.). Metalnoia [...noya] die; - (aus gr. metánoia „das Umdenken,
die Sinnesänderung" zu metanoeln, vgl. metanoeite): 1.
innere Umkehr, Buße (Rel.). 2. Änderung der eigenen Le
bensauffassung, Gewinnung einer neuen Weitsicht (Phi
los.). 3. in der orthodoxen Kirche Kniebeugung mit Ver
neigung bis zur Erde. Meltalnoillolgie [...noy...] die; - (zu
Î...logie): Lehre von der Buße
me|ta|öko|no|misch (zu Tmeta... u. tökonomisch): au
ßerwirtschaftlich
Me|ta|or|ga|nis|mus der; -, ...men (zu Tmeta... u. (Orga
nismus): Verkörperung von Seelenkräften (Parapsychol.)
Melta pe let die; -, ...plot (aus hebr. metapelet „Kinder
pflegerin“): Erzieherinu. Kindergärtnerin in einem (Kib
buz
Me talpha se die; -, -n (zu Tmeta... u. (Phase): Stadium
der Kernteilung mit Anordnung der Chromosomen zu ei
ner Kernplatte (Biol.)
Me|ta|pheri//e;-, -n (über gleichbed. lat. metaphora aus gr.
metaphorá zu metaphérein „anderswohin tragen, übertra
gen“): sprachlicher Ausdruck, bei dem ein Wort, eine
Wortgruppe aus dem eigentlichen Bedeutungszusammen
hang in einen anderen übertragen wird, ohne dass ein di
rekter Vergleich zwischen Bezeichnendem u. Bezeichne
tem vorliegt; bildhafte Übertragung (z. B. das Haupt der
Familie). Meltalpholrik die; - (zu Tmetaphorisch u.
î2...ik (2)>: das Vorkommen, der Gebrauch von Meta
phern [als Stilmittel], meltaiphplrisch (nach gleichbed.
gr. metaphorikös): a) die Metapher betreffend; b) bildlich,
übertragen [gebraucht]
Meltalphralse die; -, -n (über lat. metaphrasis aus gr. metáphrasis „die Übertragung (in einen anderen Ausdruck),
Umschreibung“ zu metaphräzein „übertragen, umschrei
ben“): 1. umschreibende Übertragung einer Versdichtung
in Prosa (Literaturw.). 2. erläuternde Wiederholung eines
Wortes durch ein (Synonym (Stilk.). Meltalphrast der;
-en, -en (aus gleichbed. gr. metaphrâstës, eigtl. „der in ei
nen anderen Ausdruck überträgt, umschreibt“): Verfasser
einer Metaphrase, meltalphrasltisch (nach gleichbed.
gr. metaphrastikós): 1. die Metaphrase betreffend. 2. um
schreibend
Meltalphyllalxe die; -, -n (zu Tmeta... u. gr. phÿlaxis „Be
wachung, Beschützung“, Analogiebildung zu T Prophyla
xe): Nachbehandlung eines Patienten nach überstandener
Krankheit als vorbeugende Maßnahme gegen mögliche
Rückfallerkrankungen der gleichen Art (Med.)
Meltalphylse die; -, -n (aus gleichbed. nlat. metaphysis,
dies zu gr. metaphÿein „nachher wachsen; sich umgestal
ten“): Wachstumszone der Röhrenknochen (Med.). Metalphylsik die; - (aus gleichbed. mlat. metaphysica, dies
zu gr. tà metà tà physiká „das, was hinter der Physik
(steht)“, von dem griech. Philosophen Andronikos von
Rhodos (f 80 V. Chr.) geprägter Titel für die philos. Schrif
ten des Aristoteles, die in einer Ausgabe des 1. Jh.s v. Chr.
hinter den naturwissenschaftlichen Schriften angeordnet
waren) : 1. a) philos. Disziplin od. Lehre, die das hinter der
sinnlich erfahrbaren, natürlichen Welt Liegende, die letz
ten Gründe u. Zusammenhänge des Seins behandelt; b)
die Metaphysik (1 a) darstellendes Werk (Philos.). 2. (im
Marxismus) der T Dialektik entgegengesetzte Denkweise,
die die Erscheinungen als isoliert u. als unveränderlich be
trachtet (Philos.). Meltalphylsilker der; -s, -; Vertreter
der Metaphysik, meltalphylsisch: 1. zur Metaphysik
(la) gehörend; überempirisch, jede mögliche Erfahrung
überschreitend (Philos.). 2. die Metaphysik (2) betreffend;
undialektisch
Meltalplalsie* die; -, ...ten (aus gr. metáplasis „die Umbil
Metatheorie
dung“ zu metaplássein „umformen“): Umwandlung eines
Gewebes in ein anderes, das dem gleichen Mutterboden
entstammt (z.B. als Folge von Gewebsreizungen; Med.,
Biol.). Me|ta|plas|mus der; -, ...men (aus gleichbed. gr.
metaplasmos): Umbildung von Wortformen aus Gründen
des Wohlklangs, der Metrik u.a. (z. B. durch ( Apokope).
meltalplasltisch: den Metaplasmus betreffend
Meltalpsylchik die; - (zu tmeta... u. gr. psychikös (vgl.
psychisch); vgl. 2...ik (1)): svw. Parapsychologie, meltapsy chisch: die Metapsychik betreffend. Meltalpsycho lo gie die;
1. (von S. Freud gewählte Bez. für die
von ihm begründete) psychologische Lehre in ihrer aus
schließlich theoretischen Dimension. 2. svw. Parapsycho
logie
Meltalsäulre die: -, -n (zu (meta...): wasserärmste Form
einer Säure
Meltalselquolia [...ja] u. Meltalselquolie [...ja] die; -,
...oien [...jan] (zu tmeta... u. (Sequoia): chin. Mammut
baum
Meltalsom das; -s, -e (zu Tmeta... u. gr. söma, Gen. sömatos „Körper“): fester Bestandteil eines Gesteins (bei sei
ner Zerlegung durch hohe Temperatur; Geol.). meltalsoma tisch: durch Metasomatose entstehend (Geol.). Metalsolmaltolse die;Umwandlung eines Gesteins durch
Austausch von Bestandteilen (bei Zufuhr von Lösungen
und Dämpfen; Geol.)
Me|ta|spra|che die; -, -n (zu Îmeta...): wissenschaftliche,
terminologische Beschreibung der natürlichen Sprache;
Sprache od. Symbolsystem, das dazu dient, Sprache od.
ein Symbolsystem zu beschreiben od. zu analysieren
(Sprachw., Math., Kybern.); vgl. Metametasprache, Ob
jektsprache. meltalsprachllich: die Metasprache be
treffend
meltalstalbil (zu Îmeta... u. (stabil): durch Verzögerungs
erscheinung noch in einem Zustand befindlich, der den äu
ßeren Bedingungen nicht mehr entspricht (Phys.)
Meltasltalse* die; -, -n (aus gr. metástasis „Umstellung;
Veränderung; Wanderung“): 1. Tochtergeschwulst; durch
Verschleppung von Geschwulstkeimen an vom Ur
sprungsort entfernt gelegene Körperstellen entstandener
Tumor (z.B. bei Krebs; Med.). 2. Redefigur, mit der der
Redner die Verantwortung für eine Sache auf eine andere
Person überträgt (antike Rhet.). meltasltalsielren (zu
(..deren): Tochtergeschwülste bilden (Med.). Meltasltasielrung die; -, -en (zu (...ierung): Bildung von Metasta
sen (Med.), meltasltaltisch (nach gr. metástatos „weg
gestellt, entfernt“): über die Blutbahn od. die Lymphgefä
ße an eine andere Körperstelle verschleppt (von Tumoren
o.Ä.; Med.)
Meltalstrolphe* die; -, -n (aus gr. metastrophÉ „das Um
kehren“): (veraltet) Ablenkung der Gedanken von einer
Sache
Me|ta|tar|sal|gie* die; -, ...ien (zu (Metatarsus u. (...al
gie): im Bereich der Mittelfußknochen auftretender
Schmerz bei Spreizfuß (Med.). Meltaltarlsus der; -, ...si
(zu (meta... u. (Tarsus): Mittelfuß, Teil des Fußes zwi
schen den Zehen u. der Fußwurzel (besteht aus den fünf
Mittelfußknochen; Med.)
Meltalte der; -, -n (aus gleichbed. span, metate, dies aus
gleichbed. aztek. (Nahuatl) metlatl): von den Indianern
verwendeter rechteckiger, ovaler od. runder Mahlstein für
Mais, Samen u. Fruchtkörner
Meltaltekt das; -[e]s, -e (zu tmeta... u. gr. téktós „ge
schmolzen, flüssig“, dies zu tëkein „schmelzen“): flüssiger
Bestandteil eines Gesteins (bei seiner Zerlegung durch ho
he Temperatur; Geol.). Meltaltelxis die; - (zu gr. texis
„das Schmelzen“): Vorgang der Zerlegung eines Gesteins
in feste u. flüssige Teile (bei hohen Temperaturen; Geol.)
Meltalthelolrie die; -, -n [,,,i:ən] (zu t meta... u. (Theorie):
Metathese
876
das; -s, -e (zu T...gramm): Messergebnis eines Meteoro
wissenschaftliche Theorie, die ihrerseits eine Theorie zum
grafen. Meltelolrolid der; -s, -e (zu T ...oid): ein kleiner
Gegenstand hat; vgl. Metasprache
natürlicher Himmelskörper (bis zu einer Größe von etwa
Me|ta|the|seu. Me|ta|the|sis¿Zz'e; -, ...esen (über lat. me
1 km), der sich auf einer Bahn um die Sonne bewegt. Metathesis aus gleichbed. gr. metáthesis, eigtl. „das Umset
telolrollolge der,: -n, -n (nach gr. meteorólogos, eigtl.
zen, -stellen“): Lautumstellung in einem Wort, auch bei
„wer von Himmelskörpern und Erscheinungen in Luft
Entlehnung in eine andere Sprache (z.B. Wepse- Wespe,
oder Himmel redet, sie beobachtet“): Wissenschaftler auf
Born - Bronn; Sprachw.)
dem Gebiet der Meteorologie. Me|te|o|ro|lolgie die; Meltaltolnie dz'e; -, ...ien (zu Tmeta..., gr. tonos „Ton“ u.
(aus gr. meteorología „die Lehre von den Himmelser
T2...ie>: Wechsel der TIntonation (z.B. in slaw. Sprachen)
scheinungen“): Teilgebiet der Geophysik, das die Vorgän
Meltaltor der; -s, ...oren (aus lat. metator „Ab-, Vermes
ge u. Gesetzmäßigkeiten in der Erdatmosphäre u. das sich
ser“ zu metari „abgrenzen“): altröm. Feldvermesser
in ihr abspielende Wettergeschehen untersucht, meltelomeltaltraulmaltisch (zu tmeta... u. Îtraumatisch): nach
ro lo gisch (nach gleichbed. gr. meteôrologikôs): die
Verletzung entstehend (Med.)
Meteorologie betreffend. Meltelolrolmant der; -en, -en
Me|ta|tro|pis|mus*rZer; - (zu tmeta... u. tTropismus): an
(zu Î Meteor u. gr. mántis „Seher, Wahrsager“): (veraltet)
deres geschlechtliches Empfinden od. Gefühlsleben, d.h.
jmd., der das Wetter aus Lufterscheinungen voraussagt,
Verschiebung od. Vertauschung der Rollen von Mann u.
Wetterprophet. Meitelo ro manltie die; - (zu gr. manFrau, wobei die Frau den aktiveren, der Mann den passi
teia „das Wahrsagen“): (veraltet) das Vorhersagen des
veren Teil übernimmt (Psychol.)
Wetters aufgrund von Lufterscheinungen. MeltelolroMeltalxa® der; -[s], -s (Kunstw.): milder, aromatischer
path der; -en, -cn (zu Î ...path): jmd., dessen körperliches
Branntwein aus Griechenland
Befinden in abnormer Weise von Witterungseinflüssen
Meltalyage* [metɛ'ja:ʒ] die; -, -n [,,,ʒən] (aus gleichbed. fr.
bestimmt wird. Me|te|o|ro|paltho|loägie die; -: Zweig
métayage zu métayer „(Teil)pächter“, dies über it. metà
der î Pathologie, der sich mit den Einflüssen des Wetters
„Hälfte“ aus lat. medietas zu medius „mitten“): Teilpacht
auf die Funktionen des kranken Organismus befasst
in Frankreich, ein Pachtverhältnis, bei dem die Hälfte des
(Med.). Me|te|o|ro|phy|sio|lolgie die; Wissenschaft,
Ertrages dem Pächter, die andere dem Gutsherrn zufällt
die die Einflüsse des Wettergeschehens auf die Funktio
(bes. im 18. Jh.)
nen des pflanzlichen, tierischen u. menschlichen Organis
meltalzenltrisch* (zu tmeta... u. tzentrisch): das Meta
zentrum betreffend, sich auf das Metazentrum beziehend;
mus erforscht. Meltelolrolskop* das; -s, -e (zu Î ...skop):
schwankend. Meltalzenltrum das: -s, ...ren: der für die
theodolitähnliches (vgl. Theodolit) Messgerät, das zur
Verfolgung von rasch am Himmel erscheinenden Vorgän
Stabilität wichtige Schnittpunkt der Auftriebsrichtung mit
der vertikalen Symmetrieachse eines geneigten Schiffes
gen (z.B. bei der Wolkenbeobachtung) dient, meltelo(Schiffbau)
roltrop* (zu t,,,trop): wetter-, klimabedingt. Meltelomeltalzolisch (zu tMetazoon): echte Gewebe bildend
ro trolpislmus* der; -: durch Wetterfühligkeit bedingter
(von vielzelligen Tieren gesagt). Meltalzolon das; -s,
Krankheitszustand
...zoen (meist Plur.) (zu tmeta... u. gr. zöon „Lebewesen, Melter der (Schweiz, nur so), auch das; -s, - (aus gleichbed.
Tier“): vielzelliges Tier, das echte Gewebe bildet; Ggs.
fr. mètre, dies über lat. metrum aus gr. métron
t Protozoon
„(Vers)maß, Silbenmaß, Teil des Verses“): internationale
Meltemlpsylcholse* die; -, -n (über lat. metempsychosis
Maßeinheit der Länge; Zeichen m. ’...melter das; -s, aus gleichbed. gr. metempsychosis): Seelenwanderung.
(aus gr. métron „Maß“) : Wortbildungselement mit der Be
Meltemlpsylcholsjt der; -en, -en (zu t3...it): Anhänger
deutung „Messgerät“, z.B. Barometer. 2...melter der; -s,
der Lehre von der Seelenwanderung
- (aus gleichbed. gr. -métrés): Wortbildungselement mit
Me temp|tolse*ö7i?, - (aus gleichbed. mgr. metémptosis zu
der Bedeutung „Person, die Messungen ausführt“, z.B.
tmeta... u. gr. empiptein „hineinfallen“): im gregoriani
Geometer. 3...melter (aus gr. -metros zu métron „Maß,
schen Kalender das Ausfallen des Schalttages in jedem
Versmaß“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „ein
Jahr, dessen Zahl durch 100 teilbar ist, während die durch
Maß Enthaltendes, Messendes“, z. B. Hexameter, Para
400 teilbaren Schaltjahre bleiben
meter. Me|ter|ki|lo|pond das; -s, - (zu Î Meter): svw. Ki
Meltelor [auch me:...] der, selten das; -s, ...ore (ausgr. melopondmeter. Me|ter|kon|ven|ti|on [...v...] Æe; -: inter
téôron „Himmels-, Lufterscheinung“ zu metéoros „in die
nationale Übereinkunft über genaueste Anfertigung u.
Höhe gehoben, in der Luft schwebend“): Lichterschei
Überprüfung der Urmaße (1875 in Paris). Melterlsenung (Feuerkugel), die durch in die Erdatmosphäre ein
kunde die; -, -n: Geschwindigkeit in Metern je Sekunde;
dringende kosmische 2Partikel hervorgerufen wird. MeZeichen m/s, älter auch m/sec
telo Irik die; - (zu t2...ik (1)): (veraltet) svw. Meteorologie. Melthaldon® das; -s (Kunstw. aus engl. dimethylamino- u.
me|te|o|risch: die Lufterscheinungen u. Luftverhältnis
diphenyl u. heptanone): synthetisches 1 Derivat (3) des
se betreffend (Meteor.); meteorisches Wasser: aus der
Morphins, das als schmerzstillendes Mittel, vor allem aber
Erdatmosphäre auf die Erdoberfläche gelangendes Was
als Ersatzdroge zur Behandlung von Heroinabhängigen
ser; meteorische Blüte: Blüte, deren Öffnung von den
verwendet wird
Wetterverhältnissen (Licht od. Wärme) abhängt. Melte- Metlhälmolglolbin* das; -s (zu tmeta... u. Î Hämoglobin):
o ris mus der; -, ...men (zu t...ismus (3)): Darmblähun
Oxidationsform des roten Blutfarbstoffs, bei der sich der
gen, Blähsucht (Med.). Me|te|o|rit [auch ...rit] der; Gen.
Sauerstoff, statt dass er an die Körperzellen abgegeben
-s u. -en, Plur. -e[n] (zu T2...it): in die Erdatmosphäre ein
wird, fest mit dem Eisen des Blutfarbstoffs verbindet
dringender kosmischer Kleinkörper, der unter [teilweiser]
(Med., Biol.). Met|hä|molglo|bi|nä|mie die; -: MethäVerdampfung die Leuchterscheinung eines Meteors her
moglobinvergiftung infolge Sauerstoffmangels (innere Er
vorruft. me|te|o|ri|tisch [auch ...'n...]: 1. von einem Me
stickung; Med.)
teor stammend. 2. von einem Meteoriten stammend. Me- Melthan das; -s (zu t Methyl u. Î ...an): farbloses, geruchlo
te or kra ter der; -s, -: großes, rundes Loch an der Erd
ses u. brennbares Gas, einfachster gesättigter Kohlenwas
oberfläche, das durch Einschlag eines großen Meteoriten
serstoff (bes. als Heizgas verwendet). Me|than|bak|teentstanden ist. Me|te|o|ro|graf, auch ...graph der; -en,
rie [,,,iə]ifze/ -, ...ien [...ion] (meist Plur.): Bakterie, die nur
-en (zu Î...graf): Gerät zur gleichzeitigen Messung mehre
ohne Sauerstoff leben kann u. Faulgas erzeugt. Meltharer Witterungselemente (Meteor.). Me|te|o|rolgramm
nilsielrung r/ze; - (zu Î ...isierung): Verfahren zur Herstel-
877
lung von Methan aus Kohlenmonoxid u. Wasserstoff. Medas; -s (Kurzw. aus Methan u. tAlkoho/): svw.
Methylalkohol. Me|tha|nol|ver|gif|tung iZZe; -, -en: Er
krankung nach Aufnahme von Methanol, mit Übelkeit,
Herz- u. Kreislaufversagen, Atemnot u. Erblindung ein
hergehend
Melthelxis* ehe; - (ausgr. méthexis „(An)teilnahme“): Ver
hältnis der Einzeldinge der Sinnenwelt (Abbild) zu ihren
Ideen (Urbild) (Zentralbegriff bei Plato; Philos.)
Me|thi|o|nin das; -s (Kunstw.): schwefelhaltige Aminosäu
re von vielfacher Heilwirkung
Melthod-Aclting ['mɛθədɛktɪŋ] das; -s (zu engl. method
„Methode“ (vgl. Methodismus) u. acting „Schauspiele
rei“): Art der Schauspielerei, die darin besteht, dass der
Schauspieler sich auf sich selbst konzentriert, auf eigene
Erfahrungen zurückgreift, sich selbst (u. nicht andere) be
obachtet. Melthglde [me'to:də] die: -, -n (über gleichbed.
lat. methodus aus gr. méthodos „Weg od. Gang einer Un
tersuchung“, eigtl. „Weg zu etwas hin“, zu gr. metá „hin
terher, nach“ u. hodós „Weg“): 1. auf einem Regelsystem
aufbauendes Verfahren, das zur Erlangung von [wissen
schaftlichen] Erkenntnissen od. praktischen Ergebnissen
dient. 2. Art u. Weise eines Vorgehens. Mélthode champeinoise [me'tɔd ʃapə'noa:z] die; - - (aus gleichbed. fr.
méthode champenoise zu méthode „Methode“ (dies aus
gleichbed. /at. methodus, vgl. Methode) u. champenoise
„aus der Champagne“): Bez. für die klassische Methode
der Schaumweinzubereitung durch Flaschengärung. Metholdenlbank die; -, -en (zu TMethode): nutzungser
leichternde ÎSoftware für Datenverarbeitungssysteme.
Meltholdik die; -, -en (ausgr. methodikë (téchnê) „Kunst
des planmäßigen Vorgehens“ zu methodikós, vgl. metho
disch): 1. Wissenschaft von den Verfahrensweisen der
Wissenschaften. 2. (ohne Plur.) Unterrichtsmethode; Wis
senschaft vom planmäßigen Vorgehen beim Unterrichten.
з. in der Art des Vorgehens festgelegte Arbeitsweise. Metholdilker der; -s, -: 1. planmäßig Verfahrender. 2. Be
gründer einer Forschungsrichtung, meltholdisch (über
lat. methodicus aus gleichbed. gr. methodikós): 1. die Me
thode (1) betreffend. 2. planmäßig, überlegt, durchdacht,
schrittweise, meltholdilsielren (zu T ...isieren): eine Me
thode in etwas hineinbringen. Me|tho|dis|mus der; (aus gleichbed. engl. methodism, eigtl. „methodisches Ver
fahren“, zu method „Methode“, dies über (alt)fr. méthode
aus/aZ. methodus, vgl. Methode; vgl. ...ismus(1)): ausdem
Anglikanismus im 18. Jh. hervorgegangene ev. Erwe
ckungsbewegung mit religiösen Übungen u. bedeutender
Sozialarbeit. Meltholdist der; -en, -en (aus gleichbed.
engl. methodist): Mitglied einer Methodistenkirche
(urspr. Spottname); vgl. Wesleyaner, meltholdisltisch
(zu T ...istisch): a) den Methodismus betreffend; b) in der
Art des Methodismus denkend. Meltholdollolgie die; -,
...ien (zugr. méthodos (vgl. Methode) u. ( ...logie): Metho
denlehre, Theorie der wissenschaftlichen Methoden; vgl.
Methodik (1). me tho dolo gisch (zu !...logisch): zur
Methodenlehre gehörend
Meltholmalnie die; - (zugr. méthë „Trunkenheit. Rausch“
и. (...manie): (Delirium tremens, Säuferwahnsinn (Med.)
Melthulsallem der; -[s], -s (nach der bibl. Gestalt in 1. Mo
se 5, 25 ff., die 969 Jahre alt geworden sein soll) : sehr alter
Mann
Me thyl das: -s (zu gr. méthy „Wein" u. (,..yl): einwertiger
Methanrest in zahlreichen organisch-chemischen Verbin
dungen. Me|thyl|al|ko|hol der; -s: Methanol, Holzgeist,
einfachster Alkohol; farblose, brennend schmeckende,
sehr giftige Flüssigkeit. Melthyllalmin* das; -s, -e: ein
fachste organische 1 ’Base, ein brennbares Gas. Melthyläthyllkelton das; -s, -e (zu TÄthyl u. (Keton): farblose,
acetonähnlich riechende Flüssigkeit, die als Lösungsmittel
thalrɪol
Metratonie
für Klebstoffe verwendet wird. Melthyllen das; -s (zu
(...en): eine frei nicht vorkommende, zweiwertige Atom
gruppe (CH,). Me|thy|len|blau das; -s: ein synthetischer
Farbstoff. Melthyllenlchlolrid [...klo...] das; -s, -e: farb
lose, chloroformartig riechende Flüssigkeit, die als Lö
sungsmittel verwendet wird (Chem.). Melthyllenlglykol das: -s, -e: eine farblose Flüssigkeit, die als Lösungs
mittel für Zelluloselacke verwendet wird. melthy|lie|ren
(zu t..deren): Methyl in eine organische Verbindung ein
führen (Chem.). Melthylloranlge das: -s, Plur. -, ugs. -s
(zu (2Orange): 1. Indikatorfarbstoff für Säuren u. Basen.
2. (veraltet) Wollfarbstoff. Melthyllzelllullolse die: -: in
kaltem Wasser lösliches 1 Derivat der Zellulose, das als
Bindemittel für wässrige Klebstoffe, als Klebstoff für Tex
tilien u. zum Appretieren verwendet wird
Me|ti|er [me'tie:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. métier, dies
über altfr. mestier, menestier aus lat. ministerium „Dienst,
Amt“): bestimmte berufliche o.ä. Tätigkeit als jmds. Auf
gabe, die er durch die Beherrschung der dabei erforderli
chen Fertigkeiten erfüllt
Méltis [me'tis] der; -, - (aus fr. métis „Mischling, Bastard“,
dies aus spätlat. mixticius, vgl. Mestize): svw. Mestize
Meltist der; -en, -en (zu it. a metà (vgl. Metageschäft) u.
(...ist): Teilnehmer an einem (Metageschäft
Meltölke* der: -n, -n (über lat. metoecus aus gleichbed. gr.
métoikos, eigtl. „Mitbewohner“): ortsansässiger Fremder
ohne politische Rechte (in den Städten des alten Griechen
lands)
Meltol® das; -s (Kunstw.): fotografischer Entwickler
meltolnisch (nach dem altgriech. Mathematiker Meton
(von Athen), 5. Jh. v. Chr.); in der Fügung metonischer Zy
klus: alter Kalenderzyklus (Zeitraum von 19 Jahren), der
bis heute die Grundlage für die Berechnung des christli
chen Osterfestes ist
Me|tolno|ma|sie* die; -, ...ien (ausgr. metonomasia „Um
benennung“): Veränderung eines Eigennamens durch
Übersetzung in eine fremde Sprache (z.B. Schwarzlerd,
griech. = Melanlchthon). Meltolnylmie iZ/e; -, ...ien
(über spätlat. metonymia aus gleichbed. gr. metönymia,
eigtl. „Namensvertauschung“): übertragener Gebrauch
eines Wortes od. einer Fügung für einen verwandten Be
griff (z. B. Stahl für „Dolch“, Jung u. Alt für „alle“), metolnylmisch (über spätlat. metonymicus aus gleichbed.
gr. metönymikos): die Metonymie betreffend; nach Art
der Metonymie
Me-too-Proldukt [mitu:...] das; -[e]s, -e (zu engl. me too
„ich auch“): nur unwesentlich sich von vorhandenen Pro
dukten unterscheidende Î Imitation eines Produktes zum
Sparen von Kosten u. Risiko (Wirtsch.)
Meltolpe* die,-,-n (über/at. metopa aus gr. metope, eigtl.
„Zwischenöffnung“): abgeteilte, fast quadratische, be
malte od. mit Reliefs verzierte Platte aus gebranntem Ton
od. Stein als Teil des Gebälks beim dorischen Tempel
Me tolpo palge* der; -n, -n (zu gr. métôpon „Stirn“ u. pëgnÿnai „befestigen“): Zwillingsmissbildung, bei der die
Köpfe an den Stirnen zusammengewachsen sind (Med.)
Meltra*: Plur. von (Metrum. Meltralge [-,-ʒə] die; -, -n
(aus fr. métrage „Ab-, Aus-, Vermessung (mit dem Meter
maß)“ zu métrer „vermessen“, dies zu metre, vgl. Meter):
in Meterzahl bzw. in entsprechender Zeit ausgedrückte
Filmlänge
Meltrallgie* die: -, ...ien (zu gr. métra „Gebärmutter“ u.
(...algie): (veraltet) Gebärmutterschmerz, metralgisch: (veraltet) den Gebärmutterschmerz betreffend,
darauf beruhend
Mé|tras|ka|the|ter* [me tra.. ] der; -s, - (nach dem franz.
Chirurgen H. Métras, 1918-1958): Spezialkatheter zur
Untersuchung der Bronchien (Med.)
Me|tra|to|nie* die; -, ...ien (zu gr. metra „Gebärmutter“ u.
M
878
Metren
Î Atonie):
(Med.)
Erschlaffung
der Gebärmuttermuskulatur
Meltren*: Plur. von Î Metrum
Me |treu|ryn|ter*í/er; -s, - (zugr.
metra „Gebärmutter“ u.
eurÿnein „erweitern, breit machen“): kegelförmiger Gum
miballon zur Erweiterung des Gebärmutterhalskanals
(Med.)
...meltrie* (aus gleichbed. gr. -metria zu metrein „mes
sen“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
,,[Ver]messung“, z.B. Geometrie, Kalorimetrie. Meltrik
¿te; -, -en (über lat. (ars) metrica aus gleichbed. gr. metrikë
(téchné) zu metrikós, vgl. metrisch): 1. a) Verslehre; Lehre
von den Gesetzmäßigkeiten des Versbaus u. den Versma
ßen; b) Verskunst. 2. Lehre vom Takt u. von der Taktbe
tonung (Mus.). Meltrilkerrfer; -s, -: Kenner u. Forscher
auf dem Gebiet der Metrik. meltrisch<über/az. metricus
aus gr. metrikós „das (Silben)maß betreffend“; vgl. Me
trum): 1. die Metrik betreffend. 2. auf dent Meter als Maß
einheitbezogen; metrischesSystem:urspr. aufdemMeter,
dann auf Meter u. Kilogramm beruhendes Maß- u. Ge
wichtssystem. ...meltrisch (aus gr. metrikós „das Maß
betreffend“ zu metrein „messen“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „auf [Verjmessung beruhend, durch
[Vermessung bestimmt“, z.B, geometrisch, kalorime
trisch
Meltriltis* die; -, ...itiden (zu gr. metra „Gebärmutter“ u.
t...itis): Entzündung der Muskulatur der Gebärmutter
(Med.)
Meltro* die; -, -s (aus gleichbed. fr. métro, Kurzform von
(chemin de fer) métropolitain „Stadtbahn“ zu métropole
„Hauptstadt“, vgl. Metropole): Untergrundbahn (bes. in
Paris u. Moskau)
Meltro lolgie* d7<?, - (aus gleichbed. gr. metrología, zu métron „Maß“) : Lehre u. Wissenschaft vom Messen, von den
Maßsystemen u. deren Einheiten, meltrollolgisch (zu
Î ...logisch): die Metrologie betreffend
Me|tro|ma|nie* die; - (zu gr. métra „Gebärmutter“ u.
t...manie): svw. Nymphomanie
meltrolmorph* (zu gr. métron „Maß“ u. Î...morph): von
ausgeglichener [Körper]konstitution. Meltrolnom das;
-s, -e (zugr. nomos „Gesetz, Regel“; vgl. '...nom): Gerät
mit einer Skala, das im eingestellten Tempo zur Kontrolle
mechanisch den Takt schlägt; Taktmesser (Mus.)
Meltrolnylmilkon* u. Matronymikon das; -s, ...ka (über
spätlat. matronymikon aus gleichbed. gr. mêtrônymikôn,
Neutrum von metronymikós „nach der Mutter benannt“):
vom Namen der Mutter abgeleiteter Name (z. B. Niobide:
Sohn der Niobe); Ggs. tPatronymikon, meltrolnymisch (aus gleichbed. gr. mêtrônymikôs): nach der Mut
ter benannt. Meltrolpalthie ¿Zie; -, ...ien (zu gr. métra
„Gebärmutter“ u. t...pathie): eine Erkrankung od. krank
hafte Störung der Gebärmutter (Med.). Meltrolpollerf/e,-, -n (über lat. metropolis aus gleichbed. gr. metrópolis,
eigtl. „Mutterstadt“): a) Hauptstadt mit weltstädtischem
Charakter; Weltstadt; b) Stadt, die als Zentrum für etwas
gilt. Meltrolpollisdie: -, ...polen: (veraltet) svw. Metro
pole. Meltrolpollitrfer;-en,-en (aus kirchenlat. metropo
lita „Bischof in der Hauptstadt“; vgl. Metropole): kath.
Erzbischof; in der orthodoxen Kirche Bischof als Leiter
einer Kirchenprovinz. meltro|po|li|tan (aus gleichbed.
kirchenlat. metropolitanus): dem Metropoliten zustehend.
Meltrolpolliltan® [metropolitan] der; -s, -s (zu aus engl.
metropolitan „den Großraum einer Stadt betreffend“, zu
metropolis „Großstadt“ ; vgl. Metropole) : im Verkehr zwi
schen Großstädten eingesetzter komfortabler Reisezug
mit umfassenden Serviceleistungen. Meltrolpolliltankir che die: -, -n: Hauptkirche eines Metropoliten. Metropitolserf/e; -, -n (zu gr. métra „Gebärmutter“ u. ptösis
„das Fallen“): Gebärmuttervorfall (Med.). Meltrorlrha-
gie die; -, ...ien (zu gr. rhëgnÿnai „reißen, brechen“ u.
î2...ie): nicht menstruelle Blutung aus der Gebärmutter
(Med.). Meltroltolmie die; -, ...ien (zu t...tomie): das
Aufschneiden der Gebärmutter, Kaiserschnitt (Med.)
Meltrum* das; -s, Plur. ...trenu. (älter) ...tra (über lat. me
trum „Versmaß, Vers“ aus gr. métron „Maß; Gleichmaß;
Vers-, Silbenmaß; Teil des Verses“): 1. Versmaß, metri
sches Schema. 2. a) musikalisches Zeitmaß, ÎTempo (2 c);
b) Taktart (z. B. 3/4, 4/4)
Metltalge [,,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. mettage zu
mettre, vgl. Metteur): Umbruch (Anordnung des Druck
satzes zu Seiten) [in einer Zeitungsdruckerei]
Metlte die; -, -n (über mhd. met(t)en aus kirchenlat. mattina, dies verkürzt aus lat. matutina (hora), vgl. Matutin):
Nacht- od. Frühgottesdienst; nächtliches Gebet (Teil des
T Breviers)
Metlteur [mɛ'to:n] der; -s, -e (aus fr. metteur (en pages)
„(Seiten)zurichter“ zu mettre „setzen, stellen, zurichten“,
dies aus lat. mittere „schicken“): Schriftsetzer, der den
Satz zu Seiten umbricht u. druckfertig macht (Druckw.)
Meu|ble|ment* [moblə rnä:] das; -s, -s (nach gleichbed. fr.
ameublement zu meubler „möblieren“, vgl. möblieren u.
Mobiliar): (veraltet) Zimmer-, Wohnungseinrichtung
Meurltrilèlre* [mær'triɛ:rə] die; -, -n (aus fr. meurtrière,
eigtl. „Mörderin“, zu meurtre „Mord“, dies aus dem
Germ.): (veraltet) Schießscharte
Me|zair[me'ze:B] die; -, -s (aus gleichbed. älter fr. mezair zu
it. mezzo (vgl. mezzo...) u. aria „Luft“): erster Teil der
T Kurbette. Mezlzalmaljollilkarfie; -, Plur. ...ken u. -s (zu
it. mezza „mittlere“ u. tMajolika): eine Art ÎFayence, bei
der Bemalung u. Glasur in verschiedenen Arbeitsgängen
angebracht werden; Halbmajolika. MezlzalninJas-. -s, -e
(überʃr. mezzanine aus gleichbed. it. mezzanino zu mezzo
„mitten, mittlerer“): niedriges Zwischengeschoss, meist
zwischen Erdgeschoss u. erstem Obergeschoss od. unmit
telbar unter dem Dach (bes. in der Baukunst der Renais
sance u. des Barocks). Mezizainin woh nungife, -, -en:
(österr.) Wohnung im Mezzanin, mezlza voice [- 'vo:tʃə]
(it.): mit halber Stimme; Abk.: m.v. (Vortragsanweisung;
Mus.), mezlzo.... Mez zo... (aus gleichbed. it. mezzo,
dies aus lat. medius „mittlerer“): Wortbildungselement
(oft aus dem Gebiet der Musik) mit der Bedeutung „mitt
lere, halb“, z.B. mezzoforte, Mezzosopran, mezlzolforte: halblaut, mittelstark, mit halber Tonstärke (Vortrags
anweisung; Mus.). Mezlzolfprlte das; -s, Plur. -s u. ...ti:
halblautes Spiel (Mus.). Mezlzolgiorlno [,,,ʤɔrno] der;
- (aus gleichbed. it. mezzogiorno, eigtl. „Mittag“): der Teil
Italiens südlich von Rom, einschließlich Siziliens, mezzopialno (zu tmezzo...): halbleise, nicht zu leise; Abk.:
mp (Vortragsanweisung; Mus.). Mez|zo|pi|a|no das; -s,
Plur. -s u. ...ni: gedämpfte, aber nicht zu leise Tonstärke
(Mus.). Mezizolsolpran* der; -s, -e: a) Stimmlage zwi
schen Sopran u. Alt; b) svw. Mezzosopranistin. Mezlzoso pralnisltin* die; -, -nen: Sängerin mit Mezzosopran
stimme. Mez|zo|tin|toAzs;-[s],Plur.-su. ...ti (aus gleich
bed. it. mezzotinto, eigtl. „halb gefärbt“): a) (ohne Plur.)
Schabkunst, Technik des Kupferstichs (bes. im 17. Jh.) ; b)
Produkt dieser Technik
mj (z7.>: Silbe, auf die man den Ton e singen kann; vgl. Sol
misation
Mia.: Kurzform von Milliarde[n]
Miargylrit [auch .. ,'rit] der; -s, -e (zu gr. meiön „kleiner“,
ärgyros „Silber“ u. î2...it>: ein graues bis schwarzes Mine
ral, Silbererz
Milalrollerfie,- -, -n (meist Plur.) (aus it. (mundartlich) miarolo „Granit mit kleinen Höhlen“): kleiner, unregelmäßi
ger, drusenartiger Hohlraum in magmatischen Gesteinen,
milalrolliltisch [auch ...li...] (vgl. 2,..it): drüsigen (d.h.
mit kleinen Hohlräumen durchsetzten) Granit betreffend
879
das; -s, ...men (ausgr. miasma „Besudelung, Ver
unreinigung“): (nach überholter Anschauung) Krankhei
ten auslösender Stoff in der Luft od. in der Erde ; [aus dem
Boden ausdünstender] Gift-, Pesthauch, milaslmaltisch
(zugr. miasma. Gen. miásmatos, vgl. Miasma): giftig, an
steckend (Med.)
Michlrab vgl. Mihrab
Mi|co|qui|en [miko'kiɛ:] das; -[s] (aus gleichbed./r. micoquien, nach der Fundstätte La Micoque in der Dordogne
(Frankreich)): Kulturgruppe der mittleren Altsteinzeit
milcro...*, Milcro... [auch maɪkrəʊ...] mikro..., Mikro...
Milcrolburst ['ɪnaɪkrəubə:st] der; -[s], -s (aus gleichbed.
engl.-amerik. microburst zu engl. micro- (vgl. mikro...) u.
burst „Bruch, Ausbruch“): den Start- od. Landevorgang
von Flugzeugen gefährdende Fallbö (Luftf.). Milcrolfaser® ['mi:kro...] die; -, -n: aus Polyester u. Polyamid be
stehende, extrem leichte Faser. Milcrolfiche [...fi:J] vgl.
Mikrofiche. Mi|cro|fi|nish [,,,fɪnɪʃ] das; -s, -s (zu engl. fi
nish „Ende, Schluss“): Arbeitsgang beim ÎHonen
Mi|das|oh|ren die (Plur.) (nach dem griech. Sagenkönig
Midas, dem Eselsohren wuchsen, weil er es gewagt hatte,
sich bei einem Sängerwettstreit als einziger Richter gegen
den Gott Apollo zugunsten von Pan zu entscheiden):
Eselsohren
Midlgard der; - (aus gleichbed. altnord. miðgarðr, eigtl.
„(die Menschen) umgebender Wall“, zu mid „mittlere“ u.
garðr „Wall, Zaun“): von den Menschen bewohnte Welt;
die Erde (nord. Mythologie). Midlgardlschlanlge die; -:
im Weltmeer lebendes Ungeheuer, das Midgard um
schlingt (Sinnbild für das die Erde umgebende Meer)
mildi (wahrscheinlich Fantasiebildung, gebildet nach engl.
middle „Mitte“, Analogiebildung zu fmini): halblang, bis
zur Mitte der Waden reichend (auf Kleider, Röcke od.
Mäntel bezogen). 1Mi|di das; -s, -s (zu îmidi): a) halblange
Kleidung; b) Länge (von Mänteln, Kleidern, Röcken), die
bis zur Mitte der Waden reicht. 2MiIdi der; -s, -s (zu îmi
di): Rock, der bis zur Mitte der Waden reicht
3Mi|di der; - (aus gleichbed./r. midi zu mi „halb, mittlerer“
(heute nur noch in Zusammensetzungen) u. altfr. di
„Tag“, dies aus gleichbed. lat. dies): (veraltet) Süden;
Mittag
Mildi... (zu tmidi): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „mittellang, mittelgroß“, z. B. Midimode. Mildilmo
de die; - (zu Î ‘Mode): Mode, mit der nach der Minimode
der Trend zu längerer Kleidung zögernd einsetzte
Mi|di|nette [...’net] die; -, -n [,..tn] (aus gleichbed./r. midi
nette, wohl eigtl. „Mädchen, das erst am Mittag (fr. midi)
frühstückt“ (weil es sehr lange aus gewesen ist)) : 1. Pariser
Modistin. Näherin. 2. leichtlebiges Mädchen
Midllife-Crilsis, auch Midllifelcrilsis ['mɪdlaɪfkraɪsɪs]
die; - (aus gleichbed. engl. midlife crisis zu middle life
„mittleres Lebensalter“ u. crisis „Krise“): Phase in der
Lebensmitte [des Mannes], in der der Betroffene sein bis
heriges Leben kritisch überdenkt, gefühlsmäßig in Zweifel
zieht; Krise des Übergangs vom verbrachten zum verblei
benden Leben
Mildrasch* der; -, ...schim (aus hebr. midras „(Erfor
schung“ zu däras „suchen, nach etw. forschen“): 1. Ausle
gung des Alten Testaments nach den Regeln der jüd.
Schriftgelehrten. 2. Sammlung von Auslegungen der Hei
ligen Schrift
Midlshiplman [,,,ʃɪpmən] der; -s, ...men (aus gleichbed.
engl. midshipman, nach der früher mittschiffs gelegenen
Unterkunft): a) in der brit. Marine unterster Rang eines
Seeoffiziers; b) in der amerik. Marine Seeoffiziersanwär
ter
Mies das; -, - (aus gleichbed. amerik. mundartlich mies):
schlechtes Wurfergebnis beim Bowling
Miglmaltit [auch ,,,'tɪt] der; -s, -e (zu gr. meîgma, migma,
Milasima
Mikado
Gen. migmatos „Mischung“ u. Î2...it): zwischen Magmau.
Î metamorphen Gesteinen stehendes Gestein (Geol.)
milgnard* [mm ja:n] (fr.; mit Suffixwechsel aus mignon ge
bildet; vgl. Mignon): (veraltet) zierlich, zart, milgnardielren [minjar'di:...] (aus gleichbed./r. mignarder): (ver
altet) verzärteln. Milgnarldise [,..'di:z] die; -, -n [...zn]
(aus fr. mignardise „Feinheit; Besatz (an Kleidern)“):
(veraltet) Verzierung; schmales Börtchen (bes. aus Leinen
od. Baumwolle) mit seitlich vorstehenden Fadenschlingen
zum Anhäkeln von Spitzen. Milgnon [mɪnjð:, 'mɪnjð] der;
-s,-s (aus gleichbed./r. mignon zu altfr. mignot „zierlich“):
(veraltet) 1. Liebling, Günstling. 2. svw. Kolonel. Milgnonette [mɪnjo'nɛt] die; -, -s (aus gleichbed./r. mignonnette,
eigtl. Verkleinerungsform von mignon, vgl. Mignon): 1.
klein gemusterter Kattun. 2. schmale, feine Spitze aus
Zwirn. Milgnonlfaslsung [mm'jö...] die; -, -en (zu ÎMi
gnon): Fassung für kleine Glühlampen. Milgnonne [minjɔn] die; -, -s (aus gleichbed./r. mignonne, Fem. von mi
gnon, vgl. Mignon): (veraltet) Liebchen. Milgnonlzellle
[mm jo:..., auch 'mɪnið...]
-, -n: dünne, kleine längliche
Batterie (2 a)
Milgrälne* die; -, -n (aus gleichbed./r. migraine, dies über
lat. hemicrania aus gr. hemikrania „halbseitiger Kopf
schmerz“ zu hëmi- „halb“ u. kranion „Schädel“): anfalls
weise auftretender, meist einseitiger, u. a. mit Sehstörun
gen u. Erbrechen verbundener, heftiger Kopfschmerz
Milgrant* der; -en, -en (zu lat. migrans, Gen. migrantis,
Part. Präs, von migrare, vgl. migrieren): 1. ab- od. einge
wandertes Tier (Zool.). 2. jmd., der eine Migration (2) vor
nimmt (Soziol.). Milgranitenlli|te|ra|tur die; Bez. für
literarische Werke, die von in Deutschland lebenden (häu
fig ausländischen) Autoren teils in deutscher Sprache, teils
in der jeweiligen Muttersprache verfasst u. ins Deutsche
übersetzt veröffentlicht wurden. Mi|gra|ti|on die; -, -en
(aus lat. migratio „(Aus)wanderung“ zu migrare, vgl. mi
grieren): 1. a) dauerhafte Abwanderung od. dauerhafte
Einwanderung einzelner Tiere od. einer Population in eine
andere Population der gleichen Art (Zool.); b) Wirtswech
sel bei verschiedenen niederen Tieren, die von einer Pflan
zenart auf eine andere überwandern (Zool.). 2. Wande
rung, Bewegung von Individuen od. Gruppen im geogra
fischen od. sozialen Raum, die mit einem Wechsel des
Wohnsitzes verbunden ist (Soziol.). 3. das Wandern von
Erdöl u. Erdgas vom Mutter- zum Speichergestein. Migrationstheorie die; -, -n [,,,i:ən]: 1. Theorie der
Wanderung von Kulturerscheinungen u. ganzen Kulturen
zwischen den Völkern (nach F. Ratzel, 1844-1904). 2. bio
logische Theorie, die die Entstehung neuer Arten durch
Auswanderung u. Verschleppung in neue Lebensräume er
klären will (nachM. Wagner, 1868).milgraltglrisch (aus
gleichbed. nlat. migratorius zu lat. migratus, Part. Perf.
von migrare, vgl. migrieren): wandernd, durch Wande
rung übertragen, milgrielren (aus lat. migrare
„(aus)wandern“)' wandern (z.B. von tierischen tParasi
ten)
Mihlrab [mi'xra:p] der; -[s]. -s (aus gleichbed. arab. mihräb): die nach Mekka weisende Gebetsnische in der Mo
schee
Mijnlheer [mə'ne:g] der; -s, -s (aus nieder!, mijnheer „mein
Herr“): a) niederl. Bez. für Herr; b) (scherzh.) Niederlän
der
miljoltielren [miʒo...] (aus gleichbed./r. mijoter): bei mä
ßigem Feuer langsam kochen, schmoren (Gastr.)
Milka die. auch der: - (aus lat. mica „Körnchen“): Glimmer
’Milkaldo der: -s, -s (aus jap. mi-kadö (frühere Bez. für den
japan. Kaiser), eigtl. „erhabenes Tor“, Bed. 2 wegen des
höchsten Werts dieses Stäbchens): 1. frühere Bez. für den
Kaiser von Japan; vgl. Tenno. 2. das Hauptstäbchen im
Mikadospiel.2Mi|ka|do das; -s, -s (das Spiel ist nach dem
M
Mikanit
Stäbchen mit dem höchsten Zahlenwert benannt, vgl. 'Mi
kado (2)): Geschicklichkeitsspiel mit dünnen, langen
Holzstäbchen
Milkainit [auch ...'mtj das; -[e]s <Kunstw.; vgl. Mika u.
2..
.it): zerkleinerter u. mit Bindemitteln (z. B. mit Lacken,
Polyesterharzen) verpresster Glimmer als Isolierstoff für
elektrische Maschinen
miklr...*, Mik|r...vgl. mikro..., Mikro... Milkratdas; -[e]s,
-e <Kunstw.>: sehr stark verkleinerte Wiedergabe eines
Schriftstücks (etwa im Verhältnis 1:200). Milkrenlzephalliedze,-, ...ien <zuîmikro...,gr. egképhalos „Gehirn“
u. t2...ie>: abnorm geringe Größe des Gehirns (Med.).
1Mi|kroiZ<M; -s, -s: kurz für ÎMikrofon. 2Mi|krodze; - <zu
gr. mikrós „klein“): genormter kleinster Schriftgrad für
Schreibmaschinen, milkro..., 1Mi|kro..., vor Vokalen
meist mikr..., Mikr... <aus gr. mikrós „klein, kurz, ge
ring“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „klein,
gering, fein“, z. B. Mikroskop, Mikrenzephalie. 2Mikro... (zu tmikro...): Vorsatz vor Maßeinheiten mit der
Bedeutung „ein Millionstel (der 106te Teil)“ der genannten
Maßeinheit; Zeichen p (z.B. Mikrofarad; Zeichen pF).
Mi|kro|ana|ly|saltor der; -s, -en <zu tmikro...): Gerät
zur î röntgenspektroskopischen Untersuchung der ehern.
Zusammensetzung kleinster Oberflächenbereiche (1-2
mm2). Mi|kro|ana|ly|se [auch 'mi:...] die; -, -n: ehern.
Untersuchung mit kleinsten Stoffmengen; Ggs. ÎMakro
analyse. Milkrolauf näh me die; -, -n: svw. Mikrofoto
grafie. Mi|kro|ba|rolgraf, auch ...graph der; -en, -en:
sehr empfindlicher Î Barograf zur Messung u. Aufzeich
nung kleinster Luftdruckschwankungen. Milkrplbe die;
-, -n (meist Plur.) (aus gleichbed./r. microbe zu gr. mikrós
„klein“ u. bios „Leben“): svw. Mikroorganismus. Mikro[beifehlder; -[e]s, -e (zu Îmikro...): Steuerinformati
on für die Ausführung von Elementaroperationen (EDV),
milkrolbilell (zu tMikrobe u. t...ell>: a) Mikroorganis
men betreffend; b) durch Mikroorganismen hervorgeru
fen od. erzeugt. Mi|kro|bio|lo|ge der; -n, -n (zu Tmi
kro...): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Mikrobiolo
gie. Milkrolbiollolgie die; -: Wissenschaftszweig, der
mikroskopisch kleine Lebewesen erforscht. Mi|kro|bi|on
das; -s, ...ien [...ion] (meist Plur.) (zu gr. bioün „leben“):
svw. Mikroorganismus. mi|kro|bi|zid (zu tMikrobe u.
t. ..zid): Mikroorganismen abtötend; entkeimend. Mikrolbilzid das; -[e]s, -e: Mittel zur Abtötung von Mi
kroorganismen. Milkrolblast der; -en, -en (meist Plur.)
(zu Tmikro... u. gr. blastós „Keim, Spross“): svw. Mikro
zyt. Mi|kro|chei|liedze; -, ...ien (zu gr. cheilos „Lippe“ u.
T 2...ie> : abnorm geringe Größe der Lippen. Milkrolchemie die; -: Zweig der Chemie, der mit mikroanalytischen
Methoden arbeitet; vgl. Mikroanalyse. Milkrolchip
[-,-ʧɪp] der; -s, -s: svw. Chip (3). Milkrolchilrurlgie die;
-: Spezialgebiet der Chirurgie, das sich mit Operationen
(z. B. Augenoperationen) unter dem Mikroskop befasst.
Milkrolcomlpulter [,,,kɔmpju:tn] der; -s, -: mit den
Möglichkeiten der Mikroelektronik ausgeführter Compu
ter ohne eigene Bedienungselemente, dessen zentraler Be
standteil ein Mikroprozessor ist. Mi|krolcon|trol|ler
[,,,kəntroolə] der; -s, -: auf einem Chip (3) integriertes Mi
kroprozessorsystem, das eigenständig bestimmte Aufga
ben, bes. Mess- u. Steuerungsfunktionen, ausführen kann.
Mi|kro|dak|ty|lie die; - (zu gr. dáktylos „Finger; Zehe“
u. T2...ie): Fehlbildung in Form abnorm kleiner Finger od.
Zehen. Mi|kroldis|ket|te die; -, -n: ÎDiskette mit einem
Plattendurchmesser von 3'/2 Zoll, in einer festen Kunst
stoffhülle. mi|kro|dis|pers: Farbstoffe mit einer Pig
mentgröße unter 1 pm betreffend. Mi|kro|do|ku|menta|ti|on die; -, -en : Verfahren zur Raum sparenden Archi
vierung von Schrift- od. Bilddokumenten durch ihre foto
grafische Reproduktion im stark verkleinerten Maßstab;
880
vgl. Mikrofiche, Mikrofilm, Mikrofotografie, Mikrokar
te. Mi|kro|elek|tro|nik die; -: moderner Zweig der
T Elektronik, der den Entwurf u. die Herstellung von inte
grierten elektronischen Schaltungen mit hoher Dichte der
sehr kleinen Bauelemente zum Gegenstand hat. milkroelek|tro|nisch: die Mikroelektronik betreffend, zu ihr
gehörend. Mi|kro|evo|lu|tilon [auch mi:...] die; -, -en:
Evolution, die kurzzeitig u. in kleinen Schritten vor sich
geht (Biol.); Ggs. ÎMakroevolution; vgl. Mikromutation.
Mi|kro|fa|rad das; -[s], - (zu t2Mikro...): ein millionstel
(der 106te) Teil eines ÎFarad; Zeichen pF (Phys.). Milkrofalser die; -, -n : Kunstfaser mit feinsten Strukturen, die zu
leichten, wärme- u. feuchtigkeitsregulierenden Stoffen
verarbeitet wird. Mi|kro|fau|na [auch 'mi:...] die; -, ...nen
(zu tmikro...): Bez. für Kleinstlebewesen (unter 0,2mm
große Tiere des Bodens, z. B. Einzeller u. kleine Faden
würmer) (Biol.); Ggs. t Makrofauna. Milkrolfiche
[...fi:J] das od. der; -s, -s (aus gleichbed./r. microfiche zu
fiche „Karteikarte“): Mikrofilm mit reihenweise angeord
neten Mikrokopien. Milkrolfilm der; -[e]s, -e (zu tmi
kro...): Film mit Mikrokopien. Milkrolfloplpy die; -, -s:
svw. Mikrodiskette. Milkrolfon, auch Mikrophon das; -s,
-e (aus engl. microphone (urspr. Bez. für Lautsprecher);
vgl. ...phon): Gerät, durch das akustische Signale auf ei
nen Tonträger (z. B. ein Tonband, eine Kassette) od. über
einen Lautsprecher übertragen werden können, mikrofolnisch, auch mikrophonisch (zu tMikrofon): 1.
schwach-, feinstimmig. 2. zum Mikrofon gehörend, das
Mikrofon betreffend. Milkrolfoltolgralfie die; -, -n
[,,,i:ən]: 1. (ohne Plur.) fotografisches Aufnehmen mithilfe
eines Mikroskops. 2. fotografisch aufgenommenes Bild ei
nes kleinen Objekts mithilfe eines Mikroskops. Milkrofo to ko pie die; -, -n [...ion] : svw. Mikrokopie. Milkrogalmet [auch mi:...] der; -en, -en: kleinere, bewegliche
männliche Form der Î Gametozyten der Malariaerreger
(Biol.); Ggs. tMakrogamet. Mi|kro|ge|nie die; -, ...ien
(zu gr. géneion „Kinn“ u. t2...ie>: abnorm geringe Größe
des Unterkiefers (Med.). Milkrolgloslsie die; -, ...ien (zu
gr. glossa „Zunge“ u. t2...ie): abnorme Kleinheit der Zun
ge (Med.). Milkrolgralfie, auch ...gralphie die; - (zu
tmikro... u. t,,,grafie): Auftreten von abnorm kleinen
Schriftzügen (bei bestimmten Gehirnerkrankungen;
Med.). Milkrolgrammdai;-s, -e (aber: 5 -) (zu 12Mikro...
u. Î Gramm) : ein millionstel (der 106te) Teil eines Gramms ;
Zeichen pg. Mikrogyrie die; -, ...ien (zu gr. gyros
„Kreis“ u. t2...ie): bei angeborener Idiotie vorliegende ab
norme Kleinheit (u. irreguläre Anordnung) der Hirnwin
dungen (Med.). Mi|kro|kar|te die; -, -n: Karte aus Foto
papier, auf der Mikrokopien reihenweise angeordnet sind;
vgl. Mikrofiche. mi|kro|ke|phal usw. vgl. mikrozephal
usw. Milkrolklilma das; -s, Plur. -su. (fachspr.) ...mate
(Plur. selten): 1. svw. Mesoklima. 2. Klima der bodenna
hen Luftschicht. Mi|kro|kli|malto|lo|gie die; -; Wissen
schaft des Mikroklimas. Milkrolklinder, -s,-e (zu gr. klinein „neigen“) : ein dem t Orthoklas ähnliches Feldspatmi
neral. Mi|kro|klin|per|tit [auch ,.,'tit] der; -s, -e (nach
dem Ort Perth in Ontario (Kanada) u. zu t2...it): ein Mi
kroklin mit Einschüssen von tAlbit. Milkrolkoklke die;
-, -n u. Milkrolkoklkus der; -, ...kken (meist Plur.): ku
gelförmige, vorwiegend Î grampositive Bakterie (paarwei
se, in Trauben od. in Ketten angeordnet). Milkrolkolpie
die; -, ...ien: stark verkleinerte, nur mit Lupe o. Ä. lesbare
fotografische Reproduktion von Schrift- od. Bilddoku
menten. mi|kro|ko|pie|ren:eine Mikrokopie anfertigen.
Mi|kro|ko|rie die; -, ...ien (zu gr. köre „Pupille“ u.
t2...ie): abnorme Kleinheit der Pupille (angeborene Fehl
bildung; Med.). mi|kro|kos|misch [auch mi:kro...]:
zum Mikrokosmos gehörend; Ggs. tmakrokosmisch. Mikroikos mos u Mi kro kos mus [auch 'mi:kro...] der; -
881
(übet spät!at. microcosmus aus gr. mikrókosmos „die Welt
im Kleinen“; vgl. Kosmos): 1. die Welt der Kleinlebewe
sen (Biol.). 2. die kleine Welt des Menschen als verkleiner
tes Abbild des Universums; Ggs. t Makrokosmos, mikro kris tal lin: feinkristallin, aus sehr kleinen Kristal
len zusammengesetzt (von Gesteinen). Milkrolkulltur
die; -, -en: Haltung u. Züchtung von Mikroorganismen in
Kulturgefäßen, die eine kontinuierliche Beobachtung er
lauben. M i I kro 11 i n 1 gu I is Itik [auch 'mi:kro...] die: -: Teil
der Î Makrolinguistik, der sich mit der Beschreibung des
Sprachsystems selbst befasst; vgl. Makrolinguistik, Meta
linguistik. Milkrollith [auch ... lit] der; Gen. -s u. -en,
Plur. -e[n[ (zu T ...lith): 1. mit dem bloßen Auge nicht er
kennbarer, winziger Kristall. 2. Feuersteingerät der
Jungsteinzeit. Milkrollog das; -s, -e: Sonde für Bohr
lochmessungen, bei denen durch Widerstandsmessungen
im Abstand weniger Zentimeter von der Bohrlochwand
die Porosität u. Feinstrukturiertheit des Gesteins ermit
telt werden kann (Geol.). Milkrollolge der; -n, -n (aus
gr. mikrológos. eigtl. „der sich aus Kleinigkeiten etwas
macht“): (veraltet) Kleinigkeitskrämer. Milkrollolgie
die; - (aus gleichbed. gr. mikrologia): (veraltet) Kleinig
keitskrämerei. mi|kro|lo|gisch (aus gr. mikrológos
„Kleinigkeiten sammelnd“): (veraltet) kleinlich denkend.
Mi|kro|ma|nie die; -, ...ien (zu tmikro... u. t...manie):
übertriebenes Minderwertigkeitsgefühl (Med.). Milkroma ni pu laltor der; -s, ...oren: Gerät zur Ausführung
von Feinstbewegungen [bei Operationen], Milkrolmellie
die; -, ...ien (zu gr. mikromelês „kleingliedrig“ u. T2...ie):
abnorm geringe Größe der Gliedmaßen (Med.); Ggs.
ÎMakromelie. Milkrolmelre die; -, -n (meist Plur.) (zu gr.
mikromerës „aus kleinen Teilen bestehend“): kleine Fur
chungszelle (ohne Dotter) bei tierischen Embryonen; Ggs.
TMakromere. Mi|kro|me|te|o|rit der; Gen. -s u. -en,
Plur. -e[n] (zu Tmikro...): sehr kleiner ÎMeteorit ('/iooomrn
Durchmesser). Milkrolme|telo|rilten|sen|sor der; -s,
-en: elektron. Messgerät in Forschungssatelliten zur Er
mittlung der Meteoritenhäufigkeit im Weltraum. Milkromelte olro lo gie die;
Teilbereich der Meteorologie,
der die physik. Prozesse untersucht, die sich in der boden
nahen Luftschicht abspielen u. in denen die Wechsel
wirkungen mit der Erdoberfläche deutlich hervortreten.
1MiIkroImeIter das; -s, - (zu 1mikro... u. Î '...meter): ein Fein
messgerät zur Messung kleiner Längen, z. B. Mikrometer
schraube. 2Mi|kro|me|ter [auch mi:kro...] der, Schweiz,
nur so, auch das; -s, - (zu T2Mikro... u. ÎMeter): ein milli
onstel (der 106te) Teil eines ÎMeters; Zeichen jim. Milkrometholde die; -, -n (zu tmikro...): laborchem. Untersu
chungsmethode, bei der sehr kleine Stoffmengen benutzt
werden, z.B. bei der Titration, milkrolmeltrisch (zu
1 ...metrisch): das 'Mikrometerbetreffend. Milkrolmilnia|tu|ri|sielrung die; -, -en: Verkleinerung, Î Miniaturisie
rung der Strukturelemente von t monolithischen integrier
ten Schaltungen. Mi|kro|moldulltech|nik die; -: svw.
Miniaturelektronik. Milkrolmultaltilon [auch mi:kro...]
die; -, -en: ÎMutation, die nur ein TGen betrifft; Kleinmu
tation. Milkrolmylellie die: -, ...ien (zu gr. myelós
„Mark“ u. T2...ie): "1 Hypoplasie des Rückenmarks (ange
borene Fehlbildung; Med.). Milkron das; -s, - (nach gr.
mikrón „das Kleine“): (veraltet) 2Mikrometer; Kurzform
My; Zeichen p. Milkrolnulklelus [...eus] der; -, ...klei
[...ei] (zu tmikro...): 1. Klein- od. Geschlechtskern der
Wimperntierchen (regelt die geschlechtliche Fortpflan
zung; BioL). 2. Bez. für kleine, neben dem Zellkern liegen
de Kernfragmente, die durch Chromosomenbrüche ent
standen sind (Genetik). Milkrolökolnolmie [auch
'mi:kro...] die; -: wirtschaftstheoretisches Konzept, das die
einzelnen wirtschaftlichen Erscheinungen untersucht
(Wirtsch.); Ggs. T Makroökonomie, milkrolökolno-
Mikroseismik
misch [auch 'mi:kro,,,]: die Mikroökonomie betreffend;
Ggs. Îmakroökonomisch. Mi|krolope|ra|ti|on iffe; -,
-en: Ausführung von kleinsten Befehlen (Mikrobefehlen)
eines Computers als Teil eines Mikroprogramms (EDV).
Milkrolorigalnislmus der: -, ...men (meist Plur.):
pflanzlicher u. tierischer Organismus des mikroskopisch
sichtbaren Bereiches (Biol.). Milkrolpalläolboltalnik
die: -: Zweig der Î Paläontologie, der mikroskopisch kleine
pflanzliche tFossilien (z.B. Pollen) untersucht. Milkropallä|on|to|lo|gie r//e,- -; Zweig der TPaläontologie, der
mikroskopisch kleine pflanzliche u. tierische tFossilien
untersucht. Milkrolphalge der; -n, -n (zu t...phage): 1.
svw. Mikrozyt. 2. Tier, das nur kleinste Nahrungspartikel
zu sich nimmt, z. B. Strudler, Filtrierer (Zool.). 3. Fress
zelle, die im Unterschied zum Î Makrophagen nur kleine
Fremdkörper aufnimmt. Milkrolphalkie die; -, ...ien (zu
gr. phakós „Linse“ u. T2...ie): angeborene abnorme Klein
heit der Augenlinse (Med.). Milkrolphon usw. vgl. Mi
krofon usw. Milkrolpholtolgralphie vgl. Mikrofotogra
fie. Milkrophlthallmie die; -, ...ien (zu tMikrophthal
mus u. t2...ie): svw. Mikrophthalmus. Milkrophlthalmus der; -, ...mi (zu t mikro... u. gr. ophthalmós „Auge“):
angeborene krankhafte Kleinheit des Auges (Med.). Mikrolphyll das; -s, -en (zu gr. mikróphyllos „kleinblätt
rig“): kleines, ungegliedertes Blättchen (Bot.). Milkrophylsik [auch 'mi:kro...] die; - (zu Tmikro...): Physik der
Moleküle u. Atome; Ggs. ÎMakrophysik, milkrolphylsikallisch [auch 'mi:kro,,,]: die Mikrophysik betreffend;
mikrophysikalisches System: physik. System von atomarer
od. tsubatomarer Größe. Milkrolphyt der; -en, -en
(meist Plur.) (zu T...phyt): pflanzlicher Mikroorganismus
(z. B. Pilze, Algen, Bakterien; Biol., Med.); Ggs. ÎMakro
phyt. Milkrolpollylpholnie, auch ...fonie die; - (von dem
Komponisten G. Ligeti (*1923) geprägter Begriff): das Er
zeugen von sehr feinen t polyphonen (2) Klangfeldern (in
einem Zwischenbereich zwischen Klang u. Geräusch;
Mus.). Milkrolprälpalrat das; -[e]s, -e: zur mikroskopi
schen Untersuchung angefertigtes botanisches od. zoolo
gisches Präparat (Bot., Zool.). Milkrolprolgramm das;
-s, -e: Folge von Mikrobefehlen, Programm (4), das den
Ablauf der Elementaroperationen steuert, aus denen die
Befehle eines Computers zusammengesetzt sind (EDV).
Milkrolprolgramlmielrung die; -, -en: spezielle Form
der Ablaufsteuerung in einem Computer, bei dem Maschi
nenbefehle als Folge von Mikrobefehlen dargestellt wer
den (EDV). Milkrolprolzeslsor der; -s, -en: Tstandardisierter Baustein eines Mikrocomputers, der Rechen- u.
Steuerfunktion in sich vereint (Techn.). Milkroplsie die;
-, ...ien (zu gr. ópsis „das Sehen“ u.T2...ie): Sehstörung, bei
der die Gegenstände kleiner wahrgenommen werden, als
sie sind (Med.); Ggs. TMakropsie. Milkrolpylle die; -, -n
(zu gr. pÿlê „Tür, Tor“): 1. kleiner Kanal der Samenanlage,
durch den der Pollenschlauch zur Befruchtung eindringt
(Bot.). 2. kleine Öffnung in der Eihülle, durch die bei der
Befruchtung der Samenfaden eindringt u./od. die der Ei
ernährung dient. Mi|kro|raldiolgra|fie, auch ...gra
phie [auch 'mi:kro...] die; -, ...ien: mit ultraweichen Strah
len durchgeführte Röntgenaufnahme mikroskopischer
Gewebeschnitte bzw. Präparate. Milkrclraldiolmelter
[auch mi:kro...] das; -s, -: Messgerät für kleinste Strah
lungsmengen. Milkrorlchie die; -, ...ien (zu gr. órchis
„Hoden“ u. T 2...ie> : abnorme Kleinheit des Hodens (Ent
wicklungsstörung, die einen od. auch beide Hoden betref
fen kann; Med.). Milkrolrechlner der: -s, auf der Basis
von Mikroprozessoren aufgebauter Digitalrechner (Elek
tronik). Milkrolrelproldukltilon die; -, -en: fotografi
sche Wiedergabe in starker Verkleinerung. Milkrolsctomie die; -, ...ien (zu gr. stóma „Mund“ u. t2...ie>: angebo
rene Kleinheit des Mundes (Med.). Mi|kro|se_is|mik
M
mikroseismisch
[auch 'mi:kro...] die; Wissenschaft, Lehre von den nur
mit Instrumenten wahrnehmbaren kleinsten Schwingun
gen der Erdkruste, z.B. den Erschütterungen durch die
Brandung, milkrolseislmisch [auch mi:kro...]: nur mit
Instrumenten wahrnehmbar (von Erdbeben). Milkroskpp das; -s, -e (zu Î ...skop>: optisches Vergrößerungsge
rät; Gerät, mit dem man sehr kleine Objekte vergrößert se
hen kann. Mi|kro|skolpie die; - (zu tmikro... u. t,,,skopie> : Verwendung des Mikroskops zu wissenschaftlichen
Untersuchungen, milkrolskolpielren (zu !..deren): mit
dem Mikroskop arbeiten, milkrolskolpisch: 1. nur
durch das Mikroskop erkennbar. 2. verschwindend klein,
winzig. 3. die Mikroskopie betreffend, mithilfe des Mikro
skops. Milkroslmat der; -en, -en (zu tmikro..., gr. osmë
„Geruch“ u. t...at (1)>: schlecht witterndes Säugetier;
Ggs. Î Makrosmat. Milkrolsom das; -s, -en (meist Plur.)
(zu gr. soma „Leib, Körper“): kleinstes lichtbrechendes
Körnchen im Zellplasma (Î Ribosom u. Î Lysosom; Biol.).
Mi|kro|so|mie die; - (zu t2...ie>: Zwergwuchs (Med.);
Ggs.
tMakrosomie.
Mi|kro|so|zi|o|lo|gie
[auch
'mi:kro...] die; -: Teilbereich der TSoziologie, der kleinste
t soziologische Gebilde unabhängig von gesamtgesell
schaftlichen Zusammenhängen untersucht, analysiert;
Ggs. tMakrosoziologie. Mi|krolsper|mie die; -, ...ien
(zu tSperma u. t2...ie>: Vorkommen abnorm kleiner Sa
menfäden in der Samenflüssigkeit (Med., Zool.). Milkrosperlmi um ¿Zas; -s, ...ien [...jan] : abnorm kleiner Samen
faden (Med., Zool.). Mi|kro|spianch|nierZze; -, ...ien (zu
gr. splägchnon „Eingeweide“ u.t2...ie>: angeborene Klein
heit der Eingeweide (Med.). Mi|kro|spo|re [auch
mi:kro...] die; -, -n (meist Plur.): a) kleine männliche Spore
einiger Farnpflanzen; b) Pollenkorn der Blütenpflanzen.
Milkrolspolrie die; -, ...ien (zu t2...ie): Kopfhautflechte
(Med.). Milkrolstrip der; -s, -s: Streifen von Einzelbil
dern eines zerschnittenen Mikrofilms (Dokumentation).
Milkrolstrukltur die; -, -en: a) Feinstruktur; b) mikro
skopisch feine, nur mit optischen Hilfsmitteln erkennbare
Struktur. Milkroltalsilmelter [auch 'mi:kro...] das; -s, (zu gr. tásis „Spannung“ u. T'...meter): Gerät zur Regis
trierung von Längen- u. Druckänderungen u. der damit
bewirkten Änderung des elektrischen Widerstandes
(Elektrot., Phys.). Mi|kro|tech|nik die; -: die angewand
te Technik bei mikroskopischen Untersuchungen, Herstel
lung mikroskopischer Präparate, Mikroskopie. Milkrothek die; -, -en (zu î...thek>: 1. karteimäßige Text- u. Bild
sammlung auf Mikrofilmen. 2. Behälter für eine solche
Sammlung. Mi|kro|the|o|rie die; -, -n [,,,i:ən]: Teilbe
reich der wirtschaftswissenschaftlichen Theorie, dessen
Erkenntnisobjekt die Einzelgebiete der Volkswirtschaft
od. einzelne Wirtschaftseinheiten sind; Ggs. Î Makrotheo
rie. Milkroltie die; -, ...ien (zu tmikro..., gr. oüs, Gen.
ötös „Ohr“ u. t2...ie): abnorme Kleinheit der Ohrmuschel
(Med.); Ggs. ÎMakrotie. Mikrotom der od. das; -s, -e
(zugr. tome „das Schneiden, Schnitt“): Gerät zur Herstel
lung feinster Schnitte für mikroskopische Untersuchun
gen. Mi|kro|ton der; -[e]s, ...töne: tIntervall (2), das klei
ner als ein Halbton ist. Mi|krolto|po|nym das; -s, -e (zu
gr. topos „Ort, Gegend“ u. önyma „Name“): Flurname.
Mi|kro|to|po|ny|mie die; - (zu t2...ie): die Gesamtheit
der Flurnamen [eines bestimmten Gebietes]. Milkrotron das; -s, Plur. -s od. ...one (zu tmikro... u. t...tron):
Kreisbeschleuniger für T 'Elektronen. Milkroltulbulli die
(Plur.) (zu lat. tubuli, Plur. von tubulus „kleine Röhre“,
Verkleinerungsform von tubus „Röhre; Rohr“): nur elek
tronenmikroskopisch sichtbare, röhrenförmige Plasma
strukturen in fast allen Zellen mit echtem Zellkern (Biol.).
Mi|kro|ver|meh|rung die; -: Verfahren der Pflanzen
vermehrungaus Sprossspitzen od. Bildungsgewebe (Bot.).
Milkrolvilllus [...v...] ¿Zezy -, ...li (meist Plur.): kleiner, der
882
Î Resorption dienender Zytoplasmafortsatz an der Ober
fläche von Zellen (Biol.). Mi|kro|wel|le rZze; -, -n: 1.
(meist Plur.) elektromagnetische Welle mit einer Länge
zwischen 10 cm u. 1 mm, die bes. in der Radartechnik, zur
Wärmeerzeugung u. a. eingesetzt wird (Elektrot.). 2. (ohne
Plur.) Bestrahlung mit Mikrowellen. 3. Kurzform von
TMikrowellenherd. Mi|kro|wel|len|herd der; -[e]s, -e:
Gerät bes. zum Auftauen u. Erwärmen von Speisen in we
nigen Minuten mithilfe von Mikrowellen (1). Milkrolwellenltechlnik rZze; -: Teilgebiet der Physik, das sich mit der
Erzeugung, Verstärkung, Weiterleitung u. Anwendung
von Mikrowellen befasst. Milkrolzenlsus der; -, [,,,zu:s]: statistische Repräsentativerhebung der Bevölke
rung u. des Erwerbslebens, milkrolzeiphal (aus gleichbed. gr. mikroképhalos): kleinköpfig (Med.); Ggs. Tma
krozephal. Milkrolzelphalle der u. die; -n, -n: jmd., der
einen abnorm kleinen Kopf hat; Kleinköpfige[r] (Med.);
Ggs. ÎMakrozephale. Milkrolzelphallie die; -, ...ien (zu
12...ie>: abnorme Kleinheit des Kopfes (Abflachung des
Hinterschädels u. fliehende Stirn; Med.); Ggs. ÎMakroze
phalie. Mi|krolzirlku|la|ti|on die; -, -en (zu tmikro...):
Blutkreislauf in den t Kapillaren (Med.). Milkrolzyt der;
-en, -en (meist Plur.) (zu t...zyt>: abnorm kleines rotes
Blutkörperchen (z. B. bei Î Anämie; Med.)
Mikltilgn die; -, -en (aus gleichbed. lat. mictio, minctio zu
mingere „harnen“): das Harnlassen (Med.)
Mikl werZZe; -, Plur. ...waotu.-n (aus hebr. miqwe „Sammel
becken für Wasser“): rituelles jüd. Tauchbad
Millan [auch ,,,'la:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. milan zu
provenzal. milan, dies über das Vulgärlat. aus lat. miluus):
weit verbreitete Greifvogelgattung mit gegabeltem
Schwanz
Millalnelse der; -[s], -n (nach der ital. Stadt Milano (dl.
Mailand)): maschenfeste, sehr feine Wirkware
Millas der; -, - (nach der südwesttürk. Stadt Miläs): hand
geknüpfter, sehr bunter Gebetsteppich
Milles glolrilolsus der; - - (aus lat. miles gloriosus „ruhm
rediger Soldat“ (Titelheld eines Lustspiels von Plautus)):
Aufschneider, Prahlhans
mi|li|ar (aus lat. miliarius „zur Hirse gehörig“ zu milium
„Hirse“): hirsekorngroß (z.B. von ÎTuberkeln [2]; Med.)
M i|li|a|ren|se die; -, -n (aus gleichbed. spätlat. miliarensis
zu lat. miliarius „tausend enthaltend“): spätröm. u. byzan
tinische Silbermünze (etwa von 344 n.Chr. bis in das
11. Jh.), wobei 1000 Miliarensen wertmäßig einem Gold
pfund entsprechen sollten. Mi|li|a|re|si|on das; -s, ...ia
(aus gleichbed. mgr. miliarésion): svw. Miliarense
Millilal ria die (Plur.) (aus lat. miliaria, substantiviertes Fe
mininum (Plur.) von miliarius, vgl. miliar): mit Flüssigkeit
gefüllte Hautbläschen, die bei starkem Schwitzen im Ge
folge von fieberhaften Erkrankungen auftreten; Frieselausschlag (Med.). Mi|li|ar|tulber|ku|io|se die; -, -n (zu
tmiliar): meist rasch tödlich verlaufende Allgemeininfek
tion des Körpers mit kleinsten Herden in fast allen Orga
nen (Med.)
Millil eu [mi lio:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. milieu zu mi„mitten, mittel-“ (dies zu lat. medius) u. lieu „Ort, Stelle“
(dies aus lat. locus)): 1. [soziales] Umfeld, Umgebung. 2.
Lebensraum von Pflanzen, Tieren, Kleinstlebewesen u. Ä.
3. (österr. veraltend) kleine Tischdecke. 4. a) (bes.
Schweiz.) Welt der Prostituierten; b) Stadtteil, Straße, in
der Prostituierte ihren Wirkungskreis haben, millileugelschäldigt [mi'lio:...]: durch nachteiligen Einfluss der
persönlichen, familiären Umgebung psychisch geschädigt,
verhaltensgestört. Mi|li|eu|the|o|rie die; -: Theorie,
nach der das Milieu im Gegensatz zum Ererbten der allein
entscheidende Faktor für die seelische u. charakterliche
Entwicklung des Menschen sei (Psychol.)
milliltant (aus lat. militans, Gen. militantis, Part. Präs, von
883
militare „Kriegsdienst leisten, kämpfen“): mit kriegeri
schen Mitteln für eine Überzeugung kämpfend; streitbar.
Milliltanz die: - (zu t...anz): militantes Verhalten, mili
tante Einstellung. ’Milliltär ¿/#5, -s (aus gleichbed.,/k mi
litaire, dies zu lat. militaris „den Kriegsdienst betreffend;
soldatisch" zu miles „Soldat“); 1. Heer[wesen], Gesamt
heit der Soldaten eines Landes. 2. (eine bestimmte Anzahl
von) Soldaten. 2Mi|li|tär der: -s, -s (ausʃr. militaire „An
gehöriger des Heeres“, vgl. 'Militär): (meist Plur.) hoher
Offizier. Mi|li|tär|akaldelmie die; -, -n [,,,i:ən] (zu Î 'Mi
litär): T Akademie (2) zur Aus- u. Weiterbildung von Sol
daten u. Beamten der Militärverwaltung. Mi|li|tär|appalrat der; -[e]s, -e (Plur. selten): militärischer Apparat
(4), Gesamtheit der militärischen Einrichtungen u. Mili
tärpersonen eines Staates. Mi|liltär|at|ta|che [..Je:] der:
-s, -s: einer diplomatischen Vertretung zugeteilter Offi
zier. Milliltärlbalsis die: -, ...basen: Ort od. Gelände als
Stützpunkt militärischer Operationen. Mi|li|tär|bud|get
[,,,bvdʒe:] das; -s, -s: Etat für militärische Zwecke. Mi¡li
tar IdikitaItur die: -, -en: tDiktatur, in der "Militärs die
Herrschaft innehaben. Mi|li|tär|dok|trin* die; -, -en: Ge
samtkonzept für die militärische Planung eines Staates
bzw. eines Militärbündnisses. Mi|li|tär|es|kor|te die; -,
-n: von 'Militär (2) gebildete tEskorte. Millitärgeograifie, auch ...gralphie die; -: Zweig der Geografie u.
der Militärwissenschaft, der sich mit der Verwendung geo
grafischer Kenntnisse für militärische Zwecke befasst.
mi|li|tär|geolgra|fisch, auch ...gralphisch: die Mili
tärgeografie betreffend. Mi|li|ta|ria die (Plur.) (aus lat.
militaria, Neutrum Plur. von militarius, dies Nebenform
von militaris, vgl. 'Militär): 1. (veraltet) Heeresangelegenheiten. 2. Gegenstände, die mit dem Militär Zusammen
hängen, bes. Bücher über das Militärwesen, milliltärisch (unter Einfluss von fr. militaire aus lat. militaris,
vgl. ‘Militär): 1. das‘Militär betreffend; Ggs. tzivil (1). 2.
a) schneidig, forsch, soldatisch; b) streng geordnet, millitarisieren (aus gleichbed.ʃr. militariser): militärische
Anlagen errichten, Truppen aufstellen, das Heerwesen [ei
nes Landes] organisieren. Mi|li|ta|ris|mus der; - (nachfr.
militarisme; vgl. ...ismus (1 )> : Zustand des Übergewichts
militärischer Grundsätze, Ziele u. Wertvorstellungen in
der Politik eines Staates u. die Übertragung militärischer
Prinzipien auf alle Lebensbereiche. Milliltalrist der; -en,
-en (aus gleichbed.ʃr. militariste): Anhänger des Militaris
mus. mi|li|ta|ris|tisch (zu 1 ...istisch): a) im Geist des Mi
litarismus; b) den Militarismus betreffend. Milliltärljun
ta [...xunta, auch ...junta] die; -, ...ten (zu Î'Militär): Re
gierung von Offizieren, die meist durch einen militäri
schen Handstreich, durch Putsch an die Macht gekommen
sind; vgl. Junta. Mi|liltär|kon|venltilon [,..v...] die; -,
-en: militärische zwischenstaatliche Vereinbarung. Millitär ma schilne rie die; -, ...ien [,,,i:ən]: (abwertend)
Streitkräfte, großes, modern ausgerüstetes Heer [im
Krieg], Milliltärlmislsilon die; -, -en: a) ins Ausland ent
sandte Gruppe von Offizieren, die andere Staaten in mili
tärischen Fragen beraten; b) Gebäude, in dem sich eine
Militärmission (a) befindet. Mi|li|tär|per|spek|ti|ve*
[...va] die; -, -n: ein Verfahren der 1 Axonometrie, mit des
sen Hilfe ein zweidimensionales Bild eines dreidimensio
nalen Gegenstandes konstruiert wird; Form der î Axono
metrie, bei der die Grundrissebene unverzerrt dargestellt
wird. MilliltärlpolliIzei die; -: militärischer Verband mit
polizeilicher Funktion. Milliltär|po|li|zist der; -en, -en:
Angehöriger der Militärpolizei. Mi|li|tär|relgime [,..reʒi:m] das; -s, Plur. -e u. -s: Regierung, Regierungssystem
der Militärdiktatur. Mi|li|tär|tri|bu|nal das; -s, -e: Mili
tärgericht zur Aburteilung militärischer Straftaten. Millitalry [ militari] die; -, -s (aus älter engl. military „Militär(wettkampf)“): reitsportliche Vielseitigkeitsprüfung
Millimol
(bestehend aus Dressurprüfung, Geländeritt u. Jagdsprin
gen). Mi|li|ta|ry Po lice [- pə li:s] die; - - (aus gleichbed.
engl. military police): Militärpolizei (der britischen od.
der US-Streitkräfte); Abk.: MP
Mi li um das; -s, ...ien [...ion] (meist Plur.) (aus lat. milium
„Hirse“): Hautgrieß (Med.)
Milliz die; -, -en (aus lat. militia „Kriegsdienst, Gesamtheit
der Soldaten“ zu miles „Soldat“, Bed. 2 nach russ. milicija,
poln. milicja): 1. a) (hist.) Heer; b) Streitkräfte, deren An
gehörige eine nur kurzfristige militärische Ausbildung ha
ben u. erst im Kriegsfall einberufen werden. 2. Polizei mit
halbmilitärischem Charakter (bes. in kommunistisch re
gierten Ländern). 3. (Schweiz.) Streitkräfte der Schweiz,
denen nur Wehrpflichtige angehören. MilliIzilolnär der;
-s, -e (Analogiebildung zu tLegionär; Bed. 2 nach gleich
bed. russ. milicioner): 1. Angehöriger einer Miliz. 2. Poli
zist (bes. in Osteuropa)
Milklshake ['mɪlkʃe:k, engl. ..Jeik] der: -s, -s (aus gleich
bed. engl.-amerik. milk-shake zu engl. milk „Milch“ u. to
shake „schütteln“): alkoholfreies Milchmixgetränk, das
meist unter Verwendung von Eis im ÎMixer (3) zubereitet
wird
Millie das; -, - (zu lat. mille „tausend“): Tausend; Abk.: M.
Mil le fi o ri glas das; -es (zu it. mille fiori „tausend Blu
men"): vielfarbiges, blumenartig gemustertes Kunstglas.
'Millelfleurs [mil'flæ:r] der; - (aus fr. millefleurs, eigtl.
„tausend Blumen“): Stoff mit Streublumenmusterung.
2Mille|fleurs das; - (zu t 'Millefleurs): Streublumenmus
ter. Millie Milglia* [- 'mɪlja] die (Plur.) (aus gleichbed. it.
mille miglia, eigtl. „tausend Meilen“): Langstreckenren
nen für Sportwagen in Italien, milllelnar {¡Msspätlat. mil
lenarius „tausend enthaltend“): (selten) tausendfach, -fältig. Mil lelna rislmus der; - (zu Î...ismus (1)): svw. Chiliasmus. Mil|len|ni|um‘ das; -s, ...ien [...ion] (zu lat. mille
„tausend“, annus „Jahr“u. î ...ium): 1. Jahrtausend. 2. das
Tausendjährige Reich der Offenbarung Johannis
(20, 2ff.); vgl. Chiliasmus. Millelpoints [mil'poɛ:] der
od. das; - (aus/r. millepoints, eigtl. „tausend Punkte“): mit
regelmäßig angeordneten Punkten gemusterter Stoff
Milllelrit [auch ... rit] der; -s, -e (nach dem brit. Kristallografen W. H. Miller (1801-1880) u. zu t2...it>: Haarkies,
messinggelbes, oft bunt angelaufenes Mineral
Millli... (zu lat. mille „tausend“): Vorsatz vor Maßeinheiten
mit der Bedeutung „ein Tausendstel“ (der tausendste Teil)
der genannten Maßeinheit; Zeichen m (z.B. Milliampere;
Zeichen mA). Mil|li|am|pere [,,,am'pɛ:n] das; -[s], -:
Maßeinheit kleiner elektr. Stromstärken; Zeichen mA.
Milllilamlperelmelter [auch mili...] das; -s, -: Gerät zur
Messung geringer Stromstärken. Mil|li|ar|där der; -s, -e
(aus gleichbed. fr. milliardaire; vgl. ...är>: Besitzer eines
Vermögens von einer Milliarde od. mehr; steinreicher
Mann. M il 11 i lar Ide die; -, -n (aus gleichbed. fr. milliard zu
million, vgl. Million): 1000Millionen; Abk.: Md., Mrd.
MilllilardsItel das; -s, -: der milliardste Teil. Milllilbar
[auch mili...] das; -s, -s (aber: 5 -) (zu TMilli... u. t'Bar): ein
tausendstel Î 'Bar; Zeichen mbar, in der Meteorologie nur
mb. Milllième [miljɛm] die: -, -s (aus fr. millième „Tau
sendstel“): Untereinheit der Währungseinheit von Ägyp
ten (1000 Millième — 1 ägypt. Pfund). Milligramm
[auch mili...] das; -s, -e (aber: 10-) (zu TMilli... u.
ÎGramm): ein tausendstel îGramm; Zeichen mg. Mil|lili|ter [auch mili...] der, Schweiz, nur so, auch das; -s, -: ein
tausendstel ÎLiter; Zeichen ml. Milllime [mɪ'li:m] der;
-[s], -s (aber: 5-) (aus arab. millima, dies zu fr. millième
„Tausendstel“): Untereinheit der Währungseinheit von
Tunesien (lOOOMillime = 1 Dinar). Milliilmelter [auch
mili...] der, Schweiz, nur so, auch das; -s, - (zu ÎMilli... u.
Î Meter): ein tausendstel ÎMeter; Zeichen mm. Milllilmol
[auch mili...] das; -s, -e (aber: 10-): ein tausendstel ÎMol;
M
Million
Zeichen mmol. Milllilgn die; -, -en <aus gleichbed. it.
mil(l)ione, eigtl. „Großtausend“, zu it. mille „tausend“
(aus lat. mille) u. -one, ital. Vergrößerungssuffix): 1000
mal 1000; Abk.: Mill. u. Mio. Mil|li|o|när der; -s, -e (zu
T...är>: Besitzer eines Vermögens von einer Million od.
mehr; sehr reicher Mann. Mil|lilgn[s]|tel das; -s, -: der
millionste Teil. Milllilselkunlde [auch mili...] die; -, -n
(zu ÎMilli...): eine tausendstel tSekunde (1 a); Abk.: ms
Mil Ion Iga die; -, -su. der; -[s], -s (auss/wn. milonga „Volks
tanz“) : argent. Volkstanz im 2/4-Takt, der im Tango aufging
Mi|lo|ri|blau das; -[s] (nach dem franz. Farbenhersteller
A. Milori (19. Jh.)>: Eisencyanblau, ein intensiv blau ge
färbtes, lichtechtes Pigment
Millpa die; -, -s (über span, milpa „Maisfeld“ aus aztek.
(Nahuatl) milli „kultiviertes Land, Grundstück“ u. pa „in,
auf“): durch Brandrodung entstandenes Feld (bes. Mais
feld) in Mexiko u. Zentralamerika
Mill reis [...'reiʃ] das; -, - (aus gleichbed. port, mil-réis zu mil
„tausend“ u. t2Real>: (hist.) Währungseinheit in Portugal
u. Brasilien ( = lOOOReis)
Mil ma die; -, -s (aus gleichbed. lat. mima, vgl. Mime): weib
liche Form zu Î Mimus (1)
Mil ma m|sa die; - (aus sanskr. mimamsa „Prüfung, Über
legung, Erörterung“): ind. philos. System, das zunächst
nur die Dogmatik des Tvedischen Ritualismus u. ab 5. Jh.
erkenntnistheoretische Grundsätze entwickelte
Mimlbar der; - (aus gleichbed. arab. minbar): Predigtkan
zel in der Moschee
Mimlbreslkulltur* die; - (nach dem Fluss Mimbres in New
Mexiko (USA)): prähistorische indian. Kultur im Südwes
ten von New Mexiko (USA)
Mil me der; -n, -n (über lat. mimus aus gr. mimos „Nachah
mer; Gaukler; Schauspieler“): [bedeutender] Schauspie
ler; vgl. Mimus, milmen: (ugs.) a) ein Gefühl o. Ä. zeigen,
das in Wirklichkeit nicht vorhanden ist; vortäuschen; b) so
tun, als ob manjmd., etwas sei. Milmen: Plur. vont Mime
u. t Mimus. Milmelolgraf, auch ...graph der; -en, -en
(Kunstw. zu gr. mimeîsthai „nachahmen“ u. t...graf>: (von
Edison erfundener) Vervielfältigungsapparat, mit dem
man von einer Schrift über 2000 Abzüge herstellen konnte.
Milmelse u. Mimesis die; -, ...esen (über gleichbed. spätlat. mimesis ausgr. mimesis): 1. nachahmende Darstellung
der Natur im Bereich der Kunst (Plato, Aristoteles). 2. a)
spottende Wiederholung der Rede eines andern; b) Nach
ahmung eines Charakters dadurch, dass man der betref
fenden Person Worte in den Mund legt, die den Charakter
bes. gut kennzeichnen (antike Rhet.). 3. (nur Mímese)
Schutztracht mancher Tiere, die sich vor allem in der Fär
bung belebten u. unbelebten Körpern ihrer Umgebung an
passen können (Biol.); vgl. Mimikry. Milmelsie die; -,
...ien (zu î2...ie>: Nachahmung einer höheren Symmetrie
(bei Kristallzwillingen). Milmelsis vgl. Mímese. Milmete sit [auch ...zit] der; -s, -e (zu gr. mimétês „der Nach
ahmer“ u. î2...it, wegen der Ähnlichkeit des Minerals mit
Pyromorphit): ein gelbes bis grünliches, auch graues,
braunes od. weißes Mineral, milmeltisch (aus gleichbed.
gr. mimëtikôs): 1. die Mímese betreffend; nachahmend,
nachäffend. 2. die Mimesie betreffend, durch Mimesie
ausgezeichnet; mimetische Kristalle: Zwillingsbildungen
von Kristallen, die eine höhere Symmetrie vortäuschen,
als der Kristallart zukommt. Mi|miam|ben* die (Plur.)
(über gleichbed. lat. mimiambi (Plur.) aus gr. mimiamboi,
dies zu mimos (vgl. Mime) u. iamboi, Plur. von iambos
„Vers“): in Choliamben (vgl. Choliambus) geschriebene
Mimen (vgl. Mimus 2). Milmik rf/e,-- (unter Anlehnung an
lat. (ars) mimica „Schauspiel(kunst)“ zu mimicus, vgl. mi
misch): Gebärden- u. Mienenspiel des Gesichts [des
Schauspielers] als Nachahmung fremden od. als Ausdruck
eigenen seelischen Erlebens. Milmilker der; -s, - (zu gr.
884
mimikös „die Mimen betreffend“): Mimus (1). Milmikfilgur die; -, -en (zu Î Mimik): Spielfigur, die vor allem
durch ihr Mienenspiel agiert (mit beweglichen Gesichts
teilen wie Unterkiefer, Augenbrauen). Milmilkry* [,,,kri]
die; - (aus gleichbed. engl. mimicry, eigtl. „Nachahmung“,
zu mimic „Schauspieler, Nachahmer“; vgl. Mimik): 1.
Selbstschutz von Tieren, der dadurch erreicht wird, dass
das Tier die Gestalt, die Färbung, Zeichnung wehrhafterer
od. nicht genießbarer Tiere täuschend nachahmt. 2. der
Täuschung u. dem Selbstschutz dienende Anpassung[sgabe], Milmin die; -, -nen: weibliche Form zu TMime. mi
misch (über lat. mimicus aus gr. mimikös „komödia
ntisch, possenhaft“): a) die Mimik betreffend; b) den Mi
men betreffend; c) schauspielerisch, von Gebärden beglei
tet. Milmoldram* u. Milmoldralma das; -s, ...men (zu
gr. mimos (vgl. Mime)u. t Drama): I. ohne Worte, nur mit
hilfe der Mimik aufgeführtes Drama (Literaturw.). 2. (ver
altet) Schaustellung von Kunstreitern usw. Milmolse die;
-, -n (zu lat. mimus, vgl. Mime; wohl wegen der Reaktion
der Pflanze bei Berührung, die mit der eines empfindsa
men Mimen verglichen wird): 1. hoher Baum mit gefieder
ten Blättern, dessen gelbe Blüten wie kleine Kugeln an Ri
spen hängen; Silberakazie. 2. (im tropischen Brasilien) als
großer Strauch wachsende, rosaviolett blühende Pflanze,
die ihre gefiederten Blätter bei der geringsten Erschütte
rung abwärts klappt; Sinnpflanze. 3. überempfindlicher,
leicht zu kränkender Mensch, milmolsenlhaft: überaus
empfindlich, verletzlich; verschüchtert. Milmus der; -,
.. .men (aus gleichbed. lat. mimus, vgl. Mime) : 1. Darsteller
in Mimen (vgl. Mimus 2). 2. in der Antike [improvisierte]
derb-komische Szene aus dem täglichen Leben auf der
Bühne. 3. (ohne Plur.) svw. Mimik
Mil nalrett das; -s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. fr. minaret,
dies über türk, minare aus arab. manara, eigtl. „Leucht
turm“): schlanker Turm einer Moschee (zum Ausrufen der
Gebetsstunden)
Mil naltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. minatio zu minari
„drohen“): (veraltet) Drohung, milnaltolrisch: (veral
tet) drohend
milnauldielren* [...no...] (aus/r. minauder „sich zieren“ zu
fr. mine, bret. minaud „Miene, Gesichtsausdruck“): (ver
altet) sich geziert benehmen, schöntun. Mi|nau|drie die; (aus gleichbed. fr. minauderie): (veraltet) geziertes Beneh
men
Milnalziltät die; - (zu lat. minaciae „Drohungen“ u.
Î ...ität) : (veraltet) drohendes Aussehen
Minibar vgl. Mimbar
Minlcha die; -, ...chot (aus hebr. minhäh „Gabe“): 1. unblu
tiges Opfer im Alten Testament. 2. jüd. Nachmittagsgebet
Mindlmap, auch Mind-Map ['maindmæp] die; -, -s od.
das; -s, -s (aus gleichbed. engl. mind map zu mind “Gedan
kengang,, u. map “grafische Darstellung,,); als Ergebnis
des Mindmappings gewonnene grafische Darstellung.
Mindlmaplping, auch Mind-Maplping [,,,mæpɪŋ] das;
-s: kreative Methode, Gedanken in Form von Schlüssel
wörtern, farblich markierten Verzweigungen u. kleinen
Bildern aufzuzeichnen u. zu gliedern
'Milne die; -, -n (über fr. mine aus mlat. mina, eigtl. „Erz
ader“, urspr. (militärisches Fachwort) „Pulvergang,
Sprenggang bei Belagerungen“; weitere Herkunft unsi
cher, vielleicht aus dem Kelt.): 1. unterirdischer Gang. 2.
Bergwerk; unterirdisches Erzvorkommen. 3. stäbchenför
mige Bleistift-, Kugelschreibereinlage. 4. a) gegen Perso
nen, Landfahrzeuge u. Schiffe einsetzbarer Sprengkörper,
der meist massenweise im Gelände bzw. im Wasser verlegt
wird; b) verborgener, heimtückischer Anschlag
2Mi|ne die; -, -n (über lat. mina aus gleichbed. gr. mnä, dies
aus dem Semit.): 1. altgriech. Gewichtseinheit. 2. altgriech. Münze
885
Minimalist
-s, Plur. -e u. -ien [..-iən] (aus mlat. (aes) mi
halb des Knies endet; Minikleid. 2Mi|ni der; -s, -s (Kurz
nerale „Erzgestein“, substantiviertes Neutrum von mineform von 1 Minirock): (ugs.) Rock, der [weit] oberhalb des
ralis, zu minera „Erzgrube, -ader“>: jeder anorganische,
Knies endet; Minirock. Milni... (aus gleichbed. engl. mi
chemisch u. physikalisch einheitliche u. natürlich gebildete
ni-, vgl. mini): Wortbildungselement mit den Bedeutun
Stoff der Erdkruste. Mi|ne|ral|fa|zi|es [...ies] die; -, gen: a) „sehr kurz“, z. B. Minirock, u. b) „klein, kleinfor
[-je:s]: gleichförmige Ausbildung von Gesteinen ver
matig“, z.B. Minicar, Minicomputer. Milnilaltor der; -s,
schiedener Herkunft (Geol.). Mi|ne|ra|li|sa|ti|on die: -,
...oren (aus gleichbed. mlat. miniator; vgl. Miniatur):
-en (zu t...isation): Vorgang der Mineralbildung (Geol.);
Handschriften-, Buchmaler. Milnilaltur rZZe; -, -en (aus
vgl. Mineralisierung; vgl. ...ation/...ierung. Minelramlat.-it. miniatura „Kunst, mit Zinnoberrot zu malen“ (zu
lilsaltolren die (Plur.) (vgl. ...or): die verdunstenden
lat. minium „Zinnoberrot“), das unter Einfluss von lat.
Bestandteile einer Gesteinsschmelze (Geol.). milnelraminor „kleiner“ die Bed. „zierliche Kleinmalerei“ entwi
lisch: a) aus Mineralien entstanden; b) Mineralien ent
ckelte): 1. a) Bild od. Zeichnung als Illustration einer [al
haltend. mi|ne|ra|li|sie|ren (zu I...isieren): Mineral
ten] Handschrift od. eines Buches; b) zierliche Kleinma
bildung bewirken; zum Mineral werden. Mi|ne|ra|lilerei, kleines Bild[nis]. 2. Schachproblem, das aus höchs
sierung die; -, -en (zu I ...isierung): Umwandlung von
tens sieben Figuren gefügt ist. Mi|ni|a|tur|elek|tro|nik*
organischer in anorganische Substanz; vgl. Mineralisati
die; - : Technologie zur Herstellung kleiner elektron. Schal
on; vgl. ...ation/...ierung. Mi|ne|ral|korlti|ko|id [,,,koi:t]
tungen. milni|a|tu|ri|sie|ren (wohl nach gleichbed. engl.
das; -[e]s, -e (meist Plur.): Nebennierenrindenhormon mit
miniaturize; vgl. ...isieren): verkleinern (von elektroni
überwiegender Wirkung auf den Elektrolytstoffwechsel,
schen Elementen). Milnilaltulrilsielrung die: -, -en (zu
in dem in den Körperflüssigkeiten enthaltene Salze in ih
Î...isierung): Verkleinerung, Kleinbauweise (z.B. von
rer Zusammensetzung u. Konzentration reguliert werden
elektron. Anlagen, Kameras u.Ä.). Milnilaltulrist der;
(Med.). Mi|ne|ral|malle|rei die; -, -en: Verfahren zur
-en, -en (zu T ...ist): jmd., der Miniaturen malt. MilnilbiHerstellung von wetterfesten Fresken u. Ölgemälden
kilni der; -s, -s (zu IMini... u. TBikini): äußerst knapper,
durch Benutzung von Mineralfarben. Milnelra Holge der;
den Körper nur so wenig wie möglich bedeckender 1 Biki
-n, -n (zu t ...loge) : Kenner u. Erforscher der Mineralien u.
ni. Milnilbreak [...breik] der od. das; -s, -s (zu I 'Break):
Gesteine. Mi|ne|ra|lo|gie die; - (zu T...logie>: Wissen
Gewinn eines Punkts im TTie-Break gegen den aufschla
schaft von der Zusammensetzung der Mineralien u. Ge
genden Spieler. Mi|ni|car [.,,kɑ:] der; -s, -s (aus engl. mi
steine, ihrem Vorkommen u. ihren Lagerstätten. mi|nenicar „Kleinstwagen“, dies zu car „Auto“): 1. Kleintaxi. 2.
rallolgisch (zu 1...logisch): die Mineralogie betreffend.
selbst gebasteltes Fahrzeug ohne Motor [mit dem Wettbe
M iInelralIöl ¿Zas; -s, -e: durch 1 Destillation von Erdöl er
werbe ausgetragen werden], Milnilcart [,,,ka:t] der; -s, -s
zeugter Kohlenwasserstoff (z.B. Heizöl, Benzin, Bitu
(zu engl. cart „Wagen, Karren“): ferngesteuertes Modell
men). Milne|ral|pig|men|te¿/íe (Plur.): künstlich herge
automobil, in der Verkleinerung 1: 8 Sportwagen nachge
stellte anorganische Pigmente für die verschiedensten An
baut, mit dem Welt- u. Europameisterschaften ausgetra
strichstoffe (z.B. Bleiweiß, Chromgelb, Berliner Blau).
gen werden. Mi|ni|comlpu|ter [,,,kɔmpju:tn] der; -s, -:
Milnelrallquellle die; -, -n: Quelle, in deren Wasser eine
miniaturisierter Computer. Milnildisc [...disk] die; -, -s
bestimmte Menge an Mineralsalz od. Kohlensäure gelöst
(zu engl. disc „(Schall)platte“): miniaturisierte Kompakt
ist. Milnelrallsalz das; -es, -e: I anorganisches Salz, das
schallplatte
sowohl in der Natur vorkommt als auch künstlich herge mi|nie|ren (aus gleichbed. fr. miner zu mine, vgl. ‘Mine):
stellt wird. Milnelrallsäulrerü'e; -, -n: anorganische Säu
unterirdische Gänge, Stollen anlegen. Milnielrer die
re (z.B. Phosphor-, Schwefelsäure; Chem.). Milnelral(Plur.): Insektenlarven, die 'Minen (1) im Inneren von
wasjser das; -s, ...wässer: 1. Wasser, dem Mineralsalze
Pflanzengeweben anlegen (Biol.)
u./od. Kohlensäure zugesetzt wurden. 2. Wasser einer Mi Milnilgolf das; -s (zu IMini... u. I2Golf): Kleingolf, Bah
neralquelle. minerogen (zu I...gen): aus anorgani
nengolf (Sport), milnilgollfen: (ugs.) Minigolf spielen.
schen Bestandteilen entstanden
Mi|ni|gol|fer der; -s, -: (ugs.) jmd., der Minigolf spielt.
Milnesltra* rf/e; -, ...tren (aus gleichbed. il. minestra zu miMilnilkilni der; -s, -s (Mischbildung aus IA/Zmbikini u.
I MonoZcZnZ): Badebekleidung für Damen, die nur aus ei
nestrare „auftischen“, dies aus lat. ministrare; vgl. Minis
ner Art ÎSlip (3) besteht. mi|nim (zu lat. minimus „kleins
trant): 1. svw. Minestrone. 2. (österr.) Kohlsuppe. Miter“, vgl. Minimum): (veraltet) geringfügig, minimal. 1Minesitrolne die; -, -n (aus gleichbed. it. minestrone, Ver
nilma die; -, Plur. ...mae [...me] u. ...men (aus gleichbed.
größerungsform von minestra, vgl. Minestra): ital. Gemü
mlat. (nota) minima eigtl. „die kleinste (Note)“): kleiner
sesuppe mit Reis und Parmesankäse
Notenwert der Mensuralmusik (entspricht der halben
Milnetlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. minette, eigtl. „klei
Taktnote). 2Mi|nilma: Plur. von IMinimum, minimal
nes Bergwerk“, Verkleinerungsform von mine, vgl. 'Mi
(zu lat. minimus „kleinster“ u. t ’...al (1)>: a) sehr klein,
ne): 1. dunkelgraues, in gangförmiger Lagerung auftreten
sehr wenig, niedrigst; b) mindestens. Milnilmai das; -s,
des Gestein. 2. eisenhaltige, abbauwürdige Schichten des
-e: Kurzform von I Minimalproblem. Milnilmai...: WortMittleren t2Juras in Lothringen u. Luxemburg
bildungselcment mit der Bedeutung ,,kleinst[möglich]“,
milneur [mino:?] (ʃr. ; eigtl. „kleiner“, dies aus gleichbed.
z.B. Minimalproblem. Milnilmai Art ['mmɪməl 'ɑ:t] die; lat. minor): franz. Bez. für 1 'Moll; Ggs. îmajeur
- (aus gleichbed. amerik. minimal art): amerik. Kunstrich
Milneur [mi'no:g] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. mineur zu
tung, die Formen u. Farbe auf die einfachsten Elemente re
mine, vgl. 'Mine): im Minenbau ausgebildeter Pionier
duziert (Kunstw.). mi nilmal in va siv (zu Iminimal):
(Mil.)
mit kleinstmöglichem Aufwand eingreifend (Med.); mini
Minihag der; -s (aus hebr. minhäg „Führung, Brauch, Sit
malinvasive [...va] Chirurgie: Durchführung operativer
te“) : die häusliche u. synagogische Liturgie des Judentums
Eingriffe ohne größere Schnitte zur Öffnung von Körper
milni (nach gleichbed. engl. mini, Kurzform von engl. mi
höhlen. milni|ma|li|sie|ren (zu Iminimal u. I...isieren):
niature; vgl. Miniatur): sehr kurz, [weit] oberhalb des
a) so klein wie möglich machen, sehr stark reduzieren, ver
Knies endend (auf Kleider, Röcke od. Mäntel bezogen);
einfachen; b) abwerten, gering schätzen. MilnilmalliGgs. tmaxi, Tmidi. 'Milni rfos; -s, -s: 1. (ohne Plur.) a)
sierung die; -, -en (zu I...isierung): Vereinfachung; Re
[weit] oberhalb des Knies endende, sehr kurze Kleidung;
duzierung auf die elementaren Bestandteile. Milnilmab) (von Röcken, Kleidern, Mänteln) Länge, die [weit]
listiter; -en, -en (aus gleichbed. amerik. minimalist): Veroberhalb des Knies endet. 2. (ugs.) Kleid, das [weit] ober
Milnelral das;
M
Minimalkonsens
treter der Minimal Art (Kunstw.). Milnilmallkonlsens
der; -es, -e (zu Î Minimal...): nur die notwendigsten Punkte
betreffende Übereinstimmung verschiedener Gruppen,
Parteien, Regierungen als Grundlage gemeinsamen Han
delns (Pol.). Milnilmal Mulsic [ minimal 'mju:zɪk] die; - (aus gleichbed. engl. minimal music): Musikrichtung, die
mit unaufhörlicher Wiederholung u. geringster Î Variation
einfachster Klänge arbeitet. Milnilmallpaar das: -[e]s, -e
(zu TMinimal...): Wort- od. Morphempaar, das sich durch
ein einziges Î Phonem in der gleichen Position unterschei
det (z.B. tot/rot, schon/schön; Sprachw.). Milnilmaipro blem* das; -s, -e: Schachproblem, bei dem Weiß (od.
Schwarz) außer dem König nur noch eine Figur zur Ver
fügung hat. Milnilmax® [auch mini...] der; -, -e
(Kunstw.): ein Feuerlöscher. Mi|ni|max|prin|zip [auch
'mini...] das; -s (verkürzt aus Minimum-Maximum-Prinzip): spieltheoretisches Prinzip der Vorsicht, das dem
Spieler denjenigen Gewinn garantiert, den er unter Be
rücksichtigung der für ihn ungünstigsten Reaktionen des
Gegners in jedem Fall erzielen kann. Mi|nilmax|the|orem [auch mini...] das; -s: math. Lehrsatz der Spieltheo
rie, nach dem Spieler nur dann ihren eigenen Anteil am
Gesamtergebnis maximieren können, wenn sie den des
Gegners zu minimieren vermögen. Mi|ni|me|ter das; -s, (zu ÎMini... u. Î ’...meter): Messgerät zum Bestimmen von
geringen Luftdruckunterschieden im Bergbau, milnimielren (zu T Minimum u. t...ieren): 1. auf ein Minimum
(1) senken, verringern, verkleinern. 2. durch Minimierung
auf den niedrigsten, geringsten Wert festlegen (bes.
Math.). Milnilmielrung die; -, -en (zu Î ...ierung): Verrin
gerung, Verkleinerung. mi|ni|milsie|ren (zu T...isieren>:
svw. miniaturisieren. Milnilmolde die; - (zu TMini...):
Mode, die sehr kurze Kleidung bevorzugt. Milnilmum
[auch 'mɪni...] das; -s, ...ma (aus lat. minimum „das Ge
ringste, Mindeste“, substantiviertes Neutrum von mini
mus, dies Superlativ von parvus „klein“): 1. geringstes,
niedrigstes Maß; Mindestmaß; Ggs. TMaximum (1). 2. a)
unterer Extremwert (Math.); Ggs. t Maximum (2 a); b)
niedrigster Wert (bes. der Temperatur) eines Tages, einer
Woche usw. od. einer Beobachtungsreihe (Meteor.); Ggs.
1 Maximum (2 b). 3. Kern eines Tiefdruckgebiets (Mete
or.); Ggs. t Maximum (3). Milnilmumltherlmolmelter
[auch mini...] das; -s, - : ÎThermometer, mit dem der nied
rigste Wert zwischen zwei Messungen festgestellt wird.
Milnilmum vilsilbille [- v...] das; - -, ...ma ...bilia (zu
spätlat. visibilis, vgl. visibel): kleinster, gerade noch emp
findbarer Sehreiz (Psychol.). Milnilpillle die; -, -n (zu
TMini...): ÎAntibabypille mit sehr geringer Hormonmen
ge. Milnilrock der; -[e]s, ...rocke: sehr kurzer Rock. Mini seis mik die; -: Methode zur Ortung von im Unter
grund verborgenen Objekten. Milnilski [...Je] der; -[s],
Plur. - u. -er: äußerst kurzer TSki für Anfänger im Skiläu
fen. Milnilspilon der; -[e]s, -e: Kleinstabhörgerät
Mil nislter der; -s, - (über gleichbed. fr. ministre, eigtl. „Die
ner (des Staates)“, aus lat. minister „Diener, Gehilfe“):
Mitglied der Regierung eines Staates od. Landes, das ei
nen bestimmten Geschäftsbereich verwaltet, milnislterilal (aus spätlat. ministerialis „den Dienst beim Kaiser
betreffend“): von einem Ministerium ausgehend, zu ihm
gehörend; vgl. ...al/...eil. Milnisltelrilalldilrekltor der;
-s, -en: Abteilungsleiter in einem Ministerium. Milnislterilalldilrilgent der; -en, -en: Unterabteilungsleiter, Refe
ratsleiter in einem Ministerium. Mi|nis|te|ri|a|le der; -n,
-n (aus spätlat. ministeriales (Plur.) „kaiserliche Beam
te“): Angehöriger des mittelalterlichen Dienstadels. Minisltelrilalliltät die; - (aus gleichbed. mlat. ministerialitas, Gen. ministerialitatis): der mittelalterliche Dienst
adel. milnisltelrilell (aus gleichbed. fr. ministériel): a) ei
nen Minister betreffend; b) ein Ministerium betreffend;
886
vgl. ...al/...eil. Milnisltelrin die; -, -nen (zu TMinister):
weibliche Form zu TMinister. Milnisltelrilum das; -s,
...ien [...ion] (über gleichbed. fr. ministère aus lat. ministe
rium „Dienst, Amt“): höchste Verwaltungsbehörde eines
Staates od. Landes mit einem bestimmten Aufgabenbe
reich (Wirtschaft, Justiz u.a.). Milnislterlprälsildent
der; -en, -en (zu TMinister): 1. Leiter einer Landesregie
rung. 2. Leiter der Regierung in bestimmten Staaten. Minislterlprä si denltin die; -, -nen: weibliche Form zu
ÎMinisterpräsident, milnisltralbel* (zu T...abel>: befä
higt, Minister zu werden. Milnisitrant* der; -en, -en (aus
lat. ministrans, Gen. ministrantis, Part. Präs, von minis
trare, vgl. ministrieren): kath. Messdiener. Milnisltrantin* die; -, -nen: weibliche Form zu Î Ministrant, milnistrielren* (aus lat. ministrare „(be)dienen“ zu minister
„Diener“): bei der Messe dienen
Milniltowler [,,,taʊə] der; -[s], - (zu T Mini... u. engl. tower,
vgl. Tower): Standgehäuse für einen Computer, das etwa
halb so hoch ist wie ein Î Tower (2)
Mi ni um das: -s (aus lat. minium „Zinnoberrot“): (veral
tet) Mennige
Milnilvan [,,,væn] der; -s, -s (zu TMini... u. engl. van, vgl.
Van): äußerlich relativ klein dimensionierter TVan
Mink der; -s, -e (aus gleichbed. engl. mink): nordamerik.
Marderart, Nerz
M inlnelolla die; -, Plur. -s od. ...len (Kunstw.): eine Man
darinenart (ursprünglich Kreuzung von TTangerine u.
Grapefruit) mit Höcker am Stil
M inlne soltalit [auch ,,,'ɪt] der; -s, -e (nach dem Vorkom
men in Minnesota (USA) u. zu T2...it>: ein grünes, eisen
haltiges Mineral
milnolisch (nach dem kretischen Sagenkönig Minos): die
Kultur Kretas von etwa 3000 bis 1200 v. Chr. (vor der Be
siedlung durch griech. Stämme) betreffend
milnor ['maɪnə] (aus engl. minor „kleiner, geringer“, dies
aus gleichbed. lat. minor): engl. Bez. für T'Moll (Mus.);
Ggs. TMajor. Milnor ['mi:no:e] der; - (aus lat. minor (ter
minus) „der kleinere (Begriff)“) : Begriff mit engerem Um
fang im TSyllogismus. Mi|no|ran|te die; -, -n (zu lat. mi
nor „kleiner“; vgl. ...ant (1)): Vergleichsreihe, deren Glie
der kleiner od. gleich den Gliedern einer zu untersuchen
den Reihe sind (Math.). Milnolrat das; -[e]s, -e (gebildet
nach ÎMajorat zu lat. minor „kleiner, geringer; jünger“):
1. Vorrecht des Jüngsten auf das Erbgut ; Jüngstenrecht. 2.
nach dem Jüngstenrecht zu vererbendes Gut; vgl. Majorat
(Rechtsw.). milnolre (it.; eigtl. „kleiner“): ital. Bez. für
T’Moll; Ggs. Tmaggiore. Milnolre das; -s, -s: Molltonart;
Mittelteil in Moll eines Tonsatzes in Dur. mi|no|renn
(aus gleichbed. mlat. minorennis zu lat. minor (vgl. Mino
rat) u. annus „Jahr“): (veraltet) minderjährig, unmündig;
Ggs. Tmajorenn. Mi|no|ren|ni|tät rZze; - (aus gleichbed.
m/ɑ/. minorennitas, Gen. minorennitatis): (veraltet) Min
derjährigkeit, Unmündigkeit (Rechtsw.); Ggs. TMajorennität. Minoirist der; -en, -en (zu lat. minor „geringer“ u.
T ...ist): kath. Kleriker der niederen Weihegrade. Milnorit der; -en, -en (zu mlat. minoritas „Geringheit; Armut“;
vgl. 3...it>: (Franziskaner, insbesondere Angehöriger des
Zweigs der 1 Konventualen (2). Mi|no|ri|tät rf/e; -, -en
(über/r. minorité aus gleichbed. mlat. minoritas, Gen. minoritatis zu lat. minor, vgl. Minorat): Minderzahl, Min
derheit; Ggs. T Majorität
Milnorlka das; -[s], -s (nach der zu Spanien gehörenden
Mittelmeerinsel Menorca): engl. Hühnerrasse span. Ur
sprungs
Milnot [mi no:] das; -s, -[s] (aus gleichbed. fr. minot): altes
Hohlmaß, Getreidemaß in Paris
Mi|no|t<iu|rus tZer; - (über lat. minotaurus aus gleichbed.
gr. minötauros, eigtl. „Stier des Minos“): Ungeheuer der
griech. Sage mit Menschenleib u. Stierkopf
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-s, -s (aus engl. minstrel, dies über altfr. ministrel, menestrel aus mlat. ministerialis „Dienstmann“,
vgl. Ministerialen 1. mittelalterlicher Spielmann u. Sänger
in England im Dienste eines Adligen; vgl. Menestrel. 2.
fahrender Musiker od. Sänger im 18. u. 19. Jh. in den USA
Mintlsolße die; -, -n (Lehnübersetzung von engl. mintsauce zu mint „Minze“ u. sauce „Soße“>: (bes. in England
beliebte) würzige Soße aus Grüner Minze (Gastr.)
Mi nu end der; -en, -en (aus lat. minuendus, Gerundivum
von minuere, vgl. minuieren): Zahl, von der etwas abge
zogen werden soll. Milnuletlto das; -s, Plur. -s u. ...tti
(aus gleichbed. it. minuetto): ital. Bez. für t Menuett, minulielren (aus gleichbed. lat. minuere): (veraltet) ver
kleinern, verringern, milnus (aus lat. minus „weniger“,
Neutrum von minor „kleiner, geringer“, dies Komparativ
von parvus „klein; gering“): 1. weniger (Math.); Zeichen
— , 2. unter dem Gefrierpunkt liegend. 3. negativ (Elektrot.). 4. abzüglich (Wirtsch.). Milnus das; -, -; 1. Ver
lust, Fehlbetrag. 2. Mangel, Nachteil. Milnuslkel die; -,
-n (zu lat. minusculus „etwas kleiner“, dies zu minor, vgl.
minus): Kleinbuchstabe; Ggs. ÎMajuskel. Milnus
mann der; -[e]s, ...männer (zu TMinus): Mann mit domi
nant negativen Eigenschaften. Milnusltyp der; -s, -en:
Person mit dominant negativen Eigenschaften. Milnusvarilanlte [...v...] die; -, -n: Individuum (Pflanze od.
Tier), das (bes. in Bezug auf das genetische Material)
nachteilig vom Mittelwert abweicht. Milnulte die; -, -n
(aus gleichbed. mlat. minuta, dies aus lat. minutus „ver
ringert, sehr klein“, Part. Perf. von minuere, vgl. minuieren): 1. Zeitraum von 60 Sekunden; der sechzigste Teil ei
ner Stunde; Zeichen min (für die Uhrzeit m‘n od. m, veral
tet m); Abk.: Min. 2. der sechzigste Teil eines Grades;
Zeichen ' (Math.). Mi|nu|ten|vo|lu|men [,..v...J das; -s:
die Blutmenge, die das Herz in einer Minute fördert
(Med.), milnultilös vgl. minuziös, milnütllich, seltener
minütlich: jede Minute. Mi|nu|zi|en [,,,iən] die (Plur.)
(aus mlat. minutia (Plur.) „Kleinigkeit(en)“): (veraltet)
Kleinigkeiten, Nichtigkeiten. Mi|nu|zilen|stift der;
-[e]s, -e: Aufstecknadel für Insektensammlungen. mi|nuzilös (aus gleichbed. fr. minutieux zu minutie „Kleinig
keit; peinliche Genauigkeit“, dies aus lat. minutia zu mi
nutus, vgl. Minute): 1. peinlich genau, äußerst gründlich.
2. (veraltet) kleinlich
mió con Ito [- k...] (z7. ): (veraltet) auf meine Rechnung
Milolhiplpus der; - (über nlat. miohippus zu gr. melon
„kleiner, weniger“ u. hippos „Pferd“): ein ausgestorbener
Einhufer Nordamerikas
Mil omlbolwald der; -[e]s, ...wälder (aus einer afrik. Ein
geborenensprache): Trockenwald im tropisch-wechsel
feuchten Afrika der Südhalbkugel
Mi|o|sis (/ze,- -, ...sen (über nlat. miosis aus gr. meiösis „das
Verringern, Verkleinern“): Pupillenverengung (Med.).
Mi|o|ti|kum tos, -s, ...ka(zu t ...ikum): pupillenverengen
des Mittel. miloltisch (ausgr. meiötikös „verkleinernd“):
pupillenverengend (Med.)
milolzän (zugr. melon „kleiner, weniger“ u. kainös „neu“):
das Miozän betreffend. Milolzän das; -s: zweitjüngste
Abteilung des TTertiärs (Geol.)
Mi-par|tj das; - (zu fr. mi-parti „halbiert, in zwei Hälften
zerfallend“ zu mi- „halb“ u. parti „aus zwei gleichen Hälf
ten bestehend“, dies zu lat. pars, Gen. partis „Teil“): ge
teilte Tracht; [Männerjkleidung des Mittelalters, bei der
rechte u. linke Seite in Farbe u. Form verschieden waren
MIPS (Abk. für engl. million instructions per second „Mil
lionen Befehle pro Sekunde“): Maß für die Rechenge
schwindigkeit eines Î Prozessors (EDV)
'Mir der; -s (aus russ. mir „Frieden(sgemeinschaft), Bauern
gemeinde“): a) bis 1917 russische Dorfgemeinschaft; b)
Gemeinschaftsbesitz einer Dorfgemeinde
Minstrel’ito,
Mischna
2Mjr der;
-[s], -s (aus gleichbed. pers. mir): kostbarer persi
scher Teppich mit dem Palmwedelmuster tMiri
3Mirto; - (aus russ. mir „Frieden“): Name einer russischen
Raumstation
Milralbellle die; -, -n (aus gleichbed. fr. mirabelle, Her
kunft ungeklärt): eine gelbe, kleinfrüchtige, süße Pflaume[nart]
mirabile dicltu [...le dɪktu] {lat.; „wundersam zu sa
gen"): kaum zu glauben. Milralbillilen [,,,iən] die (Plur.)
(aus gleichbed. spätlat. mirabilia (Plur.) zu lat. mirabilis
„wunderbar, erstaunlich“): (veraltet) Wunderdinge. Mira|biHit [auch ...'lit] der; -s (zu t2...it>: Glaubersalz; kris
tallisiertes Natriumsulfat. Milralcullin [...k...] das: -s (zu
lat. miraculum „Wunder“ (vgl. Mirakel) u. t...in (1)): im
Fruchtfleisch der Beeren des Wunderbeerenstrauches ent
haltener Stoff, der die Geschmacksnerven auf der Zunge
so beeinflusst, dass Süßes noch süßer, Saures aber süß
schmeckt (Biochem.)
Milradsch [...dj] die; - (aus arab. mirag „Aufstieg“): die
Himmelfahrt Mohammeds auf dem Pferd Burak nach dem
Î Koran
Milrage [mi'ra:ʒ] die; -, -n [,,,ʒn] (aus fr. mirage „Luftspie
gelung, Trugbild“ zu (se) mirer „(sich) spiegeln; (sich) be
sehen, bewundern“, dies aus lat. mirari): 1. a) Luftspiege
lung (Meteor.); b) (veraltet) leichter Selbstbetrug, Selbst
täuschung. 2. Name einer Reihe franz. Kampfflugzeuge.
Milralkel das; -s, - (aus lat. miraculum „Wunder“ zu mi
rari „sich wundern“): 1. Wunder, wunderbare Begeben
heit; Gebetserhörung (an Wallfahrtsorten). 2. mittelalter
liches Drama über Marien- u. Heiligenwunder; Mirakel
spiel. mi|ra|ku|lös (ausm/zzt. miraculosus „wunderbar“):
(veraltet) durch ein Wunder bewirkt. Milralmid das; -s
(Kunstw. ; vgl. 3...id>: aus Polyamid bestehender Werk
stoff. Milralstern der; -[e]s, -e (nach dem Stern Mira):
Stern, dessen Helligkeitsperiode zwischen 80 und 1000 Ta
gen liegt
Mirlbanlöl das; -[e]s (zu fr. mirbane „Nitratbenzol“):
künstliches Bittermandelöl zur Parfümierung von Seifen
Mil re die; -, -n (aus fr. mire „Richtkorn (auf dem Gewehr)“
zu mirer, vgl. Mirage): Meridianmarke zur Einstellung des
Fernrohres in Meridianrichtung
Milri das; -[s] (aus gleichbed. pers. mɪrɪ): [Teppichjmuster,
bestehend aus regelmäßig angeordneten, an der Spitze ge
knickten Palmblättern
Mirllilton [... to:] das; -s, -s (aus/?: mirliton „Flöte, Rohr
flöte“): Ansingtrommel, bei der eine Membran durch An
singen in Schwingung versetzt wird u. die Stimme verstärkt
u. verändert
Mil roir [mi'roa:n] der; -, -s (aus gleichbed. fr. miroir zu mi
rer, vgl. Mirage): (veraltet) Spiegel
Mirl za der; -s, -s (aus pers. mlrza „Fürstensohn“ zu mir
„Herr“ u. zä „der Geborene", dies zu zatan „geboren wer
den“): persischer Ehrentitel (vor dem Namen: Herr; hin
ter dem Namen: Prinz)
mis.... Mis... vgl. miso..., Miso... Milsanldrie* die; - (aus
gleichbed. gr. misandria; vgl. miso...): krankhafter Män
nerhass (von Frauen; Psychol., Med.). Milsanlthrop*
der; -en, -en (aus gleichbed. gr. misänthröpos): Menschen
feind, -hasser; Ggs. t Philanthrop. Milsanlthrolpie* die;
- (aus gleichbed. gr. misanthröpia): 1. Menschenhass,
-scheu; Ggs. t Philanthropie. 2. krankhafte Abneigung ge
gen andere Menschen (Med.). mi|san|thro|pisch*:
menschenfeindlich, menschenscheu; Ggs. (philanthro
pisch
mis Ice [,,,ts...] (to.): mische (Vermerk auf Rezepten). Miscelllalnea die (Plur.) tlat.y. svw. Miszeilaneen
Mischina die; - (aus hebr. misnä „Unterweisung“ zu sänä
„wiederholen, lernen“): Sammlung der jüd. Gesetzeslehre
aus dem 2. Jh. n.Chr. (Grundlage des ÎTalmuds)
M
Mischpoche
u. Mischlpolke die; - (über jidd. mischpocho „Familie“ aus hebr. mispähä „Stamm, Genossen
schaft“): (ugs. abwertend) a) jmds. Familie, Verwandt
schaft; b) üble Gesellschaft; Gruppe von unangenehmen
Leuten
Mil se ['mi:zə] die; -, -n (aus gleichbed./r. mise, eigtl. Part.
Perf. (Fern.) von mettre „(ein)setzen, stellen, legen“, dies
über gleichbed. spätlat. mittere aus lat. mittere „schi
cken“): 1. einmalige Prämie bei der Lebensversicherung.
2. Spieleinsatz beim Glücksspiel. Mise en scène [mizâ'sɛn] die;----- , -s - - [miz...] (aus gleichbed. fr. mise en
scène): Inszenierung
mi|se|ra|bel (über fr. misérable aus lat. miserabilis „jäm
merlich, kläglich“): (ugs.) a) auf ärgerliche Weise sehr
schlecht; b) erbärmlich; c) moralisch minderwertig, nie
derträchtig, gemein. M i Ise I ra I bi I li Ität die; - (zu Î ...ität):
(veraltet) Bedauernswürdigkeit, Erbärmlichkeit. Milsere die; -, -n (aus gleichbed. fr. misère, dies aus lat. miseria
„Elend“ zu miser „elend, erbärmlich“): Elend, Unglück,
Notsituation, -läge. Mi|se|re|or das; -[s] (zu lat. misereor
„ich erbarme mich“, 1. Pers. Sing, von misereri „sich er
barmen“): kath. Organisation, die mit einem jährlichen
Fastenopfer der deutschen Katholiken den Menschen in
den Entwicklungsländern helfen will (seit 1959). Milse
reire das: -s (aus lat. miserere „erbarme dich!“, Imperativ
von misereri, vgl. Misereor): 1. Anfang und Bez. des 51.
Psalms (Bußpsalm) in der Î Vulgata. 2. Koterbrechen bei
Darmverschluss (Med.). Mi|se|ri|cor|di|as Do mi ni
[...'kor... -] (lat.; „die Barmherzigkeit des Herrn“): zweiter
Sonntag nach Ostern, nach dem alten Î Introitus des Got
tesdienstes (Psalm 89,2). Mi|se|ri|kor|die [,,,iə] die; -, -n
(zu lat. misericordia „Barmherzigkeit“ (weil diese Sitze
bes. älteren Priestern als Sitzgelegenheit dienten)): [mit
Schnitzereien versehener] Vorsprung an den Klappsitzen
des Chorgestühls als Stütze während des Stehens. Milseri|kor|di|en|bild [...ian...] ¿as; -[e]s, -er: Darstellung
Christi als Schmerzensmann (bildende Kunst)
M isnefet der; -, -s (aus gleichbed. hebr. misnefet): hohe,
turbanartige Kopfbedeckung des jüd. Hohenpriesters
Mil so das; -[s], -s (aus gleichbed. jap. miso): Paste aus fer
mentierten Î Sojabohnen
milso..., Mi so..., vor Vokalen meist mis..., Mis... (aus
gleichbed. gr. miso- zu misos „Hass“, dies zu misent „has
sen“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Feind
schaft, Hass, Verachtung“, z. B. Misogam, Misanthropie.
Milsolgam der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu î...gam
(2)>: Ehefeind. Milsolgalmie die; - (zu î...garnie (2)):
Ehescheu (bei Männern u. Frauen; Med., Psychol.). Misolgyn der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (aus gleichbed. gr.
misogynes): Frauenfeind (Med., Psychol.). Milsolgylnie
die; - (aus gleichbed. gr. misogyneia): 1. krankhafter Hass
von Männern gegenüber Frauen (Med., Psychol.). 2.
Frauen entgegengebrachte Verachtung, Geringschät
zung; Frauenfeindlichkeit. Milsollolgie die; - (aus
gleichbed. gr. misologia, eigtl. „Redehass“): Hass gegen
den ÎLogos; Abneigung gegen vernünftige, sachliche
Auseinandersetzung (Philos.), milsollglgisch (zu t...lo
gisch): denkscheu, vernunftfeindlich. Milsolpäldie die;
-, ...ien (zu Tmiso..., gr. país, Gen. paidós „Kind“ u.
T2...ie>: krankhafter Hass gegen [die eigenen] Kinder
(Med., Psychol.)
M islrach der; - (aus hebr. mizrah „Osten, Sonnenauf
gang“): jüd. Bez. der Himmelsrichtung, zu der man sich
beim Gebet hinwendet. Mislralchi die; - (aus neuhebr.
mizrähi, eigtl. „die Östliche“, zu hebr. mizräh, vgl. Misrach): besonders in den USA verbreitete Organisation or
thodoxer Zionisten
Miss die; -, -es [auch ...siz] (aus engl. miss, dies zusammen
gezogen aus mistress, vgl. Mistress): 1. (ohne Artikel)
Mischlpolche
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engl. Anrede für eine junge [unverheiratete] Frau. 2. (ver
altet) aus England stammende Erzieherin. 3. Schönheits
königin, häufig in Verbindung mit einem Länder- od. Orts
namen, z. B. Miss Germany
Mislsa die; -, ...ae [...se] (aus kirchenlat. missa, Part. Perf.
Fern, von mittere „gehen lassen, entlassen“, in der
Schlussformel ite, missa est (concio) „geht, die Versamm
lung ist entlassen“): kirchenlat. Bez. der T‘Messe (1); Mis
sa lecta [iɛkta]: stille od. Lesemesse; Missa pontificalis
[...ka:...]: svw. Pontifikalamt; Missa solemnis: feierliches
Hochamt. ’Mislsal das; -s, -eu. Missale das; -s, Plur. -nu.
...alien [...ion] (aus gleichbed. mlat. missale zu missa, vgl.
Missa): Messbuch. 2Mis|sal die; - (zu Î'Missal (weil die
ser Schriftgrad erstmals dafür verwendet wurde)): Schrift
grad von 48 Punkt (ungefähr 20mm Schrifthöhe;
Druckw.). Mislsalle vgl. 'Missal. Mislsa leclta [- 'lɛkta]
die; - -, ...ae ...ae [...se ...te] (aus gleichbed. kirchenlat. mis
sa lecta, zu lat. lecta, Part. Perf. Pass, von legere „lesen“):
stille od. Lesemesse. Mislsalle Rolmalnum das; - - (aus
gleichbed. kirchenlat. missale Romanum, zu lat. Romanus
„römisch“): amtliches Messbuch der röm.-kath. Kirche.
Mislsa ponltilfilcallis [- ...’ka:...] die; - -, ...ae - [...se -]
(aus gleichbed. kirchenlat. missa pontificalis, zu lat. pon
tificalis, vgl. pontifikal): ÎPontifikalamt. Mislsa sollem
nis dz<?; - -, ...ae - [...se -] (aus gleichbed. kirchenlat. missa
solemnis, zu lat. sol(l)emnis „feierlich“): feierliches Hoch
amt
Missed Ablorltion ['mɪsd əbɔ:ʃn] die; - -, - -s (aus engl.
missed abortion „ausbleibender Abort“ zu to miss „ver
fehlen, nicht haben“ u. abortion „Abtreibung“ (vgl. 'Ab
ort)): Verbleiben einer toten, unreifen Frucht über längere
Zeit in der Gebärmutter (Med.). Missed Lalbour [-'leɪbə] die; - -, - -s (aus gleichbed. engl. missed labour, zu la
bour, eigtl. „Mühe, Arbeit“): erfolglose Wehentätigkeit
(bei abgestorbener reifer Frucht, die nicht ausgestoßen
werden kann; Med.)
Mislses [auch ...siz]: Plur. von Miss
M islsile [misajl, auch misl] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. amerik. missile zu lat. missilis „zum Werfen, Schleudern
geeignet“, dies zu mittere, vgl. Mission): Flugkörperge
schoss (Mil.)
Mislsing Link das; - -[s] (aus engl. missing link „fehlendes
Glied“ zu to miss „verfehlen, nicht haben“ u. link
„Glied“ ) : 1. fehlende Übergangsform zwischen Mensch u.
Affe. 2. fehlende Übergangsform in tierischen u. pflanzli
chen Stammbäumen (Biol.)
Mis sio calnolnilca [- k...ka] die; - - (aus mlat. missio ca
nonica, eigtl. „kanonische Sendung“): kirchliche Ermäch
tigung zur Erteilung des Religionsunterrichts (kath. Kir
chenrecht). Mislsilon die; -, -en (aus (kirchen)lat. missio
„das Schicken, die Entsendung (christlicher Glaubensbo
ten)“, z.T. über fr. mission (Bed. 1, 3, 4), zu lat. mittere
„gehen lassen, schicken“): 1. Sendung, [ehrenvoller] Auf
trag, innere Aufgabe. 2. Verbreitung einer religiösen Lehre
unter Andersgläubigen; innere Mission: religiöse Erneue
rung u. Sozialarbeit im eigenen Volk. 3. [ins Ausland] ent
sandte Person[engruppe] mit besonderem Auftrag (z.B.
Abschluss eines Vertrages). 4. diplomatische Vertretung
eines Staates im Ausland. Mislsilolnar der; -s, -e (zu
T...ar (2)): in der 1 Mission (2) tätiger Priester od. Predi
ger; Glaubensbote. Mis|si|o|när der; -s, -e (zu 1 ...är): (österr.) svw. Missionar. mislsi|o|na|risch: die Mission (2)
betreffend; auf Bekehrung hinzielend. mislsi|o|nie|ren
(zu t ...ieren) : eine (bes. die christliche) Glaubenslehre ver
breiten. Mislsilgnslchef der; -s, -s: svw. Chef de Missi
on. Mislsilonslsta tilon die; -, -en: von Î Missionaren
eingerichtete u. unterhaltene Station mit Krankenhaus,
Schule o. Ä.
Mislsislsiplpilkulltur die; - (nach dem Strom Mississippi
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in Nordamerika u. îzu Kultur): bedeutende indian. Kul
turtradition in der Zeit von 500 bis 1700 n.Chr. Mislsissip pi um das; -s (zu t...ium): Bez. für das Untere ÎKar
bon in Nordamerika
M islsiv das; -s, -e [...vs] u. Mis|si|ve [...va] die; -, -n (aus fr.
(lettre) missive „(amtliches) Schreiben", dies aus lat. mis
sus „(ab)gesandt“, Part. Perl', von mittere, vgl. Mission):
(veraltet) 1. Sendschreiben, Botschaft. 2. verschließbare
Aktentasche
Mis|sou|ri|sy|nolde* die; - [... su:...] (nach dem nordamerik. Bundesstaat Missouri, wo sie 1847 gegründet wurde,
u. zu ÎSynode): streng lutherische Freikirche deutscher
Herkunft in den USA. Mislsoulrit [mɪsu ri:t, auch ... rit]
der; -s, -e (zu t2...it): ein dunkelgraues Tiefengestein
Mist der; -s, -e (aus gleichbed. engl. mist): leichter Nebel
(Seew.)
M is teil la der; -s, ...lien (aus gleichbed. span, mistela, eigtl.
Verkleinerungsform von misto, mixto „gemischt“, dies aus
Zai. mixtus): Traubenmost der Mittelmeerländer, dessen
Gärung durch Zusatz von Alkohol verhindert od. unter
brochen wurde
Mislter der; -s, - (aus gleichbed. engl. mister, dies Neben
form von master, vgl. Master): 1. (ohne Artikel) engl. An
rede für einen Mann in Verbindung mit dem Namen; Abk. :
Mr. (engl. Mr). 2. Sieger in einem Schönheitswettbewerb
für Männer, häufig in Verbindung mit einem Orts- od.
Ländernamen, z. B. Mister Universum
misltelrilolsalmenlte u. misltelrilolso {it.; zu mistero
„Geheimnis“, dies aus lat. mysterium, vgl. Mysterium):
geheimnisvoll (Vortragsanweisung; Mus.)
misltig (zu engl. mist, vgl. Mist): neblig (Seew.)
Misltilgri* das; -s (aus fr. mistigri, eigtl. „Miezekatze“, wei
tere Herkunft ungeklärt): Kartenspiel für 3-6 Personen
mit dem Treffbuben als Haupttrumpf
Misltor der; -s, ...oren (Kunstw.): ein Magnetfeldwider
stand, bei dem eine Wismutschicht mäanderförmig auf ei
nen isolierenden Träger aufgetragen ist
Mistlpuflfers [,,,pʌfəz] die (Plur.) (aus engl. (ugs.) mist
puffers, eigtl. „Nebelstöße“ zu mist, vgl. Mist, u. puff
„(Atem)stoß"): scheinbar aus großer Entfernung kom
mende dumpfe Knallgeräusche unbekannter Herkunft,
die man an Küsten wahrnimmt
M isltral* der: -s, -e (aus gleichbed. fr. mistral, dies aus provenzal. mistral, älter maestral, eigtl. „Hauptwind“, zu
maestre „Herr, Meister“, dies aus gleichbed. lat. magis
ter): kalter Nord[west]wind im Rhonetal, in der Provence
u. an der franz. Mittelmeerküste. Misltress [ mistris] die;
-, -es [...siz] (aus engl. mistress „Herrin, Gebieterin“, dies
aus gleichbed. altfr. maistresse, vgl. Mätresse): 1. (ohne
Artikel) engl. Anrede für eine [verheiratete] Frau in Ver
bindung mit dem Namen; Abk.: Mrs. (engl. Mrs). 2. (ver
altet) Hausfrau, Herrin, Lehrerin
mi|su|ra|to (Z/./zumisuraaus lat. mensura „Maß“): gemes
sen, wieder streng im Takt (Vortragsanweisung; Mus.)
Mis|zel|la|ne|en [auch ,,, la:neən] die (Plur.) (aus lat. mis
cellanea, Neutr. Plur. von miscellaneus „vermischt“, dies
zu miscellus, vgl. Miszellen): svw. Miszellen. Mis|zel|len
die (Plur.) (aus lat. miscella, Neutr. Plur. von miscellus
„gemischt“, dies zu miscere „mischen“): kleine Aufsätze
verschiedenen Inhalts; Vermischtes, bes. in wissenschaft
lichen Zeitschriften
Milta die; - (über span, mita aus dem Indian. (Quechua)):
Form der Zwangsarbeit im Inkareich
milte (aus lat. mite (Adverb) „mild, gelinde“; vgl. mitis):
mild, ohne Reizstoffe (von Arzneimitteln, die bestimmte
Wirkstoffe in reduzierter Konzentration enthalten); vgl.
mitis
Miltellla die; -, ...lien (aus gleichbed. spätlat. mitella, Ver
kleinerungsform von mitra, vgl. Mitra) : Dreieckstuch ; um
Mitralklappe
den Nacken geschlungenes Tragetuch für den Arm zur Ru
higstellung bei Unterarm- u. Handverletzungen
Milthrälum* das: -s, ...äen (über spätlat. Mithraeum aus
gleichbed. gr. Mithraion; nach dem altpers. Rechts- u.
Lichtgott Mithras): unterirdischer Kultraum des Mithras
(vielfach im röm. Heeresgebiet an Rhein u. Donau). Mithri|da|tis|mus der; - (nach König Mithridates VI. von
Pontos (um 132-63 v. Chr.), der sich zum Schutz vor dem
Vergiftetwerden durch Einnahme von geringen Giftdosen
immunisierte, u. zu t...ismus (3)): durch Gewöhnung er
worbene Immunität gegen Gifte (Med.)
Milthulna die; - (aus sanskr. mithuná „Liebespaar“, eigtl.
„Paarung“): in der ind. religiösen Kunst häufig verwende
tes Liebesmotiv (als Symbol des erfahrbaren Einsseins der
individuellen Seele mit dem Göttlichen)
Miltilgans das; -, Plur. ...anzien [,,,iən] u. ...antia (aus lat.
mitigans, Gen. mitigantis, Part. Präs, von mitigare, vgl.
mitigieren): 1. Linderungs-, Beruhigungsmittel (Med.). 2.
(nur Plur.; veraltet) mildernde Umstände (Rechtsw.). Mitilgation die; -, -en (aus lat. mitigatio „Besänftigung“):
1. Abschwächung, Milderung (Med.). 2. (veraltet) Straf
minderung (Rechtsw.). miltilgielren (aus gleichbed. lat.
mitigare): lindern, mildern (Med.), miltilgiert (zu
Î...iert): abgeschwächt, gemildert (z. B. von Krankheiten;
Med.), miltis (aus lat. mitis „mild, gelinde“): leicht, mild
verlaufend (von Krankheiten; Med.); vgl. mite
mi|to|chon|dri|al* [...x...] (zu îMitochondrium u. î’...al
(1)>: die Mitochondrien betreffend. Miltolchpnldrilum
das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. nlat. mitochondrium
zu gr. mitos „Faden“ u. chondrion „Knötchen“): fadenod. kugelförmiges Gebilde in menschlichen, tierischen u.
pflanzlichen Zellen, das der Atmung u. dem Stoffwechsel
der Zelle dient (Biol.). miltolgen (zu tMitose u. î...gen>:
eine Mitose hervorrufend (von Substanzen; Biol.). Miltomylcin [,,,'tsi:n] u. Miltolmylzin das; -s, -e (Kurzw. aus
1 Mitose u. TStreptomycin): (vor allem in der Krebsthera
pie angewendetes) Tzytostatisch wirksames 1 Antibioti
kum
milton nie ren (aus gleichbed. fr. mitonner): langsam in
einer Flüssigkeit kochen lassen
Miltoise die; -, -n (zugr. mitos „Faden, Kette“ u. t‘...ose>:
Zellkernteilung mit Längsspaltung der Chromosomen; in
direkte Zellkernteilung (Biol.); Ggs. TAmitose. Miltplsegift das; -[e]s, -e: Stoff, der den normalen Verlauf der
Kernteilung stört (z. B. IKolchizin; Biol.). Miltolselzyklus* der; -, ...klen: svw. Zellzyklus, miltoltisch: die
Zellkernteilung betreffend (Biol.)
Miltra* die; -, ...ren (über lat. mitra aus gr. mitra „Stirnbin
de, Turban“): 1. Kopfbedeckung hoher kath. Geistlicher;
Bischofsmütze. 2. mützenartige Kopfbedeckung altorien
talischer Herrscher. 3. a) bei den Griechen u. Römern
Stirnbinde der Frauen; b) metallener Leibgurt der Krie
ger. 4. haubenartiger Kopfverband (Med.)
Mi|trail|la|de* [mitra(l)ja:də] iZz'e; -, -n (aus gleichbed. fr.
mitraillade zu mitraille; vgl. Mitraille): (veraltet) a) Salve;
b) Kartätschenfeuer. Miltraillle [mɪ'tra(l)jə] die; -, -n (aus
fr. mitraille „zerhackte Blei-u. Eisenstücke“ zu älter/r. mi
te „Kupfermünze“): (veraltet) Kartätschenladung. Mitraillleur [mɪtra(l) jo:u] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. mit
railleur): (Schweiz.) Maschinengewehrschütze. Miltrailleulse [,,,jo:zə] iZze; -, -n (aus gleichbed. fr. mitrailleuse):
franz. Salvengeschütz (1870-71), bei dem mehrere Läufe
schnell hintereinander abgefeuert werden konnten, Vor
läufer des Maschinengewehrs
miltral* (zu gr. mitra (vgl. Mitra) u. t’...al (1)): 1. sich auf
die Mitralklappe beziehend (Med.). 2. von haubenförmi
ger Gestalt. Mi|tral|inlsuf|fi|zi|enz die; -, -en: nicht aus
reichende Schließfähigkeit der Mitralklappe (Med.). Mitralklaplpe die; -, -n: zweizipfelige Herzklappe zwi-
M
Mitralstenose
890
die; -, -en (aus gleichbed. lat. mixtio zu miscere „mi
sehen linkem Vorhof u. linker Kammer (Med.). Miltralschen“): (veraltet) Mischung. Mixltum comlpolsiltum
stelnolse die; -, -n: Verengung der Mitralklappenlich
[- k...] das; - -, ...ta ...ta (zu lat. mixtum compositum „ge
tung [im Gefolge einer rheumatischen od. bakteriellen
mischt zusammengesetzt“; vgl. Mixed u. Kompositum):
Herzklappenentzündung] (Med.). Miltren: Plur. von
Durcheinander, Mischmasch, buntes Gemisch. Mixltur
Î Mitra
die; -, -en (aus Z<V. mixtura „Mischung“ zu mixtus, Part.
Mitlrolpa die; - (Kunstw.): Mitteleuropäische Schlaf- und
Perf. von miscere „mischen“): 1. Mischung; flüssige Arz
Speisewagen-Aktiengesellschaft
neimischung. 2. Orgelregister, das auf jeder Taste mehrere
Mitlsulmaltalpalpier* das; -s, -e (zu jap. mitsu „drei“,
Pfeifen in Oktaven, Terzen, Quinten, auch Septimen ertö
mata „gegabelt“ u. tPapier}: aus den langen, schneewei
nen lässt (Mus.). Mixltylra sol vens [- ...v...] die; ...rae
ßen Bastfasern des in Japan kultivierten Papierseidelbasts
solventes [...re ,,,'vɛnte:s] (zu lat. solvens, Gen. solventis,
hergestelltes (Seiden)papier
Part. Präs, von solvere „lösen“): einzunehmende Arznei
Mitzlwa die; -, Plur. ...woth od. -s (aus gleichbed. jidd. mitmittellösung zur Sekretverflüssigung bei Erkältungen
zwa, dies aus hebr. miswä „Gebot“ zu säwä „gebieten“}:
Milya [ mi:ja] der; -[s], -[s] (aus jap. mi-ya „erhabenes
gute, gottgefällige Tat
Haus“): Tschintoistischer Götterschrein
MixiZer; -, -e (zu engl. to mix „(ein Getränk) mischen“; vgl.
Mixed): (Jargon) Gemisch, spezielle Mischung. Mixed Milzell das; -s, -e u. Milzellle die; -, -n (aus nlat. micella,
Verkleinerungsform von lat. mica „Krümchen“): Mole
[mikst] das; -[s], -[s] (aus gleichbed. engl. mixed zu mixed
külgruppe, die sich am Aufbau eines Netz- u. Gerüstwer
„gemischt“, dies über (alt)fr. mixte aus gleichbed. lat. mix
kes in der pflanzlichen Zellwand beteiligt (Biol.). Milzel
tus, Part. Perf. von miscere „mischen“}: gemischtes Dop
len die (Plur.): Kolloidteilchen, die aus zahlreichen klei
pel (aus je einem Spieler u. einer Spielerin auf jeder Seite)
neren Einzelmolekülen aufgebaut sind (Chem.)
im Tennis, Tischtennis u. Badminton. Mixed Drink
['mɪkst -] der; - -[s], - -s (aus gleichbed. engl. mixed drink zu Mnelme<#e; - (ausgr. mneme „Gedächtnis“}: Gedächtnis;
Erinnerung, Fähigkeit lebender Substanz, für die Lebens
to mix „mischen“ u. drink „Getränk“): alkoholisches
Mischgetränk. Mixed Ecolnolmy [- ɪ'kɔnəmɪ] die; - - (zu
vorgänge wichtige Information zu speichern (Med., Psy
chol.). Mnelmislmusder; - (zu Î ...ismus ( 1 )}: Lehre, dass
engl. economy „Wirtschaft“}: Form der (Marktwirt
alle lebende Substanz eine Mneme habe, die die vitalen
schaft, die neben der wettbewerblichen Selbststeuerung
Funktionen steuere. Mnelmolnik die; - (über lat. mne
auch durch Lenkungsmaßnahmen u. Verhandlungen zwi
schen Interessengruppen gekennzeichnet ist. Mixed Grill
monicum aus gr. mnemonikön „Erinnerungskunst, Ge
dächtniskraft“}: svw. Mnemotechnik. Mnelmolnilker
der; - -[s], - -s (aus gleichbed. engl. mixed grill, zu grill
der; -s, -: svw. Mnemotechniker, mnelmglnisch (aus gr.
„Grillgericht“}: Gericht, das aus verschiedenen gegrillten
Fleischstücken [u. kleinen Würstchen] besteht (Gastr.).
mnemonikös „ein gutes Gedächtnis habend“): 1. svw.
Mixed Me|dia[-'mi:dje], die (Plur.) (aus gleichbed. engl.mnemotechnisch. 2. bei der t Codierung von Wörtern die
amerik. mixed media, zu engl. media (Plur. von medium,
Bedeutung des Wortes erkennen lassend (z.B. SUB für
Subtraktion; EDV). Mnelmoltechlnik die; -, -en (nach
dies aus lat. medium, vgl.t 'Medium)): Bez. für künstleri
sche Ausdrucksformen, die unter Einbeziehung verschie
gleichbed. gr. mnêmonikê téchnê): Technik, Verfahren,
dener Medien eine Verbindung mehrerer Kunstbereiche
sich etwas leichter einzuprägen, seine Gedächtnisleistung
(u. a. Theater, Musik, Tanz) zu einer neuen Einheit im Sin
zu steigern, z.B. durch systematische Übung od. Lernhil
ne eines Gesamtkunstwerks anstreben. Mixed Pilckles
fen (wie z. B. Merkverse). Mnelmoltechl ni Iker der; -s, -:
[- 'pɪkls], auch Mixedlpilcklesu. Mixpickles ['mɪkspɪkls]
jmd., der die Mnemotechnik beherrscht, mnelmoltechdie (Plur.) (aus engl. mixed pickles, mixpickles, zu pickle
nisch: die Mnemotechnik betreffend, mnesltisch (zu
„Pökel, Eingemachtes“): in gewürzten Essig roh eingeleg
gr. mnèstis „Gedächtnis“): die Mneme betreffend
te Stückchen verschiedener Gemüsesorten, bes. Gurken, Moa der; -[s], -s (aus gleichbed. maorisch (Eingeborenen
Perlzwiebeln, kleine Maiskolben u. a. rnilxen (aus engl. to
sprache Neuseelands) moa): ausgestorbener, sehr großer,
mix „mischen“ zu mixed „gemischt“, vgl. Mixed): 1. (bes.
straußenähnlicher neuseeländischer Laufvogel (bis 3,50m
Getränke) mischen. 2. die auf verschiedene Bänder aufge
hoch). Moalholz das; -es: aus Neuseeland eingeführtes,
nommenen akustischen Elemente eines Films (Sprache,
sehr hartes Holz
Musik, Geräusche) aufeinander abstimmen u. auf eine Mob der; -s (aus gleichbed. engl. mob, eigtl. „aufgewiegelte
Tonspur überspielen. 3. Speisen mit einem elektr. Küchen
Volksmenge“, verkürzt aus gleichbed. lat. mobile vulgus):
gerät zerkleinern u. mischen. 4. (beim Eishockey) den
(abwertend) 1. Pöbel. 2. mit kriminellen Mitteln vorgehen
Puck mit dem Schläger schnell hin u. her schieben. Milxer
de Bande; organisiertes Verbrechertum, moblben (aus
der; -s, - (aus gleichbed. engl. mixer): 1. jmd., der [in einer
engl. to mob „aufwiegeln, (tätlich) angreifen“): Mobbing
Bar] alkoholische Getränke mischt. 2. a) Tontechniker, der
betreiben; einen Arbeitskollegen ständig schikanieren,
getrennt aufgenommene akustische Elemente eines Films
quälen, verletzen [mit der Absicht, ihn zur Aufgabe seines
auf eine Tonspur überspielt; b) Gerät zum Mixen (2) 3.
Arbeitsplatzes zu veranlassen], Moblbing das; -s (zu
elektr. Gerät zum Mischen u. Zerkleinern von Getränken
t...ing): das Mobben; Gesamtheit der gezielt gegen eine
u. Speisen
Person gerichteten andauernden bzw. wiederholt erfol
Mijxollyldisch u. Mi|xo|ly|di|sche das; ...sehen (aus
genden böswilligen Handlungen durch eine od. mehrere
gleichbed. gr. mixolydios, eigtl. „halblydisch“, nach der
Personen am Arbeitsplatz
kleinasiat. Landschaft Lydien): a) altgriech. Tonart; b) 7. Mölbel das; -s, - (aus älter fr. meuble „bewegliches Gut;
Kirchentonart (g-g’) des Mittelalters (Mus.)
Hausgerät; Einrichtungsgegenstand“, dies aus mlat. mo
Mi xoisko pie* die; - (zu gr. mîxis „geschlechtliche Verei
bile „bewegliches Hab und Gut“ zu lat. mobilis, vgl. mo
nigung“, eigtl. „(Ver)mischung“, u. t,,,skopie): sexuelle
bil): 1. a) Einrichtungsgegenstand für Wohn- u. Arbeits
Lust u. Befriedigung beim Betrachten des Koitus anderer;
räume; b) (nur Plur.) Einrichtung, Mobiliar. ?.. (ohne
vgl. Voyeur, milxoltroph* (zugr. mîxis „(Ver)mischung“
Plur.; ugs.) großer, unhandlicher od. ungefüger Gegen
u.t ...troph): sich gemischt ernährend, sowohl aus anorga
stand. molbil (über/r. mobile „beweglich, marschbereit“
nischen als auch aus organischen Stoffen (z.B. von be
aus lat. mobilis „beweglich“ zu movere „in Bewegung set
stimmten Bakterien, Algen, Fleisch fressenden Pflanzen;
zen“): 1. a) beweglich, nicht an einen festen Standort ge
Biol.)
bunden; Ggs. timmobil (1); b) den Wohnsitz u. Arbeits
Mixlpilckles ['mɪkspɪkls] vgl. Mixed Pickles. Mixltilon
platz häufig wechselnd. 2. für den militärischen, polizeili
891
chen o. ä. Einsatz bestimmt od. ausgerüstet; einsatzbereit;
Ggs. timmobil (2); mobil machen: in den Kriegszustand
versetzen; auf das Eintreten in einen bevorstehenden
Krieg vorbereiten. 3. (ugs.) wohlauf, gesund; lebendig,
munter. Molbilr/as; -s, -e (gekürzt aus Î Automobil): (ugs.,
oft scherzh.) Fahrzeug, Auto, mglbille (it.): beweglich,
nicht steif (Vortragsanweisung; Mus.). Mglbillerffls,- -s, -s
(aus gleichbed. engl. mobile zu it. mobile „beweglich“, dies
aus lat. mobilis, vgl. mobil): hängend befestigtes Gebilde
aus [Metalljplättchen, Stäben, Figuren u. Drähten, das
durch Luftzug, Warmluft od. Anstoßen in Bewegung ge
rät. Molbillfunk der; -s (zu t mobil): die Gesamtheit aller
beweglichen Funkeinrichtungen, die unabhängig von ei
nem verkabelten Netz arbeiten. Mo billilarrfai; -s, -e (un
ter Einfluss von gleichbed. fr. mobilier zu mlat. mobilia
(Plur.), vgl. Mobilien): Gesamtheit der Möbel u. Einrich
tungsgegenstände [einer Wohnung], Molbilli|ar|kre|dit
der; -[e]s, -e: Kredit gegen Verpfändung beweglicher Sa
chen. Molbillilen [,,,iən] die (Plur.) (aus gleichbed. mlat.
mobilia (Plur.) (wohl aus bona mobilia „bewegliche Gü
ter“) zu lat. mobilis, vgl. mobil) : 1. (veraltet) Hausrat, Mö
bel. 2. bewegliche Güter (Wirtsch.); Ggs. TImmobilien.
M o I b i 11 i I s a It i I o n die; -, -en (aus gleichbed. fr. mobilisati
on) :l,a) operativer Eingriff, mit dem unbeweglich gewor
dene Organe (z.B. versteifte Gelenke) frei beweglich ge
macht werden (Med.); b) therapeutische Maßnahme,
durch die versteifte Gelenke durch Übungen, Reizstrom,
Ultraschall u.Ä. wieder beweglich gemacht werden. 2.
svw. Mobilmachung; Ggs. Î Demobilisation (a). 3. das
Mobilisieren (4); vgl. ...ation/...ierung. Moibiliisator
der; -s, ...oren (zu T...or>: Faktor, der eine mobilisierende
Wirkung auf jmdn., etwas ausübt. mo|bi|li|sie|ren (aus
gleichbed. fr. mobiliser zu mobile, vgl. mobil): 1. svw. mo
bil machen (Mil.); Ggs. îdemobilisieren (a). 2. beweglich,
zu Geld machen (Wirtsch.). 3. auf operativem Weg ein Or
gan [wieder] beweglich machen (Med.). 4. a) in Bewegung
versetzen, zum Handeln veranlassen; b) rege, wirksam
machen; aktivieren. Molbi|li|sie|rung die; -, -en (zu
t. ..isierung>: 1. Aktivierung von Lebensvorgängen (Biol.).
2. Umwandlung von in Aktien o.Ä. gebundenem Kapital
in Geldvermögen. 3. svw. Mobilmachung; Ggs. ÎDemobi
lisierung. 4. das Mobilisieren (3, 4); vgl. ...ation/...ierung.
Mol bi llisl mus der; - (zu Î mobil u. t ...ismus (1)>: Theorie,
dass die Erdkruste auf dem sie unterlagernden Unter
grund frei beweglich ist (Geol.); Ggs. tFixismus. Molbi
list der; -en, -en (verkürzt aus t Automobilist): (ugs.
scherzh.) Autofahrer. Molbilliltät die; - (aus gleichbed.
lat. mobilitas, Gen. mobilitatis zu mobilis, vgl. mobil): 1.
(geistige) Beweglichkeit. 2. Beweglichkeit von Individuen
od. Gruppen innerhalb der Gesellschaft. 3. die Häufigkeit
des Wohnsitzwechsels einer Person (Bevölkerungsstatis
tik). Mo|bi|li|tätslga|ran|tie die; -, -n: Garantie, die im
Falle einer Fahrzeugpanne das weitere Fortkommen des
Berechtigten gewährleistet (Kfz-Versicherungsw.). Mo
bil I ma Ichung die; -, -en (zu Î mobil): Vorbereitung auf ei
nen bevorstehenden Krieg durch Einberufung der Pieserve
u. Aufstellung neuer Truppenteile. Mo|bil|stalti|on die;
-, -en : Sprechfunkanlage im Auto, mobile ( 1 a) Î Station (3)
beim Funksprech- bzw. Funktelefonverkehr. Molbilltelelfon das; -s, -e: (innerhalb eines bestimmten Gebiets)
von praktisch jedem beliebigen Ort aus benutzbares Funk
telefon. mölblielren* (aus gleichbed. fr. meubler zu meu
ble, vgl. Möbel): mit Möbeln ausstatten, einrichten
MobsIteriZer; -s, - (aus gleichbed. engl.-amerik. ugs. mobs
ter für amerik. mobsman „Gangster“): Gangster, Bandit
Moclca dou ble ['mɔka 'du:bl] der; - -, -s -s ['mɔka 'du:bl]
(französierende Bildung zu Î Mokka u. fr. double „dop
pelt“, eigtl. „doppelter Mokka“): bes. starkes Kaffeege
tränk (Gastr.). 1Mo|cha ['moxa, auch moka] der; - (nach
Model
der jemenitischen Hafenstadt am Roten Meer Al-Muhä
(= Mokka, früher Mocha)): Abart des Quarzes. 2Mo|cha
das; -s (zu Î 'Mocha): auf der Narbenseite abgeschliffenes,
samtartiges Glacéleder aus Lamm- od. Zickenfellen
Mock|tur|tle|suplpe ['mɔktærtɪ...] die; -, -n (Lehnüber
setzung von gleichbed. engl. mock turtle soup zu mock
„unecht“ u. turtle „Schildkröte“): unechte Schildkröten
suppe (aus Kalbskopf hergestellt)
Mod der; -s, -s (meist Plur.) (aus gleichbed. engl. mod zu
mode „Art und Weise, Lebensart“, dies aus lat. modus,
vgl. Mode): Angehöriger einer Gruppe männlicher Ju
gendlicher, die den Musikstil der 60er-Jahre u. als Klei
dung Anzug u. Krawatte bevorzugen, moldal (über
gleichbed. mlat. modalis zu lat. modus (vgl. Modus)): 1.
den î Modus (1 ) betreffend, die Art u. Weise bezeichnend
(Philos., Sprachw.); modale Konjunktion: die Art u. Weise
bestimmendes Bindewort (z.B. wie, indem; Sprachw.);
modale Persönlichkeit: Persönlichkeit mit Verhaltenswei
sen, die typisch für den Kulturkreis sind, dem sie angehört
(Soziol.). 2. in Modalnotation notiert, sie betreffend
(Mus.). Moldalladlverb das; -s, -ien [,,,iən]: Adverb der
Art u. Weise (z.B. kopfüber; Sprachw.). Mo|dal|bestim mung dz'e; -, -en: Umstandsbestimmung der Art u.
Weise (z.B. sie malt ausdrucksvoll; Sprachw.). Moldal
fa |sern die (Plur.): gegen Zugkräfte im nassen Zustand
widerstandsfeste Viskosespezialfasern mit hohem Poly
merisationsgrad. Moldallislmus der; - (zu t...ismus (2)):
altkirchliche, der Lehre von der Î Trinität widersprechen
de Anschauung, die Christus nur als Erscheinungsform
Gottes sieht (Zweig des tMonarchianismus). Moldallität die; -, -en (zu îmodal u. T ...ität): 1. Art u. Weise [des
Seins, des Denkens] (Philos., Sprachw.). 2. (meist Plur.)
Art u. Weise der Aus- u. Durchführung eines Vertrages,
Beschlusses o.Ä. 3. Grad der Bestimmtheit einer Aussage
bzw. der Gültigkeit eines Urteils (z.B. Möglichkeit, Not
wendigkeit). Mo|da|li|tälten|lo|gik die; -: svw. Modal
logik. Moldalllolgik dze; -: Zweig der formalen Logik, in
dem zur Bildung von Aussagen auch die Modalitäten (3)
herangezogen werden. Moldallnoltaltilon die; -: vor
wiegend der Unterscheidung verschiedener Rhythmen
dienende Notenschrift des 12. u. 13. Jh.s, Vorstufe der
ÎMensuralnotation (Mus.). Moldallsatz der; -es, ...Sät
ze: Adverbialsatz der Art u. Weise (z. B. ich half ihm, in
dem ich ihm Geld schickte; Sprachw.). Moldallverb das;
-s, -en: Verb, das in Verbindung mit einem reinen Infinitiv
ein anderes Sein od. Geschehen modifiziert (z.B. er will
kommen; Sprachw.). mode [mol] (aus engl. mode „eine
Art Grau“, eigtl. „Mode(farbe)“ zu mode „Mode“, dies
aus fr. mode, vgl. 'Mode): bräunlich. ’Molde ['mo:də]
die; -, -n (aus gleichbed. fr. mode, dies aus lat. modus, vgl.
Modus): 1. a) Brauch, Sitte zu einem bestimmten Zeit
punkt; b) Tages-, Zeitgeschmack. 2. die zu einem be
stimmten Zeitpunkt bevorzugte Art, sich zu kleiden od. zu
frisieren. 3. (meist Plur.) dem herrschenden Zeitge
schmack entsprechende od. ihn bestimmende Kleidung.
2Mo|de der; -[s], -n od. die; -, -n (aus gleichbed. engl.
mode, dies aus lat. modus, vgl. Modus): Schwingungs
form elektromagnetischer Wellen insbesondere in Hohl
leitern (Elektrot.). Moldeldelsilgner* [...dizaine] der; -s,
- (zu t'Mode): im Zeichnen u. Beurteilen von Entwürfen,
Modellen u. in damit zusammenhängenden kaufmänni
schen Tätigkeiten ausgebildete Fachkraft auf dem Gebiet
der 'Mode. Moldeldelsilgnelrin* die; -, -nen: weibliche
Form zu ÎModedesigner. ’Moldel der; -s, - u. Modul der;
-s, -n (aus lat. modulus „Maß“, Verkleinerungsform von
modus, vgl. Modus): 1. Halbmesser des unteren Teils ei
ner antiken Säule (Maßeinheit zur Bestimmung architek
tonischer Verhältnisse, bes. in der Antike u. Renaissance).
2. Hohlform für die Herstellung von Gebäck od. zum For-
M
Model
892
entsprechend. 2. dem neuesten Stand der geschichtlichen,
men von Butter. 3. erhabene Druckform für Stoff- u. Ta
gesellschaftlichen, kulturellen, technischen o.ä. Entwick
petendruck. 4. Stick- u. Wirkmuster. 2Mo|del das; -s, -s
lung entsprechend; neuzeitlich, -artig. 3. der neuen od.
(aus gleichbed. engl. model, dies über mittelfr. modelie aus
neuesten Zeit zuzurechnen. Moldern Dance ['mɔdən
älter it. modello, vgl. Modell): Mannequin, Fotomodell.
dɑ:ns] der; - - (aus gleichbed. engl.-amerik. modern
Molded das; -s, -e (aus (älter) it. modello „Muster“, dies
dance): amerik. Form des Ausdruckstanzes. Molderlne
über spätlat. modellus aus lat. modulus, vgl. 'Model): 1.
die; - (zu 1 modern): 1. moderne Richtung in Literatur,
Muster, Vorbild. 2. Entwurf od. Nachbildung in kleinerem
Musik u. Kunst. 2. die jetzige Zeit u. ihr Geist, molderMaßstab (z.B. eines Bauwerks). 3. [Holz]form zur Her
nilsielren (aus gleichbed. fr. moderniser zu moderne,
stellung der Gussform. 4. Kleidungsstück, das eine Ein
vgl. modern): 1. der gegenwärtigen t'Mode entsprechend
zelanfertigung ist. 5. Mensch od. Gegenstand als Vorbild
umgestalten, umändern (von Kleidungsstücken o. Ä.). 2.
für ein Werk der bildenden Kunst. 6. Typ, Ausführungsart
nach neuesten technischen od. wissenschaftlichen Er
eines Fabrikats. 7. vereinfachte Darstellung der Funktion
kenntnissen ausstatten od. verändern. Molderlnislmus
eines Gegenstands od. des Ablaufs eines Sachverhalts, die
der: -, ...men (zu îmodern u. t...ismus (2), Bed. 2 über it.
eine Untersuchung od. Erforschung erleichtert od. erst
modernismo): 1. (ohne Plur.) Bejahung des Modernen;
möglich macht. 8. svw. "Model. 9. (verhüllend) svw. Call
Streben nach Modernität [in Kunst u. Literatur], 2. (ohne
girl. Moldellleur [,,,'lo:g] der; -s, -e (nach gleichbed. fr.
Plur.) liberalwissenschaftliche Reformbewegung in der
modeleur zu modèle „Modell“): Modellierer, moldellliekath. Kirche (1907 von Pius X. verurteilt). 3. modernes
ren (aus gleichbed. it. modellare zu modello, vgl. Modell):
Stilelement. Molderlnist der; -en, -en (aus gleichbed. it.
1. [eine Plastik] formen, gestalten; formend, gestaltend
modernista): Anhänger des Modernismus (1,2). molderbearbeiten. 2. ein Modell herstellen. Moldelllielrer der;
nis tisch (zu îmodern u. t ...istisch): zum Modernismus
-s, -: Former, Musterformer, moldelllig: in der Art eines
gehörend; sich modern gebend. Molderiniltät die; -, -en
Modells (von Kleidungsstücken). Moldelllist der; -en,
(nach gleichbed. fr. modernité): 1. (ohne Plur.) neuzeitli
-en (zu ÎModell u. t...ist>: svw. Modellierer. Moldellches Verhalten, Gepräge. 2. Neuheit. Moldern Jazz
psychose die; -, -n: durch TPsychopharmaka künstlich
['mɔdən 'dʒæz] der; - - (aus gleichbed. engl.-amerik. mo
erzeugte Psychose zum Studium der Symptomatik u. Pro
bleme bei Psychosen (Med.). Moldelllstaltik die; -: ex
dernjazz): Stilrichtung des Jazz, etwa seit 1945. moldest
(aus gleichbed. lat. modestus, eigtl. „Maß haltend“, zu
perimentelle Ermittlung der statischen Beanspruchung ei
modus, vgl. Modus): (veraltet) bescheiden, sittsam. Mo
nes Bauwerkes od. eines Bauteils an einem meist verklei
destie die; - (aus gleichbed. lat. modestia zu modestus,
nerten Modell (2; z.B. aus Gips, Metall od. Kunststoff),
'moldeln (zu Î 'Model): [um]gestalten, in eine bestimmte
vgl. modest): (veraltet) Bescheidenheit, Sittsamkeit. Mo
di [auch 'mɔdi]: Plur. vont Modus. Mo|di|fi|ka|ti|on die;
Form bringen. 2mo|deln (aus gleichbed. engl. to model(l)
-, -en (aus gleichbed. mlat. modificatio zu lat. modificatio
zu model „Modell“, dies über mittelfr. modelie aus it. mo
dello, vgl. Modell): als "Model arbeiten. Moldem der,
„das Abmessen, Abwägen“, dies zu modificare, vgl. mo
auch das; -s, -s (aus gleichbed. engl. modem, Kurzw. aus
difizieren): 1. Abwandlung, Veränderung, Einschrän
modulator (vgl. Modulator) u. demodulator (vgl. Demo
kung. 2. das Abgewandelte, Veränderte, die durch äußere
dulator)): Gerät zur Übertragung von Î Daten (2) über
Faktoren bedingte nicht erbliche Änderung bei Pflanzen,
Fernsprechleitungen. Mo|de|ra|men das; -s, Plur. - u.
Tieren od. Menschen (Biol.). 3. durch die Kristallstruktur
...mina (aus gleichbed. lat. moderamen, eigtl. „Mäßi
bedingte Zustandsform, in der ein Stoff vorkommt
(Chem.). moldilfilkaltiv (zu î...iv): durch Modifikation
gungsmittel; Lenkungsmittel; Lenkung, Regierung" zu
moderari, vgl. moderieren): 1. (veraltet) Mäßigung. 2. ge
bedingt. Mo|di|fi|ka|tor der; -s, ...oren (aus spätlat. mo
wähltes Vorstandskollegium einer reformierten T Synode,
dificator „jmd., der etwas ordnungsgemäß einrichtet“): 1.
moldelrant (aus gleichbed. lat. moderans, Gen. mode
etwas, das abschwächende od. verstärkende Wirkung hat.
rantis, Part. Präs, von moderare, moderari, vgl. moderie
2. Gen, das nur modifizierend (verstärkend od. abschwä
ren): (veraltet) mäßigend. Moldelranltislmus der; - (zu
chend) auf die Wirkung anderer Gene Einfluss nimmt
Î ...ismus (1)): (veraltet) gemäßigte Gesinnung (bes. in po
(Biol.). moldilfilzielren (aus lat. modificare „richtig ab
litischer Hinsicht). Moldelranltist der; -en, -en (zu
messen, mäßigen“; vgl. ...fizieren): einschränken, abän
T ...ist): (veraltet) Vertreter des Moderantismus. moldedern; abwandeln. mo|di|fi|zie|rend (zu t...ierend): (in
rat (aus gleichbed. lat. moderatus, Part. Perf. von mode
einer od. mehreren Einzelheiten) umgestaltend, abän
rare, moderari, vgl. moderieren): gemäßigt, maßvoll. Modernd; abwandelnd; modifizierendes Verb: Verb, das ein
de ralti on die; -, -en (aus gleichbed. lat. moderatio): 1.
durch einen Infinitiv mit „zu" ausgedrücktes Sein od. Ge
(veraltet) Mäßigung; Gleichmut. 2. Leitung u. Redaktion
schehen modifiziert (z.B. er pflegt lange zu schlafen;
einer Rundfunk- oder Fernsehsendung, moldelralto (it.;
Sprachw.)
zu lat.-it. moderare, vgl. moderieren); gemäßigt, mäßig Mo dil lon [modi jo;] der: -s, -s (aus gleichbed. fr. modillon,
schnell; Abk.: mod. (Vortragsanweisung; Mus.). Moldedies aus it. modiglione): Sparrenkopf, in bestimmten Ab
ralto das; -s, Plur. -s u. ...ti: Musikstück in mäßig schnel
ständen unter dem Gesims angebrachte konsolartige Ver
lem Zeitmaß (Mus.). Moldelraltor der; -s, ...oren (aus
zierung (Archit.)
lat. moderator „Mäßiger, Leiter“): 1. [leitender] Redak moldisch (zu T'Mode): der herrschenden od. neuesten
teur einer Rundfunk- od. Fernsehanstalt, der durch eine
'Mode entsprechend, folgend, nach der 'Mode. Moldist
Sendung führt u. dabei die einzelnen Programmpunkte
der; -en, -en (aus gleichbed. fr. modiste): 1. Schreibkünst
ankündigt, erläutert u. kommentiert. 2. Stoff, der îNeuler des Spätmittelalters. 2. (veraltet) Modewarenhändler.
tronen hoher Energie abbremst (Kernphys.). 3. Vorsteher
Moldisltin die; -, -nen: Putzmacherin (Hutmacherin; Beeines Moderamens (2). moldelrielren (aus spätlat. mo
rufsbez.). Moldilziltät die: - (aus gleichbed. nlat. modiciderare, lat. moderari „mäßigen, regeln, lenken“ zu mo
tas, Gen. modicitatis zu spätlat. modicum „etwas, ein we
dus, vgl. Modus): 1. eine Rundfunk- od. Fernsehsendung
nig“; vgl. ...izität): (veraltet) Mäßigkeit
mit einleitenden u. verbindenden Worten versehen. 2. 1Mo|dul der: -s, -n (aus lat. modulus „Maß“, Verkleine
(veraltet, aber noch landsch.) mäßigen, moldern (über
rungsform von modus, vgl. Modus): 1. svw. 'Model. 2. a)
gleichbed. fr. moderne aus spätlat. modernus „neu, neu
(in verschiedenen Zusammenhängen) zugrunde liegendes
zeitlich“ zu modo „eben erst, gerade eben“ (eigtl. „mit
Verhältnis, zugrunde liegende Verhältniszahl; b) Î Divisor
Maß“, Ablativ von modus, vgl. Modus)): 1. der 'Mode
(natürliche Zahl), in Bezug auf den zwei ganzen Zahlen
893
T kongruent (2 b) sind, d. h. bei der T Division ( 1 ) den glei
chen Rest ergeben; c) Îabsoluter (5) Betrag einer tkom
plexen Zahl (Math.), 3. a) (in verschiedenen Zusammen
hängen) I Materialkonstante (z.B, Elastizitätsmodul,
Phys., Techn.); b) Maß für die Berechnung der Zahngröße
bei Zahnrädern (Techn.). 2Mo|dultow; -s, -e (aus gleichbed. engl. module, dies aus lat. modulus, vgl. ‘Modul): 1.
austauschbares, komplexes Teil eines Gerätes od. einer
Maschine, das eine geschlossene Funktionseinheit bildet
(bes. Elektrot.). 2. eine sich aus mehreren Elementen zu
sammensetzende Einheit innerhalb eines Gesamtsystems,
die jederzeit ausgetauscht werden kann (Informatik), mo
dular (aus gleichbed. engl. modular, dies über nlat. mo
dularis zu lat. modulus, vgl. Modul): 1. in der Art eines
T2Moduls (1); wie ein Bauelement beschaffen. 2. das 2Modul (2) betreffend. Moldullalrilsielrung die; -, -en (zu
î...isierung): Unterteilung von Programmabläufen in
überschaubare Einzelbausteine, wobei die Funktion dieser
Bausteine u. ihre Beziehungen zueinander beschrieben
werden (z. B. bei der Programmierung; EDV) Moldullatilontoe;-, -en (nach to. modulatio „das Taktmäßige. Me
lodische, der Rhythmus“ zu modulari, vgl. modulieren): 1.
Beeinflussung einer Trägerfrequenz zum Zwecke der
Übertragung von Nachrichten auf Drahtleitungen od. auf
drahtlosem Weg. 2. das Modulieren (3; Mus.). 3. das Ab
stimmen von Tonstärke u. Klangfarbe im Musikvortrag
(z.B. beim Gesang; Mus.). Moldullaltor der; -s, ...oren
(nach lat. modulator, eigtl. „Tonsetzer, Rhythmiker“; vgl.
...or): Gerät zur Modulation (1). mo|du|la|to|risch: die
Modulation betreffend, moldullielren (nach lat. modu
lari „abmessen, einrichten; taktmäßig, melodisch spie
len“): 1. abwandeln. 2. eine Frequenz zum Zwecke der
Nachrichtenübermittlung beeinflussen. 3. a) beim Spiel,
Vortrag von einer Tonart in die andere überleiten; b) von
einer Tonart in die andere übergehen (Mus.), moldullo
(lat.; „mit dem Maß“, Ablativ von modulus, vgl. 'Modul):
plus ein Vielfaches von ... (Begriff aus der Zahlentheorie
zum Rechnen mit Resten; Math.). Moldullor der; -s (zu
t...or>: von Le Corbusier entwickeltes Proportionssche
ma, das die Proportionen des menschlichen Körpers auf
Bauten überträgt. Mo|dul|tech|nik die; - (zu t2Modul):
Methode der Miniaturisierung elektron. Geräte mithilfe
von 2Modulen (1 ; Elektrot.)
Moldus [auch 'mɔ...] der; -, Modi (aus lat. modus „Maß;
Art, (Aussage)weise, Melodie“, eigtl. „Gemessenes, Er
fasstes“): 1. Art u. Weise [des Geschehens od. Seins], 2.
Aussageweise des Verbs (im Deutschen : Î Indikativ, Î Kon
junktiv, Î Imperativ; Sprachw.). 3. a) Bez. für die Kirchen
tonart; b) eine von sechs rhythmischen Grundformen (in
Modalnotation aufgezeichneter) mehrstimmiger Musik
des 13. Jh.s; c) (in der Mensuralnotation) Verhältnis zwi
schen Maxima u. Longa od. zwischen Longa u. Brevis
(Mus.). 4. statistischer Mittelwert, in einer Reihe am häu
figsten vorkommender Wert (Statistik). Moldus Operanldi [auch 'mɔ... -] der; - -, ...di - (aus gleichbed. lat. mo
dus operandi, zu operandi, Gerundium von operari, vgl.
operieren): Art u. Weise des Handelns, Tätigwerdens.
Moldus Pro|ce|denldi[- ...ts..., auch 'mɔ... -] der;--, ...di
- (aus gleichbed. lat. modus procedendi, zu procedendi,
Gerundium von procedere, vgl. prozedieren): Verfah
rens-, Vorgehensweise. Moldus Vi|ven|di [- vivendi,
auch 'mɔ... -] der; - -, ...di - (aus gleichbed. lat. modus vi
vendi, zu vivendi, Gerundium von vivere „leben“): Form
eines erträglichen Zusammenlebens zweier od. mehrerer
Parteien ohne Rechtsgrundlage od. völlige Übereinstim
mung
’Moelllon [moa'lð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. moellon,
dies über vulgärlat. mutellione aus lat. mutulus „Krag
stein“): (selten) quaderartig behauener Bruchstein
Moira
[moa'lö:] das; -s (wahrscheinlich aus fr. moelle
„Mark", dies aus lat. medulla): svw. Degras
Moe|ri|the|ri|um [ma...] das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleich
bed. nlat. moeritherium, eigtl. „Tier vom Moerissee“
(nach der Fundstelle im Becken von Faiium in Ägypten)):
ausgestorbene, nur aus dem î Eozän u. Î Oligozän West- u.
Nordostafrikas bekannte Gattung Schweine- bis tapirgro
ßer Säugetiere
Molta das; -s, -s (Kurzw. aus Atotor/ahrrad): Kleinkraftrad
mit geringer Höchstgeschwindigkeit, molfeln: (ugs.) mit
dem Mofa fahren
Molfetltetoe; -, -n (aus gleichbed. fr. mofette, älter/r. mou
fette zu moufir „in Fäulnis übergehen“): Stelle der Erd
oberfläche, an der Kohlensäure vulkanischen Ursprungs
ausströmt (Geol.)
Molgilgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu gr. mógis
„mit Anstrengung“ u. T...grafie>: Schreibkrampf (Med.).
M o I g i 11 a 11 ie die; -, ...ien (zu gr. laleîn „sprechen, schwat
zen“ u. t2...ie): erschwertes Aussprechen bestimmter Lau
te (Med.)
Molgill le die; -, -n (aus russ. mogila „Grab(hügel), Gruft“):
Erdhügel, alter Grabhügel in den Steppen Südrusslands
Mo|gi|pho|ni_e,auch ...fonie die; -, ...ien (zugr. mógis „mit
Anstrengung“ u. î...phonie): Schwäche bzw. Versagen der
Stimme bei gewohnheitsmäßiger Überanstrengung
(Med.). mo|gi|pho|nisch,auch ..Tonisch beim Sprechen
rasch ermüdend (Med.)
Molgul [auch ... gu:l] der; -s, -n (über engl. Mogul aus
gleichbed. pers. mogol, eigtl. „der Mongole“): Herrscher
einer moslemischen Dynastie mong. Herkunft in Indien
(1526-1857)
Molhair [mo'he:?], auch Mohär der; -s, -e (aus gleichbed.
engl. mohair, dies aus arab. muhayyar „Stoff aus Ziegen
haar“): 1. Wolle der Angoraziege. 2. Stoff aus der Wolle
der Angoraziege
Molhallim: Plur. von Î Mohel
Molhamlmeidalner tor.-s, - (nach Mohammed, dem Stif
ter des Islams (um 570-632 n. Chr.), u. zu T...aner): veral
tende Bez. für ÎMoslem. molhamlmeldalnisch: 1. zu
Mohammed u. seiner Lehre gehörend. 2. veraltende Bez.
für Îislamisch. Mo|ham|me|da|nis|mus tor; - (zu T ...ismus (1)): veraltete Bez. für Islam
Moihärvgl. Mohair
Molharlrem, Muharram der; -[s], -s (aus arab. muharram
„verboten, geheiligt“ zu harama „verbieten“): der erste
Monat des islam. Mondjahrs, in dem früher Krieg verbo
ten war
Molhaltra*die; -, -s (aus span, mohatra „Wuchergeschäft“
zu arab. muhätara „Gefahr“): (veraltet) zur Umgehung
des Wucherverbotes abgeschlossenes Scheingeschäft
Molhalvit [...'vi:t, auch ...Vit] der; -s, -e (nach der Mohavewüste in Kalifornien u. zu î2...it>: svw. Tinkalkonit
Mol hei tor; -s, ...halim (aus gleichbed. hebr. môhêl zulämöl
„rituell beschneiden“): (imjüd. Ritus) jmd., der die Be
schneidung vornimmt
M o I hi I ka I n er (nach dem nordamerik. Indianerstamm u. zu
t...aner>; in der Wendung der letzte Mohikaner od. der
Letzte der Mohikaner (nach dem 1826 erschienenen Ro
man „The last of the Mohicans“ von J F. Cooper): (ugs.
scherzh.) jmd., der von vielen übrig geblieben ist; etwas,
was von vielem übrig geblieben ist
Moilelty ['mɔɪətɪ] die; -, ...ties [...tiz] (aus engl. moiety
„Hälfte“, dies über älter fr. moité, altfr. meitiet aus lat. me
dietas „Mitte; Hälfte“ zu medius „Mittlerer“): als Hälfte
eines Stammes od. einer Siedlung ausgebildete 1 unilineale
Sozialeinheit, die ihre Abstammung von einem gemeinsa
men Vorfahren ableitet (Völkerk.)
Moiira ['mɔvra] die; -, ...ren (aus gr. moîra „Schicksal“,
eigtl. „Anteil, Zugeteiltes“): 1. (ohne Plur.) das nach
2Moel|lon
M
894
Moiré
griech. Glauben Göttern u. Menschen zugeteilte Schick
sal. 2. (Plur.) die drei altgriech. Schicksalsgöttinnen (Klotho, Lachesis, Atropos)
Moi Iré [moaré:] das;-s, -s (aus gleichbed./r. moiré zu moire
„Ziegenhaarstoff“, dies aus engl. mohair, vgl. Mohair): 1.
(auch der) Stoff mit Wasserlinienmusterung (hervorgeru
fen durch Lichtreflexe). 2. fehlerhafte Musterung beim
Mehrfarbendruck, wenn mehrere Rasterplatten überei
nander gedruckt werden od. wenn von einem Autotypie
druck eine neue Î Autotypie angefertigt wird (Druckw.). 3.
bei der Überlagerung von Streifengittern auftretende [un
ruhige] Bildmusterung (z.B. auf dem Fernsehbildschirm)
Moilren fmoyron]: Plur. von ÎMoira
Moirépapier [moa re:...] das;-s, -e (zu 1 Moiré): wie Moi
ré (1) aussehendes Papier mit bunten, ineinander laufen
den Farbstreifen. moilrielren (aus gleichbed./r. moirer):
Geweben ein schillerndes Aussehen geben; flammen; vgl.
Moiré (1). moilriert (zu T ...iert): geflammt
M ois tu ri zer ['mɔɪstʃəraɪzu] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
moisturizer zu to moisturize „mit einer Feuchtigkeitscre
me behandeln“): svw. Moisturizing Cream. Moisltulrizing Cream [,,,zɪŋ 'kri:m] die; - -, - -s, auch Moisltulrizinglcream die; -, -s (aus gleichbed. engl. moisturizing
cream): Feuchtigkeitscreme
Moljilto [mo’xito] der; -[s], -s (aus gleichbed. span, mojito):
mit zerdrückten frischen Minzblättern servierter kubani
scher Cocktail aus Zitronensaft, Zucker, weißem Rum u.
Soda
molkant (aus gleichbed. fr. moquant, Part. Präs, von se
moquer, vgl. mokieren): spöttisch
Molkaslsin [auch mɔ...] der; -s, Plur. -s u. -e (aus gleich
bed. engl. moccasin, dies aus Algonkin (einer nordamerik.
Indianersprache) mockasin): 1. [farbig gestickter] absatz
loser Wildlederschuh der nordamerik. Indianer. 2. modi
scher [Haus]schuh in der Art eines indian. Mokassins
Molkelrie die; -, ...ten (aus gleichbed./r. moquerie zu se
moquer, vgl. mokieren): (veraltet) Spottlust
Molkett der; -s (aus gleichbed./r. moquette, Herkunft un
geklärt): bunt gemusterter u. bedruckter Möbelplüsch aus
[Baum]wolle
Mo kick das; -s, -s (Kurzw. aus lAfoped u. T Kickstarter):
Kleinkraftrad mit Kickstarter anstelle von Tretkurbeln;
vgl. Moped
molkielren, sich (aus gleichbed. fr. se moquer, weitere
Herkunft ungeklärt): sich abfällig od. spöttisch äußern,
sich lustig machen
Mok|ka der: -s, -s (aus engl. mocha (coffee), nach dem je
menitischen Hafen Al-Muhä (= Mokka) am Roten Meer,
dem früheren Hauptausfuhrhafen bes. für den Mokka): 1.
eine Kaffeesorte. 2. starkes Kaffeegetränk
Moklsha [..Ja] (aus sanskr. moksa „Befreiung; Erlö
sung“): eines der vier Lebensziele eines Hindu (das Stre
ben nach Erlösung)
Mol das; -s, -e (aber: 1000 -) (Kurzform von IMolekül):
Menge eines chem. einheitlichen Stoffes, die seinem rela
tiven î Molekulargewicht in Gramm entspricht (gesetzli
che Einheit der molaren Masse; Chem.). MoIlalliItät die;
- (zu t'...al (l)u. î ...ität (unterscheidende BildungzutMo
larität)): Maßangabe der Konzentration von Lösungen in
Mol je kg (Chem.). mollar (zu T...ar ( 1 )>: das Mol betref
fend; je 1 Mol; molare Lösung: svw. Molarlösung; molare
Masse: svw. Molmasse
Mollar der; Gen. -s, auch -en, Plur. -en (aus gleichbed. lat.
(dens) molaris, eigtl. „Mühlstein“, zu mola „Mühle, Mühl
stein“): Mahlzahn, Backenzahn (Med.)
Mo|la|ri|tät die; - (zu Îmolar u. T ...ität) : Gehalt einer Lö
sung an chem. wirksamer Substanz in Mol je Liter
(Chem.). Mollarllölsung die, -,-en: Lösung, die 1 Mol ei
ner chem. Substanz in 1 Liter enthält
die; - (zufr. mol(l)asse „schlaff, sehr weich“, dies
zu mou (vor Vokalen mol bzw. molle) aus lat. mollis
„weich“): 1. weicher, lockerer Sandstein im Alpenrandge
biet, bes. in der Schweiz (Geol.). 2. Sandstein u. Konglo
meratschichten t tertiären Alters im nördlichen Alpenvor
land (Geol.)
Mol|da|va|nes|ca [,,,va'nɛska] die; - (nach der Landschaft
Moldau (rumän. Moldava)): moldauischer Tanz
Mol|da|vit [...'vi:t, auch ...’vit] der; -s, -e (nach den Fund
orten an der Moldau (nlat. Moldava) in Böhmen u. zu
l2...it>: ein flaschengrünes, in Südböhmen vorkommendes
glasiges Gestein (wahrscheinlich ein Glasmeteorit); vgl.
Tektit
’Molle die; -, -n (aus lat. mola „verunstalteter Embryo,
Mondkalb", dies ausgr. mÿlê „Missgeburt“): Windei, ab
gestorbene entartete Leibesfrucht (Med.)
2Molle die; -, -n (aus gleichbed. it. molo, dies über spätgr.
mölos aus lat. moles „Damm“): sich von der Küste damm
artig ins Meer erstreckendes Bauwerk zum Schutz eines
Hafens od. einer Hafeneinfahrt gegen Wellen, Strömung
usw.
Mo le kel die; -, -n, österr. auch das; -s, - (nach gleichbed.
fr. molécule, vgl. Molekül): svw. Molekül. Mollekltronik* die; - (Kunstw. aus Îmolekular u. 1 Eiektronik): svw.
Molekularelektronik. Mollelkül das;-s, -e (aus gleichbed.
fr. molécule, dies aus lat. moles „Masse“): kleinste Einheit
einer chem. Verbindung, die noch die charakteristischen
Eigenschaften dieser Verbindung aufweist, molleikullar
(nach gleichbed./r. moléculaire): die Moleküle betreffend.
Mo|le|ku|lar|biollolge der; -n, -n: Wissenschaftler auf
dem Gebiet der Molekularbiologie. Mo|le|ku|lar|bio|logie die; -: Forschungszweig der Biologie, der sich mit den
chem.-physik. Eigenschaften organischer Verbindungen
im lebenden Organismus beschäftigt. Mo|le|ku|lar|desti 111 a I ti I o n die; -, -en: im Hochvakuum durchgeführtes
î destillatives Trennverfahren für thermisch empfindliche
u. hochsiedende Flüssigkeitsgemische, mollelkullarldispers*: bis zur Größenordnung von einfachen Molekülen
zerteilt. Mo|le|ku|lar|elek|tro|nik* die; Teilgebiet der
1 Elektronik, das mit Halbleitern kleiner Größe arbeitet
(Elektrot.). Mo|lelku|larlge|ne|tik die; -: Teilgebiet der
Î Genetik u. der Molekularbiologie, das sich mit den Zu
sammenhängen zwischen der Vererbung u. den chem.physik. Eigenschaften der tGene beschäftigt. Mollelkular ge wicht das; -[e]s, -e: Summe der Atomgewichte der
in einem Molekül vorhandenen Atome. Mollelküllspektrum* das; -s, Plur. ...trenu. ...tra (zu îMolekül): Banden
od. Linienspektrum, das durch Î Absorption u. Î Emission
von elektromagnetischer Strahlung bei Änderung des Ro
tations-, Schwingungs- u. Elektronenzustandes von Mole
külen auftritt (Kernphys.)
Mole skin ['mo:lskɪn, engl. ’mool...] der od. das; -s, -s (aus
gleichbed. engl. moleskin, eigtl. „Maulwurfsfell“): ein
dichtes Baumwollgewebe in Atlasbindung (Webart); Eng
lischleder
Molleslten die (Plur.) (aus gleichbed. lat. molestiae zu
molestus „beschwerlich, lästig“, dies zu moles „Last,
Masse“): (veraltet, aber noch landsch.) Beschwerden; Be
lästigungen. mollesltielren (aus lat. molestare „belästi
gen, bedrängen“): (veraltet, aber noch landsch.) belästi
gen
Mo|le|tro|nik* die; - (Kurzwort aus Î molekular u. Î Elek
tronik): svw. Molekularelektronik
Molletlte die; -, -n (aus gleichbed./r. molette zu lat. mola
„Mühlstein“): kleine Stahlwalze, deren erhabene Muster
gravur in die eigentliche Kupferdruckwelle eingepresst
wird; Rändelrad; Prägewalze
Molli: Plur. von 1 Molo
Mo|li|men das; -s, ...mina (meist Plur.) (aus lat. molimen,
Mollaslse
895
Gen. moliminis „Anstrengung, Beschwerlichkeit“}: (ver
altet) Schmerzen, Beschwerden (Med.)
Mollilnislmus der; - (nach dem span. Jesuiten Luis de Mo
lina (1535-1600) u. zu t,,,ismus (1)>: kath.-theologische
Richtung, nach der göttliche Gnade u. menschliche Wil
lensfreiheit sich nicht ausschließen, sondern Zusammen
wirken sollen
’Moll das; -, - (zu mlat. B molle (für den Ton b), dies zu lat.
mollis „weich“ (die kleine Terz wird als weicher Klang
empfunden)): Tongeschlecht aller Tonarten mit einem
Halbton zwischen der zweiten u. dritten Stufe, sodass der
Dreiklang der Tonika mit einer kleinen Terz beginnt
(Mus.); Ggs. Î Dur. 2Moll der; -[e]s, Plur. -e u. -s (zu fr.
mollet „weich“): Kurzform von ÎMolton
Motila vgl. Mulla[h]
Molllaklkord der; -[e]s, -e (zu T’Moll): Dreiklang mit klei
ner Terz (1). moliles zie ren (aus gleichbed. lat. molles
cere zu mollis „weich“): weich werden
Mol|li|er|dialgramm [mɔ'lie:...] das; -s, -e (nach dem dt.
Maschinenbauingenieur R. Mollier (1863-1935) u. zu
TDiagramm): Bez. für verschiedene Zustandsdiagramme
der Dämpfe, Gase u. Gasgemische in der tThermodyna
mik
mol|li|fi|zielren (zu lat. mollis „weich“ u. t,,,fizieren):
weich machen, erweichen. Mol|li|men|tum das; -s, ...ta
(aus gleichbed. lat. mollimentum): (veraltet) Linderungs
mittel (Med.). Molllilsol der; -s (zu lat. mollis „weich,
locker“ u. russ. zola „Asche“): Bodentyp der amerik.
Bodensystematik mit mächtigem, dunklem, humusrei
chem, krümeligem Oberboden (z. B. TTschernosem u.
Steppenboden). Mollluslke die; -, -n (meist Plur.) (aus
gleichbed. nlat. mollusca zu lat. molluscus „weich“, dies
zu mollis „weich, zart“): Weichtier (Muscheln, Schne
cken, Tintenfische u. Käferschnecken). Mollluslkilzid
das; -s, -e (zu t...zid>: ein Schnecken tötendes Pflanzen
schutzmittel
Mol I mas Ise die; -, -n (zu Î Mol): die Masse eines Mols einer
bestimmten Substanz. Mollo der; -s, Moli (aus gleichbed.
it. molo zu lat. moles „wuchtige Masse, Damm“): (österr.)
’Mole, Hafendamm
Molloch [auch molox] der; -s, -e (übergr. Moloch aus hebr.
mölek, nach einer kanaanitisch-phönizischen Gottheit,
vermutlich als Personifikation des altorientalischen Men
schen- (bes. Kinder)opfers): grausame Macht, die immer
wieder neue Opfer fordert u. alles zu verschlingen droht,
z. B. der - Verkehr
Mo|lolka|ne der; -n, -n (aus gleichbed. russ. molokan’ zu
moloko „Milch“ (weil sie ständig Milch tranken)): Ange
höriger einer weit verzweigten christlichen Sekte des
18. Jh.s in Russland
Molloslser der,■ -s, - (über lat. (canis) Molossus ausgr. (kÿön) Molossos „Molosserhund“, nach dem alten illyrischen
Volksstamm): griech. Hunderasse des Altertums. Moloslsus der; -, ...ssi (über lat. Molossus aus gleichbed. gr.
Molossos) : antiker Versfuß (rhythmische Einheit----- )
Mo loitowlcock tail [,,,tɔfkɔkteɪl] der; -s, -s (nach dem
sowjetischen Politiker W. M. Molotow, 1890-1986): mit
Benzin u. Phosphor gefüllte Flasche, die als einfache
Handgranate bzw. als Brandsatz verwendet wird
mollto u. di molto (aus gleichbed. it. (di) molto, dies aus lat.
multum „viel“): viel, sehr (Vortragsanweisung; Mus.);
molto adagio [- a da:ʤo] od. adagio |di| molto: sehr lang
sam (Vortragsanweisung; Mus.); molto allegro od. allegro
|di| molto: sehr schnell (Vortragsanweisung; Mus.); molto
vivace [- vi'va:tʃə]: äußerst lebhaft (Vortragsanweisung;
Mus.)
Mollton der; -s, -s (aus gleichbed. fr. molton zu mollet
„weich“, dies aus lat. mollis): weiche, doppelseitig geraute
Baumwollware in Köperbindung (Webart). Mollto-
Monade
das; -s, -e (Kunstw. aus t Molton u. ÎPropylen):
sehr leichter, druckfester, schaumartiger Kunststoff
mgllum (latinisiert (aus der Studentensprache) zu hebr. mälê „voll, angefüllt (sein)“): (landsch.) betrunken; molum
sein: betrunken sein
Mol|vo|lu|men [,..v...] ito; -s, Plur. - u. ...mina (zu 1 Mol u.
ÎVolumen): Volumen, das von einem Mol eines Stoffes
eingenommen wird (Chem.)
Mo lyb dän das; -s (über lat. molybdaena aus gr. molybdaina „Bleiglanz“ zu molybdos „Blei“): chem. Element, Me
tall; Zeichen Mo. Mollybldänlglanz der; -es u. Mollybdälnit [auch ... nit] der; -s, -e (zu t2...it>: ein metallglän
zendes, undurchsichtiges Mineral. Mo|lyb|dän|kar|bid,
fachspr. Molybdäncarbid [...k...J das; -[e]s, -e: Verbindung
aus Molybdän u. Kohlenstoff, die in geringem Umfang zur
Herstellung gesinterter Hartmetalle verwendet wird. Molyb|dän|sul|fid das; -[e]s, -e: Verbindung des Molybdäns
mit Schwefel, das als Schmierstoff u. Korrosionsschutz
verwendet wird. Mollybldat das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu
T...at (2)>: Molybdänverbindung, Salz od. Ester der Mo
lybdänsäure (Chem.). Mollybldit [auch ... dit] der; -s, -e
(zu t’...it): ein schwefelgelbes Mineral
Mollylsit [auch ... 'zɪt] der; -s, -e (zu gr. mölysis „das Garen,
Braten“ u. t2...it>: in der Lava des Vesuvs vorkommendes
gelbbraunes Mineral
Mom|bin|pflau|me die; -, - (über span, mombin aus einer
südamerik. Indianersprache (vgl. Sumach)): kultivierte
Art der zu den Sumachgewächsen gehörenden Balsam
pflaume
’Molment der; -[e]s, -e (z. T. über gleichbed. fr. moment aus
lat. momentum „(entscheidender) Augenblick“, vgl. ’Mo
ment): 1. Augenblick, Zeitpunkt. 2. kurze Zeitspanne.
2Molment das; -[e]s, -e (aus lat. momentum „Bewegung,
Bewegkraft“, urspr. „Übergewicht, das den Ausschlag am
Waagebalken ergibt“, zu movere „bewegen“): 1. aus
schlaggebender Umstand ; Merkmal ; Gesichtspunkt ; erre
gendes Moment: Szene im Drama, die zum Höhepunkt des
Konflikts hinleitet. 2. Produkt aus zwei physik. Größen,
wobei die eine meist eine Kraft ist (z. B. Kraft x Hebel
arm; Phys.), molmenltan (aus gleichbed. lat. momenta
neus) : a) augenblicklich jetzig, gegenwärtig, zurzeit [herr
schend]; b) nur kurz andauernd, vorübergehend. Momenltanllaut der; -[e]s, -e: Verschlusslaut mit nur ganz
kurz währender Sprengung (z. B.p; Sprachw.). Molmentanlpol der; -es, -e (zu tlPol>: augenblicklicher Dreh
punkt eines eine beliebige Bewegung ausführenden Kör
pers (Phys.). Molmenltenllilnie [,,,jə] die;-, -n (zu Î’Mo
ment): grafische Darstellung des Biegemoments in Ab
hängigkeit von der längs der Trägerachse gemessenen Ko
ordinate (Phys.). Molment mulsilcal [momamyzi kal]
das; - -, -s ...caux [- ... ko] (aus fr. moment musical „musi
kalischer Augenblick“, vgl. ’Moment) : kleineres, lyrisches
[Klavierstück ohne festgelegte Form; liedhaftes Charak
terstück (Mus.)
Mom me die; -, -n (aus gleichbed. jap. mome): japan. [Seiden]gewieht
mon.... Mon... vgl. mono..., Mono... molnalchisch (aus
gr. monachos „einzeln“, eigtl. „abgesondert (lebend)“ zu
monos „allein, einzeln“): die Mönche od das Ordenswe
sen betreffend (Rel.). molnalchilsielren (zu t ...isieren):
(veraltet) wie ein Mönch leben. Molnalchislmus der; (zu. t...ismus (1)>: (veraltet) Mönchtum, Ordensstand.
Molnalde die; -, -n (über lat. monas, Gen. monadis aus
gr. monás, Gen. monädos „Einzelheit“): 1. (ohne Plur.)
das Einfache, nicht Zusammengesetzte, Unteilbare (Phi
los.). 2. (meist Plur.) eine der letzten, in sich geschlosse
nen, vollendeten, nicht mehr auflösbaren Ureinheiten
(auch TEntelechie), aus denen die Weltsubstanz zusam
mengesetzt ist (Abhandlung von Leibniz, 1714; Philos.).
pren®*
Monadismus
896
der; - <zu T...ismus (1)>: svw. Monado mon dieu [mðdjo] fr.): mein Gott! (Ausruf der Bestür
zung o.Ä.)
Molnadlnock [mə'nædnɔk] der; -s, -s <nach einem Berg in Molnel® das; -s (Kunstw.): korrosionsbeständige, hochfes
te Legierung aus Nickel, Kupfer u. a. für Schiffe, Turbinen
den USA): Gesteinskomplex, der der Verwitterung gegen
u. Pumpenbau
über widerstandsfähig ist; Härtling (Geol.)
Mo naldollo gie die; - <zu 7Monade u. Î...logie): Lehre Molnem das; -s, -e (nach gleichbed. fr. monème (geprägt
vom franz. Sprachwissenschaftler A. Martinet, geb. 1908)
von den TMonaden (vgl. Monade 2). molnaldollozu gr. monos „einzig, allein“ u. î...em>: kleinste bedeu
gisch <zu 7...logisch): die Monadologie betreffend. Mo
tungstragende Spracheinheit (Sprachw.); vgl. Morphem,
narch* der; -en, -en (über mlat. monarcha aus gr. mónarmolnelpilgralfisch*, auch ...gralphisch (zu Tmono...
chos „Alleinherrscher“ zu monos „allein“ u. árchein „der
u. gr. epigraphë „Aufschrift“): nur Schrift aufweisend
Erste sein, herrschen“): legitimer [Alleinjherrscher (z. B.
(von Münzen). Molnelre die; -, -n (meist Plur.) (aus
Kaiser od. König) in einem Staat mit entsprechender Ver
gleichbed. nlat. moneron, Plur. monera, dies zu gr.
fassung. Mo|nar|chi|a|ner* der; -s, - (aus gleichbed.
monérës „einsam“): 1. (veraltet) Organismus ohne Zell
mlat. monarchianus; vgl. ...aner): Anhänger des Monarkern (nach Haeckel). 2. Entwicklungsstadium bei Ein
chianismus. Mo|nar|chi|a|nis|mus* der; - (zu T...ismus
zellern, in dem kein Zellkern erkennbar ist (Biol.). Mo(1)>: altkirchliche Lehre, die die Einheit Gottes vertrat u.
ner gol* das; -s, -e (Kunstw. zu Tmono..., gr. érgon
Christus als vergöttlichten Menschen od. als bloße Er
„Werk“ u. T...0I): fester od. flüssiger Raketentreibstoff,
scheinungsform Gottes (vgl. Modalismus) ansah. Mo
der aus Brennstoff u. Oxidator besteht u. zur Reaktion kei
narchie* die; -, ...ien (über spätlat. monarchia aus gr.
ner weiteren Partner bedarf
monarchia „Alleinherrschaft“): a) (ohne Plur.) Staats
form mit einer/einem durch Herkunft legitimierten Herr molneltal (aus lat. monetalis „zur Münze gehörig“ zu mo
neta, vgl. Moneten): a) die Münze od. das Münzwesen
scherin) an der Spitze; vgl. Polyarchie; b) Staat mit der
betreffend; b) gemünzt, molneltär (nach gleichbed. fr.
Monarchie (a) als Staatsform. Molnarlchin* die; -, -nen:
monétaire aus lat. monetarius „zur Münze gehörig“):
weibliche Form zu tMonarch. molnarlchisch* (nach
geldlich; die Finanzen betreffend. Mo|ne|ta|rislmus
gleichbed. gr. monarchikös): a) eine Monarchin/einen
der; - (zu lat. monetarius (vgl. monetär) u. Î...ismus (2)):
Monarchen betreffend; b) die Monarchie betreffend.
Mol narlchislmus* der; - (zu T ...ismus (2)>: ideologische
Theorie in den Wirtschaftswissenschaften, die besagt,
Rechtfertigung der Monarchie. Molnarlchist* der; -en,
dass in einer Volkswirtschaft der Geldmenge (d.h. der
Menge des umlaufenden Bar- u. T Giralgeldes) überragen
-en (zu T ...ist): Anhänger des Monarchismus, der Monar
chie. molnarlchisltisch* (zu T...istisch): den Monar
de Bedeutung beigemessen werden muss u. deshalb die
Wirtschaft primär über die Geldmenge zu steuern ist. Mo
chismus betreffend. Molnarlthriltis* die; -, ...itiden (zu
neltalrist der; -en, -en (zu T ...ist): Vertreter, Anhänger
î mono... u. T Arthritis) : eine auf ein einzelnes Gelenk be
schränkte Entzündung (Med.). mo|nar|ti|kullär* (zu lat.
des Monetarismus, molneltalrisltisch (zu T...istisch):
den Monetarismus betreffend. Molneltarlsysltem das;
articularis „zum Gelenk gehörend“): nur ein Gelenk be
treffend (Med.). Molnaslter* der; -s (zu gr. aster
-s, -e: Währungssystem. Molnelten die (Plur.) (urspr.
„Stern“): sternförmige Anordnung der tChromosomen
Studentenspr., aus lat. monetae, Plur. von moneta „ge
münztes Geld“): (ugs.) Geld, molneltilsielren (zu
vor der Chromosomenspaltung in einer bestimmten Pha
se der ÎMitose (Biol.). Mo|nas|te|rilum das; -s, ...ien
Î ...isieren): in Geld umwandeln. Molneltilsielrung die; [,,,iən] (über kirchenlat. monasterium aus gr. monastêrion
(zu Î ...isierung): Umwandlung in Geld. Molneylmalker
„Einsiedelei, Kloster“ zu monázein „allein leben, sich ab
['mʌnɪmeɪkə] der; -s, - (aus engl. moneymaker „jmd., der
sondern“): lat. Bez. für Kloster, Klosterkirche, Münster,
gut verdient“, eigtl. „Geldmacher“): (ugs. abwertend) cle
molnasltisch (aus gleichbed. gr. monastikös zu moverer Geschäftsmann, Großverdiener
nastês „Mönch“): mönchisch, klösterlich, molnaulral* Monlgo der; -s, -s (Kurzform von ÎMongolismus): (Jargon)
(zu tmono..., lat. auris „Ohr“ u. T‘...al (1)>: 1. ein Ohr
an Mongolismus leidendes Kind, monlgollid (zum Volks
bzw. das Gehör auf einer Seite betreffend. 2. einkanalig
namen der Mongolen u. zu T2...id>: zu dem hauptsächlich
(von der Tonaufnahme u. Tonwiedergabe auf Tonbändern
in Asien, Indonesien, Ozeanien u. der Arktis verbreiteten
u. Schallplatten); Ggs. îbinaural, Îstereophon, molnaMenschentyp gehörend. Monlgolljlde der u. die; -n, -n
xon* (zu lat. axon, Gen. axonis „(durchgehende) Linie,
(zu T...ide>: Angehörigefr] des mongoliden Menschenty
Achse“, dies ausgr. äxön „(Wagen)achse“): einachsig, ra
pus. monigollisch: die Völkergruppe der Mongolen be
dialsymmetrisch (Biol.). Mo|na|xo|ni|er* [...in] die
treffend. Monlgollislmus der; - (zu Î...ismus (3), nach
(Plur.): Kieselschwämme mit einachsigen Kieselnadeln
der Kopf- u. Gesichtsbildung, die dem äußeren Erschei
(Biol.). Molnalzit* [auch ...tsit] der; -s, -e (zu gr. moná
nungsbild eines Mongoliden gleicht): svw. Downsyndrom.
zein „einzeln sein“ (wegen des seltenen Vorkommens) u.
Monlgollist der; -en, -en (zu T ...ist): jmd., der sich wis
T2...it): ein in sandigen Ablagerungen vorkommendes
senschaftlich mit den mong. Sprachen, der mong. Literatur
glänzendes, hellgelbes bis dunkelbraunes Mineral
u. Kultur befasst. Mon|go|lis|tik die; - (zu T...istik): wis
Monlchilquit [auch ... kvit] der; -s, -e (nach der Serra de
senschaftliche Erforschung der mong. Sprachen u. Kultu
Monchique in Südportugal u. zu t2...it): ein dunkles Gang
ren. monlgollolid (zu T...oid>: 1. den Mongolen ähnlich
gestein mit Einsprenglingen
(z.B. in der Gesichtsbildung). 2. die Merkmale des
Monldalmin® das; -s (aus iridian. mondamin „Mais“, nach
Downsyndroms aufweisend (Med.). Mon|go|lo|i|de der
dem Jüngling Mondámin in einem Versepos des amerik.
u. die; -n, -n (zu T...oide): Angehörige[r] eines nicht rein
Schriftstellers H. W. Longfellow, 1807-1882): zum Ko
mongoliden Menschentyps mit mongolenähnlichen Merk
chen u. Backen verwendeter Puder aus Maisstärke
malen. Monlgollolildislmus der; - (zu T...ismus (3)>:
monldän (aus gleichbed. fr. mondain, eigtl. „weltlich“, dies
svw. Mongolismus
aus lat. mundanus „zur Welt gehörend“ zu mundus Mo|nieijbau|wei|se die; - (nach dem franz. Gärtner
„Welt“): eine extravagante Eleganz zeigend, zur Schau
J. Monier, dem Erfinder des Stahlbetons, 1823-1906):
tragend, monldilal (aus gleichbed. fr. mondial zu monde
Bauweise mit Stahlbeton
„Welt“, dies aus lat. mundus): weltweit, weltumspannend. molnielren (aus lat. monere „(er)mahnen; warnen“): [et
Monldilal das; -s (zu t*...al (2)>: künstliche Weltsprache;
was] bemängeln, tadeln, rügen, beanstanden
vgl. Esperanto
Mo|ni|lia die; - (aus gleichbed. nlat. monilia zu lat. monile
Mo|na|dis|mus
logie
897
Monogenese
„(Hals)kette“>: Fruchtschimmel, Gattung der Schlauch
Î ...at ( 1 )>: Zwillinge mit gemeinsamer Zottenhaut (Med.),
pilze (Erreger verschiedener Pflanzenkrankheiten). Momolnolchrom [,..k..., auch momo...] (zu gr. chröma,
ni|li|a|krank|heit die; -, -en: durch Î Monilia hervorge
Gen. chrömatos „Farbe“): einfarbig (Kunstw.). Molnorufene Fäule des Kern- u. Steinobstes. Mo|ni|li|a|sis die;
chrom das; -s, -en: einfarbiges Gemälde. Molnolchro-, ...asen (zu lat. monile „Halsband“ u. Î ...iasis): (veraltet)
ma sie die; - (zu t2...ie>: das Einfarbigsehen; völlige Far
svw. Soor
benblindheit (Med.); vgl. Achromasie (2). ’MonolchroMolnislmus der; - (zu gr. monos „allein“ u. T...ismus (l)):
mat [auch 'momo...] das od. der; -[e]s, -e (zu Îmono
philosophisch-religiöse Lehre von der Existenz nur eines
chrom) : Objektiv, das nur mit Licht einer bestimmten Wel
einheitlichen Grundprinzips des Seins (Philos.); Ggs.
lenlänge verwendet werden kann (Phys.). 2Mo|no|chroÎ Dualismus (2). Molnistz/er; -en, -en (zu T ...ist): Vertre
mat [auch momo...] der; -en, -en (zu Imonochrom): Ein
ter des Monismus, molnisltisch (zu t ...istisch) : den Mo
farbenseher, jmd., der zwei der drei Farbkomponenten
nismus betreffend
nicht sehen kann; völlig Farbenblinder (Med.), molnoMg|nilta:Plur. von ÎMonitum. Mo|ni|teur[...'t0:ç] der; -s,
chrolma tisch: einfarbig, zu nur einer Spektrallinie ge
-e (aus fr. moniteur, eigtl. „Ratgeber“, dies aus lat. moni
hörend (Phys.). Molnolchrolmaltoplsie* die; -, ...ien:
tor): Anzeiger (Titel franz. Zeitungen). Mo|ni|tori/er; -s,
Form der Farbenfehlsichtigkeit (Med.). MolnolchroPlur. ...oren, auch -e (aus gleichbed. engl. monitor, eigtl.
maltor der; -s, ...oren (zu T...or): Gerät zur Gewinnung
„Warner, Überwacher“, dies aus lat. monitor zu monere,
einfarbigen Lichtes (Phys.). Molnolchrolmie die; - (zu
vgl. monieren): 1. Kontrollbildschirm beim Fernsehen für
mlat. monochroma „einfarbiges Bild“ u. T2...ie): Einfar
Redakteure, Sprecher u. Kommentatoren, die das Bild
bigkeit (Kunstw.). mo|no|co|lor [...k..., auch momo...]
kommentieren. 2. a) Kontrollgerät zur Überwachung elek(zu Î mono... u. lat. color „Farbe“): (österr.) von einer Par
tron. Anlagen u. Abläufe; b) Kontrollgerät zur Überwa
tei gebildet. Molnolcoque [...kok] das; -[s], -s (aus
chung der Herztätigkeit o. Ä. bei gefährdeten Patienten; c)
gleichbed. engl. monocoque (construction)): bestimmte
Bildschirm eines Personalcomputers o.Ä. 3. einfaches
Schalenkonstruktion bes. in Rennwagen, die das Î Chassis
Strahlennachweis- u. -messgerät (Kernphys.). 4. Gerät zur
u. den Rahmen ersetzt. mo|no|cy|clisch* [...‘tsy:k...,
Gewinnung von lockerem Gestein mittels Druckwasser
auch ...’tSYk...] vgl. monozyklisch. Mo|no|die ¿¡e; - (über
spülung (Bergw.). 5. (veraltet) Aufseher. 6. veralteter Pan
lat. monodia aus gr. monöidia „Einzelgesang“; vgl. Ode):
zerschiffstyp. Mo|ni|to|ring ['mɔnɪtərɪŋ] das; -s, -s (zu
1. einstimmiger Gesang, Arie (Mus.); 2. klare einstimmige
engl. to monitor „beobachten, kontrollieren“, dies zu mo
Melodieführung mit Akkordbegleitung (Generalbasszeit
nitor (vgl. Monitor), u. T...ing): [Dauerjbeobachtung [ei
alter; Mus.); vgl. Homophonie. Molnoldik* die; - (zu gr.
nes bestimmten Systems], molniltorisch (aus gleichbed.
monöidikös „zur Monodie gehörig“): einstimmiger Kom
lat. monitorius): (veraltet) erinnernd, mahnend, als War
positionsstil (Mus.), molngldisch* (aus gr. monöidös
nung dienend. Mo|ni|to|ri|um das; -s, ...ien [,,,iən] (aus
„allein, einzeln singend“): a) die Monodie betreffend; b)
gleichbed. mlat. monitorium zu lat. monitorius, vgl. moeinstimmig; vgl. homophon. Molnoldisltilchon das; -s,
nitorisch): (veraltet) Mahnschreiben (Rechtsw.). Molni...chen (zu Tmono...): aus einem einzigen ÎDistichon be
tum das; -s, ...ta (aus lat. monitum „Erinnerung, Mah
stehendes Gedicht, molnoldonltisch* (zu gr. odoús,
nung“, substantiviertes Part. Perf. (Neutr.) von monere
Gen. odóntos „Zahn“): einzahnig (Biol.). Molnoldralma
„erinnern, (er)mahnen“): Mahnung, Rüge, Beanstandung
das; -s, ...men: Drama, in dem nur eine Person auftritt;
mo|no [auch mono]: Kurzform von tmonophon. Mo|no
Einpersonenstück; vgl. Duodrama. mo|no|dra|ma[auch mono] das; -s: Kurzform von îMonophonie. mo
tisch: in Form eines ÎMonodramas, molnolfil (zu lat. fi
no..., Molno..., vor Vokalen meist mon..., Mon... (aus gr.
lum „Faden“): aus einer einzigen [langen] Faser beste
monos „allein, einzeln, einzig“): Wortbildungselement mit
hend, einfädig; Ggs. Îmultifil. Molnolfil das; -[s]: aus ei
der Bedeutung „allein, einzeln, einmalig“, z.B. monoton,
ner einzigen Faser bestehender vollsynthetischer Faden;
Monolog. Molnolamlnilolten die (Plur.): Zwillinge mit
vgl. Multifil. Molnolflop ['mɔnəflɔp] der; -s, -s (zu engl.
gemeinsamer Eihaut (Med.), molnolarltilkullär [auch
to flop „plumpsen; flattern“): Îmonostabiler ÎMultivi
brator (Mikroelektronik), molnolgam [mono...] (zu gr.
momo...] (zu lat. articulus „Gelenk“; vgl. ...är): nur ein
monógamos „der nur einmal heiratet, in Einehe lebt“ ; vgl.
Gelenk betreffend (z.B. von Entzündungen; Med.). Mo...gam (2)): a) von der Anlage her auf nur einen Ge
nolbilblos* das; -, ...bla (aus gleichbed. gr. monóbiblos):
schlechtspartner bezogen (von Tieren u. Menschen); b)
aus einer einzigen Buchrolle bestehende Schrift in der An
nur die Einehe kennend (Völkerk.); c) mit nur einem Part
tike. Mo|no|bra|chie* [...x...] die; - (zu lat. brachium
ner geschlechtlich verkehrend; Ggs. tpolygam; vgl.
„Arm“ u. t2...ie>: angeborene Einarmigkeit (Med.). Mo...isch/-. Molnolgalmiedze;- (zuî...garnie (2)): a) Einehe
nolchalsilum [...'ça:..., ,..'xa...] das; -s, ...ien [...ion] (zu
(Völkerk.); b) geschlechtlicher Verkehr mit nur einem
gr. chásma „Spalte, Schlund“ u. T...ium, Analogiebildung
Partner; Ggs. tPolygamie (1 b). monogamisch: a) die
zu tDichasium): eine Form der Verzweigung des Pflan
Monogamie betreffend; b) svw. monogam; vgl. ...isch/-.
zensprosses, bei der ein einziger Seitenzweig jeweils die
Mo|no|ga|mist der; -en, -en (zu Î...ist): jmd., der in Mo
Verzweigung fortsetzt (Bot.). Molnolchipltechlnik
nogamie lebt. Mo|nolgas|tri|den* die (Plur.) (zu gr.
['mɔnətʃɪp...] die; - : Großintegration von Schaltungen auf
gastür, Gen. gastrós „Magen“ u. t...iden): Tiere mit ein
jeweils einem tChip (3; Mikroelektronik). Molnolchlahöhligem Magen (im Unterschied zu Wiederkäuern ; Biol.)
mydeen [monox..., auch ...ç...] die (Plur.) (aus gleich
bed. nlat. monochlamydeae zu gr. chlamys, Gen. chlamy- Molnplgaltalri [auch mo no:...] das; -, - (aus jap. monogatari „Erzählungen“): klassische japan. Erzählungslitera
dos „Oberkleid“): zusammenfassende systematische Bez.
tur, die aus mündlicher Tradition entwickelt wurde
für zweikeimblättrige Blutenpflanzen ohne Blütenblätter
od. mit unscheinbaren kelchblattartigen Blütenblättern monogen (aus gr. monogenés „einzeln, allein geboren“):
1. durch nur ein TGen bestimmt (von einem Erbvorgang);
(Bot.). Molnolchord [...'kort] das; -s, -e (aus gleichbed.
Ggs. Î polygen (1). 2. aus einer einmaligen Ursache ent
mlat. monochordum ztxspätlat. monochordon, dies aus gr.
standen; Ggs. Tpolygen (2); monogener Vulkan: durch ei
monóchordon (zu gr. chórda „Saite“)): Instrument zur
nen einzigen Ausbruch entstandener Vulkan. MolnolgeTon- u. Intervallmessung, das aus einer über einen Reso
nelse u. Monogelnelsis [auch ...ge:...] die; -, ..mesen
nanzkasten gespannten Saite besteht (Mus.). Molno(zu Tmono...): 1. (ohne Plur.) Theorie von der Herleitung
choriaten [...k...] die (Plur.) (zu Tmono..., gr. chórion
jeder gegebenen Gruppe von Lebewesen aus je einer ge„Haut, Fell; häutige Hülle der Frucht im Mutterleib“ u.
M
Monogenetiker
meinsamen Urform (Stammform); Ggs. tPolygenese. 2.
ungeschlechtliche Fortpflanzung (Biol.). Molnolgelnetilker der; -s,
Vertreter u. Anhänger der Monogenese
(1). mo no ge ne tisch: aus einer Urform entstanden.
Molnolgelnie die; -, ...ien <zu T...genie>: 1. (beibestimm
ten Tieren als Sonderfall) die Hervorbringung nur männ
licher od. nur weiblicher Nachkommen (Biol.). 2. die Er
scheinung, dass an der Ausbildung eines Merkmals eines
Î Phänotyps nur ein TGen beteiligt ist (Biol.); Ggs. ÎPoly
genie. Molnolgelnislmus der; - <zu T...ismus (2)>: 1.
svw. Monogenese (1). 2. Lehre der kath. Theologie, nach
der alle Menschen auf einen gemeinsamen Stammvater
(Adam) zurückgehen; Ggs. ÎPolygenismus (2). molnoglott* (aus gleichbed.gr. monöglöttos): nur eine Sprache
sprechend. Molnolgolnie die: -, ...ien (zu Tmono... u.
...gonie>: svw. Monogenese (2). Molnolgralfie, auch
...gralphie die; -, ...ien (zu îmono... u. T...grafie>: größe
re wissenschaftliche Darstellung, die einem einzelnen Ge
genstand, einer einzelnen Erscheinung gewidmet ist; Ein
zeldarstellung. molnolgralfisch, auch ...gralphisch
(zu Î ...grafisch}: nur ein einziges Problem od. eine Per
sönlichkeit untersuchend od. darstellend. Molno
gramm das; -s, -e (aus gleichbed. spätlat. monogramma,
dies zu gr. monos „allein“ u. grämma „Buchstabe, Schrift
zeichen“}: [künstlerisch gestaltetes] Namenszeichen,
meist aus den Anfangsbuchstaben von Vor- u. Familien
namen bestehend, molnolgramlmielren (zu Î..deren):
als Signatur nur mit einem Monogramm versehen. Monogramimist der; -en, -en (zu T ...ist>: Künstler, von
dem man nur das Monogramm, nicht den vollen Namen
kennt. Molnolgrapltus der; -, ...ten (zu gr. graptös „ge
schrieben“; vgl. Graptolith}: TGraptolith, dessen gerade
od. spiralige Äste nur einseitig mit Tieren besetzt waren,
wichtigstes Leitfossil des Î Silurs, molnolgyn (zu gr. gynê
„Weib, Frau“}: nur ein einziges Eier legendes Weibchen
(als Königin) aufweisend (von Staaten sozialer Insekten,
z. B. soziale Bienen, Faltenwespen; Biol.). molnolhybrid*: von Eltern, die sich nur in einem Merkmal unter
scheiden, abstammend (von tierischen od. pflanzlichen
Kreuzungsprodukten; Biol.); Ggs. 1 polyhybrid. Molnohy bri de* die; -, -n, auch der; -n, -n: Bastard, dessen El
tern sich nur in einem Merkmal unterscheiden (Biol.);
Ggs. Î Polyhybride. Molnolildelislmus der; - (.zu gr. monoeidës „einförmig, von einerlei Art“ u. T...ismus (2)}: 1.
das Beherrschtsein von einem einzigen Gedankenkom
plex (Psychol.); Ggs. ÎPolyideismus. 2. halluzinatorische
Einengung des Bewusstseins in der Hypnose (Psychol.),
molnolkaulsal (zu îmono...): sich auf nur eine Grund
lage stützend; auf nur einen Grund zurückgehend. Monoikel* das; -s, - (aus gleichbed. fr. monocle, dies zu spät
lat. monoculus „einäugig“ (zu gr. monos „allein“ u. lat.
oculus „Auge“)}: Einglas; Korrekturlinse für ein Auge,
die durch die Muskulatur der Augenlider gehalten wird;
vgl. Binokel. Molnolkilni der; -s, -s (zu îmono...; Analo
giebildung zu Î Bikini (ohne lat. bi „zwei“, weil er nur aus
dem Unterteil besteht)}: (veraltend) svw. Minikini. monoklin4 (zu gr. Hinein „neigen“ bzw. kling „(Ehe)bett“):
1. die Kristallform eines Kristallsystems betreffend, bei
dem eine Kristallachse schiefwinklig zu den beiden ande
ren, aufeinander senkrechten Achsen steht. 2. zweigeschlechtig (von Blüten; Bot.). Moinolkljlne* die; -n, -:
nach einer Richtung geneigtes Gesteinspaket (Geol.).
Molnoiklilnie* die; -, ...ien (zu î2...ie>: Gemischtgeschlechtigkeit bei Blüten, die gleichzeitig Staub- u.
Fruchtblätter tragen, d.h. zwittrig sind (Bot.), molnoklolnal* (zu gr. klö „Schössling, Zweig“ u. î '...al (1)}: nur
einen ÎKlon enthaltend (von Zellen; Biol.); monoklonale
Antikörper: Immunglobuline, die aus einem einzigen Zell
kern gebildet u. zur Diagnose u. Therapie verschiedener
898
Krankheiten verwendet werden (Med.), molnolkonldyl
(aus gr. monoköndylos „mit einem Gelenk“); in der Fü
gung nionokondyles Gelenk: Gelenk mit nur einem Ge
lenkhöcker, das bei Insekten Bewegungen in alle Richtun
gen ermöglicht (Zool.). molnolkoltyl (ausgr. monokötylos „mit einer Reihe (Saugwarzen)“, zu kotÿlë „Höh
lung“): ein Keimblatt aufweisend, einkeimblättrig (von
Pflanzen; Bot.). Molnolkoltylleldolne die; -, -n (zu gr.
kotyledön, eigtl. „Saugwarze“): einkeimblättrige Pflanze
(Bot.). Molnolkrat* der; -en, -en (zu t,,,krat): Allein
herrscher. Molnolkraltie* die: -, ...ien (aus gleichbed. gr.
monokratia): (legitime od. illegitime) Alleinherrschaft,
molnolkraltisch*: die Monokratie betreffend; mono
kratisches System: die Leitung eines Amtes durch einen
Einzelnen, der mit alleinigem Entscheidungsrecht ausge
stattet ist. molnolkrot* (aus gr. monókrotos „sich durch
einen Schlag bewegend“): einmal schlagend (vom norma
len Puls, der in seinem Kurvenverlauf pro Herzsystole nur
eine Druckwelle zeigt; Med.). mo|no|ku|lar* (zu îmo
no..., lat. oculus „Auge“ u. î...ar (1)}: a) mit [nur] einem
Auge; b) für [nur] ein Auge (Med.). Molnolkulltur [auch
mono...] die; -, -en: durch ein bestimmtes Produktionsziel
bedingte Form der landwirtschaftlichen Bodennutzung,
bei der nur eine Nutzpflanze angebaut wird. Molnolkulus* der; -, ...li (zu lat. oculus „Auge“): Schutzverband für
ein Auge (Med.). mo|no|la|telral [auch ,,,'ra:l]: einseitig
(Med.). Molnollaltrie* die: -: Verehrung nur eines Got
tes (ohne andere zu leugnen), molnoilinlgulal [auch mo
no...]: nur eine Sprache sprechend, verwendend; îmonoglott. molnollith (aus gr. monölithos „aus (nur) einem
Stein“): svw. monolithisch: vgl. ...isch/-. Molnollith
[auch ...'lit] der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n]: 1. Säule,
Denkmal aus einem einzigen Steinblock. 2. festgefügter
Machtblock; Staatenblock, molnolljlthisch [auch ...'litiʃ]: 1. aus nur einem Stein bestehend;monolithische Bau
weise: fugenlose Bauweise (z.B. Betonguss- od. Ziegel
bauweise) im Gegensatz zur Montagebauweise. 2. eine
feste [u. starke] Einheit bildend. 3. aus sehr kleinen elektron. Bauelementen untrennbar zusammengesetzt; vgl.
...isch/-. Molnollog der; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. mono
logue (Analogiebildung zu dialogue „Dialog“) zu gr. mo
nologos „allein, mit sich selbst redend“): a) laut geführtes
Selbstgespräch einer Figur auf der Bühne; b) [längere] Re
de, die jmd. während eines Gesprächs hält; Ggs. Î Dialog
(a). molnollolgisch: in der Form eines Monologs, monollogisieren (zu î...isieren): innerhalb eines Ge
sprächs für längere Zeit allein reden. Mo|no|lolgist der;
-en, -en (zu î...ist} : Monologsprecher (Theat.). Mo nom
das; -s, -e (gekürzt aus Mononom, zu Tmono... u. gr. önoma „Name“): eingliedrige Zahlengröße (Math.), molnoman (zu Tmono... u. î...man>: an einer Zwangsvorstel
lung leidend (Psychol.); vgl. ...isch/-. Mo|no|ma|ne der;
-n, -n (zu t...mane>: jmd., der an Monomanie leidet. Monolmalnie die; -, ...ien (zu î...manie): krankhaftes Ge
prägtsein von einer Zwangsvorstellung oder einer Wahn
idee (Psychol.), molnolmalnisch: svw. monoman; vgl.
...isch/-. molnolmer (aus gr. monomeres „aus einem Teil
bestehend“): aus einzelnen, voneinander getrennten,
selbstständigen Molekülen bestehend (Chem.); Ggs. (po
lymer. Molnolmer das; -s, -e u. Molnolmelre das: -n, -n
(meist Plur.): Stoff, dessen Moleküle monomer sind
(Chem.). Molno|meltal|lis|mus der; - (zu îmono...):
Währungssystem, in dem nur ein Währungsmetall als ge
setzliches Zahlungsmittel anerkannt ist. Molnolmelter
der; -s, - (zu Î3...meter): aus nur einem ÎMetrum (1) beste
hende metrische Einheit, die selbstständig nur als Satz
schluss verwendet wird (antike Metrik). mo|no|metrisch* (aus gleichbed. gr. monömetros): aus nur einem
Metrum bestehend (antike Metrik). mo|no|mik|tisch
899
(zu îmono... u. gr. miktós „gemischt“): einmalig durch
mischt (von Seen, deren Wasser sich zu einer bestimmten
Jahreszeit umschichtet; Biol.). molnolmilnelrallisch:
fast ausschließlich aus einer Mineralart bestehend (von
Gesteinen; Mineral.), molnolmisch <zu tMonom): ein
gliedrig (Math.). mo|no|mo|le|kullar (zu îmono...): aus
nur einem Molekül bestehend (Chem.). molnolmorph
(zu Î...morph): gleichartig, gleich gestaltet (in Bezug auf
Blüten u. Gewebe; Bot.). Molnolmorlphie die; -, ...ien
(zu Î...morphie): Gleichartigkeit, Gleichgestaltigkeit (in
Bezug auf Blüten u. Gewebe; Bot.). Mo|no|my|o|si|tis
die; -, ...itiden: Entzündung eines einzelnen Muskels
(Med.). Molnolneulrjltis die; -, ...itiden: Entzündung ei
nes einzelnen Nervs (Med.). Mo|no|nom das; -s, -e (zu
tmono... u. gr. ónoma „Name“): svw. Monom, molnono misch: svw. monomisch, molnolnulklelär*: einen
einfachen (nicht gelappten od. geteilten) Zellkern besit
zend (von Zellen; Biol.). Mo|no|nu|kle|o|se* Æe; -, -n
(zu lat. nucleus „Frucht(kern)“ u. t'...ose): Überzahl ein
kerniger Zellen im Blutbild, gutartige Infektion meist der
Drüsen (Med.), molnolphag (zu f,,,phag): 1. hinsicht
lich der Ernährung auf nur eine Pflanzen- od. Tierart spe
zialisiert (von Tieren); Ggs. Îpolyphag (Biol.). 2. auf nur
eine Wirtspflanze spezialisiert (von schmarotzenden
Pflanzen; Biol.). Molnolphalge der; -n, -n (meist Plur.):
Tier, das in seiner Ernährung monophag (1) ist (Biol.);
Ggs. îPolyphage (1). Molnolphalgie die; - (zu t,,,phagie): Beschränkung in der Nahrungswald auf eine Pflan
zen- od. Tierart (Biol.). Molnolpharlmalkon das; -s,
...ka: aus einem einzigen Wirkstoff hergestelltes Arznei
mittel (Med.). Molnolphalsie die; - (zu gr. phäsis „Spra
che, Rede“ u. T2...ie): Sprachstörung mit Beschränkung
des Wortschatzes auf eine Silbe, einen Satz od. ein Wort
(Med.), molnolphalsisch: die Monophasie betreffend.
Mo|no|pho|bie die; -, ien (zu î...phobie (a)): überstei
gerte, zwanghafte Angst vor dem Alleinsein (Psychol.,
Med.), molnolphon, auch ...fon (zu î...phon): einkanalig (in Bezug auf die Schallübertragung). Molnolphonie, auch ...fonie die; - (zu î...phonie): einkanalige Schall
übertragung. Molnophlthallmie* die; - (zu gr. monóphthalmos „einäugig“ u. t2...ie): Einäugigkeit (Med.). Mo
nophthong* der; -s, -e (aus gr. monóphthoggos „allein
tönend; einfacher Vokal“ zu phthöggos „Ton, Laut“): ein
facher Vokal (z. B. a, i); Ggs. IDiphthong. molnophthongielren* <zu t...ieren>: einen Diphthong in einen
Monophthong umwandeln (z.B. mhd. guot zu nhd. gut);
Ggs. Îdiphthongieren. Mo|noph|thon|gielrung* die; -,
-en (zu T...ierung>: die Umwandlung eines Diphthongs in
einen Monophthong (Sprachw.); Ggs. Diphthongierung,
molnophlthonlgisch": einen Monophthong enthal
tend; als Monophthong [gesprochen]; Ggs. îdiphthon
gisch. molnophlthonlgilsielren* <zu î...isieren): svw.
monophthongieren. mo|no|phy|le|tisch (zu gr. phyletikös „zum Stamm gehörig“, dies zu phyle „Stamm“): ein
stämmig; von einer Urform abstammend (Biol.); Ggs.
Tpolyphyletisch. Moinolphylleltislmus der; - (zu t...ismus (2)>: svw. Monogenese (1). Molnolphyllie die; - (zu
gr. phylé „Stamm“ u. t2...ie): svw. Monogenese (1). Monoiphyoldont der; -en, -en (zu gr. monophyês „einmal
wachsend“ u. odoús, Gen. odóntos „Zahn“): Säugetier,
bei dem kein Zahnwechsel stattfindet (Biol.). Molnophyloldonltie die; - (zu t2...ie): einmalige Zahnung
(Med.). Molnolphylsit der; -en, -en (meist Plur.) (aus
gleichbed. mgr. Monophysitês, zu îmono..., gr. phÿsis
„Natur“ u. î3...it): Anhänger des Monophysitismus (z.B.
die Tkoptischen u. die armenischen Christen), molnophylsiltisch: den Monophysitismus betreffend, ihm ent
sprechend. Mo|nolphy|si|tis|mus der; - (aus gleichbed.
mgr. Monophysitismós, vgl. ...ismus (1)>: altkirchliche
Monorezidiv
Lehre, nach der die zwei Naturen Christi (vgl. Dyophysitismus) zu einer neuen gottmenschlichen Natur verbun
den sind. Molnolplan der; -s, -e (zu Îmono... u./r. planer
„schweben“ (dies zu lat. planus „eben, flach“), Analogie
bildung zu ÎAeroplan): (veraltet) Eindecker (Flugw.).
Mo no ple gie* die; -, ...ien (zu gr. plêgê „Schlag, Hieb,
Stoß“ u. î2...ie): Lähmung eines einzelnen Gliedes od.
Gliedabschnittes; vgl. Hemiplegie. Molnolploüldie*
iZze; - (verkürzt aus îmono..., gr. haploeidés „einfach“ u.
î2...ie): das Vorhandensein des einfachen Chromosomen
satzes in der Zelle (Biol.). Molnolpoldie die; -, ...ien (aus
gleichbed. gr. monopodia, zu poüs. Gen. podós „Fuß“):
aus nur einem Versfuß bestehender Takt in einem Vers,
molnolpoldisch (aus gleichbed. gr. monopodiatos): aus
nur einem Versfuß bestehend; monopodischer Vers: Vers,
dessen Monopodien gleichmäßiges Gewicht der Hebun
gen haben. Mo|no|po|di|um das; -s (zu îmono...): ein
heitliche echte Hauptachse bei pflanzlichen Verzweigun
gen (Bot.); Ggs. ÎSympodium. Molnolpol das; -s, -e
(über lat. monopolium aus gr. monopölion „(Recht auf)
Alleinverkauf“ zu monopöleln „allein verkaufen, Allein
handel betreiben“): 1. Vorrecht, alleiniger Anspruch, al
leiniges Recht, bes. auf Herstellung u. Verkauf eines be
stimmten Produktes. 2. marktbeherrschendes Unterneh
men od. Unternehmensgruppe, die auf einem Markt als
alleiniger Anbieter od. Nachfrager auftritt u. damit die
Preise diktieren kann, molnolpollilsielren (nach
gleichbed. fr. monopoliser; vgl. ...isieren): ein Monopol
aufbauen, die Entwicklung von Monopolen vorantreiben.
Molnolpollislmus der; - (zu Î...ismus (2)); auf Markt
beherrschung gerichtetes wirtschaftspolitisches Streben.
Molnolpollist der; -en, -en (zu Î ...ist): svw. Monopolka
pitalist. molnolpollisltisch (zu Î...istisch): auf Markt
beherrschung u. Höchstgewinnerzielung ausgehend. Monolpollkalpiltal das; -s (zu TMonopol): 1. Gesamtheit
monopolistischer Unternehmungen. 2. in Monopolen (2)
arbeitendes Kapital. Mo|no|pol|ka|pi|ta|lis|mus der;
-: Entwicklungsepoche des Kapitalismus, die durch Un
ternehmungszusammenschlüsse mit monopolähnlichen
Merkmalen gekennzeichnet ist (Schlagwort politischer
Agitation). Mo|no|pollkalpi|ta|list ¿fer; -en, -en: Eigen
tümer eines marktbeherrschenden [lndustrie]unternehmens, das entweder das Angebot od. die Nachfrage auf ei
nem Markt in sich vereinigt. mo|nolpol|kalpilta|listisch: den Monopolkapitalismus betreffend. Molnolpololid das; -[e]s, -e (zu î...oid): unvollständiges Monopol.
Molnolpolly® [_..li] das; - (nach engl. monopoly „Mono
pol“); Gesellschaftsspiel, bei dem mithilfe von Würfeln,
Spielgeld, Anteilscheinen u. Ä. Grundstücksspekulation
simuliert wird. Molnolppslto der: -s, -s (aus gleichbed.
it. monoposto zu mono- (vgl. mono...) u. posto „Platz;
Sitzplatz“): Einsitzer mit unverkleideten Rädern (Auto
mobilrennsport). Molnoplson* das; -s, -e (zu Î mono... u.
gr. opsôneîn „(Zukost) einkaufen“): Marktform, bei der
ein Nachfrager vielen Anbietern gegenübersteht; Nach
fragemonopol; vgl. Monopol (2). Molnolpsylchislmus
der; - (zu îmono...): Lehre von Averroes, nach der es nur
ein Seelisches gibt u. alle unterschiedenen menschlichen
Seelen nur leiblich bedingt sind (Philos.). Molnplpteros* der; -, ...eren (zu gr monopteros „mit einer Säulen
reihe“, eigtl. „einflügelig“): 1. von einer Säulenreihe um
gebener, kleiner, runder Tempel [der Antike] ohne Î Cella
(1). 2. Gartentempel im Barock u. Empire. Molnolrail
['mɔnəreɪl] die; -, -s (aus gleichbed. engl. monorail, zu mo
no- (vgl. mono...) u. rail „Gleis, Schiene“): Einschienen
bahn. Molnorlchie* [mɔnɔr...] die; -, ...jen (zugr. mönorchis „mit nur einem Hoden“ u. Î2...ie> : Vorhandensein nur
eines Hodens (Med.). Mo|no|re|zi|div das; -s, -e [...va]
(zu îmono...): Rückfall bei einer nicht völlig ausgeheilten
M
Monosaccharid
900
-en, -en: Bekenner des Monotheismus; jmd., der nur an ei
Krankheit (z.B. Syphilis), von dem nur ein einzelnes Or
nen Gott glaubt, molnolthelisltisch: an einen einzigen
gan betroffen wird. Molnolsaclchalrid [...zaxa...] u.
Gott glaubend. Mo|no|the|let der; -en, -en (aus gleich
Molnolsalchalrid das; -[e]s, -e: einfach gebauter Zucker
bed. mlat. Monotheleta, dies aus mgr. Monothelëtes zu gr.
(z.B. tGlucose). Moinolse die; -, -n <zu î2...ose): svw.
monos (vgl. mono...) u. thelëtës „der Wollende“): Vertre
Monosaccharid, molnoisem (aus gleichbed.gr. monôsëter des Monotheletismus. Mo|nolthe|le|tis|mus der; mos>: nur eine Bedeutung habend (von Wörtern;
(zu Î...ismus (1)): altchristliche Sektenlehre, die in Chris
Sprachw.); Ggs. tpolysem. Mo|nolse|man|ti|kon das;
tus wohl zwei unvereinigte Naturen (vgl. Dyophysitis-s, ...ka (zu îmono... u. gr. sêmantikôs, vgl. semantisch):
mus), aber nur einen gottmenschlichen Willen (vgl. Mo
Wort für eine nur einmal vorkommende Sache (z. B. Welt
nophysitismus) wirksam glaubte. Mo|no|the|ralpie die;
all; Sonne; Sprachw.). mo|no|selman|tisch (aus gleich
-, ...ien (zu îmono...): Behandlung einer Krankheit mit
bed. gr. monosëmantos): svw. monosem. Molnolselmie
einem einzigen Arzneimittel, molnolton (über fr. mono
die; - (zu îmonosem u. T2...ie): 1. das Vorhandensein nur
tone aus spätlat. monotonus, dies aus gleichbed. gr. monó
einer Bedeutung zu einem Wort (z.B. Kugelschreiber);
tonos, eigtl. „aus einem Ton“): gleichförmig, ermüdend
Ggs. tPolysemie. 2. durch Monosemierung [im Kontext]
eintönig; monotone Funktion: eine entweder dauernd stei
erreichte Eindeutigkeit zwischen einem sprachlichen Zei
gende od. dauernd fallende TFunktion (2; Math.). Mochen (Wort) u. einer zugehörigen Bedeutung, molnolsenoltolnie die; -, ...ien (über fr. monotonie aus spätlat.
mielren (zu Î..deren): (durch den sprachlichen od. situa
monotonia, dies aus gleichbed. gr. monotonía): Gleichför
tiven Kontext) monosem machen. Molnolskop* das; -s,
migkeit, [ermüdende] Eintönigkeit. Molnoltolnolme-e (zu îmono... u. Î...skop): Fernsehprüfrohr; früher ver
ter das; -s, - (zu Î'...meter): Gerät zur Untersuchung der
wendete Prüfbildröhre mit festem Bildmuster. Molno
Auswirkung eintöniger, ermüdend wirkender Arbeit (Psy
som das; -s, -en (verkürzt aus îmono... u. îChromosom):
das einzeln bleibende Chromosom im Î diploiden Zellkern
chol.). molnoltop (zu îmono... u. gr. topos „Ort, Stelle,
Platz“): auf ein Organ ( 1 ) beschränkt (Med.). Molnoltop
(Biol.). Molnolsolmie die; - (zu t2...ie): Vorkommen ei
derer das; -s, -e: Lebensort einer Organismenart, an dem
nes unpaarigen Chromosoms im î diploiden Chromoso
mensatz des Zellkerns (Biol.). Molnolspeijmie die; -,
diese dauernd zu existieren vermag (Biol.). Molnoltre...ien (zu gr. spérma „Samen“ u. î2...ie): Besamung einer
men* die (Plur.) (zu gr. tréma „das Loch, Öffnung“):
Eizelle durch nur eine männliche Geschlechtszelle; Ggs.
Kloakentiere, molnoltrop* (über lat. monotropus aus gr.
ÎPolyspermie, molnolstalbil [auch 'mo:no,,,]: einen sta
monotropos „ganz für sich allein (lebend)“): beschränkt
bilen Zustand besitzend (von elektron. Schaltungen). Moanpassungsfähig (Biol.). Molnoltrolpie* die; - (zu
nosltilcha*: Plur. von Î Monostichon. molnosltiÎ ...tropie): nur in einer Richtung mögliche Umwandelbar
chisch* (aus gr. monöstichos „aus einem Vers beste
keit der Zustandsform eines Stoffes in eine andere
hend“): das Monostichon betreffend; aus metrisch glei
(Chem.). Molnoltype® [...taip] die; -, -s (aus gleichbed.
chen Einzelversen bestehend (in Bezug auf Gedichte);
engl. Monotype; vgl. mono... u. Type (1)): Gieß- u. Setz
Ggs. Îdistichisch. molnosltilchiltisch* vgl. monostimaschine für Einzelbuchstaben (Druckw.). Monoltychisch. Mo nos ti chon* das; -s, ...cha (aus gleichbed.
pie [,..ty...] die; -, ...ien (zu îmono... u. Î ...typie): 1. grafi
gr. monostichon, substantiviertes Neutr. von monöstichos
sches Verfahren, das nur einen Abdruck gestattet
„aus nur einer Reihe, einem Vers bestehend“): ein einzel
(Kunstw.). 2. im Monotypieverfahren hergestellte Repro
ner Vers; Einzelvers (Metrik), molnosltisch* (zu îmo
duktion. molnoltylpisch: in nur einer Art vertreten
no... u. gr. ostéon „Knochen“): nur einen Knochen befal
(von Gattungen u. anderen systematischen Kategorien;
lend (von Krankheiten; Med.), molnolstrolphisch (aus
Biol.). molnolvallent [...v..., auch 'ɪno:no...] (zu lat. va
gr. monostrophikös „aus einer Strophe bestehend; einlens, Gen. valentis, Part. Präs, von valere „wert sein“,
strophig“): a) ein nur aus einer Strophe bestehendes Ge
eigtl. „stark, kräftig sein“): einwertig (Chem.). Mon
dicht od. Lied bezeichnend; b) eine Dichtung aus bau
oxid* [auch ...'ksy:t], auchMonloxyd das; -[e]s, -e: Oxid,
gleichen Strophen (z.B. Nibelungenlied) bezeichnend im
das ein Sauerstoffatom enthält. Mo|no|zel|le die; -, -n:
Unterschied zu Dichtungen mit wechselnden Strophen
kleines, aus nur einer Zelle bestehendes elektrochem. Ele
formen. Molnolsublstanz* die; -, -en (zu îmono...):
ment (als Stromquelle). Molnölzie* die; - (zu gr. olkos
Arzneimittel, das aus einem einzigen Wirkstoff besteht,
„Haus“ u. î2...ie): Einhäusigkeit; das Vorkommen männ
molnolsylllalbisch (aus gleichbed. gr. monosyllabos):
licher u. weiblicher Blüten auf einem Pflanzenindividuum
einsilbig (von Wörtern). Mo|no|syl|la|bum das; -s, ...ba
(Bot.), molnölzisch*: männliche u. weibliche Blüten auf
(aus gleichbed. lat. monosyllabum, dies zu gr. monosÿlla
einem Pflanzenindividuum aufweisend; einhäusig (Bot.).
bos „einsilbig“): einsilbiges Wort (Sprachw.). molnoMolnolzön das; -s, -e (zu gr. koinös „gemeinsam“): die
sympltclmaltisch (zu îmono...): nur ein einziges cha
Einheit von Monotop u. Monozönose (Biol.). Molnolzörakteristisches Symptom zeigend (von Krankheiten;
nolse die; -, -n (Analogiebildung zu tBiozönose): Verge
Med.). Mo|no|syn|de|ta: Plur. von îMonosyndeton.
sellschaftung der Angehörigen einer Organismenart, die
mo nolsynlde tisch (zu Î Monosyndeton): in der Art ei
infolge gleicher Umweltansprüche einen Monotop besie
nes Monosyndetons (Sprachw.). Mo|no|syn|de|ton das;
deln (Biol.). molnolzylgot (zu ÎZygote): eineiig; aus ei
-s, ...ta (zu îmono... u. gr. sÿndetos „verbunden“): Reihe
ner einzigen befruchteten Eizelle stammend (von Mehr
von Sätzen od. Satzteilen, bei der nur vor dem letzten
lingen). molnolzylklisch*, chem. fachspr. monocyclisch
Glied eine Konjunktion steht (z. B. alles lacht, jubelt und
[...'tsy:k..., auch ...’tsYk...]: nur einen Ring im Molekül
kreischt; Sprachw.). Mo|no|tek|ti|kum das; -s, ...ka (zu
aufweisend (von organischen chem. Verbindungen); Ggs.
gr. tektainein „zusammenfügen“ u. î...ikum); durch moÎpolyzyklisch. Molnolzyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu
notektische Reaktion entstehender Gefügebestandteil
t...zyt): größtes weißes Blutkörperchen im peripheren
(Geol.). monotektisch: das Monotektikum betref
Blut (Med.), molnolzyltär (zu T...är): die Monozyten be
fend (Geol.); monotektische Reaktion: Ausscheidung ei
treffend, auf Monozyten zurückgehend (Med.). mo|noner Kristallart bei der ehern. Umsetzung von zwei nicht
zyltolgen: durch Monozyten hervorgerufen; Monozyten
ineinander löslichen Schmelzen unter Aufzehrung einer
erzeugend. Mo|no|zy|to|se die; -, -n (zu î'...ose); über
der beiden Schmelzen. Mo|no|the|islmus der; -: Glaube
mäßige Vermehrung der Monozyten (z.B. als Abwehrre
an einen einzigen Gott (wobei die Existenz anderer Götter
aktion bei Î Malaria)
bestritten wird); vgl. Henotheismus. Mo|no|the|ist der; Mon|roe|dok|trin* ['mɔnro...] die; - (aus amerik. Monroe
901
Doctrine, nach demamerik. Präsidenten J. Monroe (1758
bis 1831); vgl. Doktrin): in der amerik. Außenpolitik des
19. u. frühen 20. Jh.s geltender Grundsatz der gegenseiti
gen Nichteinmischung
Mons rfɑs,- - (nach der Stadt Mons in Belgien): unterste Stu
fe des f Paläozäns (Geol.)
Monisei gneur* [mðsɛnjo:u] der; -s, Plur. -e u. -s (aus
gleichbed. fr. monseigneur, eigtl. „mein Herr“, dies über
das Galloroman. zu lat. meus „mein" u. senior, vgl. Se
nior): 1. (ohne Plur.) Titel u. Anrede hoher Geistlicher,
Adliger u. hochgestellter Personen (in Frankreich); Abk.:
Mgr. 2. Träger dieses Titels. Monlsileur [mə'sio:] rZer;
-[s], Messieurs [mɛ'sio:] (aus /r. monsieur, eigtl. „mein
Herr", vgl. Monseigneur) : franz. Bez. für Herr; als Anrede
ohne Artikel; Abk.: M., Plur. MM. Monlsilgnolre*
[mɔnzɪn jo:rə] der; -[s], ...ri (aus it. monsignore, eigtl.
„mein Herr“; vgl. Monseigneur): 1. (ohne Plur.) Titel u.
Anrede von Prälaten der kath. Kirche; Abk.: Mgr., Msgr.
2. Träger dieses Titels
Mpnslter das; -s, - (über engl. monster aus gleichbed.
(alt)fr. monstre, dies aus lat. monstrum, vgl. Monstrum):
[riesenhaftes] Ungeheuer; [furchterregendes] Fabelwesen.
Monslter... (zu engl. monster „riesig“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „überdimensional groß u. auf
fallend (in räumlicher od. zeitlicher Hinsicht)“, z.B.
Monsterfilm, Monstershow
Monsitelra z/ie; -, ...rae [...re] tnlat.; Herkunft ungeklärt):
Î Philodendron, Gattung der tropischen Aronstabgewäch
se; Fensterblatt (Zimmerpflanze)
Monslterlfilm der; -[e]s, -e (zu TMonster...): 1. Film, der
mit einem Riesenaufwand an Menschen u. Material ge
dreht wird. 2. Film, der von Î Monstern handelt. Mons
tra*: Plur. von ÎMonstrum. Monsltranz* die; -, -en (aus
gleichbed. mlat. monstrantia, eigtl. „die zu zeigenden (Ge
fäße)“, zu lat. monstrare „zeigen“): meist kostbares Gefäß
zum Tragen u. Zeigen der geweihten Î Hostie. Monsltrefilm* (zu fr. monstre, vgl. Monstrum): svw. Monsterfilm
(1). Monsltren*: Plur. von ÎMonstrum, monsltrös*
(über/r. monstrueux aus gleichbed. lat. monstr(u)osus): 1.
ungeheuerlich. 2. fehlgebildet (von Feten; Med.). Monstrolsiltät* die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. monstrositas,
Gen. monstrositatis); 1. Ungeheuerlichkeit. 2. Fehlbildung
(Med.). Monsltrum* das; -s, Plur. ...tren u. ...tra (aus
gleichbed. lat. monstrum, eigtl. „Mahnzeichen“, zu mone
re, vgl. monieren): 1. Monster, Ungeheuer. 2. etwas von
großen, als zu gewaltig empfundenen Ausmaßen; Unge
tüm. 3. svw. Monstrosität (2)
M onlsun der; -s, -e (über engl. monsoon aus gleichbed.
port, monçâo, älter port, mouçâo, dies aus arab. mausim
„(für die Seefahrt) geeignete Jahreszeit“): a) jahreszeitlich
wechselnder Wind in Asien; b) die mit dem Sommermon
sun einsetzende Regenzeit [in Süd- u. Ostasien], monlsunisch: den Monsun betreffend, vom Monsun beeinflusst
Monltalge [mɔn'ta:ʒə, auch mo'ta:ʒə] die; -, -n (aus gleich
bed. fr. montage zu monter, vgl. montieren): 1. a) das Zu
sammensetzen [einer Maschine, technischen Anlage] aus
vorgefertigten Teilen zum fertigen Produkt; b) das Aufstel
len u. Anschließen [einer Maschine] zur Inbetriebnahme.
2. Kunstwerk (Literatur, Musik, bildende Kunst), das aus
urspr. nicht zusammengehörenden Einzelteilen zu einer
neuen Einheit zusammengesetzt ist. 3. a) künstlerischer
Aufbau eines Films aus einzelnen Bild- u. Handlungsein
heiten; b) der zur letzten bildwirksamen Gestaltung eines
Films notwendige Feinschnitt mit den technischen Mitteln
der Ein- u. Überblendung u. der Mehrfachbelichtung. 4. a)
Zusammenstellung einzelner vorgefertigter Vorlagen von
Kopien zu einer Druckform; b) Abteilung in einem Unter
nehmen, in der Montagen (4 a) hergestellt werden
(Druckw.). Monltalgnard* [mðta'nja:r] der; -s, -s (aus
Monument
gleichbed. fr. montagnard zu montagne „Gebirge; Berg“,
nach den höher gelegenen Plätzen in der verfassunggeben
den Versammlung): Mitglied der Bergpartei während der
Franz. Revolution
Monltalguelgramlmaltik ['mɔntəgju:...] die; - (nach dem
amerik. Sprachwissenschaftler R. Montague (1932-1971)
u. zu 1 Grammatik): grammatisches Modell zur Beschrei
bung natürlicher Sprachen auf mathematisch-logischer
Basis
monltan (aus lat. montanus „Berge u. Gebirge betreffend;
bergig" zu mons, Gen. montis „Berg, Gebirge“): Bergbau
u. Hüttenwesen betreffend. Mon|tan|gelsell|schaft
die; -, -en: Handelsgesellschaft, die den Bergbau betreibt.
M on|tan|in|dus|trie* [,,,i:ən]: rfz'e; -, -n Gesamtheit der
bergbaulichen Industrieunternehmen
Monltalnislmus der; - (nach dem Begründer Montanus
(fvor 179) u. zu T...ismus (1)>: schwärmerische, sitten
strenge christliche Sekte in Kleinasien (2.-8. Jh.)
'Monltalnist der; -en, -en (zu îmontan u. T...ist>: Fach
mann im Bergbau u. Hüttenwesen
2Mon|ta|nist der; -en, -en (zu TMontanismus, vgl. ...ist):
Anhänger des Montanismus
monltalnisltisch (zu Îmontan u. 1 ...istisch): svw. montan.
M on tan uni on die; -: Europäische Gemeinschaft für
Kohle und Stahl.MonItanl wachs das; -es: t Bitumen der
Braunkohle
Montlbreltie [mo'bre:tsiə] z/z’e; -, -n (nach dem franz. Na
turforscher A. F. E. C. de Montbret (1805-1837) u. zu
T ‘...ie>: (zu den Schwertlilien gehörende) in Südafrika hei
mische Pflanze mit ährenförmigem Blütenstand
Monlte-Carjlo-Meltholde [... kar...] die; - (nach der we
gen ihrer Spielkasinos bekannten Stadt Monte Carlo (in
Monaco)): ein Verfahren der Statistik, bei dem komplexe
Problemstellungen nicht vollständig durchgerechnet, son
dern nur mit Zufallszahlen exemplarisch durchgespielt
werden
Monteljus [mötjy:] das; -, - (aus gleichbed. fr. monte-jus
zu monter „steigen“ u. jus „Saft“): ein früher verwendetes
Gefäß zum Heben od. Fortbewegen von Flüssigkeit durch
Luftdruck
Mpnltes die (Plur.) (zu it. monte „Berg“, dies aus lat. mons,
Plur. montes): ital. Staatsanleihen im Mittelalter. Mon
teur [...'torn, auch mö torn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr.
monteur zu monter, vgl. montieren): Montagefacharbeiter
Montlgollfilelre [mogol...] die; -, -n (aus gleichbed. /r.
montgolfière; nach den Erfindern, den Brüdern Montgol
fier, 18. Jh.): Heißluftballon; vgl. Charlière
monltielren [auch mö'ti:...] (aus gleichbed. fr. monter,
auch „hinaufbringen, aufwärts steigen“, eigtl. „auf einen
Berg steigen“, dies zu lat. mons, Gen. montis „Berg“): 1.
eine Maschine o. Ä. aus Einzelteilen zusammensetzen u.
betriebsbereit machen. 2. etwas an einer bestimmten Stelle
mit technischen Hilfsmitteln anbringen; installieren. 3. et
was aus nicht zusammengehörenden Einzelteilen zusam
mensetzen, um einen künstlerischen Effekt zu erzielen. 4.
einen Edelstein fassen. 5. einzelne vorgefertigte Vorlagen
von Kopien zu einer Druckform zusammenstellen (grafi
sche Technik). Monltielrung zfze; -, -en (zu t...ierung):
(veraltet) Uniform
Mont|mo|ril|lo|nit [mömorijo..., auch ...’nit] der; -s, -e
(nach dem Ort Montmorillon in Frankreich u. zu t2...it):
ein grauweißes bis gelbliches, sehr quellfähiges Mineral
Monltur zte; -, -en (aus fr. monture „Ausrüstung“ zu mon
ter, vgl. montieren): 1. (veraltet) Uniform, Dienstkleidung.
2. (ugs., oft scherzh.) Kleidung, bes. als Ausrüstung für ei
nen bestimmten Zweck. 3. Unterbau für eine Perücke. 4.
Fassung für Edelsteine
Molnulment das; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. monumen
tum zu monere, vgl. monieren): 1. [großes] Denkmal. 2.
M
monumental
[wichtiges] Zeichen der Vergangenheit; Kulturdenkmal,
Erinnerungszeichen. mo|nu|men|tal <zu T’...al (l)): 1.
denkmalartig. 2. a) gewaltig, großartig; b) ins Gewaltige,
Übermächtige gesteigert. Mo|nu|men|ta|li|tät rfie; - (zu
T...ität): eindrucksvolle Größe, Großartigkeit. Molnumen tal schrift die:
svw. Lapidarschrift
M onzonit [auch ...nit] der; -s, -e (nach dem Monte Monzoni in Südtirol u. zu T 2...it): ein plagioklasreiches Tiefen
gestein
Moonlboot ['mu:nbu:t] der: -s, -s (meist Plur.) (aus gleich
bed. engl. moonboot, eigtl. „Mondstiefel“): dick gefütter
ter Winterstiefel [aus synthetischem Material]
Moolring ['mu:...] das; -s, -s (aus engl. mooring „das Fest
machen (von Schiffen)“ zu to moor „(Schiffe) vertäuen,
festmachen“): svw. Muring
Mop: frühere Schreibung für IMopp
Molpalnelwald der; -[e]s, ...wälder (aus einer afrik. Spra
che): Trockenwaldtyp in Afrika
Molped ['mo:pɛt, auch 'mo:pe:t] das; -s, -s (Kurzw. aus AfotorvelozipetZ od. 1 Motor u. TPedal): a) Fahrrad mit Hilfs
motor; b) Kleinkraftrad mit höchstens 50 cm3 Hubraum u.
einer gesetzlich festgelegten Höchstgeschwindigkeit von
40 km/h
Mopp der; -s, -s (aus gleichbed. engl. mop, Herkunft unge
klärt): Staubbesen mit [ölgetränkten] Fransen, moplpen
(nach gleichbed. engl. to mop): mit dem Mopp sauber ma
chen
Molquette [mo ket] vgl. Mokett
’Mol ra die; - (aus gleichbed. it. mor(r)a, Herkunft unge
klärt): ital. Fingerspiel
2Mo|ra, auch More die; -, Moren (aus lat. mora „das Ver
weilen, Verzögerung, Zeitraum“): 1. kleinste Zeiteinheit
im Verstakt, der Dauer einer kurzen Silbe entsprechend. 2.
(veraltet) [Zahlungs-, Weisungs]verzug
Mo ral die; -, -en (Plur. selten) (über gleichbed. fr. morale
aus /at. (philosophia) moralis „die Sitten betreffend(e Phi
losophie)“, vgl. Mores): 1. Gesamtheit von ethisch-sittli
chen Normen, Grundsätzen, Werten, die das zwischen
menschliche Verhalten in einer Gesellschaft regulieren,
die von ihr als verbindlich akzeptiert werden. 2. (ohne
Plur.) Stimmung, Kampfgeist; Bereitschaft, sich einzuset
zen; Disziplin; gefestigte innere Haltung, Selbstvertrauen.
3. philos. Lehre von der Sittlichkeit. 4. das sittliche Ver
halten eines Einzelnen od. einer Gruppe. 5. (ohne Plur.)
lehrreiche Nutzanwendung. Mo|ra|lin das; -s (zu t...in
(1); geprägt vom dt. Philosophen F. Nietzsche,
1844-1900): heuchlerische Entrüstung in moralischen
Dingen; enge, spießbürgerliche Sittlichkeitsauffassung.
Mol ral Inlsalnilty['mɔrəlɪn'sænətɪ]die;--(ausengl. mo
ral insanity, eigtl. „sittlicher Irrsinn“): Defekt der morali
schen Gefühle u. Begriffe [bei normaler Intelligenz]
(Med., Psychol.). mo|ra[lin|sau|er [mora...] (zu ÎMora
lin): in übertriebener, aufdringlicher Weise sittenstreng,
heuchlerisch moralisch, molrallisch (nach lat. moralis
„die Sitten betreffend“ ) : 1. der Moral ( 1 ) entsprechend, sie
befolgend; im Einklang mit den [eigenen] Moralgesetzen
stehend. 2. die Moral (3) betreffend. 3. sittenstreng, tu
gendhaft. 4. eine Moral (5) enthaltend. 5. (veraltet) geistig,
nur gedanklich, nicht körperlich, molrallilsielren (aus
gleichbed. fr. moraliser; vgl. Moral): 1. moralische (1)
Überlegungen anstellen. 2. die Moral (2, 4) verbessern. 3.
sich für sittliche Dinge ereifern, den Sittenprediger spie
len. Mo|ra|lislmusder,'- (zu î...ismus (2,5))’: 1. Haltung,
die die t Moral (1) als verbindliche Grundlage des zwi
schenmenschlichen Verhaltens anerkennt. 2. [übertreiben
de] Beurteilung der Î Moral (1) als alleiniger Maßstab für
das zwischenmenschliche Verhalten. Molrallist der; -en,
-en (aus gleichbed./r. moraliste; vgl. ...ist): 1. Vertreter des
Moralismus (1); Moralphilosoph, Sittenlehrer. 2. (oft ab
902
wertend) jmd., der alle Dinge in übertriebener Weise mo
ralisierend beurteilt; Sittenrichter, molrallisltisch (zu
T...istisch): den Moralismus betreffend, ihm gemäß han
delnd. Mo|ra|li|tätd/e; -, -en (überfr. moralité aus gleich
bed. lat. moralitas, Gen. moralitatis): 1. (ohne Plur.) mo
ralische Haltung, moralisches Bewusstsein; sittliches
Empfinden, Verhalten; Sittlichkeit. 2. mittelalterliches
Drama von ausgeprägt lehrhafter Tendenz mit Personifi
zierung u. Allegorisierung abstrakter Begriffe wie Tugend,
Laster, Leben, Tod o.Ä. (Literaturw.). Molrallkoldex
der; -[es], Plur. -e u. ...dizes [...tse:s]: sittliche Ordnung;
sittliches, moralisches Gebot; Grundsatz sittlichen Han
delns. Molrallpäldalgolgik* die; -: Lehre von der sittli
chen Erziehung als Mittel der Charakterbildung. Molralphillolsoph der; -en, -en: svw. Ethiker (a). Molrallphilosophie die; -: philos. Lehre von den Grundlagen u.
dem Wesen der Sittlichkeit; vgl. Ethik. Molrallprinlzip
das; -s, -ien [,,,iən]: oberster Grundsatz der Sittlichkeit,
des sittlichen Verhaltens (Philos.). Molrallpsylchollogiedie; -: Teilgebiet der Psychologie, das sich mit dem sitt
lichen Verhalten, der Entwicklung u. dem Versagen von
sittlichem Bewusstsein bei Individuen, sozialen u. kultu
rellen Gruppen befasst. Molral Sense ['mɔrəl 'sɛns]der/- (aus engl. moral sense „sittliches Empfinden“): Ansicht,
dass dem Menschen ein moralisches Vermögen inne
wohnt, das ihn zu sittlich angemessenem Handeln befähigt
(Philos.). Molral Sualsion ['mɔrəɪ 'sweɪʒn] die; - - (aus
engl. moral suasion „gütliches Zureden“): Begriff u. In
strument der Wirtschaftspolitik, ihre Maßnahmen z.B.
durch öffentliche Stellungnahmen durchzusetzen. Moralltheollolgie [mo'ra:l...] die; -, ...ien [,,,i:ən] (zu IMoral): Disziplin der kath. Theologie, die sich mit dem prak
tischen Leben des Christen u. den normativen Vorgaben
beschäftigt
Mo |rä|ne die; -, -n (aus gleichbed. fr. moraine, eigtl. „Ge
röll“): von einem Gletscher bewegte u. abgelagerte Masse
von Gestein, Geröll (Grund-, Seiten-, Mittel-, Innen- u.
Endmoräne)
Molrast der; -[e]s, Plur. -e u. Moräste (über mittelniederd.
moras, maras, ɑ/(fr. maresc aus dem Germ.): a) sumpfige,
schwarze Erde; Sumpfland; b) (ohne Plur.) schlammiger
Boden, Schlamm; c) Sumpf, Schmutz (bes. in sittlicher Be
ziehung). molrasltig: sumpfig, schlammig
Moira Ito Irilum das; -s, ...ien [...ian] (zu spätlat. moratorius
„säumend“ u. T...ium): gesetzlich angeordneter od. [ver
traglich] vereinbarter Aufschub der Erfüllung von be
stimmten Verbindlichkeiten (z. B. von fälligen Zahlungen)
Morlbi: Plur. von tMorbus, morlbid (aus gleichbed. fr.
morbide, dies aus lat. morbidus „krank (machend)“): 1.
(in Bezug auf den körperlichen Zustand) kränklich, krank
haft; angekränkelt (Med.). 2. (im Hinblick auf den inne
ren, moralischen Zustand) im Verfall begriffen: brüchig.
Mor|bi|dez|za die; - (aus gleichbed. it. morbidezza zu
morbido „weich, kränklich“, dies aus lat. morbidus, vgl.
morbid): (veraltet) Weichheit, Weichlichkeit (in der Male
rei). Mor|bi|di|tät die; - (zu lat. morbidus (vgl. Imorbid)
u. t...ität>: 1. morbider Zustand. 2. Häufigkeit der Erkran
kungen innerhalb einer Bevölkerungsgruppe (Med.).
Mor I bi 11 li die (Plur.) (zu mlat. morbillus, Verkleinerungs
form von lat. morbus, vgl. Morbus): Masern, Viruskrankheit (bes. im Kindesalter) mit rötlichem Ausschlag, morbi11lös (zu t...ös): maserig, die Masern betreffend (Med.),
morlbilphor (zu lat. morbus (vgl. I Morbus) u. I ...phor):
ansteckend; Krankheiten übertragend (Med.), mor
bleu* [mɔr'blo] <fr.'>: (veraltet) verwünscht! potztausend!
morlbös (aus gleichbed. lat. morbosus): krank, kränk
lich, krankhaft, mit Krankheiten behaftet. Mor|bo|si|tät
die; - (aus gleichbed. spätlat. morbositas, Gen. morbosita
tis zu lat. morbosus, vgl. morbös): Kränklichkeit, Siech
903
tum (Med.). Moribus der; -, ...bi (aus gleichbed. lat. mor
bus): Krankheit (Med.); Morbus Crohn: chronische, in
Schüben verlaufende Entzündung des Dünndarms; Mor
bus sacer („heilige Krankheit“): svw. Epilepsie
Mor|cel|le|ment [mɔrsɛlə'ma:] das; -s (aus gleichbed. fr.
morcellement zu morceler „(zer)stückeln“, dies zu mor
ceau „Bissen, Stück“ aus lat. morsus „Biss“): Zerstücke
lung sehr großer Tumoren zur besseren Entfernung
(Med.). Morldant [...da:] der; -s, -s u. die; -, -s (meist
Plur.) (aus fr. mordant „Beize, Ätzmittel“, eigtl. „bei
ßend“, zu mordre „beißen", dies aus gleichbed. lat. mor
dere): Ätzmittel, ätzende Paste, die mit dem Pinsel auf die
Platte aufgetragen wird (Grafik). Morldalziltät die: (aus lat. mordacitas, Gen. mordacitatis „Bissigkeit“ zu
mordax „bissig“): Ätzkraft (Chem.).Morldent der; -s, -e
(aus gleichbed. it. mordente, eigtl. „Beißer“, zu mordere
„beißen“, dies aus lat. mordere) : musikalische Verzie
rung, die aus einfachem od. mehrfachem Wechsel einer
Note mit ihrer unteren Nebennote besteht; Pralltriller
(Mus.)
’Mol re vgl. 2Mora
2Mo|re die; -, -n (Herkunft ungeklärt): (alemann.) Mutter
schwein
Moire geoime trilco* [- ...ko]
- - (aus lat. more geo
metrico „nach geometrischer Art“ zu mos „Art, Beschaf
fenheit“ (vgl. Mores) u. geometricus „geometrisch“): phi
los. Methode der ÎDeduktion von Sätzen aus Prinzipien u.
Axiomen nach Art der Mathematik (Philos.)
Molrellle u. Mareile die; -, -n (aus gleichbed. fr. morelle,
dies aus spätlat. maurella, Verkleinerungsform von lat.
maurus „Mohr“ (wohl wegen der dunklen Farbe)): eine
besonders in Südosteuropa angepflanzte Sauerkirschen
art; Süßweichsel
Mol ren: Plur. von î2Morau. î2More
morerɪdo {it.; zu moriré „sterben“, dies aus lat. mori):
hinsterbend, erlöschend, verhauchend (Vortragsanwei
sung; Mus.). Molrenldo z/as; -s, Plur. -s u. ...di: hinster
bende, erlöschende, verhauchende Art des Spiels (Mus.)
Mol relnu (aus hebr. môrenû „unser Lehrer“ zu more „Leh
rer“): Titel für rabbinische Gelehrte seit dem Mittelalter
Mol res [,,,re:s] die (Plur.) (aus lat. mores „Denkart, Cha
rakter“, Plur. von mos „Sitte, Brauch; Gewohnheit; Cha
rakter“): in der Wendungjmdn. Mores lehren; jmdn. ener
gisch zurechtweisen
Molreslca [,,,ka] vgl. Morisca. Molreslke u. Maureske
die; -,-n(zu span, morisco, fr. mauresque „maurisch“, dies
aus gleichbed. lat. Maurus): aus der islam. Kunst über
nommenes Flächenornament aus schematischen Linien u.
stilisierten Pflanzen
’Morlgan ['mɔ:gən] der; -[s] (nach dem amerik. Lehrer
J. Morgan, f 1798): seit Beginn des 19. Jh.s typtreu gezüch
tete nordamerik. Pferderasse
2Mor|gan ['mɔ:gən] das; -]s] (nach dem amerik. Genetiker
Th. H. Morgan, 1866-1945): Längeneinheit auf der Gen
karte (Med.); vgl. Morganismus
morlgalnaltisch (aus mlat. (matrimonium ad) morganaticam „(Ehe auf bloße) Morgengabe“ zu ahd. morgan „Mor
gen“): (veraltet) nicht standesgemäß (in Bezug auf die
Ehe)¡morganatische Ehe: (hist.) nicht standesgemäße Ehe
(Rechtsw.)
Morgalnismus der; - (zu GMorganu. Î ...ismus (1)>: eine
auf Versuche gegründete Vererbungslehre
Morlgalnit [auch ,..'nit] der; -s, -e (nach dem amerik. Ban
kier J. P. Morgan (1837-1913) u. zu T 2...it>: ein beryllähn
liches Mineral
Morgue [mɔrg] die; -, -n ['mɔrgn] (aus gleichbed. fr.
morgue): Leichenschauhaus [in Paris]
Molria die: - (aus gr. moría „Torheit, Dummheit“): leichte
geistige Störung mit heiterer Geschwätzigkeit (Psychol.)
Morphem
(aus gleichbed. lat. moribundus): im Sterben
liegend; sterbend; dem Tode geweiht (Med.)
Molrin das: -s (aus gleichbed. fr. morine): zu den Î Flavonen
zählender gelber Naturfarbstoff, der aus Gelbholz gewon
nen wird
Mo|ri|nell der: -s, -e (aus gleichbed. nlat. morinellus zu lat.
Morini (Plur.), einem altbrit. Volksstamm): Schnepfenvo
gel in Schottland u. Skandinavien
Mglrio-Muslkat der; -, -s (nach dem dt. Züchter P. Morio
(1887-1960) u. zu t Muskat (wegen des Buketts)): a) (ohne
Plur.) Rebsorte aus einer Kreuzung zwischen t Silvaner u.
weißem Burgunder, die einen Wein mit intensivem mus
katähnlichem Bukett liefert; b) Wein dieser Rebsorte
Mglrilon der; -s (wohl verkürzt aus gleichbed. lat. mormorion): dunkelbrauner bis fast schwarzer Bergkristall
(Rauchquarz)
Mol risica u. Moresca [,..ka] die; - (aus gleichbed. span, mo
risca, eigtl. „Maurin“; vgl. Moriske): (vom 15. bis 17. Jh. in
Europa verbreiteter) maurischer, Sarazenenkämpfe schil
dernder, mäßig schneller, mit Schellen an den Waden aus
geführter Tanz. Molrislke der: -n, -n (meist Plur.) (aus
span, morisco zu moro „Maure“, dies aus gleichbed. lat.
Maurus): nach der arab. Herrschaft in Spanien zurückge
bliebener Maure, der [nach außen hin] Christ war
molriltulri te sallultant vgl. ave imperator, morituri te sa
lutant
M orlmolne der; -n, -n (aus amerik. Mormon, nach dem
Buch Mormon des Stifters Joseph Smith, 1805-1844): An
gehöriger einer t chiliastischen Religionsgemeinschaft
(Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage) mit ei
ner durch strenge moralische Grundsätze geprägten Le
bensführung. Morlmolnin die; -, -nen: weibliche Form zu
ÎMormone, morlmolnisch: die Mormonen betreffend,
zu den Mormonen gehörend
mor|mo|ran|do, morimolro so {it.; zu mormorare „mur
meln, murren“, dies aus lat. murmurare): murmelnd, eben
noch vernehmlich (Vortragsanweisung; Mus.)
Morlning-aflter-Pillle [ mɔ:nɪŋ o:ftə...] die: -, -n (zu engl.
morning after „Morgen danach“): Pille, die, bis 24 Stun
den nach einem Geschlechtsverkehr eingenommen, eine
Schwangerschaft verhindert (Med.)
mol ros (aus lat. morosus „eigensinnig, verdrießlich“): (ver
altet) mürrisch, verdrießlich. Mo|ro|si|tät die; - (aus lat.
morositas, Gen. morositatis „Eigensinn“): (veraltet)
Grämlichkeit, Verdrießlichkeit
Mo|ro|xit [auch ... 'ksɪt] der; -s, -e (zu gr. móroxos „eine Erd
art, mit der Stoffe weiß gefärbt wurden“ u. T2...it> : ein apa
titartiges Mineral
Morph das; -s, -e (rückgebildet aus ÎMorphem): kleinstes
formales, bedeutungstragendes Bauelement der gespro
chenen Sprache (vgl. Parole), noch nicht klassifiziertes
Morphem (z.B. besteht „Schreib-tisch-e“ aus 3 Morphen;
Sprachw.); vgl. Morphem, morph..., Morph... vgl. morpho..., Morpho....... morph (aus gleichbed. gr. -morphos
zu morphé „Gestalt“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „die Gestalt betreffend“, z.B. amorph, heteromorph. Morlphakltin* das; -s, -e (meist Plur.) (zu Îmor
pho... u. gr. aktis, Gen. aktɪnos „Strahl“): synthetisch her
gestellte chem. Verbindung, die als Wachstumsregulator
die Gestaltbildung bei höheren Pflanzen beeinflusst, z.B.
Zwergwuchs bewirkt. Mor|phal|la|xis* u. Morpholaxis
die; - (zu gr. ällaxis „das Vertauschen“, dies zu allássein, alláttein „(ver)ändern“): Ersatz verloren gegangener Kör
perteile durch Umbildung u. Verlagerung bereits vorhan
dener Teile (Biol.).Morlphe dze;- (aus gleichbed.gr. morphé): Gestalt, Form, Aussehen, Î Eidos (1). Morlphem
das; -s, -e (aus gleichbed. fr. morphème, dies zu gr. morphë
(vgl. Morphe) u. t ...em): kleinste bedeutungstragende Ge
stalteinheit in der Sprache (vgl. Langue), Î Monem, kleinsmolrilbund
Morphematik
tes sprachliches Zeichen (Sprachw.) ; freies Morphem: iso
liert auftretendes Morphem als eigenes Wort (z. B. Tür,
gut); vgl. Lexem; gebundenes Morphem: Morphem, das
nur zusammen mit anderen Morphemen auftritt (z.B.
aus- in ausfahren, -en in Frauen). Morlphelmaltik die; (zu T2...ik (1)>: Wissenschaft von den Morphemen, morphelmaltiseh:das Morphem betreffend. Morlphelmik
die; - <nach gleichbed. engl. morphemics; vgl. 2...ik (1)>:
svw. Morphematik. morlphelmisch: svw. morphematisch. morlphen (zu gr. morphë „Gestalt“): (ugs.) Mor
phing betreiben; eine Gestalt, ein Bild o.Ä. mithilfe einer
Computersimulation übergangslos in ein anderes verwan
deln. Morlpheus [..Toys] (über lat. Morpheus aus gr.
Morpheüs, eigtl. „Hervorbringer von (Traum)gestalten“,
griech. Gott des Schlafes); in der Wendung in Morpheus’
Armen: in wohltuendem Schlaf. ...morlphie (aus gr.
-morphia zu morphë „Gestalt“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „das Gestaltetsein; von einer bestimm
ten Gestalt“, z.B. Hemimorphie. Morphin das; -s (nach
dem griech. Gott Morpheus (vgl. Morpheus) u. zu t...in
(1)>: Hauptalkaloid des Opiums, Schmerzlinderungsmit
tel (Chem.; Med.); vgl. Morphium. Mprlphing das; -s
(aus gleichbed. engl. morphing, dies zu gr. morphë, (vgl.
Morphe) u. t...ing): (bes. in der Werbung angewandtes)
computergestütztes Verfahren, eine Gestalt, ein Bild o.A.
stufenlos in ein anderes übergehen zu lassen. Morlphinislmus der; - (zu Î Morphin u. T...ismus (3)): Morphin
sucht; chronische Morphinvergiftung mit allgemeinem
körperlichem Verfall u. seelischer Zerrüttung. Morlphinistifer; -en, -en (zu Î ...ist): Morphinsüchtiger. Morlphinilstinrfie; -, -nen: weibliche Form zu Î Morphinist. Morphismus der; -, ...men (zu îmorpho... u. t...ismus (2)>:
strukturerhaltende Abbildung zwischen strukturierten
Mengen (Math.). Morlphilum das; -s (zu ÎMorphin u.
î...ium>: a) allgemeinsprachliche Bez. für Morphin; b) aus
Opium gewonnenes Rauschgift, morlpho.... Morpho..., vor Vokalen meist morph..., Morph... (aus gleich
bed. gr. morphë): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „Gestalt, Form“, z.B. Morphologie, Morphallaxis,
morlpholgen (zu Tmorpho... u. t...gen): gestaltgebend.
Morlpholgelnelse u. Mor pho ge neisis die; -, ..me
sen: Ausgestaltung u. Entwicklung von Organen od. Ge
weben eines pflanzlichen od. tierischen Organismus
(Biol.). mor|pho|ge|ne|tisch: gestaltbildend (Biol.).
MorlpholgelnierZze; -, ...ien (zu 1 ...genie): svw. Morpho
genese. Morlpholgralfie, auch ...gralphie die; - (zu
t...grafie): (veraltet) Gestaltenbeschreibung u. -Wissen
schaft, bes. von der Erdoberfläche, morlpholgralfisch,
auch ...gralphisch (zu T...grafisch): (veraltet) gestaltbe
schreibend. Mor|pho|ki|nelse rZze; -: Strukturwandel
von Organen zur Anpassung an wechselnde Bedingungen
des inneren u. äußeren Milieus (Biol.). Mor|pho|la|xis
vgl. Morphallaxis. Morlphollindas; -s (Kunstw.; vgl. ...in
(1)>: farblose, mit Wasser mischbare Flüssigkeit, die als
technisches Lösungsmittel u. Korrosionshemmer verwen
det wird. Morlphollolge der; -n, -n (zu tmorpho... u.
T...loge): 1. Wissenschaftler auf dem Gebiet der Morpho
logie. 2. svw. Geomorphologe. Mor-phoilo gie die; - (zu
Î ...logie): 1. Wissenschaft von den Gestalten u. Formen,
Gestaltlehre (bes. Philos.). 2. Wissenschaft von der Ge
stalt u. dem Bau des Menschen, der Tiere u. Pflanzen
(Med., Biol.). 3. Wissenschaft von den Formveränderun
gen, denen die Wörter durch Î Deklination (1) u. Î Konju
gation (1) unterliegen; Formenlehre (Sprachw.). 4. svw.
Geomorphologie. 5. Teilgebiet der Î Soziologie, das sich
mit der Struktur der Gesellschaft befasst (z. B. mit Bevöl
kerungsdichte, Geschlecht, Alter, Berufen u.Ä.). morphollolgisch (zu t...logisch): die äußere Gestalt betref
fend, der Form nach; vgl. auch geomorphologisch. Mor-
904
pholmeltrie* die; -, ...ien (zu t...metrie): 1. Gestaltmes
sung; Ausmessung der äußeren Form (z. B. von Körpern,
Organen). 2. Teilgebiet der 1 Geomorphologie mit der Auf
gabe, die Formen der Erdoberfläche durch genaue Mes
sungen zu erfassen. mor|pho|me|trisch* (zu Î...me
trisch): durch Messungen erfasst (von Gerollen; Geol.).
Morlpholnemu. Morphophonemdas; -s, -e (zusammen
gezogen aus îMorph u. îPhonem): Variation eines ÎPho
nems, das im gleichen Morphem bei unterschiedlicher
Umgebung auftaucht (z.B. i/a/u in bz'nden, band, geben
den). Morlpholnelmik, auch Morlpholnollolgie u.
Morphophonologie die; - (zusammengezogen aus Î Morph
u. t Phonemik bzw. t Phonologie) : Teilgebiet der Î Linguis
tik, das sich mit den Beziehungen zwischen Phonologie u.
Morphologie befasst. Morlpholpholnem vgl. Morphonem. Mor pho phoino lo gie vgl. Morphonemik. Mor
phoise cZze; -, -n (aus gr. mörphösis „Gestalt, das Gestal
ten“): Bez. für nicht erbliche Gestaltvariationen der
Organismen bzw. einzelner Organe, die durch Umweltein
flüsse verursacht werden (Bot.), morlphoisynltaktisch (zu tmorpho...): die Morphosyntax betreffend.
Morlpholsynltaxzfz'e; -: Î Syntax der äußeren Form eines
Satzes; formale Syntax (Sprachw.); Ggs. TNomosyntax.
Morlpholtolmie die; -, ...ien (zu K.tomie): (veraltet)
svw. Anatomie (1). morlpholtrop*(zu T...trop): die Morphotropie betreffend; vgl. ...isch/-. Morlpholtrolpie*
die; -, ...ien (zu î...tropie): 1. Änderung der Kristallform
bei Änderung der chem. Zusammensetzung. 2. unter
schiedliche Kristallstruktur bei Stoffen vom gleichen
chem. Formeltyp. morlpholtrolpisch*: 1. svw. morphotrop. 2. (veraltet) die Gestalt ändernd, auf Formverände
rung beruhend; vgl. ...isch/Mor ris dance ['mɔrisdɑ:ns] der; - (aus gleichbed. engl.
morris dance) : der 1 Morisca ähnlicher alter Volkstanz (für
Männer) in England
Mor|se|a!|pha|bet das: -[e]s (nach dem nordamerik. Er
finder S. Morse, 1791-1872): dem Alphabet entsprechen
de Folge von Zeichen, die beim Morsen verwendet werden
u. aus Kombinationen von Punkten u. Strichen bzw. kur
zen u. langen Stromimpulsen bestehen. Morlselaplparat der: -[e]s, -e: Gerät zur telegrafischen Übermittlung
von Nachrichten mithilfe von Zeichen des Morsealphabets
M or sel le die; -, -n (französierende Form zu lat. morsus
„Biss“ ; vgl. ...eile) : (veraltet) aus Zuckermasse gegossenes
Täfelchen mit Schokolade, Mandeln u.a.
mor sen (nach gleichbed. engl. to morse, gebildet nach
dem Namen des nordamerik. Erfinders S. Morse,
1791-1872): 1. den ÎMorseapparat bedienen. 2. unter Ver
wendung des Morsealphabets hörbare od. sichtbare Zei
chen geben, Nachrichten, Informationen übermitteln
M ortadella die; -, -s (aus gleichbed. it. mortadella, dies
aus /at. murtatum (farcimen), eigtl. „mit Myrte(nbeeren)
gewürzt(e Wurst)“, vgl. Myrte): eine ital. tZervelatwurst;
eine Brühwurst aus Schweine- u. Kalbfleisch, Speckwür
feln u. Zunge
morltal (aus gleichbed. lat. mortalis); (veraltet) sterblich,
vergänglich. Mor|talli|tät rZie; - (aus lat. mortalitas,
Gen. mortalitatis „Sterblichkeit; Sterbefälle“): Sterblich
keit, Sterblichkeitsziffer; Verhältnis der Zahl der Todes
fälle zur Gesamtzahl der berücksichtigten Personen
(Med.); vgl. Letalität. Mor|ti|fi|ka|ti|on die; -, -en (aus
spätlat. mortificatio „(Ab)tötung“ zu mortificare, vgl.
mortifizieren): 1. (veraltet) Kränkung. 2. Abtötung [der
Begierden in der Askese], 3. Gewebstod, Absterben von
Organen od. Geweben (Med.). 4. (veraltet) Ungültigkeits
erklärung; Tilgung (Rechtsw.). morltilfilzielren (aus
spätlat. mortificare „(ab)töten, martern“): 1. (veraltet)
demütigen, beleidigen. 2. kasteien. 3. absterben [lassen],
abtöten. 4. (veraltet) tilgen, für ungültig erklären, mor-
905
(Rechtsspr.) wegen Todesfall.
...ien [,,,iən] (aus gleichbed.
mlat. mortuarium zu lat. mortuarius „den Tod betref
fend“, dies zu mors, Gen. mortis „Tod“): 1. im Mittelal
ter beim Tod eines Hörigen von den Erben zu entrichten
der Betrag. 2. Bestattungsort
Mglrulla die; - (aus gleichbed. nlat. morula zu lat. morum
„Maulbeere“): maulbeerähnlicher, kugeliger Zellhaufen,
der nach mehreren Furchungsteilungen aus der befruchte
ten Eizelle entsteht (Biol.)
Mol salik das; -s, Plur. -en, auch -e (über fr. mosaïque, it.
mosaico, mlat. musaicum aus gleichbed. lat. musivum
(opus), dies zugr. Moüsa, vgl. Muse): 1. aus kleinen, bun
ten Steinen od. Glassplittern zusammengesetztes Bild, Or
nament zur Verzierung von Fußböden, Wänden, Gewöl
ben. 2. eine aus vielen kleinen Teilen zusammengesetzte
Einheit. Mo|sa|ik|glas das; -es: antikes tMillefioriglas.
Mo sa ik gold das; -[e]s: svw. Musivgold
molsalisch (nach Mose(s), dem Stifter der israelitischen
Religion) Jüdisch, israelitisch (in Bezug auf die alttest. Re
ligion). Molsalislmus der,; - (zu t...ismus (2)>: (veraltet)
Judentum, Gesamtheit des jüd. Glaubens u. Lebens
Mol sa list der; -en, -en (zu Î Mosaik u. T...ist): (veraltet)
svw. Mosaizist. mo|sa|is|tisch (zu t ...istisch): Mosaiken
betreffend. Mo|sa|i|zis|mus der; - (zu t,,,izismus): das
Vorhandensein von zwei verschiedenen Blutgruppen in ei
nem Individuum infolge einer genetischen Fehlbildung
(Med.). Molsalilzist der; -en, -en (zu ɪ,,,ist): Künstler,
der mit Î Musivgold arbeitet od. Mosaiken herstellt
Mp|sa|sau|ri|er [...in] der; -s, - u. Molsalsaulrus der; -,
...rier [...re] (nach lat. Mosa, dem lat. Namen des Flusses
Maas als erstem Fundort, u. zu gr. saüros „Eidechse“):
ausgestorbene Familie bis 12 m langer, räuberischer, be
schuppter Meeresechsen aus der Oberkreide
Molschaw [...Jaf] der; -s, ...wim (aus gleichbed. hebr. mösavä): Genossenschaftssiedlung von Kleinbauern mit Pri
vatbesitz in Israel
Mol schee die; -, ...scheen (über fr. mosquée, it. moschea,
span, mezquita aus arab. masgid „Haus, wo man sich nie
derwirft; Gebetshaus“ zu sagada „sich niederwerfen, be
ten“): islam. Gotteshaus, das ein Zentrum des religiösen
u. politischen Lebens der Moslems darstellt
Moslchollaltrie* [mosço...] die; -, ...ien (zu gr. moscholatreln „ein Kalb verehren“ u. f2...ie): (veraltet) Anbetung
einer Gottheit unter dem Bild eines Kalbes (z.B. Vereh
rung des Apisstieres, Tanz um das Goldene Kalb)
Mplschus der; - (über spätlat. muscus, gr. móschos aus
gleichbed. pers. musk, dies aus sanskr. muskäh „Hoden(sack)“, wegen der Ähnlichkeit mit dem Moschusbeu
tel): Duftstoff aus der Moschusdrüse der männlichen Mo
schustiere. Mplschusltier das; -[e]s, -e: geweihlose, klei
ne Hirschart Zentralasiens
Mol ses der; -, - (wohl nach Mose(s), dem Stifter der isra
elitischen Religion, der als kleines Kind (vgl. 2. Mose
2,6-10) in einem Körbchen im Nil ausgesetzt worden war) :
1. (seemännisch iron.) jüngstes Besatzungsmitglied an
Bord; Schiffsjunge. 2. Beiboot einer Jacht, kleinstes Boot
MOSFET der; -s, -s (Kurzw. aus engl. metal oxide semicon
ductor /ield effect transistor): unipolarer Feldeffekttran
sistor in der Halbleitertechnik
Moslkilto der; -s, -s (meist Plur.) (aus gleichbed. span, mos
quito zu mosca „Fliege“, dies aus lat. musca): 1. tropische
Stechmücke, die gefährliche Krankheiten (z.B. Malaria)
übertragen kann. 2. (fachspr.) Stechmücke
Mosllem der; -s, -s u. Muslim der; -[s], Plur. ...limeu. -s (aus
gleichbed. arab. muslim, eigtl. „der sich Gott unterwirft“):
Anhänger des Islams. Mosllelmin z/ze; -, -nen: svw. Mos
lime. mos|le|mi|nisch: (veraltet) svw. moslemisch,
mosllelmisch u. muslimisch: die Moslems, ihren Glau
tis caulsa [- k...] (lat.y.
Mor|tu|a|ri|um das: -s,
motiviert
ben, ihren Herrschaftsbereich betreffend. Mosllilme u.
Muslime die; -, -n: Anhängerin des Islams
moslso </Z.; zu muovere „bewegen“, dies aus lat. movere):
bewegt, lebhaft (Vortragsanweisung; Mus.); molto mosso:
sehr viel schneller; piü [piu:] mosso: etwas schneller
Mplsul der; -[s], -s (nach der Stadt Mosul im Irak): blau
grundiger, meist schafwollener Teppich
Mpltel [auch motel] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. motel,
Kurzw. aus motor u. hotel): an Autobahnen o.Ä. gelegenes
Î Hotel mit Garagen [u. Tankstelle]
Moltetlte die; -, -n (aus gleichbed. it. mottetto (Verkleine
rungsform von motto), dies über mlat. motetum zu spätlat.
muttum, vgl. Motto): in mehrere Teile gegliederter mehr
stimmiger Chorgesang [ohne Instrumentalbegleitung],
Mo|tet|ten|paslsi|on die; -, -en: im Motettenstil verton
te Passionserzählung
Moiteur [mo'ta:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. moteur, dies
aus lat. motor, vgl. Motor): (veraltet) Urheber, Leiter
Moltherlboard ['mʌðəbɔ:d] das; -s, -s (zu engl. mother
„Mutter“ u. board „Brett, Tafel“): Grundplatte eines
Computers, auf dem alle wesentlichen Baugruppen ange
ordnet sind (EDV)
Moltillin z/ɑʌ, -s, -e (zu lat. motus (Part. Perf. von movere
„bewegen“) u. T...in (1)): Gewebshormon, das die MagenDarm-Motorik anregt (Med.). Mo I ti 11i Itat rfze; - (wohl un
ter Einfluss von fr. motilité zu lat. motus (vgl. Motilin) u.
T...ität>: 1. Gesamtheit der nicht bewusst gesteuerten Be
wegungen des menschlichen Körpers u. seiner Organe;
Ggs. tMotorik (1 a; Med.). 2. Bewegungsvermögen von
Organismen u. Zellorganellen (Biol.). Mo|ti|li|täts|neurolse die; -, -n: psychisch bedingte, durch übermäßige
Muskeltätigkeit gekennzeichnete Bewegungsstörung
(Med.). Moltilon dze; -, -en (aus fr. motion, eigtl. „Bewe
gung“, dies aus gleichbed. lat. motio) : 1. (veraltet) [Leibes]bewegung. 2. (Schweiz.) schriftlicher Antrag in einem
Parlament. 3. a) Bildung einer weiblichen Personen- od.
Berufsbezeichnung o. Ä. mit einem Suffix von einer männ
lichen Form (z.B. Ministerin von Minister): b) Beugung
des Adjektivs nach dem Geschlecht des zugehörigen Sub
stantivs (Sprachw.). 4. Faustlage (Fechten). Moltilolnär
der; -s, -e (zu t...är): (Schweiz.) jmd., der eine Motion (2)
einreicht. Moltion-Piclture, auch Moltionlpiclture
['moʊʃən'pɪktʃə] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. motion
picture zu motion „Bewegung“ u. picture „Bild“): engl.
Bez. für Film, Spielfilm. Moltiv [mo...] ¿Zas; -s, -e [...va]
(aus gleichbed. mlat. motivum, substantiviertes Neutr. von
spätlat. motivus „bewegend, antreibend“, zu lat. motum,
vgl. Motor; Bed. 2 u. 3 überfr. motif): 1. Beweggrund, An
trieb, Ursache; Zweck; Leitgedanke. 2. Gegenstand einer
künstlerischen Darstellung; Vorlage (bild. Kunst; Literaturw.). 3. kleinste, gestaltbildende musikalische Einheit
[innerhalb eines Themas] (Mus.). Moltilvaltilon [,..v...]
die: -, -en (zu t,,,ation): 1. Summe der Beweggründe, die
jmds. Entscheidung, Handlung beeinflussen; vgl. textrinsische, t intrinsische Motivation. 2. Durchschaubarkeit ei
ner Wortbildung in Bezug auf die Teile, aus denen sie zu
sammengesetzt ist (Sprachw.). 3. das Motiviertsein; Ggs.
TDemotivation (2); vgl. ...ation/.Jerung. moltilvaltilonal (zu t '...al (1)): auf Motivation (1) beruhend, siebetref
fend (Psychol.). Moltilvaltilpnslpsylchollolgie die;
Arbeitsgebiet, das ein Erklärungsmodell für zielgerichte
tes Verhalten zu erarbeiten versucht. Moltivlforlschung
die; -, -en (zu Î Motiv) : Teil der Marktforschung, der die
psychologischen Motive für das Verhalten u. Handeln [der
Käufer] untersucht, moltilvielren [...v.„] (aus gleichbed.
fr. motiver; vgl. Motiv): 1. begründen. 2. zu etwas anregen,
veranlassen; Ggs. Î demotivieren. moltilviert (zu
t ...iert) : 1. starken Antrieb zu etwas habend; großes Inte
resse zeigend, etwas zu tun. 2. (von Wörtern) in der for-
Motivierung
malen od. inhaltlichen Beschaffenheit durchschaubar, aus
sich selbst heraus verständlich; (z.B. mannbar, männlich
im Unterschied zu Mann; Sprachw.); Ggs. Îarbiträr (2).
Mo|ti|vie|rungdz<?,-, -en (zuî...ierung>: das Motivieren;
vgl. ...ation/...ierung. Moltilvik die; - (zu t2...ik (2)>:
Kunst der Motivverarbeitung in einem Tonwerk (Mus.),
moltilvisch: a) das Motiv betreffend; b) die Motivik be
treffend. Molto ito; -s, -s: (Schweiz.) Kurzform von Mo
torrad. Moltolball der; -s (aus gleichbed. fr. motoball zu
moto „Motorrad" u. ball „Ball“): Fußballspiel auf Motor
rädern; Motorradfußball. Moltolcross, auch Mo
to-Cross [,,,'krɔs] das; -, -e (über engl. moto-cross aus
gleichbed. fr. motocross zu cross(-country), vgl. Cross
country): Gelände-, Vielseitigkeitsprüfung für Motorrad
sportler ; vgl. Autocross. Moltoldrom* das; -s, -e (nach fr.
motodrome, dies zu fr. moto- „Motor-“ u. gr. drómos
„Lauf; Rennbahn“, Analogiebildung zu lat. hippodromos,
vgl. Hippodrom): Rennstrecke (Rundkurs) für Motor
sportveranstaltungen. Mo|to|lo|ge der; -n, -n (zu îMotorik u. t,,,loge): Fachmann auf dem Gebiet der Motologie
(Med.). Moltollolgie die; - (zu T...logie): Lehre von der
menschlichen Î Motorik u. deren Anwendung in Erziehung
u. Therapie (Med.). mo|to|lo|gisch (zu Î...logisch): die
Motologie betreffend. Moltolneulron das; -s, Plur. ...ronen u. ...ren (Kurzw. aus Îmotorisch u. INeuron): tNeuron, das die quer gestreifte Muskulatur versorgt (Med.).
Mo|to|pä|dalgolgik* die;
Arbeitsgebiet der Pädago
gik, das sich mit Bewegungstherapie hirngeschädigter
Kinder befasst. Mgltor^er; -s, ...oren, auch Motor der; -s,
-e (aus lat. motor „Beweger“ zu motus, Part. Perf. von mo
vere „bewegen“): 1. Maschine, die durch Umwandlung
von Energie Kraft zum Antrieb (z. B. eines Fahrzeugs) er
zeugt u. etwas in Bewegung setzt. 2. Kraft, die etwas an
treibt; jmd., der etwas voranbringt. Mo|to|ren|ana|lysaltor der; -s, -en: Überwachungsgerät in Propellerflug
zeugen zur sofortigen Erkennung von Motorschäden.
Moltorlgelnelraltor der; -s, -en: 1. Kombination eines
Verbrennungsmotors mit einem elektr. Generator, z.B.
zur Notstromversorgung. 2. Aggregat zum Umformen ei
ner gegebenen Stromart in eine andere (z. B. Drehstrom in
Gleichstrom). Moltolrik die; - (zu t2...ik (2)>: 1. a) Ge
samtheit der willkürlichen aktiven Muskelbewegungen
(Med.); Ggs. tMotilität; b) die Bewegungen (TGestik,
Î Mimik) eines Menschen als Ausdruck der Persönlichkeit
(Psychol.); c) Lehre von den Funktionen der Bewegungen
des menschlichen Körpers u. seiner Organe. 2. gleichmä
ßige, motorartige Rhythmik (Mus.). 3. die Gesamtheit von
[gleichförmigen, regelmäßigen] Bewegungsabläufen. Motolrilker der; -s, -: Menschentyp, der vorwiegend mit Be
wegungsvorstellungen arbeitet (Psychol.), moltolrisch
(aus lat. motorius „voll Bewegung; lebhaft“): 1. a) bewe
gend; der Bewegung dienend; b) den Motor betreffend;
von einem Motor angetrieben. 2. die Motorik (la) betref
fend, auf ihr beruhend, ihr dienend. 3. einen Muskelreiz
aussendend u. weiterleitend (von Nerven; Med.). 4. von
motorartiger, eintönig hämmernder Rhythmik (Mus.). 5.
gleichförmig, automatisch ablaufend. mo|to|ri|sie|ren
(zu Î ...isieren): 1. auf Maschinen od. Motorfahrzeuge um
stellen; mit Maschinen od. Motorfahrzeugen ausrüsten. 2.
sich motorisieren: (ugs.) sich ein Kraftfahrzeug anschaf
fen. 3. in etw. einen Motor einbauen, mit einem Motor ver
sehen. Mo|to|ri|sie|rung die; -, -en (zu t...isierung): das
Ausstatten mit einem Motor (1) bzw. mit Kraftfahrzeugen.
Moltorltest der; -[e]s, Plur. -s, auch -e: Funktionsprü
fung eines Fahrzeugmotors [mit einem elektron. Diagno
sesystem]. Moltrglnic die; - (Kurzw. aus Motor u. Elec
tronic); elektronisch gesteuerte Benzineinspritzung u.
Zündung bei Verbrennungsmotoren (Kfz-Techn.)
Motlto das; -s, -s (aus it. motto „Witzwort, Wahlspruch“,
906
älter it. „Wort“, dies aus (alt)fr. mot od. direkt entlehnt aus
spätlat. muttum „Muckser“ zu muttire „sprechen“, lat.
muttire „mucksen, halblaut reden“): Denk-, Wahl-, Leit
spruch; Kennwort
Moltulprolprio* das; -s, -s (aus lat. motu proprio „aus ei
genem Antrieb“): (nicht auf Eingaben beruhender) päpst
licher Erlass
Moulchard [muʃa:e] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. mou
chard zu mouche in der Bed. „Spion“; vgl. Mouche): (ver
altet) Spitzel, Spion im Dienst der Polizei, moulchardielren [muʃar'di:...] (aus gleichbed. fr. moucharder):
(veraltet) spionieren, auskundschaften. Mouche [mʊʃ]
die; -, Plur. -s [muß u. -n [...Jn] (aus fr. mouche „Fliege“,
dies aus lat. musca): 1. Schönheitspflästerchen. 2. Treffer
in den absoluten Mittelpunkt der Zielscheibe beim Schie
ßen. Mouches volantes [mujvo'lä:t] die (Plur.) (aus fr.
mouches volantes, eigtl. „fliegende Mücken“): Sehstö
rung, bei der gegen einen hellen Hintergrund kleine
schwarze Flecken gesehen werden (Med.)
mouilllielren [mu'ji:...] (aus gleichbed. fr. mouiller, dies
über vulgärlat. molliare zu lat. mollis „weich“): bestimmte
Konsonanten mithilfe von j erweichen (z.B. / in brillant
[bnljant]). Mouilllielrung die; -, -en (zu î ...ierung): Vor
gang des Mouillierens
Moullalge [mu'la:ʒə] der; -, -s, auch die; -, -n (aus gleichbed.
/r. moulage zu moule „Gießform“, dies aus lat. modulus,
vgl. 1 Modul) : aus Wachs, Gips o. Ä. hergestelltes [farbiges]
Modell eines Organs, des Körpers od. eines Körperteils
M oullilnalge [muli'na:ʒə] die; - (aus gleichbed. fr. mouli
nage zu mouliner, vgl. moulinieren): (veraltet) das Zwir
nen der Seide. Moullilné [...'ne:] <7er; -s, -s (aus fr. mouli
né, Part. Perf. Pass, von mouliner „(Seide) zwirnen“, vgl.
moulinieren): 1. Zwirn aus verschiedenfarbigen Garnen.
2. gesprenkeltes Gewebe aus Mouliné (1). mcullilnieren
(aus gleichbed. fr. mouliner, eigtl. „mahlen“, zu moulin
„Mühle“, dies aus spätlat. molinum): Seidenfäden zwir
nen
Mound [maund] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. mound,
Herkunft ungeklärt): vorgeschichtlicher Grabhügel, Ver
teidigungsanlage u. Kultstätte in Nordamerika
Mount [maunt] der; -s, -s (aus engl. mount): engl. Bez. für
Berg. Mounltainlbike [ mauntinbaik] das; -s, -s (zu engl.
mountain „Berg, Gebirgs-“ u. bike „Fahrrad“, eigtl.
„Bergfahrrad“): mit grobstolliger Bereifung u. Ketten
schaltung ausgerüstetes Fahrrad für Gelände- bzw. Ge
birgsfahrten. moun|tain|bi|ken [...baikn]: mit dem
Mountainbike fahren. Mounltainlbilker [,,,baɪkə] der;
-s, -s: jmd., der Mountainbike fährt
Mouse [maus, engl. maus] die; -, -s [,,,sɪz] (aus engl. mouse
„Maus“): engl. Bez. für Maus (Gerät, das die Positionie
rung des Î Cursors auf dem Computerbildschirm ermög
licht; (EDV). Mouselklick [’maus...] vgl. Mausklick.
M ouselpad [ mauspɛd] vgl. Mauspad
Mouslsalka [mu...] das; -s, -su. die;-, -s (teilweise über «gr.
mousakäs aus gleichbed. iwr/c. musakka, dies aus dem
Arab.): Auflauf aus Hackfleisch, Auberginen u.a.
Mousse [mus] die; -, -s [mus] (aus fr. mousse „Schaum“,
dies aus lat. mulsum „mit Honig vermischter Wein“): 1.
kaltes Vor- od. Zwischengericht aus mit Sahne aufgeschla
gener Fleisch-, Fisch-, Geflügel- od. Wildfarce. 2. schaum
artige [Süß]speise. Mousse au Cholcollat [musoʃɔkɔ'la]
<ZZe; —, -s - - [mus...] (aus gleichbed. fr. mousse au choco
lat zu chocolat „Schokolade“): mit Schokolade hergestell
te Mousse (2)
M ous se line [mʊsə'li:n] vgl. Musselin
Mouslselron [musə rð:] vgl. Musseron
Mous seux [mu so:] der;-, - (zufr. mousseux „schäumend;
perlend“, dies zu mousser, vgl. moussieren): Schaumwein.
mous|sie|ren [mu...] (aus gleichbed. fr. mousser zu
907
mousse „Schaum", vgl. Mousse): (von Wein od. Sekt) per
len, in Bläschen schäumen, mouslsielrend <zu t...ierend): schäumend, perlend (von Wein od. Sekt)
Mous|té|ri|en [moste'riɛ:] das; -[s] (aus fr. moustérien,
nach dem franz. Fundort Le Moustiers): Kulturstufe der
älteren Altsteinzeit (Anthropol.)
Molvens ['mo:vɛns] das; - (zu lat. movens, Part. Präs, von
movere, vgl. movieren): Beweggrund, Antriebskraft. Mo
vie ['mu:vi] das; -[s], -s (meist Plur.) (aus engl.-amerik.
movie zu moving pictures „bewegte Bilder“): amerik. Bez.
für Unterhaltungsfilm, Kino, molvielren [mo vi:...] (aus
lat. movere „bewegen“): 1. ein Adjektiv nach dem Ge
schlecht des zugehörigen Substantivs beugen (Sprachw.);
vgl. Motion (3). 2. eine weibliche Personenbezeichnung
o.Ä. von einer männlichen Form bilden (z.B. Lehrerin;
Sprachw.). Molvielrung die; -, -en (zu ɪ,,,ierung): das
Movieren. Mo|vi|men|to das; -s, ...ti (aus it. movimento,
eigtl. „Bewegung“): ital. Bez. für Zeitmaß, Tempo (Mus.)
Mplxa die; -, ...xen (aus nlat. moxa, dies aus gleichbed. jü/?.
moguso): 1. (in Ostasien, bes. in Japan) als Brennkraut
verwendete Beifußwolle. 2. svw. Moxibustion. Molxibus ti on die; - (zu spätlat. combustio „Verbrennung“,
dies zu lat. comburere „verbrennen, versengen“) : ostasiat.
Heilmethode, die durch Einbrennen von Moxa (1) in be
stimmte Hautstellen eine Erhöhung der allgemeinen Ab
wehrreaktion bewirkt
Mozlaralber* [auch mo'tsara...] die (Plur.) (aus span, mo
zárabe, dies zu arab. musta’rib „zum Araber geworden“):
die unter arab. Herrschaft lebenden span. Christen der
Maurenzeit (711-1492). mozlaralbisch: die Mozaraber,
ihre Kunst u. Kultur betreffend
Molzetlta u. Mozzetta die; -, ...tten (aus gleichbed. it. mozzetta, dies gekürzt aus almozzetta zu mlat. almutia, almucia u. -etta (ital. Verkleinerungssuffix)): vorn geknöpfter
Schulterkragen mit kleiner Kapuze für hohe kath. Geistli
che
M oz|za|rel|la der; - (aus gleichbed. it. mozzarella, Verklei
nerungsform von mozza „Frischkäse“): ital. Frischkäse
aus Kuh- od. Büffelmilch mit leicht säuerlichem Ge
schmack
Mozlzetlta vgl. Mozetta
MP3 das; -s,-s (aus gleichbed. engl. mp3 = Dateiendung für
das Datenformat MPEG Audio Layer 3, Kurzw. aus engl.
Moving Picture Expert Group, Bez. für eine Experten
gruppe, die sich mit der Standardisierung von Videos u.
Computeranimationen beschäftigt): meistverwendetes
Dateiformat für komprimierte Audiodateien (EDV).
MP3-Playler [-`pleɪə] der; -s, - (zu TMP3 u. eng!, player
„Abspielgerät“): kleines tragbares Gerät zur Wiedergabe
von Audiodateien im MP3-Format
Mr.: Abk. für Mister
Mrildanlga die; -, -s (aus sanskr. mrdanga „Trommel“):
klassische ind. Trommel mit einem Holzkörper in längli
cher Fassform u. zwei Fellen unterschiedlicher Größe
Mrs.: Abk. für Mistress
MS-DOS® [em ɛs. ..]das;-(Kurzw. aus engl. Microsoft Disc
Operating System): auf Personalcomputern mit Mikro
prozessoren weit verbreitetes Betriebssystem (EDV)
Muchltar der; -s, -s (aus gleichbed. ZürAr. muhtar, dies zu
arab. muhtä „gewählt, auserlesen“): türk. Gemeinde-,
Ortsvorsteher
Mucklralker ['mʌkreɪkn] der; -s, -[s] (aus gleichbed. engl.amerik. muckraker zu to muckrake „Skandale aufdecken;
im Dreck wühlen“): Journalist od. Schriftsteller (bes. in
den USA zu Beginn des 20. Jh.s), der soziale, politische u.
ökonomische Missstände aufdeckt u. an die Öffentlichkeit
bringt
Mulcor [,..ko:ç] der; - (aus lat. mucor „Schimmel“): ein
Schimmelpilz (z.B. auf Brot). Mu|cor|my|ko|se z/ze; -,
Mukosa
-n; Erkrankung einzelner Organe durch Kleinpilze der
Gattung Mucor (Med.)
Mulcolsa [...k...] vgl. Mukosa. Mylcus der; - (aus gleich
bed. /«/. mucus): Schleim (Med.)
MUD [auch mju:d] (Abk. für engl. multi «ser dungeon „Ver
lies für viele Benutzer“ (in Anlehnung an den Titel des
Spiels Dungeons and Dragons „Verliese und Drachen“)):
Computerspiel aus dem Fantasybereich, an dem mehrere
Teilnehmer [über das Internet] mitspielen können
Mu|de|jar|stil [mu'dexar...] der; -[e]s (Lehnübersetzung
von span, estilo mudéjar, dies zu arab. mudággan „einer,
der wohnen bleibt“; nach den Mudejaren, den im christli
chen Spanien verbliebenen arab. Künstlern u. Handwer
kern): auf maurischem u. gotischem Formengut basieren
der spanischer Kunststil (12.-16. Jh.)
Mudhead ['mju:dhɛd] der; -s, -s (zu ÎMUD u. engl. head
„Kopf“): (scherzh. od. abwertend) jmd., der [fast] nur
Computerspiele im Kopf hat
M uldir der; -s, -e (über türk, müdir aus gleichbed. arab. mudir): 1. Leiter eines Verwaltungsbezirks (in Ägypten). 2.
Beamtentitel in der Türkei. Muldilrilje die; -, Plur. -nu. -s
(aus gleichbed. arab. mudiriyä): Verwaltungsgebiet, Pro
vinz (in Ägypten)
Mud|ja|hed* [muʤa...] vgl. Mudschahed
Mudllumps ['mʌdɪʌmps] die (Plur.) (aus gleichbed. engl.
mudlumps, eigtl. „Schlammhaufen“): Schlammvulkane
im Mississippidelta
Muldra* ¿ZZe; -, -s (aus sanskr. mudrä „Zeichen“): magisch
symbolische Finger- u. Handstellung in buddhistischen u.
hinduistischen Kulten
Mudlschalhed* [,,,dʒ...] der; -, -din (aus arab. mugähid
„Kämpfer“): Freischärler (im islam. Raum)
Mulezlzin [auch, österr. nur 'ɪɪɪu:ɛ...] der; -s, -s (aus arab.
mu’addin, eigtl. „der (zum Gebet) Aufrufende“, zu addana „aufrufen", eigtl. „hören machen“): Ausrufer, der vom
Minarett die Zeiten zum Gebet verkündet (islam. Rel.)
Muf Ifin ['mʌfɪn] der; -s, -s (meist Plur.) (aus gleichbed. engl.
muffin, Herkunft ungeklärt): in kleinen Förmchen geba
ckenes Kleingebäck aus Mürbeteig
Muffllon der; -s, -s (über fr. mouflon aus gleichbed. ¿Z.
mdal. muflone, dies aus dem Altsardischen): braunes
Wildschaf mit großen, quer geringelten, nach hinten gebo
genen od. kurzen, nach oben gerichteten Hörnern (auf
Sardinien, Korsika)
Muf |ti der; -s, -s (aus arab. mufti, eigtl. „Berater, Entschei
der“): islam. Rechtsgelehrter u. Gutachter; vgl. par ordre
du mufti
Mulharlram vgl. Moharrem
Muid [mÿi] ¿Zer; -, -s (aus gleichbed. fr. muid, dies aus lat.
modius „Scheffel“): altes franz. Hohlmaß unterschiedli
cher Größe
mulko..., Mulko... (aus lat. mucus, vgl. Mucus): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Schleim“, z.B. muko
purulent, Mukozele. Mu|ko|i|de die (Plur.) (zu t...oide>:
den TMuzinen ähnliche Schleimstoffe. Mu|ko|ly|ti|kum
das; -s, ...ka (zu gr. lytikös ,,(auf)lösend“ (dies zu lÿein „lö
sen“) u. t...ikum): schleimlösendes Arzneimittel (Med.).
Mulkolpollylsaclchalrid [...zaxa...] u. Mulkolpollysa cha rid das; -[e]s, -e: hochpolymeres Kohlenhydrat,
das aus 1 Aminosäuren u. tUronsäuren aufgebaut ist
(Chem.) Mulkolpollylsaclchalrildolse u. Mulkolpoly|sa|cha|ri|do|se die; -, -n (zu 1 ‘...ose): Sammelbez. für
alle Störungen der Knorpel-Knochen-Bildung, die oft mit
anderen Fehlbildungen kombiniert sind u. eine abnorme
Bildung von Mukopolysacchariden aufweisen (Med.),
mulkolpulrullent: schleimig-eitrig (Med.)
Mulkorlmylkolse vgl. Mucormykose
mulkös (aus gleichbed. lat. mucosus zu mucus, vgl. Mu
cus): schleimig (Med.). Mulkolsa die;-, ...sen (aus gleich-
Mukostase
bed. nlat. mucosa, substantiviertes Femininum von muco
sus, eigtl. „die Schleimige“): Schleimhaut (Med.). Mukosltalse* ¿fe; -, -n (zu tmuko... u. gr. stásis „das Stehen,
der Stillstand“): Schleimstauung (z. B. in den Bronchien;
Med.). Mu|kolvis|zi|dolse [...v...] die; -, -n <zu lat. viscidus „zähflüssig, klebrig“ u. T‘...ose): Erbkrankheit mit
Funktionsstörungen der Sekrete produzierenden Drüsen
(Med.). Mulkolzelle die; -, -n <zu gr. kêlê „Geschwulst;
Bruch“): Schleimansammlung in einer ÎZyste (1 ; Med.)
Mullatlte der; -n, -n <aus gleichbed. span, mulato zu mulo
„Maultier“, dies aus lat. mulus, nach dem Vergleich mit
dem Bastard aus Pferd u. Esel) : Nachkomme eines weißen
u. eines schwarzen Elternteils. Mullatltin ¿Zze; -, -nen:
weibliche Form zu tMulatte. Mullelta die; -, -s (aus
gleichbed. span, muleta, Verkleinerungsform von mula
„weiblicher Maulesel“, dies aus lat. mulus, vgl. Mulus): ro
tes Tuch der Stierkämpfer
Mullga die; -, -s (aus gleichbed. austr. mulga): svw. Scrub
Mulli das, auch der; -s, -[s] (über gleichbed. it. mulo aus lat.
mulus, vgl. Mulus): (südd. u. österr.) Kreuzung zwischen
Esel u. Pferd; Maultier, -esel; vgl. Mulus (1)
mulli er ta ce at in eclclelsia [...m 'ta:ts... - e kle:...] (Zar.;
„die Frau schweige in der Gemeindeversammlung“ (nach
1. Kor. 14,34)): traditionelle Auffassung in der kath. Kir
che u. in den Ostkirchen, dass Frauen von [höheren] kirch
lichen Ämtern ausgeschlossen werden sollen
mu|li|nie|ren vgl. moulinieren
Mul|la[h] der; -s, -s (auspers. mollä, dies aus arab. mawlä):
1. a) (ohne Plur.) Titel der untersten Stufe der t schiitischen
Geistlichen; b) Träger dieses Titels. 2. a) (ohne Plur.) von
t Sunniten für islam. Würdenträger u. Gelehrte gebrauchte
Ehrenbezeichnung; b) Träger dieser Ehrenbezeichnung
Mulllatlschag, Mul latischak der: -s, -s (aus ung. mulatság „Belustigung, Vergnügen“): (ostösterr.) ausgelassenes
Fest [bei dem am Schluss Geschirr zertrümmert wird]
Mul|li|galtaw|ny [mʌlɪgə'tɔ:ni] die; -, -s (aus tamilisch milagutannir „Pfefferwasser“): mit Cayennepfeffer u. Curry
stark gewürzte Suppe aus der indischen Küche (Gastr.)
Mol lit [auch ... lit] der; -s, -e (nach der schott. Insel Mull u.
zu T2...it): kristallines Aluminiumsilikat, das auch in kera
mischen Werkstoffen enthalten ist
Mullti der; -s, -s (verkürzt aus mwZzZnational): (ugs.) multi
nationaler Konzern, mullti..., Mullti... (aus gleichbed.
lat. multus): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„viel, vielfach, mehrfach“, z.B. multifaktoriell, Multimil
lionär. Mulltilcoalting [multiko:..., engl. 'moltɪkoutɪŋ]
das; -s, -s: aus mehreren Schichten bestehender Antire
flexbelag bei fotografischen Schichten, der reflexmin
dernde Eigenschaften für das gesamte Spektrum besitzt
(Fotogr.). Mulltilcomlpulterlsysltem [,,,kɔm'pju:tn...]
das; -s: Zusammenschaltung von Computern, die von ei
ner gemeinsamen Funktionseinheit gesteuert werden
(EDV). mulltildi|men|si|olnal [auch 'mul...]: mehrere
Dimensionen umfassend; vielschichtig. Mulltildilmensilolnalliltät die;
Vielschichtigkeit (Psychol., Soziol.).
mul ti disizilpli när*: sehr viele Disziplinen (2) umfas
send, die Zusammenarbeit vieler Disziplinen betreffend;
vgl. interdisziplinär. Mul|ti|emit|ter|tran|sis|tor der;
-s, -en: Transistor mit mehreren Emitterzonen, bes. zur
Parallelschaltung von mehreren gleichartigen Transisto
ren (Elektronik). Mul|tilen|zym|kom|plex* der; -es, -e:
verschiedene Einzelenzyme einer biologischen Reaktions
kette (z.B. Fettsäuresynthese) od. eines Substrats (z.B.
Hefepresssaft), die sich gegenseitig strukturell u. funktio
nell beeinflussen u. damit regulieren (Biochem.). mulltifak|to|ri|ell: durch viele Faktoren, Einflüsse bedingt,
mullti|fil (zu lat. filum „Faden“): aus mehreren [mitein
ander verdrehten] einzelnen Fasern bestehend; vgl. monofil. M ul I ti If il das; -[s]: aus mehreren Fasern bestehender
908
vollsynthetischer Faden; vgl. Monofil. Mulltilfolkallgläser die (Plur.): Mchrstärkengläser (Optik), mulltilfunkti oinal, auch mulltilfunkltilolnell: vielen Funktionen
gerecht werdend, viele Funktionen in sich vereinigend;
vgl. ...al/...eil. Mul|tilfunk|ti|ons|dislplay das; -s, -s.multifunktionales t Display (2) an elektron. Geräten. Multilklgn* der; -s, -e (Kurzw. aus Îmulti... u. t2Zyfc/on>: aus
mehreren nebeneinander angeordneten ^Zyklonen beste
hendes Gerät zur Entstaubung von Gasen (auch zur Ab
wasserreinigung verwendet; Techn.). Mul|ti|kol|lek|tortranlsis tor der; -s, -en: Transistor mit mehreren Kollek
torzonen, bes. für integrierte Analogschaltungen (Elek
tronik). mul|ti|kuliti: (ugs.) kurz für multikulturell, multiIkulltuIrell: viele Kulturen einschließend, umfassend,
beinhaltend; multikulturelle Gesellschaft: auf vielfältige
Lebensformen, Welt- u. Menschenbilder ausgerichtete
Gesellschaft, die eine auf Toleranz u. wechselseitige Aner
kennung der verschiedenen kulturellen Erfahrungen ge
richtete Sozialordnung zum Ziel hat. mul|ti|la|te|ral
[auch 'mul...]: mehrseitig, mehrere Seiten betreffend; Ggs.
fbilateral. Mul|ti|laltelra|lis|mus der; - (zu î...ismus
(2)> : System einer vielfach verknüpften Weltwirtschaft mit
allseitig geöffneten Märkten. mul|ti|lin|gulal: a) mehr
sprachig, mehrere Sprachen sprechend; b) die Mehr-,
Vielsprachigkeit betreffend, darauf bezogen. Mulltillingulallislmus u. Mul|ti|lin|gu|is|mus der; - (zu flingual
u. t,,,ismus (2)): Mehrsprachigkeit, Vielsprachigkeit (von
Personengruppen, Büchern u.Ä.); vgl. Bilinguismus.
mul|ti|lo|bu|lär: viellappig, aus vielen Lobuli (vgl. Lobu
lus) bestehend (z.B. von Drüsen; Med.). Mulltilmeldia
das; -[s] (meist ohne Artikel) (nach engl. multimedia „viele
Medien (gleichzeitig) einsetzend“ ; vgl. 1 Medium) : das Zu
sammenwirken, die Anwendung von verschiedenen Me
dien zur gleichen Zeit (z.B. im Medienverbund), mulltimeldilal: 1, a) viele Medien betreffend, berücksichtigend;
b) für viele Medien bestimmt; c) aus vielen Medien beste
hend, zusammengesetzt. 2. den Bereich, die Technik o. Ä.
von Multimedia betreffend. Mul|ti|me|dia|show
[,,,ʃoʊ] die; -, -s: Veranstaltung, Vorstellung, bei der ver
schiedene Kunstarten u. ihre Mischformen unter Einbe
ziehung der verschiedensten Medien in Abfolge od. auch
gleichzeitig dargeboten werden. Mul|ti|meldialsysltein
das; -s, -e: Informations- u. Unterrichtssystem, das meh
rere Medien (z.B. Fernsehen, Videos, Dias, Bücher)
gleichzeitig verwendet. Mul|ti|me|ter das; -s, - (zu
I'...meter): Messgerät mit mehreren Messbereichen. Mul
ti I m i 111 i I o I n ä r der; -s, -e: mehrfacher Î Millionär. Mulltimor|bildi|tät die; -: das gleichzeitige Bestehen mehrerer
Krankheiten bei einem Patienten (Med.). mul|ti|na|ti|onal [auch 'mul...]: a) aus vielen Nationen bestehend (von
Vereinigungen) ; b) in vielen Staaten vertreten (z.B. von ei
nem Industrieunternehmen). Mul|tilno|mi|al|ver|teilung die; - (zu gr. nomos „Gesetz, Ordnung“ u. t ...ial):
Verallgemeinerung der IBinomialverteilung durch vielfa
che Wiederholung eines Versuches (Statistik). mulltilnuklelar*: viele Atomkerne enthaltend bzw. betreffend.
mul|ti|nu|kle|är*: vielkernig, viele Zellkerne enthaltend
(Bot.). Mulltilpack das, auch der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. multipack, zu engl. multi- „mehrere“ u. mittelniederl.
pac „(Woll)ballen“): Verpackung, die mehrere Waren der
gleichen Art enthält u. als Einheit verkauft wird. Mulltipalra die; -, ...paren (zu tmulti... u. lat. parere „gebären“):
svw. Pluripara, mulltilpel (aus lat. multiplex „vielfältig,
vielfach“): 1. vielfältig; multiple Persönlichkeit: Persön
lichkeit, in der anscheinend Erlebnis- u. Verhaltenssyste
me mehrfach vorhanden sind (Psychol.). 2. an vielen Stel
len am od. im Körper auftretend (Med.); multiple Sklero
se: Erkrankung des Gehirns u. Rückenmarks unter Bil
dung zahlreicher Verhärtungsherde in den Nervenbahnen.
909
das; -s, -s (aus gleichbed.ʃr. multiple): ein mo
dernes Kunstwerk (Plastik, Grafik), das auf industriellem
Wege
serienmäßig
hergestellt
wird.
Mulltiple-Choice-Verfahren ['mʌltɪprʧɔɪs...] das; -s (nach
engl. multiple-choice test „Mehrfachauswahl“): Prüfungs
methode od. Test, bei dem der Prüfling unter mehreren
vorgegebenen Antworten die richtige erkennen muss.
Mul|ti|plett* [multi...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
multiplet) : Folge eng benachbarter Werte einer messbaren
physik. Größe (z.B. in der Spektroskopie eine Gruppe
dicht beieinanderliegender Spektrallinien), mulltilplex*
(teilweise über engl. multiplex aus lat. multiplex „reich ge
gliedert“): 1. (veraltet) vielfältig. 2. [mit mehreren Gerä
ten] verbunden, vernetzt (EDV). Mulltilplex* das; -[es],
-e: großes Kinozentrum. Mulltilplelxer* der; -s, - (aus
gleichbed. engl. multiplexer; vgl. multiplex): Gerät, das
Signale von mehreren Eingangsleitungen auf eine Aus
gangsleitung überträgt (EDV). Mulltilplexlverlfahren* das; -s, -: gleichzeitige Übertragung von mehreren
Nachrichten über denselben Sender.Mul|ti|pli|er* [ mul
tiplam] der; -s, - (aus gleichbed. engl. multiplier; vgl. mul
tipel): Sekundärelektronenvervielfacher, ein Gerät zur
Verstärkung schwacher, durch Lichteinfall ausgelöster
Elektronenströme (Phys.). Mulltilplilkand* [mul...] der;
-en, -en (aus lat. multiplicandus, Gerundivum von multi
plicare, vgl. multiplizieren): Zahl, die mit einer anderen
multipliziert werden soll. Mul|ti|pli|kalti|on* die; -, -en
(aus gleichbed. Zat. multiplicatio): a) Vervielfachung einer
Zahl um eine andere; Malnehmen, eine Grundrechnungs
art; Ggs. tDivision (1); b) Vervielfältigung. Mulltilplika|ti|ons|fak|tor* der; -s, -en: Vermehrungsfaktor der
Neutronen bei einer Kernspaltung (Kernphys.). mulltiplilkaitiv* (nach gleichbed. spätlat. multiplicativus):
die Multiplikation betreffend. Mul|ti|pli|kalti|vum*
[...vum] das; -s, ...va [...va] (aus spätlat. multiplicativum,
substantiviertes Neutr. von multiplicativus, vgl. multipli
kativ): Zahlwort, das angibt, wievielmal etwas vorkommt;
Wiederholungszahlwort, Vervielfältigungszahlwort (z.B.
dreifach, zweimal).Mulltilplilkaltor* der; -s, ...oren (aus
gleichbed. spätlat. multiplicator) : 1. Zahl, mit der eine vor
gegebene Zahl multipliziert werden soll. 2. Person, Ein
richtung, die Wissen od. Informationen weitergibt u. da
durch zu deren Verbreitung beiträgt. Mulltilplilkaltoranallylse* die; -, -n: Untersuchung der durch eine Ihvestition hervorgerufenen Zunahme des Gesamteinkommens
einer Volkswirtschaft.mulItiIpliIzielren* (aus gleichbed.
lat. multiplicare): 1. um eine bestimmte Zahl vervielfa
chen, malnehmen (Math.); Ggs. Îdividieren. 2. a) verviel
fältigen, [steigernd] zunehmen lassen, vermehren; b) sich
-: sich steigernd zunehmen. Mul|ti|pli|zi|tät*die; -, -en
(aus spätlat. multiplicitas, Gen. multiplicitatis „Vielfalt“):
mehrfaches Vorkommen, Vorhandensein. Mulltilplum*
das; -s, ...pla (aus gleichbed. spätlat. multiplum, substan
tiviertes Neutr. von multiplus „vielfach“): (veraltet) Viel
faches, Mehrfaches. Mulltilpol der; -s, -e (zu 1 multi... u.
t’Pol): aus mehreren Î Dipolen bestehende Anordnung
elektrischer od. magnetischer Ladungen, mulltilpollar
[auch multi...]: mehrpolig. Mulltilprolceslsing [mʌltɪ'prousə...] das; -[s] (aus gleichbed. engl. multiprocessing):
gleichzeitige Bearbeitung eines Programms (4) durch meh
rere miteinander verbundene Computer (EDV). Mulltipro gramlming [...'prougræ...] das; -[s] (aus gleichbed.
engl. multiprogramming): Betrieb von Datenverarbei
tungsanlagen in der Weise, dass gleichzeitig mehrere Pro
gramme (4) in zeitlicher Verzahnung ablaufen (EDV).
Mulltilprolzeslsor [mul...] der; -s, -en (zu îmulti...):
System von Computern, die gleichzeitig od. nacheinander
ein gemeinsames Programm (4) bearbeiten (EDV). Multi|spek|trallfo|tolgra|fie* die; -: gleichzeitige Aufnah
Multiple*
mundieren
me eines Objekts in mehreren Spektralbereichen. Mullti[...skenn] der; -s, Gerät zur pri
mären Bildaufnahme od. zur Abtastung von Bildvorlagen
gleichzeitig in verschiedenen elektromagnetischen Spek
tralbereichen. Mulltiltaslking [mʌltɪ'tɑ:skɪŋ] das; -[s]
(aus gleichbed. engl. multitasking, zu task „Auftrag“): das
gleichzeitige Abarbeiten mehrerer tTasks (2) in einem
Computer (EDV). mul|ti|va|lent [multiva...] (zu îmul
ti... u. lat. valens, Gen. valentis „wertig“): mehr-, vielwer
tig (von Tests, die mehrere Lösungen zulassen; Psychol.).
Mulltil vallenz die; -, -en: Mehrwertigkeit von psy
chischen Eigenschaften, Schriftmerkmalen, Tests (Psy
chol.). mul|ti|va|rilat [...V...] (aus gleichbed. engl. multi
variate): mehrere Î Variablen (1) betreffend. Mulltilversum das; -s (zu Îmulti... ; Analogiebildung zu Î Universum
(von dem Philosophen H. Rickert, 1863-1936)): das Welt
all, sofern es als eine nicht auf eine Einheit zurückführbare
Vielheit betrachtet wird. Mul|ti|vi|bra|tor* der; -s,
...oren: elektr. Schaltung mit zwei steuerbaren Schaltele
menten, von denen jeweils eines Strom führt (in Compu
tern u. Fernsehgeräten verwendet).Mulltilvilsilon die;-'.
Technik der gleichzeitigen T Projektion (1) von Î Dias auf
eine Leinwand, wobei jedes Dia entweder ein eigenes
ÎMotiv (2) od. einen Bildausschnitt darstellen kann.multilvor (zu /at. vorare „fressen“): svw. polyphag. Mulltizet® das; -[e]s, -e (Kunstw.): Vielfachmessgerät (Elektrot ). mulltum, non mulita dat.; eigtl. „viel, nicht vie
les“): lieber etwas ganz als vieles halb, d.h. Gründlichkeit,
nicht Oberflächlichkeit
Mullunlgu der; - (aus Bantu mulungu, eigtl. „der da oben“):
ostafrik. Gottesbezeichnung (urspr. eine geheimnisvolle
übernatürliche Kraft)
Mullus der; -, Muli (aus Zat. mulus): 1. lat. Bez. für Maul
esel, -tier; vgl. Muli. 2. (veraltet, scherzh.) Abiturient vor
Beginn des Studiums
Mulmie [,,,iə] die; -, -n (über it. mummia aus gleichbed.
arab. mümiyä’ zu pers. müm „Wachs“): durch natürliche
Umstände (Trockenheit, Luftabschluss u.Ä.) od. durch
Einbalsamieren vor Verwesung geschützter Leichnam.
Mu|mi|enlpor|trät* [,,,trɛ] das; -s, -s: (bes. vom 1. bis 4.
Jh. in Ägypten) das Gesicht der Mumie bedeckendes, auf
Holz od. Leinwand gemaltes Porträt. Mu|mi|fi|ka|ti|on
die; -, -en (zu TMumie u. î...fikation): 1. svw. Mumifizie
rung. 2. Austrocknung abgestorbener Gewebeteile an der
Luft (Med.); vgl. ...ation/...ierung.mulmilfilzielren (zu
t,,,fizieren): 1. einen toten Körper zum Schutz gegen Ver
wesung austrocknen lassen od. einbalsamieren. 2. ein
trocknen lassen, absterben lassen (bes. Gewebe; Med.).
Mu|milfi|zie|rung die; -, -en (zu t...fizierung): das Mu
mifizieren (1); vgl. ...ation/...ierung. Mumlmy ['mʌmɪ]
der; -s, -s [...mtz] (aus gleichbed. engl. mummy, eigtl. „Mu
mie“): Auftraggeber eines Î Ghostwriters
Mumps der, landsch. auch die; - (aus gleichbed. engl.
mumps): Ziegenpeter; durch ein Virus hervorgerufene
Entzündung der Ohrspeicheldrüse mit schmerzhaften
Schwellungen (Med.)
Munida: Plur. von ÎMundum, munldan (aus lat. munda
nus „weltlich“ zu mundus, vgl. Mundus): (veraltet) welt
lich, auf das Weltganze bezüglich. Mun|dan|asltro|logie* die; -: Zweig der ÎAstrologie, der sich mit dem
Schicksal von Völkern, Nationen o.Ä. befasst u. Progno
sen sowohl politischer od. sozialpsychologischer als auch
natur- u. umweltbezogener Art fällt. Munldalnislmus
der; - (zu t...ismus (1)): (veraltet) weltliche Gesinnung.
Mun|da|ni|tät die; - (zu t ...ität): (veraltet) svw. Mundanismus. Munldaltilgn die; -, -en (aus gleichbed. spätlat.
mundatio zu lat. mundare, vgl. mundieren): (veraltet) Rei
nigung, Säuberung, munldielren (aus lat. mundare „rei
nigen“): (veraltet) ins Reine schreiben; reinigen
spekltrallscanlner*
M
910
Mundium
-s, Plur. ...ien [--iən] u. ...ia (aus gleichbed.
mlat. mundium zu ahd. muni „(Rechts)schutz“, dies ver
wandt mit lat. manus „(schützende) Hand“): Schutzver
pflichtung, -gewalt im frühen deutschen Recht
Mun|do|lin|gue [,,,guə] A'e; - (Kunstw. zu lat. mundus
„Welt“ u. lingua „Sprache“): von Lott 1890 aufgestellte
Welthilfssprache. Munldum Am; -s, Munda <aus gleich
bed. mlat. mundum, substantiviertes Neutr. von lat. mun
dus „sauber“): (veraltet) Reinschrift. Muni dus der; - (aus
gleichbed. lat. mundus): Welt, Weltall, Weltordnung;
Mundus archetypus: urbildliche Welt; Mundus intelligibilis:die geistige, nur mit der Vernunft erfassbare Welt (der
Ideen); Mundus sensibilis: die sinnlich wahrnehmbare
Welt (Philos.), munldus vult delcilpi [- 'vult 'de:tsipi]
{lat. y. die Welt will betrogen sein (nach Sebastian Brant)
Mu| ñei|ra [mu'njɛɪra] die; - (aus span, (galicisch) mufleira
„Mühle“): aus Nordspanien stammender Volkstanz (auch
Tanzlied)
1Munlgo der; -[s], -s (über engl. mungo, mongoose aus
gleichbed. tamil, mangüs): bräunliche, silbergrau gespren
kelte Schleichkatze in Afrika u. Asien; vgl. Manguste)
2M unlgor/er; -[s], -s (aus gleichbed. engl. mungo, weitere
Herkunft ungeklärt: Garn, Gewebe aus Reißwolle
Mu|ni|fi|zenzdie; -, -en (aus gleichbed. lat. munificentia):
(veraltet) Freigebigkeit
Mulniltüon die; - (aus gleichbed. fr. munition (de guerre),
dies aus ZaZ. munitio „Befestigung; Schanzwerk“): das aus
Geschossen, Sprengladungen, Zünd- u. Leuchtspursätzen
bestehende Schießmaterial für Feuerwaffen sowie Hand
granaten, Bomben, Sprengladungen für Raketen, Minen
u. î pyrotechnische Signalmittel, mulniltilolnieiren (zu
t..deren): mit Munition versehen, ausrüsten. Mulniltions|de|pot[...po:J das;-s, -s: Depot, in dem Munition ge
lagert wird
mu|ni|zi|pal (aus lat. municipalis „zu einem Munizipium
gehörig“): städtisch. mu|ni|zi|pa|li|sie|ren (zu !..asie
ren): 1. (veraltet) einer Stadt od. Gemeinde eine Verfas
sung geben. 2. in Gemeineigentum überführen. Mulnilzipa liltät die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. municipalitas,
Gen. municipalitatis): (veraltet) Stadtobrigkeit. Mulnilzipilum Am; -s, ...ien [...ion] (aus lat. municipium): 1. altröm. Landstadt. 2. (veraltet) Stadtverwaltung
MuntljaktZer; -s, -s (aus gleichbed. jav.-engl. muntjak): im
tropischen Südasien lebender Hirsch mit rotbraunem Rü
cken, weißem Bauch u. kleinem Geweih (Zool.)
Muräne die; -, -n (über lat. murena aus gleichbed. gr. rnyraina): aalartiger Knochenfisch, bes. in tropischen u. sub
tropischen Meeren
Mulralnolglas das; -es, ...gläser (nach dem Herstellungs
ort, der Insel Murano bei Venedig): künstlerisches Glas
von besonderer Feinheit
Mu| re I in Azs; -s, -e (zu lat. murus „Mauer“ u. î...in (l)): Be
standteil der inneren Zellwandschicht aller Bakterien
(Biol.)
mulren (zu engl. to moor „(Schiffe) vertäuen, festma
chen“): ein Schiff mit einer Muring verankern (Seew.)
Mu re xid das; -s (zu lat. murex „Purpur(schnecke)“ u.
T3...id> : als Indikator zum Nachweis von Î Purinen u. Me
tallen verwendeter organischer Farbstoff
ɪnulrilaltiseh(zu lat. muriaticus „in Salzlake eingelegt, ge
pökelt“, dies zu muria „Salzlake“): kochsalzhaltig (von
Quellen)
Mu|ri|dis|mus der; - (zu arab. murid „Novize (im islam.
Ordenswesen)“ u. î ...ismus (1)): eine aus der islam. Mystik
hervorgegangene religiös-politische Bewegung bei den
ostkaukas. Bergvölkern (Dagestan)
Mulringdie; -, -e (aus gleichbed. engl. mooring zu to moor,
vgl. muren) : Vorrichtung zum Verankern mit zwei Ankern
(Seew.)
Mun|di|um¿/a5;
die (Plur.) (zu engl. murky „dunkel, düs
ter“): Akkordbrechungen in der Bassstimme, meist in Ok
tavschritten (Brillen- od. Trommelbässe; Mus.)
MulsaA'e; -(aus gleichbed. nlat. musa, dies über arab. mos,
mus aus sanskr. mauca): Banane (z. B. die philippinische
Faserbanane). Mulsalfalser die; -, -n: svw. Manilahanf
Mulsalget* der; -en, -en (über spätlat. Musagetes aus gr.
Mousagétës, eigtl. „Anführer der Musen“, Beiname des
griech. Gottes Apollo): (veraltet) Musenfreund, Gönner
der Künste u. Wissenschaften
Muslca|det[myska'ds] der; -[s], -s [...'dɛ(s)] (aus gleichbed.
fr. muscadet zu muscade, vgl. Muskat) : leichter, trockener,
würziger Weißwein aus der Gegend um die franz. Stadt
Nantes
Mulsche vgl. Mouche (1)
Mulschik [auch ...Jik] der; -s, -s (aus russ. muzik, eigtl.
„kleiner Mann“): Bauer im zaristischen Russland
Mulschiru. Mülschir der; -s, -e (aus türk. mü§ür „Mar
schall“, dies zu arab. sära „beraten“): 1. (hist.) hoher türk.
Beamter. 2. türk. Feldmarschall
Muschlkolteder; -n, -n (entstellt aus ÎMusketier): (Soldatenspr. abwertend) Fußsoldat
Muschlpolke vgl. Mischpoche
Muslcon [,,,'ko:n] u. Muskon das; -s (zu spätlat. muscus
(vgl. Moschus) u. t2...on): farblose, intensiv nach Moschus
riechende, ölige Substanz, die als wichtigster Geruchsstoff
aus Î Moschus extrahiert wird
Mu| se die; -, -n (über lat. Musa aus gr. Moüsa): eine von
neun Schwestern als Schutzgöttinnen der Künste (griech.
Mythologie), mulselal (zu 1 Museum u. t',,,al (1)): 1.
zum, ins Museum gehörend, Museums... 2. (ugs.) veraltet,
verstaubt, unzeitgemäß. Mulselen: Plur. von î Museum.
Mu[ sejlon Am; -s, Museia (aus gleichbed. gr. mouseion;
vgl. Museum): in der Antike den IMusen geweihte Stätte
in Hainen od. Grotten (aus denen sich z.T. Lehrstätten u.
Schulen entwickelt haben)
Mulsellman der; -en, -en (über z’Z. musulmano, Zär/c. müslüman auspers. musalmän, muslimän, vgl. Moslem): (ver
altet, noch scherzh.) svw. Moslem. Mulsellmalnindie; -,
-nen: (veraltet, noch scherzh.) svw. Moslime, mulselma nisch: (veraltet, noch scherzh.) svw. moslemisch.
Mu|sel|mann<7er; -s, ...männer: (veraltet, noch scherzh.)
svw. Muselman.
Mu |sen|al|ma|nachrfer; -s, -e (zu îMuse u. T Almanach):
im 18. u. 19. Jh. jährlich erschienene Sammlung bisher un
gedruckter Gedichte usw. Mulselollolge der: -n, -n (zu
Î Museum u. î ...loge): Fachmann auf dem Gebiet der Mu
seumswissenschaft. Mu|se|o|lo|gie die; - (zu t...logie):
Museumskunde. Mu|se|o|lo|gin die; -, -nen: weibliche
Form zu T Museologe
Mulsette [my'zet] die; -, -s (aus gleichbed. fr. musette zu
altfr. muse „Dudelsack“, dies zu muser „dudeln“): 1.
franz. Bez. für Dudelsack. 2. mäßig schneller Tanz im
3/4- od. 2/4-Takt mit liegendem Bass (den Dudelsack nach
ahmend). 3. Zwischensatz der Gavotte. 4. kleines Tanz- u.
Unterhaltungsorchester mit Akkordeon
Mu sejum das; -s, Museen (aus lat. museum „Ort für ge
lehrte Beschäftigung; Bibliothek, Akademie“, dies aus gr.
mouseion „Musensitz, Musentempel“; vgl. Muse): Aus
steilungsgebäude für Kunstgegenstände u. wissenschaftli
che od. technische Sammlungen. Mu|se|ums|ka|ta|log
der; -[e]s, -e: Katalog über einzelne od. alle Sammlungen
eines Museums. Mulse|ums|pä|da|golge* der; -n, -n:
jmd., der in der Museumspädagogik tätig ist. Mulseumslpä|da|go|gik* Ae; -: auf Kinder u. Erwachsene be
zogene pädagogische Arbeit im Museum
Muslher ['mʌjə] der; -[s], -[s] (aus gleichbed. engl. musher
zu to mush „mit dem Hundeschlitten durch den Schnee
fahren“, dies wahrscheinlich eine Entstellung von/r. marMurlkylbäslse
911
Muskatnuss
chons „los, vorwärts“, Imp. v. marcher „laufen“): Hunde
zum Hervorbringen von Tönen u. Klängen, zum Musik
schlittenführer
machen. Mu|sik|kas|set|te die; -, -n: TKassette (5), auf
Mulsilca [..,ka] die: - (aus lat. (ars) musica zu gleichbed. gr.
der Musik aufgenommen ist. Mulsiklkorps [,,,ko:u] das;
mousikë (téchnë), eigtl. „Musenkunst“): Musik, Ton
- [,..ko:ç(s)], - [,,,ko:us]: Blasorchester als militärische
kunst als eine der t Artes liberales; Musica antiqua: alte
Einheit. Mu|sik|kri|tik die; -, -en: die publizistische
Musik; Musica mensurata: Mensuralmusik; Musica mun
Darstellung, Analyse u. Beurteilung von Musikwerken,
dana od. celçstis [tse...]: himmlische, sphärische Musik;
-aufführungen u. -Veranstaltungen. Mu|sik|kri|ti|ker
Musica nova ['no:va]: neue Musik;Musica sacra ['za:kra]:
der; -s, -: jmd., der Musikkritiken schreibt. MulsiklkriKirchenmusik;Musica viva ['vi:va]: moderne Musik. Muti ke rin ¿Z/e; -, -nen: weibliche Form zu Î Musikkritiker.
silcal ['mju:zɪkl] das; -s, -s (aus gleichbed. amerik. musi
Mulsik|le|xi|kon das; -, Plur. ...ka od. ...ken: alphabe
cal (comedy)): populäres Musiktheater, das Elemente des
tisch geordnetes Nachschlagewerk zur Musik. MulsilkoDramas, der Operette, Revue u. des Varietés miteinander
lolge der; -n, -n (zu TMusik u. t.Joge): Musikgelehrter,
verbindet. Mu|si|cal|clown [...klaun] der; -s, -s: Clown,
Musikwissenschaftler. Mu|si|ko|lo|gie die; - (zu t...loder vorwiegend mit grotesken Musikdarbietungen unter
gie): Musikwissenschaft. Mu|si|ko|lo|gin die: -, -nen:
hält. Mulsiclbox ['mju:zɪk...] die; -, -es [,,,bɔksɪz] (aus
weibliche Form zu î Musikologe. mulsilkollolgisch (zu
gleichbed. engl. -amerik. music box): svw. Musikbox. MuÎ...logisch): musikwissenschaftlich. Mu|si|ko|ma|ne der
sic-on-Delmand [,,,dɪ'ma:nd] das; -[s] (aus gleichbed.
u. die; -n, -n (zu f...mane>: Musikbesessene[r], Mulsikengl. music on demand, eigtl. „Musik auf Anforderung“):
pädaigoge* der; -n, -n: a) Pädagoge (a), der Musikun
Form des Musikhörens, bei der jmd. einen gewünschten
terricht erteilt; b) Wissenschaftler auf dem Gebiet der
Musiktitel aus einem Archiv abrufen u. ihn - gegen eine
Musikpädagogik. Mulsiklpäldalgolgik* die; -: Wissen
Gebühr - mithilfe einer Datenleitung u. des angeschlosse
schaft von der Erziehung im Bereich der Musik. Mulsiknen Hörfunkgerätes od. Computers empfangen kann,
päldagogin* die; -, -nen: weibliche Form zu ÎMusikpä
mulsiert (zu lat. museus (dies aus gr. mousetos, vgl. mudagoge. Mu|sik|so|zilo|lo|gie die; -: Gebiet der Musik
siv) u. t,,,iert): svw. musivisch. Mulsik die; -, -en (aus
wissenschaft, das die Beziehung zwischen Musik u. Ge
gleichbed. fr. musique, dies aus lat. musica, vgl. Música):
sellschaft untersucht. Mulsik|the|a|ter das; -s: Einheit
1. (ohne Plur.) die Kunst, Töne in melodischer, harmoni
aus Bühnendichtung u. Musik als Gattung. Mulsiklthescher u. rhythmischer Ordnung zu einem Ganzen zu fü
olrie die; -: a) begriffliche Erfassung u. systematische
gen; Tonkunst. 2. Kunstwerk, bei dem Töne u. Rhythmus
Darstellung musikalischer Sachverhalte; b) Musiktheorie
eine Einheit bilden. 3. (ugs.) Unterhaltungsorchester.
(a) als Lehrfach, das allgemeine Musiklehre, Harmonie
Mulsiklakaldelmie die; -, -n [...ion]: Musikhochschule.
lehre, Kontrapunkt u. Formenlehre umfasst. MulsikMu|si|ka|lilen [...ion] die (Plur.) (aus mlat. musicalia,
the ralpie die; -, -n [,,,iən]: Anwendung musikalischer
Neutr. Plur. von musicalis, vgl. musikalisch): (urspr. in
Mittel zu psychotherapeutischen Zwecken. Mulsilkus
Kupfer gestochene, seit 1755 gedruckte) Musikwerke,
der; -, Plur. ...sizi, auch -se (nach lat. musicus „Tonsetzer,
mulsilkallisch (aus gleichbed. mlat. musicalis): 1. die
Tonkünstler“): (veraltet, noch scherzh. od. iron.) Musi
Musik betreffend; tonkünstlerisch. 2. musikbegabt, Mu
ker. Mulsiklvildeo [_..v...] ¿fas; -s, -s: ÎVideoclip zu ei
sik liebend. 3. klangvoll, wohltönend. Mu|si|ka|li|tät
nem Titel der Pop- od. Rockmusik. Mulsique con
aïe; - (zu t...ität): 1. a) musikalisches Empfinden; b) Mu
créte* [myzikkö'kret] die; - - (aus gleichbed. fr. musique
sikbegabung. 2. Wirkung wie Musik (2). Mulsilkant rfer;
concrète): konkrete Musik, Art der elektron. Musik, die
sich alltäglicher realer Klangelemente u. Geräusche (z. B.
-en, -en (zu mlat. musicans, Gen. musicantis, Part. Präs,
von musicare, vgl. musizieren): Musiker, der zum Tanz,
Wassertropfen, Aufprallen eines Hammers) bedient u.
zu Umzügen u.Ä. aufspielt. Mu|si|kan|tin die; -, -nen:
diese mittels Klangmontage über Tonband verarbeitet,
weibliche Form zu ÎMusikant, mulsilkanltisch: musi
mu sisch [ mu:...] (aus gleichbed. gr. mousikös zu moüzierfreudig, musikliebhaberisch. Mulsikläsltheltik die;
sa, vgl. Muse): 1. die schönen Künste betreffend. 2. künst
lerisch [begabt], kunstempfänglich, mulsiv (aus lat. mu-: Gebiet der Musikwissenschaft, das sich mit dem künst
sivus „zur Musivarbeit gehörend“, dies aus gr. mouseios
lerischen Wesen der Musik u. ihren Wirkungen befasst.
„künstlerisch“): svw. musivisch; vgl. ...isch/-. MulsivlarM u sikjau'toimat der; -en, -en: a) Apparat, der mit me
beit die; -, -en (zu lat. musivum „Einlegearbeit“): svw.
chanischer Antriebsvorrichtung ein od. mehrere Musik
Mosaik. Mulsivlgold das; -es: goldglänzende Schuppen
stücke abspielt; b) svw. Musikbox. Mulsiklbilblioaus Zinndisulfid (früher zu Vergoldungen von Spiegel- u.
thek* die; -, -en: private od. öffentliche Sammlung von
Bilderrahmen verwendet), mulsilvisch [...vij]: eingelegt
Musikdrucken, -handschriften u. -literatur sowie von
(von Glassplittern od. Steinen); vgl. ...isch/-. MulsivlsilTonträgern. Mulsjklbox die; -, -en (nach gleichbed.
ber das; -s: Legierung aus Zinn, Wismut u. Quecksilber
engl.-amerik. music box): Automat (bes. in Gaststätten),
zum Bronzieren. Mulsilzi: Plur. von tMusikus. mulsider gegen Geldeinwurf nach freier Wahl Musikstücke
zielren (aus gleichbed. mlat. musicare): [mit jmdm. zu
(meist Schlager) abspielt. Mu|sikldi|rek|tor der; -s, -en:
sammen] Musik machen, spielen, zu Gehör bringen; eine
staatlicher od. städtischer Dirigent u. Betreuer musikali
Musik darbieten
scher Aufführungen u. des Musikwesens; Abk.: MD.
Mulsikldralma das; -s, ...men: Oper mit besonderem Muslkalrin das; -s (zu nlat. (amanita) muscaria „Fliegen
pilz“ (dies zu lat. musca „Fliege“) u. T...in (1)>: Gift des
Akzent auf dem Dramatischen (bes. die Opern Richard
Fliegenpilzes (in Asien als Rauschgift verwendet)
Wagners). Mylsilker der; -s, - (nach lat. musicus, vgl.
Musikus): a) jmd., der beruflich Musik, eine Tätigkeit im Muslkat der; -[e]s, -e (über altfr. muscate aus gleichbed.
mZat. (nux) muscata, eigtl. „nach Moschus duftend“, zu
musikalischen Bereich ausübt; b) Mitglied eines Orches
spätlat. muscus, vgl. Moschus): als Gewürz verwendeter
ters; Orchestermusiker. Mu|si|ke!rin die; -, -nen: weibli
Samenkern der Muskatfrucht. Mus|kat|blü|te die; -, -n:
che Form zu tMusiker. Mu|sik|eth|no|lolgie die; -: Be
als Gewürz verwendete Samenhülle der Muskatfrucht.
reich der Musikwissenschaft, der die Musik außereurop.
Muslkalte rZte; -, -n: (veraltet) svw. Muskatnuss. MusVölker u. fremder Kulturen untersucht. Mu|sik|his|tokaiteliler der; -s, - (über z7. moscatello aus gleichbed.
rilker der; -s, -: Kenner u. Erforscher der Musikgeschich
mlat. muscatellum): 1. (ohne Plur.) Traubensorte mit Mus
te. Mu|sik|his|to|ri|ke|rin die; -, -nen: weibliche Form
katgeschmack. 2. [süßer] Wein aus der Muskatellertraube.
zu ÎMusikhistoriker, mulsjklhisltolrisch: musikge
Muslkatlnuss die; -,..müsse (zu Î Muskat): getrockneter
schichtlich. Mu|sik|inlstru|ment* das; -[e]s, -e: Gerät
912
Muskatwein
[als Gewürz verwendeter] Samenkern der Muskatfrucht.
Muslkatlwein der; -[e]s, -e: svw. Muskateller (2)
Muslkaizon das; -s (Kunstw. zul Muskarinu. Î2...on): dem
Î Muskimol strukturell nahestehender, jedoch schwächer
wirksamer Giftstoff des Fliegenpilzes (Chem.)
Muslkel der; -s, -n <aus gleichbed. lat. musculus, eigtl.
„Mäuschen“, vieil, nach einem Vergleich des unter der
Haut zuckenden Muskels mit einer hin- u. herlaufenden
Maus): Gewebsorgan aus zusammenziehbaren Faserbün
deln mit der Fähigkeit, bei Verkürzung Zugkräfte auszu
üben u. dadurch Bewegungen [des Körpers od. seiner Tei
le] verschiedenster Art auszuführen
Musikelte die; -, -n (über fr. mousquet aus gleichbed. it.
moschetto, eigtl. „wie mit ,Fliegen“ gesprenkelter Sper
ber“ (Verkleinerungsform von mosca „Fliege“, dies aus
lat. musca; vgl. Mouche), dann „bei der Jagd auf diesen
Vogel gebrauchte (Schuss)waffe“): (hist.) schwere Hand
feuerwaffe. Musikeltieriter, -s, -e (über fr. mousquetaire
aus gleichbed. it. moschettiere): (hist.) [mit einer Muskete
bewaffneter] Fußsoldat; vgl. Muschkote. Muslkelton
[...'to:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. mousqueton): alte
Handfeuerwaffe mit trichterförmiger Laufmündung, die
mehrere Kugeln zugleich verschoss
MuS'kilmol¿/as, -s (Kunstw. zu îMuskarin u. t...ol): wich
tigster Giftstoff des Fliegenpilzes mit starker Wirkung auf
das Zentralnervensystem
Mus|ko|lo|gie die; - (zu lat. muscus „Moos“ u. l...logie):
Mooskunde
Muslkonvgl. Muscon
muslkos (aus lat. muscosus „moosig“ zu muscus, vgl. Muskologie): moosartig, mit Moos bewachsen
Muslkolvit [,,,'vi:t, auch ...vit], auch Muslkolwit [auch
...'vit] der; -s, -e (aus engl. muscovite; nach Muscovia, dem
nlat. Namen von Moskau (da das Mineral früher als „Mos
kauer Glas“ im Handel war) u. zu t2...it>: heller Glimmer,
der bes. in der Elektrotechnik als Isolierstoff verwendet
wird
muslkullär (zu TMuskel u. T...är>: zu den Muskeln gehö
rend, die Muskulatur betreffend. Muslkullaltur die; -,
-en (zu T...at (1) u. Î ...ur): Muskelgefüge, Gesamtheit der
Muskeln eines Körpers od. Organs, muslkullös (über fr.
musculeux aus gleichbed. lat. musculosus): mit starken
Muskeln versehen, äußerst kräftig. Muslkullolsiltatáze;
- (zu T...osität): Muskelstärke, muslkulloltrop* (zu
î Muskel u. T...trop): auf die Muskulatur einwirkend (von
Arzneimitteln; Med.)
Musllim: fachspr. für TMoslem. Musllilme: fachspr. für
TMoslime, muslljlmisch: fachspr. für Îmoslemisch
M us se lin u. Mousseline [mʊsə'li:n] der; -s, -e (über/r.
mousseline aus gleichbed. it. mussolina, nach dem ital.
Namen der Stadt Mos(s)ul (arab. Mausil) am Tigris; vgl.
...ine): feines, locker gewebtes [Baum]wollgewebe. musse lilnen: aus Musselin
Muslselron [...'rö:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. mousseron,
dies aus vulgärlat. mussirione, weitere Herkunft unge
klärt): nach Knoblauch riechender Pilz zum Würzen von
Soßen
Muslsiltaltilon die; -, -en (aus /at. mussitatio „das Murren,
Knurren“ zu mussitare „murmeln, leise sprechen“): leises
Gemurmel, leises unverständliches Vor-sich-hin-Sprechen
bei Schizophrenen (Med.)
Musitang der; -s, -s (über engl. mustang aus gleichbed.
mex.-span. mestengo, mesteño, eigtl. ,,herrenlos(es
Pferd)“): wild lebendes Präriepferd in Nordamerika
Musltardlsolße ['mʌstəd...] die; -, -n (zu engl. mustard
„Senf“, dies über altfr. moustarde zu moust „Most“ aus
lat. mustum) : aus Senf, Essig u. Gewürzen zubereitete kal
te Soße zum Würzen von Fisch- u. Fleischspeisen, Salaten
u.a.
Mus tie [ mʊstiə]
die; -, -n (weibliche Form zu ÎMustio):
Tochter eines Weißen u. einer Mulattin. Musltio der; -s, -s
(aus dem Span., Herkunft ungeklärt): Sohn eines Weißen
u. einer Mulattin
multa (lat.; „verändere!“, Imp. von mutare, vgl. mutieren):
Anweisung für das Umstimmen bei den transponierenden
Blasinstrumenten u. Pauken (Mus.)
Multa die; -, ...tä (zu lat. muta, Fem. von mutus „stumm“):
(veraltet) Explosiv-, Verschlusslaut; vgl. Explosivu. Klusil
(Sprachw.); Muta cum [kum] Liquida: Verbindung von
Verschluss- u. Fließlaut (Sprachw.)
multalbel (aus gleichbed. lat. mutabilis zu mutare, vgl. mu
tieren): veränderlich; wandelbar. Multalbilliltät die; (aus gleichbed. lat. mutabilitas, Gen. mutabilitatis): Ver
änderlichkeit, Wandelbarkeit, multalgen (zu t...gen):
Mutationen auslösend. Multaigen das; -s, -e (meist
Plur.): chem. Stoff od. physik. Faktor (z. B. Gammastrah
lung), der îMutationen (1) auslöst (Biol.). Multalgelnese i/ze; -, -n: Entstehung von Mutationen (1; Biol.). Muta ge ni tät die; - (zu t ...ität): die Fähigkeit [eines chem.
od. physik. Stoffes], Mutationen (1) auszulösen. Multant
der; -en, -en (zu lat. mutans, Gen. mutantis, Part. Präs, von
mutare, vgl. mutieren): 1. (österr.) Junge, der mutiert (2).
2. svw. Mutante. Multanlte z/ze; -, -n: durch Mutation (1)
verändertes Individuum. Mu|ta|rolta|tilon die; -, -en (zu
lat. mutare „(ver)ändern“): allmähliche Veränderung der
Schwingungsebene von polarisiertem Licht (bei wässrigen
Lösungen von einfachen Zuckern; Chem.). Multaltilon
die; -, -en (aus lat. mutatio „(Ver)änderung“): 1. spontane
od. künstlich erzeugte Veränderung im Erbgefüge (Biol.).
2. Stimmbruch (bei Eintritt der Pubertät; Med.). 3. (ver
altet) Änderung, Wandlung. Mu|taItilonsIra|te die; -, -n:
die Häufigkeit, mit der eine Mutation (1) spontan auftritt
od. erzeugt werden kann (Biol.). multaltis mu tanldis
dat.}: mit den nötigen Abänderungen; Abk.: m. m. mutaltjv (zu Îmutieren u. t...iv>: sich spontan ändernd
(Biol.). Multaltorder; -s, ...oren (aus lat. mutator „Ver
änderet, Vertauscher“): Stromrichter (Elektrot.)
Mu|talzi|!i|ten die (Plur.) (aus arab. muTazilah „die beisei
te Stehenden“ u. T3...it>: Anhänger einer philos. Richtung
des Islams im 8. Jh.
Mutazismus der; - (zu lat. mutus (vgl. Mutismus) u.
t...ismus (3)>: svw. Mutismus
multielren (aus lat. mutare „(ver)ändern“): 1. sich spontan
im Erbgefüge ändern (Biol.). 2. sich im Stimmwechsel be
finden (Med.)
Mu|ti|lalti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. mutilado zu
mutilare, vgl. mutilieren): Verstümmelung; das Absterben
von Geweben u. Körperteilen [im Bereich der Extremitä
ten] (Med.). mu|ti|lie|ren (aus gleichbed. lat. mutilare):
verstümmeln (Med.)
Multilnelrie [my...] die; - (aus gleichbed. fr. mutinerie zu
mutiner, vgl. mutinieren): (veraltet) Meuterei, Aufruhr
Multing ['mju:...] das; -s (aus gleichbed. engl. muting, zu to
mute „dämpfen“): 1. elektron. Filterschaitung zur Unter
drückung von Tonsignalen in elektroakustischen Anlagen
(z. B. von Störgeräuschen beim Abstimmen im UKW-Be
reich). 2. Stummschaltung an elektroakustischen Geräten,
z. B bei Kopfhörerbetrieb
mu|ti|nie|ren [my...] (aus gleichbed. fr. mutiner): (veraltet)
meutern
Multislmus der; - (zu lat. mutus „stumm“ u. t...ismus (3)>:
absichtliche od. psychisch bedingte Stummheit; Stumm
heit ohne organischen Defekt (Med.). Multist der; -en,
-en (zu t...ist): jmd., der an Mutismus leidet (Med.), mutisltisch: in der Art des Mutismus, stumm (Med.). Mutiltät die; - (zu T ...ität> : Stummheit (Med.)
Multon das: -s, -s (zu Îmutieren u. I '...on>: kleinster Chro
mosomenabschnitt, der durch eine Mutation ( 1 ) verändert
913
werden kann (Biol.). Multolskop* das; -s, -e (zu
Î ...skop): Guckkasten, in dem durch eine bestimmte Bild
anordnung Bewegungsvorgänge vorgetäuscht werden
Mutlsu* der; -[s], -s (aus gleichbed. jap. mu-tsu): großer,
süß schmeckender, gelblich grüner u. rot gefärbter Apfel
mit glatter bis leicht rauer Schale
multulal (zu tmutieren u. t '...al ( 1 )>: (selten) gegenseitig,
wechselseitig; vgl. ...al/...eil. Mu|tu|allis|mus der; - (zu
T...ismus (2)>: 1. Beziehung zwischen Lebewesen verschie
dener Art zum beiderseitigen Nutzen (z. B. die Bestäubung
von Blüten u. Verbreitung von Pflanzensamen durch Tie
re; Biol.). 2. System des utopischen Sozialismus von P. J.
Proudhon (1809-1865). 3. finanzwissenschaftliche Hypo
these, nach der bei relativ gleicher steuerlicher Belastung
jeder Steuerzahler auch solche Geldopfer auf sich nehmen
würde, von denen andere einen Nutzen haben (Wirtsch.).
4. (selten) gegenseitige Anerkennung, Duldung. Multulalist der; -en, -en (zu T ...ist): Vertreter, Anhänger des Mu
tualismus (3). Multulalliltät die; -, -en (zu T...ität>: (sel
ten) Gegenseitigkeit. Wechselseitigkeit, multulell (zu
T...eil); svw. mutual; vgl. ...al/...eil
Multullus der; -, ...li (aus gleichbed. lat. mutulus, dies aus
dem Etrusk.): Dielenkopf; plattenförmige Verzierung an
der Unterseite des Kranzgesimses dorischer Tempel
Mulzak ['mju:zak] die: - (aus gleichbed. engl. muzak, Ab
änderung von music): leichte Hintergrundmusik für Ein
kaufszentren. Flughäfen o.Ä.
Mulzillalgo ¿üe; -, ...agines [...neis] (aus lat. mucilago
„schleimiger Saft“): Pflanzenschleim, aus Pflanzenstoff
gewonnenes dickflüssiges Arzneimittel. Mulzin das; -s, -e
(meist Plur.) (zu lat. mucus „Schleim“ u. t...in (1)>:
Schleimstoff, der von Hautdrüsen od. Schleimhäuten ab
gesondert wird (Med., Biol.)
Mvet [mvɛt] iter; -[s], -s (aus dem Afrik.) : eine Stabzither im
westlichen Zentralafrika
My [my;] das; -[s], -s (aus gr. my): 1. zwölfter Buchstabe des
griech. Alphabets: M, p. 2. Kurzform von 1 Mikron
my..., My... vgl. myo..., Myo... Mylallgie die; -, ...ien (zu
t myo... u. î ...algie): Muskelschmerz (Med.). Mylaslthenie* dze; -, ...ien: krankhafte Muskelschwäche (Med.).
my|as|the|nisch*: die Myasthenie betreffend (Med.).
Mylatolnie die; -, ...ien: [angeborene] Muskelerschlaf
fung (Med.). Mylatrolphie* z/ze; -, ...ien: Muskel
schwund, krankhafte Verkümmerung der Muskulatur
(Med.), mylatrolphisch*: mit Myatrophie einherge
hend, auf Myatrophie beruhend (Med.)
My|dri|a|se* die;-, -n (aus gleichbed.gr. mydriasis): Pupil
lenerweiterung (Med.). My|dri|a|ti|kum das; -s, ...ka (zu
T...ikum>: Arzneimittel, das die Pupillen erweitert (Med.),
myldrilaltisch: pupillenerweiternd (Med.)
mylel..., Mylel... vgl. myelo..., Myelo... Mylellaslthenie* die; -, ...ien (zu tmyelo...): vom Rückenmark ausge
hende Nervenschwäche (Med.). Mylellenlzelphalliltis*
c/ze; -, ...itiden: Entzündung des Gehirns u. des Rücken
marks (Med.). Mylellin das; -s (zu T...in (2)): Gemisch
fettähnlicher Stoffe (Med.). My|e|lilno|ly|se die; -, -n (zu
T ...lyse): Entmarkung, Zerfall der Markscheiden (z. B. bei
multipler Sklerose; Med.). Mylelliltis die; -, ...itiden (zu
Tmyelo... u. T...itis): Rückenmarksentzündung (Med.),
mylelîo..., Mylello..., vor Vokalen auch myel..., Myel...
(aus gr. myelós „(Knochen-, Rücken)mark“>: Wortbil
dungselement mit den Bedeutungen: a) „das Knochen
mark betreffend“, z.B. Myeloblast; b) „das Nerven-, ins
besondere das Rückenmark betreffend“, z.B. Myelome
ningitis, Myelenzephalitis. Mylellolblast* der; -en, -en
(meist Plur.) (zu gr. blastós „Spross, Trieb“): Keimzelle
des Knochenmarks (Med.). Mylellolblasltom* das; -s,
-e: bösartige Geschwulst aus Myeloblasten (Med.). Mylelodelelse die; -, -n (zu gr. dëleïsthai „zerstören, beschä
Mykorrhiza
digen“): Zerstörung der Rückenmarksubstanz mit Höh
lenbildung nach Verletzungen (Med.). Mylellolfilbrose* die; -, -n: ÎFibrose des Knochenmarks u. Anämie (ei
ne Form der Leukämie; Med.), mylelloigen (zu T...gen):
vom Knochenmark ausgehend (Med.). My|ello|gra|fie,
auch ...gralphie die; -, ...ien (zu Î ...grafie): röntgenologi
sche Darstellung des Wirbelkanals (Med.). Mylellogramm das; -s, -e (zu T ...gramm): das bei der Myelografie
gewonnene Röntgenbild des Wirbelkanals u. des Rücken
marks (Med.), mylellolid (zu T ...oid): knochenmarkähn
lich (von Zellen; Med.), mylel lolisch: das Knochenmark
betreffend, von ihm ausgehend (Med.). Mylellom das; -s,
-e (zu T...om): Knochenmarksgeschwulst (Med.). Myleloimalazie die; -, ...ien: Rückenmarkserweichung
(Med.).My|e|lo|ma|to|se die;-, -n (zut,,,omu. T’-.ose):
zahlreiches Auftreten bösartiger Myelome (Med.). Mylelolmelninlgiltis die; -, ...itiden (zu Tmyelo...): Entzün
dung des Rückenmarks u. seiner Häute (Med.). Mylellopa thie die; -, ...ien (zu T...pathie): 1. Rückenmarkser
krankung (Med.). 2. Knochenmarkserkrankung (Med.).
Myle|lo|po|e|se die; - (zugr. poiesis „das Machen, Her
vorbringen“): Entwicklung des Knochenmarks (Med.).
My|e|lo|se die: -, -n (zu t',,,ose): Wucherung des Mark
gewebes, bes. beiîLeukämie.My|e|lo|to|mie die:-, ...ien
(zu T...tomie>: operativer Einschnitt in das Rückenmark
(z.B. bei Rückenmarkstumoren; Med.), mylelloltoxisch: knochenmarksschädigend (Med.). Mylelloltolxiziltät die; -: Schädlichkeit für das Knochenmark (von
Substanzen; Med.). My|e|lo|zyt der; -en, -en (meist Plur.)
(zu T...zyt): a) Knochenmarkszelle; b) kernhaltige Vorstu
fe von T Granulozyten (Med.)
my house (home) is my castle [mai 'haʊs (hoʊm) ɪz mai
kɑ:sl] (.engl.; „mein Haus (Heim) ist meine Burg“ (nach ei
nem alten engl. Rechtsgrundsatz)): in meiner Wohnung
kann ich tun u. lassen, was ich will
My|i|a|se Æe; -, -n (zu gr. myfa „Fliege“; vgl. ...iasis): Ma
denkrankheit, Madenfraß; durch Fliegenmaden verur
sachte Krankheit (Med.). Myliloldelsoplsie* die; - (zu
gr. myioeidës (myiödes) „fliegenartig“, ópsis „das Sehen“
u. t2...ie>: svw. Mouches volantes
Myljltis die; -, ...itiden (zu tmyo... u. T ...itis): svw. Myositis
myk..., Myk... vgl. myko..., Myko
mylkelnisch (nach der altgriech. Ruinenstätte Mykenä
(gr. Mykênai)): die griech. Kultur der Bronzezeit betref
fend
Mylkeltislmus xZer; - (zugr. mykës, Gen. mÿkêtos „Pilz“ u.
T...ismus (3)>: svw. Myzetismus, mylko..., Mylko..., vor
Vokalen auch myk..., Myk... (zu gr. mykës „Pilz“): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „Pilze betreffend,
Pilz“, z.B. Mykologie. Mylkolbakltelrilen die (Plur.):
weltweit verbreitete Gattung unbeweglicher, sporenloser,
säurefester, T gramnegativer Stäbchenbakterien, von de
nen einige Erreger z.B. von Tuberkulose u. Lepra sind
(Biol.). My|ko|bak|te|ri|olse die: -, -n: durch Mykobak
terien hervorgerufene Erkrankung beim Menschen u. vie
len Tierarten (Med.). Mylkolholz das: -es, ...hölzer: Rot
buchenholz, dessen Holzsubstanz durch Verwendung von
Kulturpilzen zielgerichtet abgebaut wurde, wodurch es
poröser, weicher, leichter u. besser bearbeitbar ist. Mykolilne die (Plur.) (vgl. ...in (1)): aus Pilzen gewonnene
Antibiotika. Mylkollglge der; -n, -n (zu T ...loge): Wissen
schaftler, der auf dem Gebiet der Mykologie arbeitet. Mykollolgie die; - (zu T ...logie) : 1. Pilzkunde (Biol.). 2. Wis
senschaft von den Mykosen (Med.), mylkollolgisch (zu
T ...logisch): die Mykologie od. die Pilzkrankheiten betref
fend. Mylkolphalgen die (Plur.) (zu T ...phage): pilzfres
sende Organismen (Biol.). Mylkolplaslmen die (Plur.):
kleinste frei lebende Bakterien ohne Zellwand (u. ohne fes
te Gestalt). MylkorjrhiIza die; -, ...zen (zu gr. rhiza „Wur
Mykose
zel“): Lebensgemeinschaft zwischen den Wurzeln von hö
heren Pflanzen u. Pilzen (Bot.). Mylkolse die; -, -n <zu
T ’.. .ose) : jede durch [niedere] Pilze hervorgerufene Krank
heit (Med.). My|kos|ta|ti|kuin*àû5,- -s, ...ka(meist Plur.)
<zu gr. statikós „zum Stillstand bringend” (eigtl. „ste
hend“) u. t...ikum); das Pilzwachstum hemmendes Mittel
(Med.), mylkosltaltisch*: das Pilzwachstum hemmend
(von Arzneimitteln; Med.), mylkoltisch (zu t...otisch>:
auf einer Mykose beruhend, mit Mykose verbunden (von
Krankheiten; Med.). My|ko|to|xi|kolse die; -, -n: durch
Mykotoxine hervorgerufene Erkrankungserscheinungen
(z.B. Ergotismus; Med.). Mylkoltolxin das; -s, -e: gifti
ges Stoffwechselprodukt einiger niederer Pilze (z. B. Mut
terkornpilz). mylkoltroph* (zu T...troph): sich mithilfe
einer Mykorrhiza ernährend (Biol.). Mylkoltrolphie*
die; -, ...ien (zu t...trophie): auf dem Zusammenleben mit
Pilzen beruhende Ernährungsweise höherer Pflanzen
(Biol.)
Myllaldy [mi'le:di, engl. mfleidi] (aus engl. mylady, eigtl.
„meine Dame“): (in Großbritannien, veraltend) Anrede
an eine Trägerin des Titels t Lady (1)
Mylloldon* das; -s, ...donten (zugr. mylódous, Gen. mylódontos „Backenzahn“): ausgestorbene Gattung bodenbe
wohnender Riesenfaultiere aus dem Î Pleistozän Nord- u.
Südamerikas
Myllolnit [auch ...nit] iZer; -s, -e (zu gr. mÿlos „Mühle“ u.
t2...it): durch Druck an t tektonischen Bewegungsflächen
zerriebenes u. wieder verfestigtes Gestein (Geol.). mylloni tisch [auch . ,,'nɪtɪʃ]: die Struktur eines zerriebenen
Gesteins betreffend (Geol.). my|lo|nilti|sie|ren (zu
Î.. .isieren) : durch Î tektonische Kräfte zu feinen Bruchstü
cken zerreiben (von Gesteinen; Geol.)
Myllord [mi'lɔrt, engl. mɪ'lɔ:d] (aus engl. mylord, eigtl.
„mein Herr“): 1. (in Großbritannien, veraltend) Anrede
an einen Träger des Titels ILord (1). 2. (in Großbritan
nien) Anrede an einen Richter
Mynlheer [mone:?] (aus älter niederl. mynheer „mein
Herr“): veraltete Schreibung für TMijnheer
myo.... Myo..., vor Vokalen meist my..., My... (aus gr. mÿs,
Gen. myós „Muskel“, eigtl. „Maus“): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Muskel“, z.B. myoelektrisch,
Myokard, Myalgie. Myolblast* der; -en, -en (meist Plur.)
(zu gr. blastos „Spross, Trieb“): Bildungszelle der Muskel
fasern (Med.). Myo|car|di|um [,,,'kar...] vgl. Myokard.
Myolchrom [,,,'kro:m] das; -s (zu gr. chröma „Farbe“):
svw. Myoglobin. Myoldylnie* die; -, ...ien (zu t...odynie): Muskelschmerz (Med.), myolelekltrisch*: (von
Prothesen) mit einer Batterie betrieben u. durch die Kon
traktion eines Muskels in Bewegung gesetzt, myolfalzial: die Gesichtsmuskeln betreffend (Med.). Myolfilbrille* die; -, -n: zusammenziehbare Faser des Muskelgewe
bes (Med.). Myolgellolse die; -, -n (zu/a/. gelare „gefrie
ren machen“ u. t ’...ose): das Auftreten von Verhärtungen
in den Muskeln (Med.), myolgen (zu t...gen>: vom Mus
kel ausgehend (Med.). Myolglolbin* das; -s: roter Mus
kelfarbstoff (Med.). Myolgraf, auch ...graph der; -en,
-en (zu t,,,graf): Gerät, das die Zuckungen eines Muskels
in Kurvenform aufzeichnet. Myolgralfie, auch ...gra
phie i/ze; -, ...ien (zu Î...grafie): grafische Darstellung der
Muskelzuckungen mithilfe des Myografen. Myolgramm
das; -s, -e (zu Î ...gramm): mithilfe eines Myografen aufge
zeichnetes Kurvenbild der Muskelzuckungen, myolid (zu
t...oid): muskelähnlich (vom Aussehen u. von der Be
schaffenheit eines Gewebes; Med.). Myolkard das; -s, -e
(zu gr. kardia „Herz“): [mittlere] Muskelschicht, Wand
schicht des Herzens, Herzmuskel (Med.). myo|kar|di|al:
den Herzmuskel betreffend (Med.). Myolkarldie die; -,
...ien (zu t2...ie): Kreislaufstörungen mit Beteiligung des
Herzmuskels (Med.). Myo|kard|in|farkt der; -[e]s, -e:
914
Herzinfarkt; Untergang eines Gewebsbezirks des Herzens
nach schlagartiger Unterbrechung der Blutzufuhr (z.B.
infolge Gefäßverschlusses; Med.). Myolkarldiollylse
die; -, -n: Abbau der Herzmuskulatur (z.B. durch eiweiß
arme Ernährung; Med.). Myo|kar|dio|pa|thie die; -,
...ien: Sammelbez. für alle Erkrankungen des Myokards
(Med.). Myolkarldiltis die; -, ...itiden (zu t Myokard u.
T...itis): Herzmuskelentzündung (Med.). Myolkarldilum
das; -s, ...dia (aus nlat. myocardium): svw. Myokard.
Myolkarldolse die; -, -n (zu T'...ose): svw. Myokardie.
Myolklolnie* die; -, ...ien (zu tmyo..., gr. klönos „heftige,
verworrene Bewegung“ u. t2...ie): (bes. bei Kleinkindern)
Schüttelkrampf (Med.). Myo|klo|nuslepi|leplsie* die; -,
-n [...ion]: erbliche Sonderform der Epilepsie mit chroni
schen Krämpfen eines Muskels od. einer Muskelgruppe
(Med.). Myoikylmie die; -, ...ien (zu tmyo..., gr. kyrna
„Welle, Woge“ u. T2...ie>: langsam verlaufende Muskel
zuckungen (Med.). Myollolgie die; - (zu t...logie>: Wis
senschaft von den Muskeln, ihren Krankheiten u. deren
Behandlung (Med.). Myollylse die; -, -n (zu t...lyse>: degenerativer Abbau von Muskelgewebe (Med.). Mylom
das; -s, -e (zu t,,,om): gutartige Geschwulst des Muskelge
webes (Med.). Myolmallalzie die; -, ...ien: degenerative
Erweichung des Muskelgewebes (z. B. durch toxische Schä
digungen; Med.), myolmaltös (zu t...ös): mit Myomen
behaftet (von Organen; Med.). Myolmekltolmie* die; -,
...ien (zu tMyom u. t...ektomie): operative Entfernung ei
nes Gebärmuttermyoms (Med.). Myolmelre die; -, -n (zu
tmyo... u. gr. méros „Teil“): Muskelabschnitt (Med.),
myolmeltrilal* (zu gr. métra „Gebärmutter“ u. t’...al
(1)>: das Myometrium betreffend, von diesem ausgehend
(Med.). Myolmeltriltis* die; -, ...itiden (zu t...itis): Ent
zündung der Gebärmuttermuskulatur (Med.). Myo metrilum* das; -s, ...ien [...ion] (zu f...ium>: Muskelschicht
der Gebärmutterwand (Med.), myomorph (zu
Î...morph): muskelfaserig (Med.)
Mylon das; -s, ...onen (aus gleichbed. engl. myon (nach sei
nem Symbol p); vgl. ‘‘...on): 1. zur Klasse der tLeptonen
gehörendes Elementarteilchen (Phys.). 2. kleinste Funkti
onseinheit eines Muskels, bestehend aus einer Nervenfa
ser mit Muskelfasern (Med.). Myolnem das; -s, -e (meist
Plur.) (zu gr. nema „Gespinst, Faden“): kontraktile Faser
bei Einzellern, z.B. im Stiel von Glockentierchen (Biol.).
Mylolnilum das; -s, ...ien [...ion] (zu t...ium): Atom, das
aus einem positiven Myon (als Kern) u. einem Elektron be
steht (Phys.)
mylop u. myopisch (aus gleichbed. gr. myöps, Gen. myöpos): kurzsichtig (Med.); vgl. ...isch/-; Ggs. thypermetropisch
Myolpalrallylse die; -, -n (zu tmyo... u. tParalyse): Mus
kellähmung (Med.). Myolpalthie die; -, ...ien (zu t...pathie): Muskelerkrankung (Med.), myolpalthisch: auf
Myopathie beruhend
Mylolpe der od. die; -n, -n (zu gr. myöps, Gen. myöpos
„kurzsichtig“): Kurzsichtige[r], Myopie die; -, ...ien
(aus gleichbed. gr. myopia): Kurzsichtigkeit (Med.); Ggs.
î Hypermétropie, mylo pisch vgl. myop
MyolplasItikÀe; -, -en (zu Îmyo... u. Î1 Plastik): operatives
Einsetzen eines Muskels zur Schließung von Muskeldefek
ten (Med.), myolplasltisch: einen Muskeldefekt behe
bend (Med.). Myolplelgie* die; -, ...ien (zu gr. plege
„Schlag“ u. t2...ie>: Muskellähmung (Med.). Myolrellaxans das; -, Plur. ...antia u. ...anzien [...ion]: Arzneimittel
zur Entspannung verkrampfter Muskeln (Med.). Mylorrhelxisrfe, - (zu gr. rhèxis „das Reißen, Brechen“): Mus
kelzerreißung (Med.). Mylolsin das; -s (zu t...in (1)>:
Muskeleiweiß (Med.). Mylolsijtis die; -, ...itiden (zu
t...itis): Muskelentzündung (Med.). Myo|skie|ro|se*
die; -, -n: Muskelverhärtung (Med.). Mylolsoltis* die; -
915
<aus niât, myosotis, eigtl. „Mäuseohr“, zu gr. mÿs, Gen.
myós „Maus“ u. oüs, Gen. ötös „Ohr“): Vergissmeinnicht
(Bot.). Myospasmus’ der: -, ...men (zu t myo...): Mus
kelkrampf (Med.). Myolstaltik die; -: das unbewusste,
automatische Zusammenwirken der quer gestreiften Mus
kulatur zur Aufrechterhaltung des Körpers (Med.), myosta tisch: das koordinierte Zusammenwirken von Mus
keln betreffend (Med.). Myoltolmie die; -, ...ien (zu
Î ...tomie): operative Muskeldurchtrennung (Med.).Myotolnie die; -, ...ien (zugr. tonos „das Spannen, Spannung“
u. t:...ie): lang dauernde Muskelspannung; Muskelkrampf
(Med.).myoltolxisch: muskelschädigend (z. B. von Arz
neimitteln; Med ), myoltrop* (zu T...trop): auf Muskeln
einwirkend (Med.)
Myrl cen [,,,'tse:n] das; -s (Kunstw.; vgl. ...en): in vielen
ätherischen Ölen vorkommender dreifach ungesättigter
Kohlenwasserstoff (Chem.)
Mylria... (ausgr. myriás „Anzahl von zehntausend“): (ver
altet) Vorsatz vor Maßeinheiten mit der Bedeutung „das
Zehntausendfache“ der genannten Maßeinheit, z. B. My
riagramm. My Iri laide die: -, -n (aus gleichbed. engl. my
riad, dies über lat. myrias, Gen. myriadis aus gr. myriás,
Gen. myriádos „Anzahl von zehntausend“): 1. Anzahl von
10000. 2. (nur Plur.) Unzahl, unzählig große Menge. Myria gramm das; -s, -e (aber: 2 -) (zu TMyria... u
TGramm): (veraltet) 10000 Gramm. Mylrialmelter der;
-s, - (zu tMeter): Zehnkilometerstein, der alle zehntau
send Meter rechts u. links des Rheins zwischen Basel u.
Rotterdam angebracht ist.Mylrialpolde vgl. Myriopode
Myringekltomie* die; -, ...ien (zu mlat. myringa „Trom
melfell“ u. Î ...ektomie): operative Entfernung [eines Tei
les] des Trommelfells (Med.).My|rin|gi|tis die; -, ...itiden
(zu Î ...itis) : Trommelfellentzündung (Med.). Mylrinlgomylkolse die: -, -n: Pilzbefall des Trommelfells (Med.).
My|rinlgo|to|mie die; -, ...ien (zu Î...tomie): svw. Para
zentese
Mylrilo... (zu gr. myrios „unzählig, sehr zahlreich“): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „tausend“, z.B. My
riopode. My|ri|o|phyl|lum das; -s, ...lien (zu gr. phÿllon
„Blatt“): Tausendblatt (Wasserpflanze Mitteleuropas, be
kannte Aquarienpflanze). My|ri|olpo|de u. Myriapode
der; -n, -n (meist Plur.) (zu Î. ..pode): Tausendfüßer (Zool.)
Myl ris tin säu re die; -, -n (zu gr. myristikós „zum Salben
gehörig“ (dies zu myrizein „salben“) u. Î ...in (1)): organi
sche Säure, die in verschiedenen tierischen u. pflanzlichen
Fetten vorkommt (Chem.)
Myrlmelkia die (Plur.) (aus gr. myrmëkia „(kribbelnde)
Warze“, eigtl. „Ameisenhaufen“): meist schmerzhaft-ent
zündliche Warzen an Handfläche u. Fußsohlen (Med.),
myrlmelko..., Myrlmelko... (aus gr. mÿrmëx, Gen.
mÿrmëkos „Ameise“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „Ameise“, z. B. myrmekologisch, Myrmekophyt.
Myrlmelko cho rie [,..k...J die; - (zu gr. chorizein „ab
sondern, trennen“ u. t2...ie> : Ausbreitung von Pflanzensa
men durch Ameisen (z.B. bei der Wolfsmilch; Bot.). Myrmelkollolge der; -n, -n (zu T ...loge): Wissenschaftler, der
sich mit der Myrmekologie befasst. Myr|me|ko|lolgie
die; - (zu t...logie>: Teilgebiet der Zoologie, das sich mit
den Ameisen befasst, myrlmelkollolgisch (zu T...lo
gisch): ameisenkundlich. Myr|me|ko|phalge der; -n, -n
(meist Plur.) (zu Î...phage) : Tier, das sich von Ameisen er
nährt (z.B. Ameisenbär). Myrlmelkolphille der; -n, -n
(meist Plur.) (zu gr. philos „Freund“): Ameisengast, Glie
derfüßer, der in Ameisennestern lebt (z.B. Wurzellaus).
Myr|me|ko|phi|lie die; - (zu T ...philie): das Zusammen
leben (vgl. tSymbiose) mit Ameisen (z.B. bei Myrmekophilen u. Myrmekophyten). Myrlmelkolphyt der; -en,
-en (meist Plur.) (zu t...phyt): Pflanze, die Ameisen zu ge
genseitigem Nutzen aufnimmt (Biol.)
Mystik
die; -, -n (über lat. myrobalanum aus gr.
myrobálanos „eine Art Nuss“): gerbstoffreiche Frucht
vorderind. Holzgewächse
Mylron das; -s (aus gr. myron „Öl, Salbe“): geweihtes Salb
öl in der griech.-orthodoxen Kirche. Mylronlsäulre die;
-: Bestandteil des 1 Glykosids (Chem.). Mylrolsin das; -s
(zu f,,,in (1)): Enzym, das Senföle freisetzt u. in Kreuz
blütlern vorkommt (Biochem.)
Myrlre usw. vgl. Myrrhe usw. Myrlrhe, auch Myrre die; -,
-n (über (kirchen)lat. myrrha aus gleichbed. gr. rnyrrha,
dies aus dem Semit, (vgl. aram. mürä, hebr. mðr)): aus
nordafrik. Bäumen gewonnenes Harz, das als Räucher
mittel u. für Arzneien verwendet wird.Myrlrhenlöl, auch
Myrrenöl das; -s: aus Myrrhe gewonnenes aromatisches
Öl. Myr|rhen|tink|tur, auch Myrrentinktur die; -: alko
holischer Auszug aus Myrrhe zur Zahnfleischbehandlung
Myrlte die; -, -n (über lat. myrtus, murtus aus gleichbed. gr.
mÿrtos, vieil, aus dem Semit.): immergrüner Baum od.
Strauch des Mittelmeergebietes u. Südamerikas, dessen
weiß blühende Zweige oft als Brautschmuck verwendet
werden
Mylsolpholbie die; - (zugr. rnysos „Ekel Verursachendes,
Besudelung“ u. î...phobie): übersteigerte, zwanghafte
Angst vor Beschmutzung bzw. vor Berührung mit ver
meintlich beschmutzenden Gegenständen (Psychol.,
Med.)
Mysltalgog* u. Mysltalgglge* der; ...gen, ...gen (aus
gleichbed. gr. mystagogos zu mystagögem „in die Myste
rien einführen“): Priester der Antike, der in die Mysterien
einführte. Mysltalgolgie* die; -, ...ien (aus gleichbed. gr.
mystagögia): Einführung in die Mysterien, die Geheim
kulte der Antike, mysltalgolgisch*: in die Geheimleh
ren einweisend. Mys Ite der; -n, -n (ausgr. mystes „der Ge
weihte“, eigtl. „wer die Augen schließt“): Eingeweihter ei
nes Mysterienkults; vgl. Epopt. Mys|te|ri|en [,,,iən] die
(Plur.) (über lat. mysteria aus gleichbed. gr. mystëria, Plur.
von mystërion, vgl. Mysterium): griech. u. röm. Geheim
kulte der Antike, die nur Eingeweihten zugänglich waren
u. ein persönliches Verhältnis zu der verehrten Gottheit
vermitteln wollten (z.B. die Eleusinischen -; vgl. eleusinisch); vgl. Mysterium. Mysltelri|en|re|li|gi|o|nen die
(Plur.): spätantike, bes. vorchristliche Religionen aus
Griechenland, Kleinasien u. Ägypten, in deren Mittel
punkt die Feier von Mysterien stand.Mys|te|ri|en|spiel
das; -[e]s, -e: mittelalterliches geistliches Drama.myslterilös (aus gleichbed. fr. mystérieux zu mystère „Mysteri
um“, dies aus lat. mysterium, vgl. Mysterium): geheimnis
voll; rätselhaft, dunkel. Mysltelri Ium das; -s. ...ien [...ion]
(über /ar. mysterium aus gleichbed. gr. mystërion): 1. [re
ligiöses] Geheimnis; Geheimlehre (vgl. Mysterien), bes.
das Sakrament; Mysterium tremendum: die Erschauern
hervorrufende Wirkung des Göttlichen (tNumen) in der
Religion. 2. svw. Mysterienspiel.Mysltelry ['mɪstərɪ] die;
-, -s od. iZaj; -s, -s (meist ohne Artikel) (zu engl. mystery
„Rätsel, Geheimnis“, dies aus lat. mysterium, vgl. Myste
rium): [Fernseh]film, Roman o.Ä. mit geheimnisvoller,
schauriger Darstellung von mysteriösen, meist nicht mit
natürlichen Phänomenen erklärbaren Verbrechen, bes.
Morden. Mys|te|ry|se|rie alíe; -, -n: tSerie (2) von Mysterys.MysItilfilkaltilon die; -, -en (aus gleichbed. fr. mys
tification, dies zu mystère, vgl. mysteriös): Täuschung,
Vorspiegelung, mysltilfilzielren (zu 1 ...fizieren): l.ein
geheimnisvolles Gepräge geben, mystisch machen. 2. (ver
altet) täuschen, vorspiegeln. Mysltik die; - (zu lat. mysti
cus „zur Geheimlehre gehörend; geheimnisvoll“ (in mlat.
theologia mystica, unio mystica), dies aus gleichbed. gr.
mystikös): besondere Form der Religiosität, bei der der
Mensch durch Hingabe u. Versenkung zu persönlicher
Vereinigung mit Gott zu gelangen sucht; vgl. Unio mystiMylrobalalne
M
Mystiker
916
ca. Mysltilkerr/er; -s, Vertreter, Anhänger der Mystik myx..., Myx...vgl. myxo..., Myxo...
od. einer mystischen religiösen Strömung. Mysltilkelrin Myx|adeiniltis*¿/ze; -, ...itiden (zu îmyxo... u. I Adenitis):
Entzündung einer Schleimdrüse (Med.). Myxladelnom*
rfze; -, -nen: weibliche Form zu T Mystiker. mysltisch
das; -s, -e: gutartige Geschwulst, die vom Schleim abson
<über lat. mysticus aus gieichbed. gr. mystikós): 1. geheim
dernden Î Epithel einer mukösen Drüse herrührt (Med.),
nisvoll, dunkel. 2. zur Mystik gehörend; mystische Parti
mylxo..., Mylxo...,vor Vokalen meist myx..., Myx... (zu
zipation: svw. Sympathie (2). Mysltilzislmus der; -,
gr. mÿxa „Schleim“) : Wortbildungselement mit der Bedeu
...men <zu î...izismus): 1. (ohne Plur.) Wunderglaube;
tung „Schleim, Schleimgewebe“, z.B. myxödematös, My[Glaubens]schwärmerei. 2. schwärmerischer Gedanke,
xomyzet. My|xo|bak|telri|en [,,,iən] die (Plur.): kleine,
mysltilzisitisch (zu T...istisch): wundergläubig; schwär
zellwand- u. geißellose Stäbchen, die sich gleitend bewegen
merisch
können; koloniebildende Bakterien auf Erdboden u. Mist;
Myithe die; -, -n (zu ÎMythos): svw. Mythos (1). my
Schleimbakterien. My|xolchon|drom*[...ç...] das;-s, -e:
thisch (über Zat. mythicus aus gieichbed. gr. mythikös):
mit Schleimgewebe durchsetzte gutartige Knorpelge
dem Mythos angehörend; sagenhaft, erdichtet, mylthischwulst. Myxlödem* das; -s, -e: auf Unterfunktion der
sielren (zu t...isieren): svw. mythologisieren. My!thoSchilddrüse beruhende körperliche u. geistige Erkrankung
graf, auch ...graph der; -en, -en (aus gr. mythogräphos
mit heftigen Hautanschwellungen u. anderen Symptomen
„Fabeldichter, Sagenschreiber“): jmd., der Mythen auf
schreibt u. sammelt. Mylthollolger/er,- -n, -n (aus gr. my(Med.). myxlödelmaltös*:ein Myxödem betreffend, mit
einem Myxödem zusammenhängend (Med.), mylxothológos „Erzähler von Fabeln, Sagen, Göttergeschich
ten“): Kenner u. Erforscher der Mythologie (1). Mylthodisch (aus gleichbed.gr. myxödes): schleimartig. Mylxofilbrom* das; -s, -e (zu tmyxo...): Mischgeschwulst aus
lo[gemrfai,- -s, -e (zu tMythologie u. T...em): mythologi
sches Element innerhalb einer Mythologie; abgrenzbare,
Schleim- u. Bindegewebe (Med.), mylxolid (zu t...oid):
in sich abgeschlossene mythologische Aussage. Mylthoschleimähnlich (z. B. von Geschwülsten; Med.). Mylxollilolgie die; -, ...ien (aus gr. mythologia „das Erzählen von
pgmzfas,' -s, -e: Mischgeschwulst aus Schleim- u. Fettge
Götter- u. Sagengeschichten“): 1. [systematisch verknüpf
webe (Med.). My|xgmz/«s;-s, -e (zu Î ...om): gutartige Ge
te] Gesamtheit der mythischen Überlieferungen eines Vol
schwulst aus Schleimgewebe (Med.), mylxolmaltös (zu
kes. 2. wissenschaftliche Erforschung u. Darstellung der
Î...ÔS): myxomartig (Med.). MylxolmaitolsezZz'e;-, -n (zu
Mythen, mylthollolgisch (nach gieichbed. gr. mytholot’...ose): seuchenhaft auftretende, tödlich verlaufende Vigikós): auf die Mythen bezogen, sie betreffend, mylthoruskrankheit bei Hasen u. Kaninchen. Mylxolmylzet
lo gi sie ren (zu gr. mythologem „erdichten“ u. T...isieder; -en, -en (zu Îmyxo...): Schleimpilz; niederer Pilz (z.B.
ren): etwas in mythischer Form darstellen od. mytholo
gelbe Lohblüte auf Gerberlohe). Mylxopltelrylgilum*
gisch erklären. Myltholmalniedie; -, ...ien (zu ÎMythos
das; -s, ...gia: Begattungsorgan der Knorpelfische (Biol.).
u. t...manie): krankhafte Lügensucht (z.B. bei Psychopa
Myl xosarkom das; -s, -e: bösartige Schleimgewebsge
then: Med.). Myithosu. MylthusrZer; -, ...then (über lat.
schwulst (Med.). My|xo|vi|ren [...v...] die (Plur.): große,
mythus aus gr. mÿthos „Wort, Rede; Erzählung, Fabel, Sa
komplex gebaute t RNS-Viren, zu denen die î Influenzavi
ge“): 1. überlieferte Dichtung, Sage, Erzählung o.Ä. aus
ren des Menschen gehören (Med.)
der Vorzeit eines Volkes (die sich bes. mit Göttern, Dä Mylzelu. MylzellilumzZa^; -s, ...lien [,,,iən] (aus gieichbed.
monen, Entstehung der Welt, Erschaffung des Menschen
(n)lat. mycelium zu gr. mÿkës „Pilz“, helos „Nagel, Stift“
befasst). 2. Person, Sache, Begebenheit, die (aus meist
(u. t...ium)>: Gesamtheit der Pilzfaden eines höheren Pil
verschwommenen, irrationalen Vorstellungen heraus)
zes, Pilzgeflecht. Mylzet rfer; -en, -en (aus gieichbed. gr.
glorifiziert wird, legendären Charakter hat. 3. falsche
mÿkës, Gen. mÿkëtos): (selten) Pilz (Biol.). MylzeltisVorstellung, „Ammenmärchen“, z.B. der - von ihrer Jung
mus der; -, ...men (zu t...ismus (3)>: Pilzvergiftung
fräulichkeit
(Med.). Mylzeltollolgie die; - (zu T...logie>: (veraltet)
Myltillit [auch ... lit] der; -s, -e (zu tMytilus u. 12...it>: ver
svw. Mykologie. Myizeltomrfai;-s,-e <zuT...om): 1. Or
steinerte Miesmuschel. Myltillusdie; - (über lat. mytilus
gan (od. Zellgruppe) bei Tieren, das Mikroorganismen als
aus gr. mytilos „essbare Muschel“): Miesmuschel; essbare
Symbionten aufnimmt (Biol.). 2. durch Pilze hervorgeru
Muschel der nordeurop. Meere
fene geschwulstartige Infektion (Med.)
[na bi:] die (Plur.) <zu hebr. nâvî „Prophet“): Künst
lergruppe vorwiegend franz, symbolistischer Maler um die
Wende vom 19. zum 20. Jh.
Naibla ope raîtor* der: -s, -en (zu gr. nábla(s) „eine Art
Saiteninstrument“ u. ÎOperator): ein symbolischer ÎVek
tor, dessen Einführung Berechnungen in der Vektoranaly
sis vereinfacht (Math.)
Nalbob der; -s, -s (über engl. nabob aus gleichbed. Hindi nabäb, nawwäb, dies aus arab. nuwwäb, Plur. von nä’ib
„Stellvertreter“): 1. Provinzgouverneur in Indien. 2. sehr
reicher Mann
Nalchal der; -s, ...lim (zu hebr. nähal „in Besitz nehmen, er
ben“): kibbuzähnliche Siedlungsform in Israel
Naldir [auch na:...] der; -s (aus arab. naztr (as-samt) „(dem
Zenit) entgegengesetzt“): Fußpunkt; dem tZenit genau
gegenüberliegender Punkt an der Himmelskugel (Astron.)
Naelvus ['ne:vʊs] der; -, Naevi ['nɛ:vi] (aus gleichbed. lat.
naevus): Mal, Muttermal (Med.)
NAFTA die; - (Kurzw. aus engl. ʌ'oɪ th American Free Trade
Agreement „Nordamerikanische Freihandelszone“): Frei
handelsabkommen zwischen den USA, Kanada u. Mexiko
Nalgailka rZ/e; -, -s (aus gleichbed. russ. nagajka): aus Le
derstreifen geflochtene Peitsche der Kosaken u. Tataren
Nalgalna die; - (aus Zulu u-nakane): durch die TTsetsefliege übertragene, oft seuchenartige, fiebrige Krankheit
bei Haustieren (bes. Rindern u. anderen Huftieren) in
Afrika
Nalgalralstil der; -s (zu sanskr. nágara „Stadt“): Tempel
bauweise in Nordindien mit sich nach oben verjüngendem
Tempelturm
Nalgaslbaum der; -[e]s, ...bäume (zu sanskr. nága „Pflan
ze, Baum“): Eisenbaum; Baumgattung in Hinterindien u.
auf Java mit sehr hartem Holz. Na|gas|va|ram‘, Nagas-walram die; -, - (zusanskr. svára, svará „Schall, Ton,
Stimme“): südind. Oboe mit konischer Bohrung, großem
hölzernen Schalltrichter u. sieben Grifflöchern
Nalgalulta das; - (aus jap. naga-uta „Langgedicht“): Form
der japan. Lyrik, die aus einer beliebigen Anzahl von Verspaaren u. einem abschließenden siebensilbigen Vers be
steht
Nalge-Walza [...za] der; - (aus jap. nage-waza „Wurftech
niken“): Sammelbez. für Wurftechniken beim tJudo
Nalgulallislmus [nagua...] der; - (zu aztek. (Nahuatl)
nahualli, naualli „schützender Geist“ u. t...ismus (2)):
(bes. in Zentralamerika verbreiteter) Glaube an einen
meist als Tier od. Pflanze vorgestellten persönlichen
Schutzgeist, den sich ein Individuum während der Puber
tätsweihen in der Einsamkeit durch Fasten u. Gebete er
wirbt u. mit dem es sich in schicksalhafter Simultanexis
tenz verbunden fühlt
Na bis
[auch ... git] <Zer; -s, -e (nachdem ungar. Namen
Nagyág für die rumän. Stadt Säcärlmbu u. zu T 2...it>: ein
dunkelgraues, rhombisches Mineral
Nalhie u. Nalhilje a7e; -, -s (aus türk, nahiye „Bezirk, Ge
biet“, dies aus gleichbed. arab. nähija): untergeordneter
Verwaltungsbezirk in der Türkei
Nalhulatl [nauatl] das; -[s] (aus gleichbed. aztek. nahuatl):
die Sprache der Azteken u. deren Nachkommen, der
Nahua
Nahur der; -s, -s (aus Hindi bzw. Nepali nahür): (in der zoo
logischen Systematik zwischen Schaf u. Ziege stehendes)
Halbschaf aus den Hochländern Zentralasiens mit in der
Jugend blaugrauem, später graubraunem Fell; Blauschaf
Nalib der; -[s], Plur. -s od. Nuw[w]ab (aus arab. nä’ib „Stell
vertreter“; vgl. Nabob): Titel für Beamte in arab. Staaten
Nalin der; -s, -e (nach der iran. Oasenstadt Nain): im Mus
ter dem t Isfahan ähnlicher, sehr wertvoller Teppich
Nal islkos der; -, ...koi [...koy] (aus gr. naiskos „Kapelle“,
Verkleinerungsform von naos „Tempel“): kleiner
(Rund)tempel, z. B. in der minoischen Kultur
naliv (aus gleichbed. fr. naif, dies aus lat. nativus „durch
Geburt entstanden; angeboren, natürlich“): 1. a) natürlich
u. unbedarft, von kindlich unbefangener, direkter u. un
kritischer Gemüts-, Denkart [zeugend]; treuherzige Arg
losigkeit beweisend; b) wenig Erfahrung, Sachkenntnis od.
Urteilsvermögen erkennen lassend u. entsprechend einfäl
tig, töricht [wirkend]. 2. in vollem Einklang mit Natur u.
Wirklichkeit stehend (Literaturw.); Ggs. Tsentimentalisch
(b). Nalilve [...va] die; -n, -n (aber: 2 Naive): Darstellerin
jugendlich-naiver Mädchengestalten (Rollenfach beim
Theater). Nalilviltät [...vi...]Äe;-(nachgleichbed.fr. naï
veté; vgl. ...ität): 1. Natürlichkeit, Unbefangenheit, Offen
heit ; Treuherzigkeit, Kindlichkeit, Arglosigkeit. 2. Einfalt ;
Leichtgläubigkeit
Naj vgl. Nay
Nal ja die; -, -s (über nlat. naja aus Hindi noya „(Brillenjschlange“, dies aussanskr. nägä „Schlange“): Giftnat
ter (Kobra, Königshutschlange u. a.)
Najalde die; -, -n (über lat. Naias, Gen. Naiadis aus gr.
Naias, Gen. Naiados „Quellnymphe“); 1. in Quellen u.
Gewässern wohnende Nymphe des altgriech. Volksglau
bens. 2. Flussmuschel (z.B. Teichmuschel, Flussperlmu
schel; Zool.)
Na ka da kul tur die; - (nach dem Fundort Nakada bei Lu
xor in Oberägypten): dreiphasige Kulturstufe des 4. Jahr
tausends V. Chr. in Ägypten mit bemalter Keramik, mit
Stein- u. Elfenbeingefäßen
Nalkalra die; -, -s (zu arab. nakara „aushöhlen“): kupferne
Kesselpauke der türk. Militärmusik
Nalkib der; -s, -e (aus gleichbed. arab. nakib zu nakaba
Nalgyalgit
Nakrit
„durchwandern“): (veraltet) Anführer, Vorsteher, Be
fehlshaber im arab.-türk. Raum
Nalkrit* [auch na'krit] der; -s, -e (zu fr. nacre „Perlmutter(glanz)“ u. î2...it): ein weißes od. leicht gefärbtes Îmo
noklines Tonmineral
Na|la|na|ne, Nelanane die; - (aus dem Bantu): Schlaf
krankheit, ÎTrypanosomiasis (Med.)
Na|liw|ka [na'hfka] iZze; -, ...ki (aus gleichbed. rr/ss. nalivka): leichter russ. Fruchtbranntwein
Nallorlphin das; -s (Kunstw.; vgl. ...in (1)): vom ÎMorphin
abgeleitete Verbindung, die bei Morphinvergiftung bes.
die Atemhemmung behebt
Nalmasu. Nalmaz [na'ma:s] das; - (über türk, namaz aus
pers. namäz „Gebet“, dies aus sanskr. námas „Verbeu
gung, Verehrung, Huldigung“) : täglich fünfmal zu verrich
tendes Stundengebet der Moslems; vgl. 2Salat
Namedropping ['neɪm...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
name-dropping zu name „Name“ u. to drop „(eine Bemer
kung) fallen lassen“): das Erwähnen bekannter Persön
lichkeiten, um den Anschein zu erwecken, sie zu kennen
Nalmur [na'my:r] das; -s (nach der belgischen Provinz Na
mur): untere Stufe des Oberkarbons (Geol.)
nan..., Nan... vgl. nano.... Nano...
Nanidu der; -s, -s (über span, ñandú aus gleichbed. Tupi (ei
ner südamerik. Indianersprache) nhandu): straußenähnlicher flugunfähiger Laufvogel, der in den Steppen u. Sa
vannen Südamerikas lebt
Ñañiga [nanga:] das; -[s] (ausJzzp. nan-ga „Südmalerei“):
Schule der späten ostasiat. Malerei in Japan
Nälnie [...io] die; -, -n (aus gleichbed. lat. naenia, nenia): altröm. Totenklage; Trauergesang
Nalnislmus der; - (zu Tnano... u. T...ismus (3)>: Zwerg
wuchs (Med., Biol.)
Naniking der; -s, Plur. -e u. -s (nach der chin. Stadt Nan
king): glattes, dichtes, meist als Futter verwendetes Baum
wollgewebe
Nanlnolplanklton das; -s (zugr nánnos „Zwerg, zwergen
haftes Wesen“ u. ÎPlankton): durch Zentrifugieren des
Wassers gewonnenes feinstes ÎPlankton (Biol.). nalno...,
’NaIno... vor Vokalen meist nan..., Nan... (über lat. nanus
aus gr. nanos „Zwerg“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „zwergenhaft klein“, z.B. nanozephal, Nanis
mus. 2Na|no... (zu gr. nanos, vgl. nano...): Vorsatz vor
Maßeinheiten mit der Bedeutung „ein Milliardstel (der
109te Teil)“ der genannten Maßeinheit; Zeichen n, z.B.
Nanofarad. Nalnolfalrad das; -[s], - (zu t2Nano...>: ein
milliardstel îFarad; Zeichen nF. na|no|ke|phalusw. vgl.
nanozephal usw. Nalnolmeliie die; - (zu Tnano..., gr. mé
los „Glied“ u. î2...ie): abnorme Kleinheit der Gliedmaßen
(Med.). Na I no I melter der od. das; -s, - (zu T2Nano...): ein
milliardstel ÎMeter; Zeichen nm. Na|no|so|mieÄe; - (zu
Tnano..., gr. soma „Körper“ u. T2...ie): svw. Nanismus,
nalnolzelphal (zu gr. kephale „Kopf“ u. T'...al (1)):
zwergköpfig (Med.). Na|nolze|pha|lie die; - (zu T2...ie>:
Zwergköpfigkeit, Verkleinerung des Kopfes in allen Di
mensionen bei Zwergwüchsigkeit (Med.)
Nalos der; - (aus gr. naos „Tempel“): 1. Hauptraum im altgriech. Tempel, in dem das Götter- od. Kultbild stand; vgl.
Cella. 2. Hauptraum für die Gläubigen in der orthodoxen
Kirche; vgl. Pronaos
Na palm® das; -s (Kurzw. aus TTVaphthensäure u. ÍPalrmtinsäure): hochwirksamer Füllstoff für Benzinbrandbom
ben. Nalpalmlbomlbe die; -, -n: mit Napalm gefüllte
Brandbombe, die bei der Explosion extrem hohe Tempe
raturen (über 2000°C) erzeugt u. dadurch große zerstöre
rische Wirkung hat. Naphltha das; -s od. die; - (über lat.
naphtha aus gr. näphtha, dies aus gleichbed. pers. naft):
(veraltet) 1. Roherdöl. 2. Schwerbenzin als wichtiger Roh
stoff für die petrochemische Industrie. Naph|tha|lin das;
918
-s (zu T2...al u. t...in (1)): aus Steinkohlenteer gewonnener
bizyklischer, aromatischer Kohlenwasserstoff, der als
Ausgangsmaterial für Lösungsmittel, Färb-, Kunststoffe,
Weichmacher u.a. sowie als stark riechendes Mottenvernichtungs- u. Desinfektionsmittel dient. Naphlthelnat
das; -[e]s, -e (zu T Naphthene u. Î ...at (2)): Salz od. Ester ei
ner Naphthensäure (Chem.). Naphlthelne die (Plur.) (zu
TNaphtha u. T...en): Kohlenwasserstoffe, die Hauptbe
standteil des galizischen u. kaukasischen Erdöls sind.
Naphithen säuirei/ze, -, -n: von gesättigten Kohlenwas
serstoffen abgeleitete Karbonsäure, deren Salze als TSikkative u. Schmieröladditive verwendet werden. Naphtholle die (Plur.) (zu T...ol): aromatische Alkohole zur
Herstellung künstlicher Färb- u. Riechstoffe. Naphlthyl
das; -s, -e (zu T...yl): von Naphthalin durch Entzug eines
Wasserstoffatoms entstandene Verbindung
Nalpollelonldor der; -s, -e (aber: 5 -) (aus fr. napoléon
d’or, eigtl. „goldener Napoleon“, vom Namen Napole
ons I. (1769-1821), der diese Münze zuerst prägen ließ):
20-Franc-Stück in Gold, das unter Napoleon I. u. Napo
leon III. geprägt wurde. Na|po|!e|o|ni|de der; -n, -n (zu
T...ide): Abkömmling der Familie Napoleons, nalpolleolnisch: a) wie Napoleon (vorgehend, handelnd); b) auf
die Zeit Napoleons bezogen
Nalpolliltain [,,,'tɛ:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. napoli
tain, nach der ital. Stadt Napoli (Neapel)): Schokoladen
täfelchen. Na|po|li|taine [,,,'tɛ:n] die; - (aus gleichbed. fr.
napolitaine, eigtl. „Neapolitanerin“): feinfädiges, dem
Flanell ähnliches Wollgewebe
Naplpa das,; -[s], -s u. Nap pa le der das; -s, - (aus gleich
bed. amerik. nap(p)a (leather), nach der kalifornischen
Stadt Napa): durch Nachgerbung mit pflanzlichen Gerb
stoffen od. mit Chromsalz waschbar gemachtes u. immer
durchgefärbtes Glacéleder (Handschuh-, Handtaschen-,
Bekleidungsleder) vor allem aus Schaf- u. Ziegenfellen
naplpielren (aus fr. napper „mit einer Soße übergießen“ zu
nappe „Decke“, dies aus lat. mappa) : svw. maskieren (3).
Map pisimus der; -s (zu T...ismus (1 )>: Theorie des Gebirgsaufbaus, nach der zahlreiche Gebirge aus einer Viel
zahl von Überschiebungsdecken aufgebaut sind (Geol.)
Narlcelin [...ts...] vgl. Narzein. Narlcoltin [...ko...] vgl.
Narkotin
Narlde rfze; -, -n (über lat. nardus aus gleichbed. gr. nárdos,
wohl über das Semit, aus pers. närdln, sanskr. nálada
„Narde“) : a) eine der wohlriechenden Pflanzen, Pflanzen
wurzeln o.Ä., die schon im Altertum für Salböle verwen
det wurden, z. B. Indische Narde; b) Öl od. Salbe aus der
Narde (a)
Nalres ['na:re:s]: Plur. von TNaris
Nar gi leh [auch ... gi:...] die; -, -[s] od. das; -s, -s (aus gleich
bed. pers. närgila): orientalische Wasserpfeife zum Rau
chen
Na Iris die; -, Nares ['na:re:s] (meist Plur.) (aus gleichbed.
lat. naris): eine der beiden Nasenöffnungen, die den Ein
gang zur Nasenhöhle bilden, Nasenloch (Anat.)
narlko..., Narlko... (zu gr. närke „Krampf; Lähmung, Er
starrung“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Be
täubung, Schmerzstillung“, z.B. Narkologie. Narko
analyse die; -, -n: unter Narkose des Patienten durch
geführte TPsychoanalyse. Nar|ko|lep|sie zfze; -, ...ien (zu
gr. lèpsis „das Fangen; Anfall“ u. T2...ie>: meist kurz dau
ernder, unvermittelt u. anfallartig auftretender unwider
stehlicher Schlafdrang, der häufig auf Störungen des Zen
tralnervensystems beruht (Med.). Nar|ko|io|gie die; - (zu
T...logie): Lehre von der Schmerzbetäubung; ÎAnästhe
siologie (Med.). Nar|ko|ma|ne der u. die; -n, -n (zu
T...mane>: jmd., der an Narkomanie leidet (Med.). Narkomanie die; - (zu î...manie): krankhaftes Verlangen
nach Schlaf- od. Betäubungsmitteln; Rauschgiftsucht
919
(Med.). Narjkolphalge der: -n, -n (zu t...phage): jmd.,
der gewohnheitsmäßig Schlaf- u. Beruhigungsmittel ein
nimmt. Narlkolse die: -, -n (aus gr. närkösis „Erstar
rung“): allgemeine Betäubung des Organismus mit zentra
ler Schmerz- u. Bewusstseinsausschaltung durch Zufuhr
von Betäubungsmitteln (Med.). Nar|ko|se|ap|pa|rat
der: -[e]s, -e: Apparatur, die alle zur Durchführung u.
Überwachung einer Narkose erforderlichen Geräte enthält(Med.). Narikoselrilsiko das: -s, ...ken: das mit der
Narkose verbundene, vom Allgemeinzustand des 1 Patien
ten sowie von Art u. Umfang der ÎOperation abhängige
TRisiko (Med.). Nar|ko|ti|kum das; -s, ...ka (zu
t,,,ikum): Betäubungsmittel; Rauschmittel. Narlkoltin,
ehern, fachspr. Narcotin [...ko...] das; -s (zu Î ...in ( 1)>: den
Hustenreiz stillendes Mittel mit nur geringer narkotischer
Wirkung, ein Hauptalkaloid des Opiums, narlkoltisch
(ausgr. narkotikös „erstarren machend, betäubend“): be
täubend; berauschend (Med.). Narlkoltilseur [,,,'zo:n]
der: -s, -e (zu t narkotisieren u. t...eur>: jmd., bes. ein Arzt,
der eine Narkose durchführt; vgl. Anästhesist, narlkoltisielren (zu Î Narkose u. t...isieren): betäuben, unter Nar
kose setzen. Narlkoltislmus der; - (zu T...ismus (3)):
Sucht nach Narkosemitteln
Nalrodlnalja Wollja die; - - (aus ru&y. Narodnaja Volja,
eigtl. „Volkswille“): russ. Geheimorganisation, die um
1880 im Geiste der Narodniki die soziale Erneuerung
durch das Bauerntum vertrat. Nalrodlnilki die (Plur.)
(aus russ. narodniki „die Volkstümler“): Anhänger einer
russ. Bewegung in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s, die eine
soziale Erneuerung Russlands durch das Bauerntum u.
den Übergang zum Agrarkommunismus (vgl. 'Mir) er
hoffte. Nalroldolwpllzen die (Plur.) (aus gleichbed. russ.
narodovolci): (veraltet) Mitglieder der Geheimorganisati
on Narodnaja Wolja
Martra ti on die; -, -en (aus gleichbed. lat. narratio zu nar
rare „erzählen“): (veraltet) Erzählung, Bericht, narlrativ (aus gleichbed. spätlat. narrativus zu lat. narratus,
Part. Perf. von narrare „erzählen“): erzählend, in erzäh
lender Form darstellend (Sprachw.). Narlraltive Art
['nærətɪv 'ɑ:t] dze; - - (zu engl. narrative „erzählend“ aus
spätlat. narrativus (vgl. narrativ) u. art „Kunst“, dies über
das Altfr. aus lat. ars, Gen. artis): Richtung der zeitgenös
sischen Kunst, die in Form von Fotosequenzen (oft in Ver
bindung mit Texten) pointierte Geschichten erzählt. Narraltilvik [nara'ti:vɪk] die; - (zu Înarrativ u. t2...ik (1)>:
Wissenschaft, die sich mit der Kunst des Erzählens (als
Darstellungsform), der Struktur von (literarischen) Er
zählungen befasst, klar I ra Iti I vi Ität [...v...] die; - (zu
T ...ität): Erzählbarkeit (eines literarischen Stoffes). Narraltivum [...vom] das; -s, ...va [...va] (aus lat. (tempus)
narrativum; vgl. narrativ): Tempus, das vorwiegend bei
der Erzählung verwendet wird (z.B. ÎAorist, Imperfekt;
Sprachw.). Narlraltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat.
narrator): Erzähler (Literaturw.). narlraltolrisch (aus
gleichbed. spätlat. narratorius): den Erzähler, die Erzäh
lung betreffend; erzählerisch (Literaturw.)
Narlthex der; -, ...thizes [,,,tse:s] (über mlat. narthex, Gen.
narthicis aus mgr. nárthex, Gen. nárthekos „Vorraum"):
schmale Binnenvorhalle der altchristlichen u. byzantini
schen t Basiliken
Narlwal der; -[e]s, -e (über nord, nar(h)val aus gleichbed.
altnord. nähvalr, eigtl. „Leichenwal“ (wahrscheinlich we
gen der schwarz u. weiß gefleckten Haut)): 4-6 Meter lan
ger, grauweißer, dunkelbraun gefleckter Einhornwal der
Arktis mit (beim Männchen) 2-3 m langem Stoßzahn
Narlzelin, ehern, fachspr. Narcein [,..ts...] das; -s (aus
gleichbed. fr. narcéine, dies zu gr. nárke „Krampf, Läh
mung, Erstarrung“ u. T ...in ( 1 )>: ein Î Alkaloid des Opiums
Narlziss der; Gen. - u. -es, Plur. -e (nach lat. Narcissus, gr.
Nasziturus
Nárkissos, einem schönen Jüngling der griech. Sage, der
sich in sein Spiegelbild verliebte, u. dessen Leichnam in die
gleichnamige Blume verwandelt wurde; vgl. Narzisse): a)
ganz auf sich selbst bezogener Mensch; b) jmd., der sich
selbst bewundert u. liebt. Narlzislse die; -, -n (über lat.
narcissus aus gleichbed.gr. nárkissos): als Zier- u. Schnitt
pflanze beliebte, in etwa 30 Arten vorkommende, meist
stark duftende Zwiebelpflanze. Narlzisslmus der; - (zu
1 Narziss u. Î ...ismus (3 )> : 1. das Verliebtsein in sich selbst;
[krankhafte] Selbstliebe, Ichbezogenheit; vgl. Autoerotik.
2. vorübergehende Zurücknahme der Libido von äußeren
Objekten auf sich selbst, z. B. nach enttäuschter Liebe.
Narlzisst der; -en, -en (vgl. ...ist): jmd., der [erotisch] nur
auf sich selbst bezogen, zu sich hingewandt ist. narjzisstisch (vgl. ...istisch): a) eigensüchtig, voller Eigenliebe; b)
den Narzissmus betreffend, auf ihm beruhend
NASA die: - (Kurzw. aus amerik. National Aeronautics and
Space Administration): Nationale Luft- u. Raumfahrtbe
hörde der USA
nalsal (zu lat. nasus „Nase“ u. t’.,.al (1)>: 1. zur Nase ge
hörend, die Nase betreffend (Med.). 2. a) durch die Nase
gesprochen, als Nasal ausgesprochen (Sprachw.); b) [un
beabsichtigt] näselnd (z.B. von jmds. Aussprache, Stim
me). Nalsal der: -s, -e: Konsonant od. Vokal, bei dessen
Aussprache die Luft [zum Teil] durch die Nase entweicht;
Nasenlaut (z. B. m. ng). nalsallielren (zu t..deren): einen
Laut durch die Nase, nasal aussprechen (Sprachw.). Nasa lie rung die; -, -en (zu t...ierung): Aussprache eines
Lautes durch die Nase, als Nasal (Sprachw.). Nalsalllaut
der; -[e]s, -e: svw. Nasal. Nalsallvolkal [_..v...] der; -s, -e:
nasalierter Vokal (z.B. o in Bon [fr. bö]; Sprachw.). Nasarlde die; -, -n (aus gleichbed. fr. nasarde): (veraltet) Na
senstüber. nalsarldielren (aus gleichbed. fr. nasarder):
(veraltet) einen Nasenstüber geben
Nalsat der; -[s], -s (aus niederl. nazaat „Nachsatz“): ein
Flötenregister in Quintlage mit zartem, näselndem Klang
bei der Orgel
NASDAQ® ['næsdæk] die; - (Kurzw. aus amerik. National
Association of Securities Dealers Automated Quotation
System „Automatisiertes Quotierungssystem des Natio
nalen Verbandes der Wertpapierhändler“): in den USA
betriebenes Kursinformations- u. Handelssystem der Ak
tienjunger, wachstumsorientierter Unternehmen, bes. der
Informationstechnologie (Wirtsch.)
Na shi ['naʃi] die; -, -s (Herkunft ungeklärt): aus Ostasien
stammendes Rosengewächs mit apfelgroßen, kugeligen
od. birnenförmigen essbaren Scheinfrüchten; Chinesische
Birne
Nalsilgolreng das; -[s], -s (aus gleichbed. indones, nasi goréng, eigtl. „gebratener Reis“): indones. Reisgericht, des
sen Zutaten (Gemüse, Fleisch u. a.) gedünstet werden
Na Isilräler der; -s, - (aus hebr. nazir „gottgeweihter
Mensch“ zu näzar „sich weihen; enthaltsam sein“): (im
Alten Testament) Israelit, der ein besonderes Gelübde der
Enthaltsamkeit abgelegt hat (4. Mose 6)
Na| solbem das; -s, -e (Fantasiebildung zu lat. nasus „Na
se“ u. gr. berna „Schritt, Gang“): (von Christian Morgen
stern erdachtes) Fabeltier (in den „Galgenliedern“), das
auf seinen Nasen schreitet. Na|so|pha|rynx der; - (zu
ÎPharynx): svw. Epipharynx
Nasltie áú?; - (zu gr. nastös „festgedrückt, gestampft“ u.
Tü.ie): durch Reiz ausgelöste Bewegung von Organen
festgewachsener Pflanzen ohne Beziehung zur Richtung
des Reizes (Bot.); vgl. Chemonastie
naslzielrend (zu lat. nasci „geboren werden“ u. t...ierend): entstehend, im Werden begriffen (bes. von ehern.
Stoffen). Nas|zi|tu|rus der; -, ...ri (ausZai. nasciturus „ei
ner, der geboren werden wird“, Part. Futur von nasci, vgl.
naszierend): die grundsätzlich noch nicht rechtsfähige,
Œ
Natalicium
920
staat. Naltilolnalliltätslprinlzip das; -s: (bes. im 19. Jh.
aber bereits erbfähige ungeborene Leibesfrucht
erhobene) Forderung, dass jede Nation in einem Staat ver
(Rechtsw.). Na|ta|li|ci|um [,,,tsiʊm] das; -s, ...ien [...ian]
eint sein solle. Naltilolnallkirlche die; -, -n (zu înatio
(aus gleichbed. spätlat. natalicium, eigtl. „Geburtstag“):
nal...): auf den Bereich einer Nation begrenzte, rechtlich
Heiligenfest, Todestag eines tMärtyrers (als Tag seiner
selbstständige Kirche (z.B. die Îautokephalen Kirchen
Geburt zum ewigen Leben). Na|taliItät iZ/e; - (zu lat. na
des Ostens) Nalti|o|nal|kom|mu|nis|mus der; -: Aus
talis „zur Geburt gehörig“ u. Î ...ität): Geburtenhäufigkeit
prägung kommunistischer Ideologie, Politik u. Herrschaft
(Zahl der lebend Geborenen auf je 1 000 Einwohner im
(bes. in der Mitte des 20. Jh.s), bei der die nationalen In
Jahr)
teressen u. Besonderheiten im Vordergrund standen. NaNantes ['na:te:s]: Plur. von ÎNatis
tilolnallkonivent der; -[e]s: die 1792 in Frankreich ge
Nation die; -, -en (unter Einfluss von fr. nation aus lat. na
wählte Volksvertretung, nalti |o| nal llil be Irai : a) nationa
tio „das Geborenwerden; Geschlecht; Volk(sstamm)“): 1.
listische u. liberale Ziele verfolgend; b) einer nationallibe
große, meist geschlossen siedelnde Gemeinschaft von
ralen Partei, z. B. der Nationalliberalen Partei (1867-1918)
Menschen mit gleicher Abstammung, Geschichte, Spra
angehörend, sie betreffend, ihr Gedankengut vertretend.
che, Kultur. 2. Staat, Staatswesen. na|ti|o|nal (aus gleich
Nalti|o|nal|li|telra|tur die; -, -en: das in einer bestimm
bed. fr. national; vgl. Nation): a) zur Nation gehörend, sie
ten Nationalsprache verfasste Schrifttum. Naltilolnalbetreffend, für sie charakteristisch; b) überwiegend die In
mannlschaft die; -, -en: Auswahl der besten Sportler ei
teressen der eigenen Nation vertretend, vaterländisch, nanes Landes in einer Sportart für internationale Wettkämp
ti olnal.... Na ti o nal... (zu înational): Wortbildungs
fe. Na|ti|o|nal|öko|no|mie die; Volkswirtschaftslehre.
element mit der Bedeutung „die [eigene] Nation betref
nalti|o|nal|öko|no|misch: die Nationalökonomie be
fend, einem bestimmten Staat zugehörig; die Interessen
treffend. Naltilolnallrat der; -[e]s, ...räte: 1. in Österreich
der eigenen Nation [übertrieben] vertretend“, z. B. Natio
u. in der Schweiz Volksvertretung, Abgeordnetenhaus des
nalökonomie, Nationalstaat. Na|ti|olnal|at|!as der;
Parlaments. 2. in Österreich u. in der Schweiz Mitglied der
Gen. - u. -ses, Plur. -se u. ...lantén: systematische Karten
Volksvertretung. Na|ti|o|nallso|zi|a|lislmus der; -:
sammlung mit überwiegend thematischen Karten für den
Bereich eines Staates. Na|tilo|nal|bi|bliolthek* die; -,
(nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland aufgekommene)
extrem nationalistische, imperialistische u. rassistische
-en: Bibliothek, die vor allem mit der möglichst lückenlo
Bewegung [u. die darauf basierende faschistische Herr
sen Sammlung, Archivierung u. bibliografischen Ver
schaft in Deutschland von 1933 bis 1945], Naltilolnallsozeichnung des nationalen Schrifttums betraut ist. Na|tiIo
na Ile das; -s, - : (österr.) a) Personalangaben (Name, Alter,
zilallist der; -en, -en: a) Anhänger des Nationalsozialis
mus; b) Mitglied der Nationalsozialistischen Deutschen
Wohnort u. a.); b) Formular, Fragebogen für die Personal
angaben. Na|ti|o|nal|elf die; -, -en: (aus 11 Spielern be
Arbeiterpartei (bis 1945). na|ti|o|nal|so|zi|allis|tisch:
stehende) Fußball- od. Hockeymannschaft eines Landes
den Nationalsozialismus betreffend, für ihn charakteris
für internationale Begegnungen. Naltilolnallepos das; -,
tisch, auf ihm beruhend. Naltilolnallstaat der; -[e]s, -en:
...epen: Heldenepos eines Volkes, dessen Grundhaltung
Staat, dessen Bürger einem einzigen Volk angehören; vgl.
ihm besonders wesensgemäß zu sein scheint. NaltilolnalNationalitätenstaat. Na|ti|o|nal|staatslprin|zip das; -s:
far ben die (Plur.): die Farben eines Staates (z.B. Blaupolitischer Grundsatz, den Nationalitäten das Recht auf
Weiß-Rot für Frankreich). Naltilolnallgarlde die; -, -n:
einen eigenen Staat zuzuerkennen im Gegensatz zum Na
1. (ohne Plur.) die 1789 gegründete, nach dem Krieg
tionalitätenstaat. Naltilolnallsylnolde* die; -, -n: 1. Ge
1870/71 wieder aufgelöste franz. Bürgerwehr. 2. die Miliz
samtsynode aller kath. Bistümer eines Landes. 2. Konzil
der US-Einzelstaaten (zugleich Reserve der US-Streitder Nationalkirchen des frühen Mittelalters. Na|ti|o|nalkräfte). Na|ti|o|nal|hym|ne die; -, -n: [meist bei feierli
thelalter das; -s, -: 1. ein für eine Nation repräsentatives
chen Anlässen gespieltes oder gesungenes] Lied als Aus
u. vorbildliches Theater. 2. die nationale ÎDramatik eines
druck des Nationalbewusstseins eines Volkes, naltiloLandes pflegendes Theater. Na|ti|o|nal|trai|ner
na li sie ren (zu Î ...isieren): 1. [einen Wirtschaftszweig]
[...tre:...] der; -s, -: Trainer einer Nationalmannschaft im
verstaatlichen, zum Nationaleigentum erklären. 2. die
Sport
Staatsangehörigkeit verleihen, Înaturalisieren (1), einbür Nal tis die; -, Nates [,..te:s] (meist Plur.) (aus gleichbed. lat.
gern. Na|ti|o|na|lilsie|rung die;-, -en (zuI...isierung): 1.
natis) : Gesäßbacke, (im Plur. auch) Gesäß (Anat.)
Verstaatlichung. 2. Verleihung der Staatsangehörigkeit, naltiv (aus lat. nativus „angeboren, natürlich“): 1. natür
tNaturalisation (1). Na|ti|o|na|lislmus der; - (nach
lich, unverändert, im natürlichen Zustand befindlich (z. B.
gleichbed. fr. nationalisme; vgl. ...ismus (2,5)): a) (meist
von Eiweißstoffen; Chem., Med.). 2. angeboren (Med.). 3.
abwertend) starkes, meist intolerantes, übersteigertes Na
einheimisch, nicht entlehnt (Sprachw.). 1Na|tive [ neitiv]
tionalbewusstsein, das Macht u. Größe der eigenen Nation
iZer; -s, -s (aus gleichbed. engl. native zu lat. nativus, vgl.
als höchsten Wert erachtet; b) erwachendes Selbstbe
nativ): Eingeborener (bes. der ehemaligen britischen Ko
wusstsein einer Nation mit dem Bestreben, einen eigenen
lonien). 2Na|tive die; -, -s (zu engl. native „natürlich ge
Staat zu bilden. Na|ti|o|na|list der; -en, -en (zu înatio
wachsen“; vgl. nativ): nicht in Austernbänken gezüchtete
nal... u. T ...ist): (meist abwertend) jmd., der nationalistisch
Auster. Na|tive|spea|ker [,,, spi:kə] der; -, - (aus gleich
eingestellt ist; Verfechter des Nationalismus (a). naltilobed. engl. native speaker): jmd., der eine Sprache als Mut
na lis tisch (zu Î ...istisch): (meist abwertend) den Natio
tersprache spricht, Muttersprachler. Na|ti|vis|mus [nanalismus (a) betreffend, aus ihm erwachsend, für ihn cha
tivis...] der; - (zu lat. nativus (vgl. nativ) u. Î ...ismus (2)): 1.
rakteristisch, im Sinne des Nationalismus. NaItilolnalliTheorie, nach der dem Menschen Vorstellungen, Begriffe,
tät die; -, -en (nach gleichbed. fr. nationalité; vgl. ...ität): 1.
Grundeinsichten, bes. Raum- u. Zeitvorstellungen ange
Volks- od. Staatszugehörigkeit. 2. Volksgruppe in einem
boren sind (Psychol.). 2. betontes Festhalten an bestimm
Staat; nationale Minderheit. Na|ti|o|nalliltä|ten|fra|ge
ten Elementen der eigenen Kultur infolge ihrer Bedrohung
die; -: Bez. für politische, wirtschaftlich-soziale u. kultu
durch eine überlegene fremde Kultur. Naltilvist [...v...]
relle Probleme, die sich aus dem Zusammenleben ver
der; -en, -en (zu î...ist): Vertreter des Nativismus, naltischiedener [Teil]nationen in einem Staat ergeben. Na|tivis tisch (zu Î ...istisch): 1. den Nativismus betreffend, zu
olnalliltältenlstaat </er; -[e]s, -en: Vielvölkerstaat,
ihm gehörend, auf ihm beruhend. 2. angeboren; auf Ver
Staat, dessen Bevölkerung aus mehreren (weitgehend ei
erbungberuhend (Med., Biol.). Naltilvi tät die;-, -en (aus
genständigen) nationalen Gruppen besteht; vgl. National
lat. nativitas, Gen. nativitatis „Geburt“): 1. (veraltet) Ge-
921
burtsstunde, Geburt. 2. Stand der Gestirne bei der Geburt
u. das angeblich dadurch vorbestimmte Schicksal (Astrol.). Nalti|vi|täts|stili/er;-[e]s: mittelalterliche Zeitbe
stimmung mit dem Jahresanfang am 25. Dezember (Ge
burtsfest Christi)
NATO, auch Nalto die; - (Kurzw. aus engl. Vorth Atlantic
Treaty Organization): westliches Verteidigungsbündnis
Nalträlmie* vgl. Natriämie. Na trilä mie die; -, ...ien (zu
Î Natrium u. Î ...ämie): vermehrter Natriumgehalt des Blu
tes (Chem.). Naltrit [auch na'tnt] der; -s, -e (zu Î Natron u.
t2...it): als Mineral vorkommende tSoda. Naltrilum das;
-s (zu îNatron u. t...ium>: chem. Element, Alkalimetall;
Zeichen Na. Na|tri|um|chlo|rid [...klo...] das; -[e]s:
chem. Verbindung von Natrium mit Chlor; Kochsalz. Natrilumlchlolritifas; -[e]s: Natriumsalz der chlorigen Säu
re. Na|tri|um|hy|dro|gen|kar|bolnat, chem. fachspr.
Natriumhydrogencarbonat rfas; -s, -e: chem. Verbindung,
die als Back- u. Limonadenpulver sowie als Magenmittel
verwendet wird. Naltrilumlkarlbolnat, chem. fachspr.
Natriumcarbonat das; -[e]s: svw. Soda. Na|tri|um|nitrat das; -[e]s: Natriumsalz der Salpetersäure, das als
Düngemittel verwendet wird. Naltri|um|salz<T25; -es, -e:
Salz des Natriums. Na|tri|um|sul|fid das; -[e]s, -e: eine
ätzende, farblose, sehr îhygroskopische chem. Substanz.
NaltrilurelserZie; -, -n (zu ÎNatrium): Ausscheidung von
Natrium mit dem Harn (Med.), naltrilureltisch: die Natriurese betreffend (Med.). Naltrilurie die; -, ...ien (zu
T...urie>: vermehrte Ausscheidung von Natrium mit dem
Harn. Naltrolkrelne i/ze; -, -n (zu ÎNatron u. gr. krënë
„Quelle“): (veraltet) Quelle mit natronhaltigem Wasser.
Naltrollith [auch ... lit] der; Gen. -su. -en, Plur. -e[n] (zu
t...lith): häufig vorkommendes Mineral aus der Gruppe
der Zeolithe (vgl. îZeolith. Naltron das; -s (wohl unter
Einfluss von fr. u. engl. natron aus span, natrón, dies über
arab. natrün aus gleichbed. ägypt. ntr(j)): in Back- u. Brau
sepulver u. als Mittel gegen Übersäuerung des Magens
verwendetes Natriumsalz der Kohlensäure. N a I iron I b i otit [auch ...'tɪt] der; -s, -e: natriumhaltige Abart des ÎBio
tits. naltrolphil (zu î...phil): natriumverträglich (von
Pflanzen), naltrolphob (zu T...phob): natriumempfind
lich (von Pflanzen)
Natlschaj* [na'ʧai] das; -s, - (aus gleichbed. russ. na caj,
eigtl. „für den Tee“): (veraltet) Trinkgeld
Natlschallnik* der; -s, -s (aus gleichbed. russ. nacal’ik):
russ. Bez. für Chef, Vorgesetzter, Vorsteher, Leiter
Natschlni die; -, -s (zu Hindi näc „Tanz“, dies aus gleich
bed. sanskr. nätya): (veraltet) Tanzmädchen in Indien (bei
öffentlichen Festlichkeiten)
Natlté [na te:] der; -[s], -s (aus fr. natté, eigtl. „Geflochte
nes“, substantiviertes Part. Perf. von natter „flechten“, zu
natte „Matte“): feines, glänzendes, meist für Wäsche, Da
menkleider, auch Vorhänge verwendetes Gewebe in Pana
ma- od. Würfelbindung (Webart) aus Wolle, Baumwolle,
Zellwolle, auch Kunstfasern mit fein gekästelter Würfel
musterung
IMaltulfien [naty'fje:] das; -[s] (fr.; nach dem Fundort Wadi
an-Natuf in Palästina): mittelsteinzeitliche Kultur in Pa
lästina mit ortsfesten Siedlungen u. Intensivierung der
Sammelwirtschaft
naltur (zu tNatur): naturbelassen, naturfarben, z.B. Eiche
-. Naltur die; -, -en (aus lat. natura „das Hervorbringen;
Geburt; natürliche Beschaffenheit; Natur, Schöpfung“):
1. (ohne Plur.) Gesamtheit dessen, was an organischen u.
anorganischen Erscheinungen ohne Zutun des Menschen
existiert od. sich entwickelt; Stoff, Substanz, Materie in al
len Erscheinungsformen. 2. (ohne Plur.) [Gesamtheit der]
Pflanzen, Tiere, Gewässer u. Gesteine als Teil der Erd
oberfläche od. eines bestimmten Gebietes [das nicht od.
nur wenig von Menschen besiedelt od. umgestaltet ist], 3.
Natura naturata
a) [auf Veranlagung beruhende] geistige, seelische, körper
liche od. biologische Eigentümlichkeit, Besonderheit, Ei
genart von [bestimmten] Menschen od. Tieren, die ihr
spontanes Verhalten o. Ä. entscheidend prägt; b) Mensch
im Hinblick auf eine bestimmte, typische Eigenschaft, Ei
genart. 4. (ohne Plur.) einer Sache o. Ä. eigentümliche Be
schaffenheit. 5. (ohne Plur.) natürliche, ursprüngliche Be
schaffenheit, natürlicher Zustand von etw. 6. (landsch.
veraltend, verhüll.) a) (weibliches od. männliches) Ge
schlechtsteil; b) (ohne Plur.) Sperma; vgl. in natura, natulral (aus lat. naturalis „zur Natur gehörig, natürlich“):
(selten) svw. naturell; vgl. ...al/...eil. Naltulral... (zu tnatural): Wortbildungselement mit der Bedeutung „in Form
von Waren od. Sachleistungen erfolgend“, z. B. Natural
lohn. Naltu|ra|li|en [,,,iən] die (Plur.) (aus gleichbed. lat.
naturalia, Neutrum Plur. von naturalis, vgl. natural): 1.
Naturprodukte; Lebensmittel, Waren, Rohstoffe (meist
im Hinblick auf ihre Verwendbarkeit als Zahlungsmittel).
2. (selten) Gegenstände einer naturwissenschaftlichen
Sammlung. Naltu|ra|li|en|kalbi|nett das; -s, -e: (veral
tet) naturwissenschaftliche Sammlung von Gesteinen,
Versteinerungen, Tierpräparaten usw. Naltu|ra|li|saltion die; -, -en (aus gleichbed. fr. naturalisation zu natura
liser, vgl. naturalisieren): 1. Einbürgerung eines Auslän
ders in einen Staatsverband (Rechtsw.). 2. allmähliche An
passung von Pflanzen u. Tieren an ihnen ursprünglich
fremde Lebensräume (Biol. ). 3. a) Ausstopfen von Tierbäl
gen; b) Präparierung, Herrichten von Tierköpfen an Fel
len in Kürschnereien; vgl. ...ation/...ierung. naturalisielren (aus gleichbed. fr. naturaliser): 1. einen Ausländer
einbürgern, ihm die Staatsbürgerrechte verleihen. 2. sich
an ursprünglich fremde Lebensräume anpassen (von
Pflanzen u. Tieren; Biol.). 3. a) Tierbälge ausstopfen; b)
Tierköpfe an Fellen in Kürschnereien naturgetreu präpa
rieren. Naltulrallilsielrung die; -, -en (zu Î...isierung):
svw. Naturalisation; vgl. ...ation/...ierung. Naltulrallismus der; -, ...men (nach gleichbed. fr. naturalisme; vgl.
natural u. ...ismus): 1. a) (ohne Plur.) bes. in Literatur u.
Kunst Wirklichkeitstreue, -nähe in der Darstellung; Na
turnachahmung; b) Wirklichkeitstreue aufweisender, na
turalistischer Zug (z. B. eines Kunstwerks). 2. (ohne Plur.)
philos., religiöse Weltanschauung, nach der alles aus der
Natur u. diese allein aus sich selbst erklärbar ist. 3. eine
möglichst genaue Wiedergabe der Wirklichkeit (bes. auch
des Hässlichen u. des Elends) anstrebender, naturgetreu
abbildender u. auf jegliche Stilisierung verzichtender
Kunststil, bes. die gesamteuropäische literarische Rich
tung von etwa 1880 bis 1900. Naltulrallist der; -en, -en
(aus gleichbed. fr. naturaliste): Vertreter des Naturalismus
(3). Naltulrallisltikdze;- <zut...istik): svw. Naturalismus
(la). IMa|tu|ra|lis|tinÄe,-, -nen: weibliche Form zu TNaturalist. naltulrallisltisch (zu T...istisch) : a) den Natura
lismus (3) betreffend; b) (bes. von künstlerischen Darstel
lungen) naturgetreu., wirklichkeitsnah. Naltulralllohn
der; -[e]s, ...löhne (zu tNatural...): Arbeitsentgelt in Form
von Naturalien. Na|tulral|ob|li|ga|ti|on die; -, -en: nicht
[mehr] einklagbarer Rechtsanspruch (z. B. Spiel-, Wett
schuld, verjährte Forderung). Na|tu|ral|relgislter das;
-s, -: in der landwirtschaftlichen Buchführung das Buch
zur Eintragung der Hofvorräte u. des Viehbestandes. Natu|ral|reslti|tu|ti|on ¿ze; -, -en: Wiederherstellung des
vor Eintritt des Schadens bestehenden Zustandes (grund
sätzliche Form des Schadenersatzes; Rechtsw.). Naltural vilsi on die; - (aus gleichbed. engl. natural vision):
Stereofilmverfahren, bei dem zwei Filme synchron aufge
nommen u. projiziert werden. Naltulra nalty Irans die; - (aus gleichbed. lat. natura naturans): die schaffende Na
tur (oft gleichbedeutend mit Gott, bes. bei Spinoza); Ggs.
tNatura naturata. Naltulra naltulralta die; - - (aus
922
natura non facit saltus
gleichbed. /at. natura naturata): die geschaffene Natur (oft
gleichbedeutend mit der Welt, bes. bei Spinoza); Ggs.
tNatura naturans. naltylra non falcit salitus [- - fatsit
-] {lat.; „die Natur macht keine Sprünge“): philos. Ansicht,
dass in der Natur zwar eine kontinuierliche Entwicklung
stattfindet, aber keine sprunghaften Veränderungen auf
tretenkönnen. NaIturlaposltel der; -s, -: (iron.) jmd., der
ein betont einfaches, naturverbundenes Leben führt, na
ture [na'ty:®] </>.>: natürlich, ohne Zusätze (Gastr.). natulrell [natu...] <aus gleichbed. fr. naturel, vgl. natural): 1.
natürlich; ungefärbt, unbearbeitet. 2. ohne besondere Zu
tatenzubereitet (Gastr.); vgl. ...al/...ell.Naltu|rell das;-s,
-e (aus gleichbed. fr. naturel): Veranlagung, Wesensart.
Nalture morte [natyr'mort] die; - - (aus/r. nature morte,
eigtl. „tote Natur“): franz. Bez. für Stillleben (Malerei),
nalturlidenltisch [na'tu:s...] (zu tNatur): natürlichen
Stoffen angenähert, wie sie beschaffen; naturidentische
Aromastoffe: Aromastoffe, die denselben ehern. Aufbau
wie natürliche haben, aber synthetisch hergestellt werden.
Na|tu|ris|mus der; - (zu T...ismus>: (selten) svw. Nudis
mus. Naltulrist der; -en, -en (zu T ...ist) : (selten) svw. Nu
dist. naltulrisltisch (zu t...istisch): (selten) svw. nudistisch. Na|tyr|ka|ta|strolphe* die: -, -n: Naturereignis
mit katastrophalen Auswirkungen für den Menschen. Na
tur kon stante* rZze; -[n], -n: physik. Größe, die als von
der Natur konstant vorgegeben angesehen wird (z.B. die
Lichtgeschwindigkeit im Vakuum; Phys.). Naltyrlphillosolphie die; -: Gesamtheit der philosophischen, erkennt
niskritischen, metaphysischen Versuche u. Bemühungen,
die Natur zu interpretieren u. zu einem Gesamtbild ihres
Wesens zu kommen. Naltyrlproldukt das; -[e]s, -e: a)
Rohstoff, den die Natur liefert (z.B. Holz); b) landwirt
schaftliches Erzeugnis. Naltyrlrecht das; -[e]s: Auffas
sung vom Recht als einem in der Vernunft des Menschen
begründeten Prinzip, unabhängig von der gesetzlich fi
xierten Rechtsauffassung eines bestimmten Staates o. Ä.
Naltyr|re|li|gi|on die;-,-en: Religion [derNaturvölker],
deren Gottheiten als Mächte begriffen werden, die in en
gem Zusammenhang mit den Erscheinungen der Natur
stehen. Naltyrlschutz der; -es: [gesetzliche] Maßnahme
zum Schutz, zur Pflege u. Erhaltung von Naturlandschaf
ten, Naturdenkmälern o. Ä. od. von seltenen, in ihrem Be
stand gefährdeten Pflanzen u. Tieren. Na|tyr|ska|la die;
-: Tonleiter aus dem Grundton u. dessen Obertonreihe
(Mus.). Naltyijtallent das; -[e]s, -e: 1. (ohne Plur.) au
ßergewöhnliche Begabung. 2. (ugs.) jmd., der von Natur
aus eine besondere Begabung, Veranlagung, ein Talent zu
etwas hat. Na|tyr|the|a|ter das; -s, -: Freilichtbühne,
Theater mit den natürlichen Kulissen einer meist ein
drucksvollen Landschaft. Na tyrlton der; -[e]s, ...töne
(meist Plur.): Oberton; ohne Verkürzung od. Verlänge
rung (durch Klappen, Ventile od. Schalllöcher) des Schall
rohrs hervorgebrachter Ton bei Blasinstrumenten (Mus.)
Na|ty|a|man|dalpa r/z'e; -, -s (zu sanskr. nätya „Tanz“ u.
mandapa „Halle, Tempel“) : Tanzhalle ind. Tempel, die zu
meist als offene Säulenhalle dem Hauptbau vorgelagert ist
Naularch ¿/er; -en, -en (über lat. nauarchus aus gleichbed.
gr. naüarchos): Flottenführer im alten Griechenland.
Naulatjchie die; -, ...ien (über lat. nauarchia aus gleich
bed. gr. nauarchia); Befehl über ein Schiff; Amt u. Würde
eines Nauarchen im alten Griechenland
Naulba die; - (aus arab. nauba „Musik“): klassische Form
der arab. Kunstmusik
naulfralgielren* (aus gleichbed. lat. naufragare zu navis
„Schiff“ u. frangere „(zer)brechen“): (veraltet) Schiff
bruch erleiden. Nau|fra|gi|um* das: -s, ...ia (aus gleich
bed. /¿zt. naufragium): (veraltet) Schiffbruch. Naulmachie die; -, ...ien (über lat. naumachia aus gleichbed. gr.
naumachia) : 1. Seeschlacht im alten Griechenland. 2. Dar
stellung einer Seeschlacht in den altröm. Î Amphitheatern.
der; -, ...ien [...ion] (über/at. nauplius aus gr.
naüplios „Krebs“): Larve im ursprünglichen Stadium der
Krebstiere (Zool.)
Nay Ira die; -, -s (aus arab. nä‘üra „Wasserschöpfwerk“): in
Mesopotamien verwendetes Wasserschöpfrad
Naulroz der; - (aus gleichbed. pers. nou-ruz, eigtl. „Neu
jahr“): das pers. Neujahrsfest (21. März), seit der vorisla
mischen Zeit das größte Fest der Perser
Naulsea die; - (über lat. nausea aus spätgr. nausia „See
krankheit“ zugr. naus „Schiff1): Übelkeit, Brechreiz, vor
allem im Zusammenhang mit einer Î Kinetose; Seekrank
heit (Med.)....naut (ausgr. naùtês „Seefahrer, Schiffer“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Teilnehmer an
einem Weltraum- od. Tiefseeunternehmen u. Ä.“, z. B. Ae
ronaut, Astronaut, Aquanaut
Naulte die; - (aus gleichbed. jidd. naute, nawte, dies wohl zu
hebr. nöfet „Honig“): in jüd. Familien am Purimfest ge
gessenes Konfekt aus Mohn, Nüssen u. Honig
Nau tik die; - (aus gleichbed. gr. nautikê (téchnê) zu naus
„Schiff1): 1. Schifffahrtskunde. 2. Kunst, Fähigkeit, ein
Schiff zu führen u. zu navigieren. Naultilker der; -s, (nach gleichbed. gr. nautikös; vgl. nautisch): Seemann, der
in der Führung eines Schiffes u. in dessen Nautik (2) Er
fahrung besitzt. Naultillus der; -, Plur. - u. -se (über lat.
nautilus aus gr. nautilos „ein Tintenfisch“, eigtl. „Seefah
rer, Schiffer11): im Indischen u. Pazifischen Ozean in
60-600 m Tiefe am Boden lebender Tintenfisch mit schne
ckenähnlichem Gehäuse. Nau|ti|lus|be|cher r/er; -s, - u.
Nau|ti|lus|po|kal der; -s, -e: Becher od. Schale aus dem
Gehäuse des Nautilus in Gold- od. Silberfassung (bes. in
der Renaissance), naultisch (aus gr. nautikös „zur See
fahrt gehörend11); die Nautik betreffend, zu ihr gehörend
Nal valraltri* [...v...], Nawaratri das; - (zu sanskr. navaratra
„Zeitraum von neun Nächten“) : zehn Tage dauerndes hin
duistisches Fest der Herbst-Tagundnachtgleiche
Nalvel ['na:vl, aueh'neɪvəl]r/ze,--, -su.Nalvelloranlge zZze;
-, -n (aus gleichbed. engl.-amerik. navel (orange), eigtl.
„(Nabel)orange11 (wegen der nabelförmigen Neben
frucht)): Orange einer kernlosen Sorte
Nal veltas [...v...] die (Plur.) (aus gleichbed. katal. navetas
(Plur.), eigtl. „kleine Schiffe“, Verkleinerungsbildung zu
nau „Schiff1, dies aus lat. navis): auf den Balearen verbrei
tete vorgeschichtliche Grabräume in Form eines kieloben
liegenden Schiffes. Nalvilcert [nævɪsə:t] das; -s, -s
(Kurzw. aus engl. navigation certificate „Seefahrtszulas
sung“): von Konsulaten einer [Krieg führenden] Nation
ausgestelltes Unbedenklichkeitszeugnis für neutrale [Han
delsschiffe. Nal vilcu Ha [na'vi:kula] die;-, ...lae [,,,lɛ] (aus
gleichbed. mlat. navicula, eigtl. „Schiffchen“, Verkleine
rungsform von lat. navis „Schiff1): 1. Gefäß zur Aufbe
wahrung des Weihrauchs (kath. Kirche). 2. Gattung der
Kieselalgen; Schiffchenalge. na|vi|ga|bel [,..v...J (unter
Einfluss von fr. navigable aus gleichbed. lat. navigabilis):
(veraltet) schiffbar. Nalvilgalteur [,,,to:g] der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. navigateur, dies aus lat. navigator, vgl. Na
vigator): Seemann, der die Navigation beherrscht. Nalvigaition die; - (aus lat. navigatio „Schifffahrt“): bei Schif
fen, Luft- u. Raumfahrzeugen Gesamtheit der Maßnah
men zur Bestimmung des Standorts u. zur Einhaltung des
gewählten Kurses. Na|vilga|ti|ons|ak|te die;-: Gesetze
zum Schutz der eigenen Schifffahrt in England (17. Jh.).
Nalvilgaltor der; -s, ...oren (aus lat. navigator „Schiffer,
Seemann“): Mitglied der Schiffs- od. Flugzeugbesatzung,
das für die Navigation verantwortlich ist. nalvilgaltorisch: die Navigation betreffend, mit ihr zusammenhän
gend. nalvilgielren (aus lat. navigare „schiffen, zur See
fahren11): ein Schiff od. Flugzeug führen; die Navigation
durchführen
Naulplilus*
923
[navra:] <aus gleichbed./r. navrant, eigtl. Part.
Präs, von navrer „großen Schmerz verursachen“): (veral
tet) herzzerreißend
Na| vus [...vos] vgl. Naevus
Nalvy [ neɪvɪ] die; - (aus gleichbed. engl.-amerik. navy, dies
über altfr. navie u. spätlat. navia aus /ɑz. navis „Schiff“);
Kriegsmarine, Flotte
Nalwalraltri* vgl. Navaratri
Nalxallit der; -en, -en (nach dem ind. Dorf Naxalbari u. zu
î3...it): Anhänger einer linksradikalen politischen Bewe
gung in Indien
Nay [nai] der; -s, -s (aus gleichbed. arab. näj, dies aus pers.
nej): in Persien u. in den arab. Ländern gespieltes flöten
ähnliches Blasinstrument
Nalzalräler u. Nazoräer der; -s, - (nachgr. Nazöraios. einer
Bezeichnung Jesu nach alttest. Vorbild (vermutlich nach
träglich mit dem Geburtsort Nazareth in Beziehung ge
bracht)): 1. (ohne Plur.) Beiname Jesu (Matth. 2,23 u.a.);
vgl. Nazarener (1). 2. zu den ersten Christen Gehörender
(Apostelgesch. 24,5); vgl. Nazarener (2). 3. zu den syri
schen Judenchristen Gehörender. Nalzalrelner der; -s, (aus gr. Nazarenos, eigtl. „aus Nazareth stammend“, nach
der Stadt Nazareth in Galiläa) : 1. (ohne Plur. ) Beiname Je
su (Markus 1,24); vgl. Nazaräer (1). 2. Nazaräer, Anhän
ger Jesu (Apostelgesch. 24,5); vgl. Nazaräer (2). 3. Ange
höriger einer adventistischen Sekte des 19. Jh.s in Süd
westdeutschland u. der Schweiz. 4. Angehöriger einer
Gruppe deutscher romantischer Künstler, die eine Er
neuerung christlicher Kunst im Sinne der Kunst des Mit
telalters anstrebte, naizalrelnisch: a) in der Art der Na
zarener (4); b) die Nazarener (4) betreffend, zu ihnen ge
hörend
Nalzi der; -s, -s: (abwertend) Kurzform von TNationalsozia
list. Na|zis|mus der; - (zu T...ismus (5)): (abwertend)
Kurzform von (Nationalsozialismus. Nalzislse die; -, -n
(zu T ...isse): (abwertend) Frau mit betont nationalsozialis
tischer Denk- u. Verhaltensweise, nalzisltisch (zu t...istisch): (abwertend) Kurzform von T nationalsozialistisch
Na |zo Irai er vgl. Nazaräer
NC-Ma|schi|ne [ɛn'si:...] die; -, -n (zu engl. numerical con
trol „numerische Steuerung“): Maschine (meist Werk
zeugmaschine), deren Arbeitsablauf durch numerisch dar
gestellte Informationen gesteuert wird
n-di|men|si|o|nal ['ɛn...] (zu n (math. Formelzeichen für
eine beliebige reelle Zahl) u. Tdimensional): mehr als drei
Dimensionen betreffend (Math.)
ne.... Ne... vgl. neo..., Neo... Ne|an|thro|pi|nen* die
(Plur.) (zu tneo... u. gr. anthröpinos „menschlich“): Jetztmenschen, im Unterschied zu den Frühmenschen u. Alt
menschen die Gruppe der heute lebenden Menschen
Nelalpolliltalner der; -s, - (nach der ital. Stadt Neapel): 1.
Scheinsextakkord mit kleiner Sexte u. kleiner Terz anstatt
der sonst üblichen Quinte auf der Subdominante (vierte
Stufe der diatonischen Tonleiter; Mus.). 2. a) eine altital.
Pferderasse; b) kräftiges, doch graziöses Pferd mit beson
derer Begabung für die hohe Schule
Near Banks ['nɪə 'bæŋks] die (Plur.) (zu engl. near „nahe“
u. bank „Bank“): Bez. für banknahe Institute, die Finanz
dienstleistungen, aber keine Bankgeschäfte im engeren
Sinne anbieten, z.B. Versicherungen
Nelarkltis c/Ie; - (zu tneo... u. TArktis): tiergeografisches
Gebiet, das Nordamerika u. Mexiko umfasst, nelarktisch: die Nearktis betreffend; nearktische Region: svw.
Nearktis. Nelarlthrolse* die; -, -n: 1. krankhafte Neubil
dung eines falschen Gelenks (z.B. zwischen den Bruchen
den eines gebrochenen Knochens; Med.). 2. operative
Neubildung eines Gelenks (Med.)
neblbich (Herkunft ungeklärt, vieil, aus dem Jidd.): 1.
(Gaunerspr.) leider!, schade! 2. (ugs.) nun wenn schon!,
navirant*
Negativa
was macht das! Neblbich der; -s, -e: (abwertend) jmd.,
der als unbedeutend, unwichtig o.Ä. angesehen wird
Nelbilim die (Plur.) (aus hebr. neviîm „Propheten“, Plur.
von nâvî „Prophet“, dies zu nävä „weissagen“): 1. alttestamentliche Propheten, z.T. mit Tekstatischen Zügen (vgl.
1. Samuelis 10). 2. im hebr. t Kanon der zweite Teil des Al
ten Testaments (Josua bis 2. Könige u. die prophetischen
Bücher)
ne bis in idem <Jat.; „nicht zweimal gegen dasselbe“): in ei
ner Strafsache, die materiell rechtskräftig abgeurteilt ist,
darf kein neues Verfahren eröffnet werden (Verfahrens
grundsatz des Strafrechts; Rechtsw.)
Ne|bu|lar|hy|polthelse die; - (zu lat. nebula „Nebel“,
î...ar) u. tHypothese): von Kant aufgestellte Hypothese
über die Entstehung des Sonnensystems aus einem Ur
nebel (Gas, Staub), nelbullos u. nelbullös (teilweise un
ter Einfluss von /r. nébuleux aus lat. nebulosus „neblig,
dunkel; schwer verständlich“): a) unklar, undurchsichtig,
nicht fest umrissen (von Vorstellungen, Ideen u.Ä.); b)
dunkel, verworren, geheimnisvoll
Nel ces saire [nesɛ'sɛ:n], auch Nessessär das: -s, -s (aus
gleichbed./r. nécessaire, eigtl. „Notwendiges“, dies zu lat.
necessarius „notwendig, unentbehrlich“): Täschchen,
Beutel o.Ä. für Toiletten-, Nähutensilien u.a.
Neck der; -s, -s (aus gleichbed. engl. neck, eigtl. „Hals“):
durch Abtragung freigelegter vulkanischer Schlot (Durch
schlagsröhre; Geol.). Nelcking das; -[s], -s (aus gleich
bed. engl.-amerik. necking zu engl. to neck „knutschen“,
eigtl. „umhalsen“, dies zu neck „Hals, Nacken“): das
Schmusen; Austausch von Liebkosungen (Vorstufe des
tPettings, bes. bei heranwachsenden Jugendlichen; Sozialpsychol.)
Ne dunlja die;-, Plur. -su. ...jot (ausgleichbed. hebr. nëdûnyä): die Mitgift der Braut (in Israel)
Need [ni:d] das; -[s] (aus engl. need „Bedürfnis“): Gesamt
heit der auf die Umwelt bezogenen inneren Spannungsla
gen von Bedürfnissen, Antrieben, subjektiven Wünschen
u. Haltungen (Psychol.)
Nelfas das; - (aus lat. nefas „Frevel, Sünde“): in der röm.
Antike das von den Göttern Verbotene; Ggs. tFas; vgl.
per fas, per nefas
Nelga|de|kul|tur vgl. Nakadakultur
Nelgat das; -[e]s, -e (aus lat. negatum, Part. Perf. (Neutr.)
von negare „verneinen“): Ergebnis der Verneinung eines
logischen Ausdrucks od. Begriffs (z.B. nicht schön von
schön; Logik). Ne|ga|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat.
negatio zu negare, vgl. negieren): 1. Verneinung; Ableh
nung einer Aussage; Ggs. ÎAffirmation. 2. Verneinungs
wort (z.B. nicht). 3. Aussagenverbindung, die den Wahr
heitswert einer Aussage in ihr Gegenteil verkehrt (Logik) ;
vgl. ...ation/...ierung. Ne|ga|tilons|par|ti|kel die; -, -n:
Î ‘Partikel (1) der Verneinung (z.B. «et», nicht; Sprachw.).
Ne ga tilons schal tung
-, -en: digitale Grund
schaltung, deren Ai’.sgangssignal die Umkehrung des Ein
gangssignals ist (Informatik), nelgaltiv [auch ,,,'ti:f,
ns...] (aus lat. negativus „verneinend“): 1. a) verneinend,
ablehnend; Ggs. tpositiv (1 a); b) ergebnislos; ungünstig,
schlecht; Ggs. tpositiv (1 b). 2. kleiner als null; Zeichen —
(Math.); Ggs. tpositiv (2). 3. das Negativ betreffend; in
der Helligkeit, in den Farben gegenüber dem Original ver
tauscht (Fotogr.) ; Ggs. T positiv (3). 4. eine der beiden For
men elektr. Ladung betreffend, bezeichnend (Phys.); Ggs.
Tpositiv (4). 5. nicht für das Bestehen einer Krankheit
sprechend, keinen krankhaften Befund zeigend (Med.);
Ggs. Tpositiv (5). Nelgaltiv [auch ... ti:f, 'ne...] das; -s, -e
[...va]: fotografisches Bild, das gegenüber der Vorlage od.
dem Aufnahmeobjekt umgekehrte Helligkeits- od. Far
benverhältnisse aufweist u. aus dem das UPositiv (2) ent
steht (Fotogr.). Nelgaltilva [...va]: Plur. von)Negativum.
Negativbilanz
Ne|ga|tiv|bi|lanz die; -, -en: t Bilanz, in der die Verluste
überwiegen (Wirtsch.). Ne!ga|tiv|druck der; -[e]s, -e: 1.
(ohne Plur.) Druckverfahren, bei dem Schrift od. Zeich
nung dadurch sichtbar wird, dass ihre Umgebung mit Far
be bedruckt wird, sie selbst jedoch ausgespart bleibt. 2. im
Hochdruck (Druckverfahren, bei dem die druckenden
Teile der Druckform höher liegen als die nicht drucken
den) hergestelltes gedrucktes Werk, Bild. Ne|ga|ti|ve
[...va, auch 'ne:..., 'ne...] die; -, -n (aus lat. negativa, sub
stantiviertes Fern, von negativus, vgl. negativ): (veraltet)
Verneinung, Ablehnung. Nelgaltivlimage [...imitf] ¿Zas;
-[s], -s [,,,ɪmɪtʃ(s)]: durch negativ auffallendes Verhalten
entstandenes tImage. Ne|ga|ti|vis|mus [...v...] der; - (zu
T...ismus (3, 5)): 1. ablehnende Haltung, negative Einstel
lung, Grundhaltung, meist als Trotzverhalten Jugendli
cher in einer bestimmten Entwicklungsphase (Psychol.).
2. Widerstand geistig Behinderter gegen jede äußere Ein
wirkung u. gegen die eigenen Triebe; Antriebsanomalie
(z.B. bei Schizophrenie; Med.). Nelgaltilvist der; -en,
-en (zu t ...ist): jmd., der alles grundsätzlich ablehnt u. ver
neint. nelgaltilvisltisch (zu t...istisch>: aus Grundsatz
ablehnend. Nelgaltilviltät iZze; - (zu T ...ität) : (selten) ver
neinendes, ablehnendes Verhalten. I\le!ga|tiv|steu|er
die; -, -n: Zahlung des Staates an Bürger [mit geringem
Einkommen] (Wirtsch.). Nelgaltivltesltalment das;
-[e]s, -e: Testament, durch das der Erblasser einen Erbbe
rechtigten von der gesetzlichen Erbfolge ausschließt, ohne
einen Erben einzusetzen (Rechtsw.). iMelga|ti|vum
[...vom] das; -s, ...va [...va] (aus lat. negativum, substanti
viertes Neutr. von negativus, vgl. negativ): etwas, was an
einer Sache als negativ (1 b), ungünstig, schlecht empfun
den wird; etwas Negatives; Ggs. tPositivum. IMelgaltor
der; -s, ...oren (aus Za/. negator „Verneiner“): logischer
t Junktor, durch den das Ergebnis der Negation symboli
siert werden kann; Zeichen —i (auch) — (Logistik). Nelgatron* das; -s, ...onen (Analogiebildung zu TElektron):
svw. ‘Elektron. Nelgenltrolpie* ¿Z/e; -, ...ien (Kurzw. aus
negative Entropie';; mittlerer Informationsgehalt einer In
formationsquelle; negative ÎEntropie (2). nelgielren
(aus lat. negare „Nein sagen“): 1. a) ablehnen, verneinen;
b) bestreiten. 2. mit einer Negation (2) versehen. Nelgierung die; -, -en (zu t...ierung): a) Verneinung, Bestrei
tung; b) das Negiertwerden; vgl. ...ation/...ierung
Neglekt* das; -[e]s, -e (aus Zai. neglectum, Part. Perf.
(Neutr.) von neglegere, vgl. negligieren) : durch Hirntumore hervorgerufenes Phänomen, dass Reize auf einer Seite
des Gesichtsfeldes weniger deutlich od. gar nicht wahrge
nommen werden (Med.). Melglek!tilon die; -, -en (aus
gleichbed. lat. neglectio): (veraltet) Vernachlässigung.
Nelglilgé [,,,'ʒe:], auch Negligee, Schweiz. Nélglilgé
[negli'ʒe:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. (habillement) né
gligé, eigtl. „vernachlässigt^ Kleidung)“, zu négliger, vgl.
negligieren): zarter, oft durchsichtiger Überwurfmantel,
meist passend zur Damennachtwäsche, nelglilgeant
[,,,'ʒant] (aus fr. négligeant, Part. Präs, von négliger, vgl.
negligieren): unachtsam, sorglos, nachlässig. Nelglilgee
[--,'ʒe:] vgl. Négligé, nelgɪilgerɪlte [,,,'dʒɛntə] (zt,): nach
lässig, flüchtig, darüber hinhuschend (Vortragsanwei
sung; Mus.). Nelglilgenz [...'gents, auch ,,,'ʒɛnts] die; -,
-en (aus gleichbed. fr. négligence, dies aus lat. neglegen
tia); Unachtsamkeit, Nachlässigkeit, Sorglosigkeit, negli gie ren [,,,'ʒi:...] (über fr. négliger aus gleichbed. lat.
neglegere): vernachlässigen
nejgo|zi|a|bel (aus gleichbed. fr. négociable zu négocier,
vgl. negoziieren): handelsfähig (von Waren, Wertpapie
ren; Wirtsch.). Nelgolzilant der; -en, -en (aus gleichbed.
fr. négociant): Kaufmann, Geschäftsmann. Ne|go|zi|antislmus der; - (zu t...ismus (2)): (veraltet) Handels-, Ge
schäftsgeist. Ne|go|zi|alti|on die; -, -en (aus gleichbed. fr.
924
négociation): 1. Verkauf von Wertpapieren durch feste
Übernahme dieser Wertpapiere durch eine Bank od. ein
Bankenkonsortium (Wirtsch.). 2. Begebung, Verkauf, Ver
wertung eines Wechsels durch Weitergabe (Wirtsch.). Nego zi afti ons kreidit der; -[e]s. -e: Wechselkredit zur
Finanzierung von Außenhandelsgeschäften (Wirtsch.).
ne|go|zi|ie|ren (über fr. négocier, it. negoziare aus lat.
negotiari „Handel treiben“): Handel treiben, Wechsel be
geben, in Umlauf setzen (Wirtsch.)
nelgrid* (zu span, negro, eigtl. „schwarz“ (dies aus gleich
bed. lat. niger), u. t2...id): zum Menschentypus der Ne
griden gehörend. Nelgrilde der u. die; -n, -n (zu î...ide>:
Angehörige^ ] des auf dem afrikanischen Kontinent behei
mateten Menschentypus. Nelgrillle der; -n, -n (aus span.
negrillo, Verkleinerungsform von negro, vgl. negrid): svw.
Pygmäe. Nelgrilto der; -[s], -s (aus gleichbed. span, negri
to, Verkleinerungsform von negro, vgl. negrid): Angehö
riger eines zwergwüchsigen Menschentypus auf den Phi
lippinen, Andamanen u. auf Malakka. Nélgriltude
[..,'tyd] die: - (aus fr. négritude, eigtl. „das Negersein“
(vom afrokarib. Schriftsteller A. Césaire, geb. 1913, ge
prägt), zu nègre „Neger“): aus der Rückbesinnung der
Afrikaner u. Afroamerikaner auf afrik. Kulturtraditionen
erwachsene philos.u. politische Ideologie, nelgrolid (zu
span, negro (vgl. negrid) u. t...oid>: den Negriden ähnliche
Merkmale aufweisend. Nelgrolilde der u. die; -n, -n (zu
î...oide>: Angehörige[r] eines negroiden Menschentypus.
Ne|gro|sp:|ri|tulal [ni:groʊspɪrɪtjoəl] das, auch c/er;-s,-s
(aus engl. (negro) spiritual, vgl. “Spiritual): geistliches
Volkslied der im Süden Nordamerikas lebenden Afroame
rikaner mit schwermütiger, synkopierter Melodie
1Ne!gus der; -, Plur. - u. -se (aus amharisch n’gus „(der
zum) König (Ernannte)“): a) (ohne Plur.) alter abessini
scher Herrschertitel; b) (früher) Herrscher, Kaiser von
Äthiopien
2Nelgus ['nigəs] ¿Zer; - (nach dem Namen eines engl. Obers
ten): in England beliebtes punschartiges Getränk
Neilljpalralbel ['ni:l...] die; -, -n (nach dem engl. Mathema
tiker W. Neill, 1637-1670): eine ebene algebraische Kurve
3. Ordnung (Math.)
nelkr...*, Nelkr... vgl. nekro..., Nekro... nelkro..., Nekro..., vor Vokalen meist nekr..., Nekr... (aus gr. nekrós
„Leichnam“): Wortbildungselement mit den Bedeutun
gen: a) „Toter, Leiche“, z.B. Nekropsie, u. b) „das Abster
ben von Gewebe“, z.B. Nekrose. Ne|kro|bi|ont der: -en,
-en (zu t...biont): Î Saprophyt, der auf abgestorbenen Tei
len eines noch lebenden Organismus schmarotzt (Biol.).
Nelkrolbiolse die; - (zu t...biose>: allmähliches Abster
ben von Geweben, von Zellen im Organismus (als natürli
cher od. pathologischer Vorgang; Med., Biol.). Nelkrokausltie die;-, ,,,ien(zugr. kaustós „brennend“u. t2...ie):
Leichenverbrennung. Nelkrollaltrie die; - (aus gleich
bed. gr. nekrolatreia): (veraltet) Totendienst, Totenvereh
rung. Nelkrollog der; -[e]s, -e (über gleichbed. fr. nécro
loge aus mlat. necrologium, vgl. Nekrologium): mit einem
kurzen Lebensabriss verbundener Nachruf auf einen Ver
storbenen. Ne|kro|lo|gie die; - (zu tnekro... u. T.Jogie):
Lehre u. statistische Erfassung der Todesursachen; Todes
statistik. nelkrollolgisch (zu Î ...logisch): einen Nachruf
betreffend, dazu gehörig. Ne|kro|lo|gi|um das; -s, ...ien
[...¡an] (aus gleichbed. mlat. necrologium, vieil. Analogie
bildung zu lat. eulogium „Grabinschrift“): kalenderarti
ges Verzeichnis der Toten einer mittelalterlichen kirchli
chen Gemeinschaft zur Verwendung in der liturgischen
Fürbitte, für die jährliche Gedächtnisfeier o.Ä. Ne|kromalnie die; -, ...ien (zu tnekro... u. î...manie): svw. Ne
krophilie. Nelkrolmant der; -en, -en (über spätlat. necromantius aus gleichbed. gr. nekrömantis): Toten-, Geister
beschwörer (bes. des Altertums). Ne|kro|man|tie die; -
925
(über spätlat. necromantia aus gleichbed. gr. nekromanteia>: Weissagung durch Geister- u. Totenbeschwörung,
nelkrolphag (zut nekro... u. t...phag>: sich von toten Or
ganismen ernährend (von Tieren; ZooL); nekrophages
Tier: svw. Nekrophage. Nelkrolphalge der: -en. -en
(meist Plur.) (zu Î ...phage): Tier, das sich von toten Orga
nismen ernährt. Nelkrolphalgie die; - (zu t,,,phagie): 1.
Ernährungsform von Tieren, die sich von toten Organis
men ernähren. 2. Form des t Kannibalismus, bei der das
Fleisch Verstorbener verzehrt wird (Völkerk.). Nelkrophillie die; -, ...ien (zu T ...philie) : auf Leichen gerichtetes
sexuelles Verlangen (Psychol., Med.). Ne|krolpho|bie
die; - (zu î...phobie (a)>: übersteigerte, zwanghafte Angst
vor dem Tod od. vor Toten (Psychol., Med.). Nelkrolpie
vgl. Nekropsie. Nelkrolpolle u. Nelkrglpollis die; -,
...polen (ausgr. nekrópolis „Totenstadt'1): großes Gräber
feld des Altertums, der vorgeschichtlichen Zeit. Nelkropsiedie; -, ...ien (zu Inekro... u. Î ...opsie): Toten-, Leichen
schau, Leichenöffnung. Nelkro|sa|dis|mus der; -: Ver
stümmelung von Leichen zur sexuellen Befriedigung (Psy
chol.). Nelkrolse die; -, -n (aus gr. nékrôsis „das Töten;
das Absterben“): örtlicher Gewebstod, Absterben von
Zellen, Gewebs- od. Organbezirken als pathologische Re
aktion auf bestimmte Einwirkungen (Med.). Nelkrolsektolmie* die; -, ...ien (zu t...ektomie): operative Entfer
nung abgestorbenen Gewebes (Med.). Nelkroiskolpie
die; -, ...ien (zu (...skopie): svw. Nekropsie. Ne|kro|spermie die; - (zu gr. spérma „Samen“ u. î2...ie>: Zeugungs
unfähigkeit infolge von Abgestorbensein od. Funktionsun
fähigkeit der männlichen Samenzellen, nelkroltisch (zu
gr. nékrôsis (vgl. Nekrose) u. (...otisch): abgestorben,
brandig. ne I kro I ti Isie I re n (zu Î...isieren): absterben, ne
krotisch werden (von Gewebe). Ne|kro|to|mie die; -,
...ien (zu I...tomie): svw. Sequestrotomie
Nekltar der; -s, -e (über lat. nectar aus gr. néktar „(Jugend
spendender) Göttertrank“): 1. (ohne Plur.) ewige Jugend
spendender Göttertrank der griech. Sage. 2. von einem
T Nektarium ausgeschiedene Zuckerlösung zur Anlockung
von Insekten (Biol.). 3. (fachspr.) Getränk aus zu Mus zer
drücktem, gezuckertem u. mit Wasser [u. Säure] verdünn
tem Fruchtfleisch. Nekltalrilen [,,,iən]: Plur. von TNektarium. Nek|ta|ri|ne die; -, -n (zu (Nektar (3) u. t...ine):
glatthäutiger Pfirsich mit leicht herauslösbarem Stein (ei
ne IVarietät des Pfirsichs). Nekltalrilnilen [...ian] die
(Plur.) (aus gleichbed. nlat. nectariniae): bunte u. schil
lernde, bis 20 cm große tropische Singvögel Afrikas u.
Asiens, deren Zunge zum Saugorgan umgewandelt ist, mit
dem Nektar (2) u. Insekten vom Grund der Blüten aufge
sammelt werden können; Nektarvögel, Honigsauger,
nekltalrisch (nach gleichbed. spätlat. nectareus); (dich
ter. veraltet) süß wie Nektar; göttlich. Nekltalrilum das:
-s, ...ien [...ian] (zu!Nektar u. î...ium): Honigdrüse im Be
reich der Blüte, seltener der Blätter, die der Anlockung
von Insekten u. anderen Tieren für die Bestäubung dient
(Biol.). nekltarn (veraltet) svw. nektarisch
nekltielren (aus lat. nectere „(ver)knüpfen“): verbinden,
verknüpfen. Nekltilon die; -, -en (zu/at. nectere (vgl. nektieren) u. T‘...ion>: Verbindung, Verknüpfung mehrerer
gleichartiger, tkommutierender Satzteile od. Sätze (z.B.
Hund und Katze [sind Haustiere]; Sprachw.)
nekltisch (zu ÎNekton): svw. nektonisch
Nekltiv das; -s, -e [...va] (aus nlat. (nomen) nectivum „ver
bindendes Wort)“ zu lat. nectere, vgl. nektieren): koordi
nierende Konjunktion (z.B. in: Hund und Katze;
Sprachw.)
Neklton das; -s (aus gr. nekton „das Schwimmende“ zu
nektós „schwimmend, zum Schwimmen fähig“): 1. das
î Pélagial (2) bewohnende Organismen mit großer Eigen
bewegung (Biol.). 2. Gesamtheit der sich im Wasser aktiv
Neoeuropa
bewegenden Tiere (Biol.). nek|to|nisch: das Nekton be
treffend, zu ihm gehörend (Biol.)
Nelkylia [...ja] die; -, ...yien [ne’ky:jan] (aus gleichbed. gr.
nékyia zu nékys „Leichnam“): Totenbeschwörung, Toten
opfer (Untertitel des 11. Gesangs der homerischen Odys
see nach dem Besuch des Odysseus im Hades). Nelkyman tie die; - (aus gr. neky(o)manteia „Totenbeschwö
rung“): svw. Nekromantie
Nellal naine vgl. Nalanane
Neilson der; -[s], -[s] (aus gleichbed. amerik. nelson, vieil,
nach einem nordaraerik. Sportler): Nackenhebel beim
Ringen (Sport); vgl. Doppelnelson, Halbnelson
Ne|ma|lith [auch ... lit] der; -s, -e (zu gr. nema, Gen. nëmatos „Gespinst, Faden“, u. t ...lith) : ein blättriger, nur selten
fasriger T Brucit. Nelmat hellminlthen die (Plur.): (ver
altet) Schlauchwürmer, Rundwürmer, Hohlwürmer (z.B.
Rädertiere, Fadenwürmer, Igelwürmer; ZooL). ne|ma|tizid (zu îNematoden u. î...zid>: Nematoden bekämpfend,
vernichtend. Ne|ma|ti|zid, Nematozid das; -[e]s, -e: Be
kämpfungsmittel für Fadenwürmer, nelmaltolblastisch* (zu gr. blastikös „keimend“, dies zu blastos „Keim,
Spross“): a) mit fadenförmigen Fruchtkeimen (Biol.); b)
schuppig, langsäulig-nadlig (von Kristallen). Nelmaltode der; -n, -n (meist Plur.) (zu gr. nëmatôdês „fadenähn
lich gestaltet“): Fadenwurm (z.B. Spulwurm, Trichine;
ZooL). Nelmaltolzid vgl. Nematizid
NEMAX® der; - (Kurzw. aus Neuer-Aforkt-Index) : Aufstel
lung der errechneten Durchschnittskurse der Aktion jun
ger, wachstumsorientierter Unternehmen aus Zukunfts
branchen (z.B. Biotechnologie, Multimedia, Telekommu
nikation) (Wirtsch.)
Ne mec tro dyn* [nemɛk...] das; -s, -e (Kunstw. ; nachdem
Konstrukteur Nemec): Gerät für die therapeutische An
wendung von Interferenzströmen (gekreuzte Wechselströ
me mittlerer, gering unterschiedlicher Frequenz), wobei
die zu behandelnde Körperstelle in zwei getrennte Strom
kreise gebracht wird (Med.); vgl. Neodynator
Nelmelsis die; - (nach gr. Némésis, der griech. Göttin des
Gleichmaßes u. der ausgleichenden Gerechtigkeit, perso
nifiziert aus némesis „gerechter Unwille, Vergeltung“,
eigtl. „das (rechte) Zuteilen“): ausgleichende, vergelten
de, strafende Gerechtigkeit
NE-Meltal|ie [en'le:...] die (Plur.): Abk. für Nichteisenme
talle (Chem.)
neo.... Neo..., vor Vokalen auch ne..., Ne... (aus gr. néos
„neu ; jung“) : Wortbildungselement mit den Bedeutungen:
a) „neu, jung“, z.B. Neologismus, Neozoikum, u. b) „in
erneuerter Form, weiterentwickelt; wieder aufgelebt“,
z.B. Neoklassizismus, Neolinguistik, neoladljulvant
[...'vant, auch 'ne:o...] (zu lat. adiuvans, Gen. adiuvantis,
Part. Präs, von adiuvare „unterstützen“): präoperativ un
terstützend (von Medikamenten; Med.). neo|bo|re|al; in
der Fügung neoboreale Region: Kanada u. Teile der USA
umfassender pflanzen- u. tiergeografischer Bereich. Neodar wi nis mus [auch 'nem...] der; -: 1. (auf Weismann
zurückgehende) Abstammungslehre, die sich im Wesentli
chen auf die I darwinistische Theorie stützt. 2. moderne
Abstammungslehre, die das Auftreten neuer Arten durch
Mutationen in Verbindung mit natürlicher Auslese zu er
klären versucht (Biol.). Neoldilgelnit [auch ... mt] der; -s,
-e (zu Î digen u. Î2...it) : ein blauschwarzes Mineral von me
tallischem Glanz (Mineral.). Neoldym u. Neoldylmium das; -s (zu ÎDidym (u. t...ium)>: chem. Element, Me
tall der seltenen Erden; Zeichen Nd. Neo|dy|na|tor der;
-s, ...oren (zu gr. dynamis „Kraft“ u. t...or): Gerät für die
therapeutische Anwendung diadynamischer Ströme
(Wechselströme, die in modulierbarer Form einem in sei
ner Intensität frei einstellbaren Gleichstrom überlagert
sind; Med.); vgl. Nemectrodyn. Neoleulrolpa ¿as; -s:
DI
Neoexpressionismus
Bez. für den alpidisch gefalteten Teil des südlichen Europa
(Geol.). Neo|ex|pres|si|olnis|mus [auch 'ne:o...] der; - :
Richtung der zeitgenössischen Malerei mit kraftvollen, vi
talen Ausdrucksformen. Neolfalschislmus [auch
'ne:o...] der;
rechtsradikale Bewegung, die in Zielset
zung u. Ideologie an die Epoche des Faschismus anknüpft.
Neo|fa|schist [auch 'ne:o...] der; -en, -en: Anhänger,
Vertreter des Neofaschismus, neolfalschisltisch [auch
ne:o...]: den Neofaschismus betreffend, zu ihm gehörend.
Neolgäa die; - (nach der griech. Göttin Gäa (gr. Gaia),
der Mutter der Erdei: 1. die aus der tMegagäa hervorge
gangene Erde; das bis heute andauernde geologische Zeit
alter. 2. Süd- u. Mittelamerika umfassender pflanzen- u.
tiergeografischer Bereich, neolgen <zu t...gen>: zum
ÎNeogen gehörig, daraus stammend, es betreffend. Neo
gen das; -s: Jungtertiär (umfasst ÎMiozän u. ÎPliozän;
Geol.). Neolgelnelse die; -, -n: Neubildung, bes. von
Körpersubstanzen (Med.). Neolgrälzist der; -en, -en:
jmd., der sich wissenschaftlich mit dem Neugriechischen
befasst. Neolgrälzisltik die;
Wissenschaft von der
neugriech. Sprache u. Kultur. neo|grä|zis|tisch: das
Neugriechische, die Neogräzistik betreffend. Neolklassi zis mus [auch 'ne:o...] der; -: sich bes. in kolossalen
Säulenordnungen ausdrückende formalistische u. histori
sierende Tendenzen in der Architektur des 20. Jh.s. neoklasisi zis tisch [auch ne:o...J: den Neoklassizismus
betreffend. Neo|kollolnila|lislmus [auch 'ne:o...] der;
Politik entwickelter Industrienationen, ehemalige Kolo
nien, Entwicklungsländer wirtschaftlich u. politisch ab
hängig zu halten, neolkom <zu tNeokom): zum Neokom
gehörig, daraus stammend, es betreffend. Neolkom u.
Neokomiium das; -s (nach dem nlat. Namen Neoeom(i)um für Neuenburg i. d. Schweiz): älterer Teil der un
teren Kreideformation (Geol.). Neolkorltex der; -[e]s,
Plur. -e u. ...tizes [,,,tse:s]: stammesgeschichtlich junger
Teil der Großhirnrinde (Med.). Neo|lalmar|ckis|mus
[auch 'ne:o...] der; -: Abstammungslehre, die sich auf die
unbewiesene Annahme der Vererbung erworbener Eigen
schaften stützt. Neo|li|be|ra|lis|mus [auch 'ne:o...] der;
-: wirtschaftspolitisches u. sozialphilos. Konzept für eine
Wirtschaftsordnung, die alles über den freien Wettbewerb
steuert (Wirtsch.). Neollinlgulisltik [auch 'ne:o...] ¿¿e; -:
(von dem ital. Sprachwissenschaftler Bartoli begründete)
linguistische Richtung, die sich gegen die starren, aus
nahmslosen Gesetze der junggrammatischen Schule rich
tet. Neo|lin|gu|is|ti|ker [auch 'ne:o...] der; -s, -: Vertre
ter der Neolinguistik. Neo|li|thi|ker [auch ... h...] der; -s,
-: Mensch des Neolithikums. Neolli|thi|kum [auch
...’h...] das; -s (zu t...lithikum): Jungsteinzeit; Epoche des
vorgeschichtlichen Menschen, deren Beginn meist mit
dem Beginn produktiver Nahrungserzeugung (Haustiere,
Kulturpflanzen) gleichgesetzt wird, neollilthisch [auch
...‘li...]: das Neolithikum betreffend, zu ihm gehörend.
Neollolge der; -n, -n (zu î...loge): jmd., der Neologismen
(2) prägt; Spracherneuerer. Neollolgie die; -, ...ien (zu
t,,,logie): 1. Neuerung, bes. auf religiösem od. sprachli
chem Gebiet. 2. aufklärerische Richtung der ev. Theologie
des 18. Jh.s, die die kirchliche Überlieferung rein histo
risch deutete, ohne die Offenbarung selbst zu leugnen,
neollolgisch (zu Î...logisch): 1. a) Neuerungen, bes. auf
religiösem od. sprachlichem Gebiet betreffend; b) neue
rungssüchtig. 2. aufklärerisch im Sinne der Neologie (2).
Neo|lo|gislmen|kom|plex* der; -es, -e (zu tNeologismus): sinnlose Aneinanderreihung von Wörtern als Aus
druck höchster Denkzerfahrenheit bei Schizophrenie
(Med.). Neo|lo|gis|mus der; -, ...men (aus gleichbed.ʃr.
néologisme zu tneo... u. gr. logos „Wort, Rede, Lehre“;
vgl. ...ismus (4)): 1. (ohne Plur.) Neuerungssucht, bes. auf
religiösem od. sprachlichem Gebiet. 2. [in den allgemeinen
926
Sprachgebrauch übergegangene] sprachliche Neubildung
(Neuwort bzw. Neuprägung). Neolmarlxislmus [auch
'ne:o...] der; -: Gesamtheit der wissenschaftlichen u. lite
rarischen Versuche, die marxistische Theorie angesichts
der veränderten wirtschaftlichen u. politischen Gegeben
heiten neu zu überdenken, neolmarlxisltisch [auch
ne:o...]: den Neomarxismus betreffend, auf ihm beru
hend, zu ihm gehörig. Neo|me|ta|bo|lie die; -: Form der
unvollkommenen Verwandlung bei Î Insekten (Biol.).
Neo|mor|ta|li|tät [auch 'ne:o...] die; -: Frühsterblichkeit
der Säuglinge (in den ersten zehn Lebenstagen). Neo my
cin [,,,'tsi:n] u. Neomyzin das; -s, -e (Kunstw.): aus Strep
tomycin gewonnenes Breitbandantibiotikum (Med.).
Neolmyst der; -en, -en (zu gr. neómystos „neu geweiht“):
(veraltet) neu geweihter kath. Priester. Neolmylzin vgl.
Neomycin. Nejon ¿a.?; -s (aus gleichbed. engl. neon, dies
aus gr. néon „das Neue“): ehern. Element, Edelgas; Zei
chen Ne. neolnaltal (zu lat. neonatus „neugeboren“ u.
t ’...al (1)> : das Neugeborene betreffend (Med.). Neolnatologe ¿er; -n, -n (zut...loge): Kinderarzt, derbes. Neu
geborene behandelt u. medizinisch betreut. Neolnaltololgie die; - (zu t ...logie): Zweig der Medizin, der sich bes.
mit der Physiologie u. Pathologie Neugeborener befasst,
neolnaltoilglgisch (zu (...logisch): die Neonatologie
betreffend. Neolnalzi der; -s, -s: Anhänger des Neonazis
mus. Neolnalzislmus [auch 'ne:o...] der; -: rechtsradika
le Bewegung (nach 1945) zur Wiederbelebung des tNatio
nalsozialismus. Neolnalzist [auch 'ne:o...] der; -en, -en:
svw. Neonazi, neolnalzisltisch [auch ne:o...]: den Neo
nazismus betreffend, zu ihm gehörend. Nelonlfisch der;
-[e]s, -e (zu (Neon): winzig kleiner Fisch mit einem schil
lernden Streifen auf beiden Körperseiten (beliebter Aqua
rienfisch; Zool.). Ne|on|röh|re die; -, -n: [mit Neon ge
füllte] Leuchtröhre. Neolpalllilum das; -s, ...lien [...jan]
(zu lat. pallium „Mantel“): [Hauptjteil der vorderen Hirn
rinde der Wirbeltiere (Anat.). Neolphanlglas das; -es,
...gläser (Kunstw. zu TNeodym u. gr. diaphanes „durch
sichtig“): Blendschutzglas, das durch seinen Gehalt an
oxidiertem t Neodym ultraviolette Strahlen des Lichtes ab
sorbiert. Neolpholbie die; - (zu î...phobie): (veraltet)
krankhafte Scheu vor Veränderungen. Neolphyt der; -en,
-en (z.T. über (kirchen)lat. neophytus „der neu Bekehrte“
zu gr. neophytos „neu (ein)gepflanzt“): 1. a) in der alten
Kirche durch die Taufe in die christliche Gemeinschaft
neu Aufgenommener; b) in bestimmte Geheimbünde neu
Aufgenommener. 2. Pflanze, die sich in historischer Zeit
in bestimmten, ihr urspr. fremden Gebieten eingebürgert
hat (Bot.); vgl. Adventivpflanze. Neolphyltilkum das; -s
(zu tneo... u. t...phytikum): svw. Känophytikum. Neopial sie* die; -, ...ien (zugr. plässein „bilden, gestalten“ u.
t2...ie): Bildung von Neoplasma. Neolplaslma das; -s,
...men: Neubildung von Gewebe, meist in Form einer [bös
artigen] Geschwulst (Med.), neolplasltisch: zum Neo
plasmagehörend; die Neoplasie betreffend. Neolplasltizismus* der; - (nach gleichbed. fr. néoplasticisme; vgl.
...ismus (1)): (von dem niederl. Maler P. Mondrian
[1872-1944] entwickelte) Stilrichtung in der modernen
Malerei, die Formen u. Farben auf eine Horizontal-vertikal-Beziehung reduziert. Neolpo|siiti|vis|mus [...v...,
auch 'ne:o...] der; - (zu t neo...) : philos Richtung, die nach
1918 bes. in Wien u. Berlin Grundlagenprobleme des älte
ren Positivismus mit Mitteln der formalen Logik u. mit
analytischen Methoden zu lösen versucht. Neolpren®*
das; -s, -e (Kunstw.): Handelsname für einen aus TChloropren hergestellten Synthesekautschuk. Neolpsylchoanallylse die; - (zu îneo...): von H. Schultz-Hencke unter
Verwendung jungscher u. adlerscher Thesen in Abwand
lung der freudschen Lehre entwickeltes tiefenpsychologi
sches System, das neben den biologischen Antrieben bes.
927
die kulturellen u. sozialen Komponenten als Konflikt- u.
Neurosestoffe betont. NeolptillenNüe (Plur.) (zugr. ptilon „Feder, Flaumfeder“): mehrästige Form der Daunen,
die das erste Federkleid der nestjungen Vögel bilden.
Neo|re|allis|mus [auch ne:o...] der;
svw. Neoveris
mus. Nelosltolmie* die; -, ...ien (zu gr. stóma „Mund,
Mundöffnung" u. t2...ie>: Herstellung einer künstlichen
Verbindung zwischen zwei Organen od. zwischen einem
Organ u. der Körperoberfläche (Med.). Neo|te|nieí//<?; (zu gr. teinein „spannen, ausdehnen“ u. î2...ie>: 1. unvoll
kommener Entwicklungszustand eines Organs (Med.). 2.
Eintritt der Geschlechtsreife im Larvenstadium (Biol.).
Neoteriker der; -s,- (zu lat. neotericus, vgl. neoterisch): Angehöriger eines Dichterkreises im alten Rom
(1. Jh. V. Chr.), der einen neuen literarischen Stil vertrat,
neoltelrisch (aus lat. neotericus „neu“, dies aus gr. neöterikös zu neöteros, eigtl. „jünger“, Komparativ von néos
„neu“): (veraltet) a) neuartig; b) neuerungssüchtig. Neotro|pis*i//e; - (aus nlat. neotropis „Gebiet der neuen Tro
pen“ zu îneo... u. î'Tropen): tier- u. pflanzengeografi
sches Gebiet, das Zentral- u. Südamerika (ausgenommen
die zentralen Hochflächen) umfasst, neoltrolpisch*: zu
den Tropen der Neuen Welt gehörend, die Neotropis be
treffend; neotropische Region: svw. Neotropis
Nelgtltia die; - (zu gr. neottia, neossia „Nest“): Nestwurz
(Orchideenart in schattigen Wäldern)
Neolvelrislmus [...v..., auch 'ne:o...] der; - (aus gleichbed.
it. neoverismo zu îneo... u. Î Verismo): eine nach dem 2,
Weltkrieg besonders von Italien ausgehende Stilrichtung
des modernen Films u. der Literatur mit der Tendenz zur
sachlichen u. formal-realistischen Erneuerung der vom
Î Verismo vorgezeichneten Gegebenheiten u. Ausdrucks
möglichkeiten. Neo|vi|ta|lis|mus [,..v..., auch 'ne:o...]
der; - (zu îneo...): auf den Biologen Hans Driesch
(1867-1941) zurückgehende Lehre von der Eigengesetz
lichkeit des Lebendigen (Biol.). neo vullkalnisch [,..v...,
auch 'ne:o...] : von neuerem vulkanischem Ursprung. Neozo|i|kumito;-s (zu Î...zoikum): svw. Känozoikum, neozolisch: svw. känozoisch. Neolzglon das; -s, ...zoen
(meist Plur.) (zugriech. zöon „Lebewesen; Tier“): Tierart,
die in ein Gebiet erstmals eingeführt od. durch Zufall ein
geschleppt wurde
Nelpenlthesrfze;-,-(über lat. nepenthes aus gr. nepenthes,
eigtl. „Kummer stillend“ (weil die zu kannenförmigen
Tierfallen umgewandelten Blätter der Pflanze an einen Be
cher mit Wein erinnern)): Kannenpflanze (fleischfressen
de Pflanze des tropischen Regenwaldes)
Ne Iper (fas; -, - (nach dem schott. Mathematiker John Na
pier bzw. Neper, 1550-1617): Maßeinheit für die Dämp
fung bei elektr. u. akustischen Schwingungen (Phys.); Zei
chen N
nelph..., Nelph... vgl. nepho..., Nepho... nelphel..., Nephel... vgl. nephelo..., Nephelo... Nelphellin der; -s, -e
(zu gr. nephélê (Înephelo...) u. T ...in (1)): durchsichtiges,
farbloses bis weißes od. graues, gesteinsbildendes Mine
ral. Nelphellilnit [auch ... nit] der; -s, -e (zu î2...it): ein
junges, olivinfreies basaltähnliches Ergussgestein. Nephe li um<7as, -s, ...ien [...¡an] (zu T ...ium): jav. Baum, der
Nutzholz u. essbare Früchte liefert, nelphello.... Nephello..., vor Vokalen meist nephel..., Nephel... (aus gr.
nephélê „Wolke, Nebel“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „(nebelartige) Trübung“, z. B. Nephelometrie,
Nephelin. Ne|phe|lo|me|ter Azs; -s, - (zu Î '...meter): op
tisches Gerät zur Messung der Trübung von Flüssigkeiten
od. Gasen (Chem.). Ne|phe|lolme|trie*<&e, - (zu t...metrie): Messung der Trübung von Flüssigkeiten od. Gasen
(Chem.). Nelphelloplsie* die; - (zu ɪ,,,opsie): Sehstö
rung mit Wahrnehmung verschwommener, nebliger Bilder
infolge Trübung der Hornhaut, der Linse od. des Glaskör
Nephroprotektion
pers des Auges; das Nebelsehen (Med.), nelphisch (zu
tnepho...): Wolken betreffend (Meteor.), nelpho..., Ne
pho... , vor Vokalen meist neph..., Neph... (aus gr. néphos
„Wolke, Gewölk“): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „Wolke, Bewölkung“, z.B. Nephometer. Nelphograf, auch ...graph der; -en, -en (zu T...graf): Gerät, das
die verschiedenen Arten u. die Dichte der Bewölkung fo
tografisch aufzeichnet (Meteor.). Ne|pho|me|tert/as,-s,
- (zu Î '...meter): Gerät zur unmittelbaren Bestimmung der
Wolkendichte u. -geschwindigkeit (Meteor.). Nelphoskgp*ito7 -s, -e (zu t...skop): Gerät zur Bestimmung der
Zugrichtung u. -geschwindigkeit von Wolken (Meteor.)
nelphr...*, Nelphr... vgl. nephro..., Nephro... Nelphra:
Plur. von ÎNephron. NelphralIgieÆe; -, ...ien (zu înephro... u. î ...algie): Nierenschmerz (Med.). Nelphraltolnie
die; - (zu tAtonie): Nierenschwäche, Erschlaffung der
Niere. Nelphrekltolmie die; -, ...ien (zu Î...ektomie):
operative Entfernung einer Niere (Med.), nelphrekltomielren (zu Î..deren): eine Niere operativ entfernen
(Med.). Nelphrildilum das; -s, ...ien [...ion] (zu gr. nephridios „die Nieren betreffend“ u. î ...ium): Ausscheidungs
organ in Form einer gewundenen Röhre mit einer Mün
dung nach außen, das mit der Leibeshöhle durch einen
Flimmertrichter verbunden ist (bei vielen wirbellosen Tie
ren, bes. bei Ringelwürmern, Weichtieren u. im 1 Meso
nephros der Wirbeltiere). Nelphrit [auch ,,,'frɪt] der; -s, -e
(zu gr. nephros „Niere“ (da er angeblich gegen Nierenlei
den helfen sollte) u. t2...it): lauchgrüner bis graugrüner,
durchscheinender, aus wirr durcheinander geflochtenen
Mineralfasern zusammengesetzter Stein, der zu Schmucku. kleinen Kunstgegenständen verarbeitet wird u. in vor
geschichtlicher Zeit als Material für Waffen u. Geräte
diente. Nelphriltiszfze; -, ...itiden (zu Î ...itis): Nierenent
zündung (Med.), nelphro..., Nelphro..., vor Vokalen
meist nephr...,Nephr... (aus gleichbed. gr. nephros); Wort
bildungselement mit der Bedeutung „Niere“, z. B. nephro
gen, Nephrolith, Nephralgie, nelphrolgen (zu î...gen):
von den Nieren ausgehend (Med.). Nelphrolgralfie,
auch ...gralphiedie; -, ...ien (zu t...grafie): Nierenabbil
dung zu Untersuchungszwecken durch t Computertomo
grafie u. Röntgen (Med.). Nelphrolkal|zi|ng|se die; -,
-n: Ablagerung von Kalksalzen in den Nierenkanälchen u.
im Nierenzwischengewebe (Med.). Nelphrollelpis die; (zu gr. lepls „Schuppe“): als Zierpflanze beliebter tropi
scher u. subtropischer Tüpfelfarn; Nierenschuppenfarn
(Bot.). Nelphro|lith[auch ... ht] der; Gen. -s od. -en, Plur.
-e[n] (zu t...lith): Nierenstein (Med.). Nelphrollilthilase u. Ne Iphro li Ithi la I sis die: -, ...iasen (zu Î ...iasis): Bil
dung von Nierensteinen u. dadurch verursachte Erkran
kung (Med.). Nelphrolliltholtolmie die; -, ...jen (zu
T...tomie): operative Entfernung von Nierensteinen
(Med.). Nelphrollglge der; -n, -n (zu înephro... u. î ...lo
ge): Facharzt für Nierenkrankheiten (Med.). Nelphrollogie die; - (zu t...logie): Wissenschaft von den Nieren
krankheiten (Med.), nelphrollglgisch (zu Î...logisch):
die Nierenkrankheiten betreffend, für sie charakteristisch
(Med.). Nelphrollylse die; -, -n (zu T...lyse): operative
Herauslösung der Niere aus perinephritischen Verwach
sungen (Med.). Neiphrom das; -s, -e (zu 1 ...om): [bösar
tige] Nierengeschwulst (Med.). Nelphron das; -s, ...ra (zu
T‘...on): Grundbaustein der Niere (Anat.). Nelphrolpathiedze; -, ...ien (zu T...pathie): Nierenleiden (Med.). Nephrolpelxie die; -, ...ien (zu gr. pèxis „das Befestigen“
(dies zu pêgnÿnai „fest machen, befestigen“) u. î2...ie): Be
festigung der Niere zwischen Nierenhinterwand u. Mus
kulatur des Nierenlagers (Med.). Nelphrophlthilse u.
Nelphrophlthilsisáüe; -, ...sen (zu gr. phthisis „Auszeh
rung, Schwindsucht“): Nierentuberkulose (Med.). Nephro|proltek|ti|on die; -: Steigerung der Nierenleistung
El
nephroprotektiv
durch Medikamente.ne|phrolpro|tek|tiv (zuî...iv>: die
Nierenleistung steigernd (z.B. von Arzneimitteln; Med.).
Nelphropltglse die; -, -n <zu gr. ptosis „das Fallen, der
Fall“): abnorme Beweglichkeit u. Abwärtsverlagerung der
Nieren; Nierensenkung, Senkniere, Wanderniere (Med.).
Ne|phro|py|e|li|tis die; -, ...itiden: Nierenbeckenentzün
dung (Med.).Nelphrorlrhalgie die; -, ...ien (zu gr. rhagë
„Riss“ u. t2...ie>: Blutung in der Niere, Nierenbluten
(Med.). Nelphrolse die; -, -n <zu t'...ose>: nicht entzünd
liche Nierenerkrankung mit Gewebeschädigung (Med.).
Nelphrolsklelrolse die; -, -n: von den kleinen Nierenge
fäßen ausgehende Erkrankung der Nieren mit nachfolgen
der Verhärtung u. Schrumpfung des Nierengewebes; Nie
renschrumpfung, Schrumpfniere (Med.). Nelphrosltomie to;-, ...ien (zugr. stôma„Mund“u.î2...ie):Anlegung
einer Nierenfistel zur Ableitung des Urins nach außen
(Med.), nelphroltisch (zu t...otisch>: die Nephrose be
treffend, auf Nephrose beruhend (Med.). Nelphroltomie die; -, ...ien <zuî...tomie>: operative Öffnung der Nie
re (Med.), neiphroltplxisch: nierenschädigend (z.B.
von Arzneimitteln; Med.). Nelphrolto|xi|zi|tät die; -:
nierenschädigende Eigenschaft von Substanzen (Med.),
nelphroltrgp (zu t...trop): auf die Nieren einwirkend,
nierenwirksam (z.B. von Arzneimitteln; Med.)
Nelpglte der; -n, -n (aus lat. nepos, Gen. nepotis „Enkel;
Neffe“): (veraltet) 1. Neffe. 2. Enkel. 3. Vetter. 4. Ver
wandter. nelpo|ti|sie|ren (zu T...isieren>: (veraltet) Ver
wandte begünstigen.N e | po Itis I mu s der; - (aus gleichbed.
it. nepotismo zu lat. nepos (vgl. Nepote) u. t...ismus (5)):
Vetternwirtschaft, bes. bei den Päpsten der Renaissance
zeit. nelpoltisltisch (zu Î ...istisch): den Nepotismus be
treffend; durch Nepotismus begünstigt
Nelpoulit [nəpu,,,, auch ... it] der; -s, -e (nach Nepoui, dem
Fundort in Neukaledonien, u. zu î2...it>: nickelhaltige Ab
art des Î Serpentins
nepltulnisch (aus gleichbed. lat. Neptunius, nach dem
röm. Meeresgott Neptun): den Meeresgott Neptun betref
fend; neptunisches Gestein: (veraltet) Sedimentgestein
(Geol.). Nepltulnislmus der; - (zu t...ismus (1)>: wider
legte geologische Hypothese, die sämtliche Gesteine (auch
die vulkanischen) als Ablagerungen im Wasser erklärt
(Geol.); vgl. Plutonismus (2). Nepltulnist der; -en, -en
(zu T...ist): Verfechter des Neptunismus. Nepltulnit
[auch ... nit] der; -s, -e (zu t2...it>: ein schwarzes glasiges, in
dünnen Splittern blutrot erscheinendes Mineral. Nepltuni|um das; -s (aus gleichbed. amerik. neptunium, nach
dem Planeten Neptun u. zu t...ium): radioaktives chem.
Element, ein TTransuran; Zeichen Np
Nelrelilde die: -, -n (meist Plur.) (überZöt. Nereis, Gen. Ne
reidos aus gr. Nereis, Gen. Nereidos, eigtl. „Tochter des
(Meeresgottes) Nereus“; Bed. 2 über nlat. nereidae): 1.
Meernymphe der griech. Sage. 2. Vertreter der Familie der
vielborstigen Würmer (Zool.).Nelriltilde die; -, -n (meist
Plur.) (zugr. nêritës „(bunte) Meeresschnecke“): Vertreter
der Familie der Süßwasserschnecken; Schwimmschnecke
(Zool.). nelriltisch: 1. in erwachsenem Zustand auf dem
Meeresboden u. im Larvenstadium im freien Wasser le
bend (von Tieren der Küstenregion). 2. den Raum u. die
Absatzgesteine der Flachmeere betreffend
Ne I ro I ii I öl das; -s, -e (nach der Frau des Fürsten von Nerola
(17. Jh.), die dieses Öl zuerst verwendet od. für seine Ver
breitung gesorgt haben soll)): angenehm riechendes, für
Parfüms, Liköre, Feinbackwaren verwendetes Blütenöl
der Î Pomeranze
Nertalmid das;--(aus hebr. nërtâmîd „ewige Lampe“):in
jeder Synagoge ununterbrochen brennende Lampe (Rel.)
Nerv der: Gen. -s, fachspr. auch -en, Plur. -en [...fn] (unter
Einfluss von engl. nerve aus lat. nervus „Sehne, Flechse“):
1. Blattader od. -rippe. 2. rippenartige Versteifung, Ader
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der Insektenflügel. 3. aus parallel angeordneten Fasern
bestehender, in einer Bindegewebshülle liegender Strang,
der der Reizleitung zwischen Gehirn, Rückenmark u.
Körperorgan od. -teil dient (Med.). 4. (nur Plur.) nervliche
Konstitution, psychische Verfassung. 5. Kernpunkt; kriti
sche Stelle.nerlval [,,,'va:l] (aus lat. nervalis „zu den Ner
ven gehörend“): die Nerventätigkeit betreffend, durch die
Nervenfunktion bewirkt; nervlich (Med.). Nerlvaltyr
[...V...] die; -, -en (aus gleichbed. nlat. nervatura; vgl. ...at
(1) u. ...ur): 1. Blattaderung. 2. Äderung der Insektenflü
gel. nerlven [...fn] (zu TNerv): (ugs.) a) jmdm. auf die
Nerven gehen; b) nervlich strapazieren, anstrengen; an die
Nerven gehen; c) hartnäckig bedrängen; jmdm. in zermür
bender Weise zusetzen. Nerlvenlplasltik die; -, -en (zu
Î ’ Plastik) : operative Überbrückung von durch Verletzung
entstandenen Gewebslücken eines Körpernervs (Med.).
Nerlvenlsysltem das; -s, -e: Gesamtheit der Nervenge
webe eines Organismus als anatomische u. funktionelle
Einheit mit der Fähigkeit zur Reizaufnahme, Erregungs
leitung, Signal Verarbeitung u. motorischen Beantwortung
(Med.), nerlvig [...fiç, auch ...viç]: 1. sehnig, kraftvoll. 2.
(ugs.) äußerst lästig werdend, aufreibend, unangenehm.
Nerlvilnum [,..v...] das; -s, ...na (zu lat. nervinus „auf die
Nerven bezogen“ u. t,,,ium): Arzneimittel, das auf das
Nervensystem einwirkt (Med., Pharm.). Nerlvislmus
der; - (zu t...ismus (2)): Lehre von der führenden Rolle des
Nervensystems für alle im Organismus ablaufenden Pro
zesse. nervllich: die Nerven, das Nervensystem betref
fend. nerlvös [,..v...] (unter Einfluss von/r. nerveux, engl.
nervous aus lat. nervosus „sehnig, nervig“): 1. svw. nerval.
2. a) unruhig, leicht reizbar, aufgeregt; b) fahrig, zerfah
ren. Ner|vo|si|tät to; -, -en (zu T ...ität): 1. (ohne Plur.)
nervöser (2) Zustand, nervöse Art. 2. einzelne nervöse Äu
ßerung, Handlung. 3. (veraltend) svw. Neurasthenie.Ner
vus der; -, ...vi (aus lat. nervus „Sehne, Flechse“): svw.
Nerv (Med.). Nerlvus ab du cens [- ,,,tsɛns] der; - - (zu
lat. abducens „abziehend, wegführend“, Part. Präs, von
abducere „wegführen“): VI. Gehirnnerv; vgl. Abduzens.
Nerlvus Prolbanldi der; -- (zu lat. probandi, Gerundium
von probare „gutheißen, beweisen“): (selten) eigentlicher
entscheidender Beweisgrund (Rechtsw.). Nerlvus Rerum der; - - (aus lat. nervus rerum „Nerv (d. h. Triebfeder)
der Dinge“): 1. Triebfeder, Hauptsache. 2. (scherzh.) Geld
als Zielpunkt allen Strebens, als wichtige Grundlage
Neslcalfé® [...fe:] der; -s (Kurzw. aus dem Namen der
Schweiz. Firma Aestlé u.fr. café „Kaffee“): löslicher Kaf
feeextrakt in Pulverform
Neslchi [neski, ...çi, ...xi] dasoá. die; - (aus gleichbed. arab.
nashi): [runde] arab. Schreibschrift
Ne|si|di|o|blast* der; -en, -en (meist Plur.) (zugr. nesidion
„Inselchen“ u. blastos „Spross, Trieb“): Inselzelle der
Bauchspeicheldrüse (Med.)
Neslseslsär vgl. Necessaire
Neslsuslgelwand das; -[e]s, ...gewänder (nach dem Ge
wand des Herakles, das als Racheakt des Zentauren Nes
sus (gr. Néssos) mit dessen Blut vergiftet wurde u. dem
Träger furchtbare Schmerzen verursachte): Verderben
bringende Gabe
Nesltor der; -s, ...oren (über to. Nestorausgr. Néstor, nach
dem klugen u. redegewandten Helden der Ilias u. der
Odyssee, der drei Menschenalter gelebt haben soll): he
rausragender ältester Vertreter einer Wissenschaft, eines
[künstlerischen] Faches; Ältester eines bestimmten Krei
ses
Nesltolrilalner der; -s, - (nach dem Patriarchen Nestorius
V. Konstantinopel (fum451)u. zu t ...aner): Anhänger des
Nestorianismus u. einer von dieser Lehre bestimmten Kir
che.Nes|to|ri|a|nis|mus der; - (zu Î ...ismus (1 )>: von der
Kirche verworfene Lehre des Nestorius, die die göttliche
929
u. menschliche Natur in Christus für unverbunden hielt u.
in Maria nur die Christusgebärerin, nicht aber die Gottes
gebärerin sah
Net das: -s (aus engl. net „Netz“): Kurzform von t Internet.
Netlball ['nɛtbɔ:l] der; -s (aus gleichbed. engl. netball, zu
ball „Ball“): ein aus dem Basketball entwickeltes Ballspiel
für Mannschaften mit sieben Spielern
Neltilquetlte [... 'kɛtə] die; - (aus gleichbed. engl. netiquet
te, dies zu net „Netz“ u. etiquette „Etikette“): Gesamtheit
der Kommunikations- u. Verhaltensregeln im Î Internet.
Neltilzens [nətɪzəns] die (Plur.) (Kurzw. aus engl. net
„Netz“ u. citizens (Plur.) „Bürger, Einwohner“): Gesamt
heit aller Teilnehmer, die gemeinsam im Internet kommu
nizieren
Netlsulke [...ke, auch 'nɛtske] die: -, -[s], auch das: -[s], -[s]
(aus gleichbed. jap. netsuke): in Japan am Gürtel getrage
ne kleine, knopfartige Holz-, Jade- od. Elfenbeinplastik
(die als Kunstgegenstand gesammelt wird) zum Befestigen
kleiner Gegenstände
netlsurlfen ['nətsə:fn] (dt. Bildung aus engl. net „Netz“ u.
tsurfen): (Jargon) im Internet wahllos Informationen ab
rufen od. gezielt nach Informationen suchen. Netlsurfing [-,,sə:frŋ] das: -s: dasNetsurfen
Net ting das; - (aus gleichbed. engl. netting zu to net „(eine
Summe) als Reingewinn erwerben od. abwerfen“, dies zu
fr. net „Netto..., Rein...“ aus tat. nitidus „leuchtend“ zu ni
tere „leuchten“) : Verfahren zur Minimierung des Risikos,
indem Forderungen u. Verbindlichkeiten gegeneinander
aufgerechnet werden (Finanzw.). netlto (aus gleichbed. /7.
netto, eigtl. „gereinigt, unvermischt“, dies aus lat. nitidus
„glänzend“): rein, nach Abzug, ohne Verpackung
(Wirtsch., Handel). Netlto...: Wortbildungselement auf
dem Gebiet der Wirtschaft u. des Handels mit der Bedeu
tung „rein, nach Abzug, ohne Verpackung“, z. B. Nettoge
wicht, Nettopreis, netlto à point [- a 'poɛ:] (zu fr. â point,
eigtl. „auf den Punkt“): 1. Bezahlung einer geschuldeten
Summe durch mehrere nach dem Wunsch des Gläubigers
auszustellende Teilwechsel od. andere Schuldurkunden,
die zusammen der geschuldeten Summe entsprechen. 2.
unter Einberechnung der Spesen in eine Hauptsumme im
(Gegensatz zur Erhöhung der Hauptsumme um die Spe
sen). netlto caslsa [- k...J (zu it. cassa, vgl. Kasse): bar u.
ohne jeden Abzug. Net|to|ge|wicht
-[e]s, -e: Rein
gewicht einer Ware ohne Verpackung. Netltolpreis der;
-es, -e: Endpreis einer Ware, von dem keinerlei Abzug
mehr möglich ist. Net|tolprolduk|tiions|in|dex der:
Gen. - u. -es, Plur. -e u. ...indizes [,,,tse:s]: eine statistische
Messzahl, die die wirtschaftliche Produktionsentwicklung
charakterisiert u. eine wichtige Grundlage für die Berech
nung der Arbeitsproduktivität bildet. Net|to|re|gis|tertonlne die; -, -n: Raummaß im Seewesen zur Bestimmung
des Schiffsraumes, der für die Ladung zur Verfügung
steht; Abk.: NRT Net|to|relprolduk|ti|ons|ziflfer*
die; -, -n: statistisches Maß für das Wachstum einer Bevöl
kerung, berechnet aus dem Verhältnis von Geburtenni
veau u. Sterblichkeit. Netltolsolzilallproldukt das;
-[e]s, -e: ÎBruttosozialprodukt abzüglich der Abschrei
bungen
Netlwork ['nɛtwə:k] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. net
work, eigtl. „Netzwerk“): 1. Rundfunkverbundsystem zur
großflächigen Verteilung von Hörfunk- u. Fernsehpro
grammen od. Einzelsendungen durch Zusammenschalten
mehrerer Sender od. Umsetzer. 2. Datenverbundsystem,
das den Datenaustausch zwischen mehreren, voneinander
unabhängigen Geräten ermöglicht (EDV). Networ
king [,,,wə:kɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. networking,
eigtl. „Netzknüpfen“): das Knüpfen u. Pflegen von Kon
takten, die dem Austausch von Informationen [u. dem be
ruflichen Fortkommen] dienen
Neuritis
(zu Îapostolisch): einer aus den îkatholisch-apostolischen Gemeinden hervorgegangenen Re
ligionsgemeinschaft angehörend, deren Bekenntnis ent
sprechend
Neulme ¿Z/e; -, -n (meist Plur.) (aus mlat. neuma „Melodie,
Note“, dies aus gr. neütna, eigtl. „Wink“): vor der Erfin
dung der Notenschrift im Mittelalter übliches Notenhilfs
zeichen. neulmielren (zu T...ieren>: eine Musik in Neu
nten niederschreiben; einen Text mit Neumen versehen
Neulmi Inulte die;-, -n (zuf Minute): hundertster Teil eines
t Gons (Math.)
Neu|pla|to|nis|mus der; - (zu ÎPlatonismus): bedeutende
Strömung der griech. Philosophie zwischen 200 u. 500
n.Chr., die eine Weiterbildung der Philosophie Platons
darstellte, wobei auch anderes philosophisches u. mysti
sches Gedankengut eingeflossen ist
neulr..., Neulr... vgl. neuro..., Neuro... neulral (zu.gr. neu
ron „Nerv“ u. t'...al (1)>: einen Nerv, die Nerven betref
fend, vom Nervensystem ausgehend (Med.). Neulrallgie*
die; -, ...ien (zu îneuro... u. î...algie): in Anfällen auftre
tender Schmerz im Ausbreitungsgebiet bestimmter Ner
ven ohne nachweisbare entzündliche Veränderungen od.
Störung der Î Sensibilität (2; Med.), neulrallgilform* <zu
t ...form) : einer Neuralgie ähnlich (von Krankheitszeichen
od. Krankheiten; Med.). Neulrallgilker* der; -s, -: an
Neuralgie Leidender (Med.), neulrallgisch*: 1. auf Neu
ralgie beruhend, für sie charakteristisch (Med.). 2. a) sehr
problematisch, kritisch; b) besonders empfindlich, reiz
bar. Neuirallleislte die; -, -n (zu Tneural): embryonales
Gewebe, aus dem sich u.a. Neuronen (ÎNeuron) entwi
ckeln. Neu|ral|me|di|zin die;
Richtung der Erfah
rungsmedizin, die davon ausgeht, dass jede Zell- u. Organ
funktion u. somit auch jede krankhafte Veränderung im
Organismus ihren Ursprung im Nervensystem hat. Neural pa tho lo gie die; -: wissenschaftliche Theorie, nach
der die krankhaften Veränderungen im Organismus vom
Nervensystem ausgehen (Med.). Neu|ral|the|ra|peut
der; -en, -en: jmd., der Neuraltherapie anwendet. Neu
ral Ithelralpie die; -: Behandlungsmethode zur Beeinflus
sung von Krankheiten bzw. zur Ausschaltung von Störher
den durch Einwirkung auf das örtliche Nervensystem
(Med.). Neu|ra|pra|xie* die; -, ...ien (zu îneuro... u. gr.
apraxia „Untätigkeit“): leichtere Nervenverletzung od.
-Schädigung mit vorübergehenden Ausfallserscheinungen
(Med.). Neu|ras|the|nie* die; -, ...ien: 1. (Plur. selten)
leichte Erregbarkeit des Nervensystems infolge körperli
cher u. seelischer Überforderung; Nervenschwäche
(Med.). 2. Erschöpfung nervöser Art. Neulraslthelniker* der; -s, -: an Neurasthenie Leidender (Med.), neu
rasthenisch1: 1. die Neurasthenie betreffend, auf ihr
beruhend (Med.). 2. nervenschwach. Neulrekltolmie*
die; - (zu T...ektomie>: operative Entfernung eines Nervs
od. Nervenstücks zur Heilung einer Neuralgie (Med.).
Neu|re|xai|re|se* rfre; -, -n (zu gr. exairesis „das Heraus-,
Wegnehmen“): operative Entfernung (Herausreißen od.
Herausdrehen) eines schmerzüberempfindlichen, er
krankten Nervs (Med.), neulri..., Neulri... vgl. neuro...,
Neuro... Neulrillemm u. Neu|ri|lem|ma das; -s, ...lemmen (zu îneuro... u. gr. lémma „Rinde, Schale“): aus Bin
degewebe bestehende Hülle der Nervenfasern; Nerven
scheide (Med., Biol.). Neulrin das; -s (zu T...in (1)>: star
kes Fäulnisgift. Neulrilnom das; -s, -e (zu gr. is, Gen. inós
„Sehne, Gewebefaser“ u. t...om): von den Zellen der Ner
venscheide ausgehende, meist gutartige Nervenfaserge
schwulst (Med.). Neulrjt der; -en, -en (vgl. 3...it): oft lang
ausgezogener, der Reizleitung dienender Fortsatz der
Nervenzellen (Med., Biol.). Neulriltis die; -, ...itiden (zu
Î ...itis): akute od. chronische Erkrankung der peripheren
Nerven mit entzündlichen Veränderungen, häufig auch
neulaposltollisch
El
neuritisch
mit degenerativen Veränderungen des betroffenen Gewe
bes u. Ausfallserscheinungen (wie partiellen Lähmungen);
Nervenentzündung (Med.), neulriltisch: auf einer Neu
ritis beruhend, das Krankheitsbild einer Neuritis zeigend
(Med.), neulro..., Neujro..., selten neuri..., Neuri..., vor
Vokalen auch neur..., Neur... (aus gr. neüron „Sehne,
Flechse, Nerv“) : Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Nerv; Nervengewebe; Nervensystem“, z. B. Neurologie,
Neurilemm, Neuralgie. Neulrolanaltolmie [auch noy
ro...] die; -: Î Anatomie der Nerven bzw. des Nervensys
tems (Med.). I\leulro|bio|lo|gi_e [auch 'noyro...] die; -:
t interdisziplinäre Forschungsrichtung, die sich die Auf
klärung von Struktur u. Funktion des Nervensystems zum
Ziel gesetzt hat. Neulrolblast* der; -en, -en (zu gr. blastós
„Spross, Trieb“); unausgereifte Nervenzelle (Vorstufe der
Nervenzellen; Med., Biol.). Neu|ro|blas|tom* das; -s,
-e: 1. Geschwulst aus Neuroblasten (Med.). 2. svw. Neu
rom (Med.). Neu|ro|che|mie [auch 'noyro...] die; Wis
senschaft von den ehern. Vorgängen, die in Nervenzellen
ablaufen u. die Erregungsleitung auslösen (Med.). Neuro chip [,,,ʧɪp] der; -s, -s: eine Form des tBiochips, die
ähnlich wie eine Nervenzelle des menschlichen Gehirns
funktionieren soll. Neulrolchilrurg* [auch 'noyro...] der;
-en, -en: Facharzt auf dem Gebiet der Neurochirurgie.
I\leu|ro|chi|rur|gie* [auch ’noyro...] die;
Spezialgebiet
der Chirurgie, das alle operativen Eingriffe am Zentral
nervensystem umfasst. neu|ro|chi|rur|gisch* [auch
'noyro...]: die Neurochirurgie betreffend, mit den Mitteln
der Neurochirurgie. Neulrolcralnilum* [,.,'kra:...] u.
Neurokranium das; -s, ...ia: Teil des Schädels, der das Ge
hirn umschließt (Med., Biol.). Neu|ro|der|malto|se rf/e;
-, -n: nervöse Hauterkrankung (Med.). Neulrolderlmitis die; -, ...itiden: zu den ÎEkzemen zählende, durch ver
schiedene Faktoren bedingte, entzündliche, chronische
Hauterkrankung mit Bläschenbildung u. î Lichenifikation
(Med.), neulrolenldolkrin*: durch nervale Störungen u.
Störungen der inneren Sekretion bedingt (Med.). Neulroenldo krilnoipaithie* die; -, ...ien (zu l...pathie):
Krankheit, die durch nervale u. endokrine Störungen be
dingt ist (Med.). Neulrolepilthel das; -s, -e: Îepithelialer
Zellverband aus Sinneszellen (Med.). Neulrolepilthelliom das; -s, -e: meist bösartige Geschwulst aus Neuroepi
thel (besonders an der Netzhaut des Auges od. im Gehirn;
Med.). Neulrolfübrillle* die; -, -n (meist Plur.): feinste
Nervenfaser (Med., Biol.). Neurlolfilbrom* das; -s, -e:
gutartige Geschwulst im Bereich peripherer Nerven, die
sich aus bindegewebigen Anteilen des Nervengewebes auf
baut (Med.), neulrolgen (zu t...gen): von den Nerven
ausgehend (Med.). Neulrolglia* üü<?, - (zu gr. glia
„Leim“): bindegewebige Stützsubstanz des Zentralner
vensystems (Med., Biol.). Neulrolglilom* das; -s, -e (zu
l...om): vom Neurogliagewebe ausgehende gutartige Ge
schwulst (Med.). I\ieu|ro|gra|fie, auch ...gralphie die; -,
...ien (zu (...grafie): Verfahren zur Aufzeichnung der Ner
venleitgeschwindigkeit (Med.). Meulrolgramm das;-s,-e
(zu î ...gramm): Aufzeichnung der Nervenleitgeschwmdigkeit (Med.). Neulrolhorlmon [auch 'noyro...] das; -s, -e:
hormonartiger, körpereigener Wirkstoff (Gewebshor
mon) des vegetativen Nervensystems, der für die Reizwei
terleitung von Bedeutung ist (z.B. Adrenalin; Med.).
Neu|ro|im|mu|no|lolgie die; -: Teilgebiet der Medizin,
das sich mit den Mechanismen der Immunregelung im
Zentralnervensystem beschäftigt. Neu|ro|in|for|ma|tik
die; -: Arbeitsgebiet der (Informatik, das die menschli
chen Gehirnstrukturen für die Computertechnik zu nut
zen sucht. Neulro|kra|ni|um* vgl. Neurocranium. IMeurollemm u. Neulrolemima das; -s, ...lemmen (zu gr.
lémma „Rinde, Schale“): svw. Neurilemm. Neulrollepsie die; -, ...ien (zu gr. lèpsis „Anfall“): Verminderung der
930
psychischen Spannung durch Verabreichung eines Neuro
leptikums (Med.). Neulrollepltilkum das; -s, ...ka(meist
Plur.) (zu (...ikum): zur Behandlung von Psychosen ange
wandtes Arzneimittel, das die motorische Aktivität
hemmt, Erregung u. Aggressivität dämpft u. das vegetati
ve Nervensystem beeinflusst (Med., Pharm.). neulrolepltisch: erregungshemmend (von Arzneimitteln;
Med.). Neulrollinlgulisltik [auch noyro...] die; -: Wis
senschaft von den Wechselbeziehungen, die zwischen der
klinisch-anatomischen u. der linguistischen ÎTypologie (1)
der Î Aphasie (1) bestehen; Sprachpathologie, neulrollingulisltisch [auch noyro...]: die Neurolinguistik betref
fend; neurolinguistisefies Programmieren: Form der Psy
chotherapie, die sich auf verschiedene Techniken stützt
mit dem Ziel, positives Empfinden u. Fähigkeiten zu mo
bilisieren, u. die gelegentlich auch noch in anderen Berei
chen, in denen Kommunikation[sveränderung] wichtig ist
(z.B. Pädagogik, Verkauf), angewandt wird; Abk.: NLP.
Neulrollolge der; -n, -n (zu (...loge): Facharzt auf dem
Gebiet der Neurologie (2); Nervenarzt. Neulrollolgie
die; - (zu T...logie): 1. Wissenschaft von Aufbau u. Funk
tion des Nervensystems. 2. Wissenschaft von den Nerven
krankheiten, ihrer Entstehung u. Behandlung, neulrollogisch (zu Î ...logisch): 1. Aufbau u. Funktion des Nerven
systems betreffend, zur Neurologie (1) gehörend, auf ihr
beruhend. 2. die Nervenkrankheiten betreffend; zur Neu
rologie (2) gehörend, auf ihr beruhend. Neu|ro|ly|se die;
-, -n (zu î ...lyse): operative Herauslösung von Nerven aus
Narbengewebe (Med.). Neulrom das; -s, -e (zu îneuro...
u. Î ...om): aus einer Wucherung der Nervenfasern u. -zel
len entstandene Geschwulst (Med.). IMeu|ro|mo|du|fator der; -s, ...oren: körpereigene Substanz, die die Erre
gungsbereitschaft der Neuronen erhöhen od. herabsetzen
kann (Med.), neulrojmuslkullär (zu (muskulär): Ner
ven u. Muskeln betreffend; von Nerven u. Muskeln ausge
hend. Neulrolmylolsiltis die; -, ...itiden (Kurzbildung
aus ÎNeuritis u. TMyositis): akute Nerven- u. Muskelent
zündung (Med.). hleulron das; -s, Plur. ...onen, auch
...one (aus gr. neuron „Sehne, Flechse, Nerv“): Nerven
einheit, Nervenzelle mit Fortsätzen (Med., Biol.). neulronal (zu Î '...al ( 1)> : ein Neuron betreffend, von einem Neu
ron ausgehend (Med., Biol.). Neu|rolpä|di|a|trie* [auch
'noyro...] die; -: Teilgebiet der Î Pädiatrie, das sich mit nervalen Vorgängen u. Nervenkrankheiten befasst, ftleulropath der; -en, -en (zu Î ...path): jmd., der an einer Neuro
pathie leidet (Med.). Neulrolpalthie die; -, ...ien (zu
t...pathie>: Nervenleiden, -krankheit, bes. anlagebedingte
Anfälligkeit des Organismus für Störungen im Bereich des
vegetativen Nervensystems (Med.), neulrolpalthisch:
die Neuropathie betreffend, auf Neuropathie beruhend
(Med.). IMeulrolpalthollolge [auch 'noyro...] der; -n, -n:
Arzt mit Spezialkenntnissen auf dem Gebiet der Neuropa
thologie; Nervenarzt. Neulrolpaltholloigie [auch 'noy
ro...] die; -: Teilgebiet der (Pathologie, das sich mit den
krankhaften Vorgängen u. Veränderungen des Nervensys
tems u. mit den Nervenkrankheiten befasst, neulrolpatho lo gisch [auch 'noyro...]: die Neuropathologie be
treffend, zu ihr gehörend. Neu|ro|phar|ma|ko|lo|gie
[auch noyro...] die; -: Teilgebiet der Pharmakologie, das
sich mit der Wirkung von Pharmaka auf das Nervensys
tem u. das neurosekretorisch beeinflusste Gewebe befasst.
Neu|ro|phar|ma|kon das; -s, ...ka: Arzneimittel, das
das Nervensystem beeinflusst. Neu|ro|phy|sio|loige
[auch 'noyro...] der; -n, -n: Wissenschaftler auf dem Gebiet
der Neurophysiologie. Neu|rolphy|sio|lo|gie [auch
noyro...] die; -: 1 Physiologie des Nervensystems, neulrophylsiollolgisch [auch 'noyro...]: die Neurophysiologie
betreffend, zu ihr gehörend. Neulrolplelgilkum* das; -s,
...ka (meist Plur.) (zugr. piégé „Schlag“ u. Î ...ikum): (ver-
931
neutralisieren
altet) svw. Neuroleptikum, neulrolpsylchisch [auch
gende Wirkung auf das Nervensystem hat; Nervengift
noyro...]: den Zusammenhang zwischen nervalen u. psy
(Med.). neu|ro|tolxisch: das Nervensystem schädigend
chischen Vorgängen betreffend; für seelisch gehalten (von
(von bestimmten Stoffen; Med.). Neu|ro|to|xi|zi|tät ¿Zre;
Nervenvorgängen; Psychol.). Neulrolpsylchollolge
- (zu T...izität>: das Nervensystem schädigende Eigen
[auch noyro...] der; -n, -n: Wissenschaftler auf dem Gebiet
schaft von Substanzen (Pharm., Med.). Neulroltransder Neuropsychologie. Neu|rolpsy|cho|lo|gie [auch
mitlter [auch nayro...] der; -s, - (meist Plur.): Bez. für
noyro...] die; Teilgebiet der tPsychologie, das sich mit
neurogen gebildete Substanzen, die an den Î Synapsen im
den Zusammenhängen von Nervensystem u. psychischen
Nervengewebe den Nervenimpuls auf ehern. Weg an die
Vorgängen befasst. Neu|rop|te|ren* die (Plur.) (zu gr.
nächste Nervenzelle weiterleiten (Med.). Neulroltrippterón „Flügel“): zusammenfassende systematische Bez.
sie* die; -, ...ien (zugr. tripsis „das Reiben, die Reibung“
für die Netzflügler (Zool.). Neu|ro|raldio|lo|gie [auch
(zu tribein „reiben“) u. t2...ie): Nervenquetschung,
noyro...] die; Teilgebiet der medizinischen 1 Radiologie,
Druckschädigung eines Nervs durch Unfall, Prothesen
das sich mit der röntgenologischen u. nuklearmedizini
o.Ä. (Med.), neulroltrop* (zu t...trop): auf Nerven ge
schen Diagnostik von Erkrankungen des Zentralnerven
richtet, das Nervensystem beeinflussend (Med.). Neulrosystems befasst. Neu|ro|re|ti|ni|tis die; -, ...itiden: Ent
trolpilkum* das; -, ...ka (meist Plur.) (zu t...ikum): neuzündung der Sehnerven u. der Netzhaut des Auges (Med. ).
rotropes Arzneimittel (Med.). neu|ro|vas|ku|lär [,..v...[:
Neulrolse die; -, -n (aus gleichbed. engl. neurosis zu gr.
das Nervensystem u. das Gefäßsystem betreffend (Med.),
neüron „Sehne, Flechse, Nerv“ u. t’...ose): hauptsächlich
neulrolvelgeltaltiv [...v..., auch noyro...]: das tvegetadurch Fehlentwicklung des Trieblebens u. durch unverar
tive Nervensystem betreffend, zum vegetativen Nerven
beitete seelische Konflikte mit der Umwelt entstandene
system gehörend (Med.). neu|ro|zir|ku|la|to|risch (zu
krankhafte, aber heilbare Verhaltensanomalie mit seeli
T Zirkulation) : das Nervensystem u. den Kreislauf betref
schen Ausnahmezuständen u. verschiedenen körperlichen
fend, vom Nervensystem u. vom Kreislauf ausgehend
Funktionsstörungen ohne organische Ursachen (Med.).
(Med.). Neulrolzyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu t...zyt):
Neulrolselkret* [auch nayro...] das; -[e]s, -e (zu Îneu
Nervenzelle, Zellelement des Nervengewebes, bestehend
ro...): hormonales Sekret von Nervenzellen (bei Glieder
aus dem Zellkörper sowie aus den Î Dendriten (2) u. den
füßern z.B. enthält es Hormone, die die Larvenhäutung
ÎNeuriten (Med.). Neulrulla die; - (aus gleichbed. nlat.
regeln; Biol.). Neulrolseikreltilon* [auch nayro...] die;
neurula zu gr. neüron, vgl. Neuron): auf die tGastrula fol
-, -en: Absonderung hormonaler Stoffe aus Nervenzellen
gendes Entwicklungsstadium der Wirbeltiere, das durch
(bei den meisten Wirbeltiergruppen u. beim Menschen;
erste sichtbare Differenzierungen des künftigen Nerven
Biol.). neulrolsenlsolrisch [auch nayro...]: einen an der
gewebes gekennzeichnet ist (Biol.)
Sinneswahrnehmung beteiligten Nerv betreffend ; sich auf Neuslton das; -s (aus gr. neuston „das Schwimmende“,
einen sensiblen Nerv beziehend (Physiol.). Neulrolspassubstantiviertes Neutr. von neustös „schwimmend“): Ge
mus* der; -, ...men: Nervenkrampf (Med.). Neulrglsposamtheit mikroskopisch kleiner Lebewesen auf dem Ober
ra* die (Plur.) (zugr. sporá „Saat; Frucht“): tsaprophytiflächenhäutchen stehender Gewässer (z. B. die sogenann
sche Schlauchpilzgattung, deren raschwüchsige Arten
ten Wasserblüten; Biol.)
(z. B. der Brotpilz) wichtige Forschungsobjekte der Gene Neultra": Plur. von tNeutrum. neultraɪ (über mlat. neu
tik u. Biochemie sind. Neulrolsylphillis [auch nayro...]
tralis „keiner Partei angehörend“ aus spätlat. neutralis
die; -: allg. Bez. für syphilitische Prozesse im Nervensys
„sächlich (in der Grammatik)“ zu lat. neuter „keiner von
tem (Med.). Neulroltenlsin das; -s, -e (zu lat. tensus,
beiden“, vgl. Neutrum): 1. a) unparteiisch, unabhängig,
Part. Perf. von tendere „spannen, ausdehnen“, u. t...in
nicht an eine Interessengruppe, Partei o.Ä. gebunden; b)
(1)>: Gewebshormon, das u.a. die Magensäurebildung
keinem Staatenbündnis angehörend; nicht an einem
hemmtu. die Darmbewegung anregt (Med.). NeujrolthyKrieg, Konflikt o.Ä. zwischen anderen Staaten teilneh
mo leplti kum das; -s, ...ka (meist Plur.) (Kurzw. aus
mend. 2. sächlich, sächlichen Geschlechts (Sprachw.). 3.
îTVcwroleptikum u. Î Thymoleptikumy. Arzneimittel, das
[nicht auffällig u. daher] zu allem passend, nicht einseitig
festgelegt (z. B. von einer Farbe). 4. a) weder basisch noch
Antrieb, Affektivität u. Îpsychomotorische Funktionen
sauer reagierend (z. B. von einer Lösung); b) weder positiv
dämpft, die Gemütsverfassung aberhebt (Med.). IMeulronoch negativ reagierend (z.B. von Elementarteilchen;
ti ker der; -s, - (zu Îneurotisch): jmd., der an einer Neu
Chem.). 5. weder positiv noch negativ elektrisch geladen
rose leidet (Med.). Neulroltilkelrin die; -, -nen: weibliche
Form zu ÎNeurotiker. Neu|ro|ti|sa|ti|on die; - (zu Î ...isa(Phys.). ...neultral (zu Tneutral): Wortbildungselement
mit den Bedeutungen: a) „auf etwas keinen Einfluss ha
tion): 1. operative Einpflanzung eines Nervs in einen ge
bend, sich nicht auswirkend“, z.B. kostenneutral, pro
lähmten Muskel (Med.). 2. Regeneration, Neubildung ei
duktneutral, u. b) „von etwas nicht bestimmt od. betrof
nes durchtrennten Nervs (Med.), neulroltisch (zu TNeufen, etwas nicht habend“, z.B. geruchsneutral, ge
rose u. T...otisch>: a) auf einer Neurose beruhend, im Zu
schlechtsneutral. Neultralle der; -n, -n: (Jargon)
sammenhang mit ihr stehend; b) an einer Neurose leidend.
Schiedsrichter (bei Sportspielen). Neu|tralli|salti|on
neu|ro|ti|sie|ren (zu t ...isieren); eine Neurose hervorru
die; -, -en (aus gleichbed. fr. neutralisation; vgl. neutral):
fen. Neulroltilzislmus der; - (zu t...izismus): Gesamt
1. svw. Neutralisierung (1). 2. Aufhebung der Säurewir
verfassung, die durch emotionale Labilität, Schüchtern
kung durch Zugabe von Basen u. umgekehrt (Chem.). 3.
heit u. Gehemmtheit charakterisiert ist (Med.). NeulroAufhebung, gegenseitige Auslöschung von Spannungen,
tom das; -s, -e (zu gr. Îneuro... u. tomos „schneidend“,
Kräften, Ladungen u.a. (Phys.). 4. vorübergehende Un
dies zu témnein „schneiden“): feines Skalpell zur Durch
terbrechung eines Rennens, während der die Wertung
führung neurochirurgischer Operationen (Med.). Neuausgesetzt wird (Sport); vgl. ...ation/...ierung. IMeultralliroltolmie die; -, ...ten (zu t,,,tomie): Nervendurchtren
saltilonsltest der; -[e]s, Plur. -s, auch -e: Tserologisches
nung (zur Schmerzausschaltung, bes. bei einer Neuralgie;
Verfahren zur Bestimmung von Antigenen u. Antikörpern
Med.). Neulroltolnie die; -, ...ien (zu «r tonos „das Span
od. zur Erprobung der Wirksamkeit von Seren durch Prü
nen“ u. t2...ie>: Nervendehnung, -lockerung (bes. zur
fung der Reaktion am lebenden Gewebe (Kultur, Ver
Schmerzlinderung, z.B. bei Ischias; Med.). Neulroltosuchstier). neultrallilsielren (aus gleichbed. fr. neutrali
xikolse die; -, -n: auf Gifteinwirkung beruhende Schädi
ser): 1. unwirksam machen, eine Wirkung, einen Einfluss
gung des Nervensystems (Med.), ftleulroltolxin das; -s, -e
aufheben, ausschalten. 2. einen Staat durch Vertrag zur
(meist Plur.): Stoff (z.B. Bakteriengift), der eine schädi
Neutralisierung
Neutralität verpflichten (Rechtsw.). 3. ein [Grenz]gebiet
von militärischen Anlagen u. Truppen räumen, frei ma
chen (Mil.). 4. bewirken, dass eine Lösung weder basisch
noch sauer reagiert (Chem.). 5. Spannungen, Kräfte, La
dungen u.a. aufheben, gegenseitig auslöschen (Phys.). 6.
ein Rennen unterbrechen, für eine bestimmte Zeit nicht
bewerten (Sport). Neultrallilsielrung die; -, -en (zu
Î ...isierung): 1. Aufhebung einer Wirkung, eines Einflus
ses. 2. einem Staat durch Vertrag auferlegte Verpflichtung
zur Neutralität bei kriegerischen Auseinandersetzungen
(Rechtsw.). 3. Räumung bestimmter [Grenzjgebiete von
militärischen Anlagen u. Truppen (Mil.); vgl. ...ation/...ierung. Neultrallislmus der; - (zu Tneutral u. t...ismus
):
(2)
Grundsatz der Nichteinmischung in fremde Angele
genheiten (vor allem in der Politik); Politik der Blockfrei
heit. Neultrallist der; -en, -en (zu T...ist>: Verfechter u.
Vertreter des Neutralismus. neu|tra|lis|tisch (zu T...istisch): den Grundsätzen des Neutralismus folgend; block
frei. Neultralliltät die; - (z.T. unter Einfluss yon fr. neu
tralité aus gleichbed. mlat. neutralitas, Gen. neutralitatis):
a) unparteiische Haltung, Nichteinmischung, Nichtbetei
ligung; b) die Nichtbeteiligung eines Staates an einem
Krieg od. Konflikt. Neu|tra|li|tätslpo|li|tik <7/e; -: auf
die Erreichung u. Erhaltung der Neutralität in einer be
stimmten internationalen Konstellation gerichtete Politik.
Neultren: Plur. von tNeutrum. Neultrilno das; -s, -s
(aus gleichbed. it. neutrino, eigtl. „kleines Neutron“, vgl.
Neutron): masseloses Elementarteilchen ohne elektr. La
dung (Phys.). Neultrilnolasltrolnolmie die; -: astrophysik. Forschungsgebiet, das die von Himmelskörpern,
insbesondere der Sonne, ausgehenden Neutrinoströme
untersucht. Neultron das; -s, ...onen (aus gleichbed. engl.
neutron (zu lat. neuter, vgl. neutral), Analogiebildung zu
t'Elektron): Elementarteilchen ohne elektr. Ladung u.
mit der Masse des Wasserstoffkernes; Zeichen n (Phys.).
Neultrolnenlbomlbe vgl. Neutronenwaffe. Neultronemgenerator der; -s, -en: Gerät zur Erzeugung
schneller Neutronen durch Beschuss von Materie mit be
schleunigten Teilchen (Kernphys.). Neultrolnenlwaf Ife
z/z'e; -, -n: Kernwaffe, die bei verhältnismäßig geringer
Sprengwirkung eine extrem starke Neutronenstrahlung
auslöst u. dadurch bes. Lebewesen schädigt od. tötet, Ob
jekte dagegen weitgehend unbeschädigt lässt, neultrophil (zu Îneutral u. Î ...phil): mit chemisch neutralen Stof
fen leicht färbbar, besonders empfänglich für neutrale
Farbstoffe (z. B. von Leukozyten; Med.). Neultroiphilie die; -, ...ien (zu t...philie): übermäßige Vermehrung
der neutrophilen weißen Blutkörperchen (Med.). Neutrum das; -s, Plur. ...tra, auch ...tren (aus lat. neutrum
(genus) „keines von beiden (Geschlechtern)“ zu neuter
„keiner von beiden“, dies zu ne- „nicht“ u. uter „einer von
beiden“): sächliches Substantiv (z.B. das Kind); Abk.: n.,
N., Neutr.
Neivado [ne'vaðo] (aus span, nevado „schneebedeckter
Gipfel“); Bestandteil von Bergnamen in Lateinamerika,
z. B. Nevado de Colina
Nelveu [nə'vo:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. neveu): (veral
tet, noch scherzh.) Neffe
New Age ['nju: 'eɪʤ] das: - - (aus engl. new age „neues Zeit
alter“): neues Zeitalter als Inbegriff eines von verschiede
nen spirituell-religiösen Strömungen u. alternativen Bewe
gungen vertretenen neuen integralen Weltbildes zur ganz
heitlichen Lösung der globalen Menschheitsprobleme.
Newlcolmer [ nju:kʌmə] der; -[s], -[s] (aus gleichbed. engl.
newcomer, eigtl. „Neuankömmling, Neuling“): jmd., der
noch nicht lange bekannt, etwas, was noch neu ist [aber
schon einen gewissen Erfolg hat]; Neuling. New Crilticism ['nju: 'krɪtɪsɪzm] der; - - (aus gleichbed. engl.-amerik.
new criticism, eigtl. „neue Kritik“): eine vorwiegend for
932
malästhetisch wertende Form der Literaturkritik in den
USA u. in England. New Deal [ nju: ’di:!] der; - - (aus gleich
bed. engl.-amerik. New Deal, eigtl. „neues Austeilen, neues
Geben der Karten“, d.h. jeder Mitspieler erhält erneut die
Chance zu gewinnen)) : das wirtschafts- u. sozialpolitische
Reformprogramm des ehemaligen amerik. Präsidenten
F. D. Roosevelt. New Look [’nju: 'lʊk] der; - -[s] (aus gleich
bed. engl.-amerik. new look, eigtl. „neues Aussehen“): neue
Linie, neuer Stil (z.B. in der Mode). New-Or|leans-Jazz
[nju:'ɔ:lɪənzdʒæz, auch ,,,ɔ:'li:nz...] der; - (aus amerik. New
Orleans jazz, vgl. Jazz): frühester, improvisierender Jazzstil
der Afroamerikaner in u. um New Orleans; vgl. Chicago
Jazz. News [nju:z] die (Plur.) (aus engl. news „Nach
richten), Neuigkeit(en)“): [sensationelle] Neuigkeiten,
Nachrichten, Meldungen (häufig als Titel engl. Zeitungen).
Newslgroup ['nju:zgru:p] die; -, -s (aus gleichbed. engl.
newsgroup) : Diskussionsforum über Neuigkeiten im Î Inter
net (EDV). Newslletlter der; -[s], -s (aus engl. newsletter
„Rundschreiben“): regelmäßig erscheinendes Informati
onsblatt; regelmäßig erscheinender Internetbeitrag o.Ä.
New ton [ nju:tn] das; -s, - (aus gleichbed. engl. newton,
nach dem engl. Physiker Sir I. Newton, 1643-1727): Maß
einheit der Kraft; Zeichen N. Newtonmeter
['nju:tn...] das; -s, - (zu tMeter): Maßeinheit des Kraftmo
ments; Zeichen Nm. Newltonlselkunlde die; -, -n:
Maßeinheit des Kraftimpulses; Zeichen Ns
New Wave ['nju: 'weɪv] der; - - (aus engl. new wave, eigtl.
„neue Welle“): Mitte der 1970er-Jahre aufgekommene
Richtung in der Î Rockmusik, die durch einfachere For
men (z.B. in der Instrumentierung, im Arrangement),
durch Verzicht auf Perfektion u. durch zeitgemäße Texte
gekennzeichnet ist
Nelxus der; -, - ['nɛksu:s] (aus lat. nexus „das Zusammen
knüpfen“ zu nectere „binden, (ver)knüpfen“): Zusam
menhang, Verbindung, Verflechtung
Ne|zes|si|tät die; -, -en (aus gleichbed. lat. necessitas, Gen.
necessitatis): (veraltet) Notwendigkeit
NGO [ɛndʒi'oʊ] die; - (Abk. für engl. Aon-governmental or
ganization „Nichtregierungsorganisation“): nicht staatli
che Organisation in den unterschiedlichsten Politikberei
chen
Ngolko das; -[s] (aus dem Jav.): Sprache der Unterschicht
auf Java; Ggs. t Kromo
Nia ['ni:a:] (Kurzw. für neuromuscular integrative action
„neuromuskuläre integrative Aktion“): auf das Wohlbe
finden des ganzen Menschen abzielendes, Körper, Geist
u. Seele gleichermaßen einbeziehendes sanftes Fitness
training, das bes. von Jazzdance, Tai-Chi u. Yoga beein
flusst ist
Nilalcin [,,,'tsi:n] das; -s (Kunstw.; vgl. ...in (1)): svw. Niko
tinsäure
Ni|ai|se|rie [niɛzə...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. niaise
rie zu niais „albern“, eigtl. „unerfahren (wie ein Nestvogel)“, dies über das Vulgärlat. aus lat. nidus „Nest“): (ver
altet) Albernheit, Dummheit, Einfältigkeit
Niblble [mbl] ¿Zas; -[s], -[s] (aus gleichbed. engl. nibble, eigtl.
„Bissen, Happen“): die Hälfte eines TBytes, d.h. eine
Gruppe von vier t 'Bits (EDV)
Nilblick* der; -s, -s (aus gleichbed. engl. niblick, weitere
Herkunft ungeklärt): schwerer Golfschläger mit Eisen
kopf (der z. B. dazu verwendet wird, den Ball aus sandigem
Untergrund herauszuschlagen)
Nilcaelnum [ni'tsɛ:...] vgl. Nizänum
Ni|chi|ren|sek|te ['nitfɪ...] vgl. Nitschirensekte
nichtleulklildisch* (zu t euklidisch): nicht auf den geome
trischen Grundsätzen des Euklid beruhend; nichteukli
dische Geometrie: Geometrie, die sich in ihrem axiomati
schen Aufbau von der Geometrie des Euklid bes. dadurch
unterscheidet, dass sie das t Parallelenaxiom nicht aner-
933
kennt (z. B. die hyperbolische Geometrie, bei der die Win
kelsumme im Dreieck stets kleiner ist als 180°, od. die el
liptische Geometrie, die keine Parallelen kennt u. bei der
die Winkelsumme im Dreieck stets größer ist als 180°;
Math.); Ggs. Îeuklidische Geometrie
Ni|cke|lin der: -s, -e <zu dt. Nickel u. Î ...in (1)>: Rotnickel
kies, ein Mineral mit körnigen, metallglänzenden, kupfer
roten Aggregaten
NilckirZer; -[s], -s (nach der Kurzform des männlichen Vor
namens Nikolaus): Pullover aus plüschartigem [Baumwolljmaterial
Nilcol [ ni:kɔl] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. nicol (prism),
nach dem engl. Physiker W. Nicol, 1768-1851): aus zwei
geeignet geschliffenen Teilprismen aus Kalkspat zusam
mengesetzter ÎPolarisator des Lichts; Polarisationspris
ma (Optik)
Nilcoltin [niko...] vgl. Nikotin
Ni|da|men|tal|drü|se die: -, -n (meist Plur.) (zu lat. nida
mentum „das zum Nestbau Erforderliche“ (zu nidus
„Nest“) u. Î '...al ( 1)>: Drüse bei den weiblichen Tieren vie
ler Kopffüßer, deren klebriges Sekret zur Umhüllung u.
Befestigung der Eier dient (Zool.). Ni da ti on die: - (zu
lat. nidus „Nest“ u. Î ...ation) : Einnistung des befruchteten
Eies in die Gebärmutterschleimhaut (Med., Biol.). Nidati|ons|hem|meri/er; -s, -: Empfängnisverhütungsmittel,
dessen Wirkung darin besteht, eine Nidation zu verhin
dern (Med.)
Nidldah <7z'e; - (aus hebr. nidda „Unreinheit, Menstruati
on“): die durch den Blutfluss bewirkte rituelle Unreinheit
der menstruierenden Frau u. der Wöchnerin (nach jüdi
schem Ritus)
1X1 i I di |f i| ka |ti Ion die; - (zu lat. nidificare (vgl. nidifizieren)
u. Î...ation): (veraltet) der Nestbau, das Nisten, nildilfizielren (aus gleichbed. lat. nidificare zu nidus „Nest“ u.
facere „machen“): (veraltet) Nester bauen, nisten, nildikol (zu lat. colere „(be)wohnen“): vogelnestbewohnend
(von in Vogelnestern lebenden Tieren, z. B. manchen Mil
ben u. Flöhen; Biol.). Nildolgen das; -s, -e (zu t...gen):
tProtein des Bindegewebes (Biochem.)
Nie der fre quenz die; -, -en (zu î Frequenz): Bereich der
elektr. Schwingungen unterhalb der Mittelfrequenz
(5000-10000 Hertz)
ni|el|lie|ren [nie...] (aus gleichbed. it. mellare zu niello, vgl.
Niello): in Metall (meist Silber od. Gold) gravierte Zeich
nungen mit Niello (1) ausfüllen (Kunstw.). Nielllo das;
-[s], Plur. -s u. ...lien (bei Kunstwerken auch ...lli) (aus
gleichbed. it. niello zu lat. nigellus „schwärzlich“, Verklei
nerungsform von niger „schwarz“): 1. Masse u. a. aus Blei,
Kupfer u. Schwefel, die zum Ausfüllen einer in Metall ein
gravierten Zeichnung dient u. die sich als schwarze od.
schwärzliche Verzierung von dem Metall abhebt
(Kunstw.). 2. mit Niello (1) bearbeitete Metallzeichnung,
mit Niello (1) verzierter Metallgegenstand (meist aus Sil
ber od. Gold). 3. Abdruck einer zur Aufnahme von Niello
(1) bestimmten gravierten Platte auf Papier
Nilfe [auch 'ni:fe] ¿Zas; - (Kurzw. aus Aü'ckel u. lat./errum
„Eisen“): im Wesentlichen wahrscheinlich aus Eisen u. Ni
ckel bestehende Materie des Erdkerns (Geol.). Nilfekern der; -[e]s: svw. Nife
Nilgaud [ni go:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. nigaud, weitere
Herkunft ungeklärt): (veraltet) Einfaltspinsel. Nilgaudelrie rfzc; -, ..den (aus gleichbed. fr. nigauderie): (veral
tet) Albernheit, Dummheit. nilgauldfelren (aus gleich
bed. fr. nigauder): (veraltet) sich einfältig od. albern be
nehmen
Niglger der; -s, - (aus gleichbed. engl. nigger für älter
(mundartl.) ne(e)ger, dies über fr. nègre aus gleichbed.
span, negro, vgl. negrid): Schimpfwort für einen Angehö
rigen des Î negriden Menschentyps
nimbieren
['naɪtklʌb] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. night
club; vgl. Klub): Nachtbar, [exklusives] Nachtlokal
Nilgrin* der; -s, -e (zu lat. niger, Gen. nigri „schwarz" u.
t...in (1)): schwarze Varietät des ÎRutils. Nilgrolmant
der; -en, -en (aus gleichbed. mlat. nigromantus; vgl. Nigromantie): Zauberer, Wahrsager, Magier. Nilgrolmantie die; - (aus gleichbed. mlat. nigromantia, dies unter An
lehnung an lat. niger „schwarz“ entstellt aus necromantia,
vgl. Nekromantie): schwarze Kunst, Magie, Zauberei. Nigrolsin das; -s, -e (zu lat. niger, Gen. nigri „schwarz" u.
T...in (1)): violetter bis blauschwarzer synthetischer Farb
stoff zum Färben von Papier, Leder, Kunststoffen u.a.
Nightlclub
nilhil est in inltelllecltu, quod non sit prilus in sen
su [—...lektu-------- ] [liât.; „nichts ist im Verstand, was
nicht vorher im Sinnesvermögen gewesen ist“): erkennt
nistheoretische Grundformel des philos. Sensualismus
bzw. Empirismus (Philos.). Ni|hi|lis|musder;-(zu/at. ni
hil „nichts“ u. î...ismus (l)): a) [philos.] Anschauung,
Überzeugung von der Nichtigkeit alles Bestehenden, Sei
enden; b) weltanschauliche Haltung, die alle positiven
Zielsetzungen, Ideale, Werte ablehnt; völlige Verneinung
aller Normen, Werte, Ziele. Nilhillist der; -en, -en (zu
î...ist): Vertreter des Nihilismus; jmd., der nihilistisch (b)
eingestellt ist. ni I hi I lis Itisch (zu î...istisch): a) in der Art
des Nihilismus; b) alle positiven Zielsetzungen, Ideale,
Werte, Normen bedingungslos ablehnend. Nilhilliltät
die; - (zu T...ität): (veraltet) Nichtigkeit, nilhil obsltat*
llat.y. es steht nichts im Wege (Unbedenklichkeitsformel
der kath. Kirche für die Erteilung der Druckerlaubnis od.
der Î Missio canonica); vgl. Imprimatur (2)
Nilhonlgi der; - (aus jap. ni-hongi „Annalen von Nihon
(= Japan)“): erste japan. Reichsgeschichte, Quellen
schrift des ÎSchintoismus (720 n. Chr.); vgl. Kodschiki
Nik kei-In dex der; - (wohl nach dem Namen eines jap.
Zeitungsverlages): Aufstellung der errechneten Durch
schnittskurse von 225 an der Börse in Tokio notierten Ak
tien
Nilkol vgl. Nicol
Nilkollaus [auch ni:...] der; -, Plur. -e, ugs. ...läuse (nach ei
nem als Heiliger verehrten Bischof von Myra, um 270 bis
um 342 n.Chr.): 1. als hl. Nikolaus verkleidete Person. 2.
(ohne Plur.) mit bestimmten Bräuchen verbundener Tag
des hl. Nikolaus (6. Dezember) ; Nikolaustag. 3. Geschenk
[für Kinder] zum Nikolaustag. Nilkollo der; -s, -s (aus it.
Niccolô „Nikolaus“): (österr.) svw. Nikolaus
Nilkoltin, ehern, fachspr. Nicotin [niko...] das; -s (aus
gleichbed. fr. nicotine zu nicotiane „Tabakspflanze“, dies
aus gleichbed. nlat. herba Nicotiana, nach dem franz. Ge
lehrten J. Nicot, um 1530-1600): in den Wurzeln der Ta
bakpflanze gebildetes î Alkaloid, das sich in den Blättern
ablagert u. beim Tabakrauchen als [anregendes] Genuss
mittel dient. Nilkoltilnislmus der; - (zu ɪ,,,ismus (3)>:
durch übermäßige Aufnahme von Nikotin hervorgerufene
Erkrankung des Nervensystems; Nikotinvergiftung. NikoitinsäuTe die; -: ein Bestandteil des VitaminB2-Komplexes (Biochem.). Nilkoltinlsäulrelamid ¿Zas,
-s: zum Vitamin-B,-Komplex gehörende Substanz, die vor
allem gegen ÎPellagra angewendet wird (Biochem.)
Nikltaltilon u. NikItiIta|tiIon die; - (aus spätlat. nictatio
„das Zwinkern (mit den Augen)“ zu nictare „zwinkern,
blinzeln“): Blinzelkrampf, durch eine schnelle Folge von
Zuckungen gekennzeichneter Augenlidkrampf (Med.)
Nillgau der; -[e]s, -e (aus gleichbed. Hindi nilgäw, eigtl.
„blaue Kuh“) : antilopenartiger, blaugrauer ind. Waldbock
Ni|lo|ti|de der u. die; -n, -n (nach dem Fluss Nil u. zu
f,,dde): Angehörige^] eines schlanken, hochwüchsigen u.
langbeinigen Menschentypus mit sehr dunkler Haut
nimlbielren (zu TNimbus u. Î..deren): mit einem bestimm
ten Nimbus (2) umgeben; in seiner Bedeutung aufwerten.
ES
934
nimbiert
<zu T...iert): mit einem Nimbus (1) versehen
(Heraldik). Nimibolstraltus* der; -, ...ti (zu lat. nimbus
„Sturzregen; Regenwolke“ u. (Stratus): bis zu mehreren
Kilometern mächtige, tief hängende Regenwolke (Mete
or.). Nim bus der; -, -se (aus gleichbed. mlat. nimbus, dies
aus lat. nimbus „Sturzregen; Regenwolke; Nebelhülle, die
die Götter umgibt“): 1. Heiligenschein, bes. bei Darstel
lungen Gottes od. Heiliger; Gloriole. 2. besonderes Anse
hen, glanzvoller Ruhm; Geltung. 3. (veraltet) svw. Nimbo
stratus. Nim|bus|ef|fekt der; -: Beeinflussung des Ein
zeleindrucks durch den nimbierenden Gesamteindruck,
der z. B. in der Werbung durch Mitwirkung einer bekann
ten Persönlichkeit eintritt
Nil mietät [nimie...] die; - (aus gleichbed. lat. nimietas,
Gen. nimietatis zu nimius „sehr groß, zu groß, übermä
ßig“): (veraltet) Übermaß
Nimlrod [...rot] der; -s, -e [,,,ro:də] (aus hebr. nimröd, nach
der biblischen Gestalt): großer [leidenschaftlicher] Jäger
Nil ña [ ninja] 4Ze; - u. La Niña die; - - (meist ohne Artikel)
(aus span, niña, eigtl. „kleines Mädchen“, Gegenbildung
zu niño, vgl. Niño) : Kaltwasserströmung des östlichen tro
pischen Pazifiks; Ggs. TNiño
Nin hy drin* das:-s (Kunstw.; vgl. ...in (1)>: Reagenz zum
Nachweis vor allem von tAminosäuren, t Peptiden u.
Î Proteinen (Biochem.)
Ninlja der; -[s], -[s] (aus jap. nin-ja „Spion, Kundschafter“):
(im feudalen Japan) in Geheimbünden organisierter Krie
ger, der sich spezieller Waffen u. eines besonderen Kampf
stils bedient
Nil ño ['ninjɔ] der; - u. El Niño der; - -s (meist ohne Artikel)
(aus span, niño „(Christ)kind“ (weil die Warmwasserströ
mung in Abständen von einigen Jahren um die Weih
nachtszeit vor den Küsten Perus u. Ecuadors beobachtet
wird)): Warmwasserströmung des östlichen tropischen
Pazifiks mit z.T. verheerender Auswirkung auf Wetter u.
Klima; Ggs. TNifia
Nilnolflex® der od. das; -es, -e (Kunstw.): ein wasserdich
tes, luftdurchlässiges Gewebe (bes. für Regenmäntel)
Nilob u. Niobium das; -s (nach der griech. Sagengestalt
Niobe (gr. Nióbe), der Tochter des Tantalus (weil das Ele
ment zusammen mit TTantal vorkommt); vgl. ...ium):
chem. Element, hellgraues, glänzendes Metall, das sich gut
walzen u. schmieden lässt; Zeichen Nb. Nilolbat das; -s,
-e (meist Plur.) (zu Î ...at (2)): Salz von Säuren mit fünfwer
tigem Niob im Molekül (Chem.). Nilolbilde der; -n, -n u.
die; -, -n (zu Î ...ide): Nachkomme der griech. Sagengestalt,
Abkömmling der Niobe. Nilolbit [auch ...’bit] der,; -s, -e
(zu t2...it): ein Niob enthaltendes Mineral, schwarz glän
zendes Metall. Nilolbilum vgl. Niob
Nilolpo das: - (aus einer südamerik. Indianersprache): Ge
nussmittel, das aus pulverisierten Samen bestimmter Mi
mosengewächse besteht u. aus langen Rohren durch die
Nase eingesogen wird
Nilphalbleplsie* die; -, ...ien (zu gr. nipha „Schnee“ u.
TAblepsie): akute, nicht infektiöse Bindehautentzündung
infolge übermäßiger Einwirkung ultravioletter Strahlen
auf die Augen; Schneeblindheit (Med.)
Niplpes [auch nips, mp] u. Nipplsalchen die (Plur.) (zu
älter fr. nippes „Putzsachen“, Herkunft ungeklärt): kleine
Gegenstände, Figuren [aus Porzellan], die zur Zierde auf
gestellt werden
Nitjvalna, Nir wa na das; -[s] (aus sanskr. nirväna, eigtl.
„das Erlöschen, Verwehen“): (im Buddhismus) Endziel
des Lebens als Zustand völliger Ruhe
Nil san u. Nissan der; - (aus hebr. nîsan „Frühlingsmonat“):
siebenter Monat im jüd. Kalender (März, April), Monat
des Î Passahs
nilsi be ne (lat.: „(über Tote) nichts, wenn nicht Gutes“):
von den Toten soll man nur gut sprechen
nimlbiert
Nisisan vgl. Nisan
Nilsus der; -, - ['ni:zu:s]
(aus lat. nisus „Ansatz; Anstren
gung; Schwung“): Trieb (Med.). Nilsus for|ma|ti|vus [,,,'ti:vʊs] der; - - (aus gleichbed. (n)lat. nisus formativus,
eigtl. „gestaltende Kraft“): Bildungstrieb, Lebenskraft je
des Menschen (Anthropol.). Nilsus selxulallis der; - (aus gleichbed. lat. nisus sexualis): Geschlechtstrieb
(Med.)
Nilter der; -s, - (zu lat. nitrum „Soda, Natron“, vgl. Ni
trum): ein farbloses, weißes od. graues Mineral, das als
Ausblühung des Bodens vorkommt
Niltilnol® das; -s (Kunstw. aus Mckel, T/tanium u. amerik.
ʌaval Ordnance Laboratory“) : eine in den USA entwickel
te Nickel-Titan-Legierung mit Formgedächtnis (aus der
Gruppe der Î Memorylegierungen)
Nilton das; -s (aus gleichbed. engl. niton zu lat. nitere „glän
zen“): (veraltet) svw. Radon. Niltolsol der; -s (zu lat. so
lum „Boden“): leuchtend rot gefärbter, tonreicher Boden
der feuchten Tropen u. Subtropen
Niltrat* das; -[e]s, -e (zu TNitrum u. t...at (2)>: häufig als
Oxidations- u. Düngemittel verwendetes Salz der Salpe
tersäure. Ni|trat|bak|te|rilen [...jan] die (Plur.): Nitrit zu
Nitrat oxidierende Bakterien. Ni|trat|zel|lu|lo|se die; -,
-n: svw. Zellulosenitrat. Niltrid das; -s, -e (zu tʒ,,,id): Me
tall-Stickstoff-Verbindung. niltrielren (zu t..deren): or
ganische Substanzen mit Salpetersäure od. Gemischen aus
konzentrierter Salpeter- u. Schwefelsäure behandeln, bes.
zur Gewinnung von Sprengstoffen, Farbstoffen, Heilmit
teln (Chem., Technik). Ni|tri|fi|kant der; -en, -en (zu Înitrifizieren u. t,,,ant (1)): svw. Nitrobakterie. Niltrilfilkatilon die; -, -en (nach gleichbed. fr. nitrification; vgl. ...fikation): Bildung von Salpeter durch Oxidation, die von
Bakterien im Boden bewirkt wird; vgl. ...ation/...ierung.
ni|tri|fi|zie|ren (nach gleichbed. fr. nitrifier ; vgl. ...fizieren): durch Oxidation Salpeter im Boden bilden. Niltrilfizielrung die; -, -en (zu t...fizierung): svw. Nitrifikation;
vgl....ation/...ierung. NiItril das;-s, -e (zu tNitrumu. î ...il
(2)>: organische Verbindung mit einer Cyangruppe. Ni
trit das; -s, -e (zu t',,,it): farbloses Salz der salpetrigen
Säure, bes. das zum Erhalten der roten Farbe bei Fleisch
waren verwendete Natriumnitrit. Niltro... (zu lat. nitrum,
vgl. Nitrum) : Wortbildungselement mit den Bedeutungen :
a) „Stickstoff bildend od. enthaltend“, z. B. Nitrobakterie,
u. b) „die Nitrogruppe im Molekül enthaltend“, z.B. Ni
trobenzol. Ni|tro|bak|te|ri|e [...ja] die; -, -n [...ien] (meist
Plur.): Bakterie, die das Ammoniak des Ackerbodens in
Nitrit bzw. in Nitrat verwandelt (Chem., Landw.). Niltroben zol das; -s: einfachste aromatische Verbindung mit
der Nitrogruppe im Molekül, Zwischenprodukt bei der
Anilin- u. Farbenherstellung. Ni|trolge|!a|ti|ne [,,,ʒe...]
rf/e; -: Sprenggelatine, brisanter Sprengstoff (wirksamer
Bestandteil des ÎDynamits). Niltrolgen das; -s (nach
gleichbed. /r. nitrogène, eigtl. „Salpeter bildend“; vgl.
...gen): svw. Nitrogenium. Ni |tro Ige Ina Ise die; - (zu
t...ase): Multienzymkomplex der luftstickstoffbindenden
Bakterien. Ni|tro|ge|ni|um u. Nitrogen das; -s (vgl.
...ium): chemisches Element; Stickstoff (Zeichen: Nj.Nttrolgly ze rin das; -s: ältere Bez. für tGlyzerintrinitrat.
Niltrolgruplpe <L'e; -: als Bestandteil zahlreicher organi
scher Verbindungen auftretende einwertige Gruppe, die
ein Stickstoff- und zwei Sauerstoffatome enthält. Niltrome than das; -s, -e: farblose, ätherisch riechende, brenn
bare Flüssigkeit (Chem.). Ni|trolpen|ta das; -[s]
(Kunstw.; zugr. pénte „fünf“): brisanter Explosivstoff mit
extrem hoher Detonationsgeschwindigkeit, niltrolphil
(zu t,,,phil): Nitrate speichernd u. auf nitratreichem Bo
den besonders gut wachsend (von bestimmten Pflanzen;
Bot.).Ni|tro|phos|ka® iZ/e;-(Kunstw.): Stickstoff, Phos
phor u. Kalium enthaltendes Düngemittel. Niltrolphos-
935
phat das: -[e]s, -e: Stickstoff, Phosphor, Kali u. Kalk ent
haltendes Düngemittel, niltros (aus lat. nitrosus „voller
Natron“): Stickoxid enthaltend. Niltrolsalmin das:-s, -e:
bestimmte Stickstoffverbindung, die u. a. beim Räuchern,
Rösten entsteht u. in hoher Konzentration krebserregend
sein kann. Niltrolse die: - (Substantivierung zu Înitros):
nitrose Schwefelsäure. NiltrolsiltätrZ/e;- (zu Î ...ität): Ge
halt an Salpeter. Ni|tro|to|lulol das: -[e]s, -e (meist Plur.)
(zu t Nitro...): t Derivat des TToluols mit einer, zwei od.
drei Nitrogruppen am Benzolring. Ni|tro|zel|lu|lo|se
die: - (zu tNitro...): durch Nitrieren von Zellulose herge
stellte, weiße, faserige Masse, die beim Entzünden sehr
rasch verbrennt u. für die Herstellung von Lacken u. Zel
luloid od. für Sprengstoffe verwendet wird; Schießbaum
wolle, Kollodiumwolle. Niltrum das; -s (über lat. nitrum
ausgr. nitron „Laugensalz, Soda, Natron“, dies ausgleichbed. ägypt. ntr(j), vgl. Natron): (veraltet) Salpeter
nitlschelwo* (aus gleichbed. russ. nicego): (ugs. scherzh.)
nichts; macht nichts!
Nitlschi|ren|sek|te*, Nichirensekte ['nitʃi...] die; - (nach
dem japan. PriesterNitschiren):japan. buddhistische Sek
te, die die Erlösung nur in eigener Anstrengung sucht
nilval [ni'va:l] (aus gleichbed. lat. nivalis zu nix, Gen. nivis
„Schnee“): (von Niederschlägen) in fester Form von
Schnee, Eis, Eisregen geprägt (Meteor.); nivales Klima:
Klima in Polarzonen u. Hochgebirgsregionen, das durch
Niederschläge in fester Form (Schnee, Eisregen) gekenn
zeichnet ist. Nilval ¿Zas; -s, -: Gebiet mit dauernder od.
langfristiger Schnee- od. Eisbedeckung. Nilvallorlganis mus der; -, ...men (meist Plur.): Tier od. Pflanze aus
Gebieten mit ständiger Schnee- od. Eisdecke (Biol.). Nivaition die; -, -en (zu lat. nix. Gen. nivis „Schnee“ u.
t,,,ation): Einwirkung von Schnee auf die Erdoberfläche,
wobei durch Bewegung u. Druck des Schnees sowie durch
das Schmelzwasser typische muldenartige Hohlformen
entstehen
Nil veau [ñi vo:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. niveau, dissi
miliert aus altfr. livel, dies aus vulgärlat. libellus für lat. li
bella „kleine Waage, Wasserwaage; waagerechte Flä
che“): 1. waagerechte, ebene Fläche; Höhenstufe (auf der
sich etwas erstreckt). 2. Wertstufe o.Ä., die etwas innehat,
auf der sich etwas bewegt. 3. geistiger Rang; Stand, Grad,
Stufe der bildungsmäßigen, künstlerischen o.ä. Ausprä
gung. 4. feine Wasserwaage an geodätischen u. astronomi
schen Instrumenten. 5. Gesamtbild einer persönlich ge
stalteten, ausdruckskräftigen Handschrift (Graphologie).
Nilveauldilalgnolse* [ni'vo:...] die; -, -n: Feststellung
des Sitzes eines Krankheitsherdes aufgrund der neurolo
gischen Ausfallserscheinung (Med.). Ni|veau|flä|che
die; -, -n: Fläche, die auf gleicher Höhe liegende Punkte
verbindet (Math.), nilveaulfrei: nicht in gleicher Höhe,
auf gleichem Niveau mit einer [anderen] Fahrbahn liegend
od. diese kreuzend, z. B. ein -er Zugang zu einer Haltestel
le, eine -e Straßenkreuzung (Verkehrsw.). Nilveaullilnie
[...ja] die; -, -n: tlsohypse, Höhenlinie (Geogr.). nilveaulos: sich auf einem niedrigen Niveau (3) bewegend; geistig
anspruchslos. Nilveaulrelgullielrung die;das Einhal
ten der Bodenfreiheit bei Personen- u. Nutz- bzw. Last
kraftwagen durch mechanisch od. elektronisch geregelte
Federung. Ni|veau|sphä|ro|id* das; -[e]s: Gestalt, die
die Erdoberfläche annehmen würde, wenn sie den auf sie
wirkenden Kräften nachgeben würde. Nilveaulvalriome ter [,..va...] das; -s, -: Drehwaage als Messgerät zur
Bestimmung der Krümmungsverhältnisse der Niveauflä
che der Erde. Nilvelllelment [nivɛlə'ma:] ¿Zas; -s, -s (aus
gleichbed. fr. nivellement zu niveller, vgl. nivellieren): 1.
Einebnung, Ausgleichung. 2. a) Messung u. Bestimmung
von Höhenunterschieden im Gelände mithilfe des Nivel
liergeräts; b) Ergebnis des Nivellements (Geodäsie). Ni
Noblesse
vei liier das; -s, -s (aus gleichbed. fr. nivellier): Messgerät
mit einem Zielfernrohr zum Bestimmen der Höhenunter
schiede in einem Gelände, nilvelllielren (aus gleichbed.
fr. niveler, eigtl. „mit der Wasserwaage abmessen“; vgl.
Niveau): 1. (Unterschiede) durch Ausgleichung aufheben,
mildern. 2. Höhenunterschiede mithilfe des Nivellements
(2) bestimmen. 3. (selten) ebnen, planieren. Nilvelllierinlstrulment* das; -[e]s, -e: svw. Nivellier, nilvelllitisch: das Nivellement (2) betreffend
Ni|ve|nit [nɪvə-,, auch ... nit] der; -s, -e (nach dem amerik.
Mineralogen W. Niven (f 1937) u. t2...it): Mineral mit ho
hem Gehalt an seltenen Erden
Nil volmelter [nivo...] das; -s, - (zu lat. nix, Gen. nivis
„Schnee“ u. t1...meter): Gerät zur Messung der Dichte ge
fallenen Schnees (Meteor,). Nilvose [ni'vo:z] der; -, -s [nivo:z] (aus /r. nivôse „Schneemonat“ zu Zat. nivosus
„schneereich, voll Schnee“): der vierte Monat des franz.
Revolutionskalenders (21. Dez. bis 19. Jan.)
Nilzälnum u. Ni zäium u. Nicaenum [ni'tse:...] das; -s (aus
lat. Nicaenum, eigtl. „das Nizänische“, nach der kleinasiat. Stadt Nizäa (lat. Nicaea, gr. Nikaia), heute isnik):
das auf dem ersten allgemeinen Konzil zu Nizäa 325
n.Chr. angenommene u. 381 in Konstantinopel fortgebil
dete zweite Î ökumenische Glaubensbekenntnis (Î Symbol
2 der morgenländischen Kirche; auch im ÎCredo der kath.
Messe)
NLP: Abk. für neurolinguistisches Programmieren; vgl.
neurolinguistisch
N. N. (Abk. für lat. nomen nescio „den Namen weiß ich
nicht“ od. nomen nominandum „der zu nennende Na
me“): Name [noch] unbekannt (Abkürzung, die irgendei
nen Namen ersetzen soll, den man nicht kennt od. nicht
ausdrücklich nennen will, z.B. in Vorlesungsverzeichnis
sen)
No das; - (aus jap. no „das Können“): svw. No-Spiel
noa ipolynes.y. frei (zum Gebrauch bestimmt, nicht tabu)
nolbel (über fr. noble aus gleichbed. lat. nobilis, eigtl.
„kenntlich, bekannt“): 1. in bewundernswerter Weise
großmütig, edel [gesinnt], menschlich vornehm. 2. elegant
[wirkend]; luxuriös. 3. (ugs.) freigebig, großzügig. Nobellgarlde iZz'e; -: aus ital. Adligen gebildete päpstliche
Ehrenwache (1801-1969)
No|be|li|um das; -s (nach dem schwed. Chemiker A.Nobel
(1833-1896) u. zu t...ium>: künstlich hergestelltes ehern.
Element, ein Transuran; Zeichen No. Nolbellpreis der;
-es, -e: von dem schwed. Chemiker A. Nobel gestifteter,
jährlich für hervorragende kulturelle, wissenschaftliche
Leistungen auf verschiedenen Gebieten verliehener Geld
preis
Nolbilles [,,,le:s] die (Plur.) (aus lat. nobiles, substantivier
ter Plur. von nobilis, vgl. nobel): die Angehörigen der Nobilität im alten Rom. Nolbilli die (Plur.) (aus it. nobili
(Plur.), dies aus lat. nobiles, vgl. Nobiles) : die adeligen Ge
schlechter in den ehemaligen ital. Freistaaten, bes. in Ve
nedig. No|bi|lis|si|mus der; - (aus lat. nobilissimus „der
Vornehmste, Berühmteste“): Titel der altröm. Kaiser u.
der Mitglieder der kaiserlichen Familie. NolbilliItät die; (aus lat. nobilitas, Gen. nobilitatis, eigtl. „Berühmtheit,
Adel“): Amtsadel im alten Rom. Nolbilliltaitilon die: -,
-en (zu lat. nobilitare (vgl. nobilitieren) u. t...ation): Ver
leihung des Adels; vgl. ...ation/...ierung. no|billi|tie|ren
(aus lat. nobilitare, eigtl. „bekannt, berühmt machen“):
adeln. Nolbilliltielrung tZze; -, -en (zu l...ierung): svw.
Nobilitation; vgl. ...ation/...ierung. Nolbi liIty [,..ti] die; (aus engl. nobility, dies aus lat. nobilitas, vgl. Nobilität):
Hochadel Großbritanniens. Nolbleslse* [auch nobles]
die; -, -n (aus gleichbed. fr. noblesse zu noble, vgl. nobel):
1. (veraltet) Adel; adelige, vornehme Gesellschaft. 2. (oh
ne Plur.) edle Gesinnung, Vornehmheit, vornehmes Be-
El
noblesse oblige
nehmen, nolblesse* ob lige [nɔblɛsɔ'bli:ʒ] (fr.; „Adel
verpflichtet“): eine höhere gesellschaftliche Stellung ver
pflichtet zu Verhaltensweisen, die von anderen nicht un
bedingt erwartet werden
Nolboldy ['noobədɪ] der: -[s], -s (aus engl. nobody „nie
mand“): jmd., der unbedeutend, [noch] ein Niemand ist
Nock das; -[e]s, -e, auch die; -, -en (wohl aus gleichbed. niederl. nok): 1. äußerstes Ende eines Rundholzes, einer Spie
re. 2. seitliche Verlängerungen, Endigungen der Schiffs
brücke (Seew.)
no com ment [no 'kɔmɛnt, engl. : nəu komɛnt] {engl.; kein
Kommentar!): Bemerkung, mit der man sich einer erwar
teten Stellungnahme entzieht
Noclti|lu|ca [nɔkti'lu:ka] rf/'e; - (aus lat. noctiluca, eigtl.
„Nachtleuchte“, zu nox, Gen. noctis „Nacht“ u. lucere
„leuchten“): im Oberflächenwasser der Meere lebende,
das Meeresleuchten verursachende, 1-2 mm große Gei
ßeltierchenart mit rundem, ungepanzertem Körper. Noc
turne [nok'tyrn] ¿Zas; -s, -s od. die; -, -s (aus gleichbed. fr.
nocturne, eigtl. „nächtlich“, dies aus gleichbed. lat.
nocturnus): 1. elegisches od. träumerisches Charakter
stück in einem Satz (für Klavier). 2. (selten) svw. Nottur
no. noclturlnus [...’tor...] (lat.}: nächtlich, nachts auftre
tend (bes. von Schmerzen u. Krankheitserscheinungen;
Med.)
Noldi: Plur. von Nodus, noldös (aus gleichbed. lat. nodo
sus zu nodus, vgl. Nodus): knotig, mit Knötchenbildung
(Med.). Noldolsiltas die; - (aus gleichbed. lat. nodositas,
Gen. nodositatis): knotige Beschaffenheit (bes. der Haa
re; Med.). Noidolsiltät die; - (zu T ...ität>: kleine, knoten
artige Verdickung an Wurzeln des Weinstocks, noldullär
(zu t...är>: knötchenförmig; mit Knötchen versehen,
Knötchen aufweisend (Med.). Noldullus der; -, ...li (aus
lat. notulus „kleiner Knoten“, Verkleinerungsform von
nodus „Knoten“): a) knötchenförmiges tphysiologisches
Gebilde im Körper (Anat.) ; b) krankhafte knötchenförmi
ge Gewebsverdickung von fester t Konsistenz (Med.). No
dus der; -, Nodi (aus lat. nodus „Knoten“): 1. Knoten
(z.B. Lymphknoten; Med.). 2. oft knotig verdickte An
satzstelle des Blattes (Bot.). 3. Knauf am Schaft eines Ge
rätes (z. B. eines Kelchs)
No-Ef|fect-Le|vel [noʊ-ɪ'fɛktlɛvl] der; -s, -s (zuewgZ. no ef
fect „keine Wirkung“ u. t Level): höchstmögliche Konzen
tration eines ehern. Wirkstoffes, die noch keine Vergif
tungserscheinungen bewirkt (bei Tierversuchen; Pharm.)
Nolël [nɔ'ɛl] der; - (fr.; „Weihnachten“): franz, mundartli
ches Weihnachtslied, -spiel
Nolem das; -s, -e (zu TNoema; vgl. ...em): kleinste begriff
liche Einheit; kleinstes Bedeutungselement eines Semems
(Sprachw.). Nolelma das; -s, Noemata (aus gr. nóema,
Gen. noematos „Gedanke, Sinn“): (in der Phänomenolo
gie) Inhalt eines Gedankens im Unterschied zum Denk
vorgang. Nolelmaltik die; - (zu t2...ik (1)): Theorie, die
die Beziehungen der Noeme untereinander sowie ihre
Kombinationsmöglichkeiten zum Gegenstand hat. No|esis die; - (ausgr. nóesis „das Denken“): (in der Phänome
nologie) Denkvorgang im Unterschied zum Inhalt eines
Gedankens. Noleltik die; - (aus gleichbed. gr. noetikë
(téchnê) zu noetikös „das Denken betreffend“): Lehre
vom Denken, vom Erkennen geistiger Gegenstände, noe tisch (aus gr. noetös „geistig wahrnehmbar“): 1. die
Noetik betreffend. 2. die Noesis betreffend
no fulture [noʊ 'fju:tʃə] (engl.: „keine Zukunft“): Schlag
wort als Ausdruck der Hoffnungslosigkeit, als Ausdruck
dafür, dass es keine Zukunft für jmdn. (bes. arbeitslose
Jugendliche), etwas gibt. No-Fu|ture-Ge|ne|ra|tion
[,,,dʒənə'reɪʃən] die; - (zu engl. generation „Generation“):
junge Generation ohne Zukunftsaussichten
Noir [noa:g] das; -s (aus fr. noir „schwarz“, dies aus lat. ni
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ger) : die Farbe Schwarz als Gewinnmöglichkeit beim
Î ‘Roulette
no iron [noʊ 'aɪən] (nach gleichbed. engl. non-iron): bügel
frei (Hinweis auf Geweben aus knitterfesten, nicht einlau
fenden Textilfasern). No-iron-Blu|se die; -, -n: bügelfreie
Bluse. No-iron-Hemd das; -[e]s, -en: bügelfreies Hemd
Noise [nɔɪz] der; - (aus engl. noise „Lärm, Krach“, dies
über altfr. noise aus lat. nausea „Übelkeit, Ekel“): stilisier
te Form des 1 Punkrock mit t avantgardistischem Kunst
anspruch
Noilsette [noa'zɛt] die; -, -s (aus gleichbed. fr. noisette,
eigtl. „Haselnuss“, Verkleinerungsform von noix „Nuss“,
dies aus lat. nux): 1. kurz für TNoisetteschokolade. 2.
(meist Plur.) rundes Fleischstück aus der Keule von be
stimmten Schlachttieren. Noi|sette|scho|ko|la|de die;
-, -n: Milchschokolade mit fein gemahlenen Haselnüssen
Nok|tam|bu|lislmus* der; - (zu lat. nox, Gen. noctis
„Nacht“, ambulare „wandern, herumgehen“ u. t...ismus
):
(3)
svw. Somnambulismus (Med.). Noklturn die; -, -en
(aus gleichbed. fr. nocturne, dies aus lat. nocturnus
„nächtlich“): Teil der 1 Matutin im kath. Breviergebet.
Noklturlne die; -, -n: (selten) svw. Nocturne
nollens vo lens [- 'vo:...] (Zat.; „nicht wollend wollend“):
wohl od. übel
Mollil metangere das; -, - (aus lat. noli me tangere „rühr
mich nicht an“): 1. Darstellung der biblischen Szene, in
der der auferstandene Jesus Maria Magdalena erscheint
(nach Joh. 20,14-18). 2. Springkraut, dessen Früchte den
Samen bei Berührung ausschleudern
Nollislselment [nolɪsə'ma:] das; -s, -s (aus fr. nolisement
„Ladung; Transportkosten“ zu noliser „befrachten, mie
ten“, dies aus it. noleggiare zu nolo „Befrachtung, Miete
(eines Schiffes)“, dies über lat. naulum aus gr. naülon
„Fährgeld“): franz. Bez. für Seefrachtvertrag
’...nom (aus gr. nomos „Gesetz“ zu némein „teilen, zutei
len; verwalten“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„von bestimmten Gesetzen abhängend, ...wertig“, z. B. heteronom. 2...nom (aus gr. -nomos „verwaltend; Verwal
ter“, vgl. ‘...nom): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „Sachkundiger; Verwalter“, z.B. Astronom
ɜ,,,nom (aus lat. nomen „Name“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „(mathematischer) Ausdruck“, z.B.
Binom
Nol ma das; -s, -su. iZZe; -, Nomae [...me] (über/ɑt. noma aus
gr. nome „um sich fressendes Geschwür“, eigtl. „(Weidejplatz“; vgl. Nomade): brandiges Absterben der Wan
gen bei unterernährten od. durch Krankheit geschwächten
Kindern (Med.). Nolmalde der; -n, -n (über lat. nomades
aus gr. nomádes, substantivierter Plur. von nomäs „Vieh
herden weidend u. mit ihnen umherziehend“ zu gr. nomÉ,
nomos „Weide(platz)“): 1. Angehöriger eines [Hirtenvol
kes, das innerhalb eines begrenzten Gebietes umherzieht.
2. (scherzh.) wenig sesshafter, ruheloser Mensch, nolmadisch (nachgr. nomadikös „umherstreifend“): 1. die No
maden (1) betreffend; nicht sesshaft, [mit Herden] wan
dernd. 2. (scherzh.) ruhelos umherziehend, unstet, noma|di|sie|ren (zu T...isieren): 1. als Nomade leben, um
herziehen; 2. (scherzh.) ruhelos, unstet umherschweifen.
No|ma|dis|mus der; - (zu T...ismus (2)): 1. nomadische
Wirtschafts-, Gesellschafts- u. Lebensform. 2. [durch
Nahrungssuche u. arteigenen Bewegungstrieb bedingte]
ständige [Gruppenjwanderungen von Tierarten
No-Maslke die; -, -n (zu jap. no, vgl. No-Spiel): Maske, die
der japan. Schauspieler im TNo-Spiel trägt
Nom de Guerre [nðd'gɛ:r] der; —, -s - - [nðd'gɛ:r] (aus fr.
nom de guerre, eigtl. „Kriegsname“ (weil die Soldaten
urspr. bei Eintritt in die Armee einen anderen Namen be
kamen)): franz. Bez. für Deck-, Künstler-, auch Spottna
me. Nom de Plume [nöd'plym] der; - - -, -s - - [nöd plym]
937
(aus fr. nom de plumme, eigtl. „(Schreib)federname“):
franz. Bez. für Schriftstellerdeckname. Nolmen das: -s,
Plur. - u. Nomina (aus gleichbed. lat. nomen, Gen. nomi
nis): 1. Substantiv. 2. deklinierbares Wort, das weder Pro
nomen noch Artikel ist (zusammenfassende Bez. für Sub
stantiv u. Adjektiv). Nolmen Aclti [- akti] das; - -, No
mina - (zu lat. actum, Gen. acti „Handlung“): von einem
Verb abgeleitetes Substantiv, das das Ergebnis eines Ge
schehens bezeichnet (z.B. Bruch zu brechen). Nolmen
Acltilolnis [- ak...] das; - -, Nomina -: (zu lat. actio, Gen.
actionis „Ausführung, Tätigkeit“): von einem Verb abge
leitetes Substantiv, das ein Geschehen bezeichnet (z.B.
Schlaf zu schlafen). Nolmen Agenltis das: - -, Nomina (zu lat. agens, Gen. agentis, vgl. 'Agens): von einem Verb
abgeleitetes Substantiv, das das [handelnde] Subjekt eines
Geschehens bezeichnet (z.B. Läufer zu laufen), nolmen
est omen dat.; „Name ist Schicksal“): der Name deutet
schon daraufhin. Nolmen genltille das: - -, Nomina gen
tilia (zu lat. gentilis „zur Sippe gehörend“ ) : (in der Antike)
[an zweiter Stelle stehender] Geschlechtsname der Römer
(z.B. Gaius Julius Caesar). Nolmen genltillilcilum [...tsium] das; - -, Nomina gentilicia [- ...tsia] (zu lat. genti
licius „zur Familie gehörend“): svw. Nomen gentile. No
men Inlstrulmenlti* das; - -, Nomina - (zu lat. instru
mentum, Gen. instrumenti, vgl. Instrument): von einem
Verb abgeleitetes Substantiv, das ein Gerät od. Werkzeug,
das Mittel einer Tätigkeit bezeichnet (z. B. Bohrer zu boh
ren). Nolmenlklaltor der; -s, ...oren (aus lat. nomencla
tor, eigtl. „Namennenner“, dies zu nomen „Name“ u. ca
lare „ausrufen“): 1. (hist.) altröm. Sklave, der seinem
Herrn die Namen seiner Sklaven, Besucher usw. anzu
geben hatte. 2. Verzeichnis der für ein bestimmtes Fach
gebiet, einen bestimmten Wissenschaftszweig gültigen
Namen u. Bezeichnungen. no|men|kla|to|risch: den
Nomenklator (2) u. die Nomenklatur betreffend. Nolmenkla tur die; -, -en (aus lat. nomenclatura „Namenverzeich
nis“, vgl. Nomenklator): System der Namen u. Fachbe
zeichnungen, die für ein bestimmtes Fachgebiet, einen be
stimmten Wissenschaftszweig o.Ä. [allgemeine] Gültig
keit haben. No|men|kla|tulra die; - (aus gleichbed. russ.
nomenklatura): (in der ehemaligen Sowjetunion) 1. Ver
zeichnis der wichtigsten Führungspositionen. 2. alles be
herrschende Führungsschicht. Nolmen Lolci [- 'lo:tsi]
das: - -, Nomina - (zu lat. locus, Gen. loci „Ort“): Substan
tiv, das den Ort eines Geschehens bezeichnet (z.B.
Schmiede zu schmieden), nolmen nelscio* [- nestsio]
vgl. N.N. Nolmen Pa|ti|en|tis das; - -, Nomina - (zu lat.
patiens, Gen. patientis, vgl. Patient): Substantiv mit pas
sivischer Bedeutung (z. B. Hammer — Werkzeug, mit dem
gehämmert wird). Nolmen postlverlballe [- ...v...j das; -, Nomina postverbalia (zu lat. post „nach“ u. spätlat. ver
balis „zum Verb gehörend“): Substantiv, das von einem
Verb [rückjgebildet ist (z.B. Kauf von kaufen). Nolmen
prolprilum* das; - -, Nomina propria (zu lat. proprius
„eigen(tümlich)“): Eigenname. Nolmen Qualliltaltis
das: - -, Nomina - (zu lat. qualitas, Gen. qualitatis, vgl.
Qualität): Substantiv, das einen Zustand od. eine Eigen
schaft bezeichnet (z. B. Hitze zu heiß)
'...nolmie (ausgr. -nomia zu nomos „Gesetz, Grundlage“;
vgl. '...nom): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Gesetzlichkeit, Wertigkeit“, z.B. Heteronomie. !...nomie (aus gr. -nomia zu -nomos „verwaltend“; vgl.
’...nom): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Sach
kunde; Verwaltung“, z. B. Astronomie
No|mi|na: Plur. von tNomen. No mi na anlte Res die
(Plur.) (aus lat. nomina ante res „die Namen vor den Din
gen“): Bezeichnungen, die bereits früher vorkamen, je
doch in anderer Bedeutung als heute, z.B. Streichholz =
eine Vorrichtung zum Schärfen der Sense (Sprachw.). no-
Nominator
(aus gleichbed. fr. nominal, dies aus lat. nominalis
„zum Namen gehörend, namentlich“ zu nomen, vgl. No
men): 1. das Nomen (2) betreffend, mit einem Nomen (2)
gebildet (Sprachw.). 2. zum Nennwert (Wirtschaft); vgl.
...al/...eil. Nolmi|nal|abs|trak|tum* das; -s, ...ta: Î Abs
traktum, das von einem Nomen (2) abgeleitet ist (z.B.
Schwärze von schwarz). No|mi|nal|de|fi|ni|ti|on die; -,
-en: Angabe der Bedeutung eines Wortes, einer Bezeich
nung (Philos.); Ggs. ÎRealdefinition. Nominale die; -,
-n (zu t ...ale): Nominalwert [einer Münze] (Wirtsch.). Nomi|nal|ein|kom|men das; -s, -: (in Form einer bestimm
ten Summe angegebenes) Einkommen, dessen Höhe allein
nichts über seine Kaufkraft aussagt (Wirtsch.); Ggs.
(Realeinkommen. Nominalform rZze; -, -en: die Tinfi
nite Form eines Verbs, die als ÎNomen (2) gebraucht wer
den kann (z.B. erwachend). no|mi|na|li|sie|ren (zu
(...isieren): 1. svw. substantivieren. 2. einen ganzen Satz in
eine Nominalphrase verwandeln. No|mi|na|li|sie|rung
die; -, -en (zu I ...isierung): 1. svw. Substantivierung. 2.
(Transformation von Verbalkomplexen od. Sätzen in eine
(Nominalphrase in der generativen Transformations
grammatik. No|mi|na|lislmus r/er; - (zu (...ismus (2)>:
sich gegen den Begriffsrealismus Platos wendende Denk
richtung der Scholastik, wonach den Allgemeinbegriffen
(= Universalien) außerhalb des Denkens nichts Wirkli
ches entspricht, sondern ihre Geltung nur in Namen
(= Nomina) besteht (Philos.). No|mi|na|list der; -en, -en
(zu (...ist): Vertreter des Nominalismus. no|mi|na|listisch (zu 1 ...istisch): den Nominalismus betreffend, auf
ihm beruhend, zu ihm gehörend. Nolmilnallkalpiltal
das: -s, Plur. -e u. (österr. nur) -ien [...ion] : a) Grundkapital
einer Aktiengesellschaft; b) Stammkapital einer Gesell
schaft mit beschränkter Haftung (Wirtsch.). Nolmilnalkaltallog der; -[e]s, -e: alphabetischer Namenkatalog ei
ner Bibliothek; Ggs. (Realkatalog. Nolmiinal kom po
sition die; -, -en: (Komposition (4), deren Glieder aus
Nomina (vgl. Nomen 2) bestehen (z. B. Wassereimer, was
serarm). No|mi|nal|kom|po|si|tum <Zas; -s, ...ta: aus
Nomina zusammengesetztes 1 Kompositum (Sprachw.).
No|mi|nal|phra|se die; -, -n: Wortgruppe in einem Satz
mit einem Nomen (2) als Kernglied. No|mi|nal|prä|fix
das; -es, -e : ( Präfix, das vor ein t Nomen (2) tritt (z. B. Ur-,
wr-in Urbild. uralt). Nominalisatz der; -es, ...sätze: nur
aus Nomina (vgl. Nomen 2) bestehender verbloser Satz
(z. B. Viel Ehre, viel Last!). No mi nal stil der; -[e]s: Stil,
der durch Häufung von Substantiven gekennzeichnet ist;
Ggs. (Verbalstil. No mi nal wert der; -[e]s, -e: der auf
Münzen, Banknoten, Wertpapieren usw. in Zahlen od.
Worten angegebene Wert (Wirtsch.). No|mi|nal|zins
der; -es, -en: der sich bei einer Schuldverschreibung auf
den Nominalwert beziehende Zinssatz (Bankw.). Nomina post Res die (Plur.) (aus lat. nomina post res „die Na
men nach den Sachen“): Bezeichnungen, die notwendig
wurden, weil neue Verhältnisse eine nähere Differenzie
rungverlangten (z. B Zug = Personenzug bzw. Güterzug;
Eilzug bzw. Schnellzug). no|mi|na|tim tlat.Y. (veraltet)
namentlich. Nolmilnaltilon rZ/e; -, -en (aus lat. nominatio
„(Be)nennung“ zu nominare, vgl. nominieren): 1. a) Er
nennung der bischöflichen Beamten (kath. Kirchenrecht);
b) Benennung eines Bewerbers für das Bischofsamt durch
die Landesregierung. 2. (veraltet) svw. Nominierung; vgl.
...ation/...ierung. Nolmilnaltiv der; -s, -e [...va] (aus
gleichbed. lat. (casus) nominativus, eigtl. „zur Nennung
gehorend(er Fall)“): Werfall, erster Fall; Abk.: Nom. nominaltivisch [,..v...J: den Nominativ betreffend; imNominativ stehend. No|mi|na|tor der; -s, ...oren (aus ZaZ. no
minator „Benenner, Bezeichner“; vgl. ...or): ein benen
nender sprachlicher Ausdruck, der den benannten kon
kreten od. abstrakten Gegenstand in der Rede vertritt
milnal
938
nominell
(Logik), nolmilnell (mit französierender Endung zu fr.
nominal, vgl. nominal u. Î ...ell): 1. [nur] dem Namen nach
[bestehend], vorgeblich. 2. svw. nominal (2); vgl....al/...eil.
no|mi|nie|ren <aus gleichbed. lat. nominare, eigtl.
„(be)nennen“): zur Wahl, für ein Amt, für die Teilnahme
an etwas namentlich Vorschlägen, ernennen. Nolmilnierung die; -, -en (zu t...ierung>: das Vorschlägen eines
Kandidaten, Ernennung; vgl. ...ation/...ierung
Nolmismusder; - (zu înomo... u. î...ismus (2)>: Bindung
an Gesetze, Gesetzlichkeit, bes. die vom alttestamentlichen Gesetz bestimmte Haltung der strenggläubigen Ju
den u. mancher christlicher Gemeinschaften, nolmo....
No mo... (aus gr. nomos „Gesetz, Ordnung“; vgl. No
mos): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Gesetz,
die Gesetzgebung betreffend“, z. B. Nomokratie. Nolmodildaktrfer; -en, -en (aus gleichbed. gr. nomodidâktës zu
didáskein „lehren, unterrichten“) : Gesetzeslehrer im alten
Griechenland. Nolmolgralfie, auch ...gralphie die; (aus gr. nomographia „das Gesetzeschreiben“): 1. Lehre
von den Möglichkeiten, Schaubilder u. Zeichnungen zum
grafischen Rechnen herzustellen (Math.). 2. schriftliche
Gesetzgebung im alten Griechenland, nolmolgralfisch,
auch ...gralphisch (aus gr. nomográphos „Gesetze
schreibend“): die Nomografie betreffend, zu ihr gehö
rend, auf ihr beruhend. Nolmolgramm das; -s, -e (zu
1 nomo... u. Î ...gramm): Schaubild od. Zeichnung zum gra
fischen Rechnen (Math.). Nolmoi ['nomoyj: Plur. von
ÎNomos. Nolmolkalnonder; -s, -s (zu Î nomo...): speziel
le Gattung der Rechtskodifizierung in der Ostkirche, die
aus Staatskirchenrecht u. Synodalrecht besteht. Nolmokraltie* die; -, ...ien (zu î...kratie>: Ausübung der Herr
schaft nach [geschriebenen] Gesetzen (Rechtsw.); Ggs.
Î Autokratie
Nolmolli die (Plur.) (aus einer afrik. Eingeborenenspra
che): in Westafrika gefundene Specksteinfiguren aus dem
15./16. Jh., die auf Ackerbaukult hinweisen u. z.T. noch
heute als Zauberfiguren gelten
No| mo lo gie die; - (zu înomo... u. î...logie>: 1. (veraltet)
Gesetzes-, Gesetzgebungslehre. 2. Lehre von den Denkge
setzen (Philos.). Nplmos der; -, Nomoi [nomoy] (aus
gleichbed. gr. nomos, Plur. nömoi, eigtl. „das Zugeteilte“
zu némein „austeilen, verwalten, lenken“): 1. Gesetz, Sit
te, Ordnung, Herkommen, Rechtsvorschrift (Philos.). 2.
a) bestimmte Singweise in der altgriech. Musik; b) kunst
voll komponiertes Musikstück des Mittelalters (Mus.).
Nolmolsphälre* die; - (zu înomo...): begrifflich-inhalt
liche Seite der Sprache im Gegensatz zu den konkreten
sprachlichen Zeichen (Sprachw.). nolmolsynltakltisch
(zu înomo...): die Nomosyntax betreffend. Nolmolsyntax die; -: Syntax des Inhalts eines Satzes (Sprachw.);
Ggs. îMorphosyntax. No|mo|the|sie die; -, ...ien (aus
gleichbed. gr. nomothesia): (veraltet) Gesetzgebung
(Rechtsw.). Nolmolthet der; -en, -en (aus gleichbed. gr.
nomothétës): (veraltet) Gesetzgeber (Rechtsw.). nolmothe tisch (aus gr. nomothetikös „das Gesetzgeben betref
fend“): 1. (veraltet) gesetzgebend (Rechtsw.). 2. (von wis
senschaftlichen Aussagen) auf die Aufstellung von Geset
zen, auf die Auffindung von Gesetzmäßigkeiten zielend.
no|mo|top(zu înomo... u. gr. topos „Platz“): an der phy
siologisch richtigen Stelle im Körper vorkommend (Med.)
Noncfe -, -en (aus mlat. nona „dieNeunte“): svw. None(l)
NonlaflfekltaltilonÆe; - (zu lat. non „nicht“ u. îAffektation): Haushaltsgrundsatz, dass alle öffentlichen Einnah
men unterschiedslos als Deckungsmittel für alle öffentli
chen Ausgaben zur Verfügung stehen müssen (Verbot der
Zweckbindung; Wirtsch.)
Nolnalgoni/as;-s,-e iznlat. nonus „der Neunte“ u. gr. go
nia „Winkel“): Neuneck. nolnalgolnal (zu î'...al (l)):
von der Form eines Nonagons
auch Non-Alignlment [nɔnə'laɪnmənt] das; -s (aus gleichbed. engl. non-alignment zu
non- „nicht-“ u. alignment „das Ausrichten, In-LinieBringen“): Blockfreiheit, Bündnisfreiheit (von neutralen
Staaten)
No'namelproldukt, auch No-Name-Pro|dukt [ noʊneim...] das; -[e]s, -e (zu engl. no name „kein Name“ u.
Î Produkt): Ware (z. B. Waschpulver, Lebensmittel), deren
Verpackung einfach u. neutral (d.h. ohne Marken-, Fir
menzeichen o. Ä.) ist
No Inan das; -s, -e (zu lat. nonus „Neunter“ u. Î ...an): flüs
siger, gesättigter Î aliphatischer Kohlenwasserstoff mit 9
Kohlenstoffatomen im Molekül (Chem.). Nolnalrilme
die; -, -n (aus it. nona rima „Neunzeiler“ zu nono „der
Neunte“ (aus lat. nonus) u. rima „Reim“ (aus fr. rime)):
neunzeilige, d. h. um eine Zeile erweiterte Î Stanze
Nonlbanks, auch Non-Banks ['nɔnbæŋks] die (Plur.) (zu
engl. non- „nicht-“ u. bank „Bank“): Bez. für Unterneh
men des Nichtbankenbereichs, die Finanzdienstleistungen
anbieten, z.B. Warenhausketten
Nonlbook, auch Non-Book ['nɔnbuk] das; -[s], -s (zu
engl.-amerik. non-book „kein Buch (seiend)“): svw.
Nonbookartikel.
Nonbooklablteillung,
auch
Non-dook-Ablteillung die; -, -en: Abteilung in einer
Buchhandlung, in der Schallplatten, Spiele, Kunstblätter
o.Ä. verkauft werden. Nonlbooklarltilkel, auch
Non-Book-Arlti|kel der; -s, - (meist Plur.): in einer
Buchhandlung angebotener Artikel, der kein Buch ist, z. B.
Tonträger, Spiel
Nonlchallance [nðʃa'la:s] die; - (aus gleichbed. fr. noncha
lance; vgl. nonchalant): Nachlässigkeit; formlose Unge
zwungenheit, Lässigkeit, Unbekümmertheit, nonlchalant [...'là:, bei attributivem Gebrauch ... lant...] (aus
gleichbed. fr. nonchalant zu non- „nicht“ u. (alt)fr. chalant, Part. Präs, von chaloir, dies aus lat. calere „sich er
wärmen für jmdn. od. etwas“): nachlässig; formlos unge
zwungen, lässig
Non|com|pli|ance*, auch Non-Comlplilance* [nɔnkəm'plaɪəns] die; - (aus engl. noncompliance „Zuwider
handlung“): das Nichteinhalten ärztlicher Ratschläge
durch den Patienten
Nonlcolopelraltion, auch Non-Co|ope|raltion [nɔnkooɔpə'reɪʃən] die; - (aus gleichbed. engl. non-co-operation, eigtl. „Nichtzusammenarbeit“): Kampfesweise Gan
dhis, mit der er durch Verweigerung der Zusammenarbeit
mit den brit. Behörden u. durch Boykott brit. Einrichtun
gen die Unabhängigkeit Indiens zu erreichen suchte
Nonldisljuncltion, auch Non-Disljuncltion [nɔndɪs'ʤʌŋkʃən] zZze; - (zu engl. non- „nicht-“ u. disjunction
„Trennung“): unregelmäßiger Teilungsprozess von
ÎChromosomen bei der Reifeteilung (Biol.)
No|nei/ze; -, -n (aus gleichbed. mlat. nona, dies aus lat. nona
(hora) „die neunte (Stunde)“, Fern, von nonus „Neunter“
(zu novem „neun“)): 1. Teil des kath. Stundengebets (zur
neunten Tagesstunde = 3 Uhr nachmittags). 2. a) der 9.
Ton einer î diatonischen Tonleiter vom Grundton aus
(= die Sekunde der Oktave); b) ÎIntervall (2) von neun
diatonischen Stufen (Mus.). Nolnen die (Plur.) (aus lat.
Nonae (dies)): im altröm. Kalender der neunte Tag vor den
Î Iden. Nolnenlaklkord der; -[e]s, -e: aus vier îTerzen (1)
bestehender Î Akkord (1 ; Mus.)
Nonleslsenltials, auch Non-Eslsen|tials [nɔnɪ sɛnʃlz]
áze (Plur.) (aus gleichbed. engl. non-essentials): nicht le
bensnotwendige Güter (Wirtsch.)
Nolnett das; -[e]s, -e (aus gleichbed. it. nonetto zu nono
„der Neunte“, Analogiebildung zu ÎDuett, ÎQuartett): a)
Komposition für neun Instrumente; b) aus neun Instru
mentalsolisten bestehendes Ensemble (Mus.)
Nonlexisltenz die; - (aus gleichbed. engl. non-existence zu
Nonlalignlment,
939
non- „nicht-“ u. existence „Dasein, Existenz“): das Nichtvorhanden-Sein ; Nichtwirklichkeit
non exlpeldit (/at.): es ist nicht angebracht (Formel kath.
Päpste im 19. Jh., mit der sie ital. Katholiken die Beteili
gung an politischen Wahlen wegen der Säkularisation (1)
von Kircheneigentum untersagten)
Non|fic|tion, auch I\lon-Fic|tion [nɔn'fɪkʃən]
-[s],-s
(aus engl. non-fiction „Sachliteratur“): Sach- od. Fach
buch; Ggs. Î Fiction
nonlfilgulraltiv (zu/ɑt. non „nicht“ u. tfigurativ): nicht
gegenständlich; gegenstandslos (z. B. von Malerei; bilden
de Kunst)
Nonlfoodlablteillung, auch Non-Food-Ab|tei|lung
[nɔn fu:d,,,] die; -, -en (zu engl. non- „nicht-" u. food „Le
bensmittel, Nahrungsmittel“): Abteilung in einem Super
markt, in der Artikel, die keine Lebensmittel sind, ange
boten werden. Non|food|ar|ti|kel, auchNon-Food-Artilkel der; -s, - (meist Plur.): Artikel, der nicht zur Kate
gorie der Lebensmittel gehört (z. B. Elektrogerät, Wasch
mittel). Nonlfoods, auch Non-Foods die (Plur.): svw.
Nonfoodartikel
non-iron [nɔn'atən] vgl. no iron
Nolnilus der; -, Plur. ...ien [...ion] u. -se {nlat.; nach dem la
tinisierten Namen des port. Mathematikers P. Nunes,
1492-1577): verschiebbarer Messstabzusatz, der die Able
sung von Zehnteln der Einheiten des eigentlichen Messsta
bes ermöglicht
Non|kon|for|mis|mus [auch no:n...] der; - (aus gleichbed. engl. nonconformism; vgl. Nonkonformist u. ...ismus (1)>: Î individualistische Haltung in politischen,
weltanschaulichen, religiösen u. sozialen Fragen; Ggs.
tKonformismus. Non|kon|for|mist [auch 'no:n...] der;
-en, -en (aus gleichbed. engl. nonconformist, dies zu /ɑt.
non „nicht“ u. conformist, vgl. Konformist): 1. jmd.,
der sich in seiner politischen, weltanschaulichen, religiö
sen, sozialen Einstellung nicht nach der herrschenden
Meinung richtet; Ggs. (Konformist (1). 2. Anhänger
brit. protestantischer Kirchen (die die Staatskirche ab
lehnen); Ggs. îKonformist (2). nonkon for mistisch [auch 'no:n,,,]: 1. auf Nonkonformismus (1) beru
hend; seine eigene Einstellung nicht nach der herrschen
den Meinung richtend; Ggs. Îkonformistisch (1). 2. im
Sinne eines Nonkonformisten (2) denkend od. han
delnd; Ggs. Îkonformistisch (2). Non|kon|for|mi|tät
[auch 'no:n...] die; -: 1. Nichtübereinstimmung; man
gelnde Anpassung; Ggs. ÎKonformität (la). 2. svw.
Nonkonformismus
non lilquet </at.; „es ist nicht klar“): Feststellung, dass eine
Behauptung od. ein Sachverhalt unklar u. nicht durch Be
weis od. Gegenbeweis erhellt ist (Rechtsw.)
non mulita, sed mulltum {lat.; „nicht vieles, sondern
viel“): svw. multum, non multa
non nulmelranlda, sed pon|de|ran|da ar guimen ti
{lat.}: man soll die Gründe nicht zählen, sondern wägen
die; -, -n (zu lat. nonus „Neunter“ u. t...ode):
Elektronenröhre mit neun Elektroden
non ölet {lat.; „es (das Geld) stinkt nicht“, angeblich Aus
spruch des röm. Kaisers Vespasian auf einen Vorwurf we
gen der Besteuerung der öffentlichen Toiletten): man sieht
es dem Geld nicht an, auf welche [unsaubere] Weise es ver
dient wird
Nonlpalper, auch Non-Palper [nɔn'peɪpə] das; -s, - (zu
engl. non- „nicht-“ u. paper „Papier“): nicht sanktionierte
u. daher offiziell nicht zitierfähige Veröffentlichung (Pol.)
Nonlpalreille [nopa'rɛ:j] ¿Zze; -, -s (aus gleichbed. fr. nonpareille, Substantivierung von nonpareil „unvergleich
lich“, dies zu lat. non „nicht“ u. par „gleich“): 1. (ohne
Plur.) Schriftgrad von 6 Punkt (ungefähr 2,3 mm;
Druckw.). 2. (meist Plur.) sehr kleine, farbige Zuckerkör
Nolnolde*
noo..., Noo...
ner zum Bestreuen von Backwerk o.Ä. 3. (veraltet) leich
tes Wollgewebe
Nonlpluslulltra* das; - (aus lat. non plus ultra „nicht noch
weiter“): Unübertreffbares, Unvergleichliches
non pos|su|mus {lat.; „wir können nicht“): (Weigerungs
formel der röm. Î Kurie gegenüber der weltlichen Macht
Non|pro|fitlorlgalni|sa|ti|on, auchNon-Prolfit-Orlganilsa ti on die; -, -en (meist Plur.) (zu engl. non-pro
fit-making) „nicht auf Gewinn ausgerichtet“ u. Î Organi
sation): ohne Gewinnerzielungsabsicht agierende Organi
sation bzw. Institution (z.B. Gewerkschaft, Sportverein,
Krankenhaus, Universität)
Non|pro|li|fe|ra|tion [nɔnproʊlɪfə'reɪʃən] die; - (aus
gleichbed. engl.-amerik. non-proliferation, eigtl. „Nicht
vermehrung“): Nichtweitergabe von Atomwaffen u. der
zu ihrer Herstellung erforderlichen Produktionsmittel
durch die Atommächte
Nonl reslponlder* [nɔnrfspɔndə] der; -s, - (zu engl. non
dicht-“ u. to respond to „ansprechen auP‘): Patient, bei
dem eine therapeutisch angewandte Substanz keine Wir
kung zeigt (Med.)
non schollae, sed vi|tae dislci mus [- sço:le (auch
'sko:lɛ) - 'vi:te 'dɪstsimʊs] {lat.}: nicht für die Schule, son
dern für das Leben lernen wir (meist so umgekehrt zitiert
nach einer Briefstelle des Seneca) ; vgl. non vitae, sed scho
lae discimus
Nonlsens der; Gen. - u. -es (aus gleichbed. engl. nonsense,
dies zu lat. non „nicht“ u. sensus „Sinn“): Unsinn; absur
de, unlogische Gedankenverbindung. Npnlsenslverlse
die (Plur.): Dichtungen, die, unter dem Aspekt der Logik
od. Semantik betrachtet, unsinnig sind
nonlstop {engl.}: ohne Halt, ohne Pause; im Nonstop:
ohne Halt, ohne Unterbrechung. Nonlstoplflug, auch
Non|stpp-Flug zZer; -[e]s, ...flüge: Flug ohne Zwischen
landung. Nonlstoplkilno, auch Non|stop-Ki|no das;
-s, -s: Filmtheater mit fortlaufenden Vorführungen u.
durchgehendem Einlass
non tan|to {it.; „nicht so sehr“): svw. ma non tanto
Nonltrolnit* [auch ...'nɪt] der; -s, -e (nach dem Vorkommen
bei der franz. Stadt Nontron u. zu T2...it): ein gelbes, gelb
grünes od. bläulich grünes Mineral
non troplpo {it.; „nicht zu sehr“): svw. ma non troppo
Non usus der; - (zu lat. non „nicht“ u. tUsus): (veraltet)
Verzicht auf die Inanspruchnahme eines Rechts
(Rechtsw.)
Nonlvallenz [...va...] die; - (zu lat. non „nicht“ u. ÎValenz):
(selten) svw. Insolvenz
Nonlvalleur [nðva'lo:n] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. nonvaleur zu non- „nicht-, un-“ u. valeur, vgl. Valeur): 1. a)
wertloses od. wertlos erscheinendes Wertpapier; b) Inves
tition, die keine Rendite abwirft (Wirtsch.). 2. a) (Plur.
auch -e) unfähiger Mensch; Versager; b) etwas Wertloses,
Unnützes
nonlverlbal [...v...] (zu lat. non „nicht“ u. Î verbal): nicht
mithilfe der Sprache; nonverbale Kommunikation: zwi
schenmenschliche Verbindung, Verständigung durch Ges
tik, Mimik od. andere optische Zeichen
non viltae, sed schollae dislcilmus [-'vi:te-sço:le
(auch 'sko:lɛ) 'dɪstsimʊs] {lat.}: wir lernen (leider) nicht für
das Leben, sondern für die Schule (originaler Wortlaut der
meist belehrend Î „non scholae, sed vitae discimus“ zitier
ten Briefstelle bei Seneca)
Nonlwoven [nɔn'woʊvən] das; -s, -s (zu engl. non„nicht-“ u. woven „gewebt“, Part. Perf. von to weave):
Oberbegriff für alle nicht gewebten Textilien, Vliesstoffe
sowie auf der Papiermaschine erzeugte textilähnliche, flä
chenhafte Gebilde
no|o..., No|o... (aus gr. noo- zu nous, Gen. noós „Geist,
Gedanke“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
E9
noogen
„Geist, Vernunft“, z.B. noogen, Noologie. no o gen <zu
t...gen>: (von Neurosen) ein geistiges Problem, eine exis
tenzielle Krise o.Ä. zur Ursache habend (Psychol.). Noollepltilkum das; -s, ...ka (zu gr. leptós „zu nehmen“
(dies zu lambánein „nehmen, fassen, ergreifen“) u.
t. ..ikum>: Substanz (bes. Arzneimittel), die die intellektu
elle Wachheit herabsetzt (Pharm., Med.). Nolollolgie
die; - (zu t ...logie> : philosophische Lehre, die eine selbst
ständige, von materiellen u. psychischen Momenten unab
hängige Existenz des Geistes annimmt (Philos.), nolollogiseh:die Noologie, die selbstständige Existenz des Geis
tes betreffend (Philos.), Nolollolgist der; -en, -en (zu
t ...ist): Philosoph, der (wie Plato) die Vernunft als Quelle
der Erkenntnis annimmt (Philos.). Nololpsylche die; -:
intellektuelle Seite des Seelenlebens (Psychol.); Ggs.
Î Thymopsyche
Noorrfat; -[e]s, -e (aus gleichbed. dän. nor zu narv „Narbe,
Vertiefung“): (landsch.) Haff; flaches Gewässer, das
durch einen Kanal mit dem Meer verbunden ist
No|o|sphä|re* die; - (zu tnoo... u. tSphäre): von der be
wussten menschlichen Tätigkeit erfasster u. gestalteter Be
reich der Erde, der mit der Entwicklung der menschlichen
Gesellschaft aus der ÎBiosphäre einhergeht, nololtrop*
(zu t...trop>: die intellektuellen Fähigkeiten beeinflussend
(von Medikamenten; Med.). No|o|tro|pi|kum* das; -s,
...ka (zu T...ikum): Arzneimittel, das die intellektuellen
Fähigkeiten (Merkfähigkeit, Gedächtnis, Sprache u. Be
wusstsein) beeinflussen soll (Med.)
Nor ¿/as; -s (Kurzform von Noricum, dem lat. Namen für
das Ostalpenland): mittlere Stufe der alpinen ÎTrias (1;
Geol.)
Nor|adre|na|lin*i/as; -s (Kunstw. aus Înormal u. ^Adrena
lin): Hormon des Nebennierenmarks, das gefäßverengend
u. blutdrucksteigernd wirkt (Physiol.)
Nord|at|lan|tik|pakt der; -[e]s (zu dt. Nord, Î Atlantik u.
TPakt): svw. NATO. Norldiide der u. die; -n, -n (zu
I ...ide): Angehörige[r] eines schlanken, hochwüchsigen u.
schmalgesichtigen Menschentypus. Nor|dist¿/er; -en, -en
(zu T...ist): jmd., der sich wissenschaftlich mit einer od.
mehreren nordischen Sprachen u. Literaturen befasst
[hat], Norldisltik die; - (zu T...istik): Wissenschaft von
den nordischen Sprachen u. Literaturen
No-Relstraint*-Sysltem [noɑrɪstreɪnt...] das; -s (aus
gleichbed. engl. no-restraint-system zu no restraint „keine
(Freiheits)beschränkung“): ein Behandlungssystem in der
Psychiatrie, das dem Patienten weitgehende Freiheit lässt
Nglria die; -, -s (aus gleichbed. span, noria, dies aus arab.
nä‘üra, vgl. Naura): svw. Naura
No|rit[auch ...rit] der; -s, -e (nach Norwegen u. zu T2...it>:
dunkles Tiefengestein aus der Gruppe der Î Gabbros (Ge
ol.)
Nolrifto¿Z/e (Plur.) (aus dem Jap.): (im tEngischiki enthal
tene) altjapan. Ritualgebete in feierlicher Sprache
Normr/ze; -, -en (aus lat. norma „Winkelmaß; Regel“, wohl
über das Etrusk. zugr. gnömön „Maßstab“): 1. (Plur.) all
gemein anerkannte, als verbindlich geltende Regel für das
Zusammenleben der Menschen. 2. eigentlich übliche, den
Erwartungen entsprechende Beschaffenheit, Größe o.Ä.;
Durchschnitt. 3. a) festgesetzte, vom Arbeitnehmer gefor
derte Arbeitsleistung; b) in der ehemaligen DDR als
Richtwert geltendes Maß des für die Produktion von Gü
tern notwendigen Aufwands an Arbeit, Material u. Ar
beitsmitteln. 4. (von einem Sportverband) als Vorausset
zung zur Teilnahme an einem Wettkampf vorgeschriebene
Mindestleistung (Sport). 5. (in Wirtschaft, Industrie,
Technik, Wissenschaft) Vorschrift, Regel, Richtlinie o.Ä.
für die Herstellung von Produkten, die Durchführung von
Verfahren, die Anwendung von Fachtermini o. Ä. 6. klein
auf den unteren Rand der ersten Seite eines Druckbogens
940
gedruckter Titel [u. Verfassername] eines Buches [in ver
kürzter od. verschlüsselter Form] (Druckw.). norm....
Norm... vgl. normo..., Normo... normlacid* [,,,a'tsi:t]
(zu lat. acidus „sauer“): einen normalen Säuregehalt auf
weisend (bes. vom Magensaft; Med.). Norm|aci|di|tät‘
[...tsidi...] die; -: normaler Säurewert einer Lösung (bes.
des Magensaftes; Med.), norlmal (aus lat. normalis
„nach dem Winkelmaß gemacht“ zu norma, vgl. Norm) : 1.
a) der Norm entsprechend; vorschriftsmäßig; b) so [be
schaffen, geartet], wie es sich die allgemeine Meinung als
das Übliche, Richtige vorstellt; so, wie es bisher üblich
war, wie man es gewöhnt ist; c) (ugs.) normalerweise. 2. in
[geistiger] Entwicklung u. Wachstum keine ins Auge fal
lenden Abweichungen aufweisend; geistig [u. körperlich]
gesund. Nori mal ¿/¿z.s'; -s, -e: 1. ein mit besonderer Genau
igkeit hergestellter Maßstab, der als Kontrollstab für an
dere Stäbe dient. 2. (meist ohne Artikel; ohne Plur.) Kurz
form von íNormalbenzin. Normalbenzinr/i«, -s: Ben
zin mit geringerer Klopffestigkeit, mit niedrigerer Oktan
zahl (vgl. 2Super). Nor|ma|le¿üi?; -[n], -n (aber, fachspr. : 2
-) (zu t,,,ale): auf einer Ebene od. Kurve in einem vorge
gebenen Punkt errichtete Senkrechte; Tangentenlot
(Math.). Norlmallilen [...ion] die (Plur.) (aus lat. normalia, Neutr. Plur. von normalis, vgl. normal): 1. Grundfor
men; Regeln, Vorschriften. 2. nach bestimmten Systemen
vereinheitlichte Bauelemente für den Bau von Formen u.
Werkzeugen (Techn.). normalisieren (aus gleichbed.
fr. normaliser) : 1. wieder normal gestalten, auf ein norma
les Maß zurückführen. 2. sich -: wieder normal (1 b) wer
den; wieder in einen normalen Zustand zurückkehren. 3.
eine Normallösung herstellen (Chem.). Nor ma li tät
die; - (nachgleichbed. fr. normalité; vgl. ...ität): 1. normale
Beschaffenheit, normaler Zustand. 2. (selten) Vorschrifts
mäßigkeit. Nor|mal|mo|tiv das; -s, -e [...va]: fotografi
sches Motiv, dessen Bildwinkel annähernd dem Gesichts
kreis des normalen Sehens entspricht. Norlmallnuil das;
-s: festgelegte Höhe, auf die sich die Höhenmessungen be
ziehen; Abk.: N. N. od. NN. Nor|mal|ob|jek|tiv¿/a5; -s,
-e [...va]: fotografisches Objekt, dessen Brennweite der
Formatdiagonale u. dessen Bildwinkel annähernd dem
Gesichtswinkel des normalen Sehens entspricht. Normalpotenzial, auch Normalpotential das; -s, -e: elektrochem. Standardpotenzial, das für das elektrochem.
Verhalten eines Metalls kennzeichnend ist. Norimallpro
fil das; -s, -e: 1. Querschnitt eines genormten Stücks aus
Stahl. 2. Lichtraumbemessung bei Eisenbahnen u. Straßen
für Brücken u. Tunnel; Lademaß. Nor|mal|ton¿Z<?r; -[e]s:
Kammerton, Stimmton a‘, international mit 440 Hertz
vereinbart (Mus.), norlmaltiv (nach gleichbed. fr. nor
matif; vgl. ...iv): 1. als Norm (Issa) geltend, maßgebend,
als Richtschnur dienend. 2. nicht nur beschreibend, son
dern auch Normen (1 a) setzend, z.B. -e Grammatik
(Sprachw.); vgl. präskriptiv. Norlmaltivr/as; -s, -e [...va]:
(regional) aufgrund von Erfahrung gewonnene, besonde
ren Erfordernissen entsprechende Regel, Anweisung, Vor
schrift. Nor|ma|ti|ve [...va] die; -, -n (zu t...ive>: Grund
bestimmung, grundlegende Festsetzung. Nor|ma|ti|vismus [,..v...J der; - (zu Î ...ismus (1)): Theorie vom Vorrang
des als Norm (1 a) Geltenden, des Sollens vor dem Sein,
der praktischen Vernunft vor der theoretischen (Philos.).
Nor|ma|ti|vi|tät4ze, - (zu T...ität>: a) das Normativsein;
b) normative (1) Wirkung, normlazid* usw. vgl. normacid usw. Norm | blatt¿/¿zs; -[e]s,...blätter: (vom Deutschen
Institut für Normung herausgegebenes) Verzeichnis mit
normativen Festlegungen, norlmen: (zur Vereinheitli
chung) für etwas eine Norm aufstellen. Nor|men|kontrollle*¿7ze; -, -n: 1. Kontrolle der Einhaltung der Normen
(1). 2. durch ein Gericht vorgenommene Prüfung u. Ent
scheidung der Frage, ob eine Rechtsnorm (z.B. ein Ge
941
setz) einer anderen übergeordneten (z. B. der Verfassung)
widerspricht od. nicht (Rechtsw.). Nor|men|kon|trollklalge* rfie; -, -n: Klage der Bundes- od. einer Landesre
gierung od. eines Drittels der Mitglieder des Bundestages
beim Bundesverfassungsgericht zur grundsätzlichen Klä
rung der Vereinbarkeit von Bundes- od. Landesrecht mit
dem Grundgesetz einerseits od. von Bundesrecht mit Lan
desrecht andererseits (Rechtsw.). Normerlgie" die; -,
...ien <zu Înormo..., gr. érgon „Werk, Tätigkeit“ u. t2...ie;
Analogiebildung zu t Allergie): normale Reaktion des Or
ganismus auf einen Reiz im Gegensatz zu ÎAllergie u.
ÎHyperergie (Med.). nor|mie|ren (aus gleichbed./r. nor
mer, dies aus lat. normare „nach dem Winkelmaß abmes
sen; gehörig einrichten“): a) vereinheitlichen, nach einem
einheitlichen Schema, in einer bestimmten Weise festle
gen, regeln; b) svw. normen. Norlmielrung die; -, -en (zu
î...ierung>: das Normieren, norlmo..., Nor mo..., vor
Vokalen meist norm.... Norm... (aus lat. norma, vgl. Norm
(mit dem Bindevokal -o-)>: Wortbildungselement mit der
Bedeutung „der Norm entsprechend, regelgemäß“, z. B.
normosom, Normozyt, normacid. Norlmolblast* der;
-en, -en (meist Plur.) (zugr. blastós „Spross, Keim“): kern
haltige Vorstufe eines roten Blutkörperchens von der un
gefähren Größe u. Reife eines normalen roten Blutkörper
chens (Med.); vgl. Normozyt. Nor|mo|leu|ko|zy|tglse
4ze; -: normaler Gehalt an weißen Blutkörperchen im Blut
(Med.), norlmolsgm (zu gr. soma „Körper“): von nor
malem Körperwuchs (Med.). Norlmolsperlmie die; (zu gr. spérma „Samen“ u. T2...ie> : normaler Gehalt der
Samenflüssigkeit an funktionstüchtigen Spermien (Med.).
nor|mo|ten|siv (zu nlat. tensivus, dies zu lat. tendere
„spannen, anspannen“): svw. normotonisch. norlmolton
vgl. normotonisch. Norlmoltolnie die; - (zu TTonus u.
t2...ie>: regelrechter, normaler Blutdruck (Med.), normo to nisch, normoton (zu Î'tonisch): einen regelrech
ten, normalen Blutdruck aufweisend (Med.); vgl. ...isch/-.
Normoltonus der; -: normaler Spannungszustand von
Muskeln, Gefäßen od. Nerven (Med.). Norlmolzyt zfer;
-en, -en (zu T...zyt): hinsichtlich Gestalt, Größe u. Farbe
normales rotes Blutkörperchen (Med.); vgl. Makrozyt u.
Mikrozyt. Normung die; -, -en (zu INorm): einheitliche
Gestaltung, Festsetzung [als Norm (1 a)]
Nori ne die; -, -n (meist Plur.) (aus altnord. norn „Schick
salsgöttin“): eine der drei Schicksalsgöttinnen (Urd, Werdandi, Skuld) in der nord. Mythologie
norlrön (aus norw. norron): altnordisch, z. B. -e Literatur
Nori tes [...tes] die (Plur.) (aus span, norte „Norden, Nord
wind“) : 1. feuchtwarme Nordwinde in Argentinien, die oft
dem Kaltlufteinbruch des t Pampero vorangehen. 2. stür
mische, mit großen Temperaturstürzen einhergehende
Nordostwinde in Mexiko, entsprechend den t Northers in
den USA. 3. kalte, durchdringende Nordwinde, die von
den winterlichen, schneebedeckten Höhen der Pyrenäen
nach Spanien herabwehen
North [nɔ:θ] (aus engl. north): engl. Bez. für Norden; Abk.:
N. Norlther ['nɔ:ðə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. nor
ther): 1. heftiger, kalter Nordwind in Nord- u. Mittelame
rika. 2. heißer, trockener Wüstenwind an der Südküste
Australiens
Nor|ton|ge|trie|be das; -s, - (nach dem engl. Erfinder
W.P. Norton (19. Jh.)): bes. bei Werkzeugmaschinen ver
wendetes Zahnradstufengetriebe; Leitspindelgetriebe
(Techn.). Nor|ton|ska|la die; -: Abstufung für die Härte
grade eines Schleifkörpers, z. B. einer Schleifscheibe
noslce te iplsum ['nɔstsə te -] {lat.';: lerne dich selbst ken
nen, erkenne dich selbst
Nose [nouz] iZze; -, -s ['noʊzɪz] (aus engl. nose „Nase“): vor
deres, nach oben gebogenes Ende des I Snowboards
Nolselan der; -s, -e (nach dem dt. Geologen K. W. Nose
nostrifizieren
(1753-1835) u. zu lat. -anus (Zugehörigkeitssuffix)): ein
braunes Mineral aus der Gruppe der Feldspatvertreter
Nolselller der; -s, - (zu engl. no „nicht“ u. to sell „verkau
fen“, Analogiebildung zu t Bestseller) : etwas, was schlecht
od. gar nicht zu verkaufen ist; Ladenhüter
No| se ma die; -, ...men (aus gleichbed. nlat. nosema, dies
ausgi: nosema „Krankheit“): ein Sporentierchen, Erreger
der Nosemaseuche. No|se|malseu|che die; -: durch das
Sporentierchen Nosema hervorgerufene seuchenartige In
sektenkrankheit (bes. der Bienen)
nolso..., Nolso... (ausgleichbed.gr. nósos): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „Krankheit“, z.B. nosolo
gisch, Nosomanie. No|so|agno|sie* die; -: Störung der
Sinneswahrnehmung in Form einer Unfähigkeit, krank
hafte Veränderungen od. Störungen am eigenen Körper zu
erkennen (Med.). Nolsolde die; -, -n (Kunstw. zu gr. nó
sos „Krankheit“): Arzneimittel, das aus erkrankten Orga
nen. Eiter o.Ä. hergestellt u. in Verdünnungen zur Be
handlung des jeweils gleichen Leidens als Impfung od. zur
homöopathischen Therapie angewendet wird (Med.). Nosogenie die; -, ...ien (zu tnoso... u. I...genie): svw. Pa
thogenese. Nolsolgeolgralfie, auch ...gralphie die; -:
Lehre von der geografischen u. klimatischen Verbreitung
der Krankheiten. Nolsolgraf, auch...graph der; -en, -en
(zu t...graf): (veraltet) jmd., der Krankheiten beschreibt.
Nolsolgralfie, auch ...gralphie die; - (zu t,,,grafie):
Krankheitsbeschreibung (Med.), nolsolkolmilal (zu gr.
nosokomelon „Krankenhaus“ u. t‘...al (1)): zu einem
Krankenhaus gehörend, ein Krankenhaus betreffend, in
einem Krankenhaus erfolgend; nosokomiale Infektionen:
Infektionskrankheiten, die durch Übertragung von Erre
gern im Krankenhausbereich hervorgerufen werden. Noso ko mie die; - (ausgleichbed.gr. nosokomia): (veraltet)
Krankenpflege. Nolsollolgie die; - (zu tnoso... u. t...logie): Krankheitslehre; systematische Einordnung u. Be
schreibung der Krankheiten, nolsollolgisch (zu Î...lo
gisch): die Nosologie betreffend; Krankheiten systema
tischbeschreibend (Med.). Nolsolmalnie die; -, ...ien (zu
î...manie): wahnhafte Einbildung, an einer Krankheit zu
leiden (Med., Psychol.). Nolsolpholbie die; -, ...ien (zu
(...phobie (a)> : übersteigerte, zwanghafte Angst, krank zu
sein od. zu werden (Psychol., Med.), nolsoltrop* (zu
(...trop): gegen einen Krankheitsprozess gerichtet (z.B.
von den natürlichen Abwehrstoffen des Körpers; Med.)
No-Spiel das; -[e]s, -e (zu jap. nö, eigtl. „Fähigkeit, Ta
lent“): streng stilisiertes japan. Bühnenspiel mit Musik,
Tanz, Gesang u. Pantomime
nosltallgilco* [nɔs'taldʒiko] iit.; vgl. Nostalgie): sehnsüch
tig (Mus.). Nosltallgie [...gi:] die; -, ...ien (aus gleichbed.
engl.-amerik. nostalgia, eigtl. „Heimweh", dies aus gleich
bed. nlat. nostalgia zu gr. nóstos „Rückkehr (in die Hei
mat)“ u. álgos „Schmerz“): 1. von unbestimmter Sehn
sucht erfüllte Gestimmtheit, die sich in der Rückwendung
zu früheren, in der Erinnerung sich verklärenden Zeiten,
Erlebnissen, Erscheinungen in Kunst, Musik, Mode u. a.
äußert. 2. (veraltet) [krank machendes] Heimweh (Med.).
Nos|tal|gie|look [...lok] der; -s: nostalgische Mode.
Nos|tal|gi|ker der; -s, -: jmd., der sich der Nostalgie
überlässt, der nostalgisch gestimmt ist. nosltallgisch: 1.
die Nostalgie (1) betreffend, zu ihr gehörend; verklärend
vergangenheitsbezogen. 2. (veraltet) an Nostalgie (2) lei
dend, heimwehkrank (Med.)
Nosltrat* der; -en, -en (aus gleichbed. lat. nostras, Gen.
nostratis, eigtl. „einer von unseren (Leuten)“, zu noster
„unser“): (veraltet) Landsmann. Nosltrilfilkaltilon die;
-, -en (zu lat. noster, Gen. nostri „uns“ u. î...fikation>: 1.
Einbürgerung, Erteilung der [Bürgerrechte (Rechtsw.). 2.
Anerkennung eines ausländischen Examens, Diploms,
nosltrilfilzielren (zu (...fizieren): 1. einbürgern. 2. ein
Nostroeffekten
ausländisches Examen, Diplom anerkennen. Nosltroleff eklten die (Plur.) <zu it. nostro „unser“, dies aus lat. nos
ter, Gen. nostri) : im Eigentum eines Kreditinstitutes be
findliche Wertpapiere. Nosltrolkonlto das; -s, Plur.
...ten, auch -s od. ...ti: Konto, das eine Bank bei einer an
deren Bank als Kunde unterhält
'Molta: Plur. von tNotum
2Nolta die; -, -s (aus lat. nota, Imp. von notare „bezeichnen,
bemerken“): (veraltet) 1. a) Rechnung; b) Auftrag. 2. Zei
chen, Anmerkung, Notiz; vgl. ad notam, noltalbel (aus
gleichbed. fr. notable, dies aus lat. notabilis); (veraltet) be
merkenswert, wichtig; denkwürdig. Noltalbeln die
(Plur.) (aus fr. notables, substantivierter Plur. von notable
„angesehen, bedeutend“; vgl. notabel): (hist.) die durch
Bildung, Rang u. Vermögen ausgezeichneten Mitglieder
der bürgerlichen Oberschicht in Frankreich, noltalbelne
(aus lat. nota bene „merke wohl!“>: wohlgemerkt; übri
gens; Abk.; NB. Noltalbelne das; -[s], -[s]: Merkzeichen,
Vermerk. Noltalbilliltät die; -, -en (unter Einfluss von/r.
notabilité aus gleichbed. spätlat. notabilitas, Gen. notabilitatis): (veraltet) 1. (ohne Plur.) Vornehmheit. 2. (meist
Plur.) vornehme, berühmte Persönlichkeit
No|tal|gie*i/i'e; -, ...ien (zu.gr notos „Rücken“ u. î...algie):
Rückenschmerz, Schmerzen im Bereich des Rückens
(Med.)
not amused [not ə'mju:zd] (zu engl. we are not amused
„wir finden das gar nicht belustigend“, ein Ausspruch, der
der britischen Königin Viktoria (1837-1901) zugeschrie
ben wird); Kommentar, mit dem man seiner Missbilligung
Ausdruck gibt
Noltalphon, auch ...fon das; -s, -e (zu lat. nota
„(Schrift)zeichen“ u. î...phon; Analogiebildung zu
IGrammophon): elektromechanisches Gerät zur Tonauf
zeichnung von Telefongesprächen, Vorform des Anrufbe
antworters. Molta punltalta die; - -, ...tae ...tae [...te ...te]
(aus gleichbed. it. nota puntata zu nota „Note“ u. mlat.
punctare „punktieren“): punktierte Note (Mus.); vgl.
punktieren (2 a). No ta qualdralta* u. No ta qualdriquar ta* die; - -, ...tae ...tae [...te ...te] (zu lat. quadratus
bzw. quadriquartus „viereckig“): viereckiges Notenzei
chen der ÎChoralnotation (Mus). Noltar der; -s, -e (aus
mlat. notarius „öffentlicher Schreiber“, dies aus lat. nota
rius „(Schnell)schreiber, Sekretär“): staatlich vereidigter
Volljurist, zu dessen Aufgabenkreis die Beglaubigung u.
Beurkundung von Rechtsgeschäften gehört. No|ta|ri|at
das; -[e]s, -e (aus gleichbed. mlat. notariatus): a) Amt eines
Notars; b) Büro eines Notars, noltalrilell (zu t ...eil): von
einem Notar ausgefertigt u. beglaubigt (Rechtsw.). Noltarin die; -, ...nnen (zu T Notar): weibliche Form von TNotar.
noltalrisch: (selten) svw. notariell. Nolta Ro ma na
ife; - -, ...tae ...nae [...te ...ne]: (aus mlat. nota Romana
„römische Note“): svw. Nota quadrata. Noltat das; -[e]s,
-e (aus (m)lat. notatum, substantiviertes Part. Perf.
(Neutr.) von notare, vgl. notieren): niedergeschriebene
Bemerkung; Aufzeichnung, Notiz (1). No taltilon die; -,
-en (aus lat. notatio „Bezeichnung, Beschreibung“): 1. a)
das Aufzeichnen von Musik in Notenschrift; b) Noten
schrift (Mus.). 2. das Aufzeichnen der einzelnen Züge ei
ner Schachpartie. 3. System von Zeichen u. Symbolen ei
ner Î Metasprache (Fachspr.) vgl. ...ation/...ierung. Note
book ['noʊtbʊk] das; -s, -s (aus engl. notebook „Notiz
buch“): tragbarer, leichter Personalcomputer, bei dem
Bildschirm u. die Bedienelemente in das aufklappbare Ge
häuse integriert sind. Noltellett [notə...] das; -s, -s (Ver
kleinerungsbildung zu fr. note „Notiz; Aufzeichnung“;
vgl. ...ett): (regional) kleines Briefblatt für kurze Mittei
lungen. Notelpad ['nootpæd] das; -s, -s(aus engl. notepad
„Notizblock“): sehr kleiner Computer vom Format eines
Notizblocks mit [berührungsempfindlichem] Bildschirm
942
u. Tastatur, der zur Speicherung u. Übertragung von No
tizen, Adressen, Terminen o.Ä. dient. Notes [nouts] die
(Plur.) (aus gleichbed. engl. notes, eigtl. „Noten, Noti
zen“) : Bez. für verschiedene Arten kurz- bis mittelfristiger
Anleihen, die häufig in einer Summe rückzahlbar sind
(Bankw.). Note senlsible [nɔtsa'sibl] zZz<?. - -, -s -s [nɔtsasibl] (aus gleichbed. fr. note sensible, eigtl. „empfindliche
Note“): Leitton (Mus.)
Noltholsaulriler [...ib] der; -s, - u. Noltho sau rus der; -,
...rier [...in] (zu.gr nothos „verfälscht“ u. saüros „Eidech
se“): ausgestorbenes Meeresreptil der TTrias (1)
noltielren (aus gleichbed. (m)lat. notare): 1. a) aufzeich
nen, schriftlich vermerken, aufschreiben (um etwas nicht
zu vergessen); b) vormerken. 2. in Notenschrift schreiben
(Mus.). 3. a) den offiziellen Kurs eines Wertpapiers an der
Börse, den Preis einer Ware feststellen bzw. festsetzen; b)
einen bestimmten Börsenkurs haben, erhalten (Wirtsch.).
No tie rung die; -, -en (zu î...ierung): 1. a) das Aufzeich
nen, schriftliche Vermerken; b) das Vormerken. 2. Auf
zeichnen von Musik in Notenschrift (Mus.). 3. Feststel
lung bzw. Festsetzung von Kursen od. Warenpreisen [an
der Börse] (Wirtsch.); vgl. ...ation/...ierung. Noltilfilkatilon die; -, -en (aus gleichbed. fr. notification zu notifier
„bekannt geben, mitteilen“, dies aus spätlat. notificare,
vgl. notifizieren): 1. (veraltet) Anzeige, Benachrichtigung.
2. offizielle Benachrichtigung, die mit bestimmten Rechts
folgen verbunden ist; Übergabe einer diplomatischen
Note (im Völkerrecht); vgl. ...ation/...ierung. noltilfilzieren (aus spätlat. notificare „bekannt machen“): 1. (veral
tet) anzeigen, benachrichtigen. 2. im diplomatischen Ver
kehr durch eine Note förmlich übermitteln. Noltilfilzierung die; -, -en (zu 1 ...fizierung): svw. Notifikation; vgl.
...ation/...ierung. Noltio die; -, ...iones [,,,ne:s] u. Notion
die; -, -en (aus lat. notio „das Kennenlernen; Kenntnis;
„Begriff1 zu notus, Part. Perf. von noscere „kennenler
nen, erkennen“): Begriff, Gedanke (Philos.)
No|ti|o|lolgi_e die; - (zu gr. notios „feucht“ u. T...logie):
(veraltet) Lehre von der Luftfeuchtigkeit. No|ti|o|melter
das; -s, - (zu t‘...meter): (veraltet) svw. Hygrometer
Noltilon vgl. Notio. Noltilolnes comlmulnes [,,,ne:s kɔmu:ne:s] die (Plur.) (aus lat. notiones communes „allge
meine Kenntnisse“): die dem Menschen angeborenen u.
daher allen Menschen gemeinsamen Begriffe u. Vorstel
lungen (im Stoizismus; Philos.). no|ti|o|nie|ren (zu
!..deren): (österr.) einer Behörde zur Kenntnis bringen.
Noltisti/er; -en, -en (zu Înotieren u. Î ...ist): (veraltet) No
tenkopist, -Schreiber. Noltiz die; -, -en (aus lat. notitia
„Kenntnis; Nachricht“, eigtl. „das Bekanntsein“): 1. Auf
zeichnung, Vermerk. 2. Nachricht, Meldung, Anzeige. 3.
(Kaufmannsspr.) Notierung (3), Preisfeststellung; Notiz
von jmdm., etwas nehmen: jmdm,, einer Sache Beachtung
schenken
Noltolgäa u. No to gä is die: - (zu gr. notos „Süden“ u.
gata „Erde“): tiergeografische Region, die Tierwelt von
Neuseeland über Australien, Neuguinea, Polynesien bis
Hawaii
Noltolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu mlat. nota „No
te“ u. 1 ...graf, eigtl. „Notenschreiber“): alte, die Noten ei
nes gespielten Stückes sofort niederschreibende, mit Kla
vier od. Harmonium verbundene Vorrichtung
No|to|ri|eltät die; - (aus gleichbed. mlat. notorietas, Gen.
notorietatis zu spätlat. notorius. vgl. notorisch) : (veraltet)
das Offenkundigsein, noltolrisch (aus spätlat. notorius
„anzeigend, kundtuend“): 1. offenkundig, allbekannt. 2.
für eine negative Eigenschaft, Gewohnheit bekannt; ge
wohnheitsmäßig
Noltre-Dame* [nɔtrə'dam] rfze; - (fr.; „unsere Herrin“): 1.
franz. Bez. für Jungfrau Maria. 2. Name franz. Kirchen
Notlturlno das; -s, Plur. -s u. ...ni (aus gleichbed. it. nottur-
943
no, vgl. Nocturne): 1. a) stimmungsvolles Musikstück in
mehreren Sätzen (für eine nächtliche Aufführung im Frei
en) ; b) einem Ständchen ähnliches Musikstück für eine od.
mehrere Singstimmen [mit Begleitung] (Mus.). 2. (selten)
svw. Nocturne (1)
No|tu|la die; -, ...lae [...le] (aus gleichbed. spätlat. notula,
Verkleinerungsform von lat. nota, vgl. Nota): (veraltet) 1.
kurze schriftliche Darstellung, kleine Bemerkung, Rech
nung. 2. kurze, ergänzende Bemerkung zu einem Vertrag
(Rechtsw.)
Noltum ¿as; -s, Nota (aus nlat. notum zu gr. nötos „Rü
cken“): Rückenteil eines Insektenbrustrings in Form einer
meist annähernd viereckigen Platte (Zool.)
Nou gat [ nu:...] vgl. Nugat
Noulmelalit [it] der; -s, -e (nach Nouméa, der Hauptstadt
von Neukaledonien, u. zu t2...it); svw. Garnierit
Noulmenon das: - (aus gr. nooümenon „das Gedachte“,
Part. Perf. von noetn „denken, ersinnen“); 1. das mit dem
Geist zu Erkennende im Gegensatz zu dem mit den Augen
zu Sehenden (Plato). 2. das bloß Gedachte, objektiv nicht
Wirkliche, Begriff ohne Gegenstand (Kant). Nous [nu:s]
vgl. Nus
Noulveau Réallisme [nuvorealism] der: - - (aus/r. nou
veau réalisme „neuer Realismus“): um 1960 begründeter
Realismusbegriff, der auf den Ideen des t Dadaismus ba
siert (Kunstw.). Noulveau Rolman [...ro ma] der; - - (aus
fr. nouveau roman „neuer Roman“): (nach 1945 in Frank
reich entstandene) experimentelle Form des 1 Romans (a),
die unter Verzicht auf den allwissenden Erzähler die dis
tanzierte Beschreibung einer eigengesetzlichen Welt in
den Vordergrund stellt (Literaturw.). Nou veau té [nuvo'te:] die: -, -s (aus gleichbed. fr. nouveauté zu nouveau
„neu“): Neuheit, Neuigkeit [in der Mode]. Noulvelle
Cuilsine [nuvelkyi'zin] zZze; - - (aus fr. nouvelle cuisine,
eigtl. „neue Küche“): moderne Richtung der Kochkunst,
die bes. die Verwendung frischer Ware bei kurzen Garzei
ten vorsieht (Gastr.). ''Noiva [...va] die; -, Plur. ...vae
[,..ve], auch ...vä (aus lat. nova (stella) „neuer (Stern)“):
Stern, der kurzfristig durch innere Explosionen hell auf
leuchtet (Astron.). 2No|va die (Plur.) (aus lat. nova
„Neue“, Plur. von novum, vgl. Novum): 1. Plur. von 1 No
vum. 2. Neuerscheinungen des Buchhandels. Nolvalle
das; -s, -n (aus lat. novalis „Brachland, Acker“ zu novare
„erneuern; verändern“): (veraltet) erst seit kurzem urbar
gemachtes, bebautes Ackerland
No|va|ti|a|ner [...v...] der; -s, - (meist Plur.) (nach dem röm.
Presbyter Novatian (3. Jh.) u. zu Î ...aner): Anhänger einer
sittenstrengen, rechtgläubigen altchristlichen Sekte
No Ivaltilgn [...v...] die; -, -en (aus spätlat. novatio „Erneue
rung“ zu lat. novare „neu machen, erneuern“): Schuldum
wandlung, Aufhebung eines bestehenden Schuldverhält
nisses durch Schaffung eines neuen (Rechtsw.). Nolvatglren die (Plur.) (aus russ. novatory „(Er)neuerer“, Plur.
von novator, dies aus gleichbed. lat. novator): eine Gruppe
russ. Komponisten (Balakirew, Borodin, Kjui, Mussorgski, Rimski-Korsakow)
Nolvelcenlto [nove'tʃɛnto] das; -[s] (aus it. novecento,
eigtl. „neunhundert“ (verkürzt für 1900)): 1. ital. Bez. für
das 20. Jh. (bes. in der Kunstw. als Stilbegriff). 2. 1923 her
vorgetretene, in Mailand gegründete ital. Künstlergruppe
Nolvel Food ['nɔvəl 'fu:d] das; - -s u. die; - -, auch Nolvelfood das; -s u. die; - (zu engl. novel „neuartig“ (dies über
altfr. novel, nouvel aus lat. novellus, vgl. Novelle) u. food
„Nahrung, Speise, Lebensrnittel“): Bez. für Lebensmittel,
die aus gentechnisch veränderten Organismen bestehen,
mit deren Hilfe hergestellt werden od. gentechnisch hergestellte Zusätze enthalten. No|vel|le [...v...] die; -, -n (aus
gleichbed. it. novella zu lat. novellus, Verkleinerungsform
von novus „neu“; Bed. 2 aus lat. novella (lex) „neues (Ge
Nozizeption
setz)“): 1. (ohne Plur.) Erzählung kürzeren od. mittleren
Umfangs, die von einem einzelnen Ereignis handelt u. de
ren geradliniger Handlungsablauf auf ein Ziel hinführt. 2.
abändernder od. ergänzender Nachtrag zu einem Gesetz
(Rechtsw.). ‘Nolvellletlte die; -, -n (aus gleichbed. it. novelletta, Verkleinerungsform von novella, vgl. Novelle
( 1 )> : kleine Novelle (1)
2No|velllet|te [...v...] die; -, -n (von R. Schumann 1838
nach dem Namen der engl. Sängerin C. Novello
(1818-1908) geprägt; vgl. ...ette): tCharakterstück mit
mehreren aneinander gereihten [heiteren] Themen
nolvelllielren [...v...] (zu INovelle (2)u. t...ieren): ein Ge
setztbuch] mit Novellen (2) versehen (Rechtsw.). NolvelIjst der; -en, -en (zu tNovelle (1) u. Î ...ist): Schriftsteller,
der Novellen verfasst. No|vel|lis|tik die; - (zu T...istik>: 1.
Kunst der Novelle (1). 2. Gesamtheit der novellistischen
Dichtung. no|vel|lis|tisch (zu T...istisch): die Novelle
(1), die Novellistik betreffend; in der Art der Novelle (1),
der Novellistik
Nolvemlber [...v...] der; -[s], - (aus lat. (mensis) November
zu novem „neun“, urspr. der 9. Monat des mit dem März
beginnenden altröm. Kalenderjahres): elfter Monat im
Jahr; Nebelmond, Neb[e]lung, Windmonat,.Wintermo
nat; Abk.: Nov. Nolvelmolle die; -, -n (italianisierende
Bildung zu lat. novem „neun“ ; Analogiebildung zu Î Trió
le): Gruppe von neun Tönen im Taktwert von sechs od.
acht (Mus.). No|ven|di|a|le das; -, -n (aus it. novendiale
„neun Tage dauernd“): die neuntägige Trauerfeier (im Petersdom in Rom) für einen verstorbenen Papst. Nolvelne
die; -, -n (aus gleichbed. mlat. novena zu lat. novem
„neun“): neuntägige kath. Andacht (als Vorbereitung auf
ein Fest od. für ein besonderes Anliegen des Gläubigen)
Nolvilal [...v...] das; -[s] (Kunstw. zu lat. novus „neu“ u.
t *...al (2)): (1928 von dem dän. Sprachwissenschaftler
Jespersen ausgearbeitete) Welthilfssprache. Nolvillunium das; -s, ...ien [---iən] (aus gleichbed. spätlat. novilunium zu lat. novus „neu“ u. luna „Mond“): das erste
Sichtbarwerden der Mondsichel nach Neumond, Neu
licht (Astron.). no|vis|si|me [...me] (lat.; eigtl. „neuest“>: (veraltet) vor kurzem, zuletzt. Nolviltät rfie; -, -en
(aus lat. novitas, Gen. novitatis „Neuheit“): 1. Neuer
scheinung; Neuheit (von Büchern, Theaterstücken, von
Modeerscheinungen u.a.). 2. (veraltet) Neuigkeit. ’Novi|ze der; -n, -n (aus gleichbed. mlat. novicius, dies aus
lat. novicius „Neuling“): Mann, der in einem Kloster eine
Vorbereitungszeit verbringt, bevor er die Gelübde ablegt
(kath. Kirche). 2No|vi|ze die; -, -n (aus mlat. novicia,
Femininum von novicius, vgl. ‘Novize): svw. Novizin.
Nolvilzilat das; -[e]s, -e (aus gleichbed. mlat. noviciatum): 1. Vorbereitungs-, Probezeit der Noviz[inn]en;
Dienst, den die Noviz[inn]en versehen. 2. Wohn- u. Ausbildungsttätte für die Noviz[inn]en. Nolvilzin die; -,
-nen: Frau, die in einem Kloster eine Vorbereitungszeit
verbringt, bevor sic die Gelübde ablegt. No|vo|ca|in®
[...ka...] das; -s (Kunstw. aus lat. novus „neu“ u. tCocainy ältere Bez. für tProcain. Novula die; -, ...lae
[...le] (aus lat. novula „Sternchen“, Verkleinerungsform
von nova, vgl. ‘Nova): Stern, der wiederholt als ‘Nova
aufleuchtete (Astron.). No vum ¿Zas; -s, Nova (aus lat.
novum „Neues“ zu novus „neu“): Neuheit; neuer Ge
sichtspunkt, neu hinzukommende Tatsache, die die bis
herige Kenntnis od. Lage ändert
Nolxe die; -, -n (aus lat. noxa „Schaden“): Krankheitsursa
che; Stoff od. Umstand, der eine schädigende Wirkung auf
den Organismus ausübt (Med.). Nolxin das; -s, -e (meist
Plur.) (Kunstw. aus JJVbxe u. TToxzw): im Organismus zu
grunde gegangener körpereigener Eiweißstoff, der eine
starke Toxizität entwickelt (Med.)
No|zi|zep|ti|on iZze; -, -en (zu lat. nocere „schaden“, catus,
Nuance
Part. Perf. von capere „(er)fassen“ u. t‘...ion): Wahrneh
mung eines Schmerzreizes (Med.)
Nulanlce [nyä:sa] die; -, -n (aus gleichbed./r. nuance, dies
wohl zu nue „Wolke“ (aus gleichbed. lat. nubes) od. zu nuer „bewölken; abstufen, abschattieren“): 1. feiner gradu
eller Unterschied. Abstufung, Schimmer. 2. ein wenig, eine
Kleinigkeit [von etwas abweichend). 3. (innerhalb eines
Kunstwerks o.Ä.) besonders fein gestaltete Einzelheit;
Feinheit, nulanlcielren (aus gleichbed./r. nuancer): a)
sehr fein graduell abstufen; b) in seinen Feinheiten, feinen
Unterschieden erfassen, darstellen, nulanlciert (zu
t...iert>: 1. äußerst differenziert, subtil. 2. pointiert
Nulbelkulla die; -, ...lä (aus lat. nubecula „kleine Wolke“,
Verkleinerungsform von nubes „Wolke“): 1. leichte Horn
hauttrübung (Med.). 2. zu Boden sinkende wolkige Trü
bung in stehendem Harn (Med.)
Nu|bi|li|tät die; - (aus gleichbed. lat. nubilitas, Gen. nubilitatis, zu nubilis „mannbar, heiratsfähig“): (veraltet) hei
ratsfähiges Alter
Nulbuk das; -[s] (aus gleichbed. engl. nubuck): (bes. Kalb
od. Rind)leder, das aufgrund entsprechender Bearbeitung
eine samtartige Oberfläche hat
Nulcelllus [nutse...] der; -, ...lli (aus gleichbed. nlat. nucellus, Verkleinerungsform von lat. nux, Gen. nucis „Nuss“):
Gewebekern der Samenanlage bei Blütenpflanzen (Bot.)
Nulcha Ae; -, ...ae [...xe] (aus gleichbed. mlat. nucha, dies
zu arab. nuha „Rückenmark“): Nacken, hintere gewölbte
Seite des Halses (Anat.). nulchal (zu Î '...al (1)): zum Na
cken gehörend, im Bereich des Nackens liegend (Anat.)
nulclelo]...*, Nucle[o]... [...k...J vgl. nukleo..., Nukleo...
Nu da ti on die; -, -en (aus gleichbed. nZat. nudatio zu nu
dus „nackt“): (veraltet) Entblößung. Nuldislmus der; {mlat. nudus „nackt“ u. t...ismus (2)>: Freikörperkultur;
Lebensanschauung, nach der der gemeinsame Aufenthalt
von Angehörigen beider Geschlechter im Freien mit nack
tem Körper der physischen u. psychischen Gesundung
dient. Nuldist der; -en, -en (zu t ...ist): Anhänger des Nu
dismus. Nuldisltin die; -, -nen: weibliche Form zu TNudist. nuldisltisch (zu T...istisch>: den Nudismus betref
fend, zum Nudismus gehörend, nuldis ver bis [- 'vɛrbi:s]
(lat.y. mit nackten, dürren Worten. Nuldiltät die; -, -en
(aus gleichbed. lat. nuditas, Gen. nuditatis): 1. (ohne Plur.)
Nacktheit. 2. (meist Plur.) Darstellung eines nackten Kör
pers (als sexueller Anreiz)
Nulgat, auch Nougat ['nu:...] der od. das; -s, -s (aus gleich
bed./r. nougat, dies aus provenzal. nogat zu noga „Nuss“,
dies über das Galloroman. aus gleichbed. lat. nux, Gen.
nucis) : aus fein zerkleinerten gerösteten Nüssen od. Man
deln, Zucker u. Kakao zubereitete Masse (z. B. als Süßwa
re od. Füllung von Pralinen)
Nuglget ['nagɪt] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. nugget,
dies zusammengezogen aus an ingot „ein Barren“): (in der
Natur vorkommendes) Klümpchen reines Gold
nulkle...*, Nulkle... vgl. nukleo..., Nukleo... nulklelar
(aus gleichbed. engl.-amerik. nuclear zu lat. nucleus
„(Frucht)kern“ u. T...ar (1)): a) den [Atomjkern betref
fend; b) mit der Kernspaltung zusammenhängend, durch
Kernenergie erfolgend; c) Atom-, Kernwaffen betreffend;
nukleare Waffen: Waffen, deren Wirkung auf Kernspal
tung od. Kernverschmelzung beruht, nuklearer Winter:
Bez. für die nach einem größeren Kernwaffeneinsatz zu
erwartenden extremen klimatischen Veränderungen als
Folge der durch massive Rauch- u. Rußentwicklung stark
reduzierten Sonneneinstrahlung, nulklelär (zu t...är):
den Zellkern betreffend (Biol.). Nu|kle|ar|me|di|zin Ae;
-: Zweig der medizinischen Wissenschaft, der sich mit der
Anwendung von ÎIsotopen für die Erkennung u. Behand
lung von Krankheiten befasst. Nu|kle|arlpo|ten|zi|al,
auch Nuklearpotential Aw; -s, -e: verfügbarer Bestand an
944
nuklearen Waffen. Nulklelarlstraltelgie die; -, -n
[..,i:ən] : Bestandteil der Militär- u. damit der Gesamtstra
tegie eines Staates od. Bündnisses, durch Kernwaffenpo
tenzial einen möglichen Angreifer abzuschrecken. Nuklelalse die; -, -n (zu t...ase>: Nukleinsäuren spaltendes
Enzym (Biochem.). Nulklelaltilgn die; -, -en (zu t,,,ation) : Veränderung lebenden Gewebes duch Einfrieren, wo
bei sich um die Zellkerne bzw. in den Zellkernen Eiskris
talle bilden (Med.). Nulklei [...ei]: Plur. von tNukleus.
Nulklelin das; -s, -e (zu t...in (1)>: svw. Nukleoproteid.
Nuklelin'säure die; -, -n: (bes. im Zellkern u. in den
t Ribosomen vorkommende) aus Nukleotiden aufgebaute
Î polymere (2) Verbindung, die als Grundsubstanz der Ver
erbung fungiert (Biochem.). nulklelo..., Nu kle o..., vor
Vokalen meist nukle...,Nukle..., chem. fachspr. nuele[o],,,,
Nucle[o]... (aus lat. nucleus „(Frucht)kern“): Wortbil
dungselement mit den Bedeutungen: a) „Zellkern“, z.B.
Nuklease, Nukleoproteid, u. b) „Atomkern“, z. B. Nukleon, Nuklid. Nulklelolbilonlten die (Plur.) (zu t...biont>:
svw. Eukaryonten. Nulklelolgelnelse die; -: Bildung der
im Weltall vorhandenen Elemente durch Kernreaktionen.
Nulklelolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu
î...gr?fie): röntgenografische Darstellung einer Zwi
schenwirbelscheibe durch ein injiziertes Kontrastmittel
(Med.). Nulklelolgramm das; -s, -e (zu t...gramm):
Röntgenbild einer Zwischenwirbelscheibe (Med.). Nuklelolid das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu T...oid): dem Zell
kern entsprechendes Äquivalent bei einfachen Bakterien
zellen. Nulklelolle die; -, -n u. Nukleolus der: -, Plur. ...li
u. ...ölen (aus lat. nucleolus „kleiner Kern“, Verkleine
rungsform von nucleus, vgl. Nukleus): Kernkörperchen
des Zellkerns. Nu|kle|o|lith [auch ... lit] der; -en, -en (zu
t,,,lith): Kernstein; eine Art versteinerter Seeigel. Nukle o ius vgl. Nukleole. Nu|kle|o|ly|se die; -, -n (zu
t. ..lyse): Auflösung des Gallertkerns einer Bandscheibe
durch Einspritzung von Enzympräparaten (Med.). Nuklelon das; -s, ...onen (zu tnukleo... u. t4...on): Atom
kernbaustein, Elementarteilchen (Sammelbez. für Proton
u. Neutron; Phys.). Nulkleloinik die; - (zu t2...ik (1)>:
Wissenschaft von den Atomkernen. Nu|klelo|ni|um das;
-s (zu t...ium>: kurzzeitig gebundener Zustand aus einem
ÎProton u. einem ÎAntiproton (Kernphys.). nulkielophil (zu t,,,phil): zur Anlagerung von Atomen mit Elek
tronenpaarlücken neigend (von Atomen, Molekülen mit
Elektronenüberschuss; Chem., Kernphys.). Nulkleloproltelid das; -[e]s, -e: Eiweißverbindung des Zellkerns
(Biochem.). Nulklelolprolteljn das; -s, -e (meist Plur.):
komplexe Verbindung von Î Proteinen u. Nukleinsäuren,
die bes. im Chromatin des Zellkerns u. in den Î Ribosomen
vorliegt (Biochem.). Nu|kle|o|sid das; -[e]s, -e (meist
Plur.) (Kunstw.): durch î Hydrolyse der Nukleinsäuren
entstehende chem. Verbindung. Nulklelolsom das; -s,
-en (zugr. söma „Körper“): Grundbaustein des TChroma
tins (Biol.). Nulkleloltid das; -[e]s, -e (meist Plur.)
(Kunstw.): aus einem Phosphatrest, [Desoxyjribose u. ei
nem basischen Bestandteil zusammengesetzte chemische
Verbindung. Nu|kle|o|to|mie die; -, ...ien (zu t ...tomie>:
operative Öffnung des krankhaft veränderten Gallert
kerns der Zwischenwirbelscheiben (Med.). Nulklelus
[...eus] der: -, ...ei [...ei] (aus lat. nucleus „(Frucht)kern“):
1. Zellkern (Biol.). 2. Nervenkern (Anat.; Physiol.). 3.
[Feuer]steinblock, von dem der Steinzeitmensch Stücke
zur Herstellung von Werkzeugen abschlug. 4. Kern, Kern
glied einer sprachlich zusammengehörenden Einheit
(Sprachw.). Nulklid Azs, -[e]s, -e (zu tnukleo... u. t2...id):
durch bestimmte Ordnungs- u. Massenzahl gekennzeich
nete Art von Atomen
null (nach lat. nullus „keiner“; vgl.'Null): 1. kein. 2. nichts.
’Null die; -, -en (aus gleichbed. z’t. nulla, dies aus lat. nulla
945
„nichts“, Neutr. Plur. von nullus, vgl. null): 1. Ziffer 0; die
Zahl 0. 2. (ugs.) Mensch, der wenig leistet. Versager. 2Null
¿ter, auch das; -[s], -s (zu T 'Null) : beim Skat Solospiel, bei
dem der Spieler keinen Stich machen darf, um zu gewin
nen. nullla diles silne li nea [- 'die:s - -] (/ɑr,,- „kein Tag
ohne einen Strich“) : jeden Tag muss man etwas erledigen,
kein Tag darf ungenutzt vergehen, nullla poelna silne
leige [- poma - -] dat.; „keine Strafe ohne Gesetz“):
Grundsatz des Strafrechts, nach dem bei der Festsetzung
einer Strafe nur ein bereits zur Tatzeit geltendes Gesetz an
gewendet werden darf. Nullldilät die; -, -en (zu t'Null):
Fasten, bei dem man nur Wasser, Mineralstoffe u. Vitami
ne zu sich nimmt, um abzunehmen.nulllen: 1. eine elektr.
Maschine mit dem Nullleiter des Verteilungssystems ver
binden. 2. (ugs. scherzh.) in ein neues Lebensjahrzehnt
eintreten. Nulller der; -s, -: 1. fehlerfreier Ritt beim
Springreiten; Nullfehlerritt. 2. (Schweiz.) Schuss, der sein
Ziel verfehlt; Fehlschuss (Schießsport). 3. (Schweiz.) a)
Sprung, bei dem der Springer beim Weit- u. Dreisprung
über den Absprungbalken tritt od. beim Hoch- u. Stab
hochsprung die Latte nicht überqueren kann; Fehlsprung
(Leichtathletik); b) begonnener, aber nicht ausgeführter
Sprung am Pferd; Fehlsprung (Turnen). Nulllerl das; -s,
-n: (österr. ugs.) jmd., der nicht beachtet wird. Nulllhypolthelse die; -: Annahme, dass die bei einer statisti
schen Untersuchung festgestellten Abweichungen von ei
nem Normalwert zufälliger Natur sind; Ggs. Alternativ
hypothese. Nui |li If i I ka Iti Ion die; -, -en (aus lat. nullifica
tio „Geringschätzung“ zu nullificare, vgl. nullifizieren):
gesetzliche Aufhebung, Ungültigkeitserklärung, nulllilfizielren (aus lat. nullificare „gering schätzen“ zu nullus
„gering, elend“ u. facere „machen“): für ungültig erklä
ren, aufheben (Rechtsw.). Null im pe danz die; - (zu
t'Null): komplexer Gesamtwiderstand des Mittelleiters
(Nullleiters) eines Drehstromsystems. Nulllinlstrument* das; -[e]s, -e: elektr. Messgerät, bei dem der Wert
null auf der Mitte der Skala liegt (Elektrot.). N u 11 li I pa I ra
die; -, ...aren (aus gleichbed. nlat. nullipara zu lat. nullus
„keiner“ u. parere „gebären“): Frau, die noch kein Kind
geboren hat (Med.); vgl. Multipara, Pluripara, Primipara,
Sekundipara. Nullliltät die; -, -en (unter Einfluss von
gleichbed. fr. nullité aus mlat. nullitas, Gen. nullitatis): a)
Nichtigkeit; Ungültigkeit; b) Wertlosigkeit; Person od. Sa
che, der man keine Bedeutung od. keinen Wert beimisst.
Nulllkolpie die: -, ...ien [,,,i:ən] (zu T'Null): Farbkopie,
bei der der Farbstich noch nicht korrigiert ist. Nullllalge
die; -: Nullstellung bei Messgeräten. Null Ili I nie [...is] die;
-, -n: den Anfang einer Maßeinteilung kennzeichnende Li
nie, Strich auf einer ÎSkala. Nulllmelrildilan der; -s:
durch Greenwich verlaufender Meridian, von dem aus die
Meridiane nach Ost u. West von 0°bis 180° gezählt werden.
Nulllmeltholde die; -: Messverfahren, bei dem die Dif
ferenz zwischen einem vorgegebenen u. einem mit diesem
zu vergleichenden Wert zum Verschwinden gebracht wird.
Nulllmorlphem das; -s, -e: inhaltlich vorhandenes, aber
lautlich nicht ausgedrücktes Morphem (z.B. bei der Bil
dung des Genitiv Singular Feminimum). Nullinilveau
[,..vo] das; -s, -s: Höhenlage, von der aus kartografische
Messungen vorgenommen werden. Nul|lo|de* die; -, -n
(zu Î ‘...ode>: elektrodenlose Röhre (Elektrot.). Nullloperation die; -, -en: dem TComputer eingegebener Befehl,
der keinen Rechenvorgang auslöst, sondern die Möglich
keit bietet, Teile eines ÎProgramms (4) während des Ab
laufs zu modifizieren (EDV). Nulllopltilon die; - : (im Zu
sammenhang mit der Nachrüstung bes. Anfang der
1980er-Jahre diskutierter) Verzicht auf die Aufstellung be
stimmter Raketen u. Waffensysteme sowohl im Osten als
auch im Westen.Null oulvert [nʊl u'vɛ:j] der, selten das; -[s] [...'ve:e(s)], - -s [,,,'vɛ:gs] (zu T2Null u. fr. ouvert „of
Numismatik
fen“, eigtl. „geöffnet“): (beim Skat) Spiel, bei dem der od.
die Spielende keinen Stich machen darf und ihre Karten
nach der ersten Runde offen auf den Tisch legen muss;
2Null. Nulllre ak tor der; -s, -en (zu T'Null): Kernreak
tor, der keine Energie (2) erzeugt. Nulllselrie [...ja] die; -,
-n: nur in begrenzter Stückzahl hergestellte erste Probese
rie eines technischen Produkts. Nullltalrif der; -[e]s, -e:
kostenlose Gewährung bestimmter, üblicherweise nicht
unentgeltlicher Leistungen (wie z.B. Benutzung öffentli
cher Verkehrsmitteln.a.).Nul|lum das; -s (.aus lat. nullum
„nichts“, Neutr. von nullus „keiner“): etwas Gegenstands
loses, Wirkungsloses (Rechtsw.). nulllum cri men silne
leige [-'kri:... - -]
„kein Verbrechen ohne Gesetz“):
strafrechtlicher Grundsatz, nach dem eine Tat nur dann
bestraft werden kann, wenn ihre Strafbarkeit bereits ge
setzlich bestimmt war. Null|vek|tor [,..v...] der; -s, -en (zu
Î 'Null): Vektor, dessen Betrag null ist
Nulmen das; -s (aus gleichbed. lat. numen, eigtl. „(göttli
cher) Wink“): Gottheit, göttliches Wesen (als wirkende
Kraft)
Nu| melralle das; -s, Plur. ...lien [...isn] u. ...lia (aus gleich
bed. spätlat. (nomen) numerale zu lat. numeralis „zu den
Zahlen gehörig“): Zahlwort (Sprachw.). Nulme raitiv
das; -s, -e [...vs] (aus gleichbed. nlat. (verbum) numerativum): Wort zwischen Numerale u. gezähltem Gegenstand
(z.B. zwei Stück Zucker; Sprachw.). 'Numeri [auch
nu:...]: Plur. von TNumerus. 2Nu|me|ri [auch nu:...] die
(Plur.) (aus lat. numeri „die Zählungen“): viertes Buch
Mose (nach der zu Anfang beschriebenen Volkszählung).
Nulmelrik die; - (zu Tnumerisch u. î2...ik (2)>: 1. Teilge
biet der Mathematik, das sich mit der zahlenmäßigen Be
handlung math. Probleme befasst. 2. numerische Steue
rung von Maschinen u. Anlagen (Techn.). Numerikmaschilne die; -, -n: svw. NC-Maschine, nulmelrisch
(nach gleichbed. engl. numeric): a) zahlenmäßig, der Zahl
nach; b) unter Verwendung von [bestimmten] Zahlen, Zif
fern erfolgend; numerische Exzentrizität: der Quotient
aus dem Abstand der Brennpunkte vom Mittelpunkt u. der
halben Achslänge (in Ellipsen u. Hyperbeln; Math.); nu
merische Mathematik: svw. Numerik (l);numerische Sta
bilität: Eigenschaft numerischer Verfahren, bei denen der
Einfluss von Rundungsfehlern od. Störungen auf das End
ergebnis gering ist; c) sich nur aus Ziffern zusammenset
zend (EDV). Nul me Iro [auch nu;...] das; -s, -s (aus gleich
bed. it. numero, dies aus lat. numerus, vgl. Numerus):
(veraltet) Nummer (in Verbindung mit einer Zahl); Abk. :
No., N°; vgl. Nummer (1). Nulmelrollolgie die: - (zu
T...logie): meist mystische Zahlenlehre (im Bereich des
Aberglaubens). Nulmelrus [auch nu:...] der; -, ...ri (aus
lat. numerus „(An)zahl, Menge“): 1. Zahl;Numerus clau
sus [klau...]: zahlenmäßig beschränkte Zulassung (bes.
zum Studium); Numerus currens [ ku...]: (veraltet) laufen
de Nummer, mit der ein neu eingehendes Buch in der Bi
bliothek versehen wird. 2. Zahl, zu der der Logarithmus
gesucht wird (Math.). 3. Zahlform des Nomens (2) od.
Verbs; vgl. Singular, Plural, Dual. 4. Bau eines Satzes in
Bezug auf Gliederung, Länge od. Kürze der Wörter, Ver
teilung der betonten od. unbetonten Wörter, in Bezug auf
die Klausel (2) u. die Pausen, d.h. die Verteilung des ge
samten Sprachstoffes im Satz (Rhet., Stille.)
numi'nos (zu lat. numen, Gen. numinis „göttlicher Wille“
u. 1 ...os>: göttlich, in der Art des Numinosen. Nulmilnose das; -n: das Göttliche als unbegreifliche, zugleich Ver
trauen u. Schauer erweckende Macht
Nu|mis|ma|tik die; - (aus gleichbed.//-. numismatique zu
lat. numisma, nomisma „Münze“, dies aus gleichbed. gr.
nomisma, eigtl. „das durch Gebrauch u. Sitte Anerkann
te“): Münzkunde, Beschäftigung mit [alten] Münzen als
Wissenschaftler, Forscher od. Sammler. Nulmislmalti-
El
numismatisch
kerrfer; -s, jmd., der sich [wissenschaftlich] mit der Nu
mismatikbeschäftigt; Münzkundiger; Münzsammler, numis|ma|tisch (nach gleichbed. fr. numismatique}; die
Numismatik betreffend zu ihr gehörend; münzkundlich.
Nu|mis|ma|to|graf, auch ...graph der; -en, -en (zu
t...graf): (veraltet) Münzbeschreiber. Nu|mis|ma|togralfie, auch ...graphie die; - (zu t...grafie): (veraltet)
Münzbeschreibung
IMumlmerrfie; -, -n (über it. numero aus lat. numerus, vgl.
Numerus}: 1. zur Kennzeichnung dienende Ziffer, Zahl;
Kennzahl (z.B. für das Telefon, für die Schuhgröße, für
das Heft einer Zeitschrift); Abk.: Nr., Plur. Nrn.; vgl. Nu
mero. 2. (ugs.) spaßige, unbekümmert-dreiste Person,
Witzbold. 3. a) einzelne Darbietung im Zirkus, Variété; b)
(ugs.) einzelnes Musikstück (der Unterhaltungsmusik). 4.
(ugs.) Geschlechtsakt. num|me|rie|ren (aus lat. nume
rare „zählen, rechnen“ ; vgl. Numerus} : beziffern, mit fort
laufenden Ziffern versehen, numlmelrisch vgl. nume
risch. numjmern: svw. nummerieren. Numlmernlgirl
[...gcerl] das; -s, -s: attraktive junge Frau, die im Zirkus,
Variete eine Tafel trägt, auf der die jeweilige nächste Num
mer (3 a) angekündigt wird. Num|mern|kon|to das; -s,
Plur. ...ten, auch -s, u. ...ti: Konto, das nicht auf den Na
men des Inhabers lautet, sondern nur durch eine Nummer
(1) gekennzeichnet ist. NumlmernioperrZze; -, -n: Oper
mit durchnummerierten Arien, Ensemblesätzen, Chören,
Rezitativen. Num|me|rungi/ze; -, -en: das Zuordnen ei
ner Schlüsselnummer zur Î Identifikation u. Klassifikation
einer Menge (EDV)
num|mu|lär(zu /at. nummulus (vgl. Nummulit) u. T...är):
münzenförmig aussehend (z.B. von Organen; Med.).
Num!mu|lit[auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu
lat. nummulus „kleine Münze“ (wegen der scheibenförmi
gen Gestalt des Gehäuses) u. T2...it>: versteinerter Wurzel
füßer im ÎEozän mit Kalkgehäuse (Geol.). Numlmullitenlkalk[aueh ...Ti...] der; -[e]s, -e: Kalkstein, an dessen
Aufbau die Gehäuse von Nummuliten wesentlich beteiligt
sind
Nulnaltakrfer; -s, Plur. -s u. -[e]r (aus dem Eskim.): Berg
spitze, die aus dem Inlandeis, aus Gletschern hervorragt
(Geogr.)
Nu|na|ti|gnrZze; - (zu arab. nun (der Buchstabe N) u. Î ...ation}: Anfügen eines -n zum Ausdruck der determinierten
Nominalform im Arabischen (Sprachw.)
Nunlchalku [nʊn'ʧaku] das; -s, -s (aus gleichbed. jap.
nun-cha-ku): asiat. Verteidigungswaffe aus zwei mit einer
Schnur od. Kette verbundenen Holzstäben
Nunlkuipaltilon die; - (aus gleichbed. lat. nuncupatio zu
nuncupare „(be)nennen“}: (veraltet) 1. a) feierliches Aus
sprechen von Gelübden; b) mündlich in aller Form abge
schlossenes Rechtsgeschäft. 2. das Ernennen zum Erben.
nun|ku|pa|tiv (zu lat. nuncupatus, Part. Perf. von nun
cupare (vgl. Nunkupation) u. Î ...iv): (veraltet) nachmünd
licher Vereinbarung bzw. Erklärung
Nunitilantder; -en, -en (aus Z<az. nuntians, Gen. nuntiantis,
Part. Präs, von nuntiare „melden, anzeigen“}: (veraltet)
jmd., der eine Anzeige erstattet; vgl. Denunziant. NunltiatiZer; -en, -en (aus lat. nuntiatus. Part. Perf. von nuntiare,
vgl. Nuntiant}: (veraltet) [vor Gericht] Angezeigter; vgl.
Denunziat. Nun|ti|a|ti|gn die; -, -en (aus gleichbed. lat.
nuntiatio): (veraltet) Anklage, Anzeige; vgl. Denunziati
on. Nun|ti¡a|turdie; -, -en (aus gleichbed. it. nunziatura;
vgl. Nuntius): a) Amt eines Nuntius; b) Sitz eines Nuntius.
IMunlti|usi/er;-, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. mlat. nuntius
(curiae), dies aus lat. nuntius „Bote“): ständiger diploma
tischer Vertreter des Papstes bei einer Staatsregierung (im
Botschafterrang)
nupltilai (aus gleichbed. ZaZ. nuptialis zu nupta, Part. Perf.
von nubere „heiraten (von der Frau)“): (veraltet) ehelich,
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hochzeitlich. Nup|tu|ri|en|ten4ze (Plur.) (aus gleichbed.
mlat. nupturientes zu lat. nupturus, Part. Futur von nube
re, vgl. nuptial): (veraltet) Brautleute
Nulralgeu Nu|ra|ghe[...ga] die;-,-n (aus 4. nuraghe (alt
italisches Wort)): turmartiger, aus großen Steinblöcken
ohne Mörtel errichteter Rundbau aus der Jungsteinzeit u.
der Bronzezeit, bes. auf Sardinien
Nurse[noers, engl. nə:s] die; -, Plur. -s ['nə:sɪz] u. -n [ nœrsn]
(aus engl. nurse, dies über (alt)fr. nourrice aus spätlat. nu
tricia „Amme“ zu lat. nutrire, vgl. nutrieren): (veraltet)
Kinderpflegerin
Nus u. Nous [nu:s] der; - (über spätlat. nus aus gr. nous
„Verstand, Geist“): a) Vermögen der geistigen Wahrneh
mung, Intellekt, Verstand; das Bewusste, Geistige im
Menschen; b) der weltordnende Geist, Gott, ÎDemiurg
(Philos.)
Nultal|li|o|se die; -, -n (nach dem Bakteriologen G. H. F.
Nutall (1862-1937) u. zu T’...ose): svw. Babesiose
Nultalti onÆe; -, -en (aus lat. nutatio „das Schwanken“ zu
nutare „schwanken, wanken“): 1. selbsttätige, ohne äuße
ren Reiz ausgeführte Wachstumsbewegung der Pflanze
(Bot.). 2. Schwankung der Erdachse gegen den Himmels
pol (Astron.)
Nultra|min*das; -s, -e (Kunstw. aus lat. nutrix „nährend“
u. '.Aminy. (veraltet) svw. Vitamin
’Nultria* die; -, -s (aus span, nutria „Fischotter“, dies aus
gleichbed. lat. lutra) : in Südamerika heimische, bis zu ei
nem halben Meter lange Biberratte mit braunem Fell;
Sumpfbiber. 2Ny!triader; -s, -s (zu Î’Nutria}: a) Fell der
Biberratte; b) aus dem Fell der Biberratte gearbeiteter
Pelz
nultrielren*(aus lat. nutrire „ernähren, aufziehen“): (ver
altet) ernähren. Nultrijmentdas; -[e]s, -e, auch NultrimenltumiZay; -s, ...ta (aus gleichbed. lat. nutrimentum):
Nahrungsmittel (Med.). Nultriltilonr/ze; - (aus gleichbed.
spätlat. nutritio): Ernährung (Med.). Nultriltilonslreflexdcr; -es, -e: reflektorische Gefäßerweiterung bei ge
störter Durchblutung (Med.), nultriltiv(zu ...iv): der Er
nährung dienend, die Ernährung betreffend; nährend,
nahrhaft (Med.); -e [...va] Energie: auf Lustgewinn gerich
tete seelische Energie (Psychol.). Nultrix die; -, ...ices
[...tse:s] (aus gleichbed. lat. nutrix, Gen. nutricis): (veral
tet) Nährmutter, Amme
Nulvisltor [...v...] der; -s, ...oren (Kunstw.): sehr kleine
Elektronenröhre
Nulzelllus vgl. Nucellus
Ny[ny:] das; -[s], -s (ausgr. ny>: dreizehnter Buchstabe des
griech. Alphabets: N, v
Nylal ya der; - (aus sanskr. nyayá „Regel, Prinzip, Metho
de“): altind. philos. System, in dem bes. Logik u Erkennt
nistheorie ausgearbeitet waren
nykt..., Nykt...vgl. nykto..., Nykto... Nyk|tai|gie*iZz'e;-,
...ien (zu înykto... u. î...algie): körperlicher Schmerz, der
nur zur Nachtzeit auftritt, Nachtschmerz (Med.). Nykitalojpie*- (zu gr. alaos „blind“ u. î...opie>: Sehschwä
che der Augen bet hellem Tageslicht, Tagblindheit (Med.),
nyklti..., Nyk|ti...vgl. nykto..., Nykto... Nyk|ti|nasltie
4te; -, ...ien (zu tNastie): Schlafbewegung der Pflanzen
(z. B. das Sichsenken der Bohnenblätter am Abend; Bot.).
Nyk|ti|tro|p[e*dze; -, ...ien (zuî...tropie>: svw. Nyktinastie. nykito..., Nykjto..., seltener nykti..., Nykti..., vor
Vokalen meist nykt..., Nykt... (aus gr. nÿx, Gen. nyktös
„Nacht“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Nacht, Nachtzeit; Dunkelheit“, z. B. Nyktophobie, Nyktinastie, Nyktalgie. Nyk|to|me|ter4as; -s, - (zu Î’...me
ter): Instrument zur Erkennung der Nachtblindheit
(Med.). Nykltolpholbie die; -, ...ien (zu î...phobie (a)):
übersteigerte, zwanghafte Angst vor der Dunkelheit (Psy
chol., Med.). Nykltulrie* die; -, ...ien (zu î...urie): ver-
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mehrte nächtliche Harnabsonderung bei bestimmten
Krankheiten (Med.)
Nyllon [nailon] das: -s (aus gleichbed. amerik. nylon): halt
bare synthetische Textilfaser. Ny lions die (Plur.): (ugs.
veraltend) Damenstrümpfe aus Nylon
Nymlpha die; -, Plur. ...phae [...fe] u. ...phen (aus gleichbed.
nlat. nympha, dies ausgr. nymphe „Braut; Klitoris“): klei
ne Schamlippe (Med ). Nymlphäa u. Nymlphäe die; -,
...äen (aus gleichbed. nlat. Nymphaea zu gr. Nymphe, vgl.
Nymphe): See- od. Wasserrose. Nymlphalgolge* der;
-n, -n (ausgleichbed.gr. nymphagögos): Brautführer im al
ten Griechenland, der dem Bräutigam die Braut aus dem
elterlichen Haus zuführte. Nymlphälum das; -s, ...äen
(über lat. nymphaeum aus gleichbed. gr. nymphaion): den
Nymphen geweihtes Brunnenhaus, geweihte Brunnenan
lage der Antike. Nymphlchen das; -s, sehr junges u.
unschuldig-verführerisches Mädchen; Kindfrau; vgl. Lo
lita. Nymlphe die; -, -n (über lat. Nympha aus gleichbed.
gr. Nymphe, eigtl. „Braut, Jungfrau“): 1. weibliche Natur
gottheit der griech. Sage. 2. Larve der Insekten, die bereits
Anlagen zu Flügeln besitzt (Zool.). Nymlphen: Plur. von
TNymphau. ÎNymphe. Nymlphiltis die; -, ...itiden (zugr.
nymphe(vgl. Nymphaju. t ...itis): Entzündungderkleinen
Schamlippen (Med.), nymipholman u. nymphomanisch
Nystatin
(zu t...man): an Nymphomanie leidend, mannstoll; vgl.
...isch/-. Nym|pho|ma|nie die; - (zu î...manie): [krank
haft] gesteigerter Geschlechtstrieb bei Frauen, Mannstoll
heit. Nymlpholmalnin die; -, -nen: an Nymphomanie
Leidende (Med.), nymlpholmalnisch vgl. nymphoman.
Nymlpholtolmie die; -, ...ien (zu Î ...tomie): 1. operativer
Einschnitt in die kleinen Schamlippen. 2. operative Ent
fernung der kleinen Schamlippen (Med.)
Nyl norsk das; - (aus norw. nynorsk „Neunorwegisch“): mit
dem t Bokmäl gleichberechtigte norw. Schriftsprache, die
im Gegensatz zum Bokmäl auf den norw. Dialekten be
ruht; vgl. Landsmal
Nyonlporzellan ['njð:...] das; -s (nach der von 1788-1813
in dem Ort Nyon bestehenden Schweizer Porzellanmanu
faktur) : Tafelgeschirr im Louis-seize-Stil, das mit Blumen,
Girlanden, Schmetterlingen u. Trophäen bemalt war
Nysltaglmolgralfie, auch ...graphie die; -, ...ien (zu
tNystagmus u. î...grafie): elektrische od. optische Regis
trierung der Augenbewegung zur Bestimmung des Nystag
mus. Nysltaglmus der; - (über lat. nystagmus aus gr. nystagmós „das Nicken“, dies zu nystázein „nicken“): unwill
kürliches Zittern des Augapfels
Nysltaltin das; -s (Kunstw.; vgl. ...in (1)> : streptomycinar
tiges t Antibiotikum, das als t Fungizid verwendet wird
Œ
(zu engl. oar „Ruder, Riemen“): früher
auf der Themse verwendete Ruderboote
Oalse die; -, -n (über spätlat. Oasis aus gr. Oasis „fruchtba
rer Ort (in der libyschen Wüste)“, vermutlich aus dem
Ägypt. u. verwandt mit kopt. ouahé „Oase“, eigtl. „be
wohnter Ort“): 1. fruchtbare Stelle mit Wasser u. Pflanzen
in der Wüste. 2. [stiller] Ort der Erholung
Oath [oʊθ] der; -, -s [oʊθz] (aus gleichbed. engl. oath): (ver
altet) Eid, Schwur
ob.... Ob... (aus gleichbed. lat. ob), vor c, k, z angeglichen
zu oc..., Oc..., meist eingedeutscht ok..., Ok...; vor f zu
of.... Of...; vor p zu op..., Op... : Präfix mit der Bedeutung
,,[ent]gegen, dagegen, wider“, z.B. Obstruktion, Offensi
ve, okkasionell, opportun
ob|di|plos|te|mon*(aus gleichbed. nlat. obdiplostemonus
zu tob..., gr. dipióos „zweifach, doppelt“ u. stemön
„(Web-, Kett)faden“>: zwei Kreise von Staubgefäßen tra
gend, von denen der innere vor den Kelchblättern, der äu
ßere vor den Kronblättern (den Blütenblättern im engeren
Sinne) steht (in Bezug auf Blüten; Bot.)
Obldoijmiltilon die; - (aus lat. obdormitio „das Einschla
fen“ zu obdormiscere „einschlafen“, dies zu Îob... u. dor
mire „schlafen“): durch anhaltenden Druck auf sensible
Nerven ausgelöste Gefühllosigkeit (bes. der Gliedmaßen;
Med.)
Ob|duk|t:|on die; -, -en (aus lat. obductio „das Verhüllen,
Bedecken“ zu obducere, vgl. obduzieren; wohl nach dem
Bedecken der Leiche nach dem Eingriff): [gerichtlich an
geordnete] Leichenöffnung [zur Klärung der Todesursa
che] (Med.). Ob|duk|ti|ons|be|fund der; -[e]s, -e: Be
fund einer Obduktion, der Aufschluss über die Todesursa
che gibt
Ob|d ulraltilon die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. obduratio
zu obdurare, vgl. obdurieren): Verhärtung von Körperge
webe (Med.). ob|du|rie|ren (aus gleichbed. lat. obdura
re); sich verhärten (von Gewebe; Med.)
Obldulzent der: -en, -en (zu Tobduzieren u. T...ent): Arzt,
der eine Obduktion vornimmt, obldulzielren (aus lat.
obducere „verhüllen, bedecken“) : eine Obduktion vorneh
men
Obeldilenz*, Oböldilenz die; - (aus lat. obedientia, oboe
dientia „Gehorsam; Anhang" zu oboediens „gehorsam“):
1. Gehorsamspflicht der Î Kleriker gegenüber den geistli
chen Oberen. 2. Gehorsamsgelübde von Ordensangehöri
gen. 3. Anhängerschaft eines Papstes während eines
Î Schismas
obe|li|sie|ren (zu TObelisk u. Î..deren): (veraltet) mit ei
nem Obelus bezeichnen. Obellisk der; -en, -en (über lat.
obeliscus aus gleichbed. gr. obeliskos, Verkleinerungsform
von obelos „(Brat)spieß; Spitzsäule“): frei stehende,
Oars [ɔ:z] die (Plur.)
rechteckige, spitz zulaufende Säule (meist TMonolith;
urspr. in Ägypten paarweise vor Sonnentempeln aufge
stellt). Obellislkus der; -, ...ken (aus lat. obeliscus, vgl.
Obelisk): (veraltet) svw. Obelus. Obellus der; -, Plur. - u.
-se (aus gleichbed. spätlat. obelus, dies aus gr. obelos, vgl.
Obelisk): in älteren Schriftstellerausgaben ein Strich zur
Kennzeichnung einer für unecht od. unrichtig gehaltenen
Stelle
Obelrek der; -[s], -s (aus dem Slaw.): schneller Schlussteil
des Î Kujawiaks
Ober li ga die; -, ...gen (zu ILiga): Spielklasse in zahl
reichen Sportarten. Ober|li|gistrZer,-en, -en: Mitglied[sverein] einer Oberliga
Ober|pro|ku|ror der; -s, ...oren (zu tProkuror): vor 1917
der Vertreter des Zaren in der Leitung des 7Synods; vgl.
Prokuror
Obe si tas* die; - (aus gleichbed. lat. obesitas, Gen. obesi
tatis): svw. Obesität. Obe|si|tät<Äe; - (zu t...ität>: Fettlei
bigkeit [infolge zu reichlicher Ernährung] (Med.)
Obi der od. das; -[s], -s (aus jap. obi): 1. breiter steifer Sei
dengürtel, der um den japan. Kimono geschlungen wird. 2.
Gürtel der Kampfbekleidung beim Judo
ob|i|it* ['o:biɪt] (aus lat. obiit „(er) ist gestorben“, 3. Pers.
Sing. Perf. von obire „dahingehen, sterben“) : ist gestorben
(Inschrift auf alten Grabmälern); Abk.: ob
Obilter Dicltum [-'dɪk...] iZas; - -, - ...ta (aus lat. obiter
dictum „beiläufige Bemerkung“): Rechtsausführung (in
einem Urteil eines obersten Gerichts) zur Urteilsfindung,
auf der das Urteil aber nicht beruht (Rechtsw.)
Obi tu’a ri um* das; -s, Plur. ...ia od. ...ien [...ion] (aus
gleichbed. kirchenlat. obituarium zu lat. obitus „Tod; Un
tergang“; vgl. ...arium): kalender- od. annalenartiges Ver
zeichnis [für die jährliche Gedächtnisfeier] der verstorbe
nen Mitglieder, Wohltätern. Stifter einer mittelalterlichen
kirchlichen Gemeinschaft
Obljekt das; -[e]s, -e (aus lat. obiectum, eigtl. „das Entge
gengeworfene“, substantiviertes Part. Perf. (Neutr.) von
obicere „entgegenwerfen; vorsetzen“): 1. a) Gegenstand,
auf den das Interesse, das Denken, das Handeln gerichtet
ist (auch in Bezug auf Personen: z. B. jmdn. zum - seiner
Aggressivität machen); b) unabhängig vom Bewusstsein
existierende Erscheinung der materiellen Welt, auf die sich
das Erkennen, die Wahrnehmung richtet (Philos.); Ggs.
îSubjekt (1); c) aus verschiedenen Materialien zusam
mengestelltes plastisches Werk der modernen Kunst
(Kunstw.). 2. [auch 'ɔp...] Satzglied, das von einem Verb
als Ergänzung gefordert wird (z.B. ich kaufe ein Buch;
Sprachw.); vgl. Prädikat, Subjekt (2). 3. a) Grundstück,
Wertgegenstand,
Vertrags-,
Geschäftsgegenstand
(Wirtsch.); b) (österr.) Gebäude. 4. Bez. für alle Größen,
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die in Form von Daten in der Programmierung auftreten
können (EDV). Obljektlcode [,,,ko:t] der: -s, -s (aus
gleichbed. engl. object code): Programm (4) in Maschi
nensprache, das von einem Î Assembler erzeugt wurde
(EDV). Ob|jek|te|malcher der; -s, moderner Künst
ler, der aus verschiedenen Materialien Objekte (1 c) kom
poniert, aufstellt. Obljektleroltik r/ie; -: Befriedigung
des Sexualtriebes an einem Objekt (1 a). Objektion die;
-, -en <zu î'...ion): Übertragung einer seelischen Erlebnis
qualität auf einen Gegenstand, Vorstellungsinhalt od. auf
Sachverhalte (Psychol.), obljekltiv [auch 'ɔp...] (ausm/ut.
obiectivus „der Vorstellung (von den realen Dingen) an
gehörend“ zu lat. obiectus. Part. Perf. von obicere, vgl.
Objekt): 1. außerhalb des subjektiven Bewusstseins beste
hend. 2. sachlich, nicht von Gefühlen u. Vorurteilen be
stimmt; unvoreingenommen, unparteiisch; Ggs. Îsub
jektiv (2). Obljekltiv das: -s, -e [,,,və]: die dem zu beob
achtenden Gegenstand zugewandte Linse[nkombination]
eines optischen Gerätes. Obljek|ti|va|ti|on [,..va...] die:
-, -en <zu (...ation): Vergegenständlichung, vom rein Sub
jektiven abgelöste Darstellung; vgl. ...ation/...ierung. Objekltilve [,,,və] das: -n <zu (objektiv): das von allem Sub
jektiven Unabhängige, das an sich Seiende (Philos.), objekltilvierlbar [...v...] (zu Îobjektivieren): so beschaffen,
dass man es objektivieren kann. obljek|ti|vie|ren (zu
Îobjektiv u. Î...ieren): 1. etwas in eine bestimmte, der ob
jektiven Betrachtung zugängliche Form bringen; etwas
von subjektiven, emotionalen Einflüssen befreien. 2. et
was so darstellen, wie es wirklich ist, unbeeinflusst vom
Messinstrument od. vom Beobachter (Phys.). Obljekltivierung rfze; -, -en (zut,,,ierung): das Objektivieren; vgl.
...ation/...ierung. Obljek|ti|vis|mus der; - (zu I ...ismus
(2, 5)): 1. Annahme, dass es subjektunabhängige, objekti
ve Wahrheiten u. Werte gibt. 2. erkenntnistheoretische
Lehre, wonach die Erfahrungsinhalte objektiv Gegebenes
sind (Philos.). 3. (marxistisch abwertend) methodisches
Prinzip, das davon ausgeht, dass wissenschaftliche Objek
tivität unabhängig von den Wertvorstellungen des Be
trachters, von den gesellschaftlichen Realitäten existieren
könne u. somit prinzipiell wertfrei sei. Obljekltilvist der;
-en, -en (zu Î...ist): Anhänger des Objektivismus, obljektilvistisch (zu Î ...istisch): a) den Objektivismus (1,2) be
treffend, in der Art des Objektivismus; b) (abwertend)
nach den Prinzipien des Objektivismus (3) verfahrend, ihn
betreffend. Obljekltilviltät die: - (zu t...ität): strenge
Sachlichkeit; objektive (2) Darstellung unter größtmögli
cher Ausschaltung des Subjektiven (Ideal wissenschaftli
cher Arbeit); Ggs. ÎSubjektivität. Ob jekt kunst ¿fe; (zu (Objekt): moderne Kunstrichtung, die sich mit der
Gestaltung von Objekten (1 c) befasst (Kunstw.). Objektllilbildo die; -: auf Personen u. Gegenstände, nicht
auf das eigene Ich gerichtete 1 Libido (Psychol.). Obljektmi|kro|me|ter* das; -s, -: mit einer feinen Stricheintei
lung versehene dünne Platte aus Glas od. Metall zur Be
stimmung der Gesamtvergrößerung von [Mess]mikroskopen bzw. des Mikrometerwertes von Okularmikrometern.
Obljektlmoldul das; -s, -e (zu ÜModul): durchführbares
Programm (4) innerhalb eines Betriebssystems (EDV).
Obljekt|psylcho|lo|gie die;
Anwendung psychologi
scher Erkenntnisse auf die Gestaltung von Objekten (z. B.
von Fahrzeugen, Maschinen). Ob|jekt|psy|cho|technik die: -: Anpassung der objektiven Forderungen des Be
rufslebens an die subjektiven Erfordernisse des Berufs
menschen (z.B. Wahl der Beleuchtung, Gestaltung des
Arbeitsplatzes usw.). Ob|jekt|sa|nie|rung die; -, -en:
Sanierung eines einzelnen Gebäudes (im Rahmen der Sanie
rung eines Stadtteils). Obljektlsatz [auch 'ɔp...] der; -es,
...sätze: Gliedsatz in der Rolle eines Objekts (z.B. Klaus
weiß, was Tim macht; Brunhilde hilft, wem sie helfen kann;
oblique
Sprachw.). Obljektlschutz der; -es: polizeilicher, militä
rischer o.ä. Schutz für Gebäude, Anlagen usw. Obljektspralche die; -: Sprache als Gegenstand der Betrachtung,
die mit der (Metasprache beschrieben wird (Sprachw.).
Obljet trou vé [ɔbʒɛtru've:] íZíís; -s - [ɔbʒetru've:], -s -s
[ɔbʒɛtru've:] (aus fr. objet trouvé „gefundener Gegen
stand“): triviales [Abfallprodukt der modernen Zivilisa
tion, das ohne jede Veränderung in ein Kunstwerk einbe
zogen wird (Kunstw.). ob|ji|zie|ren (aus lat. obicere „ent
gegenwerfen; entgegnen“): (veraltet) einwenden, entgeg
nen
oblkglnisch (zu tob... u. (konisch): nach oben stehend (in
Bezug auf die Bodenfläche eines Kegels)
Obllast die; -, -e (aus russ. oblast’ „Gebiet“): größeres Ver
waltungsgebiet in der ehemaligen Sowjetunion
1Ob|la|te die; -, -n (aus mlat. oblata (hostia) „(als Opfer)
dargebraeht(es Abendmahlsbrot)“ zu lat. oblatus, vgl.
2Oblate): 1. a) noch nicht tkonsekrierte (Hostie (kath.
Rel.) ; b) Abendmahlsbrot (ev. Rel.). 2. a) eine Art Waffel ;
b) sehr dünne Scheibe aus einem Teig aus Mehl u. Wasser
(als Gebäckunterlage). 3. (landsch.) kleines Bildchen, das
in ein Poesiealbum o. Ä. eingeklebt wird. 2Ob|ia|te der; -n,
-n (meist Plur.) (aus mlat. oblatus „der Anerbotene“, sub
stantiviertes Part. Perf. von lat. offerre, vgl. offerieren): 1.
im Mittelalter im Kloster erzogenes, für den Ordensstand
bestimmtes Kind. 2. Laie, der sich in stets widerruflichem
Gehorsamsversprechen einem geistl. Orden angeschlos
sen hat. 3. Angehöriger kath. religiöser Genossenschaften.
Obllaltilon die; -, -en (aus spätlat. oblatio „Gabe, Opfer
gabe“, eigtl. „das Darreichen“): 1. svw. Offertorium. 2.
von den Gläubigen in der Eucharistie dargebrachte Gabe
(heute meist durch die t Kollekte 1 ersetzt)
ob|lek|ta|bel (aus gleichbed. spätlat. oblectabilis zu lat.
oblectare, vgl. oblektieren): (veraltet) unterhaltsam, er
götzlich. Ob|lek|ta|ment das; -s, -e (aus gleichbed. lat.
oblectamentum): (veraltet) Unterhaltung, Zeitvertreib,
obllekltielren (aus gleichbed. lat. oblectare): (veraltet)
belustigen, ergötzen
ob|li|gat (aus lat. obligatus „verbunden, verpflichtet“ zu
obligare, vgl. obligieren): 1. a) unerlässlich, erforderlich,
unentbehrlich; b) (meist spöttisch) regelmäßig dazugehö
rend, üblich, unvermeidlich. 2. als selbstständig geführte
Stimme für eine Komposition unentbehrlich, z.B. eine
Arie mit -er Violine (Mus.); Ggs. Îad libitum (2 b). O b 11 iga ti on die; -, -en (aus lat. obligatio „Verpflichtung“): 1.
Verpflichtung; persönliche Verbindlichkeit (Rechtsw.). 2.
Schuldverschreibung eines Unternehmers (Wirtsch.). Obli|ga|ti|o|när der; -s, -e <zu(...är): (Schweiz.) Besitzer von
Obligationen (2). Ob|li|ga|ti|o|nen|recht das; -[e]s:
(Schweiz.) Schuldrecht. ob|li|galtg|risch (aus gleichbed.
lat. obligatorius); verpflichtend, bindend, verbindlich;
Zwangs...; Ggs. (fakultativ. Oblilgatorilum das; -s,
...ien [...ion] (aus lat. obligatorium, Neutr. von obligatori
us, vgl. obligatorisch): (Schweiz.) Verpflichtung, Pflicht
fach, -leistung. Ob li geance [,,,'ʒa:s] die; -, -n [...son]
(aus gleichbed. fr. obligeance): (veraltet) Verbindlichkeit,
Gefälligkeit, Höflichkeit, obllilgeant [,,,'ʒant, auch
,,,'ʒa:] (aus gleichbed. fr. obligeant): (veraltet) gefällig, ver
bindlich. obllilgielren [... gi:..., auch ,,,'ʒi:...] (teilweise
unter Einfluss von fr. obliger aus lat. obligare „anbinden,
verpflichten“): (veraltet) [zuDank] verpflichten. ObiliIgo
[auch 'ɔb,..] das; -s, -s (aus gleichbed. it. ob(b)ligo: vgl. ob
ligat): 1. Verbindlichkeit, Verpflichtung (Wirtsch.); ohne
Obligo: ohne Gewähr; Abk.: o.O. 2. Wechselkonto im
(Obligobuch. Obllilgolbuch das; -[e]s, ...bûcher: bei
Kreditinstituten geführtes Buch, in das alle eingereichten
Wechsel eingetragen werden
obllique [o'bli:k] (aus lat. obliquus „seitwärts gerichtet,
schräg; abhängig“): (veraltet) schräg, schief; obliquer Ka-
Obliquität
sus [...kvB -]: svw. Casus obliquus. Obllilquiltät [...kvi.-.J
die; - (aus lat. obliquitas, Gen. obliquitatis „Schrägheit,
Schiefheit“): 1. Unregelmäßigkeit. 2. Abhängigkeit. 3.
Schrägstellung (des kindlichen Schädels bei der Geburt;
Med.)
oblliltelrans (zu /ai. oblitus, Part. Perf. von oblinere „be
schmieren; verstopfen“): mit einer Obliteration (2) ver
bunden, zu einer Obliteration (2) führend. Ob I Ii Ite Ira Ili
on die; -, -en (nach lat. oblitteratio „das Vergessen“ zu
oblitterare, vgl. obliterieren; Bed. 2 zu lat. oblitum, vgl.
obliterans): 1. Tilgung (Wirtsch.). 2. Verstopfung von
Hohlräumen, Kanälen od. Gefäßen des Körpers durch
entzündliche Veränderungen o.Ä. (Med.), oblliItelrieren (aus lat. oblitterare „überstreichen, auslöschen“; Bed.
2 zu lat. oblitum, vgl. obliterans): 1. tilgen (Wirtsch.). 2.
verstopfen (in Bezug auf Gefäße, Körperhohlräume u.
Körperkanäle; Med.)
Oblli|vi|on [...V...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. oblivio zu
oblivisci „vergessen“): (veraltet) das Vergessen; Vergess
lichkeit. obllilvilös (aus gleichbed. lat. obliviosus): (ver
altet) vergesslich
Obllolmolwelrei die; -, -en (nach dem Titelhelden Oblo
mow eines Romans des russ. Schriftstellers I. A. Gont
scharow, 1812-1891): Îlethargische (2) Grundhaltung, ta
tenloses Träumen, obllolmolwielren (zu t..deren): lust
los, lebensunfähig sein, träge u. müßig leben
obllong (aus Zöi. oblongus „länglich“): (veraltet) länglich,
rechteckig. Obllong das; -[e]s, -e: svw. Oblongum. Oblongltalbletlte* die; -, -n: längliche Tablette (Pharm.).
θblpn:gum das; -s, Plur. ...gen u. ...ga (substantiviertes
Neutr. zu lat. oblongus, vgl. oblong): (veraltet) 1. Recht
eck. 2. rechteckiges Bauwerk
Obo der; -[s], -s (aus mong. ovoo „Steinaufhäufung“): kul
tischer, mit Gebetsfahnen besteckter Steinhaufen auf
Passhöhen in Tibet u. der Mongolei
Oböldilenz* vgl. Obedienz
Oboe die; -, -n (unter Einfluss von it. oboe aus gleichbed. fr.
hautbois, eigtl. „hohes (d.h. hoch klingendes) Holz“):
Holzblasinstrument mit Löchern, Klappen u. engem
Mundstück (Mus.). Oboe da Caclcia [- - 'katʃa] die; —,
— (aus it. oboe da caccia „Jagdoboe“): eine Quinte tiefer
stehende Oboe mit birnenförmigem Schallbecher. Oboe
d'Arnolrez/ze, - -, - - (aus it. oboe d’amore „Liebesoboe“):
1. eine Terz tiefer stehende Oboe mit zartem, mildem Ton.
2. ein Orgelregister. Obglerz/ez-; -s, -: svw. Oboist. Obo
ist der; -en, -en (zu t ...ist): Musiker, der Oboe spielt
Obollus der; -, Plur. - u. -se (über lat. obolus aus gr. obolos,
eigtl. „Bratspieß; spitzes Metallstückchen“): 1. kleine
Münze im alten Griechenland. 2. kleine Geldspende, klei
ner Beitrag. 3. (Plur. nur -) primitiver, versteinerter Arm
füßer (Î Brachiopode), der vom Î Kambrium bis zum tOr
dovizium gesteinsbildend war (Geol.)
OBO-Schiff das; -[e]s, -e: Kurzform von tOre-Bulk-OilSchiff
obioval [...V...] (zu tob... u. toval): verkehrt eiförmig
Oblrepltilon die; - (aus lat. obreptio „das Heranschlei
chen“ zu obrepere „heranschleichen, überraschen, über
fallen“): (veraltet) Erschleichung [eines Vorteils durch un
zutreffende Angaben] (Rechtsw.)
Oblrokiter; -[s], Plur. -en u. -i (aus gleichbed. russ. obrok):
im zaristischen Russland jährliche Natural- od. Geldabga
be der Leibeigenen an die Gutsherren
ob|ru|ie|ren (aus lat. obruere „überschütten“): (veraltet)
überladen, überhäufen, belasten
Obschtlschilna* die; -, -s (aus russ. obscina „Gemein
schaft; Vereinigung“ zuobscij „gemeinsam“): Dorfgenos
senschaft im zaristischen Russland
Ob|se|kra|ti|on* die; -, -en (aus gleichbed. fat. obsecratio
zu obsecrare, vgl. obsekrieren) : (veraltet) Beschwörung
950
durch eindringliches Bitten, oblselkrielren (aus gleich
bed. /ɑi. obsecrare): (veraltet) beschwören, dringend bit
ten
oblselquent (zu tob... u. lat. sequens, Gen. sequentis,
Part. Präs, von sequi „(nach)folgen“) : der Fallrichtung der
Gesteinsschichten entgegengesetzt fließend (in Bezug auf
Nebenflüsse; Geogr.). Ob se quí a le das; -[s], ...lien
[,,-iən] (aus gleichbed. mlat. obsequíale; vgl. Obsequien):
liturgisches Buch für die Î Exequien. Oblselquilen [...ion]
die (Plur.) (aus gleichbed. mlat. obsequiae (Plur.), dies un
ter Einfluss von lat. exsequiae (vgl. Exequien) aus lat. ob
sequium „Nachgiebigkeit, Gefälligkeit“): svw. Exequten
ob serivalbel [,..v...] (aus gleichbed. lat. observabilis, eigtl.
„beobachtbar“, zu observare, vgl. observieren): (veraltet)
bemerkenswert. Oblser|valble*dze, -n, -n: eine messbare
physik. Größe, wie Energie, Impuls, tSpin od. Ladung,
oblserlvant (aus (m)lat. observans, Gen. observantis,
Part. Präs, von lat. observare, vgl. observieren): sich
streng an die Regeln haltend. Oblserlvant der; -en, -en:
Angehöriger der strengeren Richtung eines Mönchsor
dens, bes. bei den Î Franziskanern. Oblserlvanz die; -,
-en (aus gleichbed. mlat. observantia, dies aus lat. obser
vantia „Beobachtung; Befolgung“): 1. Ausprägung, Form.
2. Gewohnheitsrecht [in unwesentlicheren Sachgebieten]
(Rechtsw.). 3. Befolgung der eingeführten Regel [eines
Mönchsordens], Oblser|valti|gn die; -, -en (aus gleich
bed. lat. observatio); 1. wissenschaftliche Beobachtung [in
einem Observatorium]. 2. das Observieren (2); vgl. ...ati
on/...ierung. Oblserlvaltorrfer; -s, ...oren (aus lat. obser
vator „Beobachter“): jmd., der in einem Observatorium
tätig ist. Oblserlvaltolrilum das; -s, ...ien [,,,iən] (aus
gleichbed. nlat. Observatorium; vgl. ...orium): [astronomi
sche, meteorologische, geophysik.] Beobachtungsstation;
Stern-, Wetterwarte, oblserlvielren (aus lat. observare
„beobachten, auf etwas achtgeben“): 1. wissenschaftlich
beobachten. 2. der Verfassungsfeindlichkeit, eines Verbre
chens verdächtige Personen[gruppen] polizeilich überwa
chen. Ob|ser|vie|rung die; -, -en (zu t...ierung): das Ob
servieren (2), das Observiertwerden; vgl. ...ation/...ierung
Obi seslsilon die; -, -en (unter Einfluss von gleichbed. engl.
obsession aus lat. obsessio „Einschließung, Belagerung“
zu obsidere „besetzt halten, blockieren“): Zwangsvorstel
lung; Handlung, die mit Angsterlebnissen verbunden ist
(Psychol.), oblseslsiv (nach gleichbed. engl. obsessive;
vgl. ...iv): in der Art einer Zwangsvorstellung (Psychol.)
Oblsildilan der; -s, -e (zu lat. (lapis) Obsianus, nach dem
altröm. Reisenden Obsius, der das Mineral in Äthiopien
entdeckte): dunkles, unterschiedlich gefärbtes vulkani
sches, kieselsäurereiches Gesteinsglas
Obi silgnaltilon* die; -, -en (aus gleichbed. lat. obsignatio
zu obsignare, vgl. obsignieren): (veraltet) Versiegelung
[durch das Gericht]; Bestätigung, Genehmigung
(Rechtsw.). oblsilgnielren (aus lat. obsignare „besie
geln“): (veraltet) bestätigen
Obi sisltenz die; -, -en (zu lat. obsistere (vgl. obsistieren) u.
T...enz): (veraltet) Widerstand, oblsisltielren (aus
gleichbed. lat. obsistere zu Îob... u. sistere „stellen“): (ver
altet) widerstehen, sich widersetzen
obslkur* (aus gleichbed. lat. obscurus, eigtl. „bedeckt“): a)
dunkel; verdächtig; zweifelhafter Herkunft; b) unbe
kannt; vgl. Clair-obscur. Obslkulrant der; -en, -en (aus
lat. obscurans, Gen. obscurantis, Part. Präs, von obscura
re „verdunkeln“): (veraltet) Dunkelmann. Obslkulrantislmuszfer; - (zu T ...ismus (5)): Bestreben, die Menschen
bewusst in Unwissenheit zu halten, ihr selbstständiges
Denken zu verhindern u. sie an Übernatürliches glauben
zu lassen. obs|ku|ran|tis|tisch(zuî...istisch): dem Obs
kurantismus entsprechend. Obs|ku|ri|tät die; -, -en (aus
lat. obscuritas, Gen. obscuritatis „Dunkelheit, Verdunke-
951
lung“): a) Dunkelheit, zweifelhafte Herkunft; b) Unbe
kanntheit
Obi solleslzenz rf/e,` - <zu /at. obsolescere (vgl. obsoleszieren) u. t...enz>: das Veralten, oblsolleslzielren <aus lat.
obsolescere „sich abnutzen, an Wert verlieren“) : (veraltet)
veralten, ungebräuchlich werden, oblsollet (aus lat. ob
soletus „abgenutzt, veraltet“, eigtl. Part. Perf. von obso
lescere, vgl. obsoleszieren): ungebräuchlich, veraltet
Obsltalkel* das; -s, - (aus gleichbed. lat. obstaculum zu
obstare, vgl. obstieren): (veraltet) Hindernis.Obslteltrik
die; - (zu ÎObstetrix u. t2...ik (1)>: Wissenschaft von der
Geburtshilfe (Med.). Obslteltrix die: -, ...izes [...tse:s]
(ausgleichbed. lat. obstetrix, Gen. obstetricis); Hebamme,
Geburtshelferin, die u. a. auch die werdenden Mütter be
rät u. die Pflege von Wöchnerin u. Kind übernimmt
(Med.), obsltielren (aus gleichbed. lat. obstare, dies zu
Îob... u. stare „stehen“): (veraltet) im Wege stehen, entge
genstehen
obsltilnat* (aus lat. obstinatus „darauf bestehend, hartnä
ckig“): starrsinnig, widerspenstig, unbelehrbar. Obsltinaltilon die; - (aus gleichbed. lat. obstinatio zu obstinare,
vgl. obstinieren): (veraltet) Halsstarrigkeit, Eigensinn,
obsltilnielren (aus lat. obstinare „sich etwas hartnäckig
vornehmen“): (veraltet) starrsinnig, widerspenstig sein
Obsltilpans* das; -, Plur. ...panzien [...fon] u. ...pantia (aus
spätlat. obstipans, Gen. obstipantis, Part. Präs, von obstipare, vgl. obstipieren): stopfendes Mittel (gegen Durch
fall; Pharm., Med.). Obsltilpaltilon die; -, -en (aus spät
lat. obstipatio „dichtes Zusammendrängen“): Stuhlver
stopfung (Med.), obsltilpielren (aus gleichbed. spätlat.
obstipare zu Tob... u. lat. stipare „dicht zusammendrän
gen, voll stopfen“): 1. zu Stuhlverstopfung führen (Med.).
2. an Stuhlverstopfung leiden (Med.)
Ob|struc|tion|box* [əb'strʌkʃən...] die; -, -en (aus gleich
bed. engl. obstruction box; vgl. Obstruktion u. Box): Ap
paratur (1926 von Warden konstruiert), die mittels einer
Blockierung des Weges zum Futter die Intensität der An
triebe bei Tieren misst (Psychol.). Oblstrulent [ɔpstru...]
der; -en, -en (aus lat. obstruens, Gen. obstruentis, Part.
Präs, von obstruere, vgl. obstruieren): Konsonant, bei
dessen Erzeugung der Atemstrom zu einem Teil (Frikativ,
Spirant) od. völlig (Verschlusslaut) behindert ist
(Sprachw.).ob|stru|i_e|ren (aus lat. obstruere „verbauen,
versperren“ zu tob... u. struere „aufbauen“): 1. hindern;
entgegenarbeiten; Widerstand leisten. 2. verstopfen (z. B.
einen Kanal durch entzündliche Veränderungen; Med.).
Oblstrukltilon die; -, -en (teilweise über engl. obstructi
on aus lat. obstructio „das Verbauen“ zu obstruere, vgl.
obstruieren): 1. Widerstand; parlamentarische Verzöge
rungstaktik (z.B. durch sehr lange Reden, Fernbleiben
von Sitzungen). 2. Verstopfung (z.B. von Körperkanälen
o.Ä. durch entzündliche Prozesse; Med.). Oblstrukltionsiileus der; -; (entzündlicher) Darmverschluss
(Med.). Ob|struk|tilons|po|li|tik die; -: Haltung, die
verhindert, dass Beschlüsse im Parlament verabschiedet u.
umgesetzt werden. ob|struk|tiv {zu lat. obstructus, Part.
Perf. von obstruere (vgl. obstruieren) u. t...iv): 1. hem
mend. 2. Gefäße od. Körperkanäle verstopfend (z.B. von
entzündlichen Prozessen; Med.)
obslzön* (aus gleichbed. lat. obscoenus, obscenus): 1. in
das Schamgefühl verletzender Weise auf den Sexual-, Fä
kalbereich bezogen; unanständig, schlüpfrig. 2. [sittliche]
Entrüstung hervorrufend, z. B. Krieg ist -. Obs zö ni tät
die; -, -en (zu Î ...ität) : Schamlosigkeit, Schlüpfrigkeit
Ob|tu|ra|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. mto. obturatio zu
to. obturare, vgl. obturieren): Verstopfung von Hohlräu
men u. Gefäßen (z. B. durch einen ÎEmbolus; Med.). Obtu|ralti|ons|ile|us ito; -: (meist mechanisch bedingter)
Darmverschluss (Med.). Obltulraltor der; -s, ...oren (aus
Ocki
gleichbed. nlat. obturator; vgl. ...or): Apparat zum Ver
schluss von Körperöffnungen, insbes. Verschlussplatte für
angeborene Gaumenspalten (Med.). ob|tu|ra|to|risch:
(veraltet) verstopfend, verschließend, obltulrielren (aus
lat. obturare „verstopfen“): Körperlücken verschließen
(z. B. bei Muskeln, Nerven u. Venen, die durch Öffnungen
von Knochen hindurchtreten; Med.)
Obus der; -ses, -se: Kurzw. für Oberleitungsomnitos
oc..., Oc... vgl. ob..., Ob...
OCCAM ['ɔkam] (Kunstw. zum Namen Ockham; vgl. Ockhamismus): eine Programmiersprache, die die Programm
verarbeitung in Transputersystemen (Î Transputer) unter
stützt. Oclcalmislmus vgl. Ockhamismus
Oc ca si on [ɔka...]
-, -en (aus/r. occasion „Gelegen
heit, dies aus lat. occasio zu occidere, eigtl. „untergehen,
zugrunde gehen“): (österr., Schweiz.) svw. Okkasion (2)
Oclchi ['ɔki] u. Okki das; -[s], -s (zu it. occhi (Plur.) „Knos
pen“, eigtl. „Augen“ (nach den Knoten)): Kurzform von
t Occhispitze. Occhiarbeit ['ɔki...] u. Okkiarbeit die; -,
-en: mit Schiffchen ausgeführte Handarbeit, bei der aus
kleinen, auf Fadenschlingen aufgereihten Knoten Bogen
u. Ringe gebildet werden, die zu einer Spitze vereinigt wer
den. Oclchilspitlze u. Okkispitze die; -, -n: Schiffchen
spitze, als Occhiarbeit hergestellte Knüpfspitze
Oclcildenltal [ɔktsi...] das; -[s] (Kunstw. aus lat. occiden
talis „westlich“): Welthilfssprache des Estländers E. von
Wahl (1922); vgl. Interlingue
Oclcilput ['ɔktsi...] vgl. Okziput
Ocean-Dumlping, auch Ocean|dum|ping ['oʊʃəndʌmpɪŋ] das; -[s] (aus gleichbed. engl. ocean dumping zu ocean
„Ozean“ u. dumping „das (Schutt)abladen“): Verunreini
gung der Weltmeere. Ocean-Lilner, auchOceanllilner
-s, - (aus engl. ocean liner „Überseeschiff*): svw. Li
ner (1)
Och lo kra tie* [ox...] die; -, ...ien (aus gr. ochlokratia „Pö
belherrschaft“ zu öchlos „Volksmasse, Pöbel“ u. kratem
„herrschen“): (in der Antike abwertend) zur Herrschaft
der Massen entartete Demokratie; Pöbelherrschaft, ochlolkraltisch: die Ochlokratie betreffend. Ochllolphobie die; -, ...ien (zu î...phobie (a)): übersteigerte, zwang
hafte Angst vor Menschenansammlungen (Psychol.,
Med.)
Ochlralna [ox'rama] die; - (aus russ. ochrana „Bewachung,
Schutz“): politische Geheimpolizei im zaristischen Russ
land
Ochlrea ['o:krea] die; -, Qchreae [...e] (aus lat. ocrea „Bein
schiene, -harnisch“): den Pflanzenstängel wie eine Man
schette umhüllendes, tütenförmiges Nebenblatt (Bot.)
Ochlrolnolse [ox...] die; -, -n (zu gr. öchrös „gelblich,
blass“ u. nösos „Krankheit“): Schwarzverfärbung von
Knorpelgewebe u. Sehnen bei chronischer Karbolvergif
tung (Med.), ocker (zu ÎOcker): von der Farbe des
Ockers, gelbbraun. Ocker der od. das: -s, - (über it. ocra,
lat. ochra aus gr. öchra „gelbliche Erdfarbe“, dies zu öch
rös, vgl. Ochronose): a) zur Farbenherstellung verwende
te, ihres Eisenoxidgehalts wegen an gelben Farbtönen rei
che Tonerde; b) gelbbraune Malerfarbe; c) gelbbraune
Farbe. Ockerlgrablkulltur die; - (nach dem Brauch, die
Toten mit Ocker (a) zu bestreuen): neusteinzeitliche Kul
tur Osteuropas (zwischen Karpaten u. Ural Ende des 3.
Jahrtausends v. Chr.)
Ock ha mis mus [oka..., auch ɔkɛ...] der; - (nach dem engl.
Philosophen W. von Ockham (1285-1349) u. zu T...ismus
(1)>: (den (Nominalismus begründende) spätscholastische
philos. Lehre, die nach der symbolischen Wahrheit
von Worten (= Nomina), Sätzen u. Allgemeinbegriffen
( = Universalien) als angemessenem Ausdruck von Denk
inhalten fragt
Qcki usw. vgl. Occhi usw.
OCR
952
[auch oosi:'lɑ] die; - <Abk. für engl. optical character Odeur [o'do:n] das; -s, Plur. -s u. -e (aus fr. odeur „Geruch,
Duft“, dies aus gleichbed. lat. odor): a) wohlriechender
recognition „optische Zeichenerkennung“): Vorgang des
Stoff, Duft; b) seltsamer Geruch
Umsetzens von [Schrift]zeichen aus der optischen (bild
haften) Darstellung in eine Darstellung der Bedeutung odilos u. odilös (aus gleichbed. fr. odieux, dies aus lat.
odiosus „verhasst, lästig“; vgl. Odium): gehässig, unaus
(bes. im ASCII-Code); maschinelle Zeichenerkennung
stehlich, widerwärtig. Odi|o|si|tätdie; -, -en (zu t...ität):
(EDV)
Gehässigkeit, Widerwärtigkeit
Ocltan [ɔk...] vgl. Oktan, ocltalva [...va] vgl. ottava. OctolgenAw; -s (Kunstw. zu lat. octo „acht“ u. t...gen): bei ödilpaKaus gleichbed. Aa. oedipalis; vgl. Ödipuskomplex
u. ’...al (1)): vom Ödipuskomplex bestimmt. Ödilpusder Herstellung von ÎHexogen entstandener hochexplosi
komlplex* der; -es (nach dem thebanischen König Ödi
ver Sprengstoff. Ocltu|or[ok'tyo:n] das; -s, -s (aus gleich
pus, der, ohne es zu wissen, seine Mutter geheiratet hatte):
bed./?. octuor zu oct(o)- „acht-“, dies zu lat. octo „acht“;
zu starke Bindung eines Kindes zum gegengeschlechtli
vgl. Oktett): franz. Bez. für Oktett (1). Ocltylvgl. Oktyl
chen Elternteil, bes. des Knaben an die Mutter (Psychol.)
Od das; -[e]s (zu altnord. ððr „Gefühl“ ; geprägt von dem dt.
Chemiker u. Naturphilosophen C. L. v. Reichenbach, Odilum Aw; -s (aus gleichbed. lat. odium, eigtl. „Hass“):
Anrüchigkeit, übler Beigeschmack, der einer Sache anhaf
1780-1869): angeblich vom menschlichen Körper ausge
tet
strahlte, das Leben lenkende Kraft
Odal Azs; -s, -e (aus gleichbed. altnord. oðal): Sippeneigen Ödolmelter Azs; -s, - (zu gr. oídos „Schwellung“ u. t’...me
ter) : 1. Gerät zur Prüfung des Baugrundes durch Messung
tum eines adligen germ. Geschlechts an Grund u. Boden
der Zusammendrückbarkeit bzw. der Setzungsfähigkeit
Odall islke A'e; -, -n (über fr. odali(s)que aus gleichbed. äl
des Bodens. 2. Gerät zum Messen des Quellungsdrucks
ter türk, odalyk zu oda „Zimmer“): (früher) europ. od.
keimender Pflanzen (Biol.)
kaukas. Sklavin in einem türk. Harem
Odd Fel|lowi/er; - -s, - -s u. Qdd|fel|low[...lou] der; -s, -s ...odon (zu gr. odoús. Gen. odóntos „Zahn“): Wortbil
dungselement aus der Zoologie mit der Bedeutung „Zähne
{engl. ; zu odd „sonderbar, seltsam“ u. fellow „Gefährte“):
bzw. z.Jmartige Anlagen besitzend“, z. B. Mastodon,
Mitglied einer (ursprünglich engl.) ordensähnlichen Ge
odont..., Odont... vgl. odonto..., Odonto... Odonitalmeinschaft, die in Verfassung u. Bräuchen den Freimau
gie* die; -, ...ien (zu î...algie): Zahnschmerz (Med.).
rern verwandt ist
Odonltiltis die; -, ...titiden (zu T ...itis): Entzündung des
Odds Ae (Plur.) (aus gleichbed. engl. odds (Plur.)): a) engl.
Zahnes od. des Zahnfleischs (Med.), odonlto..., Odon
Bez. für Vorgaben (Sport); b) das vom Buchmacher fest
to..., vor Vokalen meist odont..., Odont... (aus gr. odoús,
gelegte Verhältnis des Einsatzes zum Gewinn bei Pferde
Gen. odóntos „Zahn“): Wortbildungselement mit der Be
wetten
Ode A'e; -, -n (über lat. ode aus gr. öide „Gesang, Gedicht,
deutung „Zahn; Kieferbereich“, z.B. odontogen, OdonLied“): 1. a) Chorgesangsstück der griech. Tragödie; b) ly
talgie. Odonltolblast* der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr.
risches Strophengedicht der Antike. 2, erhabene, meist
blastós „Spross, Keim“): Bildungszelle des Zahnbeins
reimlose lyrische Dichtung in kunstvollem Stil. 3. Oden
(Med.). odon|to|gen(zu Î ...gen): von den Zähnen ausge
komposition nach antiken Versmaßen ( 15. u. 16. Jh. ; Mus.)
hend (von Krankheiten; Med.). Odon|to|ge|niedie; - (zu
’...ode (aus gr. hodös „Weg“): Wortbildungselement mit
1...genie): Zahnbildung, Entstehung der Zähne (Med.).
der Bedeutung „Weg, Übergang(sstelle)“, z. B. Elektrode
Odonltolgloslsum* Aw; -s (aus gleichbed. nlat. odonto2...odevgl. ...öden
glossum, zu gr. glössa „Zunge“): tropische Orchidee mit
Odelen: Plur. von ÎOdeum. Odeilon das; -s, Odeia (aus
Blüten an meist aufrechten Trauben od. Rispen (Gewächs
gleichbed. gr. öideion): svw. Odeum
haus- u. Zierpflanze). Odonltolklast*<Ar;-en, -en (zu gr.
Ödem das; -s, -e (über nlat. oedema aus gr. oidema, Gen.
klastázein, klàn „(zer)brechen“): svw. Osteoklast (1).
oidêmatos „Schwellung, Geschwulst“): Gewebewasser
Odon|to|lith [auch ... lit] der; -s, -e (zu t...lith): fossiler
sucht, krankhafte Ansammlung seröser Flüssigkeit in den
Zahnrest, der von einem vorzeitlichen Wirbeltier stammt.
Interzellularräumen nach Austritt aus den Lymphgefäßen
Odon|to|lo|ge der; -n, -n (zu t...loge>: Wissenschaftler
u. Blutkapillaren infolge von Eiweißmangel, Durchblu
auf dem Gebiet der Odontologie, in der Forschung tätiger
tungsstörungen u.a. (Med.). öde|ma|tisch:svw. ödemaZahnarzt. Odonltollolgie die; - (zu t,,,ɪogie): Zahnheil
tös. ödelmaltilsielren (zu Î ...isieren): (veraltet) an
kunde. odonltollolgisch (zu 1 ...logisch): die Odontolo
schwellen, mit θdem[en] befallen werden, ödelmaltös
gie betreffend (Med.). Odonltom das; -s, -e (zu T...om>:
(zu t...ös): ödemartig verändert, Ödeme aufweisend (in
meist am Unterkiefer auftretende Geschwulst am Zahnge
Bezug auf Gewebe). Ödem|pro|tek|ti|on Ae; -: medika
webe (Med.). Odcnltolmelter der; -s, - (zu t‘...meter):
mentöser Schutz des Gewebes vor Ödemen (Med.).
Hilfsmittel zur Ausmessung der Zähnung von Briefmar
ödem|proltek|tiv:Gewebe vor Ödemen schützend (von
ken; Zähnungsschlüssel. Odon|to|me|trie* die; - (zu
Substanzen; Med.). Ödemlproltekltilvum [...vom] das;
î...metrie): Verfahren zur Identifizierung [unbekannter]
-s, ...va [...va]: Arzneimittel, das ödemprotektiv wirkt
Toter durch Abnehmen eines Kieferabdrucks. Odonltor(Med.)
njlthen*die (Plur.) (zu gr. órnis, Gen. órnithos „Vogel“):
...öden (aus gr. -ödes „gleich, ähnlich“): Pluralendung von
ausgestorbene Vögel der Kreidezeit mit bezahntem Kiefer
Substantiven aus der Zoologie zur Bez. systematischer Odorz/er; -s, ...ores [,,,re:s] (aus gleichbed. lat. odor zu odoEinheiten, z. B. Nematoden
rare, vgl. odorieren): Geruch (Med.). Odo|ra|men|tum
Odelon Azs; -s, -s (aus fr. odéon „Musiksaal“, dies aus lat.
das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat. odoramentum); (veraltet)
odeum, vgl. Odeum): a) svw. Odeum; b) Name für größere
Räucherwerk, Riechmittel, odolrant(aus gleichbed. lat.
Bauten, in denen Filmvorführungen, Tanzveranstaltungen
odorans, Gen. odorantis, Part. Präs, von odorare, vgl.
o. Ä. stattfinden
odorieren): (veraltet) duftend, wohlriechend, odolrat
odelrint, dum meltulant(/«(.): mögen sie (mich) hassen,
(aus gleichbed. lat. odoratus, eigtl. Part. Perf. von odorare,
wenn sie (mich) nur fürchten (Ausspruch des altröm. Kai
vgl. odorieren): (veraltet) svw. odorant. odo|rie|ren (aus
sers Caligula)
lat. odorare „riechend machen“): [fast] geruchsfreie Gase
Odelum Azs; -s, Odeen (über lat. odeum aus gr. öideion zu
mit intensiv unangenehm riechenden Substanzen anrei
öide, vgl. Ode): im Altertum rundes, theaterähnliches Ge
chern. Odo|rier|mit|tel das; -s, -: intensiv unangenehm
bäude für musikalische u. schauspielerische Aufführun
riechende Substanz, die aus Sicherheitsgründen [fast] ge
gen
ruchsfreien giftigen od. explosiven Gasen zugesetzt wird.
OCR
953
-, -en <zu T...ierung>: das Odorieren,
(zu Î...fizieren): (veraltet) wohlrie
chend, duftend machen. Odo|ro|lo|gie die; - (zu t,,,logie): naturwissenschaftlich-technisches Gebiet der Krimi
nalistik, das sich mit der Untersuchung von Gerüchen zum
Zwecke der Identifizierung von Personen befasst
...odylnie (zu gr. odÿnë „Schmerz, Qual“ u. t2...ie): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „mit Schmerzen ver
bunden, Schmerzen hervorrufend“, z. B. Achillodynie,
Omodynie. Odylnolphalgie die; - (zu T...phagie>:
schmerzhaftes Schlucken; Schluckbeschwerden beim Es
sen (Med.)
Odyslsee die; -, ...sseen (aus gleichbed. /r. odyssée, dies
über lat. Odyssea aus gr. Odÿsseia, nach dem Epos Ho
mers, in dem die abenteuerlichen Irrfahrten des Odysseus
auf seiner Heimfahrt von Troja geschildert werden): 1. lan
ge Irrfahrt; lange, mit Schwierigkeiten verbundene Reise.
2. langer, mit Schwierigkeiten verbundener Prozess, mü
hevolle Aktion, odyslselisch: eine Odyssee betreffend;
in der Art einer Odyssee
OECD die; - (Abk. für gleichbed. engl. Organization for £'conomic Cooperation and Development): Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Oelcoltrolphollolge [oko...] usw. vgl. Ökotrophologe usw.
Œil-de-Bœuf [æjdə'bæf] das; -, Œils-de-Bœuf [æjdə'bæf]
(aus gleichbed. fr. œil de bœuf, eigtl. „Ochsenauge“): run
des od. ovales Dachfenster (Archit.). Œil-de-Peijdrix*
[æjdəpɛr'dri] (aus gleichbed. fr. œil de perdrix, eigtl. „Reb
huhnauge“) : in der Schweiz, vor allem im Wallis u. in Neu
enburg, Bez. für Roséweine
Oel laichelrit [ola..., auch ..,'rit] der; -s, - (nach demösterr.
Chemiker J. Oellacher (1804-1880) u. zu t2...it): zu den
Î Muskoviten zählender Glimmer
OEM [ouli'lem] (Abk. für engl. original equipment manu
facturer „Hersteller des Originalerzeugnisses“): Bez. für
Hersteller, deren Erzeugnisse als Baugruppen in Geräte
anderer Hersteller eingebaut werden
Oelnolthelra [ono...] die; -, ...ren (über (n)lat. oenothera
aus gr. oinothëras „Blume mit Weingeruch der Wurzel“
(zu oînos „Wein“)): Nachtkerze; krautige Pflanze mit grö
ßeren gelben Blüten (wild wachsend, aber auch als Gar
tenstaude)
Oerslted* ['o:nstɛt] das: -[s], - (nach dem dän. Physiker
H. Chr. Örsted, 1777-1851): (nicht gesetzliche) Einheit
der magnetischen Feldstärke im tCGS-System (Phys.);
Zeichen Oe
Oelsolphalgus [o'zo:...] vgl. Ösophagus
Œulvre* ['o:vrə, 'o:vn, fr. æ:vr] das; -, -s (aus gleichbed. fr.
œuvre, dies aus lat. opera „Mühe, Arbeit; erarbeitetes
Werk“): Gesamtwerk eines Künstlers
of.... Of... vgl. ob..., Ob...
off (aus gleichbed. engl. off, eigtl. „fort, weg“): a) hinter der
Bühne sprechend; b) außerhalb der Kameraeinstellung zu
hören; Ggs. ton. Off das; -: unsichtbar bleibender Be
reich, Hintergrund (einer Bühne, der Kameraeinstellung
O.Ä.); im - sprechen; Ggs. tOn. Offlbeat ['ɔfbi:t] der; (aus gleichbed. engl.-amerik. offbeat, eigtl. „weg vom
Schlag“): Technik der Rhythmik im Jazz, die die melodi
schen Akzente zwischen den einzelnen betonten Takttei
len setzt. Offlbrands [...brændz] die (Plur.) (aus engl. off
brands, eigtl. „ohne Brandzeichen“): Produkte ohne Mar
kenname; vgl. No-Name-Produkt
oflfenlsiv (wohl nach gleichbed. fr. offensif, dies zu lat. of
fensus, Part. Perf. von offendere „anstoßen, verletzen, be
schädigen“, u. t...iv): a) angreifend, den Angriff bevorzu
gend; Ggs. 1 defensiv (a); b) den Angriff, das Stürmen be
vorzugend (Sport); Ggs. tdefensiv (c). Of|fen|siv|al|lianz dze; -, -en: zum Zwecke eines Angriffs geschlossenes
Bündnis. Oflfenlsilve [...va] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
Odo|rie|rung die;
odolrolfilzielren
Offiziant
offensive): a) [planmäßig vorbereiteter] Angriff [einer
Heeresgruppe]; Ggs. Î Defensive; b) (ohne Plur.) auf An
griff (Stürmen) eingestellte Spielweise (Sport). Of Ifenlsiviltät [...V...] die; - (zu T ...ität): Neigung zu aktivem, die
Offensive suchendem Verhalten; Ggs. tDefensivität. Offen|siv|spie|ler der; -s, -: offensiver, bes. für den Angriff
geeigneter Spieler (Sport)
Oflfelrent der; -en, -en (aus lat. offerens, Gen. offerentis,
Part. Präs, von offerre, vgl. offerieren): jmd., der etwas an
bietet, der eine Offerte macht. of|fe|rie|ren (aus lat. of
ferre „entgegentragen; anbieten, antragen“): anbieten,
darbieten. Oflfert das; -[e]s, -e (zu t Offerte): (österr.)
svw. Offerte. Of Iferlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. offerte,
substantiviertes Part. Perf. von offrir „anbieten“, dies aus
lat. offerre): schriftliches [Warenangebot; Anerbieten.
Of|fert|inlge|ni|eur der; -s, -e: Sachbearbeiter für den
Entwurf von detallierten Angeboten bei großen Objekten,
insbesondere in der Elektro- u. Werkzeugmaschinenbran
che. Oflferltolrilum das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed.
mlat. offertorium zu lat. offerre, vgl. offerieren): Darbrin
gung von Brot u. Wein mit den dazugehörigen gesungenen
Messgebeten, die die t Konsekration (2) vorbereiten (kath.
Kirche)
1Of|fice ['ɔfɪs, fr. ɔ'fis] das; -, -s ['ɔfɪs, fr. ɔ'fis] (aus gleich
bed. fr. office, dies aus lat. officium, vgl. Offizium):
(Schweiz.) a) (selten) Büro; b) Anrichteraum [im Gast
haus]. 2Of If ice [ 'ɔfɪs] das; -, -s ['ɔfɪsɪs] (aus engl. office, vgl.
‘Office): engl. Bez. für Büro. Oflfice of the Fulture ['ɔfɪs
əv ðə fju:ʧə] das; - —, -s ['ɔfɪsɪs] — (aus engl. office of the
future „Büro der Zukunft“): plakativer Begriff zur Be
schreibung von Verwaltungseinrichtungen, die bes. stark
automatisiert sind u. in denen die traditionelle Kommuni
kation mit Papier weitgehend entfällt. Oflficelprogramm ['ɔfɪs...] das; -[e]s, -e: Computerprogramm für
Büro u. Verwaltung. Of If i Ici la Ilia [...ts...] die (Plur.) (aus
gleichbed. lat. officialia, Neutr. Plur. von officialis „zum
Amt gehörend“): svw. Offizialien. Oflfilcier [...sie:] der;
-s, -s (aus fr. officier „Angestellter“): Inhaber eines Hof
amtes im alten Frankreich. Oflfilcilum [...tsium] das; -s,
...cia (aus lat. officium „Pflicht, Amt“): svw. Offizium (1,
2); Officium absolutum: unbedingte Pflicht; Officium Hu
manitatis: Pflicht der Menschlichkeit; Officium supre
mum: letzte Pflicht, letzte Ehre. Oflfilcilum dilvilnum [di'vi:...] das; - - (aus lat. officium divinum „Gottesdienst“) :
svw. Offizium (2)
of fir mieiren (aus lat. offirmare „festmachen“ zu tob... u.
firmus „fest“): (veraltet) befestigen, bekräftigen, bestär
ken
Oflfiz das; -es, -e (aus gleichbed. lat. officium, vgl. Offizi
um): (veraltet) svw. Offizium (1). Of Ifilzilal der; -s, -e (aus
gleichbed. mlat. officialis, dies aus lat. officialis, vgl. Of
fizial...): 1. Vertreter des [Erz]bischofs als Vorsteher des
Offizialats. 2. (österr.) ein Beamtentitel. Of If ilzilal... (zu
lat. officialis „zum Amt gehörend“): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „von Amts wegen, pflichtgemäß“,
z.B. Offizialverteidiger. OfIfilzilallat das; -[e]s, -e {mlat.
officialatus „zu den Amtspflichten gehörend“): [erz]bischöfliche kirchliche Gerichtsbehörde. Of If i I zi I al Ide I likt
das; -[e]s, -e: Straftat, deren Verfolgung von Amts wegen
eintritt (Rechtsw.). Of If i Izilalli len [--iən] die (Plur.) (aus
gleichbed. lat. officialia, vgl. Officialia): (veraltet) Amts
geschäfte, Dienstangelegenheiten. Oflfilzilallmalxilme
die; - (zu ÎOffizial...): svw. Offizialprinzip. Oflfilzilalprinzip das; -s: Verpflichtung des Gerichts, Ermittlun
gen in einer Sache über die von den Beteiligten vorge
brachten Tatsachen hinaus von Amts wegen anzustellen
(Rechtsw.). Of|fi|zi|al|verltei|dilger der; -s, -: Pflicht
verteidiger in Strafsachen, der vom Gericht in besonderen
Fällen bestellt werden muss (Rechtsw.). Oflfilzilant der;
offiziell
-en, -en (aus mlat. officians, Gen. officiantis, Part. Präs,
von officiare „ein (öffentliches) Amt versehen“; vgl. Offi
zium): 1. (veraltet) Unterbeamter; Bediensteter. 2. einen
Gottesdienst haltender kath. Geistlicher, of|filzilell (aus
gleichbed. fr. officiel, dies aus (m)lat. officialis „zur
Pflicht, zum Amt gehörig“): 1. amtlich, von einer Behörde,
Dienststelle ausgehend, bestätigt; Ggs. îinoffiziell (1). 2.
feierlich, förmlich; Ggs. Î inoffiziell (2). Of If ilzilel Ile der:
-n, -n: Spielleiter, Spielaufsicht (Sport.). Oflfilzierder; -s,
-e (aus gleichbed. fr. officier, dies aus mlat. officiarius „Be
amteter, Bediensteter“, vgl. Offizium): 1. a) (ohne Plur.)
militärische Rangstufe, die die Dienstgrade vom Leutnant
bis zum General umfasst; b) Träger eines Dienstgrades in
nerhalb der Rangstufe der Offiziere. 2. Schachfigur, die
größere Beweglichkeit als die Bauern hat (z. B. Turm, Läu
fer, Springer; Schach). Oflfilzier[s]lkorps [...ko:u] das: [,,,ko:u(s)], - [...koms]: Gesamtheit der Offiziere [einer Ar
mee]. Of|fi|zin die: -, -en (aus (m)lat. officina „Werkstät
te; Wirtschaftsraum“ zu Zat. officium, vgl. Offizium): 1.
(veraltend) [größere] Buchdruckerei. 2. a) Arbeitsräume
einer Apotheke; b) (veraltet) Apotheke, of If i zinal (aus
gleichbed. nlat. officinalis): svw. offizinell. of|fi|zi|nell
(zu T...ell): arzneilich; als Heilmittel durch Aufnahme in
das amtliche Arzneibuch anerkannt; vgl. ...al/...eil. of|fizilös (aus gleichbed. fr. officieux, dies aus lat. officiosus
„dienstmäßig“): halbamtlich; nicht verbürgt. Of|fi|zi|osiltätdZe; -, -en (zu t ...ität): 1. (ohne Plur.) Anschein der
Amtlichkeit, des Offiziellen. 2. (veraltet) Dienstfertigkeit.
Of|fi|zi|um das; -s, ...ien [...ian] (aus lat. officium
„Pflicht, (öffentliches) Amt; Dienst“ zu opus (vgl. Opus)
u. facere „machen, tun“): 1. (veraltet) [Dienstpflicht, Ob
liegenheit. 2. a) offizieller Gottesdienst der kath. Kirche,
im engeren Sinne das Stundengebet (auch als Chorgebet);
b) kath. Kirchenamt, Amt u. die damit verbundenen
Pflichten eines Geistlichen; vgl. Benefizium
θfflkɪlnodɑs,- -s, -s (zu engl. off „fort, weg“ u. 1 Kino, eigtl.
„fort vom (traditionellen, kommerziellen) Kino“): weni
ger kommerziell ausgerichtetes Kino, in dem ältere, ver
gessene Filme od. Arbeiten junger, unbekannter Regisseu
re gezeigt werden. Off-La Ibel-Deal ['ɔfle:bldi:l] das; -[s]
(aus engl. off label deal, eigtl. „Geschäft ohne (Preiseti
kett“): Reduzierung des Preises gegenüber dem auf Pa
ckung od. Etikett angegebenen, off lilmits (.engl.; eigtl.
„weg von den Grenzen“; vgl. Limit): Zutritt verboten!
offlline [...Iain] {engl.; eigtl. „ohne Verbindung“, zu line
„(Verbindungs)linie, Leitung“): 1. getrennt von der Da
tenverarbeitungsanlage arbeitend, indirekt mit dieser ge
koppelt (von bestimmten Geräten). 2. nicht ans Daten
netz. nicht an das Internet angeschlossen; außerhalb des
Datennetzes, des Internets; Ggs. tonline. Offllinelbetrieb der; -[e]s: Betriebsart von Geräten, die nicht direkt
mit der Datenverarbeitungsanlage verbunden sind; Ggs.
ÎOnlinebetrieb. Off-off-Büh|ne die; -, -n (zu amerik.
off-off „weit außerhalb, ohne jede Beziehung“): kleines
Theater außerhalb des üblichen etablierten Theaterbetrie
bes, in dem mit meist jungen, aufgeschlossenen u. experi
mentierfreudigen Schauspielern Stücke meist unbekann
ter Autoren fantasiereich u. zu niedrigen Kosten gespielt
werden, offlroad [...rood] {engl.: zu road „Straße, Weg“):
a) abseits der Straße, im Gelände; b) geländegängig. Offroalder der; -s, -: 1. svw. Offroadfahrzeug. 2. jmd., der
sich gern [in einem Offroadfahrzeug] im freien Gelände, in
der Natur aufhält. Offlroadlfahrlzeug das; -[e]s, -e: Ge
ländefahrzeug. Offlsetldruck der; -[e]s (zu gleichbed.
engl. offset, eigtl. „das Abziehen“): Flachdruckverfahren,
bei dem der Druck von einer Druckplatte über ein Gum
mituch (indirekter Druck) auf das Papier erfolgt, off
shore [...Jb:n] {engl.; zu shore „Ufer, Küste“): in einiger
Entfernung von der Küste. Offlshorelaufltrag, auch
954
Off-Shore-Auf Itrag der; -[e]s, ...träge (meist Plur.):
Auftrag der USA (zur Lieferung an andere Länder), der
zwar von den Vereinigten Staaten finanziert, jedoch nach
außerhalb vergeben wird. Offlshorelbohlrung, auch
Off-Shore-Boh|rung die; -, -en: von Plattformen aus
durchgeführte Bohrung nach Erdöl od. Erdgas in Küsten
nähe. Offlshoreltechlnik, auch Off-Shore-Tech|nik
die; -: Maßnahmen, Einrichtungen u. Verfahren, die der
Erkundung u. Gewinnung von Erdöl, Erdgas aus dem
Meeresboden dienen. Off Ishorelzenltrum*, auch
Off-Shore-Zen|trum* das: -s, ...tren: internationaler
Finanzplatz für internationale Finanzgeschäfte von Ban
ken u. Unternehmen (Wirtsch.). off Iside [...said] {engl.y.
(bes. Schweiz.) abseits (beim Fußball). Offlside das; -s:
(bes. Schweiz.) das Abseits (beim Fußball). Offlsprecher, auch Off-Spre|eher der; -s, -: aus dem 1 Off kom
mentierender Sprecher. Offlstimlme, auch Off-Stim
me die; -, -n: [kommentierende] Stimme aus dem tOff.
Off IszeIne, auch Off-SzeIne die; -, -n: alternative Thea
terszene (vgl. Szene 6). offlwhite [...wait] (aus gleichbed.
engl. off-white): weiß mit leicht grauem od. gelbem Schim
mer
Ofir vgl. Ophir
Oger der; -s, - (aus gleichbed. fr. ogre, wohl aus lat. orcus
„Unterwelt“): Menschen fressendes Ungeheuer (im Mär
chen)
Qg i das; -[s], -[s] (aus gleichbed. jap. ogi): [zusammenklapp
barer] japan. Fächer
ogilval [...'va:l, auch oʒi...] (aus gleichbed. fr. ogival zu ogi
ve „Spitzbogen“, dieszuaraè. (mdal.) al-gibb „Zisterne“):
(selten) spitzbogig. Ogilvallstil der; -[e]s: Baustil der
[franz.] Gotik. Ogilven [...van, auch o'ʒi:...] die (Plur.)
(aus fr. ogive, eigtl. „Spitzbogen“ (wohl wegen des Ausse
hens); vgl. ogival): bogenartige Texturformen (vgl. Textur
2) im Bereich der Gletscherzunge
Ogreslse* die; -, -n (aus gleichbed. fr. ogresse, Fem. von
ogre, vgl. Oger): (veraltet) böses Weib
ogylgisch (über lat. Ogygius aus gleichbed. gr. Ögygios,
nach dem uralten sagenhaften König von Theben, Ogygos): (veraltet) sehr alt
’Ohm das; -[e]s, -e (über mhd. äme, öme aus kirchenlat.
ama, vgl. Ahm): svw. Aam
2Ohm das; -[s], - (nach dem dt. Physiker G. S. Ohm,
1789-1854): Einheit für den elektr. Widerstand; Zeichen
Cl. Ohm me ter t/av -s, - (zu Î’...meter): Gerät zum Mes
sen des elektr. Widerstandes
...o|id (ausgr. -eides „-förmig“ zu eldos „Form, Gestalt“, in
Verbindung mit dem Bindevokal od. Stammauslaut -o->:
Endung von Adjektiven u. Substantiven mit der Bedeu
tung „eine ähnliche Form aufweisend, ähnlich beschaffen
od. aussehend“, z.B. mongoloid, Kristalloid; vgl. 2...id.
...oli de (zu t...oid>: Endung von Substantiven, bes. aus
der Anthropologie, mit der Bedeutung „ähnliche Merkma
le besitzend, ähnlich aussehend", z.B. Mongoloide; vgl.
...ide
Oildilum das; -[s], ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. nlat. oidium,
eigtl. „kleines Ei“, Verkleinerungsbildung zu gr. öion, öön
„Ei“>: 1. eine Schimmelpilzgattung (z. B. Milchschimmel).
2. Entwicklungsform des Rebenmehltaus bei Ausbildung
der 1 Konidien. 3. (meist Plur.) sporenartige Dauerzelle
bestimmter Pilze (Bot.)
Oi|kei|o|sis [oy...] die; - (aus gr. oikeiösis „Aneignung“): in
der stoischen (1) Ethik angenommener Grundtrieb des
Lebewesens nach Selbsterhaltung. Oilkislten die (Plur.)
(aus gr. oikistës „Gründer“ zu olkos, vgl. Oikos): Bez. für
die Gründer griech. Kolonien im Altertum. Oilkos [oy...]
der;-, ...koi [oykoy] (aus gleichbed. gr. olkos): Haus, Halle
in der Antike, vor allem der in einem großen griech. Hei
ligtum gelegene Versammlungsraum einer Kultgemein-
955
schäft, oilkoltylpisch [oy...]: der grammatischen Struk
tur gemäß, im grammatischen Bau entsprechend (z.B.
jmdm. geht ein Licht/ein Seifensieder auf; Sprachw.)
Oilldag ['ɔildæg] das; -s (aus gleichbed. amerik. oildag):
grafithaltiges Schmieröl
Oilnolchoe [oyno'ço:o, ...nox.,.] die; -, -n (aus gleichbed. gr.
oinochöe zu oinochoein „Wein einschenken“): altgriech.
Weinkanne mit Henkel
Oirelachltas* [ ɛrəktɪs] das: - <dr.y. das Parlament der iri
schen Republik
ok..., Ok... vgl. ob..., Ob...
o. k„ O. K. [o'ke:, engl. ookeɪ]: Abk. für okay
Oka vgl. Okka
Oka pi das; -s, -s (aus einer afrik. Sprache): kurzhalsige,
dunkelbraune Giraffe mit weißen Querstreifen an den
Oberschenkeln
Okalrilnarfze; -, Plur. -su. ...nen (aus gleichbed. it. ocarina,
eigtl. „Gänschen“, Verkleinerungsform von oca „Gans“,
dies aus lat. auca „Vogel; Gans“): kurze Flöte aus Ton od.
Porzellan in Form eines Gänseeis (acht Grifflöcher)
okay [o'ke;, engl. oʊ'keɪ] (aus gleichbed. amerik. O. K., OK,
okay (Herkunft ungeklärt)): (ugs.) 1. abgemacht, einver
standen. 2. in Ordnung, gut; Abk.: o. k. od. O. K. Okay
das; -[s], -s: (ugs.) Einverständnis, Zustimmung
Okelalnilde die; -, -n (aus gr. Okeanis, Gen. Ökeanidos):
Meernymphe (Tochter des griech. Meergottes Okeanos);
vgl. Nereide
Oklka die; -, - (aus gleichbed. türk, okka, dies aus arab. üqijah): früheres türk. Handels- u. Münzgewicht
Oklkalsilon die; -, -en (unter Einfluss von fr. occasion aus
lat. occasio „Gelegenheit“): 1. (veraltet) Gelegenheit, An
lass. 2. Gelegenheitskauf (Wirtsch.). Okkasiona'lismus der; -, ...men (zu Î ...ismus (1,4)>: 1. (ohne Plur.) (von
dem franz. Philosophen R. Descartes [1596-1650] ausge
hende) Theorie, nach der die Wechselwirkung zwischen
Leib u. Seele auf direkte Eingriffe Gottes „bei Gelegen
heit“ zurückgeführt wird (Philos.). 2. (veraltend) bei einer
bestimmten Gelegenheit, in einer bestimmten Situation
gebildetes (nicht lexikalisiertes) Wort (Sprachw.). Oklkasi o na list der; -en, -en (zu T...ist) : Vertreter, Anhänger
des Okkasionalismus (1). oklkasionallistisch (zu
1 ...istisch): den Okkasionalismus (1) betreffend, oklkasi o nell (aus gleichbed. fr. occasionnel): gelegentlich
[vorkommend]; Gelegenheits... okkasionieren (aus
gleichbed. fr. occasionner): (veraltet) veranlassen, Gele
genheit geben
Oklki usw. vgl. Occhi usw.
ok klu dieiren* (aus gleichbed. lat. occludere): verschlie
ßen. Oklklulsilon die; -, -en (aus gleichbed. spätlat.
occlusio): 1. a) Verschließung, Verschluss; b) normale
Schlussbissstellung der Zähne (Med.). 2. das Zusammen
treffen von Kalt- u. Warmfront (Meteor.), okiklulsiv (zu
lat. occlusus, Part. Perf. von occludere (vgl. okkludieren),
u. î...iv): die Okklusion betreffend. Okiklulsiv der; -s, -e
[...va]: Verschlusslaut (z.B. p; Sprachw.). Oklklulsivpeslsar das; -s, -e: den Muttermund verschließendes
1 Pessar zur Empfängnisverhütung (Med.). Oklklulsivver band der; -[e]s, ...bände: Verband aus Gips- od. Stär
kebinden, durch den eine Wunde völlig abgeschlossen
wird (Med.)
oklkult (aus gleichbed. lat. occultus): verborgen, geheim
(von übersinnlichen Dingen). ok|kul|tie|ren (aus gleich
bed. lat. occultare): (veraltet) verbergen, verstecken. Okkulltislmus der; - (zu lat. occultum „das Geheime“ u.
Î...ismus (2)): Geheimwissenschaft; Lehren u. Praktiken,
die sich mit der Wahrnehmung übersinnlicher Kräfte (z. B.
ÎTelepathie, Hellsehen, tMaterialisation) beschäftigen;
vgl. Parapsychologie. Oklkulltist der; -en, -en (zu Î...ist):
Anhänger des Okkultismus. Oklkulltisltin die; -, -nen:
Ökolabel
weibliche Form zu 1 Okkultist. ok|kul|tis|tisch (zu 1 ...is
tisch): zum Okkultismus gehörend. Ok|kul|to|lo|ge der;
-n, -n (zu t...loge): jmd., der sich mit Problemen des Ok
kultismus befasst. Ok|kult|tä|ter der; -s, -: von abergläu
bischen Ideen geleitete Person, die sich als Wundertäter,
Hellseher, Hexenbanner u. Ä. betätigt u. dabei gegen straf
rechtliche Vorschriften verstößt
Oklkulpant der; -en, -en (meist Plur.) (unter Einfluss von
gleichbed. russ. Okkupant aus lat. occupans, Gen. occu
pantis, Part. Präs, von occupare, vgl. okkupieren): (abwer
tend) jmd., der fremdes Gebiet okkupiert ; Angehöriger ei
ner Besatzungsmacht. Ok|ku|pa|ti|on die; -, -en (aus
gleichbed. lat. occupatio): 1. (abwertend) [militärische]
Besetzung eines fremden Gebietes. 2. (veraltend) Aneig
nung herrenlosen Gutes (Rechtsw.); vgl. ...ation/...ierung.
okkupatioinistisch (zu (...istisch): (veraltend) eine
Okkupation (2) betreffend. Okiku pa tivr/u.s. -s, -e [...va]
(aus gleichbed. nlat. (verbum) occupativum zu lat. occu
patus „beansprucht, beschäftigt“): Verb des Beschäftigt
seins (z.B. lesen, tanzen; Sprachw.). oklkulpaltolrisch
(aus gleichbed. lat. occupatorius): die Okkupation betref
fend. oklkulpielren (aus gleichbed. /at. occupare); (ab
wertend) ein fremdes Gebiet [militärisch] besetzen. Okku pie rung die; -, -en (zu (...ierung): (abwertend) das
Okkupieren; vgl. ...ation/...ierung
Okkurrenz rZZe; -, -en (aus gleichbed. engl. occurrence,
dies zu lat. occurrere „begegnen“, eigtl. „entgegenlau
fen“): das Vorkommen einer sprachlichen Einheit in ei
nem ’Korpus (2), einem TText, einem Sprechakt
(Sprachw.)
Oklad* das; -s, -e (aus gleichbed. russ. oklad): den Rand u.
Hintergrund verdeckende bzw. nur Gesicht u. Hände frei
lassende Metalleinfassung an 1 Ikonen
oklnolphil (zu gr. óknos „Furcht, Scheu“ u. t ...phil>: aus
Angst, verlassen zu werden, jmdn. mit seiner Liebe erdrü
ckend (Psychol.); Ggs. 1 philobat
Öko der; -, -s (zu 1 ökologisch): (ugs. scherzh.) Anhängern]
der Ökologiebewegung, öko..., ’Öko... (zu gr. oikos
„Haus; Haushaltung“): Wortbildungselement mit den Be
deutungen: 1. „Lebensraum“, z.B. Ökologie, Ökosystem.
2. „Haushalt; Wirtschafts-“, z.B. Ökonomie. 2Öko...
(verkürzt aus (ökologisch (2, 3)>: Wortbildungselement
mit der Bedeutung „auf naturnahe Art u. Weise erfolgend,
der natürlichen Umwelt gerecht werdend“ bzw. „mit Um
weltproblemen in Beziehung stehend“, z.B. Ökobauer,
Ökofreak, Ökoladen. Öko|ar|chi|tek|tur die; - (zu
töko... (1)): Architektur, die sich ökologisches (2) Bauen
zur Aufgabe gemacht hat. Ökolauldit [...o:dit] das, auch
der: -s, -s: freiwillige, von unabhängigen Gutachtern
durchgeführte Betriebsprüfung eines Unternehmens nach
ökologischen Gesichtspunkten; Umweltprüfung. Ökolbilanz <Äe; -, -en: Bilanz (2) aller Auswirkungen eines Pro
duktes od. Verfahrens auf die Umwelt. Ökoldelsign
[...dizain] das; -s, -s (zu Îöko... (1)): Anwendungsform der
1 Bionik, bei der Bauformen aus der Natur für technische
Produkte nachgebildet werden. Ökolethollolgie die; -:
Zweig der Verhaltensforschung, der sich mit dem Zusam
menhang zwischen Umweltbedingungen u. Verhalten ei
ner Tierart beschäftigt. Ökolfreak [,..fri:k] der; -s, -s:
(ugs.) jmd., der sich engagiert mit Umweltfragen ausein
ander setzt [u. besonders umweltbewusst lebt], Ökolgeneltik rf/e; -: neueres Forschungsgebiet, das die Einflüsse
der modernen Umwelt auf den Menschen unter Berück
sichtigung seiner Erbanlagen u. die individuelle Reaktion
auf diese Umwelteinflüsse untersucht. Ökolgeolgralfie,
auch ...gralphie die; Teilgebiet der Ökologie, das sich
mit der territorialen Verbreitung von Pflanzen u. Tieren
auf ökologischer Grundlage befasst. Ökolkaltalstrophe* die; -, -n: Umweltkatastrophe. Ökollalbel [,,,le:bl]
Ökoladen
das; -s, -s (zu t2Öko... u. ÎLabel): Aufkleber od. Aufdruck
auf (der Verpackung) einer Ware, der anzeigt, dass sie aus
umweltverträglicher Produktion od. aus umweltverträgli
chem Anbau stammt. Ökollalden der; -s, ...läden: Laden,
in dem nur Waren verkauft werden, die den Vorstellungen
von der Erhaltung der natürlichen Umwelt entsprechen.
Ökollolge der; -n, -n <zu föko... (1) u. î...loge): Wissen
schaftler, Fachmann auf dem Gebiet der Ökologie. Okololgie die; - (zu t...logie): 1. a) Wissenschaft von den
Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen u. ihrer
Umwelt (als Teilgebiet der Biologie); b) Lehre vom Haus
halt der Natur. 2. a) Gesamtheit der Wechselbeziehungen
zwischen den Lebewesen u. ihrer Umwelt; b) ungestörter
Haushalt der Natur, ökollglgisch <zu Î...logisch): 1. die
Ökologie (1) betreffend. 2. die Wechselbeziehungen zwi
schen den Lebewesen u. ihrer Umwelt betreffend. 3. die
natürliche Umwelt des Menschen betreffend, sich für ih
ren Schutz, ihre Erhaltung einsetzend, Umweltschutz u.
-politik betreffend. öko|lo|gi|sie|rer> <zu Î...isieren):
umweltgereeht[er] machen, ökologisch (3) gestalten. Ökololgilsielrung die; - (zu t...isierung): das Ökologisieren;
das Ökologisiertwerden. Ökoliogismus der; - (zu t...ismus (2,5)): das Bestreben, alles [einseitig] nach ökologi
schen (3) Gesichtspunkten zu bewerten. Ökolmon das;
-s, -e (meist Plur.) (verkürzt aus Îöko... (1) u. Î Hormon):
ein ehern. Stoff, der von Pflanzen od. Tieren ausgeschie
den wird u. als ökologischer (2) Signalstoff zur Informati
onsvermittlung dient (z. B. Î Pheromone zur Geschlechteranlockung). Öko nom der; -en, -en (über lat. oeconomus
aus gr. oikonömos „Haushalter, Verwalter“; vgl. öko... (2)
u. 2...nom): a) (veraltend) Landwirt, Verwalter [landwirt
schaftlicher Güter); b) Wirtschaftswissenschaftler. Ökono|me|trie* die; - (zu t...metrie): Teilgebiet der Wirt
schaftswissenschaft, auf dem mithilfe mathematisch-sta
tistischer Methoden wirtschaftstheoretische Modelle u.
Hypothesen auf ihren Realitätsgehalt, ihre Î Verifikation
untersucht werden. Öko|no|me|tri|ker* der; -s, -: Wis
senschaftler auf dem Gebiet der Ökonometrie, ökolnomeltrisch* (zu Î ...metrisch): die Ökonometrie betref
fend. Öko no mie die; -, ...ien (aus lat. oeconomia „gehö
rige Einteilung“, dies aus gr. oikonomia „Haushaltung,
Verwaltung“): 1. a) Wirtschaftswissenschaft; b) Wirt
schaft; c) (ohne Plur.) Wirtschaftlichkeit, sparsames Um
gehen mit etwas, rationelle Verwendung od. Einsatz von
etwas. 2. (veraltet) Landwirtschaftsbetrieb). Ökolnomielrat der; -[e)s, ...räte: (österr.) a) (ohne Plur.) Ehren
titel für einen verdienten Landwirt; b) Träger dieses Titels.
Ökolnolmik die; - (nach gr. oikonomikê (téchnë) „Haus
haltungskunst“): 1. Wirtschaftswissenschaft, Wirtschafts
theorie. 2. Wirtschaftsverhältnisse eines Landes od. eines
Sektors der Volkswirtschaft. 3. (regional veraltend) Pro
duktionsweise od. ökonomische Struktur einer Gesell
schaftsordnung. 4. wissenschaftliche Analyse eines Wirt
schaftszweiges (in der DDR). Okolnolmin die; -, -nen:
weibliche Form zu Î Ökonom, ökolnglmisch (über lat.
oeconomicus aus gr. oikonomikös „die Haushaltung be
treffend; wirtschaftlich“): a) die Wirtschaft betreffend; b)
wirtschaftlich; c) sparsam, ökolnolmilsielren (zu
Î...isieren): ökonomisch gestalten, auf eine ökonomische
Basis stellen. Ökolnolmilsielrung die; -, -en (zu T ...isierung): das Ökonomisieren. Ökolnolmislmus der; - (zu
t...ismus (5)>: Betrachtung der Gesellschaft allein unter
ökonomischen (a) Gesichtspunkten. Ökolnolmist der;
-en, -en (zuÎ...ist): (veraltet) Wirtschaftssachverständiger.
öko|no|mis|tisch (zu T ...istisch): den Ökonomismus be
treffend. Ökolpax der; -, -e (Kunstw. aus t Ökologie u. lat.
pax „Frieden“): (ugs.) Mitglied, Anhänger der Ökopaxbe
wegung. Ökolpaxlbelwelgung die: -: (ugs.) gemeinsa
mes Vorgehen, loser Zusammenschluss von Î Alternati
956
ven, Mitgliedern von Bürgerinitiativen für Umweltschutz,
Parteien, Friedensgruppen, Kirche u. kirchlichen Organi
sationen zur Bewahrung des Friedens u. Erhaltung der
Umwelt. Ökolpaxller der; -s, -: (Jargon) svw. Ökopax.
Ökolproldukt das; -[e]s, -e: in umweltverträglichem Ver
fahren erzeugtes Produkt (1). Ökolralting das; -[s], -s: a)
Rating (1) von Unternehmen u. Kapitalanlageformen
nach ökologischen Kriterien (Wirtsch.); b) Einstufung
von Hotels nach ökologischen Kriterien. Ökolskolpie*
die; - (zu töko... (2) u. t...skopie); 1. Methode der Markt
forschung, mit der in empirischen Untersuchungen objek
tive Marktgrößen (z.B. Güterqualität, -menge, -preis,
Zahl u. Struktur der Anbieter, der Käufer usw.) erfasst
werden. 2. früher übliches Wahrsagen aus zufälligen Bege
benheiten in od. auf einem Haus, ökolsolzilal (zu Î öko...
(1)): eine Verbindung aus Umweltpolitik u. Sozialdemo
kratie darstellend. öko|solzi|a|lis|tisch: eine Verbin
dung aus Umweltpolitik u. Sozialismus darstellend. Okoso|zilal|pro|dukt das; -[e)s, -e: Gesamtheit aller Leistun
gen u. Belastungen für die Umwelt, die in einem bestimmten
Zeitraum erbracht bzw. verursacht werden. Ökolsponsolring das; -s: das Sponsern von Projekten, die dem Um
weltschutz dienen. Ökolsysltem das; -s, -e: aus Organis
men u. unbelebter Umwelt bestehende natürliche Einheit,
die durch deren Wechselwirkung ein gleichbleibendes Sys
tem bildet (z. B. ein See). Ökoltop das; -s, -e (zu gr. topos
„Ort, Raum“, Analogiebildung zu ÎBiotop): kleinste öko
logische Einheit einer Landschaft. Ökoltoulrislmus
[...tu...] der; -: Fremdenverkehr in ökologisch wichtige u.
schützenswerte Gebiete mit t minimaler Belastung der
entsprechenden Ökosysteme. Ökolto|xi|ko|lo|gie die; -:
Teilgebiet der Toxikologie, das die Schadwirkungen von
chem. Stoffen auf Ökosysteme u. Rückwirkungen auf den
Menschen untersucht. Okoltrolphollglge der; -n, -n (zu
töko... (2), gr. trophê „Ernährung“ u. t,,,loge): Wissen
schaftler auf dem Gebiet der Ökotrophologie. Ökoltrophollolgie die; - (zu t...logie): Hauswirtschafts- u. Er
nährungswissenschaft. ökoltrolphollolgisch (zu t...lo
gisch): die Ökotrophologie betreffend, auf ihr beruhend.
Okoltyp [auch 'o:ko...] der; -s, -en u. Ökolty pus [auch
'o:ko...] der; -, ...pen (zu töko... (1) u. tTypus): an die Be
dingungen eines bestimmten Lebensraums angepasste
tPopulation (2) von Pflanzen od. Tieren; Standortrasse
(Biol.)
Okou mé [oku'me:]u. Okume das: -[s] <über/r. okoumé aus
einer afrik. Sprache): hellrotes bis rosagraues, ziemlich
grob strukturiertes, weiches Laubholz; Verwendung zur
_ Furnierherstellung, im Schiffbau, Innenbau u. Möbelbau
Ökolzid der, auch fias;-[e]s, -e (zu töko... ( 1 )u. t ...zid): Stö
rung des ökologischen Gleichgewichts durch Umweltver
schmutzung
Okra* die; -, -s (aus einer westafrik. Sprache): längliche
Frucht einer Eibischart
Okroschlka* ¿fie; - (aus gleichbed. russ. okroska): russ.
kalte Suppe aus Fleisch, Eiern u. saurer Sahne
Okrug* der; -s, -e (aus gleichbed. russ. okrug) : russ. Bez. für
Bezirk, Kreis (Verwaltungseinheit)
oklt..., Oklt... vgl. okto.... Okto... Oklta das; -[s], -s (zu gr.
oktö „acht“): Bez. für ein Achtel der Himmelsfläche als
Einheit des Bedeckungsgrades, mit der nach dem interna
tionalen Wetterschlüssel die Bewölkung angegeben wird
(Meteor.). Ok|ta|chord [...'kort]
-[e]s, -e (über lat.
octachordum aus gleichbed. gr. oktáchordon): achtsaitiges
Instrument (Mus.). Okltaleder das: -s, - (aus gleichbed.
gr. oktäedron): Achtflächner (meist regelmäßig). ok|ta|edrisch*: das Oktaeder betreffend. Ok|ta|e|te|ris die; (aus gleichbed. gr. oktaeteris): Schaltzyklus von acht Jah
ren im Kalender der alten Griechen u. Babylonier. Okltagon vgl. Oktogon, okltalgylnisch (zu gr. gynë „Weib,
957
okzidental
Frau“): mit acht Griffeln od. Narben versehen (von Blü
der; -s, -e (aus gleichbed. lat. octonarius (versus)) : aus acht
ten; Bot.). OkitallsysItemJas, -s (zu engl. octal „auf der
Versfüßen (rhythmischen Einheiten) bestehender Vers
Zahl 8 basierend“): Achtersystem, Zahlensystem aus acht
(antike Metrik), okltolphylllisch (zu gr. phÿllon „Laub
Zeichen mit der Basis 8 (EDV, Math.). Okltan, ehern,
blatt“): achtblättrig (Bot.). ok|tolplo|id* (Analogiebil
fachspr. Octan [ɔk...] das; -s (zu lat. octo „acht“ u. Î ...an):
dung zu 1 diploid): einen achtfachen Chromosomensatz
gesättigter Kohlenwasserstoff mit acht Kohlenstoffato
enthaltend (von Zellen; Biol.). Ok|tolpglde</er; -n, -n (zu
men (in Erdöl u. Benzin). Okltalnadie; - (aus nlat. octagr. oktöpous, Gen. oktöpodos „achtfüßig“): achtarmiger
na, Fern, von lat. octanus „jeder Achte“): jeden achten Tag
Tintenfisch (z.B. ÎKrake). Okltolpus der; -, -se (zu gr.
wiederkehrender Fieberanfall (Med.). Okltant der; -en,
oktoöpous „achtfüßig“): Gemeiner Krake
-en (aus gleichbed. lat. octans, Gen. octantis): 1. Achtel Okltroi* [ɔk'troa] der od. das; -s, -s (aus fr. octroi „Bewilli
kreis. 2. nautisches Winkelmessgerät. Okltanlzahlöfe; -,
gung“ zu octroyer, vgl. oktroyieren): a) früher an Handels
-en (zu ÎOktan): Maßzahl für die Klopffestigkeit (das mo
gesellschaften verliehenes Privileg; b) frühere Steuer auf
torische Verhalten) der Kraftstoffe; Abk.: OZ. Okltaeingeführte Lebensmittel, okltroylielren [ɔktroaji:...]
teuch der; -s (aus gleichbed. mlat. octateuchus, dies aus
(aus fr. octroyer „(landesherrlich) bewilligen, bevorrech
mgr. oktáteuchos „Achtrollenbuch“): Sammelbez. der
ten“, dies über altfr. otroierausm/ur. auctorizare „sich ver
griech. Kirche für die acht ersten Bücher des Alten Testa
bürgen; bestätigen, bewilligen“ zu spätlat. auctorare, dies
ments (1.-5. Mose, Josua, Richter, Ruth). 'Okltavdas; -s
zu lat. auctor, vgl. Autor): 1. (veraltet) a) verleihen; b) (ein
(zu lat. octavus „der Achte“ (weil sich aus einem Druck
Gesetz) kraft landesherrlicher Machtvollkommenheit oh
bogen acht Blätter ergaben)): Achtelbogengröße (Buch
ne die verfassungsgemäße Zustimmung der Landesvertre
format); Zeichen 8°, z.B. Lex.-8°, in 2Ok|tav die; -, -en
tung erlassen. 2. aufdrängen, aufzwingen, aufoktroyieren
[...van] (.aus (m)lat. octava (dies) „der achte (Tag)“): 1. (ös- okltulplielren* (aus gleichbed. fr. octupler zu octuple
terr.) svw. Oktave (1). 2. inder kath. Liturgie die Nachfeier
„achtfach“, dies aus lat. octuplus): (veraltet) verachtfa
der Hochfeste Weihnachten, Ostern u. Pfingsten mit Ab
chen. Ok|tu|plum<7¿z5; -s, ...pla (aus gleichbed. lat. octu
schluss am achten Tag. 3Ok|tavi/ie; -, -en [...van] (zu lat.
plum zu octuplus „achtfach“): (veraltet) das Achtfache
octava, eigtl. „achte (Fechtbewegung)“ zu octavus, vgl. Okltyl,ehern, fachspr. Octyl [ɔk...] das; -s, -e (zu Îokto... u.
'Oktav): bestimmte Klingenhaltung beim Fechten. Ok|tat...yl): von ÎOktan durch Entzug eines Wasserstoffatoms
va[...va] die; -, ...ven [...van] (aus lat. octava „die Achte“):
abgeleitete Atomgruppe
(österr.) achte Klasse eines Gymnasiums. Okltalvalner okullar (aus spätlat. ocularis „zu den Augen gehörig“ zu
[...V...] der; -s, - (zu t...aner): (österr.) Schüler einer Oktalat. oculus „Auge“): 1. das Auge betreffend. 2. a) mit dem
va. Okltalverfze; -, -n (aus gleichbed. mlat. octava (vox),
Auge; b) für das Auge; c) dem Auge zugewandt. Okullar
vgl. 2Oktav>: 1. a) der achte Ton einer t diatonischen Ton
das; -s, -e: dem Auge zugewandte Linse od. Linsenkombi
leiter vom Grundton an, wobei der Zusammenklang als
nation eines optischen Gerätes. Okullarlinlspekltilon*
(Konsonanz (2) empfunden wird; b) ÎIntervall (2) von
die; -, -en: Besichtigung mit bloßem Auge (Med.). Okuacht 1 diatonischen Stufen (Mus.). 2. svw. Ottaverime. Okla tilon die; -, -en (zu tokulieren u. T...ation): Veredlung
tavlforlmat das; -[e]s (zu T'Oktav): svw. 'Oktav, okltaeiner Pflanze durch Anbringen von Augen (noch fest ge
vie ren [,.,'vi:...] (zu ÎOktave u. t ..deren): auf Blasinstru
schlossenen Pflanzenknospen) einer hochwertigen Sorte,
menten beim Überblasen in die Oktave überschlagen. Ok
die mit Rindenstückchen unter die angeschnittene Rinde
tett das; -[e]s, -e (latinisiert aus it. ottetto zu lat. octo
der zu veredelnden Pflanze geschoben werden. Oku|li
„acht“): 1. a) Komposition für acht solistische Instrumen
(aus lat. oculi, Plur. von oculus „Auge“; nach dem Einte od. (selten) für acht Solostimmen; b) Vereinigung von
gangsvers des Gottesdienstes, Psalm 25, 15): in der ev.
acht Instrumentalsolisten (Mus.). 2. Achtergruppe von
Kirche Name des dritten Sonntags in der Passionszeit
(vierter Sonntag vor Ostern), okullielren (aus nlat. ocu
Elektronen in der Außenschale der Atomhülle (Phys.), ok
to..., Oklto..., vor Vokalen meist okt..., Okt... (aus gleich
lare für gleichbed. lat. inoculare, vgl. inokulieren): durch
bed. lat. octo, dies aus gr. oktö): Wortbildungselement mit
Okulation veredeln. Okullierlmeslser das; -s, -: Spezi
almesser zum Okulieren, Pfropfmesser. Okullistt/er; -en,
der Bedeutung „acht“, z.B. oktogonal, Oktopode. Oklto-en (zu lat. oculus „Auge“ u. T ...ist> : (veraltet) Augenarzt,
ber der; -[s], - (aus lat. (mensis) October zu octo „acht“,
o ku 11 o I to I xi sch : das Auge schädigend (von Medikamen
urspr. der 8. Monat des mit dem März beginnenden altten; Med.). Oku|lo|to|xi|zi|tät die; -: okulotoxische Ei
röm. Kalenderjahres): zehnter Monat im Jahr, Gilbhard,
genschaft von Medikamenten (Med.)
Weinmonat, -mond; Abk.: Okt. Ok|toibrist*<7er; -en, -en
(aus gleichbed. russ. oktjabrist): Mitglied des „Verbandes Okulme vgl. Okoumé
des 17. Oktober“, einer 1905 gegründeten russ. konstitu Ökulmelneife; - (über kirchenlat. oecumene aus gr. oikouméné (gë) „die bewohnte (Erde)“): a) die bewohnte Erde
tionellen Partei. Ok|to|de*iZze;-,-n (zugr. okto „acht“u.
als menschlicher Lebens- u. Siedlungsraum; b) Gesamt
î‘...ode): Elektronenröhre mit 8 Elektroden; Achtpolröh
heit der Christen; c) svw. ökumenische Bewegung, ökure. Ok|to|de|ka|gonrfö5;-s,-e (zu gr. dekägönon „Zehn
melnisch: allgemein, die ganze bewohnte Erde, die Welt
eck“): Achtzehneck. Okltoldezdas; -es, -e (zu lat. decem
betreffend; ökumenische Bewegung: allgemeines Zusam
„zehn“): Buchformat von Achtzehntelbogengröße; vgl.
menwirken der christlichen Kirchen u. Konfessionen zur
‘Oktav. Ok|to|e|chos* der; - (aus gleichbed. mgr. okEinigung in Fragen des Glaubens u. der religiösen Arbeit;
toéchos): 1. liturgisches Buch der byzant. Kirche, das die
ökumenisches Konzil: beratende Versammlung der Bi
veränderlichen Teile des Stundengebets für die Zeit von
schöfe der gesamten kath. Kirche. Öku|me|nis|musiter,'
Pfingsten bis zum Beginn der Vorfastenzeit enthält. 2. das
- (zu t...ismus (2)): Bestrebungen der kath. Kirche zur Ei
Tonartensystem des byzant. Kirchengesangs, das ähnlich
nigung aller christlichen Konfessionen (seit dem 2. Vati
wie die Kirchentonarten in vier herrschende u. vier abge
kanischen Konzil)
leitete Tonarten unterteilt ist. Okltolgonu. Oktagon das;
-s, -e (aus gleichbed. lat. octogonum bzw. octagonon, dies Ok|zi|dent [auch ...'dent] der; -s (aus gleichbed. lat. (sol)
occidens, Gen. occidentis, eigtl. ,,untergehend(e Sonne)“,
zugr. oktö „acht“ u. î...gon): a) Achteck; b) Gebäude mit
zu occidere „niederfallen, untergehen“): 1. Abendland
achteckigem Grundriss, okltolgolnal (zu T'...al (1)):
(Europa); Ggs. TOrient. 2. (veraltet) Westen, oklzildenachteckig. Oklto I ko I rail le die; -, -n (meist Plur.): Bez. für
talu. ok|zi|den|ta|lisch (aus gleichbed. lat. occidenta
fast immer koloniebildende Korallentiere mit achtzählilis): 1. abendländisch. 2. (veraltet) westlich; vgl. ...isch/gem Aufbau u. gefiederten Tentakeln (Zool.). Ok to nar
okzipital
(aus nlat. occipitalis „das Hinterhaupt betref
fend“; vgl. Okziput u. ‘...al ( 1)>: zum Hinterhaupt gehö
rend, es betreffend (Med.). Oklzilput das; -s, ...pita <aus
gleichbed. lat. occiput, Gen. occipitis, dies zu Tob... u. /ɑr.
caput „Haupt, Kopf1): Hinterhaupt. Hinterkopf (Med.)
...ol (verselbstständigt aus Î Alkoho/ bzw. ÎBenzo/) : Endung
der Namen aller Alkohole, z.B. Methanol, Butanol, bzw.
Suffix von Benennungen ringförmiger Kohlenwasserstof
fe, z.B. Benzol, Glycerol (Chem.)
Ola íf/e; -, -s (aus span, ola „Welle“): svw. La Ola
Olaldi die (Plur.) (aus gleichbed. russ. oladi (Plur.)): russ.
Hefepfannkuchen
Oildag [...dek] vgl. Oildag
Olldie ['oʊldɪ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. oldie
zu old „alt“): a) alter, beliebt gebliebener Schlager, tSong
(1); b) (ugs.) jmd., der einer älteren Generation angehört;
c) etwas, was einer vergangenen Zeit angehört
Olldolwan das; -s (nach der Oldowayschlucht in Nordtan
sania (Afrika)): Geröllgerätekultur des frühen ÎPleisto
zäns in Afrika
Oldlred ['oʊld...] der; -s (aus eng/. old red „altes Rot“): roter
Sandstein des Î Devons (Geol.)
Old-Time-Jazz ['oʊldtaɪmʤæz] der; - (zu engl. old-time
„aus alter Zeit“ u. Î Jazz): älterer Bereich des Jazz bis etwa
1930 (bes. New-Orleans-Jazz, Dixieland Jazz, Chicago
Jazz). Oldltilmer ['oʊldtaɪmn] der; -s, - (aus gleichbed.
engl.-amerik. old-timer): 1. altes, gut gepflegtes Original
od. Modell eines Fahrzeugs mit Liebhaberwert (bes. Auto,
aber auch Flugzeug, Schiff, Eisenbahn). 2. (scherzh.)jmd.,
der über lange Jahre bei einer Sache dabei war u. daher das
nötige Wissen, die nötige Erfahrung hat
olé [o'lɛ, o'le:] (aus span, olé, dies aus arab. wa-’lläh(i) „bei
Gott“): los!, auf!, hurra! (span. Ausruf)
ole.... Ole... vgl. oleo..., Oleo...
Olea: Plur. von tOleum. Ole an der der; -s, - (aus it. ole
andro, unter Einfluss von lat. olea „Olivenbaum“ entstellt
aus mlat. lorandum, dies zu lat. laurus „Lorbeerbaum“,
wohl nach den ähnlichen Blättern): Rosenlorbeer; immer
grüner Strauch od. Baum aus dem Mittelmeergebiet mit
rosa, weißen od. gelben Blüten (beliebte Kübelpflanze).
Olelanldolmylcin [...ts...] u. Olelanldolmylzin das; -s,
-e (Kunstw.; zu gr. mÿkês „Pilz“ u. î...in (l)): Antibioti
kum gegen Tgrampositive Bakterien, ÎRickettsien u. gro
ße Viren. Olelaslter der; - (aus gleichbed. lat. oleaster):
strauchige Wildform des Ölbaums. Olelat das; -[e]s, -e (zu
lat. oleum „(Oliven)öl“ (vgl. Oleum) u. t...at (2)>: Salz der
Ölsäure
Olel cralnon* [...k...], Olekranon das; -[s], ...na (aus.gr. olékranon „Ellbogen“): Ellbogen, Ellbogenhöcker (Anat.)
Olefin das; -s, -e (meist Plur.) (Kunstw. zu fr. oléfiant „Öl
machend“, dies zu lat. oleum „(Oliven)öl“ u. -ficare, vgl.
...fizieren): ungesättigter Kohlenwasserstoff mit einer od.
mehreren Doppelbindungen im Molekül. Olelin das; -s, -e
(aus gleichbed. fr. oléine): ungereinigte Ölsäure
Otelkralnon* vgl. Olecranon
olelo..., Ole Io..., vor Vokalen meist ole..., Ole... (aus lat.
oleum „(Oliven)öl“; vgl. Oleum): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „Öl enthaltend, fettig“, z. B. Oleodukt,
Olein. Oleolchallkolgralfie, auch ...gralphie [...Ç...J
die; -, ...ien: (veraltet) 1. (ohne Plur.) Kupferdruckverfah
ren mit Ölfarben. 2. θɪkupferdruek[blatt]. Oleloldukt
der; -[e]s, -e (zu lat. ductus „Leitung“, Analogiebildung zu
1 Aquädukt): Ölleitung, Ölleitungsbrücke. Olelom das; -s,
-e: Kurzform von t Oleosklerom. Olelolsa <J/e(Plur.) (aus
lat. oleosa, substantivierter Plur. von oleosus „ölig, fet
tig“): ölige Arzneimittel (Med.).OIelolsklelrom* das; -s,
-e (zu toleo... u. tSklerom): Öltumor; Geschwulst in der
Haut infolge Bindegewebsreizung nach Einspritzung öl
haltiger Arzneimittel (Med.). Oleloltholrax der; -[es], -e:
oklzilpiltal
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Ersatz der Luft durch Ölfüllung beim künstlichen t Pneu
mothorax (Med.). Olelum ['o:leʊm] das; -s, Olea (aus lat.
oleum „(Oliven)öl“, dies aus gleichbed. gr. élaion): 1. ölige
Flüssigkeit, die sich u. a. zum Ätzen eignet. 2. rauchende
Schwefelsäure. Olelyllallkolhol c/er; -s, -e (zu T...yl):
durch Reduktion von Ölsäure entstehender Alkohol
Ollfakltolmelter das; -s, - (zu lat. olfactus (vgl. Olfaktus)
u. t1...meter): Gerät zur Prüfung des Geruchssinns
(Med.). Ollfakltolmeltrie* die; - (zu t...metrie): Mes
sung der Geruchsempfindlichkeit (Med.), ollfakltorisch (zu lat. olfactorius „riechend“): den Riechnerv be
treffend (Med.). Ollfakltolrilum das; -s, ...ien [-,-iən] (zu
T...orium): Riechmittel (Med.). Ollfakltolrilus ¿er; -,
Plur. ...rii od. ...rien [...ion] (aus gleichbed. nlat. (nervus)
olfactorius): Riechnerv (Med.).OIIfakltus der; - (aus lat.
olfactus „das Riechen, der Geruch“) : Geruchssinn (Med.)
Olilbalnum das; -s (aus gleichbed. mlat. olibanum zu vulgärlat. oliba, dies aus lat. oliva, vgl. Olive): Gummiharz
der Weihrauchbaumarten an der Küste des Roten Meeres,
in Südarabien u. Somalia; Weihrauch
Olilfant [auch ... fant] der; -[e]s, -e (aus gleichbed. (alt)fr.
olifant, dies aus lat. elephantus, vgl. Elefant; nach dem Na
men des elfenbeinernen Hifthorns Rolands in der Karlssage): reich verziertes mittelalterliches Jagd- u. Signal
horn
ölig..., Olig... vgl. oligo..., Oligo... Olilgalkilsulrie* die: (zu gr. oligäkis „selten“ u. t...urie>: seltenes Urinlassen
(Med.). Olilgälmie* die; -, ...ien (zu Îoligo... u. î ...ämie):
Blutarmut infolge Verminderung der Gesamtblutmenge
des Körpers (Med.). Olilgarch* der; -en, -en (aus gleich
bed. gr. oligàrchês): a) Anhänger der Oligarchie; b) jmd.,
der mit wenigen anderen zusammen eine Herrschaft aus
übt. Olilgaijchie* die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. oli
garchial 1. (ohne Plur.) Staatsform, in der eine kleine
Gruppe die Macht ausübt. 2. Staat, Gemeinwesen, in dem
eine Oligarchie (1) besteht, olilgarlchisch* (aus gleich
bed. gr. oligarchikös): die Oligarchie betreffend. Olilgarthriltis* die; -, ...tiden (zu Îoligo...): nur wenige Gelenke
befallende Arthritis (Med.). Olilgalse die; -, -n (zu
t...ase): Zucker spaltendes Enzym (Chem.).oiiIgo..., Oli
go..., vor Vokalen meist ölig..., Olig... (aus gleichbed. gr.
oligos): Wortbildungselement mit der Bedeutung „wenig,
gering, arm an ...“, z. B. oligomer, Oligotrophie, Oligurie.
Olilgolchälten [...ç...] die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. oligochaetae, zu gr. chaite „Borste“, eigtl. „Mähne“): Gat
tung der Borstenwürmer (z.B. Regenwurm; Zoo!.). Oligolchollie [...ço...] die; - (zu gr. choie „Galle“ u. t2...ie):
Gallenmangel (z.B. bei Leber- u. Gallenblasenkrankhei
ten; Med.).OIilgo|chro|mä|mie* [...krom...] die; -, ...ien
(zu gr. ehrðma „Farbe“ u. t...ämie): Bleichsucht (Med.).
Olilgoldakltyllje die; -, ...ien (zugr. däktylos „Finger“ u.
t2...ie): svw. Ektrodaktylie. Oli goidiplsie die; - (zu gr.
dipsa „Durst“ u. T2...ie) : abnorm herabgesetztes Durstge
fühl (Med.); Ggs. 1 Polydipsie. Olilgo don tie* die: - (zu
gr. odoús, Gen. odóntos „Zahn“ u. t2...ie): angeborene
Fehlentwicklung des Gebisses, bei der weit weniger als
(normalerweise) 32 Zähne ausgebildet werden (Med.).
Oliigoldylnalmie die; - (zu gr. dÿnamis „Kraft“ u.
t2...ie>: entkeimende Wirkung von Metallionen (z.B. des
Silbers) in Flüssigkeiten (Chem.). oli goldyhalmisch:
in kleinsten Mengen wirksam (Chem.). Olilgolfrukltose, auch Oli go fruclto se die; - (zu Î Fruktose): ballast
stoffreiche Fruktose (bes. als Bestandteil diätischer Nah
rungsmittel). Oli|go|ga|lak|tie die; -, ...ien (zu gr. gála,
Gen. gälaktos „Milch“ u. t2...ie): svw. Hypogalaktie. Oligolgen das; -s, -e (meist Plur.): tGen, das für die Ausbil
dung qualitativer Merkmalsunterschiede verantwortlich
ist (Genetik); Ggs. Î Polygen. θlilgolglolbull[e die; - (zu
lat. globulus „Kügelchen“ u. î2...ie): svw. Oligozythämie.
959
Oli|go|hy|drä|mie* die; -, ...ien: Verminderung des Was
sergehalts des Blutes (Med.). Ölilgolhyldramlnie* die; -,
...ien (zu ÎHydramnion u. T2...ie): abnorme Verringerung
der Fruchtwassermenge (Med.). Olilgolkarldie to; - (zu
gr. kardia „Herz“ u. t2...ie>: verminderte, zu langsame
Herztätigkeit (Med.). Oli|go|klas‘ der; -[es], -e (zu gr.
klän, erweitert klastázein „(ab)brechen“): ein Feldspat.
Oli|go|kra|tie* to; -, ...ien (zu (...kratie): svw. Oligar
chie. Olilgolmasltie to;- (zugr. mastós „(Mutter)brust“
u. t2...ie>: ungewöhnlich geringe Entwicklung der Brüste
(Med.). Olilgolmelnorjrhö to;-, -en u. Oligomenorrhöe [,,,'ro:] die; -, -n [,,,'ro:ən]: zu seltene Monatsblutung
(Med.), olilgolmer (zu t,,,mer): eine geringere als die
normale Gliederzahl aufweisend (von Blütenkreisen;
Bot.). Olilgolmer das; -s, -e u. Oli|go|me|re das; -n, -n
(meist Plur.): organischer od. anorganischer Stoff, dessen
Moleküle sich aus wenigen Î Monomeren zusammensetzen
(Chem.). Oligolmerisierung die; -, -en (zu t...isierung> : Aufbaureaktion, bei der nur wenige Moleküle eines
t Monomers miteinander reagieren (Chem.). olilgolmiktisch (zu gr. miktós „gemischt“); in der Fügung oligomiktischer See: selten bzw. wenig zirkulierender See. Oligolpepltid das; -[e]s, -e (meist Plur.): chem. Verbindung,
deren Moleküle bei der Î Hydrolyse in wenige Aminosäu
remoleküle zerfallen, olilgolphag (zu (...phag): in der
Ernährung auf einige Futterpflanzen od. Beutetiere spe
zialisiert (von bestimmten Tieren; Zool.). Olilgolphalge
der; -n, -n (zu !...phage); Tier von oligophager Ernäh
rungsweise (Zool.). Olilgolphalgie die; - (zu Î...phagie):
Ernährungsweise oligophager Tiere (Zool.). olilgophren (zu gr. phrên „Geist, Gemüt“): geistig behindert
(Med.). Olilgolphrelnie die; -, ...ien (zu t2...ie): auf erb
licher Grundlage beruhender od. im frühen Kindesalter
erworbener Intelligenzdefekt (Med.), olilgolphylllisch
(zu gr. phÿllon „Blatt“): (veraltet) blätterarm, mit wenig
Blättern (von Pflanzen). Olilgolplex* ® das; -es, -e (zu
lat. plexus „geflochten" (Part. Perf. von plecti „flech
ten“); Analogiebildung zu (Komplex): Mischung von
Pflanzenauszügen u. mineralischen Wirkstoffen in kleins
ten Mengen. Olilgolpnoe* to; - (zu gr. pnoë „Atem“):
verminderte Atmungsfrequenz (Med.), olilgolpod (zugr.
poús, Gen. podós „Fuß“) : nur wenige Beinpaare besitzend
(von Insektenlarven; Biol.). Olilgolpol das; -s, -e (zu gr.
pölein „Handel treiben“, Analogiebildung zu (Monopol):
Form des Monopols, bei der der Markt von einigen weni
gen Großunternehmen beherrscht wird (Wirtsch.); Ggs.
tOligopson. Oligo po list der; -en, -en (zu T...ist): jmd.,
der einem Oligopol angehört. oli|go|po|lis|tisch (zu
(...istisch): die Marktform des Oligopols betreffend. Oligop son* das; -s, -e (zu gr. opsönia „Einkauf“): eine
Marktform, bei der nur wenige Nachfrager vielen Anbie
tern gegenüberstehen (Wirtsch.); Ggs. tOligopol. Olilgosaclchalrid [...zaxa...] u. Olilgolsalchalrid das; -[e]s,
-e: aus wenigen T Monosacchariden aufgebauter Zucker
(Chem.). oli|go|se|manltisch: nur wenige Bedeutungen
habend (Sprachw.). Olilgolselmie die; - (zu lat. semen,
Gen. seminis „Samen“ u. T2...ie> : svw. Oligospermie. Oli
go isi la I lie die; -, ...ien (zu gr. sialon „Speichel“ u. t2...ie>:
verminderte Speichelabsonderung (Med.). Olilgolsilderit [auch ...rit] der; -en, -en: Meteorstein mit geringem Ei
sengehalt. Olilgolsperlmie die; -, ...ien (zu gr. spérma
„Samen“ u. t2...ie>: starke Verminderung der tSpermien
im TEjakulat(Med.). olilgosltisch* (zugr. ostéon „Kno
chen“): nur wenige Knochen befallend (von Krankheiten;
Med.). oli|go|symp|to|ma|tisch*: nur mit einigen we
nigen der typischen Krankheitszeichen verlaufend (von
Krankheiten; Med.). Olilgoltrilchie* die; -, ...ien (zu gr.
trix, Gen. trichés „Haar“ u. t2...ie): [angeborener] man
gelnder Haarwuchs (Med.), olilgoitroph* (zu t...troph):
olympisch
nährstoffarm (von Seen od. Ackerböden; Biol., Landw.).
Olilgo troiphie* die; - (zu t...trophie): Nährstoffmangel
(von Seen od. Ackerböden; Biol., Landw.). olilgolzän (zu
gr. kainós „neu“): das Oligozän betreffend (Geol.). Oligolzän das; -s: mittlere Abteilung des (Tertiärs (Geol.).
Olilgolzytlhälmie die; -, ...ien (zu gr. kÿtos „Wölbung,
Höhlung“ (vgl. ...zyt) u. t...ämie>: starke Verminderung
der roten Blutkörperchen im Blut (Med.). Oliglurie* die;
-, ...ien (zu t...urie>: mengenmäßig stark verminderte
Harnausscheidung (Med.)
Olim (aus lat. olim „ehemals“); in der Wendung seit, zu
Olims Zeiten: (scherzh.) seit, vor undenklichen Zeiten
oliv (zu ÎOlive): von dunklem, bräunlichem Gelbgrün. Oli
ve [...va] die; -, -n (über lat. oliva „Ölbaum; Olive“ aus
gleichbed. gr. elaia; Bed. 2-5 nach der Fruchtform): 1. a)
[zu Vorspeisen u. Salat verwendete] Frucht des Ölbaumes,
die das Olivenöl liefert; b) Olivenbaum, Ölbaum. 2. oliven
förmige Erhabenheit im verlängerten Mark (Anat.). 3.
Handgriff für die Verschlussvorrichtung an Fenstern, Tü
ren o.Ä. 4. eine länglich runde Bernsteinperle. 5. oliven
förmiges Endstück verschiedener ärztlicher Instrumente
od. Laborgeräte (z.B. eines Katheters; Med.). Olilvelnit
[auch ... nit] der; -s, -e (zu T2...it>: ein olivgrünes od. grün
schwarzes rhombisches Mineral. Olilvetlte die; -, -n (aus
gleichbed. fr. olivette, Verkleinerungsform von olive, vgl.
Olive): Koralle od. Glasperle, die früher in Afrika zum
Tauschhandel verwendet wurde. Oli I vin der; -s, -e (zu Î Oli
ve (nach der Fruchtfarbe) u. (...in (1)): in îprismatischen
bis dicktafligen Kristallen auftretendes glasig glänzendes,
flaschengrün bis gelblich durchscheinendes Mineral
Ollla poidriida* die; - -, -s -s (aus gleichbed. span, olla po
drida, eigtl. „fauligerTopf“): span. Gericht aus gekochtem
Fleisch, Kichererbsen u. geräucherter Wurst
Ollpe die; -, -n (aus gleichbed. gr. élpë „Ölflasche“): ein
henklige Kanne aus der griech. Antike
Olymp der; -s (über lat. Olympus aus gr. Ölympos, nach ei
nem Berg in Nordgriechenland) : 1. Wohnsitz der Götter in
der griech. Mythologie; Götterberg. 2. geistiger Standort,
an dem sich jmd. weit über anderen zu befinden glaubt,
z.B. sich von seinem - herablassen. 3. (ugs. scherzh.)
oberster Rang, Galerieplätze im Theater od. in der Oper.
Olymlpia das; -[s] (meist ohne Artikel) (aus gleichbed.gr.
Olympia, nach der altgriech. Kultstätte in Olympia (Elis)
auf dem Peloponnes, dem Schauplatz der altgriech. Olym
pischen Spiele): svw. Olympische Spiele. Olymlpilalde
die; -, -n (über to. Olympias aus gleichbed. gr. Olympiäs,
Gen. Olympiädos, Bed. 3 über russ. olimpiada): 1. Zeit
spanne von 4 Jahren, nach deren jeweiligem Ablauf im
Griechenland der Antike die Olympischen Spiele gefeiert
wurden. 2. svw. Olympische Spiele. 3. Wettbewerb (von
Schülern, Amateuren) auf einem Wissensgebiet od. in ei
ner Fachrichtung. ...olymlpilalde (zu (Olympiade (3)):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „nach dem Vor
bild der Olympischen Spiele durchgeführter Wettbewerb“,
z.B. Mathematikolympiade,
Behindertenolympiade.
Olym|pi|a|me|dail|le die; -, -n: Medaille, die bei einer
Olympiade (2) an die drei Ersten eines Wettbewerbs ver
geben wird. Olymlpiler [...in] der; -s, - (zu (Olymp): 1.
Beiname der griech. Götter, bes. des Zeus. 2. erhabene
Persönlichkeit; Gewaltiger, Herrscher in seinem Reich.
Olymlpilolnilke der; -n, -n (über lat. Olympionices aus
gr. Olympionikês „Olympiasieger“, zu ( Olympia u. nikê
„Sieg“) : 1. Sieger bei den Olympischen Spielen. 2. Teilneh
mer an den Olympischen Spielen. Olymlpilolnilkin die;
-, -nen: weibliche Form zu (Olympionike, olymlpisch
(über lat. Olympicus aus gr. Olympikós „zu Olympia ge
hörig“): 1. göttergleich, hoheitsvoll, erhaben. 2. die Olym
piade betreffend; Olympische Spiele: alle 4 Jahre stattfin
dende Wettkämpfe der Sportler aus aller Welt. Oiymlpis-
om
mus der; - (zu î...ismus (2)>: ideale Vorstellung von ge
meinsamen sportlichen Spielen der weltbesten Sportler,
unbeeinflusst von politischen, rassischen, religiösen u. so
zialen Unterschieden
om (aus gleichbed. sanskr. óm>: magische Silbe des Î Brah
manismus, die als Hilfe zur Befreiung in der Meditation
gesprochen wird
...om (über (n)lat. -oma aus gr. -öma, Gen. -ornatos): aus
dem Griechischen übernommene Endung sächlicher Sub
stantive aus der Medizin, meist mit der Bedeutung „Ge
schwulst“, z. B. Karzinom, Myom
Oma gra* das; - (zu gr. ömos „Schulter“ u. ágra „das Fan
gen“, in Zusammensetzungen „Gicht“): Gichterkrankung
eines od. beider Schultergelenke (Med.). Omallgie die; -,
...ien (zu î...algie): [rheumatischer] Schulterschmerz
(Med.). Omarlthriltis die; -, ...itiden: Entzündung des
Schultergelenks (Med.). Omarlthrolse die; -, -n: nicht
entzündliche, degenerative Erkrankung des Schulterge
lenks (Med.)
Omalsus der; - (aus gleichbed. nlat. omasus, dies aus lat.
omasum „Rinderkaldaunen“, dies wohl aus dem Gall.):
Blättermagen, Teil des Wiederkäuermagens, der den Nah
rungsbrei nach dem Wiederkäuen aufnimmt (Zool.); vgl.
Psalter
Om bra ge* [o'bra:ʒə] die; - (aus gleichbed. fr. ombrage,
eigtl. „schattiges Laub“, zu ombre „Schatten“, dies aus lat.
umbra): (veraltet) 1. Schatten. 2. Argwohn, Misstrauen,
Verdacht. Om bré [o bre:] der; -[s], -s (zu fr. ombré „schat
tiert“, Part. Perf. von ombrer „schattieren“, dies wohl un
ter Einfluss von gleichbed. /7. ombrare aus lat. umbrare) :
Gewebe mit schattierender Farbwirkung. Omlbrellle
[ð'brɛlə] die; -, -n [...lan] (gleichbed. fr. ombrelle, dies aus
it. ombrella, Verkleinerungsform von ombra „Schatten“,
vgl. Ombrage): (veraltet) Sonnenschirm, omlbriert (zu
J...iert): schattiert (in Bezug auf verschwommene Farben
in Textilien o. Ä.)
omlbro...*, Om bro... (zu gr. ómbros „Regen“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Regen, Feuchtigkeit“,
z.B. ombrophil, Ombrometer, omlbrolgen (zu t...gen>;
in der Fügung ombrogenes Moor: Moor, dessen Pflanzen
ihren Nährstoffbedarf der Luftfeuchtigkeit entnehmen
(Bot.). Omlbrolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu
î...graf): Regenschreiber, Gerät zum Aufzeichnen der
Niederschlagsmenge (Meteor.). Om|bro|me|ter das; -s, (zu t1...meter): Regenmesser (Meteor.), omlbrolphil (zu
Î ...phil): Regen bzw. Feuchtigkeit liebend (von Tieren u.
Pflanzen; Biol.); Ggs. tombrophob. omlbrolphob (zu
î...phob): regenreiche, feuchte Gebiete meidend, nicht
vertragend; trockene Gebiete bevorzugend (von Tieren u.
Pflanzen; Biol.); Ggs. tombrophil. Omlbrolphylten die
(Plur.) (zu t...phyt>: Pflanzen, die nur das im Boden ge
speicherte Regenwasser aufnehmen (Biol.). omlbrotroph (zu T ...troph): auf Niederschlagswasser angewiesen
(von Hochmooren; Biol.)
Om|buds|frau die; -, -en (zu TOmbudsman): Frau, die die
Rechte des Bürgers gegenüber den Behörden wahrnimmt.
Om|buds|mann der; -[e]s, Plur. ...männer, selten ...leute
(aus gleichbed. schwed. ombudsman, eigtl. „Sachwalter“):
Mann, der die Rechte des Bürgers gegenüber den Behör
den wahrnimmt
Ome ga iZas; -[s], -s (ausgr. ö méga, eigtl. „großes (d.h. lan
ges) o“>: vierundzwanzigster (u. letzter) Buchstabe des
griech. Alphabets (langes O): Í1, w. Omelga hy pelron
das; -s, -en: schweres, negativ geladenes, unstabiles Ele
mentarteilchen aus der Gruppe der ÎHyperonen (Phys.).
Omelgalmelson das; -s, -en: ungeladenes, unstabiles
Elementarteilchen aus der Gruppe der t Mesonen (Phys.).
Omelgaltron* das; -s, -s (Analogiebildung zu Zyklotron) :
als Massenspektrometer zur Gasanalyse u. zur Lecksuche
960
verwendetes Gerät, das nach dem Prinzip des Î Zyklotrons
arbeitet (Phys.)
Omellett [ɔm(ə)'lɛt] das; -[e]s, Plur. -e u. -s, auch (österr. u.
Schweiz, nur so) Omeliette [... Ist] i/ze; -, -n [...tn] (aus
gleichbed. fr. omelette, weitere Herkunft ungeklärt; vgl.
...ett bzw. ...ette): eine Art Eierkuchen; Omelette aux Con
fitures [omlstoköfi'ty:r]: mit eingemachten Früchten od.
Marmelade gefüllter Eierkuchen; Omelette aux fines
Herbes [ɔmlɛtofmzɛrb]: Eierkuchen mit Kräutern; Ome
lette en Surprise [omlstäsyr'priz] : auf Biskuitböden ange
häuftes u. mit Omelettmasse verziertes, überbackenes Eis ;
Omelette soufflée [ɔmlɛtsu'fle:] : Auflauf aus Eierkuchen
Omen das; -s, Plur. - u. Omina (aus gleichbed. lat. omen):
(gutes od. schlechtes) Vorzeichen; Vorbedeutung; vgl. no
men est omen
Omenitum das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat. omentum): Teil
des Bauchfells, das aus der schürzenartig vor dem Darm
hängenden Bauchfellfalte (großes Netz) u. der Bauchfell
falte zwischen Magen u. unterem Leberrand (kleines
Netz) besteht (Anat.)
Omerltà [omer'ta] die; - (aus gleichbed. it. omertà): Gesetz
des Schweigens. Schweigepflicht, solidarisches Schweigen
(in der Mafia)
Omikron* das; -[s], -s (aus gr. ó mikrón, eigtl. „kleines
(d.h. kurzes) o“>: fünfzehnter Buchstabe des griech. Al
phabets (kurzes O): O, o
Omilna: Plur. von TOmen. omilnös (aus gleichbed. fr.
omineux, dies aus lat. ominosus „voll von Vorbedeutun
gen“ zu omen, vgl. Omen): a) von schlimmer Vorbedeu
tung, unheilvoll; b) bedenklich, verdächtig, anrüchig
Omislsa die (Plur.) (aus gleichbed. lat. omissa, Neutr. Plur.
von omissus, Part. Perf. von omittere, vgl. omittieren):
(veraltet) Fehlendes, Lücken, Ausgelassenes. Omislsilon
die; -, -en (axisspätlat. omissio „Unterlassung“ zu lat. omit
tere, vgl. omittieren): (veraltet) Aus-, Unterlassung, Ver
säumnis (z.B. der Annahmefrist einer Erbschaft), omissjv (zu lat. omissus (vgl. Omissa) u. T...iv): (veraltet) un
terlassend, auf Unterlassung beruhend. Omislsivldellikt
das; -[e]s, -e: Begehung einer Straftat durch Unterlassung
eines gebotenen Verhaltens (Rechtsw.). omit tie ren (aus
gleichbed. lat. omittere): (veraltet) aus-, unterlassen
Omlialdil na die; - (ausserb. omladina „Jugend“): (1848 ge
gründeter) serb. Geheimbund zum Kampf für die Unab
hängigkeit Serbiens
om malni pad me hum (sanskr.): magisch-religiöse For
mel (vgl. Mantra) des [Tlamaistischen] Buddhismus, die
z.B. in Gebetsmühlen als unaufhörliches Gebet wirken
soll
Omlmaltildilum das; -s, ...ien [,,,iən] (zu gr. ommatidion
(Verkleinerungsform von ömma, Gen. ömmatos „Auge“)
u. t...ium): Einzelauge eines Î Facettenauges (Zool.). Omma to pho'ren die (Plur.) (zugr. phoreîn „tragen“): hin
teres, längeres Fühlerpaar der Schnecken (Zool.). Ommolchrolme die (Plur.) (zu gr. chroma „Farbe“): tieri
sche Farbstoffe, die in den Augen u. in der Haut von Kreb
sen u. Insekten vorkommen
omlnia ad maliolrem Dei glo ri am (lat.): alles zur grö
ßeren Ehre Gottes! (Wahlspruch der ÎJesuiten, meist ge
kürzt zu ad maiorem Dei gloriam); Abk.: O. A. M. D. G.
omlnia mea melcum porlto [- - 'me:kʊm -] (lat,): all
meinen Besitz trage ich bei mir! (lat. Übersetzung eines
Ausspruchs von Bias, einem der Sieben Weisen Griechen
lands, 625-540 V.Chr.). Om|ni|bus der; -ses, -se (aus
gleichbed. fr. (voiture) omnibus, eigtl. „(Wagen) für alle“,
dies zu lat. omnibus, Dat. Plur. von omnis „jeder“): großer
Kraftwagen mit vielen Sitzen zur Beförderung einer grö
ßeren Anzahl von Personen; vgl. 'Bus. Om|ni|en [-iən]:
Plur. von tOmnium. omlnilpoltent (aus gleichbed. lat.
omnipotens, Gen. omnipotentis); allmächtig, einfluss
961
reich. Om|ni|po|tenz<7íe; - (aus gleichbed. spatial, omni
potentia): a) göttliche Allmacht; b) absolute Machtstel
lung. omlnilprälsent (aus gleichbed. mlat. omnipraesens, Gen. omnipraesentis): allgegenwärtig. OmlnilpräsenzzÄe; - (aus gleichbed. mlat. omnipraesentia): Allge
genwart (Gottes). Om|nis|zi|enz* die; - (aus gleichbed.
mlat. omniscientia): Allwissenheit (Gottes). Omlnilum
das; -s, ...ien [.. ,iən] (aus lat. omnium „(Rennen) aller, für
alle“, Gen. Plur. von omnis „jeder“): aus mehreren Bahn
wettbewerben bestehender Wettkampf (Radsport). Qmnilumversilcherung die; -, -en: einheitliche Versiche
rung verschiedener Risiken. om|ni|vor [...vo:j] (zu lat.
omnis „all-, alle“ u. vorare „fressen, verschlingen“): so
wohl pflanzliche als auch tierische Nahrungsstoffe ver
dauend (von bestimmten Tieren; Zool.); vgl. pantophag.
Om ni vo re der; -, -n (meist Plur.): Allesfresser, von
Pflanzen u. Tiernahrung lebendes Tier. Om|ni|vo|rie die;
- (zu t2...ie>: Ernährungsweise von Tieren, denen sowohl
Pflanzen als auch Tiere als Nahrung dienen. Om|ni|zid
der od. das; -[e]s, -e (zu t,,,zid): das Sich-selbst-Töten der
Menschheit, das Auslöschen ihrer eigenen Art, Vernich
tung allen menschlichen Lebens [durch Atomwaffen]
Omoldylnie* die: -, ...ien (zu gr. ömos „Schulter“ u.
t...odynie): svw. Omalgie
Omo|pha|gie<7/e; - (über lat. omophagia aus gleichbed. gr.
omophagia zu ömophagem „roh essen, fressen“): Verzehr
des rohen Fleisches eines Opfertieres (um sich die Kraft
des darin verkörperten Gottes anzueignen; z.B. im anti
ken Dionysoskult)
Omolpholrilon das: -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. mgr.
ömophorion zu gr. ömophoreln „auf den Schultern tra
gen“): Schulterband (IPallium 3) der Bischöfe in der or
thodoxen Kirche
Omlphalcit [,,, tsi:t, auch ...‘tsit] vgl. Omphazit
Omiphalliltis die; -, ...itiden (zu gr. omphalós „Nabel“ u.
T ...itis): Nabelentzündung (Med.). Om|pha|lo|man|ti_e
die; - (zu gr. manteia „das Weissagen“): früher übliche
Weissagerei des Lebensschicksals eines neugeborenen
Kindes aus der Nabelschnur. Om|pha|lo|pho|bie die; -,
...ien (zu 1...phobie): krankhaftes Entsetzen vor dem eige
nen Nabel. Omlphallos der; - (aus gleichbed. gr. ompha
lós, eigtl. „Nabel, Mittelpunkt (der Erde)“): 1. svw. Um
bilicus ( 1 ). 2. in der Antike ein heiliger Stein zu Delphi von
bienenkorbförmiger Gestalt, der als Mittelpunkt der Erde
gedeutet wurde. Om|pha|lo|sko|pie* die; - (zu T...skopie): Nabelschau, meditative Betrachtung des eigenen Na
bels (vor allem im Î Hesychasmus)
Omlphalzit [auch ...tsit] der; -s, -e (aus gr. omphakites
„grüner Stein“ zu ómphax „unreife ( = grüne) Traube“ u.
î2...it): ein licht- bis dunkelgrünes Mineral, Teil des Ge
menges bestimmter kristalliner Schiefer
Omlrah die; - (aus gleichbed. arab. umra): kleine Pilger
fahrt nach Mekka; vgl. Hadsch
Omul der; -s, -e [o'mu:lə] (aus russ. omul’ „eine Art Lachs“,
vermutlich aus mulit’ vody „das Wasser trüben“ zu mul
„Schlamm“): Renke, Felchenart des Baikalsees
on {engl. -amerik. ; eigtl. „an, auf“): auf der Bühne, im Fern
sehbild beim Sprechen sichtbar; Ggs. 1 off. On das; -: das
Sichtbarsein des [kommentierenden] Sprechers im Fern
sehen, auf der Bühne; im - sprechen; Ggs. (Off
’...on [...on] (aus gr. -on): Endung sächlicher Substantive,
z.B. Ostrakon, Paradoxon
z...on [,,,'o:n] (verkürzt aus ÎKeton bzw. ÎHormon): Suffix
von Substantiven aus der Chemie bzw. der Biochemie, das
das Vorhandensein von Ketonen bzw. Hormonen anzeigt,
z.B. Aceton, Interferon
’...on [...on] (verkürzt aus INylon, der ersten vollsyntheti
schen Kunstfaser): Suffix von Kunstfasern, z.B. Dralon,
Perlon
Oneirismus
[...on] (verkürzt aus 1 Elektron): Suffix von [hypothe
tischen] Elementarteilchen, z.B. Hyperon, Tachyon
Onalger der; -s, - (aus gleichbed. lat. onager, onagrus, dies
aus gr. onagros, Bed. 2 nach der einem Esel gleichenden
Form): 1. in Südwestasien heimischer Halbesel. 2. (hist.)
röm. Wurfmaschine
pn air [...e:n] (aus gleichbed. engl. (be) on the air): auf Sen
dung (Jargon)
Onalnie die; - (aus gleichbed. älter engl. onania, Neubil
dung zum Namen der biblischen Gestalt Onan (1. Mos.
38, 8 f.)>: geschlechtliche Selbstbefriedigung durch manu
elles Reizen der Geschlechtsorgane; Masturbation, onanielren (zu t..deren): durch Manipulationen an den Ge
schlechtsorganen [sich selbst] sexuell erregen, zum Orgas
mus bringen; masturbieren. Onalnist der; -en, -en (zu
t ...ist): jmd., der onaniert, onalnisltisch (zu 1 ...istisch):
die Onanie betreffend
Ön|an|thal|de|hyd* der; -s, - (zu gr. olnos „Wein“, ánthos
„Blüte“ u. (Aldehyd): ölige, stark fruchtartig riechende,
flüssige Substanz, die im Ingweröl vorkommt
Onlboarlding [,,,bɔ:dɪŋ] das; -s (zu gleichbed. engl.-ame
rik. onboarding, dies gekürzt aus taking on board, eigtl.
„das An-Bord-Nehmen“): erfolgreiche Eingliederung ei
nes neuen Mitarbeiters/einer neuen Mitarbeiterin in das
betreffende Unternehmen o.Ä.
on call [ɔn 'kɔ:l] tengl.y. (Kaufmannsspr.) [Kauf] auf Abruf
On| ce [it. 'ɔntʃə, fr. ɔs, niederl. 'ɔnsə] die; -, -n (aus gleich
bed. fr. once, dies aus lat. uncia „Unze“): altes Gewicht in
Italien, Frankreich, Belgien u. in den Niederlanden
Onlcholzerlkolse [onço...] tZze; -, -n (nach dem nlat. Na
men des Erregers Onchocerca volvulus (einer Gattung fa
denförmiger Rundwürmer) zugr. ógkos „Krümmung; Wi
derhaken“, kérkos „Schwanz“ u. (’...ose): durch einen
Wurm ausgelöste Krankheit, der durch den Stich einer in
fizierten afrik. Kriebelmücke in den Unterschenkel über
tragen wird u. dann ins Auge wandert, was zur Erblindung
u. später meist zum Tode führt; Flussblindheit (Med.)
On| cia ['ɔntʃa] die; -, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. it. oncia
aus lat. uncia, vgl. Once): alte Gold- u. Silbermünze in
Süditalien
Onldé [ö'de:] der; -s (zu/r. ondé „gewellt, wellig“, dies zu
lat. unda „Welle“): Zwirn mit korkenzieherartigem Aus
sehen, bei dem um einen glatten Grundfaden ein loses Ef
fektgarn gedreht wurde. on|deg|gia|men|to [ɔndeʤa...]
u. ondeggiando (/r.; eigtl. „wogend“, zu onda „Welle“,
dies aus lat. unda): auf Streichinstrumenten durch regel
mäßige Druckverstärkung u. -Verminderung des Bogens
den Ton rhythmisch an- u. abschwellen lassend (Mus.)
On-Delmand-Pulblilshing* [ɔndɪ'mɑ:ndpʌblʧɪŋ] das; -s
(aus engl. on-demand publishing „das Veröffentlichen auf
Anforderung“): Bez. für das Veröffentlichen ausschließ
lich bei Bedarf (auf Bestellung, z. B. bei Dissertationen)
Ondes Marltelnot [ðdmartə'no] die (Plur.) (zu fr. ondes,
Plur. von onde „Welle“ u. nach dem franz. Konstrukteur
M. Martenot (1898-1980)): ein hochfrequentes, elektroakustisches Musikinstrument (1928 konstruiert)
Onldit [ð'di:] das; -[s], -s (aus gleichbed. fr. on-dit, eigtl.
„man sagt“): Gerücht
On|du|la|ti|onrfze;-, -en (aus gleichbed. fr. ondulation, dies
aus spätlat. undula „kleine Welle“, Verkleinerungsform
von lat. unda „Welle“): (veraltet) das Wellen der Haare
mit einer Brennschere; vgl. Undulation. Onldullé [ôdy'le:] der; -[s], -s (zu fr. ondulé „wellig“, eigtl. Part. Perf. von
onduler „wellenförmig verlaufen“): Gewebe mit wellig ge
stalteter Oberfläche. on|du|lie|ren [ɔndu...] (aus gleich
bed. fr. onduler): (veraltet) Flaare (mit einer Brennschere)
wellen; vgl. undulieren
Oneilris mus der; - (zu gr. óneiros „Traum“ u. (...ismus
(3)>: als real empfundene traumähnliche ÎHalluzinationen
4...on
Oneirodynie
bei Vergiftungen, Infektionskrankheiten u. nach seeli
schen Erschütterungen (Med.). Oneilroldylnie* die; - <zu
T...odynie>: (veraltet) Albdrücken, nächtliche Unruhe,
oneilrolid <zu T...oid>: traumartig, mit Bewusstseinstrü
bung einhergehend (z. B. bei Psychosen; Med.). Oneilrololgie die; - <zu î...logie>: Lehre von der [psychoanalyti
schen] Traumdeutung. Onei|ro|man|tie die; - (zu gr.
manteia „Weissagung“): (veraltet) Traumdeutung. Oneirolskolpie* die; - (zu T...skopie): (veraltet) Traumbeob
achtung
One-Man-Show ['wʌn'mænʃoʊ] die; -, -s <aus gleichbed.
engl. one-man show): Show, die ein Unterhaltungskünstler
allein bestreitet
One-Night-Stand ['wʌn'naɪtstænd] der; -s, -s (aus gleich
bed. engl. one-night stand): flüchtiges sexuelles Abenteuer
für eine einzige Nacht
Onelra: Plur. von lOnus. onelrielren (aus gleichbed. lat.
onerare): (veraltet) belasten, aufbürden, onelros u. onerös (aus gleichbed. lat. onerosus bzw. nach fr. onéreux,
vgl. ...ös): (veraltet) beschwerlich, mühevoll
Onelstepp ['wʌnstɛp] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-ame
rite. one-step, eigtl. „Einschritt“): aus Nordamerika stam
mender schneller Tanz im 2¡i- od. 6/s-Takt (seit 1900)
onlgalrelse u. onlghalrelse [ɔŋga...] (aus gleichbed. it.
ongarese, dies zu mlat. hungarus „Ungar“): ungarisch
(Mus.); vgl. all’ungherese
Önin das; -s (zu gr. omos „Wein“ u. t,..in (1)): ein roter
Pflanzenfarbstoff (z.B. in den Schalen blauer Trauben u.
in Heidelbeeren)
On ilolmalnie die; - (zxi.gr. onelsthai „kaufen“ u. T ...manie):
krankhafter Kauftrieb (Med.)
onlko..., Onko... (zu gr. ógkos „groß an Umfang, ge
schwollen“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Geschwulst“, z.B. onkogen, Onkologie. Onlkolbiogramm das; -s, -e: Darstellung der Empfindlichkeit von
Geschwulstzellen gegenüber t zytostatischen Mitteln im
Labor (Med.), onlkolgen (zu T...gen): eine bösartige Ge
schwulst erzeugend (Med.). Onlkolgen das; -s, -e (meist
Plur.) (zu TGen): TGen, das eine tmaligne Entartung von
Zellen, die Entstehung von bösartigen Geschwülsten be
wirken kann (Med.). On|ko|ge|nelse die; -, -n: Entste
hung von [bösartigen] Geschwülsten (Med.). Onlkolgeniltät die; - (zu t...ität): onkogene Eigenschaft von Viren
(Med.). Onlkoliolge der; -n, -n (zu I ...loge) : Arzt mit spe
ziellen Kenntnissen auf dem Gebiet der Geschwulstkrank
heiten (Med.). Onlkollolgie die; - (zu 1 ...logie) : Teilgebiet
der Medizin, das sich mit den Geschwülsten befasst, onko lolgisch (zu T...logisch): die Onkologie betreffend.
On|ko|ly|se die; -, -n (zu T.Jyse): Auflösung von Ge
schwulstzellen durch Injektionen spezifischer Substanzen,
onlkollyltisch: die Onkolyse betreffend. Onlkptjnalvirus [...V...] das, auch der; -, ...ren (meist Plur.) (Kurzw. aus
îonko..., TRNA u. IVirus): geschwulstbildendes Ribonu
kleinsäurevirus. Onlkolsphaelra* [,,,'sfɛ:ra] die; -, ...ren
(zu gr. sphaɪra „Kugel“): kugelförmige Hakenlarve der
Bandwürmer. Onlkolvilren [...v...] die (Plur.): zu den
ÎRetroviren gehörende RNA-Tumorviren (vgl. RNA), de
ren Vertreter u.a. 1 Leukämien, tSarkome u. tLeukosen
bei Wirbeltieren verursachen können (Med.)
onlline [...lam] (.engl.; „in Verbindung“, zu Ton u. line
„(Verbindungs)linie, Leitung“): 1. in direkter Verbindung
mit der Datenverarbeitungsanlage arbeitend (von be
stimmten Geräten). 2. ans Datennetz, an das Internet an
geschlossen; innerhalb des Datennetzes, des Internets;
Ggs. Îoffline. Onllinelbanlking [,,,bæŋkɪŋ] rfay-[s] : Ab
wicklung von Bankgeschäften mithilfe einer Datenverar
beitungsanlage. Onllinelbeltrieb der; -[e]s: Betriebsart
von Geräten, die direkt mit der Datenverarbeitungsanlage
verbunden sind; Ggs. ÎOfflinebetrieb. On|line|bro|ker
962
[engl. ,,,'broʊkə] der; -s, - (zu engl. Broker): Börsenmakler
im Internet. Onlline brglkelrin
-, -nen: weibl. Form
zu ÎOnlinebroker. Onllineldienst ¿ter; -[e]s, -e: Telekom
munikationsdienst, der den Zugriff auf bzw. die Nutzung
von Daten, die auf einer Datenbank gespeichert sind, im
Onlinebetrieb über Datennetze (bes. über das Internet)
anbietet. Onllinelpulblilshing* [...'pʌblɪʃɪŋ] das; -s (zu
engl. publishing „das Publizieren“): das 1 Publizieren von
Verlagserzeugnissen über allgemein zugängliche Daten
netze (EDV). Onllinelshoplping [,,,'ʃɔpɪŋ] das: -s (zu
engl. Î Shopping): Einkauf per Bestellung über das Inter
net
Onolfrit* [auch ...frit] der; -s, -e (nach dem Fundort San
Onofre in Mexiko u. zu T2.. .it) : ein schwarzes, selenhaltiges
Mineral
Önolgralfie, auch ...gralphie ¿Zte; -, ...ien (zu gr. olnos
„Wein“ u. Î...grafie): (veraltet) Beschreibung von Weinen
Onollaltrie* ¿fte; - (aus gleichbed. spätgr. onolatreia, eigtl.
„Eselsverehrung“, zugr. önos „Esel“, latreia „Dienst, Ver
ehrung“ u. T2...ie>: abwertende heidnische Bez. für den
frühchristlichen Glauben, da Jesus auf einem Esel in Jeru
salem einzog
Önollolqe der; -n, -n (zu gr. olnos „Wein“ u. T...loge>: Fach
mann auf dem Gebiet der Önologie. Önollolgie die; - (zu
T...logie): Wein[bau]kunde. önollolgisch (zu Î...lo
gisch): die Önologie betreffend. Önolmalnie die; -, ...ien
(zu t...manie): (veraltet) svw. Delirium tremens
Onolmanltie die; - (zu gr. ónoma „Name“, manteia „Weis
sagung“ u. T2...ie): früher übliche Wahrsagerei aus Namen
Onolmanltie die; - (zu gr. olnos „Wein“, manteia „Weissa
gung“ u. t2...ie>: früher übliche Wahrsagerei aus Wein,
bes. aus Opferwein
Onolmalsiollolgie die; - (aus gr. onomasia „Benennung“
u. T ...logie): Teilgebiet der Sprachwissenschaft, das sich
damit befasst, wie Dinge, Wesen u. Geschehnisse sprach
lich bezeichnet werden; Bezeichnungslehre (Sprachw.);
Ggs. TSemasiologie; vgl. Semantik, onolmalsiollogisch (zu Î...logisch): die Onomasiologie betreffend.
Onolmasltik die; - (aus gr. onomastike (téchnê) „(Kunst
des) Namengeben(s)“); Wissenschaft von den Eigenna
men, Namenkunde (Sprachw.). Onolmasltilkon das; -s,
Plur. ...ken u. ...ka (aus gleichbed. gr. onomastikön): 1. in
der Antike od. im Mittelalter erschienenes Namen- od.
Wörterverzeichnis. 2. [kürzeres] Gedicht auf den Na
menstag einer Person, onolmalto..., Onolmalto... (aus
gr. ónoma, Gen. onómatos „Name“): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Name; Wort“, z.B. Onomato
manie, onomatopoetisch. Ono|ma|to|la|lie die; - (zu gr.
lalem „schwatzen, reden“ u. t2...ie): krankhafter Zwang,
[bestimmte] Wörter ständig zu wiederholen (Med.). Onomaltollaltrie* ¿Zte; - (zugr. latreia „Dienst, Verehrung“ u.
t2...ie): (veraltet) übermäßige Verehrung des Namens ei
ner berühmten Persönlichkeit. Ono|ma|to|lolgie die; (zu t...logie): svw. Onomastik. Onolmalto ma nie die; (zu î...manie): a) krankhafter Zwang zur Erinnerung an
bestimmte Wörter od. Begriffe; b) krankhafter Zwang
zum Aussprechen bestimmter [obszöner] Wörter (Med.).
Onolmaltolpolelsie die; - (aus gr. onomatopoiesis „das
Wortbilden, Namengeben“): svw. Onomatopöie. Onoma to po e tilkon das; -s, ...ka u. Onolmaltolpoleltikum das; -s, ...ka (zu îonomato... u. gr. poiëtikôs „zur
Dichtkunst gehörig, dichterisch“; vgl. '...on bzw. ...ikum):
Klänge nachahmendes, lautmalendes Wort, onolmaltopo e tisch: die Onomatopöie betreffend; lautnachah
mend, lautmalend. ono|ma|tolpö|e|tisch vgl. onomato
poetisch. Ono|ma|to|pö|ie ¿/Ze; -, ...ien (über spätlat.
onomatopoeia aus gleichbed.gr. onomatopoiia, eigtl. „das
Namenmachen“): a) Laut-, Schallnachahmung, Lautma
lerei bei der Bildung von Wörtern (z. B. grunzen, bauz) ; b)
963
Ooskopie
Wortbildung des Kleinkindes durch Lautnachahmung
maldelse Ae; - (zugr. mádesis „das Ausfallen“): Ausfall
(z.B. Wauwau)
aller Nägel (Med.). Ony|cho|man|tie die; - (zu gr. man
Onolmelter das; -s, - <zu gr. oînos „Wein" u. Α...meter):
teia „das Weissagen“ u. t2...ie>: früher übliche Wahrsage
Messinstrument zur Bestimmung des Alkoholgehaltes des
rei aus der Farbe u. Form der Fingernägel. OnylcholmyWeins
ko\se die; -, -n: Pilzerkrankung der Nägel (Med.). OnyÖnorm Ae; - (Kurzw. aus Österreichische Norm): dem dt.
cholphalgie Ae; -, ...ien (zu Î ...phagie): das Nägelkauen
1 DIN entsprechende österr. Industrienorm
(Med.). Onylcholphym das; -s, -e (zu gr. phÿma „Ge
Onolthek die; -, -en (zu gr. oînos „Wem" u. I...thek): re
wächs, Auswuchs“): krankhafte Dickenzunahme bzw. Di
präsentative Zusammenstellung von Weinen einer Region
ckenwachstum u. Verbreiterung eines od. mehrerer Fin
in passendem Rahmen, um über deren Produktion zu in
ger- od. Zehennägel (Med.). Onylchorlrhelxis die; - (zu
formieren u. die Möglichkeit der vergleichenden Verkos
gr. rhêxis „das Durchbrechen, das Durchreißen“): Brü
tung zu geben
chigkeit der Nägel (Med.). Onylchplse die; -, -n (zu
on parle franlçais[ôparlfrà'se] </r.; „man spricht Franzö
t'...ose>: Nagelkrankheit od. Nageldeformierung (Med.).
sisch“): hier wird Französisch gesprochen, hier spricht
Onylcholtilllolmalnie die; - (zu gr. tillein „tupfen, zup
man Französisch (als Hinweis z. B. für Kunden in einem
fen“ u. t ...manie): die krankhafte Sucht zum Herausreißen
Geschäft)
bzw. Verstümmeln der eigenen Fingernägel (Med.). Onyx
ont..., Ont... vgl. onto..., Onto........ ont (aus gr. ôn, Gen.
der;-[e]s, -e (über/A. onyx aus gr. ónyx, eigtl. „(Fingerna
óntos, Part. Präs, von eɪnai „sein"): Endung männlicher
gel“, wohl nach der einem Fingernagel ähnlichen Fär
Substantive, die eine bestimmte Lebensweise kennzeich
bung): 1. a) aus unterschiedlich gefärbten Lagen beste
net, z.B. Symbiont
hendes Mineral, Abart des Quarzes; b) Schmuckstein aus
on the road [ɔn ðə rood] iengl.; eigtl. „auf der Straße“):
diesem Mineral. 2. Hornhautabszess von der Form eines
unterwegs
Nagels (Med.). Onyxlglas Am; -es: unregelmäßig geäder
on the rocks [ɔn ðə 'rɔks] iengl.; eigtl. „auf (Fels)brotes, farbiges Kunstglas
cken"): mit Eiswürfeln (von Getränken)
Onze et delmi [ðzed(ə)'mi] das; — (aus gleichbed. fr. onze
pnitisch (zu tonto...): als seiend, unabhängig vom Be
et demi, eigtl. „elfeinhalb“): franz. Kartenglücksspiel mit
wusstsein existierend verstanden, dem Sein nach (Philos.).
52 Karten, von denen das Ass 11, jedes Bild '/2, die anderen
on|to..., Onlto..., vor Vokalen auch ont..., Ont... (zu gr.
nach Nennwert gewertet werden; Gewinner ist, wer 11 '/2
ön, Gen. óntos, Part. Präs, von etnai „sein"): Wortbil
Punkte erreicht od. ihnen am nächsten kommt
dungselement mit den Bedeutungen „das Leben u. dessen oo..., Oo... [oo...] (aus gleichbed. gr. öon, öion): Wortbil
Entwicklung betreffend; das Sein, Dasein betreffend“,
dungselement mit der Bedeutung „Ei“, z.B. Oophoron.
z. B. Ontogenese, ontisch. Onltolgelnelse A'e; -: die Ent
Oolgalmiedie; - (zu î...garnie): Vereinigung einer großen
wicklung des Individuums von der Eizelle zum ge
unbeweglichen Eizelle mit einer kleinen, meist bewegli
schlechtsreifen Zustand (Biol.); vgl. Phylogenie. onltochen männlichen Geschlechtszelle (Biol.). Oolgelnelse
genetisch: die Entwicklung des Individuums betref
Ae; -, -n: Entwicklung des Eis vom Keimepithel (vgl. Epi
fend. On|to|ge|nie Ae; - (zu Î...genie): svw. Ontogenese,
thel) bis zum reifen Ei (Med., Biol.). oo|ge|ne|tisch: die
onltolgelnisch: svw. ontogenetisch. Onjtografie,
Oogenese betreffend. Oolgoinilum das; -s, ...ien [...ian]
auch ...gralphie die; - (zu t...grafie): (veraltet) die Be
(zu gr. gone „Erzeugung; Geburt“ u. T...ium): Bildungs
schreibung der Dinge. Onltollolge der; -n, -n (zu t...lo
stelle der Eizelle niederer Pflanzen (Bot.). Oo\iddas; -[e]s,
ge): Vertreter ontologischer Denkweise (Philos.). Onlto-e (zu T2...id>: kleines rundes Gebilde aus Kalk od. Eisen
lolgie Ae; - (zu T...logie): Lehre vom Sein, von den Ordverbindungen, das sich schwebend in bewegtem Wasser
nungs-, Begriffs- u. Wesensbestimmungen des Seienden
bilden kann (Geol.). Ooikiinet Ar, -en, -en (zugr. kinêtês
(Philos.), onltollolgisch (zu t...logisch): die Ontologie
„der Bewegende“ zu kinetn „bewegen“): parasitisches
Sporentierchen (z.B. Malariaerreger) in einem bestimm
betreffend. On|to|lo|gis|mus der; - (zu T...ismus (1)>:
ten Entwicklungsstadium (Biol.). θolem:ma das; -s,
von Malebranche (17. Jh.) u. bes. von ital. kath. Philoso
Plur. ...mmen od. -ta (zu gr. lémma „Rinde, Schale“): die
phen im 19. Jh. wieder aufgenommene Anschauung der
Eizelle umhüllende Zellmembran (Biol., Med.). Oollith
Erkenntnislehre des Descartes u. des Î Okkasionalismus,
[auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu t...lith): ein
wonach alles endliche Seiende, auch Bewusstsein u.
aus Ooiden zusammengesetztes Gestein, oollilthisch
menschlicher Geist, als nur scheinbare Ursächlichkeit ver
[auch ...’li...]: in Oolithen abgelagert. Oo lo giedie; - (zu
standen wird u. seine eigentliche Ursache in Gott als dem
I ...logie): Eierkunde (Zweig der Vogelkunde). Oollylse
ersten Sein hat (Philos.). Onltolsolphie die; - (zu gr. so
die; -, -n (zu t...lyse): Fehlbildung pflanzlicher Samenan
phia „Weisheit“): Bez. von J. Clauberg für tOntologie.
lagen, die zu teilweise ergrünenden blattartigen Anhängen
On|to|sta|tikAe; -: Lehre vom Gleichgewicht der Dinge
der Fruchtblätter auswachsen. Oolmanltie die; - (zu gr.
Onus das; -, Önera (aus gleichbed. lat. onus): (veraltet)
manteia „das Weissagen“ u. T2...ie>: früher übliche Wahr
Last, Bürde, Auflage, Verbindlichkeit (Rechtsw.)
sagerei aus Eiern. Oolmylzeltendie (Plur.) (zu gr. mÿkës,
onych..., Onych... [onyç...] vgl. onycho..., Onycho...
Gen. mÿkëtos „Pilz“): Ordnung der Algenpilze mit zahl
Onylchaltrolphie* die; -: Verkümmerung der Nägel
reichen Pflanzenschädlingen (Bot.)
(Med.). Onylchaulxis* die; - (zu gr. aüxis „Zunahme,
Vermehrung, Wachstum“): verstärktes Wachstum der Öolnolmanltie die; - (aus gleichbed. gr. oiönomanteia zu
oiönos ,,(Greif)vogel“, manteia „das Weissagen“ u.
Finger- u. Zehennägel (Med.). Onylchie die: -, ...ien (zu
Î2. ,.ie>: früher übliche Wahrsagerei aus dem Flug u. den
î2...ie): Nagelbettentzündung (Med.), onylcho.... Ony
Stimmen der Vögel
cho..., vor Vokalen auch onych..., Onych... (zu gr. ónyx,
Gen. ónychos „Nagel, Kralle“): Wortbildungselement mit Oo|pho|rek|to|mie* [oo...] die; -, ...ien (zu tOophoron u.
T...ektomie): svw. Ovariektomie. Oolpholriltis die; -,
der Bedeutung „Finger- od. Zehennagel“, z.B. Onycho
...itiden (zu TOophoron u. T...itis>: Eierstockentzündung
mykose, Onychie. Ony|cho|gry|po|se* die; -, -n (zu gr.
(Med.). oo|pho|ro|gen(zu T...gen): von den Eierstöcken
grypós „gekrümmt“ u. T‘...ose): krallenartige Verbildung
ausgehend(z.B. von Unterleibserkrankungen; Med.). Ooder Nägel (Med.). Onylcholkrypltolse* die; -, -n (zu gr.
pholron das; -s (zu gr. öophoros „Eier tragend“ u.
kryptós „versteckt, verborgen“ u. î*...ose>: das Einwach
Î *...on): Eierstock (Med.). Oolplaslma Am; -s (zu Îoo...):
sen der Nägel (Med.). Onylchollylse die; - (zu î ...lyse):
TPlasma (1) der Eizelle (Biol.). Oolskolpie* die; - (zu
Ablösung des Nagels vom Nagelbett (Med.). Onylcho-
Oospore
964
fangs-, Eröffnungsszene. Open Loop [- lu:p] der; - -[s], 1 ...skopie): svw. Oomantie.OolspoIre die; -, -n: dickwan
-s (aus gleichbed. engl. open-loop, eigtl. „offene Schlei
dige, als Überdauerungsform dienende, manchmal bes.
fe“): Betriebsart von Computern, die automatisch Daten
gefärbte tZygote bei einigen Grünalgen u. Algenpilzen
aus einem technischen Prozess erhalten, den Prozess aber
(Bot.). Oolthek die; -, -en (zugr. thêkê „Behälter; Kapsel,
nicht unmittelbar steuern (EDV); Ggs. ÎClosed Loop.
Hülle“) : von aus Sekreten gebildeten Hüllen umgebene Ei
Open Shop [- 'ʃɔp] der; - -[s], - -s (aus gleichbed. engl.
erpakete (z.B. bei Schaben u. der Gottesanbeterin; Zool.).
open shop, eigtl. „offenes Geschäft“): 1. Betriebsart eines
Oo'ze pha lie die; -, ...ien <zu gr. kephalë „Kopf“ u.
Rechenzentrums, bei der der Benutzer, der die Daten an
T2...ie): svw. Sphenozephalie. Oolzolid das; -[e]s, -e (zugr.
liefert u. die Resultate abholt, zur Datenverarbeitungsan
zöon „Lebewesen“ u. t2...id> : aus einem Ei entstandenes
lage selbst Zutritt hat (EDV); Ggs. t Closed Shop (1). 2. in
Individuum (bes. bei den îTunikaten; Biol.). Oolzyt der;
England u. in den USA ein Unternehmen, für dessen Be
-en, -en u. Oolzylte die; -, -n (zu T...zyt): unreife Eizelle
triebsangehörige kein Gewerkschaftszwang besteht; Ggs.
(Biol.)
TClosed Shop (2). Open-Source-Soft|ware [,,,'sɔ:s...]
OP [o pe:] der; -[s], -[s]: Abk. für Operationssaal
iZ/e; -, -s (aus gleichbed. engl. open-source, eigtl. „offene
op..., Op... vgl. ob..., Ob...
Quelle“) : Software, deren Î Quellcode frei zugänglich ist u.
Opajlon das; -s, -s (aus gr. opaɪon „Dachziegel mit dem
die beliebig kopiert, genutzt u. verändert werden darf
Loch zum Abzug des Rauches“): Lichtöffnung im Dach
(EDV)
eines griech. Tempels
opak (aus lat. opacus „schattig, dunkel“): undurchsichtig, Oper die; -, -n (aus gleichbed. ;7. opera (in musica), eigtl.
„(Musik)werk“, dies aus lat. opera „Mühe, Arbeit; erar
lichtundurchlässig; vgl. Opazität
beitetes Werk“): 1. a) (ohne Plur.) Gattung von musikali
Opal der; -s, -e (unter Einfluss von gleichbed. fr. opale aus
schen Bühnenwerken mit Darstellung einer Handlung
lat. opalus, dies aus gleichbed. gr. opállios, dies aus sanskr.
durch Gesang (Soli, Ensembles, Chöre) u. Instrumental
üpalah „Stein“): 1. ein glasig bis wächsern glänzendes,
musik; b) einzelnes Werk dieser Gattung. 2. a) kurz für
milchig weißes od. verschiedenfarbiges Mineral, das in ei
Opernhaus; b) (ohne Plur.) Opernhaus als kulturelle Insti
nigen farbenprächtigen Spielarten auch als Schmuckstein
tution); c) (ohne Plur.) Mitglieder, Personal eines Opern
verwendet wird. 2. (ohne Plur.) feines Baumwollgewebe
hauses. ’Opelra: Plur. von tOpus. 2Opelra 4/e; -, ...re
von milchigem Aussehen, opallen: a) aus Opal beste
(aus gleichbed. it. opera, vgl. Oper): ital. Bez. für Oper;
hend; b) durchscheinend wie Opal, opalleslzent (nach
Opera buffa: heitere, komische Oper (als Gattung) ; Opera
gleichbed. fr. bzw. engl. opalescent): Opaleszenz aufwei
send, opalisierend. Opalleslzenz die; - (nach gleichbed.
eroica [...ka]: Heldenoper (als Gattung);Opera semiseria:
teils ernste, teils heitere Oper (als Gattung); Opera seria:
fr. bzw. engl. opalescence): opalartiges, rötlich bläuliches
Schillern, opalleslzielren (zu Î ...ieren): Opaleszenz zei
ernste, große Oper (als Gattung). Opé|ra-Bal|let [ɔperagen. Opallglas das; -es (zu îOpal): schwach milchiges,
ba'lɛ] das; -, -s (aus gleichbed. fr. opéra-ballet): die Ende
opalisierendes Glas, opallilsielren (vielleicht unter Ein
des 17. Jh.s in Paris entstandene Gattung der aufwendig
fluss von fr. opalisé „in Opal verwandelt“; vgl. ...ieren): in
ausgestatteten Ballettoper mit Ballettszenen sowie einge
Farben schillern wie ein Opal
fügten Arien, Rezitativen u. Chören, opelralbel (aus
Opanike die; -, -n (aus serb. opanki, Plur. von gleichbed.
gleichbed. fr. opérable zu opérer; vgl. operieren): 1. ope
opanak): sandalenartiger Schuh mit am Unterschenkel
rierbar (Med.). 2. so beschaffen, dass damit gearbeitet,
kreuzweise gebundenem Lederriemen
operiert werden kann. Opelralbilliltät die; - (zu t...ität):
Op-Art ['ɔpla:nt] die; - (aus gleichbed. amerik. op art, dies
operable (1) Beschaffenheit; Operierbarkeit (Med.); Ggs.
gekürzt aus optical art, eigtl. „optische Kunst“): moderne,
ÎInoperabilität. Opelra colmique [ɔperakɔ'mik] i/t'e; - -,
auf illusionistische u. dekorative Effekte abzielende
-s -s [ɔperakɔ'mik] (aus gleichbed. fr. opéra-comique, eigtl.
Kunstrichtung (mit starkem Einfluss auf die Mode), die
„komische Oper“): 1. a) (ohne Plur.) Gattung der mit ge
durch geometrische Abstraktionen (in hart konturierten
sprochenen Dialogen durchsetzten Spieloper; b) einzelnes
Farben) charakterisiert ist. Op-Ar|tist der; -en, -en: (Jar
Werk dieser Gattung. 2. a) Haus, Institut, in dem solche
gon) Vertreter der Op-Art. pp-arltisltisch (Jargon) die
Opern gespielt werden; b) Mitglieder, Personal dieses In
Op-Art, den Op-Artisten betreffend
stituts. Opelrand der; -en, -en (aus lat. operandum „das
Opalziltät die; - (aus lat. opacitas, Gen. opacitatis „Be
zu Bearbeitende“, Gerundivum von operari, vgl. operie
schattung, Schatten“): Undurchsichtigkeit, Lichtun
ren): Information, die der Computer mit andern zu einer
durchlässigkeit (Optik); vgl. opak
bestimmten Operation (4 b) verknüpft, opelrant (unter
ope et conlsillio [- - kɔn...] idat.y. mit Rat u. Tat
Einfluss von gleichbed. engl. operant aus lat. operans,
Open ['oup(ə)n] das; -s, -s (zu engl. open „offen“): (Jargon)
Gen. operantis, Part. Präs, von operari, vgl. operieren): ei
offener Wettbewerb, d.h. Teilnahme ist auch für Sportler
ne bestimmte Wirkungsweise in sich habend; operante
aus anderen Staaten möglich, offene Meisterschaft (bei
Konditionierung: Veränderung bestimmter Verhaltenswei
nationalen
Titelkämpfen;
Sport).
Open-Air-...
sen durch Verknüpfung von Situationsgegebenheiten mit
['oʊp(ə)n'eə...] (aus gleichbed. engl. open-air, eigtl. „Frei
Verhaltensweisen, die Belohnungen od. Bestrafungen
luft-“) : Wortbildungselement mit der Bedeutung „im Frei
nach sich ziehen (Psychol., Soziol.); operantes Verhalten:
en stattfindend“, z. B. Open-Air-Festival, Open-Air-Fihn.
Reaktion, die nicht von einem auslösenden Reiz abhängt,
Open-Air-Fes|ti|val [...festival] das; -s, -s: im Freien
sondern von den Auswirkungen dieser Reaktion (Psy
stattfindende kulturelle Großveranstaltung (für Folklore,
chol., Soziol.). Opelralteur [opəra'to:n] der; -s, -e (aus
Popmusik o.Ä.). Open-Air-Kon zert das; -[e]s, -e: im
gleichbed. fr. opérateur, dies aus lat. operator, vgl. Opera
Freien veranstaltetes Konzert, auf dem meist Pop- od.
tor): 1. Arzt, der eine Operation vornimmt. 2. a) (veral
Folkloremusik dargeboten wird, open end ['oʊp(ə)n
tend) Kameramann (bei Filmaufnahmen); b) Vorführer
end] {engl.; eigtl. „offenes Ende“): ohne ein vorher auf ei
(in Lichtspieltheatern); c) Toningenieur. 3. jmd., dessen
nen bestimmten Zeitpunkt festgesetztes Ende (von Veran
Aufgabe die Kontrolle u. Bedienung maschineller Anlagen
staltungen u.Ä.). Open-End-Dislkus si on die; -, -en:
ist. Opelralting ['ɔpəreɪtɪŋ] 4as; -[s] (aus gleichbed. engl.
Diskussion, deren Ende nicht durch einen vorher festge
operating zu to operate „in Gang setzen, bedienen“): das
setzten Zeitpunkt festgelegt ist. Opelning ['oʊp(ə)nɪŋ]
Bedienen (von Maschinen, Computern o.Ä.). Opelraltidas; -s, -s (aus engl. opening „das (Er)öffnen; Anfang“ zu
on [opəra...] die; -, -en (aus lat. operatio „das Arbeiten, die
to open „(er)öffnen“): (Jargon) einleitender Teil, An
Verrichtung“): 1. chirurgischer Eingriff in den Organis-
965
mus (Med.). 2. zielgerichtete Bewegung eines [größeren]
Truppen- od. Schiffsverbandes mit genauer Abstimmung
der Aufgabe der einzelnen Truppenteile od. Schiffe. 3. a)
Lösungsverfahren (Math.); b) wissenschaftlich nachkon
trollierbares Verfahren, nach bestimmten Grundsätzen
vorgenommene I Prozedur. 4. a) Handlung, Unterneh
mung; Arbeits-, Denkvorgang; b) (von Computern)
Durchführung eines Befehls einer Datenverarbeitungsan
lage (EDV). ope|ra|ti|o|na|bel (zu t,,,abel): operationa
lisierbar. ope|ralti|o|nal (zu T ‘...al (1)>: sich durch Ope
rationen (4a) vollziehend, verfahrensbedingt; vgl. ...al/
...eil. ope|ralti|o|na|li|sie|ren (zu Î...isieren): 1. Begrif
fe präzisieren, standardisieren durch Angabe der Opera
tionen (4 a), mit denen der durch den Begriff bezeichnete
Sachverhalt erfasst werden kann, od. durch Angabe der
Indikatoren (messbaren Ereignisse), die den betreffenden
Sachverhalt anzeigen (Soziol.). 2. in der Curriculumfor
schung (vgl. Curriculum) Lernziele durch einen Ausbil
dungsgang in Verhaltensänderungen der Lernenden über
setzen, die durch Tests o.Ä. zu überprüfen sind. Opelrationalisierung die: -, -en (zu l,,,isierung): die Umfor
mung von theoretischen Begriffen u. Î Hypothesen im Sinn
ihrer empirischen Überprüfbarkeit durch Angabe konkre
ter, im Einzelnen prüfbarer Zielvorgaben u. Schritte (So
ziol.). Opelraltilolnallislmus der; - (zu t,,,ismus (2)):
Wissenschaftstheorie, nach der wissenschaftliche Aussa
gen nur dann Gültigkeit haben, wenn sie sich auf physik.
Operationen (4a) zurückführen lassen; vgl. Operativismus. ope|ralti|o|nell (zu TOperation u. T ...eil) : svw. ope
rational; vgl. ...al/...eil. Ope|ra|tilolnis|mus der; - (zu
t, ,,ismus (2)): svw. Operativismus, Ope|ra|ti|ons|balsis
die; -; Ausgangs-, Nachschubgebiet einer Operation (2).
Opelraltilonslforlschung die; -: Teilgebiet der Mathe
matik, in dem mithilfe des Datenverarbeitungsprogramms
bes. ökonomische, technische u. militärische Entscheidun
gen vorbereitet werden. Opelraltilonslphalse die; -, -n:
aus der Instruktions- u. der Ausführungsphase bestehende
Arbeitsphase des Computers (EDV). Opelraltionslresearch [ɔpə'reɪʃənzrɪ'sə:tʃ] das; -[s], auch die; - (aus
gleichbed. engl. -amerik. operations research zu operation
„Unternehmen, Betrieb“ u. research, vgl. Research): Un
ternehmensforschung (Wirtsch.). opelraltiv [opəra...]
(zu tOperation u. î...iv): 1. die Operation (1) betreffend,
auf dem Wege der Operation erfolgend, chirurgisch ein
greifend (Med.). 2. strategisch (Mil.). 3. konkrete Maß
nahmen treffend, sie unmittelbar wirksam werden lassend
(bes. Wirtsch.). Ope|ra|ti|vis|mus [...v...] der; - (zu t ...ismus (1 )): Lehre der modernen Naturphilosophie, wonach
die Grundlage der Physik nicht die Erfahrung, sondern
menschliches Handeln (Herstellung von Messapparaten
u. a.) sei. Ope|ra|ti|vi|tät die; - (zu T ...ität) : operative (3)
Beschaffenheit, unmittelbare Wirksamkeit. Opelraltor
der; -s, Plur. ...oren (bei engl. Aussprache auch -s) (aus lat.
operator „Arbeiter, Verrichter“, Bed. 1 über gleichbed.
engl. operator): 1. [auch'ɔpəreɪtə] Fachkraft für die selbst
ständige Bedienung von elektron. Datenverarbeitungsan
lagen (EDV). 2. Rechen-, Abbildungs- od. Transformati
onsvorschrift, die jedem Element einer Menge eindeutig
ein Element einer zweiten Menge zuordnet (Math.). 3. a)
etwas Materielles od. Ideelles, was auf etwas anderes ver
ändernd einwirkt; b) Mittel od. Verfahren zur Durchfüh
rung einer Operation (3 u. 4; Math., Sprachw.). 4. Erken
nungsstelle im Î Operon für die negative Kontrolle der ge
netischen Transkription (Genetik). Opelraltorlgen i/as;
-s, -e: svw. Operon. Ope|ra|to|rin die; -, -nen: weibliche
Form zu I Operator ( 1 )
Operlcullum [...kulom] das: -s, ...la (aus lat. operculum
„Deckel“): deckelartiger Teil eines Organs (Anat.)
Opel re: Plur. von ÜOpera. Opelretlte die; -, -n (aus
Ophthalmodiagnostik
gleichbed. it. operetta, Verkleinerungsform von opera
(vgl. Oper), eigtl. „Werkchen“): a) (ohne Plur.) Gattung
von leichten, unterhaltenden musikalischen Bühnenwer
ken mit gesprochenen Dialogen, [strophenliedartigen] So
li, Ensembles, Chören u. Balletteinlagen; b) einzelnes
Werk dieser Gattung. Opelretltenlstaat der; -[e]s, -en:
(scherzh.) kleiner, unbedeutender Staat (wie er z. B. oft als
Schauplatz einer Operette vorkommt), opelrieiren (aus
lat. operari „arbeiten, sich abmühen“ zu opus, vgl. Opus):
1. eine Operation (1-4) durchführen. 2. in einer bestimm
ten Weise handeln, vorgehen; mit etwas operieren: (ugs.)
etwas benutzen, mit etwas umgehen, arbeiten
Operlment ¿tas; -[e]s, -e (Kunstw.): eine als Malerfarbe
verwendete gelbe, giftige Substanz; vgl. Auripigment
OpeIron das: -s, Plur. -s u....ronen (meist Plur.) (zu lat. ope
rari (vgl. operieren) u. t2...on>: Gruppe funktionell u.
strukturell zusammenhängender Î Gene für die Regulation
der genetischen Transkription; vgl. Transkription (3).
opelrös (aus gleichbed. lat. operosus); (veraltet) müh
sam, mühevoll. Ope|ro|si|tät die; - (aus gleichbed. lat.
operositas, Gen. operositatis): (veraltet) Mühseligkeit;
Geschäftigkeit
Ophe|li|mi|tät ehe; - (zu gr. ôphélimos „nützlich“ u.
T ...ität) : das Nutzen der Güter, die der Befriedigung von
Bedürfnissen dienen
Oph ¡lase die; -, -n (aus gleichbed. gr. ophiasis zu öphis
„Schlange“): Haarausfall, der am Hinterkopf beginnt u.
sich bandförmig bis zur Stirn fortsetzt (Med.). Ophilkleilde* die; -, -n (zu gr. öphis „Schlange“, kleis „Schlüssel“
u. I...ide, nach der Form des Instruments): tiefes Blech
blasinstrument der Romantik (1817 von Halary konstru
iert). Ophilollaltrie* die; - (zu gr. latreia „Dienst, Gottes
verehrung“): religiöse Verehrung von Schlangen. OphiloIjth [auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu t,,,lith):
submarines magmatisches Gestein (Geol.). Ophiloltoxin das; -s, -e: Schlangengift
Ophir, ökum. Ofir das; -s (meist ohne Artikel) (über lat.
Ophir, gr. Oupheir aus gleichbed. hebr. ’öfir): fernes, sa
genhaftes Goldland im Alten Testament
`θphit der; -en, -en (meist Plur.) (zugr. öphis „Schlange“ u.
T3...it>: Schlangenanbeter; Angehöriger einer îgnostischen Sekte, die die Schlange des Paradieses als Vermitt
lerin der Erkenntnis verehrte. 2Ophit [auch o'fit] der;
-[e]s, -e (aus gleichbed. gr. ophites, eigtl. „schlangenähn
lich“; vgl. 2,..it): svw. Serpentin. 1ophi|tisch (zu
t'Ophit): zur Sekte der Ophiten gehörend (z.B. in Bezug
auf gnostische Offenbarungsschriften). 2ophi|tisch
[auch o ft...] (zu t2Ophit): einen bestimmten Gefügetyp
dunkler magmatischer Gesteine bezeichnend (Mineral.).
Ophi|u|ro|i|den die (Plur.) (zu gr. öphis „Schlange“, ourä
„Schwanz“ u. î...oide>: Schlangensterne (Stachelhäuter
mit schlangenartigen Armen; Biol.)
ophthalm..., Ophlthalm... vgl. ophthalmo..., Ophthalmo... Ophlthallmilaltrie* u. Ophlthallmilaltrik die; (zu Iophthalmo... u. t,,,iatrie bzw. gr. iatrikë (téchnê)
„Heilkunst“): Augenheilkunde (Med.). Ophlthallmie
die; -, ...jen (aus gr. ophthalmia „Augenkrankheit“): Au
genentzündung (Med.). Ophlthallmilkum das; -s, ...ka
(zu Tophthalmo... u. ɪ,,,ikum): Augeuheilmittel (Med.),
ophlthallmisch (aus gr. ophthalmikös „die Augen be
treffend“): zum Auge gehörend (Med.), ophlthallmo...,
Ophlthalmo..., vor Vokalen auch ophthalm..., Oph
thalm... (aus gleichbed. gr. ophthalmös): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Auge“, z.B. Ophthalmoskop,
ophthalmisch. Oph|thal|mo|blen|nor|rhö* die; -, -en u.
Oph|thal|mo|blen|nor|rhöe [,,,'ro:] die; -, -n [,,,'ro:ən]:
Augentripper; akute eitrige Augenbindehautentzündung
als Folge einer Gonokokkeninfektion (Med.). Ophlthalmoldilagnosltik* die; -: Feststellung gewisser Krank
Ophthalmodynamometer
heiten an Reaktionen der Augenbindehaut (Med.). Oph
thal I moldy Inalmo I melter das; -s, -: Gerät zur Messung
des Druckes in den Netzhautarterien (Med.). Ophlthalmo|dy|na|mo|meitrie* iZze;
apparative Messung des
Drucks in den Netzhautarterien (Med.). Ophlthallmogramm das: -s, -e <zu t...gramm>: apparative Aufzeich
nung der Augenbewegungen (Med.). Ophithallmollolge
der; -n, -n (zu î ...loge): Augenarzt. Oph|thal|mo|lo|gie
die; - <zu t...logie>: Augenheilkunde, ophlthallmollogisch (zu Î ...logisch): die Augenheilkunde betreffend.
Oph thal mo me ter das; -s, - (zu t ‘...meter): Gerät zur
Bestimmung der Krümmungsradien der Augenhornhaut
(Med.). Ophlthallmolpalthie die; -, ...ien (zu Î ...pathie):
Augenleiden (Med.). Ophlthallmophlthilsis* die; -,
...isen (zu ÎPhthise): Augapfelschwund (Med.). Oph
thalmoplegie* A<?, -, ...ien (zugr. plêgê „Schlag, Stoß“
u. t2...ie): Augenmuskellähmung (Med.). Ophlthallmorelakltilon die; -, -en: vgl. Ophthalmodiagnostik. Ophthal|mor|rhe|xis die; -, ...xen: Zerreißung des Augapfels
(z. B. als Unfallfolge; Med.). Oph|thal|mo|skgp*a'aj; -s,
-e (zu î...skop>: Augenspiegel (Med.). Ophlthallmoskolpie* die; -, ...ien (zu î...skopie): Ausspiegelung des
Augenhintergrundes (Med.). oph|thal|molsko|pieren* (zu Î..deren): mit dem Augenspiegel untersuchen
(Med.), ophlthallmolskolpisch*: die Ophthalmosko
pie betreffend, unter Anwendung des Augenspiegels
(Med.)
Ophltilolle® die; -, -n (Kunstw.): Behältnis, aus dem Au
gentropfen ohne Pipette eingeträufelt werden
Opilat das; -[e]s, -e (zu mlat. opiata, Plur. von opium, vgl.
Opium): a) Arzneimittel, das Opium enthält; b) (im wei
teren Sinne) Arzneimittel, das dem Betäubungsmittelge
setz unterliegt
...olpie (zu gr. ops, Gen. öpos „Auge“ u. T2...ie> : Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „das Sehen, Sehvermö
gen“, z. B. Myopie
Opilnio com mu nis [-k..die; - - (aus gleichbed. lat. opi
nio communis): allgemeine Meinung. Opilnionllealder
[ə'pɪnjənli:də] der; -[s], - (aus gleichbed. engl. opinion lea
der, eigtl. „Meinungsführer“, zu opinion „Meinung“ u.
leader „Führer, Leiter“): jmd., der die öffentliche Mei
nung zu einem bestimmten Thema beeinflussen will, Mei
nungsbildner
Opi lo lid das; -[e]s, -e (zu t Opium u. Î ...oid): im Körper ge
bildetes Î Peptid, das eine opiumähnliche Wirkung hat
(Med.). Opilolphalgie die; -, ...ien (zu t...phagie): ge
wohnheitsmäßige Einnahme von Opium od. opiumhalti
gen Mitteln (Med.)
opisth..., Opisth... vgl. opistho..., Opistho... opisltho...,
Op isltho..., vor Vokalen auch opisth..., Opisth... (aus
gleichbed. gr. opistho- zu öpisthen „hinten, von od. nach
hinten“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „hin
ten (gelegen), auf der Rückseite“, z.B. opisthografisch,
Opisthodomos. Opisltholdolmos der; -, ...moi [...moy]
(aus gr. opisthodomos „Hinterraum“, eigtl. „Hinterhalle
des klassischen griech. Tempels“): Raum hinter der T Cella
(1) eines griech. Tempels. Opis|tho|ge|nie die; -, ...ien
(zu îopistho..., gr. géneion „Kinn“ u. t2...ie): svw. Opis
thognathie. Opisltholgnalthie* die; -, ...ien (zu gr. gnäthos „Kinnbacken“ u. t2...ie>: das Zurücktreten des Un
terkiefers; Vogelgesicht (Med.). Opisltholgraf, auch
...graph das; -s, -e (zu gr. opisthographos „auf der Rück
seite beschrieben“): auf beiden Seiten beschriebene
Handschrift od. Papyrusrolle. Opisltho|gra|fie, auch
...gralphie die; - (aus gleichbed. gr. opisthographia): das
Beschreiben der Rückseite eines Blattes, opisltholgrafisch, auch ...gralphisch (aus gleichbed. gr. opisthogra
phos): a) auf beiden Seiten beschrieben (in Bezug auf
Papyrushandschriften); b) beidseitig bedruckt; Ggs.
966
Tanopisthografisch. Opis|tho|so|ma das; -s, -ta (zu
t opistho... u.gr. söma „Körper“): Hinterleib der Spinnen
tiere (Biol.). Opisltholtolnus der; -: Starrkrampf im Be
reich der Rückenmuskulatur, wobei der Rumpf bogenför
mig nach hinten überstreckt ist (Med.), opisltholzöl (zu
gr. koîlos „hohl, ausgehöhlt“): hinten ausgehöhlt (von
Wirbelknochen; Med.)
Opilum das; -s (über lat. opium aus gleichbed. gr. ópion zu
opós „Pflanzenmilch“): aus dem Milchsaft des Schlaf
mohns gewonnenes schmerzstillendes Arzneimittel u.
Rauschgift
Opoldelldok der od. das; -s (von Paracelsus gebildetes
Kunstw.): Einreibungsmittel gegen Rheumatismus. Opopalnax [auch ... pa:...] u. Opolpoinax [auch opo po:...]
der; -[e]s (aus lat. opopanax, dies zu gr. opós „Pflanzen
milch“ u. ÎPanax): als Heilmittel verwendetes Harz einer
im Mittelmeergebiet heimischen Pflanze
Oposlsum das; -s, -s (aus gleichbed. engl. opossum, dies
aus Algonkin (einer nordamerik. Indianersprache) oposom): 1. nordamerik. Beutelratte mit dichtem, meist grau
em od. weißlichem Fell u. langem Schwanz. 2. Fell des
Opossums (1)
Opo thera pie die; - (zugr. opós (vgl. Opopanax) u. tTherapie): svw. Organtherapie
Op I pi I la |ti I on die; -, -en (aus gleichbed. lat. oppilatio zu op
pilare „versperren, verschließen“): (veraltet) Verstopfung
(Med.)
Oplpleltilon die; -, -en (zu lat. oppletus, Part. Perf. von
opplere „anfüllen“, u. î ‘...ion): (veraltet) Überfüllung (des
Magens)
Oplpolnent der; -en, -en (aus lat. opponens, Gen. oppo
nentis, Part. Präs, von opponere, vgl. opponieren): jmd.,
der eine gegenteilige Anschauung vertritt; Gegner [in ei
nem Streitgespräch], Oplpolnenltin die; -, -nen: weibli
che Form zu tOpponent. opponieren (aus lat. oppo
nere „entgegensetzen; einwenden“): 1. (in einer Auseinan
dersetzung) gegen jmdn., etwas Stellung beziehen; wider
sprechen, sich widersetzen. 2. gegenüberstellen (z. B. den
Daumen durch eine Einwärtsbewegung in Gegenstellung
zu den übrigen Fingern bringen; Med.). op|po|niert (zu
t...iert): gegenständig, gegenüberstehend, entgegenge
stellt (z. B. in Bezug auf Pflanzenblätter; Bot.)
oplporltun (aus gleichbed. lat. opportunus): in der gegen
wärtigen Situation von Vorteil, angebracht; Ggs. Îinop
portun. Oplpor|tu|nis|mus der; - (nach gleichbed. fr. op
portunisme; vgl. ...ismus (2)>: 1. allzu bereitwillige Anpas
sung an die jeweilige Lage (um persönlicher Vorteile wil
len). 2. (im Marxismus) bürgerliche ideologische Strö
mung, die dazu benutzt wird, die Arbeiterbewegung zu
spalten u. Teile der Arbeiterklasse an das kapitalistische
System zu binden. Op|por|tu|nist der; -en, -en (nach
gleichbed. fr. opportuniste): 1. jmd., der sich aus Nützlich
keitserwägungen schnell u. bedenkenlos der jeweiligen La
ge anpasst; vgl. Situationist. 2. (im Marxismus) Anhänger,
Vertreter des Opportunismus (2). Op por tu nis tin die;
-, -nen: weibliche Form zu tOpportunist. opportunistisch (zu Îopportun u. T ...istisch) : 1. a) den Opportunis
mus betreffend; b) in der Art eines Opportunisten han
delnd. 2. (im Hinblick auf Keime, Erreger) nur unter be
stimmten Bedingungen Îpathogen werdend (Med.). Oppor tu ni tät die; -, -en (aus gleichbed. lat. opportunitas,
Gen. opportunitatis): Zweckmäßigkeit in der gegenwärti
gen Situation; Ggs. 1 Inopportunität. Op|por|tu|ni|täts~
koslten die (Plur.): Kosten, die sich nicht auf den Wert
der eingesetzten u. verbrauchten Güter beziehen, sondern
auf den entgangenen Nutzen. Oplporltulniltätslprinzip das: -s: strafrechtlicher Grundsatz, der besagt, dass
die Strafverfolgung in den gesetzlich gekennzeichneten
Ausnahmefällen dem Ermessen der Staatsanwaltschaft
967
überlassen ist (Einschränkung des ÎLegalitätsprinzips;
Rechtsw.)
oplpolsiltär <zu lat. oppositus „entgegengesetzt“, Part.
Perf. von opponere (vgl. opponieren), u. T ...är): gegensätz
lich, eine Opposition ausdrückend. Op|po|si|ti|on die; -,
-en (aus spätlat. oppositio „das Entgegensetzen“, Bed. 2
nach engl. bzw. fr. opposition): 1. Widerstand, Wider
spruch. 2. die Gesamtheit der an der Regierung nicht be
teiligten u. mit der Regierungspolitik nicht einverstande
nen Parteien u. Gruppen. 3. die Stellung eines Planeten
od. des Mondes, bei der Sonne, Erde u. Planet auf einer
Geraden liegen; 180° Winkelabstand zwischen Planeten
(Astron.). 4. Gegensätzlichkeit sprachlicher Gebilde, z. B.
zwischen Wörtern (kalt/warm) od. in rhetorischen Figu
ren (er ist nicht dumm, er ist gescheit; Sprachw.). 5. para
digmatische Relation einer sprachlichen Einheit zu einer
anderen, gegen die sie in gleicher Umgebung ausgetauscht
werden kann (z. B. die Studentin macht eine Prüfung/rfer
Student macht eine Prüfung; grünes Tuch/rotes Tuch;
Sprachw.); vgl. Kontrast (2). 6. Gegenüberstellung des
Daumens zu den anderen Fingern (Med.). 7. a) Gegen
überstellung zweier gleichartiger, aber verschiedenfarbi
ger Figuren auf der gleichen Linie, Reihe od. Diagonalen
zum Zwecke der Sperrung; b) [unmittelbare] Gegenüber
stellung beider Könige auf einer Linie od. Reihe (Schach ).
8. (beim Fechten) auf die gegnerische Klinge ausgeübter
Gegendruck, oplpolsiltilolnell (zu (...ell, Bed. 2 nach
gleichbed. engl. oppositional): 1. a) gegensätzlich; gegne
risch; b) widersetzlich, zum Widerspruch neigend. 2. die
Opposition (2) betreffend. Oplpolsiltilolnellle der u.
die; -n, -n: jmd., der der Opposition (2) angehört, sich ihr
zugehörig fühlt, oplpolsiltiv (zu lat. oppositus (vgl. op
positär) u. î...iv>: gegensätzlich, einen Gegensatz bildend
Oplpreslsilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. oppressio zu
opprimere, vgl. opprimieren): 1. (veraltet) Bedrückung,
Unterdrückung. 2. Beklemmung (Med.), oplpreslsiv (zu
T...iv); unterdrückend, bedrückend, oplprilmielren (aus
lat. opprimere „unterdrücken, niederdrücken“): (veraltet)
bedrücken, überwältigen
Oplprolbraltilon* die; -, -en (aus gleichbed. lat. opprobra
tio zu opprobrare, vgl. opprobrieren): (veraltet) Be
schimpfung, Tadel, oplprolbrielren (aus gleichbed. lat.
opprobrare zu tob... u. probrum „Schande, Schmähung“):
(veraltet) vorwerfen, zum Vorwurf machen, oplprolbriös (aus gleichbed. lat. opprobriosus): (veraltet) schimpf
lich, schmählich, verwerflich
oplsilanlthisch (aus gleichbed. gr. opsianthês zu opsé
„spät“ u. anthem „blühen“): spät blühend (Bot.)
...oplsie (zugr. ópsis „das Sehen“ u. Î 2...ie> : Wortbildungs
element mit der Bedeutung „das Sehen, Sehvermögen; das
(genaue) Betrachten“, z.B. Biopsie
Opi silgalmie die; -, ...ien (zu gr. opsé „spät“ u. î...garnie
(2)): (veraltet) Spätehe, Heirat in vorgerücktem Lebensal
ter. oplsilgolnisch (aus gleichbed. gr. opsigonos): (ver
altet) spät geboren, spät entstanden
Opi solnin das; -s, -e (meist Plur.) (zugr. ópson „Speise, Zu
kost“ u. Î ...in (1)): Stoff im Blutserum, der eingedrungene
Bakterien so verändert, dass sie von den T Leukozyten un
schädlich gemacht werden können. Oplso|ni|sa|ti|on
die; -, -en (zu Î...isation): Anlagerung von Opsonin an Kei
me (Med.). Oplsolphalge der; -en, -en (aus gr. opsophágos „jmd., der Zubrot ohne Brot isst“): (veraltet) Lecker
maul, Schlemmer. OpIsolphalgieÆe, -, ...ien (aus gleich
bed. gr. opsophagia): (veraltet) Schlemmerei, Leckerei
Opltant der: -en, -en (zu lat. optans, Gen. optantis, Part.
Präs, von optare, vgl. optieren): jmd., der (für etwas) op
tiert, eine Option ausübt. ppltaltiv (aus gleichbed. spät
lat. optativus): den Optativ betreffend; einen Wunsch aus
drückend (Sprachw.). Op ta tiv der; -s, -e [,,,və] (aus
Optimum
gleichbed. spätlat. (modus) optativus): ÎModus (2) des
Verbs, der einen Wunsch, die Möglichkeit eines Gesche
hens bezeichnet (z. B. im Altgriechischen)
Opltilcal Art ['ɔptɪkl 'ɑ:t] die; - - (aus engl. optical art, eigtl.
„optische Kunst“): svw. Op-Art. Opltilcal Disc die; - -, -s (aus gleichbed. engl. optical disc, eigtl. „optische Schei
be“): svw. Laserdisc
opltielren (aus lat. optare „wählen“): vom Recht der Î Op
tion (1-3) Gebrauch machen
Opltikz/z'e; - (über lat. optica aus gr. optiké (téchnê) „das Se
hen betreffend(e Lehre)“ zu optikös, vgl. optisch): 1. Wis
senschaft vom Licht, seiner Entstehung, Ausbreitung u.
seiner Wahrnehmung. 2. der die Linsen enthaltende Teil
eines optischen Gerätes. 3. (ohne Plur.) optischer Ein
druck, optische Wirkung, äußeres Erscheinungsbild. 4.
(ohne Plur.) optische Darstellung in einer bestimmten
Weise, Sehweise. Qpltilker der; -s, - (aus gleichbed. mlat.
opticus, vgl. optisch): Fachmann für Herstellung, War
tung u. Verkauf von optischen Geräten. Op|ti|ke|rin die;
-, -nen: weibliche Form zu Î Optiker. Opltilkus der; -, ...izi
(Kurzbez. für nlat. (nervus) opticus, vgl. optisch) : Sehnerv
(Med.). Opltilkuslatrolphie* die; -, ...ien [,,,i:ən]: Seh
nervenschwund, Degeneration u. Schwund der Sehner
venfasern (Med.)
Qpltilma: Plur. von tOptimum. opltilma filde tlat.Y. im
besten Glauben, ppltilma forlma <Jat.}; in bester Form,
opltilmal (zu ÎOptimum u. Î ‘...al (1)>: [unter den gegebe
nen Voraussetzungen, im Hinblick auf ein zu erreichendes
Ziel] sehr gut, bestmöglich. oplti|ma|li|sie|ren (zu
t—isieren): svw. optimieren (1 a). Op ti mat der; -en, -en
(aus lat. optimas, Gen. optimatis „der Beste“; vgl. Opti
mum): Angehöriger der herrschenden Geschlechter u.
Mitglied der Senatspartei im alten Rom. opltilme [...me]
(lat.; Superlativ von bene „gut“): (veraltet) am besten, sehr
gut, vorzüglich
Op|ti|me|ter das; -s, - (zu îoptisch u. Î'...meter): Fein
messgerät für Länge u. Dicke (Techn.)
opti mie ren (zu TOptimum u. T..deren): 1. a) optimal ge
stalten; b) sich -: sich optimal gestalten (z. B. von betrieb
lichen Abläufen). 2. günstigste Lösungen für bestimmte
Zielstellungen ermitteln (Math.). Opltilmielrung die; -,
-en (zu Î ...ierung): 1. das Optimieren. 2. Teilgebiet der nu
merischen Mathematik, das sich mit der optimalen Fest
legung von Größen, Eigenschaften, zeitlichen Abläufen
u.a. eines Systems unter gleichzeitiger Berücksichtigung
von Nebenbedingungen befasst. Opltilmislmus der; (nach gleichbed. fr. optimisme (vgl. ...ismus 2), dies zu lat.
optimus, vgl. Optimum): 1. Lebensauffassung, die alles
von der besten Seite betrachtet; heitere, zuversichtliche,
lebensbejahende Grundhaltung; Ggs. TPessimismus (1).
2.philos. Auffassung, dass diese Welt die beste von allen
möglichen u. das geschichtliche Geschehen ein Fortschritt
zum Guten u. Vernünftigen sei (Philos.); Ggs. ÎPessimis
mus (2). 3. heiter-zuversichtliche, durch positive Erwar
tung bestimmte Haltung; Ggs. (Pessimismus (3). Opti
mist der: -en, -en (zu (...ist): a) lebensbejahender, zuver
sichtlicher Mensch; Ggs. (Pessimist; b) (scherzh.) jmd.,
der die sich ergebenden Schwierigkeiten o.Ä. unter
schätzt, sie für nicht so groß ansieht, wie sie in Wirklichkeit
sind. Opltiimisltin <//<?; -, -nen: weibliche Form zu (Op
timist. op|ti|mis|tisch (zu ( ...istisch) : lebensbejahend,
zuversichtlich; Ggs. (pessimistisch. Optimität die; (zu (...ität): (veraltet) Vortrefflichkeit. Opltilmilzer
[,,,'maɪzə] der; -s, - (zu engl. to optimize „optimieren“):
Programm (4) od. Gerät, das die Leistungsfähigkeit eines
anderen Programms od. Systems verbessert (EDV). Opti murn ¿Zas; -s, Optima (aus lat. optimum, Neutr. von op
timus „Bester, Hervorragendster“, Superlativ von bonus
„gut“ ) : 1. (unter den gegebenen Voraussetzungen, im Hin
968
Option
blick auf ein Ziel) höchstes erreichbares Maß, höchster er
reichbarer Wert; Bestwert; Höchstmaß; Bestfall. 2. güns
tigste Umweltbedingungen für ein Lebewesen (z. B. die
günstigste Temperatur; Biol.)
Opltilon die; -, -en (aus lat. optio „freier Wille, Belieben“):
1. freie Entscheidung, bes. für eine bestimmte Staatsange
hörigkeit (in Bezug auf Bewohner abgetretener Gebiete).
2. Voranwartschaft auf Erwerb einer Sache od. das Recht
zur zukünftigen Lieferung einer Sache (Rechtsw.). 3.
[Wahlmöglichkeit. 4. Recht der Kardinäle u. der Î Kano
niker, in eine frei werdende Würde aufzurücken (kath.
Kirche). 5. Auswahlmöglichkeit in einem Anwendungs
programm (EDV), opltilolnal (zut '...al): (fachspr.) nicht
zwingend, wahlfrei; fakultativ. Opltilonslgelschäft das;
-[e]s, -e: ein fTermingeschäft des Börsenhandels
(Wirtsch.). Op|ti|onslob|li|ga|ti|on die; -, -en: Bez. für
eine besondere Anleihe, deren Inhaber über das Recht auf
Verzinsung u. Rückzahlung hinaus ein Recht auf den Be
zug von Aktien des Aktienschuldners zu einem im Voraus
bestimmten Preis haben (Wirtsch.). Opltilgnslrecht r/as;
-[e]s: das zumeist befristete, oft auch bedingte Recht,
durch einseitige Erklärung einen bestimmten Vertrag zu
stande zu bringen (Rechtsw., Wirtsch.)
opltisch (über mlat. opticus aus gr. optikös „das Sehen be
treffend“): die Î Optik (1-3) betreffend; die Augen, das Se
hen betreffend; vom äußeren Eindruck her; vgl. visuell;
optisch aktiv: die Schwingungsebene polarisierten Lichtes
drehend (Phys.); optische Aufheller: farblose ehern. Ver
bindungen zur Erzeugung eines hohen Weißgrades (Tex
tilchemie); optischer Speicher: svw. Optical Disk. Opltizi: Plur. von tOptikus. Oplto elekltrolnik* die; - (zu
ÎOptik): modernes Teilgebiet der Elektronik, das die auf
der Wechselwirkung von Optik u. Elektronik beruhenden
physik. Effekte zur Herstellung besonderer elektron.
Schaltungen ausnutzt, opltolelekltrolnisch*: die Opto
elektronik betreffend, auf ihren Prinzipien beruhend. Op
to Ikoppl 1er der; -s, -: Lichtkoppler, Baueiementaus einer
signalwandelnden Lichtquelle, einem Lichtleiter sowie ei
nem rückwandelnden Lichtempfänger zur optischen
Übertragung elektr. Signale (Elektronik). Opltolmelter
das; -s, - (zu 1'...meter): Instrument zur Bestimmung der
Sehweite (Med.). Opito meitrie* die; - (zu t...metrie):
Sehkraftbestimmung (Med.). Opltoltylpen die (Plur.)
(zu TType): Sehzeichen (meist Blockbuchstaben) zur Be
stimmung der Sehstärke (Med.)
Opt-out-Recht [...’aut...] das; -[e]s, -e (zu engl. to opt out
„etwas nicht mitmachen“): Recht auf [einstweilige] Aus
setzung gemeinsamer Beschlüsse
Opltrolnik* die; - (Kurzw. aus Optoelektronik): 1. Kurz
form von Î Optoelektronik. 2. Sammelbez. für optoelektron. Sensoren u. Beobachtungsgeräte, opltrolnisch:
Kurzform von Î optoelektronisch
opullent (aus lat. opulentus „vermögend; reichlich vorhan
den“ zu ops „Kraft, Macht; Reichtum“): a) üppig, reich
lich (von Essen u. Trinken); b) (veraltet) mit großem Auf
wand [gestaltet], Opullenz die; - (aus Zai. opulentia
„Wohlhabenheit, Reichtum“): a) Üppigkeit, Überfluss
(von Essen u. Trinken); b) (veraltet) opulente (b) Art
Opunltie [...io] die; -, -n (nach der altgriech. Stadt Opoüs,
Gen. Opoüntos u. zu t`,,,ie): (in vielen Arten verbreiteter)
Feigenkaktus (mit essbaren Früchten)
Opus das; -, Opera (aus lat. opus, Gen. operis „Arbeit;
erarbeitetes Werk“): künstlerisches, literarisches, bes.
musikalisches Werk; Abk. (in der Musik): op. Opus alexamdrinum' das; - - (aus gleichbed. lat. opus Alexan
drinum, eigtl. „alexandrinische Arbeit“, wohl nach der an
tiken Stadt Alexandria, wo diese Art Mosaik gefunden
wurde): zweifarbiges, geometrisch angeordnetes Fußbo
denmosaik. Opuslculium [...ku...] vgl. Opuskulum. Opus
das;--, Opera eximia (aus gleichbed. lat. opus
herausragendes, außerordentliches Werk.
Opus inlcerltum [-in'tsɛr...] das; - - (aus lat. opus incer
tum „unregelmäßiges Werk“): röm. Mauerwerk aus
Bruchsteinen mit Mörtelguss. Opuslkullum u. Opuscu
lum [...ku...] das; -s, ...la (aus lat. opusculum, Verkleine
rungsform von opus, vgl. Opus): kleines Opus, kleine
Schrift. Opus opelraltum das; - - (über gleichbed. mlat.
opus operatum aus lat. opus operatum „getane Arbeit“):
vollzogene sakramentale Handlung, deren Gnadenwirk
samkeit unabhängig von der sittlichen Disposition des
vollziehenden Priesters gilt (kath. Theol.); vgl. ex opere
operato. Opus posltulmum, auch Opus postlhumum das; - -, Opera ...ma (zu lat. postumus, vgl. postum) :
nachgelassenes [Musikjwerk; Abk.: op. post., op. posth.
Opus reltücullaltum [-...ku...] das; - - (aus lat. opus re
ticulatum „netzförmiges Werk“): röm. Mauerwerk aus
netzförmig angeordneten Steinen. Opus sec|ti|le [-'zɛktile] das; - - (aus nlat. opus sectile „Mosaikarbeit“ zu lat.
sectilis „geschnitten, Mosaik-“): svw. Opus alexandrinum.
Opus spilcaltum [-spi'ka:...] das; - - (aus lat. opus spi
catum „ährenförmiges Werk“, zu spicatus „Ähren tra
gend; ährenförmig“): röm. Mauerwerk, dessen Steine im
Ähren- od. Fischgrätenmuster gefügt sind. Opus teslsela¡tum das; -- (aus lat. opus tesselatum, zu tesselatus „aus
Mosaiksteinchen (bestehend)“): farbiges Fußbodenmosa
ik
...or (aus lat. -or, Gen. -oris): Endung männlicher Substan
tive, die den Träger des im Wortstamm genannten Gesche
hens bezeichnet (Person od. Sache), z.B. Rektor, Motor.
...ör vgl. ...eur
Ora die; - (aus gleichbed. zí. ora, dies aus lat. aura „Luft
hauch, das Wehen“ (ausgr. aura)): Südwind auf der Nord
seite des Gardasees
ora et laIboira dat.): bete und arbeite! (alte Mönchsregel)
oralgeux [... 30:] (aus gleichbed. fr. orageux zu orage „Ge
witter; Unwetter; Sturm“, dies über altfr. ore zu lat. aura,
vgl. Ora): (veraltet) stürmisch, unruhig, ungestüm
Oralkel das; -s, - (aus lat. oraculum „Sprechstätte (als In
stitution der Göttersprucherteilung); Götter-, Schicksals
spruch; Weissagung“ zu orare, vgl. Orans): a) Stätte (bes.
im Griechenland der Antike), wo Priesterfinnen], Se
herinnen] o.Ä. Weissagungen verkündeten od. [rätselhaf
te, mehrdeutige] Aussagen in Bezug auf gebotene Hand
lungen, rechtliche Entscheidungen o.Ä. machten; b)
durch das Orakel (a) erhaltene Weissagung, [rätselhafte,
mehrdeutige] Aussage. ora|kel|haft: dunkel, undurch
schaubar, rätselhaft (in Bezug auf Äußerungen, Aussprü
che). oralkeln: a) in dunklen Andeutungen sprechen; b)
ein Orakel (b) erstellen
oral (zu lat. os, Gen. oris „Mund“ u. T’...al (1)): a) den
Mund betreffend, am Mund gelegen; durch den Mund [zu
verabreichen] (Med.); b) mündlich (im Unterschied zu
schriftlich überliefert, weitergegeben); c) mit nach oben
geschlossenem Gaumensegel, zwischen Lippen- u. Gau
menzäpfchen artikuliert (von Lauten; Sprachw.); d) mit
dem Mund [geschehend] (Sexualkunde). Oral der; -s, -e
(zu Î '...al (2)> : im Unterschied zum Nasal mit dem Mund
gesprochener Laut. Ora|le das; -s, ...lien [-iən] (aus kirchenlat. orale, eigtl. „Mundtuch“): svw. Fanon. Orallerotik die; -: Lustgewinnung im Bereich der Mundzone (bes.
von der Geburt bis zum Ende des 1. Lebensjahres; Psy
chol.). oral-ge|ni|tal: die Berührung u. Stimulierung der
Genitalien mit dem Mund betreffend (Sexualkunde). Oral
Hisitolry ['ɔ:rəɪ 'hɪstərɪ] die; - - (aus gleichbed. engl. oral
history, eigtl. „mündliche Geschichte“, zu oral „mündlich
(überliefert)“ (vgl. oral) u. history „Geschichte“ aus lat.
historia (vgl. Historie)): Methode der modernen Ge
schichtswissenschaft, die mit der Befragung von Zeitzeuexjlmilum*
eximium):
969
Orchesterinstrument
gen zusätzliche historische Quellen erschließt. Oral Po|eHandlung mit meist religiösen od. episch-dramatischen
try* [- 'pəʊɪtrɪ] die: - - (zu engl. poetry „(Vers)dichtung",
Stoffen (zuerst von den Oratorianern aufgeführt); b) ein
dies aus mlat. poetria zu lat. poeta, vgl. Poet): mündlich
zelnes Werk dieser Gattung
tradierte, schriftlose Sprachkunst (als Vorstufe literari Or|ba|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. orbatio zu orbare
scher Erzählkunst)
„(der Kinder od. der Eltern) berauben“) : (veraltet) Berau
oranlge [o'ra:ʒ(ə), auch o'raŋʒ(ə)] (aus gleichbed./r. oran
bung, Verwaisung
ge, vgl. Orange): rötlich gelb, orangenfarbig. ’Oranlge orlbilkullar (aus gleichbed. lat. orbicularis zu orbiculus,
[o'ra:ʒə, auch o'raŋʒə] die: -, -n (unter Einfluss von niederl.
„kleiner Kreis“, Verkleinerungsform von orbis, vgl. Or
oranje(appel) aus fr. (pomme d`)orange, vieil, unter volks
bis): kreis-, ringförmig (Med.). Otjbis der: - (aus lat. oretymologischer Anlehnung an or „Gold“ aus span, naran
bis): 1. lat. Bez. für Kreis. 2. Umkreis od. Wirkungsbe
ja, dies über arab. närang „bittere Orange“ aus pers. näreich, der sich aus der Stellung der Planeten zueinander u.
rang): Apfelsine. 2Oranlge [o'ra:ʒ(ə), auch oraŋʒ(ə)] das:
zur Erde ergibt ( Astrol. ) ; Orbis pictus [- pik...] („gemalte
-, Plur. -, ugs. -s (zu Î 'Orange): orange Farbe. OranlgeaWelt“): im 17. u. 18. Jh. beliebtes Unterrichtsbuch des Pä
de [ora ʒa:də, auch oraŋ'ʒa:də] die: -, -n (aus gleichbed./r.
dagogen Comenius (1592-1670); Orbis Terrarum: Erd
Orangeade): Getränk aus Orangen-, Zitronensaft, Wasser
kreis. Orlbilskop* das; -s, -e (zu Î ...skop): Röntgengerät,
u. Zucker, θranlgeat[...'ʒa:t] das; -s, -e (aus gleichbed. fr.
bei dem die Lagerung des Patienten u. der Strahlengang
Orangeat): kandierte Orangenschale, oranlgen [o'ra:ʒn,
unabhängig voneinander variabel eingestellt werden kön
o'raŋʒn] (zu t'Orange): svw. orange. Oran|gen|re|netnen (Med.). Orlbit der; -s, -s (aus gleichbed. engl. orbit,
tedie; -, -n: svw. Cox' Orange. Orange Pelkoe ['ɔrɪnʤ
dies aus lat. orbita „Fahrgeleise; Bahn, Kreislauf“, vgl.
'pi:koʊ] der: - - (aus gleichbed. engl. orange pekoe, zu chin.
Orbis): elliptische Umlaufbahn (eines Satelliten, einer Ra
mdal. pek-ho „weiße Daunen"): ind. Teesorte aus den grö
kete) um die Erde od. um einen anderen Himmelskörper.
ßeren, von der Zweigspitze aus gesehen zweiten u. dritten
Qrlbilta die; -, ...tae [...te] (aus gleichbed. lat. orbita, vgl.
Blättern der Teepflanze, z.T. mit weißlich grauen u. gold
Orbit): Augenhöhle (Med.), orlbiltal (aus gleichbed. engl.
braun verfärbten Blattspitzen. Oranlgelrie [oraʒə,,,,
orbital, Bed. 2 aus nlat. orbitalis; vgl. ‘...al (1)>: 1. den Or
auch oraŋʒə...] die: -, ...ien (aus gleichbed. fr. orangerie):
bit betreffend, zum Orbit gehörend. 2. die Augenhöhle be
[in die Anlage barocker Schlösser einbezogenes] Gewächs
treffend, zu ihr gehörend (Med.). Orlbiltal das; -s, -e (aus
haus zum Überwintern von exotischen Gewächsen, bes.
gleichbed. engl. orbital; vgl. Orbit): a) Bereich, Umlauf
Orangenbäumen (in Parkanlagen des 17. u. 18. Jh.s).
bahn um den Atomkern (Atomorbital) oder die Atomker
Orangit [ora'ʒi:t, ,,,'ʒɪt, auch oraŋ...] der: -s, -e (zu toran
ne eines Moleküls (Molekülorbital); b) energetischer Zu
ge u. t2...it): orangefarbene Abart des ÎThorits
stand eines Elektrons innerhalb der Atomhülle (Phys.,
Orang-Utan der: -s, -s (aus malai. orang (h)utan „Wald
Quantenchem.). Or|bi|tal|kom|plex* der; -es, -e: Bez.
mensch“): Menschenaffe mit kurzen Beinen, langen Ar
für eine aus einer Raumstation u. angekoppelten [unbe
men u. langhaarigem, dichtem braunem Fell auf Borneo u.
mannten Zubringer- bzw. Frachtraumkörpern beste
Sumatra
hende, die Erde umkreisende, zeitweilig od. ständig be
Orans, Orant der; Oranten, Oranten u. Oran te die; -, -n
mannte Kombination. Or|bi|tal|phleg|mo|ne die; -, -n:
(aus lat. orans, Gen. orantis „der, die Betende“, substan
infektiöse eitrige Entzündung der Augenhöhle mit Schwel
tiviertes Part. Präs, von orare „beten, bitten“) : Gestalt der
lung von Bindehaut u. Lidern, Schmerzen u. Fieber
frühchristlichen Kunst in antiker Gebetshaltung mit erho
(Med.). Or|biltal|ra|ke|tedie; -, -n: ÎInterkontinentalra
benen Armen [u. nach oben gewendeten Handflächen] (in
kete, die einen Teil ihrer Flugstrecke auf einem Abschnitt
Verbindung mit dem Totenkult in Reliefdarstellung auf
der Erdumlaufbahn zurücklegt. Orlbiltallring der; -[e]s,
Sarkophagen, in der Wandmalerei der Katakomben), ora
-e: bei manchen Wirbeltieren die Augenhöhle umschlie
ßender Ring aus Knochenplatten od. -spangen (Zool.).
pro nolbis dat.): bitte für uns! (kath. Anrufung der Hei
ligen). Oralri Ion
-[s], ...ia (übermgr. örärion aus (kirOr|bi|ta!|sta|ti|on dze;-, -en: Raumstation, Forschungs
ehen)lat. orarium, eigtl. „Schweiß-, Mundtuch“, zu lat. os,
station in einem Orbit
Gen. oris „Gesicht“): Stola des Diakons im orthodoxen Orlbiltät die; - (aus gleichbed. lat. orbitas, Gen. orbitatis zu
orbare, vgl. Orbation): (veraltet) das Verwaistsein, Eltern
Gottesdienst. Oraltio die; -, ...ones [,,,ne:s] (aus (kirlosigkeit; Kinderlosigkeit
ehen)lat. oratio, Gen. orationes „Gebet“, eigtl. „Rede“, zu
orare, vgl. Orans): lat. Form von ÎOration; Oratio domi Orlbilter der; -s, - (aus gleichbed. engl. orbiter zu engl. or
bit, vgl. Orbit): Teil eines Raumfahrtsystems, meist dessen
nica [- ...ka]: Gebet des Herrn, Vaterunser. Oraltilon die;
dritte Stufe, die in einen Orbit gebracht wird. Orlbilto-, -en (zu Î Oratio) : formal strenges liturgisches Gebet, bes.
gralfie, auch ...gralphie dze; -, ...ien (zu Î ...grafie): rönt
in der kath. Messe. Oraltio obllilqua [- ...kva] die; - - (aus
genografische Darstellung der Augenhöhlen (Med.). Or
gleichbed. lat. oratio obliqua, vgl. oblique): svw. indirekte
bi Ito Igra mm das; -s, -e (zu Î Orbita u. t...gramm): Rönt
Rede. Oraltio recita [-'rɛkta] die; - - (aus gleichbed. lat.
genbild der Augenhöhlen (Med.)
oratio recta, vgl. recte): svw. direkte Rede. Oral tor der; -s,
...oren (aus gleichbed. lat. orator): Redner (in der Antike). Or|chelsis[or'çe:...] die; - (aus gr. órchesis „das Tanzen“ zu
orcheîsthai „tanzen“): (in der Antike) die Lehre vom pan
Ora|to|ri|alner der; -s, - (nach ihrem ersten Versamm
tomimischen Tanz. Or|che|so|gra|fie,auch ...gra phie
lungsort, einem röm. Oratorium (1); vgl. ...aner): Ange
die; -, ...ien (zu gr. orcheîsthai „tanzen“ u. t...grafie): (sel
höriger einer Gemeinschaft von Weltpriestern, bes. der
ten) svw. Choreografie. Orlcheslter [ɔr'kɛ,,,, auch, bes.
von Philipp Neri (16. Jh.) in Rom gegründeten, ora Itoösterr. : ,..'çe...] das; -s, - (über gleichbed. it. orchestra,//-,
risch (aus lat. oratorius „rednerisch“, Bed. 2 nach mlat.
orchestre aus lat. orchestra „für die Senatoren bestimmter
oratorius „zur Kapelle gehörig“): 1. rednerisch, schwung
Ehrenplatz vorn im Theater; Erhöhung auf der Vorder
voll, hinreißend. 2. in der Art eines Oratoriums (2). Orabühne, auf der die Musiker u. Tänzer auftreten“, dies aus
torilum das; -s, ...ien [...ian] (aus kirchenlat. oratorium
gr. orchestra, vgl. Orchestra): I. größeres Ensemble von
„Bethaus“ zu lat. orare „bitten, beten“, Bed. 2 nach mlat.
Instrumentalmusikern, in dem bestimmte Instrumente
oratorium „Kapelle, Kirche“ (weil das Musikwerk urspr.
mehrfach besetzt sind u. das unter der Leitung eines Diri
zur Aufführung in der Kirche bestimmt war)): 1. a) Bet
genten spielt; Klangkörper, Musikkapelle. 2. Raum für die
saal, Hauskapelle in Klöstern u. a. kirchlichen Gebäuden;
Musiker vor der Opernbühne, Orchestergraben. Orb) Versammlungsstätte der Oratorianer. 2. a) (ohne Plur.)
chesterlinlstrulment* das; -[e]s, -e: Instrument, das
Gattung von opernartigen Musikwerken ohne szenische
970
Orchestik
vorwiegend im Orchester, weniger als Soloinstrument ver
wendet wird, z.B. die Harfe. Orlchesltik [...ç...] ífte; (aus gr. orchêstike (téchnê) „Tanzkunst“): Tanzkunst,
Lehre vom pantomimischen Tanz. Orlchesltra* die; -,
...ren (aus gr. orchestra, eigtl. „Tanzplatz“): a) runder
Raum im altgriech. Theater, in dem sich der Chor beweg
te; b) (im Theater des 15. u. 16. Jh.s) Raum zwischen Büh
ne u. Zuschauerreihen als Platz für die Hofgesellschaft; c)
(im Theater des 17. Jh.s) Raum zwischen Bühne u. Zu
schauerreihen als Platz für die Instrumentalisten, orches trai* [...k..., auch ...ç...] (zu 7'...al ( 1)> : das Orches
ter betreffend, von orchesterhafter Klangfülle, orchester
mäßig. Orlchesltraltilon* die;-, -en (zu Î ...ation): a) svw.
Instrumentation; b) Umarbeitung einer Komposition für
Orchesterbesetzung; vgl. ...ation/...ierung. Orlchestren* [...ç...]: Plur. von TOrchestra. or ches trielren*
[...k..., auch ...ç...] (zu 7..deren): a) svw. instrumentieren
(1); b) eine Komposition für Orchesterbesetzung umarbei
ten. Orlchesltrielrung* die; -, -en (zu t...ierung): das
Orchestrieren; vgl. ...ation/...ierung. Orlchesltrilon*
[...ç...] das; -s, Plur. -s u. ..den [..dan] (gräzisierende Bil
dung zu TOrchester (1) u. 72...ion>: 1. tragbare Orgel (1769
von Abt Vogler konstruiert). 2. Orgelklavier (1791 von Th.
A. Kunz zuerst gebaut). 3. mechanisches Musikwerk (1828
von den Gebrüdern Bauer konstruiert). 4. Drehorgel (1851
von Fr. Th. Kaufmann zuerst gebaut)
Orlchildalzelen [...ç...] die (Plur.) (aus gleichbed. zz/zzZ. orchidaceae; vgl. Orchidee): Pflanzenordnung der Einkeim
blättrigen mit Nutzpflanzen (z.B. Vanille) u. wertvollen
Zierpflanzen (z.B. Orchidee). Orlchildee die; -, -n (aus
gleichbed. fr. orchidée zu gr. órchis „Hoden“, nach den ho
denförmigen Wurzelknollen der Pflanze): zu den Orchidazeen gehörende, in den Tropen und Subtropen in vielen
Arten vorkommende, in Gewächshäusern als Zierpflanze
gezüchtete Pflanze mit farbenprächtigen Blüten (auch ein
heimische Wildformen). 'Orlchis der; -, ...ches [,..çe:s]
(über spätlat. orchis aus gleichbed. gr. órchis): Hoden
(Med.). 2Orlchis die: -, - (zu Î 'Orchis (wegen der hoden
förmigen Wurzelknollen)): Knabenkraut (Pflanzengat
tung der Orchidazeen). Or chi tis die; -, ...itiden (zu 1 'Or
chis u. î ...itis): Hodenentzündung (Med.). Orlchiltolmie
die; -, ...jen (zu t...tomie): operative Entfernung des Ho
dens (Med.)
Orldal das; -s, -ien [,,dən] (über mlat. ordalium, ordela aus
gleichbed. altengl. ordäl, ordel, eigtl. „das Ausgeteilte“):
Gottesurteil (im mittelalterlichen Recht)
Orlder die; -, Plur. -s u. -n (aus gleichbed. fr. ordre, dies aus
lat. ordo „Ordnung; Rang; Verordnung“; Bed. 2 wohl un
ter Einfluss von engl. order): 1. (veraltet) Befehl, Anwei
sung; Order parieren: (veraltet) einen Befehl ausführen;
gehorchen. 2. (Plur. nur -s; Kaufmannsspr.) Bestellung,
Auftrag. Orlderlbuch das; -[e]s, ...bûcher: (Kauf
mannsspr.) Buch, in das die laufenden Aufträge, Bestel
lungen eingetragen werden, Auftragsbuch. Orlderlklausef die; -, -n: Vermerk auf Wertpapieren, durch den der
Berechtigte einen anderen Berechtigten benennen kann
(durch den Zusatz „oder an Order“; Wirtsch.). or dern
(wohl unter Einfluss von gleichbed. engl. to order): einen
Auftrag erteilen; eine Ware bestellen (Wirtsch.). Orlderpa pier das; -s, -e: Wertpapier, das durch tlndossament
der im Papier bezeichneten Person übertragen werden
kann (Wirtsch.). Qrlderlsatz der; -es, ...sätze: (Kauf
mannsspr.) Bestellliste des Großhandels, auf der alle Ar
tikel des Sortiments verzeichnet sind. Orlderlscheck
der; -s, -s: Scheck, der durch tlndossament übertragen
werden kann (Wirtsch.). orlder to nelgoltilate ['ɔ:də tə
m'goʊʃɪeɪt] (engl.; „Auftrag, zu verhandeln“): Auftrag ei
ner Bank an eine ausländische Bank, gezogene Wechsel
gegen Î Akkreditiv (2a) anzukaufen (Wirtsch.). Or|di|na-
das; -[s], ...lia (aus gleichbed. spätlat. (nomen) ordina
le, eigtl. „eine Ordnung anzeigend(es Wort)“): (selten)
svw. Ordinalzahl. Orldilnallzahl rZze; -, -en: Ordnungs
zahl (z.B. zweite, zehnte), orldilnär (aus fr. ordinaire
„gewöhnlich, ordentlich“, dies aus gleichbed. lat. ordina
rius, vgl. Ordinarius): 1. a) (abwertend) unfein, vulgär,
[im Benehmen] die Grenzen des Schicklichen missach
tend; b) von schlechtem Geschmack [zeugend], 2. alltäg
lich, gewöhnlich; nicht besonders geartet; ordinärer
Preis: svw. Ordinärpreis. Orldilnalrilat das; -[e]s, -e (zu
Ordinarius u. 7...at (1)>: 1. oberste Verwaltungsstelle ei
nes kath. Bistums od. eines ihm entsprechenden geistli
chen Bezirks. 2. Amt eines ordentlichen Hochschulpro
fessors. Orldilnalrilum das; -s, ...ien [...¡an] (aus gleich
bed. mlat. ordinarium, eigtl. „das Regelmäßige“, zu lat.
Ordinarius, vgl. Ordinarius): 1. kath. [handschriftliche]
Gottesdienstordnung; Ordinarium Missae [- ...ss]: die im
ganzen Kirchenjahr gleichbleibenden Gesänge der Messe;
vgl. Ordo Missae. 2. sogenannter ordentlicher Haushalt
[eines Staates, Landes, einer Gemeinde] mit den regelmä
ßig wiederkehrenden Ausgaben u. Einnahmen. Orldilnarilus der; -, ...ien [...ion] (zu lat. ordinarius „ordentlich;
regelmäßig mit etwas betraut“; Bed. 1 u. 3 gekürzt aus
(Professor) ordinarius, Bed. 2 aus mlat. ordinarius „zu
ständiger Bischof“): 1. ordentlicher Professor an einer
Hochschule. 2. Inhaber einer kath. Oberhirtengewalt
(z.B. Papst, Diözesanbischof, Abt u.a.). 3. (veraltet,
landsch.) Klassenlehrer an einer höheren Schule. Orldinärlpreis der; -es, -e (zu/r. ordinaire, vgl. ordinär): 1. im
Buchhandel vom Verleger festgesetzter Verkaufspreis. 2.
Marktpreis im Warenhandel. Orldilnalte iZze; -, -n (aus
lat. (linea) ordinata ,,geordnet(e Linie)“, Part. Perf.
(Fern.) von ordinare, vgl. ordinieren): Größe des Abstan
des von der horizontalen Achse (Abszisse) auf der verti
kalen Achse des rechtwinkligen Koordinatensystems
(Math.). Orldilnaltenlachlse zZze; -, -n: vertikale Achse
des rechtwinkligen Koordinatensystems (Math.). Orldinaltilon rZze; -, -en (aus (kirchen)lat. ordinatio „Anord
nung; Einsetzung (in ein Amt); Weihe eines Priesters“):
1. a) feierliche Einsetzung in ein ev. Pfarramt; b) kath.
Priesterweihe. 2. a) ärztliche Verordnung; b) ärztliche
Sprechstunde; c) (österr.) ärztliches Untersuchungszim
mer. Or|di|naltilpns|zim|mer das; -s,
(veraltet)
Sprechzimmer des Arztes. Orldilnes [...ne:s]: Plur. von
ÎOrdo. ordinieren (aus (kirchen)lat. ordinare
„(an)ordnen; in ein Amt einsetzen; einen Priester wei
hen“ zu lat. ordo, vgl. Ordo): 1. a) in das geistliche Amt
einsetzen (ev. Kirche); b) zum Priester weihen (kath. Kir
che). 2. a) [eine Arznei] verordnen; b) Sprechstunde hal
ten (Med.). Orldo der; -, Ordines [,,,ne:s] (über kirchenlat. ordo „geistlicher Stand; göttliche Weltordnung“ aus
lat. ordo, Gen. ordinis „Ordnung, Reihe; Stand“): 1. (oh
ne Plur.) Hinordnung alles Weltlichen auf Gott (im Mit
telalter); Ordo Amoris: Rangordnung von ethischen Wer
ten, durch die ein Mensch sich in seinem Verhalten be
stimmen lässt (stärkstes individuelles Persönlichkeits
merkmal bei M. Scheier). 2. Stand des t Klerikers, bes.
des Priesters; Ordines maiores [,,,ne:s ma'jo:re:s]: die drei
höheren Weihegrade (vgl. Subdiakon, Diakon u. Presby
ter); Ordines minores [...ne:s ...re:s]: die vier niederen
Weihegrade (vgl. Ostiarius, Lektor (3), Exorzist u. Akoluth); Ordo Missae ['mɪsɛ]: Messordnung der kath. Kir
che für die unveränderlichen Teile der Messe; vgl. Proprium
(2). 3. (ohne Plur.) verwandte Familien zusammenfassen
de systematische Einheit in der Biologie. or|do|li|be|ral:
den Ordoliberalismus betreffend. Or|do|li|be|ra|lismus der;
Variante des ÎNeoliberalismus, die eine Er
gänzung der freien Wirtschaft durch eine Sozialordnung
vorsieht. Orldonlnanz zZze; -, -en (aus gleichbed. fr. orle
971
Organisationstalent
donnance zu ordonner, vgl. ordonnieren): 1. (veraltet)
aurifex), dies zu altfr. fèvre „Schmied“ aus lat. faber
Befehl, Anordnung. 2. Soldat, der einem Offizier zur Be
„Handwerker“ u. zu or „Gold“ aus gleichbed. LzZ. aurum):
fehlsübermittlung zugeteilt ist. 3. (nur Plur.) die königli
(veraltet) Goldschmiedekunst
chen Erlasse in Frankreich vor der Französischen Revo Origan das; -s, -e (aus lat. organum „Werkzeug; Musikin
lution. Or|don|nanz|kom|pa|ni|en [,,,i:ən] die (Plur.):
strument, Orgel“, dies aus gr. órganon „Werkzeug; Sindie vom franz. König Karl VII. 1445 geschaffenen Reiter
neswerkzeug; Musikinstrument; Körperteil“; Bed. 2 u. 3
truppen, die im Frieden beibehalten wurden u. zusammen
wohl nach gleichbed. /r. organe): 1. aus verschiedenen Ge
mit den Schützen das erste stehende Heer Europas bilde
weben zusammengesetzter einheitlicher Teil des mensch
ten. Or|don|nanz|ofIfilzier der; -s, -e: meist jüngerer
lichen, tierischen u. pflanzlichen Körpers mit einer be
Offizier, der in höheren Stäben den Stabsoffizieren zuge
stimmten Funktion. 2. (Plur. selten) Zeitung, Zeitschrift
ordnet ist. or|don|nie|ren (aus gleichbed. fr. ordonner,
einer politischen od. gesellschaftlichen Vereinigung. 3. a)
dies aus lat. ordinare, vgl. ordinieren): (veraltet) anord
Institution od. Behörde, die bestimmte Aufgaben aus
nen, befehlen
führt; b) Beauftragter. 4. Sinn, Empfindung, Empfäng
Orldoslbronlzen [...brôsn] rfie (Plur.) <nach dem Ordosgelichkeit; ein Organ für etwas haben: zugänglich, empfäng
biet in Nordchina): vorgeschichtliche Funde aus der Hanlich für etwas sein. 5. (ugs.) [laute, schrille] Stimme. Orzeit (206 V. Chr.-220 n.Chr.), darunter Dolche mit Tier
galna: Plur. von 1 Organum, orlgalnal (aus spätlat. orgakopfgriff, Knöpfe mit Tiermotiven
nalis „zur Orgel gehörig“): 1. das Organum betreffend. 2.
Or doulblé* [ɔrduble] das: - - (aus gleichbed. fr. or doublé
orgelartig. Or|gan|bank die; -, -en (zu tOrgan): Einrich
zu or „Gold“ (aus lat. aurum) u. doublé, vgi. Doublé): mit
tung, die der Aufbewahrung von Organen (1) od. Teilen
Gold plattierte Kupferlegierung (für Schmucksachen)
davon für Transplantationen dient
or|do|vi|zisch [...v...] (nach dem britannischen Volks Orlganldin der; -s (nach gleichbed./r. organdi): (österr.)
stamm der Ordovices im heutigen nördlichen Wales): das
svw. Organdy. Orlganldy [...di] der; -s (über engl. organ
Ordovizium betreffend. Orldolvilzilum das: -s (zu
dy aus gleichbed./r. organdi, Herkunft ungeklärt): fast
T...ium): erdgeschichtliche Formation; Unterabteilung
durchsichtiges, wie Glasbatist ausgerüstetes (behandeltes)
des ÎSilurs (Untersilur; Geol.)
Baumwollgewebe in zarten Pastellfarben
Orldre* [ ordn, fr. ɔrdr(ə)] die; -, -s (aus fr. ordre, vgl. Or Orlgalnell das; -s, -en u. Or|ga|nel|le die; -, -n (Verkleine
der): franz. Form von Order; vgl. par ordre. Orldre du
rungsbildung zu tOrgan; vgl. ...eile): organartige Bildung
Cœur [ordrady'kœ:r] die; — (aus fr. ordre du cœur, eigtl.
des Zellplasmas von Einzellern (Biol.). Orlganlexltrakt*
„Ordnung (od. Logik) des Herzens“): 1. eine Art des Er
der; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu tOrgan): Medikament, das
kennens (Pascal). 2. Sinn für Werthöhe; Werthöhengefühl
aus tierischen Organen (1) gewonnen wird (Pharm.). Or(M. Scheier, N. Hartmann). Orldre pulblic [...py'blik]
ganilgramm das; -s, -e (Kunstw. zu tOrgan u.
der; - - (aus fr. ordre public, eigtl. „öffentliche Ordnung“):
t. ..gramm): 1. Stammbaumschema, das den Aufbau einer
Gesamtheit der grundlegenden Rechtsbestimmungen ei
[wirtschaftlichen] Organisation erkennen lässt u. über Ar
nes Staates, die eine Sperre gegen ansonsten anzuwenden
beitseinteilung od. über die Zuweisung bestimmter Aufga
des ausländisches Recht im Rahmen des internationalen
benbereiche an bestimmte Personen Auskunft gibt. 2. svw.
Privat-, Straf- od. öffentlichen Rechts darstellt
Organogramm (1). Or ga nik die; - (zu t2...ik (1)): Lehre
Öre das; -s, -, auch die; -, - (aus dän., norw. ore, schwed. öre,
vom geologischen, vegetabilischen u. animalischen Orga
dies aus lat. (nummus) aureus „Golddenar“): dänische,
nismus bei Hegel (Philos.). Orlgalnilkerrfer; -s, -: Chemi
norwegische u. schwedische Münze (= 0,01 Krone)
ker mit speziellen Kenntnissen u. Interessen auf dem Ge
Orelalde ¿ze; -, -n (über lat. oreas, Gen. oreadis, aus gr.
biet der organischen Chemie. Or|ga|ni|ke|rin die; -, -nen:
weibliche Form zu tOrganiker. orgalni sa bel (aus
oreiás, Gen. oreiádos, eigtl. „die zum Berg Gehörende“):
gleichbed./r. organisable zu organiser, vgl. organisieren):
Bergnymphe der griech. Sage, orelal (zu gr. öreios „ber
(selten) organisierbar, beschaffbar; sich verwirklichen las
gig; auf dem Berg befindlich“ u. T ‘...al (1)>: zum Gebirgs
send. Orlgalnilsaltilon die; -, -en (aus gleichbed./r. orga
wald gehörend (Geogr.)
nisation zu organiser, vgl. organisieren): 1. (ohne Plur.) a)
Ore-Bulk-Oil-Schiff ['ɔ:'bʌlk-'ɔɪl...] das; -[e]s, -e (zu engl.
das Organisieren; b) Aufbau, Gliederung, planmäßige Ge
ore „Erz“, bulk „Masse(ngut)“ u. oil „Öl“>: Spezialschiff
staltung. 2. Gruppe, Verband mit [sozialpolitischen Zielen
für den abwechselnden Transport von Erz, Massengütern
(z. B. Partei, Gewerkschaft). 3. Bauplan eines Organismus,
od. Öl
Gestalt u. Anordnung seiner Organe (Biol.). 4. Umwand
Orelgalno, Origano der; - (über gleichbed. span, oregano
lung abgestorbenen Körpergewebes in gefäßhaltiges Bin
bzw. it. origano aus lat. origanum, vgl. Origanum): als Ge
degewebe (Med.). Or|ga|ni|sa|ti|ons|akt der; -[e]s, -e:
würz verwendete getrocknete Blätter u. Zweigspitzen des
staatliche Entscheidung über die Errichtung, Zuständig
Origanums. Orelgalnum vgl. Origanum
keitsbestimmung, Änderung od. Aufhebung von staatli
Orelgonlzelder die; -, -n (nach dem Staat Oregon im Nord
chen Körperschaften, Anstalten od. Behörden. Orlgalniwesten der USA): svw. Douglasie
saltilonsldellikt das; -[e]s, -e: Straftat, die in Bildung,
orekltisch (aus gr. orektikös „zum Streben geneigt, be
Fortführung od. Unterstützung verbotener (bes. verfas
müht“ zu orégesthai „streben, sich bemühen“, eigtl. „sich
sungsfeindlicher) Vereinigungen besteht (Rechtsw.). Or
strecken“): die Aspekte der Erfahrung wie Impuls, Hal
ga inisaltionsikuiturAe, -: die von den Mitgliedern ei
tung, Wunsch, Emotion betreffend (Psych.)
ner Organisation hinsichtlich deren Zweck gemeinsam ge
orelmus (aus lat. oremus, 1. Pers. Plur. Konj. Präs, von
tragenen Grundüberzeugungen, Werte u. Einstellungen.
orare „bitten, beten“): lasst uns beten! (Gebetsaufforde
Orlgalnilsaltilgnslprolgramm das; -s, -e: Programm im
rung des kath. Priesters in der lat. Messe)
Betriebssystem eines Computers, das für die Verwaltung
Orenlda das; -s (aus dem Indian.): übernatürlich wirkende
der ablaufenden Aufträge (vgl. Job 2) u. Programme (4) zu
Kraft in Menschen, Tieren u. Dingen (Î dynamistischer
ständig ist (EDV). Or|ga|ni|sa|tions|psy|cho|lo|gie
Glaube von Naturvölkern); vgl. Mana, Manitu
die: - : Forschungszweig der Psychologie, der das Erleben
Or|fe i/i'e; -, -n (über lat. orphus aus gr. orphos „ein Meeres
u. Verhalten von Individuen u. Gruppen in beliebigen Or
fisch“): amerik. Karpfenfisch mit zahlreichen Arten (auch
ganisationen (z. B. Betrieben, Behörden, Krankenhäusern,
Aquarienfisch)
Haftanstalten) analysiert. Orlgalnilsa|ti|ons|ta|lent
Or|felvrelrie* [ɔrfevrə...] die; - (aus gleichbed./r. orfèvrerie
das; -[e]s, -e: 1. (ohne Plur.) Talent (1) zum Organisieren. 2.
zu orfèvre „Goldschmied“ (angelehnt an gleichbed. lat.
Organisator
jmd., der Organisationstalent (1) besitzt. Orlgalnilsaltor
der; -s, ...oren (zu t...or>: 1. a) jmd., der etwas organisiert,
eine Unternehmung nach einem bestimmten Plan vorberei
tet; b) jmd., der organisatorische Fähigkeiten besitzt. 2.
Keimbezirk, der auf die Differenzierung der Gewebe Ein
fluss nimmt (Biol.). Organilsatorin die; -, -nen: weib
liche Form zu t Organisator (1). or|galni|sa|to|risch: die
Organisation (la) betreffend, orlgalnisch (nach gleichbed. spätlat. organicus, dies aus gr. organikós „als Werk
zeug dienend; wirksam“): 1. a) ein Organ od. den Organis
mus betreffend (Biol.); b) der belebten Natur angehörend;
Ggs. t anorganisch (1 a); c) die Verbindungen des Kohlen
stoffs betreffend; organische Chemie: Teilgebiet der Che
mie, das sich mit den Verbindungen des Kohlenstoffs be
schäftigt; Ggs. t anorganische Chemie. 2. einer inneren
Ordnung gemäß in einen Zusammenhang hineinwachsend,
mit etwas eine Einheit bildend. or|ga|ni|sie|ren (aus fr.
organiser „einrichten, anordnen, gestalten“ zu organe, vgl.
Organ): 1. a) etwas sorgfältig u. systematisch vorbereiten
[u. für einen reibungslosen, planmäßigen Ablauf sorgen];
b) etwas sorgfältig u. systematisch aufbauen, für einen be
stimmten Zweck einheitlich gestalten. 2. (ugs. verhüllend)
sich etwas [auf nicht ganz rechtmäßige Weise] beschaffen.
3. a) in einer Organisation (2), einem Verband o.Ä. od. zu
einem bestimmten Zweck zusammenschließen; b) sich -:
sich zu einem Verband zusammenschließen. 4. totes Gewe
be in gefäßhaltiges Bindegewebe umwandeln (Med.). 5. auf
der Orgel zum Cantus firmus frei fantasieren (Mus.), orga|ni|siert (zu T...iert>: einer Organisation (2) angehö
rend; organisierte Kriminalität: verbreitete, jedoch nicht
eindeutig abgrenzbare Bez. für von Gruppen verübte kri
minelle Handlungen, oijgalnislmisch (zu t Organismus):
zu einem Organismus gehörend, sich auf einen Organismus
beziehend. Or|ga|nis|mus der; -, ...men (aus gleichbed./r.
organisme; vgl. Organ u. ...ismus (2)>: 1. a) das gesamte
System der ÎOrgane (1); b) (meist Plur.) tierisches od.
pflanzliches Lebewesen (Biol.). 2. (Plur. selten) größeres
Ganzes, Gebilde, dessen Teile, Kräfte o. Ä. zusammenpas
sen, Zusammenwirken. Oijgalnist der; -en, -en (aus
gleichbed. mlat. organista zu lat. organum, vgl. Organum):
Musiker, der Orgel spielt. Or|ga|nis|tin die; -, -nen: weib
liche Form zu lOrganist. Or ga nis trum* das; -s, ...stren
(aus gleichbed. nlat. organistrum zu lat. organum, vgl. Or
ganum): Drehleier. Orlgalnilzer ['ɔ:gənaɪzə] der; -s, - (aus
engl. organizer „Organisator“ zu to organize „planen; or
ganisieren“, dies aus mlat. organisare (wohl über mittelfr.
organiser) zu lat. organum, vgl. Organ): den Terminplaner
aus Papier ersetzender Taschencomputer; vgl. Notebook.
Orlgalnilzislmus der; - (zu TOrgan u. Î...izismus): meta
physischer Standpunkt, der die Wirklichkeit allein unter
dem Gesichtspunkt des Organischen betrachtet (Philos.).
Or|gan|kla|ge die; -, -n: Klage eines Verfassungsorgans
des Bundes od. eines Landes gegen ein anderes vor dem
Bundesverfassungsgericht (Rechtsw.). Or gan kon serve [...va] die; -, -n: konserviertes Organ (1) zur Organver
pflanzung (Med.). Or|gan|konlser|vie|rung [...v...] die;
-, -en: Konservierung eines Organs (1; Med.). Orlganmanldat das; -[e]s, -e: (österr. Amtsspr.) Strafe, die von
der Polizei ohne Anzeige u. Verfahren verhängt wird, orgajno..., Orlgalno... (zu tOrgan): Wortbildungselement
mit den Bedeutungen: a) „Organe (1) betreffend“, z.B. organografisch, b) „Musikinstrumente, bes. die Orgel, be
treffend“, z. B. Organologe, u. c) „organische Stoffe, bes.
Kohlenstoffverbmdungen betreffend“, z. B. organogen, organotroph. or ga no gen (zu T...gen): 1. am Aufbau der
organischen Verbindungen beteiligt (Chem.). 2. Organe
bildend; organischen Ursprungs (Biol.). Orlgalnolgen
das; -s, -e: 1 Element (6), das am Aufbau organischer Stoffe
beteiligt ist (z.B. Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff,
972
Sauerstoff, Schwefel; Chem.). Orlgalnolgelnelse die; -:
Prozess der Organbildung (Biol.). Orlgalnolgralfie, auch
...gralphie die;-, ...ien(zut.-.grafie): 1. Beschreibung der
Organe (Med., Biol.). 2. Teilgebiet der Botanik, auf dem
der Aufbau der Pflanzenorgane erforscht wird. 3. Lehre
vom Bau der Musikinstrumente, otjgalnolgralfisch,
auch ...gralphisch (zu 1...grafisch): Lage u. Bau der Or
gane beschreibend (Med., Biol.). Orlgaino gramm das;
-s, -e (zu t,,,gramm): 1. schaubildliche Wiedergabe der Ver
arbeitung von Informationen im Organismus (Psychol.). 2.
svw. Organigramm (1). or ga no id (zu t...oid): organ
ähnlich (Med., Biol.). Or|ga|no|id das; -[e]s, -e: svw. Organell[e]. oijgalnollepltisch (unter Einfluss von/r. orga
noleptique „Sinne u. Organe berührend“ zu torgano... u.
gr. lêptôs „fassbar, begreiflich“, dies zu lambánein „fassen,
begreifen“): Lebensmittel nach einem bestimmten Bewer
tungsschema auf Eigenschaften wie Geschmack, Ausse
hen, Geruch, Farbe ohne Hilfsmittel, nur mit den Sinnen
prüfend. Orlgalnollolge der; -n, -n (zu î...loge>: Wissen
schaftler auf dem Gebiet des Orgelbaus. Orlgalnollolgie
die; - (zu t...logie): 1. Organlehre (Med., Biol.). 2. Orgel[bau]kunde. or ga no lolgisch (zu 1 ...logisch): die Or
ganologie betreffend, zu ihr gehörend. Orlgalnon das; -s,
...na (aus gr. organon „Werkzeug, Instrument“): a) (ohne
Plur.) Gesamtheit der logischen Schriften des Aristoteles
als Hilfsmittel zur Wahrheitserkenntnis; b) [logische]
Schrift zur Grundlegung der Erkenntnis. pr|ga|no ple no
vgl. pleno organo. Or|ga|no|spl das; -s, -e (zu tOrgan u.
T2Sol>: Lösung eines Kolloids in einem organischen Lö
sungsmittel (Chem.). Orlgalnolthelralpie die: -: svw. Or
gantherapie. orlgalnoltrop* (zu t,,,trop): auf Organe ge
richtet, auf sie wirkend (Med.), oijgalnoltrpph* (zu
t,,,troph): organische Substanzen zur Energiegewinnung
verwendend. Or|ga|no|zo|on das; -s, ...zoen (zu gr. zöon
„Lebewesen“): im Innern eines Organs lebender Parasit.
Or|gan|prä|pa|rat das; -[e]s, -e: aus getrockneten tieri
schen Organen hergestelltes Arzneimittel (Med.). Otjganpsylcholse die; -, -n: körperliche Erkrankung mit psycho
tischem Hintergrund (Psychol.). Origan Ischaft die; -, -en :
finanzielle, wirtschaftliche u. organisatorische Abhängig
keit eines rechtlich selbstständigen Unternehmens gegen
über einem beherrschenden Unternehmen, in dem es als
Organ (3 a) aufgeht
Orlganlsin u. Organzin der od. das; -s (aus gleichbed./r. or
gansin, dies vermutlich (über it. organzino) zum Namen
der usbekischen Stadt Urgentsch, wo diese Seide erstmals
hergestellt wurde): beste Naturseide, die gezwirnt als
Kettgarn verwendet wird
orlganlspelzilfisch (zu tOrgan u. tspezifisch): auf be
stimmte Organe einwirkend (von Medikamenten, Giften;
Med.). Or|gan|the|o|rie die; -: steuerrechtliches Prinzip,
nach dem eine Gesellschaft als unselbstständig gilt, wenn
sie in ein anderes Unternehmen eingegliedert u. dessen
Willen unterworfen ist (Rechtsw.). Orlganlthelralpie
die; -: Verwendung von aus tierischen Organen od. Sekre
ten gewonnenen Arzneimitteln zur Behandlung von
Krankheiten
Orjganltin der od. das; -s (nach gleichbed./r. organdi): (ös
terr.) svw. Organdin
Orlgan|trans|plan|ta|tilon die; -, -en (zu tOrgan u.
tTransplantation): Übertragung eines gesunden Organs
(z. B. einer Niere) von einem Spender auf einen Empfän
ger mit einem entsprechend unheilbaren Organ (Med.).
Orlgalnum das,-s, ...gana (aus gleichbed. mlat. organum,
dies aus lat. organum, vgl. Organ): 1. älteste Art der Mehr
stimmigkeit, Parallelgänge zu den Weisen des gregoriani
schen Gesanges (vgl. gregorianisch). 2. Musikinstrument,
bes. Orgel
Orlganjza der; -s (aus gleichbed. it. organza; vgl. Organ-
973
sin): hauchzartes Gewebe aus nicht entbasteter Natursei
de bzw. aus Chemiefasern. Orlganlzin vgl. Organsin
Orlgaslmus der; -, ...men (über nlat. Orgasmus aus gleichbed. gr. orgasmos zu organ „strotzen, schwellen; vor Lie
besverlangen glühen">: Höhepunkt der sexuellen Lust, orgasltisch: den Orgasmus betreffend; wollüstig
Orlgel die: -, -n (über althochd. orgela (wohl durch Dissimi
lation entstandene Nebenform) aus lat. organa, Plur. von
organum, vgl. Organ): größtes Tasteninstrument mit Î Ma
nualen, Î Pedalen, Î Registern, Gebläse, Windladen, Pfei
fenwerk, Schweller u. Walze. Orlgellproslpekt* der;
-[e]s, -e: künstlerisch ausgestaltetes Pfeifengehäuse der
Orgel, meist mit tragenden Teilen aus Holz, die reich mit
Schnitzwerk verziert sind. Origeilpunkt der; -(e]s: (lang)
ausgehaltener, die Tonart bekräftigender Basston auf der
Orgel (auch unterbrochen), über dem sich die übrigen
Stimmen harmonisch, rhythmisch u. melodisch frei bewe
gen (Mus.)
Orlgil aslmus der: -, ...men (über nlat. orgiasmus aus
gleichbed. gr. orgiasmós zu orgiäzein „ein Fest orgiastisch
feiern", dies zu orgia, vgl. Orgie): zügelloses, ausschwei
fendes Feiern (bes. in den antiken îMysterien). Or|gi|ast
der; -en, -en (aus gr. orgiastÉs „der Orgien Feiernde“): zü
gelloser Schwärmer. Orlgilasltin die; -, -nen: weibliche
Form zu tOrgiast.or|gi|as|tisch (ausgr. orgiastikös „en
thusiastisch, begeistert“, eigtl. „die Feiern der Orgien be
treffend"): schwärmerisch; wild, zügellos. Orlgie [,,,iə]
die; -, -n (aus lat. orgia (Plur.) „nächtliche Bacchusfeier“,
dies aus gr. orgia (Plur.) „(geheimer) Gottesdienst“, wei
tere Herkunft unsicher) : 1. geheimer, wild verzückter Got
tesdienst [in altgriech. Î Mysterien], 2. a) ausschweifendes
Gelage; b) keine Grenzen kennendes Ausmaß von etwas;
Orgien feiern: keine Grenzen kennen, maßlos sein, sich
austoben
Orglware [ ɔ:gwɛə] iZfe; -, -s (Kunstw. aus engl. organisation
u. -ware, Analogiebildung zu ÎSoftware): Betriebssystem
eines Computers [u. der damit befasste Personenkreis]
Orilbi das; -s, -s (aus einer afrik. Sprache) : Bleichböckchen,
eine vor allem in den Graslandschaften Afrikas vorkom
mende Antilopenart
Orilent ['o:riɛnt, auch o rient] der: -s (aus gleichbed. lat.
(sol) oriens, Gen. orientis, eigtl. ,,aufgehend(e Sonne)“,
substantiviertes Part. Präs, von oriri „sich erheben; auf
gehen“): 1. Gesamtheit der vorder- u. mittelasiatischen
Länder; östliche Welt; Ggs. TOkzident. 2. (veraltet) Osten.
Orilen|ta|le der; -n, -n (zu lat. orientales (Plur.) „die Mor
genländer“): Bewohner der Länder des Orients. Ori|entaIlia die (Plur.) (zu ɪ,,,ia): Werke über den Orient. OrienltaHilde dem. die; -n, -n (zut,,,ide): Angehörige[r] des
Menschentypus bes. auf der Halbinsel Arabien, in Meso
potamien u. in Nordafrika. Ori|en|ta|lin die; -, -nen:
weibliche Form zu îOrientale, orilenltallisch (aus lat.
orientalis „morgenländisch“): den Orient betreffend, aus
dem Orient stammend; östlich, morgenländisch; orienta
lische Region: tiergeografische Region (Vorder-, Hinter
indien, Südchina, die Großen Sundainseln u. die Philippi
nen); orientalischer Ritus: Sammelbez. für die Riten der
mit Rom unierten Ostkirchen. ori|en|ta|li|sielren (zu
î ...isieren): a) orientalische Einflüsse aufnehmen (z. B. in
Bezug auf die Kunst); b) einer Gegend o.Ä. ein orientali
sches Gepräge geben. Orilenltallislmus der; - (zu Î...ismus (2)) : Bez. für das sich bes. in Gemälden, Aquarellen u.
Zeichnungen des 19. Jh.s ausdrückende Interesse an Kul
tur u. Lebensweise des Orients. Orilenltallist ¿ter; -en,
-en (zu Î...ist): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Orien
talistik. Ori|en|ta|lis|tik die; - (zu T...istik): Wissenschaft
von den orientalischen Sprachen u. Kulturen. Orilenltalisitin die; -, -nen: weibliche Form zu ÎOrientalist, orien ta lisltisch (zu T...istisch): die Orientalistik betref
Originator
fend. Ori|en|ta|ti|on die; -, -en (zu t ...ation): svw. Orien
tierung (1); vgl....ation/...ierung. Ori ent beu le die; -, -n
(nach dem häufigen Vorkommen bes. im Vorderen Ori
ent): ansteckende tropische Beulenkrankheit der Haut,
z. B. Î Aleppobeule (Med.).orilenltielren (aus gleichbed.
fr. (s’)orienter, eigtl. „gegen Osten wenden“, zu orient
„Sonnenaufgang, Osten; Orient“; vgl. Orient): 1. a) sich -:
eine Richtung suchen, sich [in einer unbekannten Gegend]
zurechtfinden; b) ein Kultgebäude, eine Kirche in der
West-Ost-Richtung anlegen. 2. (bes. Schweiz.) informie
ren, unterrichten. 3. auf etwas einstellen, nach etwas aus
richten (z.B. die Politik, sich an bestimmten Leitbildern
orientieren). 4. a) (regional) auf etwas hinlenken; b) sich -:
seine Aufmerksamkeit auf etwas, jmdn. konzentrieren,
orilenltiert (zu T ...iert): a) auf etwas ausgerichtet; b)
über etwas gut unterrichtet. ...orilenltiert (zu t...iert>:
Wortbildungselement mit der Bedeutung „auf etwas aus
gerichtet, eingestellt“, z.B. bedarfsorientiert, konsumori
entiert. Ori|en|tie|rung die;-,-en (zu Î...ierung): 1. An
lage eines Kultgebäudes, einer Kirche in der West-OstRichtung; vgl. ...ation/...ierung. 2. das Sichzurechtfinden
im Raum. 3. geistige Einstellung, Ausrichtung. 4. Infor
mierung, Unterrichtung. 5. (regional) Hinlenkung auf et
was. Orilenltielrungs relakltilon die; -, -en: auf Au
ßenreize erfolgende, aber auch auf Lernvorgängen beru
hende, zu gerichteter Bewegung führende Reaktion bei
Tieren u. Pflanzen (Biol.). Orientierungsstufe die;
-, -n: Zwischenstufe von zwei Jahren zwischen Grund
schule u. weiterführender Schule
Orilfilcilum [...tsiom] das; -s, ...cia (aus lat. orificium
„Mündung, Deckel“): a) svw. Ostium; b) Mund der Orgel
pfeifen
Orilflamlme die; - (aus gleichbed. fr. oriflamme, dies aus
mlat. aurea flamma, eigtl. „Goldflamme“): Kriegsbanner
der franz. Könige (12.-15. Jh.)
Orilga mi das; -[s] (aus gleichbed. jap. origami, eigtl. „ge
faltetes Papier“): alte japan. Kunst des Papierfaltens, bes.
als symbolträchtiger Verpackungsschmuck zu bestimmten
Anlässen
Orilgalno vgl. Oregano. Orilgalnum, auch Oreganum
das; -[s] (aus gleichbed. lat. origanum, dies aus gr. origanon): Gewürzpflanze, Dost, wilder Majoran
ori|gi|nal (aus lat. originalis „ursprünglich“ zu origo, Gen.
originis „Ursprung“, dies zu oriri, vgl. Orient): 1. a) ur
sprünglich, echt; urschriftlich; b) unmittelbar, direkt (z. B.
von Sendungen im Funk u. Fernsehen) übertragen. 2. von
besonderer, einmaliger Art, urwüchsig, originell (1); vgl.
...al/...eil. Orilgilnal das; -s, -e (zu toriginal, Bed. 1 aus
gleichbed. mlat. originale (exemplar)): 1. Urschrift, Urfas
sung; Urbild, Vorlage; Urtext, ursprünglicher fremdspra
chiger Text, aus dem übersetzt worden ist; vom Künstler
eigenhändig geschaffenes Werk der bildenden Kunst. 2.
(ugs.) eigentümlicher, durch seine besondere Eigenart auf
fallender Mensch. Ori|gi|na|li|en [,,,iən] die (Plur.) (zu
Î ’...ie): originale Aufsätze, Schriften u.Ä.Ori|gi|na|li|tät
die; -, -en (aus gleichbed. fr. originalité; vgl. original u.
...ität): 1. (ohne Plur.) Ursprünglichkeit, Echtheit, Selbst
ständigkeit. 2. auffällige Besonderheit, wesenhafte Eigen
tümlichkeit. Ori|gi|nal|ko|pie die; -, ...ien [,,,i:ən] (zu
Îoriginal): 1. vom Künstler hergestellte od. autorisierte
Kopie seines Kunstwerkes. 2. von einem Originalnegativ
hergestellte Kopie (Fotogr., Film). Orilgilnallton der;
-[e]s: im Rahmen einer Hörfunk-, Fernsehsendung ver
wendeter Ton einer Direktaufnahme, d. h. mit direkt spre
chenden Personen, mit echter Geräuschkulisse o.Ä.;
Abk.: 0-Ton.ori|gi|när (übcr/k originaire aus gleichbed.
lat. originarius): ursprünglich. Ori|gi|na|ti|on die; -, -en
(aus lat. originatio „(Wort)ableitung“): (veraltet) Entste
hung, Ursprung, Abstammung. Ori|gi|na|tor der; -s,
974
originell
...toren (zu T...ator>: Sender einer schriftlichen od. münd
lichen Mitteilung (Sprachw.). orilgilnell <aus gleichbed.
fr. originel; vgl. original): 1. ursprünglich, in seiner Art
neu, schöpferisch. 2. (ugs.) eigenartig, eigentümlich, ur
wüchsig u. gelegentlich komisch; vgl. ...al/...eil. Orilgo
die: -, ...gines [...ne:s] (aus lat. origo, Gen. originis „Ur
sprung“): Ursprungsstelle eines Organs od. Körperteils,
bes. eines Muskels od. Nervs (Anat.)
Orilllon [ɔri'jð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. orillon): (ver
altet) runder Teil einer vorspringenden Befestigung
Ori|o|ni|den die (Plur.) (zugr. öriön „Sternbild des nördli
chen Himmels“ (da der Meteorschwarm von diesem
Sternbild auszugehen scheint) u. T...iden>: ein (in der zwei
ten Oktoberhälfte zu beobachtender) Meteorstrom
...orisch (aus lat. -orius): Endung von Adjektiven, die den
im Basiswort genannten Inhalt zum Ziel haben (z. B. infor
matorisch = zum Zweck der Information [verfasst], den
Zweck habend (zu informieren); vgl. ...iv/...orisch
...o|risch/...iv vgl. ...iv/...orisch. ...olrilum (aus lat. -orium; vgl. ...oru. ...ium): Endung sächlicher Substantive, die
eine Körperschaft [u. deren Tagungsort] od. bestimmte
Anlagen u. Einrichtungen, Vorrichtungen u.Ä. bezeich
net, z. B. Auditorium, Direktorium, Infusorium, Konser
vatorium, Sanatorium, Suspensorium
Orlkan der: -[e]s, -e (aus gleichbed. niederl. orkaan, dies aus
span, huracán „Wirbelsturm“; vgl. Hurrikan): äußerst
starker Sturm
Orlkus der: - (aus lat. Orcus, vielleicht zu orea „Tonne“;
nach dem altröm. Gott der Unterwelt): 1. Unterwelt, To
tenreich (in der altröm. Mythologie). 2. (ugs.) Toilette (2),
Klosett
Orllelan der: -s (nach der franz. Namensform des Spaniers
Fr. Orellana, um 1511-1549): orangeroter pflanzlicher
Farbstoff zum Färben von Nahrungs- u. Genussmitteln
Or|le|a|nist der: -en, -en (aus gleichbed. fr. orléaniste, nach
den Herzögen von Orléans u. zu t ...ist): Anhänger des
Hauses Orléans u. Gegner des franz. Königsgeschlechts
der Bourbonen. Orllelans der; - [...leä(s)] (nach der franz.
Stadt Orléans): leichter, glänzender Baumwollstoff, ähn
lich dem Î Lüster (4)
Orllog iZer; -s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. niederl. oorlog,
älter orlog): (veraltet) Krieg. Orlloglschiff das; -[e]s, -e:
(veraltet) Kriegsschiff
Orllon® das; -s (Kunstw.; vgl. 3...on): synthetische Faser aus
Polyacrylnitril zur Herstellung von Textilien
Otjlowltralber ['ɔrlɔf...] der; -s, - (nach dem russ. Züchter
Graf Orlow): kraftvolles, kompaktes, ausdauerndes Wa
genpferd (älteste, planmäßig gezüchtete Traberrasse)
Orlnalment das; -[e]s, -e (aus lat. ornamentum „Ausrüs
tung; Schmuck, Zierde; Ausschmückung“ zu ornare, vgl.
ornieren): Verzierung; Verzierungsmotiv. or|na|men|tal
(zu tɪ,,,al (1)): mit einem Ornament versehen, durch Or
namente wirkend; schmückend, zierend. or|na|men|tieren (zu t..deren): mit Verzierungen versehen. Or|namenltik die; - (zu t2...ik (2)>: 1. Gesamtheit der Ornamen
te im Hinblick auf ihre innerhalb einer bestimmten Stil
epoche o.Ä. od. für einen bestimmten Kunstgegenstand
typischen Formen. 2. Verzierungskunst. Orlnalmenltist
der; -en, -en (zu T ...ist): jmd., der Verzierungen anfertigt
(z. B. an Gebäuden). Orlnat der, auch ¿fas; -[e]s, -e (aus faz.
ornatus „Ausrüstung; Schmuck; schmuckvolle Kleidung“
zu ornare, vgl. ornieren): feierliche [kirchliche] Amts
tracht. orlnaltiv (aus lat. ornativus „zur Ausstattung ge
eignet od. dienend“): das Ornativ betreffend, darauf be
züglich. Orlnaltiv das; -s, -e [...va] (aus lat. (verbum) ornativum) : Verb, das ein Versehen mit etwas od. ein Zuwen
den von etwas ausdrückt (z.B. kleiden = mit Kleidern
versehen). or|nie|ren (aus /a/, ornare „ausrüsten; schmü
cken“): (veraltet) schmücken
die; - (aus gr. órnis, Gen. órnithos „Vogel“): die Vo
gelwelt einer Landschaft (Biol.). orlnilth..., Orlnilth...
vgl. ornitho..., Ornitho... Orlnilthin das; -s, -e (zu T...in
(1)): basisch reagierende Aminosäure, die für Umwand
lung von Ammoniak in Harnstoff wichtig ist u. als Baustein
in manchen ÎPeptiden auftritt (Biochem.). orlniltho...,
Orlniltho..., vor Vokalen auch ornith..., Ornith... (aus gr.
órnis, Gen. órnithos „Vogel“): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „Vogel; durch Vögel erfolgend“, z.B. Or~
nithogamie, ornithologisch, Ornithin. Orlniltholgäa die;
- (zu gr. gala „Erde“): in der Tiergeografie die australische
Region, orlniltholgam (zu t...gam (1)): svw. ornithophil.
Or|ni|tho|ga|mie die; - (zu î...garnie (1)>: Vogelblütigkeit, Befruchtung von Blüten durch Vögel. Orlnilthollith
der: Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu t,,,lith): Vogelversteinerung. Orlnilthollglge der: -n, -n (zu t...loge): Wissen
schaftler auf dem Gebiet der Vogelkunde. Or|ni|tho|logie iZze;- (zu Î ...logie): Vogelkunde. Orlnilthollolgin die;
-, -nen: weibliche Form zu TOrnithologe. or|ni|tho|logisch (zu t ...logisch): vogelkundlich. orlniltholphil (zu
T ...phil): 1. den Blütenstaub durch Vögel übertragen las
send (in Bezug auf bestimmte Pflanzen). 2. bevorzugt bei
Vögeln vorkommend (z.B. Parasiten). Or|ni|tholphi|lie
die: - (zu t ...philie): svw. Ornithogamie. Or|ni|thop|ter*
der;-s, - (zugr. pterón „Feder, Flügel“): Schwingenflügler;
Experimentierflugzeug, dessen Antriebsprinzip dem des
Vogelflugs gleicht. Or|ni|tho|rhyn|chus [...rvnços] der;
- (zu t ornitho... u. gr. rhygehos „Rüssel“): austral. Schna
beltier. Orlniltholse die; -, -n (zu t*...ose): von Vögeln
übertragene Infektionskrankheit (Med.)
oro.... Oro... (aus gleichbed. gr. oros): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Berg, Gebirge; das Gebirge be
treffend“, z. B. orogen, Orometrie
Oro ban che die: -, -n (zugr. órobos „Kichererbse“ u. ágchein „würgen, erdrosseln“): Sommerwurz (Pflanzen
schmarotzer auf Schmetterlingsblütlern u.a.)
oroigen (zu toro... u. t...gen): durch Orogenese entstan
den; gebirgsbildend (Geol.). Oroigen das; -s: Gebirge mit
Falten- od. Deckentektonik (Geol.). Orolgelnelse die; -,
-n: Gebirgsbildung, die eine Î Geosynklinale ausfaltet (Ge
ol.). orolgelneltisch: die Orogenese betreffend. Orogelnie die; - (zu t...genie): (veraltet) Lehre von der Ent
stehung der Gebirge (Geol.). Orolgnolsie* die; -, ...ten
(zu t...gnosie>: (veraltet) Gebirgsforschung u. -Beschrei
bung. orolgnosltisch*: (veraltet) die Orognosie betref
fend, auf ihr beruhend. Orolgralfie, auch ...gralphie
die: -, ...ien (zu t...grafie): Beschreibung der Reliefformen
des Landes (Geogr.). orolgralfisch, auch ...gralphisch
(zu t...grafisch): a) die Orografie betreffend; b) die Eben
heiten u. Unebenheiten des Landes betreffend (Geogr.).
Orolhiplpus der:-, ...pi (zufat. hippus, dies ausgr. hippos
„Pferd“, eigtl. „Bergpferd“): Unpaarhufer Nordamerikas
aus dem mittleren Î Eozän, Nachfolger des TEohippus.
Orolhy dro gra fie*, auch ...gralphie t/fa; -, ...ien: Gebirgs- u. Wasserlaufbeschreibung (Geogr.). orolhyldrogralfisch*, auch ...gralphisch: die Orohydrografie be
treffend. Orollolgie die; - (zu Î...logie): (veraltet) verglei
chende Gebirgskunde. Orolmeltrie* die; - (zu Î ...metrie):
Methode, die alle charakteristischen Größen- u. Formen
verhältnisse der Gebirge durch Mittelwerte ziffernmäßig
erfasst (z.B. mittlere Kammhöhe; Geogr.). orolmetrisch* (zu T ...metrisch): die Orometrie betreffend
Oronlgo rfas; -s, -s (aus einer afrik. Sprache): svw. Tschiru
Orolplasltik die; - (zu toro... u. tPlastik): Lehre von der
äußeren Form der Gebirge, orolplasltisch: die Oroplastik betreffend
Orolyalfielber [...ja...] das; -s (nach der peruanischen
Stadt La Oroya): meist tödlich verlaufende 1 Bartonellose
(Med.)
Orlnis
975
das; -s, ...een (nach Orpheus, dem mythischen
Sänger der griech. Sage (Sohn des Apollo); vgl. t...ium>:
Tonhalle, Konzertsaal.Orlphik die; - (aus gr. tä Orphikä,
substantiviertes Neutrum Plur. von Orphikós „orphisch,
des Orpheus“, nach Orpheus, dem mythischen Begründer
religiöser Geheimlehren): aus Thrakien stammende religi
ös-philosophische Geheimlehre der Antike, bes. im alten
Griechenland, die Erbsünde u. Seelenwanderung lehrte.
Orlphilker der; -s,
Anhänger der Orphik. or phisch
(aus gleichbed. gr. orphikós): zur Orphik gehörend; ge
heimnisvoll. Orlphislmus der; - (aus gleichbed. fr. orphis
me; vgl. ...ismus (2)>: 1. Kunstrichtung zu Beginn des
20. Jh.s, die sich auf die Zerlegung des Lichteindrucks
konzentrierte u. auf der Grundlage des Farbprismas einen
Simultaneffekt von Farbkontrasten erreichte. 2. svw. Or
phik. Orphizismus der; - (zu (...izismus): svw. Orphik
ɔθrlpinglton ['ɔ:pɪŋtən] rfze; -, -s (nach der gleichnamigen
ehemaligen engl. Stadt, einem heutigen Stadtteil von Lon
don): eine Mastente. 2Or|ping|ton das; -s, -s (zu t'Orpington): Huhn mit kräftigem, schwerem Körper
Orlplid* [auch 'ɔ:rph:t] das; -s (Kunstw.): (von E. Mörikeu.
seinen Freunden erfundenes) Märchen-, Traumland
Orlrelry ['ɔrərɪ] das; -s, -s (nach Ch. Boyle, dem Earl of Or
rery (1676-1731)): mechanisches Gerät, das die relativen
Bewegungen einiger Planeten u. Monde anzeigt (Astron.)
Orlsatlaplpalrat der; -[e]s, -e (nach dem Erfinder Orsat
(19. Jh.)): physikalisch-chemisches Gasanalysengerät
Orlseille [ɔr'sɛj] das; - (aus fr. orseille (tinctoriale) „(Färber)flechte“>: durch ÎExtraktion bes. aus der Färberflech
te gewonnener roter bis blauvioletter Farbstoff, der früher
zum Färben von Wolle u. Seide verwendet wurde
Örlsted vgl. Oersted
orlth..., Orlth... vgl. ortho..., Ortho...Orlthaulgit* [auch
...grt] das; -s, -e: zur Gruppe der rhombischen Î Augite ge
hörendes Mineral. Orlthelse die; -, -n (Kurzw. aus torthopädisch u. TProt/zcie): (Prothese (1), der zum Aus
gleich von Funktionsausfällen der (Extremitäten (1) od.
der Wirbelsäule eine Stützfunktion zukommt (z.B. bei
(spinaler Kinderlähmung; Med.). Orltheltik die; - (zu
t2...ik (1)>: medizinisch-technischer Wissenschaftszweig,
der sich mit der Konstruktion von Orthesen befasst
(Med.), orltheltisch: a) die Orthetik betreffend; b) die
Orthese betreffend. Or|thi|kon das; -s, Plur. ...one, auch
-s (aus gleichbed. engl. orthicon, dies zu (ortho... u. ÎIkonoskop): Speicherröhre zur Aufnahme von Fernsehbil
dern. Orlthit [auch ...'tit] der; -s, -e (zu 1 ortho... u. t2...it):
ein graubraunes bis pechschwarzes radioaktives Mineral,
orltho..., Orltho..., vor Vokalen auch orth..., Orth... (aus
gleichbed. gr. orthös): Wortbildungselement mit der Be
deutung „gerade, aufrecht; richtig, recht“, z.B. orthogra
fisch, Orthopädie. Or|tho|chro|ma|sie [...kro...] die; -:
Fähigkeit einer fotografischen Schicht, für alle Farben au
ßer Rot empfindlich zu sein, orltholchrolmaltisch: die
Orthochromasie betreffend. Or|tho|dia|gra|fie, auch
...gralphie die; -, ...ien (zu (Diagraf u. t2...ie>: röntgeno
grafische Darstellung von Körperorganen in ihrer natür
lichen Größe u. ohne perspektivische Verzerrung (Med.).
Orltholdonltie* die: -, ...ien (zu gr. odoús, Gen. odóntos
„Zahn“ u. (2...ie>: Behandlung angeborener Gebissanomalien durch kieferorthopädische Maßnahmen (z.B. die
Beseitigung von Zahnfehlstellungen; Med.). or|tho|dox
(über spätlat. orthodoxus ausgr. orthodoxos „von richtiger
Meinung, die richtige Anschauung habend; rechtgläu
big“): 1. rechtgläubig, strenggläubig. 2. svw. griechisch-orthodox;orthodoxe Kirche: die seit 1054 von Rom getrennte
morgenländische od. Ostkirche. 3. a) der strengen Lehr
meinung gemäß; der herkömmlichen Anschauung ent
sprechend; b) starr, unnachgiebig, orltholdox-analtolisch: (veraltet) svw. griechisch-orthodox; vgl. orthodox
Or phe um
Orthophyr
(2) Or|tho|do|xie die; - (über spätlat. orthodoxia aus gr.
orthodoxia „rechte, richtige Meinung; Rechtgläubig
keit“): 1. a) Rechtgläubigkeit, Strenggläubigkeit; b) theo
logische Richtung, die das Erbe der reinen Lehre (z. B. Lu
thers od. Calvins) zu wahren sucht (bes. in der Zeit nach
der Reformation). 2. [engstirniges] Festhalten an Lehr
meinungen.or|tho|drom‘ (zu gr. orthodromeln „gerade
aus laufen“): 1. die Orthodrome betreffend. 2. in normaler
Richtung verlaufend (von der Nervenreizleitung; Med.);
vgl. ...isch/-.Or|tho|drg|me* die; -, -n: Großkreis auf der
Erdkugel (kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten
auf der Erdoberfläche; Nautik).orltholdrglmisch*: auf
der Orthodrome gemessen; vgl. ...isch/-. Orltholelpie
die; - (aus gleichbed. gr. orthoépeia): Lehre von der rich
tigen Aussprache der Wörter. Orltholelpik die; - (zu
t2...ik (1)): svw. Orthoepie. or|tho|e|pisch; die Ortho
epie betreffend, zu ihr gehörend. Or|tho|ge|ne|se die; -,
-n: Form einer stammesgeschichtlichen Entwicklung bei
einigen Tiergruppen od. auch Organen, die in gerader Li
nie von einer Ursprungsform bis zu einer höheren Ent
wicklungsstufe verläuft (Biol.). Orlthogestein das;
-[e]s, -e: Sammelbez. für kristalline Schiefer, die aus Er
starrungsgesteinen entstanden sind (Geol.). orlthognath* (zu gr. gnäthos „Kinnbacken“): einen normalen
Biss bei gerader Stellung beider Kiefer aufweisend (Med.).
Orltholgnalthie* die; - (zu l2...ie): gerade Kieferstellung
(Med.). Orltholgneis* der; -es, -e: aus magmatischen
Gesteinen hervorgegangener Gneis (Geol.). Orltholgon
das; -s, -e (über lat. orthogonium aus gleichbed. gr. orthogönion): Rechteck, orltholgolnal (zu (‘...al (1)):
rechtwinklig. Orltholgraf, auch ...graph der; -en, -en
(über lat. orthographus aus gr. orthogräphos „richtig
schreibend; Rechtschreiber“): 1. jmd., der auf dem Gebiet
der Rechtschreibung arbeitet. 2. (veraltet) jmd., der ortho
grafische Regeln aufstellt. Orltholgralfie, auch ...gra
phie
-, ...ien (über lat. orthographia aus gleichbed. gr.
orthographia); nach bestimmten Regeln festgelegte
Schreibung der Wörter; Rechtschreibung, orltholgrafisch, auch...gra|phisch (aus gr. orthogräphos „richtig
schreibend“): die Orthografie betreffend, rechtschreib
lich. orltholkelphal usw. vgl. orthozephal usw. Or tho
klas* der; -es, -e (zu gr. kläsis „Bruch“ (wegen der fast
senkrecht verlaufenden Spaltungsebene der einzelnen
Kristalle)): zu den Feldspaten gehörendes, farbloses bis
rötlich braunes, gesteinsbildendes Mineral. Or|tho|logie die; - (zu t ...logie): Wissenschaft vom Normalzustand
u. von der normalen Funktion des Organismus od. von Tei
len desselben (Med.), orltholnym* (zu gr. önyma „Na
me“): unter dem richtigen Namen des Autors veröffent
licht; Ggs. tanonym, (pseudonym.Orltholpälde der; -n,
-n (zu 1 Orthopädie): Facharzt für Orthopädie. Orlthopä die <//<?; - (aus gleichbed. fr. orthopédie, dies zu t or
tho... u. gr. paideia „Erziehung (des Kindes), Übung“):
Wissenschaft von der Erkennung u. Behandlung angebo
rener od. erworbener Fehler der Haltungs- u. Bewegungsorgane. Or|tho|pä|die|me|cha|ni|ker der; -s,-: Hand
werker, der künstliche Gliedmaßen, Korsetts u. a. für Kör
perbehinderte herstellt (Berufsbez.). Or|tho|päldin die;
-, -nen: weibliche Form zu (Orthopäde, orltholpädisch: die Orthopädie betreffend. Orjtholpäldist der;
-en, -en (zu (...ist): Hersteller orthopädischer Geräte.ortholpanlchrolmaltisch [...kro...]: (panchromatischmit
nur schwacher Rotempfindlichkeit (Fotogr.). Orlthophonie, auch ...fonie die; -, ...ien (zu (...phonie): nach
bestimmten Regeln festgelegte Aussprache der Wörter.
Or|tholpho|tolver|fah|ren, auch Orthofotoverfahren
íZíw; -s: Verfahren zur Entzerrung von Messbildern nicht
ebener Objekte, bes. von Luftbildern unebenen Geländes.
Orltholphyr der,• -s, -e (Kurzw. aus (OriAoklas u. (Por-
976
Orthopnoe
phyry quarzfreies porphyrisches Ergussgestein mit Ein
sprenglingen hauptsächlich von Kalifeldspat u. Hornblen
de. Or|tholpnoe*i//e; - (zugr. pnoe „das Wehen, Atem“):
Zustand höchster Atemnot, in dem nur bei aufgerichtetem
Oberkörper genügend Atemluft in die Lunge gelangt
(Med.). Orltholpralxie* die; - (aus gr. orthopragia „das
Rechthandeln“) : das rechte Handeln, bes. im gesellschaft
lichen u. politischen Bereich, als Analogie zum rechten
Glauben (Rel.). Or thop te re* die; -, -n u. Orlthop teron* das; -s, ...pteren (meist Plur.) (zu gr. pterón „Feder,
Flügel“): Geradflügler (z.B. Heuschrecke, Ohrwurm,
Schabe; Zool.). Orlthopltik* die; -: Behandlung des
Schielens durch Training der Augenmuskeln. Orlthoptist* der; -en, -en (zu t...ist): Helfer des Augenarztes, der
Sehprüfungen, Schielwinkelmessungen o. A. selbstständig
vornimmt u. bei der Behandlung durch entsprechendes
Muskeltraining hilft. Orlthopltisltin* die; -, -nen: weib
liche Form zu 10rthoptist. Orthoradiografie, auch
...gralphie rfze; -: Röntgenabbildung von Organen (1),
vor allem des Herzens, in natürlicher Größe u. ohne per
spektivische Verzerrung (Med.). Or|tho|säu|rerf/e; -, -n:
wasserreichste Form einer anorganischen Sauerstoffsäure
(Chem.). Or|tholskop‘<7as; -s, -e (zu Î ...skop): Gerät für
kristallografische Beobachtungen. Or|tho|skolpie*i/ze; (zu t ...skopie): Abbildung durch Linsen ohne Verzeich
nung (winkeltreu), orltholskolpisch*: a) die Orthoskopie betreffend; b) das Orthoskop betreffend. Orlthos Lo
gos der; - - (aus gr. orthos logos „rechte Vernunft“): all
gemeines Weltgesetz, das Göttern u. Menschen gemein
sam ist (stoische Philos.). Or|thos|ta|se* die; -, -n (aus
gleichbed. gr. orthostasis): aufrechte Körperhaltung
(Med.). Or|thos|ta|se|syn|drom* das; -s, -e: beim
plötzlichen Übergang vom Liegen od. Knien zur aufrech
ten Körperhaltung od. bei längerem Stehen durch Blut
druck hervorgerufene Symptome wie Schwarzwerden vor
den Augen, Ohrensausen, Schwindel (Med.). Orlthosltaten* die (Plur.) (zu gr. orthostátés „stehender Pfeiler“):
hochkant stehende Quader od. starke stehende Platten als
unterste Steinlage bei antiken Gebäuden, orlthosltatisch*(aus gr. orthöstatos „aufrecht gestellt“): 1. die Or
thostase betreffend. 2. die Orthostaten betreffend. Or
th os|tig|mat*rfer od. das; -[e]s, -e (zu Îortho... u. gr. stig
ma, Gen. stigmatos „Punkt“): Objektiv, bes. für winkei
treue Abbildungen (Optik). Or tholtolnie die; - (zu gr.
tonos „das Spannen“ u. T2...ie): richtige Betonung (Mus.).
or|tholto|nie|ren (zu Î ...ieren): sonst Îenklitische Wör
ter mit einem Ton versehen (griech. Betonungslehre). Orthotolnus der: -, ...ni: tetanische Verkrampfung des
Kopfes u. Rumpfes in Streckstellung (Med.), orltholtop
(zu gr. topos „Ort, Stelle“): regelrecht liegend (von Orga
nen; Med.), ’orltholtrop* (zu T...trop): senkrecht auf
wärts od. abwärts wachsend (in Bezug auf Pflanzen od.
Pflanzenteile; Bot.). 2or|tho|trop* (Kurzw. aus 1 orthogo
nal u. taniso/rop); in der Fügung orthotrope Platten: im
Stahlbau, bes. im Brückenbau verwendetes Flächentrag
werk (od. Fahrbahnplatten) mit verschiedenen elastischen
Eigenschaften in zwei zueinander senkrecht verlaufenden
Richtungen. Or|tho|zen|trum* das; -s, ...ren: Schnitt
punkt der Höhen eines Dreiecks (Geom.). orithozephal (zu gr. kephalë „Kopf'): von mittelhoher Kopfform
(Med.). Orltholzelphallez/erod. die; -n, -n: Mensch mit
mittelhoher Kopfform (Med.). Oijtho|ze|pha|lie die; (zu l2...ie>: mittelhohe Kopfform (Med.). Orltholzelras
der; -, ...zeren (zugr. kéras „Horn“): versteinerter Tinten
fisch
Orlthros* der; -, ...troi [ortroy] (aus gr. örthros „Morgen
dämmerung“) : der Morgengottesdienst in den Ostkirchen,
der den Gedanken der Auferstehung mit der Lichtsymbo
lik der aufgehenden Sonne verbindet
der; -s, -e (aus gleichbed. it. ortolano, eigtl.
„Gärtner“, dies zu spätlat. (h)ortulanus, „den Garten be
treffend“): Gartenammer, Ammer mit olivgrünem Kopf
u. Hals sowie gelber Kehle
Oryk|to|ge|ne|seu. Oryk|to|ge|nie<7ze; - (zugr. oryktós
„(aus)gegraben“ (dies zu orÿssein „(aus)graben“) u. 1 Ge
nese bzw. Î...genie): (veraltet) Gesteinsbildung. Orykltogno|sie*z//e; - (zu Î ...gnosie): (veraltet) svw. Mineralogie,
orykltolgnosltisch*: (veraltet) svw. mineralogisch.
Orykltolgralfie, auch ...gralphie die; - (zu l...gratie):
(veraltet) svw. Petrografie. Oryxantiloper/ze; -, -n (zu
gr. örys „gehörntes Tier“, eigtl. „spitzes Eisen (zum Gra
ben)“): Antilopenart in den offenen Landschaften südlich
der Sahara u. Südarabiens mit langem, spießartigem Ge
hörn
Orylzelnin das; -s (zugr. óryzabzw. öryzon „Reis“ u. T...in
(1)): Hauptbestandteil der im Reis enthaltenen 1 Proteine
(Biochem.). orylzolid (zu t...oid): reiskornähnlich (von
Gebilden im Organismus 1 ; Med.)
’Os: chem. Zeichen für Osmium
2Os der, auch das; -[es], -er (meist Plur.) (aus gleichbed.
schwed. äs): mit Sand u. Schotter ausgefüllte tsubglaziale
Schmelzwasserrinne; Wallberg (Geol.)
3Os das, -, Ossa (aus gleichbed. lat. os, Gen. ossis): Kno
chen (Anat.)
4Os das; -, Ora (aus lat. os, Gen. oris „Mund“): 1. Mund
(Anat.). 2. (veraltet) Öffnung eines Organs (Anat.); vgl.
Ostium
’...os[...os] (aus gr. -os): Endung meist männlicher Substan
tive, z. B. Logos, Nomos
2.. .0s[...o:s] (aus/at. -osus): Endung von Adjektiven, oft mit
der Bedeutung „versehen, verbunden mit...“, z. B. animos,
rigoros, verbos; vgl. ...osität. ...ös (überfr. -eux bzw. -euse
aus lat. -osus, vgl. 2...os): Endung von Adjektiven, oft mit
der Bedeutung „versehen, verbunden mit...“, z. B. religiös,
skandalös, trichinös; vgl. ...osität
Osae-Ko mi-Walza [osae:...za] der; -, - (aus gleichbed.
jap. osae-komi-waza): Festhaltegriff beim Judo
Osageldorn ['oʊseɪdʒ...] (nach dem Indianerstamm der
Osage): a) bis 20m hohes, dorniges Maulbeergewächs im
südlichen Nordamerika; b) winterharter Zierstrauch od.
-bäum in mitteleurop. Weinbaugebieten
Osa|zo|ne<//e(Plur.) (Kunstw.): organische Verbindungen,
die durch Reaktion von Î Monosacchariden mit über
schüssigem Î Phenylhydrazin entstehen u. zur Isolierung u.
Identifizierung von Zuckern verwendet werden (Chem.)
Os|car ['ɔskar] der; -[s], -[s] (aus amerik. Oscar, Herkunft
ungeklärt) : volkstümlicher Name der vergoldeten Statuet
te (als Symbol für den jährlich verliehenen amerik. Film
preis)
Oslceldo [ɔs'tse:do] vgl. Oszedo
’...olse (teilweise über (n)lat. -osis aus gr. -ösis): Endung
weiblicher Substantive aus Medizin u. Biologie mit der Be
deutung „(krankhafter) Vorgang, Zustand; Erkrankung“,
z.B. Mitose, Neurose, Paradontose, Sklerose, Trichinose
2.. .0|se (verkürzt aus fr. glucose „Traubenzucker“, dies zu
gr. glykÿs „süß“): Endung weiblicher Substantive aus Che
mie u. Biochemie mit der Bedeutung „Zucker; Süßstoff;
Stärke“, z.B. Fruktose, Maltose, Saccharose, Zellulose
...ö|se vgl. ...euse
Oselllaiüe; -, ...len (zu venez, osél „Vogel“ (it. uccello)): als
Geschenk für die Ratsmitglieder geprägte venezianische
Gold-u. Silbermünze (zwischen 1521 u. 1797), die auch als
Zahlungsmittel diente
...olsis vgl. '...ose
...o|si|tät (teilweise über/r. -osité aus lat. -ositas, Gen.-ositatis): Endung weiblicher Substantive, die von Adjektiven
auf 2...os bzw. ...ös abgeleitet sind, z.B. Animosität, Reli
giosität, Rigorosität
Orltollan
977
die: -, -en (aus lat. osculatio, eigtl. „das Küs
sen“, zu osculari, vgl. oskulieren): Berührung zweier Kur
ven (Math.). Os ku ia tiions kreis der; -es, -e: Krüm
mungskreis, der eine Kurve zweiter Ordnung (im betrach
teten Punkt) berührt (Math.). os|ku|lie|ren (aus lat. os
culari „küssen“): eine Oskulation bilden
oslm..., Oslm... vgl. ‘osmo..., Osmo...Os|mat i/ɑs, -[e]s,-e
(zu TOsmium u. t...at (2)): Alkalisalz, das z.B. beim
Schmelzen von Osmium mit Kaliumhydroxid u. Salpeter
entsteht (Chem.). Osmidrolse* die; -, -n (zu t 'osmo... u.
gr. hidrös „Schweiß“): Absonderung stark riechenden
Schweißes (Med.). Oslmilum r/as; -s (zu gr. osme „Ge
ruch“ (wegen des starken, eigentümlichen Geruchs der
Osmiumtetroxide) u. t,,,ium): chem. Element, Metall;
Zeichen Os. ’oslmo..., Oslmo..., vor Vokalen meist
osm..., Osm... (zu gr. osme „Geruch“): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „stark riechend; den Geruch be
treffend“, z.B. osmophor, Osmidrose
2oslmo..„ Oslmo... (zu gr. ösmös „Stoß, Schub“): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „die Osmose betref
fend, unter osmotischem Einfluss erfolgend“, z. B. Osmotherapie. Osmollallität die; - (Kurzw. aus îOsmose u.
Î Molalität) : Molkonzentration aller in einer Lösung osmo
tisch wirksamen Moleküle (als Massemaß; Chem.). Osmollalriltät die; - (Kurzw. aus ÎOsmose u. ÎMolarität):
Molkonzentration aller in einer Lösung osmotisch wirksa
men Moleküle (als Volumenmaß; Chem.)
Oslmollolgie die; - (zu t'osmo... u. t...logie): svw. Os
phrésiologie.’Os|mo|me|ter das;-s,svw. Olfaktometer
2Os|mo|melter das; -s, - (zu T2osmo... u. t ‘...meter): Gerät
zur Bestimmung des osmotischen Drucks einer Lösung
(Chem.). Os|mo|meltrie* die; - (zu t‘...metrie): Verfah
ren zur Bestimmung des Molekulargewichts einer Sub
stanz durch Messung des osmotischen Drucks ihrer Lö
sung (Chem.). oslmolmeltrisch* (zu t...metrisch):
durch Osmometrie bestimmt (Chem.). oslmolphil (zu
t...phil): zur TOsmose neigend (Bot.)
oslmolphor (zu T'osmo... u. T...phor): Geruchsempfin
dungen hervorrufend. Oslmolphglren die (Plur.): Duft
stoffträger, Blütenteile, von denen Duftstoffe ausgehen
(Bot.)
Os|mo|re|gu|la|ti|on die; - (zu î2osmo... u. Î Regulation):
das Einhalten eines bestimmten osmotischen Drucks in
den Zell- od. Körperflüssigkeiten von Organismen ( Biol.).
Os molre zep tolren die (Plur.): ÎRezeptoren (2), die
auf Änderungen des osmotischen Drucks in Körperflüs
sigkeiten reagieren (Biol.).Oslmolse die; - (.zxtgr. ösmös,
vgl. 2osmo...): Übergang des Lösungsmittels (z.B. von
Wasser) einer Lösung in eine stärker konzentrierte Lösung
durch eine feinporige (t semipermeable) Scheidewand, die
zwar für das Lösungsmittel selbst, nicht aber für den ge
lösten Stoff durchlässig ist (Chem.). Oslmolthelralpie
die; -, ...ien: therapeutisches Verfahren zur günstigen Be
einflussung gewisser Krankheiten durch Erhöhung des os
motischen Drucks des Blutes (durch Einspritzung hoch
konzentrierter Salz- u. Zuckerlösungen ins Blut; Med.),
oslmgltisch (zu T...otisch>: auf Osmose beruhend
ösolphalgisch (zu TÖsophagus): zum Ösophagus gehö
rend (Med.). Ösolphalgislmus der; -, ...men (zu t...ismus (3)>: svw. Ösophagospasmus. Ösolphalgiltis die; -,
...itiden (zu t ...itis): Entzündung der Speiseröhre (Med.).
Öso|pha|go|dy|nie* r/ze; -, ...ien (zu T...odynie):
Schmerzen in der Speiseröhre (bes. beim Schlucken;
Med.). Ösolphalgolgralfie, auch ...gralphie die; -,
...ien (zu T...grafie>: röntgenografische Darstellung der
Speiseröhre mithilfe von Kontrastmitteln (Med.). Osophalgolskop* das; -s, -e (zu T...skop): spezielles Endo
skop für die Untersuchung der Speiseröhre (Med.). Osophalgolskopie* die; -, ...ien (zu T...skopie): Speiseröh
Oslkullaltilon
Osteochondrose
renspiegelung, Untersuchung der Speiseröhre mit dem
Ösophagoskop (Med.). Ösolphalgolspaslmus* der; -s,
...men: Speiseröhrenkrampf (Med.). Oso|pha|go|tomie die; -, ...ien (zu t...tomie): Speiseröhrenschnitt
(Med.). Osglphalgus, fachspr. Oesophagus [o...] der; -,
...gi (über nlat. oesophagus aus gleichbed. gr. oisophágos
zu oisein „tragen, bringen" u. phägema „Speise“): Speise
röhre (Anat.)
Os phra di um das; -s, ...ien [,,,iən] (überw/aZ. osphradium
aus mittelgr. osphrädion „duftendes Sträußchen“, Verklei
nerungsform von spätgr. ösphra „der Geruch“): Sinnesor
gan der Weichtiere, das vermutlich als Geruchsorgan dient
(Zool.). Osphrelsiollogie ¿Zze; - (zugr. ósphresis „Ge
ruch; Geruchssinn“ u. T.Jogie): Wissenschaft vom Ge
ruchssinn
Oslsa Plur. von T3Os. oslsal u. os sär (zu lat. os, Gen. os
sis „Knochen“ u. t'...al (1) bzw. T...är): die Knochen be
treffend. Os|sa|ri|um das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed.
spätlat. oss(u)arium, substantiviertes Neutrum von ossuarius „zu den Knochen gehörig“. Bed. 1 aus gleichbed.
mlat. oss(u)arium): 1. Beinhaus (auf Friedhöfen). 2. Ge
beinurne der Antike. Os|se|in das; -s (zu Zat. os (vgl. ossal) u. Î ...in ( 1)): Bindegewebsleim der Wirbeltierknochen
(zur Herstellung von Leimen u. Î Gelatine verwendet)
oslsia (zZ.>: oder, auch (in der Musik zur Bezeichnung einer
abweichenden Lesart od. einer leichteren Ausführung)
Os|si|fi|kalti|on iZz'e; -, -en (zu lat. os, Gen. ossis „Kno
chen“ u. T...fikation): Knochenbildung; Verknöcherung
(Med.). oslsilfilzielren (zu î ...fizieren): Knorpelgewebe
in Knochen umwandeln, verknöchern (Med.). Oslsilkulum das; -s, ...la (aus gleichbed. lat. ossiculum, Verkleine
rungsform von os, vgl. 3Os): Knöchelchen (Anat.).Oslsobu co der; -, Ossibuci (aus ital. ossobuco „Markknochen“
zu osso „Knochen“ u. bucato, Part. Perf. von bucare „Lö
cher, ein Loch machen“): Kalbshachse nach italienischer,
bes. Mailänder Art (Gastr.). Ossuarilum das; -s, ...ien
[...ion] (aus spätlat. ossuarium „Urne“): svw. Ossarium
Osltallgie* z/ze; - (zu dt. Ost(en), Analogiebildung zu ÎNos
talgie): unbestimmte Sehnsucht an in der Erinnerung sich
verklärende Zustände u. Erlebnisse in der ehemaligen
DDR
oslte.... Os te... vgl. osteo..., Osteo... Os té al gie die; -,
...ien (zu îosteo... u. T...algie): Knochenschmerz (Med.)
os|ten|si|bel (aus gleichbed. fr. ostensible, dies zu lat. os
tensus, Part. Perf. von ostendere „zeigen“): zum Vorzei
gen berechnet, zur Schau gestellt, auffällig.osltenlsiv (zu
T...iv): (veraltend) a) augenscheinlich, handgreiflich, of
fensichtlich; b) zeigend; anschaulich machend, dartuend;
c) svw. ostentativ. Osltenlsolrilum das; -s, ...ien [...ion]
(aus gleichbed. kirchenlat. ostensorium zu lat. ostendere
„zeigen“): svw. Monstranz. Osltenltaltilon rZze; -, -en
(aus lat. ostentatio „Schaustellung, Prahlerei“ zu ost
endere „darbieten, prahlend zeigen“): (veraltet) Schau
stellung, Prahlerei.os|ten|ta|tiv (zuî...iv): zur Schau ge
stellt, betont, bewusst herausfordernd, osltenltilös (zu
T...ÖS): (veraltet) prahlerisch. Osltenltum das; -s, ...ta
(aus gleichbed. lat. ostentum): (veraltet) ungewöhnliche,
als Vorzeichen gedeutete Naturerscheinung, Vorzeichen
os|te|o..., Oslteo..., vor Vokalen auch oste..., Oste... (aus
gleichbed. gr. ostéon): Wortbildungselement mit der Be
deutung „Knochen“, z.B. Osteoporose, Ostéalgie.Oslteo|ar|thn|tis* die;-, ...itiden: Knochen-u. Gelenkentzün
dung (Med.).Oslteiolblast* der; -en, -en (meist Plur.) (zu
gr. blastós „Spross, Trieb“): Knochen bildende Zelle
(Med.). Osltelolblasltom* das; -s, -e: zusammenfassen
de Bez. für TOsteom u. ÎOsteosarkom (Med.). Os|te|ochonldrolse* [...ç...] die; -, -n (zu gr. chóndros „Korn,
Knorpel“ u. t‘...ose): nicht entzündliche, Tdegenerative
Entartung des Knochen- u. Knorpelgewebes (Med.). Os-
Ostéodynie
die; -: îradiologische Methode
zur Bestimmung des Mineralgehalts des Knochens; Kno
chendichtemessung. Oslteloldylnie </ze; -, ...jen <zu
t...odynie>: svw. Ostéalgie. Oslteloldysltrolphie* die; -,
...jen: Knochenerkrankung mit Störung der Knochenbil
dung u. des Knochenabbaus, die eine Knochendeformati
on zur Folge hat (Med.). Os|te|o|ek|tolmie die; -, ...jen
<zu Î ...ektomie): Ausmeißelung eines Knochenstücks
(Med.). Os|te|o|fi|brom* das; -s, -e: Knochenbindege
websgeschwulst (Med.), osltelolgen (aus gr. osteogenes
„von Knochen erzeugt“): a) Knochen bildend; b) aus
Knochen entstanden (Med.). Os|te|olge|ne|se die; -, -n
(zu îosteo...): Knochenbildung (Med.), osltelolid (zu
t...oid>: knochenähnlich (Med.). Osltelolklalsie die; -,
...jen (zu gr. klásis „das Zerbrechen; Bruch“ u. t2...ie>:
operatives Zerbrechen verkrümmter Knochen, um sie ge
rade zu richten (Med.). Os|te|o|klast tZer; -en, -en (zugr.
klastós „zerbrechbar“, dies zu klastázein, Erweiterungs
bildung zu klàn „brechen, zerbrechen“): 1. (meist Plur.)
mehrkernige, das Knochengewebe zerstörende Riesenzel
le (Med.; Biol.). 2. (auch das; -s, -en) Instrument zur Vor
nahme einer Osteoklasie (Med.). Os|te|o|kol|le die; -, -n
(zu gr. kölla „Leim“) : durch Kalk od. tLimonit versteiner
te Wurzel von knochenähnlicher Gestalt (Geol.). Oslteollolge der; -n, -n (zu 1 ...loge): Fachanatom der Osteolo
gie. Osltelollolgie die; - (aus gleichbed. gr. osteología):
Lehre vom Bau der Knochen als Teilgebiet der Anatomie
(Med.). os|te|o|lo|gisch (zu tosteo... u. Î...logisch): die
Osteologie betreffend. Os|te|o|ly|se die; -, -n (zu t...ly
se): Auflösung von Knochengewebe (Med.). Osltelom
das; -s, -e (zu Î ...om): Knochengewebsgeschwulst (Med.),
osltelolmallalkisch vgl. osteomalazisch. Osltelolmalalzie die; -, ...jen: Knochenerweichung (Med.), osltelomalalzisch u. osteomalakisch: knochenerweichend
(Med.). Osltelolmylelliltis tZte; -, ...itjden: Knochen
markentzündung (Med.). Osltelon das; -s, ...onen (ausgr.
ostéon „Knochen“): Baustein des Knochengewebes
(Med.). Oslte|o|nelkro|se* die; -, -n: das Absterben von
Knochengewebe (bes. durch entzündliche od. t degenera
tive Gefäßveränderungen bedingt; Med.). Osltelolpath ie die; -, ...jen (zu Î...pathie): 1. Knochenleiden, Kno
chenkrankheit (Med.). 2. zur Alternativmedizin gehören
des therapeutisches Verfahren, durch î Manipulation (6b)
die Funktionsfähigkeit des Knochengerüstes aufrecht zu
erhalten od. wiederherzustellen. Osltelolpelnie die; -,
...jen (zu gr. penia „Armut“ u. t2...ie): Knochenschwund
durch verminderten Knochenanbau u. erhöhten Kno
chenabbau (im Alter; Med.). Osltelolphalge der; -n, -n
(zu Î...phage): svw. Osteoklast (1). Os te o plas tik die;
-, -en: Überbrückung, Ausfüllung od. Ersatz eines Kno
chendefekts unter Verwendung eines Knochentransplan
tats (Med.); vgl. 'Plastik (2). os te o plas tisch: die Os
teoplastik betreffend. Os|telolpo|ro|se die; -, -n (zu gr.
poros „Durchgang; Öffnung; Pore“ u. T'...ose): stoff
wechselbedingter Schwund des festen Knochengewebes
bei Zunahme der Markräume (Med.), osltelolpolrotisch (zu I ...otisch): die Osteoporose betreffend; mit Os
teoporose einhergehend (Med.). Osltelolpsalthylrolse*
die; -, -n (zu gr. psathyrös „zerbrechlich“ u. î'...ose): an
geborene Knochenbrüchigkeit (Med.). Os|te|o|sar|kom
das; -s, -e: bösartige Knochengeschwulst (Med.). Oslteolsklelrglse* die; -, -n: Verdichtung u. Verhärtung der
Knochensubstanz infolge vermehrten Knochenanbaus
od. verminderten Knochenabbaus (Med.), osltelolskleroltisch*: die Osteosklerose betreffend; mit Osteosklero
se einhergehend (Med.). Oslte|olsyn|the|se die; -, -n:
operative Verbindung der Endstellen eines Knochen
bruchs durch mechanische Hilfsmittel (z.B. Marknage
lung, Verschraubung; Med.). Os|te|o|talxis die; -, ...xen
te|o|den|si|to|me|trie*
978
(zu Î’Taxis): Einrenkung von Knochenbrüchen (Med.).
Oslteloltolmie die; -, ...jen (zu t...tomie>: operative
Durchtrennung eines Knochens (Med.)
Osltelria die; -, Plur. -s u. ...jen (aus gleichbed. it. osteriazu
oste „Wirt“, dies aus lat. hospes, Gen. hospitis): volkstüm
liche Gaststätte (in Italien)
Osltilalriler [...in] der; -s, - u. Os|ti|a|ri|us der; -, ...ier
[...ju] (aus lat. ostiarius „Türhüter“ zu ostium „Tür“): (ver
altet) in der kath. Kirche Kleriker des untersten Grades
der niederen Weihen
osltilnat, osltilnalto (aus gleichbed. it. ostinato, eigtl.
„hartnäckig“, dies aus lat. obstinatus, Part. Perf. von obs
tinare „beharren“): eigensinnig, beharrlich, ständig wie
derholt (zur Bezeichnung eines immer wiederkehrenden
Bassthemas; Mus.). Osltilnalto der od. das; -s, Plur. -s u.
...ti: svw. Basso ostinato
OsItiltis die; -, ...itjden (zugr. ostéon „Knochen“ u. I ...itis):
entzündliche Erkrankung der Knochensubstanz; Knochen[haut]entzündung (Med.)
Osltilum das; -s, Plur. ...tia u. ...ien [,,,jən] (aus gleichbed.
lat. ostium): Öffnung, Eingang, Mündung an einem Kör
perhohlraum od. Hohlorgan (Med.)
Ösltraldilol* das; -s (Kunstw.): physiologisch wirksamstes
I Steroidhormon aus der Reihe der t Östrogene
Ostraka*: Plur. von lOstrakon. Osltralkislmos der; (aus gr. ostrakismös, eigtl. „Scherbengericht“, zu östrakon, vgl. Ostrakon): svw. Ostrazismus. Osltralkolde der;
-n, -n (zu gr. ostraködes „(ton)scherbenartig“, nach der
Form der Muschelschalen): Muschelkrebs. Osltralkon
das; -s, ...ka (aus gleichbed. gr. ostrakon, eigtl. „Ei-, Mu
schelschale“): Scherbe (von zerbrochenen Gefäßen), die
in der Antike als Schreibmaterial verwendet wurde. Ostrazismus der; - (über nlat. ostracismus aus gleichbed.
gr. ostrakismös, vgl. Ostrakismös): altathenisches Volks
gericht, das die Verbannung eines Bürgers beschließen
konnte (bei der Abstimmung wurde dessen Name von je
dem ihn verurteilenden Bürger auf ein Ostrakon geschrie
ben); Scherbengericht
ösltrolgen* (zu ÎÖstrus u. I ...gen): die Wirkung des Östro
gens habend (Med.). Ösltrolgen das: -s, -e: weibliches Se
xualhormon mit der Wirkung des Follikelhormons (Med.).
Ös|tro|ma|nie die; - (zu î...manie): (selten) svw. Nym
phomanie. Ösltron das; -s (zu ɪɪ,,,on): Follikelhormon
(Med.). Ösltronlgruplpe die; -: Gruppe der Follikelhor
mone (Med.). Ösltrus tZer; - (über lat. oestrus aus gr. oístros „Pferdebremse; Stachel; Leidenschaft“): Zustand ge
steigerter geschlechtlicher Erregung u. Paarungsbereit
schaft bei Tieren; Brunst (Zool.)
...osum (aus lat. -osum): Endung sächlicher Substantive,
die von Adjektiven auf ...os bzw. ...ös abgeleitet sind (in
der Medizin häufig mit der Bedeutung „(Heiljmittel“),
z.B. Antiskabiosum; Rigorosum
Oslzeldo die: - (aus lat. oscedo „Neigung zum Gähnen“):
Gähnkrampf (Med.)
Os|zil|ia|ti|on die; -, -en (aus lat. oscillatio „das Schau
keln“ zu oscillare, vgl. oszillieren): 1. Schwingung (Phys.,
Techn.). 2. a) Bez. für Schwankungen des Meeresspiegels;
b) Gesamtheit der Vorstöße u. Rückschmelzbewegungen
von Gletscherzungen; c) die abwechselnde Hebung u. Sen
kung von Krustenteilen der Erde (Geol.). Oslzilllaltor
der;-s, ...oren (zu 1 ...or): Schwingungserzeuger, Schaltung
zur Erzeugung elektr. Schwingungen bzw. Wellen (Phys.).
Oslzilllaltolria die; -, ...ien [...ion] (aus gleichbed. nlat.
oscillatoria, substantiviertes Fern, von spätlat. oscillatorius, vgl. oszillatorisch): Schwingalge, eine Gattung faden
förmiger Blaualgen. os|zii|la|to|risch (aus gleichbed.
spätlat. oscillatorius): die Oszillation betreffend, zitternd,
schwankend, oslzilllielren (aus lat. oscillare „(sich)
schaukeln“): 1. a) schwingen (Phys.); b) schwanken, pen-
979
dein. 2. a) sich durch tTektonik auf- od. abwärts bewegen
(von Teilen der Erdkruste); b) hin- u. herschwanken (von
den Eisrändern u. Gletscherenden; Geogr.). Oslzilllograf, auch ...graph der: -en, -en (zu T...graf): Apparatur
zum Aufzeichnen [schnell] veränderlicher [elektrischer]
Vorgänge, bes. Schwingungen (Phys.). Oslzilllolgralfie,
auch...gra|phie die:-, ...ien <zu T...grafie}: grafische Dar
stellung der Pulsschwingungen, die in den t peripheren
Gefäßen (an Armen u. Beinen) beim Durchtritt der Puls
wellen entstehen (Med.). Oslzilllolgramm das: -s, -e <zu
t. ..gramm): von einem Oszillografen aufgezeichnetes
Schwingungsbild (Phys.). Os|zil|lo|me|trie* die: -, ...ien
(zu Î ...metrie): Messung des Pulses (1 a) mithilfe eines Os
zillografen (Med.)
ot..., Ot... vgl. oto..., Oto...Otalgra* das: -s, - (zu toto... u.
gr. -agra ,,-gicht“ zu ägra „das Fangen; das Erjagte"); svw.
Otalgie. Otallgie* die; -, ...ien (zu î...algie): Ohren
schmerz (Med.). Otallgilkum* das;-s, ...ka (zu t,,,ikum):
Mittel zur Behandlung von Ohrenschmerzen (Med.)
OTC-Prä|pa|rat [o:te:'tse:...] das; -[e]s, -e (Abk. von eng!.
over-the-counter „frei(händig) verkauft“, eigtl. „über den
Ladentisch“): nicht rezeptpflichtiges Präparat
Otlhälmaltom das; -s, -e (zu Îoto... u. ÎHämatom): (Trau
matisch bedingter Bluterguss im Bereich der Ohrmuschel,
Ohrblutgeschwulst (bes. bei Ringern; Med.). Ot|i|a|ter
der; -s, - (zu î...iater): svw. Otologe. Otlilaltrie* die; - (zu
T...iatrie>: svw. Otologie. otlilaltrisch*: svw. otologisch
...otisch (zu î '...ose) : Endung von Adjektiven, die von Sub
stantiven auf t'...ose bzw. ...osis abgeleitet sind, z. B. neu
rotisch
Otiltis die; -, ...itiden (zu îoto... u. î...itis): Erkrankung des
inneren Ohrs; Ohrenentzündung, otiltisch: mit einer Oh
renerkrankung zusammenhängend. Otiltis me dia die; -, Otitides mediae [,,,de:s ...e] (zu lat. media „mittlere“):
Mittelohrentzündung (Med.)
Otilum das; -s (aus gleichbed. lat. otium): (veraltet) Be
schaulichkeit, Muße;Otium cum [kʊm]dignitate: wohlver
dienter Ruhestand
oto.... Oto..., vor Vokalen u. vor h ot..., Ot... (aus gleich
bed. gr. oüs, Gen. otos): Wortbildungselement mit der Be
deutung „Ohr“, z.B. Otoskop, Otiatrie. Oto|dy|nie* die;
-, ...ien (zu î ...odynie): svw. Otalgie. otolgen (zu I ...gen):
vom Ohr ausgehend (Med.). Otollith [auch ... lit] der;
Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu Î ...lith): kleiner prismatischer
Kristall aus kohlensaurem Kalk im Gleichgewichtsorgan
des Ohres (Med.). Otollglge der; -n, -n (zu (...loge): Oh
renarzt. Otollolgie die; - (zu Î.Jogie): Lehre von den
Krankheiten des Ohres u. deren Behandlung, Ohrenheil
kunde (Med.). Otollolgilkum das; -s, ...ka (zu T...ikum):
Arzneimittel zur Behandlung von Ohrenleiden (Med.),
otollglgisch (zu î ...logisch): die Ohrenheilkunde betref
fend (Med.)
O-Ton Abk. für Originalton
Oto|pe|xie die; -, ...ien(zuîoto...,gr. pèxis „das Befestigen,
Verbinden“ u. t2...ie): operative Korrektur abstehender
Ohrmuscheln (Med.). Otolphon, auch ...fon das; -s, -e
(zu T...phon): Hörrohr, Schallverstärker für Schwerhöri
ge. Otolplasltik die; -, -en: Ohrstück eines Hörgeräts.
Oto|rhi|no|la|ryn|go|lolge der; -n, -n (zu Trhino... u.
1 Laryngologe) : Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkun
de. Oto|rhi|no|la|rynlgo|lolgie die; -: Hals-Nasen-Oh
ren-Heilkunde (als medizinisches Spezialgebiet). Otorrhalgie die; -, ...ien (zu gr. rhêgnÿnai „reißen, sprengen“
u. t2...ie): Ohrenbluten (Med.). Otolsklelrolse* die;-, -n:
zur Schwerhörigkeit führende Erkrankung (Verknöche
rung) des Mittelohres (Med.), otolsklelroitisch*: die
Otosklerose betreffend (Med.). Otolskop* das; -s, -e (zu
Î ...skop): Ohrenspiegel (Med.). Otolskolpie* die; -, ...ien
(zu î...skopie): Ausspiegelung des Ohres (Med.), otolto-
Outer-Space-Forschung
xisch: das Ohr schädigend (von Substanzen; Med.).Ototo|xi|zi|tät die; -: die ohrschädigende Eigenschaft von
Substanzen (Med.). Otglzylon der; -s, -s (zu gr. kyön
„Hund“): Löffelfuchs, afrik. Fuchs mit großen Ohren
die (Plur.) (aus rwss. otrezki, Plur. von otrezok
„abgeschnittenes Stück, Stückchen“): Bodenabschnitte,
die die russ. Bauern nach Aufhebung der Leibeigenschaft
1861 den Gutsbesitzern abtreten mussten
otltalva [,,,va] (it.; „Oktave“, dies aus mlat. octava (vox);
vgl. Oktave): in der Oktave (zu spielen; Mus.);ottava alta:
eine Oktave höher (zu spielen; Mus.); Zeichen: 8™ (über
den betreffenden Noten); ottava bassa: eine Oktave tiefer
(zu spielen; Mus.); Zeichen: 8va (unter den betreffenden
Noten); vgl. all’ottava. Otltalva die; -, ...ve [,,,və]: svw.
Ottaverime; vgl. Oktave (2). Ot|ta|ve|ri|me [,..v...] die
(Plur.) (aus it. ottave rime „acht Reime“): svw. Stanze; vgl.
Oktave (2). Otlta|vi|no der od. das; -s, Plur. -s u. ...ni (aus
gleichbed. it. ottavino): 1. Oktav-, Piccoloflöte (Mus.). 2.
Oktavklarinette (Mus.). Otltolcenlto [,,,'tʃɛnto] das; -[s]
(aus it. ottocento, eigtl. „achthundert“ (verkürzt für
1800)): das 19. Jh. in Italien als Stilbegriff
Otltolman der; -s, -e (aus gleichbed. fr. ottoman, eigtl. „der
Türkische“, zu ottoman „osmanisch, türkisch“, dies zu
arab. ‘utmän „Osmane“, nach Osman (fl326), dem Be
gründer des Herrscherhauses der Ottomanen): Ripsgewe
be mit breiten, stark ausgeprägten Rippen. Ot|to|ma|ne
die; -, -n (aus gleichbed. fr. Ottomane, eigtl. „die Türki
sche“, wegen der vermutlich orientalischen Herkunft):
niedriges Liegesofa
Otltrellith* [auch ... lit] der; -[e]s, -e[n] (nach dem belgi
schen Fundort Ottrez in den Ardennen u. zu Î ...lith): svw.
Chloritoid
Oulbliletlten* [ubli...] die (Plur.) (aus gleichbed. fr. oubliet
tes (Plur.) zu oublier „vergessen“, dies zu lat. oblitus, Part.
Perf. von oblivisci): (veraltet) Burgverliese für die zu le
benslänglichem Kerker Verurteilten, die dort in Verges
senheit gerieten
Ouled [ued] das; -[s], -s (aus gleichbed. fr. oued, dies aus
arab. wädi, vgl. Wadi): im 1 Maghreb Bez. für Fluss, Bach,
Wadi
Ounce [auns] die; -, -s [ aunsiz] (aus gleichbed. engl. ounce,
dies über altfr. unce aus lat. uncia „Unze“): engl. Ge
wichtseinheit (28,35 g); Abk.: oz.
out [aut] (engl. ) : (österr.) aus, außerhalb des Spielfeldes (bei
Ballspielen); out sein: (ugs.) 1. (bes. von Personen im
Showgeschäft o.Ä.) nicht mehr im Brennpunkt des Inte
resses stehen, nicht mehr gefragt sein; Ggs. Îin (sein 1). 2.
nicht mehr in Mode sein; Ggs. Îin (sein 2). Out das; -[s],
-[s] : (österr.) das Aus (wenn der Ball das Spielfeld verlässt;
bei Ballspielen). Out I back ['autbæk] das; - (aus gleichbed.
engl. outback, eigtl. „Hinterland“): kaum besiedeltes aus
tralisches Landesinnere. Outlboard ['autbɔ:d] der; -[s], -s
(aus gleichbed. engl. outboard, eigtl. „außenbords, Außen
bord-“): Außenbordmotor. Outlboaijder [,,,bɔ:dn] der;
-s, - (zu engl. outboard, vgl. Outboard): Außenbordmotor
boot. Outlcast ['autka:st] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
outcaste, zu caste „Kaste, Gesellschaftsklasse“): a) von
der Gesellschaft Ausgestoßener, Î Paria (2); b) außerhalb
der Kasten stehender Inder, Î Paria ( 1 ). out ldoor ['autdɔ:]
(engl.; „außer dem Haus, Außen-“): draußen, im Freien
[befindlich, stattfindend] (z.B. von Veranstaltungen).
Outldoorlbelkleildung die; -, -en: für Freizeitaktivitä
ten im Freien (wie Wandern, Radfahren u.Ä.) bestimmte
Kleidung, oulten [ autn] (aus gleichbed. engl. to out zu
out „heraus, an die Öffentlichkeit“): (Jargon) 1. die homo
sexuelle Veranlagung eines Prominenten ohne dessen Zu
stimmung bekannt machen. 2. a) sich -: sich öffentlich zu
seiner homosexuellen Veranlagung bekennen; b) jmdn.
öffentlich brandmarken. Oulter-Space-Forlschung
Otreslki*
Outfit
['autə'speɪs...] die; - (zu engl. outer space „Weltraum“, dies
zu outer „Außen-, äußere“ u. space „Raum“): Weltraum
forschung; vgl. Inner-Space-Forschung. Outlfit ['autfɪt]
das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. outfit): das äußere Er
scheinungsbild bestimmende Kleidung, Ausstattung, Aus
rüstung; äußere Aufmachung. Outlfitlter der; -s, - (aus
gleichbed. engl. outfitter): Ausstatter, Ausrüster. Out
group [,,,gru:p] tZte; -, -s (aus gleichbed. engl. outgroup):
[soziale] Gruppe, der man sich nicht zugehörig fühlt u. von
der man sich distanziert; Fremdgruppe, Außengruppe
(Soziol.); Ggs. Tingroup
Oultil [u'ti] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. outil zu lat. utilis
„nützlich“): (veraltet) Werkzeug, Gerät
Oulting ['autiŋ] das; -s (aus engl. outing zu to out, vgl.
outen): das Outen; [öffentliches] Bekenntnis zu etwas.
Outllaw ['autlo:, engl. 'aʊtlɔ:] der; -[s],-s (aus gleichbed.
engl. outlaw, zu law „Gesetz“): 1. (veraltet) Geächteter,
Verfemter. 2. jmd., der sich nicht an die bestehende
Rechtsordnung hält, Verbrecher. Outllet-Cenlter, auch
Outlletlcenlter ['autɪətsɛntn] das; -s, - (zu engl. outlet „Ver
kaufsstelle“ u. Î'Center): svw. Factory-Outlet-Center.
Outlline ['autlain] die; -, -s (aus gleichbed. engl. outline):
Umriss, Entwurf einer literarischen Arbeit. Outllilnie
['autli:niə] sfte; -, -n: (österr., sonst veraltet) Auslinie (Ball
spiele). out of area [aot əf 'eərɪə] (engl.; „außerhalb des
Gebietes“): außerhalb des Bereichs der eigenen vertrag
lich festgelegten Zuständigkeit (bes. von militärischen Un
ternehmungen; Mil., Polit.). Outlplacelment [ autpleismənt] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. outplacement, zu
placement „Einstellung“): Veränderungsberatung; Ent
lassung einer Führungskraft od. eines Mitarbeiters (nach
vorheriger Beratung) unter gleichzeitiger Vermittlung an
ein anderes Unternehmen. Outlput ['autpʊt] der, auch
das; -s, -s (aus gleichbed. engl. output, eigtl. „Ausstoß“): 1.
die von einem Unternehmen produzierten Güter; Güter
ausstoß (Wirtsch.); Ggs. ÎInput (1). 2. a) Ausgangsleis
tung einer Antenne od. eines Niederfrequenzverstärkers
(Elektrot.); b) Ausgabe von Daten aus einem Computer
(EDV); Ggs. TInput (2)
Oultralge* [u'tra:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. outrage zu
outrer, vgl. outrieren): (veraltet) Beschimpfung, grobe Be
leidigung. oultralgielren [utra'ʒi:...] (aus gleichbed. fr.
outrager): (veraltet) beschimpfen, beleidigen, oultrielren
(aus gleichbed./r. outrer zu outre „über - hinaus“, dies aus
lat. ultra): übertrieben darstellen, übertreiben
Outlrightlgelschäft ['autrait...] das; -[e]s, -e (zu engl. out
right „völlig, vorbehaltlos, direkt“): eine Form des TTermingeschäftes, bei dem nicht gleichzeitig ein Gegenge
schäft abgeschlossen wird (Wirtsch.). outlside ['autsaid]
(engl.; „außerhalb, außen“): (Schweiz.) außerhalb [des
Spielfeldes] (Sport). Outlside ¿Zer; -s, -s: (Schweiz.) Au
ßenstürmer (Fußball), θutlsilder['autsaidn] der; -s, - (aus
gleichbed. engl. outsider zu outside „Außenseite“, urspr.
„das auf der (ungünstigen) Außenseite des Hauptfeldes
laufende Pferd“): Außenseiter; jmd., der keinen Zugang
zu etwas hat. outlsouijcen [,,,sɔ:sn] (aus gleichbed. engl.
to outsource zu out „draußen, heraus“ u. source „Quelle,
Ursprung“): Outsourcing betreiben, Arbeiten u. Aufträge
nach außerhalb vergeben, durch Outsourcing ausgliedern.
Outlsourlcing [,,,sɔ:sɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. out
sourcing, urspr. Kurzw. aus outside resources using „Nut
zung externer Ressourcen“ ) : a) Auslagerung von bisher im
Unternehmen selbst erbrachter Leistungen an externe
Auftragnehmer; b) Übergabe von Firmenbereichen, die
nicht zum Kernbereich gehören, an spezialisierte Dienst
leistungsunternehmen (Wirtsch.)
Oulverltülre [uver...] die; -, -n (aus gleichbed. fr. ouverture,
eigtl. „Öffnung. Eröffnung“, dies über das Vulgärlat. aus
spätlat. apertura „Öffnung“ zu lat. aperire „(er)öffnen“):
980
1. a) einleitendes Instrumentalstück am Anfang einer
θper[ette], eines Oratoriums, Schauspiels, einer Suite; b)
einsätziges Konzertstück für Orchester (bes. im 19. Jh.). 2.
Einleitung, Eröffnung, Auftakt
Oulvrée* [u'vre:] die; - (zu fr. ouvrée, Part. Perf. (Fern.) von
ouvrer „arbeiten, verarbeiten“, dies zu spätlat. operare):
gezwirnte Rohseide
Oulzo [u:zo] der; -(s], -s (aus gleichbed. ngr. oüzo(n)):
griech. Anisbranntwein
ov..., Ov... vgl. ovo..., Ovo... Ova [...v...]: Plur. von T Ovum,
oval (aus gleichbed. spätlat. ovalis zu lat. ovum „Ei, Eige
stalt“): eirund, länglich rund. Oval das; -s, -e: ovale Flä
che, ovale Anlage, ovale Form. Ovlallbulmin* das; -s, -e
(zu Îovo... u. ÎAlbumin): Eiweißkörper des Eiklars. Ovalzirjkel der; -s, - (zu Toval): Gerät zum Zeichnen von El
lipsen. Ovar<fa.s; -s, Plur. -e u. -ien [...ion]: Kurzform von
TOvarium (Med.). Ova|rek|to|mie*u. Ovariektomie die;
-, ...ien (zu T...ektomie): operative Entfernung eines Eier
stocks (Med.), ovairilal (zu lat. ovarius „zum Ei gehörig“
u. T '...al (1)): das Ovarium betreffend (Med.); vgl. ...al/
...eil. Ova ri al gra vi di tät rfæ. -, -en: Schwangerschaft,
bei der sich der Î Fetus im Eierstock entwickelt; Eierstock
schwangerschaft (Med.). Ovalrilalihorlmon das: -s: das
im Eierstock gebildete Geschlechtshormon (Med.). Ovari|al|in|suf|fi|zi|enzÆe; -: Unterfunktion der Eierstöcke
(Med.). Ovalrilekltolmie vgl. Ovarektomie, ovalrilell
(zu t ...eil): svw. ovarial; vgl. ...al/...eil. Ovalriloltolmie
die; -, ...ien (zu T...tomie): operativer Einschnitt am Eier
stock (Med.). Ovalrilum das; -s, ...ien [...ion] (aus spätlat.
ovarium „Ei“): Gewebe od. Organ, in dem bei Tieren u.
beim Menschen Eizellen gebildet werden, Eierstock (Biol.,
Med.)
Ovaltilon [ova...] die; -, -en (aus lat. ovatio „kleiner Tri
umph“ zu ovare „jubeln“): Huldigung, begeisterter, stür
mischer Beifall, enthusiastische Zustimmung
Over|achieve|ment‘ [ oʊvərə'tʃi:v...] das; -s (zu engl. to
overachieve „einen Leistungsüberschuss haben“, dies zu
over- „darüber hinaus, über-, Über-“ u. to achieve „errei
chen, erlangen“; vgl. ...ment): wider Erwarten gutes Ab
schneiden in einem bestimmten Leistungsbereich (in Be
zug auf Arbeitsergebnisse); Ggs. TUnderachievement.
Oveijachielver [,,,ə'tʃi:və] der; -s, -s (aus engl. overachiever „jmd., der mehr leistet, leistungsbewusster Mensch“):
jmd., der bessere Leistungen zeigt, als man z. B. aufgrund
von Intelligenztests hätte annehmen können; Ggs. ÎUn
derachiever. Overlall* ['oovərɔ:l] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. overall, eigtl. „über alles“, zu all „alles“): a) einteili
ger, den ganzen Körper bekleidender Schutzanzug (für
Mechaniker, Sportler u.a.); b) modischer, den ganzen
Körper bedeckender einteiliger Anzug (bes. für Frauen),
overldressed [ oʊvədrɛst] (engl.; zu to overdress „(sich)
übertrieben kleiden“): (für einen bestimmten Anlass) zu
vornehm angezogen, zu feierlich gekleidet. Overdrive
['oʊvədraɪv] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. overdrive, zu
to drive „fahren“): zusätzlicher Gang im Getriebe von
Kraftfahrzeugen, der nach Erreichen einer bestimmten
Fahrgeschwindigkeit die Herabsetzung der Motordreh
zahl ermöglicht (Techn.). Overlflow ['oʊvəfloʊ] der: -s
(aus gleichbed. engl. overflow, eigtl. „Überschwem
mung“): Überschreitung der Speicherkapazität von Com
putern (EDV). Oveijhead der; -s (aus gleichbed. engl.amerik. overhead, eigtl. „über dem Kopf“): Gemeinkos
ten (Wirtsch.). Overlheadiproljekltor [ oʊvəhɛd...] der;
-s, -en (aus gleichbed. engl. overhead projector zu overhe
ad „oben“): ÎProjektor, durch den eine sich auf einer ho
rizontalen Glasfläche befindende Vorlage von unten be
leuchtet u. über ein optisches System mit um 90° abgewin
keltem Strahlengang über den Kopf des Vortragenden
rückseitig von ihm projiziert wird. Overheads [...hedz]
981
Oxidul
die (Plur.) (aus gleichbed. engl. overheads, eigtl. „über den
Sauerklee.Oxallit [auch... lit]<fer;-s,-e(zut2...it): ein gel
Köpfen“): Gemeinkosten (Wirtsch.). Overikill ['oʊvəkɪl]
bes, erdiges Mineral. Oxallglse die; -, -n (zu TOxalat u.
das, auch der; -s (aus gleichbed. engl.-amerik. overkill, zu
t'...ose): Ablagerungen von Oxalatkristallen im Gewebe
engl. to kill „töten“, eigtl. „mehr als einmal töten“): Situa
(Med.).Oxal|säu|re die;-: Kleesäure, giftige, organische
tion, in der gegnerische Staaten mehr Waffen, bes. Atom
Säure, die u.a. im Harn vorkommt u. technisch vielfach
waffen, besitzen, als nötig sind, um den Gegner zu vernich
verwendet wird (Chem.). Oxa lulrie* <Zie; -..den (zu
ten. overlsized ['oʊvəsaɪzd] (.engl.; zu oversize „über
Î ...urie): vermehrte Ausscheidung von Oxalsäure im Harn
groß“): größer als tatsächlich nötig (von Kleidungsstü
(Med.).Oxalmid* t/as,`-[e]s, -e (Kurzw. aus Oxalsäurediacken). Overlstatelment [oʊvə'steɪt...] das; -s, -s (aus
midy. farblose, in Wasser schwer lösliche Substanz, die als
gleichbed. engl. overstatement): Übertreibung, Überspie
Stickstoffdünger mit Langzeitwirkung dient (Chem.)
lung. overlstyled [`oʊvəstaɪld] (engl.y. (für einen be Oxer der; -s, - (aus gleichbed. engl. oxer zu ox „Ochse,
stimmten Anlass) zu perfekt gestylt. Over-the-CounRind“, wohl nach der Form): a) Absperrung zwischen
ter-Marlket ['oʊvəðə'kaʊntə'mɑ:kɪt] der; -[s] (aus engl.Viehweiden; b) Hindernis beim Springreiten, das aus zwei
amerik. over-the-counter market „Freiverkehrsmarkt“,
Stangen besteht, zwischen die Buschwerk gestellt wird
eigtl. „Markt über den Ladentisch“): a) in den USA der ’Oxlford das; -s, -s (nach der gleichnamigen engl. Stadt):
sich über den Telefonverkehr zwischen den Banken voll
bunter Baumwoll[hemden]stoff. 2Ox|ford das; -s (zu
ziehende Handel in nicht zum offiziellen Handel zugelas
t'Oxford): unterste Stufe des ÎMalms (Geol.). Oxlfordsenen Wertpapieren; b) in Großbritannien Wertpapierge
bewegung die; -: 1. hochkirchliche Bewegung in der
schäft am Bankschalter, Tafelgeschäft (Bankwesen)
anglikanischen Kirche; Traktarianismus. 2. Oxfordgrup
ovi,.., Ovi... [...V...] vgl. ovo..., Ovo... Ovildukt ifer;-[e]s, -e
penbewegung; eine 1921 von F. N. D. Buchman begründe
(zu lat. ductus, Part. Perf. von ducere „leiten“): Eileiter
te religiöse Gemeinschaftsbewegung. Oxlfordleinlheit
(Med.; Biol.)
rZie; -, -en: internationales Maß für wirksame Penizillin
Ovilne [o'vi:nə] die (Plur.) (zu spatial. ovinus „vom Schaf*,
mengen; Abk. : OE (Med.). Oxlfor|di|en [...'die:] das; -[s]
dies zu ovis „Schaf*): Schafspocken (Med.)
tfr.y. svw. 2Oxford
ovilpar [...V...] (aus gleichbed. spätlat. oviparus zu Tovo... u. Oxid, auch Oxyd das; -[e]s, -e (aus gleichbed./r. oxyde, dies
lat. parere „gebären“): Eier legend (Biol.). Ovilpalrie die;
zu gr. oxÿs „scharf, sauer“): jede Verbindung eines chem.
- (zu T2...ie> : Fortpflanzung durch Eiablage (Biol.). OviElements mit Sauerstoff, oxildalbel, auch oxydabel (zu
zid das; -[e]s, -e (zu T...zid>: in der Landwirtschaft ge
t...abel): zur Oxidation fähig, oxidierbar (Chem.). Oxibräuchliches Mittel zur Abtötung von [lnsekten]eiern.
dalse, auch Oxydase die; -, -n (zu t...ase): Sauerstoff
ovo.... Ovo..., auch ovi..., Ovi..., vor Vokalen meist ov...,
übertragendes Enzym (Biochem., Chem.). Oxildaltilon,
Ov... (zu lat. ovum „Ei“): Wortbildungselement mit der
auch Oxydation die; -, -en (aus gleichbed./r. oxydation) : 1.
Bedeutung „Ei“, z.B. Ovoviviparie, ovipar, Ovalbumin.
chem. Vereinigung eines Stoffes mit Sauerstoff; vgl. Des
Ovolgelnelse die; -, -n: svw. Oogenese. Ovolgolnilum
oxidation. 2. Entzug von Elektronen aus den Atomen eines
das; -s, ...ien [...ion] (zu gr. gone „Erzeugung; Geburt“ u.
chem. Elements od. einer chem. Verbindung, wobei diese
t,,,ium): svw. Oogonium, ovolid u. ovoii disch (zu
von einem anderen Element bzw. einer anderen Verbin
t. ..oid>: eiförmig (Biol.); vgl. ...isch/-. Ovolplaslma das;
dung aufgenommen werden. Oxi|da|ti|ons|kalta|ly|sa-s: svw. Ooplasma.OvoltesItis der;-, ...tes [...te:s] (zu lat.
tor, auch Oxydationskatalysator der; -s, -en: in Kraftfahr
testis „Hoden“): Zwitterorgan aus Hoden- u. Eierstockge
zeugen verwendeter Katalysator, der zur Nachverbren
webe (Med.), ovolvilvilpar [...vivi...]: Eier mit mehr od.
nung von Kohlenmonoxid u. Kohlenwasserstoffen dient.
weniger entwickelten Embryonen ablegend (in Bezug auf
Oxildaltilonslthelralpie, auch Oxydationstherapie die;
Methode zur Behandlung von Sauerstoffmangelzustän
Tiere, z.B. Feuersalamander, Kreuzotter; Biol.).Ovolvivi pa rie die; -, ...ien: Fortpflanzung durch Ablage von
den (Med.). Oxildaltilonslzolne, auch Oxydationszone
Eiern, in denen die Embryonen sich bereits in einem fort
die; -, -n: oberste, bis zum Grundwasserspiegel reichende
Verwitterungszone von Erzlagerstätten, in der sich Ausgeschrittenen Entwicklungsstadium befinden (sodass bei
manchen Tieren die Embryonen unmittelbar nach der Ei
laugungs- u. Zersetzungsprozesse abspielen (Geol.). oxidaltiv, auch oxydativ (zu t ...iv): durch eine Oxidation er
ablage ausschlüpfen; Biol.). Ovolzyt der; -en, -en (zu
folgend, bewirkt. Oxildaltor, auch Oxydator der; -s,
t ...zyt): svw. Oozyt. Ovullaltilon die; -, -en (zu ÎOvulum
...oren (zu t...or): Sauerstoffträger als Bestandteil von
u. Î ...ation): Ausstoßung des reifen Eies aus dem Eierstock
[Raketentreibstoffen, oxildielren, auch oxydieren (aus
bei geschlechtsreifen Säugetieren u. beim Menschen (Ei
gleichbed./r. oxyder zu oxyde, vgl. Oxid): 1. a) sich mit
sprung; Biol., Med.). Ovu|la|ti|ons|hem|mer der; -s, Sauerstoff verbinden, Sauerstoff aufnehmen ; b) bewirken,
(meist Plur.): Arzneimittel zur hormonalen Empfängnis
dass sich eine Substanz mit Sauerstoff verbindet. 2. t Elek
verhütung (Med.), ovullaltolrisch (zu t...orisch): mit der
tronen abgeben, die von einer anderen Substanz aufge
Ovulation zusammenhängend, mit einer Ovulation ver
nommen werden; vgl. desoxidieren. Oxi|di|me|ter, auch
bunden (Med.). Ovu lum das; -s, ...la (aus nlat. ovulum,
Oxydimeter das; -s, - (zu TOxidation u. t'...meter): Gerät
Verkleinerungsform von lat. ovum „Ei“): svw. Ovum.
zur Maßanalyse bei der Vornahme einer Oxidimetrie
Ovum das; -s, Ova (aus lat. ovum „Ei“): Ei, Eizelle (Med.,
(Chem.). Oxi|di|me|trie*, auch Oxydimetrie die; - (zu
Biol.)
t, ,,metrie): Bestimmung von Mengen eines Stoffes durch
Ow|rag* [o'vra:k] der; -[s], -i [...gi] (aus russ. ovrag
bestimmte Oxidationsvorgänge (Chem.).oxildisch, auch
„Schlucht“): tief eingeschnittene, junge Erosionsform im
oxydisch: Oxid enthaltend. Oxid|ke|ra|mik, auch Oxyd
Steppenklima (Geogr.)
keramik die; -, -en : 1. Werkstoff, der sich durch hohe Härte
Oxallälmie* die; -, ...ien (Kurzw. aus ÎOxa/säure u.
u. Verschleißfestigkeit auszeichnet u. deshalb z. B. im Tur
t...«mze): vermehrter Oxalsäuregehalt des Blutes (Med.).
binen- u. Reaktorbau verwendet wird. 2. Bez. für Fertig
Oxallat das; -[e]s, -e (zu lat. oxalis (dies aus gr. oxalis
produkte u. Halberzeugnisse aus Oxidkeramik (1). Oxi„Sauerampfer“ zu oxÿs „scharf, sauer“) u. Î ...at (2)> : Salz
do|relduk|ta|sen, auch Oxydoreduktasen die (Plur.): ei
der Oxalsäure. Oxallatlstein der; -[e]s, -e: Nierenstein
ne der sechs Hauptgruppen der ÎEnzyme (Biochem.).
aus oxalsaurem Kalk (Med.), oxallielren (zu Î..deren):
Oxildul, auch Oxydul das; -s, -e (aus nlat. oxidulum, Ver
Stahl mit oxalsäurehaltigen Lösungen zur Erzeugung einer
kleinerungsbildung zu TOxid): (veraltet) sauerstoffär
[gleitfähigen] Oberflächenschicht behandeln. Oxallis die;
meres Oxid (Chem.).
- (über lat. oxalis aus gleichbed. gr. oxalis, vgl. Oxalat):
o
Oxo...
982
(zu Î ...arium, Analogiebildung zu Î Aquarium): Meerwas
(gekürzt aus Oxygenium (mit dem Bindevokal -o-)):
seraquarium größeren Ausmaßes, in dem auch große
Wortbildungselement aus der Chemie mit der Bedeutung
Meerestiere gehalten werden können. Ozelalnaut der;
„ein doppelt gebundenes Sauerstoffatom an einem Koh
-en, -en (zu T...naut, Analogiebildung zu îAquanaut):
lenstoffatom enthaltend“. Oxolsynlthelse die; ehern.
svw. Aquanaut. Qze|a|nerz/er; -s, -: (scherzh. veraltend)
Reaktion zur Herstellung von Oxoverbindungen, z. B. von
großer Ozeandampfer. Ozelalnilde vgl. Okeanide. oze
tOlefinenmit Kohlenmonoxid u. Wasserstoff zu Î Aldehy
anisch: 1. den Ozean, das Meer betreffend, durch ihn
den (Oxoaldehyden; Chem.)
bzw. es beeinflusst; Meeres...; ozeanisches Klima: vom
Oxtailsuplpe ['ɔksteɪl...] die; -, -n (Lehnübersetzung von
Meer beeinflusstes Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit, ho
gleichbed. engl. oxtail soup): Ochsenschwanzsuppe
hen Niederschlägen u. geringer Temperaturschwankung.
oxy..., Oxy... (zu gr. oxÿs „scharf, sauer“): Wortbildungs
2. Ozeanien (die Inseln des Stillen Ozeans) betreffend.
element mit den Bedeutungen: a) „scharf, herb, sauer“,
Ozelalnistifer; -en, -en (zu Î ...ist): Kenner u. Erforscher
z. B. Oxymoron, u. b) „Sauerstoff enthaltend, brauchend“,
der Kulturen der ozeanischen Völker. Ozelalnisltik die; z.B. Oxygenation. Oxylbilolse die; - (zu t...biose>: svw.
(zu T ...istik): Wissenschaft von der Kultur der ozeani
Aerobiose. Oxyd usw. vgl. Oxidusw. Oxyleslsiglsäulre
schen Völker, ozelalnisltisch (zu t ...istisch) : die Ozeaz/ze; - (zu ToXy...): Glykolsäure. Oxylgen zto; -s (zu
nistik betreffend. Ozelalnit [auch ...hit] der; -[e]s, -e (zu
T...gen, eigtl. „Säurebildner“): Sauerstoff, chem. Element;
î2...it>: ein basisches Ergussgestein mit hohem Olivin
Zeichen O. Oxylgelnalse die; -, -n (meist Plur.) (zu
gehalt (Geol.). Ozelalniität die; - (zu t...ität): Abhän
t...ase): zur Gruppe der Oxidoreduktasen gehörendes
gigkeit des Küstenklimas von den großen Meeresflä
TEnzym, das Sauerstoff auf chem. Verbindungen über
chen (Geogr.). ozelalno..., Ozelalno..., vor Vokalen
trägt (Biochem.). Oxy|ge|nat das; -[e]s, -e (meist Plur.)
meist ozean..., Ozean... (über lat. oceanus aus gr. ökea(zu î...at (2)): gasförmiger od. verdampfbarer Kraftstoff,
nös, vgl. Ozean): Wortbildungselement mit der Bedeu
der zum Betrieb von [Ottojmotoren mit Fremdzündung
tung „das Meer, den Ozean betreffend“, z.B. Ozeanogra
geeignet ist. Oxy|ge|na|ti|onz/ze;-,-en (zu Î ...ation): Sät
fie, Ozeanistik. Oze|a|no|graf, auch ...graph der; -en,
tigung des Gewebes mit Sauerstoff (Med.); vgl. ...ation/
-en (zu Î ...graf): Meereskundler. Oze|a|no|gra|fie, auch
...ierung. Oxylgelnielrungzfe;-, -en (zu t...ierung): svw.
...gra phie die; - (zu t...grafie): Meereskunde, ozeiaOxygenation; vgl. ...ation/...ierung. Oxylgelnilum Azs; -s
no gra fisch, auch ...gralisch (zu Î...grafisch): meeres
(aus nlat. oxygenium zu fr. oxygène „Sauerstoff1 u.
kundlich. Ozelalnollglge der; -n, -n (zu T...loge>: svw.
t,,,ium): svw. Oxygen. Oxylhä molglolbin* das; -s (zu
Ozeanograf. Oze a no lo gie die; - (zu T...logie): svw.
T oxy...): sauerstoffhaltiger Blutfarbstoff. Oxy|li|quitz/a5;
Ozeanografie, ozela nollolgisch (zu Î...logisch): svw.
-s (zu lat. liquidus „flüssig“ u. Î ’...it): früher verwendeter
Sprengstoff aus einem brennbaren Stoff u. flüssigem
ozeanografisch
Sauerstoff. Oxylmelter das; -s, - (zu Α...meter): Gerät Ozellle die; -, -n (aus lat. ocellus „kleines Auge“ zu oculus
„Auge“; vgl. okulieren): Punktauge; einfaches Lichtsin
zur Bestimmung des Sauerstoffgehaltes im Blut (Med.).
nesorgan niederer Tiere (Zool.)
Oxy me trie* die; -, ...ien (zu î...metrie): Messung des
Blutsauerstoffgehaltes mithilfe eines Oxymeters (Med.). Oze Ilot [auch 'ɔtse...] der; -s, Plur. -e u. -s (überfr. ocelot aus
Oxy|mo|ronz/zz5;-s, ...ra (ausgleichbed.gr. oxymöron zu
aztek. (Nahuatl) oceloü)-. 1. katzenartiges Raubtier Mittelgr. oxys „scharf, spitz“ u. moros „stumpfsinnig, dumm“):
u. Südamerikas (auch im südlichen Nordamerika) mit
Zusammenstellung zweier sich widersprechender Begriffe
wertvollem Fell. 2. a) Fell dieses Tieres; b) aus diesem Fell
in einem ÎAdditionswort od. als rhetorische Figur (z.B.
gearbeiteter Pelz
bittersüß, Eile mit Weile!; Rhet., Stilk.). oxy phil (zu Ozolkelrit [auch ... rit] der; -s (zu gr. özein „riechen“ u. ke
Î oxy... u. T ...phil): saure Farbstoffe bindend. Oxylprolpiros „Wachs“): Erdwachs (natürlich vorkommendes mine
on säu re die; - (Kunstw. ; zu gr. pion „fette Milch“):
ralisches Wachs). Ozon der, auch das; -s (aus gr. (tö) özon
Milchsäure. Oxylsäulre die; -: Säure, die die Eigenschaf
„das Duftende“ zu özein „riechen, duften“): besondere
ten einer Säure u. eines Alkohols zugleich hat. Oxy I sol
Form des Sauerstoffs (O3); starkes Oxidations-, Desinfekder; -s (zu lat. solum „Boden“): svw. Ferralsol. Oxyltotions- u. Bleichmittel, Ozolnidz/a.s; -[e]s, -e (zu T3...id): di
non das; -s, ...na (aus gleichbed. gr. oxÿtonon, eigtl. „das
ckes, stark oxidierendes Öl. ozolnielren (zu !..deren):
scharf Klingende“): ein Wort, das einen Î Akut auf der be
svw. ozonisieren. Ozolnielrung tZze; -, -en (zu Î...ierung):
tonten Endsilbe trägt (z. B. gr. agros = Acker; griech. Be
Methode zur Abtötung von Mikroorganismen durch ein
tonungslehre); vgl. Paroxytonon u. Proparoxytonon.
Ozon-Luft-Gemisch. ozo|ni|sie|ren (zu Î..asieren): 1.
Oxy to zin das; -s (zu t oxy..., gr. tókos „das Gebären“ u.
Sauerstoff in Ozon umwandeln. 2. a) mit Ozon behandeln;
t *...in>: Hormon, das im Hypophysenhinterlappen gebil
b) Wasser keimfrei machen. Ozo|ni|sie|rung z/ze; -, -en
det wird u. die Uterusmuskulatur bei einer Geburt zu Kon
(zu t ...isierung): 1. das Ozonisieren. 2. Anlagerung von
traktionen anregt (Med.). Oxylulre die; -, -n (zu gr. ourä
Ozon an Kohlenstoffdoppelbindungen unter Bildung von
„Schwanz“): im Menschen schmarotzender Madenwurm.
Ozoniden. 3. svw. Ozonierung. Ozon|kil|ler der; -s, Oxylulrilalsis die; -, ...riasen (zu t...iasis): Erkrankung
(meist Plur.) : (Jargon) chem. Verbindung, die bes. stark an
an Madenwürmern (Med.)
der Zerstörung der Ozonosphäre beteiligt ist (z.B. be
Ozallid® das; -s (Kunstw.; vgl. 3...id): Markenbezeichnung
stimmte Treibgase). Ozonlloch das; -[e]s, ..Jocher: aus
für Papier, Gewebe, Filme mit lichtempfindlichen Î Emul
gedehnte Zerstörung der Ozonosphäre durch Treibgase,
sionen (2)
bes. durch Fluorchlorkohlenwasserstoffe, wodurch die
Ozälnarfze; -, ...nen (ausgr. özaina „ein übel riechender Na
Î Absorption ultravioletter Strahlung eingeschränkt wird.
senpolyp“ zu özein „(gut od. schlecht) riechen“): mit Ab
Ozolnollylse die; -, -n (zu t ...lyse): Methode zur Î Analy
sonderung eines übel riechenden Sekrets einhergehende
se der î Konstitution ungesättigter organischer Verbindun
chronische Erkrankung der Nasenschleimhaut (Med.)
gen. Ozo|no|sphä|re*die; -: durch höheren Ozongehalt
Ozeian der; -s, -e (über lat. oceanus aus gleichbed. gr. ökeagekennzeichnete Schicht der Erdatmosphäre; Ozon
nös): große zusammenhängende Wasserfläche zwischen
schicht (Meteor.). Ozonlschicht die; -: durch höheren
den Kontinenten, Weltmeer od. Teile davon (die sich aus
Ozongehalt gekennzeichnete Schicht der Erdatmosphäre
zeichnen durch Größe, Salzgehalt, System von Gezeiten
(Meteor.). Ozon|the|ra|pie die; -, ...ien [,,,i:ən]: thera
wellen u. Meeresströmungen), ozeian..., Ozeian... vgl.
peutische Anwendung eines Ozon-Sauerstoff-Gemischs,
ozeano..., Ozeano... Oze|a|na|ri|um das; -s, ...ien [..Jan]
z.B. bei Durchblutungsstörungen (Med.)
Oxo...
der; -s, -e (aus gr. paián „an einen Gott gerichteter
Hymnus“): 1. feierliches altgriechisches [Dank-,
Preisjlied. 2. svw. Päon
Pace [peis] die; - (aus gleichbed. engl. pace, eigtl. „Schritt“,
dies über (alt)fr. pas aus gleichbed. lat. passus): Tempo ei
nes Rennens, auch einer Jagd, eines Geländerittes (Sport).
Pacelcar ['peɪskɑ:] der; -s, -s (zu engl. car „Auto“): Leit
fahrzeug mit Gelblicht, das sich bei Formel-1-Rennen in
kritischen Fällen (z. B. bei Kollisionen) vor das Fahrerfeld
setzt (Automobilsport). Pace|ma|cher der; -s, - (Lehn
übersetzung von engl. pacemaker): svw. Pacemaker (1).
Pacemaker [,,,meɪkə] der; -s, - (aus engl. pacemaker
„Schrittmacher“): 1. in einem Rennen führendes Pferd,
das (meist zugunsten eines anderen Pferdes, eines Stallge
fährten) das Tempo des Rennens bestimmt (Pferdesport).
2. Schrittmacherzelle der glatten Muskulatur, die Aktions
ströme zu erzeugen u. weiterzuleiten vermag (Med.). 3.
Herzschrittmacher, elektrisches Gerät zur künstlichen
Anregung der Herztätigkeit nach Ausfall der physiologi
schen Reizbildungszentren (Med.). Palcer [peisu] der; -s,
- (aus gleichbed. engl. pacer): Pferd, das im Schrittu. Trab
beide Beine einer Seite gleichzeitig aufsetzt (Passgänger;
Pferdesport)
Palchullke der; -n, -n (aus dem Slaw.; vgl. poln. pacholek
„Bursche; Knecht“): 1. (landsch.) ungehobelter Bursche,
Tölpel. 2. (veraltet) Setzergehilfe (Druckw.)
palchy..., Palchy... [paxy...] (aus gr. pachÿs „dick“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „dick, verdickt;
Dicke“, z.B. Pachymeter, Pachyzephalie. Palchylakrie*
die; -, ...ien (zu gr. ákros „Spitze, äußerstes Ende“ u.
t2...ie): 1. Verdickung der Finger u. Zehen; vgl. Pachydaktylie (Med.). 2. svw. Akromegalie (Med.). Palchyblelpha rolse* die; -, -n (zugr. blépharon „Augenlid“ u.
tɪ,,,ose): Verdickung des Lidrandes (Med.). Palchycheillie [,..çai...] die: -, ...ien (zu gr. cheilos „Lippe“ u.
T2...ie>: svw. Makrocheilie. Pa|chy|dak|tyllie die; -,
...ien (zu gr. däktylos „Finger; Zehe“ u. T2...ie): svw. Pachyakrie (1). Pa|chy|der|men die (Plur.) (zu gr. dérma
„Haut“): (veraltet) Dickhäuter (Sammelbez. für Elefan
ten, Nashörner, Flusspferde, îTapire u. Schweine). Pachy der mie die; -, ...ien (zu t...dermie): svw. Elefantia
sis. Palchylkelphallie vgl. Pachyzephalie. Palchylmeninlgiltis die; -, ...itiden: Entzündung der harten Haut
des Gehirns u. des Rückenmarks (Med.). Palchylmeninx die; -, ...meningen: svw. Dura. Palchylmelter das;
-s, - (zu tɪ...meter): Dickenmessgerät (Techn.). Palchyonylchie die; -, ...ien (zu gr. ónyx, Gen. ónychos „Na
gel“ u. t2...ie): Verdickung der Nagelplatten an Fingern u.
Zehen (Med.). Pa|chy|ze|phallie die; -, ...ien (zu gr. kephalé „Kopf1 u. t2...ie>: verkürzte Schädelform mit
Pälan
gleichzeitiger abnormer Verdickung der Schädelknochen
(Med.)
PaI ci |fi Ica I le [patsifi'ka:lə] das; -[s] (aus gleichbed. mlat.
pacificale, eigtl. „das Frieden Stiftende“, zu lat. pacificare
„Frieden stiften“): lat. Bez. für TPaxtafel
Pack [pæk] das; -, -s (aus gleichbed. engl. pack, eigtl. „Pa
cken, Bündel“): engl. Gewicht für Wolle, Leinen u. Hanf
garn. Palckageltour ['pɛkɪʧ,,,, engl. 'pækɪʤ...] Æe;-, -en
(aus gleichbed. engl. package tour zu package „Paket“ u.
tour „(Rund)reise“): durch ein Reisebüro bis ins Einzelne
organisierte Reise im eigenen Auto; Pauschalreise
Packlfong das; -s (über engl. packfong aus chin, (kantone
sisch) pek t’ung zu pek „weiß“ u. t’ung „Kupfer“): (im
18. Jh. aus China eingeführte) Kupfer-Nickel-Zink-Legie
rung
paclta sunt ser|van|da ['pakta - ...V...J (lat. ; „Verträge
sind einzuhalten“): Grundsatz der Vertragstreue (im spä
ten röm. Recht u. bes. im Völkerrecht)
Pad [pɛd] das; -s, -s (aus engl. pad „Polster“): 1. Kurzform
von T Mauspad. 2. (meist Plur.) Kosmetikkissen zum Pu
dern, Schminken u. Ä.
päd...‘, Päd... vgl. pädo..., Pädo... Päldagoge der; -n, -n
(über lat. paedagogus aus gleichbed. gr. paidagögös, eigtl.
„Kinder-, Knabenführer“, zugr. país, Gen. paidós „Kind,
Knabe“ u. ágein „führen“): a) Erzieher, Lehrer; b) Erzie
hungswissenschaftler. Päldalgolgik die; - (aus «r. paidagôgikê (téchnê) „Erziehungskunst“) : Theorie u. Praxis der
Erziehung u. Bildung; Erziehungswissenschaft. Päldagolgilkum das; -s, ...ka (aus nlat. (testamen) paedagogicum): (in mehreren Bundesländern) im Rahmen des 1.
Staatsexamens abzulegende Prüfung in Erziehungswis
senschaften für Lehramtskandidaten. Päldalgolgin die:
-, -nen: weibliche Form zu TPädagoge. päldalgolgisch
(nach gleichbed. gr. paidagögikös): a) die Pädagogik be
treffend; zu ihr gehörend; b) die [richtige] Erziehung be
treffend; erzieherisch; pädagogische Psychologie: Teilge
biet der Psychologie, das sich mit den psychologischen
Grundlagen, mit Problemen der Erziehung u. des Unter
richts beschäftigt; pädagogische Soziologie: Teilgebiet der
Soziologie, das sich mit den am Erziehungs- u. Bildungs
prozess beteiligten Faktoren beschäftigt, päldalgolgisielren (zu Î ...isieren): unter pädagogischen Aspekten se
hen, für pädagogische Zwecke auswerten. Päldalgolgistik <7ze; - (zu Î ...istik) : pädagogische Disziplin, die Unter
richts- u. Lernprozesse unter den Aspekten u. mit den
Methoden der tInformatik bearbeitet. Pä|da|go|gi|um
das; -s, ...ien [...¡an] (aus lat. paedagogium „Erziehungs- u.
Bildungsstätte für Knaben“): (veraltet) 1. Erziehungsan
stalt. 2. Vorbereitungsschule für das Studium an einer pä
dagogischen Hochschule. Pä|da|tro|phie die; - (zu Tpä-
Pädaudiologe
do...>: schwere Ernährungsstörung bei Kleinkindern
(Med.). Päldauldiollolge der; -n, -n: Spezialist auf dem
Gebiet der Pädaudiologie (Med.). Päldauldiollolgie die;
- : 1. Wissenschaft vom Hören u. von den Hörstörungen im
Kindesalter (Med.). 2. Hörerziehung des Kindes (Med.).
Pä|dau|dio|io|gin die; -, -nen: weibliche Form zu tPä
daudiologe. päldauldiollolgisch: die Pädaudiologiebe
treffend, auf ihr beruhend (Med.)
Paldauk vgl. Padouk
Padidock [pɛdɔk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. pad
dock): Gehege, umzäunter Auslauf für Pferde
1Padldy ['pɛdi] der; -s (über engl. paddy aus gleichbed. malai. padi): ungeschälter, noch mit Spelzen umgebener Reis
2Pad|dy ['pædɪ] der; -s, -s (.engl. ; nach der Koseform von Pa
trick, dem Schutzpatron der Iren): (scherzh.) Ire (Spitzna
me)
Päldelrast* der; -en, -en (aus gr. paiderastês „jmd., der
Knaben liebt“ zugr. país, Gen. paidós „Kind, Knabe“ und
erastês „Liebender“ (zu eran „lieben“)): Mann mit homo
sexuellen Neigungen, Beziehungen zu Jungen. Päldelrastie die; - (aus gleichbed. gr. paiderastia): homosexuelle
Neigungen, Beziehungen von Männern zu Jungen; Kna
benliebe. Päldilalter der; -s, - (zu Tpädo... u. !..dater):
Facharzt für Krankheiten des Säuglings- u. Kindesalters;
Kinderarzt. Pä|di|a|trie die; - (zu T...iatrie): Teilgebiet
der Medizin, das sich mit den Krankheiten des Säuglingsu. Kindesalters befasst; Kinderheilkunde, päldilatrisch: die Kinderheilkunde betreffend, zu ihr gehörend,
auf ihr beruhend
Paldilschah der; -s, -s (aus gleichbed. pers. pädisäh, eigtl.
„Beschützer; König“): 1. (ohne Plur.) Titel islamischer
Fürsten. 2. islamischer Fürst als Träger dieses Titels
PadIma der; -s (aus gleichbed. sanskr. padma): indischer
Lotos als häufiges Symbol im TBuddhismus u. ÎHinduis
mus. Padlmalsalna der; - (aus gleichbed. sanskr. padma
sana): der Lotossitz als Meditationshaltung der 1 Asketen
Päldo der; -s, -s: Kurzform von Î Pädosexueller, Pädophiler,
päldo..., Päldo..., vor Vokalen meist päd..., Päd... (zugr.
país, Gen. paidós „Kind, Knabe“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „das Kind bzw. das Kindesalter betref
fend“, z.B. Pädologie, Pädiater. Päldolauldiollolge
usw. vgl. Pädaudiologe usw. Päldolbapltislmus der; -:
(veraltet) Kindtaufe (Rel.). Pä|do|don|tie* die; - (zu gr.
odoús, Gen. odóntos „Zahn“ u. t2...ie>: Kinderzahnheil
kunde (Med.). Päldolgalmie die; - (zu î ...garnie (l)): bei
Einzellern vorkommende Form geschlechtlicher Fort
pflanzung, bei der sich zwei Tochterzellen nach jeweiliger
îMeiose zu einer TZygote vereinigen (BioL). Päldolgenelse u. Päldoigelnelsis die; -: Fortpflanzung im Lar
venstadium (Sonderfall der Jungfernzeugung; BioL). pädogenetisch: sich im Larvenstadium fortpflanzend
(BioL). Päldollinlgulisltik [auch ..,lɪŋ'guɪstik] die;-; Teil
gebiet der angewandten Sprachwissenschaft, das sich mit
den Stadien des Spracherwerbs u. der systematischen Ent
wicklung der Kindersprache beschäftigt (Sprachw.). Pädollolge der; -n, -n (zu t...loge): Wissenschaftler auf dem
Gebiet der Pädologie. Pä|do|lo|gie die: - (zu î...logie):
Wissenschaft vom gesunden Kind unter Berücksichtigung
von Wachstum u. Entwicklung. Pä|do|lo|gin die; -, -nen:
weibliche Form zu îPädologe. päldollolgisch (zu Î...lo
gisch): die Pädologie betreffend. Pä|do|pa|tho|lo|gie
die; -: Lehre von den im Kindesalter auftretenden Krank
heiten (Med.). päldolphil (zu T ...phil): a) die Pädophilie
betreffend; b) zur Pädophilie neigend. Pä|do|phi|le der;
-n, -n: pädophil empfindender Mann. Päldolphillie die; (zu T ...philie): sexuelle Neigung Erwachsener zu Kindern
od. Jugendlichen beiderlei Geschlechts. Päldolselxulelle der; -n, -n (zu Îsexuell): svw. Pädophile
Paldouk [pa'dauk], Padauk das; -s (aus gleichbed. engl. pa
984
douk, dies aus dem Birmanischen): hell- bis dunkelbraun
rotes [farbig gestreiftes] hartes Edelholz eines in Afrika u.
Asien beheimateten Baumes
Paldre* der; -, Padri (aus gleichbed. it. bzw. span, padre,
eigtl. „Vater“, dies aus lat. pater, vgl. Pater): 1. (ohne
Plur.) Titel der Ordenspriester in Italien. 2. Ordenspries
ter in Italien als Träger dieses Titels. Paidrolna die; -, ...ne
(aus it. padrona): ital. Bez. für Gebieterin; Wirtin; Haus
frau. Paldrglne der; -[s], ...ni (aus zi. padrone): 1. ital.
Bez. für Herr, Besitzer, Chef. 2. Schutzheiliger (vgl. ‘Pa
tron 2). 3. Plur. von Padrona
Pa|du|a|na die; -, ...nen (nach der ital. Stadt Padua): 1. im
16. Jh. verbreiteter schneller Tanz im Dreiertakt. 2. svw.
Pavane (2)
Pa el la [pa'ɛlja]
-, -s (aus gleichbed. span, paella, eigtl.
„Kasserolle“, dies über altfr. paële aus lat. patella „(fla
che) Schüssel, Platte“, Verkleinerungsform von patera
„(Opfer)schale“): 1. span. Reisgericht mit verschiedenen
Fleisch- u. Fischsorten, Muscheln, Krebsen, Gemüsen u.
Gewürzen. 2. zur Zubereitung der Paella (1) verwendete
eiserne Pfanne
Palfel vgl. Bafel
Palfel s’’, Pofese, Povese [...v...] u. Bofese die; -, -n (meist
Plur.) (zu it. pavese „aus Pavia“, nach der ital. Stadt):
(bayr., österr.) gefüllte, in Fett gebackene Weißbrotschnit
te
Palgaie die; -, -n (aus gleichbed. fr. pagaïe, dies aus malai.
pang(g)ayong): Stechpaddel mit breitem Blatt für den
Î Kanadier (1)
Palgalment das; -[e]s, -e (aus it. pagamento „Zahlung“ zu
pagare „(be)zahlen“, dies aus lat. pacare, vgl. pagatorisch): im 17./18. Jh. Bez. für Rohmaterial zur Münzprä
gung, das hauptsächlich aus nicht mehr im Umlauf befind
lichen Münzen gewonnen wurde
palgan (aus gleichbed. kirchenlat. paganus zu lat. paganus
„zum Dorf gehörig“, dies zu pagus „Dorfgemeinde)“;
vgl. Pagus): heidnisch. Palgalnallilen [,,,iən] die (Plur.)
(aus gleichbed. lat. paganalia (Plur.) zu paganus, vgl. pa
gan): ländliche Feste bei den alten Römern (bes. die nach
beendeter Saat gefeierten), palgalnilsielren (zu t...isieren): dem Heidentum zuführen. Pa|ga|nis|mus der; -,
...men (zu i...ismus (2)): a) (ohne Plur.) Heidentum; b)
heidnisches Element im christlichen Glauben u. Brauch.
Palgalnus der; -, ...ni (aus gleichbed. kirchenlat. paganus,
vgl. pagan): Heide, Nichtchrist
Palgat der; -[e]s, -e (zu it. bagattino „venezianische Münze
von geringem Wert“, nach dem auf dem ital. Kartenblatt
abgebildeten Schuster, der eine solche Münze als Arbeits
lohn in der Hand hält) : niedrigster Trumpf im Tarockspiel
palgaltolrisch (zu älter it. pagatura „(Be)zahlung“ zu
pagare „(be)zahlen“, dies aus lat. pacare „(den Gläubi
ger) friedlich machen“ zu pax „Friede“): Zahlungen,
verrechnungsmäßige Buchungen betreffend, auf ihnen
beruhend
‘Paige ['pa:ʒə] der; -n, -n (aus fr. page „Edelknabe“; weitere
Herkunft unsicher): 1. junger Adliger als Diener am Hof
eines Fürsten. 2. junger, uniformierter Diener, Laufbur
sche [eines Hotels]
2Page [peɪʤ] die; -, -s ['peɪdʒɪz] (aus gleichbed. engl. page,
dies aus lat. pagina, vgl. Pagina): Seite (EDV)
Palgenlkopf ['pa:ʒən...] der; -[e]s, ...köpfe (zu i'Page):
Bez. für eine Mitte der 1920er-Jahre aufgekommene kurze
Damenfrisur, bei der das waagerecht geschnittene Haar
glatt fallend Stirn u. Ohren bedeckt. Palger ['peɪdʒe] rfer;
-s, - (aus gleichbed. engl. pager, eigtl. „Piepser“, zu to page
(ugs.) „(jmdn.) anpiepen“, dies über das Altfr. zu fr. page,
vgl. 'Page): Funkempfangsgerät, das einen eintreffenden
Ruf akustisch od. optisch signalisiert (z. B. als Endgerät ei
ner Personensuchanlage; Funkw.). Palgelrie [paʒə...] zZze;
985
-, ...ien (französierende Bildung zu l'Page): frühere Pa
genbildungsanstalt
Palgi: Plur. von Î Pagus
Palgilna die: -, Plur. -s u. ...nä (aus gleichbed. lat. pagina):
(veraltet) Buchseite, Blattseite; Abk.: p., pag. Palging
['peɪʤɪŋ] das: -s (zu engl. to page „(durch)blättern“ (dies
zu page, vgl. 2Page) u. t...ing>: Seitenaustausch bzw. -Ver
lagerung von bestimmten Bereichen des Arbeitsspeichers,
damit die Nutzung vieler Programme gleichzeitig möglich
ist (EDV), palgilnielren [pagi...] (zu Î..deren); mit Sei
tenzahlen versehen. Pa|gi|nie|rung die: -, -en (zu t...ierung): 1. (ohne Plur.) das Paginieren. 2. Seitenzahlen (mit
denen Geschriebenes, Gedrucktes versehen ist)
Palgne* ['panjə] der: -[s], -s (aus gleichbed. fr. pagne, dies
aus span, paño „Tuch, Stoff“): baumwollener Lenden
schurz der afrik. Naturvölker
Pälgnilum* das: -s, ...nia (zu gleichbed. gr. paignion (eigtl.
„was zum Spielen, Scherzen dient", zu paizein „spielen,
scherzen") u. t...ium ): in der altgriech. Dichtung kleines
lyrisches Gedicht meist scherzhaften Inhalts
Palgolde die;-, -n (über fr. bzw. port, pagode aus gleichbed.
drawidisch pagödi, dies zu sanskr. bhágavat „göttlich, hei
lig“): 1. in Ostasien üblicher [viereckiger turmartiger
Tempelbau mit vielen Stockwerken, die alle ein eigenes
ausladendes Vordach haben; vgl. Stupa. 2. (auch der; -n,
-n) (veraltet, aber noch österr.) ostasiat. Götterbild, meist
als kleine sitzende Porzellanfigur mit beweglichem Kopf
Palgus der; -, Pagi (aus lat. pagus „Dorf; Distrikt, Gau“ zu
pangere „festmachen, befestigen“): 1. älteste, ländliche
Siedlungsform in Italien mit Einzelgehöften u. Dörfern, in
denen das Zentralheiligtum lag. 2. im Mittelalter lat. Bez.
für den kelt., germ. u. fränk. Gau
Pahllelwi [pax...] vgl. Pehlewi
Paildeia die; - (aus gr. paideia „Erziehung, Bildung“ zu paideüein „(Kinder) erziehen“, dies zu pais, Gen. paidös
„Kind, Knabe“): altgriech. Erziehungsideal, das vor allem
die musische, gymnastische u. politische Erziehung um
fasste. Pajldeulma das; -s (aus gr. paideuma „das durch
Erziehung Vermittelte“): Kulturseele (in den Bereich der
T Kulturmorphologie gehörender Begriff von L. Frobeni
us). Paildilbett® das; -[e]s, -en (zugr. paidion, Verkleine
rungsform von pals „Kind“): Kinderbett, dessen Boden
verstellbar ist
Pailgnilon* (aus gr. paignion „Scherzgedicht“, vgl. Pägnium): griech. Form von Î Pägnium
pail le ['pa:jə, auch pai] (aus gleichbed. fr. paille, eigtl.
„Stroh“, dies aus lat. palea „Spreu“): strohfarben, stroh
gelb. Paillletlte [pai'jɛtə] die; -, -n (meist Plur.) (aus
gleichbed./r. paillette, Verkleinerungsform von paille, vgl.
paille): glitzerndes Metallblättchen zum Aufnähen, pailletltiert (zu î...iert): mit Pailletten besetzt
Paillou [...lou] íZízj; -, -[s] (aus gleichbed. chin, pai-lou): frei
stehendes Ehrentor vor einem Tempel, einem Grab od.
über einem Weg (in China)
Pain [pɛ:] der od. das; -(s], -s (aus fr. pain „Brot“, dies über
altfr. pan aus lat. pañis): Fleischkäse, Fleischkuchen
Paint [peint] der; -s, -s (aus engl. paint „Farbe“): ein ge
schecktes Î Quarterhorse, in den USA in Reinzucht ge
züchtete eigenständige Pferderasse. Paintlball [,,,bɔ:l]
der: -s (aus gleichbed. engl. paintball, eigtl. „Farbkugel“):
einen militärischen Kampf simulierendes Spiel, bei dem
zwei Mannschaften mit Farbpatronen aufeinander schie
ßen mit dem Ziel, die gegnerische Fahne in Besitz zu neh
men. Paint-in [...'m] das; -[s], -s (zu engl. to paint „malen“
u. in „darin“): Ausstellung, in der das Publikum selbst Bil
der malen kann
pair [pɛ:u] (aus gleichbed./r. pair, eigtl. „gleich, ebenbür
tig“, dies über altfr. per aus lat. par „gleich; gerade“): ge
rade (von den Zahlen beim Roulette); Ggs. timpair. Pair
Paläarktis
der: -s, -s (aus gleichbed./r. pair, eigtl. „(dem König) Eben
bürtiger“, zu pair, vgl. pair): Mitglied des franz. Hoch
adels. Pailrie [pɛ'ri:]rZ/e;-, ...ien (aus gleichbed./r. pairie):
Würde eines Pairs. Pailring ['pɛ:rɪŋ] r/as; -s (aus gleich
bed. engl. pairing zu to pair „zusammenpassen“, dies zu
pair „Paar“ (über das Altfr. zu lat. par, vgl. pair): partner
schaftliches Verhalten (z. B. durch Rücksichtnahme der
Minderheit auf die Mehrheit im Parlament); Partner
schaft
Pailsa der; -[s], ...se (aus gleichbed. Hindi paisä): Münzein
heit in Indien, Pakistan u. Nepal
pailsilble [pɛ'zi:b(ə)l] (aus gleichbed. fr. paisible zu paix
„Frieden“, dies aus lat. pax, vgl. 'Pax): (veraltet) friedlich,
friedfertig, ruhig
Paislley ['peɪzlɪ] das; -s (nach der schottischen Stadt Pais
ley, wo Stoffe mit Mustern dieser Art hergestellt wurden):
Stoffmuster mit Streublumen bzw. mit ornamentalen,
blattähnlichen Gebilden
Palka das; -s, -s (über gleichbed. port. u. span, paca aus ei
ner südamerik. Indianersprache): in den Regenwäldern
Mittel- u. Südamerikas lebendes plumpes, Pflanzen fres
sendes, nachtaktives Nagetier
Pa|ka|ti|on die;-, -en (aus gleichbed. spätlat. pacatio zu lat.
pacare „befrieden, zum Frieden bringen“, dies zu pax, vgl.
'Pax): (veraltet) Beruhigung, Friedensstiftung. Palkaltor
der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. pacator): (veraltet) Frie
densstifter
Palket das; -[e]s, -e (aus gleichbed./r. paquet zu älter fr. paque „Bündel, Ballen, Packen“, dies aus dem Niederl.): 1.
a) mit Papier o.Ä. umhüllter [u. verschnürter] Packen; b)
etwas in einen Karton, eine Schachtel o.Ä. Eingepacktes;
vgl. Lunchpaket; c) größere Packung, die eine bestimmte
größere Menge einer Ware fertig abgepackt enthält (z.B.
ein Paket Waschpulver). 2. größeres Päckchen als Postsen
dung in bestimmten Maßen u. mit einer Höchstgewichts
grenze. 3. zu einer Sammlung, einem Bündel zusammen
gefasste Anzahl politischer Pläne, Vorschläge, Forderun
gen. 4. (beim TRugby) dichte Gruppierung von Spielern
beider Mannschaften um den Spieler, der den Ball hält.
pa|ke|tie|ren (zu 1 ...ieren): einwickeln, verpacken, zu ei
nem Paket machen. Palkeltielrung die; - (zu t,,,ierung):
das Paketieren
Palko der; -s, -s (über gleichbed. span, paco aus Quechua
(einer südamerik. Indianersprache) paco): svw. 'Alpaka
(1)
Palkoltil le [,,,'tɪljə] die; -, -n (aus gleichbed. /r. pacotille,
paquotille, eigtl. „Beilast“, dies aus span, pacotilla): auf ei
nem Schiff frachtfreies Gepäck, das den Seeleuten gehört
Pakt der; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. pactum, substantivier
tes Part. Perf. (Neutrum) von pacisci „vereinbaren, ver
traglich abschließen“): Vertrag, Übereinkommen; politi
sches od. militärisches Bündnis, pakltielren (zu Î...ie
ren): einen Vertrag, ein Bündnis schließen; ein Abkom
men treffen, gemeinsame Sache machen. Pakltielrer der;
-s, -: (abwertend) jmd., der mit jmdm. paktiert. Pakltum
das; -s, ...ten (aus lat. pactum „Vertrag, Vergleich“, vgl.
Pakt): (veraltet) svw. Pakt
PAL vgl. PAL-System
pal.... Pal..., pallä..., Pallä... vgl. paläo..., Paläo... Palläanlthrolpilnen* die (Plur.) (zu tpaläo... u. gr. änthröpos
„Mensch“): Altmenschen, Menschengruppe, die im Mittelpaläolithikum (vgl. Paläolithikum) hauptsächlich in
Westeuropa u. Nordafrika gelebt hat. Pa|lä|an|thro|pologe* der: -n, -n: Wissenschaftler auf dem Gebiet der Paläanthropologie.Pa|lälan|thro|po|lo|gie* die: -: auf fossi
le Funde gegründete Wissenschaft vom vorgeschichtlichen
Menschen u. seinen Vorgängern. pa|lä|an|thro|pollogisch*: die Paläanthropologie betreffend, zu ihr gehörend,
auf ihr beruhend. Pallälarkltis die; -: in der Tiergeografie
paläarktisch
der Eurasien u. Nordafrika umfassende Teil der tholarktischen Region, pallälarkltisch: altarktisch; paläarktische Region: relativ artenarme tiergeografische Region,
Eurasien u. Nordafrika umfassend
Pallaldin [auch 'pa...] der; -s, -e <aus gleichbed. /r. paladin,
dies über it. palatino aus mlat. (comes) palatinus „kaiser
licher Begleiter)“ zu lat. palatinus „zum Palast, Hof ge
hörig“, dies zu palatium, vgl. Palast): 1. Angehöriger des
Heldenkreises am Hof Karls des Großen. 2. Hofritter, Be
rater eines Fürsten. 3. treuer Gefolgsmann ; Anhänger [aus
einem Kreis um jmdn.]
Pallaldon® das; -s <Kunstw.>: Kunststoff für Zahnersatz
Pallalgolnit [auch ..,'nit] der: -s, -e (nach der Stadt Palagonia auf Sizilien u. zu t2...it>: gelb- bis rotbraunes, stark
wasserhaltiges, basaltisch-vulkanisches Glas
Pallais [pa'lɛ:] das; - [pa'lɛ:(s)], - [pa'lɛ:s] (aus gleichbed. ʃr.
palais; vgl. Palast): Palast, Schloss. Pallais de l'Elylsée
[palɛdleli'ze:] das;---- (fr.): franz. Form von tElysee-Palast
pallälnelgrid* (zu tpaläo... u. tnegrid): die Merkmale ei
nes bestimmten afrik. Menschentyps aufweisend
Pa|lan|kin der; -s, Plur. -e u. -s (über fr. palanquin aus
gleichbed. port, palanquim, dies über Prakrit palahka aus
sanskr. palyanka, paryahka „Diwan, Sofa“): ind. Tragses
sel; Sänfte
palläo..., Palläo..., vor Vokalen auch palä..., Palä..., auch
pal..., Pal... (aus gr. palaiós „alt“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „alt, altertümlich, ur-, Ur-“, z.B. Pa
läografie, paläarktisch. Pa|läo|an|thro|po|lo|ge* usw.
vgl. Paläanthropologe usw. palläolarkltisch vgl. palä
arktisch. Pa|läo|bio|lo|gie die; -: Teilgebiet der Paläon
tologie, das sich mit den t fossilen Organismen, ihren Le
bensumständen u. ihren Beziehungen zur Umwelt befasst.
Palläolboltalnik die; -: Wissenschaft von den tfossilen
Pflanzen. Palläolboltalnilker der; -s, -: Wissenschaftler
auf dem Gebiet der Paläobotanik. palläo|bo|ta|nisch:
die Paläobotanik betreffend, zu ihr gehörend, auf ihr be
ruhend. Pa|läo|de|molgra|fie, auch ...gralphie die; -:
Teilgebiet der prähistorisch-historischen T Anthropologie,
das sich (aufgrund von Alters- u. Geschlechtsdiagnosen an
Skelettüberresten) mit den Sterblichkeitsverhältnissen,
mit Umfang u. Altersgliederungen menschlicher ÎPopula
tionen (2) befasst. Palläolethlnolboltalnik die; -: Teil
gebiet der Botanik, das sich mit den Beziehungen zwischen
Pflanzen u. Menschen in ur- u. frühgeschichtlicher Zeit,
im weiteren Sinne auch im Mittelalter u. in der frühen
Neuzeit befasst. Palläolgen das; -s (zu t...gen): Altterti
är, untere Abteilung des Tertiärs, das T Paläozän, t Eozän
u. TOligozän umfasst (Geol.). Palläolgeolgralfie, auch
...gralphie die; -: Teilgebiet der Geologie, das sich mit der
geografischen Gestaltung der Erdoberfläche in früheren
geologischen Zeiten befasst. Pa|läo|geo|phy|sik die; -:
Teilgebiet der Geologie, das sich mit den geophysikali
schen Verhältnissen der Erde während der geologischen
Vergangenheit befasst. Palläolgraf, auch ...graph der;
-en, -en (zu t...graf): Wissenschaftler auf dem Gebiet der
Paläografie. Palläolgralfie, auch ...gralphie die; - (zu
T...grafie): Wissenschaft von den Formen u. Mitteln der
Schrift im Altertum u. in der Neuzeit; Handschriftenkun
de. pa|läo|gra|fisch, auch ...gralphisch (zu Î...gra
fisch): die Paläografie betreffend, auf ihr beruhend ; handschriftenkundlich. Pa|läo|hislto|lo|gie die; -: Wissen
schaft von den Geweben der Îfossilen Lebewesen. Palläoin dilalner tum das: -s: zusammenfassende Bez. für die
ältesten prähistorischen Indianerkulturen, vor allem in
Nordamerika. Pa|läo|kli|rna|to|lo|gie die; -: Wissen
schaft von den klimatischen Bedingungen u. Abläufen der
Erdgeschichte, palläolkrysltisch (zu gr. krÿstallos
„Eis“): die Aufeinanderhäufung gestauter Eismassen [aus
986
der Eiszeit] betreffend (Geogr.). Palläollimlnollolgie
die: -: Teilgebiet der Î Limnologie, das die Geschichte ei
nes Gewässers anhand seiner Sedimente, der darin enthal
tenen Tierspuren u, organischen Reste (Schalen von
Pflanzenu. Tieren) erforscht. Palläollinlgulisltik die; -:
Wissenschaft, die sich mit einer (angenommenen) allen
Völkern gemeinsamen Ursprache befasst, palläollinlguistisch: die Paläolinguistik betreffend, auf ihr beruhend.
Pa|läo|lith [auch ... lit] der; -en, -en (meist Plur.) (zugr. lithos „Stein“): Steinwerkzeug des Paläolithikums. Palläolilthilker [auch ... li...] der; -s, -: Mensch der Altsteinzeit.
Pa|läo|li|thi|kum [auch ...'ll...]
-s (zu t...lithikum):
älterer Abschnitt der Steinzeit; Altsteinzeit, palläollithisch [auch ...li...]: zum Paläolithikum gehörend; alt
steinzeitlich. palläolmalgneltisch*: die ÎInduktion (2)
des erdmagnetischen Feldes während des Auskristallisie
rens von Mineralien betreffend (Geol.). Palläolmalgnetislmus* der; -: die tremanente Magnetisierung von Ge
steinen durch das erdmagnetische Feld in früheren erdge
schichtlichen Epochen (Geol.). Pa|lä|on|to|lo|ge der; -n,
-n: Wissenschaftler, der sich mit den Lebewesen vergan
gener Erdperioden befasst. Pa|lä|onltoliolg[e die;
Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdperi
oden. pallälonltollolgisch: die Paläontologie betref
fend, zu ihr gehörend, auf ihr beruhend. Palläolphyltikum das; -s (zu gr. phytön „Pflanze“ u. T...ikum>: Alter
tum der Entwicklung der Pflanzenwelt im Verlauf der Erd
geschichte. Pa|läo|phylto|lo|gie die; -: svw. Paläobota
nik. Pa|läo|psy|cho|lo|gie die; -: Psychologie von den
Urzuständen des Seelischen. Palläolsol der; -s (zu lat. so
lum „Boden“): fossiler Boden. Pa|läo|trg|pis* die; - (zu
gr. trope „Hinwendung“, vgl. 'Tropen): pflanzengeografi
sches Gebiet, das die altweltlichen Tropen u. einen Teil der
altweltlichen Subtropen umfasst. Palläoltylpe die; -, -n
(zu TType (1)>: (selten) svw. Inkunabel. Palläoltylpie die;
- (zu î2...ie): Lehre von den Formen der gedruckten Buch
staben. palläolzän (zu gr. kainós „neu“): das Paläozän
betreffend. Palläolzän das; -s: älteste Abteilung der Erd
neuzeit; vgl. Tertiär (Geol.). Pa|läo|zo|i|kum das; -s (zu
t...zoikum): erdgeschichtliches Altertum, Erdaltertum
(Geol.). palläolzolisch: das Paläozoikum betreffend.
Palläolzoollolge [...tsoo...] der; -n, -n: Wissenschaftler
auf dem Gebiet der Paläozoologie. Pa|läo|zoo|lo|gie die;
Wissenschaft von den t fossilen Tieren. pa|läo|zoo|lggisch: die Paläozoologie betreffend, zu ihr gehörend, auf
ihr beruhend
Pallas der; -, -se (ältere Form von ÎPalast): Hauptgebäude
einer mittelalterlichen Burg mit Wohn- u. Festsaal. Pa
last der; -[e]s, Paläste (mit sekundärem -t aus mhd. palas
„Hauptgebäude einer Ritterburg mit Fest- und Speisesaal ;
Schloss“, dies über altfr. pales, palais (vgl. Palais) aus spätlat. palatium „Palast, kaiserlicher HoP‘ (urspr. der Name
einer der sieben Hügel Roms, auf dem Kaiser Augustus
und seine Nachfolger residierten)): schlossartiges Gebäu
de; großer Prachtbau
Palläsltra* Æe; -, ...stren (aus gleichbed. gr. palaistrazu palaiein „ringen, kämpfen“): (im Griechenland der Antike)
Übungsplatz der Ringer
Pa|last|re|vo|lulti|on [,..v...] die; -, -en (zu TPalast); a)
Umsturzversuch von Personen in der nächsten Umgebung
eines Herrschers, Staatsoberhaupts; b) Empörung in der
Umgebung eines Vorgesetzten, Höhergestellten
pallat.... Pallat... vgl. palato..., Palato... pallaltal (zu lat.
palatum „Gaumen“ u. T '...al (1)): a) das TPalatum betref
fend; b) im vorderen Mund am harten Gaumen gebildet
(von Lauten ; Sprachw. ). Palla Ital der; -s, -e (zu Î '...al (2)) :
im vorderen Mundraum gebildeter Laut, Gaumenlaut
(z.B. k; Sprachw.). Pa|la|ta|lis ¿/ze, -, ...les [,,,le:s]: (ver
altet) svw. Palatal. pa|la|ta|li|sielren (zu t...isieren>: 1.
987
î Konsonanten durch Anhebung des vorderen Zungenrü
ckens gegen den vorderen Gaumen erweichen (Sprachw.).
2. einen nicht palatalen Laut in einen palatalen umwan
deln (Sprachw.). Pa|la|tal|laut der; -[e]s, -e: svw. Palatal
Pallaltin der; -s, -e (aus mlat. (comes) palatinus „kaiser
lichter Begleiter)“; vgl. Paladin): 1. Pfalzgraf (im Mittelalter). 2. der Stellvertreter des Königs von Ungarn (bis
1848). Pa|la|ti|nat das; -[e]s, -e (zu Î ...at (l)): Pfalz[grafschaft], Pallaltjlne i/te; -, -n (aus gleichbed. fr. palatine,
eigtl. „die Pfälzische“, dies zu spätlat. palatinus, vgl. Pa
latin; nach der Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte (f 1722),
Herzogin von Orléans, die dieses Pelzwerk bevorzugte):
(veraltet) 1. Ausschnittumrandung aus Pelz, leichtem Stoff
od. Spitze. 2. Hals- u. Brusttuch. pa|la|tj|nisch (nach
gleichbed. fr. palatin): 1. den Palatin betreffend. 2. pfäl
zisch. Pa Haiti Ium das;-s, ...tien [...ion] (aus gleichbed. lat.
palatium, eigtl. „Palast“; nach dem mons Palatinus in
Rom): der kaiserliche Wohnsitz in der röm. Kaiserzeit. 2.
Pfalz (im Mittelalter)
pallalto..., Pallalto..., vor Vokalen meist palat..., Palat...
(aus lat. palatum „Gaumen“): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „Gaumen; den Gaumenbereich betref
fend“, z.B. Palatogramm, Palatodynie. Pa|la|to|dy|nie*
die; -, ...ien (zu î...odynie>: (bei Trigeminusneuralgie auf
tretender) Schmerz im Bereich des Gaumens (Med.). Palatograf, auch,..graph der,■ -en,-en (zu t...graf): Instru
ment zur Durchführung der Palatografie. Palla toigrafie, auch...gralphi_e ¿Zí'e; -, ...ien (zu T...grafie>: Methode
zur Ermittlung u. Aufzeichnung der Berührungsstellen
zwischen Zunge u. Gaumen beim Sprechen eines Lautes
(Phonetik). Pa|la|to|gramm das; -s, -e (zu t'...gramm>:
Abbildung mit dem Palatografen.Pa|la|to|plasltik rfze; -,
-en: plastische Operation von Gaumendefekten (Med.).
Pallaltoslchilsis* [... sçi:...] die; - (zu gr. schisis „das
Spalten, Trennen", dies zu schizein „spalten“): angebore
ne Spaltung des harten Gaumens (Med.)
Pallatlschinlke* die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. ung.
palacsinta, dies über rumän. pläcintä aus lat. placenta
„Kuchen“): (österr.) dünner, zusammengerollter [mit
Marmelade o.Ä. gefüllter] Eierkuchen
Pallaltum das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat. palatum): obere
Wölbung der Mundhöhle; Gaumen (Med.)
Pallalver [...vu] das; -s, - (aus gleichbed. engl. palaver, dies
über eine afrik. Eingeborenensprache in der Bed. „religiö
se od. gerichtliche Versammlung“ aus port, palavra „Un
terredung, Erzählung“, dies aus lat. parabola, vgl. Para
bel): 1. (ugs. abwertend) das Reden mehrerer Personen
über etwas, wobei jeder sich äußert u. sich die Erörterung
längere Zeit hinzieht, oft ohne rechte Ergebnisse. 2.
(landsch.) Geschrei, Gelärme, pallalvern: (ugs. abwer
tend) mit anderen über etwas reden, etwas erörtern, ohne
dass (wegen der unterschiedlichen Meinungen, Gesichts
punkte) dabei ein Ergebnis herauskommt
Pallazlzo der; -[s], ...zzi (aus it. palazzo, dies aus spätlat. pa
latium, vgl. Palast): ital. Bez. für Palast
Pallea die; -, Paleen (aus lat. palea „Spreu"): 1. Spreu
schuppe od. Spreublatt bei Korbblütlern u. Farnen (Bot.).
2. Blütenspelze der Gräser (Bot.)
Pale Ale [ peil eil] das; - - (aus gleichbed. engl. pale ale zu
pale „blass“ u. ale (vgl. Ale)): helles (engl.) Bier
Palelfroi [pal'froa] der; -, -s (aus gleichbed. fr. palefroi, dies
aus mlat. paraveredus „Nebenpferd“ zu gr. para „neben“
u. galloroman. veredus „Pferd“): Paradepferd der mittel
alterlichen Ritter
pa|le|o|zän usw. vgl. paläozän usw.
Pa lesltri na-Stil* iter; -s (nach dem ital. Komponisten
G. P. Palestrina, um 1525-1594): [vom Tridentinischen
Konzil (Trient 1545-1563) zum Stil der (kath.) Kirchen
musik schlechthin erklärter] Stil Palestrinas, der einen Hö
Palinodie
hepunkt der vokalen Polyphonie seiner Zeit darstellte
(Mus.)
Palleltot ['paləto, auch pal to:] der; -s, -s (aus fr. paletot
„weiter Überrock", dies aus mittelengl. paltok „Überrock,
Kittel“): 1. (veraltet) doppelreihiger, leicht taillierter Her
renmantel mit Samtkragen, meist aus schwarzem Tuch. 2.
dreiviertellanger Damen- od. Herrenmantel
Palletlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. palette, eigtl. „kleine
Schaufel“, Verkleinerungsform von pelle „Schaufel, Spa
ten“, dies aus lat. pala): 1. meist ovales, mit Daumenloch
versehenes Mischbrett für Farben. 2. reiche Auswahl, viele
Möglichkeiten bietende Menge. 3. genormte hölzerne od.
metallene Hubplatte zum Stapeln von Waren mit dem Ga
belstapler
palletlti (Herkunft unsicher); in der Wendung[es ist| alles
paletti: (ugs.) [es ist] alles in Ordnung
palletltielren, auch pa|let|ti|si_e|ren (zu tPalette u.
!.. deren bzw. î...isieren): Versandgut auf einer Palette (3)
stapeln [u. so verladen]
Palleulrolpa, ohne Artikel; Gen. -s (in Verbindung mit At
tributen das; -[s]) (zu Tpaläo... u. nach dem Erdteil Euro
pa): Alteuropa, der vor dem T Devon versteifte Teil Euro
pas (GeoL).
palli..., Palli... vgl. palin..., Palin...
Pa|lich|no|lo|gie* die; - (zu Tpaläo..., gr. ichnos „Fußspur,
Fährte" u. Î ...logie): Teilgebiet der Paläontologie, das fos
sile Lebensspuren untersucht u. Rückschlüsse auf die Le
bensbedingungen zieht
PaIli|la|lie die; - (zu îpalin..., gr. laleîn „viel reden, schwat
zen“ u. T2...ie>: krankhafte Wiederholung desselben Wor
tes od. Satzes (Med.).pallim..., Pallim... vgl. palin..., Pa
lin... Pallimlnelse* die; - ':îu gr. mnësis „das Erinnern“):
Wiedererinnerung; Erinnerung an etwas, was bereits dem
Gedächtnis entfallen war (Med., Psychol.). Pallimpsest* der od. das; -[e]s, -e (über lat. palimpsestos aus
gleichbed. gr. palimpsestos, eigtl. „wieder abgekratzt“, zu
tpalin... u. gr. psen „abkratzen“): 1. antikes od. mittelal
terliches Schriftstück, von dem der ursprüngliche Text aus
Sparsamkeitsgründen getilgt und das danach neu beschrif
tet wurde. 2. Rest des alten Ausgangsgesteins in umgewan
deltem Gestein (Geol.). pa lin..., Pallin..., vor Lippen
lauten angeglichen zu palim..., Palim..., auch verkürzt zu
pali..., Pali... (aus gr. pálin „zurück; wiederum, erneut“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „zurück; wie
derum], erneut", z.B. Palindrom, Palimpsest, Palilalie.
pallindrom* (aus gr. palindromes „rückläufig“): in
Form eines Palindroms [verfasst]; palindromer Rheuma
tismus: schmerzhafte Schwellung im Gelenkbereich, die
spontan wieder nachlässt (Med.). Pallinldrom* das; -s,
-e: 1. sinnvolle Buchstaben- od. Wortfolge, die rückwärts
gelesen denselben od. einen anderen Sinn ergibt (z. B. Re
liefpfeiler; Regen - Neger; die Liebe ist Sieger - rege ist sie
bei Leid); vgl. Anagramm. 2. Bez. für DNS-Abschnitte
(vgl. DNS), in denen die Nukleotidsequenz (vgl. Nukleo
tid) des einen Stranges mit einem anderen identisch ist,
wenn man in 5-Schritt-Folge rückwärts liest (Genetik),
pallinlgen (zu Tpalin... u. T...gen): die Palingenese (3) be
treffend, durch sie entstanden, z.B. -es Gestein (Geol.).
Pa|lin|ge|ne|se die; -, -n: 1. Wiedergeburt der Seele
(durch Seelenwanderung). 2. das Auftreten von Merkma
len stammesgeschichtlicher Vorfahren während der Kei
mesentwicklung (Biol.). 3. Aufschmelzung eines Gesteins
u. Bildung einer neuen Gesteinsschmelze (Geol.).Pallingenesie die; -, ...ien u.Pallinlgelnelsis die; -, ...esen:
svw. Palingenese (2). pailin|ge|ne|tisch: die Palingenese (1, 2) betreffend. Pa|li|no|die*
-, ...ien (aus gr. palinöidia „Widerruf“): bes. in der Zeit des Humanismus u.
des Barocks gepflegte Dichtungsart, bei der vom selben
Verfasser die in einem früheren Werk aufgestellten Be-
Palisade
hauptungen mit denselben formalen Mitteln widerrufen
werden (Literaturw.)
Pallisade die; -, -n (aus gleichbed. fr. palissade, eigtl.
„Pfähle, Pfahlzaun“, dies aus altprovenzal. palissada zu
palissa „Pfahlzaun“, dies zu pal „Pfahl“ aus lat. palus): 1.
a) zur Befestigung dienender Pfahl; Schanzpfahl; b) Be
festigungsanlage, Wand aus Palisaden (a). 2. hohes Hin
dernis aus dicht nebeneinander senkrecht angeordneten
Brettern (Pferdesport). PallilsaldenlgelwelbeiZus; -s,
an der Oberseite von Blättern gelegene Schicht pfahlför
mig lang gestreckter Zellen, die viel Blattgrün enthalten.
Pa|li|salden|pa|ren|chym* [...ç...] das; -s, -e: svw. Pali
sadengewebe. Pa|li|sa|den|zel|le die; -, -n (meist Plur.):
eine der das Palisadengewebe bildenden zylindrischen
Zellen (Bot.). pa|li|sa|die|ren (aus /r. palissader „ein
zäunen“): (veraltet) mit Schanzpfählen befestigen
Pallilsanlder der; -s, - (aus fr. palissandre, dies über niederl. palissander wohl aus span, palo santo, eigtl. „heiliger
Pfahl“): violettbraunes, von dunklen Adern durchzoge
nes, wertvolles brasilianisches Nutzholz, üakaranda. palilsanldern: aus Palisanderholz
pallilsielren (aus gleichbed. fr. palisser zu palis „Zaun“,
dies aus altprovenzal. palissa, vgl. Palisade): junge Bäume
so anbinden, dass sie in einer bestimmten Richtung wach
sen
Pallkril sen die (Plur.) (nach demösterr. Internisten J. Pal,
1863-1936): anfallsweise auftretende spastische Gefäßkri
sen mit starker Blutdrucksteigerung, z. B. bei Arterioskle
rose (Med.)
Pallia die; -, -s (aus gleichbed. lat. palla): 1. altröm. Frau
enmantel. 2. gesticktes Leinentuch über dem Messkelch;
vgl. Velum (2)
Pal la di a nis mus der; - (nach dem ital. Architekten A.
Palladio (1508-1580) u. zu T...ismus (2)): der von Palladio
beeinflusste [klassizistische] Architekturstil (17. u. 18. Jh.),
bes. in Westeuropa und England
1Pal|la|di|um das: -s, ...ien [...jan] {lat. ; aus gleichbed. gr.
Palládion, nach dem Namen der griech. Göttin Pallás
(Gen. Palládos) Athênë): a) Bild der griech. Göttin Pallas
Athene als Schutzbild; b) schützendes Heiligtum. 2Palladium das; -s (nach dem Planetoiden Pallas (vgl. 'Pal
ladium), der ein Jahr vor dem Element (1802) entdeckt
wurde, u. zu T...ium): chem. Element, dehnbares, silber
weißes Edelmetall; Zeichen Pd
Pal Hasch der; -[e]s, -e (durch slaw. Vermittlung über ung.
palios aus türk, pala „Schwert“): schwerer [Korbjsäbel
Palllasit [auch ...zit] der; -s, -e (meist Plur.) (nach dem
Arztu. Forschungsreisenden P. S. Pallas (1741-1811) u. zu
T 2...it>: Übergangsform zwischen Stein- u. Eisenmeteorit
Pal|läs|the|sie* die; -, ...ien (zugr. pällein „schwingen“ u.
Î Ästhesie) : das Vermögen, Î Vibrationen mit dem Tastsinn
wahrzunehmen (fehlt z. B. bei multipler Sklerose; Med.)
Pal|la|watschu. Ballawatsch der; -s, -e (wohl aus it. balordaggine „Dummheit, Tölpelei“): (österr. ugs.) 1. (ohne
Plur.) Durcheinander, Blödsinn. 2. Versager, Niete
palIlelti vgl. paletti
PalIlila|ta die; -, ...ten (aus gleichbed. lat. (fabula) palliata
zu palliatus „mit einem Pallium bekleidet“; vgl. Pallium):
altröm. Komödie mit griech. Stoff u. Kostüm im Gegen
satz zur TTogata. Pal lilaItiIon die; -, -en (zu (m)lat. pal
liare „mit einem Mantel bedecken; verbergen“ u. t,,,ation): Linderung von Krankheitsbeschwerden (z.B. durch
Medikamente; Med.). pal|li|a|tiv (aus gleichbed. nlat.
palliativus zu spätlat. palliatus (Part. Perf. von palliare,
vgl. Palliation) u. Î...iv): die Beschwerden einer Krankheit
lindernd, aber nicht die Ursachen bekämpfend; schmerz
lindernd (Med.). Pal|li|a|tiv das; -s, -e [...va] u. Pal lilatjlvum [...V...] das; -s, ...va (zu T...iv bzw. J...ivum>: die
Krankheitsbeschwerden linderndes, aber nicht die Krank
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heit selbst beseitigendes Arzneimittel; Linderungsmittel
(Med.). Pal|li|en|gel|der [...lien...] die (Plur.) (zu Ä7>chenlat. pallium, vgl. Pallium (3)): an den Papst zu zahlen
de Abgabe beim Empfang des Palliums (3)
Palllilnorter; -s, -s (aus z7. pallino „kleiner Ball“, Verkleine
rungsform von älter it. palla „Kugel“): Setz-, Zielkugel
beim Î Boccia
Palllilum das; -s, ...ien [...ien] (aus lat. pallium „weiter
Mantel (der Griechen)“; Bed. 3 über gleichbed. kirchenlat. pallium): 1. im antiken Rom mantelartiger Überwurf.
2. Krönungsmantel der [mittelalterl.] Kaiser. 3. weiße
Schulterbinde mit sechs schwarzen Kreuzen als persönli
ches Amtszeichen der kath. Erzbischöfe; vgl. Omophorion. 4. Großhirnrinde bei Wirbeltieren u. beim Menschen
(Med.)
Pall-Mall ['pɛl'mɛl] r/as; - (aus gleichbed. engl. pall-mall,
dies über älter fr. pallemaille aus it. pallamaglio „Schlag
ballspiel“, dies zu palla „Ball“ u. magiio „Hammer“):
schottisches Ballspiel
Palllolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu gr. pällein
„schwingen, schütteln“ u. t...graf): (veraltet) svw. Vibrograf
Pallior der; -s, ...ores [...re:s] (aus gleichbed. lat. pallor):
Blässe, bleiche Hautfarbe (Med.)
Palllot|tilner<7er; -s, - (nach dem Gründer, dem ital. Pries
ter V. Pallotti. 1795-1850): Mitglied einer kath. Vereini
gung zur Förderung des îLaienapostolats u. der Mission
(2). Palllotltilnelrin die; -, -nen: Schwester einer kath.
Missionskongregation
'Palmr/er; -s, -e (aber: 5 -) (über roman. Vermittlung aus/at.
palma „flache Hand“, dies aus gleichbed. gr. paläme): al
tes Maß zum Messen von Rundhölzern. 2Palm der; -s, -e
(zu Î Palme): ein Zweig, der in kath. Gebieten zur Erinne
rung an den Einzug Christi in Jerusalem am Sonntag Pal
marum in der Kirche geweiht wird, pallmar (aus gleich
bed. nlat. palmaris; vgl. 'Palm): zur hohlen Hand gehörig
(Med.). Pallmalrès [...res] der; -, - (aus fr. palmarès „Sie
gerliste; Preis“ zu lat. palmaris „eines Preises würdig“):
(Schweiz.) a) Liste der Siege, die jmd. bes. in einem sport
lichen Wettbewerb errungen hat; b) Siegerliste. Pallmarflelxilon die; -, -en: Beugung der Finger zur Handfläche
bzw. der Hand nach unten (Med.). Pal malrum (aus lat.
(dies) palmarum „(Tag der) Palmen“): Name des Sonn
tags vor Ostern (nach der TPerikope 1 vom Einzug Christi
in Jerusalem, Matth. 21,1-11). Palime die; -, -n (aus
gleichbed. lat. palma (wegen der Ähnlichkeit des Palm
blattes mit einer gespreizten Hand); vgl. 'Palm): tropische
od. subtropische Holzpflanze mit unverzweigtem Stamm
u. großen gefiederten od. fächerförmigen Blättern
Pallmerslton ['pɑ:məstən] ¿ter; -[s] (nach dem brit. Politi
ker H. J. Temple, Viscount Palmerston, 1784-1865):
schwerer, doppelt gewebter, gewalkter Mantelstoff
Pallmetlte rfe; -, -n (aus gleichbed. fr. palmette zu palme
„Palme, Palmzweig“, dies aus lat. palma; vgl. Palme): 1.
palmblattähnliches, streng symmetrisches Ornament der
griech. Kunst. 2. an Wänden od. frei stehendem Gerüst ge
zogene Spalierbaumform, pallmielren (zu t..deren): 1.
beide Augen mit den Handflächen bedecken (Med.). 2. et
was hinter der Hand verschwinden lassen (bei einem Zau
bertrick). Pallmin® das; -s (zu Palme u. T ...in ( 1 )> : aus Ko
kosöl hergestelltes Speisefett. Pal|mi|tati/a.v; -[e]s, -e (zu
t Palmitin u. Î ...at (2)>: Salz der Palmitinsäure. Pallmiltjn
das: -s (zu fr. palmite „Mark der Palme “ u. t...in (lj):
Hauptbestandteil der meisten Fette. Pal|mi|tin|säu|re
die;-; feste, gesättigte Fettsäure, die in zahlreichen pflanz
lichen u. tierischen Fetten vorkommt. Pallmiltos die
(Plur.) import. palmito „Palmentrieb, Palmenmark“): als
Gemüse od. Salat zubereitete Blattknospen od. Sämlinge
mit zartem Mark von verschiedenen Palmenarten. Palm-
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['pɑ:mtɔp] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. palmtop, zu
palm „Handfläche“ (dies über altfr. palme aus lat. palma,
vgl. 'Palm) u. top „Arbeitsplatte“): Computer, den man
aufgrund seiner geringen Größe in einer Hand halten kann
Pallmulre [,..’my:ra] r/ze; -, -n (aus/r. palmure „Schwimm
haut“): flügelartig bis zur Penisspitze reichende Haut des
Hodensacks, eine angeborene Fehlbildung (Med.)
Pallmus der; -, ...mi (aus lat. palmus „Handbreit“; vgl.
'Palm): altröm. Längenmaß (= 7,39cm)
Pa|lö|ko|lolgie* die; - (zu tpaläo... u. ÎÖkologie): Wissen
schaft von den Organismus-Umwelt-Beziehungen in der
Erdgeschichte
Pallollolwurm der; -[e]s, ...würmer (zu polynes. palolo):
Borstenwurm der Südsee, dessen frei im Meer schwär
mende, die Geschlechtsorgane enthaltende Hinterab
schnitte (vgl. Epitokie) von den Eingeborenen gegessen
werden
Pa|lo|mi|no der; -[s], -s (aus span, palomino „Täubchen",
Verkleinerungsform von paloma „Taube“): bes. in den
USA gezüchteter Pferdetyp mit arab. Einschlag
Palloltás ['pɔlɔta:ʃ] der; -, - (zu ung. palota „Palast“): mä
ßig langsamer ungarischer Gesellschaftstanz, meist mit
mehreren Sätzen (Mus.)
pallpalbel (aus spätlat. palpabilis „(be)tastbar“ zu lat. pal
pare, vgl. palpieren): 1. unter der Haut fühlbar (z.B. von
Organen), greifbar, tastbar (z. B. vom Puls; Med.). 2. (ver
altet) offenbar, deutlich. Pallpalbilliltät die; - (zu
Î ...ität): (veraltet) Greifbarkeit, Fühlbarkeit. Pallpaltilon
i/ze; -, -en (aus /az. palpatio „das Betasten“) : Untersuchung
durch Abtasten u. Befühlen von dicht unter der Körper
oberfläche liegenden inneren Organen (Med.), pallpaltorisch (zu t,,,oriseh): durch Abtasten, Befühlen [zu diag
nostizieren], abtastend, befühlend (Med.). Pallpe zZze; -,
-n (aus lat. palpus, vgl. Palpus): svw. Palpus. Pallpelbra*
die; -, ...brae [...bre] (aus gleichbed. lat. palpebra): Augen
lid (Med.), pallpelbral* (zu T'...al (1)): zum Augenlid ge
hörig (Med.). Pallpen, Pallpi: Plur. von îPalpus, palpielren (aus lat. palpare „betasten, sanft streicheln“): ab
tasten, betastend untersuchen (Med.). Pallpiltaltilon
die; -, -en (aus lat. palpitatio „häufige u. schnelle Bewe
gung“ zu palpitare, vgl. palpitieren): verstärkter u. be
schleunigter Puls; Herzklopfen (Med.). pal|pi|tie|ren
(aus lat. palpitare „zucken, (heftig) schlagen“): [verstärkt,
beschleunigt] schlagen, klopfen, pulsieren (Med.). Pal
pus der; -, Plur. Palpi u. Palpen (aus lat. palpus „Klop
fer“): bes. dem Tasten dienender Anhang am Kopf ver
schiedener Wirbelloser (Zool.)
PAL-Sys|tem das; -s (Kurzw. aus engl. Phase Alternating
Line „Phasen verändernde Zeile“ u. zu ÎSystem): Farb
fernsehsystem, das zur richtigen Farbwiedergabe bei der
Bildübertragung mit zeilenweiser Umkehrung der Phase
eines bestimmten Signals arbeitet; vgl. SECAM-System
Palluldalmenltum das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat, paluda
mentum) : a) Mantel der altröm. Soldaten ; b) Fürstenman
tel bei den alten Römern
Pa|lu|da|ri|um das; -s, ...ien [...ien] (zu lat. palus, Gen. pa
ludis „Sumpf’ (dies aus gr. pelos „Schlamm, Morast“) u.
t,,,arium): Behälter, Anlage zur Haltung von Pflanzen u.
Tieren, die in Moor u. Sumpf heimisch sind. Palluldismus der; - (zu î...ismus (3)>: (veraltet) Sumpffieber, Ma
laria
Pallylgorslkit* [auch ... 'kɪt] der; -s, -e (nach dem Fundort
Palygorsk im Ural u. zu î2...it>: ein weißes Mineral wech
selnder Zusammensetzung
Pallylnollolgie die; - (zu gr. palÿnein „streuen“ u. Î...1Ogie): Zweig der Botanik, der sich mit der Erforschung der
Blütenpollen u. Sporen befasst
Palmiijschaf das: -[e]s, -e (nach dem Zentralasiat. Hoch
gebirge): im Hochland von Pamir beheimatetes Wildschaf
top
Panaritium
die; -, -s (meist Plur.) (über span, pampa aus Quiche
(einer mittelamerik. Indianersprache) pampa „Feld, Ebe
ne“): ebene, baumarme Grassteppe in Südamerika. Pampas for ma tilon die; -: bis 300m mächtige Îpleistozäne
Lössablagerungen in Südamerika
Pamlpellmulse die; -, -n (unter Einfluss von fr. pample
mousse über niederl. pompelmoes aus tamil, bambolmas):
große, gelbe Zitrusfrucht von säuerlich-bitterem Ge
schmack
pamlpern ['pæm...] (aus engl. to pamper „verwöhnen, ver
hätscheln“): (ugs.) mit lukrativen Sonderangeboten u.
-konditionen vertraglich [an einen Verein] zu binden su
chen (bes. erfolgreiche Sportler)
Pamlpelro der; -[s], -s (aus gleichbed. span, pampero zu
pampa, vgl. Pampa) : kalter, stürmischer Süd- bis Südwest
wind in der argentinischen Pampa
Pamlphlet* das; -[e]s, -e (über fr. pamphlet aus gleichbed.
engl. pamphlet „Broschüre, kleine (satirische) Abhand
lung“, vermutlich entstellt aus dem Titelwort des mlat.
Liebesromans „Pamphilus seu de amore“): [politische]
Streit- u. Schmähschrift, verunglimpfende Flugschrift.
Pamlphleltist der; -en, -en (zu t...ist): Verfasser von
Pamphleten, pamlphleltisltisch (zu T ...istisch) : in der
Art eines Pamphlets
Pamlpulsche [auch ...puje] vgl. Babusche
’Pan der; -s, -s (auspoln. pan „Herr“): 1. (hist.) (in Polen)
Besitzer eines kleineren Landguts. 2. Herr (poln. Anrede)
2Pan® das; -s (Kurzw. aus Polyacrylnitril): synthetische Fa
ser, die in den USA als ÎOrion hergestellt wird
3Pan der; -s (aus gleichbed. gr. Pán): Hirten- u. Waldgott in
der griech. Mythologie
pan..., Pan... (aus gr. pän „ganz, all, jeder“ (Neutrum von
pas)): Präfix mit der Bedeutung „ganz, gesamt, umfas
send, völlig“, z.B. Panorama, Pantheismus; vgl. panto...,
Panto...
Palnalché [...Je:] vgl. Panaschee
Pa na de die; -, -n (überʃr. panade aus provenzal. panada,
dies zu pan „Brot“ aus lat. panis): a) Brei aus Semmelbrö
seln bzw. Mehl u. geschlagenem Eigelb zum Î Panieren; b)
breiige Mischung (z. B. aus Mehl, Eiern, Fett mit Gewür
zen) als Streck- u. Bindemittel für ÎFarcen (3). Pa na delsuplpe die; -, -n: (südd., österr.) Suppe mit Weißbrotein
lage u. Ei
pan|afri|ka|nisch* (zu îpan... u. nach dem Erdteil Afri
ka): den Panafrikanismus, alle afrikanischen Staaten be
treffend. Pan|afri|ka|nislmus der; - (zu t...ismus (2)>:
das Bestreben, die wirtschaftliche u. politische Zusam
menarbeit aller afrikanischen Staaten zu verstärken
Palnalgia* u. Panhagia die; -, ...ien (aus mgr. panhágia„die
Allheilige“ zu îpan... u.gr. hágios „heilig“): l,(ohne Plur.)
Beiname Marias in der orthodoxen Kirche. 2. liturgisches
Marienmedaiilon des Bischofs der orthodoxen Kirche. 3.
Marienbild in der Î Ikonostase. 4. Brotsegnung zu Ehren
Marias
Pa na ma der; -s, -s (nach der mittelamerikan. Stadt Pana
ma): Gewebe in Würfelbindung, sog. Panamabindung
(Webart). Pa|na|ma|hut der; -[e]s, ...hüte: aus den Blatt
fasern einer bestimmten Palmenart geflochtener Hut
panlame|ri|ka|nisch (zu îpan... u. nach dem Erdteil
Amerika): den Panamerikanismus, alle amerik. Staaten
betreffend. Panlame|ri|ka|nis|mus der; - (zu î...ismus
(2)>: das Bestreben, die wirtschaftliche u. politische Zu
sammenarbeit aller amerikanischen Staaten zu verstärken
panlaralbisch (zu îpan... u. Î Araber): den Panarabismus,
alle arab. Staaten betreffend. Pan|ara|bis|mus der; - (zu
Î ...ismus (2)>: das Streben aller arab. Staaten nach Zusam
menarbeit auf politischem u. kulturellem Gebiet
Palnalriltilum das; -s, ...ien [...ien] (aus lat. panaricium
„Krankheit an den Nägeln“ (vermutlich zu gr. paronychia
Pamlpa
990
Panarthritis
„Niednagel“)): Nagelgeschwür, eitrige Entzündung an
den Fingern (Med.)
Pan|ar|thri|tis* die; -, ...itiden (zu tpan... u. tArthritis):
Entzündung aller Teile eines Gelenkes (Med.)
Palnasch der; -[e]s, -e (aus gleichbed.ʃr. panache, dies aus
it. pennachio, zu lat. penna, pinna „Feder, Mauerzinne“):
Helmbusch, Federbusch. Palnalschee, Panaché [...Je:]
das; -s, -s (aus gleichbed./r. panaché, eigtl. Part. Perf. von
panacher, vgl. panaschieren): 1. (veraltet) mehrfarbiges
Speiseeis. 2. a) (veraltet, noch landsch.) aus verschiedenen
Obstsorten bereitetes Kompott, Gelee; b) gemischtes Ge
tränk, bes. Bier u. Limonade. 3. svw. Panaschierung (2).
panaschielren (aus /r. panacher „buntstreifig ma
chen“, eigtl. „mit einem Federbusch zieren“, zu panache,
vgl. Panasch): 1. bei einer Wahl seine Stimme für Kandi
datenverschiedener Parteien abgeben (z. B. in bestimmten
Bundesländern bei Gemeinderatswahlen). 2. (veraltet) mit
Federbusch schmücken, palna schiert (zu t ...iert): mit
weißer od. bunter Musterung (von grünen Pflanzenblät
tern; Bot.). Palnalschielrung die; -, -en (zu t...ierung>:
1. das Panaschieren. 2. weiße Musterung auf Pflanzenblät
tern durch Mangel an Blattgrün in den Farbstoffträgern
(Bot.). Palnalschülre die; -, -n (ausʃr. panachure „farbi
ger Streifen“): svw. Panaschierung (2)
Panlathelnälen* die (Plur.) (aus gleichbed. gr. (tá) Panathenaia): jährlich, bes. aber alle vier Jahre gefeiertes Fest
zu Ehren der Athene im alten Athen
Palnax der; -, - (über lat. panax aus gr. pánax „Allheil
kraut“, eigtl. „alles heilend“): Araliengewächs, dessen
Wurzel als t Ginseng in der Heilkunde bekannt ist. Palnazee* [auch . ,,'tse:] die; -, -n (über lat. panacea aus gleich
bed. gr. panákeia, dies zu îpan... u. gr. akeïsthai „heilen“):
Allheilmittel, Wundermittel
Panlchen-Lalma ['pantʃn...] vgl. Pantschen-Lama
Panichrolmalsie [...kro...] die; -, ...ien (zu tpan... u.
îChromasie): Sensibilisierung einer fotografischen Emul
sion für alle Farben einschließlich Rot. panlchrolmatisch: empfindlich für alle Farben u. Spektralbereiche
(von Filmmaterial; Fotogr.)
Panlcrelas* [...k...] vgl. Pankreas
Pan|daóter;-s, -s (Herkunft unsicher): a) vorwiegend im Hi
malaja heimisches Raubtier mit fuchsrotem, an Bauch u,
Beinen schwarzbraunem Pelz; Katzenbär; b) scheuer
Kleinbär (bis 1,50 m Körperlänge), weiß mit schwarzem
Gürtel, schwarzen Ohren u. Augenringen, der von Bam
bus lebt; Bambusbär
Panldailmolnilon u. Panldälmo nilum das; -s, ...ien
[,,,ɪən] (über nlat. pandaemonium aus gleichbed. (n)gi;
pandaimónion, zu gr. daimön, vgl. Dämon): a) Aufent
haltsort] aller Dämonen; b) Gesamtheit aller Dämonen
Panldalne die; -, -n u. Pan dalnus der; -, - (aus gleichbed.
nlat. pandanus, dies aus malai. pandang, eigtl. „ansehn
lich“): Schraubenbaum (Zierpflanze mit langen, schmalen
Blättern)
Panldeklten die (Plur.) (aus spätlat. pandectes, dies zu gr.
pandéktês „allumfassend“): Sammlung altröm. Privat
rechts im (Corpus Juris Civilis; vgl. Digesten. Panldektist der: -en, -en (zu t...ist): deutscher Zivilrechtler für
röm. Recht, bes. im 19. Jh.
Panldelmie die; -, ...ien (zu tpan..., gr. demos „Volk“ u.
T2...ie): sich weit verbreitende, ganze Länder od. Landstri
che erfassende Seuche; Epidemie großen Ausmaßes
(Med.), panldelmisch: sich über mehrere Länder od.
Landstriche ausbreitend (von Seuchen; Med.)
Panldeijma der; -[s], -s (nach der türk. Hafenstadt Panderma, heute Bandirma): vielfarbiger türk. [Gebets]teppich
ohne charakteristisches Muster u. meist von geringerer
Qualität. Pan|der|mit [auch ... mit] ¿er; -s, -e (zu T2...it> :
in feinkörnigen Knollen vorkommendes seltenes Mineral
der; -s, -s (aus gleichbed. span, pandero): baski
sche Schellentrommel; vgl. Tamburin
Panldit der; -s, -e u. -s (aus gleichbed. Hindi pandit zu
sanskr. panditá „klug, gelehrt“): 1. (ohne Plur.) Titel brah
manischer Gelehrter. 2. Träger dieses Titels
1Pan|do|ra (nach Pandora, der ersten, von Hephaistos ge
bildeten Frau in der griech. Mythologie, die alles Unheil in
einem Gefäß trägt, um es auf Zeus’ Befehl unter die Men
schen zu bringen); in der Fügung die Büchse der Pandora:
Unheilsquell
2Pan|do|ra die; -, -s (aus gleichbed. it. pandora; vgl. Ban
dura): Zupfinstrument engl. Ursprungs als Generalbass
instrument des 16. u. 17. Jh.s
Pan|dur¿er; -en, -en (aus gleichbed. ung. pandür): (früher)
a) ung. [bewaffneter] Leibdiener; b) leichter ung. Fußsol
dat
Panldulra vgl. Bandura. Panldulrilna die; -, -s (italianisierende Verkleinerungsform von lat. pandura, vgl. Bandu
ra): svw. Î Mandola
Palneel das; -s, -e (über mniederl. panned, paneel „Holz
bekleidung“ aus altfr. panel „eingefasste Fläche, Tafel,
Wand“, wohl zu lat. panis „Türfüllung“): 1. a) das vertieft
liegende Feld einer Holztäfelung; b) gesamte Holztäfe
lung. 2. Holztafel der Gemälde. pa|nee|lie|ren (zu Î.vie
ren) : [eine Wand] mit Holz vertäfeln
Pa|nelgy|ri|ker*¿er; -s, - (zu t Panegyrikos): Verfasser von
Panegyriken. Pa|ne|gy|ri|kon das; -[s], ...ka (aus gleich
bed. mgr. panégyrikón zu gr. panegyrikos, vgl. Panegyri
kos): liturgisches Buch der orthodoxen Kirche mit predigt
artigen Lobreden auf die Heiligen. Palnelgylrilkos der;
-, ...koi [...koy] u. Palnelgylrilkus der; -, Plur. ...ken u.
...zi (über /at. panegyricus aus gr. panegyrikos, eigtl. „zur
Versammlung, zum Fest gehörig“, zu tpan... u. gr. ágyris
„Versammlung“): Fest-, Lobrede, Lobgedicht im Alter
tum. palnelgylrisch: den Panegyrikus betreffend, rüh
mend, preisend
Painel [peni] ¿as; -s, -s (aus gleichbed. engl. panel, eigtl.
„Feld, Paneel“; vgl. Paneel): 1. repräsentative Personen
gruppe für die Meinungsforschung. 2. Schalttafel (Elektrot.). 3. Einzelbild eines Comics. Palnelltechlnik die; -:
Methode der Meinungsforschung, die gleiche Gruppe von
Personen innerhalb eines bestimmten Zeitraums mehrfach
zu ein u. derselben Sache zu befragen
palnem et cirlcenlses [- - tsɪr'tsɛnze:s] (lat.; „Brot und
Zirkusspiele“) : Lebensunterhalt u. Vergnügungen als Mit
tel zur Zufriedenstellung des Volkes (urspr. Anspruch des
röm. Volkes während der Kaiserzeit, den die Herrscher zu
erfüllen hatten, wenn sie sich die Gunst des Volkes erhal
ten wollten)
Panlenlthelislmus der; - (zu Î pan..., gr. en „in“ u. tTheismus): religiös-philosophische Lehre, nach der die Welt in
Gott eingeschlossen ist, ihren Halt hat; vgl. Pantheismus.
pan|en|the|isltisch (zu Î ...istisch): den Panentheismus
betreffend, auf ihm beruhend; in der Art des Panentheis
mus
Pan|en|ze|pha|li|tis* die; -, ...itiden (zu tpan... u. Î Enze
phalitis): Sammelbez. für verschiedene Formen der Hirn
entzündung, bei denen das ganze Zentralnervensystem in
Mitleidenschaft gezogen ist (Med.)
Palnetltolne der: -[s], ...ni (aus gleichbed. it. panettone zu
pane „Brot“, dies aus lat. panis) : ital. Hefekuchen mit kan
dierten Früchten
Pan leu I ro |pa, ohne Artikel ; Gen. -s (in Verbindung mit At
tributen das; -[s]) (zu T pan... u. nach dem Erdteil Europa):
[erstrebte] Gemeinschaft aller europäischen Staaten,
panleulrolpä lisch: gesamteuropäisch
Panifilm der; -[e]s, -e (Kurzw. auspanchromatischer Filmy.
Film mit t panchromatischer Schicht
Panlflölte die; -, -n (nach dem altgriech. Hirtengott Pan,
Panldelro
991
vgl. 'Pan): aus 5-7 verschieden langen, grifflochlosen,
floßartig aneinander gereihten Pfeifen bestehendes Holz
blasinstrument; Faunflöte, Faunpfeife, Papagenopfeife;
vgl. Syrinx
Panlgäa die; - <zu tpan... u. gr. gala „Erde“): großer ein
heitlicher, zusammenhängender Urkontinent der Erde in
der Zeit vor dem Jura
Panlge Linlgua das: - - (aus lat. pange lingua „erklinge,
Zunge“): oft vertonter, Thomas v. Aquin zugeschriebener
Fronleichnamshymnus
Panlgelne die (Plur.) (zu Îpan... u. t Gen): kleinste Zellteil
chen, die eine Vererbung erworbener Eigenschaften er
möglichen sollen (nach Darwin; Biol.). Panlgelnelsisthe o rie die;von Darwin aufgestellte Vererbungstheo
rie, nach der die Vererbung erworbener Eigenschaften
durch kleinste Zellteilchen vonstatten gehen soll (Biol.)
Pan|ger|ma|nis|mus der; - (zu T pan... u. t Germanismus):
politische Haltung, die die Gemeinsamkeiten der Völker
germanischen Ursprungs betont u. eine Vereinigung aller
Deutsch Sprechenden anstrebt; Alldeutschtum
Pan|go|lin [paŋgoli:n] der; -s, -e [,,, li:nə] (aus gleichbed.
malai. pengguling zu guling „sich herumwälzend“, nach
dem arttypischen Verhaltensmuster, sich einzurollen):
Schuppentier
pan|gram|ma|tisch (zu tpan... u.gr. grámma. Gen. grámmatos „Buchstabe“); in der Fügung pangrammatische
Werke: Bez. für sprachliche Werke, bei denen alle od.
möglichst viele Wörter mit dem gleichen Buchstaben be
ginnen
Panlhalgia vgl. Panagia
Panlhanldle [pænhændl] der; -[s], -s (aus engl. panhandle,
eigtl. „Pfannenstiel“): Bez. für einen halbinselartigen, weit
in fremdes Territorium hineinragenden Teil eines Staates,
der z. T. auch von Gewässern umgeben sein kann (z. B. der
Panhandle von Alaska)
panlhelllelnisch (zu tpan... u. thellenisch): alle Griechen
betreffend. Panlhel|le|nis|mus der; -: Bestrebungen, al
le griech. Länder in einem großen griech. Reich zu verei
nigen; Allgriechentum
Palni die; -, -s (aus poln. pani): poln. Bez. für Herrin, Frau
pan|idi|o|morph (zu t pan... u. Î idiomorph): mehr od. we
niger gut ausgeprägte Eigengestalt besitzend (von Gestei
nen; Geol.)
1Pa|nier das; -s, -e (aus gleichbed. (alt)fr. bannière, dies aus
dem Germ.): 1. (veraltet) Banner, Fahne. 2. Wahlspruch;
etwas, dem man sich zur Treue verpflichtet fühlt
2Pa|nier die; - (zu Îpanieren): (österr.) svw. Panade (a). panielren (aus/r. paner „mit geriebenem Brot bestreuen“ zu
pain „Brot“, vgl. Pain): (Fleisch, Fisch u. a.) vor dem Bra
ten in geschlagenes Eigelb, Mehl o. Ä. tauchen u. mit Sem
melbröseln bestreuen od. in Mehl wälzen. Pal niel rung
die; -, -en (zu t...ierung>: 1. (ohne Plur.) das Panieren. 2.
svw. Panade (a)
Palnik die: -, -en (aus gleichbed. fr. panique, Substantivie
rung des Adjektivs panique, vgl. panisch): durch eine
plötzliche Bedrohung, Gefahr hervorgerufene existenziel
le Angst, die das Denken lähmt, sodass man nicht mehr
sinnvoll u. überlegt handelt, u. die bes. bei größeren Men
schenansammlungen zu kopflosen Reaktionen führt;
Massenangst, palniklarltig: in der Art einer Panik, wie
eine Panik. Palniklmalche die; -: (ugs. abwertend) das
Heraufbeschwören einer [eigentlich unbegründeten] Pa
nikstimmung durch aufgebauschte Darstellung eines
Sachverhalts o.Ä. palnisch (über gleichbed. fr. panique
aus gr. panikös „vom Hirten- und Waldgott Pan herrüh
rend“ ; weil die Griechen glaubten, dass die Nähe des Got
tes Pan die Ursache für die Angst sei, die den Menschen
manchmal in der freien Natur überfällt): von Panik be
stimmt [u. wie gelähmt]
Panneau
der; - (zu îpan... u. Î Islamismus): Stre
ben nach Vereinigung aller islam. Völker
Panlje der; -s, -s (zu poln. panje, Anredeform von pan
„Herr, Gutsherr“): (veraltet, noch scherzh.) poln. od.
russ. Bauer; vgl. ‘Pan. Panljelpferd das; -[e]s, -e: ein in
Osteuropa verbreiteter Pferdetyp (genügsame, zähe Land
rasse), poln. od. russ. Landpferd
panlkarldilal (zu tpan... u. Îkardial): das ganze Herz be
treffend (Med.). Pan|kar|di|tis die; -, ...itiden: Entzün
dung aller Schichten der Herzwand (Med.); vgl. Karditis
Pan|kra|te|sie* die; - (zu gr. pagkrates „allmächtig, allge
waltig“ (zu krateɪn „herrschen“, dies zu krátos „Gewalt,
Kraft“) u. t2...ie>: (veraltet) Allgewalt, alleiniger Besitz.
Pan|kra|ti|on das; -s, -s (aus gleichbed. gr. pagkrätion,
eigtl. „der GesamtkampP'): altgriech. Zweikampf, der
Freistilringen u. Faustkampf in sich vereinigte
Panlkrelas* das; -, Plur. ...aten u. ...gata (aus gleichbed. gr.
págkreas, Gen. pagkréatos): Bauchspeicheldrüse (Med.).
PanlkrelaslinlsufIfilzilenz die; -, -en: Minderung der
Funktion der Bauchspeicheldrüse (Med.). Panlkrelatekltolmie die; -, ...ien (zu t...ektomie): operative Entfer
nung der Bauchspeicheldrüse (Med.). pan|kre|a|tekltomielren: eine Pankreatektomie durchführen (Med.).
Panlkrelaltin das; -s (zu t ...in (1)): aus tierischen Bauch
speicheldrüsen hergestelltes ÎEnzym. Pan|kre|a|ti|tis
die; -, ...itiden (zu î ...itis): Entzündung der Bauchspeichel
drüse (Med.), panlkrelaltolgen (zu î...gen): von der
Bauchspeicheldrüse ausgehend (z. B. von Erkrankungen;
Med.). Pan|krelalto|gra|fie, auch ...gralphie die; -,
...ien (zu t...grafie>: röntgenografische Kontrastdarstel
lung der Bauchspeicheldrüse (Med.). Panlkrelaltogramm das; -s, -e (zu t...gramm>: Röntgenbild der
Bauchspeicheldrüse, panlkrelolgen (zu t...gen): svw.
pankreatogen. Pan|kre|o|zy|min das; -s, -e (Kurzbil
dung aus îPankreas, ÎEnzym u. t...in (1)): Gewebshor
mon aus der Schleimhaut des Zwölffingerdarms, das die
Sekretion von Bauchspeichel u. Bauchspeichelenzymen
steigert (Med.)
Panllolgislmus der; - (zu tpan... u. t Logismus): Lehre von
der logischen Struktur des Universums, nach der das gan
ze Weltall als Verwirklichung der Vernunft aufzufassen sei
(Philos.)
Panlmilxie die; -, ...ien (zu tpan...,gr. mfxis „Mischung“ u.
t2...ie, eigtl. „Allmischung“): 1. Mischung guter u.
schlechter Erbanlagen (Biol.). 2. das Zustandekommen
rein zufallsbedingter Paarungen zwischen Angehörigen
der gleichen Art, ohne dass Selektionsfaktoren od. be
stimmte (z.B. geografische) Isolierungsfaktoren wirksam
werden (Biol.); Ggs. Î Amixie
Pan|my|e|lolpalthi_e die; -, ...ien (zu îpan... u. îMyelopa
thie): svw. Panmyelophthise. Pan|my|e|loph|thi|se*
die; -, -n (zu Îmyelo... u. t Phthise): völliger Schwund bzw.
das Versagen aller Blut bildenden Zellen des Knochen
marks (Med.)
Panlnalcotlta die; -, Pannecotte (aus gleichbed. ital. panna
cotta zu panna „Sahne“ u. cotta, Part. Perf. (feminin) von
e[u]oeere „kochen“, dies über nlat. cöcere zu lat. côquêre):
aus mit Zucker u. Vanille geköchelter Sahne u. untergeho
bener Gelatine zubereitete, mit Fruchtsoße o. Ä. gereichte
italienische Nachspeise (Gastr.)
1Pan|ne die; -, -n (aus gleichbed. fr. panne, urspr. „das Ste
ckenbleiben des Schauspielers“, Herkunft ungeklärt):
(ugs.) a) Unfall, Schaden, Betriebsstörung (bes. bei Fahr
zeugen); b) Störung, Missgeschick, Fehler
2Panne [pan] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. panne zu altfr.
panne, penne „(Woll)flaum“, dies aus lat. penna, pinna
„Feder“): Seidensamt mit gepresstem Flor; Spiegelsamt
Panlneau [pa'no:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. panneau,
dies über das Vulgärlat. aus lat. pannulus, VerkleinerungsPan|is|la|mis|mus
Panneaureiten
form von pannus „(ein Stück) Tuch, Lappen“): 1. Holz
platte, -täfelchen zum Bemalen. 2. Sattelkissen für Kunst
reiter. Pan|neau|rei|ten das;-s: Stehendreiten auf einem
Panneau (2). Pan|ni|kulljltis die: -, ...itiden (zu lat. pan
niculus, Verkleinerungsform von pannus (vgl. Panneau),
u. Î ...itis) : Entzündung des Unterhautfettgewebes (Med.).
Panlnilselllus <fer; -, ...lli (aus kirchenlat. pannisellus,
Verkleinerungsbildung zu lat. pannus, vgl. Panneau): klei
ner Leinenstreifen als Handhabe am Abtsstab. Paninus
der; - (aus lat. pannus, vgl. Panneau): Hornhauttrübung
durch einwachsendes Bindehautgewebe als Folge von Bin
de- od. Hornhautentzündung (Med.)
Panlnylchis die: -, ...nychien [...çion] (aus gleichbed. gr.
pannychis zu îpan... u. gr. nÿx „Nacht“): Nachtfeier;
[ganzjnächtliche Vorfeier höherer Feste in der Ostkirche
Pa|noph|thal|mie* u. Pantophthalmie die: -, ...jen (zu
îpan... bzw. îpanto... u. tOphthalmie): eitrige Augenent
zündung (Med.). Palnopltilkum das: -s, ...ken (zu
ípan...,gr. optikós „zum Sehen gehörig“ (eigtl. „Gesamt
schau“) u. t,,,ikum): Sammlung von Sehenswürdigkeiten,
meist Kuriositäten, od. von Wachsfiguren, palnoptisch: von überall einsehbar; panoptisches System: im In
teresse einer zentralen Überwachung angewandte strah
lenförmige Anordnung der Zellen mancher Strafanstalten
(Rechtsw.)
Palnolralma* das: -s, ...men (zu tpan... u. gr. hörama „das
Geschaute“ (zu horan „schauen; erblicken“)): 1. Rund
blick, Ausblick von einem erhöhten Punkt aus in die Weite,
über die Landschaft. 2. a) auf einem Rundhorizont gemal
tes, perspektiv-plastisch wirkendes Gemälde; b) fotogra
fische Rundaufnahme. Pa|no|ra|ma|bus der: -ses, -se:
doppelstöckiger Bus für Stadtrundfahrten o.Ä., von des
sen oberer Etage ein freier Rundblick möglich ist. Palnora malfern rohr das: -[e]s, -e: Fernrohr mit beweglichen
Î Prismen u. feststehendem Î Okular zum Beobachten des
ganzen Horizonts. Pa|no|ra|ma|kar|te rfie; -, -n: meist
als Werbemittel für Touristikgebiete hergestellte
[Land]karte, auf der der ganze Horizont od. ein Teil davon
in vereinfachter, bildhafter Form dargestellt wird. Palnoralmalkopf der: -[e]s, ...köpfe: drehbarer Stativkopf für
Rundaufnahmen (Fotogr.). Palnolralmalspieigel <Zer;
-s, - : leicht gewölbter Rückspiegel, der ein breites Blickfeld
freigibt (an bzw. in Kraftfahrzeugen). Pa|no|ra|ma|verfahlren das; -s, -: Breitwand- u. Raumtonverfahren
(Film); vgl. Cinemascope u. Cinerama, palnolralmieren (zu Î..deren): ein Gesamtbild (Rundblick) durch Dre
hen der Kamera herstellen (Film)
Panlosltiltis* die: -, ...itiden (zutpan... u. TOstitis): Ent
zündung aller Gewebe eines Knochens, einschließlich
Knochenhaut u. -mark (Med.)
Pan|o|ti|tis* die: -, ...itiden (zu îpan... u. TOtitis): das ge
samte Mittel- u. Innenohr in Mitleidenschaft ziehende
IOtitis (Med.)
Panlpholbie die; -, ...ien (zuîpan... u. î ...phobie (a)>: über
steigerte, zwanghafte Angst vor allen Vorgängen der Au
ßenwelt (Psychol., Med.)
Panlplelgie die; -, ...ien (zu îpan..., gr. piège „Schlag“ u.
î2...ie>: allgemeine, vollständige Lähmung der Muskulatur
(Med.)
pan|po|ti|sie|ren (Kunstw.): eine einkanalige Tonauf
zeichnung auf mehrere Kanäle zur Erzeugung einer Pseu
dostereophonie verteilen
Pan|psy|chis|mus der: - (zu îpan... u. ÎPsychismus): Vor
stellung der Allbeseelung der Natur, auch der nicht beleb
ten (Philos.)
Panlrolman das; -[s] (Kunstw.): eine Welthilfssprache,
Vorläuferin des Î Universal
Pan|se|xu|a|lis|mus der; - (zu tpan..., spätlat. sexualis
(vgl. sexuell) u. t...ismus (3)>: Richtung, die das mensch
992
liche Verhalten nahezu ausschließlich auf sexuelle Trieb
kräfte zurückführt (Psychoanalyse)
Panslflölte vgl. Panflöte
Pan|si|nulsi|tis die; -, ...itiden (zu îpan... u. ÎSinusitis):
Entzündung der Nasennebenhöhlen (Med.)
Panlslalvislmus [...v...] usw. vgl. Panslawismus usw. Panslawismus der; - (zu tpan... u. tSlawismus): Bestrebun
gen, alle slawischen Völker in einem Großreich zu vereini
gen; Allslawentum. Panlslalwist der: -en, -en: Anhänger
des Panslawismus. pan|sla|wis|tisch: den Panslawis
mus betreffend, auf ihm beruhend
Panlsolphie die; - (zutpan... u.gr. sophia „Weisheit“): re
ligiös-philosophische Bewegung des 16.-18. Jh.s, die eine
Zusammenfassung aller Wissenschaften u. ein weltweites
Gelehrten- u. Friedensreich anstrebte, panlsolphisch:
die Pansophie betreffend, auf ihr beruhend; in der Art der
Pansophie
Panlsperlmie die; - (zu îpan..., îSperma u. t2...ie): Theo
rie von der Entstehung des Lebens auf der Erde durch Kei
me von anderen Planeten (Biol.)
pant.... Pant... vgl. panto..., Panto...
Panltagolgum* das; -s, ...ga (zu tpanto..., gr. agögös
„treibend“ u. î...ium): den Darm völlig entleerendes Mit
tel (Mrd.)
pan taigru e lisch* (nach der Romanfigur Pantagruel von
F. Rabelais (um 1490-1553)): derb, deftig; lebensvoll
Pan|ta|le|on das; -, -s (nach dem dt. Erfinder Pantaleon
Hebenstreit, 1667-1750): Hackbrett mit doppeltem Reso
nanzboden u. Darm- od. Drahtsaiten (Vorläufer des Ham
merklaviers). 1Pan|ta|lon das; -s, -s: svw. Pantaleon
2Pan|ta|lon [päta'lö:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. pantalon,
vgl. Pantalons): erster Teil der î Contredanse
Panltallolne [panta...] der; -[s], Plur. -s u. ...ni (aus it. Pan
taleone, ital. Form des in Venedig bes. verehrten heiligen
Pantaleon): Maske, Figur des dummen, oft verliebten u.
stets geprellten Alten im ital. Volkslustspiel. Pan|ta|lonnalde die; -, -n (aus gleichbed. fr. pantalonnade): (veral
tet) 1. Possenspiel, Gaukelei. 2. (meist Plur.) lächerliche
Ausflüchte. PanItalIons [päta'lö:s, auch panta'lo:s] die
(Plur.) (aus gleichbed. fr. pantalons (Plur.), nach der mittelfranz. Wendung vestu en pantalon „gekleidet wie Pantalone“ (da dieser meist mit langen, engen Beinkleidern
auftrat)): 1. während der Franz. Revolution aufgekomme
ne lange Männerbose. 2. eng anliegende [Strumpfhose oh
ne Fußteil, die meist als Oberbekleidungsstück getragen
wird
Pan|ta|pho|bie* die; - (zu îpanto..., gr. a- „nicht, un-“ u.
î...phobie): (veraltet) gänzliche Furchtlosigkeit
panlta rhei [- Tai] (.gr.; „alles fließt“): es gibt kein bleiben
des Sein (fälschlich Heraklit zugeschriebener Grundsatz,
nach dem das Sein als ewiges Werden, ewige Bewegung ge
dacht wird)
Panltaslkie* die: - (zugr. pantáskios „ganz ohne Schatten“
(dies zu Îpanto..., gr. a- „nicht, un-“ u. skiá „Schatten“) u.
î2...ie>: (veraltet) völlige Schattenlosigkeit
Panltaltrolphie* die; - (zu îpanto... u. Î Atrophie): (veral
tet) gänzliche Nahrungslosigkeit
Panltellislmus der; - (zu îpan..., gr. télos „Ende, Ziel;
Zweck“ u. î...ismus (1)): Anschauung, nach der das ge
samte Seiende î teleologisch erklärbar ist (Philos.)
Panlter vgl. Panther
Panlthelislmus der; - (aus gleichbed. engl. pantheism zu
îpan... u. theism, vgl. Theismus): Allgottlehre; Lehre, in
der Gott u. Welt identisch sind; Anschauung, nach der
Gott das Leben des Weltalls selbst ist (Philos.). Panltheist der; -en, -en (aus gleichbed. engl. pantheist): Vertreter
des Pantheismus. pan|the|is|tisch: den Pantheismus be
treffend; in der Art des Pantheismus
Panlthellislmus der; - (zu îpan... u. îThelismus): Lehre,
993
nach der der Wille das innerste Wesen der Welt, aller Din
ge ist (Philos.)
Panlthelon ¿Zas; s, -s (aus gr. panthe(i)on (hierön), zu pän
„ganz, all“ u. thelos „göttlich“, Bed. 2 über gleichbed. fr.
panthéon): 1. antiker Tempel (bes. in Rom) für alle Götter.
2. Ehrentempel (z.B. in Paris). 3. Gesamtheit der Götter
einer Religion
Panlther, auch Panter der; -s, - (aus gleichbed. gr. pânthêr,
Herkunft ungeklärt): svw. Leopard
Panlthelre ¿he; -, -n (zu îpan... u. gr. thêra „Jagd“): (ver
altet) Fangnetz für Vögel
Panltjlne die; -, -n (meist Plur.) (über gleichbed. mittelniederl. patijn aus (alt)fr. patin „Schuh mit Holzsohle“ zu
pat(e) „Pfote, Tatze"): Holzschuh, Holzpantoffel
panlto..., Panlto..., vor Vokalen auch pant..., Pant... (aus
gr. pan, Gen. pantos „ganz, all, jeder“): Präfix mit der Be
deutung „all, ganz, gesamt, völlig“, z.B. pantomimisch,
Pantomimik, Pantagogum; vgl. pan..., Pan...
Panltof |fel der; -s, Plur. -n, ugs. - (meist Plur.) (aus gleich
bed. fr. pantoufle, Herkunft unsicher): leichter Hausschuh
[ohne Fersenteil], panltpflfeln: [mit einem pantoffelför
migen Holz] Leder geschmeidig, weich machen
Panltoigraf, auch ...graph der; -en, -en (zu 1 panto... u.
t. ..graf>: Storchschnabel (Instrument zum Übertragen
von Zeichnungen im gleichen, größeren od. kleineren
Maßstab). Panltolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien
(zu t...grafie>: mit dem Pantografen hergestelltes Bild.
pan|to|gra|fisch, auch ...gralphisch (zu Î...grafisch):
mithilfe eines Pantografen
Panltolkraitor* der; -s, ...oren (aus gr. pantokrätör „All
herrscher“, zu Îpanto... u. krateln „mächtig sein, (beherr
schen“): 1. (ohne Plur.) Ehrentitel für [den höchsten] Gott,
auch für den auferstandenen Christus (nach Offenb. 1, 8).
2. Darstellung des thronenden Christus in der christlichen,
bes. in der byzantinischen Kunst
Panltolletlte die, -, -n (meist Plur.) (Kunstw. aus Pantoffel
u. Sanda/eZZe): leichter Sommerschuh ohne Fersenteil
PanltolmeltertZos; -s, - (zu îpanto... u. î‘...meter): Instru
ment zur Messung von Längen, Horizontal- u. Vertikal
winkeln (Techn.)
'Panltolmilme die; -, -n (über fr. pantomime aus lat. pan
tomima zu pantomimus, vgl. 2Pantomime) : Darstellung ei
ner Szene, Handlung nur mit Gebärden, Mienenspiel u.
Tanz. 2Pan|to|mi|me der; -n, -n (wohl unter Einfluss von
fr. pantomime aus lat. pantomimus, dies aus gr. pantomi
mos, eigtl. „der alles Nachahmende“, zu îpanto... u. t Mimus): Darsteller einer Pantomime (1). Panltolmilmik
die; - (zu T2...ik (2)>: 1. Kunst der Pantomime. 2. Gesamt
heit der Ausdrucksbewegungen des Körpers; Gebärden
spiel, Körperhaltung u. Gang (Psychol.), panltolmimisch (über lat. pantomimus aus gr. pantomimos, vgl.
2Pantomime): 1. die Pantomime betreffend, mit den Mit
teln, in der Art der Pantomime. 2. die Pantomimik (2), die
Ausdrucksbewegungen des Körpers betreffend (Psychol.)
panltolphag (zu îpanto... u. Î ...phag): sowohl pflanzliche
als auch tierische Nahrung fressend, verdauend (von be
stimmten Tieren; Zool.); vgl. omnivor. Panltolphalge
der; -n, -n (zu t...phage): Allesfresser (von bestimmten
Tieren; Zool.); vgl. Omnivore. Panltolphalgie rZZe; - (zu
î...phagie>: Allesfresserei (Zool.); vgl. Monophagie
Pan|toph|thal|mi_e* vgl. Panophthalmie
Panltolplasltik die; - (zu îpanto... u. îPlastik): (veraltet)
die Kunst, Modelle von Bildwerken zu vergrößern od. zu
verkleinern
PanltolpqldezZer, -n, -n (aus gleichbed. nlat. pantopoda zu
îpanto... u. ɪ,,,pode): Asselspinne (räuberischer, aber
auch parasitischer Meeresbewohner)
Pan|to|then|säu|re die; -, -n (Lehnübersetzung von
gleichbed. engl. pantothen acid, zu gr. päntothen „von
Papagei
überall her“; weil die Verbindung aus den verschiedensten
Organismen isoliert werden kann): zur B2-Gruppe gehö
rendes Î Vitamin
Panltoun ['pantʊn] vgl. Pantun
Panltralgislmus* der; - (zu îpan..., Îtragisch u. î...ismus
(l)): das tragische, nicht überwindbare Weltgesetz über
dem menschlichen Leben, das vom Kampf zwischen dem
Einzelnen u. dem Universum beherrscht wird (nach Heb
bel)
panltrolpisch* (zu îpan... u. Îtropisch): in allen Tropen
gebieten der Erde vorkommend (von bestimmten Pflanzen
u. Tieren; Biol.)
Panltry* ['pɛntri] die; -, -s (aus gleichbed. engl. pantry, dies
über mittelengl. pan(e)trie, altfr. paneterie aus mlat. panetaria „Raum zur Aufbewahrung von Brot“, dies zu lat. pa
nis „Brot“): Speisekammer, Raum zum Anrichten [auf
Schiffen od. in Flugzeugen]
Pantlschen-Lalma der; -[s], -s (aus tibet. pan-chen (b)lama, vgl. 2Lama): svw. Taschi-Lama
Panitun u. Pantoun [ panton] das; -[s], -s (aus malai. pan
tun) : malaiische Gedichtform mit vierzeiligen, kreuzweise
gereimten Strophen
Panlty ['pɛnti] die; -, -s (verkürzt aus engl. panty-hose, panti-hose, eigtl. „Strumpfhose“, zu pantaloons (Plur.) „Ho
sen“, dies aus fr. pantalons, vgl. Pantalons): 1. Miederhös
chen. 2. Strumpfhose
Pälnulla dze; -, ...len (aus gleichbed. Za/. paenula, dies aus
gr. phainólés „dickes Obergewand“): rund geschnittenes
röm. Übergewand
Pän|ulltilma*iZze; -, Plur. ...mäu. ...men (aus gleichbed. lat.
paenultima (syllaba), zu paene „fast“ u. ultima. Fern, von
ultimus „der letzte“): vorletzte Silbe in einem Wort (lat.
Grammatik)
Palnutjgie* die; - (aus gleichbed. gr. panourgia): (veraltet)
Verschlagenheit, Verschmitztheit, List, palnurlgisch
(aus gleichbed. gr. panoürgos): (veraltet) listig, ver
schmitzt
Panlviltallislmus [...v...] der; - (zu îpan... u. Î Vitalismus):
naturphilosophische Lehre, nach der das ganze Weltall le
bendig ist
Panlzooltie die; -, ...ien (zu îpan..., gr. zöötes „das Tier
sein“ u. î2...ie): eine îEpizootie (1 b) großen Ausmaßes,
bei der ein ganzes Land, mehrere Länder od. gar ein gan
zer Erdteil heimgesucht werden (Tiermed.)
Päion der; -s, -e (über gleichbed. lat. paeon aus gr. paiön,
dies aus paián, eigtl. „Klagelied, Trauergesang“): im îPäan (1) verwendeter antiker Versfuß mit drei kurzen Silben
u. einer beliebig einsetzbaren langen Silbe (antike Metrik)
Pälolnie [...io] die; -, -n (über lat. paeonia aus gr. paiönia,
eigtl. „die Heilende“): Pfingstrose (eine Zierstaude)
'Palpa [veraltend, gehobenpa'pa:] der; -s, -s (aus gleichbed.
(alt)fr. papa, altfr. Lallwort aus der Kinderspr.): (ugs.) Va
ter
2Pa|pazZer;-s (aus gleichbed. mlat. papa, eigtl. „Vater“, dies
aus gr pápas, päppas, Bed. 2 über gleichbed. (m)gr. päpas): 1. kirchliche Bez. des Papstes. 2. in der orthodoxen
Kirche Titel höherer Geistlicher; Abk.: P.; vgl. Papas, Po
pe. PaIpaIbilli die (Plur.) (aus gleichbed. it. papabili zu
papabile „zum Papst wählbar“): ital. Bez. für als Papst
kandidaten infrage kommende Kardinäle
Pa pa gal loder; -[s], Plur. -su. ...lli (aus gleichbed. it. pappagallo, eigtl. „Papagei“): auf erotische Abenteuer bei
Touristinnen ausgehender [südländischer, bes. ital. junger]
Mann. Pa pa galyos* [... gajos] die (Plur.) (zuʌpɑn. pa
pagayo „Papagei“, nach dem Papagayogolf im Stillen Oze
an): kalte Fallwinde in den Anden. Palpalgej [auch pa...]
der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (aus gleichbed. fr. papegai,
weitere Herkunft unsicher, vielleicht aus dem Arab.) : bunt
gefiederter tropischer Vogel mit kurzem, abwärts geboge-
Papageienkrankheit
nem Oberschnabel, der die Fähigkeit hat, Wörter nachzu
sprechen. Palpalgeilenlkranklheit die;--, svw. Psittako
se (Med.)
Palpalin das; -s (zu tPapaya u. t...in (1)>: aus dem Milch
saft unreifer Früchte des Melonenbaums gewonnenes, Ei
weiß spaltendes Enzym
palpal (aus gleichbed. mlat. papalis; vgl. 2Papa): päpstlich.
Palpallislmus der; - (zu t,,,ismus (2)>: kirchenrechtliche
Anschauung, nach der dem Papst die volle Kirchengewalt
zusteht; Ggs. tEpiskopalismus; vgl. Kurialismus. Palpa
list der; -en, -en (zu Î...ist): Anhänger des Papalismus.papallisltisch (zu T ...istisch): im Sinne des Papalismus
[denkend], Palpallsysltem das; -s: kath. System der
päpstlichen Kirchenhoheit
Palpalrazlzo der; -s, ...zzi (aus zt. paparazzo, nach dem Bei
namen eines Fotografen in Fellinis Film „La dolce vita“):
(scherzh. od. abwertend) [aufdringlicher] Pressefotograf,
Skandalreporter
Palpas der; -, - (über gleichbed. ngr. pápas aus gr. papas,
páppas, eigtl. „Vater“): Weltgeistlicher in der orthodo
xen Kirche. Palpat der, auch das; -[e]s (aus gleichbed.
mlat. papatus; vgl. 2Papa u. ...at (l)): Amt u. Würde des
Papstes
Palpalvelralzelen [,..v...J die (Plur.) (aus gleichbed. nlat.
papaveraceae zu lat. papaver „Mohn“): Familie der
Mohngewächse (Bot.). Palpalvelrin das; -s (zu Î ...in (1)):
krampflösendes ÎAlkaloid des Opiums
Palpalya [...ja] die; -, -s u. Pa pa ye [...ja] die; -, -n (aus
gleichbed. span, papaya, dies aus dem Karib.): 1. svw. Me
lonenbaum. 2. Frucht des Melonenbaums, Baummelone
Palpel iZ/e; -, -n u. Papula die; -, ...lae [...le] (aus lat. papula
„Blatter; Bläschen“): Hautknötchen, kleine bis linsengro
ße Hauterhebung (Med.)
Papellard [pap'la:r] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. papelard,
vermutlich zu älter fr. paper „essen“ vt.fr. lard „Speck“, al
so wohl eigtl. „Speckesser“): (veraltet) Heuchler, Schein
heiliger
Palper ['peɪpə] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. paper, eigtl.
„Papier“, dies über (alt)fr. papier aus lat. papyrus, vgl.
Papier): schriftliche Unterlage, Schriftstück; vgl. Papier
(2). Palperlback [...bæk] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
paperback, eigtl. „Papierrücken“): kartoniertes, meist in
Klebebindung hergestelltes [Taschen]buch; Ggs. Î Hard
cover. Palpeltelrie [papɛtə...] die; -, ...jen (aus gleich
bed. fr. papeterie zu papier „Papier“, dies zu lat. papyri
us „aus Papier“ zu papyrus, vgl. Papier): (bes. Schweiz.)
Papierwaren, Schreibwarenhandlung. Palpeltelrist
der; -en, -en (zu T ...ist): (bes. Schweiz.) Schreibwaren
händler
Palpi|a|men|to das; -s (aus gleichbed. amerik.-span. pa
piamento zu papia „Sprache“, dies vielleicht zu port, papear „plappern“): auf den Niederländischen Antillen ge
sprochene Mischsprache, die sich aus dem Portugiesi
schen entwickelte u. in der heute Elemente des Niederlän
dischen, Englischen u. Spanischen vermischt sind
Palpier das; -s, -e (aus lat. papyrum, Nebenform von papy
rus „Papyrus(staude)“, dies aus gr. papyros, weitere Her
kunft ungeklärt): 1. aus Fasern hergestelltes, blattartig ge
presstes, zum Beschreiben, Bedrucken, zur Verpackung
o.Ä. dienendes Material. 2. Schriftstück, Dokument,
schriftliche Unterlage, Manuskript; vgl. Paper. 3. (meist
Plur.) Ausweis, Personaldokument, Unterlagen. 4. Wert
papier, Urkunde über Vermögensrechte, palpielren: 1.
a) aus Papier bestehend; b) wie Papier beschaffen, ausse
hend. 2. trocken, unlebendig, steif (im Stil, Ausdruck).
Pa|pier|kon|ser|vielrung die; -: das Haltbarmachen al
ter Schriftstücke, Zeichnungen, Bücher u.a. durch Neu
tralisierung der Säure im Papier mit gasförmigen Substan
zen od. alkoholischen Lösungen. Palpietjmalschee,
994
auch Palpilerlmalché [papiema'ʃe:, österr. pa'pi:n...]
das; -s, -s (aus gleichbed. fr. papier mâché, eigtl. „zerfetz
tes Papier“): formbare Masse aus eingeweichtem, mit
Leim, Stärke u. a. vermischtem Altpapier, die nach dem
Trocknen fest wird. Palpierlthelalter das; -s, - (zu tPa
pier): modellmäßig verkleinerte Form einer Schauspiel
bühne
Palpi|li|o|na|zelen die (Plur.) (aus gleichbed. «Zar. papilionaceae, zu papilionaceus „schmetterlingsartig“, dies zu
lat. papilio „Schmetterling“): Familie der Schmetterlings
blütler (Bot.)
Palpillla vgl. Papille, palpilllar (zu ÎPapille u. t...ar (1)):
warzenartig, -förmig (Med.). Palpilllarlleislte die; -, -n:
svw. Papillarlinie. Palpil|lar|ii|nie [---ɪə] die; -, ...ien
[-,-iən] (meist Plur.): feine Hautlinie auf Hand- u. Fußflä
chen, bes. auf den Fingerkuppen (Med.). Palpilllarschicht die; -, -en: die mit Papillen versehene obere
Schicht der Lederhaut (Med.). Palpillle die; -, -n u. Papil
la die; -, ...llae [...le] (aus lat. papilla „(Brust)warze, Zit
ze“): 1. a) Brustwarze; b) warzenartige Erhebung an der
Oberfläche von Organen (z. B. Haarpapille, Sehnervenpa
pille ; Med.). 2. (meist Plur.) haarähnliche Ausstülpung der
Pflanzenoberhaut (Bot.), palpilllilform (zu t...form):
warzenförmig (Med.). Palpilliiltis die; -, ...itiden (zu
T ...itis): Entzündung einer od. mehrerer Papillen (Med.).
Palpilllom das; -s, -e (zu T...om): Warzen-, Zottenge
schwulst aus gefäßhaltigem Bindegewebe (Med.). Palpillolmaltolse die; -, -n (zu T '...ose): Bildung zahlreicher Pa
pillome (Med.)
Palpilllon [papijö:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. papillon,
dies aus lat. papilio „Schmetterling“, Bed. 3 nach dem Ver
gleich mit den Schmetterlingsflügeln, Bed. 4 nach der
Form der Ohren) : 1. franz. Bez. für Schmetterling. 2. (ver
altet) flatterhafter Mensch. 3. feinfädiges Woll- od. Misch
gewebe von ripsähnlichem Aussehen. 4. aus Belgien stam
mender Zwergspaniel mit weißem bis braunem od. ge
flecktem, weichem Fell
paipilllös (zu ÎPapille u. t ...ös>: warzig (Biol., Med.)
Palpilllolte [papi jo:tə] die; -, -n (aus gleichbed./r. papillote
zu papillon, vgl. Papillon): 1. Hülle aus herzförmig zuge
schnittenem Pergamentpapier, die (mit Öl bestrichen) um
kurz zu bratende od. grillende Fleisch- od. Fischstücke ge
schlagen wird. 2. Haarwickel in Form einer biegsamen
Rolle aus Schaumstoff, die an der einzelnen aufgerollten
Haarsträhne befestigt wird, indem die Enden U-förmig
eingebogen werden. palpil|lo|tie|ren (aus gleichbed./r.
papilloter): die einzelnen [wie eine Kordel um sich selbst
gedrehten] Haarsträhnen auf Papilloten wickeln, um das
Haar zu wellen
Pa|pil|lo|to|mie die; -, ...ien (zu ÎPapilleu. t...tomie): ope
rative Eröffnung einer Papille (Med.)
Palpilrpslsa die; -, ...ossy [...si] (über russ. papirosa aus
poln. papieros zu papier „Papier“) : russ. Zigarette mit lan
gem Hohlmundstück aus Pappe
Palpislmus der; - (zu t2Papa (1) u. ɪ,,,ismus (5)> : (abwer
tend) a) starrer Katholizismus; b) übertriebene Ergeben
heit dem Papst gegenüber. Palpist der; -en, -en (zu î ...ist) :
(abwertend) Anhänger des Papismus, palpisltisch (zu
Î ...istisch) : (abwertend) den Papismus betreffend, auf ihm
beruhend; streng päpstlich
Pa|po|va|vi|rus [...vavi:...] das, auch der; -, ...ren (meist
Plur.) (Kunstw.): Virus, das Wucherungen (z.B. Warzen)
erzeugen kann (Med.)
Papipas der; -, - (aus gleichbed. gr. páppas, vgl. 2Papa):
svw. 2Papa (2)
Pap|pa|ta|ci|fie|ber [,,,'ta:ʧi...] das; -s (zu it. pappataci
„Moskito, Stechmücke“): in den Tropen u. in Südeuropa
auftretende, durch Î Moskitos übertragene Krankheit mit
Fieber u. grippeartigen Symptomen (Med.)
995
[...maje:], Pappimalschee das; -s, -s <zu
dt. Pappe u. franz, mâché „zerfetzt“): svw. Papiermaschee
Paplpus der; -, Plur. -u. -se (über/«/. pappus ausgr. páppos
„Großvater“, weil die meist grauweiße Behaarung dem
Kopfhaar eines Greises ähnelt): haar- od. borstenförmig
ausgebildetes, an der Frucht erhalten bleibender Blüten
kelch bei Korbblütlern (Bot.)
Pa|pri|ka‘ der; -s, -[s] (über das Ungar, aus serb. paprika zu
papar „Pfeffer“, dies über lat. piper aus gr. péperi, dies
über das Pers, aus sanskr. pippala „Beere“): 1. in Süd
europa u. Amerika angebaute Gemüse-, Gewürzpflanze
mit kleinen weißen Blüten u. hohlen Beerenfrüchten. 2.
grüne, gelbe, orangefarbene od. rote Frucht des Paprikas
mit dünner, wenig fleischiger, aber saftiger, vitaminreicher
Fruchtwand, die als Gemüse od. als Gewürz verwendet
wird; Paprikaschote. 3. (ohne Plur.) leicht scharfes, bräun
lich rotes Gewürz in Pulverform aus getrockneten reifen
Paprika (2). pa prizie ren (zu Î...¡eren): (bes. österr.)
mit Paprika (2, 3) würzen
Palpulla vgl. Papel, palpullös (aus gleichbed. nlat. papu
losus, zu Î Papel u. t...ös): mit der Bildung von Papeln ein
hergehend; papelartig (Med.)
Palpylri: Plur. von tPapyrus. Palpylrin das; -s (zu ÎPapy
rus u. t...in (1)>: Pergamentpapier. Palpylroliin das; -s
(zu t...in (1)): zähes u. festes Papier mit einer Textilgewe
beschicht, das u. a. zur Herstellung von Landkarten u.
Urkunden verwendet wird. Pa|py|ro|lo|ge der; -n, -n
(zu t...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Papy
rologie. Palpylrollolgie die; - (zu T...logie>: Wissen
schaft, die Papyri (3) erforscht, konserviert, entziffert u.
zeitlich bestimmt; Papyruskunde. pa|py|ro|lo|gisch (zu
Î...logisch): die Papyrologie betreffend. Palpylrus der;
-, ...ri (aus gleichbed. lat. papyrus, vgl. Papier): 1. Pa
pierstaude. 2. in der Antike gebräuchliches, aus der Pa
pierstaude gewonnenes Schreibmaterial in Blatt- u. Rol
lenform. 3. aus der Antike u. bes. aus dem alten Ägypten
stammendes beschriftetes Papyrusblatt; Papyrusrolle;
Papyrustext
Par das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. par, dies aus lat. par
„gleich“): für jedes Loch des Golfplatzes festgesetzte An
zahl von Schlägen, die sich nach dem Abstand des Ab
schlags vom Loch richtet (Golf)
par..., Par... vgl. para..., Para...
'Paira der; -, - (aus türk, para „Geld, Münze“, dies vermut
lich aus dem Pers., Bed. 2 über slowen., serb. u. kroat. pa
ra): 1. kleinste türk. Münzrechnungseinheit (vom 17. Jh.
bis 1924). 2. kleine Münzeinheit in einigen Balkanstaaten
2Pa|ra der; -s, -s (aus gleichbed. fr. (ugs.) para, dies verkürzt
aus parachutiste „Fallschirmjäger“): franz. Bez. für Fall
schirmjäger
paira.... Paira..., vor Vokalen meist par..., Par... (ausgr. pará, pára „entlang; neben, bei; über- hinaus; gegen“): Prä
fix mit der Bedeutung „bei, neben, entlang; über - hinaus;
gegen, abweichend“, z. B. parataktisch, Paragraf, Paralle
le, Parodie
Pa|ra|bai|lis|mus der; -, ...men (zu Tpara... u. t Ballismus):
heftige, sich wiederholende unwillkürliche Schlenkerbe
wegungen der Extremitäten beider Körperseiten (Med.)
Palralbalse die: -, -n (aus gleichbed. gr. paräbasis, eigtl.
„das Vorbeigehen, Hervortreten (des Chors)“): in der at
tischen Komödie Einschub in Gestalt einer unmittelbar an
das Publikum gerichteteten, satirisch-politischen Aus
sprache, gemischt aus Gesang u. Rezitation des Chorfüh
rers u. des Chors
Palralbel r/ie; -, -n (über lat. parabola aus gr. parabole
„Gleichnis“, eigtl. „die Vergleichung, das Nebeneinander
werfen“, zu parabállein „vergleichen“, eigtl. „daneben
(hin)werfen“): 1. lehrhafte Dichtung, die eine allgemein
gültige sittliche Wahrheit an einem Beispiel (indirekt) ver
Papp maichè
Paradebeispiel
anschaulicht; lehrhafte Erzählung, Lehrstück; Gleichnis.
2. eine symmetrisch ins Unendliche verlaufende Kurve der
Kegelschnitte, deren Punkte von einer festen Geraden u.
einem festen Punkt gleichen Abstand haben (Math.). 3.
Wurfbahn in einem ÎVakuum (Phys.)
Palralbelllum® die; -, -s (Kunstw.; wohl gekürzt aus lat. (si
vis pacem,) para bellum „(wenn du Frieden willst,) bereite
den Krieg vor“): Pistole mit Selbstladevorrichtung. Para bel lumlpisito le die; -, -n: svw. Parabellum
Palralbellseglment das; -[e]s, -e (zu ÎParabel u. ÎSeg
ment): Fläche, die von einer Parabel u. einer Geraden be
grenzt wird (Math.)
Palralbilont rfer; -en, -en (zu tpara... u. Î ...biont): Lebewe
sen, das mit einem anderen gleicher Art zusammenge
wachsen ist; in Parabiose lebender Organismus (Biol.);
vgl. siamesische Zwillinge. Palralbilolse die; -, -n (zu
t...biose): das Zusammenleben u. Aufeinandereinwirken
zweier Lebewesen der gleichen Art, die miteinander ver
wachsen sind (Biol.)
Palralblacks* [auch ...bleks] die (Plur.) (aus gleichbed.
engl. parablacks): auf den Skiern (zwischen Skispitze u.
Bindung) angebrachte [Kunststoff]klötze, die das Über
kreuzen der Skier verhindern sollen
Pa Irai bl epi sie* die; -, ...ien (zu î para..., gr. blépsis „das Se
hen“ (dies zu blépein „sehen“) u. t2...ie): Sehstörung
(Med.)
Palralbollanltenlne die; -, -n (zu gr. parabole (vgl. Para
bel) u. Î Antenne): Antenne in der Form eines Parabolspie
gels, mit deren Hilfe Ultrakurzwellen gebündelt werden
(Techn.). palralbollisch (nachgr. parabolikös „zur Ver
gleichung gehörig, vergleichsweise“; vgl. Parabel): 1. die
Parabel ( 1 ) betreffend, in der Art einer Parabel ( 1 ) ; gleich
nishaft, sinnbildlich. 2. parabelförmig gekrümmt. Palrabo lolid das; -[e]s, -e (zu TParabel u. T ...oid): gekrümmte
Fläche ohne Mittelpunkt (Math.). Palralbollspielgel
der; -s, -: Hohlspiegel in der Form eines Paraboloids, der
sämtliche parallel zur Achse einfallenden Lichtstrahlen in
seinem Brennpunkt vereinigt
Pal ralbullie tZ/e; -, ...ien (zu tpara..., gr. boule „Wille“ u.
t2...ie): durch entgegengesetzte Antriebe od. Gefühle be
dingte krankhafte Willensschwäche (bes. bei Schizophre
nie; Med.)
par aclclalmaltion* [paraklamas'jö] </>*.): durch Zuruf
[wählen]; vgl. Akklamation
par aclcord [para'kɔr] (ʃr,): durch Vergleich; vgl. Akkord
Palralchor [,..k...J der; -s, -e (zu gr. parachörem „Platz ma
chen“): Maß für das Molvolumen von Flüssigkeiten mit
gleicher Oberflächenspannung; Zeichen P
Pa ra chro nislmus [...kro...] der; -s, ...men (zu Îpara... u.
gr. chronismös „lange Zeit; das Zögern“): (veraltet) svw.
Anachronismus
Palralchultist [...J'y...] der; -en, -en (aus fr. parachutiste
„Fallschirmjäger“): svw. 2Para
'Palralde rZze; -, -n (über gleichbed. fr. parade (unter Ein
fluss von fr. parer „schmücken“) aus span, parada „das
Kürzen der Gangart, Zügeln des Pferdes“): Truppen
schau, Vorbeimarsch militärischer Verbände; prunkvoller
Aufmarsch. 2Pa|ra|de die; -, -n (zu 72parieren, gebildet
nach fr. parade, vgl. ‘Parade): das Anhalten eines Pferdes
od. Gespanns bzw. der Wechsel des Tempos od. der Dres
surlektionen (im Pferdesport). 3Pa|ralde rfie; -, -n (zu
Î 'parieren, gebildet nach fr. parade, für älteres parat aus
it. parata (Fechtausdruck)): a) Abwehr eines Angriffs
(bes. beim Fechten u. Boxen); b) Abwehr durch den Tor
hüter (bei Ballspielen); c) Abwehr eines Angriffs, vor al
lem eines Schachgebotes (z. B. durch Schlagen des Angrei
fers; Schach). Pa|ra|de|bei|spiel das; -[e]s, -e (zu Î'Pa
rade): Beispiel, anhand dessen etwas bes. deutlich gezeigt,
erläutert werden kann, Musterbeispiel
Paradeiser
der; -s, - (aus Paradeisapfel (= Paradiesap
fel) gekürzt; vgl. Paradies): (österr. veraltet) Tomate
Palraidelmarsch der; -[e]s, ...märsche (zu Î’Parade):
Marsch im Paradeschritt
Pa|ra|den|ti|tis die; -, ...itiden (zu tpara..., lat. dens, Gen.
dentis „Zahn“ u. T...itis): (veraltet) svw. Parodontitis. Paraldenltolse die; -, -n (zu t',,,ose): (veraltet) svw. Paro
dontose
Pa|ra|de|uni|form die; -, -en (zu t ’Parade): prächtige Uni
form, Uniform für die 'Parade. pa|ra|die|ren (aus gleich
bed. fr. parader zu parade, vgl. ’Parade): 1. [anlässlich ei
ner Parade] vorbeimarschieren; feierlich vorbeiziehen. 2.
sich mit etw. brüsten; mit etw. prunken
Palraldies das; -es, -e (über (kirchen)lat. paradisus, gr. parádeisos aus dem Pers.; vgl. awest. pairidaëza „Einzäu
nung, Garten“): 1. (ohne Plur.) a) Garten Eden, Garten
Gottes; b) Himmel; Ort der Seligkeit. 2. a) ein Ort od. eine
Gegend, die durch ihre Gegebenheiten, ihre Schönheit, ih
re guten Lebensbedingungen o.Ä. alle Voraussetzungen
für ein schönes, glückliches o.ä. Dasein erfüllt, z.B. diese
Südseeinsel ist ein Paradies; b) Ort, Bereich, der für einen
Personenkreis oder für eine Gruppe von Lebewesen ideale
Gegebenheiten, Voraussetzungen bietet, z. B. ein Paradies
für Angler, ein Paradies für Vögel. 3. Portalvorbau an mit
telalterlichen Kirchen, palraldielsisch: 1. das Paradies
(1) betreffend. 2. herrlich, himmlisch, wunderbar
Pa|ra|dig|ma das; -s, Plur. ...men, auch -ta (über lat. para
digma aus gr. parádeigma zu paradeiknÿnai „vorzeigen,
sehen, lassen“): 1. Beispiel, Muster; Erzählung, Geschich
te mit beispielhaftem, modellhaftem Charakter. 2. Muster
einer bestimmten Deklinations- od. Konjugationsklasse,
das beispielhaft für alle gleich gebeugten Wörter steht;
Flexionsmuster (Sprachw.). 3. Anzahl von sprachlichen
Einheiten, zwischen denen in einem gegebenen Kontext zu
wählen ist (z.B. er steht hier/dort/oben/unten), im Unter
schied zu Einheiten, die zusammen vorkommen, ein Syn
tagma bilden (z.B. in Eile sein; Eile kann nicht ausge
tauscht werden; Sprachw.). 4. Denkmuster, das das wis
senschaftliche Weltbild, die Weitsicht einer Zeit prägt. Paradigmatiker der; -s, - (zu gr. paradeigmatikös „was
zum Beweis od. Beispiel dienen kann“): (veraltet) Verfas
ser von Lebensbeschreibungen frommer Menschen, paraldiglmaltisch (über spätlat. paradigmáticos ausgr. pa
radeigmatikös, vgl. Paradigmatiker): 1. als Beispiel, Mus
terdienend. 2. das Paradigma (2) betreffend (Sprachw.). 3.
Beziehungen zwischen sprachlichen Elementen betref
fend, die an einer Stelle eines Satzes austauschbar sind u.
sich dort gegenseitig ausschließen (z.B. ich sehe einen
Stuhl/Tisch/Mann; Sprachw.); Ggs. (syntagmatisch (2).
pa|ra|diglma|ti|sie|ren (zu t...isieren): (veraltet) durch
aufgestellte Beispiele veranschaulichen. Palraldiglmenwechlsel der; -s, -: Wechsel von einer rationalistischen zu
einer ganzheitlichen Weitsicht (im New Age)
Palraldor der, auch das; -s, -e (aus span, parador „Gast
haus“): staatliches span. Luxushotel für Touristen
Palraldos [,,,'do:] der; -, - [,,,'do:(s)] (aus gleichbed. fr. pa
rados zu para- (Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Schutz vor ...“, dies zu parer à „abwehren, sich schützen
gegen“) u. dos „Rücken“): (veraltet) Rückenwehr (einer
Befestigungsanlage)
palraldox (über (spät)lat. paradoxus aus gleichbed. gr. parádoxos zu Tpara... u. doxa „Meinung“): 1. widersinnig, ei
nen Widerspruch in sich enthaltend. 2. (ugs.) sehr merk
würdig; ganzu. gar abwegig, unsinnig. Palraldox das; -es,
-e: 1. etw., was einen Widerspruch in sich enthält, paradox
(1) ist. 2. svw. Paradoxon (2). Paradoxa: Plur. von 1 Pa
radoxon. palraldolxal (zu t'...al (1)> : svw. paradox. Paradoxie die; -, ...ien (aus gr. paradoxia „Verwunderung
über einen sinnwidrigen Sachverhalt“): das dem Geglaub
Pal raldeilser
996
ten, Gemeinten, Erwarteten Zuwiderlaufende; das Wider
sinnige, der Widerspruch in sich. Pa|ra|do|xi|tät die; -,
-en (zu T...ität): (selten) paradoxes Verhalten; das Para
doxsein. Pa|ra|do|xo|ma|ni_e die; - (zu î...manie): (ver
altet) Sucht nach Absonderlichkeiten, nach Aufstellung
ungewöhnlicher Ansichten. Palraldolxon das; -s, ...xa u.
Paradox das; -es, -e (aus gleichbed. gr. parádoxon): 1. svw.
Paradox (1). 2. scheinbar falsche Aussage (oft in Form ei
ner Sentenz oder eines Aphorismus), die aber bei genaue
rer Analyse auf eine höhere Wahrheit hinweist (Philos.,
Rhet.)
Palraflfin* das; -s, -e (Kunstw. zu lat. parum „zu wenig,
nicht genug“ u. affinis „teilnehmend an etwas; verwandt“,
eigtl. „wenig reaktionsfähiger Stoff“): 1. festes, wachsähn
liches od. flüssiges, farbloses Gemisch wasserunlöslicher
gesättigter Kohlenwasserstoffe, das bes. zur Herstellung
von Kerzen, Bohnerwachs o.Ä. dient. 2. (meist Plur.) ge
sättigter, Îaliphatischer Kohlenwasserstoff (z.B. Methan,
Propan, Butan). pa|raf|fi|nie|ren (zu Î..deren): mit Pa
raffin ( 1 ) behandeln, pa Iraf If ilnisch : vorwiegend aus Pa
raffinen (2) bestehend; Eigenschaften u. Bindungsverhält
nisse der Paraffine aufweisend. Palraflfilnom das; -s, -e
(zu t...om): Bindegewebsgeschwulst, die infolge Bindegewebsw``eherung nach Einspritzung von Paraffin (z. B. zu
therapeutischen Zwecken) entstehen kann (Med.)
Palralfuchlsin das; -s (zu tpara... u. (Fuchsin): einer der
ältesten synthetisch hergestellten organischen Farbstoffe
Pa|ra|gam|ma|zis|mus der; -, ...men (zu tpara... u.
t Gammazismus): Sprechstörung, bei der anstelle der
Kehllaute g u. k die Laute d u. t ausgesprochen werden
(Med., Psychol.)
palralgasltral* (zu t para... u. Î gastral): neben dem Magen
lokalisiert (Med.)
Palralgelnelse u. Pa|ralge|ne|sis die; - (zu tpara... u.
tGenese bzw. tGenesis): gesetzmäßiges Vorkommen be
stimmter Mineralien bei der Bildung von Gesteinen u. La
gerstätten (Geol.). palralgelneltisch: die Paragenese
betreffend
Pa|ra|geu|sie die; -, ...ien (zu tpara..., gr. geüsis „Ge
schmack“ u. t2...ie): schlechter Geschmack im Mund; ab
norme Geschmacksempfindung (Med.)
Pa|ralgi|tats|li|nie* [...io] die: -, -n (zu mlat. paragitatus
„gleich abgefunden“ (dies zu lat. par „gleich“ u. agitare
„betreiben“) u. ÎLinie): mit einem Paragium abgefundene
Nebenlinie eines regierenden Hauses. Palralgilum das;
-s, ...ien [...ion] (aus gieichbed. mlat. paragium): Abfin
dung nachgeborener Prinzen (mit Liegenschaften, Land
besitz)
Palralgleilter der; -s, - (zu engl. parachute „Fallschirm“
(aus /r. parachute) u. dt. gleiten): 1. Gleitfluggerät aus ei
nem dreiholmigen Gestell mit sich beim Gleitflug zwi
schen den Holmen aufwölbenden Stoffflächen; Gleit
schirm. 2.jmd., der Paragliding betreibt. Pa|ra|gli|dtng*
[--,glaidiŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. paragliding, zu to
glide „(dahin)gleiten“): das Fliegen von Berghängen mit
einem fallschirmähnlichen Gleitsegel; Gleitschirmfliegen,
Gleitsegeln
Palralgneis der; -es, -e (zu t para... u. dt. Gneis): aus Sedi
mentgesteinen hervorgegangener Gneis (Geol.)
Palralgnolsie* die; -, ...ien (zu tpara... u. t...gnosie): au
ßersinnliche Wahrnehmung (Psychol.). Palralgnost der;
-en, -en (zugr. gnostës „Zeuge“, eigtl. „Kenner eines Sach
verhaltes“): Medium mit hellseherischen Fähigkeiten (Parapsychol.)
Pa|ra|go|njt* [auch ..,'nit] der; -s, -e (zu gr. parägein „irre
führen“ u. t2...it): ein weißes bis grünes, perlmuttartig
schimmerndes Mineral
Palralgraf, auch ...graph der; -en, -en (über spätlat. para
graphs aus gr. parágraphos (grammë) „Zeichen am Ran
997
de der antiken Buchrolle“, eigtl. „danebengeschriebene
Linie“, zu paragráphein „danebenschreiben“}: a) in Ge
setzbüchern, wissenschaftlichen Werken u.a. ein fortlau
fend nummerierter kleiner Abschnitt; b) das Zeichen für
einen solchen Abschnitt: § (Plur. §§). Palralgralfendschunigel, auch ...gralfen... der, selten das: -s, -: (ab
wertend) [in Verträgen, Gesetzestexten o.Ä.] gehäufte
Anzahl von Paragrafen, Vorschriften o. Ä., die bes. für den
Laien verwirrend, nicht einsehbar sind. Palralgralfenreilter, auch ...gralphen... der; -s, -: (abwertend) jmd.,
der sich nur an Vorschriften hält, der Gesetze kleinlich u.
pedantisch nur nach den Buchstaben auslegt. Palralgrafie, auch ...gralphie z/ze; -, ...ien <zu gr. paragráphein
(vgl. Paragraf) u. T2...ie): Störung des Schreibvermögens,
bei der Buchstaben, Silben od. Wörter vertauscht werden
(Med.). pa|ralgra|fie|ren, auch ...gralphielren (zu
Î Paragraf u. T ..deren): in Paragrafen einteilen. Palralgrafielrung, auch ...gralphielrung die; -, -en (zu t...ierung): Einteilung in Paragrafen. Palralgramm das; -s, -e
(über spätlat. paragramma aus gleichbed. gr. paragram
ma, eigtl. „das, was man hinzufügt od. verändert“): Buch
stabenänderung in einem Wort od. Namen (wodurch ein
scherzhaft-komischer Sinn entstehen kann, z.B. .Biberius
[= Trunkenbold von lat. bibere „trinken“] statt Tiberius).
Para gram ma tis mus der: -, ...men (zu L.dsmus (3)>:
Sprechstörung, die den Zerfall des Satzbaues (z.B. Tele
grammstil) zur Folge hat (Med., Psychol.). Palralgraph
usw. vgl. Paragraf usw.
Pa ra grêle* [,,,'grɛ:l] der: -[s], -s (aus gleichbed. fr. paragrêle zu para- (vgl. Parados) u. grêle „Hagel“): (veraltet)
Hagelableiter
Palralhildrolse* die; -, -n (zu tpara... u. ÎHidrose): Abson
derung eines nicht normal beschaffenen Schweißes (Med.)
Palralhiplpus der: - (aus «Zaf. parahippus zu t para... u. gr.
hippos „Pferd“): ausgestorbene Gattung nordamerik.
Pferdevorfahren aus dem Î Miozän
Pa|ra|in|flujen|za zZz'e; - (zu tpara... u. tlnfluenza): durch
Viren hervorgerufene Erkältungskrankheit (bes. bei Säug
lingen u. Kleinkindern; Med.)
pa|ra|kar|di|al (zu Îpara... u. tkardial): neben dem Herzen
liegend (Med.)
palralkarp (zu Tpara... u. T...karp>: nicht durch echte
Scheidewände gefächert (bezogen auf den Fruchtknoten
bzw. das ÎGynäzeum 2 einer Pflanze; Bot.); vgl. synkarp
Pajrakautschuk* der; -s (nach dem bras. StaatParáu. zu
ÎKautschuk): der aus dem Parakautschukbaum gewonne
ne Naturkautschuk
Palralkelraltolse die; -, -n (zu Tpara... u. TKeratose): zu
Schuppenbildung führende Verhornungsstörung der Haut
(Med.)
Pa|ra|ki|nelse die; -, -n (ausgr. parakinesis „Verrenkung“
zu parakinetn „danebenbewegen“): 1. Störung in der Mus
kelkoordination, die zu irregulären Bewegungsabläufen
führt (Med.). 2. durch Umweltfaktoren hervorgerufene
phänotypische Veränderung eines Organismus (Biol.)
Palralklalse* die; -, -n (zu Tpara... u. gr. kläsis „das Zer
brechen, Bruch“): Verwerfung (Geol.)
Pairalklet* der; Gen. -[e]s u. -en, Plur. -e[n] (aus gleichbed.
spätlat. paracletus, dies aus gr. parákletos „der Sachwal
ter; der Fürbittende“): Helfer, Fürsprecher vor Gott, bes.
der Heilige Geist (Joh. 14, 16 u. a.). Palralkleltilkon das:
-s, ...ka (zu gr. parakletikös „ermunternd“ u. T*...on):
Trostsprüche enthaltendes Gebet- u. Gesangbuch in der
griech. Kirche
palralklilnisch (zu Tpara... u. Tklinisch): über die üblichen
klinischen Maßnahmen hinausgehend (Med.)
Palraklme* die; -, ...een (aus gr. parakmë „das Zuendegehen der Kräfte“ zu pará „vorbei“ u. akme „Spitze, Gip
fel“): in der Stammesgeschichte das Ende der Entwick
parallel
lung einer Organismengruppe (z.B. der Saurier; Zool.);
Ggs. ÎEpakme; vgl. Akme (2)
pa|ra|ko|lisch (zu tpara... u. T Kolon): neben dem tKolon
liegend (Med.)
Pa|ra|ko|ni|kpn das; -[s], ...ka (aus gleichbed. mgr. parakönikon, Analogiebildung zu TDiakonikon): Nordtür der
T Ikonostase in der orthodoxen Kirche
Pa|ra|ko|pe [...pe] die; -, ...open (aus gr. parakopë „Wahn
sinn" zu paraköptein „wahnsinnig machen“): das Irrere
den im Fieber (Med.)
Pa|ra|ko|rol|le die; -, -n (zu Tpara... u. TKorolla): Neben
krone der Blüte (Bot.)
Pa|ra|ku|sie* die; -, ...ien (aus gr. paräkousis „das Verhö
ren“ (dies zu parakoüein „verhören“, eigtl. „danebenhö
ren“) u. î2...ie>: Störung der akustischen Wahrnehmung,
falsches Hören (Med., Psychol.)
Pa|ra|la|lie die; -, ...ien (zu gr. paralaleln „daneben-, un
richtig reden od. schwatzen“ u. T2...ie>: Sprachstörung, bei
der es zu Lautverwechslungen u. -entstellungen kommt
(Med., Psychol.)
Pa|ra|lamb!da|zislmus der; - (zu Tpara... u. TLambdazismus): Sprachstörung, bei der statt des / oft ein anderer
Laut (z. B. n od. t) gesprochen wird (Med., Psychol.)
Pa|ra|le|xie die; -, ...ien (zu Tpara..., gr. léxis „Wort“ u.
T2...ie>: Lesestörung mit Verwechslung der gelesenen
Wörter (Med., Psychol.)
Palraljgelsie* u. Palrallgie die; -, ...ien (zu Tpara... u. T Algesie bzw. T ...algie): Störung der Schmerzempfindung, bei
der Schmerzreize als angenehm empfunden werden
(Med.)
palrallinlgulal (zu Tpara... u. Tlingual): durch Artikulati
onsorgane hervorgebracht, aber keine sprachliche Funk
tion ausübend (von Lauten ; Sprachw.) ; vgl. Paralinguistik.
Pa|ra|lin|gu|isltik die; -: Teilbereich der Linguistik, in
dem man sich mit Erscheinungen befasst, die das mensch
liche Sprachverhalten begleiten od. mit ihm verbunden
sind, ohne im engeren Sinne sprachlich zu sein (z.B.
Sprechintensität, Mimik; Sprachw.). pa|ra|lin|gu|istisch: die Paralinguistik betreffend, auf ihr beruhend
Pa|ra|li|po|me|non das; -s, ...mena (aus gr. paralipómenon „das Ausgelassene“ zu paraleipein „auslassen; unter
lassen“, Bed. 2 über gleichbed. spätlat. paralipomena
(Plur.)): 1. (meist Plur.) Randbemerkung, Ergänzung,
Nachtrag zu einem literarischen Werk. 2. (nur Plur.) die
Bücher der Chronik im Alten Testament. Palrallilpopholbie die; -, -ien(zu gr. paraleipein (vgl. Paralipomenon) u. î...phobie (a)): übersteigerte, zwanghafte Angst,
eine Pflicht, Verantwortung zu versäumen (Psychol.,
Med.). Pa|ra|lip!se z/ze; -, -n (aus gleichbed. gr. paráleipsis „das Unterlassen“): rhetorische Figur, die darin be
steht, dass man etwas durch die Erklärung, es übergehen
zu wollen, nachdrücklich hervorhebt
palrallisch* (zu gr. páralos „in Küstennähe“): die marine
Entstehung in Küstennähe betreffend (von Kohlenlagern;
Geol.)
palralllakltisch* (aus gleichbed. gr. parallaktikös): die
Parallaxe betreffend, auf ihr beruhend, durch sie bedingt.
Palralllalxe die; -, -n (aus gr. parállaxis „Vertauschung;
Abweichung“ zu parallássein „vertauschen“): 1. Winkel,
den zwei Gerade bilden, die von verschiedenen Standor
ten auf einen Punkt gerichtet sind (Phys.). 2. Entfernung
eines Gestirns, die mithilfe zweier von verschiedenen
Standorten ausgehender Geraden bestimmt wird (As
tron.). 3. Unterschied zwischen dem Bildausschnitt im
Sucher u. auf dem Film, wenn die Achse des Suchers nicht
mit der Achse des Objektivs übereinstimmt (Fotogr.). Paralila xen auslgleich der: -[e]s: Einrichtung an foto
grafischen Suchern zum Ausgleich der Parallaxe (Fo
togr.). palraülel (über lat. parallelus, parallelos aus
Parallele
gleichbed. gr. parállélos (zu Tpara... u. allelön „einan
der“), eigtl. „nebeneinanderstehend, -laufend“): 1. in
gleichem Abstand ohne gemeinsamen Schnittpunkt ne
beneinander verlaufend (Math.). 2. im gleichen Intervall
abstand (z.B. in Quinten od. Oktaven), in gleicher Rich
tung fortschreitend (Mus.). 3. a) gleichzeitig, in gleicher,
ähnlicher Weise neben etw. anderem [vorhanden, erfol
gend, geschehend] ; b) gleichlaufend, gleich-, nebeneinan
dergeschaltet; c) gleichzeitig u. voneinander unabhängig
ablaufend (von Arbeitsprozessen, bes. EDV). Palralllele die; -, -n (drei Parallelefn]) (wohl unter dem Einfluss
von gleichbed. fr. parallèle zu lat. parallelus, vgl. parallel) :
1. Gerade, die zu einer anderen Geraden in gleichem Ab
stand u. ohne Schnittpunkt im Endlichen verläuft
(Math.). 2. (im strengen mehrstimmigen Satz verbotenes)
gleichlaufendes Fortschreiten im Quint- od. Oktavab
stand (Mus.). 3. Entsprechung; Vergleich; vergleichbarer
Fall. Palralllellenlaxilom das; -s: geometrischer
Grundsatz des Euklid, dass es zu einer gegebenen Gera
den durch einen nicht auf ihr gelegenen Punkt nur eine
Parallele gibt (Math.). Pa|ral|lel|epi|ped das; -[e]s, -e u.
Palralllellepilpeldon das; -s, Plur. ...da u. ...peden (zu
gr. epipedon „Ebene, Fläche“): svw. Parallelflach. Paralllellflach das; -[e]s, -e (zu Tparallel): von drei Paaren
paralleler Ebenen begrenzter Körper (z. B. Rhomboeder,
Würfel; Math.). pa|ral|le|li|sie|ren (zu T...isieren): ver
gleichend nebeneinander, zusammenstellen. Palralllelislmus der; -, ...men (zu T...ismus (2)): 1. [formale]
Übereinstimmung verschiedener Dinge od. Vorgänge. 2.
inhaltlich u. grammatisch gleichmäßiger Bau von Satz
gliedern od. Sätzen (Sprachw., Stilk.); Ggs. tChiasmus.
Palralllelliltät die; -, -en (zu T ...ität): 1. (ohne Plur.) Ei
genschaft zweier paralleler Geraden (Math.). 2. Gleich
lauf, Gleichheit, Ähnlichkeit (von Geschehnissen, Er
scheinungen o. Ä.). Pa|ral|lel|kreis der; -es, -e: Breiten
kreis (Geogr.). Pa|ral|le|lo der; -[s], -s (aus gleichbed. it.
parallelo, eigtl. „parallel“): (veraltet) längs gestrickter
Pullover [mit durchgehend quer verlaufenden Rippen],
Palralllellolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu
t...graf>: altes Gerät zum Ziehen von Notenlinien. Paral|le|lo|gramm das; -s, -e (über lat. parallelogrammum
aus gleichbed. gr. parallelógrammon, substantiviertes
Neutrum von parallelógrammos „gleichlaufend^ Linien
habend)“): Viereck mit parallelen gegenüberliegenden
Seiten (Math.). Palralllellpro jekltilon die; -, -en (zu
tparallel): durch parallele Strahlen auf einer Ebene dar
gestelltes Raumgebilde (Math.). Pa|ral|lel|sia|lom der;
-s, -s: Slalom, bei dem zwei Läufer auf zwei parallelen
Strecken gleichzeitig starten (Skisport). Palralllelltonart die; -, -en: mit einer Molltonart die gleichen Vorzei
chen aufweisende Durtonart bzw. mit einer Durtonart
die gleichen Vorzeichen aufweisende Molltonart (z.B.
D-Dur u. h-Moll). Pa|ral|lel|ver|ar|bei|tung die; -, -en
(Lehnübersetzung aus gleichbed. engl. parallel pro
cessing): gleichzeitige Verarbeitung eines Programms (4)
durch mehrere TProzessoren (EDV). Pa|ral|lel|währung die;
Währungssystem, in dem zwei Metalle
(meist Gold u. Silber) zur Ausprägung von Münzen ver
wendet werden, zwischen denen jedoch kein bestimmtes
Wertverhältnis festgelegt ist (Wirtsch.)
Pa ral lerigie* die; -, ...ien (zu Tpara... u. Î Allergie): die
nach überstandener Infektionskrankheit veränderte Reak
tion gegenüber anderen Erkrankungen (Med.)
Palrallolgie die; -, ...ien (zu Tpara..., gr. logos „Wort, Re
de“ u. T2...ie): 1. Vernunftwidrigkeit, Widervernünftigkeit
(Logik). 2. Gebrauch falscher Wörter beim Bezeichnen
von Gegenständen, das Vorbeireden an einer Sache, Ver
fehlen eines Problems aus Konzentrationsmangel (z. B. bei
Hirnschädigungen; Med., Psychol.). Palrallolgislmus
998
der; -, ...men: auf Denkfehlern beruhender Fehlschluss
(Logik). Palrallolgisltik die; - (zu Î'Logistik): Verwen
dung von Trugschlüssen (Logik)
Palrallymlpics [pærə'lɪmpɪks] die (Plur.) (.engl.; zu engl.
para- „daneben, nebenher“ (aus gr. pará, vgl. para...) u.
Olympics „Olympiade“): Olympiade für Behinderten
sportler (meist im Anschluss an die Olympischen Spiele)
Palrallylse die; -, -n (über lat. paralysis „Lähmung,
Schlaganfall“ aus gr. parálysis, eigtl. „Auflösung“, zu paralyein „auflösen“): vollständige Bewegungslähmung;
progressive [...va] Paralyse: fortschreitende Gehirnerwei
chung, chronische Entzündung u. Î Atrophie vorwiegend
der grauen Substanz des Gehirns als Spätfolge der Syphi
lis (Med.), palrallylsielren (zu t..deren): 1. lähmen,
schwächen (Med.). 2. unwirksam machen, aufheben, ent
kräften. Palrallylsis die; -, ...lysen (aus lat. paralysis, vgl.
Paralyse): (fachspr.) svw. Paralyse; Paralysis agitans:
Schüttellähmung (Med.). Palrallyltilker der; -s, - (aus
gleichbed. lat. paralyticus, dies zu gr. paralytikós „an ei
ner Seite gelähmt“): 1. Patient, der an Kinderlähmung
od. an Halbseitenlähmung leidet; Gelähmter (Med.). 2.
an progressiver Paralyse Leidender (Med.), palrallytisch (über lat. paralyticus aus gleichbed. gr. paralytikós,
vgl. Paralytiker): die progressive Paralyse betreffend; ge
lähmt (Med.)
Pa|ra|mae|ci|um [,,, mɛ:tsiʊm] vgl. Paramecium
palralmalgneltisch* (zu Tpara... u. Îmagnetisch): den Pa
ramagnetismus betreffend; in einem Stoff durch größere
Dichte der magnetischen Kraftlinien den Magnetismus
verstärkend (Phys.). Palralmalgneltislmus der; -: Ver
stärkung des T Magnetismus durch Stoffe mit (von den
Drehimpulsen der Elementarteilchen erzeugtem) atoma
rem magnetischem Moment (Phys.)
Palralmelcilum [...tsjom] u. Paramaecium [...me:...] das;
-s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. nlat. param(a)eeium, dies
zu gr. paramêkês „länglich“, nach der Form): Pantoffel
tierchen, eine Gattung gestreckt-ovaler, pantoffelförmiger
Wimpertierchen
Pa|ra|me|di|zin die; - (zu tpara... u. TMedizin): alle von
der Schulmedizin abweichenden Auffassungen über Er
kennung u. Behandlung von Krankheiten
Palralment das; -[e]s, -e (meist Plur.) (aus gleichbed. mlat.
paramentum zu lat. parare „bereiten, zurüsten“): im
christlichen Gottesdienst übliche, oft kostbar ausgeführte
liturgische Bekleidung; für Altar, Kanzel u. liturgische
Geräte verwendetes Tuch (Reh). Pa|ralmen|tik <7/e; - (zu
t2...ik (1)>: 1. wissenschaftliche Paramentenkunde. 2.
Kunst der Paramentenherstellung
Palralmelren die (Plur.) (zu Tpara... u. gr. méros „Teil“):
die spiegelbildlich gleichen Hälften Tbilateralsymmetri
scher Tiere (Zooi.)
Palralmelter t/er,- -s, - (zu Tpara... u. 1’...meter): 1. in Funk
tionen u. Gleichungen eine neben den eigentlichen t Varia
blen auftretende, entweder unbestimmt gelassene od. kon
stant gehaltene Hilfsgröße (Math.). 2. bei Kegelschnitten
die im Brennpunkt die Hauptachse senkrecht schneidende
Sehne (Math.). 3. kennzeichnende Größe in technischen
Prozessen o.Ä., mit deren Hilfe Aussagen über Aufbau,
Leistungsfähigkeit einer Maschine, eines Gerätes, Werk
zeugs o.Ä. gewonnen werden. 4. veränderliche Größe
(z.B. Materialkosten, Zeit), durch die ein ökonomischer
Prozess beeinflusst wird (Wirtsch.). 5. Klangeigenschaft
der Musik, eine der Dimensionen des musikalischen
Wahrnehmungsbereichs
pa|ra|me|tran* (aus gleichbed. nlat. parametraneus, vgl.
Parametrium): a) im Parametrium gelegen (z.B. von ei
nem Abszess); b) in das Parametrium hinein erfolgend
(z.B. von Injektionen; Med.)
pa|ra|me|trie|ren‘, pa|ra|me|tri|sielren* (zu TParame-
999
ter u. î...ieren bzw. î...isieren): mit einem Parameter ver
sehen
Palralmeltriltis* die; -, ...itjden <zu îpara... u. î Metritis):
Entzündung des Beckenzellgewebes (Med.). Palralmetrilum das; -s (zu t,,,ium): die Gebärmutter umgebendes
Bindegewebe im Becken (Med.)
pa|ra|mi|li|tä|risch (zu îpara... u. Îmilitärisch): halbmili
tärisch, militärähnlich
Palralmilmie die; - (zu Îpara..., gr. mimeɪsthai „nachah
men" u. t2...ie): Missverhältnis zwischen einem seelischen
Affekt u. der entsprechenden Mimik (Psychol.)
Pa|ram|ne|sie*Æe;-, ...jen (zu î para...,gr. mnèsis „das Er
innern, Erinnerung" u. T2...ie>: Erinnerungstäuschung,
-fälschung, Gedächtnisstörung, bei der der Patient glaubt,
sich an Ereignisse zu erinnern, die überhaupt nicht statt
gefunden haben (Psychol., Med.)
Palralmo der; -[s], -s (aus gleichbed. amerik.-span. páramo
zu span, páramo „Ödland“): durch Grasfluren gekenn
zeichneter Vegetationstyp über der Baumgrenze der tropi
schen Hochgebirge Süd- u. Mittelamerikas
Pa|ra|mor|pho|set7ze,- -, -n (zu îpara... u. ÎMorphose): die
Erscheinung, dass ein Mineral bei gleicher chem. Zusam
mensetzung unter verschiedenen Druck- u. Temperatur
bedingungen unterschiedliche Kristallformen zeigt (GeoL, Mineral.)
Pa|ra|myo|to|nie die; -, ...jen (zu îpara... u. ÎMyotonie):
bei Kälte auftretende Muskelstarre in einzelnen Körper
teilen (Med.)
Pa|ra|my|thie die; -, ...ien (aus gr. paramythia „Ermunte
rung, Ermahnung"): durch Herder eingeführte Dich
tungsart, die mit Darstellungen aus alten Mythen eine ethi
sche od. religiöse Wahrheit ausspricht
Pa|ra|neo|plalsie*t/zc; -, ...ien (zuîpara... u. ÎNeoplasie):
Gewebsneubildung, die sich in Struktur u. Funktion von
einem [bösartigen] Tumor unterscheidet (Med.), palraneolplasltisch: von einer echten Geschwulst hinsicht
lich Bau u. Funktion abweichend (von Gewebsneubildun
gen; Med.)
Pa|ra|ne|phri|tis* die; -, ...itiden (zu îpara... u. îNephritis) : Entzündung der Fettkapsel der Niere u. des umgeben
den Bindegewebes (Med.). pa|ra|ne|phri|tisch: die Pa
ranephritis betreffend, von entzündlichen Vorgängen in
der Fett- u. Bindegewebskapsel der Niere ausgehend (z. B.
von einem Abszess; Med.)
Palrälnelse* die; -, -n (aus gleichbed. spätlat. paraenesis,
dies aus gr. parainesis „das Zureden, Ermahnung“ zu parainetn „zureden, raten“): Ermahnungsschrift od. -rede,
Mahnpredigt; Nutzanwendung einer Predigt, palrälnetisch (aus gleichbed. gr. parainetikös): 1. die Paränese be
treffend, in der Art einer Paränese. 2. ermahnend
pa|ra|neu|ral (zu îpara... u. îneural): neben einem Nerv
liegend bzw. verlaufend (Med.)
Pal rang der; -s, -s (aus dem Malai.J: schwert- od. dolchar
tige malaiische Waffe
Palralnoia [...noya] die; - (aus gr. paránoia „Torheit;
Wahnsinn“ zu pará „neben“ u. noüs „Verstand“): 1. aus
inneren Ursachen erfolgende, schleichende Entwicklung
eines dauernden Systems von Wahnvorstellungen; sich in
festen Wahnvorstellungen (z.B. Eifersuchts-, Propheten-,
Verfolgungswahn) äußernde Geistesgestörtheit (Med.). 2.
Form der Psychose, die durch das Auftreten von Wahn
vorstellungen gekennzeichnet ist (Med.; Psychol.), palranolid (zu T...oid>: der Paranoia ähnlich (z. B. von Formen
der Schizophrenie, bei denen Wahnideen vorherrschen;
Med.). PalralnolilkerrZer; -s, -: jmd., der an Paranoia lei
det. palralnolisch: 1. die Paranoia betreffend, zu ihrem
Erscheinungsbild gehörend (Med.). 2. geistesgestört
(Med.). Pa|ra|no|is|mus der; - (zu t...ismus (3)): Form
des Verfolgungswahns (Med.)
Paraphonie
die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. paranomia):
(veraltet) Gesetzwidrigkeit, palralnolmisch (aus gleich
bed. gr. paránomos): (veraltet) gesetzwidrig
pa|ra|nor|mal (zu îpara... u. înormal): nicht auf natürli
che Weise erklärbar; übersinnlich (Parapsychol.)
Palranlthrolpus* der; -, ...pi (zu îpara... u. îAnthropus):
dem Î Plesianthropus ähnlicher südafrik. Frühmensch des
Î Pliozäns
Palralnuss die; -, ..müsse (nach der bras. Stadt Pará (Aus
fuhrhafen)): dreikantige, dick- u. hartschalige Nuss des
südamerik. Paranussbaums
Pa|ra|pa|re|se die; -, -n (zu î para... u. Î Parese): auf beiden
Körperhälften gleichmäßig auftretende unvollständige
Lähmung der Extremitäten (im Gegensatz zur î Hemipa
rese; Med.)
Pa|ra|pau|se die: -, -n (zu Îpara... u. Î ‘Pause): Ruhepause
in der Entwicklung von Insekten als Anpassung an die un
terschiedlichen Lebensbedingungen verschiedener Jahres
zeiten (Biol.)
Palralpeglma das; -[s], -ta (aus gr. parápegma „Anschlag,
Kalender“): von den Griechen in der 2. Hälfte des 5. Jh.s
V. Chr. eingeführter Kalender, der einen Zusammenhang
zwischen natürlichem Sonnenjahr u. bürgerlichem Kalen
der herstellte
Palralpett das; -s, -s (aus gleichbed. it. parapetto zu parare
„abwehren; schützen“ (dies aus lat. parare „vorbereiten“)
u. petto „Brust“ (dies aus gleichbed. lat. pectus)): (hist.)
Brustwehr eines Walles
Palraph der; -s, -e (aus fr. paraphe „Namenszug“, vgl. Pa
raphe): (selten) svw. Paraphe
Palralphalge der; -n, -n (zu îpara... u. Î ...phage): Tier, das
auf einem anderen Tier (Wirtstier) od. in dessen nächster
Umgebung lebt, ohne diesem zu nützen od. zu schaden
(Zool.)
PalralphalsieiZie; -, ...ien <zutpara...,gr. phásis „das Spre
chen“ u. î2...ie): Sprechstörung; eine Form der Aphasie
(1), bei der es zum Versprechen, zur Vertauschung von
Wörtern u. Lauten od. zur Verstümmelung von Wörtern
kommt (Med.)
Palralphe die; -, -n (aus gleichbed. fr. paraphe, einer Ne
benform von paragraphe; vgl. Paragraf) : Namenszug, Na
menszeichen, Namensstempel
1Pa|ralpher|na|!i|en [...ion] die (Plur.) (aus gleichbed.
mlat. paraphernalia (bona), Neutrum Plur. von paraphernalis, dies aus gr. parápherna): (veraltet) das außer der
Mitgift eingebrachte Sondervermögen einer Frau
(Rechtsw.). 2Palralpher|na|li|en die (Plur.) (aus gleich
bed. engl. paraphernalia, vgl. ‘Paraphernalien): 1. persön
licher Besitz. 2. Zubehör, Ausrüstung
pa|ra|phie|ren (nach gleichbed. fr. parapher): mit der Pa
raphe versehen, abzeichnen, bes. einen Vertragsentwurf],
ein Verhandlungsprotokoll als Bevollmächtigter [vorläu
fig] unterzeichnen. Palralphielrung die; -, -en (zu î...ierung): das Paraphieren
palralphil (zu îpara... u. T...phil): an Paraphilie leidend, die
Paraphilie betreffend, für sie charakteristisch (Med., Psy
chol.). Palralphille ¿Zer u. die; -n, -n: Person, die an Pa
raphilie leidet. Palralphillierfe, -, ...ien (zu Î ...philie): 1.
zwanghaftes Verhalten, andere Menschen durch Ausspre
chen anstößiger Wörter od. dgl. sexuell zu belästigen
( Med., Psychol.). 2. Verhaltensweise, die von der Form der
von einer bestimmten Gesellschaft als normal angesehe
nen sexuellen Beziehung od. Betätigung abweicht (Psy
chol.)
Palralphilmolse iZ/e; -, -n (zu îpara... u. TPhimose): Ein
klemmung der zu engen Vorhaut in der Eichelkranzfurche
(Med.)
Palralpholnie, auch ...fonje die; -, ...jen (aus gr. paraphönia „Nebenton“): 1. a) das Umschlagen, Überschnappen
Palralnolmie
paraphonisch
der Stimme, bes. bei Erregung u. im Stimmbruch; b)
[krankhafte] Veränderung des Stimmklangs (z.B. durch
Nebengeräusche; Med.). 2. a) in der antiken Musiklehre
das Zusammenklingen eines Tones mit seiner Quinte od.
Quarte; b) Parallelbewegung in Quinten od. Quarten im
mittelalterlichen Î Organum (1); c) Nebenklang, Miss
klang (Mus.), palralpholnisch, auch ..Tonisch: (veral
tet) nebentönend, missklingend. Palralpholnjst, auch
...fonist der; -en, -en (zu Î...ist): (veraltet) mit Paraphonie
(1) behafteter Mensch
Palralpholre die; -, -n (meist Plur.) <zu gr. paráphoros
„(seitlich) fortgerissen, abirrend“): weite Seitenverschie
bung großer Schollen der Erdkruste (Geol.)
Pa ra phra se die; -, -n (über lat. paraphrasis aus gleich
bed. gr. paráphrasis zu paraphrázein „umschreiben“): 1.
a) Umschreibung eines sprachlichen Ausdrucks mit ande
ren Wörtern oder Ausdrücken; b) freie, nur sinngemäße
Übertragung, Übersetzung in eine andere Sprache
(Sprachw.). 2. a) Ausschmückung, ausschmückende Bear
beitung einer Melodie o.Ä.; b) Konzertfantasie über be
kannte [Opernjmelodien od. Lieder (Mus.). Palralphrasie die; -, ...ien (zu îpara..., gr. phrásis „das Reden; Aus
druck; Ausdrucksweise“ u. t2...ie>: 1. svw. Paraphasie. 2.
bei Geisteskrankheiten vorkommende Sprachstörung, die
sich bes. in Wortneubildungen u. -abwandlungen äußert
(Med.), palralphralsielren (zu ÎParaphrase u. t...ieren): 1. eine Paraphrase (1) von etwas geben; etwas ver
deutlichend umschreiben (Sprachw.). 2. a) eine Melodie
frei umspielen, ausschmücken; b) eine bekannte
[θpern]melodie, ein Lied zur Paraphrase (2 b) auskompo
nieren (Mus.). Palralphralsis die; -, ...asen (aus lat. pa
raphrasis, vgl. Paraphrase): (veraltet) svw. Paraphrase.
Palralphrast der; -en, -en (aus gleichbed. gr. para
phrastes): (veraltet) jmd., der einen Text paraphrasiert;
Verfasser einer Paraphrase (1). paraphrastisch (aus
gleichbed. gr. paraphrastikös) : in der Art einer Paraphrase
ausgedrückt
Palralphrelnie die; -, ...ien (zu îpara..., gr. phrên „Zwerch
fell; Geist; Gemüt“ u. Î 2...ie> : leichtere Form der ÎSchizo
phrenie, die durch das Auftreten von Î paranoiden Wahn
vorstellungen gekennzeichnet ist (Med.)
Palralphrolsylne die; - (aus gr. paraphrosÿnë „Verrückt
heit, Wahnsinn“): geistige Verwirrtheit im Fieber; Fieber
wahnsinn (Med.)
Palralphylse die; -, -n (meist Plur.) (aus gr. paráphysis
„Nebengebilde, Nebenschössling“): 1. sterile Zelle in den
Fruchtkörpern vieler Pilze (Bot.). 2. haarähnliche Zelle
bei Farnen u. Moosen (Bot.)
Palralphylsik die; - (zu îpara... u. îPhysik): Teilgebiet der
îParapsychologie, das sich mit physik. Vorgängen (z.B.
îPsychokinese) beschäftigt, die anscheinend mit Naturge
setzen nicht vereinbar sind
Palralplanklton das; -s (zu îpara... u. tPlankton): Ge
samtheit der als Schmarotzer lebenden Planktonorganis
men (Biol.)
Paraplalsie* die: -, ...ien (zu Îpara..., gr. plásis „Bildung“
u. î2...ie): krankhafte Bildung, [angeborene] Fehlbildung
(Med.). Pa|ra|plas|ma das; -s, ...men: im Protoplasma
der Zellen od. zwischen den Zellen abgelagerte Substanz,
î Deutoplasma (Biol.)
Palralplelgie* die; -, ...ien (zu îpara..., gr. plêgê „Schlag“
u. Î 2...ie> : doppelseitige Lähmung; auf beiden Körpersei
ten gleichmäßig auftretende Lähmung der oberen od. un
teren Extremitäten (Med.). Pa|ra|ple|gi|ker der; -s, -: an
Paraplegie Leidender (Med.), palralptelgisch: an Para
plegie leidend; auf Paraplegie beruhend, mit ihr zusam
menhängend (Med.)
Palralpluie* [... ply:] der, auch das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
parapluie zu para- (vgl. Parados) u. pluie „Regen“, eigtl.
1000
„etwas gegen den Regen“, Analogiebildung zu Parasol):
(veraltet) Regenschirm
palralpneulmolnisch (zu îpara... u. îpneumonisch): im
Verlauf einer Lungenentzündung als Begleitkrankheit auf
tretend (z.B. von einer Rippenfellentzündung; Med.)
Palralpgldilum das; -s, ...ien [...ion] (meist Plur.) (aus
gleichbed. nlat. parapodium, zu Îpara... u.gr. pódion, Ver
kleinerungsform von poús, Gen. podós „Fuß“): 1. Stum
melfuß der Borstenwürmer (Zool.). 2. Seitenlappen der
Flossenfüßer (Zool.)
Palralpralxie* dze; - (zu îpara...,gr. praxis „Handlung, Tä
tigkeit“ u. î2...ie): in der Psychoanalyse Bez. für Fehlleis
tungen leichteren Grades
Pa|ra|prok|tiltis die; -, ...itiden (zu îpara... u. ÎProktitis):
svw. Periproktitis
Palralprolsolpie* die; -, ...ien (zu îpara..., gr. prösöpon
„Gesicht“ u. î2...ie): krankhaftes Verkennen der Gesichts
züge anderer (bei Schizophrenie; Med.)
Palralprolteljn das; -s, -e (meist Plur.) (zu îpara... u. Î Pro
tein): entarteter Eiweißkörper im Blut, der sich bei be
stimmten Blutkrankheiten bildet (Med.). Pa|ra|pro|te|inälmie* die; -, ...ien (zu î...âmie>: das Auftreten von Pa
raproteinen im Blut (Med.). Pa|ralpro|te|in|urie die; -,
...ien .zu î...urie): Ausscheidung von Paraproteinen mit
dem Harn (Med.)
Palraplsis* die; - (zu îpara..., gr. hápsis „das Berühren“ u.
î2...ie): Tastsinnstörung; Unvermögen, Gegenstände
durch Betasten zu erkennen (Med.)
pa|ra|psy|ch:sch (zu îpara... u. îpsychisch): 1. die von
der Parapsychologie erforschten Phänomene betreffend,
zu ihnen gehörend. 2. übersinnlich. Palralpsylchollogie die; -: Lehre von den okkulten, außerhalb der norma
len Wahrnehmbarkeit liegenden, übersinnlichen Erschei
nungen (z. B. Telepathie, Telekinese). pa|ra|psy|cho|logisch: die Parapsychologie betreffend
palralrelnai (zu îpara... u. îrenal): neben bzw. in der
Umgebung der Niere liegend (z.B. von Geschwülsten;
Med.)
Pa|ra|rholta|zislmus der; - (zu îpara... u. Î Rhotazismus):
Abart des Î Rhotazismus, bei der statt r ein anderer Laut
(meist /) gesprochen wird (Psychol., Med.)
Palrarlthrie* die; -, ...ien (zu îpara..., gr. arthroün „glie
dern; artikulierte Laute hervorbringen“ u. T2...ie): durch
fehlerhafte Artikulation von Lauten u. Silben gekenn
zeichnete Sprachstörung (Med.); vgl. Anarthrie
Pa|ra|sai|ling ['pærəsetlɪŋ] das; -s (zu engl. parachute
„Fallschirm“ u. to sail „segeln“): Freizeitsport, bei dem
ein von einem Motorboot gezogener Sportler mit einem
fallschirmartigen Segel über größere Meeres- od. Fluss
strecken fliegt
palralsalkral* (zu îpara... u. îsakral): neben bzw. in der
Umgebung des Kreuzbeins befindlich (Med.). Palralsakral anläs thelsie die; -: Anästhesie durch Einspritzung
des Anästhetikums in die Kreuzbeingegend (Med.)
Palralsanlge die;-,-n (über lat. parasanga aus gr. parasággës, dies aus gleichbed. per«, farsang): altpers. Wegemaß
Palralsche die; -, -n (aus gleichbed. hebr. päräsä, eigtl. „ge
naue Erklärung“): 1. einer der 54 Abschnitte der ÎThora.
2. die aus diesem Abschnitt im jüd. Gottesdienst gehaltene
Gesetzeslesung; vgl. Sidra
Palralse|le|ne die; - (zu îpara... u. gr. selénê „Mond“):
(veraltet) Nebenmond, Luftspiegelung des Mondes
palralsem (zu îpara... u. îSem): im Hinblick auf die îSemantik (1) nebengeordnet (z.B. Hengst/Stute; Sprachw.).
Palralsem das; -s, -e: im Hinblick auf die îSemantik (1)
nebengeordneter Begriff (Sprachw.). Pa|ralse|ma|to|logie die;- (zu Î.Jogie): (veraltet) svw. Heraldik. Pa|ra|semon das; -s, ...ma (aus gleichbed. gr. parásemon): (veral
tet) Zeichen, Abzeichen, Wappen.
1001
der; - (zu tpara... u. Î Sigmatismus):
Î Sigmatismus, bei dem die Zischlaute durch andere Laute
(z. B. d, t. H') ersetzt werden (Med.)
Palralsit der; -en, -en (über lat. parasitus aus gr. parásitos
„Tischgenosse; Schmarotzer“, eigtl. „neben einem ande
ren essend“, zu pará „neben“ u. sitos „Speise“): 1. Lebe
wesen, das auf Kosten eines anderen lebt, dieses zwar
nicht tötet, aber durch Nahrungsentzug, durch seine Aus
scheidungen u. a. schädigt u. das Krankheiten hervorrufen
kann; tierischer od. pflanzlicher Schmarotzer (Biol.). 2.
Figur des hungernden, gefräßigen u. kriecherischen
Schmarotzers im antiken Lustspiel. 3. am Hang eines Vul
kans entstandener kleiner Schmarotzerkrater (Geol.). Para|si|tä|mie* die: -, ...ien (zu Î ...ämie): Vorkommen von
Parasiten im Blut, Verbreitung von Parasiten über den
Körper auf dem Blutwege (z.B. bei Malaria; Med.), para si tär (nach gleichbed./r. parasitaire; vgl. ...är>: 1. Pa
rasiten (1) betreffend, durch sie hervorgerufen. 2. in der
Art eines Parasiten; parasitenähnlich, schmarotzerhaft.
pa|ra|si|tie|ren (zu îParasit u. !..deren): als Parasit (1)
leben; schmarotzen, palralsiltisch: parasitär, schmarot
zerartig; parasitischer Laut: eingeschobener Laut
(Sprachw.). Palra siltis mus der; - (zu T...ismus (2)):
Schmarotzertum; parasitäre Lebensweise. Pa|ra|si|tololge der; -n, -n (zu î... loge): Wissenschaftler auf dem Ge
biet der Parasitologie. Palralsi|to|lo|gie die; - (zu t...logie): Wissenschaft von den pflanzlichen u. tierischen
Schmarotzern, besonders den krankheitserregenden, paralsiltollolgisch (zu t...logisch): die Parasitologie be
treffend, zu ihr gehörend. Palralsi|to|pho|bie die; -,
...ien (zu î ...phobie (a)): übersteigerte, zwanghafte Angst,
von Schmarotzern befallen zu sein od. zu werden (Psy
chol., Med.). Palralsiltolse die; -, -n (zu T '...ose): durch
Parasiten hervorgerufene Erkrankung (Med.), palralsitoltrop* (zu î... trop): gegen Parasiten (1) wirkend (Med.)
Palraslkelne* die; - (aus gr. paraskenê „Vorbereitung“ zu
tpara... u. gr. skenë „Rüstung“): der Rüsttag, der nach
jüd. Ritus dem Sabbat od. einem Fest vorhergehende Tag
Palralski der; - (zu t2Para u. tSki): Kombination aus Fall
schirmzielspringen u. Riesenslalom als Disziplin beim
Wintersport
’Palralsol der od. das; -s, -s (aus gleichbed./r. parasol zu
para- (vgl. Parados) u. sol „Sonne“, eigtl. „etwas gegen die
Sonne“): (veraltet) Sonnenschirm. 2Pa|ra|sol der; -s,
Plur. -e u. -s (zu Î 'Parasol, nach der Form): großer, wohl
schmeckender Blätterpilz. Pa|ra|sol|pilz der; -es, -e: svw.
2Parasol
Pa Iralsomlnie die; -, ...ien (zu Tpara..., lat. somnus
„Schlaf“ u. t2...ie): abnormes Schlafverhalten, Störung
der Schlafqualität (z. B. Albtraum; Med.)
Palraslpaldie* rfze; -, ...ien (zu Tpara..., gr. spadön „Riss,
Spalte“ u. t2...ie>: Harnröhrenmissbildung, bei der die
Harnröhre seitlich am Penis ausmündet (Med.)
palralspilnal (zu Tpara... u. Tspinal): neben dem Rückgrat
lokalisiert (Med.)
Palrasltalden die (Plur.) (aus gleichbed. gr. parastádes zu
parastás „alles Danebenstehende (bes. Pfosten, Pfeiler,
Säulen)“): Vorhof, Säulenhalle eines griech. Tempels
Par|äs|the|sie* die; -, ...ien (zu Tpara... u. TÄsthesie):
anormale Körperempfindung (z. B. Kribbeln, Einschlafen
der Glieder; Med.)
Palralstrulma* die; -, ...men (zu tpara... u. TStruma): Ge
schwulst der Nebenschilddrüse (Med.)
Palralsymlpalthilkus der; -, ...thizi (zu Îpara... u. TSym
pathikus): dem t Sympathikus entgegengesetzt wirkender
Teil des Tvegetativen (3) Nervensystems (Med.), palrasympathisch: den Parasympathikus betreffend, durch
ihn bedingt (Med.)
Pa|ralsyn|the|tum das; -s, ...ta (über nlat. parasynthetum
Pa|ra|sig|maltislmus
Paravent
aus gleichbed. gr. parasÿntheton, substantiviertes Neu
trum von parasÿnthetos „gebildet aus einer Zusammenset
zung“): svw. Dekompositum
palrat (aus lat. paratus, Part. Perf. von parare „bereiten,
(aus)rüsten“): (für den Gebrauchs-, Bedarfsfall) zur Ver
fügung [stehend], bereit
pa|ra|tak|tisch (zu Î Parataxe): der Parataxe unterliegend,
nebenordnend (Sprachw.); Ggs. Thypotaktisch. Palraltaxe die; -, -n (aus gr. parátaxis „das Neben- od. Gegenüber
stellen“ zu paratássein, paratáttein „nebeneinander ord
nen“): Nebenordnung, T Koordination (2) von Satzglie
dern od. Sätzen (Sprachw.); Ggs. THypotaxe. Pa|ra|taxie die; -, ...ien (zu Tpara..., gr. táxis „Ordnung“ u. T2...ie):
1. Störung sozialer, zwischenmenschlicher Beziehungen
durch Übertragung falscher subjektiver Vorstellungen u.
Wertungen auf den Partner (nach Sullivan; Psychol.). 2.
unperspektivische Wiedergabe (z.B. in Kinderzeichnun
gen; Psychol.). Pa|ra|ta|xis die; -, ...taxen (aus gr. pará
taxis, vgl. Parataxe): (veraltet) svw. Parataxe
Palraltect® [... tekt] das; -[e]s, -e (Kunstw.): Dichtungs- u.
Anstrichmittel, meist auf Î bituminöser Grundlage (Bauwirtsch.)
Pa|ra|ten|di|ni|tis dze; -, ...itiden (zu tpara... u. TTendinitis): Entzündung des eine Sehne od. Sehnenscheide um
hüllenden Bindegewebes (Med.)
Palralthelse die; -, -n (zu Tpara... u. TThese): (veraltet) a)
Hinzufügung; b) Darlegung, Denkschrift
Palratlhorlmon das; -s, -e (Kunstw.; verkürzt aus Parathyreoidhormon): Hormon der Nebenschilddrüse, das den
Kalzium- u. Phosphatspiegel des Blutes konstant hält
Palralthylmie die; - (zu Tpara..., gr. thymós „Gemüt, Le
benskraft“ u. T2...ie): Gefühlsverkehrung (Psychol.)
palralthylrelolgen (zu TParathyreoidea u. T...gen): von
der Nebenschilddrüse ausgehend (Med.). Pa|ra|thylre|oildea die; - (zu tpara... u. TThyreoidea): Nebenschilddrü
se (Med.). Palralthylrelolildekltolmie* die;-, -n [,,,i:ən]
(zu Î ...ektomie): operative Entfernung der Nebenschild
drüse (Med.). Palralthy|re|o|id|horlmon das; -s, -e:
svw. Parathormon. Pa|ra|thy|rin das; -s, -e (zu Î...in (1)):
svw. Parathormon
palraltolnisch (nach gr. parátonos „an der Seite ausge
streckt“): durch Reize der Umwelt ausgelöst (von be
stimmten Pflanzenbewegungen)
pa|ra|ton|sil|lär (zu Tpara... u. Ttonsillär): in der Umge
bung der Rachenmandeln befindlich (z. B. von Abszessen;
Med.)
Pa|ra|tra|chom das; -s, -e (zu tpara... u. TTrachom): tra
chomähnliche, durch andere Erreger verursachte Augen
krankheit, die keine Narben hinterlässt (Med.)
Palraltrolphie* die; -, ...ien (zu Tpara... u. Î...trophie):
(veraltet) unnatürliche, unregelmäßige Ernährung
Pa|ra|tu|ber|ku|lo|se die; -, -n (zu Tpara... u. TTuberkulose): meldepflichtige, durch Î Bakterien hervorgerufene In
fektionskrankheit bei Widerkäuern
Palraltylphus der; - (zu Tpara... u. TTyphus): dem Typhus
ähnliche, aber leichter verlaufende u. von anderen Erre
gern hervorgerufene Infektionskrankheit (Med.)
palraltylpisch (zu Tpara... u. Ttypisch): nicht erblich
(Med.)
Pa|ra|va|ri¡altilon [...v...] die; -, -en (zu tpara... u. TVariation): durch Umwelteinflüsse erworbene Eigenschaft, die
nicht erblich ist (Biol.)
palralvalsal [,..v...] (zu Tpara... u. Tvasal): neben einem
Blutgefäß befindlich (Med.)
pa|ra|ve|nös [...v...] (zu Tpara... u. Tvenös): neben einer
Vene gelegen; in die Umgebung einer Vene (z.B. von In
jektionen; Med.)
Palralvent [... vä:] der od. das; -s, -s (aus gleichbed./r. pa
ravent, dies aus it. paravento zu parare „(vor etw.) schüt-
paravertebral
zen“ u. vento „Wind“, eigtl. „etw., was den Wind abhält“):
(österr., sonst veraltet) spanische Wand, Ofenschirm
pa|ra|verlte|bral* [...v...] (zu Tpara... u. Tvertebral): neben
einem Wirbel, der Wirbelsäule liegend; neben einen Wir
bel, in die Umgebung eines Wirbels (z. B. von Injektionen;
Med.). Palra|ver|te|bral|an|äslthe|sie die; -, ...ien
[...i:on] : örtliche Betäubung durch Injektion des T Anästhe
tikums neben dem entsprechenden Wirbel in die Umge
bung der Austrittsstelle der Spinalnerven (Med.)
par avion [para'vjô] <fr.; eigtl. „mit (dem) Flugzeug“):
durch Luftpost (Vermerk auf Luftpost im Auslandsver
kehr)
pa|ra|xi|al* (zu Tpara... u. Taxial): achsennah, in unmittel
barer Nähe der optischen Achse gelegen
Palralzenltelse die; -, -n (zu gr. parakentein „daneben od.
an der Seite durchstechen“ u, T...ese): das Durchstoßen
des Trommelfells bei Mittelohrvereiterung (zur Schaffung
einer Abflussmöglichkeit für den Eiter; Med.)
pa|ra|zen|tral‘ (zu Tpara... u. Tzentral): neben den Zen
tralwindungen des Gehirns liegend (Med.). pa|ra|zentrisch: um den Mittelpunkt liegend od. beweglich (Math.)
Palralzoa die (Plur.) (zu Tpara... u. gr. zöon „Lebewesen“):
wissenschaftlicher Name der Schwämme in Gegenüber
stellung zu den anderen vielzelligen Lebewesen (Biol.)
Pa|ra|zys|ti|tis die; -, ...itiden (zu Tpara... u. TZystitis):
Entzündung des die Harnblase umgebenden Bindegewe
bes (Med.)
paribleu* [... bla:] (aus gleichbed./r. parbleu, entstellt aus
par Dieu! „bei Gott!“): (veraltet) nanu!; Donnerwetter!
parlboiled [ pɑ:bɔɪld] (verkürzt aus gleichbed. engl. par
boiled (rice) zu to parboil „halb gar kochen“, dies über äl
ter fr. parboillir, parboullir aus spätlat. perbullire zu Îper...
u. Zízí. bullire „sprudeln, wallen“): (von Reis) in bestimmter
Weise vorbehandelt, damit die Vitamine erhalten bleiben
Parlcelria [parse...] die; -, ...ien (aus gleichbed. port, parceria, dies aus lat. pars „(An)teil“>: in Brasilien übliche
Form der Halbpacht (Bewirtschaftung eines Landgutes
durch zwei gleichberechtigte Teilhaber)
Parc-fer|mé [parkfɛr me:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. parc
fermé zu parc „Park(platz)“ (dies aus mlat. parricus „Ein
friedung, Gehege“) u. fermer „schließen“): geschlossener
Parkplatz für Wettbewerbsfahrzeuge vor u. zwischen den
Wettkampftagen (Motorsport)
Parlcours [,,,'ku:n] der; - [...’kum(s)], - [...'kums] (aus
gleichbed. fr. parcours, dies aus spätlat. percursus „das
Durchlaufen“, Part. Perf. von percurrere „durcheilen,
-laufen“): 1. abgesteckte Hindernisbahn für Jagdspringen
od. Jagdrennen (Reiten). 2. (bes. Schweiz.) Lauf-, Renn
strecke (Sport)
Pard der; -en, -en u. Parder der: -s, - (aus lat. pardus, vgl.
Leopard) : (veraltet) svw. Leopard. Parldel der; -s, - (über
lat. pardalis ausgr. párdalis „(weiblicher) Panther“): (ver
altet) svw. Leopard. Paijder vgl. Pard
par disltance [- dis'ta:s] (/r.): aus der Ferne, mit [dem nö
tigen] Abstand
Paridon [...'dö:, österr. ...do:n] der, auch das; -s (aus gleich
bed. fr. pardon zu pardonner „verzeihen“, dies über vulgärlat. perdonare, eigtl. „völlig schenken“, zu Tper... u. lat.
donare „schenken“): (veraltet) Verzeihung; Nachsicht;
Pardon: Verzeihung!; kein[en| Pardon kennen: keine
Rücksicht kennen; schonungslos vorgehen, parldolnabel [pardo’na:...] (aus gleichbed./r. pardonnable): (veral
tet) verzeihlich, parldolnielren (aus gleichbed./r. par
donner, vgl. Pardon): (veraltet) verzeihen; begnadigen
Par|dun das; -[e]s, -s u. Parldylne die; -, -n (Herkunft un
geklärt): (Seemannsspr.) Tau, das die Masten od. Stengen
nach hinten stützt
Pa|re|che|se* [...ç...] die; -, -n (aus gr. parêchësis „das
Nachahmen eines Lautes od. Wortes“): Zusammenstel
1002
lung lautlich gleicher od. ähnlicher Wörter von verschie
dener Herkunft (Rhet.); vgl. Paronomasie, Annomination
Pa|rei|a|sau|riler [...je] der; -s, - u. Pa|rei|a|sau|rus der;
-, ...rier [...in] (zu gr. pareiá „Wange“ u. saüros „Eidech
se“): ausgestorbene Ordnung der TReptilien aus dem
T Perm Europas u. Südafrikas
Palreildollie* die; -, ...ien (zu Tpara..., ÎEidolon u. T2...ie):
1. Sinnestäuschung, bei der tatsächlich vorhandene Ge
genstände subjektiv verändert wahrgenommen werden. 2.
Wahrnehmung von Gestalten, z. B. in Klecksbildern (Psy
chol.)
palrellekltrisch* (zu Tpara... u. Telektrisch): die Ausrich
tung, Polarisation von Dipolen ( 1 ) in einem elektrischen
od. magnetischen Feld betreffend; parelektrische Mate
rialien: Stoffe, in denen die einzelnen Moleküle ein elek
trisches Dipolmoment besitzen u. die Dipole in einem
elektrischen od. magnetischen Feld ausgerichtet werden,
wodurch eine parelektrische Polarisation erfolgt; parelek
trische Polarisation: Ausrichtung von Dipolen im elektri
schen od. magnetischen Feld
Pa|rel|lip|se* <r/ze, -, -n (aus gr. parélleipsis „das Auslassen
des Danebenstehenden“): (veraltet) Auslassung des dane
benstehenden Lautes, bes. eines Selbstlautes (Sprachw.)
Palrembolle* [...le] die; -, -n (aus gr. parembolë „das Da
zwischeneinschieben“): (veraltet) svw. Parenthese (1)
Pa|ren|chym* [.,.'çy:m] das; -s, -e (zu T para... u. gr. égchyma „das Eingegossene; Aufguss“): pflanzliches u. tieri
sches Grundgewebe, Organgewebe im Unterschied zum
Binde- u. Stützgewebe (Med., Biol.). pa|ren|chy|maltös
(zu T...ÖS): reich an Parenchym; zum Parenchym gehö
rend, das Parenchym betreffend (Med., Biol.)
palrenltal (aus gleichbed. lat. parentalis zu parentes „El
tern“): a) den Eltern, der Parentalgeneration zugehörend;
b) von der Parentalgeneration stammend. Palrenltallgeneraltilon die; -, -en: Elterngeneration; Zeichen P
(Biol.). Pa|ren|ta|li|en [...ion] die (Plur.) (aus lat. paren
talia „Totenfeier (für Eltern u. Verwandte)“, substanti
viertes Neutrum von parentalis, vgl. parental): altröm. To
tenfest im Februar; vgl. Feralien. Pa|ren|ta|tilon die; -,
-en (aus gleichbed. spätlat. parentatio) : (veraltet) Totenfei
er, Trauerrede. Palrenltel die: -, -en (aus spätlat. paren
tela „Verwandtschaft“): Gesamtheit der Abkömmlinge ei
nes Stammvaters (Rechtsw.). Palrenltellsysltem das;
-s: für die 1.-3. Ordnung gültige Erbfolge nach Stämmen,
bei der die Abkömmlinge eines wegfallenden Erben gleich
berechtigt an dessen Stelle nachrücken (Rechtsw.); vgl.
Gradualsystem
pa|ren|te|ral* (zu Tpara..., T Enteron u. T*...al (1)): unter
Umgehung des Verdauungsweges (z.B. von Medikamen
ten, die injiziert u. nicht oral verabreicht werden; Med.).
Pa|ren|telra|li|um das; -s, Plur. ...ia u. ...ien [...ion] (zu
T...ium): Arzneimittel, das unter Umgehung des Verdau
ungstraktes durch T Injektion od. Î Infusion direkt in das
Körpergewebe od. in die Blutbahn gelangt (Med.)
Pa|ren|thelse* die; -, -n (aus gleichbed. spätlat. parenthe
sis, dies aus gr. parénthesis, eigtl. „das Dazwischenstellen;
Einschub“, zu parentithénai „dazwischen stellen, ein
schieben“): 1. Redeteil, der außerhalb des eigentlichen
Satzverbandes steht, Einschaltung (z.B. T Interjektion,
Î Vokativ, T absoluter Nominativ; Sprachw.). 2. Gedanken
striche od. Klammern, die einen außerhalb des eigentli
chen Satzverbandes stehenden Redeteil vom übrigen Satz
abheben (Sprachw.). pa|ren|the|tisch: 1. die Parenthese
betreffend, mithilfe einer Parenthese konstruiert
(Sprachw.). 2. eingeschaltet, nebenbei [gesagt]
Paireo der; -s, -s ipolynes.): großes Wickeltuch, das um die
Hüften geschlungen wird
Pa|re|re das; -[s], -[s] (aus it. parere „Meinung; Gutachten“
zu parere „scheinen, aussehen wie“, dies aus lat. parere
1003
„erscheinen, sichtbar sein“): 1. (veraltet) Gutachten un
parteiischer Kaufleute od. Handelskammern über kauf
männische Streitsachen. 2. (österr.) amtsärztliches Gut
achten, das die Einlieferung in eine psychiatrische Klinik
erlaubt
Palrerlga*: Plur. von tParergon. Palrerlgalsie die; - (aus
gr. parergasia, eigtl. „das Danebengetane“): Falschlen
kung von Impulsen bei Geisteskrankheiten u. Î Psychosen
(z.B. Augenschließen statt Mundöffnen; Psychol.). Parerlgon das; -s, ...ga (meist Plur.) (über gleichbed. lat. pa
rergon ausgr. pärergon „Nebenwerk, Anhang“): (veraltet)
Beiwerk, Anhang; gesammelte kleine Schriften
Palrelse die; -, -n (aus gr. páresis „das Vorbeilassen; Er
schlaffung“); leichte, unvollständige Lähmung, Schwäche
eines Muskels, einer Muskelgruppe (Med.), palreltisch
(aus gr. päretos „schlaff, matt“): teilweise gelähmt, ge
schwächt (Med.)
Pa|re|to|ef|fi|zilenz die; - u. Pa re to op ti mum das: -s
(nach dem it. Volkswirtschaftler V. Pareto (1848-1923) u.
zu 1 Effizienz bzw. tOptimum): Verteilung der Güter, bei
der durch Umverteilung ein Individuum den Nutzen nur
dadurch erhöhen kann, dass ein anderes schlechter gestellt
wird (Wirtsch.)
par exlcelllence [parɛksɛ'ia:s] <fr.; vgl. Exzellenz): in ty
pischer Ausprägung, in höchster Vollendung, schlechthin
(immer nachgestellt), z.B. unfreiwillige Arbeitslosigkeit
ist Stress-par exemlple* [parɛg'za:pl] </?.): (veraltet) zum Beispiel;
Abk. : p. e.
par exlprès* [parɛks'prɛ] (ʃr,): durch Eilboten (Vermerk
auf Schnellsendungen im Postverkehr)
Parlfait [par'fe] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. parfait, eigtl.
substantiviertes Part. Perf. von parfaire „vollenden“, dies
über vulgärlat. perfacere aus lat. perficere); 1. Pastete aus
Fleisch od. Fisch. 2. Halbgefrorenes
par force [- fɔrs] (fr.; vgl. Force): (veraltet) 1. mit Gewalt,
heftig. 2. unbedingt. Parlforceljagd [... fors...] die; -, -en:
Hetzjagd mit Pferden u. Hunden (Sport). Parlforcelritt
der; -[e]s, -e: mit großer Anstrengung unternommener
Ritt, Gewaltritt
Parlfum [par'fæ:] das; -s, -s (zu tParfüm): franz. Form von
Î Parfüm. Parlfüm ¿Zas; -s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. fr.
parfum zu parfumer „durchduften“, dies über älter it. per
fumare zu lat. per „durch“ u. fumare „dampfen, rau
chen“): 1. Flüssigkeit mit intensivem [länger anhaltendem]
Duft (als Kosmetikartikel). 2. Duft, Wohlgeruch. Par|fümelrie die; -, ...ien (französierende Bildung zu 1 Parfüm):
1. Geschäft, in dem Parfüme, Kosmetikartikel o.Ä. ver
kauft werden. 2. Betrieb, in dem Parfüme hergestellt wer
den. Parlfülmeur [,,,'mo:n] der; -s, -e (nach gleichbed. fr.
parfumeur): Fachkraft für die Herstellung von Parfümen,
paijfülmielren (aus gleichbed. fr. parfumer): mit Parfüm
besprengen; wohlriechend machen
Parlgalsit [auch ..,'zit] der; -s, -e (nach dem finn. Ort Par
gas u. zu l2...it): ein kalkhaltiges Mineral
palri (it.; aus lat. par, Gen. paris „gleich“): svw. al pari
Palria der; -s, -s (über engl. pariah aus angloind. parriar,
dies aus tamil, (einer Eingeborenensprache des südlichen
Indien) paraiyar (Plur.) „Trommelschläger“ zu parai
„Trommel“; die Trommelschläger bei Hindufesten gehör
ten einer niederen Kaste an): 1. außerhalb jeder Kaste ste
hender bzw. der niedersten Kaste angehörender Inder,
îOutcast (b); vgl. Haridschan. 2. von der menschlichen
Gesellschaft Ausgestoßener, Entrechteter; Unterprivile
gierter, tOutcast (a). Pa|ri|a|hund der; -[e]s, -e: Angehö
riger einer verwilderten Hunderasse, die vom Balkan u.
von Nordafrika bis Südostasien verbreitet ist
Palrildrolse* die; -, -n (zu 1 para... u. 1 Hidrose): svw. Parahidrose
Paritätskontrolle
(aus gleichbed. z7. parare, eigtl. „vorbereiten;
Vorkehrungen treffen“, dies aus lat. parare „bereiten,
(aus)rüsten“): einen Angriff abwehren (Sport)
2pa|rie|ren (über gleichbed. fr. parer aus span, parar „an
halten, zum Stehen bringen", dies aus lat. parere, vgl. ‘‘pa
rieren): ein Pferd (durch reiterliche Hilfen) in eine andere
Gangart od. zum Stehen bringen (Sport)
3pa|rie|ren (aus fr. parer „zubereiten“, dies aus lat. parare,
vgl. 'parieren): (veraltet) Fleischstücke sauber zuschnei
den, von Haut u. Fett befreien
“palrielren (aus /at. parare „sich einstellen, Folge leisten“,
eigtl. „erscheinen“): (ugs.) ohne Widerspruch gehorchen
Pa|rier|frak|tur die; -, -en (zu t'parieren u. 1 Fraktur): ty
pische Form des Ellenbruchs, die entsteht, wenn ein gegen
Kopf od. Oberkörper gerichteter Schlag od. Stoß mit dem
erhobenen Unterarm abgefangen wird (Med.)
palrileltal [parie...] (aus spätlat. parietalis „zur Wand ge
hörig“ zu lat. paries „Wand“; zu Bed. 2: das Scheitelbein
bildet teilweise die Seitenwand des Schädels): 1. nach der
Körperwand hin gelegen; zur Wand (eines Organs, einer
Körperhöhle) gehörend, eine Wand bildend; wandständig,
seitlich (Biol., Med.). 2. zum Scheitelbein gehörend
(Med.). Palrileltallau ge das; -s, -n: vom Zwischenhirn
gebildetes, lichtempfindliches Sinnesorgan niederer Wir
beltiere (Biol.). Pa|ri|e|tal|orlgan ¿Zas; -s, -e: svw. Parie
talauge. Pa|ri|elta|ri|en [...ion] die (Plur.) (zu lat. parie
tarius „zur Wand gehörig“): Inschriften auf Mauern, bes.
lat. Wandinschriften in Pompeji. Pa|ri|e|to|gralfie, auch
...gralphie die; -, ...ien (zu t,,,grafie): röntgenografische
Darstellung der Wandschichten von Teilen des Verdau
ungstraktes (Med.). Palrileltolgramm das: -s, -e (zu
t. ..gramm): das bei einer Parietografie gewonnene Rönt
genbild (Med.).
Pa |ri Ifi I ka Itilon die; -, -en (zu lat. par, Gen. paris „gleich“
u. t...fikation): (veraltet) Gleichstellung, Ausgleichung.
pa|ri|fi|zie|ren (zu î...fizieren): (veraltet) gleichmachen,
gleichstellen. Pa|ri|kurs der; -es, -e: dem Nennwert eines
Wertpapiers entsprechender Kurs (Wirtsch.). Palrilseide die; -: entbastete (von den bei der Rohseide noch vor
handenen Bestandteilen befreite) Naturseide, die auf ihr
ursprüngliches Gewicht beschwert wurde
Palrjlser der; -s, - (als Verhütungsmittel aus Paris): (salopp)
svw. Kondom. Pa|ri|si|enne [,,,'ziɛn] die; - (zu fr. parisi
enne „aus Paris“, wohl nach der Herkunft): 1. klein ge
mustertes, von Metallfäden durchzogenes Seidengewebe.
2. franz. Freiheitslied zur Verherrlichung der Julirevolu
tion von 1830. 3. veraltete Schriftgattung. Palrilsislmus
fiter; -, ...men (nach der Stadt Paris u. zu t...ismus (4)): der
Pariser Umgangssprache eigentümlicher Ausdruck (od.
eigentümliche Redewendung)
Palrilson*
-s, ...sa (aus gr. parison „das fast Gleiche“,
substantiviertes Neutrum von párisos „fast gleich“): nur
annähernd gleiches ÎIsokolon (antike Rhet.)
pa ri syl la bisch (zu lat. par, Gen. paris „gleich“ u. Î syllabisch): in allen Beugungsfällen des Singulars u. des Plu
rals die gleiche Anzahl von Silben aufweisend (auf griech.
u. lat. Substantive bezogen). Pa|ri|syl|lalbum das; -s,
...ba (aus gleichbed. nlat. parisyllabum): parisyllabisches
Substantiv. Pa|ri|tät die; -, -en (Plur. selten) (aus lat. pa
ritas, Gen. paritatis „Gleichheit“): 1. Gleichstellung,
Gleichsetzung, [zahlenmäßige] Gleichheit. 2. im Wechsel
kurs zum Ausdruck kommendes Austauschverhältnis zwi
schen verschiedenen Währungen (Wirtsch.). palriltätisch: gleichgestellt, gleichberechtigt. Palriltätslbit das;
-[s], -[s] (zu t 'Bit): Stelle in einem nach einem îBinärcode
verschlüsselten Zeichen od. Wort, die bes. zur Datensiche
rung beim Speichern u. Übertragen von Daten dient
(EDV). Pa|ri|täts|kon|trol|le* die; -, -n: Prüfung auf Pa
rität, d.h. Geradzahligkeit bzw. Ungeradzahligkeit (je
'pairieren
Parka
nach Übereinkunft) der Anzahl gleicher Zeichen (Pari
tätsbits) als Maßnahme der Datensicherung (EDV)
Parlka der; -[s], -s od. die; -, -s (aus gleichbed. engl. parka,
dies aus samojed. (einer Eskimosprache) parka „Pelz,
Kleidungsstück aus Fell“): knielanger, oft gefütterter,
warmer Anorak mit Kapuze
Park-and-ride-Sysltem ['pɑ:kənd'raɪd...] das; -s, -e (aus
gleichbed. engl.-amerik. park-and-ride-system zu to park
„parken, abstellen“ u. to ride „fahren“): Regelung zur
Entlastung der Innenstadt vom Autoverkehr, nach der
Kraftfahrer ihre Autos auf Parkplätzen am Rande einer
Großstadt abstellen u. von dort [unentgeltlich] die öffent
lichen Verkehrsmittel benutzen
parlkelrilsielren, par kern (nach dem Namen der USamerikan. Firma Parker Rost-Proof Co., die dieses Ver
fahren entwickelt hat, u. zu Î ...isieren): Eisen durch einen
Phosphatüberzug gegen das Rosten schützen; Phosphatie
ren
Parlkett das; -[e]s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. fr. parquet,
eigtl. „kleiner, abgegrenzter Raum, hölzerne Einfassung“,
Verkleinerungsform von (alt)fr. parc „eingehegter Raum;
Park“, dies aus mlat. parricus „Einfriedung, Gehege“); 1.
in bestimmter Weise verlegter Holzfußboden, bei dem die
Einzelbretter meist durch Nut u. Feder miteinander ver
bunden sind u. auf die Unterlage aufgeklebt od. verdeckt
genagelt werden. 2. im Theater od. Kino meist vorderer
Raum zu ebener Erde. 3. amtlicher Börsenverkehr. 4. (ver
altet) Schauplatz des großen gesellschaftlichen Lebens.
Parlketlte die; -, -n (zu T...ette): (österr.) Einzelbrett des
Parkettfußbodens, parlketltielren (nach gleichbed. fr.
parqueter): mit Parkettfußboden versehen. parlkielren
(zu dt. Park u. Î..deren): (Schweiz.) parken. Parlkingmelter <fer; -s, - (aus gleichbed. engl. parking-meter):
(Schweiz.) Parkuhr
Par|kin|so|nis|mus der; -, ...men (nach dem engl. Arzt
J. Parkinson (1755-1824) u. zu t,,,ismus (3)): svw. T Parkinsonkrankheit. Par|kinlson|krank|heit die; -; mit
fortschreitender Atrophie des Hirnstammes verbundene
neurologische Krankheit mit Verlangsamung der Bewe
gungsabläufe, erhöhter Muskelspannung oder -Steifheit u.
Zittern; Schüttellähmung. Parlkinlsolnolid das; -[e]s, -e
(zu T...oid): durch bestimmte Medikamente ausgelöste
Parkinsonsyndrome (Med.). Par|kin|sonlsyn|drom*
das; -s, -e: zusammenfassende Bez. für Krankheitsbilder
verschiedener Ursachen mit ähnlichen Symptomen wie bei
der Parkinsonkrankheit (Med.)
Parlkolmelter das, ugs. auch der; -s, - (zu dt. parken (mit
dem Bindevokal -o-)ü. Î '...meter): Parkuhr. Parklstuldium das;-s: (ugs.) (seit Einführung des tNumerus clausus)
bis zum Erhalt eines Studienplatzes im gewünschten Fach
vorläufig aufgenommenes Studium in einem anderen [ähn
lichen] Studienfach
Parllalment das; -[e]s, -e (unter Einfluss von gleichbed.
engl. parliament aus altfr. parlement „Unterredung, Erör
terung“ (daraus schon mhd. Parlament) zu parier, vgl. par
lieren): 1. repräsentative Versammlung, Volksvertretung
mit beratender od. gesetzgebender Funktion. 2. Parla
mentsgebäude. Par|la|men|tär der; -s, -e ((formal ange
glichen an Parlament) aus gleichbed. fr. parlementaire zu
parlementer „in Unterhandlungen treten“): Unterhändler
zwischen feindlichen Heeren. Par|la|men|ta|ri|er [...in]
der; -s, - (nach gleichbed. engl. parliamentarian): Abge
ordneter, Mitglied eines Parlaments. Par|la|menlta|ri|erin [...rio...] 4ze; -, -nen: weibliche Form zu t Parlamenta
rier. par|la|men|talrisch (nach gleichbed. engl. parlia
mentary): das Parlament betreffend, vom Parlament aus
gehend. par|la|men|ta|ri|sie|ren (zu tParlament u.
Î...isieren): (selten) den Parlamentarismus einführen.
Par|la|men|talris|mus der; - (zu î...ismus (2)): demo
1004
kratische Regierungsform, in der die Regierung dem Par
lament verantwortlich ist. parllalmenltielren (zu Î...ieren, Bed. 1 nach gleichbed. fr. parlementer): 1. (veraltet)
unterhandeln. 2. (landsch.) eifrig hin und her reden, ver
handeln. parllanldo (z'i.; „sprechend“; zu parlare „spre
chen, erzählen“, dies aus mlat. parabolare, vgl. parlieren):
rhythmisch exakt u. mit nur leichter Tongebung, dem Spre
chen nahekommend (von einer bestimmten Gesangsweise
bes. in Arien der komischen Oper; Mus.). Parllanldo das;
-s, Plur. -s u. ...di: parlando vorgetragener Gesang;
Sprechgesang (Mus.). par|lan|te <z7.; Part. Präs, von par
lare, vgl. parlando): svw. parlando. Parllaltolrilum das;
-s, ...ien [...ion] (unter Einfluss von altfr. parier (vgl. par
lieren) aus gleichbed. mlat. parlatorium): Raum in Klös
tern, vor allem in Zisterzienserklöstern, in dem sich die
Mönche unterhalten dürfen. Parlleur [...10:g] der; -s, -s
(aus fr. parleur „Sprecher“ zu parier, vgl. parlieren): (ver
altet) Schwätzer, parllielren (aus fr. parier „reden, spre
chen“, dies über altfr. parier, paroler aus mlat. parabolare
„sich unterhalten“ zu lat. parabola, vgl. Parabel): (veral
tet) a) reden, plaudern; sich miteinander unterhalten,
leichte Konversation machen; b) in einer fremden Sprache
sprechen, sich unterhalten. Parllolgraph® der: -en, -en
(zu Î.. graf): elektromechanisches Gerät zur Aufnahme u.
Wiedergabe von Gesprächen, eine Vorform des Î Diktaphons
Par mä ne die; -, -n (aus fr. permaine, älter fr. parmain,
weitere Herkunft unsicher): Apfel einer zu den îRenetten
gehörenden Sorte
Parlmellia die; -, ...ien [...ion] (wahrscheinlich zu lat. parma
„kleiner Schild“ u. t'...ia): Schüsselflechte (dunkelgraue
Flechte auf Rinde u. Steinen)
Parlmelsan der; -[s] (aus gleichbed. fr. parmesan, dies aus
it. parmigiano, eigtl. „der aus Parma Stammende“, nach
der ital. Stadt): sehr fester, vollfetter ital. [Reib]käse
Parinass der: - u. -es (über lat. Parnas(s)us, Parnas(s)os aus
gr. Parnas(s)ös, nach einem mittelgriech. Gebirgszug, in
der griech. Mythologie Sitz des Apollo u. der Musen) : Mu
senberg, Reich der Dichtkunst. Parlnaslsiens [... sje] die
(Plur.) {fr.; nach dem Buchtitel „Le Parnasse contempo
rain“): Gruppe franz. Dichter in der 2. Hälfte des 19. Jh.s,
die im Gegensatz zur gefühlsbetonten Romantik stand,
parlnaslsisch (nach gleichbed. fr. parnassien): den Par
nass betreffend. Parlnaslsos u. Parlnaslsus der; - (aus
lat. Parnas(s)os, Parnas(s)us, vgl. Parnass): svw. Parnass
Parlnes der; -, - (über das Jidd. aus gleichbed. hehr, parnäs): jüd. Gemeindevorsteher
Palrolchi* [...xi]: Plur. von ÎParochus, palrolchilal (zu
îParochie u. î '...al (1)): zum Kirchspiel, zur Pfarrei gehö
rend. Pa|ro|chi|al|kir|che die: -, -n: Pfarrkirche. Palrochie die; -, ...ien (aus gleichbed. spätlat. parochia, paroe
cia, dies aus gr. paroikia, eigtl. „das Wohnen in der Nach
barschaft“): Kirchspiel, Amtsbezirk eines Pfarrers. Parolchus der;-, ...ochi (aus gleichbed. kirchenlat. parochus
zu lat. parochus „(Gast)wirt“, dies aus gr. pároikos
„Nachbar“): (selten) Pfarrer als Inhaber einer Parochie
Pairoldie* <7ze; -, ...ien (aus gleichbed. fr. parodie, dies über
lat. parodia ausgr. paröidia, eigtl. „Nebengesang“, zu tpara... u. ôidë, vgl. Ode): 1. komisch-satirische Umbildung
od. Nachahmung eines meist künstlerischen, oft literari
schen Werkes od. des Stils eines Künstlers; vgl. Travestie.
2. [komisch-spöttische] Unterlegung eines anderen Textes
unter eine Komposition. 3. a) Verwendung von Teilen ei
ner eigenen od. fremden Komposition für eine andere
Komposition, bes. im 15. u. 16. Jh.;b) Vertauschung geist
licher u. weltlicher Texte u. Kompositionen, bes. im 18. Jh.
(Mus). Palroldielmeslse die;-, -n: Messenkomposition
unter Verwendung eines schon vorhandenen Musikstücks.
pa|ro|die|ren (aus gleichbed. fr. parodier): in einer Paro-
1005
die (1) nachahmen, verspotten, palrgldisch: die Parodie
(2, 3) betreffend, anwendend, mit ihren Mitteln umwan
delnd. Palroldistder; -en, -en (aus gleichbed. fr. parodiste>: jmd., der Parodien (1) verfasstod. [im Variété, Zirkus
od. Kabarett] vorträgt. Pa|ro|dis|tik die; - (zu t...istik>:
Kunst, Art, Anwendung der Parodie (1). palroldisltisch
(zu t ...istisch>: die Parodie (1), den Parodisten betreffend;
in Form, in der Art einer Parodie (1); komisch-satirisch
nachahmend, verspottend
parodontisch* (zu tpara... u. gr. odoús, Gen. odóntos
„Zahn“): an od. neben den Zähnen befindlich (Med.). Paroldonltiltis die; -, ...itiden (zu Î ...itis): Entzündung des
Zahnfleischsaumes mit Ablagerung von Zahnstein, Bil
dung eitriger Zahnfleischtaschen u. Lockerung der Zähne,
Zahnbettentzündung (Med.). Pa|ro|don|ti|um das; -s,
Plur. ...tien [...ion] u. ...tia (zu t,,,ium): Zahnbett, Zahnhal
teapparat (Med.). Palroldonltolpalthie die; -, ...ien (zu
t...pathie): Sammelbez. für Erkrankungen des Zahnhalte
apparats, insbesondere für die Parodontitis (Med.). Parodon Itolse die; -, -n (zu Î ‘...ose>: ohne Entzündung ver
laufende Erkrankung des Zahnbettes mit Lockerung der
Zähne; Zahnfleischschwund (Med.)
Pal roídos* der; - ...doi [...doy] (aus gleichbed. gr. pärodos,
eigtl. „das Vorbeigehen, Entlangziehen“ zu para „neben,
bei“ u. hodós „Weg“); Einzugslied des Chores im altgriech. Drama; Ggs. Î Exodos (a)
Palröike* der; -n, -n (aus gleichbed. gr. päroikos, eigtl.
„Nachbar“): Einwohner ohne od. mit geringerem Bürger
recht im Byzantinischen Reich. Palrölkie die; - (aus gr.
paroikia „das Wohnen eines Fremden in der Nachbar
schaft“) : Form des Zusammenlebens von Tieren verschie
dener Arten, ohne die Behausung zu teilen (z. B. von Kuh
reihern u. weidenden Großsäugern; Zool.)
’Pairóle [pa rɔl] die; - (aus gleichbed. fr. parole, eigtl.
„Wort, Spruch“, dies über das Vulgärlat. aus lat. parabola,
vgl. Parabel): die gesprochene (aktualisierte) Sprache, Re
de (nach F. de Saussure; Sprachw.); Ggs. îLangue. 2Parolle die; -, -n (aus gleichbed. fr. parole, zu Î’Parole): 1.
[militärisches] Kennwort; Losung. 2. Leit-, Wahlspruch
[politisch] Gleichgesinnter. 3. (meist Plur.) [unwahre] Mel
dung, Behauptung. Pairóle d'Honlneur [parɔldɔ'næ:r]
das; - - (aus gleichbed. fr. parole d’honneur): Ehrenwort
’Palrolli das; -s, -s (über fr. pároli aus gleichbed. it. pároli,
eigtl. „das Gleiche (wie beim ersten Einsatz)“, zu paro
„gleich“, dies aus lat. par): Verdoppelung des ersten Ein
satzes im Pharaospiel (vgl. ’Pharao). 2PaIrolli (zu Î’Paro
li); in der Fügung Paroli bieten: Widerstand entgegenset
zen, sich widersetzen, dagegenhalten
Pa|rö|mj|a|kus* der; -, ...zi (über spätlat. (versus) paroemiacus aus gleichbed. gr. paroimiakón zu paroimiakós
„sprichwörtlich“): altgriech. Vers, Sprichwortvers. Parömie die; -, ...ien (über spätlat. paroemia aus gleichbed.
gr. paroimia): [altgriech.] Sprichwort, Denkspruch. Parölmio graf, auch ...graph der; -en, -en (meist Plur.) (zu
gr. paroimiográphos „Sprichwörter aufschreibend“): alt
griech. Gelehrter, der die Parömien des griech. Volkes zu
sammenstellte. Palrölmiolgralfie, auch ...gralphie die;
-, ...ien (zu t...grafie): altgriech. Sprichwörtersammlung.
Pa|rö|mio|lo|gie die; - (zu T ...logie) : Lehre von der Her
kunft u. von der Entwicklung der Sprichwörter, Sprich
wortkunde
Pa|ro|no|ma|sie* die; -, ...ien (über spätlat. paronomasia
aus gleichbed. gr. paronomasia): Zusammenstellung laut
lich gleicher od. ähnlicher Wörter [von gleicher Herkunft]
(Rhet.); vgl. Parechese, Annomination. pa|ro|no|masielren (zu I ...ieren): lautlich gleiche od. ähnliche Wörter
in verschiedenem Sinn gebrauchen, sie zu einem Wortspiel
verwenden (Rhet.). pa|ro|no|mas|tisch: die Paronomasie betreffend, ihr zugehörend; paronomastischer Intensi
parsen
tätsgenitiv: Genitiv der Steigerung (z.B.: Buch der Bü
cher, die Frage aller Fragen; Sprachw.)
Pa|ro|ny|chie* ¿Zte; -, ...ien (zu Îpara..., gr. ónyx, Gen. ony
chos „Nagel“ u. Î 2...ie> : eitrige Entzündung des Nagelbetts
(Med.)
Palrplnylma* u. Pairo ny me: Plur. von ÎParonymon.
Pa|ro|ny|mie die; - (aus gleichbed. gr. parönymia): (ver
altet) das Ableiten von einem Stammwort (Sprachw.). Paronymik die; - (zu t2...ik (1)): (veraltet) die Paronymie
betreffendes Teilgebiet der Sprachwissenschaft, palronymisch (aus gleichbed. gr. parönymos): (veraltet) die
Paronymie betreffend, vom gleichen Wortstamm abgelei
tet. Pa|ro|ny|mon das; -s, Plur. ...ma u. ...nyme (über lat.
paronymon aus gleichbed. gr. parönymon, Neutrum von
parönymos, vgl. paronymisch) : (veraltet) stammverwand
tes, mit einem od. mit mehreren anderen Wörtern vom
gleichen Stamm abgeleitetes Wort (z.B. Rede - reden Redner - redlich - beredt; Sprachw.)
Palropltelse* die; -, -n (zu tpara..., gr. optan „braten“ u.
T ...ese); (veraltet) 1. das Anbraten, teilweises Braten. 2.
Schwitzbad in heißem Sand o. Ä.
par orldre* [pa'rɔrdr(ə)] (ʃr,): auf Befehl; vgl. Order, par
orldre du muf |ti [pa'rɔrdr(ə) dy -] (fr.; eigtl. „auf Befehl
des Mufti“): a) durch Erlass, auf Anordnung von vorge
setzter Stelle, auf fremden Befehl; b) notgedrungen
Palrolrelxie* die; -, ...ien (zu tpara..., gr. órexis „Streben,
Verlangen“ u. t2...ie): krankhaftes Verlangen nach unge
wöhnlichen, auch unverdaulichen Speisen (z.B. in der
Schwangerschaft od. bei Hysterie; Med.)
Palroslmie* die; -, ...ien (zu tpara..., gr. osmê „Geruch“ u.
t2...ie): Geruchstäuschung, Störung der Geruchswahr
nehmung (z.B. in der Schwangerschaft; Med.). Palrosphresie die; -, ...ien (zu gr. ösphresis „das Riechen; der
Geruchssinn“ u. t2...ie): svw. Parosmie
Palroltis* die; -, ...tiden (aus nlat. (glandula) parotis „Ohr
speicheldrüse“, zu tpara... u. gr. oüs, Gen. ötös „Ohr“):
Ohrspeicheldrüse (Med.). Palroltiltis die; -, ...itiden (zu
Î ...itis): durch ein Virus hervorgerufene Entzündung der
Ohrspeicheldrüse; Ziegenpeter, Mumps (Med.)
palro|xyslmal*(zu t Paroxysmusu. t ’...al ( 1 )>: anfallsweise
auftretend, sich in der Art eines Anfalls steigernd (Med.).
Palrolxyslmus der; -, ...men (über nlat. paroxysmus aus
gr. paroxysmos „(Fieber)anfall“, eigtl. „Reizung; Erbitte
rung" zu paroxÿnein „(zum Zorn) reizen; erbittern"): 1.
anfallartiges Auftreten einer Krankheitserscheinung; an
fallartige starke Steigerung bestehender Beschwerden
(Med.). 2. aufs Höchste gesteigerte Tätigkeit eines Vul
kans (Geogr.). Pa rolxy to non das; -s, ...tona (aus gr.
paroxÿtonon, Neutrum von paroxÿtonos „auf der vorletz
ten Silbe betont“, eigtl. „scharf klingend“; vgl. Oxytonon):
in der griech. Betonungslehre ein Wort, das den Î Akut auf
der vorletzten Silbe trägt (z.B. gr. pavía = Manie); vgl.
Oxytonon u. Proparoxytonon
par pisltollet [parpistɔ'lɛ] (fr.; „durch die Pistole“): aus
freier Hand (ohne Auflegen der Hand) spielen (Billard)
par prélfélrence [parprefe'râs] (fr.): (veraltet) vorzugs
weise; vgl. Präferenz (1)
par relnomlmée [parrənɔ'me] (fr.): (veraltet) dem Ruf
nach; vgl. Renommee
Parlrhelsie die; - (aus gleichbed. gr. parrhesia): (veraltet)
Freimütigkeit im Reden
Parlrilcilda [...ts...]u. Par|ri|zi|da</er;-s,-s (ausgleichbed.
lat. parricida): (selten) Verwandten-, bes. Vatermörder
Par|se der; -n, -n (aus pers. Pärsi „Perser“ zu Pärs „Per
sien“): Anhänger des Parsismus [in Indien]
Parlsec [,,,'zɛk] Jas; -, - (Kurzw. aus engl. par&Wax second
„Parallaxensekunde“): Maß der Entfernung von Sternen
(1 Parsec = 3,257 Lichtjahre; Astron.); Abk.: pc
par sen (aus gleichbed. engl. to parse, eigtl. „(gramma-
Parser
1006
Erde im Theater od. Kino. Parlterrelakrolbaltik*
tisch) zerlegen, zergliedern“, dies zu lat. pars, vgl. Parti:
[...'ter...] die; -: artistisches Bodenturnen
(maschinenlesbare Daten) analysieren, segmentieren u.
codieren (EDV). Pariser [engl. 'pɑ:sə] der; -s, - <aus Parites [...te:s] die (Plur.) (aus lat. partes, Plur. von pars,
vgl. Part): Stimmen, Stimmhefte (Mus.). Par te zet tei
gleichbed. engl. parser zu to parse, vgl. parsen): ein Pro
der; -s, - (zu ÜParte): (österr.) Todesanzeige
gramm, meist Teil eines Î Compilers od. Übersetzers, das
die syntaktische Analyse eines in einer höheren Program Par|the|ni|en [,,dsn]die (Plur.) (zugr. parthéneion „Jung
frauenlied“, substantiviertes Neutrum, von parthéneios
miersprache geschriebenen Computerquellprogramms
„jungfräulich“): altgriech. Hymnen für Jungfrauenchöre,
durchführt (EDV)
parlthelno..., Parlthelno... (zu gr. parthénos „Jung
Parlsetltenlsit [auch ... zit] der; -s, -e <nach dem Fundort,
frau“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „ohne
den Parsettensalpen im Schweizer Kanton Graubünden,
Befruchtung entstanden, jungfräulich“, z.B. parthenoge
u. zu t2...it): ein rotes Mineral, manganhaltiger Glimmer
netisch, Parthenokarpie.Parlthelnolgalmie die;-, ...ien
Parlsilmolnie die; - (aus gleichbed. lat. parsimonia zu par
(zu î...garnie (l)): svw. Parthenogenese (2). Partheinocere „schonen“): (veraltet) Sparsamkeit
gelnelse die;-: 1. Jungfrauengeburt, Geburt eines Gottes
Parlsing [engl. 'pɑ:sɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. parsing
od. Helden durch eine Jungfrau (Reh). 2. Jungfernzeu
zu to parse, vgl. parsen) : das Analysieren, Segmentieren u.
gung, Fortpflanzung durch unbefruchtete Keimzellen
Codieren von Daten (EDV)
(z.B. bei Insekten; Biol.). par|thelno|ge|ne|tisch: die
parisisch (zu I Parse): die Parsen betreffend.Parlsislmus
Parthenogenese (2) betreffend; aus unbefruchteten Keim
der; - (zu î...ismus ( 1 )>: von Zarathustra gestiftete altpers.
zellen entstehend (Biol.). par|the|no|karp (zu Î...karp):
Religion, bes. in ihrer heutigen indischen Form
die Parthenokarpie betreffend, ohne Befruchtung entstan
Pars pro Tolto
— (aus lat. pars pro toto „ein Teil für
den (Biol.).Parlthelnolkarlpie rfi'e;-(zul...karpie>: Ent
das Ganze“): Redefigur, die einen Teilbegriff an die Stelle
stehung von samenlosen Früchten ohne Befruchtung
eines Gesamtbegriffs setzt (z. B. unter einem Dach = in ei
nem Haus; Sprachw.). Part der; -s, Plur. -s, auch -e[n] (aus
(Biol.)
(alt)fr. part „(An)teil; Teilnahme, Mitteilung“, dies aus lat. parltilr* (aus spätlat. partialis „(an)teilig“ zu lat. pars, vgl.
Part): svw. partiell; vgl. ...al/...eil. Parltilal...: Wortbil
pars, Gen. partis „Teil“): 1. (Plur. -en) Anteil des Mitei
dungselement mit der Bedeutung „(nur) einen Teil bzw. ei
gentums an einem Schiff. 2. (Plur. -s, auch -e) a) Stimme ei
nen Teilbereich betreffend“, z.B. Partialobligation. Parnes Instrumental- od. Gesangsstücks; b) Rolle in einem
tilallana ly se die; -, -n: Untersuchungen einzelner Teil
Theaterstück.Paritalge [,,,ta:ʒə]die;-,-n(ausgleichbed.
bereiche eines ökonomischen Gesamtzusammenhanges
fr. partage zu altfr. partir „teilen“, dies aus /a/. partiri):
(veraltet) Teilung, Anteil, parltalgielren [,,,ta'ʒi:...] (aus
(Wirtsch.).Par|ti|allbruch der; -[e]s, ...brüche: Teilbruch
eines Bruches mit zusammengesetztem Nenner (Math.).
gleichbed. (alt)fr. partager): (veraltet) teilen, verteilen.
’Parité die; -, -n (aus it. parte „Partei“): 1. (landsch.) Fa
Par|ti|al|druck der; -[e]s, ...drücke: der Druck eines ein
milie, Wohnpartei in einem [Mietshaus. 2. svw. Part (2 a);
zelnen Gases od. Dampfes in einem Gemisch von Gasen
vgl. auch colla parte. 2Par|te die; -, -n (kurz für t Partezet
od. Dämpfen. Par|ti|allge|fühl das; -[e]s, -e: Teilgefühl,
tel, zu fr. donner (od. faire) part „Nachricht geben“): (ösEinzelausprägung von Gefühlen, die sich zum Totalgefühl
terr.) Kurzform von t Partezettel. Parltei cZze; -, -en (ausfr.
zusammenschließen können (nach S. Freud; Psychol.).
partie „Teil, Abteilung, Gruppe; Beteiligung“ zu partir
Parltilallobljekt das; -[e]s, -e: Gegenstand od. Teil einer
„teilen“, dies über vulgärlat. partire aus lat. partiri zu pars,
Person, der anstelle der Person selbst Ziel des Sexualtriebs
vgl. Part): 1. Organisation, Vereinigung von Personen mit
geworden ist (nach S. Freud; Psychol.). Par|tilal|ob|ligleichen politischen Überzeugungen, die den Zweck ver
galtion ife; -, -en: Teilschuldverschreibung (Wirtsch.).
folgen, bestimmte Ziele zu verwirklichen. 2. Beklagter od.
Parlti al ton der; -[e]s, ...töne (meist Plur.): Teilton eines
Kläger in Rechtsstreitigkeiten. 3. Mietpartei, Wohnungs
Klanges (Mus.).Parltilalltrieb der; -[e]s, -e: einer der als
inhaber in einem [Mietshaus. 4. Gruppe von Gleichge
Komponenten des Sexualtriebs angesehenen, in den ver
sinnten. Parlteildislzilplin* die; -: Verzicht auf eigene
schiedenen Entwicklungsstadien nacheinander sich entwi
Meinungsvertretung von Parteimitgliedern zugunsten des
ckelnden Triebe, z.B. Îoraler, tanaler, tgenitaler Trieb
einheitlichen Auftretens der Partei. Par tei en so zi o(nach S. Freud; Psychol.). par|ti|a|risch (zu tPart): mit
lolgie die; -: Teilgebiet der Soziologie, das sich mit der
Gewinnbeteiligung (Wirtsch., Rechtsw.). par|ti|bel (aus
Stellung der politischen Parteien im Parlamentarismus u.
gleichbed. lat. partibilis): (veraltet) teilbar. Parlti I bi I li |tät
in der Demokratie befasst. par|tei|in|tern: innerhalb ei
die; - (aus gleichbed. mlat. partibilitas, Gen. partibilitatis) :
ner politischen Partei, nur die Mitglieder einer Partei (2)
(veraltet) Teilbarkeit. ParltiIcell [-'tʃɛl] das; -s, -eu.Parbetreffend; parteiinterne Differenzen: Meinungsverschie
tilcellla [-,-'ʧɛla] die; -, ...Ile (aus it. particella, eigtl. „Teil
denheiten innerhalb einer Partei, die nicht für die Öffent
chen“, Verkleinerungsform von parte, vgl. 'Parte): aus
lichkeit bestimmt sind, parlteilisch: a) voreingenom
führlicher Kompositionsentwurf, Entwurf zu einer Î Par
men, befangen; b) rechthaberisch, parltejllich: a) eine
titur (Mus.).Parltilculla penldens [...kula -] die; - - (aus
Partei betreffend, Partei ergreifend; b) die Grundsätze ei
lat. particula pendens, eigtl. „(in der Luft) hängendes Teil
ner Partei vertretend.Parlteilprolgramm das; -s, -e: die
chen“): ohne Entsprechung bleibende 'Partikel (1) beim
in einem einheitlichen Dokument festgelegte Zusammen
Î Anantapodoton (Rhet., Stilk.).Parltie die; -, ...ien (aus
fassung der Grundprinzipien u. Ordnungsvorstellungen
gleichbed. fr. partie (vgl. Partei), Bed. 6 über fr. parti): 1.
einer Partei. Parlteilselkreltär* der; -s, -e: für die Ver
Abschnitt, Ausschnitt, Teil, z.B. die untere - des Gesich
waltung der Parteiangelegenheiten bestelltes (meist leiten
tes. 2. Durchgang, Runde bei bestimmten Spielen, z. B. ei
des) Parteimitglied. Parltelke die; -, -n (entstellt aus /ɑz.
ne - Schach, Billard. 3. Rolle in einem gesungenen [Bühparticula „Teilchen“): (veraltet) Stückchen, Stück [Almonen]werk. 4. (veraltet) [gemeinsamer] Ausflug. 5. (Kaufsen]brot. Parltenlreeldelrei zZze; -, -en (zu IPart u. </Z.
mannsspr.) Warenposten. 6. Heirat(smöglichkeit); eine
Reederei) : Reederei, deren Schiffe mehreren Eigentümern
gute Partie sein: viel Geld mit in die Ehe bringen;eine gute
gehören
Partie machen: einen vermögenden Ehepartner heiraten.
parlterre [...'ter] (aus gleichbed. fr. par terre): im Erdge
7. (österr.) für eine bestimmte Arbeit zusammengestellte
schoss, zu ebener Erde; Abk.: part. Parlterlre das; -s, -s
Gruppe von Arbeitern.Par|tie|füh|rer der; -s, -: (österr.)
(zu tparterre, Bed. 2 aus gleichbed. fr. parterre): 1. Erd
Vorarbeiter, Führer einer Gruppe von Arbeitern, parltigeschoss; Abk.: Part. 2. (veraltend) Sitzreihen zu ebener
ell (nach gleichbed. fr. partiel, dies aus spätlat. partialis.
1007
vgl. partial): teilweise [vorhanden]; einseitig; anteilig; vgl.
...al/...eil. par|tie|ren (aus gleichbed. lat. partiri zu pars,
vgl. Part): 1. (veraltet) teilen. 2. die einzelnen Stimmen in
Partiturform anordnen (Mus.). Parltielwalre die; -, -n
(zu 1 Partie): unmoderne od. unansehnliche Ware, die bil
liger verkauft wird. 'Parltilkel [auch ... tikl] die; -, -n (aus
lat. particula „Teilchen, Stück“, Verkleinerungsform von
pars, vgl. Part): 1. a) Wort, das nicht flektiert werden kann
(Adverb, Präposition, Konjunktion); b) die Bedeutung
nur modifizierendes Wörtchen ohne syntaktische Funkti
on (z. B. doch, etwa); Adverb, das aber im Unterschied zu
den echten Adverbien nicht als Antwort auf nicht ellipti
sche Fragen fungieren kann (z.B. auch; Sprachw.). 2. a)
Teilchen der !Hostie; b) als Reliquie verehrter Span des
Kreuzes Christi (kath. Kirche). 3. logische Konstanten,
mit deren Hilfe sich innerhalb eines logischen Systems
Aussagen bilden u. diese zu neuen Aussagen verknüpfen
lassen (Logik). 2Par|tj|kel das: -s, -, auch die; -, -n: [sehr]
kleiner materieller Körper; Elementarteilchen (Phys.;
Techn.). par ti ku lar u. pariti ku lär (aus gleichbed.
spätlat. particularis; vgl. ...ar (1) u. ...är>: einen
Teil[aspekt], eine Minderheit [in einem Staat] betreffend.
Parltilkullar der; -s, -e (zu t...ar (2)): (Schweiz, veraltet)
Privatmann, Rentner, Partikülier, parltilkullalrilsieren (zu Îpartikular u. Î ...isieren): (veraltet) absondern, in
Einzelheiten darstellen. Par|tilku|lalris|mus ¿ter; - (zu
t...ismus (5)>: (meist abwertend) das Streben staatlicher
Teilgebiete, ihre besonderen Interessen gegen die allge
meinen Interessen der übergeordneten staatlichen Ge
meinschaft durchzusetzen. Parltilkullalrist der; -en, -en
(zu T ...ist): Anhänger des Partikularismus. parltilkullarisltisch (zu T...istisch): den Partikularismus betreffend.
Par|ti|ku|lar|recht das: -[e]s, -e (zu Ipartikular): Son
derrecht von Teilgebieten im Unterschied zum Recht des
Gesamtgebietes. Parltilkullier der; -s, -e (zu 1 Partikülier;
vgl. '...ier>: selbstständiger Schiffseigentümer, Selbstfah
rer in der Binnenschifffahrt. Par|ti|kü|li|er [... lie:] der;
-s, -s (aus gleichbed. fr. particulier): (veraltet) Privatmann,
Rentner; vgl. Privatier. Parltilmen das; -[s], -[s] (zuprovenzal. partir (un joc) „zur Wahl stellen“): altprovenzal.
Streitgedicht; vgl. Tenzone. Par|ti|men|to der; -[s], ...ti
(italianisierende Bildung zu partire, eigtl. „Teilung“): mit
beziffertem Bass versehene Zusammenfassung eines 1 po
lyphonen Satzes in einer Stimme, die zum Continuospiel
verwendet werden kann (Mus.). Parltilsan der; Gen. -s u.
-en, Plur. -en (aus gleichbed. fr. partisan, dies aus it. partigiano, eigtl. „Parteigänger; Verfechter“, zu parte „Teil;
Partei“, dies aus lat. pars, vgl. Part): jmd., der nicht als re
gulärer Soldat, sondern als Angehöriger bewaffneter, aus
dem Hinterhalt operierender Gruppen od. Verbände ge
gen den in sein Land eingedrungenen Feind kämpft; Wi
derstandskämpfer. Parltilsalne die; -, -n (aus gleichbed.
fr. pertuisane, älter fr. partisane, dies aus it. partigiana,
eigtl. „Waffe eines partigiano“, vgl. Partisan): Stoßwaffe
(des 15.-17. Jh.s) mit langem Stiel u. zweischneidiger, spitz
zulaufender Klinge sowie meist paarig angeordneten kur
zen Nebenspitzen. Par|ti|sa|nin die; -, -nen: weibliche
Form zu t Partisan. Parltilta die; -, ...ten (aus it. partita,
Part. Perf. (Fem.) von partire „teilen“, dies aus lat. parti
ri): Folge von mehreren in der gleichen Tonart stehenden
Stücken (im Sinne einer! Suite 4; Mus.). Parltilte die; -, -n
(aus lat. partitus, Part. Perf. von partiri „teilen“): 1. Geld
summe, die in Rechnung gebracht wird. 2. (veraltet) Schel
menstreich. Par|ti|ten|malcher der; -s, -: (veraltet) listi
ger Betrüger. Par|ti|ti|on die; -, -en (aus lat. partitio
„(Ver)teilung“): Zerlegung des Begriffsinhaltes in seine
Teile od. Merkmale (Logik), parltiltjv (aus gleichbed.
mlat. partitivus): die Teilung ausdrückend (Sprachw.);
partitiver [,..vb] Genitiv: svw. Genitivus partitivus. Parlti-
parts per million
der; -s, -e [...va] (aus gleichbed. lat. (casus) partitivus):
Kasus mit partitiver Funktion, zur Bezeichnung des Teils
eines Ganzen (z. B. im Finnischen; Sprachw.). Parltiltivzahl die; -, -en: (selten) Bruchzahl. Parltiltur die; -, -en
(aus gleichbed. it. partitura, eigtl. „Einteilung“, zu partire
„(ein)teilen“, dies aus lat. partiri, vgl. Partei): übersichtli
che, Takt für Takt in Notenschrift auf einzelnen überei
nanderliegenden Liniensystemen angeordnete Zusam
menstellung aller zu einer vielstimmigen Komposition ge
hörenden Stimmen. Parltilzip das; -s, -ien [,,,iən] (aus
gleichbed. lat. participium zu particeps „teilhabend“
(nämlich an der Wortart Verb u. an der Wortart Adjektiv),
dies zu pars (1 Part) u. capere „nehmen, fassen“): Mittel
wort, Verbform, die eine Mittelstellung zwischen Verb u.
Adjektiv einnimmt (Sprachw.); Partizip Perfekt: Mittel
wort der Vergangenheit (Partizip II, z. B.geschlagen);Partizip Präsens: Mittelwort der Gegenwart (Partizip I, z. B.
schlafend). Par|ti|zi|pa|ti|on die; -, -en (aus gleichbed.
spätlat. participatio): das Partizipieren. Parlti|zi|pa|tionslgelschäft das; -[e]s, -e: ein auf der Basis vorüberge
henden Zusammenschlusses von mehreren Personen getä
tigtes Handelsgeschäft (Wirtsch.). Par|ti|zi|palti|onskon to das; -s, Plur. ...ten, auch -s u. ...ti: das gemeinsame
Konto der Teilhaber eines Partizipationsgeschäftes
(Wirtsch.). par|ti|zi|pi|al (aus gleichbed. 7at. participia
lis): a) das Partizip betreffend; b) mittelwörtlich. Parltizi pi al grup pe die; -, -n, Partizipialkonstrukition* die; -, -en u. Partizi pi al satz der; -es, ...Sätze:
grammatikalische Konstruktion, bei der ein Partizip
durch das Hinzutreten anderer [von ihm abhängender]
Glieder aus dem eigentlichen Satz herausgelöst ist, dessen
Wirkungsbereich sich deutlich vom verbalen Wirkungsbe
reich des eigentlichen Satzes abhebt; satzwertiges Partizip
(z. B. gestützt auf seine Erfahrungen, konnte er die Arbeit
in Angriff nehmen; Sprachw.). Par|ti|zi|pi|ent der; -en,
-en (aus lat. participiens, Gen. participientis „jmd., der
teilnimmt“, Part. Präs, von participare, vgl. partizipie
ren): (veraltet) Teilnehmer [an einem Handelsgeschäft],
parltilzilpielren (aus gleichbed. Zal. participare zu parti
ceps, vgl. Partizip): von etw., was ein anderer hat, etwas
abbekommen; teilhaben. Par|ti|zi|pi|um das; -s, ...pia
(aus lat. participium, eigtl. „das Teilnehmen“): (veraltet)
Partizip; Partizipium Perfekti: svw. Partizip Perfekt; Par
tizipium Präsentis: svw. Partizip Präsens; Partizipium
Präteriti: svw. Partizip Perfekt. Partlner der; -s, - (aus
gleichbed. engl. partner, dies unter Einfluss von part zu
mittelengl. parcener, dies über altfr. parçonier „Teilhaber“
zu parçon, dies aus lat. partitio „Teilung“ zu partiri „tei
len“): 1. a) jmd., der mit anderen etw. gemeinsam [zu ei
nem bestimmten Zweck] unternimmt, sich mit anderen zu
sammentut; Genosse; b) Mit-, Gegenspieler (Sport). 2.
Teilhaber; [Lebens]gefährte. Partlnelrin die; -, -nen:
weibliche Form zu 1 Partner. Partlnerllook [..,lok] der; -s
(zu îLook): [modische] Kleidung, die der des Partners in
Farbe, Schnitt o.Ä. gleicht
Parltolgramm das; -s, -e (zu TPartus u. !...gramm): grafi
sche Aufzeichnung aller Befunde, die vom Beginn bis zum
Ende der Geburt bei Mutter u. Kind festgestellt werden
(Med.)
Pariton das; -s, ...onen (meist Plur.) (zu lat. pars, Gen. par
tis „Teil“ u. !4...on): hypothetischer Bestandteil von Atom
kernbausteinen (Nukleonen) u. anderen Elementarteil
chen (Phys.)
parltout [... tu:] (aus/r. partout „überall; allenthalben“ zu
par „durch“ u. tout „ganz“): (ugs.) durchaus, unbedingt,
um jeden Preis
parts per milllion ['pɑ:ts pə 'mɪljən] (aus engl. parts per
million „Teile auf eine Million“; vgl. Part): bei Konzentra
tionsangaben (z.B. Schadstoffe in der Luft) Bez., die betiv
Part-Time-Job
1008
Möglichkeiten für strukturiertes Programmieren bietet
sagt, dass eine Substanz in einer Grund- od. Gesamtsub
(EDV)
stanz in einer bestimmten Konzentration enthalten ist;
Abk. : ppm ( 1 ppm entspricht einer Konzentration von 1 Pas|cal|se|kun|de [pas'kal...] die; -, -n (zu Î Pascal): Maß
einheit der dynamischen Î Viskosität; Zeichen Pa
Gramm pro Tonne). Part-Time-Job, auch Partltimejob ['po:ttaɪmʤɔb] der; -s, -s <zu engl. part-time „Teil Pasch der; -[e]s, Plur. -e u. Päsche (zu fr. passe-dix, eigtl.
„überschreite zehn“ (bei dem franz. Spiel gewinnt, wer
zeit-“ u. TJob): Teilzeitarbeit, -beschäftigung
mehr als zehn Augen wirft)): 1. Wurf mit gleicher Augen
partuiri ent mon tes, naslceltur rildilcullus mus
zahl auf mehreren Würfeln. 2. Stein mit Doppelzahl (Do
[...ient ...te:s ...tse:...... kʊs -] dat.; „die Berge werden krei
minospiel)
ßen, aber nur eine lächerliche Maus wird geboren werden“
(Zitat aus der „Ars poética“ von Horaz)): trotz großer ‘Palscha der; -s, -s (aus türk. pa§a „Exzellenz“): 1. (früher)
a) Titel hoher orientalischer Offiziere od. Beamter ; b) Trä
Worte, gewaltiger Anstrengungen u.Ä. wird nur ein küm
ger dieses Titels. 2. (ugs.) a) rücksichtsloser, herrischer
merliches Ergebnis erzielt. Paritus der; -, - [,,,tu:s] (aus
Mensch; b) Mann, der sich gern [von Frauen] bedienen,
gleichbed. lat. partus, eigtl. substantiviertes Part. Perf.
verwöhnen lässt
von parere „gebären“): Geburt, Entbindung (Med.)
Parti work ['pɑ:twə:k] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.- 2Pas|cha [’pasça] das; -s (aus kirchenlat. pascha, dies über
gr. páscha aus gleichbed. aram. päshä zu hebr. pesah):
amerik. partwork, eigtl. „Teilwerk“): in Lieferungen od.
ökum. Form von Passah
Einzelbänden erscheinendes Buch bzw. Buchreihe
Palschallik das; -s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. türk, para
(Buchw.)
lik): (hist.) Würde od. Amtsbezirk eines 'Paschas (1 b)
Parity ['pa:uti, engl. pa:ti] die; -, -s (aus gleichbed. engl. par
ty, dies aus fr. partie; vgl. Partie): zwangloses Fest, gesel Pas chal stii [...’ça:l...] der; -[e]s (zu spätlat. paschalis
„österlich“ (dies zu pascha, vgl. 2Pascha) u. TStil): mittel
lige Feier [im Bekanntenkreis, mit Musik u. Tanz], Parltyalterliche Zeitbestimmung mit dem Jahresanfang zu
dro ge die; -, -n: Droge, die bevorzugt auf Partys od. in
Ostern
ÎDiskotheken (2) konsumiert wird (z. B. Ecstasy). Parltyhoplper der; -s, - (aus gleichbed. engl. party-hopper zu to 1palscP an (Gaunerspr., vieil, aus der Zigeunerspr.): (ugs.)
schmuggeln
hop „sich schnell von einem zu einem anderen Ort bewe
gen“): jmd., der an einem Abend von Party zu Party geht 2pa|schen (zu TPasch): 1. würfeln. 2. (bayr., österr.) in die
(Jargon). Parltylserlvice [,,,sə:vɪs] der; -, -s [...vis od.
Hände klatschen
...visis] (zu GService): Unternehmen, das auf Bestellung Palscher rfer; -s, - (zu Î 'paschen): (ugs.) Schmuggler
Speisen, Getränke u.a. für Festlichkeiten ins Haus liefert Paschlmilna, auch Pashlmjlna der; -s, -s (zupers.pasmiPalrullis*
- (aus gr. paroulis „Geschwür am Zahn
na „aus Wolle“): 1. dem Kaschmir sehr ähnliches, bes.
leichtes u. weiches Gewebe aus Wollkammgarn [mit 30%
fleisch“): Zahnfleischabszess (Med.)
Palrulsie* die; - (aus gleichbed. gr. parousia, eigtl. „Gegen
Naturseidenanteil]. 2. Kurzform von Î Paschminaschal.
Paschminaschal der; -s, -s auch -e: bes. breiter, lan
wart“): 1. die Wiederkunft Christi beim Jüngsten Gericht
(Theol.). 2. Anwesenheit, Gegenwart, Dasein der Ideen in
ger, mit gedrehten Fransen versehener Schal aus Paschmiden Dingen (Plato; Philos.)
na
Par|ve|nü [,..v...] der; -s, -s (aus gleichbed./r. parvenu, eigtl. palscholl (aus russ. ugs. poseí „geh weg!“, zu pojti „losge
Part. Perf. von parvenir „an-, emporkommen“): Empor
hen“): los!, vorwärts!
kömmling, Neureicher
Paschlto u. Paschltu das; -s (auspers. pastu, postu, dies
Parlvis [,,,'vi:] der; - [,,,'vi:(s)], - [... vi:s] (aus gleichbed. fr.
aus dem Afghanischen): Amtssprache in Afghanistan
parvis, dies aus (kirchen)lat. paradisus „Paradies“): (ver Pas de deux [padə'de] der; —, — (aus gleichbed. fr. pas
altet) Vorhof, Vorplatz (bes. einer Kirche)
de deux, eigtl. „Tanz(schritt) zu zweit“): Balletttanz für ei
Parlvilselmie [...v...] die; - (zu lat. parvus „klein, gering“,
ne Solotänzerin u. einen Solotänzer. Pas de qualtre*
semen „Samen“ u. T2...ie>: krankhafte Verminderung der
[pad'katr(ə] der; —, — (aus gleichbed. fr. pas de quatre,
Samenflüssigkeit (Med.). Par|vi|tät die; - (zu t...ität>:
eigtl. „Tanz(schritt) zu viert“): Balletttanz für vier Tänzer.
(veraltet) Kleinheit, geringes Vorkommen. Patjvolvilrus
Pas de trois [padə'troa] der;---- ,---- (aus gleichbed. fr.
[...vovi:...] das, auch der; -, ...ren (meist Plur.): Virus, das
pas de trois, eigtl. „Tanz(schritt) zu dritt“) : Balletttanz für
bes. bei Katzen ernsthafte Erkrankungen, aber auch beim
drei Tänzer. Palseo der; -s, -s (aus gleichbed. span, paseo
Menschen u. a. Brechdurchfall verursachen kann
zu paso, vgl. Paso) : span. Bez. für Promenade, Spazierweg
Parlze die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. lat. Parca, eigtl. Pashlmilna vgl. Paschmina
„Geburtsgöttin“, zu parere „gebären“): eine der drei alt- Pa si gra fie, auch...gra|phie die; -, ...ien (zugr. päsi „al
röm. Schicksalsgöttinnen (Klotho, Lachesis, Atropos)
len“ (Dativ Plur. von pas „alle, jeder“) u. t...grafie, eigtl.
Parlzellle die; -, -n (aus fr. parcelle „Teilchen, Stückchen“,
„Allgemeinschrift“): [theoretisch] allen Völkern verständ
dies über vulgärlat. particella „Teilchen“ aus lat. particula,
liche Schrift ohne Hilfe der Laute, Begriffsschrift, tldeovgl. ‘Partikel): vermessenes Grundstück (als Bauland od.
grafie. Pa | si lia Ilie die; - (zu gr. lalein „sprechen“ u.
zur landwirtschaftlichen Nutzung). Par|zel|len|sysitem
T2...ie): (veraltet) Wissenschaft von den künstlichen Welt
das; -s: Ordnung des Jagdrechts, nach der jeder auf seiner
hilfssprachen. Palsillinlgua die; - (zu lat. lingua „Spra
Parzelle, seinem Eigentum jagen darf. par|zel|lie|ren (zu
che“): von Steiner 1885 aufgestellte Welthilfssprache. Pat. ..ieren): Großflächen in Parzellen zerlegen
sillolgie die; - (zu t...logie): svw. Pasilalie
Pas [pa] der; - [pa(s)], - [pas] (ausfr. pas, dies aus lat. passus Pas lack der; -s, -s (wohl zupoln. pöslanka „Gesandter“ zu
„Schritt, Tritt“): Schritt, Tanzbewegung (Ballett)
posiac „(hin)schicken“): (landsch.) jmd., der für andere
palsaldelnisch (nach der kalifornischen Stadt Pasadena):
schwer arbeiten muss
die alpidische (vgl. Alpiden) Faltungsphase zu Ende des Palso der; -, -s (aus gleichbed. span, paso, eigtl. „Schritt“,
Î Pliozäns betreffend, zu ihr gehörend (Geol.)
dies aus lat. passus): 1. [Gebirgsjpass. 2. (auch das') komi
Paslcal [...kal] das; -s, - (nach dem franz. Philosophen u.
sches Zwischenspiel auf der klassischen span. Bühne. Pa
Physiker B. Pascal, 1623-1662); Maßeinheit des Druckes
so dolble* der; - -, - - (aus gleichbed. span, paso doble,
u. der mechanischen Spannung; Zeichen Pa
eigtl. „Doppelschritt“): Gesellschaftstanz in schnellem
PASCAL [...’kal] das; -s (Kurzw. aus engl. primary algorith
2/4-Takt. Palso filno der; - -, - -s (aus gleichbed. span, paso
mic identifie commercial application /anguage, angelehnt
fino, eigtl. „feiner Schritt“): vor allem aus Peru u. Kolum
an î Pascal): eine Programmiersprache, die umfangreiche
bien stammendes edles, feingliedriges Reitpferd
1009
die; -, -n, selten der; -s, - u. (bes. österr.) Passepoil
[pas'poal] der; -s, -s (aus gleichbed./r. passepoil zu passe,
Imp. von passer „darüber hinausgehen“ (vgl. passieren) u.
poil „Haar(franse)“ (zu lat. pilus „Haar“)): schmaler
Nahtbesatz bei Kleidungsstücken. pas|pe|lie|ren u.
(bes. österr.) passepoilieren [paspoa...] (nach gleichbed./r.
passepoiler): mit Paspeln (Passepoils) versehen
Paslquill das; -s, -e (aus gleichbed. it. pasquillo, nach einer
im Volksmund „Pasquino" genannten Skulptur in Rom.
an der (bes. im 16. u. 17. Jh.) Schmähschriften angebracht
wurden): anonyme Schmäh-, Spottschrift, schriftlich ver
breitete Beleidigung. Paslquilllant der: -en, -en (zu
t ...ant): Verfasser od. Verbreiter eines Pasquills. Paslquinalde [paski...] die; -, -n (über fr. pasquinade aus it. pasquinata „Schmähschrift“): (selten) svw. Pasquill
paslsalbel (aus gleichbed./r. passable, eigtl. „gangbar“, zu
passer, vgl. passieren): annehmbar, leidlich. Paslsalcaglia* [... kalja] die; -, ...ien [...jan] (über it. passacaglia aus
span, pasacalle „von der Gitarre begleiteter Gesang" zu
pasar „hindurchgehen“ u. calle „Gasse“, nach den durch
die Straßen ziehenden Musikantengruppen): [langsames]
Instrumentalstück mit Variationen in den Oberstimmen
über einem tOstinato, meist im 3/4-Takt. Passacaille
[--,'ka:jə] die; -, -n (aus fr. passacaille „span. Tanz“): svw.
Passacaglia. Paslsalde zZze; -, -n (aus fr. passade „flüch
tige Durchreise, Wendung"): kurz ausgeführte Wendung
im Galopp mit gleichzeitigem Fußwechsel (in der hohen
Schule). pas|sa|die|ren (zu Î..deren): die Passade reiten.
Pasl salge [..,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. (alt)fr. passage
zu passer, vgl. passieren) : 1. a) Durchfahrt, Durchgang ; b)
(ohne Plur.) das Durchfahren, Passieren ( 1). 2. überdachte
Ladenstraße. 3. Reise mit Schiff od. Flugzeug, bes. übers
Meer. 4. Durchgang eines Gestirns durch den Meridian (2 ;
Astron.). 5. aus melodischen Figuren zusammengesetzter
Teil eines Musikwerks. 6. fortlaufender, zusammenhän
gender Teil einer Rede od. eines Textes. 7. Gangart der ho
hen Schule, bei der das Pferd im Trab die abfedernden Bei
ne länger in der Beugung hält (Reiten). Paslsalgelinstrulment* das; -[e]s, -e: Messinstrument (einfache
Form des Î Meridiankreises) zur Bestimmung der Durch
gangszeiten der Sterne durch den Meridian (Astron.),
paslsalger [.../e:n] (aus fr. passager „vorübergehend“):
nur vorübergehend auftretend (von Krankheitszeichen,
Krankheiten o.Ä., z.B. von einer Lähmung; Med.). Pas
salgier [.../im] der; -s, -e (unter Einfluss von fr. passager
„Passagier“ aus it. passeggiere, Nebenform von passeggero „(Durch)reisender“ zu passare „reisen“): Flug-, Fahr
gast; Schiffsreisender. Paslsalgilum [...gium] das; -s,
Plur. ...ien [...ion] u. ...ia (aus gleichbed. mlat. passagium):
Heereszug, Kreuzzug
Paslsah das; -s (über spätlat. pascha, gr. páscha aus hebt:
pesahzupäsah „verschonen“): l.jüd. Fest zum Gedenken
an den Auszug aus Ägypten; vgl. Azyma (2). 2. beim Pas
sahmahl gegessenes Lamm
Paslsalmelter das; -s, - (mit Bindevokal -a- zu lat. passus
„ausgebreitet“ (Part. Perf. von pandere „ausbreiten“) u.
zu t'...meter): Feinmessgerät für Messungen an der Au
ßenfläche von Werkstücken (Techn.). Paslsalmezlzo
der; -s, ...zzi (aus gleichbed. it. passamezzo zu passo e mez
zo „anderthalb Schritt“): 1. alter ital. Tanz, eine Art
schnelle tPavane. 2. Teil der Suite (4). Paslsant der; -en,
-en (aus gleichbed. (alt)fr. passant bzw. it. passante, sub
stantiviertes Part. Präs, von passer bzw. passare, vgl. pas
sieren): 1. Fußgänger; [zufällig] Vorübergehender. 2.
(Schweiz.) Durchreisender
Paslsat der; -[e]s, -e (aus gleichbed. niederl. passaat(wind),
weitere Herkunft ungeklärt) : beständig in Richtung Äqua
tor wehender Ostwind in den Tropen
passe [pas] (zu fr. passe, eigtl. „übertrifft“ (nach den hö
Pasipel
Passion
heren Zahlen im Gegensatz zu îmanque), dies zu passer
„übertreffen, vorbeigehen“, vgl. passen): von 19 bis 36 (in
Bezug auf eine Gewinnmöglichkeit beim Roulette), pas
sé [pa'se:], auch paslsee (aus gleichbed./r. passé, Part.
Perf. von passer, vgl. passieren): (ugs.) vorbei, vergangen,
abgetan, überlebt. Pas|se|men|te|rie [pasəmatə...] die;
-, ...ien (aus fr. passementerie „Posamentenherstellung"):
svw. Posamentierarbeit, paslsen (nach fr. passer „(vorüber)gehen``): 1. nicht mithalten, verzichten. 2. a) ein Spiel
vorübergehen lassen, auf ein Spiel verzichten (Karten
spiel); b) keine Augen machen (beim Bridge). Passelpartout [paspar tú:] das, Schweiz, der; -s, -s (aus gleichbed./r.
passe-partout, eigtl. „etwas, was überall passt“): 1. Um
rahmung aus leichter Pappe für Grafiken, Aquarelle,
Zeichnungen u.a. 2. (Schweiz., sonst veraltet) Freipass;
Dauerkarte. 3. (selten, noch Schweiz.) Hauptschlüssel.
Passelpiled [pas'pie:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. passepied, eigtl. „setze den Fuß über (den anderen)“): 1. alter
franz. Rundtanz aus der Bretagne in schnellem, ungera
dem Takt (z.B. 3/4-Takt). 2. Einlage in der Suite (4).
Passelpoil [pas'poal] vgl. Paspel. passe|poi|lie|ren
vgl. paspelieren. Passeiport [pas'pom] der; -s, -s (aus fr.
passeport): franz. Bez. für Reisepass. Paslselrellle die;-,
-n (aus gleichbed./r. passerelle zu passer, vgl. passieren):
(Schweiz.) Fußgängerüberweg, kleiner Viadukt. Pas seul
[pa’sœl] der:
(aus gleichbed./r. pas seul): Tanz allein,
Solotanz
paslsilbel (aus gleichbed./r. passible, dies aus lat. patibilis
zu pati, vgl. Passion): (veraltet) empfindungsfähig, emp
fänglich für Einflüsse. Pas|si|billi|tät die; - (aus gleich
bed./r. passibilitè, vgl. ...ität): (veraltet) Empfindungsfä
higkeit, Empfindsamkeit
Paslsierlball iter; -[e]s, ...bälle (zu tpassieren): svw. Pas
sierschlag. pas|sier|bar: so beschaffen, dass man es pas
sieren kann, gangbar, überschreitbar. paslsielren (aus
gleichbed./r. passer, dies über das Roman, zu lat. passus
„Schritt, Tritt“, Bed. 2 aus fr. se passer): 1. a) durchreisen,
durch-, überqueren; vorüber-, durchgehen; b) durchlaufen
(z. B. von einem Schriftstück). 2. a) geschehen, sich ereig
nen, sich zutragen; b) widerfahren, zustoßen. 3. (veraltet)
noch angehen, gerade noch erträglich sein. 4. a) durchsei
hen; durch ein Sieb rühren (Gastr.); b) durch eine Passier
maschine rühren (Techn.). 5. am Gegner, der zum Netz
vorgerückt ist, den Ball so vorbeischlagen, dass er für ihn
unerreichbar ist (Tennis). Paslsierlgelwicht das; -[e]s:
das Mindestgewicht einer Edelmetall-, vor allem Gold
münze, mit dem sie bei Überprüfung noch als vollwertig
passieren durfte. Pas|sier|ma|schi|ne die; -, -n: Gefäß
mit verschiedenen Siebeinsätzen u. Rührwerk (z. B. bei der
Schokoladenherstellung). Paslsieijschein z/er; -[e]s, -e:
Schein, der zum Betreten eines Bereichs o. Ä. berechtigt,
der einem bestimmten Personenkreis vorbehalten ist.
Paslsierlschlag der; -[e]s, ...Schläge: meist hart geschla
gener Ball, der an dem ans Netz vorgerückten Gegner vor
beigeschlagen wird (Tennis)
Paslsilflolra cZZe; -, ...ren (zu spätlat. passio (vgl. Passio) u.
lat. flos, Gen. floris „Blume“): Passionsblume, (bes. in
Südamerika heimische) rankende Pflanze mit großen, ge
lappten bis gefingerten Blättern u. großen, strahligen Blü
ten
pas sim dat.y. da und dort, zerstreut, allenthalben; Abk.:
pass. Pas|si|me|ter das; -s, - (mit Bindevokal -i- zu /¿zt.
passus „ausgebreitet“ (Part. Perf. von pandere „ausbrei
ten“) u. Α...meter): Feinmessgerät für Messungen im In
nern von Werkstücken (Techn.)
Paslsio die; - (aus gleichbed. spätlat. passio; vgl. Passion):
das Erleiden, Erdulden (Philos.); Ggs. t Actio (2). Paslsion die; -, -en (aus spätlat. passio „Leiden, Krankheit“ zu
lat. passus, Part. Perf. von pati „erdulden, erleiden“, Bed.
Passional
1010
veté, zu passif, vgl. passiv u. ...ität): 1. Untätigkeit, Teil
1 über fr. passion, Bed. 2 über kirchenlat. passio „Passi
nahmslosigkeit, Inaktivität; Ggs. ÎAktivität. 2. herabge
onszeit“): 1. a) Leidenschaft, leidenschaftliche Hingabe;
setzte Reaktionsfähigkeit bei unedlen Metallen (Chem.).
b) Vorliebe, Liebhaberei. 2. a) (ohne Plur.) das Leiden u.
з. mangelhafter Einsatz von Sportlern bei Kampfsportar
die Leidensgeschichte Jesu Christi; b) die Darstellung der
ten, der zur Disqualifikation führen kann (z. B. beim Rin
Leidensgeschichte Jesu Christi in der bildenden Kunst, die
gen; Sport). Paslsivlkonlten, Pas|siv|kon|ti u. PasVertonung der Leidensgeschichte Jesu Christi als Chor
siv konitos <//e ( Plur.) (zu tpassiv): Konten der Passiv
werk od. TOratorium (2). Paslsilolnal u. Paslsilolnar
seite der Bilanz (Wirtsch.); vgl. Passiva; Ggs. Î Aktivkon
das; -s, -e (aus gleichbed. mlat. Passionale bzw. Passionaten. Paslsiv|lelgi|ti|malti|on die; -, -en: im Zivilprozess
rius): 1. mittelalterliches liturgisches Buch mit Heiligenge
die sachliche Berechtigung (bzw. Verpflichtung) des Be
schichten. 2. größte Legendensammlung des deutschen
klagten, seine Rechte geltend zu machen (Rechtsw.); Ggs.
Mittelalters (um 1300). paslsilolnalto (it.; „leidenschaft
ÎAktivlegitimation. Pas|siv|pos|ten der; -s, -: auf der
lich“, zu passione „Leidenschaft; Leiden“, dies aus lat.
Passivseite der Bilanz aufgeführter Posten. Paslsivlpropassio, vgl. Passion): svw. appassionato. Paslsilolnalto
zess der; -es, -e: Prozess, in dem jmd. als Beklagter auf
das; -s, Plur. -s u. ...ti: leidenschaftlicher Vortrag (Mus.),
tritt (Rechtsw.); Ggs. t Aktivprozess. Paslsivlraulchen
paslsilolnielren, sich (nach/r. se passionner zu passion,
das: -s: unfreiwilliges Einatmen von Tabakrauch beim
vgl. Passion (1)): (veraltet) sich leidenschaftlich für etwas
Aufenthalt in Räumen, in denen geraucht wird. Paslsiveinsetzen, begeistern, paslsilolniert (zu t...iert): leiden
salldo der; -s, Plur. -s u. ...salden od. ...Saldi: Saldo, der
schaftlich [für etwas begeistert], Paslsilgnslsonnltag
sich auf der rechten Seite eines Î Kontos ergibt; Ggs. Î Ak
der; -[e]s, -e (zu ÎPassion): kath. Bez. für Sonntag t Judika.
tivsaldo. Paslsilvum [,,,vʊm] das; -s, ...va [...va] (aus lat.
Passüonsspiel das; -[e]s, -e: volkstümliche dramati
(verbum) passivum „Leideform (des Verbs)“): (veraltet)
sche Darstellung der Passion Christi, paslsiv [auch
Passiv. Pas|siv|zin|sen die (Plur.) (zu tpassiv): Zinsen,
,..'si:f] (vermutlich unter Einfluss von gleichbed. (alt)fr.
die ein Unternehmen zu zahlen hat; Ggs. t Aktivzinsen
passif aus lat. passivus „duldend, empfindsam“ zu pati,
vgl. Passion): 1. a) untätig, nicht zielstrebig, (eine Sache) Paslso/nelter das; -s, - (zu lat. passus (vgl. Passus) u.
t '...meter): Schrittzähler. Paslsulla die;-, ...lae [...le] (aus
nicht ausübend (aber davon betroffen); Ggs. 1 aktiv (la);
gleichbed. lat. (uva) passula, Verkleinerungsform von
b) teilnahmslos; still, duldend. 2. a) als Mitglied einer Ver
(uva) passa „ausgebreitete (d.h. getrocknete) Weintrau
einigung nicht aktiv an dem, was diese Vereinigung gestal
be“, dies zu pandere „ausbreiten“): (veraltet) getrocknete
tet, durchführt o.Ä., Anteil nehmend; b) nicht an Training
Weintraube. Paslsus der; -, - ['pasu:s] (über gleichbed.
od. Wettkämpfen einer Sportgemeinschaft teilnehmend.
3. svw. passivisch; passive [...va] Bestechung: das Anneh
mlat. passus aus lat. passus „Schritt, Tritt“): 1. Abschnitt
in einem Text, Textstelle. 2. (selten) Angelegenheit, Fall
men von Geschenken, Geld od. anderen Vorteilen durch
einen Beamten für eine Handlung, die in seinen Amtsbe Paslta die; -, Pasten (aus it. pasta „Teig, Nudel“ zu mlat.
reich fällt (Rechtsw.); Ggs. Taktive Bestechung; passive
pasta „Teig“, dies über spätlat. pasta „Teig, Art Eintopf*
[...va] Handelsbilanz: Handelsbilanz eines Landes, bei der
aus gleichbed. gr. paste, Fem. von pastos „gestreut“ zu
die Ausfuhren hinter den Einfuhren Zurückbleiben
pässein „streuen“): 1. vgl. Paste. 2. (ohne Plur.) ital. Bez.
(Wirtsch.); Ggs. Îaktive Handelsbilanz; passive [...va] Im
für Teigwaren. Paslta asciutlta [-a'ʃota] die; - -, ...te
munität: durch Injektion von zellfreiem, antikörperhalti
...tte [...to ...to], Pasitalsciutita [pasta'ʃʊta] die; -, ...tte
gem Serum erzeugte Immunität (Med.); passives [...vas]
[...to] (aus gleichbed. it. pasta asciutta, pastasciutta, eigtl.
Wahlrecht: das Recht, gewählt zu werden (Pol.); Ggs. T ak
„trockener Teig“): Gericht aus Spaghetti u. einer Soße aus
tives Wahlrecht; passiver [...vb] Wortschatz: Gesamtheit
Hackfleisch, Tomaten u.a. Pas|te u. Pasta die; -, ...ten
aller Wörter, die ein Sprecher in seiner Muttersprache
(teilweise unter Einfluss von it. pasta aus mlat. pasta, vgl.
kennt, ohne sie jedoch in einer konkreten Sprechsituation
Pasta): 1. streichbare Masse [aus Fisch, Gänseleber o.Ä.].
zu gebrauchen (Sprachw.); Ggs. Î aktiver Wortschatz.
2. streichbare Masse als Grundlage für Arzneien u. kos
Paslsiv das; -s, -e [...va] (aus gleichbed. lat. (genus) pas
metische Mittel. 3. a) Abdruck von Gemmen od. Medail
sivum) : Leideform, Verhaltensrichtung des Verbs, die vom
len in einer weichen Masse aus feinem Gips od. Schwefel;
„leidenden“ Subjekt her gesehen ist (z.B. der Hund wird
b) [antike] Nachbildung von Gemmen in Glas. Paslteil
[von Fritz] geschlagen; Sprachw.); Ggs. ÎAktiv (I). Pas
das; -[e]s, -e (über fr. pastel aus it. pastello „Farbstift“,
siva [...va] u. Paslsilven [...van] die (Plur.) (aus lat. pas
eigtl. „geformter Farbteig“, Verkleinerungsform von spät
siva, substantiviertes Neutr. Plur. von passivus; vgl. pas
lat. pasta, vgl. Pasta): 1. Technik des Malens mit Pastell
siv): das auf der rechten Bilanzseite verzeichnete Eigen- u.
farben (1). 2. mit Pastellfarben (1) gemaltes Bild (von hel
Fremdkapital eines Unternehmens; Schulden, Verbind
ler, samtartiger Wirkung). 3. Kurzform von î Pastellfarbe
lichkeiten; Ggs. Î Aktiva. Paslsivlgelschäft das; -[e]s,
(2). pasltelllen: [wie] mit Pastellfarben (1) gemalt; von
-e: Bankgeschäft, bei dem sich die Bank Geld beschafft,
heller, samtartiger Wirkung. Pas|tell|far|be die; -, -n: 1.
um Î'Kredite (2 a) gewähren zu können; Ggs. t Aktivge
aus einer Mischung von Kreide u. Ton mit einem Farbstoff
schäft. Pas|siv|han|del der; -s: von den Kaufleuten eines
и. einem Bindemittel hergestellte trockene Malfarbe in
anderen Landes betriebener Außenhandel; Ggs. t Aktiv
Stiftform. 2. (meist Plur.) zarter, heller Farbton. Pas líe
handel. paslsilvielren [...v...] (zu T..deren): 1. Verbind
te die; -, -n (aus gleichbed. mniederl. pasteide, dies über
lichkeiten aller Art in der Bilanz erfassen u. ausweisen;
altfr. pasté aus spätlat. pasta, vgl. Pasta): a) meist zylin
Ggs. t aktivieren (2). 2. unedle Metalle in den Zustand der
derförmige Hülle aus Blätterteig für die Füllung mit Ra
Passivität (2) überführen (Chem.). Pas|si|vie|rung die; -,
gout; b) mit fein gewürztem Ragout gefüllte Pastete (a); c)
-en (zu Î...ierung) : 1. Bildung von Passivposten in der Bi
Speise aus gehacktem Fleisch, Wild, Geflügel od. Fisch,
lanz (Wirtsch.). 2. die Ausbildung eines elektrochem. Zu
die in einer Hülle aus Teig gebacken od. in einer Terrine
standes, in dem bestimmte Metalle nahezu beständig ge
o.Ä. serviert wird
genüber tKorrosion sind (Chem.). paslsilvisch [auch Paslteulrilsaltilon [...ta...] die; -, -en (aus gleichbed. fr.
pa...]: das Passiv betreffend, zum Passiv gehörend, im
pasteurisation, nach dem franz. Chemiker L. Pasteur,
Passiv stehend (Sprachw.); vgl. ...isch/-; Ggs. Taktivisch.
1822-1895): Entkeimung u. Haltbarmachung von Nah
Passilvismus der; - (zu Î ...ismus (3)): Verzicht auf Ak
rungsmitteln (z. B. Milch) durch schonendes Erhitzen; vgl.
tivität, bes. in sexueller Hinsicht; vgl. Masochismus. Pas...ation/...ierung. pas teu ri sie ren (aus gleichbed. fr.
silviltät die; - (aus gleichbed./r. passivité, älter fr. passipasteuriser): durch Pasteurisation entkeimen, haltbar ma-
1011
chen. Pas teu ri sie rung die: -, -en (zu t,,,isierung): das
Pasteurisieren
Pas|tic|cio [pas'tɪʧo] das; -s, Plur. -s od. ...cci [...tjï] (aus
gleichbed. it. pasticcio, eigtl. „Pastete; (auch) Pfuschwerk“,
dies über das Vulgärlat. aus spätlat. pasta, vgl. Paste): 1.
Bild, das in betrügerischer Absicht in der Manier eines gro
ßen Meisters gemalt wurde. 2. aus Stücken verschiedener
Komponisten [mit einem neuen Text] zusammengesetztes
Musikstück. Pasltiche [pas'ti:ʃ] der; -s, -s (aus gleichbed.
fr. pastiche, dies aus it. pasticcio, vgl. Pasticcio): 1. franz.
Form von Pasticcio. 2. (veraltet) Nachahmung des Stils u.
der Ideen eines Autors
Pasltilllage [pastija:ʒ] die; - (aus fr. pastillage „Zucker
werk“ zu pastille „Zuckerkügelchen“, dies aus lat. pastil
lus, vgl. Pastille): (veraltet) zu Figuren geformte Süßigkei
ten. PasItilIle die; -, -n (aus lat. pastillus „Kügelchen aus
Mehlteig“, Verkleinerungsform von panis „Brot“): Plätt
chen zum Lutschen, dem Heilmittel od. Geschmacksstoffe
zugesetzt sind
Pasltilnak der; -s, -e u. Pas ti na ke die; -, -n (aus gleich
bed. lat. pastinaca): 1. hoch wachsende Pflanze mit Pfahl
wurzel, gefiederten Blättern u. in Dolde wachsenden Blü
ten. 2. Wurzel der Pastinake (1), die als Gemüse u. Vieh
futter verwendet wird
Pasltis der; -, - (/r,): franz. Kräuteraperitif mit großem An
teil von Anisöl
Pasltolpholrilen [...ion] die (Plur.) (aus mgr. pastophórion
„Vorhalle am Tempel“ zu gr. pastás „Türpfeiler; Vorhal
le“): die zu beiden Seiten der Apsis gelegenen Räume bei
frühchristlichen Kirchen
Pasltor [auch ... torn] der: -s, ...oren (aus mlat. pastor, eigtl.
„Seelenhirt“, dies aus lat. pastor „Hirt“ zu pascere „wei
den lassen“): Pfarrer; Abk.: P. pasltolral (aus lat. pasto
ralis „zu den Hirten gehörig, Hirten-“; Bed. 2 über gleich
bed. mlat. pastoralis): 1. ländlich, idyllisch. 2. den Pastor,
sein Amt betreffend, ihm zustehend; pfarramtlich, seel
sorgerisch. 3. a) feierlich, würdig; b) (abwertend) sal
bungsvoll.Pasltolral die;-: Kurzform von Î Pastoraltheo
logie. Pasltolral... (aus gleichbed. (m)lat. pastoralis, vgl.
pastoral): Wortbildungselement mit der Bedeutung „das
Pfarramt, die Seelsorge betreffend“, z.B. Pastoraltheolo
gie. Pasltolrallaslsisltent der; -en, -en: ausgebildeter
kath. Theologe im Laienstand, der nach der 2. Dienstprü
fung als Seelsorger arbeitet. Pas|to|ral|brief der; -[e]s, -e
(meist Plur.): einer der dem Apostel Paulus zugeschriebe
nen, an Timotheus u. Titus gerichteten Briefe, der die Ab
wehr der Gnosis durch die frühe Kirche zum Gegenstand
hat.’Pas|to|ra|le das; -s, -s, auchrfie; -, -n (aus gleichbed.
it. pastorale, eigtl. „zu den Hirten gehörig“, dies aus /ɑ/.
pastoralis, vgl. pastoral): 1. a) Instrumentalstück (im 6/sod. *2/8-Takt (bes. für Schalmei- u. Oboengruppen) (Mus.);
b) kleines, ländlich-idyllisches Singspiel, das Stoffe aus
dem idealisierten Hirtenleben zum Thema hat; musikali
sches Schäferspiel. 2. Schäferspiel (Literaturw.). 3. idylli
sche Darstellung des Hirtenlebens (Malerei).2Pas|to|rale das: -s, -s (aus gleichbed. it. (bastone) pastorale, dies aus
mlat. pastoralis, vgl. pastoral): Hirtenstab eines kath. Bi
schofs. Pas|to|ra|li|en [...ion] die (Plur.) (aus gleichbed.
mlat. pastoralia); Pfarramtsangelegenheiten. Pasltolralkonlzil das:-s, Plur. -eu. ...ien [...ion] (zuîPastoral...): die
aus Bischöfen, Klerikern u. Laien zusammengesetzte Ge
samtsynode der kath. Kirche eines Landes. Pasltolralmeldilzin die; - (zu mlat. pastoralis, vgl. pastoral): Grenz
wissenschaft zwischen Medizin u. Theologie, die sich um
ein Zusammenwirken von ärztlicher u. seelsorgerischer
Betreuung Kranker bemüht. Pasltolrallpsylchollolgie
die; -: Psychologie als Teil der Seelsorge. Pasltolrallsozilollolgie die; - (zu t Pastoral...): Zweig der Religionsso
ziologie, die die Struktur von Kirchengemeinden u. deren
Patent
Wandel analysiert. Pas|to|ral|sylno|de‘ die; -, -n: svw.
Pastoralkonzil. Pasltolralltheollolgie die; -: in der kath.
Kirche die praktische Theologie, die Lehre von den Ge
meindeämtern u. der Seelsorge. Pasltolrat z/os; -[e]s, -e
(aus gleichbed. m/ɑ/. pastoratus): (landsch.) a) Pfarramt;
b) Wohnung des Pastors. Pasltolraltilon die; -, -en (zu
t Pastor u. Î...ation): seelsorgerische Betreuung einer Ge
meinde od. Institution.Pasltolrellle die; -, -n (aus gleich
bed. it. pastorella, Verkleinerungsform von pastorale, vgl.
‘Pastorale): 1. kleines Hirtenlied (Mus.). 2. mittelalterli
che Gedichtform, die das Werben eines Ritters um eine
Schäferin, ein Landmädchen zum Gegenstand hat. Pastorin die; -, -nen: weibliche Form zu tPastor. Pasltor
pri|ma|ri|us der; - -, ...ores [...re:s] ...rii (aus gleichbed.
mlat. pastor primarius, eigtl. „erster Pastor“): ev. Ober
pfarrer, Hauptpastor; Abk.: P. prim.
pasitos (aus it. pastoso „teigig, breiig“, zu pasta, vgl. Pas
te): 1. dick aufgetragen (bes. von Ölfarben auf Gemälden,
sodass eine reliefartige Fläche entsteht). 2. dickflüssig,
teigartig (Gastr.).pasitos (zut...ös): 1. gedunsen, aufge
schwemmt (Med.). 2. pastenartig, teigig (Techn.).Pasltosiltät die; - (zu Îpastos u. t ...ität): Aussehen einer Schrift,
Schriftbild mit dicken, teigigen Strichen
Pasltoulrellle [pastu...] die; -, -n (aus fr. pastourelle „Hir
tenlied“ zu pasteur „Hirt“, dies aus lat. pastor, vgl. Pas
tor): svw. Pastorelle
Paltalgilum das; -s, ...ien [...ien] (aus lat. patagium „Bor
te“): die Flughaut der Wirbeltiere (z.B. der Fledermäuse;
Biol.)
Palta|vi|ni|tät [...v...] rfie; - (nach der Stadt Patavium (heu
te Padua) u. zu T ...ität) : die (an dem altröm. Geschichts
schreiber Livius getadelte) lat. Mundart der Bewohner der
Stadt Patavium
Patch [pætʃ] das; -[s], -s (aus engl. patch „Flicken, Stück“):
1. Hautlappen od. ein entsprechend geformtes Gewebe
stück, die als t Implantat od. ÎTransplantat zur Abde
ckung von Weichteil- od. Blutgefäßdefekten dienen
(Med.). 2. Softwareprogramm, das in einem Programm (4)
enthaltene Fehler (vgl. Bug) beheben soll (EDV)
Patlchoulli [fr. patju'li, engl. 'pætʃuli] vgl. Patschuli
Patchlwork [pætʃwə:k] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
patchwork, eigtl. „Flickwerk“, zu engl. patch (vgl. Patch)
u. work „Arbeit“): 1. (ohne Plur.) Technik zur Herstellung
von Kleiderstoffen, Decken, Wandbehängen o. Ä., bei der
Stoff- od. Lederflicken in den verschiedensten Formen,
Farben u. Mustern harmonisch zusammengesetzt werden.
2. Arbeit in der Technik des Patchworks (1)
Paltelfakltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. patefactio zu
patefacere „öffnen“): (veraltet) Eröffnung, Bekanntma
chung
Paltellla <Vze; -, ...lien (aus lat. patella „Schüssel; Platte“):
Kniescheibe (Med.), paltelllar (aus lat. patellarius „zur
Schüssel gehörig“): zur Kniescheibe gehörend (Med.).
Paltel|lar|re|flex* der; -es, -e: reflektorische Streckbe
wegung des Unterschenkels bei einem Schlag auf die Patellarsehne unterhalb der Kniescheibe (Med.), paltelllifprm (zu t...form): (veraltet) schüssel- od. tellerförmig
Paltelne die; -, -n (über gleichbed. mlat. patena aus lat. pa
tina „Schüssel, Pfanne“, dies ausgr. patáne): flacher [gol
dener] Teller für die Hostien od. das Abendmahlsbrot
paItent (zu t Patent, zuerst in der Studentenspr. gebraucht,
wohl mit dem Gedanken, dass patentierte Waren von be
sonderer Güte seien): 1. (ugs.) geschickt, praktisch, tüch
tig, brauchbar; großartig, famos. 2. (landsch.) hübsch ge
kleidet, flott u. selbstbewusst. Pa Itent ¿fas; -[e]s, -e (aus
mlat. (littera) patens „landesherrlicher offener (d. h. offen
vorzuzeigender) Brief“ zu lat. patens, Gen. patentis „offen
(stehend)“, Part. Präs, von patere „offen stehen, offen vor
den Augen liegen“): 1. a) amtlich verliehenes Recht zur al
patentieren
leinigen Benutzung u. gewerblichen Verwertung einer Er
findung. b) Urkunde über ein Patent (la); c) Erfindung,
die durch das Patentrecht geschützt ist. 2. Ernennungs-,
Bestallungsurkunde bes. eines [Schiffsjoffiziers. 3.
(Schweiz.) Erlaubnis[urkunde] für die Ausübung bestimmter
Berufe, Tätigkeiten. 4. (früher) Urkunde über die Gewäh
rung bestimmter Rechte (z. B. die Gewährung von Religi
onsfreiheit). pa|ten|tie|ren <zu T..deren): 1. eine Erfin
dung durch Patent schützen. 2. stark erhitzte Stahldrähte
durch Abkühlen im Bleibad veredeln (Techn.). Paltentin ge ni eur [,,,ʒenio:n] der; -s, -e: Diplomingenieur un
terschiedlicher Fachrichtungen, dem die patentjuristische
u. technische Darstellung der Erfindungen obliegt. Pa
tenti kalɪidɑʌ,' -s: svw. Kalimagnesium. Pa|tent|re|zept
das; -[e]s, -e: erwünschte, einfache Lösung, die alle
Schwierigkeiten behebt
Pa|teri/er; -s, Plur. - u. Patres [,..re:s] (aus mlat. pater (mo
nasterii) „Abt; Ordensgeistlicher“ zu lat. pater „Vater“):
kath. Ordensgeistlicher; Abk.: P. (Plur. PP.)
PaltelracZte; -, ...rae [...re] (aus gleichbed. lat. patera zu pa
tere „offen stehen“): [henkellose] Opferschale zum Spen
den des Trankopfers im alten Rom
Palterlfalmillilastfer;-, - (aus/at pater familias „Vater der
Familie“): (scherzh.) Familienoberhaupt, Familienvater.
Pa|ter|na|lis|mus der; - (zu mlat. paternalis „väterlich“
u. T...ismus (5)): das Bestreben [eines Staates], andere
[Staaten] zu bevormunden, zu gängeln. pa|ter|na|listisch (zu Î ...istisch): (veraltet) den Paternalismus betref
fend, für ihn charakteristisch; bevormundend, palternell(aus gleichbed. fr. paternel, paternelle): (veraltet) vä
terlich
Palterlnia die; - (nach dem Rio Paternia in Spanien): auf
kalkarmen Flussablagerungen entstandener grauer bis
brauner Auenboden (Bodenkunde)
palterlniltär (zu Î Paternität u. T ...är): 1. die Paternität be
treffend. 2. von einer vaterrechtlichen Gesellschaftsform
bestimmt; vgl. Patriarchat (2). Pa ter ni tät die; - (aus
gleichbed. lat. paternitas, Gen. paternitatis, dies zu lat.
pater, vgl. Pater): (veraltet) Vaterschaft. ’Pa|ter|nos|ter
das; -s, - (aus gleichbed. mlat. pater noster zu lat. pater
noster „unser Vater“, nach den Anfangsworten des Gebets
bei Matth. 6,9): das Vaterunser; in verschiedene Bitten ge
gliedertes Gebet aller christlichen Konfessionen. 2Palternoslter der; -s, - (urspr. kurz für Paternosterwerk, einer
alten Bez. für ein [Wasserjhebewerk mit einer endlosen
Kette; nach einem Vergleich mit den aneinander gereihten
Perlen der Paternosterschnur (= älter für Rosenkranz)):
ständig umlaufender Aufzug ohne Tür zur ununterbroche
nen Beförderung von Personen od. Gütern; Umlaufauf
zug. Palter Paltri|ae*[-...trie] der; - - (aus gleichbed. Zai.
pater patriae) : Vater des Vaterlandes (Ehrentitel röm. Kai
ser u. verdienter hoher Staatsbeamter). Pa|ter|peclca|vi
das; -, -: (zu lat. peccare „sündigen“): reuiges Geständnis,
palter, peelealvi[- pɛka:vi] fat.'): Vater, ich habe gesün
digt! (Luk. 15,18); pater peccavi sagen: flehentlich um
Verzeihung bitten
Pâte sur Pâte [patsyr’pa:t] das;---- (aus fr. pâte sur pâte
„Masse auf Masse“): Porzellan- od. Steingutverzierung,
bei der dünne, weiße Flachreliefs auf dem farbigen Unter
grund von Porzellan od. Steingut angebracht werden
pa|te|ti|co [...ko] (zi.; aus spätlat. patheticus, vgl. pathe
tisch): leidenschaftlich, pathetisch, erhaben, feierlich
(Mus.), path.... Path... vgl. patho..., Patho....... path (zu
gr. páthos „Leiden; Schmerz; Krankheit“; vgl. Pathos):
Wortbildungselement mit den Bedeutungen: 1. „an einer
[psychischen] Krankheit Leidender“, z. B. Psychopath. 2.
„Facharzt, Vertreter einer medizinischen Schule od.
Krankheitslehre“, z.B. Homöopath. Paltherlgie* die; -,
...ten (zu tpatho..., gr. érgon „Werk; Tätigkeit“ u. f2...ie,
1012
Analogiebildung zu ÎAllergie): Gesamtheit aller krank
haften Gewebsreaktionen (z. B. Entzündungen, Allergien;
Med.). Paltheltikz/ze; - (zu Tpathetisch u. T2...ik (3)>: un
natürliche, übertriebene, gespreizte Feierlichkeit. Patheltilker der; -s, -: jmd., der sich pathetisch gebärdet,
païthéltique [pate tik] (/?.): pathetisch, leidenschaftlich
(Vortragsanweisung; Mus.), paItheitisch (über spätlat.
patheticus aus gr. pathetikös „leidend; leidenschaftlich,
gefühlvoll“ zu páthos, vgl. Pathos): 1. ausdrucksvoll, fei
erlich. 2. (abwertend) übertrieben gefühlvoll, empfin
dungsvoll, salbungsvoll, affektiert, paltheltilsielren (zu
T...isieren>: etwas pathetisch, [übertrieben] gefühlvoll ge
stalten. ...palthie (über lat. -pathia aus gleichbed. gr.
-patheîa zu gr. páthos, vgl. ...path u. Pathos): Wortbil
dungselement mit den Bedeutungen: 1. a) „Krankheit; Er
krankung“, z.B. Psychopathie, u. b) „Krankheitslehre;
Heilmethode“, z. B. Homöopathie. 2. „Gefühl, Neigung“,
z.B. Antipathie, paltho..., Paltho..., vor Vokalen meist
path..., Path... (aus gleichbed. gr. patho- zu páthos, vgl.
...path): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Lei
den, Krankheit“, z. B. Pathologie, Pathergie. Pa tho biochelmie die; -: Wissenschaft von den gestörten Stoff
wechselvorgängen im Organismus, paltholgen (zu Îpat
ho... u t...gen): Krankheiten verursachend, erregend
(z. B. von Bakterien im menschlichen Organismus; Med.);
Ggs. t apathogen. Pa|tho|ge|ne|sea7e; -, -n: Gesamtheit
der an Entstehung u. Entwicklung einer Krankheit betei
ligten Faktoren (Med.); vgl. Ätiologie (2). pa tholge netisch: die Pathogenese betreffend, zu ihr gehörend. Patholgelniltät die; - (zu Tpathogen u. T ...ität): Fähigkeit,
Eigenschaft bestimmter Substanzen u. Organismen,
krankhafte Veränderungen im Organismus hervorzurufen
(Med.). Paltholgnolmik* die; - (zu Tpatho..., gr. gnöme
„Erkenntnis“ u. T2...ik (1)): 1. svw. Pathognostik. 2. Deu
tung des aktuellen seelischen Zustandes aus Gesichts- u.
Körperbewegungen (nach J. K. Lavater, 18. Jh.; Aus
druckspsychologie).
paltholgnolmolnisch*
(nach
gleichbed. gr. pathognömonikös): für eine Krankheit, ein
Krankheitsbild charakteristisch, kennzeichnend (Med.).
Paltholgnosltik* die; - (zu Tpatho... u. gr. gnöstikös
„das Erkennen, Einsehen betreffend“): Erkennung einer
Krankheit anhand charakteristischer Symptome (Med.),
pathognosltisch*: svw. pathognomonisch. Palthogralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu T...grafie): der
Biografie entsprechende Schilderung der Entwicklung u.
Leistung eines Menschen mit Beschreibung der Krankhei
ten bzw. der krankheitsbedingten Einflüsse (Med., Psy
chol.). Paltholklilse* die; -, -n (zu gr. égklisis „das Hi
neinneigen“): Disposition bestimmter Teile eines Organs
zu spezifischen Erkrankungen, z. B. Anfälligkeit bestimm
ter Gehirnteile für Schädigungen durch toxische Einflüsse
od. Sauerstoffmangel (Med.). Pa|tho|linlgu|isti/er; -en,
-en: Spezialist auf dem Gebiet der Patholinguistik. Patho|lin|gu|is|tik die; -: Teilgebiet der angewandten
Sprachwissenschaft, das sich mit der Diagnostik, Erklä
rung u. Therapie von Sprachstörungen beschäftigt, patho|lin|gu|is|tisch: die Patholinguistik betreffend. Patho lo ge der; -n, -n (zu t.Joge): Wissenschaftler auf
dem Gebiet der Pathologie. Pa|tho|!olgi_e die; -, ...ien
(aus gr. pathologia „Lehre von den Leiden“): 1. (ohne
Plur.) Wissenschaft von den Krankheiten, bes. von ihrer
Entstehung u. den durch sie hervorgerufenen organisch
anatomischen Veränderungen. 2. pathologische Abtei
lung, pathologisches Institut, palthollglgisch (nach gr.
pathologikös „die Leiden, Krankheiten betreffend“): 1.
die Pathologie betreffend, zu ihr gehörend (Med.). 2.
krankhaft [verändert] (von Organen; Med.). Palthomorlphollolgie die; - (zu Tpatho...): Lehre vom krank
haft veränderten Bau der Organe (Med.). Pa|tho|mor-
1013
patriotisch
die; -, -n (verkürzt aus tpatho... u. Î Metamorpho
zur Herstellung von Backwaren. Pa|tis|si|er [...'sie:] der;
se): Wandlung eines Krankheitsbildes durch Medikamen
-s, -s (aus gleichbed. fr. pâtissier): [Hotel]konditor
te u. andere Behandlungsmaßnahmen (Med.). Paltho- Patina reis der; -es, -e (nach der ind. Stadt Patna): lang
neuirose die; -, -n: Neurose, die auf eine durch körper
körniger Reis
liche Krankheit bedingte Störung des seelischen Gleich Paltois [pa'tça] das; -, - (aus gleichbed. fr. patois zu altfr.
gewichts zurückzuführen ist (Med.). Paltholpholbie die;
patoier „gestikulieren“, dies zu patte „Pfote“): Mundart,
-, ...ien <zu î...phobie (a)>: svw. Nosophobie. PalthoSprechweise der Landbevölkerung [Frankreichs]
phy sio lo ge der; -n, -n: Wissenschaftler auf dem Ge Paltres* [,,,re:s]: Plur. von ÎPater. Pa|tri|arch der; -en, -en
biet der Pathophysiologie. Pa|tho|phy|sio|lo|gie die; -:
(über kirchenlat. patriarcha ausgr. patriârchês, eigtl. „Sip
Teilgebiet der Medizin, das sich mit den Krankheitsvor
penoberhaupt“, zu patriá „Abstammung, Geschlecht;
gängen u. Funktionsstörungen im menschlichen Organis
Stamm, Familie“ (dies zu pater „Vater“) u. árchein „der
mus befasst (Med.). pa|tho|plas|tisch: 1. den Wandel
Erste sein, Führer sein, herrschen“): 1. a) biblischer Erz
eines Krankheitsbildes bewirkend. 2. die Symptome einer
vater; b) (oft abwertend) ältestes männliches Familienmit
Krankheit formend. Paltholpsylchollolgie die; -: 1.
glied od. Mitglied eines Familienverbandes, das sich als
Î Psychopathologie. 2. Lehre von den durch Krankheiten
Familienoberhaupt mit größter Autorität versteht. 2. a)
bedingten psychischen Veränderungen. Palthos das; (ohne Plur.) Amts- od. Ehrentitel einiger röm.-kath.
<aus gleichbed. gr. páthos, eigtl. „Leiden; Schmerz,
[Erz]bischöfe; b) röm.-kath. [Erzjbischof, der diesen Titel
Krankheit“, zu páschein „leiden“): 1. leidenschaftlich-be
trägt. 3. a) (ohne Plur.) Titel der obersten orthodoxen
wegter Ausdruck, feierliche Ergriffenheit. 2. (abwertend)
Geistlichen (in Jerusalem, Moskau u. Konstantinopel) u.
Gefühlsüberschwang, übertriebene Gefühlsäußerung.
der leitenden Bischöfe in einzelnen T autokephalen Ostkir
Pa|tho|the|sau|rolse die; -, -n (zu Tpatho... u. gr. the
chen; b) Träger dieses Titels. Paltrilarlchalde die; -, -n
sauros „Vorrats-, Schatzkammer; Vorrat, Schatz“ u.
(zu t...ade>: epische Dichtung des 18. Jh.s, die ihren Stoff
T'...ose>: Speicherkrankheit, krankhafte Ablagerung bzw.
aus den Patriarchengeschichten des Alten Testaments
Speicherung von Stoffwechselprodukten in Zellen u. Ge
nahm, paltrilarlchal: svw. patriarchisch. pa|tri|ar|chaweben als Folge von Störungen des Zellstoffwechsels
lisch (aus kirchenlat. patriarchalis „zum Patriarchen ge
(Med.)
hörig, ihn betreffend“, dies aus gr. patriarchikös, vgl. pa
Paltilence [pa sia:s] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr. pa
triarchisch): 1. a) das Patriarchat (2) betreffend; vater
tience, eigtl. „Geduld“, dies aus lat. patientia zu pati, vgl.
rechtlich; b) den Patriarchen betreffend; altväterlich, ehr
Patient): 1. Kartenspiel, bei dem die Karten so gelegt wer
würdig. 2. als Mann seine Autorität bes. im familiären
den, dass Sequenzen in einer bestimmten Reihenfolge ent
Bereich geltend machend; bestimmend. Paltrilarlchastehen. 2. Gebäck in Form von Figuren. Pa|ti|ence|bälis mus ¿/er; - (zu Î ...ismus (1)): Staats-, Gesellschafts- u.
ckelrei die: -, -en (zu î Patience, da die Herstellung dieses
Wirtschaftsauffassung, in der Staatsoberhaupt, Grund
Gebäcks Geduld erfordert): (österr.) Î Patience (2). Pa ¡ti
herr od. Unternehmer verstanden wird als eine Art Fami
ens das; -, - (zu lat. patiens „leidend“, vgl. Patient): Ziel
lienoberhaupt über Untertanen, Gesinde od. Arbeitneh
eines durch ein Verbum ausgedrückten Verhaltens, Î Ak
mer. Paltrilarlchallkirlche z/ze; -, -n: eine dem Papst un
kusativobjekt (Sprachw.); vgl. 3Agens. Paltilent der; -en,
mittelbar unterstehende Kirche in Rom (z.B. Peterskir-en (zu lat. patiens, Gen. patientis ,,[er]duldend, leidend“,
che, Lateranbasilika). Pa|tri|ar|chat das; -[e]s, -e (aus
substantiviertes Part. Präs, von pati „erdulden, leiden“):
gleichbed. mlat. patriarchatus, dies zu gr. patriarchia,
vom Arzt od. einem Angehörigen anderer Heilberufe be
eigtl. „Männerherrschaft“): 1. (auch der) Würde u. Amts
bereich eines kirchlichen Patriarchen. 2. Gesellschafts
handelte [od. betreute] Person (aus der Sicht dessen, der
form, in der der Mann eine bevorzugte Stellung in Staat u.
sie [ärztlich] behandelt od. betreut, od. dessen, der diese
Perspektive einnimmt). Pa|ti|en|ten|iso|la|tor der; -s,
Familie innehat u. in der die männliche Linie bei Erbfolge
-en: svw. Lifeisland. Palti|en|ten|tes|talment das;
u. sozialer Stellung ausschlaggebend ist; Ggs. TMatriarchat. paltrilarlchisch (aus gleichbed. gr. patriarchikös):
-[e]s, -e: schriftliche Erklärung, in der jmd. festlegt, dass er
a) das Patriarchat (2) betreffend; b) durch das Patriarchat
für den Fall einer unheilbaren Krankheit od. eines schwe
(2) geprägt, pa Itri I Ii I ne I al u. pa 11 r i 11 i I n e I a r (zu lat. pater
ren Unfalls nicht künstlich am Leben erhalten werden
„Vater“ u. Tlineal bzw. linear): in der Erbfolge der väter
möchte. palti|en|ten|zen|triert‘: svw. klientenzen
lichen Linie folgend; vaterrechtlich; Ggs. tmatrilineal,
triert. Pa|ti|en|tin <7ze; -, -nen: weibliche Form zu TPa
matrilinear, paltrillolkal: am Wohnsitz der Familie des
tient
Mannes befindlich. pa|tri|mo|ni|al (aus gleichbed. spät
1Pa|ti|na die; - (aus gleichbed. it. patina, eigtl. „Firnis,
lat. patrimonialis): das Patrimonium betreffend, erbherrGlanzmittel für Felle“, weitere Herkunft ungeklärt): a)
lich. Paltri|mo|ni|al|gelrichts|bar|keit die; -: (früher)
grünliche Schicht, die sich unter dem Einfluss der Witte
private Ausübung der Rechtsprechung vonseiten des
rung auf Kupfer od. Kupferlegierungen (basisches Kup
Grundherrn über seine Hörigen. Paltrilmolnilum das;
ferkarbonat) bildet; Edelrost; b) sichtbares Zeichen dafür,
-s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. patrimonium): a) (im
dass etwas nicht mehr ganz taufrisch ist
röm. Recht) Privatvermögen des Herrschers im Gegen
2Pa|ti|na u. Paltilne die; -, ...inen (aus lat. patina „Schüs
satz zum Staatsvermögen; b) väterliches Erbgut. Paltrisel, Pfanne“, dies aus gr. patáne „Schüssel“): (veraltet)
molnilum Peltri das; - - (aus lat. patrimonium Petri
Schüssel
„Erbteil des hl. Petrus“): (hist.) der alte Grundbesitz der
paltilnielren (zu Î'Patina u. T..deren): eine 'Patina che
röm. Kirche als Grundlage des späteren Kirchenstaates.
misch erzeugen; mit 'Patina überziehen u. damit Gegen
Paltrilot der; -en, -en (z.T. unter Einfluss von fr. patriote
ständen künstlich ein älteres Aussehen geben
„Vaterlandsfreund“ aus spätlat. patriota „Landsmann“,
Paltio der; -s, -s (aus gleichbed. span, patio, dies aus mlat.
dies aus gr. patriötes, eigtl. „jmd., der aus demselben Ge
patuum, weitere Herkunft ungeklärt): (bes. in Spanien u.
schlecht stammt“, zu pater „Vater“) : jmd., der von Patrio
Lateinamerika) Innenhof eines Hauses, zu dem hin sich
tismus erfüllt, patriotisch gesinnt ist. Pa|tri|o|tin die; -,
die Wohnräume öffnen
-nen: weibliche Form zu TPatriot, paltriloltisch (z. T. un
Paltislselrie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. pâtisserie zu päter Einfluss von fr. patriotique aus spätlat. patrioticus
tisser „Teig anrühren“, dies über das Vulgärlat. zu spätlat.
„heimatlich“, dies ausgr. patriötikös) : a) den Patriotismus
pasta, vgl. Paste): 1. (Schweiz.) a) feines Backwerk, Kon
betreffend, von ihm erfüllt, zeugend; b) vom Patriotismus
ditoreierzeugnisse; b) Feinbäckerei. 2. [in Hotels] Raum
phol se
Patriotismus
geprägt; vaterländisch. Paltriloltislmus der; - <aus
gleichbed. fr. patriotisme, vgl. ...ismus (2)>: durch eine ge
fühlsmäßige Bindung an die Werte, Traditionen o.Ä. des
eigenen Landes geprägte, oft mit Überheblichkeit, mit un
kritisch übertriebenem Stolz verbundene [politische] Hal
tung, Einstellung; vaterländische Gesinnung. Paltrisltik
die; - (zu lat. pater „Vater“ u. T ...istik): Wissenschaft von
den Schriften u. Lehren der Kirchenväter; altchristliche
Literaturgeschichte. Paltrisltilker der; -s, -: Wissen
schaftler auf dem Gebiet der Patristik, paltrisltisch (zu
Î ...istisch): die Patristik u. das philosophisch-theologische
Denken der Kirchenväter betreffend. Paltrilze die; -, -n
(zu lat. pater „Vater“, Analogiebildung zu Matrize): in
Stahl geschnittener, erhabener Stempel einer Schrifttype,
mit der das negative Bild zur Vervielfältigung geprägt
wird, Prägestock (als Gegenform zur îMatrize la;
Druckw.). pa|tri|zi|al (zu lat. patricius „dem altröm. Adel
angehörend“ u. T '...al (1)>: svw. patrizisch. Pa|tri|zi|at
das; -[e]s, -e (aus lat. patriciatus „Würde eines Patri
ziers“): 1. die Gesamtheit der altröm. adligen Geschlech
ter; Bürger-, Stadtadel. 2. (selten) Gesamtheit der Patri
zier (2). Paltrilziler [...in] der; -s, - (aus lat. patricius
„Nachkomme eines röm. Sippenhauptes“ zu pater „Va
ter“): 1. Mitglied des altröm. Adels. 2. vornehmer, wohl
habender Bürger (bes. im Mittelalter). Pa|tri|zi|e|rin
[...tsia...] die; -, -nen: weibliche Form zu Î Patrizier, paltrizisch (aus gleichbed. lat. patricius): 1. den Patrizier (1),
den altröm. Adel betreffend, zu ihm gehörend. 2. den Pa
trizier (2) betreffend, für ihn, seine Lebensweise charak
teristisch; wohlhabend, vornehm, paltrolklin (zu gr.
pater, Gen. patrös „Vater“ u. Hinein „neigen, sich nei
gen“): mehr dem väterlichen Elternteil ähnelnd (Biol.);
Ggs. fmatroklin. Paitroilo ge der; -n, -n (zu t...loge):
svw. Patristiker. Paltrollolgie die; - (zu t...logie): svw.
Patristik. pa|tro|lo|gisch (zu Î...logisch): svw. patristisch. ’Paltron der; -s, -e (aus gleichbed. lat. patronus zu
pater „Vater“, Bed. 2 über gleichbed. mlat. patronus): 1.
Schutzherr seiner Freigelassenen od. t Klienten (2; im al
ten Rom). 2. Schutzheiliger einer Kirche od. einer Berufs
od. Standesgruppe. 3. Inhaber eines kirchlichen 1 Patro
nats (2). 4. (veraltet) a) Schutzherr, Gönner; b) Schiffs-,
Handelsherr. 5. (ugs. abwertend) übler Bursche, Kerl,
Schuft. 2Pa|tron [pa'trð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. pa
tron) : (Schweiz. ) Inhaber eines Geschäftes, einer Gaststät
te o.Ä. 3Paltron [pa'trð:] das; -s, -s (aus fr. patron „Mo
dell, Muster“, dies aus mlat. patronus, vgl. 'Patrone): Mo
dell, äußere Form eines Saiteninstruments (Mus.). Patrolna [,..na]
-, ...nä (aus gleichbed. Zoi. patrona):
[heilige] Beschützerin. Paltrolnalge [,,,ʒə] die; -, -n (aus
/r. patronage „Schirmherrschaft“ zu patron „Schutzherr“,
dies aus gleichbed. lat. patronus, vgl. 'Patron): Günst
lingswirtschaft, Protektion. Paltrolnanz die; - (zu I'Pa
tron u. f...anz>: 1. (veraltet) svw. Patronage. 2. (österr.)
svw. Patronat (3). Paltrolnatr/os; -[e]s, -e (aus gleichbed.
lat. patronatus): 1. Würde u. Amt eines Schutzherrn (im
alten Rom). 2. Rechtsstellung des Stifters einer Kirche od.
seines Nachfolgers, mit der bestimmte Rechte u. Pflichten
verbunden sind. 3. Schirmherrschaft. Paltrgine die; -, -n
(aus fr. patron „Musterform“ (für Pulverladungen), dies
aus mlat. patronus „Musterform“, eigtl. „Vaterform“, zu
/at. patronus, vgl. 'Patron): 1. a) als Munition gewöhnlich
für Handfeuerwaffen dienende, Treibsatz, Zündung u.
Geschoss bzw. Geschossvorlage enthaltende [Metalljhülse. b) wasserdicht abgepackter Sprengstoff zum Einführen
in Bohrlöcher bei Sprengungen. 2. Zeichnung auf karier
tem Papier für das Muster in der Bindung eines textilen
Gewebes. 3. a) kleiner, fast zylindrischer Behälter aus
Kunststoff für Tinte od. Tusche zum Einlegen in einen
Füllfederhalter; b) fest schließende, lichtundurchlässige
1014
Kapsel mit einem Kleinbildfilm, die in die Kamera einge
legt wird. 4. (veraltet) [gefettetes] Papier, das man zum
Schutz vor zu starker Hitze über Speisen deckt (Gastr.).
pa|tro|nie|ren (nach gleichbed. fr. patronner): (österr.
ugs.) Zimmerwände mit einer Schablone bemalen, Schab
lonieren. Paltrolnin rfze; -, -nen (aus lat. patrona, vgl. Pa
trona): Schutzherrin; Schutzheilige. pa|tro|ni|sie¡ren
(zu Î 'Patron u. t...isieren>: (veraltet) beschützen, begüns
tigen
Paltrolnit* [auch ...'nɪt] der; -s, -e (nach dem peruan. Mi
neralogen A. Rizo-Patrona (20. Jh.) u. zu 12...it> : ein grau
es bis schwarzes vanadinhaltiges Mineral
Paltrolnylmilkon* u. Paltrolnylmikum das; -s, ...ka
(über gleichbed. spätlat. patronymikum aus gr. patrönymikön zu patrönymikös „nach dem Namen des Vaters be
nannt“): vom Namen des Vaters abgeleiteter Name (z.B.
Petersen = Peters Sohn); Ggs. TMetronymikon. paltronylmisch (nach gleichbed. gr. patrönymikös): das Patronymikon betreffend, vom Namen des Vaters abgeleitet
Paltrouillle* [pa'troljə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. pa
trouille, eigtl. „das Herumwaten im Schmutz“ zu patrouil
ler „patschen“, dies über altfr. patoillier zu patte „Pfote“ ) :
a) Gruppe von Soldaten, die etwas erkundet, einen Kontrollga g durchführt; b) von (einer Gruppe) Soldaten
durchgeführte Erkundung, durchgeführter Kontrollgang.
Pa|trouil|len|boot Am; -[e]s, -e: Boot für Patrouillen
fahrten. pa|trouil|lie|ren [patrul'ji:...] (aus gleichbed. fr.
patrouiller): [als Posten od. Wache] auf u. ab gehen, auf
Patrouille gehen, fahren, fliegen
Paltro|zi|nalti|on* Ae; - (zu ÎPatrozinium u. T...ation>:
(veraltet) Schutz, Fürsorge, paltrolzilnielren (zu Î..de
ren): (veraltet) beschirmen, jmdm. als 'Patron (4a) zur
Seite stehen. Pa|tro|zi|ni|umrf«s; -s, ...ien [...jan] (aus lat.
patrocinium „Beistand, Schutz“ zu patronus, vgl. 'Pa
tron) : 1. im alten Rom die Vertretung durch einen Î1 Patron
(1) vor Gericht. 2. im Mittelalter der Rechtsschutz, den
der Gutsherr seinen Untergebenen gegen Staat u. Stadt ge
währte. 3. [himmlische] Schutzherrschaft eines Heiligen
über eine Kirche. 4. Festtag zu Ehren des od. der jeweili
gen Ortsheiligen
Pat|schu|li das; -s, -s (über gleichbed. fr. u. engl. patchouli
aus tamil, (einer Eingeborenensprache des südlichen In
dien) pacculi, eigtl. „grünes Blatt“): a) (ohne Plur.) Duft
stoff aus der Patschulipflanze; b) zur Herstellung von Par
füm aus den Blättern der Patschulipflanze gewonnenes Öl
patt (aus gleichbed. fr. pat, weitere Herkunft ungeklärt):
(beim Schachspiel) zugunfähig, nicht mehr in der Lage, ei
nen Zug zu machen, ohne seinen König ins Schach zu brin
gen. Patt Am; -s, -s: 1. als unentschieden gewertete Stel
lung im Schachspiel, bei der eine Partei patt ist. 2. Situa
tion, in der keine Partei einen Vorteil erringen, den Geg
ner schlagen kann
Patitern [peten] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. pattern,
dies über mittelengl. patron aus (alt)fr. patron, vgl. Patro
ne): 1. [Verhaltensjmuster, [Denkjschema, Modell (bes.
Psychol.; Soziol.). 2. charakteristisches Sprachmuster,
nach dem sprachliche Einheiten nachgeahmt u, weiterge
bildet werden (Sprachw.). Pat tern drill der; -[e]s (aus
engl. pattern-drill „Beispielübung“): svw. Patternpraxis.
Patlternlpainlting ['pætənpemtɪŋ] das; - (aus engl. -amerik. patternpainting „Mustermalerei“): Richtung der Ma
lerei der 1980er-Jahre in den USA, die großformatig-de
korative Ornamente zu farbenfrohen Kompositionen ver
einigt. Patlternlpralxis [ peten...] die; -: Verfahren in der
modernen Fremdsprachendidaktik, das bei den Lernen
den durch systematisches Einprägen bestimmter wichtiger
fremdsprachlicher Satzstrukturmuster die mechanischen
Tätigkeiten beim Sprachgebrauch zu Sprachgewohnheiten
verfestigen soll (Sprachw.)
1015
(aus gleichbed./r. patter): rastern, mit Noten
linien versehen
Pat|ti|nan|do das; -s, Plur. -s u. ...di (aus gleichbed. it. pat
inando zu patinare, eigtl. „Schlittschuh laufen“): mit ei
nem Schritt vorwärts verbundene Angriffsbewegung
(beim Fechten)
Patltinlsonlprolzess ['pætɪnsn...] der; -es (nach dem brit.
Chemiker L.H. Pattinson, 1796-1858): älteres Verfahren
zur Gewinnung von Silber aus silberhaltigem Werkblei
Paulkal der; -s, -e (zu lat. paucus „wenig, gering“ u. 1 '...al
(1) ): Numerus (z. B. der arab. Sprache), der eine geringe,
überschaubare Anzahl ausdrückt (Sprachw.)
Paulkant der; en-, -en (zu dt. pauken u. T...ant): (Studentenspr.) Teilnehmer einer 1 Mensur (2). Paulkist der; -en,
-en (zu T...ist): jmd., der [berufsmäßig] die (Kessel)pauke
schlägt
paullilnisch (zu kirchenlat. Paulinus, nach dem Apostel
Paulus): der Lehre des Apostels Paulus entsprechend, auf
ihr beruhend, von Paulus stammend. Pau|li|nis|mus ifer;
- (zu t...ismus (1)): die in den Paulusbriefen des Neuen
Testaments niedergelegte theologische Lehre des Apostels
Paulus
Pau|lpw|nia die; -, ...ien [...ion] (nach einer russ. Prinzessin
Anna Paulowna u. zu t‘...ia): schnellwüchsiger Zierbaum
aus Ostasien; Kaiserbaum
Paumelspiel [po:m...] das; -(e]s, -e (zu/r. paume „Hand
fläche, flache Hand“ (weil urspr. ohne Schläger gespielt
wurde), dies aus gleichbed. lat. palma): dem Tennis ver
wandtes altes franz., früher sehr beliebtes Ballspiel, das
seit dem 15. Jh. mit Schlägern gespielt wird
pau|pe|rie|ren (nach lat. pauperare „arm machen“): sich
kümmerlich entwickeln (z.B. von durch Kreuzung ent
standenen Pflanzen; Biol.). Pau|pe|ris|mus der; - (zu lat.
pauper „arm“ u. l...ismus (2)): (bes. im 19. Jh.) Verar
mung, Verelendung breiter Bevölkerungsschichten, bes.
auch in intellektueller u. psychischer Hinsicht; Massenar
mut. Pau|pe|ri|tät die; - (nach lat. paupertas. Gen. pau
pertatis „Armut“; vgl. ...ität): (veraltet) Armut, Dürftig
keit
Pau|ro|melta|bo|lie die; - {ixtgr. paüros „klein, gering“ u.
ÎMetabolie): Form der unvollkommenen Metamorphose
(2) bei bestimmten Insekten (Zool.)
Paulsalform ¿fe; -, -en (zu lat. pausa, vgl. ‘Pause): Laut
gestalt eines Wortes vor einer Pause, d. h., wenn es allein
od. am Satzende steht (mit absolutem Auslaut, z. B. die
Aussprache [kint] für Kind); vgl. Sandhi
paulschal (zu!Pauschale, vgl. '...al (1)): a) im Ganzen, oh
ne Spezifizierung o.Ä.; b) sehr allgemein [beurteilt], ohne
näher zu differenzieren. Paulschalle ¿Zze; -, -n (zu dt.
Pausch(e), Nebenform von Bausch, u. t...ale): Geldbe
trag, durch den eine Leistung, die sich aus verschiedenen
einzelnen Posten zusammensetzt, ohne Spezifizierung ab
gegolten wird. Paulschallhoinolrar das; -s, -e: einmalig
an den Autor zu zahlendes Honorar für eine od. mehrere
Auflagen eines Werkes, paulsehalɪielren (zu t..deren):
Teilsummen od. -leistungen zu einer einzigen Summe od.
Leistung Zusammenlegen, paulschallilsielren (zu
Î...isieren): etwas pauschal (b) behandeln, sehr stark ver
allgemeinern. Paulschalliltät die; - (zu 1 ...ität): das Pau
schalsein, das Undifferenziertsein. Paulschalltoulrismus der; -: Form des Tourismus, bei der das Reisebüro
die jeweilige Reise vermittelt u. Fahrt, Hotel usw. pauschal
berechnet. Pauschquantum das; -s, ...ten: svw. Pau
schale
'Paulse die: -, -n (über das Roman, aus lat. pausa „Pause,
das Innehalten; Ende“, dies zu gr. paúein „aufhören“): 1.
a) Unterbrechung [einer Tätigkeit], die der Erholung die
nen soll ; b) kurze Unterbrechung, vorübergehendes Auf
hören von etwas. 2. a) Taktteil innerhalb eines Musik
patitielren
Pavor
werks, der nicht durch Töne ausgefüllt ist; b) grafisches
Zeichen für die Pause (Mus.). 3. vom metrischen Schema
geforderte Takteinheit, die nicht durch Sprache ausgefüllt
ist (Verslehre)
2Paujse die; -, -n (zu Îpausen): mithilfe von Pauspapier od.
auf fotochemischem Wege hergestellte Kopie (eines
Schriftstücks o.Ä.). paulsen (Herkunft ungeklärt, wohl
unter Einfluss von fr. ébaucher „grob skizzieren“ u. pon
cer „pausen“): eine Originalzeichnung od. ein Original
schriftstück durch Nachzeichnen od. mit lichtempfindli
chem Papier wiedergeben; eine î2Pause anfertigen; durch
pausen
Pau|sen|gym|nas|tik die; - (zu t'Pause): Gymnastik als
Ausgleich für einseitige Tätigkeit in bes. dafür vorgesehe
nen Arbeitspausen. pau|sie|ren (aus gleichbed. spätlat.
pausare zu Zat. pausa, vgl. 'Pause): a) eine Tätigkeit [für
kurze Zeit] unterbrechen; mit etwas vorübergehend auf
hören; innehalten; b) für einige Zeit ausruhen, ausspan
nen
Pauslpalpier das; -s, -e (zu Î’Pause): 1. durchscheinendes
Papier, das das Nachzeichnen einer darunter liegenden
Vorlage ermöglicht. 2. Kohlepapier
Paulvret* [povre] der; -, -s [po'vrɛ(s)] (aus gleichbed./r.
pauvret zu pauvre „arm; ärmlich“, dies aus lat. pauper):
(veraltet) armer Kerl, armer Teufel. Paulvrelté [... te:]
die; - (aus gleichbed./r. pauvreté): (veraltet) Armut, Arm
seligkeit. Paulvrette [po'vrɛt] die; -, -n [...ton] (aus gleich
bed./r. pauvrette): (veraltet) armes Ding
Palvalne [...v...] die; -, -n (aus gleichbed./r. pavane, dies aus
it. pavana, eigtl. „(Tanz) aus Padua“): (Mus.) 1. im 16. u.
17. Jh. langsamer höfischer Schreittanz. 2. Einleitungssatz
der Î Suite (4) des 17. Jh.s
pa vainie ren [...v...] sich (aus gleichbed./r. se pavaner,
dies zu lat. pavo, Gen. pavonis „Pfau“): (veraltet) sich wie
ein Pfau brüsten, stolz einherschreiten
Palvé [pa've:] das; - (aus gleichbed./r. pavé zu paver „pflas
tern“, dies aus lat. pavire „feststampfen“): (veraltet)
Stein- od. Holzpflaster
Palvelse [...v...] die; -, -n (wohl nach der ital. Stadt Pavia):
im Mittelalter gebräuchlicher großer Schild zum Schutz
der Armbrustschützen mit einem am unteren Ende befes
tigten Stachel zum Einsetzen in die Erde
Palvilan [...v...] der; -s, -e (aus gleichbed. niederl. baviaan,
dies über mniederl. baubijn aus fr. babouin, weitere Her
kunft ungeklärt): (in Afrika heimischer) großer, vorwie
gend am Boden lebender Affe mit vorspringender Schnau
ze, meist langer Mähne an Kopf u. Rücken u. einem unbe
haarten (roten) Hinterteil
Palvie ['pa:viə] die; -, -n (aus gleichbed. nlat. pavia, nach
dem niederl. Botaniker P. Pa(a)w, f 1617>: die rot blühende
Rosskastanie
Palvilllon [pavɪljɔŋ, auch paviljö, ...jo:] der; -s, -s (aus
gleichbed./r. pavillon, älter fr. „Zelt“, dies über spätlat.
papilio „(Soldaten)zelt“ aus lat. papilio, Gen. papilionis
„Schmetterling“, nach dem Vergleich mit den aufge
spannten Flügeln): 1. großes viereckiges [Fest]zelt. 2.
kleines rundes od. mehreckiges, [teilweise] offenes, frei
stehendes Gebäude (z.B. Gartenhaus). 3. Einzelbau auf
einem Ausstellungsgelände. 4. vorspringender Eckteil
des Hauptbaus eines [Barockschlosses (Archit.). 5. zu ei
nem größeren Komplex gehörender selbstständiger Bau
(Archit.). Pa|vil|lon|sys|tem fe.v; -s: System von meh
reren, einem Hauptbau zugeordneten Pavillons (5; Archit.)
Pa|vo|naz|zo [,..v...] der; - (zu it. paonazzo „violettblau“ zu
pavone „Pfau“, dies aus lat. pavo, nach der Farbe): eine
Abart des Îcarrarischen Marmors
Palvor [...v...] der; -s, ...ores [...re:s] (aus gleichbed. lat. pa
vor): [Anfall von] Angst, Schreck (Med.);Pavor nocturnus
Pawlatsche
[- nɔk,,,]: nächtliches Aufschrecken (meist bei Kindern)
aus dem Schlaf (Med.)
Pawllatlsched/e; -, -n (aus tschech. pavlac „offener Haus
eingang“): (österr.) 1. offener Gang an der Hofseite eines
[Wiener] Hauses. 2. baufälliges Haus. 3. Bretterbühne.
Pawllatlschenlthelalter das; -s, -: (österr.) [Vorstadt]theater, das auf einer einfachen Bretterbühne spielt
’Pax die;- (aus/ɑl. pax, Gen. pacis „Friede“): 1. lat. Bez. für
Friede[n]. 2. Friedensgruß, bes. der Friedenskuss in der
kath. Messe. 3. svw. Paxtafel
2Pax der; -es, -e (gekürzt aus engl. passenger X): (Jargon)
Passagier, Fluggast
Pax ChrisIti die; - - (aus lat. pax Christi „der Friede Chris
ti“): (1944 in Frankreich gegründete) kath. Weltfriedens
bewegung
Palxilllus der; -, ...li (aus lat. paxillus „kleiner Pfahl,
Pflock“, Verkleinerungsform von palus „Pfahl“): wissen
schaftlicher Name für die Pilzgattung der Kremplinge
(Bot.)
Pax Rolmalna die; - - (aus lat. pax Romana „römischer
Friede“): 1. in der röm. Kaiserzeit der befriedete Bereich
röm.-griech. Kultur. 2. 1921 gegründete internationale
kath. Studentenbewegung. Paxltalfel die; -, -n: mit Dar
stellungen Christi, Mariens od. Heiliger verziertes Täfel
chen, das früher zur Weitergabe des liturgischen Friedens
kusses in der Messe diente. Pax volbislcum [-vo'bɪskʊm]
(aus gleichbed. lat. pax vobiscum): Friede (sei) mit euch!
(Gruß in der kath. Messliturgie)
palyable* [pɛja:bl] (aus gleichbed. fr. payable zu payer
„(be)zahlen“, dies aus lat. pacare „befrieden, befriedi
gen“): (veraltet) zahlbar, fällig. Paylback, auch Pay
back ['peɪbæk] das; -s (aus engl. payback „Rückzahlung“
zu to pay back „zurückzahlen“): svw. Payout. Pay Icard
[...ka:d] die; -, -s (zu engl. card „Karte“): aufladbare
1 Chipkarte zum bargeldlosen Bezahlen. Payelment
[pɛj'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. payement): (veraltet)
Bezahlung, Zahlungsfrist. Palyeur* [pɛ'jo:u] der; -s, Plur.
-e u. -s (aus gleichbed./r. payeur): (veraltet) Zahlender,
Zahlmeister. Payling Guest ['peɪɪŋ 'gɛst] der; - -, - -s (aus
engl. paying guest „zahlender Gast“) : im Ausland bei einer
Familie mit vollem Familienanschluss wohnender Gast,
der für Unterkunft u. Verpflegung bezahlt. Pay-off-Peri o'de [peɪ'ɔf...] die; -, -en (aus gleichbed. engl. pay-off
period zu to pay off „entlohnen, abbezahlen, tilgen“):
Amortisationsdauer bei
der
Investitionsrechnung
(Wirtsch.). Paylout, auch Pay-out ['peɪaʊt] das; -s (aus
gleichbed. engl. payout zu to pay out „aus-, zurückzah
len“): Rückgewinnung investierten Kapitals (Wirtsch.).
Pay-per-View [,,,pə'vju:] das; - (meist ohne Art.) (zu
engl. to pay „bezahlen“, per „pro“ u. view „(An)sicht“): a)
svw. 1 Pay-TV; b) Übertragung gewünschter Informatio
nen durch digitales Fernsehen mit einem Gebührensys
tem, bei dem nur die abgerufenen Einheiten bezahlt wer
den müssen
Paylsage [pei'za:ʒ] die; -, -n [--,ʒn] (aus gleichbed./r. pay
sage): (veraltet) Landschaft, Landschaftsbild. Paylsage
inltime[peizaʒɛ'tim] das; -- (aus gleichbed./r. paysage in
time, eigtl. „intime Landschaft“): Richtung der Land
schaftsmalerei, die die stimmungsvolle Darstellung bevor
zugte (bes. im 19. Jh. in Frankreich). Paylsalgist [.../ist]
der; -en, -en (aus gleichbed. fr. paysagiste): (veraltet)
Landschaftsmaler
Pay-TV [ peí tɪ'vi:] das; -s (Kunstw. zu engl. to pay „bezah
len“ u. television „Fernsehen“): Fernsehprogramm eines
Privatsenders, das gegen eine Gebühr u. mithilfe eines De
coders empfangen werden kann
Pa|zi|fik der; -s (aus gleichbed. engl. Pacific (Ocean) nach
port. Mar Pacifico, eigtl. „friedlicher Ozean)“, vgl. pazi
fisch, die Bezeichnung bezieht sich auf die ruhig verlaufe
1016
ne Reise Magellans durch dieses Meer): Pazifischer Oze
an. Palzi|fi|ka|ti|ondie; -, -en (aus gleichbed. lat. pacifi
catio zu pacificare, vgl. pazifizieren): Beruhigung, Befrie
dung; vgl. ...ation/...ierung. palzilfisch (zu lat. pacificus
„Frieden schließend“ zu pax (vgl. Pax) u. facere „ma
chen, tun“): den Raum, den Küstentyp u. die Inseln des
Pazifischen Ozeans betreffend. Palzilfislmus der; - (aus
gleichbed./r. pacifisme zu pacifier, vgl. pazifizieren): a)
weltanschauliche Strömung, die jeden Krieg als Mittel
der Auseinandersetzung ablehnt u. den Verzicht auf Rüs
tung u. militärische Ausbildung fordert; b) jmds. Hal
tung, Einstellung, die durch den Pazifismus (a) bestimmt
ist. Palzilfist der; -en, -en (aus gleichbed./r. pacifiste):
Anhänger des Pazifismus. Pa|zi|fis|tin die; -, -nen: weib
liche Form zu ÎPazifist. pa|zi|fis|tisch: den Pazifismus
betreffend. palzi|fi|zi_e|ren (nach gleichbed. fr. pacifier
aus lat. pacificare „Frieden schließen“): [ein Land] be
frieden. Palzilfilzielrung die; -, -en (zu î...fizierung>: a)
das Pazifizieren; b) das Pazifiziertwerden; vgl. ...ation/
...ierung. Palzislzent der; -en, -en (zu tpaziszieren u.
t...ent): (veraltet) jmd., der einen Vertrag schließt od. ei
nen Vergleich mit einem anderen eingeht (Rechtsw.). pazislzielren (aus lat. pacisci „eine Abrede treffen, Über
einkommen“; vgl. ...ieren): (veraltet) einen Vertrag
schließen bzw. einen Vergleich mit einem andern einge
hen (Rechtsw.)
PC der; -[s], -[s] (Abk. für engl. Personal Computer): svw.
Personal Computer
PCI-Bus[pi:si:'ai...] der; -ses, -se (zu PCI (Abk. für engl. pe
ripheral component interconnect) u. t2Bus): universeller
Standard für einen lokalen Hochgeschwindigkeitsbus (vgl.
2Bus) in PCs u. ähnlichen Computern (EDV)
PE: Abk. für Polyethylen; vgl. Polyäthylen
Peak [pi:k] der; -[s], -s (aus engl. peak): 1. engl. Bez. für
Berggipfel, -spitze. 2. relativ spitzes ÎMaximum (2 a) im
Verlauf einer Î Kurve (2; bes. Chem.). 3. fachspr. für Signal
(1)
Pealnuts ['pi:nats] die (Plur., meist ohne Art.) (aus engl.
peanuts „Erdnüsse“, dies aus pea „Erbse“ u. nut „Nuss“):
(Jargon) Kleinigkeit; bes. als unbedeutend erachtete Geld
summe
Pear|ceit[pia'sit] der; -s, -e (nach dem amerik. Metallurgen
(R.) Pearce (/1927) u. zu l2...it): ein schwarzes, Îmonokli
nes, schwefelhaltiges Mineral
PEARL [pə:l] das; - (Kurzw. aus engl. process and experi
ment automation realtime language): problemorientierte
Programmiersprache, bes. zur Lösung von Echtzeitaufga
ben (EDV)
Pearllinldex ['pə:l...] der; Gen. - u. -es, Plur. - u. ...dizes
[,,,tse:s] (nach dem amerik. Biologen R. Pearl, 1879 bis
1940): Maßzahl für die Zuverlässigkeit eines empfängnis
verhütenden Mittels
Peau d' Ange [po'da:ʒ] die; - - (aus fr. peau d’ange „Engels
haut“): weicher t Crêpe Satin
Peb|ble-Tool ['pɛbltu:l] das; -s, -s (meist Plur.) (aus engl.
pebble tool „Geröllgerät“ zu pebble „Kiesel(stein)“ u. tool
„Werkzeug“): aus einem gerundeten Fluss- bzw. Strand
geröllstück od. einem Feuersteinknollen meist zu einem
1 Chopper (1) geschlagenes Steinwerkzeug der Frühzeit
Pelbrilne* die; - (aus gleichbed./r. pébrine, dies über provenzal. pebrino, pebre „Pfeffer“ aus gleichbed. lat. piper):
(veraltet) Flecksucht der Seidenraupen
Pelcanlnuss [...k...] vgl. Pekannuss
Peclcaltum [pɛ'ka:...] das; - (aus gleichbed. (kirchen)lat.
peccatum): (veraltet) Vergehen, Sünde (Rel.)
Pe-Ce-Fa|ser [pe: tse:...] die; -, -n (Kurzw. aus Polyvinyl
chlorid u. Faser'; : sehr beständige Kunstfaser
Pelcppltelris* [,..k...] die; -, ...teriden (aus nlat. pecopteris
zu gr. pékein „kämmen“ u. ptéris „Farn“, eigtl. „Kamm
1017
farn“>: ausgestorbene Farngattung des Erdaltertums mit
mehrfach gefiederten Wedeln
Pecltolrallis [...k...] der; -, ...les [,,,le:s] (aus gleichbed. lat.
(musculus) pectoralis, vgl. pektoral): Brustmuskel
(Anat.). Pec tus das; -, ...tora (aus gleichbed. /ɑt. pectus):
Brust, Brustkorb (Med.)
Peída: Plur. von ÎPedum
Peldal das: -s, -e (zu lat. pedalis „zum Fuß gehörig“, dies zu
pes. Gen. pedis „Fuß"): 1. mit dem Fuß zu bedienender
Teil an der Tretkurbel des Fahrrads. 2. mit dem Fuß zu be
dienender Hebel für Bremse, Gas u. Kupplung in Kraft
fahrzeugen. 3. a) Fußhebel am Klavier zum Dämpfen der
Töne od. zum Nachschwingenlassen der Saiten; b) Fußhe
bel am Cembalo zum Mitschwingenlassen anderer Saiten;
c) Fußhebel an der Harfe zum chromatischen Umstim
men. 4. a) Tastatur an der Orgel, die mit den Füßen bedient
wird; b) einzelne mit dem Fuß zu bedienende Taste an der
Orgel. Peldalle die; -, -n: (landsch.) svw. t Pedal (1). pedallen: (bes. Schweiz.) Rad fahren. Peldallelrie die; -,
...jen (mit französierender Endung zu ÎPedal gebildet):
Gesamtheit der Pedale (in einem Kraftfahrzeug). Peldaleur [...‘lo:g] der; -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed. fr. pedaleur): (scherzh.) Radfahrer, Radsportler. Peldallklalvialtur [...V...] die; -, -en (zu ÎPedal): in Fußhöhe angebrach
te, mit den Füßen zu spielende tKlaviatur. Peldallklavier das; -s, -e: Klavier mit Fußklaviatur, das bes. im
18. Jh. als Übungsinstrument von Organisten benutzt wur
de
peldant (zu tpedantisch): (österr.) svw. pedantisch. Pe
dant der; -en, -en (aus fr. pédant, dies aus it. pedante,
eigtl. „Lehrer, Schulmeister“, wohl zu gr. paideüein „er
ziehen, unterrichten“): jmd., der die Dinge übertrieben
genau nimmt; Kleinigkeits-, Umstandskrämer. Peldantelrie die; -,..den (aus gleichbed. fr. pédanterie): übertrie
bene Genauigkeit, Ordnungsliebe, Gewissenhaftigkeit,
Kleinigkeitskrämerei, peldanltisch (nach fr. pédantesque): übertrieben genau, ordnungsliebend, gewissenhaft.
Peldanltislmus der; - (zu T...ismus (5)>: (veraltet) svw.
Pedanterie
Peldell der; -s, -e (aus mlat. pedellus, bedellus „(Gerichts)diener“, dies aus dem Germ.): (veraltet) Hausmeis
ter einer [Hochjschule
Pe des ['pe:de:s] : Plur. von ÎPes. Peldest das od. der; -[e]s,
-e (zu tpedestrisch): (veraltet) svw. Podest, peldestrisch* (aus lat. pedester, Gen. pedestris „zu Fuß“): (ver
altet) niedrig, gewöhnlich, prosaisch
peldi..., Peldi... vgl. 'pedo..., Pedo...
Peldilcaltio [...k...J die; -, ...iones [,,,ne:s] (zu lat. pedicare
„sexuell mit Knaben verkehren“, verwandt mit podex, vgl.
Podex): Analverkehr (Med.)
Peldilgree* ['pɛdigri] der; -s, -s (aus engl. pedigree
„Stammbaum“, dies über mittelengl. pedegru aus mittelfr.
pié de gru „Kranichfuß“ (weil die genealogischen Linien
einem stilisierten Vogelfuß ähneln)): Stammbaum in der
Pflanzen- u. Tierzucht (Biol.)
Peldilkullglse die; -, -n (zu lat. pediculus „kleine Laus“ u.
t'...ose>: Läusebefall beim Menschen u. die damit zusam
menhängenden krankhaften Erscheinungen
Pe|di|kü|re die; -, -n (aus gleichbed. fr. pédicure, dies aus
lat. pes, Gen. pedis „Fuß“u. cura „Sorge, Pflege“): 1. (oh
ne Plur.) Fußpflege. 2. Fußpflegerin, peldilkülren (zu
t..deren): die Füße, bes. die Fußnägel, pflegen. Peldiment das; -s, -e (wohl zu lat. pes (vgl. Pediküre), Analo
giebildung zu tFundament): mit Sandmaterial bedeckte
Fläche am Fuß von Gebirgen in Trockengebieten (Geogr.)
Peldilon rZ<w; -s, ...ien [...jan] (aus gr. pedion „Ebene, Flä
che“): Kristallform mit einer einzigen selbstständigen Flä
che, ohne symmetrische Gegenfläche
Peldilpullaltor der; -s, ...toren (zu lat. pes, Gen. pedis
Pegmatit
„Fuß“, Analogiebildung zu Î Manipulator): Maschine mit
Schreitvorrichtung (zur Fortbewegung; Techn.). Peldizelllalrie [...in] die; -, -n (aus gleichbed. nlat. pedicellaria
zu pedicellus „(Blüten)stiel“, dies zu lat. pediculus, Ver
kleinerungsform von pes, Gen. pedis „Fuß“): zangenarti
ger Greifapparat der Stachelhäuter, 'peído.... Peído... u.
pedi..., Pedi... (zu lat. pes, Gen. pedis „Fuß“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Fuß“, z. B. Pedometer,
Pediküre
2pe|do..., Peído... (ausgr. pédon „Boden“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „Boden“, z.B. Pedotop. Pedogenese iZie; - (zu (“pedo... u. (Genese): Bodenbil
dung im obersten Bereich der festen Erdrinde
Peldolgraf, auch ...graph ¿Zer; -en, -en (zu t'pedo... u.
(...graf): Wegmesser. Peldolgramm vgl. Podogramm
Pé do lo gie die; - (zu Upedo... u. Î...logie): Bodenkunde,
peldollolgisch (zu (...logisch): die Bodenkunde betref
fend
Peldolmelter das; -s, - (zu t'pedo... u. t'...meter): Schritt
zähler
Peldon das; -s (aus gr. pédon „(Erd)boden“): kleinster ein
heitlicher Bodenkörper (etwa 1 m3; Bodenkunde). Peldotop der; -[e]s, -e (zu Upedo... u. gr. topos „Ort“): weitge
hend homogene Arealeinheit der Bodendecke, in der die
Merkmale annähernd gleich bleiben (Bodenkunde)
Peldrollilno* der; -s (aus it. pedrolino „Peterchen“, Ver
kleinerungsform von Pedro „Peter“); eine komische Figur
des ital. Lustspiels
Peldro* Ximénez ['peðro xi'mencO] der; - - (aus gleich
bed. span, pedrojiménez, nach dem Namen Pedro Ximé
nez): likörähnlicher span. Süßwein
Peldum das; -s, Peda (aus lat. pedum „Hirtenstab“ zu pes,
vgl. ‘pedo...): bischöflicher Krummstab; Pedum rectum ['rɛk...] ; der gerade Hirtenstab als (nicht getragenes) kano
nisches Abzeichen des Papstes
Peelling [ pi:lɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. peeling zu
to peel „schälen“): kosmetische Schälung der [Gesichtsjhaut zur Beseitigung von Hautunreinheiten
Peeplshow ['pi:pʃoʊ] die; -, -s (aus gleichbed. engl. peep
show zu to peep „verstohlen gucken“ u. show, vgl. Show):
auf sexuelle Stimulation zielendes Sich-zur-Schau-Stellen
einer nackten [weiblichen] Person, die gegen Geldeinwurf
durch das Guckfenster einer Kabine betrachtet werden
kann
Peer [pi:g, auch pɪə] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. peer,
eigtl. „Gleichrangiger“, dies über altfr. per zu lat. par
„gleich“): 1. Angehöriger des hohen Adels in Großbritan
nien. 2. Mitglied des brit. Oberhauses. Peelrage ['pɪərɪdʒ]
die; - (aus gleichbed. engl. peerage): 1. Würde eines Peers.
2. die Gesamtheit der Peers. Peelress ['pi:rɛs, auch 'pia
ns] die; -, -es [...sis, auch ...siz] (aus gleichbed. engl. pee
ress): Gemahlin eines Peers. Peerlgroup ['pi:ugru:p] die;
-, -s (aus gleichbed. engl. peer group zu peer (vgl. Peer) u.
group „Gruppe“): Gruppe von etwa gleichaltrigen Ju
gendlichen, die als Orientierung für den Übergang von fa
milienorientierter Kindheit zum Erwachsenendasein fun
giert (Psychol., Soziol.)
Pelgalmolid® das; -[e]s, -e (Kunstw.): ein Kunstleder
Pelçjalsos u. Pelga sus der; - (über lat. Pegasus aus gr.
Pegasos, nach dem geflügelten Pferd des Perseus in der
griech. Sage): geflügeltes Pferd als Sinnbild dichterischer
Fantasie; den Pegasus besteigen: (scherzh.) sich als Dich
ter versuchen; dichten; vgl. Hippogryph
Pelge die; -, -n (aus gr. pêge „Quelle“): kalte Quelle mit ei
ner Wassertemperatur unter 20°. Pelgila ter der; -s, - (zu
!..dater): (veraltet) jmd., der Pegiatrie betreibt. Pelgilatrie* die; - (zu (...iatrie): (veraltet) [Lehre von der] Hei
lung durch Mineralquellen
Peg|ma|tit [auch ,,,'tɪt] der; -s, -e (zu gr. pègma „das fest
Pegologie
Gewordene“ u. 13...it>: aus gasreichen Resten von Tiefen
gesteinsschmelzflüssen entstandenes grobkörniges Gang
gestein (Geol.)
Pelgollolgierf/c; - (zuîPege u. Î ...logie): (veraltet) svw. Pegiatrie
Pelhal melter das; -s, - (Kunstw.; zu pH (gesprochen
pe:ha:), Abk. für nlat. potentia Aydrogenii, eigtl. „Wirk
samkeit des Wasserstoffs“, u. t'...meter): Gerät zum Be
stimmen der pH-Zahl (die Aussagen über die Wasserstoffionenkonzentration macht)
Pehllelwi ['peçlevi] u. Pahlewi [pax...] das; -s (aus gleichbed. pers. pahlawi zu altpers. Parthava „Parthien“): mittelpers. Sprache u. Schrift (3. Jh. v. Chr. bis 10. Jh. n. Chr.),
Amtssprache der ISassaniden
Peiles die (Plur.) (aus gleichbed. jidd. péjess zu hebr. pê’ôt
(Plur.) „Ecken“): lange Schläfenlocken orthodoxer Juden
Peilgneur* [pen'jo:n] der; -s, -e (ausfr. peigneur „Wollkäm
mer“ zu peigner „kämmen“, vgl. peignieren): Kammwalze
od. Abnehmer an der Krempelmaschine in der Spinnerei.
pei|gnie|ren [pen'ji:...] (aus fr. peigner „kämmen“, dies
aus lat. pectinare): [Wolle] kämmen. Peilgnoir [,,,'joa:n]
der; -s, -s (aus gleichbed. fr. peignoir zu peigner, vgl. pei
gnieren): (veraltet) Frisiermantel, Morgenmantel
Peinltrelgralveur* [pɛtrəgra'væ:r] der; -s, -e (aus gleich
bed. fr. peintre-graveur zu peintre „Maler“ (vgl. Peinture)
u. graveur, vgl. Graveur) : nach eigener Erfindung stechen
der od. radierender Künstler. Peinlture [pe'ty:n] die; (aus fr. peinture „Malerei“, dies über vulgärlat. pinctura
aus lat. pictura zu pingere „malen“) : kultivierte, meist zar
te Farbgebung, Malweise
Peil res Ikia* u. Pereskia die; -, ...ien [...ion] (nach dem
franz. Gelehrten N. C. F. de Peiresc (1580-1637) u. zu
t‘...ia): (im tropischen Amerika u. in Westindien heimi
sche) Kakteenpflanze mit laubartigen Blättern u. langen
Dornen
Peljelrant der; -en, -en (aus lat. peierans, Gen. peierantis,
Part. Präs, von peierare, vgl. pejerieren): svw. Perjurant.
Peljelraltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. peieratio):
svw. Perjuration. pe|je|rie|ren (aus gleichbed. lat. peie
rare, dies aus älter periurare zu tper... u. lat. iurare
„schwören, einen Eid ablegen“): svw. perjurieren
Peljolraltilgn die; -, -en (zu îpejorativ u. T'...ion): Bedeu
tungsverschlechterung; das Abgleiten eines Wortes in eine
abwertende, negative Bedeutung (z.B. gemein; urspr. ge
meinsam, mehreren in gleicher Weise zukommend, jetzt
niederträchtig, unfein; Sprachw.). pe jo ra tiv (zu /ai.
peioratus, Part. Perf. von peiorare „verschlechtern“ (dies
zu peior, Komparativ von malus „schlecht, schlimm“), u.
t...iv): die Péjoration betreffend; bedeutungsverschlech
ternd; abwertend (Sprachw.). Peljolraltilvum [...v...]
das; -s, ...va (aus lat. (verbum) peiorativum): mit verklei
nerndem od. abschwächendem ÎSuffix gebildetes Wort
mit abwertendem Sinn (z.B. JüngelcAen, frömme/n;
Sprachw.). Peljusz/as; - (zu lat. peius „schlechter“, Kom
parativ von malus „schlecht“): äußerster Grad ungünsti
ger Lebensbedingungen (Biol.)
Pekanlnuss u. Pecannuss [,..k...] iZze; -, ..müsse (Lehn
übersetzung von gleichbed. engl. pecan, dies über fr. pa
eane aus Algonkin (einer nordamerik. Indianersprache)
pakan): Frucht des Pekannussbaums, der zur Gattung der
Hickorybäume gehört; vgl. Hickory
Pelkalri das; -s, -s (über fr. pécari aus karib. pakira): Na
belschwein, eine in Mittel- u. Südamerika heimische Fa
milie schweineartiger Paarhufer
PelkelschezZZe; -, -n (aus gleichbed.poln. bekiesza, Bed. 2
nach dem Aussehen): 1. (in der poln. Tracht) mit Knebeln
geschlossener, oft mit Pelz verarbeiteter Überrock. 2. ge
schnürte Festjacke der Verbindungsstudenten
Pelkilnelse der, -n, -n (nach der chin. Hauptstadt Peking
1018
(dem früheren alleinigen Züchtungsort) u. zu -ese, charak
terisierendes Suffix von Namen): kleiner, kurzbeiniger
Hund mit großem Kopf, Hängeohren u. langem, seidigem
Haar. Pe|king|en|te die; -, -n: 1. ein chines. Gericht. 2.
eine weiß gefiederte Frühmastente mit guter Legeleistung.
Pelkinlgelse vgl. Pekinese. Pelkinglmensch der; -en,
-en: svw. Sinanthropus. PelkingloperiZze; -: die bekann
teste der mehr als 300 chines. Theaterformen, die sich aus
verschiedenen Darbietungsarten (Singen, Gestikulieren,
Rezitieren u. a.) zusammensetzt
Pelkoe ['pi:koʊ] der; -[s] (aus gleichbed. engl. pekoe, dies
aus chin. mdal. pek-ho zu pek „weiß“ u. ho „unten“): gute,
aus bestimmten Blättern des Teestrauchs hergestellte
[ind.] Teesorte
pekltanlgilnös* (mit Wortumstellung zu Î Angina Pectoris
gebildet; vgl. ...ös): die TAngina Pectoris betreffend, ihr
ähnlich; brust- u. herzbeklemmend (Med.)
Pekltalse die; - (zu gr. pëktôs „fest; geronnen“ (zu pêgnÿnai „befestigen; gerinnen lassen“) u. t...ase>: in Mohrrü
ben, Früchten, Pilzen vorkommendes î Enzym
Pek|ten|mu|schel die; -, -n (zu lat. pecten „Kamm“): auf
Sandgrund lebende Kammmuschel mit tief gerippten
Schalen, einer tief gewölbten u. einer flachen, deckelför
migen CZool.)
Pek tin das; -s, -e (meist Plur.) (zu gr. pëktôs (vgl. Pektase)
u. Î ...in (1)): gelierender Pflanzenstoff in Früchten, Wur
zeln u. Blättern. Pek|ti|na|se die; - (zu î...ase): 1 Enzym
in Malz, Pollenkörnern, îPénicillium. Pekltinlbakltelrien [...ion] die (Plur.): zum Abbau von Pektin befähigte
Bakterien verschiedener Artzugehörigkeit. Pekltollith
[auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu t...lith>: ein
weißes bis grünliches Mineral
pekltolral (aus gleichbed. lat. pectoralis zu pectus, Gen.
pectoris „Brust“): die Brust betreffend, zu ihr gehörend
(Med.). 'Pekltolralle das; -[s], Plur. -s u. ...lien [...ion] (zu
î...ale); Brustkreuz kath. geistlicher Würdenträger; vgl.
Enkolpion (2). 2Pek|to|ra|!e das; -[s], Plur. -s u. ...lien
[...ion] (aus gleichbed. mlat. pectorale zu lat. pectoralia
„Brustharnisch“, substantiviertes Neutr. (Plur.) von
pectoralis, vgl. 'Pektorale): mittelalterlicher Brust
schmuck (z.B. Schließe des geistlichen Chormantels).
Pek|to|ra|lis vgl. Pectoralis
Pe|ku|li|ar|be|we|gung die; -, -en (zu lat. peculiaris „ei
gentümlich, verschieden“): die bei den gegenseitigen Be
wegungen der Fixsterne beobachtete unsystematische Ei
genbewegung innerhalb großer Sterngruppen (Astron.)
pelku|ni|är (aus gleichbed. fr. pécuniaire, dies aus lat. pe
cuniarius „zum Geld gehörig“ zu pecunia „Geld“): das
Geld betreffend; finanziell, geldlich
peklzielren u. pexieren (aus lat. peccare „sündigen“):
(landsch.) etwas anstellen, eine Dummheit machen
Pellalde die; -, -n (aus gleichbed. fr. pelade zu peler „ent
haaren“, dies über altfr. poile-peler aus lat. pilare): krank
hafter Haarausfall; Haarschwund (Med.); vgl. Alopezie
pellaIgilal (zu lat. pelagius „zum Meer, zur (offenen) See
gehörig“ (dies aus gr. pelägios zu pélagos „offene See“) u.
Î ’...al (l)): svw. pelagisch. Pelialgilal das; -s (zu t'...al
(2)>: 1. freies Wasser der Meere u. Binnengewässer von der
Oberfläche bis zur größten Tiefe (Geol.). 2. Gesamtheit
der im freien Wasser lebenden Organismen (Biol.)
Pe|la|gi|a|ner der; -s, - (nach dem engl. Mönch Pelagius
(5. Jh.) u. zu î...aner>: Anhänger des Pelagianismus. Pelalgilalnislmus der; - (zu t...ismus (1)): kirchlich verur
teilte Lehre des Pelagius, die gegen Augustins Gnadenleh
re die menschliche Willensfreiheit vertrat; vgl. Synergis
mus (2)
pellalgisch (zu gleichbed. lat. pelagius; vgl. pélagial): l.im
îPélagial (1) schwimmend od. schwebend (von Tieren u.
Pflanzen; Biol.). 2. dem Tiefseebereich (unterhalb 800m)
1019
angehörend od. in diesem gebildet, z. B. Sedimente (Geol.). Pellalgolskop* das; -s, -e (zu t...skop>: altes Gerät
zum Hinabschauen in die Meerestiefe
Pe|lar|go|ni|din das; -s (zu tPelargonie u. t...in (1)): ein
Pflanzenfarbstoff, bes. in Pelargonien, orangefarbenen
Dahlien u. roten Johannisbeeren. Pe|lar|go|nie [...io] die;
-, -n (zu gr. pelargós „Storch“ u. T *...ie, nach der einem
Storchschnabel ähnlichen Frucht): zur Gattung der
Storchschnabelgewächse gehörende Pflanze mit meist
leuchtend roten Blüten, die in vielen Zuchtsorten als Zier
pflanze gehalten wird. Pellarlgonlsäulre die;--, farblose,
charakteristisch riechende, ölige Flüssigkeit, die in ranzi
gen Fetten vorkommt u. die synthetisch hergestellt u. a. zur
Herstellung von Weichmachern u. Alkydharzen verwen
det wird
pêle-mêle [pɛl'mɛl] (aus gleichbed./r. pêle-mêle, entstellt
aus altfr. mesle-mesle, verdoppelnde Bildung zu mesler (fr.
mêler) „mischen“): bunt gemischt, durcheinander. Pelemele [pɛl'mɛl] das; - 1. Mischmasch, Durcheinander. 2.
Süßspeise aus Vanillecreme u. Fruchtgelee
Pellelrilne die; -, -n (aus gleichbed. fr. pèlerine, eigtl.
„von Pilgern getragener Umhang“, zu pèlerin „Pilger“,
dies aus spätlat. pelegrinus, vgl. Pilger): a) über dem
Mantel zu tragender, einem tCape ähnlicher, ärmelloser
Umhang, der etwa bis zur Taille reicht; b) (veraltet) Re
gencape
Pellham ['pɛləm] der; -s, -s (nach dem Namen eines engl.
Adligen): ÎKandare mit beweglichem Trensenmundstück
(Reiten)
Pelli |di Isi Iza hl die; - (Kunstw.): Index für den Ernährungs
zustand eines Kindes, errechnet aus der Kubikwurzel des
zehnfachen Körpergewichtes (in Gramm), dividiert durch
die Sitzhöhe (in Zentimetern; Med.)
Pellilkan [auch ... kam] der; -s, -e (über kirchenlat. pelica
nus aus gr. pelekán zu pélekys „Axt, Beil“, nach der Form
des oberen Schnabels): tropischer u. subtropischer
Schwimmvogel mit mächtigem Körper u. langem, am un
teren Teil mit einem dehnbaren Kehlsack versehenen
Schnabel. Pe|li|ka|nol® das; -s (Kunstw.; vgl. ...ol): ein
Klebstoff
Pe|li|ke die; -, -n (zu gr. pelos „Ton, Lehm“): altgriech. be
malte Vase mit zwei Henkeln
Pe|li|ko|lo|gie die; - (zugr. pélix, Gen. pélikos „Becken“ u.
î...logie>: Lehre vom Becken, seinen Erkrankungen u. de
ren Behandlung (Med.). Pellilmeltrie* die; -, ...ien (zu
f...metrie): Messung des Beckens (bei Frauen vor allem,
um festzustellen, ob eine zu erwartende Geburt normal
od. kompliziert verlaufen wird; Med.)
Pellit [auch ...'lit] der; -s, -e (meist Plur.) (zu gr. pelos „Ton,
Lehm“ u. t2...it): Sedimentgestein aus staubfeinen Be
standteilen (z.B. Tonschiefer; Geol.). pelliltisch [auch
...li...]: die Pelite betreffend
Pel lia Igra* das;-s (mgr. pélla „Haut“ u. ágra „das Fangen;
-gicht“; Analogiebildung zu Î Podagra): (vor allem in süd
lichen Ländern auftretende) bes. durch Mangel an Vita
min B, hervorgerufene Vitaminmangelkrankheit, die sich
in Müdigkeit, Schwäche, Gedächtnis-, Schlafstörungen,
Verdauungsstörungen u. Hautveränderungen äußert
(Med.), pelllalgrös (zu t...ös): das Pellagra betreffend,
mit Pellagra behaftet (Med.)
Pell let das; -s, -s (meist Plur.) (zu engl. pellet „kleiner Ball“,
dies über altfr. pelote „(Spiel)ball“ aus vulgärlat. pilotta,
Verkleinerungsform von lat. pila „(Spiel)ball ; Knäuel;
Haufen“): 1. beim Pelletieren entstehende kleinere Kugel
(Techn.). 2. durch Pelletieren von gehäckseltem od. ge
mahlenem Trockenfutter hergestellter, meist zylinderför
miger Presskörper zur Verfütterung an Tiere (bes. Geflü
gel, Schweine, Rinder). pel|le|tie|ren u. pelletisieren (zu
î Pellet u. Î ..deren bzw. ...isieren): pulvrige od. feinkörnige
Pelurepapier
Stoffe durch besondere Verfahren zu kugelförmigen Stü
cken (von einigen Zentimetern Durchmesser) zusammen
fügen, T granulieren ( 1 ; Techn.)
Pe 11 le I ti le I rin [,,,tiə...] das; -s (nach dem franz. Apotheker
P. J. Pelletier (1788-1842) u. 1 ...in ( l)>: giftiges Alkaloid in
Wurzel u. Rinde des Granatapfelbaumes, früher wegen
seiner spezifischen Giftwirkung auf Bandwürmer als
Bandwurmmittel verwendet
pel|lelti|sie|ren vgl. pelletieren
Pel |li leu I la [...kula] die; -, ...lae [...le] u. Pel Ili lku I la die; -,
...lä (aus lat. pellicula „Fellchen, kleine Haut“, Verkleine
rungsform von pellis „Haut“): äußerste, dünne, elastische
Plasmaschicht des Zellkörpers vieler Einzeller (Biol.) ; vgl.
Kutikula
pelllulzid (aus lat. pellucidus, Nebenform von perlucidus,
„durchsichtig“): lichtdurchlässig (von Mineralien). PelI u I zi I d i I tat die; - (aus lat. pelluciditas, Gen. pelluciditatis,
Nebenform von perluciditas „Durchsichtigkeit“): Licht
durchlässigkeit (von Mineralien)
Pellmelni die (Plur.) (aus gleichbed. russ. pelmeni): nach
russischem Rezept mit gehacktem Fleisch gefüllte Nudel
teigtaschen (Gastr.)
Pellog u. Pelok das; -[s] (aus dem Javan.): javan. siebentöniges Tonsystem (Mus.)
Pello|id dɑs,`-[e]s,-e (mgr. pelos „Ton, Lehm; Schlamm“ u.
t...oid): Sammelbez. für durch biologisch-geologische
Vorgänge entstandene [organische] Substanzen, die als
Aufschwemmungen mit Wasser für medizinische Bäder
(z. B. Moorbäder, Schlammbäder) verwendet werden
Pellok vgl. Pelog
Pellolrie [...io] die; -, -n (aus gleichbed. n/at. peloria zu gr.
pélôros „ungeheuer groß, gewaltig“): strahlige Blüte bei ei
ner Pflanze, die normalerweise tzygomorph ausgebildete
Blüten trägt (Bot.)
Pellol se die; -, -n (aus gr. pelosis „das Bestreichen mit
Schlamm“ zu pelos „Ton, Lehm; Schlamm“): in Moorge
bieten gewonnener Faulschlamm (zu Moorbädern u. Pa
ckungen verwendet). Pellolsol der; -s (zu lat. solum „Bo
den“): auf tonigen Gesteinen entstandener Bodentyp der
gemäßigten Breiten
Pellolta die; - (aus gleichbed. span, pelota, eigtl. „Ball“,
dies über provenzal. pelota aus altfr. pelote, vgl. Pellet):
baskisches, tennisartiges Rückschlagspiel, bei dem der
Ball von zwei Spielern od. Mannschaften mit der Faust od.
einem Lederhandschuh an eine Wand geschlagen wird.
Pellolton [...'to:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. peloton,
eigtl. „kleiner Haufen“, Verkleinerungsform von pelote
„Knäuel“, dies aus altfr. pelote, vgl. Pellet): 1. (veraltet)
Schützenzug (militärische Unterabteilung). 2. Exekutions
kommando (im 18. Jh.). 3. geschlossenes Feld, Hauptfeld
im Straßenrennen (Radsport). Pe|lot|te die; -, -n (aus fr.
pelote, vgl. Peloton): Druckpolster in der Form eines Bal
lons (z. B. an einem Bruchband; Med.)
Pel|sei|de die; - (zu it. pelo „Haar“): Rohseidefäden aus
geringwertigen Kokons
Pellta die; -, ...ten (ausgr. péltë „kleiner, leichter Schild“):
kleiner, mit Leder überzogener runder Schild im antiken
Griechenland. Pelltast der; -en, -en (aus gleichbed. gr.
peltastës zu péltë, vgl. Pelta) : leicht bewaffneter Fußsoldat
im antiken Griechenland
Pelltierleflfekt [pɛl'tje:...] der; -[e]s (nach dem franz. Uhr
macher J. C. A. Peltier, 1785-1845): Änderung der Tem
peratur beim Durchgang von Strom durch die Verbin
dungsstelle zweier metallischer Leiter, wobei in der einen
Stromrichtung eine zusätzliche Erwärmung, in der ande
ren eine Abkühlung auftritt
Pellurelpalpier [pəlu:n,... fr. po'ly:r...] das; -s, -e (Lehn
übersetzung ausʃr. papier pelure „sehr feines Schreibpa-
Peluschke
pier“): dünnes, festes Papier, ähnlich dem Zigarettenpa
pier
Pelluschlke die; -, -n (aus dem Slaw.): (landsch. veraltend)
als Futterpflanze angebaute Erbse mit etwas kantigen,
graugrünen Samen mit braunen Punkten
Pellvis [...vis] iZze; -, Pelves [,..ve:s] (aus lat. pelvis „Schüs
sel; Becken“}: 1. beckenförmiges Organ (z. B. das Nieren
becken; Med.). 2. das knöcherne Becken, ein Knochen
gürtel, der aus den beiden Hüftbeinen u. dem Kreuzbein
gebildet wird u. die Baucheingeweide trägt (Med.). Pellviskolpie* die; -, ...ien (zu t ...skopie): Untersuchung der im
Bauchraum gelegenen Organe (Med.)
Pelmalli das; -[s], -s (aus dem Indones.): dem Tabu ähnli
ches Verbot in Indonesien
Pemlmilkan der; -s (aus gleichbed. engl. pemmican, dies
aus Kri (einer Indianersprache Nordamerikas) pimikän zu
pimii „Fett“): haltbares Nahrungsmittel der Indianer
Nordamerikas aus getrocknetem u. zerstampftem [Bison]fleiseh, das mit heißem Fett übergossen [u. mit Beeren
vermischt] ist
Pemlphilgus der; - (aus gleichbed. nlat. pemphigus, dies zu
gr. pémphix, Gen. pémphigos „(Brand)blase“, eigtl.
„Hauch, Odern“): Hautkrankheit, bei der Blasen auftre
ten, die mit einer gelblichen Flüssigkeit gefüllt sind (Med.)
Pelfta [ penja] die; -, -s (aus gleichbed. span, peña): span.
Bez. für Fels, Berggipfel
peinai (aus fr. pénal „Straf-, Kriminal-, strafrechtlich“,
dies aus spätlat. penalis, /ai. poenalis „zur Strafe gehörig“
zu poena „Strafe“): (veraltet) strafend, das Strafrecht be
treffend. Pelnallty ['pɛnlti] der; -[s], -s (aus gleichbed.
engl. penalty, eigtl. „Strafe“, dies über (alt)fr. pénalité aus
mlat. poenalitas „Bestrafung“ zu lat. poenalis, vgl. penal) :
nach bestimmten schweren Regelverstößen verhängte
Strafe, bei der der Ball od. Puck direkt u. ungehindert auf
das Tor geschossen werden darf; Strafstoß (bes. im Eisho
ckey)
Peinalten die (Plur.) (aus gleichbed. lat. penates zu penus
„Vorrat“): altröm. Schutzgötter des Hauses u. der Familie
Pence [pens] : Plur. von ÎPenny
Penlchant [pa'ʃa:] der, -s, -s (aus gleichbed. fr. penchant zu
pencher „neigen“, dies über vulgärlat. pendicare aus lat.
pendere „(herab)hängen“): (veraltet) Hang, Neigung,
Vorliebe
PEN-Club, P.E.N.-Club der; -s (Kurzw. aus engl. poets, es
sayists, Movelists u. Club (zugleich anklingend an engl. pen
„Feder“)): 1921 gegründete internationale Dichter- u.
Schriftstellervereinigung (mit nationalen Sektionen)
Penldant [pä'dä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. pendant,
eigtl. „das Hängende“, substantiviertes Part. Präs, von
pendre „(herab)hängen“, dies aus lat. pendere) : 1. ergän
zendes Gegenstück; Entsprechung. 2. (veraltet) Ohrge
hänge
Penldeh der; -[s], -s (nach Pendeh, dem Namen einer Oase
südlich von Mary in Turkmenistan): schafwollener Tep
pich, rotgrundig mit weißer, blauer, hellroter u. elfenbein
farbener Musterung
pen Ident (über gleichbed. it. pendente aus lat. pendens,
Gen. pendentis, Part. Präs, von pendere „hängen“):
(schweiz.) unerledigt, schwebend, anhängig. Pen|den|tif
[pädä...] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. pendentif zu pendre,
vgl. Pendant): Konstruktion in Form eines Îsphärischen
(2) Dreiecks, die den Übergang von einem mehreckigen
Grundriss in die Rundung einer Kuppel ermöglicht; Hän
gezwickel (Archit.). Penldenz [pɛn...] die; -, -en (meist
Plur.) (zu Îpendent u. I ...enz): (Schweiz.) unerledigtes Ge
schäft, schwebende Sache, Angelegenheit. Pen|do|li|no®
der; -s, -s (aus it. pendolino, Verkleinerungsform von pendolo „Pendel“, zu pendere „sich neigen“, dies aus lat. pen
dere): Eisenbahnzug mit computerunterstützter, gleisbo
1020
genabhängiger Wagenkastensteuerung, die mittels eines
Fliehkraftausgleichs (Neigung der Reisezugwagen zur In
nenseite) auf kurvenreichen Strecken hohe Reisege
schwindigkeiten von bis zu 160 km/h ermöglicht. Penldule [pä‘dy:b] vgl. Pendüle. Penldülle [pen..., auch pä...]
die; -, -n (aus gleichbed. fr. pendule): (veraltet) größere
Uhr, die durch ein Pendel in Gang gehalten wird; Pendel
uhr
Pelnelplain* ['pi:nɪpleɪn] die; -, -s (aus gleichbed. engl. pe
neplain, dies zu lat. pene, paene „fast“ u. engl. plain „Ebe
ne“): fast ebene Landoberfläche in geringer Höhe über
dem Meeresspiegel, die nur von breiten Muldentälern u.
niederen Bodenwellen in ihrer Ebenheit unterbrochen
wird; Fastebene (Geogr.)
Peines ['pe:ne:s]: Plur. von îPenis
penesejsmisch (zu lat. pene, paene „beinahe, fast;
gänzlich“ u. tseismisch): öfter von schwachen Erdbeben
heimgesucht (Geol.)
penetrabel* (aus gleichbed. fr. pénétrable, dies aus lat.
penetrabilis zu penetrare, vgl. penetrieren): (veraltet)
durchdringbar; durchdringend, pelneltrant (aus gleich
bed. fr. pénétrant, Part. Präs, von pénétrer „durchdrin
gen“; vgl. penetrieren): a) in störender Weise durchdrin
gend, z.B. -er Geruch; b) in störender Weise aufdringlich,
z. B. -er Mensch. Pelneltranz die; -, -en (zu Î ...anz): 1. a)
durchdringende Schärfe, penetrante (a) Beschaffenheit;
b) Aufdringlichkeit. 2. die prozentuale Häufigkeit, mit der
ein Erbfaktor bei Individuen gleichen Erbgutes im äußeren
Erscheinungsbild wirksam wird (Biol.). Pelneltraltilon
iZi'e; -, -en (aus spätlat. penetratio „das Eindringen): 1.
Durchdringung, Durchsetzung, das Penetrieren. 2. Ein
dringtiefe (bei der Prüfung der Î Viskosität von Schmier
fetten; Techn.). 3. das Eindringen (in etwas, z.B. des ÎPe
nis in die weibliche Scheide). 4. Durchbruch (z.B. von ei
nem Geschwür in angrenzende Gewebsgebiete, Med.);
vgl. ...ation/...ierung. pelneltrielren (teilweise über /r.
pénétrer (vgl. penetrant) aus lat. penetrare „eindringen,
durchdringen“): 1. durchsetzen, durchdringen. 2. mit dem
Î Penis [in die weibliche Scheide] eindringen. 3. durchbre
chen, auf benachbarte Gewebe od. Organe übergreifen
(z.B. von Geschwüren; Med.). Pe|ne|trier|mitltel das;
-s, -: Anstrichstoff, der den zu behandelnden Gegenstand
durchdringt (z.B. Holzschutzfarbe). Pelneltrielrung
dze; -, -en (zu T...ierung): das Penetrieren; vgl. ...ation/
...ierung. Pe|ne|tro|me|ter das; -s, - (zu tpenetrieren u.
I'...meter): Gerät zum Messen der tPenetration (2;
Techn.)
Penlgö der; -[s], -s (aber: 5 -) (aus gleichbed. ung. pengö):
bis 1946 geltende ung. Währungseinheit; Abk.: P.
Penhold er [,,,houɪdə] der; -s, u. Pen|hoi|der|griff der;
-[e]s (zu engl. penholder „Federhalter“): Haltung des
Schlägers, bei der der nach oben zeigende Griff zwischen
Daumen u. Zeigefinger liegt; Federhaltergriff (Tischten
nis)
Pelnia die; - (aus gleichbed. gr. penia): (veraltet) Armut,
Dürftigkeit
pe|ni|bel (aus fr. pénible „mühsam; schmerzlich“, zu fr.
peine „Strafe; Schmerz; Mühe“, dies aus lat. poena): 1. bis
ins Einzelne so genau, dass es schon übertrieben od. klein
lich ist. 2. (landsch.) unangenehm, peinlich. Pe|ni|bi|!ität die; -, -en (aus fr. pénibilité „Mühseligkeit“; vgl.
...ität): [übertriebene] Genauigkeit; penible Art
Pe|ni|cil|lin [...tsi...] usw. vgl. Penizillin usw. Pelni|cil|linalse die; - (zu Î Penicillin u. I ...ase): von manchen Bak
terien gebildetes, Penizillin zerstörendes Enzym. Pelnicilllilum das; -s (aus n/aZ. pénicillium): Schimmelpilz, der
das Penizillin liefert
Penlinlsulla*
-, ...suln (aus/aZ. paeninsula, eigtl. „Fast
insel“, zu pene, paene „fast“ u. insula „Insel“): Halbinsel.
1021
Pentameter
(zu 1 ...ar (l)): zu ei
wohnt. Pen|si|o|nä|rin die; -, -nen: weibliche Form zu
ner Halbinsel gehörend, halbinselartig
tPensionär. Pen|si|o|nat das; -[e]s, -e (aus gleichbed./r.
Pelnis der: -, Plur. -se u. Penes ['pe:ne:s] (aus lat. penis,
pensionnat): (veraltend) Internat, bes. für Mädchen, peneigtl. „Schwanz“): männliches Glied; Teil der äußeren Ge
silo nie ren (aus gleichbed. fr. pensionner): jmdn., bes.
schlechtsorgane des Mannes u. verschiedener männlicher
einen Beamten, in den Ruhestand versetzen. Pen|si|oTiere, der mit Schwellkörpern versehen ist, die ein Steif
nieirung die; -, -en (zu t...ierung): Versetzung in den Ru
werden u. Aufrichten zum Zweck des Geschlechtsverkehrs
hestand. Pen|si|o|nie|rungs|bank|rott der; -[e]s: svw.
möglich machen (Med.). Pe|nis|fut|te|ral das; -s, -e: bei
Pensionierungsschock.
Pen|si|o|nie|rungs|schock
Naturvölkern im tropischen Afrika u. Amerika sowie in
der; -s: infolge des Verlustes der beruflichen u. gesell
Melanesien verbreitete, meist aus pflanzlichem Material
schaftlichen Stellung (durch Erreichung der Altersgrenze)
hergestellte Umhüllung des Penis. Pelnislneid der: -[e]s:
auftretende Altersneurose (Psychol.). Penlsilolnist der;
Empfindung eines Mangels, die sich bei Mädchen nach
-en, -en (zu t...ist): (österr., Schweiz.) svw. Pensionär.
der Entdeckung des Geschlechtsunterschieds durch das
Pen|si|o|nis|tin die; -, -nen: (österr., Schweiz.) weibliche
Nicht-vorhanden-Sein des Penis einstellen kann (Psycho
Form zutPensionist.Penlsum [pen...] das; -s, Plur. Pen
analyse)
sen u. Pensa (aus gleichbed. lat. pensum zu pendere
Pe|ni|ten|tes [,,,te:s] die (Plur.) (aus spätlat. paenitentes,
„(ab)wägen; zuwiegen“): a) zugeteilte Aufgabe, Arbeit,
Plur. von paenitens, Part. Präs, von paeniteri „bereuen"):
die innerhalb einer bestimmten Zeit zu erledigen ist; b)
durch Verdunsten u. Abschmelzen entstandene Eisfiguren
(veraltend) Lehrstoff
auf Schnee- od. Firnflächen; Büßerschnee
pent.... Pent... vgl. penta..., Penta... penita..., Penlta...,
Pelnilzilllin, fachspr. Penicillin [...tsi...] rfas; -s, -e (aus
vor Vokalen meist pent..., Pent... (aus gr. pénte „fünf“):
gleichbed. engl. penicillin zu niât. pénicillium „Schimmel
Wortbildungselement mit der Bedeutung „fünf“, z. B. Pen
pilz“, dies zu lat. penicillum „Pinsel“ (nach den büscheli
tagramm, Pentameron. Penltalchord [...'kort] das; -[e]s,
gen Enden der Sporenträger)): besonders wirksames t An
-e (zu spätlat. pentachordos ausgr. pentáchordos „fünfsai
tibiotikum; vgl. Pénicillium. Pe|ni|zil|lin|am|pul|le,
tig“): fünfsaitiges Streich- od. Zupfinstrument. Penltafachspr. Penicillinampulle [...tsi...] die: -, -n: Ampulle mit
dakltyllie die; - (zu tpenta..., gr. däktylos „Finger, Zehe"
Penizillin
u. t2...ie); das Vorhandensein von fünfFingern bzw. Zehen
Penina die od. das; -, Plur. ...nä od. ...nen (aus it. penna
bei höheren Wirbeltieren (Biol.). Penltalde die; -, -n (zu
„Feder“, dies aus gleichbed. lat. penna): Anreißplättchen
gr. pentás, Gen. pentádos „Anzahl von fünf1) : Einheit von
der Mandoline. Penlnal das: -s, -e (aus mlat. pennale „Fe
fünf aufeinanderfolgenden Tagen (Meteor.). Penltaldik
derkasten“ zu lat. penna „Feder“): 1. (veraltet) Feder
die; - (zu t2...ik (2)> : Zahlensystem mit der Grundzahl 5
büchse. 2. (Schülerspr. veraltet) höhere Lehranstalt. Pen(Math.). Penltaleder das; -s, - (zu tpenta... u. gr. hédra
näller der: -s, -: (ugs.) Schüler einer höheren Lehranstalt.
„Fläche“): von fünf Flächen begrenzter Vielflächner;
Pen|na|lis|mus der; - (zu t...ismus (2)>: im 16. u. 17. Jh.
Fünfflächner. Pen|ta|ery|thrit [auch .. ,'trit] der; -[e]s, -e:
Dienstverhältnis zwischen jüngeren u. älteren Studieren
ein farbloser, wasserlöslicher, kampferartig riechender Al
den an deutschen Universitäten
kohol, der zur Herstellung von Alkydharzen u. Explosiv
Penlni der; -[s], -[s] (aber: 10 Penni) (aus gleichbed. finn.
stoffen verwendet wird. Pen|ta|e|te|ris die; -, ...ren(über
penni): finn. Münzeinheit (0,01 Markka). Penlny [ peni]
spätlat. pentaeteris aus gleichbed. gr. pent(a)eteris): Zeit
der; -s, Plur. (für einzelne Stücke, Münzen) Pennys [,,,ni:s]
raum von fünf Jahren im alten Griechenland; vgl. Lustrum
(2). pen ta e te risch: alle fünf Jahre stattfindend, wie
u. (bei Wertangabe) Pence [pens] (aus gleichbed. engl. pen
ny): engl. Münze; Abk. [für Sing. u. Plur. beim neuen Pen
derkehrend. Penitalglotlte* die; -, -n (zu tpenta... u. gr.
ny im Dezimalsystem]: p, vor 1971 : d (= lat. denarius; vgl.
(attisch) glötta „Sprache, Zunge“): ein in fünf Sprachen
abgefasstes Buch, bes. eine fünfsprachige Bibel. ’PenltaDenar). Pen|ny|stock [...stok] der; -s, -s (meist Plur.) (zu
gon [pɛntə'go:n] das; -s, -e (über lat. pentagonus aus gr.
engl. stock, vgl. Stock): Bez. für eine amerik. Aktie, die
pentágonos, eigtl. „fünfeckig“): Fünfeck. 2Pen|ta|gon
mit weniger als 5 US-Dollar pro Stück gehandelt wird
[...gon] das; -s {amerik. ; zu ΑPentagon): auf einem fünf
(Wirtsch.). Penlnylweight [...weit] das, -[s], -s (aus
eckigen Grundriss errichtetes amerik. Verteidigungsmi
engl. pennyweight „Pennygewicht“): engl. Feingewicht
nisterium. penlta|go|nal (zu Î'Pentagon u. T ’...al (1)):
(1,5552g); Abk.: dwt.; pwt.
fünfeckig. Pen|talgon|do|de|ka|eder das; -s, -: von
Pen Isa: Plur. von Î Pensum. penlsee [pä’se:] (aus gleich
zwölf fünfeckigen Flächen begrenzter Körper. Penltabed. fr. pensée, eigtl. „stiefmütterchenfarben“; vgl. Pengonlikolsilteltraleder* rto; -s, -: aus untereinander
see): dunkellila. Penlsee das; -s, -s (aus fr. (herbe de la)
kongruenten Fünfecken bestehender vierundzwanzigflä
pensée, eigtl. „(Pflanze des) Andenken(s)“ (weil die Blume
chiger [Kristall]körper. Pen|ta|gon|pris|ma iZas; -s,
als Symbol des Gedenkens gilt), zu penser „denken", dies
...men: svw. Pentaprisma. Penltalgramm das; -s, -e (zu
aus lat. pensare „(gegeneinander) abwägen“; vgl. Pen
Tpenta... u. T...gramm): fünfeckiger Stern, der in einem
sum): frz. Bez. für: Stiefmütterchen. Penisen [pen...]:
Zug mit fünf gleich langen Linien gezeichnet werden kann ;
Plur. von tPensum. pensieroso [...zie...] (z7.; zu pen
Drudenfuß, penltalgyn (zu Tpenta u. gr. gynê „Weib,
sare „(nach)denken“, dies aus lat. pensare, vgl. Pensee):
Frau“): mit fünf Griffeln ausgestattet (von Blüten; Bot.).
gedankenvoll, tiefsinnig (Vortragsanweisung; Mus.). PenPenltalgylnie rf/e; - (zu T2...ie): das Vorhandensein von
silon [pa'zio:n, auch pä'siom, paŋ'zio:n, pɛn'zio:n] die; -,
fünf Griffeln od. Narben in einer Blüte (Bot.). Pentlal-en (aus gleichbed. fr. pension, dies aus lat. pensio „das
ph a* das; -, -s (zu Tpenta... u. ÎAlpha (weil in dem Stern
Abwägen, Zu wägen; Auszählung“; vgl. Pensum): 1. a)
fünf große Alpha zu erkennen sind)): svw. Pentagramm,
(ohne Plural ; meist ohne Artikel) Ruhestand der Beamten ;
penltalmer (zu T ...mer): fünfgliedrig, fünfteilig. Penltab) Bezüge für Beamte im Ruhestand. 2. Fremdenheim zur
melron* das; -s (zu gr. pénte hëmérôn „der fünf Tage“
Beherbergung u. Verpflegung von Gästen. 3. (ohne Plural)
(Analogiebildung zu TDekameron)): Sammlung neapoli
[Preis für die] Unterbringung u. Verpflegung in einer Pen
tanischer Märchen, die der Herausgeber Basile in fünf Ta
sion (2). 4. (veraltet) svw. Pensionat. Penlsilolnär [pägen erzählen lässt. Penltalmelter der; -s, - (über gleich
zio..., auch päsio..., paqzio..., pɛnzio...] der; -s, -e (aus
bed. lat. pentameter aus gr. pentámetros zu t penta... u. gr.
gleichbed. fr. pensionnaire): 1. a) Beamter im Ruhestand,
métron „Maß, Versmaß“): (nach deutscher Messung
Ruhegehaitsempfänger; b) (landsch.) Rentner. 2.
sechsfüßiger) T daktylischer Vers, dessen dritter u. sechs(Schweiz., sonst veraltet) jmd., der in einer Pension (2)
pen lin I su Har u. pen lin I sulla Irisch
pentametrisch
ter (letzter) unvollständiger, nämlich nur mit einer Hebung
(bwz. Länge) realisierter T Daktylus in der griechischen
Verslehre als fünftes Metrum zu den vier vollständigen
Metren gezählt wird, pen|ta|me|trisch*: in Pentame
tern verfasst, auf den Pentameter bezüglich (Sprachw.).
Penltan das; -s, -e (zu Tpenta... u. Î ...an): in Petroleum u.
Benzin enthaltener, sehr flüchtiger (gesättigter) Kohlen
wasserstoff mit fünf Kohlenstoffatomen im Molekül,
penltan gu lär* (zu lat. angularis „winklig“; vgl. ...är):
(veraltet) fünfeckig, fünfwinklig. Pen |ta Inol das; -s (zu
T...0I): ein ÎAmylalkohol. Penltan|ther|mo|me|terita.s,
-s, -: mit Pentan gefülltes ¡Thermometer zum Messen tie
fer Temperaturen (bis — 200°C). penltalpeltallisch (zu
gr. pétalon „Blatt“): fünfblättrig, mit fünf Blütenblättern
(Bot.). Penltalpla* die; -, ...aplen (zu gr. pentapläsios
„fünffach“): svw. Pentaglotte. Penltalprislma das; -s,
...men (zu Tpenta...): in optischen Geräten verwendetes
Fünfkantprisma, Reflexionsprisma. Pen|tar|chie*tae;-,
...ien (nachgr. pentarchiai (Plur.) „Behörde der fünf Män
ner“ (urspr. in Karthago)): Herrschaft von fünf Mächten,
Fünfherrschaft (z.B. die Großmächteherrschaft Eng
lands, Frankreichs, Russlands, Österreichs u. Preußens
1815-1860). Penltalsolmie die; - (zu tpenta..., gr. sðma
„Körper“ u. t2,..ie): fünffaches Vorkommen eines einzel
nen Chromosoms in einem sonst diploiden Chromoso
mensatz (Biol., Med.). Penltasltilchon* das; -s, ...cha
(zu gr. stichos „Zeile, Vers“): Strophe mit fünf Versen
(Sprachw.). Pen|taslto|mi|den*r//e (Plur.) (zugr. stöma
„Mund“ u. t ...ide): Zungenwürmer (parasitische Glieder
tiere in der Lunge von Reptilien, Vögeln u. Säugetieren).
Penltasltyllos* der; -, ...ylen (aus gr. pentástylos (naos)
„fünfsäulig(er Tempel)“): antiker Tempel mit je fünf Säu
len an den Schmalseiten. Penltalsyl|la|bumótas; -s, ...ba
(aus tat. (verbum) pentasyllabum zu Tpenta... u.gr. syllabe
„Silbe“): fünfsilbiges Wort. Penltalteuch der; -s (aus
gleichbed. lat. pentateuchus, dies aus gr. pentáteuchos
„Fünfrollenbuch“): die fünf Bücher Mose im Alten Testa
ment. Penltathllon* [auch 'pent...] ¿tas; -s (aus gleichbed.
gr. pentäthlon; vgl. Athlet): bei den Olympischen Spielen
im Griechenland der Antike ausgetragener Fünfkampf
(Diskuswerfen, Wettlauf, Weitsprung, Ringen, Speerwer
fen). Pen|ta|to|niktae; - (zugr. pentátonos „mitfünfTönen“ u. T2...ik (2)): fünfstufiges, halbtonloses Tonsystem
(in der europ. Volksmusik, bes. aber in der Musik vieler
Völker der Südsee, Ostasiens u. Afrikas), penltaltonisch: die Pentatonik betreffend. pen|ta|zy|klisch‘:
fünf Blütenkreise aufweisend (von bestimmten Zwitterblü
ten; Bot.), penltelkosltal (aus kirchenlat. pentecostalis
„pfingstlich“ zu pentecoste, vgl. Pentekoste): a) die Pentekoste betreffend, pfingstlich; b) pfingstlerisch; die
Pfingstbewegung betreffend. Pen|te|kos|te die; - (über
kirchenlat. pentecoste aus gr. pentëkostê (hëméra), eigtl.
„der fünfzigste (Tag)“): a) Pfingsten als der fünfzigste Tag
nach Ostern; b) Zeitraum zwischen Ostern u. Pfingsten.
Penlten das; -s, -e (zu Tpenta... u. Î ...en): ein ungesättig
ter Kohlenwasserstoff der Olefinreihe (vgl. Olefin;
Chem.). Peniteire die; -, -n (über lat. penteris aus gleich
bed. gr. pentërês (naus) „Fünfruderer“): antikes Kriegs
schiff, das von in fünf Reihen übereinander sitzenden Ru
derern bewegt wurde
Pentlhausdas; -es, ...häuser (Lehnübersetzung von t Pent
house): svw. Penthouse
Penlthelmilmelres* die; -, - (aus gr. penthemimeres „aus
fünf halben Versfüßen bestehend“): Verseinschnitt (TZä
sur) nach dem fünften Halbfuß, bes. im Hexameter u. jam
bischen Trimeter (antike Metrik); vgl. Hephthemimeres u.
Trithemimeres
Pentlhouse [...haos] das; -, -s [...siz, auch ...sis] (aus gleich
bed. engl.-amerik. penthouse, dies zu mittelengl. pentice,
1022
eigtl. „Anbau, Anhang“ (zu lat. appendix, vgl. Appendix)
u. engl. house „Haus“): exklusives Apartment auf dem
Flachdach eines Etagen- od. Hochhauses
Penltilmenlti die (Plur.) (aus gleichbed. it. pentimenti,
eigtl. „Reuezüge“, Plur. von pentimento „Reue“): Linien
od. Untermalungen auf Gemälden od. Zeichnungen, die
vom Künstler abgeändert, aber [später] wieder sichtbar
wurden
Penltit [auch ... tit] der; -s, -e (zu tpenta... u. î4...it>: fünf
wertiger Zuckeralkohol
Penltilum® der; -s (Kunstw.): bes. schneller u. leistungsfä
higer Mikroprozessor
Pentllanldit [auch ..,'dit] der; -s, -e (nach dem Entdecker
J. B. Pentland (1797-1873) u. zu T2...it): Eisennickelkies,
wichtiges Nickelerz
Penltolde* die; -, -n (zu Tpenta... u. T...ode, Analogiebil
dung zu TAnode usw.): Fünfpolröhre (Schirmgitterröhre
mit Anode, Kathode u. drei Gittern; Elektrot.). Penltosan das; -s, -e (zu TPentose u. T...an>: aus Pentose aufge
bautes T Polysaccharid. Penltoisetae; -, -n (zu î2...ose): in
der Natur weit verbreitetes Monosaccharid mit fünf Koh
lenstoffatomen; Einfachzucker. Penltolsulrie* die; - (zu
T ...urie): das Auftreten von Pentosen im Harn (Med.)
PenltoThal® das; -s (Kunstw.): ein Narkosemittel
Pelnumlbra* die; - (zu lat. pene, paene „beinahe, fast“ u.
umbra „Schatten“): nicht ganz dunkles Randgebiet um
den Kern eines Sonnenflecks (Astron.)
Pelnunlse vgl. Penunze. Pelnunlze die; -, -n (meist Plur.)
(auspoln. pieniadze (Plur.) „Geld“): (ugs.) Geld, Geldmit
tel
Pelnulria* die; - (aus lat. penuria „Mangel“ zu gr. peina
„Hunger“): (veraltet) drückender Mangel
Pelón der; -en, -en (aus gleichbed. span, peón, eigtl. „Fuß
soldat“, dies über das Vulgärlat. aus lat. pes „Fuß“): 1.
(hist.) südamerikan. [indian.] Tagelöhner, der durch Ver
schuldung oft zum Leibeigenen wurde. 2. (in Argentinien,
Mexiko) Pferdeknecht, Viehhirte. Pelolnalge [peo'na:ʒə,
engl. 'pi:ənɪʤ] die; - (aus gleichbed. amerik. peonage zu
span, peón, vgl. Peon): (hist.) Lohnsystem (bes. in Mexi
ko), das zur Verschuldung der Peonen führte
Pep der; -[s] (aus gleichbed. engl.-amerik. pep, gekürzt aus
pepper „Pfeffer“, dies über altengl. pipor, lat. piper, gr. péperi, unter pers. Vermittlung aus aind. pippali „Pfeffer(korn)“): (ugs.) Elan, mitreißender Schwung, Tempera
ment (als Wirkung von etwas). Pelpelrin der; -s, -e (aus
gleichbed. it. peperino): vulkanisches Tuffgestein mit Aus
würflingen in der Masse (im Albanergebirge; Geol.). Pepe|ro|ne<ster; -, ...oni, häufiger Pelpelrglni die; -, - (meist
Plur.) (aus gleichbed. /7. peperone zu pepe „Pfeffer“; vgl.
Pep): kleine, sehr scharfe [in Essig eingelegte] Paprika
schote
Pe|pi|ni|e|re die; -, -n (aus gleichbed. fr. pépinière zu pépin
„(Obst)kern“): (veraltet) Baumschule
Pelpilta der od. das; -s, -s (aus span, pepita, nach einer
span. Tänzerin der Biedermeierzeit): a) klein karierte
[schwarzweiße] Hahnentrittmusterung; b) [Woll- od.
Baumwoll]gewebe mit dieser Musterung
Pelplon* das; -s, Plur. ...plen u. -s u. Peplos der; -, Plur.
...plen u. - (aus gleichbed. gr. péplos, eigtl. „Decke“): altgriech. faltenreiches, gegürtetes Obergewand vor allem
der Frauen. Pelplolpaulse (zu T'Pause): die; -: Ober
grenze der untersten Luftschicht der ÎAtmosphäre (lb;
Meteor.). Pelplos vgl. Peplon. Pe plo sphä re die; -:
Grundschicht der Atmosphäre
Peplmitltel das; -s, - (zu TPep): (Jargon) Aufputschmittel.
Peplpillle die; -, -n: (Jargon) Aufputschmittel in Tablet
tenform
Peplping der; -s, Plur. -e u. -s (Herkunft ungeklärt): eine
Renettenart
1023
das; -s, -e (zu gr. pépsis „Verdauung“ (zu péssein
„reifen lassen; kochen; verdauen “) u. t...in (1)): 1. be
stimmtes Enzym des Magensaftes. 2. aus Pepsin (1) her
gestelltes Arzneimittel. Peplsilnolgen das; -s (zu
t. ..gen): die in den Fundusdrüsen der Magenschleimhaut
gebildete inaktive Vorstufe des Pepsins (1). Pep I sin | wein
der; -[e]s, -e: Dessertwein, der die Magentätigkeit anregt.
Pepltid dtw; -[e]s, -e (zu gr. peptós „gekocht, verdaut“ u.
t3...id>: bestimmtes Produkt des Eiweißabbaues. Pepltidan|ti|bio|ti|kum das; -s, ...ka: aus Bakterien isoliertes
Î Antibiotikum, das wegen seiner tNeuro- u. INephrotoxizität nur äußerlich angewendet wird (Med.). Pep ti dase die;-, -n (zu Î...ase) : Enzym, das Peptidbindungen spal
tet. Pepltidlhorlmon das; -s, -e: svw. Proteohormon.
Pepltilsaltilon die; - (zu Î ...isation): das Peptisieren,
pepltisch: das Pepsin betreffend, verdauungsfördernd,
pepltilsielren (zu Î ...isieren): ein JGel in ein t2Sol zu
rückverwandeln. Pepltolkoklke die; -, -n (meist Plur.):
Î Kokke, die normal im Verdauungstrakt, in den Tonsillen
u. im weiblichen Genitaltrakt vorkommt u. gelegentlich
t Puerperalfieber u. ÎAppendizitis verursacht (Med.).
Peplton das; -s, -e (zu t2...on>: Abbaustoff des Eiweißes.
Pepito Inulrie* die; - (zu t ...urie): Ausscheidung von Pep
tonen mit dem Harn (Med.). Pepltolstrepltolkoklke
die; -, -n (meist Plur.) ; Î Kokke, die normal im Verdauungs
trakt vorkommt u. als pathogener Erreger eitrige Prozesse
u. a. im Mittelohr u. an den Schleimhäuten verursacht
(Med.)
per (lat.y. 1. mit, mittels, durch, z. B. per Bahn, per Telefon.
2. (Amts-, Kaufmannsspr.) a) je, pro, z. B. etwas per Kilo
verkaufen; b) bis zum, am, z. B. per ersten Januar liefern
Per das; -s (Kurzw. aus TPerchloräthylen): (Jargon) als Lö
sungsmittel bes. bei der ehern. Reinigung verwendetes Per
chloräthylen
per..., ’Per... (aus gleichbed. lat. per): Präfix mit der Be
deutung „durch, hindurch, während, völlig“, z.B. peren
nierend, Perfekt
2Per... (zu Zat. per „über, völlig“; vgl. per): Präfix in Fach
wörtern der Chemie mit der Bedeutung, dass das Zentral
atom einer ehern. Verbindung in seiner höchsten od. in ei
ner höheren als der normalen Oxidationsstufe vorliegt,
z.B. Perchlorat
per ablulsum (lat.y. (veraltet) durch Missbrauch
per ac|ci|dens [- aktsi...] (lat.y. (veraltet) durch Zufall
per aclclalmaltilolnem' [- akla...] (lat.y. durch Zuruf,
z. B. eine Wahl - per Adres se* (zu Î ’Adresse): bei; über die Anschrift von
(bei Postsendungen); Abk.: p. A.
pelralgielren* (aus gleichbed. lat. peragere zu Îper... u. lat.
agere „treiben, betreiben“): (veraltet) durchführen, voll
enden. Pe|raklti|on die; - (aus gleichbed. lat. peractio):
(veraltet) Vollendung
perlakut (zu Iper... u. takut): heftig einsetzend, schnell
verlaufend (von Krankheiten; Med.)
Per|am|bu|la|ti|on die;-, -en (zu/ai. perambulare (vgl. perambulieren) u. t...ation>: (veraltet) Durchwanderung, Be
sichtigungsreise. perlamlbullielren (aus gleichbed. lat.
perambulare zu Jper... u. lat. ambulare „reisen, wan
dern“): (veraltet) durchreisen, durchwandern
per anlnum (lat.y. (veraltet) jährlich, für das Jahr; Abk.:
p.a.
per anum (lat.y. rektal, durch den After, den Mastdarm
[eingeführt] (Med.)
Pe|rä|o|po|den* die (Plur.) (zu gr. peraïos „jenseits lie
gend“ u. J...pode): Lauf- u. Schwimmbeine der Krebse
(Zool.)
Perläqualtilon rh'e; - (aus gleichbed. lat. peraequatio zu per
aequare, vgl. peräquieren): (veraltet) das Ausgleichen, das
Gleichmachen, bes. von Schulden. Perläqualtor der; -s,
Peplsin
Peregrination
...oren (aus gleichbed. lat. peraequator): (veraltet)
Schiedsmann. per|äquie|ren (aus gleichbed. lat. per
aequare zu Iper... u. lat. aequare „gleichmachen“): (ver
altet) ausgleichen, gleich verteilen
per aslpelra ad asltra* (lat.; „auf rauen Wegen zu den
Sternen“): nach vielen Mühen zum Erfolg; durch Nacht
zum Licht
Perlbolrat das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu t2Per... u. ÎBorat):
Sauerstoff abgebende Verbindung aus Wasserstoffperoxid
u. Boraten (z.B. Wasch-, Bleichmittel)
Perlbulnan der; -s (Kunstw.): künstlicher Kautschuk, der
von Benzin u. Ölen nicht angegriffen wird
per caslsa [- k...] (it.; vgl. Kassa): (Kaufmannsspr.) gegen
Barzahlung; vgl. Cash
Perlcent [...’tsent] vgl. Perzent
Perch [pə:ʧ] das; - (aus gleichbed. engl. perch, dies aus fr.
perche, vgl. Perche): altes engl. Längenmaß. Perche
[pɛrʃ] die; -, -s (aus fr. perche „Stange, Rute“, dies aus lat.
pertica) : lange elastische [Bambusjstange der Artisten zur
Darbietung von Balanceakten u.a. Perchelakt [ pɛrʃ...]
der; -[e]s, -e: Darbietung artistischer Nummern an der
Perche
Perlchelron [pɛrʃərð:] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. per
cheron, nach der ehern. Grafschaft Perche in Nordfrank
reich): [als Zugpferd geeignetes] franz. Kaltblutpferd
Per|chlo|rat [...Ido...] das; -[e]s, -e (zu t2Per... u. t Chlorat):
Salz der Perchlorsäure. Perlchlor|äthy|len das; -, -s: ein
Lösungsmittel, bes. für Fette u. Öle. Per|chlor|säu|re
die; -: die sauerstoffreichste Säure des Chlors (farblose
Flüssigkeit)
per con|ti|gu|ilta|tem [-k...] (lat.; „durch Angrenzung“):
durch das Übergreifen auf Nachbargewebe entstehend
(z. B. von Abszessen; Med.)
per conlto [- k...] <zt.; vgl. Konto): (Kaufmannsspr.) auf
Rechnung; vgl. Konto
Perlcuslsion [pə'kʌʃən] die; -, -s (aus engl. percussion
„Schlagzeug“, dies aus lat. percussio, vgl. Perkussion): 1.
in der Jazzkapelle o.Ä. Gruppe der Schlaginstrumente. 2.
kurzer od. langer Abklingeffekt bei der elektron. Orgel;
vgl. Perkussion
per dalto (it.; vgl. Datum); (Kaufmannsspr.) am heutigen
Tag [zu erledigen od. fällig]
per de|filni|ti|o|nem (/ɑʌ,' vgl. Definition): wie es das
Wort ausdrückt, wie in der Aussage enthalten; erklärter
maßen
perldenldo u.perldenldolsi (it.): abnehmend, allmählich
schwächer, sehr leise werdend (Vortragsanweisung;
Mus.). Perldiltilon die; - (aus gleichbed. spätlat. perditio
zu lat. perdere „zugrunde richten, zerstören“): (veraltet)
Verderben, ewige Verdammnis, perldu [... dy:] (fr.; Part.
Perf. von perdre „verlieren“ aus lat. perdere); (ugs.) ver
loren, weg, auf und davon
per|du|ra|bel (zu lat. perdurus „sehr hart“ u. t...abel):
(veraltet) ausdauernd, dauerhaft. Per|duIra|bi|liItät die;
- (zu T...ität>: (veraltet) Fortdauer, Beharrlichkeit, perdurieren (aus gleichbed. lat. perdurare): (veraltet) aus
dauern, aushalten
Père [pɛ:r] (aus/r. père „Vater“, dies aus lat. pater, vgl. Pa
ter): franz. Anrede für kath. Ordensgeistliche
perlelant* (lat.; „sie mögen zugrunde gehen!“, 3. Pers.
Plur. Präs. Konj. von perire): (Studentenspr.) nieder mit
ihnen! perlelat (lat.; „er gehe zugrunde!“, 3. Pers. Sing.
Präs. Konj. von perire): (Studentenspr.) nieder mit ihm!
Perlelat das; -s, -s: (Studentenspr.) der Ruf „nieder!“
Pe|red|wisch|ni|ki* die (Plur.) (aus russ. peredvizniki,
eigtl. „die Wandernden“): Gruppe russ. realistischer
Künstler, die im 19. Jh. auf Wanderausstellungen hervor
traten
Pe|re|gri|nalti|on* die; - (aus gleichbed. lat. peregrinatio
Peregrinator
zu peregrinari, vgl. peregrinieren): (veraltet) Wanderung
u. Reise im Ausland. Pe|re|gri|na|torr/<?r; -s, ...oren (aus
lat. peregrinator „Freund des Reisens“): (veraltet) Wan
derer. pe|re|gri|nie|ren (aus lat. peregrinari „in der
Fremde umherreisen“): (veraltet) in der Fremde auf Wan
derschaft od. auf einer Wallfahrt sein. Pelrelgrilnusrfer;
-, ...ni (aus gleichbed. lat. peregrinus): jmd., der kein röm.
Bürger war u. deshalb keine Rechtsfähigkeit gemäß dem
röm. Recht besaß
Pe|remp|ti|on* u. Peremtion die; -, -en (aus spätlat. pe
remptio „Aufhebung“): (veraltet) Verfall, Verjährung
(Rechtsw.). peiremptolrisch u. peremtorisch (aus
gleichbed. spätlat. peremptorius): aufhebend; peremptori
sche Einrede: Klageansprüche vernichtende Einrede bei
Gericht (Rechtsw.); Ggs. Îdilatorische Einrede. Pelremtilgn usw. vgl. Peremption usw.
Pe|ren|ne*rfze; -, -n (zu lat. perennis „das ganze Jahr hin
durch“ zu per „durch“ u. annus „Jahr“): mehrjährige,
unterirdisch ausdauernde, krautige Pflanze, pelrennie rend (zu T...ierend): 1. ausdauernd; hartnäckig. 2.
mehrjährig (von Stauden- u. Holzgewächscn; Bot.). 3.
mit dauernder, wenn auch jahreszeitlich schwankender
Wasserführung, Schüttung (von Wasserläufen, Quellen),
pe I ren I nis (lat. > : (veraltet) das Jahr hindurch, beständig.
Pe|ren|ni|tät</z<?; - (aus lat. perennitas, Gen. perennita
tis „lange Dauer, Beständigkeit“): (veraltet) Fortdauer,
Überwinterung
Pelreslkia*vgl. Peireskia
Pe|res|trpi|ka*die; - (aus russ. perestrojka „Umbau, Um
gestaltung“): Umbildung, Neugestaltung (ursprünglich
des sowjetischen politischen Systems, bes. im innen- u.
wirtschaftspolitischen Bereich)
Pelretlte die; -, -n (zu it. pereto „Birnbaumgarten“): eine
kleine, birnenförmige Zitronenart
per exlemlplum* (lat.y. (veraltet) zum Beispiel
per fas (lat.y. (veraltet) auf rechtliche Weise; vgl. Fas. per
fas et nelfas(fa/. >: (veraltet) auf jede [erlaubte od. uner
laubte] Weise; vgl. Fas u. per nefas
perlfekt (aus gleichbed. lat. perfectus, Part. Perf. von per
ficere „vollenden“): 1. vollendet; so beschaffen, dass nicht
das Geringste daran auszusetzen ist. 2. (ugs.) endgültig ab
gemacht, nicht mehr änderbar. Perlfekt das; -s, -e (aus
lat. perfectum (tempus) „vollendete Zeit)“): 1. (ohne
Plur.) Zeitform, mit der ein verbales Geschehen od. Sein
aus der Sicht des Sprechers als vollendet charakterisiert
wird (Sprachw.). 2. Verbform des Perfekts (1; Sprachw.).
Per|fek|ta: Plur. von ÎPerfektum. per|fek|ti|bel (nach
gleichbed. fr. perfectible; vgl. ...ibel): vervollkommnungs
fähig (im Sinne des Perfektibilismus). Per|fek|ti|bi|lismus der; - (zu t...ismus (1)>: Anschauung, Lehre aufklä
rerischen Geschichtsdenkens, nach der der Sinn der Ge
schichte im Fortschritt zu immer größerer Vervollkomm
nung der Menschheit liegt. Per Ifeklti lbi|list der; -en, -en
(zu t ...ist): Anhänger des Perfektibilismus. Per|fek|ti|bililtät die; - (aus gleichbed. fr. perfectibilité; vgl. ...ität):
Fähigkeit zur Vervollkommnung. Per|fek|tilgná/<?; -, -en
(aus gleichbed. fr. perfection, dies aus lat. perfectio zu per
ficere; vgl. perfekt): 1. Vollendung, Vollkommenheit, voll
endete Meisterschaft. 2. (veraltet) das Zustandekommen
eines Rechtsgeschäftes. per|fek|ti|o|nie|ren(aus gleich
bed. fr. perfectionner): etwas, jmdn. in einen Zustand
bringen, der [technisch] perfekt (1) ist; vervollkommnen.
Per|fek|ti|o|nie|rung die; - (zu t...ierung): das Vervoll
kommnen, Perfektionieren. Per|feklti|o|nis|mus der; (zu T...ismus (1, 5)): 1. (abwertend) übertriebenes Streben
nach Vervollkommnung. 2. a) svw. Perfektibilismus; b)
Lehre innerhalb der Aufklärung, nach der der Sinn der
Geschichte sich in einer fortschreitenden ethischen Ver
vollkommnung der Menschheit verwirklicht (Philos.). 3.
1024
Lehre der Perfektionisten (3). Per|fek|ti|o|nist4er; -en,
-en (zu t ...ist): 1. (abwertend) jmd., der in übertriebener
Weise nach Perfektion (1) strebt. 2. Vertreter, Anhänger
des Perfektionismus (2b). 3. (nur Plur.) radikale tmethodistische nordamerikanische christliche Gemeinschaften,
die von der inneren Wiedergeburt vollkommene Sündlosigkeit des einzelnen Gläubigen erwarten, perlfekltilonisltisch (zu T...istisch): (abwertend) a) in übertriebener
Weise Perfektion ( 1 ) anstrebend ; b) bis in alle Einzelheiten
vollständig umfassend. per|fek|tisch (zu lat. perfectum,
vgl. Perfekt): das Perfekt betreffend, im Perfekt [ge
braucht]. per|fek|tiv[auch ... ti:f] (zu T...iv>: die zeitliche
Begrenzung eines Geschehens ausdrückend (Sprachw.);
vgl. ...isch/-; perfektiver [...vn] Aspekt: zeitlich begrenzte
Verlaufsweise eines verbalen Geschehens (z.B. verblü
hen). Per fek tiv [auch ...ti:f] das; -s: grammatischer
Î Aspekt (3) zur Kennzeichnung eines zeitlich begrenzten
Geschehens (Sprachw.). per|fek|ti|vie|ren [...v...] (zu
T...ieren): ein Verb mithilfe sprachlicher Mittel, bes. von
Partikeln, in die perfektive Aktionsart überführen (z.B.
ausklingen gegenüber klingen; Sprachw.). per|fek|tivisch: 1. svw. perfektisch. 2. (veraltet) svw. perfektiv; vgl.
...isch/-. Perlfektlparltilziprfav; -s, -ien [,,,iən]: svw. Par
tizip Perfekt (vgl. Partizip). Per|fek|tumifa5,--s, ...ta (aus
lat. perfectum (tempus)) : (veraltet) svw. Perfekt
perlfer et obldulra (.lat.y trage und dulde
perlfidu. per fi de (aus gleichbed. fr. perfide, dies aus lat.
perfidus „wortbrüchig, treulos“ zu per „durch“ u. fides
„Treue, Versprechen“): hinterhältig, hinterlistig, tückisch.
Per|fiIdie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. perfidie, dies aus
lat. perfidia): a) (ohne Plur.) Hinterhältigkeit, Hinterlist,
Falschheit; b) perfide Handlung, Äußerung. Per|fi|diItät
die; -, -en (zu T ...ität) : svw. Perfidie
per|fi|zie|ren (aus gleichbed. lat. perficere zu Îper... u. fa
cere „machen“): (veraltet) zustande bringen, vollenden;
vervollkommnen
per|fo|rat (aus lat. perforatus, Part. Perf. von perforare,
vgl. perforieren): durchlöchert. Per|foiralti|gn<fe; -, -en
(nach lat. perforatio „Durchbohrung“): 1. a) Durchbruch
eines Abszesses od. Geschwürs durch die Hautoberfläche
od. in eine Körperhöhle; b) unbeabsichtigte Durchstoßung der Wand eines Organs o. Ä. bei einer Operation; c)
operative Zerstückelung des Kopfes eines abgestorbenen
Kindes im Mutterleib bei bestimmten Komplikationen
(Med.). 2. a) Reiß-, Trennlinie an einem Papierblatt;
[Briefmarkenjzähnung; b) die zum Transportieren erfor
derliche Lochung am Rande eines Films. Per|fo|ra|tor
der; -s, ...oren (unter Einfluss von gleichbed. engl. perfo
rator zu lat. perforatus (vgl. perforat) u. T...or): 1. Gerät
zum Herstellen einer Perforation (2a; Techn.). 2. (früher)
Schriftsetzer, der mithilfe einer entsprechenden Maschine
den Drucksatz auf Papierstreifen locht (Druckw.). perfolrielren (aus lat. perforare „durchbohren, durchlö
chern“): 1. bei einer Operation unbeabsichtigt die Wand
eines Organs o.Ä. durchstoßen (Med.). 2. a) durchlö
chern; b) eine Perforation (2 a) herstellen, lochen
Per|for|mance [pə'fɔ:ɪnəns] die; -, -s [.. .sis] (aus gleichbed.
engl.-amerik. performance, eigtl. „Verrichtung, Vorfüh
rung“, zu engl. to perform „verrichten, ausführen, tun“,
dies aus lat. performare, vgl. Performanz): 1. dem Happe
ning ähnliche, meist von einem einzelnen Künstler darge
botene künstlerische Aktion. 2. Bez. für die Leistung in
Handlungstests (im Unterschied zur Leistung in verbalen
Tests; Psychol.). 3. prozentualer Wertzuwachs des Vermö
gens einer Investmentgesellschaft od. auch eines einzelnen
Wertpapiers (Bankw.). 4. Leistungsstärke, -niveau eines
Rechners (Geschwindigkeit u. Qualität, mit der ein Auf
trag od. eine Auftragsmenge von einem Computer bewäl
tigt wird; EDV). Per|for|manz [per...] die; -, -en (nach
1025
engl. performance (vgl. Performance) zu lat. performare
„völlig bilden“ u. t,,,anz): Gebrauch der Sprache, konkre
te Realisierung von Ausdrücken in einer bestimmten Si
tuation durch einen individuellen Sprecher (Sprachw.);
vgl. Kompetenz (2). per for maltiv u. performatorisch: eine mit einer sprachlichen Äußerung beschriebe
ne Handlung zugleich vollziehend (z. B. ich gratuliere dir;
Sprachw.); vgl. ...iv/...orisch. Perlforlmer [pə'fɔ:mə] der;
-s, - (aus gleichbed. engl.-amerik. performer): Künstler,
der Performances ( 1 ) darbietet
Per|fri|ge|ri|um das; -s (zu lat. perfrigidus „sehr kalt, eis
kalt“ (zu t per... u. frigus „Kälte“) u. t...ium): (veraltet) a)
starkes Frostgefühl bei Fieber; b) Gänsehaut (Med.)
per|fun|die|ren (aus lat. perfundere „durchströmen“): auf
dem Wege der Perfusion in einen Organismus einführen
(Med.). Perlfulsat das; -[e]s, -e (zu lat. perfusus, Part.
Perf. von perfundere (vgl. perfundieren), u. t...at (1)):
Flüssigkeit für die künstliche Durchströmung von Orga
nen (Med.). Perlfulsilon <Z/e; -, -en (aus lat. perfusio „das
Benetzen, Durchströmen“): der Ernährung u. der Reini
gung des Gewebes dienende [künstliche] Durchströmung
eines Hohlorgans od. Gefäßes (Med.). Perlfulsor® der;
-s, ...oren (zu tPerfusât u. t...or): elektronisches Gerät,
womit ein genau definiertes Volumen eines in Flüssigkeit
gelösten Medikaments pro Zeiteinheit durch den Kolben
einer Spritze befördert u. über einen Katheter z.B. intra
venös dem Patienten verabreicht werden kann (Med.)
Perlgalmen das; -s, -e (aus mlat. pergamenum, vgl. Perga
ment): (veraltet) svw. Pergament, perlgalmelnen: (ver
altet) svw. pergamenten. Perlgalment das; -[e]s, -e (aus
mlat. pergamen(t)um, dies aus (charta) Pergamena „Pa
pier aus Pergamon“ (weil in der antiken kleinasiatischen
Stadt Pergamon die Verarbeitung von Tierhäuten zu
Schreibmaterial entwickelt worden sein soll)): 1. enthaar
te, geglättete, zum Beschreiben zubereitete Tierhaut, die
bes. vor der Erfindung des Papiers als Schreibmaterial
diente. 2. Handschrift auf solcher Tierhaut, perlgalmenten: aus Pergament (1). Pergamenter der; -s, -: Per
gamentmacher. perlgalmenltielren (zu T..deren): 1. ein
dem Pergament (1) ähnliches Papier herstellen. 2. Baum
wollgewebe durch Behandlung mit Schwefelsäure perga
mentähnlich machen. Perlgalmentlpalpier das; -s, -e:
mithilfe von Chemikalien fettdicht u. nassfest gemachtes
Papier aus Zellstoff. Perlgalmin u. Perlgalmyn das; -s
(Kunstw.): pergamentartiges, durchscheinendes Papier
perlge {lat.y. fahre fort, weiter; perge, perge: und so weiter
(Abk.: pp.)
Pergellisol der; -s, -e (Kunstw. aus Îpermanent, lat. gela
te „gefrieren“ u. so/um „Erde, Erdboden“): Dauerfrost
boden (Geol.)
per gielren (aus gleichbed. lat. pergere): (veraltet) fortset
zen, fortfahren [etwas zu tun]
Perlgolla die; -, ...len (aus gleichbed. it. pergola, dies aus
lat. pergula „Vor-, Anbau“): Laube od. Laubengang aus
Pfeilern od. Säulen als Stützen für eine Holzkonstruktion,
an der sich Pflanzen [empor]ranken
per|hor|res|zie|ren (aus gleichbed. lat. perhorrescere):
mit Abscheu zurück weisen; verabscheuen, entschieden
ablehnen
per|hu|mid (zu tper... u. thumid): sehr feucht, nieder
schlagsreich (Meteor.)
Pelri der; -s, -s od. die; -, -s (meist Plur.) (aus gleichbed. pers.
peri) : [ursprünglich böses, aber] zum Licht des Guten stre
bendes feenhaftes Wesen der altpersischen Sage
pelri..., Pelri... (aus gleichbed. gr. peri): Präfix mit der Be
deutung „um - herum, umher, über - hinaus“, z.B. peri
odisch, Peripherie
Pelriladelniltis die; -, ...itiden (zu tperi... u. ÎAdenitis):
Entzündung des Gewebes um eine Drüse (Med.)
periegetisch
der; -[e]s, -e (zu gr. periaktoi (mechanai) „rings
drehbar“ (vgl. peri... u. Akt), eigtl. „das Herumgedreh
te“): drehbares Dekorationselement im antiken griech.
Theater
pelrilanal (zu tperi... u. tanal): um den After herum, in der
Umgebung des Afters gelegen (z. B. von Ekzemen, Abs
zessen u.a.; Med.)
Pelrilanth das; -s, -e u. Pe|ri|an|thi|um das; -s, ...ien
[...ian] (zu tperi... u. gr. ánthos „Blume, Blüte“ (u.
t. ..ium)>: Blütenhülle der Blütenpflanzen (Bot.)
Pelri lap Isis die; -, ...iden (zu 1 peri... u. t Apsis): kleinste der
beiden t Apsiden ( 1 )
pelri|ar|te|ri|ell (zu îperi... u. tarteriell): um eine Arterie
herum [liegend] (Med.)
Pelri|ar|thri|tis* die; -, ...itiden (zu tperi... u. tArthritis):
Entzündung der Weichteile in der Umgebung von Gelen
ken (Med.)
pe|ri|ar|ti|ku|lär (zu tperi... u. tartikulär): um ein Gelenk
herum, in der Umgebung eines Gelenks [liegend] (Med.)
Pe|ri|as|tron* u. Pelrilasltrum das; -s, ...astren (zu tpe
ri... u. gr. aster „Stern“): bei Doppelsternen der dem
Hauptstern am nächsten liegende Punkt der Bahn des Be
gleitsterns (Astron.)
Pelrilblem* ¿Zas; -s, -e (aus gr. periblema „Umhüllung, Be
deckung“): unter dem tDermatogen gelegene, das t Plerom umhüllende Schicht teilungsfähigen Gewebes, die
später zur Rinde wird (Bot.). Pelrilbollos der; -, ...loi
[...loy] (aus gr. peribolos „das Umgebende, HoP‘, eigtl.
„das Umfassen“): heiliger Bezirk um den antiken Tempel
Pelrilcarldilum [...k...] vgl. Perikardium
Pelrilchonldriltis* [...çan...] die; -, ...itiden (zu t Perichon
drium u. t,,,itis): Knorpelhautentzündung (Med.). Pelrichonldrilum das; -s, ...ien [,,,iən] (zu tperi..., gr. chóndros „Knorpel“, eigtl. „Korn“, u. t,,,ium): den Knorpel
umgebendes, aufbauendes u. ernährendes Bindegewebe;
Knorpelhaut (Med.)
Pelrilcholrelse [,..ço...] iZz'e; - (aus gleichbed. spätgr. perichöresis zu gr. perichöretn „benachbart sein“): 1. Einheit
u. wechselseitige Durchdringung der drei göttlichen Per
sonen in der tTrinität (Rel.). 2. Einheit der göttlichen u.
der menschlichen Natur in Christus (Rel.)
Pelrilcralnilum* [...k...] u. Perikranium das; -[s], ...ia (zu
tperi..., gr. kranion „Schädel“ u. t...ium): Knochenhaut
des Schädeldaches (Med.)
pelrilcullum in molra [...ku... --] (.lat.; „Gefahr besteht im
Zögern“): Gefahr ist im Verzug
Pelrilderm das; -s, -e (zu tperi... u. gr. dérma „Haut“):
Pflanzengewebe, dessen äußere Schicht verkorkte Zellen
bildet, während die innere unverkorkte blattgrünreiche
Zellen aufbaut
Pe|ri|di|ni|um das; -s, ...ien (zu tperi..., gr. dine „(Wasser)strudel“ u. t...ium): Vertreter einer Gattung meerbe
wohnender Einzeller (Geißeltierchen) mit Zellulosepan
zer
Pelrildot ¿Zer; -s, -e (aus gleichbed. fr. péridot, weitere Her
kunft ungeklärt): eine gelbgrüne bis bräunliche Varietät
des t Olivins. Pelrildoltit [auch ,,,'tɪt] <Zer; -s, -e (zut2...it>:
ein körniges, grünes, oft schwarzes Tiefengestein
Pelrildrom* der; -s, -e (aus gr. perídromos „Galerie, der
Gang um etwas herum“): Gang zwischen Säulen u. Mauer
im antiken Tempel
Pelrilelgelse die; -, -n (aus gleichbed. gr. periëgêsis):
Orts- u. Länderbeschreibung (speziell im alten Grie
chenland). Pelrilelget der; -en, -en (aus gleichbed. gr.
periêgêtés): Verfasser einer Periegese od. einer Be
schreibung der Bau- u. Kunstdenkmäler einzelner Städ
te (speziell im alten Griechenland), pelrilelgeltisch
(aus gleichbed. gr. periëgêtikôs): die Periegese, die Periegeten betreffend
Pelrilakt
1026
Perienzephalitis
die; -, ...itiden (zu tperi... u. îEnze
phalitis): Entzündung der Hirnrinde (Med.)
pe|ri|fo|kai (zu tperi... u. Îfokal): um einen Krankheits
herd herum (Med.)
Pelrilfolllilkulliltis die; -, ...itiden (zu tperi... u. tFollikulitis): Entzündung des die Talgdrüsen der Haut umgeben
den Gewebes (bes. im Bereich der behaarten Kopfhaut;
Med.)
Pelrilgälen: Plur. von tPerigäum
Pelrilgallakltilkum das; -s (zu tperi..., gr. gála, Gen. gálaktos „Milch“ u. t...ikum): vom Zentrum des Milchstra
ßensystems nächster Punkt auf der Bahn eines Sterns der
Milchstraße (Astron.)
Pelrilgasltriltis* die; -, ...itiden (zu tperi... u. tGastritis):
Entzündung der Bauchfelldecke des Magens (Med.)
Pelrilgälum das; -s, ...äen (zu tperi... u. gr. gata „Erde“>:
erdnächster Punkt der Bahn eines Körpers um die Erde
(Astron.); Ggs. t Apogäum
pe|riIgla|zilal (zu tperi... u. Îglazial): Erscheinungen, Zu
stände, Prozesse in Eisrandgebieten, in der Umgebung
vergletscherter Gebiete betreffend (Geogr.). pe rilgla ziär: zur Zeit periglazialer Klimaverhältnisse entstanden
(z.B. Relief-, Gesteinsbildungen; Geol.)
Pe ri gon das; -s, -eu. Pe|ri|go|ni|um das; -s, ...ien [...ian]
(zu tperi..., gr. gónos „Erzeugung“ u. t ...ium): Blütenhülle
aus gleichartigen, meist auffällig gefärbten Blättern (z. B.
bei Tulpen, Lilien, Orchideen; Bot.); Zeichen P
Pé rilgor di en [perigɔr'diɛ] das; -[s] (fr.; nach der franz.
Landschaft Périgord): eine Kulturstufe u. Formengruppe
der Altsteinzeit. Pe|rilgour|di|ne [...gor...] die; -, -n (aus
fr. périgourdine, eigtl. „die aus dem Périgord Stammen
de“): dem t Passepied (1) ähnelnder alter franz. Tanz im
3/8- od. 7s-TaktPe|ri|graf, auch ...graph der; -en, -en (zu
t...graf): Zeichengerät für grafische Darstellungen wie
Kurven, Diagramme u.Ä. pelri gralfisch, auch ...gra
phisch (zu t ...grafisch): mithilfe eines Perigrafen ausge
führt
Pelrilgramm das; -s, -e (zu tperi... u. ...gramm): durch
Kreisausschnitte od. mehrere Kreise bewirkte diagramm
artige Darstellung statistischer Größenverhältnisse.
pe|ri|gyn (zu tperi... u. gr. gynë „Weib, Frau“): halbhoch
stehend, mittelständig (von Blüten mit schüssel- od. be
cherförmigem Blütenboden, der den Fruchtknoten um
fasst, nicht mit ihm verwachsen ist; Bot.)
Pelrilhel das; -s, -e u. Perihelium das; -s, ...ien [...ian] (zu
tperi... u. gr. helios „Sonne“; vgl. ...ium): Punkt einer Pla
neten- od. Kometenbahn, der der Sonne am nächsten liegt
(Astron.); Ggs. Î Aphel. Pelrilhelldrelhung die; -: Dre
hung der großen Achse einer Planetenbahn (Astron.). Peri he liium vgl. Perihel
Pe I ri I he I pa I ti Itis die; -, ...itiden (zu Î peri... u. Î Hepatitis):
Entzündung des Bauchfellüberzuges der Leber (Med.)
Pelri|kam|bi|um das; -s, ...ien [...ian] (zu t peri... u. t Kam
bium): svw. Perizykel
Pe|ri|kard das; -s, -e (zu Îperi... u. gr. kardia „Herz“): aus
zwei t epithelialen Schichten (t Myokard u. Î Epikard) be
stehende äußerste Umhüllung des Herzens; Herzbeutel
(Med.). Pe|ri|kar|dek|to|mie* die; -, ...ien (zu t...ektomie): operative Entfernung des Herzbeutels (Med.), periIkar|dilal: zum Herzbeutel gehörend, ihn betreffend
(Med.). Pe|ri|kar|di|al|si|nus¿7er,-: das Herz von Insek
ten umgebender Blutraum, der vom Î Abdomen durch eine
Membran abgegrenzt ist (Zool.). Pe|ri|kar|dio|to|mie
die; -, ...ien (zu t ...tomie): operative Öffnung des Herzbeu
tels (Med.). Pe|ri|kar|di|tis die; -, ...itiden: Herzbeutel
entzündung (Med.). Pe|ri|kar|di|um, fachspr. Pericardi
um [...k...] das; -s, ...ien [...ian] (zu t...ium): svw. Perikard
Pelrilkarp das; -s, -e (zu tperi... u. gr. karpös „Frucht“):
Fruchtwand der Früchte von Samenpflanzen (Bot.)
Pe|ri|en|ze|pha|li|tis
das; -s, ...rya (zu tperi... u. gr. káryon
„Nuss“): der den Zellkern umgebende Zellkörper (Biol.,
Med.)
Pe|ri|klas*i/er; Gen. -u. -es, Plur. -e (zu tperi... u.gr. klásis
„Bruch“): ein grauweißes, glasig glänzendes Mineral,
meist vulkanischen Ursprungs
pelrilklin* (zu tperi... u. gr. Hinein „(sich) neigen“): paral
lel zur Organoberfläche verlaufend (von Zellteilungen,
z.B. im Bildungsgewebe von Pflanzensprossen; Biol.).
Pelrilklin efer; -s, -e: ein Feldspatmineral, Abart des tAlbits. pelrilklilnal (zu t’...al (1)): 1. übereinander gelegt,
überdeckt (von verschiedenartigem Gewebe; Biol.). 2.
nach allen Seiten geneigt (von Gesteinsschichten od. -flä
chen; Geol.). Pe|ri|kli|nal|chi|mälre [,..çi...] die; -, -n:
Chimäre (2 a); PfropPoastard mit übereinander geschich
teten, genetisch verschiedenen Gewebearten (Biol.)
pe|ri|kli|tie|ren* (aus Zat. periclitari „versuchen, wagen“
zu periculum „Gefahr“): (veraltet) sich einer Gefahr aus
setzen, Gefahr laufen; wagen, unternehmen
Pelrilkolliltis die; -, ...itiden (zu tperi... u. tKolitis): Ent
zündung des den Dickdarm umgebenden Gewebes (Med.)
Pelrilkolpe die; -, -n (aus gleichbed. gr. perikopê, eigtl.
„Abschnitt, Abgeschnittenes“ zu periköptein „abschnei
den, behauen“): 1. zur gottesdienstlichen Verlesung als
Î Evangelium (2b) u. t Epistel (2) vorgeschriebener Bibel
abschnitt. 2. Strophengruppe, metrischer Abschnitt (Me
trik)
Pelri|kra|ni|um* vgl. Pericranium
pelrilkullös (aus gleichbed. lat. periculosus): (veraltet)
misslich; gefährlich
Pelrillla die; - (Herkunft ungeklärt, vieil, aus dem Ind.):
Schwarznessel, eine in China u. Indien vorkommende
Gattung von Lippenblütlern, deren Samen technisch ver
wertbare Öle liefern
Pelrillun das; -s, -e (zu tperi... u. lat. luna „Mond“): svw.
Periselen
pelrillymlphaltisch (zu tperi... u. Îlymphatisch): die Pe
rilymphe betreffend, zu ihr gehörend (Med.). Pelrillymphe die; -: klare Flüssigkeit, die den Raum zwischen häu
tigem u. knöchernem Labyrinth des Innenohrs ausfüllt
(Med.)
pelrilmaglmaltisch (zu tperi... u. tmagmatisch): um die
Schmelze herum entstanden (von Erzlagerstätten; Geol.)
Pe|rilme|nolpau|se die; -, -n (zu tperi... u. t Menopause):
Zeitabschnitt um den Eintritt der Î Menopause herum
(Med.)
1Pe|ri|me|ter der; -s, - (zu tperi... u. t3...meter): (veraltet)
Umfang einer [ebenen] Figur (Math.). 2Pe|ri|melter das;
-s, - (zu t '...meter): Gerät zur Bestimmung des Gesichts
feldumfangs (Med.). Pe|ri|melter|ge|büh|ren die
(Plur.) (zu UPerimeter): (Schweiz.) Anliegergebühren.
Pelrilmeltrie* die; -, ...ien (zu t,,,metrie): Bestimmung
der Grenzen des Gesichtsfeldes (Med.). pe|ri|me|trieren* (zu t..deren): das Gesichtsfeld ausmessen, bestim
men (Med.), pelrilmeltrisch* (zu t ...metrisch): den Um
fang des Gesichtsfeldes betreffend (Med.)
Pe|ri|me|tri|tis* die; -, ...itiden (zu tPerimetrium u.
Î ...itis): Entzündung des Perimetriums (Med.). Pe|ri|metrilum das; -s, Plur. ...tria u. ...trien [...ian] (zu tperi..., gr.
métra „Gebärmutter“ u. t,,,ium): Bauchfellüberzug der
Gebärmutter (Med.)
Pe|ri|my|si|um das; -s, Plur. ...sia u. ...sien [...ion] (zu tpe
ri..., gr. mys „Muskel“ u. t ...ium): das die einzelnen Mus
kelfasern sowie den ganzen Muskel umgebende Bindege
webe (Med.)
pelrilnaltal (zu tperi... u. lat. natalis „zur Geburt gehörig“,
dies zu natus „Geburt“): den Zeitraum kurz vor, während
u. nach der Entbindung betreffend, während dieser Zeit
eintretend, in diesen Zeitraum fallend (Med.); perinatale
Pelrilkalrylon
1027
svw. Perinatologie. Pe|ri|na|to|lo|ge der; -n, -n
(zu ¡...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Perina
tologie (Med.). Pe|ri|na|to|lo|gie t/ze; - (zu t...logie):
Teilgebiet der Medizin, dessen Schwerpunkt in der Erfor
schung des Lebens u. der Lebensgefährdung von Mutter u.
Kind vor, während u. nach der Geburt liegt (Med.), pelrinaltollolgisch (zu ¡...logisch): die Perinatologie betref
fend
Pelrilnea: Plur. von ÎPerineum, pelrilnelal (zu ¡Perineum
u. t '...al (1)>: zum Damm gehörend, den Damm betreffend
(Med.). Pelrilnelen: Plur. von ¡Perineum. Pelrilneoplastik die; -, -en: operative Behandlung von Verletzun
gen des Dammes (z. B. nach der Entbindung; Med.)
Pelri|ne|phri|tis* die:-, ...itiden (zu tperi... u. ¡Nephritis):
Entzündung des Bauchfellüberzuges der Niere (Nieren
kapsel; Med.). pe|ri|nelphri|tisch: den Bauchfellüber
zug der Niere (Nierenkapsel) betreffend (Med.)
Pe|ri|ne|um das; -s, Plur. ...nea u. ...neen (über nlat. peri
neum aus gr. perineon „Raum zwischen After u. Wurzel
des männlichen Glieds“): Damm. Weichteilbrücke zwi
schen After u. äußeren Geschlechtsteilen (Med.)
Pe Iri I neu |ri Itis die; -, ...itiden (zu tPerineurium u. t ...itis):
Entzündung des die Nerven umgebenden Bindegewebes
(Med.). Pe|ri|neu|ri|um das; -s, Plur. ...ria u. ...rien
[...ion] (zu ¡peri..., gr. neüron „Sehne; Nerv“ u. f ...ium):
die Nervenfaserbündel umgebendes Bindegewebe, Ner
venscheide, Nervenhülle (Med.)
Pelrilplde die; -, -n (über (m)lat. periodus aus gr. períodos
„das Herumgehen; Umlauf; Wiederkehr“, zu tperi... u. gr.
hodós „Gang, Weg“): 1. durch etwas Bestimmtes (z. B. Er
eignisse, Persönlichkeiten) charakterisierter Zeitab
schnitt, -raum. 2. etwas periodisch Auftretendes, regelmä
ßig Wiederkehrendes. 3. Umlaufzeit eines Sternes (As
tron.). 4. Zeitabschnitt einer t Formation (5 a) der Erdge
schichte (Geol.). 5. Schwingungsdauer (Elektrot.). 6. Zahl
od. Zahlengruppe einer unendlichen Dezimalzahl, die sich
ständig wiederholt (z.B. 0,646464; Math.). 7. Verbindung
von zwei od. mehreren Kola (vgl. Kolon 2) zu einer Einheit
(Metrik). 8. meist mehrfach zusammengesetzter, kunstvoll
gebauter längerer Satz; Satzgefüge, Satzgebilde
(Sprachw., Stilk.). 9. in sich geschlossene, meist aus acht
Takten bestehende musikalische Grundform (Mus.). 10.
Monatsblutung, Regel, ¡Menstruation (Med.). 11. fester
Beobachtungszeitraum über eine bestimmte Zeitspanne
(Meteor.). Pe|ri|o|den|sys|tem das; -s: svw. periodi
sches System. Pelriloldilcum [...kum] vgl. Periodikum.
Pelriloldik die; (zu t2...ik (2)>: svw. Periodizität (1). Peri o di kum u. Periodicum [...kum] das; -s, Plur. ...kabzw.
...ca [...ka] (meist Plur.) (zu lat. periodicus (vgl. peri
odisch) u. ¡...ikum): periodisch erscheinende Schrift (z. B.
Zeitung, Zeitschrift). pe|ri|o|disch (aus lat. periodicus
„zeitweilig“, dies aus gr. periodikós „zu bestimmter Zeit
wiederkehrend“): 1. regelmäßig auftretend, wiederkeh
rend; periodisches System [der chemischen Elemente|: na
türliche Anordnung der chem. Elemente nach steigenden
Atomgewichten u. entsprechenden, periodisch wiederkeh
renden Eigenschaften (Chem.). 2. von Zeit zu Zeit [auftre
tend]; phasenhaft; periodische Gewässer: stehende od.
fließende Gewässer, die nur in u. nach einer Regenzeit
Wasser führen. pe|rilo|di|sie|ren (zu ¡...isieren): in Zeit
abschnitte einteilen. Pelri|o|di|sie|rung die; -, -en (zu
T ...isierung): 1. Einteilung in bestimmte Zeitabschnitte. 2.
Gliederung des Verlaufs der Geschichte in bestimmte, in
sich weitgehend abgeschlossene Epochen. Pe|ri|o|di|zität die; - (zu t ...izität): 1. regelmäßige Wiederkehr. 2. das
regelmäßige, kontinuierliche Erscheinen von Zeitungen u.
Zeitschriften sowie von audiovisuellen Medien u. Sendun
gen. 3. Vorstellung eines immer wiederkehrenden Gesche
hens in Naturreligionen, das kultisch gefeiert wird, z. B. in
Medizin:
periphrastisch
Form von Frühjahrs- u. Erntefesten. Pe[ri|o|do|gramm
das; -s, -e (zu ¡...gramrn): Aufzeichnung, grafische Dar
stellung eines periodisch verlaufenden od. periodische Be
standteile enthaltenden Vorgangs, Ablaufs, Geschehens
(Wirtsch., Techn.). Periodololgie r//e,- - (zu ¡ ...logie):
Lehre vom Bau musikalischer Sätze (Mus.)
Pe|ri|o|don|ti|tis* die; -, ...itiden (zu ¡Periodontium u.
¡...itis): Wurzelhautentzündung (Med.). Pe|ri|o|don|tium das; -s, Plur. ...tia u. ...tien [...ion] (zu tperi..., gr.
odoüs, Gen. odöntos „Zahn“, u. t ...ium): Wurzelhaut des
Zahnes (Med.)
Pe|ri|ö|ke der; -n, -n (aus gr. perloikos „Nachbar“, eigtl.
„Umwohner“) : freier u. grundeigentumsberechtigter, aber
politisch rechtloser Bewohner des antiken Sparta
pe|ri|ope|ra|tiv (zu tperi... u. ¡operativ): den Zeitraum
um eine Operation herum betreffend (Med.)
pelriloral (zu tperi... u. ¡oral): um den Mund herum [lie
gend] (Med.)
Pelri|or|chi|tis die;-, ...itiden (zu¡peri... u. ¡Orchitis): Ho
denscheidenhautentzündung (Med.)
Pelrilost das; -[e]s, -e (zu tperi... u. gr. ostéon „Knochen“):
Knochenhaut (Med.). pe|ri|os|tal (zu ¡'...al (1)>: die
Knochenhaut betreffend (Med.). Pe|ri|oslti|tis die; -,
...itiden (zu ¡...itis): Knochenhautentzündung (Med.). Peri|os|to|se tZie; -, -n (zu t'...ose): durch Überbeanspru
chung bedingte Entzündung u. Verdickung der Knochen
haut an Muskel- u. Sehnenansatzstellen (Med.)
Pe|ri|pa|te|ti|ker der; -s, - (aus gleichbed. lat. peripateticus
zu gr. peripatetikös „zum Herumgehen geneigt“, dies zu
peripatos (vgl. Peripatos), eigtl. „das Herumspazieren“;
Aristoteles trug seine Lehre auf u. ab gehend vor): Schüler
des Aristoteles (nach dem Wandelgang der Schule, dem
Peripatos; Philos.). pe|ri|pa|te|tisch (aus gleichbed. gr.
peripatetikös): die Peripatetiker betreffend. Pelrilpaltetislmus ¿ter; - (zu ¡...ismus (1)): Lehre der Peripatetiker.
Pe|ri|pa|tos der; - (aus gr. peripatos „Wandelgang“):
Wandelgang, Teil der Schule in Athen, wo Aristoteles lehr
te
Pe|ri|pe|tie ¿fie; -, ...ien (aus gr. peripétcia „das plötzliche
Umschlagen“): entscheidender Wendepunkt, Um
schwung, bes. im Drama
pelrilpher (ÿdrer spätlat. peripheres ausgr. peripheres „sich
herumbewegend“): 1. a) am Rande befindlich, an der tPe
ripherie (2) liegend, b) nicht sehr wichtig, nebensächlich.
2. in den äußeren Zonen des Körpers liegend (Med.). 3. an
die zentrale Einheit einer elektronischen Rechenanlage
angeschlossen od. anschließbar (EDV). Pe|ri|phe|rie die;
-, ...ien (über spätlat. peripheria aus gr. periphéreia, eigtl.
„das Herumgehen, Umlauf1, zu periphérein „herumtra
gen“): 1. Umfangslinie, bes. des Kreises (Math.). 2. Rand,
Randgebiet (z.B. Stadtrand). 3. zusammenfassende Bez.
für ¡Peripheriegeräte. Pelri|phe|rie|ge|rät das; -[e]s, -e:
Gerät, das über eine Schnittstelle an einen Computer an
geschlossen ist bzw. angeschlossen werden kann (z.B.
Drucker; EDV), pelrilphelrisch: (veraltet) svw. peri
pher. pelrilphelrilsielren (zu ¡...isieren): (veraltet) den
Umfang messen
Pe|ri|phle|bi|tis rfie; -, ...itiden (zu tperi... u. ¡Phlebitis):
Entzündung der äußeren Venenhaut (Med.)
Pe|ri|phra|se die; -, -n (über gleichbed. lat. periphrasis aus
gr. periphrasis): 1. Umschreibung eines Begriffs, einer
Person od. Sache durch kennzeichnende Eigenschaften
(z. B. der Allmächtige für Gott). 2. svw. Paraphrase (2). perilphralsielren (zu ¡..deren): eine Periphrase (1) von et
was geben, pelrilphrasltisch (aus gleichbed. gr. periphrastikös): die Periphrase (1) betreffend, umschreibend;
periphrastische Konjugation: Konjugation des Verbs, die
sich umschreibender Formen bedient (z. B. ich werde
schreiben; Sprachw.)
Periplasma
das; -s <zu îperi... u. Î Plasma) : der Zellwand
anliegendes Î Plasma (1 ; Biol.)
PeIriIpIeuIrj|tis die; -, ...itiden <zu îperi... u. ÎPleuritis):
Entzündung des zwischen Rippenfell u. Brustwand gele
genen Bindegewebes (Med.)
Pelrilpius* der; -, Plur. ...ploi [...ploy], auch ...plen (aus gr.
periplous „die Umschiffung“): antike Beschreibung von
Meeresküsten, Erdteilen, Ländern od. Inseln, auch mit
nautisch-technischen Angaben
Pelrilpolriltis die; -, ...itiden (zu îperi..., Pore u. t...itis>:
durch Eitererreger hervorgerufene pustulöse Entzündung
der Schweißdrüsen der Haut; Porenschwären (bei Säuglin
gen; Med.)
pelrilporltal (zu îperi... u. Îportal): in der Umgebung der
Pfortader gelegen (Med.)
Pe|ri|prok|ti|tis die; -, ...itiden (zu îperi... u. ÎProktitis):
Entzündung des den After u. den Mastdarm umgebenden
Bindegewebes (Med.)
pe|rip|te|ral* (zu ÎPeripteros u. Î’...al (1)>: mit einer Säu
lenreihe umgeben. Pelripltelralltemlpel der; -s, -: svw.
Peripteros. Pe|rip|te|ros der; -, Plur. - od. ...pteren (über
gleichbed. lat. peripteros aus gr. perípteros (zu îperi... u.
gr. pterón „Feder, Flügel“), eigtl. „ringsum mit Flügeln
versehen“): griech. Tempel mit einem umlaufenden Säu
lengang
Pelrilpyllelphlelbiltis die; -, ...itiden (zu îperi... u. îPylephlebitis) : Entzündung des die Pfortader umgebenden
Gewebes (Med.)
pe|ri|rek|tal (zu îperi... u. îrektal): in der Umgebung des
Rektums gelegen (z.B. perirektale Lymphknoten; Med.)
pe|ri|relnal (zu îperi... u. îrenai): die Umgebung der Nie
ren betreffend, in der Umgebung der Niere [liegend]
(Med.)
Pe|ri|sal|pin|giltis die; -, ...itiden (zu îperi... u. ÎSalpingi
tis): Entzündung des Bauchfellüberzuges der Eileiter
(Med.)
Pelrilsellen das; -s, -e (zu îperi... u. gr. selënë „Mond“):
mondnächster Punkt einer Mondumlaufbahn (Astron.);
Ggs. Î Aposelen
Pe|ri|skop* das; -s, -e (zu îperi... u. î...skop): [ausfahrba
res, drehbares] Fernrohr mit geknicktem Strahlengang
(z.B. Sehrohr für Unterseeboote), pelrüskolpisch: in
der Art, mithilfe eines Periskops
Pelrilsperm das; -s, -e (zu îperi... u. gr. spérma. Gen. spérmatos „Samen“): das vom Gewebekern der Samenanlage
gebildete Nährgewebe vieler Samen (Bot.). Pelrilsperma to zys ti tis die; -, ...itiden: Entzündung des die Sa
menblasen umgebenden Gewebes (Med.)
Pe!ri|sple|niltis* die; -, ...itiden (zu îperi... u. TSplenitis):
Entzündung des Bauchfellüberzuges der Milz (Med.)
Pe|ris|po|me|non* das; -s, ...na (über gleichbed. spätlat.
perispomenon aus gr. perispömenon, eigtl. substantivier
tes Part. Präs. (Neutr.) von perispän „eine (mit Zirkum
flex gekennzeichnete) Silbe lang aussprechen“): (im Grie
chischen) Wort mit einem î Zirkumflex auf der letzten Sil
be (z.B. griech. </>í2m> = „ich liebe“); vgl. Properispomenon
Pelrislprit* das; -, -en (zu îperi... u. lat. spiritus „Geist“):
(veraltet) svw. Astralleib (1)
Pe|ris|tal|tik* die; - (aus gleichbed. gr. (dÿnamis) peristaltikós, eigtl. „umfassend(e) u. zusammendriiekend(e Kräf
te)“): von den Wänden der muskulösen Hohlorgane (z.B.
des Magens, Darms u. Harnleiters) ausgeführte Bewe
gung, bei der sich die einzelnen Organabschnitte nachei
nander zusammenziehen u. so den Inhalt des Hohlorgans
transportieren (Med.). pe|ris|tal|tisch: die Peristaltik
betreffend, auf ihr beruhend (Med.)
Pe |ris|ta|se* die; -, -n (aus gr. peristasis „Umwelt“, eigtl.
„das Herumstehen, Umgebung“, zu peristateln „umge
Pe|ri|plas|ma
1028
ben“): neben den Î Genen auf die Entwicklung des Orga
nismus einwirkende Umwelt (Vererbungslehre), pelrista tisch (aus gr. peristatikós „die äußeren Umstände be
treffend, durch diese bewirkt“): 1. (veraltet) ausführlich,
umständlich. 2. die Peristase betreffend; umweltbedingt
(Vererbungslehre)
Pelrisltelrilum* das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mlat.
peristerium, dies aus gr. peristérion, Verkleinerungsform
von peristerá „Taube“): mittelalterliches Hostiengefäß in
Gestalt einer Taube
Pelrisltom* das; -s (zu îperi... u.gr. stóma „Mund“): 1. be
sonders ausgeprägtes Mundfeld bei niederen Tieren (z. B.
bei Wimpertierchen, Seeigeln; Zool.). 2. aus Zähnen ge
bildeter Mundbesatz an der Sporenkapsel von Laubmoo
sen (Bot.)
Pelrisltyl* das; -s, -e (über lat. peristylum aus gleichbed. gr.
peristyïon, zu îperi... u. gr. stylos „Säule“): von Säulen
umgebener Innenhof eines antiken Hauses. Pelrisltyllium das; -s, ...ien [...ion] (über lat. peristylium aus gleich
bed. gr. peristÿlion, Verkleinerungsform von peristylon,
vgl. Peristyl): svw. Peristyl
Pelrilthel das; -s, -e (zu îperi... u. gr. thëlë „Brustwarze“;
vgl. Perithelium): die Kapillaren u. die kleinen Blutgefäße
umgel ende Gewebsschicht (Med.). Pelrilthellilom das;
-s, -e (zu 1...om): Geschwulst aus Perithelzellen (Med.).
Pe|ri|the|li|um das; -s, ...ien [...ion] (zu t...ium): svw. Pe
rithel
Pelrilthelzilum das; -s, ...ien [...ion] (zu Îperi..., ÎTheka u.
î...ium): kugel- bis flaschenförmiger Fruchtkörper der
Schlauchpilze (Bot.)
pelriltolnelal (zut Peritoneum u. î ’...al (1)): zum Bauchfell
gehörend, dieses betreffend (Med.). Pe|ri|to|nelal|dialylse die; -, -n: Reinigung der Bauchfellflüssigkeit von
Substanzen, die mit dem Urin ausgeschieden werden müs
sen (bei Nierenversagen; Med.). Pelriltolnelum das: -s,
...neen (über gleichbed. spätlat. periton(a)eum aus gr. peritönaion, Neutr. von peritönaios, eigtl. „das darüber Ge
spannte“): die Bauchhöhle auskleidende Haut; Bauchfell
(Med.). Pelriltolniltis die; -, ...itiden (zu Î ...itis) : Bauch
fellentzündung (Med.)
pe|ri|ton|sil|lär (zu îperi... u. îtonsillâr): im Bereich der
Mandeln [liegend], um die Mandeln herum (Med.). Pelrito n I si 111 i 11 i s die; -, ...itiden: Entzündung der Weichteile,
die die Mandeln, vor allem die Gaumenmandeln, umgeben
(Med.)
pelriltrich* (zu Î peri... u. gr. thrix, Gen. trichös „Haar“):
auf der ganzen Oberfläche mit Geißeln besetzt (von Mi
kroorganismen, z.B. Typhusbakterien; Med., Biol.)
pelriltulbar (zu îperi..., lat. tuba „Röhre, Tube“ u. î...ar):
in der Umgebung der îTuba (3,4) [liegend] (Med.)
pe|ri|tu|mo|ral (zu îperi..., îTumor u. T1...al (l)): in der
Umgebung einer Geschwulst [liegend] (z.B. péritumorales
Gewebe; Med.)
Pelriltus der; -, ...ti (aus lat. peritus „Sachverständiger“ zu
peritus „erfahren“): theologischer Berater der Bischöfe
auf dem 2. Vatikanischen Konzil (1962-65)
Pe|ri|ty|phli|tis* die; -, ...itiden (zu îperi... u. TTyphlitis):
Entzündung des Bauchfellüberzuges des Blinddarms u.
Wurmfortsatzes (Med.). pe|ri|ty|phli|tisch: die Peri
typhlitis betreffend, von einer Perityphlitis ausgehend
(z. B. von Abszessen; Med.)
pe|ri|ure|thral* (zu îperi... u. îurethral): um die Harnröh
re herum, in der Umgebung der Harnröhre liegend (z. B.
von Abszessen, Drüsen u.Ä.; Med.). Pe|H|ure|thri|tis
die; -, ...itiden: Entzündung der Harnröhrenumgebung
(Med.)
pelrilvaslkullär [...v...] (zu îperi... u. tvaskulär): in der
Umgebung der Blutgefäße, um die Blutgefäße herum [lie
gend] (Med.). Pe|ri|vas|ku|li|tis die; -, ...itiden (zu
1029
T ...itis): Entzündung der bindegewebigen Weichteile, die
die Gefäße (Arterien u. Venen) umgeben (Med.)
pe ri ve nös [...v...] <zu tperi... u. tvenös): in der Umge
bung einer Vene lokalisiert (Med.)
Pe|ri|xe|ni|tis</ie; -, ...itiden (zu t peri,,,,gr. xénos „fremd“
u. T ...itis): entzündliche Reaktion des Gewebes auf einen
eingedrungenen Fremdkörper (Med.)
Pelrilzylkel der; -s, - (über gleichbed. nlat. pericyclus aus
gr. perikyklos „Umkreis“): äußerste Zellschicht des Zen
tralzylinders der Wurzel (Bot.)
Perljoldat das; -[e]s, -e (zut2Per... u. Î Jodat): Salz der Per
jodsäure (Chem.). Per jod säu re die; -: die sauerstoff
reichste Säure des Jods; Überjodsäure (farblose Kristalle;
Chem.)
Perljulrant der; -en. -en (aus lat. periurans, Gen. periurantis, Part. Präs, von periurare, vgl. perjurieren): (veraltet)
Meineidiger (Rechtsw.). Perljuration die; -, -en (aus
gleichbed. lat. periuratio): (veraltet) Meineid (Rechtsw.).
per|ju|rie|ren (aus gleichbed. lat. periurare zu tper... u.
iurare „schwören, einen Eid ablegen“): (veraltet) einen
Meineid schwören (Rechtsw.)
Perlkai der; -s, -e (aus gleichbed. fr. percale, dies aus dem
Pers.): feinfädiger [bedruckter] Baumwollstoff in Lein
wandbindung (Webart). Perlkallin das; -s, -e (zu f...in
(1)): stark appretiertes Baumwollgewebe für Bucheinbän
de
Per|ko|lat<Za5; -[e]s, -e (aus lat. percolatum „das Durchge
seihte“, substantiviertes Part. Perf. (Neutr.) von percola
re, vgl. perkolieren) : durch Perkolation gewonnener
Pflanzenauszug. Per|ko|la|ti|on iZze; -, -en (aus lat. per
colatio „das Durchseihen“): Verfahren zur Gewinnung
von Pflanzenauszügen aus gepulverten Pflanzenteilen
durch Kaltextraktion. Per|ko|la|tor der; -s, ...oren (zu
î...or): Apparat zur Herstellung von Pflanzenauszügen,
perlkollielren (aus lat. percolare „durchseihen, fil
tern“): Pflanzenauszüge durch Perkolation gewinnen
Per|kon|talti|on die; -, -en (aus lat. percontatio „Frage,
Erkundigung“ zu percontare, vgl. perkontieren); (veraltet)
Erforschung, Erkundung, Nachforschung. Perlkonltator der; -s, ...oren (aus lat. percontator „Ausfrager, Aus
horcher“): (veraltet) Erforscher, jmd., der etwas erkundet,
perlkonltielren (aus lat. percontare „sich erkundigen“):
(veraltet) sich erkundigen, erforschen
Per|kuslsi|oniZze; -, -en (aus lat. percussio „das Schlagen“
zu percussum, substantiviertes Part. Perf. (Neutr.) von
percutere, vgl. perkutieren): 1. Organuntersuchung durch
Beklopfen der Körperoberfläche u. Deutung des Klopf
schalles (Med.). 2. Zündung durch Stoß od. Schlag (z.B.
beim Perkussionsgewehr im 19. Jh.). 3. Anschlagvorrich
tung beim Harmonium, die bewirkt, dass zum klareren
Toneinsatz zuerst Hämmerchen gegen die Zungen schla
gen; vgl. Percussion. Per|kuslsi|ons|inlstrulment*
das; -es, -e: Schlaginstrument (Mus.). Perlkuslsilonswaf fe die; -, -n: Handfeuerwaffe mit Zündhütchenzün
dung (z.B. Perkussionsgewehr). per|kus|siv (zu î...iv>:
vorwiegend vom [außerhalb des melodischen u. tonalen
Bereichs liegenden] Rhythmus geprägt, bestimmt; durch
rhythmische Geräusche erzeugt, hervorgebracht (Mus.).
per|kuslso|risch (zu t...orisch): die Perkussion (1) be
treffend, durch sie nachweisbar (Med.)
perlkultan (zu Îper... u. Îkutan): durch die Haut hindurch
(z. B. bei der Anwendung einer Salbe; Med.)
per|ku|tie|ren (aus lat. percutere „schlagen, klopfen“): ei
ne Perkussion (1) durchführen, Körperhohlräume zur Un
tersuchung abklopfen, beklopfen (Med.), petjkultorisch (zu t...orisch>: svw. perkussorisch
Perlé [... le:] der; -[s], -s (zu fr. perlé „mit Perlen besetzt“,,
dies zu perle „Perle“): weicher, flauschartiger Mantelstoff
mit perlartigen Flocken auf der rechten Seite
Permanenzgebiet
lef] die; -, -s (aus gleichbed. fr. perlèche (Dia
lektform von pourléche) zu pourlécher „ringsherum bele
cken“): Faulecke, Entzündung der Mundwinkel mit der
Bildung von 1 Rhagaden (häufig bei Stoffwechselerkran
kungen; Med.)
per|lin|gu|al (zu tper... u. tlingual): durch die Zungen
schleimhaut wirkend (bezogen auf Arzneimittel, die von
der Oberfläche der Zunge aus resorbiert werden; Med.)
Perllit [auch ... lit] der; -s, -e (zu dt. Perle u. t2...it>: 1. Ge
fügebestandteil des Stahls (Gemenge von Ferrit u. Zementit). 2. graublaues, wasserhaltiges, glasig erstarrtes
Gestein. per|li|tisch [auch ... h...]: 1. aus Perlit (1) be
stehend. 2. perlenartig (von der Struktur glasiger Gestei
ne)
Per|lo|kulti|onÆe;-, -en (zu tper... u. t Lokution): Sprech
handlung, die eine Wirkung auf den Hörer ausübt,
Konsequenzen für ihn, sein Verhalten hat (Sprachw.).
per|lo|ku|ti|o|när (zu t...är>: die Perlokution betreffend;
perlokutionärer Akt: Sprechakt im Hinblick auf die Kon
sequenzen der Aussage, der Sprechhandlung (z.B. die
Wirkung auf die Gefühle, Gedanken u. Handlungen des
Hörers, die der Äußerung als Plan, Absicht zugrunde
liegt; Sprachw.); vgl. lllokutionärer Akt, lokutionärer Akt.
perllolkultiv (zu t...iv>: svw. perlokutionär
Per 11 o n® das; -s (Kunstw. ; Analogiebildung zu Nylon) : sehr
haltbare Kunstfaser
per|lu|die|ren (zu tper... u. lat. ludere „spielen; täu
schen“): (veraltet) vortäuschen, vorspiegeln. Perllulsilon
die; - (zu lat. lusus, Part. Perf. von ludere (vgl. perludieren)
u. t'...ion>: (veraltet) Vortäuschung, Vorspiegelung, perlulsolrisch: (veraltet) vorspiegelnd; scherzend
Per|lus|tra|ti|on* die; -, -en (zu îperlustrieren u. Î ...ation):
(österr.) das Anhalten u. Durchsuchen [eines Verdächti
gen] zur Feststellung der Identität o.Ä.; vgl. ...ation/...ierung. perllus|trie|ren (aus lat. perlustrare „(prüfend)
schauen“): (österr.) [einen Verdächtigen] anhalten u. ge
nau durchsuchen; jmdn. zur Feststellung der Identität an
halten. Perllusltrielrung die; -, -en (zu t,,,ierung): (ös
terr.) das Perlustrieren; vgl. ...ation/...ierung
’Perm das; -s (nach dem alten Königreich Permia (dem ehe
maligen russ. Gouvernement Perm)): die jüngste erdge
schichtliche Formation des î Paläozoikums (umfasst Rot
liegendes u. Zechstein; Geol.)
2Perm das; -[s], - (Kurzform von 1 ^permeabel): frühere Ein
heit für die spezifische Gasdurchlässigkeit fester Stoffe;
Abk. : Pm
Per|ma|frost der; -[e]s (Kunstw. aus t permanent u. dt.
Frost): svw. Pergelisol. Perlmalkulltur die; - (Kurzw.;
nach engl. permanent agriculture „dauerhafte Landwirt
schaft“): eine Anbaumethode, deren Ziel es ist, nutzbare
Ökosysteme zu schaffen, die sich selbst erhalten können
Perlmallloy [...Toy, auch ...'loa] das; -s (Kunstw.; aus
gleichbed. engl. Permalloy): magnetisch stark ansprechba
re Nickel-Eisen-Legierung
perlmalnent (über/r permanent aus lat. permanens, Gen.
permanentis, Part. Präs, von permanere, vgl. permanieren>: dauernd, anhaltend, ununterbrochen, ständig. Permalnentlpiglmenlte die (Plur.): bes. farbkräftige u.
lichtbeständige, anorganische od. organische Pigmente
zur Herstellung von Anstrich- u. Druckfarben, perma
nent press ['pə:mənənt -] {engl.; zu permanent „bestän
dig“ u. press „das Bügeln“): formbeständig, bügelfrei
(Hinweis an Kleidungsstücken). Per|ma|nent|weiß
[pɛrma...] das; -[e]s (zu tpermanent): svw. Barytweiß.
Perlmalnenz die; - (über gleichbed. fr. permanence aus
mlat. permanentia): ununterbrochene, permanente Dau
er; in Permanenz: ständig, ohne Unterbrechung. Perma
nenzigelbiet das; -[e]s, -e: ein Areal, in dem eine be
stimmte Tier- od. Pflanzenart nahezu ständig in hoher BePerllèche [...
Permanenztheorie
siedlungsdichte lebt (Ökologie). Per|malnenz|the|o|rie
die; Annahme, nach der Kontinente u. Ozeane während
der Erdgeschichte eine der heutigen Verteilung weitge
hend gleichende Anordnung hatten (Geol.)
Perlmanlganat das; -[e]s, -e (zu T2Per... u. TManganat):
hauptsächlich als Oxidations- u. Desinfektionsmittel ver
wendetes, als wässrige Lösung stark violett gefärbtes Salz
der Permangansäure. Perlmanlganlsäulre die; -, -n:
die sauerstoffreiche Säure des Mangans; Übermangan
säure
perlmalnielren (aus gleichbed. lat. permanere zu Tper... u.
manere „bleiben“): (veraltet) fortdauern, ausharren
perlmelalbel (aus spätlat. permeabilis „gangbar“): (für
Flüssigkeiten) durchlässig (Fachspr.). Per me a bi liltät
die;-(zuî...itât>: 1. Durchlässigkeit eines bestimmten Ma
terials für bestimmte Stoffe, bes. Durchlässigkeit von
Scheidewänden (Fachspr.). 2. im magnetischen Feld das
Verhältnis zwischen magnetischer Induktion u. magneti
scher Feldstärke. 3. Verhältnis der tatsächlich im Leckfall
in die Schiffsräume eindringenden Wassermenge zum
theoretischen Rauminhalt (Schiffsbau). Perlmelaltilon
die; -, -en (zu lat. permeare „durchgehen“ u. 1 ...ation): das
Eindringen eines gelösten Stoffs durch eine Membran
bzw. eines Gases durch eine Materieschicht, perlmelieren (zu lat. permeare „durchgehen“): (von Flüssigkeiten,
Gasen) durchdringen (Fachspr.)
per millle vgl. pro mille
perlmisch (zu î'Perm): das 'Perm betreffend
Perlmiss der; -es, -e (aus gleichbed. lat. permissus zu per
mittere, vgl. permittieren): (veraltet) Erlaubnis, Erlaub
nisschein. Perlmislsilon die; -, -en (aus gleichbed. lat.
permissio): (veraltet) Erlaubnis, perlmislsiv (zu lat. per
missus, Part. Perf. von permittere (vgl. permittieren), u.
t...iv): die Einhaltung bestimmter Verhaltensnormen nur
locker kontrollierend ; in nicht Î autoritärer (2 b) Weise ge
währen lassend, z. B. -er Führungsstil (Soziol.). Per missiv der; -s, -e [...va]: modale Verbform zur Bezeichnung
der Zulässigkeit einer Handlung (Sprachw.). Perlmislsiviltät [...v...] die; - (zu T...ität>: das freie, permissive Ge
währenlassen (Soziol.)
perlmislzilbel (zu lat. permiscus, Part. Perf. von permis
cere (vgl. permiszieren), u. T...ibel>: (veraltet) vermisch
bar. per|mis|zie|ren (aus gleichbed. lat. permiscere);
(veraltet) vermengen, vermischen
Perimit ['pə:mɪt] das; -s, -s (aus engl. permit): engl. Bez. für
Erlaubnis, Erlaubnisschein, perlmitltielren [per...] (aus
gleichbed. lat. permittere); (veraltet) erlauben, zulassen
Perlmolkarlbon das; -s (zu î'Perm u. îKarbon): die als
Einheit gesehenen geologischen Zeiten î'Perm u. ÎKar
bon
Perlmoltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. permotio zu
permovere, vgl. permovieren): (veraltet) Bewegung, Erre
gung, Rührung
Per|mo|trilas die; - (zu î'Perm u. TTrias): die als Einheit
gesehenen geologischen Zeiten î'Perm u. TTrias
permolvielren [...v...] (aus gleichbed. lat. permovere):
(veraltet) bewegen, veranlassen, rühren
perl multa I bei (aus lat. permutabilis „veränderlich“ zu
permutare, vgl. permutieren): aus-, vertauschbar (Math.).
Perlmultaltilon die; -, -en (aus/ɑt. permutatio, eigtl. „die
Veränderung“): 1. Vertauschung, Umstellung. 2. Umstel
lung in der Reihenfolge bei einer Zusammenstellung einer
bestimmten Anzahl geordneter Größen, Elemente
(Math.). 3. Umstellung aufeinanderfolgender sprachlicher
Elemente einer îlinearen Redekette bei Wahrung der
Funktion dieser Elemente; Umstellprobe, Verschiebepro
be (Sprachw.). perlmultielren (aus gleichbed. lat. per
mutare, eigtl. „völlig verändern“): 1. vertauschen, umstel
len. 2. die Reihenfolge in einer Zusammenstellung einer
1030
bestimmten Anzahl geordneter Größen, Elemente ändern
(Math.). 3. eine Permutation (3), Umstellprobe vorneh
men (Sprachw.). Perlmultit [auch ... tit] das; -s, -e (zu
t2...it>: Ionenaustauscher vom Typ der TZeolithe, der zur
Wasserenthärtung dient (Chem.)
Perlnamlbuklholz das; -es (nach dem bras. Bundesstaat
Pernambuco): svw. Brasilholz
perlnalsal (zu Tper... u. Tnasal): durch die Nase (z.B. von
der Anwendung eines Arzneimittels; Med.)
per ne|fas (lat.; vgl. Nefas): (veraltet) auf widerrechtliche
Weise; vgl. Fas, Nefas u. per fas et nefas
perlnelgielren (aus gleichbed. lat. pernegare): (veraltet)
vollkommen verneinen, rundweg abschlagen
Perlnio der; -, Plur. ...iones [,,,ne:s] u. ...ionen (meist Plur.)
(aus gleichbed. lat. pernio): Frostbeule (Med.). Perlnilose u. Perlnilolsis die; -, ...sen (zu Î '...ose): 1. das Auftre
ten von Frostbeulen. 2. auf Gewebsschädigung durch Käl
te beruhende Hautkrankheit, Frostschäden der Haut
(Med.).
per|ni|zi|ös (über gleichbed. fr. pernicieux aus Zat perni
ciosus zu pernicies „das Verderben“; vgl. ...ös): bösartig,
unheilbar (Med.); perniziöse Anämie: schwere Blutkrank
heit, die durch den Mangel an einem in der Magenwand
produzierten Enzym hervorgerufen wird (Med.)
Perlno der; -[s], -s (aus it. perno „Zapfen, Stift“): Stachel
(Fußzapfen) des Violoncellos
Perlnod® [... no:] der; -[s], -[s] (nach dem franz. Fabrikan
ten H.-L, Pernod): aus echtem Wermut, Anis u. anderen
Kräutern hergestelltes alkoholisches Getränk
Pe|ro|bra|chie* [.. .x...] die; -, ...jen (zu gr. peros „an einem
Glied gelähmt, verstümmelt“, ÎBrachium u. T2...ie): ange
borene stummelartige Verkürzung der oberen Extremitä
ten (Med.). Pe|ro|chi|rie [...Ç...] die; -, ...ien (zu gr. cheir
„Hand“ u. T2...ie>: angeborene stummelartige Ausbildung
der Hände (Med.). Pelrolmellie die;, ...ien (zu gr. mélos
„Glied“ u. T2...ie>: angeborene stummelartige Verkürzung
der Gliedmaßen (Med.)
Pelrolnaltris* die; - (aus gleichbed. gr. peronätris): ärmel
loses, auf den Schultern gefibeltes Übergewand der helle
nistischen Frauentracht
Pelrolnislmus der; - (nach dem argent. Staatspräsidenten
Perón (1895-1974) u. zu T...ismus (1)): Bewegung mit po
litisch-sozialen [u. diktatorischen] Zielen in Argentinien.
Pelrolnist der; -en, -en (zu Î ...ist): Anhänger Peróns. peroinis tisch (zu Î...istisch): den Peronismus betreffend,
auf ihm beruhend, in der Art des Peronismus
Pelrolnoslpolra* die; - (zu gr. peroné „Stachel“ u. sporá
„Saat; Frucht“): Pflanzenkrankheiten hervorrufende
Gattung von Algenpilzen
perloral (zu Tper... u. Toral): durch den Mund, über den
Verdauungsweg (z.B. von der Anwendung eines Arznei
mittels; Med.); vgl. per os.
Perloraltilon die; -, -en (nach lat. peroratio „Schlussre
de)“ zu perorare, vgl. perorieren): (veraltet) 1. mit bes.
Nachdruck vorgetragene Rede. 2. zusammenfassender
Schluss einer Rede. per|orie|ren (nach lat. perorare „(ei
ne Rede) beenden“): (veraltet) 1. laut u. mit Nachdruck
sprechen. 2. eine Rede zum Ende bringen
per os (lat.y. durch den Mund (Anweisung für die Form der
Einnahme von Medikamenten; Med.); vgl. peroral
Pelrowslkit* [auch ...’it] der; -s, -e (nach dem russ. Politi
ker Graf L. A. Perowskij (1792-1856) u. zu T2...it>: ein
schwarzes, seltener rötliches od. braungelbes, durchschei
nendes bis undurchsichtiges, diamantartig bis metallisch
glänzendes Mineral
Perloxid, auch Peroxyd das; -[e]s, -e (zu T2Per... u. TOxid):
sauerstoffreiche chem. Verbindung. Per|oxi|da|se, auch
Peroxydase die; -, -n(zuT...ase): Enzym, das die Spaltung
von Peroxiden beschleunigt
1031
per peldes [- 'pe:de:s] (lat.): (ugs. scherzh.)
peldes apositolloirum* (lat.): (scherzh.)
persistieren
zu Fuß. per
zu Fuß (wie
die Apostel)
(aus gleichbed. lat. perpendere); (veral
tet) genau abwägen, untersuchen. Per|pen|di|kel [auch
... dikl] der od. das; -s, - (aus lat. perpendiculum „Richt
blei, Senkblei“ zu perpendere, vgl. perpendieren); 1. Uhr
pendel. 2. durch Vorder- u. Hintersteven gehende gedach
te Senkrechte, deren Abstand voneinander die Länge des
Schiffes angibt. per|pen|di|kullar u. per penldiikullär
(aus gleichbed. lat. perpendicularis; vgl. ...ar u. ...är):
senkrecht, lotrecht. Per|pen|di|ku|la|ri|tät die: - (zu
T...ität>: (veraltet) lotrechte, senkrechte Lage. PerlpendiikuilarlstiL/er, -[e]s: durch das Vorherrschen der senk
rechten Linien gekennzeichneter Baustil der engl. Spätgo
tik (14.-16. Jh.)
perlpeltrielren* (aus lat. perpetrare, eigtl. „durchset
zen“): (veraltet) ausüben; begehen, verüben
Perlpeltulals [pə`pɛtʃʊəlz] die (Plur.) (zu engl. perpetual
„fortwährend, ununterbrochen, unkündbar“, dies aus
(mittel)fr. perpétuel, vgl. perpetuell): Schuldverschreibun
gen ohne Laufzeitbegrenzung (Börsenw.). per pe tu ell
[per...] (über fr. perpétuel aus gleichbed. lat. perpetualis);
(veraltet) beständig, fortwährend. per|pe|tu|ielren (aus
gleichbed. lat. perpetuare zu perpetuus „fortwährend,
ewig“): ständig [in gleicher Weise] fortfahren, weiterma
chen; fortdauern. per|pe|tu|ier|lich: svw. perpetuell.
Perlpe|tu|i|tät die; - (aus lat. perpetuitas, Gen. perpetui
tatis „Fortdauer, Stetigkeit“): (veraltet) ununterbrochene
(Fort)dauer, Beständigkeit. Per|pe|tu|um mo bi le das;
- -, Plur. - -[s] u. ...tua ...bilia (aus lat. perpetuum mobile
„das sich ständig Bewegende“): 1. utopische Maschine,
die ohne Energiezufuhr dauernd Arbeit leistet. 2. virtuoses
Musikstück, das von Anfang bis Ende in gleichmäßig ra
schem Tempo verläuft (Mus.)
perlplex (wohl über fr. perplexe aus lat. perplexus „ver
schlungen, verworren“): (ugs.) verwirrt, verblüfft, über
rascht, bestürzt, betroffen. Perlplelxiltät die; -, -en (aus
gleichbed. spätlat. perplexitas, Gen. perplexitatis): Be
stürzung, Verwirrung, Verlegenheit, Ratlosigkeit
per prilmam inltenltilolnem (lat.; „nach erster Anstren
gung“): unkompliziert, störungsfrei, glatt verlaufend (von
Wundheilungen; Med.)
per prolculra [- ,,,'ku:ra] (it.; vgl. Prokura): in Vollmacht;
Abk. : pp., ppa.; vgl. Prokura
per recltum [- 'rɛk...] (lat.; vgl. Rektum): durch den Mast
darm (von der Anwendung eines Medikaments, z. B. eines
Zäpfchens; Med.); vgl. Rektum
Perlrhelnat das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu î2Per..., ÎRheni
um u. t...at (2)>: Salz od. Ester der Perrheniumsäure
(Chem.). Perlrhelnilumlsäulre die; -, -n: anorganische
Säure mit siebenwertigem Î Rhenium als Säure bildendem
Element (Chem.)
Perlron [pɛ'rð:, auch pɛ'rɔŋ, österr. pɛ'ro:n, Schweiz, 'pɛrð]
der; -s, -s (aus fr. perron „Freitreppe“, dies über altfr. per
ron „großer Stein“ zu lat. petra „Stein“, dies ausgr. pétra):
1. (veraltet, aber noch Schweiz.) Bahnsteig. 2. (veraltet)
Plattform der Straßenbahn
per salido <Zt.; vgl. Saldo): 1. (Kaufmannsspr.) aufgrund
des Î Saldos ; als Rest zum Ausgleich (auf einem Konto). 2.
(ugs.) überschlägig, alles in allem
per se (lat.; eigtl. „durch sich (selbst)“): an sich, von selbst
per selcunldam inltenltilolnem [- ze'kun... -] (lat.;
„nach zweiter Anstrengung“): unter ÎKomplikationen
(Entzündung, Eiterung) verlaufend, verzögert (von der
Wundheilung; Med.)
Perlselilden die (Plur.) (zu gr. Perseüs (in der griech. Sage
Sohn des Zeus u. der Danae) u. t...ide, da der MeteorschWarm vom Sternbild des Perseus auszugehen scheint):
perlpenldielren
regelmäßig in der ersten Augusthälfte zu beobachtender
Meteorstrom
Per|se|i|tät [...zei...] die; - (zu tper se u. t...ität): das
Durch-sich-selbst-Sein, das nur von sich abhängt (Aussa
ge der Scholastiker über die erste Ursache, die Substanz
od. Gott; Philos.)
perlselkultielren (nach fr. persécuter aus gleichbed. lat.
persequi): (veraltet) verfolgen, (gerichtlich) belangen.
Per|se|ku|tilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. persecutio
zu persequi „verfolgen“): (veraltet) Verfolgung, bes.
Christenverfolgung. Per|se|ku|ti|onsldelli|rilum das;
-s, ...rien [...jan]: Verfolgungswahn (Med.)
Per|sen|ning u. Presenning die; -, Plur. -e[n] u. -s (aus
gleichbed. niederl. presenning, dies über älter fr. préceinte
„Umhüllung“, dies (unter Einfluss von lat. praecingere
„mit etwas umgeben“) zu altfr. proceindre „rund ein
schließen“): 1. (ohne Plur.) starkfädiges, wasserdichtes
Gewebe für Segel, Zelte u.a. 2. Schutzbezug aus wasser
dichtem Segeltuch
Perl selvelranz [,..v...] die: - (aus gleichbed. lat. perseve
rantia zu perseverare, vgl. perseverieren) : Ausdauer, Be
harrlichkeit. Per|se|ve|ra|ti|on die; -, -en (aus spätlat.
perseveratio „das Beharren, Ausdauer“): 1. Tendenz see
lischer Erlebnisse u. Inhalte, im Bewusstsein zu verharren
(Pychol.). 2. krankhaftes Verweilen bei ein u. demselben
Denkinhalt; Hängenbleiben an einem Gedanken od. einer
sprachlichen Äußerung ohne Rücksicht auf den Fortgang
des Gesprächs (Med., Psychol.). per|se|ve|rie|ren (aus
gleichbed. lat. perseverare): 1. bei etwas beharren; etwas
ständig wiederholen. 2. hartnäckig immer wieder auftau
chen (von Gedanken, Redewendungen, Melodien; Psy
chol.)
Perishing [ pə:ʃɪŋ] die; -, -s (nach dem amerik. General J. J.
Pershing (1860-1948)): Bez. für eine amerik. Mittelstre
ckenrakete mit [nuklearem] Gefechtskopf (Mil.)
Perl silalner der; -s, - (zu Persien (ursprüngliches Her
kunftsland war Persien) u. Î ...aner): a) klein gelocktes Fell
der [3-14 Tage alten] Lämmer des Karakulschafes; b) Pelz
aus Persianer (a). Perlsilenne [per'sien] die; -, -n [,,,nən]
(aus gleichbed. fr. persienne, eigtl. „die Persische“): (ver
altet) Fensterladen mit schrägen, fest stehenden Brettchen
Perlsilflalge* [,,,ʒə] die: -, -n (aus gleichbed. fr. persiflage
zu persifler, vgl. persiflieren): feine, geistreiche Verspot
tung durch übertreibende od. ironisierende Darstellung
bzw. Nachahmung, perlsilflielren (aus gleichbed. fr. per
sifler, latinisierende Bildung zu siffler „(aus)pfeifen“, dies
übst spätlat. sifilare aus lat. sibilare „zischen“): durch Per
siflage auf geistreiche Art verspotten
Perlsilko der; -s, -s (aus gleichbed. fr. persicot, dies über
vulgärlat. persicus „Pfirsich“ aus lat. Persicus, eigtl. „der
Persische“): a) Likör aus Pfirsich- od. Bittermandelker
nen; b) Likör aus Pfirsichsaft
Perlsilmolne iZZe; -, -n (aus gleichbed. engZ. persimmon,
dies aus dem Algonkin (einer nordamerik. Indianerspra
che)): essbare Frucht einer nordamerik. Dattelpflaumen
art
Perlsilpan [auch per...] das; -s, -e (Kunstw. aus lat. Persicus (vgl. Persiko) u. 1 Marzipa«): mithilfe von Pfirsich- od.
Aprikosenkernen bereiteter Marzipanersatz
perlsisltent (aus gleichbed. lat. persistens, Gen. persisten
tis, Part. Präs, von persistere, vgl. persistieren) : anhaltend,
dauernd, hartnäckig (Med., Biol.). Perlsisltenz die; -, -en
(zu î...enz): 1. (veraltet) Beharrlichkeit, Ausdauer; Eigen
sinn. 2. das Bestehenbleiben eines Zustandes über längere
Zeiträume (Med., Biol.). Per|sis|tenz|quo|te die;-: pro
zentualer Anteil der erhalten gebliebenen Keime bzw. des
nach einer bestimmten Zeit im Organismus noch vorhan
denen Arzneimittels (Med.). per|sis|tie|ren (aus gleich
bed. lat. persistere): 1. (veraltet) auf etwas beharren, be-
Persistor
stehen. 2. bestehen bleiben, fortdauern (von krankhaften
Zuständen; Med.). Perlsisltor der; -s, ...oren <aus gleich
bed. engl. persistor zu to persist „bestehen (bleiben)“, dies
über (älter) fr. persister aus lat. persistere, vgl. persistie
ren): Tiefsttemperaturspeicherelement mit kurzer Schalt
zeit, hoher Bitdichte u. geringem Energieverbrauch
(EDV)
per|sol|vie|ren [,..v...J <aus lat. persolvere „(be)zahlen“>:
1. eine Schuld restlos zurückbezahlen (Wirtsch.). 2. (ver
altet) Gebete sprechen; eine 'Messe (1) lesen
Perlson die; -, -en (aus gleichbed. Zat. persona, eigtl. „Mas
ke des Schauspielers; Rolle, die durch die Maske darge
stelltwird“, wohl aus dem Etrusk.): 1. a) Mensch, mensch
liches Wesen; b) Mensch als individuelles geistiges Wesen,
in seiner spezifischen Eigenart als Träger eines einheitli
chen, bewussten Ichs; c) Mensch hinsichtlich seiner äuße
ren Eigenschaften. 2. Figur in einem Drama, Film o.Ä. 3.
Frau junges Mädchen, z.B. eine hübsche -. 4. a) Mensch
im Gefüge rechtlicher u. staatlicher Ordnung, als Träger
von Rechten u. Pflichten; b) svw. juristische Person
(Rechtsw.). 5. (ohne Plur.) Träger eines durch ein Verb ge
kennzeichneten Geschehens (z.B. ich gehe; Sprachw.);
vgl. Personalform. Per|so|na|ge [,,,ʒə] i/ze; -, -n (zu
t,,,age): svw. Personnage. Perlsolna gra ta die; - - (aus
lat. persona grata „willkommener Mensch“): 1. willkom
mener, gern gesehener Mensch. 2. Angehöriger des diplo
matischen Dienstes, gegen dessen Aufenthalt in einem
fremden Staat vonseiten der Regierung dieses Staates kei
ne Einwände erhoben werden. Perlsolna gra|tis|si|ma
die; - - (aus gleichbed. lat. persona gratissima): sehr will
kommener, gern gesehener Mensch. Perlsolna inlgralta
die; - - (aus lat. persona ingrata „unwillkommener
Mensch“): Angehöriger des diplomatischen Dienstes,
dessen [vorher genehmigter] Aufenthalt in einem fremden
Staat von der Regierung des betreffenden Staates nicht
[mehr] gewünscht wird, perlsolnal (aus spätlat. persona
lis „persönlich“ zu lat. persona, vgl. Person): 1. die Person
,
(1)
den Einzelmenschen betreffend; von einer Einzelper
son ausgehend; z.B. die -e Autorität eines Lehrers; vgl.
personell; vgl. ...al/...eil. 2. die Person (5) betreffend
(Sprachw.). Perlsolnal das; -s (aus mlat. personale „Die
nerschaft, Hausangestellte“, substantiviertes Neutr. Sing,
von personalis, dies aus spätlat. personalis, vgl. personal):
1. Gesamtheit der Hausangestellten. 2. Gesamtheit der
Angestellten, Beschäftigten in einem Betrieb o.Ä., Beleg
schaft. Perlsolnallaklte die; -, -n (meist Plur.): Schrift
stück mit persönlichen Angaben über einen Angestellten,
Beschäftigten. Perlso|nal|bilblio|gra|fie*, auch ...gra
phie die; -, -n [,,,i:ən]: 1. Zusammenstellung der Werke ei
nes Autors u. der dazu erschienenen Sekundärliteratur. 2.
nach Verfassernamen geordnete Bibliografie (Buchw.).
Per|so|nal|bü|ro das; -s, -s: das für Personalangelegen
heiten zuständige îBüro einer Firma, Behörde o.Ä. Perso nallchef der; -s, -s: Leiter eines Personalbüros.
Perlsolnal Comlpulter ['pə:sənəl kɔmpju:tu] der; - -s, - (aus engl. personal computer „persönlicher, personenbe
zogener Computer“): leistungsfähiger Computer mit viel
fältigen Anwendungsmöglichkeiten, der mit benutzer
freundlichen Programmen ausgestattet u. leicht handhab
bar ist; Abk.: PC.
Perl solnalle das; -s, Plur. ...lia u. ...lien [...jan] (aus gleich
bed. spätlat. (verbum) personale): 1. a) persönliches Verb,
das in allen drei Personen (5) gebraucht wird ; b) Personal
pronomen (Sprachw.); Ggs. timpersonale. 2. (veraltet)
Personalie (1 a). Per|so|nal|folli|um iZas; -, ...lien [...ion]
(zu Îpersonal): Grundbuchblatt, das sämtliche Grundstü
cke eines Eigentümers erfasst (Rechtsw.); Ggs. t Realfoli
um. Per|so|nal|form die; -, -en: Îfinite Form, Form des
Verbs, die die Person (5) kennzeichnet (z.B. er geht;
1032
Sprachw.). Per|so|na|lia die (Plur.) (aus spätlat. persona
lia „persönliche Dinge“, substantiviertes Neutr. Plur. von
personalis, vgl. personal): 1. Angaben zur Person (wie Na
me, Lebensdaten usw.). 2. persönliche Angelegenheiten.
Per|so|na|lie [...io] (Zze; -, -n <tPersonalia): 1. (nur Plur.)
a) svw. Personalia (1); b) [Ausweisjpapiere, die Angaben
zur Person enthalten. 2. Einzelheit, die jmds. persönliche
Verhältnisse betrifft. Per|so|nal|in|forlmalti|ons|system das; -s, -e (zu tPersonal): Informations- u. Verwal
tungssystem für die Bewältigung personalwirtschaftlicher
Aufgaben im betrieblichen od. öffentlichen Bereich
(EDV); Abk. : PIS. Perlsolnal|in|spi|ra|ti|on* iZze; - (zu
î personal): Einwirkung des Heiligen Geistes auf das per
sönlich bestimmte Glaubenszeugnis der Verfasser bibli
scher Schriften (theologische Lehre); vgl. Realinspiration,
Verbalinspiration, perlsolnallinltenlsiv (zu 1 Personal):
viele Arbeitskräfte erfordernd (Wirtsch.). Perlsolnallisation die; -, -en (zu Tpersonal u. t...isation): Vorgang
der Persönlichkeitsbildung (Psychol.), perlsolnallilsieren (zu 1 ...isieren): auf Einzelpersonen ausrichten. Perso nallis mus der; - (zu T...ismus ( 1)>: 1. im philoso
phisch-theologischen Sprachgebrauch der Glaube an einen
persönlichen Gott. 2. Richtung der modernen Philoso
phie, c' e den Menschen als eine in ständigen Erkenntnis
prozessen stehende, handelnde, wertende, von der Um
welt beeinflusste u. ihre Umwelt selbst beeinflussende
1 Person (1 b) sieht. 3. psychologische Lehre, die das Ver
hältnis des Ichs zum Gegenstand betont u. den Personen
begriff in den Mittelpunkt stellt (W. Stern). Perlsolnalist der; -en, -en (zu T...ist>: Vertreter des Personalismus
(2b u. 3). per|so|na|lis|tisch (zu I...istisch): den Perso
nalismus (2b u. 3) betreffend. Perlsolnalliltät die; -, -en
(zu T ...ität>: die Persönlichkeit, das Ganze der das Wesen
einer Person ausmachenden Eigenschaften. Per|so|na|litätsprinzip das; -s: Grundsatz des internationalen
Strafrechts, bestimmte Straftaten nach den im Heimat
recht des Täters gültigen Gesetzen abzuurteilen
(Rechtsw.); Ggs. ÎTerritorialitätsprinzip, perlsolnalliter tlat.y. in Person, persönlich, selbst. Per|so|na|li|tyshow [pə:sə'nælɪtɪʃoʊ] die; -, -s (zu engl. personality „Per
sönlichkeit“ u. show, vgl. Show): Show, Unterhaltungssen
dung im Fernsehen, die von der Persönlichkeit eines
Künstlers getragen wird u. in der dessen Fähigkeiten [u.
bes. dessen Vielseitigkeit] demonstriert werden. Perso
nal Ikreldit [per...] der; -[e]s, -e (zu 1 personal) : Kredit, der
ohne Sicherung im Vertrauen auf die Fähigkeit des
Schuldners zur Rückzahlung gewährt wird (Wirtsch.);
Ggs. t Realkredit. Per|so|nal|lea|sing [,,,li:sɪŋ] das; -s, -s
(zu TPersonal): das Zur-Verfügung-Stellen von Arbeitneh
mern an einen anderen Arbeitgeber zur befristeten Ar
beitsleistung, bes. in Form von Zeitarbeit (Wirtsch.). Perso nal po li tik die; -: Überlegungen u. Maßnahmen im
Bereich der das Personal (2) betreffenden Angelegenhei
ten (Wirtsch.). Per|so|nal|pro|no|men das; -s, Plur. - u.
...mina (zu tpersonal): persönliches Fürwort (z. B. er, wir;
Sprachw.). Per|so|nal|rat der; -[e]s, ...räte (zu IPersonal): Organ (3) der Personalvertretung (im Bereich des öf
fentlichen Dienstes die Vertretung der Beamten, Ange
stellten, Arbeiter sowie Richter). Per|so|nal|sta|tut das;
-[e]s, -en (zu tpersonal): die Rechtsordnung, die für alle
persönlichen Rechtsverhältnisse eines Menschen od. einer
juristischen Person maßgebend ist (Rechtsw.). Perlsonal uni on die; -: 1. Vereinigung von Ämtern in der Hand
einer Person. 2. früher die [durch Erbfolge bedingte] zu
fällige Vereinigung selbstständiger Staaten unter einem
Monarchen. Perlsolna non gra|ta die; — (aus lat. per
sona non grata „unwillkommener Mensch“): 1. nicht gern
gesehener Mensch. 2. svw. Persona ingrata. Per|so|na|rium das; -s, ...ien [...ion] (zu ÎPerson u. t,,,arium, wohl
1033
Analogiebildung zu ÎSzenarium): a) Gesamtheit der auf
einem Programmzettel aufgeführten Personen; b) Ge
samtheit der bei einem Theaterstück mitwirkenden Perso
nen. perlsolnell (aus gleichbed. fr. personnel, dies aus
spätlat. personalis, vgl. personal): 1. das Personal, die Ge
samtheit der Angestellten, Beschäftigten in einem Betrieb
o.Ä. betreffend. 2. die Person (1) betreffend; vgl. perso
nal; vgl. ...al/...eil. Perlso|nen|ki|lolme|ter der; -s, - (zu
ÎPerson): Rechnungseinheit im Personenverkehr, defi
niert als Produkt aus der Anzahl der beförderten Personen
u. der zurückgelegten Strecke (Verkehrsw.). Perlsonen kult der; -[e]s, -e (Plur. selten): (abwertend) starke
Überbewertung, Überbetonung der Führungsrolle der
Einzelpersönlichkeit in Politik, Gesellschaft, Geschichte.
Per|so|ni|fi|ka|ti|pn die; -, -en (aus gleichbed. fr. person
nification zu personnifier, vgl. personifizieren): Ver
menschlichung von Göttern, Begriffen od. leblosen Din
gen (z.B. die Sonne lacht); vgl. ...ation/...ierung. perlsoni fi zie ren (nach gleichbed./r. personnifier zu personne
„Mensch“, dies aus lat. persona (vgl. Person); vgl. ...fizieren): 1. vermenschlichen; in Gestalt einer menschlichen
Person darstellen. 2. verkörpern, als Symbol für etwas die
nen. Per|so|ni|fi|zie|rung die; -, -en (zu t...fizierung):
das Personifizieren; vgl. ...ation/...ierung. Perlsonlnage
[pɛrsɔ'na:ʒ] die; -, -n [,,,ʒn] (nach/r. personnage „Persön
lichkeit“; vgl. ...age): die Gesamtheit der Gestalten in ei
nem Roman, Theaterstück, Hörspiel, Ballett u.a. Per|sonoide der; -n, -n (zu TPerson u. t,,,oide): Vorform der
Person bei noch fehlender Ausbildung der einheitstiften
den Ichfunktion (bes. beim Kleinkind; Psychol.)
Perlsorpltilon die; -, -en (zu lat. persorptus, Part. Perf. von
persorbere „einschlürfen“, u. tɪ,,,ion): Durchtritt unver
dauter, ungelöster, kleinster Nahrungspartikel durch die
Epithelschicht des Darms in den Blut- bzw. Lymphkreislauf (Med.)
perlspekltiv (aus mlat. perspectivus „durchblickend“, vgl.
Perspektive): svw. perspektivisch; vgl. ...isch/-. Perspek tiv das; -s, -e [...va] (aus mlat. perspectivum, eigtl.
„das Durchblick Gewährende“, Neutr. von perspectivus,
vgl. perspektiv): kleines Fernrohr aus mehreren ineinan
der schiebbaren Rohrstücken. Per|spek|ti|ve [...va] die;
-, -n (aus mlat. (ars) perspectiva, eigtl. ,,durehbliekend(e
Kunst)“, Fern, von perspectivus „durchblickend“, dies zu
lat. perspectus, Part. Perf. von perspicere „mit dem Blick
durchdringen, deutlich sehen“, Bed. 1 b unter Einfluss von
gleichbed. russ. perspektiva): 1. a) Betrachtungsweise,
-möglichkeit von einem bestimmten Standpunkt aus;
Sicht, Blickwinkel; b) Aussicht für die Zukunft; Erwar
tung im Hinblick auf eine künftige persönliche, wirtschaft
liche, gesellschaftliche u. ä. Entwicklung. 2. dem Augen
schein entsprechende ebene Darstellung räumlicher Ver
hältnisse u. Gegenstände. per|spek|tj|visch [...v...]: 1.
die Perspektive (1 b) betreffend; in die Zukunft gerichtet,
planend. 2. die Perspektive (2) betreffend, ihren Regeln
entsprechend; vgl. ...isch/-. Per|spek|ti|vis|mus der; (zu t ...ismus (2)>: Prinzip, wonach die Erkenntnis der Welt
durch die jeweilige Perspektive des Betrachters bedingt ist
(Philos.). Perlspekltilviltät die; - (zu Î ...ität): besondere
projektive Abbildung, bei der alle Geraden eines Punktes
zu seinem Bildpunkt durch einen festen Punkt gehen
(Math.). Perlspekltolgraf, auch ...graph der; -en, -en
(zu lat. perspectus (vgl. Perspektive) u. î...graf>: Zeichen
gerät, mit dem man ein perspektivisches Bild aus Grundu. Aufriss eines Gegenstandes mechanisch zeichnen kann,
perlspilkalbel (aus lat. perspicabilis „sehenswert"):
(veraltet) erkennbar. Perlspilkalziltät
- (aus gleich
bed. lat. perspicacitas, Gen. perspicacitatis): (veraltet)
Scharfsinn, Scharfblick. Per|spi|kui|tät [,,,kui...] die; (aus gleichbed. lat. perspicuitas, Gen. perspicuitatis zu
Perücke
perspicuus „durchsichtig“): (veraltet) Durchsichtigkeit;
Deutlichkeit, Klarheit
Perlspi|ra|ti|on die; - (zu lat. perspirare (vgl. perspirieren)
u. T...ation): Hautatmung (Med.). per|spi|ra|to|risch
(zu t,,,oriseh): die Perspiration betreffend; auf dem Wege
der Hautatmung [abgesondert] (Med.). per|spi|rie|ren
(aus lat. perspirare „überall atmen“): ausatmen, ausdüns
ten (Med.)
perlstrinlgielren* (aus lat. perstringere „fest zusammen
ziehen, -schnüren“): (veraltet) durchziehen, durchhe
cheln; tadeln
per|su|a|die|ren (aus gleichbed. lat. persuadere): überre
den. per|su|a|si|bel (aus lat. persuasibilis „leicht über
zeugend“ zu persuasus, Part. Perf. von persuadere, vgl.
persuadieren): leicht zu überreden. Perlsulalsilon iZ/e; -,
-en (aus gleichbed. lat. persuasio); Überredung. Perlsualsi|ons|the|ra|pie die; -, -n [,,,i:ən]: seelische Behand
lung durch Belehrung des Patienten über die ursächlichen
Zusammenhänge seines Leidens u. durch Zureden zur ei
genen Mithilfe bei der Heilung (Psychol.), perlsulalsiv
(zu T.-.iv): überredend, zum Überzeugen, Überreden ge
eignet; vgl. ...iv/,..orisch. perlsuasorisch (aus gleich
bed. Zat. persuasorius): svw. persuasiv; vgl. ...iv/...orisch
Perlsul fat das; -[e]s, -e (zu î2Per... u. T Sulfat): Salz der
Perschwefelsäure (vgl. 2Per...)
per|ter|rie|ren (aus gleichbed. lat. perterrere zu tper... u.
terror, vgl. Terror): (veraltet) erschrecken, in Furcht ver
setzen. Per|ter|ri|ti|on zZZe; -, -en (zu Za/. perterritus,
Part. Perf. von perterrere (vgl. perterrieren), u. t’...ion):
(veraltet) Ängstigung
Perlthit [auch ...’tit] der; -s, -e (nach der kanad. Stadt Perth
u. zu t2...it): ein durch Entmischen von Alkalifeldspat vor
allem in Tiefengesteinen entstandenes Mineral
Perltilca [...ka] die; -, ...cae [...tse] (aus gleichbed. lat. pertica, eigtl. „langer Stock“): antikes röm. Längenmaß
Perltilnens das; -, ...nenzien [,,,iən] (meist Plur.) (zu lat.
pertinens, Gen. pertinentis, Part. Präs, von pertinere, vgl.
pertinieren): svw. Pertinenz. perltilnent (zu t...ent):
(veraltet) passend, angemessen. Perlti Inenz die; -, -en
(aus gleichbed. /r. pertinence zu pertinent „zu etwas gehö
rend“, dies zu lat. pertinere, vgl. pertinieren): (veraltet)
Zubehör, Zugehörigkeit. Per|ti|nenz|da|tiv der; -s, -e
[,,,və]: Dativ, der die Zugehörigkeit angibt u. durch ein Ge
nitivattribut od. Possessivpronomen ersetzt werden kann;
Zugehörigkeitsdativ (z.B. der Regen tropfte mir auf den
Hut = auf meinen Hut; Sprachw.). Per|ti|nenz|sys|tem
das; -s: zugunsten des t Provenienzsystems weitgehend ab
gelöstes Ordnungsprinzip nach Sachgruppen (bes. in Ar
chiven). per|ti|nie|ren (aus gleichbed. lat. pertinere):
(veraltet) sich auf etwas od. jmdn. beziehen, dazu gehören
Perltulbaltilgn die; -, -en (zu Tper..., TTuba u. t,,,ation):
Eileiterdurchblasung (Med.)
Perlturlbaltilgn die; -, -en (aus lat. perturbatio „Verwir
rung; Beunruhigung“ zu perturbare, vgl. perturbieren): 1.
(veraltet) Verwirrung, Störung. 2. Störung in den Bewe
gungen eines Sterns (Astron.). per|tur|bie|ren (aus
gleichbed. lat. perturbare): (veraltet) beunruhigen, [total]
verwirren
Perltuslsis rZze; -, ...sses [,..se:s] (zu Tper... u. TTussis):
Keuchhusten (Med.), perltuslsolid (zu T...oid): keuch
hustenähnlich (vom Husten; Med.)
Pe|ru|bal|sam der; -s (nach dem südamerik. Staat Peru u.
zu TBalsam): von einem mittelamerik. Baum gewonnener
Wundbalsam
Pelrülcke o7e; -, -n (aus gleichbed. fr. perruque, eigtl.
„Haarschopf1, weitere Herkunft ungeklärt): 1. zu einer
bestimmten Frisur gearbeiteter Haarersatz aus echten od.
künstlichen Haaren. 2. krankhafte Gehörn-, seltener Ge
weihwucherung (Jagdw.)
per ultimo
(z7.; vgl. Ultimo): (Kaufmannsspr.) am Mo
natsende [ist Zahlung zu leisten]; vgl. Ultimo
Pe|ru|rin|de die; - <nach dem südamerik. Staat Peru): (ver
altet) svw. Chinarinde
perlvers [...v...] (vermutlich über/r. pervers aus lat. perver
sus „verdreht, verkehrt“, eigtl. Part. Perf. von pervertere,
vgl. pervertieren): andersartig [veranlagt, empfindend],
widernatürlich; von der Norm abweichend, bes. in sexuel
ler Hinsicht. Perlverlsilonrfze;-,-en (¡ms spätlat. perver
sio „Verdrehung, Umkehrung“): krankhafte Abweichung
vom Normalen, bes. in sexueller Hinsicht. Perlverlsiltät
die; -, -en (aus lat. perversitas, Gen. perversitatis „Ver
kehrtheit“): 1. (ohne Plur.) das Perverssein. 2. (meist
Plur.) Erscheinungsform der Perversion; perverse Verhal
tensweise. per|ver|tie|ren (aus lat. pervertere „umkeh
ren, umstürzen“): 1. vom Normalen abweichen, entarten.
2. verdrehen, verfälschen; ins Abnormale verkehren. Perver tiert heit die; -, -en (zu t...iert>: 1. (ohne Plur.) das
Pervertiertsein. 2. svw. Perversität (2). Perlverltielrung
z/ze; -, -en (zu t...ierung): 1. das Pervertieren, Verkehrung
ins Abnormale. 2. das Pervertiertsein, Entartung
Per|ves|tilgalti|on [...v...] die; -, -en (aus/ɑ/. pervestigatio,
eigtl. „(Aus)forschung“, zu pervestigare, vgl. pervestigieren): (veraltet) Durchsuchung. per|ves|ti|gie|ren (aus
/«r. pervestigare „aufspüren, erforschen“): (veraltet)
durchsuchen, untersuchen
per vi|as na tu ra les [- 'vi:a:s ...le:s] (lat.; eigtl. „auf na
türlichen Wegen“): auf natürlichem Wege (z.B. Abgang
verschluckter Fremdkörper mit dem Stuhl; Med.)
Per|vi|gi|li|en [,,,vi'gi:liən] die (Plur.) (aus gleichbed. lat.
pervigilia, Plur. von pervigilium, eigtl. „das Wachbleiben
die Nacht hindurch“, zu pervigilare „(die Nacht) durchwa
chen“): 1. altröm. religiöse Nachtfeier. 2. (veraltet) svw.
Vigil. Perlvilgillilum das; -, ...lien [,,,iən] (aus gleichbed.
lat. pervigilium, vgl. Pervigilien): Schlaflosigkeit (Med.)
Perlviltin® [,..v...] zto; -s (Kunstw. zu Îper..., lat. vita „Le
ben“ u. t ...in (1)>: Weckamin, stark belebendes, psychisch
anregendes Kreislaufmittel (Med.)
Perlvullgaltilon [...v...] die; -, -en (zu Tpervulgieren u.
î...ation): (veraltet) Verbreitung, perlvullgielren (aus
gleichbed. lat. pervulgare zu tper... u. vulgus „Menge,
Volksmenge“): (veraltet) unters Volk bringen, verbreiten
Perlzent zto; -[e]s, -e (aus it. per cento „von Hundert“):
(österr. veraltet) svw. Prozent. Perlzen[til das; -s, -e (zu
tPerzent u. t ...il (2)): (bei Häufigkeitsverteilungen) Wert,
für den ein prozentualer Anteil aller Messwerte größer od.
gleich ist (Statistik). per|zen|tu|ell (zu Î ...eil): (österr.
veraltet) svw. prozentual
perlzepltilbel (aus gleichbed. spätlat. perceptibilis zu lat.
percipere, vgl. perzipieren): wahrnehmbar, fassbar (Phi
los.). Per|zep|ti|bi|liltät die; -, -en (zu T ...ität): Wahr
nehmbarkeit, Fasslichkeit, Wahrnehmungsfähigkeit (Phi
los.). Per|zep|ti|on die; -, -en (aus lat. perceptio „das Er
fassen, Begreifen“): 1. sinnliches Wahrnehmen als erste
Stufe der Erkenntnis im Unterschied zur Î Apperzeption
(1 ; Philos.). 2. Reizaufnahme durch Sinneszeilen od. -or
gane (Med., Biol.). Perlzepltilolnallislmus der; - (zu
t*...al (1) u. t...ismus (1)>: philos. Lehre, nach der die
Wahrnehmung allein die Grundlage des Denkens u. Wis
sens bildet (E. J. Hamilton), perlzepltiv (zu t...iv): svw.
perzeptorisch; vgl. ...iv/...orisch. Perlzeplti|vi|tät[...v,..]
die; - (zu T ...ität): Aufnahmefähigkeit. per|zep|to|risch
(zu î...orisch): die Perzeption betreffend; vgl. ...iv/
...orisch. Perlzepltron* das; -s, Plur. -s od. -e (Kunstw.
aus engl. percept „Gegenstand sinnlicher Wahrnehmung“
u. t...tron): kybernetisches Modell zur Imitation von be
stimmten Prozessen, die im menschlichen Gehirn ablau
fen. Per|zi|pi|ent der; -en, -en (zu lat. percipiens, Gen.
percipientis, Part. Präs, von percipere, vgl. perzipieren):
per ulltilmo
1034
Empfänger, perlzilpielren (aus lat. percipere „wahrneh
men, ergreifen“): 1. sinnlich wahrnehmen im Unterschied
zu Tapperzipieren (Philos.). 2. durch Sinneszeilen od. -or
gane Reize aufnehmen (Med., Biol.). 3. (veraltet) [Geld]
einnehmen
Pes der; -, Pedes [,..de:s] (aus gleichbed. lat. pes, Gen. pe
dis): 1. a) Fuß; b) fußartiges Gebilde, Ansatzstelle eines
Organs (Anat.). 2. röm. Längeneinheit (= 29,6 cm)
Pelsalde die; -, -n (aus gleichbed./r. pesade, dies über älter
fr. posade aus z7. posata „das Anhalten“ zu posare
„(ab)setzen“, dies aus lat. pausare, vgl. pausieren): Figur
der hohen Schule, bei der sich das Pferd, auf die Hinter
hand gestützt, mit eingeschlagener Vorderhand kurz auf
bäumt (Reitsport)
pelsanlte (z7.; Part. Präs, von pesare „(schwer) wiegen“ zu
peso „Gewicht“, dies aus lat. pensum, vgl. Pensum):
schwerfällig, schleppend, wuchtig, gedrungen (Vortrags
anweisung; Mus.). Pelsanlte das; -s, -s: wuchtiger Vor
trag (Mus.)
Pelschitlta die; - (aus gleichbed. syr. pesitä, eigtl. „die Ein
fache“): die kirchlich anerkannte Übersetzung der Bibel
ins Syrische (4.-5. Jh.)
Pe se|ta, auch Pelselte die; -, ...ten (aus span, peseta,
eigtl. „Kleines Gewicht“, zu peso, vgl. Peso): span. Wäh
rungseinheit. Pelso der; -[s], -[s] (aus span, peso, eigtl.
„Gewicht“, dies aus lat. pensum, vgl. Pensum): Wäh
rungseinheit in Süd-, Mittelamerika u. auf den Philippinen
Peslsar Azs; -s, -e (aus gleichbed. spätlat. pess(ari)um, dies
aus gr. pessón, pessos „Tampon“): länglich runder, ringod. schalenförmiger Körper aus Kunststoff od. Metall, der
um den äußeren Muttermund gelegt wird als Stützvorrich
tung für Gebärmut’er u. Scheide od. zur Empfängnisver
hütung; Mutterring (Med.)
Peslsilmislmus der; - (zu lat. pessimus „schlechtest, sehr
schlecht“ (Superlativ von malus „schlecht“) u. t,,,ismus
):
(2)
1. Lebensauffassung, bei der alles von der negativen
Seite betrachtet wird ; negative Grundhaltung ; Schwarzse
herei; Ggs. tOptimismus (1). 2. philos. Auffassung, wo
nach die bestehende Welt schlecht ist, keinen Sinn enthält
u. eine Entwicklung zum Besseren nicht zu erwarten ist;
Ggs. tOptimismus (2). 3. durch negative Erwartung be
stimmte Haltung; Ggs. tOptimismus (3). Peslsilmist
der; -en, -en (zu T...ist): negativ eingestellter Mensch, der
immer die schlechten Seiten des Lebens sieht; Schwarzse
her; Ggs. TOptimist. Peslsilmisltin die; -, -nen: weibli
che Form zu Î Pessimist, peslsilmisltisch (zu Î ...istisch):
lebensunfroh, niedergedrückt, schwarzseherisch; Ggs.
toptimistisch. Pes|si|mum das; -s, ...ma (zu lat. pessi
mum, Neutr. von pessimus, vgl. Pessimismus): schlechtes
te Umweltbedingungen für Tier u. Pflanze (Biol.)
Pes|ti|lenz die; -, -en (aus gleichbed. lat. pestilentia zu pe
stilens, Gen. pestilentis „verpestet“, dies zu pestis „Seu
che, Pest“): (veraltet) Pest; schwere Seuche, pesltiüerszilallisch (zu t'...al (1)>: verpestet; stinkend. Pesltilzid
das; -[e]s, -e (zu lat. pestis (vgl, Pestilenz) u. t...zid): ehern.
Mittel zur Vernichtung von pflanzlichen u. tierischen
Schädlingen aller Art; Schädlingsbekämpfungsmittel
Peslto das, auch der; -s, -s (aus gleichbed. ital. pesto zu pestato, Part. Perf. von pestare „zerstoßen, zerstampfen“):
(in mehreren Variationen zubereitete) italienische Würz
soße aus frischem Basilikum u. Knoblauch, Pinienkernen,
Hartkäse u. Olivenöl (Gastr.)
Pelta... (vermutlich zu gr. pénte „fünf“): Vorsatz vor Maß
einheiten mit der Bedeutung „das Billiardenfache
(10'5-Fache)“ der genannten Maßeinheit; Zeichen P (z.B.
Petameter; Zeichen Pm)
Peltal od. Petalum das; -s, ...talen (meist Plur.) (aus gleich
bed. nlat. petalum, dies ausgr. pétalon „Blatt“): Kron- od.
Blumenblatt (Bot.). Peltallislmus der; - (zu t...ismus
1035
(2)): dem Î Ostrazismus ähnlicher Brauch im alten Syra
kus, wobei die Namen der zu Verbannenden auf Oliven
blätter geschrieben wurden. Peltallit [auch ...lit] der; -s,
-e <zu T2...it): ein weißes od. graues, auch rötliches, durch
sichtiges bis durchscheinendes Mineral, peltallolid (zu
t,..oid): die Petaloidie betreffend; kronblattartig (Bot.).
Pelta |lo|i|die<Pe; - (zu t2...ie): kronblattartiges Aussehen
von Hoch-, Kelch-, Staub- od. Fruchtblättern (Bot.). Pe
ta Ilum vgl. Petal
Pe|ta|me|ter [auch 'pɛ,,,, ...nie:...] der, Schweiz, nur so, od.
das: -s, - (zu t Peta... u. T Meter): eine Billiarde (1015) Î Me
ter; Zeichen Pm
Pé tanque [pe'täk] das; -[s] od. die; - (aus gleichbed./r. pé
tanque (aus dem Provenzal.)): aus Südfrankreich stam
mendes, dem t Boccia ähnliches Spiel mit Stahlkugeln, das
auf jedem Naturboden gespielt werden kann
Peltarldedze; -, -n (aus gleichbed./r. pétard zu péter „knal
len, zerspringen“, dies zu pet „Blähung", dies über lat. pe
ditum zu pedere „eine Blähung entweichen lassen“): a)
früher [zur Sprengung von Festungstoren u.a. benutztes]
mit Sprengpulver gefülltes Gefäß, das mit einer Zünd
schnur zur Explosion gebracht wurde; b) knallender Feu
erwerkskörper. Pe|tar|di|er [...‘die:] der; -s, -s (aus gleich
bed. fr. pétardier zu pétarder, vgl. petardieren): (veraltet)
Feuerwerker, peltarldielren (aus gleichbed. fr. pétar
der): (veraltet) eine Petarde anwenden, aufsprengen
Peltalsos der; -, - (aus gleichbed. gr. pétasos): breitkrem
piger Hut mit flachem Kopf u. Kinnriemen im antiken
Griechenland (mit einem Flügelpaar versehen als Î Attri
but des Hermes)
pe|te|chi|al [...ç...] (zu Î Petechien u. Î ‘...al (1)>: mit der Bil
dung von Petechien einhergehend (von bestimmten
Krankheiten, wie z.B. Typhus; Med.). Peltelchilen
[,,,iən] die (Plur.) (aus gleichbed. it. petecchie, dies über
das Vulgärlat. aus lat. petigo „Ausschlag, Räude“): punkt
förmige Hautblutungen aus den Î Kapillaren (1 ; Med.)
Peltent der; -en, -en (zu lat. petens, Gen. petentis, Part.
Präs, von petere, vgl. Petition): Bittsteller
Pe|ter|sil der; -s (zu îPetersilie): (österr. neben) Petersilie.
Pe|ter|si|lie [...is] die; -, -n (über gleichbed. mlat. petrosilium aus lat. petroselinon, dies aus gr. petrosélinon „Fel
sen-, Steinteppich“): zweijährige Gewürz- u. Gemüse
pflanze (Doldenblütler), die sehr reich an Vitamin C ist u.
deren Blätter als Küchenkraut dienen
Peltilnet [auch 'pɛ...] der od. das; -[s], -s (zu engl. petty net
„kleines Netz“): feines gaze- od. spitzenähnliches Gewebe
aus Seide od. Baumwolle bzw. Leinenzwirn zu Ballklei
dern, Halstüchern, Handschuhen u. a.
Pe|ti|o|lusi/er; -, ...li (aus /at. petiolus, Verkleinerungsform
von pes, Gen. pedis „Fuß“): Blattstiel (Bot.)
Peltit [pə'ti:] i/Ze; - (zu fr. petit „klein“): Schriftgrad von
8 Punkt (ungefähr 3 mm; Druckw.)
Peltiita: Plur. von Î Petitum
Peltit-Crelvé [pətikrə ve:], der; -, -s [...ve:] (zu fr. petit
„klein“ u. crevé „aufgeblasen“): (veraltet) eleganter Tau
genichts; Weichling. Peltilteslse die; -, -n (aus gleichbed.
fr. petitesse zu petit „klein“): Kleinigkeit, Geringfügig
keit, unbedeutende Sache, Bagatelle. Peltit Four [pəti'fu:a] das; -s, -s (aus gleichbed./r. petit four, zu four „Back
ofen“): feines, meist gefülltes u. mit bunter Zuckerglasur
überzogenes Gebäckstück. Peltitlgrainlöl [pətigrɛ:...]
das; -[e]s, -e (zu fr. grain „kleine Frucht“): ätherisches Öl
aus den Zweigen, Blüten u. grünen Früchten bestimmter
Zitrusarten, das bei der Herstellung von Parfums, Seifen
o.Ä. verwendet wird
Peltiltilon rf/e, -, -en (aus lat. petitio (Gen. petitionis) „Ver
langen, Bitte, Gesuch“ zu petere „zu erreichen suchen,,
verlangen, bitten“): Bittschrift, Eingabe, Gesuch, peltiti|o|nie|ren (zu 1 ...ieren): eine Bittschrift einreichen. Pe-
Petrodollar
[pɪ'tiʃn əv 'raɪts] die; — (aus engl. pe
tition of rights „Bittschrift um Rechte“): Forderung der
engl. Bourgeoisie nach gerechter Besteuerung u. nach
Rechtssicherheit (1628). Pe|ti|ti|ons|recht [peti...] das;
-[e]s, -e (zu tPetition): verfassungsmäßig garantiertes
Recht eines jeden, sich einzeln od. in Gemeinschaft mit an
deren mit Bitten od. Beschwerden an die zuständigen Stel
len u. die Volksvertretung zu wenden; Bittrecht, Be
schwerderecht. Pelti|tio PrinIciIpii [- ..,'tsi:...] </te;--(aus
lat. petitio principii „Beanspruchung eines Grundsat
zes“): Verwendung eines unbewiesenen, erst noch zu be
weisenden Satzes als Beweisgrund für einen anderen Satz
(Philos.)
Peltit-Maîltre* [pəti'mɛtr(ə)] der; -, -s [,,,tr(ə)] (aus gleich
bed./r. petit-maître, eigtl. „kleiner Herr“): (veraltet) eitler
[junger] Mann mit auffallend modischer Kleidung u. auf
fälligem Benehmen; Stutzer, Geck. Peltit Mal [pəti'mal]
t/ɑʃ,- - - (aus gleichbed./r. petit mal, eigtl. „kleines Übel“):
kleiner epileptischer Anfall, kurzzeitige Trübung des Be
wusstseins (ohne eigentliche Krämpfe; Med.)
Peltiltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. petitor zu pete
re, vgl. Petition): 1. (veraltet) [Amts]bewerber. 2. Privat
kläger (Rechtsw.). peltiltolrisch (aus/öt. petitorius „zum
(Amts)bewerber gehörig“): in der Fügung: petitorische
Ansprüche: Ansprüche auf ein Besitzrecht (Rechtsw.)
Peltit Point [pəti'poɛ] das, auch der; - - (eais fr. petit point,
eigtl. „kleiner Punkt, (Nadel)stich“): sehr feine Nadelar
beit, bei der mit Perlstich bunte Stickereien [auf Taschen,
Etuis o.Ä.] hergestellt werden; Wiener Arbeit. Peltitsatz [pə'ti:,,,] der; -es (zu 1 Petit): a) das Setzen in ÎPetit;
b) in TPetit Gesetztes (Druckw.). Pe|tit|schrift die; -,
-en: Druckschrift in ÎPetit (Druckw.)
Peltfltum das; -s, Petita (zu lat. petitum, Part. Perf.
(Neutr.) von petere, vgl. Petition): Gesuch, Antrag
Peltong ¿Zím;-[s] (aus dem Chines.): sehr harte chines. Kup
ferlegierung
peltr...*, Peltr... vgl. petro..., Petro...
Pe|trar|kis|mus* der; - (nach dem ital. Dichter F. Petrarca
(1304-1374) u. zu t...ismus (1), Bed. 2 zu T...ismus (5)): 1.
europ. Liebesdichtung in der Nachfolge des ital. Dichters
Petrarca. 2. (abwertend) gezierte, schablonenhafte Lie
beslyrik. Peltrarlkist der; -en, -en (zu T ...ist): Vertreter
des Petrarkismus (1). peltrarlkisltisch (zu t...istisch):
den Petrarkismus betreffend, ihm eigen
peltre...*. Peltre... vgl. petro..., Petro... Peltrelfakt das;
-[e]s, -e[n] (zu Tpetro... u. lat. facere „machen“): Verstei
nerung von Pflanzen od. Tieren (Geol., Biol.). peltrefak tisch: (veraltet) versteinert, peltri..., Peltri... vgl.
petro..., Petro... Pe|tri|fi|kaltilon die; -, -en (zu Tpetro...
u. T...fikation>: Vorgang des Versteinerns (Geol., Biol.).
peltri|fi|zie|ren (zu T...fizieren): versteinern (Geol.,
Biol.). pe|tri|fi|ziert (zu T...iert): versteinert (Geol.,
Biol.). peltriIkol (zu lat. colere „bewohnen“): felsbewoh
nend, auf Steinen lebend (von Organismen; Biol.)
Peltrislsalge* [--ʒə] die; -, -n (Kurzw. aus fr. pétrir „kne
ten“ u. Ma&sage): Massage in Form von Kneten u. Walken
mit den Händen (Med.)
peltro...*, Peltro..., auch petre..., Petre... u. petri..., Pe
tri..., vor Vokalen meist petr..., Petr... (zu gr. pétros
„Stein, Fels“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Stein“, z.B. Petrografie, Petrefakt, petrifizieren. Petro|che|mie [auch ‘pe:...] die; -: 1. Wissenschaft von der
chem. Zusammensetzung der Gesteine. 2. svw. Petrolche
mie. Peltro|che|mi|ka|lie [,,,iə] die; -, -n (meist Plur.):
Produkt der Petrolchemie. pe|tro|che|misch: 1. a) die
Petrochemie betreffend; b) die chem. Zusammensetzung
der Gesteine betreffend. 2. svw. petrolchemisch. Peltrodolllar [auch pe...] der: -[s], -[s] (meist Plur.) (Kunstw.
aus Petroleum u. Dollar}; amerik. Währung im Besitz der
tiltion of Rights
Petrofazies
Erdöl produzierenden Staaten, die auf dem internationa
len Markt angelegt wird. PeItrolfaIziles [...tsies] ¿Ze; -, [...tsie:s]: der für ein bestimmtes Bildungsmilieu typische
stoffliche u. strukturelle Aufbau eines Gesteins (Geol.).
Peltrolgelnelse die; -, -n: 1. Entstehungsgeschichte der
Gesteine. 2. Gesteinsbildung, peltrolgelneltisch: die
Petrogenese betreffend, gesteinsbildend. Peltrolglylphe
¿Ze; -, -n: vorgeschichtliche [eingemeißelte] Felszeich
nung. Peltrolgnolsie die; - (zu t...gnosie): (veraltet) Ge
steinskunde. Peltrolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu
t...graf>: Wissenschaftler auf dem Gebiet der Petrografie.
Peltrolgralfie, auch ...gralphie die; - (zu T...grafie):
Wissenschaft von der mineralogischen u. chem. Zusam
mensetzung der Gesteine, ihrer Gefüge, ihrer ÎNomen
klatur u. t Klassifikation; beschreibende Gesteinskunde;
vgl. Petrologie, peltrolgralfisch, auch ...gralphisch
(zu Î...grafisch): die Petrografie betreffend. Peltrogramm das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu f...gramm): vorge
schichtliche [aufgemalte] Felszeichnung. Peltrol das; -s
(verkürzt aus tPetroleum): (Schweiz.) Petroleum. Petrolläther der; -s: Leichtbenzin, das u. a. als Lösungsmit
tel verwendet wird. Peltrollaltum das; -s (wohl zu lat.
oleatus „mit Öl getränkt“): aus Erdölrückständen gewon
nenes weiches Wachs, Vaseline (Chem.). Peltrollchemie die; - (zu tPetroleum): Zweig der technischen Che
mie, dessen Aufgabe bes. in der Gewinnung von chem.
Rohstoffen aus Erdöl u. Erdgas besteht, peltrollchemisch : die Petrolchemie, die Gewinnung von chem. Roh
stoffen aus Erdöl u. Erdgas betreffend. Peltrollelum
[...leum] das; -s (aus mlat. petroleum zu tpetro... u. lat.
oleum „Öl“, eigtl. „Steinöl“): 1. (veraltend) Erdöl. 2. Des
tillationsprodukt des Erdöls. Peltrollkoks der; -es, -e:
beim thermischen Kracken (vgl. kracken) von Erdöl zu
rückbleibender, koksähnlicher Bestandteil, der bes. zur
Elektroden- u. Elektrografitherstellung verwendet wird.
Pe|tro|lo|ge der; -n, -n (zu tpetro... u. t...loge): Wissen
schaftler auf dem Gebiet der Petrologie u. Petrografie.
Peltrollolgie ¿fe; - (zu Î ...logie): Wissenschaft von der
Bildung u. Umwandlung der Gesteine, von den physikalisch-chem. Bedingungen bei der Gesteinsbildung; vgl.
Petrographie, peltrolphil (zu T ...phil): steinigen Unter
grund bevorzugend, Stein u. Felsen liebend (von bestimm
ten Organismen, z.B. Flechten; Biol.). Peltrolphylsik
¿Ze; - [auch pe:...]: Teilgebiet der Petrologie, das sich mit
der Bestimmung der physik. Eigenschaften von Gesteinen
(z. B. Dichte, Porosität, Radioaktivität usw.) befasst. Petrophyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu T...phyt): an
spruchslose, ausdauernde Pflanze, die auf humusarmen,
felsigen od. steinigen Standorten vorkommt (z.B. Stein
brech, Moos, Farn, Alge)
Peltruschlka* der; -, -s (aus russ. Petruska, Verkleine
rungsform zu Pëtr „Peter“): 1. Hauptfigur des alten russ.
Puppenspiels. 2. russ. Bez. für Handpuppe
Petlschaft das; -s, -e (wohl aus tschech. pecet’ „Siegel“ zu
alttschech. pecat’, (volksetymologisch) mit dem dt. Suffix
-schäft): Siegelstempel mit eingraviertem Namenszug,
Wappen od Bild; Handstempel zum Siegeln, petlschieren (zu !..deren): mit einem Petschaft schließen. Petschielrer der; -s, -: (veraltet) a) Siegelschneider; b) Versiegler. petlschiert (zu Î ...iert); in der Fügung petschiert
sein: (österr. ugs.) in einer schwierigen, peinlichen Situa
tion sein, ruiniert sein
Petltilcoat ['pɛtɪkoʊt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. petti
coat, zu petty „klein“ u. coat „Rock“): versteifter, weiter,
in der Taille ansetzender Unterrock, Taillenunterrock
Petlting das; -[s], -s (aus gleichbed. engl.-amerik. petting zu
to pet „liebkosen“) : [bis zum Orgasmus betriebene] Stimu
lierung durch Berühren u. Reizen der Genitalien ohne
Ausübung des eigentlichen Geschlechtsverkehrs (bes. bei
1036
heranwachsenden Jugendlichen; Sozialpsychol.); vgl. Ne
cking
petito vgl. in petto
peltullant (aus gleichbed. lat. petulans, Gen. petulantis):
(veraltet) mutwillig; ausgelassen, frech, leichtfertig. Petullanz die; - (aus gleichbed. lat. petulantia); (veraltet)
Ausgelassenheit; Heftigkeit
Peltum das; -s (über das Portug. aus Tupi (einer südamerik.
Indianersprache) petyma, petyn „Tabak(pflanze)“): ur
sprüngliche Bez. für den Tabak in Europa. Peltulnie
[,,,iə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. pétunia zu fr. (landsch.)
petun „Tabak“ (vgl. Petum) ; die Pflanze ähnelt der Tabak
pflanze): eine Balkonpflanze mit violetten, roten od. wei
ßen Trichterblüten (Nachtschattengewächs)
Petlzit [auch ..,'tsit] der; -s, -e (nach dem ungar. Geologen
W. K. Peez (t 1873) u. zu t2...it>: ein gold- od. silberhalti
ges, metallisch glänzendes kubisches Mineral
peu à peu [poa'po] </r.>: allmählich, nach u. nach
peulplielren* [pee...] (aus gleichbed./r. peupler zu peuple
„Volk“, dies aus lat. populus): (veraltet) bevölkern. Peuplie rungslpo li tik ¿Ze; - (zu T...ierung>: Bevölkerungs
politik im 17./18. Jh. zur Besiedlung der nach Kriegen od.
Seuchen entvölkerten Gebiete
Pewlter ('pju:tn] der; -s (aus gleichbed. engl. pewter, dies
über älter fr. peltre, peautre aus vulgärlat. peltrum): ZinnAntimon-Kupfer-Legierung (für Tafelgeräte, Noten
druckplatten)
pelxielren vgl. pekzieren. Pelxis die; - (aus gr. pêxis „das
Festmachen, Befestigen, Gerinnen“ zu pêgnÿnai „befesti
gen, gerinnen lassen“): (veraltet) [Blutgerinnung
Pelyolte* [pe'jo:tə] der; - (aus gleichbed. mexik.-span.
peyote; vgl. Peyotl): aus einer mexik. Kakteenart gewon
nenes Rauschmittel in Form getrockneter, in Scheiben ge
schnittener Teile dieser Pflanze, die gekaut werden. Peyoltekult der; -[e]s: unter nordamerik. Indianern ver
breiteter religiöser Kult, bei dem das Kauen von Peyote im
Mittelpunkt der Handlung steht. Pelyotl der u. das; -s
(aus gleichbed. Nahuatl (einer südamerik. Indianerspra
che) peyotl): svw. Peyote
Pfef|fe|ro|ne der; -, Plur. ...niu. -n, häufiger Pfef|fe|ro|ni
der; -, - (meist Plur.) (eindeutschend für t Peperone bzw.
1 Peperoni): (österr.) svw. Peperone
Pfiflfilkus der; -, -se (Scherzbildung zu dt. pfiffig u.
t,,,ikus): (ugs. scherzh.) jmd., der pfiffig ist
Pfundlselrie [...is] die; -, -n (nach dem dt. Physiker A. H.
Pfund (1879-1949) u. zu ÎSerie): Spektralserie des Was
serstoffatoms mit Elektronenübergängen auf das Energie
niveau der Hauptquantenzahl 5 (Kernphys.)
Pfund Ster ling [-'stə:lɪŋ] das; --, - - (zu ÎSterling): Wäh
rungseinheit in Großbritannien; Abk.: L. ST., Lstr. (eigtl.
Livre Vierling), Pfd. St.; Zeichen £
pH (Abk. für lat. potentia /zydrogenii „Stärke (Konzentrati
on) des Wasserstoffs“): Maßeinheit für die Konzentration
von Wasserstoffionen in wässrigen Lösungen, die den Säu
re- od. Laugengehalt der Lösung bestimmt
Phälalke der; -n, -n (nach dem als besonders glücklich gel
tenden Volk der Phäaken in der griech. Sage): sorgloser
Genießer
pha|e|tho|nisch u. phaethontisch (nach Phaethon,
dem Sohn des Sonnengottes in der griech. Sage): kühn,
verwegen
...phag (zugr. phagetn, Inf. Aorist von esthiein „essen, ver
zehren, fressen“): Wortbildungselement mit den Bedeu
tungen: a) „eine bestimmte Ernährungsweise bevorzu
gend“, z. B. phytophag, u. b) „[Mikroorganismen, Zellen]
vertilgend“, z.B. bakteriophag. Phaige der; -n, -n (über
lat. phago aus gr. phágos „der Fresser“): svw. Bakterio
phage. ...phaige (zu gr. phágos, vgl. Phage): Wortbil
dungselement mit den Bedeutungen: a) „eine bestimmte
1037
Phänologie
Ernährungsweise bevorzugendes Lebewesen“, z. B. Ich
führung einer Phallografie. Phal|lo|gra|fie, auch ...gra
thyophage, u. b) „[Mikroorganismen, Zellen] vertilgendes
phie die; -, ...ien (zu t,,,grafie): Aufzeichnung der Penis
Kleinstlebewesen“, z.B. Bakteriophage. Phalgeldälna
reaktion mittels eines ÎErektometers. Phal|lo|i|din das;
die; -, ...nen (aus gr. phagédaina „um sich fressendes,
-s (zu nlat. (amanita) phalloides „Knollenblätterpilz“ u.
krebsartiges Geschwür“): fortschreitendes, sich ausbrei
Î ...in ( 1 )>: Giftstoff des Grünen Knollenblätterpilzes (Biotendes [Syphilisjgeschwür (Med.), phalgeldälnisch (aus
chem.). Phalllolkrat* der; -en, -en (zu tphallo... u.
gleichbed. gr. phagedainikós): sich ausbreitend (von Ge
t...krat): (abwertend) phallokratischer Mann. Phallloschwüren ; Med.). Pha|geldälnis|mus der; - (zu Î ...ismus
kraltie* die; - (zu t,,,kratie): 1. (abwertend) gesellschaft
):
(3)
das Auftreten fressender Geschwüre (Med.). ...phaliche Unterdrückung der Frau durch den Mann. 2. Über
gie (zugr. -phagia, dies zu phageîn, vgl. ...phag): Wortbil
zeugtheit von der angeblich natürlichen Überlegenheit des
dungselement mit den Bedeutungen: a) „eine bestimmte
männlichen Geschlechts, phalllolkraltisch*: die PhalloErnährungsweise bezeichnend“, z.B. Monophagie, u. b)
kratie betreffend. Phal|lo|me|trie* die; -, ...ien (zu
„Vertilgung, Auflösung [von Mikroorganismen]“, z.B.
t...metrie): Verfahren zum Messen der Penisreaktion bei
Bakteriophagie. phalgo..., Phalgo... (zu gr. phageîn,
sexualpsychologischen Untersuchungen. Phalllolplasvgl. ...phag): Wortbildungselement mit der Bedeutung
tik die; -, -en: operative Neu- od. Nachbildung des Penis.
„Fremdstoffe aufnehmend u. auflösend“, z.B. Phagozyt.
Phalllositer; -, Plur. ...lloi [...loy]u. ...llenu. Phalllus der;
Pha|go|de|ter|rent [fægoodɪ...] das; -s, -s (meist Plur.)
-, Plur. ...lli u. ...lien, auch -se (über spätlat. phallus aus
(aus engl. phagodeterrent, zu deterrent „abschreckend“,
gleichbed. gr. phallos) : das [erigierte] männliche Glied
dies zu lat. deterrene „abschrecken“): in der Schädlings
(meist als Symbol der Kraft u. Fruchtbarkeit). Phalllusbekämpfung, der den Biss, Einstich od. Fraß von Schäd
kult der; -[e]s: religiöse Verehrung des männlichen Glie
lingen hemmt, ohne diese zu vertreiben. Phalgolpholbie
des als Sinnbild der Naturkraft, der Fruchtbarkeit (Völ[fago...] die: - (zu ...phobie): krankhafte Furcht vor dem
kerk.)
Schluckvorgang (Med., Psychol.). Phalgolstilmullant Phän das; -s, -e (verkürzt aus ÎPhänomen): deutlich in Er
[fægoʊ'stɪmjʊlənt] das; -s, -s (meist Plur.) (aus engl. pha
scheinung tretendes [Erbjmerkmal eines Lebewesens, das
gostimulant, zu stimulant „Anregungsmittel“, dies zu lat.
mit anderen zusammen den Î Phänotyp ausbildet (Biol.).
stimulare „anspornen, reizen“): in der Schädlingsbe
Phänlanallylse die; -, -n: Merkmalsanalyse, Untersu
kämpfung Stoff, der den Biss (z. B. bei der Anwendung von
chung von Merkmalen auf ihre Häufigkeit u. ihr Zustan
Giftködern), den Einstich od. die Eiablage eines Schäd
dekommen bei Individuen u. Gruppen u. damit auf ihre
lings am Substrat aktiviert. Pha|go|zyt [fago...] der; -en,
Abhängigkeit von Erbanlagen u. Umwelteinflüssen
-en (meist Plur.) (zu tphago... u. t...zyt): weißes Blutkör
(Biol.). phalnelro..., Phanero... (aus gleichbed. gr.
perchen, das eingedrungene Fremdstoffe, bes. Bakterien,
phanerös): Wortbildungselement mit der Bedeutung
aufnehmen, durch Î Enzyme auflösen u. unschädlich ma
„sichtbar, offen hervortretend“, z. B. phanerokristailin,
chen kann, Fresszelle (Med.). phalgo|zy|tie|ren (zu
Phanerophyt. Phalne|ro|ga|mer/m,--, -n (meist Plur.) (zu
Î..deren): Fremdstoffe, Mikroorganismen, Gewebetrüm
t...game (1)): Blütenpflanze; Ggs. îKryptogame. phamer in sich aufnehmen u. durch tEnzyme auflösen (von
ne ro kris tal lin: aus deutlich sichtbaren Kristallen be
Blutzellen; Med.). Phalgolzyitglse die; - (zu Î ’...ose): 1.
stehend. p h a I n e I ro I mer (zu t... mer) : ohne Vergrößerung
durch Phagozyten bewirkte Auflösung u. Unschädlichma
erkennbar (von den Bestandteilen eines Gesteins; Geol.);
Ggs. tkryptomer. Phalnelrolphyt der; -en, -en (meist
chung von Fremdstoffen im Organismus (Med.). 2. Auf
nahme von Nahrung, auch lebender Zellen (z.B. Bakte
Plur.) (zu t...phyt): Pflanze, die ungünstige Jahreszeiten
durch oberirdische Sprosse überdauert, wobei sich die Er
rien), durch einzellige Lebewesen (z.B. Amöben; Biol.)
neuerungsknospen beträchtlich über dem Erdboden befin
Phalkollith [auch ... lit] der: Gen. -s u. -en, Plur. -en (zu gr.
den (meist Bäumeu. Sträucher; Bot.). Phalnelrolse die; phakös „Linse, Linsenfrucht“ u. T...lith): linsen- od. si
chelförmiger Intrusivkörper (vgl. Intrusion; Geol.). Pha(aus gr. phanérôsis „das Offenbarwerden“): das Sichtbar
werden, Sichtbarmachen von sonst nicht erkennbaren Ein
kom das; -s, -e (zu t...om>: Tumor der Augenlinse (Med.).
zelheiten, krankhaften Veränderungen, Ablagerungen
Phalkolmaltglse die; -, -n (zu T ’...ose): Bez. für angebo
o.Ä. mithilfe besonderer Techniken (Med.). Phalnelrorene Krankheiten, die durch tumorähnliche Veränderun
skolpie*ifze; -, ...ien (zu tphanero... u. T...skopie>: Unter
gen an Haut, Auge u. Zentralnervensystem gekennzeich
suchung von Hautveränderungen unter der Lupe bei ge
net sind (Med.). Pha|ko|me|terrfa5; -s, - (zu t’...meter):
bündeltem Licht (Med.). Pha|ne|ro|zoli|kum das; - (zu
Gerät zur Ausmessung optischer Linsen. Phalkolsklet,,,zoikum): die Zeit des deutlich erkennbaren Lebens
ro\se* die; -, -n: Altersstar (Med.). Pha|ko|ze|ler/z<?; - (zu
(vom t Kambrium bis heute), in der die Tier- u. Pflanzen
gr. kélë „Geschwulst, Bruch“): Vorverlagerung der Au
welt eine deutlich erkennbare Entwicklung durchlief (Ge
genlinse (als Verletzungsfolge; Med.)
ol.). phälnisch (zu TPhän): in Abhängigkeit von einem
Phallanlgen: Plur. von ÎPhalanx. Phallanx die; -, ...lan
bestimmten Gen eine spezifische Eigenschaft besitzend
gen [,,,ŋgən] (über gleichbed. lat. phalanx ausgr. phälagx.
(Biol.). phälno..., Phälno... (zu gr. phainesthai „erschei
eigtl. „Balken, (Baum)stamm“): 1. tief gestaffelte, ge
nen“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „die Er
schlossene Schlachtreihe des schweren Fußvolks im Grie
scheinung (betreffend)“, z.B. phänologisch, Phänotyp.
chenland der Antike. 2. geschlossene Front (z. B. des Wi
Phälnolgelnelse die;
der durch die Wechselwirkung
derstands). 3. Finger- od. Zehenglied (Anat.)
von Genotyp u. Umwelt charakterisierte entwicklungs
Phallaris
- (aus gleichbed. nlat. phalaris zu gr. phalageschichtliche Prozess der Merkmalsentwicklung eines In
rós „glänzend“): Glanzgras, eine Süßgrasgattung. Phadividuums (Biol.). Phälnolgelneltik die; -: Zweig der
lelrisltik die; - (zu lat. phalerae „Brustschmuck, Aus
Genetik, der sich mit der Erforschung der Phänogenese
zeichnung (der Krieger)“ (dies aus gr. phälara „Haupt- od.
beschäftigt. Phälnolkolpie die; -, ...ien: durch äußere
Helmschmuck“) u. T...istilc) : Ordenskunde
Faktoren entstandenes, nichterbliches Merkmal, das in
Phallli: Plur. von t Phallus. phalllisch (über spätlat. phalseinem Erscheinungsbild mit einem auf einer t Mutation
licus aus gleichbed. gr. phallikös): den Phallus betreffend,
beruhenden entsprechenden Erbmerkmal weitgehend
phalllo..., Phalllo... (über spätlat. phallus zu gleichbed.
übereinstimmt (Biol.). phälnolkriltisch: im Verlauf der
gr. phallos) : Wortbildungselement mit der Bedeutung
Phänogenese sich auseinanderentwickelnd (Biol.). Phä„männliches Glied“, z.B. Phalloplastik. Phalllolgraf,
nollolgie die; - (zu t...logie>: Wissenschaft von den jahauch ...graph der; -en, -en (zu t ...graf): Gerät zur Durch
phänologisch
1038
dungselement mit der Bedeutung „schwärzlich“, z.B.
reszeitlich bedingten Erscheinungsformen bei Tier u.
Phäoderm. Phä|o|chro|mo|zy|tom [,,,kro...] das; -s, -e
Pflanze (z. B. die Laubverfärbung der Bäume; Biol.). phä(zugr. chröma „Farbe“, kÿtos „Höhlung, Wölbung, Zelle“
nollolgisch (zu Î...logisch): die Phänologie betreffend.
u. t...om): Adrenalin produzierende gutartige Geschwulst
Phälnolmen das; -s, -e (über spätlat. phaenomenon
des Nebennierenmarks, die histologisch mit Chromsalzen
„(Luft)erscheinung“ aus gr. phainómenon „das Erschei
färbbar ist (Med.). Phälolderm das; -s (zu gr. dérma
nende“ zu phainesthai „erscheinen“): 1. etwas, was als Er
„Haut“): durch Austrocknung entstehende graubraune bis
scheinungsform auffällt, ungewöhnlich ist; außergewöhn
schwärzliche Verfärbung der Haut (Med.). Phälolphyliches Ereignis, Vorkommnis; Erscheinung. 2. das Erschei
tin das; -s (zu gr. phytön „Pflanze“ u. T...in (1)>: aus
nende, sich den Sinnen Zeigende; der sich der Erkenntnis
Î Chlorophyll durch Säurebehandlung entstehende Verbin
darbietende Bewusstseinsinhalt (Philos.). 3. Mensch mit
dung (Biol.). Phälolphylzee die; -, -n (aus gleichbed. nlat.
außergewöhnlichen Fähigkeiten. Phälnolmelna [auch
phaeophycea, zu îphâo... u. phÿkos „Meertang“): Braun
...'no...]: Plur. von tPhänomenon. phä|no|me|nal (aus
alge, Tang (Biol.)
gleichbed. fr. phénoménal): 1. das Phänomen (1) betref
fend; sich den Sinnen, der Erkenntnis darbietend (Philos., 1Pha|rao der;-[s], ...onen (über gr. pharaö aus altägypt. pera’a, eigtl. „großes Haus, Palast“): a) (ohne Plur.) Titel der
Psychol.). 2. außergewöhnlich, einzigartig, erstaunlich,
altägypt. Könige ; b) Träger des Titels. 2Pha I rao das; -s (zu
unglaublich. Phälnolmelnajlislmus der; - (zu î...ismus
ΑPharao; vgl. Pharo): altes franz. Kartenglücksspiel.
( l)) : philos. Richtung, nach der die Gegenstände nur so er
pha|ra|o|nisch: den 'Pharao betreffend
kannt werden können, wie sie uns erscheinen, nicht wie sie
an sich sind. Phä|no!melna|list der; -en, -en (zu t ...ist) : Phal rilsäler der; -s, - (über spätlat. Pharisaeus ausgr. Pharisaios, dies über ararn. perîsayyâ (Plur.) aus hebr. perûsîm
Anhänger des Phänomenalismus. phä|no|me|na|lis„die Abgeordneten“; Bed. 2 nach Luk. 18,10ff.; zu Bed. 3:
tisch (zu T...istisch>: den Phänomenalismus betreffend.
das Getränk soll den Anschein erwecken, man trinke kei
Phä|no|me|no|lo!gie die; - (zu îPhänomen u. t...logie):
nen Alkohol, sondern nur Kaffee): 1. Angehöriger einer
1. Wissenschaft von den sich dialektisch entwickelnden
altjüd., streng gesetzesfrommen religiös-politischen Par
Erscheinungen der Gestalten des [absoluten] Geistes u.
tei. 2. selbstgerechter Mensch; Heuchler. 3. heißer Kaffee
Wissenschaft der Erfahrung des Bewusstseins (Hegel;
mit Rum u. geschlagener Sahne, phalrilsälisch: 1. die
Philos.). 2. streng objektive Aufzeigung u. Beschreibung
Pharisäer (1) betreffend. 2. selbstgerecht; heuchlerisch.
des Gegebenen, der Phänomene (nach N. Hartmann; Phi
Pha|ri|sä|is|mus der; - (zu î...ismus (1)>: 1. religiös-po
los.). 3. Wissenschaft, Lehre, die von der geistigen An
litische Lehre der Pharisäer (1). 2. Selbstgerechtigkeit;
schauung des Wesens der Gegenstände od. Sachverhalte
Heuchelei
ausgeht u. die geistig-intuitive Wesensschau (anstelle ra
tionaler Erkenntnis) vertritt (Husserl; Philos.), phälno- Phatjma... (verkürzt aus tPharmakon): Wortbildungsele
melno Io gisch (zu Î ...logisch): die Phänomenologie be
ment mit der Bedeutung „Arzneimittel“, z.B. Pharmain
treffend. Phälnglmelnon [auch ...no...] das; -s, ...na (zu
dustrie, Pharmareferent. Pharlma|in|dus|trie* die;-, -n:
tPhänomen): svw. Phänomen (2). Phälnolmoltiv tto;
Arzneimittelindustrie, phaijmak..., Pharlmak... vgl.
-[e]s, -e (zu Tphäno...): von W. Stern eingeführte Bez. für
pharmako..., Pharmako... Phar|ma|ka: Plur. von TPhar
das Motiv, das einem Individuum in seinem Bewusstsein
makon. Pharlmalkant der; -en, -en (zu Îpharmako... u.
erscheint u. mit dem es seine Handlungen begründet (Psy
T...ant): Facharbeiter für die Herstellung pharmazeuti
chol.). Phälnoltyp [auch 'fɛ:...] der; -s, -en u. Phänotypus
scher Erzeugnisse. Phaijmalkanltin die; -, -nen: weibli
[auch 'fɛ:...] der; -, ...pen: das Erscheinungsbild eines Or
che FormzuîPharmakant. Phar|ma|keu|le die; -, -n (zu
ganismus, das durch Erbanlagen u. Umwelteinflüsse ge
Î Pharma...): (ugs.) übermäßig große Menge von Pharma
prägt wird (Biol.); vgl. Genotyp. phä|no|ty|pisch [auch
ka, die für eine Behandlung eingesetzt wird, phatjma'fɛ:,,,]: das Erscheinungsbild eines Organismus betreffend
ko..., Pharlmalko..., vor Vokalen auch pharmak...,
(Biol.). Phälnoltylpus [auch 'fɛ:...] vgl. Phänotyp
Pharmak... (zu tPharmakon): Wortbildungselement mit
Phanltalsie vgl. Fantasie. Phanltalsielbilldung vgl.
der Bedeutung „Arzneimittel“, z.B. Pharmakologie,
Fantasiebildung, phanltalsielren vgl. fantasieren.
Pharmakant. Phar|malko|dy|na|mik die; -: Teilgebiet
Phanltaslma das; -s, ...men (über lat. phantasma aus
der Medizin u. Pharmazie, das sich mit den spezifischen
gleichbed. gr. phántasma): Sinnestäuschung, Trugbild
Wirkungen der Arzneimittel u. Gifte befasst (Med.,
(Psychol.). Phan|taslma|go|rie die; -, ...ien (zugr. agorá
Pharm.). phar|ma|koldy|na|misch: die spezifische
„Versammlung“ u. T2...ie): 1. Zauber, Truggebilde, Wahn
Wirkung von Arzneimitteln u. Giften betreffend, phargebilde. 2. künstliche Darstellung von Trugbildern, Ge
makogen (zu t...gen': durch Arzneimittel verursacht
spenstern u.a. auf der Bühne. phan|tas|ma|go|risch:
(von Krankheiten od. Krankheitserscheinungen; Med.).
traumhaft, bizarr, gespenstisch, trügerisch. Phanltast
Phar|ma|kolge|neltik die; -: Teilgebiet der Medizin, das
vgl. Fantast. Phan|tas|te|rei vgl. Fantasterei. Phansich mit den möglichen Einwirkungen der Arzneimittel auf
tasltik vgl. Fantastik. Phanltasltilkum vgl. Fantastidie Erbbeschaffenheit des Menschen befasst (Med.).
kum. phan tas tisch vgl. fantastisch. Phanltolgeulsie
Phar|malko|gno|sie* die; - (zu Î ...gnosie): svw. pharma
die;-, ...ien (verkürzt ausgr. phántasma (vgl. Phantasma),
zeutische Biologie. pharlma koignosltisch*: die Phar
geüsis „Geschmack“ u. T 2...ie> : Geschmackshalluzination
makognosie betreffend. Phar|ma|ko|ki|ne|tik die; -:
(Med.). Phanltom das; -s, -e (aus gleichbed. fr. fantôme,
Wissenschaft vom Verlauf der Konzentration eines Arz
dies über das Vulgärlat. aus lat. phantasma, vgl. Phantas
neimittelsim Organismus (Med.). Pharlmalkollith [auch
ma): 1. unwirkliche Erscheinung, Trugbild. 2. Nachbil
... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -[e]n (zu T...lith): ein weißes,
dung von Körperteilen u. Organen für Unterrichtszwecke
auch rötliches od. grünliches Mineral. Phaijmalkollolge
od. Versuche (Med.). Phanltomlbild das; -[e]s, -er: nach
der; -n, -n (zu T...loge>: Wissenschaftler auf dem Gebiet
Zeugenaussagen gezeichnetes Bild eines gesuchten Täters.
der Pharmakologie. Pharlmalkollolgie die; - (zu î...loPhanltomlschmerz der; -es, -en: Schmerzen, die man in
gie): Wissenschaft von Art u. Aufbau der Heilmittel, ihren
einem bereits amputierten Körperglied empfindet (Med.).
Wirkungen u. Anwendungsgebieten; Arzneimittelkunde,
Phanltoslmie* die; -, ...ien (verkürzt aus gr. phántasma
Arzneiverordnungslehre. phar|ma|ko|lo|gisch
(zu
(vgl. Phantasma), osmë „Geruch“ u. t2...ie>: Geruchshal
Î...logisch): die Pharmakologie, Arzneimittel betreffend.
luzination (Med.)
Pharlmalkolmalnie die; -, ...ien (zu î...manie): übermä
phälo..., Phälo... (aus gleichbed. gr. phaiös): Wortbil
ßiger Gebrauch von Arzneimitteln, Arzneimittelsucht,
1039
Phaser
-missbrauch (Med.). Pharlmalkon das; -s, ...ka <aus
(lat. Pharos, Pharus) bei Alexandria, auf der im Altertum
gleichbed. gr. phármakon): 1. Arzneimittel. 2. (veraltet)
ein berühmter Leuchtturm stand): (veraltet) Leuchtturm
Zauber-, Liebestrank. Phar|malkolphi|lie die; -, ...ien phalryng..., Phalryng... vgl. pharyngo..., Pharyngo...
(zu tpharmako... u. Î ...philie): Arzneimittelsucht, gehäuft
phalryngal [,,,ŋ'ga:ɪ] (zu tpharyngo... u. l',,,aɪ (1)>: auf
bei stimulierenden u. sedierenden (vgl. sedieren) Mitteln
den Pharynx bezüglich, dort artikuliert (Sprachw.). Pha(Med.). Phar|ma|kolpho|bie die; -, ...ien (zu t ...phobie):
rynlgal der; -s, -e (zu T ‘...al (2)): im Rachenraum gebil
krankhafte Furcht vor der Einnahme von Arzneimitteln
deter Konsonant, der nicht immer deutlich von tlaryn(Med.). Phar|ma|ko|phpr das; -s, -en (meist Plur.) (zu
gealen Lauten zu unterscheiden ist, Rachenlaut
t...phor): die für die eigentliche pharmakologische Wir
(Sprachw.). pha|ryn|ga|li|sie|ren (zu t...isieren>: mit
kung verantwortlichen ehern. Gruppierungen im Atom
verengtem Rachenraum artikulieren. Phalrynlgen:
molekül (Chem., Pharm.). Phar ma ko poe [... po:, sel
Plur. von tPharynx. Pha|ryn|gis|mus der; -, ...men (zu
ten ..,'pa:ə] <7/e; -, ...pöen (zugr. pharmakopoieih „Arznei
T...ismus (3)>: Verkrampfung der Schlundmuskulatur,
en zubereiten“): amtliches Arzneibuch, Verzeichnis der
Schlundkrampf (Med.). Pha|ryn|gi|tis die; -, ...itiden
T offiziellen Arzneimittel mit Vorschriften über ihre Zube
(zu t...itis>: Rachenentzündung (Med.), phalrynlgo...,
reitung, Beschaffenheit, Anwendung o. Ä. PharmakoPhalrynlgo..., vor Vokalen meist pharyng..., Pharyng...
psy¡chi|a|trie* die; - (zu tpharmako...): Teilgebiet der
(zu gr. phárygx, Gen. pháryggos „Schlund, Rachen“):
Psychiatrie, auf dem man sich mit der Behandlung be
Wortbildungselement mit der Bedeutung „oberer Teil der
stimmter Geisteskrankheiten mit Î Psychopharmaka be
Speiseröhre, Rachen“, z.B. Pharyngoskopie, Pharyngis
fasst. Pharlmalko psy cho lolgie die; -: Teilgebiet der
mus. Pha|ryn|go|lolge c/er -n, -n (zu t...loge): Facharzt
Psychologie, das die Wirkung von Arzneimitteln u. Dro
auf dem Gebiet der Pharyngologie (Med.). Phalrynlgogen auf die seelischen Vorgänge umfasst .Pharlmalkolralolgie die; - (zu Î...logie): Teilgebiet der Medizin, das
diolgralfie, auch ...gralphie die; -: Verfahren der Rönt
sich mit den Krankheiten des Rachens befasst, phalryngendiagnostik, bei dem die Funktion von Organen (bes.
gollolgisch (zu t...logisch): die Pharyngologie, die Ra
von Magen, Zwölffingerdarm, Gallenwegen) durch Zu
chenkrankheiten betreffend (Med.). Phalrynlgolplasfuhr krampflösender od. peristaltikfördernder Arzneimit
tik die; -, -en: operative Behandlung von [angeborenen]
tel sichtbar gemacht wird (Med.). Phar|ma|ko|si|de!rit
Defekten des Rachens (z.B. von Rachenspalten; Med.).
[auch ...rit] der; -s, -e: ein grünes bis gelbes od. braunes
Phalrynlgolskop* das; -s, -e (zu t,,,skop): Instrument
Mineral. Phar|ma|ko|the|ke ¿/ze; -, -n (zugr. thêkë „Be
zur Untersuchung des Rachens, Rachenspiegel (Med.).
hälter“): (veraltet) Hausapotheke, pharlmalkolthelraPha|ryn|go|sko|pie* die; -, ...ien (zu t...skopie): Unter
peultisch: die Behandlung mit Arzneimitteinbetreffend,
suchung des Rachens mithilfe des Pharyngoskops, Aus
mittels Pharmakotherapie (Med.). Phar|ma|ko|the|raspiegelung des Rachens (Med.), phalrynlgolskopie Jze; -, ...ien: 1. (ohne Plur.) Lehre von der medikamen
pisch*: die Pharyngoskopie betreffend; unter Anwen
tösen Behandlung von Krankheiten. 2. Behandlung von
dung des Pharyngoskops. Phalrynlgo spaslmus* der:
Krankheiten mit Arzneimitteln pflanzlicher, tierischer od.
-, ...men: svw. Pharyngismus. Phalrynlgoltolmie die; -,
chemischer Herkunft (Med.). Phar|ma|re|fe|rent der;
...ien (zu t...tomie): operative Öffnung des Schlundes
-en, -en (zu t Pharma...): Vertreter, der bei Ärzten für die
vom Halse aus (Med.). Phalrynx der; -, ...ryngen (aus
Arzneimittel o.Ä. einer Firma wirbt. Phar|ma|re|fegleichbed. gr. phárygx, Gen. pháryggos): zwischen Spei
renltin die; -, -nen: weibliche Form zu t Pharmareferent.
seröhre u. Mund- bzw. Nasenhöhle liegender Abschnitt
Phar|ma|un|ter|neh|men das; -s, -: Unternehmen der
der oberen Luftwege; Schlund, Rachen (Med.). Pharynxkrise die; -, -n: das Auftreten schmerzhafter
Pharmaindustrie. Pharlmalzeut der; -en, -en (aus gr.
pharmakeutês „Hersteller von Heilmitteln, Giftmischer“
Schluckkrämpfe (Med.)
zu pharmakeúein „Arzneimittel anwenden, verabrei Phalse rfze; -, -n (aus gleichbed. fr. phase, dies aus gr. phásis
„Erscheinung; Aufgang eines Gestirns“ zu phainesthai,
chen“): Fachmann, Wissenschaftler auf dem Gebiet der
vgl. Phänomen): 1. Abschnitt einer [stetigen] Entwicklung
Pharmazie; Arzneimittelhersteller (z.B. Apotheker).
od. eines Ablaufs; Zustandsform, Stufe. 2. a) bei nicht
Ph arImalzeultik t/ze; - (aus gleichbed. gr. pharmakeutike
selbstleuchtenden Monden od. Planeten die Zeit, in der die
(téchnê)): Arzneimittelkunde. Pharlmalzeultilkum das;
Himmelskörper nur z.T. erleuchtet sind; b) die daraus re
-s, ...ka (aus gleichbed. mlat. pharmaceuticum, substanti
sultierendejeweilige Erscheinungsform der Himmelskör
viertes Neutr. von spätlat. pharmaceuticus, vgl. pharma
per (Astron.). 3. Aggregatzustand eines chem. Stoffes,
zeutisch): Arzneimittel, pharjmalzeultisch (über
z.B. feste, flüssige - (Chem.). 4. Größe, die den Schwin
gleichbed. spätlat. pharmaceuticus aus gr. pharmakeutigungszustand einer Welle an einer bestimmten Stelle, be
kós): zur Pharmazie gehörend; die Herstellung von Arz
zogen auf den Anfangszustand, charakterisiert (Phys.). 5.
neimitteln betreffend; pharmazeutische Biologie: Lehre
a) Schwingungszustand beim Wechselstrom; b) (nur Plur.)
von der Erkennung u. Bestimmung der als Arznei verwen
die drei Wechselströme des Drehstromes; c) eine der drei
deten Drogen, pharlmalzeultisch-techlnisch: die
Leitungen des Drehstromnetzes (Elektrot.). PhalsenldifPharmazie in Verbindung mit entsprechenden techni
ferenz <7z'e; -, -en: augenblicklicher Unterschied im Be
schen, praktischen Handhabungen betreffend; pharma
wegungszustand bei Schwingungen od. Wellen (Phys.).
zeutisch-technische Assistentin: weibliche Person, die
Phalsen|kon|trastlmi|kro|skop* das; -s, -e: Lichtmi
durch Zubereitung, Kontrolle, Abgabe von Arzneimitteln,
kroskop, das kontrastlose Objekte durch Ausnutzung von
durch Verkauf von Körperpflege- u. Hygieneartikeln die
Phasendifferenzen beim Durchgang des Lichts durch das
Tätigkeit eines Apothekers o.Ä. unterstützt (Berufsbez.;
Objekt sichtbar macht. Pha|sen|moldu|la|tilondie; -,
Abk.: PTA). Pharlmalzie die; - (über spätlat. pharmacia
-en: 1. das Verändern der Phase. 2. Verfahren der Überla
aus gr. pharmakeia „(Gebrauch von) Arznei“): Wissen
gerung von niederfrequenter Schwingung mit hochfre
schaft von den Arzneimitteln, ihrer Zusammensetzung,
quenter Trägerwelle (Phys.). Phalsen|the|o|rie rfze; -:
Herstellung usw.
Annahme, dass die Entwicklung des Menschen in einer
Phalro das; -s (über engl. faro aus fr. pharaon, wohl nach
festgelegten Abfolge ohne zeitliche Fixierung vor sich
dem Bildnis des Pharaos, der statt des Königs auf einer
geht. Phalser [ feizn] der; -s, - (zu engl. to phase „in Pha
nach England eingeführten Spielkarte des franz. Blatts
sen (ein)teilen“): ein elektron. Effektgerät (bes. der Rock
dargestellt war): svw. 2Pharao
musik), dessen Funktion auf der Aufspaltung u. PhasenPha rus der; -, Plur. - u. -se (nach der griech. Insel Pháros
Phasin
Verschiebung eines eingegebenen Signals beruht u. das ei
nen in sich kreisenden Klangeindruck hervorruft
Phalsin das; -s (zu gr. phaselos „eine Art Bohnen“ u. t...in
(1)>: durch längeres Kochen zerstörbarer giftiger Eiweiß
bestandteil der Bohnen
phalsisch (zu IPhase): die Phase (1) betreffend; in be
stimmten Abständen regelmäßig wiederkehrend. Phas
ma das; -s, -ta (aus gleichbed. gr. phäsma): (veraltet) Er
scheinung, Gestalt, Gespenst. Phalso... (zu TPhase (mit
dem Bindevokal -o-)>: Wortbildungselement aus der Me
dizin mit der Bedeutung „nur phasenweise auftretend, ab
und zu“, z.B. Phasopathie. Phalsolpaithie die; -, ...ien
(zu T...pathie): vorübergehende charakterliche Abnormi
tät (Psychol.). Phalsolphrelnie die; -, ...ien (zu Î ...phrenie>: in Phasen verlaufende Î Psychose
phaltisch (nach gr. phatós „gesagt“ zu phatizein „reden,
sprechen“): kontaktknüpfend u. -erhaltend, z.B. die -e
Funktion eines Textes (Sprachw.)
Phalzellie [...in] die; -, -n (aus nlat. phacelia zu gr. phákel(l)os „Bündel“ u. I '...ie>: Büschelschön (Wasserblattge
wächs, das als Bienenweide angepflanzt wird)
Phelllem das; -s (aus gleichbed. gr. phellos u. passivem Suf
fix -ema): Kork, Naturkork (der Korkeiche), phellio....
Phel lo... (über /at. phellos „Kork(eiche)“ zugr. phellös):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Kork“, z. B.
Phelloplastik. Phel|lo|den|dron* der. auch das; -s,
...dren (zu gr déndron „Baum“): Korkbaum (ein ostasiat.
Zierbaum). Phelllolderm das; -s, -e (zu gr. dérma
„Haut“): unverkorktes, blattgrünreiches Rindengewebe
(Bot.). Phelllolgen das; -s, -e (zu t...gen): Korkzellen bil
dendes Pflanzengewebe (Bot.). Phelllolid das; -[e]s, -e
(zu I...oid>: unverkorkte tote Zellschicht im Korkgewebe
(Bot.). Phelllolplasltik die; -, -en: 1. (ohne Plur.) bes. im
18. u. 19. Jh. übliche Korkschnitzkunst. 2. aus Kork ge
schnitzte Figur, phel|lo|plas|tisch: die Korkschnitz
kunst betreffend
Phe|lo|ni|um das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mgr. phelönion, Nebenform von phailönion, zu gr. phailönes „Rei
semantel“; vgl. ...ium): mantelartiges Messgewand des or
thodoxen Priesters
Phe|na|ce|tin* [...atse...] das; -s (Kunstw.; umgestellt aus
Para-ace/p/tenetidzw):
früher
häufig
verwendetes
Schmerz- u. Fiebermittel, das wegen seiner beträchtlichen
Nebenwirkungen seit 1986 verboten ist
Phelnalkit* [auch .. ,'kit] der; -s, -e (zugr. phénax, Gen. phénakos „Betrüger“ (weil das Mineral nur unwesentlich von
Quarz zu unterscheiden ist) u. t2...it>: ein farbloses, durch
sichtiges Mineral, Schmuckstein
Phelnanlthren* das; -s (Kurzw. aus I Phenol u. lAnthracen): aromatischer Kohlenwasserstoff im Steinkohlenteer
mit vielen wichtigen Abkömmlingen
Phenlgolpholbie die; - (zu gr. phéggos „Licht, Glanz“ u.
T...phobie): (veraltet) Widerwille gegen glänzende Gegen
stände (Med.)
Phelnol das: -s (aus gleichbed. fr. phénol, dies zu gr. phainein „scheinen, leuchten“; vgl. ...ol): Karbolsäure, eine
aus dem Steinkohlenteer gewonnene, technisch vielfach
verwendete organische Verbindung. Phelnolle die
(Plur.): Oxybenzole, wichtige organische Verbindungen
im Teer (z. B. Phenol, Kresol). Phelnollharz das; -es, -e:
aus Phenolen u. Formaldehyd synthetisch hergestelltes
Harz. Phe|nolph|tha|le|in* das; -s: als tlndikator (3)
dienende chem. Verbindung. Phelnolplast der; -[e]s, -e
(zu 1 Phenol): svw. Phenolharz. Phelnyl das; -s, -eu. Phenyllgruplpe die; -, -n (zu t ...yl): bestimmte, in vielen aro
matischen Kohlenwasserstoffen enthaltene einwertige
Atomgruppe. Phelnyllhyldra zin* das; -s: kristalline,
sich an der Luft dunkel färbende Substanz mit reduzieren
den Eigenschaften, die als wichtiges Reagenz für den
1040
Nachweis u. die Identifizierung von Verbindungen, die
îCarbonylgruppen enthalten, dient. Phe|nyl|ke|to|nurie* die; -, ...ien: [bei Babys auftretende] Stoffwechsel
krankheit, die durch das Fehlen bestimmter î Aminosäu
ren bedingt ist (Med.)
Phe|re|kra|te|us* der; -, ...teen (nach lat. Pherecratius
zum Namen des altattischen Dichters Pherekrátés): 1. an
tiker Vers in der Form eines Î katalektischen tGlykoneus.
2. svw. Aristophaneus
Phe I rol mon das; -s, -e (meist Plur.) (Kunstw. zugr. phérein
„tragen“ u. 1 Hormon): Wirkstoff, der nach außen abgege
ben wird u. auf andere Individuen der gleichen Art Ein
fluss hat (z.B. Lockstoffe von Insekten; Biol.)
Phi das; -[s], -s (aus gr. phî): einundzwanzigster Buchstabe
des griech. Alphabets: <&, cp
Philalle die; -, -n (aus gleichbed. gr. phiâlë) : altgriech. fla
che [θpfer]sehale
phil..., Phil... vgl. philo..., Philo....... phil (aus gr. philos
„freundlich; Freund“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „eine ausgeprägte Vorliebe für etw. od. jmdn. ha
bend“, z.B. bibliophil, frankophil. Phillalleth* der; -en,
-en (aus gleichbed. gr. philalëthês): (veraltet) Wahrheits
freund. Phi|la|le|thie* die; - (zu t2...ie): (veraltet) Wahrheitsli be. Phillanlthrop* der; -en, -en (zugr. philänthröpos „menschenfreundlich“, dies zu I philo... u. änthröpos
„Mensch“): Menschenfreund; Ggs. îMisanthrop. Philan thro pie* die; - (aus gleichbed. gr. philanthropia):
Menschenfreundlichkeit, Menschenliebe; Ggs. tMisan
thropie. ’Phillanlthrolpin* die; -, -nen: weibliche Form
zu î Philanthrop. 2Phillanlthro|pin* das; -s, -e u. Philanthropinum das; -s, ...na (aus gleichbed. (n)lat. philanthropinumzugr. philanthröpinos „menschenfreundlich gestal
tet“): (veraltet) Erziehungsanstalt, die nach den Grund
sätzen des Philanthropinismus arbeitete. Phillanlthropilnismus* u. Philanthropismus der; - (zu Î ...ismus (2)>:
eine am Ende des 18. Jh.s einsetzende, von Basedow be
gründete Erziehungsbewegung, die eine natur- u. ver
nunftgemäße Erziehung anstrebte. Phi|lan|throlpi|nist*
der; -en, -en (zu I ...ist): Anhänger des Philanthropinismus.
Phillanlthrolpilnum* vgl. ’Philanthropin, philanthrolpisch* (aus gleichbed. gr. philänthröpos): men
schenfreundlich, menschlich [gesinnt]; Ggs. Imisanthropisch. Phillanlthrolpislmus* vgl. Philanthropinismus.
Phillaltellie* die; - (aus gleichbed. fr. philatélie zu tphilo... u. gr. atéleia „Abgabenfreiheit“, atelës „abgaben-,
steuerfrei“, weil die Marke den Empfänger davon befreite,
den Boten zu bezahlen): Briefmarkenkunde, [wissen
schaftliche] Beschäftigung mit Briefmarken, das Sammeln
von Briefmarken. Phi|la|tellist* der; -en, -en (aus gleichbed./r. philatéliste; vgl. ...ist): jmd., der sichtwissenschaft
lich] mit Briefmarken beschäftigt; Briefmarkensammler,
phillaltellisltisch* (zu T ...istisch): die Philatelie betref
fend. Phillharlmolnie die; -, ...ien (aus gleichbed. nlat.
philharmonia, eigtl. „Liebe zur Musik“, zu tphilo... u. gr.
harmonía „Wohlklang, Musik“): 1. Name philharmoni
scher Orchester od. musikalischer Gesellschaften. 2. (Ge
bäude mit einem) Konzertsaal eines philharmonischen
Orchesters. Phil|har|molni|ker der; -s, -: a) Mitglied ei
nes philharmonischen Orchesters; b) (nur Plur.) Name ei
nes Sinfonieorchesters mit großer Besetzung, z.B. Berli
ner -, Wiener -. phil harlmo nisch (nach gleichbed. fr.
philharmonique): die Musikliebe, -pflege betreffend; mu
sikpflegend; philharmonisches Orchester: Sinfonieorches
ter mit großer Besetzung (als Name). Phil|hel|le|ne der;
-n, -n (zu gr. philéllën „griechenfreundlich“): Anhänger,
Vertreter des Philhellenismus. phil hel leinisch: grie
chenfreundlich, zum Philhellenismus gehörend. Phil|hellenismus der; - (zu î ...ismus (2)): politisch-romantische
Bewegung, die den Befreiungskampf der Griechen gegen
1041
die Türken unterstützte. ...phillie (aus gr. philia „Liebe,
Freundschaft“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„ausgeprägte Vorliebe für jmdn,, etw.“, z. B. Frankophilie,
Bibliophilie. Phi I lip | pi | ka* die; -, ...ken (aus gleichbed. gr.
(tá) Philippiká (Plur.), nach den Kampfreden des Demos
thenes gegen König Philipp von Makedonien): Straf-,
Kampfrede
Phi|lis|ter der; -s, - (über gr. Philistieim aus hebr. pëlistîm,
nach dem nicht semitischen Volk an der Küste Palästinas,
das in der Bibel als ärgster Feind der Israeliten dargestellt
wird): 1. kleinbürgerlicher Mensch mit sehr konservativen
Ansichten; Spießbürger. 2. im Berufsleben stehender Al
ter Herr (Verbindungsw.). 3. (Studentenspr. veraltend)
Nichtakademiker. Phi|lislte|ri|um z/as; -s (zu T...ium):
das spätere Berufsleben eines Studenten (Verbindungsw.).
phi lis trie ren* (zu t...ieren>: einen tInaktiven in die
Altherrenschaft aufnehmen (Verbindungsw.). philliströs* (französierende Bildung; vgl. ...ös): spießbürger
lich; engstirnig. Phi|lis|trolsi|tät* die; -, -en (zu T ...ität):
(veraltet) Spießbürgerlichkeit, Engherzigkeit, geistige Be
schränktheit
Philllipl sit [auch ... sit] der; -s, -e (nach dem brit. Minera
logen W. Phillips (1775-1828) u. zu t2...it>: zu den TZeolithen gehörendes weißes bis farbloses, durchsichtiges Mi
neral
Phil llulmelnie die; - (zu tphilo..., lat. lumen „Licht“ u.
t2...ie, Analogiebildung zu ÎPhilatelie): das Sammeln von
Streichholzschachteln od. Streichholzschachteletiketten.
Philllulmelnist der; -en, -en (zu f...ist): Sammler von
Streichholzschachteln od. Streichholzschachteletiketten,
phillo..., Phil Io...»vor Vokalen u. vor h phil..., Phil... (aus
gr. philos „freundlich; Freund“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „Freund, Verehrer (von etwas), Lieb
haber, Anhänger, geistig Engagierter; Liebe, Verehrung,
wissenschaftliche Beschäftigung“, z. B. Philosoph, Philan
throp, Philhellene. phillolbat (zu gr. batos „im Gehen be
findlich“, dies zu bainein „(wohin) gehen“): enge Bindun
gen meidend, Distanz liebend (Psychol.); Ggs. Toknophil.
Phiilo car die f...k...J die; - (zu engl. card „Karte" u.
t2...ie): svw. Philokartie. Phillolcarldistáer; -en, -en (zu
t ...ist); svw. Philokartist. Philloldenldron’zter; -s, ...ren
(aus gleichbed. nlat. philodendron, eigtl. „Baumfreund“
(weil die Pflanze gern an Bäumen hochklettert), zu îphi
lo... u. gr. déndron „Baum“): eine der Gattung der Aron
stabgewächse angehörende Blattpflanze mit Luftwurzeln
u. gelappten Blättern; vgl. Monstera. Phillolgynzfer; -en,
-en (aus gleichbed. gr. philögynos, zu gynê „Frau“): (ver
altet) Mann, der die Frauen liebt, bes. schätzt, Frauen
freund. Phi|lo|gy|niez7z'e; - (zu f2...ie): (veraltet) Vorliebe
für das weibliche Geschlecht. Phillolkallja u. Phi lo kalieA'e;- (ausgr. philokalia „Liebe zum Schönen“): viel ge
lesenes Erbauungsbuch der orthodoxen Kirche mit Aus
zügen aus dem mittelalterlichen mystischen Schrifttum.
Phi|lo|kar|tiez/ze; - (zufr. carte (postale) „(Post)karte“ u.
t2...ie>: systematisches Sammeln von Ansichtskarten. Philolkarltistder; -en, -en (zu t ...ist) : Ansichtskartensamm
ler. Phillollolge der; -n, -n (über lat. philologus aus gr.
philologos „Freund der Wissenschaften, Sprach-, Ge
schichtsforscher“ zu tphilo... u. logos „Wort, Rede“):
jmd., der sich wissenschaftlich mit Philologie befasst (z. B.
Hochschullehrer, Student). Phillo lolgie die; - (über lat.
philologia aus gr. philologia, eigtl. „Liebe zur (gelehrten)
Unterhaltung“): Wissenschaft, die sich mit der Erfor
schung von Texten in einer bestimmten Sprache beschäf
tigt; Sprach-u. Literaturwissenschaft. Phillollolgin die;
-, -nen: weibliche Form zu ÎPhilologe. phi|lo|lo|gisch
(über lat. philologus aus gr. philologos „(in der Literatur)
bewandert, gelehrt“) : die Philologie betreffend, auf ihr be
ruhend, zu ihr gehörend. Phillolmalthie die; - (aus
Phiole
gleichbed. gr. philomathia): (veraltet) Wissensdrang. Philolmella u. Phi lo me le die; -, ...len (aus gleichbed. lat.
philomela, dies aus gr. Philomela, nach dem Namen der
Tochter König Pandions von Athen, die der Sage nach in
eine Nachtigall verwandelt wurde): (veraltet) Nachtigall.
PhiIIo|mi|me|sie<Z/e;-(zugr. mimesis „Nachahmung“u.
t2...ie>: (veraltet) Nachahmungssucht. Phi|lo|pho|nist
der; -en, -en (zu t...phon u. t ...ist): (selten) Schallplatten
freund, Schallplattensammler. Phi|lo|se|mit<7er; -en, -en
(zu tphilo... u. tSemit): Vertreter des Philosemitismus.
phi lo se mi tisch: den Philosemitismus betreffend, ju
denfreundlich. Phi|lo|se|mi|tis|mus der; - (zu t ...ismus
(2,5)>:a) (bes. im 17. u. 18. Jh.) geistige Bewegung, die ge
genüber Juden u. ihrer Religion eine sehr tolerante Hal
tung einnimmt; b) (abwertend) unkritische Haltung, die
die Politik des Staates Israel vorbehaltlos unterstützt. Philosoph der; -en, -en (über gleichbed. lat. philosophus aus
gr. philosophos, eigtl. „Freund der Weisheit“, zu îphilo...
u. Sophia „Weisheit“): 1. a) jmd., der nach dem letzten
Sinn, den Ursprüngen des Denkens u. Seins, dem Wesen
der Welt, der Stellung des Menschen im Universum fragt;
b) Begründer einer Denkmethode, einer Philosophie (1).
2. Wissenschaftler auf dem Gebiet der Philosophie (2). 3.
jmd., der gern philosophiert (2), über etwas nachdenkt,
grübelt. Phi|lo|solphas|ter der; -s, - (aus spatial, philo
sophaster „Scheinphilosoph“): philosophisch unzuverläs
siger Schwätzer, Scheinphilosoph. Phillolsolphem das;
-s, -e (aus gleichbed. gr. philosóphema): Ergebnis philos.
Nachforschung od. Lehre; philos. Ergebnis. Phillolsophia pe|ren|nis*öüe; - - (lat.; „immer währende Philoso
phie“): Philosophie (1) im Hinblick auf die in ihr enthal
tenen, überall u. zu allen Zeiten bleibenden Grundwahr
heiten (A. Steuco). Phi lo so phia prilma die; - - (lat.;
„erste Philosophie“): die ÎMetaphysik bei Aristoteles.
Phillolsolphie die; -, ...ien (über lat. philosophia aus gr.
philosophia „Weisheitsliebe“): 1. forschendes Fragen u.
Streben nach Erkenntnis des letzten Sinnes, der Ursprün
ge des Denkens u. Seins, der Stellung des Menschen im
Universum, des Zusammenhanges der Dinge in der Welt.
2. (ohne Plur.) Wissenschaft von den verschiedenen phi
los. Systemen, Denkgebäuden. phi|lo|so|phie|ren (zu
T...ieren): 1. Philosophie (1) betreiben, sich philosophisch
über einen Gegenstand verbreiten. 2. über etwas nachden
ken, grübeln; nachdenklich über etwas reden. Phillolsophilkum das; -s (zu t...ikum): 1. (in mehreren Bundes
ländern) im Rahmen des 1. Staatsexamens abzulegende
Prüfung in Philosophie für Lehramtskandidaten. 2. Zwi
schenexamen bei Kandidaten für das Priesteramt. Phillosophin die; -, -nen: weibliche Form zu fPhilosoph. philo so phisch (über spätlat. philosophus aus gleichbed.
gr. philosophos): 1. a) die Philosophie (1) betreffend; b)
auf einen Philosophen (1) bezogen. 2. durchdenkend,
überlegend; weise. 3. (abwertend) weltfremd, verstiegen.
Phillolxelnie die; - (aus gleichbed. gr. philoxenia): (ver
altet) Gastfreundschaft
Philltrum*i7<75,' -s, ...tren (über lat. philtrum aus gleichbed.
gr. philtron, eigtl. „Liebeszauber“): Einbuchtung in der
Mitte der Oberlippe (Med.)
Philmelson das; -s, -en (zu tPhi u. tMeson): zu den Me
sonenresonanzen zählendes, extrem kurzlebiges, ungela
denes Elementarteilchen (Phys.)
PhilmolseÆe;-,-n (aus gleichbed. gr. phimosis, eigtl. „das
Verschließen, die Verengung“): angeborene od. erworbe
ne Vorhautverengung des Penis (Med.), philmoltisch (zu
t...otisch): die Phimose betreffend, von ihr herrührend
(Med.)
Phi|olle z/ze; -, -n (aus gleichbed. mlat. fióla, dies über lat.
phiala aus gr. phiâlë, vgl. Phiale): kugelförmige Glasfla
sche mit langem Hals
Phiphänomen
das; -s, -e (zu 1Phi u. ÎPhänomen): Wahr
nehmung einer Scheinbewegung, wenn zwei Punkte im
Abstand von 0,15° vor dunklem Hintergrund im zeitlichen
Abstand von etwa '/16 Sekunde nacheinander aufleuchten
(Phys.)
phleb...*, Phleb... vgl. phlebo..., Phlebo... Phlelbekltasie die; -, ...ien (zu Tphlebo... u. ÎEktasie): meist durch
Bindegewebsschäden bedingte Bildung von Ausbuchtun
gen in der Venenwand; Venenerweiterung (Med.). Phlebiltis die; -, ...itiden (zu T...itis>: Venenentzündung
(Med.), phlelbo..., Phlebo..., vor Vokalen meist
phleb..., Phleb... (aus gr. phléps, Gen. phlebós „Blut
ader“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Vene“,
z.B. Phlebografie, Phlebektasie. Phlelboldylnalmomeltrie die; -, ...ien: apparative Messung des Druckes in
den Venen (Med.), phlelbolgen (zu 1 ...gen): von den Ve
nen ausgehend (z.B. von krankhaften Veränderungen;
Med.). Phlelbolgralfie, auch...gralphie die; -, ...ien (zu
î...grafie): röntgenologische Darstellung der Venen mit
hilfe von Kontrastmitteln (Med.). Phlelbolgramm das;
-s, -e (zu T...gramm): Röntgenbild kontrastmittelgefüllter
Venen (Med.). Phlelbollith [auch ... lit] der; Gen. -s u.
-en, Plur. -e[n] (zu t...Iith>: Venenstein, verkalkter
tThrombus (Med.).PhlelboHolge der; -n, -n (zu î ...loge):
Arzt mit Spezialkenntnissen auf dem Gebiet der Venener
krankungen (Med.). Phlelbollolgie die; - (zu Î...logie):
die Venen u. ihre Erkrankungen umfassendes Teilgebiet
der Medizin. Phlelbolsklelrolse die; -, -n : bindegewebi
ge Verhärtung der Venen (Med.). phle|bo|sklelro|tisch:
mit Phlebosklerose verbunden (Med.). Phlelbolskolpie
die; -, ...ien (zu î...skopie): Beobachtung der Venenfunk
tionen am Durchleuchtungsapparat nach Verabreichung
eines Kontrastmittels (Med.). Phle|bo|to|mie die; -,
...ien (zu T...tomie>: Freilegung u. Eröffnung einer ober
flächlich gelegenen Vene zur Vornahme einer Infusion,
Transfusion od. Blutentnahme (Med.). Phlelboltolmus
der; -, ...mi (aus gleichbed. nlat. phlebotomus zu î phlebo...
u. gr. tomos „schneidend“, dies zu témnein „schneiden“):
Gattung von Sandmücken, die gefährliche Infektions
krankheiten (z. B. Kala-Azar) auf den Menschen übertra
gen können (Zool.). Phlelboltolmuslfielber das; -s: ei
ne durch den Phlebotomus hervorgerufene subtropische
bzw. tropische Erkrankung (Med.)
Phleldolnie die; - (aus gr. phledoneia „unnützes Ge
schwätz“): (veraltet) das Irrereden (Med.), phleldonisch (zu gr. phledonödes „geschwätzig“): (veraltet) irre
redend (Med.)
Phleglma das; Gen. -s, österr. meist - (über spätlat. phleg
ma aus gr. phlégma, Gen. phlégmatos „zähflüssiger Kör
perschleim“ (dem zähflüssigen Körpersaft entsprach nach
antiken Vorstellungen das schwerfällige Temperament),
eigtl. „Brand, Hitze; Entzündung“, zu phlégein „entzün
den, (ver)brennen“): a) [Geistesjträgheit, Schwerfällig
keit; b) Gleichgültigkeit, Dickfelligkeit. Phleglmalsie
die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. phlegmasia): Entzündung
(Med.). Phleglmaltilker der; -s, - (zu gr. phlegmatikös,
vgl. phlegmatisch): a) (nach dem von Hippokrates ausge
stellten Temperamentstyp) ruhiger, langsamer, schwerfäl
liger Mensch; vgl. Choleriker, Melancholiker, Sanguini
ker; b) Vertreter dieses Temperamentstyps. Phleglmaltikus der; -, -se (nach spätlat. phlegmaticus, vgl. phlegma
tisch): (ugs. scherzh.) träger, schwerfälliger Mensch,
phleglmaltisch (über spätlat. phlegmaticus aus gr.
phlegmatikös „zum Schleim gehörend; an Schleim lei
dend“): träge, schwerfällig; gleichgültig; vgl. cholerisch,
melancholisch, sanguinisch. phleg|ma|tilsie|ren (zu
t...isieren): die Empfindlichkeit brisanter Explosivstoffe
(z. B. von Nitropenta, Hexogen) gegen Schlag u. Reibung
durch Zusatz von Wachs od. Kunststoffen herabsetzen
Phiphälnolmen
1042
(Techn.). Phleg mo ne die; -, -n (über spätlat. phlegmon
ausgr. phlegmone „Entzündung“): [sich ausbreitende] eit
rige Zellgewebsentzündung (Med.), phleglmolnös (zu
t. ..ös): mit Phlegmone einhergehend (Med.)
Phlolbalphelne die (Plur.) (zu gr. phlöos „Rinde, Bast“,
baphé „Farbe“ u. T...en>: durch Kondensation von Pflan
zenfarbstoffen entstehende, rötlich braune Pigmente (z. B.
im braunen Herbstlaub). Phlolem das; -s, -e (zu t...em):
Siebteil der pflanzlichen Leitbündel (Bot.)
Phlolgisltik die; - (zu gr. phlogistös „verbrannt“ (dies zu
phlogizein „verbrennen“) u. Î2...ik): Lehre von den brenn
baren Körpern od. von der Wirksamkeit des Phlogistons.
Phlolgisltilker der; -s, -: Anhänger der Phlogistik.phlogisltisch (nachgr. phlogistös; vgl. Phlogistik): eine Ent
zündungbetreffend, zu ihr gehörend. Phlolgislton das; -s
(aus gr. phlogiston „das Verbrannte“): nach einer wissen
schaftlichen Theorie des 18. Jh.s ein Stoff, der allen brenn
baren Körpern beim Verbrennungsvorgang entweichen
sollte, phlolgolgen (nach gr. phlogogenes „im Feuer ge
boren“): Entzündungen erregend (Med.). Phlolgolpit
[auch ... pit] der; -s, -e (zugr. phlogöpös „feurig, glänzend“
u. î2..,it) : zu den Glimmern gehörendes, rötliches bis brau
nes Mineral. Phlolgolse u. Phlolgolsis die; -, ...osen
(aus gleichbed. gr. phlögösis; vgl. *...ose): Entzündung
(Med.)
Phlolrolglulcin* [,,, tsi:n] das; -s (Kunstw. aus gr. phlöos
„Rinde“, rhiza „Wurzel“, glykÿs „süß“ u. t...in (1)): ein
Phenol, das farblose, wenig wasserlösliche Kristalle von
süßem Geschmack bildet u. Zwischenprodukt zur Herstel
lung von Farbstoffen u. Arzneimitteln ist
Phlox der; -es, -e, auch die;-, -e (aus gr. phlöx, Gen. phlogös
„Flamme, Feuer“): Zierpflanze mit rispenartigen, farben
prächtigen Blütenständen. Phlolxin das; -s (zu t...in ( 1 )> :
nicht lichtechter roter Säurefarbstoff
Phlylal ken die (Plur.) (zu gr. phlÿax, Gen. phlÿakos
„Schwätzer, Possenreißer“): Spaßmacher der altgriech.
Volksposse
Phlykltälne die; -, -n (aus gr. phlyktaina „Blase“): Bläs
chen an der Bindehaut des Auges (Med.)
phob..., Phob... vgl. phobo..., Phobo....... phob (zu gr.
phöbos „Furcht“): Wortbildungselement mit den Bedeu
tungen: a) eine übersteigerte, zwanghafte Angst vor etw.
habend (Psychol., Med.), z. B. frankophob, bibliophob; b)
eine ausgeprägte Abneigung gegen jmdn., etw. empfin
dend, bekundend, z.B. frankophob, bibliophob; c) in Be
zug auf etw. eine Überempfindlichkeit, Unverträglichkeit
habend, etw. meidend (Biol., Chem., Med.), z.B. hydro
phob, photophob. Pho bie die; -, ...ien (zu gr. phöbos
„Furcht“ u. t2...ie): übersteigerte, zwanghafte Angst (Psy
chol., Med.). ...pholbie (zu IPhobie): Wortbildungsele
ment mit den Bedeutungen: a) übersteigerte, zwanghafte
Angst vor etw. (Psychol., Med.), z.B. Agoraphobie,
Arachnophobie; b) „ausgeprägte Abneigung gegen jmdn.,
etw.“, z. B. Frankophobie, Bibliophobie; c) Überempfind
lichkeit, Unverträglichkeit in Bezug auf etw. Bestimmtes
(Biol., Chem., Med.), z. B. Phonophobie (2), Photophobie,
Hydrophobie (2). Pho bilker der; -s, -: jmd., der an einer
Phobie leidet (Med.).pho|bisch (zuf Phobie): die Phobie
betreffend, auf ihr beruhend; in der Art einer Phobie
(Med.), pholbo..., Pholbo..., vor Vokalen auch phob...,
Phob... (zu IPhobie): Wortbildungselement mit der Be
deutung „[zwanghafte] Angst od. Abneigung“, z.B. Pho
bophobie, phobotaktisch. Pho bo pho bie die; -, ...ien
(zu t...phobie (a)): übersteigerte, zwanghafte Angst vor
dem Eintreten eines Angstanfalls (Psychol., Med.), phoboltak tisch: die Phobotaxis betreffend, auf ihr beru
hend (Biol.).Pholboltalxis die; -, ...xen (zu t2Taxis): Än
derung der Bewegungsrichtung bei frei beweglichen Orga
nismen (z.B. Einzellern) aufgrund einer phobischen Re-
1043
Phoresie
aktion auf eine Intensitätsänderung von einwirkenden
(...gen): bühnenwirksam, zum Vortrag geeignet (von der
Reizen (z.B. Licht, Kälte; Biol.)
menschlichen Stimme). Pholnolgnolmik* die; - (zu gr.
Pholkolmellie die: -, ...ien (zu gr. phöke „Robbe, See
gnöme „Erkenntnis“ u. T2.,.ik (I)): Lehre vom seelischen
hund“, mélos „Glied“ u. t2...ie>: angeborene körperliche
Ausdrucksgehalt der Sprechstimme (Psychol.). PholnoFehlbildung, bei der Hände u. Füße fast am Rumpf anset
gramm das; -s, -e (zu î...gramm): jede Aufzeichnung von
zen (Med.). Pholkolmellus der: -, ...len (aus gleichbed.
Schallwellen (z.B. Sprache, Musik) auf Schallplatten,
nlat. phocomelus): Individuum, das die Merkmale der
Tonbändern usw. Pho|no|gra|phis|mus der; -, ...men
Phokomelie zeigt (Med.)
(zu (...ismus (3)>: Sprachauffälligkeit im Kindesalter, bei
Phon, auch Fon das: -s, -s (aber: 50 -) (ausgr. phônë „Laut,
der Gehörtes od. Gesehenes erfasst, aber nicht verarbeitet
Ton; Stimme“): Maß der Lautstärke; Zeichen phon.
wird u. deshalb erst später gleichsam mechanisch (wie von
phon..., Phon... vgl. phono..., Phono....... phon u. ...fon
einer Schallplatte) wiedergegeben wird. Pholnolla® das;
(zu ÎPhon): Wortbildungselement mit der Bedeutung
-s, -s od. die; -, -s (Kunstw.): mechanisches, mit Tretpeda
„Laut, Ton; Stimme; Sprache“, z.B. polyphon, Xylophon,
len zu bedienendes Klavier, bei dem die Notenreihenfolge
Telefon, anglophon. Pho|nas|the|ni_e* die: -, ...ien (zu
auf einem durchlaufenden Band festgelegt ist; vgl. Piano
tphono...): Stimmschwäche, Versagen der Stimme (Med.).
la. Pholnollith [auch ...’ht] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n]
Pholnaltilgn die: - {mgr. phone (vgl. Phon) u. t ...ation):
(zu tphono... u. t ...lith): ein graues od. grünliches, meist in
Laut- u. Stimmbildung; Art u. Weise der Entstehung von
Platten od. Säulen vorkommendes, beim Anschlägen hell
Stimmlauten (Med.), pholnaltolrisch (zu (...orisch): die
klingendes Ergussgestein, das als Baustein od. für Dünge
Phonation, die Stimme betreffend; stimmlich. Pholnem
mittel verwendet wird. Pholnollolge der; -n, -n (zu î ...lo
das: -s, -e (nach gr. phönema, Gen. phönematos „Laut,
ge): jmd., der sich wissenschaftlich mit der Phonologie be
Ton, Stimme“): 1. kleinste bedeutungsunterscheidende,
fasst. Pholnollolgie áze; - (zu t.Jogie): Teilgebiet der
aber nicht selbst bedeutungstragende sprachliche Einheit
Sprachwissenschaft, das sich mit der Funktion der Laute
(z. B. b in Fein im Unterschied zup in Fein; Sprachw.). 2.
in einem Sprachsystem beschäftigt, pholnollglgisch (zu
(nur Plur.) Gehörhalluzinationen in Form von Stimmen
t...logisch): die Phonologie betreffend. Pholnollolgi(z.B. bei Schizophrenie; Med.). Phojnelmaltik
- (zu
sielrung die; -, -en (zu Î ...isierung): die Entwicklung ei
(2...ik (1)): svw. Phonologie. pho|ne|ma|tisch: das Pho
ner Phonemvariante zu einem Phonem (Sprachw.)
nem betreffend. Pholnelmik die: - (zu ÎPhonemu. t2...ik Pholnolmalnie die; -, ...ien (zu gr. phonos „Mord“ u.
(1)>: svw. Phonologie, pholnelmisch: svw. phonemat...manie): krankhafter Tötungstrieb, Mordsucht (Med.)
tisch. Phonlenldolskop* das: -s, -e (zu fphono... u. Pholnolmelter das; -s, - (zu fphono... u. t’...meter): Ap
Î ’Endoskop) : Î Stethoskop, das den Schall über eine Mem
parat zur Prüfung u. Messung von Klang, Ton u. Schall od.
bran u. einen veränderlichen Resonanzraum weiterleitet,
zur Prüfung der Elörschärfe. Pholnolmeltrie* die; - (zu
Schlauchhörrohr (Med.). Pholneltik zf/e; - (zu gr. phöneT...metrie>: 1. Teilgebiet der (Akustik, das sich mit akus
tikös „zum Reden, Sprechen gehörig“; vgl. 2...ik (1)): Teil
tischen Reizen u. ihrer Wirkung auf den Gehörsinn be
gebiet der Sprachwissenschaft, das die Vorgänge beim
fasst. 2. für die Entwicklung der modernen Phonetik wich
Sprechen untersucht; Lautlehre, Stimmbildungslehre.
tiger, auf experimenteller Vergleichung von Gesproche
Pholneltilker der: -s, -: Wissenschaftler auf dem Gebiet
nem durch Maß u. Zahl beruhender Forschungszweig
der Phonetik, pholneltisch: die Phonetik betreffend,
(nach Zwirner). pho|no|me|trisch* (zu (...metrisch):
lautlich. Pholneltolgraf, auch ...graph der: -en, -en (zu
die Phonometrie betreffend. Pholnon das; -s, ...onen (zu
1 4...on) : Quant der Gitterschwingungen eines Kristalls ( 1 )
î...graf): Gerät, das gesprochene Worte direkt in Schrift
bzw. der Schallschwingungen (Phys.). Pholnolneulrolse
od. andere Zeichen überführt (Techn.). Pholnilalter* der;
rfze; -, -n: psychisch bedingte Stimmstörung (Med.). Pho-s, - (zu Tphono... u. t..dater); Spezialist auf dem Gebiet
no pho bie die; -, ...ien (zu (...phobie (a; e)): 1. (bei Stot
der Phoniatrie (Med., Psychol.). Pholnilaltrie* die; - (zu
ternden) ausgeprägte, zwanghafte Angst vor dem Spre
(...iatrie): Teilgebiet der Medizin, das sich mit krankhaf
chen (Psychol., Med.). 2. Überempfindlichkeit gegen be
ten Erscheinungen bei der Sprach- u. Stimmbildung be
stimmte Geräusche (als Begleiterscheinung von Migräne
fasst; Stimm-, Sprachheilkunde. ...pholnie u. ...fonie (zu
o.Ä.; Med.). Pholnolpolnolse die; -, -n (zu gr. pönos
(Phon u. T2...ie): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Arbeit, Mühe, Leiden“; vgl. ’...ose): mechanisch beding
„Ton, Klang“, vgl. Stereophonie, Kakophonie; Telefonie,
te Stimmstörung (Med.). Pholnolskop* das; -s, -e (zu
pholnielren (zu Î..deren): den Stimmklang in hoher Ton
(...skop): (Stethoskop mit Verstärkungsanlage zur Wie
lage einsetzen lassen (Med.). Pholnik die: - (zu gr. phöne
dergabe der Herztöne bzw. Herzgeräusche mit dem Laut
(vgl. Phon)u. t2...ik ( 1 )>: (veraltet) Lehre vom Schall, Ton
sprecher (zu Lehrzwecken; Med.). Pholnoltalxie die; -,
lehre. phglnisch: die Stimme, die Stimmbildung betref
...ien u. Pholnoltalxis die; -, ...taxen (zu (Taxie bzw.
fend. Pho|nis|mus der; -, ...men (meist Plur.) (zu T ...isf2Taxis): die sich nach Schallwellen richtende Ortsbewe
mus (3)): nicht auf Gehörwahrnehmungen beruhende
gung bestimmter Tiere (z.B. die Ultraschallortung bei Fle
Tonempfindung bei Reizung anderer Sinnesnerven (z.B.
dermäusen). Pho|no|thek, auch Fono... die; -, -en (zu
des Auges; Med.)
(...thek): Tonarchiv mit Beständen an Compact Discs,
Phölnix der; -[es], -e (über lat. phoenix aus gleichbed. gr.
Schallplatten, Tonbändern u.a. Pho|no|tylpis|tin, auch
phoinix, nach dem sich im Feuer verjüngenden Vogel der
Fono... dZe; -, -nen (Analogiebildung zu (Stenotypistin):
altägypt. Sage, der in verschiedenen Versionen zum Sym
weibliche Schreibkraft, die vorwiegend nach einem Dik
bol der ewigen Erneuerung u. zum christlichen Sinnbild
tiergerät schreibt
der Auferstehung wurde); in der Wendung wie ein Phönix
aus der Asche steigen: nach scheinbar vollständigem Nie phor..., Phor... vgl. phoro..., Phoro....... phor (aus gleich
bed. gr. -phöros zu phoreîn, phérein „tragen, bringen“):
dergang etwas mit ganz neuer Kraft beginnen
Wortbildungselement mit der Bedeutung „tragend, (herpholno..., Pholno..., auch fono..., Fono..., vor Vokalen
vorjbringend“, z. B. morbiphor. Pho|re|sie die; - (aus gr.
meist phon..., Phon..., auch fon..., Fon... (zu gr. phônë
phoresia „das, was man trägt“, zu phoreîn „eine Last tra
„Laut, Ton; Stimme“): Wortbildungselement mit der Be
gen“, Intensivbildung zu phérein, vgl. ...phor): Beziehung
deutung „Schall, Laut, Stimme, Ton“, z. B. Phonogramm,
zwischen zwei Tieren verschiedener Arten, bei der das ei
Phonasthenie. Pho|no|dik|tat, auch Fonodiktat das;
ne Tier das andere vorübergehend zum Transport benutzt,
-[e]s, -e: in ein Diktiergerät gesprochenes ÎDiktat (1 b);
ohne es zu schädigen (Zool.)
vgl. Phonotypistin, pholnolgen, auch fonogen (zu
Phorminx
die; -, ...mingen [,,,'mɪŋən] (aus gleichbed. gr.
phörmigx); der 1 Kithara ähnliches Saiteninstrument aus
der Zeit Homers (auf Abbildungen seit dem 9. Jh. v. Chr.
bezeugt)
Phorlmilum das; -s, ...ien [...isn] (zugr. phormion, Verklei
nerungsform von phormós „Matte“, eigtl. ,,gefloehten(er
Korb)“, u. t...ium): Neuseeländischer Flachs (Lilienge
wächs, Faserpflanze)
pholro..., Pholro..., vor Vokalen meist phor..., Phor... (zu
gr. phoreîn, phérein, vgl. ...phor): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „das Tragen (von Gegenständen) be
treffend“, z.B. Phorometer, Phoropter. Pholrolmelter
das; -s, - (zu T'...meter): altes Gerät zur Bestimmung der
Tragfähigkeit. Pho|ro|me|trie* die; - (zu tɪ,,,metrie):
(veraltet) [Lehre von der] Tragfähigkeitsmessung. Phoronomie die; - (zu T*...nomie): 1. svw. Kinematik. 2.
Wissenschaft, Lehre vom Arbeits- u. Energieaufwand bei
bestimmten körperlichen Tätigkeiten (Psychol.). Phoroplter* der; -s, - (zu gr. opter „Späher, Kundschafter“
bzw. optikós „das Sehen betreffend“): Gerät zur verein
fachten u. schnellen Durchführung einer Sehprüfung, das
anstelle von Probierbrillen eingesetzt wird
Phoslgen das; -s (aus gleichbed. engl. phosgene, dies zu gr.
phös „Licht“ u. î.. .gen) : zur Herstellung von Farbstoffen u.
Arzneimitteln, im 1. Weltkrieg als Kampfgas verwendete
Verbindung von Kohlenmonoxid u. Chlor (Carbonylchlorid). Phosgenit [auch... nit] der; -s, -e (zugr. -genes „ver
ursachend“ u. î2...it): ein weiß bis gelblich durchscheinen
des Mineral. Phoslphat das; -[e]s, -e (zu tPhosphor u.
î...at (2)>: Salz der Phosphorsäure, dessen verschiedene
Arten wichtige technische Rohstoffe sind (z. B. für Dünge
mittel). Phoslphaltalse die; -, -n(meist Plur.) (zuT...ase):
bei den meisten Stoffwechselvorgängen wirksames tEnzym, das Phosphorsäureester zu spalten vermag. Phospha tid das; -[e]s, -e (zu T’...id): zu den TLipoiden gehö
rende organische Verbindung (Biochem., Chem.). phospha tie ren (zu T..deren): (Seide) mit Dinatriumphosphat
behandeln. Phos|pha|tie|rung die; -, -en (zu t...ierung):
das Phosphatieren. Phoslpha tulrie* die; -, ...ien (zu
t...urie): vermehrte Ausscheidung von Phosphaten im
Harn, der hierdurch eine milchig-trübe Farbe annimmt
(Med.). Phoslphen das; -s, -e (Kunstw. zu gr. phös
„Licht“ u. phainesthai „erscheinen“): bei TPhotopsie auf
tretende, subjektiv wahrgenommene Lichterscheinung
(Med.). Phoslphid das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu TPhosphor u. T’...id>: Verbindung des Phosphors mit einem elek
tropositiven Grundstoff. Phoslphin das; -s, -e (zu T...in
(l)): 1. (ohne Plur.) Phosphorwasserstoff. 2. (nur Plur.)
vom Phosphorwasserstoff abgeleitete, übel riechende, sehr
giftige organische Verbindungen. Phoslphit [auch ...’fit]
das; -s, -e (meist Plur.) (zu t'...it): Salz der phosphorigen
Säure. Phos|pho|ki|na!se die; -, -n: tEnzym, das an der
Regulation der Zellvermehrung beteiligt ist. Phpslphor
der; -s (zu gr. phösphöros „Licht tragend“, dies zu phös
„Licht“ u. phoreîn, phérein „tragen“ ; nach der Leuchtkraft
des Elements): chem. Element, Nichtmetall: Zeichen P.
Phosphoire die (Plur.): phosphoreszierende Leuchtmas
sen. Phoslpholreslzenz die; - (nach gleichbed. engl.
phosphorescence) : vorübergehendes Aussenden von Licht,
Nachleuchten bestimmter, vorher mit Licht o.Ä. bestrahl
ter Stoffe. phos¡pho|res|zie|ren (zu î..deren): nach vor
heriger Bestrahlung nachleuchten, phpslpholrig: Phos
phor enthaltend. Phos|pho|ris|mus der; -, ...men (zu
îPhosphor u. Î...ismus (3)): Phosphorvergiftung. Phospholrit [auch ...’rit] der; -s, -e (zu î2...it): durch Verwitte
rung von t Apatit od. durch Umwandlung von phosphathal
tigen tierischen Substanzen entstandenes Mineral (wichti
ger Ausgangsstoff für die Phosphorgewinnung sowie zur
Herstellung von Düngemitteln). Phoslpholrolskop* das:
Phorlminx
1044
-s, -e (zu t...skop): Gerät zur Untersuchung der Phospho
reszenz. Phos|pho|ry|lie|rung die; -, -en (zu t...yl u.
Î ...ierung): Übertragung einer Phosphatgruppe auf ein or
ganisches Molekül (Biochem.). Phot das; -s, - (zu gr. phös,
Gen. phötös „Licht“; vgl. Foto): Maßeinheit der spezifi
schen Lichtausstrahlung; Zeichen ph (1 ph = 1 Lumen pro
cm2 = 10000 Lux), phot.... Phot... vgl. photo..., Photo...
Pholtislmus der; -, ...men (zu tphoto... u. t...ismus (3)>:
bei affektiver Belastung (z.B. bei Schreck) od. starken,
nicht optischen Sinnesreizen auftretende Färb- od. Licht
empfindungen. Pholto vgl. Foto, pholto..., Pholto...,
vor Vokalen auch phot..., Phot... (zu ÎPhot) : Wortbildungs
element mit der Bedeutung „Licht“, z.B. Photochemie,
Photopsie; vgl. auch foto..., Foto... Pho|to|al|ler|gie,
auch Foto... [auch fo:...] die; -, ...ien: allergische Reaktion
der Haut auf Licht bzw. Strahlen (Med.). Pholtolbiollogie, auch Foto... [auch ’fo:...] die;-: Teilgebiet der Biologie,
das sich mit der Wirkung des Lichts auf tierische u. pflanz
liche Organismen befasst, pholtolbiollglgisch, auch fo
to... [auch ’fo:...]: die Photobiologie betreffend. Pho
to-CD vgl. Foto-CD. Pholtolchelmie, auch Foto... [auch
To:...] 4ie; -: Teilgebiet der Chemie, das die chem. Wirkun
gen des Lichtes erforscht. Pho|to|che|mi|gra|fie, auch
Fotockemigrafie [auch To:...] die; -: Herstellung von Ät
zungen aller Art im Lichtbildverfahren, pholtolchemisch, auch foto... [auch To:...]: chem. Reaktionen betref
fend, die durch Licht, radioaktive oder Röntgenstrahlung
bewirkt werden. Pho|tolche|mo|the|ra|pie, auch Foto...
[auch To:...] die; -: die kombinierte Anwendung von lang
welligem Ultraviolettlicht u. einer photosensibilisierenden
Substanz zur Behandlung von Hautkrankheiten (Med.),
pholtolchrom, auch foto... [...’kro:m] (zu gr. chröma
„Farbe“): svw. phototrop (1). Photodiinese, auch Fo
to... die; -: Anregung u. Beschleunigung der Protoplasma
strömung in Pflanzenzellen nach Lichtreiz (Bot.). Pholtodisc [...disk] vgl. Fotodisc. Pholtoleflfekt, auch Foto...
der; -[e]s, -e : Austritt von Elektronen aus bestimmten Stof
fen durch deren Bestrahlung mit Licht (Elektrot.). Pholtoelektrizitat", auch Foto... [auch To:...] die; -: durch
Licht hervorgerufene Elektrizität (beim Photoeffekt).
Pho|to|elek|tron*, auch Foto... das; -s, -en: durch Licht
ausgelöstes Elektron; vgl. Photoeffekt. Pholtolelelment,
auch Foto... das; -[e]s, -e: elektr. Element, Halbleiterele
ment, das (durch Ausnutzung des Photoeffekts) Lichtener
gie in elektr. Energie umwandelt. Pho|to|fi|nish vgl. Fo
tofinish. pholtolgen (zu T...gen): 1. vgl. fotogen. 2. durch
den Einfluss von Licht entstanden. Pho|to|ge|ni|tät vgl.
Fotogenität. Pho to geo lo gie, auch Foto... [auch To:...]
die; -: svw. Aerogeologie, pholtolgralfisch vgl. fotogra
fisch. Pholtolgramm, auch Foto... das; -s, -e (zu
t,,,gramm): durch bestimmte fotografische Techniken er
folgte direkte Abbildung von Gegenständen auf lichtemp
findlichem Material, Messbild. Pho|to|gram|me|trie*,
auch Foto... die: - (zu t...metrie): a) Verfahren zum Kon
struieren von Grund- u. Aufrissen aus fotografischen Bil
dern von Gegenständen; b) in der Messtechnik u. in der
Kartografie das Herstellen von Karten aus der Fotografie
des darzustellenden Gebietes. pho|to|gram|me|tnsch*,
auch foto... (zu Î...metrisch): durch Photogrammetrie ge
wonnen. Pholtolgraph vgl. Fotograf. Pholtolgralphie
vgl. Fotografie. pho|to|gralphie|ren vgl. fotografieren.
Pholtolgralphik [auch To:...] vgl. Fotografik. Pholtogralphin vgl. Fotografin. Pho|to|gra|phis|mus vgl. Fotografismus. Pho[to|gra|vülre, auch Foto... [,..’vy:ra,
auch To:...] die; -, -n: svw. Heliogravüre. Php|to|in|duktilon, auch Foto... i/z’e; -, -en: Auslösung physiologischer
Prozesse durch Lichteinwirkung (Biol.). Pholtolinldustrie* vgl. Fotoindustrie. Pho|to|ki|ne|se, auch Foto...
die; -: lichtinduzierte Änderung der Beweglichkeit eines
1045
Phrase
Organismus (Zool.). Photokoagulatilon, auch Fo
Foto... [auch To:...] die; -: strahlende Gashülle der Sonne
to... [auch To:...] die: -, -en: Blutstillung mithilfe von Strah
(Meteor.). pho|to|sta|bil, auch foto...: lichtbeständig,
len (meist Laser; Med.). Pholtolkolpie vgl. Fotokopie,
lichtecht. Pho|to|syn|thejse, auch Foto... ¿Ze; -: Aufbau
pholtolkolpielren vgl. fotokopieren, pholtollalbil,
organischer Substanzen aus anorganischen Stoffen in
auch foto...: lichtunbeständig, durch Licht zerstörbar.
Pflanzen unter Mitwirkung von Sonnenlicht; vgl. Assimila
Phpltollalbor vgl. Fotolabor. Pholtolliltholgralfie vgl.
tion (2b). pho|to|tak|tisch, auch foto...: die Phototaxis
Fotolithografie. Pholtollylse, auch Foto... die; -, -n (zu
betreffend, auf ihr beruhend; sich durch einen Lichtreiz be
t...lyse); mit der Photosynthese einhergehende Zersetzung
wegend (Bot.). Pho|to|ta|xis, auch Foto... die; -, ...xen (zu
ehern. Verbindungen durch Licht. Pholtom, auch Fotom
î2Taxis): durch Lichtreiz ausgelöste 12Taxis (Bot.). Pholtodas; -s, -e (meist Plur.) (zu gr. phös (vgl. Phot), Analogie
terlmin vgl. Fototermin. Pho|to|thek vgl. Fotothek.
bildung zu Î Phantom) : subjektive Wahrnehmung nicht vor
Pholtoltheoldollit, auch Foto... der; -[e]s, -e: Messkam
handener Licht- od. Farberscheinungen in Gestalt von
mer zur Erdbildmessung im Gelände (Vermessungstech
Wolken, Wellen, Schatten (Med.). Php|to|ma|te|ri|al vgl.
nik). Pho|to|the|ra|pie, auch Foto... [auch To:...] die; -, -n :
Fotomaterial. Pholtolmalton® das; -s, -e (Kunstw.): Fo
Behandlung von Krankheiten mit natürlicher od. künstli
tografierautomat (z.B. für Passbilder), der die fertigen
cher Lichtstrahlung; Lichtheilverfahren (Med.). PholtoAufnahmen nach kurzer Zeit auswirft, pholtolmelchatherlmolmeltrie*, auch Foto... [auch To:...] die; -: Mes
nisch, auch foto... [auch To:...] (zu tphoto...): unter Ein
sung von Temperaturen strahlender Körper (Phys.). Phosatz von Fotografie u. Ätztechnik arbeitend. Pholtolmeto|thy|ris|tor, auch Foto... der; -s, ...oren: ein tThyristor,
ter, auch Foto... das; -s, - (zu t'...meter): Gerät, mit dem
der nicht mit elektr. Impulsen, sondern mit Lichtenergie ge
(durch Vergleich zweier Lichtquellen) die Lichtstärke ge
steuert wird (Phys., Elektrot.). Pho|to|to|po|gra|fie, auch
messen wird. Pho|to|me|trie*, auch Foto... die; - (zu
Fototopografie [auch To:...] die; -: svw. Photogrammetrie.
t...metrie): Verfahren zur Messung der Lichtstärke, Licht
Phgltoltranlsisltor, auch Foto... der; -s, -en: optoelekmessung. photometrisch*, auch foto... (zu Î...me
tron. Halbleiterbauelement, bei dem der Stromfluss durch
trisch): die Lichtstärkemessung betreffend; mithilfe der
den inneren Photoeffekt gesteuert wird (Phys., Elektrot.).
Photometrie erfolgend. Pholtolmoldell vgl. Fotomodell.
photoitrop*, auch foto... (zu t...trop): 1. die Phototropie
Pholtolmonltalge [,,,ʒə] vgl. Fotomontage. Phglton
betreffend; phototrope Gläser: Brillengläser, die sich unter
das; -s, ...onen (Kunstw. (von Einstein geprägt) zugr. phös
Einwirkung des Sonnenlichts verfärben. 2. svw. phototro
(vgl. Phot) u. î4...on>: in der Quantentheorie das kleinste
pisch; vgl. ...isch/-. pholtoltroph*, auch foto... (zu
Energieteilchen einer elektromagnetischen Strahlung.
t...troph): die Phototrophie betreffend (Biol.);phototrophe
Pholtolnasltie, auch Fotonastie die; -, ...ien (zu tpho
Bakterien: Bakterien, die die Fähigkeit besitzen, Licht als
to...): durch Lichtreize bewirkte Krümmungsbewegung
Energiequelle zu nutzen. Pholtoltrolphie*, auch Foto...
von Organen (z.B. von Blütenblättern) festgewachsener
die; - (zu 1 ...trophie): Ernährungstyp, bei dem Lichtenergie
Pflanzen (Bot.). Pholtolnik die; - (zu T2...ik (1)>: Bez. für
als Energiequelle für den Aufbau körpereigener Substanz
die Informationsübertragung u. -Verarbeitung, die auf der
genutzt wird (Biol.). Pholtoltrol pie*, auch Foto... die; - (zu
Wechselwirkung von Lichtsignalen beruht. Pholtolobt...tropie): unter dem Einfluss von sichtbarem od. ultravio
jekltiv vgl. Fotoobjektiv. Pholtolopltik vgl. Fotooptik.
lettem Licht (z.B. Sonnenstrahlen) eintretende Treversible
pho!to|pelri|oldisch, auch foto...: auf die Länge der täg
(1) Farbänderung, Verfärbung, pholtoltrplpisch*, auch
lichen Licht- u. Dunkelperioden reagierend (z.B. bei der
foto...: den Phototropismus betreffend; lichtwendig; vgl.
Blütenbildung; Bot.). Pholtolpelriloldislmus, auch Fo
...isch/-. Pholtoltrolpislmus*, auch Foto... der; -, ...men:
to... der; - (zu TPeriode u. t...ismus (2)): Abhängigkeit der
durch Lichtreize ausgelöster Tropismus bei Pflanzen u. an
deren Chlorophyll enthaltenden Organismen; Lichtwendig
Pflanzen in der Blütenausbildung von der täglichen Lichtkeit (Bot.). Pholtoltylpie, auch Foto... die; -, ...ien (zu
Dunkel-Periode (Bot.), pholtolphil, auch foto... (zu
t...typie) : 1. (ohne Plur.) Verfahren zur photomechanischen
t...phil): das Leben im Licht bevorzugend (von Tieren u.
Herstellung von Druckplatten. 2. photomechanisch herge
Pflanzen; Biol.); Ggs. Îphotophob. photophob, auch
stellte Druckplatte. Pho tolvolltalik, auch Foto... [...v...,
foto... (zu T...phob): 1. lichtscheu, -empfindlich (bei gestei
auch To:...] die; - (zu Î Volt u. t2...ik(l)>: Teilgebiet der Elek
gerter Reizbarkeit der Augen ; Med.). 2. das Licht meidend
tronik bzw. der Energietechnik, das sich mit der Gewinnung
(von Tieren u. Pflanzen; Biol.); Ggs. tphotophil. Pholtovon elektr. Energie bes. aus Sonnenenergie befasst, phopho bie, auch Foto... die; -, -ien (zu î...phobie): gesteiger
toivol taiisch, auchfoto...: [auch To:...]: die Photovoltaik
te, schmerzhafte Lichtempfindlichkeit der Augen (z. B. bei
betreffend. Pho|to|wi|der|stand, auch Foto... der; -[e]s,
Entzündungen, Migräne; Med.). Pho|to|pho|re|se, auch
...stände: auf Lichtleitung beruhendes Halbleiterbauele
Foto... die; - (zugr. phoreɪn „forttragen, wegbringen“ (vgl.
ment (Elektrot.). Pho|to|zel|le, auch Foto... die; -, -n: Vor
Phoresie) u. t...ese>: die Erscheinung, dass extrem kleine,
richtung, die unter Ausnutzung des Î Photoeffektes Licht
in einem Gas schwebende Teilchen sich unter Einwirkung
schwankungen in Stromschwankungen umwandelt bzw.
einer intensiven Lichtstrahlung in Strahlungsrichtung od.
Strahlungsenergie in elektr. Energie (Phys.). Pholtolzinentgegen der Strahlungsrichtung bewegen (Phys.). Pho ¡tokografie vgl. Fotozinkografie
phylsiollolgie, auch Foto... [auch To:...] die; -: die Wir
kung des Lichts auf Entwicklung u. Lebensfunktionen der Phragmobasidiomyjzet der; -en, -en (zu gr. phragmós „Zaun“ (eigtl. „das Einzäunen“), î Basidie u. Î MyPflanzen behandelndes Teilgebiet der Î Physiologie. Phozet): Ständerpilz mit vierteiliger Î Basidie (z.B. Getreider
tolplasltik vgl. Fotoplastik. Pholtop|si_e‘, auchFotopsie
ostpilz)
die; - (zu t...opsie): das Auftreten von subjektiven Licht
empfindungen (in Gestalt von Blitzen, Funken o.Ä., z. B. 1Phra|se die; -, -n (über spätlat. phrasis aus gr. phrásis,
Gen. phräseös „das Sprechen, Ausdruck“ zu phrázein
bei Reizung der Augen od. Störung der Sehbahnen; Med.);
„zeigen, darlegen“): 1. a) Satz; typische Wortverbindung,
vgl. Phosphen. Pholtolrelallislnnus vgl. Fotorealismus.
Redensart, Redewendung; b) aus einem Einzelwort od.
Pholto|re|a|list vgl. Fotorealist. Pholtolrelporlter vgl.
aus mehreren eine Einheit bildenden Wörtern bestehender
Fotoreporter. Pho|to|re|zep|tolren, auch Foto... die
Satzteil (Sprachw.). 2. selbstständiger Abschnitt eines mu
(Plur.): der Wahrnehmung von Licht dienende ÎOrganel
sikalischen Gedankens (Mus.). 2Phra|se die; -, -n (aus
len, Zellen od. Moleküle bei Pflanzen (z. B. Chlorophyll) u.
gleichbed. fr. phrase, dies aus lat. phrasis, vgl. ‘Phrase);
Tieren (Auge; Biol.). Pho|to|sa|fa|ri vgl. Fotosafari.
abgegriffene, leere Redensart; Geschwätz. PhralsenPholtolsetlter vgl. Fotosetter. Pho|tolsphä|re, auch
phraseo..., Phraseo...
struk|turlgram|ma|tik die; - <zu ('Phrase): Gramma
tik, die durch Einteilung u. Abgrenzung der einzelnen
'Phrasen (1 b) Sätze, komplexe sprachliche Einheiten ana
lysiert, Satzbaupläne ermittelt (Sprachw.); vgl. Konstitu
entenstrukturgrammatik. phralselo..., Phralselo... (zu
gr. phrásis, Gen. phräseös, vgl. 'Phrase): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „Redewendung, Redensart“,
z.B. Phraseologie. Phralselo lelxem das; -s, -e: phra
seologische Einheit, die durch Idiomatizität, Stabilität u.
Lexikalisierung gekennzeichnet ist (z. B. jmdm. platzt der
Kragen). Phralselollolgie die; -, ...ten (zu Î...logie): a)
Gesamtheit typischer Wortverbindungen, charakteristi
scher Redensarten, Redewendungen einer Sprache; b) Zu
sammenstellung, Sammlung solcher Redewendungen
(Sprachw.). phra|se|o|lo|gisch (zu (...logisch): die
Phraseologie betreffend. Phra|se|o|lolgis|mus der; -,
...men (zu ( ...ismus (4)): feste Wortverbindung, Redewen
dung; vgl. Idiom (2). Phra|se|o|nym* das; -s, -e (zu
t 'Phrase u. gr. ónyma „Name“): Deckname, Verfasserna
me, der aus einer Redewendung besteht (z. B. „von einem,
der das Lachen verlernt hat“). Phralseur [,,,'zo:e] der; -s,
-e (aus gleichbed. fr. phraseur zu phrase „leere Redens
art“, vgl. 2Phrase>: (veraltet) Phrasenmacher, Schwätzer,
phralsielren (zu ('Phrase u. t..deren): a) in das Noten
bild Phrasierungszeichen eintragen; ein Tonstück in melo
disch-rhythmische Abschnitte einteilen; b) beim Vortrag
eines Tonstücks die entsprechenden Phrasierungszeichen
beachten, die Gliederung in melodisch-rhythmische Ab
schnitte zum Ausdruck bringen (Mus.). Phralsielrung
die; -, -en (zu (...ierung): a) melodisch-rhythmische Ein
teilung eines Tonstücks; b) Gliederung der Motive, The
men, Sätze u. Perioden beim musikalischen Vortrag
(Mus.)
Phraltrilarch* der; -en, -en (aus gleichbed. gr. phratriarchos): Vorsteher einer Phratrie. Phraltrie die; -, ...ien (aus
gleichbed. gr. phratria): altgriech. Sippengemeinschaft
phrelaltisch (zu gr. phréar, Gen. phréatos „Brunnen“):
Grundwasserbildung u. -Speicherung aufweisend (von Ge
bieten des humiden Klimabereichs; Geol., Meteor.),
phrelaltolmaglmaltisch: durch Kontakt des aufstei
genden Magmas mit Wasser eingeleitet od. ausgelöst (von
vulkanischen Eruptionen; Geol.)
phren..., Phren... vgl. phreno..., Phreno... Phrelnallgie*
die; -, ...ien (zu (phreno... u. (...algie): Schmerz im
Zwerchfell (Med.). Phrelnekltolmie* die; -, ...ien (zu
(...ektomie): operative Entfernung eines Teils des Zwerch
fells (bes. bei bösartigen Tumoren; Med.). Phrelnelsie
die; - (zugr. phrénes, Plur. von phren (vgl. phreno...) u. zu
( ...ie> : (selten) das Besessensein von Wahnvorstellungen;
Wahnsinn (Med.). phre|ne|tisch (über lat. phreneticus,
phreniticus aus gleichbed. gr. phrenétikós, phrenitikös):
(selten) wahnsinnig (Med.); vgl. frenetisch. ...phrelnie
(zu gr. phren (vgl. phreno...) u. (2...ie>: Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „das Irresein“, z. B. Schizophre
nie. Phrelnilkusder;- (ausgleichbed. nlat. (nervus)phre
nicus, dies zu gr. phren, vgl. phreno...): Zwerchfellnerv
(Med.), phrelnisch: das Zwerchfell betreffend, zum
Zwerchfell gehörend (Med.). Phrelniltis die; -, ...itiden
(über lat. phrenitis aus gr. phrenitis, eigtl. „Wahnsinn“,
weil das Zwerchfell als Sitz des Verstandes galt): Zwerch
fellentzündung (Med.), phrelno..., Phrelno..., vor Vo
kalen meist phren..., Phren... (zu gr. phren „Zwerchfell;
Geist; Gemüt“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„den Geistes- od. Gemütszustand betreffend“, z. B. Phrenolepsie. Phre|no|kar|die die; -, ...ien (zu gr. kardia
„Herz" u. (2,..ie>: Herzneurose mit Herzklopfen, Herzsti
chen u. Atemnot (Med.). Phrelnolleplsie die; -, ...ien (zu
gr. lëpsis „das Annehmen“ u. (2...ie): Zwangsvorstellung,
-zustand (Med.). Phrelnoilolge der; -n, -n (zu (...loge):
1046
Anhänger der Phrenologie. Phrelnollolgie die; - (zu
(...logie): als irrig erwiesene Anschauung, dass aus den
Schädelformen auf bestimmte geistig-seelische Veranla
gungen zu schließen sei. phrelnollolgisch (zu (...lo
gisch): die Phrenologie betreffend. Phrelnolnym* das;
-s, -e (zu gr. phrën „Geist, Sinn“ u. ónyma „Name“):
Deckname, der aus der Bezeichnung einer Charakterei
genschaft besteht (z. B. „von einem Vernünftigen“). Phrenolpalthie die; - (zu (phreno... u. (...pathie): svw. Psy
chose
Phrillon® das; -s (Kunstw.): vollsynthetische Chemiefaser
Phrylgalna die; -, -s (nach der Landschaft Phrygien, vgl.
phrygisch): Felsenheide; der (Garigue entsprechender
Vegetationstyp im Mittelmeergebiet
Phrylgalnilde die; -, -n (zu gr. phrÿgana „kleines trockenes
Holz, Reisig“ (nach dem zum Bau ihrer Köcher verwen
deten Material), u. (...ide): Köcherfliege
phrylgisch (nach der historischen Landschaft Phrygien
(heute Teil der Türkei)): die kleinasiatische Landschaft
Phrygien, ihre Bewohner betreffend; phrygisehe Mütze:
(in der Französischen Revolution) Sinnbild der Freiheit,
(Jakobinermütze; phrygisehe Tonart: zu den authenti
schen Tonreihen gehörende, auf e stehende Tonleiter der
Kirchentonarten des Mittelalters (Mus.). Phrylgüsche
das; -n: 1. altgriech. Tonart (Mus.). 2. Kirchentonart
(Mus.)
Phrylne [,..ne] die; -, -n [...non] (nach der altathenischen
Hetäre Phrÿnë, eigtl. „Kröte“): (veraltet) verführerische
Frau
Phthalates, -[e]s, -e (Kunstw.; verkürzt aus (Naphthalin
u. 1 ...at (2)): Salz der Phthalsäure. Phthallelin das; -s, -e
(zu (...in (1)): synthetischer Farbstoff (z.B. Eosin).
Phthallsäulre rf/e; -, -n: Säure, die in großen Mengen bei
der Herstellung von Farbstoffen, Weichmachern u. Ä. ver
arbeitet wird
Phthilrilalse die; -, -n u. Phthilrilalsis die; -, ...iasen (über
lat. phthiriasis aus gleichbed. gr. phtheiriasis zu phtheir
„Laus“): Läuse-, bes. Filzlausbefall (Med.)
Phthilse u. Phthisis die; -, ...sen (über lat. phthisis aus gr.
phthisis „Schwindsucht“, eigtl. „das Abnehmen“, zu
phthiein „abnehmen, schwinden“): 1. allgemeiner Verfall
des Körpers od. einzelner Organe (Med.). 2. Lungentuber
kulose, die mit Schrumpfung u. Einschmelzung des Lun
gengewebes verbunden ist (Med.). Phthi|se|olpholbie
die; - (zu t...phobie): krankhafte Angst vor der Anste
ckung mit Lungentuberkulose (Med.). Phthilsilker der;
-s, - (aus gleichbed. lat. phthisicus, dies zu gr. phthisikós,
vgl. phthisisch): jmd., der an Phthise erkrankt ist,
Schwindsüchtiger (Med.). PhthilsiollolgLe die; - (zu
t...logie): (veraltet) medizinisches Teilgebiet, das sich mit
der Schwindsucht befasst. Phthilsis vgl. Phthise, phthjsisch u. phthiltisch (aus gleichbed. gr. phthisikós): die
Phthise betreffend; schwindsüchtig (Med.)
ph-Wert [pe:'ha:...] vgl. pH
Phylkolbillilne die (Plur.) (zu gr. phÿkos „Tang, Seegras“,
lat. bilis „Galle“ (wegen der Farbe des Gallenfarbstoffs) u.
(...in (1)): blaue u. rote Farbstoffe in den (Chloroplasten
von Rotalgen u. in Grünalgen, die die Photosynthese un
terstützen (Biol.). Phy|ko|den|schse|fer der; -s (zu gr.
phyködes „tangähnlich“, dies zu phÿkos, vgl. Phykobiline): Schichten mit der Versteinerung algenähnlicher Ge
bilde im Frankenwald u. in Ostthüringen (Geol.). Phylkoerylthrin* das; -s (zu gr. phÿkos (vgl. Phykobiline) u.
('Erythrin): roter Farbstoff bei Blau- u. Rotalgen. Phykollolgie die; - (zu (...logie): auf die Algen spezialisiertes
Teilgebiet der Botanik; Algenkunde. Phylkolmylzet der;
-en, -en (meist Plur.) (zu (Myzet): Algenpilz
phy!..., Phyl..., vgl. phylo..., Phylo...
Phy|lak|te|ri|on das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gr. phylakterion
1047
Physikum
„Amulett“, eigtl. „Verwahrungsort“, zu phylássein, phynanderrühren“ zu phÿrein „zusammenmengen, kneten“):
láttein „bewahren, beschützen“): 1. als tAmulett benutz
durch intensive tektonische Bewegungsvorgänge verur
ter [geweihter] Gegenstand, 2. (meist Plur.) jüd. Gebets
sachte Verknetung von Gesteinslagen (Geol.)
riemen, ÍTefillin.phyllakltisch (ausgr. phylaktikós „gut phys..., Phys... vgl. physio..., Physio...
bewahrend, vorsichtig im Beschützen“): (veraltet) bewa Phylsa die; -, ...sen (aus gleichbed. gr. phÿsa zu physän
chend, behütend
„aufblasen, aufblähen“): (veraltet) 1. Blase, Wasserblase.
Phyllarch* der; -en, -en (aus gleichbed. gr. phylárchés):
2. Blähung.Phylsalgo gum* das; -s, ...ga (aus gleichbed.
Vorsteher od. Anführer einer t Phyle
nlat. physagogum zu gr. phÿsa (vgl. Physa) u. ágein „ablei
Phyllax der; -, -e (aus gleichbed. gr. phÿlax zu phylássein,
ten, führen“): (veraltet) Mittel zum Abtreiben von Blähun
vgl. Phylakterion): (veraltet) Wächter, Hüter
gen. Phylsallis die; -, ...alen (aus gleichbed. gr. physalis,
Phylle die; -, -n (aus gleichbed. gr. phylë zu phÿesthai „ent
eigtl. „Blase“, zu physän ,,(auf)blasen“, weil die Samen
stehen, abstammen“): altgriech. Stammesverband, in
hülle wie aufgeblasen aussieht): a) zu den Nachtschatten
Athen als politischer Verband des Stadtstaates organi
gewächsen gehörende Lampionpflanze mit scharlachro
siert; vgl. Tribus (1). phylle tisch (nach gleichbed. gr.
ten, an hängende Lampions erinnernden Blütenkelchen,
phyletikós): die Abstammung, die Stammesgeschichte be
die eine rote Beere enthalten; Blasen- od. Judenkirsche; b)
treffend (Biol.)
zu den Nachtschattengewächsen zählende Kapstachelbee
phyll..., Phyll... vgl. phyllo..., Phyllo... Phylllit [auch ... lit]
re mit kleineren, gelben bis orangefarbenen essbaren
der; -s, -e (zu gr. phÿllon „Blatt“ u. t2...it>: feinblättriger
Früchten, die in reifem Zustand von einem hellbraunen,
kristalliner Schiefer (Geol.). phyl liltisch [auch ...'ll...]:
geschlossenen Blütenkelch umgeben sind
feinblättrig (von Gesteinen; Geol.).phyl|lo..., Phylllo..., ...phylse (aus gr. phÿsis „Wuchs, Abstammung“ zu phÿein
vor Vokalen meist phyll..., Phyll... (aus gleichbed. gr. phÿl„entstehen, wachsen; erzeugt werden“): Wortbildungsele
lon): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Blatt“,
ment mit der Bedeutung „etwas Gewachsenes“, z. B. Hy
z. B. Phyllophage, Phyllit. Phyllobiologie [auch fypophyse. phylsi..., Phylsi... vgl. physio..., Physio...Phylo...] die: -: (veraltet) das Leben der Blätter untersuchen
sila ter* der; -s, - (zu tphysio... u. t..dater): Naturarzt.
des Teilgebiet der Botanik. Phylllolchilnon das; -s: in
Phy|si|a|tri_e* die; - (zu t...iatrie): Naturheilkunde. Phygrünen Blättern enthaltenes, für die Blutgerinnung wich
silau to kra tie* die;-: (veraltet) Naturheilkraft.Phylsik
tiges Vitamin K. phyllloldisch (aus gleichbed. gr.
die; - (aus lat. physica „Naturlehre“, dies aus gleichbed. gr.
phyllödes): blattähnlich, blattartig (Bot.), Phyl|lo|di|um
physikë (theöria), eigtl. „das die Natur Betreffende“ (nach
das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. nlat. phyllodium zu gr.
dem Titel einer Schrift des Aristoteles), zu physikön, Neu
phyllödes, vgl. phyllodisch): blattartig verbreiterter Blatt
trum von physikös, vgl. physisch) : der Mathematik u. Che
stiel (Bot.). Phyllio lid das; -s, -e (zu tphyllo... u. T...oid>:
mie nahestehende Naturwissenschaft, die vor allem durch
blattähnlicher Pflanzenteil bei niederen Pflanzen, der zur
experimentelle Erforschung u. messende Erfassung die
Assimilation dient (Bot.). Phyl|lo|kakltus der; -, ...een:
Grundgesetze der Natur, bes. Bewegung u. Aufbau der
amerik. Kaktus mit blattartigen Sprossen u. großen Blü
unbelebten Materie u. die Eigenschaften der Strahlung u.
ten, der in zahlreichen Zuchtsorten vorkommt. Phyllloder Kraftfelder, untersucht. phy|si|ka|lisch (aus gleich
klaldi um* das; -s, ...ien [...ion] (zu Î phyllo..., gr. kládion
bed. mlat. physicalis): a) die Physik betreffend, zu ihr
„Spross“ u. î...ium): blattähnlicher kurzer Trieb, der die
gehörend, auf ihr, ihren Gesetzen beruhend ¡physikalische
Funktion des Blattes übernimmt (z.B. beim Spargel;
Chemie: Gebiet der Chemie, in dem Stoffe u. Vorgänge
durch exakte Messungen mittels physikalischer Methoden
Bot.). Phyl|lo|ma|nie die; - (zu tphyllo... u. t...manie):
das Vergrünen u. Umwandeln von Blüten u. Blütenorga
untersucht werden; b) den Gesetzen, Erkenntnissen
der Physik folgend, nach ihnen ablaufend, durch sie be
nen zu Blättern, auch Bildung von Blättern an ungewöhn
stimmt; physikalische Geografie: Gebiet der Geografie,
lichen Stellen, zum Teil durch Blattläuse bewirkt (Bot.).
das Î Geomorphologie, Î Klimatologie u. Î Hydrologie um
Phylllolphalge der; -n, -n (meist Plur.) (zu t...phage):
fasst; c) bestimmte Gesetze, Erkenntnisse der Physik nüt
Pflanzen-, Blattfresser (Biol.). Phyl|lo|po|de der; -n, -n
zend, anwendend; mithilfe bestimmter Gesetze, Erkennt
(meist Plur.) (zu t...pode): Blattfüßer (niederer Krebs,
nisse der Physik ¡physikalische Therapie: arzneilose, nur
z. B. Wasserfloh). Phyl lloltalxis die; -, ...xen (zut2Taxis):
mit physikalischen Mitteln (Wärme, Licht u.a.) arbeiten
durch äußere Reize verursachte Blattstellung (Bot.).
de Heilmethode. Phy|silka|lis|mus der; - (zu t...ismus
Phylllolxelra die; -, ...ren (aus gleichbed. nlat. phylloxera
(2)): grundsätzlich nach den Methoden der Physik ausge
zu tphyllo... u. gr. xerös „trocken“, eigtl. „die Blattaus
richtete Betrachtung der biologischen Prozesse u. der Le
trocknende“): Reblaus
bensvorgänge (Philos.), phylsilkallisltisch (zu t...isphyllo.... Phyllo..., vor Vokalen meist phyl..., Phyl... (aus
tisch): den Physikalismus betreffend, zu ihm gehörend, auf
gleichbed. gr. phÿlon): Wortbildungselement mit der Be
ihm beruhend, für ihn charakteristisch. Phylsilkat das;
deutung „(Volks)stamm“, z.B. Phylogenese, Phylarch.
-[e]s, -e (zu lat. physicus (vgl. Physiker) u. î...at (1)>: (ver
Phyllolgelnelse die; -, -n: Entwicklung eines ganzen
altet) Amt eines Physikus. Phylsilker der; -s, - (aus lat.
Pflanzen- od. Tierstammes, Stammesentwicklung, Stam
physicus „Naturkundiger, Naturphilosoph“, dies aus gr.
mesgeschichte (Biol.). Phyllolgelneltik die; -: Lehre,
physikös „Naturforscher“): Wissenschaftler auf dem Ge
Wissenschaft von der Stammesgeschichte der Lebewesen,
biet der Physik.Phylsilkelrin die;-, -nen: weibliche Form
Abstammungslehre (Biol.). phyllolgelneltisch: die
zu tPhysiker Phy|si|kolche|mie die; - (zu lat. physicus,
Stammesgeschichtebetreffend(Biol.).Phy|lo|ge|nie die;
vgl. physisch): svw. physikalische Chemie, phylsilko-, ...ien (zu Î...genie): svw. Phylogenese. Phyllolgolnie
chelmisch: die physikalische Chemie betreffend, zu ihr
die; -, ...ien (zu t...gonie): (veraltet) svw. Phylogenie.Phy
gehörend, auf ihr beruhend, für sie charakteristisch. Phylum das; -s, ...la (aus gleichbed. nlat. phylum, dies aus gr.
silkoltechlnilker der;-s,-: (selten) handwerklich begab
phÿlon „Stamm, Gattung“): systematische Bez. für Tier
ter Techniker auf physikalischem Gebiet. Phylsilkood. Pflanzenstamm (Biol.)
theollolgie die;-: Schluss von der zweckmäßigen u. sinn
Phylma das; -s, -ta (ausgr. phÿma „Gewächs, Auswuchs“):
vollen Einrichtung dieser Welt auf die Existenz Gottes,
knolliger Auswuchs (bes. der Nase; Med.).phy|maltisch
phy|si|ko|theo|lolgisch: die Physikotheologie betref
(zugr. phymatoün „Geschwüre, Auswüchse bekommen“):
fend, zu ihr gehörend. Phy|si|ko|the|ra|pie die; -: svw.
geschwollen, geschwulstig (Med.)
Physiotherapie. Phylsilkum das; -s, ...ka (nach lat. (tesPhylralsis die; - (aus gr. phÿrasis „das Kneten, Durchei
Physikus
tamen) physicum „Prüfung in den Naturwissenschaf
ten“): ärztliches Vorexamen, bei dem die Kenntnisse auf
dem Gebiet der allgemeinen naturwissenschaftlichen u.
anatomischen Grundlagen der Medizin geprüft werden.
Phylsilkus der: -, -se (aus lat. physicus, vgl. Physiker):
(veraltet) Kreis-, Bezirksarzt, phylsio..., Phylsio...,
auch physi..., Physi..., vor Vokalen meist phys..., Phys...
(aus gleichbed. gr. physio- zu phÿsis, vgl. Physis): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Natur; natürliche Be
schaffenheit; Leben“, z.B. Physiografie, Physiater, physiolgen (zu t ...gen): körperlich bedingt, verursacht (Psy
chol.). Phylsiolgeolgralfie, auch ...gralphie die;
svw. physikalische Geografie. phy|siolgeo|gra|fisch,
auch ...gralphisch: die physikalische Geografie betref
fend, zu ihr gehörend, auf ihr beruhend. Phylsiolgnom*
der; -en, -en u. Physiognomiker der; -s, - (über lat. physio
gnomon aus gleichbed. gr. physiognomon zu tphysio... u.
gnömön „Kenner, Beurteiler“, dies zu gignöskein „erken
nen“) : jmd., der sich [wissenschaftlich] mit der Physiogno
mik beschäftigt, der die äußere Erscheinung eines Men
schen deutet. Phy Isiolgnolmie* die; -, ...ien (über mlat.
phis(i)onomia aus spätlat. physiognomia, dies ausgr. physiognömia, physiognömonia „die Fähigkeit, einen Men
schen an seinem Gesichtsausdruck zu erkennen“): äußere
Erscheinung, Erscheinungsbild, bes. der Gesichtsaus
druck eines Menschen, auch eines Tieres, phylsiolgnomielren* (zu t..deren): sich mit Physiognomik beschäfti
gen. PhyisiolgnolmikM/e, - (zu Îphysio... u. gr. gnömonikös „zur Beurteilung fähig“): bes. die Beziehung zwi
schen der Gestaltung des menschlichen Körpers u. dem
Charakter behandelndes Teilgebiet der Ausdruckspsycho
logie u. die darauf gründende Lehre von der Fähigkeit, aus
der Physiognomie auf innere Eigenschaften zu schließen.
Phylsio|gno|mi|ker* vgl. Physiognom. phy sio gnomisch* (aus gleichbed. spätlat. physiognomicus): die
Physiognomie betreffend. phy|sio|gno|mi|sie|ren* (zu
T...isieren): svw. physiognomieren. Phylsiolgraf, auch
...graphder; -en, -en (zu tphysio... u. t...graf): (veraltet)
Naturbeschreiber; jmd., der sich mit Physiografie beschäf
tigt. Phy|sio|gra|fie, auch ...gralphie die; - (zu t,,,grafie): (veraltet) 1. Naturbeschreibung; Landschaftskunde.
2. svw. physikalische Geografie, phylsiolgralfisch,
auch ...gralphisch (zu Î...grafisch): die Physiografie be
treffend, zu ihr gehörend. Phy|sio|kli|ma|to|lo|gie die;
-: erklärende Klimabeschreibung (Meteor.). Phylsiokrat* fiter; -en, -en (zu t...krat): Vertreter des Physiokratismus. Phylsiolkraitie* die; - (zu T...kratie): (veraltet)
Herrschaft der Natur. phy|sio|kra|tisch*: 1. (veraltet)
die Physiokratie betreffend. 2. den Physiokratismus be
treffend. Phy|sio|kra|tis|mus* der; - (zu t...ismus (1)):
volkswirtschaftliche Theorie des 18. Jh.s, nach der Boden
u. Landwirtschaft die alleinigen Quellen des Reichtums
sind. Phyl siollglge der; -n, -n (über lat. physioiogus aus
gr. physiológos „Naturforscher“): Wissenschaftler auf
dem Gebiet der Physiologie. Phylsiollolgie fihte; - (über
lat. physiologia aus gr. physiologia „Naturkunde“): Wis
senschaft von den Grundlagen des allgemeinen Lebensge
schehens, bes. von den normalen Lebensvorgängen u.
Funktionen des menschlichen Organismus, phylsiollogisch (über lat. physiologicus aus gleichbed. gr. physiologikös): die Physiologie betreffend; die Lebensvorgänge im
Organismus betreffend; physiologische Chemie:Teilgebiet
der Physiologie, in dem die Lebensvorgänge mit physika
lischen u. chemischen Methoden erforscht werden. Physio lo gus der; - (aus lat. physioiogus, vgl. Physiologe):
Titel eines im Mittelalter weit verbreiteten Buches, das
christliche Glaubenssätze in allegorischer Auslegung an
[oft fabelhafte] Eigenschaften der Tiere knüpfte. Phy |sionom der; -en, -en (zu Tphysio... u. t2...nom>: (veraltet)
1048
jmd., der sich mit Physionomie beschäftigt. Phylsiolnomie filzte; - (zu T2...nomie): (veraltet) Lehre von den Natur
gesetzen. Phylsiolphille der; -n, -n (zu gr. philos
„Freund“): (veraltet) Naturfreund. Phylsiolsklelrolse*
¿te; -, -n: natürliche, mit dem Lebensalter fortschreitende
T Sklerose der Blutgefäße (Med.). Phy|sio|the|ra|peut
der; -en, -en: Masseur, Krankengymnast, der nach ärztli
cher Verordnung Behandlungen mit den Mitteln der Phy
siotherapie durchführt. Phylsiolthe|ra|peu|tin die; -,
-nen: weibliche Form zu t Physiotherapeut. Phylsioltheralpie die; -: Behandlung von bestimmten Krankheiten
mit naturgegebenen od. physikalischen (c) Mitteln wie
Wasser, Wärme, Licht, Luft, Strom. Phylsioltopfiter od.
das: -s, -e (zu gr. topos „Ort“): kleinste Landschaftseinheit
(z.B. Delle, Quellschlucht, Schwemmkegel u.a.; Geogr.).
Phylsis die; - (aus gr. phÿsis „Natur, natürliche Beschaf
fenheit“ zu phÿein „hervorbringen, entstehen“): 1. die Na
tur, das Reale, Wirkliche, Gewachsene, Erfahrbare im Ge
gensatz zum Unerfahrbaren der ÎMetaphysik (Philos.). 2.
körperliche Beschaffenheit [des Menschen], phylsisch
(über lat. physicus aus gr. physikös „von der Natur ge
schaffen, natürlich“ zu phÿsis „Natur“): 1. in der Natur
begründet, natürlich. 2. die körperliche Beschaffenheit be
treffend; körperlich; vgl. psychisch; physische Geografie:
svw. physikalische Geografie; physische Karte: kleinmaßstäbige Karte mit ausgearbeiteter farbiger Reliefdar
stellung (vgl. Relief 1). Phy si sorp ti on die; -, -en (zu
Tphysio...): svw. Adsorption
Phylsolklislten die (Plur.) (zu gr. phÿsa „Blasebalg,
Wind“ u. kleistös „verschlossen“ (dies zu kleiein „ver
schließen, verriegeln“)): Fische, bei denen sich der
Schwimmblaseneingang zum Darm bereits bei der Brut
zurückbildet (z.B. Barsche, Makrelen; Biol.). Phylsomeltra*fi?te; - (zu gr. metra „Gebärmutter“): Gasbildung
in der Gebärmutter (Med.). Phylsosltiglmin* das; -s
(Kunstw. ) : Heilmittel aus dem Samen einer afrik. Bohnen
art. Phylsosltglmen*die (Plur.) (zu gr. stöma, Gen. stömatos „Mund“): Fische, bei denen Darm u. Schwimmbla
se miteinander verbunden sind (z.B. Karpfen, Heringe,
Welse; Biol.)
phyt..., Phyt...vgl. phyto..., Phyto....... phyt (ausgr. phytön „Pflanze“, eigtl. „das Gewachsene“ zu phÿein „her
vorbringen; entstehen“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Pflanze, pflanzlicher Organismus; Pilz“, z.B.
Epiphyt, Gametophyt. Phyltal das; -s (zu ɪɪ,,,al (2)>: un
termeerischer Lebensraum entlang der Küste aller Î Kon
tinente bis in etwa 200m Tiefe, wo noch ausreichend Licht
für die ÎPhotosynthese vorhanden ist. ...phyltilkum (zu
T ...ikum): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Zeit
alter, in dem bestimmte Pflanzen vorkommen“, z.B. Pa
läophytikum. phylto..., Phylto..., vor Vokalen auch
phyt..., Phyt... (aus gr. phytön „Pflanze“; vgl. ...phyt):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Pflanze“, z.B.
phytopathogen, Phytologie. Phy|to|ale|xi|nez/te (Plur.):
in Pflanzen als Reaktion auf Parasitenbefall gebildete Ab
wehrstoffe (Bot.). Phyltolbiollolgie die; -: Teilbereich
der Biologie, der sich mit den Lebensabläufen der Pflan
zen beschäftigt. Phy|to|che|mie die; -: Teilbereich der
Î Biochemie, der sich mit Î Isolierung, Untersuchung u. Be
stimmung der Pflanzenstoffe befasst. Phyltolchrcm
[,,,'kro:m] das; -s (zu gr. chröma „Farbe“): in Pflanzen
weit verbreitetes bläuliches t Protein, das an der Steuerung
lichtinduzierter Entwicklungsvorgänge (z.B. Samenkei
mung, Längenwachstum) beteiligt ist. Phy|to|fla|gel|lat
der; -en, -en (meist Plur.): pflanzlicher tFlagellat, phytolgen (zu T...gen>: 1. aus Pflanzen[resten] entstanden
(z. B. Torf, Kohle). 2. durch Pflanzen od. pflanzliche Stof
fe verursacht (z. B. von Hautkrankheiten; Med.). Phyltogeolgra ¡fie, auch ...gralphiedie;-: Pflanzengeografie.
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der; -en, -en (zu gr. glyphë „das Ausmei
ßeln, Gravieren; das Ausgemeißelte“, dies zu glÿphein
„aushöhlen, einschneiden“): Stein mit Pflanzenabdrü
cken. Phyltolgnolsie* die; -, ...jen (zu t ...gnosie): (veral
tet) auf äußeren Merkmalen aufbauende Pflanzenlehre.
Phyltolgraf, auch ...graph der: -en, -en (zu T...graf>:
(veraltet) Pflanzenkundler, Botaniker. Phyltolgralfie,
auch ...gralphie
- (zu t...grafie>: (veraltet) genaue
Beschreibung der Pflanzen, Pflanzenkunde, Botanik.
Phyltolhorlmon das; -s, -e: pflanzliches 1 Hormon. Phy
tol das; -s (zu Î ...ol): ungesättigter t aliphatischer Alkohol,
der in der Natur verbreitet vorkommt, z. B. frei im Jasmin
öl, chemisch gebunden im ÎChlorophyll (Bot.). Phyltolith [auch ... lit] der; Gen. -su. -en, Plur. -e[n] (meist Plur.)
(zu Î ...lith): Sedimentgestein, das ausschließlich od. größ
tenteils aus Pflanzenresten entstanden ist (z. B. Kohle;
Geol.). Phyltollolgie die; - (zu T. ..logie) : Pflanzenkunde,
Botanik, phyltollolgisch (zuÎ...logisch): pflanzenkundlich, botanisch. Phyltom das; -s, -e (zu gr. phytón, vgl.
...phyt; Analogiebildung zu T Biom): pflanzlicher Bestand
innerhalb eines TBioms; vgl. 2Zoom. Phyltolmeldilzin
die; - (zu tphyto...): Pflanzenmedizin; pflanzenpathologi
sche Wissenschaft, die sich mit der Erforschung der Pflan
zenkrankheiten u. -Schädlinge sowie mit deren Verhütung
bzw. Bekämpfung befasst. Phyltolmorph der; -en, -en
(zu Î...morph): (veraltet) Stein mit pflanzenähnlichen
Strukturen, z.B. Äderungen. Phy|to|no|se die; -, -n (zu
gr. nósos „Krankheit“; vgl. '...ose): durch Pflanzengift
stoffe entstandene Hautkrankheit (Med.). Phyltonlzid
das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu gr. phytón „Pflanze“ u.
T...zid): von Pflanzen gebildeter Abwehrstoff gegen einge
drungene Mikroorganismen (Bot.). Phyltolpallälonltololgie die; -: svw. Paläobotanik. phyltolpaltholgen:
Pflanzenkrankheiten hervorrufend (Biol.). Phyltolpathollolgie die; -: Wissenschaft von den Pflanzenkrank
heiten u. -Schädlingen (Bot.). phy|to|paltho|lg|gisch:
die Phytopathologie betreffend, zu ihr gehörend, auf ihr
beruhend, phyltolphag (zu t...phag): Pflanzen fressend
(Biol.). Phyltolphalge der; -n, -n (meist Plur.) (zu
Î...phage): Pflanzenfresser (Biol.). Phy|toph|tho|ra*
die; - (zu gr. phthorä „Vernichtung, Zerstörung“, eigtl.
„die Blattvernichtende“): Gattung der Eipilze (z.B. der
Kartoffelpilz, Erreger der Kartoffelfäule). Phyltolphysio lo gie die; -: Lehre von den Lebenserscheinungen der
Pflanzen. Phyltolplanklton das; -s: Gesamtheit der im
Wasser schwebenden pflanzlichen Organismen. Phyltosau rier [...in] der; -s, - u. Phyltolsaulrus der; -, ...rier
[...re] (zu gr. saüros „Eidechse“): ausgestorbene Gruppe
der ÎReptilien aus der tTrias (1). Phy|to|so|zi|o|lo|gie
die; - : Teilgebiet der t Ökologie, das sich mit den Pflanzen
gesellschaften befasst; Pflanzensoziologie. Phyltoltelmal der; -s, -e (zugr. télma „Sumpf; Mörtel“ u. t '...al (2)):
der Lebensraum eines Phytotelmons (Biol.). Phyltoltelmon das; -s (zu gr. ön, Part. Präs, von eînai „sein“): Le
bensgemeinschaft in pflanzlichen Wasserbehältern wie
Baumhöhlen, Blattachseln von Banane od. Bromelie
(Biol.). Phyltoltellmolzön das; -s (zu gr. koinós „ge
meinsam“): das Ökosystem des Phytotelmals (Biol.). Phytolthelralpie ¿Zze; -: Wissenschaft von der Heilbehand
lung mit pflanzlichen Substanzen. Phyltoltolmie die; (zu t...tomie): Gewebelehre der Pflanzen; Pflanzenanato
mie. Phy|to|to|xin das; -s, -e (meist Plur.): pflanzlicher
Giftstoff, der in anderen Organismen Î Immunreaktionen
(Allergien) auslöst. Phyltoltron* das; -s, -e (zu T...tron):
modernes Laboratorium zur Untersuchung von Pflanzen
bei entsprechenden Klimabedingungen. Phy|to|zö|nololgie die; - (zu gr. koinós „gemeinsam“ u. t...logie): die
soziologische Pflanzengeografie. Phyltolzölnolse die; -,
-n: Gesamtheit der Pflanzen in einer bestimmten Lebens
Phyltolglyph*
Piaster
gemeinschaft. Phy|to|zo|on das; -s, ...zoen (zu gr. zðon
„Lebewesen“): (veraltet) Meerestier von pflanzenähnli
chem Aussehen (z.B. Nesseltier)
Pi das; -[s], -s (ausgr. pi) : 1. sechzehnter Buchstabe des grie
chischen Alphabets: n, n. 2. ludolfsche Zahl, die das Ver
hältnis von Kreisumfang zu Kreisdurchmesser angibt (n =
3,1415...; Math.)
pi|a|ce|re [pia'ʧe:rə] vgl. a piacere. Pilalcelre das; - (aus
it. piacere „Gefallen; Gunst“ zu lat. placere „gefallen“):
Belieben. Willkür (beim musikalischen Vortrag), pilalcevo|le [pia tʃe:vole] (it. ; zu spätlat. placibilis „gefällig“):
gefällig, lieblich (Vortragsanweisung; Mus.)
Pilaf Ife die: -, -n (aus gleichbed. fr. piaffe, eigtl. „Prahlerei,
Großtuerei“, zu piaffer, vgl. piaffieren): trabähnliche Be
wegung auf der Stelle (aus der hohen Schule übernomme
ne Übungmoderner Dressurprüfungen; Reitsport).pilaffielren (ausʃr. piaffer „lärmend mit den Füßen stamp
fen“, dies aus dem Provenzal.): die Piaffe ausführen (Reit
sport)
Pia Malter die; - - (aus gleichbed. (m)lat. pia mater, eigtl.
„fromme Mutter“, wohl weil die Hirnhaut das Gehirn wie
eine Mutter ihr Kind mit den Armen umfängt): Kurzbez.
für tPia Mater Encephali u. tPia Mater Spinalis (Med.).
Pia Malter En|ce|pha|li [- - ɛn'tse:...] die; - - - (zu nlat.
encephalus „Gehirn“, dies aus gr. egképhalos): weiche
Hirnhaut (Med.). Pia Malter spilnallis die;---- (zu lat.
spinalis, vgl. spinal): weiche Haut des Rückenmarks
(Med.)
pilanlgenldo [pianʤɛndo] (it. ; zupiangere „weinen“, dies
aus lat. plangere „(laut) betrauern“): weinend, klagend
(Vortragsanweiung; Mus.)
Pilalnilno das; -s, -s (aus gleichbed. it. pianino, Verkleine
rungsform von piano, vgl. piano): kleines Klavier. pi|anis si mo (it. ; Superlativ von piano, vgl. piano): sehr leise
(Vortragsanweisung; Mus.); Abk.: pp. Pi a nis si mo
das; -s, Plur. -s u. ...mi: sehr leises Spielen od. Singen
(Mus.), pilalnislsilmo quan to poslsilbille [- - ...le]
(it.): so leise wie möglich (Vortragsanweisung; Mus.);
Abk. pppp. Pilalnist rfer; -en, -en (aus gleichbed. fr. pia
niste bzw. it. pianista): Musiker, der Klavier spielt. Pi|anisltin die; -, -nen: weibliche Form zu ÎPianist. pilalnistisch (zu ÎPiano u. t...istisch): klaviermäßig, klavier
künstlerisch. pilalno (it. ; eigtl. „eben, flach“, dies aus lat.
planus, vgl. plan): schwach, leise (Vortragsanweisung;
Mus.); Abk.: p.Pilalno das:-s, -s (ausgleichbed.fr. piano,
verkürzt aus piano-forte, vgl. Pianoforte): 1. (veraltend,
noch scherzh.) Klavier. 2. (Plur. auch ...ni) schwaches, lei
ses Spielen od. Singen (Mus.).Pilalnolaklkorldelon das:
-s, -s: t Akkordeon mit Klaviertastatur auf der Melodiesei
te. Pi|a|no|chord [...'kort] das; -[e]s, -e (zu gr. chordê
„Saite“): kleines, 6 2/, Oktaven umfassendes Klavier als
Haus- u. Übungsinstrument. Pi|a|no|for|te das; -s, -s
(aus gleichbed. fr. piano-forte (älter fr. piano et forte), dies
aus ¿i. pianoforte, eigtl. „leise und laut“, weil (im Ggs. zum
Cembalo, Spinett u. Klavichord) die Tasten des Hammer
klaviers leise u. laut angeschlagen werden können): (ver
altet) svw. Klavier. Pilalnolgraf, auch...graph der; -en,
-en (zu Î...graf): svw. Melograf. Pi|a|no|la das; -s, -s (aus
gleichbed. it. pianola): selbsttätig spielendes Klavier; vgl.
Phonola
Pilalrist der; -en, -en (aus gleichbed. mlat. piarista, eigtl.
„der Fromme“): Mitglied eines priesterlichen kath. Lehr
ordens
Pi|as|sa|va [...va] u. Pi|as|sa|ve [...va] ¿fe; -, ...ven (aus
gleichbed. port, piassaba, dies aus Tupi (einer südamerik.
Indianersprache) piassäba): für Besen u. Bürsten verwen
dete Blattfaser verschiedener Palmen
Pilaslter der; -s, - (über engl. piaster, piastre vt.fr. piastre
aus it. piastra, eigtl. „Metallplatte“, dies über lat. emplas-
1050
Piatti
trumausgr. émplast(r)on (phármakon) „Wundpflaster“):
1. span. u. südamerik. î Peso im europ. Handelsverkehr. 2.
seit dem 17. Jh. die türk. Münzeinheit zu 40 Para (heutige
Bez. Kuru§). 3. Münzeinheit in Ägypten, Syrien, im Liba
non, Sudan
Pi I at I ti die (Plur.) (aus gleichbed. it. piatti, eigtl. „Teller“, zu
piatto „flach“, dies über das Vulgärlat. aus gr. platÿs
„eben, breit“): Schlaginstrument aus zwei Becken (Mus.).
Pilazlza die; -, Plur. -s u. Piazze (aus it. piazza, dies über
vulgärlat. platea aus /ɑ/. platea „Straße“ zugr. píatela (hodós) „die breite (Straße)“, dies zu platÿs, vgl. Piatti): ital.
Bez. für [Marktjplatz. Pi|az|zet|ta die; -, ...tte (aus it. piazzetta, Verkleinerungsform von piazza, vgl. Piazza): klei
ne Piazza
Pilbroch* [...brox, engl. ...brok] der; -[s], -s (aus gleichbed.
engl. pibroch, dies verkürzt aus gleichbed. schott, piobaireachd zu piobair „(Dudelsack)pfeifer“, dies zu pïôb
„Pfeife“): altschott. Musikstück mit Variationen für den
Dudelsack
’Pilca ['pi:ka] die; - (aus gleichbed. engl. pica (Bez. für ÎCi
cero), weitere Herkunft ungeklärt): genormte Schriftgrö
ße bei der Schreibmaschine mit 2,6 mm Schrifthöhe
2Pi|ca ['pi:ka] die; - (zu fr. pica, vgl. Pikazismus): svw. Pi
kazismus
Pi|ca|dor[...k...] u. (eindeutschend) Pikador<fer;-s, -es (aus
gleichbed. span, picador zu picar „stechen“): Lanzenrei
ter, der beim Stierkampf den auf den Kampfplatz gelasse
nen Stier durch Stiche in den Nacken zu reizen hat
Pilcalro [...k...J der; -s, -s (aus span, picaro): span. Bez. für
Schelm, Spitzbube
PiclcallilIla [pika...] rZZe (Plur.) (aus gleichbed. engl. picca
lilli): eine Art 1 Mixed Pickles
PiclciolliIni [pitʃo...] die (Plur.) (aus gleichbed. it. picciolini): eingemachte Oliven
piclcollo ['pɪkolo] (aus it. piccolo): ital. Bez. für klein (in
Verbindung mit Instrumentennamen, z.B. Flauto piccolo
= Piccoloflöte). ’Piclcollo, 'Piklkollo der; -s, -s (aus
gleichbed. it. piccolo, eigtl. „Kleiner; klein“): 1. Kellner,
der sich noch in der Ausbildung befindet. 2. (ugs.) kleine
Flasche Sekt für eine Person. 2Pic|co|lo, 2Pik|ko|lo das;
-s, -s (verkürzt aus 1 Piccoloflöte): svw. Piccoloflöte. 3Picco|lo, 3Pik|ko|lo die; -, -[s] (vgl. ’Piccolo): (ugs.) Kurz
form von Î Piccoloflasche. Pic co lo fla sche, Piklkolo|fla|sche<s?Ze;-,-n: svw. ‘Piccolo (2). Pic|co|lo|flö|te,
Pik ko lo flö te die; -, -n (zu it. piccolo „klein“; vgl. Pi
ckelflöte): kleine Querflöte in C od. Des, eine Oktave od.
None höher als die Querflöte klingend
Pilchet [pi'ʃe:, fr. pi'ʃɛ] der; -[s], -s [,,,e:(s), fr. ...e] (aus fr.
(mundartlich) pichet „Kanne, Krug“ (für Wein usw.), dies
vielleicht über das Mlat. aus dem Germ.) : Krug, in dem in
Frankreich traditionell offene Weine serviert werden
Pichlwai das; -s, -s (vermutlich zu sanskr. picavya „aus
Baumwolle“): großformatiges, auf Stoff gemaltes ind.
Kultbild, das meist Krischna als zentrale Figur zeigt
Pick vgl. 'Pik
Pilckeilflölte die; -, -n (Lehnübersetzung von gleichbed. it.
flauto piccolo, eigtl. „kleine Flöte“): svw. Piccoloflöte
Pilcker der; -s, - (aus gleichbed. engl. picker): Teil am me
chanischen Webstuhl, das den Schützen (das Schiffchen)
durch das Fach (Zwischenraum zwischen den Kettfäden)
schlägt
Pilckl es ['pɪkls] die (Plur.) (aus engl. pickles „Pökel, Ein
gemachtes“): Kurzform von Î Mixed Pickles
Picklnick das; -s, Plur. -e u. -s (zum Teil unter Einfluss von
engl. picnic aus fr. pique-nique „gemeinsame Mahlzeit in
einem Landwirtshaus; Mahlzeit, zu der jeder Speisen und
Getränke beisteuert“, zu fr. mundartlich piquer „aufpi
cken, aufschnappen“ u. nique „Nichtigkeit“): Mahlzeit,
Imbiss im Freien, picklnilcken: ein Picknick abhalten
[pɪk'lap, engl. 'pɪkʌp] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. pick-up zu to pick up „aufnehmen“): 1. Tonabneh
mer für Schallplatten. 2. Aufsammelvorrichtung an land
wirtschaftlichen Geräten. 3. kleiner Lieferwagen mit offe
ner Ladefläche; Pritschenwagen. 4. Kurzform von ÎPickup-Shop. Pick-up-Relaklti on [pik’lap...] die; -, -en:
Kernreaktion, bei der das energiereiche stoßende Teilchen
(z.B. ein tProton) aus der Oberfläche des getroffenen
Atomkerns ein îNukleon (z.B. ein Neutron) herauslöst u.
mit diesem verbunden (z.B. als Deuteron) weiterfliegt
(Kernphys.). Pick-up-Shop [---ʃɔp] der; -s, -s (zu engl.
shop, vgl. Shop): Laden, der dem Kunden auch für große,
sperrige Artikel keinen Lieferservice bietet
Pico... [piko...] vgl. Piko...
pi|co|bel|lo [piko...] (italianisiertaus niederdt. pük „ausge
sucht“ (in piekfein) u. it. bello „schön“): (ugs.) tadellos [in
Ordnung], vorzüglich
Pilcolfalrad [piko...] vgl. Pikofarad
Pilcot [pi'ko:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. picot zu piquer,
vgl. pikiert): 1. Muster, bei dem mehrere Luftmaschen u.
eine feste Masche gehäkelt werden. 2. Keil. Pilcoltalge
[piko ta:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. picotage): Ausbau
eines wasserdichten Grubenschachtes mit 1 Picots (2;
Bergw.)
Pilcoltit [piko..., auch 'tit] der; -s, -e (nach dem franz. Na
turforscher P. Picot de Lapeyrouse (1744-1818) u. zu
t2...it): ein chromhaltiger, schwarzer TSpinell
Pic to phone [pɪkto'fo:n] das; -s, -s (zu lat. pictus, Part.
Perf. von pingere „malen“, u. engl. phone „Telefon“): Ge
rät, das digital aufgenommene Bilder per Î Mobilfunk vers
endet (EDV)
Pidlgin ['pɪdʒɪn] das: -, -s (zu t Pidginenglisch): aus Elemen
ten der Ausgangs- u. der Zielsprache bestehende Misch
sprache, deren Kennzeichen vor allem eine stark reduzier
te Morphologie der Zielsprache ist (Sprachw.). Pidlgineng lisch, auch Pid gin-Englisch u. Pidlginlengllish
[,,,'ɪŋglɪʃ], auch Pidlgin-Engllish das: - (aus gleichbed.
engl. pidgin (English), chines. Entstellung des engl. Wor
tes business, vgl. Business): Mischsprache aus einem sehr
vereinfachten Englisch u. einer od. mehreren anderen [ostasiat., afrik.] Sprachen. pid|gi|ni|sje|ren (zu î...isieren>:
eine Sprache durch eingeschränkten Gebrauch ihrer Mor
phologie zum Pidgin machen
’Pie [pai] die; -, -s (aus gleichbed. engl. pie): in England u.
Amerika beliebte warme Pastete aus Fleisch od. Obst
2Pie [pje] der; -, -s (aus gleichbed. span, pie, eigtl. „Fuß“,
dies aus lat. pes): altes span. Längenmaß (= 27,83cm)
Pileice ['pie:s(ə), 'piɛ:s(ə)] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
pièce, dies aus mlat. picia, petia, aus dem Kelt.): [Thea
terstück; Tonstück, musikalisches Zwischenspiel. Pièce
de Rélsisltance [pjɛsdərezis'ta:s] iZie;---- , -s - - [pjes...]
(aus gleichbed. fr. pièce de résistance): (veraltet) Haupt
gericht, großes Fleischstück, pièce tculchée, pièce
joulée [pjɛstu'ʃe, pjɛs'ʒue] (fr. ; eigtl. „Figur berührt
(heißt), Figur gespielt“): franz. Bez. für das in den Regeln
des Weltschachbundes getroffene Abkommen, dass eine
berührte Figur gezogen werden muss (Schach); vgl.
j’adoube
Pied [pje] der; -, -s (aus gleichbed. älter /r. pred, eigtl.
„Fuß“, dies aus lat. pes, Gen. pedis): altes Längenmaß in
Frankreich ( = 33,33cm). Pi|e|derZ<?r;-,-s (aus gleichbed.
it. piede, dies aus lat. pes, Gen. pedis): altes Längenmaß in
Italien (= 30cm). Pi|e|des|tal [pie...] das; -s, -e (aus
gleichbed. fr. piédestal, dies aus älter it. piedestallo zu pie
de (vgl. Piede) u. stallo „Sitz“): 1. a) [gegliederter] Sockel
(Archit.); b) sockelartiger Ständer für bestimmte Zier-,
Kunstgegenstände. 2. hohes Gestell mit schräg gestellten
Beinen für Vorführungen (bes. von Tieren) im Zirkus.
Pied|mont|flä|che [ pi:dmənt...] die; -, -n (zu engl. piedPick-up
1051
mont „Gebirgsfuß"): meist flache, sanft geneigte Fläche
vor dem Fuß eines Gebirges, gegen den sie deutlich abge
setzt ist
Pileldra* die; - (aus span. piedra „Stein“, dies über lat. petra
aus gr pétros): Form der ITrichosporie, bei der sich harte
Knötchen an den Haaren u. in der Kopfhaut bilden (in den
Tropen heimische Haarpilzerkrankung; Med.)
Pilelmonltit [pie..., auch ...tit] der, -s, -e (nach der oberital.
Landschaft Piemont u. zu t2...it): ein manganhaltiger,
kirsch- od. braunroter TEpidot
pilelno <¿í.; aus /at. plenus, vgl. Plenum): voll, vollstimmig
(Vortragsanweisung; Mus.)
Pier der; -s, -e, in der Seemannsspr. iZ/e; -, -s (aus gleichbed.
engl. pier, dies aus mlat. pera, weitere Herkunft unsicher):
Hafendamm; Landungsbrücke
pierlcen [,,,sən] (aus gleichbed. engl. to pierce, dies über
altfr. percer, percier aus vulgärlat. *pertusiare, dies zu lat.
pertusus, Part. Perf. von pertundere „durchbohren“): die
Haut zur Anbringung von Körperschmuck durchbohren
od. durchstechen. Piericing [,,,sɪŋ] z&m; -s (zu engl. pier
cing „durchdringend", dies zu to pierce (vgl. piercen) u.
t...ing): das Durchbohren od. Durchstechen der Haut zur
Anbringung von Körperschmuck
Pilel rilden [pie...] z/ze (Plur.) (nach Pierien, der südlichsten
Küstenlandschaft des alten Makedoniens u. zu T ...ide) : die
t Musen (Beiname)
Pil erlretlte [pie...] <7ze; -, -n (aus gleichbed. fr. Pierrette,
weibliche Verkleinerungsform von Pierre, vgl. Pierrot):
weibliche Lustspielfigur, vor allem der französischen Pan
tomime. Pilerlrot [piɛ'ro:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
Pierrot, Verkleinerungsform von Pierre „Peter“): männli
che Lustspielfigur, vor allem der französischen Pantomi
me
Pilelta [pie...] u. (bei ital. Schreibung) Pileltà [... ta] Æ<?; -,
-s (aus gleichbed. zi. pietà, eigtl. „Frömmigkeit“, dies aus
lat. pietas, vgl. Pietät) : Darstellung Marias mit dem Leich
nam Christi auf dem Schoß; vgl. Vesperbild. Pi I e I tat die; (aus lat. pietas, Gen. pietatis „Pflichtgefühl; Frömmig
keit, Barmherzigkeit“ zu pius „pflichtbewusst, fromm“):
1. Achtung, ehrfürchtiger Respekt, taktvolle Rücksicht
nahme (bes. in Bezug auf die Gefühle, die sittlichen, reli
giösen Wertvorstellungen anderer). 2. (landsch.) Beerdi
gungsinstitut. Pileltislmus der; - (zu t...ismus (1)): pro
testantische Bewegung des 17. u. 18. Jh.s, die durch vertief
te Frömmigkeit u. tätige Nächstenliebe die T Orthodoxie
(1) zu überwinden suchte. Pileltist der; -en, -en (zu
t ...ist): Anhänger, Vertreter des Pietismus. Pileltisltin
die; -, -nen: weibliche Form zu ÎPietist, pileltisltisch (zu
Î ...istisch): a) den Pietismus betreffend, dazu gehörend; b)
für die Pietisten charakteristisch, in der Art der Pietisten,
pileltolso (it. ; aus mlat. pietosus): mitleidsvoll, andächtig
(Vortragsanweisung; Mus.)
Pileltra* dylra die; - - (aus it. pietra dura, eigtl. „harter
Stein“): ital. Bez. für Florentiner Mosaik
pilelzo..., Pilelzo... (zu gr. piézein „drücken, Druck aus
üben“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Druck“, z.B. piezoelektrisch, Piezometer. Pilelzolchemie die; -: Erforschung ehern. Wirkungen unter hohem
Druck. pi|e|zo|elekltrisch‘: elektrisch durch Druck;
piezoelektrischer Effekt: von P. Curie entdeckte Aufla
dung mancher Kristalle unter Druckeinwirkung. Pilelzoelek|tri|zi|tät* die; -: durch Druck entstandene Elektri
zität bei manchen Kristallen. Pi|elzo|kon|takt|me|tamorlpholse die; -, -n: Einwirkung einer erstarrenden
Schmelze auf das Nebengestein bei gleichzeitiger Gebirgs
faltung (Geol.). Pilelzolmelter das; -s, - (zu î‘...meter):
Instrument zur Messung des Grades der Zusammen
drückbarkeit von Flüssigkeiten, Gasen u. festen Stoffen
(Techn.). Pi|e|zo|quarz der; -es, -e: Platte aus einem
Pik
Quarzkristall, die als Bauelement (z.B. von Quarzuhren)
dazu dient, die Schwingung konstant zu halten (Phys.,
Techn.). Pi|e|zoltran|sis|tor der; -s, -en: bipolarer Tran
sistor aus einem Halbleitermaterial, dessen Bandstruktur
u. elektr. Eigenschaften stark druckabhängig sind (Elektrot.)
Pif|feIraIri die (Plur.) (aus gleichbed. it. pifferari, Plur. von
pifferaro, vgl. Pifferaro): die traditionell zur Weihnachts
zeit in Rom vor Madonnenbildern den Pifferaro blasenden
Hirten. Pif Ifelralro der; -s, ...ri (aus gleichbed. it. piffera
ro, wohl zu lat. piperare „piepen“): 1. Querpfeife, Schal
mei. 2. Querpfeifer. Pif |fe|ro der; -s, ...ri (aus gleichbed.
z7. piffero, vgl. Pifferaro): svw. Pifferaro (1)
P>9 der; -s, -s (aus gleichbed. ercgZ. pig): (ugs. abwertend)
Polizist
Pilgeonlengllisch, auch Pilgeon-Engllisch ['pɪʤɪn...]
das; - (Variante von tPidginenglisch): svw. Pidginenglisch
Pilgeolnit [pɪʤɔ,,,, auch ...'ml] der; -s, -e (nach Pigeon
Point, Minnesota (USA), u. zu t2...it>: ein brauner bis
schwarzer î Pyroxen, der meist als Einsprengling in Basalt,
auch in Meteoriten u. Mondgesteinen vorkommt
Piglment das; -[e]s, -e (aus lat. pigmentum „Färbestoff,
Farbe; Würze“ zu pingere „(be)malen“): 1. in Form von
Körnern in den Zellen bes. der Haut eingelagerter, die
Färbung der Gewebe bestimmender Farbstoff; Körper
farbstoff (Med., Biol.). 2. im Binde- od. Lösungsmittel un
löslicher, aber feinstverteilter Farbstoff. Piglmenltaltion die; -, -en (zu Î ...ation): Einlagerung von Pigment, Fär
bung; vgl. ...ation/...ierung. Pig|ment|bak|te|ri|en
[...jen] die (Plur.): Farbstoff bildende Bakterien (Biol.).
Piglmentldelgelnelraltilon die; -: a) Pigmententar
tung, Umwandlung des eingelagerten Pigments in Î mali
gne Formen (z.B. Melanin); b) krankhafte Pigmenteinla
gerung im Zusammenhang mit degenerativen Vorgängen
in Organen (Med.). Piglmentldruck der; -[e]s, -e: 1. (oh
ne Plur.) Verfahren zum Bedrucken bes. von Mischgewe
ben, bei dem Pigmente (2) verwendet werden (Technik). 2.
(Fotogr. früher) a) (ohne Plur.) fotografisches Verfahren,
bei dem das Negativ auf eine mit Pigmenten (2) versehene
lichtempfindliche Schicht übertragen wird; b) durch Pig
mentdruck (2 a) hergestelltes, reliefartiges Bild, pigmenltielren (zu Î..deren): 1. Farbstoffe in kleinste Teil
chen (Pigmentkörnchen) zerteilen. 2. körpereigenes Pig
ment bilden. 3. [sich] einfärben durch Pigmente. Pigmenltie'rung die; -, -en (zu (...ierung): 1. (ohne Plur.)
das Pigmentieren. 2. svw. Pigmentation; vgl. ...ation/...ie
rung
Pilgnolle* [pɪn'jo:lə], österr. Pilgnollie [,,,iə] die; -, -n (aus
gleichbed. it. pi(g)nolo zu pino „Pinie“, dies aus lat. pinus
„Fichte, Föhre“): wohlschmeckender Samenkern der Pi
nie
Pjljalcke die; -. -n (aus gleichbed. engl. pea-jacket, dies aus
dem Niederl.): (landsch.) blaue Seemannsüberjacke
Piljilki die (Plur.) (aus dem Lappischen (einer finn.-ugrischen Sprache)): Felle der Rentierkälber
Piljut u. Piut die; - (aus hebr. piyyüt „Dichtkunst“): jüd. re
ligiöse Dichtung (3.-17. Jh.), die als synagogale Dichtung
insbesondere der Ausschmückung u. Anreicherung der
Gebete u. religiösen Zeremonien dient
’Pik das; -[s], -[s] (aus gleichbed. fr. pique, eigtl. „Spieß,
Lanze“; vgl. Pike, nach dem stilisierten Spieß auf der
Spielkarte): a) schwarzfarbige Figur in Form der stilisier
ten Spitze eines Spießes; b) (meist ohne Artikel; ohne
Plur.) durch 'Pik (a) gekennzeichnete [zweithöchste] Far
be im Kartenspiel ; c) (Plur. Pik) Spiel mit Karten, bei dem
'Pik (b) Trumpf ist; d) (Plur. Pik) Spielkarte mit 'Pik (b)
als Farbe
2Pik der; -s, Plur. -e u. -s (wohl nach (m)fr. pic, eigtl. „Spit
ze“, weitere Herkunft ungeklärt): Berggipfel, -spitze
Pik
der; -s (über das Niederl. aus (m)fr pique „Rachege
fühl, Groll“ zu piquer, vgl. pikiert): (ugs.) heimlicher Groll
Pilka der; -[s], -s (aus gleichbed. tungus. piika): Pfeifhase,
ein in Asien u. im westlichen Nordamerika in Erdbauen le
bendes Nagetier
Pilkalderf/e; -, -n (aus gleichbed. amerik. -span, picada, dies
zu span, picar „stechen“): Durchhau, Pfad im Urwald
(bes. in Argentinien u. Brasilien). Pilkaldorvgl. Picador,
pilkant(aus gleichbed. fr. piquant, Part. Präs, von piquer,
vgl. pikiert): 1. angenehm scharf durch verschiedene, fein
aufeinander abgestimmte Gewürze [u. Wein, Essig o.Ä.].
2. (veraltend) interessant, prickelnd, reizvoll. 3. zweideu
tig, anzüglich, schlüpfrig. Pi|kan|te||rie die; -, ..den (zu
Tpikant, Analogiebildung zu Galanterie): 1. (ohne Plur.)
reizvolle Note, Reiz. 2. Zweideutigkeit, Anzüglichkeit. 3.
(ohne Plur.; selten) feine Würzigkeit
pilkalresku. pilkalrisch (unter Einfluss von fr. picares
que aus gleichbed. span, picaresco zu picaro „Gauner,
Schelm“, nach der Bez. für den Helden der im 16. Jh. in
Spanien entstandenen Gattung des Schelmenromans, vgl.
Picaro): schelmenhaft; pikaresker Roman: Schelmenro
man
Pilkal zislmusiter,- -, ...men (zu/r. pica „abnorme Esslust“
(dies aus lat. pica „Elster“, da die Elster als gefräßig dar
gestellt wird) u. 1 ...ismus (3)): 1. svw. Parorexie. 2. sexuell
bedingtes Verlangen, Nahrungsmittel zu sich zu nehmen,
die mit Sekreten des Geschlechtspartners versehen sind
Pjlke die; -, -n (aus gleichbed. fr. pique zu piquer, vgl. pi
kiert): (im späten Mittelalter) aus langem hölzernem
Schaft u. Eisenspitze bestehende Stoßwaffe des Fußvol
kes; von der Pike auf: von Grund auf, von der untersten
Stufe an. 1 Pi I keener, österr. auch das; -s, -s (aus /r. piqué
„Steppstich“ zu piquer, vgl. pikiert): [Baumwolljgewebe
mit erhabener Musterung. 2Pi|keer/ö5,- -s, -s (zu t 'Pikee):
svw. 2Piqué. Pilkelnier der; -s, -e (nach gleichbed. fr. piquier): mit der Pike kämpfender Landsknecht. Pilkett
das; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. piquet zu pique, vgl. Pike;
Bed. 2 u. 3 aus fr. piquet „kleine Abteilung von Soldaten“
zu pique, vgl. Pike): 1. franz. Kartenspiel, in dem es keine
Trumpffarbe gibt. 2. (veraltet) Vorposten[kompanie], 3.
(Schweiz.) a) einsatzbereite Mannschaft im Heer u. bei der
Feuerwehr; b) Bereitschaft. Pilkettlstelllungrfie; -, -en:
(Schweiz.) Bereitstellung, pilkielren (aus/r. piquer, vgl.
pikiert): 1. [junge Pflanzen] auspflanzen, verziehen. 2.
verschiedene Stofflagen aufeinander nähen, wobei der
Stich auf der Außenseite nicht sichtbar sein darf, pilkiert
(Part. Perf. von veraltetem pikieren „reizen, verstimmen“,
dies aus gleichbed. fr. piquer, eigtl. „stechen; anstacheln“;
vgl. ...iert): gekränkt, [leicht] beleidigt, gereizt, verletzt,
verstimmt
Piklkollo usw. vgl. Piccolo usw. Pi|ko... (zu it. piccolo
„klein“): Vorsatz vor Maßeinheiten mit der Bedeutung
„ein Billionstel (der 1012te Teil)“ der genannten Maßein
heit; Zeichen p (z.B. Pikofarad; Zeichen pF). Pilkolfaraddßs; -[s], -: der billionste (der 10l2te) Teil eines Î Farad;
Zeichen pF (Phys.)
Pilkörrfer; -s, -e (aus gleichbed. fr. piqueur zu piquer, vgl.
pikiert): Aufseher der Hundemeute bei einer ÎParforce
jagd (Sport), pɪlkot[pi'ko:] usw. vgl. Picotusw. pilkoltieren [piko...] (zu/r. picot „Keil“ u. Î..deren): einen wasser
dichten Grubenschacht mit Î Picots (2) ausbauen
(Bergw.); vgl. Picotage
Pilkrat* das; -[e]s, -e (zu gr. pikrós „bitter“ u. T...at (2)>:
Salz der Pikrinsäure (Chem.). Pi|krin|säu|red/e; -, -n (zu
t...in (1)): Trinitrophenol, explosible organische Verbin
dung (Chem.). Pilkrit [auch ...it] der; -s, -e (zu t2..dt (1)>:
ein grünlich schwarzes, körniges Ergussgestein. Pilkropege ¿¿e; -, -n (zu gr. pêge „Quelle“): Quelle mit Bitter
wasser. Pilkroltolxin das; -s: Gift der îKokkelskörner,
3Pik
1052
das früher als anregendes Mittel verwendet wurde u. in hö
herer Dosierung als Krampfgift wirkt
Pikltolgralfie.auch ...gralphieÆe; - (zu T...grafie): Sym
bol-, Bilderschrift, pikltolgralfisch, auch —gra
phisch (zu f...grafisch): die Piktografie betreffend. Piktolgramm das; -s, -e (zu lat. pictus, Part. Perf. von pin
gere „malen“, u. t...gramm): formelhaftes grafisches
Symbol mit international festgelegter Bedeutung, Bild
symbol (z. B. Totenkopf als Symbol für „Gift“). Pikltolralislmus der; - (zu nial, pictoralis „gemalt“ (dies zu lat.
pingere „malen“) u. Î...ismus (1)): Richtung der künst
lerischen Fotografie, die sich stilistisch u. thematisch an
tTendenzen der zeitgenössischen Malerei orientiert
Pilkul der od. das; -s, - (zu malai. pikul „eine schwere Last
tragen“): 1. asiat. Gewichtsmaß von verschiedener Größe.
2. indones. Hohlmaß
Pillaf vgl. Pilaw
Pillar der; -en, -en (aus gleichbed. span, pilar, eigtl. „Pfei
ler“, dies aus gleichbed. lat. pila): Pflock, Rundholz zum
Anbinden der Halteleinen bei der Abrichtung von Pfer
den. Pillaslterder; -s, - (über gleichbed. fr. pilastre aus it.
pilastro,diesaus/at. pila, vgl. Pilar): [flacher] Wandpfeiler
Pillaltus vgl. Pontius
Pillau ,gl. Pilaw. Pillaw, Pilaf u. Pilau der; -s (aus gleich
bed. türk, pilâv, dies aus dem Pers.): orientalisches Reis
gericht [mit Hammel- od. Hühnerfleisch]
Pillchard ['pɪlʧut] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. pilchard,
weitere Herkunft ungeklärt): Sardine (kleiner Herings
fisch)
’Pile [paɪl] das; -s, -s (aus engl. pile „Haufen, Säule“ zu lat.
pila „Säule“): 1. engl. Bez. für Reaktor. 2. Stapel (z. B. von
gesalzenen Rohhäuten)
2Pile [pil] die; -, -n [,,,lən] (aus gleichbed. fr. pile, weitere
Herkunft unsicher): (veraltet) Schrift- bzw. Rückseite ei
ner Münze; vgl. Revers
Pjlleadte;-, -s (aus gleichbed. nlat. pilea, dies aus lat. pileus,
pilleus „Filzkappe“, dies ausgr. pilos „Filz“): in den Tro
pen heimische Gattung der Nesselgewächse, Kanonier
blume (auch als Zimmerpflanze kultiviert). Pi|le|o|lus
der; -, Plur. ...li u. ...ölen (aus gleichbed. mlat. pileolus,
Verkleinerungsform von pileus, vgl. Pilea) : Scheitelkäpp
chen der kath. Geistlichen (verschiedenfarbig nach dem
Rang); vgl. Kalotte (4)
pillielren (aus gleichbed. fr. piler, dies aus lat. pilare „zu
sammendrücken“): stampfen, zerstoßen, schnitzeln (bes.
Rohseife zur Verarbeitung in Feinseife)
pilllielren (mit französierender Endung zu dt. Pille; vgl.
..deren): (Samen für die Aussaat) mit einer Hüllmasse, die
auch Nähr- u. Schutzstoffe enthält, umgeben u. zu Kügel
chen formen (Landw.). Pillling das; -s (aus gleichbed.
engl. pilling, eigtl. substantiviertes Part. Präs, von to pill
„Knötchen bilden“): unerwünschte Knötchenbildung an
der Oberfläche von Textilien
Pil|low|la|va ['pɪloʊla:va] die; - (zu engl. pillow „Kissen,
Polster“ u. TLava): für untermeerischen Erguss typische
Lava von kissenähnlicher Form
Pillolkarlpindas; -s (zu gr. pilos „Filz“, karpös „Frucht“ u.
t...in (1), nach den behaarten Früchten eines Rautenge
wächses, aus denen es gewonnen wird): aus TJaborandiblättern gewonnenes giftiges, schweiß- u. speicheltreiben
des Alkaloid
pillos (aus gleichbed. lat. pilosus zu pilus „Haar“): (veral
tet) dicht behaart, haarig. Pillos der; -, ...len (aus gr. pilos
„Filz, Helmfutter“): altgriech. Kopfbedeckung, meist aus
Filz. Pillolseu. PiHolsisdie;-, ...osen (zu î1...ose): über
mäßiger Haarwuchs (Med.). Pillo si|tätdie; - (zu t ...ität):
(veraltet) Behaartheit
Pillot der, -en, -en (aus gleichbed. fr. pilote, dies über it. pi
lota, piloto, älter it. pedotta, pedoto „Steuermann, Lotse“
1053
zu gr. pëdôn „Steuerruder“, dies zu poús. Gen. podós
„Fuß“) : 1. a) jmd., der aufgrund einer bestimmten Ausbil
dung [berufsmäßig] ein Flugzeug steuert; Flugzeugführer;
b) Rennfahrer. 2. (veraltet) Lotse. 3. Lotsenfisch (zu den
Stachelflossern zählender räuberischer Knochenfisch im
Atlantik u. Mittelmeer, Begleitfisch der Haie). 4. (Textil
industrie) Moleskin. Pillot...: Wortbildungselement mit
der Bedeutung „als Muster, Vorbild, Versuchsobjekt die
nend (mit beispielhafter Wirkung)“, z. B. Pilotstudie; Pi
lotfilm. Pillotlballlon [,,,lɔŋ, auch, bes. südd., österr. u.
Schweiz., ...lo:n] der; -s, Plur. -s u. (bei nicht nasalierter
Ausspr.) -e: unbemannter kleiner Ballon, der aufgelassen
wird, um Windrichtung u. -stärke anzuzeigen (Meteor.).
Pillotlcharts, auch Pillot-Charts ['paɪləf tʃɑ:ts] die
(Plur.) <aus engl. pilot charts, eigtl. „Steuerkarten“): von
Seeleuten verwendete Karten, die wichtige meteorologi
sche u. geografische Aufzeichnungen enthalten
Pi Holte die; -, -n (aus gleichbed./r. pilot zu pile „Pfeiler“,
dies aus lat. pila): im Bauwesen Stütze; einzurammender
Pfahl für Gründungen
Pillotlfilm der; -[e]s, -e (zu t Pilot...): einer Fernsehserie od.
-Sendung vorausgehender Film, mit dem man das Interes
se der Zuschauer zu wecken u. die Breitenwirkung zu tes
ten versucht, 'pilloltielren (zu !..deren): ein Flugzeug,
einen Sport- od. Rennwagen (bei Autorennen) steuern
2pi|lo|tie|ren (aus gleichbed./r. piloter zu pilot, vgl. Pilo
te): Grund-. Rammpfähle einrammen
Pi|loItin die; -, -nen: weibliche Form zu ÎPilot. Pi|lot|projekt das; -[e]s, -e: Projekt, in dem versuchsweise neuartige
Verfahren, Arbeitsweisen o.Ä. angewendet werden. Pilot stu die [,,də] die; -, -n: einem Projekt vorausgehende
Untersuchung, in der alle in Betracht kommenden, wich
tigen Faktoren zusammengetragen werden; Leitstudie. Pilotlton der; -[e]s, ...töne: 1. zusätzlich aufgezeichneter
hochfrequenter Ton, der bei getrennter Wiedergabe von
Bild u. Ton zur synchronen Steuerung von Filmprojektor
u. Tonbandgerät dient. 2. hochfrequentes Signal, das der
Sender bei Stereoprogrammen zusätzlich ausstrahlt u. das
im Î Decoder die Entschlüsselung der insgesamt übertra
genen Signale bewirkt
Pillum das; -s, ...la (aus gleichbed. lat. pilum): altröm.
Wurfspieß
Pi llus der; -, ...li (aus lat. pilus „Haar“): 1. Haar bei Men
schen u. Säugetieren (Anat.). 2. fädige Proteinanhänge
(vgl. Protein) an der Oberfläche von 1 Bakterien (Biol.)
Pi |me|lin|säu|re rZZe; - (zu gr. pimele „Fett“ u. t...in (1)):
gesättigte 1 aliphatische Dikarbonsäure, die als Oxidati
onsprodukt von Fetten auftritt. Pilmellolse die: - (zu
t‘...ose>: Fettleibigkeit (Med.)
Pilment der od. das; -[e]s, -e (aus gleichbed. (m)fr. piment,
dies über das Roman, aus lat. pigmentum „Würze, Kräu
tersaft; Farbstoff1, vgl. Pigment): Nelkenpfeffer, engl.
Gewürz, dem Pfeffer ähnlicher Samen eines mittelamerik.
Baumes, der als Gewürz verwendet wird
Pimlperlnell der; -s, -e, häufiger Pim|pi|nel|le die; -, -n
(aus gleichbed. spätlat. pimpinella, weitere Herkunft unsi
cher): zu den Doldengewächsen gehörende, aromatisch
duftende Pflanze mit Fiederblättern u. weißen bis gelbli
chen od. rosafarbenen Blüten, die als Gewürzu. Heilmittel
verwendet wird
Pin der; -s, -s (aus gleichbed. engl. pin, eigtl. „Nadel, Stift,
Zapfen“): 1. getroffener Kegel als Wertungseinheit beim
Bowling (2). 2. a) (zum Nageln von Knochen dienender)
langer, dünner Stift (Med.); b) Stecknadel; c) Anschluss
stift zur Verbindung von elektron. Bauelement u. Leiter
platte (Elektronik). 3. kleine bunte [metallene] Plakette,
die als Anstecknadel getragen wird
PIN (Abk. für engl. personal identification number „persön
liche Identifikationsnummer“): persönliche, nur dem Nut
Pinholes
zer bekannte Geheimnummer für Bankautomaten, Han
dys u.Ä.
Pilnalkes [,..ke:s] : Plur. von 1Pinax.Püna ko id ito/-[e]s,
-e (zu gr. pinakoeidës „wie eine Tafel“, dies zu gr. pinax,
Gen. pinakos „Tafel; Gemälde“, vgl. ...oid): Form eines
Kristalls, bei der zwei (von mehreren) Flächen [spiegel
bildlich] parallel zueinander liegen. Pilnalkol das; -s (zu
t ...ol): ein zweiwertiger Îaliphatischer Alkohol. Pilnalkothek die; -, -en (aus gleichbed. lat. pinacotheca, dies aus
gr. pinakothëkê „Aufbewahrungsort von Weihgeschenkta
feln“ zu pinax (vgl. Pinax) u. t...thek): Bilder-, Gemälde
sammlung
Pilnaslse die; -, -n (aus fr. u. nieder! pinasse, eigtl. „Boot
aus Fichtenholz“, dies über das Roman, aus lat. pinus
„Fichte“): größeres Beiboot (von Kriegsschiffen)
Pilnax der; -, Pinakes [...ke:s] (aus gleichbed. gr. pinax, Gen.
pinakos): altgriech. Tafel aus Holz, Ton od. Marmor, die
beschriftet od. [als Weihgeschenk] bemalt wurde
Pinlboard [,,,bɔ:d] das; -s, -s (zu engl. pin (vgl. Pin) u. board
„Brett“): an der Wand zu befestigende Tafel aus Kunst
stoff, Kork o.Ä., an die man mit Stecknadeln o.Ä. etwas
(bes. Merkzettel) heftet; Pinnwand
pinice [pɛ'se] (aus gleichbed./r. pincé, Part. Perf. von pin
cer „zwicken, zupfen“): svw. pizzicato. Pin|ce|nez
[pɛs(ə)'ne:] das; - [,,,'ne:(s)], - [,..ne:s] (aus gleichbed. /r.
pince-nez zu pincer „zwicken, kneifen“ u. nez „Nase“):
(veraltet) Klemmer, Kneifer, Zwicker
Pinlche [,,,tʃə] die; -, -n (aus gleichbed. amerik. -span, pin
che): kleiner kolumbianischer Krallenaffe
Pinchleflfekt ['pɪntʃ...] der; -[e]s, -e (zu engl. to pinch „zu
sammendrücken, pressen“ u. ÎEffekt): bei einer Stark
stromgasentladung auftretende Erscheinung der Art, dass
das 1 Plasma (3) durch das eigene Magnetfeld zusammen
gedrückt wird (Phys.)
Pinlcop [...kop] der; -s, -s (zu engl. pin (vgl. Pin) u. cop
„Garnspule“): auf dem t Selfaktor bewickelte Schussspule
in der Baumwollspinnerei
pinldalrilsielren (nach dem altgriech. Lyriker Pindar (gr.
Pindaros) u. zu t...isieren): (veraltet) die Sprache u. ÎMe
trik Pindars nachahmen. Pinldalrislten die (Plur.) (zu
1 ...ist): Gruppe ital. Dichter im 16./17. Jh., die sich um me
trisch genaue Nachahmung des griech. Lyrikers Pindar
bemühten
pilnelal (zu lat. pinea „Fichtenkern“ (dies zu pinus „Fich
te“) u. t'...al (1 )>: fichtenzapfenähnlich. Pi|ne|allor|gan
das; -s, -e (zu Tpineal (nach der Form)): als Anhang des
Zwischenhirns gebildetes, lichtempfindliches Sinnesor
gan, aus dem die Zirbeldrüse hervorgeht (Biol.)
Pinelaplple ['pamæpl] der; -[s], -s (aus engl. pineapple):
engl. Bez. für 1 Ananas
Pilnen das; -s, -e (zu Zai. pinus (vgl. Pinie) u. t...en>: tech
nisch wichtiger Hauptbestandteil der Terpentinöle. Pineyharz ['paɪnɪ...] das: -[e]s (zu engl. piney, Nebenform
von piny „die Kiefer betreffend“, dies zu lat. pinus, vgl. Pi
nie): Harz eines ostind. Baumes. Pilneyltalg tZer; -[e]s:
gelbliches Fett aus den Samen eines ostind. Baumes (z. B.
für Kerzen)
Pinlgo der; -[s], -s (aus dem Eskim.): Hügel in Dauerfrost
gebieten mit mächtigem Eiskern, bei dessen Abschmelzen
eine kraterähnliche Hohlform zurückbleibt (Geol.)
Pinglpong <7ax; -s (aus gleichbed. engl. ping-pong (lautma
lenden Ursprungs)): (gelegentlich scherzh., oft leicht ab
wertend) nicht turniermäßig betriebenes Tischtennis
Pinlgulin [selten ,,,'i:n] der; -s, -e (Herkunft ungeklärt):
flugunfähiger, im Wasser geschickt schwimmender Vogel
mit flossenähnlichen Flügeln u. meist schwarzem, auf dem
Bauch weißem Gefieder
Pinlholes ['pɪnhoolz] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. pin
holes, eigtl. „Nadellöcher“, zu engl. pin (vgl. Pin) u. hole
Pinie
1054
gere „malen“): gemalt von (Zusatz zur Signatur eines
„Loch“): kleine, lang gestreckte Gasblasen unmittelbar
Künstlers auf Gemälden); Abk. : p. od. pinx.
unter der Oberfläche von Gussstücken (Techn.)
Pilnie [...is] die; -, -n (aus gleichbed. (n)lat. pinea, substan Pinlyin ['pɪnjɪn] das; - (aus chin, pin yin, eigtl. „Laute zu
sammensetzen“): das seit Anfang 1979 in China einheit
tiviertes Fern, von lat. pineus „zur Fichte gehörig, fich
lich verwendete Transkriptionssystem der chines. Be
ten“, dies zu pinus „(wilde) Fichte, Kiefer“): Kiefer des
griffszeichen mit lat. Buchstaben
Mittelmeerraumes mit schirmförmiger Krone. Pilni|o|le
die; -, -n (zu it. pi(g)nolo (vgl. Pignole), in Anlehnung an PinlzaÆe; -, Plur. -s, auch ...ze [...tse] (aus gleichbed. it. pin
za, eigtl. „Zange, Schere“): Osterbrot aus Hefeteig, mit ei
Pinie): svw. Pignole
nem tiefen Kreuzeinschnitt
PtInit [auch ...nit] der; -s, -e (nach der ehemaligen Grube
Pini bei Irfersgrün im Vogtland u. zu t2...it>: ein feinschup Pinlzetlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. pincette, Verkleine
rungsform von pince „Zange“, zu pincer, vgl. pinzieren):
piges Mineral, Zusatzprodukt des Î Cordierits
kleines Instrument mit federnden, an einem Ende zusam
pink (aus gleichbed. engl. pink, weitere Herkunft unge
menlaufenden Schenkeln zum Fassen von kleinen, emp
klärt): von kräftigem, grellem Rosa. Pinkrfas; -s, -s: kräf
findlichen Gegenständen. Pinlzettlfüsche die (Plur.):
tiges, grelles Rosa, pinkleollour[,,,kʌlə] das; -s (zu engl.
farbenprächtige Korallenfische im Indopazifik, die auch
colour „Farbe“): zur Porzellan- od. Fayencemalerei be
beliebte Aquarienfische sind, pinlzielren (aus gleichbed.
nutzter roter Farbstoff
fr. pincer, eigtl. „kneifen, zwicken“); entspitzen, den
pinlkomlpaltilbel (zu engl. pin ,,[Kontakt]stift“ u. îkomKopftrieb einer Pflanze abschneiden (Obstbau)
patibel): die Übereinstimmung der Pins (2 c) betreffend,
die die Austauschbarkeit der Bauelemente ohne An PIO [pe:li:'lo:, engl. pi:aɪ'oʊ] (Abk. für engl. programmable
parallel input-output device „programmierbare parallele
schlussänderungen ermöglicht
Eingabe-Ausgabe-Einheit“):
eine
programmierbare
Pinkuilaitolrilumitay -s, ...ien [---ɪən] (mit latinisierender
Schaltung für die parallele Dateneingabe u. -ausgabe bei
Endung zu dt. pinkeln; vgl. ...orium): (scherzh.) Pissoir,
elektron. Rechnern
Toilette für Männer
Pinl nadie; - (über Zct. pin(n)a aus gr. pinna, pinne „Steck Pilomlbidze (Plur.) (aus z7. piombi (di Venezia) „(die) Blei
kammern (von Venedig)“ zu piombo „Blei“, dies aus
muschel“): Gattung grauer bis brauner Meeresmuscheln,
gleichbed. lat. plumbum): (hist.) Staatsgefängnisse im Do
deren größte Art (Vogelmuschel) im Mittelmeer vor
genpalast von Venedig
kommt
Pil nollei/ze; -, -n (aus it. pi(g)nolazu pigna „Pinienzapfen“, nPi Ion [pið:] der; -, -s [piö:] (aus gleichbed. fr. pion, eigtl.
dies aus lat. pinea, vgl. Pinie); Maschinenteil der Spitzen
„Fußsoldat“, vgl. Pionier): franz. Bez. für Bauer (Schach)
drehbank, in dem die Spitze gelagert ist. Pi ¡not [pino] 2Piloni/as; -s, ...onen (meist Plur.) (zu T Pi u. T4...on): zu den
Î Mesonen gehörendes Elementarteilchen (Phys.)
(aus gleichbed. fr. pinot zu pin „Kiefer“ (vgl. Pinie), wegen
der Ähnlichkeit der Traube mit einem Zapfen) : Bestand Pilolnier der; -s, -e (aus gleichbed. fr. pionnier zu pion
teil von Namen meist franz, u. ital. Burgunderreben; Pinot
„Fußgänger; Fußsoldat“ aus gleichbed. (alt)fr. peon, dies
blanc [pino'blä] : Weißburgunder; Pinot noir [pino'nwar] :
über das Vulgärlat. aus lat. pes, Gen. pedis „Fuß“, Bed. 3
Spätburgunder. Pi|no|tage [,,,'ta:ʒ] die; - (Kunstw. aus
überrim. pioner): 1. Soldat der techn. Truppe. 2.jmd., der
Pinot noir u. Hermitage): früh reifende, anpassungsfähige
auf einem bestimmten Gebiet bahnbrechend ist; Wegbe
Rotweinrebe mit hohen Mostgewichten, aber nur mittle
reiter, Vorkämpfer. 3. Mitglied einer kommunistischen
ren Erträgen
Organisation für Kinder, bes. in der ehemaligen DDR
Pi|no|zy|tolse die; -, -n (aus gleichbed. nlat. pinocytosis, Pilolnilumrfai; -s (zu ÜPion u. t,,,ium): kurzlebiges Atom,
dies zu gr. pinein „trinken“ u. kytos „P.undung, Wöl
das aus einem 2Pion u. einem entgegengesetzt geladenen
bung“): tröpfchenweise erfolgende Aufnahme flüssiger
Myon besteht, die sich umeinander bewegen (Phys.)
Stoffe in das Zellinnere (Biol.)
Pilolskop* das; -s, -e (zu gr. pion „Fett; fette Milch“ u.
Pint [paint] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. pint, dies über
T...skop>: Gerät zur [1 kolorimetrischen] Bestimmung des
(alt)fr. pinte aus mlat. pin(e)ta, dies wohl über das VulgärFettgehalts der Milch
lat. zu lat. pictum, Part. Perf. (Neutrum) von pingere „ma ’PilpaJte; -, -s (aus gleichbed. chin, p’i-p’a): lautenähnli
len“, also eigtl. „gemalte Linie des Eichstriches“): engl. u.
ches chines. Zupfinstrument mit vier Saiten
amerik. Hohlmaß, das etwas mehr als einem halben Liter 2Pi I pa die; -, -s (aus gleichbed. span, pipa, dies über das Vul
entspricht; Abk.: pt. ’Pinlta [ pin...] die; -, -s (aus gleich
gärlat. zu lat. pipare, vgl. Pipe): altes span. u. port. Flüs
bed. it. pinta; vgl. Pint): altes ital. Hohlmaß (= 1,5741).
sigkeitsmaß. Pipe [paip] die; -, -s (aus gleichbed. engl. pi
2Pin Italie; - (aus gleichbed. span, pinta, eigtl. „Fleck“):
pe, eigtl. „Pfeife“ (nach der Form), zu to pipe, dies über
tropische Hautkrankheit mit charakteristischen rötlichen,
altfr. pipier aus lat. pipare „pfeifen, piepen“): 1. (auchtfas)
juckenden Flecken auf der Haut (Med.). Pin|ta|de|rarfze;
engl. u. amerik. Hohlmaß von unterschiedlicher Größe für
-, -s (aus gleichbed. span, pintadera): Musterstempel aus
Wein u. Branntwein. 2. runde od. ovale vulkanische
Ton (vor allem aus der Jungsteinzeit Kleinasiens u. Süd
Durchschlagsröhre. Pipe line ['paiplain] 4ie; -, -s (aus
osteuropas), der wohl zur Körperbemalung u. Gefäßver
gleichbed. engl. pipeline zu pipe „Rohr, Röhre“ u. line
zierung verwendet wurde. PinlteÆe; -, -n (zu (alt)fr. pin
„Leitung, Linie“): (über weite Strecken verlegte) Rohrlei
te, vgl. Pint): 1. (Schweiz.) [Blech]kanne. 2. (ugs.) kleines
tung für den Transport von Erdöl, Erdgas o. Ä. PipellineWirtshaus, Kneipe. 3. früheres Flüssigkeitsmaß. Pinito
pilolnierrfer; -s, -e: 1. (Plur.) Teil der Pioniertruppen, der
der; -[s], -s (über engl. pinto aus span, pinta „Fleck“, vgl.
für die Verlegung u. Instandhaltung von Versorgungslei
Pint): Sammelbez. für gescheckte Pferde unterschiedli
tungen ausgebildet wird. 2. Angehöriger der Pipelinepio
cher Rasse (bes. in Nordamerika)
niere (1). Pipe|line|the|o|rie die; -: eine Hypothese,
Pin-up-Girl [pin'lap...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.nach der die Ausbreitung von Radiowellen in der oberen
amerik. pin-up-girl, zu to pin up „anheften, anstecken“ u.
Atmosphäre wie in Hohlleitern erfolgt
girl, vgl. Girl): 1. Bild einer hübschen, erotisch anziehen Pilpelralzin* das; -s (zu lat. piper „Pfeffer“ (vgl. Pep) u.
den, meist leicht bekleideten Frau, bes. auf dem Titelblatt
TAzine): farblose, kristalline Substanz, die zur Herstel
von Illustrierten [das ausgeschnitten u. an die Wand ge
lung zahlreicher Arzneimittel sowie in Form einiger Salze
heftetwird]. 2. Frau, die einem solchen Bild gleicht, dafür
als Wurmmittel in der Veterinärmedizin verwendet wird.
posiert
Pilpelrildindas; -s (zu T3...id u. t...in (1)>: eine farblose,
pin|xit(/at.; „hat (es) gemalt“, 3. Pers. Sing. Perf. von pin
leicht wasserlösliche Flüssigkeit von basischem Charakter
1055
u. ammoniakähnlichem Geruch. Pilpelrin das; -s (zu
t...in (1)>: organische Verbindung, die den scharfen Ge
schmack von Pfeffer verursacht. Pi|pe|ro|nal das; -s (zu
t2...on u. t...al>: farblose, süßlich vanilleartig riechende
Substanz, die in geringen Mengen in einigen Blütenölen
vorkommt u. als Riechstoff verwendet wird
Pilpetlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. pipette, Verkleine
rungsform von pipe „Pfeife“, dies über das Vulgärlat. zu
lat. pipare, „piepen, wimmern“): kleines Glasröhrchen
mit verengter Spitze zum Entnehmen, Abmessen u. Über
tragen kleiner Flüssigkeitsmengen; Saugröhrchen, Stech
heber. pilpetltielren (zu t..deren): (veraltet) mit einem
Stechheber entnehmen
Pique [pi:k] das; -, -s [pi:k] (aus /r. pique, vgl. 1 Pik): franz.
Form von Î 'Pik
'Pilqué [pi ke:] <ter, österr. auch i/as; -s, -s (aus/r. piqué, vgl.
‘Pikee): 1. franz. Form von Î'Pikee. 2. Stoß beim Billard,
der einen schnellen Rückwärtseffet vermittelt; Ggs.
îMassé. 2Pi|qué das: -s, -s (aus fr. piqué, vgl. 'Pikee):
Maßeinheit für die mit bloßem Auge zu erkennenden Ein
schlüsse bei Î'Diamanten. Pilqueur [pi'kam] der; -s, -s
(aus fr. piqueur, vgl. Pikör): 1. franz. Form von tPikör. 2.
Sadist, der seine geschlechtliche Befriedigung nach Verlet
zung des Opfers findet (Med.)
Pil ranIha [pi'ranja] der; -[s], -s (über port, piranha aus Tupi
(einer südamerik. Indianersprache) piranha): Karibenfisch, in südamerikanischen Flüssen lebender kleiner
Raubfisch mit sehr scharfen Zähnen, der in einem
Schwarm jagt u. seine Beute in kürzester Zeit bis auf das
Skelett abfrisst
Pilrat der; -en, -en (aus gleichbed. z't. pirata, dies über lat. pi
rata aus gr. peiratês „Seeräuber“ zu peirän „wagen, unter
nehmen“): Seeräuber. Pi|ra|ten|sen|der<fer;-s,-: außer
halb der Staatsgebiete betriebener (meist auf hoher See
von Schiffen od. künstlichen Inseln) Rundfunk- od. Fern
sehsender. Pi|ra|te|rie die; -, ...jen (aus gleichbed. fr. pi
raterie): 1. Seeräuberei. 2. gewaltsame Übernahme des
Kommandos über ein Schiff. Flugzeug, um eine Kursän
derung zu erzwingen, eine bestimmte Forderung durch
zusetzen. ...pilraitelrie: Wortbildungselement mit den
Bedeutungen: a) „[erpresserischer] Überfall [auf Ver
kehrsmittel]“, z.B. Luftpiraterie, u. b) „nicht berechtigte
Übernahme u. Ausnutzung [von fremden Rechten]“, z. B.
Softwarepiraterie, Videopiraterie
Pilralya [pi ra:ja] der; -[s], -s (zu port, piranha „Karibenfisch“): svw. Piranha
Pilrolge die; -, -n (über gleichbed. fr. pirogue aus span, pi
ragua, dies aus einer Indianersprache der Karibik): primi
tives Indianerboot, Einbaum der Indianer mit auf die
Bordwand aufgesetzten Planken
Pilroglge die: -, -n (aus gleichbed. russ. pirog zu pir „Gast
mahl“): in Russland Pastete [aus Hefeteig], gefüllt mit
Fleisch, Fisch, Kraut, Eiern u.Ä.
Pilroplasma das; -s, ...men (zu lat. pirum „Birne“ u.
ÎPlasma): Gattungsbez. für birnenförmige Einzeller, die
in den roten Blutkörperchen schmarotzen, durch Zecken
übertragene malariaartige Rinderkrankheit. Pilrolplasmolse die; -, -n (zu t',,,ose): durch Piroplasmen hervor
gerufene seuchenhafte Blutinfektion bei Tieren
Pilrouletlte [pirueta] die; -, -n (aus gleichbed. fr. pirou
ette, weitere Herkunft unsicher): 1. Drehschwung (Ring
kampf). 2. Drehen auf der Hinterhand (Figur der hohen
Schule; Reiten). 3. Standwirbel um die eigene Körper
achse (Eiskunst-, Rollschuhlauf, Tanz). pi|rou|et|tieren (aus gleichbed. fr. pirouetter): eine Pirouette ausfüh
ren
Pilsang der; -s, -e (aus malai. pisang): malai. Bez. für Ba
nane. Pilsanglfreslser der; -s, -: tropischer, etwa krä
hengroßer, metallisch blau od. violett schimmernder, lang
Pita
schwänziger Waldvogel; Bananenfresser. Pilsanglhanf
der; -s : svw. Manilahanf
Pilsalnit [auch ... nit] der; -s, -e (nach dem franz. Chemiker
u. Mineralogen F. Pisani (f 1920) u. zu t2...it): ein blaues
Mineral
Pislcilna [,,,'tsi:na] die; -, ...nen (aus lat. piscina „Wasser
behälter“, eigtl. „Fischteich“): 1. Taufbrunnen im alt
christlichen t Baptisterium. 2. Ausgussbecken in mittelal
terlichen Kirchen für das zur liturgischen Waschung der
Hände u. Gefäße bei der Messe benutzte Wasser
Pis|co [...ko] der; - (über gleichbed. span, pisco aus dem
Quechua (einer südamerik. Indianersprache)): Trester
branntwein aus Peru u. Chile, meist gekühlt mit Zitronen
saft als Aperitif getrunken
Pil seelbau der; -[e]s (zufr. pisé(e) „Stampferde, -bau“, dies
zu piser (mundartlich) „stampfen“ aus lat. pi(n)sare
„(zer)stampfen“): Bauweise, bei der die Mauern durch
Einstampfen der Baumaterialien zwischen Schalungen
hergestellt werden
Pilsollith [auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu lat.
pisum „Erbse“ u. t ...lith): Erbsenstein, ein Mineral
Pislsoir [pɪ'soa:n] das;-s, Plur. -eu. -s (aus gleichbed. /r. pissoir zu pisser „urinieren“): Bedürfnisanstalt für Männer
Pisltalzie [,,,jə] die; -, -n (über spätlat. pistacia aus gr. pistàkê, dies aus gleichbed. pers. pistah): 1. immergrüner
Baum od. Strauch des Mittelmeergebietes mit gefiederten
Blättern, dessen wohlschmeckende, mandelähnliche Sa
menkerne essbar u. ölreich sind. 2. Frucht, Samenkern des
Pistazienbaums. Pisltalzjt [auch ... tsit] der; -s, -e (zu
T2.. ,it> : eisenreicher, pistaziengrüner ÎEpidot
Pislte die; -, -n (aus gleichbed. fr. piste, dies aus it. pista, Ne
benform von pesta „gestampfter Weg“ zu pestare „stamp
fen“, dies aus gleichbed. spätlat. pistare): 1. a) Strecke für
Abfahrten (Skisport); b) Rennstrecke, bes. für Rad- u. Au
torennen. 2. Einfassung der Manege im Zirkus. 3. Roll
bahn, Start- u. Landebahn auf Flugplätzen. 4. nicht aus
gebauter, für Autos benutzbarer Verkehrsweg, Karawa
nenweg in der Wüste. Pisltill das; -s, -e (aus gleichbed. lat.
pistillum zu pistare, vgl. Piste): 1. Stößel, Stampfer, Mör
serkeule. 2. Blütenstempel (Bot.). Pis|ti11lat das; -s, -e (zu
t...at (1)>: weibliche Blüte (Bot.); Ggs. TStaminat
Pis tol das; -s, -en (zu Î'Pistole): (veraltet) svw. 'Pistole.
'Pisltolle iZie; -, -n (aus gleichbed. tschech. pist’ala, eigtl.
„Rohr, Pfeife“, zu pistëti „pfeifen“): kleinere Handfeuer
waffe mit kurzem Lauf
2Pis|to|le iZie; -, -n (Herkunft unsicher): früher in Spanien,
später auch in anderen europäischen Ländern geprägte
Goldmünze
Pisltollelro der; -s, -s (aus gleichbed. span, pistolero, eigtl.
„Pistolenschütze“, zu pistola „Pistole“): jmd., der sich
leicht in Streitereien verwickelt u. dann bedenkenlos um
sich schießt; Revolverheld
Pislton [...'to:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. piston, dies aus
it. pistone, Nebenform pestone „Kolben, Stampfer“ zu pes
tare, vgl. Piste): 1. Pumpenventil der Blechblasinstrumen
te (Mus.). 2. Pumpenkolben. 3. Zündstift bei Perkussions
gewehren; vgl. 'Perkussion (2)
Pit das; -s, -s (aus engl. pit „Grube“): 1. im altengl. Theater
der der Spielfläche gegenüberliegende Hof, in dem ärmere
Zuschauer Stehplätze hatten. 2. (meist Plur.) Informati
onsträger auf Kompaktschallplatten (Elektrot.)
'Pilta die; - (aus span, pita „Agavefaser“, dies aus dem In
dian.): vor allem zur Herstellung von Stricken u. Säcken
verwendete Blattfaser aus zentral- u. südamerik. Agaven
2Pilta, auch Pitlta das; -s, -s od. die; -, -s (aus gleichbed. ngr.
pit[t]a, eigtl. eine Art Kuchen, vieil, zu optós, Part. Perf.
von péddein „kochen, backen“) : ungesäuertes, hohles Fla
denbrot, das mit verschiedenen Zutaten gefüllt werden
kann
1056
Pitahaya
-s <aus gleichbed. span, pitahaya, dies aus
dem Taino (einer karib. Indianersprache)): aus Südameri
ka stammendes Kaktusgewächs mit roten od. gelben
Früchten, deren Fruchtfleisch roh verzehrt wird
Piltanlga die; -, -s {aus gleichbed. port, pitanga, dies aus
dem Tupi (einer südamerik. Indianersprache)): tropisches
Myrtengewächs mit roten Früchten; Surinamkirsche
Piltalval [...val] der; -[s], -s (nach dem franz. Rechtsgelehr
ten F. G. de Pitaval, 1673-1743): Sammlung von [berühm
ten] Strafrechtsfällen u. Kriminalgeschichten
Pitlbull ¿Zer; -s, -s (zu engl. pit „Kampfplatz (für Hahnenkämpfe)“, eigtl. „Grube“, u. bull „Bulle“): mit Bulldogge
u. Terrier verwandter, als Kampfhund gezüchteter Hund
Pitch [pɪtʃ] das od. ¿ter; -s, -s (aus engl. -amerik. pitch „Wer
bung; Verkaufsgespräch“, eigtl. „Wurf“, zu engl. to pitch,
vgl. pitchen): gezielte Werbekampagne; Absatzförderung
(Wirtsch.). pitlchen ['pɪʧn] (aus engl. to pitch „werfen,
schleudern“): einen I Pitchshot schlagen (Golf). Pitlcher
der; -s, - (aus gleichbed. engl. pitcher) : Spieler, der den Ball
dem Schläger des Balles zuwirft; Werfer (Baseball)
Pitchlpine [ pɪtʃpain] die; -, -s (aus gleichbed. engl. pitchpine zu pitch „Harz“ u. pine „Kiefer“): a) in Nordamerika
wachsende Kiefer mit schwarzbrauner Rinde; b) Holz der
Pitchpine (a), das für Möbel, Schiffe, Bottiche verwendet
wird
Pitchlshot ['pɪtʃʃɔt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. pitch
shot zu to pitch (vgl. pitchen) u. shot „Schuss, WurF‘>:
Schlag, bei dem der Ball zunächst steil ansteigt u. nach
dem Auffallen kaum noch rollt
Piltha die; -, -s (aus sanskr. pitha „Stuhl, Bank, Sitz, Unter
lage“) : 1. die stets horizontal gegliederte u. meist verzierte
Basis eines ind. Tempels. 2. Untersatz eines Götterbildes
bei ind. Skulpturen
Pilthelkanlthrolpus*, fachspr. Pithecanthropus der; -,
...pi (über gleichbed. nlat. pithecanthropus zu gr. pithekos
„Affe“ u. änthröpos „Mensch“): javanischer u. chinesi
scher Frühmensch des IPleistozäns. pithekoid (zu
t...oid>: affenähnlich. Pi|the|ko|i|den die (Plur.): men
schenähnliche Affen (Biol.)
Pithia'tismus der; - (zu gr. peithein „überreden, über
zeugen“, iatös „heilbar“ u. T...ismus (1)): suggestive Heil
methode, bes. für Hysterie u.a. psychische Störungen
Pilthosrfer; -, ...then (ausgr. pithos „Gefäß, Krug, Fass“):
großes, tönernes Vorratsgefäß im Altertum, das auch für
Bestattungen verwendet wurde
Piltotlrohr [pi to:...] das; -[e]s, -e (nach dem franz. Physiker
H. Pitot, 1695-1771): Sonde zum Messen des Drucks von
strömenden Flüssigkeiten u. zur Bestimmung der Strö
mungsgeschwindigkeit
pi|to|ya|bel [pitoa'ja:bl] (aus gleichbed. fr. pitoyable zu pi
tié „Mitleid“, dies aus lat. pietas „Frömmigkeit, Milde“):
(veraltet) erbärmlich, kläglich
Pitlta vgl. 2Pita
Pitlting das; -s, -s (meist Plur.) (aus gleichbed. engl. pitting
zu to pit „angreifen, (Vertiefungen) einfressen“): kleine,
an Maschinenteilen usw. durch Rost o.Ä. entstandene
Vertiefung
pitltolresk (aus gleichbed. fr. pittoresque, dies aus it. pittoresco (zu lat. pictus, Part. Perf. von pingere „malen“)):
malerisch. Pitltulra me ta fí si ca [- ...ka] iZze; - - (aus it.
pittura metafísica „metaphysische Malerei“): Richtung
der modernen ital. Malerei, bei der plastisch gestaltete Bil
der eine Kulissenwelt darstellen, die durch ungewohnte
Verbindungen fremd u. rätselhaft erscheint
Pi|tu|i|talris|mus [pitui...] der; - (zu nlat. pituitarius
„schleimig“ (dies zu lat. pituita „zähe Flüssigkeit,
Schleim“) u. I...ismus (2)): mit Überproduktion von Hor
monen einhergehende Erkrankung des Hypophysenvor
derlappens (Med.)
Pi Ita I ha lya ¿fe; -,
-, ...iasen (zugr. pityron „Kleie“ u. Î ...iasis): Hautkrankheit mit Schuppenbildung (Med.)
più [piu:] <z7.; dies aus gleichbed. lat. plus): mehr (Vortrags
anweisung, die in vielen Verbindungen vorkommt), più alle gro* <z7.; vgl. allegro): schneller (Vortragsanweisung;
Mus.), più forlte <z7.; vgl. forte): lauter, stärker (Vortrags
anweisung; Mus.).
Pjlum corlpus [- k...] das; - - (aus ta. corpus pium, eigtl.
„frommer Körper“): (veraltet) Stiftung für wohltätige
Zwecke (Rechtsw.)
più pilalno lit.; vgl. piano): schwächer (Vortragsanwei
sung; Mus.)
Pilut vgl. Pijut
Pilva [pi:va] iZze; -, Piven (aus gleichbed. it. piva, dies aus
dem Vulgärlat. zu lat. pip(i)are „(wie ein Vogel) pfeifen“):
1. ital. Bez. für Dudelsack. 2. schneller ital. Tanz
Pilvot [pi'vo:] der od. das; -s, -s (aus gleichbed. fr. pivot, wei
tere Herkunft ungeklärt): Schwenkzapfen an Drehkränen
u.a. pi|vo|tie|ren[...v...] (nach/r. pivoter „sichdrehen“):
sich um das Standbein drehen (Basketball)
Pix der; -es (aus lat. pix „Teer, Pech“): auf Teerbasis herge
stelltes Arzneimittel gegen einige Hautkrankheiten (Med.)
Pilxeltas; -[e]s, - (Kurzw. aus engl. picture element): kleins
tes Element bei der gerasterten, digitalisierten Darstellung
eines Bildes auf einem Bildschirm od. mithilfe eines Dru
ckers; Bildpunkt (EDV)
Piz ater; -es, -e (aus ladin. piz, weitere Herkunft ungeklärt):
Bergspitze (meist als Teil eines Namens)
Pizl za die; -, Plur. -s, auch ...zzen (aus gleichbed. it. pizza):
(meist heiß servierte) aus dünn ausgerolltem u. mit Toma
tenscheiben, Käse u.a. belegtem Hefeteig gebackene pi
kante ital. Spezialität (meist in runder Form). Pizlzelria
die; -, Plur. -s, auch ...rien (aus gleichbed. it. pizzeria):
Restaurant, in dem es neben anderen ital. Spezialitäten
hauptsächlich Pizzas gibt
piz|zi|ca|to [,,,'ka:to] lit.; Part. Perf. von pizzicare „zwi
cken, zupfen“): mit den Fingern gezupft, angerissen (Vor
tragsanweisung bei Streichinstrumenten; Mus.); Abk.:
pizz. Pizlzilkalto das; -s, Plur. -s u. ...ti: gezupftes Spiel
(bei Streichinstrumenten; Mus.)
Pla|ce|bo [,..ts...], auch Plazebo das; -s, -s (aus lat. placebo
„ich werde gefallen“, 1. Pers. Sing. Futur von placere):
Medikament, das einem echten Medikament in Aussehen
u. Geschmack gleicht, ohne dessen Wirkstoffe zu enthal
ten (Med.). Plalcelbolef Ifekt zZer; -[e]s, -e: [beeinflus
sende] Wirkung, die durch Einnahme eines Placebos ein
treten kann (Med., Psychol.)
Plalcelment [plasə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. /r.
placement zu placer, vgl. platzieren): a) Anlage, Unter
bringung von Kapitalien; b) Absatz von Waren (Wirtsch.)
plalcet [...tset] (lat.; eigtl. 3. Pers. Sing, von placere); (ver
altet) es gefällt, wird genehmigt; vgl. Plazet, plalcildo
[...tfido] <z7. ): ruhig, still, gemessen (Vortragsanweisung;
Mus.)
plalcielren [...'tsi:..., selten ...'si:...]: frühere Schreibung für
t platzieren
Plalciltum [...tsi...] das; -s, ...ta (aus lat. placitum „geäußer
te Meinung; Verordnung“): (veraltet) Gutachten, Be
schluss, Verordnung (Rechtsw.). Pläldeur [,,,do:n] der;
-s, -e (aus gleichbed. fr. plaideur zu plaider, vgl. plädieren):
(veraltet) Strafverteidiger, pläldielren (aus gleichbed. fr.
plaider zu plaid „Rechtsversammlung; Prozess“, dies über
altfr. plait aus lat. placitum, vgl. Placitum); 1. ein Plädoyer
halten, in einem Plädoyer beantragen (Rechtsw.). 2. für et
was eintreten, stimmen; sich für etwas aussprechen, etwas
befürworten. 3. (ugs.) viel, eifrig [u. laut] reden. Plaido
yer [plɛdoa'je:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. plaidoyer): 1.
zusammenfassender Schlussvortrag des Strafverteidigers
od. Staatsanwalts vor Gericht (Rechtsw.). 2. Äußerung,
Pi|ty|rilalsis die;
1057
Rede o.Ä., mit der jmd. entschieden für od. gegen etwas
eintritt, stimmt; engagierte Befürwortung
Plalfond [pla'to:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. plafond, dies
aus plat fond „platter Boden"): 1. (landsch. u. österr.) [fla
che] Decke eines Raumes. 2. oberer Grenzbetrag bei der
Kreditgewährung (Wirtsch.). plalfonieren [..Toni:...]
(aus gleichbed./r. plafonner): (Schweiz.) nach oben hin be
grenzen, beschränken
plalgal (aus gleichbed. mlat. plagalis zu gr. plágios „seit
lich; hergeleitet"): von einer Tonart abgeleitet, daneben
stehend; außer (Mus.); plagale Kadenz: Kadenz mit der
Klangfarbe Subdominante-Tonika
plalgi..., Plalgi... vgl. plagio.... Plagio...
Plalgilar der;-s, -eu. Pia Igi la I ri I us der: -, ...rii (aus lat. pla
giarius „Menschenräuber, Seelenverkäufer“): (veraltet)
svw. Plagiator. Plalgilat das; -[e]s, -e (nach gleichbed./r.
plagiat zu lat. plagium „Seelenverkauf, Menschendieb
stahl"): a) das unrechtmäßige Nachahmen u. Veröffentli
chen eines von einem anderen geschaffenen künstleri
schen od. wissenschaftlichen Werkes; Diebstahl geistigen
Eigentums; b) durch unrechtmäßiges Nachahmen entstan
denes künstlerisches od. wissenschaftliches Werk. Plalgialtor der; -s, ...oren (aus gleichbed. nlat. plagiator zu Î Pla
giat u. t...or>: jmd., der ein Plagiat begeht, plalgilaltorisch: a) den Plagiator betreffend; b) nach Art eines Pla
giators
Plalgileder das; -s, - (zu gr. plágios „schräg, seitlich" (vgl.
plagio...) u. hédra „Fläche“): svw. Pentagonikositetraeder
plalgilielren (aus spätlat. plagiare „Menschenraub bege
hen“): ein Plagiat begehen
plalgilo..., Plagiio..., vor Vokalen meist plagi..., Plagi...
(aus gr. plágios „schief, schräg, quer, seitlich“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „schief, schräg, quer
[verlaufend], seitlich [angeordnet], zur Seite“, z. B. Pla
gioklas, Plagieder. plagiogeotrop*: schräg zur Rich
tung der Schwerkraft orientiert (von Pflanzenteilen, z.B.
Seitenwurzeln; Bot.). Plalgilolklas* der; -es, -e (zu gr.
klásis „Bruch“ (nach der schräg verlaufenden Spaltungs
ebene der einzelnen Kristalle)): Kalknatronfeldspat, ein
häufiges gesteinsbildendes Mineral. Plalgilolnit [auch
... mt] der; -s, -e (zu gr. plágion „das Schräge“ (vgl. pla
gio...) u. t2...it> : ein schwärzlich bleigraues Mineral. Plagi|os|to|men* die (Plur.) (zu gr. stóma „Mund“): (veral
tet) Quermäuler (zusammenfassende Bez. für Haie u. Ro
chen). plalgiloltrop* (zu î...trop>: svw. plagiogeotrop.
Pla|gi|o|ze|pha|lie die; - (zu gr. kephalê „Kopf* u.
t2...ie>: angeborene Fehlbildung des Schädels, bei der der
Schädel eine unsymmetrische Form hat; Schiefköpfigkeit
(Med.)
Plaid [ple:t, engl. pleid] das, älter der; -s, -s (aus gleichbed.
schott.-engl. plaid): 1. [Reisejdecke im Schottenmuster;
vgl. ’Tartan (1). 2. großes Umhangtuch aus Wolle; vgl.
'Tartan (2)
Plain-Chant [plɛja] der; -s, Plains-Chants (aus fr. plainchant „gregorianischer Kirchengesang“): svw. Cantus
planus
Plainte [plɛt] die; -, -s (aus fr. plainte „(Weh)klage, Jam
mer“): Musikstück mit verhalten klagendem Charakter im
17./18. Jh.
Plai san te rie [plɛzatə...] die; -, ...ien (aus fr. plaisanterie
„Scherz, Spaß, Spott“, vgl. Pläsanterie): scherzoartiger
Satz in Suiten (4) des 17./18. Jh.s (Mus.)
Plalkat das; -[e]s, -e (aus gleichbed. niederl. plakkaat, dies
aus fr. placard „(Tür-, Wandverkleidung; Aushang" zu
plaquer „verkleiden, überziehen“): großformatiges Stück
festes Papier in grafischer Gestaltung, das zum Zwecke
der Information, Werbung, politischen Propaganda o.Ä.
öffentlich u. an gut sichtbaren Stellen befestigt wird. 2Plakat die; - (zu Î 'Plakat (wegen der Schriftgröße)): Bez. des
Plangi
größten Schriftgrades für Schreibmaschinen, plalkaltie(zu t...ieren): a) Plakate an etwas anbringen; b) durch
Plakate öffentlich bekannt machen. Plalkaltielrung die;
-, -en (zu Î.. .ierung) : das Plakatieren ; öffentliche Bekannt
machung durch Plakate; vgl. ...ation/...ierung. Pla|ka|tion die; -, -en (zu t’...ion): svw. Plakatierung; vgl. ...ation/
...ierung. plalkaltiv (zu t...iv>: 1. das Plakat betreffend,
durch Plakate dargestellt; wie ein Plakat wirkend. 2. be
tont auffällig, aufdringlich; bewusst herausgestellt; ein
prägsam. Pial ketlte die;-, -n (aus gleichbed./r. plaquette,
eigtl. „kleine Platte“, zu plaque „Platte, Tafel"): 1. kleines,
flaches, meist rundes od. eckiges Schildchen zum Anste
cken od. Aufkleben, das mit einer Inschrift od. figürlichen
Darstellung versehen ist. 2. (dem Gedanken an jmdn., et
was gewidmete) kleine Tafel aus Metall mit einer reliefar
tigen Darstellung (Kunst)
Plalkolderlmen die (Plur.) (zugr. pláx, Gen. plakös „Plat
te, Fläche“ u. dérma „Haut“): ausgestorbene Panzerfi
sche der Obersilur- u. Unterdevonzeit mit kieferlosen u.
kiefertragenden Formen (älteste Wirbeltiere). Plalkodpnt* der; -en, -en (zu gr. odoüs, Gen. odöntos „Zahn“):
Vertreter einer ausgestorbenen Echsenart der îTrias (1).
pla kolid (zu t...oid): plattenförmig. Plalkolidlschuppe die; -, -n: Schuppe der Haie (Hautzähnchen)
plan (aus gleichbed. lat. planus): flach, eben, platt. Pla
nar® das: -s, -e (Kunstw.; vgl. ...ar (2)>: ein bestimmtes
Fotoobjektiv. Plalnalrie [...ja] die; -, -n (aus gleichbed.
nlat. planaria zu spätlat. planarius „flach“, dies zu lat. pla
nus, vgl. plan): stark abgeplatteter Strudelwurm (Platt
wurm) mit einer halsartigen Einschnürung u. einem deut
lich sichtbaren Kopf. Pla|nar|pro|zess der; -es, -e: Tech
nik zur Herstellung von Halbleiterbauelementen, bei der
alle Bauelemente u. Verbindungsleitungen in einer Ebene
angeordnet sind. Plalnarltechlnik die; -: Verfahren in
der Halbleitertechnik u. Mikroelektronik zur Herstellung
von Halbleiterbauelementen u. Chips
Planche [plä:f] die; -, -n [...Jn] (aus gleichbed./r. planche,
eigtl. „Planke, Brett“ dies über spätlat. planca aus lat.
p(h)alanga, vgl. Phalanx); Fechtbahn. Planlchetlte [plä'ʃɛtə] die: -, -n (aus/r. planchette, eigtl. „Brettchen“, Ver
kleinerungsform von planche, vgl. Planche): 1. Vorrich
tung zum automatischen Schreiben für ein I 'Medium (4)
im I Spiritismus. 2. Korsettstäbchen
Plalnet der; -en, -en (über spätlat. planetes (Plur.) aus
gleichbed. gr. planetes zu plánes „umherschweifend“):
Wandelstern; nicht selbst leuchtender, sich um eine Sonne
bewegender Himmelskörper, plalneltar (zu T...ar (1)):
svw. planetarisch; vgl. ...isch/-. Pla|ne|ta|ri|en [,,,iən]:
Plur. von IPlanetarium. plalne ta risch: die Planeten
betreffend; planetenartig; vgl. ...isch/-. Pla|nelta|ri|um
das; -s, ...ien [...jan] (zu t...arium): 1. Vorrichtung, Gerät
zur Darstellung der Bewegung, Lage u. Größe der Gestir
ne. 2. Gebäude, auf dessen halbkugelförmiger Kuppel
durch Projektion aus einem Planetarium (1) die Erschei
nungen am Sternenhimmel sichtbar gemacht werden. Plane|ten|sys|tem das; -s, -e: Gesamtheit der die Sonne od.
einen entsprechenden Stern umkreisenden Planeten. Pla
ne Itolid der; -en, -en (zu t...oid): sich in elliptischer Bahn
um die Sonne bewegender planetenähnlicher Himmels
körper. Pla|ne|to|lolgie die; - (zu T...logie>: geologische
Erforschung u. Deutung der Oberflächengestalt der Pla
neten u. ihrer Satelliten
Planlfilm der; -[e]s, -e (zu lat. planus, vgl. plan): aus einzel
nen Blättern bestehendes Filmmaterial (für Großbildka
meras)
Planlgi das:-s (zumalai. plangi „bunt“): Verfahren zur Ein
färbung von Mustern auf Stoffen, bei dem im Stoff durch
Falten, Binden, Knoten od. Abdecken ungefärbte Stellen
verbleiben
ren
plani.... Plani...
lat. planus, vgl. plan): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „eben, flach“, z.B. Planiglob,
planimetrisch. Pla|nier|bankrf/e; -, ...bänke (zu Tplanieren>: Maschine mit Schlittenführung zur Herstellung run
der, hohler Metallgegenstände, plalnielren (wohl unter
Einfluss von gleichbed./r. planer aus spätlat. planare „eb
nen“ zu lat. planus, vgl. plan): [einjebnen; [maschinell]
eben machen. Plalnierlraulpe die; -, -n: Raupenschlep
per mit verstellbarem Brustschild, der bei Erd- u. Straßen
arbeiten die Unebenheiten beseitigt u. den Aushub trans
portiert u. verteilt, Pla|ni|fi|ka|teur [...'tnm] der; -s, -e
(aus gleichbed. fr. planificateur zu planifier „planmäßig
lenken“): Fachmann für die Gesamtplanung der Volks
wirtschaft (in Frankreich). Pla|nilfi|ka|ti|on die; -, -en
(aus gleichbed. fr. planification): staatlich organisierte
Planung der Volkswirtschaft auf der Grundlage der
Marktwirtschaft (in Frankreich). Plalnilgiob* das; -s,
-en, älter Plalnilglglbilum das; -s, ...ien [...ian] (zu î pla
ni..., tGlobus (u. t...ium)>: kartografische Darstellung der
Erdhalbkugeln in zwei Kreisflächen. Pla|ni|gra|fie, auch
...gralphie die; -, ...ien (zu t...grafie>: Schichtaufnahme
verfahren der Röntgenuntersuchung (Med.). Plalnilmedas; -s, - (zu Α...meter): auf ÎIntegralrechnung beru
hendes math. Instrument zur mechanischen Bestimmung
des Flächeninhalts krummlinig begrenzter ebener Flä
chen. Plalnilmeltrie* Ae; - (zu I ...metrie): 1. die ebenen
geometrischen Figuren, bes. die Messung u. Berechnung
der Flächeninhalte behandelndes Teilgebiet der T Geome
trie. 2. Lehre von den geometrischen Gebilden in einer
Ebene; vgl. Stereometrie, plalnilmeltrielren* (zu t...ieren): [krummlinig begrenzte] Flächen mit einem Planime
ter ausmessen, plalnilmeltrisch* (zu Î...metrisch): die
Planimetrie betreffend. Pla|ni|sphä|re*<fe, -,-n: l.altes
astronomisches Instrument. 2. Karte, die die Erdoberflä
che in zusammenhängender Form u. meist flächengetreu
darstellt. Pia In jltia ále; - (aus lat. planitia „Ebene, Flä
che“): Bez. für ebene Oberflächenformationen auf den
Planeten (Astron.), planikon kav (zu îplan): auf einer
Seite eben, auf der anderen nach innen (konkav) ge
krümmt (bes. von Linsen), planlkonlvex: auf einer Seite
eben, auf der anderen nach außen (konvex) gekrümmt
(bes. von Linsen)
Planklterrfer; -s, - (ausgr. plagktër „der Umherirrende“ zu
plagktós, vgl. Plankton): svw. Planktont. Planklton ¿Am;
-s (aus gr. plagktón „das Umherirrende, Umhertreiben
des“, substantiviertes Neutrum von plagktós „umher
schweifend, irrend“ zu pläzesthai „hin und her getrieben
werden“): Gesamtheit der (größtenteils sehr kleinen) im
Wasser schwebenden Lebewesen, die keine od. nur eine
geringe Eigenbewegung haben (Biol.). Plank|to|neuston das; -s: an der Wasseroberfläche treibendes Plankton
(Biol.). plankltolnisch u. planktontisch: das Plankton,
den Planktonten betreffend; (als Plankton, Planktont) im
Wasser schwebend (Biol.). Plankltpnt der; -en, -en (zu
t...ont): zum Plankton zählendes Lebewesen (Biol.).
plankltonltisch vgl. planktonisch
plalno {lat. ; Adverb von planus, vgl. plan): glatt, ungefalzt
(von Druckbogen u. [Landjkarten). Plalnolboigen der;
-s, -: flach liegender, ungefalzter Papierbogen von beliebi
gem Format
Pialnolgalmet der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. planos
„umherschweifend“ u. ÎGamet): Geschlechtszelle, die
sich mit Geißeln fortbewegt (Biol.). Pla|no|spo|re die; -,
-n (meist Plur.): begeißelte, bewegliche Spore niederer
Pflanzen (von Algen u. Pilzen), die der ungeschlechtlichen
Fortpflanzung dient (Biol.)
Plalnolzyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu îplano u. Î...zyt):
flacher, hämoglobinarmer Î Erythrozyt (bei verschiedenen
Anämien auftretende Degenerationsform; Med.), plan-
pia Ini..., Pla|ni...(zu
1058
pal ra11lei* (zu t plan u. Îparallel) : genau parallel angeord
net (von Flächen)
Planltalge [,,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed./r. plantage zu
planter „pflanzen“, dies aus gleichbed. lat. plantare) : [grö
ßere] Pflanzung, landwirtschaftlicher Großbetrieb (bes. in
tropischen Gebieten). Planltalgenlwirtlschaft die; -,
-en: landwirtschaftlicher Großbetrieb, hauptsächlich in
tropischen Gebieten, der durch den vorwiegenden Anbau
mehrjähriger Pflanzen in Monokultur (z.B. Kaffee, Tee)
gekennzeichnet ist. planltar (aus gleichbed. spätlat. plan
taris zu planta „Fußsohle“): zur Fußsohle gehörend, sie
betreffend (Med.). Planltaijflelxilon die; -, -en: Beu
gung des Fußes zur Fußsohle hin (Med.). Planltaltionsong, auch Plan|ta|tion-Song [plæn'teɪʃən...] der; -s, -s
(aus gleichbed. engl. plantation song zu plantation „Plan
tage, Anpflanzung“ u. tSong): (hist.) Arbeitslied der
schwarzen Sklaven auf den Baumwollplantagen in den
Südstaaten der USA. Planitolwollle [plan...] die; (Kunstw. zu lat. planta „Pflanze“): veredelte Jutefaser
Plalnulla die; -, -s (aus gleichbed. nlat. planula, substanti
viertes Fern, von planulus, dies Verkleinerungsform von
lat. planus, vgl. plan): platte, ovale, bewimperte, frei
schwimmende Larvenform der Nesseltiere. Plalnum das;
-s (ar î lat. planum „Fläche“,' substantiviertes Neutrum
von planus, vgl. plan) : vorbereitete eingeebnete Unterlags
fläche für die Fahrbahnbettung, bes. bei Eisenbahn- u.
Straßenbahnlinien
Plaque [plak] die; -, -s (aus fr. plaque „Platte, Fleck“, dies
aus dem Germ.): I. deutlich abgegrenzter, etwas erhöhter
Fleck auf der Haut (Med.). 2. Zahnbelag (Zahnmed.). 3.
durch Auflösung einer Gruppe benachbarter Bakterien
zellen entstandenes rundes Loch in einem Nährboden
(Biol.). Plalqué [,,,'ke:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
plaqué, eigtl. Part. Perf. von plaquer „plattieren, überzie
hen“, vgl. plattieren): plattierte (vgl. plattieren 1) Arbeit
Pläl san Ite I rie die; -,.. .ien (aus gleichbed./r. plaisanterie zu
plaisanter „scherzen“, dies zu altfr. plaisir, vgl. Pläsier):
(veraltet) Scherz, Belustigung. Plälsier das; -s, -e (aus
gleichbed./r. plaisir zu altfr. plaisir „gefallen“, dies aus lat.
placere) : (veraltend, noch landsch.) Vergnügen, Spaß ; Un
terhaltung. plälsieijlich: (veraltend, noch landsch.) hei
ter, vergnüglich, angenehm, freundlich
Plas|mada.i;-s, ...men {iüoet spätlat. plasma aus gr. plásma,
Gen. pläsmatos „das Gebildete, Geformte“ zu plässein,
vgl. plastisch): 1. svw. Protoplasma. 2. flüssiger Teil des
Blutes; Blutplasma (Med.). 3. leuchtendes, elektrisch lei
tendes Gasgemisch, das u. a. in elektr. Entladungen von
Gas, in heißen Flammenu, bei Kernfusionen (z. B. auf der
Sonne) entsteht (Phys.). 4. dunkelgrüne Abart des tChalzedons (ein Schmuckstein). Plas|ma|che|mie die; -;
Forschungsrichtung der Chemie, die sich mit den Eigen
schaften von Stoffen u. dem Ablauf von ehern. Reaktionen
in Plasmen (3) befasst. Plaslmaldilalgnosltik* die; -:
Teilgebiet der Plasmaphysik, das sich mit der experimen
tellen Untersuchung u. Messung der makroskopischen
Kenngrößen eines Plasmas (3) beschäftigt. Plaslmalexpanlder der; -s, -: wässrige Lösung, die zum vorüberge
henden Flüssigkeitsersatz bei größeren Blutverlusten ver
wendet wird (Med.). Plaslmalgen das; -s, -e (meist
Plur.): im TZytoplasma vorkommendes ÎGen (Biol.).
Plaslmalkonlserlve [...va] die; -, -n: durch Abtrennen
der Blutkörperchen gewonnene Blutkonserve (Med.).
Plaslmalphelrelse die; -, -n (zu gr. phérein „herbeibrin
gen“ u. t...ese): Gewinnung von Blutplasma mit Wieder
zuführung der roten [u. weißen] Blutkörperchen an den
Blutspender (Med.). Plas|ma|pho|re|se die; -, -n (zugr.
phorein „tragen, bringen“ u. Î ...ese): Bestimmung des Ei
weißstoffwechsels mithilfe von Blut, dessen Plasmaeiweiß
entfernt wurde (die roten Blutkörperchen werden dem
1059
Blutkreislauf wieder zugeführt, wodurch der Eiweißspie
gel absinkt; Med.). Plaslmalphylsik die; -: modernes
Teilgebiet der Physik, auf dem die Eigenschaften u. das
Verhalten der Materie im Zustand des Plasmas (3) unter
sucht werden. Plas|ma|skim|ming das; -s (zu engl. to
skim „abschöpfen“ u. Î ...ing): Trennung von Plasma (2) u.
Blutkörperchen im strömenden Blut bei Zirkulationsstö
rungen im Kapillarbereich mit der Folge einer mangelhaf
ten Sauerstoffversorgung des Gewebes (Med.), plaslmatisch: Plasma od. TProtoplasma betreffend, plaslmatolid <zu t ...oid>: einer Plasmazelle ähnlich. Plaslmochin® [,..'xi:n] das; -s (Kunstw. zu ÎPlasma u. ÎChinin):
synthetisches Malariaheilmittel. Plaslmoldeslmen die
(Plur.) <aus gleichbed. nlat. plasmodesma zu t Plasma u.
gr. desmös „Band, Fessel“): vom f Protoplasma gebildete
feinste Verbindungen zwischen benachbarten Zellen
(Biol.). Plaslmoldi olpho ra die: - (zu Î Plasmodium (2)
u. gr. phorös „tragend“, dies zu phorein „tragen, brin
gen“): eine Gattung parasitischer Schleimpilze, zu denen
der Erreger der Kohlhernie (vgl. Hernie 2) gehört (Biol.).
Plaslmoldilum das; -s, ...ien [...ion] (zu TPlasma, gr. ei
dos „Form, Gestalt“ u. t...ium): 1. vielkernige Protoplas
mamasse, die durch Kernteilungen ohne nachfolgende
Zellteilungen entstanden ist; vgl. Synzytium. 2. Protoplas
makörper der Schleimpilze. 3. Gattung der Sporentier
chen mit verschiedenen Arten, zu denen der Malariaerre
ger gehört. Plas|molga|mie die; -, ...ien (zu î...garnie
(1)>: Zellverschmelzung, Vereinigung der Plasmamassen
ohne Kernschmelzung (Biol.). Plas|mo|go|nie iZze; - (zu
t...gonie): Hypothese Haeckels, nach der es eine Urzeu
gung aus toten organischen Stoffen geben soll. Plaslmolylse <Z/e; - (zu T ...lyse> : Loslösung des tProtoplasmas ei
ner Pflanzenzelle von der Zellwand u. Zusammenziehung
um den Kern durch Wasserentzug (Bot.). Plaslmon das;
-s (zu gr. -ön, Suffix zur Bezeichnung biologisch-chem.
Wirkungen; vgl. 2...on>: die Gesamtheit der Erbfaktoren
des ÎZytoplasmas (Biol.j.PlasImoltyp der; -s, -en: durch
das Plasmon übertragener Anteil des Erbgutes (Biol.).
Pialsom das; -s, -e (verkürzt aus Plasmatosom zu t Plas
ma u. gr. soma „Leib, Körper“): (selten) svw. Biophor.
Plast der; -[e]s. -e (zu T2Plastik>: (bes. fachspr.) makro
molekularer Kunststoff. Plaslte die; -, -n: (regional ugs. )
svw. 2Plastik. Plas tics ['plæstɪks] die (Plur.) (aus engl.
plastics, vgl. 2Plastik): engl. Bez. für Kunststoffe, Plaste.
Plasltilden die (Plur.) (zu gr plastös „gebildet, geformt“
(dies zu plássein, vgl. plastisch) u. t ...ide): Gesamtheit der
Î Chromatophoren ( 1 ) u. Î ‘Leukoplasten der Pflanzenzel
le (Bot.). Plasltildom das; -s (zu T...om>: svw. Plastom.
Plas tifi ka tor der; -s, ...oren (zu Îplastifizieren u.
t...ator): Weichmacher (Techn.). plas|ti|fi|zie|ren (zu
gr. plastös (vgl. Plastiden) u. t...fizieren>: (spröde Kunst
stoffe) weich u. geschmeidig machen. ’Plasltik die; -, -en
(aus gleichbed. fr. plastique, dies über lat. plastice aus gr.
plastikê (téchnê) „Kunst des Gestaltens“ zuplastikös, vgl.
plastisch): 1. a) (ohne Plur.) Bildhauerkunst; b) Werk der
Bildhauerkunst; Bildwerk. 2. operative Formung, Wieder
herstellung von zerstörten Gewebs-u. Organteilen (Med.).
3. (ohne Plur.) körperhafte Anschaulichkeit, Ausdrucks
kraft. 2Plasltik das; -s (meist ohne Artikel) (aus gleich
bed. engl. plastic(s) zu plastic „weich, knetbar, verform
bar“, dies aus lat. plasticus, vgl. plastisch): Kunststoff,
Plast. Plasltik... (zu t2Plastik): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „Kunststoff“, z. B. Plastikfolie. Plasltikbomlbe i/ie; -, -n: mit einem Zeit- od. Aufschlagzünder
versehener Sprengkörper mit plastischen (2) Sprengstof
fen.Plasltilker der:-s,-: Bildhauer.Plasltiklfollie [...in]
die; -, -n (zu Î Plastik... u. Î 'Folie): aus weichem Kunststoff
gefertigte ‘Folie (l).PIas|ti|lin i/as;-su.PlasItilliina die;
- (aus gleichbed. it. plastilina): kittartige, oft farbige Knet
Plateau
masse zum Modellieren. Plas|ti|na|ti|on die; - (zu tplastisch u. t,,,ation): Verfahren zur Konservierung biologi
scher Präparate. Plas|ti|naut der; -en, -en (zu T 2Plastik u.
î...naut): Nachbildung eines Menschen aus Kunststoff als
Versuchsobjekt in der Weltraumfahrt. Plasltilqueur
[...kern] ¿fer; -s, -e (aus/r. plastiqueur „jmd., der mit plas
tischem (2) Sprengstoff sprengt“): Terrorist, der seine An
schläge mit Plastikbomben durchführt, plasltisch (aus
gleichbed. fr. plastique, dies über lat. plasticus aus gr. plastikös „zum Bilden, Formen gehörig“, zu plássein „formen,
bilden“): 1. bildhauerisch; die Bildhauerei, die Plastik be
treffend. 2. Plastizität (2) aufweisend; unter Belastung ei
ne bleibende Formänderung ohne Bruch erfahrend; mo
dellierfähig, knetbar, formbar. 3. a) räumlich [herausgear
beitet]. körperhaft, nicht flächenhaft [wirkend]; b) an
schaulich, deutlich hervortretend, bildhaft, einprägsam. 4.
die operative 'Plastik (2) betreffend, auf ihr beruhend.
Plas|ti|sol das; -s, -e (zu gr. plastös „geformt, gebildet“
bzw. t2Plastik u. t...ol): Dispersion von Kunststoffpulvern
(vor allem Polyvinylchlorid) in Weichmachern zur Her
stellung gummielastischer Produkte wie Folien, Kunstle
der, Fußbodenbeläge, Beschichtungen, Spielzeug, plastilzielren (zu lat. plasticus (vgl. plastisch) u. Î..deren):
svw. plastifizieren. Plasltilziltät die; - (zu t...ität>: 1.
Bildhaftigkeit, Anschaulichkeit; Körperlichkeit. 2. Form
barkeit eines Materials.plaslto..., Plaslto... (zu gr. plas
tös „gebildet, geformt“; vgl. “Plastik): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „formbar, veränderbar; verän
derlich“, z.B. Plastogen, Plastoponik. Plasito chi non
das; -s, -e: in Chloroplasten enthaltene Chinonverbindung, die bei der Photosynthese beteiligt ist (Biol.). Plastochron [,,,'kro:n] das; -s, -e (zu gr. chrönos „Zeit“): die
Zeit zwischen zwei sichtbaren Veränderungen von Pflan
zen (Bot.).PIasltolgen Azs; -s, -e (zu Î...gen) : in den Plas
tiden lokalisierte Erbanlage (Biol.). Plasltolgraf, auch
...graph der; -en, -en (zu t...graf>: (veraltet) Schriftfälscher.PlasItolgralfie, auch...gralphie Äe; - (zut,,,grafie): (veraltet) Schriftfälschung.Plasltom das; -s (Kurzw.
aus Î Plastidom';: Gesamtheit der in den Plastiden ange
nommenen Erbfaktoren (Biol.). Plasltolpal das; -s, -e
(Kunstw.): in verschiedenen Typen herstellbares Kunst
harz für die Lackbereitung. Plasltolpolnik die; - (zu
tplasto..., lat. ponere „setzen, stellen, legen“ u. t2...ik (2)):
Verfahren zur Wiederbegrünung u. Wiedergewinnung un
fruchtbarer Böden mithilfe von Schaumstoffen, die Nähr
salze u. Spurenelemente enthalten (Landw.). Plaslto sol
der; -s (zu Zaf. solum „Boden“): aus Silikaten bestehender,
durch hohe Plastizität gekennzeichneter Bodentyp
Plasltron* [plas'trð:, österr. ... tro:n] der od. das; -s, -s (aus
gleichbed. fr. plastron, eigtl. „Brustharnisch“, dies aus ü.
piastrone zu piastra „Metallplatte“, dies aus mlat.
(em)plastra, Plur. von lat. emplastrum, vgl. Piaster): 1.
(veraltet) a) breite Seidenkrawatte zur festlichen Herren
kleidung im 19. Jh.; b) breite weiße Krawatte, die zum
Reitanzug gehört; c) mit Biesen od. Plissees versehener,
eingenähter Einsatz im Oberteil von Kleidern. 2. stähler
ner Brust- od. Armschutz im Mittelalter. 3. a) Stoßkissen
zum Training der Genauigkeit der Treffer; b) Schutzpols
ter für Brust u. Arme beim Training (Fechten). 4. Bauch
panzer der Schildkröten (Zool.)
plat.... Plat... vgl. platy..., Platy...
Plaltalne die; -, -n (über lat. platanus aus gleichbed. gr. plá
tanos, weitere Herkunft unsicher): hoch wachsender
Laubbaum mit ahornähnlichen Blättern u. kugeligen
Früchten sowie heller, glatter, sich in größeren Teilen ab
lösender Borke
Plalteau [plato:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. plateau zu
(alt)fr. plat, dies über vulgärlat. plattus aus gr. platÿs,
„platt, breit“): 1. Hochebene, Tafelland. 2. obere ebene
P
1060
Plateauwagen
Fläche eines Berges. Plalteaulwalgenrfer; -s, (bes. österr.) niedriger Tafelwagen. Pla|teo|sau|ri|er [...in] der;
-s, - u. Plalteojsaulrusifer; -, ...rier [...in] <zu gr. platÿs,
Gen. píateos „breit“ u. saùros „Eidechse“): Gattung der
Dinosaurier aus dem oberen Keuper. Plate-out ['plɛɪtaut] das; - -[s] (aus gleichbed. engl. plate-out zu plate
„Platte“ u. out „aus“): die Spaltproduktablagerung im
Primärkreislauf von Kernreaktoren sowie beim Transport
vom Primärkreislauf zum Sicherheitsbehälter (bei Störfäl
len). pla|te|resk[pla...] (aus gleichbed. span, plateresco,
eigtl. „nach Art von Silberschmiedearbeit“, zu platero
„Silberschmied“, dies aus plata „Silber“ zu vulgärlat. plattus, vgl. Plateau): (veraltet) eigenartig verziert; plateresker StikBaustil der span. Spätgotik u. der itai. Frührenais
sance mit reich verzierten Fassaden (Archit.). Plaltereskáas; -[e]s (aus gleichbed. span, (estilo) plateresco):
svw. plateresker Stil. Platlforlming [ plætfɔ:mɪŋ] das; -s
(Kurzw. aus engl. platinum reforming process „Verände
rungsprozess mithilfe von Platin“): katalytisches Verfah
ren mit Platin als Katalysator zur Verbesserung der Eigen
schaften von Benzinen. Plat|hel|min|then [plat...] die
(Plur.) (zu gr. platÿs „platt, breit“ (vgl. platy...) u. hélmins,
Gen. hélminthos „Wurm“): Würmer mit abgeplatteter
Leibeshöhle (z.B. die Bandwürmer), pɪaltin[aueh ,,,'ti:n]
das; -s (aus gleichbed. älter span, platina, eigtl. „Silber
körnchen“, zu plata (de ariento), vgl. plateresk): chem.
Element, silbergrau glänzendes Edelmetall; Zeichen Pt.
Plaltjlnedze; -, -n (aus fr. platine zu (alt)fr. plat, vgl. Pla
teau): 1. flacher Metallblock, aus dem dünne Bleche ge
walzt werden (Techn.). 2. bei der Jacquardmaschine Ha
ken zum Anheben der Kettfäden (Weberei). 3. Stahlblätt
chen, das gerade Fäden zu Schleifen umlegt (Wirktech
nik). 4. ebenes Formteil aus Blech, das durch Umformen
weiterverarbeitet wird. 5. der Montage einzelner elektri
scher Bauelemente dienende, meist mit Kupfer od. Silber
beschichtete dünne Platte mit Löchern, durch die die An
schlüsse der Bauelemente zum weiteren Verlöten gesteckt
werden. plalti|nie|ren(zu îPlatinu. Î..deren): mit Platin
überziehen. PiaItiInit® [auch ,.,'nit] das; -s (zu t’...it): eine
Eisen-Nickel-Legierung als Ersatzstoff für Platin in der
Technik. Pla|tin|mohr[auch ,,,'ti:n...] das; -s: tiefschwar
zes feinstverteiltes Platin in Pulverform. Plaltilnolidito;
-[e]s, -e (zu T...oid): Legierung aus Kupfer, Nickel, Zink u.
Wolfram für elektr. Widerstände. Plaltiltü Ide : frühere
Schreibung für Î Plattitüde
Plaltolnilkerrfer; -s, - (über lat. Platonicus aus gleichbed.
gr. Platönikös, nach dem griech. Philosophen Platon (gr.
Plätön, lat. Plato, Platon), etwa 428-347 v. Chr.): Kenner
od. Vertreter der Philosophie Platons, plaltolnisch (über
lat. Platonicus aus gleichbed. gr. Platönikös): 1. die Philo
sophie Platons betreffend, zu ihr gehörend, auf ihr beru
hend. 2. nicht sinnlich, rein geistig-seelisch. Plaltolnismusifer, - (nach dem griech. Philosophen Platon u. zu
T...ismus (1)>: Gesamtheit der philosophischen Richtun
gen in Fortführung der Philosophie Platons
Pla|to|ny|chie*[... ci:] die; - (zu tplaty... u. gr. önyx, Gen.
onychos „Nagel“ u. T2...ie): abnorme Abplattung der Nä
gel (Med.). plat|tie|ren(zufr. plat (vgl. Plateau) u. T...ieren): 1. edlere Metallschichten auf unedlere Metalle auf
bringen (Techn.). 2. (bei der Herstellung von Wirk- od.
Strickwaren) unterschiedliche Garne so verarbeiten, dass
der eine Faden auf die rechte, der andere auf die linke Seite
aller Maschen kommt (Textilwirtschaft). Plat|ti|tü|de
die; -, -n (aus gleichbed. fr. platitude zu plat, vgl. Plateau):
Plattheit, nichts sagende, abgedroschene Redewendung,
Gemeinplatz
Platt|ne|rit[auch ... rit] der; -s, -e (nach dem dt. Metallur
gen K. F. Plattner (1880-1958) u. zu T2...it>: ein schwarzes
bis braunes Mineral
-s, -s (zu gr. platÿs „flach“): bis 6 cm langer be
liebter Aquarienfisch, zu den lebend gebärenden Zahn
karpfen gehörend. plalty..., Plalty..., vor Vokalen meist
plat..., Plat... (aus g/: platÿs „platt, breit“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „platt; breit; flach“, z. B. Pla
tonychie, Platypodie. Plaltylbalsie die; -, ...ien (zu ÎBa
sis u. t2...ie): Abflachung, Abplattung der Schädelbasis
(Med.). Plaltylmorlphie die; -, ...ien (zu t...morphie):
Flachbau des Augapfels mit Verkürzung der optischen
Achse des Auges (Weitsichtigkeit; Med.). Plaltylpoldie
i/ze; - (zu gr. poüs, Gen. podös „Fuß“ u. t2...ie): Plattfüßigkeit (Med.). Pla|tyr|rhi|ni die (Plur.) (aus gleichbed.
nlat. platyrrhina zu gr. platÿrrhin „breitnasig“): zusam
menfassende systematische Bez. für Breitnasenaffen. Platylsponldyllie* die; -, ...ien (zu tplaty..., gr. spondylos
„Wirbelknochen“ u. t2...ie): krankhafte Abflachung der
Wirbel (Med.), plaltylzelphal (zu gr. kephalë „Kopf“):
flachköpfig (Med.). Plaltylzelphalle der u. die; -n, -n:
jmd., der einen abnorm flachen Kopf hat; Flachköpfige[rj
(Med.). Plaltylzelphalliezfe; - (zu Î 2...ie> : flacher, nied
riger Bau des Schädels ohne Scheitelwölbung; Flachköpfigkeit (Med.)
plat|zie|ren(aus gleichbed. fr. placer zu place „Platz, Stel
le“, dies über (vulgär)lat. platea „Straße“ u. gr. platɪa (hodös) „breite (Straße)“ zu platÿs „eben, flach“ (an dt. Platz
angelehnt)): 1. an einen bestimmten Platz bringen, setzen,
stellen; jmdm., einer Sache einen bestimmten Platz zuwei
sen. 2. (Schweiz.) jmdn. unterbringen. 3. a) gezielt schie
ßen, schlagen (Ballspiele); b) (einen Treffer) anbringen
(Fechten, Boxen) ; c) so schlagen, dass der Gegner den Ball
nicht od. kaum erreichen kann (Tennis). 4. sich platzieren:
einen bestimmten Platz erreichen, belegen (Sport). 5. (Ka
pital) anlegen (Wirtsch.). plat ziert (zu T...iert>: genau
gezielt, bes. beim Sport. Platlzielrung die; -, -en (zu
î...ierung): 1. das Platzieren. 2. nach Abschluss eines
Wettkampfes erreichte Einstufung im Klassement (Sport)
plaulsilbel (aus gleichbed. fr. plausible, dies aus lat. plau
sibilis „Beifall verdienend; einleuchtend“ zu plaudere
„klatschen“) : so beschaffen, dass es einleuchtet; verständ
lich, begreiflich. plau|si|bi|lje|ren (zu Î ..deren): svw.
plausibilisieren. plau|si|bi|li|sie|ren (zu î...isieren>:
plausibel machen. Plau|si|biIliltätdie; - (zu T...ität>: das
Plausibelsein. plau|si|bi|li|tie|ren (zu Î ..deren): svw.
plausibilisieren
Play [plei] (zu engl. to play „spielen“): (in Verbindung mit
nachfolgenden Namen) spiel[t], spielen wir (etwas von od.
über..., in der Art, in Nachahmung von...)!, z.B. - Bach!
Plalya [ pla:ja] die; -, -s (aus span, playa): 1. span. Bez. für
Strand. 2. svw. Playe
Play-back,auch Playlback ['pleɪbæk] das; -, -s (aus engl.
playback „das Abspielen, Wiedergabe“ zu to play (vgl.
Play) u. back „zurück“): a) nachträgliche Abstimmung der
Bildaufnahme mit der bereits vorher isoliert vorgenomme
nen Tonaufnahme (Film, Fernsehen); b) weitere Tonauf
nahme (z. B. Gesang, Soloinstrument) beim Abspielen des
schon vorher aufgenommenen Tons (z.B. der Begleitmu
sik; Tonband-, Schallplattenaufnahmen). Playlboy['pleɪbɔɪ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. playboy, eigtl. „Spiel
junge“; vgl. Boy): [jüngerer] Mann, der aufgrund seiner
wirtschaftlichen Unabhängigkeit vor allem seinem Ver
gnügen lebt u. sich in Kleidung sowie Benehmen entspre
chend darstellt, play dirlty [`pleɪ 'də:tɪ] (engl.; eigtl. „un
sauber spielen“): in Schwebeklängen zwischen Dur u.
Moll spielen (beim Blues; Mus.)
Plalye ['pla:jə] die; -, -n (zu span, playa, vgl. Playa): Salz
tonebene, die manchmal ein See ausfüllt (z. B. in Trocken
gebieten Mexikos)
Play|er-Roll, auch Playlerlroll ['pleɪəroʊl] die; -, -s (zu
engl. player „Spieler“ (dies to play, vgl. Play) u. roll „WalPlalty der;
1061
ze“>: Walze für mechanische Klaviere. Play girl ['pleɪgə:l]
das: -s, -s (aus gleichbed. engl. playgirl, eigtl. „Spielmäd
chen"; vgl. Girl): 1. dem Vergnügen u. dem Luxus lebende,
bes. in Kreisen von Playboys verkehrende, leichtlebige, at
traktive junge Frau. 2. svw. Hostess (2). Playlmate
[...meit] das; -s, -s (aus engl. playmate, eigtl. „Spielgefähr
te, -gefährtin“, zu mate „Kamerad(in)“): 1. a) (ohne Plur.)
titelähnliche Bez. für diejenigen jungen Frauen, die jeweils
in der Mitte des Herrenmagazins „Playboy" nackt abge
bildet sind; b) Trägerin dieser Bezeichnung. 2. (Jargon)
Nacktmodell. Play-off, auch Playloff [...'|of, engl. pleiɔf] das: -[s], -s (aus engl. play-off „Entscheidungsspiel“):
System von Ausscheidungsspielen in verschiedenen Sport
arten, bei dem die Mannschaften, die die Endrunde er
reicht haben, in Hin-, Rück- u. eventuell in Entscheidungs
spielen gegeneinander spielen u. der Verlierer jeweils aus
dem Turnier ausscheidet (Sport). Playlstaltion® ['plɛɪstɛɪʃən] die: -, -s (aus engl. PlayStation®, Analogiebildung
zu tWorkstation): Spielkonsole mit CD-ROM-Laufwerk
Plalza die; -, -s (aus span, plaza): span. Bez. für [öffentli
cher] Platz; Marktplatz
Pial zelbo vgl. Placebo
Plalzenlta oüe; -, Plur. -s u. ...zenten (über lat. placenta aus
gr. plakoünta, Akk. von plakoüs „flacher Kuchen“ zu pláx,
Gen. plakós „Fläche“): 1. schwammiges, dem Stoffaus
tausch zwischen Mutter u. Embryo dienendes Organ, das
sich während der Schwangerschaft ausbildet u. nach der
Geburt ausgestoßen wird; Mutterkuchen (Med., Biol.). 2.
leistenförmige Verdickung des Fruchtblattes, aus der die
Samenanlage entspringt (Bot.). pla|zen|tal (zu t‘...al
(1)): svw. plazentar. Plalzenltalliler [...in] der; -s, - (meist
Plur.) (aus gleichbed. nlat. placentalia): Säugetier, dessen
Embryonalentwicklung mit Ausbildung einer Plazenta (1)
erfolgt: Ggs. Î Aplazentalier. plazentar (zu tPlazentau.
t...ar (1)): die Plazenta betreffend, zu ihr gehörend. Plazen ta ti on die; -, -en (zu t ...ation): Bildung der Plazenta
(Med.). Plalzenlten: Plur. von tPlazenta. Plalzenltiltis
die; -, ...itiden (zu T...itis): Entzündung der Plazenta
(Med.)
Plalzet das; -s, -s (aus lat. placet „es gefällt“, 3. Pers. Sing.
Präs, von placere „gefallen“): Zustimmung, Einwilligung
(durch [mit]entseheidende Personen od. Behörden), Er
laubnis; vgl. placet. Pia|ziIdi|tät die; - (aus gleichbed. lat.
placiditas, Gen. placiditatis): (veraltet) Ruhe, Sanftheit
plalzielren usw. : frühere Schreibung für (platzieren usw.
ple.... Ple... vgl. pleo..., Pleo...
Plelban der; -s, -eu. Plelbalnus der; -, ...ni (aus gleichbed.
mlat. plebanus zu plebium „Obhut; Verantwortung (für
das Volk)“, dies zu lat. plebs, vgl. 'Plebs): (veraltet) [stell
vertretender] Seelsorger einer Pfarrei. Plelbeljer der; -s, (aus gleichbed. lat. plebeius): 1. Angehöriger der 'Plebs im
alten Rom. 2. (abwertend) gewöhnlicher, ungehobelter
Mensch, plelbeljisch (aus lat. plebeius „zur Plebs gehö
rend“): 1. zur 'Plebs gehörend. 2. (abwertend) ungebildet,
ungehobelt. Plelbislzit das; -[e]s, -e (unter Einfluss von
ʃr. plébiscite aus gleichbed. lat. plebiscitum zu plebs
„Volk“ u. scitum „Beschluss“): Volksbeschluss, Volksab
stimmung; Volksbefragung. pleIbis|ziItär (aus gleichbed.
fr. plébiscitaire; vgl. ...är): das Plebiszit betreffend, auf
ihm beruhend. ’Plebs [auch ple:ps] die; - (aus gleichbed.
lat. plebs, Gen. plebis) : das gemeine Volk im alten Rom.
2Plebs der; -es, österr. die; - (zu Î ‘Plebs): (abwertend) die
Masse ungebildeter, niedrig u. gemein denkender, roher
Menschen
Pledge [plɛdʒ] das; - (aus gleichbed. engl. pledge): (veral
tet) Handgeld, Unterpfand
Plelgie die; -, ...ien (aus gr. plege „Schlag, Hieb“ u. T2... ie> :
motorische Lähmung eines Muskels, einer Î Extremität od.
eines größeren Körperabschnitts (Med.)
pleno organo
[pleja:d(ə), fr. plejad] die; - (fr.; zu pléiade
„Gruppe von sieben Personen“, nach der Pleias) : Kreis
von sieben franz. Dichtern im 16. Jh., die eine Reinigung u.
Bereicherung der Dichtung u. der dichterischen Sprache
nach klassischem Vorbild erstrebten. Pleilas [’plaias] die;
- (aus gr. Pleiás ; nach dem Siebengestirn (gr. Pleiádes) im
Sternbild des Stiers): Gruppe von sieben Tragikern im al
ten Alexandria
Pleilnair* [plɛ'nɛ:u] r/as; -s, -s (aus gleichbed. fr. plein-air,
eigtl. „freier Himmel“, zu plein „voll“ (aus lat. plenus, vgl.
Plenum) u. air „Luft“ (aus lat, aer, vgl. 'Air)): a) (ohne
Plur.) Freilichtmalerei, auch Bildhauerei im Freien; b) in
der Malweise der Freilichtmalerei entstandenes Bild; im
Freien geschaffene Skulptur. Plei|nai|rislmus der; - (zu
(...ismus (2)): a) svw. Pleinairmalerei; b) Bildhauerei im
Freien. Plei|nai|rist der; -en, -en (zu t...ist): Vertreter des
Pleinairismus. Plei|nair|ma|le|rei die; -: Freilichtmale
rei. plein-jeu [plɛ'ʒo] fr.; „volles Spiel“): svw. pleno or
gano. Pleinlpoulvoir [plɛpu'voa:n] das; -s (aus gleichbed.
fr. plein pouvoir zu plein „vollständig“ u. pouvoir „Voll
macht“ (zupouvoir „können, vermögen“)): unbeschränk
te Vollmacht.
PI eilolchalsilum [...ça:...] das; -s, ...ien [...¡an] (zu gr. pleîon „mehr, größer, dichter“ (Komparativ von polys „viel“),
chäsma „Spalt, Schlund“ u. t,,,ium): geschlossener, viel
ästiger Blütenstand, Trugdolde (Bot.). Plei|o|chrolmie
[...kro...] die; -, ...ien (zugr. chröma „Farbe“ u. T2...ie>: ver
mehrte Sekretion von Gallenfarbstoff (Med.). Pleiloltropie* die; -, ...ien (zu gr. trope „(Hin)wendung“ u. t2...ie>:
das Eingreifen eines einzigen Erbfaktors in mehrere Reak
tionsketten od. Entwicklungsvorgänge (Genetik), pleisto seist (zu gr. pleɪstos „am meisten“ (Superlativ von polys
„viel“) u. seistös „erschüttert“ (zu seiein „erschüttern“);
vgl. Seismik): am stärksten erschüttert (vom Gebiet nahe
des Epizentrums bei Erdbeben; Geol.). pleisitozän (zu
tPleistozän): das Pleistozän betreffend. Pleisltolzän
das; -s (zu gr. pleɪstos (vgl. pleistoseist) u. kainös „neu“
( = neueste, jüngste Zeit in der Erdentwicklung)) : vor dem
Holozän liegende ältere Zeitstufe des ÎQuartärs; Eis
zeitalter] (Geol.)
Plekltenlchym* [,..çy:m] das; -s, -e (zu gr. plektös „ge
flochten“ (dies zu pléktein „flechten, knüpfen“) u. égehyma „das Aufgegossene, Aufguss“): dichtes Geflecht von
Pilzfäden (Bot.). Plekltolgylne die; -, -n (zu gr. gynê
„Weib; Frau“): svw. Aspidistra
Plekltron* u. Plekltrum das; -s, Plur. ...tren u. ...tra (über
lat. plectrum aus gr. plèktron „Werkzeug zum Schlagen“
zu plëssein „schlagen“): Plättchen od. Stäbchen (aus Holz,
Elfenbein, Metall o.Ä.), mit dem die Saiten von Zupfin
strumenten geschlagen od. angerissen werden
Plelnar... (teilweise unter Einfluss von engl. plenary aus
spätlat. plenarius „vollständig“; vgl. Plenum): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „voll, vollständig; in sei
ner Gesamtheit“, z. B. Plenarversammlung. Ple|na|ri|um
</a.v; -s, ...ien [,,,iəu] (aus m/at. plenarium „Vollbuch“, sub
stantiviertes Neutrum von lat. plenarius, vgl. Plenar...):
mittelalterliches liturgisches Buch mit den î Perikopen (1 ),
später auch mit den [erläuterten] Formularen der Messe.
Plelnarlkonlzil das; -s, Plur. -e u. -ien [,,,iən]: kath.
(Konzil für mehrere Kirchenprovinzen (unter einem
päpstlichen (Legaten). Ple|ni|lu|ni|um das; -s (aus
gleichbed. lat. plenilunium zu plenus „voll“ u. luna
„Mond“): Vollmond (Astron.), plelnilpoltent (aus
gleichbed. lat. plenipotens, Gen. plenipotentis): (veraltet)
ohne Einschränkung bevollmächtigt (Rechtsw.). Plelnipoltenz die; - (zu t...enz): (veraltet) 1. unbeschränkte
Vollmacht. 2. Allmächtigkeit, plelno iulre (lat.y. mit vol
lem Recht (Rechtsw.). plelno orlgalno (/at.; vgl. Organ):
mit vollem Werk, mit allen Registern (bei der Orgel;
Plélialde
1062
pleno titulo
Mus.); vgl. forte u. Organum, plelno ti|tu|lo(to.; vgl. Ti
tel): (österr.) svw. titulo pleno; Abk.: P. T. (Zusatz bei der
Nennung von Personen[gruppen]). Plelnum das; -s,
...nen (aus gleichbed. engl. plenum, dies aus lat. plenum
(consilium) „vollzählig(e Versammlung)“ zu plenus
„voll“): Vollversammlung einer [politischen] Körper
schaft, bes. der Mitglieder eines Parlaments; vgl. in pleno
píelo.... Píelo..., vor Vokalen auch ple..., Pie... (aus gr.
pléon „mehr“, Komparativ von polys „viel“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „mehr“, z. B. pleomorph,
Pleonasmus. Plelolchrolislmus [...kro...] der; - (zu gr.
chrös „Farbe“ u. Î...ismus (2)>: Eigenschaft gewisser
Kristalle, Licht nach mehreren Richtungen in verschie
dene Farben zu zerlegen; vgl. Dichroismus. ple|omorphusw. (zu Î...morph): svw. polymorph usw. Plelonaslmus der; -, ...men (über spätlat. pleonasmos aus gr.
pleonasmos „Überfluss, Übermaß“ zu pleonàzein
„Überfluss haben, reichlich vorhanden sein“): überflüs
sige Häufung sinngleicher od. sinnähnlicher [nach der
Wortart verschiedener] Ausdrücke (z.B. weißer Schim
mel, alter Greis; gewöhnlich pflegen, leider zu meinem
Bedauern; Rhet., Stilk.); vgl. Redundanz (2 b). 2. svw.
Tautologie (1). Plelolnastrfer; -en, -en (zugr. pleonàzein
„im Überfluss vorhanden sein“ u. t...ast): ein dunkelgrü
nes bis schwarzes Mineral. piel olnasltisch (nach
gleichbed. gr. pleonastikós): den Pleonasmus betreffend,
überflüssig gehäuft; vgl. tautologisch, plelolnekltisch*
(aus gleichbed. gr. pleonéktës): (veraltet) habsüchtig.
Ple|o|ne|xie* iZze; - (aus gleichbed. gr. pleonexia zu pleonektem „habsüchtig sein“): a) Habsucht, Unersättlich
keit; b) Drang, trotz mangelnder Sachkenntnis überall
mitzureden; Geltungssucht. Plelolphalgie die; -, ...ien
(zu Î pleo..., gr. phágein „essen“ u. t2...ie): Fähigkeit eines
Organismus zur Verwertung verschiedener Nahrungs
stoffe (Biol.). Plelolpolden die (Plur.) (zu î...pode):
Gliedmaßenpaare bei höheren Krebsen (Biol.). Pleloptik die; - (zu îpleo... u. ÎOptik): Behandlung der
Schwachsichtigkeit durch Training der Augenmuskeln
(Med.). Plelorlthopltik* die; -; Übungstherapie gegen
beidseitiges Schielen (Med.)
Plelrem das; -s, -e (zu gr. plërês „voll, angefüllt“ u. t ...em):
(nach der Kopenhagener Schule) kleinste sprachliche Ein
heit auf inhaltlicher Ebene, die zusammen mit dem Î Kenem das ÎGlossern bildet (Sprachw.). Ple re ma tik, Plere mik die; - (zu t2...ik (1)>: Sprachzeichenbildung; Teil
gebiet der Sprachwissenschaft, das sich mit den inhaltli
chen Formen, mit der Bildung der Sprachzeichen als Basis
für Wort-, Satz- u. Textbildung einer Gruppen- od. Einzel
sprache beschäftigt (Sprachw.). Plelrom das; -s, -e (aus
gr. pleröma „Fülle, Ausfüllung, Vervollständigung“): der
in Bildung begriffene Zentralzylinder der Wurzel (Bot.).
Ple|ro|tis|mus der; - (zu gr. plërôtës „der Einsammeln
de“ u. T...ismus (1)): Auffassung, dass das Weltall aus un
endlich oft teilbaren, zusammenhängenden Materialteil
chen zusammengesetzt ist (Philos.)
Ple|si|an|throlpus*zfer; -, ...pi (zugr. plësios „nahe“u. ánthröpos „Mensch“; vgl. anthropo...): südafrik. Früh
mensch des TPliozäns. Plelsilolpie die; -, ...ien (zu
t...opie>: svw. Pseudomyopie. Plelsi|o|sau|ri|er [...in]
der; -s, -u. Plelsi,olsaulrus¿/<?r, -, ...rier [...in] (zugr. plë
sios „nahe“ u. saüros „Eidechse“): langhalsiges Kriechtier
des T Lias mit paddelförmigen Gliedmaßen
PI es|si|me|ter das; -s, - (zu gr. plessein „schlagen“ u.
Î '...meter): Klopfplättchen aus Hartgummi, Holz u. a. als
Unterlage für eine Î'Perkussion (1; Med.)
Plelthi vgl. Krethi und Plethi
Plelthglra die; -, ...ren (aus gr. pléthore „Fülle, Anfül
lung“): vermehrter Blutandrang (Med.), plelthglrisch
(aus gleichbed. gr. plethörikös): vollblütig (Med.)
das; -s, ...ren (aus gleichbed. gr. pléthron): altgriech. Längenmaß (etwa 29,7m bis 35,5 m)
Plelthyslmolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu gr. plêthysmös „Vermehrung, Vergrößerung“ u. t...graf): Appa
rat zur Messung von Umfangsveränderungen an den Î Ex
tremitäten (1) u. an Organen (z. B. beim Durchlaufen einer
Pulswelle; Med.). Plelthyslmolgralfie, auch ...gra
phie ¿/re; -, ...ien (zu 1 ...grafie): Aufzeichnung der Volu
menzunahme mithilfe eines Plethysmografen (Med.), plethyslmolgralfisch, auch ...gralphisch (zu Î...gra
fisch): mithilfe der Plethysmografie erfolgend (Med.)
pleur.... Pleur... vgl. pleuro..., Pleuro... Pleulra die; -,
...ren (aus gr. pleura „Seite des Leibes, die Rippen“): die
inneren Wände des Brustkorbs auskleidende Haut; Brust-,
Rippenfell (Med.). Pleu|ra|em|py|em das; -s, -e: Brust
fellvereiterung (Med.). pleulral (aus gleichbed. nlat. pleu
ralis; vgl. '...al(l)>: die Pleura betreffend, zu ihr gehörend.
Pleulrallganlglilen* [..,gaŋ(g)liən] die (Plur.): im Ner
vensystem der Weichtiere an der vorderen Körperseite ge
legene Nervenknoten (Biol.). Pleulrallgie* iZze; -, ...ien
(zu î...algie): Brustfellschmerz
Pleulrant [plo ra:] der; -, -s (aus fr. pleurant „weinend“ zu
pleurer „weinen“, dies aus gleichbed. ZaZ. plorare): stehen
de, trauernde Figur an Grabmälern (Kunst)
Pleu|ra|punk|ti|on die; -, -en (zu 1 Pleura): das Anstechen
u. Ablassen einer durch Krankheit zwischen Rippenfell u.
Lungenfell angesammelten Flüssigkeit (Med.). Pleulren:
Plur. von 7Pleura. Pleu|re|sie</z'e,--, ...ien (aus gleichbed.
nlat. pleuresia): Brustfellentzündung (Med.)
Pleulreulse [plo'ro:zə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. pleu
reuse, eigtl. „Trauerbesatz (an Kleidern)“ zu pleurer
„(be)weinen,betrauern“; vgl. Pleurant): (veraltet) 1. Trau
erbesatz an Kleidern. 2. lange, geknüpfte, farbige Strau
ßenfedern als Schmuck auf Damenhüten
Pleulriltis die; -, ...itiden (zu Tpleuro... u. Î...itis): Brust
fell-, Rippenfellentzündung (Med.), pleulro..., Pleu
ro..., vor Vokalen meist pleur...', Pleur... (zugr. pleurá, vgl.
Pleura): Wortbildungselement mit der Bedeutung „das
Brust-, Rippenfell betreffend“, z. B. pleurokarp, Pleuroly
se; Pleuralgie. Pleu|ro|dy|nie* zZZe; -, ...ien (zu î...odynie): seitlicher Brust- u. Rippenfellschmerz; Seiten
schmerz, Seitenstechen (Med.), pleulrolkarp (zu gr. karpös „Frucht“): seitenfrüchtig (bei der Gruppe der Moose,
deren Sporenkapseln auf Seitenzweigen stehen; Bot.).
PleulrollylsezZZe; -, -n (zu î...lyse>: operative Lösung von
Pleuraverwachsungen (Med.). Pleulro|pneu|mo|nie
die; -, ...ien: Rippenfell- u. Lungenentzündung (Med.).
PleulrorlrhozZze, -, -enu. Pleu ror rhoe [... ro:] die; -,-n
[,,,'ro:ən] (zu gr. rheïn „fließen“): Pleuraerguss; Flüssig
keitsansammlung im Brustfellraum. Pieulrolstolma*
das; -[s], -ta (zu gr. stóma „Mund, Öffnung“): offene Ver
bindung zwischen Lunge u. Pleuraraum (Med.)
Pleus ton das; -s (zu gr. plein „segeln, auf dem Wasser
schwimmen“, Analogiebildung zu ÎPlankton): Gesamt
heit der an der Wasseroberfläche treibenden Pflanzen- u.
Tierarten (z.B. Staatsqualle u. Wasserlinse; Biol.)
plelxilform (zu lat. plexus „geflochten“, Part. Perf. von
plectere „flechten“, u. t...form): geflechtartig (von der
Anordnung von Nerven u. Gefäßen; Med.). Plelxilglas®
das; -es: nicht splitternder, glasartiger Kunststoff. Ple
xus der; -, - [,,,ksu:s] (zu lat. plexus, Part. Perf. von plecte
re „flechten“): Gefäß- od. Nervengeflecht (Med.). Plexus an äslthe sie Ae; -: 7 Anästhesie bestimmter Kör
perabschnitte durch Einspritzen des Betäubungsmittels in
die den betreffenden Abschnitt versorgenden Nervenge
flechte (Med.)
Pli der; -s (aus franz. Wendungen wie prendre un pli „eine
Gewohnheit annehmen“ zu pli „Falte, Art (des Faltens);
Wendung“, dies zu plier „falten“ aus lat. plicare):
Plelthron*
1063
(landsch.) [Welt]gewandtheit, Mutterwitz, Schliff [im Be
nehmen], Geschick. Plilca [...ka] iZie; -, ...cae [,,,kɛ] (aus
lat. plica „Falte“}: Falte, faltenartige Bildung bes. der
Haut od. der Schleimhäute (Med.). Plié [pli'je:] das: -s, -s
(zu fr. plié „gebeugt“, Part. Perf. von plier, vgl. Pli): Knie
beuge mit seitwärts ausgestellten Füßen u. Knien (im Bal
lett). pli|ie|ren (nach gleichbed. /r. plier, vgl. Pli): (veral
tet) falten, biegen, pliIkaIbei (zu lat. plicatus, Part. Perf.
von plicare (vgl. Pli) u. t...abel>: (veraltet) faltbar, bieg
sam, gelenkig; gewandt. PlilkaItiIon die: -, -en (zu t,,,ation): operative Aneinanderheftung (z.B. einzelner Darm
schlingen; Med.), plilkaltiv (zu lat. plicatus, Part. Perf.
von plicare (vgl. Pli), u. t...iv): gefaltet (von Knospenan
lagen; Bot.)
Plinlthe die: -, -n (über gleichbed. lat. plinthus ausgr. plin
thos, eigtl. „Ziegel“}: quadratische od. rechteckige
[Steinjplatte, auf der die Basis einer Säule o.Ä. ruht; So
ckel. Plinlthit [auch ... tit] der; -s, -e (zu t2...it>: svw. La
tent
plilolzän (zu ÎPliozän): das Pliozän betreffend. Plilolzän
das; -s (zu gr. pleîon „mehr“ u. kainós „neu" (= neuere,
jüngere Stufe in der Erdentwicklung)): jüngste Stufe des
ÎTertiärs (Geol.)
Plis see das: -s, -s (aus gleichbed. fr. plissé, Part. Perf. von
plisser, vgl. plissieren): a) Gesamtheit schmaler, gepress
ter Falten in einem Gewebe, Stoff; b) gefälteltes Gewebe,
plislsielren (aus gleichbed. fr. plisser, eigtl. „falten, fäl
teln“, zu pli, vgl. Pli): mit einer [großen] Anzahl dauerhaf
ter [aufspringender] Falten versehen
Plomlbalge [..,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. plombage zu
plomber, vgl. plombieren): (veraltet) svw. Plombe (2).
Plom be die; -, -n (rückgebildet zu îplombieren): 1. a)
(veraltend) Zahnfüllung; b) Füllstoff (z. B. Öl), der in eine
operativ geschaffene Pleurahöhle eingebracht wird (z.B.
zum Ruhigstellen der Lunge; Med.). 2. Blei-, Metallsiegel
zum Verschließen von Behältern u. Räumen u. zur Güte
kennzeichnung. plomlbielren (aus gleichbed. fr. plom
ber, dies aus altfr. plomer „mit Blei versehen“ zu plon (c),
plom „Blei“, dies aus lat. plumbum): 1. a) (veraltend) (den
Hohlraum in einem defekten Zahn) mit einer Füllmasse
ausfüllen; b) einen operativ geschaffenen Pleuraraum mit
einem gewebsneutralen Füllstoff ausfüllen (Med.). 2. mit
einer Plombe (2) versehen
plolralbel (aus gleichbed. lat. plorabilis zu plorare „laut
wehklagen, (be)weinen“}: (veraltet) beweinenswert, be
klagenswert
plolsiv (zu lat. plosus, Part. Perf. von plodere, Nebenform
von plaudere „klatschen, schlagen“, u. t...iv): als Plosiv
artikuliert (Sprachw.). Plolsivder: -s, -e [...va] u. Plolsivlaut der; -[e]s, -e: svw. Explosivlaut (Sprachw.)
Plot der, auch das; -s, -s (aus gleichbed. engl. plot, auch
„(Grund)position“, eigtl. „Stück Land“, Herkunft unge
klärt): 1. Aufbau u. Ablauf der Handlung einer epischen
od. dramatischen Dichtung, eines Films o. Ä. 2. mithilfe ei
nes Plotters hergestellte grafische Darstellung (EDV),
plotlten (nach gleichbed. engl. to plot): mit einem Plotter
konstruieren, zeichnen. Plptlter der: -s, - (aus gleichbed.
engl. plotter): 1. meist als Zusatz zu einer Datenverarbei
tungsanlage arbeitendes Zeichengerät, das automatisch
eine grafische Darstellung der Ergebnisse liefert (EDV). 2.
Gerät zum Aufzeichnen u. Auswerten der auf dem Radar
schirm erscheinenden relativen Bewegung eines Objekts
sowie der Eigenbewegung des Schiffes od. Flugkörpers
(Navigation)
Plug-in ['plʌgɪn] der od. das; -s, -s (zu engl. to plug in „an
schließen“): kleines Softwareprogramm, das in eine grö
ßere Anwendung integriert werden kann, um dessen
Î Funktionalität zu erweitern (EDV)
Plulmalge [pl/ma:ʒə] die; - (ausfr. plumage „Gefieder“ zu
Pluralität
plume „Feder“, dies aus lat. pluma): Federschmuck; Fe
derbesatz (bes. des Dreispitzes, 17. u. 18. Jh.)
Plumlban das; -s (zu ÎPlumbum u. Î ...an): Bleiwasserstoff.
Plumlbat das; -[e]s, -e (zu T...at (2)): Salz der Bleisäure.
Plum|baltelke|ra|mik die: -: Bleiglanzkeramik. Plumbogummit [auch ...mit] der; -s, -e: bleihaltiger Gummit. PlumIbum das; -s (aus gleichbed. lat. plumbum): lat.
Bez. für Blei, ehern. Element, Metall; Zeichen Pb
Plulmeau [ply 'ɪno:] das: -s, -s (aus gleichbed. fr. plumeau zu
plume, vgl. Plumage): halblanges, dickeres Federdeckbett,
plulmielren [plu...] (aus gleichbed. lat. plumare): (veral
tet) mit Federn schmücken, plulmös (aus gleichbed. /ɑt.
plumosus): (veraltet) befiedert. Plulmolsit [auch ...'zɪt]
der; -s, -e (zu î2...it): Federerz, ein sehr feiner, nadeliger,
verfilzter, eisenfreier Bleispießglanz (Mineral.)
Plumlpudlding ['pɪʌm'pʊdɪŋ] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. plum pudding zu plum „Rosine“ u. pudding, vgl.
Pudding): kuchenartige, schwere Süßspeise, die im Was
serbad gegart u. in England bes. zur Weihnachtszeit geges
sen wird
Plulmulla die; -, ...lae [...le] (aus lat. plumula, Verkleine
rungsform von pluma „Feder“): Knospe des Pflanzen
keimlings (Bot.)
Plunlger ['plʌndʒn] u. Plun|scher<fer;-s, - (aus gleichbed.
engl. plunger zu to plunge „stoßen, treiben“): Kolben, bei
dem zur Dichtung keine Kolbenringe, sondern Manschet
ten aus Stoff o.Ä. verwendet werden (Techn.)
plulral (aus lat. pluralis „zu mehreren, zur Mehrzahl gehö
rig“ zu plures, vgl. Plural): svw. pluralistisch. Plulral der;
-s, -e (aus lat. (numerus) pluralis „in der Mehrzahl ste
hend“ zu plures „mehrere“, Plur. von plus, vgl. plus): 1.
(ohne Plur.) Numerus, der beim Nomen u. Pronomen an
zeigt, dass dieses sich auf zwei od. mehrere Personen od.
Sachen bezieht, u. der beim Verb anzeigt, dass zwei od.
mehrere Subjekte zu dem Verb gehören; Mehrzahl. 2.
Wort, das im Plural steht; Pluralform; Abk. : pl., PL, Plur.;
Ggs. Î Singular. Plulralleltanltum das; -s, Plur. -s u. Plu
raliatantum (zu lat. pluralis (vgl. Plural) u. tantum „nur“):
nur im Plural vorkommendes Substantiv (z. B. Ferien,
Leute). Plulrallis der; -, ...les [,,,le:s] (aus lat. pluralis):
(veraltet) svw. Plural, plulrallisch: den Plural betreffend,
im Plural stehend, gebraucht, vorkommend, zum Plural
gehörend. plu|ra|li|sie|ren (zu T...isieren>: in den Plural
setzen (von Wörtern). Plulrallis Maljesltaltis der; - -,
...les - [,,,le:s -] (zu lat. maiestas, Gen. maiestatis, vgl. Ma
jestät): Plural, mit dem eine einzelne Person, gewöhnlich
ein regierender Herrscher, bezeichnet wird u. sich selbst
bezeichnet (z.B. Wir, Wilhelm, von Gottes Gnaden deut
scher Kaiser). Plulrallis Moldesltilae [- ...tie] der; - -,
...les - [,,,le:s-] (zu lat. modestia, Gen. modestiae „Beschei
denheit“): Plural, mit dem eine einzelne Person, bes. ein
Autor, ein Redner o.Ä., sich selbst bezeichnet, um - als
Geste der Bescheidenheit - die eigene Person zurücktreten
zu lassen (z. B. Wir kommen damit zu einer Frage ...). Plu
ralismus der; - (zu lat. pluralis (vgl. plural) u. t,,,ismus
(1)): 1. philos. Anschauung, nach der die Wirklichkeit aus
vielen selbstständigen Prinzipien besteht, denen kein ge
meinsames Grundprinzip zugrunde liegt (Philos.); Ggs.
Î Singularismus. 2. a) innerhalb einer Gesellschaft, eines
Staates [in allen Bereichen] vorhandene Vielfalt gleichbe
rechtigt nebeneinander bestehender u. miteinander um
Einfluss, Macht konkurrierender Gruppen, Organisatio
nen, Institutionen, Meinungen, Werte, Weltanschauungen
usw. ; b) politische Anschauung, Einstellung, nach der ein
Pluralismus (2a) erstrebenswert ist. Plulrallist der; -en,
-en (zu T ...ist): Vertreter des Pluralismus (1). plulrallistisch (zu T ...istisch). den Pluralismus betreffend, auf ihm
basierend. Plu|ra|liltäti/ze, -,-en (aus lat. pluralitas, Gen.
pluralitatis „Mehrzahl“): 1. mehrfaches, vielfaches, viel-
pluri.... Pluri...
fähiges Vorhandensein, Nebeneinanderbestehen; Viel
zahl. 2. (selten) svw. Pluralismus (2 a). 3. (selten) ÎMajo
rität. plu|ri..., Plulri... <aus lat. plus, Gen. pluris
„mehr“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „mehr,
mehrfach“, z.B. plurienn, Pluripara. Plulrilarc [plyri'ark] der; -, -s (zu fr. arc „Bogen“ (aus lat. arcus)): franz.
Bez. für eine nur in West-, Südwest- u. Zentralafrika vor
kommende Bogenlaute mit drei bis acht Saiten, plulrienn [plu...] (zu lat. annus „Jahr“, Analogiebildung zu tpe
rennis); mehrjährig (von Samenpflanzen, die erst nach ei
nigen Jahren zu einmaliger Blüte u. Fruchtreife gelangen
u. danach absterben, z.B. Agaven, Bananen; Bot.). Pluri gra vi da [...vida]
-, ...dae [...de] (zu tpluri... u.
ÎGravida): Frau, die mehrere Schwangerschaften gehabt
hat (Med.), plulrillinlgue [,,,guə] (zu lat. lingua „Spra
che“): in mehreren Sprachen abgefasst; vielsprachig, z. B.
- Atlanten, plu I ri I Io I ku I lär (zu lat. loculus „Kästchen“ u.
t...är): gekammert (z.B. von Keimzellen; Biol.). Plulripalra die; -, ...paren (zu lat. parere „gebären“): Frau, die
mehrmals geboren hat (Med.); vgl. Multipara, Nullipara,
Primi-, Sekundipara. plu|ri|po|tent: viele Potenzen, vie
le Entwicklungsmöglichkeiten in sich bergend (von noch
nicht ausdifferenziertem Gewebe; Biol., Med.)
plus (lat.; „mehr, größer“, Komparativ von multus „viel“):
1. zuzüglich, und; Zeichen +. 2. über dem Gefrierpunkt
liegend. 3. svw. positiv (4). Plus das; -, -: 1. etw., was sich
bei einer [Endjabrechnung über den zu erwartenden Be
trag hinaus ergibt; Mehrbetrag; Gewinn, Überschuss. 2. a)
Vorteil, Nutzen, Positivum; b) positives Urteil über eine
Leistung, Eigenschaft (im Rahmen einer umfassenderen
Beurteilung), Pluspunkt. Pluslquamlperlfekt das; -s, -e
(aus gleichbed. spätlat. plusquamperfectum, eigtl. „mehr
als vollendet“; vgl. Perfekt): 1. (ohne Plur.) Zeitform, mit
der ein verbales Geschehen od. Sein aus der Sicht des
Sprechers als vorzeitig (im Verhältnis zu etwas Vergange
nem) charakterisiert wird; Vorvergangenheit, vollendete
Vergangenheit, dritte Vergangenheit (Sprachw.). 2. Verb
form im Plusquamperfekt (1), z.B. ich hatte gegessen
(Sprachw.). Pluslquamlperffekltum das; -s, ...ta (aus
gleichbed. spätlat. plusquamperfectum, vgl. Plusquam
perfekt): (veraltet) svw. Plusquamperfekt
Plultelus [...teos] der; - (aus lat. pluteus „Schirmdach,
Schutzwand“ (Bed. 2 wegen der Form der Larven)): 1.
fahrbarer Schutz gegen feindliche Geschosse im altröm.
Heerwesen. 2. Larvenform der Seeigel u. Schlangensterne
(Biol.)
Plultolkrat* der; -en, -en (aus gleichbed. gr. ploutokratés zu
ploütos „Reichtum“ u. krateɪn „herrschen“): jmd., der
aufgrund seines Reichtums politische Macht ausübt. Plutolkraltie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. ploutokratia): 1.
(ohne Plur.) Geldherrschaft; Staatsform, in der allein der
Besitz politische Macht garantiert. 2. Staat, Gemeinwe
sen, in dem eine Plutokratie (1) besteht, plultolkratisch: die Plutokratie betreffend, auf ihr beruhend; in der
Art der Plutokratie
PluIton der;-s,-e (nach lat. Pluto, Pluton (gr. Ploütön), dem
griech. Gott der Unterwelt): magmatischer Tiefenge
steinskörper, der innerhalb der Erdkruste erstarrt ist (Ge
ol.). plultglnisch (aus gleichbed. lat. Plutonius, eigtl.
„dem Pluto zugehörig“): 1. der Unterwelt zugehörig
(Reh). 2. (von magmatischen Gesteinen) in größerer Tiefe
innerhalb der Erdkruste entstanden (Geol.); plutonische
Gesteine: Tiefengesteine (z.B. Granit). Plultolnislmus
der; - (zu Î ...ismus (2)): 1. Tiefenvulkanismus; alle Vorgän
ge u. Erscheinungen innerhalb der Erdkruste, die durch
aufsteigendes Î Magma (1) hervorgerufen werden (Geol.).
2. widerlegte Hypothese u. Lehre, nach der das geologi
sche Geschehen im Wesentlichen von den Kräften des
Erdinnern bestimmt wird, alle Gesteine einen feuerflüssi
1064
gen Ursprung haben (Geol.); vgl. Neptunismus. Plultonist der; -en, -en (zu T...ist): Anhänger des Plutonismus
(2). Plultolnit [auch ... nit] der; -s, -e (zu t2...it>: plutonisches Gestein. Plultolnilum das; -s (nach dem Planeten
Pluto (vgl. Pluton) u. zu t...ium): radioaktives, metalli
sches, durch Kernumwandlung hergestelltes ehern. Ele
ment, ein JTransuran; Zeichen Pu. Plu|to|ni|umlbombe die; -, -n: Atombombe, deren Wirkung auf der Spal
tung von Kernen des Plutoniums beruht
plulvilal [...V...] (aus lat. pluvialis „zum Regen gehörig“ zu
pluvia „Regen“): (von Niederschlägen) als Regen fallend.
Plulvilalle das; -s, -[s] (aus mlat. (pallium) pluviale „Re
genmantel“ zu pluvialis, vgl. pluvial): 1. liturgisches Ober
gewand des kath. Geistlichen für feierliche Gottesdienste
außerhalb der Messe (z. B. bei Prozessionen). 2. kaiserli
cher od. königlicher Krönungsmantel. Plu|vi|al|zeit die;
- (zu Îpluvial): in den heute trockenen subtropischen Ge
bieten (Sahara u.a.) eine den Eiszeiten der höheren Brei
ten entsprechende Periode mit kühlerem Klima u. stär
keren Niederschlägen (Geogr.). Plu|vio|graf, auch
...graph der; -en, -en (zu lat. pluvia „Regen“ u. t...graf):
Gerät zur Aufzeichnung der Niederschlagsmengen (Mete
or.). Plu Ivilolmelter das; -s, - (zu Î'...meter): Nieder
schlagsmesser (Meteor.). Plulvi|o|ni|volme|ter [...ñi
vo...] das; -s, - (zu lat. nix, Gen. nivis „Schnee“ u. t'...me
ter): Gerät zur Aufzeichnung des als Regen od. Schnee fal
lenden Niederschlags (Meteor.). Plulviose [ply'vjo:z]
der; -, -s [,..o:z] (aus gleichbed. fr. pluviôse, eigtl. „Regen
monat“, dies wohl zu lat. pluviosus „regnerisch“, zu pluvia
„Regen“): der fünfte Monat des franz. Revolutionskalen
ders (vom 20., 21. od. 22. Januar bis 18., 19. oder 20. Fe
bruar)
Plylmouthlbrülder ['plɪməθ...] die (Plur.) (nach der engl.
Stadt Plymouth) : Îpietistische engl. Sekte des 19. Jh.s ohne
äußere Organisation
Plylmouth Rocks ['plɪməθ -] die (Plur.) (engl.; nach der
Landungsstelle der Pilgerväter (1620) in Massachusetts,
USA): dunkelgrau-weiß gestreifte Hühnerrasse
p. m. [pi:'ɛm] (engl. Abk. für lat. post meridiem „nach Mit
tag“): (engl.) Uhrzeitangabe: nachmittags; Ggs.: a.m.
p. m.: Abk. für post mortem
P-Mar|ker ['pi:...] der; -s, -[s] (Kurzform für gleichbed.
engl. p(hrase)-marker): (in der f generativen Grammatik)
t Marker ( 1 b), dessen Knoten im Î Stemma (2) durch syn
taktische Kategorien (NP = Nominalphrase, VP = Ver
balphrase usw.) bezeichnet sind (Sprachw.)
'Pneu [pno:, auch pnoy] der; -s, -s (Kurzw. aus Î'Pneuma
tik): aus Gummi hergestellter Luftreifen an Fahrzeugrä
dern. 2Pneu der; -s, -s: (fachspr.) Kurzform von TPneumothorax. Pneu|drau|lik* die; - (aus gleichbed. engl.
pneudraulie(s)): (fachspr.) zusammenfassende Bez. für
Pneumatik u. Hydraulik (kombiniert genutzt, z.B. in der
Steuer- u. Regelungstechnik), pneum..., Pneum... vgl.
pneumo.... Pneumo... Pneulma das; -s (aus gr. pneüma,
Gen. pneümatos, eigtl. „Luft, Hauch, Atem, Geist“ zu
pneɪn „wehen, atmen“): 1. in der tStoa ätherische, luftar
tige Substanz, die als Lebensprinzip angesehen wurde
(Philos.). 2. Geist Gottes, Heiliger Geist (Theol.). Pneumalllerlgen* das; -s, -e (meist Plur.) (zu tpneumo...):
î Allergen, das mit der Atemluft in die Atemwege gelangt
(z.B. Hausstaub, Blütenstaub; Med.). Pneulmarlthrose* die; -, -n (zu tpneumo...): 1. Anwesenheit von Luft in
einem Gelenk, z. B. als Folge einer Verletzung (Med.). 2.
das Füllen des Gelenkinneren mit künstlich eingeblasener
Luft (als Kontrastmittel bei Röntgenuntersuchungen;
Med.), pneulmat..., Pneulmat... vgl. pneumato...,
Pneumato... Pneu|ma|tho|de die; -, -n (zu tpneumato...
u. gr. hodós „Weg“): Öffnung in der Atemwurzel der Man
grovenpflanzen zur Aufnahme von Sauerstoff (Bot.).
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'Pneulmaltikder; -s, -s, österr. die; -, -en (aus gleichbed.
engl. pneumatic, dies zu lat. pneumaticus, vgl. pneuma
tisch): (veraltend) svw. 'Pneu. 2Pneu|ma|tik die; -, -en
(aus gr. pneumatikg (téchnë) „Lehre von der (bewegten)
Luft“ zu pneumatikós, vgl. pneumatisch): 1. (ohne Plur.)
Teilgebiet der Î Mechanik ( 1 ), das sich mit dem Verhalten
der Gase beschäftigt. 2. (ohne Plur.) philos. Lehre vom
Pneuma (1) u. seinem Wirken. 3. Gesamtheit derjenigen
Teile (einer technischen Vorrichtung), die eine pneumati
sche (5) Arbeitsweise ermöglichen. 'Pneu|ma|ti|kerder;
-s, - (aus gleichbed. gr. pneumatikoi, Plur. von pneumati
kós, vgl. pneumatisch): 1. Vertreter, Anhänger einer ärzt
lichen Richtung der Antike, die im Atem (Pneuma) den
Träger des Lebens u. in seinem Versagen das Wesen der
Krankheit sah. 2. a) vom Geist Gottes Getriebener; b) in
der Î Gnosis Angehöriger der höchsten, allein zur wahren
Gotteserkenntnis fähigen Menschenklasse; vgl. Hyliker,
Psychiker. 2Pneu|malti|ker der; -s, - (zu t’Pneumatik):
Forscher, Spezialist auf dem Gebiet der 2Pneumatik.
Pneu I ma |ti Isa ti Ion die; -, -en (zu gr. pneuma (vgl. Pneu
ma) u. t...isation): Bildung lufthaltiger Zellen od. Hohl
räume in Geweben, vor allem in Knochen (z.B. die Bil
dung der Nasennebenhöhlen in den Schädelknochen;
Med.), pneulmaltisch (über lat. pneumaticus aus gr.
pneumatikós „zum Wind, zur Luft gehörig“): 1. das Pneu
ma (1) betreffend (Philos.). 2. geistgewirkt, vom Geist
Gottes erfüllt (Theol.); pneumatische Exegese: altchristli
che Bibelauslegung, die mithilfe des Heiligen Geistes den
übergeschichtlichen Sinn der Schrift erforschen will. 3. die
Luft, das Atmen betreffend (Med.). 4. voll Luft, luftge
füllt; pneumatische Knochen: Knochen mit luftgefüllten
Räumen zur Verminderung des Körpergewichtes (z. B. bei
Vögeln; Biol.). 5. mit Luftdruck betrieben (Techn.); pneu
matische Konstruktionen: Tragluftkonstruktionen (in der
Bautechnik). Pneu|ma|tis|musder; - (zu t...ismus (1)):
Lehre von der Wirklichkeit als Erscheinungsform des
Geistes (Philos.); vgl. Spiritualismus, pneulmalto...,
Pneulmalto..., vor Vokalen u. vor h meist pneumat...,
Pneumat... (zu gr. pneüma, Gen. pneümatos, vgl. Pneu
ma) : Wortbildungselement mit der Bedeutung „Luft, Gas ;
Atem“, z.B. Pneumatometer, Pneumaturie. Pneulmato|chord [... kort] das; -[e]s, -e (zugr. chordë „Saite“): altgriech. Windharfe, TÄolsharfe. Pneu ma to gramm
das; -s, -e (zu t...gramm): svw. Pneumogramm. Pneumaltollolgiedze; - (zu T ...logie): 1. (veraltet) svw. Psycho
logie. 2. svw. 2Pneumatik (2). 3. a) Lehre vom Heiligen
Geist; b) Lehre von den Engeln u. Dämonen (Theol.).
Pneulmaltollylsedze;-, -n (zu T ...lyse): Wirkung der Ga
se einer Schmelze auf das Nebengestein u. die erstarrende
Schmelze selbst (Geol.). pneulmaltollyltisch: durch
Pneumatolyse entstanden (von Erzlagerstätten; Geol.);
pneumatologische Phase: der Bildungsbereich von Mine
ralen aus Flüssigkeiten mit vorwiegend überkritischem
Wasser zwischen etwa 550 u. 400°C. Pneulmaltolmeter das; -s, - (zu Î ’...meter): Gerät zur Messung des Luft
drucks beim Aus- u. Einatmen (Med.). Pneulmaltolmetrie* die; - (zu t...metrie): Messung des Luftdrucks beim
Aus- u. Einatmen mithilfe des Pneumatometers (Med.).
Pneulmaltolphor das; -s, -e (zu t,,,phor): Atemwurzel
der Mangrovenpflanzen (Biol.). Pneulmaltolsedie; -, -n
(zu î'...ose): abnorme Luftansammlung in natürlichen
Körperhöhlen, Organen od. Geweben (z.B. Emphysem;
Med.). Pneulmaltolzelle die; -, -n (nach gr. pneumatokëlë, eigtl. „Windbruch“): 1. bruchartige Vorwölbung
od. Ausbuchtung von Lungengewebe durch einen Defekt
in der Brustkorbwand ; Lungenvorfall (Med.). 2. krankhaf
te Luftansammlung in Geweben (Med.). Pneulmalturie* die; -, ...ien (zu îpneumato... u. t...urie>: Ausschei
dung von Gasen im Harn (Med.). Pneulmekltolmie*
Pneumoröntgenografie
die; -, ...ien (zu 1 pneumo... u. t ...ektomie): svw. Pneumon
ektomie. Pneu|menlze|pha|lo|gra|fie*, auch ...gra
phie die; -, ...ien: besondere Form der Enzephalografie,
bei der die Hirnkammern zur Kontrastbildung mit Luft
gefüllt werden (Med.). Pneulmen|ze|pha|lolgramm*
das; -s, -e: Röntgenbild des Schädels nach Füllung der
Hirnkammern mit Luft (Med.), pneulmo..., Pneu
mo..., auch pneumono..., Pneumono..., vor Vokalen meist
pneum..., Pneum... bzw. pneumon..., Pneumon... (aus gr.
pneüma (vgl. Pneuma) u. pneümön, Gen. pneümonos
„Lunge“): Wortbildungselement mit den Bedeutungen: a)
„Luft, Gas“, z.B. Pneumothorax, b) „Atem(luft)“, z.B.
Pneumograf, u. c) „Lunge“, z.B. pneumotrop, Pneumonose. Pneu mo at mo se die; -, -n (zu gr. atmós
„Dampf“ u. t’...ose): Gasvergiftung der Lunge (Med.).
Pneu|mo|ek|to|mie vgl. Pneumonektomie. Pneulmogaslter der; -s (zu gr. gastêr „Bauch, Magen“): Kiemen
darm, der vordere Teil des Darmtrakts bei Fischen (Biol.).
Pneulmolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu Î...graf):
Apparat zur Aufzeichnung der Atembewegungen des
Brustkorbs (Med.). Pneulmolgralfie, auch ...gra phie
die; -, ...ien (zu î...grafie): grafische Darstellung der
Atembewegung des Brustkorbs (Med.). Pneulmogramm das; -s, -e (zu t...gramm): mit dem Pneumografen gewonnenes Kurvenbild (Med.). Pneulmolkoklke
die; -, -n u. Pneu mo kok kus der; -, ...kken (meist
Plur.): Krankheitserreger, bes. der Lungenentzündung
(Med.). Pneu|mo|ko|ni|olse die; -, -n: durch Einatmen
von Staub hervorgerufene Lungenkrankheit; Staublunge
(Med.). Pneulmollith [auch ... lit] der; Gen. -s u. -en,
Plur. -e[n] (zu T ...lith): durch Kalkablagerung entstande
ner Lungenstein (Med.). Pneulmollolge der; -n, -n (zu
î...loge): Facharzt für Lungenkrankheiten. Pneulmollogie die; - (zu Î...logie): die Lunge u. die Lungenkrankhei
ten behandelndes Teilgebiet der Medizin, pneulmollogisch (zu Î ...logisch): die Pneumologie betreffend.
Pneulmollylse die; -, -n (zu t ...lyse>: operative Lösung
der Lunge von der Brustwand (Med.). Pneulmolmassage [,,,ʒə] die; -, -n: Massage des Trommelfells durch
Abwechseln von Luftdruck u. Luftsog (Med.), pneu
mon..., Pneulmon... vgl. pneumo..., Pneumo... Pneumo nek to mie* die; -, ...ien (zu Î ...ektomie): operative
Entfernung eines Lungenflügels (Med.). Pneulmolnie
die; -, ...ien (ausgr. pneumonía „Lungensucht“): Lungen
entzündung (Med.). Pneulmglnik die; - (Kunstw. aus gr.
pneüma. „Luft“ u. Î Elektronz/c) : pneumatische (4) Steue
rungstechnik mithilfe von Schaltelementen, die keine me
chanisch beweglichen Teile haben (Techn.). pneulmonisch (nachgr. pneumonikós „zur Lunge gehörig, an der
Lunge leidend“) : die Lungenentzündung betreffend, zu ih
rem Krankheitsbild gehörend, durch sie bedingt (Med.).
PneulmoIniltis die; -, ...itiden (zu t pneumo... u. Î ...itis):
Bez. für entzündliche Prozesse des Lungenzwischengewe
bes (Med.), pneulmolno..., Pneulmolno... vgl. pneu
mo..., Pneumo... Fneu|mo|no|kolni|olsedze; -, -n: svw.
Pneumokoniose. Pneu|mo|no|lo|gie die; -: svw. Pneu
mologie. Pneulmolnolse die; - (zu t',,,ose): Verminde
rung des Gasaustausches in den Lungenbläschen (Med.).
Pneu|mo|pa|thie die; -, ...ien (zu t...pathie): Bez. für
Lungenerkrankungen aller Art (Med.). Pneulmolpelrikard das; -[e]s: Luftansammlung im Herzbeutel (Med.).
Pneu Imo Ipelri Itolnelum dɑʌ,`-s: Ansammlung von Luft
od. Gasen in der Bauchhöhle als Folge von Magen- od.
Darmwandzerreißung (Med.). Pneulmolpleulriltis die;
-, ...itiden: heftige Rippenfellentzündung bei leichter Lun
genentzündung (Med.). Pneu|mo|ra|dio|gra|fie, auch
...gralphie die; -: Röntgenkontrastdarstellung von Kör
perhöhlen od. Hohlorganen durch Einbringen von Gasen
als Kontrastmittel (Med.). Pneu|molröntlge|no|gra-
Pneumothorax
auch ...gralphie die; Röntgenkontrastdarstellung
von Organen, Höhlen od. Gelenken durch Einbringen von
Gasen als Kontrastmittel (Med.). Pneulmolthglrax der;
-[es], -e : krankhafte od. künstlich therapeutisch geschaffe
ne Luftansammlung im Brustfellraum (Med.). Pneulmotolmie die: -, ...ien (zu T...tomie>: Einschnitt in das Lun
gengewebe (Med.), pneulmoltrop* (zu t...trop>: auf die
Lunge einwirkend, vorwiegend die Lunge befallend (z.B.
von Krankheitserregern; Med.). Pneulmolzelle die; -, -n
(zu gr. këlë „Geschwulst; Bruch"): svw. Pneumatozele.
Pneu|mo|zys|to|gra|fie, auch...gralphie fi?/e; -, ...ien:
Röntgenuntersuchung der Harnblase nach vorheriger
Einblasung von Luft als Kontrastmittel durch die Harn
röhre (Med.)
Pnilgolpholbie die; -, ...ien (zugr. pnîgos (vgl. Pnigos) u.
î...phobie): krankhafte Angst zu ersticken (Med.). Pni
gos
- (aus gleichbed. gr. pnîgos „das Ersticken" zu
pnigein „ersticken“, weil es in einem Atemzug erfolgt): in
schnellem Tempo gesprochener Abschluss des Î Epirrhems; vgl. Antipnigos
Poclcetlta [pɔ'tʃɛta] die; -, ...tten (aus it. poccetta, eigtl.
„die sehr Kleine“, zu poco „Kleines“): svw. Pochette
Polchetlte [pɔ'ʃɛtə] die; -, ...tten (aus gleichbed. fr. po
chette, Verkleinerungsform von poche „Tasche“, dies aus
fränk. pokka): kleine, eine Quarte höher als die normale
Geige stehende Taschengeige der alten Tanzmeister
polchetltilno [poke...] {it.; zu poco „wenig“, dies aus lat.
paucus): ein klein wenig (Mus.)
polchielren [pɔ'ʃi:...] (aus gleichbed. fr. pocher (des œufs)
zu poche „Tasche“ (vgl. Pochette), weil das Eigelb im Ei
weiß wie in einer Tasche steckt): Speisen, bes. aufgeschla
gene Eier, in kochendem Wasser, einer Brühe o.Ä. gar
werden lassen
Polchoir [pɔ'ʃoa:n] fitas;-s,-s(aus/r. pochoir „Schablone“):
1. (ohne Plur.) mit Schablonen u. Spraydosen arbeitende
Maltechnik. 2. in dieser Technik hergestelltes Bild
Polcketlbook [...bok] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. po
cket book zu pocket „Tasche“ u. book „Buch“): Taschen
buch. Polckelting der; -[s] (aus gleichbed. engl. pocke
ting zu to pocket „in die Tasche stecken“): stark appretier
tes, als Taschenfutter verwendetes Gewebe. Polcketlkame|ra die; -, -s (aus gleichbed. engl. pocket camera, eigtl.
„Taschenkamera“): kleiner, handlicher, einfach zu bedie
nender Fotoapparat
polco ['pɔko, 'po:ko] (tí.; dies aus lat. paucus „wenig“): ein
wenig, etwas (in vielen Verbindungen vorkommende Vor
tragsbezeichnung; Mus.); poco a poco: nach u. nach, all
mählich; Abk.: p. a. p.;poco forte: nicht sehr laut
Pod [pɔt, po:t] fiter; -s, -s (aus gleichbed. ukrain. pod): peri
odisch mit Wasser gefüllte Hohlform im Löss der Ukraine
(Geol.)
pod..., Pod... vgl. podo..., Podo... Poldalgra* das; -s (über
lat. podagra aus gleichbed. gr. podágra): Fußgicht, bes.
Gicht der großen Zehe (Med.), poldalgrisch*: an Poda
gra leidend, mit Podagra behaftet (Med.). Poldalgrist*
der; -en, -en (zu T ...ist): (veraltet) an Podagra Leidender.
Poldallgie* die; -, ...ien (zu î...algie): Fußschmerz
(Med.). Poldarlthriltis* die; -, ...itiden: (veraltet) Fußge
lenkentzündung (Med.).
Podlcast ['pɔtka:st] der; -s, -s (aus engl. iPod®, dem Han
delsnamen für einen MP3-Player, u. to broadcast „senden,
ausstrahlen“): Reportage, (Radio)beitrag o.Ä., der als
Audiodatei im MP3-Format im Internet zum Herunterla
den angeboten wird (EDV), ppdlcaslten ['pɔtka:stn] (aus
gleichbed. engl. to podcast; vgl. Podcast): einen Podcast
produzieren, bereitstellen oder herunterladen. Ppdlcasting das; -[s] (zu engl. to podcast): das Podcasten
...po de (aus gr. poús, Gen. podós „Fuß“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „Fuß; -füßer“, z.B. Rhizopofie,
1066
de. Poldest das, auch der; -[e]s, -e (wohl in Anlehnung an
t Podium umgestaltet aus lat. pedester „auf den Füßen
(stehend)“, dies zu pes, Gen. pedis „Fuß“ ausgr. poús, vgl.
...pode): 1. (landsch.) Treppenabsatz. 2. niedriges, schma
les Podium
Poldeslta*, auch Poldesltà der; -[s], -s (aus gleichbed. it.
podestà, dies aus lat. potestas „(politische) Macht, Ge
walt“): ital. Bez. für Ortsvorsteher, Bürgermeister
Ppldex der; -[es], -e (aus gleichbed. lat. podex): (scherzh.)
Gesäß
Poldilum fitas; -s, Podien [...ian] (aus gleichbed. lat. podi
um, dies aus gr. pódion, eigtl. „Füßchen“, zu poús, Gen.
podós „Fuß“): a) erhöhte hölzerne Plattform, Bühne für
(außerhalb des Theaters stattfindende) Veranstaltungen;
b) trittartige, breitere Erhöhung (z. B. für Redner u. Diri
genten); Rednerpult; c) erhöhter Unterbau für ein Bau
werk (Archit.). Poldi|ums|dis|kuslsi|on die; -, -en u.
Poldilumslgelspräch das; -[e]s, -e: Diskussion, Ge
spräch mehrerer kompetenter Teilnehmer über ein be
stimmtes Thema vor (gelegentlich auch unter Einbezie
hung) einer Zuhörerschaft. Poldilumltemlpel der; -s, -:
etrusk. Tempelform mit einem steinernen Unterbau, die
von den Römern übernommen wurde
Podlkwaslsa fife; - (aus bulgar. podkvasa „Hefe, Sauer
teig, Ferment“): Ansatz zur Joghurtherstellung
poldo..., Poldo..., vor Vokalen meist pod..., Pod... (aus gr.
poús, Gen. podós „Fuß“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Fuß; Schritt“, z. B. Podometer, Podagra. Pododermatiltis die; -, ...titiden: Entzündung der Hufbzw. Klauenlederhaut von Haustieren (Tiermed.). Poldogramm das; -s, -e (zu t...gramm>: grafische Darstellung
der Spur des Fußes, bes. bei Belastung od. bestimmten
Phasen des Gehens (Med.). Poldollplge der; -n, -n (zu
t. Joge): (veraltet) Fußpfleger. Poldolmelter das; -s, (zu î‘...meter): Schrittzähler. Poldolphylllin das; -s (zu
ÎPodophyllum u. t,,,in (1)>: früher verwendetes Abführ
mittel aus dem Wurzelstock des Maiapfels. Poldolphyllum das; -s (aus gleichbed. nlat. podophyllum, eigtl.
„Fußblatt“): Maiapfel, kleine, zur Gattung der Sauer
dorngewächse gehörende Staude mit großen, handförmi
gen Blättern (als Zierpflanze in Parkanlagen u. Steingär
ten). Po do skop* das; -s, -e (zu Îpodo... u. T...skop>: frü
her benutztes Gerät in Schuhgeschäften, mit dem die Füße
(in Schuhen) durchleuchtet wurden, um die korrekte
Schuhgröße zu ermitteln
Podlsol der; -s (aus gleichbed. russ. podzol zu pod „unter“
u. zola „Asche“): graue bis weiße Bleicherde (durch Mi
neralsalzverlust verarmter, holzaschefarbener, unter Na
del- u. Mischwäldern vorkommender Oberboden in feuch
ten Klimabereichen). pod|so|liert (zu t,,,iert): a) durch
Podsolierung verändert; b) gebleicht. Pod|so|lie|rung
die; -, -en (zu Î ...ierung): der Prozess, durch den ein Podsol
entsteht
Polem das;-s, -e (über gleichbed. lat. poema ausgr. poterna
„Gedicht“): (meist scherzh. od. iron.) längere Verserzählung, [endlos] langes Gedicht. Polelsie die; -, ...ien (aus
gleichbed. fr. poésie, dies über Zai. poesis aus gr. poiesis
„das Machen, Verfertigen; Dichten; Dichtkunst“ zu poieîn „machen; verfertigen; dichten“): 1. Dichtkunst, Dich
tung, bes. in Versen geschriebene Dichtung im Gegensatz
zur 1 Prosa (1). 2. (ohne Plur.) [dichterischer] Stimmungs
gehalt, Zauber. Pole sie|al|bum das; -s, ...ben: (bes. bei
Kindern u. jungen Mädchen) Album, in das Verwandte,
Freunde, Lehrer o.Ä. zur Erinnerung Verse u. Sprüche
schreiben. Polélsie enlgalgée [pɔeziaga'ʒe] fife; - - (aus
fr. poésie engagée „engagierte Dichtung“): Tendenzdich
tung. Polet der; -en, -en (aus gleichbed. lat. poeta): (meist
scherzh.) Dichter, Lyriker. Polelta doc tus [- dɔk...] der;
- -, ...tae [...te] ...ti (aus lat. poeta doctus „gelehrter Dich-
1067
ter“): gelehrter, gebildeter Dichter, der Wissen, Bildungs
gut o.Ä. in Reflexionen, Zitaten o.Ä. durchscheinen lässt
u. somit ein gebildetes Publikum voraussetzt. Polelta
lau re a tus der; - -, ...tae [...te] ...ti (aus lat. poeta laurea
tus, eigtl. „gelobter Dichter“; vgl. Laureat): a) (ohne Plur.)
einem Dichter für seine besonderen Leistungen im Rah
men einer Dichterkrönung verliehener Ehrentitel; b) Trä
ger dieses Titels; vgl. Laureat. Po|e|tas|ter der; -s, (Analogiebildung zu 1 Philosophaster): (abwertend) Dich
terling, Verseschmied. Poleltik die; -, -en (über lat. poe
tica aus gleichbed. gr. poiêtikê (téchne) zu poiêtikôs, vgl.
poetisch): 1. (ohne Plur.) Lehre von der Dichtkunst; Theo
rie der Dichtung als Teil der Literaturwissenschaft. 2.
Lehr-, Regelbuch der Dichtkunst. Poleltin die; -, -nen:
weibliche Form zu tPoet. poleltisch (aus gleichbed. fr.
poétique, dies über lat. poeticus aus gr. poiêtikôs „dichte
risch“): a) die Poesie betreffend, dichterisch; b) bilder
reich, ausdrucksvoll; poetische Lizenz: dichterische Frei
heit, in künstlerischer Absicht von Detailwahrheiten od.
dem allgemeinen Sprachgebrauch abzuweichen, poleltisielren (nach gleichbed. fr. poétiser): dichterisch aus
schmücken; dichtend erfassen u. durchdringen. Poleltololge der; -n, -n (zu ÎPoetik u. T...loge): Wissenschaftler,
Forscher auf dem Gebiet der Poetologie. Po|e|to|lo|gie
die; - (zu î.-.logie): Wissenschaft von der Dichtung, Poe
tik. poleltollolgisch (zu T...logisch): die Poetik betref
fend, auf ihr basierend
Polfel se vgl. Pafese
Polgatlsche die; -, -n (aus gleichbed. ung. pogácsa): (österr.) kleiner, flacher, süßer Eierkuchen mit Grieben
Polgo der; -s, -s (aus gleichbed. engl. pogo, nach pogo stick
„Stange zum Ausführen von Sprüngen, an der unten eine
Feder, Trittflächen für die Füße u. oben zwei Handgriffe
angebracht sind", Herkunft ungeklärt): (in den 1970erJahren unter Jugendlichen aufgekommener) Tanz zu
Punkmusik o.Ä., bei dem die Tänzer wild u. heftig in die
Höhe springen
Polgrom'der, auch das; -s, -e (aus gleichbed. russ. pogrom,
eigtl. „Verwüstung, Unwetter“): Ausschreitungen gegen
nationale, religiöse, rassische Minderheiten
poileltisch [poy e:...] (ausgr. poietós „zu machen, bildend“
zu poiein „zustande bringen, schaffen“): bildend, das
Schaffen betreffend; poietische Philosophie: bei Plato die
dem Herstellen von etwas dienende Wissenschaft (z.B.
Architektur)
poilkil..., Poilkil... [poy...] vgl. poikilo..., Poikilo... poilkililtisch (zu gr. poikilos (vgl. poikilo...) u. 2,..it): Mineral
körner einschließend (von magmatischen Gesteinen; Geol.). poilkillo..., Poilkillo..., vor Vokalen meist poikil..., Poilkil... (aus gr. poikilos „bunt; verschiedenartig,
mannigfaltig“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„verschiedenartig, nicht regelgemäß“, z.B. poikilotherm,
Poikilozytose. poi|ki|lo|blas|tisch* (zu gr. blastos
„Spross, Keim“) : andere Minerale einschließend (von Mi
neralkörnern metamorpher Gesteine; Geol.). Poilkilloderlmie die; -, ...ien (zu gr. dérma „Haut“ u. T2...ie): un
gleichmäßige Ablagerung von ÎPigmenten in der Haut;
buntscheckig gefleckte Haut (Med.). Poilkillolpilkrie*
die; -, ...ien (zu gr. pikrós „spitz, scharf“ u. J2...ie): Un
konstanz des Säure-Basen-Gleichgewichts im Organismus
(bei bestimmten Nierenerkrankungen; Med.), poilkillosmgltisch*: svw. poikilotherm, poilkilloltherm (zu
T...therm): wechselwarm (von Tieren, deren Körpertem
peratur sich entsprechend der Umwelttemperatur ändert,
z.B. Lurche; Biol.); Ggs. fhomöotherm. Poilkilloithermie die: -, ...ien (zu f2...ie): Inkonstanz der Körpertempe
ratur infolge mangelhafter Wärmeregulation des Organis
mus (z.B. bei Frühgeburten; Med.). Poilkillolzyt der;
-en, -en (meist Plur.) (zu t...zyt): nach Form u. Größe von
Pokémon
der Normalform roter Blutkörperchen abweichender
tErythrozyt (Med.). Poi|ki|lo|zy|to|se die; -, -n (zu
t'...ose): das Auftreten nicht runder Formen der roten
Blutkörperchen (Med.)
P°il [poal] der; -s, -e (aus fr. poil „Haar“, dies aus lat. pilus):
svw. 2Pol. Poillu [poa’ly:] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr.
poilu, eigtl. „der Tüchtige, Unerschrockene“ (poilu „haa
rig, behaart“ zu poil, vgl. Poil)): Spitzname für den franz.
Soldaten (im 1. Weltkrieg)
Poin|set|tie [poyn'zctio] die; -, -n (aus gleichbed. nlat.
poinsettia, nach dem nordamerik. Entdecker J. R. Poin
sett, 1779-1851): Weihnachtsstern (Wolfsmilchgewächs,
eine Zimmerpflanze)
Point [pos:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. point, dies aus /ɑi.
punctum, vgl. Punktum): 1. a) Stich (bei Kartenspielen);
b) Auge (bei Würfelspielen). 2. Notierungseinheit von
Warenpreisen an Produktenbörsen (Wirtsch.). Point
d'Honlneur [poɛdɔ'no:n] der; - - (aus fr. point d’honneur,
eigtl. „Ehrenpunkt“): (veraltet) Ehrenstandpunkt. Poin
te [poɛ:tə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. pointe, eigtl. „Spit
ze; Schärfe“, dies aus lat. puncta „Stich“; vgl. punktie
ren): geistreicher, überraschender Schlusseffekt (z.B. bei
einem Witz). Poinlter [poyn...] der; -s, - (aus gleichbed.
engl. pointer zu to point „zeigen; das Wild dem Jäger an
zeigen“): 1. gescheckter Vorsteh- od. Hühnerhund. 2.
1 Cursor, Mauszeiger, poinltielren [poe'ti:...] (aus gleich
bed. fr. pointer): betonen, unterstreichen, hervorheben,
poinltiert (zu Î ...iert): betont, zugespitzt; gutu. wirksam
formuliert. Poinltielrung die; -, -en (zu T.,.ierung): Zu
spitzung, Hervorhebung. Po in Itil I le I rie [poɛtijə...] die; (aus gleichbed. fr. pointillerie): (veraltet) Streit um Klei
nigkeiten. poinltilllielren [posti'ji:...] (aus fr. pointiller,
eigtl. „mit Punkten darstellen“, zu point, vgl. Point) : in der
Art des Pointillismus malen. Poin|til|lis|mus der: - (aus
gleichbed. fr. pointillisme; vgl. ...ismus (2)>: spätimpres
sionistische Stilrichtung in der Malerei, in der ungemisch
te Farben punktförmig nebeneinander gesetzt wurden.
Poinltilllist der: -en, -en (aus gleichbed. fr. pointilliste):
Vertreter des Pointillismus, poinltililisltisch (zu Î ...istisch): den Pointillismus betreffend, in der Art des Pointil
lismus [gemalt], poinltilllös [poɛtijo:s] (aus gleichbed./r.
pointilleux; vgl. ...ös>: (veraltet) kleinlich. Pointilace
['pɔɪntleɪs] die; - (aus gleichbed. engl. point lace): Band
spitze, genähte Spitze. Point of no Relturn [point əvnoʊ
rɪ'tə:n] der;----- , -s — (aus gleichbed. engl. point of no re
turn): Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Point of
Sale [ point əv 'seɪl] der;---- , -s - - (aus gleichbed. engl.
point of sale): für die Werbung zu nutzender Ort, an dem
ein Produkt verkauft wird (z.B. die Verkaufstheke; Wer
besprache). Points selcrets* [poɛsə'krɛ] die (Plur.) (aus
ʃr. points secrets „geheime Punkte“): spezielle Zeichen
(Punkte, Ringel, Dreiecke) unter den Buchstaben franz.
Münzen im Mittelalter zur Unterscheidung der Münzstät
ten
Poise ['poa:z] das; -, - (nach dem franz. Arzt J.-L. M. Poiseuille, 1799-1869): Maßeinheit der îViskosität von Flüs
sigkeiten u. Gasen; Zeichen P
Polkai der; -s, -e (aus gleichbed. it. boccale, dies über spätlat. baucalis aus gr. baúkalis „enghalsiges Gefäß“): 1. a)
[kostbares] kelchartiges Trinkgefäß aus Glas od.
[Edel]metall mit Fuß [u. Deckel]; b) Siegestrophäe in
Form eines Pokals (1 a) bei sportlichen Wettkämpfen. 2.
(ohne Plur.) kurz für Pokalwettbewerb; Wettbewerb um ei
nen Pokal (1 b)
Ppikélmon® das; -[s], -[s] (vermutlich Kunstwort aus engl.
pocket „Tasche“ u. monster „Ungeheuer“): mit individu
ellem Charakter u. bestimmten Fähigkeiten ausgestattete
Spielfigur eines in Japan entwickelten gleichnamigen
Spiels
Poker
das; -s (aus gleichbed. engl. poker, Herkunft unge
klärt): amerik. Kartenglücksspiel. Polkerlface [...feis]
das; -, -s [...siz] (aus gleichbed. engl. pokerface, eigtl. „Po
kergesicht“): 1. Mensch, dessen Gesicht u. Haltung keine
Gefühlsregung widerspiegeln. 2. unbewegter, gleichgültig
wirkender, sturer Gesichtsausdruck, pglkern: 1. Poker
spielen. 2. bei Geschäften, Verhandlungen o.Ä. ein Risiko
eingehen, einen hohen Einsatz wagen
polkullielren (zu lat. poculum „Becher“ u. Î..deren): (ver
altet) zechen, stark trinken
'Pol ¿/er; -s, -e (aus gleichbed. lat. polus, dies ausgr. polos zu
pélein „in Bewegung sein, sich drehen“): 1. Drehpunkt,
Mittelpunkt, Zielpunkt. 2. Endpunkt der Erdachse u. sei
ne Umgebung; Nordpol, Südpol. 3. Schnittpunkt der ver
längerten Erdachse mit dem Himmelsgewölbe, Himmels
pol (Astron.). 4. Punkt, der eine besondere Bedeutung hat,
Bezugspunkt (Math.). 5. der Aus- u. Eintrittspunkt des
Stromes bei einer elektrischen Stromquelle (Phys.). 6.
Aus- u. Eintrittspunkt magnetischer Kraftlinien beim Ma
gneten
2Pol der; -s, -e (eindeutschend für TPoil): bei Samt u. Tep
pichen die rechte Seite mit dem 2Flor (2)
Polacca [...ka] die; -, -s (aus gleichbed. it. polacca, eigtl.
„die Polnische“, zu polacco „polnisch“): svw. Polonäse;
vgl. alla polacca
'Pollalcke rfze; -, -n (aus z7. polacca, vgl. Polacker): svw. Po
lacker
2Po|la|cke der; -n, -n (auspoln. Polak „Pole“): (ugs. abwer
tend) a) Pole; b) dummer, blöder Kerl
Pollalcker der; -s, - (aus gleichbed. it. polacca, Herkunft
ungeklärt): dreimastiges Segelschiff im Mittelmeer
Pollaldalkulltur die; - (nach dem Fundort Potada bei Desenzano del Garda in Norditalien): älteste bronzezeitliche
Kultur in Norditalien
pollar (aus gleichbed. mlat. polaris zu Î 'Pol u. T...ar (1)): 1.
die Erdpole betreffend, zu den Polargebieten gehörend,
aus ihnen stammend ; arktisch. 2. gegensätzlich bei wesen
hafter Zusammengehörigkeit; nicht vereinbar. Pollardiagramm das; -[e]s, -e: grafische Darstellung des Zu
sammenhangs zwischen Auftriebs- u. Widerstandskraft
eines Flugzeugtragflügels bei verschiedenen Anstellwin
keln (Aerodynamik). Po|lar|dis|tanz iZze; -, -en: Winkel
abstand eines Sterns vom Himmelsnordpol (Astron.). Po
laire die; -, -n (zu t...are>: 1. Verbindungslinie der Berüh
rungspunkte zweier von einem Pol an einen Kegelschnitt
gezogener Tangenten (Math.). 2. svw. Polardiagramm.
Po|lar|ex|pe|di|ti|on die; -, -en: 1. TExpedition zur Er
forschung der Polargebiete. 2. (früher) ÎExpedition zur
Entdeckung der Pole. Po|lar|front die; -, -en: 1. Front
zwischen polarer Kaltluft u. tropischer Warmluft (Mete
or.). 2. Grenze zwischen kalten polaren u. wärmeren sub
polaren Wassermassen (Meereskunde), pollalri..., Polalri..., auch polaro..., Polaro... (zu mlat. polaris (vgl.
polar)): Wortbildungselement mit der Bedeutung „gegen
sätzliche Erscheinungen bzw. unterschiedliche Pole be
treffend“, z.B. Polarimetrie, Polarigrafie. Pollalrilmeter das; -s, - (zu 1 ’...meter): Instrument zur Messung der
Drehung der Polarisationsebene des Lichtes in optisch ak
tiven Substanzen (Phys.). Po|la|ri|meltrie* die; -, ...ien
(zu Î ...metrie): Messung der optischen Aktivität von Sub
stanzen (Phys.). po|la|ri|me|trisch* (zu Î...metrisch):
mit dem Polarimeter gemessen. Pollalris der; - (aus mlat.
(stella) polaris „der nördliche (Stern)“): svw. Polarstern.
Po|lalri|sa|ti|on die; -, -en (zu tpolari... u. Î...isation): 1.
das deutliche Hervortreten von Gegensätzen, Herausbil
dung einer Gegensätzlichkeit; Polarisierung. 2. Heraus
bildung einer Gegenspannung (bei der Elektrolyse;
Chem.); vgl. ...ation/...ierung; Polarisation des Lichts:
das Herstellen einer festen Schwingungsrichtung aus
Pglker
1068
sonst regellosen Transversalschwingungen des natürli
chen Lichts (Phys.). Po|la|ri|sa|ti|ons|fil|ter der,
fachspr. das; -s, -: Filter zur Herstellung bzw. Î Absorpti
on linear polarisierten Lichts (Optik). Po|la|ri|sa|ti|onsmilkrolskop* das; -[e]s, -e: Mikroskop für Untersuchun
gen im polarisierten Licht. Pollalrilsaltilonslprislma
das: -s, ...men: Prisma, das durch Doppelbrechung pola
risiertes Licht erzeugt (Optik). Po|la|ri|sa|tor der; -s,
...oren (zu T...ator): Vorrichtung, die linear polarisiertes
Licht aus natürlichem erzeugt, pollalrilsielren (zu
t...isieren): 1. a) spalten, trennen, Gegensätze schaffen; b)
sich -: in seiner Gegensätzlichkeit immer deutlicher her
vortreten, sich immer mehr zu Gegensätzen entwickeln. 2.
elektrische od. magnetische Pole hervorrufen (Chem.). 3.
bei natürlichem Licht eine feste Schwingungsrichtung aus
sonst regellosen Transversalschwingungen herstellen
(Phys.). Po|lalri|sie|rung die; -, -en (zu t...isierung): das
Polarisieren (1); vgl. ...ation/...ierung. Pollalrilskop*
das; -[e]s, -e (zu t...skop): (veraltet) Gerät zur Beobach
tung der Polarisationserscheinungen des Lichts. Pollarislsima die; - (aus gleichbed. mlat. (stella) polarissima
„nördlichste(r Stern)“; vgl. Polaris): dem derzeitigen
nördlichen Himmelspol noch näher als der Polarstern ste
hender Stern (Astron.). Pollalriltät die: -, -en (zu tpola
ri... u. t...ität>: 1. Vorhandensein zweier 'Pole (2, 3, 5, 6;
Geogr., Astron., Phys.). 2. Gegensätzlichkeit bei wesen
hafter Zusammengehörigkeit. 3. verschiedenartige Aus
bildung zweier entgegengesetzter Pole einer Zelle, eines
Gewebes, Organs od. Organismus (z.B. Spross u. Wurzel
einer Pflanze; Biol.). Pollalrilton das; -s, ...tonen
(Kunstw.; vgl. 4...on): ein tQuasiteilchen in einem Fest
körper, das bei starker Wechselwirkung von Î Photonen
mit nicht lokalisierten Anregungszuständen eines Kris
talls erzeugt wird (Phys.). Po|la|ri|um das; -s, ...ien
[,,,iən] (zu t 'Pol u. t...arium>: Abteilung eines Zoos, in der
Tiere aus den Polargebieten gehalten werden (Zool.). Polarlkiilma das; -s (zu tpolar): Klima der Nord- u. Südpo
largebiete mit langem, sehr kaltem Winter u. nebelrei
chem, kaltem Sommer. Po|lar|ko|or|di|na|ten die
(Plur.): im Polarkoordinatensystem Bestimmungsgrößen
eines Punktes (Math.). Po|lar|kolor|di|na|ten|sysltem
das; -s, -e: Koordinatensystem, in dem die Lage eines
Punktes durch einen Winkel u. eine Strecke gekennzeich
net ist (Math.). Pollarlkreis der; -es, -e: Breitenkreis von
etwa 66,5° nördlicher bzw. südlicher Breite, der die Polar
zone von der gemäßigten Zone trennt, pollalro..., Poilaro..., vgl. polari..., Polari... Po|la|ro|graf, auch ...graph
der; -en, -en (zu tpolari... u. t...graf): Apparat (meist mit
Quecksilbertropfkathode u. Quecksilberanode) zur Aus
führung elektrochem. Analysen durch [fotografische]
Aufzeichnung von Stromspannungskurven (Techn.,
Chem.). Pollalrolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien
(zu î...grafie): elektrochem. Analyse mittels Polarografen
zur qualitativen u. quantitativen Untersuchung von be
stimmten gelösten Stoffen (Techn., Chem.). pollalrogralfisch, auch ...graphisch (zu Î...grafisch): durch
Polarografie erfolgend (Techn., Chem.). Po|la|ro|id
[auch ...royt] das; -s, -s (Kunstw.): (ugs.) mit einer Polaroidkamera aufgenommenes Foto. Po|la|ro|id|ka|mera® [auch ...'royt...] iZie; -, -s (Kunstw.): Fotoapparat, der
in Sekunden ein fertiges Î "Positiv (2) produziert. Pollaron das; -s, ...onen (Kunstw. zu tpolar u. t4...on): ein
Î Quasiteilchen in einem Halbleiter, das als freier La
dungsträger aufgefasst werden kann (Phys.). Pollar
stern der; -[e]s: hellster Stern im Sternbild des Kleinen
Bären, nach dem wegen seiner Nähe zum nördlichen Him
melspol die Nordrichtung bestimmt wird; Nord[polar]stern (Astron.). Pol|dis|tanz die; -, -en (zu T'Pol):
svw. Polardistanz
1069
der; -[e]s, -e u. Po lejimin ze die; -, -n (zu gleichbed.
lat. pule(g)ium): früher zur Gewinnung von Î Menthol an
gebaute Minze; Arznei- u. Gewürzpflanze
Polleis [...lais]: Plur. von tPolis
Pollelmarch* der; -en, -en (aus gleichbed. gr. polémarchos,
eigtl. „Kriegsführer“, zu pólemos „Krieg“ bzw. polemem
„Krieg führen" u. árchein „vorangehen, führen“): Titel
der mit der Leitung des Militärwesens u. mit dem Heereskommando beauftragten Beamten in den altgriech. Stadt
staaten. Po|le|mar|chie* ¿fíe; - (aus gleichbed. gr. polemarchia): Amt, Würde eines Polemarchen. Po le mik die;
-, -en (aus gleichbed. fr. polémique zu polémique „streit
bar, kriegerisch“, dies aus gr. polemikós „kriegerisch“ zu
pólemos „Krieg“): 1. literarische od. wissenschaftliche
Auseinandersetzung; wissenschaftlicher Meinungsstreit,
literarische Fehde. 2. unsachlicher Angriff, scharfe Kritik.
з. (ohne Plur.) polemischer (2) Charakter (einer Äußerung
o.Ä.). Po|le|mi|ker der; -s, -: jmd., der zur Polemik (2)
neigt, scharfe, unsachliche Kritik übt. Po|le|mi|kelrin
die; -, -nen: weibliche Form zu ÎPolemiker, pollelmisch
(aus gleichbed. fr. polémique, dies aus gr. polemikós, vgl.
Polemik) : 1. die Polemik ( 1 ) betreffend ; streitbar. 2. scharf
и. unsachlich (vonkritischen Äußerungen). po|le|mi|sieren (zu t,,,isieren): 1. eine Polemik (1) ausfechten, gegen
eine andere literarische od. wissenschaftliche Meinung
kämpfen. 2. scharfe, unsachliche Kritik üben; jmdn. mit
unsachlichen Argumenten scharf angreifen. Pollelmollogie die; - (zu t...logie): Konflikt-, Kriegsforschung
'pollen (zu 1 ‘Pol): an einen elektrischen Pol anschließen
2po|len (nach engl. to pole „mit Stangen versehen“): Me
tallbäder mechanisch spülen, indem feuchte Holzstämme
eingeführt werden, deren frei werdende Gase od. Dämpfe
die Verunreinigungen oxidieren lassen
Pollenlta die; -, Plur. ...ten u. -s (aus gleichbed. it. polenta,
eigtl. „Gerstengraupen“, dies aus lat. polenta zu pollen,
vgl. Pollen): ital. Maisgericht [mit Käse]
Pollenlte die; - (wohl aus jidd. paltin „Polizeirevier“, eigtl.
„Burg“, lautlich beeinflusst von ÎPolizei): (ugs., oft ab
wertend) svw. Polizei (2)
Polelpolsiltion [poʊlpə'zɪʃən] die; - (aus gleichbed. engl.
pole position zu engl. pole „äußerste Spitze“ u. position
„Position, Stand(ort)“): bei Autorennen bester (vorders
ter) Startplatz für den Fahrer mit der schnellsten Zeit im
Training
Pollil ce [poli:sə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. police, dies
über it. polizza, mlat. apodixa aus gr. apódeixis „Nach
weis“): Urkunde über einen Versicherungsvertrag, die
vom Versicherer ausgefertigt wird; vgl. Polizze
Pollilchilnelle [...Ji’nel] der; -s, -s (aus fr. Polichinelle):
franz. Form von Pulcinella. Pollilcilnelllo [,,,tʃɪ'nɛlo]
der; -s, ...lli (aus gleichbed. it. (mdal.) Policinello zu it. Pul
cinella, dies zu pulcino „Hühnchen“, vgl. Pulcinella) : (ver
altet) svw. Pulcinella
Pollilcylmix ['pɔləsɪ...] das; -, - (aus engl. policy-mix „Mi
schung der Vorgehensweisen“): abgestimmte Maßnahmen
aus verschiedenen wirtschaftlichen Bereichen (z.B. Geldu. Lohnpolitik), um vorgegebene gesamtwirtschaftliche
Ziele zu erreichen (Wirtsch.)
Po|lilen|ze|phalli|tis vgl. Polioenzephalitis
Pollier der; -s, -e (unter dem Einfluss von 1 polieren umge
deutet aus spätmhd. parlier(er), eigtl. „Sprecher, Wortfüh
rer“): Geselle, Facharbeiter im Baugewerbe, dem vom
Bauunternehmer die Verantwortung für die sachgemäße
Durchführung der Bauarbeiten übertragen wird
pollielren (aus gleichbed. (alt)fr. polir, dies aus Z<az. polire):
a) glätten, schleifen; b) glänzend machen, blank reiben;
putzen
Po I Ii I kli I nik [auch 'pɔli...] die; -, -en (zu gr. polis „Stadt“ u.
ÎKlinik): Krankenhaus od. einem Krankenhaus od. einer
Pollei
politisch
Klinik angeschlossene Abteilung für î ambulante Kran
kenbehandlung. PolliikliIniIker der; -s, -: in einer Polikli
nik tätiger Arzt, ppIIiIkliInisch: zu einer Poliklinik gehö
rend; in der Poliklinik erfolgend (z. B. von Behandlungen)
Pollilment ¿to; -[e]s, -e (aus fr. poliment „das Glätten, mit
Glanz versehen“ zu polir, vgl. polieren): 1. zum Polieren,
Glänzendmachen geeigneter Stoff. 2. aus einer fettigen
Substanz bestehende Unterlage für Blattgold
Pollio die; - (Kurzform von ÎPoliomyelitis): svw. Poliomy
elitis. Po|li|olen|ze|pha|li|tis u. Polienzephalitis die: -,
...itiden (zu gr. polios „grau“, die Farbe der Rückenmark
substanzbetreffend): Entzündung der grauen Hirnsubstanz
(Med.). Po|li|o|mylelli|tis die; -, ...itiden: Entzündung der
grauen Rückenmarksubstanz; spinale Kinderlähmung
(Med.). Pollilolsis die; -, ...osen (zu î '...ose): das Ergrauen
der Haare (Med.)
Poll is die; -, Poleis [...lais] (aus gleichbed. gr. polis, vgl. po
litisch): altgriech. Stadtstaat (z. B. Athen)
Poll islsonlnelrie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. polisson
nerie zu polisson „Gassenjunge“, dies aus der Gaunerspr.): (veraltet) Ungezogenheit, Streich
Pollit... (zum Teil unter Einfluss von russ. politiceskij zu
Tpolitisch): Wortbildungselement mit der Bedeutung „die
Politik betreffend, politisch geprägt od. motiviert sein“,
z.B. Politprominenz, -karriere, -gangster, -song. Po|litbülro das; -s, -s (aus gleichbed. russ. politbjuro): oberstes
politisches Führungsorgan einer kommunistischen Partei
1Po|li|tes|se die; -, -n (aus gleichbed. fr. politesse zu polir,
vgl. polieren): 1. Höflichkeit, Artigkeit. 2. (landsch.)
Kniff, Schlauheit
2Po|li|teslse die; -, -n (Kunstw. zu TPolizei u. ÎHostess):
Angestellte bei einer Gemeinde für bestimmte Aufgaben
(z.B. zur Überwachung des ruhenden Verkehrs, der Ein
haltung des Parkverbots). Pollilteur [...torn] der; -s,-e (zu
î2Politesse u. T...eur>: (regional) männliche Form von
ÜPolitesse
Polliltilcal Corlrectlness [,,,kəl kɔ'rɛkt...] die; - - (aus
gleichbed. engl. political correctness, eigtl. „politische
Korrektheit“): von einer bestimmten Öffentlichkeit als
richtig eingestufte Gesinnung, Haltung (die zum Ziel hat,
alles zu vermeiden, was andere als diskriminierend emp
finden könnten; Abk.: PC, p. c.)
polliltielren (zu TPolitur u. t..deren): (österr.) glänzend
reiben, polieren, mit Politur einreiben
Polliltik [auch ... 'tɪk] die; -, -en (aus gleichbed. fr. politique,
dies aus gr. politikë (téchnê) „Kunst der Staatsverwal
tung“ zu politikós, vgl. politisch): 1. auf die Durchsetzung
bestimmter Ziele bes. im staatlichen Bereich u. auf die Ge
staltung des öffentlichen Lebens gerichtetes Handeln von
Regierungen, Parlamenten, Parteien, Organisationen
o.Ä. 2. berechnendes, zielgerichtetes Verhalten, Vorge
hen. ...polliltik (zu TPolitik): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „Gesamtheit von Bestrebungen mit be
stimmter Aufgabenstellung u. Zielsetzung im Hinblick auf
das im ersten Bestandteil der Zusammensetzung Genann
te“, z.B. Strukturpolitik, Lohnpolitik. Polliltilka: Plur.
von TPolitikum. Polliltilkaslter der; -s, - (zu TPolitik,
Analogiebildung zu T Kritikaster u. ÎPhilosophaster) : (ab
wertend) jmd., der viel über Politik spricht, ohne viel da
von zu verstehen. PoIliItiIker [auch ...'ll...] der; -s, - (über
mlat. politicus aus gr. politikós „Staatsmann“): jmd., der
(meist als Mitglied einer politischen Partei) ein politisches
Amt ausübt; Staatsmann. Po|li|ti|ke|rin die; -, -nen:
weibliche Form zu ÎPolitiker. Polliltilkum [auch ...Ti...]
das;-s, ...ka (zu/at. politicus, vgl. politisch u. vgl. ...ikum):
Tatsache, Vorgang von politischer Bedeutung. Polliltikus [auch ...'ll...] der; -, -se (nach mlat. politicus, vgl. Po
litiker): (scherzh.) jmd., der sich eifrig mit Politik (1) be
schäftigt. polljltisch [auch ...Ti...] (aus gleichbed. fr. po-
...politisch
litique, dies über lat. politicus aus gr. politikós „die Bür
gerschaft betreffend, zur Staatsverwaltung gehörend“ zu
polis „Stadt, Bürgerschaft“): 1. die Politik (1) betreffend,
zu ihr gehörend; staatsmännisch; politischer Gefangener,
Häftling: aus politischen Gründen gefangen gehaltene
Person; politischer Vers: fünfzehnsilbiger, akzentuieren
der Vers der byzantinischen u. neugriech. volkstümlichen
Dichtung; politisches Asyl: Zufluchts- u. Aufenthaltsrecht
in einem fremden Land für jemanden, der aus politischen
Gründen geflüchtet ist. 2. auf ein Ziel gerichtet, klug u. be
rechnend. ...polliltisch (zuÎpolitisch): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Absichten, Pläne mit der im ers
ten Bestandteil der Zusammensetzung genannten od. an
gedeuteten Aufgabenstellung u. Zielsetzung verfolgend u.
in entsprechender Weise vorgehend“, z. B. kulturpolitisch,
verkehrspolitisch. po|li|ti|sie|ren (zu tpolitisch u.
T...isieren): 1. [laienhaft] von Politik reden. 2. bei jmdm.
Anteilnahme, Interesse an der Politik (1) erwecken; jmdn.
zu politischer Aktivität bringen. 3. etwas, was nicht unmit
telbar in den politischen Bereich gehört, unter politischen
Gesichtspunkten behandeln, betrachten. Po|li|ti|sierung die; - (zu Î ...isierung): 1. das Erwecken politischer
Interessen, Erziehung zu politischer Aktivität. 2. politi
sche Behandlung, Betrachtung von Dingen, die nicht un
mittelbar in den politischen Bereich gehören. Pol li Ito Ho
ge der; -n, -n (zu t ...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet
der Politologie. Polliltollolgie die; - (zu t...logie>: Poli
tikwissenschaft, Wissenschaft, die sich mit politischen
Strukturen u. Prozessen befasst. po|li|to|lo|gisch (zu
Î...logisch): die Politologie betreffend, zu ihr gehörend,
auf ihr basierend. Po|lit|prolmi|nenz die; - (zu t Polit...):
Prominenz (1) aus dem Bereich der Politik. Pollitlruk der;
-s, -s (aus gleichbed. russ. politruk zu tPolit... u. russ. rukovoditel’ „Leiter, Führer“): (früher) dem militärischen
Führer beigeordneter politischer Offizier einer sowjeti
schen Truppeneinheit. Po|lit|thr«l|ler der; -s, - (zu tPo
lit...): 1.1 Thriller mit politischer Thematik. 2. Vorgang im
Bereich der Politik, der Züge eines Î Thrillers aufweist
Polliltur die; -, -en (aus gleichbed. lat. politura zu polire,
vgl. polieren): 1. durch Polieren hervorgebrachte Glätte,
Glanz. 2. Mittel zum Glänzendmachen; Poliermittel. 3.
(ohne Plur.; veraltet) Lebensart; gutes Benehmen
Po|li|zei die; -, -en (über mlat. policía, (spät)lat. politia aus
gr. politeia „Bürgerrecht; Staatsverwaltung; Staatsverfas
sung“ zu polis, vgl. politisch): 1. Sicherheitsbehörde, die
über die Wahrung der öffentlichen Ordnung zu wachen
hat. 2. (ohne Plur.) Angehörige der Polizei. 3. (ohne Plur.)
Dienststelle der Polizei. Po|li|zei|staat der; -[e]s, -en:
(abwertend) totalitärer Staat, in dem die Bürger durch ei
nen staatlichen Kontrollapparat unterdrückt werden, der
willkürlichen Rechtsausübung der [Geheim]polizei ausge
setzt sind, pollilzielren (aus gleichbed. fr. policer): (ver
altet) an bürgerliche Ordnung gewöhnen. Pollilzist der;
-en, -en (zu tPolizei u. t...ist): Angehöriger der Polizei;
Schutzmann. PoIlilzisltin Æe; -, -nen: weibliche Form zu
Î Polizist
Pollizl ze die; -, -n (aus gleichbed. it. polizza, vgl. Police):
(österr.) svw. Police
Pollje die; -, -n, auch ito; -[s], -n (aus dem Slaw. ; vgl. russ.
pole „Acker, Feld“): großes wannen- od. kesselartiges Be
cken mit ebenem Boden in Karstgebieten (Geogr.)
Polkzter.-s, Plur. -s, auch-e (aus russ. polk, vgl. 'Pulk): svw.
'Pulk
Ppllka die; -, -s (aus gleichbed. tschech. polka, eigtl. „Po
lin“, um 1831 in Prag so zu Ehren der damals unterdrück
ten Polen benannt): böhmischer Rundtanz im lebhaften
bis raschen 2/4-Takt (etwa seit 1831)
Poll [poul] der: -s, -s (aus gleichbed. engl. poll, eigtl.
„Kopf(zahl)“>: 1. Umfrage, Befragung (Fachspr.). 2.
1070
Wahl, Abstimmung. 3. Liste der Wähler od. Befragten (in
den USA)
Polllack der; -s, -s (aus gleichbed. engl. pollack): Dorsch
des östlichen Atlantiks mit schmackhaftem Fleisch
polllalkanth* (zu gr. pollákis „oft“ u. ánthos „Blüte“):
mehrjährig u. immer wieder blühend (bezogen auf be
stimmte Pflanzen, z.B. Apfelbaum; Bot.); Ggs. Thapaxanth. Polllalkilsulrie* <7ze; -, ...ien (zu t...urie): häufiger
Harndrang, wobei jedes Mal nur kleine Harnmengen ge
lassen werden (Med.)
Polllen der; -s, - (aus lat. pollen, Gen. pollinis „sehr feines
Mehl, Mehlstaub“): Blütenstaub. Pol|len|ana|lylse die;
-, -n: Methode der Paläobotanik zur Bestimmung der Flo
ra der erdgeschichtlich jüngeren Vegetationsperioden aus
Pollenkörnern
Polllex der; -, ...lices [...tse:s] (aus gleichbed. lat. pollex):
Daumen (Med.)
Polllilnalrilum das; -s, ...rien [...ion] (zu lat. pollen, Gen.
pollinis (vgl. Pollen) u. T...arium): mit einem Stielchen u.
Klebekörper versehenes Î Pollinium mancher Orchideen
arten, das die Pollenverbreitung durch Insekten erleichtert
(Bot.). Polllilnaltilon Jze; -, -en (zu î...ation): Blütenbe
stäubung (Bot.)
Pol lin^ das; -[s] (aus gleichbed. engl. polling, eigtl. „das
Wählen“, zu to poll „wählen“): Abfrage in Datennetzen
od. ähnlichen Kommunikationsstrukturen, ob Daten ge
sendet werden können od. sollen (EDV)
Pol|li|ni|um das; -s, ...ien [...ion] (zu lat. pollen, Gen. pol
linis (vgl. Pollen) u. I ...ium): regelmäßig zu einem Klümp
chen verklebender Blütenstaub, der als Ganzes von Insek
ten übertragen wird (z. B. bei Orchideen; Bot.). Pol|li|nose die; -, -n (zu T '...ose): durch Blütenstaub hervorgerufe
ne ÎAllergie (Med.)
Polllultilgn die; -, -en (aus spätlat. pollutio „Besudelung“
zu polluere „besudeln, verunreinigen“): unwillkürlicher
Samenerguss im Schlaf (z. B. in der Pubertät; Med.)
Polllux vgl. Kastor und Pollux
Polllulzit [auch ...’tsit] der; -s, -e (nach Pollux, einem der
Dioskuren, u. zu T2...it>: ein farbloses bis weißes, durch
sichtiges bis trübes Mineral, wichtigstes Mineral für die
Gewinnung von I Cäsium
'Polio der; -s, -s (aus dem Span.): andalus. Volkstanz, andalus. Tanzlied im gemäßigten 3/s-Takt
2Po|lo rfas; -s (aus gleichbed. engl. polo, eigtl. „Ball“, dies
aus einer Eingeborenensprache des nordwestlichen In
dien): zu Pferde gespieltes Treibballspiel. Pollolhemd
das; -[e]s, -en: kurzärmeliges Trikothemd mit offenem
Kragen
Pollolnälse u. Pollolnailse [,,,'nɛ:zə] die; -, -n (aus gleich
bed. fr. (danse) polonaise, substantiviertes Fern, von polo
nais „polnisch“, eigtl. ,,polnisehe(r Tanz)“): festlicher
Schreittanz im 74-Takt; vgl. Polacca
Po lon ceauiträ ger [pɔlð'so:...] der; -s, - (nach dem franz.
Erfinder Polonceau): Tragkonstruktion aus Holz od.
Stahl, Dachbinderkonstruktion für größere Spannweiten
po|lo|ni|sie|ren (zu (m)lat. Polonia (Polen) u. zu T ...isieren): polnisch machen. Pollolnist der; -en, -en (zu I ...ist):
Wissenschaftler auf dem Gebiet der Polonistik. Po|lonisltik die; - (zu T...istik>: Wissenschaft von der poln.
Sprache u. Literatur. po|io|nis|tisch (zu I...istisch): die
Polonistik betreffend, zu ihr gehörend. Pollo|ni|um das;
-s (zu t...ium>: radioaktives chem. Element, Halbmetall;
Zeichen Po
Pollos der; -<ausgleichbed.gr. polos, eigtl. „Achse, Gewöl
be“): eine zylindrische Kopfbedeckung des Altertums, die
seit dem 2. Jahrtausend v. Chr. in Babylonien u. Anatolien
nachweisbar ist. Pollolzyt der; -en, -en (zu I'Pol u.
t...zyt>: Polzelle, einzelliges Anhangsgebilde am Pol der
reifen Eizelle (Med.)
1071
[pɔl'trð:] der: -s, -s (aus fr. poltron „Feigling“,
dies aus it. poltrone, weitere Herkunft ungeklärt): (veral
tet) Feigling; Maulheld. Pol|tron|ne|rie [pɔltrɔnə...] die;
- (aus fr. poltronnerie „Feigheit“): (veraltet) Feigheit,
Prahlerei
Pol|tu|ra der; -, - (aus poln. polturak): Silber- u. Kupfer
münze des 17./18. Jh.s in Ungarn, Böhmen u. Schlesien
polly..., Polly... (aus gr. polys „viel“): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „mehr, oft“, z. B. polygam, Poly
meter, Polyphonie. Pollylacryl* [...k...J das; -s: leichte,
weiche synthetische Faser. Pollylacryllat* das; -[e]s, -e:
Kunststoff aus Acrylsäure. Pollyiacryllniltril* das; -s:
polymerisiertes Acrylsäurenitril, Ausgangsstoff wichtiger
Kunstfasern. Pollylad|di|ti|ondie; -, -en: ehern. Verfah
ren zur Herstellung hochmolekularer Kunststoffe
(Chem.). Po ly ad dukt das; -[e]s, -e (zu lat. adductus,
Part. Perf. von adducere „hinführen“): durch Polyadditi
on entstandener hochmolekularer Kunststoff (Chem.).
Po|ly|ade|ni|tis die; -, ...itiden: Entzündung zahlreicher
Lymphknoten (Med.). Pollylamid das: -[e]s, -e (meist
Plur.): fadenbildender elastischer Kunststoff (z. B. Perlon,
Nylon). PollylämieiZie; -, ...ien (ausgr. polyaimia „Voll
blütigkeit“ zu polyaimein „viel Blut haben“): krankhafte
Vermehrung der zirkulierenden Blutmenge; Vollblütigkeit
(Med.). Pollylanldrie* die; - (aus gleichbed. gr. polyan
dria zu polyandrein „viele Männer haben"): Vielmänne
rei, Ehegemeinschaft einer Frau mit mehreren Männern
(vereinzelt bei Naturvölkern [mit Mutterrecht]; Völkerk.);
Ggs. tPolygynie; vgl. Polygamie (la), pollylanldrisch*
(aus gleichbed. gr. polÿandros): die Vielmännerei betref
fend. Poilylanlthalrolseifze;-,-n (zugr. polyanthés „viel
blühend“): Gartenrose von meist niedrigem, buschigem
Wuchs (Bot.). Pollylarlchie die; -, ...ien (aus gleichbed.
gr. polyarchia zu polÿarchos „vielherrschend“): (selten)
Herrschaft mehrerer in einem Staat, im Unterschied zur
tMonarchie. Po|iy|ar|thri|tis* die; -, ...itiden (zu tpo
ly...): an mehreren Gelenken gleichzeitig auftretende t Ar
thritis (Med.). Po|ly|ar|thrp|se* die; -, -n: degenerative
Erkrankung mehrerer Gelenke (Med.). po|ly|ar|ti|kulär: viele Gelenke betreffend, in vielen Gelenken auftre
tend (z.B. von krankhaften Veränderungen; Med.). Po|lya\se die; -, -n (meist Plur.) (zu t...ase>: hochmolekulare
Kohlenhydrate spaltendes Enzym (Biochem.). Pollylästhe sie die; -, ...ien: subjektive Wahrnehmung einer
Hautreizung an mehreren Stellen (Med.). Pollyläthylen, fachspr. Polyethylen das; -s, -e: ein Îthermoplasti
scher Kunststoff. Pollylbalsit [auch ,.,'zit] der; -s, -e: ein
grauschwarzes, in feinen Bestandteilen rotes Mineral. Poly chä ten [...çs:...] die (Plur.) (zu gr. polychaites „mit
vielen Haaren“): im Meer lebende Borstenwürmer (z.B.
tPalolowurm; Zool.). Po|ly|che|mo|the|ra|pie die; (zu Tpoly...): Behandlung einer Krankheit mit mehreren
Chemotherapeutika (zur Erhöhung der Wirkung; Med.).
Pollylchord [...'kort] das; -[e]s, -e (zu gr. polÿchordos
„mit vielen Saiten“): 10-saitiges Streichinstrument in
Kontrabassform mit beweglichem Griffbrett, pollychrest[...'çrest] (zu Îpoly... u. gr. chrestös „brauchbar“):
(veraltet) zu vielen Dingen brauchbar, vielseitig verwend
bar. pollylchrom [... kro:m, auch 'pɔli...] (aus gleichbed.
gr. polychrömos): vielfarbig, bunt. Pollylchrolmalsie
die; -, ...ien (zu Tpoly...): Eigenschaft von Geweben (bes.
von Blutkörperchen), sich mit verschiedenen Farbstoffen
anfärben zu lassen (Biochem.). Po|ly|chro|mie die; -,
...ien (zu Tpolychrom u. î2...ie): Vielfarbigkeit, [dekorati
ve] bunte Bemalung ohne einheitlichen Gesamtton mit
kräftig voneinander abgesetzten Farben (z. B. bei Kerami
ken, Glasgemälden, Bauwerken), pollylchrolmielren
(zu t..deren): (selten) bunt ausstatten (z.B. die Innenwän
de eines Gebäudes mit Mosaik od. verschiedenfarbigem
Polltron*
Polygenismus
Marmor. Polly|chro|mo|gra|fie, auch ...gralphie die;
-, ...ien (zu T...grafie>: (veraltet) Vielfarbendruck, pollycylclisch’ [,..'tsy:k..., auch ...’tsYk...] vgl. polyzyklisch.
Po|ly|dak|ty|lie die; -, ...ien (zu gr. polydáktylos „vielfingrig“ u. t2...ie): angeborene Fehlbildung der Hand od.
des Fußes mit Bildung überzähliger Finger od. Zehen
(Med.). Po|ly|dä|mo|nis|mus der; - (zu Î poly...): Glau
be an eine Vielheit von [nicht persönlich ausgeprägten]
Geistern als Vorstufe des ÎPolytheismus. Po|ly|diplsie
die: - (zu gr. polydipsios „heftigen Durst habend“ u.
T2...ie): krankhaft gesteigerter Durst (z.B. bei Diabetes
mellitus; Med.); Ggs. ÎOligodipsie. Po|ly|dy|na|mie<Zze,’
- (zu Tpoly..., gr. dynamis „Kraft“ u. T2...ie): (veraltet)
Kraftfülle. po|ly|dy|na|misch: (veraltet) sehr kräftig,
kraftvoll. Pollyleder das; -s, - (zu gr. hédra „Fläche, Ba
sis“; vgl. polyedrisch): Vielflächner, von Vielecken be
grenzter Körper (Math.). Po|ly|elder|krank|heit<7ie; -:
die Seidenspinnerraupe befallende seuchenhafte, tödliche
Viruskrankheit (Tiermed.). po|ly|e|drisch*(nachgr. po
lyèdres „mit vielen Sitz(fläch)en; vieleckig“): vielflächig
(Math.). Po|ly|em|bryo|nie* die; -, ...ien (zu Tpoly...,
TEmbryo u. T2...ie): Bildung mehrerer Embryonen aus ei
ner pflanzlichen Samenanlage od. einer tierischen Keim
anlage (z. B. bei Moostierchen; Biol.). Pollylen das; -s, -e
(zu T ...en): organische Verbindung mit mehreren Doppel
bindungen im Molekül (Chem.). Pollyleslter der; -s, (Kunstw.): aus Säuren u. Alkoholen gebildete Verbindung
hohen Molekulargewichts, die als wichtiger Rohstoff zur
Herstellung synthetischer Fasern, Harze o.Ä. dient. Polyleslter|fa|sern die (Plur.): im Schmelzspinnverfahren
hergestellte Chemiefasern; Abk.: PES. pollylfon usw.
vgl. polyphon usw. Pollylgalla rfie; -, -s (über gleichbed.
lat. polygala ausgr. polÿgalon zu Tpoly... u. gála, Gen. gálaktos „Milch“; nach alter Vorstellung ein bestimmtes
Kraut, das bei der Wöchnerin reichlichen Milchfluss her
vorrufen sollte): Pflanzengattung der Kreuzblumenge
wächse mit zahlreichen Arten (u. a. Kraut, Strauch od.
Baum). Pollylgallakltie die; - (zu Tpoly..., gr. gála (vgl.
Polygala) u. T2...ie): übermäßige Milchabsonderung wäh
rend des Stillens (Med.), pollylgam (aus gr. polÿgamos
„oft verheiratet“; vgl. ...gam): 1. a) von der Anlage herauf
mehrere Geschlechtspartner bezogen (von Tieren u. Men
schen); b) die Polygamie (1) betreffend; in Mehrehe le
bend (Völkerk.); c) (selten) mit mehreren Partnern ge
schlechtlich verkehrend; Ggs. Tmonogam. 2. zwittrige u.
eingeschlechtige Blüten gleichzeitig tragend (von be
stimmten Pflanzen; Bot.). Po|lylgalmiefl7e;-(ausgleich
bed. gr. polygamia; vgl. ...garnie): 1. a) Mehrehe, Vielehe,
bes. Vielweiberei (meist in vaterrechtlichen Kulturen ; Völ
kerk.); vgl. Polyandrie, Polygynie; b) geschlechtlicher Ver
kehr mit mehreren Partnern; Ggs. T Monogamie. 2. das
Auftreten von zwittrigen u. eingeschlechtigen Blüten auf
einer Pflanze (Bot.). Pollylgalmist der; -en, -en (zu
T ...ist) : in Vielehe lebender Mann, pollylgen (aus gr. polygenës „von vielen (Geschlechtern)“): 1. durch mehrere
Erbfaktoren bedingt (Biol.); Ggs. Îmonogen (1). 2. vielfa
chen Ursprung habend (z.B. von einem durch mehrere
Ausbrüche entstandenen Vulkan; Geol.); Ggs. Tmonogen
(2). Pollylgen das; -s, -e (meist Plur.): eines der tGene,
die gemeinsam für die Ausbildung eines quantitativen
Merkmals verantwortlich sind (Genetik); Ggs. TOligogen.
Pollylgelnelse u. Pollylgelnelsis die; - (zu tpoly...):
biologische Theorie von der stammesgeschichtlichen Her
leitung jeder gegebenen Gruppe von Lebewesen aus je
weils mehreren Stammformen; Ggs. T Monogenese (1).
Pollylgelniedie; -, ...ien (zu T...genie): die Erscheinung,
dass an der Ausbildung eines Merkmals eines T Phänotyps
mehrere TGene beteiligt sind (Biol.); Ggs. ÎMonogenie
(2). Po|lylge|nis|mus der; - (zu Îpolygen u. T...ismus
polygerm
(2)>: I. svw. Polygenese. 2. von der kath. Kirche verwor
fene Lehre, nach der das Menschengeschlecht auf mehrere
Stammpaare zurückgeht; Ggs. TMonogenismus (2). po
ly Igerm (zu Tpoly... u. lat. germen „Keim, Spross“):
mehrkeimig (von Nutzpflanzen; Landw.). Pollylglolbulie* die; - (zu lat. globulus, Verkleinerungsform von globus
„Kugel, Klumpen“, u. t2...ie>: svw. Polyzythämie, pollyglott* (aus gleichbed. gr. (attisch) polyglöttos, eigtl. „vielzüngig“): 1. in mehreren Sprachen abgefasst, mehr-, viel
sprachig (von Buchausgaben). 2. viele Sprachen spre
chend; vgl. ...isch/-. 'Pollylglptlte* der od. die; -n, -n:
jmd., der viele Sprachen beherrscht. 2Pollylglpt|te* die;
-, -n: 1. (veraltet) mehrsprachiges Wörterbuch. 2. Buch
(bes. Bibel) mit Textfassung in verschiedenen Sprachen,
pollylglptltisch*: (veraltet) svw. polyglott; vgl. ...isch/-.
Pollylgon das; -s, -e (aus gleichbed. gr. polygönon, sub
stantiviertes Neutrum von polygönos „vielwinkelig“ zu
gönia„Ecke, Winkel“): Vieleck (Math.), pollylgolnal (zu
Î '...al (1)): vieleckig (Math.). Pollylgonlbolden der; -s,
...böden: durch wechselndes Frieren u. Auftauen verur
sachte Sortierung der Bestandteile eines Bodens, die ein
Muster hervorruft (Geol.). Pollylgolnie die; - (zu tpoly...
u. t,,,gonie): (veraltet) große Zeugungsfähigkeit, Frucht
barkeit. Pollylgolnum das; -s (aus gleichbed. nlat. poly
gonum, dies aus gr. polÿgonon, substantiviertes Neutrum
von polÿgonos „fruchtbar“): Knöterich (verbreitete Un
kraut- u. Heilpflanze). Pollylgraf, auch ...graph der;
-en, -en (zugr. polÿgraphein „viel schreiben“; vgl. ...graf):
1. Gerät zur gleichzeitigen Registrierung mehrerer Vor
gänge u. Erscheinungen, das z.B. in der Medizin bei der
Î Elektrokardiografie u. der t Elektroenzephalografie od.
in der Kriminologie als Lügendetektor verwendet wird. 2.
(regional) Angehöriger des grafischen Gewerbes. Pollygralfie, auch...gra|phi_e die; - (aus gr. polygraphia „Viel
schreiberei“; Bed. 2 nach gleichbed. russ. poligrafija): 1.
röntgenologische Darstellung von Organbewegungen
durch mehrfaches Belichten eines Films (Med.). 2. (regio
nal) alle Zweige des grafischen Gewerbes umfassender Be
reich. pollylgralfisch, auch...gralphisch (nachgr. polygraphos „viel schreibend“; vgl. ...grafisch): die Polygra
fie (2) betreffend. Pollylgramm das; -s, -e (zu Tpoly... u.
T...gramm): bei der Polygrafie (1) gewonnenes Röntgen
bild (Med.), pollylgyn (zu gr. polygÿnaios „viele Frauen
habend“): die Polygynie betreffend; in Vielweiberei le
bend. Pollylgylnie die; - (zu T2...ie>: Vielweiberei, Ehege
meinschaft eines Mannes mit mehreren Frauen (in den un
terschiedlichsten Kulturen vorkommend; Völkerk.); Ggs.
(Polyandrie; vgl. Polygamie (1 a).Po|ly|ha|lit [auch...’lit]
der; -s, -e (zu Tpoly...): fettig glänzendes, weißes, graues,
gelbes oder rotes Mineral, komplexes Kalimagnesiumsalz,
das als Düngemittel verwendet wird (Chem.). Pollylhistor der; -s, ...oren (zu gr. polyhistor „viel wissend“): (ver
altet) in vielen Fächern bewanderter Gelehrter. Po|lyhisltolrie die; - (zu T2...ie>: (veraltet) das Bewandertsein
auf vielen verschiedenen Wissensgebieten ; Vielgelehrsam
keit. pollylhisltolrisch: (veraltet) viel wissend, in vielen
Wissensgebieten bewandert, pollylhylbrjd*: von Eltern
abstammend, die sich in mehreren Merkmalen unterschei
den (von tierischen od. pflanzlichen Kreuzungsproduk
ten; Biol.); Ggs. Tmonohybrid. Pollylhylbriide* die: -,
-n, auch der; -n, -n: Nachkomme von Eltern, die sich in
mehreren Erbmerkmalen unterscheiden (BioL); Ggs.
tMonohybride. Po|ly|i|de|is|mus der; - (zu TIdee u.
T...ismus (2)): Vielfalt der Gedanken, Ideenfülle; Hori
zontbreite des Bewusstseins (Psychol.); Ggs. TMonoideismus (1). pollylkarp u. polykarpisch (aus gleichbed. gr.
polÿkarpos): in einem bestimmten Zeitraum mehrmals
Blüten u. Früchte ausbildend (von bestimmten Pflanzen;
Bot.); vgl. ...isch/-. Po|ly|kar|pie die; - (zu (...karpie):
1072
Vielfrüchtigkeit; Ausbildung vieler Fruchtblätter, jedes
für sich zum Stempel umgebildet (Bot.), pollylkarlpisch
vgl. polykarp. Pollylklaldie* die; - (zu gr. polÿklados
„viele Äste habend“ u. î2...ie): nach Verletzung einer
Pflanze entstehende Seitensprosse (Bot.). Pollylklalse*
die; -, -n (zu Tpoly... u. gr. klásis „Bruch, das Brechen“):
Gesteinsspalte mit einer Füllung aus nachträglich verfes
tigten Trümmern des Nebengesteins (Geol.). Pollylkonden salti on die; -: Zusammenfügen einfachster Molekü
le zu größeren (unter Austritt kleinerer Spaltprodukte wie
Wasser, Ammoniak o.Ä.) zur Herstellung von Chemiefa
sern, Kunstharzen u. Kunststoffen (Chem.). pollylkondenlsielren: den Prozess der Polykondensation bewir
ken; durch Polykondensation gewinnen (Chem.). Pollyko rie die; -, ...ien (zu gr. köre „Mädchen; Pupille“ u.
T 2...ie> : angeborene abnorme Ausbildung mehrerer Pupil
len in einem Auge (Med.). Pollylkrat* der; -en, -en (aus
gr. polykratés „der sehr Mächtige“): mit vielen gemein
schaftlich regierender Herrscher; mächtiger Herrscher.
Pollylkraltie* die; -, ...ien (zu T...kratie): Machtausübung
von vielen. po|ly|kra|tisch* (aus gr. polykratés „sehr
mächtig“): von vielen Herrschern gemeinschaftlich re
giert. pollylkrot* (aus gr. polÿkrotos „viel schlagend“):
mehrɑipfelig (z.B. von der Pulswelle; Med.). Pollylkrotie* die; -, ...ien <zuT2...ie): Mehrgipfeligkeit der Pulswelle
(Med.). Pollylkulltur die; -, -en (zu Tpoly...): gleichzeiti
ger Anbau mehrerer Kulturpflanzen auf einer Nutzfläche.
po|ly|le|zi|thal (zu gr. lékithos „Eigelb“ u. T’.-.al (1)>:
sehr dotterreich (Biol.). Pollyllinlgulallislmus
- (zu
Tlingual u. T...ismus (2)>: svw. Multilingualismus, Multilinguismus. Pollyllolgie die; - (aus gleichbed. gr. polylogia): (veraltet) Redseligkeit, pollyllolgisch (aus gleich
bed. gr. polylögos): (veraltet) redselig, geschwätzig. Pollymasltie die; -, ...ien (zu Tpoly..., gr. mastös „(Mutter)brust“ u. T2...ie): abnorme Ausbildung überzähliger
Brustdrüsen bei Frauen, bes. als Î atavistische (1) Fehlbil
dung (Med.); vgl. Hyperthelie. Pollylmalthie die; - (aus
gleichbed. gr. polymathia zu polymathem „gelehrt sein“):
(veraltet) vielseitiges Wissen. Polly Imellie die; -, ...ien (zu
gr. polymelês „vielgliedrig“ u. t2...ie): angeborene Fehlbil
dung, bei der bestimmte Gliedmaßen doppelt ausgebildet
sind (Med.). Po|ly|me|nor|rhö die; -, -en u. Pollyimenor rhöe [...'ro:] die; -, -n [,,,'ro:ən] (zu Tpoly...): zu häu
fige, nach zu kurzen Abständen eintretende Regelblutung
(Med.), pollylmer (aus gleichbed. gr. polymeres): 1. viel
teilig, vielzählig. 2. aus größeren Molekülen bestehend, die
durch Verknüpfung kleinerer entstanden sind (Chem.);
Ggs. Î monomer. Pollylmer das;-s, -eu. Polymere das; -n,
-n (meist Plur.): Verbindung aus Riesenmolekülen
(Chem.). Polly|me|ra|se die; -, -n (meist Plur.) (zu
T...ase>: Enzym, das die Biosynthese der Nukleinsäuren
steuert. Po|ly|me|re vgl. Polymer. Po|ly|me|rie die; -,
...ien (aus gr. polyméreia „das Vielteilige“): 1. das Zusam
menwirken mehrerer gleichartiger Erbfaktoren bei der
Ausbildung eines erblichen Merkmals (Biol.). 2. das Untereinanderverbundensein, Zusammenschluss vieler glei
cher u. gleichartiger Moleküle in einer chem. Verbindung.
Po|ly|me|ri|sat das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu (polymeri
sieren u. T...at (2)): durch Polymerisation entstandener
neuer Stoff (Chem.). Po|ly|me|rilsa|ti|on die; -, -en (zu
Tpolymer u. T ...isation) : auf Polymerie (2) beruhendes
chem. Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen, wobei
langkettige Moleküle entstehen. po|ly|me|ri|sie|ren (zu
T ...isieren): den Prozess der Polymerisation bewirken; ein
fache Moleküle zu größeren Molekülen vereinigen
(Chem.). po|ly|me|ta|morph (zu Tpoly...); Gesteine u.
Gegenden betreffend, die mehrmals Î metamorph verän
dert wurden (Geol.). Po|ly|me|ter das; -s, - (zu Î'...me
ter): vorwiegend in der t Klimatologie verwendetes, aus ei-
1073
ner Kombination von THygrometer u. tThermometer be
stehendes Vielzweckmessgerät (Meteor.). Po|ly|me|trie*
die: -, ...jen (aus gleichbed. gr. polymetria): 1. Anwendung
verschiedener Î Metren (1) in einem Gedicht. 2. svw. Po
lymetrik. Pollylmeltrik* die; - (zu tpoly...): a) gleichzei
tiges Auftreten verschiedener Taktarten in mehrstimmiger
Musik; b) häufiger Taktwechsel innerhalb eines Tonstü
ckes (Mus.). Po|ly|mo|le|ku|la|ri|täti/z>; - (zu Tmolekular u. T ...ität) : das Auftreten verschieden großer Moleküle
in einem Stoff, pollylmorph (aus gleichbed. gr. polymor
phos, vgl. ...morph): viel-, verschiedengestaltig (bes. Mi
neral., Biol.). Pollylmorlphie rfe; - (aus gleichbed. gr.
polymorphia>: 1. Vielgestaltigkeit, Verschiedengestaltigkeit. 2. a) das Vorkommen mancher Mineralien in ver
schiedener Form, mit verschiedenen Eigenschaften, aber
mit gleicher ehern. Zusammensetzung (Mineral.); b) das
Auftreten verschiedener Zustandsformen bei ehern. Ver
bindungen (Chem.). 3. a) Vielgestaltigkeit der Blätter od.
der Blüte einer Pflanze; vgl. Heterophyllie, Heterostylie;
b) die Aufeinanderfolge mehrerer verschieden gestalteter
ungeschlechtlicher Generationen bei Algen u. Pilzen
(Bot.). 4. a) Vielgestaltigkeit in Tierstöcken u. Tierstaaten;
b) jahreszeitlich bedingte Vielgestaltigkeit der Zeich
nungsmuster bei Schmetterlingen (Zool.). 5. das Vorhan
densein mehrerer sprachlicher Formen für den gleichen
Inhalt, die gleiche Funktion (z. B. die verschiedenartigen
Pluralbildungen in: die Wiesen, die Felder, die Schafe;
Sprachw.). Po|lylmor|phis|mus der; - (zu t ...ismus (2)):
svw. Polymorphie (1-4). Po|lylneu|ri|tis die; -, ...itjden
(zu tpoly...): 1. auf größere Abschnitte des tperipheren
Nervensystems ausgedehnte Entzündung (Med.). 2. in
mehreren Nervengebieten gleichzeitig auftretende Ent
zündung (Med.). Po|ly|neu|ro|palthi_e</ze; -, ...jen: nicht
entzündliche Erkrankung mehrerer tperipherer Nerven
(Med.)
Poliynlja die; -, -s (aus gleichbed. russ. polyn’ja): Bez. für
eine bis mehrere tausend Quadratkilometer große offene
Wasserfläche in den eisbedeckten Polarmeeren
Pollylnom das; -s, -e (zu Îpoly... u. t3...nom): aus mehr als
zwei Gliedern bestehender, durch Plus- od. Minuszeichen
verbundener mathematischer Ausdruck, pollylnolmilal
(zu t,,,ial): svw. polynomisch. po|ly|no|misch: a) das
Polynom betreffend; b) vielgliedrig (Math.), pollylnuklelär*: vielkernig (z. B. von Zellen; Biol., Med.). Pollyo|pie die; -, ...jen (zu Î ...opie) : Sehstörung, bei der ein Ge
genstand mehrfach gesehen wird; das Vielfachsehen
(Med.), pollylpsltisch (zu gr. ostéon „Knochen“): viele
Knochen befallend (von Krankheiten; Med.), pollylözisch (zu gr. oɪkos „Haus“): mehrhäusig (von Pflanzen
arten, die sowohl zwittrige als auch eingeschlechtige Blü
ten hervorbringen, z. B. Esche, Silberwurz; Bot.). Pollyp
der; -en, -en (über gleichbed. lat. polypus aus gr. polypous,
eigtl. „vielfüßig“, zu polys „viel“ u. poús „Fuß“, Bed. 4
umgebildet aus gaunersprachlichem polipee „Polizei“, da
die Fangarme des Tieres scherzhaft mit den sog. „Fangar
men“ der Polizei verglichen werden): 1. auf einem Unter
grund fest sitzendes Nesseltier, das oft große Stöcke bil
det; vgl. Meduse. 2. (veraltet, noch ugs.) Tintenfisch, bes.
ÎKrake. 3. (meist Plur.) gutartige, oft gestielte Geschwulst
der Schleimhäute (Med.). 4. (salopp) Polizist, Polizeibe
amter. Pollylpäldie die; - (aus gleichbed. gr. polypaidia):
(veraltet) Kinderreichtum. Pollylpekltolmie* die; -,
...jen (zu ÎPolyp u. t...ektomie>: operative Entfernung von
Polypen (3; Med.). PollyIpepltid das; -[e]s, -e (zu tpo
ly...): aus verschiedenen Aminosäuren aufgebautes Zwi
schenprodukt beim Ab- od. Aufbau der Eiweißkörper
(Biochem.). pollylphag (aus gr. polyphágos „viel es
send“): Nahrung verschiedenster Herkunft aufnehmend
(Biol.); Ggs. tmonophag. Pollylphalge ¿Zer; -n, -n (meist
Polypragmasie
Plur.) (aus lat. polyphagus „Vielfraß“, dies zu gr. polyphá
gos, vgl. polyphag): 1. ein Tier, das sich von vielen unter
schiedlichen Pflanzen- u./od. Tierarten ernährt; Ggs.
Î Monophage (Zool.). 2. (nur Plur.) Unterordnung der Kä
fer (Zool.). Pollylphalgie die; -, ...jen (aus gr. polyphagia
„das Vielessen“ zupolyphagem „viel essen“): 1. krankhaft
gesteigerter Appetit, Gefräßigkeit (Med.). 2. Ernährungs
weise von Tieren, die verschiedenartige Tiere u. Pflanzen
fressen (Biol.). pollylphän (aus gr. polyphanés „vielfach
erscheinend“): an der Ausbildung mehrerer Merkmale ei
nes Organismus beteiligt (von tGenen; Biol.). Pollylphilie ifze; - (nach gr. polyphilia „Besitz vieler Freunde“):
(veraltet) Liebe zu vielen. po|ly|phon, auch polyfon (aus
gr. polyphönos „vielstimmig“): 1. die Polyphonie betref
fend (Mus.). 2. nach den Gesetzen der Polyphonie kom
poniert; mehrstimmig (Mus.); Ggs. îhomophon (1), mo
nodisch; vgl. ...isch/-. Pollylpholnie, auch Polyfonie die;
- (aus gr. polyphönia „Vieltönigkeit, Vielstimmigkeit“ zu
polyphonem „viel reden, tönen“): Mehrstimmigkeit mit
selbstständigem Î linearem (3) Verlauf jeder Stimme ohne
akkordische Bindung (Mus.); Ggs. ÎHomophonie, Mono
die. Po|ly|pho|ni|ker, auch Polyfoniker der; -s, -: Kom
ponist der polyphonen Satzweise, pollylpholnisch, auch
polyfonisch (ausgr. polyphönos, vgl. polyphon): (veraltet)
svw. polyphon; vgl. ...isch/-. pollylpholtisch (zu tpoly...
u. gr. phös, Gen. photos „Licht“): svw. euphotisch. Pollyphralsie die,- - (zu gr. phrásis „das Reden“ u. t2...ie>:
krankhafte Geschwätzigkeit (Med.), pollylphylleltisch
(zu gr. phyletikös „zum Stamm gehörig“): mehrstämmig in
Bezug auf die Stammesgeschichte; Ggs. t monophyletisch.
Po ly phy leitislmusder; - (zu Î...ismus (2)>: svw. Poly
genese. Pollylphyllie die; - (zu tpoly..., gr. phylê
„Stamm“ u. t2...ie): Mehrstämmigkeit (in Bezug auf die
Stammesgeschichte). PollyIphylllie die; - (zu gr. phÿllon
„Blatt“ u. t2...ie>: Überzähligkeit in der Gliederzahl eines
Blattwirbels (Bot.). Pollylphyloldonltie* die; - (zu gr.
phÿein „hervorbringen, wachsen“, odoús, Gen. odóntos
„Zahn“ u. t2...ie): mehrmaliges Zahnen (Biol.). Pollylpiolnie die; -, ...jen (zu gr. piön „fett, feist“ u. t2...ie): svw.
Adipositas. Pollylpilrie die; - (aus gr. polypeiria „Reich
tum an Erfahrungen“): (veraltet) Lebensklugheit, Erfah
rungsreichtum. Pollylplast das; -[e]s, -e (zu tpoly...): in
der Technik verwendeter Kunststoff, Kunstharz (selten
verwendete Sammelbez.). pollylplolid* (zu gr. -pióos
„-fach“ u. t2...id, Analogiebildung zu tdiploid, haploid):
mehr als zwei Chromosomensätze aufweisend (von Zellen,
Organismen; Biol.). Pollylplo|i|di_e* die; - (zu t2...ie): das
Vorhandensein von mehr als zwei Chromosomensätzen;
Vervielfachung des Chromosomensatzes (Biol.). Pollypnpe* iZze; - (aus gr. polÿpnoia „vieles (heftiges) Wehen,
Atmen“): svw. Tachypnoe, pollylpod (aus gr. polypous
„vielfüßig“, vgl. Polyp): Insektenlarven bezeichnend, die
die volle Zahl an Segmenten u. Extremitätenpaaren besit
zen (Zool.). Pollylpoldilum das; -s, ...ien [...jan] (aus
gleichbed. nlat. polypodium zu lat. polypodion, dies aus
gr. polypódion, Verkleinerungsform von polypous, vgl.
Polyp) : Tüpfelfarn, überwiegend in den Tropen heimische,
häufig als t Epiphyten wachsende Gattung der Farne
(Bot.), pollylpolid (zu îPolyp u. t ...oid): polypenähnlich
(z.B. von Schleimhaut Wucherungen, Med.). Pollylpol
das; -s, -e (zu tpoly... u. gr. pöletn „Handel treiben“, Ana
logiebildung zu ÎMonopol): Marktform, bei der vielen
kleinen Anbietern viele kleine Nachfrager gegenüberste
hen (Wirtsch.). pollylpös (zu tPolyp u. t...ös): polypen
artig, mit Polypenbildung einhergehend (Med.). Pollypo se die; -, -n (zu î ‘...ose>: ausgebreitete Polypenbildung
(Med.). Pollylpraglmalsie die; -, ...jen (zu tpoly..., gr.
pragma „Tat, Handlung“ (dies zu prássein „betreiben“) u.
t2...ie): Behandlung einer Krankheit mit zahlreichen un-
Polypragmatiker
terschiedlichen Mitteln u. Methoden (Med.). Pollylpragmaltilker der; -s, - (zu gr. pragmatikós „in Geschäften Er
fahrener, Geschäftsmann“): (veraltet) Vielgeschäftiger,
pollylpraglmaltisch (zu gr. pragmatikós „geschäftig“):
(veraltet) viel geschäftig. Pollylpraglmolsylne die; (aus gleichbed. gr. polypragmosÿnë): (veraltet) Vielge
schäftigkeit. Po|ly|pro|py|len das; -s, -e (zu tpoly...):
durch Polymerisation von Propylen hergestellter t thermo
plastischer Kunststoff; Abk.: PP. Pollypltolton* das; -s,
...ta (über gleichbed. lat. polyptoton aus gr. poliptoton,
Neutrum von polyptötos „mit od. in vielen Fällen“): Wie
derholung desselben Wortes in einem Satz in verschiede
nen Kasus (z.B. der alte Urstand der Natur kehrt wieder,
wo Mensch dem Menschen gegenübersteht; Rhet.). Polypltylchon* das;-s, Plur. ...chenu. ...cha (ausgleichbed.
mgr. polÿptychon zu gr. polyptychos „faltenreich, vielfach
(gefaltet)“): 1. aus mehr als drei Teilen bestehende, zusam
menklappbare Schreibtafel des Altertums. 2. Flügelaltar
mit mehr als zwei Flügeln; vgl. Diptychon, Triptychon.
Polly Irelakltilon die; -, -en (zu tpoly...): Bildung hoch
molekularer Verbindungen (Chem.). Pollylrhythlmik
<sfc; -: das Auftreten verschiedenartiger, aber gleichzeitig
ablaufender Rhythmen in einer Komposition (im Jazz bes.
in den afroamerik. Formen; Mus.). Poilylrhythlmilker
der; -s, -: Komponist polyrhythmischer Tonstücke (Mus.),
pollylrhythlmisch: a) die Polyrhythmik betreffend; b)
nach den Gesetzen der Polyrhythmik komponiert (Mus.).
Po|ly|ri|bo|so|men die (Plur.): Komplex von tRibosomen (Genetik). Pollylsaclchalrid [...zaxa...] u. Pollysa chairid das; -[e]s, -e: Vielfachzucker, in seinen Groß
molekülen aus zahlreichen Molekülen einfacher Zucker
aufgebaut (z.B. Glykogen). po|ly|sa|prob* (zu tPolysaprobie): stark mit organischen Abwässern belastet, mit
Polysaprobien durchsetzt (von Gewässern). Pollylsaprolbie* [...io] die; -, -n (meist Plur.) Organismus, der in
faulendem Wasser lebt. Po|ly|sa|pro|bi|ont* der; -en,
-en (meist Plur.) (zu t...biont): svw. Polysaprobie. Pollysarlkie
- (zu tpoly..., gr. sárx, Gen. sarkós „Fleisch“
u. t2...ie): (veraltet) Adipositas. Po|ly|säu|ren die
(Plur.): Säuren, die aus mehreren Molekülen anorgani
scher Säuren unter Wasserabspaltung entstehen (Chem.).
pollylsem u. polysemantisch (aus gr. polÿsêmos, polysëmantos „vieles bezeichnend“): Polysemie besitzend,
mehrere Bedeutungen habend (von Wörtern; Sprachw.);
Ggs. 1 monosem. Pollylsem das; -s, -e: sprachlicher Aus
druck mit mehreren Bedeutungen (Sprachw.). pollylsemantisch vgl. polysem. Pollylselmie die; -, ...ien (zu
T2...ie>: das Vorhandensein mehrerer Bedeutungen zu ei
nem Wort (z.B. Pferd: 1. Tier. 2. Turngerät. 3. Schachfi
gur; Sprachw.); Ggs. ÎMonosemie; vgl. Homonymie. Polyserositis die; -, ...itiden (zu tpoly...): gleichzeitige
Entzündung der serösen Häute mehrerer Körperhöhlen
(z.B. Pleuritis, Perikarditis; Med.). Pollylsilallie die; (zu gr. sialon „Speichel“ u. t2...ie): krankhaft vermehrter
Speichelfluss (Med.); vgl. Ptyalismus. Po|lylskle|ro|se*
die; -, -n: svw. multiple Sklerose. Pollylsom rfaj; -s, -en
(meist Plur.) (zu gr. sðma „Körper“): perlschnurartige
Aufreihung mehrerer Î Ribosomen an einem Strang der
Ribonukleinsäure (Biol.). Pollylsperlmie die; -, ...ien
(aus gr. polyspermia „Überfluss an Samen“ zu polÿspermos „vielsamig“): 1. Eindringen mehrerer Samenfäden in
ein Ei (Biol.); Ggs. ÎMonospermie. 2. svw. Spermatorrhö.
poilysltyllisch* (aus gleichbed. gr. polÿstylos): (veraltet)
vielsäulig, mit vielen Säulen. Pollysltyllon* das; -s, ...la
(zu t‘...on): (veraltet) Gebäude mit vielen Säulen. Pollystylrol* das; -s, -e (zu T poly...): in zahlreichen Formen ge
handelter, vielseitig verwendeter Kunststoff aus polymeri
siertem Styrol. po|ly|syl|la|bisch (aus lat. polysyllabus;
vgl. Polysyllabum): mehrsilbig, aus vielen Silben beste
1074
hend (von Wörtern; Sprachw.). Pollylsylllalbum das; -s,
...ba (aus gleichbed. nlat. polysyllabum zu lat. polysyllabus
„vielsilbig“, dies aus gr. polysyllabos): vielsilbiges Wort
(Sprachw.). Polly|syl|lo|gis|mus der; -, ...men (zu tpo
ly...): aus vielen t Syllogismen zusammengesetzte Schluss
kette, bei der der vorangehende Schlusssatz zur Î Prämisse
für den folgenden wird (Philos.). Po|lylsyn|de|ta: Plur.
von Î Polysyndeton, pollylsynldeltisch (aus gr. polysÿndetos „vielfach verbunden“): a) das Polysyndeton betref
fend; b) durch mehrere Konjunktionen verbunden
(Sprachw.). Pollylsynldelton das; -s, ...ta (aus gleichbed.
gr. polysyndeton, eigtl. „das vielfach Verbundene“): Wort
od. Satzreihe, deren Glieder durch Î Konjunktionen (1)
miteinander verbunden sind (z. B. Und es wallet und siedet
und brauset und zischt; Schiller; Sprachw.); vgl. Asynde
ton. Pollylsynlthelse die; -, -n (zu Îpoly...): Zusammen
fassung vieler Teile. po|ly|synlthe|tisch (aus gleichbed.
gr. polysÿnthetos): vielfach zusammengesetzt; polysynthe
tische Sprachen: Sprachen, die die Bestandteile des Satzes
durch Einschachtelung zu einem großen Satzwort ver
schmelzen (Sprachw.); vgl. inkorporierende Sprachen.
Pollylsyn|the|tis|mus der; - (zu Î ...ismus (2)): Erschei
nung des t polysynthetischen Sprachbaus (Sprachw.). Polyltechlnik die; - (zu tpoly...): Fachgebiet, das mehrere
Zweige der Technik, auch der Wirtschaft, der Gesell
schaftspolitik o.Ä. umfasst. Po|ly|tech|ni|ker der; -s, -:
(veraltet) Student am Polytechnikum. Polly Itechlrsikum das; -s, Plur. ...ka, auch ...ken: a) (früher) techn.
Hochschule, techn. Universität, Ingenieurschule; b) höhe
re techn. Lehranstalt; vgl. Technikum, pollyltechnisch: mehrere Zweige der Technik, auch der Wirtschaft
o.Ä. umfassend. Po|ly|the|is|mus der; -: Vielgötterei,
Verehrung einer Vielzahl persönlich gedachter Götter;
vgl. Polydämonismus. Pollylthelist der; -en, -en: Anhän
ger des Polytheismus, pollylthelisltisch: den Polytheis
mus betreffend, zu ihm gehörend, auf ihm beruhend. Polylthellie die; -, ...ien (zu gr. thêlê „Mutterbrust; Brust
warze“ u. T 2...ie> : svw. Polymastie. Pollyltolmie die; - (zu
gr. tome „das Schneiden, Schnitt“ u. î2...ie>: Vielfachver
zweigung der Sprossspitzen (Bot.). po|ly|to|nal: ver
schiedenen Tonarten angehörende Melodien od. Klang
folgen gleichzeitig aufweisend (Mus.). Polly|to|na|li|tät
die; -: Vieltonart; gleichzeitiges Auftreten mehrerer Ton
arten in den verschiedenen Stimmen einer Komposition
(Mus.). Pollyltolnie die; - (zu lat. tonus „Spannung“ u.
t2...ie): das Vorkommen mehrerer bedeutungsunterschei
dender Silbentöne in bestimmten Sprachen (z.B. im Chi
nesischen; Sprachw.). pollyltop (zu gr. topos „Platz, Stel
le“): von vielen Abschnitten [eines Organs] ausgehend, an
mehreren Stellen auftretend (von Krankheitserscheinun
gen; Med.). po|ly|to|xi|kolman: von mehreren Drogen
abhängig (Med.). Po|ly|to|xi|ko|ma|nie die; -: Abhän
gigkeit von mehreren süchtig machenden Drogen (Med.).
Po ly trau ma* das; -s, Plur. ...menu, -ta: Verletzung von
zwei od. mehreren Körperregionen bzw. Organsystemen,
wobei jede einzelne Verletzung für sich eine Lebensbedro
hung darstellt (Med.). Pollyitrilchie* die; -, ...ien (zu gr.
thríx, Gen. trichós „Haar“ u. t2...ie): abnorm starke Kör
perbehaarung (Med.), pollyltrop* (zu l...trop): sehr an
passungsfähig (von Organismen; Biol.). Pollyltrolpe*
die; -, -n (zu gr. trope „Wendung“): Kurve, die Zustands
änderungen eines Gases unter Temperaturänderung u.
teilweisem Wärmeaustausch mit der Umgebung be
schreibt (Phys.). Po|ly|tro|pis|mus* der; -: große Anpas
sungsfähigkeit bestimmter Organismen (Biol.). Pollyltype die; -, -n: Drucktype mit mehreren Buchstaben. Pollyurethan das; -s, -e (meist Plur.): Kunststoff aus einer
Gruppe wichtiger, vielseitig verwendbarer Kunststoffe.
Pollylulrie die; -, ...ien (zu T...urie): krankhafte Vermeh-
1075
rung der Harnmenge (Med.). po|ly|va|lent [...v...] (zu/at.
valens, Gen. valentis „kräftig; wirksam“, dies zu valere
„stark sein, wirken"): in mehrfacher Beziehung wirksam,
gegen verschiedene Erreger od. Giftstoffe gerichtet (z.B.
von Seren; Biochem., Med.). Pollylvallenz T/'e; Wirk
samkeit eines Î Serums gegen verschiedene Krankheitser
reger od. Giftstoffe (Biochem., Med.). Po|ly|vi|nyl|acetat [...v...atse...] das; -s, -e (meist Plur.): durch Î Polyme
risation von Vinylacetat gewonnener, vielseitig verwend
barer Kunststoff. Po|ly|vi|nyl|al|ko|hol der; -s, -e: durch
Î Hydrolyse der Estergruppen aus Polyvinylacetat gewon
nener löslicher Kunststoff (für Klebstoffe, Appreturen
usw.; Chem.). Poilylvilnyl äther der; -s, durch Anla
gerung von Alkoholen an t Äthylen u. Î Polymerisation un
ter Druck hergestellter öl-, harz- od. gummiartiger Kunst
stoff zur Herstellung von Klebstoffen, Klebebändern u. a.
(Chem.). Pollylvilnyllchlolrid [...klo...] das: -[e]s, -e:
durch Î Polymerisation von Vinylchlorid hergestellter
Kunststoff, der durch Zusatz von Weichmachern biegsam
gemacht u. hauptsächlich für Fußbodenbeläge, Folien
usw. verwendet wird; Abk.: PVC. Pojlylvi silon [,..v...]
die; svw. Multivision. Pollylxen der; -s, -e <zu gr. polÿxenos „gastfrei, von vielen Freunden besucht"): Platin,
das als gediegenes Mineral mit vielen Beimengungen vor
kommt. pollylzenltrisch* <zu îpoly...); zu mehreren
Zentren gehörend, von ihnen ausgehend. Pollylzenltrismus* der; -: 1. Zustand eines [kommunistischen] Macht
bereiches, in dem die ideologische Vorherrschaft nicht
mehr nur von einer Stelle (z.B. einer Partei, Staat) ausge
übt wird, sondern von mehreren Machtzentren ausgeht
(Pol.). 2. städtebauliche Anlage einer Stadt mit nicht nur
einem Mittelpunkt, sondern mehreren Zentren, pollylzyklisch* [auch ...tSYk...], chem. fachspr. polycyclisch
[,..tsy:k..., auch ...’tsyk...]: aus mehreren Benzolringen zu
sammengesetzt (Chem.). Po|ly|zyt|hä|mie die; -, ...ien
(zu Îzyto... u. t...ämie): Rotblütigkeit; Erkrankung durch
starke Vermehrung vor allem der T Erythrozyten, auch der
Î Leukozyten u. der TThrombozyten (Med.)
polmalde (wohl aus dem Slaw. (vgl.po/n. pomatu, tschech.
pomalu), beeinflusst von tPomade): (landsch. veraltend)
langsam, träge; gemächlich, in aller Ruhe; jrndm. pomade
sein: jmdm. gleichgültig sein
Poimalde die; -, -n (aus gleichbed./r. pommade, dies aus it.
pomata zu pomo „Apfel“, dies aus Zat. pomum, Plur. poma
„Baumfrucht“; wahrscheinlich wurde urspr. ein Hauptbe
standteil aus einer bestimmten Apfelsorte gewonnen):
(veraltet) parfümierte salbenähnliche Substanz zur Haar
pflege. polmaldig: 1. a) mit Pomade eingerieben; b) bla
siert, anmaßend, dünkelhaft. 2. langsam, träge, polmadilsielren (zu t,,,isieren): mit Pomade einreiben
Polmalken die (Plur.) (aus gleichbed. bulgar. pomaki): zum
Î Islam bekehrte Bulgaren u. ihre Nachkommen, die die
bulgar. Sprache beibehalten haben
Polmanlder der; -s, - (über mittelfr. pome d’ambre aus
mlat. pomum de ambra, eigtl. „Apfel, Kugel aus Ambra“):
kleines, mit Löchern versehenes kugliges Gefäß, das mit
duftenden Kräutern o.Ä. gefüllt in Kleider- od. Wäsche
schränke gehängt wird
Pom I be die; - (aus dem Suaheli, einer afrik. Sprache): an
genehm bitter schmeckendes afrik. Bier aus gemalzter
Hirse
Polmelranlze die; -, -n (über gleichbed. mlat. pomerancia
u. älter it. pomarancia zu it. pomo „Apfel“ (dies aus lat.
pomum, vgl. Pomade) u. arancia „Orange, Apfelsine“
(dies auspers. närang „bittere Orange“; vgl. Orange)): 1.
a) kleiner Baum mit stark duftenden weißen Blüten u. run
den orangefarbenen Früchten; b) der Apfelsine ähnliche,
aber kleinere Zitrusfrucht; Frucht der Pomeranze (1). 2.
Apfelsine einer bitteren Art, aus deren Schalen Î Orangeat
Pönalisierung
hergestellt wird, deren Blätter in der Heilkunde u. deren
Blüten in der Parfümerie verwendet werden
Po|me|ri|um das; -s (aus lat. pomerium „Stadtanger“): au
ßerhalb u. innerhalb der Stadtmauer markierte sakrale
Stadtgrenze im antiken Rom
Polmeschtlschik* der; -s, Plur. -s od. -i (aus gleichbed.
russ. pomescik): (hist.) Besitzer eines Pomestje. Pomest je das; - (aus gleichbed. russ. pomeste zu po mestu
„auf dem Platz“): [urspr. nicht erbliches] Land-, Lehngut
im zarist. Russland
Ppmlmes <Zze (Plur.) (nach fr. pommes de terre „Kartof
feln“, eigtl. „Erdäpfel“, zu pomme „Apfel“ u. terre „Er
de“): (ugs.) Kurzform von ÎPommes frites. Pommes
Chips [pɔm'tʃɪps] die (Plur.) (aus gleichbed. fr. pommes
chips, zu engt. chips (Plur.) „kleine Stücke“, vgl. Chip):
roh in Fett gebackene Kartoffelscheibchen. Pommes
Crolquettes [,,,krɔ'kɛt] die (Plur.) (aus gleichbed. fr.
pommes croquettes, zu ÎKrokette): in Fett gebackene
Klößchen aus Kartoffelbrei (Gastr.); vgi. Krokette.
Pommes Daulphine [...do'fin] die (Plur.) (aus gleich
bed./r. pommes Dauphine, zu TDauphine): eine Art Kar
toffelkroketten. Pommes frites [... frit] die (Plur.) (aus
gleichbed./r. pommes frites, zu frit, Part. Perf. von frire
„braten, backen“, vgl. frittieren): roh in Fett gebackene
Kartoffelstäbchen. Pommes malcaire [...ma'ke:r] die
(Plur.) (aus gleichbed./r. pommes macaire): kurz in Fett
gebackene Klößchen aus Kartoffelbrei mit bestimmten
Zutaten
Polmollolge der; -n, -n (zu lat. pomum „Baumfrucht“ u.
t...loge): Fachmann auf dem Gebiet der Pomologie. Pomollolgie die; - (zu t...logie): den Obstbau umfassendes
Teilgebiet der Botanik, polmollolgisch (zu T...logisch):
die Pomologie, den Obstbau betreffend
Pomp der; -[e]s (aus gleichbed. fr. pompe, dies über lat.
pompa aus gr. pompé „festlicher Aufzug“, eigtl. „Sen
dung, Geleit“): [übertriebener] Prunk, Schaugepränge;
glanzvoller Aufzug, großartiges Auftreten
Pomlpaldour [,..du:e] der; -s, Plur. -e u. -s (nach der Mar
quise de Pompadour, der franz. Adligen, Mätresse Lud
wigs XV., 1721 -1764) : (veraltet) beutelartige Damenhand
tasche aus weichem Leder, bes. für Handarbeiten
Pomlpon [pð'po:, auch pɔm'pð:] der; -s, -s,(aus gleichbed.
fr. pompon, eigtl. „Zierrat“): knäuelartige Quaste aus
Wolle od. Seide, pomlpolnielren [pɔmpo'ni:...] (aus
gleichbed./r. pomponner): (veraltet) mit Quasten verse
hen
pomlpös (aus gleichbed. fr. pompeux, dies aus spätlat.
pomposuszuZai. pompa, vgl. Pomp): [übertrieben] prunkhaft, prächtig, pomlpolso (it.; vgl. pompös): feierlich,
prächtig (Vortragsanweisung; Mus.)
Ppmltan die (Plur.) (aus einer afrik. Eingeborenenspra
che): kleine, den îNomoli ähnelnde Specksteinfiguren in
Westafrika, die bis in die jüngere Vergangenheit herge
stellt wurden
Polmulchel der; -s, - (Herkunft ungeklärt; vielleicht über
das Lit. aus dem Slaw.; vgl. lit. pomúkolis, poln. mdal. pomuchla): (landsch.) Dorsch. Po|mu|chels|kopp der; -s,
...köppe: (landsch. abwertend) dummer Mensch, Dumm
kopf, Trottel
Pön die; -, -en (aus lat. poena „Strafe“ zu gr. poinê „(Strafe
als) Sühne für eine Bluttat“): (veraltet) Strafe, Buße
(Rechtsw.). pölnal (aus lat. poenalis „zur Strafe gehö
rig“) : die Strafe, das Strafrecht betreffend (Rechtsw.). Pönalle das; -s, Plur. ...lien [...jan] u. - (aus spätlat. poenale,
substantiviertes Neutrum von lat. poenalis, vgl. pönal):
(österr., sonst veraltet) 1. Strafe, Buße. 2. Strafgebühr,
Strafgeld. pö|na|li|sie|ren (zu T ...isieren) : 1. unter Strafe
stellen, bestrafen. 2. einem Pferd eine Pönalität auferle
gen. Pölnallilsielrung tZze; -, -en (zu t...isierung): 1. das
P
Pönalität
Pönalisieren (1). 2. das Pönalisieren (2). Pölnalliltät die;
-, -en <aus mlat. poenalitas, Gen. poenalitatis „Bestra
fung“): Beschwerung leistungsstärkerer Pferde zum Aus
gleich der Wettbewerbschancen bei Galopp- od. Trabren
nen (Sport). Pölnallkoldex der; Gen. -es u. -, Plur. -e u.
...dizes [,,,tse:s] (zu Îpönal): (veraltet) Strafgesetzbuch
ponlceau [pö'so:] </r.; eigtl. „Klatschmohn“): leuchtend
orangerot. Ponlceau das; -s: leuchtendes Orangerot
Ponicette [pö'sst] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed./r. poncette, Verkleinerungsform von ponce „Bimsstein“, dies
über das Vulgärlat. aus gleichbed. lat. pumice, Ablativ von
pumex) : Kohlenstaubbeutel zum Durchpausen perforier
ter Zeichnungen
Ponlcho ['pɔntʃo] der; -s, -s (über span, poncho aus gleich
bed. Arauka (einer südamerik. Indianersprache) poncho):
1. von den Indianern Mittel- u. Südamerikas getragene
Schulterdecke mit Kopfschlitz. 2. ärmelloser, nach unten
radförmig ausfallender, mantelartiger Umhang, bes. für
Frauen
ponlcielren [pö'si:...] (aus gleichbed./r. poncer zu ponce,
vgl. Poncette): 1. mit Bimsstein abreiben, schleifen. 2. mit
der Î Poncette durchpausen
Pond das; -s, - (aus lat. pondus, Gen. ponderis „Gewicht“
zu pendere „(ab)wägen“): ältere Maßeinheit der Kraft
(Phys.) ; Zeichen p. pon Idel ra I bei (aus gleichbed. spätlat.
ponderabilis; vgl. Pond): (veraltet) wägbar. Ponldelrabillilen [...fan] die (Plur.) (aus spätlat. ponderabilia, Neu
trum Plur. von ponderabilis, vgl. ponderabel): kalkulier
bare, fassbare, wägbare Dinge; Ggs. Î Imponderabilien.
Pon|de|ra|ti|on fae; -, -en (aus lat. ponderatio „das
(Ab)wägen“ zu ponderare, vgl. ponderieren): gleichmäßi
ge Verteilung des Gewichts der Körpermassen auf die stüt
zenden Gliedmaßen (Bildhauerei). pon|de|rie|ren (aus
lat. ponderare „(ab)wägen, wiegen“): das Schwergewicht
u. die Bewegungshaltung einer Î Statue harmonisch vertei
len. ponldelrös (aus gleichbed. lat. ponderosus): (veral
tet) schwer, gewichtig. Pon|de|rolsi|tät die; - (zu Î ...ität):
(veraltet) Schwere, Gewichtigkeit
Ponlgé [po'ʒe:] der; -[s], -s (aus gleichbed./r. pongé(e), dies
über engl. pongee vermutlich aus dem Chin.): 1. leichtes,
glattes Gewebe aus Naturseide. 2. feiner Seidenfaden ei
ner chines. Schmetterlingsart
po|nie|ren (zu lat. ponere „setzen, niederlegen“): (veral
tet) 1. bewirten, spendieren, zahlen. 2. als gegeben anneh
men, den Fall setzen
Pölniltent der; -en, -en (aus gleichbed. mlat. poenitens,
Gen. poenitentis zu lat. poena, vgl. Pön): Büßender;
Beichtender (kath. Kirche), pölniItenltilal usw. vgl. pönitenzial usw. Pölniltenltilar der; -s, -e (aus gleichbed.
mlat. poenitentiarius): Beichtvater, bes. der Bevollmäch
tigte des Bischofs für die î Absolution in Î Reservatfällen.
Pölni|ten|ti|a|rie die; - (zu t2...ie): päpstliche Behörde
für Ablassfragen. Pölniltenz die; -, -en (aus gleichbed.
mlat. poenitentia); [kirchliche] Buße, Bußübung, pölnitenlzilal, auch pönitential (aus mlat. poenitentialis, dies
aus lat. paenitentialis; vgl. Pönitent): (veraltet) die Buße
betreffend, als Buße dienend. Pö|ni|ten|zi|a|le, auch Pönitentiale das; -s, ...lien [...ion] (aus gleichbed. mlat. poenitentiale): (veraltet) Bußordnung, Buch mit Anweisungen
über Beichte u. Bußübungen (Rel.). Pö|no|lo|ge der; -n,
-n (zu lat. poena „Strafe“ u. î ...loge): Psychologe, der sich
bes. mit der Pönologie befasst. Pö|no|lo|gie die; - (zu
t.Jogie): Erforschung der seelischen Wirkung der Strafe,
bes. der Freiheitsstrafe (Psychol.)
Polnor der; -s, Ponore (aus serb. u. kroat. ponor „Ab
grund“): Schluckloch in Karstgebieten, in dem Flüsse u.
Seen versickern (Geogr.)
1Pons tfer;-es, -e (verkürzt aus mlat. pons asinorum „Esels
brücke“): (landsch. Schülerspr.) gedruckte Übersetzung
1076
eines altsprachlichen Textes, die bes. bei Klassenarbeiten
heimlich benutzt wird. 2Ppns der; -, Pontes [,..te:s] (aus
lat. pons „Brücke“): an der Hirnbasis liegender Hirnab
schnitt als Verbindung zwischen Groß- u. Kleinhirn
(Med.), ppnlsen (zuÎ 'Pons): (landsch. Schülerspr.) einen
'Pons benutzen
Pont das; -s (nach lat. Pontus Euxinus (gr. Pontos eúxeinos,
eigtl. „gastliches Meer“), dem antiken Namen des Schwar
zen Meers): älteste Stufe des TPliozäns (Geol.)
Ponlte die; -, -n (unter Einfluss von fr. pont „Brücke“ aus
gleichbed. lat. pons, Gen. pontis) : (landsch.) breite Fähre
Ponlteldelrie [...io] die; -, -n (aus gleichbed. nlat. pontederia, nachdemital. Botaniker G. Pontedera, f 1757): Hecht
kraut, Gattung nordamerik. Wasserpflanzen
Ponltilcelllo [,,,'ʧɛlo]der; -s, Plur. -su. ...lli (aus gleichbed.
it. ponticello, eigtl. „Brückchen“, Verkleinerungsform von
ponte „Brücke“, dies aus lat. pons, Gen. pontis): Steg bei
Geigeninstrumenten; vgl. sul ponticello
Ponltilen [pð tiɛ:] ifas; -[s] (/r.): svw. Pont
Ppnltilfex der; -, ...tifizes [...tse:s] (aus gleichbed. lat. pon
tifex, eigtl. „Brückenmacher“, zu pons „Brücke“ und fa
cere „machen“): Oberpriester im alten Rom. Pon|ti|fex
malxilmus der; - -, ...ifices [,..tse:s] ...mi (aus gleichbed.
lat. pontifex maximus): 1. oberster Priester im alten Rom.
2. (ohne Plur.) Titel der röm. Kaiser. 3. (ohne Plur.) Titel
des Papstes. Pon|ti|fi|ca|le Ro ma num [,,,'ka:lə -] das; - (mlat.; vgl. Pontifikale): amtliches kath. Formelbuch für
die Amtshandlungen des Bischofs außerhalb der Messe,
ponltilfilkal (aus lat. pontificalis „oberpriesterlich “): bi
schöflich; vgl. in pontificalibus. Pon|ti|fi|kal|amt das;
-[e]s, ...ämter: vom Bischof (od. einem Prälaten) gehaltene
feierliche Messe. Pon|ti|fi|ka|le <fa.s; -[s], ...lien [...fan]
(aus gleichbed. mlat. pontificale) : liturgisches Buch für die
bischöflichen Amtshandlungen; vgl. Pontificale Roman
um. Pon itilf i I kal li |en [...fan] die (Plur.) (aus mfa/. ponti
ficalia, Neutrum Plur. von lat. pontificalis, vgl. pontifikal): 1. liturgische Gewänder u. Abzeichen des kath. Bi
schofs. 2. Amtshandlungen des Bischofs, bei denen er sei
ne Abzeichen trägt. Pon|ti|fi|kal|mes|se die; -, -n (zu
T'Messe): svw. Pontifikalamt. Ponltilfilkat das od. der;
-[e]s, -e (aus lat. pontificatus „Amt und Würde eines Ober
priesters“): Amtsdauer u. Würde des Papstes od. eines Bi
schofs. Ponltilfilzes [,,,tse:s]: Plur. von tPontifex. pon
ti n (aus gleichbed. nlat. pontinus): zum 2Pons gehörend
(Med.)
ponltisch (zu ÎPont; Bed. 2 nach dem ehemaligen Haupt
verbreitungsgebiet): 1. das tPont betreffend (Geol.). 2.
steppenhaft (Geogr.)
Ponltilus (nach dem Namen des röm. Statthalters Pontius
Pilatus (+39 n.Chr.) im damaligen Palästina); in der Fü
gung (emotional) von Pontius zu Pilatus: (in einer Angele
genheit) von einer Stelle zur andern, immer wieder woan
dershin gehen müssen, geschickt werden (um an die rich
tige Stelle, die etwas entscheiden kann o. Ä., zu gelangen),
z. B. ich bin von - zu Pilatus gelaufen, um eine Genehmi
gung dafür zu erhalten
Ponltok das; -s, -s (aus afrikaans pondok): bienenkorbar
tige Rundhütte verschiedener süd[west]afrikanischer Völ
ker
Ponlton [pð'tð:, auch pɔn'tð:, `pɔntɔŋ, pɔn'to:n] der; -s, -s
(aus gleichbed. fr. ponton, dies aus lat. ponto zu pons
„Brücke“): Tragschiff, Brückenschiff, einem breiten, fla
chen Kahn ähnlicher, schwimmender Hohlkörper zum
Bau von Behelfsbrücken (Seew., Mil.). Pon|to|nier [pɔntɔ'ni:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. pontonnier):
(Schweiz.) Brückenbaupionier, Soldat einer Spezialtruppe
für das Übersetzen über Flüsse u. Seen u. für den Bau von
Behelfsbrücken
1Po|ny [ pɔni] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. pony): zwerg-
1077
u. kleinwüchsiges Pferd. 2Pp|ny der; -s, -s (zu t’Pony):
fransenartig in die Stirn gekämmtes, glattes Haar
’Pool [pu:l] der; -s, -s (aus engl. pool): Kurzform von
t Swimmingpool
2Pool [pu:l] der; -s, -s (aus engl. pool „gemeinsame Kasse",
eigtl. „Wett-, Spieleinsatz“, dies aus fr. poule, vgl. Poule):
1. Vereinbarung zwischen verschiedenen Unternehmun
gen über die Zusammenlegung der Gewinne u. die Ge
winnverteilung untereinander (Wirtsch.). 2. Zusammen
fassung von Beteiligungen am gleichen Objekt (Wirtsch.).
з. (Jargon) Zusammenschluss, Vereinigung. ’’Pooldas; -s:
Kurzform von tPoolbillard. Poollbilllard ['pu:lbɪljart]
das; -s, -e (aus gleichbed. amerik. poolbillard, zu "'Pool
(weil das Spiel urspr. mit Wetteinsatz gespielt wurde)) : Bil
lard, bei dem eine Anzahl Kugeln, die unterschiedlich
nach Punkten bewertet werden, in die an den vier Ecken u.
in der Mitte der Längsseiten des Billardtisches befindli
chen Löcher gespielt werden müssen, poollen ['pu:lən]
(aus gleichbed. engl. to pool): 1. Gewinne Zusammenlegen
и. verteilen (Wirtsch.). 2. Beteiligungen am gleichen Ob
jekt zusammenfassen (Wirtsch.). 3. (fachspr.) verschiede
ne Chargen (6) miteinander mischen. Poollung ['pu:...]
die; -, -en: svw. ;Pool
Poop [pu:p] die; -, -s (aus gleichbed. engl. poop, dies über
mittelfr. poupe aus lat. puppis): (Seemannsspr.) Hütte,
hinterer Aufbau bei einem Handelsschiff
Pop ifer; -[s] (Kurzform von engl. pop art zu pop, gekürzt
aus popular „volkstümlich“ (wohl mit gleichzeitiger An
lehnung an engl. pop „Knall“) u. art „Kunst“): 1. zusam
menfassende Kurzform für Popkunst, -musik, -literatur. 2.
svw. Popmusik. 3. (ugs.) poppige Art, poppiger Einschlag,
pop..., Pop... (aus gleichbed. engl.-amerik. pop, vgl.
Pop); Wortbildungselement mit der Bedeutung „von der
Pop-Art beeinflusst, modern u. auffallend“, z.B. Popfes
tival, Popfan
PolpanziZer; -es, -e (Herkunft unsicher): 1. a) etw., was auf
grund vermeintlicher Bedeutung, Wichtigkeit einschüch
tert, Furcht o.Ä. hervorruft; b) (veraltet) Schreckgestalt,
Vogelscheuche. 2. (abwertend) willenloses Geschöpf; un
selbstständiger, von anderen abhängiger Mensch
Pop-Art ['pɔp|a:çt] die; - (aus gleichbed. engl. pop art, eigtl.
„populäre Kunst“ ; vgl. Pop) : um die Mitte des 20. Jh.s auf
gekommene Kunstrichtung, die einen neuen Realismus
propagiert u. Dinge des alltäglichen Lebens in bewusster
Hinwendung zum Populären darstellt, als darstellens- u.
ausstellungswert erachtet, um die Kunst aus ihrer Isolati
on herauszuführen u. mit der modernen Lebenswirklich
keit zu verbinden; vgl. Op-Art
Poplcorn [...körn] das; -s (aus gleichbed. engl. popcorn zu
engl. pop „Knall“ u. corn „Mais“): Puffmais, Röstmais
Pplpe der; -n, -n (aus gleichbed. russ. pop; vgl. 2Papa>: 1.
(im slawischen Sprachraum) niederer orthodoxer Welt
geistlicher. 2. (abwertend) Geistlicher
Polpellin [auch pɔ'pli:n] der; -s, -e (zu TPopeline): (österr.,
sonst veraltet) svw. Popeline. Polpelline [,..‘li:n] der; -s, [...'lima] u. die; -, - [...'lima] (aus gleichbed. fr. popeline,
Herkunft ungeklärt): feinerer, ripsartiger Stoff in Leinen
bindung (eine Webart)
Ppplfan [...fen] der; -s, -s (zu îpop... u. ÎFan): Fan, Anhän
ger des Pop, bes. der Popmusik. Ppplfarlbe die; -, -n:
poppige, auffallende Farbe, Farbzusammenstellung. Popgymlnasltik die; -: rhythmische Gymnastik nach
[Pop]musik. Poplkonlzert das; -[e]s, -e: Konzert, bei
dem Popmusik gespielt wird. Poplli|te|ra|tur<Äe; -: Tech
niken u. Elemente der Trivialliteratur benutzende Rich
tung der modernen Literatur, die provozierend exzentri
sche, obszöne, unsinnige od. primitive, bes. auch der Kon
sumwelt entnommene Inhalte bevorzugt. Ppplmulsik
die; -: von TBeat u. TRockmusik beeinflusste populäre
Poriomanie
Musik bzw. Unterhaltungsmusik unterschiedlicher Stil
richtungen (wie Schlager, Song, Musical, Folklore, Funk
u.a.). pop pen (zu tPop): (regional ugs.) hervorragend u.
effektvoll, wirkungsvoll od. beeindruckend sein; z.B. die
Sache poppt. ’Popiper der; -s, - (zu ÎPop): Jugendlicher,
der sich durch gepflegtes Äußeres u. modische Kleidung
bewusst [von einem Punk (2)] abheben will
2Pop|perder; -s, -s (aus gleichbed. engl. (ugs.) popper, eigtl.
„etw., das knallt wie eine Schusswaffe“, zu to pop „knal
len, platzen“): Fläschchen, Hülse mit Poppers. Ppplpers
das; - (aus engl. (ugs.) poppers zu to pop „(regelmäßig)
Drogen nehmen“, eigtl. „knallen, platzen“): (Jargon) ein
nitrithaltiges Rauschmittel, dessen Dämpfe eingeatmet
werden
poplpig (zu ÎPop): [Stil]elemente der Pop-Art enthaltend,
modern u. auffallend. Ppplstarder; -s, -s (zu Îpop...): er
folgreicher Künstler auf dem Gebiet der Popmusik. Popszene die; -, -n (zu Î...szene): Szene (6), [künstlerisches]
Milieu, in dem Anhänger des Pop, bes. der Popmusik, ver
kehren. polpullär (aus gleichbed. fr. populaire, dies aus
lat. popularis „zum Volk gehörend“ zu populus „Volk“;
vgl. ...är): 1. gemeinverständlich, volkstümlich. 2. a) be
liebt, allgemein bekannt; b) Anklang, Beifall, Zustimmung
findend. Polpullar der; -s, Plur. -en u. -es [,,,re:s] (meist
Plur.) (aus gleichbed. lat. popularis, eigtl. „Landsmann“):
Mitglied der altröm. Volkspartei, die in Opposition zu den
îOptimaten stand. Po|pu|la|ri|sa|tor der; -s, ...oren (zu
lat. popularis (vgl. populär) u. T...ator): jmd., der etwas ge
meinverständlich darstellt u. verbreitet, in die Öffentlich
keit bringt. po|pu|la|ri|sie|ren (aus gleichbed. fr. popu
lariser): 1. gemeinverständlich darstellen. 2. verbreiten, in
die Öffentlichkeit bringen. Polpu|la|ri|tät die; - (über
gleichbed. fr. popularité aus lat. popularitas, Gen. popu
laritatis „die Gefälligkeit dem Volk gegenüber, Leutselig
keit“): Volkstümlichkeit, Beliebtheit. PolpullarlphillosolphiedZe;- (zu Zaz. popularis, vgl. populär): die von einer
Schriftstellergruppe des 18. Jh.s verbreitete volkstümliche,
auf Allgemeinverständlichkeit ausgehende [Aufklärungs-]
philosophie, polpullärlwislsenlschaftllich (zu Îpopu
lär): in populärer, gemeinverständlicher Form wissen
schaftlich. Polpullaltilpn die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. populatio zu lat. populus, vgl. populär): 1. (veraltet)
Bevölkerung. 2. Gesamtheit der Individuen einer Art od.
Rasse in einem umgrenzten Gebiet (BioL). 3. Gruppe von
Fixsternen mit bestimmten astrophysikalischen Eigenhei
ten (Astron.). Po|pu|la|tilo|nisltik die; - (zu t...istik):
Bevölkerungslehre, Bevölkerungsstatistik. Polpullismus der; - (zu lat. populus „Volk“ u. t...ismus (1)): 1. von
Î Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische
Politik mit dem Ziel, durch Dramatisierung der politi
schen Lage die Gunst der Massen zu gewinnen (Pol.). 2. li
terarische Richtung des 20. Jh.s mit dem Ziel, das Leben
des einfachen Volkes in natürlichem, realistischem Stil für
das einfache Volk zu schildern. Polpullistder; -en, -en (zu
t...ist): Vertreter des Populismus, polpullisltisch (zu
T ...istisch): den Populismus betreffend. Polpullus Romalnus (aus gleichbed. lat. populus Romanus); das röm.
Volk, Gesamtheit aller altröm. Bürger
Ppp-up-Buch [,,,'ʌp...] das; -[e]s, ...-Bücher (aus gleichbed.
engl. pop-up book zu to pop up „sich aulsteilen“): (Kinder)bueh, in dem sich beim Aufschlagen Bildteile aufstel
len; Stehaufbuch. Ppp-up-Melnü das; -s, -s: îMenü (2),
das durch Anklicken einer Fläche erscheint (EDV)
Pprlfildo der; - (aus it. pórfido „Porphyr(stein)“; vgl. Por
phyr): eine Abart des Î Porphyrits
Polri: Plur. von ÎPorus
Polrilolmalnie die; -, ...ien (zu gr. poreia „Reise, Wande
rung“ (eigtl. „das Gehen“) u. î...manie): krankhafter Rei
se- u. Wandertrieb (Med.)
Porisma
das; -s, Plur. ...men u. -ta (aus gleichbed. gr. po
risma, eigtl. „das Herbeigeschaffte, Erworbene“, zu porizein „zustande bringen, herbeischaffen“): Ableitung aus
einem anderen Satz (Logik). po|ris|ma|tisch: in der Art
eines Porismas, aus einem anderen Satz abgeleitet, gefol
gert (Logik). Polrisltik die; - (zu gr. poristós „verschafft,
erworben“ u. T2...ik (1)>: (veraltet) Lehre von den Schluss
folgerungen. polrisltisch (aus gr. poristikós „verschaf
fend“): (veraltet) die Poristik betreffend, zu ihr gehörend;
durch Schlussfolgerungen erhalten
Pörlkel[t] vgl. Pörkölt.
Porlkolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu lat. porcus
„Schwein“ u. t,,,graf): (veraltet) jmd., der Zoten verfasst
u. aufschreibt.Por|ko|gra|fie, auch...gra|phie die;-(zu
t...grafie): (veraltet) das Verfassen u. Aufschreiben von
Zoten
Pörlkölt u. Pörkel[t] das; -s (aus gleichbed. ung. pörkölt):
dem Gulasch ähnliches Fleischgericht mit Paprika
Porlnie ifte; - (aus gleichbed. gr. porneia zu pörne „Hure“;
vgl. Pornograf): (veraltet) Hurerei. Porlno der; -s, -s (ver
selbstständigt aus îporno...): (ugs.) Kurzform von Porno
film, Pornoheft o. Ä. porlno..., Porlno... (zu t pornogra
fisch): Wortbildungselement mit der Bedeutung „porno
grafisch, obszön“, z.B. Pornofilm, Pornoliteratur. Pprnolfilm der; -[e]s, -e: pornografischer Film. Porlnograf, auch ...graph der; -en, -en (aus gleichbed. fr. pornographe, dies zu gr. pornográphos „von Huren schrei
bend“ zu pörne „Hure“ bzw. pörnos „Hurer“ u. t...graf):
Verfasser pornografischer Werke. Porlnolgralfie, auch
...gralphie die; -, ...¡en (aus gleichbed. fr. pornographie,
dies zugr. pornográphos, vgl. Pornograf): a) sprachliche,
bildliche Darstellung sexueller Akte unter einseitiger Be
tonung des genitalen Bereichs u. unter Ausklammerung
der psychischen u. partnerschaftlichen Gesichtspunkte
der Sexualität; b) pornografisches Erzeugnis, porlnogra fisch, auch ...gralphisch (nach gr. pornográphos,
vgl. Pornograf): zur Pornografie gehörend, in ihrer Art,
ihr eigentümlich. Por|no|ki|no das; -s, -s (zu îporno...):
Kino, in dem hauptsächlich Pornofilme vorgeführt wer
den. Por|no|la|lie die; - (zu lalem „schwatzen“ u. t2...ie):
abartige Neigung, zur Steigerung der sexuellen Lust Wör
ter u. Sätze obszönen bzw. pornografischen Inhalts auszu
sprechen, insbesondere fremde Personen anonym telefo
nisch entsprechend zu belästigen. Por I n o 11 i Ite I ra I tur die;
-: Literatur mit pornografischem Inhalt, porlnolphil (zu
t. ..phil): eine Vorliebe für Pornografie habend. Porlnoshop [-,,ʃɔp] der; -s, -s: Geschäft, in dem pornografische
Erzeugnisse verkauft werden, zum Teil auch Pornofilme
vorgeführt werden
polroldin (zu lat. porus, gr. poros „Durchgang; Öffnung“
u. t...in (2)): glasig, erstarrt (von Gesteinen; Geol.). Porogamie die; - (zu lat. porus (vgl. porodin) u. t...garnie
(l)): eine Befruchtungsweise bei Blutenpflanzen (Bot.).
Polrolkralnie* die; -, ...ien (zu gr. kranion „Schädel“ u.
Î2...ie): durch Substanzverlust bedingte Lückenbildung im
knöchernen Schädel (Med.). Polrolmelre die (Plur.) (zu
gr. méros „(An)teil“>: poröse, luftdurchlässige Kunst
stoffe, die in der Schuhindustrie anstelle von Leder ver
wendet werden, polrös (aus gleichbed. fr. poreux zu pore
„Pore“, dies aus lat. porus, vgl. porodin): durchlässig, po
rig; mit kleinen Löchern versehen. Polrolsiltät die; - (aus
gleichbed. fr. porosité; vgl. ...ität): poröse Beschaffenheit,
Durchlässigkeit, Porigkeit, Löchrigkeit
Porlphin das; -s, -e (zu TPorphyr u. T ...in (1)>: Grundsub
stanz der Porphyrine. Pprlphyr [auch pɔr fv:u] der; -s, -e
(aus gleichbed. älter it. porfiro (heute it. pórfido), eigtl.
„der Purpurfarbige“, dies über mlat. porphyrium aus lat.
porphyrites, dies aus gr. porphyrites (lithos) „Porphyr(stein)“ zu porphÿra „Purpur(schnecke)“): dichtes,
Po|ris|ma
1078
feinkörniges Ergussgestein mit eingestreuten Kristallein
sprenglingen. Porlphylrie die; -, ...ien (zu t2...ie>: ver
mehrte Bildung u. Ausscheidung von Porphyrinen (im
Urin; Med.).Porlphy Irin das; -s, -e (meist Plur.) (zu Î ...in
( 1 )>: biologisch wichtiges, eisen- od. magnesiumfreies Ab
bauprodukt der Blut- u. Blattfarbstoffe (Med., Biol.).porphylrisch: eine Strukturart aufweisend, bei der große
Kristalle in der dichten Grundmasse eingelagert sind (Ge
ol.). Porlphylrjt [auch ...'rɪt] der; -s, -e (zu t2...it>: ein dun
kelgraues, oft auch grünliches od. braunes Ergussgestein
mit Einsprenglingen (Geol.). Porlphylrolblaslten* die
(Plur.) (zugr. blastös „Spross, Trieb“): große Kristallneu
bildungen in dichter Grundmasse (bei 1 metamorphen Ge
steinen; Geol.). por|phy|ro|blas|tisch*: Porphyroblas
ten betreffend, wie ein Porphyroblast gebildet (Geol.).
Porlphylrolid der; -[e]s, -e (zu î...oid>: îdynamometamorph geschieferter Porphyr (Geol.)
Pprlree der; -s, -s (über fr. (landsch.) por(r)ee „Lauch“ aus
altfr. poree „Lauchgemüse“, dies über das Vulgärlat. aus
lat. porrum, porrus „Lauch“): aus dem Mittelmeergebiet
stammender, als Gemüse angebauter Lauch mit dickem,
rundem Schaft
Pori ridge ['pɔrɪʧ] das u. der; -s (aus gleichbed. engl. por
ridge. entstellt aus pottage „Suppe“, dies aus/r. potage zu
pot, vgl. 3Pot): [Frühstücks]haferbrei (bes. in den angel
sächsischen Ländern)
Porlroplsie* ifie;-, ...ien (zugr. pörrö „vorwärts; fern; wei
ter in die Ferne“ u. T...opsie): optische Sinnestäuschung,
bei der alle Gegenstände in die Ferne gerückt erscheinen
(Med.)
’Port der: -[e]s, -e (aus (alt)fr. port „Hafen“, dies aus
gleichbed. lat. portus zu porta „Tor, Pforte“): 1. (veraltet)
Hafen. 2. Ziel, Ort der Geborgenheit, Sicherheit. 2Port
der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. port, eigtl. „Pforte, Tor“,
dies über (alt)fr. porte aus lat. porta, vgl. 'Port): An
schlussstelle für periphere Geräte an den Î Bus (2),
Schnittstelle zwischen Î Mikroprozessor od. t Mikrocom
puter u. Außenwelt (EDV). Porlta die; -, ...tae [...te] (aus
lat. porta „Tür, Eingang“): Pforte, Zugang, Stelle der Ein
mündung od. des Eintretens, bes. von Gefäßen in ein Or
gan (Anat.)
por ta bel (aus (aft)/?. portable, dies aus spätlat. portabilis
zu lat. portare „tragen“): (veraltet) leicht transportierbar,
tragbar. Por|ta|bi|li|tät die; - (nach gleichbed. engl. por
tability, eigtl. „(Über)tragbarkeit“; vgl. ...ität): Übertrag
barkeit von Programmen (4), ohne größere Änderung auf
unterschiedlichen Rechenanlagen (EDV). 'Por|ta|ble
[pɔrtəbl] der, auch das; -s, -s (aus gleichbed. engl. porta
ble, eigtl. „tragbar“, dies aus (alt)fr. portable, vgl. porta
bel): 1. tragbares, nicht an einen festen Standplatz gebun
denes Kleinfernsehgerät od. Rundfunkgerät. 2. tragbarer,
vom Stromnetz unabhängiger Computer.2Por|ta|ble die;
-, -s (zu t‘Portable): tragbare Schreibmaschine.Porltaige
[pɔr'ta:ʒə] die; -, -n (aus fr. portage „das Tragen (einer
Last)“ zu porter „tragen“, dies aus lat. portare, vgl. ‘Por
table): 1. Warenladung an Bord eines Schiffes. 2. svw. Pa
kotille
porltal (aus mlat. portalis, vgl. Portal): die zur Leber füh
rende Pfortader betreffend, durch sie bewirkt (Med.).
Porltal das; -s, -e (aus mlat. portale „Vorhalle“, substan
tiviertes Neutrum von portalis „zum Tor gehörig“, zu lat.
porta „Tor, Pforte“): 1. [prunkvolles] Tor, Pforte, großer
Eingang. 2. torartige fest stehende od. fahrbare Tragkon
struktion für einen Kran. 3. a) Website, die als Einstieg ins
Internet dient (z.B. Suchmaschine; EDV); b) Zugang zu
einem bestimmten Themengebiet (z.B. Sport-, Wissen
sportal; EDV)
Porltalment dɑs,-[e]s, -eu.Porltalmen|to das; -s, Plur. -s
u. ...ti (aus gleichbed. it. portamento, eigtl. „das Tragen“,
1079
zu portare „tragen“, dies aus lat. portare): das gleitende
Übergehen von einem Ton zu dem darauffolgenden, aber
abgehobener als t legato (Mus.). Por|ta|ti|le das; -[s], ...tilien [...ion] (aus gleichbed. kirchenlat. portatile zu lat. por
tare, vgl. Portament): [mittelalterlicher] Tragaltar (Stein
platte mit Reliquiar zum Messelesen auf Reisen). Porltativ das; -s, -e [...va] (aus gleichbed. mlat. portativum): klei
ne tragbare Orgel; vgl. 2Positiv (1). porltalto {it.; Part.
Perf. von portare, vgl. Portament): getragen, abgehoben,
ohne Bindung (Vortragsanweisung; Mus.). Porltalto das;
-s, Plur. -s u. ...ti: getragene Vortragsweise ohne Bindung
der Töne (Mus.). Portelchailse [pɔrtʃɛ:zə] die; -, -n (zu
/r. chaise à porteurs „Stuhl für Träger; Sänfte" zu porte„-träger“ (dies zu porter, vgl. portieren) u. chaise „Stuhl;
Sessel“, wohl Analogiebildung zu Portefeuille, Portemon
naie): (veraltet) Tragsessel, Sänfte. Porltées [por te:] die
(Plur.) (aus gleichbed. fr. portées, eigtl. „die Zugeführ
ten“): gezinkte, d.h. zu betrügerischen Zwecken mit Zei
chen versehene Spielkarten. Portelfeuille [pɔrt'fo:j] das;
-s, -s (aus gleichbed. fr. portefeuille zu porte- (vgl. Porte
chaise) u. feuille, vgl. Feuilleton): 1. (veraltet) Brieftasche,
Aktenmappe. 2. Geschäftsbereich eines Ministers. 3.
Wertpapierbestand eines Anlegers (Wirtsch.). Portemon naie [,,,mɔ'ne:, auch pɔrtmɔne] auch Portmonee
das; -s, -s (aus gleichbed. fr. porte-monnaie zu porte- (vgl.
Portechaise) u. monnaie „Münze, Geld“ (dies aus lat. mo
neta)): Geldbeutel, -börse. Porltelpalgen [pɔrtə'pa:ʒn]
die (Plur.) (aus gleichbed. fr. porte-pages zu porte- (vgl.
Portechaise) u. page „(Druck)seite“): Kartons als Zwi
schenlage bei der Aufbewahrung von Stehsatz (Druckw.).
Porltelpee* das; -s, -s (aus/r. porte-épée „Degengehenk“
zu porte- (vgl. Portechaise) u. épée „Degen, Schwert“):
(früher) [silberne od. goldene] Quaste am Degen, Säbel od.
Dolch (eines Offiziers od. Unteroffiziers vom Feldwebel
an); jmdn. beim Portepee fassen: jmds. Ehre od. etw., was
er als persönliche Wertvorstellung intakt halten möchte,
ansprechen, um ihn auf diese Weise zu etw. zu motivieren,
was er sonst nicht so ohne weiteres täte (z. B. sich für etw./
jmdn. einzusetzen). Pprlter der. auch (bes. österr.) ¿Zas; -s,
- (aus gleichbed. engl. porter, wohl gekürzt aus porter’s
beer, eigtl. „Bier des Lastenträgers“, weil es früher bevor
zugt von Dienstmännern getrunken wurde): dunkles,
obergäriges, starkes [engl.] Bier. Por|ter|house|steak,
auch Porlteijhouse-Steak ['pɔ:təhaʊsste:k] das; -s, -s
(aus gleichbed. engl. porterhouse steak zu porterhouse
„Ausschank für Porter" u. steak, vgl. Steak): (vorzugswei
se auf dem Rost zu bratende) dicke Scheibe aus dem Rip
penstück des Rinds mit [Knochen u.] Filet (Gastr.); vgl.
T-Bone-Steak. Porlteur [pɔr'to:n] der; -s, -e (aus gleich
bed. fr. porteur zu porter, vgl. portieren): Inhaber, Über
bringer eines Inhaberpapiers (Wertpapier, das nicht auf
den Namen des Besitzers lautet; Wirtsch.). Portlfollio
das; -s, -s (aus /7. portafoglio zu portare „tragen“ u. foglio
„Blatt (Papier)“): 1. a) mit Fotografien ausgestatteter
Bildband (Buchw.); b) Mappe mit einer Serie von Druck
grafiken od. Fotografien eines od. mehrerer Künstler
(Kunstw.). 2. svw. Portefeuille (3). 3. (Jargon) a) schema
tische Abbildung zusammenhängender Faktoren im Be
reich der strategischen Unternehmensplanung (Wirtsch.);
b) gesamte Angebotspalette eines Unternehmens
(Wirtsch.). Port|folli|o|in|ves|ti|tilon die; -, -en: Kauf
ausländischer Wertpapiere durch Inländer als ausschließ
lich ertrags- u. risikoorientierte Kapitalanlage (Wirtsch.).
Portlfollilolmalnagelment [,,,mænɪʤmənt] das; -s:
konzeptioneller Ansatz der strategischen Unternehmens
planung, welcher der bei Finanzanlagen gebräuchlichen
Portfolioselection nachempfunden ist (Wirtsch.). Portfolli o sellecltion [pɔ:t'fooljoʊ sɪ'lɛkʃn] die; - (aus gleich
bed. engl. portfolio selection, vgl. Selektion): die Vertei
Portwein
lung eines gegebenen Vermögensbestandes auf unter
schiedliche Vermögensobjekte (Wirtsch.). Porlti: Plur.
von Î Porto
Porltiler [pɔr'tie:, österr. ...'tim] der; -s, Plur. -s, österr. auch
-e (aus gleichbed. fr. portier, dies aus spätlat. portarius
„Türhüter" zu lat. porta „Tor, Eingang“): 1. Pförtner. 2.
(veraltend) Hausmeister. Porltilelre die; -, -n (aus gleich
bed. fr. portière zu porte „Tür“): schwerer Türvorhang
por|tie|ren (aus gleichbed. fr. porter, eigtl. „tragen“, dies
aus lat. portare): (Schweiz.) zur Wahl vorschlagen
Porltilkus der, fachspr. auch die; -, Plur. - [,,,ku:s] u. ...ken
(aus gleichbed. lat. porticus zu porta, vgl. Portier): Säu
lenhalle als Vorbau an der Haupteingangsseite eines Ge
bäudes
Poijtio die; -, ...iones [,,,ne:s] (aus lat. portio „Abteilung;
Teil, Anteil“ zu pars „Teil“): [abgegrenzter] Teil eines Or
gans (Anat.); Portio vaginalis [- v...]: Teil des Gebärmut
terhalses. Por|ti|o|kap|pe die; -, -n: aus Kunststoff her
gestellte Kappe, die dem in die Scheide ragenden Teil der
Gebärmutter als mechanisches Verhütungsmittel aufge
stülpt wird (Med.). Ppr|ti|o|kar|zi|nom das; -s, -e: eine
Form des Gebärmutterkrebses (Med.). Porltilon ¿fe; -,
-en (aus gleichbed. lat. portio, Gen. portionis, vgl. Portio):
1. [Anjteil, abgemessene Menge (bes. bei Speisen). 2.
(ugs.) [bestimmte, nicht geringe] Menge. Porltilolnes
[,,,ne:s]: Plur. von t Portio, porltilolnieIren (zu Î ...ieren):
in Portionen teilen. Por|ti|o|ni_e|rer der; -s, -: Gerät zum
Einteilen von Portionen (z. B. bei Speiseeis)
Por|ti|un|ku|lalab|lass der; -es (nach der Marienkapelle
Porziuncola bei Assisi): vollkommener TToties-quotiesAblass, der am 2. August (Weihe der Portiunkula) vor al
lem in Franziskanerkirchen gewonnen werden kann
Portland das; -[s] (nach der engl. Insel Portland): oberste
Stufe des Weißen 2Jura. Portllanldit [auch ...’dit] der; -s,
-e (zu î2...it>: weißes Verwitterungsprodukt von Kalken
am Kontakt mit Basalt, das dem Löschkalk entspricht.
Portllandlzelment der; -[e]s: Zement mit bestimmten
genormten Eigenschaften; Abk.: PZ
Portlmolnee vgl. Portemonnaie
Porlto das; -s, Plur. -s u. ...ti (aus it. porto „Transportkos
ten)“, eigtl. „das Tragen“, zu portare „tragen“, dies aus
lat. portare): Gebühr für die Beförderung von Postsen
dungen
Por|to|gra|fie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu ÎPorta u.
î...grafie>: röntgenografische Untersuchung u. Darstel
lung des Pfortadersystems mithilfe von Kontrastmitteln
(Med.)
Porltollan vgl. Portulan
Porltrait* [,,,'trɛ:] das; -s,-s (aus gleichbed. fr. portrait, sub
stantiviertes Part. Perf. von altfr. po(u)rtraire „entwerfen,
darstellen“, dies aus lat. protrahere „hervorziehen; ans
Licht bringen“): (veraltet) svw. Porträt. Porlträt [,,,'trɛ:]
das; -s, -s (zu tPortrait): Bild (bes. Brustbild) eines Men
schen; Bildnis. por|trä|tie|ren (zu T...ieren): jmds. Por
trät anfertigen. Por|trä|tjst der; -en, -en (aus gleichbed.
fr. portraitiste) : Künstler, der Porträts anfertigt
Porltulgielser der; -s, - (Herkunft ungeklärt; diese Rebsorte stammt nicht aus Portugal): a) (ohne Plur.) eine
schwarzblaue Rebsorte; b) Rotwein dieser Rebsorte
Por|tu|lakfer;-s, Plur. -eu. -s (aus gleichbed. lat. portulaca
zu portula, Verkleinerungsform von porta „Pforte, Tor“):
in vielen Arten verbreitete Pflanze mit dickfleischigen
Blättern u. häufig unscheinbaren Blüten
Poijtullan u. Portolan der; -s, -e (über gleichbed. it. porto
lano aus mlat. portulanus zu lat. portus „Hafen“): mittel
alterliches Segelhandbuch
Portlwein der; -[e]s, -e (nach der portugies. Stadt Porto):
dunkelroter od. weißer Wein aus den portugiesischen Ge
bieten des Douro
Porus
1080
bestimmten Anlass eine Pose, eine besonders wirkungs
der; -, Pori (über lat. porus aus gr. poros „Durch
volle Stellung einnehmen. 2. sich gekünstelt benehmen
gang, Ausgang; Öffnung“): Ausgang eines Körperkanals;
Po|si|ti|on die; -, -en ((in fachspr. Bedeutungen z.T. unter
Körperöffnung (Anat.)
Einfluss von fr. position) aus lat. positio „Stellung, Lage“
Por zel lan das; -s, -e (aus gleichbed. it. porcellana, eigtl.
zu positum, Part. Perf. (Neutrum) von ponere „setzen,
„eine Meeresschnecke mit weiß glänzender Schale“ (we
stellen, legen“): 1. a) Stellung, Stelle [im Beruf]; b) Situa
gen deren schimmernder milchweißer Farbe wird der Na
tion, Lage, in der sich jmd. im Verhältnis zu einem andern
me des Tieres auf den des Werkstoffes übertragen), zu it.
befindet; c) Einstellung, Standpunkt. 2. bestimmte Stel
mdal. porzela „Muschel“, eigtl. „kleines weibliches
lung, Haltung. 3. Platz, Stelle in einer Wertungsskala
Schwein“, dies aus lat. porcella): 1. feinste Tonware, die
(Sport). 4. Einzelposten einer [Waren]liste, eines Planes;
durch Brennen einer aus Kaolin, Feldspat u. Quarz beste
Abk.: Pos. 5. a) Standort eines Schiffes od. Flugzeugs; b)
henden Masse hergestellt wird. 2. (ohne Plur.) Geschirr
Standort eines Gestirns (Astron.). 6. militärische Stellung.
aus Porzellan (1). porlzellanen: aus Porzellan [beste
7. a) metrische Länge, Positionslänge eines an sich kurzen
hend], Porlzelllainit [auch ..,'nit] der: -s, -e (zu î2...it):
Vokals vor zwei od. mehr folgenden Konsonanten (antike
hartes, dichtes, splittrig brechendes metamorphes Ge
Metrik); b) jede geordnete Einheit in einer sprachlichen
stein, das aus Ton durch Hitzeeinwirkung glutheißer Lava
Konstruktion (nach Bloomfield; Sprachw.). 8. a) Setzung,
entstanden ist
Annahme, Aufstellung einer These; b) Bejahung eines Ur
Polsa die; -, -s (aus span, posa „Ruhe, Stille“, dies aus lat.
teils; c) Behauptung des Daseins einer Sache (Philos.), popausa, vgl. Posada): kleine pavillonartige Kapelle (im
si Iti lolnell (zu Î...ell): 1. stellungsmäßig. 2. in der Stellung
16. Jh. im span.-amerik. Kolonialreich), die jeweils an ei
(im strategischen Aufbau) einer Schachpartie begründet,
ner der vier Ecken eines ummauerten Klosterhofs als Pro
polsi Iti lo| nie Iren (zu! ...ieren): (bes. fachspr.) in eine be
zessionsstation errichtet wurde. Polsalda rZze; -, ...den
stimmte Position (2), Stellung bringen; einordnen. Polsi(aus span, posada, eigtl. Part. Perf. (Fern.) von posar „Ein
ti o nielrung die; -, -en (zu T...ierung): 1. das Positionie
kehr halten, absteigen“, dies ms spätlat. pausare „(aus)ruren. 2. der auf dem Bildschirm vorgenommene Umbruch.
hen“>: span. Bez. für Wirtshaus. Po|salde|ro der; -s, -s
Po|si|ti|onslas|tro|no|mie* die; -: svw. Astrometrie.
(aus gleichbed. span, posadero): Wirt einer Posada
Polsiltilonslef Ifekt der; -[e]s, -e : Veränderung der 1 phä
Pol salment das; -[e]s, -en (meist Plur.) (aus (m)fr. passe
ment „Borte, Tresse“ zu passer „sich an etwas hinzie
notypischen Merkmalsausbildung von Genen durch deren
hen“): textiler Besatzartikel (Borte, Schnur, Quaste u. a.).
Positionsverlagerung im ÎChromosom (Biol.). PolsiltiPol sa|men|ter der; -s, - (zu 1 Posamentier): (selten) Po
onslampe die; -, -n: Leuchte zur Kennzeichnung von
samentenhersteller und -händler. Po sa men te rie <7ze;
Wasser- u. Luftfahrzeugen. Po|silti|ons|sys|tem das;
-, ...ien (französierende Bildung zu Î Posament) : Geschäft,
-s, -e: Stellenwertsystem, Zahlensystem, dessen Ziffern je
in dem Posamenten angeboten werden. Po|sa|men|tier
nach ihrer Stellung einen anderen Wert darstellen. Polsider; -s, -e (nach gleichbed. fr. passementier): svw. Posa
ti ons va rilan te die; -, -n: stellungsbedingter Ausspra
menter. Po|sa|men|tier|ar|beit die: -, -en: mit Posa
cheunterschied eines Lautes (z.B. des d im Auslaut Kleirf
menten verzierte Arbeit, polsalmenltielren (zu 1 Posa
[...t] u. im Inlaut Kleider [...d...]; Sprachw.). Polsiltilonsment u. Î...ieren): Posamenten herstellen. Polsalmenverb das; -s, -en: Verb zur Bezeichnung einer Lagebefind
tielrer der; -s, -: svw. Posamenter
lichkeit (z.B. sitzen, stehen, liegen; Sprachw.). PolsiltiPo sau ne Æe; -, -n (aus altfr. bu(i)sine „Trompete“, dies
onswinkel der; -s, -: Winkel zwischen der Richtung
über das Galloroman. aus lat. bucina „Jagd-, Signal
zum Himmelsnordpol u. der Richtung der Verbindungsli
horn“): zur Trompetenfamilie gehörendes Blechblasin
nie zweier Sterne (Astron.), polsiltiv [auch ... ti:f] (z.T.
strument. polsaulnen: 1. (meist ugs.) die Posaune bla
unter Einfluss von/r. positif „bejahend“ aus (spät)lat. po
sen. 2. (ugs. abwertend) a) [etwas, was nicht bekannt wer
sitivus „gesetzt, gegeben“ zu lat. positum, vgl. Position): 1.
den sollte] überall herumerzählen; b) laut[stark] verkün
a) bejahend, zustimmend; Ggs. Tnegativ (la); b) ein Er
den, ausposaunen. Polsaulnist der; -en, -en (zu T...ist>:
gebnis bringend; vorteilhaft, günstig, gut; Ggs. tnegativ
Musiker, der Posaune spielt
(1 b); c) sicher, genau, tatsächlich. 2. größer als Null; Zei
POS-Ban|king ['pɔsbæŋkɪŋ] das; -[s] (Abk. für engl. /ɪoint
chen + (Math.); Ggs. tnegativ (2). 3. das 2Positiv (2) be
of sale „Ort des Verkaufs“ u. banking „Zahlungswesen“):
treffend; der Natur entsprechende Licht- u. Schattenver
elektron. Zahlungsweise, bei der die Kunden bargeldlos
teilung habend (Fotogr.); Ggs. tnegativ (3). 4. im ungela
mithilfe von Kunden- od. Kreditkarten am Verkaufsort
denen Zustand mehr Elektronen enthaltend als im gelade
bezahlen können
nen (Phys.); Ggs. tnegativ (4). 5. für das Bestehen einer
polschielren vgl. pochieren
Krankheit sprechend, einen krankhaften Befund zeigend
PoschItiu. Puschti der; -[s], -s (aus dem Pers.): sehr kleiner,
(Med.); Ggs. tnegativ (5). 'Polsiltiv der; -s, -e [...va] (aus
handgeknüpfter Vorlegeteppich, bes. aus der Gegend um
gleichbed. spätlat. (gradus) positivus): die ungesteigerte
die iran. Stadt Schiras
Form des Adjektivs, Grundstufe (z.B. schön; Sprachw.).
Pol se die; -, -n (aus gleichbed. fr. pose zu poser „hinstel
2Po|si|tiv [auch ,,,'ti:f] das; -s, -e [...va] (aus gleichbed.
len“, älter fr. „innehalten“, dies aus spätlat. pausare, vgl.
mlat. positivum (organum), eigtl. ,,hingestellt(es Instru
pausieren): 1. gekünstelte Stellung; gesuchte, unnatürli
ment)“, Bed. 2 wohl Analogiebildung von Negativ): 1. klei
che, affektierte Haltung. 2. Schwimmkörper an der Angel
ne Standorgel, meist ohne Pedal; vgl. Portativ. 2. über das
leine, Schwimmer. Polseur [po'zo:g] der; -s, -e (aus gleich
Î Negativ gewonnenes, seitenrichtiges, der Natur entspre
bed. fr. poseur): (abwertend) Blender, Wichtigtuer; jmd.,
chendes Bild. Po|si|ti|va [...va]: Plur. von tPositivum.
der sich ständig in Szene setzt
Polsiltilvismus [...V...] der; - (zu tpositiv u. t...ismus
Pol sildglnia die; -, ...ien [...jan] (aus nlat. posidonia, nach
(1)): Philosophie, die ihre Forschung auf das Positive, Tat
dem griech.-röm. Meeresgott Poseidon (gr. Poseidon)):
sächliche, Wirkliche u. Zweifellose beschränkt, sich allein
flache Muschel mit dünnen, konzentrisch gefurchten
auf Erfahrung beruft u. jegliche Metaphysik als theore
Schalen, Leitfossil im oberen ÎLias. Po|si|dolni|entisch unmöglich u. praktisch nutzlos ablehnt (A. Comte).
schie fer [,,,niən...] der; -s (nach dem Leitfossil Posido
Po|si|ti|vist der: -en, -en (zu Î...ist): Vertreter, Anhänger
nia): versteinerungsreicher, 1 bituminöser schwarzer
des Positivismus. po|si|ti|vis|tisch (zu t...istisch>: 1. den
Schieferhorizont im îLias (Geol.)
Positivismus betreffend, zu ihm gehörend, auf ihm beru
polsielren (aus gleichbed. fr. poser, vgl. Pose): 1. aus einem
hend. 2. (oft abwertend) vordergründig; sich bei einer wisPglrus
1081
senschaftlichen Arbeit nur auf das Sammeln o.Ä. be
schränkend [u. keine eigene Gedankenarbeit aufweisend].
Polsiltilviltät die: - <zu f...ität): (veraltet) Bestimmtheit,
Wirklichkeit. Pg|si|tiv|moldu|la|ti|on die; -: ein Über
tragungsverfahren, bei dem das Bildsignal der Träger
schwingung so aufmoduliert wird, dass die großen Ampli
tuden des modulierten Trägers den hellen Bildpartien ent
sprechen u. die kleinen Amplituden den dunklen (Elektrot.). Po si tivpro zess der: -es, -e: ehern. Vorgang zur
Herstellung von ’Positiven (2; Fotogr.). Po si ti vum
[...vum] das: -s, ...va [...va] (aus lat. positivum, substanti
viertes Neutrum von positivus, vgl. positiv): etwas, was an
einer Sache als positiv (lb), vorteilhaft, gut empfunden
wird; etwas Positives; Ggs. tNegativum. po si to {lat.:
Dativ od. Ablativ von positum, vgl. Position): (veraltet)
angenommen, gesetzt den Fall. Pglsiltron* das: -s,
...onen (Kurzw. aus fposztiv u. TElektron): positiv gelade
nes Elementarteilchen, dessen Masse gleich der Elektro
nenmasse ist (Phys.); Zeichen e+. Po si tro nen emissi|ons|to|molgra|fie*, auch ...gralphie die: -, ...ien
[-i:ən]: bildhafte Darstellung u. quantitative Erfassung
des Stoffwechsels u. des Funktionszustandes von Organen
(z. B. des Gehirns) unter Verwendung von Positronen
emittierender ÎRadionuklide (Med.); Abk. PET. Polsitrolnilum* das: -s (zu f...ium): kurzlebiges Atom, das
beim Einschuss niederenergetischer Positronen in Materie
aus einem Positron (e+) u. einem Elektron (e ) entstehen
kann (Phys.); Zeichen Ps. Po siltur die; -, -en (aus lat. po
situra „Stellung, Lage“ zu ponere, vgl. Position): 1. für ei
ne bestimmte Situation bewusst eingenommene [betonte,
herausfordernde] Stellung od. Haltung des Körpers. 2.
(landsch.) Gestalt, Figur, Statur
Po|so|lo|gie die; - (zu gr. posos „wie groß?, wieviel?“ u.
f...logie): Lehre von der Dosierung der Arzneimittel
(Med.)
Pos|ses|si|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. possessio zu
possidere „besitzen“): Besitz (Rechtsw.). possessioniert (zu f...iert): (veraltet) wohlhabend, begütert, posseslsiv [auch ...si:f] (auslat. possessivus, Intensivbildung
von possessus, Part. Perf. von possidere, vgl. Possession):
1. von einer Art, die jmdn. fest an sich gebunden wissen
will, die jmdn. ganz für sich beansprucht, z. B. -e Männer,
-es Verhalten. 2. besitzanzeigend (Sprachw.). Poslsessiv [auch ,,,'si:f] das; -s, -e [...va] (verkürzt aus tPossessiv
pronomen): svw. Possessivpronomen. Pos|ses|si|va
[...va]: Plur. von Î Possessivum. Posises!siv|kom|po|situm [auch ...'si:f...J das; -s, Plur. ...ta u. ...siten: svw. Bahuwrihi. Poslseslsivlprolnolmen [auch ,..'si:f...] das;
-s, Plur. - u. ...mina (aus gleichbed. spätlat. pronomen pos
sessivum): besitzanzeigendes Fürwort (z.B. mein:
Sprachw.). Pos|ses|si|vum [...vum] das; -s, ...va [...va]
(verkürzt aus spätlat. (pronomen) possessivum, vgl. Pos
sessivpronomen): svw. Possessivpronomen. Poslseslsor
der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. possessor): (veraltet) Be
sitzer, Inhaber, poslseslsolrisch (aus gleichbed. lat.
possessorius zu possessor „Besitzer“): den Besitz betref
fend (Rechtsw.). Ppslsest das: - (zu lat. posse „können"
u. est „es ist“): das Seinkönnen als Bezeichnung des Gött
lichen, in dem Möglichkeit (Können) u. Wirklichkeit
(Sein) zusammenfallen (N. v. Kues; Philos.), poslsilbel
(aus gleichbed. fr. possible, dies aus spätlat. possibilis):
(veraltet) möglich. Pos|si|bi|lis|mus der; - (aus gleich
bed. fr. possibilisme; vgl. ...ismus (1)>: (1882 entstandene)
Bewegung innerhalb des franz. Sozialismus, die sich mit
erreichbaren sozialistischen Zielen begnügen wollte. Possi I bi 11 ist der: -en, -en (aus gleichbed. fr. possibiliste): Ver
treter, Anhänger des Possibilismus. Pos I si I bi I li Ität zZze; -,.
-en (unter Einfluss von fr. possibilité aus gleichbed. lat.
possibilitas, Gen. possibilitatis): (veraltet) Möglichkeit
Postglossator
(aus lat. post „hinter, nach“): Präfix mit der
Bedeutung „nach, hinter“, z. B. Postskriptum, postglazial.
Postladapltilon* die: -, -en: durch Mutation u. Auslese
entstandene Anpassung an die veränderte Umwelt (Biol.)
pos tailisch (nach gleichbed. fr. postal, it. postale zu fr.
poste bzw.it. posta „Post(station)“, dies aus spätlat. posita
(statio od. mansio) „festgesetzt)er Aufenthaltsort)“ zu lat.
positum, vgl. Position): die Post betreffend, von der Post
ausgehend. Pos Ital ment das; -[e]s, -e (wohl aus älter it.
postamento zu it. posto „feste Stellung, Stand, Posten“,
vgl. postieren): Unterbau, Sockel einer Säule od. Statue.
Ppstlcar [...kam] der: -s, -s {zu fr. car „Bus“): (Schweiz.)
Linienbus der Post
post Chrisltum [naltum] {lat.): nach Christi [Geburt],
nach Christus; Abk.: p. Chr. [n.]. Posticom mu nio
[...k...] die; -, -nes [...ne:s] (aus kirchenlat. (oratio) post
communium „(Gebet) nach der Kommunion“): Schluss
gebet des kath. Priesters nach der Kommunion, postldatielren (zu fpost...): (veraltet) a) mit einer früheren Zeit
angabe versehen; b) mit einer späteren Zeitangabe verse
hen
Ppstldelbit der; -s (zu ÎDebit): Zeitungsvertrieb durch die
Post
Ppstldoc [engl. 'pəʊs(t)...] der; -s, -s u. die; -, -s (verkürzt
aus engl. postdoctoral „(in Bezug auf Forschung) nach der
Promotion“): nach der Promotion auf demjeweiligen Spe
zialgebiet noch weiter forschender Wissenschaftler bzw.
noch weiter forschende Wissenschaftlerin. Postldorlmitilum das; -s (zu îpost..., Zat. dormitare „schläfrig sein,
einnicken“ u. f...ium): Übergang zwischen Schlaf u.
Wachsein, der durch lebhafte Träume gekennzeichnet ist
(Psychol.), postlemlbryolnal*: nach der Embryonalzeit
(Med.)
Ppslter [engl. 'pəoʊstə] das, auch der: -s, Plur. -, bei engl.
Ausspr. -s (aus gleichbed. engl. poster, eigtl. „Plakat“, zu
to post „(an einem Pfosten) anschlagen“, dies über post
„Pfosten“ aus /az. postis) : plakatartig aufgemachtes, in
seinen Motiven der modernen Kunst od. Fotografie fol
gendes Bild
poste resltante ['post rɛs'ta:t] {fr.): franz. Bez. für postla
gernd
pos|te|ri|or {lat.; eigtl. Komparativ von posterus
„(nach)folgend“): hinterer, nach hinten gelegen (Lagebez.
im Körper; Med.); Ggs. fanterior. Pos|te|ri|o|ra die
(Plur.) (aus gleichbed. spätlat. posteriora, eigtl. „die Hin
teren“, Neutrum Plur. von lat. posterior „letzter, hinte
rer“): (scherzh.) Gesäß. Posltelrilolriltät die; - (aus
gleichbed. mlat. posterioritas, Gen. posterioritatis zu lat.
posterior, vgl. Posteriora): (veraltet) das Nachstehen [im
Amt], Posltelriltät die; -, -en (über gleichbed. fr. postéri
té aus lat. posteritas, Gen. posteritatis): (veraltet) a)
Nachkommenschaft; b) Nachwelt. Ppstlexisltenz die; (zu fpost...): das Fortbestehen der Seele nach dem Tod
(Philos.); Ggs. 1 Präexistenz (2). post fac tum [- fak...]
{lat.; „nach der Tat“): danach, hinterher. Postlfalding
[poʊst feɪdɪŋ] das; -[s] (aus engl. post fading „nachträgli
ches Ausblenden“): Vorrichtung an Magnetbandgeräten,
die ein weiches Ausblenden (Löschen) von Teilen eines be
spielten Magnetbandes erlaubt, post fes tum {lat.;
„nach dem Fest“): hinterher, im Nachhinein; zu einem
Zeitpunkt, wo es eigentlich zu spät ist, keinen Zweck od.
Sinn mehr hat. postlflo ral (zu fpost...): nach dem Ab
blühen (Bot.)
Ppst|gi|ro|kon|to das; -s, ...ten: von der Post geführtes Gi
rokonto
postlgla|zi|al: nacheiszeitlich (Geol.). Postlglalzilal das;
-s: Nacheiszeit (Geol.). Postlgloslsaltor der; -s, ...oren
(meist Plur.): (hist.) Vertreter einer Gruppe ital. Rechts
lehrer des 13./14. Jh.s, die durch die Kommentierung des
post..., Post...
postgradual
Î Corpus Juris Civilis die praktische Grundlage der moder
nen Rechtswissenschaft schufen, postlgraldulal: nach
Abschluss eines [Hochschulstudiums stattfindend, postgraldulell: nach der Graduierung, dem Erwerb eines
akademischen Grades erfolgend
Poslthiltis die; -, ...itiden (zu gr. pósthion „Vorhaut“ u.
Î ...itis): Vorhautentzündung (Med.)
post hplmilnum memoriiam {lat.}', seit Menschenge
denken. postlhum usw. vgl. postum usw. postlhyplnotisch (zu tpost...): den Zeitraum nach der Hypnose be
treffend (Psychol.); posthypnotisches Phänomen: im An
schluss u. als Folge einer Hypnose auftretende Erschei
nung (z. B. die Ausführung von unter Hypnose erhaltenen
Aufträgen)
Posltilche [pɔs'tɪʃə] die; -, -s (aus/r. postiche „Perücke“ zu
postiche „unecht“, dies aus it. posticcio, weitere Herkunft
unsicher): Haarteil. Posltilcheur [,,,'ʃo:n] der; -s, -e (aus
gleichbed./;-. posticheur): Fachkraft für die Anfertigung u.
Pflege von Perücken u. Haarteilen; Perückenmacher.
Positilcheulse [,,,'ʃa:zə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. posticheuse): weibliche Fachkraft für die Anfertigung u. Pfle
ge von Perücken u. Haarteilen
posltielren (aus gleichbed. fr. poster zu poste „Stelle, Pos
ten“, dies über it. posto aus lat. positus (locus) „festgesetzt(er Ort)“): a) jmdn./sich an einer bestimmten Stelle
zur Beobachtung hinstellen; b) etwas an einer bestimmten
Stelle aufstellen, aufbauen
postlikltal* (zu tpost..., lat. ictus „Stoß, Schlag“ u. T ’...al
(1)>: nach einem [epileptischen] Anfall auftretend (Med.)
Posltillle die; -, -n (aus gleichbed. mlat. postilla, gekürzt
aus lat. post illa (verba sacrae scripturae) „nach jenen
(Worten der Heiligen Schrift)“, Formel zur Ankündigung
der Predigt nach Verlesung des Bibeltextes): 1. religiöses
Erbauungsbuch. 2. Predigtbuch, -Sammlung
Posltilllilon [auch 'pɔ...] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. pos
tillon bzw. it. postiglione zu/r. poste bzw. it. posta „Post“):
1. Postkutscher. 2. heimischer Tagfalter, Weißling mit
orangegelben schwarz geränderten Flügeln (Schmetter
lingsart). Posltilllon d'Amour [pɔstijoda'mu:r] der; - -, -s
- [...jö...] (scherzhafte französierende Bildung des 18. Jh.s
zu/-. postillon „Bote“ u. amour „Liebe“, eigtl. „Postillion
der Liebe“): (scherzh.) Überbringer eines Liebesbriefes
post|in|dus|tri|ell (zu Îpost... u. Îindustriell): nachindus
triell, zu einer Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung ge
hörend, die auf die ausschließliche Industrialisierung folgt
(Soziol.); postindustrielle Gesellschaft: Gesellschafts
form, die durch die Verlagerung des wirtschaftlichen
Schwerpunkts vom Bereich der Industrieproduktion zu
den Dienstleistungen, aber auch durch Verwissenschaftli
chung, Technisierung u. verstärkte Informationstechnolo
gie gekennzeichnet ist. post inliecltilolnem [- injsk...]
{lat.; vgl. Injektion): nach einer ÎInjektion [auftretend]
(Med.), ppstlkalpiltallisltisch (zu tpost...): zu einer
Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung gehörend, die
dem Kapitalismus folgt (Soziol.). postlkarlbolnisch:
nach dem tKarbon [liegend] (Geol.). postlkoliltal
[...koi...] (zu t Koitus u. t '...al (1 )): nach dem Geschlechts
verkehr [auftretend] (Med.). Postlkomlmulnilon die; -,
-en: Schlussgebet der kath. Messe nach der Î Kommunion,
postlkonlzepltilolnell: nach der Befruchtung [auftre
tend] (Med.). Postllyldilum das; -s, ...ien [,,,iən] (aus
gleichbed. nlat. postludium, Analogiebildung zu î Präludi
um): musikalisches Nachspiel; vgl. Präludium. Postlmate|ri|a|lislmus der; - (zu Îpost...): Lebenseinstellung, die
keinen Wert mehr auf das Materielle legt, sondern imma
terielle Bedürfnisse (z. B. nach einer intakten, natürlichen
u. sozialen Umwelt) für dringlicher hält, postlmaltelria lis tisch: den Postmaterialismus betreffend, postlmatelrilell: svw. postmaterialistisch, post melrildilem
1082
{lat.; „nach Mittag“): nachmittags; vgl. p. m.; Ggs. 1 ante
meridiem, postlmoldern (zu tpost...): die Postmoderne
betreffend. Postlmolderlne die; -: 1. Stilrichtung der
modernen Architektur, die gekennzeichnet ist durch eine
Abkehr vom Funktionalismus u. eine Hinwendung zu
freierem, spielerischem Umgang mit unterschiedlichen
Bauformen auch aus früheren Epochen. 2. der Î Moderne
(2) folgende Zeit; Zeitabschnitt nach der Moderne, für
den Î Dezentralisation, Teilautonomie im Kleinbereich,
Î Pluralität, Offenheit für Städtebau, Kunst, Kultur, Wirt
schaft u. Wissenschaft sowie demokratisch mitgestaltende
Kontrolle der Machtzentren charakteristisch sind. Post
mollar der; -en, -en: hinterer Backenzahn, Mahlzahn
(Anat.). postlmorltal: nach dem Tode [auftretend] (z. B.
von Organveränderungen; Med.), post mprltem {lat.}'.
nach dem Tode; Abk.:p. m. postlnaltal (zu tpost... u. lat.
natalis „zur Geburt gehörig“): nach der Geburt [auftre
tend] (z.B. von Schädigungen des Kindes; Med.), postnelkroltisch*: nach einer tNekrose [auftretend] (Med.),
postlnulmelranldo (zu lat. numerando, Gerundium von
numerare „zählen, zahlen“): nachträglich (zahlbar); Ggs.
tpränumerando. Postlnulmelraltilon die; -, -en (zu
Î ...ation): Nachzahlung; Ggs. Î Pränumeration, postlnumelrielren (zu lat. numerare „zählen, bezahlen“): (veral
tet) nachzahlen
Poslto (aus it. posto, vgl. Postament): Stand, Stellung; Pos
to fassen: (veraltet) sich aufstellen
Posltolmat der; -en, -en (Kurzw. aus Postscheckkonto u.
Î Automat}: Automat, an dem Postscheckkontoinhaber
mithilfe einer Kennkarte u. einer verschlüsselten Zahl
Geldbeträge abheben können
postlopelraltiv (zu tpost... u. Îoperativ): nach der Opera
tion auftretend, einer Operation folgend (Med.).
Post-pain|ter|ly-Absltracltion* [poʊst 'pemtəlɪ æb'strækʃn] die; - (aus engl. post painterly abstraction „nach
malerische Abstraktion“): Malerei, die sich auf die Aus
druckskraft der reinen Farben konzentriert, postlpallatal [post...] (zu tpost...): hinter dem Gaumen gesprochen
(von Lauten; Sprachw.); Ggs. tpräpalatal; vgl. Palatum,
post paritum {lat.}: nach der Geburt bzw. Entbindung
[auftretend] (Med.). post|pneu|molnisch (zu tpost...):
nach einer Lungenentzündung [auftretend] (Med.), postpolnielren: (veraltet) dahinter setzen, postlpolnierend (zu t...ierend>: verspätet eintretend (z.B. von
Krankheitssymptomen; Med.). Postlpolsiltilgn die; -,
-en (Analogiebildung zu Î Präposition): 1. dem Substantiv
nachgestellte Präposition (Sprachw.). 2. a) Verlagerung ei
nes Organs nach hinten; b) verspätetes Auftreten (z.B.
von Krankheitssymptomen; Med.); Ggs. ÎAnteposition
(1). post|po|si|tiv: die Postposition (1) betreffend, dem
Substantiv nachgestellt (von Präpositionen; Sprachw.).
Postlpräldilkalmenlte die (Plur.): die aus den tPrädikamenten bzw. Î Kategorien (3) abgeleiteten Begriffe der
scholastischen Philosophie, postlpulbelral: nach der
ÎPubertät [auftretend] (Med.)
Postlrelgal das; -s (zu ÜRegal): das Recht des Staates, das
gesamte Postwesen in eigener Regie zu führen. Post
scheck der; -s, -s: Zahlungsanweisung auf ein Guthaben
des Ausstellers bei einem Postscheckamt. Postlscheckkonlto das; -s, ...ten: Konto bei einem Postscheckamt
Postscript [... sknpt] das; -s (aus lat. postscriptum, sub
stantiviertes Part. Perf. (Neutrum) von postscribere
„nachträglich dazuschreiben“): t imperative Program
miersprache für die geräteunabhängige Beschreibung von
Druckseiten, die alle auf ihnen auszugebenden Daten u.
ihre Positionen auf eine normierte Datenstruktur bringt
(EDV). Postskript rfa.s; -[e]s, -eu. Postlskripltum das;
-s, ...ta: Nachschrift; Abk. PS. Postlstrukltulrallismus der; - (zu tpost...): eine durch kritische Haltung ge
1083
kennzeichnete geistes- u. sozialwissenschaftliche For
schungsrichtung, die sich Ende der 1960er-Jahre vom tra
ditionellen t Strukturalismus abspaltete. Postlszelnilum
das; -s, ...ien [...ion] (zu lat. scena (vgl. Szene) u. f,,,ium):
Raum hinter der Bühne; Ggs. ÎProszenium (2)
Postltalxe die; -, -n (zu 'Taxe (2)>: (Schweiz.) Postgebühr
post|tek|to|nisch (zu tpost... u. ttektonisch): sich nach
tektonischen Bewegungen ergebend (von Veränderungen
in Gesteinen; Geol.). post ter ti är: nach dem tTertiär
[liegend] (Geol.). postltraulmaltisch: nach einer Ver
letzung auftretend (Med.)
Posltullant der; -en, -en (zu lat. postulans, Gen. postulan
tis, Part. Präs, von postulare, vgl. postulieren); 1. Bewer
ber. 2. Kandidat eines kath. Ordens während der Probe
zeit. Posltullanltin die: -, -nen: weibliche Form zu t Pos
tulant. Posltullat das; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. postulatum): 1. unbedingte [sittliche] Forderung. 2. sachlich od.
denkerisch notwendige Annahme, These, die unbeweisbar
od. noch nicht bewiesen, aber durchaus glaubhaft u. ein
sichtig ist (Philos.). 3. Probezeit für die Kandidaten eines
kath. Ordens. 4. vom Schweiz. Parlament ausgehender
Auftrag an den Bundesrat, die Notwendigkeit eines Ge
setzentwurfs, einer bestimmten Maßnahme zu prüfen
(Schweiz. Verfassungswesen). Pos|tu|la|ti|on öüe; -, -en
(aus lat. postulatio „Forderung, Verlangen“): Benennung
eines Bewerbers für ein hohes kath. Kirchenamt, der erst
von einem tkanonischen Hindernis befreit werden muss,
posltullielren (aus gleichbed. lat. postulare); 1. fordern,
zur Bedingung machen. 2. feststellen. 3. ein Postulat (2)
aufstellen
positum, posthum (aus lat. postumus „nachgeboren, spät
geboren“, eigtl. „Letzter, Hinterster“, Superlativ von pos
terus; vgl. Posteriora); a) nachjmds. Tod erfolgt (z. B. eine
Ehrung); b) nach jmds. Tod erschienen, nachgelassen
(z.B. ein Roman); c) nach dem Tod des Vaters geboren,
nachgeboren. Ppsltulmus, Posthumus der; -, ...mi (aus
gleichbed. spätlat. postumus zu lat. postumus, vgl. pos
tum): Spät-, Nachgeborener (Rechtsw.)
Positur die; - (aus gleichbed. it. postura, dies aus lat. posi
tura, vgl. Positur): (Schweiz.) svw. Positur
post urlbem conldiltam [- - k...] (lat.'); nach der Grün
dung der Stadt [Rom] (altrömische Jahreszählung); Abk. :
p. u. c.; vgl. ab urbe condita, postivaklzilnal [...v...] (zu
îpost..., ÎVakzine u. T ‘...al (1)>: nach einer Impfung auf
tretend (von Komplikationen; Med.). Post|ven|ti|pn
die; -, -en (Analogiebildung zu Î Prävention) : Betreuung ei
nes Patienten durch einen Arzt nach einer Krankheit, ei
ner Operation; Nachsorge (Med.). Postlverlballe das;
-[s], ...lia: svw. Nomen postverbale. post|vul|ka|nisch:
Nachwirkungen vulkanischer Tätigkeiten betreffend (Ge
ol.)
’Pot das; -s (aus gleichbed. engl. pot, Herkunft ungeklärt):
(Jargon) Î Haschisch, Marihuana
2Pot der; -s (aus gleichbed. engl. pot, eigtl. „Topf“): (beim
î Poker) Summe aller Einsätze, Kasse
3Pot der: -, -s (aus gleichbed. fr. pot, dies aus spätlat.
pot(t)us „Trinkbecher“ (fälschlich angelehnt an lat. potus
„Trank“), weitere Herkunft unsicher): (Schweiz.) Topf.
Poltalge [..,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. potage zu pot,
vgl. 3Pot): (veraltet) Suppe. Poltalger [---ʒe:] das; -s, -s
(aus gleichbed. fr. potager, eigtl. „Suppentopf1):
(Schweiz.) Küchenherd
Poltalmal das; -s (zugr. potamos „Fluss“ u. Î '...al (2), Ana
logiebildung zu îBenthal): Lebensraum der unteren Re
gionen eines fließenden Gewässers (Biol.). poltalmisch:
die Potamologie betreffend (Geogr.). poltalmolgen (zu
Î ...gen): durch Flüsse entstanden (Geogr.). Po|ta|mo|logie die; - (zu t ...logie); Forschungszweig der tHydrologie
u. Geografie zur Erforschung von Flüssen, poltalmollo
potenziell
Î ...logisch): die Potamologie betreffend. Polta-s (zu gr. on, Part. Präs, von eɪnai „sein“): Le
bensgemeinschaft der unteren Regionen eines fließenden
Gewässers (Biol.). Po|ta|mo|plank|ton das; -s: TPlank
ton der fließenden Gewässer (Biol.)
Poltaslsilum das; -s (mit latinisierender Endung aus engl.
potash bzw./r. potasse, dies aus gleichbed. niederl. potas,
älter potasch; vgl. ...ium): engl. u. franz. Bez. für Î Kalium
Poltaltor tZer; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. potator zu po
tare „trinken, zechen, saufen“): Trinker (Med.).Poltaltorilum das; -s (zu lat. potatorius „zum Trinken gehörig“;
vgl. ...ium): Trunksucht (Med.)
Potlaulfeu* [poto’fa:] der od. das; -[s], -s (aus fr. pot au feu
„Topf auf dem Feuer“): Eintopf aus Fleisch u. Gemüse,
dessen Brühe, über Weißbrot gegossen, vorweg gegessen
wird
Potlbelllies [pɔtbɛlɪz] die (Plur.) (zu engl. potbelly „Dick
wanst“): massive Steinskulpturen (etwa 500 v. Chr. bis 100
n. Chr.), die im südlichen Mittelamerika gefunden wurden
Poltée [pɔ te:] die; - (aus fr. potée „Kruginhalt; Former
de“): geschlämmtes Eisenoxidrot zum Polieren (z.B. von
Glas, Metall, Stein)
poltemlkinlsch [russ. pafjɔm...] (nach dem russ. Fürsten
G. A. Potjomkin (1739-1791), der angeblich anlässlich ei
ner Reise der Zarin Katharinall. auf die Krim (1787)
Dorfattrappen errichten ließ, um Wohlstand vorzutäu
schen): in der Fügung potemkinsche, auch: Potemkin’sche, auch: Potemkinsche Dörfer: a) Trugbilder, Vor
getäuschtes; b) Vorspiegelung falscher Tatsachen
poltent (aus Zot. potens, Gen. potentis „stark, mächtig"): 1.
a) leistungsfähig; b) mächtig, einflussreich; c) zahlungs
kräftig, vermögend. 2. a) fähig zum Geschlechtsverkehr
(in Bezug auf den Mann); b) zeugungsfähig (Med.); Ggs.
Îimpotent ( 1 ). Poltenltat der; -en, -en (aus lat. potentatus
„Macht; Oberherrschaft“ zu potens, vgl. potent): 1. jmd.,
der Macht hat u. Macht zu seinem Vorteil ausübt. 2. (ver
altet) souveräner, regierender Fürst, poltenltilal usw.
vgl. potenzial usw. poltenltilell usw. vgl. potenziell. Po
ten ItilIla die; -, ...lien (zu lat. potens (vgl. potent) mit der
lat. Verkleinerungssilbe -illa; wohl wegen der der Pflanze
zugeschriebenen Kraft, Krankheiten heilen zu können):
Fingerkraut ([gelb blühendes] Rosengewächs mit vielen
Arten, bes. auf Wiesen). Poltenz die; -, -en (aus lat. po
tentia „Macht, Vermögen, Fähigkeit“): 1. Fähigkeit, Leis
tungsvermögen. 2. a) Fähigkeit des Mannes zum Ge
schlechtsverkehr; b) Zeugungsfähigkeit (Med.). 3. Grad
der Verdünnung einer Arznei in der T Homöopathie
(Med.). 4. Produkt mehrerer gleicher Faktoren, dargestellt
durch die 1 Basis (4 c) u. den î Exponenten (2; Math.j.Potenzlexlpolnent der; -en, -en: Hochzahl einer Potenz (4;
Math.), poltenlzilal, auch potential (aus spätlat. potentialis „nach Vermögen; tätig wirkend“): 1. die bloße Mög
lichkeit betreffend (Philos.); Ggs. Îaktual (1). 2. die Mög
lichkeit ausdrückend (Sprachw.). Poltenlzilal, auch Po
tential das; -s, -e: 1. Leistungsfähigkeit; Gesamtheit der
zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, Mittel, Perso
nen. 2. a) Maß für die Stärke eines Kraftfeldes in einem
Punkt des Raumes; b) svw. potenzielle Energie (Phys.).
Po|ten|zi|alldif|fe|renz, auch Potentialdifferenz die; -:
Unterschied elektrischer Kräfte bei aufgeladenen Kör
pern (Phys.). Po|ten|zilal|flä|che, auch Potentialfläche
die; -, -n: svw. Äquipotenzialfläche (2). Po|tenlzi|al|gefällle, auch Potentialgefälle das; -s: svw. Potenzialdifferenz. Po|ten|zi|a|lis, auch Potentials der; -, ...les [...le:s]
(aus gleichbed. spätlat. (modus) potentialis): ÎModus (2)
der Möglichkeit, Möglichkeitsform (Sprachw.). Poltenzilalliltät, auch Potentialität die; - (zu 1potenzial u.
Î ...ität): Möglichkeit, die zur Wirklichkeit werden kann
(Philos.); Ggs. î Aktualität (3). poltenlzilell, auch potengisch (zu
mon das;
1084
potenzieren
tiell (aus gleichbed. /r. potentiel): möglich (im Unterschied
zu wirklich), denkbar; der Anlage, Möglichkeit nach; Ggs.
Taktual (2, 3), 1 aktuell (2); potenzielle Energie: Energie,
die ein Körper aufgrund seiner Lage in einem Kraftfeld
besitzt (Phys.), poltenlzielren (zu Î..deren): 1. erhöhen,
steigern. 2. a) die Wirkung eines Arznei- od. Narkosemit
tels verstärken; b) eine Arznei homöopathisch verdünnen
(Med.). 3. eine Zahl mit sich selbst multiplizieren (Math.).
Po|ten|zi|o|me|ter, auch Potentiometer
-s, - (zu/ar.
potentia (vgl. Potenz) u. î'...meter): Gerät zur Abnahme
od. Herstellung von Teilspannungen, Spannungsteiler
(Elektrot.). Po|ten|zi|olmeltrie‘, auch Potentiometrie
die; -,.. den (zu Î.. .metrie) : maßanalytisches Verfahren, bei
dem der Verlauf der ÎTitration durch Potenzialmessung an
der zu bestimmenden Lösung verfolgt wird (Chem.). poten|zi|o|meltrisch*, auch potentiometrisch (zu Î...me
trisch): das Potenziometer betreffend, mit ihm durchge
führt (Elektrot.)
Poltelrie die: -, -s (aus gleichbed. fr. poterie zu pot, vgl.
3Pot>: (veraltet) a) Töpferware; b) Töpferwerkstatt
Po|ter|ne die; -, -n (aus /k poterne, älter posterne „Ausfall
pforte“, dies aus spätlat. posterula „Hintertürchen“):
(veraltet) unterirdischer, bombensicherer Festungsgang
Poltesltas die; - (aus /at. potestas „Macht, Gewalt“ zu po
tis „mächtig“): 1. im antiken Rom die staatsrechtliche
Amtsgewalt aller Beamten. 2. in der mittelalterlichen
Staatslehre die Herrschaftsbefugnisse der Obrigkeit. 3. im
Kirchenrecht die Kirchengewalt
Polteltolmelter das; -s, - (zugr. potes, Gen. potetos „das
Trinken“ u. Î’...meter): svw. Potometer
Polthosi/er; - (aus gleichbed.gr. pöthos): (veraltet) Verlan
gen, Liebessehnsucht
Poltiche [pɔ tiʃ] die; -, -n [ --ʃn] (aus gleichbed. fr. potiche
zu pot, vgl. 3Pot): (veraltet) a) bemaltes chines, od. japan.
Porzellangefäß; b) diesem nachgeahmtes, mit bunten Bil
dern, bes. mit Zigarrenringen, beklebtes Glasgefäß. Potichomanje [pɔtiʃɔ...] die; - (aus gleichbed. fr. potichomanie); (veraltet) a) Vorliebe für chines, od. japan. Porzel
lan; b) Anfertigung von Nachahmungen dieses Porzellans
als Liebhaberkunst
ppltilor tem po re, ppltilor julre (lat.; eigtl. „früher in
der Zeit, früher im Recht“): wer zuerst kommt, mahlt zu
erst
potljomlkinlsche Dörlfervgl. potemkinsche Dörfer
Potllach ['pɔtlæʧ], Potilatch ['pɔtlætʃ] der; -[e]s [---ʃɪz] u.
Pptllatsch der; -[e]s (aus gleichbed. engl. potla(t)eh, dies
aus Nootka (einer nordamerik. Indianersprache) patshatl
„Gabe, Geschenk“): Fest der nordamerikanischen India
ner, bei dem Geschenke verteilt u. Wertgegenstände zer
stört werden, um durch Zurschaustellung des eigenen
Reichtums seinen sozialen Rang zu sichern, sein Ansehen
zu erhöhen
Poltolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu lat. potus
(vgl. Potus) u. t...grafie): (veraltet) Beschreibung der Ge
tränke. Poltollolgiez/ze; - (zu 1 ...logie): (veraltet) Geträn
kelehre. poltollplgisch (zu Î...logisch): (veraltet) die
Lehre von den Getränken betreffend. Po|to|ma|ne der;
-n, -n (zu î...mane): svw. Dipsomane. Po|to|ma|niet/ze; t,za lat. î...manie): svw. Dipsomanie. Poltolmelter das;
-s, - (zu T '...meter): einfaches Gerät zur Messung der Tran
spiration von Pflanzen (Biol.)
Pptlpourlri [...puri, auch ,,,'ri:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
potpourri, eigtl. „Eintopf (aus allerlei Zutaten)“, zu pot,
vgl. 3Pot): 1. Zusammenstellung verschiedenartiger, durch
Übergänge verbundener (meist bekannter u. beliebter)
Melodien. 2. Allerlei, Kunterbunt. Pptlpour|ri|valseí/¿<?,
-, -n: (veraltet) [mit Blumen od. Figuren verzierte] Porzel
lanvase mit durchbrochenem Deckel (durch den der Duft
der darin aufbewahrten Kräuter herausströmen kann)
der; -, - [,,,tu:s] (aus /at. potus „das Trinken, der
Trank", dies aus gleichbed. gr. potos): Trank, Heiltrank,
flüssiges Arzneimittel (das in größerer Menge eingenom
men wird; Med.)
Poufdretlte* [pu...] die; - (aus gleichbed. fr. poudrette,
eigtl. „Staubdünger“, zu poudre „Pulver, Staub“): (selten)
Fäkaldünger. Pouldreulse [pudro:z(ə)] die; -, -n (aus
gleichbed. fr. poudreuse): bes. im 18. Jh. beliebter Toilet
tentisch mit aufklappbarem Spiegel u. vielen Seitenfä
chern
Pouljaldislmus [puʒa...] der; - (aus gleichbed. fr. poujadis
me, nach dem franz. Politiker P. Poujade, geb. 1920; vgl.
...ismus (1)): aus der wirtschaftlichen Unzufriedenheit der
Bauern u. kleinen Kaufleute entstandene radikale politi
sche Bewegung in Frankreich. Pouljaldist der; -en, -en
(aus gleichbed. fr. poujadiste): Anhänger des Poujadismus. pouljaldisltisch (zu T...istisch): den Poujadismus
betreffend
Poullard [pula:g] das; -s, -s (zu Î Poularde): svw. Poularde.
Poullarlde die; -, -n (aus gleichbed. fr. poularde zu poule
„Huhn“, dies aus lat. pulla): junges [verschnittenes] Mast
huhn. Poule [pu:l]
-, -n [...In] (aus gleichbed./r. poule,
eigtl. „Huhn“, vgl. Poularde): 1. Spiel- od. Wetteinsatz. 2.
bestimmtes Spiel beim Billard od. Kegeln. Poullet [pu le:]
das; -s, -s (aus gleichbed. /r. poulet, Verkleinerungsform
von poule, vgl. Poulard): junges, zartes Masthuhn od.
-hähnchen
Pound [paunt] das; -, -s (aus gleichbed. engl. pound, eigtl.
„Pfund“, dies über altengl. pund aus lat. pondo „(ein)
Pfund (an Gewicht)“): engl. Gewichtseinheit (453,60g);
Abk.: Singular lb., Plural lbs.
pour aclquit [puraki] (/?.): (selten) als Quittung; vgl.
Acquit, pour féIliici|ter [purfelisi'te] (fr.): (veraltet) um
Glück zu wünschen (meist als Abkürzung auf Visitenkar
ten); Abk. : p.f. Pour le Mélrite [purləme'rit] der; — (aus
fr. pour le mérite „für das Verdienst“): hoher Verdienstor
den, von dem seit 1918 nur noch die Friedensklasse [für
Wissenschaften u. Künste] verliehen wird. Pourlparller
[porpar ɪe:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. pourparler, eigtl.
„um zu reden“, zu pour „um“ u. parier „reden“): (veraltet)
diplomatische Besprechung, Unterredung; Meinungsaus
tausch
Pouslsalde [pu..., pʊ...] die; -, -n (mit französierender En
dung zu 1 poussieren; vgl. ...ade): (veraltet) svw. Poussage.
Pouslsalge [pu'sa:ʒə, po...] die; -, -n (zu î...age); (veral
tet) 1. [nicht ernst gemeinte] Liebschaft. 2. (oft abwertend)
Geliebte, pouslsé [puse:, pose:] (aus gleichbed. fr. pous
sé, eigtl. „gestoßen“, Part. Perf. von pousser „stoßen“):
(bei Streichinstrumenten) mit Aufstrich (gespielt); etw. spielen (Vortragsanweisung; Mus.). Pouslseur [pu'sæ:r]
der; -s, -e (französierende Bildung zu îpoussieren; vgl.
...eur): (veraltet) Liebhaber; jmd., der einem Mädchen den
Hof macht, pouslsez [pu se:, pʊ'se:] (aus gleichbed. fr.
poussez, eigtl. „stoßt 1, stoßen Sie!“, Imp. von pousser, vgl.
poussé): mit Aufstrich spielen! (Vortragsanweisung;
Mus.), pouslsielren (wohl unter Einfluss von „an sich
drücken“ im 19. Jh. studentenspr. gebildet zu fr. pousser
„drücken, stoßen“): 1. (landsch.) flirten, anbändeln; mit
jmdm. in einem Liebesverhältnis stehen. 2. (veraltet)
jmdm. schmeicheln; jmdn. gut behandeln u. verwöhnen,
um etwas zu erreichen. Pous|sier|stän|gel der; -s, -:
(ugs. veraltend scherzh.) junger Mann, der gern, viel mit
Mädchen flirtet, poussiert (1)
Poulvoir [pu'voa:g] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. pouvoir,
eigtl. „das Können; Kraft, Macht“, zu pouvoir „können“,
dies über das Vulgärlat. aus lat. posse): (österr.) Handlungs-, Verhandlungsvollmacht (Wirtsch.)
Polvelse [...f...] vgl. Pafese
Poweliit [auch ,.,'lit] der; -s, -e (nach dem amerik. GeoloPoltus
1085
gen u. Ethnologen J. W. Powell (1834-1902) u. zu î2...it>:
ein blassgelbes bis gelblich grünes, diamantglänzendes
Mineral
polwer (aus gleichbed./r. pauvre, dies über älter fr. povre
aus lat. pauper „arm"): (landsch.) armselig, ärmlich, dürf
tig, minderwertig
Powler* ['paun] die; - (aus gleichbed. engl. power): (Jargon)
Kraft, Stärke, Leistung, powlern* [pauen]: (Jargon) a)
große Leistung entfalten; b) mit großem Aufwand fördern,
unterstützen. Powlerlplay* ['paoəpleɪ] das; -[s] (aus
gleichbed. engl. -amerik. power play, eigtl. „Kraftspiel“, zu
engl. power „Kraft" u. play „Spiel"): gemeinsames, anhal
tendes Anstürmen aller fünf Feldspieler auf das gegneri
sche Tor im Verteidigungsdrittel des Gegners (Eishockey).
Powlerlshalring* [,,,'ʃeərɪŋ] das; -[s] (zu engl. power
„Macht" u. to share „teilen"): politikwissenschaftlicher
Begriff für die Teilung der Macht zwischen mehreren In
teressengruppen. Pow|er|slide* [...slaid] das; -[s] (aus
gleichbed. engl. power slide, eigtl. „Kraftrutschen“, zu
slide „das Rutschen“): Kurventechnik, bei der der Fahrer
das Fahrzeug, ohne die Geschwindigkeit zu vermindern,
seitlich in die Kurve rutschen lässt, um es mit möglichst
hoher Geschwindigkeit geradeaus aus der Kurve heraus
fahren zu können (Motorsport). Pow|er|tests* die
(Plur.) (aus gleichbed. engl. power tests): psychodiagnos
tisches Untersuchungsverfahren zur Prüfung der Leis
tungsfähigkeit von Individuen (Psychol.); Ggs. ÎSpeed
tests
Polwildei u. Poiwidl der: -s, - (aus gleichbed. tschech. povidla (Plur.)): (österr.) Pflaumenmus. Po|widl|ko|latsche iZte; -, -n: (österr.) mit Pflaumenmus gefülltes Hefe
gebäckstück. Po|widl|tatsch|kerl das; -s, -n (zu österr.
(ugs.) Tatschkerl, eigtl. „kleine (Hand)tasche“): mit Pflau
menmus gefüllte u. in Salzwasser gekochte, flache, halb
kreisförmige Speise aus Kartoffelteig
Powiwow ['paʊwaʊ] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. pow
wow, dies aus dem Algonkin (einer nordamerik. Indianer
sprache)): Bez. für Feste, Tänze u. öffentliche Kundge
bungen nordamerik. Indianer, auch für den indian. Medi
zinmann u. seine Zauberhandlungen
Pozlzollan, Pozzuolan die; - (Lehnübersetzung von
gleichbed. tí. pozzolana, nach dem Ort Pozzuoli am Ve
suv): vgl. Puzzolan
PR [pe:'l er, engl. pi:'ɑ:] : Abk. für Public Relations
Prä das;-?, (Substantivierung von lat. prae, eigtl. „das Vor"):
jmdm. zum Vorteil gereichender Vorrang; das Prä haben:
den Vorrang haben, prä..., Prä... (aus lat. prae „vor“):
Präfix mit der Bedeutung „vor, voran, voraus“, z.B. prä
disponieren, Präludium
Prä|am|bel die; -, -n (aus mlat. praeambulum „Vorange
hendes, Einleitung“, dies aus spätlat. praeambulus „Vor
läufer“ zu Iprä... u. ambulare „gehen“): 1. Einleitung, fei
erliche Erklärung als Einleitung einer [Verfassungsjurkunde od. eines Staatsvertrages. 2. Vorspiel in der Lauten- u.
Orgelliteratur des 15. u. 16. Jh.s
Prä|ani|mis|mus der; - (zu Tprä... u. TAnimismus): ange
nommene Vorstufe des ÎAnimismus (1), z.B. der TDyna
mismus (2; Völkerk.)
Prä|as|tro|nau|tik* <rZze; - (zu tprä... u. Î Astronautik): zu
sammenfassende Bez. für Versuche, ungelöste Rätsel aus
der Geschichte der Menschheit u. ihrer Kultur mit der vor
geschichtlichen Landung von außerirdischen Lebewesen
als Kulturstiftern zu erklären
prälaulrilkullär (zu Tprä... u. Taurikulär (vgl. aurikular)):
vor dem Ohr [gelegen] (Med.)
Prälbenldar der; -s, -e u. Prä|ben|da|ri|us der; -, ...ien
[...ion] (aus gleichbed. kirchenlat. praebendarius zu prae
benda, vgl. Präbende): Inhaber einer Präbende. Prälbende die; -, -n (aus gleichbed. kirchenlat. praebenda zu spät
Prädikatenlogik
lat. praebenda, eigtl. „das einem vom Staat zu zahlende
Nahrungsgeld“, zu /ai. praebere „darreichen, gewähren“):
kirchliche Pfründe; vgl. Benefizium (3)
Prä bio lo gie
- (zu Tprä... u. TBiologie): Spezialgebiet
der Biologie, das sich theoretisch u. in Modellexperimen
ten mit der Entstehung des Lebens befasst
Prä|bo|re|al das; -s (zu Tprä... u. TBoreal): Îpostglaziale
Klima- u. Vegetationsperiode, in der in Mitteleuropa Bir
ken- u. Kiefernwälder vorherrschend waren
PR-Abltei|lung [pe:'lɛr,,,, engl. pifa:...] die; -, -en (zu
ÎPR): Abteilung eines Unternehmens, die für ÎPublic Re
lations zuständig ist
Prälchelllelen [prɛʃɛle'ɛ:] <s?as; -[s] (zu tprä... u. TChelléen): (veraltet) svw. Abbevillien
präldelisltisch (zu Tprä... u. Tdeistisch): noch nicht auf
göttliche Wesen bezogen (von magischen Bräuchen u. Vor
stellungen bei Naturvölkern)
Prä|des|ti|na|ti|on die; - (aus gleichbed. kirchenlat. prae
destinatio zu (kirchen)lat. praedestinare, vgl. prädestinie
ren): 1. göttliche Vorherbestimmung, bes. die Bestimmung
des einzelnen Menschen zur Seligkeit od. Verdammnis
durch Gottes Gnadenwahl (Lehre Augustins u. vor allem
Calvins; auch im Islam); Ggs. t Universalismus (2). 2. das
Geeignetsein, Vorherbestimmtsein durch Fähigkeiten,
charakterliche Anlagen für ein bestimmtes Lebensziel, ei
nen Beruf o.Ä. prä|des|ti|nie|ren (aus gleichbed. (kirehen)lat. praedestinare): vorherbestimmen. präldesltiniert (zu T...iert): vorherbestimmt; ideal geeignet, wie ge
schaffen
Prälde|ter|mi|na|ti|on die; - (zu Tprä... u. ÎDeterminati
on) : das Festgelegtsein bestimmter Entwicklungsvorgänge
im Keim bzw. der Eizelle (Biol.). präldelterlmilnielren:
durch Prädetermination bestimmen, lenken (Biol.). Präde ter miinis mus der; -: Lehre des Thomas v. Aquin
von der göttlichen Vorherbestimmtheit menschlichen
Handelns. Präldelterlmilnist der; -en, -en: Vertreter des
Prädeterminismus. prä|de|ter|mi|nisltisch: den Präde
terminismus betreffend
Präldelzeslsor der; -s, ...oren (aus gleichbed. spätlat. prae
decessor zu /ai. decedere „Weggehen“): (veraltet) Amts
vorgänger
prä|di|ka|bel (aus gleichbed. lat. praedicabilis zu praedi
care „preisen, rühmen", eigtl. „öffentlich ausrufen, ver
künden, predigen“): (veraltet) lobenswert, rühmlich. Präd i I ka I bi 11 i I e n [...ion] die (Plur.) (aus gleichbed. mlat.
praedicabilia, Neutrum Plur. von lat. praedicabilis, vgl.
prädikabel): 1. nach Porphyrius die fünf logischen Begrif
fe des Aristoteles (Gattung, Art, Unterschied, wesentli
ches u. unwesentliches Merkmal). 2. die aus den T Katego
rien (4) abgeleiteten reinen Verstandesbegriffe (Kant;
Philos.). Präldilkalment das; -[e]s, -e (aus spätlat. prae
dicamentum „die im Voraus erfolgende Hinweisung (auf
etw.)“ zu lat. praedicare „öffentlich ausrufen, verkün
den“): eine der sechs nach Platon u. Aristoteles in der
Scholastik weiterhin gelehrten Kategorien (Philos.). Prädilkant der; -en, -en (aus gleichbed. mlat. praedicans,
Gen. praedicantis, Part. Präs, von (m)lat. praedicare, vgl.
prädikabel): [Hilfs]prediger in der ev. Kirche. Präldikanltenlorlden der; -s: kath. Predigerorden (derT Domi
nikaner). präldilkanltisch: predigtaitig. Prä|di|kat
das; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. praedicatum, substanti
viertes Part. Perf. (Neutrum) von praedicare, vgl. Prädikament): 1. Note, Bewertung, Zensur. 2. Rangbezeich
nung, Titel (beim Adel). 3. die Struktur des Satzes bestim
mender Satzteil, der eine Aussage über das Subjekt macht;
Satzaussage (z.B. der Bauer pflügt den Acker; Sprachw.);
vgl. Objekt (2), Subjekt (2). 4. in der Logik der die Aussage
enthaltende Teil des Urteils (Philos.). Präldilkaltenllogik r/ze; -: Teilgebiet der Logik, das die innere logische
prädikatieren
Struktur der Aussage untersucht, präldilkaltielren vgl.
prädikatisieren. Prädikaition die; -, -en (aus lat. prae
dicatio „das Verkünden“): Bestimmung eines Begriffs
durch ein Prädikat (4; Philos.), präldilkaltilsielren u.
prädikatieren (zu tPrädikat u. t...(is)ieren): mit einem
Prädikat (1) versehen (z.B. Filme). prä|di|ka|tiv (aus
gleichbed. spätlat. praedicativus): das Prädikat (3) betref
fend, zum Prädikat (3) gehörend; aussagend (Sprachw.).
Prä di ka tiv das; -s, -e [,,,və] (verkürzt aus gleichbed.
spätlat. (nomen) praedicativum); auf das Subjekt od. Ob
jekt bezogener Teil des Prädikats (3), z. B. Karl ist Lehrer,
er ist krank; ich nenne ihn feige; ich nenne ihn meinen
Freund (Sprachw.). Präldilkaltivlsatz der; -es, ...sätze:
Prädikativ in der Form eines Gliedsatzes (z.B. er bleibt,
was er immer war; Sprachw.). Präldilkaltilvum [...vom]
das; -s, ...va [...va] (aus spätlat. (nomen) praedicativum,
vgl. Prädikativ): (veraltet) svw. Prädikativ. Präldilkaltor
der; -s, ...oren (nach lat. praedicator, eigtl. „der Verkündi
ger“): 1. in der Logik derjenige Teil des Î Prädikats (4), der
einem Gegenstand zu- oder abgesprochen wird (Philos.).
2. Bedingung od. Variable, die eine Vorhersage bestimm
ter Wirkungen gestattet (Math., Phys.). Präldiikatslnomen das; -s, Plur. - u. ...mina (zu t Prädikat): Prädikativ,
das aus einem tNomen (2; Substantiv od. Adjektiv) be
steht (z.B. Klaus ist Lehrer; Tim ist grüß'). Präldikatswein der; -[e]s, -e: Wein aus der obersten Güteklasse der
deutschen Weine. prä|dik|ta|bel (zu mlat. praedictare
„vorhersehen“ u. t ...abel) : durch wissenschaftliche Verall
gemeinerung vorhersagbar. PräldikltaIbilliItät die; - (zu
T ...ität) : Vorhersagbarkeit durch wissenschaftliche Verall
gemeinerung. Präldikltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat.
praedictio); Vorhersage, Voraussage durch wissenschaft
liche Verallgemeinerung, präldikltiv (aus gleichbed.
spätlat. praedictivus); die Möglichkeit einer Prädiktion
enthaltend; vorhersagbar. Präldikltor der; -s, ...oren (zu
Zßt. praedictus, Part. Perf. von praedicere „Vorhersagen“
u. t ...or): (in der Statistik) zur Vorhersage eines Merkmals
herangezogene Variable
Prä|di|leklti|on die; -, -en (zu ¡prä... u. spätlat. dilectio,
Gen. dilectionis „Liebe“, dies zu diligere „lieben“): (ver
altet) Vorliebe. Prä|di|lek|tilonslstel|le die; -, -n: bevor
zugte Stelle für das Auftreten einer Krankheit (z.B. ein be
stimmtes Organ; Med.)
prä|dis|po|nie|ren (zu tprä... u. Îdisponieren): 1. vorher
bestimmen, im Voraus festlegen. 2. empfänglich machen
(z. B. für eine Krankheit). Präldis|po|si|tilon <Zze; -, -en:
Anlage, Empfänglichkeit für bestimmte Krankheiten
(Med.)
Präldis|solzi|alti|pn die; - (zu tprä... u. ÎDissoziation):
strahlungsloser Zerfall eines Moleküls bei Mehrfachanre
gung, der eintreten kann, bevor die Anregungsenergie ab
gegeben wird (Phys.)
präldilzielren (aus lat. praedicere „vorausbestimmen, zu
schreiben“ zu tprä... u. dicere „sagen“): ein Î Prädikat (4)
beilegen, einen Begriff durch ein Prädikat bestimmen
(Philos.). prä|dilz[e|rend (zu ¡...ierend); in der Fügung
prädizierendes Verb: mit einem t Prädikatsnomen verbun
denes tVerb (z.B. sein in dem Satz: er ist Lehrer;
Sprachw.)
Prä|do|mi|na|ti|on die; - (zu Îprä... u. t Domination): das
Vorherrschen. prä|do|mi|nie|ren: vorherrschen, über
wiegen
Prä|dor|mi|ti|um das; -s (zu t prä..., lat. dormitare „schläf
rig sein; einnicken“ u. t...ium): die Übergangsphase vom
Wachen zum Schlafzustand (Psychol.)
Praeiam hullum [pre...] das; -s, ...la (aus mlat. praeambulum „Vorspiel“, eigtl. „Vorhergehendes“, zu spätlat. praeambulus „vorangehend“): svw. Präambel (2)
Praelcepltor Ger ma ni ae [prɛ'tsɛp...... nie] dat.i; Lehr
1086
meister, Lehrer Deutschlands (Beiname für Hrabanus
Maurus u. P. Melanchthon); vgl. Präzeptor
praelcox ['prɛ:kɔks] dat. ): vorzeitig, frühzeitig, zu früh auf
tretend, z. B. t Ejaculatio praecox (Med.)
prälemilnent (aus gleichbed. spätlat. praeeminens, Gen.
praeeminentis, Part. Präs, von praeeminere „hervorra
gen; überragen“): (veraltet) hervorragend, ausgezeichnet.
Prälemilnenz die; - (aus spätlat. praeeminentia „Vorzug,
Vortrefflichkeit“): (veraltet) Vorrang
praelmislsis praelmitltenldis [prɛmɪsi:s prɛmɪtɛndi:s]
dat.; „nach Vorausschickung des Vorauszuschickenden“):
(veraltet) man nehme an, der gebührende Titel sei voraus
geschickt; Abk. : P. P. praemisso ti Itu I Io dat.); (veral
tet) nach vorausgeschicktem gebührendem Titel; Abk.:
P.T.
Praelsens hisltolrilcum [ pre:....... kʊm] das; - -, ...sentía
...ca [- ...ka] (aus gleichbed. lat. praesens historicum): Ge
genwartsform des Verbs, die längst Vergangenes aus
drückt, historisches Präsens; vgl. Präsens
praelter le gem [pre:... -] dat.); außerhalb des Gesetzes
Praeltexlta [pre...] die; -, ...ten (aus gleichbed. lat. (fabula)
praetexta): altröm. ernstes Nationaldrama; vgl. Prätext
prälexisltent (zu tprä... u. Îexistent): 1. Präexistenz besit
zend, vorher bestehend. 2. vor dem Einsetzen einer be
stimmten Entwicklung vorhanden (GeoL). Prä exis tenz
die; -: 1. das Existieren, Vorhandensein der Welt als Idee
im Gedanken Gottes vor ihrer stofflichen Erschaffung
(Philos.). 2. das Bestehen der Seele vor ihrem Eintritt in
den Leib (Plato; Philos.); Ggs. îPostexistenz. 3. Dasein
Christi als Î Logos (6) bei Gott vor seiner Menschwerdung
(Theol.). Prä exis tenlzi alnis mus der; - (vgl. ...aner u.
...ismus (1)>: philosophisch-religiöse Lehre, die besagt,
dass die Seelen (aller Menschen) bereits vor ihrem Eintritt
ins irdische Dasein als Einzelseelen von Gott geschaffen
seien; vgl. Generatianismus u. Kreatianismus. prälexistielren: Präexistenz haben, vorher bestehen
prä|fa|bri|zie|ren* (zu tprä... u. ¡fabrizieren): im Voraus
in seiner Form, Art festlegen
Prälfaltilon die; -, -en (aus gleichbed. kirchenlat. praefatio
zu lat. praefatio „Vorrede“, dies zu praefari „vorausschi
cken, vorher sagen“): liturgische Einleitung der tEucha
ristie (vgl. z.B. sursum corda!)
Prä|fekt der; -en, -en (aus lat. praefectus „Vorgesetzter“,
eigtl. substantiviertes Part. Perf. von praeficere „vorset
zen“): 1. hoher Zivil- od. Militärbeamter im alten Rom. 2.
oberster Verwaltungsbeamter eines Departements (in
Frankreich) od. einer Provinz (in Italien). 3. mit besonde
ren Aufgaben betrauter leitender kath. Geistlicher, bes. in
Missionsgebieten (sogenannter Apostolischer Präfekt) u.
im kath. Vereinswesen. 4. älterer Schüler in einem ¡Inter
nat (1), der jüngere beaufsichtigt. 5. ältester Schüler des
Chores [einer Schule], der den Chorleiter bzw. Kantor als
Dirigent vertritt. Präfekltur r/Ze; -, -en (aus gleichbed.
lat. praefectura): a) Amt, Amtsbezirk eines Präfekten (2);
b) Amtsräume eines Präfekten (2)
Prä|fe|ren|dum das; -s, Plur. ...da u. ...den (aus lat. prae
ferendum „Vorzuziehendes“, Gerundivum von praeferre
„den Vorzug geben, vorziehen“): Behaglichkeitszone, be
vorzugter Aufenthaltsbereich von Tieren aufgrund opti
maler Umweltbedingungen (z.B. Temperatur, Licht,
Feuchtigkeit; Ökologie). Prä|fe|ren|ti|al|zoll vgl. Präferenzialzoll. prälfelrenltilell vgl. präferenziell. Präfe
renz die: -, -en (aus gleichbed. fr. préférence zu préférer
„den Vorrang geben, vorziehen“, dies aus lat. praeferre
„den Vorzug geben“, eigtl. „vorantragen“): 1. a) Vorrang,
Vorzug; Vergünstigung; vgl. par préférence; b) bestimm
ten Ländern gewährte Vergünstigung im Außenhandel
(Wirtsch.) ; c) bestimmte Vorliebe im Verhalten der Markt
teilnehmer (Wirtsch.). 2. Bevorzugung einer Person, eines
1087
Ziels, Werts vor anderen (Soziol.). 3. (veraltet) Trumpffar
be (bei Kartenspielen). Prä|fe|ren|zi|al|zoll, auch Präferentialzoll der: -[e]s, ...zolle (zu T...ial): svw. TPräferenz
zoll. prä|fe|ren|zi|ell, auch präferentiell (aus gleichbed.
fr. préférentiel zu préférence, vgl. Präferenz): Präferenzen
betreffend. Prälfelrenzlsysltem das: -s: die gegenseitige
handelspolitische Vorzugsbehandlung für Einfuhrwaren
zwischen zwei od. mehreren Ländern, meist durch Präfe
renzzölle. Prä|fe|renz|zoll ¿ter; -[e]s, ...zolle: Zoll, der ei
nen Handelspartner begünstigt. prä|fe|rie|ren (nach
gleichbed. fr. préférer, vgl. Präferenz): vorziehen, den Vor
zug geben
prälfilgielren (aus lat. praefigere „vorn anheften“ zu
Tprä... u. lat. figere „anheften“): mit Präfix versehen
(Sprachw.)
Prälfilgul raltilon die: -, -en (aus lat. praefiguratio, eigtl.
„Vorbildung", zu praefigurare, vgl. präfigurieren): 1. vo
rausdeutende Darstellung, Vorgestaltung, Vorverkörpe
rung (z. B. im mittelalterlichen Drama). 2. Urbild, prä|figu rie ren (aus lat. praefigurare, eigtl. „vorbilden“): vo
rausweisen
prälfilnal (zu tprä... u. Îfinal): vor dem Ende (des Lebens)
auftretend (Med.), prälfilnielren (aus gleichbed. /ɑt.
praefinire): (veraltet) im Voraus bestimmen, vorher fest
setzen. Prälfilniltilon die: -, -en (aus gleichbed. lat. prae
finitio): (veraltet) Vorherbestimmung, Vorschrift
Prälfix [auch prɛ:...] das: -es, -e (aus lat. praefixum, Part.
Perf. (Neutrum) von praefigere, vgl. präfigieren): 1. vor
den Wortstamm od. vor ein Wort tretende Silbe, Vorsilbe
(z. B. unschön, besteigen, unbeherrscht); vgl. Affix, Infix,
Suffix (Sprachw.). 2. svw. Präverb (Sprachw.). Prälfilxilgn
die: -, -en (zu Î '...ion): (veraltet) Anberaumung, prälfilxoid (zu t...oid): in der Art eines Präfixes, einem Präfix ähn
lich gestaltet, sich verhaltend o.ä. (Sprachw.). Prälfilxoid das: -[e]s, -e: [expressives] Halbpräfix, präfixähnlicher
Wortbestandteil (z.B. sau-/Sau- in saublöd, Sauwetter;
Sprachw.); vgl. Suffixoid. Prälfixlverb [auch 'prɛ:,,,] ¿Zas;
-s, -en: präfigiertes Verb (z.B. entsorgen)
Prälforlmaltilgn die: -, -en (zu Îprä... u. Î Formation): an
genommene Vorherbildung des fertigen Organismus im
Keim (Biol.). Prälfor|malti|ons|the|olrie die; im 17.
u. 18. Jh. vertretene Entwicklungstheorie, nach der jeder
Organismus durch Entfaltung bereits in der Ei- od. Samen
zelle vorgebildeter Teile entsteht (Biol.). prälforlmielren
(aus lat. praeformare „vorher bilden“): im Keim vorbilden
(Biol.). Prälforlmist der; -en, -en (zu T ...ist): Anhänger
der Präformationstheorie
prälgelniltal (zu tprä... u. Tgenital): die noch nicht im Be
reich der Î Genitalien, sondern im Bereich des Afters u.
des Mundes erfolgende Lustgewinnung betreffend (von
frühkindlichen Entwicklungsphasen des Sexuallebens;
Psychol.)
prälglalzilal (zu Tprä... u. tglazial): voreiszeitlich (Geol.).
Prä|gla|zi|al das; -s: die zum TPleistozän gehörende Vor
eiszeit (Geol.)
Prag!ma das; -s, -ta (aus gleichbed. gr. pragma, dies zu
prässein „handeln, tun“): (veraltet) 1. das Handeln. Tat.
Geschäft. 2. (nur Plur.) Lage der Dinge, bes. der Staats
verhältnisse. Prag|ma|lin|gu|is|tik [auch präg...] die; (zu îPragmatik u. ÎLinguistik): Pragmatik (3) als Teil der
Î Soziolinguistik (Sprachw.). praglmallinlgulisltisch
[auch präg...]: die Pragmalinguistik betreffend, zu ihr ge
hörend (Sprachw.). Praglmaltik die: -, -en (aus gr. pragmatikë (téchnë) „Kunst, richtig zu handeln“ zu pragmatikös, vgl. pragmatisch): 1. Orientierung auf das Nützliche,
Sinn für Tatsachen, Sachbezogenheit. 2. (österr.) Ordnung
des Staatsdienstes, Dienstordnung. 3. das Sprachverhal
ten, das Verhältnis zwischen sprachlichen Zeichen u. in
terpretierendem Menschen untersuchende linguistische
Prairial
Disziplin; Lehre vom sprachlichen Handeln (Sprachw.).
der; -s, -: 1. Vertreter der pragmatischen
Geschichtsschreibung. 2. Vertreter des Pragmatismus,
Pragmatist. Prag|ma|ti|ke|rin die: -, -nen: weibliche
Form zu TPragmatiker, praglmaltisch (über lat. prag
maticus aus gr. pragmatikós „in Geschäften geschickt,
tüchtig, sachkundig“ zu pragma, vgl. Pragma): 1. anwendungs-, handlungs-, sachbezogen; sachlich, auf Tatsachen
beruhend. 2. fach-, geschäftskundig. 3. das Sprachverhalten, die Pragmatik (3) betreffend (Sprachw.); pragmati
sche Bedeutung: Bedeutung eines sprachlichen Zeichens
(Wort, Wortkomplex), die sich aus der Beziehung des Zei
chens zu den Zeichenbenutzern ergibt, wobei sie weniger
die lexikalische Einheit als solche als vielmehr den Text ins
gesamt charakterisiert; pragmatische Geschichtsschrei
bung: Geschichtsschreibung, die aus der Untersuchung
von Ursache u. Wirkung historischer Ereignisse Erkennt
nisse für künftige Entwicklungen zu gewinnen sucht;
Pragmatische Sanktion: 1713 erlassenes Grundgesetz des
Hauses Habsburg über die Unteilbarkeit der habsburgi
schen Länder u. die Erbfolge. praglma|ti|sie|ren (zu
t,,,isieren): (österr. Amtssprache) [jmdn., der vollständig
in die Amtsgeschäfte eingeweiht ist] in ein Dienstverhält
nis als Beamterübernehmen. Prag|ma|ti|sie|rung die: -,
-en (zu T...isierung): (österr.) das Pragmatisieren, Pragmatisiertwerden. Praglmaltislmus der; - (zu t...ismus
(1)): 1. philos. Lehre, die im Handeln das Wesen des Men
schen erblickt u. Wert u. Unwert des Denkens danach be
misst. 2. pragmatisches Denken, Handeln, pragmatische
Einstellung. Praglmaltist der; -en, -en (zu Î ...ist); Vertre
ter des Pragmatismus, Pragmatiker (2)
prä gnant* (unter Einfluss von gleichbed. fr. prégnant aus
lat. praegnans, Gen. praegnantis „schwanger; trächtig;
strotzend“): etwas in knapper Form genau, treffend dar
stellend. Prälgnanz die: - (zu t...anz): Schärfe, Genauig
keit, Knappheit des Ausdrucks. Prälgnanzltenldenz
die; -: das Bestreben, Bewusstseinsinhalte in eine bündige,
bedeutsame Form zu bringen (Psychol.)
Prälgralvaltilon [,..v...] die; -, -en (aus lat. praegravatio
„die Schwere“ zu praegravare, vgl. prägravieren): (veral
tet) Überlastung, Überbürdung (z.B. mit Steuern), prägraivie ren (aus gleichbed. lat. praegravare): (veraltet)
überlasten, mehr als andere mit etwas belasten
Prälgusltaltilon die; -, -en (zu lat. praegustare (vgl. prägustieren) u. T...ation): (veraltet) das Vorkosten. Prälgusta tor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. praegustator):
(veraltet) Vorkoster. prä|gus|tie|ren (aus gleichbed. lat.
praegustare): (veraltet) vorher kosten, vorkosten. Prägusltus der; - (zu Tprä... u. lat. gustus „Kostprobe; Ge
schmack“): (veraltet) Vorgeschmack
prälhelpaltisch (zu Tprä... u. Thepatisch): vor der Leber
[befindlich] (Anat.)
Prälhisltolrie [,,,iə, auch prs:...] die; - (zu Tprä... u. THistorie): Vorgeschichte. Prä|his|to|rilker [auch pre:...]
der; -s, -: Wissenschaftler auf dem Gebiet der Prähistorie,
prälhisltolrisch [auch pre:...]: vorgeschichtlich
Prahm der; -[e]s, Plur. -e u. Prähme (aus dem Slaw.; vgl.
tschech. prám „Fähre“): kastenförmiges, flaches Wasser
fahrzeug für Arbeitszwecke, großer Lastkahn
Prälholmilnilne der: -n,-n (zu tprä... u. L/(. homo, Gen. ho
minis „Mensch“): Vormensch, Übergangsform vom Men
schenaffen zum Menschen (Biol.)
Prälimalgo die: -, ...gines [,,,ne:s] (zu Tprä... u. tImago):
Entwicklungsstadium bei Insekten, das schon vor der letz
ten Häutung der Imago (2) ähnelt (Biol.)
Prä iolni sa ti on die;-, -en (zuTprä... u. t Ionisation): svw.
Autoionisation
Prailrilal [prsTial] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. prairial,
eigtl. „Wiesenmonat“, zu prairie „Wiese“): in der 1. FranPraglma|ti|ker
1088
Präjudiz
zösischen Republik der neunte Monat des Jahres (20. Mai
bis 18. Juni)
Präljuldiz ¿tas; -es, -e (aus gleichbed. lat. praeiudicium zu
Tprä... u. iudicium, vgl. Judizium): 1. vorgefasste Mei
nung, Vorentscheidung; 2. a) [Vorentscheidung eines
obersten Gerichts mit Leitbildfunktion für ähnliche künf
tige Rechtsfälle (Rechtsw.); b) (veraltet) durch Nichtbefol
gung einer Verordnung entstehender Schaden (Rechtsw.).
з. vorgreifende Entscheidung (Pol.), präljuIdilzilal (aus
spätlat. praeiudicialis „zur Vorentscheidung gehörig“):
svw. präjudiziell; vgl. ...al/...eil. präIjuIdiIzilell (nach
gleichbed. fr. préjudiciel, dies aus spätlat. praeiudicialis,
vgl. präjudizial): bedeutsam für die Beurteilung künftiger
Sachverhalte (Rechtsw.); vgl. ...al/...eil. präljuidiizielren
(aus spätlat. praeiudicare „vorgreifen, im Voraus entschei
den“ zu tprä... u. iudicare, vgl. judizieren): eine [richter
liche] Vorentscheidung über etw. treffen, ein Präjudiz
schaffen (Rechtsw., Pol.)
prälkamlbrisch* (zu tprä... u. tkambrisch): die vor dem
tKambrium liegenden Zeiten betreffend (Geol.). Präkamlbrilum das; -s: tArchaikum u. tAlgonkium um
fassender Zeitraum der erdgeschichtlichen Frühzeit
(Geol.)
prä|kan|ze|rös (zu tprä... u. tkanzerös): svw. präkarzino
matös. Prä|kan|ze|ro|se die; -, -n (zu tɪ,,,ose): Gewebs
veränderung, die zu Î präkarzinomatöser Entartung neigt
и. als Vorstadium eines Krebses aufzufassen ist (Med.)
prä|kar|bo|nisch (zu tprä... u. tkarbonisch): vor dem
t Karbon [liegend], in einen Zeitabschnitt vor dem Karbon
fallend (Geol.)
prä|kar|di|al (zu tprä... u. Tkardial): vor dem Herzen lie
gend, die vor dem Herzen liegende Brustwand betreffend
(Med.). Prälkarldilallgie die; -, ...ien: Schmerzen in der
Herzgegend (Med.)
prä|kar|zilnolma|tös (zu tprä... u. tkarzinomatös): die
Entstehung eines Krebses vorbereitend od. begünstigend
(Med.)
Prälkaultilon die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. praecautio
zu praecautus, Part. Perf. von lat. praecavere, vgl. präka
vieren): (veraltet) Vorsichtsmaßnahme], Vorkehrung.
prä|ka|vie|ren [,.,'vi:...] (aus gleichbed. lat. praecavere);
(veraltet) sich vorsehen, Vorkehrungen treffen
Prä|kelra|mi|kumrfas; -s (zu Îprä..., Î Keramik u. t...ium>:
Frühphase in verschiedenen Gebieten der Jungsteinzeit,
in der noch keine t Keramik nachweisbar ist
prälklilnisch (zu î prä... u. Î klinisch): 1. vor Anwendung in
der Klinik (von Arzneimitteln; Med.). 2. nicht die typi
schen Krankheitssymptome aufweisend (Med.)
prä|klu!die|ren (aus /st. praecludere „verschließen, ver
sperren“): jmdm. die (verspätete) Geltendmachung eines
Rechts[mittels, -anspruchs] wegen Versäumnis einer fest
gesetzten Frist (Î Präklusivfrist) gerichtlich verweigern
(Rechtsw.). Prälklulsilon die; -, -en (aus gleichbed. lat.
praeclusio): das Präkludieren (Rechtsw.). prälklulsiv u.
präklusivisch [,,,vʧ] (zu t...iv): ausschließend; rechtsverwirkend infolge versäumter Geltendmachung eines Rechts
(Rechtsw.); vgl. ...isch/-. Prälklulsivlfrist die: -, -en: ge
richtlich festgelegte Frist, nach deren Ablauf ein Recht
nicht mehr geltend gemacht werden kann (Rechtsw.). präklulsilvisch [...vij] vgl. präklusiv
Prä|kolgni|ti|on*iJze,- - {ms spätlat. praecognitio „das Vor
hererkennen“ zu praecognoscere „vorher erfahren“): au
ßersinnliche Wahrnehmung, bei der zukünftige Ereignisse
vorausgesagt werden (Parapsychol.)
prä ko lum bisch (zu Tprä... u. nach Chr. Kolumbus,
1451-1506): (in Bezug auf Amerika) den Zeitraum vor der
Entdeckung durch Kolumbus betreffend; präkolumbische
Kulturen: die in Amerika existierenden Kulturen vor der
Entdeckung durch Kolumbus
das; -s, -s (zu tprä... u. t'Koma): beginnende
Bewusstseinsstörung, Vorstadium eines Î 'Komas (Med.)
Prä|kolni|salti|on die; -, -en (aus gleichbed. kirchenlat.
praeconizatio zu praeconizare, vgl. präkonisieren): feier
liche Bekanntgabe einer Bischofsernennung durch den
Papst vor den Kardinälen. prälkolnilsielren (aus gleich
bed. kirchenlat. praeconizare, zu lat. praeconium, vgl.
Präkonium): feierlich zum Bischof ernennen. Prälkolnium das; -s, ...ien [,,,iən] (aus lat. praeconium, eigtl. „He
roldsdienst“, substantiviertes Neutrum von praeconius
„zum Herold gehörig“, dies zu praeco, Gen. praeconius
„Herold“): (veraltet) 1. Bekanntmachung, Ausrufung. 2.
Verherrlichung
prä|kon|zep|ti|o|nell (zu tprä... u. tkonzeptionell): vor
der Befruchtung bereits vorhanden (Med.)
präjkorjdilal (zu tprä..., lat. cor, Gen. cordis „Herz“ u.
T '...al (1)>: svw. präkardial. Prälkorldilallangst die; -:
mit Angstgefühl verbundene Beklemmung in der Herzge
gend (Med.). Prälkorldilallschmerz der; -[e]s:
Schmerzgefühl beim Auftreten von t Angina Pectoris
(Med.)
Pralkrit* das; -s, -s (aus sanskr. präkrta „Volkssprache“):
Sammelbez. für die mittelind. Volkssprachen, die etwa seit
Buddhas Zeit (5. Jh. v. Chr.) bis etwa 1000 n.Chr. neben
der Hochsprache des Sanskrit gebraucht wurden
prakltilfilzielren (zu t Praxis u. t,,,fizieren): in die Praxis
umsetzen, verwirklichen. Prakltilfilzielrung die; -, -en
(zu Î ...fizierung): das Praktifizieren. Prakltik die; -, -en
(über mlat. practica, spätlat. practice „Ausübung, Tätig
keit, Vollendung“ aus gr. praktikê (téchnê) „Tätigkeit,
Tatkraft“, eigtl. „Lehre vom aktiven Handeln“, substan
tiviertes Fern, von praktikös, vgl. praktisch): 1. [Art der]
Ausübung von etwas; Handhabung, Verfahren[sart], 2.
(meist Plur.) (als bedenklich empfundene) Methode,
nicht immer einwandfreies u. erlaubtes Vorgehen; Kunst
griff, Kniff. 3. vom 15. bis 17. Jh. Kalenderanhang od.
selbstständige Schrift mit Wettervorhersagen, astrologi
schen Prophezeiungen, Gesundheitslehren, Ratschlägen
u.a. Prakltijka: Plur. von TPraktikum. prak|ti|kalbel
(nach fr. praticable aus mlat. practicabilis „tunlich, aus
führbar“): 1. brauchbar, benutzbar, zweckmäßig; durch-,
ausführbar. 2. begehbar, benutzbar, nicht gemalt od. nur
angedeutet (von Teilen der Theaterdekoration). Prakltikalbel das; -s, -: begehbarer, benutzbarer Teil der Thea
terdekoration (z.B. ein Podium). Prakltilkalbilliltät
die; - (aus gleichbed. fr. practicability; vgl. ...ität):
Brauchbarkeit,
Zweckmäßigkeit;
Durchführbarkeit.
Prakltükant der; -en, -en (zu mlat. practicans, Gen.
practicantis, Part. Präs, von practicare, vgl. praktizie
ren): in praktischer Ausbildung Stehender; jmd., der ein
Praktikum absolviert. Prakltilkanltin die; -, -nen: weib
liche Form zu TPraktikant. Prakltilken: Plur. von
Î Praktik. Prakltilker der; -s, - (zu spätlat. practicus, vgl.
praktisch): 1. Mann der [praktischen] Erfahrung; Ggs.
TTheoretiker (1). 2. (Jargon) praktischer Arzt. Prakltikelrin die; -, -nen: weibliche Form zu tPraktiker. Praktilkum das; -s, ...ka (latinisierende Bildung zu t Praktik;
vgl. ...ikum): 1. zur praktischen Anwendung des Erlern
ten eingerichtete Übungsstunde, Übung (bes. an den na
turwissenschaftlichen Fakultäten einer Hochschule). 2.
im Rahmen einer Ausbildung außerhalb der [Hochschu
le abzuleistende praktische Tätigkeit. Prakltilkus der; -,
-se (zu spätlat. practicus, vgl. praktisch): (scherzh.) jmd.,
der immer u. überall Rat weiß, praktisch (über spätlat.
practicus aus gr. praktikös „auf das Handeln gerichtet,
tätig, tüchtig“ zu prássein, vgl. Praxis): 1. a) die Praxis,
das Tun, das Handeln betreffend; ausübend; b) in der
Wirklichkeit auftretend; wirklich, tatsächlich. 2. zweck
mäßig, gut zu handhaben. 3. geschickt; [durch stetige
Prälkolma
1089
Übung] erfahren; findig. 4. (ugs.) fast, so gut wie, in der
Tat; praktischer Arzt: Arzt für Allgemeinmedizin (Abk.:
prakt. Arzt); praktische Philosophie: Teilbereich der Phi
losophie, der sich mit dem menschlichen Handeln in sei
nen vielfältigen Bezügen beschäftigt, bes. im Hinblick
auf ethisch-moralische, rechtlich-politische u. technisch
pragmatische Formen des menschlichen Zusammenle
bens; praktische Theologie: Teilbereich der Theologie,
der sich mit Seelsorge, Predigt u. religiöser Unterweisung
beschäftigt. prak|ti|zie|ren (unter Einfluss von (m)fr.
pratiquer aus mlat. practicare „eine Tätigkeit ausüben“):
1. a) eine Sache betreiben, ins Werk setzen; [Methoden]
anwenden; b) etwas aktiv ausüben (z.B. praktizierender
Katholik). 2. a) seinen Beruf ausüben (bes. als Arzt); b)
(selten) ein Praktikum durchmachen. 3. (österr.) seine
praktische berufliche Ausbildung beginnen od. vervoll
kommnen. 4. (ugs.) etwas geschickt irgendwohin brin
gen, befördern. Prakltilzislmus der; - (zu t.Jsmus (5)>:
Neigung, bei der praktischen Arbeit die theoretischen
Grundlagen zu vernachlässigen, prakltilzisltisch (zu
T ...istisch) : den Praktizismus betreffend, auf ihm beru
hend
prälkullmisch (zu tprä... u. tkulmisch): vor dem t2Kulm
[liegend], in einen Zeitabschnitt vor dem 2Kulm fallend
(Geol.)
Prälkurlsor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. praecursor
zu praecurrere „vorauslaufen, zuvorkommen“): (veraltet)
1. Vorläufer, Vorbote. 2. Kundschafter, prälkurlsolrisch
(aus lat. praecursorius „vorauseilend“): (veraltet) vorläu
fig, einleitend
Prällat der; -en, -en (aus gleichbed. mlat. praelatus, eigtl.
„der Vorgezogene“, substantiviertes Part. Perf. von lat.
praeferre „vorziehen, bevorzugen“): 1. kath. Geistlicher,
der Inhaber der Kirchengewalt (z.B. Bischof, Abt), eines
hohen [Ehrenjamtes der römischen Kurie od. Träger eines
vom Papst verliehenen Ehrentitels ist. 2. leitender ev.
Geistlicher in einigen [süddeutschen Landeskirchen; Lei
ter eines Kirchensprengeis. Prällaltur die; -, -en (aus
mlat. praelatura „Amt eines Prälaten“): Amt od. Woh
nung eines Prälaten
Prällelgat das; -[e]s, -e (aus lat. praelegatum, substantivier
tes Part. Perf. (Neutrum) von praelegare, vgl. prälegieren): (veraltet) Vorausvermächtnis, prällelgielren (aus
lat. praelegare „im Voraus vermachen“): (veraltet) vo
rausverfügen, vermachen
prällilmilnär (aus gleichbed. fr. préliminaire; vgl. Prälimi
nar...): 1. vorläufig. 2. einleitend, vorbereitend. Prällilminar... (zu tprä... u. lat. liminaris „zur Schwelle gehörend“
(zu limen, Gen. liminis „Schwelle; Anfang“)): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „vorläufig, einleitend“,
z.B. Präliminarfrieden. Prällilmilnalre das; -s, ...rien
[,,,iən] (meist Plur.): 1. diplomatische Vorverhandlung
(bes. zu einem Friedensvertrag). 2. Sing, von t Prälimina
rien. Prällilmilnarlfrielden der; -s: in Vorverhandlun
gen erreichte Vereinbarung, die nicht nur die Einstellung
der Kampfhandlungen, sondern schon wesentliche Bedin
gungen eines späteren Friedensvertrages enthält. Prällimilnalri en die (Plur.): etwas, was einer ins Auge gefass
ten Sache einleitend, vorbereitend vorausgeschickt wird;
vorbereitende Handlungen. Prällümilnairist der; -en,
-en (zu T ...ist): (veraltet) jmd., der im Zustand der Vorbe
reitung od. des Übergangs ist (z. B. angehender Student),
prälülmilnielren (zu Î..deren): (selten) vorläufig fest
stellen, -legen
Prallilne die; -, -n (aus gleichbed. fr. praline, eigtl. „ge
brannte Mandel“, angeblich nach dem franz. Marschall du
Plessis-Praslin (fl675), dessen Koch als Erfinder gilt):
kleines Stück Schokoladenkonfekt mit einer Füllung. Praliíné [...'ne:, auch praline], auch Prallilnee [auch pra...]
Prämonstratenser
das; -s, -s (nach /L praliné, pralinée, Part. Perf. von praliner „mit gebranntem Zucker überziehen“): (österr. u.
Schweiz., sonst veraltend) svw. Praline. pralli|nie|ren
(aus fr. praliner „mit gebranntem Zucker überziehen“):
(veraltet) in Zucker rösten
prällolgisch (zu tprä... u. tlogisch): vorlogisch; das natür
liche, gefühlsmäßige, einfallsmäßige Denken betreffend
(Philos.). Prällolgislmus der; - (zu t.Jsmus (1)): Lehre
von den natürlichen, noch nicht logischen Formen des
Denkens (Philos.)
prälluldielren (aus /at. praeludere „vorspielen, ein Vor
spiel halten“): durch ein musikalisches Vorspiel einleiten.
Prälluldüum das; -s, ..den [,,dən] (aus gleichbed. mlat.
praeludium): a) oft frei improvisiertes musikalisches Vor
spiel (z. B. auf der Orgel vor dem Gemeindegesang in der
Kirche); b) Einleitung der Suite u. Fuge; c) selbstständiges
Instrumentalstück; vgl. Postludium
prä ma tur (aus gleichbed. lat. praematurus zu tprä... u.
maturus „reif1): vorzeitig; frühzeitig, verfrüht auftretend
(z.B. vom Einsetzen der Geschlechtsreife; Med.). Präma|tu|ri|tät die; - (zu T...ität>: Frühreife, vorzeitige Pu
bertät (Med.)
Prälmeldilkaltilgn die; -, -en (zu tprä... u. tMedikation):
medikamentöse Vorbereitung eines t Patienten für einen
größeren Eingriff (z.B. vor Operationen; Med.)
Prälmeldiltaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. praeme
ditatio zu praemeditari „etw. vorher bedenken“): Vorü
berlegung, das Vorausdenken (Philos.)
Prä|me|no|pau|se die; -, -n (zu tprä... u. tMenopause):
Zeitabschnitt vor Eintritt der ÎMenopause (Med.)
prälmensltrulell* (zu tprä... u. tmenstruell): in den letz
ten Tagen vor Eintritt der Menstruation auftretend (von
Beschwerden; Med.)
Prälmie [...ja] die; -, -n (aus lat. praemia, als Fern. Sing, an
gesehener Plur. (Neutrum) von praemium „Vorteil, Aus
zeichnung; Preis, Belohnung“, zu tprä... u. emere „neh
men“): 1. a) Belohnung, Preis; b) bes. in der Wirtschaft für
besondere Leistungen zusätzlich zur normalen Vergütung
gezahlte Sondervergütung. 2. Geldbetrag, der bei be
stimmten Anlagen von Banken, [staatlichen] Institutionen
o. Ä. [regelmäßig] ausgeschüttet wird. 3. Zugabe beim Wa
renkauf. 4. Leistung, die der Versicherungsnehmer dem
Versicherer für Übernahme des Versicherungsschutzes
schuldet. 5. zusätzlicher Gewinn in der Lotterie, im Lotto
o.Ä. Prä|mi|enlde|pot [...miandepo:] das; -s, -s: Gutha
ben, das ein Versicherter durch vorzeitige Zahlung bei ei
ner [Lebens]versicherung hat. Prälmilenlfonds [,,,fb:]
i/er; - [,,,fð:(s)], - [,,,fð:s]: t Fonds (1 a), aus dem Prämien
(2) gezahlt werden, prälmielren u. prälmilielren (aus
gleichbed. spätlat. praemiare): mit einem Preis belohnen,
auszeichnen
Prälmislse die; -, -n (aus lat. praemissa (res) „die voraus
geschickte (Sache)“ zu prämissus, Part. Perf. von praemit
tere; vgl. prämittieren): 1. Vordersatz im Î Syllogismus
(Philos.). 2. Voraussetzung, das, was einem Plan od. Pro
jekt gedanklich zugrunde liegt, prälmitltielren (aus
gleichbed. lat. praemittere); (veraltet) vorausschicken
Prälmollar der; -en, -en (zu tprä... u. TMolar): vorderer
zweihöckeriger Backenzahn (Med.)
prä|mo|ni|to|risch (aus gleichbed. /at. praemonitorius zu
praemonitor „der Warner“, dies zu praemonere „(im Vo
raus) erinnern, warnen“): (veraltet) warnend
Prälmonsltraltenlser* der; -s, - (aus gleichbed. mlat.
praemonstratensis, nach dem franz. Kloster Prémontré
(zu fr. prémontré, lat. pratum monstratum „gezeigte Wie
se“, da nach der Legende dem hl. Norbert 1120 von Gott
ein Wiesental zur Ordensgründung gezeigt wurde)): 1120
gegründeter Orden tregulierter Chorherren; Abk.:
O. Praem.
prämorbid
1090
sprochen (von Lauten; Sprachw.); Ggs. Tpostpalatal; vgl.
(zu Tprä... u. /ɑi. morbidus „krank“): die Prä
Palatum
morbidität betreffend, zu ihr gehörend, durch sie geprägt
(Med.). Prä|mor|bi|di|tät die; - (zu T...ität>: Gesamtheit Prä I paira nd der; -en, -en (aus lat. praeparandus, Gerundi
vum von praeparare (vgl. präparieren), eigtl. „der Vorzu
der Krankheitserscheinungen, die sich bereits vor dem ei
bereitende, Auszurüstende"): 1. (früher) Vorbereitungs
gentlichen Ausbruch einer Krankheit zeigen (bes. bei
schüler (bei der Lehrerausbildung). 2. Kind, das den Vor
TPsychopathien; Med.)
konfirmandenunterricht besucht. Prälpalranlde die; -,
prälmorltal (zu Îprä... u. (mortal): vor dem Tode [auftre
-n : (ugs. früher) Kurzform von TPräparandenanstalt. Prätend], dem Tode vorausgehend (Med.)
palranldenlanlstalt die; -, -en: (früher) Unterstufe der
prälmunldan (zu Tprä... u. Tmundan): vorweltlich, vor der
Lehrerbildungsanstalt. Prälpalrat das; -[e]s, -e (aus lat.
Entstehung der Welt vorhanden (Philos.)
praeparatum „das Zubereitete“, substantiviertes Part.
Prälmulnilsielrung die; -, -en (Kurzw. aus tprä... u. ÎImPerf. (Neutrum) von praeparare, vgl. präparieren): 1. et
munisierung): durch Impfung bewirkter Schutz des tOr
was kunstgerecht Zubereitetes (z.B. Arzneimittel, ehern.
ganismus gegenüber einer Vielzahl von Infektionskrank
Mittel). 2. a) konservierte Pflanze od. konservierter Tier
heiten (Med.). Prälmulniltäti/ie; - (Kurzw. aus Îprä... u.
körper [zu Lehrzwecken]; b) Gewebsschnitt zum Mikro
Î Immunität): Summe der durch Schutzimpfungen bewirk
skopieren. Prälpalraltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat.
ten t Resistenz (Med.)
praeparatio): 1. (veraltet) Vorbereitung; häusliche Aufga
Prälmultaltilon die: -, -en (zu Îprä... u. TMutation): Vor
be. 2. Herstellung eines Präparates (2 a, b). prälpalraltiv
stufe einer Î Mutation (1)
(zu T...iv): die Herstellung von Präparaten (2 a, b) betref
Pralna der; -s, -s (aus sanskr. pränä „Atem“): der Atem als
fend. Prälpalraltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat.
Lebenskraft (nach altind. Vorstellung)
praeparator, eigtl. „der Vorbereiter“): jmd., der (bes. an
prä|na|tal (zu Tprä... u. lat. natalis „zur Geburt gehörig“):
biologischen od. medizinischen Instituten, Museen o. Ä.)
vor der Geburt, der Geburt vorausgehend (Med.); präna
naturwissenschaftliche Präparate (2a,b) herstellt u.
tale Diagnostik: Untersuchung zur Früherkennung von
pflegt Prälpalraltolrin die; -, -nen: weibliche Form zu
Entwicklungsstörungen u. genetischen Schäden des unge
(Präparator, präpairatolrisch (aus gleichbed. spätlat.
borenen Kindes (Med.)
praeparatorius): (veraltet) vorbereitend; vorläufig, präpranldilal (zu lat. prandium „(Vor)mahlzeit“ u. T ’...al (1)>:
parieren (aus gleichbed. lat. praeparare): 1. a) (zu ei
während des Essens auftretend (von Schmerzen; Med.)
Prä|neo|pla|sie* die; -, ...ien (zu Tprä... u. TNeoplasie):
nem bestimmten Zweck) vorbereitend bearbeiten; b) sich
svw. Präkanzeröse
-; sich vorbereiten. 2. tote menschliche od. tierische Kör
Prang der; -s, -s (aus thailändisch prang „Heiligtum“):
per od. Pflanzen [für Lehrzwecke] zerlegen [u. konservie
Tempelform in Thailand, bei der das Turmheiligtum mit
ren, dauerhaft haltbar machen], Prälpalrierlkurs der;
einer Vorhalle verbunden ist
-es, -e: TKurs, in dem Studenten der Medizin, Biologie od.
Prälnolmen das; -s, Plur. - u. ...mina (aus gleichbed. /o/.
Pharmazie tote Organismen od. Teile davon zu Lehrzwe
praenomen zu Tprä... u. nomen „Name“): der an erster
cken präparieren (2)
Stelle stehende altrömische Vorname (z. B. Marcus Tullius prälparltal (zu Tprä..., ÎPartus u. T ’...al (1)): vor der Ge
Cicero); vgl. Kognomen u. Nomen gentile
burt bzw. Entbindung [auftretend] (Med.)
Prä|nolta|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. praenotatio, Prälponldelranz die; - (aus gleichbed. fr. prépondérance
eigtl. „Titel“, zu praenotare, vgl. pränotieren): (veraltet)
zu prépondérant „überwiegend“, dies aus lat. praepon
a) Vorbemerkung; b) Benachrichtigung, prälnoltielren
derans, Gen. praeponderantis, Part. Präs, von praepon
(aus gleichbed. Zai. praenotare): (veraltet) vor[be]merken
derare, vgl. präponderieren): (veraltet) Übergewicht,
Prälnglva [...va] die; -, ...vä (zu Tprä... u. Î 'Nova): Zustand
Vorherrschaft (z.B. eines Staates). prä|pon|de|rie|ren
vor dem Helligkeitsausbruch eines temporär veränderli
(aus gleichbed. lat. praeponderare); (veraltet) über wie
chen Sterns (Astron.)
gen
präEnu|me|ran|do (zu Tprä... u. lat. numerando, Gerundi prälpolnielren (aus gleichbed. lat. praeponere): voranstel
um von numerare, vgl. nummerieren): im Voraus (zu zah
len, vorsetzen. Prälpolsilti: Plur. von TPräpositus. Prälen); Ggs. Tpostnumerando. Prä nu me ra ti on rZZe; -,
positilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. praepositio,
-en (zu T...ation): Vorauszahlung; Ggs. ÎPostnumeration,
Gen. praepositionis, eigtl. „das Vor(an)setzen“>: Verhält
prä Inulmelrie Iren: vorausbezahlen
niswort (z.B. auf, in'). prä|polsi|ti|o|nal (zu T ’...al (1)>:
Prä nun ti aiti on die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. prae
die Präposition betreffend, verhältniswörtlich; präpositio
nuntiatio zu praenuntiare „vorher verkündigen“): (veral
nales Attribut: svw. Präpositionalattribut. Prä|po|si|ti|otet) Vorherverkündigung
nal at tri but* das; -[e]s, -e: Beifügung als nähere Be
Prä|oklku|pa|ti|gn die; -, -en (aus gleichbed. lat. praeoc
stimmung, die aus einer Präposition mit Substantiv, Ad
cupatio, eigtl. „Besetzung zur rechten Zeit“, zu praeoccu
jektiv od. Adverb besteht (z.B. das Haus am Markt;
pare, vgl. präokkupieren): a) Vorwegnahme; b) Voreinge
Sprachw.). Prä|po|si|ti|o|nal|ka|sus der; -, - [,,,zu:s]:
nommenheit, Vorurteil, Befangenheit, präloklkulpielren
1 Kasus eines Substantivs, der von einer Präposition ab
(aus gleichbed. lat. praeoccupare, eigtl. „vorher einneh
hängig ist (z.B. für dich, vor Jahren; Sprachw.). Prälpomen, (recht)zeitig besetzen“): a) zuvorkommen; b) befan
siltilolnallobljektrfas, -[e]s, -e: TObjekt, dessen (Kasus
gen machen
durch eine Präposition hervorgerufen wird; Verhältniser
Prä|on das; -s, ...onen (meist Plur.) (Kunstw.; vgl. 4...on>:
gänzung (z.B.: Ich denke an dich; Sprachw.). PrälpolsiSammelbegriff für hypothetische Elementarteilchen, aus
ti|olnal|phra|se die; -, -n: syntaktische Konstruktion,
denen T Quarks u. T Leptonen zusammengesetzt sein könn
die aus Präposition u. ÎNominalphrase besteht (z.B. vor
ten (Phys.)
vielen Jahren; Sprachw.). Prälpolsiltiv der; -s, -e [,,,və]
prä|ope|ra|tiv (zu Tprä... u. Îoperativ): vor einer Operati
(aus gleichbed. spätlat. (casus) praepositivus, eigtl. Inten
on [stattfindend] (z.B. von Behandlungen; Med.)
sivbildung von praepositus ,,vor(an)gestellt, vorgesetzt“,
prälopltielren (aus gleichbed. lat. praeoptare): (veraltet)
Part. Perf. von praeponere, vgl. präponieren): bes. im
vorziehen, lieber wollen
Russischen ein (Kasus, der von einer Präposition abhän
präloral (zu Tprä... u. Toral): vor dem Mund gelegen (bei
gig ist, bes. der TLokativ (z.B. wgorode = in der Stadt;
Tieren; Zool.)
Sprachw.). Prälpolsiltur die; -, -en (aus gleichbed. mlat.
prä pa la tal (zu Tprä... u. Îpalatal): vor dem Gaumen ge
praepositura): Stelle eines Präpositus. Prälpglsiltus der:
prälmorlbid
1091
Präsident
-, ...ti (aus lat. praepositus): lat. Bez. für Vorgesetzter,
on iZ/e,- -, -en (unter Einfluss von gleichbed. fr. présenta
Propst
tion aus mlat. praesentatio): 1. a) Veranstaltung, bei der et
prälpoltent (aus gleichbed. lat. praepotens, Gen. praepo
was Neues bzw. ein neues Produkt der Öffentlichkeit vor
tentis): 1. (veraltet) überlegen, übermächtig. 2. (österr.,
gestellt wird; b) svw. Präsentierung. 2. Vorlage, bes. das
abwertend) aufdringlich, frech, überheblich. Prälpoltenz
Vorlegen eines Wechsels; vgl. ...ation/...ierung. Prälsendie; -, -en (aus gleichbed. lat. praepotentia): (veraltet)
tationsrecht das; -[e]s: Vorschlagsrecht (z.B. des
Übermacht, Überlegenheit
t1 Patrons 3 einer Pfarrkirche) für die Besetzung einer frei
prälpranldilal (zu Î prä... u. tprandial): vor dem Essen auf
en Stelle. Prä Isen Italtor der; -s, ...oren (zu Î ...ator): jmd..
tretend (von Schmerzen; Med.)
der etwas (z. B. eine Sendung in Funk od. Fernsehen) vor
prä|pu|be|ral (zu Tprä... u. tpuberal): vor der 1 Pubertät
stellt, darbietet, kommentiert. Prälsen|ta|tum das: -s,
[auftretend] (Med.)
Plur. -s od. ...ta (aus spätlat. praesentatum, substantivier
Prä|pu|ti|um das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. lat. prae
tes Part. Perf. (Neutrum) von praesentare, vgl. präsentie
putium): die Eichel des t Penis umgebende Vorhaut (Med.)
ren): (veraltet) Tag der Vorlage, Einreichung (eines
Prälraf fa e lis mus u. Präraffaelitismus der; - (zu Tprä...,
Schriftstückes). Prälsenltia: Plur. von TPräsens. pränach Raffael! Io Santi) (Name des ital. Renaissancemalers,
senltielren (aus gleichbed. fr. présenter, dies aus spätlat.
etwa 1443-1520) u. zu t ...ismus (2)): Theorie u. Gesamt
praesentare „zeigen“; vgl. präsent): 1. überreichen, dar
heit der Ziele u. Ausprägung der Kunst der Präraffaeliten.
bieten. 2. vorlegen, vorzeigen, vorweisen (z.B. einen
Prälraflfalellit der; -en, -en (zu 13...it>: Angehöriger einer
Wechsel zur Annahme od. Bezahlung). 3. sich -: sich zei
(1848 gegründeten) Gruppe von engl. Malern, die im Sin
gen, vorstellen. 4. mit der Waffe eine militärische Ehren
ne [der Vorläufer] Raffaels die Kunst durch seelische Ver
bezeigungmachen. Prälsenltielrung die; -, -en (zu! ...ietiefung zu erneuern suchten. Prä|raf|fa|e|li|tis|mus vgl.
rung): Vorstellung, Vorzeigung, Überreichung; vgl. Prä
Präraffaelismus
sentation; vgl. ...ation/...ierung. prälsenltisch (zu TPrä
Prairie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. prairie, eigtl. „Wiesens): a) das Präsens betreffend; b) im Sinne des Präsens
se(nland)“, zu pré „Wiese“, dies aus lat. pratum): Gras
gebraucht. Prälsenz die; - (aus gleichbed. fr. présence,
land im mittleren Westen Nordamerikas. Prälrielauslter
dies aus lat. praesentia; vgl. präsent): 1. Anwesenheit, [be
die; -, -n (aus gleichbed. engl. prairie oyster, Herkunft un
wusst wahrgenommene] Gegenwärtigkeit. 2. körperliche
geklärt) : je zur Hälfte aus Weinbrand u. einem mit Öl über
Ausstrahlungskraft]. Prä|senz|bi|blio|thek* die: -, -en:
gossenen Eigelb bestehendes, scharf gewürztes Mixge
Bibliothek, deren Bücher nicht nach Hause mitgenom
tränk
men, sondern nur im Lesesaal gelesen werden können.
Prälrolgaltiv das; -s, -e [,,,və] u. Prä|ro|ga|ti|ve [,,,və] die;
Prä|senz|die|ner der; -s, -: (österr. Amtsspr.) Soldat des
-, -n (aus lat. praerogativa „Vorrang, Vorrecht“, Fern, von
österr. Bundesheeres. Prälsenzldienst der; -[e]s, -e: (ös
praerogativus „vor anderen zuerst um seine Meinung ge
terr. Amtsspr.) Grundwehrdienst beim österr. Bundes
heer. Prälsenzllislte ¿Zze; -, -n: Anwesenheitsliste. Präfragt“, dies zu praerogare „in Vorschlag bringen“): Vor
recht, früher bes. des Herrschers, das er ohne Mitwirkung
senzzeit zZz'e; -, -en: Zeitspanne, in der erlebte Inhalte
einer Volksvertretung ausüben durfte, z.B. Ministerer
noch im Bewusstsein sind, ohne als Nacheinander erlebt
nennungen, Sanktion von Gesetzen u.a.
oder als Erinnerung von neuem reproduziert zu werden
Prasada der; -s, -s (aus sanskr. präsäda „Turm, Palast,
(W. Stern; Psychol.)
Tempel“): das ummauerte u. übertürmte Allerheiligste in Pralseloldym u. Pralseloldylnilum das; -s (zu spätgr.
discher Tempel
praseïos „lauchgrün“, TDidym (u. t...ium)>: chem. Ele
Prälsalpilenslmensch [,,,piɛns...] der; -en, -en (zu tprä...
ment, Seltenerdmetall; Zeichen Pr
u. lat. (homo) sapiens, Gen. sapientis „vernunftbegabter Präl ser der; -s, -: (salopp) Kurzform von Î Präservativ (b).
Prälserlvaltilon [...v...] zZze; -, -en (aus gleichbed. fr. pré
Mensch)“): Frühmensch, in der Stammesgeschichte des
servation zu préserver „schützen“, dies aus spätlat.prae
Menschen dem Î Homo sapiens vorangegangene Men
servare, vgl. präservieren): (veraltet) Schutz; Verhütung,
schenform (Biol.)
prälserlvaltiv (zu spätlat. praeservatus, Part. Perf. von
Pra sem der; -s (Kunstw.; zu lat. prasinus „ein lauchgrüner
preservare (vgl. präservieren) u. T...iv>: vorbeugend, ver
Stein“ (eigtl. „lauchgrün“), dies aus gr. prásinos): lauch
hütend. Prälserlvaltiv das; -s, -e [...va] (aus gleichbed. fr.
grüner Quarz, ein Schmuckstein
préservatif, eigtl. „der Schützende“, zu préserver „schüt
prälselnil (zu Tprä... u. Tsenil): vor dem Greisenalter, das
zen, bewahren“, dies aus spätlat. praeservare, vgl. präser
Greisenalter einleitend (Med.). Prälselnilum das; -s (zu
vieren): a) Schutz-, Verhütungsmittel; b) svw. Kondom.
T...ium>: Zeitabschnitt unmittelbar vor Beginn des Grei
Prälserlve [...va] die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed.
senalters (Med.)
engl. preserve zu to preserve „schützen, bewahren“, dies
Prälsens das; -, Plur. ...sentia od. ...senzien [,,,iən] (aus lat.
über fr. préserver aus spätlat. praeservare, vgl. präservie
(tempus) praesens „gegenwärtig^ Zeit)“, vgl. präsent): 1.
ren): nicht vollständig keimfreie Konserve, Halbkonserve,
(ohne Plur.) Zeitform, mit der ein verbales Geschehen od.
prälserlvielren [,..v...] (aus spätlat. praeservare „vorher
Sein aus der Sicht des Sprechers als gegenwärtig charak
beobachten“): 1. schützen, vor einem Übel bewahren. 2.
terisiert wird; Gegenwart (Sprachw.). 2. Verbform im Prä
erhalten, haltbar machen
sens (1; z.B. ich esse [gerade]; Sprachw.); vgl. Praesens
historicum. Prä|sens|par|tilzip das; -s, -ien [-,,ɪən]: svw. Praises zZeru. die; -, Plur. Präsides [,..de:s] u. Präsiden (aus
gleichbed. lat. praeses, Gen. praesidis, eigtl. „vor etwas
Partizip Präsens; vgl. Partizip, prälsent (aus gleichbed.
sitzend“, zu praesidere, vgl. präsidieren): 1. geistlicher
lat. praesens, Gen. praesentis, Part. Präs, von praeesse
Vorstand eines kath. kirchlichen Vereins. 2. Vorsitzender
„zur Hand sein“): anwesend; gegenwärtig; zur Hand. Prä
einer ev. Synode (der im Rheinland u. in Westfalen zu
sent das; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. présent zu présenter
gleich Kirchenpräsident ist). 3. altröm. Provinzstatthalter
„darbieten“, dies aus spätlat. praesentare, vgl. präsentie
(seit dem 2. Jh. n. Chr.). Präl si Ide der; -n, -n: 1. (ugs.) Mit
ren): [kleineres] Geschenk, kleine Aufmerksamkeit, präglied eines Präsidiums (1 a). 2. Vorsitzender, Leiter einer
senltalbel (aus gleichbed./r. présentable, eigtl. „darbiet
studentischen Kneipe, eines Kommerses. Prälsilden:
bar, vorzeigbar“): ansehnlich, vorzeigbar. Prälsenltant
Plur. von ÎPräses u. TPräside. Prälsildent der; -en, -en
der; -en, -en (zu Tpräsentieren u. Î ...ant): jmd., der einen
(aus gleichbed. fr. président, dies aus lat. praesidens, Gen.
Wechsel zur Annahme od. Bezahlung vorlegt (Wirtsch.).
praesidentis, Part. Präs, von praesidere, vgl. präsidieren):
Prälsenltalta: Plur. von tPräsentatum. Prälsenltalti-
Präsides
1. Vorsitzender (einer Versammlung o.Ä.). 2. Leiter (einer
Behörde, einer Organisation o.Ä.). 3. Staatsoberhaupt ei
ner Republik. Prälsildes [..,de:s] : Plur. von ÎPräses, präs i I d i I a ! be I <zu t...abel): befähigt, ein Präsidentenamt zu
übernehmen, präIsi di al (aus spätlat. praesidialis „den
Statthalter betreffend“): a) vom Präsidium (1) od. Präsi
denten ausgehend, auf ihm beruhend; präsidiales Regie
rungssystem: svw. Präsidiaisystem; b) den Präsidenten od.
das Präsidium (1) betreffend. Prälsildilallrat der; -[e]s,
...räte: besondere Richtervertretung, deren Aufgabe die
Mitwirkung bei der Ernennung od. Wahl von Richtern ist.
Prä|sildi|al|sys|tem das; -s: Regierungsform, bei der
der Staatspräsident aufgrund eigener Autorität und unab
hängig vom Vertrauen des Parlamentes zugleich Chef der
Regierung ist. prä|si|die|ren (aus gleichbed./r. présider,
dies aus lat. praesidere „vorsitzen, leiten“ zu tprä... u. se
dere „sitzen“): 1. (einem Gremium o. Ä.) vorsitzen. 2. (ei
ne Versammlung o. Ä.) leiten. Prälsildilum das; -s, ...ien
[...ion] (aus lat. praesidium „Vorsitz“): 1. a) leitendes
ÎGremium (a) einer Versammlung, einer Organisation
o.Ä.; b) Vorsitz, Leitung. 2. Amtsgebäude eines [Polizeijpräsidenten
prä si lu risch (zu tprä... u. t Silur): vor dem Î Silur [lie
gend], in einen Zeitabschnitt vor dem Silur fallend (Geol.)
Pra|si|nit [auch ...'nɪt] der; -s, -e (zu gr. prásinos „lauch
grün“ u. t2...it): zu den Grünschiefern gehörendes meta
morphes Gestein (Geol.). Pralsiollith [auch ...'lit] der;
Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu gr. prásios „lauchgrün“ u.
T...lith): durch Brennen grün gewordener Amethyst, ein
Schmuckstein
Prälsklelrolse* die; -, -n (zu Îprä... u. ÎSklerose): 1. Vor
stadium einer Arterienverkalkung (Med.). 2. im Verhältnis
zum Lebensalter zu früh eintretende Arterienverkalkung
(Med.), prälsklelroltisch: die Präsklerose betreffend;
Anzeichen einer Präsklerose aufweisend (Med.)
prälskrilbielren* (aus gleichbed. lat. praescribere zu
tprä... u. scribere „schreiben“): 1. vorschreiben, verord
nen. 2. als verjährt erklären (Rechtsw.). Prä|skrip|ti|on
die; -, -en (aus gleichbed. lat. praescriptio): 1. Vorschrift,
Verordnung. 2. Verjährung (Rechtsw.). prälskripltiv
(nach spätlat. praescriptivus „zur (rechtlichen) Ausnahme
gehörig“): vorschreibend, festgelegten tNormen (1 a) fol
gend; nicht nur beschreibend, sondern auch Normen set
zend (Sprachw.); Ggs. Î deskriptiv; vgl. normativ
Pralsolpal* der; -s, -e (Kurzw. aus ÎPrasem u. ÎOpal); ein
Mineral, durch Nickelanteile grün gefärbter Opal
prä|sta|bi|lie|ren* (zu tprä..., lat. stabilis „feststehend“
(vgl. stabil) u. T..deren): vorher festsetzen, prälstalbiliert (zu t...iert): im Voraus festgelegt, nicht veränder
bar; prästabilierte Harmonie (nach fr. harmonie préétab
lie): von Leibniz 1696 eingeführte Bezeichnung der von
Gott im Voraus festgelegten harmonischen Übereinstim
mung von Körper u. Seele (Philos.). Prälsta|bi|lis|mus
der; - (zu t...ismus (1)>: (veraltet) Glaube an eine von
Gott getroffene Vorherbestimmung. Prä|sta|bi|list der;
-en, -en (zu t...ist): Anhänger des Prästabilismus. Prästan dum das; -s, ...da (aus lat. praestandum, Gerundi
vum von praestare, vgl. prästieren): (veraltet) pflichtmä
ßige Leistung; Abgabe. Prälstant der; -en, -en (zu lat.
praestans, Gen. praestantis „vorstehend“, Part. Präs, von
praestare, vgl. prästieren): große, sichtbar im ÎProspekt
(3) stehende Orgelpfeife. Prälstanz die; -, -en (aus lat.
praestantia „Vortrefflichkeit“): (veraltet) Leistungsfähig
keit. Prälstalse die; -, -n (zu tprä...): der tStase unmit
telbar vorhergehendes Stadium, in dem die Blutströmung
durch Eindickung stark verringert ist (Med.). Prälstaltion die; -, -en (aus lat. praestatio „das (Gewähr)leisten“):
(veraltet) Abgabe, Leistung, prälstielren (aus gleich
bed. (spät)lat. praestare, eigtl. „vor(an)stehen“, zu tprä...
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u. lat. stare „stehen“}: (veraltet) a) entrichten, leisten; b)
für etwas haften
Prä|sti|gi|en* [,,,iən] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. prae
stigiae zu praestringere „blenden, verdunkeln“): (veraltet)
Blendwerk, Gaukelei
prä|sti|tu|ie|ren* (aus gleichbed. lat. praestituere zu
tprä... u. statuere „aufstellen, festsetzen“): (veraltet) im
Voraus bestimmen, vorher festsetzen
prälstru lie Iren* (aus gleichbed. lat. praestruere zu Î prä...
u. struere „bauen“): (veraltet) 1. verbauen, unzugänglich
machen. 2. Vorsichtsmaßnahmen treffen, vorbereiten
prälsulmielren (aus lat. praesumere „vorwegnehmen, im
Voraus annehmen, vermuten“ zu tprä... u. sumere „neh
men“): 1. voraussetzen, annehmen, vermuten (Philos.;
Rechtsw.). 2. (landsch.) argwöhnen. Prälsumpltilon
usw. vgl. Präsumtion usw. Prälsumltilon die; -, -en (aus
gleichbed. lat. praesumptio); Voraussetzung, Vermutung,
Annahme (Philos., Rechtsw.). prälsumltiv (aus (m)lat.
praesumptivus „vermutlich“): voraussetzend, wahr
scheinlich, vermutlich (Philos., Rechtsw.)
prälsuplpolnielren (zu tprä... u. tsupponieren): still
schweigend voraussetzen. Prä|sup|polsi|ti|on die; -, -en:
1. stillschweigende Voraussetzung. 2. einem Satz, einer
Aussage zugrunde liegende, als gegeben angenommene
Voraussetzung, die zwar nicht unmittelbar ausgesprochen
ist, aber meist gefolgert werden kann (Sprachw.)
prälsylnapltisch* (zu tprä... u. ÎSynapse): vor einer Sy
napse [gelegen] (z. B. von Rezeptoren; Biol., Med.)
Prälsysltolle [auch ..,'zystole] die; -, ...len (zu tprä... u.
ÎSystole): der tSystole unmittelbar vorausgehender Zeit
abschnitt (Med.), prälsysltollisch: der tSystole unmit
telbar vorausgehend (z.B. von bestimmten Herzgeräu
schen; Med.)
prältekltolnisch (zu tprä... u. ttektonisch): vor tektoni
schen Bewegungen eingetreten (von Veränderungen in
Gesteinen; Geol.)
Prältenidenti/er, -en, -en (aus gleichbed./r. prétendant zu
prétendre, vgl. prätendieren): jmd., der Ansprüche auf ein
Amt, eine Stellung, bes. auf den Thron, erhebt, prältendieren (aus gleichbed. fr. prétendre „beanspruchen“,
dies aus lat. praetendere „vorschützen“): 1. Anspruch er
heben, fordern, beanspruchen. 2. behaupten, vorgeben.
Prältenltilon die; -, -en (aus gleichbed./r. prétention):
Anspruch, Anmaßung, prältenltilös (aus gleichbed./r.
prétentieux): anspruchsvoll; anmaßend, selbstgefällig
prälter..., Prälter... (aus gleichbed. lat. praeter): Präfix
mit der Bedeutung „vorüber“, z.B. Präteritum, präter
propter. prä|te|rie|ren (aus lat. praeterire „vorüberge
hen“ zu tpräter... u. ire „gehen“): (veraltet) auslassen,
übergehen. Prä|te|ri|ta‘: Plur. von tPräteritum, prälteriltal* (zu lat. praeteritus, Part. Perf. von praeterire (vgl.
präterieren), u. t',,,al (1)): das Präteritum betreffend.
Prältelriltio* u. Prältelriltilon* rZie; -, ...onen (aus lat.
praeteritio „das Vorübergehen“): svw. Paralipse. Prälteritopräsens* das; -, Plur. ...sentía od. ...senzien [...ian]
(zu ÎPräteritum u. tPräsens): Verb, dessen Präsens ein
früheres starkes Präteritum ist (z.B. kann als Präteritum
zu ahd. kunnan, das „wissen, verstehen“ bedeutete). Prätelriltum* das; -s, ...ta (aus lat. (tempus) praeteritum „voriibergegangen(e Zeit)“ zu praeterire, vgl. präterieren): 1.
(ohne Plur.) Zeitform, die das verbale Geschehen od. Sein
aus der Sicht des Sprechers als vergangen charakterisiert,
bes. in literarischen (erzählenden od. beschreibenden)
Texten, in denen etw. als abgeschlossen u. als ohne Bezug
zur Gegenwart (im Unterschied zum Perfekt) dargestellt
wird; Imperfekt (Sprachw.). 2. Verbform im Präteritum
(1 ; Sprachw.)
prältetjmilnal (zu tprä... u. Î terminal): vor dem Ende [des
Lebens] (Med.)
1093
(aus gleichbed. lat. praetermittere zu
tpräter... u. mittere „schicken“): (veraltet) vorbeilassen;
übergehen, prälterlproplter (aus gleichbed. lat. praeter
propter): etwa, ungefähr
Prältext [auch pre:...] der: -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. prae
textus, substantiviertes Part. Perf. von praetexere „verbrä
men, beschönigen“): (veraltet) Vorwand, Scheingrund;
vgl. Praetexta
prä|the|ra|peu|tisch (zu Tprä... u. 1 therapeutisch): vor ei
ner Behandlung stattfindend, einer Behandlung vorausge
hend (Med.)
Prältor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. praetor, eigtl.
„der (dem Heer) Voranschreitende“): der höchste [Justiz]beamte im Rom der Antike. Prä|to|ri|a|ner der: -s, (aus gleichbed. lat. praetoriani (Plur.) zu praetorium, vgl.
Prätorium): Angehöriger der Leibwache römischer Feld
herren od. Kaiser. Prä|tolri|alner|prä|fekt der; -en, -en
(Lehnübersetzung von lat. praefectus praetorianorum):
Kommandant der Prätorianer, prältolrisch (aus gleich
bed. lat. praetorius): das Amt, die Person des Prätors be
treffend. Prä|to|ri|um das: -s, ...rien [...ion] (aus lat. prae
torium „Amtswohnung. Palast“): Amtssitz des Prätors.
Prältyr die; -, -en (aus gleichbed. lat. praetura): Amt,
Amtszeit eines Prätors
Pray die: -, -e (über niederl. prauw od. engl. proa aus malai.
perahu „Boot“): Boot der Malaien
Prälulrälmie* die; -, ...ien (zu tprä... u. TUrämie): Vorsta
dium der ÎUrämie, prälulrälmisch: der tUrämie voran
gehend (von Krankheitssymptomen; Med.)
prälvaklzilnal [...v...] (zu tprä..., Î Vakzin u. Î '...al (1)>: vor
einer Impfung auftretend, erfolgend (Med.)
prälvallent [,..v...J (aus lat. praevalens, Gen. praevalentis,
Part. Präs, von praevalere, vgl. prävalieren): überlegen;
vorherrschend, überwiegend. Prälvallenz die; - (aus
gleichbed. spätlat. praevalentia); 1. Überlegenheit; das
Vorherrschen. 2. die zu einem bestimmten Zeitpunkt od.
innerhalb eines Zeitraums bestehende Häufigkeitsrate ei
ner Krankheit (Med.), prälvallielren (aus lat. praevalere
„mehr gelten“): vorherrschen, vor-, überwiegen
Prälva|ri|ka|tilon [...v...] die; -, -en (aus lat. praevaricatio
„Pflichtverletzung (des Anwalts)“ zu praevaricari „den
geraden Weg der Pflicht verlassen ; es mit der Gegenpartei
halten“): Amtsuntreue, Parteiverrat (bes. von einem An
walt, der beiden Prozessparteien dient)
prälvelnielren [,..v...] (aus gleichbed. lat. praevenire): zu
vorkommen. Prälvelnilre das; -[s]: (veraltet) das Zuvor
kommen. Prälven|ti|on dze; -, -en (aus gleichbed. fr. pré
vention, dies aus gleichbed. spätlat. praeventio zu lat.
praevenire, vgl. prävenieren): 1. a) Vorbeugung, Verhü
tung; b) das Zuvorkommen (z.B. mit einer Rechtshand
lung). 2. Vorbeugemaßnahme; Abschreckung künftiger
Verbrecher durch Maßnahmen der Strafe, Sicherung u.
Besserung (Rechtsw.); vgl. General-, Spezialprävention.
3. Gesamtheit der Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge
(Med.), prälvenltiv (aus gleichbed. fr. préventif): vor
beugend, verhütend. Prälvenltiv...: Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „zur Vorbeugung eingeleitet; ei
ner nicht gewünschten Entwicklung zuvorkommend“,
z.B. Präventivmittel. Prälvenltivlkrieg der; -[e]s, -e:
Angriffskrieg, der einem (vermuteten) Angriff des Geg
ners zuvorkommt. Prä|ven|tiv|meldi|zin die; -: Teilge
biet der Î Medizin, das sich mit vorbeugender Gesund
heitsfürsorge befasst. Prälvenltivlmitltel das; -s, -: 1.
zur Vorbeugung gegen eine Erkrankung angewandtes
Mitte] (Med.). 2. svw. Präservativ. Prä|venltiv|ver|kehr
der; -[e]s, -e: Geschlechtsverkehr mit empfängnisverhü
tenden Mitteln
Prälverb [...v...] das; -s, -ien [...ion] (zu Tprä... u. lat. ver
bum, vgl. Verb): mit dem Wortstamm nicht fest verbunde
prälter|mitltie|ren
präzis
ner Teil eines zusammengesetzten î Verbs (z. B. tez'Znehmen - er nimmt teil)
prä ver te bral* [,..v...] (zu tprä... u. tvertebral): vor der
Wirbelsäule gelegen (z. B. von Ganglien; Biol.. Med.)
Pralxen: Plur. von t Praxis. Pra|xe|o|lolgie die; - (zu gr.
präxis, Gen. präxeös (vgl. Praxis) u. T ...logie): Wissen
schaft vom (rationalen) Handeln, Entscheidungslogik.
pra|xe|o|lo|gisch (zu t...logisch): die Praxeologie be
treffend. Pralxis die; -, Praxen (über/ai. praxis ausgr. pra
xis „dasTun; Handlungsweise; Unternehmen“ zuprässein
„tun, handeln“; vgl. Pragma): 1. (ohne Plur.) Anwendung
von Gedanken, Vorstellungen, Theorien o. Ä. in der Wirk
lichkeit; Ausübung, Tätigsein, Erfahrung; Ggs. ÎTheorie
(2 a); vgl. in praxi. 2. (ohne Plur.) durch praktische Tätigkeit
gewonnene Erfahrung, Berufserfahrung. 3. Handhabung,
Verfahrensart, î Praktik (1). 4. a) gewerbliches Unterneh
men, Tätigkeitsbereich, bes. eines Arztes od. Anwalts; b)
Arbeitsräume eines Arztes od. Anwalts, pralxislorilentiert: nach praktischen Bedürfnissen ausgerichtet; nach
Prinzipien der Praxis (2) entworfen, hergestellt
Prälzeldens das; -, ...denzien [...ion] (aus lat. praecedens,
Part. Präs, von praecedere, vgl. präzedieren): früherer
Fall, früheres Beispiel. Prälzeldenz die; -, -en (zuT...enz):
Rangfolge, Vortritt bei Prozessionen u. Versammlungen
der kath. Kirche. Prä|ze|denz|fall der: -[e]s, ...fälle:
Musterfall, der für zukünftige, ähnlich gelagerte Situatio
nen richtungsweisend ist (Pol., Rechtsw.); vgl. Präjudiz,
prälzeldielren (aus lat. praecedere „vorangehen“ zu
Î prä... u. cedere „gehen; weichen“): 1. (veraltet) vorange
hen, vorher geschehen. 2. in TPräzession sein
Prälzenltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. mlat. praecentor
zu lat. praecentare „vorsingen“): Vorsänger in Kirchen
chören
Prälzepltilgn die; -, -en (aus lat. praeceptio „Unterrich
tung“ zu praecipere „lernen, unterrichten“, eigtl. „vor
wegnehmen“): (veraltet) Unterweisung; Vorschrift, Ver
fügung. Prälzepltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat.
praeceptor); (veraltet) Lehrer, Erzieher; vgl. Praeceptor
Germaniae
prälzeslsielren (zu lat. praecessus, Part. Perf. von praece
dere (vgl. präzedieren), u. T...ieren): svw. präzedieren.
Prä|zes|si|on die: -, -en (aus spätlat. praecessio „das Vo
rangehen“): 1. durch Kreiselbewegung der Erdachse (in
etwa 26000 Jahren) verursachte Rücklaufbewegung des
Schnittpunktes (Frühlingspunktes) zwischen Himmels
äquator u. Ekliptik (Astron.). 2. ausweichende Bewegung
der Rotationsachse eines Kreisels bei Krafteinwirkung
Prä|ziIpiItat das; -[e]s, -e (aus lat. praecipitatum, substan
tiviertes Part. Perf. (Neutrum) von praecipitare, vgl. präzipitieren): 1. [ehern.] Niederschlag, Bodensatz; Produkt
einer Ausfüllung od. Ausflockung (Med., Chem.). 2. noch
gelegentlich angewendete, veraltete Bez. für mehrere
Quecksilberverbindungen. Prä|zi|pi|ta|ti|on die; - (aus
lat. praecipitatio „das Herabstürzen“): Ausfällung od.
Ausflockung (z.B. von Eiweißkörpern; Med., Chem.).
Prä|zi|pi|tat|sallbe die; -: eine antiseptische Augensal
be. prä|zi|pi|tie|ren (aus lat. praecipitare „jählings he
rabstürzen“): ausfällen, ausflocken (Med., Chem.). Präzilpiltin das; -s, -e (zu t...in (1)): Î Antikörper, der Fremd
stoffe im Blut ausfällt
Prälzilpulum [...puum] das; -s, ...pua (aus lat. praecipuum
„das Besondere, das besondere Recht, Sonderteil“): Geld
betrag, der vor Aufteilung des Gesellschaftsgewinns einem
Gesellschafter für besondere Leistungen aus dem Gewinn
gezahlt wird (Wirtsch.)
prä zis, österr. nur so, u. prä zi se (aus gleichbed. fr. pré
cis, dies aus lat. praecisus „abgekürzt“, eigtl. „vorn abge
schnitten“, zu praecidere „(vorn) abschneiden“): bis ins
Einzelne gehend; genau [urnrissen, angegeben]; nicht nur
präzisieren
vage, prälzilsielren <aus gleichbed. fr. préciser): genauer
bestimmen, eindeutiger beschreiben, angeben. Prälzilsion ¿re; - (aus gleichbed. fr. précision): Genauigkeit, Ein
deutigkeit; Feinheit. Prälzi|si|o|nis|mus der; - (nach
gleichbed. amerik. precisionism; vgl. ...ismus (1)): Stil
richtung der amerik. Malerei zu Beginn des 20. Jh.s, die
sich um eine präzise Wiedergabe der Umwelt bemühte
Prelcanlcel [pri:'kænsl] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
precancel zu to precancel „entwerten“): a) im Voraus vom
Absender entwertete Briefmarke (bei Massensendungen;
Philatelie); b) (bes. in den USA) Entwertung einer Brief
marke im Voraus durch den Absender
Preices [,,,tse:s] die (Plur.) (aus lat. preces „Bitten“, Plur.
von prex „Bitte, Wunsch“): formelhafte Gebete am Ende
bestimmter 'Horen des Stundengebets in der kath. Litur
gie
Prélcileuses [pre'sjo:z] die (Plur.) (aus gleichbed. fr. pré
cieuses zu précieux, précieuse, vgl. preziös): literarischer
Kreis von Damen im Paris des 17. Jh.s, die sich um die
Pflege der gesellschaftlichen Sitten u. der franz. Sprache
verdient machten; vgl. preziös
prelcilpiltanido [pretʃi...] {it.; Part. Präs, von precipitare,
dies aus lat. praecipitare, vgl. präzipitieren) : plötzlich ei
lend, beschleunigend, stürzend (Vortragsanweisung;
Mus.)
Prél cis [pre'si:] der; - [,,,'si:(s)], - [,,,si:s] (aus gleichbed. fr.
précis; vgl. präzise): kurz u. präzise abgefasste Inhaltsan
gabe (Aufsatzform)
Prelcurlsor [pri:'kə:sə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. pre
cursor, eigtl. „Vorläufer“, dies zu tprä... u. lat. currere
„laufen“) : Vor-, Ausgangsstufe beim Aufbau einer kompli
zierten chem. Verbindung (Biochem.)
Pre del la die; -, Plur. -s u. ...lien, auch Preldellle ¿re; -, -n
(unter Einfluss von/r. prédelle aus gleichbed. it. predella,
dies wohl aus dem Germ. (vgl. dt. Brett)): 1. oberste Altar
stufe. 2. Staffel eines [spätgot.] Altars mit gemaltem od. ge
schnitztem Bildwerk
Predlnilson® das; -s (Kunstw.; vgl. 2...on>: ein syntheti
sches Steroidhormon aus der Gruppe der Î Kortikoide mit
entzündungshemmender u. antiallergener Wirkung
Pre|em|pha|sis die; - (aus gleichbed. engl. preemphasis zu
pre- (vgl. prä...) u. emphasis (vgl. Emphase)): im Funkwe
sen Vorverzerrung (Verstärkung) der hohen Töne, um sie
von Störungen zu unterscheiden (im Empfänger erfolgt die
Nachentzerrung); vgl. Deemphasis
Prelfelrence [prefe'rá:s] die; -, -n ]...sn] (ausfr. préférence,
eigtl. „Vorzug“, zu préférer „vorziehen, bevorzugen“, dies
aus gleichbed. lat. praeferre); ein franz. Kartenspiel für
drei Spieler mit 32 Karten
Preislinldex der; Gen. - u. -es, Plur. -e u. ...dizes [,,,tse:s]
(zu ÎIndex): statistische Messzahl, die den Verlauf der
Preisentwicklung anzeigt (Wirtsch.)
pre kär (aus fr. précaire „durch Bitten erlangt; widerruf
lich, unsicher", dies aus lat. precarius zu precari „bitten“):
so beschaffen, dass es recht schwierig ist, richtige Maß
nahmen, Entscheidungen zu treffen, dass man nicht weiß,
wie man aus einer schwierigen Lage herauskommen kann;
misslich, schwierig, heikel. Pre|ka|rei|han!del der; -s (zu
mlat. precarius „notdürftig, vorübergehend“, eigtl. „durch
Bitten erlangt“; vgl. Prekarium): Handel zwischen Ange
hörigen gegeneinander Krieg führender Staaten unter
neutraler Flagge. Pre!ka|ria: Plur. von ÎPrekarium. Prekalrie [...io] die; -, -n (aus mlat. precaria „in Lehnsabhängigkeit (bestehendes Gut)“): 1. im Mittelalter auf Wider
ruf verliehenes Gut (z. B. eine Pfründe). 2. Schenkung ei
nes Grundstücks o. Ä. an die Kirche, das der Schenkende
als Lehen zurückerhielt. Pre|ka|ri|tät die; -, -en (zu Tprekär u, T...ität>: a) (ohne Plur.) Gesamtheit der prekären
Arbeitsverhältnisse durch Abbau von Arbeitsplätzen,
1094
kurzfristige Arbeitsverträge, Lohnsenkung, Einschrän
kung der Karrierechance o.Ä. ; b) (selten) prekäre Ar
beitsbedingung. Prelkalrilum das; -s, ...ia (aus gleichbed.
spätlat. precarium zu lat. precarius „durch Bitten erlangt;
auf Widerruf gewährt“): widerrufbare, auf Bitte hin erfol
gende Einräumung eines Rechts, das keinen Rechtsan
spruch begründet (röm. Recht). Prelkaltiv der; -s, -e
[...va] (aus gleichbed. nlat. (modus) precativus zu lat. pre
cativus „bittweise geschehend“): Modus zum Ausdruck
der Bitte (bes. in den Turksprachen; Sprachw.)
Pré lude [pre'lyd] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. prélude; vgl.
Präludium): 1. fantasieartiges Musikstück für Klavier od.
Orchester. 2. franz. Bez. für Präludium
Prejmiler [prə'mie:, pre...] der; -s, -s (gekürzt aus Premier
minister nach engl. premier (aus premier minister), dies
aus fr. premier „erster“; vgl. Premiere): Kurzform von
Î Premierminister. Prelmilelre die; -, -n (aus gleichbed. fr.
première (représentation) zu premier „erster“, dies aus
lat. primarius „einer der Ersten“; vgl. Primus): Erst-, Ur
aufführung eines Bühnenstücks (auch einer Neuinszenie
rung), eines Films od. einer Komposition. Prelmiler Jus
[pramje’jy] ¿¿zs; - - (aus gleichbed. fr. premier jus, eigtl.
„erster Saft“); mit Salzwasser ausgeschmolzenes u. gerei
nigtes Rinderfett. Prelmilerjleutlnant [prə'mie:...] der;
-s, Plur. -s, selten -e (zu ÎPremiere): (veraltet) Oberleut
nant. Pre|mi|er|mi|nislter der; -s, -: der erste Minister,
Ministerpräsident, prelmilum (zu engl. to be at premium
„hoch im Kurs stehen“, dies zu lat. praemium „Gewinn;
Vorzug): erstklassig; von besonderer, bester Qualität
Prelnolnym* das; -s, -e tzufr. prénom „Vorname“ (dies aus
Zai. praenomen) u. gr. ónyma „Name“): Deckname, der
aus einem Vornamen besteht od. gebildet ist (z.B. Hein
rich George = Georg Heinrich Schulz)
Prelpaktlbelton der; -s (Kunstw. aus engl. pre „vorher",
compact „fest, dicht“ u. 1 Beton); Beton, bei dem zunächst
sandfreier Grobzuschlag in der Schalung verdichtet wird
u. dann die Hohlräume mit bes. geschmeidigem Zement
mörtel unter Druck ausgefüllt werden
Prélpairaltilon [preparasjö:] die; -, -s (aus/r. préparation
„Vorbereitung“ zu préparer „vorbereiten“, dies aus lat.
praeparare, vgl. präparieren): Sammelbez. für alle vorbe
reitenden Handlungen der Fechter für Angriff od. Ab
wehr. Prelpared Pilalno [prɪ'pɛəd pafænoʊ] das; - -s, - -s
(aus engl. prepared piano „präpariertes Klavier“ zu to
prepare „vorbereiten, präparieren“ u. Î Piano): Klavier,
bei dem verschiedene Gegenstände (z.B. Ketten) auf od.
zwischen den Saiten angebracht sind, um den Klang zu
verfremden
Prelperlcepltion [pri:pə'sɛpʃən] die; -, -s (aus gleichbed.
engl. preperception zu pre „vor“ u. perception „Wahrneh
mung“; geprägt von dem engl. Psychologen McDougall,
1871-1938): primitivste Art der Vorstellung, in der eine
Beeinflussung der sinnlichen durch die intellektuelle Auf
merksamkeit stattfindet (Psychol.)
Prelpreg* das; -s, Plur. -s u. -e (Kunstw.; zu engl. preimpragnated „vorimprägniert“): Bez. für glasfaserverstärkte
Kunststoffe
Prelprint [pri..., engl. 'pri:prmt] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. preprint zu pre ,,vor(ab)`` u. print, vgl. Printed in...):
Vorausdruck, Vorabdruck (z.B. eines wissenschaftlichen
Werkes, eines Tagungsreferates o.Ä.; Buchw.); vgl. Re
print
Preslbylalkulsis die; - (zu gr. présbys „alt“ u. ákousis „das
Hören“ (dies zu akoüein „hören“)): Altersschwerhörigkeit
(Med.). Preslbylolpie die; - (zu Î ...opie): Altersweitsich
tigkeit (Med.). Preslbylter der; -s, - (aus kirchenlat. pres
byter „Ältester; Priester“, dies aus gr. presbyteros, eigtl.
„der ältere“, Komparativ von présbys „alt“): 1. Gemein
deältester im Urchristentum. 2. Mitglied eines ev. Kir
1095
chenvorstandes. 3. lat. Bez. für Priester (dritter Grad der
kath. höheren Weihen), preslbyltelrilal (zu t,,,ial): das
Presbyterium (1) betreffend, zu ihm gehörend, von ihm
ausgehend. Pres|bylte|ri|al|ver|faslsung die: ev. [re
formierte] Kirchenordnung, nach der sich die Einzelge
meinde durch ein TPresbyterium (1) selbst verwaltet.
Preslby|te|ri|a|ner der; -s, - (nach gleichbed. engl. Pres
byterian; vgl. ...aner): Angehöriger protestantischer Kir
chen mit Presbyterialverfassung in England u. Amerika.
pres|by|te|ri|a|nisch: die Presbyterialverfassung, Kir
chen mit Presbyterialverfassung betreffend. Preslbylteri|um das: -s, ...ien [,,,iən] (über kirchenlat. presbyterium
aus gr. presbytérion „Rat der Älteren“): 1. aus dem Pfar
rer u. den Presbytern bestehender ev. Kirchenvorstand. 2.
Versammlungsraum eines ev. Kirchenvorstands. 3. kath.
Priesterkollegium. 4. Chorraum einer Kirche
Pre|se|lec|tion [pri:sfɪɛkʃən] die; -, -s (aus gleichbed. engl.
preselection, eigtl. „Vorwahl“, zu to preselect „vorwäh
len“): Auswahl des jeweils preisgünstigsten Fernsprechun
ternehmens nach Art des Telefongesprächs
Prelsenlning vgl. Persenning
Prelsenlter [pri...] der; -s, - (aus gleichbed. engl. presenter
zu to present „überreichen, vorstellen“, dies aus spätlat.
praesentare, vgl. präsentieren): jmd., der eine Ware vor
stellt, anpreist
Prelshave ['pri:'ʃeɪv] das; -[s]. -s u. Pre shave lo tion
['pri:ʃeɪvloʊʃən], auch Prelshave-Loltion die; -, -s (zu
engl. pre „vor“ u. to shave „rasieren“, Analogiebildung zu
ÎAftershave): Gesichtswasser, das vor der Rasur ange
wendet wird, um die Rasur zu erleichtern
preslsant (aus gleichbed. fr. pressant. Part. Präs, von pres
ser, vgl. pressieren): (landsch.) eilig, dringend, pressan
te (It.): drängend, treibend (Vortragsanweisung; Mus.).
Preslse die; -, -n (unter teilweisem Einfluss von fr. presse
„Vorrichtung zum Zusammendrücken; (Druck)Presse“,
eigtl. „Gedränge“, aus mlat. pressa „Druck, Zwang“ zu
lat. pressum, Part. Perf. (Neutrum) von premere „pressen,
drücken“): 1. a) Vorrichtung, Maschine, die durch Druck
Rohstoffe, Werkstücke o. Ä. formt; b) Gerät zum Auspres
sen von Obst; c) Druckmaschine, Druckpresse. 2. (ohne
Plur.) a) Gesamtheit der periodischen Druckschriften, der
Zeitungen u. Zeitschriften (einschließlich der Mitarbeiter
u. Institutionen); b) Beurteilung in Zeitungen u. Zeit
schriften, Presseecho. 3. (ugs. abwertend) Privatschule
zur intensiven Vorbereitung von [schwachen] Schülern auf
bestimmte Prüfungen. Preslselchef der; -s, -s: Leiter der
Presse-, Werbe- bzw. Public-Relations-Abteilung von Be
hörden, Unternehmen, Organisationen u. a. Preslseldelikt das: -[e]s, -e: verbotene Handlung im Pressewesen,
die als Straftatbestand od. Ordnungswidrigkeit mit einer
Strafe bzw. Geldbuße geahndet wird (Rechtsw.). Preslsekamipalgne* [... panjə] die; -, -n: Kampagne, die von der
Presse (2 a) od. einzelnen Presseorganen geführt wird.
Preslselkonlfelrenz die; -, -en: Zusammenkunft promi
nenter Persönlichkeiten od. ihrer Beauftragten mit Me
dienvertretern zur Beantwortung gezielter Fragen
Preslsenltilment [presäti'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. pressentiment zu pressentir „vorherahnen“, dies aus
lat. praesentire): (veraltet) Ahnung, Vorgefühl
Pres|se|re|fe|rent der; -en, -en (zu t Presse u. ÎReferent):
meist journalistischer Mitarbeiter einer amtlichen od. pri
vaten Pressestelle. Preslseur [...'s0:b] der; -s, -e (aus fr.
presseur, eigtl. „Presser“, zu presser, vgl. pressieren): mit
Gummi überzogene Stahlwalze der Tiefdruckmaschine,
die das Papier an den Schriftträger presst. Preslselzentrum* das; -s, ...tren (zu ÎPresse): zentraler Bau od. mit al
len wichtigen technischen Einrichtungen für den Fern
sprech- u. Funkverkehr eingerichtetes, den Pressevertre
tern zur Verfügung stehendes Büro bei Großveranstaltun
Preview
gen, Kongressen u.Ä. pres sie ren (aus gleichbed. fr.
presser, eigtl. „pressen“, dies aus lat. pressare, Intensiv
bildung von premere „drücken, pressen“): (landsch., bes.
südd., sonst veraltend) eilig, dringend sein; drängen.
Preslsing îÆm; -s (aus engl. pressing „das Drücken“ zu to
press „drücken", dies aus (alt)fr. presser, vgl. pressieren):
Spieltaktik, bei der der Gegner u. a. durch konsequente u.
enge Manndeckung bereits in seiner eigenen Spielfeldhälf
te stark unter Druck gesetzt u. gestört wird, mit dem Ziel,
dass er seinerseits keine Gelegenheit zum Angriff findet
(bes. Fußball). Preslsilon die; -, -en (aus gleichbed. fr.
pression, dies aus lat. pressio) : Druck, Nötigung, Zwang.
Preslsolrelzepltor der; -s, ...oren (meist Plur.) (zu lat.
pressum (vgl. Presse) u. tRezeptor): t Rezeptoren (2) in
den Arterienwänden, die auf Blutdruckschwankungen
reagieren u. die Herztätigkeit entsprechend regulieren
(Med.). preslsolsen|si|bel (zu Îsensibel): druckemp
findlich (Med.). Preslsur die; - (aus lat. pressura
„Druck“): (veraltet) Druck, Bedrückung, Beschwerde.
Preslsure-Group, auch Preslsurelgroup [ 'prɛʃə'gru:p] die; -, -s (aus gleichbed. engl. pressure group zu
engl. pressure „Druck, Zwang“ u. group „Gruppe“): In
teressenverband, der (oft mit Druckmitteln) auf Parteien,
Parlament, Regierung, Verwaltung u.Ä. Einfluss zu ge
winnen sucht; vgl. Lobbyismus
Preslti: Plur. von Î Presto. Presltildilgiltalteur [,,,diʒita'to:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. prestidigitateur (eigtl.
„Schnellfingerer“) zu preste „schnell, flink“, Zai. digitus
„Finger“ u. zu Î ...eur): (veraltet) Gaukler, Taschenspieler
Pres|ti|ge [,,,'ti:ʒə] das; -s (aus gleichbed. fr. préstige, eigtl.
„Blendwerk, Zauber“, dies aus gleichbed. spätlat. praesti
gium); [positives] Ansehen, Geltung, Wertschätzung [in
der Öffentlichkeit]. Presltilge-Palper, auchPresItilgepalper [prɛs ti:ʒ 'peɪpə] das; -s, -s (zu engl. prestige „An
sehen“ u. paper „Zeitung“): Zeitung von internationaler
Bedeutung
Presltislsilmi: Plur. von ÎPrestissimo, presltislsilmo
(it.; Superlativ von Îpresto): sehr schnell, in schnellstem
Tempo (Vortragsanweisung; Mus.). Presltislsilmo das;
-s, Plur. -s u. ...mi: 1. äußerst schnelles Tempo (Mus.). 2.
Musikstück in schnellstem Zeitmaß, preslto (it.; aus lat.
praesto „bei der Hand“): schnell; in schnellem Tempo
(Vortragsanweisung; Mus.). Preslto das; -s, Plur. -s u.
...ti: 1. schnelles Tempo (Mus.). 2. Musikstück in schnel
lem Zeitmaß
Prêt-à-porlter [prɛtapɔr'te:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
prêt-â-porter, eigtl. „fertig zum Tragen“): a) (ohne Plur.)
von einem Modeschöpfer entworfene Konfektionsklei
dung; b) von einem Modeschöpfer entworfenes Konfekti
onskleid
Preltest [ pri:...] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. pretest zu
engl. pre „vor“ u. test, vgl. Test): Erprobung eines Mittels
für Untersuchungen o. Ä. (z. B. eines Fragebogens) vor der
Durchführung der eigentlichen Erhebung; Vortest (Soziol.)
pre ti al (zu lat. pretium (vgl. Pretium) u. T ’...al (1)>: vom
Preis her erfolgend, geldmäßig (Wirtsch.). preltilös usw.
vgl. preziös usw. Preltilum das; -s, ...tia (aus gleichbed.
lat. pretium): (veraltet) Wert, Preis, Belohnung
Pre|ven|ter [...V...J der; -s, - (aus engl. preventer „Verhüter“ zu to prevent „verhindern“): Sicherheitsarmatur an
Bohrlochanlagen, um z.B. bei Eruptionen das Bohrloch
gefahrlos verschließen zu können (Bohrtechnik)
Prelview ['pri:vju:] die; -, -s, auch der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. preview zu pre „vor(her)“ u. view „das Ansehen, Be
trachten“): 1. Voraufführung (bes. eines Films). 2. Funk
tion eines Anwendungsprogramms, die es ermöglicht, Tex
te u. Bilder auf dem Bildschirm vorab so darzustellen, wie
sie gedruckt werden sollen (EDV)
P
preziös
auch pretiös <aus fr. précieux, eigtl. „kostbar,
wertvoll“, dies aus lat. pretiosus): geziert, geschraubt, ge
künstelt; vgl. Précieuses. Prelzilolsen, auch Pretiosen
die (Plur.) (aus gleichbed. lat. pretiosa, Neutrum Plur. von
pretiosus (vgl. pretios)): Kostbarkeiten, Geschmeide.
Prelzilolsiltät, auch Pretiosität die; - (aus gleichbed./?-.
préciosité; vgl. ...ität): a) geziertes Benehmen, Ziererei; b)
dem Î Manierismus (5) verwandtes Stilphänomen, das
durch eine oft dunkle u. verschlüsselte, gekünstelte u. ge
suchte, affekt- u. effektbetonte, maximale Originalität an
strebende Ausdrucksweise gekennzeichnet ist (Literaturw.)
Pri almel die; -, -n, auch das; -s, - (entstellt aus gleichbed.
frühnhd. preambel, dies aus mlat. praeambulum, vgl. Prä
ambel): 1. kurzes volkstümliches Spruchgedicht, bes. des
dt. Spätmittelalters. 2. svw. Präambel (2)
Prilalpea die (Plur.) (aus gleichbed. spätlat. Priapeia, nach
dem griech.-röm. Fruchtbarkeitsgott Priapus (gr. Priapos)): kurze, geistreiche, obszöne lat. Gedichte aus dem
l.Jh. n.Chr. pri|a|pe|isch u. priapisch (nach gleichbed.
lat. Priapeius): in Form von Priapea dargestellt; unzüch
tig. Pri|a|pe|us der; -, ...pei (aus gleichbed. lat. (versus)
Priapeus): antiker Vers, eine Verbindung von 1 Glykoneus
u. tPherekrateus mit Zäsur nach dem Glykoneus. priiapisch vgl. priapeisch. Priapismus der; - (aus gleich
bed. lat. priapismos, priapismus, dies ausgr. priapismos;
vgl. ...ismus (3)>: krankhaft anhaltende, schmerzhafte
Erektion des ÎPenis (Med.)
Prilkasrfer; -, -i (aus russ. prikaz „Kanzlei, Amt“): Bez. für
eine Behörde im zentralistischen Moskauer Staat vom
16. Jh. bis zum Beginn des 18. Jh.s
prim (zu lat. prima, Fern, von primus, vgl. Primus, rück
gebildet aus Primzahl): nur durch 1 u. sich selbst teilbar
(von Zahlen; Math.). Prim die; -, -en (zu lat. prima,
Fern, von primus, vgl. Primus): 1. bestimmte Klingenhal
tung beim Fechten. 2. Morgengebet (bes. bei Sonnenauf
gang) im kath. Brevier. 3. svw. Prime (1). prjlma (aus
gleichbed. z'Z. prima (gekürzt aus Fügungen wie prima
sorte, prima qualitä „erste, feinste Warenart“), Fern, von
primo „Erster“, dies aus lat. primus, vgl. Primus): a)
vom Besten, erstklassig (Abk.: pa., Ia); b) (ugs.) vorzüg
lich, prächtig, wunderbar, sehr gut, ausgezeichnet. ’Pri
ma die; -, Primen (aus nlat. prima (classis) „erste (Klas
se)“, da die Klassen früher von oben nach unten gezählt
wurden): (veraltend) in Unter- u. Oberprima geteilte
letzte Klasse eines Gymnasiums. zPri|ma der; -s, -s (zu
lat. prima, vgl. Prim): Kurzform von ÎPrimawechsel.
Pri|ma|bal|le|ri|na die; -, ...nen (aus gleichbed. it. pri
ma ballerina zu îprima u. ÎBallerina): die erste u. Vor
tänzerin einer Ballettgruppe; vgl. Ballerina. Prilmalballe ri na as so lu ta die; - -, ...ne ...te (zu it. assoluto
„absolut, unumschränkt“): Spitzentänzerin, die außer
Konkurrenz stehende Meisterin im Kunsttanz. Prilmadon na rfze; -, ...nnen (aus gleichbed. it. prima donna,
eigtl. „erste Dame“, vgl. Donna): 1. Darstellerin der
weiblichen Hauptpartie in der Oper, erste Sängerin. 2.
verwöhnter u. empfindlicher Mensch, der eine entspre
chende Behandlung u. Sonderstellung für sich bean
sprucht. prilma fa cie [- 'fa:tsiə] dat.y. auf den ersten
Blick, dem ersten Anschein nach. Pri|ma-fa|cie-Beweis der; -es, -e: Beweis aufgrund des ersten Anscheins,
Anscheinsbeweis (ein nach der normalen Lebenserfah
rung typischer Geschehensablauf gilt als bewiesen, so
lange sich nicht Tatsachen ergeben, die ein von diesem
typischen Ablauf abweichendes Geschehen als möglich
erscheinen lassen; Rechtsw.)
Pri|ma|ge [pri'ma:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. primage
zu prime „Prämie“, dies über engl. premium aus lat. prae
mium, vgl. Prämie): ÎPrämie (2), die ein Ladungsinteres
prelzilös,
1096
sent unter bestimmten Bedingungen an den Schiffer zu
zahlen bereit ist (Seew.)
Prilmaliltälten die (Plur.) (aus gleichbed. mlat. primalitates, Plur. von primalitas „Grundlage“): Grundbestim
mungen des Seins u. der Dinge in der Scholastik (Philos.).
Pri|ma|ma|le|reiüfe; - (zu lat. prima, vgl. Prim): Malerei
talla prima. Prilmalnen die (Plur.) (nach lat. primani,
eigtl. „die (Soldaten) von der ersten Legion“): die zuerst
ausgebildeten Dauergewebszellen einer Pflanze (Bot.).
Prilmalner der; -s, - (zu t 'Prima u. T...aner, nach lat. pri
manus „von der ersten Legion“): (veraltend) Schüler einer
'Prima. Prilmalnelrin die; -, -nen: weibliche Form zu
t Primaner. Prilmalnolta <■//<’; - (aus it. prima nota, eigtl.
„erste Aufzeichnung“): Grundbuch in der Bankbuchhal
tung. Pri|ma|pa|pie|re die (Plur.): erstklassige Geld
marktpapiere (Wirtsch.). Prilma Phillolsclphia die; - (aus lat. prima philosophia „erste Philosophie“): svw. Phi
losophia prima, prilmar(aus gleichbed. fr. primaire, dies
aus lat. primarius „einer der Ersten“ zu primus, vgl. Pri
mus u. Premiere): 1. a) zuerst vorhanden, ursprünglich; b)
an erster Stelle stehend, erst-, vorrangig; grundlegend, we
sentlich. 2. (von bestimmten ehern. Verbindungen o.Ä.)
nur eines von mehreren gleichartigen Atomen durch nur
ein bestimmtes anderes Atom ersetzend; vgl. sekundär (2),
tertiäx (2). 3. den Teil eines Netzgerätes betreffend, der un
mittelbar an das Stromnetz angeschlossen ist u. in den die
umzuformende Spannung einfließt (Elektrot.); vgl. sekun
där (3). Primar der; -s, -e: Kurzform von tPrimararzt.
Prilmär... (zu Tprimär) : Wortbildungselement mit der Be
deutung „die Grundlage bildend; zuerst auftretend“, z. B.
Primärliteratur, Primärtumor. Pri|mär|af|fekti/er; -[e]s,
-e: erstes Anzeichen, erstes Stadium einer Infektions
krankheit, bes. der Syphilis (Med.). Prilmarlarztrfer; -es,
...ärzte (zu lat. primarius, vgl. primär): (österr.) leitender
Arzt eines Krankenhauses; Chefarzt, Oberarzt; Ggs. Î Se
kundararzt. Prilmarlärzltin Æe; -, -nen: (österr.) weibli
che Form zu TPrimararzt. Pri mär elek tron* das; -s,
-en (zu ÎPrimär...): Elektron, das durch Wärme od. Strah
lung aus einer Elektronenhülle abgespalten wurde (Phys.).
Pri|mär|ener|gie die; -, -n: von natürlichen, noch nicht
weiterbearbeiteten Energieträgern (wie Kohle, Erdöl,
Erdgas) stammende Energie (Techn.). Primärfarlben
die (Plur.): ausgewählte Farben mit genau angegebenen
Wellenlängen (Rot, Grün, Blauviolett), aus denen alle Far
ben des Farbfernsehbildes gemischt werden können. Primär ge stein das; -s: (veraltet) Erstarrungsgestein (Geol.). Prilmärlgruplpe die; -, -en: Gruppe, deren Mitglie
der enge, vorwiegend emotionell bestimmte Beziehungen
untereinander pflegen u. sich deshalb gegenseitig stark be
einflussen (z.B. die Familie; Soziol.). Pri|ma|ria die; -,
...iae [...rie] (zu/at. primaria, vgl. primär): weibliche Form
zu tPrimarius (2). Prilmärlinlseklten die (Plur.) (zu
ÎPrimär...): Insekten, die gesundes lebendes pflanzliches
Gewebe befallen (z.B. Maikäfer); Ggs. 1 Sekundärinsek
ten. Pri ma ri us der; -, ...ien [,,,iən] (zu lat. primarius,
vgl. primär): 1. svw. Pastor primarius. 2. svw. Primararzt.
3. Primgeiger, der erste Geiger im Streichquartett. Primärlilteraltur die; - (zu 1 Primär...): der eigentliche
dichterische Text als Gegenstand einer wissenschaftlichen
Untersuchung; die Quellen, bes. der Sprach- u. Literatur
wissenschaft; vgl. Sekundärliteratur. Prilmärlprolzessedie (Plur.): svw. Primärvorgänge. Prilmärirelakltilon
die; -: Fähigkeit zur Ausbildung von Antikörpern nach
erstmaliger Infektion durch 1 Antigene (Med.). Pri marschulle die; -, -n (zu lat. primarius, vgl. primär):
(Schweiz.) allgemeine Volksschule. Prilmärlstaltisltik
- (zu tPrimär...): direkte, gezielt für statistische Zwe
cke durchgeführte Erhebungen u. deren Auswertung (z. B.
Volkszählung); vgl. Sekundärstatistik. Pri|mär|strom
1097
Primo
der; -, ...ströme: elektr. Strom in der Primärspule eines
ten (z.B. Schlüsselblume, Aurikel). Prilmen: Plur. von
Transformators (Elektrot.). Pri mar stu fe rf/e; -, -n (zu
t Prim, 1 ‘Prima u. Î Prime. Prilmer [praimu] der; -s, - (aus
lat. primarius, vgl. primär): Grundschule (1.-4. Schul
gleichbed. engl. primer zu to prime „grundieren“): Grun
jahr); vgl. Sekundarstufe. Prilmärltekltolgelnelse die;
dierung, Grundanstrich, Haftgrundmittel. Primelrate
-, -n (zu ÎPrimär...): Verbiegung der Erdrinde in großräu
[praimreit] die; -, auch Prime Rate ['praɪm reit] die: - mige Schwellen u. Senken (Geol.); vgl. Sekundärtektoge(aus gleichbed. engl. prime rate): (in den USA) Diskont
nese. Pri|mär|the|ra|pie züe; -: auf den amerik. Psycho
satz für Großbanken, dem Leitzinsfunktion zukommt
logen A. Janov zurückgehende Form der Psychotherapie,
(Wirtsch.). Primeltime [...taim] die; -, -s, auch Prime
bei der belastende Kindheitserlebnisse durch intensives
Time die; - -, - -s (aus gleichbed. engl. prime time): (Jar
Nacherleben bewältigt werden sollen (Psychol.). Prilmärgon) abendliche Hauptsendezeit (beim Fernsehen). Pri
trielbe die (Plur.): die beim Menschen tphylogenetisch
meur [pri'mo:p] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. primeur zu
angelegten u. damit ererbten psychischen Antriebe (Psy
prime „Erster“, dies aus lat. primus): 1. junger, kurz nach
chol.). Prilmärltulmor der; -s, -en: (Tumor, von dem
der Gärung abgefüllter franz. Rotwein. 2. (Plur.) junges
(Metastasen ausgehen (Med.). Prilmärlvelgeltaltilon
Frühgemüse, Frühobst. Primlgeilger der; -s, - (zu lat.
die; -: durch menschliche Beeinflussung unversehrte Ve
primus, vgl. Primus): erster Geiger in der Kammermusik,
getation, die sich im Gleichgewicht mit ihren gegenwärtig
besonders im Streichquartett
wirkenden Umweltfaktoren befindet u. dem Standort ent Primlgeld das; -[e]s, -er (zu fr. prime „Prämie“, vgl. Pri
spricht (z.B. der ursprüngliche trop. Regenwald). Primage): svw. Primage
mär|verltei|lung die: -: unmittelbare, sich aus dem Prilmi: Plur. von (Primus. Pri ming ['praɪmɪŋ] das; -s, -s
Produktionsprozess ergebende Einkommensverteilung
(aus engl. priming „Vorbereitung“, eigtl. „das Fertigma
(Wirtsch.). Prilmärlvorlgänlge die (Plur.): alle aus dem
chen (einer Kanone zum Feuern)“, zu to prime „vorberei
Unbewussten erwachsenden Gedanken, Gefühle, Hand
ten“): Einleitung einer ärztlichen Behandlung (Med.). Prilungen (S. Freud; Psychol.). Prilmärlwald der; -[e]s,
mi pa ra die; -, ...paren (aus gleichbed. nlat. primipara zu
...wälder: eine sich ohne menschliche Beeinflussung ein
primus (vgl. Primus) u. lat parere „gebären“): Erstgebä
stellende Waldform. Prilmärlwickllung die; -, -en:
rende; Frau, die ihr erstes Kind gebiert, geboren hat
Wicklung, Spule eines Transformators, durch die die Leis
(Med.); vgl. Multipara, Nullipara, Pluripara, Sekundipa
tung aufgenommen wird (Elektrot.). Prilmalry [ praɪmərɪ]
ra. pri|mis|si|ma (italianisierender Superlativ von (pri
die: -, ...ries [...riz] (meist Plur.) (aus gleichbed. engl. -ame
ma): (ugs.) ganz prima, ausgezeichnet. Pri|mi|ti|al|oprik. primary (election), eigtl. „erste (Auswahl)“): Vorwahl
fer das; -s, - (zu mlat. primitialis „ursprünglich, Erst-“,
(im Wahlsystem der USA). Prilmas ['pri:mas] der: -, -se
dies zu lat. primitus „zuerst“): der Gottheit dargebrachte
(aus gleichbed. spätlat. primas, Gen. primatis, eigtl. „der
Gabe aus der ersten Beute bzw. Ernte; Erstlingsopfer
dem Rang nach Erste, Vornehmste“, zu lat. primus, vgl.
(z.B. bei Sammlerkulturen bzw. Ackerbauvölkern), pri
Primus, Bed. 2 aus gleichbed. ung. primäs): 1. (Plur. auch
mi |tiv (aus gleichbed. fr. primitif, dies aus lat. primitivus
Primaten) [Ehrenltitel des würdehöchsten Erzbischofs ei
„der Erste in seiner Art“ zu primus, vgl. Primus): 1. auf
nes Landes. 2. Solist und Vorgeiger einer Zigeunerkapelle.
niedriger Kultur-, Entwicklungsstufe stehend; urzuständPrilmalspilriltus der; -, -se (zu (prima u. (2Spiritus): von
lich, urtümlich. 2. (abwertend) von geringem geistig-kul
schädlichen Nebenbestandteilen befreiter, fast reiner Al
turellem Niveau. 3. einfach; dürftig, behelfsmäßig; nur mit
kohol. 1Prilmat der od. das; -[e]s, -e (aus lat. primatus
dem unbedingt Nötigen ausgestattet; primitives [...vas]
Symbol: Zeichen der Logistik, dessen Bedeutung als be
„erste Stelle, erster Rang“ zu primus, vgl. Primus): 1. Vor
kannt vorausgesetzt wird. Prilmiltilva [...v...]: Plur. von
rang, bevorzugte Stellung. 2. Stellung des Papstes als In
(Primitivum. Pri|mi|ti|ven die (Plur.) (zu (primitiv):
haber der obersten Kirchengewalt. 2Pri|mat der: -en, -en
(veraltet) auf niedriger Kultur-, Entwicklungsstufe stehen
(meist Plur.) (zu spätlat. primates, Plur. von primas, vgl.
de Völker. pri|mi|ti|vie|ren (zu !.. deren): (selten) svw.
Primas): Herrentier (Halbaffen, Affen u. Menschen um
primitivisieren. pri miiti vi sie ren (zu (...isieren): in
fassende Ordnung der Säugetiere; Biol.). Prilmalten:
unzulässiger Weise vereinfachen, vereinfacht darstellen,
Plur. von (Primas (1) u. (2Primat. Prilmaltollolge zfer,
wiedergeben. Pri|mi|ti|vis|mus der; - (zu (...ismus (2)>:
-n, -n (zu (2Primat u. (...loge): Wissenschaftler auf dem
in verschiedenen modernen Kunstrichtungen auftretende
Gebiet der Primatologie. Prilmaltollolgie die; - (zu
Tendenz, sich von der Kunst früher, primitiver (1) Kultu
(...logie): Wissenschaft, die sich mit der Erforschung der
ren anregen zu lassen. Pri|mi|ti|vi|tät die; - (zu t ...ität):
2Primaten befasst, prilma visita [- vista] (¿Z.; eigtl. a pri
(abwertend) 1. geistig-seelische Unentwickeltheit. 2. Ein
ma vista „auf den ersten Blick“): 1. bei Sicht, z.B. einen
fachheit, Behelfsmäßigkeit, Dürftigkeit. Pri|mi|tiv|rasWechsel - - bezahlen (Wirtsch.). 2. vom Blatt, z. B. - - spie
sen die (Plur.): Haustierrassen, die unmittelbar durch
len oder singen (Mus.). Pri|ma|vis|ta|di|a|gno|se* die;
Domestikation aus Wildtieren hervorgegangen sind
-, -n : Diagnose aufgrund der typischen, sichtbaren körper
(Zool.). Pri|miltivlrelaklti|on die; -, -en: unmittelbare,
lich-seelischen Veränderungen, die durch bestimmte
vom Verstand nicht kontrollierte Reaktion auf Außenreize
Krankheiten beim Patienten eintreten (Med.), prilma
(z.B. im Affekt: Med., Psychol.). Prilmiltilvum [...vom]
volita [- 'vɔlta] <zt. ): das erste Mal (Anweisung für die ers
das; -s, ...va [...va] (aus gleichbed. spätlat. (nomen) primi
te Form des Schlusses eines zu wiederholenden Teils, der
tivum); Stammwort im Unterschied zur Zusammenset
bei der Wiederholung eine zweite Form erhält; Mus.); vgl.
zung (z. B. geben gegenüber ausgeben, zugeben; Sprachw.).
seconda volta. Pri|ma|wech|sel der; -s, - (zu it. prima (di
Prilmi Uolmilni: Plur. von 1 Primo Uomo. Prilmiz die; -,
cambio), vgl. Prim): Erstausfertigung eines Wechsels
-en (aus gleichbed. kirchenlat. primites zu lat. primitiae
(Wirtsch.). Prilme die; -, -n (zu lat. prima „die Erste“; vgl.
(Plur.) „Erstlinge“, dies zu primus, vgl. Primus): erste [fei
Prim): 1. a) die erste Tonstufe einer diatonischen Tonlei
erliche] Messe eines neu geweihten kath. Priesters. Priter; b) (Intervall (2) im Einklang zweier auf derselben Stu
miziant der; -en, -en (zu (,,,ant): neu geweihter kath.
fe stehender Noten (Mus.). 2. erste, die 1 Norm (5) enthal
Priester. Pri|mi|zi|en [...ion] die (Plur.) (aus lat. primitiae,
tende Seite eines Druckbogens (Druckw., Buchbinderei).
vgl. Primiz): svw. Primitialopfer. pri|mo (z7.; zu lat. pri
Prilmel die: -, -n (aus nlat. primula veris „erste (Blume)
mus, vgl. Primus): erster, erste, erstes, zuerst, z. B. Violino
des Frühlings“, Fern, von lat. primulus „der Erste“, dies
- (die erste Geige; Mus.). Pri mo das; -s: beim vierhändi
Verkleinerungsform von primus, vgl. Primus): Vertreter
gen Klavierspiel der Diskantpart (vgl. Diskant 3; Mus.);
einer Pflanzenfamilie mit zahlreichen einheimischen Ar
Primogenitur
1098
erzeugnisses in kleinerer Auflage im digitalen Druckver
Ggs. îSecondo (2). Pri|molge|ni|tur die; -, -en <aus
fahren. Printimeldilen [...ion] die (Plur.) (nach gleich
gleichbed. mlat. primogenitura zu lat. primus (vgl. Pri
bed. engl. print media): Gesamtheit der Medien, die
mus) u. genitus „geboren“): Erstgeburtsrecht; Vorzugs
Druckwerke (Zeitungen, Bücher u.a.) hervorbringen
recht des [fürstlichen] Erstgeborenen u. seiner Linie bei
der Erbfolge; vgl. Sekundogenitur. pri|mor|di|al* <aus Prinlzeps der; -, Prinzipes [,,,pe:s] (aus lat. princeps, Gen.
principis „der Erste (im Rang), Vornehmster, Gebieter"
gleichbed. lat. primordialis): von erster Ordnung, uran
zu primus (vgl. Primus)u. capere „(in Besitz) nehmen“): 1.
fänglich, ursprünglich seiend, das Ur-Ich betreffend (bei
altröm. Senator von großem politischem Einfluss. 2. Titel
Husserl; Philos.). Pri|mor|di|al|kra|nilum*</as; -s, Plur.
röm. Kaiser. Prinlzip íZas; -s, Plur. -ien [...ion], seltener,
...nia u. ...nien [...ion] (zu TCramum): a) erste knorpelige
im naturwissenschaftlichen Bereich meist -e (aus lat. prin
Anlage des Î Craniums in der Embryonalentwicklung
cipium „Anfang, Ursprung, Grundlage“ zu princeps, vgl.
(Med.); b) knorpelige Vorstufe des knöchernen Schädels
Prinzeps): a) feste Regel, die jmd. zur Richtschnur seines
(z. B. der Schädel des Haifisches; Zool.). Prilmorldilen*
Handelns macht, durch die er sich in seinem Denken u.
[...ion] die (Plur.) (zu lat. primordium „Anfang, Ur
Handeln leiten lässt; b) allgemeingültige Regel, Grundla
sprung“): Bez. für wenig differenzierte erste Anlagen von
ge, auf der etw. aufgebaut ist, Grundnorm, Grundregel;
Organen; Organvorstufen (Biol.). Prilmo Uolmo der; - -,
Grundsatz; c) Gesetzmäßigkeit, Idee, die einer Sache zu
...mi ...mini (aus gleichbed. it. primo uomo, eigtl. „erster
grunde liegt, nach der etw. wirkt: Schema, nach dem etw.
Mann“): erster Tenor in der Barockoper. Prim ton der;
aufgebaut ist. prinlzilpal (aus lat. principalis „erster, vor
-[e]s, ...töne (zu ÎPrime); Grundton (Mus.). Prilmum
nehmster“): (veraltet) ursprünglich, vornehmlich, haupt
Molbille das; - - (aus gleichbed. lat. primum mobile): der
sächlich. 1Prin|zi|pal der; -s, -e (aus lat. principalis „Vor
erste [unbewegte] Beweger (bei Aristoteles; Philos.). Pri
steher“ zu princeps, vgl. Prinzeps): 1. Leiter eines Thea
mus der; -, Plur. Primi u. -se (aus lat. primus „Erster, Vor
ters, einer Theatertruppe. 2. Lehrherr; Geschäftsinhaber.
derster“, Superlativ von prior „Ersterer, Vorderer“):
2Prin|zi|pal das; -s, -e (zu Î'Prinzipal): 1. Hauptregister
Klassenbester, bes. einer höheren Schule. Prilmus inlter
Pal res [- - ...re:s] der; —, Primi - - (aus gleichbed. lat. pri
der Orgel (Labialstimme mit weichem Ton; Mus.). 2. tiefe
Trompete, bes. im 17. u. 18. Jh. (Mus.); Ggs. îClarino (1).
mus inter pares): Erster unter Ranggleichen. Primlzahl
Prinlzilpallin die; -, -nen (zu T 'Prinzipal): weibliche
die; -, -en (zu lat. prima, vgl. prim): Zahl größer als 1, die
nur durch 1 und sich selbst teilbar ist (z.B. 7, 13, 29, 67;
Form zu Î 'Prinzipal. prin|zi|pa|li|ter (aus gleichbed. lat.
principaliter): vor allem, in erster Linie. PrinlzilpalMath.). Prince of Wales ['prɪns əv 'weɪlz] der; — (engl.;
eigtl. „Fürst von Wales“, zu prince „König, Fürst“, dies
stim me
-, -n (meist Plur.) (zu UPrinzipal): eine der
über altfr. prince „Prinz, Fürst“ aus lat. princeps, vgl.
im ÎProspekt (3) der Orgel aufgestellten, besonders sorg
Prinzeps) : Prinz von Wales (Titel des britischen Thronfol
fältig gearbeiteten Pfeifen (Mus.). Prinlzilpat das, auch
gers). prinlcilpalle [prtntei...] (tí.; eigtl. „hauptsächlich“,
der: -[e]s, -e (aus gleichbed. Zai. principatus): 1. (veraltet)
dies aus lat. principalis, vgl. prinzipal): in Orchesterwer
Vorrang. 2. das ältere röm. Kaisertum; vgl. Dominât.
ken Bez. für die solistisch hervortretende Instrumental
Prinlzilpes [,..pe:s]: Plur. von TPrinzeps. prinlzilpilell
stimme (Mus.); vgl. obligat (2). prin Ici I pa I li I te r [...te...]
(zu lat. principalis „anfänglich“ u. t...ell): 1. im Prinzip,
vgl. prinzipaliter. Prinlcilpe ['prɪnʧipə] der; -, ...pi (aus
grundsätzlich. 2. einem Prinzip, Grundsatz entsprechend,
gleichbed. it. principe aus lat. princeps, vgl. Prinzeps):
aus Prinzip. Prinlzilpilen [...ion]: Plur. von Î Prinzip.
ital. Bez. für Fürst, Prinz. prin|ci|pi|is pblsta*
Prinlzi|pi|en|rei|ter der; -s, -: (ugs.) jmd., der kleinlich
[...'tsi:pii:s -] {lat.; zu principium (vgl. Prinzip) u. obstare
auf seinen Prinzipien beharrt. Prinzlrelgent der; -en,
„widerstehen“): wehre den Anfängen [einer gefährlichen
-en: Vertreter eines (z. B. durch schwere Krankheit) an der
Entwicklung]! Prinlcilpilum Contradicltiolnis*
Ausübung der Herrschaft gehinderten Monarchen
[...'tei:... kɔntradɪk...] das; - - (aus gleichbed. lat. principi Prilon das; -s, ...onen (Kurzw. aus ÎProtein, Îinfektiös u.
um contradictionis): Satz vom Widerspruch (Logik).
t'...on): Eiweißpartikel, das bei bestimmten Gehirner
Prinlcilpilum exlclulsi Terltii [- ɛks'klu:zi -] das;---krankungen (z. B. î BSE, Creutzfeld-Jakob-Krankheit) ge
(aus gleichbed. lat. principium exclusi tertii): Satz vom
funden wird u. möglicherweise Erreger dieser Krankhei
ausgeschlossenen Dritten (Logik). Prinlcilpilum Identen ist (Biochem., Med.)
tiltaltis ¿Zas; - - (aus gleichbed. lat. principium identita Prilor der; -s, Prioren (aus gleichbed. mlat. prior, eigtl. „der
tis): Satz der Identität (Logik). Prinlcilpilum Raltilplnis
Erstere, der dem Rang nach höher Stehende“, zu lat. prior,
suf filci en tis [- - ...'teten...] das; — (aus gleichbed. lat.
vgl. Primus): a) kath. Klosteroberer, -Vorsteher (z.B. bei
principium rationis sufficientis): Satz vom hinreichenden
den ÎDominikanern); Vorsteher eines Priorats (2); b)
Grund (Logik)
Stellvertreter eines Abtes. Prilolrat das; -[eis, -e (aus
Prinlte die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. niederl. prent,
gleichbed. mlat. prioratus zu Zar. prioratus „die erste Stel
eigtl. „Ab-, Aufdruck“, dies über altfr. preindre aus lat.
le“): 1. Amt, Würde eines Priors. 2. meist von einer Abtei
premere „(ab-, auf)drucken“, wahrscheinlich nach den in
abhängiges [kleineres] Kloster eines îKonvente (1 a). Priälterer Zeit vielfach aufgedruckten (Heiligen)figuren):
glrin [auch 'pri:orɪn] <ZZe; -, -nen (zu îPrior): a) Vorstehe
lebkuchenähnliches Gebäck. Prinlted in... [printed -]
rin eines Priorats (2); b) Stellvertreterin einer Äbtissin.
(aus engl. printed in... „gedruckt in...“ zu to print „dru
pri|o|ri|sie|ren (zu lat. prior (vgl. Primus) u. Î ...isieren):
cken“, dies zu print „Druck“, zu altfr. preindre, vgl. Prin
etw. vorrangig behandeln, einer Sache den Vorrang geben.
te): (mit nachfolgendem Namen eines Landes) gedruckt
pri|o|ri|tar (aus gleichbed. fr. prioritaire): vorrangig. Priin... (Vermerk in Büchern). Prinlter der; -s, - (aus gleich
olriltät <ZZe; -, -en (aus gleichbed./r. priorité, dies aus mlat.
bed. engl. printer, eigtl. „Drucker“): 1. Drucker; Gerät
prioritas, Gen. prioritatis): 1. a) Vorrecht, Vorrang eines
zum Ausdrucken von Daten (EDV). 2. automatisches Ko
Rechts, bes. eines älteren Rechts gegenüber einem später
piergerät, das von einem T Negativ od. Î Dia in kurzer Zeit
entstandenen; b) Rangfolge, Stellenwert, den etwas inner
eine große Anzahl von Papierkopien herstellt. Prinlters
halb einer Rangfolge einnimmt; c) (ohne Plur.) höherer
¿te (Plur.) (aus engl. printers zu print „bedruckter Kat
Rang, größere Bedeutung, Vorrangigkeit. 2. (ohne Plur.)
tun“): ungebleichter Kattun für die Zeugdruckerei. Prinzeitliches Vorgehen. 3. (nur Plur.) Aktien, Obligationen,
ting-on-Demand [,,,dɪ`mɑ:nd] das; - (aus gleichbed.
die mit bestimmten Vorrechten ausgestattet sind
engl. printing on demand, eigtl. „Drucken auf Anforde
(Wirtsch.). 4. die Rangordnung, nach der Anforderungen
rung“): auf Bestellung schnelle Herstellung eines Druck
in einem laufenden Programm (4) bedient werden sollen
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(EDV). Prilolriltätslakltie [...ja] die: -, -n: Aktie, die mit
einem Vorzugsrecht ausgestattet ist. Pri|olri|täts|prinzip das: -s: 1. in der wissenschaftlichen Benennung von
Tierarten das Prinzip, nach dem der älteste Name zu gel
ten hat, sofern er den internationalen Regeln der Nomen
klatur entspricht. 2. Grundsatz, wonach frühere Rechte
später entstandenen im Rang vorgehen (Rechtsw.)
Pri Ise die: -, -n <aus fr. prise „das Nehmen, Ergreifen; das
Genommene“, eigtl. substantiviertes Part. Perf. von pren
dre „nehmen, ergreifen“, dies aus lat. prehendere) : 1. a)
aufgebrachtes feindliches od. Konterbande führendes
neutrales Schiff; b) beschlagnahmte Ladung eines solchen
Schiffes. 2. kleine Menge eines pulverigen od. feinkörni
gen Stoffes (die man zwischen zwei Fingern greifen kann,
z.B. Salz, Pfeffer, Schnupftabak)
Prislma das; -s, ...men (über gleichbed. spätlat. prisma aus
gr. prisma, Gen. prismatos, eigtl. „das Zersägte, Zer
schnittene“, zu priein „sägen“): 1. von ebenen Flächen be
grenzter Körper mit paralleler, kongruenter Grund- u.
Deckfläche (Math.). 2. Kristallfläche, die nur zwei Ach
sen schneidet u. der dritten parallel ist (Mineral.). 3. licht
durchlässiger u. lichtbrechender (bes. als optisches Bauteil
verwendeter) Körper mit mindestens zwei zueinander ge
neigten, meist ebenen Flächen (Optik). Prislmaltin der:
-s, -e (zu (‘...in): ein prismatisches, durchsichtiges Mine
ral. prislmaltisch: von der Gestalt eines Prismas, pris
menförmig; prismatische Absonderung: säulenförmige
Ausbildung senkrecht zur Abkühlungsfläche (von Basal
ten; Mineral.). Prislmaltolid das; -[e]s, -e (zu T...oid):
Körper mit geradlinigen Kanten, beliebigen Begrenzungs
flächen u. zwei parallelen Grundflächen, auf denen sämt
liche Ecken liegen (Math.). Prislmen: Plur. von ÎPrisma.
Pris|men|as|tro|la|bi|um* das: -s, ...ien [,,,iən]: sehr ge
nau arbeitendes Winkelmessinstrument zur Bestimmung
von Sternendurchgängen durch einen bestimmten Höhen
kreis. Prislmenlbrillle die; -, -n: Brille, durch die mithilfe
von Prismen in bestimmter Anordnung das Schielen kor
rigiert wird. Pris|men|glas das; -es, ...gläser: Feldste
cher, Fernglas. Prislmenlinlstrulmenlte* die (Plur.):
einfache optische Geräte zum Abstecken von Winkeln im
Gelände (Vermessungskunde). Prislmenlspekltrograf*, auch ...graph der; -en, -en: Gerät zur Zerlegung
von Licht aus mehreren Wellenlängen in seine einzelnen
Komponenten (Optik). Prislmolid das; -[e]s, -e (zu ÎPris
ma u. T...oid>: svw. Prismatoid
Prilson [pri'zö:] die; -, -s od. das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
prison, dies aus lat. prensio „das Ergreifen“ zu prendere,
prehendere „ergreifen; verhaften“): (veraltet) Gefängnis.
Prilsolner of War ['prɪz(ə)nə əv 'wɔ:] der:---- , -s - - (aus
engl. prisoner of war): engl. Bez. für Kriegsgefangener;
Abk. PW. Prilsonlnier de Guerre [prizɔnjed'gɛ:r] der; - -, -s - - [prizɔnjed'gɛ:r] (aus fr. prisonnier de guerre):
franz. Bez. für Kriegsgefangener; Abk. PG
Prisltaw der: -[s], -s (aus gleichbed. russ. pristav): (früher)
russ. Polizeioffizier. Pritsltalbel der; -s, - (aus demSlaw.;
vgl.poln. przedstawiciel „Vertreter, Repräsentant“): Was
servogt, Fischereiaufseher (früher in der Mark Branden
burg)
prilvat [...V...J (aus lat. privatus „gesondert, für sich ste
hend; nicht öffentlich“ zu privare „sondern, befreien“): 1.
die eigene Person angehend, persönlich. 2. vertraulich. 3.
familiär, häuslich, vertraut, zwanglosen Charakter aufwei
send, ungezwungen. 4. nicht offiziell, nicht öffentlich,
nicht geschäftlich, nicht dienstlich, außeramtlich. 5. nicht
für die Öffentlichkeit bestimmt, nur Einzelnen zugänglich.
6. einer od. mehreren Personen gehörend, nicht dem Staat
od. einer Genossenschaft gehörend. Pri|vat|adres|se*
die; -, -n: die private (4), nicht dienstliche Adresse. Privataudienz die; -, -en: private (4), nicht dienstlichen
privilegieren
Angelegenheiten dienende Audienz. Pri|vatlde|tek|tiv
der: -s, -e [...va]: freiberuflich tätiger od. bei einer Detektei
angestellter Detektiv, der in privatem (2) Auftrag handelt.
Pri|vat|dis|kont der; -s, -e : Diskontsatz, zu dem Î Akzep
te (2) besonders kreditwürdiger Banken abgerechnet wer
den. PriIvatldolzent der; -en, -en: a) (ohne Plur.) Titel ei
nes Hochschullehrers, der [noch] nicht Professor ist u.
nicht im Beamtenverhältnis steht; b) Träger dieses Titels.
Pri|vat|do|zenltin die; -, -nen: weibliche Form zu ÎPri
vatdozent. Pri|valti|er [...'tie:] der; -s, -s (französierende
Bildung zu Î privat; vgl. 2...ier): jmd., der keinen Beruf aus
übt; Rentner; vgl. Partikülier. Pri|va|ti|e|re [auch
,-'tiɛ:rə] die; -, -n (zu lɪ,,,iere): (veraltet) Rentnerin, pri
va Itim {lat.Y. in ganz persönlicher, vertraulicher Weise;
unter vier Augen. Pri|vat|ini|ti|a|ti|ve [,,,və] die; - (zu
1 privat): das Handeln aus eigenem Antrieb u. auf eigene
Verantwortung. Prilvaltilon
-, -en (aus spätlat. priva
tio „Beraubung“ zu lat. privatio „Befreiung“, dies zu pri
vare „berauben; befreien“): 1. (veraltet) Beraubung; Ent
ziehung. 2. Negation, bei der das negierende Prädikat dem
Subjekt nicht nur eine Eigenschaft, sondern auch sein We
sen abspricht (Philos.). pri|va|ti|sie|ren (zu (privat u.
(...isieren): 1. staatliches Vermögen in Privatvermögen
umwandeln. 2. als Rentner[in] od. als Privatperson vom ei
genen Vermögen leben. Pri|va|ti|sie|rung die; - (zu
Î ...isierung): Umwandlung von staatlichem Vermögen in
privates Vermögen. Prilvaltislmus rfer; - (zu (...ismus
(2)): Hang zur Privatheit, Rückzug ins Private. pri|vatis si me [...me] {lat.: Adverb des Superlativs von priva
tus, vgl. privat): im engsten Kreise; streng vertraulich,
ganz allein. Prilvaltislsilmum das; -s, ...ma (aus /«/. pri
vatissimum, substantivierter Superlativ (Neutrum) von
privatus, vgl. privat): 1. Vorlesung für einen ausgewählten
Kreis. 2. (oft scherzh.) persönliche, eindringliche Ermah
nung. Prilvaltist der; -en, -en (zu îprivat u. T...ist): (österr.) Schüler, der sich, ohne die Schule zu besuchen, auf
eine Schulprüfung vorbereitet. Prilvaltisltin die; -, -nen:
weibliche Form zu ÎPrivatist. prilvaltisltisch (zu T...istisch): ins Private zurückgezogen, prilvaltiv (nach gleich
bed. lat. privativus, eigtl. „eine Beraubung anzeigend; ver
neinend“): 1. das Privativ betreffend (Sprachw.). 2. das
Fehlen, die Ausschließung (z.B. eines bestimmten Merk
mals) kennzeichnend (z.B. durch die privativen Affixe
ent-, un-, -los; Sprachw.). Prilvaltiv das; -s, -e [...va] u.
Prilvaltilvum [...vom] das; -s, ...va [...va] (aus gleichbed.
lat. (verbum) privativum): Verb, das inhaltlich ein Entfer
nen, Wegnehmen des im Grundwort Angesprochenen
zum Ausdruck bringt (z. B. awsräumen, entfetten, köpfen,
(Federn) rupfen, häuten = die Haut abziehen; Sprachw.).
Prilvatlkonlto das; -s, ...ten (zu 1 privat): 1. rein privaten
Zwecken dienendes Î Konto. 2. Zwischenkonto, auf dem
Einlagen u. Entnahmen der Inhaber [bei Personengesell
schaften] verbucht werden (Bankw.). Prilvatllilquildatilon die; -, -en: Kostenrechnung eines Arztes für einen
Privatpatienten. Prilvatlpaltilent der; -en, -en: Patient,
der nicht bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert
ist, sondern sich auf eigene Rechnung od. als Versicherter
einer privaten (4) Krankenkasse in [ärztliche] Behandlung
begibt. Pri|vat|pa|ti|en|tin die; -, -nen: weibliche Form
zu (Privatpatient. Pri|vatlper|son die;-,-en:¡md., der in
privater (4) Eigenschaft, nicht im Auftrag einer Firma, Be
hörde o.Ä. handelt. Pri|vat|sphä|re die; -: svw. Intim
sphäre. Pri|vatlsta|ti|on die; -, -en: (Station für Privat
patienten in einer Klinik, einem Krankenhaus. Prilvilleg
[...v...] das; -[e]s, Plur. -ien [,,,iən], auch -e (aus lat. privi
legium „besondere Verordnung, Ausnahmegesetz; Vor
recht“ zu privus „gesondert, einzeln“ u. lex, Gen. legis,
vgl. Lex): einem Einzelnen, einer Gruppe vorbehaltenes
Recht, Vor-, Sonderrecht, prilvillelgielren (aus gleich-
privilegiert
bed. mlat. privilegiare): jmdm. eine Sonderstellung, ein
Vorrecht einräumen. pri|vi|le|giert (zu t,,,iert): bevor
rechtet, mit Sonderrechten ausgestattet. Prilvillelgiium
das; -s, ...ien [...isn] (aus lat. privilegium, vgl. Privileg):
(veraltet) svw. Privileg
Prix [pri:] der; - [pri:(s)], - [pri:s] (ausfr. prix, dies aus gleich
bed. lat. pretium): franz. Bez. für Preis. Prix fixe [pri'fiks]
der; - - (aus fr. prix fixe „fester Preis“): Geschäft mit festen
Preisen. Prix Gonlcourt [prigð ku:r] tfer; - - (nach dem
Stifter, dem franz. Schriftsteller E. de Goncourt,
1822-1896): von der Académie Goncourt jährlich verlie
hener Literaturpreis für ein während des Jahres erschiene
nes Erzählwerk in franz. Sprache
PR-Ma|nalger [pe:11er.engl. pi:'ɑ:...] der; -s, - (zu ÎPR u.
TManager): Manager, der für Public Relations, d.h. die
Öffentlichkeitsarbeit, eines Unternehmens zuständig ist
pro {lat.; „für“): je; - Stück. 'Pro das; -s (zu lat. pro „für“):
das Für; das Pro u. |das| Kontra: das Für u. [das] Wider
2Pro die; -, -s (Kurzform von T Prostituierte): (Jargon) kurz
für Prostituierte
pro.... Pro... (aus gleichbed. lat. pro): Präfix mit folgenden
Bedeutungen: 1. vor, vorher, zuvor, vorwärts, hervor, z. B.
in progressiv, Prognose. 2. für jmdn. od. etw. eintretend, zu
jmds. Gunsten, zum Schutze von jmdm., z.B. in prowest
lich. 3. anstelle von, z. B. in Pronomen. 4. im Verhältnis zu,
z.B. 'm Proportion
Proa ['proʊə] die; -, -s (über engl. proa, andere Form von
prau, dies aus malai. perahu „Boot“): svw. Prau
prolakltiv (zu tpro... u. taktiv): eine Situation herbeifüh
rend od. beherrschend, indem man anstatt auf etw. Ge
schehenes zu reagieren durch differenzierte Vorauspla
nung u. zielgerichtetes Handeln die Entwicklung eines Ge
schehens selbst bestimmt, pro anlno {lat.; eigtl. „für ein
Jahr“): aufs Jahr, jährlich; Abk.: p.a.
Pro an the sis <Zz'e; - (ausgz: proánthésis „Vorblüte“): ano
males Blühen der Bäume im Herbst (Bot.)
Pro|ä|re|se die; - (ausgr. proairesis „das Vornehmen, Vor
satz“ zu proairem „vornehmen“) : der freie, aber mit Über
legung u. Nachdenken vollzogene Entschluss, der sich nur
auf das in unserer Macht Stehende bezieht (Aristoteles;
Philos.)
Prol avis [...vis] der; -, ...ves [...ve:s] (zu tpro... u. lat. avis
„Vogel“): Vorläufer der Vögel aus der späten Trias
prolbalbel (über fr. probable aus gleichbed. lat. probabilis
zu probare, vgl. probieren): wahrscheinlich, glaubwürdig;
billigenswert (Philos.). Prolbalbillislmus der; - (zu t ...is
mus (2)>: 1. Auffassung, dass es in Wissenschaft u. Philo
sophie keine absoluten Wahrheiten, sondern nur Wahr
scheinlichkeiten gibt (Philos.). 2. Lehre der kath. Moral
theologie, nach der in Zweifelsfällen eine Handlung
erlaubt ist, wenn gute Gründe dafür sprechen. pro|ba|bilis tisch (zu t ...istisch) : die Probabilität betreffend, die
Wahrscheinlichkeit berücksichtigend, wahrscheinlich.
ProlbaIbilliltät die; -, -en (aus gleichbed. lat. probabili
tas, Gen. probabilitatis): Wahrscheinlichkeit, Glaubwür
digkeit (Philos.). Prolband der; -en, -en (aus lat. proban
dus „ein zu Untersuchender“, Gerundivum von probare,
vgl. probieren): 1. Versuchsperson, Testperson (z.B. bei
psychologischen Tests; Psychol., Med.). 2. jmd., für den zu
erbbiologischen Forschungen innerhalb eines größeren
verwandtschaftlichen Personenkreises eine Ahnentafel
aufgestellt wird (Geneal.). 3. Verurteilter, dessen Strafe
zur Bewährung ausgesetzt ist, während der Bewährungs
frist. prolbat (aus gleichbed. lat. probatus); a) erprobt,
bewährt, wirksam; b) richtig, geeignet, tauglich. Prolbatilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. probatio): (veraltet) a)
Prüfung, Untersuchung; b) Nachweis, Beweis; c) Erpro
bung, Bewährung (Rechtsw.). Prolbaltor der; -s, -en (aus
gleichbed. lat. probator): (veraltet) Prüfer, Kontrolleur.
1100
pro|ba|to|risch: zur Klärung einer Diagnose versuchs
weise durchgeführt od. angewandt (Med.), prolbielren
(aus lat. probare „beurteilen; billigen“): I. einen Versuch
machen, ausprobieren, versuchen. 2. kosten, abschme
cken. 3. proben, eine Probe abhalten (Theater). 4. anpro
bieren (z.B. ein Kleidungsstück). Prolbielrer der; -s, -:
Prüfer im Bergbau, Hüttenwerk od. in der Edelmetallin
dustrie, der nach bestimmten Verfahren schnell Zusam
mensetzungen feststellen kann
Prolbilpnt der; -en, -en (meist Plur.) (zu tpro... u. t...biont): primitiver Vorläufer höherer Lebensformen (Biol.).
Prolbiglse die; -, -n (Analogiebildung zu Symbiose): das
Zusammenleben von zwei Organismen zum Nutzen eines
Partners, ohne den anderen zu schädigen, z. B. in Form ei
ner TParökie (Biol.). prolbioltisch (zu Tpro... u. tbiotisch): (von bestimmten Nahrungsmitteln, z.B. Joghurterzeugnissen) speziell gezüchtete, als gesundheitsfördernd
geltende Bakterienkulturen enthaltend
Pro|bi|tät die; - (aus gleichbed. lat. probitas, Gen. probita
tis zu probus „rechtschaffen“): (veraltet) Rechtschaffen
heit
Prolblem* das; -s, -e (über lat. problema aus gr. problema
„die gestellte (wissenschaftliche) Aufgabe, Streitfrage“,
eigtl. „das Vorgelegte“, zu probällein „eine Frage vorle
gen, eine Aufgabe stellen“, eigtl. „vorwerfen, hinwer
fen“): 1. schwierige, zu lösende Aufgabe; Fragestellung;
unentschiedene Frage; Schwierigkeit. 2. schwierige, geist
volle Aufgabe im Kunstschach (mit der Forderung: Matt,
Hilfsmatt usw. in bestimmter Anzahl von Zügen). Problem ana lyltilker der; -s, -: jmd., der Probleme, die bei
der Informationsverarbeitung auftreten, programmtech
nisch aufbereitet. Prolblelmaltik die; - {zugr. problêmatikös „zur Aufgabe gehörig“; vgl. 2...ik (2)>: 1. aus einer
Frage, Aufgabe, Situation sich ergebende Schwierigkeit.
2. Gesamtheit aller Probleme (1), die eine bestimmte An
gelegenheit, Sache betreffen, prolbleämaltisch (aus
gleichbed. lat. problematicus, dies aus gr. problematikös,
vgl. Problematik): 1. schwierig, voller Probleme. 2. frag
lich, zweifelhaft, ungewiss. pro|ble|ma|ti|sielren (zu
t ...isieren): a) die Problematik von etwas darlegen, disku
tieren, sichtbar machen; b) zum Problem (1) machen.
pro|blemlori|en|tiert (zu tProblem): a) auf ein be
stimmtes Problem, auf bestimmte Probleme ausgerichtet;
b) auf die Lösung bestimmter Aufgaben bezogen (EDV).
Prolblemlschach das; -s: Teilgebiet des Schachspiels,
auf dem man sich mit dem Bauen von Schachaufgaben
befasst
Prolcalin® [...k...]
-s (Kunstw.): Mittel zur örtlichen
Betäubung, z. B. bei der Infiltrationsanästhesie; Novocain
(Pharm., Med.). Pro|ca|i|nalmid* das; -s: Herzmittel mit
chinidinähnlicher Wirkung, das bei Herzrhythmusstörungen verwendet wird (Med.)
Pro!ce|de|re [...ts...] vgl. Prozedere
pro cenltum [- 'tsɛn...] {lat.): für hundert, für das Hundert;
Abk.: p. c.; Zeichen %
Pro|cess-Art, auch Prolcesslart [ proʊsɛsɑ:t] die; - (aus
engl. process art, eigtl. „Prozesskunst“): eine Richtung
der avantgardistischen Kunst seit den 1960er-Jahren, in
deren Zentrum die Vermittlung künstlerischer Prozesse
steht. Prolcesjsus [pro'tsɛ...] der; - (aus gleichbed. lat.
processus, eigtl. „das Fortschreiten“): Fortsatz, Vor
sprung, kleiner, hervorragender Teil eines Knochens
(Med.)
Prolcheillie [...ç...] tZie; -, ...ien {zu gr. pröcheilos „mit vor
stehenden Lippen“ bzw. tpro..., cheîlos „Lippe“ u. t2...ie):
starkes Vorspringen der Lippen (Med.)
Prolchlolrit [...klo..., auch ... rit] der; -s, -e (zu tpro... u.
T2Chlorit): ein schuppiges, grünes bis schwarzgrünes Mi
neral
1101
Proedros
'ko:...] (lat.; vgl. Kopie): (veraltet) die Rich
Hörfunk-, Fernsehsendung o.Ä. Pro|duk|tilonslfak|tor
tigkeit der Abschrift wird bestätigt
der; -s, -en: den Produktionsprozess mitbestimmender
Procltor ['prɔktə] der; -s, -s <aus engl. proctor): engl. Bez.
maßgeblicher Faktor (z.B. Boden, Arbeit, Kapital;
für Prokurator ( Rechtsw.)
Wirtsch.). Pro|duk|ti|ons|funk|ti|olnen die (Plur.): ein
prplcul negoltilis [...kul -] (lat.): fern von Geschäften
Ausdruck, der angibt, welche Produktionsmengen, d.h.
Proldelkan der; -s, -e <zu Îpro... u. T Dekan): Vertreter des
Güter od. Dienstleistungen, in einem bestimmten Zeit
Dekans (an einer Hochschule)
raum mit alternativen Faktoreinsatzmengen jeweils er
pro die (/at.): je Tag, täglich
zeugt werden können u. welche Beziehungen dabei Pro
Pro|di|ga|li|tät die; - (aus gleichbed. spätlat. prodigitalitas,
duktionsmengen u. Faktormengen untereinander aufwei
Gen. prodigitalitatis): (veraltet) Verschwendungssucht]
sen (Wirtsch.). Pro|duk|ti|ons|gü|terrZzü (Plur.): Güter,
pro di gi os (aus lat. prodigiosus „unglaublich“): (veraltet)
die als Rohstoffe weiterverarbeitet werden (Wirtsch.).
wunderbar, seltsam, unnatürlich, unglaublich. Pro|diIgiProldukltilgnslinldex der; -[es], Plur. -e u. ...izes
um das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. prodigium): im
[,..tse:s] : Wert, der zeigt, wie sich die Nettoleistung einzel
altröm. Glauben wunderbares Zeichen göttlichen Zorns,
ner Industriezweige bzw. der gesamten Industrie real ent
dem man durch kultische Sühnemaßnahmen zu begegnen
wickelt hat (Wirtsch.). Prolduk|ti|ons|po|ten|zi|al,
suchte
auch ... potential das; -s, -e: die Produktionsleistung, die
pro dplmo (lat.; „für das (eigene) Haus“) : in eigener Sache,
von einer Volkswirtschaft in einer Periode erbracht wer
zum eigenen Nutzen, für sich selbst
den kann (Wirtsch.). Pro duk|ti|ons|wert der; -[e]s, -e:
Proldonltier/ze;-, ...ien (zu tpro...,gr. odoús, Gen. odóntos
Summe der Herstellungskosten aller während eines Zeit
„Zahn" u. T2...ie): starkes Vorspringen des Unterkiefers
raums produzierten Güter (Wirtsch.). pro|duk|tiv (aus
(Med.)
gleichbed. fr. productif, dies nach spätlat. productivus
pro dplsi (lat.; „als Gabe“): als Einzelgabe verabreicht (von
„zur Verlängerung geeignet“): 1. ergiebig, viel hervorbrin
Arzneien)
gend. 2. leistungsstark, schöpferisch, fruchtbar. ProldukProldrom*i/as; -s, -e (zu TProdromus): Frühsymptomeiner
tilviltät [...V...] die; - (zu t...ität): 1. Ergiebigkeit, Leis
Krankheit (Med.), pro|dro|mal (zu t‘...al (1)>: ankündi
tungsfähigkeit. 2. schöpferische Leistung, Schaffenskraft.
gend, vorangehend (von Krankheiten u. Krankheitssymp
Proldukltivlkraft z/ze; -, ...kräfte: Faktor des Produkti
tomen; Med.). Pro|dro|mal|symp tom das; -s, -e: svw.
onsprozesses (z.B. menschliche Arbeitskraft, Maschine,
Prodrom. Prpldrolmus der; -, ...omen (über lat. prodro
Rohstoff, Forschung). Proldukltivlkreldit der; -[e]s, -e:
mus aus gr. pródromos „Vorbote, Vorläufer“): (veraltet)
I’ Kredit (2) für Unternehmen der gewerblichen Wirt
Vorwort, Vorrede
schaft zur Errichtung von Anlagen od. zur Bestreitung der
Proldrug ['pro:drʌg] das od. die; -[s], -s (zu tpro... u. engl.
laufenden Betriebsausgaben (Wirtsch.). Prolduktllilnie
drug „Droge, Arzneimittel“): Substanz, die selbst biolo
[...io] die; -, -n (zu ÎProdukt): Teil des Produktionspro
gisch weitgehend inaktiv ist, aber im Organismus enzyma
gramms (Sortiments) eines Unternehmens, das artmäßig
tisch od. nicht enzymatisch in eine aktive Form umgewan
verwandte Produkte umfasst (Wirtsch.). Prolduktlmadelt wird (Med.)
nagelment [,,,mænɪdʒmənt] das; -s, -s: vor allem in der
Pro|du|cer [pro'dju:su] der; -s, - (aus engl. producer zu to
Konsumgüterindustrie übliche Betreuung der Produkte
produce, dies aus lat. producere, vgl. produzieren): 1. engl.
von der Entwicklung über die Produktion bis zur Einfüh
Bez. für Hersteller, Fabrikant. 2. a) Film-, Musikprodu
rung im Markt (Wirtsch.). Prolduktlmalnalger [,..mæzent; b) (im Hörfunk) jmd., der eine Sendung technisch
nɪdʒa] der; -s, -: jmd., der im Produktmanagement arbei
vorbereitet u. ihren Ablauf überwacht [u. für die Auswahl
tet. Prolduktlmenlge die; -, -n: Menge aller geordneten
Paare, deren erstes Glied Element einer Menge A u. deren
der Musik zuständig ist], Prolduct-Placelment, auch
zweites Glied Element einer Menge B ist (Math.). ProProlductlplacelment ['prɔdʌktpleɪsmənt] das; -s, -s
duk|to|graf, auch ...graph der; -en, -en (zu I ...graf): Ap
(aus engl. product placement, zu product „Artikel, Er
paratur, Gerät, das (wie ein Fahrtenschreiber im Auto) die
zeugnis“ (vgl. Produkt) u. placement „Zuordnung, Plat
Produktivität (1) des Einzelnen am Arbeitsplatz misst.
zierung“): in Film u. Fernsehen eingesetzte Werbemaß
Pro|dukt|pi|ralte|rie die; -: das unrechtmäßige Nachah
nahme, bei der das jeweilige Produkt wie beiläufig, aber
men u. Vertreiben fremder Produkte geistigen Eigentums
erkennbar ins Bild gebracht wird. Proldukt [pro...] das;
(bes. die Verletzung gewerblicher Schutz- u. Urheberrech
-[e]s, -e (aus lat. productum „das Hervorgebrachte“, Part.
te). Proldulzent der; -en, -en (aus lat. producens, Gen.
Perf. (Neutrum) von producere, vgl. produzieren): 1. Er
producentis, Part. Präs, von producere, vgl. produzieren):
zeugnis, Ertrag. 2. Folge, Ergebnis [z. B. der Erziehung]. 3.
1. jmd., der etwas produziert (1); Hersteller, Erzeuger. 2.
Ergebnis einer 1 Multiplikation (Math.). 4. der Teil einer
a) Leiter einer Produktion (2); b) Beschaffer u. Verwalter
Zeitung od. Zeitschrift, der in einem Arbeitsgang gedruckt
der Geldmittel, die für eine Produktion (2) nötig sind. 3.
wird (z. B. besteht eine Zeitung aus meist zwei bis vier Pro
(in der Nahrungskette) ein Lebewesen, das organische
dukten, die lose ineinander gelegt sind). ProldukltenNahrung aufbaut (Biol.). proidu zi bel (zu T ...ibel) : (ver
börise r/ze; -, -n: Börse für den Handel mit verschiedenen
altet) herstellbar, proldulzielren (aus lat. producere
Waren (z. B. mit Rohstoffen, Nahrungs- u. Genussmit
„vorwärts führen, hervorbringen; vorführen“): 1. a) [Gü
teln); Warenbörse (Wirtsch.). Pro duk temhan del der;
ter] herstellen, erzeugen, schaffen; b) (ugs.) machen; her
-s: (Kaufmannsspr.) Handel mit Produkten bes. der [hei
vorbringen (z.B. Unsinn -, eine Verbeugung -). 2. a) die
mischen] Landwirtschaft. Pro|duktlge|stal|tung die; -:
Herstellung eines Films, einer Schallplatte, einer Hör
Teilgebiet der Absatzpolitik, das als wichtigste Aufgaben
funk-, Fernsehsendung o. Ä. leiten; b) Geldmittel zur Ver
die äußere Gestaltung eines Produkts u. seiner charakte
fügung stellen u. verwalten. 3. (oft iron.) sich -: mit etwas
ristischen Merkmale umfasst (Wirtsch.). Prolduktlhafdie Aufmerksamkeit auf sich lenken. 4. (Schweiz., sonst
tung die; -: Haftung des Produzenten einer Ware für Fol
veraltet) [herausnehmen u.] vorzeigen, vorlegen, präsen
geschäden, die dem Verbraucher aufgrund einer fehlerhaf
tieren
ten Ware entstehen (Personen- u. Sachschäden, nicht
Schäden an der Ware selbst). Proldukltilon die; -, -en Proleidrie* die; - (aus gr proedria „Sitz u. Würde des Proe
dros“): (veraltet) Vorsitz. Proleidros der; -, ...oi [...droy]
(aus gleichbed, fr. production, dies nach lat. productio
(aus gr. proedros „Vorsitzer im Gericht“): (veraltet) Vor
„das Hervorbringen“): 1. Herstellung von Waren u. Gü
sitzender, Vorsteher
tern. 2. Herstellung eines Films, einer Schallplatte, einer
pro colpia [-
Proembryo
der; -s, Plur. -onen u. -s (zu îpro... u. ÎEm
bryo) : Vorembryo, Zellreihe aus der Î Zygote einer Samen
anlage, aus deren vorderen Zellen der Embryo entsteht
(Bot.)
Prglenlzym ¿Zas; -s, -e <zu îpro... u. ÎEnzym): Vorstufe ei
nes t Enzyms
Proleryithrolblast* der; -en, -en (meist Plur.) <zu Î pro... u.
Î Erythroblast) : Stammzelle der roten Blutkörperchen,
Zelle mit scholligem Protoplasma u. großem Kern, aber
ohne Hämoglobin (Biol., Med.)
pro et conltra* [- - 'kɔn...] {lat.}; für u. wider
Prof der; -s, -s: (Jargon) Kurzform von Î Professor
profan (aus/öi. profanus „ungeheiligt; gewöhnlich“ zu pro
„vor“ u. fanum „Heiligtum“, eigtl. „vor dem heiligen Be
zirk liegend“) : 1. weltlich, unkirchlich ; ungeweiht, unheilig
(Reh); Ggs. îsakral (1). 2. nicht außergewöhnlich, alltäg
lich. Prof a|nalti|or» die; -, -en (aus spätlat. profanatio
„Entweihung“ zu lat. profanare, vgl. profanieren): svw.
Profanierung; vgl. ...ation/... ierung. Profalnafor der;
-s, ...oren (aus gleichbed. lat. profanator): (veraltet) jmd.,
der etwas entweiht. Profanlbau der; -[e]s, -ten (zu îprofan): nicht kirchliches Bauwerk (Archit., Kunstw.); Ggs.
TSakralbau. Profalne deru. die; -n, -n: Unheilige[r],Ungeweihte[r]. profalnielren (aus gleichbed. lat. profana
re): 1. entweihen, entwürdigen, verweltlichen. 2. svw. T sä
kularisieren. Prof alnielrung die; -, -en (zu t...ierung):
Entweihung, Entwürdigung, Verweltlichung; vgl. ...ation/
...ierung. Prof alnifät die; - (aus gleichbed. spätlat. pro
fanitas, Gen. profanitatis): 1. (ohne Plur.) Weltlichkeit. 2.
Alltäglichkeit
profalschisfisch (zu îpro... u. îfaschistisch): sich für
den î Faschismus einsetzend
Proferlment das; -[e]s, -e (zu Îpro... u. tFerment): (veral
tet) svw. Proenzym
’Profess der; -en, -en (aus mlat. professus, Part. Perf. von
profiteri „sich auf die Klostergelübde verpflichten“ zu lat.
profiteri, vgl. Profession): jmd., der die 2Profess ablegt u.
Mitglied eines geistlichen Ordens od. einer Î Kongregation
wird; vgl. Novize. 2Profess die; -, -e (zu Î 'Profess): Ab
legung der [Ordensjgelübde. Prof eslse der u. die; -n -n
(zu mlat. professus, vgl. 'Profess): svw. 'Profess. Prof essi o gramm das; -s, -e (zu lat. professio (vgl. Profession)
u. î...gramm): durch Testreihen gewonnenes Persönlich
keitsbild als Grundlage für die Ermittlung von Berufsmög
lichkeiten (speziell bei Versehrten im Zuge der Wiederein
gliederung in den Arbeitsprozess; Sozialpsychol.). Profes si on die; -, -en (aus gleichbed. fr. profession, dies aus
lat. professio „öffentliches Bekenntnis (z. B. zu einem Ge
werbe)“ zu profiteri „öffentlich bekennen, erklären“): Be
ruf, Gewerbe. profeslsilolnal (zu T ’...al (l)): svw. pro
fessionell. Profeslsilolnal [auch pro'fɛʃənəl, engl. prə'fɛʃənəl] der; -s, Plur. -e u. (bei anglisierender u. engl.
Ausspr.) -s (aus gleichbed. engl. professional, eigtl. „beruf
lich, berufsmäßig“): Berufssportler; Kurzw. Profi, profes|si|o|na|li|sie|ren (zu îprofessional u. î...isieren): 1.
zum Beruf, zur Erwerbsquelle machen. 2. zum Beruf er
heben, als Beruf anerkennen. Prof es|silo|na|lislmus
der; - (zu t...ismus (2)): Ausübung des Berufssports. Profesisi o na liltät die; - (zuî ...ität): das Professionellsein;
souveräne Ausübung einer Tätigkeit bzw. Beherrschung
eines Arbeitsgebietes. profes|si|o|nell (aus gleichbed.
fr. professionnel zu profession, vgl. Profession): 1. (eine
Tätigkeit) als Beruf ausübend, als Beruf betrieben. 2. fach
männisch, von Fachleuten zu benutzen, profeslsiloniert (zu T ...iert): gewerbsmäßig. Profes|si|o|nist der;
-en, -en (zu t ...ist): (bes. österr.) Fachmann, [gelernter]
Handwerker. Profeslsor der; -s, ...oren (aus lat. profes
sor „öffentlicher Lehrer“, eigtl. „wer sich (berufsmäßig u.
öffentlich zu einer wissenschaftlichen Tätigkeit) bekennt“
Prolemibryo*
1102
zu profiteri, vgl. Profession): 1. a) (ohne Plur.) akademi
scher Titel für Hochschullehrer, Forscher, Künstler; b)
Träger dieses Titels. 2. (österr., sonst veraltet) Lehrer an
einem Gymnasium; Abk.: Prof, profeslsolra! (zu Î ’...al
(l)): a) den Professor betreffend, ihm entsprechend; in der
Art eines Professors; b) (abwertend) [übertrieben] würde
voll; c) (abwertend) von wirklichkeitsfremder Gelehrsam
keit zeugend, weltfremd. Profeslsolrin die; -, -nen:
weibliche Form zu Î Professor. Profeslsur die; -, -en (zu
Î...ur>: Lehrstuhl, -amt. Profi der; -s, -s (Kurzform von
îProfessional): 1. Berufssportler; Ggs. îAmateur (b). 2.
jmd., der etw. fachmännisch betreibt u. eine Sache [souve
rän] beherrscht
profilcilat [...tsiat] {lat.; 3. Pers. Sing. Konj. von proficere,
vgl. Profit): (veraltet) wohl bekommsl; es möge nützen!
Profil das; -s, -e (aus fr. profil „Seitenansicht; Umriss“,
dies aus gleichbed. ií. profilo zu profilare „umreißen“, dies
zu lat. filum „Faden; äußere Form“): 1. Seitenansicht [ei
nes Gesichtes] ; Umriss. 2. zeichnerisch dargestellter senk
rechter Schnitt durch ein Stück der Erdkruste (Geol.). 3. a)
Schnitt in od. senkrecht zu einer Achse; b) Walzprofil bei
Stahlerzeugung; c) Riffelung bei Gummireifen od. Schuh
sohlen; d) festgelegter Querschnitt bei der Eisenbahn
(Techn.). 4. a) stark ausgeprägte persönliche Eigenart,
Chaiakter; b) Gesamtheit von [positiven] Eigenschaften,
die unverwechselbar typisch für eine Person od. Sache
sind. 5. aus einem Gebäude hervorspringender Teil eines
architektonischen Elements (z.B. eines Gesimses; Archit.). 6. (veraltend) Höhe u./od. Breite einer Durchfahrt.
Prolfill eilsen das; -s, -: gewalzte Stahlstangen mit beson
derem Querschnitt (Walztechn.). Prolfiller [prɔ'failu] der;
-s, - (aus gleichbed. engl. profiler zu profile, dies aus it.
profilo, vgl. Profil): jmd., der ein Profiling erstellt, prof ilielren [...fi...] (aus gleichbed. fr. profiler zu profil, vgl.
Profil): 1. im Profil, im Querschnitt darstellen. 2. a) einer
Sache, jmdm. eine besondere, charakteristische, markante
Prägung geben; b) sich -: seine Fähigkeiten [für einen be
stimmten Aufgabenbereich] entwickeln u. dabei Anerken
nung finden, sich einen Namen machen. 3. (selten) sich -:
sich im Profil (1) abzeichnen. profiliiert (zu Î ...iert) : 1.
mit Profil (3 c) versehen, gerillt. 2. in bestimmtem Quer
schnitt hergestellt. 3. scharf umrissen, markant, von aus
geprägter Art. Profillielrung die; - (zu Î...ierung): 1.
Umrisse eines Gebäudeteils. 2. Entwicklung der Fähigkei
ten [für einen bestimmten Aufgabenbereich], das Sichprofilieren. Pro filing [prɔ'failɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl.
profiling): Erstellung des Gesamtbildes einer Persönlich
keit aus vielen Einzeldaten, die für sich genommen wenig
aussagefähig sind. Pro|fil|neu|rolse die; -, -n: Befürch
tung, Angst, (bes. im Beruf) zu wenig zu gelten [u. die da
raus resultierenden größeren Bemühungen, sich zu profi
lieren], Profillolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu
î...graf): Instrument zur grafischen Aufzeichnung des
Profils einer Straßenoberfläche
Profilsport der; -[e]s (zu Î Profi): berufsmäßig betriebener
Sport
Profit [auch ...Tit] der; -[e]s, -e (über mniederl. profijt aus
(alt)fr. profit „Gewinn“, dies aus lat. profectus „Fortgang;
Zunahme; Vorteil“; substantiviertes Part. Perf. von profi
cere „Fortschritte machen, vorwärts kommen; bewirken,
nützen“): 1. Nutzen, [materieller] Gewinn, den man aus ei
ner Sache od. Tätigkeit zieht. 2. (Fachspr.) Kapitalertrag,
profifalbe! (aus gleichbed. fr. profitable): Gewinn brin
gend. Profitlcenfer [...sente, auch ...Tit...], auch Profit-Cen|ter das; -s, - (zu î'Center): Bereich eines Unter
nehmens mit eigener Verantwortung für den wirtschaftli
chen Erfolg. Prof ilteur [,,, to:ŋ] der; -s, -e (aus gleichbed.
/r. profiteur): (abwertend) jmd., der Profit (1) aus etwas
zieht; Nutznießer, prof ifielren (aus gleichbed. fr. pro
1103
Programmmusik
fiter zu profit, vgl. Profit): Nutzen, Gewinn aus etw. zie
stellt, eine Entwicklung im Voraus einschätzt. Prolgnoshen, einen Vorteil haben, prolfitlorilenltiert [auch
ti kon u. Prolgnosltilkum das; -s, Plur. ...ken u. ...ka
... fit...]: [nur] auf Profit ausgerichtet
(über spätlat. prognosticum ausgr. prognöstikön „Vorzei
Prolform die; -, -en (zu Îpro): Form, die im fortlaufenden
chen“): Vorzeichen, Anzeichen, das etwas über den vo
Text für einen anderen, meist vorangehenden Ausdruck
raussichtlichen Verlauf einer zukünftigen Entwicklung
steht (z. B. „es/das Fahrzeug" für „das Auto“; Sprachw.).
(z. B. einer Krankheit) aussagt, prolgnosltisch (über
pro fprlma (lat.')'. der Form wegen, zum Schein
spätlat. prognosticus aus gleichbed. gr. prognöstikös): die
Pro|fos der; Gen. -es u. -en. Plur. -e[n] (über mniederl. proPrognose betreffend; vorhersagend (z.B. den Verlauf ei
voost aus gleichbed. altfr. prévost, dies aus spätlat. pro
ner Krankheit). pro|gnos|tilzie|ren (aus gleichbed.
positus für lat. praepositus „Vorsteher, Aufseher" zu
mlat. prognosticare): den voraussichtlichen Verlauf einer
praeponere, vgl. Präposition): (früher) Verwalter der Mi
zukünftigen Entwicklung (z. B. einer Krankheit) Vorhersa
litärgerichtsbarkeit; Stockmeister. Prolfoss der; -en,
gen, vorhererkennen
-e[n]: veraltete Schreibung für Î Profos
Prolgo|no|ta|xis die; -, ...xen (zu Îpro..., Îgono... u. Î 'Ta
pro;fu!gieren (aus /a/. profugere „sich flüchten, mei
xis): (veraltet) Stammbaum einer Tierart (nach Haeckel;
den“): (veraltet) entfliehen, seine Zuflucht [zu etwas] neh
Zool.)
men. Prolfulgilum das; -s, ...ien [...¡an] (aus gleichbed. Prolgramm das; -s, -e (über spätlat. programma aus gr.
mlat. profugium): (veraltet) Zufluchtsort], Schlupfwin
programma „schriftliche Bekanntmachung, öffentlicher
kel. Prplfulgus der: -, ...gi (aus gleichbed. lat. profugus):
Anschlag; Tagesordnung“ zu progräphein „vorschrei
(veraltet) Flüchtling, Verbannter
ben“): 1. a) Gesamtheit der Veranstaltungen, Darbietun
prolfund (aus gleichbed. fr. profond, dies aus lat. profun
gen eines Theaters, Kinos, des Fernsehens, Rundfunks
dus „bodenlos; unergründlich tief"): 1. tief, tiefgründig,
o.Ä.; b) [vorgesehener] Ablauf [einer Reihe] von Darbie
gründlich. 2. tiefliegend, in den tieferen Körperregionen
tungen (bei einer Aufführung, einer Veranstaltung, einem
liegend, verlaufend (Med.). Prolfunldal das; -s, -e (zu
Fest o.Ä.); c) vorgesehener Ablauf, die nach einem Plan
Î '...al (2)>: a) Tiefenregion der Seen unterhalb der licht
genau festgelegten Einzelheiten eines Vorhabens; d) fest
durchfluteten Zone; b) Gesamtheit der im Profundal (a)
zulegende Folge, programmierbarer Ablauf von Arbeits
lebenden Organismen. Prolfunldallzolne die: -, -n: svw.
gängen einer Maschine (z.B. einer Waschmaschine). 2.
Profundal (a). Pro|fun|di|tät die; - (aus spätlat. profun
Blatt, Heft, das über eine Darbietung (z.B. Theaterauffüh
ditas, Gen. profunditatis „Tiefe, Unergründlichkeit“):
rung, Konzert) informiert. 3. Konzeptionen, Grundsätze,
Gründlichkeit, Tiefe
die zur Erreichung eines bestimmten Zieles dienen. 4. Ar
prolfus (aus lat. profusus „unmäßig, verschwenderisch“ zu
beitsanweisung in Form eines Î Algorithmus (2) bzw. Folge
profundere „sich reichlich ergießen“) : reichlich, sehr stark
von Anweisungen für einen Computer zur Lösung einer
[fließend] (z.B. von einer Blutung; Med.)
bestimmten Aufgabe (EDV). 5. Sortiment eines bestimm
prolgam (zu îpro... u. î...gam): vor der Befruchtung statt
ten Artikels in verschiedenen Ausführungen. Prolgramfindend (z. B. von der Festlegung des Geschlechts; Med.,
maita ri us der; -, ...ien [...ion] (zu lat. programma, Gen.
Biol.)
programmatis (vgl. Programm) u. t,,,arius): (veraltet)
Pro ge ne se die; -, -n (zu îpro... u. tGenese): vorzeitige
Programmschreiber, Verfasser von Gelegenheitsschriften
Geschlechtsentwicklung (Med.)
an Hochschulen od. höheren Lehranstalten. ProlgramProlgelnie die; -, ...ien (zu îpro..., gr. géneion „Kinn“ u.
maltik die; -, -en (Plur. selten) (zu t2...ik (2)): Zielsetzung,
Zielvorstellung. Prolgramlmaltilker der; -s, -: jmd., der
î2...ie): starkes Vorspringen des Kinns, Vorstehen des Un
terkiefers (Med.)
ein Programm (3) aufstellt od. erläutert, prolgramlmaProlgelniltur die; -, -en (zu lat. progenies „Abstammung“
tisch: 1. einem Programm (3), einem Grundsatz entspre
chend. 2. zielsetzend, richtungsweisend; vorbildlich, pro(dies zu progenitus, Part. Perf. von progignere „hervor
gram mier bar (zu Îprogrammieren): sich programmie
bringen, gebären“) u. t...ur): Nachkommenschaft
ren lassend, prolgramlmielren (zu Î..deren): 1. a) auf
Prolgelrie die; -, ...ien (zu îpro..., gr. gérôn „Greis“ u.
ein Programm (1, 2, 3) setzen; b) nach einem Programm
î2...ie>: vorzeitige Vergreisung (Med.)
(3) ansetzen, im Ablauf festlegen. 2. für elektronische Re
Prolgesltaltilgnslphalse die; - (zu î pro..., îGestation u.
chenanlagen ein Programm (4) aufstellen; einen Compu
î Phase) : die Zeit vom Eisprung bis zur Einnistung der be
ter mit Instruktionen versehen (EDV). 3. jmdn. auf ein be
fruchteten Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut (Med.).
stimmtes Verhalten von vornherein festlegen. ProlgramPro|ges|te|ron das; -s (Kunstw. zu lat. progestum, Part.
mielrer der; -s, -: Fachmann für die Erarbeitung u. Auf
Perf. (Neutrum) von progerere „hervor-, heraustragen“,
stellung von Schaltungen u. Ablaufplänen elektronischer
u. Î 2...on) : Gelbkörperhormon, das die Schwangerschafts
Da tenverarbeitungsmaschinen. Pro I g ra m I míe | re I rin
vorgänge reguliert; vgl. Corpus luteum
die; -, -nen: weibliche Form zu Î Programmierer. ProProlglotltid* der; -en, -en (meist Plur.) (zugr. (attisch) programmiersprache die; -, -n: künstliche, formale
glöttis „Zungenspitze“ u. T2...id>: Bandwurmglied (Med.)
Sprache (Wörter u. Symbole), die zur Formulierung von
proignath* (zu îpro... u. gr. gnäthos „Kinnbacken“): mit
Programmen (4) für die elektronische Datenverabeitung
Prognathie behaftet (Med.); vgl. ...isch/-. Proignath der;
verwendet wird; Maschinensprache (EDV), prolgram-en, -en: jmd., der an Prognathie leidet (Med.). Prolgnamiert (zu t,,dert): mit einem Programm (1-4) ausgestat
thie die; -, ...ien <zuî2...ie>: das Vorstehen des Oberkiefers
tet; programmierter Unterricht: durch Programme in
(Med.), prolgnalthisch: die Prognathie betreffend; vgl.
Form von Lehrbüchern, Karteien o. Ä. od. durch Lehrma
...isch/schinen bestimmtes Unterrichtsverfahren ohne direkte
Prolgnolse* die; -, -n (über spätlat. prognosis aus gr. prog
Beteiligung einer Lehrperson. Prolgram|mie|rung die;
nosis „das Vorherwissen“ zu progignöskein „vorher wissen,
-, -en (zu ɪ,,derung): das Programmieren (2, 3). Proerkennen“): [wissenschaftlich begründete] Vorhersage ei
gramlmielrungsitechlnik die; -: Fertigkeit im Pro
ner zukünftigen Entwicklung (z.B. eines Krankheitsver
grammieren (2). Prolgrammlkilno das; -s, -s: Kino, in
laufes) aufgrund kritischer Beurteilung des Gegenwärti
dem nach bestimmten Gesichtspunkten ausgewählte Fil
gen. Prolgnosltik die: - (zu gr. prognöstikös „zum Vor
me gezeigt werden, die in den üblichen, kommerziell ge
herwissen gehörig“ u. t2...ik (1 )): Wissenschaft, Lehre von
führten Kinos meist nicht od. nicht mehr zu sehen sind.
der Prognose. Prolgnpsltilker der; -s, -: jmd., der sich
Prolgrammlmuisik dZe; -: durch Darstellung literari[wissenschaftlich] mit Prognosen beschäftigt, Prognosen
Programmsteuerung
1104
(Hinweis auf flüssigen Arzneimitteln, die ausschließlich
scher Inhalte, seelischer, dramatischer, lyrischer od. äuße
als Injektion zu applizieren sind; Med.)
rer [Naturjvorgänge die Fantasie des Hörers zu konkreten
Vorstellungen anregende Instrumentalmusik; Ggs. Îabso Proljekt ito; -[e]s, -e (aus lat. proiectum „das nach vorn
Geworfene“, substantiviertes Part. Perf. (Neutrum) von
lute Musik. Prolgrammlsteuelrung die; -: automati
proicere, vgl. projizieren): Plan, Unternehmung, Entwurf,
sche Steuerung eines Geräts durch ein Programm (4).
Vorhaben. Proljekltant der; -en, -en (zu îprojektieren u.
proigre dilent* <zu lat. progredi (vgl. Progress) u. t...ent>:
T...ant): jmd., der neue Projekte vorbereitet; Planer. Prosvw. progressiv. Pro|gre|di|enz die: - <zu î...enz): das
jekteur [-'to:e] der; -s, -e (nach gleichbed. fr. projeteur
Fortschreiten, die zunehmende Verschlimmerung einer
zu projeter „entwerfen“, dies aus lat. proicere, vgl. Pro
Krankheit. Prolgress der; -es, -e (aus gleichbed. lat. pro
jekt): Vorplaner (Technik). Proljektlgruplpe r/ze; -, -n
gressus, Part. Perf. von progredi „fortschreiten“): 1. Fort
(zu TProjekt): für ein bestimmtes Projekt eingesetzte Ar
schritt. 2. Fortschreiten des Denkens von der Ursache zur
beitsgruppe. proljekltielren (nach lat. proicere „vor
Wirkung (Logik); vgl. Deduktion. Pro|gres|si|on die; -,
werfen, nach vorn werfen“): entwerfen, planen, vorhaben.
-en (aus lat. progressio „das Fortschreiten, Zunahme“): 1.
Proijekltil das; -s, -e (aus gleichbed. fr. projectile): Ge
Steigerung, Fortschreiten, Stufenfolge. 2. math. Reihe. 3.
schoss. Proljekltilon zZz'e; -, -en (aus /ai. proiectio „das
stufenweise Zunahme des Steuersatzes bei wachsender Be
Hervorwerfen“): 1. Wiedergabe eines Bildes auf einem
messungsgrundlage. Prolgreslsislmus der; - (zu T...isSchirm mithilfe eines Bildwerfers (Optik); vgl. Projektor.
mus (2)): Fortschrittsdenken; Fortschrittlertum. Pro2. Abbildung von Teilen der Erdoberfläche auf einer Ebe
greslsist der; -en, -en (zu T...ist): Fortschrittler; Anhän
ne mithilfe von verschiedenen Gradnetzen (Geogr.). 3. be
ger einer Fortschrittspartei, prolgreslsisltisch (zu
stimmtes Verfahren zur Abbildung von Körpern mithilfe
T...istisch>: [übertrieben] fortschrittlich, prolgreslsiv
paralleler (Parallelprojektion) od. zentraler Strahlen
<z. T. unter Einfluss von engl. progressive aus gleichbed./r.
(Zentralprojektion) auf einer Ebene (Math.). 4. das Über
progressif zu progrès „Weiterentwicklung, Fortschritt“,
tragen von eigenen Gefühlen, Wünschen, Vorstellungen
dies aus lat. progressus, vgl. Progress): 1. stufenweise fort
o.Ä. auf andere als Abwehrmechanismus (Psychol.). Proschreitend, sich entwickelnd. 2. fortschrittlich; progressi
jek|ti|ons|ap|pa|rat der: -[e]s, -e: svw. Projektor. Prove [...va] Paralyse: fortschreitende, sich verschlimmernde
jek|ti|ons|for|mel die: -: ehern. Formel, die zur Darstel
Gehirnerweichung als Spätfolge der Syphilis (Med.). Pro
gressive Jazz [prə'grɛsɪv 'dʒæz] der; - - (aus engl. pro
lung der beiden Antipoden bei optisch aktiven Verbindun
gressive jazz „progressiver Jazz“): stark effektbetonte,
gen dient (Math.). Pro|jek|ti|ons|re|geln die (Plur.):
konzertante Entwicklungsphase des klassischen Swing, in
Regeln zur sukzessiven Ermittlung der Satzbedeutung
betonter Anlehnung an tonale u. harmonische Charakte
aufgrund der semantischen Beziehungen zwischen den
ristika der gegenwärtigen europäischen Musik. ProlgresLexemen u. Morphemen u. der jeweiligen syntaktischen
sivismus [progresivis...] der; - (zu Tprogressiv u. Î ...isRelationen (Sprachw.). proljekltiv (zu îprojektieren u.
mus (2)>: svw. Progressismus. Pro|gres|si|vist [,..v...]
t...iv): die Projektion betreffend; projektive [,,,və] Geome
der; -en, -en (zu T ...ist): svw. Progressist. Prolgreslsivtrie: von Poncelet begründete Geometrie der Lage von
steu er die; -, -n: Steuer mit steigenden Belastungssätzen
geometrischen Gebilden zueinander ohne Rücksicht auf
Pro|gym|na|si|um das; -s, ...ien [...ian] (zu îpro... u.
ihre Abmessungen (Math.). Pro|jek|ti|vi|tät [...v...] die;
îGymnasium): (hist.) meist sechsklassiges Gymnasium
-, -en (zu T...ität>: geometrische Abbildung od. Zuord
ohne Oberstufe
nung, bei der Geraden u. Ebenen wieder in Geraden od.
prolhilbielren (aus gleichbed. lat. prohibere): (veraltet)
Ebenen überführt werden. Proljektlmalnagelment
verhindern, verbieten. Pro|hi|bi|tin das; -s, -e (meist
[,,,mænɪʤmənt] das; -s: Gesamtheit der Planungs-, SteuePlur.) (zu î...in (l)): pflanzlicher Abwehrstoff, der gegen
rungs- u. Kontrollmaßnahmen, die bei zeitlich befristeten
Krankheitserreger u. Tierfraß schützt (z.B. Phenol in
Vorhaben (z.B. Forschungsprojekten, Produktentwick
braunschaligen Zwiebeln; Biochem.). Pro|hiIbiItiIon die;
lungen) anfallen. Proljekltor der: -s, ...oren (zu T...or>:
-, -en (aus gleichbed. lat. prohibitio, eigtl. „(gesetzliches)
Bildwerfer, Gerät, mit dem man Bilder auf einer hellen
Verbot“, Bed. 2 über gleichbed. engl. prohibition): 1. (ver
Fläche vergrößert wiedergeben kann. Proljektlstuldialtet) Verbot, Verhinderung. 2. (ohne Plur.) staatliches
um
-s (zu TProjekt): ein interdisziplinär angelegtes,
Verbot von Alkoholherstellung u. -abgabe. Prolhi bi ti'oin problemorientierten [Forschungs]projekten organisier
nist der; -en, -en (aus gleichbed. engl prohibitionist): An
tes Studium. Proljekltur zZze; -, -en (aus lat. proiectura
hänger der Prohibition (2). prolhi I bi Itiv (zu lat. prohibi
„Vorsprung“): Vorsprung (z.B. von Gesimsen; Archit.).
tus, Part. Perf. von prohibere (vgl. prohibieren) u. t,,,iv):
pro|ji|zie|ren (aus lat. proicere „nach vorn, vorwärts
verhindernd, abhaltend, vorbeugend; vgl. ...iv/...orisch.
werfen; (räumlich) hervortreten lassen, hinwerfen“): 1.
Pro I hi I bi Itiv der; -s, -e [...va] (aus gleichbed. (n)lat. (mo
ein geometrisches Gebilde auf einer Fläche gesetzmäßig
dus) prohibitivus): (Modus (2) des Verbots, bes. die ver
mithilfe von Strahlen darstellen (Math.). 2. Bilder mit ei
neinte Befehlsform (Sprachw.). Pro|hi|bi|tiv|sys|tem
nem Projektor auf einen Bildschirm werfen (Optik). 3. a)
das; -s, -e: Maßnahmen des Staates, durch die er die per
etwas auf etwas übertragen; b) Gedanken, Vorstellungen
sönliche u. wirtschaftliche Freiheit beschränkt, um Miss
o.Ä. auf einen anderen Menschen übertragen, in diesen
stände zu vermeiden. Pro|hi|bi tivlzoll der; -[e]s, ...zolle:
hineinsehen
besonders hoher Zoll zur Beschränkung der Einfuhr, pro- Prolkalrylonlten u. Prokairyoten die (Plur.) (aus
hi bi to risch (aus spätlat. prohibitorius „verhindernd,
gleichbed. nlat. procaryontes zu îpro... u. gr. káryon
abhaltend“): svw. prohibitiv; vgl. ...iv/...orisch. Pro hilbi„Nuss, Kern“): zusammenfassende Bez. für Bakterien u.
to rilum das; -s, ...ien [...ian] (aus spätlat. prohibitorium,
Blaualgen, Organismen, deren Zellen keinen durch eine
eigtl. „das Verhindernde“, substantiviertes Neutrum von
Membran getrennten Zellkern aufweisen (Biol.); Ggs.
prohibitorius, vgl. prohibitorisch): (veraltet) Aus- u. Ein
Î Eukaryonten
fuhrverbot für bestimmte Waren
Pro|ka|ta|lep|sis die: -, ...lepsen (aus gr. prokatálepsis
pro inlfanltilbus dat.'t: für Kinder (Hinweis auf Arznei
„das Vorwegnehmen“ zu prokatalambánein „vorwegneh
mitteln, dass es für Kinder vorgesehen ist; Med.)
men, vorher abhandeln“): Kunstgriff der antiken Redner,
pro inlfulsilolne (nlat.y. für eine Infusion (Hinweis auf
die Einwendungen eines möglichen Gegners vorwegzu
Arzneimitteln, die infundiert werden sollen; Med.)
nehmen u. zu widerlegen. pro|ka|ta|lep|tisch: in der
pro inljecltilolne [- mjek...] tnlat.y: für eine Injektion
Form einer Prokatalepsis
1105
die; - (aus gleichbed. lat. procacitas, Gen.
procacitatis zu procax „frech“): (veraltet) Frechheit
Pro|ke|leus|ma|ti|kus [...loys...] der; -, ...zi (aus gleich
bed. spätlat. proceleusmaticus, dies aus gr. prokeleusmatikös): aus vier Kürzen bestehender antiker Versfuß
Prolkilnalse die; - (zu tpro..., gr. kinein „bewegen“ u.
t...ase>: chem. Vorstufe der T Enterokinase (Med.). Prokinetikum das; -s, ...ka (zu gr. kinëtikôs „zur Bewe
gung gehörig“ u. t...ikum): Arzneimittel, das die T Motili
tät (z.B. des Magens) steigert (Med.), prolkilneltisch:
im Sinne eines Prokinetikums wirkend (Med.)
Pro|kla|ma|ti|on* die; -, -en (über gleichbed. fr. proclama
tion aus spätlat. proclamado „das Ausrufen“ zu lat. pro
clamare, vgl. proklamieren): a) amtliche Verkündung
(z. B. einer Verfassung); b) Aufruf an die Bevölkerung; c)
gemeinsame Erklärung mehrerer Staaten; vgl. ...ation/
...ierung. Pro|kla|ma|tor der; -s, ...oren (aus lat. procla
mator „Schreier“): (veraltet) Ausrufer von Bekanntma
chungen. pro|kla|mie|ren (über gleichbed./r. proclamer
aus lat. proclamare „laut rufen“): [durch eine Proklama
tion] verkünden, erklären; aufrufen; kundgeben. Prolklamielrung die; -, -en (zu Î...ierung): das Proklamieren;
vgl. ...ation/...ierung
Prolklilse* u. Prolklilsis die; -, Proklisen (aus nlat. procli
sis zu gr. proklinein „vorwärts neigen“; Analogiebildung
zu ÎEnklise): Anlehnung eines unbetonten Wortes an ein
folgendes betontes (z.B. der Tisch, am Ende); Ggs. ÎEn
klise. Pro|kli|ti|kon das; -s, ...ka (Analogiebildung zu
ÎEnklitikon): unbetontes Wort, das sich an das folgende
betonte anlehnt (Sprachw.); Ggs. tEnklitikon, prolklitisch: sich an ein folgendes betontes Wort anlehnend
(Sprachw.); Ggs. Tenklitisch
Proiko agu Ians das; -, Plur. ...lantia u. ...lanzien [...ion]
(meist Plur.) (zu Îpro... u. tKoagulans): Substanz, die die
Blutgerinnung fördert (Med.)
Prolkonlsul der; -s, -n (aus gleichbed. lat. proconsul): ehe
maliger Konsul als Statthalter einer Provinz (im Röm.
Reich), prolkonlsullalrisch: a) den Prokonsul betref
fend; b) das Prokonsulat betreffend. Pro|kon|su|lat das;
-[e]s, -e (aus gleichbed. lat. proconsulatus): Amt, Statthal
terschaft eines Prokonsuls
Prolkolpe die; -, -n (nachgr. prokopé „das Fortschreiten“):
Wegfall eines od. mehrerer Laute am Wortanfang, z.B. Bi
schof gegenüber dem griech. Ursprungswort episkopos
(Sprachw.)
Prolkruslteslbett* das; -[e]s (zu lat. Procrustes, gr. Prokroüstes, eigtl. „der Ausreckende“, Beiname des Räubers
Polypemön in der altgriech. Sage, der arglose Wanderer in
ein Bett presste, indem er ihnen die überstehenden Glieder
abhieb od. die zu kurzen Glieder mit Gewalt streckte): 1.
unangenehme Lage, in die jmd. mit Gewalt gezwungen
wird. 2. gewaltsames Hineinzwängen in ein allzu starres
Schema
proklt..., Proklt... vgl. prokto..., Prokto... Prokltallgie*
die; -, ...ien (zu tprokto... u. î...algie): neuralgische
Schmerzen in After u. Mastdarm (Med.). Prokltekltom[e* die: -, ...ien (zu î...ektomie): operative Entfernung
des Mastdarms (Med.). Prokitiltis die; -, ...itiden (zu
t...itis): Mastdarmentzündung (Med.), proklto,.., Prok
to..., vor Vokalen meist prokt..., Prokt... (aus gleichbed.
gr. pröktös): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Steiß; After; Mastdarm“, z.B. Proktostase, Proktalgie,
prokltolgen (zu T...gen): vom Mastdarm ausgehend
(Med.). Prokltollolge der; -n, -n (zu t...loge>: Facharzt
auf dem Gebiet der Proktologie. Prokltollolgie die; - (zu
Î ...logie): Teilgebiet der Medizin, das sich mit den Erkran
kungen des Mastdarms beschäftigt, prokltollolgisch (zu
Î ...logisch): die Proktologie betreffend, auf ihr beruhend.
Prokltolplasltik die; -, -en: operative Bildung eines
Prolkalziltät
Prolepsie
künstlichen Afters (Med.). Prok|tor|rha|gie die; -, ...ien
(zu gr. rhêgnÿnai „(zer)reißen, brechen“ u. t2...ie, Analo
giebildung zu ÎHämorrhagie): Mastdarmblutung (Med.).
Prok|to|skop‘ das; -s, -e (zu t...skop>: svw. Rektoskop.
Prokltolskolpie* die: -, ...ien (zu î...skopie>: svw. Rek
toskopie. Prok|to|spas|mus* der; -, ...men: Krampf in
After u. Mastdarm (Med.). Prok|tos|ta|se* die; -, -n (zu
gr. stasis „das Stehen, der Stillstand“): Kotstauung u. -Zu
rückhaltung im Mastdarm (Med.). Prok|to|to|mie die; -,
...ien (zu l...tomie): operative Öffnung des Mastdarms,
Mastdarmschnitt (Med.). Prokltolzelle die; -, -n (zu gr.
këlê „Geschwulst; Bruch“): Mastdarmvorfall, Ausstül
pung des Mastdarms aus dem After (Med.)
Prolkulra die; -, ...ren (aus gleichbed. it. procura zu procu
rare „Sorge tragen, verwalten“, dies aus lat. procurare): ei
nem Angestellten erteilte handelsrechtliche Vollmacht von
gesetzlich bestimmtem Umfang, alle Arten von Rechtsge
schäften für seinen Betrieb vorzunehmen; vgl. per procu
ra. Pro|ku|ra|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. procu
ratio): 1. Stellvertretung durch Bevollmächtigte. 2. Voll
macht. Prolkulraltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat.
procurator, eigtl. „Verwalter“, Bed. 2 aus gleichbed. it.
procuratore); 1. Statthalter einer Provinz des Röm. Rei
ches. 2. einer der neun höchsten Staatsbeamten der Repu
blik Venedig, aus denen der Doge gewählt wurde. 3. be
vollmächtigter Vertreter einer Person im kath. kirchlichen
Prozess. 4. Vermögensverwalter eines Klosters. Prolkura zi en [...ion] die (Plur.) (zu it. procuratia „Amt eines
Prokurators“): Palastbauten der Prokuratoren in Vene
dig. Prolkulren: Plur. von ÎProkura. Prolkulrist der;
-en, -en (zu 1 Prokura u. t...ist): Bevollmächtigter mit
1 Prokura. Pro|ku|ris|tin die; -, -nen: weibliche Form zu
ÎProkurist. Prolkulror der; -s, ...oren (aus russ. prokuror
„Staatsanwalt“): Staatsanwalt im zaristischen Russland;
vgl. Oberprokuror
prolabielren (zu lat. prolabi „vorwärts gleiten, fallen“ u.
t..deren) : aus einer natürlichen Körperöffnung heraustre
ten (von Teilen innerer Organe; Med.)
Prollakltin das; -s, -e (zu tpro..., lat. lac, Gen. lactis
„Milch“ u. t '...in): Hormon der Hirnanhangdrüse, das die
Milchabsonderung während der Stillzeit anregt (Med.,
Biol.)
Prollalmin* das; -s, -e (meist Plur.) (Kunstw.): Eiweiß des
Getreidekornes
Prollan das; -s, -e (Kunstw. zu lat. proles „Sprössling,
Nachkomme“): ältere Bez. für zwei Hormone des Hypo
physenvorderlappens. die die Entwicklung u. die Tätigkeit
der Geschlechtsdrüsen regulieren (Med.)
Prgllaps der; -es, -e u. Prollaplsus der; -, - [...su:s] (zu lat.
prolapsus, Part. Perf. von prolabi, vgl. prolabieren): Vor
fall, das Heraustreten von Teilen eines inneren Organs aus
einer natürlichen Körperöffnung infolge Bindegewebs
schwäche (Med.)
Prollelgolmelnon [auch ...'go...] das; -s, ...mena (meist
Plur.) (aus gr. prolegomenon „vorher Gesagtes“, substan
tiviertes Part. Präs. Pass. (Neutrum) von prolégein „vor
her sagen“): Vorwort, Einleitung, Vorbemerkung
Prolleplse u. Prolepsis die; -, Prolepsen (aus gleichbed.
spätlat. prolepsis, eigtl. „das Vorauserwähnen“, dies aus
gr. prolepsis): 1. svw. Prokatalepsis. 2. Vorwegnahme ei
nes Satzgliedes, bes. des Satzgegenstandes eines Gliedsat
zes (z.B.: Hast du den Jungen gesehen, wie er aussah?,
statt: Hast du gesehen, wie der Junge aussah?); vgl. proleptischer Akkusativ. 3. a) natürlicher, durch angeborene
Fähigkeit unmittelbar aus der Wahrnehmung gebildeter
Begriff (bei Stoikern; Philos.); b) Allgemeinvorstellung als
Gedächtnisbild, das die Erinnerung gleichartiger Wahr
nehmungen desselben Gegenstandes in sich schließt (bei
Epikureern; Philos.). Prolleplsie die; -, ...ien (zu t2...ie>:
1106
Prolepsis
Bez. für eine Spracheigentümlichkeit des Kleinkindes, bei
der, da die Wortvorstellung schneller als die Sprachmoto
rik abläuft, spätere Laute bereits früher u. anstelle der
richtigen Laute benutzt werden (z. B. „Kucker“ statt „Zu
cker“; Psychol.). Prolleplsis vgl. Prolepse, prolleptisch (nach gleichbed. gr. prolëptikôs): vorgreifend, vor
wegnehmend; proleptischer Akkusativ: als Akkusativ in
den Hauptsatz gezogener Satzgegenstand eines Gliedsat
zes (vgl. Prolepse 2)
Prollet der; -en, -en (Kurzform von Proletarier): 1. (ugs.
veraltet) svw. Proletarier (2). 2. (ugs. abwertend) roher,
ungehobelter, ungebildeter Mensch. Pro|le|ta|rilat das;
-[e]s, -e (aus gleichbed. fr. prolétariat zu prolétaire, vgl.
Proletarier (2)): wirtschaftlich abhängige, besitzlose [Arbeiterjklasse. Prolleltalriler [...in] der; -s, - (aus lat. pro
letarius „Bürger der besitzlosen Klasse“ zu proles „Nach
komme“ (weil er dem Staat nur mit seiner Nachkommen
schaft dienen konnte), Bed. 2 wohl über fr. prolétaire): 1.
im alten Rom Angehöriger der wirtschaftlich unselbst
ständigen, besitzlosen Schicht. 2. (nach marxistischer
Lehre) Lohnarbeiter, der im Gegensatz zum t Bourgeois
keine eigenen Produktionsmittel besitzt. prolleltalrisch:
den Proletarier, das Proletariat betreffend. pro|le|ta|risielren (zu Î ...isieren): zu Proletariern machen. Prolletkult der; -[e]s (Kurzw. aus russ. proletar&Za\a kultura
„proletarische Kultur“): kulturrevolutionäre Bewegung
im Russland der Oktoberrevolution mit dem Ziel, eine
proletarische Kultur zu entwickeln. 1Pro|li|fe|ra|ti|on
die; -, -en (zu lat. proles, Gen. prolis „Nachkomme“, ferre
„tragen“ u. T...ation): Wucherung des Gewebes durch
Zellvermehrung (bei Entzündungen, Geschwülsten;
Med.). 2Prolli|fe|ra|tion [proʊlɪfə'reɪʃən] die; - (über
engl. proliferation aus fr. prolifération „Aus-, Verbrei
tung“ zu proliféré „Nachwuchs hervorbringen“, dies zu
lat. proles „Nachkomme“ u. ferre „tragen“): Weitergabe
von Atomwaffen od. Mitteln zu deren Herstellung an Län
der, die selbst keine Atomwaffen entwickelt haben; vgl.
Nonproliferation. pro|li|felra|tiv (zu Î'Proliferation u.
Î...iv): wuchernd (Med.). pro|li|fe|rie|ren (zu T..deren):
wuchern (Med.)
prollix (aus gleichbed. spätlat. prolixus, eigtl. „reichlich“):
(veraltet) ausführlich, weitschweifig, prollilxielren (aus
spätlat. prolixare „ausdehnen, verlängern“): (veraltet)
weit ausdehnen; sich weitschweifig ausdrücken. Pro 11 i |xität die; -, -en (aus spätlat. prolixitas, Gen. prolixitatis
„Ausdehnung“): (veraltet) Weitläufigkeit; Weitschweifig
keit
pro lolco [- 'lo:ko] {lat.}: (veraltet) für den Platz, für die
Stelle
Prollog ¿Zer; -[e]s, -e (über lat. prologus aus gleichbed. gr.
prólogos): 1. a) einleitender Teil des Dramas; Ggs. ÎEpi
log (a) ; b) Vorrede, Vorwort, Einleitung eines literarischen
Werkes; Ggs. tEpilog (b). 2. Radrennen, das den Auftakt
einer über mehrere Î Etappen (la) gehenden Radrund
fahrt bildet u. dessen Sieger bei der folgenden ersten Etap
pe das Trikot des Spitzenreiters trägt
Prollon|ga|ti|on die; -, -en (zu Îprolongieren u. t...ation):
Stundung, Verlängerung einer Kreditfrist (Wirtsch.). Prolonlgelment [,,,lðʒə'ma:] das;-s, -s (ausfr. prolongement
„Ausdehnung“ zu prolonger „verlängern“, dies aus gleich
bed. lat. prolongare): dem Weiterklingen der Töne od. Ak
korde (nach dem Loslassen der Tasten) dienendes Pedal
bei Tasteninstrumenten (Mus.). pro|lon|gie|ren [,,,lɔŋ'gi:...] (aus lat. prolongare „verlängern“): stunden, eine
Kreditfrist verlängern (Wirtsch.)
Prollylvilum [...v...] das; -s (aus mlat. proluvium, eigtl.
„dasVergießen“, zu Zai. proluere „hervor-, wegspülen“):
Schwemmlöss. Löss, der durch Wasser umlagert wurde u.
dabei eine Schichtung erhielt (Geol.)
das; -, -s (Kurzw. aus engl. programmable read-only
memory „programmierbarer Nurlesespeicher“): pro
grammierbarer Festspeicher, dessen Inhalt in einem spe
ziellen Programmiergerät festgelegt wird u. danach nicht
mehr verändert werden kann (EDV)
pro melmglria (.lat.): zum Gedächtnis; Abk.: p. m. Prome molria das: -s, Plur. ...ien [...ion] u. -s: (veraltet)
Denkschrift; Merkzettel
Prolmelnalde die; -, -n (aus gleichbed. fr. promenade zu
promener, vgl. promenieren): 1. (veraltend) Spaziergang.
2. großzügig angelegter, breiter Spazierweg. Prolmelnadenkonzert das; -[e]s, -e: an, auf der Promenade (2) im
Freien veranstaltetes Konzert, prolmelnielren (aus
gleichbed. fr. (se) promener zu mittelfr. po(u)r mener, dies
zu po(u)r „im Kreis“ u. mener „(an)treiben“ (dies aus
spätlat. minare)): spazieren gehen, sich ergehen
Prolmeslse die; -, -n (aus fr. promesse „das Versprechen“
zu promettre „versprechen“, dies aus lat. promittere):
Schuldverschreibung; Urkunde, in der eine Leistung ver
sprochen wird (Rechtsw.)
pro me the isch (nach Prometheus, dem Titanensohn der
griech. Sage): himmelstürmend; an Kraft, Gewalt, Größe
alles übertreffend; vgl. epimetheisch. Pro me thilum
das: -s (zu t...ium>: ehern. Element, Metall; Zeichen Pm
Prolmi der; -, -s od. die; -, -s: (Jargon) Kurzform von Î Pro
minente
pro millle {lat.}: a) (bes. Kaufmannsspr.) für tausend (z. B.
Mark); b) vom Tausend; Abk. p. m.; Zeichen 800. Pro
miille das; -[s], -: 1. ein Teil vom Tausend, Tausendstel. 2.
in Tausendsteln gemessener Alkoholanteil im Blut. Promilllelgrenlze die; -: gesetzlich festgelegter Grenzwert
des Alkoholgehalts im Blut bei Kraftfahrern
prolmilnent (aus lat. prominens, Gen. prominentis „her
vorragend“, eigtl. Part. Präs, von prominere „hervorra
gen“): a) hervorragend, bedeutend, maßgebend; b) weit
hin bekannt, berühmt. Prolmilnenlte der u. die; -n, -n:
prominente Persönlichkeit. Prolmilnenz die: -, -en (aus
gleichbed. engl. prominence, dies aus lat. prominentia
„das Hervorragen“): 1. (ohne Plur.) Gesamtheit der pro
minenten Persönlichkeiten. 2. (ohne Plur.) a) das Promi
nentsein; b) [hervorragende] Bedeutung. 3. (Plur.) promi
nente Persönlichkeiten
prolmislcue [...kue] (aus gleichbed. lat. promiscue, Ad
verb von promiscuus, vgl. promisk): vermengt, durchei
nander. prolmisk (zu Zat. promiscuus „gemischt“): svw.
tpromiskuitiv. Pro|mis|ku|i|tät die; - (zu T...ität): Ge
schlechtsverkehr mit verschiedenen, häufig wechselnden
Partnern. pro|mis|ku|i|tiv (zu Î ...iv): a) in Promiskuität
lebend; b) durch Promiskuität gekennzeichnet, prolmiskulos u. prolmislkulös (wahrscheinlich nach engl. pro
miscuous „gemischt“, dies aus lat. promiscuus; vgl. ...ös):
svw. promiskuitiv
Pro|mis|si|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. promissio zu
promittere, vgl. promittieren): (veraltet) Zusage, Verspre
chen. prolmislsolrisch (aus gleichbed. mlat. promissorius zu lat. promissus, Part. Perf. von promittere, vgl. pro
mittieren): (veraltet) versprechend; promissorischer Eid:
vor der Aussage geleisteter Eid (Rechtsw.). Prolmislsori|um das; -s, ...ien [...ion] (zu t ...orium): (veraltet) schrift
liches Versprechen (Rechtsw.). Pro mis sum das; -s,
Plur. ...ssen u. ...ssa (aus gleichbed. Zai. promissum, sub
stantiviertes Part. Perf. (Neutrum) von promittere, vgl.
promittieren): (veraltet) das Versprochene, Versprechen.
Prolmitltent der; -en, -en (zu lat. promittens, Gen. pro
mittentis, Part. Präs, von promittere, vgl. promittieren):
(veraltet) Versprechender (Rechtsw.). pro|mit|ti_e|ren
(aus gleichbed. lat. promittere): (veraltet) versprechen,
verheißen (Rechtsw.)
Pro|mon|to|ri|um das; -s, Plur. ...ria u. ...rien [...ion] (aus
PROM
1107
lat. promontorium (Nebenform von promunturium)
„Bergvorsprung, Ausläufer eines Berges“): Vorwölbung
(Anat.)
pro I molten (nach gleichbed. engl. to promote, eigtl. „för
dern, unterstützen“): für jmdn., etwas Werbung machen.
Prolmolter [engl. prə'moʊtə] der; -s, - (aus gleichbed.
engl. promoter zu to promote „fördern“, dies zu lat. pro
motus, Part. Perf. von promovere, vgl. promovieren): 1.
Veranstalter (z.B. von Berufssportwettkämpfen, bes. Bo
xen, von Konzerten, Tourneen, Popfestivals). 2. svw.
Salespromoter. 1Pro|mo|ti|on die; -, -en {aas spätlat. pro
motio „Beförderung (zu einem ehrenvollen Amt)" zu /ɑt.
promovere, vgl. promovieren): 1. Erlangung, Verleihung
der Doktorwürde. 2. (österr.) offizielle Feier, bei der die
Doktorwürde verliehen wird. 3. negativer Anstoß, der von
einer Substanz als Promotor (3) ausgeht (Med.). 2Promoltion [prəmoʊʃən] ¿¿e; - (aus gleichbed. engl. promo
tion, dies aus spätlat. promotio, vgl. 'Promotion): Absatz
förderung, Werbung [durch besondere Werbemaßnah
men]. Prolmoltilpnslordlnung [promotsio:n...] die: -,
-en (zu t‘Promotion): Hochschulordnung, nach der das
Promotionsverfahren durchgeführt wird. Prolmoitor
der; -s, ...oren (aus gleichbed. älter engl. promotor, dies
aus lat. promotor „Vermehrer“ zu promotus, vgl. Promo
ter): 1. Förderer, Manager. 2. (österr.) Professor, der die
formelle Verleihung der Doktorwürde vornimmt. 3. Sub
stanz, die eine geschädigte Zelle zu krebsiger Entartung
anregt (Med.). Prolmolvend [,..v...J der; -en, -en (zu
Îpromovieren u. 1 ...end): jmd., der kurz vor seiner 1 'Pro
motion (1) steht, prolmolvieiren (aus lat. promovere
„vorwärts bewegen; befördern; vorrücken“): 1. a) eine
Dissertation schreiben; b) die Doktorwürde erlangen. 2.
die Doktorwürde verleihen
prompt (aus fr. prompt „bereit; geschwind“, dies aus lat.
promptus „gleich zur Hand; bereit", eigtl. Part. Perf. von
promere „hervorholen“): 1. unverzüglich, unmittelbar (als
Reaktion auf etw.) erfolgend; umgehend, sofortig. 2. (ugs.)
einer Befürchtung, Erwartung seltsamerweise genau ent
sprechend; tatsächlich (z.B. - hereingefallen). 3. (Kaufmannsspr.) bereit, verfügbar, lieferbar. Prompltulalrium das; -s, ...ien [...ion] (aus spätlat. promptuarium „Vor
ratskammer, Speicher“): (veraltet) Nachschlagewerk, wis
senschaftlicher Abriss
Prolmullgaltilon die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. pro
mulgatio): (veraltend) öffentliche Bekanntmachung, Ver
öffentlichung, Bekanntgabe (z.B. eines Gesetzes). Pro
mullgaltor der; -s, ...toren (aus gleichbed. mlat. promul
gator zu lat. promulgare, vgl. promulgieren): (veraltet)
Verkündiger, prolmullgielren (aus gleichbed. lat. pro
mulgare): (veraltend) bekannt geben, veröffentlichen, ver
breiten
pro munido {lat.y (veraltet) für die [Richtigkeit der] Rein-,
Abschrift
Prolnalos [...naos] der; -, ...naoi [...naoy] (über gleichbed.
lat. pronaus, pronaos aus gr. prönaos, eigtl. „vor dem Tem
pel befindlich“) : 1. Vorhalle des altgriech. Tempels. 2. Vor
raum in der orthodoxen Kirche; vgl. Naos
Prolna|ti|on die; -, -en (zu lat. pronatus, Part. Perf. von
pronare (vgl. pronieren), u. 1 '...ion): Einwärtsdrehung von
Hand od. Fuß (Med.); Ggs. ÎSupination. Prolnaltor der;
-s, ...toren (aus gleichbed. nlat. pronator): Neiger, Ein
wärtsdreher, Muskel, der die Pronation bewirkt (Med.)
Prolnelphros* der; - (zu tpro... u. gr. nephrós „Niere“):
Vorniere, erstes Ausbildungsstadium der Nieren in der
Entwicklung des Harnapparates (Med.)
prolnielren (aus lat. pronare „vorwärts neigen, bücken):
Hand u. Fuß einwärts drehen (Med.); Ggs. 1 supmieren
pro nilhillo {lat.y. (veraltet) um nichts, vergeblich
Prolnolmen ¿ai; -s, Plur. - u. ...mina (aus gleichbed. lat.
Propaganda
pronomen zu 1 pro... u. 1 Nomen): Wort, das für ein INomen, anstelle eines Nomens steht; Fürwort (z. B. er, mein,
welcher; Sprachw.). pronominal (aus gleichbed. spät
lat. pronominalis): das Pronomen betreffend, fürwörtlich
(Sprachw.). Prolno|mi|nal|adljek|tiv das; -s, -e [...va]:
Adjektiv, das die Beugung eines nachfolgenden [substan
tivierten] Adjektivs teils wie ein Adjektiv, teils wie ein Pro
nomen beeinflusst (z.B. kein, viel, beide, manch;
Sprachw.). Pro|no|mi|nal|ad|verb das; -s, -ien [,,,iən]:
(aus einem alten pronominalen Stamm u. einer Präpositi
on gebildetes) Adverb, das eine Fügung aus Präposition u.
Pronomen vertritt; Umstandsfürwort (z.B. darüber für
über es, über das; womit für ugs. mil was u. relativisches
mit dem [Gegenstand, der Sache]; Sprachw.). Prolnolminalle ¿as; -s, Plur. ...liau. ...lien [...jan] (zu t,,,ale): Pro
nomen, das die Qualität od. Quantität bezeichnet (z. B. lat.
qualis = wie beschaffen; Sprachw.). Prolnolmilnallisierung die; -, -en (zu î...isierung): Ersatz von Nomen,
Nominalphrasen od. Sätzen durch Pronomen (z.B.: Der
Schüler las ein Buch. Er...; Sprachw.). Pro|no|milna|tion die; -, -en (aus gleichbed. lat. pronominatio): Ersatz ei
nes Namens durch ein Charakteristikum der betreffenden
Person (z. B. der Entdecker Amerikas für Kolumbus)
prononcieiren [...nö'si:...] (aus gleichbed. fr. prononcer,
dies aus lat. pronuntiare): (veraltet) a) offen aussprechen,
erklären; b) mit Nachdruck aussprechen, stark betonen,
prolnonlciert (zu t...iert): a) eindeutig, entschieden; b)
deutlich ausgeprägt, scharf betont
Pronltolsil® das; -s (Kunstw.): in seiner Heilwirkung zuerst
1932 entdecktes T Sulfonamid
Pro|nun|ci|a|mi|en|to [...tsia'miento] das; -s, -s {was span.
pronunciamiento, vgl. Pronunziamiento): svw. Pronunziamiento. Prolnuntiius der; -, ...ien [,,,iən] (aus gleich
bed. mlat. pronuntius; vgl. Nuntius): päpstlicher INuntius
mit Kardinalswürde. Prolnunlzilalmen Ito ¿as;-s, -s (aus
it. pronunciamento, älter it. pronunziamento „öffentlicher
Aufruf (zum Aufstand)“): svw. Pronunziamiento. Pronunlziamiento das; -s, -s (aus gleichbed. span, pro
nunciamiento, eigtl. „öffentlicher Aufruf, öffentliche
Kundgebung“, zu pronunciar „ausrufen, -sprechen“, dies
aus lat. pronuntiare, vgl. prononcieren): a) Aufruf zum
Sturz der Regierung; b) Militärputsch. Prolnunlzilaltion die; - (aus lat. pronuntiatio „Bekanntmachung, Aus
spruch“ zu pronuntiare „ankünden, vortragen“): (veral
tet) Aussprache. pro|nun|zi|a|to (aus gleichbed. it. pronunciato, älter it. pronunziato, eigtl. „ausgesprochen“):
deutlich markiert, hervorgehoben (Vortragsanweisung;
Mus.)
Proof [pru:f] das; -, - (aus gleichbed. engl. proof „Probe,
Versuch“): 1. Prüfbeleg für den Inhalt von digitalen Infor
mationen (z. B. von Bilddaten; EDV, Druckw.). 2. Maß für
den Alkoholgehalt von Getränken
Proloilmilon [...by...] das; -s, ...ia u. Prolölmilum das; -s,
...ien [...jan] (über/a/. prooemium aus gleichbed.gr. prooimion, eigtl. „Anfang; Vorspiel (in der Musik), Vorrede“):
1. kleinere Hymne, die von den altgriech. Rhapsoden vor
einem großen Epos vorgetragen wurde. 2. in der Antike
Einleitung, Vorrede zu einer Schrift
Pro|pä|deu|tik die; -, -en (zugr. propaideüein „vorher un
terrichten“ u. t2...ik (2)): Einführungin die Vorkenntnisse
zu einem wissenschaftlichen Studium. Prolpäldeultikum das; -s, ...ka (zu T...ikum>: (Schweiz.) medizinische
Vorprüfung, prolpäldeultisch: vorbereitend, einfüh
rend; propädeutische Philosophie: 1. svw. Logik (1). 2. der
in die Grundprobleme der Logik, Psychologie, Erkennt
nistheorie u. Ethik einführende Unterricht an höheren
Schulen des frühen 19. Jh.s
Propaganda die; - (unter Einfluss von fr. propagande zur
Kurzform von kirchenlat. Congregatio de propaganda fi-
1108
Propagandaapparat
de „Kongregation (= päpstliche Instanz) zur Verbreitung
des Glaubens“, dies zu lat. propaganda, Fem. des Gerun
divums von propagare, vgl. propagieren): I. systematische
Verbreitung politischer, weltanschaulicher o. ä. Ideen u.
Meinungen [mit massiven (publizistischen) Mitteln] mit
dem Ziel, das allgemeine [politische] Bewusstsein in be
stimmter Weise zu beeinflussen. 2. Werbung, Reklame
(Wirtsch.). Pro|palgan|da|ap!pa|rat der; -[e]s: (abwer
tend) hauptsächlich für propagandistische Zwecke aufge
bauter Apparat (4). Proäpa ¡gañida ¡chef der; -s, -s: jmd.,
der für die [offizielle] Propaganda (1) verantwortlich ist.
Pro|paiganlda|konlgre|ga|ti|on* die; -: röm. TKardi
nalskongregation zur Ausbreitung des Glaubens, die das
kath. Missionswesen leitet. Prolpalganldist der; -en, -en
(nach gleichbed. fr. propagandiste bzw. engl. propagan
dist): 1. jmd., der Propaganda treibt. 2. Werbefachmann.
Pro|palgan|dis|tin die; -, -nen: weibliche Form zu ÎPro
pagandist. prolpalganldisltisch (zu t...istisch): die Pro
paganda betreffend, auf Propaganda beruhend. Prolpagaiti on die; -, -en (aus gleichbed. lat. propagatio zu pro
pagare, vgl. propagieren): Vermehrung, Fortpflanzung
der Lebewesen (Biol.). Prolpalgaltor der; -en, ...toren
(aus gleichbed. mlat. propagator): jmd., der etwas propa
giert, sich für etwas einsetzt, prolpalgielren (unter Ein
fluss von T Propaganda vl. fr. propager aus lat. propagare
„(weiter) ausbreiten, verlängern, fortpflanzen“): verbrei
ten, für etwas Propaganda machen, werben
Pro ¡pan das; -s (Kurzw. aus TPropylen u. Î Methan): gesät
tigter Kohlenwasserstoff, der bes. als Brenngas verwendet
wird. Prolpainol das; -s, -e (zu T...ol>: von Propan abge
leiteter Alkohol, der bes. als Lösungsmittel verwendet
wird (Chem.). Prolpalnon das; -s (zu T2...on): svw. Ace
ton
Pro|palro|xy|to|non* das; -s, ...tona (aus gleichbed. gr.
proparoxÿtonon, substantiviertes Neutrum von proparoxÿtonos „auf der drittletzten Silbe mit dem Akut be
zeichnet“): in der griech. Betonungslehre ein Wort, das
den 1 Akut auf der drittletzten Silbe trägt (z. B. gr. áváXvcnç = Analyse)
pro paltria* [auch - pa...] (.lat.); für das Vaterland. Prolpatria das; - (nach dem Wasserzeichen) : ein früheres Papier
format
Prolpelcia® das; -s (Kunstw. ; Gegenbildung zu t Alopezie;
vgl. pro...): Arzneimittel zur Behandlung des Haarausfalls
bei Männern (Med.)
Projpeljler der; -s, - (aus gleichbed. engl. propeller, eigtl.
„Antreiber“, zu to propel „vorwärts treiben, antreiben“,
dies aus lat. propellere) : Antriebsschraube bei Schiffen od.
Flugzeugen. Pro|pel|ler|tur|bi|ne
-, -n: Turbine, de
ren Schaufeln propellerähnlich geformt sind
Prolpempltilkon das; -s, ...ka (über gleichbed. lat. pro
pempticon aus gr. propemptikón, substantiviertes Neu
trum von propemptikós „begleitend“ zu propémpein „ge
leiten“): in der Antike Geleitgedicht für einen Abreisen
den im Unterschied zum tApopemptikon
Prolpen das; -s (verkürzt aus tPropylen): svw. Propylen.
Projpelnal das; -s (zu T 2...al> : svw. Akrolein
Prolpeplsin das; -s, -e (zu tpro... u. T Pepsin): gegen T Al
kalien widerstandsfähige chem. Vorstufe des tPepsins
prolper (aus gleichbed. fr. propre, dies aus lat. proprius „ei
gen, eigentümlich, wesentlich“): a) durch eine saubere, ge
pflegte, ordentliche äußere Erscheinung ansprechend, ei
nen erfreulichen Anblick bietend; b) ordentlich u. sauber
[gehalten]; c) sorgfältig, solide ausgeführt, gearbeitet
Prolperldin das; -s (Kunstw.; vgl. ...in (1)>: Bakterien auf
lösender Bestandteil des Blutserums
Prolperlgelschäft íZ¿m; -[e]s, -e (zu tproper): Geschäft,
Handel auf eigene Rechnung u. Gefahr; Eigengeschäft
(Wirtsch.)
das; -s, ...mena (aus gleichbed. gr.
properispömenon, substantiviertes Neutrum von properispôménôs „auf der vorletzten Silbe mit dem Zirkumflex be
zeichnet“): in der griech. Betonungslehre Wort mit dem
Î Zirkumflex auf der vorletzten Silbe (z.B. gr. öwpov =
Geschenk); vgl. Perispomenon
Proplfan ['prɔpfæn] der; -[s] (Kurzw. aus Propeller u. engl.
fan „Fächer, Flügel“): durch eine Gasturbine angetriebe
ne mehrblättrige Luftschraube bei Flugzeugen
Prolphalse die; -, -n (zu tpro... u. tPhase): erste Phase der
Kernteilung, in der die Chromosomen sichtbar werden
(Biol.)
Prolphet iZer; -en, -en (aus gleichbed. (kirchen)lat. prophe
ta, prophetes, eigtl. „Weissager, Magier“, dies ausgr. pro
phetes „Orakeldeuter, Weissager, Verkünder“ zu prophänai „Vorhersagen, verkünden“): 1. jmd., der sich von Gott
berufen fühlt, als Mahner u. Weissager die göttliche Wahr
heit zu verkünden (bes. im Alten Testament u. als Bezeich
nung Mohammeds). 2. jmd., der etwas prophezeit, weis
sagt. 3. (meist Plur.) prophetisches Buch des Alten Testa
ments. Prolpheltie iPe; -, ...ien (über gleichbed. spätlat.
prophetia aus gr. propheteia): Weissagung, seherische Vo
raussage (bes. als von Gott gewirkte Rede eines Men
schen). Prolpheltin die; -, -nen: weibliche Form zu t Pro
phet (1 u. 2). prolpheltisch (über gleichbed. spätlat. pro
pheticus ausgr. prophetikös): [seherisch] weissagend; vo
rausschauend. prolphelzeilen: weissagen; voraussagen.
Prolphelzeilung die; -, -en: 1. das Prophezeien. 2. das,
was prophezeit worden ist, die Weissagung
Prolphy|lak|ti|kum das; -s, ...ka (zu gr. prophylaktikös
(vgl. prophylaktisch) u. T...ikum): vorbeugendes Mittel
(Med.). pro|phy|lak|tisch (aus gr. prophylaktikös „zum
Verwahren gehörig; schützend“): vorbeugend, verhütend,
vor einer Erkrankung (z.B. Erkältung, Grippe) schützend
(Med.). Pro|phy|la|xe die; -, -n u. Prolphyllalxis die; -,
...laxen (aus gr. prophylaxis „Vorsicht“ zu prophylássein
„bewachen, sich (vor Krankheiten) hüten“): Vorbeugung,
vorbeugende Maßnahme; Verhütung von Krankheiten
(Med.)
Prolpin das; -s (Kunstw. zu ÎPropan u. t...in (1)): vom Pro
pan abgeleitete Verbindung aus der Reihe der t Alkine, ei
ne unangenehm riechende, sehr reaktionsfähige gasförmi
ge Substanz (Chem.)
Prolpinlquiltät die; - (aus gleichbed. lat. propinquitas,
Gen. propinquitatis zu propinquare „sich nähern“): (ver
altet) Nähe, Verwandtschaft
Pro|pi|on|säu|re die; -, -n (zu tpro... u. gr. pion, pion
„Fett“): farblose, stechend riechende organische Säure,
die z. B. zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet wird
Prolplasltjlden die (Plur.) (zu tpro... u. tPlastiden): un
differenzierte Ausgangsformen der Î Plastiden, die sich
nach den gegebenen Bedingungen zu verschiedenen Plas
tidentypen differenzieren können (Genetik)
Prolpollis die; - (aus gleichbed. gr. propolis, eigtl. „Vor
stadt“, zu Îpro... u. polis „Stadt, Staat“): bes. am Einflug
loch des Bienenstocks abgelagerte harzartige Masse, die
Bienen von den Knospen der Laubbäume sammeln, um
damit ihre Waben zu verfestigen
Prolpolnenldum das; -s, ...da (aus gleichbed. lat. propo
nendum, Gerundivum von proponere, vgl. proponieren):
(veraltet) zu stellender Antrag. Pro|po¡nent der; -en, -en
(zu lat. proponens, Gen. proponentis, Part. Präs, von pro
ponere, vgl. proponieren): (veraltet) Antragsteller, propolnie ren (aus gleichbed. lat. proponere, eigtl. „öffent
lich aufstellen“): (veraltet) Vorschlägen, beantragen
Prolporltilgn die; -, -en (aus lat. proportio „das entspre
chende Verhältnis; Ebenmaß, Gleichmaß“ zu Tpro... u.
portio, vgl. Portion): 1. Größenverhältnis; rechtes Maß;
Eben-, Gleichmaß. 2. Takt- u. Zeitmaßbestimmung der
Prolpeirislpolmelnon*
1109
Mensuralmusik (Mus.). 3. a) durch einen Quotienten aus
gedrücktes Verhältnis zweier od. mehrerer Zahlen zuei
nander; b) Gleichung, in der 2 Proportionen (3 a) gleich
gesetztsind; Verhältnisgleichung (Math.). pro|por|ti|o|nal
(aus gleichbed. spätlat. proportionalis): verhältnisgleich,
in gleichem Verhältnis stehend; angemessen, entspre
chend; proportionale Konjunktion: Bindewort, das in
Verbindung mit einem anderen ein gleichbleibendes Ver
hältnis ausdrückt (z. B. je- desto). Pro|por|ti|o|na|le die;
-, -n (zu t...ale>: Glied einer Verhältnisgleichung (Math.).
Pro|por|ti|o|nalli|tät í/íc; -, -en (aus gleichbed. spätlat.
proportionalitas, Gen. proportionalitatis): Verhältnismä
ßigkeit, richtiges Verhältnis. Pro|por|ti|o|nal|satz
-es, ...sätze (zu Îproportional): zusammengesetzter Satz,
in dem sich der Grad od. die Intensität des Verhaltens im
Hauptsatz mit der im Gliedsatz gleichmäßig ändert (z. B. je
älter er wird, desto bescheidener wird er; Sprachw.). Propoijti|o|nal|steuleri/Ze; -, -n: unabhängig von der Größe
des Steuerobjekts zu einem festen, prozentualen Steuer
satz erhobene Steuer. Prolporlti|o|nal|wahl die: -, -en:
Verhältniswahl, prolporltilolnielren (zu (..deren): (ver
altet) ins richtige Verhältnis setzen, ebenmäßig gliedern,
prolporltilolniert (zu t...iert): in einem bestimmten
Maßverhältnis stehend; ebenmäßig, wohlgebaut. Prolporti o nie rung die; -, -en (zu t ...ierung): das Proportionieren,
das Proportioniertsein (z.B. von Bauwerken). Prolporz
der; -es, -e (Kurzw. aus Proportionalwahl): 1. Verteilung
von Sitzen u. Ämtern nach dem Verhältnis der abgegebe
nen Stimmen bzw. der Partei-, Konfessionszugehörigkeit
o.Ä. 2. (österr. u. Schweiz.) Verhältniswahljsystem]
Proposilta: Plur. von t Propositum. Pro|po|si|tio die; -,
...nes [...ne:s] (aus lat. propositio, vgl. Proposition): Satz,
Urteil (Philos.); Propositio maior [ma:jo:n]: Obersatz (im
tSyllogismus); Propositio minor: Untersatz (im ÎSyllogis
mus). Pro|po|si|ti|on die; -, -en (aus lat. propositio „Vor
stellung; Darlegung; Bekanntmachung“ zu propositus,
Part. Perf. von proponere, vgl. proponieren): 1. (veraltet)
Vorschlag, Antrag. 2. Ankündigung des Themas (antike
Rhet., Stilk.). 3. der Satz als Informationseinheit (nicht im
Hinblick auf seine grammatische Form; Sprachw.). 4.
Ausschreibung bei Pferderennen. prolpo|si|ti|o|nal (zu
('...al (I)>: den Satz als Informationseinheit, die Proposi
tion (3)betreffend (Sprachw.). Prolpg|si|tum¿Z¿w,-s, ...ta
(aus gleichbed. lat. propositum): (veraltet) Äußerung, Re
de. Prolposlta die; -, ...sten (aus it. proposta „Darlegung,
Vorschlag“, dies aus lat. propositus, vgl. Proposition):
Vordersatz, die beginnende Stimme eines Kanons (Mus.);
Ggs. t Risposta
Prolprältor der: -s, ...oren (aus gleichbed. lat. propraetor):
gewesener Prätor, Statthalter einer Provinz (im Röm.
Reich)
prolpre* (aus fr. propre, vgl. proper): svw. proper. Propregeschäft das; -[e]s, -e: svw. Propergeschäft. Propre tät rf/e; - (aus gleichbed. fr. propreté): (landsch.) Sau
berkeit, Reinlichkeit, prolprilallilsielren (zu lat. propri
us „für eine Person eigentümlich, persönlich“, Î '...al ( 1 ) u.
Î...isieren): zum Eigennamen machen (Sprachw.). pro
pria malnu {lat.}; mit eigener Hand; Abk.: p. m. pro
prie [...prie] (aus lat. proprie „besonders; individuell“):
(veraltet) eigentlich, prolprileltär (vgl. Proprietär): (z. B.
in Bezug auf ein Betriebssystem) nur für ein spezielles her
stellereigenes Computermodell verwendbar (EDV). Propri e tär der; -s, -e (aus gleichbed. fr. propriétaire, dies
ausspätlat. proprietarius); 1. Eigentümer. 2. herstellerspe
zifisches Produkt, das nur für ein spezielles Computermo
dell verwendet werden kann u. zu dem es kein alternatives
Produkt gibt (EDV). Prolprileltät die; -, -en (aus gleich
bed. fr. propriété, dies aus lat. proprietas, Gen. proprieta
tis): Eigentumsrecht] (Rechtsw.)
Prosa
pro prilmo fat.}: (veraltet) zuerst
pro prio* mo tu [auch 'prɔ... -] (lat.}; aus eigenem Antrieb.
Pro|pri|o|re|zep|ti|on die; - (zu lat. proprius „ei
gentümlich), wesentlich“ u. t'Rezeption): Aufnahme u.
Verarbeitung mechanischer Reize, die über Lage u. Stel
lung der eigenen Körperteile Auskunft geben (Biol.,
Med.). Pro|pri|o|re|zep|tor der; -s, ...oren (meist Plur.):
Sinnesorgan, das im Körper entstehende Reize verarbeitet
(Biol., Med.), pro|pri|o zep tiv (zu Îrezeptiv): Wahrneh
mungen aus dem eigenen Körper vermittelnd (z.B. aus
Muskeln, Sehnen, Gelenken; Psychol., Medizin); Ggs.
texterozeptiv. Prglprilum [auch 'prɔ...] das; -s (aus lat.
proprium „Eigentum“): 1. das Selbst, das Ich; Identität,
Selbstgefühl (Psychol.). 2. die wechselnden Texte u. Ge
sänge der kath. Messe; vgl. Ordo Missae; Proprium de
Tempore: nach den Erfordernissen des Kirchenjahres
wechselnde Teile der Messliturgie u. des Î Breviers (1 a);
Proprium Sanctorum [zaŋk,,,]: nach den Heiligenfesten
wechselnde Texte
Prolpullsilon die; -, -en (zu lat. propulsus, Part. Perf. von
propellere „vorwärts treiben, vorwärts stoßen“, u.
t'...ion): 1. (veraltet) das Vorwärts-, Forttreiben. 2. Geh
störung mit Neigung zum Vorwärtsfallen bzw. Verlust der
Fähigkeit, in der Bewegung innezuhalten (bei ÎParalysis
agitans; Med.), prolpullsiv (zu t...iv): 1. (veraltet) vor
wärts, forttreibend. 2. die Propulsion (2) betreffend, auf
ihr beruhend, für sie charakteristisch (Med.)
Prolpusk [auch 'pro..., pro'pʊsk] der; -s, -e (aus russ. propusk): russ. Bez. für Passierschein, Ausweis
Prolpyllälen ¿fe (Plur.) (über lat. propylaea aus gr. propÿlaia, eigtl. „(Vorbau) vor den Toren“): 1. Vorhalle griech.
Tempel. 2. Zugang, Eingang
Prolpyllen das; -s (Kunstw. zu gr. prötos „Erster“, piön
„fett“ u. hÿlê „Holz“; vgl. ...en): gasförmiger, ungesättig
ter Kohlenwasserstoff, technisch wichtiger Ausgangsstoff
für Brenngase, Flüssiggase u. Benzin. Pro|py|len|g!ykol das; -s, -e: farblose, ölige, in Alkohol u. Wasser lösli
che Flüssigkeit, die als Gefrierschutzmittel, als Trägersub
stanz für Kosmetika u. Arzneimittel u.a. verwendet wird.
Prolpyllit [auch ...'lit] der; -s, -e (zu t2...it): durch Ther
malwässer umgewandelter Î Andesit in der Nähe von Erz
lagerstätten. Pro|py|li|ti|sie|rung die; -, -en (zu ( ...isierung): durch Î hydrothermale T Autometamorphose be
dingte Umwandlung von Gesteinen in der Umgebung von
Gold-, Silber- u. Kupfererzgängen
Prolpyllon das; -s, ...la (aus gr. pröpylon „Vorhof, Vor
bau“): das Eingangstor zu ummauerten Heiligtümern,
Burgen u. Palästen, später auch zu öffentlichen Gebäuden
u. Plätzen in der Antike
pro ralta [parite] (lat.}; verhältnismäßig, dem vereinbar
ten Anteil entsprechend (Wirtsch.). pro ralta temlpolris
{lat.}; anteilmäßig auf einen bestimmten Zeitablaufbezo
gen; Abk.: p. r. t. (Wirtsch). pro|ralti|sie|ren (zu Î...isie
ren): (veraltet) anteilweise od. verhältnismäßig verteilen
Pro|rek|tor [auch ... rek...] der; -s, Plur. -en, auch ...oren
(zu (pro... u. (Rektor): Stellvertreter des amtierenden
Rektors an Hochschulen. Pro|rek|to|rat [auch ...'ra:t]
das; -[e]s, -e: 1. Amt u. Würde eines Prorektors. 2. Dienst
zimmer eines Prorektors
Prolrolgaltilon die; -, -en (aus lat. prorogatio „Verlänge
rung“ zu prorogare, vgl. prorogieren): 1. Aufschub, Ver
tagung. 2. stillschweigende od. ausdrückliche Anerken
nung (vonseiten beider Prozessparteien) eines für eine
Rechtssache an sich nicht zuständigen Gerichts erster In
stanz (Rechtsw.). prolro galtiv (aus gleichbed. spätlat.
prorogativus): aufschiebend, vertagend, prolrolgielren
(aus gleichbed. lat. prorogare): 1. aufschieben, vertagen. 2.
eine Prorogation (2) vereinbaren (Rechtsw.)
Prolsa die; - (aus gleichbed. spätlat. prosa (oratio), eigtl.
Prosaiker
„geradeaus gerichtete ( = schlichte) Rede“, zu lat. prorsus
„nach vorn gewendet“): 1. Rede od. Schrift in ungebunde
ner Form im Gegensatz zur TPoesie (1). 2. Nüchternheit,
nüchterne Sachlichkeit. 3. geistliches Lied des frühen Mit
telalters; vgl. Sequenz (1). Prolsalilker iter; -s, - Çiu spät
lat. prosaicus, vgl. prosaisch): 1. svw. Prosaist. 2. Mensch
von nüchterner Geistesart. prolsalisch (wohl unter Ein
fluss von gleichbed./r. prosaïque ausspätlat. prosaicus): 1.
in Prosa (1) [abgefasst]. 2. sachlich-nüchtern, trocken, oh
ne Fantasie. Prolsalislmus der; -, ...men (zu ÎProsa u.
T...ismus (4)): Eigentümlichkeit der prosaischen Aus
drucksweise gegenüber der dichterischen. Prolsalist der;
-en,-en (zu Î...ist): Prosa schreibender Schriftsteller, prosaistisch (zu 1 ...istisch): frei von romantischen Ge
fühlswerten, sachlich-nüchtern berichtend. Prolsarhythlmus der; - (zu ÎProsa): Gliederung der ungebun
denen Rede durch bestimmte Akzentuierungen
Prolseclco [...'zgko] der; -[s], Plur. -s, auch ...cchi [,..ki]
(aber: 3 - (aus gleichbed. Zi. prosecco, nach dem gleichna
migen ital. Ort): ital. Schaum-, Perl- od. Weißwein
Pro|sek|tor [auch ,,,'zɛk...] der; -s, ...oren (aus lat. pro
sector „der Zerschneider“ zu prosecare „zerschneiden,
abschneiden“): 1. Arzt, der 1 Sektionen (2) durchführt
(Med.). 2. Leiter der pathologischen Abteilung eines
Krankenhauses (Med.). Prolsekltur die; -, -en (zu Î ...ur):
Abteilung eines Krankenhauses, in der Î Sektionen (2)
durchgeführt werden (Med.)
Pro |se|ku|ti|on <ZZe; -, -en (aus mlat. prosecutio „Aufeinan
derfolge“ zu lat. prosecutio „Begleitung“, dies zu prosequi
„folgen“): gerichtliche Verfolgung, Belangung; Strafver
folgung (Rechtsw.). Prolselkultiv ifer; -s, -e [,,,və] (aus
gleichbed. spätlat. (casus) prosecutivus): Kasus der räum
lichen od. zeitlichen Erstreckung, bes. in den finnischugrischen Sprachen (Sprachw.). Prolselkultor der; -s,
...oren (aus gleichbed. mlat. prosecutor, eigtl. „Beglei
ter“): öffentlicher Ankläger, Staatsanwalt [als Ankläger]
(Rechtsw.). prolse|ku|to|risch: die Prosekution, den
Prosekutor betreffend
Prolsellyt der; -en, -en (über kirchenlat. proselytus aus gr.
proselytos, „der Ankömmling“, eigtl. „Hinzugekomme
ner“) : Neubekehrter, im Altertum bes. zur Religion Israels
übergetretener Heide; Proselyten machen: (abwertend)
Personen für einen Glauben od. eine Anschauung durch
aufdringliche Werbung gewinnen. Prolsellyltenlmachelrei die; -: (abwertend) aufdringliche Werbung für ei
nen Glauben od. eine Anschauung. pro|se|ly|ti|sie|ren
(zu 1 ...isieren): (abwertend) Proselytenmacherei betreiben
Prolselmilnar das; -s, -e (zu îpro... u. 1 Seminar): einfüh
rende Übung [für Studienanfänger] an der Hochschule
Pro|sen|ce|pha|!on* [...ts...] ifas; -s, ...la (zu gr. pros „hin
zu“ u. 1 Encephalon): Vorderhirn, zusammenfassende
Bez. für den Hirnabschnitt, der Zwischen- u. Endhirn um
fasst (Med.)
Proisenlchym* [,..'çy:m] das; -s, -e (zu gr. pros „hinzu“ u.
égchyma „das Aufgegossene“): Verband aus stark ge
streckten, zugespitzten faserähnlichen Zellen des Î Paren
chyms (1), eine Grundform des pflanzlichen Gewebes
(Biol.). pro|sen|chy|ma|tisch: aus Prosenchym beste
hend; in die Länge gestreckt, zugespitzt u. faserähnlich
(von Zellen, die hauptsächlich in den Grundgeweben der
Pflanzen vorkommen; Biol.)
Prolsen|ze|pha|lon* vgl. Prosencephalon
Proiseulcha* [...ça] die; -, ...chen (aus gleichbed. gr. proseuchë, eigtl. „Gebet(splatz)“ zuproseúchesthai „beten“):
svw. Synagoge
Prolsilmeltrum* das; -s, ...tra (zu 1 Prosa u. TMetrum):
Mischung von Prosa u. Vers in literarischen Werken der
Antike
prolsit u. prost (aus lat. prosit „es möge nützen“, 3. Pers.
1110
Sing. Konj. Präs, von prodesse „nützen, zuträglich sein“):
wohl bekomms !, zum Wohl! Prolsit das; -s, -s u. Prost das;
-[e]s, -e: Zutrunk, das Trinken auf das Wohl, z.B. eines
Gastes, Jubilars o.Ä.
Prolskelnilon* das; -, ...nia (aus gr. proskönion): griech.
Form von î Proszenium
Pros|ko|mi|die die; - (aus gleichbed. mgr. proskomidia, zu
proskomizein „herbeibringen“): die Zubereitung des Bro
tes für die Abendmahlsfeier in der Ostkirche
prolskrilbielren* (aus gleichbed. lat. proscribere, eigtl.
„öffentlich bekannt machen“): ächten, verbannen. Proskripltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. proscriptio); 1.
Ächtung [politischer Gegner]. 2. öffentliche Bekanntma
chung der Namen der Geächteten im alten Rom (bes.
durch Sulla)
Proslkylnelse u. Proslkylnelsis die; -, ...nesen (aus
gleichbed. gr. proskÿnêsis zu proskynem „fußfällig vereh
ren“): demütige Kniebeugung, Fußfall vor einem Herr
scher od. vor einem religiösen Weihegegenstand, auch bei
bestimmten kirchlichen Handlungen. Pros|ky|nelta|rion das; -, ...rien [...jan] (aus mgr. proskynëtârion zu gr.
proskynem, vgl. Proskynese): Pult, auf dem die religiös
verehrten Gegenstände zur Verehrung [durch Kuss] auslieger proslkylneltisch (aus gleichbed. gr. proskynëtös): (veraltet) fußfällig verehrt od. verehrend
Pro! soldem* das; -s, -e (zu tProsodie u. 1 ...em, Analogie
bildung zu 1 Morphem, Phonem): îprosodisches (Îsupra
segmentales) Merkmal
Prolsoldia*: Plur. vonlProsodion. Pro|so|di|alkus der; -,
...zi (über lat. prosodiacus aus gleichbed. gr. (poüs) prosodiakös zu prosódion, vgl. Prosodion): bes. in den Prosodia
gebrauchter altgriech. Vers
Pro|so|die* die; -, ...jen (über gleichbed. lat. prosodia aus
gr. prosöidia zu pros „zu“ u. öide „Gesang“): 1. in der an
tiken Metrik die Lehre von der Tonhöhe u. der Quantität
der Silben, Silbenmessungslehre. 2. Lehre von der me
trisch-rhythmischen Behandlung der Sprache. Prolsodik die; -, -en (zu T2...ik (2)): svw. Prosodie
Pro|so|di|on* das; -s, ...dia (aus gleichbed. gr. prosódion,
substantiviertes Neutr. von prosódios „zur Prozession ge
hörig“, zu prósodos „Prozession (zu einem Tempel) mit
Gesang“, eigtl. „Zugang, das Hinzugehen“): im Chor ge
sungenes altgriech. Prozessionslied, ’prolsoldisch (aus
gleichbed. gr. prosódios): zur Prozession gehörig
2pro|so|disch* (aus gleichbed. gr. prosöidös zu prosöidia,
vgl. Prosodie): die Prosodie betreffend, die Silben mes
send
Pro|so|don|tie* die; -, ...ien (zu gr. prosö „nach vorn zu,
vorwärts“, odoüs, Gen. odóntos „Zahn“ u. t2...ie): schrä
ges Vorstehen der Zähne (Med.)
Prol so ma das; -s, -ta (zu îpro... u. ÜSoma): vorderster
Körperabschnitt der Tentakelträger, Kragentiere, Spin
nentiere u. Fühlerlosen (Biol.)
prolsop..., Prolsop... vgl. prosopo..., Prosopo... Prolsopal gie* die; -, ...ien (zu îprosopo... u. î...algie): Ge
sichtsschmerzen im Bereich des îTrigeminus (Med.),
prolsolpo..., Prolsolpo..., vor Vokalen meist prosop...,
Prosop... (aus gleichbed. gr. prosöpon): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Gesicht; Person“, z.B. Proso
poplegie, Prosopalgie; Prosopografie. Prolsolpolgrafie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu î...grafie): nach der
Buchstabenfolge geordnetes Verzeichnis aller einem be
stimmten Lebenskreis angehörenden Personen mit Quel
lenangaben. Prolsolpolleplsie die; - (nach gr. prosöpolepsia „Rücksicht auf die Person“): Charakterdeutung aus
den Gesichtszügen. Prolsolpolplelgie* die: -, ...ien (zu
Îprosopo..., gr. piégé „Schlag, Stoß“ u. T2...ie>: Lähmung
der mimischen Muskulatur des Gesichts; Fazialislähmung
(Med.). Prolsoäpolpölie die; -, ...ien (aus gr. prosöpo-
1111
poiia „das Personifizieren von Abstraktem od. Leblosem“
zu prosöpopoiem „zur Person machen“): das Personifi
zieren, Personifikation. Prolsolposlchilsis [..,'sçi:...]
die; -, ...isen (zu Tprosopo... u. gr. schisis „das Spalten“,
dies zu schizein „spalten“): angeborene Fehlbildung, bei
der die beiden Gesichtshälften durch einen Spalt getrennt
sind (Med.). Prolsolpolspaslmus* der; -, ...men (zu
Îprosopo... u. Î Spasmus): (veraltet) Gesichtskrampf
(Med.)
Proslpekt* der; -[e]s, -e (aus lat. prospectus „Hinblick;
Aussicht; Anblick von fern“ zu prospicere „hin-, voraus
sehen, hinschauen“. Bed. 6 über russ. Prospekt): 1. meist
mit Bildern ausgestattete Werbeschrift. 2. Preisliste. 3.
Vorderansicht des [künstlerisch ausgestalteten] Pfeifenge
häuses der Orgel. 4. [gemalter] Bühnenhintergrund, Büh
nenhimmel, Rundhorizont (Theater). 5. perspektivisch
meist stark übertriebene Ansicht einer Stadt od. Land
schaft als Gemälde, Zeichnung od. Kupferstich (Kunst). 6.
russ. Bez. für große, lang gestreckte Straße. 7. allgemeine
Darlegung der Lage eines Unternehmens bei geplanter In
anspruchnahme des Kapitalmarktes (Wirtsch.). prospekltielren (aus lat. prospectare, Intensivbildung von
prospicere, „hinsehen; sich umsehen“): Lagerstätten
nutzbarer Mineralien durch geologische Beobachtung
o.Ä. ausfindig machen, erkunden, untersuchen (Bergw.).
Pros pek tie rung die; -, -en (zu I...ierung): 1. Erkun
dung nutzbarer Bodenschätze (Bergw.). 2. svw. Pros
pektion (2). 3. Herausgabe des Lageberichts einer Unter
nehmung vor einer Wertpapieremission (Wirtsch.); vgl.
...ation/...ierung. Pros pek ti on <7ie, -, -en (aus spätlat.
prospectio „Vorsorge“ zu prospicere, vgl. Prospekt): 1.
das Prospektieren. 2. Drucksachenwerbung mit Pros
pekten (1); vgl. ...ion/...ierung. pros pekltiv (ausspätlat.
prospectivus „zur Aussicht gehörend“): a) der Aussicht,
Möglichkeit nach; vorausschauend; b) die Weiterentwick
lung betreffend; prospektiver [...vn] Konjunktiv: in der
griech. Sprache der Konjunktiv der möglichen od. erwo
genen Verwirklichung (Sprachw.); prospektive [...va] Po
tenz: Gesamtheit der Entwicklungsmöglichkeiten einer
[embryonalen] Zelle od. Zellgruppe (Biol.). Pros pek tiv
der; -s, -e [...va] : Verbform, die eine Erwartung ausdrückt,
z.B. ich sehe, was daraus werden könnte (Sprachw.).
Proslpekltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. engl. pros
pector zu prospect „(Erz)lagerstätte“): Gold-, Erzschür
fer (Bergw.)
pros|pe|rie|ren* (aus gleichbed. fr. prospérer, dies aus lat.
prosperare „etwas gedeihen lassen“): gedeihen, voran
kommen, gut gehen. Proslpelriltät die; - (aus gleichbed.
fr. prospérité, dies aus lat. prosperitas, Gen. prosperita
tis): Wohlstand, Blüte, Periode allgemeinen wirtschaftli
chen Aufschwungs
Prolsperlmie die; -, ...ien (zu îpro..., (Sperma u. T2...ie):
vorzeitiger Samenerguss (Med.)
Prpslpholra die; - (ausgr. prosphorá „das Herzubringen“):
das während der orthodoxen Abendmahlsfeier gereichte
Brot
prolspilzielren* (aus gleichbed. lat. prospicere): vorausse
hen, Vorsichtsmaßregeln treffen
prost usw. vgl. prosit usw.
Prostaglandilne* die (Plur.) (Kunstw. aus 1 Prostata u.
t Glans, vgl. ...in (1)): hormonähnliche Stoffe mit gefäßer
weiternder u. die Wehen auslösender Wirkung (Pharm.,
Med.). Prosltalta die; -, ...tae [...te] (aus nlat. prostata,
dies aus gr. prostátes „Vorsteher“): walnussgroßes An
hangsorgan der männlichen Geschlechtsorgane, das den
Anfangsteil der Harnröhre umgibt, Vorsteherdrüse
(Med.). Prpsltaltalabslzess der; -es, -e: Abszess in der
Prostata, akute Prostatitis (Med.). Prpslta|ta|ade|nom
das; -s, -e: (altersbedingte) tastbare, gutartige Vergröße
Protanopie
rung der Prostata (Med.). Prps|ta|ta|hy|per|trolphie
c/te; -, -n [,,,i:ən]: svw. Prostataadenom. Prosltaltalkarzilnom das; -s, -e: Krebs der Prostata (Med.). Prosltatekltolmie die; -, ...ien (zu I ...ektomie): operative Entfer
nung von Prostatawucherungen od. der Prostata selbst
(Med.). Prosltaltilker der; -s, - (zu gr. prostatikós „zum
Vorsteher gehörig“): jmd., der an einer Vergrößerung der
Prostata leidet (Med.). Pros|ta|ti|tis i/ie; -, ...itiden (zu
tProstata u. t...itis): Entzündung der Prostata (Med.).
Pros|ta|to|pa|thie die; -, ...ien (zu (...pathie): 1 abakterielle Entzündung der Prostata (Med.). Pros|ta|tor|rhö
die: -, -en u. Pros ta torlrhöe [... na:] die; -, -n [,,,'ro:ən]
(zugr. rhein „fließen“): Ausfluss von Prostatasekret, z.B.
nach einer Harn- od. Stuhlentleerung (Med.)
Proslterlnaltilon* die; -, -en (zu lat. prosternere (vgl. prosternieren) u. t...ation): lat. Bez. für tProskynese. proster nieiren (aus gleichbed. lat. prosternere): sich (zum
Fußfall) niederwerfen
Proslthelse u. Prps theisis die; -, ...thesen (über lat. pro
sthesis aus gr. prosthesis „das Hinzusetzen, Ansetzen“):
(veraltet) svw. Prothese (2). prostheltisch (zu gr. prósthetos „angesetzt, hinzugefügt“): angesetzt, angefügt
pros|ti|tu|ie|ren (z.T. unter Einfluss von gleichbed. fr. se
prostituer aus lat. prostituere, eigtl. „vorn hinstellen“): 1.
in den Dienst eines niedrigen Zwecks stellen u. dadurch
herabwürdigen, öffentlich preisgeben, bloßstellen. 2. sich
-: sich gewerbsmäßig für sexuelle Zwecke zur Verfügung
stellen. Prosjtiltulierlte die; -n, -n (vgl. ...iert): weibliche
Person, die sich prostituiert. Prosltiltultilgn die; - (unter
Einfluss von gleichbed. fr. prostitution aus lat. prostitu
tio): 1. gewerbsmäßige Ausübung sexueller Handlungen.
2. (selten) Herabwürdigung, öffentliche Preisgabe, Bloß
stellung. prosltiltultiv (zu I ...iv): die Prostitution betref
fend
Prosltraltilon* ite; -, -en (aus lat. prostratio „das Nieder
werfen, -schlagen“ zu prosternere, vgl. prosternieren): 1.
liturgisches Sichhinstrecken auf den Boden (z.B. bei den
kath. höheren Weihen u. bei der Einkleidung in eine geist
liche Ordenstracht). 2. hochgradige Erschöpfung (bes. im
Verlauf einer Krankheit; Med.)
Prosltyllos* der; -, ...oi [...oy] (über lat. prostylos zu gr.
prostylos „vorn mit Säulen versehen“): griech. Tempel mit
einer Säulenvorhalle
Prolsylllolgislmus der; -, ...men (über gleichbed. nlat.
prosyllogismus aus gr. prosyllogismös): der Vorschluss;
Schluss einer Schlusskette, dessen Schlusssatz die Î Prä
misse des folgenden Schlusses ist (Logik), prolsylllolgistisch (zu t...istisch): von einem Schluss zum Vorschluss
zurückgehend (Logik)
Prolszelnilum* das; -s, ...ien [,,,iən] (über gleichbed. lat.
prose(a)enium aus gr. proskenion): 1. im antiken Theater
der Platz vor der Î Skene. 2. Raum zwischen Vorhang u.
Rampe einer Bühne; Ggs. IPostszenium
prolt...*, Prolt... vgl. proto..., Proto... Proltacltilnilum
[,..k...] das; -s (zu t proto... u. t Actinium): radioaktives
ehern. Element, Metall; Zeichen Pa. Proltalgolnist der;
-en, -en (aus gleichbed. gr. protagonistes, eigtl. „erster
Kämpfer“ ; vgl. Agonist): 1. Hauptdarsteller, erster Schau
spieler im altgriech. Drama; vgl. Deuteragonist u. Trita
gonist. 2. a) zentrale Gestalt, wichtigste Person; b) Vor
kämpfer. Prolta|go|nis|tin die; -, -nen: weibliche Form
zu tProtagonist. Pro|tak|ti|ni|um vgl. Protactinium.
Proltalmin das: -s, -e (zu tproto... u. TAmin): einfacher,
schwefelfreier Eiweißkörper (Chem.). Proltanldrie die; (zu gr. anër, Gen. andrös „Mann“ u. t2...ie>: das Reifwer
den der männlichen Geschlechtsprodukte zwittriger Tiere
od. Pflanzen vor den weiblichen (zur Verhinderung von
Selbstbefruchtung; Bot.); Ggs. tProtogynie. proltandrisch: die Protandrie betreffend. Proltalnolpie rf/e; -,
1112
Protasis
...ien (zu gr. a(n)- „nicht, un-“ u. î ...opie): Form der Far
benblindheit, bei der rote Farben nicht wahrgenommen
werden können; Rotblindheit (Med.)
Proltalsis die; -, ...tasen (über lat. protasis aus gleichbed.
gr. protasis, eigtl. „das Vorlegen (einer Frage)“, zu proteinein „sich erstrecken; vor sich ausstrecken“): 1. Vorder
satz, bes. der bedingende Gliedsatz eines Konditionalsat
zes (Sprachw.); Ggs. Î Apodosis. 2. der ÎEpitasis vorange
hende Einleitung eines dreiaktigen Dramas
Pro ¡tela Ise die; - (zu t Protein u. t...ase>: Eiweiß spaltendes
t Enzym
Proltelgé [,,,te'ʒe:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. protégé,
substantiviertes Part. Perf. von protéger, vgl. protegieren):
jmd., der protegiert wird; Günstling, Schützling, proltegielren [,,,'ʒi:...] (aus gleichbed./?: protéger, dies aus lat.
protegere „(vorn) bedecken, beschützen“): begünstigen,
fördern, bevorzugen (hinsichtlich des beruflichen, gesell
schaftlichen Fortkommens)
Prolteljd das; -[e]s, -e (zu ÎProtein u. î3...id): mit anderen
ehern. Verbindungen zusammengesetzter Eiweißkörper
(Biochem.). Proltelin das; -s, -e (zu gr. prötos „erster“
(nach der irrtümlichen Annahme, dass alle Eiweißkörper
auf einer Grundsubstanz basieren) u. T...in (1)>: nur aus
Aminosäuren aufgebauter einfacher Eiweißkörper (Bio
chem.). Proltelilnalse die; -, -n (zu T...ase): im Verdau
ungstrakt vorkommendes Enzym, das Proteine bis zu 1 Po
lypeptiden abbaut (Biochem.). Pro|te|inlbiolsyn|these r/Ze; -: Vorgang, bei dem die Reihenfolge der Î'Basen
der 1 DNS in eine bestimmte Aminosäuresequenz über
setzt wird u. dadurch ein artspezifisches Protein gebildet
wird (Biochem.). Prolte|in|fa|sern die (Plur.): a) die aus
Proteinen bestehenden natürlichen Fasern wie Seide, Wol
le; b) aus tierischen od. pflanzlichen Proteinen (z.B. Ka
sein) durch Lösen in Alkalien u. Verspinnen in einem Säu
rebad hergestellte Chemiefasern. Pro|te|i|no|cho|lie
[...ç...] die; -, ...ien (zu gr. choie „Galle“ u. t2...ie): Über
tritt von Eiweißkörpern aus dem Verdauungstrakt in die
Gallenkapillaren (Med.). Pro|te|i|nor|rhö die; -, -en u.
Prolteilnorlrhöe [...'ro:] die; -, -n [,,,'ro:ən] (zu gr. rhem
„fließen“): Eiweißverlust infolge Abgangs von Eiweiß mit
dem Stuhl (Med.). Proltelilnolse die; -, -n (zu t'...ose):
Lungenerkrankung infolge Ausfüllung der Lungenalveo
len mit Protein (Med.). Pro|te|i|nu|rie* die: -, ...ien (zu
t...urie): Ausscheidung von Proteinen mit dem Harn
(Med.)
pro|te|isch (zu tProteus): in der Art eines 1 Proteus (1),
wandelbar, unzuverlässig
Pro|tek|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. fr. protection, dies
aus spätlat. protectio „Bedeckung, Beschützung“ zu lat.
protegere, vgl. protegieren): 1. das Protegieren; Förde
rung, Begünstigung o. ä. in beruflicher, gesellschaftlicher
Hinsicht. 2. (veraltend) Schutz, den man durch jmdn. er
fährt, der den entsprechenden Einfluss hat. 3. Schutz von
Organen od. des Organismus durch Medikamente vor
schädigenden Einwirkungen (Med.). Proltek|ti|o|nismus der; - (zu T...ismus (2)): Schutz der einheimischen
Produktion gegen die Konkurrenz des Auslandes durch
Maßnahmen der Außenhandelspolitik (Wirtsch.). Protekltilomist der; -en, -en (zu T...ist): Anhänger des Pro
tektionismus. pro|tek|tilo|nis|tisch (zu T...istisch): den
Protektionismus betreffend, in der Art des Protektionis
mus. proltekltiv (zuT...iv>: vor schädigenden Einwirkun
gen schützend (Med.). Pro|tek|ti|vum [,,,vum] ¿/as; -s,
...va [...va] (zu T...ivum): ehern. Substanz, die den Organis
mus od. ein Organ vor schädigenden Einwirkungen
schützt (Med.). Proltekltor der; -s, ...oren (aus spätlat.
protector „Bedecker, Beschützer“ zu lat. protectus, Part.
Perf. von protegere, vgl. protegieren): 1. a) Beschützer,
Förderer; b) Schutz-, Schirmherr; Ehrenvorsitzender. 2.
mit Profil versehene Lauffläche des Autoreifens. Prodas; -[e]s, -e (zu t...at (1)>: 1. Schirmherr
schaft. 2. a) Schutzherrschaft eines Staates über ein frem
des Gebiet; b) unter Schutzherrschaft eines anderen Staa
tes stehendes Gebiet
pro temlpoire (/«?.; „für die Zeit“): vorläufig, für jetzt;
Abk. : p. t.
Proltelolglylkan* das; -s, -e (meist Plur.) (zu îProtein u.
TGlykan): Sammelbez. für Eiweißanteile enthaltende Po
lysaccharidverbindungen, Hauptbestandteil der Kno
chensubstanz (Biochem.). Proltelolhorlmon das; -s, -e:
Hormon vom Charakter eines Proteins od. Proteids
(Biol.). Pro|te|o|ly|se die; - (zut.Jyse): Aufspaltung von
Eiweißkörpern in Aminosäuren (Chem.). proltelollytisch: Eiweiß verdauend (Med.)
Proltelranldrie* die; - (zu gr. próteros „früher, eher“, anêr,
Gen. andrós „Mann“ u. t2...ie): svw. Protandrie. prolteranldrisch*: svw. protandrisch. pro|te|ro|gyn (zu gr.
gynë „Frau“): svw. protogyn. Proltelrolgylnie die; - (zu
î2...ie>: svw. Protogynie. Proltelrolzolilkum das; -s (zu
gr. zöe „Leben“ u. T...ikum>: svw. Archäozoikum
Pro|ter|vi|tät [,..v...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. proter
vitas, Gen. protervitatis zu protervus „dreist, frech“):
(veraltet) Dreistigkeit, Frechheit, Unverschämtheit
Pro ¡test der; -[e]s, -e (aus gleichbed. it. protesto zu prote
stare, dies aus lat. protestari, vgl. protestieren, Bed. 1 unter
Einfluss von Îprotestieren): 1. meist spontane u. tempe
ramentvolle Bekundung des Missfallens, des Nicht-einverstanden-Seins. 2. a) amtliche Beurkundung über An
nahmeverweigerung bei Wechseln, über Zahlungsverwei
gerung bei Wechseln od. Schecks; b) bestimmte Art der
1 Demarche als Mittel zur Wahrung u. Einhaltung von
Rechten im zwischenstaatlichen Bereich (Rechtsw. ; Völ
kerrecht); c) früher in der DDR Rechtsmittel des Staats
anwalts gegen ein Urteil des Kreisgerichts od. ein durch
die erste Instanz ergangenes Urteil des Bezirksgerichts.
Proltesltant der; -en, -en (aus gleichbed. lat. protestans,
Gen. protestantis, Part. Präs, von protestari, vgl. protes
tieren; Bed. 1 vgl. Protestantismus): 1. Angehöriger einer
den Protestantismus vertretenden Kirche. 2. jmd., der ge
gen etwas protestiert (1). Pro|tesltan|tin die; -, -nen:
weibliche Form zu ÎProtestant. proltes|tan|tisch: zum
Protestantismus gehörend, ihn vertretend; Abk.: prot.;
vgl. evangelisch (2). pro|tesltan|ti|sie|ren (zu l,,,isieren): (früher) protestantisch machen, für die protestanti
sche Kirche gewinnen. Pro|tes|tan|tis|mus der; - (zu
ÎProtestant u. Î ...ismus (2), nach der feierlichen Protesta
tion der ev. Reichsstände auf dem Reichstag zu Speyer
1529): aus der kirchlichen Reformation des 16. Jh.s her
vorgegangene Glaubensbewegung, die die verschiedenen
ev. Kirchengemeinschaften umfasst. Pro|tes|ta|ti|on
die; -, -en (nach spätlat. protestatio „das Bezeugen“ zu lat.
protestari, vgl. protestieren): Missfallensbekundung, Pro
test. pro|tes|tie|ren (aus gleichbed. (alt)fr. protester,
dies aus lat. protestari „öffentlich bezeugen, verkünden“):
1. a) Protest (1) einlegen; b) eine Behauptung, Forderung,
einen Vorschlag o.Ä. als unzutreffend, unpassend zurück
weisen; widersprechen. 2. die Annahme, Zahlung eines
Wechsels verweigern (Rechtsw.). Proltestlnolte die;-, -n
(zu 1 Protest): offizielle Beschwerde, schriftlicher Ein
spruch einer Regierung bei der Regierung eines anderen
Staates gegen einen Übergriff (Pol.). Proltestlsong der;
-s, -s : soziale, gesellschaftliche, politische Verhältnisse kri
tisierender TSong (1)
Prolteus der; -, - (nach lat. Proteus, gr. Pröteüs, dem
griech. Meergott, der sich in viele Gestalten verwandeln
konnte): 1. wandelbarer, wetterwendischer Mensch. 2.
Gattung der Olme (Schwanzlurche). 3. Gattung fgramnegativer, zumeist beweglicher, vielgestaltiger Bakterien
tek to rat
1113
Prototyp
(Fäulniserreger, darunter z. B. die Erreger der tEnteritis;
chend. proltolkolllielren (aus gleichbed. mlat. protocolMed.)
lare, vgl. Protokoll): bei einer Sitzung o.Ä. die wesentli
Protlevanlgellilum u. Protoevangelium [...v...] das: -s (zu
chen Punkte schriftlich festhalten; ein Protokoll aufneh
Tproto... u. ÎEvangelium): als erste Verkündigung des Er
men; beurkunden. Proltollylse die; -, -n (zu ¡proto... u.
lösers aufgefasste Stelle im Alten Testament (1. Mose
¡...lyse): ehern. Reaktion, bei der von einer Säure Proto
3,15)
nen an eine Base abgegeben werden. Proltollytrfer,' Gen.
Pro|thal|li|um das; -s, ...ien [--,iən] (zu tpro... u. ¡Thalli
-s od. -en, Plur. -e[n] (zu gr. lytikös „zum Auflösen gehö
um): Vorkeim der Farnpflanzen (Bot.)
rig“, dies zu lÿein „(auf)lösen“>: Molekül od. Ion, das
Prolthelse die; -, -n <zu gr. prosthesis „das Hinzufügen“
durch Abgabe od. Aufnahme von Protonen reagieren kann
bzw. prothesis „das Voransetzen; Vorsatz“, Bed. 2 über
(Chem.)
spätlat. prothesis aus gr. prothesis); 1. künstlicher Ersatz Proltolme die; -, ...tomen (aus gr. protomé „Tiergesicht“):
eines amputierten, fehlenden Körperteils, bes. der Glied
Oberteil von menschlichen od. tierischen Körpern, als
maßen od. der Zähne. 2. Bildung eines neuen Lautes (bes.
Schmuck an Gefäßen, Geräten u. auch an Toren od. an
eines Vokals) od. einer neuen Silbe am Wortanfang (z.B.
Bauten angebracht (Masken, Köpfe, Oberkörper)
franz, esprit aus lat. spiritus; Sprachw.). Pro the tik die;- proltolmorph (zu ¡proto... u. T...morph): die Urform auf
<zu t2...ik (1)>; medizinisch-technischer Wissenschaftsbe
weisend. Prglton das; -s, ...onen (aus gr. proton, substan
reich, der sich mit der Konstruktion von Prothesen (1 ) be
tiviertes Neutr. von prötos „erster“): positiv geladenes,
fasst. proltheltisch: 1. die Prothetik bzw. eine Prothese
schweres Elementarteilchen, das den Wasserstoffatom
(1) betreffend (Med.). 2. die Prothese (2) betreffend, auf
kern bildet u. mit dem Neutron zusammen Baustein aller
ihr beruhend. 3. auf Prothese (3) beruhend
Atomkerne ist; Zeichen p (Phys.). ProltolnenlmilkroProltholrax der; -[es], Plur. -e, fachspr. ...races [,,,tse:s] (zu
skop* das; -s, -e: ein Feidionenmikroskop, das mit Was
tpro... u. tThorax): der vorderste der drei Brustringe bei
serstoff arbeitet. Proltolnenlrelsolnanz die; -, -en: Re
Insekten, der das vorderste Beinpaar trägt (Zool.)
sonanz des Kernspins von Protonen (Kernphys.). ProltoProlthromlbin das; -s (zu tpro... u. tThrombin): im Blut
nen|syn|chro|tron* [...kro...] das; -s, -e: Beschleuniger
plasma enthaltenes t Glykoproteid, Vorstufe des für die
für Protonen; Protonenbeschleuniger. Proltolnilum das:
Blutgerinnung wichtigen t Thrombins (Biochem.)
-s (zu î...ium): gebundenes System aus einem Proton u. ei
Proltist der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. prötistos „der Al
nem ¡Antiproton (wasserstoffähnliches Atom, bei dem
lererste“): einzelliges Lebewesen (Biol.). Pro ti um das;
das Hüllenelektron durch ein Antiproton ersetzt ist;
-s (zu gr. prötos „erster“ u. t...ium): leichter Wasserstoff,
Kernphys.). Proltolnoltar der; -s, -e (zu ¡proto...): 1. No
Wasserstoffisotop; vgl. Isotop, prolto..., Prolto..., vor
tar der päpstlichen Kanzlei. 2. (ohne Plur.) Ehrentitel
Vokalen meist prot..., Prot... (aus gleichbed. gr. prötos):
geistlicher Würdenträger. Pro|to|nolta|ri|at das; -[e]s,
Wortbildungselement mit der Bedeutung „an erster, vor
-e: Amt u. Würde eines Protonotars. Pro|ton-Proderster, wichtigster Stelle o.Ä.; Ur-“, z.B. prototypisch,
ton-Re|ak|ti|on die; -, -en: Folge von Kernreaktionen,
Protoplasma, Protagonist. Pro|to|bi|ont der; -en, -en
durch die in Sternen unter Freisetzung von Energie Was
(meist Plur.) (zu ¡...biont): erste im Verlauf der biologi
serstoff in Helium umgewandelt wird. Prolton Pseu dos
schen Evolution entstandene Zelle mit der Fähigkeit zur
das; - - (aus gr. proton pseüdos „die erste Lüge, Täu
Selbstvermehrung (Biol.). Proltolderm das; -s (zu gr.
schung“): 1. die erste falsche ¡Prämisse eines ¡Syllogis
dérma „Haut“): äußerste Zellschicht des an den Vegetati
mus, durch die der ganze Schluss falsch wird (Aristoteles;
onspunkt der höheren Pflanzen unmittelbar anschließen
Philos.). 2. falsche Voraussetzung, aus der andere Irrtü
den Gewebes, die sich später zur Epidermis entwickelt
mer gefolgert werden. Proltolphyt der; -en, -en u. Protoiphylton das; -s, ...yten (meist Plur.) (zu ¡proto... u. gr.
(Biol.). Pro|tolevan|ge|li|um vgl. Protevangelium. protolgen (zu gr. prötogenes „ursprünglich“): am Fundort
phytön „Pflanze“): einzellige Pflanze. Proltolplaslma
entstanden (von Erzlagerstätten; Geol.). pro to gyn (zu
das,; -s (nach spätlat. protoplasma „das zuerst Gebildete“
(bezogen auf die ersten Menschen) zu ¡proto... u. ¡Plas
gr. gynë „Frau“): die Protogynie betreffend. Proltolgyma): Lebenssubstanz aller pflanzlichen, tierischen u.
nie die; - (zu î2...ie): das Reifwerden der weiblichen Ge
menschlichen Zellen, die sich aus IKaryoplasma u. ¡Zy
schlechtsprodukte zwittriger Tiere u. Pflanzen vor den
toplasma zusammensetzt (Biol.). pro|tolpias|ma|tisch:
männlichen Geschlechtsprodukten (Bot.); Ggs. ¡ Protanaus Protoplasma bestehend, zum Protoplasma gehörend.
drie. Proltoklase* die; - (zu gr. kläsis „Bruch“): Zer
Pro|to|plastiter,-en, -en(nachs/>üz/at. protoplastus „der
trümmerung bereits auskristallisierter Mineralbestandtei
zuerst Gebildete“ (bezogen auf Adam) zu gr. protoplastos
le durch Bewegungsvorgänge in einem noch nicht völlig er
„zuerst gebildet; geschaffen“): 1. Zellleib der Pflanzenzel
starrten Magma (Geol.). Proltolkoll das; -s, -e (über
le mit Zellkern, Zellplasma u. ¡Plastiden (im Gegensatz
mlat. protocollum aus gleichbed. mgr. prötökollon, eigtl.
zur unbelebten Zellwand; Bot.). 2. (nur Plur.) Adam u. Eva
„(den amtlichen Papyrusrollen) vorgeleimtes (Blatt)“ zu
als die erstgeschaffenen Menschenwesen (Theol.). Progr. prötos „erster“ u. kölla „Leim“); 1. a) förmliche Nie
torenaɪssanee [,,,rənɛsas] die; - (zu tproto...): Vorre
derschrift, Beurkundung einer Aussage, Verhandlung
naissance (in Bezug auf die Übernahme antiker [Baunor
o. Ä. ; b) schriftliche Zusammenfassung der wesentlichsten
men im 12. u. 13. Jh. in Italien u. Südfrankreich). Proltos
Ergebnisse einer Sitzung; c) genauer schriftlicher Bericht
der; - (zu gr. prötos „erster“): alte Bez. für die erste mit
über Verlauf u. Ergebnis eines Versuchs, Heilverfahrens
telalterliche (dorische) Kirchentonart (Mus.). Proltoo. Ä. 2. die Gesamtheit der im diplomatischen Verkehr ge
sphälre* die; - (zu ¡proto...): oberste Schicht der Atmo
bräuchlichen Formen. 3. a) Aufzeichnung von Daten über
sphäre, die ohne deutliche Grenze in den interplanetaren
den Ablauf eines ÎProgramms (4) od. Programmteils; b)
Raum übergeht, proltoltroph* (zu ¡...troph): zum Auf
bei der Datenübertragung eine [genormte] Verfahrensvor
bau der für das Wachstum notwendigen organischen Ver
schrift od. Vereinbarung zur Übermittlung von Daten; c)
bindungen (z.B. der Vitamine) befähigt (von Mikroorga
Gesamtheit der für den Datenaustausch über eine Schnitt
nismen; Biol.). Proltoltyp [auch proto’ty:p] der; -s, -en
stelle vereinbarten Regeln (EDV). Proltolkolllant der;
(aus gleichbed. spätlat. prototypos, eigtl. „Grundform“,
-en, -en (zu Î ...ant): jmd., der etwas protokolliert; Schrift
zu gr. prötötypos „ursprünglich“): 1. Urbild, Muster, In
führer. pro|to|kol|la|risch (zu ¡...ar (1)>: 1. a) in der
begriff all dessen, was für eine bestimmte Art von Mensch,
Form eines Protokolls (1); b) im Protokoll (1) festgehal
für eine berufliche, gesellschaftliche Gruppe od. dgl. geten, aufgrund des Protokolls. 2. dem Protokoll (2) entspre
1114
prototypisch
wohnlich als typisch erachtet wird; Ggs. tEktypus. 2. ers
ter Abdruck. 3. erste Ausführung eines Flugzeugs, Autos,
einer Maschine nach den Entwürfen zur praktischen Er
probung u. Weiterentwicklung. 4. Rennwagen einer be
stimmten Kategorie u. Gruppe, der nur in Einzelstücken
gefertigt wird. 5. a) die grundlegende Strukturvorstellung
des Einzelnen von seiner Umwelt aufgrund spezieller Le
benserfahrungen; b) das bereits bewährte Theoriemuster
eines Wissenschaftlers, das er zur Erklärung weiterer Pro
bleme benutzt (Sozialwissenschaften), proltoltylpisch
(nach spätlat. prototypos „ursprünglich“ aus gr. prötötypos): den Prototyp (1) betreffend, in der Art eines Proto
typs; urbildlich. Proltolzolen: Plur. von Î Protozoon.
Proltolzoollolge [...tsoo...] der: -n, -n (zu tproto...): Wis
senschaftler auf dem Gebiet der Protozoologie. Proltozoologie die; -: Wissenschaft von den Einzellern. Proto zo on das; -s, ...zoen (meist Plur.) (zu gr. zöon „Lebe
wesen“): mikroskopisch kleines, nur aus einer einzigen
Zelle bestehendes tierisches Lebewesen, Urtierchen
(Zool.); Ggs. ÎMetazoon. Pro|to|zoo|no|se [...tsoo...]
die; -, -n: meist von Insekten durch parasitierend lebende
Protozoen übertragene Infektionskrankheit (z.B. Amö
benruhr, Toxoplasmose; Med.)
pro|tra|hie|ren* (aus lat. protrahere „verzögern, verlän
gern“): die Wirkung (z.B. eines Medikaments, einer Be
strahlung) verzögern od. verlängern (z.B. durch geringe
Dosierung; Med.). pro|tra|hiert (zu t...iert): verzögert
od. über eine längere Zeit hinweg [wirkend] (z. B. von Me
dikamenten; Med.). Proltrakltüon die; -, -en (aus lat.
protractio, eigtl. „Ausdehnung; Verlängerung“): absicht
liche Verzögerung der Wirkung eines Arzneimittels od. ei
ner therapeutischen Maßnahme
Pro|trep!tik* die; - (über gleichbed. spätlat. protrepticon
aus gr. protreptikön, substantiviertes Neutr. von protreptikös, vgl. protreptisch): I. Aufmunterung, Ermahnung
[zum Studium der Philosophie] als Bestandteil antiker di
daktischer Schriften. 2. psychotherapeutische Methode,
die darauf abzielt, dem Klienten durch gütliches Zureden
bzw. massive Suggestion zunächst eine akute seelische
Krise überwinden zu helfen u. ihn damit einer gezielten
Psychotherapie besser zugänglich zu machen (Psychol.),
proltrepltisch (nach gleichbed. gr. portreptikös): die
Protreptik betreffend, ermahnend, aufmunternd
Proltrulsilon* die; -, -en (zu lat. protrusus, Part. Perf. von
protrudere „fortstoßen; hinausschieben“ u. t‘...ion): das
Hervortreten, Verlagern nach außen (z.B. eines Organs
aus seiner normalen Lage; Med.)
Proltulbelranz die; -, -en (zu lat. protuberare „anschwel
len, hervortreten“ u. î...anz): 1. (meist Plur.) teils ruhende,
teils aus dem Sonneninnern aufschießende, glühende Gas
masse (Astron.). 2. Vorsprung (an Organen, Knochen;
Med.)
proltylpisch (nach gleichbed. gr. prötypos, eigtl. „vorge
bildet“): (veraltet) vorbildlich. Proltyjpon das; -s, ...ty
pen u.Proltylpus der; -, ...pen (über spätlat. protypus aus
gleichbed. gr. prötypon): (veraltet) Vorbild
Prousltit [pro..., auch ,,,'tɪt] der; -s, -e (nach dem franz.
Apotheker u. Chemiker J. L. Proust (1754-1826) u. zu
T2.,.it>: ein glänzendes, Scharlach- bis zinnoberrotes,
durchscheinendes Mineral
pro usu me di ci [- - ...tsi] vgl. ad usum medici
Pro|ven|cer|öl [...'va:su...] das; -[e]s, -e (nach der franz.
Landschaft Provence) : Öl der zweiten Pressung der Oliven
Prolvelnilenz [...v...] dze; -, -en (zu lat. provenire (vgl. provenieren) u. t...enz): Herkunft, Ursprung. Prolvelnienzlsysltem das; -s : seit dem Ende des 19. Jh.s allgemein
praktiziertes Prinzip der Bestandsbildung in Archiven,
wonach archivalische Bestände in ihrer historischen
Struktur u. Herkunft belassen u. ergänzt werden, prol ve-
(aus lat. provenire „hervorkommen, entstehen“):
(veraltet) hervorkommen, als Ergebnis herauskommen.
Prolvelnu [...vs'ny:] ¿as; -[s], -s (aus fr. provenu (eigtl.
„das Entstammte“), substantiviertes Part. Perf. von pro
venir, dies aus lat. provenire (vgl. provenieren)): (veraltet)
Ertrag, Gewinn, Vorteil
Prolverb [,..v...] das; -s, -en u. Proverbium das; -s, ...ien
[,,,iən] (aus gleichbed. lat. proverbium): Sprichwort. Pro
verbe dralmaltique [prɔvɛrbədrama'tik] das; - -, -s -s
[prɔvɛrbədrama'tik] (aus fr. proverbe dramatique „drama
tisches Sprichwort“): kleines, spritziges Dialoglustspiel
um eine Sprichwortweisheit (in Frankreich im 18. u.
19. Jh.). Prolverlbia die (Plur.) (aus lat. proverbia
„Sprichwörter“, Plur. von proverbium, vgl. Proverb): in
der Vulgata (1) Bez. für das alttestamentliche Buch der
Sprichwörter (Sprüche Salomos). pro|ver|bi|al u. prover bi allisch u. pro ver bilell (aus gleichbed. spätlat.
proverbialis; vgl. ...eil): sprichwörtlich; vgl. ...al/...eil.
Prolverlbilum vgl. Proverb
Prolvilant [,..v...] der; -s, -e (aus gleichbed. it. provianda,
dies über das Vulgärlat. aus spätlat. praebenda „(vom
Staat zu zahlende) Beihilfe“, eigtl. Gerundivum von lat.
praebere „gewähren“): als Verpflegung auf eine Wande
rung, Expedition o.Ä. mitgenommener Vorrat an Nah
rungsmitteln für die vorgesehene Zeit; Wegzehrung,
Mundvorrat, Verpflegung, Ration, prolvilanltielren (zu
Î ...ieren): (selten) mit Proviant versorgen, tverproviantie
ren
prolvüdenltilell [...v...] vgl. providenziell. Pro vi denz
die; -, -en (überfr. providence aus gleichbed. lat. providen
tia): Vorsehung, prolvildenlzilell, auch providentiell
(aus gleichbed. fr. providentiel): von der Vorsehung be
stimmt
Prolvilder [prɔvaida] der; -s, - (aus engl. provider „Versor
ger“ zu to provide „besorgen, liefern“): Anbieter von
Kommunikationsdiensten (wie z.B. einem Zugang zum
Î Internet)
Prolvinz [...v...] die; -, -en (aus spätlat. provincia „Gegend,
Bereich“, dies aus lat. provincia „Geschäfts-, Herrschafts
bereich; unter röm. Oberherrschaft u. Verwaltung stehen
des, erobertes Gebiet außerhalb Italiens“): 1. größeres
Gebiet, das eine staatliche od. kirchliche Verwaltungsein
heit bildet; Abk.: Prov. 2. (ohne Plur.; oft abwertend) Ge
gend, in der (mit großstädtischem Maßstab gemessen) in
kultureller, gesellschaftlicher Hinsicht, für das Vergnü
gungsleben o. Ä. nur sehr wenig od. nichts geboten wird,
prolvinlzilal (aus gleichbed. /at. provincialis): eine Pro
vinz betreffend, zu ihr gehörend; vgl. ...al/...eil. Prolvinzilal der; -s, -e (aus gleichbed. kirchenlat. provincialis zu
lat. provincialis, vgl. provinzial): Vorsteher einer (mehrere
Klöster umfassenden) Ordensprovinz. Prc|vin|zi|a|le
der; -n, -n (aus gleichbed. spätlat. provincialis); Provinz
bewohner. Pro|vin|zi|a|lis|mus der; -, ...men (zu tprovinzial u. t...ismus (4, 5)>: 1. in der Hochsprache auf
tretende, vom hochsprachlichen Wortschatz od. Sprach
gebrauch abweichende, landschaftlich gebundene
Spracheigentümlichkeit (z.B. Topfen für Quark). 2.
kleinbürgerliche, spießige Einstellung, Engstirnigkeit. 3.
(österr.) svw. Lokalpatriotismus. Prolvinlzilallist der;
-en, -en (zu t...ist): Provinzler, jmd., der eine kleinbürger
liche Denkungsart besitzt. Pro|vin|zi|a|liität die; - (zu
T...ität>: Art, Beschaffenheit, die der Provinz (2) ent
spricht. Pro|vin|zi|al!sylno|de* die; -, -n: tSynode einer
Kirchenprovinz. pro|vin|zi|el! (französierende Bildung
zu lat. provincialis (vgl. provinzial); vgl. ...eil): 1. (meist
abwertend) zur Provinz (2) gehörend; ihr entsprechend,
für die Provinz (2), das Leben in ihr charakteristisch; von
geringem geistigem, kulturellem Niveau zeugend; engstir
nig. 2. landschaftlich, mundartlich; vgl. ...al/...eil. Pronielren
1115
der; -s, - <zu ÎProvinz): (abwertend) Provinzbe
wohner, [kulturell] rückständiger Mensch, prolvinzllerisch: 1. (abwertend) wie ein Provinzler. 2. ländlich. Provinztheialter das; -s,
1. Theater außerhalb einer Me
tropole. 2. (abwertend) Theater od. Aufführung mit nied
rigem künstlerischem Niveau
Prolvilsilon [,..v...] die: -, -en (aus gleichbed. it. provvisione, eigtl. „Vorsorge“, dies aus lat. provisio „Vorausschau;
Vorsorge" zu providere „vorhersehen, Vorsorge tref
fen“): 1. vorwiegend im Handel übliche Form der Vergü
tung, die meist in Prozenten vom Umsatz berechnet wird;
Vermittlungsgebühr. 2. rechtmäßige Verleihung eines
Kirchenamtes (kath. Kirche). Pro|vi|si|ons|ba|sis r/ze;
-; in der Wendung auf Provisionsbasis: (bes. Kaufmannsspr.) nach dem Modus einer Entlohnung in Form
einer gezahlten Provision (1). Prolvilsor der; -s, ...oren
(aus lat. provisor „der Vorhersehende, Vorsorgende“): 1.
(veraltet) Verwalter, Verweser. 2. (österr.) Geistlicher,
der vertretungsweise eine Pfarrei o.Ä. betreut. 3. (veral
tet) Î approbierter, in einer Apotheke angestellter Apo
theker. prolvilsolrisch (wohl nach gleichbed. fr. provi
soire u. engl. provisory zu lat. provisus, Part. Perf. von
providere, vgl. Provision): nur als einstweiliger Notbe
helf, nur zur Überbrückung eines noch nicht endgültigen
Zustands dienend; nur vorläufig, behelfsmäßig. Pro|viso riium das; -s, ...ien [,,,iən] (zu ɪ,,,orium): 1. etwas,
was provisorisch ist; Übergangslösung. 2. Aushilfsausga
be (Philatelie)
Prp|vi|ta|min* [,,.v...] das; -s, -e (meist Plur.) (zu tpro... u.
Î Vitamin): Vorstufe eines Vitamins (Biochem.)
Prolvo [...v...] der; -s, -s (aus niederl. provo, gekürzt aus provoceren „provozieren“, dies aus lat. provocare, vgl. provo
zieren): 1. Anhänger einer 1965 in Amsterdam entstande
nen antibürgerlichen Protestbewegung von Jugendlichen
u. Studenten. 2. (Jargon) Kurzform von Î Provokateur,
prolvolkant (aus lat. provocans, Gen. provocantis, Part.
Präs, von provocare, vgl. provozieren): herausfordernd,
provozierend. Prolvolkant der; -en, -en: (veraltet) He
rausforderer, Kläger; Provokateur (Rechtsw., Pol.). Provo ka teur [...'torn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. provoca
teur, dies aus lat. provocator „Herausforderer“): jmd., der
andere provoziert od. zu etwas aufwiegelt. Prolvolkaltion die; -, -en (aus gleichbed. lat. provocatio): 1. Heraus
forderung, durch die jmd. zu [unbedachten] Handlungen
veranlasst wird od. werden soll. 2. künstliche Auslösung
von Krankheitserscheinungen (zu diagnostischen od. the
rapeutischen Zwecken; Med.). 3. Berufungsrecht eines
vom Î Konsul od. 1 Prätor verurteilten Bürgers in der Röm.
Republik, prolvolkaltiv (nach gleichbed. engl. provoca
tive, dies über/r. provocatif aus spätlat. provocativus „her
vorlockend“): herausfordernd, eine Provokation (1) ent
haltend; vgl. ...iv/...orisch. pro|vo|ka|to|risch (nach
gleichbed. spätlat. provocatorius): herausfordernd, eine
Provokation (1) bezweckend; vgl. ...iv/...orisch. prolvozielren (aus lat. provocare „heraus-, hervorrufen; heraus
fordern, reizen“): 1. a) jmdn. herausfordern, aufreizen; b)
bewirken, dass etwas ausgelöst wird (z.B. eine Frage). 2.
zu diagnostischen od. therapeutischen Zwecken bestimm
te Reaktionen, Krankheitserscheinungen künstlich her
vorrufen (Med.)
Prolxelmik die; - (aus gleichbed. engl. proxemics (Plur.) zu
proxemic „nachbarschaftsbezogen “, dies aus lat. proxi
mus „der Nächste“): die kommunikative Dimension des
menschlichen Raumverhaltens (Psychol.)
Prolxelnie die; -, ...¡en (ausgr. proxenia, eigtl. „Staatsgast
freundschaft“): in der Antike die Interessenvertretung ei
nes griech. [Stadtstaates u. seiner Bürger in anderen Staa
ten
prolxilmal (zu lat. proximus „der nächste“ u. T ‘...al (1)):
vinzller
prozessual
dem zentralen Teil eines Körpergliedes, der Körpermitte
zu gelegen (Med.); vgl. distal
Pro|xy|ser|ver [,,,ksɪsə:və] der; -s, - (zu engl. proxy „Voll
macht, Bevollmächtigung“ (kurz für procuracy, dies aus
mlat. procurada, andere Form von lat. procuratio, vgl.
Prokuration) u. Î Server): Server, der bei ÎProvidern, Fir
men mit Anschluss ans I Internet u. bei Î Intranets als Zwi
schenspeicher dient (EDV)
Prolzeldelre, auch Procedere [...ts...] das; -, - (zu lat. pro
cedere „vorwärts gehen; fortschreiten"): Verfahrensord
nung, -weise (bes. in Bezug auf eine Verhandlungsfüh
rung). prolzeldielren (zu lat. procedere „vorrücken,
fortschreiten; vor sich gehen“): zu Werke gehen, nach ei
ner bestimmten Methode verfahren. Prolzeldur die; -, -en
(aus gleichbed. nlat. procedura, Bed. 2 aus engl. proce
dure): 1. Verfahren, [schwierige, unangenehme] Behand
lungsweise. 2. Zusammenfassung mehrerer Befehle zu ei
nem einheitlichen, selbstständigen kleineren Programm
(4) (EDV), prolzeldulral (zu Î ’...al (1)>: verfahrensmä
ßig, den äußeren Ablauf einer Sache betreffend
Prolzent das; -[e]s, -e (aber: 5 -) (aus gleichbed. it. per cento
zu lat. centum „hundert“): 1. vom Hundert, Hundertstel;
Abk.: p. c.; Zeichen %; vgl. pro centum. 2. (Plur.) (ugs.) in
Prozenten (1) berechneter Gewinn-, Verdienstanteil, z.B.
-e bekommen, jmdm. Prozente gewähren. pro|zen|tisch:
svw. prozentual. Prolzentlpunkt der; -[e]s, -e (meist
Plur.): Differenz zwischen zwei Prozentzahlen. Prolzentsatz der; -es, ...sätze: bestimmte Anzahl von Prozenten.
pro|zen|tu|al, österr. prozentuellu. perzentuell (zu I ‘...al
(1) bzw. ...eil): im Verhältnis zum Hundert, in Prozenten
ausgedrückt; vgl. ...al/...eil. pro|zen|tu|a|li|ter (Jat.);
prozentual (nur als Adverb gebraucht, z.B. - gesehen),
prolzenltulell vgl. prozentual. pro|zen|tu|ie|ren (zu
t,,,ieren): in Prozenten (1) ausdrücken
Pro Izess der; -es, -e (aus mlat. processus „Rechtsstreit“, zu
Zat. processus „Fortgang, Verlauf“, dies zu procedere, vgl.
prozedieren): 1. Verlauf, Ablauf, Hergang, Entwicklung.
2. vor einem Gericht ausgetragener Rechtsstreit, Ge
richtsverhandlung. Prolzesslagent der; -en, -en:
Rechtsbeistand, dem das mündliche Verhandeln vor Ge
richt gestattet ist (Rechtsw.). Prolzess|cha|rak|te|ristik die; -, -en: grafische Darstellung des Zusammenhangs
von Kenngrößen, die Rückschlüsse auf das Verhalten u.
die Wirtschaftlichkeit von Prozessen (1) zulassen. Prozesslfotoigralfie, auch ...photographie die; -: Sammelbez. für die in wissenschaftlichen u. wirtschaftlichen Pro
zessen genutzten Verfahren zur Herstellung von Leiter
platten, Mikrochips u. Ä. pro|zes|sie|ren (zu !..deren):
zur Klärung eines Rechtsstreits gegen jmdn. gerichtlich
vorgehen; einen Prozess(2) [durchjführen. Pro|zes|si|on
zZZe; -, -en (aus gleichbed. kirchenlat. processio zu spätlat.
processio „feierlicher Aufzug (des Kaisers)“, eigtl. „das
Vorrücken“): feierlicher [kirchlicher] Umzug, Bitt- od.
Dankgang (kath. u. orthodoxe Kirche). Prolzesslkunst
die: -: svw. Process-Art. Pro|zess|ma|xi|men die
(Plur.): die einen Prozess (2) bestimmendenu. prägenden
verfahrensrechtlichen Regeln (Rechtsw.). Prolzeslsor
der; -s, ...oren (aus gleichbed. engl. processor): aus Leit- u.
Rechenwerk bestehende zentrale Funktionseinheit in
Computern (EDV). Pro zesslpholtolgralphie vgl. Pro
zessfotografie. Pro|zess|po|li|tik die; -: Gesamtheit der
wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die den Wirtschafts
prozess nach bestimmten Zielsetzungen (z.B. Preisstabi
lität, Vollbeschäftigung, wirtschaftliches Wachstum) zu
steuern versucht. Prolzessltheollolgie rfze; -: nordamerik. philos.-theologische Richtung, die eine kohärente
Lehre von Gott, von Gottes Handeln in Raum u. Zeit, in
Natur u, Geschichte zu entwickeln sucht. pro|zes|su|al
(zu Î ’...al ( 1 )>: 1. einen Prozess (1) betreffend. 2. einen Pro
Prozessualist
zess (2) betreffend, gemäß den Grundsätzen des Verfah
rensrechtes (Rechtsw.). Prolzeslsulallist der; -en, -en
<zu t ...ist>: Wissenschaftler auf dem Gebiet des Verfah
rensrechts. Pro|zess|va|ri|a|ble* [...v...] die; -: eine [ver
änderliche] Größe in Physik u. Chemie, die nicht direkt be
obachtet werden kann, sondern aus beobachtbaren Ver
läufen erschlossen wird
prolzöl <zu tpro... u. gr. koilos „hohl, ausgehöhlt“): vorn
ausgehöhlt (Biol.)
pro zy klisch* [auch ... tsyk...] <zu îpro... u. Îzyklisch): ei
nem bestehenden Konjunkturzustand entsprechend
(Wirtsch.); Ggs. Î antizyklisch (2)
Prschelwalslkilpferd* das; -[e]s, -e (nach dem Entde
cker, dem russ. Asienforscher N. M. Prschewalski,
1839-1888): einziges noch heute lebendes Wildpferd
prülde (aus gleichbed. fr. prude zu altfr. prod „tüchtig, tap
fer; sittsam“, wohl losgelöst aus der Fügung prode
fem(m)e „ehrbare Frau“): in Bezug auf Sexuelles ge
hemmt, unfrei u. alles, was direkt darauf Bezug nimmt,
nach Möglichkeit vermeidend, sich peinlich davon berührt
fühlend. Prüldelrie die; - (aus gleichbed. fr. pruderie zu
prude, vgl. prüde): prüde [Wesensjart, prüdes Verhalten
Prü Inei Ile die; -, -n (aus /r. prunelle „Schlehe, wilde Pflau
me“, dies über das Vulgärlat. aus lat. prunulum, Verklei
nerungsform von prunum „Pflaume“): entsteinte, ge
trocknete u. gepresste Pflaume; vgl. Brignole. Prulnus
die; - (aus lat. prunus „Pflaumenbaum“): Pflanzengattung
der Steinobstgewächse mit vielen einheimischen Obstbäu
men (Kirsche, Pfirsich, Pflaume usw.)
prulrilgilnös (aus spätlat. pruriginosus „mit (juckendem)
Grind behaftet“ zu prurigo, vgl. Prurigo): juckend, mit
Hautjucken bzw. mit der Bildung von juckenden Haut
knötchen einhergehend (Med.). Prulrilgo der; -s, -s od.
die; -, ...gines [,,,ne:s] (aus lat. prurigo, Gen. pruriginis
„Geilheit; juckender Grind am Körper“ zu prurire „ju
cken; geil sein“): mit der Bildung juckender Hautknötchen
einhergehende Hautkrankheit (Med.). Prulrjltus der; (aus gleichbed. spätlat. pruritus): Hautjucken, Juckreiz
(Med.)
Prulta die; -, Prutot (aus gleichbed. hebr. perütä): frühere
Münzeinheit in Israel (0,001 israelisches Pfund)
Pryitalne der; -n, -n (über gleichbed. lat. prytanis aus gr.
prÿtanis): Mitglied der regierenden Behörde in altgriech.
Staaten. Pryltalneilon das; -s, ...eien u. Pryltalnelum
das; -s, ...een (über gleichbed. lat. prytaneum aus gr. prytanelon): Versammlungshaus der Prytanen
PR-Zahl [pe:'l er..., engl. pi:'ɑ:...] die; - (kurz für engl. p\y
„(Gewebe)lage“ u. rating „Leistung“): Maß für die
Höchsttragfähigkeit u. Unterbaufestigkeit von Fahrzeug
reifen
Przelwalslkilpferd* [pʃɛ...] vgl. Prschewalskipferd
Przelworsklkulltur [pʃɛ...] die; - (nach einem Brandgrä
berfeld bei Przeworsk in Südostpolen): Kulturgruppe von
100 v. Chr. bis 400 n. Chr. mit reichen Fürstengräbern, die
röm. Luxusgüter enthielten
Psa|li|gra|fie, auch ...graiphie die; - (zugr. psalizein „mit
der Schere abschneiden“ u. Î ...grafie): Kunst des Scheren
schnittes. psallilgralfisch, auch ...gralphisch (zu
T...grafisch): die Psaligrafie betreffend
Psalm der; -s, -en (über kirchenlat. psalmus ausgr. psalmos
„Saitenspiel; zum Saitenspiel vorgetragenes Lied; Psalm“
zu psállein „Zither spielen“, eigtl. „zupfen, berühren“): 1.
eines der im Alten Testament gesammelten religiösen Lie
der des jüd. Volkes. 2. geistliches Lied, dessen Text ein
Psalm (1) zugrunde liegt. Psallmist der; -en, -en (über
gleichbed. kirchenlat. psalmista aus gr. psalmistês): Psal
mendichter od. -sänger. Psallmoldie* <Zze; -, ...ien (über
gleichbed. kirchenlat. psalmodia aus gr. psalmöidia): rezitativisches Singen, bes. als vorwiegend auf einem be
1116
stimmten Ton ausgeführter liturgischer Sprechgesang,
dessen Gliederung durch festliegende melodische For
meln markiert wird. psal|mo|die|ren* (zu Î..deren):
Psalmen vortragen; in der Art der Psalmodie singen,
psallmoldisch*: in der Art der Psalmodie, psalmartig.
Psallter der; -s, - (aus gleichbed. (kirchen)lat. psalterium,
dies aus gr. psaltërion „zitherartiges Saiteninstrument“,
Bed. 3 nach den Blättern eines Psalters (1), weil die Längsfalten des Magens blattartig nebeneinanderliegen): 1. a)
Buch der Psalmen im Alten Testament; b) im Mittelalter
für den liturgischen Gebrauch eingerichtetes Psalmen
buch. 2. das den Gesang der Psalmen begleitende mittel
alterliche Instrument, eine Art Zither ohne Griffbrett
(Zupfinstrument in Trapezform). 3. Blättermagen der
Wiederkäuer (mit blattartigen Falten; Zool.); vgl. Omasus. Psal|te|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (aus (kirchen)lat.
psalterium, vgl. Psalter): svw. Psalter (1, 2)
Psammion vgl. Psammon. Psamlmit [auch ... mit] der;
-s, -e (zu gr. psámmos „Sand“ u. t2...it>: körniges Trümmergestein, das im verfestigten Zustand Sandstein bildet
(Geol.). Psammon u. Psammion das; -s (zu t'...on bzw.
T2...ion): Lebensgemeinschaft der in od. auf dem Sand der
Uferzone des Meeres od. von Süßgewässern lebenden Or
ganismen (Pflanzen od. Tiere), psamlmolphil (zu
T...phil): Sand liebend (von Pflanzen u. Tieren; Biol.).
Psam molphille der; -en, -en (meist Plur.): Organismus,
der an das Leben im Sand angepasst ist (Biol.). Psammolphyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu T...phyt): Sand
pflanze (Bot.). Psam|mo|the|ralpie iZt'e; -, ...ien: Be
handlung mit Sand[bädern] (Med.)
Pselllislmus der; - (zugr. psellismös „das Stammeln“, dies
zu psellizein „stammeln, stottern“; vgl. ...ismus (3)): das
Stammeln (Med.)
Pselphislma das; -s, -ta (aus gleichbed. gr. psephisma zu
psephizesthai „abstimmen (mit Stimmstein), beschlie
ßen“): auf Stimmenmehrheit beruhender Beschluss im al
ten Griechenland. Pselphit [auch ... fit] der; -s, -e (zu gr.
psèphos „Steinchen“ u. T2...it>: grobkörniges Trümmergestein (Geol.); vgl. Konglomerat (2) u. Breccie. Pselphokraltie* die; - (zu t...kratie): Staatsform im alten Grie
chenland, bei der die Mehrheitsbeschlüsse der Volksver
sammlung maßgebend waren. Pselpholiolgo der; -n, -n
(zu t ...loge): jmd., der wissenschaftliche Untersuchungen
über das Wählen, das Abstimmen anstellt
pseud.... Pseud... vgl. pseudo..., Pseudo... Pseuldandrolnym* das; -s, -e (zu tpseudo..., gr. aner. Gen. andrös
„Mann“ u. önyma „Name“): aus einem männlichen Na
men bestehendes Pseudonym einer Frau (z.B. George
Eliot = Mary Ann Evans); Ggs. TPseudogynym. Pseudan thi um* das: -s. ...ien [...ion] (aus nlat. pseudanthium, dies zu tpseudo... u. gr. ánthos Blüte; vgl. ...ium):
Scheinblüte; aus dicht gedrängten Einzelblüten beste
hender Blütenstand, der wie eine Einzelblüte wirkt (z.B.
bei Korbblütlern; Bot.). Pseu|dar|thro|se* die; -, -n: bei
ausbleibender Heilung sich an Bruchstellen von Knochen
bildendes falsches Gelenk; Scheingelenk (Med.), pseudarlthroltisch*: die Pseudarthrose betreffend (Med.).
Pseudlepilgraf*, auch ...graph das; -s. -en (meist
Plur.): 1. Schrift aus der Antike, die einem Autor fälschlich
zugeschrieben wurde. 2. svw. Apokryph, pseud lepilgrafisch*, auch ...gralphisch: untergeschoben, einem Ver
fasser fälschlich zugeschrieben, pseuldo (verselbststän
digt aus tpseudo...): (ugs.) nicht echt, nur nachgemacht,
nachgeahmt, pseuldo..., Pseuldo..., vor Vokalen meist
pseud..., Pseud... (zu gr. pseüdein „belügen, täuschen“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „falsch, unecht,
vorgetäuscht“, z.B. Pseudonym, Pseudarthrose. Pseudoanämie* die; -, ...ien [,,,i:ən]: scheinbare Blutarmut
durch konstitutionell bedingtes blasses Aussehen u. Ver-
1117
Psi
engung der Hautgefäße bei völlig normalen Hämoglobindo|mi|xis die; - (zugr. mixis „Mischung“): eine Form der
u. Erythrozytenwerten (Med.), pseuldolanälmisch*:
vegetativen Fortpflanzung, bei der es durch Verschmel
die Pseudoanämie betreffend, mit Pseudoanämie einher
zung der Kerne vegetativer Zellen zur Entwicklung eines
gehend (Med.). Pseuldolaijthrolse* vgl. Pseudarthrose.
Embryos kommt (z.B. bei Pilzen; Biol.). PseuldomlnePseu|do|ba|si|li|ka die; -, ...ken: Hallenkirche, deren er
sie* die: -, ...ien (zugr. mnèsis „Erinnerung“ u. T2...ie>: Er
höhte Mittelschiffwände keine Fenster haben. Pseuldoinnerungstäuschung, vermeintliche Erinnerung an Vor
deimenz die;
vorgetäuschter [meist zweckbedingter]
gänge, die sich nicht ereignet haben (Med.). PseuldoSchwachsinn (z.B. bei Untersuchungshäftlingen od. bei
monas die; -, ...naden (zu gr. monás, Gen. monádos
Hysterie). Pseuldolgalmie die; -, ...ien (zu î ...garnie (1 )):
„Einheit; das Einfache“): im Boden u. in Gewässern vor
svw. Gynogenese. Pseuldo|ge|ne die (Plur.): durch
kommende, stäbchenförmige od. leicht gekrümmte Bakte
ÎMutation entstandene, nicht funktionsfähige Abkömm
rie mit Geißel (2), die als Krankheitserreger infrage
linge aktiver ÎGene (BioL). pseudoglazial: eiszeitli
kommt (Biol., Med.). pseu|do|morph (zu t...morph):
chen Formen u. Erscheinungen täuschend ähnlich, aber
Pseudomorphose zeigend. Pseuldolmorlpholse die; -,
anderen Ursprungs (Geol.). Pseuldolgraf, auch
-n (zu gr. mörphösis „das Gestalten“): [Auftreten eines]
...graph der; -en, -en (zu t...graf>: (veraltet) Schriftfäl
Minerals] in der Kristallform eines anderen Minerals.
scher. Pseuldolgylnym das; -s, -e (zu gr. gynö „Frau“ u.
Pseuldolmylolpie die; -, ...ien: durch Krampf des (die
önyma „Name“); aus einem weiblichen Namen beste
Scharfstellung des Auges bewirkenden) Akkommodati
hendes Pseudonym eines Mannes (z.B. Clara Gazul =
onsmuskels bedingte scheinbare Kurzsichtigkeit (Med.),
Prosper Mérimée); Ggs. TPseudandronym. Pseuldopseuldolnym* (ausgr. pseudönymos „mit falschem Na
halllulzilnaltilon die; -, -en : Trugwahrnehmung, die vom
men (auftretend)“, zu önyma „Name“): unter einem
Betroffenen als unwirklich u. subjektiven Ursprungs er
Decknamen [verfasst], Pseuldolnym* das; -s, -e: ange
kannt wird (Med.). Pseuldo|her|malphroldi|tis|mus*
nommener, nicht richtiger Name, Deckname [einer Autoder: Scheinzwittertum, Scheinzwittrigkeit, Zwittrigkeit
rin/eines Autors], Künstlername (z.B. Jack London =
der äußeren Geschlechtsmerkmale bei normal entwickel
John Griffith); Ggs. ÎAutonym. Pseuldolorlgalnisten Keimdrüsen (Med.). Pseu|do|in|telgralti|on* die: -,
mus der: -, ...men (zu 1 pseudo...): svw. Pseudopetrefakt.
-en: soziales Gefüge einer Gruppe mit undifferenziert ab
Pseu do palra ly se die;-,-n: 1. schleichend fortschrei
standslosem Verhältnis der Mitglieder zueinander (Sotende, paralyseartige Verblödung (Med.). 2. nicht auf eine
ziol.). pseu|do|isi|do|risch (nach dem angeblichen Ver
Lähmung, sondern auf eine [rheumatische] Erkrankung
fasser Bischof Isidor von Sevilla, um 560-636> ; in der Fü
zurückzuführende Bewegungsunfähigkeit (Med.), pseugung pseudoisidorische Dekretalen: Sammlung kirchen
dolpalrallyltisch: auf Pseudoparalyse beruhend; mit
rechtlicher Fälschungen aus dem 9. Jh., die irrtümlich auf
Pseudoparalyse einhergehend (Med.). Pseuldolpelripden Bischof Isidor von Sevilla zurückgeführt wurden.
telros* der; -, Plur. - od. ...pteren: röm. Tempeltyp, bei
Pseu|do|kri|se die; -, -n: vorübergehendes, rasches, eine
dem statt des umlaufenden Säulengangs nur Halbsäulen
Krise (3) vortäuschendes Absinken der Fiebertemperatur.
od. Pfeiler an den Seitenwänden u. der Rückwand der
Pseuldolkrupp der; -s: bei Kindern auftretende Krank
TCella (1) vorgeblendet sind. Pseu|do|pe|tre|fakt* das;
heit, deren Symptome (Kehlkopfentzündung, Atemnot,
-[e]s, -e[n]: fälschlich als Versteinerung gedeutetes anor
ganisches Gebilde (Geol., Biol.). Pseu|do|poldi|um das;
Husten) dem TKrupp gleichen (Med.). Pseuldollelqierung die; -, -en: Legierung, die nicht durch Schmelzpro
-s, ...ien [,,,iən] (zugr. podion „Füßchen“, Verkleinerungs
form von poüs, Gen. podös „Fuß“): Scheinfüßchen man
zesse, sondern durch Sintern hergestellt wird (Fachspr.).
Pseudoleukämie* die; -, ...ien: ältere Sammelbez. für
cher Einzeller (Biol.). Pseuldopltglse* die: -, -n: nicht
leukämieähnliche Krankheitsbilder, die heute genauer be
durch Lähmung, sondern durch Entzündung bedingtes
Herabhängen des Augenlids (Med.). Pseu|do|qua|drostimmt u. differenziert werden (Med.). Pseuldollislmus,
phonie*, auch ...fonie die; -: elektroakustisches Verfah
Pseudologismus der; - (zu lat. Pseudolus „Lügenmaul“
ren, bei dem stereophon aufgenommene Musik technisch
(Name der Titelfigur eines Lustspiels von Plautus) u. t...isso aufbereitet wird, dass bei der Wiedergabe ein ausge
mus (3)>: (bes. auf Sexuelles bezogene) Lügensucht, Nei
prägter räumlicher Eindruck entsteht. Pseuldolsäulre
gung, durch Fantasieren, Schreiben od. Sprechen eine ge
die; -, -n: organische Verbindung, die in neutraler u. saurer
wisse Befriedigung zu erlangen (Psychol., Med.). PseuForm auftreten kann (Chem.). Pseu|do|sphä|re* die; -,
dollist der; -en, -en (zu Î...ist): jmd., der einen Hang zum
-n: Fläche mit konstanter negativer Krümmung (Math.).
Pseudolismus hat (Psychol., Med.). Pseu|do|lo|gie ßfe;
Pseuldolstelreolpholnie, auch ...fonie die; -: elektro
-, ...ien (zu gr. pseudologeln „falsch reden, lügen“; vgl.
akustisches Verfahren, bei dem monophon aufgenom
...logie): krankhafte Sucht zu lügen (Psychol., Med.).
mene Musik technisch so aufbereitet wird, dass ein räum
pseu|do|lo|gisch (nach gleichbed. gr. pseudológos):
licher Eindruck ähnlich wie bei Stereoaufnahmen entsteht.
krankhaft lügnerisch (Psychol., Med.). Pseu|do|lo|gisPseuldoltalbes die; -: Krankheitsbild mit tabesähnli
mus vgl. Pseudolismus. Pseu|do|lys|sa die; - (zu tpseuchen Krankheitszeichen (bes. bei Vergiftungen; Med.).
do...): bei vielen Haustieren auftretende ViruserkranPseuldo|te|tra|de* die; -, -n: eine der Tetraden (2), die
kung; Juckseuche (Med.). Pseuldolmallalchit [auch
bei der Binärkodierung nicht einer der Dezimalziffern zu
...xit] der; -s, -e: smaragd- bis schwärzlich grünes, kupfer
geordnet wurde (EDV). PseuldoltyImor der; -s, ...oren:
haltiges Mineral. Pseu do me la no se die; -: dunkle
Scheingeschwulst, bei der es sich um eine Gewebsan
Verfärbung des Gewebes nach Eintritt des Todes durch
schwellung handelt (Med.). Pseu|do|zy|a|no|se die; -,
Blutpigmente, die beim Blutzerfall frei werden (Med.).
-n: scheinbare tZyanose, die z. B. durch Ablagerung kör
Pseuldolmemlbran* die; -, -en: aus abgestorbenen
perfremder Substanzen (z.B. Arsen) in der Haut hervor
Schleimhautpartikeln u.Ä. bestehender, krankhafter Be
gerufen wird (Med.)
lag, bes. auf Schleimhäuten (z.B. im Rachenbereich;
Med.). Pseuldolmelnos der; - (aus gr. pseudomenos PS-Gram|ma|tik [pe:'lɛs...] die; -: Kurzform von tPhra
senstrukturgrammatik (Sprachw.)
„Trugschluss“): in sich selbst widersprüchliche Behaup
tung (z. B. Epimenides von Kreta sagte, dass alle Kreter Psi (fas; -[s], -s (aus gr. psi; Bed. 2 wohl nach dem ersten
Buchstaben des griech. Wortes psyché „Seele“): 1. dreilügen). Pseuldolmensltrulaltilon* die; -, -en (zu Î pseu
undzwanzigster (u. vorletzter) Buchstabe des griech. Al
do...): nicht zur 1 Menstruation gehörende Blutung aus der
phabets: T, ip. 2. (ohne Plur., meist ohne Artikel) das beGebärmutter (z.B. eine Abbruchblutung; Med.). Pseu
Psidium
stimmende Element parapsychologischer Vorgänge (Parapsychol.)
Psildilumdas; -s <aus gleichbed. nlat. psidium, dies wohl zu
gr. psiás, Gen. psiádos „Tropfen“): Gattung der Myrten
gewächse im [subjtropischen Amerika, zu der Bäume u.
Sträucher mit birnenförmigen Früchten gehören, z.B.
Guave
Psillolmeilander; -s, -e (ausgr. psilós „nackt, kahl“ u. mê
las, Gen. mélanos „schwarz“): wirtschaftlich wichtiges
Manganerz. Psi|lolphytr/er;-en,-en(zuÎ...phyt):Nackt
farn, eine Landpflanze des t Devons. PsilloseV/e; -, -nu.
Psi Io sxsdie; -, ...ses [,,,ze:s] (zu î '...ose): 1. krankhafter
Haarausfall, Haarmangel, Fehlen der Wimpern; Kahlheit
(Med.). 2. Schwund des Hauchlautes (vgl. Î Spiritus asper)
im Altgriechischen (zuerst in bestimmten Dialekten;
Sprachw.)
Psi phä noimen das; -s, -e (meist Plur.) (zu Î Psi (2) u.
ÎPhänomen): durch Psi (2) bewirkter Vorgang, durch Psi
(2) hervorgerufene Wirkung, Erscheinung o.Ä. (z.B. un
erklärliche Klopfgeräusche; Parapsychol.)
Psitltalci [...tsi] die (Plur.) (aus lat. psittaci, Plur. von psit
tacus „Sittich, Papagei“, dies aus gr. psittakos): zusam
menfassende systematische Bez. für Papageien. Psitltakolserf/e; -, -n (zu Î '...ose>: Papageienkrankheit, auf den
Menschen übertragbare Viruserkrankung der Papageien
vögel, die unter dem Bild einer schweren grippeartigen
Allgemeinerkrankung verläuft (Med.)
Psolas der; - (aus gleichbed. nlat. (musculus) psoas zu gr.
psöa „Lendengegend“): zusammenfassende Bez. für den
großen u. kleinen Lendenmuskel (Anat.). Pso|i|tis die; -,
...itiden (zu Î ...itis): Entzündung des [großen] Lendenmus
kels (Med.)
Psolrilalsisrfze; -, ...iasen (zu gr. psöra „Krätze, Räude“ u.
î...iasis>: Schuppenflechte (Med.). Pso|ri|a|ti|kerr/er,- -s,
jmd., der an Psoriasis leidet (Med.), psolrilaltisch: im
Zusammenhang mit Psoriasis auftretend (Med.)
psych.... Psych... vgl. psycho..., Psycho.. Psylchalgoge* der; -n, -n (nach gr psychagögos „der die Seelen (der
Verstorbenen) leitet“; nach dem Beinamen des Götterbo
ten Hermes): Psychotherapeut, Pädagoge, der sich auf
Psychagogik spezialisiert hat. Psylchalgolgik* die; - (zu
gr. agögös „führend, leitend“ u. T 2...ik) : pädagogisch-the
rapeutische Betreuung zum Abbau von Verhaltensstörun
gen, zur Lösung von Konflikten o. Ä. als Nachbardisziplin
der îPsychotherapie (Med., Psychol.). Psylchalgolgin*
die; -, -nen: weibliche Form zu TPsychagoge. psylchagolgisch* (nach gr. psychagögos „Seelen (von Verstorbe
nen) heranführend od. beschwörend“): die Psychagogik
betreffend. Psylchallgie* die; -, ...ien (zu îpsycho... u.
î ...algie): seelisch bedingter Nervenschmerz (Med.). Psychanallylse* die; -: (selten) svw. Psychoanalyse. Psychaslthelnie* die; -, ...ien: mit Angst- u. Zwangsvorstel
lungen verbundene seelische Schwäche mit Neigung zu
Depressionen, Ermüdbarkeit u. Selbstunsicherheit
(Med.). PsylcherfZe; -, -n (ausgr. psyché „Hauch, Atem;
Seele“; Bed. 2 über it. psiche aus gleichbed. fr. psyché,
nach Psyche, einer Gestalt der griech. Mythologie von
vollendeter Schönheit): 1. a) Seele; Seelenleben; b) Wesen,
Eigenart: c) Gesamtheit bewusster u. unbewusster seeli
scher Vorgänge u. geistiger bzw. intellektueller Funktio
nen im Gegensatz zum körperlichen Sein. 2. (österr.) mit
Spiegel versehene Frisiertoilette. Psylcheldellic Rock
[saɪkɪ'dɛlɪk rɔk] (aus gleichbed. amerik. psychedelic rock
zu engl. psychedelic (vgl. psychedelisch) u. rock, vgl.
2Rock (1)): Form der Rockmusik in den 1960er-Jahren,
die oft unter Drogeneinfluss gespielt wurde u. sich in den
Texten für den Genuss von Drogen (bes. LSD) mehr od.
weniger offen einsetzte. Psy|che|de|li|kum [psyçe...]
das; -s, ...ka (zu Îpsychedelischu. t ...ikum): Halluzinatio
1118
nen hervorrufende Substanz, Rauschmittel, psylcheldelisch (aus gleichbed. engl. psychedelic, dies zu gr. psyché
(vgl. Psyche) u. dêloûn „offenbaren“): a) das Bewusstsein
verändernd; einen euphorischen, tranceartigen Gemüts
zustand hervorrufend; b) in einem (bes. durch Drogen
hervorgerufenen) euphorischen, tranceartigen Gemütszu
stand befindlich. Psy|chi|a|ter*i/er; -s,-(zu îpsycho... u.
î..dater): Facharzt für Psychiatrie. Psylchila|trie*ife;-,
...ien (zu t...iatrie): 1. (ohne Plur.) Teilgebiet der Medizin,
das sich mit der Erkennung, den Ursachen, der Systematik
u. der Behandlung psychischer Störungen befasst. 2. (ugs.)
psychiatrische Abteilung (bzw. Klinik), psylchilaltrieren* (zu t..deren): (österr.) psychiatrisch untersuchen,
psylchilaltrisch*: die Psychiatrie betreffend, zu ihr ge
hörend, auf ihr beruhend. Psylchilker der; -s, - (aus
gleichbed. spätgr. psychikös, eigtl. „dem irdischen Leben
angehörig“): in der ÎGnosis Angehöriger der mittleren
Menschenklasse, die zu Glauben u. sittlicher Einsicht,
aber nicht zur Erkenntnis Gottes fähig ist; vgl. Hyliker,
Pneumatiker (2). psylchisch (ausgr. psychikös „zur See
le gehörig, geistig“): die Psyche betreffend, seelisch; vgl.
physisch; psychisches Moment:kürzeste, von einem Lebe
wesen gerade noch wahrnehmbare zeitliche Einheit (Psy
ch- 1.); psychisches Trauma: durch außergewöhnliche Er
lebnisse od. Belastungen (z. B. Folterung, Vergewaltigung,
Geiselnahme) verursachte starke seelische Erschütterung,
die oft durch Behandlung abgebaut werden muss (Med. ;
Psychol.). Psylchislmus der; -, ...men (zu Î ...ismus (1)):
1. (ohne Plur.) idealistische Auffassung, nach der das Psy
chische das Zentrum alles Wirklichen ist (Psychol.). 2.
psychische Erscheinung, Verhaltensweise o. Ä. Psylcho
der; -s, -s (verselbstständigt aus î psycho...): (Jargon) psy
chologisch angelegter [Kriminal]roman, -film u.Ä. psy
cho..., Psylcho..., vor Vokalen auch psych..., Psych...
(aus gleichbed. gr. psyché): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Seele, Seelenleben; Gemüt“, z.B. psycholo
gisch, Psychodrama, Psychiater. Psylcho|ana|ly|se die;
-, -n: 1. (ohne Plur.) auf S. Freud (1856-1939) zurückge
hendes Verfahren zur Untersuchung u. Behandlung seeli
scher Fehlleistungen, Störungen od. Verdrängungen mit
hilfe der Traumdeutung u. der Erforschung der dem Un
bewussten entstammenden Triebkonflikte. 2. psychoana
lytische Behandlung, psylcholanallylsielren: jmdn.
psychoanalytisch behandeln. Psy|cholana|ly|ti|ker der;
-s, -: ein die Psychoanalyse vertretender od. anwendender
Psychologe, Arzt, psylcholanallyltisch: die Psycho
analyse betreffend, mit den Mitteln der Psychoanalyse er
folgend. Psylcholbioilolgie die; -: von dem Neurologen
H. Lungwitz (1881-1967) begründete Betrachtungsweise
der psychischen Vorgänge als biologische Nerven-GehirnFunktionen, auf der bestimmte Behandlungsmethoden
aufbauen, psylcholdellisch vgl. psychedelisch. Psycholdilalgnosltik* z/ze; -: Methode zur Gewinnung von
Aussagen über psychologisch relevante Merkmale von
Sachverhalten, Gegenständen, Institutionen u.Ä., bes.
hinsichtlich ihrer Wirkung auf Verhaltens- u. Erlebens
aspekte der davon betroffenen Personen. Psylcholdrama ¿as,- -s, ...men: 1. Form des t Monodramas, die durch
einen einzigen Sprecher die dramatische Handlung in der
Seele des Zuhörers lebendig werden lässt (bes. im 19. Jh.;
Literaturwiss.). 2. psychotherapeutische Methode, bei der
durch szenische Darstellung Erlebtes od. Gedachtes be
wusst wird u. verarbeitet werden kann, um sich so von ih
nen zu befreien. Psy|cho|dy|na|mik die; -: Erklärung
der psychischen Erscheinungen aus den dynamischen Be
ziehungen der einzelnen Persönlichkeitsmerkmale unter
einander (Psychoanalyse). Psy|cho|en|do|kri|no|logie*die;--. Forschungsgebiet, das die Wirkung endokriner
Funktionen auf psychische Prozesse u. damit auf das Ver-
1119
halten untersucht. Psy choenerlgeitilkum das; -s, ...ka
(zu gr.energetikös „wirksam“ u. T...ikum>: svw. Nootropi
kum. Psy|cho|fa|schis|mus i/er; durch Hoffnungslo
sigkeit u. Brutalisierung begünstigte, auf Kulte pseudore
ligiöser Sekten mit totalitären Ansprüchen gründende,
faschismusähnliche Denk- u. Empfindungsweise, psycho|gal|va|nisch [...v...]: sich durch seelische Erregung
kurzfristig ändernd (vom elektr. Hautwiderstand; Psy
chol.); psychogalvanische Reaktion: beobachtbare Verän
derung der Leitfähigkeit bzw. des Widerstands der Haut
durch Reize od. bestimmte psychische Prozesse; Abk.;
PGR (Psychol.), psylcholgen (zu t...gen>: (von körper
lichen Störungen) seelisch bedingt, verursacht (Med., Psy
chol.). Psylcholgelnelse u. Psy cho geine sis die: -,
...nesen: Entstehung u. Entwicklung der Seele od. des See
lenlebens als Forschungsgebiet der Entwicklungspsycho
logie. Psy Icho Igel nie </?<?; - (zu Î...genie): psychische Be
dingtheit einer Krankheit, Entstehung einer Krankheit aus
seelischen Ursachen (Med., Psychol.). Psy|cho|ge|ri|atrie* die; Teilgebiet der Medizin, das sich mit Diagnos
tik, Therapie u. Vorsorge aller psychischen Erkrankungen
des höheren u. hohen Lebensalters befasst. Psylchoglos sie* die; -, ...ten (zu gr. glössa „Zunge, Sprache“ u.
T2...ie>: [seelisch bedingtes] Stottern (Med.). Psylchognolsie* die; - (zu t...gnosie): das Deuten u. Erkennen
von seelischen Prozessen u. Erscheinungen (Psychol.).
Psylcholgnpsltik* die; -: Menschenkenntnis aufgrund
psychologischer Untersuchungen. Psylcholgnpsltiker* der; -s, -: Wissenschaftler, Forscher auf dem Gebiet
der Psychognostik, psylcholgnosltisch*: die Psycho
gnostik betreffend. Psylcholgraf, auch ...graph der;
-en, -en (zu t...graf): Gerät zum automatischen Buchsta
bieren u. Niederschreiben angeblich aus dem Unbewuss
ten stammender Aussagen (Psychol.). Psylcholgralfie,
auch ...gralphie die; -, ...ien (zu T...grafie>: psychologi
sche Forschungsrichtung, die von der Darstellbarkeit in
dividueller psychischer Eigenschaften in Psychogrammen
ausgeht (Psychol.). Psylcholgramm das; -s, -e (zu
t...gramm): 1. psychologische Persönlichkeitsstudie. 2.
grafische Darstellung von Fähigkeiten u. Eigenschaften
einer Persönlichkeit (z.B. in einem Koordinatensystem;
Psychol.). Psylcholgymlnasltik die; -: Übungu. Ausbil
dung der seelischen Fähigkeiten (Psychol.). Psylcholhyg i I e I ne die; - : Teilgebiet der angewandten Psychologie mit
der Aufgabe, für die Erhaltung seelischer u. geistiger Ge
sundheit zu sorgen, die Ursachen psychischer Krankhei
ten festzustellen u. über die Ursachen psychischer Störun
gen aufzuklären, psylcholid (zu t,,,oid): seelenähnlich,
-artig. Psylcholid das; -[e]s: das zur unanschaulichen
Tiefenschicht des kollektiven Unbewussten gehörende, be
wusstseinsunfähige u. instinktgebundene Seelenähnliche
(C. G. Jung; Psychol.). Psylcholikolnolgralfie, auch
...gralphie die: -, ...ien: mit einem psychisch Kranken
durchgeführter Zeichentest, dessen Auswertung die
Grundlage für psychotherapeutische Maßnahmen bildet
(Psychol., Med.). Psy|cho|im|mu|nollolgie die; -:
Zweig der Medizin, der sich mit den Wechselwirkungen
zwischen Psyche, Hormon- u. Immunsystem befasst. Psycho ki nelse die; -: physikalisch nicht erklärbare, unmit
telbare Einwirkung eines Menschen auf die Körperwelt
(z.B. das Bewegen eines Gegenstandes, ohne ihn zu be
rühren; Parapsychol.). psylcholkilneltisch: die Psy
chokinese betreffend, zu ihr gehörend, auf ihr beruhend.
Psylcholkrilmi der; -[s], Plur. -s, selten -; (ugs.) psycho
logischer Kriminalfilm, -roman, psychologisches Krimi
nalstück. Psylcholleplsie die; -, ...ien (zu gr. lèpsis „An
fall“ u. t2...ie>: das plötzliche kurzzeitige Aussetzen der
psychischen Aktivität, insbesondere des Denkens (z. B. bei
Schizophrenie; Med.). Psylchollepltilkum das; -s, ...ka
Psychoneuroimmunologie
(meist Plur.) (zu t,,,ikum): Arzneimittel, das die psy
chische Aktivität beeinflusst, z.B. Neuroleptikum, Thymoleptikum. Psycholingulistik die; -: Wissen
schaftszweig der Linguistik mit den Gegenstandsberei
chen Sprachverstehen, Sprache u. Denken, Spracherwerb,
Sprachstörungen u.a.; vgl. Soziolinguistik, psylchollingulisltisch: die Psycholinguistik betreffend. Psylchololge der; -n, -n (zu t...loge): 1. wissenschaftlich ausgebil
deter Theoretiker od. Praktiker auf dem Gebiet der Psy
chologie. 2. jmd., der ohne entsprechende wissenschaftli
che Ausbildung psychologisches Verständnis erkennen
lässt, sich in die Psyche anderer hineindenken kann. Psychollolgie die; - (zu T ...logie>: 1. Wissenschaft von den
bewussten u. unbewussten seelischen Vorgängen u. Zu
ständen sowie deren Ursachen u. Wirkungen. 2. einer in
neren Gesetzmäßigkeit, der Psyche entsprechende Verhal
tens-, Reaktionsweise, jmds. psychisches Denken u. Füh
len (z.B. die - des Kleinkindes). 3. Verständnis für, das
Eingehen auf die menschliche Psyche. Psylchollolgin
die; -, -nen: weibliche Form zu ÎPsychologe, psylchollogisch (zu I...logisch) : 1. die Psychologie betreffend, zu ihr
gehörend, auf ihr beruhend. 2. auf eine die Psyche (des an
deren) berücksichtigende, geschickte u. auf diese Weise
wirkungsvolle Art. 3. das Psychische mithilfe der Psycho
logie darstellend, psychisch [vorhanden] (z.B. die -en
Grundlagen, Faktoren); psychologische Kriegsführung:
Teilgebiet der Gesamtkriegsführung mit der Zielsetzung,
den Kampfwillen der Bevölkerung u. der Truppen des
Feindes zu schwächen, ihr Vertrauen zur politischen u. mi
litärischen Führung zu untergraben, psylchollolgilsieren (zu Î ...isieren): 1. nach psychologischen Gesichts
punkten aufschlüsseln, psychologisch durchgliedern (z.B.
einen dramatischen Stoff), die seelischen Hintergründe u.
psychologischen Zusammenhänge eines Geschehens
schlüssig aufzeigen. 2. (abwertend) etwas in übersteigerter
Weise psychologisch behandeln, schildern, gestalten.
Psylchollolgislmus der; - (zu t...ismus (5)>: Überbewer
tung der Psychologie [als Grundlage aller wissenschaftli
chen Disziplinen]. psy|cho|lo|gis|tisch (zu Î ...istisch):
den Psychologismus betreffend, zu ihm gehörend, auf ihm
beruhend. Psylchollylse die; -, -n (zu tpsycho... u. t...ly
se): aus psychoanalytischer Behandlung u. Anwendung
halluzinogener Drogen kombiniertes Verfahren. Psychom das; -s, -e (Kurzw. aus tPsychosyndrom','. das je
weils mit einer bestimmten körperlichen Verfassung od.
Krankheit einhergehende psychische Zustandsbild (z.B.
Ermüdungs-, Fieberpsychom; Med., Psychol.). Psylchomanltie die; - (zu tpsycho... u. gr. mantera „das Weissa
gen“): svw. Nekromantie. Psylcholmeltrie* die; - (zu
t...metrie): 1. [Wissenschaft von der] Messung psy
chischer Funktionen, Fähigkeiten o.Ä. mithilfe von quan
titativen Methoden u. die math. Auswertung entsprechen
der Testergebnisse (Psychol.). 2. in der ÎParapsychologie
das Verfahren, durch Kontakt mit einem Gegenstand über
dessen Besitzer Aussagen zu machen, psylcholmetrisch* (zu t...metrisch): die Psychometrie betreffend, zu
ihr gehörend, auf ihr beruhend. Psy|cho|mo|nis|mus
der; -: Weltanschauung, nach der alles Sein seelischer Na
tur ist. Psylcholmoltilliltät die; -: Auswirkung psy
chischer Vorgänge auf die t Motilität der (vegetativ gesteu
erten) Organe. Psylcholmoltglrik die;-\ Gesamtheit der
willkürlichen, durch psychische Vorgänge beeinflussten
Bewegungen (z.B. Gehen, Sprechen, Mimik), in denen
sich ein bestimmter normaler od. pathologischer Geistes
zustand der Persönlichkeit ausdrückt (Psychol.), psychomotorisch: die Psychomotorik betreffend. Psycho|neu|ro|im|mu|no|lo|gie die; -: interdisziplinäres
Forschungsgebiet, das von einer wechselseitigen Abhän
gigkeit von Nerven-, Immun- u. endokrinem System aus-
Psychoneurose
1120
die Psychosomatik betreffend, auf psychisch-körperlichen
gehtu. eine ganzheitliche Betrachtung von Krankheitsver
Wechselwirkungen beruhend, psylcholsolzilal: (von
läufen ermöglicht (Med.; Psychol.). Psy|cho|neu|rolse
psychischen Faktoren o. Ä.) durch soziale Gegebenheiten
die: -, -n: a) tNeurose, die sich weniger in körperlichen
bedingt. Psylcholsynldrom* das; -s, -e: zusammenfas
Störungen als in abnormen seelischen Reaktionen äußert
sende Bez. für organisch bedingte Störungen der psy
(Med., Psychol.); b) (nach S. Freud) Neurose, die als Aus
chischen Funktionen (Med., Psychol.). Psylcholterlror
druck eines frühkindlichen Konflikts entsteht, psylchoder; -s: (bes. in der politischen Auseinandersetzung ange
nom <zu T ’...nom ( 1 )> : nach psychischen Gesetzen verlau
wandte) Methode, einen Gegner mit psychologischen Mit
fend, der Psyche unterstehend (Psychol.). Psylcholonteln (wie z.B. Verunsicherung, Bedrohung) einzuschüch
kologe der; -n, -n: Spezialist auf dem Gebiet der Psy
tern u. gefügig zu machen. Psylcholtest der; -[e]s, Plur.
choonkologie. PsylcholonlkollolgieiZze;-: Forschungs
-s, auch -e: psychologischer Test. Psylcholthelralpeut
gebiet, das sich mit den psychologischen Fragen zur
der; -en, -en: die Psychotherapie anwendender Arzt od.
Krebsneigung, den psychosozialen Auswirkungen der
Psychologe. Psylcholthelralpeultik die;
praktische
Krebserkrankung u. der Psychologie der Krebsvorsorge
Anwendung der Psychotherapie, Heilmaßnahmen u. Ver
befasst u. psychotherapeutische Betreuung der Betroffe
fahren im Sinne der Psychotherapie (Med.). Psylchonen u. ihrer Familien bereitstellt, psylcholonlkollothe ra peu tin die; -, -nen: weibliche Form zu tPsychogisch: die Psychoonkologie betreffend. Psylcholpath
therapeut. psylcho|the|ra|peultisch: die Psychothera
der: -en, -en (zu t...path>: Mensch mit nicht mehr rückbil
peutik, die Psychotherapie betreffend (Med.). Psylchodungsfähigen abnormen Erscheinungen des Gefühls- u.
the ra pie die; -, ...ien: 1. (ohne Plur.) Wissenschaft von
Gemütslebens, die sich im Laufe des Lebens auf dem Bo
der Behandlung psychischer u. körperlicher Erkrankun
den einer erblichen Disponiertheit entwickeln, jmd., der
gen durch systematische Beeinflussung (z.B. Suggestion,
an Psychopathie leidet (Med., Psychol.). PsyicholpaHypnose, Psychoanalyse) des Seelenlebens (Med.). 2. psy
thie die; - (zu l...pathie>: Abnormität des Gefühls- und
chotherapeutische Behandlung. Psylcholthrilller[,..6riGemütslebens, die sich in Verhaltensstörungen äußert
lə] der; -s, -: psychologischer 1 Thriller, Thriller, dessen
(Med., Psychol.). Psylcholpalthini&; -, -nen: weibliche
Spannung psychologisch motiviert ist. Psylcholtilker
Form zu 1 Psychopath, psylcholpalthisch: a) die Psy
chopathie betreffend, an Psychopathie leidend; b) charak
der; -s, - (zu îpsychotisch; vgl. 2...ik (2)): jmd., der an einer
Psychose leidet (Med.), psyicholtisch (zu T...otisch>:
terlich von der Norm abweichend (Med., Psychol.). Psycholpalthollolge der; -n, -n: Wissenschaftler auf dem
zum Erscheinungsbild einer Psychose gehörend; an einer
Psychose leidend; gemütskrank, geisteskrank (Med.).
Gebiet der Psychopathologie. Psy|cho|pa|tho|lolgie
Psylcholtilzislmus der; - (zu 1 ...izismus): Gesamtver
die; Wissenschaft u. Lehre von den als krankhaft einge
stuften psychischen Erscheinungsformen, bes. von Psy
fassung, die durch psychische Störungen charakterisiert
chosen u. Psychopathien. psylcho|pa|tho|lo|gisch: die
ist (Med.). Psy|cho|to|ni|kum das; -s, ...ka (zu IpsyPsychopathologie betreffend. Psy|cho|phar|ma|kojlocho...): Arzneimittel, das psychisch anregend wirkt. Psygie die:
Teilgebiet der Pharmakologie, das sich mit der
cho top das; -s, -e (zu gr. topos „Ort, Raum“): Land
psychotropen Wirkung von Arzneimitteln u. deren mögli
schaftstyp, der Tieren (bzw. Menschen) durch Gewöh
chen Nebenwirkungen beschäftigt. Psylcholpharlmanung vertraut ist (Biol.). psylcholtrop* (zu t...trop>: auf
konáas; -s, ...ka (meist Plur.): Arzneimittel, das eine steu
die Psyche anregend od. dämpfend einwirkend, psy
ernde (dämpfende, beruhigende, stimulierende) Wirkung
chische Prozesse [günstig] beeinflussend (z. B. von Arznei
auf psychische Funktionen hat. Psylcholphylsik die;
mitteln; Med.), psylcholveigeltaltiv [...v...J: die Psyche
Teilgebiet der experimentellen Psychologie, das sich mit
u. das vegetative Nervensystem betreffend; auf einer von
den Wechselwirkungen zwischen Körper u. Seele, insbe
abnormen seelischen Vorgängen ausgelösten Fehlreaktion
sondere zwischen physischen Reizen u. den ihnen entspre
des vegetativen Nervensystems beruhend (Med.). Psychenden Erlebnissen befasst. Psylcholphylsilker der;
cho viita lis mus der;
Anschauung des Î Vitalismus,
-s, -: auf dem Gebiete der Psychophysik tätiger Wissen
einer philosophischen Lehre, die zur Erklärung des orga
schaftler. Psylchojphylsiollolgie die; -: Arbeitsrich
nischen Geschehens ein besonderes psychisches Prinzip
tung, die die Zusammenhänge zwischen physiologischen
annimmt (Psychol.)
Vorgängen u. Verhalten, Befinden u.a. untersucht (Med., psylchro...*, Psylchro... [psyçro...] (zugr. psychrös „kalt,
Psychol.), psyjcholphylsiollolgisch: die Psychophy
frostig, kühl“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
siologie betreffend (Med., Psychol.), psylcholphy„Kälte; kalt“, z.B. psychrophil, Psychrophyt. Psylchrosisch: die Psychophysik betreffend, auf ihr beruhend;
allgie die; -, ...ien (zu î...algie): schmerzhaftes Kältege
psychophysischer Parallelismus: Hypothese, dass körper
fühl (als besondere Form der Sensibilitätsstörung; Med.).
liche u. psychische Vorgänge parallel u. ohne kausalen Zu
Psylchroläslthelsie die; -, ...ien: krankhafte Gefühls
sammenhang verlaufen. Psy|cho|po|li|tikiZie; -: psycho
störung, bei der Wärme als kalt empfunden wird (Med.).
logisch orientierte, bewusst mit den Mitteln der Psycholo
Psylchrolbilont der; -en, -en (meist Plur.) (zu T...biont):
gie (1) arbeitende Politik. Psy|cho|pro|phy|la|xe die; -:
Lebewesen, das in Î Biotopen mit niederen Temperaturen
systematische psychologische Vorbereitung des Patienten
lebt (z.B. Psychrophyten; Biol.). Psy|chro|me|ter das;
auf zu erwartende Beanspruchungen (z.B. Schmerzen),
-s, - (zu tɪ...meter): aus zwei Thermometern kombinierter
wodurch psychogene Fehlreaktionen, Spasmen u.Ä. aus
Luftfeuchtigkeitsmesser (Meteor.), psylchrolphil (zu
geschaltet od. vermindert werden (Psychol.). Psylchoise
Î ...phil): kältefreundlich, Kälte liebend (von bestimmten
die; -, -n (aus gleichbed. nlat. psychosis zu tpsycho... u.
Bakterien; Biol.). psylchrolphob (zu 1...phob): kälte
t'...ose>: seelische Störung; krankhafter Zustand mit er
scheu. PsylchrolpholbieAe, - (zu î ...phobie): Scheu vor
heblicher Beeinträchtigung der psychischen Funktionen u.
Kälte, bes. vor kaltem Wasser. Psylchrolphyt rfer; -en,
gestörtem Realitätsbezug. Psy|cho|so|ma|tik die; - (zu
-en (meist Plur.) (zu T...phyt>: Pflanze kalter Böden, die
tpsycho..., gr. soma, Gen. sómatos „Körper“ u. t2...ik
lang anhaltenden Frost vertragen kann, die niedrige Tem
(1)>: medizinisch-psychologische Krankheitslehre, die
peraturen bevorzugt, z.B. Zwergsträucher, Flechten,
psychischen Prozessen bei der Entstehung körperlicher
Moose in der Tundravegetation (Bot.)
Leiden wesentliche Bedeutung bemisst (Med.). Psylcho- Psyklter der; -[s], - (aus gleichbed. gr. psyktër): antikes
somatiker der: -s, -: Wissenschaftler, Therapeut auf
bauchiges Gefäß auf hohem zylindrischen Fuß, das bes.
dem Gebiet der Psychosomatik, psylcholsolmaltisch:
zum Kühlhalten von Wein benutzt wurde
1121
publizieren
das; -s, ...ka (aus gleichbed. spätlat. ptarmi
(geburtshilfliche Operation; Med.), pulbelral u. pulbercum, dies zugr. ptarmikós „niesend“): die Nasenschleim
tär (zu t Pubertät u. t '...al (1 ) bzw. ...är): a) mit der Puber
haut reizendes, den Niesreflex auslösendes Mittel; Nies
tät zusammenhängend, für sie typisch; b) in der Pubertät
mittel (Med.). Ptarlmus der; - (aus nlat. ptarmus, dies aus
befindlich, begriffen. Pu|ber|tas prae cox [- 'prɛ:kɔks]
gr. ptarmós „das Niesen“); krampfartiger Niesanfall,
die; - - (aus gleichbed. lat. pubertas praecox, vgl. Puber
Nieskrampf (Med.)
tät): vorzeitig eintretende Pubertät (Med.). Pulberltas
Pte|ra|no|don* das; -s, ...donten (zu gr. pterón „Feder,
tar da die; - - (aus gleichbed. lat. pubertas tarda): verspä
Flügel“, a(n)- „nicht, un-“ u. odoüs, Gen. odóntos
tet eintretende Pubertät (Med.). Pulberltät die; - (aus lat.
„Zahn“) : Flugsaurier der Kreidezeit. PteIridoiphyt der;
pubertas, Gen. pubertatis „Geschlechtsreife, Mannbar
-en, -en (meist Plur.) (zu gr. pteridios „gefiedert“ u.
keit“): Zeit der eintretenden Geschlechtsreife. PulberT...phyt); Farnpflanze (zusammenfassende systematische
täts kri se die; -, -n: Gesamtheit der Reaktionen während
Bez.). Pte|ri|do|sper|me die; -, -n (zu ÎSperma): ausge
der Pubertät, die als Zeichen seelischer Krisen angese
storbene Samenfarnpflanze. Ptelrilne die (Plur.)
hen werden können (Med.), pulberltielren (zu Î..deren):
(Kunstw. zu gr. pterón „Flügel“ u. T ...in ( 1 )> : Gruppe puin die Pubertät eintreten, sich in ihr befinden. Pu Ibes
rinähnlicher Farbstoffe, die in Schmetterlingsflügeln vor
die; -, - [,,,be:s] (aus lat. pubes „Mannbarkeit; Bart
kommen. Pte|ro|dak|tyllus der; -, ...ylen: Flugsaurier
haare; Schamgegend“): 1. Schambehaarung (Med.). 2.
des t2Juras mit rückgebildetem Schwanz. Ptelrolpolde
Bereich der äußeren Genitalien, Schamgegend (Med.).
der; -n, -n (meist Plur.) (zu t...pode>: Ruderschnecke
pu|bes|zent (zu lat. pubescere „mannbar werden“ u.
(Meeresschnecke mit ruderartigem Fuß). PtelrolsaulriT...ent): heranwachsend, geschlechtsreif (Med.). Pulbeser [...in] der; -s, - u. Pterosaurus ¿Zer; -, ...rier [...in] (zu
zenz die; - (zu t...enz): Geschlechtsreifung (Med.), pugr. saüros „Eidechse“): urzeitliche, ausgestorbene Flug
bisch: die Schambehaarung, die Schamgegend betref
echse mit zahlreichen Arten; vgl. Pterodaktylus, Pteranofend (Med.)
don. Ptelrylgilum das; -s, ...ia (über gleichbed. (n)lat. Public-Domain-Software* ['pʌbhkdə'meɪnsɔftwɛə]
pterygium aus gr. pterÿgion, eigtl. „kleiner Flügel“, Ver
die; - (zu engl. public domain „öffentliches Gut“(vgl. Do
kleinerungsform von ptéryx, Gen. ptérygos „Feder; Flü
main) u. tSoftware): nicht durch ÎCopyright geschützte
gel“): 1. dreieckige Bindehaut Wucherung, die sich über die
Software, die ohne Einschränkung kopiert u. vertrieben,
Hornhaut schiebt (Med.). 2. häutige Verbindung,
jedoch nicht verändert werden darf (EDV), pulblilce
Schwimmhaut zwischen Fingern u. Zehen bzw. im Ge
['pu:blitse] (lat.; Adverb von publicus, vgl. publik): öffent
lenkbereich (angeborene Hautanomalie) (Med.). 3.
lich. Pulblilcilty [pʌ'bhsɪtɪ] die; - (über engl. publicity aus
Wachstum eines Nagelhäutchens über die Nagelplatte. 4.
gleichbed. fr. publicité zu public, vgl. publik): 1. jmds. öf
a) Bez. für flächige Strukturen bei Tieren (z. B. das Flos
fentliches Bekanntsein od. -werden. 2. Reklame, Propa
senskelett von im Wasser lebenden Wirbeltieren od. die
ganda, [Bemühung um] öffentliches Aufsehen; öffentliche
Flughäute bei einigen Reptilien u. Säugern; b) Insekten
Verbreitung. Pulblic Rella tions ['pʌblɪk rɪleɪʃənz] die
flügel (Zool.). ptelrylgot (aus gleichbed. gr. pterygötös
(Plur.) (aus gleichbed. engl. -amerik. public relations, eigtl.
zu pteroün „befiedern, mit Flügeln versehen“): geflügelt
„öffentliche Beziehungen“): Bemühungen eines Unter
(von Insekten; Zool.)
nehmens, einer führenden Persönlichkeit des Staatslebens
od. einer Personengruppe um Vertrauen in der Öffentlich
Ptil saine die; -, -n (aus lat. ptisana „ein aus Gerstengrütze
hergestellter Trank“, eigtl. „die gestampfte u. gereinigte
keit; Öffentlichkeitsarbeit, Kontaktpflege; Abk.: PR. Publ ic School [- 'sku:l] die; - -, - -s [- 'sku:lz] (engl.y. höhere
Gerste“, dies aus gr. ptisáne zu ptissein „(Gerste) stamp
fen“): [schleimiger] Arzneitrank
Privatschule mit Internat in England, pulblik [pu...] (aus
gleichbed. /r. public, dies aus lat. publicus „öffentlich;
Ptolchilalter* der; -s, - (zu gr. ptöchos „Bettler“ u. î..da
staatlich; allgemein“): öffentlich; offenkundig; allgemein
ter): (veraltet) Armenarzt. Ptolcholdolchilum das; -s,
bekannt. Pu|bli|kan|dum das; -s, ...da (aus lat. publican
...ien [...¡an] (aus gleichbed. gr. ptöchodochelon): (veral
dum, Gerundivum von publicare, vgl. publizieren): (ver
tet) Armenhaus
altet) etwas Bekannt-zu-Machendes, öffentliche Anzeige.
pto|le|mä|isch (nach dem ägypt. Astronomen u. Mathe
Pu|bli|ka|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. fr. publication,
matiker C. Ptolemäus, um 100-160): die Lehre des Ptoledies aus (spät)lat. publicatio „Veröffentlichung“ zu publi
mäus betreffend, auf ihr beruhend; ptolemäisches Weltsys
care, vgl. publizieren): I. publiziertes, im Druck erschie
tem: svw. geozentrisches Weltsystem
nenes Werk. 2. Veröffentlichung, Publizierung; vgl. ...atiPtolmalin das; -s, -e (meist Plur.) (zu gr. ptöma „Leich
on/...ierung. Pulbli|ka|ti|ons|or|gan das; -s, -e: Organ
nam“, eigtl. „der Gefallene“, u. T...in (1)>: Leichengift.
(2) zur Publikation (Zeitung, Zeitschrift o.Ä.). PulbliPtglse u. Ptolsis die; -, ...sen (aus gr. ptosis „das Fallen,
kum das; -s, ...ka (wohl unter Einfluss von fr. public „Öf
der Fall“): Herabsinken des [gelähmten] Oberlides
fentlichkeit; Publikum“ bzw. engl. public „Öffentlichkeit;
(Med.), ptoltisch (nach gr. ptötikos „beugbar“, vgl.
Theaterpublikum“ aus mlat. publicum (vulgus) „das ge
...otisch): a) krankhaft herabhängend (z. B. vom Oberlid);
meine Volk ; Öffentlichkeit“ ; vgl. publik) : 1. (ohne Plur.) a)
b) nach unten verlagert (z.B. von den Eingeweiden; Med.)
Gesamtheit von Zuhörern, Zuschauern (z. B. einer Veran
Ptylallin* das; -s (zu gr. ptÿalon „Speichel“ u. t...in (1)):
staltung, Aufführung); Zuhörer-, Leser-, Besucherschaft;
Stärke spaltendes ÎEnzym im Speichel. Ptylallislmus
b) als Einheit gesehene, an Kunst, Wissenschaft o. Ä. inte
der; - (zu t,,dsmus (3)): abnorme Vermehrung des Spei
ressierte Menschen; c) als Einheit gesehene Gäste, Besu
chels, Speichelfluss (Med.); vgl. Polysialie. Ptyla lo lith
cher in einem Lokal, Ferienort o. Ä. 2. (veraltet) unentgelt
[auch ...’lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu Î ...lith):
liche öffentliche Vorlesung. Pu|bli|shing-on-De|mand
ÎKonkrement der Speicheldrüsen; Speichelstein (Med.)
['pʌblɪʃɪŋɔndɪ'mɑ:nd] das; -[s] (aus gleichbed. engl. publi
Pub [pap, engl. pʌb] das, auch der; -s, -s (aus gleichbed. eng!.
shing on demand, eigtl. „Publizieren auf Anforderung“):
pub, gekürzt aus public house, eigtl. „öffentliches Haus“;
das Veröffentlichen ausschließlich bei Bedarf (z.B. von
vgl. publik): 1. Gaststätte, Bierlokal in England. 2. Lokal,
Î Dissertationen), pulblilzielren [pu...] (aus lat. publicare
Bar im engl. Stil
„zum Staatseigentum machen; veröffentlichen“ zu publi
Pulbarlche* die; -, -n (zu ÎPubes u. gr. arche „Anfang“,
cus, vgl. publik): 1. ein (literarisches od. wissenschaftli
Analogiebildung zu ÎMenarche): entwicklungsgerechtes
ches) Werk veröffentlichen, im Druck erscheinen lassen.
Einsetzen der Schambehaarung bei Mädchen (Med.). Pu2. Forschungsergebnisse publik, wissenschaftlich bekannt
beloltolmie die; -, ...ien (zu t...tomie): Schambeinschnitt
Ptarlmilkum
1122
Publizierung
machen. Pu|bli|zie|rung die; -, -en (zu T...ierung>: Ver
öffentlichung (eines literarischen od. wissenschaftlichen
Werkes); vgl. ...ation/.,.ierung. Pulblilzist der; -en, -en
(zu t ...ist) : ÎJournalist, Schriftsteller, der mit Analysen u.
Kommentaren speziell im Bereich des aktuellen [politi
schen] Geschehens aktiv an der Bildung der öffentlichen
Meinung teilnimmt. Pulblilzisltik die; - (zu Î...istik): a)
Bereich der Beschäftigung mit allen die Öffentlichkeit in
teressierenden Angelegenheiten in Buch, Presse, Film,
Rundfunk u. Fernsehen; b) Wissenschaft von den Massen
medien u. ihrer Wirkung auf die Öffentlichkeit. Pulblizisitin die; -, -nen: weibliche Form zu ÎPublizist, pulblizisltisch (zu î ...istisch): a) die Publizistik (a) betreffend,
ihr entsprechend, mit ihren Mitteln; b) die Publizistik(b)
betreffend; vom Standpunkt der Publizistik aus. Pulblizi|tät die; - (zu lat. publicitus (Adverb von publicus, vgl.
publik) u. t...ität>: 1. das Bekannt-, Publiksein. 2. a) Öf
fentlichkeit, Offenkundigkeit, allgemeine Zugänglichkeit
der Massenmedien u. ihrer Inhalte; b) öffentliche Darle
gung der Geschäftsvorfälle u. der Entwicklung eines Un
ternehmens
Puck der; -s, -s (aus gleichbed. engl. puck, dies über mittelengl. puke aus altengl. püca, dies aus dem Germ.): 1. Ko
bold, schalkhafter Elf (in Shakespeares „Sommernachts
traum“). 2. Hartgummischeibe beim Eishockey
Pud
-, - (aus russ. pud, dies über das Altnord, aus lat.
pondus, vgl. Pond): früheres russ. Gewicht (16,38kg)
Pudlding der; -s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. engl. pudding,
dies wohl aus (alt)fr. boudin „Wurst“): 1. kalte Süßspeise
aus in Milch aufgekochtem Puddingpulver od. Grieß. 2. im
Wasserbad gekochte Mehl-, Fleisch- od. Gemüsespeise
puldenldal (zu /ɑi. pudendus (Gerundivum von pudere
„sich schämen“) u. T'...al (1)>: die Schamgegend betref
fend, zur Schamgegend gehörend (Med.)
Puldu der; -s, -s (über gleichbed. span, pudu aus Mapuche
(einer südamerik. Indianersprache) pudu): südamerik.
Zwerghirsch
Pulelblo* der; -[s], -s (aus gleichbed. span, pueblo, eigtl.
„Volk(sstamm)“, dies aus lat. populus, vgl. populär): aus
mehrstöckig zusammenhängenden terrassenartig angeleg
ten Wohneinheiten bestehende Wohnanlage der Puebloin
dianer
pulelril [pue...] (aus gleichbed. lat. puerilis zu puer „Kind,
Knabe“): kindlich, im Kindesalter vorkommend, dafür ty
pisch (Med.). Pulelrillislmus der; - (zu t,,,ismus (3)):
kindliches Wesen; dem T Infantilismus gleichendes Verhal
ten (z.B. bei Psychose, Hysterie, Schizophrenie; Med.).
Pu|e|ri|li|tät die; - (aus gleichbed. lat. puerilitas, Gen.
puerilitatis, eigtl. „das Knabenalter“): a) kindliches We
sen; b) kindisches Wesen. Pulerlpelra die; -, ...rä (aus
gleichbed. lat. puerpera zu puer „Kind“ u. parere „gebä
ren“): Wöchnerin (Med.), pulerlpelral (zu!'...al(1)):das
Wochenbett betreffend, zu ihm gehörend; eine Wöchnerin
betreffend (Med.). Pulerlpelrallfielber das; -s: Infekti
onskrankheit bei Wöchnerinnen; Kindbettfieber (Med.).
Pulerlpelrilum das; -s, ...ien [...jan] (aus gleichbed. lat.
puerperium); Wochenbett, Zeitraum von 6 bis 8 Wochen
nach der Entbindung (Med.)
Pu|gi|lis|mus der; - (zu lat. pugil „Faustkämpfer“ u. 1 ...ismus (2)): (veraltet) Faustkampf; Boxsport; vgl. ...ismus/
...istik. Pulgillist der; -en, -en (zu t,,,ist): (veraltet)
Faust-, Boxkämpfer. PuIgillis|tik die; - (zu 1 ...istik): svw.
Pugilismus. puigi lisitisch (zu T ...istisch): (veraltet) den
Faustkampf betreffend, boxsportlich
Pu|gna|zi|tät* die; - (aus gleichbed. lat. pugnacitas, Gen.
pugnacitatis zu pugnax „streitbar“, dies zu pugnare
„kämpfen“): (veraltet) Kampflust, Streitsucht
Pul der; -, -s (aber: 5 -) (auspers. pül): Münzeinheit in Af
ghanistan (0,01 Afghani)
[...tfi.„] der; -s, -e u. Pullcilnellla der; -[s], ...ei
le (aus gleichbed. it. Pulcinella, dies aus lat. pullicenus
„Hühnchen“, wohl nach dem Verhalten u. der schnabel
ähnlichen Maske dieser Bühnenfigur): komischer Diener,
Hanswurst in der neapolitanischen 1 Commedia dell’Arte
'Pulk der; -s, Plur. -s, selten auch -e (über poln. pulk aus
gleichbed. russ. polk, dies aus dem Germ.): 1. Heeresabteilung. 2. [loser] Verband von Kampfflugzeugen od. mi
litärischen Fahrzeugen. 3. Anhäufung, größere Anzahl
[von Fahrzeugen]; Haufen, Schar; Schwarm
2Pulk der; -s, -s u. Pullka der; -s, -s (über schwed. pulka aus
gleichbed. finn. pulkka, lapp, pulkke): bootförmiger
Schlitten, der von den Lappen zu Transporten benutzt
wird
Pull der; -s, -s (aus gleichbed. engl. pull zu to pull, vgl. pul
len) : Golfschlag, der dem Ball einen Linksdrall gibt
Pu 11 la I ri I er [...in] der; -s, - (aus gleichbed. lat. pullarius, dies
zu pullus „junges Huhn“): Wächter der heiligen Hühner
im alten Rom
Pull-down-Melnü [... daon...] tZas; -s, -s (zu engl. to pull
down „herunterziehen“ (zu to pull, vgl. pullen) u. î Menü):
Untermenü (vgl. Menü 2), das durch Auswählen eines Be
griffs in der Menüzeile eines Fensters (nach unten) aufgeblä,4:ert wird (EDV), pulllen (aus gleichbed. engl. to pull,
eigtl. „ziehen, schlagen“, weitere Herkunft ungeklärt): 1.
(Seemannsspr.) rudern. 2. einen Pull ausführen (Golf). 3.
mit vorgestrecktem Kopf stark vorwärts drängen (vom
Pferd)
Pulli man der; -s, -s (aus amerik. pullman (car), vgl. Pullmanwagen): Kurzform von T Pullmanwagen
Pull man kap pe die; -, -n (Herkunft ungeklärt): (österr.)
Baskenmütze
Pulli manwagen der; -s, - (Lehnübersetzung von gleich
bed. amerik. Pullman (car), nach dem amerik. Konstruk
teur G. M. Pullman, 1831-1897): komfortabel ausgestat
teter Schnellzugwagen
Pulllolmanltie o7<?; -, ...ien (zu lat. pullus (vgl. Pullarier) u.
gr. manteia „das Weissagen“): Wahrsagung aus dem Fut
ter u. dem Fressverhalten der heiligen Hühner im alten
Rom
Pul|lo|ver* [...V...] der; -s, - (aus gleichbed. engl. pullover,
eigtl. „zieh über“, zu to pull (over) „(über)ziehen“): ge
stricktes od. gewirktes Kleidungsstück für den Oberkör
per, das über den Kopf gezogen wird. Pulllunlder* der; -s,
- (anglisierende Bildung zu engl. to pull „ziehen“ u. under
„unter“ (das Jackett), Analogiebildung zu ÎPullover):
meist kurzer, ärmelloser Pullover, der über einem Ober
hemd, einer Bluse getragen wird
Pul mo der; -[s], ...mones [,,,ne:s] (aus gleichbed. lat. pul
mo, Gen. pulmonis): Lunge (Med.). Pul|mo|lo|ge der; -ri,
-n (zu T.Joge): svw. Pneumologe. Pul mo iolgie die; (zu t,,,logie): svw. Pneumologie, pullmolnal (zu t *...al
):
(1)
die Lunge betreffend, zu ihr gehörend (Med.). Pulmolnallstelnolse die; -, -n: Verengung im Bereich der
Lungenschlagader (z.B. bei Verwachsung der Herzklap
pen als angeborener Herzfehler; Med.). Pullmolnes
[,,,ne:s]: Plur. von tPulmo. Pullmolnie die; -, ...ien (zu
T2...ie>: (veraltet) Lungenschwindsucht (Med.)
'Pulp der; -s, -e (aus gleichbed. fr. poulpe zu polype, dies aus
lat. polypus, vgl. Polyp): (selten) Bez. für eine Art ÎKrake
2Pulp der; -s, -en (über gleichbed. engl. pulp aus fr. pulpe,
dies aus lat. pulpa, vgl. Pulpa): 1. breiige Masse mit grö
ßeren od. kleineren Fruchtstücken zur Marmeladeherstel
lung. 2. bei der Gewinnung von Stärke aus Kartoffeln an
fallender, als Futtermittel verwendeter Rückstand. PulIpa
die; -, ...pae [...pe] (aus lat. pulpa „Fleisch; das Fleischi
ge“): 1. weiche, gefäßreiche Gewebemasse im Zahn
(Zahnmark) u. in der Milz (Med.). 2. bei manchen Früch
ten (z. B. Bananen) als Endokarp ausgebildetes fleischiges
Pullcilnell
1123
Gewebe. Pullpe die; -, -n (aus fr. pulpe, vgl. 2Pulp>: svw.
2Pulp. Pullpe die; -, -n: 1. svw. Pulpe. 2. als Futtermittel
verwendeter Rückstand der Kartoffeln bei der Stärkefa
brikation. Pullper der; -s, - (nach gleichbed. engl. pulper):
1. Fachkraft in der Zuckerraffinerie. 2. Maschine zur Auf
bereitung von Kaffeekirschen. 3. Apparat zur Herstellung
einer breiigen Masse. Pulplf icltion ['pʌlpfɪkʃən] die; - (zu
engl. pulp (vgl. 2Pulp) u. fiction „Erfindung; Erzählung“):
Groschenheft, anspruchslose Massenliteratur. Pul|pi|tis
[pul...] die; -, ...itiden (zu tPulpa u. T ...itis>: Entzündung
des Zahnmarks (Med.)
Pullpiltum das; -s, ...ta (aus lat. pulpitum „Podium. Büh
ne“): der mittlere Teil des 1 Proszeniums (1) im antiken
Theater. 2. (veraltet) erhöhter Platz für Redner, Redner
bühne. 3. (veraltet) tischartiges Gestell mit schräg geneig
ter Platte, Pult
pullpös (aus gleichbed. spätlat. pulposus zu lat. pulpa, vgl.
Pulpa u. ...ös): fleischig, markig; aus weicher Masse be
stehend (Med.)
Pulique [pʊlkə] der; -[s] (aus span, pulque, wohl aus dem
Aztek.): (in Mexiko beliebtes) süßes, stark berauschendes
Getränk aus gegorenem Agavensaft
Puls der; -es, -e (aus gleichbed. mlat. pulsus (venarum), dies
aus lat. pulsus „das Stoßen, das Stampfen, der Schlag“,
eigtl. Part. Perf. von pulsare, Intensivbildung von pellere
„schlagen, stoßen“): 1. a) das Anschlägen der durch den
Herzschlag fortgeleiteten Blutwelle an den Gefäßwänden;
b) Stelle am inneren Handgelenk, an der der Puls (a) zu
fühlen ist. 2. gleichmäßige Folge gleichartiger Impulse
(z.B. in der Schwachstrom- u. Nachrichtentechnik elektr.
Strom- u. Spannungsstöße). Pullsar der; -s, -e (aus gleich
bed. engl. pulsar, Kurzw. aus pulse „Impuls“ (vgl. Puls 2)
u. I Quasar) : kosmische Strahlungsquelle mit Strahlungs
pulsen von höchster periodischer Konstanz (Astron.).
Pull sa|til|la die: - (aus nlat. pulsatilla zu spätlat. pulsatus
„das (An)schlagen“ mit der lat. Verkleinerungssilbe -illa,
wohl nach der glockenähnlichen Blütenform): Kuhschelle
(Anemonenart, die für zahlreiche Heilmittel verwendet
wird). Pullsaltiign die; -, -en (aus lat. pulsatio „das Sto
ßen, Schlagen“ zu pulsare, vgl. pulsieren): 1. rhythmische
Zu- u. Abnahme des Gefäßvolumens, Pulsschlag (Med.).
2. Veränderung eines Sterndurchmessers (Astron.). Pulsaltor der; -s, ...oren u. Pul |sa|tor|ma|schi|ne die; -, -n
(nach spätlat. pulsator „der (An)klopfer“): Gerät zur Er
zeugung pulsierender Bewegungen od. periodischer
Druckänderungen (z.B. bei der Melkmaschine). Pulscodelmo dullalti on [,,,ko:t...] die; -, -en: Verfahren zur
Umwandlung 1 analoger Signale in 1 digitale Signale
(Nachrichtentechnik), pullsen (zu 1 Puls): 1. svw. pulsie
ren. 2. (Jargon) den Puls messen (Med.). 3. in einzelne Pul
se (2) zerlegen (Nachrichtentechnik). Pulslfrelquenz
die; -, -en: Zahl der Pulsschläge pro Minute (Med.), pulsielren (aus lat. pulsare „stoßen, schlagen“, Intensivbil
dung von pellere, vgl. Puls): 1. rhythmisch dem Pulsschlag
entsprechend an- u. abschwellen; schlagen, klopfen. 2.
sich lebhaft regen, fließen, strömen. Pullsilon die; -, -en
(aus spätlat. pulsio „das (Fort)stoßen“): Stoß, Schlag.
Pul|si|onsldi|ver|ti|kel [...v...] das; -s, -: Grenzvertikel,
Wandausbuchtung an der Speiseröhre infolge Druckes
von innen an muskelschwachen Wandstellen (Med.). Pul
solmelter das: -s, - (zu lat. pulsus (vgl. Puls) u. 1 '...me
ter): kolbenlose Dampfpumpe, die durch Dampfkonden
sation arbeitet (Techn.)
Pul ver [...f..., auch ...v...] das; -s, - (über mlat. pulver aus
lat. pulvis, Gen. pulveris „Staub“): 1. a) fester Stoff in sehr
feiner Zerteilung; b) Schießpulver; c) Medikament, Gift in
Pulverform. 2. (ohne Plur.; ugs.) Geld. Pul|ve|ri|saltilon
[...V...J die; -, -en (zu t...isation>: Umwandlung zu Staub;
Zerstäubung (von Flüssigkeiten); vgl. ...ation/...ierung.
Punk
Pul ve ri sa tor der; -s,
...oren (zu 1 ...ator): Maschine zur
Pulverherstellung durch Stampfen od. Mahlen. pul|ve|risie ren (über fr. pulvériser aus gleichbed. spätlat. pulve
rizare zu lat. pulvis, vgl. Pulver): feste Stoffe zu Pulver
(1 a) zerreiben, zerstäuben. Pul|ve|ri|sie|rung die; -, -en
(Plur. selten) (zu l...isierung): das Pulverisieren; vgl. ...ation/...ierung
Pul vi nar [,..v...[ das; -s, -e (aus lat. pulvinar „Polstersitz“):
1. Götterpolster, beim Î Lectisternium aufgestelltes u. mit
kostbaren Decken belegtes Ruhelager für die Götterbilder
im alten Rom. 2. in der kath. Kirche früher anstelle des
Messpultes als Unterlage für das Messbuch gebrauchtes
Kissen
Pull wan der; -s, -e (über das Poln. aus russ. bolvan
„Klotz“): früher bei der Birkhahnbalz als Lockvogel ver
wendeter ausgestopfter od. aus Stoff gefertigter Birkhahn
Pul ma der; -s, -s (über gleichbed. span, puma aus Quechua
(einer südamerik. Indianersprache) puma): Silberlöwe,
Berglöwe, in Amerika heimisches Raubtier mit langem
Schwanz, kleinem Kopf u. dichtem braunem bis [silber]grauem Fell.
Pumplgun ['pʌmpgʌn] die; -, -s (aus gleichbed. engl. pump
gun zu to pump „pumpen“ u. gun „Schusswaffe“): groß
kalibriges mehrschüssiges Gewehr, bei dem das Repetie
ren durch Zurückziehen des mit den Verschlussteilen in
Verbindung stehenden Vorderschaftes erfolgt
Pumps [pcemps] der; -, - (aus gleichbed. engl. pumps
(Plur.), weitere Herkunft ungeklärt): ausgeschnittener,
nicht durch Riemen od. Schnürung gehaltener Damen
schuh
Pulna die; - (über gleichbed. span, puna aus Quechua (einer
südamerik. Indianersprache) püna, eigtl. „unbewohnt“):
Hochfläche der südamerik. Anden mit Steppennatur
Pul nallualehe die; - (zu gleichbed. hawaiisch punalua):
frühere Form der Ehe auf den Hawaii-Inseln, bei der unter
Verwandten der gleichen Generation Frauen- u. Männer
gemeinschaft herrschte
'Punch [pantʃ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. punch, wei
tere Herkunft ungeklärt): a) Faustschlag, Boxhieb (von er
heblicher Durchschlagskraft); b) Boxtraining am Punchingball (Boxen)
2Punch [pantʃ] der; -s, -s (verkürzt aus gleichbed. engl. punchinello, dies entstellt aus it. Pulcinella, vgl. Pulcinella):
Hanswurst des historischen engl. Theaters u. des engl.
Puppenspiels
Punlcher ['pantʃn] der; -s, - (nach gleichbed. engl. puncher,
vgl. 'Punch): 1. Boxer, der über einen kraftvollen Schlag
verfügt. 2. Boxer, der mit dem Punchingbal! trainiert.
Punlchinglball der; -[e]s, ...bälle (aus gleichbed. engl.
punching (ball), eigtl. „Stoß(ball)“): oben u. unten befes
tigter, frei beweglicher Lederball, der dem Boxer als
Übungsgerät dient. Pun|ching|bir|ne die; -, -n: svw.
Punchingball
Puncltum Punc ti ['pʊŋk... 'pʊŋkti] das; - - (aus gleichbed.
lat. punctum puncti, eigtl. „der Punkt des Punktes“):
Hauptpunkt (bes. von Geld in Bezug auf finanzielle Pla
nungen). Puncltum sallilens [- za:liɛns] das; - - (aus
gleichbed. lat. punctum saliens, zu salire „hüpfen, sprin
gen“): der springende Punkt, Kernpunkt, Entscheidendes
Pulniltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. punitio zu punire
„strafen“): (veraltet) Bestrafung, pulniltiv (zu lat. puni
tus, Part. Perf. von punire (vgl. Punition), u. t,,,iv):
(fachspr., sonst veraltet) strafend
Punk [paŋk] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.-amerik. punk,
eigtl. „Abfall, Mist“): 1. a) (ohne Plur., meist ohne Artikel)
Protestbewegung von Jugendlichen mit bewusst rüdem,
exaltiertem Auftreten u. bewusst auffallender Aufma
chung (grelle Haare, zerrissene Kleidung, Metallketten
o.Ä.); b) IPunker (2). 2. (ohne Plur.) Kurzform von
Punker
Î Punkrock. Punlker ['paŋkn] fiter; -s,
1. Musiker des
Punkrock. 2. Anhänger des Punk (1 a). PunlkelriniYte; -,
-nen: weibliche Form zu ÎPunker. punlkig: den Punk
(la) betreffend, ihm entsprechend, für ihn charakteris
tisch. Punklrock der; -[s] (aus gleichbed. engl.-amerik.
punk rock zu punk (vgl. Punk) u. rock (vgl. 2Rock)> : Rich
tung in der Î Rockmusik, die durch einfache Harmonik,
harte Akkorde, hektisch-aggressive Spielweise u. meist zynisch-resignative Texte gekennzeichnet ist. Punklrolcker
der: -s, - (aus gleichbed. engl.-amerik. punk rocker, zu
ÎRocker): svw. Punker (1)
Punktfiter; -[e]s, -e (über spätlat. punctus aus gleichbed. lat.
punctum, eigtl. „das Gestochene; eingestochenes
(Satz)zeichen“, dies eigtl. substantiviertes Part. Perf.
(Neutr.) von pungere „stechen“): 1. geometrisches Gebil
de ohne Ausdehnung; bestimmte Stelle im Raum, die
durch Koordinaten festgelegt ist (Math.). 2. kleines
schriftliches Zeichen als Schlusszeichen eines Satzes od.
einer im vollen Wortlaut gesprochenen Abkürzung, als
Kennzeichen für eine Ordnungszahl, als Verlängerungs
zeichen hinter einer Note, als Morsezeichen u.a. 3. sehr
kleiner Fleck. 4. kleinste Einheit (0,376 mm) des typogra
fischen Maßsystems für Schriftgrößen (z.B. eine Schrift
von 8Punkt; Druckw.). 5. bestimmte Stelle, bestimmter
Ort. 6. Stelle, Abschnitt (z.B. eines Textes, einer Rede);
einzelner Teil aus einem zusammenhängenden Ganzen. 7.
Thema, Verhandlungsgegenstand innerhalb eines größe
ren Fragen-, Themenkomplexes. 8. bestimmter Zeitpunkt,
Augenblick. 9. Wertungseinheit im Sport, bei bestimmten
Spielen, für bestimmte Leistungen. Punkltallglas® das;
-es, ...gläser (zu Î’...al (1)>: zur Vermeidung von Verzer
rungen bes. geschliffenes Brillenglas; vgl. Astigmatismus
(1). Punk|tatrfaj;-[e]s,-e(ausm/a(. punctatum „das Ein
gestochene“, substantiviertes Part. Perf. (Neutr.) von
punctare, vgl. punktieren): durch Punktion gewonnene
Körperflüssigkeit (Med.). Punkltaltilon rfze; -, -en (zu
mlat. punctatus, Part. Perf. von punctare (vgl. punktie
ren), u. Î '...ion): 1. nicht bindender Vorvertrag (Rechtsw.).
2. [vorläufige] Festlegung der Hauptpunkte eines künfti
gen Staatsvertrages. 3. Kennzeichnung der Vokale im He
bräischen durch Punkte u. Striche unter u. über den Kon
sonanten. Punkltaltor der; -s, -en (meist Plur.) (aus
gleichbed. mlat. punctator): Angehöriger einer Gruppe
spätjüd. Schriftgelehrter (4.-6. Jh.), die durch die Punktation (3) der alttest. Schriften den tmassoretischen Text
festlegten. Punktldilätfiite; - (zu ÎPunkt): Diät, die in der
starken Einschränkung od. Meidung von Kohlenhydraten
zugunsten von Eiweiß u. bes. Fett besteht, punklten: 1.
mit Punkten (9) bewerten. 2. Punkte (9) sammeln, punk
tieren (aus mlat. punctare „Einstiche machen; Punkte
setzen“ zu lat. punctus, Part. Perf. von pungere „ste
chen“): 1. mit Punkten versehen, durch Punkte darstellen,
tüpfeln. 2. a) eine Note mit einem Punkt versehen u. sie da
durch um die Hälfte ihres Wertes verlängern; vgl. Nota
puntata; b) die Töne einer Gesangspartie um eine Oktave
(od. Terz) niedriger od. höher setzen (Mus.). 3. die wich
tigsten Punkte eines Modells auf den zu bearbeitenden
Holz- od. Steinblock maßstabgerecht übertragen (Bild
hauerkunst). 4. eine Punktion durchführen (Med.). Punktierlkunst die; -: Kunst des Wahrsagens aus zufällig in
Sand od. Erde markierten od. auf Papier verteilten Punk
ten u. Strichen; vgl. Geomantie. Punk|tier|ma|nier¿/e;
-: Technik des Kupferstichs, bei der die Platte durch mit
der Punze (1) od. ^Roulette eingeritzte Punkte gezeichnet
wird (Kunstw.). Punk|tielrung¿7te; -, -en: a) (ohne Plur.)
das Punktieren (1-3); b) die durch einen Punkt, durch
Punkte gekennzeichnete Stelle. Punk|ti|on die; -, -en
(nach lat. punctio „das Stechen, Einstich“): Entnahme
von Flüssigkeit, Gewebe aus einer Körperhöhle durch
1124
Einstich mit der Hohlnadel (Med.), punklto (aus lat.
puncto, eigtl. Ablativ von punctus, vgl. Punkt): (Schweiz.,
sonst veraltet) bezüglich, hinsichtlich; vgl. in puncto.
Punktlsysltem das; -s, -e (zu TPunkt): 1. System einer
Bewertung in Prüfungen, Wettbewerben o.Ä. nach Plusu. Minuspunkten. 2. Austragungsmodus von Meister
schaftskämpfen nach Punkten (9) u. nicht nach dem K.
o.-System. Punkltulallislmusiter; - (zu mlat. punctualis
„den Punkt betreffend“ u. t...ismus (2)>: Erscheinungs
form der seriellen Musik, bei der sich im Noten- u. Klang
bild einzelne Punkte ergeben, die Glieder einer auf ver
schiedene Instrumente verteilten Reihe sind (Mus.).
Punkltulalliltätfiü'e; - (zu T ...ität): Genauigkeit, Strenge,
punkltulell (zu T ...eil) : einen od. mehrere Punkte betref
fend, Punkt für Punkt, punktweise; punktuelle Aktionsart:
Î Aktionsart des Verbs, die einen bestimmten Punkt eines
Geschehens herausgreift (z.B. finden; Sprachw.). Punk
tum <zu lat. punctum, vgl. Punkt): basta!, genug damit!,
Schluss! Punkltyrrfte; -, -en (nach spätlat. punctura „das
Stechen“): (selten) svw. Punktion. Pun|ta(aussy>fizw. bzw.
it. punta „Spitze“, dies zu lat. puncta, Part. Perf. (Fern.)
von pungere, vgl. Punkt): a) in Spanien u. Lateinamerika
in geografischen Namen Bez. für Landzunge, Kap; b) in
ltaɪɪen in geografischen Namen Bez. für Berggipfel, pun
ta d'arleo[- 'darko] (//.): mit der Spitze des Geigenbogens
(zu spielen; Mus.). Punlzedze; -, -n (aus it. punzone „Lo
cher; (Präge)stempel“, dies aus lat. punctio, vgl. Punkti
on): 1. Stempel, Stahlgriffel mit einer od. mehreren Spit
zen zum Herstellen bestimmter Treib-, Ziselierarbeiten,
auch für Kupferstiche. 2. (bes. österr., Schweiz.) einge
stanzter Garantiestempel, der den Feingehalt eines Edel
metalls od. den Hersteller eines Schmuckstücks anzeigt,
punlzenu. punlzielren (zu Î ...ieren): ¡.Zeichen, Mus
ter in Metall, Leder u.a. einschlagen; ziselieren, Metall
treiben. 2. mit einer Punze (2) versehen
Pulpill der; -en, -en (aus gleichbed. lat. pupillus, Verkleine
rungsform von pupus „Knabe, Kind“): (veraltet) Mündel,
Pflegebefohlener; vgl. Pupille (2). pu pii lar (aus gleich
bed. nlat. pupillaris): 1. die Pupille (1) betreffend, zu ihr
gehörend (Med.). 2. svw. pupillarisch. pupillarisch:
(veraltet) das Mündel betreffend (Rechtsw.). Pulpillle
die; -, -n (aus gleichbed. lat. pupilla (eigtl. Fern, von pupil
lus, vgl. Pupill), Verkleinerungsform von pupa „Mädchen,
Puppe“): 1. Sehloch, dunkel erscheinende Öffnung in der
Regenbogenhaut des Auges (Anat.) 2. (veraltet) Mündel,
Pflegebefohlene (Rechtsw.); vgl. Pupill. Pu|pil|!olme|ter
das: -s, - (zu T’...meter): Apparat zum Messen der Pupil
lenweite. Pu|pil|lolto|nie die; -, ...ien (zu gr. tonos „das
Spannen“ u. t2...ie): krankhafte Erweiterung u. Entrun
dung der Pupille (Med.)
pu|pi|ni|sielren (nach dem amerik. Elektrotechniker
M. Pupin (1858-1935) u. zu t ...isieren): Pupinspulen ein
bauen. Pu|pin|spu|ledie; -, -n: mit pulverisiertem Eisen
gefüllte Spule zur Verbesserung der Übertragungsqualität
(bes. bei Telefonkabeln)
pulpilpar (zu lat. pupa „Mädchen; Puppe“ u. parere „ge
bären“): sich gleich nach der Geburt verpuppend (von
Larven bestimmter Insekten; Zool.). Pulpilpalrie die; (zu t2...ie): bestimmte Form der tViviparie (1) bei Insek
ten, deren Larven sich sofort nach der Geburt verpuppen
(Zool.). Puplpet ['pʌpɪt] das; -[s], -s (aus engl. puppet,
dies über mittelfr. poupette „kleine Puppe“, Verkleine
rungsform von poupe „Puppe“, vulgärlat. puppa aus lat.
pupa): engl. Bez. für Puppefnspiel], Marionette
pur(aus gleichbed. lat. purus): 1. rein, unverfälscht, lauter;
unvermischt. 2. (ugs.) nur, bloß, nichts [anders] als; glatt
Pu Ira: Plur. von tPus
Pul rainai; -s, -s (meist Plur.) (aus gleichbed. sanskr. puränä, eigtl. „alt; alte Sage“): eine der umfangreichen my
1125
thisch-religiösen Einzelschriften des Hinduismus aus den
ersten nachchristlichen Jahrhunderten (z.T. bis zur Ge
genwart)
Pülree das; -s, -s (aus gleichbed. fr. purée zu altfr. purer
„abgießen, passieren“, eigtl. „reinigen, sieben“, dies aus
spätlat. purare „reinigen“ zu lat. purus, vgl. pur): breiar
tige Speise aus Kartoffeln, Gemüse, Hülsenfrüchten,
Fleisch, Obst o. Ä.
Pul rex|pro|zess der; -es (Kurzw. aus engl. Plutonium-t/ranium refining by extraction u. ÎProzess): Wiederaufberei
tungsprozess von verbrauchten Kernbrennstoffen mit
Trennung von Uran, Plutonium u. Spaltprodukten
Purlga die: -, Purgi (aus gleichbed. russ. purga, dies über
karel. purgu aus finn. purku „Schneesturm“): Schnee
sturm in Nordrussland u. Sibirien
Purlgans das; -, Plur. ...anzien [,,,iən] u. ...antia (zu lat. pur
gans, Part. Präs, von purgare (vgl. purgieren), eigtl. „das
Reinigende“): Abführmittel mittlerer Stärke (Med.). Purgaltilon die; -, -en (aus lat. purgatio „Reinigung (von
Schuld)“): (veraltet) 1. Reinigung [des Darms] (Med.). 2.
[gerichtliche] Rechtfertigung (Rechtsw.). purgativ (aus
/at. purgativus, eigtl. „reinigend"): abführend (Med.).
Purlgaltiv das: -s. -e [...vs] u. Purlgaltilvum [...vom]
das; -s, ...va [...va] (aus nlat. purgativum zu lat. purgativus,
vgl. purgativ): stark wirkendes Abführmittel (Med.). Purgatorium das; -s (aus gleichbed. kirchenlat. purgatori
um, substantiviertes Neutr. von spätlat. purgatorius „rei
nigend“): nach katholischem Glaubensverständnis Läute
rungsort der Seelen Verstorbener; Fegefeuer
Purlgi: Plur. von Î Purga
purlgielren (aus lat. purgare „reinigen; entschuldigen;
sühnen; abführen; entleeren“ zu purus, vgl. pur): 1. säu
bern, reinigen, läutern. 2. abführen, ein Abführmittel an
wenden (Med.), pülrielren (zu ÎPüree u. Î ..deren): zu Pü
ree machen, ein Püree herstellen (Gastr.). Pu|ri|fi|ka|tion die: -, -en (über gleichbed. kirchenlat. purificatio aus
lat. purificatio „Reinigung“ zu purificare, vgl. purifizieren): a) liturgische Reinigung der Altargefäße in der ka
tholischen Messe; b) svw. Ablution (2). PuIriIfiIkaItoIrium das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. kirchenlat. purificatorium): Tuch zum Reinigen des Messkelches, pulrilfizielren (aus gleichbed. lat. purificare zu purus (vgl. pur)
u. facere „machen, tun“): reinigen, läutern
pulrilfprm (zu lat. pus, Gen. puris (vgl. Pus) u. î...form):
eiterähnlich, eiterartig (Med.)
Pulrim [auch pu:...] das; -s (aus hebr. pûrîm, dies aus dem
Pers.): im Februar/März gefeiertes jüd. Freudenfest zur
Erinnerung an die im alttest. Buch Esther beschriebene
Rettung der pers. Juden
Pulrin das; -s, -e (meist Plur.) (aus nlat. purinum, zusam
mengezogen aus purum (acidum) urinum „reine Harnsäu
re“): aus der î Nukleinsäure der Zellkerne entstehende or
ganische Verbindung (Biochem.). Pulrislmus der; - (wohl
unter Einfluss von fr. purisme zu lat. purus (vgl. pur) u.
t...ismus(2,5)>: 1. (oft als übertrieben empfundenes) Stre
ben nach Sprachreinheit, Kampf gegen Fremdwörter
(Sprachw.). 2. Bewegung in der Denkmalpflege, ein
Kunstwerk um der Stilreinheit willen von stilfremden Ele
menten zu befreien (z. B. aus einer got. Kirche barocke Zu
taten zu entfernen). 3. Kunstrichtung im 20. Jh., die eine
klare, strenge Kunst auf der Basis rein architektonischer u.
geometrischer Form fordert. Pulrist der; -en, -en (aus
gleichbed. fr. puriste; vgl. ...ist): Vertreter des Purismus,
pulrisltisch (zu t...istisch): den Purismus betreffend;
nach Art eines Puristen. Pu|ri|ta|nerifer;-s, - (aus gleich
bed. engl. puritan, dies zu spätlat. puritas (vgl. Purität) u.
t...aner): a) Anhänger des Puritanismus; b) (oft abwer
tend) sittenstrenger Mensch. Pulriltalnelrin die; -, -nen:
weibliche Form zu ÎPuritaner, pulriltalnisch: a) den Pu
Puszta
ritanismus betreffend; b) sittenstreng; c) bewusst einfach
(vor allem in Bezug auf die Lebensführung), spartanisch.
Pu|ri|ta|nislmus der; - (aus gleichbed. engl. puritanism;
vgl. ...ismus (1)): streng kalvinistische Richtung im Eng
land des 16./17. Jh.s. Pulriltät die; - (aus gleichbed. spät
lat. puritas, Gen. puritatis): (veraltet) Reinheit; Sitten
reinheit
Pulrolhilta der; -s, -s (aus gleichbed. sanskr. puróhita, eigtl.
„vorangestellt; beauftragt“): in Indien (königlicher)
Hauspriester u. Berater des Königs in der Zeit der vedischen Religion
Purlpur der: -s (über lat. purpura aus gleichbed. gr. porphÿra „(Farbstoff aus dem Saft der) Purpurschnecke“): 1. a)
sattroter bis violetter Farbstoff; b) sattroter Farbton mit
mehr od. weniger starkem Anteil von Blau. 2. (von Herr
schern, Kardinälen bei offiziellem Anlass getragenes) pur
purfarbenes, prächtiges Gewand. Pur|pu|ra die; -, ...rae
[...re]: Blutfleckenkrankheit (Med.). Purlpurlbakltelrien [...ion] die (Plur.): Gruppe phototroper Bakterien, die
roten Farbstoff enthalten (Med.). Purlpulrin das; -s (zu
Î ...in (1)>: ein Farbstoff, der u.a. in der Färberröte vor
kommt u. synthetisch durch Oxidation von Î Alizarin her
gestellt wird (Chem.). purlpurn: mit Purpur (1) gefärbt,
purpurfarbig
Purlser ['pə:sə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. purser zu pur
se „Geldtasche“ (aus spätlat. bursa)): a) Zahlmeister auf
einem Schiff; b) Chefsteward im Flugzeug. Purlselrette
[... retj die; -, -s (aus gleichbed. engl. purserette): weibliche
Form zu tPurser. Purlselrin die; -, -nen: weibliche Form
zu t Purser (b)
pu ru lent (aus gleichbed. lat. purulentus zu pus, vgl. Pus):
eitrig (Med.). Pulrullenz u. Pu|ru|les|zenz die; -, -en
(aus gleichbed. lat. purulentia bzw. nlat. purulescentia):
(veraltet) [Vereiterung (Med.)
pulrum (lat.; Neutr. von purus, vgl. pur): rein (von Chemi
kalien, z.B. Acidum purum)
Pus das; -s, Pura (aus gleichbed. lat. pus, Gen. puris):
(fachspr.) Eiter (Med.)
pulschen (nach gleichbed. engl.-amerik. to push, vgl. pu
shen): (ugs.) antreiben, in Schwung bringen
Puschlti vgl. Poschti
Push [puʃ] der; -[e]s, -es [...iz, auch ...is] (aus gleichbed.
engl. push zu to push, vgl. pushen): 1. (Jargon) forcierte
Förderung (z.B. von jmds. Bekanntheit) mit Mitteln der
Werbung. 2. Schlag mit der rechten Hand, der den Ball zu
weit nach rechts, oder mit der linken, der ihn zu weit nach
links bringt (Golf). Pushlball ['pʊʃbɔ:l] der; -s (aus engl.amerik. pushball, eigtl. „Schiebeball“): amerikanisches
Mannschaftsspiel, bei dem ein sehr großer Ball über eine
Linie od. ins Tor geschoben, gedrückt werden muss, pu
shen (aus gleichbed. engl.-amerik. to push, eigtl. „schie
ben, bedrängen“, dies über das Altfr. aus lat. pulsare, vgl.
pulsieren): 1. (Jargon) durch forcierte Werbung o.Ä. jmds.
Aufmerksamkeit aufjmdn. od. etwas lenken. 2. einen Push
(2) schlagen, spielen (Golf). 3. (Jargon) mit harten Drogen
handeln. Pulsher der; -s, - (aus gleichbed. engl.-amerik.
pusher): (Jargon) Rauschgifthändler, der mit harten Dro
gen handelt; vgl. Dealer (1). Push-up-BH [...Ap...] der;
-[s], -[s] (zu engl. to push up „hochschieben“): Büstenhal
ter, der durch Einlagen u. stützende Schalen auch kleinere
Busen zu einem üppigen Dekolleté formt
Pusltel die; -, -n (aus lat. pustula „(Haut)bläschen“): Eiter
bläschen in der Haut; Pickel (Med.), pusltullös (aus
gleichbed. vulgärlat. pustulosus; vgl. ...ös): a) Pusteln auf
weisend; zur Bildung von Pusteln neigend; b) mit Pusteln
einhergehend (Med.). Pusltullolse die; -, -n (zu î ’...ose):
mit Pustelbildung verbundene Hautkrankheit (Med.)
Puszlta die; -, ...ten (aus ung. puszta, eigtl. „Gebiet“):
Grassteppe, Weideland in Ungarn
Put
der od. das; -s, -s <aus gleichbed. engl.-amerik. put zu
engl. toput„(weg)stellen“): 1. Verkaufsoption (Börsenw.).
2. (meist Plur.) Optionspapier auf fallende Aktien (Bör
senw.); Ggs. tCall
pultaltiv (aus gleichbed. spätlat. putativus zu lat. putare
„annehmen, vermuten“): vermeintlich, auf einem Rechts
irrtum beruhend (Rechtsw.). Pultaltivlehe die; -, -n: un
gültige Ehe, die aber mindestens von einem Partner in Un
kenntnis des bestehenden Ehehindernisses für gültig ge
halten wird (kath. Kirchenrecht). Pultaltivlnotlwehr
die; - : Abwehrhandlung in der irrtümlichen Annahme, die
Voraussetzungen der Notwehr seien gegeben (Rechtsw.)
Pu|tre|fak|ti|on*r?ze,- -, -en (aus gleichbed. lat. putrefactio
zu putrefacere „verwesen, faulen“, dies zu puter „verwest,
faul, morsch“ u. facere „machen, tun“): 1. Verwesung,
Fäulnis (Biol., Med.). 2. faulige tNekrose (Med.). Putres cin [...ts...] vgl. Putreszin. Pultreslzenz die; -, -en
(zu tputreszieren u. t,,,enz): svw. Putrefaktion. pultreszielren (aus gleichbed. lat. putrescere): verwesen (Med.).
Pultreslzin, fachspr. Putrescin [...ts...] das; -s (zu t...in
(l)): bei der Verwesung von Eiweiß entstehende, unange
nehm riechende Flüssigkeit (Biochem.). pultrid (aus
gleichbed. lat. putridus): a) faulig, übel riechend; b) durch
Fäulnis verursacht (Med.)
Putt [engl. pʌt] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. putt zu to
putt, vgl. putten): Schlag auf dem Grün, d.h. der Rasen
fläche am Ende der Spielbahn mit dem Loch (Golf)
Putlter/ie; -, -n u. Putto der; -s, Plur. ...tti u. ...tten (aus it.
putto „Knäblein“, dies über das Vulgärlat. aus lat. putus
„Knabe“): Figur eines kleinen nackten Knaben, Kindes
[mit Flügeln] (bes. im Barock u. Rokoko)
putlten[aueh 'pʌtn] (nach gleichbed. engl. to putt): den Ball
mit dem Putter schlagen (Golf). Putlter [engl. 'pʌtə] rZer;
-s, - (aus gleichbed. engl. putter): Spezialgolfschläger, mit
dem der Ball ins Loch getrieben wird (Sport)
Putlto vgl. Putte
Pul uclstil [pu'uk...] der; -s (nach der Puuc-Hügelkette in
Mexiko): Baustil der Mayakultur in Mexiko am Ende der
klassischen Periode (etwa 800-1000)
puzlzeln [pazln, pasln] (nach gleichbed. engl. to puzzle
„verwirren, vor ein Rätsel stellen“; vgl. Puzzle): 1. Puz
zlespiele machen, ein Puzzle zusammensetzen. 2. etwas
mühsam zusammensetzen. Puzlzle [ pazl, pasl] das; -s, -s
(aus gleichbed. engl. puzzle, eigtl. „Problem, Frage(spiel)“, weitere Herkunft ungeklärt): Geduldsspiel, bei
dem viele kleine Einzelteile zu einem Bild, einer Figur zu
sammengesetzt werden müssen. Puzzller der; -s, - (aus
gleichbed. engl. puzzler): jmd., der Puzzlespiele macht,
ein Puzzle zusammensetzt
Puzlzollan das; -s, -e (aus älter z7. puzzolana, Nebenform
von pozzolana, nach dem ursprünglichen Fundort Pozzuoli am Vesuv): 1. aus Italien stammender, poröser vul
kanischer Tuff. 2. Wasser bindender Zusatz, hydraulisches
Bindemittel für Zement aus Puzzolan (a), Schlacken, Ton
o.Ä. Puzlzollanlerlde vgl. Pozz[u]olanerde
PX/C das; -[s]: Abk. für Î Polyvinylchlorid
py..., Py... vgl. pyo..., Pyo... Pylälmie die; -, ...ien (zu
Ipyo... u. l...ämie>: herdbildende Form einer Allgemein
infektion des Körpers durch Eitererreger in der Blutbahn
(Med.). Py|ar|thro|se* die; -, -n: eitrige Gelenkentzün
dung
pylel..., Py|el...vgl. pyelo..., Pyelo... Pylellekltalsie’dze,'
-, ...ien (zu tpyelo... u. 1 Ektasie): krankhafte Erweiterung
des Nierenbeckens (Med.). Py|e|li|tis die; -, ...itiden (zu
1 ...itis): Nierenbeckenentzündung (Med.), pylello..., Pye|lo..„ vor Vokalen meist pyel..., Pyel... (aus gr. pÿelos
„Trog, Wanne; Becken“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Nierenbecken“, z.B. Pyelografie, Pyelektasie. pylellolgen (zu T...gen): vom Nierenbecken ausge
Put
1126
hend, im Nierenbecken entstehend (Med.). Pylellolgrafie,auch ...gralphieÆe; -, ...ien (zu 1 ...grafie): Röntgen
aufnahme der Nieren, bes. des Nierenbeckens (Med.). Pyellolgramm das; -s, -e (zu l...gramm): Röntgenbild der
Nieren, bes. des Nierenbeckens (Med.). Pylellolnelphritis* ifze; -, ...itiden : gleichzeitige Entzündung von Nieren
becken u. Nieren (Med.). Py|e|lo|skop* das; -s, -e (zu
T...skop>: optisches Instrument zur direkten Betrachtung
u. Untersuchung des Nierenbeckens (Med.). Pylellolskopie*</ze; -, ...ien (zu t...skopie): Betrachtung u. Untersu
chung des Nierenbeckens vor dem Durchleuchtungs
schirm od. mit dem Pyeloskop (Med.). Pylelloltolmie
die;-, ...ien (zul...tomie): operativer Einschnitt in das Nie
renbecken (Med.). Pylellolzysltjltis iZze; -, ...itiden:
gleichzeitige Entzündung von Nierenbecken u. Blase
(Med.)
Pyglma das; -s, -ta (aus gleichbed. gr. pygmé): Faustkampf
bei altgriech. Festspielen. Pyg mäe der; -n, -n (über lat.
Pygmaeus aus gleichbed. gr. Pygmalos (Angehöriger eines
sagenhaften Volkes in der Ilias des Homer), eigtl. „Fäust
ling“, zu pygmalos „eine Faust lang, zwergenhaft“, dies zu
pygme „Faust“): Angehöriger eines kleinwüchsigen Men
schentypus in Afrika, pyglmälisch: zwergwüchsig
Pyg|.aa|li|on|ef|fekt der; -[e]s (nach dem Bildhauer Pyg
malion in der griech. Mythologie, der sich in die von ihm
selbst geschaffene Statue verliebt): Effekt, dass Schüler,
die ihr Lehrer für intelligent hält, während der Schulzeit ei
ne bessere Intelligenzentwicklung zeigen als Kinder, die
dem Lehrer weniger intelligent zu sein scheinen (Psy
chol.). Pygimallilolnislmus der; -, ...men (zu î...ismus
>: sexuelle Erregung beim Anblick nackter Statuen
(3)
pyglmid (zu 1 Pygmäe u. î2...id): zu den Pygmiden gehö
rend, typische Merkmale der Pygmiden aufweisend. Pygmjlde der u. die; -n, -n (zu t ...ide) : Angehörige[r] eines
kleinwüchsigen Menschentypus mit Merkmalen der Pyg
mäen (Völkerk.). pyglmolid (zu Î...oid): zu den Pygmoiden gehörend. Pygimolildez/eru. die; -n, -n (zu t ...oide):
Mensch mit den Pygmiden ähnlichen Merkmalen
Pyljalma [pydj..., auch py3„., österr. pi...] der, österr.,
Schweiz, auch das; -s, -s (aus gleichbed. engl. pyjamas
(Plur.), nach Urdu pä-jäma, pai-jäma „lose um die Hüfte
geknüpfte Hose“, eigtl. „Beinkleid“): Schlafanzug
pykln...*, Pykln... vgl. pykno.... Pykno... Pyklnildie [...ja]
i/ze; -, -n (aus nlat. pycnidia, dies zu gr. pyknös (vgl. pyk
nisch) u. î'...ie): Fruchtkörper der Rostpilze. Pyklnilker
der; -s, - (zu Îpyknisch): Mensch von pyknischem Körper
bau. pyklnisch (aus gr. pyknös „dicht, fest, derb“): kräf
tig, gedrungen u. zu Fettansatz neigend (in Bezug auf den
Körperbau). Pyk|nit[auch ... nit] der; -s, -e (zu t2...it>: ein
gelbes Mineral, Abart des Topas, pyklno..., Pyklno...,
vor Vokalen auch pykn..., Pykn... (nach gr. pyknös „dicht,
fest, derb“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„dicht; untersetzt, gedrungen“, z.B. Pyknometer, Pyknit.
Pyklnollep sieife. -, ...ien (zu gr. lèpsis „Anfall, das An
nehmen“ u. t2...ie): bei Kindern gehäuft auftretendes An
fallsleiden mit kleiner Bewusstseinspause, oft mit Augen
zucken od. bestimmten rhythmischen Körperbewegungen
verbunden (Med.). Pyk|no|me|ter das; -s, - (zu Î'...me
ter): Glasgefäß mit genau bestimmtem Volumen zur Er
mittlung der Dichte von Flüssigkeiten od. Pulvern, pyknolmorph(zu Î ...morph): svw. pyknisch. Pyklno Ise die;
-, -n (zu î ‘...ose) : natürliche od. künstlich verursachte Zell
kerndegeneration in Form einer Zusammenballung der
Zellkernmasse (Med.), pyklnoltisch (zu t,,,otiseh): ver
dichtet, dicht zusammengedrängt (von der Zellkernmasse)
Py|le|phle|bi|tis* die; -, ...itiden (zu gr. pÿlë „Tor, Tür“,
phléps, Gen. phlebös „Blutader“ u. Î ...itis): Pfortaderent
zündung (Med.). Pyllonrfer; -en, -enu. Pyllolneáie, -,-n
(ausgr. pylön „Tor, Portal; Turm“): 1. großes Eingangstor
1127
altägypt. Tempel u. Paläste, von zwei wuchtigen, abge
schrägten Ecktürmen flankiert. 2. türm- od. portalartiger
Teil von Hängebrücken o. Ä., der die Seile an den höchsten
Punkten trägt. 3. kegelförmige, bewegliche Absperrmar
kierung auf Straßen. 4. an der Tragfläche od. am Rumpf
eines Flugzeugs angebrachter Träger zur Befestigung ei
ner Last (z. B. eines Zusatztanks). Py|lo|rek|tolmie*dze;
-, ...ien (zu 1Pylorus u. l...ektomie): operative (1) Entfer
nung des Magenpförtners (Med.). Py|lo|ro|spas|mus*
i/er; -, ...men: 1. Krampf des Magenpförtners. 2. svw. Pylorostenose (Med.). Pyllolrolstelnolse* die: -, -n: Veren
gung des Magenausgangs, die bis zum Magenverschluss
reichen kann u. durch Geschwüre, Narbenschrumpfung,
Geschwülste od. Pylorospasmus (1) bedingt ist (Med.).
Pyllolrus der; -, ...ren (über gleichbed. spätlat. pylorus
aus gr. pylörös, eigtl. „Türhüter“): [Magenpförtner,
Schließmuskel am Magenausgang (Med.). Pyllolruslstenolse*vgl. Pylorostenose
pylo..., Pylo..., vor Vokalen meist py..., Py... (aus gr. pyon
„Eiter“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „eitrig,
Eiter“, z.B. Pyothorax, Pyämie. Pylolderlmie die: -,
...ien (zu gr. dérma „Haut“ u. T2...ie): durch Eitererreger
verursachte Erkrankung der Haut; Eiterausschlag (Med.),
pyolgen (zu î...gen>: Eiterungen verursachend (von be
stimmten Bakterien; Med.). Pylolkoklke die; -, -n (meist
Plur.): Eiterungen verursachende ÎKokke (Med.). Pylomeltra* die; - (zu gr. métra „Gebärmutter“): Eiteran
sammlung in der Gebärmutter (Med.). Pylolnelphrolse*
die; -, -n: Nierenvereiterung als Endstadium einer t Ne
phrose (Med.). Pylorlrhör/ze;-,-en u. Pylorlrhöe [,,,'ro:]
die; -, -n [,,,ro:ən] (zu gr. rhem „fließen“): eitriger Aus
fluss, Eiterfluss (Med.), pylorlrholisch: die Pyorrhö be
treffend, in der Art einer Pyorrhö. Pylolsallpinx die; -,
...pingen [,,,'pɪŋgən]: Eiteransammlung im Eileiter als Fol
ge einer Entzündung (Med.). Pylolsis die; - (aus gleich
bed. gr. pyösis): (veraltet) Vereiterung. Pyloltholrax der;
-[e]s, -e: Eiteransammlung im Brustkorb (Med.). Pylolzephall us der; -, ...li (aus nlat. pyocephalus, zu gr. kephale
„Köpf'): Eiterung in den Gehirnkammern (Med.)
pyr..., Pyr... vgl. pyro..., Pyro... pylralmildal (vermutlich
unter Einfluss von fr. pyramidal aus gleichbed. spätlat. py
ramidalis, vgl. Pyramide): 1. pyramidenförmig. 2. (ugs.)
gewaltig, riesenhaft, von gigantischen Ausmaßen. 3. zur
Pyramide (5) gehörig (Med.). Pylralmilde die; -, -n (über
lat. pyramis, Gen. pyramidis aus gleichbed. gr. pyramis,
Gen. pyramidos, wohl aus dem Ägypt.): 1. monumentaler
Grab- od. Tempelbau verschiedener Kulturen, bes. im al
ten Ägypten. 2. geometrischer Körper mit einem ebenen
Vieleck als Grundfläche u. einer entsprechenden Anzahl
von gleichschenkligen Dreiecken, die in einer gemeinsa
men Spitze enden, als Seitenflächen (Math.). 3. Kristall
fläche, die alle drei Kristallachsen schneidet (Mineral.). 4.
pyramidenförmiges Gebilde. 5. pyramidenförmige Bil
dung an der Vorderseite des verlängerten Marks (Med.). 6.
Figur im Kunstkraftsport
Pylran das; -s, -e (meist Plur.) (zu Ipyro... u. t ...an): sechs
gliedrige Î heterozyklische Verbindung mit einem Sauer
stoffatom im Ring (Chem.). Pylralnolgraf*, auch
...graph der; -en, -en (zu gr. änö „(nach) oben“ u.
t...graf): ein Pyranometer, das die Messdaten auf einer
Trommel mit Registrierstreifen aufzeichnet (Meteor.).
Pylralnolmelter* das; -s, - (zu t1...meter): Gerät zur
Messung der Sonnen-u. Himmelsstrahlung (Meteor.). Pyralnolse* zfze; -, -n (meist Plur.) (zu ÎPyran u. T2...ose):
Zucker, dessen Molekül das Ringsystem des Pyrans ent
hält; vgl. Monosaccharid. Pylrarlgylrit* [auch ...rit] der;
-s, -e (zugr. ärgyros „Silber“ u. Î2...it): Antimonsilberblen
de, ein Mineral. Pyl ra|zin*ifö5; -s (Kunstw.; vgl. ...in (1)):
sechsgliedrige 1 heterozyklische Verbindung mit zwei
Pyromant
Stickstoffatomen im Ring (Chem.). Pylralzol* das; -s
(Kunstw.; vgl. ...ol>: fünfgliedrige 1 heterozyklische Ver
bindung mit zwei benachbarten Stickstoffatomen als
Ringglieder (Chem.). Pylren das; -s (zu t...en): tpolyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff, der im Stein
kohlenteer enthalten ist
Py|re|no|id das: -[e]s, -e (meist Plur.) (zu gr. pyrên „Kern
(einer Frucht)“ u. T...oid>: eiweißreiches Körnchen, das
den Farbstoffträgern der Algen eingelagert ist
Pylrelthrum* das; -s, ...ra (über lat. pyrethrum aus gr. pÿrethron (Name einer Pflanze) zu gr. pyr, vgl. pyro...): 1.
(veraltet) Untergattung der Chrysanthemen. 2. Insektizid
aus den getrockneten Blüten verschiedener Chrysanthe
men. Pylreltilkum das; -s, ...ka (zu gr. pyretös „Fieber
hitze“ u. l...ikum): Fiebermittel, Fieber erzeugendes Mit
tel (Med.), pylreltisch: Fieber erzeugend (von Medika
menten; Med.). Py|re|xie*ßhe;-, ...ien (zugr. pÿrexis „das
Fiebern“ u. t2...ie): Fieber(anfall) (Med.). Pyrlgeolmeter das; -s, - (zu tpyro... u. TGeometer): Gerät zur Mes
sung der langwelligen elektromagnetischen Strahlung des
Erdbodens (Meteor.)
Pyr|go|zelpha|lie die; -, ...ien (zu gr. pÿrgos „Burg;
Turm“, kephalê „Kopf“ u. T2...ie>: svw. Turrizephalie
(Med.)
Pyr|he|lio|melter das; -s, - (zu tpyro.. u. ÎHeliometer):
Gerät zur Messung der direkten Sonnenstrahlung (Mete
or.). Pylrildin das; -s (Kunstw. zu gr. pyr „Feuer“; vgl.
3...id u. ...in (1)>: heterozyklische Verbindung mit aroma
tischen Eigenschaften; unangenehm riechende, giftige,
mit Wasser mischbare, schwach basisch reagierende Flüs
sigkeit (Chem.). Pylrilmildin das; -s, -e (Kunstw.): hete
rozyklische Verbindung mit zwei Stickstoffatomen; farb
lose, charakteristisch riechende, kristalline Substanz. Py
rit [auch ...’rit] der; -s, -e (über lat. pyrites aus gr. pyrites
(lithos), eigtl. „Feuerstein“): metallisch glänzendes, meist
hellgelbes, oft braun od. bunt angelaufenes Mineral, das
bes. für die Gewinnung von Schwefel[verbindungen]
dient; Eisenkies, Schwefelkies, pylro..., Pylro..., vor Vo
kalen auch pyr..., Pyr... (aus gr. pyr, Gen. pyrós „Feuer“):
Wortbildungselement mit den Bedeutungen „Feuer, Hit
ze“ u. „das Fieber (betreffend)“, z.B. Pyromanie, Pyroly
se, pyrogen, Pyranometer. Pylrolchlor [...klo:ç] der; -s,
-e: bräunliches od. grünliches, durchscheinendes Mine
ral. pylrolelekltrisch*: die Pyroelektrizität betreffend.
Pylrolelekltrilziltät* die; -: bei manchen Kristallen an
entgegengesetzten Seiten bei schneller Erwärmung auf
tretende elektr. Ladungen. Pylrolgalllol das; -s (zu lat.
galla „Gallapfel“ u. t...ol>: dreiwertiges aromatisches
Phenol, das u. a. als fotografischer Entwickler verwendet
wird. Py|ro|gal|lus|säulre die; -: svw. Pyrogallol. pyrolgen (zu Ipyro... u. f...gen): 1. Fieber erzeugend (z.B.
von Medikamenten; Med.). 2. aus Schmelze entstanden
(von Mineralien; Geol.). Pylrolgen das; -s, -e: aus be
stimmten Bakterien gewonnener Eiweißstoff, der Fieber
erzeugende Wirkung hat (Med.), pylrolklasltisch*: vul
kanischen Ursprungs (von Aschen; Geol.). Pylrollulsit
[auch ... zit] der; -s, -e (zu gr. loüsis „das Waschen“ u.
t2...it): Braunstein, ein Mineral von metallischem Glanz.
Pylrollyise die: -, -n (zu î ...lyse) : Zersetzung chem. Ver
bindungen durch sehr große Wärmeeinwirkung, pylrolyltisch: die Pyrolyse betreffend, auf ihr beruhend. Pyromane der v,. die; -n, -n (zu t...mane>: jmd., der an Py
romanie leidet (Med.). Pylrolmalnie die; - (zu t...ma
nie): zwanghafter Trieb, Brände zu legen [u. sich beim
Anblick des Feuers bes. sexuell zu erregen] (Med.). Pyro ma nin rfze; -, -nen: weibliche Form zu 1 Pyromane,
pylrolmalnisch: die Pyromanie betreffend, auf ihr be
ruhend. Pylrolmant der; -en, -en (zu gr. mántis „Seher,
Weissager“): Wahrsager, der Pyromantie betreibt. Pylro-
Pyrometallurgie
manitie die; - (aus gleichbed. gr. pyromantia): (im Alter
tum) Wahrsagung aus dem [θpfer]feuer. Pylrolmeltallurlgie* die; - (zu Tpyro...): Teilgebiet der Metallurgie,
das die Gewinnung u. die Raffination von Metallen bei
höheren Temperaturen umfasst. Pylrolmelter das; -s, (zu T'...meter): Gerät zur Messung der Temperatur glü
hender Stoffe. Pylrolmeltrie* die; - (zu T...metrie): Mes
sung der [Oberflächen]temperatur glühender Körper u.
Stoffe. Pylrolmorlphit [auch ...fit] der; -s, -e (zu gr.
morphë „Gestalt“ u. î2...it): durchscheinendes bis un
durchsichtiges, meist grünes od. braunes Mineral; Grün
bleierz, Braunbleierz. Pylron der; -s, -e (zu t2...on): orga
nische Verbindung, die in verschiedenen Pflanzenfarb
stoffen enthalten ist. Pylrop der; -[e]s, -e (zu gr. pyröpös
„feueräugig“): blutroter bis schwarzer Granat, der als
Schmuckstein verarbeitet wird (Mineral.). Pylrolpalpier
das; -s (zu tpyro...): leicht brennbares Papier (für Feuer
werkskörper). Pylrolphalnit [auch ...nit] der; -s, -e (zu
gr. phanös „glänzend“ u. T2...it): ein tiefrotes, metallisch
glänzendes Mineral. Pylro pholbie die; -, ...ien (zu
T...phobie (a)): übersteigerte, zwanghafte Angst vor dem
Umgang mit Feuer (Psychol., Med.), pylrolphor (nach
gr. pyrphóros „Feuer bringend“): selbstentzündlich, [in
feinster Verteilung] sich an der Luft selbst entzündend
(z.B. Eisen u. Blei). Pylrolphor der; -s, -e: Cer-EisenLegierung mit pyrophoren Eigenschaften. Pylrolphylllit
[auch ...'lit] der; -s, -e (zu Tpyro..., gr. phÿllon „Blatt“ u.
t2...it): perlmuttglänzendes, weißes, gelbliches, braunes
od. grünes Mineral. Pylro phyt der; -en, -en (meist
Plur.) (zu T...phyt): Pflanze, die durch bestimmte Bau
merkmale (z.B. die Borke) gegen Brände weitgehend re
sistent ist (Bot.), pylrolpisch (zu TPyrop): feurig glän
zend. Pylroplto* das; -s, -s (Kurzw. aus TPyrometer u.
Î Optometer) : Pyrometer zur Messung der Stärke von
Lichtstrahlen. Pylrolsis die; - (aus gr. pyrösis „das Bren
nen; Entzündung“): Sodbrennen (Med.). Pylrolsol das;
-s, -e (zu Îpyro... u. T2Sol): kolloide Lösung eines Metalls
in einer Glasschmelze (Techn.). Py|ro|sphä|re* die; -:
(veraltet) Erdinneres (Erdmantel u. Erdkern). Pylrotechnik die; -: Herstellung u. Gebrauch von Feuer
werkskörpern; Feuerwerkerei. Pylroltechlnilker der;
-s, -: Fachmann auf dem Gebiet der Pyrotechnik; Feuer
werker. pylroltechlnisch: die Pyrotechnik betreffend.
Pylroltellelgraf, auch ...graph der; -en, -en: (veraltet)
Fernmelder, der mit Feuerzeichen arbeitet. Pylroltherm
das; -s (zu Î...therm): eine hitzebeständige Eisenlegie
rung, die hauptsächlich Chrom u. Nickel enthält. Pyiroxen der; -s, -e (zu gr. xénos „fremd“); gesteinsbildendes
1128
Mineral. Py|ro|xe|nit [auch ...nit] der; -s, -e (zu T2...it):
dunkles, feldspatfreies Tiefengestein
Pyr|rhi|che die; -, -n (aus gleichbed. gr. pyrrhiche); altgriech. Waffentanz, meist mit Flötenspiel. Pyr|rhi|chi|us
der; -, ...chii (über gleichbed. lat. pyrrhichius aus gr. pyr
rhichios, eigtl. „die Pyrrhiche betreffend“): svw. Dibrachys
Pyrlrho nislmus der; - (nach dem griech. Philosophen
Pyrrhon (gr. Pyrrhön) von Elis (um 360-270 v. Chr.) u. zu
Î...ismus ( 1 )>: von Pyrrhon ausgehender îSkeptizismus (2)
Pyrlrhuslsieg der; -[e]s, -e (nach den verlustreichen Siegen
des Königs Pyrrhus, gr. Pyrrhos (319-272 v. Chr.) von Epi
rus über die Römer (280/279 v. Chr.)): Scheinsieg; Erfolg,
der mit großen Opfern verbunden ist u. daher eher einem
Fehlschlag gleichkommt
Pyrlrol das; -s (zu gr. pyrrhös „feuerrot“ u. î...ol): stick
stoffhaltige organische Verbindung mit vielen Abkömm
lingen von biochemischer Verbindung (z. B. Blutfarbstoff)
Pylrulvat* [...v...] das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu gr. pÿr
„Feuer“, lat. uva „Weintraube“ u. T ...at (2)): Salz od. Ester
der Brenztraubensäure (Stoffwechselprodukt; Biochem.)
Pylthalgolrälerusw. vgl. Pythagoreer usw. Pylthalgolras
der; - (nach dem altgriech. Philosophen Pythagoras (gr.
Pythagoras) von Samos (6./5. Jh. v.Chr.)): svw. pytha
goreischer Lehrsatz. Pylthalgolreler, österr. Pythagoräer
der; -s, - (über lat. Pythagoreus aus gleichbed. gr. Pythagöreios): Anhänger der Lehre des Pythagoras, pylthago re isch, österr. pythagoräisch: die Lehre des Pythago
ras betreffend, nach der Lehre des Pythagoras; pythago
reischer Lehrsatz: grundlegender Lehrsatz der Geometrie,
nach dem im rechtwinkligen Dreieck das Hypothenusenquadrat gleich der Summe der Kathetenquadrate ist
(Math.). Pylthalgolrelislmus, österr. Pythagoräismus
der; -s (zu T...ismus (1)>: Lehre der Pythagoreer, bes. ihre
Zahlenmystik
Pylthia die; -, ...ien [,,,iən] (nach Pythia, der Priesterin des
TOrakels zu Delphi): Frau, die in orakelhafter Weise Zu
künftiges andeutet, pylthisch: rätselhaft, dunkel, orakel
haft. Pylthon der; -s, Plur. -s u. ...onen (über lat. Python
aus gr. Python, nach der von Apollo getöteten Schlange in
der griech. Mythologie): in Afrika, Südasien u. Nordaust
ralien lebende Riesenschlange
Pylureiter der; -s, Plur. ...teren, auch - (zu Îpyo... u. tUre
ter): vereiterter Harnleiter, Eiteransammlung im Harnlei
ter durch Abflussstauung (Med.). Pylulrie die; -, ...ien (zu
t...urie>: Ausscheidung von Eiter im Harn (Med.)
Pyl xis die; -, Plur. ...iden, auch ...ides [,,,de:s] (über lat. py
xis, Gen. pyxidis, ausgr. pyxis „Büchse“): Behältnis für li
turgische Gegenstände, Hostienbehälter im tTabernakel
Qat [kat] vgl. Kat
Q-Fie|ber ['ku:...]
das; -s <Q = Abk. für engl. query „Zwei
fel, Fragezeichen“ (wegen des lange ungeklärten Charak
ters der Krankheit)): meldepflichtige Infektionskrankheit
mit hohem Fieber u. grippeähnlichen Symptomen, eine
I Rickettsiose
Qi [tʃɪ] das (meist ohne Artikel); -[s] (aus chin, qi „Dunst;
Äther; Stoff1) : die Lebensenergie bezeichnender zentraler
Begriff in der chines. Philosophie, in den Naturwissen
schaften u. in der Medizin. Qilgong [tʃɪ'guŋ] das (meist
ohne Artikel); -[s] (aus chin, qi gong, zu TQi u. gong „Ge
setz“): aus China stammende Heil- u. Selbstheilmethode,
bei der Atem, Bewegung u. Vorstellungskraft methodisch
eingesetzt werden, um Herz-, Kreislauf- u. Nervenerkran
kungen zu behandeln. Qilgonglkulgel die;-,-n: Hohlku
gel (mit einer inneren, rotierenden Kugel), von denen je
weils zwei nach bestimmten Regeln in der Hand bewegt
werden, um durch die Vibration die Hand- u. Armmusku
latur zu bewegen u. den Kreislauf zu aktivieren
Qinldar [k...] der; -[s], ...darka <aus gleichbed. alban. qindar, eigtl. „ein Hundertstel“): Münzeinheit in Albanien
( = 0,01 Lek)
qua {lat.; „auf der Seite, wo...; inwieweit, wie“): 1. (Präpo
sition) a) mittels, durch, auf dem Wege über, z. B. qua Amt
festsetzen; b) gemäß, entsprechend, z. B. den Schaden qua
Verdienstausfall bemessen. 2. (Konjunktion) [in der Ei
genschaft] als, z. B. qua Beamter
qualdr...*, Quaidr... vgl. quadri..., Quadri... Qualdralgenalrilus der: -, ...rii <zu lat. quadragenarius „vierzigjäh
rig“): (veraltet) Vierziger, in den Vierzigerjahren stehen
der Mann. Qualdraigelse <r//e; -: Kurzform von tQuadragesima. Qua|dra|ge|si|ma die;- (ausgleichbed. mlat.
quadragesima (dies), eigtl. „der vierzigste (Tag vor
Ostern)“ zu lat. quadragesimus „der Vierzigste“) : die vier
zigtägige christliche Fastenzeit vor Ostern. Qualdral der;
-s, -e (zu Tquadri... u. T‘...al (2)): eigene sprachliche Form
(Î Numerus) für vier Dinge od. Wesen (Sprachw.). Quadranigel das; -s, - (aus gleichbed. spätlat. quadriangu
lum): Viereck, qualdranlgullär (zu lat. quadr(i)angulus
„viereckig“ u. t ...är) : viereckig, ein Viereck bildend. Qua
drans der; -, ...drantes [,..te:s] (aus/«/, quadrans „Viertel
(vom zwölfteiligen Ganzen)“): ein Viertel einer zwölftei
ligen Skala. Qualdrant der; -en, -en (aus lat. quadrans,
Gen. quadrantis „der vierte Teil“, substantiviertes Part.
Präs, von quadrare, vgl. quadrieren): 1. a) Viertelkreis; b)
beim ebenen Koordinatensystem die zwischen zwei Ach
sen liegende Viertelebene (Math.). 2. a) ein Viertel des
Äquators od. eines Meridians; b) älteres Instrument zur
Messung der Durchgangshöhe der Sterne (Vorläufer des
1 Meridiankreises; Astron.). 3. früher verwendetes Instru
ment zum Einstellen der Höhenrichtung eines Geschützes
beim indirekten Schuss (ohne Sicht auf den Gegner; Mil.).
4. die Pinne ersetzendes Kraftübertragungsteil in Schiffs
ruderanlagen. Qualdran|tek|to|mie die; -, ...ien (zu
î...ektomie): operative Entfernung eines quadrantenför
migen Stückes aus der weiblichen Brust (vor allem bei
Krebs; Med.).Qualdranlten|elek|trolme|ter das; -s, -:
elektrostatisches Spannungsmessgerät sehr hoher Emp
findlichkeit (Elektrot.). Qualdrat das; -[e]s, -e[n] (aus lat.
quadratum „Viereck“, eigtl. substantiviertes Part. Perf.
(Neutrum) von quadrare, vgl. quadrieren) : 1. (Plur. nur -e)
a) Viereck mit vier rechten Winkeln u. vier gleichen Seiten ;
b) zweite Î Potenz einer Zahl (Math.). 2. (Plur. nur -en) län
geres, rechteckiges, nicht druckendes Stück Blei, das zum
Auffüllen von Zeilen beim Schriftsatz verwendet wird
(Druckw.). 3. 90° Winkelabstand zwischen Planeten (Astroh). Qualdrat... (zu tQuadrat): Flächenmaßeinheiten
bezeichnendes Wortbildungselement mit der Bedeutung
„in der zweiten Potenz“, z. B. Quadratmeter; Zeichen 2
(Potenzzeichen), z. B. m2, od. (älter) q, z. B. qm. Qualdrata die; - (nach lat. quadrata, substantiviertes Fern, von
quadratus „viereckig“, eigtl. „die Viereckige“, nach der
Form): die Buchschriftform der TKapitalis. Qualdratdeizi me ter der, auch das; -s, - (zu ÎQuadrat...): Fläche
von 1 dm Länge u. 1 dm Breite; Zeichen dm2, quadra
tisch (zu Î Quadrat) : 1. in der Form eines Quadrats. 2. in
die zweite Potenz erhoben (Math.). Qualdratlkillolmeter der; -s, - (zu tQuadrat...): Fläche von 1km Länge u.
lkm Breite; Zeichen km2. Qua|drat|me|ter der, auch
das; -s, -: Fläche von 1 m Breite u. 1 m Länge; Zeichen m2.
Qualdrat|mil|li|me|ter der, auch das; -s, -: Fläche von
1 mm Breite u. 1 mm Länge; Zeichen mm2. Qualdratlnota|ti|on die; -, -en: Notationsform des späten Mittelalters
mit quadratischen Noten (Mus.). Qua|drat|no|te die; -,
-n: svw. Nota quadrata. Qualdraltrix die; -, ...trizes
[...tse;s] (aus gleichbed. nlat. quadratrix, Gen. quadratricis): Bez. für jede zur geometrischen Quadratur des Krei
ses od. anderer Figuren verwendete Hilfskurve (Math.).
Qualdraltur die;-, -en (aus gleichbed. spätlat. quadratura
zulat. quadrare, vgl. quadrieren): 1. a) Umwandlung einer
beliebigen, ebenen Fläche in ein Quadrat gleichen Flä
cheninhalts durch geometrische Konstruktion; Quadratur
des Kreises: Aufgabe, mit Zirkel u. Lineal ein zu einem ge
gebenen Kreis flächengleiches Quadrat zu konstruieren
(aus bestimmten math. Gründen nicht möglich); etwas ist
die Quadratur des Kreises: etwas ist unmöglich; b) Inhalts
berechnung einer beliebigen Fläche durch ÎPlanimeter od.
Î Integralrechnung (Math.). 2. zur Verbindungsachse Er
de- Sonne rechtwinklige Planetenstellung (Astron.). 3. ei
ne architektonische Konstruktionsform, bei der ein Qua-
Quadraturmalerei
drat zur Bestimmung konstruktiv wichtiger Punkte ver
wendet wird, bes. in der romanischen Baukunst. Quadra tur ma le reidie; -, -en: 1. (ohne Plur.) perspektivi
sche Ausmalung von Innenräumen mit dem Zweck, die
Größenverhältnisse optisch zu verändern. 2. Beispiel für
die perspektivische Ausmalung von Innenräumen. Quadratlwurlzeli/ze; -, -n (zu IQuadrat...): zweite Wurzel ei
ner Zahl od. math. Größe; Zeichen /, 2V- Qualdratlzahl
áze; -, -en: das Ergebnis der zweiten ÎPotenz (4) einer Zahl
(Math.). Qua|drat|zen|ti|me|ter der, auch das; -s, -:
Fläche von 1 cm Länge u. 1 cm Breite; Zeichen cm2, qua
dri..., Qua dri..., quadro..., Quadro... u. quadru..., Qua
dru..., vor Vokalen auch verkürzt quadr..., Quadr... <aus
lat. quadri-, quadru- zu quat(t)uor „vier“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „vier“, z. B. Quadriga, quadrophon, Quadrat Qua|dri|du|umrfa.y;-s, ...uen [...usn] <aus
gleichbed. lat. quadriduum, zu diurnus „täglich“ (dies
„Tag“)): (veraltet) Zeit, Zeitraum von vier Tagen. Quadrilenlnalle die; -, -n (aus gleichbed. it. quadriennale,
dies zu spätlat. quadriennis „vierjährig“): alle vier Jahre
stattfindende Ausstellung od. repräsentative Vorführung
(auf dem Gebiet der bildenden Kunst u. des Films). Quadrilenlnilumdas,- -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. lat. qua
driennium, zu annus „Jahr“): (veraltet) Zeitraum von vier
Jahren, qualdrielren (aus lat. quadrare „viereckig ma
chen“ zu quadrus „viereckig“, dies zu quat(t)uor „vier“):
eine Zahl in die zweite I Potenz (4) erheben, d. h. mit sich
selbst multiplizieren (Math.). Qualdrielrung die: -, -en
(zu t...ierung): 1. Nachahmung von Quadersteinen durch
Aufmalung von Scheinfugen auf den Putz (Baukunst). 2.
Hilfsmittel zur Übertragung von zeichnerischen Entwür
fen, deren Original mit einem Quadratnetz überzogen
wird, das - entsprechend vergrößert auf einer Wand - die
maßstabgerechte Übertragung des Entwurfs ermöglicht
(Malerei). Qua|dri|fj|ni|um das; -s, ...ien [,,,iən] (aus
gleichbed. lat. quadrifinium zu tquadri... u. zu finis
„Grenze“): (veraltet) Ort, an dem vier Grenzen Zusam
menstößen. Kreuzweg, qualdrilfollisch (zu TQuadrifolium): (veraltet) vierblättrig. Qualdrilfollilum das; -s,
...ien [...ian] (zu tquadri... u. lat. folium „Blatt“): (veraltet)
Vierblatt. Qualdrilga die; -, ...gen (aus gleichbed. lat.
quadriga zu 1 quadri... u. iugum „Joch“): von einem offe
nen Streit-, Renn- od. Triumphwagen [der Antike] aus ge
lenktes Viergespann (Darstellung in der Kunst [als Sieges
denkmal]). qualdrilgelmilnus dat.')'. vierfach [vorhan
den], Qualdrillle [,,,'drɪljə, auch ka...] die; -, -n (über
gleichbed. fr. quadrille aus span, cuadrilla, eigtl. „Trupp
von vier Reitern“, zu cuadro „Viereck“, dies zu lat. quadrus, vgl. quadrieren): von je vier Personen im Karree ge
tanzter Kontretanz im 3/8- od. 2/4-Takt. Qualdrillle [kadri'je:] der; - (.zu fr. quadrillé „kariert“): kariertes Seidenge
webe. Qualdrilllilarlde [kva...] die; -, -n (aus/r. quadrilliarde zu tquadri... u. fr. milliard, vgl. Milliarde): 1000
Quadrillionen (dritte Potenz einer Milliarde = 1027).
Qualdrillli ona'/e, -, -en (aus/r. quadrillion, zu/r. million,
vgl. Million): eine Million ÎTrillionen (vierte Potenz einer
Million = 1024). Qualdrilnomito;-s,-e (zu tquadri... u.
lat. nomen „Name“): eine Summe aus vier Gliedern
(Math.). Qualdrilplelgie die; -, ...ien (zu gr. plêgë
„Schlag" u. t2...ie): Lähmung aller vier Extremitäten
(Med.). Qua|dri|re|medie; -, -n (aus gleichbed. lat. qua
driremis, zu remus „Ruder“): Vierruderer (antikes
Kriegsschiff mit vier übereinanderliegenden Ruderbän
ken). Qua|drilvilum[ ...v...] das; -s (aus gleichbed. spätlat.
quadrivium, eigtl. „Ort, an dem vier Wege Zusammenstö
ßen“, zu /ɑt. via „Weg“): im mittelalterlichen Universitäts
unterricht die vier höheren Fächer Arithmetik. Geome
trie, Astronomie. Musik; vgl. Trivium. Qualdrilzepsrfer;
-es, -e (zu lat. quadriceps „vierköpfig“, Analogiebildung
1130
zu ÎBizeps): vierköpfiger Muskel, der an der Vorderseite
des Oberschenkels liegt u. im Kniegelenk die Streckung
des Unterschenkels bewirkt (Anat.). qualdro [auch
kva...]: Kurzform von tquadrophon. Qualdro [auch
kva...] das; -s: Kurzform von 1 Quadrophonie, qua
dro..., Qualdro... vgl. quadri..., Quadri... Qualdroleffektrfer; -[e]s, -e: klanglicher Effekt, wie er bei quadrophoner Wiedergabe erzielt wird. Qualdrolnal® das; -s
(Kunstw.): schmerzlinderndes Mittel, qualdrolphon,
auch ...fon (zu tquadri... u. t...phon, wohl Analogiebil
dung zu mono-, stereophon): über vier Kanäle laufend (in
Bezug auf die Übertragung von Musik, Sprache o.Ä.).
Qualdrolpholnie, auch ...fonie die; - (zu t...phonie):
quadrophone Übertragungstechnik, durch die ein gegen
über der Î Stereophonie erhöhtes Maß an räumlicher
Klangwirkung erreicht wird; vgl. Stereophonie, qualdrophoinisch, auch ...fonisch: die Quadrophonie betref
fend; vgl. binaural (2). Qualdrolphonluhr, auch ...fon...
¿Zze; -, -en (zu Î quadrophon): Uhr, die je nach Einstellung
auf verschiedene Art u. Weise schlagen kann. Qualdrosound [...saond] der; -s (aus gleichbed. engl.-amerik. quadrosound zu tquadri... u. engl. sound, vgl. Sound): durch
Quadrophonie erzeugte Klangwirkung, q ua I druQuadrt ... vgl. quadri..., Quadri... Qua|dru|ma|nei/er; -n, -n
(meist Plur.) (zu lat. quadrumanis, quadrimanus „vierhän
dig“, zu manus „Hand“): (veraltet) Affe (im Unterschied
zum Menschen), qualdrulped (aus lat. quadrupedus,
quadripedus „auf vier Füßen gehend“ zu pes, Gen. pedis
„Fuß“): vierfüßig (z.B. Lurche, die meisten Säugetiere;
Zool.). Qualdrulpelderfer, -n, -n (meist Plur.): (veraltet)
a) Vierfüßer, vierfüßiges Wirbeltier; b) Säugetier (nach
Linné). Qualdrulpeldie die: - (zu t2...ie): Vierfüßigkeit
(Zool.). ’Qualdrulpeli/as; -s, - (über/r. quadruple „Vier
faches“ aus gleichbed. lat. quadruplum): vier zusammen
gehörende mathematische Größen. 2Qualdrulpelder; -s,
- (latinisiert aus span, cuádruplo zu cuádruple „vierfach“
(dies aus lat. quadruplus), eigtl. „die Vierfache“, weil die
Münze den vierfachen Wert der ÎDublone besaß): frühere
span. Goldmünze. Qualdrulpellalllilanz die; -, -en (zu
t'Quadrupel): Bündnis von vier Staaten. Qualdrulpelfulge die; -, -n: tFuge mit vier verschiedenen Themen
(Mus.), qualdrulplielren (aus gleichbed. lat. quadrupla
re): (veraltet) vervierfachen. Qualdrulpol der; -s, -e (zu
t quadri... u. Î 'Pol): Anordnung von zwei elektr. t Dipolen
od. zwei Magnetspulen
Quaesitio ['kvɛ(:)...] die; -, ...iones [,,,ne:s] (aus /ai. quaes
tio „(Streit)frage“, eigtl. „das Suchen“, zu quaerere „su
chen; forschen nach etwas“): lat. Form von TQuästion.
Quaesitio Fac|ti[-...k...]die;--, ...ones [,,,ne:s] - (auslat.
quaestio facti „Frage nach dem Vorhandenen“, zu factum,
vgl. Faktum): die Untersuchung des Sachverhalts, der tat
sächlichen Geschehensabfolge einer Straftat im Unter
schied zur Quaestio Juris (Rechtsw.). Quaesitio Julris
die;--, ...ones [,,,ne:s] - (aus lat. quaestio iuris „Frage nach
dem Recht“, zu ius, vgl. 'Jus) : Untersuchung einer Straftat
hinsichtlich ihrer Strafwürdigkeit u. tatbestandsmäßigen
Erfassbarkeit. Quaesltilones [,,,ne:s]: Plur. von
Î Quaestio
Quag Iga das; -s, -s (über afrikaans quagga, kwagga aus ei
ner Bantusprache) : ausgerottete Zebraart, die in den Step
pen Südafrikas lebte
Qu ai [ke:, auch kɛ:] der; -s, -s (aus fr. quai, vgl. Kai):
(Schweiz.) a) svw. Kai; b) Uferstraße. Quai d'Orlsay [kedɔr'sɛ] der; - - (fr. ; nach der gleichnamigen Straße in Pa
ris): das an der gleichnamigen Straße in Paris gelegene
franz. Außenministerium
Quälker ¿Zer; -s, - (aus engl. Quaker zu to quake „zittern“
(wohl vor dem Wort Gottes)): Mitglied der im 17. Jh. ge
gründeten engl.-amerik. Society of Friends (= Gesell-
1131
schäft der Freunde), einer sittenstrengen, pazifistischen
Sekte mit bedeutender Sozialarbeit. Quälkelrin die; -,
-nen: weibliche Form zu tQuäker. quä ke risch: nach
Art der Quäker. Quälkerltum dar; -s; a) Art, Wesen der
Quäker; b) Gesamtheit der Quäker
Quallilfilkant der; -en, -en <zu Îqualifizieren u. t...ant):
Sportler, der sich qualifiziert (lc). Qualli|fi|kan|tin die;
-, -nen: weibliche Form vont Qualifikant. Quallilfi ka tion die; -, -en (unter Einfluss von fr. qualification aus
gleichbed. mlat. qualificatio zu qualificare, vgl. qualifizie
ren, Bed. 3 über engl. qualification): 1. das Sichqualifizieren. 2. a) Befähigung, Eignung; b) Befähigungsnachweis.
з. a) durch vorausgegangene sportliche Erfolge erworbene
Berechtigung, an sportlichen Wettbewerben teilzuneh
men; b) Wettbewerb, Spiel, in dem sich die erfolgreichen
Teilnehmer für die Teilnahme bei der nächsten Runde ei
nes größeren Wettbewerbs qualifizieren (2 c; Sport). 4.
Beurteilung, Kennzeichnung; vgl. ,..ation/...ierung. Quali|filka|ti|ons|struk|tur die; -, -en: Bez. für die in einer
Gesamtbevölkerung, in einer Organisation od. einem Be
trieb zu beobachtende Verteilung von Qualifikationen auf
den betreffenden Personenkreis. qua|li|fi|zie|ren (aus
mlat. qualificare zu lat. qualis (vgl. Qualität) u. facere
„machen", Bed. 1 c über engl. to qualify): 1. a) sich wei
terbilden u. einen Befähigungsnachweis erbringen; b) sei
ne berufliche Leistungsfähigkeit durch Vervollkommnung
der fachlichen u. gesellschaftlichen Kenntnisse, Fähigkei
ten o.Ä. steigern; c) die für die Teilnahme an einem sport
lichen Wettbewerb erforderliche Leistung erbringen. 2. die
Voraussetzung für jmds. Eignung, Befähigung für etwas
darstellen. 3. als etwas beurteilen, einstufen, kennzeich
nen, bezeichnen, quallilfilziert (zu T...iert>: 1. a) beson
dere Fähigkeiten erfordernd; b) von Sachkenntnis zeu
gend. 2. tauglich, besonders geeignet. Qua|li|fi|zie|rung
die; -, -en (zu t...ierung): das Qualifizieren (1-3); vgl.
...ation/...ierung. Qua li fy ing ['kwɔlɪfaɪɪŋ] das; -s (aus
gleichbed. engl. qualifying zu to qualify, vgl. qualifizie
ren): Qualifikation (2 b) u. Festlegung der Startreihenfolge
für ein Rennen (bes. Motorsport), quallis rex, tallis
grex dat.; „wie der König, so die Herde“): wie der Herr,
so der Knecht, quallis vir, tallis oraltio dat.): wie der
Mann, so die Rede. Qualliltät die; -, -en (aus Zai. qualitas,
Gen. qualitatis „Beschaffenheit, Verhältnis, Eigenschaft“
zu qualis „wie beschaffen“): 1. a) charakteristische Eigen
schaft, Beschaffenheit einer Sache; b) Güte, Wert; c)
(meist Plur.) gute Eigenschaft (einer Sache, Person). 2.
Klangfarbe eines Vokals (unterschiedlich z. B. bei offenen
и. geschlossenen Vokalen; Sprachw.). 3. im Schachspiel
der Turm hinsichtlich seiner relativen Überlegenheit ge
genüber Läufer od. Springer; die Qualität gewinnen: Läu
fer od. Springer gegen einen Turm eintauschen, qualliltativ [auch 'kval...] (unter Einfluss von fr. qualitatif aus
gleichbed. mlat. qualitativus); die Qualität betreffend;
hinsichtlich der Qualität (1). Qua li tativ [auch 'kval...]
das: -s, -e [...va] (aus nlat. (nomen) qualitativum): svw. Ad
jektiv (Sprachw.). Qualliltätslauldit [...o:dit] der od. das;
-s, -s: unabhängige Untersuchung der qualitätsbezogenen
Fähigkeiten u. deren Ergebnisse (Wirtsch.). Qua liltätskon trollle* die; -, -n: die Überwachung der Qualität von
in Massen produzierten Gütern mithilfe statistischer Me
thoden (Wirtsch.). Qualliltätslmalnagelment [...mænɪdʒmənt] das; -s: Gesamtheit der sozialen u. technischen
Maßnahmen, die zum Zweck der Absicherung einer Min
destqualität von Ergebnissen betrieblicher Leistungspro
zesse angewendet werden (z.B. Qualitätskontrolle, End
kontrolle; Wirtsch.)
Quant das; -s, -en (zu lat. quantum, vgl. Quantum): kleins
te, unteilbare Einheit einer physik. Größe, bes. in einer
Wellenstrahlung als Einheit auftretende kleinste Energie
Quantität
menge (Phys.). Quanltalsom das; -s, -e (zu gr. söma
„Körper"): Zellpartikel, dessen Funktion nicht eindeutig
geklärt ist (Phys.), quanlteln: eine Energiemenge in
Quanten darstellen. Quanltellung die; -: das Aufteilen
der bei physik. Vorgängen erscheinenden Energie u. ande
rer atomarer Größen in bestimmte Stufen od. das Auftre
ten als Vielfaches von bestimmten Einheiten. Quanlten:
Plur. von ÎQuant u. ÎQuantum. Quan|ten|bio|lo|gie
die; -: Teilgebiet der Biophysik, das sich mit der Quanten
theorie bei biologischen Vorgängen befasst. Quanltenchelmie die; -: Forschungsgebiet der theoretischen Che
mie, in dem die Methoden der Quantenmechanik auf
ehern. Problemstellungen angewendet werden. Quanten elekltro nik* die; -: Teilgebiet der angewandten
Physik, das sich mit den quantentheoretischen Grundla
gen u. technischen Anwendungen der Erscheinungen bei
der Wechselwirkung elektromagnetischer Strahlung mit
atomaren Systemen u. Festkörpern befasst. Quanltenfeld|the|o|rie die;-: Verschmelzung von Quantentheorie
u. spezieller Relativitätstheorie. Quanltenlmelchalnik
<7Ze; -: erweiterte elementare Mechanik, die es ermöglicht,
das Geschehen des Mikrokosmos zu erfassen, quanltenmelchalnisch: die Quantenmechanik betreffend, auf ihr
beruhend. Quanltenlphylsik Äe; -: Teilgebiet der Phy
sik, dessen Gegenstand die mit den Quanten zusammen
hängenden Erscheinungen sind. quan|ten|phy|si|kalisch: die Quantenphysik betreffend. Quanltenlsprung
der; -[e]s, ...Sprünge: Übergang eines mikrophysikalischen
Systems aus einem stationären Energiezustand in einen
anderen, wobei Emission od. Absorption eines ÎQuants
erfolgt (Phys.). Quan|ten|sta|tis|tik die; -: statistische
Behandlung sehr vieler Teilchen, die sich nach den Geset
zen der Quantentheorie bewegen (Phys.), quanltenltheolreltisch: die Quantentheorie betreffend, auf ihr beru
hend. Quan|ten|the|o|rie die; -: Theorie über die mikro
physikalischen Erscheinungen, die das Auftreten von
Quanten in diesem Bereich berücksichtigt. Quanltenzahl die; -, -en: ganz- od. halbzahlige Größe zur Charak
terisierung der einzelnen Energiewerte eines quantenhaften Vorgangs (Phys.). Quan|ti|fi|ka|ti|on die; -, -en (zu
Îquantifizieren u. t...ation): Umformung der Qualitäten
in Quantitäten, d.h. der Eigenschaften von etwas in Zah
len u. messbare Größen (z. B. Farben u. Töne in Schwin
gungszahlen u. Wellenlängen); vgl. ...ation/...ierung.
Qu an|ti|fi|ka|tor der; -s, ...oren (zu f,,,ator): svw. Quan
tor. quanltilfilzielren (aus mlat. quantificare „ausma
chen, betragen“ zu lat. quantus, vgl. Quantum u. ...fizieren): in Mengenbegriffen, Zahlen o.Ä. beschreiben.
Quanlti|fi|zie|rung die; -, -en (zu t...ierung): das Quan
tifizieren; vgl. ...ation/...ierung. Quan til das: -s, -e (zu
lat. quantillus, quantulus „wie groß - wie klein, wie viel wie wenig“): Merkmalswert, für den die Wahrscheinlich
keit für das Auftreten der Merkmale zwischen gewissen
Schranken liegt; Streuungsmaß (Statistik), quanltilsieren (zu Î Quantum u. t ...isieren); 1. (fachspr.) eine Quan
tisierung (2, 3) vornehmen. 2. svw. quanteln. Quanltisie rung die; - (zu Î...isierung): 1. svw. Quantelung. 2.
Übergang von der klassischen, d. h. mit kontinuierlich ver
änderlichen physik. Größen erfolgenden Beschreibung ei
nes physik. Systems zur quantentheoretischen Beschrei
bung durch Aufstellung von Vertauschungsrelationen für
die nunmehr im Allgemeinen als nicht vertauschbar anzu
sehenden physik. Größen (Phys.). 3. Unterteilung des Am
plitudenbereichs eines kontinuierlich verlaufenden Signals
in eine endliche Anzahl kleiner Teilbereiche. Quantität
<Äe; -, -en (aus lat. quantitas, Gen. quantitatis „Größe,
Menge“ zu quantus, vgl. Quantum): 1. Menge, Anzahl. 2.
Dauer einer Silbe (Länge od. Kürze des Vokals) ohne
Rücksicht auf die Betonung (antike Metrik; Sprachw.).
quantitativ
quan|ti|ta|tiv[auch kvan...] (zut...iv): der Quantität(1)
nach, mengenmäßig. Quanlti|tätslgrö|ßedto; -, -n: phy
sik. Größe eines homogenen Systems, die proportional zur
Stoffgröße ist (z.B. Masse, Volumen). Quanltiltätsltheo\rie die; -: eine Geldtheorie, die einen Zusammenhang
zwischen den Veränderungen der Geldmenge u. der Gü
terpreise annimmt (Wirtsch.). Quanltilté néglilgeable* [katitenegli ʒab(ə)l] die; - - <aus fr. quantité négli
geable „belanglose Größe“): wegen ihrer Kleinheit außer
Acht zu lassende Größe, Belanglosigkeit. quan|ti|tie|ren
<zu lat. quantitas (vgl. Quantität) u. !..deren): Silben im
Vers nach der Quantität (2) messen. Quanltolmelter
ito; -s, - <zu I Quantum u. 1 '...meter): sehr genaue Appa
ratur zur raschen Spektralanalyse von vorgelegten Metall
proben. Quanltorr/er; -s, ...oren <Kurzw. aus tQuantifi
kator): logische 'Partikel (3) für quantifizierte Aussagen
(z.B. „für alle gilt“). Quanltum das; -s, ...ten <aus lat.
quantum, substantiviertes Neutrum von quantus „wie
groß, wie viel“): jmdm. zukommende, einer Sache ange
messene Menge von etwas (bes. Nahrungsmittel o.Ä.).
quanltum lilbet u. quanltum plalcet [- ...ts...J dat.):
(veraltet) so viel beliebt od. gefällt, in beliebiger Größe od.
Menge, quanltum saltis dat.): in ausreichender Menge
(Hinweis auf Rezepten); Abk.: q. s. (Med.), quanltum
suf|fi|cit [- ...tsit] dat.): in ausreichender Menge, so viel
wie nötig (Hinweis auf Rezepten); Abk.: q. s. (Med.),
quanltum vis [- 'vi:s] dat.; „so sehr du willst“): so viel du
nehmen willst, nach Belieben (Hinweis auf Rezepten);
Abk.: q. v. (Med.)
Qua|ran|tä|ne [ka...J die; -, -n (aus gleichbed. fr. quaran
taine, eigtl. „Anzahl von 40 (Tagen)“, zu quarante „vier
zig“, dies aus gleichbed. vulgärlat. quarranta, lat. quadra
ginta; nach der vierzigtägigen Hafensperre, mit der man
früher Schiffe belegte, die seuchenverdächtige Personen
an Bord hatten): räumliche Absonderung, Isolierung an
steckungsverdächtiger Personen, Tiere od. Absperrung ei
nes Infektionsherdes (z.B. Wohnung, Ortsteil, Schiff) von
der Umgebung als Schutzmaßnahme gegen Ausbreitung
od. Verschleppung einer gefährlichen Infektionskrank
heit. Qua|ran|tä|ne|stalti|ondze; -, -en: Einrichtung zur
Unterbringung von Personen, Tieren, die unter Quarantä
ne stehen
Quark [kwɑ:k, engl. kwɔ:k] das; -s, -s (zu engl.-amerik.
quarks; von dem amerik. Physiker M. Gell-Mann (*1929)
geprägte Fantasiebezeichnung nach dem Namen sche
menhafter Wesen aus dem Roman „Finnegans Wake“ von
J. Joyce): hypothetisches Elementarteilchen (Kernphys.).
Quar|ko|ni|um[kvar...] das: -s (Analogiebildung zu î Po
sitronium): kurzlebiger, gebundener Zustand eines schwe
ren Quarks u. dessen Antiquarks (Kernphys.)
’Quart die; -, -en (zu lat. quarta „die Vierte“, zu quartus,
vgl. 2Quart, Bed. 2 eigtl. „vierte Fechtbewegung“): 1. svw.
Quarte. 2. bestimmte Klingenhaltung beim Fechten.
ZQuartitos; -[e]s (substantiviert zu lat. in quarto „in Vier
teln“, dies aus quartus „der Vierte“, zu quat(t)uor
„vier“): Viertelbogengröße; Zeichen 4° (Buchformat).
3Quart [engl. kwɔ:t] das; -s, -s (aus (mittel)engl. quart,
dies über mittelfr. quarte aus lat. quarta (pars), Fern, von
quartus, vgl. 2Quart): 1. a) engl. Hohlmaß (1,1361); Zei
chen qt; b) amerik. Hohlmaß (für Flüssigkeiten: 0,9461);
Zeichen liq qt; c) amerik. Hohlmaß (für trockene Sub
stanzen: 1,101dm3); Zeichen dry qt. 2. (Plur. -e; aber: 5
Quart) früheres Flüssigkeitsmaß in Preußen u. Bayern
(0,2671). Quarlta [ kvarta] die; -, ...ten (aus nlat. quarta
(classis) „vierte (Klasse)“ zu lat. quarta, Fem. von quar
tus (vgl. 2Quart); vgl. Prima): (veraltend) dritte, in Öster
reich vierte Klasse eines Gymnasiums. Quarltal das; -s,
-e (aus mlat. quartale (anni) „Viertel eines Jahres“; vgl.
:Quart): Vierteljahr. quar|ta|li|ter(n/at.): (veraltet) vier
1132
teljährlich. Quarltalslsäulfer der; -s, - (zu IQuartal):
(ugs.) svw. Dipsomane; vgl. Dipsomanie. Quarltalna
die; - (aus lat. quartana „viertägiges Fieber“, eigti. Fern,
von quartanus „zum vierten (Tag) gehörend“): Viertage
wechselfieber (Verlaufsform der Malaria; Med.). Quartalnei-iter; -s, - (zu IQuarta u. T...aner): (veraltend) Schü
ler der Quarta. Quarltalnelrin die; -, -nen: weibliche
Form zu I Quartaner. Quaijtant der; -en, -en (zu mlat.
quartans, Gen. quartantis, Part. Präs, von quartare „vier
teln“): (selten) Buch in Viertelbogengröße, quarltär (zu
lat. quartus „der Vierte“ u. I...är, Bed. 1 vgl. Quartär): 1.
das Quartär betreffend (Geol.). 2. an vierter Stelle in einer
Reihe, [Rangjfolge stehend; viertrangig. 3. a) (von Ato
men in Molekülen) das zentrale Atom bildend, an das vier
organische Reste gebunden sind, die je ein Wasserstoff
atom ersetzen; b) (von ehern. Verbindungen) aus Molekü
len bestehend, die ein quartäres (3 a) Atom als Zentrum
haben. Quarltär das; -s (zu Iquartär, eigtl. „die vierte
(Formation)“, nach der früheren Zählung des Paläozoi
kums als Primär): erdgeschichtliche Formation des îKä
nozoikums (umfasst IPleistozän u. THolozän; Geol.).
Quar|ta|ti|on dto; -, -en (zu lat. quartus „der Vierte“ u.
T...ation): Trennung von Gold u. Silber durch konzentrier
te S lpetersäure. Quarlte die; -, -n (zu lat. quarta „die
Vierte“): a) der vierte Ton einer îdiatonischen Tonleiter
vom Grundton an; b) IIntervall (2) von vier Idiatoni
schen Stufen (Mus.). Quarltel das; -s, - (Verkleinerungs
form von I’Quart (2)): (bayr.) kleines Biermaß. Quar
ten: Plur. vonIQuarta, 'Quart (1 u. 2) u. IQuarte. Quar
ter ['kwɔ:tə] der; -s, -s (aber: 5 Quarter) (aus engl. quar
ter, dies aus altfr. quartier, vgl. Quartier): 1. engl. Gewicht
(= 12,7kg). 2. engl. Hohlmaß (= 290,95 1). 3. Getreide
maß in den USA (= 21,75 kg). 4. (ugs.) in den USA Bez.
für den Vierteldollar. Quar|ter|back [...bæk] der; -s, -s
(aus gleichbed. engl.-amerik. quarter-back zu quarter
(vgl. Quarterdeck) u. back „Rücken; Rückseite; Verteidi
ger“): (im amerik. Football) Spieler, der aus der Verteidi
gung heraus Angriffe einleitet u. führt; Spielmacher.
Quarlterldeck ['kvar...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
quarterdeck zu quarter „Mannschaftsabteilung an Bord“
(die Mannschaften auf Kriegsschiffen wurden früher für
den Wachdienst in vier Abteilungen aufgeteilt), dies zu
altfr. quartier, vgl. Quartier): leicht erhöhtes hinteres
Deck eines Schiffes (Seew.). Quarter horse, auch
Quarlter-Horse ['kwɔ:təhɔ:s] das; -, -s [,,,hɔ:sɪz] (aus
gleichbed. engl. quarter horse (wegen ihrer hohen Schnel
ligkeit für die Viertelmeile so genannt)): aus dem Westen
der USA u. aus Kanada stammende, zunehmend weltweit
gezüchtete Pferderasse. Quar|ter|meis|ter [kvar...] der;
-s, - (Lehnübersetzung von gleichbed. engl. quartermas
ter, urspr. „Aufsicht über die auf dem Quarterdeck Be
schäftigten“; das Schiff wurde vom Quarterdeck aus ge
steuert): Matrose, der insbesondere als Rudergänger ein
gesetzt wird (Seew.). Quar|te|ron der; -en, -en (aus
gleichbed. span, cuarterón zu cuarto „Vierter“, dies aus
lat. quartus) : (veraltet) männlicher Nachkomme eines
Weißen u. einer Terzeronin (vgl. Terzerone). Quarlterpipe ['kwɔ:təpaip] die; -, -s (zu IQuarter u. engl. pipe, vgl.
Pipe): halbe Î Halfpipe, die beim Snowboarden im I Free
style verwendet wird; Viertelröhre. Quarltett [kvar...]
das; -[e]s, -e (aus gleichbed. it. quartetto zu quarto „Vier
ter“, dies aus lat. quartus): 1. a) Komposition für vier solistische Instrumente od. vier Solostimmen; b) Vereini
gung von vier Instrumental- od. Vokalsolisten; c) (iron.)
Gruppe von vier Personen, die gemeinsam etwas tun. 2.
die erste od. zweite der beiden vierzeiligen Strophen des
I Sonetts im Unterschied zum I Terzett (2). 3. Kartenspiel,
bes. für Kinder, bei dem jeweils vier zusammengehörende
Karten abgelegt werden, nachdem man die fehlenden
1133
durch Fragen von den Mitspielern erhalten hat. Quar
tier das; -s, -e (aus (alt)fr. quartier „vierter Teil (eines
Heerlagers)“, eigtl. „Viertel", dies aus lat. quartarius zu
quartus, vgl. 'Quart): 1. a) Unterkunft, in der man vorü
bergehend (z.B. auf einer Reise) wohnt; b) (veraltend)
Unterkunft von Truppen außerhalb einer Kaserne (Mil.).
2. (Schweiz., österr.) Stadtviertel, quarltielren (zu
TQuartier u. t..deren) : (veraltet) [Soldaten] in Privatun
terkünften unterbringen; einquartieren. Quartier laltin
[kartjela'ts] das; - - (aus fr. quartier latin „lateinisches
Viertel“): Pariser Hochschulviertel. Quarltil das; -s, -e
(zu t'Quart u. T...Í1 (2)>: Viertel (in einer bestimmten
Rangliste; bes. Statistik). Quartlmaljor [kv...]
- (zu
T'Quart u. t‘Major): bestimmte Reihenfolge von
[Spieljkarten. Quarlto das: - (aus it. quarto): ital. Bez. für
"Quart. Quartolle die; -, -n (italianisierende Bildung zu
lat. quartus, vgl. 'Quart, Analogiebildung zu TTrióle): Fi
gur von vier Noten, die anstelle des Taktwertes von drei
od. sechs Noten stehen (Mus.). Quartlsextlaklkord
der; -[e]s, -e (zu ÎQuarte): Akkord von Quarte u. Sexte
über der Quinte des Grundtons der jeweiligen Tonart
(Mus.)
Quartz der; -es, -e (aus engl. quartz): engl. Schreibung von
dt. Quarz (z. B. zur Kennzeichnung von quarzgesteuerten
Uhren). Quarlzit [auch ... tsit] der; -s, -e (zu dt. Quarz u.
t2...it>: sehr hartes, meist dichtes, feinkörniges, überwie
gend aus Quarzmineralen bestehendes Gestein
Qualsar der; -s, -e (aus engl. quasar, dies Kurzw. aus quasi-stellɑr (object) „sternähnlich(es Objekt)“): Sternsys
tem, sternförmig erscheinendes Objekt im Kosmos mit ex
trem starker Radiofrequenzstrahlung (Astron.)
qualsi (aus gleichbed. lat. quasi): gewissermaßen, gleich
sam, sozusagen, qualsi..., Qualsi... (zuTquasi): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „mit der bezeichneten
Sache fast gleichzusetzen, im strengen Sinn aber doch et
was anderes; nur in gewissem Sinne, aber nicht wirklich
so“, z. B. quasiautomatisch, Quasisynonym. Qualsilkontrakt* der; -[e]s, -e: (veraltet) Scheinvertrag, einem Ver
trag ähnliches Verhältnis od. Handeln (z. B. Geschäftsfüh
rung ohne Auftrag), qualsilkrisltalllin: in Teilbereichen
kristallin, sonst aber Tamorph (bes. Phys.). Qualsilmodogenilti (aus lat. quasi modo geniti (infantes) „wie die
eben geborenen (Kinder)“; nach dem Eingangsvers des
Gottesdienstes, 1. Petrus 2,2) : in der ev. Kirche Name des
ersten Sonntags nach Ostern (Weißer Sonntag), qualsioffizilell (zu tquasi...): gewissermaßen offiziell, qua
si Ippltisch : sich ähnlich den Lichtwellen, also fast gerad
linig ausbreitend (in Bezug auf Ultrakurzwellen; Phys.).
qua|si|pe|ri|o|disch: sich nur wenig von einem periodi
schen Vorgang od. einer periodischen Größe unterschei
dend. Qualsilsoulvelrälniltät [,,,zuvə...] die: -: schein
bare Souveränität, qualsilstelllar: sternartig. Qualsiteilchen die (Plur.): Bez. für gewisse Anregungsformen
in Vielteilchensystemen, die sich in mancher Hinsicht wie
Teilchen verhalten (Phys.)
Quaslsie [...is] die; -, -n (aus nlat. quassia, nach dem suri
namesischen Medizinmann Graman Quassie, 18. Jh.):
südamerik. Baum, dessen Holz Bitterstoff enthält (früher
als Magenmittel verwendet)
Quäsltilon die; -, -en (aus (m)lat. quaestio „(Streit)frage“,
eigtl. „das Suchen“, zu lat. quaerere „suchen; fragen“): in
einer mündlichen t Diskussion entwickelte u. gelöste wis
senschaftliche Streitfrage (Scholastik), quäsltilolniert
(zu T...iert>: (veraltet) fraglich, in Rede stehend; Abk.: qu.
(Rechtsw.). Quäsltor [auch kve...] der; -s, ...oren (aus lat.
quaestor, eigtl. „Untersuchungsrichter “): 1. hoher Fi
nanz- u. Archivbeamter in der röm. Republik. 2. Leiter ei
ner Quästur (2). 3. (Schweiz.) Kassenwart (eines Vereins).
Quäsltur
-, -en (aus lat. quaestura „Amt des Quäs
Querele
tors“): 1. a) Amt eines Quästors ( 1); b) Amtsbereich eines
Quästors (1). 2. Universitätskasse, die die Hochschulge
bühren einzieht
Qualtemlber der; -s, - (aus (m)lat. quat(t)uor tempora
„vier Zeiten“): liturgisch begangener kath. Fasttag (am
Mittwoch, Freitag u. Samstag nach Pfingsten, nach dem
dritten Advents- u. ersten Fastensonntag), qualterlnär
(aus lat. quaternarius „aus je vieren bestehend“ zu quater
ni „je vier“, dies zu quat(t)uor „vier“): aus vier Bestand
teilen zusammengesetzt, aus vier Teilen bestehend
(Chem.). Qua ter ne die; -, -n (aus gleichbed. it. quater
na, dies zu lat. quaterni, vgl. quaternär) : (veraltet) Gewinn
von vier Nummern in der Zahlenlotterie od. im Lotto.
Qualterlnio der; -s, ...onen (aus spätlat. quaternio „die
Vier“): aus vier Einheiten zusammengesetztes Ganzes od.
zusammengesetzte Zahl. Qualterlnilon die; -, -en (zu
T'...ion): Zahlensystem mit vier komplexen Einheiten
(Math.). Qualtrain* [ka'trɛ:] das od. der: -s, Plur. -s od.
-en [...’treman] (aus gleichbed. fr. quatrain zu quatre
„vier“, dies über vulgärlat. quattor aus lat. quat(t)uor): 1.
vierzeiliges Gedicht. 2. Quartett (2). qua tre* mains [katrə'mɛ] (/?.): [für] vier Hände, vierhändig (Mus.). Qualtridulum* [kva...] das; -s (aus gleichbed. lat. quatriduum,
quadriduum, vgl. Quadriduum): svw. Quadriduum.
Quatitrolcenitist* [,,,tʃɛn...] der; -en, -en (aus gleichbed.
¡7. quattrocentista; vgl. Quattrocento): Künstler des Quat
trocento. Quatltrolcenlto* das; -[s] (aus gleichbed. it.
(mil) quattrocento, eigtl. „(tausend)vierhundert“ (nach
den Jahreszahlen)): das 15. Jahrhundert als Stilbegriff der
ital. Kunst (Frührenaissance). Qualtulor das; -s, -s (aus
gleichbed. fr. quatuor, dies zu lat. quat(t)uor „vier“): (ver
altet) Instrumentalquartett
Quelbralcho* [ke'braʧo] das; -s (aus gleichbed. span, que
bracho, quiebrahacha, eigtl. „Axtbrecher“, zu quebrar
„brechen“ u. hacha „Axt“): [braun]rotes, gerbstoffrei
ches, hartes Holz südamerik. Baumarten
Quelchua ['kɛtʃua], Ketschua das; -[s] (aus span. Quechua,
dem Namen eines Indianervolkes in Peru): eine südame
rik. Indianersprache (zweite Amtssprache in Peru)
Queen [kwi:n] die; -, -s (aus engl. queen „Königin“ zu
aengl. cwen): 1. englische Königin. 2. (ugs.) weibliche Per
son, die in einer Gruppe, in ihrer Umgebung im Mittel
punkt steht, am beliebtesten od. begehrtesten ist. 3. femi
niner Homosexueller, der bes. attraktiv ist für Homosexu
elle, die die männliche Rolle übernehmen
Quel lea die; -, -s (aus nlat. quelea, dies wohl aus dem
Afrik.): Blutschnabelweber, Gattung der Webervögel
Quelllcode der; -s, -s (zu engl. source „Quelle“ u. code
„Verzeichnis“): in einer [höheren] Programmiersprache
geschriebene Abfolge von Programmanweisungen, die
erst nach einer elektronischen Übersetzung vom Compu
ter verarbeitet werden können (EDV)
Que|ma|de|ro [ke...] der; -[s], -s (aus span, quemadero
„Verbrennungsplatz“ zu quemar „verbrennen“, dies aus
lat. cremare): Richtstätte zum Verbrennen der von der
Î Inquisition (1) verurteilten Ketzer
Quemlpas der; - (Kurzw. aus lat. quem pastores, nach dem
Lied Quem pastores laudavere „Den die Hirten lobeten
(sehre)“): alter volkstümlicher Wechselgesang der Jugend
in der Christmette od. -vesper
Quenlchen ['kvɛntʃən] u. Quenching das; -s (zu engl. to
quench „abkühlen, abschrecken“): das Abschrecken von
heißen Reaktionsprodukten mit Wasser, Öl, Gas u. a., um
die chem. Reaktion zum Stillstand zu bringen (Techn.)
Quent das; -[e]s, -e (aber: 5 -) (zu lat. quintus „fünfter“):
ehemaliges kleines deutsches Handelsgewicht unter
schiedlicher Größe
Que|re|le die; -, -n (meist Plur.) (aus lat. querela „Klage,
Beschwerde“ zu queri, vgl. querulieren): auf gegensätzli
Querulant
chen Bestrebungen, Interessen, Meinungen beruhende
[kleinere] Streiterei. Quelrullant der; -en, -en (aus mlat.
querulans, Gen. querulantis, Part. Präs, von querulare,
vgl. querulieren): jmd., der immer etwas zu nörgeln hat u.
sich über jede Kleinigkeit beschwert. Quelrullanltin die;
-, -nen: weibliche Form zu T Querulant. QuelrullanziZze; (zu t...anz): querulatorisches Verhalten mit krankhafter
Steigerung des Rechtsgefühls. Que|ru|la|ti|on die; -, -en
(zu t'...ion): (veraltet) Beschwerde, Klage, quelrullaltorisch (zu t...orisch>: nörglerisch, streitsüchtig, quelrulie ren (aus mlat. querulare „klagen, sich beschweren“,
dies aus lat. queri): nörgeln, ohne Grund klagen
Qu erlzeltin das; -s (zu lat. quercetum „Eichenwald“ (dies
zu quercus „Eiche“) u. t...in (1)): gelber Färb- u. Arznei
stoff in der Rinde der Färbereiche, den Blüten des Gold
lacks, des Stiefmütterchens u. anderer Pflanzen (früher als
Farbstoff gebraucht, heute als antibakterielles Mittel ver
wendet)
Quelsal [ke...] vgl. 'Quetzal. 'Quetlzal [ke...] u. Quesal
[ke...] der; -s, -s (über span, quetzal aus gleichbed. Nahuatl
(einer mittelamerik. Indianersprache) quetzalli, eigtl.
„Schwanzfeder“): in Mittelamerika heimischer, zu den
tTrogons gehörender farbenprächtiger Urwaldvogel mit
langen, metallisch schimmernden grünen Schwanzfedern
(Wappenvogel von Guatemala). 2Quet|zal der; -[s], -[s]
(aber: 5 -) (zu Î'Quetzal): Münzeinheit in Guatemala
'Queue [ko:] das. österr., ugs. auch der; -s, -s (aus gleichbed./r. queue, eigtl. „Schwanz“, dies aus gleichbed. lat. co
da, cauda): Billardstock. 2Queue die; -, -s (aus gleichbed.
fr. queue, vgl. 'Queue): 1. lange Reihe, Schlange, z. B. eine
- bilden. 2. (veraltet) Ende einer Î Kolonne (1 a) oder rei
tenden Abteilung; Ggs. tTete
Quiblble [kwɪbl]
-s, -s (aus engl. quibble „Spitzfindig
keit“ zu to quibble „streiten“): (veraltet) a) spitzfindige
Ausflucht; b) [sophistisches, witziges] Wortspiel
Quiche [kiʃ] rZze; -, -s [kiʃ] (aus gleichbed. fr. quiche, dies
wohl aus dem Germ.): Speckkuchen aus ungezuckertem
Mürbe- od. Blätterteig (Gastr.). Quiche Lotjraine [kiʃlɔ'rɛn] die; - -, -s -s [...ren] (aus fr. quiche lorraine „Loth
ringer Speckkuchen“): Quiche aus Mürbeteig, Speck
scheiben, Käse u. einer Eier-Sahne-Soße (Gastr.)
Quilckie [engl. 'kwɪkɪ] der. auch ¿Zas; -s, -s (aus engl. quickie
„auf die Schnelle Gemachtes, schnelle Sache“ zu quick
„flink, schnell“): (ugs.) 1. etwas, was schnell, in verkürzter
Form erledigt, abgehandelt o.Ä. wird. 2. schnelles Rate
spiel bei Quizveranstaltungen. 3. (Jargon) rasch vollzoge
ner Geschlechtsakt. 4. kurzer Werbefilm. Quick-out,
auch Quicklout [../aut] das; -s, -s (zu engl. out „heraus“):
Gerät (bes. Autoradio), das sich zum Schutz gegen Dieb
stahl schnell ausbauen u. mitnehmen lässt. Quicklsort
['kwɪksɔ:t] (zu engl. to sort „sortieren“): ein schnelles,
rechnerinternes Sortierverfahren (EDV). Quicklstepp
[...step] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. quickstep, eigtl.
„Schnellschritt“): Standardtanz in schnellem Marschtem
po u. stampfendem Rhythmus, der durch Fußspitzen- u.
Fersenschläge ausgedrückt wird. Quicklstorlming
[,,,stɔ:mɪŋ] das; -s (zu engl. to storm „stürmen“, Analogie
bildung zu ÎBrainstorming): kurzes ÎBrainstorming
Quickltest der; -[e]s, Plur. -s, auch -e (nach dem amerik.
Arzt A. J. Quick, 1894-1978): ein Verfahren zur Diagnose
von Störungen der Blutgerinnung (Med.)
Quilcumlque [...k...] das; - (aus lat. quicumque (vult salvus
esse) „wer auch immer (gerettet werden will)“, nach dem
Anfangswort): svw. Athanasianum
Qui dam der; - (aus lat. quidam „ein Gewisser“): ein gewis
ser Jemand. Quid|di|tät r/ze; -, -en (aus mlat. quid(d)itas,
Gen. quid(d)itatis, eigtl. „die Washeit“, zu lat. quid?
„was?“): das Wesen eines Dinges (Scholastik). QuidIproquo das,■ -s, -s (aus lat. quid pro quo? „(irgend)etwas für
1134
(irgend)etwas“): Verwechslung einer Sache mit einer an
deren; Ersatz
Quie i/ze; -, Quien (aus dem Altnord.): (landsch.) a) junges
weibliches Rind, das noch nicht gekalbt hat; b) gemästete
junge Kuh
Quileslzenz [kvie...] die; - (aus gleichbed. spätlat. quies
centia zu lat. quiescere, vgl. quieszieren): (veraltet) 1. Ru
he. 2. Ruhestand. 3. als Reaktion auf ungünstige Umwelt
bedingungen einsetzende Ruheperiode bei wechselblüti
gen Tieren (Biol.). quileslzielren (aus lat. quiescere
„ausruhen, ruhen (lassen)“): (veraltet) 1. jmdn. in den Ru
hestand versetzen. 2. ruhen. 3. in Quieszenz (3) verharren
(von wechselwarmen Tieren; Biol.). Qui|e|tis|mus
[kvie...] der;- (zu lat. quietus „ruhig“ u. t...ismus (2, 5)>: 1.
der Î Mystik verwandte religiöse Haltung der Passivität,
die innere Ruhe u. Ergebenheit in Gottes Willen anstrebt.
2. passive Geisteshaltung, die bes. durch das Streben nach
einer gottergebenen Frömmigkeit gekennzeichnet ist.
Quileltist der; -en, -en (zu T ...ist): Anhänger des Quietis
mus. quileltisltisch (zu Î ...istisch) : den Quietismus be
treffend. Quileltilvum [...v...] das; -s, ...va (zu t...ivum):
Beruhigungsmittel (Med.), quilelto dt.; dies aus gleich
bed. lat. quietus): ruhig, gelassen (Vortragsanweisung;
Mu .)
QuiiIlaIja die; -, -s (über span, quillaja aus gleichbed. Maputsche (einer südamerik. Indianersprache) quillay): chi
lenischer Seifenbaum mit immergrünen, ledrigen Blättern.
Quil|la|ja|rinlde die; -: gelbliche Rinde der Quillaja, de
ren Extrakte als milde Waschmittel u. als Zusätze zu Kos
metika verwendet werden
Quill Iwork ['kwɪlwə:k] das; -s (aus gleichbed. engl. quillwork zu quill „Feder, Stachel“ u. work „Arbeit“): Appli
kationsarbeit mit gefärbten Stachelschweinborsten, bes.
als Verzierung an Taschen, Kleidungsstücken u. Pferdege
schirren [der nordamerik. Indianer]
Quilt der; -s, -s (aus engl. quilt „Schlafdecke“ über altfr.
coilte, cuilte aus lat. culcita „Matratze, Kissen“): gestepp
te, mit Applikationen verzierte Bettüberdecke od. künst
lerisch gestalteter Wandbehang, quillten (nach engl. to
quilt „steppen, wattieren“): einen Quilt herstellen
Quilnar der; -s, -e u. Quilnalrilus der; -, ...rii (aus lat. qui
narius, eigtl. „Fünfer“): röm. Silbermünze der Antike,
urspr. im Wert von fünf T4As. Quinlcunx ['kvɪŋk...] der; (aus lat. quincunx „Anordnung auf Lücke, schräge Rei
he“, eigtl. „die Fünf (des Würfels)“): 1. Bau- od. Säulen
ordnung in der Stellung der Fünf eines Würfels (:■:■:). 2.
u. Quinkunx: 150° Winkelabstand zwischen den Planeten
(AstroL). quin|ke|lie|ren (über älteres quintelieren zu
mhd. quintieren „in Quinten singen“, dies aus mlat. quin
tare zu lat. quinta, vgl. Quinte): 1. in [schnell wechselnder]
melodischer Folge helle u. feine Töne erklingen lassen
(von bestimmten Vögeln). 2. (landsch.) Winkelzüge, Aus
flüchte machen. Quinlkunx vgl. Quincunx (2)
Qui noa die; - (über span, quinoa aus gleichbed. Quechua
(einer südamerik. Indianersprache) kinua, kinoa): in den
Hochanden kultivierte, der Melde verwandte Pflanze, de
ren kleine gelbe Samen bes. zu Mehl vermahlen werden;
Reismelde
Quinlqualgelsilma die; -, bei artikellosem Gebrauch auch
...mä (meist ohne Artikel) (aus gleichbed. mlat. quinqua
gesima (dies), eigtl. „der fünfzigste (Tag)“ (vor bzw. nach
Ostern) zu lat. quinquagesimus „der Fünfzigste“): 1. in
der ev. u. in der kath. Kirche Name des letzten Sonntags
vor der Passions- bzw. Fastenzeit; Sonntag- od. Quinquagesimä; vgl. Estomihi. 2. früher der 50-tägige Zeitraum
zwischen Ostern u. Pfingsten. quin|quen|nai (aus
gleichbed. lat. quinquennalis): (veraltet) fünf Jahre dau
ernd. Quinlquen|nal|fa|kulltä|ten die (Plur.): auf fünf
Jahre begrenzte Vollmachten für Bischöfe, Î Dispense zu
1135
erteilen, die sonst dem Papst Vorbehalten sind. Quinquen ni um das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. lat. quin
quennium zu quinque „fünf1 u. annus „Jahr“): (veraltet)
Zeitraum von fünf Jahren, quinlquillielren vgl. quinkelieren. Quinquillion die; -, -en (zu lat. quinque „fünf1,
Analogiebildung zu ÎMillion): svw. Quintillion. Quint
die; -, -en (zu lat. quinta, eigtl. „fünfte (Fechtbewegung)“,
zu quintus „Fünfter“): 1. svw. Quinte. 2. bestimmte Klin
genhaltung beim Fechten. Quinlta die; -, ...ten (aus lat.
quinta (classis) „fünfte (Klasse)“ zu quintus „Fünfter“,
vgl. Quarta): (veraltend) zweite, in Österreich fünfte Klas
se einer höheren Schule
Quinltal [franz, ks'tal, span. u. portug. kin tal] der; -s, -e
(aber: 5 -) (aus gleichbed. fr., span. u. port, quintal, dies
über mlat. quintale aus arab. qintär, qintäl) : Gewichtsmaß
(Zentner) in Frankreich, Spanien u. in mittel- u. südamerikan. Staaten; Zeichen q
QuinltaIna die; - (aus lat. (febris) quintana „Fünftagefie
ber" zu quintanus „zum fünften (Tag) gehörig“): Fünfta
gefieber, Infektionskrankheit mit periodischen Fieberan
fällen im Abstand von meist fünf Tagen (Med.). Quinltaner der; -s, - (zu Î Quinta u. t ...aner): (veraltend) Schüler
einer Quinta. Quintldelzilme die; -, -n (zu tQuinte): In
tervall von 15 diatonischen Tonstufen, Doppeloktave
(Mus.). Quinlte tZ/e; -, -n (aus mlat. quinta (vox) „fünf
te^ Ton)“): a) der 5. Ton einer Î diatonischen Tonleiter
vom Grundton an; b) ÎIntervall (2) von 5 Îdiatonischen
Stufen (Mus.). Quinlten: Plur. von ÎQuinta, TQuint u.
tQuinte. Quintenzirkei der; -s: Kreis, in dem alle
Tonarten in Dur u. Moll in Quintenschritten dargestellt
werden (Mus.). Quinlterlne die; -, -n (wohl nach span.
quinterna zu lat. quintus „der Fünfte“): (veraltet) Fünf
gewinn (5 Nummern in einer Reihe beim Lottospiel).
Quinlterlnio der; -, ...onen (aus gleichbed. nlat. quinternio): (veraltet) aus fünf Stücken zusammengesetztes Gan
zes. Quinltelron der; -en, -en (zu span, quinto „der
Fünfte“, Analogiebildung zu îQuarteron): (veraltet)
männlicher Nachkomme eines Weißen u. einer Quartero
nin (vgl. Quarteron). Quintleslsenz* die; -, -en (aus
mlat. quinta essentia „feinster unsichtbarer Luft- od. Ät
herstoff als fünftes Element; feinster Stoffauszug“, eigtl.
„fünftes Seiendes“, Lehnübersetzung für gr. pémptë ousiä bei den Pythagoreern u. Aristoteles): Endergebnis,
Hauptgedanke, -inhalt, Wesen einer Sache. Quinltett
das; -[e]s, -e (aus gleichbed. z7. quintetto zu quinto „Fünf
ter“, vgl. Quinta): a) Komposition für fünf solistische In
strumente od. fünf Solostimmen; b) Vereinigung von fünf
Instrumental- od. Vokalsolisten (Mus.), quinltielren (zu
tQuinte u. t ..deren): auf Blasinstrumenten, bes. der Kla
rinette, beim Überblasen statt in die Oktave in die î Duo
dezime überschlagen. Quinltil das; -s, -e (zu ÎQuint u.
T__.il (2)>: Fünftel (in einer bestimmten Rangliste; bes.
Statistik). Quin|til|la [kɪn'tɪlja] die; -, -s (aus span, quin
tilla „Strophe zu fünf Versen“): seit dem 15. Jh. in Spa
nien übliche fünfzeilige Strophe aus achtsilbigen Versen.
Quin|til|le [kɛ'ti:jə] iZz'e; - (aus gleichbed. ʃr. quintille):
svw. Cinquille. Quin|til|li|ar|de [kvin...] die; -, -n (zu lat.
quintus „Fünfter“, Analogiebildung zu ÎMilliarde): 1 000
Quintillionen = 1033. Quinltilllilon die; -, -en (Analogie
bildung zu tMillion): IO30, Zahl mit 30 Nullen. Quinltole die; -, -n (italianisierende Bildung zu lat. quintus
„Fünfter“; Analogiebildung zu 1 Trióle): Gruppe von
fünf Tönen, die einen Zeitraum von drei, vier od. sechs
Tönen gleichen Taktwertes in Anspruch nehmen (Mus.).
Quinlton [kɛ'tɔ] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. quinton zu
quint „Fünfter“, dies aus lat. quintus): franz, fünfsaitiges
Streichinstrument des I7./18. Jh.s. Quintlsextlaklkord
[kvmt...] der; -[e]s, -e: erste Umkehrung des Septimenak
kordes, bei der die ursprüngliche Terz den Basston abgibt
Quorum
(Mus.). Quinitulor ¿Zas; -s, -s (aus gleichbed. fr. quintuor): (veraltet) Instrumentalquintett. quin|tu|pel (aus
gleichbed. spätlat. quintuplex); (veraltet) fünffach. Quintulpel das; -s, -: aus fünf in einer bestimmten Folge anei
nander gereihten Größen bestehender Komplex (Math.).
Quinltus der; - (zu lat, quintus „der Fünfte“): die fünfte
Stimme in den mehrstimmigen Kompositionen des
16. Jh.s (Mus.)
Quiplpu ['kɪpu] vgl. Quipu
Quiipro quo das; -s, -s (aus lat, qui pro quo „(irgend)wer
für (irgend)wen“): Verwechslung einer Person mit einer
anderen
Quilpu u. Quippu [ krpu] das; -[s], -[s] (aus gleichbed. Que
chua (einer südamerik. Indianersprache) quipu): Knoten
schnur der Inkas, die als Schriftersatz diente
qui|ri|lie|ren vgl. quinkelieren
Quilri nal der; -s (nach lat. Quirinalis, einem der sieben Hü
gel Roms): seit 1948 Sitz des ital. Staatspräsidenten (frü
her des Königs)
Quilrilte der; -n, -n (aus lat. Quiritis, eigtl. „Einwohner der
sabinischen Stadt Cures“): röm. Vollbürger zur Zeit der
Antike
Quislling der; -s, -e (nach dem norweg. Faschistenführer
V. Quisling ( 1887-1945)): (abwertend) svw. Kollaborateur
Quislquillilen [...ion] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. quis
quilia): etwas, dem man keinen Wert, keine Bedeutung
beimisst; Belanglosigkeiten
quitltielren (aus (alt)fr. quitter „frei machen; aufgeben,
sich trennen von“, dies aus mlat. quietare, quit(t)are „be
freien, entlassen“ zu lat. quietus „ruhig, gelassen“): 1. den
Empfang einer Leistung, einer Lieferung durch Quittung
bescheinigen, bestätigen. 2. auf etwas reagieren, etwas mit
etwas beantworten; etwas quittieren |müssen|: etwas hin
nehmen [müssen], Quitltung die; -, -en: 1. Empfangsbe
scheinigung, -Bestätigung (für eine Bezahlung). 2. (iron.)
unangenehme Folgen (z.B. einer Tat, eines Verhaltens);
Vergeltung
Quilvive [ki'vi:f] (aus gleichbed. fr. (être sur le) qui-vive zu
qui vive? „wer da?“, eigtl. „wer lebt (da)?“>: in der Wen
dung auf dem Quivive sein: (ugs.) auf der Hut sein, qui vi
vra*, verlra [kivi'vra 'vɛra] (fr.; „wer leben wird, wird [es]
sehen“): die Zukunft wird es zeigen
Quiz [kvis] ¿Zas; -, - (aus gleichbed. engl.-amerik. quiz, eigtl.
„schrulliger Kauz; Neckerei, Ulk“): Frage-und-AntwortSpiel (bes. im Rundfunk u. Fernsehen), bei dem die Ant
worten innerhalb einer vorgeschriebenen Zeit gegeben
werden müssen. Quizlmaslter ['kvɪsma:stə] der; -s, - (aus
gleichbed. engl.-amerik. quizmaster): Fragesteller [u.
Conférencier] bei einer Quizveranstaltung, quizlzen
['kvɪsn] (nach engl. -amerik. to quiz „ausfragen“): a) Quiz
spielen, Quizfragen stellen; b) in einem Quiz Antworten
geben
quod erat delmonsltranldum* (Zar.; „was zu beweisen
war“): was hiermit bewiesen ist; Abk.: q. e. d. Qupdllibet das; -s, -s (aus lat. quod libet „was beliebt“): 1. humo
ristische musikalische Form, in der verschiedene Lieder
unter Beachtung kontrapunktischer Regeln gleichzeitig
od. [in Teilen] aneinander gereiht gesungen werden. 2. ein
Kartenspiel. 3. (veraltet) Durcheinander, Mischmasch,
quod lilcet lolvi, non lilcet bolvi [- 'li:tsɛt jo:vi - 'li:tsɛt
bo:vi] (ZaZ.; „was Jupiter erlaubt ist, ist nicht dem Ochsen
erlaubt“): was dem höher Gestellten zugebilligt, nachge
sehen wird, wird bei dem niedriger Stehenden beanstandet
Quoklka das; -s, -s (aus dem Austr.): früher in Westaustra
lien weit verbreitetes, heute nur noch in Restpopulationen
anzutreffendes Kurzschwanzkänguru
Quolmoldo [...modo] das; -, ...modi (aus lat. quo modo
„auf welche Weise, wie“): (veraltet) Art u. Weise des Ver
fahrens, Behandlungsart. Quolrum das: -s (aus lat. quo-
quos ego
1136
täglich [auftretend] (Med.). Quoltildilalna die; -, Plur.
rum „derer, von denen“, Gen. Plur. von qui „welcher,
...nen od. ...nä (zu lat. quotidiana, Fem. von quotidianus,
der“, nach dem Anfangswort bei Gerichtsentscheidungen
vgl. quotidian): Form der Malaria mit unregelmäßigem
im röm. u. mittelalterlichen Recht): (bes. südd., Schweiz.)
Fieber verlauf, schwerem Krankheitsbild u. Neigung zu
die zur Beschlussfähigkeit einer [parlamentarischen] Ver
Komplikationen, Tropenfieber (Med.). Quoltilent der;
einigung, Körperschaft o.Ä. vorgeschriebene Zahl anwe
-en, -en (aus lat. quotiens „wie oft?, wievielmal? (eine Zahl
sender stimmberechtigter Mitglieder od. abgegebener
durch eine andere teilbar ist)“): a) Zähler u. Nenner eines
Stimmen, quos ego (lat.; „euch (will) ich!“, Einhalt ge
Bruchs, die durch Bruchstrich voneinander getrennt sind;
bietender Zuruf Neptuns an die tobenden Winde in Vergils
b) Ergebnis einer Division. Quo|ti|enlten|mess|in„Äneis“): euch will ich [helfen]!, euch will ichs zeigen!
strulmenlte* die (Plur.): elektr. Messinstrumente, bei
Quoltaltilon die; -, -en (zu ÎQuote u. t,,,ation): Kursnotie
denen die Anzeige vom Verhältnis zweier gleichartiger
rung an der Börse; vgl. ...ation/...ierung. quot ca pi ta,
Größen, z. B. Ströme, Spannungen, magnetische Flüsse,
tot senlsus [- k... - ...zu:s] (lat.; „so viel Köpfe, so viele
Sinne“): es gibt so viel [verschiedene] Meinungen, wie viel
elektr. Felder, abhängig ist. quoltielren (zu îQuote u.
Î..deren): 1. den Preis (Kurs) angeben od. mitteilen, notie
Personen [an einer Diskussion] beteiligt sind. Quolte die;
ren (Wirtsch.). 2. svw. quotisieren. Quoltielrung zZ/e; -,
-, -n (aus gleichbed. mlat. quota (pars) zu lat. quotus „der
Wievielte?“): Anteil (von Sachen od. auch Personen), der
-en (zu t,,,ierung): das Quotieren; vgl. ...ation/...ierung.
Quoltilsaltilon die; -, -en (zu T...isation): die Aufteilung
bei Aufteilung eines Ganzen auf den Einzelnen od. eine
Einheit entfällt (Gliederungszahlen in der Statistik, Kar
einer Gesamtmenge od. eines Gesamtwertes in Quoten
tellquoten, Konkursquoten). Quoltellung zü'e; -, -en:
(Wirtsch.). quo|ti|s[e|ren (zu Î...isieren): eine Gesamt
Aufteilung in Quoten (Wirtsch.). Quo|ten|ak|ti|en
menge od. einen Gesamtwert in Quoten aufteilen
[.. ,iən] die (Plur.): Aktien, die auf einen Bruchteil des Ge
(Wirtsch.). Quoltiltät die; - (zu T ...ität) : Anteilsverhält
sellschaftsvermögens od. Eigenkapitals einer Aktienge
nis. Quo|ti|täts|steulern die (Plur.): Steuern, bei denen
sellschaft laufen u. nicht auf eine bestimmte Summe. Quo
Steuersatz u. Steuerbemessungsgrundlage festgesetzt wer
ten frau die: -, -en: (Jargon) Frau, die aufgrund der Quo
den während das Steueraufkommen selbst unbestimmt
tenregelung in einer bestimmten Funktion tätig ist, eine
bleibt
bestimmte Position einnimmt. Quo|ten|me|tho|de die; quoluslque tanldem? (aus lat. quousque tandem (.Cati
-: Stichprobenverfahren der Meinungsforschung nach sta
lina, abutere patientia nostra)? „wie lange noch (, Catilina,
tistisch aufgeschlüsselten Quoten hinsichtlich der Perso
wirst du unsere Geduld missbrauchen)?“ (Anfang einer
nenzahl u. des Personenkreises der zu Befragenden; vgl.
Rede Ciceros)): wie lange noch (soll es dauern)?
Arealmethode. Quo|ten|relge|lung</ze, -: Regelung, die quo valdis? [- va:...] (lat.; „wohin gehst du?“ (eigtl. Domi
vorsieht, dass in bestimmten Funktionen od. Positionen
ne, - -? „Herr, wohin gehst du?“), Frage des Apostels Pe
ein bestimmter Personenkreis (meist Frauen) in einer an
trus an Jesus bzw. an den ihm erscheinenden Christus
gemessenen Zahl vertreten sein soll. quo|ti|di|an (aus
(Joh. 13,36 u. in der Petruslegende)): wohin wird das füh
gleichbed. lat. quotidianus, Nebenform von cotidianus):
ren?; wer weiß, wie das noch enden wird?
Ra u. Re (aus ägypt. ra. re): ägypt. Sonnengott
Ralbab vgl. Rebab
Ralbaislselment [rabɛsə'ma:] das; -s, -s <aus gleichbed./r.
rabaissement zu rabaisser, vgl. rabaissieren>: (veraltet)
Preisminderung (Wirtsch.). ra|bais|sie|ren [rabɛ...] (aus
fr. rabaisser „niedriger setzen" zu bas „niedrig"): (veral
tet) die Preise herabsetzen (Wirtsch.). Ralbat [fr. raba]
der; -, -s (über niederl. rabat aus fr. rabat „Kragen, Um
schlag" zu rabattre „nieder-, umschlagen“): länglich
rechteckiger leinener Überfallkragen der Herrenkleidung
Ende des 17. Jh.s. Ralbattder;-[e]s,-e (aus gleichbed. (äl
ter) it. rabatto zu rabattere (bzw. (alt)fr. rabat zu rabattre)
„niederschlagen, abschlagen; einen Preisnachlass gewäh
ren“, dies über das Vulgärlat. aus lat. battuere „schla
gen“): (meist in Prozenten ausgedrückter) Preisnachlass,
der unter bestimmten Bedingungen (z. B. Bezug größerer
Mengen od. Dauerbezug) gewährt wird. Ralbatlte die: -,
-n (aus gleichbed. niederl. rabat, eigtl. „Aufschlag am
Hals- od. Rockkragen", dies aus fr. rabat, vgl. Rabat): 1.
meist schmales Beet mit Zierpflanzen [zur Begrenzung
von Wegen, um Rasenflächen]. 2. (veraltet) Umschlag an
Kragen od. Ärmeln (bes. bei Uniformen). ra|bat|tie|ren
(zu !..deren): für etwas Rabatt gewähren
Ralbatz der; -es (wohl zu poln. rabac „schlagen, hauen“):
(ugs.) 1. lärmendes Treiben, Geschrei, Krawall. 2. laut vor
gebrachter Protest
Ralbau der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu TRabauke):
(landsch.) 1. svw. Rabauke. 2. kleine graue TRenette.
Ra bau ke der; -n, -n (zu niederl. rabauw, rabaut
„Schurke, Strolch“, dies aus gleichbed. altfr. ribaud zu
riber „sich wüst aufführen“): (ugs.) jmd., bes. Jugendli
cher, der sich laut u. rüpelhaft benimmt, gewalttätig vor
geht; Rohling
Rablbi der; -[s], Plur. ...inen, auch -s (über kirchenlat. rabbi
ausgr. rabbi, dies aus hebr. rabbi „mein Lehrer", Anrede
form zu rav „Herr, Lehrer“): 1. (ohne Plur.) im Judentum
Ehrentitel, Anrede verehrter Lehrer, Gelehrter. 2. Träger
dieses Titels. Rablbilnat das; -[e]s, -e (zu t...at (1)>: Amt,
Würde eines Rabbiners. Rablbilnerrfer; -s, - (aus gleich
bed. mlat. rabbinus zu kirchenlat. rabbi, vgl. Rabbi): jüd.
Gesetzes- u. Religionslehrer, Prediger u. Seelsorger. Rabbilnelrin die; -, -nen: weibliche Form zu Î Rabbiner, rabbilnisch: die Rabbiner betreffend, zu ihnen gehörend,
von ihnen stammend, für sie charakteristisch
Rablbit-Punch [ ræbɪtpʌntʃ] der;-s, -s (aus gleichbed. engl.
rabbit punch zu rabbit „Kaninchen“ u. punch „Schlag"):
[unerlaubter] kurz angesetzter Schlag ins Genick od. an
den Hinterkopf (Boxsport)
ralbilat(aus mlat. rabiatus „wütend“, Part. Perf. von rabia
re „toll sein, toben“, zu spätlat. rabia, lat. rabies „Wut,
Tollheit, Raserei“): a) rücksichtslos u. roh; b) wütend,
wild; c) hart durchgreifend, rigoros. Ralbiles [...bies] iZze;
- (aus gleichbed. lat. rabies): Tollwut (Med.). Ralbullist
der; -en, -en (zu gleichbed. lat. rabula (dies zu rabere „toll
sein, toben“; vgl. rabiat) u. 1 ...ist): jmd., der in spitzfindi
ger, kleinlicher, rechthaberischer Weise argumentiert u.
dabei oft den wahren Sachverhalt verdreht; Wortverdre
her. Ra|bu|lis|tik die; -, -en (zu T ...istik): Argumentati
ons-, Redeweise eines Rabulisten; Spitzfindigkeit, Wort
klauberei. ralbullisltisch (zu Î ...istisch): in der Argu
mentations-, Redeweise eines Rabulisten [vorgetragen];
spitzfindig, wortklauberisch
Ra bu se vgl. Rapuse
Ra|cail|le [raka:jə] die; - (aus gleichbed. fr. racaille, eigtl.
„Lumpenpack“, zu altfr. raca „Schindmähre“): (veraltet)
Ausschuss, Ausschussware (Wirtsch.)
Ralcelmat [...tse...] usw. vgl. Razemat usw.
Ra chi al gje [...x...] usw. vgl. Rhachialgie usw. Ralchiltis
die; -, ...itiden (über engl. r(h)aehitis aus gleichbed. gr. rhachitis (nösos), eigtl. „das Rückgrat betreffend^ Krank
heit)“, zu rhächis „Rückgrat“): engl. Krankheit, VitaminD-Mangel-Krankheit, bes. bei Säuglingen u. Kleinkin
dern, die durch Erweichung u. Verformung der Knochen
gekennzeichnet ist (Med.), ralchiltisch: a) an Rachitis
leidend, die charakteristischen Symptome einer Rachitis
zeigend; b) auf Rachitis beruhend, durch sie hervorgeru
fen (Med.)
Ralcing ['reɪsɪŋ] das; -s, -s (aus engl. racing „(Wettren
nen“, dies zu to race „um die Wette fahren, rennen, lau
fen“): engl. Bez. für [Motor]rennsport; Rennen. Ralcingreilfen der; -s, -: für starke Beanspruchung geeigneter,
bes. bei Autorennen verwendeter Reifen, Rennreifen. Racinglteam [,,,ti:m] das; -s, -s: Gemeinschaft von Renn
fahrern [u. Betreuern] (Motorsport)
Rack [rɛk, engl. ræk] das; -s, -s (aus engl. rack „Regal, Stel
lage“): regalartiges Gestell zur Unterbringung [von Teilen]
einer Stereoanlage
1Racket ['rɛkət, engl. 'rækɪt] das; -s, -s (über engl. racket
aus gleichbed. fr. raquette, eigtl. „Handfläche“, zu gleich
bed. arab. räha): Tennisschläger
2Ralcket ('rɛkət, engl. 'rækɪt] das; -s, -s (aus engl. racket
„Schwindel“, eigtl. „Krach, Radau“, Herkunft unge
klärt): (bes. in den USA) Verbrecherbande, Gangsterban
de
3Ra|cket vgl. Rackett
Ralckelteer [rækə'ti:u] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. ra
cketeer zu racket, vgl. 2Racket): (bes. in den USA) Gangs
ter, Verbrecher
Ralckett u. Racket das; -s, -e (Herkunft ungeklärt): Holz
blasinstrument (vom 15. bis 17. Jh.) mit doppeltem Rohr
Rackjobber
blatt u. langer, in neun Windungen in einer bis zu 35 cm ho
hen Holzbüchse eingepasster Röhre mit elf Grifflöchern
Rackljoblber, auch Rack-Job|ber ['ræk'ʤɔbu] der; -s, (aus gleichbed. engl. rack-jobber zu rack (vgl. Rack) u.
jobber „(Zwischen)händler“): Großhändler od. Herstel
ler, der die Vertriebsform des Rackjobbings anwendet.
Rackljoblbing, auch Rack-Joblbing [...ʤɔbɪŋ] das;
-[s] (aus gleichbed. engl. rack-jobbing, zu jobbing „das
Vermieten“): Vertriebsform, in der eine Herstellerfirma
od. ein Großhändler beim Einzelhändler eine Verkaufs
od. Ausstellungsfläche mietet, um in Ergänzung des vor
handenen Sortiments Waren anzubieten
’Ralclette* ['raklɛt, ra'klet] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. ra
clette, eigtl. „Kratzeisen“, zu racler „abkratzen, -strei
fen“, dies über das Galloroman. aus lat. radere, vgl. radie
ren): rahmiger, halbharter, aus Kuhmilch hergestellter
Käse für 2Raclette (1). zRa|clette das; -s, -s, auch die; -, -s
(zu Î 'Raclette): 1. schweizerisches Gericht, bei dem man
'Raclette an einem offenen Feuer schmelzen lässt u. die
weich gewordene Masse nach u. nach auf einen Teller ab
streift u. zu Pellkartoffeln u. Gewürzgurken serviert.
2. kleines Grillgerät zum Zubereiten von 2Raclette (1)
Rac quet ball ['rækɪt...] der; -[e]s (zu engl. racquet, andere
Form von racket, vgl. 'Racket) : dem t Squash ( 1 ) ähnliches
Rückschlagspiel, bei dem alle Seitenwände sowie Boden u.
Decke zum Spielfeld gehören (Sport)
rad: 1. vgl. Rad. 2. vgl. Radiant. Rad das; -[s], - (aus engl.
rad, Kurzw. aus radiation absorbed rfosis „absorbierte
Strahlungsdosis“): alte, durch das ÎGray abgelöste Einheit
der Strahlungsdosis von Röntgen- od. Korpuskularstrah
len; Zeichen rad, rd (Phys.)
Raída die; - (aus gleichbed. ukrainisch rada): Rat, Ver
sammlung, Regierung
Ra|dar [auch ra:...] das, nicht fachspr. auch der; -s (aus
gleichbed. engl. radar, Kurzw. aus radio detecting and ran
ging, eigtl. „Funkermittlung u. Entfernungsmessung“):
Verfahren zur Ortung von Gegenständen im Raum mithil
fe gebündelter elektromagnetischer Wellen, die von einem
Sender ausgehen, von einem Gegenstand reflektiert wer
den u. über einen Empfänger auf einem Anzeigegerät
sichtbar gemacht werden. Ra|dar|as|tro|no|mie* die; -:
Untersuchung astronomischer Objekte mithilfe der Ra
dartechnik. Raldarlgelrät das; -[e]s, -e: Gerät, das mit
hilfe von Radar Gegenstände ortet, Funkmessgerät. Radaijkonltrollle* die; -, -n: [polizeiliche] Geschwindig
keitskontrolle mithilfe von Radargeräten (Verkehrsw.).
Ra dar na vi galti on [...v...] die; -: Navigation mithilfe
von Radargeräten, die optisch [bei Nacht u. Nebel] nicht
erkennbare Hindernisse sichtbar machen. Raldarlpisltole die; -, -en: bei Geschwindigkeitskontrollen bzw. -messungen eingesetztes, mit der Hand gehaltenes Radargerät.
Raldarlstaltilon die; -, -en: Beobachtungsstation, die mit
Radargeräten arbeitet. Raldaijtechlnik die; -: Verfah
ren, mithilfe von Radar die Entfernung, Flughöhe, Was
sertiefe o.Ä. von Objekten zu bestimmen; Funkmessver
fahren. Ra|darltech|ni|ker der; -s, -: Funkmesstechni
ker, Ingenieur auf dem Gebiet der Funkmesstechnik
radldollcenldo, radidol cen te [,,,tʃɛn...] <zt.): sanfter
werdend, abnehmend, besänftigend (Vortragsanweisung;
Mus.)
rad|dop|pi|a|to (zt,): verdoppelt (Vortragsanweisung;
Mus.). Radldoplpio der; -s, -s (aus it. rad(d)oppio „Ver
doppelung“): Figur beim Fechten
raldilal (zu lat. radius (vgl. Radius) u. t‘...al (1)>: den Ra
dius betreffend, in Radiusrichtung; strahlenförmig, von
einem Mittelpunkt ausgehend, auf einen Mittelpunkt hin
zielend. Raldilalliltät die; - (zu T ...ität>: radiale Anord
nung, Richtung, radialer Verlauf. Ra|dilal|li|nie [...ja]
die; -, -n: (österr.) von der Stadtmitte zum Stadtrand füh
1138
rende Straße, Straßenbahnlinie o. Ä. Raldilallreilfen der;
-s, -: Gürtelreifen. Ra|di|al|sym|me|trie* die; -: Grund
form des Körpers bestimmter Lebewesen, bei der senk
recht zu einer Hauptachse mehrere untereinander gleiche
Nebenachsen verlaufen, Strahlensymmetrie (z.B. bei
Hohltieren; Zool.). raldilallsymimeltrisch*: die Ra
dialsymmetrie betreffend; vgl. bilateralsymmetrisch. Radi al tur bi ne die; -, -n: Dampf- od. Wasserturbine mit
radialer Zuführung des Arbeitsmittels zum Laufrad, radilant (aus lat. radians, Gen. radiantis, Part. Präs, von ra
diare „strahlen“ zu radius, vgl. Radius): (veraltet) strah
lend, herrlich. Raldilant der; -en, -en (zu f,,,ant): 1.
scheinbarer Ausstrahlungspunkt eines Meteorschwarms
an der Himmelssphäre (Astron.). 2. Einheit des Winkels
im Bogenmaß ; ebener Winkel, für den das Längenverhält
nis Kreisbogen zu Kreisradius den Zahlenwert 1 besitzt;
Abk. : rad. raldilär (aus gleichbed. fr. radiaire, dies zu lat.
radius, vgl. Radius): strahlenförmig angeordnet, verlau
fend, strahlig. ra|di|är|symlmeltrisch*: svw. radialsym
metrisch. Raldiläslthelsie die; - (zu lat. radius, vgl. Ra
dius): wissenschaftlich umstrittene Fähigkeit von Perso
nen, mithilfe von Pendeln od. Wünschelruten sogenannte
Erdstrahlen wahrzunehmen u. so z.B. Wasser- u. Metallvor’.ommen aufzuspüren (Parapsychol.). ra|di|äs|thetisch: die Radiästhesie betreffend, auf ihr beruhend. Radi a ta u. Raldilalten die (Plur.) (aus gleichbed. (n)lat.
radiata, Neutr. Plur. von lat. radiatus „strahlend, sich mit
Strahlen umgebend“ zu radius, vgl. Radius): (veraltet)
Strahlentierchen, Tiere mit strahligem Bau (Hohltiere u.
Stachelhäuter). Raldilaltilon die; -, -en (aus lat. radiatio
„das Strahlen“); 1. stammesgeschichtliche Ausstrahlung,
d.h. aufgrund von Fossilfunden festgestellte Entwick
lungsexplosion, die während eines relativ kurzen geologi
schen Zeitabschnittes aus einer Stammform zahlreiche
neue Formen entstehen lässt (z. B. zu Anfang des ÎTertiärs
aus der Stammform Urinsektenfresser zahlreiche gene
tisch neue Formen mit neuen Möglichkeiten der Anpas
sung an die verschiedensten Umweltbedingungen; Biol.).
2. Strahlung, scheinbar von einem Punkt ausgehende Be
wegung der Einzelteile eines Meteorschwarms (Astron.).
Raldilaltor der: -s, ...oren (zu t...or): Heizkörper bei
Dampf-, Wasser-, Gaszentralheizungen
Raldiclchio [..,'dikio] der; -s, ...cchi [...ki] (aus gleichbed. ;7.
radicchio, dies aus lat. radicula, eigtl. „Würzelchen“, Ver
kleinerungsform von radix „Wurzel“, vgl. Radix): bes. in
Italien angebaute Art der TZichorie (3) mit rotweißen,
leicht bitter schmeckenden Blättern, die als Salat zuberei
tet werden
Raldilen [...ion] die (Plur.) (zu lat. radius, vgl. Radius): 1.
Plur. von Î Radius. 2. Flossenstrahlen der Fische. 3. Strah
len der Vogelfeder. 4. Strahlen (Achsen) Î radialsymmetri
scher Tiere
raldielren (aus lat. radere „(aus)kratzen, (ab)schaben; rei
nigen“): 1. etwas Geschriebenes od. Gezeichnetes mit ei
nem Radiergummi od. Messer entfernen, tilgen. 2. eine
Zeichnung mit einer Radiernadel in eine Kupferplatte ein
ritzen. Raldielrer der; -s, -: Künstler, der Radierungen
herstellt. Raldielrung die; -, -en (zu t...ierung): 1. (ohne
Plur.) künstlerisches Verfahren, bei dem die Zeichnung
mit einer Radiernadel in eine Kupfer- od. auch Zinkplatte
eingeritzt wird, von der [nach der Ätzung durch ein Säu
rebad] Abzüge gemacht werden. 2. durch das Radierver
fahren hergestelltes grafisches Blatt
raldilkal (wohl unter dem Einfluss von engl. radical aus
gleichbed. ʃr. radical, dies aus spätlat. radicalis „an die
Wurzel gehend; von Grund auf, gründlich“ zu lat. radix,
vgl. Radix): 1. a) bis auf die Wurzel gehend, vollständig,
gründlich; b) hart, rücksichtslos. 2. eine extreme politi
sche, ideologische od. weltanschauliche Richtung vertre-
1139
tend [u. gegen die bestehende Ordung ankämpfend]. 3. die
Wurzel betreffend (Math.). Raldilkal das: -s, -e: 1. a)
Konsonant, der [meist zusammen mit anderen Konsonan
ten] die Wortwurzel bildet (in den semit. Sprachen); b) Teil
des chines. Schriftzeichens, der einen Bedeutungsbereich
angibt (Sprachw.). 2. chemisch sehr reaktionsfähiges
Atom mit einem ungepaarten Elektron (Chem.). 3. math.
Größe, die sich aus dem Wurzelziehen ergibt (Math.). Radilkalle der u. die; -n, -n (zu lat. radicalis; vgl. radikal):
Anhängern] einer radikalen politischen, ideologischen,
weltanschaulichen Richtung. Ra|di|ka|linslki*<7er; -s, -s
(zu T ...inski): (ugs. abwertend) Unruhe stiftender, wirr
köpfiger Radikaler. ra|di|kalli|sie|ren (zu t ...isieren): zu
einer radikalen Haltung veranlassen, in eine radikale
Richtung treiben. Raldilkallilsielrung die: -, -en (zu
Î ...isierung): das Radikalisieren, das Radikalisiertwerden.
Ra|di|ka|lislmusr/er; -, ...men <zut...ismus(5)>: 1. rück
sichtslos bis zum Äußersten gehende [politische, ideologi
sche, weltanschauliche] Richtung. 2. unerbittliches, un
nachgiebiges Vorgehen. Raldilkallist der: -en, -en (zu
T ...ist): svw. Radikaler. ra|di|ka|lis|tisch (zu T ...istisch) :
den Radikalismus (1 u. 2) betreffend, im Sinne des Radi
kalismus. Raldilkalliltät die: - (zu t ...ität): radikale Art
od. Beschaffenheit, Radikalismus. Raldilkailopelraltion die: -, -en: vollständige operative Beseitigung eines
kranken Organs od. eines Krankheitsherdes (Med.). Radilkand ¿fer; -en, -en (nach lat. radicandus, Gerundivum
von radicare „Wurzel schlagen“ zu radix, vgl. Radix):
math. Größe od. Zahl, deren Wurzel gezogen werden soll
(Math.). Raldilkanlten die (Plur.) (aus lat. radicantes
„die Wurzelnden“, substantivierter Plur. von radicans,
Gen. radicantis, Part. Präs, von radicare „Wurzel schla
gen“): Bez. für im Erdreich wurzelnde Pflanzen (Bot.).
Ra|di|ka|ti|on die: - (zu lat. radicatus, Part. Perf. von ra
dicare „Wurzeln schlagen“, u. t'...ion): Bewurzelung, die
Ausbildung u. Entwicklung von Pflanzenwurzeln (Bot.)
Raldi|klon*iZas; -s, -e (Kunstw.): (veraltet) Wirbelsortierer
bei der Papierherstellung zur Reinigung von Zellstoff
Raldilkulla die: - (aus lat. radicula „Würzelchen“, Verklei
nerungsform von radix, vgl. Radix): Keimwurzel der Sa
menpflanzen (Bot.)
Radio aW, -s, -s (aus gleichbed. engl. radio, Kurzform von
radiotelegraphy „Übermittlung von Nachrichten durch
Ausstrahlung elektromagnetischer Wellen“): 1. (ugs., bes.
Schweiz., auch der) Rundfunkgerät. 2. (ohne Plur.) a) Hör
funk, Rundfunk; b) (ohne Artikel) Sender, Rundfunkan
stalt (in Verbindung mit dem Namen einer Stadt, eines
Landes), raldio..., Ra dio... (aus lat. radius „Strahl“, vgl.
Radius): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Strahl, Strahlung“ od. „Rundfunk“, z. B. radioaktiv, Ra
diologie; Radiotechnik, raldiolakltiv: Radioaktivität
aufweisend (Phys.); radioaktiver [...vu] Abfall: Atommüll,
beim Betrieb von Kernreaktoren od. bei Herstellung u.
Anwendung von Radionukliden anfallende, nicht weiter
verwertbare radioaktive Reststoffe sowie aus- od. abge
baute radioaktive Anlagenteile. Ra|diolaklti|vi|tät
[...v...] die: Eigenschaft instabiler Atomkerne verschie
dener chemischer Elemente, sich ohne äußere Einflüsse in
andere Kerne umzuwandeln und dabei bestimmte Strah
len auszusenden, Kernzerfall (Phys.). Raldiolamalteur
[...tarn] der: -s, -e: Bastler von [Rundfunkgeräten. Radiolasltro|nolmie*afe,' -: Teilgebiet der Astronomie, das
die von Gestirnen u. kosmischen Objekten sowie aus dem
interstellaren Raum kommende Radiofrequenzstrahlung
untersucht. Ra|diolau|to|gralfie, auch ...gralphie die:
-: svw. Autoradiografie. Raldio biojchelmie rfe; -:
Teilgebiet der Radiochemie, in dem vorwiegend biochemi
sche Vorgänge u. Stoffe mit radiochemischen Methoden
untersucht werden. Ra|dio|bio|lolger/er, -n, -n: Wissen
Radiologe
schaftler auf dem Gebiet der Radiobiologie. Raldiolbiololgierfze; -: Strahlenbiologie, Teilgebiet der Biologie, das
die Wirkung von Strahlen, bes. Lichtstrahlen, auf den le
benden Organismus erforscht. Ra|dio|car|bon|me|thode [...k...] vgl. Radiokarbonmethode. Ra|dio|che|mie
die: -: Teilgebiet der Kernchemie, das sich mit den Radio
nukliden, ihren chem. Eigenschaften u. Reaktionen sowie
mit ihrer Herstellung u. praktischen Anwendung befasst.
ra|dio|che|misch: die Radiochemie betreffend. Radiodatensystem das: -s: mit automatischer Sender
erkennung u. -anzeige verbundenes Empfangs- u. Wieder
gabesystem, das sich bes. bei Autoradios immer auf den
am besten zu empfangenden Sender einstellt; Abk.: RDS.
Raidiodermatitis u. Raldiolderlmiltis die: -, ...itiden: durch ionisierende Strahlung hervorgerufene Haut
entzündung mit Rötung u. Blasenbildung. Raldiolelement das: -[e]s, -e (meist Plur.): chem. Element mit na
türlicher Radioaktivität, z. B. Radium. Raldiolfrequenzlbelreich der: -[e]s: Frequenzbereich, der von
Rundfunk u. Fernsehen genutzt werden kann. Raldiofrelquenzlstrahllung die: -, -en: elektromagnetische
Strahlung aus dem Weltraum im Meter- u. Dezimeterwel
lenbereich. Raldiolgallalxie die; -, ...ien: TGalaxie mit
sehr starker Radiostrahlung (Astron.), raldiolgen (zu
t...gen): durch radioaktiven Zerfall entstanden, z.B. -es
Blei (in Uranerzen). Raldiolgen das; -s, -e: durch Zerfall
eines radioaktiven Stoffes entstandenes Element. Raldiogolniolmelteri/as; -s, -: Winkelmesser für Funkpeilung.
Ra|dio|go|nio|meltrie* die: -: Winkelmessung für
Funkpeilung. Raldiolgralfie, auch ...gralphie die; -,
...ien (zu t,,,grafie): [Verfahren zur] Sichtbarmachung io
nisierender Strahlung mithilfe fotografischer Materialien,
z.B. Röntgenografie, Autoradiografie. ra|dio|gra|fisch,
auch ...gralphisch (zu t...grafisch): die Radiografie be
treffend; duch Radiografie erfolgend. Raldiolgramm
das: -s, -e (zu T...gramm>: 1. (veraltet) Funktelegramm
(Postw.). 2. durch Radiografie gewonnene fotografische
Aufnahme, z.B. Röntgenogramm. Ra|dio|im|mun|assay, auch Ra|dio|im|mu|no|aslsay [,,,əseɪ] der od. das;
-s, -s: Prüfung der Immunitätslage eines Organismus mit
radioaktiv markierten Substanzen (Med.). Raldiolinldikaltor der; -s, ...oren: künstlich radioaktiv gemachtes
ÎIsotop. Raldiolinlterlfelrolmelter das; -s, -: Anlage
zum Erhöhen des Auflösungsvermögens beim Radiotele
skop (Phys.). Raldiolisoltop das; -s, -e (meist Plur.): na
türliches od. künstliches radioaktives t Isotop eines chem.
Elements. Raldioljodltest der; -[e]s, Plur. -s, auch -e:
Prüfung der Schilddrüsenfunktion durch orale Gabe von
radioaktiv angereichertem Jod u. anschließender Radio
aktivitätsmessung (Med.). Raldioljodlthelralpie die; -:
Strahlenbehandlung der Schilddrüse durch Einnahme ei
nes radioaktiven Jodisotops. Raldiolkarlbonlmelthode, fachspr. Radiocarbonmethode [,..k...] die; -: Verfah
ren zur Altersbestimmung ehemals organischer Stoffe
durch Ermittlung ihres Gehalts an radioaktivem Kohlen
stoff (Chem.; Geol.). Raldio|kar|dio|gra|fie, auch
...gralphie die; -, ...ien: röntgenografische Darstellung
des Flerzens mithilfe eines radioaktiven Kontrastmittels.
Ra|dio|kar|dio|gramm das: -s, -e: durch Radiokardiografie gewonnenes Röntgenbild. Ra|dio|la|rie [...io] die;
-, -n (meist Plur.) (aus nlat. radiolaria zu spätlat. radiolus,
Verkleinerungsform von lat. radius, vgl. Radius): Strah
lentierchen (meerbewohnender Wurzelfüßer). Raldioilarilenlschlammifer; -[e]s, Plur. (selten) -e u. ...schlämme:
Ablagerungen der Skelette abgestorbener Radiolarien.
Raldiollalrit [auch ...rit] der; -s, -e (zu î2...it>: aus Skelet
ten der Radiolarien entstandenes, rotes od. braunes, sehr
hartes Gestein (Geol.). Raldiollglge der; -n, -n (zu tra
dio.. . u. î...loge): Facharzt für Röntgenologie u. Strahlen
Radiologie
heilkunde (Med.). Ra|dio|lolgie die; - (zu T...logie): Wis
senschaft von den Röntgenstrahlen u. den Strahlen radio
aktiver Stoffe u. ihrer Anwendung; Strahlenkunde, radiologisch <zu Î...logisch): die Radiologie betreffend.
Ra|dio|lu|mi|nes|zenz die; -: durch radioaktive Strah
lung hervorgerufene 1 Lumineszenz. Raldiollylse die; -,
-n (zu t...lyse): Veränderung in einem ehern. System, die
durch ionisierende Strahlen hervorgerufen wird (Chem.).
Ra|dio|me|telo|ro|lolgie die; Teilgebiet der Meteoro
logie, das sich zur Erforschung meteorologischer Vorgän
ge in der Erdatmosphäre elektromagnetischer Wellen be
dient. Raldiolmelter das; -s, - (zu Î '...meter): Gerät zur
Strahlungsmessung (bes. von Wärmestrahlung), das die
Kraft nutzt, die infolge eines Temperaturunterschieds zwi
schen bestrahlter u. unbestrahlter Seite auf ein dünnes
[Glimmerjplättchen ausgeübt wird. Raldiolmeltrie* die;
- (zu t...metrie): 1. Messung von [Wärmestrahlung. 2.
Messung radioaktiver Strahlung. Ra|dio|mi|me[ti|kum
das; -s, ...ka (meist Plur.) (zu gr. mimesis „Nachahmung“
u. 1 ...ikum) : Substanz, die sich in ihrer Wirkung auf die le
bende Zelle wie ionisierende Strahlung verhält (Med.).
Ra|dio|nulklid* das; -[e]s, -e (meist Plur.): künstlich od.
natürlich radioaktives Î Nuklid, das sich beim radioaktiven
Zerfall unter Aussendung von Strahlung in ein anderes
Nuklid umwandelt. Ra|dio|nu|klid|batltelrie* die; -,
...ien [,,,i:ən]: svw. Isotopenbatterie. Ra|dio|öko|lo|gie
die; Teilgebiet der Ökologie, das sich mit den Auswir
kungen natürlicher u. künstlicher Strahlenbelastung auf
Mensch, Tier u. Pflanze sowie mit den Folgen radioaktiver
Verunreinigungen in Ökosystemen befasst. Radio-on-De|mand [reidioo ɔn dfmɑ:nd] das; -[s] (aus
gleichbed. engl. radio on demand, eigtl. „Radio auf Anfor
derung“): auf Wunsch über Î Onlinedienste abrufbares
Radioprogramm, raldiolpak [ra...] (zu tradio... u.
Î opak) : für Röntgenstrahlen undurchlässig u. darum auf
dem Röntgenbild Schatten gebend (Med.). Raldiojpharmalkon das; -s, ...ka: radioaktives Arzneimittel zur Be
handlung meist bösartiger Geschwulsterkrankungen, radio phon, auch ...fon (zu T...phon>: die Radiophonie be
treffend, auf Radiophonie beruhend. Ra|dio|pho|nie,
auch ...fonje r/ze; - (zu t...phonie): (veraltet) drahtlose ÎTe
lefonie. Ra|dio|re|korlder der; -s, -: [tragbares] Rund
funkgerät mit eingebautem Î Kassettenrekorder. Raldiore|sek|ti|on die; -: Verfahren zur Ausschaltung krank
haft veränderter Gewebsbereiche durch Zufuhr eines spe
zifischen Radionuklids, z.B. bei der Radiojodtherapie
(Med.). Raldiolskolpie* z/ze; -, ...ien (zu t...skopie>: svw.
Röntgenoskopie (Med.). Raldiolsonlde die; -, -n: aus ei
nem Kurzwellensender u. verschiedenen Messgeräten be
stehendes Gerät, das, an einem Ballon aufgelassen, die
Verhältnisse der Erdatmosphäre erforscht (Meteor.). Radio te leifo nie rf/e; -: drahtlose tTelefonie. Raldioltele grafie
-; drahtlose Telegrafie. Raldioltelleskop* das; -s, -e: Îparabolisch gekrümmtes Gerät aus
Metall für den Empfang von Radiofrequenzstrahlung aus
dem Weltraum. Raldiolthelralpie die; -, -n [,,,i:ən]:
Strahlenbehandlung, Behandlung von Krankheiten mit ra
dioaktiven od. Röntgenstrahlen. Raldioltholrilum das;
-s: Isotop aus der radioaktiven Zerfallsreihe des Thori
ums. Ra|dio|to|xilziltät die; -: Maß für die Schädlichkeit
eines in den menschlichen Organismus gelangten Radio
nuklids infolge seiner Strahlenwirkung. Raldiolwelllen
die (Plur.): Bez. für elektromagnetische Wellen im Radio
frequenzbereich. Ra di um das; -s (zu lat. radius „Strahl“
(vgl. Radius), weil das Metall unter Aussendung von
„Strahlen“ in radioaktive Bruchstücke zerfällt, u. t...ium):
radioaktives chem. Element, Metall; Zeichen Ra. Raidiumlemalnaltilon die;-; (veraltet) svw. Radon. Raldilus
der; -, ...ien [,,,iən] (aus lat. radius „Stab; Speiche; Strahl“,
1140
Herkunft ungeklärt): 1. Halbmesser des Kreises; Abk.: r
(Math.). 2. auf der Daumenseite liegender Knochen des
Unterarms, Speiche (Med.)
Raldix die; -, Plur. ...izes, fachspr. auch ...ices [...tse:s] (aus
lat. radix, Gen. radicis „Wurzel“): 1. Pflanzenwurzel. 2.
Basisteil eines Organs, Nervs od. sonstigen Körperteils
(Anat.). Ra|dix|ho|ro|skop* das; -s, -e: Geburtshoro
skop (Astrol.). raldilzielren (zu Î..deren): die Wurzel
(aus einer Zahl) ziehen (Math.)
Raldpm das; -s, -s (aus gleichbed. engl. radome, Kurzw. aus
radar dome „Radarkuppel“): für elektromagnetische
Strahlen durchlässige, kugelförmige Hülle als Wetter
schutz für Radar- od. Satellitenbodenantennen
Raldon [auch ,,,'do:n] das; -s (zu ÎRadium, Analogiebil
dung zu Argon, Krypton u.Ä.): radioaktives chem. Ele
ment, ein Edelgas; Zeichen Rn
Ra Idoltalge [,,,'ta:ʒə]ɪrfze,--, -n (aus gleichbed. fr. radotage):
(veraltet) leeres Geschwätz. Raldolteur [...'tarn] der; -s, -e
(aus gleichbed. fr. radoteur): (veraltet) Schwätzer, ra¡do
tiere n (aus gleichbed. fr. radoter): (veraltet) ungehemmt
schwatzen
Radlscha* [auch ra...] der; -s, -s (über engl. raja(h), aus
Hindi raja, dies aus sanskr. räjan „König; Fürst“): a) (oh
ne Flur.) ind. Fürstentitel; b) Träger dieses Titels
Raldulla die; -, ...lae [...le] (aus lat. radula „Schab-, Kratz
eisen“ zu radere „scharren, kratzen“): 1. mit Zähnchen be
setzte Chitinmembran am Boden des Schlundkopfes von
Weichtieren (außer Muscheln). 2. Kratzmoos (hellgrünes
Lebermoos auf der Rinde von Waldbäumen)
Raflfa das; -[s] (aus gleichbed. it. raffa): eine Form des
Î Boccia, bei der mit Holzkugeln gespielt wird
Raflfilalbast vgl. Raphiabast
Raf filna de die; -, -n (aus gleichbed. fr. raffinade zu raffi
ner, vgl. raffinieren): fein gemahlener, gereinigter Zucker.
Raflfilnalge [,,,'na:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. raffi
nage): Verfeinerung, Veredlung. Raflfilnat das; -[e]s, -e
(zu traffinieren u. t...at (1)>: Raffinationsprodukt. Raffi na ti on die; -, -en (zu Î'...ion): Reinigung u. Veredlung
von Naturstoffen u. technischen Produkten. Raflfilnement [,..'mä:] das; -s, -s (Plur. selten) (aus gleichbed. fr.
raffinement): 1. durch intellektuelle Geschicklichkeit er
reichte höchste Verfeinerung [in einem kunstvollen Arran
gement]. 2. (ohne Plur.) mit einer gewissen Durchtrieben
heit u. Gerissenheit klug berechnendes Handeln, um an
dere unmerklich zu beeinflussen. Raf|fi|ne|rie die; -,
...ien (aus gleichbed. fr. raffinerie): Betrieb zur Raffinati
on von Zucker, Ölen u. anderen [Naturprodukten. Raffilneslse die; -, -n (französierende Bildung zu Î raffiniert,
wohl Analogiebildung zu Finesse): I. besondere künstleri
sche, technische o.ä. Vervollkommnung, Feinheit. 2.
schlau u. gerissen ausgeklügelte Vorgehensweise. Raflfineur [,,, na:u] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. raffineur): Ma
schine zum Feinmahlen von Holzschliff, der beim Schlei
fen des Holzes entstehenden Splitter, raflfilnielren (aus
gleichbed. fr. raffiner, eigtl. „verfeinern, läutern“, zu
(alt)fr. fin „zart, rein, ausgezeichnet“, dies zu lat. finis
„Höchstes, Äußerstes“): Zucker, Öle u. andere [Natur]produkte reinigen. raf|fi|niert (nach/r. raffiné; eigtl.
Part. Perf. von veraltet raffinieren „verfeinern, läutern“,
vgl. raffinierenu. ...iert): 1. durchtrieben, gerissen, schlau,
abgefeimt. 2. von Raffinement (1) zeugend, mit Raffine
ment (1) od. Raffinesse (1) erdacht, ausgeführt. 3. gerei
nigt (Techn.). Raf|fi|niertlheit die;-, -en: Durchtrieben
heit, Gerissenheit. Raf|fi|no|se die; - (zu Î raffinieren u.
t2...ose>: ein Kohlehydrat, das vor allem in Zuckerrüben
melasse vorkommt
ralfrailchielren* [rafrɛ'ʃi:...] (aus gleichbed. fr. rafraîchir
zu frais, fraîche „frisch“, dies aus dem Germ.): kochendes
Fleisch o.Ä. mit kaltem Wasser abschrecken, ralfrai-
1141
[...Jt'sä:] (aus gleichbed. fr. rafraîchissant):
(veraltet) erfrischend. Ra|frai|chis|selment [,,,ʃisə'ma:]
¿ízj; -s, -s (aus gleichbed. fr. rafraîchissement): (veraltet)
Erfrischung
Raft das: -s, -s (aus gleichbed. engl. raft, eigtl. „Floß”, zu
rafter „(Dach)sparren“, dies aus dem Altnord.): 1.
schwimmende Insel aus [Treibjholz. 2. Schlauchboot, mit
dem Rafting betrieben wird, raflten (nach engl. to raft
„flößen; auf einem Floß fahren” zu raft „Floß“): (Jargon)
Rafting betreiben. Raflter der; -s, -: (Jargon) jmd., der
Rafting betreibt. Raflting das; -s (aus engl. rafting „das
Flößen, Floßfahren“ zu to raft, vgl. raften): das Wildwas
serfahren einer Gruppe im Schlauchboot
Rag [ræg] der; -s: Kurzform von t Ragtime
Raiga der,s,-s (aus gleichbed. sanskr. räga, eigtl. „das Fär
ben“): Melodietyp (zu bestimmten Anlässen) in der ind.
Musik, der auf einer Tonleiter beruht, deren Intervalle in
einem bestimmten Schwingungsverhältnis zu einem festen
Modus mit relativer, jeweils frei gewählter Tonhöhe stehen
Ragldoll [`ræg...] <7ze,' -, -s (aus engl. rag doll, eigtl. „Stoff
puppe“ zu rag „Fetzen, Lumpen“ u. doll „Puppe“): amerik. Langhaarkatze mit halblangem, dichtem Fell u. bu
schigem Schwanz
Ralge ['ra:ʒə] die; - (aus gleichbed. fr. rage, dies über das
Galloroman. aus vulgärlat. rabia zu lat. rabies): (ugs.) un
beherrschte Aufgeregtheit, Wut, Raserei; in der Rage: in
der Aufregung, Eile
Ralgiolne [radʒo:...] die; -, -n (aus älter it. ragione „Fir
ma", eigtl. „Recht(sanspruch); Vernunft“, dies aus lat. ra
tio, vgl. Ratio): (Schweiz.) im Handelsregister eingetrage
ne Firma. Ra|gio|nen|buch das; -[e]s, ...bûcher:
(Schweiz.) Verzeichnis der Ragionen
Ralglan* der; -s, -s (nach dem engl. Lord Raglan, 1788 bis
1855): Mantel mit Raglanärmeln. Ralglan lärlmel der; -s,
-: Ärmelfschnitt], bei dem Ärmel u. Schulterteil ein Stück
bilden
Raglnalrök die; - (aus altisländ. ragna rök „Götterschick
sal“): Weltuntergang in der nordischen Mythologie
Ralgout [ra'gu:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. ragoût zu ragoûter, vgl. ragoutieren): Mischgericht aus Fleisch, Wild,
Geflügel od. Fisch in pikanter Soße, ralgoultant [,,,gutä:] (aus gleichbed. fr. ragoûtant): (veraltet) appetitanre
gend. Ralgout fin, fachspr. Ralgoût fin [ragu'fɛ] das; - -,
-s -s [ragu'fe] (zu fr. fin „fein“): Ragout aus hellem Fleisch
(z.B. Kalbfleisch, Geflügel) überbacken od. als Pasteten
füllung. ralgoultielren (aus gleichbed. ʃr. ragoûter zu
goût, vgl. Gout): (veraltet) Appetit machen
Ralgolzyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. rháx, Gen. rhagös „Beere“ u. T...zyt>: tGranulozyt von weinbeerähnli
chem Aussehen mit runden Einschlüssen im Î Zytoplasma
(vor allem bei chronischer ÎPolyarthritis; Med.)
Ragltime ['rægtaɪm] der; - (aus gleichbed. engl.-amerik.
ragtime, eigtl. „zerrissener Takt“): 1. nordamerik. Musik
form (bes. für Klavier) mit melodischer Synkopierung bei
regelmäßigem Beat (2). 2. auf dieser Form beruhender Ge
sellschaftstanz
Raid [reíd] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. (schott.) raid, Her
kunft unsicher): militärischer Streifzug, begrenzte offen
sive militärische Operation; Überraschungsangriff
Railgras das; -es (aus gleichbed. älter engl. rye-grass): 1.
franz. Glatthafer (über 1 m hohe Futterpflanze). 2. Gat
tung von Futter- u. Rasengräsern in Eurasien u. in Nord
afrika
Railllelrie [rajə'ri:] die; -, ...jen (aus gleichbed. fr. raillerie
zu railler, vgl. raillieren): (veraltet) Scherz, Spöttelei, raillielren [ra'ji:...] (aus gleichbed. fr. railler, dies über provenzal. ralhar „schwatzen, unnütz reden“ aus vulgärlat. ragulare, dies aus spätlat. ragere „wiehern“): (veraltet)
scherzen, spotten
chislsant
RAM
['reɪnpru:f] (aus gleichbed. engl. rainproof zu
rain „Regen“ u. proof „undurchlässig“): durch Impräg
nierung Wasser u. Regen abstoßend (von Geweben)
Ralis [ra'i:s] der; -, Plur. -e u. Ruasa (aus arab. ra’ts „Ober
haupt“ zu ra’s „Köpf'): a) (ohne Plur.) in arab. Ländern
Titel einer führenden Persönlichkeit, bes. des Präsidenten;
b) Träger dieses Titels
Railson [rɛ'zð:] usw. (aus/r. raison): franz. Schreibung für
Räson usw. Railson d’Etre*, auch Raison d'être [rɛzo:'dɛtrə] die; - -, -s - [rezo:...] (aus gleichbed. fr. raison
d’être, zu raison (vgl. Räson) u. être „(da, vorhanden)
sein“): Existenz-, Daseinsberechtigung; Rechtfertigung
Raljah der; -, - (aus arab. rä’yä „Herde“): nicht moslemi
scher Untertan im Osmanischen Reich
raljgllen (aus niederl. rajolen, vgl. rigolen): svw. rigolen
Ralkan der: -[s], -s (aus dem Jap.): japan. Bez. für tLohan
Rä kelte die; -, -n (aus gleichbed. it. rocchetta, eigtl. Ver
kleinerungsform von rocca „Spinnrocken“ (nach der ei
nem Spinnrocken ähnlichen zylindrischen Form), dies aus
dem Germ.): 1. Feuerwerkskörper. 2. a) als militärische
Waffe verwendeter, lang gestreckter, zylindrischer, nach
oben spitz zulaufender [mit einem Sprengkopf versehener]
Flugkörper, der eine sehr hohe Geschwindigkeit entwi
ckelt; b) in der Raumfahrt verwendeter Flugkörper in der
Form einer überdimensionalen Rakete (2 a), der dem
Transport von Satelliten, Raumkapseln o.Ä. dient. 3.
(landsch.) begeistertes, das Heulen einer Rakete (1) nach
ahmendes Pfeifen bei [Karnevalsjveranstaltungen. Rake|ten|ap|pa|rat der; -[e]s, -e: bei Rettung Schiffbrüchi
ger verwendetes Gerät zum Abschießen einer Rettungslei
ne zum gestrandeten Schiff. Ralkeltenlbalsis die; -,
...sen : (oft unterirdische) militärische Anlage, von der aus
Raketen (2a) eingesetzt werden können. Ralkeltentech nik die; -: Zweig der Technik, der sich mit Entwick
lung u. Bau von Raketen (2 a, b) befasst. Ra|ke|ten|zentrum* das; -s, ...tren: großes, bedeutendes Raketenstart
gelände
RaIkett das; -s, Plur. -e u. -s (aus engl. racket, vgl. 'Racket):
svw. 'Racket
Ralki der; -[s], -s (aus türk, rakɪ, dies aus arab. araq „starker
Branntwein“, vgl. Arrak): in der Türkei u. in Balkanlän
dern hergestellter Trinkbranntwein aus Rosinen (gelegent
lich auch aus Datteln od. Feigen) u. Anis
Ralku das; -[s] (nach einer jap. Töpferfamilie): japan. Ke
ramikart
ralllenltanldo (¡7.; Gerundium von rallentare „verlangsa
men“, dies zu lat. lentus „langsam, träge“): langsamer
werdend (Vortragsanweisung; Mus.); Abk.: rail.
Ralllielment [rali'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. rallie
ment zu rallier, vgl. ralliieren): 1. (veraltet) Sammlung von
verstreuten Truppen. 2. Annäherung der kath. Kirche an
die franz. Republik am Ende des 19. Jh.s. ra11liIieIren (aus
gleichbed. fr. rallier zu ré- (vgl. re...) u. allier „vereinigen“,
dies aus lat. alligare „ver-, anbinden“): (veraltet) verstreu
te Truppen sammeln. Rallly ['rælɪ] das; -s, -s, auch die; -, -s
(aus gleichbed. engl. rally zu to rally „wieder anziehen, sich
wieder erholen“, dies aus fr. rallier, vgl. ralliieren): meist
kurzer, starker Anstieg des Kurses an der Börse. Ralllye
[ rali, auch 'rɛli] die; -, -s, Schweiz, das: -s, -s (über/r. bzw.
engl. rallye aus engl. rally, eigtl. „das (Wieder)vereinigen,
Sammeln“, zu to rally „(sich wieder) vereinigen, sam
meln“, dies aus fr. rallier, vgl. ralliieren): Automobilwett
bewerb [in mehreren Etappen] mit Sonderprüfungen;
Sternfahrt (Sport). Ralllyelcross, auch Ral|lye-Cross
[...kros] das; -, -e: dem Motocross ähnliches, jedoch mit
Autos gefahrenes Rennen im Gelände
RAM das; -[s], -[s] (Kurzw. aus engl. random access memory
„Speicher mit wahlfreiem Zugriff'): Schreib-Lese-Spei
cher mit direktem Zugriff (EDV)
rainlproof
Ramadan
Raltnaldanrfer; -[s], -e
(ausaraè. ramadan, eigtl. „der heiße
Monat“): islam. Fastenmonat (9. Monat des Mondjahrs)
Ralmage ['ræmɪʤ] die od. das; -, -s [,,,dʒɪz] (über gleich
bed. engl. ramage, eigtl. „Geäst“, aus/r. ramage zu altfr.
ram, raim „Zweig, Stammbaumlinie“, dies aus lat. ramus
„Zweig“): eine der t Lineage ähnliche Abstammungsgrup
pe, bei der die väterliche wie die mütterliche Abstam
mungslinie für die Zugehörigkeit maßgebend sein kann.
Ralmalgé [rama'ʒe:] der; -, -s <zu/r. ramagé, Part. Perf.
von ramager „mit Blätter- od. Blütenmuster versehen“,
dies zu ramage, vgl. Ramage): Gewebe mit rankenartiger
Jacquardmusterung
Ralmaljalna das; - (aus gleichbed. sanskr. rämäyana, eigtl.
„auf Rama bezüglich“): ind. religiöses Nationalepos von
den Taten des göttlichen Helden Rama; vgl. Mahabharata
Ra|man|ef|fekt der; -[e]s (nach dem ind. Physiker Ch. V.
Raman, 1888-1970): das Auftreten von Spektrallinien
kleinerer u. größerer Frequenz im Streulicht beim Durch
gang von Licht durch Flüssigkeiten, Gase u. Kristalle
Ralmalsanifer; -[s] (nach der türk. u. pers. Aussprache für
7Ramadan): türk. u. pers. Bez. für tRamadan
ralmaslsielren (aus gleichbed. fr. ramasser zu ré- (vgl.
re...) u. amasser „anhäufen“, dies zu là u. masse „Masse,
Haufen“ (aus lat. massa)): 1. (veraltet) anhäufen, zusam
menfassen. 2. (landsch.) unordentlich u. polternd arbei
ten. ralmaslsiert (aus gleichbed. fr. ramassé, Part. Perf.
von ramasser, vgl. ramassieren): (landsch.) dick, gedrun
gen, untersetzt
Ralmalsulri, auch Remasuri die; - (wohl aus rumän. mdal.
ramasuri „Durcheinander, Allerlei“): (österr. ugs.) großes
Durcheinander, Wirbel
Ramlbla* die; -, -s (aus gleichbed. span, rambla, dies aus
arab. ramlä „Sandfläche“ zu raml „Sand“): 1. a) ausge
trocknetes Flussbett der ÎTorrenten in Spanien; b) breite
Straße, Promenade (bes. in Katalonien). 2. Boden auf jun
gen, jedoch bereits dürftig bewachsenen Sedimenten eines
Flusses
Ramlbo rfer; -s, -s (nach dem amerik. Filmhelden): (ugs.)
jmd., der sich rücksichtslos [u. mit Gewalt] durchsetzt;
Kraftprotz
Ramlbouillletlschaf [räbuje:...] das; -[e]s, -e (nach der
nordfranz. Stadt Rambouillet): feinwollige franz. Schaf
rasse
Ramlbur der; -s. -e (aus fr. rambour, nach der franz. Ort
schaft Rambures (Somme)): säuerliche Apfelsorte
Ram|bu|tan der; -s, -e (aus gleichbed. malai. rambutan zu
rambut „Haar“ (wegen der haarigen, d. h. mit langen, wei
chen Stacheln versehenen Fruchthaut)): in Indonesien be
heimateter großer Baum mit Fiederblättern, in Rispen ste
henden Blüten u. pflaumengroßen, dicht mit langen, wei
chen Stacheln besetzten essbaren Früchten
Ralmi: Plur. von Î Ramus
Ralmie die; -, ...ten (über gleichbed. engl. ramie aus malai.
rami): Chinagras (kochfeste, gut färbbare Faser einer ostasiat. Nesselpflanze)
Ra|mi|fi|ka|ti|on die: -, -en (zu îRamus u. Î...fikation):
Verzweigung bei Pflanzen (Bot.). ra|mi|fi|zi_e|ren (zu
Î ...fizieren): sich verzweigen (von Pflanzen)
Ramlmelslberlgit [auch ... git] der; -s, -e (nach dem dt.
Mineralogen u. Chemiker K. F. Rammeisberg
(1813-1889) u. zu t2...it): svw. Chloanthit
Ramlmingrfze; -, -s (aus gleichbed. engl. ramming zu to ram
„rammen“): (Seemannsspr.) Kollision, Zusammenstoß
ramlpo|nie|ren (aus gleichbed. mniederl. ramponeren,
dies aus altfr. ramposner „verhöhnen, hart anfassen“, dies
aus dem Germ.): (ugs.) stark beschädigen, ramlpolniert
(zu T...iert>: (ugs.) in schlechtem Zustand, stark mitge
nommen
RamltilliZer; -s (aus gleichbed. Hindi ramtil): im tropischen
1142
Afrika u. in Indien angebaute Korbblütlerart, aus deren
Samen Öl gewonnen wird
Ra mus der; -, Rami (aus lat. ramus, Gen. rami „Ast,
Zweig“): 1. a) Zweig eines Nervs, einer Arterie od. einer
Vene; b) astartiger Teil eines Knochens (Med.). 2. Ast ei
ner Vogelfeder (Zool.)
Ranch [rɛntf, auch ra:ntf] die; -, Plur. -s, auch -es [...tfiz]
(aus engl. -amerik. ranch, dies aus mex. -span, rancho „ein
zeln liegende Hütte (für Viehzucht)“ zu span, rancharse,
ranchearse „sich niederlassen“): größere nordamerik.
Viehwirtschaft, Farm. Ranlcher ['rɛntfɛ, auch 'ra:nʧp]
der; -s, -[s] (aus gleichbed. engl.-amerik. rancher): Besit
zer, Betreiber einer Ranch, Farmer. Ranlchelria [rantʃe...] die; -, -s (aus gleichbed. mex. -span, ranchería): Vieh
hof, kleine Siedlung (in Südamerika). Ranlchelrorfer; -s,
-s (aus gleichbed. mex.-span, ranchero): im spanischspra
chigen Amerika jmd., der auf einem Landgut lebt. Ran
ching ['rɛntʃ'ɪŋ, auch ra:nʧɪŋ] das; -s (zu engl.-amerik. to
ranch „Viehwirtschaft treiben“ u. t...ing): das Arbeiten
auf einer Ranch, Betreiben einer Ranch. Ranlcho [ rantjb] der; -s, -s (aus gleichbed. mex.-span, rancho): kleiner
Wohnplatz, Hütte im spanischsprachigen Amerika
Rand [engl. rænd] der; -s, -[s] (aber: 5 -) (aus engl. rand,
eigt'., „Medaille, Schild“): Währungseinheit der Republik
Südafrika
Ranldalder; -s (wohl zusammengezogen aus landsch. Rand
„Auflauf; Possen“ u. Î Skandal): (Studentenspr., veraltet)
Lärm, Gejohle. Ranldalle die; - (zu ÎRandal): (ugs.) hef
tiger u. lautstarker Protest; Krawall; Randale machen:
svw. randalieren. ran|da|lie|ren (zu tRandal u. Î..de
ren) : in einer Gruppe mutwillig lärmend durch die Straßen
ziehen [u. dabei andere stark belästigen od. mutwillig Sa
chen beschädigen, zerstören], Ranldallielrer der; -s, -:
jmd., der randaliert
ran|do|mi|sie|ren (aus gleichbed. engl.-amerik. to rando
mize zu engl. random „zufällig“): (aus einer Gesamtheit
von Elementen) eine vom Zufall bestimmte Auswahl tref
fen (Statistik). Ranldolmilsielrung die; -, -en (zu t ...isierung): zufällige Auswahl, Zusammenstellung od. Anord
nung einer Anzahl von Untersuchungselementen aus einer
größeren Gesamtheit (z.B. die Auswahl von Probanden
für einen klinischen Test; Statistik)
Ranldolri das; - (aus dem Jap.): freies Üben (beim Judo)
Ranlger ['rerndʒə] der; -s, -s [,,,dʒəz] (über gleichbed. ame
rik. ranger (zu Bed. 1) aus engl. ranger „Aufseher“, zu to
range „durchstreifen, umherziehen“, dies aus (alt)fr. ran
ger, vgl. rangieren): 1. Angehöriger einer [Polizei]truppe
in Nordamerika, z.B. der Texas Rangers. 2. Aufseher in
Nationalparks. 3. besonders ausgebildeter Soldat, der in
nerhalb kleiner Gruppen Überraschungsangriffe im feind
lichen Gebiet macht, ranlgielren [raŋ'ʒi:...] (aus fr. ran
ger „ordnungsgemäß aufstellen, ordnen“ zu rang „Reihe,
Ordnung“, dies aus dem Germ.): 1. einen Rang innehaben
[vor, hinterjmdm.]. 2. Eisenbahnwagen od. -züge [in Bahn
höfen] durch entsprechende Fahrmanöver umstellen, auf
andere Gleise fahren. 3. (landsch.) in Ordnung bringen,
ordnen. Ranlgielrerder; -s, -: Eisenbahner, der rangiert.
Ran|gier|ma|nö|ver [...v...] das; -s, -: Manöver (2), mit
dem ein Zug o. Ä. rangiert wird
ra|ni|mie|ren (aus gleichbed. fr. ranimer, réanimer zu ré(vgl. re...) u. animer „beleben, beseelen“, dies aus lat. ani
mare zu animus „Seele, Geist“): (veraltet) neu beleben,
wieder beseelen; auffrischen
Ranlkett das; -s, -e (Herkunft unsicher): svw. Rackett
Rankine ['ræŋkɪn] das; -, - (nach dem schott. Ingenieur
W. J. M. Rankine, 1820-1872): Gradeinheit einer in Groß
britannien u. in den USA verwendeten Temperaturskala,
die vom absoluten Nullpunkt aus zählt
Ranlking ['ræŋkɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. rankings
1143
(Plur.) zu to rank „zählen zu; rangmäßig über bzw. unter
jmdm. stehen“): a) Rangliste; b) bewertender Vergleich;
Einordnung in eine Rangliste; Bewertung
Ran|kü|ne die; - (überʃr. rancune, vulgärlat. rancura aus
gleichbed. lat. rancor, eigtl. „das Ranzige“ zu rancere
„stinken, faulen"): (veraltend) Groll, heimliche Feind
schaft; Rachsucht
Ralnulla die; -, ...lä (aus lat. ranula, Verkleinerungsform
von rana „Frosch“): Froschgeschwulst, Zyste neben dem
Zungenbändchen (Med.). Ralnunlkel die: -, -n (aus
gleichbed. lat. ranunculus, eigtl, „kleiner Frosch“): Gar
tenpflanze der Gattung Hahnenfuß. Ra|nun|ku|la|ze|en
die (Plur.) (aus nlat. ranunculaceae zu lat. ranunculus, vgl.
Ranunkel): Pflanzenfamilie der Hahnenfußgewächse mit
zahlreichen einheimischen Arten (z. B. Pfingstrose, Kü
chenschelle, Rittersporn)
Ranz des Vaches [rade'vaʃ] der;----- (aus ʃr. ranz des
vaches „Kuhreigen“): Kuhreigen der Greyerzer Sennen
(Schweizer Volkslied)
Ranlzilon die; -, -en (aus gleichbed. fr. rançon, dies über
altfr. raençon aus lat. redemptio „das Loskaufen" zu redi
mere „los-, zurückkaufen“): (früher) Lösegeld für Kriegs
gefangene od. für gekaperte Schiffe. ran|zi|o|nie|ren
(aus gleichbed. fr. rançonner zu rançon, vgl. Ranzion):
(früher) Kriegsgefangene durch Loskauf od. Austausch
befreien
Rap [ræp] der; -[s], -s (aus engl. rap „Plauderei, Unterhal
tung“ zu to rap (ugs.) „plaudern, schwatzen“, eigtl. „sto
ßen, klopfen; stoßweise sprechen“): schneller, rhythmi
scher Sprechgesang, begleitet von prägnanten, sich wie
derholenden Bass- u. Schlagzeugfiguren (Mus.)
Ra|pa|kilwi¿Zer; -s (aus finn. rapakivi zu rapa „Bodensatz“
u. kivi „Stein“): eine Abart des ÎGranits
Ralpalziltät die; - (über gleichbed. fr. rapacité aus lat. ra
pacitas, Gen. rapacitatis zu rapax „räuberisch“, eigtl. „an
sich reißend, raffend“): (veraltet) Habgier, Raffsucht
Ralpé [ra pe:] der; -[s] (aus gleichbed. fr. râpé zu râpe, vgl.
Rapier): durch Zerreiben hergestellter Schnupftabak
Ralphe die; -, -n (ausgr. rhaphe „Naht“): 1. strangförmige
Verwachsungsnaht der Pflanzensamen aus Î anatropen Sa
menanlagen (Bot.). 2. Spalt im Panzer stabförmiger Kie
selalgen (Bot.). 3. nahtförmige Verwachsungsstelle zwi
schen symmetrisch angeordneten Hälften von Körpertei
len (z.B. am Hodensack; Anat.)
Ra phia die; -, ...ien [...ion] (aus nlat. raphia, dies über
gleichbed. engl. raffia aus malagassisch rafia): vielgestal
tige, oft baumförmige Palme mit langen fiederartigen Blät
tern. Ralphilalbast der; -[e]s: aus den Blättern der Ra
phia gewonnener Bast
RalphildenrZ/e (Plur.) (zugr. rhaphis, Gen. rhaphidos „Na
del“; vgl. ...ide): Kristallnadeln in Pflanzenzellen (Bot.)
Ralpilalrilum das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mlat. rapiarium zu lat. rapere, vgl. rapid): (veraltet) Heft zum ei
ligen Einträgen, Kladde, raipid u. rapide (aus gleichbed.
fr. rapide, dies aus lat. rapidus „raffend, reißend; schnell,
ungestüm“ zu rapere „fortreißen“): (bes. von Entwicklun
gen, Veränderungen o. Ä.) sehr, überaus, erstaunlich
schnell [vor sich gehend], ralpildalmenite <z7.; „schnell“
zu rapido, vgl. rápido): sehr schnell, rasend (Vortragsan
weisung; Mus.), ralpilde vgl. rapid, raipid iron [ ræpɪd
'aɪən] (engl.; eigtl. „schnell bügeln“): leicht zu bügeln (Hin
weis auf pflegeleichten Geweben, die sich leicht bügeln
lassen). Ra|pi|di|tät [ra...] die; - (aus gleichbed. fr. rapi
dité zu rapide „schnell, stürmisch“, vgl. rapid u. ...ität):
Blitzesschnelle, Ungestüm, ralpildo {it.; „schnell“, dies
aus lat. rapidus, vgl. rapid): sehr schnell, rasch (Vortrags
anweisung; Mus.)
Ra| pier ¿Zas; -s, -e (aus gleichbed. fr. rapière zu râpe „Reib
eisen“ , dies über altfr. raspe aus dem Germ. ) ; Fechtwaffe,
rarefizieren
Degen (Sport). ra|pie|ren (aus fr. râper „(ab)schaben“):
1. Fleisch von Haut u. Sehnen abschaben. 2. Tabakblätter
zerstoßen (zur Herstellung von Schnupftabak)
Ralpillli die (Plur.) (aus it. rapilli, dissimiliert aus lapilli, vgl.
Lapilli): svw. Lapilli
Rapljumlping [ ræpʤʌmpɪŋ] das; -s (zu engl. to rap (vgl.
Rap u. jumping „das Springen“, dies zu to jump „sprin
gen“): eine Risikosportart, bei der kopfüber ein Abseilen
von Felswänden erfolgt, wobei die Geschwindigkeit durch
den Griff ins Seil abgebremst werden kann. Rap|mu|sik
die; -: Popmusik in der Form des 1 Raps
raplpellielren (aus gleichbed. fr. rappeler, dies zu re- (vgl.
re...) u. appeler „rufen“ (zu lat. appellare „ansprechen“)):
(veraltet) zurückberufen, abberufen. Raplpell der; -s (aus
gleichbed. fr. rappel zu rappeler, vgl. rappelieren): (veral
tet) Abruf, Schreiben zur Rückberufung eines Gesandten
raplpen [ ræpn] (aus engl. to rap, vgl. Rap): Rapmusik ma
chen, einen ÎRap singen, spielen. RapIperrZer; -s, -: jmd.,
der rappt. Raplpelrin die; -, -nen: weibliche Form zu
TRapper. Raplping [ ræpɪŋ] das; -[s] (aus gleichbed. engl.
rapping): das Rappen (Mus.)
Raplpolmalcher der; -s, - (Herkunft ungeklärt, vielleicht
aus dem Ital.): Händler, der auf Messen u. Märkten seine
Waren zu einem Preis anbietet, den er später stark herab
setzt
Raplport¿fer;-[e]s, -e (ausgleichbed. fr. rapport, eigtl. „das
Wiederbringen“, zu rapporter, vgl. rapportieren): 1. a) Be
richt; b) (veraltet) dienstliche Meldung (Mil.). 2. a) regel
mäßige Meldung an zentrale Verwaltungsstellen eines
Unternehmens über Vorgänge, die für die Lenkung des
Unternehmens von Bedeutung sind; b) Bericht eines Un
ternehmens an Behörden od. Wirtschaftsverbände für
Zwecke der Statistik u. des Betriebsvergleichs (Wirtsch.).
3. unmittelbarer Kontakt zwischen zwei Personen, bes.
zwischen Hypnotiseur u. Hypnotisiertem, zwischen Ana
lytiker u. Analysand, Versuchsleiter u. Medium (Psychol.).
4. sich [auf Geweben, Teppichen, Tapeten] ständig wieder
holendes Muster, Ornament od. Motiv. 5. Beziehung, Zu
sammenhang. Raplporlteur [...’torn] der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. rapporteur zu rapporter, vgl. rapportieren):
(veraltet) 1. Berichterstatter, Zuträger. 2. a) Winkelmesser
zum Messen u. Übertragen von Winkeln; b) Richtzirkel
der Uhrmacher, raplporltielren (aus gleichbed. fr. rap
porter, eigtl. „wiederbringen“, zu lat. re- (vgl. re...) u. ap
portare (vgl. apportieren)): 1. berichten, Meldung ma
chen. 2. sich als Muster od. Motiv ständig wiederholen
Raplprolchelment* [,,j`əma:] das; -s, -s (aus gleichbed./'r.
rapprochement zu rapprocher „versöhnen“, eigtl. „nä
hern“, dies zu lat. re- (vgl. re...) u. appropiare „sich nä
hern“): [politische] Wiederversöhnung
Rapltus der; -, Plur. - [,,,tu:s] u. -se (aus lat. raptus „das
Hinreißen, Fortreißen; Zuckung“ zu rapere „(fort)reißen“>: 1. (Plur. Raptusse; scherzh.) a) plötzlicher Zorn; b)
Verrücktheit, plötzliche Besessenheit von einer merkwür
digen Idee. 2. (Plur. Raptus) plötzlich einsetzender Wut
anfall (Med.). 3. (Plur. Raptus; veraltet) Raub, Entfüh
rung (Rechtsw.)
Ra pu se die; - (Herkunft unsicher): 1. (ugs. landsch.) a)
Plünderung, Raub; b) Verlust; in die Rapuse kommen od.
gehen: [im Durcheinander] verloren gehen; c) Wirrwarr;
in die Rapuse geben: preisgeben. 2. ein Kartenspiel
rar (aus gleichbed. fr. rare, dies aus lat. rarus „selten“): nur
in [zu] geringer Menge, Anzahl vorhanden; selten, aber ge
sucht. Ra Ira: Plur. von Î Rarum. Ra Ira Avis [- 'a:vis] die;
--{aus lat. raraavis „seltener Vogel“): etwas Seltenes. Rare|fi|ka|ti|on die; -, -en (zu lat. rarefacere (vgl. rarefizie
ren) u. t...ation): Gewebsschwund (bes. der Knochen;
Med.), ralrelfilzielren (aus gleichbed. lat. rarefacere zu
rarus (vgl. rar) u. facere „machen“): a) verdünnen, auflo-
Rarissimum
ckern; b) schwinden (in Bezug auf [Knochen]gewebe;
Med.). Ralrislsilmum das; -s, ...ma (aus lat. rarissimum
„das Seltenste“, substantivierter Superlativ von rarum,
vgl. Rarum>: bes. seltenes, rares Stück. Ralriltätr/ze;-, -en
(aus lat. raritas, Gen. raritatis „Lockerheit; Seltenheit“):
a) etwas Rares; b) seltenes u. wertvolles Liebhaber- od.
Sammlerstück. Ra|ri|tä|tenlkalbi|nett das; -s, -e:
Raum, in dem eine Raritätensammlung aufbewahrt u. aus
gestellt wird. Ralrum das; -s, Rara (meist Plur.) (aus lat.
rarum „das Seltene“, substantiviertes Neutrum von ra
rus); seltener, kostbarer Gegenstand, bes. seltenes Buch
Raster;-, - (aus arab. rä’s „Kopf“): 1. abessinischer Titel. 2.
in geografischen Namen arab. Bez. für Gipfel, Kap (z. B.
Ras Schamra)
ra sant (aus fr. rasant „bestreichend, den Erdboden strei
fend“, eigtl. Part. Präs, von raser „scheren, rasieren; da
rüber hinstreichen, streifen; schleifen“, vgl. rasieren; Bed.
1 volksetymologisch an dt. rasen angelehnt) : 1. (ugs.) a) er
staunlich schnell; b) stürmisch; mit unheimlicher Ge
schwindigkeit vor sich gehend (von Vorgängen, Entwick
lungen); c) durch eine schnittige Formgebung den Ein
druck großer Schnelligkeit vermittelnd; schnittig. 2. (ugs.)
a) durch Schwung, Spannung o.Ä. begeisternd, imponie
rend; b) durch besondere Reize Bewunderung u. Begeis
terung hervorrufend. 3. sehr flach gestreckt (von der Flug
bahn eines Geschosses; Ballistik). Ralsanz zZze; - (zu
î...anz): 1. (ugs.) rasende Geschwindigkeit; stürmische
Bewegtheit; rasantes (lc) Aussehen, Schnittigkeit. 2.
(ugs.) in Erregung versetzende Schönheit, Großartigkeit.
3. rasante (3) Flugbahn eines Geschosses (Ballistik)
Raschlnjitlschi* das; -[s], -[s] (aus gleichbed. serb. raznjici): ein serb. Fleischgericht aus kleinen, scharf gewürzten
Fleischstücken
Raiser ['re:zn, engl. 'reɪzə] iter; -s, - (aus gleichbed. engl.amerik. raser, Kurzw. aus engl. ratio amplification by sti
mulated emission of radiation, Analogiebildung zu engl.
laser (vgl. Laser)): Gerät zur Erzeugung u. Verstärkung
kohärenter Röntgenstrahlen (Phys.)
Ralseur [ra’zorg] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. raseur, eigtl.
„Rasierer“, zu raser „rasieren“, dies über vulgärlat. rasare
aus lat. radere, vgl. rasieren): (veraltet) Haarschneider,
Friseur. Rash [ræʃ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. rash,
eigtl. „(Haut)ausschlag“, dies über (alt)fr. rache „Schorf“
zu raschier „kratzen“, dies über das Vulgärlat. zu lat. ra
sus, Part. Perf. von radere, vgl. rasieren): masern- od.
scharlachartiger Hautausschlag (bei verschiedenen
Krankheiten vorkommend; Med.). Ralsierlaplpalrat
[ra...] der; -[e]s, -e (zu Îrasieren): 1. aus einem Stiel u. einer
Einrichtung zum Einlegen einer Rasierklinge bestehender
Apparat zum Rasieren. 2. elektr. Gerät zum Rasieren. Rasierlcrelme ¿ZZe; -, -s: Creme zur Herstellung des Rasier
schaums für die Nassrasur, ralsielren (über niederl. raserenu./r. raser aus gleichbed. vulgärlat. rasare zu/«1. rasus,
Part. Perf. von radere „kratzen, schaben; abscheren; da
rüber hinstreichen“): 1. mit einem Rasiermesser od. -ap
parat die [Bartjhaare entfernen. 2. (ugs.) übertölpeln, be
trügen. Ralsielrer der; -s, -: (ugs.) elektr. Rasierapparat
Raslkpl der; -s (aus gleichbed. russ. raskol, eigtl. „Spal
tung“): [Kirchenspaltung, 1Schisma. Raslkollnik der;
-[s], Plur. -i, auch -en (aus gleichbed. russ. raskolnik, eigtl.
„Spalter“): Angehöriger einer der zahlreichen russ. Sek
ten, bes. der sogenannten Altgläubigen (seit dem 17. Jh.)
Raslnotlschinlzen* die (Plur.) (aus gleichbed. russ. raznocinci zu razno- „anders, ungleich“ u. ein „Rang“): nicht
adlige Intellektuelle im Russland des 19. Jh.s, die für de
mokratische Ziele kämpften
Raison [rɛ'zð:] die; - (überfr. raison aus gleichbed. lat. ratio,
vgl. Ratio): (veraltend) Vernunft, Einsicht; jmdn. zur Rä
son bringen: durch sein Eingreifen dafür sorgen, dass sich
1144
jmd. ordentlich u. angemessen verhält, rälsolnalbel [...zo
na:...] (aus gleichbed. fr. raisonnable): (landsch. veraltet)
a) vernünftig; b) heftig; c) gehörig. Rälsolneur [,,, no:u]
der; -s, -e (aus gleichbed. fr. raisonneur): (veraltet) a)
Schwätzer, Klugredner; b) Nörgler, rälsolnielren (aus/r.
raisonner „überlegen, vernunftgemäß handeln u. reden;
Einwendungen machen“ zu raison, vgl. Räson): 1. (veral
tet) vernünftig reden, Schlüsse ziehen. 2. (abwertend) a)
viel und laut reden ; b) seiner Unzufriedenheit Luft machen,
nörgeln, schimpfen. Rälsonlnelment [,,,'ma:] das; -s, -s
(aus gleichbed. fr. raisonnement): (veraltet) 1. vernünftige
Beurteilung, Überlegung, Erwägung. 2. scheinbar vernünf
tige, aber wenig tiefsinnige Erwägung; Vernünftelei
Ralsolrit [auch ,,,'rɪt] der; -s, -e (nach dem amerik. Inge
nieur M. Rasor (20. Jh.) u. zu t2...it): svw. Kernit
Ras pa die; -, -s, ugs. auch der; -s, -s (aus gleichbed. mex. span, raspa zu span, raspar „mit den Füßen scharren“,
dies aus dem Germ.): um 1950 eingeführter lateinamerik.
Gesellschaftstanz (meist im %-Takt). Raslpaldor der;
Gen. -s, auch -en, Plur. -e[n] (aus span, raspador „Scha
ber“): Maschine zum Herausarbeiten der Sisalfasern aus
den Blättern der Sisalagave. Raslpaltilon die; -, -en (aus
gleichbed. mlat. raspatio zu raspare „raspeln, schaben“):
das Abreiben, das Abschaben (Med.). Raslpaltolriium
das; -s, ...rien [...ion] (zu l,,,orium): raspelartiges chirur
gisches Instrument (z.B. zum Abschieben der Knochen
haut bei operativen Eingriffen an Knochen; Med.)
Raslsislmus der; - (zu dt. Rasse u. T...ismus (5)): a) meist
ideologisch begründete, zur Rechtfertigung von Diskrimi
nierung, Unterdrückung u. Ä. entwickelte Lehre, nach der
bestimmte Menschentypen od. auch Völker hinsichtlich
ihrer kulturellen Leistungsfähigkeit anderen von Natur
aus überlegen seien; übersteigertes Rassenbewusstsein,
Rassendenken; b) dem Rassismus (a) entsprechende Ein
stellung, Denk- u. Handlungsweise gegenüber Menschen
[bestimmter] anderer Rassen od. auch Völker; Rassenhet
ze. Raslsist der; -en, -en (zu t ...ist): Anhänger des Ras
sismus. raslsisltisch (zu T...istisch): den Rassismus be
treffend
Raslta der; -s, -s: Kurzform von ÎRastafari. Ras|ta|fa|ri
der; -s, -s (aus engl. Rastafarian, nach Ras (= Fürst) Tafari, dem späteren äthiopischen Kaiser Haile Selassie I.
(1892- 1975), der von den Rastafaris als Gott verehrt wur
de): Anhänger einer religiösen Bewegung in Jamaika, die
den äthiopischen Kaiser Haile Selassie I. als Gott verehrt.
Rasitas die (Plur.) (gekürzt aus Rastazöpfe bzw. Rasta
locken): Haartracht im Stil der Rastafaris aus strähnen
weise rund um den Kopf geflochtenen Zöpfen od. gedreh
ten u. verfilzten Locken.
Raslterl[elek|trolnen|]mi|kro|skop* das; -s, -e (zu dt.
Raster (aus Zat. rastrum) u. IMikroskop): ÎElektronenmi
kroskop, bei dem das Objekt zeilenweise von einem Elek
tronenstrahl abgetastet wird u. das besonders plastisch
wirkende Bilder liefert. Raslterlscan [...sksn] das; -s (zu
engl. scan „Abtastung, Auflösung“): Methode der Bild- u.
Zeichendarstellung, bei der für jedes Bild der Bildschirm
zeilenweise mit einem Elektronenstrahl abgetastet u. an je
dem Bildpunkt entsprechend der Bildinformation hellge
steuert wird (Elektronik). Rasltral* ¿/as; -s, -e (zu mlat.
raster „Rechen“, lat. raster, rastrum „(mehr)zinkige Ha
cke“ u. T '...al (2)): Gerät mit fünf Zinken zum Ziehen von
Notenlinien, rasltrielren* (zu t..deren): Notenlinien mit
dem Rastral ziehen
Ralsul Al lah der; - - (aus arab. rasül alläh): Gesandter,
Prophet Gottes (als Bezeichnung für Mohammed)
Ralsur die; -, -en (aus lat. rasura „das Schaben, Kratzen;
Abscheren, Abrasieren“, zu radere, vgl. rasieren): 1. das
Rasieren, Entfernung der [Bart]haare. 2. das Radieren;
Schrifttilgung (z.B. in Geschäftsbüchern)
1145
Raucedo
Rhät das; -s (nach den Riitischen Alpen): jüngste Stu
ant, der nur in einem bestimmten Notfall angegriffen wer
fe des Keupers; vgl. Trias
den darf, raltilolnalbel (aus gleichbed. lat. rationabilis):
Ra|ta|fia<ter; -s, -s (aus gleichbed. /?, ratafia, dies wohl aus
(veraltet) genau berechenbar, vernünftig. Ra|ti|o|nalbidem Kreol.): ein Frucht[saft]likör
liltätz/i'e; - (aus gleichbed. lat. rationabilitas, Gen. ratio
Ra tanihi a wur zel [ra tania...] 4te; -, -n (über das Port,
nabilitatis): (veraltet) Berechenbarkeit, Vernunft, ra|tiloaus einer südamerik. Indianersprache): als Heilmittel ver
nal (aus gleichbed. lat. rationalis): die Ratio betreffend;
wendete Wurzel eines peruan. Strauches
vernünftig, aus der Vernunft stammend, von der Vernunft
Raltaltouille[. ,'tuj] cZZe; -, -s u. das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
bestimmt; rationale Zahlen: alle Zahlen, die sich durch
ratatouille, eigtl. „übles Gericht“, dies über mundartliche
Brüche ganzer Zahlen ausdrücken lassen (Math.); Ggs.
Formen zu touiller „umrühren“, aus lat. tudiculare
t irrational; vgl. ...al/...eil. Ra|ti|o|na|le4ös; - (aus gleich
„stampfen“): Gemüse aus Auberginen, Zucchini, Toma
bed. kirchenlat. rationale, substantiviertes Neutrum von
ten u. a.
lat. rationalis, vgl. rational): auszeichnender liturgischer
Ra|tel<7er,■ -s, - (aus gleichbed. afrikaans ratel): Honigdachs
Schulterschmuck einiger kath. Bischöfe (z.B. Paderborn,
Raiter ['reɪtə] der; -s, - (zu engl. to rate „(ein)schätzen“): a)
Eichstätt) nach dem Vorbild des Brustschildes der israeli
jmd., der ein t Rating vornimmt; b) Mitarbeiter einer Ra
tischen Hohenpriester. Ra|ti|o|na|li|saltor der; -s,
tingagentur
...oren (zu Îrationalisieren u. t,,,ator): Angestellter eines
Raltelro der; -[s], -s (aus span, ratero zu rata „Ratte“):
Unternehmens, der mit der Durchführung einer Rationa
span. Bez. für Gauner, Taschendieb
lisierung (1) betraut ist. ralti|olna|li|sie|ren (z.T. unter
Rath der; -s, -s (aus sanskr. rátha „Wagen“): gewaltiger höl
Einfluss von fr. rationaliser „vernunftgemäß gestalten“ zu
zerner Wagen, an dem an hohen Festtagen des Hinduis
Î rational u. Î ...isieren): 1. vereinheitlichen, straffen, [das
mus Götterbilder in feierlicher Prozession durch die Stra
Zusammenwirken der Produktionsfaktoren] zweckmäßi
ßen geführt werden
ger gestalten. 2. rationalistisch denken, vernunftgemäß ge
Ralti|fikaItilon die: -, -en (aus mlat. ratificatio „Bestäti
stalten; durch Denken erfassen, erklären. 3. ein [emotio
gung, Genehmigung“ zu ratificare, vgl. ratifizieren):
nales] Verhalten nachträglich verstandesmäßig begründen
Genehmigung, Bestätigung eines von der Regierung abge
(Psychol.); vgl. Rationalisierung (2). Ra|ti|o|nallilsieschlossenen völkerrechtlichen Vertrages durch die gesetz
rungdte; -, -en (zu t,,,isierung): 1. Ersatz überkommener
gebende Körperschaft; vgl. ...ation/...ierung. RaltilfilkaVerfahren durch zweckmäßigere u. besser durchdachte
tilonslurlkunlde ¿Jte; -, -n: Urkunde über die Ratifikati
Vereinheitlichung, Straffung (Wirtsch.). 2. nachträgliche
on eines völkerrechtlichen Vertrages. ra|ti|fi|zie|ren(aus
verstandesmäßige Rechtfertigung eines aus irrationalen
mlat. ratificare „bestätigen, genehmigen“ z\xlat. ratus „be
od. triebhaften Motiven erwachsenen Verhaltens (Psy
rechnet; bestimmt, gültig“ (eigtl. Part. Perf. von reri
chol.). Ra|ti|olna|lis|mus der; - (zu Î ...ismus (2)): 1. er
„schätzen, berechnen“) u. t,,,fizieren): als gesetzgebende
kenntnistheoretische Richtung, die das rationale Denken
Körperschaft einen völkerrechtlichen Vertrag in Kraft set
als einzige Erkenntnisquelle ansieht. 2. vom Rationalismus
zen. Ra|ti|fi|zie|rungi/i'e; -, -en (zu T...ierung>: das Rati
(1) geprägte Geisteshaltung. Ra|ti|o|na|listiter; -en, -en
fizieren; vgl. ...ation/...ierung
(zu t...ist): Vertreter des Rationalismus; einseitiger Ver
standesmensch. Raltiiolnallisltik die; - (zu t,,,istik):
Ratiné [...'ne:] der; -s, -s (zu fr. ratiné „gekräuselt“, Part.
Perf. von ratiner, vgl. ratinieren): flauschiger Mantelstoff
Denkweise der Rationalisten. Raltiolnallisltin rfte; -,
mit noppenähnlicher Musterung
-en: weibliche Form zu ÎRationalist, raltilolnallisltisch
Ralting ['reɪtɪŋ] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. rating zu to
(zu t...istisch): im Sinne des Rationalismus; einer An
schauung entsprechend, die die Vernunft in den Mittel
rate „(ein)schätzen“): 1. bonitätsmäßige Einstufung von
punkt stellt u. alles Denken u. Handeln von ihr bestimmen
Ländern, Banken, Firmen o.Ä. in ein Klassifikationssys
tem (Wirtsch.). 2. Verfahren zur Einschätzung, Beurtei
lässt. Ra|ti|o|na|li|tätdte; - (aus mlat. rationalitas, Gen.
rationalitatis „Denkvermögen“): 1. das Rationalsein; ra
lung von Personen, Situationen o.Ä. mithilfe von Rating
tionales, von der Vernunft bestimmtes Wesen. 2. Eigen
skalen (Psychol., Soziol.). 3. Verfahren zur Ermittlung der
schaft von Zahlen, sich als Bruch schreiben zu lassen
Einschaltquote von [Fernsehjsendungen, bes. zur Ein
(Math.). Raltilolnallprinlzipites; -s: ein bestimmtes, ra
schätzung der Wirksamkeit von Werbespots. Raltingtionales Entscheidungsverhalten (z.B. nach wirtschaftli
agen tur die; -, -en: Agentur, die die Bonität (1) von
chen Kosten, Nutzen, Gewinn; Wirtsch.). ra|ti|o|nell
Wertpapieren, Unternehmen u.Ä. einschätzt. Ralting(aus /?. rationnel „vernünftig“, dies aus lat. rationalis, vgl.
meltholde die; -: svw. Rating. Raltinglskalla die; -,
rational): vernünftig, zweckmäßig, sparsam; vgl. ...al/
Plur. ...len u. -s: in regelmäßige Intervalle aufgeteilte Stre
...eil. raltilolnielren (aus gleichbed. fr. rationner zu rati
cke, die den Ausprägungsgrad (z. B. stark - mittel - gering)
on, vgl. Ration): in festgelegten, relativ kleinen Rationen
eines Merkmals (z. B. Ängstlichkeit) zeigt (Psychol., So
zuteilen, haushälterisch einteilen. Raltio Stuldilolrum
ziol.)
die; - - (aus lat. Ratio (atque Institutio) studiorum (Socie
ra|ti|nie|ren (aus gleichbed. fr. ratiner): aufgerautem
tatis Jesu) „Grundsätze (u. Ordnung) der Studien (inner
[Wolljgewebe mit der Ratiniermaschine eine noppenähn
halb der Gesellschaft Jesu)“): die am 8.1. 1599 verabschie
liche Musterung geben
dete, für alle Jesuitenkollegien verbindliche Studienord
Raltio z/te; - (aus gleichbed. lat. ratio „Vernunft; (Beirech
nung
nung; Rechenschaft“): Vernunft, schlussfolgernder, logi
scher Verstand. Ralti|o|de|tek|tor zter; -s, ...oren: Ra|ton|ku|chen der; -s, - (zu fr. raton „eine Art Käseku
chen“): (landsch.) Napfkuchen
Schaltanordnung zur 1 Demodulation frequenzmodulier
ter (vgl. Frequenzmodulation) Schwingungen in der Nach Ratltan das; -s, -e (aus gleichbed. engl. rat(t)an, dies aus
malai. rotan): aus den Stängeln bestimmter Rotangpalrichtentechnik. Ra|ti|o|dis|kri|mi naltorzter; -s, ...oren:
men gewonnenes Rohr, das bes. zur Herstellung von Korb
svw. Ratiodetektor. Raltio Lelgisrfte, - - (aus gleichbed.
waren verwendet wird
lat. ratio legis): (Rechtsspr.) Sinn, Absicht eines Gesetzes.
Raulceldo [,.,'tse:...] die; -, ...dines [...ne:s] (aus lat. rauce
RaltiloriiZte; -, -en (aus gleichbed./?. ration, dies aus mlat.
do, Gen. raucedinis „Heiserkeit“ zu raucus „heiser“): Hei
ratio „berechneter Anteil“ zu lat. ratio, vgl. Ratio): a) zu
serkeit, krankhafte Veränderung der Stimme, die einen
geteiltes Maß, (An)teil, Menge; b) zugeteilte Menge an Le
unreinen, rauen Ausdruck hat (bei Erkrankungen im Be
bens- u. Genussmitteln; [täglicher] Verpflegungssatz (bes.
reich des Kehlkopfes od. der Stimmbänder; Med.). Raufür Soldaten); eiserne Ration: (Soldatensprache) Provi
Rätu.
1146
Rauwolfia
[...tsi...] <7ze;-, ...tates [,,,te:s] <aus lat. raucitas. Gen.
raucitatis „Heiserkeit“): svw. Raucedo
Raulwollfia die; - (aus nlat. rauwolfia, nach dem Botaniker
L. Rauwolf, 1540-1596): in allen Tropengebieten verbrei
tete, nur in Australien fehlende Gattung der Hundsgiftge
wächse mit etwa 110 Arten (Bot.). Rau|wol|fia|allka|loi|de <Zz'e (Plur.): als Gesamtextrakte od. Einzelalkaloide
therapeutisch vor allem blutdrucksenkende u. sedierende
Mittel (z. B. Reserpin; Med.)
Ralvalge [ra va:ʒə] die: -, -n (aus gleichbed./?-. ravage zu ra
vir „rauben", dies über das Vulgärlat. aus lat. rapere „fort
reißen"): (veraltet) Verheerung, Verwüstung. Ralvalgeur
[,,, ʒo:p] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. ravageur): (veraltet)
jmd., der etwas verheert, verwüstet, ralvalgielren
[,,,ʒi:...] (aus gleichbed. fr. ravager zu ravage, vgl. Rava
ge): (veraltet) verheeren, verwüsten
Rave [reiv] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. rave zu to rave,
vgl. raven) : große Fete, Tanzparty, bei der die ganze Nacht
über bes. zu Technomusik getanzt wird
Ra|ve|lin [ravəlɛ:] der; -s, -s (aus gleichbed. älter fr. ravelin,
weitere Herkunft unsicher): Außenwerk vor den TKurti
nen (1) älterer Festungen
ralven [ reɪvn] (aus engl. to rave „toben; fantasieren", dies
vielleicht aus dem Altfr.): (Jargon) an einem ÎRave teil
nehmen. Ralver [reivu] der; -s, -: (Jargon) Teilnehmer,
Mitwirkender an einem Î Rave. Ralvelrin die; -, -en: weib
liche Form zu Î Raver
Ra|vi|gote [ravi'gɔt] die; -, -s (aus gleichbed./?-. ravigote zu
vigueur „Lebenskraft", dies aus lat. vigor): pikante Soße
aus Kräutern (Kerbel, Estragon, Petersilie) sowie Essig,
Öl, Zwiebeln, Pfeffer, Kapern u. Senf (Gastr.)
RaIvi|oIli [...V...] die (Plur.) (aus gleichbed. it. ravioli, rodal,
rabióle, eigtl. „kleine Rüben", dies aus lat. rapa „Rübe“):
mit kleingewiegtem Fleisch od. Gemüse gefüllte Nudel
teigtaschen (Gastr.)
Ralvislselment [ravis(o) ma:] das; -s, -s (aus gleichbed./?-.
ravissement): (veraltet) Entzücken
rav|vi|van|do [ravi'vando] (it.: Gerundium von ravvivare
„wieder beleben"): sich wieder belebend, schneller wer
dend (Vortragsanweisung; Mus.)
Ralyé [reje:] der: -s, -s (zu fr. rayé „gestreift“, Part. Perf.
von rayer „mit Streifen versehen“): Gewebe mit feinen
Längsstreifen
Raylgras ['rai...] vgl. Raigras
Rayl [reil] das: -, - (nach dem engl. Physiker Sir Rayleigh.
1842-1919): alte Maßeinheit für die spezifische Schallim
pedanz
Ralyon [rɛjð:, österr. meist rajo:n] der; -s, Plur. -s, österr.
auch -e [rajo:nə] (aus gleichbed. /?-. rayon, eigtl. „Honig
wabe“, zu altfr. ree, dies aus frank, hrâta): 1. (bes.
Schweiz.) Warenhausabteilung. 2. (österr., sonst veraltet)
Bezirk, [Dienst]bereich. 3. Vorfeld von Festungen. 4. engl.
Schreibung für Î Reyon. 5. unterster Verwaltungsbezirk in
Russland u.a. Staaten. Ra|yon|chef der; -s, -s: (selten)
Abteilungsleiter [im Warenhaus], ralyolnielren [rɛjo'ni:,,,, österr. meist rajo ni:...] (zu t ..deren): (österr., sonst
veraltet) nach Bezirken einteilen, zuweisen. Ralyonslinspekltor [rajo:ns...] der: -s, -en: (österr.) für einen be
stimmten Bezirk verantwortlicher Polizist
Ralzelmat, chem. fachspr. Racemat [,,,ts...] das: -[e]s, -e
(zu lat. racemus „Traube“ (das Gemisch wurde zuerst in
der Traubensäure entdeckt) u. T...at (1)): zu gleichen Tei
len aus rechts- u. linksdrehenden Molekülen einer T optisch
aktiven Substanz bestehendes Gemisch, das nach außen
keine optische Aktivität aufweist (Chem.). ra|ze|misch,
chem. fachspr. racemisch: die Eigenschaften eines Razemats aufweisend (Chem.). ralzelmos u. ralzelmös (aus
gleichbed. lat. racemosus; vgl. ...ös): traubenförmig (in
Bezug auf Verzweigung bestimmter Pflanzen)
ci Itas
Raschnjitschi
[...ion], seltener -s (aus gleichbed.
fr. razzia, dies aus algerisch-arab. gäziya „Kriegszug; mi
litärische Expedition" zu arab. gazwa „Kriegszug (eines
Stammes gegen den anderen)“): groß angelegte, überra
schende Fahndungsaktion der Polizei
RDS: Abk. für Radiodatensystem
re (aus it. re): Silbe, auf die man den Ton d singen kann; vgl.
Solmisation
'Re vgl. Ra
2Re das: -s, -s (wohl gekürzt aus Rekontra, vgl. re... u. Kon
tra): Erwiderung auf ein Î Kontra (bei Kartenspielen),
re..., Re..., vor Vokalen gelegentlich red..., Red... (aus
gleichbed. lat. re-): Präfix mit der Bedeutung „zurück;
wieder" (räumlich u. zeitlich), z.B. reagieren, Regenerati
on, Redintegration
Reachlvollley ['ri:ʧvɔlɪ] das; -s (zu engl. to reach „(mit der
Hand) greifen, nach etwas langen" u. volley „Flugball“):
Ballspiel, bei dem ein wie eine Klette präparierter Ball ge
worfen wird, den der Mitspieler mit einem Schläger auf
fängt, an dem der Ball wie eine Klette haften bleibt
'Realder [ ri:du] der; -s, - (aus gleichbed. engl. reader zu to
read „lesen"): [Lese]buch mit Auszügen aus der [wissenscha tlichen] Literatur u. verbindendem Text. 2Realder
-s (aus engl. reader, eigtl. „(Vor)leser“): Titel engl.
Hochschuldozenten,
Lehrbeauftragter.
Read-only-Speicher ['ri:d 'oʊnlɪ...] der; -s, - (zu engl. to read only
„nur lesen"): Nurlesespeicher, Festspeicher (EDV)
Realdylmade ['rɛdɪmeɪd] das; -, -s (aus gleichbed. engl.
ready-made, eigtl. „(gebrauchs)fertig Gemachtes"): belie
biger. serienmäßig hergestellter Gegenstand, der vom
Künstler zum Kunstwerk erhoben wird
relaf Ifelrent (zu Îre... u. t afferent): in der Art der Reafferenz ablaufend (Physiol.). Relafifelrenz die; -: über die
Nervenbahnen erfolgende Rückmeldung über eine ausge
führte Bewegung (Physiol.)
Relalgens das; -, ...genzien [...ion] (aus spätlat. reagens,
Gen. reagentis, substantiviertes Part. Präs, von reagere,
vgl. reagieren): svw. Reagenz. Relalgenz das; -es, -ien
[...ion] (aus spätlat. reagentia, Neutrum Plur. von reagens,
vgl. Reagens): Stoff, der chem. Reaktionen bewirkt u. da
durch zum Nachweis von Elementen u. Verbindungen
dient (Chem.). Reialgenzlglas das; -es. ...gläser: dünn
wandiges, zylindrisches, einseitig geschlossenes Glasröhr
chen für chem. Untersuchungen o.Ä.; Probierglas. Re|agenzien [...ion] : Plur. von Î Reagens u. ÎReagenz. re|agilbel (zu Î . .ibel) : sensibel bei kleinsten Anlässen reagie
rend. Re I a g i I bi I i i Ität die; - (zu t...ität): Eigenschaft, Fä
higkeit, sehr sensibel zu reagieren, relalgielren (ems. spät
lat. reagere „entgegenwirken; zurücktreiben" zu tre... u.
lat. agere, vgl. agieren): 1. auf etwas ansprechen, antwor
ten, eingehen; eine Gegenwirkung zeigen. 2. eine chem.
Reaktion eingehen, auf etwas einwirken (Chem.). Relagin das;-s, -e (meist Plur.) (zu Î...in (1)): vom Organismus
gegen eingedrungene Infektionserreger gebildeter Anti
körper (Med.). Relakt der; -[e]s, -e (Kurzform von Î Re
aktion bzw. zu tre... u. TAkt): Antworthandlung auf Ver
haltensweisen der Mitmenschen als Erwiderung, Ableh
nung, Mitmachen o.Ä. (Psychol.). Re|ak|tant der; -en,
-en (zu Î Reaktion u. Î ...ant): Stoff, der mit einem anderen
eine t Reaktion (2) eingeht (Chem.). Relakltanz die: -, -en
(zu Î ...anz): Blindwiderstand, elektr. Wechselstromwider
stand. der nur durch t induktiven u. t kapazitativen Wider
stand bewirkt wird (Elektrot.). Relakltanz|re|lais [...ro
le:] das; - [,--'lɛ:(s)], - [...lets]: Blindwiderstandsschaltung
(Elektrot.); vgl. Reaktanz. Re|ak|ti|on die; -, -en (aus
mlat. reactio „Rückwirkung“ zu tre... u. tAktion, Bed. 3
nach gleichbed./?-. réaction): 1. a) das Reagieren, durch et
was hervorgerufene Wirkung. Gegenwirkung; b) svw. ReRazlnjilci ['raʒnjitʃi] vgl.
Raz zia die; -, Plur. ...ien
1147
sponse. 2. unter stofflichen Veränderungen ablaufender
Vorgang (Chem.). 3. (ohne Plur.) a) fortschrittsfeindliches
politisches Verhalten; b) Gesamtheit aller nicht fort
schrittlichen politischen Kräfte. relak|ti|o|när (aus
gleichbed./r. réactionnaire zu réaction, vgl. Reaktion u.
...är>: (abwertend) an nicht mehr zeitgemäßen [politi
schen] Inhalten, Verhältnissen festhaltend; rückschritt
lich. Relakltilolnär <7er; -s, -e: (abwertend) jmd., der die
Notwendigkeit einer politischen od. sozialen Neuorientie
rung ignoriert u. sich jeder fortschrittlichen Entwicklung
entgegenstellt. Re|ak|ti|ons|ener|gie* die;
bei einer
chem. Reaktion frei werdende od. aufgenommene Ener
gie. Re|ak|ti|onslen|thal|pie die; bei einer chem. Re
aktion unter konstantem Druck auftretende Reaktions
wärme (Chem.). Re|ak|ti|ons|ge|schwinldiglkeit die;
-, -en (zu tReaktion): die Zeit, in der ein [chem.] Vorgang
abläuft. Re|ak|ti|ons|ki|neltik die; Teilgebiet der physik. Chemie, das sich mit dem zeitlichen Ablauf von chem.
Reaktionen u. der Aufklärung von Reaktionsmechanis
men beschäftigt. Re|ak|ti|ons|me|cha|nis|men die
(Plur.): zusammenfassende Bez. für alle molekularen Vor
gänge im Laufe einer chem. Reaktion, bes. in der organi
schen Chemie. Re|ak|ti|ons|norm die; -, -en: die [meist]
angeborene Art u. Weise, wie ein Organismus auf Reize
der Umwelt reagiert. Re|ak|ti|ons|prin|zip das; -s:
Axiom, nach dem zu jeder Wirkung eine gleich große, ihr
entgegengerichtete Wirkung gehört (Phys.). Relakltigns|silmu|la|tor der; -s, -en: Gerät, das auf bestimmte
Verhaltensweisen (Fehler) von Versuchspersonen mit
Elektroschocks reagiert, relakltjv (zu T ...iv): 1. als Reak
tion auf einen Reiz, bes. auf eine außergewöhnliche Belas
tung (Krankheit od. unbewältigte Lebenssituation) auftre
tend (in Bezug auf körperliche od. seelische Vorgänge); re
aktive [,,,və] Depression: durch außergewöhnliche, un
überwindlich erscheinende Lebensschwierigkeiten u.Ä.
ausgelöste TDepression (Med.); reaktive Hyperämie: ver
mehrte Blutfülle in einem Organ od. Gewebsbezirk, bes.
als Folge einer lokalen Reizung (z.B. bei entzündlichen
Vorgängen; Med.). 2. Gegenwirkung ausübend od. erstre
bend. Relakltiv das; -s, -e [...va] (nach engl. reactive
„empfänglich für etwas“): psychisches Verhalten, das un
mittelbar durch Umweltreize bedingt ist (Psychol.), reak|ti|vie|ren [...v...] (nach gleichbed./r. réactiver zu ré(vgl. re...) u. activer, vgl. aktivieren): 1. a) wieder in Tätig
keit setzen, in Gebrauch nehmen, wirksam machen; b)
wieder anstellen, in Dienst nehmen. 2. chemisch wieder
umsetzungsfähig machen. Relakltilvielrung die; -, -en
(zu T...ierung): 1. das Reaktivieren, das Reaktiviertwer
den. 2. die Wiederherstellung der normalen Bewegungsfä
higkeit eines Körperteils (z.B. eines gebrochenen Beins).
3. das Wiederaufflackern eines Krankheitsprozesses (z.B.
einer Tuberkulose; Med.). Re|aklti|vi|tät die; -, -en (zu
t reaktivieren u. T ...ität) : 1. Rück-, Gegenwirkung, erneute
Aktivität. 2. das Maß des Reagierens als Norm der Vitali
tät (Psychol.). 3. ein Maß für die Abweichung des Kernre
aktors vom kritischen Zustand. Relakltor der; -s, ...oren
(aus gleichbed. engl. -amerik. reactor zu engl. to react „rea
gieren“): 1. Anlage, in der die geregelte Kernkettenreakti
on zur Gewinnung von Energie od. von bestimmten radio
aktiven Stoffen genutzt wird; Kernreaktor. 2. Vorrich
tung, in der eine physik. od. chem. Reaktion abläuft
(Phys.). Relakltorlphylsik die; -: Teilgebiet der Kern
physik, das die physik. Vorgänge in Reaktoren (1) behan
delt. Re|ak|torltech|nik die; -: Teilbereich der Technik,
der sich mit den technischen Problemen in Reaktoren (1)
befasst
relal (aus mlat. realis „sachlich, wesentlich; tatsächlich
(vorhanden)“ zu lat. res „Sache, Ding“): 1. dinglich, sach
lich; Ggs. timaginär. 2. wirklich, tatsächlich; der Realität
realisieren
entsprechend; Ggs. tirreal. 3. nicht zahlenmäßig, nicht
dem Nennwert nach (unter dem Aspekt der Kaufkraft)
’Relal das; -[e]s, -e (Herkunft unsicher): (landsch.) svw.
'Regal
2Re|al der; -s, Plur. (span.)-esu. (port.) Reis [rɛiʃ] (aussparc.
u. port, real, dies unter Einfluss von span, rey (port, rei)
„König“ zu lat. regalis „königlich", dies zu rex, vgl. 'Rex):
alte span. u. port. Münze
Relallakt der; -[e]s, -e (zu 1 real u. TAkt): rein tatsächliche,
nicht rechtsgeschäftliche Handlung, die lediglich auf einen
äußeren Erfolg gerichtet ist, an den jedoch vom Gesetz
Rechtsfolgen geknüpft sind (z. B. der Fund, der Erwerb
des Besitzes; Rechtsw.). RelalIdelfilniItilon 4te; -, -en:
Sachbestimmung, die sich auf den Wirklichkeitsgehalt des
zu bestimmenden Gegenstandes bezieht (Philos.); Ggs.
ÎNominaldefinition. Relalleinlkomlmen das; -s, -; (in
Form einer bestimmten Summe angegebenes) Einkom
men unter dem Aspekt der Kaufkraft (Wirtsch.); Ggs.
ÎNominaleinkommen. Relallen die (Plur.): die letzten
wirklichen Bestandteile des Seins (Philos.). Relallenlzyklolpädie* Æe; -, -n [,,,i:ən]: svw. Reallexikon. Relallfolilum das; -s, ...lien [,,,iən]: Grundbuchblatt, das für jedes
Grundstück angelegt wird (Rechtsw.); Ggs. Personalfoli
um
Relallgar der; -s, -e (aus gleichbed. fr. réalgar, dies wohl
vdrerspan, rejalgarausarah. rahgal-ghär „Höhlenstaub“):
durchscheinend rotes Mineral, Arsenerz
Re|al|gym|na|si|um das; -s, ...ien [,,,iən] (zu îreal u.
Î Gymnasium) : (früher) höhere Schule mit besonderer Be
tonung der Naturwissenschaften u. der modernen Spra
chen. Relallilen [,,,iən] die (Plur.) (aus mlat. realia, Neu
trum Plur. von realis, vgl. real): 1. wirkliche Dinge, Tatsa
chen. 2. Naturwissenschaften als Grundlage der Bildung
u. als Lehr- u. Prüfungsfächer. 3. Sachkenntnisse (Päd.);
Ggs. 1 Verbalien (vgl. Verbale 3)
Re|a|lign|ment [ri:ə'laɪnmənt] das; -s (aus gleichbed.
engl.-amerik. realignment zu re- (vgl. re...) u. engl.
alignment „Anordnung“): Neufestsetzung von Wechsel
kursen nach einer Zeit des t Floatings
Re|a|li|menltaltilon die; -, -en (zu îre... u. Î Alimentation):
Wiederbeginn der Nahrungsaufnahme nach [krankheits
bedingtem] totalen Fasten (Med.)
Relallinldex der; -es, Plur. -e u. ...dizes [,,,tse:s] (zu Îreal u.
ÎIndex): (veraltet) Sachverzeichnis, -register. Relallinljurie [...ria] die; -, -n: Beleidigung durch Tätlichkeiten
(Rechtsw.). Re|al|inlspi|raltilon* die; -, -en: Eingebung
des sachlichen Inhalts der Heiligen Schrift durch den Hei
ligen Geist (aus der Î Verbalinspiration entwickelte theo
logische Lehre); vgl. Personalinspiration. Re|a|li|sat das;
-s, -e (zu trealisieren u. T...at (1)): künstlerisches Erzeug
nis. Relallilsa tilon die; -, -en (nach gleichbed./r. réali
sation zu réaliser, vgl. realisieren): 1. Verwirklichung. 2.
Herstellung, Inszenierung eines Films od. einer Fernseh
sendung. 3. Umsetzung einer abstrakten Einheit der
î Langue in eine konkrete Einheit der î Parole (Sprachw.).
4. Umwandlung in Geld (Wirtsch.); vgl. ...ation/...ierung.
Re a lilsa tiions prin zip das: -s: Bilanzierungsgrund
satz, nach dem Gewinne erst nach ihrer Realisierung er
fasst werden dürfen, im Gegensatz zu Verlusten
(Wirtsch.). Re|a|lilsaltor rZer; -s, ...oren (zu frealisieren
u. T...ator): 1. geschlechtsbestimmender Faktor in den
Fortpflanzungszellen vieler Pflanzen, Tiere u. des Men
schen (z.B. das Geschlechtschromosom des Menschen).
2. Hersteller, Autor, Regisseur eines Films od. einer Fern
sehsendung. Re|a|li|sa|tor|gen das; -s, -e (meist Plur.):
in den Geschlechtschromosomen lokalisiertes Gen, das
zur Geschlechtsbestimmung dient (Med.). re|a|li|sie|ren
(aus gleichbed./r. réaliser zu réel „tatsächlich“, dies aus
spätlat. realis, vgl. real; Bed. 3 unter Einfluss von engl. to
Realisierung
realize): 1. verwirklichen, in die Tat umsetzen. 2. in Geld
umwandeln. 3. klar erkennen, einsehen, begreifen, indem
man sich die betreffende Sache bewusst macht. 4. eine
TRealisation (3) vornehmen. Relallilsielrung die; -, -en
<zu t...ierung>: das Realisieren (1-3); vgl. ...ation/...ierung. Re a lis mo malgilco [- ...ko] der; - - (aus amerik.span, realismo mágico „magischer Realismus“): svw. ma
gischer Realismus (b). Relallislmus der; -, ...men (zu
Treal u. Î ...ismus (2)): 1. (ohne Plur.) a) Wirklichkeitssinn,
wirklichkeitsnahe Einstellung; auf Nutzen bedachte
Grundhaltung; b) ungeschminkte Wirklichkeit. 2. (ohne
Plur.) philos. Denkrichtung, nach der eine außerhalb un
seres Bewusstseins liegende Wirklichkeit angenommen
wird, zu deren Erkenntnis man durch Wahrnehmung u.
Denken kommt. 3. a) die Wirklichkeit nachahmende, mit
der Wirklichkeit übereinstimmende künstlerische Darstellung[sweise] in Literatur u. bildender Kunst; b) (ohne
Plur.) Stilrichtungin Literatur u. bildender Kunst, die sich
des Realismus (3 a), der wirklichkeitsgetreuen Darstellung
bedient; sozialistischer Realismus: realistische künstleri
sche Darstellung unter den Bedingungen des Sozialismus
(bes. in der sowjetischen Kunst u. Literatur Mitte des
20. Jh.s). Re la Hist der; -en, -en (zu t ...ist): 1. jmd., der die
Gegebenheiten des täglichen Lebens nüchtern u. sachlich
betrachtet u. sich in seinen Handlungen danach richtet;
Ggs. ÎIdealist (2). 2. Vertreter des Realismus (3). Re|alisltik die; - (zu t...istik>: ungeschminkte Wirklichkeits
darstellung. Relallisltin die; -, -nen: weibliche Form zu
ÎRealist, relallisltisch (zu t...istisch): 1. a) wirklichkeits
nah, lebensecht; b) ohne Illusion, sachlich-nüchtern; Ggs.
tidealistisch (2). 2. zum Realismus (3) gehörend. Relallität die; -, -en (unter Einfluss von fr. réalité aus gleichbed.
mlat. realitas, Gen. realitatis): Wirklichkeit, tatsächliche
Lage, Gegebenheit; Ggs. tlrrealität. Re|a|li|tä|ten die
(Plur.) (aus gleichbed. mlat. realitates, Plur. von realitas,
vgl. Realität): Grundstücke, Liegenschaften, Grundeigen
tum (Wirtsch.). Relalliltätslprinlzip
-s (zu ÎReali
tät): Prinzip, nach dem ein psychisches Bedürfnis aufge
schoben u. damit den Erfordernissen der Umwelt ange
passt wird (Psychoanalyse), re la I lilter tmlat.; Adverb von
realis, vgl. real): in Wirklichkeit. Re|a|li|ty|show, auch
Re|a|li|ty-Show [rɪ'ælɪtɪʃoʊ] die; -, -s (zu engl. reality
„Wirklichkeit“, dies aus lat. realitas; vgl. Realität): Unter
haltungssendung im Fernsehen, die Unglücksfälle live
zeigt bzw. nachgestellt darbietet. Re|a|li|ty-TV [,,,ti:vi:]
das; - (kurz für engl. reality television): a) Fernsehdoku
mentation original aufgenommener Ereignisse (z.B.
Kriegsgeschehen, Katastrophen), in der nahezu alle De
tails gezeigt werden; b) Sparte des Fernsehens, in der Rea
lityshows produziert werden. Relallkalpiltal [read...]
das; -s (zu Îreal): die Gesamtheit der im Produktionspro
zess verwendeten Sachgüter (Wirtsch.). Relallkaltallog
der; -[e]s, -e: nach dem sachlichen Inhalt des betreffenden
Werkes geordnetes Bücherverzeichnis, Sachkatalog; Ggs.
TNominalkatalog. Re|al|konlkor|danzrfze; -, -en: ÎKon
kordanz (la), die ein alphabetisches Verzeichnis von Sa
chen enthält; vgl. Verbalkonkordanz. Relal|kon|kurrenz die; -, -en: Tatmehrheit, Verletzung mehrerer straf
rechtlicher Tatbestände nacheinander durch den gleichen
Täter; vgl. Idealkonkurrenz (Rechtsw.). Relallkreldit
der; -[e]s, -e: Kredit, der gegen Verpfändung von T Immo
bilien od. anderen realen Vermögenswerten gewährt wird
(Wirtsch.); Ggs. Personalkredit. Relallkrisltall der;
-[e]s, -e : jeder wirkliche, natürlich od. künstlich hergestell
te Kristall (Kristallografie). Relalllelxilkon das; -s, Plur.
...ka, auch ...ken: TLexikon, das die Sachbegriffe einer
Wissenschaft od. eines Wissenschaftsgebietes enthält. Rea|lo der; -s, -s (italianisierende Bildung zu Treal): (ugs.)
jmd., der Realpolitik betreibt, sich an den realen Gegeben
1148
heiten orientiert. Relallobllilgaltilon die; -, -en (zu
treal): durch reale Vermögenswerte gesicherte Schuldver
schreibung (z.B. Hypothekenpfandbrief; Geldw.). RelaipolliItikdie; -: Politik, die moralische Grundsätze od. na
tionale t Ressentiments nicht berücksichtigt, sondern auf
der nüchternen Erkenntnis der Gegebenheiten u. des wirk
lich Erreichbaren beruht. Relallpo|li|ti|ker der; -s, -:
jmd., der Realpolitik betreibt, relallpolliltisch: die Re
alpolitik betreffend, auf ihr beruhend. Relallprälsenz
iZre; -: die wirkliche Gegenwart Christi in Brot u. Wein
beim heiligen Abendmahl; vgl. Konsubstantiation. Relalproldukt das; -[e]s, -e: zu konstanten Preisen bewertetes
ÎSozialprodukt (Wirtsch.). Re alire pulgnanzVie, -:
der in der Sache liegende Widerspruch im Gegensatz zu
dem im Begriff liegenden (nach Kant; Philos.). Relallsati I re die; -, -n : reales Geschehen, das satirische Züge trägt.
Relallschulle ¿/e; -, -n: sechsklassige, auf der Grund
schule aufbauende Lehranstalt, die bis zur mittleren Reife
führt; Mittelschule. Real Time ['rɪəl 'taɪm] rfze; - -, auch
Realltime die; - (aus engl. real time, eigtl. „Echtzeit“): die
wirklich benötigte Zeit eines Î Computers, bis er eine
T Operation (4b) abgeschlossen hat (EDV). Real-TimeClock [,,,klɔk] die; -, -s (zu engl. clock „Uhr“): im Com
pute- eingebaute, ständig (auch nach dem Ausschalten)
laufende Uhr mit Anzeige der aktuellen Zeit u. des Da
tums; Echtzeituhr. Real-Time-Sysltem das; -s: Be
triebsart eines Computers, bei der eine Verarbeitung von
Daten sofort u. unmittelbar erfolgt; Echtzeitsystem
(EDV). Relallunilon [re'a:l...] die; -, -en (zu treal): die
Verbindung völkerrechtlich selbstständiger Staaten durch
eine [verfassungsrechtlich verankerte] Gemeinsamkeit
von Institutionen (z. B. gemeinsamer Präsident, gemeinsa
me Leitung der Außen- od. Finanzpolitik)
relama|teu|ri|sie|ren [...to...] (zu Tre..., tAmateur u.
Î ...isieren): einen Berufssportler wieder zum Amateur ma
chen (Sport). Relamalteu|ri|sie|rung die; -, -en (zu
Î...isierung): das Reamateurisieren od. Reamateurisiertwerden (Sport)
Relanilmaltilon die; - (zu Tre... u. Î Animation): Wieder
belebung, das Ingangbringen erloschener Lebensfunktio
nen durch künstliche Beatmung, Herzmassage o.Ä.
(Med.); vgl. ...ation/...ierung. Re|ani|ma|ti|ons|zentrum* das,: -s, ...tren: Sonderbereich einer Intensivpflege
station eines Krankenhauses für die Intensivtherapie von
akut lebensbedrohlichen Zuständen bei Schwerkranken,
Schwerverletzten od. Vergifteten, wo eine Reanimation
versucht wird (Med.). Relani|ma|tor<7er; -s, ...toren: Ap
parat zur künstlichen Beatmung (Med.), relanilmielren:
wieder beleben (Med.). Relanijmielrung die; -, -en: svw.
Reanimation; vgl. ...ation/...ierung
re arimie ren (zu Îre... u. T armieren): (veraltet) wieder be
waffnen; ein [Kriegsschiff von neuem ausrüsten
Relaslselkulranz die; -, -en (zu Tre... u. ÎAssekuranz):
(veraltet) Rückversicherung. relas|selku|rie|ren: (ver
altet) rückversichern
Re as sem bler* [,,,ə'sɛmbln] der; -s, - (zu Tre... u. TAssembler): Rückübersetzungsprogramm, das eine spezielle
Maschinensprache in das Quellprogramm überträgt
(EDV)
re|as|su|mie|ren (zu Tre... u. Tassumieren): (veraltet) ein
Verfahren wieder aufnehmen (Rechtsw.). Relaslsumpti|on die; -, -en: (veraltet) Wiederaufnahme eines Verfah
rens
Relat das, auch der; -[e]s, -e (aus spätlat. reatus „Schuld“,
lat. „das Angeklagtsein“ zu reus „angeklagt“): (veraltet)
a) Schuld, Straftat; b) Anklagezustand (Rechtsw.)
Re|au|mur['re:omy:n] (nach dem franz. Physiker R.A. Ferchault de Réaumur, 1683-1757): Gradeinteilung beim
heute veralteten 80-teiligen Thermometer; Zeichen R
1149
u. Rabab der; -, -s <aus gleichbed. arab. rebâb, rabäb): ein arab. Streichinstrument, Vorform des î Rebecs
Reblbachvgl. Reibach
Reblbe der; -[s], - (aus gleichbed. jidd. rebe; vgl. Rabbi>:
jidd. Bez. für den [als heilig verehrten] Lehrer im ÎChas
sidismus
Relbec [rə'bɛk] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. rebec, dies aus
arab. rebäb, vgl. Rebab): kleine Geige des Mittelalters in
Form einer halben Birne mit zwei bis drei Saiten
Relbell </er; -en, -en (aus gleichbed. fr. rebelle zu lat. rebel
lis, eigtl. „den Krieg erneuernd“, zu bellum „Krieg“): 1.
jmd., der sich an einer Rebellion (1) beteiligt, Aufrührer,
Aufständischer. 2. jmd., der sich auflehnt, widersetzt, em
pört. relbelllielren (über fr. rebeller aus gleichbed. lat.
rebellare): 1. sich gegen einen bestehenden Zustand, be
stehende Verhältnisse od. gegen jmdn. empören, um eine
Änderung herbeizuführen. 2. aufbegehren, sich aufleh
nen, sich widersetzen, sich empören. Relbelllin die; -,
-nen: weibliche Form zu ÎRebell. Relbelllilon die; -, -en
(über/r. rébellion aus gleichbed. lat. rebellio): 1. Aufstand,
offene Auflehnung u. Gehorsamsverweigerung, Aufruhr,
Empörung. 2. Auflehnung, das Aufbegehren, Widerstand.
re|bel|lisch: 1. rebellierend, aufständisch, aufsässisch,
aufrührerisch. 2. aufbegehrend, sich auflehnend, wider
setzlich
Relbirlthing [ri'bə:θɪŋ] das; -s (zu engl. rebirth „Wiederge
burt, Neubelebung“): in den USA begründete esoterische
Therapieform zur Wiederbelebung früherer Erfahrungen,
bes. vor od. während der Geburt durch bestimmte Atem
techniken zur Behebung dadurch entstandener seelischer
Störungen
Relboardlsitz [rɪ bɔ:d...] der; -es, -e (zu engl. re- (vgl. re...)
u. board „Brett; Tisch"): Sitz für Kleinkinder, der zur Si
cherheit entgegen der Fahrtrichtung im Fahrzeug einge
setzt wird
relboolten [ri'bu:tn] (aus gleichbed. engl. to reboot zu re(vgl. re...) u. to boot, vgl. booten): einen Computer erneut
booten (EDV)
Relbound [ri'baunt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. re
bound, eigtl. „das Zurückprallen“): 1. vom Brett od. Korb
ring abprallender Ball (Basketball). 2. Kampf um den Re
bound (1). Relbounlder [...dn] der; -s, -: Spieler, der um
den Rebound (1) kämpft (Basketball). Relbounlding
das; -s, -s (aus gleichbed. engl. rebounding): svw. Rebound
(2)
Relbolzoifer; -s, -s (aus span, rebozo „Verhüllung“): langes
Umschlagtuch für Frauen in Mexiko
Relbreak* [ri:breɪk] der od. das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
rebreak zu re- (vgl. re...) u. break (vgl. 'Break)): Î'Break
(1 b), das man nach einem gegnerischen Break erzielt
Relbus der od. das; -, -se (aus gleichbed. fr. rébus (de Pi
cardie), dies aus lat. (de) rebus (quae geruntur) „(von) Sa
chen (die sich ereignen)“): Bilderrätsel, relbus sic stanti bus [- 'zi:k stan...] {lat.; „durch gleichbleibende Um
stände“): svw. clausula rebus sic stantibus
Relcall [rɪ'kɔ:l] das; -s (aus engl. recall „Abberufung; Rück
ruf“): 1. Recht einer durch Gesetz näher qualifizierten
Mehrheit von Wählern zur Abberufung gewählter Î Reprä
sentanten od. Amtsinhaber. 2. Rückruf von beschädigten
od. fehlerhaften Produkten (Wirtsch.). Relcalllsysltem
das; -s, -e: elektronisches od. mechanisches System zur
Durchführung der Wiederbestellung von Patienten zu re
gelmäßigen Kontrolluntersuchungen o.Ä. (Med.). Re
call Itest der;-s, Plur. -s, auch-e: Verfahren, durch das ge
prüft wird, welche Werbeappelle, -aussagen o.Ä. bei der
Versuchsperson im Gedächtnis geblieben sind
Ré|ca|mi|e|re [reka'mie:rə] die; -, -n (nach Madame J. Récamier, 1777-1849): Sofa ohne Rückenlehne, aber mit ho
hen, nach außen geschwungenen Armlehnen
Relbab
Récit
[rɪ'si:vn] der; -s, - (aus engl, receiver „Empfän
ger“ zu to receive „empfangen", dies über altfr. receivre
aus lat. recipere, vgl. rezipieren): 1. bei Verbunddampfma
schinen Dampfaufnehmer zwischen Hoch- u. Nieder
druckzylinder (Techn.). 2. Spieler, der den Ball, bes. den
Aufschlag, in die gegnerische Spielhälfte zurückschlägt;
Rückschläger (Badminton, Tennis, Tischtennis). 3. Kom
bination von Rundfunkempfänger u. Verstärker für Hi-FiWiedergabe. 4. Hochfrequenzteil für den Satellitenemp
fang
relcenlter palraltum [...'tssn... -] {lat.): frisch bereitet
(Vorschrift auf ärztlichen Rezepten)
Re|cep|ta|cu|lum [retsɛp'ta:kulʊm] das; -s, ...la (aus lat.
receptaculum „Behälter“ zu receptare „(bei sich) aufneh
men“): 1. Blütenboden der bedecktsamigen Pflanzen
(Bot.). 2. Blattgewebshöcker bestimmter Farnpflanzen,
auf dem die Sporen bildenden Organe entspringen (Bot.).
3. bei Braunalgen besondere Äste in Einsenkungen, auf
denen die Fortpflanzungsorgane stehen (Bot.). 4. bei Wür
mern, Weich- u. Gliedertieren ein blasenförmiges weibli
ches Geschlechtsorgan, in dem die Samenzellen gespei
chert werden (Zool.)
Re ces sus [...tses...] der; -, - [,,,su:s] (aus lat. recessus
„Vertiefung, Höhle“, eigtl. „das Zurückgehen“, zu recede
re „zurücktreten, zurückweichen“): Vertiefung, Mulde,
Einbuchtung (z. B. in einem Organ od. zwischen benach
barten Organen; Med.)
Relchalbit der; -en, -en (nach dem Gründer Jonadab ben
Rekab (9. Jh. v. Chr., Jeremía 35) u. zu î3...it): Angehöriger
einer altisraelitischen religiösen Gemeinschaft, die am
Nomadentum festhielt
Relchaud [re'ʃo:] der od. das; -s, -s (aus gleichbed. fr. ré
chaud zu réchauffer, vgl. rechauffieren): 1. (südd., österr.,
Schweiz.) [Gasjkocher. 2. durch Kerze od. Spiritusbrenner
beheiztes Gerät od. elektrisch beheizbare Platte zum
Warmhalten von Speisen u. zum Anwärmen von Tellern
(Gastr.). re|chauf|fie|ren (aus gleichbed. fr. réchauffer,
dies zu ré- (vgl. re...) u. échauffer, vgl. echauffieren): (ver
altet) wieder erwärmen, aufwärmen
Relcherlche [re'ʃɛrʃə] die; -, -n (meist Plur.) (aus gleich
bed. fr. recherche zu rechercher, vgl. recherchieren):
Nachforschung, Ermittlung; intensive Suche nach be
stimmten Informationen. Relcherlcheur [...Jom] der; -s,
-e (zu Îrecherchieren u. t,,,eur): Ermittler, jmd., der die
[berufliche] Aufgabe hat zu recherchieren, relcherlchieren (aus gleichbed. fr. rechercher, eigtl. „noch einmal
(aufjsuchen“, zu re- (vgl. re...) u. chercher „suchen“): er
mitteln, untersuchen, nachforschen, erkunden, sich genau
über etwas informieren, um Bescheid zu wissen, Hinter
gründe u. Umstände kennenzulernen, sich ein Bild ma
chen zu können (z. B. ein sorgfältig recherchiertes Thema)
Rechtslexltrelmislmus* der; - (zu î Extremismus): ex
trem nationalistische, gegen liberale u. demokratische
Verhältnisse ankämpfende Haltung u. Richtung. Rechtsextremist der; -en, -en: Anhänger, Vertreter des
Rechtsextremismus.
rechtslexltrelmisltisch:
den
Rechtsextremismus betreffend, auf ihm beruhend,
rechtslorilenltiert: rechtsgerichtet, an rechter Politik
orientiert, rechten Gruppen, Parteien nahestehend,
rechtslraldilkal: den Rechtsradikalismus betreffend,
auf ihm beruhend. Rechtslraldilkalle der u.
-n, -n:
Anhänger[in], Vertreterfin] des Rechtsradikalismus.
Rechts|ra|di|ka|lislmus der; -: (abwertend) radikaler
Rechtsextremismus, der sich bes. in militanter Ausländer
feindlichkeit äußert
relcilpe ['re:tsipe] {lat.; Imperativ von recipere, vgl. rezipie
ren): nimm! (auf ärztlichen Rezepten); Abk.: Rec. u. Rp.
Récit [re'si] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. récit zu réciter
„vortragen“, dies aus lat. recitare, vgl. rezitieren) : seit dem
Relceilver
1150
Recital
17. Jh. in Frankreich Bez. für den instrumental begleiteten
Sologesang. Relciltal [ri'sajtl] das; -s, -s u. Rezital [retsi1 ta:l] das; -s, Plur. -e od. -s (aus gleichbed. engl. recital zu to
recite „öffentlich vortragen“, dies über (mittel)fr. réciter
aus lat. recitare, vgl. rezitieren): Solistenkonzert, relcitan do [retji...] lit.; Gerundium von recitare „vortragen“,
dies aus lat. recitare, vgl. rezitieren); frei, d. h. ohne strikte
Einhaltung des Taktes, rezitierend (Vortragsanweisung;
Mus.). Relciltaltilvo aclcomlpalgnalto* [,,,'ti:vo
akɔmpanja:to] das; - -, ...vi ...ti (aus it. recitativo accompagnato „begleitetes Rezitativ“): svw. Accompagnato;
vgl. Rezitativ
Relcoldielrung, auch Rekodierung rZte; -, -en (zu Ire... u.
tCodierung): beim Übersetzen nach der Decodierung
(Analyse der Ausgangssprache) erfolgende Umsetzung in
den Code der Zielsprache (Sprache, in die übersetzt wird;
Sprachw.)
re com manidé [rəkɔma'de:] </?.): franz. Bez. für einge
schrieben (Postw.); Abk.: R
Re'con nais sance [rəkɔnɛ'sa:s] die; -, -n (aus gleichbed.
fr. reconnaissance zu reconnaître, vgl. reconnaissant):
(veraltet) Anerkennung, Dankbarkeit, relconlnaislsant
[...sä:] (aus fr. reconnaissant, Part. Präs, zu reconnaître
„anerkennen“, dies über das Vulgärlat. aus lat. recognos
cere „wieder erkennen, sich erinnern“) : (veraltet) erkennt
lich, dankbar
Relconlquislta [rekɔn'kɪsta, auch rekɔŋ...] tZze; - (aus
gleichbed. span, (la) Reconquista, eigtl. „Wiedererobe
rung“, zu reconquistar, dies zu re- (vgl. re...) u. conquistar,
vgl. Konquistador): der Kampf der [christlichen] Bevölke
rung Spaniens gegen die arab. Herrschaft (im Mittelalter)
Relconlstrucltion [ri:kən'strʌkʃn] die; - (aus engl.-amerik. reconstruction „Wiederaufbau“, dies aus lat. recon
structs, vgl. Rekonstruktion): in den USA die Periode der
Wiedereingliederung der elf Südstaaten in die Union nach
dem Sezessionskrieg (1865-1877)
Re corlder [...k..., auch ri'kɔr...] vgl. Rekorder
Relcruilting* [rɪ'kru:tɪŋ] das; -s (aus engl. recruiting „An
werbung“ zu to recruit „erneuern, ergänzen“, dies aus
(alt)fr. recroître, vgl. Rekrut): Ermittlung von Fachperso
nal für Industrie u. Handel. Relcruitlment [n'kru:tmənt]
das; -s, -s (aus engl. recruitment „Verstärkung“): Störung
der Sinneszellenfunktion im Ohr, bei der der Mechanis
mus für geringe Lautstärken gestört, der für stärkere da
gegen intakt ist (Med.)
recite [...k...] (ZrzZ.; Adverb von rectus „gerade; richtig“):
richtig, recht. Recito vgl. Rekto. recito follio {lat.Y. auf
der Vorderseite des Blattes stehend; Ggs. tverso folio.
Recitor malgnilfilcenitis siimus* [- ...tsen...] iter; - -,
...ores [,,,re:s] ...mi (aus lat. rector magnificentissimus „er
habenster Leiter“): (früher) Titel des Landesherrn als
Rektor der Hochschule. Recitor malgnilfilcus* [- ...kos]
der; - -, ...ores [,,,re:s] ...fici [...tsi] (aus lat. rector magnifi
cus „erhabener Leiter“): Titel des Hochschulrektors.
Recltum vgl. Rektum
Relcueil [rə'kæj] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. recueil zu re
cueillir, vgl. recueillieren): (veraltet) Sammlung, relcueilllielren [...kœ ji:...] (aus gleichbed. fr. recueillir, dies aus
lat. recolligere „wieder sammeln, zusammenlesen“): (ver
altet) sammeln
relcurlrens [,..k...] {lat. ; Part. Präs, von recurrere „zurück
laufen“, vgl. rekurrieren): a) nach Unterbrechungen wie
derkehrend (bes. vom Fieber); b) zurücklaufend, gegen
läufig (vonNerven; Med.). Relcurlrent Edu caltion [n'kʌrənt edju: keɪʃn] die; - - (aus engl. recurrent education
„wiederholte Ausbildung“, vgl. Edukation): ein Konzept
lebenslangen Lernens, das geschlossene Berufsbildungs
gänge durch Lernen in Intervallen mit eingeschobenen
Phasen der Berufstätigkeit ersetzen will
[ri'saikln] (nach engl. to recycle „wieder aufbe
reiten“ zu re- (vgl. re...) u. cycle „Kreislauf, Zyklus“): ei
nem Recycling zuführen; [zur Wiederverwendung] aufbe
reiten. Relcylcling* [,,,'saiklɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl.-amerik. recycling zu engl. to recycle, vgl. recyceln):
1. Aufbereitung u. Wiederverwendung [bereits benutzter
Rohstoffe, von Abfällen, Nebenprodukten]. 2. Wiederein
schleusen der (stark gestiegenen) Erlöse Erdöl exportie
render Staaten in die Wirtschaft der Erdöl importierenden
Staaten, um deren Zahlungsbilanzdefizite zu verringern.
Relcylclinglpalpier* das; -s: Papier, das aus 100% Alt
papier hergestellt ist; Umweltschutzpapier
red.... Red... vgl. re..., Re...
Reida die; -, ...dae [...de] (aus gleichbed. ZaZ. reda, raeda,
dies aus dem Kelt.): vierrädriger Reisewagen im antiken
Rom
Reldaklteur [...tare] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. rédacteur
zu rédiger, vgl. redigieren): jmd., der für eine Zeitung,
Zeitschrift, für Rundfunk od. Fernsehen, für ein [wissen
schaftliches] Sammelwerk o.Ä. Beiträge auswählt, bear
beitet od. auch selbst schreibt. Reldaklteulrin die; -,
-nen: weibliche Form zu î Redakteur. Reldakltilon die; -,
-en (aus gleichbed. fr. rédaction, eigtl. „das Abfassen od.
Air arbeiten von Schriftstücken“): 1. Tätigkeit des Redak
teurs, das Redigieren. 2. a) Gesamtheit der Redakteure; b)
Raum, Abteilung, Büro o. Ä., in dem Redakteure arbeiten.
3. (fachspr.) Veröffentlichung, [bestimmte] Ausgabe eines
Textes, reldakltilolnell (aus gleichbed. fr. rédactionnel):
die Redaktion betreffend. Reldak|ti|ons|kon|fe|renz
die; -, -en: regelmäßige, bei Tageszeitungen tägliche Zu
sammenkunft der Redakteure einer publizistischen Ein
richtung zur Besprechung aktueller Fragen. Reldakltions sta tut das; -s, -en: juristische Fixierung der Rechte
von Verlag u. Redaktion bei Presseverlagen, aber auch
zwischen Intendant u. Redaktion in den öffentlich-recht
lichen Rundfunkanstalten. Reldakltor der; -s, ...oren (zu
Î...0D: 1. wissenschaftlicher Herausgeber. 2. (Schweiz.)
svw. Redakteur
re|dar|gu|ie|ren* (aus gleichbed. ZaZ. redarguere): (veral
tet) widerlegen, überführen
reldaltielren (zu tre... u. tdatieren): (veraltet) zurückda
tieren, unter ein früheres Datum als das der wirklichen
Ausführung setzen
Redldiltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. redditio zu red
dere „zurückgeben“): (veraltet) 1. Rückgabe. 2. Vorbrin
gung eines [Rechts]grundes
Re|demp|ti|on* rZZe; - (aus gleichbed. kirchenlat. redemp
tio, eigtl. „Loskauf1, zu lat. redimere „loskaufen“): Er
lösung. Re|demp|to|rist der; -en, -en (zu kirchenlat.
redemptor „Erlöser“ u. Î ...ist): Mitglied der 1732 gegrün
deten, speziell in der Missionsarbeit tätigen kath. Kon
gregation vom allerheiligsten Erlöser; vgl. Liguorianer.
Reldempltolrisltin die; -, -nen: Angehörige des weibli
chen Zweiges des Ordens der Redemptoristen
re|den|sie|ren (zu tre... u. lat. densere „dicht machen“,
dies zu densus „dicht“): (veraltet) wieder dicht machen,
verdichten
Re|de|rij|ker [,,,rɛikər] der; -s, -s (aus gleichbed. niederl.
rederijker, volksetymologisch umgedeutet aus/r. rhétoriqueur, eigtl. „Redner“): Mitglied einer literarischen Ver
einigung in den Niederlanden im 15./16. Jh., deren Ziel die
Pflege der [dramatischen] Dichtung zur Unterhaltung des
Volkes war
Reldelvance [...'và:s] eZze; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr. re
devance): (veraltet) Schuldhaftigkeit, Verbindlichkeit,
Grundzins
Redlgumlholz ['rɛdgʌm...] das; -es (zu engl. red „rot“ u.
gum „Gummi“): rotes Holz des austral. Rotgummibaums
(rotes Mahagoni)
relcylceln
1151
Reduktion
<aus gleichbed. lat. redhibere): (Kaufball. 3. (hist.) Festungswerk in Form einer trapezförmigen
mannsspr.) eine Sache gegen Erstattung des Kaufpreises
geschlossenen Schanze
wegen eines verborgenen Fehlers (z.Z. des Kaufes) zu Reldox...* (verkürzt aus ÎReduktion u. t Oxidation): Wort
rückgeben (Rechtsw.). Red|hi|bi|tilon <7ze; - (aus gleich
bildungselement mit der Bedeutung „gleichzeitig eine Re
bed. lat. redhibitio): (Kaufmannsspr.) Rückgabe einer ge
duktion u. eine Oxidation bewirkend", z. B. Redoxsystem.
kauften Sache gegen Erstattung des Kaufpreises wegen
Re|dpx|elek|tro|de ¿/e; -, -n: Elektrode eines elektroeines verborgenen Fehlers zur Zeit des Kaufes
chem. Elements, bei der das Elektrodenmaterial (meist
(Rechtsw.). redlhilbiltolrisch (aus gleichbed. lat. redhi
Platin) nur zur Aufnahme od. Abgabe von Elektronen
bitorius): a) die Redhibition betreffend; b) die Redhibiti
dient (Chem., Phys.). Reldolxin <7<m; -s (zu t ...in (1)):
on zum Ziel habend; redhibitorische Klage: Klage auf
Elektronen übertragendes Protein, das entweder Eisen
Wandlung, auf Rückgängigmachen des Kaufvertrages
enthält od. metallfrei ist (Biochem.). Re dp xi o nenwegen mangelhafter Beschaffenheit des Vertragsgegen
austauscherdie (Plur.): mit Redoxpaaren beladene or
standes (Rechtsw.)
ganische Polymere, die als feste Reduktions- od. Oxidati
Reldie [...ja] die; -, ...dien [...ion] (nach dem ital. Arzt F. Reonsmittel verwendet werden können (Chem., Phys.). Redi, 1626-1697): aus einer fSporozyste hervorgehendes
doxit [auch ... ksit] der; -s, -e (zu t2...it> : ein reduzierend
Larvenstadium vieler Saugwürmer (z.B. der Leberegel),
wirkendes Kunstharz. Re|dox|polten|zi|al das; -s, -e:
das in einem Zwischenwirt lebt u. die Î Zerkarien erzeugt
Spannung eines Redoxsystems gegen die Normalelektrode
(Zool.)
(Chem., Phys.). Reldpxlpro|porlti|o!nie|rung die; -,
reldilgielren (aus gleichbed. fr. rédiger, eigtl. „zurückfüh
-en: Reaktion, bei der ein Stoff oxidiert u. ein anderer re
ren", dies aus lat. redigere „zurücktreiben, zurückführen;
duziert wird (Chem., Phys.). Re|dox|re|ak|ti|on die; -,
in Ordnung bringen"): [als Redakteur] einen [eingesand
-en: auf einem Elektronenübergang beruhende chem. Re
ten] Text bearbeiten, druckfertig machen
aktion. Re|dox|sys|tem das; -s: System, bei dem ein
reldi|men|si|o|nie|ren (zu tre... u. Tdimensionieren):
Stoff oxidiert u. ein zweiter gleichzeitig reduziert wird, wo
(Schweiz.) verringern, reduzieren, in seinem Umfang, sei
bei Gleichgewicht zwischen den Vorgängen herrscht
ner Größe einschränken
(Chem.)
reldilmielren* (aus gleichbed. lat. redimere zu tre... u. Red Powler [ red 'paoə] die; - - (aus gleichbed. engl.-ame
emere „kaufen“): (veraltet) [Kriegsgefangene] los-, frei
rik. red power zu engl. red „rot“ u. power „Kraft;
kaufen
Macht“): Bewegung nordamerik. Indianer, die sich gegen
Reldinlgote [rədɛ'gɔt] die; -, -n [...tn] od. der; -[s], -s (aus
Überfremdung u. Bevormundung durch die weißen Ame
gleichbed. fr. redingote, dies aus engl. riding coat „Reit
rikaner wendet u. sich für mehr politische Rechte, für Au
mantel“): taillierter Damenmantel mit Reverskragen
tonomie u. kulturelle Eigenständigkeit einsetzt
Red|in|telgra|ti|on* die; -, -en (aus lat. redintegratio Re|dres|se|ment* [... ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. re
„Wiederherstellung“ zu redintegrare, vgl. redintegrieren):
dressement zu redresser, vgl. redressieren): a) Wiederein
1. (veraltet) svw. Reintegration. 2. die durch einen Krieg
renkung von Knochenbrüchen u. Verrenkungen; b) ortho
eingeschränkte, nach dessen Beendigung wieder volle
pädische Behandlung von Körperfehlern (bes. der Beine
Rechtswirksamkeit eines völkerrechtlichen Vertrages.
u. Füße; Med.), reldreslsielren (aus gleichbed. fr. re
red|in|telgrie|ren (aus gleichbed. lat. redintegrare zu
dresser, eigtl. „gerade richten“): 1. (veraltet) wieder gut
machen; rückgängig machen. 2. a) eine körperliche Defor
Tre... u. lat. integrare „erneuern"): (veraltet) wieder her
mierung durch orthopädische Behandlung korrigieren; b)
stellen, erneuern
einen gebrochenen Knochen wieder einrenken; c) einen
Re Idislkont der; -s, -e (zu Tre... u. T Diskont): Wiederver
schiefen Zahn mit der Zange gerade richten (Med.). Rekauf diskontierter Wechsel durch eine Geschäftsbank an
dres si on die; -, -en (zu tɪ,,,ion): svw. Redressement
die Notenbank (Geldw.). reldislkonltielren: diskontier
Redlscheb* der; -[s] (aus gleichbed. arab. ragad, eigtl.
te Wechsel ankaufen od. Weiterverkäufen
„Ehrfurcht“): im islamischen Kalender der 7. Monat, in
Re Idisltrilbultilon die; -, -en (zu tre... u. ÎDistribution):
dem jeder Kampf verboten war
Korrektur der [marktwirtschaftlichen] Einkommensver
teilung mithilfe finanzwirtschaftlicher Maßnahmen reldulblielren* (zu tre... u. Tdublieren): (veraltet) verdop
peln, verstärken
(Wirtsch.)
re di vi vus [,,,'vi:vos] (aus gleichbed. lat. redivivus zu Reldulit [re'dÿi:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. réduit, dies zu
lat. reductum, vgl. Reduktion): beschusssichere Verteidi
tre... u. vivus „lebendig“): wieder erstanden
gungsanlage im Kern einer Festung. Reldukltalse die; -,
Redlneckifer;-s,-s(ausgleichbed.engl.-amerik. redneck):
-n (zu t Reduktion u. Î.. .ase) : reduzierendes t Enzym in ro
der Arbeiterklasse angehörender weißer Amerikaner aus
her Milch. Reldukltalselprolbe die; -, -n: bakteriologi
den ländlichen Gebieten der Südstaaten
sche Prüfmethode zur Untersuchung von Milch auf ihren
Reldon® das; -s (Kunstw.): eine synthetische Faser aus
Keimgehalt. Re|duk|ti|pn die; -, -en (aus lat. reductio
t Polyacrylnitril
„Zurückführung“ zu reductum, Part. Perf. (Neutrum) von
Reldonldillia [auch ...dilja] die; -, Plur. -s [...ljas] u. (bei dt.
reducere, vgl. reduzieren, Bed. 4 b über gleichbed. ame
Aussprache) ...dillen (aus gleichbed. span, redondilla zu
rite.-span. reducción): 1. a) Zurückführung; b) Verringe
redondo „rund“, dies aus lat. rotundus) : in t Romanze ( 1 )
rung, Herabsetzung. 2. Zurückführung des Komplizierten
u. Drama verwendete span. Strophe aus vier achtsilbigen
auf etwas Einfaches (Logik). 3. a) Verlust der T Qualität (2)
Versen (Reimfolge: a b b a)
u. t Quantität (2) bis zum Schwund des Vokals (z. B. Nach
Reldopprfer; -s (aus it. rad(d)oppio „Verdoppelung“): kür
bar aus mittelhochdt. nachgebur); b) Sonderform der
zester Galopp in der hohen Schule (Reiten)
sprachlichen Î Substitution (4), durch deren Anwendung
Reldoulblelment* [rədublə'md:] das; -s, -s (aus gleichbed.
sich die Zahl der sprachlichen Einheiten verringert (z.B.
fr. redoublement zu redoubler, vgl. redoublieren): (veral
ich fliege nach London, ich fliege dorthin; Sprachw.). 4. a)
tet) Verdoppelung, Verstärkung, reldoulblielren (aus
svw. Laisierung; b) (meist Plur.) im 17./18. Jh. begründete
gleichbed.fr. redoubler): (veraltet) verdoppeln, verstärken
christliche Indianersiedlung unter Missionarsleitung, z.B.
Reldoulte [re'du:tə] die; -, -n (über fr. redoute aus gleich
bei den Jesuiten in Paraguay; vgl. Reservation. 5. a) chem.
bed. it. ridotto, eigtl. „Zufluchtsort“, dies aus lat. re
Vorgang, bei dem Elektronen von einem Stoff auf einen
ductum, vgl. Reduktion): 1. (veraltet) Saal für festliche od.
anderen übertragen u. von diesem aufgenommen werden
Tanzveranstaltungen. 2. (österr., sonst veraltet) Masken
red|hi|bie|ren
Reduktionismus
(im Zusammenhang mit einer gleichzeitig stattfindenden
tOxidation): b) Entzug von Sauerstoff aus einer chem.
Verbindung od. Einführung von Wasserstoff in eine chem.
Verbindung; c) Verarbeitung eines Erzes zu Metall. 6. Ver
minderung der Chromosomenzahl während der 1 Reduk
tionsteilung (Biol.). 7. Umrechnung eines physik. Mess
wertes auf den Normalwert (z. B. Reduktion des Luft
drucks an einem beliebigen Ort auf das Meeresniveau;
Phys.. Meteor.). 8. Rückbildung urspr. voll entwickelter
Organe zu rudimentären Resten infolge der Einpassung
von Lebewesen in eine andere Umwelt (z. B. beim Pferd
der Huf als Reduktion des Fußes; Biol.); vgl. ...ation/...ierung. Re dukltilolnislmus der: - (zu t...ismus (2)>; iso
lierte Betrachtung von Einzelelementen ohne ihre Ver
flechtung in einem Ganzen od. von einem Ganzen als ein
facher Summe aus Einzelteilen unter Überbetonung der
Einzelteile, von denen aus generalisiert wird, reldukltilonis tisch (zu t ...istisch) : dem Reduktionismus entspre
chend. Re|duk|tilons|dilät die; -: kalorienarme Nah
rung für eine Abmagerungskur. Reldukltilonslelektrollylse* die: -, -n: Abscheidung eines Metalls aus einer
Metallsalzlösung od. -schmelze mithilfe des elektr. Stroms
auf einer Kathode (Chem.). Re|duk|ti|ons|mitltel das;
-s. -; Stoff, der Elektronen abgeben u. Sauerstoff leicht
aufnehmen kann u. dadurch Reduktionen ermöglicht
(Chem.). Reldukltilonslofen der; -s. ...Öfen: Schmelz
ofen zur Läuterung der Metalle. Re|duklti|ons|tei|lung
die; -, -en: Zellteilung, durch die der doppelte Chromoso
mensatz auf einen einfachen reduziert wird (Biol.). Reduk ti ons zir kel der; -s, -: verstellbarer Zirkel zum
Übertragen von vergrößerten od. verkleinerten Strecken,
reldukltiv (zu t...iv): mit den Mitteln der Reduktion ar
beitend. durch Reduktion bewirkt. Reldukltor der: -s,
...oren (aus lat. reductor „Zurückführer”): 1. Klingel
transformator. 2. Glimmlampe im Gleichstromkreis zur
Minderung der Netzspannung (Elektrot.)
re dun dant* (aus lat. redundans, Gen. redundantis „über
strömend. überflüssig", eigtl. Part. Präs, von redundare
„überströmen; im Überfluss vorhanden sein“): Redun
danz (1-3) aufweisend; vgl. abundant. Reldunldanz die:
-, -en (aus lat. redundantia „Überfülle (des Ausdrucks)” zu
redundare, vgl. redundant): 1. Überreichlichkeit. ÜberHuss, Üppigkeit. 2. a) im Sprachsystem angelegte mehrfa
che Kennzeichnung derselben Information (z.B. den Käl
bern: mehrfach bezeichneter Dativ Plural; die große/:
Wörterbücher jtW teuer: der Plural wird auf komplexe
Weise ausgedrückt): b) stilistisch bedingte Überladung ei
ner Aussage mit überflüssigen sprachinhaltlichen Elemen
ten; vgl. Pleonasmus, Tautologie (Sprachw.). 3. in der In
formationstheorie bzw. Nachrichtentechnik Bez. für das
Vorhandensein von weglassbaren Elementen in einer
Nachricht, die keine zusätzliche Information liefern, son
dern lediglich die beabsichtigte Grundinformation stüt
zen; förderliche Redundanz: weglassbare Bestandteile ei
ner Information, die beim Weglassen anderer Bestandteile
die Information sichern können; leere Redundanz: weg
lassbare Bestandteile einer Information, die beim Weglas
sen anderer Bestandteile den Informationsgehalt nicht
aufrechterhalten. 4. die Erscheinung, dass gleiche Gene,
aber auch gleiche Signalstrukturen u. nicht codierende Be
reiche vielfach im T Genom vorhanden sind (Genetik). 5.
Bez. für den Teil des Material- od. Betriebsaufwandes bei
einem technischen System, der [primär] für ein ordnungs
gemäßes Funktionieren nicht erforderlich ist (Techn.). redunIdanzlfrei: (fachspr.) ohne Redundanzen, auf das
Wichtigste konzentriert
Reldu plilkaltilon* die: -, -en (aus spätlat. reduplicatio
„Verdoppelung" zu reduplicare, vgl. reduplizieren): 1.
Verdoppelung eines Wortes od. einer Anlautsilbe (z.B.
1152
Bonbon. Wirrwarr; Sprachw.). 2. Verdoppelung von Zellen
bei der Zellteilung (Biol.). re|dulpli|ka|tiv (zu lat. redu
plicatus (Part. Perf. von reduplicare, vgl. reduplizieren) u.
T ...iv> : verdoppelnd, eine Verdoppelung bezeichnend, redu pli zie ren (aus spätlat. reduplicare „wieder verdop
peln"): der Reduplikation unterworfen sein, reldulplizielrend (zu t.Jerend): der Reduplikation unterworfen;
reduplizierendes Verb: Verb, das bestimmte Formen mit
hilfe der Reduplikation bildet (z. B. lat. cucum = ich bin
gelaufen)
Reldulzalte die (Plur.) (zu lat. reducere (vgl. reduzieren) u.
t ...at (2)): Sedimente, die bei hohem Reduktionspotenzial
abgelagert werden. z.B. Kohlen mit Faulschlamm (tSapropelit; Geochemie). Reldulzent der: -en. -en (zu lat. re
ducens, Gen. reducentis „zurückführend", Part. Präs, von
reducere, vgl. reduzieren): ein Lebewesen (z. B. Bakterie,
Pilz), das organische Stoffe wieder in anorganische über
führt. sie tmineralisiert (Biol.). reldulzilbel (zu Îreduzie
ren u. t...ibel): a) zerlegbar (in Bezug auf einen mathema
tischen Ausdruck) ; Ggs. Î irreduzibel ; b) sich ableiten, auf
eine Grundform zurückführen lassend (Philos.); relduzielren (aus lat. reducere „(auf das richtige Maß) zurück
führen“ zu re- (vgl. re...) u. ducere „führen, leiten“): 1. a)
auf twas Einfacheres, das Wesentliche zurückführen; b)
verringern, herabsetzen, beeinträchtigen. 2. einen Vokal
an Î Qualität (2) u. î Quantität (2) abschwächen
(Sprachw.). 3. a) einer chem. Verbindung Elektronen zu
führen: b) einer chem. Verbindung Sauerstoff entziehen
od. Wasserstoff in eine chem. Verbindung einführen. 4.
Erz zu Metall verarbeiten. 5. einen physik. Messwert auf
den Normalwert umrechnen (z. B. den Luftdruck an einem
beliebigen Ort auf das Meeresniveau), reldulziert (zu
T ...iert): a) verringert, [auf einen bestimmten Stand] zu
rückgeführt: b) beeinträchtigt, mitgenommen, nicht in gu
ter Verfassung. Re dulzielrung die; -, -en (zu T...ierung>:
das Reduzieren; vgl. ...ation/...ierung. Reldulzierlventil [...V...] das: -s, -e: Druckminderungsventil, z. B. an Gas
flaschen
Redl wood [rɛdwʊd] das: -s, -s (aus gleichbed. engl. red
wood zu red „rot" u. wood „Wald, Holz“): Rotholz eines
kalifornischen Mammutbaums
Reed-Secltion ['ri:dsɛkʃn] die: -, -s (aus gleichbed. engl.
reed section zu reed „Zunge (bei Instrumenten)" u. section
„Abteilung”): im Jazz Bez. für die Gruppe der Holzblasbzw. Rohrblattinstrumente einer Band od. Î Bigband, d.h.
Saxophon. Klarinette. Flöte. Oboe u.a.
Re edu ca tion ['ri:edjʊ'keʧn] die; - (aus engl. reeducation
„Umerziehung, Umschulung" zu re- (vgl. re...) u. educa
tion „Erziehung“, dies aus lat. educatio, vgl. Edukation):
Gesamtheit der Schul- u. Bildungsmaßnahmen [in der
engl. u. amerik. Besatzungszone] nach dem 2. Weltkrieg,
die Vorstellungen des Nationalsozialismus entfernen u.
Deutschland zur Demokratie führen sollten
Reel [ri:l] äer; -s, -s (aus gleichbed. engl. reel, vielleicht zu to
reel „schnell (herum)wirbeln“); schott, u. irischer, urspr.
kreol. schneller [Paarjtanz in geradem Takt
relell (aus gleichbed. fr. réel, dies aus spätlat. realis, vgl.
real): 1. a) anständig, ehrlich, redlich; b) (ugs.) ordentlich,
den Erwartungen entsprechend, handfest. 2. wirklich, tat
sächlich [vorhanden], echt. Relellliltät [ree...] die; - (zu
T...ität>: (selten) Ehrlichkeit, Redlichkeit, [geschäftliche]
Anständigkeit
Re|en|ga|ge|ment [relagaʒə'ma:] das: -s, -s (zu tre... u.
(Engagement): Wiederverpflichtung. re|en|ga|gie|ren:
wieder verpflichten
Re|en|gi|nee|ring [ri:ɛndʒɪ nɪərɪŋ] das: -s (zu engl. re- (vgl.
re...) u. engineering, vgl. Engineering): grundlegende Um
gestaltung bzw. Neustrukturierung eines Unternehmens
zur Verbesserung der Kostensituation u. der Handlungs-
1153
geschwindigkeit, die bes. auf Kundenzufriedenheit u. Fle
xibilisierung der Geschäftsprozesse zielt
Relenltry* [ri:'ɛntrɪ] der od. das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
re-entry zu re-(vgl. re...) u. entry„Eintritt“, dies aus /r. en
trée, vgl. Entree): 1. Wiedereingliederung eines Mitarbei
ters in das Unternehmen nach längerer [krankheitsbeding
ter] Arbeitsunterbrechung. 2. Wiedereintritt eines Raum
flugkörpers in die Erdatmosphäre
Re|evo|lu|ti|on [...v...] die; - (zu Ire... u. ÎEvolution): all
mähliche Wiederkehr der geistigen Funktionen nach ei
nem epileptischen Anfall (Med.)
Relexlport der; -[e]s, -e (zutre... u. 1 Export): Ausfuhr im
portierter Waren. Re|ex|porjta|ti|on <7ze; -, -en (zu
t...ation): (veraltet) svw. Reexport
Relfait [rə fɛ:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. refait, substan
tiviertes Part. Perf. von refaire „wieder herstellen“, dies
über das Vulgärlat. aus lat. reficere zu tre... u. facere „ma
chen, tun“): unentschiedenes Kartenspiel. Relfakltie
[...io] die; -, -n (aus gleichbed. niederl. refactie, dies aus lat.
refectio „Wiederherstellung“ zu reficere, vgl. Refait): Ge
wichts- od. Preisabzug wegen beschädigter od. fehlerhaf
ter Waren, Nachlass, Rückvergütung, relfakltielren (zu
t..deren): Nachlass gewähren. Re|fak|tie|ta|rif [...io...]
der; -s, -e: frachtbegünstigter Ausnahmetarif (Wirtsch.)
Relfaschisierung die; - (zu 1 re... u. ÎFaschisierung): be
wusste Anknüpfung an Ideologie u. Politik des Faschismus
Re|fek|to|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mlat.
refectorium zu spätlat. refectorius „erquickend“, dies zu
/aZ. reficere „erquicken“): Speisesaal in einem Kloster
Relfelrat das; -[e]s, -e (aus lat. referat „er möge berichten“,
3. Pers. Sing. Präs. Konj. von referre, vgl. referieren): 1. a)
Vortrag über ein bestimmtes Thema: b) eine [kritische] Be
urteilung enthaltender schriftlicher Bericht; Kurzbespre
chung [eines Buches], 2. Sachgebiet eines Referenten (2).
Relfelree [...ri:, auch 'rɛfəri] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. referee zu to refer „zur Entscheidung bringen“, dies
über (mittel)fr. référer aus lat. referre, vgl. referieren):
Schiedsrichter; Kampf-, Ringrichter (Sport). Relfelrenda: Plur. vont Referendum. Reife Iren Idar der; -s, -e (aus
mlat. referendarius „(aus den Akten) Bericht Erstatten
der“ zu lat. referendum, vgl. Referendum): Anwärter auf
die höhere Beamtenlaufbahn nach der ersten Staatsprü
fung. Re|fe|ren|da|ri|at das; -[e]s, -e (zu 1 ...at (l)): Vor
bereitungsdienst für Referendare. Relfelrenldalrin die;
-, -nen: weibliche Form zu ÎReferendar. Relfelrenldum
das; -s, Plur. ...denu. ...da (aus lat. referendum „zu Berich
tendes“, Gerundivum von referre, vgl. referieren): 1.
Volksabstimmung, Volksentscheid über eine bestimmte
Frage (bes. in der Schweiz); vgl. ad referendum. 2. svw.
Referent (3). Relfelrens iZas; -, ...entia (zu lat. referens
„(sich) beziehend auf“, vgl. Referent): erstes Glied einer
aus zwei Objekten bestehenden Relation, das dasjenige
Objekt wiedergibt, von dem die Handlung ausgeht (z. B. in
der Jäger schoss auf den Fuchs ist Jäger das Referens;
Sprachw.); vgl. Relatum. Relfelrent der; -en, -en (aus lat.
referens, Gen. referentis, Part. Präs, von referre, vgl. refe
rieren): 1. a) jmd., der ein Referat (1 a) hält, Vortragender,
Redner; b) Gutachter [bei der Beurteilung einer wissen
schaftlichen Arbeit]. 2. Referatsleiter in einer Dienststelle.
3. außersprachliches Bezugsobjekt des sprachlichen Zei
chens (Sprachw.). relfelrenltilell vgl. referenziell. Relferenltin die; -, -nen: weibliche Form zu 1 Referent (1, 2).
Relfelrenz die; -, -en (aus gleichbed. fr. référence (bzw.
engl. reference), eigtl. „Bericht, Auskunft“, zu référer, vgl.
referieren): 1. (meist Plur.) von einer Vertrauensperson ge
gebene Auskunft, die man als Empfehlung vorweisen
kann; vgl. aber Reverenz. 2. Person od. Stelle, auf die ver
wiesen wird, weil sie [lobende] Auskunft über jmdn. geben
kann. 3. Beziehung zwischen sprachlichen Zeichen u. ih
Reflektoskop
ren Referenten (3) in der außersprachlichen Wirklichkeit
(Sprachw.). Re|felrenz|di|olde die; -, -n: svw. Referenz
element. Relfe|renz|ele|ment das; -[e]s, -e: vorwie
gend in integrierter Technik ausgeführtes Halbleiterbau
element zur Erzeugung temperaturkompensierter Bezugs
spannung mit festgelegten Werten. Re|fe|renz|el|lip|soid [,,,soi:t] das; -[e]s: international festgelegte Figur der
Erde, auf die sich alle Messungen beziehen (Geophys.).
Re|fe|renz|iden|ti|tät rfie; -, -en: Bezeichnung dersel
ben Person durch zwei Nominalphrasen (z. B. das Kind
will spielen = das Kind will, dass es spielt; das Kind will
sein Spiel = das Kind will, dass es spielt; Sprachw.). refe ren zi ell, auch referentiell (nach fr. référentiel): die
Referenz (3) betreffend; vgl. pragmatisch. re|fe|ren|zieren (zu 1 ..deren): in Beziehung zueinander setzen, aufei
nander verweisen (EDV). relfe|rie|ren (aus gleichbed. fr.
référer, dies aus lat. referre „zurücktragen; überbringen;
mitteilen, berichten“): 1. a) einen kurzen [beurteilenden]
Bericht von etwas geben; b) ein Referat ( 1 a) halten. 2. Re
ferenz (3) zu etwas haben, sich auf etwas beziehen
(Sprachw.)
ReiferltilliIsaItilon die;-,-en (zu 1 re..., lat. fertilis „frucht
bar“ u. T ...ation): operative Wiederherstellung der Frucht
barkeit nach vorausgegangener früherer T Sterilisation
(Med.); vgl....ation/...ierung. Re|fer|ti|li|sie|rung die;-,
-en (zu Î...ierung): svw. Refertilisation; vgl. ...ation/...ie
rung
re|fi|nan|zie|ren (zu Tre... u. Îfinanzieren): fremde Mittel
aufnehmen, um damit selbst Kredit zu geben. Relfilnanzie rung die; -, -en: das Refinanzieren
Re|fine|ment [ri’fammont] das; -s, -s (meist Plur.) (aus
engl. refinements „Verfeinerungen“ zu to refine „verfei
nern“): letzte Ausformulierungsstufe eines Programms
(4), bei der alle Stufen detailliert sind (EDV). Relfilner
[rɪ'faɪnə] der; -s, - (aus engl. refiner „Verfeinerer“): Ma
schine zur Aufbereitung (Mahlung) von Faserstoffen für
die Papierherstellung
Relflaltilon* die; -, -en (aus gleichbed. engl. reflation, Ana
logiebildung zu engl. inflation, vgl. Inflation): finanzpoli
tische Maßnahme zur Erhöhung der im Umlauf befindli
chen Geldmenge u. damit zur Überwindung einer T De
pression (3). relflaltilolnär (Analogiebildung zu tinflationär): die Reflation betreffend
Relflekltal* das; -s (Kunstw. aus reflektieren u. H/uminium): anodisch oxidiertes Reinstaluminium mit hoher
Korrosionsbeständigkeit u. gutem Reflexionsvermögen.
Relflekltant rfer/-en, -en (zu t reflektieren u. t...ant): Be
werber, Interessent, Bieter. re|flek|tie|ren (aus lat. (ani
mum) reflectere „zurückbiegen, zurückwenden; seine Ge
danken auf etwas hinwenden“ zu tre... u. flectere, vgl.
flektieren): 1. Strahlen, Wellen zurückstrahlen, spiegeln.
2. nachdenken; erwägen, bedeuten. 3. (ugs.) an jmdm./et
was sehr interessiert sein, etwas erhalten wollen, reflek
tiert (zu t...iert>: durchdacht, gründlich überlegt. Refleklto melter das; -s, - (zu Î'...meter): Gerät zur Be
stimmung der optischen Brechungszahl aus dem Grenz
winkel der Totalreflexion (Phys.). Relflekltor der; -s,
...oren (mit latinisierender Endung zu fr. réflecteur; vgl.
reflektieren u. ...or): 1. Hohlspiegel hinter einer Lichtquel
le zur Bündelung des Lichtes. 2. Teil einer Richtantenne,
der einfallende elektromagnetische Strahlen zur Bünde
lung nach einem Brennpunkt zurückwirft. 3. Fernrohr mit
Parabolspiegel; Spiegelteleskop. 4. Umhüllung eines
Atomreaktors mit Material von kleinem Absorptionsver
mögen u. großer Neutronenreflexion zur Erhöhung des
Neutronenflusses im Reaktor. 5. Gegenstand, Vorrich
tung aus einem reflektierenden Material; Rückstrahler.
re|flek|to|risch: durch einen Reflex bedingt. Relflektoskop das; -[e]s, -e (zu 1 reflektieren u. t ...skop): Gerät,
Reflektoskopie
das zur Reflektoskopie verwendet wird. Relflekltolskopie die; - <zu î ...skopie): Verfahren zur zerstörungsfreien
Untersuchung von Werkstoffen u. Bauteilen durch Ultra
schall. relflekltolskolpisch: zur Reflektoskopie gehö
rend, auf ihr beruhend. Relf lex rfer; -es, -e (aus gleichbed.
fr. réflexe, dies aus lat. reflexus „das Zurückbeugen“, sub
stantiviertes Part. Perf. von reflectere, vgl. reflektieren):
1. Widerschein, Rückstrahlung. 2. Reaktion des Organis
mus auf eine Reizung seines Nervensystems, durch äußere
Reize ausgelöste unwillkürliche Muskelkontraktion; be
dingter Reflex: erworbene Reaktion des Organismus bei
höher entwickelten Tieren u. beim Menschen auf einen
[biologisch] neutralen Reiz (z.B. bei einem Hund die be
dingt-reflektorische Speichelausscheidung beim Ertönen
einer Glocke, wenn er eine Zeit lang vor Verabreichung
des Futters diesen Glockenton gehört hat); unbedingter
Reflex: angeborene, immer auftretende Muskelreaktion
auf äußere Reize (Med.). Relflexlepilleplsie die; re
flektorisch (z.B. durch Lichtreize) ausgelöster epilepti
scher Anfall bei gesteigerter Anfallbereitschaft (Med.).
Re|flex|fo|lie [...io] die; -, -n: 'Folie, die als Reflexmate
rial verwendet wird. re|fle|xi|bel (aus gleichbed. fr. réfle
xible) : die Fähigkeit besitzend, das Licht zurückzustrahlen
(von Materialien). ReIfIe|xiIbiIliItät die: - (aus gleichbed.
/r. réflexibilité; vgl. ...ität): Reflektierbarkeit, Zurückstrahlbarkeit. Reflexlinkonltinenz die: -: unwillkürli
cher Harnabgang bei gestörter Kontrollfunktion des Bla
senentleerungsreflexes (Med.). Re|fle|xi|on ¿Z/e; -, -en
(nach gleichbed. /r. réflexion, dies aus spätlat. reflexio
„das Zurückbeugen“, zu Zat. reflectere, vgl. reflektieren):
1. das Zurückgeworfenwerden von Licht, elektromagneti
schen Wellen, Schallwellen, Gaswellen u. Verdichtungs
stößen an Körperoberflächen. 2. das Nachdenken, Über
legung, Betrachtung, vergleichendes u. prüfendes Denken,
Vertiefung in einen Gedankengang. Relflelxilonslgitter das: -s, -: Beugungsgitter, das aus einer reflektieren
den Metallplatte mit in regelmäßigen Abständen eingeritz
ten Strichen besteht (Phys.). Re|flelxi|ons|go|ni|o|meter das; -s, -: Instrument zum Messen von Neigungswin
keln der Flächen bei Kristallen. Relflelxilonslholrizont der; -[e]s, -e: physik. Grenzfläche im geologischen
Schichtenaufbau, die von der Erdoberfläche ausgesandte
seismische Wellen reflektiert. Relfle|xi|ons|pris|men
filze (Plur.): Prismen od. Prismenkombinationen, die in ih
rer Wirkungsweise einem ebenen Spiegel od. einer Kom
bination mehrerer ebener Spiegel gleichen. RelflelxignsIpsylchollolgierZz'e;-: Richtung der Psychologie, die
ihre Erkenntnisse allein aus der Erlebnisbeobachtung her
leitet. Relflelxilonslseislmik die; -: Messmethode der
angewandten Geophysik zur Verfolgung geologischer Ho
rizonte durch künstlich erzeugte Schallwellen, die im Un
tergrund reflektiert werden (z.B. bei der Erdgas- u. Erd
ölsuche). Relflelxilonslspekltrolskolpie die: -, ...ien
[,,,i:ən]: die ÎSpektroskopie der von lichtundurchlässigen
Stoffen reflektierten od. diffus gestreuten Strahlung mit
hilfe von Spektralphotometern (Phys.). Re|fle|xi|onswin ikel der; -s, - : Winkel zwischen reflektiertem Strahl u.
Einfallslot, Ausfallswinkel (Phys.), relflelxiv (zu lat. re
flexus (vgl. Reflex) u. î ...iv): 1. sich (auf das Subjekt) rück
beziehend; rückbezüglich (Sprachw.); reflexives [...vas]
Verb: rückbezügliches Verb (z. B. sich schämen). 2. die Re
flexion (2) betreffend, reflektiert. Relflelxiv das; -s, -e
[...va] (verkürzt aus lat. (pronomen) reflexivum „rückbe
zügliches Fürwort“): svw. Reflexivpronomen. Relflelxiva [...va]: Plur. von TReflexivum. Re|fle|xi|vi|tät [...v.„]
rf/e; - (zu î reflexiv u. Î ...ität): reflexible Eigenschaft, Mög
lichkeit des [Sichjrückbeziehens (Sprachw., Philos.). Refle|xiv|pro|nolmen das; -s, Plur. - u. ...mina (aus gleich
bed. lat. pronomen reflexivum): rückbezügliches Fürwort
1154
(z.B. sich). Relflelxilvum [...v...] das; -s, ...va (verkürzt
aus lat. (pronomen) reflexivum, vgl. Reflexiv): svw. Refle
xivpronomen. Relflexlklysltron das; -s, -e (zu t Reflex):
ein Einkammerklystron für kleine Leistungen, bei dem
Geschwindigkeitssteuerung der Elektronen u. Auskoppe
lung der Energie im gleichen Hohlraumresonator erfolgen
(Hochfrequenztechnik). Relflexlmaltelrilal das: -s: für
die Beschichtung bes. von Verkehrsschildern entwickelter
Belag, der in der Dunkelheit Scheinwerferlicht blendfrei
reflektiert. Relflelxollolge der; -n, -n (zu T...loge): Wis
senschaftler auf dem Gebiet der Reflexologie. Relflelxololgie die: - (zu t...logie): 1. Wissenschaft von den unbe
dingten u. den bedingten Reflexen (2). 2. Forschungsrich
tung, die das menschliche u. tierische Verhalten als Folge
von Reflexen (2) ansieht. Relflelxollolgin die; -, -nen:
weibliche Form von tReflexologe. Re|flex|zo|ne die; -,
-n: Bereich der Körperoberfläche, der einem der inneren
Organe od. einem anderen Körperteil entspricht. Reflexizonenmassage [,,,ʒə] die; -, -n: Massage be
stimmter Zonen der Körperoberfläche mit dem Ziel, ge
störte Funktionen innerer Organe, die diesen Zonen zuge
ordnet sind, zu aktivieren
Relf lux* der; -es (aus mlat. refluxio „das Zurückfließen“ zu
lat. efluere „zurückfließen“): Rückfluss, Transport eines
flüssigen od. breiigen Stoffs innerhalb eines Hohlorgans
entgegen der normalen Fließrichtung (Med.)
Relform die; -, -en (aus gleichbed. fr. réforme zu réformer,
vgl. reformieren): Umgestaltung, planmäßige Neuord
nung; Verbesserung des Bestehenden
Relforlmanlde die; -, -n (in Anlehnung an TReform umge
bildet aus TReprimande): (ugs.) Zurechtweisung, Straf
predigt
Relforlmat das; -[e]s, -e (zu reformieren u. Î ...at (2)>: durch
Reformieren (2) gewonnenes, aromatenreiches Benzin mit
hoher Klopffestigkeit (Chem.). Relforlmaltio in Pelius
[- - 'pe:jʊs] die; —, ...iones [,,,ne:s] - - (aus lat. reformatio
in peius, eigtl. „Umgestaltungins Schlimmere“): Abände
rung eines angefochtenen Urteils in höherer Instanz zum
Nachteil des Anfechtenden (Rechtsw.). Relforlmaltilon
die; - (aus lat. reformatio „Umgestaltung; Erneuerung“ zu
reformare, vgl. reformieren): 1. durch Luther ausgelöste
Bewegung zur Erneuerung der Kirche im 16. Jh., die zur
Bildung der evangelischen Kirchen führte. 2. (veraltend)
Erneuerung, geistige Umgestaltung, Verbesserung. Reforlrnaitor ¿er;-s, ...oren (aus lat. reformator „Umgestal
ter, Erneuerer“): 1. Begründer der Reformation (Luther,
Zwingli, Calvin u.a.). 2. Umgestalter, Erneuerer, relformaltglrisch: 1. in der Art eines Reformators (1); umge
staltend, erneuernd. 2. die Reformation betreffend, im
Sinne der Reformation, der Reformatoren (2). Relformer der; -s, - (aus gleichbed. engl. reformer zu to reform
„erneuern, verbessern“, dies aus lat. reformare, vgl. refor
mieren): jmd., dereine Reform erstrebt, Umgestalter, Ver
besserer, Erneuerer. Relforlmelrin die; -, -nen: weibliche
Form zu ÎReformer. re|for|me|risch: Reformen betrei
bend; nach Verbesserung, Erneuerung strebend. Re
form Ihaus das; -es, ...häuser (zu ÎReform): Fachgeschäft
für gesunde, an vollwertigen Nährstoffen reiche Kost, reforlmielrer» (aus lat. reformare „umgestalten, umbilden,
neu gestalten“ zu re- (vgl. re...) u. formare, vgl. formieren):
1. verbessern, durch Reform verändern, erneuern; neu ge
stalten. 2. die tOktanzahl von Benzinen durch Druck- u.
Hochtemperaturbehandlung erhöhen (Techn.). refor
miert (zu Î...iert): 1. erneuert, umgestaltet. 2. svw. evan
gelisch-reformiert; reformierte Kirche: Sammelbez. für
die von Zwingli u. Calvin ausgegangenen ev. Bekenntnis
gemeinschaften. Relforlmierlte der u. die; -n, -n: Ange
hörige^] der reformierten Kirche. Re|for|mie|rung die;
-, -en (Plur. selten) (zu t...ierung): Neugestaltung u. Ver-
1155
besserung. Re for mislmus der; - (zu t...ismus (2), Bed.
2 nach gleichbed. russ. reformizm; vgl. ...ismus (5)>: 1. Be
wegung zur Verbesserung eines [sozialen] Zustandes od.
[politischen] Programms. 2. Strömung innerhalb der Ar
beiterbewegung, die soziale Verbesserungen durch Refor
men, nicht durch eine Revolution zu erreichen suchte. Reforlmist der; -en, -en (zu t,,,ist, Bed. 2 nach gleichbed.
russ. reformist): 1. jmd., der eine soziale od. politische Ver
besserung bzw. Veränderung anstrebt. 2. Anhänger des
Reformismus (2). re for mis tisch (zu Î...istisch): den
Reformismus (2) betreffend. Re|form|komlmu|nismus der; - (zu Î Reform): Richtung des Kommunismus in
der zweiten Hälfte des 20. Jh.s, der die nationalen Beson
derheiten hervorzuheben versuchte, um sich dadurch von
der diktatorisch-bürokratischen Ausprägung des Kom
munismus in der Sowjetunion abzuheben. Relformlkonzil das; -s, Plur. -eu. -ien [,,,iən]: Kirchenversammlung des
15. [u. 16.] Jh.s, die die spätmittelalterliche kath. Kirche
reformieren sollte. Re|form|pälda|go|gik* die; -: päda
gogische Bewegung, die, ausgehend von der Psychologie
des Kindes, dessen Aktivität u. Kreativität fördern will u.
sich gegen eine Schule wendet, in der hauptsächlich auf
das Lernen Wert gelegt wird. Re|form|po|li|tik die; -:
politisches Konzept, das eine Veränderung der politischen
u. gesellschaftlichen Verhältnisse mithilfe von Reformen
anstrebt
Relfpslco [...ko] der; -[s], -s (aus gleichbed. it. refosco, nach
der Sortenbezeichnung) : dunkelroter dalmatinischer Süß
wein
relfrailchielren* [refrɛ'ʃi:...] (aus altfr. refreschier „erfri
schen“): svw. rafraichieren
Reifrain* [rə'frɛ:, auch re...] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. re
frain, eigtl. „Rückprall (der Wogen von den Klippen)“, zu
altfr. refraindre „(zurück)brechen“, dies über das Vulgärlat. aus lat. refringere „auf-, zurückbrechen; brechend zu
rückwerfen“): in regelmäßigen Abständen wiederkehren
de gleiche Laut- od. Wortfolge in einem Gedicht od, Lied,
Kehrreim
relfrakltär* (aus lat. refractarius „widerspenstig, steif,
halsstarrig“ zu refragari „widerstreben“): unempfindlich,
nicht beeinflussbar (bes. in Bezug auf gereiztes Gewebe
gegenüber Neureizen; Med.)
Relfrakltilpn* die; -, -en (zu lat. refractus, Part. Perf. von
refringere (vgl. Refrain), u. t‘...ion): a) Brechung von
[Licht]wellen an Grenzflächen zweier Medien (vgl. ‘Medi
um 3); b) Brechungswert (Phys.), relfrakltiv (zu Î ...iv> :
Strahlen brechend (Phys.). Re|frak|to|melter das; -s, (zu lat. refractus (vgl. Refraktion) u. t’...meter): Instru
ment zur Bestimmung des Brechungsvermögens eines
Stoffes. Relfrakltolmeltrie die; - (zu t,,,metrie): Lehre
von der Bestimmung der Brechungsgrößen (Phys.), refraklto me trisch (zu Î ...metrisch): mithilfe des Refrak
tometers durchgeführt. Relfrakltor der; -s, ...oren (zu
î...or>: Linsenfernrohr mit mehreren Sammellinsen als
Objektiv.Relfrakltulrielrung die;-, -en (zu Îre..., Î Frak
tur u. t...ierung): operatives Wiederbrechen eines Kno
chens (bei schlecht od. in ungünstiger Stellung verheiltem
Knochenbruch; Med.), relfranlgilbel (zu lat. frangere
„brechen“ u. T...ibel): brechbar (von Lichtstrahlen;
Phys.). Relfranlgilbilliltät die; - (zu t,..ität): Brechbar
keit (von Lichtstrahlen; Phys.)
Relfrelnaltilon* die; - (aus gleichbed. lat. refrenatio zu re
frenare, vgl. refrenieren): (veraltet) Zügelung.relfrelnieren (aus gleichbed. lat. refrenare zu tre... u. frenum „Zü
gel“): (veraltet) zügeln
Relfrelshing* [rɪfreʃɪŋ] das: -s, -s (aus engl. refreshing
„das Auffrischen“ zu to refresh „auffrischen“): 1. Auffri
schung; Erfrischung. 2. periodisch sich wiederholender
Schaltzyklus in einem dynamischen Speicher (t RAM) zur
Regatta
Auffrischung der gespeicherten Information, damit diese
nicht verloren geht (EDV)
Re|fri|ge|rans* das; -, Plur. ...rantia od. ...ranzien [...ion]
(meist Plur.) (zu lat. refrigerans, Gen. refrigerantis, Part.
Präs, von refrigerare, vgl. refrigerieren): abkühlendes, er
frischendes Arzneimittel (Med.). Re|fri|ge|ra|ti|pn die;
-, -en (nach lat. refrigeratio „Abkühlung“): Erkältung
(Med.).Re|fri|ge|ra|tor der; -s, ...oren (zu/at. refrigerare
(vgl. refrigerieren) u. t...ator): Gefrieranlage, relfrilgerielren (aus gleichbed. lat. refrigerare zu tre... u. frigus,
Gen. frigoris „Kälte“): (veraltet) kühlen, abkühlen, erfri
schen
Relfuge [re’fyj, franz, rə'fjr:ʒ] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
refuge, dies aus Zat. refugium, vgl. Refugium): Schutzhüt
te, Notquartier (Alpinistik). Relfulgi|al|ge|biet [refug...] das; -[e]s, -e (zu Î Refugiumu. T '...al (1)): Rückzugsu. Erhaltungsgebiet von in ihrem Lebensraum bedrohten
Arten. Relf ulgié [refyjie:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. ré
fugié): Flüchtling, bes. aus Frankreich geflüchteter Pro
testant (17. Jh.).re|fu|gie|ren [refug...] (aus gleichbed. fr.
réfugier zu refuge, vgl. Refuge): (veraltet) flüchten. Refulgilum das;-s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. refugium
zu refugere „zurückweichen; fliehen“): Zufluchtsort,
-Stätte; sicherer Ort, an den sich jmd. zurückziehen kann
Relfullgenz die; - (aus gleichbed. lat. refulgentia zu reful
gere „zurückstrahlen“): (veraltet) Widerschein, Abglanz
relfunldielren (aus gleichbed. lat. refundere, eigtl. „zu
rückgießen“): (veraltet) zurückzahlen; ersetzen. Relfus
u. Relfüs [ro'fy:, re...] der; - [...'fy:(s)], - [... fy:s] (aus
gleichbed. fr. refus zu refuser, vgl. refüsieren): (veraltet)
abschlägige Antwort, Ablehnung, Weigerung, relfülsieren (aus gleichbed. fr. refuser, dies aus vulgärlat. *refusare, weitere Herkunft unsicher): (veraltet) ablehnen, ab
schlagen, verweigern. Relfulsilon die; -, -en (aus gleich
bed. lat. refusio, eigtl. „Zurückgießung“, zu refundere,
vgl. refundieren): (veraltet) Rückgabe, Rückerstattung
Re|fu|ta|ti|on iZze; -, -en (aus gleichbed. lat. refutatio zu re
futare, vgl. refutieren): 1. (veraltet) Widerlegung. 2. (hist.)
Lehnsaufkündigung durch den tVasallen, relfultielren
(aus gleichbed. lat. refutare): (veraltet) zurückweisen, wi
derlegen
Reg die; -, - (aus gleichbed. arab. (hamitisch) reg): Geröll
wüste
relgal (aus lat. regalis „zum König gehörig, königlich“ zu
rex, vgl. ‘Rex): (selten) königlich, fürstlich
'Relgal das,s,-e (Herkunft ungeklärt, vielleicht über/’r. ri
gole „Rinne“ aus mlat. rigulus, Verkleinerungsform von
riga „Graben. Reihe“): 1. [Bücher-, Warengestell mit Fä
chern; vgl. 'Real. 2. Schriftkastengestell (Druckw.)
2Re|gal das; -s, -e (aus gleichbed. fr. régale, Herkunft unger
klärt): 1. kleine, tragbare, nur mit Zungenstimmen besetz
te Orgel; vgl. Portativ. 2. Zungenregister der Orgel
3Relgal das; -s, -ien [...ion] (meist Plur.) (aus mlat. regale
„Königsrecht“ zu /at. regalis, vgl. regal): [wirtschaftlich
nutzbares] Hoheitsrecht (z.B. Zoll-, Münz-, Postrecht).
Relgalle das; -s, ...lien [...ion]: svw. 'Regal
re ga lie ren (aus gleichbed. fr. (se) régaler zu régal „Fest
mahl, Vergnügen“, dies zu aZt/r. galer, vgl. galant): (veral
tet, noch landsch.) 1. unentgeltlich bewirten, freihalten. 2.
sich an etwas satt essen, gütlich tun
Relgalliltät die; -, -en (zu î'Regal u. t...ität>: (früher) An
spruch einer Regierung auf den Besitz von Hoheitsrechten
Relgard [ro'ga:r] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. regard zu re
garder, vgl. regardieren): (veraltet) Anblick; Rücksicht,
relgarldielren (aus gleichbed. fr. regarder, dies über das
Galloroman. aus dem Germ.): (veraltet) betrachten; be
achten, berücksichtigen
Relgatlta die; -, ...tten (aus it. (venez.) regat(t)a „Gondel
wettfahrt“, Herkunft ungeklärt): 1. Bootswettkampf
Regelation
(Wassersport). 2. schmal gestreiftes Baumwollgewebe in
Köperbindung (Webart)
Re|ge|lalti|on
- (zu lat. regelatus, Part. Perf. von rege
lare „erkalten“, u. T'...ion>: bei Druckentlastung das Wie
dergefrieren von Wasser zu Eis, das vorher bei Druckzu
nahme geschmolzen war (bei der Entstehung von Glet
schereis u. der Bewegung von Gletschern)
Relgelldeltri*
- (aus mlat. regula dc tribus (numeris)
„Regel von den drei (Zahlen)“): (veraltet) Dreisatz; Rech
nung zum Aufsuchen einer Größe, die sich zu einer zwei
ten ebenso verhält wie eine dritte Größe zu einer vierten
(Math.)
Rélgence [re'ʒa:s] die; - u. Rélgencelstil der; -[e]s (aus /r.
régence „Herrschaft“ zu régent „Regent; Lenker“, dies zu
lat. regere „lenken, regieren“): nach der Regentschaft Phi
lipps von Orleans (1715-1723) benannter franz. Kunststil
zwischen Barock u. Rokoko, der Rundungen u. zierliche
Formen bevorzugte. Relgenlcy ['ri:dʒənsɪ] die; - (aus
engl. regency „Regentschaft“, dies aus fr. régence, vgl. Ré
gence): Stufe der engl. Kunst zur Zeit der Regentschaft
Georgs IV. (1811-1830), in der bes. antike Formelemente
mit heimischen Motiven verbunden wurden
retge|ne|ra|bel (zu lat. regenerare, vgl. regenerieren u.
T...abel): wieder herstellbar, erneuerbar. Re|ge|ne|rat
das; -[e]s, -e (zu lat. regeneratum, Part. Perf. (Neutrum)
von regenerare, vgl. regenerieren): durch ehern. Aufarbei
tung gewonnenes Material (z.B. Kautschuk aus Altgum
mi). Relge|ne|ralti|on die; -, -en (nach/r. régénération,
dies aus spätlat. regeneratio „Wiedergeburt“ zu regenera
re, vgl. regenerieren): 1. Wiederauffrischung, Erneue
rung, Zurückversetzung in den ursprünglichen Zustand. 2.
a) Wiederherstellung bestimmter ehern, od. physik. Eigen
schaften; b) Rückgewinnung ehern. Stoffe. 3. a) erneute
Bildung, Entstehung, natürliche Wiederherstellung von
verletztem, abgestorbenem Gewebe o.Ä. (z.B. Haut,
Haar; Med.); b) Ersatz verloren gegangener Organe od.
Organteile bei Tieren u. Pflanzen (Biol.). re ge ne ra tiv
(zu Îregenerieren u. Î ...iv>: 1. wieder gewinnend od. wie
der gewonnen (z. B. in der Chemie aus Abfällen). 2. durch
Regeneration (3) entstanden; vgl. ...iv/...orisch; regenera
tive [...va] Energie: erneuerbare Energie, eine Form der
Talternativen Energie. Relge|ne|raltiv|verlfah|ren¿fas;
-s: Verfahren zur Rückgewinnung von Wärme. Re Igelneraltorrfer; -s, ...oren (zu î...or): der Wärmeaufnahme die
nendes Mauerwerk beim Regenerativverfahren (Techn.).
relgeinelraltolrisch: (selten) svw. regenerativ; vgl. ...iv/
...orisch. regenerieren (z. T. unter Einfluss von fr. ré
générer aus gleichbed. lat. regenerare): a) erneuern, mit
neuer Kraft versehen, auffrischen, wieder herstellen; b)
wieder gebrauchsfähig machen, wiedergewinnen [von
wertvollen Rohstoffen o.Ä. aus verbrauchten, ver
schmutzten Materialien] (Chem., Techn.); c) sich -: sich
neu bilden (von verletztem Gewebe, Organteilen o.Ä.;
Biol., Techn.)
Reigens der; -, Plur. Regentes [...te:s] u. ...enten (aus
gleichbed. spätlat. regens, vgl. Regent): Vorsteher, Leiter
(bes. eines kath. Priesterseminars). Re|gens|cho|ri
[,,,'ko:ri] der; -, -: (österr.) svw. Regens Chori. Reigens
Cholri [- 'ko:ri] der; - -, Regentes [,,,te:s] - (aus gleichbed.
kirchenlat. regens chori, vgl. Regent u. Chor): Dirigent ei
nes kath. Kirchenchores. Relgent der; -en, -en (aus spät
lat. regens, Gen. regentis „Herrscher, Fürst“, substanti
viertes Part. Präs, von lat. regere, vgl. regieren): 1. [fürst
liches] Staatsoberhaupt. 2. verfassungsmäßiger Vertreter
des Monarchen; Landesverweser. Re|gen|ten|stück
das; -[e]s, -e (Lehnübersetzung von gleichbed. niederl. regentenstuk): Gruppenbildnis von den Vorstehern (Regen
ten) einer Gilde (holländische Malerei des 17./18. Jh.s).
Relgenltes [,,,te:s]: Plur. von (Regens. Relgenltin die;
1156
-, -nen: weibliche Form zu TRegent. Relgentlschaftr/ze;
-, -en: Herrschaft od. Amtszeit eines Regenten
Relgerlmilnaltilon Æe; -, -en (aus gleichbed. lat. regermi
natio zu regerminare, vgl. regerminieren): (veraltet) das
Wiederausschlagen, Wiederaussprossen. re|ger|mi|nieren (aus gleichbed. lat. regerminare zu 1 re... u. germinare
„sprossen“): (veraltet) wieder ausschlagen, wieder hervor
sprossen
Relges [,,,ge:s]: Plur. von 1 'Rex
Relgest das; -[e]s, -en (meist Plur.) (aus spätlat. regesta
„Verzeichnis“, vgl. Register): zusammenfassende Inhalts
angabe einer Urkunde, Teil eines zeitlich geordneten Ver
zeichnisses von Urkunden, Urkundenverzeichnis
Reglgae [regel] der; -[s] (aus gleichbed. amerik. reggae,
amerik. Slangwort der westindischen Bewohner der USA) :
aus der volkstümlichen Tanzmusik Jamaikas stammende
Stilrichtung der t Popmusik, deren Rhythmus durch die
Hervorhebung unbetonter Taktteile gekennzeichnet ist
(Mus.)
Regh [rek] das; -s, - (aus dem Pers.): Maß für die Feinheit
der Knüpfung bei Orientteppichen, d.h. die Knotenzahl
auf 7 cm Kette
Relgie [re'ʒi:] die; -, ...ien (aus fr. régie „verantwortliche
Leitung; Verwaltung“, substantiviertes Part. Perf. von ré
gir, dies aus lat. regere, vgl. regieren): 1. (ohne Plur.) ver
antwortliche Führung, [künstlerische] Leitung bei der Ge
staltung einer Aufführung, eines Spielgeschehens, eines
bestimmten Vorhabens; Spielleitung. 2. (Plur. ; österr.) Re
gie-, Verwaltungskosten. Re|gie|as|sis|tent der; -en,
-en: Assistent des 1 Regisseurs, der das Regiebuch führt u.
den Regisseur gelegentlich vertritt. Relgielaslsisltentin die; -, -nen: weibliche Form zu TRegieassistent. Regielaslsisltenz die; -: Assistenz bei einer Regie (1). re
gieren [re'gi:...] (nach gleichbed. altfr. reger bzw. aus lat.
regere „gerade richten; lenken, herrschen“): 1. [beherr
schen; die Verwaltung, die Politik eines [Staatsgebietes
leiten. 2. einen bestimmten Fall fordern (Sprachw.). 3. in
der Gewalt haben; bedienen, handhaben, führen, lenken.
Re|gie|rung die; -, -en (zu T...ierung): 1. das Regieren;
Ausübung der Regierungs-, Herrschaftsgewalt. 2. oberstes
Organ eines Staates, eines Landes; Gesamtheit der Perso
nen, die einen Staat, ein Land regieren (1). Relgierungslchef [,,,ʃɛf]der,- -s, -s: Vorsitzender des Kabinetts,
Leiter der Regierung (2). Regierungsichelfin die; -,
-nen: weibliche Form zu 7Regierungschef. Regierungslde|le|ga|ti|on die; -, -en: bevollmächtigte Dele
gation (1) einer Regierung (2). Relgie|rungs|ko|a|li|tion die; -, -en: Koalition verschiedener Parteien bzw. ihrer
Parlamentsfraktionen zum Zweck einer gemeinsamen Re
gierung. Relgielrungs|kri|mi|na|li|tät die: -: Gesamt
heit aller strafbaren Handlungen im Bereich einer Regie
rung (2). Relgierlwerk das; -[e]s, -e: die Einzelpfeifen
der Orgel, Manuale u. Pedale, Traktur, Registratur (3).
Relgielspelsen [re'ʒi:...] die (Plur.) (zu IRegie): (veral
tet) allgemeine Geschäftsunkosten. Relgielspur die; -,
-en: eine Signalspur bei Videoaufzeichnungen am Rand
od. in der Mitte eines Videobandes, in der Ton- od. Im
pulssignale gespeichert werden. Re gime [re'ʒi:m] das; -s,
Plur. - [...me], auch -s [,,,'ʒi:ms] (aus gleichbed. fr. régime,
dies aus lat. regimen „Lenkung, Leitung; Regierung“ zu
regere, vgl. regieren): 1. einem bestimmten politischen
System entsprechende, von ihm geprägte [volksfeindliche]
Regierung, Regierungs-, Herrschaftsform. 2. (selten) a)
System, Schema, Ordnung; b) Lebensweise, -Ordnung, Di
ätvorschrift, z. B. der Patient musste sich einem strengen unterziehen. Re|gime|kri|ti|ker der; -s, -: jmd., der an
dem [totalitären] Regime (1) seines Landes aktiv Kritik
übt. Re|gime|kri|ti|ke|rin die; -, -nen: weibliche Form
zu 1 Regimekritiker. Re gi ment [regi...] das; -[e]s, Plur.
1157
-e u. (Truppeneinheiten) -er <aus spätlat. regimentum
„Leitung, Oberbefehl“ zu lat. regimen „Lenkung, Lei
tung", dies zu regere, vgl. regieren): 1. Regierung, Herr
schaft; Leitung. 2. größere, mehrere Bataillone einer Waf
fengattung umfassende (meist von einem Oberst od.
Oberstleutnant befehligte) Truppeneinheit; Abk.: R.,
Reg., Regt., Rgt. Re gi ments kom man deur der; -s,
-e: Kommandeur (meist Oberst) eines Regiments (2). Regilna Coe li [- tsa:li] die; - - {kirchenlat.y. Himmelsköni
gin (kath. Bez. Marias nach einem Marienhymnus). relgina relgit colorem [--ko...] {lat.; eigtl. „die Königin be
stimmt die Farbe“): Grundsatz, nach dem bei der Aus
gangsstellung einer Schachpartie die weiße Dame auf
Weiß u. die schwarze Dame auf Schwarz steht. Relgilolekt der; -[e]s, -e <zu Î Region, Analogiebildung zu Î Dia
lekt): in einer bestimmten Region (1 a) gesprochener Dia
lekt (Sprachw.). Re gi on die; -, -en (aus lat. regio „Ge
gend; Bereich, Gebiet“, eigtl. „Richtung“, zu regere, vgl.
regieren): 1. a) durch bestimmte Merkmale gekennzeich
neter räumlicher Bereich, in bestimmter Weise geprägtes
Gebiet, Gegend; b) (gehoben) Bereich, Sphäre. 2. Bezirk,
Abschnitt (z.B. eines Organs od. Körperteils), Körperge
gend (Anat.). re gi ojnal (ausspätlat. regionalis „zu einer
Landschaft gehörend“): 1. sich auf einen bestimmten Be
reich erstreckend; gebietsmäßig, -weise, ein Gebiet betref
fend. 2. svw. regionär. re|gi|o|na|li|sie|ren <zu î...isieren): auf einen bestimmten Bereich, eine Region (1 a) be
ziehen, eingrenzen. Re|gi|o|na|li|sie|rung die; -, -en (zu
t...isierung): das Regionalisieren. Re|gi|o|na|lis|mus
der; - (zu Î...ismus (2)): 1. starke Ausprägung landschaft
licher Eigenarten in Literatur, Kultur o.Ä. 2. regionale
sprachliche Eigentümlichkeit (Sprachw.). 3. Heimatkunst,
bodenständige Literatur um 1900. Relgilolnallist der;
-en, -en (zu t ...ist) : Vertreter des Regionalismus (1,2). Regi|o|nal|li|ga die; -, ...ligen: auf bestimmte [Großjregionen begrenzte deutsche Spielklasse in verschiedenen
Sportarten (z.B. im Fußball). Relgi|o|nal|me|ta|morphol se die; -, -n : Gesteinsumwandlung durch Erhöhung
von Druck u. Temperatur (Geol.). Relgilolnallpreslse
die; -: Gesamtheit der Zeitungen, deren Verbreitungsge
biet auf eine Stadt, eine Provinz od. Landschaft (od. ein
anders abgegrenztes größeres Gebiet) beschränkt ist. Regiloinallprolgramm das;-s,-e: Rundfunk-, Fernsehpro
gramm für ein bestimmtes Sendegebiet, relgilolnär (zu
tRegion u. t...är>: die Region (2) eines Körperteils, eines
Organs betreffend, zu ihr gehörend, relgilolnielren (zu
Î..deren): (veraltet) in einer Region sein od. herrschen.
Relgislseur [reʒɪ'sa:e] der; -s, -e (aus fr. régisseur „Ver
walter; Spielleiter“ zu régir, vgl. Regie): jmd., der [berufs
mäßig] Regie (1) führt, die Regie hat; Spielleiter. Relgisseu rin die; -, -nen: weibliche Form zu ÎRegisseur
Relgislter das; -s, - (aus mlat. registrum „Verzeichnis“ zu
gleichbed. spätlat. regesta, eigtl. substantiviertes Neutrum
Plur. des Part. Perf. von lat. regerere „eintragen“, eigtl.
„zurückbringen“, Bed. 5 über gleichbed. engl. register): 1.
a) alphabetisches Namen- od. Sachverzeichnis; tlndex
(1); b) stufenförmig eingeschnittener u. mit den Buchsta
ben des Alphabets versehener Seitenrand in Telefon-,
Wörter-, Notizbüchern o.Ä., um das Auffinden zu er
leichtern. 2. a) meist den ganzen Umfang einer Klaviatur
deckende Orgelpfeifengruppe mit charakteristischer
Klangfärbung; b) im Klangcharakter von anderen unter
schiedene Lage der menschlichen Stimme (Brust-, Kopf-,
Falsettstimme) od. von Holzblasinstrumenten. 3. amtli
ches Verzeichnis rechtlicher Vorgänge (z. B. Standesregister). 4. genaues Aufeinanderpassen der Farben beim
Mehrfarbendruck u. der auf dem Druckbogen gegenstän
digen Buchseiten u. Seitenzahlen. 5. spezieller Speicher ei
ner t digitalen Rechenanlage mit besonders kleiner Zu
Regranulat
griffszeit für vorübergehende Aufnahme von Daten
(EDV), relgisltered ['rɛdʒɪstəd] {engl.; Part. Perf. von to
register „(sich) eintragen, erfassen“, dies über fr. registrer
aus mlat. registrare, vgl. registrieren): 1. in ein Register
eingetragen, patentiert, gesetzlich geschützt; Abk.: reg.;
Zeichen ®. 2. eingeschrieben (auf Postsendungen). Regisitertonne [re giste...] die; -, -n (zu t Register): Maß
zur Angabe des Rauminhaltes von Schiffen; Abk.: RT
(1 RT = 2,8316m’). Re gisitran de“ die; -, -n (aus mlat.
registranda „Einzutragende“, substantiviertes Fern, des
Gerundivums von registrare, vgl. registrieren): (veraltet)
Buch, in dem Eingänge registriert werden. Relgisltrator* der; -s, ...oren (zu Îregistrieren u. t...ator): (veraltet)
1. Register (3) führender Beamter. 2. θrdner[mappe]. regisltraltolrisch*: das Registrieren betreffend. Relgistra tur* die; -, -en (aus gleichbed. mlat. registratura): 1.
das Registrieren (1 a), Einträgen; Buchung. 2. a) Aufbe
wahrungsstelle für Karteien, Akten o.Ä.; b) Regal, Ge
stell, Schrank zum Aufbewahren von Akten o. Ä. 3. die die
Register (2 a) u. Koppeln auslösende Schaltvorrichtung
bei Orgel, Harmonium u. Cembalo. Relgisltrierlballon* [,,,lɔŋ, ...lo:n] der; -s, Plur. -s u. (bei nicht nasalierter
Ausspr.) -e (zu Îregistrieren): unbemannter Ballon mit In
strumenten, die meteorologische Beobachtungen auf
zeichnen (Meteor.), relgisltrielren* (aus gleichbed. mlat.
registrare zu registrum, vgl. Register): 1. a) [in ein Regis
ter] eintragen; b) selbsttätig aufzeichnen; einordnen. 2. a)
bewusst wahrnehmen, ins Bewusstsein aufnehmen; b)
sachlich feststellen ; ohne urteilenden Kommentar feststel
len, zur Kenntnis bringen. 3. die geeigneten Register betä
tigen u. dadurch die Klangfarbe bestimmen (bei Orgel,
Harmonium u. Cembalo). Relgisltrielrung* die; -, -en
(zu t...ierung>: 1. das Registrieren, das Registriertwerden.
2. Art u. Weise, ein Orgel- bzw. Harmonium- od. Cemba
lostück zu registrieren
Relglalge* [,,,'gla:ʒə] die; -, -n (aus fr. réglage „Einstellung,
Justierung“ zu régler „(ein)regeln, justieren“, dies aus
spätlat. regulare, vgl. regulieren) : Feineinstellung, genaue
Regulierung einer [mechanischen] Uhr. Relglelment
[...’mä:, Schweiz. ... ment] das; -s, Plur. -s, Schweiz, -e (aus
gleichbed. fr. règlement): Gesamtheit von Vorschriften,
Bestimmungen, die für einen bestimmten Bereich, für be
stimmte Tätigkeiten, bes. auch für Sportarten, gelten;
TStatuten, Satzungen. re|gle|men|ta|risch [...men...]
(zu t...ar (1)>: der [Dienstvorschrift, Geschäftsordnung
gemäß, bestimmungsgemäß, relglelmenltielren (wohl
unter Einfluss vonfr. réglementer „nach einem Reglement
vorgehen“): durch genaue, strenge Vorschriften regeln,
einschränken. Relglelmenltielrung die; -, -en (zu T ...ierung): a) das Reglementieren; b) reglementierte Maßnah
me. Relgletlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. réglette, Ver
kleinerungsform von reglet „(Zier)leiste“ zu règle „Line
al“, dies aus lat. regula „Richtholz; Regel“ zu regere, vgl.
regieren): streifenförmiges Blindmaterial für den Zeilen
durchschuss beim Bleisatz (Druckw.). Relgleur [...'lam]
der: -s, -e (aus fr. régleur „Einsteller“ zu régler, vgl. Reg
lage): Feinsteller an Uhren
Relgnum* das; -s (aus lat. regnum „Königsherrschaft, Kö
nigreich“): Regierung[szeit], Herrschaft, [Königreich
Re go lith [auch ...lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zugr.
rhègos „bunte Decke“ u. Î...lith): Mondstaub, pulverisier
te Oberschicht des Mondbodens. Relgolsol der; -s (zu lat.
solum „Boden, Grund“): im Anfangsstadium der Boden
entwicklung befindlicher Bodentyp, der auf frisch sedimentierten Lockergesteinen entsteht (Geol.)
Relgra|dalti|on* iZze; -, -en (zu tre... u. tGradation): (ver
altet) Zurückversetzung in ein Amt, Wiedereinsetzung
Relgralnullat* das; -[e]s, -e (zu tre... u. TGranulat): durch
Regranulieren entstandenes Produkt (Techn.). relgra-
R
Regredient
1158
reguläre Ware: Wirk- u. Strickwaren, die schon auf der
nullielren: durch spezielle Aufbereitungsverfahren wie
Maschine der Körperform angepasst werden (Textiltech
der zu TGranulat umformen (von Abfällen, die bei der
nik). 2. (ugs.) regelrecht. Relgullar der; -s, -e (zu mlat. re
Herstellung von Kunststoffen anfallen; Techn.)
gularis „nach der Ordensregel (lebend)“, dies aus spätlat.
Re|gre|di|ent* der; -en, -en (zu lat. regrediens, Gen. regreregularis, vgl. regulär): Mitglied eines kath. Ordens mit
dientis, Part. Präs, von regredi, vgl. Regress): jmd., der
feierlichen Gelübden. Relgullalre der; -n, -n: svw. Regu
Regress (1) nimmt (Rechtsw.). relgreldielren (nach lat.
lar. Re|gu|la|ri|en [...ion] ¿fe (Plur.) (aus spätlat. regula
regredi, vgl. Regressu. ..deren): 1. auf Früheres zurückge
ria. substantiviertes Neutrum Plur. von regularis, vgl. re
hen, zurückgreifen. 2. Regress (1) nehmen (Rechtsw.). Re
gulär): bei Aktionärs-, Vereinsversammlungen o.Ä. auf
gress der; -es, -e (aus lat. regressus „Rückkehr, Rück
der Tagesordnung stehende, regelmäßig abzuwickelnde
zug“, eigtl. Part. Perf. von regredi „zurückgehen, (auf
Geschäftsangelegenheiten (Wirtsch.). Re|gu|la|ri|tät
jmdn.) zurückkommen; Ersatzansprüche stellen“): 1. Er
die; -, -en (nach gleichbed. fr. régularité; vgl. ...ität): a) Ge
satzanspruch; Rückgriff eines ersatzweise haftenden
setzmäßigkeit, Richtigkeit; Ggs. îIrregularität (1 a); b)
Schuldners auf den Hauptschuldner ( Rechtsw.). 2. das Zu
(meist Plur.) sprachübliche Erscheinung (Sprachw.); Ggs.
rückschreiten des Denkens vom Besonderen zum Allge
ÎIrregularität ( 1 b). Re|gu|lar|ka|no|ni|ker der; -s, - (zu
meinen, vom Bedingten zur Bedingung, von der Wirkung
TRegular): svw. regulierter Kanoniker. Re|gu|lar|klelrizur Ursache (Logik). Relgreslsand der; -en, -en (aus
ker der; -s, -: Ordensgeistlicher, bes. das Mitglied einer
mlat. regressandus „(Wert,) der zurückgehen muss“; vgl.
jüngeren kath. Ordensgenossenschaft ohne Klöster u.
...and): abhängige TVariable einer Regression (4) in der
Chorgebet (z.B. der îJesuiten); Ggs. tSäkularkleriker.
Statistik. Relgreslsat der; -en, -en (zu tRegress u. t...at
Relgullaltilon die; -, -en (zu Tregulieren u. î...ation): 1.
(1)): Rückgriffsschuldner, der dem vom Gläubiger in An
Regelung der Organsysteme eines lebenden Organismus
spruch genommenen Ersatzschuldner für dessen Haftung
durch verschiedene Steuerungseinrichtungen (z.B. Hor
einstehen muss (Rechtsw.). Re|gres|si|on die; -, -en (aus
mone, Nerven; Biol.). 2. selbsttätige Anpassung eines Le
gleichbed. lat. regressio): 1. langsamer Rückgang; rück
bewesens an wechselnde Umweltbedingungen unter Auf
läufige Tendenz, Entwicklung (bes. in der Wirtschaft). 2.
rechterhaltung eines physiologischen Gleichgewichtszu
langsamer Rückzug des Meeres (Geogr.). 3. a) Reaktivie
standes im Organismus (Biol.). 3. svw. Regulierung; vgl.
rung entwicklungsgeschichtlich älterer Verhaltensweisen
...ation/...ierung. re gu lativ (zu T...iv): regulierend, re
bei Abbau od. Verlust des höheren Niveaus; b) das Zu
gelnd; als Norm dienend. Relgullaltivrfas; -s, -e [...va]: a)
rückfallen auf frühere, kindliche Stufen der Triebvorgänge
regelnde Verfügung, Vorschrift, Verordnung; b) steuern
(Psychol.). 4. a) svw. Epanodos; b) nachträgliche, erläu
ternde Wiederaufnahme (Rhet.). 5. Aufteilung einer Î Va
des, ausgleichendes Element. Re|gu|la|tor der; -s, ...oren
riablen in einen systematischen u. einen zufälligen Teil zur
(zu t,..or, Bed. 3 nach gleichbed. amerik. regulator): 1.
näherungsweisen Beschreibung einer Variablen als Funk
Apparatur zur Einstellung des gleichmäßigen Ganges ei
tion anderer (Statistik). 6. das Schrumpfen des Ausbrei
ner Maschine. 2. Pendeluhr, bei der das Pendel reguliert
tungsgebiets einer Art od. Rasse von Lebewesen (Biol.).
werden kann. 3. a) Angehöriger einer 1767 gegründeten re
Re gres si ons ana ly se die; -, -n: Verfahren der math.
volutionären Gruppe von Farmern in den amerik. Süd
Statistik, das den Einfluss einer od. mehrerer Einflussgrö
staaten; b) im 19. Jahrhundert im Kampf gegen Viehräu
ßen auf eine Zielgröße durch Stichproben untersucht. Reber zur Selbsthilfe greifender amerik. Farmer. 4. steuern
greslsilonslfunkltilon die; -, -en: lineare Funktion, die
de, ausgleichende, regulierende Kraft. Relgu|la|tor|gen
die beste Annäherung an eine zufällige Größe gibt (Statis
das; -s, -e: ein Gen, das nicht unmittelbar zum T Operon
tik). relgreslsiv (wohl unter Einfluss von gleichbed. fr.
gehört, durch Produktion von î Repressoren aber an der
régressif zu Î Regress u. T...iv>: 1. zurückschreitend in der
Regelung der Messenger-RNS beteiligt ist (Genetik), reArt des Regresses (3), zurückgehend vom Bedingten zur
gullaltolrisch: regulierend, steuernd. Relgulli: Plur.
Bedingung (Logik). 2. a) sich zurückbildend (von Krank
von TRegulus. re gu lie ren (aus spätlat. regulare „re
heiten; Med.); b) auf einer Regression (3 b) beruhend. 3.
geln, einrichten“ zu regula, vgl. regulär): 1. a) regeln, ord
eine Regression (1) aufweisend, nicht progressiv, rück
nen; b) sich -: in ordnungsgemäßen Bahnen verlaufen; ei
schrittlich; rückläufig. 4. einen Regress (1) betreffend
nen festen, geordneten Ablauf haben ; sich regeln ; regulier
(Rechtsw.). 5. am vorangehenden Laut orientiert
ter Kanoniker: in mönchsähnlicher Gemeinschaft leben
(Sprachw.); regressive [...va] Assimilation: Angleichung
der Chorherr; vgl. Augustiner (a). 2. in Ordnung bringen,
eines Lautes an den vorangehenden Laut (Sprachw.). Reden gleichmäßigen, richtigen Gang einer Maschine, Uhr
gres|si|vi|tät [...v..„] die; - (zu t...ität): regressives Ver
o.Ä. einstellen. 3. einen Fluss begradigen. Relgulliehalten. Relgreslsorrfer; -s, ...oren (zu t Regressu. t...or):
rung die; -, -en <zut...ierung): 1. Regelung. 2. Herstellung
unabhängige Î Variable einer Regression (5 ; Statistik). Redes gleichmäßigen, richtigen Ganges einer Maschine, Uhr
gressus der; - (aus lat. regressus „Rückkehr“): svw. Re
o.Ä. 3. Begradigung eines Flusslaufes; vgl. ...ation/...iegress (2)
rung. re|gu|li|nisch (zu mlat. regulus (vgl. Regulus) u.
Relgu la die; -, ...lae [...le] (aus/ɑi. regula „Regel, Maßstab,
...in (2)): aus reinem Metall bestehend. Relgullus der; -,
Richtschnur“): Tropfleiste im TArchitrav des dorischen
Plur. ...li u. -se (aus /«(. regulus „(kleiner) König“, Verklei
Tempels. Relgulla Fallsi die; - - {lat.; „Regel des Fal
nerungsform von rex, vgl. 'Rex, Bed. 1 über mlat. (Alche
schen, Vermeintlichen“): Verfahren zur Verbesserung vor
mistensprache) regulus „metallurgisch gewonnenes Anti
handener Näherungslösungen von Gleichungen (Math.).
mon“ (da sich das reinere Metall beim Schmelzen von der
Relgulla Fildei [- 'fi:dei] die; - -, ...lae [...le] - {lat.; „Regel
Schlacke trennt), Bed. 2 nach dem an eine Krone erinnern
des
Glaubens“):
kurze
Zusammenfassung
der
den leuchtend gelben Scheitel des Vogels): 1. (veraltet) aus
[früh]christlichen Glaubenslehre, bes. das Glaubensbe
Erzen ausgeschmolzener Metallklumpen. 2. Singvogeigatkenntnis. relgullär {aus spätlat. regularis „einer Regel ge
tung, zu der das Winter- u. das Sommergoldhähnchen ge
mäß“ zu lat. regula „Richtholz, Regel“, dies zu regere (vgl.
hören
regieren); vgl. ...är): 1. der Regel gemäß; vorschriftsmä Relgur der; -s (über engl. regur aus gleichbed. Hindi regar):
ßig; üblich, gewöhnlich; Ggs. tirregulär; reguläres Sys
Schwarzerde in Südindien
tem: Kristallsystem mit drei gleichen, aufeinander senk Re|gur|gi|ta|ti|on die; -, -en (zu Tre..., lat. gurges, Gen.
recht stehenden Achsen (Mineral.); reguläre Truppen: ge
gurgitis „Strudel, Flut" u. T...ation): 1. das Hochwürgen
mäß dem Wehrgesetz eines Staates aufgestellte Truppen;
von flüssiger Nahrung aus dem Kropf bei manchen Tieren
1159
zur Weitergabe an Artgenossen od. Jungtiere (Biol.). 2.
das unmittelbare Zurückströmen von flüssigen od. festen
Nahrungsmitteln im Verdauungstrakt (z. B. von der Spei
seröhre in die Mundhöhle; Med.)
Re|ha die; -, -s: Kurzform von ÎRehabilitation (1). Relhabiililtand der; -en, -en <aus mlat. rehabilitandus „in den
früheren Stand wieder Einzusetzender“, Gerundivum von
rehabilitare, vgl. rehabilitieren): jmd., dem die Wiederein
gliederung in das berufliche u. gesellschaftliche Leben er
möglicht werden soll. Re|ha|bi|li|tan|din die; -, -nen:
weibliche Form zu tRehabilitand. Relha|bi|li|ta|ti|on
die; -, -en (aus mlat. rehabilitatio „das Wiederherstellen
(eines Zustandes)“ zu rehabilitare, vgl. rehabilitieren,
Bed. 1 nach gleichbed. engl. rehabilitation): 1. [Wie
dereingliederung eines Kranken, körperlich od. geistig
Behinderten in das berufliche u. gesellschaftliche Leben.
2. svw. Rehabilitierung (1); vgl. ...ation/,..ierung. Relhabi|li|ta|ti|ons|kli|nik die; -, -en: der Rehabilitation (1)
von Kranken dienende Klinik. Relha ! bi I li Ita |ti Ions Ipädagogik* die; Zweig der ÎPädagogik, der sich mit der
Entwicklung, Erziehung u. Bildung körperlich od. geistig
behinderter Kinder bzw. Jugendlicher befasst. Relhalbilitaltionstraining das; -s: körperliche Übungen zur
Wiederherstellung ursprünglicher Leistungsfähigkeit
nach Verletzung od. Erkrankung. Re|ha|bi|li|talti|onszenltrum* das; -s, ...ren: der Rehabilitation ( 1 ) dienende
Einrichtung, relhaIbilli Italtiv (nach gleichbed. engl. re
habilitative): (selten) die Rehabilitation betreffend, ihr
dienend. re|ha|bi|li|tie|ren (aus mlat. rehabilitare „in
den früheren Stand, in die früheren Rechte wieder einset
zen“, zu Tre... u. habilitare (vgl. habilitieren), Bed. 1 nach
gleichbed. fr. réhabiliter. Bed. 2 nach gleichbed. engl. to re
habilitate): l.jmds. od. sein eigenes soziales Ansehen wie
derherstellen, jmdn. in frühere [Ehrenrechte wieder ein
setzen. 2. einen durch Krankheit od. Unfall Geschädigten
durch geeignete Maßnahmen wieder in die Gesellschaft
eingliedern. Re|halbi|li|tie|rung die: -, -en (zu T...ierung): 1. Wiederherstellung des sozialen Ansehens, Wie
dereinsetzung in frühere [Ehren]rechte. 2. svw. Rehabili
tation (1); vgl. t...ation/...ierung. Relhalklilnik die; -,
-en: Kurzform von ÎRehabilitationsklinik
Relhaut [rə'o:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. rehaut, dies zu
rehausser „erhöhen; (Licht od. Farbe) hervortreten las
sen“ (zu haut „hoch“)): Erhöhung, lichte Stelle auf Gemäl
den
Relhalzenltrum* das: -s, ...tren: Kurzform von TRehabilitationszentrum
Re|hy|dra|ta|ti|on* die; -, -en (zu Tre..., THydrat u. T ...ation): Zufuhr von Salzlösung zum Ausgleich eines Flüssig
keitsmangels (z.B. bei Durchfall; Med.). Re|hy|dra|tisa ti on die; -, -en (zu T...isation): bei getrockneten 1 Pro
dukten (1) die Wiederaufnahme von Wasser (Lebensmit
telindustrie)
Rejlbach der: -s (aus gleichbed. jidd. réwech zu hebr. rewah): unverhältnismäßig hoher Gewinn
Re|i|fi|ka|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. engl. reification
(zu lat. res, Gen. rei „Sache, Ding“; vgl. ...fikation)): Vergegenständlichung,
Konkretisierung. relilfilzielren
(nach gleichbed. engl. to reify; vgl. ...fizieren): eine Reifikation vornehmen
Reilki [re:kɪ] das: -s (aus jap. rei-ki „universale Lebensener
gie“): alte japan. Heilkunst, die durch Händeauflegen ver
sucht, die nach ihrer Auffassung unerschöpfliche Lebens
energie des 1 Universums für revitalisierende u. heilende
Wirkung auf Körper, Seele u. Geist nutzbar zu machen
Re|im|plan|ta|tilon* die; -, -en (zu Tre... u. Tlmplantation): Wiedereinheilung, Wiedereinpflanzung (z. B. von ge
zogenen Zähnen; Med.). re|im|plan|tie|ren: wieder ein
pflanzen, eine Reimplantation vornehmen (Med.)
rei vindicatio
der; -[e]s, -e (zu Tre... u. Timport): Wiederein
fuhr ausgeführter Güter. Re|im|por|talti|on die; -, -en
(zu T...ation>: svw. Reimport, relimlporltielren: ausge
führte Güter wieder einführen
Rei|ne|clau|de [rɛ:nə klo:də] vgl. Reneklode. Reilnetlte
[rɛnɛtə] vgl. Renette
Relinlfarkt der; -[e]s, -e (zu Îre... u. T Infarkt): wiederholter
TInfarkt (Med.)
Re|in|fek|ti|on zfe; -, -en (zu Tre... u. TInfektion): Wieder
ansteckung [mit den gleichen Erregern] (Med.), relinlfizielren: mit den gleichen Erregern erneut infizieren
(Med.)
Re|in|force|ment [ri:m'fɔ:smənt] das; -s (aus gleichbed.
engl. reinforcement zu to reinforce „verstärken“, zu re(vgl. re...) u. enforce „(mit Nachdruck) geltend machen“,
dies aus altfr. enforcier, vgl. Renforcé): das, was das T2Habit schafft, stärkt od. bekräftigt (z. B. Lob u. Erfolgsbestä
tigung; Psychol.)
re|in|fun|die|ren (zu Îre... u. Îinfundieren): Flüssigkeiten,
insbes. Blut, dem Organismus wieder zuführen (Med.).
Re|in|fu|si|on die: -, -en: intravenöse Wiederzuführung
von verlorenem od. vorher dem Organismus entnomme
nem, noch nicht geronnenem Blut in den Blutkreislauf
(Med.)
Relinlkaijnaltilon die; -, -en (zu Tre... u. TInkarnation):
Übergang der Seele eines Menschen in einen neuen Kör
per u. eine neue Existenz (in der buddhistischen Lehre von
der Seelenwanderung)
Relinlserltilon die; -, -en (zu Tre... u. lat. insertio „die Ein
fügung, das Einpfropfen“): operatives Wiederannähen ei
ner durchtrennten Muskelsehne am Knochen (Med.)
Relinlstalllaltilon* die; -, -en (zu Tre... u. TInstallation):
Wiedereinsetzung (in ein Amt), relinlstalllielren: (in ein
Amt) wieder einsetzen
Re|in|te|gra|ti|on* die; -, -en (zu Tre... u. TIntegration): 1.
svw. Redintegration (2). 2. Wiedereingliederung. 3. (ver
altet) Wiederherstellung, relinltelgrielren: wieder ein
gliedern
Re|inlter|ven|ti|on [,..v...J die; -, -en (zu tre... u. ÎInter
vention): wiederholter therapeutischer od. vorbeugender
Eingriff (Med.)
Relin|ver|si|on [...v...] die; -, -en (zu Tre... u. TInversion):
Zurückstülpung eines ausgestülpten Organs in die norma
le Lage (z. B. der nach einer Entbindung ausgestülpten Ge
bärmutter; Med.)
relinlvesltielren [,..v...] (zu Tre... u. Î investieren): frei wer
dende Kapitalbeträge erneut anlegen (Wirtsch.). Relinves|ti|ti|pn ife; -, -en: erneute Bindung frei gewordener
Investitionsmittel zur Anschaffung od. Herstellung neuer
Produktionsanlagen (Wirtsch.)
Reis [port, rɛiʃ] : Plur. von ÜReal
Re lislmus der; - (zu lat. res, Gen. rei „Sache, Ding“ u.
T...ismus (1)): von R. Carnap (1891-1970) vertretene er
kenntnistheoretische Position, die eine mit der Alltags
sprache identische Dingsprache zu schaffen sucht (Phi
los.)
Relissue [ri:'ɪʃu:] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. reissue zu
re- (vgl. re...) u. issue „Ausgabe“): Wiederherausgabe (ei
nes Buches o.Ä.)
Re|i|te|ra|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. nlat. reiteratio zu
lat. reiterare, vgl. reiterieren): (veraltet) Wiederholung.
re|ilte|ra|tiv (zu T...iv): (veraltet) wiederholt. re|i|te|retur {lat.; 3. Pers. Sing. Präs. Konj. Pass, von reiterare, vgl.
reiterieren): es werde erneuert (Hinweis auf Rezepten);
Abk.:reit. re|i|te|rie|ren (aus gleichbed. lat. reiterare zu
Tre... u. iterare „zum zweiten Mal tun“): (veraltet) wieder
holen
rei vinldilcaltio [- vmdik...] {lat.; vgl. Vindikation): An
spruch auf Herausgabe einer Sache (Rechtsw.)
Relimlport
Reizianum
...na (nlat.; nach dem dt. Gelehrten F.
W. Reiz (1733-1790)): antikes lyrisches Versmaß (Kurzvers)
Reljekltilon die; -, -en (aus lat. reiectio „das Zurückwer
fen“ zu reicere, vgl. rejizieren): 1. Abstoßung transplan
tierter Organe durch den Organismus des Empfängers
(Med. ). 2. (selten) Abweisung, Verwerfung (eines Antrags,
einer Klage; Rechtsw.). Reljekltolrilum das; -s, ...ien
[,,,iən] (zu t...orium): abweisendes Revisionsurteil
(Rechtsw.). reljilzielren (aus lat. reicere „zurückwerfen,
-weisen; abweisen“): (einen Antrag, eine Klage o. Ä.) ver
werfen, abweisen (Rechtsw.)
Réljoulislsance [reʒui'sa:s] die; -, -n [...sn] (ausfr. réjouis
sance „Fröhlichkeit“ zu réjouir „erfreuen, erheitern“, dies
zu ré- (vgl. re...) u. jouir „Freude empfinden“ (über galloroman. gaudire aus lat. gaudere „sich freuen“)): scherzo
artiger, schneller Satz einer Suite (17. u. 18. Jh,; Mus.)
Relju|ve|na|ti|on [...v...] die; -, -en (zu Îre... u. mlat. iuvenatus, Part. Perf. von iuvenari „jung werden“): Verände
rung des Mineralinhalts eines Erzgangs durch jüngere, hei
ßere Erzlösungen infolge Reaktivierung des Magmaherdes
(Geol.). Reljulvelneslzenz rZze; - (zu lat. iuvenescere
„wieder jung werden“ u. T...enz): (veraltet) Verjüngung
Relkaldenz die; -, -en (aus nlat. recadentia „Rückfall“ zu
lat. recidere „zurückfallen“): (veraltet) 1. Rückfall eines
Rechtes an den früheren Besitzer (Rechtsw.). 2. Krank
heitsrückfall (Med.)
Re|ka|les|zenz die; - (zu lat. recalescere „wieder warm
werden“ u. t...enz>: Wiedererwärmung, -erhitzung
(Chem.)
Re ka na lßsa ti on die; -, -en (zu Tre... u. TKanalisation):
svw. Rekanalisierung; vgl. ...ation/...ierung. Re|ka|nallisielrung die; -, -en: Wiederherstellung einer Gefäßlich
tung durch chirurgische Beseitigung eines Verschlusses
(z. B. bei Thrombose; Med.); vgl. ...ation/...ierung
Re kan taiti on die; -, -en (aus gleichbed. nlat. recantatio
zu lat. recantare, vgl. rekantieren): (veraltet) Widerruf,
relkanltielren (aus gleichbed. lat. recantare): (veraltet)
widerrufen
Re|kalpi|tu|lalti|on die; -, -en (aus spätlat. recapitulatio
„Zusammenfassung“ zu recapitulare, vgl. rekapitulieren):
1. das Rekapitulieren. 2. das Rekapitulierte. 3. gedrängte
Wiederholung der Stammesentwicklung (von der vorge
burtlichen Entwicklung der Einzelwesen; Biol.). Relkapitulationstheorie die; -: 1. svw. biogenetisches
Grundgesetz; vgl. biogenetisch. 2. eine von Irenäus von
Lyon Ende des 2. Jh.s entwickelte Lehre über die Zusam
menfassung der Heilsgeschichte in Jesus Christus
(Theol.). relkalpiltullielren (aus gleichbed. spätlat. reca
pitulare zuT re... u. lat. capitulum, vgl. Kapitel (1)): a) wie
derholen, noch einmal zusammenfassen; b) in Gedanken
durchgehen, sich noch einmal vergegenwärtigen
Re|kau|les|zenz die; - (zu t re..., gr. kaulós „Stängel, Stiel“
u. t,,,enz): das Entlangwachsen eines Pflanzenteiles an ei
nem anderen (z.B. bei Lindenblüten; Bot.)
Relkeltilry [...ri] die (Plur.) (aus russ. reketiry, Plur. von reketir „Gangster, Erpresser“, dies aus engl. racketeer, vgl.
Racketeer): 1. mit Mafiamethoden arbeitende russ. Ver
brecher- od. Erpresserbanden. 2. Angehörige dieser Ban
den
Relklalmant* der; -en, -en (zu lat. reclamans, Gen. recla
mantis, Part. Präs, von reclamare, vgl. reklamieren): jmd.,
der Einspruch erhebt, Beschwerde führt (Rechtsw.). Reklalmante die; -, -n: svw. 'Kustode (1). Re klaima tion die: -, -en (aus lat. reclamatio „das Gegengeschrei, das
Neinrufen“): Beanstandung, Beschwerde. Relklalme
die; -, -n (Plur. selten) (aus gleichbed. fr. rédame, eigtl.
„das Ins-Gedächtnis-Rufen“, zu älter fr. reclamer „zu
rückrufen“, dies aus lat. reclamare, vgl. reklamieren):
Reilzilalnum das; -s,
1160
Werbung; Anpreisung [von Waren zum Verkauf]; mit et
was Reklame machen: sich einer Sache rühmen, mit etwas
prahlen, relklalmielren (aus lat. reclamare „dagegen
schreien, widersprechen“): 1. [zurückjfordern, für sich be
anspruchen. 2. wegen irgendwelcher Mängel beanstanden,
Einspruch erheben, Beschwerde führen
Re klüna ti on* die; -, -en (aus spätlat. reclinatio „das Zu
rückbeugen“ zu lat. reclinare „zurückbeugen“): das Zu
rückbiegen der verkrümmten Wirbelsäule, die darauf in ei
nem Gipsbett in dieser Stellung fixiert wird (Med.)
re|klu|di_e|ren* (aus gleichbed. lat. recludere): (veraltet)
aufschließen, öffnen: einschließen. Relklulsen die (Plur.)
(aus mlat. reclusi „Eingeschlossene“, substantivierter
Plur. von lat. reclusus, Part. Perf. von recludere, vgl. rekludieren): svw. Inklusen. Relklulsilon die; - (aus gleich
bed. lat. reclusio): (veraltet) Abgeschlossenheit
Relkoldielrung vgl. Recodierung
Relkolgiltaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. recogitatio
zu recogitare, vgl. rekogitieren): (veraltet) Erwägung,
Überlegung. re|ko|gi|tie|ren (aus gleichbed. Zat. recogi
tare zu Tre... u. cogitare „be-, nachdenken, überlegen“):
(veraltet) [wieder] erwägen; überlegen
Re|ko|gni|ti|on* die; -, -en (aus lat. recognitio „das Wiedere kennen, Prüfung“ zu recognoscere, vgl. rekognoszie
ren): (veraltet) [gerichtliche od. amtliche] Anerkennung
der Echtheit einer Person, Sache od. Urkunde (Rechtsw.).
relkolgnoslzielren (aus lat. recognoscere „wieder er
kennen; durchsehen, prüfen“): 1. die Echtheit einer Per
son, Sache od. Urkunde [gerichtlich od. amtlich] anerken
nen. 2. (scherzh.) auskundschaften. 3. (Schweiz., sonst
veraltet) [Stärke od. Stellung des Feindes] erkunden, auf
klären (Mil.). Relkolgnoslzielrung die; -, -en (zu
T...ierung>: 1. Erkundung. 2. Identifizierung
Relkollleklten die (Plur.) (aus kirchenlat. recollecti „geis
tig Erneuerte“, Plur. von lat. recollectus, Part. Perf. von
recolligere, vgl. rekolligieren): monastische Reformrich
tungen vor allem in Italien, Spanien u. Frankreich, die sich
durch die Betonung von strenger Askese, Armut u. Kon
templation auszeichneten. Relkolllekitilon die; - (aus
gleichbed. kirchenlat. recollectio): Sammlung des Geistes
zu religiösen Betrachtungen. re|kol|lilgie|ren (aus
gleichbed. lat. recolligere zu Tre... u. colligere „sam
meln“): (veraltet) sich [zu religiösen Betrachtungen] sam
meln. Relkolte [re'kɔlt] die: -, -n [...tn] (aus gleichbed. fr.
récolte, dies aus it. ricolta zu ricogliere „ernten“, dies aus
lat. recolligere, vgl. rekolligieren): (veraltet) Ernte
re|kom|bilnant (zu T re... u. spätlat. combinans, Gen. com
binantis, Part. Präs, von lat. combinare „vereinigen“):
durch Rekombination entstanden (z.B. Arzneimittel;
Med.). Re|kom!bi|nsn|te die; -, -n: durch Rekombinati
on entstehende neue Genkombination (Biol.). Relkombi na tilon die; -, -en: 1. Wiedervereinigung der durch
t Dissoziation od. T Ionisation gebildeten, entgegengesetzt
elektrisch geladenen Teile eines Moleküls bzw. eines posi
tiven Ions mit einem Elektron zu einem neutralen Gebilde
(Chem., Phys.). 2. Bildung einer neuen Kombination der
Gene im Verlauf der T Meiose (Biol.)
Re|kom|manlda|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. fr. recom
mandation zu recommander, vgl. rekommandieren): (ver
altet) 1. Empfehlung. 2. Einschreiben (Postw.). relkommanldieren (aus gleichbed. fr. recommander zu re- (vgl.
re...) u. lat. commendare „anvertrauen“): 1. (veraltet,
landsch.) empfehlen; einschärfen. 2. (österr.) einschreiben
lassen (Postw.); vgl. recommandé
Re|kom|pa|ra|ti|on die;-, -en (zu Tre... u. TKomparation):
Wiedererwerbung, -kauf
Relkomlpaltilbilliltät die; - (zu Tre... u. Î Kompatibilität):
Fähigkeit des Farbfernsehempfängers, auch SchwarzWeiß-Sendungen wiederzugeben
1161
die: -, -en (über gleichbed. engl. recompense
aus (mittel)fr. récompense zu récompenser, dies aus spät
lat. recompensare, vgl. rekompensieren): das Rekompensieren (1), Reikompensation die: -, -en (aus spätlat.
recompensatio „die Wiederausgleichung“): 1. svw. Re
kompens (Wirtsch.). 2. Wiederherstellung des Zustands
der Kompensation (Med.). re|kom|pen|sie|ren (aus
spätlat. recompensare „wieder ausgleichen“): 1. entschä
digen (Wirtsch.). 2. den Zustand der Kompensation wie
derherstellen (Med.)
Re|kom|po|si|ti|on die; -, -en (zu Tre... u. tKomposition):
Vorgang der Neubildung eines zusammengesetzten Wor
tes, bei der auf die ursprüngliche Form eines Kompositi
onsgliedes zurückgegriffen wird (z.B. lat. commendare,
aber/r. commander zu lat. mandare; Sprachw.).Re|kompoisi tum das; -s, ...ta: durch Rekomposition gebildetes
zusammengesetztes Wort (Sprachw.)
re|kon!sti|tu|ie|ren*(zu Tre... u. lat. constituere, vgl. kon
stituieren): (veraltet) wieder herstellen; in die Rechte eines
anderen einsetzen. Re|kon|sti|tulti|on die:-,-en: 1. (ver
altet) Wiederherstellung; Übertragung der Rechte eines
anderen. 2. Verschmelzung von einzelnen Zellfragmenten
mit kernlosen od. ganzen Zellen zu neuen Zellen; Wieder
anfeuchtung nach vorheriger konservierender Austrock
nung (Biol.)
rekon stru ie ren* (nach/r. reconstruire „wieder aufbau
en“ zu re- (vgl. re...) u. construire, dies aus lat. construere,
vgl. konstruieren): 1. den ursprünglichen Zustand wieder
herstellen od. nachbilden. 2. den Ablauf eines früheren
Vorgangs od. Erlebnisses in den Einzelheiten darstellen,
wiedergeben. 3. (regional) zu größerem [wirtschaftlichem]
Nutzen umgestalten u. ausbauen, modernisieren. Rekonistruierung die; -, -en (zu f...ierung>: svw. Rekon
struktion (1 a, 2 a); vgl. ...ation/...ierung. relkonlstruktaibel (zu tRekonstruktion u. î...abel): nachvollziehbar
(z. B. vom Ablauf von Ereignissen); darstellbar. Relkonstruk ti on die; -, -en (nach gleichbed. fr. reconstruction
zu re- (vgl. re...) u. construction, vgl. Konstruktion): 1. a)
das Wiederherstellen, Wiederaufbauen, Nachbilden; b)
das Wiederhergestellte, Wiederaufgebaute, Nachgebilde
te. 2. a) das Wiedergeben, Darstellen eines Vorgangs in sei
nen Einzelteilen; b) detaillierte Wiedergabe, Darstellung.
з. (regional) wirtschaftliche Umgestaltung, Modernisie
rung; vgl. ...ation/...ierung. relkonlstrukltiv (zu t,,,iv):
1. im Sinne, zum Zweck einer Rekonstruktion. 2. wieder
herstellend (z.B. von der Chirurgie, von Plastiken; Med.)
re|kon|va|les|zent [,..v...] (aus spätlat. reconvalescens,
Gen. reconvalescentis, Part. Präs, von reconvalescere, vgl.
rekonvaleszieren): sich im Stadium der Genesung befin
dend. Relkonlvalleslzent der; -en, -en: Genesender.
Relkon|va|les|zenlten|selrum das; -s, Plur. ...ra u.
...ren: aus dem Blut Genesender gewonnenes, Antikörper
gegen die überwundene Krankheit enthaltendes Serum.
Relkonlvalleslzenltin die: -, -nen: weibliche Form zu
t Rekonvaleszent. Relkonlvalleslzenz die: - (zu Î ...enz):
a) Genesung; b) Genesungszeit. re|kon|va|les|zie|ren
(aus spätlat. reconvalescere „wieder erstarken“): sich auf
dem Weg der Besserung befinden, genesen
Re|kon|zi|li|altilon die; -, -en (aus lat. reconciliatio „Wie
derherstellung, Versöhnung“ zu reconciliare, vgl. rekonziliieren): 1. Wiederaufnahme eines aus der kath. Kirchen
gemeinschaft od. einer ihrer Ordnungen Ausgeschlosse
nen. 2. erneute Weihe einer entweihten kath. Kirche, rekonzillilieren (aus gleichbed. lat. reconciliare zu Tre...
и. conciliare „zusammenbringen, geneigt machen“): (ver
altet) wieder vereinigen, aussöhnen
Relkprd der; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. record, eigth
„Aufzeichnung; Urkunde“, zu to record „(schriftlich) auf
zeichnen“, dies über altfr. recorder aus lat. recordari, vgl.
Reikom pens
Rektalgie
rekordieren): 1. [anerkannte] sportliche Höchstleistung. 2.
Höchstmaß; etwas, was es in diesem Ausmaß noch nicht
gab. Relkorlder, auch Recorder [...k..„ auch ri'kɔr...] der:
-s, - (aus gleichbed. engl. recorder zu to record, vgl. Re
kord): 1. Gerät zur elektromagnetischen Aufzeichnung u.
Wiedergabe von Bild- u./od. Tonsignalen. 2. Drehspul
schnellschreiber im Funkdienst, Î Undulator, relkorldieren (aus gleichbed. lat. recordari zu Îre... u. cor, Gen. cordis „Herz"): (veraltet) erinnern, in Gedanken wiederho
len; sich erinnern. Re|kord|in|ter|na|ti|o|na|le der u.
die; -n, -n (zu Î Rekord u. t internationale): Nationalspie
ler mit den meisten Einsätzen in Länderspielen (Sport)
Re|kre|a|ti|on* die: -, -en (aus lat. recreatio „Wiederher
stellung, Erholung" zu recreare, vgl. rekreieren): (veraltet)
a) Erfrischung; b) Erholung. re|kre|a|tiv (zu lat. recrea
tus (Part. Perf. von recreare, vgl. rekreieren) u. t...iv):
(veraltet) a) erfrischend; b) Erholung verschaffend
Re|kre|di|tiv* das: -s, -e [,,,və] (zu tre... u. tKreditiv): die
schriftliche Bestätigung des Empfanges eines diplomati
schen Abberufungsschreibens durch das Staatsoberhaupt
relkrelielren* (aus lat. recreare „wiederherstellen, sicher
holen“): (veraltet) erfrischen, erquicken, Erholung ver
schaffen
Relkret* das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu lat. re- (vgl. re...) u.
cretum, Part. Perf. (Neutrum) von cernere „(entschei
den“, Analogiebildung zu ÎSekret): von der Pflanze auf
genommener mineralischer Ballaststoff, der nicht in den
pflanzlichen Stoffwechsel eingeht, sondern unverändert
in den Zellwänden abgelagert wird (Biol.). Re|kre|ti|on
die; -, -en (zu Î '...ion): das Wiederausscheiden von Rekreten (Biol.)
Relkrilmilnaltilon* die; -, -en (unter Einfluss von gleich
bed. fr. récrimination aus mlat. recriminado zu recrimina
re, vgl. rekriminieren): (veraltet) Gegenbeschuldigung,
Gegenklage (Rechtsw.). re kri milna tolrisch (unter
Einfluss von gleichbed. fr. récriminatoire aus mlat. recriminatorius): (veraltet) eine Gegenbeschuldigung enthal
tend (Rechtsw.). relkrilmilnielren (unter Einfluss von
gleichbed. fr. récriminer aus mlat. recriminare): den Klä
ger beklagen, Gegenklage erheben (Rechtsw.)
Relkrisltal|li|salti|on* die; -, -en (zu tre... u. ÎKristallisa
tion): 1. Änderung des Kristallgefüges, vor allem bei kalt
verformten metallischen Werkstoffen, durch Wärmebe
handlung. 2. Neu- bzw. Umkristallisation des Mineralbe
standes eines Gesteins bei der Metamorphose (4)
Reikrudeszenz* die; - (zu lat. recrudescere „wieder
schlimmer werden“ u. t...enz): Wiederverschlimmerung
[einer Krankheit] (Med.)
Relkrut* der; -en, -en (nach gleichbed. fr. recrue, eigtl.
„Nachwuchs (an Soldaten)“, zu recroître „nachwachsen“,
dies aus lat. recrescere): Soldat in der Grundausbildung,
relkrultielren (aus gleichbed. fr. recruter): 1. Rekruten
ausheben, mustern. 2. a) zusammenstellen, zahlenmäßig
aus etwas ergänzen, beschaffen; b) sich -: sich zusammen
setzen, sich bilden [aus etwas].Relkrultielrung die: -, -en
(zu t...ierung): 1. das Rekrutieren (1). 2. Beschaffung u.
Auswahl od. die herkunftsmäßige Zusammensetzung der
Mitglieder von Gruppen, Organisationen, sozialen
Schichten. Re|kru|tie|rungs|sys|tem das: -s, -e: das in
der Wehrverfassung eines Staates festgelegte System der
Bestandssicherung des Personals für die Streitkräfte
rekt..., Rekt... vgl. rekto..., Rekto... Reklta: Plur. von
ÎRektum. Rekltalinldoslsalment das; -[e]s, -e u. Rekta klau sel die; -, -n (zu/ɑt. recta (via) „auf geradem (We
ge)“): Vermerk auf einem Wertpapier, der die Übertra
gung des Papiers verbietet („nicht an Order“), rekltal
(aus gleichbed. nial, rectalis zu ÎRektum u. t'...al (1)): a)
den Mastdarm betreffend; b) durch den, im Mastdarm er
folgend (Med.). Rekltallgie* die; -, ...ien (zu t rekto... u.
1162
rektalisieren
î...algie): Schmerz im Mastdarm (Med.). rek|ta|lilsieren (zu trektal u. T...isieren): [ein Großtier als Tierarzt]
untersuchen, wobei vom Mastdarm aus die umliegenden
Beckenorgane abgetastet werden (Tiermed.). Rekltalnar|ko|se die; -, -n: Allgemeinbetäubung durch einen
Darmeinlauf (Med.). Rekltalltemlpelraltur die; -, -en:
die im Mastdarm gemessene Körpertemperatur (Med.).
Rekltanlgel* das; -s, - (zu lat. reet(i)angulum, Neutrum
von reet(i)angulus, vgl. rektangulär): (veraltet) Rechteck.
rek|tan|gu|lär* (zu gleichbed. lat. reet(i)angulus (dies zu
rectus „gerade“ u. angulus „Winkel“) u. t...är): (veraltet)
rechtwinklig. Rekltalpalpier das; -s, -e (zu /ɑt. recta
(via), vgl. Rektaindossament): auf den Namen einer be
stimmten Person ausgestelltes u. nicht übertragbares
Wertpapier. Rekltalscheck der; -s, -s: Scheck, der eine
t Rektaklausel enthält u. deshalb nicht übertragbar ist.
Rekltaslzenlsilon* <rie; -, -en (nach lat. ascensio recta
„gerades Aufsteigen“): gerade Aufsteigung, eine der bei
den Koordinaten im äquatorialen astronomischen Koor
dinatensystem. Rekltalwechlsel der; -s, - (zu lat. recta
(via), vgl. Rektaindossament): Wechsel, der eine ÎRekta
klausel enthält u. deshalb nicht übertragbar ist. reklte vgl.
recte. Rekltüfilkatrto; -[e]s, -e (zu trektifizieren u. Î ...at
(l)): durch Rektifikation (3) gewonnene Fraktion (2;
Chem.). Rekltilfilkaitilondze; -, -en (zu î'...ion): 1. (ver
altet) Berichtigung, Zurechtweisung. 2. Bestimmung der
Länge einer Kurve (Math.). 3. Trennung von Flüssigkeits
gemischen durch wiederholte Destillation (z. B. zur Reini
gung von Benzin, Spiritus o.Ä.; Chem.). rek|ti|fi|zie|ren
(aus mlat. rectificare „berichtigen“ zu lat. rectus „gerade,
richtig“ u. t ...fizieren): 1. (veraltet) berichtigen, zurecht
weisen. 2. die Länge einer Kurve bestimmen (Math.). 3.
ein Flüssigkeitsgemisch durch wiederholte Destillation
trennen (z.B. zur Reinigung von Benzin, Spiritus o.Ä.;
Chem.). Rekltilgn die; -, -en (aus lat. rectio „Regierung,
Leitung“ zu regere, vgl. regieren): Eigenschaft eines
Verbs, Adjektivs od. einer Präposition, den Î Kasus (2) ei
nes abhängigen Wortes im Satz zu bestimmen. Reklto
das; -s, -s (aus lat. recto (folio) „auf der rechten (Seite)“):
Vorderseite eines Blattes in einem Papyrus, einer Hand
schrift, einem Buch; Ggs. 1 Verso, reklto..., Reklto...,
vor Vokalen meist rekt..., Rekt... (zu ÎRektum): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Mastdarm“, z.B. rektoskopisch, Rektozele, Rektalgie. Rekltorder; -s, ...oren
(aus gleichbed. mlat. rector zu lat. rector „Leiter, Lenker“,
dies zu regere, vgl. regieren): 1. Leiter einer Hochschule. 2.
Leiter einer Grund-, Haupt-, Sonder- od. Realschule. 3.
kath. Geistlicher an einer Nebenkirche, einem Seminar
o.Ä. Rekltolratito; -[e]s, -e (aus mlat. rectoratus „Amt,
Würde od. Wohnung eines Geistlichen od. Rektors“): 1. a)
Amt eines Rektors; b) Amtszimmer eines Rektors; c)
Amtszeit eines Rektors. 2. Verwaltungsgremium, dem der
Rektor, die Prorektoren u. der Kanzler angehören. Rektolrinrfie; -, -nen: weibliche Form zu T Rektor (1, 2). Rektolskop*das; -s, -e (zu îrekto... u. î...skop): Mastdarm
spiegel (Med.). Rek|to|sko|pie* die; -, ...ien (zu T...skopie): Untersuchung des Mastdarms mit dem Rektoskop
(Med.), rekltolskglpisch*: a) die Rektoskopie betref
fend; b) mithilfe von Rektoskopie erfolgend. Rekltolze\edie; -, -n (zugr. kêlë „Geschwulst; Bruch“): Mastdarm
vorfall (Med.). Rek tum das; -s, Rekta (gekürzt aus lat.
intestinum rectum „Mastdarm“, eigtl. „gestreckter, gera
der Darm“, vgl. recte): Mastdarm (Med.)
re|kul|ti|vie|ren [,..v...J (zu Tre... u. Tkultivieren): [durch
Bergbau] unfruchtbar gewordenen Boden wieder kultivie
ren, als Kulturland nutzen. Relkulltilvielrungrf/e; -, -en:
Wiederherstellung der Bodenfruchtbarkeit in einem durch
Eingriffe des Menschen [vorübergehend] zerstörten Teil
der Landschaft (Tagebau, Müllkippen)
die; - (aus lat. recuperatio „Wiederge
winnung“ zu recuperare „wiedererlangen“): 1. Verfahren
zur Vorwärmung von Luft durch heiße Abgase (Techn.). 2.
Rückgewinnung von Territorien aufgrund verbriefter
Rechte (Gesch.). Relkulpelraltor der; -s, ...oren (zu
T...or): Vorwärmer (in technischen Feuerungsanlagen)
Relkuijrenslfielber das; -s (zu /ɑt. recurrens, vgl. rekur
rent): durch Insekten übertragbare Infektionskrankheit
mit wiederholt (nach fieberfreien Tagen) auftretenden
Fieberanfällen; Rückfallfieber, relkurlrent (aus lat. re
currens, Gen. recurrentis „zurückkehrend“, Part. Präs,
von recurrere, vgl. rekurrieren): svw. rekursiv. Relkurrenzɪfe: - (aus engl. recurrence, eigtl. „Wiederholung“):
svw. Rekursivität. relkurjrielren (z.T. unter Einfluss von
fr. recourir aus gleichbed. lat. recurrere, eigtl. „zurücklau
fen“): 1. Bezug nehmen, auf etwas zurückgreifen. 2. (österr., sonst veraltet) Beschwerde, Berufung einlegen gegen
gerichtliche Urteile od. Verwaltungsakte (Rechtsw.). rekurlrierend (zu T...ierend): wiederholt auftretend (von
Krankheiten; Med.). Relkursz/er; -es, -e (z.T. unter Ein
fluss von gleichbed. fr. recours aus lat. recursus „Rück
lauf, Rückkehr“): 1. Rückgriff auf etwas, Bezugnahme],
2. Einspruch, Beschwerde gegen gerichtliche Entschei
dungen od. Verwaltungsakte (Rechtsw.). Relkurlsilon
i/ze; - (aus spätlat. recursio „das Zurückläufen“, zu lat. re
cursus, Part. Perf. von recurrere, vgl. rekurrieren): 1. De
finition eines Problems od. eines Verfahrens durch sich
selbst (Informatik, EDV). 2. die Zurückführung einer zu
definierenden Größe od. Funktion auf eine (od. mehrere)
bereits definierte (Math.). 3. svw. Rekursivität. relkursiv(zu Î ...iv, Bed. 2 über eng/. recursive): 1. zurückgehend
(bis zu bekannten Werten; Math.). 2. Rekursivität zei
gend. Relkuijsilviltät [...v...] die; - (zu t.-.ität): Eigen
schaft einer Grammatik, mit der nach bestimmten Forma
tionsregeln unendlich viele Sätze gebildet werden können
(d.h., die TKonstituenten eines jeden Satzes entsprechen
jeweils neuen Sätzen u. ihre Zahl kann beliebig erweitert
werden; Sprachw.)
Relku|sa|ti|on zZze; -, -en (aus gleichbed. lat. recusatio zu
recusare, vgl. rekusieren): (veraltet) Weigerung, Ableh
nung (z. B. gegenüber einem als befangen erachteten Rich
ter in einem Rechtsstreit; Rechtsw.). re|ku|sie|ren (aus
gleichbed. lat. recusare): (veraltet) ablehnen, verweigern
(Rechtsw.)
Reliais [rəlɛ:] das; - [,,,'lɛ:(s)], - [,,,'lɛ:s] (aus gleichbed. fr.
relais, eigtl. „(Pferde)wechsel, Station für den Wechsel
von (Post)pferden“, zu altfr. relaier „zurücklassen“): 1.
zum Ein- bzw. Ausschalten eines stärkeren Stromes be
nutzte Einrichtung, die durch Steuerimpulse von geringer
Leistung betätigt wird (Elektrot.). 2. (früher) a) Pferde
wechsel im Postverkehr; b) Station für den Postpferde
wechsel. 3. (früher) an bestimmten Orten aufgestellte klei
nere Reiterabteilung zur Überbringung von Befehlen u.
Meldungen. 4. Weg zwischen Wall u. Graben einer Fes
tung. Re laisldia gramm das; -[e]s, -e: zeichnerische
Darstellung der zeitlichen Vorgänge bei einem Relais (1).
Re lais sta ti on die; -, -en: 1. bei Wellen mit geradlini
ger Fortpflanzung Zwischenstelle zur Weiterleitung von
Fernseh- u. UKW-Tonsendungen vom Sender zum Emp
fänger. 2. (früher) Station für den Pferdewechsel im Post
verkehr u. beim Militär
Reliance [rə la:s] die; -, -n [,..sn] (aus gleichbed. fr. relance
zu relancer, „wieder beleben“, dies zu re- (vgl. re...) u. lan
cer, vgl. lancieren): (Schweiz.) das Wiederaufgreifen einer
politischen Idee
Re|la|pa|rolto|mie die; -, ...ien (zu Tre... u. TLaparotomie) : wiederholte operative Eröffnung der Bauchhöhle für
eine Nachoperation (Med.)
Rellaps der; -es, -e (zu lat. relapsus, Part. Perf. von relabi
Relkulpelraltilon
1163
Releaserfaktor
„zurückfallen“): Rückfall, das Wiederausbrechen einer
deshalb relative (1) Größen sind (Phys.). Re|la|tiv|proKrankheit nach vermeintlicher Heilung (Med.)
nolmen tos; -s, Plur. - u. ...mina (nach gleichbed. n/at.
Rella ta: Plur. von ÎRelatum
pronomen relativum): bezügliches Fürwort (z.B. der
re|lalti|nilsie|ren (zu tre... u. tlatinisieren): wieder in lat.
Mann, der ...). Re|la|tiv|satz tor; -es, ...sätze (zu t Rela
Sprachform bringen (z.B. Sextett aus it. sestetto;
tiv): durch ein Relativ eingeleiteter Gliedteilsatz, Bezugs
Sprachw.)
wortsatz (z. B. die Zeit, die dafür noch bleibt...: kennst du
Re la tilon die; -, -en (aus lat. relatio „Bericht(erstattung)“,
ein Land, wo es das noch gibt?). Rellaltilvum [...v...] das;
eigtl. „das Zurücktragen“, zu relatus, vgl. relativ): l.a)Be-s, ...va (aus to. (nomen) relativum „rückbezügliches
ziehung, in der sich [zwei od. mehrere] Dinge, Gegeben
(Wort)“): svw. Relativ. Rellaltor der: -s, ...oren (zu spät
heiten. Begriffe vergleichen lassen od. [wechselseitig] be
lat. relator „Berichterstatter“): mehrstelliger 1 Prädikator
dingen; b) nicht unabhängig, sondern in Beziehung, z.B.
(Logik, Philos.). Rellaltum das; -s, ...ta (zu /at. relatum,
zwischen den Elementen einer Menge stehend (Math.);
Neutrum von relatus, vgl. relativ): zweites Glied einer aus
Relation prim: teilerfremd (Math.); c) (veraltend) gesell
zwei Objekten bestehenden Relation, das dasjenige Ob
schaftliche, geschäftliche o.ä. Verbindung. 2. (veraltet)
jekt wiedergibt, auf das die Handlung gerichtet ist (z. B. in
Bericht, Mitteilung. 3. Rechtsgutachten. 4. Zurückschie
der Jäger schoss auf den Fuchs ist Fuchs das Relatum;
bung eines zugeschobenen Eides im Zivilprozess an den
Sprachw.); vgl. Referens
Gegner; Ggs. Î Delation (3). 5. regelmäßig befahrene Rellaunch [ri:'lo:nʧ] dem. das; -[e]s, -[e]s (aus gleichbed.
[Schifffahrtslinie, rellaltilolnal (zu T ’...al ( 1 )>: a) die Re
engl. relaunch zu re- (vgl. re...) u. to launch „in Gang set
lation betreffend ; b) in Beziehung stehend, eine Beziehung
zen“): (Werbespr.) 1. verstärkter Werbeeinsatz für ein
darstellend. Re|la|ti|o|nallislmus der; - (zu trelational
schon länger auf dem Markt befindliches Produkt. 2. neue,
bzw. Relation u. Î ...ismus (1)>: svw. Relativismus (1). Re
verbesserte Gestaltung für ein schon länger auf dem
ía Itiloinenllolgik die; - (zu TRelation): Teilgebiet der for
Markt befindliches Produkt, rellaunlchen (aus gleich
malen Logik, das die Beziehungen von Relationen zuei
bed. engl. to relaunch): (Werbespr.) einen Relaunch
nander untersucht. Rellaltilolnislmus der; - (zu Î...is
durchführen. re|laun|chie|ren (zu Î..deren): svw. remus (1)): svw. Relativismus. Re|la|ti|ons|adljekltiv das;
launchen
-s, -e [,,,və]: svw. Relativadjektiv (Sprachw.). reilaltiv Re la xans das; -, Plur. ...xanzien [,,,iən] u. ...xantia (zu lat.
[auch re:...] (über gleichbed./r. relatif aus spätlat. relativus
relaxans, Part. Präs, von relaxare, vgl. relaxieren): Arznei
„sich beziehend, bezüglich“ zu lat. relatus, Part. Perf. von
mittel, das eine Erschlaffung [der Muskeln] bewirkt. Rereferre, vgl. referieren): 1. ziemlich, verhältnismäßig, ver
lalxanltia u. Rellalxanlzilen [...ian]: Plur. von TRelagleichsweise, je nach dem Standpunkt verschieden; relati
xans. Rellalxaltilon die; - (aus lat. relaxatio „das Nach
ve [...va] Adresse: Bez. für den Adressteil eines Befehls, der
lassen, Abspannung; Erholung“): 1. Erschlaffung, Ent
nicht unmittelbar als 2Adresse (2) einer Speicherzelle in
spannung (bes. der Muskulatur; Med.). 2. Minderung der
terpretiert werden darf, sondern zunächst um einen kon
Elastizität (Phys.). 3. Wiederherstellung eines chem.
stanten Wert od. um den Inhalt eines Î Indexregisters zu
Gleichgewichts nach einer Störung (Chem.). Rellalxaltierhöhen ist (EDV). 2. bezüglich; relatives [...vas] Tempus:
onsldylnalmik die; -: Teilgebiet der Gasdynamik, das
sich mit der Untersuchung der in strömenden Gasen (z.B.
unselbstständiges, auf das Tempus eines anderen Gesche
hens im zusammengesetzten Satz bezogenes Tempus (z. B.
durch Relaxation) verursachten Effekte befasst. Rellaxaltilons meitholde die; -: 1. Näherungsverfahren zur
Plusquamperfekt; Sprachw.). Reilaltiv das; -s, -e [...va]
Auflösung einer Gleichung (Math.). 2. Verfahren zur Er
(verkürzt aus tRelativum): a) Oberbegriff für tRelativ
pronomen u. tRelativadverb; b) svw. Relativpronomen.
reichung eines stabilen seelischen Gleichgewichts (z.B.
autogenes Training; Psychol.). Re|la|xa|ti|ons|zeit die;
Rellaltilva [...va]: Plur. von tRelativum. Rellaltivlad-, -en: Zeitspanne, innerhalb der eine Reizerregung aus
jekltiv das; -s, -e [...va]: Adjektiv, das eine allgemeine Be
klingt (Biol.). rellaxed [ri'lekst] (aus gleichbed. engl. re
ziehung ausdrückt u. in der Regel nicht steigerungsfähig
laxed): gelöst, zwanglos, rellalxen [ri’lsksn] (nach gleich
ist (z.B. chronologisch, orchestral, väterlich: das väterli
che Haus; Sprachw.). Rellaltivladlverb das; -s, -ien
bed. engl. to relax, dies aus lat. relaxare zu laxus „schlaff,
locker“, vgl. lax): sich körperlich entspannen, sich nach ei
[,,,iən]: bezügliches Umstandswort (z.B. wo; Sprachw.).
ner Anspannung, Anstrengung erholen.rellaixielren [rere|la|ti|vie|ren [,..v...] (zu Î..deren): mit etwas anderem
la...] (aus lat. relaxare „erweitern; lose, schlaff machen“):
in eine Beziehung bringen u. dadurch in seiner Gültigkeit
1. entspannen, erschlaffen (Med.). 2. svw. relaxen. Rellaeinschränken. Rellaltilvielrung die: -, -en (zu Î ...ierung):
xin tos; -s (zu t...in (1)>: im Gelbkörper entstehendes
das Relativieren, rellaltilvisch: a) das Relativ betref
Schwangerschaftshormon, das den Gebärmutterhals er
fend; b) als Relativ gebraucht. Re|la|ti|vis|mus der: - (zu
weitert u. die ÎSymphyse des Schambeins lockert (Med.).
Î...ismus (1)): 1. erkenntnistheoretische Lehre, nach der
Rellalxing [ri'iɛksɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. rela
nur die Verhältnisse der Dinge zueinander, nicht diese
xing): das Relaxen
selbst erkennbar sind. 2. Anschauung, nach der jede Er
kenntnis nur relativ (bedingt durch den Standpunkt des RellealsaIbillilty [rɪli:zə'bɪlətɪ] die; - (aus gleichbed. engl.
releasability zu to release „befreien“, dies über altfr. reErkennenden) richtig ist, nicht allgemeingültig (Philos.).
laiss(i)er aus lat. relaxare, vgl. relaxieren): erhöhte Reak
Rellaltilvist der; -en, -en (zu T...ist): a) Vertreter des Re
tionsbereitschaft von Zellen, die Überträgerstoffe produ
lativismus; b) jmd., für den alle Erkenntnis subjektiv ist.
zieren (z.B. bei Infektionen; Med.). ’Rellease [ri'li:s]
rellaltilvisltisch (zu Î...istisch): 1. den Relativismus be
das; -, -s [...sis, auch ...siz]: Kurzform von ÎRelease-Cen
treffend (Philos.). 2. die Relativitätstheorie betreffend, auf
ter. 2Re|lea Ise tosod. die, auch der; -,-s [...sis, auch ...siz]
ihr beruhend (Phys.). 3. die Relativität (2) betreffend. Re(zu engl. release „Freigabe“); neue Version eines Pro
la Iti I viltät die; -, -en (zu T ...ität) : 1. Bezogenheit, Bedingt
dukts, bes. einer Software. Rellease-Cenlter, auch Reheit ; Verhältnismäßigkeit. 2. relative ( 1 ) Gültigkeit. Rellaleaselcenlter [...'ssntn] das; -s, - (zu engl. to release „be
tilviltätslprinlzip das; -s: Prinzip, nach dem sich jeder
freien“ u. tCenter): Einrichtung zur ÎResozialisierung
physik. Vorgang in gleichförmig gegeneinander bewegten
von Drogenabhängigen. Re Ileal ser [ri'li:zn] der: -s, - (zu
Bezugssystemen in der gleichen Weise darstellen lässt
engl. to release „befreien“): (Jargon) Psychotherapeut,
(Phys.). Rellalti|viltätslthe|o|rie die; -: von A. Einstein
Sozialarbeiter o.Ä., der bei der Behandlung von Drogen
begründete physik. Theorie, nach der Raum, Zeit u. Mas
abhängigen mitwirkt. Re|lea|ser|fak|tor der; -s, -en: im
se vom Bewegungszustand eines Beobachters abhängig u.
Releaserin
1164
über Duldung od. Nichtduldung eines Glaubensbekennt
î Hypothalamus gebildetes Neurosekret, das die Produk
nisses. Relli|gi|ons|eth|no|lo|gie die; -: Teilbereich der
tion der im Hypophysenvorderlappen gebildeten Hormo
Völkerkunde, der die Glaubensvorstellungen, die magi
ne reguliert u. nach Bedarf freigibt (Med.); Abk. : RF. Reschen u. rituellen Praktiken der einzelnen Völker zum
lea se rin rfie; -, -nen: weibliche Form zu Î Releaser. ReGegenstand hat. Re|lilgi|ons|hislto|ri|ker der; -s, -:
leaselzenltrum* das; -s, ...tren: svw, Releasecenter. ReWissenschaftler auf dem Gebiet der Religionsgeschichte.
leasingfaktor der; -s, -en: svw. Releaserfaktor
RelliIgiIgnslkriltik die; -: die kritische Auseinanderset
Re|le|ga|ti|gn die; -, -en (aus lat. relegatio „Ausschlie
zung mit den Grundlagen u. zentralen Aussagen der Reli
ßung“ zu relegare, vgl. relegieren): Verweisung von der
gionen, ihrem Wahrheitsanspruch u. ihrer Funktion für
[Hochjschule. Re|le|ga|tilons|spiel das; -[e]s, -e: Qua
den Einzelnen. Re|li|gi|onslpä|da|go|gik* die; -: Theo
lifikationsspiel zwischen [einer] der schlechtesten Mann
rie u. Praxis der christlichen Erziehung (bes. im Religi
schaften] der höheren u. [einer] der besten der tieferen
onsunterricht). Re|lilgi|onslphälno|me|no|lo|gie die;
Spielklasse um das Verbleiben in der bzw. den Aufstieg in
-: Teildisziplin der Religionswissenschaft, die sachlich
die höhere Spielklasse (Sport). re|le!g[e|ren (aus lat. re
verwandte religiöse Phänomene einander zuordnen soll u.
legare „fortschicken, verbannen“): von der [Hochjschule
typische Ausdrucksformen religiösen Lebens untersucht.
verweisen. Re|le|gie|rung die; -, -en (zu T...ierung>: das
Relli|gi|onslphi|lo|so|phie die; -: Wissenschaft vom
Relegieren, das Relegiertwerden
Ursprung, Wesen u. Wahrheitsgehalt der Religion u. ihrer
rellelvant [...v...] (wohl zu/r. relevant, Part. Präs, von reBeziehung zur Philosophie. Re|li|gi|onslpsy|chollolever, vgl. Relief): bedeutsam, wichtig; erheblich; Ggs. îir
gie die; -: Teilgebiet der Religionswissenschaft, das die
relevant. Rellelvanz die; -, -en (zu t...anz): Wichtigkeit,
Formen religiösen Lebens u. Erlebens in ihrer Entwick
Bedeutsamkeit [in einem bestimmten Zusammenhang];
lung u. Abhängigkeit von der Persönlichkeitsstruktur des
Ggs. TIrrelevanz. Re|le|valti|on die; -, -en (aus spätlat.
Einzelnen untersucht. Re|li|gi|ons|so|zi|o|lolgie die; -:
relevatio „Erleichterung“, eigtl. „das Emporschweben“,
Zweig der Soziologie, der sich mit den gesellschaftlichen
zu lat. relevare, vgl. relevieren): (veraltet) Befreiung von
Vor aussetzungen u. Auswirkungen der Religionen u. ih
einer Verbindlichkeit (Rechtsw.). Rellelvé [...'ve:] das; -s,
ren Organisationsformen befasst. Re|li|gi|onsltheollo-s (Plur. selten) (aus fr. relevé „das Aufheben“): Ballettfi
gie die; -: ÎReflexion über die Stellung der TTheologie
gur, das Sicherheben des Tänzers vom flachen Fuß auf die
der christlichen Kirchen zum religionsgeschichtlichen
Zehenspitzen, rellelvielren (aus lat. relevare „erleich
Î Pluralismus, über die Frage nach der Absolutheit der
tern, lindern“, eigtl. „wieder erheben“): (veraltet) frei
Religionen, rellilgilös (nach gleichbed. fr. religieux, dies
sprechen, befreien
Relli die; - (meist ohne Artikel) (kurz für ÎReligion): (Schüaus lat. religiosus „voll religiöser Scheu, gottesfürchtig,
fromm“; vgl. ...ös>: 1. die Religion betreffend. 2. gottes
lerspr.) Religion als Lehrfach, Unterricht[sstunde]
fürchtig, fromm; Ggs. T irreligiös. Re|li|gi|o|se der u.
re ! Ii |a I bei (aus gleichbed. engl. reliable zu to rely „sich ver
lassen auf“, dies über älter fr. relier aus lat. religare „fest
die; -n, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. mlat. religiosus
binden“): verlässlich. Re|li|aIbi'liItät cZze; -, -en (aus engl.
bzw. religiosa „klösterlich Lebende(r)“ zu spätlat. religio
sus „dem geistlichen Stand angehörend“): im kath. Kir
reliability „Zuverlässigkeit“): Zuverlässigkeit eines wis
senschaftlichen Versuchs (Psychol.)
chenrecht Mitglied religiöser Genossenschaften; vgl. Re
Rellilef das; -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed. fr. relief, eigtl.
ligio. RelliIgi |o|siItät die; - (z.T. unter Einfluss von fr.
„das Hervorheben“, zu relever „wieder aufheben, in die
religiosité aus spätlat. religiositas, Gen. religiositatis
Höhe richten; hervorheben“, dies aus lat. relevare „in die
„Frömmigkeit“): religiöse Einstellung, [innere] Frömmig
Höhe heben, aufheben“; vgl. relevieren): 1. Geländeober
keit, Gläubigkeit; Ggs. T Irreligiosität, rellilgiolso
fläche od. deren plastische Nachbildung. 2. plastisches
[-,,'dʒo:zo] (z7.>: feierlich, andächtig (Vortragsanweisung;
Bildwerk auf einer Fläche. Re|li|ef|en|er|gie* die; -: die
Mus.)
Höhenspannung des Erdreliefs, die sich ausdrückt durch rellikt (aus gleichbed. lat. relictum, Part. Perf. (Neutrum)
die Mittelwerte der Höhenunterschiede in einem bestimm
von relinquere, vgl. Reliquie): in Resten vorkommend
ten Gebiet. Rellileflglolbus der; Gen. - u. -ses, Plur.
(von Tieren u. Pflanzen; Biol.). Rellikt das; -[e]s, -e: 1.
...ben od. -se: Globus mit dem Relief der Erdoberfläche,
Überrest, Überbleibsel. 2. vereinzelter Restbestand von
rellilelfielren [...lie...] (zu Î..deren): mit einem Relief ver
Pflanzen od. Tieren, die in früheren Erdperioden weit ver
sehen. Rellilelfielrung die; -, -en (zu Î ...ierung): das Rebreitet waren (Biol.). 3. ursprünglich gebliebener Ge
liefieren, Herausarbeiten eines Reliefs. Re|li|ef|in|tarsteinsteil in einem umgewandelten Gestein (Geol.). 4. Bo
sia u. Re|lilef|in|tar|sie [...io] die; -, ...ien [...ion]: Ver
den, der von einer Klimaänderung kaum beeinflusst wurbindung von Einlegearbeit u. Schnitzerei. Re|li|ef|in|verde (Geogr.). 5. mundartliche Restform, deren geografi
silon die; -, -en: durch morphologische Prozesse bedingte
sche Streuung in einer Sprachlandschaft ihre frühere wei
Umkehr des Reliefs (1; Geogr.). Re|li|ef|kli|schee das;
tere Verbreitung erkennen lässt (Sprachw.). re|lik|tär (zu
-s, -s: Î Autotypie mit reliefartiger Prägung auf der Rück
t...är): nur noch in Restformen erhalten (von Pflanzen u.
seite, wodurch die entsprechenden Stellen auf der Vorder
Tieren; Biol.). Re|lik|ten die (Plur.): (veraltet) a) Hinter
seite besser zum Druck kommen
bliebene; b) Hinterlassenschaft. Re|lik|ten|faulnadie;-,
Rellilgio die; -, ...ones [...ne:s] (aus mlat. religio „klösterli
...nen: noch als Relikte vorkommende Exemplare einer
ches Leben“ zu lat. religio, vgl. Religion): kath. religiöse
vormals lebenden Tierwelt (Biol.). Re|lik|ten|flo|ra die;
Vereinigung mit eigener Regel u. öffentlichen Gelübden;
-, ...ren: noch als Relikte vorkommende Exemplare einer
vgl. Religiose. ReIliIgiIon die; -, -en (aus lat. religio „reli
vormals lebenden Pflanzenwelt (Biol.). Rellikltilon die; -,
giöse Scheu, Gottesfurcht“): 1. (meist von einer größeren
-en (aus lat. relictio „das Verlassen“ zu relinquere, vgl. Re
Gemeinschaft angenommener) bestimmter Glaube u.
liquie): (veraltet) Zurücklassung, Weglassung. Relliiquisein Bekenntnis. 2. a) Gottesverehrung; b) innerliche
ar ¿fas; -s, -e (aus gleichbed. mlat. reliquiarium; vgl. Reli
Frömmigkeit. 3. (ohne Artikel, ohne Plur.) Religionslehre
quie): [künstlerisch gestalteter] Reliquienbehälter. Rellials Schulfach. Re|li|gi|o|nes [,,,ne:s]: Plur. von TReligio.
quie [,,,kviə] die; -, ...ien [...ion] (aus gleichbed. kirchenlat.
Re|li|gi|ons|de|likt der; -[e]s, -e (meist Plur.): Straftat,
reliquiae (Plur.), dies aus lat. reliquiae „Zurückgelassenes,
die sich auf die Religion bezieht, auf den öffentlichen
Überrest“ zu relinquere „zurücklassen, übrig lassen“): 1.
Frieden in seiner religiösen od. weltanschaulichen Aus
körperlicher Überrest eines Heiligen, Überrest seiner
prägung. Rellilgilonsledikt das; -[e]s, -e: Verordnung
Kleidung, seiner Gebrauchsgegenstände od. Marterwerk-
1165
zeuge als Gegenstand religiöser Verehrung. 2. (selten)
kostbares Andenken
Rellish ['rɛɪʧ]
-s, -es [..Jis, auch . ,,ʃɪz] (aus engl. relish
„Gewürz, Würze“): würzige Soße aus pikant eingelegten,
zerkleinerten Gemüsestückchen, z. B. als Beigabe zu ge
grilltem Fleisch
Relliulre [roliyra] die; -, -n (aus gleichbed./r. reliure zu re
lier „binden, zusammenfassen“, dies zu re- (vgl. re...) u.
lier „(ver)binden, (verknüpfen“, zu lat. ligare): (veraltet)
Bucheinband
re|lo|ca|talble [rɪloʊ'keɪtəbl] (.eng!.: zu to relocate „verle
gen“, dies zu re- (vgl. re...) u. locate aus lat. locatus, Part.
Perf. von locare „stellen, legen" zu locus „Platz, Ort“; vgl.
...abel): svw. relozierbar. Rellolkaltilon [relo...]rf/í>;-,-en
(zu Î re... u. Î Lokation. Bed. 2 nach fr. relocation „Wieder
vermietung“): (veraltet) 1. wiederholte Platz-, Rangbe
stimmung. 2. Verlängerung des Mietverhältnisses, rellozierbar (zu Îrelozieren): verschieblich (von Programmen
im Hauptspeicher einer Rechenanlage; EDV), rellolzieren (zu tre... u. tlozieren. Bed. 2 zu lat. locare „verpach
ten“): (veraltet) 1. wieder an einen Ort setzen, stellen, neu
platzieren, einordnen. 2. wieder od. auf weitere Zeit ver
mieten
Rellukltanz die: -, -en (zu lat. reluctari „Widerstand leis
ten“ u. t...anz): der magnetische Widerstand
Rellulxaltilon die: -, -en (zu îre... u. tLuxation): wieder
holte Ausrenkung eines Gelenks (z.B. bei angeborener
Schwäche der Gelenkkapsel; Med.). re|lu|xie|ren: sich
wiederholt ausrenken (von Gelenken; Med.)
Rem das: -s, -s (Kurzw. aus engl. roentgen equivalent man):
ältere Einheit für die Dosis (3) ionisierender Strahlen, die
die gleiche Wirksamkeit am Gewebe des menschlichen
Körpers hat wie eine Röntgeneinheit; Zeichen rem
Relmailling [rfmeɪlɪŋ] das; -s (zu engl. re- (vgl. re...) u.
Î Mailing): Versand von Brief- od. Warensendungen inlän
discher Absender über ein kostengünstiges Drittland an
Empfänger im Inland
Relmake [ri'meik, engl. ri:...J das: -s, -s (aus gleichbed.
engl. remake zu to remake „wieder machen“): 1. Neuver
filmung eines älteren Spielfilmstoffes. 2. Neufassung,
Zweitfassung, Wiederholung einer künstlerischen Produk
tion
relmalnent (aus gleichbed. lat. remanens, Gen. remanen
tis, Part. Präs, von remanere „Zurückbleiben“): zurück
bleibend, dauernd. Relmalnenz die; - (zu t...enz): Rück
stand, Weiterbestehen eines Reizes, ÎEngramm
relmarlkalbel (aus gleichbed. fr. remarquable zu re
marquer „an-, bemerken“): (veraltet) bemerkenswert. Remarque druck [remark...] der; -[e]s, -e (zufr. remarque
„Anmerkung“): erster Druck von Kupferstichen, Litho
grafien u. Radierungen, der neben der eigentlichen Zeich
nung auf dem Rande noch eine Anmerkung in Form einer
kleinen Skizze od. Ätzprobe aufweist, die vor dem endgül
tigen Druck abgeschliffen wird
Relmalsulri vgl. Ramasuri
Re|malte|ri|a|li|saltilon die; -, -en (zu T re... u. ÎMateria
lisation): Rückführung eines dematerialisierten (unsicht
baren) Gegenstandes in seinen ursprünglichen materiellen
Zustand (ParapsychoL); Ggs. tDematerialisation
Rem|boî|ta|ge [raboa'ta:ʒə] die: -, -n (aus gleichbed. älter
fr. remboîtage zu remboîter „wieder einfügen“): (veraltet)
das Einbinden eines alten Buches in einen neuen Buchein
band
Remlbours [räbum] der; - [...ç(s)], - [...çs] (Kurzform aus
/r. remboursement „Rückerstattung“ zu rembourser, vgl.
remboursieren): Begleichung einer Forderung aus einem
Geschäft im Überseehandel durch Vermittlung einer
Bank. rem|bour|sie|ren [räbor...] (aus fr. rembourser
„zurückzahlen“): eine Forderung aus einem Geschäft im
remissibel
Überseehandel durch Vermittlung einer Bank begleichen.
Remlboursjkreldit der; -[e]s, -e: Kredit einer Bank im
Überseehandel
Re|me|del|lolkul|tur die; - (nach dem oberital. Fundort
Remedello Sotto südlich von Brescia): vorgeschichtliche
Kulturgruppe vom Übergang der Jungsteinzeit zur Bron
zezeit
Re|me|dia: Plur. von ÎRemedium. re|me|di|a|bel (aus
gleichbed. fr. remédiable zu remédier „heilen“, dies aus
lat. remediare, vgl. remedieren): (veraltet) heilbar. Remedien [,,,iən]: Plur. von tRemedium. re|me|die|ren
(aus gleichbed. lat. remediare, remediari): heilen (Med.).
Relmeldilum das; -s, Plur. ...ien [...ion] u. ...ia (aus lat. remedium „Heilmittel; Hilfs-, Rechtsmittel“): 1. Heilmittel
(Med.). 2. bei Münzen die zulässige Abweichung vom ge
setzlich geforderten Gewicht u. Feingehalt. Relmeldyr
die; -, -en (zu t...ur): (veraltet) [gerichtliche] Abhilfe; Ab
stellung eines Missbrauchs
Relmerlcilment [rəmɛrsi'ma:] das; -s, -s (aus fr. remercie
ment, remercîment „Dank“ zu remercier „danken“, dies
zu merci „Dank“): (veraltet) Danksagung
Relmilgrant* der; -en, -en (zu lat. remigrans, Gen. remi
grantis, Part. Präs, von remigrare, vgl. remigrieren):
Î Emigrant, der in das Land zurückkehrt, das er aus poli
tischen, rassischen, religiösen od. anderen Gründen ver
lassen hatte. Re|mi|gran|tin rf/e; -, -nen: weibliche Form
zu ÎRemigrant. Relmi|gra|ti|on die; -, -en (aus gleichbed.
nlat. remigratio): (veraltet) [Zujrückwanderung, Heim
kehr in die Heimat, relmilgrielren (aus gleichbed. lat. re
migrare): rückwandern, aus der Emigration zurückkeh
ren. Relmilgrierlte der u. die; -n, -n (vgl. ...iert): aus der
(Emigration (1) Zurückgekehrte[r]
remiililtari'sieren (zu îre... u. Îmilitarisieren): wieder
bewaffnen, wieder mit eigenen Truppen besetzen; das
[aufgelöste] Heerwesen eines Landes von neuem organi
sieren. Re|mi|li|ta|rilsie|rung die; -: das Remilitarisieren, das Remilitarisiertwerden
Reminderlwerbung [rɪ'mamdə...] die; - (zu engl. remin
der „Erinnerung, Gedächtnisstütze“, dies zu to remind
„erinnern“): Werbemethode im Fernsehen, bei der Ange
bote zwei- bis dreimal wiederholt werden, um die Wirk
samkeit zu erhöhen. Relminlding [rɪ'mamdɪŋ] das; -s (zu
engl. to remind „erinnern“ u. t...ing): das häufige, nach
drückliche Wiederholen von Angeboten (bes. bei der Reminderwerbung)
Relmilnislzenz die; -, -en (aus spätlat. reminiscentia
„Rückerinnerung“ zu reminisci „sich erinnern“): Erinne
rung, die etwas für jmdn. bedeutet; Anklang; Überbleib
sel. Re|mi|nis|ze|re (aus ZaZ. reminiscere „gedenke!“,
Imp. Sing, von reminisci; nach dem Eingangsvers des Got
tesdienstes, Psalm 25,6): in der ev. Kirche Name des zwei
ten Sonntags in der Passionszeit (fünfter Sonntag vor
Ostern)
relmis [rə'mi:] (aus gleichbed. fr. remis, eigtl. „zurückge
stellt (als ob nicht stattgefunden)“, Part. Perf. von remet
tre „zurückstellen“, dies zu lat. remittere, vgl. remittie
ren): unentschieden (bes. in Bezug auf Schachpartien u.
Sportwettkämpfe). Relmis das: - [,,,'mi:(s)], Plur. [,,,'mi:s] u. -en [,,,i:zn]: Schachpartie, Sportwettkampf mit
unentschiedenem Ausgang. Relmilse die; -, -n (aus
gleichbed. fr. remise, eigtl. substantiviertes Fern, von re
mis, vgl. remis): 1. (veraltend) Geräte-, Wagenschuppen.
2. [künstlich angelegtes] dichtes Schutzgehölz für Wild
(Forstw.). Re|mi|si|er [rəmi'zie:] der; -s, -s (aus gleichbed.
fr. remisier): Vermittler von Wertpapiergeschäften zwi
schen Publikum u. Börsenmakler od. Banken, relmilsieren (zu îremis u. Î..aeren): eme Schachpartie od. einen
sportlichen Wettkampfunentschieden gestalten, re rnissilbel (ausfr. remissible „verzeihlich“, dies aus gleichbed.
Remission
lat. remissibilis) : (veraltet) nachlassbar, [erjlässlich. Remislsilon die; -, -en (aus lat. remissio „das Zurücksen
den“): 1. (veraltet) Erlass, Nachsicht. 2. Rückgang von
Krankheitserscheinungen; vorübergehendes Abklingen,
bes. des Fiebers (Med.). 3. in der Lichttechnik das Zurück
werfen von Licht an undurchsichtigen Flächen. 4. Rück
sendung von Remittenden. Re|mit|ten|de die; -, -n (aus
lat. remittenda „das Zurückzusendende“, Neutrum Plur.
des Gerundivums von remittere, vgl. remittieren): beschä
digtes od. fehlerhaftes Buch o. Ä., das an den Verlag zum
Umtausch zurückgeschickt wird. Relmitltent der; -en,
-en (zu Zat. remittens, Gen. remittentis „zurücksendend“,
Part. Präs, von remittere, vgl. remittieren): Wechselneh
mer, an den od. an dessen Order die Wechselsumme ge
zahlt werden soll (Wirtsch.). relmitltielren (aus lat. re
mittere „zurückschicken; nachlassen“): 1. Remittenden
zurücksenden. 2. Zahlung für empfangene Leistung ein
senden (Wirtsch.). 3. zeitweilig nachlassen, zurückgehen
(von Krankheitserscheinungen; Med.), relmitltielrend
(zu T...ierend): zurückgehend, zeitweilig aussetzend (von
Krankheitserscheinungen; Med.). Relmix [ri:...] das; (aus gleichbed. engl. remix zu re- (vgl. re...) u. mix „Mi
schung“): Mischung verschiedener Musikstücke (als Er
gebnis eines Î Samplings). Relmilxer der; -s, - (aus gleich
bed. engl. remixer): jmd., der ein Remix [am Mischpult]
aufbereitet
Remlmildemlmi das; -s (Herkunft ungeklärt): (ugs.) lau
tes Treiben, Trubel, Lärm
re|molne|ti|sie|ren (zu Îre... u. tmonetisieren): 1. wieder
in Umlauf setzen (von Münzen; Geldw.). 2. in Geld zu
rückverwandeln (Wirtsch.)
Relmonsltrant* der; -en, -en (nach der Bekenntnisschrift
„Remonstratie“ u. zu t,,,ant (1); vgl. Remonstration):
svw. Arminianer. Relmonsltraltilon die; -, -en (aus
gleichbed. mlat. remonstratio): (veraltet) Gegenvorstel
lung, Einspruch, Einwand (Rechtsw.). relmonsltrielren
(aus gleichbed. mlat. remonstrare): (veraltet) Einwände
erheben, Gegenvorstellungen machen (Rechtsw.)
relmonltant [auch ...mo...] (aus gleichbed./)'. remontant zu
remonter, vgl. remontieren): wieder, erneut blühend (nach
der Hauptblüte; Bot.). Relmonltanlte die; -, -n (meist
Plur.): mehrmals im Jahr blühende Zierpflanze (Bot.).
Relmonlte [auch ,,,mð:tə] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
(cheval de) remonte): (früher) 1. Remontierung. 2. junges
Militärpferd. re|mon|tieiren [auch ...mö...] (aus gleich
bed. fr. remonter, eigtl. „wieder (hin)aufgehen, aufstei
gen“, zu re- (vgl. re...) u. monter „hinaufsteigen“ (dies
über das Vulgärlat. zu lat. mons, Gen. montis „Berg“)): 1.
(nach der Hauptblüte) noch einmal blühen (Bot.). 2. (frü
her) den militärischen Pferdebestand durch Jungpferde er
gänzen. Re|mon|tie|rung die; -, -en (zu T...ierung>: (frü
her) die Ergänzung des militärischen Pferdebestandes
durch Jungpferde. Relmonltoirluhr [remð'toa:n...] ¿ZZe; -,
-en (TM fr. remontoir „Stellrad (an Uhren)“, dies zu remon
ter „(eine Uhr) wieder aufziehen“): Taschenuhr mit einer
Vorrichtung zum Aufziehen des Uhrwerkes u. Stellen des
Zeigers durch Kronenaufzug (gezahntes Rädchen)
Relmorlqueur [remɔrko:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. re
morqueur zu remorquer „bugsieren, schleppen“, dies über
it. rimorchiare aus vulgärlat. remulcare zu lat. remulcum
„Schlepptau“): (landsch.) kleiner Schleppdampfer, remorlquielren [,,,'ki:...] (aus gleichbed. fr. remorquer, vgl.
Remorqueur): (landsch.) ins Schlepptau nehmen
relmote [ri'mout] {engl.; „(weit) entfernt“): nicht in unmit
telbarer Nähe befindlich, aber miteinander verbunden
(z. B. von zusammengehörigen Kommunikationseinrich
tungen). Relmote Sen Ising [- 'sɛnsɪŋ] das; - -s (aus
gleichbed. engl. remote sensing, zu sensing „das Abtasten“>: Forschungsrichtung, die unter Einsatz verschiede
1166
ner Mittel (z.B. Luft- u. Raumfahrzeuge, Datenverarbei
tungsanlagen) Phänomene aus großer Entfernung unter
sucht (z.B. Oberfläche u. Gashülle von Weltraumobjek
ten). Relmoltilon [remo...] die; -, -en (aus gleichbed. lat.
remotio, eigtl. „das Zurückbewegen“, zu removere, vgl. remotiv u. removieren): (veraltet) Entfernung, Absetzung,
relmoltiv (zu lat. remotus (Part. Perf. von removere, vgl.
removieren) u. T...iv): entfernend, ausscheidend, vernei
nend (in Bezug auf Urteile; Philos.)
Relmoullalde [remu la:də] die; -, -n (aus gleichbed. fr. ré
moulade, weitere Herkunft unsicher): eine Art Kräuter
mayonnaise
relmolvielren [...v...] (aus gleichbed. lat. removere): (ver
altet) entfernen, absetzen
REM-Pha|se die; -, -n (Abk. für engl. rapid eye movements
„schnelle Augenbewegungen“ u. zu 1 Phase): während des
Schlafs [mehrmals] auftretende Traumphase, die an den
schnellen Augenbewegungen des Schläfers erkennbar ist
(Med., Psychol.)
Remlplalçant* [râpla'sà:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. rem
plaçant zu remplacer, vgl. remplacieren): (hist.) Stellver
treter, Ersatzmann, den ein Wehrpflichtiger stellen kann,
remlplalcielren (aus gleichbed. fr. remplacer zu re- (vgl.
re...)1!. emplacer „aufstellen“): einen Ersatzmann zur Ab
leistung des Wehrdienstes stellen
Relmulnelraltilon die; -, -en (unter Einfluss von gleich
bed. fr. rémunération aus mlat. remunerado zu lat. remu
nerado „Vergeltung, Erwiderung“, dies zu remunerari,
vgl. remunerieren): (österr., sonst veraltet) Vergütung,
Entschädigung. re|mu|ne|ra|tiv (aus gleichbed./?. rémunératif zu rémunérer, dies aus lat. remunerari, vgl. remu
nerieren): (veraltet) vergeltend, belohnend, relmulnerie ren (unter Einfluss von gleichbed. fr. rémunérer aus
lat. remunerari,eigtl. „vergelten,beschenken,belohnen“):
(österr., sonst veraltet) vergüten, entschädigen
’Ren [rsn, re:n] das; -s, Plur. -s [rɛns] u. Rene (aus dem
Skand.): Kälte liebende Hirschart nördlicher Gebiete, de
ren Weibchen ebenfalls Geweihe tragen, Zug- u. Tragtier,
gleichzeitig Fleisch-, Milch-, Fell- u. Lederlieferant der
Lappen
2Ren der; -s, Renes [,..ne:s] (aus gleichbed. lat. ren, Gen. re
nis) : Niere (Med.)
Relnaislsance [rəns'sa:s] die; -, -n [,,,a:sn] (aus gleichbed.
fr. renaissance, eigtl. „Wiedergeburt“, zu renaître „wie
dergeboren werden, wieder aufleben“, dies über das Vul
gärlat. aus gleichbed. lat. renasci): 1. a) (ohne Plur.) Stil,
kulturelle Bewegung in Europa im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, von Italien ausgehend u. gekennzeichnet
durch eine Rückbesinnung auf Werte u. Formen der
griech.-röm. Antike in Literatur, Philosophie, Wissen
schaft u. bes. in Kunst u. Architektur; b) Epoche der Re
naissance (la) vom 14. bis 16. Jh. 2. geistige u. künstleri
sche Bewegung, die bewusst an ältere Traditionen, bes. an
die griech.-röm. Antike, anzuknüpfen versuchte (z.B. die
karolingische Renaissance). 3. Wiederaufleben, neue Blü
te. re|nais|san|cis|tisch [...sà'si...] (zu t...istisch>: für
die Renaissance (1) typisch, im Stil der Renaissance
reinal (aus gleichbed. lat. renalis zu ren, vgl. -Ren): die Nie
ren betreffend, zu den Nieren gehörend (Med.)
re|naltu|rie|ren (zu îre..., îNatur u. t..deren): (eine ge
nutzte Bodenfläche o.Ä.) in einen naturnäheren Zustand
zurückführen. Relnaltulrielrung die; -, -en (zu t...ierung): das Renaturieren
Ren|con|tre* [rakð:trə] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. ren
contre (eigtl. „Begegnung, Zusammenstoß“) zu rencon
trer „begegnen“, Intensivbildung von gleichbed. altfr. encontrer, dies über das Vulgärlat. zu lat. in contra „entge
gen“): Mannschaftskampf im Fechten
Renldant der; -en, -en (zu fr. rendant, eigtl. „Berichtender,
1167
Wiedergebender“, substantiviertes Part. Präs, von rendre
„zurückerstatten”, dies über das Vulgärlat. aus lat. redde
re „zurückgeben"): Rechnungsführer in größeren Kir
chengemeinden od. Gemeindeverbänden. Ren|dan|tur
die; -, -en <zut ...ur>: (veraltet) Gelder einnehmende u. aus
zahlende Behörde. Renldelment [râda'mà:] das; -s, -s
(aus/r. rendement, eigtl. „Ertrag“): Gehalt eines Rohstof
fes an reinen Bestandteilen, bes. der Gehalt an reiner
[Schaf]wolle nach Abzug des Feuchtigkeitszuschlags.
Ren|de|ring i/as; -[s] (aus engl. rendering „Wiedergabe;
Übertragung" zu to render, vgl. rendern): von Konstruk
teuren am Computer angewendete Methode, zu entwi
ckelnde Produkte mithilfe einer dreidimensionalen virtu
ellen Darstellung vor ihrer Herstellung vorauszuberech
nen. renldern (aus engl. to render „wiedergeben; über
tragen", dies aus (mittel)fr. rendre, vgl. Rendant): mithilfe
des Renderings vorausberechnen
Renldezlvous [räde'vu:, auch ra:devu] das; - [...'vu:(s),
auch ra:devu(:s)], - [...'vu:s, auch ra:devu:s] (aus gleichbed. fr. rendez-vous, eigtl. „findet euch ein!“, substanti
vierter Imp. Plur. von se rendre „sich irgendwohin bege
ben", Bed. b) nach gleichbed. engl.-amerik. rendezvous,
eigtl. „Treffpunkt“): a) (veraltend, noch scherzh.) Stell
dichein, Verabredung; b) Annäherung u. Ankoppelung
von Raumfahrzeugen im Weltraum. Renldez|vous|manölver das; -s, -: gesteuerte Flugbewegung zur Annähe
rung u. Ankoppelung von Raumfahrzeugen
Renldilte [ren...] die; -, -n (aus it. rendita „Einkünfte, Ge
winn“ zu rendere, dies aus lat. reddere „zurückerstatten"):
Jahresertrag eines angelegten Kapitals. Renldiltenhaus das: -es, ...häuser: (Schweiz.) Miethaus
Rendlzilna die; - (aus dem Slaw.): Boden mit einem meist
flachgründigen, dem kalkhaltigen Gesteinsuntergrund
unmittelbar aufliegenden schwarzen bis schwarzbraunen,
stark humosen Oberboden
Reine: Plur. von Î'Ren
Relnelgat der; -en, -en (aus gleichbed. fr. renégat, dies über
it. rinnegato (eigtl. substantiviertes Part. Perf. von rinne
gare „abschwören“) aus mlat. renegare, vgl. renegieren):
[Glaubensjabtrünniger, Abweichler; jmd., der seine bishe
rige politische od. religiöse Überzeugung wechselt. Renelgaltilon die; -, -en (zu t'...ion): Ableugnung; Abfall
vom Glauben, relnelgielren (aus mlat. renegare zu Îre...
u. lat. negare, vgl. negieren): (veraltet) wieder verleugnen,
ableugnen
Relnelklolde* u. Reineclaude [rɛ:nəklo:də] die; -, -n (aus
gleichbed. fr. reine-claude, eigtl. „Königin Claude“, nach
der Gemahlin des franz. Königs Franz I. (1494-1547)):
Pflaumenart mit grünen Früchten; vgl. Ringlotte
Reines [,,,ne:s]: Plur. von t2Ren
Re netite die;-, -n(aus gleichbed.fr. reinette, rainette, viel
leicht Verkleinerungsform von reine „Königin“): saftige,
süße Apfelsorte
Renlforlcé [râfor'se:] der od. das; -s, -s (zu fr. renforcé „ver
stärkt“, Part. Perf. von renforcer „verstärken“, dies über
altfr. enforcier aus dem Vulgärlat. zu lat. fortis „stark“):
feinfädiger, gebleichter Baumwollstoff in Leinenbindung
(eine Webart); kräftiges Taftband
Relnilelrit [rəni'ri:t, auch ..,'rit] der; -s, -e (nach dem belgi
schen Geologen M. A. Reniér (1876-1951) u. zu T2...it>:
svw. Germanit
Re Inin das; -s, -e (zu lat. ren (vgl. 2Ren) u. t ...in (1)>: zu den
Gewebshormonen gehörender, der Nierenrinde entstam
mender Stoff von blutdrucksenkender Wirkung (Biochem.). Relnilnom das; -s, -e (zu t,,,om): Nierentumor,
der zur Blutdrucksenkung führt (Med.)
re|ni|tent (überfr. rénitent „dem Druck widerstehend“ aus
lat. renitens, Gen. renitentis, Part. Präs, von reniti, vgl. renitieren): widerspenstig, widersetzlich. Relniltenlte der
Rentier
u. ifi`e,- -n, -n: jmd., der renitent ist. Relniltenz die; - (aus
fr. rénitence „Gegendruck“) : renitentes Verhalten, Wider
setzlichkeit. re|ni|tie|ren (aus lat. reniti „sich entgegen
stemmen, widersetzen“ zu t re... u. niti „sich anstrengen“):
(veraltet) sich widersetzen, widerstehen
Renlkonltre* [ra'kð:trə] das; -s, -s (aus fr. rencontre „Be
gegnung, Zusammenstoß“, vgl. Rencontre): 1. (veraltend)
Zusammenstoß; feindliche Begegnung. 2. vgl. Rencontre
Renlminlbi der; -s, -s (aus dem Chin.): Währungseinheit in
China (= lOJiao = 100 Fen)
Re|no|gra|fie, auch...gra|phie <a7e; -, ...ien (zu Î...grafie):
Röntgendarstellung der Nieren (Med.). Relnolgramm
das; -s, -e (zu lat. ren (vgl. 2Ren) u. t...gramm): Röntgen
bild der Nieren (Med.)
Relnomlmalge [,,,ʒə] die; -, -n (mit französierender En
dung im 18. Jh. in Studentenkreisen scherzh. zu trenommierengebildet; vgl. auch Renommee u. ...age): Prahlerei.
Relnomlmee das; -s, -s (aus gleichbed. fr. renommée,
substantiviertes Part. Perf. (Fern.) von renommer, vgl. re
nommieren): guter Ruf, Leumund, Ansehen; vgl. par re
nommée. relnomimielren (nach fr. renommer „rüh
men“ zu re- (vgl. re...) u. nommer „nennen", dies aus lat.
nominare): angeben, prahlen, großtun. relnomlmiert
(zu Îrenommieren; vgl. ...iert): berühmt, angesehen, nam
haft. Relnomlmist der; -en, -en (zu trenommieren u.
T ...ist>: Prahlhans, Aufschneider
Relnonlce [rə'nð:s(ə), auch re...] die; -, -n (aus fr. renonce
„das Nichtbedienen“ zu renoncer „nicht bedienen, ver
zichten“, vgl. renoncieren): Fehlfarbe (Kartenspiel), renonlcielren [,..nö si:...] (aus gleichbed. fr. renoncer, dies
aus lat. renuntiare, eigtl. „berichten“): (veraltet) verzich
ten
re|no|pro|tek|tiv (zu/at. ren(vgl. 2Ren) u. Îprotektiv): die
Nieren vor Schädigungen schützend (von Arzneimitteln;
Med.)
Relnorlmielrung die; -, -en (zu tre... u. 1 Normierung):
Verfahren in der Quantenfeldtheorie, das zur mathemati
schen Behandlung auftretender Divergenzen verwendet
wird (Math., Phys.)
re|no|vas|ku|lär [...v...] (zu lat. ren (vgl. 2Ren) u. îvaskulär): die Nierengefäße betreffend (Med.)
Relnolvaltilon [...v...] die; -, -en (aus lat. renovatio „Er
neuerung“ zu renovare, vgl. renovieren): svw. Renovie
rung; vgl. ...ation/...ierung.re|nolvi_elren (ausgleichbed.
lat. renovare) : erneuern, instand setzen, wieder herstellen.
Relnolvielrung die; -, -en (zu t...ierung): Erneuerung,
Instandsetzung; vgl. ...ation/...ierung
Remseiignelment* [räsenja'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. renseignement zu renseigner „Auskunft geben (über et
was)“, dies über enseigner „nennen, belehren" aus dem
Vulgärlat. zu lat. insignire „aus-, bezeichnen“): (veraltet)
Auskunft, Nachweis
ren|ta|bel (französierende Bildung zu tremieren; vgl.
...abel): einträglich, lohnend; Gewinn bringend. Renltabilliltät die; - (zu T ...ität): Einträglichkeit; Verhältnis des
Gewinns einer Unternehmung zu dem eingesetzten Kapi
tal in einem Rechnungszeitraum. Renlte die; -, -n (aus
gleichbed. (alt)fr. rente, dies über das Vulgärlat. zu lat.
reddere „zurückgeben“): regelmäßiges Einkommen aus
angelegtem Kapital od. Beträgen, die aufgrund von
Rechtsansprüchen gezahlt werden (dynamische Rente: vgl.
dynamisch. Renltenlbalsis die; -: Art der Zahlung, bei
der der Verkäufer den Kaufpreis [teilweise] als [Leib]rente
erhält (bes. bei Immobiliengeschäften; Wirtsch.), z. B. ein
Haus auf - kaufen. Ren|ten|neu|ro|se die; -, -n: Zweck
neurose zur Erlangung einer im Verhältnis zur Schwere ei
ner Krankheit nicht gerechtfertigten Rente
'Renltier ['ren..., 're:n...] etas; -[e]s, -e (verdeutlichende Zu
sammensetzung zu î'Ren): svw. 'Ren
Rentier
[rentier] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. rentier zu
rente, vgl. Rente): (veraltend) Rentner. Ren|ti|e|rerfz'e; -,
-n (aus gleichbed. fr. rentière, Fem. von rentier, î2Rentier) :
(veraltet) Rentnerin. ren|tie|ren(französierende Bildung
zu mhd. renten „Gewinn bringen“ ; vgl...deren): Zins, Ge
winn bringen, einträglich sein; sich -: sich lohnen, rentierI lieh : ertragreich
renltoillielren [rätoa'li:...] (aus gleichbed. fr. rentoiler zu
toile „Leinwand“, dies aus lat. tela „Gewebe“): die schad
haft gewordene Leinwand eines Gemäldes durch eine neue
ersetzen
Ren|trant*[rä’trä:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. rentrant zu
rentrer „zurückspringen“, eigtl. „zurückkehren“, dies zu
re- (vgl. re...) u. entrer „eintreten“ (aus lat. intrare)): ein
springender Winkel in Festungswerken
Relnulmelraltilon die; -, -en (zu lat. renumerare (vgl. renumerieren) u. t...ation): Rückzahlung, Rückgabe
(Wirtsch.). re|nu|me|rielren (aus gleichbed. lat. renu
merare): zurückzahlen, zurückgeben (Wirtsch.)
Relnunltilaltilon vgl. Renunziation. Re|nun|zila|ti|on
die; -, -en (aus (spät)lat. renuntiatio „Verzicht", eigtl.
„Ver-, Aufkündigung“, zu renuntiare, vgl. renunzieren):
Abdankung [eines Monarchen]. re|nun|zie|ren (aus
(spät)lat. renuntiare „verzichten“, eigtl. „ver-, aufkündi
gen“): [als Monarch] abdanken
Renlvers [ra'vɛ:g, auch ...vers] der; - (zu fr. renverser „um
kehren“ (da der Bewegungsablauf umgekehrt zur norma
len Gangart erfolgt); zu envers „verkehrt“, dies aus lat. in
versus); Seitengang des Pferdes, bei dem das Pferd in die
Richtung der Bewegung gestellt ist, die Hinterhand auf
dem Hufschlag geht u. die Vorhand mindestens einen hal
ben Schritt vom Hufschlag des inneren Hinterfußes ent
fernt in die Bahn gestellt ist (Dressurreiten); vgl. Travers.
Ren|ver|se|ment[räv£rsa'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. renversement zu renverser, vgl. renversieren): (veraltet)
Umkehrung, Umstellung, Umsturz, renlverlsielren (aus
gleichbed. fr. renverser, eigtl. „umkehren“): (veraltet) Um
stürzen, in Unordnung bringen
Renlvoi [ra'vpa] der; - (aus gleichbed. fr. renvoi zu renvoyer
„zurückschicken“, dies zu re- (vgl. re...) u. envoyer „schi
cken, auf den Weg bringen“ (dies über das Galloroman. zu
lat. via „Weg“): Rücksendung (Wirtsch.)
Re|ok|klu|si|on die; -, -en (zu Ire... u. lOkklusion): Wie
derverschluss eines medikamentös od. mechanisch durch
gängig gemachten Blutgefäßes (Med.)
Re|ok|ku|pa|ti|on die; -, -en (zu Ire... u. lOkkupation):
[militärische] Wiederbesetzung eines Gebietes, reloklkupielren: [militärisch] wieder besetzen
Re|ope|ra|ti|on die; -, -en (zu Ire... u. tOperation): wie
derholte Operation an der gleichen Stelle (Med.)
Relor|ga|ni|sa|tilon die; -, -en (aus gleichbed. fr. réorga
nisation zu réorganiser, vgl. reorganisieren): 1. Neugestal
tung, Neuordnung. 2. Neubildung zerstörten Gewebes im
Rahmen von Heilungsvorgängen im Organismus (Med.).
Relor|ga|ni|sa|torder; -s, ...oren (zutre... u. tOrganisator): Neugestalter. re|or|ga|ni|sie|ren (nach gleichbed.
/r. réorganiser zu ré- (vgl. re...) u. organiser, vgl. organi
sieren): neu gestalten, neu ordnen, wieder einrichten
Relolvilrus [...v...] das, auch der; -, ...ren (meist Plur.)
(Kurzw. aus engl. respiratory, enteric, orphan u. î Virus) :
Erreger leicht verlaufender Infektionskrankheiten (vor al
lem der Atemwege; Med.)
Repder; -s, Plur. -s u. (Jargon) Repse: (ugs.) Kurzform von
Î Republikaner (3)
re pan die ren (aus lat. repandere „wieder öffnen“ zu
Ire... u. pandere „ausbreiten, öffnen“): (veraltet) verbrei
ten, bekannt machen
re|pa|ra|bel (aus gleichbed. lat. reparabilis zu reparare,
vgl. reparieren): wieder herstellbar; Ggs. tirreparabel.
2Ren|ti|er
1168
Relpalrand der; -en, -en (nach lat. reparandus, Gerundi
vum von reparare, vgl. reparieren): ausbesserungsbedürf
tiges od. nachzubehandelndes Kleidungsstück (Textilw.).
Relpalralteur [,,,'ta:p] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. répa
rateur): jmd., der [berufsmäßig] repariert. Re Ipa Ira |ti Ion
iZte; -, -en (aus spätlat. reparatio „Instandsetzung“, Bed. 3
nachgleichbed.fr. réparations (Plur.)): 1. (selten) svw. Re
paratur, Reparierung. 2. eine Form der t Regeneration, bei
der durch Verletzung zerstörtes, abgestorbenes od. verlo
ren gegangenes Körpergewebe durch Granulation, Nar
ben- od. Bindegewebe im Rahmen der Wundheilung wie
der ersetzt wird (Med.); vgl. Restitution (3). 3. (nur Plur.)
offiziell zwischen zwei Staaten ausgehandelte wirtschaft
liche, finanzielle Leistungen zur Wiedergutmachung der
Schäden, Zerstörung, die ein besiegtes Land im Krieg in
einem anderen Land angerichtet hat; vgl. ...ation/...ierung. re I pa I ra |tjv (zu Î.. .iv> : wieder herstellend (im Sinne
einer Erneuerung od. eines Ersatzes, vor allem von Kör
pergewebe; Med.). RelpalralturÆe; -, -en (aus gleichbed.
mlat. reparatura): Wiederherstellung, Ausbesserung, In
standsetzung. Relpalralturlenlzylme die (Plur.): spe
zielle 1 Enzyme, die durch Mutation (1) entstandene Schä
den in der 1 DNS beseitigen können (Biochem.). relparielren (aus lat. reparare „wieder herstellen, ausbessern“
zu t re... u. parare, vgl. parieren): in Ordnung bringen, aus
bessern, wieder herstellen. Re|pa|rie|rung die; -, -en (zu
t. ..ierung): Wiederherstellung; vgl. ...ation/...ierung
re par tie ren (aus gleichbed. fr. répartir zu ré- (vgl. re...)
u. älter fr. partir „teilen“, dies aus lat. partiri) : (im Bör
senhandel) Wertpapiere zuteilen, Teilbeträge auf einzelne
Börsenaufträge zur Erledigung zuweisen, wenn Nachfrage
u. Angebot nicht im Gleichgewicht sind od. wenn durch
große Käufe bzw. Verkäufe zu starke Kursausschläge ein
treten würden. relpar|tiert(zuî...iert): zugeteilt (vgl. re
partieren); Abk.: rep. Relparltielrung die; -, -en (zu
t...ierung): das Repartieren; vgl. ...ation/...ierung. Reparlti|tiIon die; -, -en (aus gleichbed. fr. répartition): Ver
teilung im Verhältnis der Beteiligten; vgi. ...ation/...ierung
Relpaslsalge [,,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. repassage
zu repasser, vgl. repassieren): (veraltet) das Nachprüfen u.
Instandsetzen neuer Uhren in der Uhrmacherei. relpassielren (aus fr. repasser „wieder durchgehen, wieder be
arbeiten“): 1. (veraltet) zurückweisen. 2. [Rechnungen]
wieder durchsehen. 3. Laufmaschen aufnehmen (Wirke
rei, Strickerei). 4. in der Färberei eine Behandlung wieder
holen. 5. bei der Metallbearbeitung ein Werkstück durch
Kaltformung nachglätten. Re|pas|sie|relrin die; -, -nen:
Arbeiterin, die Laufmaschen aufnimmt
Relpaltrilant* der; -en, -en (zu îrepatriieren u. t...ant): in
die Heimat zurückgeführter Kriegs- od. Zivilgefangener,
Heimkehrer. Relpa|tri|a|ti|on die; -, -en (zu t...ation):
das Zurückführen von Kriegs- od. Zivilgefangenen in die
Heimat, relpaltrilielren (nach spätlat. repatriare „ins
Vaterland zurückkehren“ zu Ire... u. lat. patria „Vater
land“): 1. die Staatsangehörigkeit wiederverleihen. 2. ei
nen Kriegs- od. Zivilgefangenen in die Heimat entlassen
Relpeat[ri'pi:t] das; -s, -s (aus engl. repeat „Wiederholung“
zu to repeat „wiederholen“, dies über (mittel)fr. répéter
aus lat. repetere): 1. Wiederholprogramm in vielen Pro
grammiersprachen, durch das eine Anweisung mehrfach
ausgeführt werden kann (EDV). 2. svw. Repeatperkussion. Re|pea|ter[...'pi:ts] iZer; -s, - (aus gleichbed. engl. re
peater): Bauteil in digitalen Übertragungsstrecken (z.B.
Lichtwellenleiter) zur Wiederaufbereitung u. Verstärkung
digitaler Signale in bestimmten Abständen (Elektronik).
Re|peat|per|kuslsi|on<ize; -, -en: Wiederholung des an
geschlagenen Tones od. Akkordes in rascher Folge (bei der
elektronischen Orgel)
Relpêlchage [rəpɛ'ʃa:ʒ] die; -, -n (aus fr. repêchage „erneu-
1169
te Prüfung (nach einem Scheitern)“, eigtl. „nochmaliges
Fischen“, dies zu repêcher „nochmals fischen“, dies zu re(vgl. re...) u. pêcher „fischen"): a) zusätzlicher Qualifika
tionslauf für Verlierer des Zwischenlaufs; Hoffnungslauf
(Sport); b) zusätzlicher Qualifikationswettbewerb beim
Fechten (Sport)
Relpelllents [ri pɛlənts] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. re
pellents zu repellent „abstoßend“, dies zu to repel „ab-, zu
rückstoßen“ aus lat. repellere, vgl. repellieren): a) Stoffe,
die abstoßend wirken, ohne zu schädigen (z.B. Räucher
mittel, Schutzanstriche o.Ä.); b) Wasser abstoßende Zu
sätze in Stoffgeweben (Chem.). relpelllielren [re...] (aus
gleichbed. lat. repellere): (veraltet) zurücktreiben, abwei
sen. verstoßen
re|per|fun|die|ren (zu Ire... u. tperfundieren): eine Reperfusionvornehmen (Med.). Relperlfulsilon die; -, -en:
Wiederdurchströmung eines Blutgefäßes, das durch einen
(Thrombus verschlossen war u. medikamentös od. instru
mentell für den Blutstrom durchgängig gemacht wurde
(Med.)
Re!per|kus|si|on die; -, -en (nach lat. repercussio „das Zu
rückschlagen, Zurückprallen“ zu repercutere, vgl. reperkutieren): 1. Sprechton beim Psalmen vortrag. 2. a) einma
liger Durchgang des Themas durch alle Stimmen bei der
Fuge; b) Tonwiederholung bei einem Instrumentalthema
(Mus.). Re|per|kus|si|onslton der; -[e]s, ...töne: Zen
tralton in der Kirchentonart. re|per|ku|tie|ren (aus
gleichbed. lat. repercutere zu tre... u. percutere
„(durch)stoßen, -werfen“): (veraltet) zurückstoßen, zu
rückwerfen
Relperltoire [... toa:u] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. réper
toire, dies aus spätlat. repertorium „Verzeichnis“, eigtl.
„Fundstätte“, zu reperire „wieder finden“): Vorrat einstu
dierter Theaterstücke, Bühnenrollen, Partien, Komposi
tionen o.Ä. Relperltoirelstück das; -[e]s, -e: sich über
längere Zeit im Spielplan haltendes Bühnenwerk. Relperto ri um das; -s, ...ien [...¡an] (aus gleichbed. spätlat. re
pertorium, vgl. Repertoire): wissenschaftliches Nach
schlagewerk (oft als Bibliografie von Zeitschriftenaufsät
zen u. anderen Erscheinungen eines bestimmten Fachge
bietes)
re|pe|ta|tur dat.; „es möge wiederholt werden“, 3. Pers.
Konj. Präs. Pass, von repetere „wiederholen“): soll erneu
ert werden (Hinweis auf ärztlichen Rezepten); Abk.: rep.
Relpeltent der; -en, -en (zu lat. repetens, Gen. repetentis,
Part. Präs, von repetere, vgl. repetieren): 1. (veraltet) svw.
Repetitor. 2. (verhüllend) Schüler, der eine Klasse noch
einmal wiederholt, relpeltielren (aus gleichbed. lat. repe
tere): 1. durch Wiederholen einüben, lernen. 2. (verhül
lend) eine Klasse noch einmal durchlaufen (weil man das
Klassenziel nicht erreicht hat). 3. (fachspr., meist verneint)
a) (von Uhren) auf Druck od. Zug die Stunde nochmals an
geben, die zuletzt durch Schlagen angezeigt worden ist; b)
(beim Klavier) als Ton richtig zu hören sein, richtig an
schlagen. Relpelti_er|fak|to|ren die (Plur.): Verbrauchs
güter, die im Produktionsprozess vollständig verbraucht
werden (Wirtsch.). Relpeltierlgelwehr das; -[e]s, -e:
Mehrladegewehr mit Patronenmagazin. Re|pe|tier|uhr
i/ze; -, -en: Taschenuhr mit Schlagwerk. re|pe|ti|tio est
malter stuldilolrum dat.y. die Wiederholung ist die Mut
ter der Wissenschaften. Relpe|ti|ti|on die; -, -en (aus
gleichbed. lat. repetitio, Bed. 2 über engl. repetition): 1.
Wiederholung. 2. svw. Iteration(4).re pe tiltiv <zut...iv):
sich wiederholend. Re|pe|ti|tor der; -s, ...oren (aus spät
lat. repetitor „Wiederholer“): 1. Akademiker, der Studie
rende [der juristischen Fakultät] durch Wiederholung des
Lehrstoffes auf das Examen vorbereitet. 2. svw. Korrepe
titor. Re|pe|ti|to|ri|um das; -s, ...ien [,,,iən] (zu t...orium): 1. Wiederholungsunterricht. 2. Wiederholungsbuch
Reporting
[re'pi:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. répit über mittelfr.
respit aus lat. respectus „Rücksicht“, vgl. Respekt): (ver
altet) Nachsicht; Frist, Aufschub
Relplanltaltilon* die; -, -en (zu spätlat. replantare (vgl. replantieren) u. t`,,,ion): svw. Reimplantation, relplanltieren (aus spätlat. replantare „wieder einpflanzen“ zu Îre...
u. lat. plantare „(be)pflanzen“); svw. reimplantieren
Re plik* to; -, -en (unter Einfluss von fr. réplique „Ant
wort, Gegenrede“ aus (m)lat. replica(tio) „Wiederholung"
zu lat. replicare, vgl. replizieren): 1. a) Entgegnung, Erwi
derung; b) Gegeneinrede ; Erwiderung des Klägers auf die
Verteidigung des Beklagten (Rechtsw.). 2. Nachbildung ei
nes Kunstwerkes durch den Künstler selbst (Kunstw.). 3.
Wiederholung eines musikalischen Abschnitts od. Themas
(Mus.). Relplilkalse i/ze; -, -n (Kurzw. aus Autoredu/z/zLation u. t ...asey. zu den ÎPolymerasen gehörendes En
zym, das die identische Vermehrung genetischen Materi
als katalysiert (Biochem.). Relplilkat tos; -[e]s, -e (zu
ÎReplik u. î'...at (I)): originalgetreue Nachbildung eines
Kunstwerks (Kunstw.). Re|pli|kalti|on die; -, -en (aus to.
replicatio, vgl. Replik): Bildung einer exakten Kopie, bes.
von Genen od. Chromosomen durch Selbstverdoppelung
genetischen Materials (Biol.). Relplilkon das; -s, -s (zu
t'...on>: Einheit der genetischen Replikation (Biol.). replilzielren (aus gleichbed. lat. replicare, eigtl. „wieder
auseinander falten, wieder aufrollen“, zu tre... u. plica
„Falte“): 1. a) entgegnen, erwidern; b) eine Replik (1b)
vorbringen (Rechtsw.). 2. eine Replik (2) herstellen
(Kunstw.). Relplum das; -s, ...pla (aus to. replum „An
schlagleiste, Rahmen einer Tür“): in der Frucht von
Kreuzblütlern auftretende falsche Scheidewand, die bei
der Fruchtreife durch Abhebung der Fruchtblätter frei ste
hen bleibt (Bot.). Reiply [ri'plai] die; -, -s (aus engl. reply
„Antwort“ zu to reply „antworten“, dies über mittelfr. re
plier, reploier „wieder zusammenfalten, -legen“ aus spät
lat. replicare„erwidern“): automatische Rückantwort auf
eine Î E-Mail; Empfangsbestätigung
Relpo|la|ri|sa|ti|pn die; -, -en (zu tre... u. tPolarisation):
die Wiederherstellung des Ruhepotenzials u. damit der Er
regbarkeit von Nerven u. Muskelfasern (Biol., Physiol.)
relpolnilbel (zu lat. reponere (vgl. reponieren) u. t...ibel):
in die ursprüngliche Lage zurückbringbar (z.B. in Bezug
auf einen Eingeweidebruch, der in die Bauchhöhle zurück
geschoben werden kann ; Med.) ; Ggs. t irreponibel. re! ponielren (zu lat. reponere „zurücklegen, -bringen; wieder
herstellen“): 1. (veraltet) [Akten] zurücklegen, einordnen.
2. a) gebrochene Knochen od. verrenkte Glieder wieder
einrichten; b) einen Eingeweidebruch in die Bauchhöhle
zurückschieben (Med.)
’Reiport der; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. report zu to re
port „berichten“, dies über gleichbed. (alt)fr. reporter aus
lat. reportare „überbringen“): systematischer Bericht,
wissenschaftliche Untersuchung über wichtige [aktuelle]
Ereignisse, Entwicklungen o.Ä. 2Re|port tor; -[e]s, -e
(aus gleichbed. (alt)fr. report zu reporter, vgl. 'Report): an
der Wertpapierbörse Kursaufschlag bei der I Prolongation
von Termingeschäften; Ggs. îDeport. Relporltalge
[,,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. /r. reportage zu reporter,
vgl. 'Report): von einem Reporter hergestellter u. von
Presse, Funk od. Fernsehen verbreiteter Bericht vom Ort
des Geschehens über ein aktuelles Ereignis; Berichterstat
tung. Re!por|talge|ro|man der: -s, -e: reportagehaft ge
schriebener, dokumentarischer Roman. Relporlter der;
-s, - (aus gleichbed. engl. reporter zu to report, vgl. 'Re
port): jmd., der berufsmäßig Reportagen macht, Zeitungs-, Fernseh-, Rundfunkberichterstatter. Relporlterin die; -, -nen: weibliche Form zu t Reporter, relporltieren (aus gleichbed. lat. reportare): (veraltet) zurücktra
gen, zurückbringen; überbringen, berichten. Relporlting
Relpit
Reposition
[auch rɪ'pɔ:tɪŋ] das; -s, -s (zu engl. to report (vgl. 'Report)
u. I...ing): [informierendes] Berichten (z.B. über den
Stand der Arbeiten an einem Projekt)
Re|po|si|ti|on die; -, -en (zu lat. repositus (Part. Perf. von
reponere, vgl. reponieren) u. t*...ion>: a) Wiedereinrich
tung von gebrochenen Knochen od. verrenkten Gliedern;
b) Zurückschiebung von Eingeweidebrüchen in die Bauch
höhle (Med.). Re|po|si|tolri|um<to; -s, ...ien [,,dən] (aus
(m)lat. repositorium „Fach, Schrank“, eigtl. „(Tafelauf
satz“): (veraltet) Büchergestell, Aktenschrank
relpouslsalbel [repu..., rəpu...] (zu Trepoussieren u.
I ...abel): (veraltet) sich zurückstoßen lassend, zurückstoß
bar. relpouslsielren (aus gleichbed./r. repousser zu re(vgl. re...) u. pousser „stoßen“): (veraltet) zurückstoßen,
zurückweisen. Relpouslsoir [,,,'soa:n] das; -s, -s (aus
gleichbed./r. repoussoir, eigtl. „Gegenstellung“): Gegen
stand im Vordergrund eines Bildes od. einer Fotografie
zur Steigerung der Tiefenwirkung
rel präl sen Ita I bei* (nach fr. représentable „darstellbar“ zu
représenter, vgl. repräsentieren): würdig, stattlich; wir
kungsvoll. Re|prä|sen|tand der; -en, -en (zu lat. reprae
sentandus, Gerundivum von repraesentare, vgl. repräsen
tieren): (veraltet) der Vorzustellende, der zu Vertretende.
Relprälsenltant der; -en, -en (nach gleichbed./r. repré
sentant, substantiviertes Part. Präs, von représenter, vgl.
repräsentieren): 1. [offizieller] Vertreter (z.B. eines Vol
kes, einer Gruppe) in der Öffentlichkeit. 2. Vertreter einer
Firma. 3. Abgeordneter. Relprä|sen|tan|ten|haus das;
-es, ...häuser (Lehnübersetzung zu amerik. House of Re
presentatives): die zweite Kammer des nordamerik. Kon
gresses, in die die Abgeordneten auf zwei Jahre gewählt
werden. Relprälsenltanz die; -, -en (zu I Repräsentation
u. I ...anz): 1. Vertretung. 2. ständige Vertretung eines grö
ßeren Bank-, Makler- od. Industrieunternehmens im Aus
land. 3. (ohne Plur.) das Repräsentativsein (vgl. repräsen
tativ 3). Re prä sen ta tilon die; -, -en (aus gleichbed./r.
représentation, dies aus lat. repraesentatio „Darstel
lung“): 1. Vertretung einer Gesamtheit von Personen
durch eine einzelne Person od. eine Gruppe von Personen.
2. (ohne Plur.) das Repräsentativsein, Repräsentativität.
3. a) Vertretung eines Staates, einer öffentlichen Einrich
tung o. Ä. auf gesellschaftlicher Ebene u. der damit ver
bundene Aufwand; b) an einem gehobenen gesellschaftli
chen Status orientierter, auf Wirkung nach außen bedach
ter, aufwendiger [Lebensjstil. 4. die Vergegenwärtigung
von nicht unmittelbar Gegebenem in der Vorstellung (Phi
los., Psychol.), relprälsenltaltiv (aus gleichbed./r. re
présentatif; vgl. ...iv): 1. vom Prinzip der Repräsentation
(1) bestimmt; repräsentative [,,,və] Demokratie: svw. Re
präsentativsystem. 2. a) als Einzelner, Einzelnes so typisch
für etwas, eine Gruppe o.Ä., dass es das Wesen, die spe
zifische Eigenart der gesamten Erscheinung, Richtung
o.Ä. ausdrückt; b) verschiedene [lnteressen]gruppen in
ihrer Besonderheit, typischen Zusammensetzung berück
sichtigend, z. B. -er Querschnitt, -e Umfrage. 3. a) in seiner
Art, Anlage, Ausstattung wirkungs-, eindrucksvoll; b) der
Repräsentation (3) dienend. Re|prä|sen|ta|ti|vi|tät
[...V...] ¿/ze; - (zu T ...ität): das Repräsentativsein. Relpräsen ta tiv sysitem das; -s, -e: a) Regierungssystem, in
dem das Volk nicht selbst, direkt die staatliche Gewalt aus
übt, sondern durch bestimmte Körperschaften vertreten
wird, Irepräsentative Demokratie; b) System, in dem die
verschiedenen [Interessengruppen in einer Gesellschaft
durch Organisationen, bes. Parteien u. Verbände, vertre
ten werden. re|prä|sen|tie|ren (unter Einfluss von
gleichbed. fr. représenter aus lat. repraesentare „verge
genwärtigen, darstellen“): 1. etwas, eine Gesamtheit von
Personen nach außen, in der Öffentlichkeit vertreten. 2.
repräsentativ (2) sein. 3. seiner gehobenen gesellschaftli
1170
chen Stellung entsprechend auftreten. 4. wert sein; [einen
Wert] darstellen
Relpreslsallie* [..da] die; -, -n [..dan] (meist Plur.) (unter
Anlehnung an dt. (er)pressen aus mto. repre(n)salia „das
gewaltsame Zurücknehmen“ zu lat. reprehensus, Part.
Perf. von reprehendere „fassen, zurücknehmen“): 1.
Druckmittel, Vergeltungsmaßnahme. 2. erlaubte Selbst
hilfemaßnahme eines Staates gegen einen anderen, um
diesen zur Einhaltung des Völkerrechts zu veranlassen
(z. B. durch Embargomaßnahmen; Völkerrecht)
Relpreslsilon* die; -, -en (aus gleichbed./r. répression,
dies aus lat. repressio „das Zurückdrängen“ zu repressus,
Part. Perf. von reprimere, vgl. reprimieren): 1. Unterdrü
ckung von Triebregungen (Psychol.). 2. a) Unterdrückung
individueller Entfaltung u. individueller Triebäußerungen
durch gesellschaftliche Strukturen u. Autoritätsverhältnis
se; b) politische Gewaltanwendung. 3. Unterdrückung,
Hemmung der genetischen Informationsübergabe (Gene
tik). relpreslsiv (aus gleichbed./r. répressif, vgl. ...iv):
hemmend, unterdrückend, Repression (1, 2) ausübend
(bes. in Bezug auf Gesetze, die im Interesse des Staates ge
gen allgemein gefährliche Umtriebe erlassen werden). Represlsor der; -s, ...oren (nach lat. repressor „Unterdrü
cker“ zu reprimere, vgl. reprimieren): Produkt des î Regu
latorgens, das den Î Operator (4) blockieren kann u. so die
Messenger-RNS-Synthese (vgl. Messenger-Ribonuklein
säure) verhindert (Genetik). Re|pres|su|ring [rɪ'prɛʃarɪŋ] das; -s, -s (zu engl. to repressure zu I re... u. to pressure
„unter Druck setzen“, dies zu lat. pressus, Part. Perf. von
premere, vgl. reprimieren): Druckerhöhung, das Einpres
sen von Erdgas in die Gaskappe einer Erdöllagerstätte, um
eine vollständige Ausbeutung bei der Erdölförderung zu
erzielen. Relprilmanlde [re...] die; -, -n (aus gleichbed./r.
réprimande, dies aus lat. reprimenda (causa) „(Ursache),
die zurückgedrängt werden muss“, Fern, des Gerundi
vums von reprimere, vgl. reprimieren): (landsch. veraltet)
Zurechtweisung, Tadel, relprilmielren (aus to. reprimere „zurückdrücken, unterdrücken“ zu Ire... u. premere
„drücken, pressen“): unterdrücken, hemmen (von geneti
schen Informationen; Genetik). Relprint [engl. 'ri:prɪnt]
der; -s, -s (aus gleichbed. engl. reprint zu to reprint „nach
drucken“, dies zu re- (vgl. re...) u. to print „drucken“): un
veränderter Nachdruck, Neudruck (Buchw.); vgl. Pre
print
Relprilse* die; -, -n (aus gleichbed./r. reprise, substanti
viertes Part. Perf. von reprendre „wieder aufnehmen“,
dies aus lat. reprehendere, vgl. Repressalie): 1. a) Wieder
aufnahme eines lange nicht gespielten Theaterstücks (in
der alten Inszenierung) od. Films in den Spielplan; Neu
auflage einer vergriffenen CD od. Schallplatte ; b) in einem
Sonaten[haupt]satz die Wiederaufnahme des ersten Teiles
nach der Durchführung (Mus.). 2. dem Feind wieder ab
genommene IPrise (1). 3. Normalfeuchtigkeitszuschlag
auf das Trockengewicht der Wolle (Textilindustrie). 4.
Kurserholung, die vorhergegangene Kursverluste kom
pensiert (Börsenw.). 5. bei Keuchhusten im Wechsel mit
Stakkatohusten auftretende tiefe, laut hörbare Einatmung
(Med.). Relprilsenlclown [...klaun] der; -s, -s: Clown,
der durch seine Darbietungen Pausen füllt
Re|pris|ti|naltilon* die; -, -en (zu Ire..., lat. pristinus „vo
rig“ u. l,,,ation): a) Wiederherstellung von etwas Frühe
rem; b) Wiederbelebung einer wissenschaftlichen Theo
rie; c) jährliche Erneuerung u. Darstellung im Kult (Rel.).
relprisltilnielren (zu I ..deren): a) etwas Früheres wieder
herstellen; wieder auffrischen; b) eine wissenschaftliche
Theorie wieder beleben; c) im Kult jährlich erneuern, dar
stellen (Rel.)
relpri|va|ti|sielren* (zu Ire... u. Iprivatisieren): ein ver
staatlichtes Unternehmen in Privateigentum zurückfüh-
1171
ren; Ggs. Î sozialisieren. Relprilvaltilsielrung die: -, -en:
das Reprivatisieren; Ggs. t Sozialisierung ( 1 )
Relpro* die; -, -s, auch das; -s, -s (Kurzw. aus tReproduktion>: a) Kopiervorlage für die Druckformherstellung; b)
fotografische Reproduktion nach einer Bildvorlage
(Druckw.)
Re proibalti on* die; -, -en (aus lat. reprobatio „die Ver
werfung (einer Sache)“ zu reprobare, vgl. reprobieren): 1.
in der Lehre von der ÎPrädestination die Verwerfung der
Seele (Ausschluss von der ewigen Seligkeit). 2. (veraltet)
Zurückweisung, Missbilligung (Rechtsw.). relprolbieren (aus gleichbed. lat. reprobare): (veraltet) etwas miss
billigen, verwerfen
Relprolceslsing* [rɪ'proʊsɛsɪŋ] das; -s (aus gleichbed.
engl. reprocessing zu to reprocess „wieder aufbereiten",
dies zu Tre... u. to process „bearbeiten“): Wiederaufarbei
tung, Wiederaufbereitung von verwendeten Kernbrenn
stoffen
Re|pro|dukltilon‘ die; -, -en (zu Îre... u. ÎProduktion): 1.
Wiedergabe. 2. (bes. Druckw.) a) das Abbilden u. Verviel
fältigen von Büchern, Karten, Bildern, Notenschriften
o.Ä., bes. durch Druck; b) einzelnes Exemplar einer
Reproduktion (2a). 3. a) stetige Wiederholung des gesell
schaftlichen Produktionsprozesses durch Ersatz od. Er
weiterung der verbrauchten, alten, überholten Produkti
onsmittel; b) ständig neue Wiederherstellung der gesell
schaftlichen u. individuellen Arbeitskraft durch den
Verbrauch von Lebensmitteln, Kleidung o. Ä. u. Aufwen
dungen für Freizeit, Kultur o.Ä. (pol. Ökon.). 4. ge
schlechtliche od. ungeschlechtliche Vermehrung, Fort
pflanzung (Biol.). 5. das Sicherinnern an früher erlebte
Bewusstseinsinhalte (Psychol.). Relproldukltilonslbiololgie die; -: Spezialgebiet der Biologie u. Medizin, das
sich mit tIn-vitro-Fertilisation beschäftigt; Fortpflan
zungsbiologie. Relpro|duklti|ons|inldex der; -[es]:
Messziffer der Bevölkerungsstatistik für den Umfang der
Bestandserhaltung der Bevölkerung, relproldukltiv:
nachbildend, nachahmend, relpro dulzielren: 1. etwas
genauso hervorbringen, [wieder] herstellen (wie das Ge
nannte). 2. eine Reproduktion (2b) herstellen. 3. a) ständig
neu erzeugen, herstellen; b) die Reproduktion (3) bewir
ken. 4. sich -: sich fortpflanzen (Biol.). Relprolgraf, auch
...graph der; -en, -en (zu ÎRepro u. Î ...graf): Fachmann,
der Schriftstücke, Zeichnungen u. Fotografien vervielfäl
tigt. Relprolgralfie, auch ...gralphie
-, ...ien (zu
t...grafie): a) (Plur. selten) Gesamtheit der Kopierverfah
ren, mit denen mithilfe elektromagnetischer Strahlung Re
produktionen (2b) hergestellt werden; b) Produkt der Re
prografie (a). relprolgralfielren, auch ...gralphielren
(zu t..deren): eine Reprografie (b) anfertigen, relprogralfisch, auch ...gralphisch (zu Î...grafisch): a) die
Reprografie betreffend, auf Reprografie beruhend; b)
durch Reprografie hergestellt
REPROM der; -, -s (Kurzw. aus engl. reprogrammable read
only memory „wieder programmierbarer Nurlesespei
cher“): Festwertspeicher, der gelöscht u. wieder program
miert werden kann, wie 1EAROM u. Î EPROM (EDV)
Relprolmislsilon* die; -, -en (aus gleichbed. lat. repromis
sio zu repromittere, vgl. repromittieren): (veraltet) Gegen
versprechen. relpro|mit|tie|ren (aus gleichbed. lat. re
promittere zu Ire... u. promittere „versprechen“): (veral
tet) ein Gegenversprechen abgeben
Relproltest* der; -[e]s, -e (zu tre... u. TProtest): (veraltet)
Gegenverwahrung, relproltesltielren: (veraltet) Ge
genverwahrung einlegen
Reps: Plur. von tRep. Repise die; -, -n: weibliche Form zu
Î Rep
Rep til das: -s, Plur. -ien [...ion], selten -e (aus spätlat. rep
tile „kriechendes Tier, Gewürm“, substantiviertes Neu
Requiem
trum von reptilis „kriechend“, zu lat. repere „kriechen“):
Kriechtier (z. B. Krokodil, Schildkröte, Eidechse, Schlan
ge). Repltillilenlfonds [,..fö:J der; - [,..fö:(s)], - [,..fö:s]
(nach der urspr. spöttischen Bez. für den Geheimfonds
Bismarcks, der ihm die Bekämpfung politischer Gegner
(von ihm 1869 „bösartige Reptilien" genannt) mithilfe kor
rumpierter Presseorgane ermöglichte): (hist.) Fonds, über
dessen Verwendung hohe Regierungsstellen keine Re
chenschaft abzulegen brauchen; geheimer Dispositions
fonds
Relpulblik* die; -, -en (aus gleichbed. fr. république, dies
aus lat. res publica „Gemeinwesen, Staat(sgewalt)“, eigtl.
„öffentliche Sache“, zu publicus, vgl. publik): Staatsform,
in der das Volk souveräne Macht besitzt u. bei der die Re
gierenden für eine bestimmte Zeit vom Volk od. von Re
präsentanten des Volkes gewählt werden. Re|pu|bli|kaner zfer; -s, - (nach gleichbed. fr. républicain, Bed. 2 nach
gleichbed. amerik. Republican; vgl. ...aner): 1. Anhänger
der republikanischen Staatsform. 2. Mitglied od. Anhän
ger der Republikanischen Partei in den USA. 3. Mitglied
einer rechtsradikalen, nationalistischen Partei in Deutsch
land. Re|pulbli|ka|ne|rin die; -, -nen: weibliche Form zu
îRepublikaner, relpulblilkalnisch: 1. die Republik be
treffend. 2. die Republikanische Partei (der USA) betref
fend. 3. die ÎRepublikaner (3) betreffend. Relpulblilkanislmus der; - (zu î ...ismus (2)): das Eintreten für die re
publikanische Verfassung
Re|pu|di|a|ti|on die; -, -en (aus lat. repudiatio „Zurückwei
sung“ zu repudiare „zurückweisen, verschmähen“): 1.
(veraltet) Verwerfung, Verschmähung, Ausschlagung
(z.B. eines Vermächtnisses; Rechtsw.). 2. Verweigerung
der Annahme von Geld wegen geringer Kaufkraft
(Wirtsch.). 3. ständige Ablehnung eines Staates, seine An
leiheverpflichtungen zu erfüllen (Wirtsch.)
Relpu gnanz* die; -, -en (aus gleichbed. lat. repugnantia zu
repugnare „Widerstand leisten, widersprechen“): Wider
spruch, Gegensatz (Philos.)
Relpuls der; -es, -e (aus lat. repulsus „das Zurückstoßen“,
eigtl. Part. Perf. von repellere „zurückstoßen, abweisen“):
(veraltet) Ab-, Zurückweisung [eines Gesuches], relpulsielren (zu t Repuis u. Î ..deren): (veraltet) zurückstoßen,
abweisen. Re|pul|si|on rfze; -, -en (über gleichbed. fr. ré
pulsion aus lat. repulsio zu repellere, vgl. Repuls): Ab-,
Zurückstoßung (Techn.). Relpul|si|ons|moltor der; -s,
-en: für kleine Leistungen verwendeter Einphasenwech
selstrommotor mit einfacher Drehzahl u. einem Anker, der
über einen ÎKommutator kurzgeschlossen wird, relpulsiv(zu/ɑ/. repulsus(vgl. Repuls)u,t,,,iv):zurückstoßend,
abstoßend (bei elektrisch u. magnetisch geladenen Kör
pern). Relpul|siv|kraft</ze; -, ...kräfte: Kraft, die im Ge
gensatz zur Anziehungskraft abstoßend wirkt, z.B. zwi
schen zwei Teilchen, die eine elektr. Ladung gleichen Vor
zeichens tragen (Phys.)
Relpunlze <dze; -, -n (zu tre... u. it. punzone „das Einste
chen“, dies aus lat. punctio, vgl. Punktion): Feingehalts
stempel für Waren aus Edelmetallen, relpunlzielren (zu
Î..deren): mit einem Feingehaltsstempe! versehen
relpultalbel (nach gleichbed. /?. réputable; vgl. Reputati
on): svw. reputierlich. Relpultaltilon die: - (aus gleich
bed. ʃz-. réputation zu lat. reputatio „Erwägung, Berech
nung“, dies zu reputare „berechnen, erwägen“): [guter]
Ruf, Ansehen, relpultierilich: (veraltet) ansehnlich;
achtbar; ordentlich
Relquelté [reke'te:] der; -, -s (aus gleichbed. span, requeté
zu requete- „sehr“ (Steigerungspräfix)): 1. (ohne Plur.)
Bund der Anhänger des span. Thronprätendenten Carlos
u. seiner Nachfolger. 2. Mitglied dieses Bundes; vgl. Karlist
Relquilem [...kviem] das; -s, Plur. -s, österr. auch ...quien
1172
requiescat in pace
[...jan] <aus Zar. requiem, Akk. von requies „Ruhe“, nach
dem Eingangsgebet „requiem aeternam dona eis, Domi
ne“ = „Herr, gib ihnen die ewige Ruhe“>: a) kath. Toten
od. Seelenmesse ; b) Komposition, die die Totenmesse zum
Leitthema hat (z.B. von Mozart od. Verdi), relquileslcat
in palee [rekvi’eskat - 'pa:tsə] /,lat,'t: er, sie ruhe in Frie
den! (Schlussformel der Totenmesse; Grabinschrift);
Abk.: R. I. P. relqui|es|zie|ren <aus gleichbed. lat. re
quiescere): (veraltet) ruhen, sich beruhigen. Relquiieltorilum das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. lat. requietorium zu requietus, Part. Perf. von requiescere, vgl. requieszieren): (veraltet) Ruhestätte, Grab[stätte]
Relquilrent der; -en, -en (zu lat. requirens, Gen. requiren
tis, Part. Präs, von requirere, vgl. requirieren): (veraltet)
Nachforscher, Untersuchender (Rechtsw.). relquilrieren (aus lat. requirere „aufsuchen; nachforschen; verlan
gen“): 1. für Heereszwecke beschlagnahmen. 2. (scherzh.)
[auf nicht ganz rechtmäßige Weise] beschaffen, herbei
schaffen. 3. Nachforschungen anstellen, untersuchen. 4.
ein anderes Gericht od. eine andere Behörde um Rechts
hilfe in einer Sache ersuchen. Relquilsit das; -[e]s, -en
(aus lat. requisita (Plur.) „Erfordernisse“ zu requisitus,
Part. Perf. von requirere, vgl. requirieren): 1. (meist Plur.)
Zubehör für eine Bühnenaufführung od. Filmszene. 2. für
etwas benötigtes Gerät, Zubehörteil. Relquilsilte rZze; -,
-n: (Jargon) a) Raum für Requisiten (1); b) die für die Re
quisiten zuständige Stelle. Relquilsilteur [...'to:?] der; -s,
-e (französierende Bildung; vgl. ...eur): Verwalter der Re
quisiten (Theater u. Film). Relquilsilteulse [...'10:79] die;
-, -n (französierende Bildung; vgl. ...euse): weibliche Form
zu TRequisiteur. Relquilsiltilon die; -, -en (aus lat. requi
sitio „Nachfrage“): 1. Beschlagnahme für Heereszwecke.
2. Nachforschung, Untersuchung. 3. Rechtshilfeersuchen
Res die; -, - (aus gleichbed. lat. res): Sache, Ding, Gegen
stand (Philos.); Res cogitans ['ko:...]: denkendes Wesen,
Geist, Seele; Res extensa: ausgedehntes Wesen, Materie,
Körper (Descartes; Philos.)
Reslcuelthelralpie ['rɛskju:...] die; -, ...ien [...ian] (zu engl.
rescue „Rettung“ u. TTherapie): lebensverlängernde The
rapie (z. B. Einsatz von tZytostatika bei fortgeschrittenen
Tumoren; Med.)
Relsearch [rɪ'sə:tʃ] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. re
search, eigtl. „Untersuchung“, dies aus mittelfr. recerche
zu recercher (fr. rechercher), vgl. recherchieren): Markt
forschung; Meinungsforschung (Soziol.). Relsearlcher
[,,,'sə:tʃə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. researcher): jmd.,
der für die Markt- u. Meinungsforschung Untersuchungen
durchführt (Soziol.). Re|sear|che|rin die; -, -nen: weib
liche Form zu t Researcher
Rélseau [re zo:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. réseau, eigtl.
„kleines Netz“, zu rets „Netz“, dies aus lat. rete, Gen. re
tís): der maschenförmige Netzgrund der Klöppel- u. Na
delspitzen
Re| se da die; -, Plur. ...den, selten -s, auch Relselde die; -,
-n (aus gleichbed. lat. reseda, eigtl. Imp. Sing, von resedare
„wieder stillen, heilen“, nach dem bei Anwendung der
Pflanze gegen Entzündungen gebrauchten Zauberspruch
„Reseda, morbos reseda!“ = „Heile die Krankheiten, hei
le!“): aus dem Mittelmeergebiet stammende krautige Zier
pflanze mit grünlichen, wohlriechenden Blüten
Relsekltilgn die; -, -en (aus lat. resectio „das Abschnei
den“ zu resecare, vgl. resezieren): operative Entfernung
kranker Organteile im Unterschied zur ÎEktomie (Med.).
Relsekltolskop* ¿Zas; -s, -e (zu Î ...skop): mit einer Licht
quelle u. einer Optik gekoppeltes chirurgisches Instru
ment zur Vornahme einer Elektroresektion (bes. im Be
reich der Prostata u. der Harnblase; Med.)
Relselne die (Plur.) (zu lat. resina „Harz“): neutrale, un
verseifbare organische Bestandteile der natürlichen Harze
(zu lat. resequens, Gen. resequentis, Part.
Präs, von resequi „nachfolgen“): in der Fallrichtung der
geologischen Schichten fließend (in Bezug auf Nebenflüs
se; Geogr.)
Relserlpin ¿Zas; -s (Kunstw.; vgl. ...in (1)>: ein den Blut
druck senkender Wirkstoff
Re|ser|valge [,,,'va:ʒə] <¿Ze; - (zu fr. réserver (vgl. reservie
ren) u. T...age>: beim Färben von Stoffen mustergemäß
aufgetragene Schutzbeize, die das Aufnehmen der Farbe
verhindert. re|ser|van|do (lat.; Ablativ von reservandus,
Gerundium von reservare, vgl. reservieren) : (veraltet) vor
behaltlich, mit Vorbehalt. Relserlvat das; -[e]s, -e (zu lat.
reservatum, Part. Perf. (Neutrum) von reservare, vgl. re
servieren): 1. Vorbehalt, Sonderrecht. 2. svw. Reservation
.
(1)
3. natürliches Großraumgehege zum Schutz bestimm
ter, in freier Wildbahn lebender Tierarten u. seltener
Pflanzenarten. Re|ser|vat|fall der; -[e]s, ...fälle: be
stimmte Sünde, deren Vergebung einem Oberhirten
(Papst, Bischof) vorbehalten ist (kath. Kirche). Relservaltio men ta lis die; - -, ...tiones ...tales [,..ne:s .. ,le:s]
(aus gleichbed. nlat. reservatio mentalis, vgl. mental) : svw.
Mentalreservation (Rechtsw.). Re|ser|va|ti|on die; -, -en
(aus spätlat. reservatio „Verwahrung; Vorbehalt“, Bed. 1
über engl. reservation): 1. den Indianern in Nordamerika
vorbehaltenes Gebiet. 2. svw. Reservat (1). Relserlve die;
-, -n (aus gleichbed. fr. réserve zu réserver, dies aus lat. re
servare, vgl. reservieren): 1. (ohne Plur.) Zurückhaltung,
Verschlossenheit, zurückhaltendes Wesen. 2. Vorrat;
Rücklage für den Bedarfs- od. Notfall. 3. (Plur. selten) a)
im Frieden die Gesamtheit der ausgebildeten, aber nicht
Îaktiv (2a) dienenden Soldaten; [Leutnant usw.] der -;
Abk.: d. R.; b) im Krieg die [zurückgehaltene, aber ein
satzbereite] Ersatztruppe. 4. [Gesamtheit der] Ersatzspie
ler einer Mannschaft (Sport). Re|ser|ve|ar|mee die; -,
-n: größere Anzahl von Personen, die für den Bedarfsfall
zur Verfügung stehen. Relseijvelfonds [...fö:] der; [,,,fð:(s)], - [,,,fð:s]: Rücklage. Re|ser|velpo|si|ti|on die:
-, -en: die Kreditlinie, die ein Mitglied des Internationalen
Währungsfonds von diesem jederzeit ohne Bedingungen
bei Zahlungsbilanzschwierigkeiten in Anspruch nehmen
kann (Wirtsch.). Relserlvelwählrung die; -, -en: eine
Leitwährung, in der im Welthandel viel fakturiert wird u.
in der deshalb andere Länder einen Teil ihrer Währungs
reserven halten (Wirtsch.). re|ser|vie|ren (über/r. réser
ver aus lat. reservare „aufbewahren, aufsparen“): a) für
jmdn. bis zur Inanspruchnahme freihalten od. zurückle
gen; b) für einen bestimmten Anlass, Fall aufbewahren,
relseijviert (zu t...iert): zurückhaltend, zugeknöpft,
kühl, abweisend. Relsetjvist der; -en, -en (nach/r. réser
viste) : 1. Soldat der Reserve (3). 2. Auswechselspieler, Er
satzspieler (Fußball). Relserjvisltin die; -, -nen: weibli
che Form zu Î Reservist (2). Re ser voir [...'voa:n] das; -s,
-e (aus gleichbed. fr. réservoir): 1. Sammelbecken, Wasser
speicher, Behälter für Vorräte. 2. Reservebestand, -fonds
Reiset [ri'set] der od. das; -s, -s (zu engl. to reset „neu
(ein)stellen ; wieder einrichten“, dies über altfr. receter aus
spätlat. receptare „(wieder) aufnehmen“): a) Wiederher
stellung eines Anfangs-, Ausgangszustandes (z.B. bei ei
nem elektron. System); b) Neustart des Computers
(EDV), relsetlten [rɪ'sɛtn]: (Jargon) einen Reset vorneh
men
relselzielren (aus lat. resecare „abschneiden“): eine Re
sektion vornehmen; operativ entfernen (Med.)
relsildent [engl. 'rezɪdənt] (zu engl. resident, eigtl. „ansäs
sig“, dies aus Zaz. residens, Gen. residentis, Part. Präs, von
residere, vgl. residieren): ständig im Speicher eines Com
puters vorhanden (z. B. von Programmen des Betriebssys
tems; EDV). Relsildent der; -en, -en (aus gleichbed. fr.
résident zu mlat. residens, Gen. residentis „Statthalter“,
relselquent
1173
dies zu lat. residere, vgl. residieren): a) Regierungsvertre
ter; Geschäftsträger; b) (veraltet) Statthalter einer Kolo
nialmacht in einem kolonialisierten Land. Relsildenz
die; -, -en (aus mlat. residentia „Wohnsitz“; vgl. residie
ren) : Wohnsitz eines Staatsoberhauptes, eines Fürsten, ei
nes hohen Geistlichen; Hauptstadt, relsildielren (aus
lat. residere „sitzen (bleiben)“) : seinen Wohnsitz haben (in
Bezug auf [regierende] Fürsten), relsildulal (zu lat. resi
duus (vgl. Residuum) u. t',,,al(l)): a) als Reservezurück
bleibend (z. B. in Bezug auf die nicht ausgeatmete Reser
veluft); b) als Rest zurückbleibend (z.B. in Bezug auf
Urin, der in der Harnblase zurückbleibt); c) als [Dauer]folge einer Krankheit zurückbleibend (in Bezug auf
körperliche, geistige od. psychische Schäden, z. B. Dauer
lähmung bestimmter Muskeln nach einem Schlaganfall;
Med.). Relsi|du|al|epi|leplsie die; -, ...ien [,,,iən]: als
Folgeerscheinung einer Hirnerkrankung od. -Verletzung
auftretende epileptische Anfälle (Med.). Re|si|du|atrZa5;
-[e]s, -e (zu lat. residuus (vgl. Residuum) u. t...at (1)>:
Rückstandsgestein (z.B. Bauxit, Kaolin; Geol.). Relsidulumdɑʌ, -s, ...duen [,,,duən] (aus gleichbed. lat. residu
um, substantiviertes Neutrum von residuus „noch übrig,
übrig geblieben, rückständig“): Rückstand, Rest [als Fol
ge einer Krankheit o. Ä.J
Rel si gnant* der: -en, -en (aus lat. resignans, Gen. resig
nantis, Part. Präs, von resignare, vgl. resignieren); (veral
tet) Verzichtender. Relsilgnaltilgn die; -, -en (aus mlat.
resignatio „Verzicht“ zu lat. resignare, vgl. resignieren): 1.
das Resignieren; das Sichfügen in das unabänderlich
Scheinende. 2. (Amtsspr. veraltet) freiwillige Niederle
gung eines Amtes, relsilgnaltiv (zu lat. resignatus, Part.
Perf. von resignare (vgl. resignieren) u. T...iv): resignie
rend, durch Resignation (1) gekennzeichnet, relsilgnieren (aus lat. resignare „entsiegeln; ungültig machen; ver
zichten“): entsagen, verzichten; sich widerspruchslos fü
gen, sich in eine Lage schicken, relsigniert (zu T...iert):
durch Resignation (1) gekennzeichnet
Relsin das; -s, -e (meist Plur.) (Kurzw. aus ÎResina u. Î ...in
(1)>: Ester von Harzsäuren u. Harzaikoholen in Naturhar
zen. Relsilna die; - (aus gleichbed. lat. resina, dies aus gr.
rhëtinë): Harz. Relsilnat das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu
t...at (2)): Salz der Harzsäure. Relsilnalto der; -[s] (aus
gleichbed. zi. resinato zu resina „Harz“, dies aus lat. resi
na, vgl. Resina): geharzter, durch Einlegen eines Harzstü
ckes mit besonderem Geschmack versehener Wein, relsinie ren (zu ÎResina u. 1..deren): (veraltet) harzen, mit
Harz überziehen. Relsilnit [auch ...nit] der; -s, -e (zu
t2...it): Gefügebestandteil der Kohle, T Mazeral. Relsinolid das; -[e]s, -e (zu t...oid): Extraktstoff aus wohlrie
chenden Harzen (z.B. Ladanum, Myrrhe), der bei der
Parfümherstellung als 1 Fixateur verwendet wird, relsinös (nach gleichbed. fr. résineux; vgl. ...ös): harzig. Resiino se die; - (zu 1 '...ose): Harzfluss, Abgabe von Harz
bei Nadelhölzern nach Verletzung
Re|si|pis|zenz die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. resipis
centia zu lat. resipiscere „wieder zur Besinnung kom
men“): 1. (veraltet) Sinnesänderung, Bekehrung. 2. das
Wiedererwachen aus einer Ohnmacht (Med.)
Rélsisltance [rezis'ta:s] die; - (aus fr. résistance „Wider
stand“ zu résister „widerstehen“, dies aus lat. resistere,
vgl. resistieren): 1. Gruppe der konservativen franz. Par
teien im 19. Jh. 2. franz. Widerstandsbewegung gegen die
deutsche Besatzung im 2. Weltkrieg. Relsisltanz
[...'tants] die; - (zu tresistieren u. t...anz): Realteil eines
komplexen Widerstandes; Wirkwiderstand im Wechsel
stromkreis (Phys.). Relsisltalte die (Plur.) (zu T...at (2)):
chem. u. physik. widerstandsfähige Verwitterungsrück
stände der Ausgangsgesteine (u. a. Konglomerate, Sand
steine; Geochem.). relsisltent (aus lat. resistens, Gen.
Resonanz
resistentis, Part. Präs, von resistere, vgl. resistieren): 1. ge
genüber Krankheitserregern, Giften od. anderen äußeren
Einflüssen widerstandsfähig, nicht anfällig (von Organis
men; Biol., Med.). 2. auf Antibiotika od. andere Mittel
nicht [mehr] ansprechend (von Krankheitserregern,
Schädlingen; Biol., Med.). 3. einen Widerstand bietend,
sich beim Betasten fest anfühlend (von verhärteten Orga
nen od. Geweben; Med.). Relsisltenz die; -, -en (aus
gleichbed. spätlat. resistentia); 1. Widerstand, Gegen
wehr. 2. anlagemäßig bedingte, erhöhte Widerstandsfähig
keit eines Organismus gegen Krankheiten u. Witterung
(bei ÎParasiten [1] auch gegen Bekämpfungsmittel; Biol.,
Med.). 3. Widerstand, den ein verhärtetes Organ od. Ge
webe beim Betasten bietet (Med.). Relsisltenlza die: (aus it. resistenza „Widerstand“ zu resistere „widerste
hen“, dies aus lat. resistere, vgl. resistieren): ital. Wider
standsbewegung gegen die deutsche Besatzung während
des 2. Weltkriegs (1943-45). relsisltielrer» (aus lat. resis
tere „stehen bleiben, widerstehen“): äußeren Einwirkun
gen widerstehen; ausdauern (Biol., Med.), relsisltiv (zu
lat. resistere (vgl. resistieren) u. t...iv): äußeren Einwir
kungen widerstehend; hartnäckig (Biol., Med.). Relsistilviltät [...V...] iZze; - (zu T ...ität): Widerstandsfähigkeit,
1 Resistenz (2). Re|sis|to|gramm das; -s, -e (zu
Î ...gramm) : Aufzeichnung der Ergebnisse einer Resistenz
prüfung von Erregern (Med.)
Res juldilcalta [- ... ka:ta] die; - -, - ...tae [...te] (aus gleich
bed. lat. res iudicata): rechtskräftig entschiedene Sache
( Rechts w.)
re|skri|bie|ren* (aus gleichbed. lat. rescribere): (veraltet)
schriftlich antworten, zurückschreiben. Relskript das;
-[e]s, -e (aus gleichbed. mlat. rescriptum, substantiviertes
Part. Perf. (Neutrum) von rescribere, vgl. reskribieren): 1.
(veraltet) amtlicher Bescheid, Verfügung, Erlass. 2. feier
liche Rechtsentscheidung des Papstes od. eines Bischofs in
Einzelfällen
relsollut (über gleichbed. fr. résolu aus lat. resolutus, Part.
Perf. von resolvere, vgl. resolvieren): betont entschlossen
u. mit dem Willen, sich durchzusetzen; in einer Weise sich
darstellend, sich äußernd, die Entschlossenheit, Be
stimmtheit zum Ausdruck bringt. Relsollultilon die; -,
-en (aus gleichbed. fr. résolution zu résoudre „beschlie
ßen“, dies aus lat. resolvere, vgl. resolvieren): 1. schriftli
che, auf einem entsprechenden Beschluss beruhende Er
klärung einer politischen, gewerkschaftlichen Versamm
lung o. Ä., in der bestimmte Forderungen erhoben werden.
2. Rückgang von Krankheitserscheinungen (Med.). Resol vens [...v...] das; -, Plur. ...ventia od. ...ventien [...ion]
(meist Plur.) (zu lat. resolvens, Gen. resolventis, Part.
Präs, von resolvere (vgl. resolvieren), eigtl. „das Auflösen
de“): Arzneimittel, das die Lösung eines Krankheitspro
zesses fördert. RelsollvenltezZze; -, -n: zur Auflösung ei
ner algebraischen Gleichung benötigte Hilfsgleichung
(Math.). Relsollver der; -s, - (aus gleichbed. engl. resol
ver, eigtl. „Auflöser“, zu to resolve „auflösen“, dies aus
Za/. resolvere, vgl. resolvieren): Drehmelder, Gerät zur
Drehwinkelerfassung od. Drehwinkelregelung (Phys.), resollvielren (aus /at. resolvere „wieder (auf)losen, (von
Zweifeln) befreien; beseitigen“): 1. (veraltet) beschließen.
2. eine benannte Zahl durch eine kleinere Einheit darstel
len (z. B. 1 km = 1 000m)
Relsolnanz rfze; -, -en (über gleichbed. fr. résonance aus
spätlat. resonantia „Widerhall“ zu lat. resonare, vgl. resonieren) : 1. a) durch Schallwellen gleicher Schwingungszahl
angeregtes Mitschwingen, Mittönen eines anderen Kör
pers od. schwingungsfähigen Systems (Phys.); b) Klang
verstärkung u. -Verfeinerung durch Mitschwingung in den
Obertönen (bei jedem Grundton kaum hörbar mitklingen
de, über ihm liegende Teiltöne, die ihn zum Klang machen;
Resonanzabsorption
Mus.). 2. Reaktionen (z.B. Diskussionen, Äußerungen),
die durch etw. hervorgerufen worden sind u. sich darauf
beziehen; Widerhall, Anklang, Verständnis, Wirkung, Zu
stimmung. Relsolnanzlablsorpltilon die; -, -en; atoma
re î Absorption von Lichtquanten solcher Frequenz, die
umgekehrt von den Atomen auch emittiert werden kön
nen, z.B. bei ÎElektronenresonanz (Kernphys.). Relsona tor der; -s, ...oren (zu lat. resonatus, Part. Perf. von re
sonare (vgl. resonieren) u. t...or>: a) ein schwingungsfähi
ges System, bes. ein System mit einer od. mehreren ausge
prägten Resonanzfrequenzen, das unter Ausnutzung
seiner Resonanzeigenschaften verwendet wird; b) bei der
Resonanz mitschwingender Körper (z.B. Luftsäule bei
Blasinstrumenten, Holzgehäuse bei Saiteninstrumenten),
relsolnaltolrisch: die Resonanz betreffend, auf ihr be
ruhend. relsolnielren (aus lat. resonare „wieder ertö
nen“): mitschwingen (Mus.)
Relsolpal® das; -s (Kunstw.): widerstandsfähiger Kunst
stoff, der als Schicht für Tischplatten o. Ä. verwendet wird
Re|sor|bens das; -, Plur. ...bentia od. ...benzien [...ian]
(meist Plur.) (aus lat. resorbens, Gen. resorbentis, Part.
Präs, von resorbere, vgl. resorbieren): Mittel zur Anre
gung der Resorption (1). relsorlbielren (aus lat. resor
bere „zurückschlürfen“): flüssige od. gelöste Stoffe über
den Verdauungstrakt od. über die Haut u. Schleimhaut in
die Blut- od. Lymphbahn aufnehmen, aufsaugen
Re Isorlcin [...ts...] das; -s, -e (Kunstw. aus ÎResinam Orcin
(eine Phenolverbindung)): zweiwertiges Phenol, das als
Ausgangsprodukt für Phenolharze u. Farbstoffe dient u. in
der Medizin gegen Erbrechen u. als Antiseptikum verwen
det wird
Relsorpltilon die; -, -en (zu lat. resorptus, Part. Perf. von
resorbere (vgl. resorbieren) u. t‘...ion): 1. das Aufnehmen
flüssiger od. gelöster Stoffe in die Blut- u. Lymphbahn. 2.
Wiederauflösung eines Kristalls beim Erstarren einer Ge
steinsschmelze
Reisort [rɪ'zɔ:t] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. resort, dies
über mittelengl. zu altfr. resortir): landschaftlich u. klima
tisch attraktiv gelegene Anlage für Urlauber
Relsorlzin vgl. Resorcin
Relsolzi|a|li|saltilon die; -, -en (nach engl. resocialization
„Wiedereingliederungin die Gesellschaft“): svw. Resozia
lisierung; vgl. ...ation/...ierung. reisolzilallilsielren (zu
tre... u. tsozialisieren): [nach Verbüßung einer längeren
Haftstrafe] (mit den Mitteln der Pädagogik, Medizin u.
Psychotherapie) schrittweise wieder in die Gesellschaft
eingliedern (Rechtsw.).Relso|zi|a|li|sielrung die: -, -en:
das Resozialisieren, Resozialisiertwerden (Rechtsw.); vgl.
...ation/...ierung
Reslpekt* der; -[e]s (über gleichbed. fr. respect aus lat. re
spectus „das Zurückblicken, das Sichumsehen; Rück
sicht“ zu respicere „zurückschauen; Rücksicht nehmen“):
1. a) Ehrerbietung; auf Anerkennung bzw. Bewunderung
beruhende Achtung; b) Scheu. 2. freigelassener Rand [bei
Buchseiten, Kupferstichen], res|pek|ta|bel (nach gleich
bed./r. bzw. engl. respectable): ansehnlich; angesehen.
Res|pek|talbi|li|tät zZze; - (aus gleichbed. fr. respectabi
lité; vgl. ...ität): (veraltet) Achtbarkeit, Ansehen. Respektlblatt das: -[e]s, ...blätter (zu ÎRespekt): leeres Blatt
am Anfang eines Buches; freie Seite eines mehrseitigen
Schriftstücks, reslpekltielren (aus gleichbed. fr. re
specter, dies aus lat. respicere, vgl. Respekt): 1. achten;
anerkennen, gelten lassen. 2. einen Wechsel anerkennen u.
bezahlen (Wirtsch.). res|pek|tier|lich: (veraltet) an
sehnlich, achtbar. res|pek|tiv (zu Îrespektive): (veraltet)
jedesmalig, jeweils, reslpekltjlve [...va] (zu mlat. re
spective, Adverb zu respectivus „beachtenswert“, vgl. respektiv): beziehungsweise; oder; Abk.: resp. Reslpektsperson die; -, -en (zu ÎRespekt): jmd., dem aufgrund sei
1174
ner übergeordneten, hohen Stellung gemeinhin Respekt
entgegengebracht wird. Reslpektltag der; -[e]s, -e: (ver
altet) Zahlungsfrist nach dem Verfallstag eines Wechsels
relspilralbel* (aus gleichbed. mlat. respirabilis zu lat. re
spirare, vgl. respirieren): atembar, zur Atmung geeignet
(in Bezug auf Gase od. Luft; Med.). Relspi|ra|ti|on die; (aus lat. respiratio „das Atemholen“ zu respirare, vgl. re
spirieren): Atmung (Med.). Re|spilralti|ons|trakt der;
-[e]s, -e: Sammelbez. für die aus dem Nasen-RachenRaum, dem Kehlkopf, der Luftröhre u. den Bronchien be
stehenden Atemwege (Med.). Reispilraltor der; -s,
...oren (zu lat. respiratus, Part. Perf. von respirare (vgl.
respirieren) u. t...or>: elektr. od. vom Patienten selbst
gesteuertes Gerät zur Dauerbeatmung, z. B. nach Opera
tionen angewandt; Atmungsgerät, Atemfilter (Med.), respilraltolrisch: mit der Atmung verbunden, auf sie be
züglich, ihr dienend, zu ihr gehörend (Med.), relspilrieren (aus lat. respirare „zurückblasen, ausatmen; Atem
holen“): atmen (Med.). Re|spi|ro|tag der; -[e]s, -e (zu zt.
respiro „Frist“, eigtl. „Atem(pause)“): (veraltet) svw. Res
pekttag
Relspit* der; -s (aus engl. respite „(Zahlungs)aufschub“,
dies über altfr. respit aus lat. respectus, vgl. Respekt):
(veraltet) Stundung (Wirtsch.). Relspitltag zfer; -[e]s, -e:
(veraltet) svw. Respekttag. Relspilzilent der; -en, -en
(aus lat. respiciens, Gen. respicientis, Part. Präs, von re
spicere, vgl. respizieren): (veraltet) Berichterstatter, respilzielren (aus gleichbed. lat. respicere, eigtl. „zurück
blicken“): (veraltet) berücksichtigen
Reslponlder* der; -s, - (aus gleichbed. engl. responder,
eigtl. „jmd., der anspricht“, zu to respond (to) „anspre
chen (auf)“, dies über mittelfr. respondre „antworten“ aus
lat. respondere, vgl. respondieren): Patient, bei dem eine
Substanz wirksam ist (Med.); Ggs. fNonresponder. respondieiren (aus to. respondere „antworten“): (veraltet)
1. antworten. 2. entsprechen. 3. widerlegen. Reslpons
der; -es, -e (aus lat. responsum „Antwort“): auf eine Ini
tiative, auf bestimmte Vorschläge, Anregungen hin erfol
gende Reaktion (la) der anderen Seite, reslponlsalbel
(über fr. responsable aus gleichbed. mlat. responsabilis):
(veraltet) verantwortlich. Reslponse [rɪs'pɔns] die; -, -s
[...siz] (aus gleichbed. engl. response, eigtl. „Antwort“,
dies über mittelfr. respons(e) aus lat. responsum, vgl. Respons): durch einen Reiz ausgelöstes u. bestimmtes Ver
halten (Psychol., Sprachw.). Res pon si cn [re...] die; -,
-en (aus lat. responsio „Antwort“) : 1. antithetisch angeleg
te Antwort auf eine selbst gestellte Frage (Rhet.). 2. Ent
sprechung in Sinn od. Form zwischen einzelnen Teilen ei
ner Dichtung (Literaturw.). Res ponlsoiri alle das;
-[e]s, ...lien [...jen] (aus gleichbed. mlat. responsiale): 1.
(veraltet) Sammlung der Responsorien für das nächtliche
kath. Chorgebet. 2. svw. Antiphonar. Res ponlsolrilum
das; -s, ...ien [,,,iən] (aus mlat. responsorium zu gleichbed.
kirchenlat. responsoria (Plur.)); kirchlicher Wechselge
sang. Reslppnlsum das; -s, ...sa (aus lat. responsum
„Antwort, Rechtsauskunft“): Gutachten rabbinischer
Schulen od. Gelehrter auf schriftliche Anfragen über ritu
elle u. rechtliche Probleme (jüd. Recht)
Reslsenltilment [resäti mä:, rə...] das; -s, -s (aus/r. ressen
timent „heimlicher Groll“ zu ressentir „fühlen“; vgl. Sen
timent): 1. auf Vorurteilen, Unterlegenheitsgefühlen, Neid
o.Ä. beruhende gefühlsmäßige Abneigung. 2. das Wieder
erleben eines (dadurch verstärkten) meist schmerzlichen
Gefühls (Psychol.)
Reslsort [rɛ'so:n] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. ressort zu
ressortir, vgl. ressortieren): Geschäfts-, Amtsbereich; Arbeits-, Aufgabengebiet. res|sor|ti_e|ren (aus fr. ressortir
„hervorgehen, zugehören“): zugehören, unterstehen
Reslsourlce [rɛ'sʊrsə] die; -, -n (meist Plur.) (aus gleich-
1175
bed./r. ressource zu altfr. resourdre, dies aus lat. resurgere
„wieder erstehen"): a) natürlich vorhandener Bestand an
Bodenschätzen, landwirtschaftlicher Nutzfläche, Arbeits
kräften u. a., der für einen bestimmten Zweck, bes. zur Er
nährung der Menschen u. zur wirtschaftlichen Produkti
on, benötigt wird u. in Zukunft benötigt werden wird; b)
Hilfsmittel; Hilfsquelle, Reserve; Geldmittel, auf die man
jederzeit zurückgreifen kann
Resltant der; -en, -en <(z.T. unter Einfluss von it. resto
„Rückstand“) zu lat. restans, Gen. restantis, Part. Präs,
von restare „übrig bleiben"): 1. zahlungsrückständiger
Schuldner. 2. ausgelostes od. gekündigtes, aber nicht ab
geholtes Wertpapier. 3. Ladenhüter, Reststück. Resltanz
die; -, -en (zu t,,,anz): (Schweiz.) Restbetrag
Resltaulrant [resto'rä:] das; -s, -s (aus gleichbed./r. restau
rant, substantiviertes Part. Präs, von restaurer „(durch
Nahrungsaufnahme) seine Kräfte wieder herstellen", vgl.
restaurieren): Gaststätte. Resltaulralteur [...oratom]
der; -s, -e (aus gleichbed./r. restaurateur): (veraltet) Gast
wirt. ’Resltaulraltilon [...tau...] die; -, -en (aus spätlat.
restauratio „Wiederherstellung“): 1. das Restaurieren (1);
vgl. ...ation/...ierung. 2. a) Wiedereinrichtung der alten
politischen u. sozialen Ordnung [nach einem Umsturz]; b)
geistige, kulturelle, religiöse Rückbesinnung auf traditio
nelle, oft überlebte Werte. 2Res|taulra|ti|on [...to...]
-, -en (aus gleichbed. älter fr. restauration zu restaurer, vgl.
Restaurant): (österr., sonst veraltet) Gastwirtschaft. Restau|ra|ti|ons|po|li|tik [...tau...] die;-: Politik, die auf Er
haltung bzw. Wiedererrichtung alter politischer u. sozialer
Zustände ausgerichtet ist. res|tau|ra¡tiv (zu T'Restauration u. T...iv): die 'Restauration (2) betreffend, sich auf die
Restauration stützend. Resltaulraltor der; -s, ...oren
(aus gleichbed. spätlat. restaurator): Fachmann, der
Kunstwerke wieder herstellt. Resltaulraltolrin rfte; -,
-nen: weibliche Form zu ÎRestaurator, resltaulrielren
(aus gleichbed./r. restaurer, dies aus lat. restaurare „wie
derherstellen“): 1. (ein Kunst-, Bauwerk, einen Kunstge
genstand. ein Gemälde o.Ä.) in seinen ursprünglichen
Zustand bringen, wiederherstellen, ausbessern. 2. eine
frühere, bereits überwundene politische, gesellschaftliche
Ordnung wiederherstellen. 3. sich -: (veraltend) sich erho
len, sich erfrischen. Resltaulrielrung die; -, -en (zu
t ...ierung): 1. das Restaurieren (1). 2. (veraltend) das Sichrestaurieren; vgl. ...ation/...ierung
Re ste no se* die; -, -n (zu Tre... u. tStenose): wiederholt
auftretende Stenose (Med.). Relstelnolsjelrung
-,
-en (zu Î...ierung): Tatsache, dass es wiederholt zu tStenosen kommt (Med.)
resltez [res te] (fr.; Imp. Plur. von rester „(da)bleiben“, dies
aus lat. restare „Zurückbleiben“): bleiben Sie! (Anweisung
für Instrumentalisten, in derselben Lage od. auf derselben
Saite zu bleiben; Mus.), resltielren (über das Roman,
(vgl. it. restare „übrig bleiben“) aus lat. restare (vgl. Res
tant)): 1. (veraltet) übrig sein. 2. (veraltet) a) (von Zahlun
gen) noch ausstehen; b) schulden; c) (mit einer Zahlung)
im Rückstand sein
Resltinlga* die; -, -s (aus span, restinga „Sandbank“): im
mergrüne offene Vegetationsformation aus Sträuchern u.
Bäumen an den sandigen Küsten Süd- u. Mittelamerikas
resltiltulielren* (aus gleichbed. lat. restituere): 1. wieder
herstellen. 2. zurückerstatten. 3. ersetzen. Resltiltulierung die; -, -en (zu Î...ierung): 1. das Restituieren (1). 2.
svw. Restitution (1); vgl. ...ation/...ierung. Resltiltultio
in (od. ad) ln|te¡grum iZze;---- (aus gleichbed. lat. resti
tutio in (od. ad) integrum, eigtl. „Wiedereinsetzen in das
Unversehrte“): 1. Wiedereinsetzungin den vorigen Stand;
die gerichtliche Aufhebung einer zum Nachteil des Betrof
fenen erfolgten Entscheidung aus Gründen der Billigkeit
(Rechtsw.). 2. völlige Wiederherstellung der normalen
resümieren
Körperfunktionen nach einer überstandenen Krankheit
od. Verletzung (Med.). Res|ti|tu|ti|on die; -, -en (aus
gleichbed. lat. restitutio): 1. Wiederherstellung, Wiederer
richtung. 2. a) Wiedergutmachung od. Schadensersatzleis
tung für alle einem anderen Staat widerrechtlich zugefüg
ten Schäden; b) im röm. Recht die Wiederaufhebung einer
Entscheidung, die einen unbilligen Rechtserfolg begrün
det. 3. eine Form der t Regeneration, bei der die auf nor
malem Wege verloren gegangenen Organteile (z. B. Ge
weih, Federn, Haare) ersetzt werden (Biol.); vgl. Repara
tion (2) u. ...ation/...ierung. Resltiltultilonslklalge die;
-, -n: Klage auf Wiederaufnahme eines mit einem rechts
kräftigen Urteil abgeschlossenen gerichtlichen Verfahrens
wegen schwerwiegender Verfahrensmängel (Rechtsw.)
Restlless Legs [restira legz] die (Plur.) (zu engl. restless
legs „unruhige Beine“); meist in Ruhe auftretende krib
belnde Hautempfindung an der Außenseite der Beine mit
starkem Bewegungsdrang (Med.)
Resltricltio* men ta lis [...k... -] die; - -, ...tiones ...tales
[...ne:s ...le:s] (aus spätlat. restrictio mentalis „geheimer
Vorbehalt“): svw. Mentalreservation. Resltrikltilon die;
-, -en (aus gleichbed. lat. restrictio zu restringere, vgl. res
tringieren): a) Einschränkung, Beschränkung (von jmds.
Rechten, Befugnissen, Möglichkeiten); b) für den Ge
brauch eines Wortes, einer Wendung o.Ä. geltende, im
System der Sprache liegende Einschränkung (Sprachw.).
Resitriktiions en zym das; -s, -e: t Enzym, das be
stimmte Teile der Î Nukleinsäure heraustrennen kann
(Med.). Resltrik|ti|ons|po|li|tik die; -: durch Restrik
tionen (a) gekennzeichnete Wirtschafts- u. Handelspoli
tik. resltrikltiv (zu t...iv): einschränkend, einengend;
restriktive [,,,və] Konjunktion: einschränkendes Binde
wort (z. B. insofern); restriktiver [,..ve] Code: svw. restrin
gierter Code. Resltrikltivlsatz der; -es, ...sätze: restrik
tiver, einschränkender Î Modalsatz (z. B. hilf ihm, soweit es
deine Zeit erlaubt!; Sprachw.). res|trin|gie|ren (aus lat.
restringere „zurückziehen, beschränken", eigtl. „zurück
binden“): (veraltet) 1. einschränken. 2. zusammenziehen
(Med.), resltrinlgiert (zu Udert): eingeschränkt; res
tringierter Code: individuell nicht stark differenzierter
sprachlicher î Code ( 1 ) eines Sprachteilhabers (Sprachw.) ;
Ggs. Î elaborierter Code
re|struk!tu|rie|ren (zu Îre... u. Îstrukturieren): durch be
stimmte Maßnahmen neu gestalten, neu ordnen, neu
strukturieren. Re|struk|tu|rie|rung rZie; -, -en: das Ver
sehen mit einer neuen Struktur; Umgestaltung, Neuord
nung
Relsulltanlte die; -, -n (aus gleichbed./r. résultante zu ré
sulter, vgl. resultieren): Ergebnisvektor von verschieden
gerichteten Bewegungs- od. Kraftvektoren (vgl. Vektor).
Relsulltat das: -[e]s, -e (aus gleichbed./r. résultat, dies zu
mlat. resultat „es ergibt sich“, 3. Pers. Sing. Präs, von re
sultare, vgl. resultieren): 1. (in Zahlen ausdrückbares) Er
gebnis [einer Rechnung], 2. Erfolg, Ergebnis [von be
stimmten Bemühungen], relsulltaltiv (zu U.iv): ein
Resultat bewirkend; resultative [,,,və] Aktionsart: tAkti
onsart eines Verbs, die das Resultat, das Ende eines Ge
schehens ausdrückt (z.B. finden). re|sul|tie|ren (aus
gleichbed./r. résulter, dies aus mlat. resultare „sich erge
ben (aus)“ zu lat. resultare „zurückspringen, -prallen“): a)
sich herleiten, sich [als Resultat] ergeben, die Folge von et
was sein; b) in etwas seine Wirkung haben; zur Folge ha
ben. Re|sul|tie|ren|de die: -n, -n: svw. Resultante
Relsülmee das; -s, -s (aus gleichbed./r. résumé zu résumé,
substantiviertes Part. Perf. von résumer, vgl. resümieren):
1. Zusammenfassung. 2. als das Wesentliche, als eigentli
cher Inhalt, als Kern von etwas Anzusehendes, als
Schlussfolgerung aus etwas zu Ziehendes, re sülmieiren
(aus gleichbed./r. résumer, dies aus lat. resumere „wieder
Resupination
1176
Drama, die zum Höhepunkt des Konflikts hinleitet od.
(an sich) nehmen, wiederholen“): a) kurz in den wesentli
durch absichtliche Verzögerung des Handlungsablaufs die
chen Punkten darlegen; zusammenfassen; b) als Resümee
Spannung erhöht (Literaturw.). reltarldiert (zu t...iert):
(2) festhalten, feststellen
in der geistigen od. körperlichen Entwicklung zurückge
Relsulpilnaltilon die; -, -en <zu lat. resupinatus „zurück
blieben; retardiertes Potenzial: î Potenzial elektromagne
gebogen“ (dies zu resupinare „zurückbeugen“) u. î ’...ion) :
tischer Felder, bei dessen Berechnung die endliche Aus
Drehung der Blütenglieder während der Entwicklung um
breitungsgeschwindigkeit der Felder berücksichtigt wurde
180° (z. B. bei Orchideen; Bot.)
(Phys.). Re|tar|die|rung die; -, -en (zu Î...ierung): 1. das
Re|sur|rek|tilon die; -, -en <aus gleichbed. kirchenlat. re
Retardieren. 2. die zeitliche Verzögerung der von einer
surrectio zu lat. resurgere „wieder erstehen“): (selten)
Quelle ausgehenden physik. Wirkung an einem anderen
Auferstehung
Ort (Phys.); vgl. ...ation/...ierung. Re|tard|prälpa|rat
Re|sus|zi|ta|ti|on dZe; -, -en (aus spätlat. resuscitatio
das; -[e]s, -e (zu Îretard): Arzneimittel mit verzögerter,
„Wiedererweckung“ zu resuscitare „wieder erwecken
lang anhaltender Wirkung (Med.)
(zum Leben)“, eigtl. „wieder aufrichten“): svw. Reanima
Reite das; -[s], Retia (aus lat. rete „Netz“): Anhäufung
tion
netzartig verzweigter Arterien u. Venen (Med.)
res|zin|die|ren* (aus gleichbed. lat. rescindere, eigtl. „wie
der einreißen“): (veraltet) vernichten, aufheben, für nich Reltent das; -[e]s, -e (zu lat. retentum, eigtl. „Zurückbehal
tenes“, vgl. Retention): zurückbehaltenes Aktenstück.
tig erklären (Rechtsw.). res|zis|si|bel (zu ÎReszission u.
Reltenltilon die; -, -en (aus lat. retentio „das Zurückhal
î...ibel): (veraltet) anfechtbar (Rechtsw.). Reslzislsilbiten“ zu retentum, Part. Perf. (Neutrum) von retinere „zu
liltät die; - (zu T...ität>: (veraltet) Anfechtbarkeit
rückhalten“): 1. a) Funktionsstörung, die darin besteht,
(Rechtsw.). Res|zis|si|on die; -, -en (aus lat. rescissio
dass zur Ausscheidung bestimmte Körperflüssigkeiten od.
„Aufhebung“): (veraltet) Ungültigkeitserklärung, gericht
andere Stoffe (bes. Urin) nicht [in ausreichendem Maße]
liche Verwerfung (z. B. eines Testaments)
ausgeschieden werden; b) Abflussbehinderung seröser
Reltalbel das; -s, - (aus gleichbed./r. retable, dies über das
Flüssigkeit, die sich in einer Zyste angesammelt hat; c) un
Altprovenzal. u. vielleicht Span. mdal. zu lat. retro (vgl. re
vollständige od. fehlende Entwicklung eines Organs od.
tro...) u. tabula „(Bild)tafel“, das Bild wurde urspr. auf die
Körperteils aus seinem Ausgangsbereich (z. B. der Zähne
Rückseite des Altars gemalt) : Altaraufsatz (mit dem Altar
od. der Hoden); d) Verankerung, Befestigung (der Kunst
fest verbundene, künstlerisch gestaltete Rückwand)
reltajblielren* (aus gleichbed./r. rétablir zu ré- (vgl. re...)
stoffzähne in einer Prothese; Med.). 2. Leistung des Ge
dächtnisses in Bezug auf Lernen, Î Reproduzieren (1) u.
u. établir „befestigen“, dies aus lat. stabilire): (veraltet)
Wiedererkennen (Psychol.). Reltenltilonslrecht das;
wieder herstellen. Reltalblielrung die; -, -en (zu Î...ie
rung): (Schweiz.) das Retablieren, Retablissement. Relta-[e]s: Zurückbehaltungsrecht; Recht des Schuldners, eine
blisl seiment [,,,blɪsə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed./r.
fällige Leistung zu verweigern, solange ein Gegenan
rétablissement): (veraltet) Wiederherstellung
spruch nicht erfüllt ist (Rechtsw.)
Reltail ['ri:teɪl] der od. das; -s (aus gleichbed. engl. retail zu Reltia: Plur. von Î Rete. Re|ti|cel|la [... tjela] die; -, -s (aus
to retail „als Einzelstück verkaufen“, dies aus altfr. retailgleichbed. it. reticella, Verkleinerungsform von rete
lier „zurückschneiden“ zu re- (vgl. re...) u. taillier, vgl.
„Netz“, dies aus Zat. rete, vgl. Rete): urspr. genähte, später
Taille): (veraltet) Kleinverkauf. Reltailler [..,teɪlə] der; -s,
geklöppelte ital. Spitze. Reltilkül der od. das; -s, Plur. -e
- (aus gleichbed. engl. retailer): (veraltet) Einzelhändler
u. -s (aus gleichbed./r. réticule, eigtl. „kleines Netz“): svw.
Reltake [ri'teik, engl. ri:...] das; -[s], -s (meist Plur.) (aus
Ridikül. Re|ti|ku|la: Plur. von ÎRetikulum. reltilkullar
gleichbed. engl. retake zu to retake „wieder an-, ein-, auf
(zu îRetikulum u. t...ar (1)): svw. retikulär, reltilkullar
nehmen“): Wiederholung einer missglückten Aufnahme
(zu T...är): netzartig; netzförmig [verzweigt]; retikuläres
(Film)
Gewebe: Bindegewebe (Med.). re|ti|ku|liert (zu Î ...iert):
Re|ta|li|alti|on die; -, -en (zu spätlat. retaliare „(mit Glei
mit netzartigem Muster versehen; retikulierte Gläser:
chem) vergelten“ u. t...ation): (veraltet) [Wieder]vergelGläser mit einem netzartigen Muster aus eingeschmolze
tung
nen Milchglasfäden. Re|ti|ku|lin das; -s (zu t Retikulum
reltard (unter Einfluss von fr. retard (vgl. Retard) aus nlat.
u. t...in (1)): Bindegewebssubstanz aus ÎKollagen u. ei
retardus „verlangsamt“ zu lat. retardare, vgl. retardieren):
nem durch höheren Schwefelgehalt ausgezeichneten Ei
verzögert wirkend (Zusatzbezeichnung bei Arzneimitteln,
weißkörper (Biochem.). Re ti ku lin fa sern die (Plur.):
deren Wirkstoffe verzögert freigesetzt werden; Med.). Re
Fasern des retikulären Bindegewebes, die sich durch ihren
tard [rə'ta:u] der; -s (aus gleichbed./r. retard, eigtl. „Ver
Gehalt an Retikulin von den Î kollagenen Fasern unter-'
zögerung“, zu retarder, vgl. retardieren): Hebelstellung
scheiden (Med.). re|ti|ku|lo|en|do|the|li|al (zu TEndozur Verringerung der Ganggeschwindigkeit von Uhren.
thelu. Î ...ial); in der Fügung retikuloendotheliales System:
Reltarldat das; -[e]s, -e (aus lat. retardatum „Verzöger
von Zellen des T Endothels u. des innerhalb des Zellplas
tes“, substantiviertes Part. Perf. (Neutrum) von retardare,
mas gelegenen Retikulums gebildetes System von Zellen,
vgl. retardieren): (veraltet) Rückstand. Re|tar|dalti|on
das für den Stoffwechsel u. für die Bildung von Immun
iZze; -, -en (über gleichbed./r. retardation aus lat. retardatio
körpern Bedeutung hat (Med.); Abk.: RES. Reltilkullozu retardare, vgl. retardieren): 1. Verzögerung, Verlangsa
en|do|the|li|o|se <ZZe; -, -n: svw. Retikulose. Reltilkumung eines Ablaufs. 2. Hemmung od. Verlangsamung der
lom das; -s, -e (zu t...om>: gutartige knotige Wucherung
körperlichen u. geistigen Entwicklung; vgl. ...ation/...ie
(insbes. im Bereich des Knochenmarks, der Lymphknoten
rung. Reltardleflfekt der; -[e]s, -e (zu Tretard): Verzöge
u. der Milz; Med.). Re|ti|kullo|poldi|en [...ion] die
rungseffekt, der vorliegt, wenn z.B. Arzneimittel durch
(Plur.) (zu gr. pödion, Verkleinerungsform von poüs, Gen.
Strukturveränderungen verzögert resorbiert od. ausge
podös „Fuß“): Scheinfüßchen (Biol.). Re ti ku lo se ¿ZZe;
schieden werden (Med.). Reltarldelment [,,,də'ma:] das;
-, -n (zu t*...ose): Sammelbez. für ursächlich u. erschei
-s, -s (aus gleichbed./r. retardement zu retarder, vgl. retar
nungsmäßig verschiedenartige Wucherungen im Bereich
dieren): (veraltet) Verzögerung, Aufschub, Verspätung,
von Knochenmark, Milz, Lymphknoten u. Leber (Med.).
reltarldielren (aus gleichbed./r. retarder zu lat. retarda
Reltilkullolzyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu t...zyt>: fast
re): 1. verzögern, hemmen. 2. (veraltet) nachgehen (von
reifes rotes Blutkörperchen im Knochenmark u. im zirku
Uhren); vgl. ritardando. re|tar|die|rend (zu t...ierend):
lierenden menschlichen Blut (Med.). Re|ti|ku|lum das;
hemmend, verzögernd; retardierendes Moment: Szene im
-s, ...la (aus lat. reticulum, Verkleinerungsform von rete
1177
„Netz“): 1. Netzmagen der Wiederkäuer (Zool.). 2. im Ru
hekern der teilungsbereiten Zelle nach Fixierung u. Fär
bung sichtbares Netzwerk aus Teilen von entspiralisierten
Chromosomen (BioL). Re|ti|na die: -, ...nae [...ne] (aus
gleichbed. nlat. retina zu lat. rete „Netz“): Netzhaut des
Auges (Med.). Re|ti|na|kullum das; -s, ...la (aus lat. reti
naculum „Seil, Band“) : bindegewebiges Halteband für Or
gane od. Gewebsstrukturen (Med.), reltilnal (zu t'...al
(1)>: zur Augennetzhaut gehörend, in der Retina liegend
(Med.), reltilnielren (zu Î..deren): für die Ausscheidung
bestimmte Stoffwechselprodukte zurückhalten (Med.).
Reltilnin das: -s (zu t...in (1)): ein Bestandteil des Seh
purpurs in der Netzhaut (Med.). ReItiInjItis die; -, ...itiden (zu ɪ,,,itis): Netzhautentzündung (Med.). Reltilnobl asltom* das; -s, -e: bösartige Netzhautgeschwulst
(Med.). Re|ti|no|j|de die (Plur.) (zu t.-.oid): synthetisch
hergestellte Verbindungen, die strukturell u. in ihrer Wir
kung unter anderem dem VitaminA nahe stehen (zur Be
handlung von Hautkrankheiten, z.B. der Schuppenflech
te; Med.). Reltilnol das; -s, -e (zu t...ol): internationale
Bez. für VitaminA. Reltilnolpalthie die; -, ...ten (zu
t. ..pathie): allgemeine Bez. für nicht entzündliche Erkran
kungen der Netzhaut (Med.). Re|ti|no|sko|pie* die; -,
...jen (zu t,,,skopie): svw. Skiaskopie
Re ti raide die; -, -n (aus gleichbed. fr. retirade zu se retirer,
vgl. retirieren, Bed. 1 nach Retirade (2)): 1. (veraltend ver
hüllend) svw. Toilette (2b). 2. (veraltet) [militär.] Rückzug.
re|ti|rie|ren (nach gleichbed. fr. se retirer zu re- (vgl. re...)
u. tirer „ziehen“): 1. (veraltet, aber noch scherzh.) sich
[fluchtähnlich, eilig] zurückziehen. 2. (scherzh.) auf die
Toilette (2 b) gehen
Reltorlsilon die; -, -en (aus gleichbed. fr. rétorsion, dies un
ter Einfluss von torsion (vgl. Torsion) zu lat. retorquere,
vgl. Retorte): Erwiderung einer Beleidigung; vor allem im
zwischenstaatlichen [diplomatischen] Verkehr die einer
unbilligen Maßnahme eines anderen Staates entsprechen
de Gegenmaßnahme (z.B. Ausweisung von Ausländern
als Antwort auf ebensolche Vorkommnisse im Ausland).
Reltorlte die; -, -n (aus mlat. retorta „die Zurückgedreh
te“, Part. Perf. (Fern.) von lat. retorquere „rückwärts dre
hen“, nach der gedrehten Form des Gefäßhalses) : a) rund
liches Labordestillationsgefäß aus Glas mit umgeboge
nem, verjüngtem Hals; aus der Retorte: (ugs.) auf künstli
che Weise hergestellt, geschaffen (z.B. ein Kind, eine
Stadt aus der R.); b) in der ehern. Industrie zylindrischer
od. flacher langer Behälter, der innen mit feuerfestem Ma
terial ausgekleidet ist. Reltorltenlbalby das; -s, -s: (Jar
gon) Kind, das sich aus einem außerhalb des Mutterleibs
befruchteten u. dann wieder in die Gebärmutter zurück
versetzten Ei entwickelt hat. Re|tor|ten|gra|fit, auch
...graphit der; -s: grafitähnliches Produkt, das sich bei Zer
setzung von Kohlenwasserstoffen an heißen Retortenwän
den absetzt u. unter anderem zur Herstellung von Elektro
den verwendet wird
reltour [re'tu:j] (zu fr. retour „Rückkehr“, dies zu retour
ner, vgl. retournieren): (landsch., österr., Schweiz., sonst
veraltend) zurück. Reltour die; -, -en (Kurzform von Retour(fahr)karte): (österr. ugs.) Rückfahrkarte. Reltourbilllett [...biljst] das; -[e]s, Plur. -e u. -s: (Schweiz., sonst
veraltet) Rückfahrkarte. Reltoulre [re'tu:rə] die; -, -n
(meist Plur.) (zu Îretour): 1. a) an den Verkäufer zurück
gesandte Ware; b) nicht ausgezahlter, an den Überbringer
zurückgegebener Scheck od. Wechsel. 2. (österr. Amtsspr.
veraltend) Rücksendung. Re|tour|kut|sche die; -, -n:
(ugs.) das Zurückgeben eines Vorwurfs, einer Beleidigung
o.Ä. [bei passender Gelegenheit] mit einem entsprechen
den Vorwurf, einer entsprechenden Beleidigung, reltournielren (aus fr. retourner „umkehren, zurückdrehen“,
dies über das Vulgärlat. zu lat. tornare „runden, drech
retrograd
seln“): 1. a) Waren zurücksenden (an den Verkäufer); b)
(österr.) zurückgeben, -bringen. 2. den gegnerischen Auf
schlag zurückschlagen (Tennis)
Reltrailte* [rə'trɛ:tə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. retraite,
substantiviertes Part. Perf. (Fern.) von älter fr. retraire
„zurückziehen“, dies aus lat. retrahere): (veraltet) 1. Zap
fenstreich der Kavallerie. 2. Rückzug. Reltrakt [re...] der;
-[e]s, -e (zu lat. retractus, Part. Perf. von retrahere, vgl. Re
traite): (veraltet) Befugnis, eine fremde, von einem Eigen
tümer an einen Dritten verkaufte Sache von diesem u. je
dem weiteren Besitzer zum ursprünglichen Kaufpreis an
sich zu nehmen; Näherrecht (Rechtsw.). reltrakltielren
(aus lat. retractare „erneut bearbeiten od. behandeln;
überdenken“): (veraltet) umändern, verbessern. Reltraktilon die; -, -en (aus lat. retractio „das Zurückziehen, Ver
minderung“ zu retrahere, vgl. Retraite): Zusammenzie
hung, Verkürzung, Schrumpfung eines Organs, Gewebes
(Med.)
Reltranlchelment* [rətraʃə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. retranchement zu retrancher „Stellung befestigen“, dies
zu re- (vgl. re...) u. trancher „durchschneiden“): (veraltet)
Verschanzung; verschanzte Linie
Reltrans|fu|si|on die: -, -en (zu îre... u. ÎTransfusion):
svw. Reinfusion
Re|trans|plan|ta|ti|on die; -, -en (zu Îre... u. tTransplantation): Ausschneiden eines Transplantats beim Empfän
ger u. Rückverpflanzung in den ursprünglichen Spender
(Med.)
reltrilbulielren* (aus gleichbed. lat. retribuere): (veraltet)
zurückgeben, vergelten. Reitrilbultilon die; -, -en (aus
gleichbed. fr. rétribution, dies aus spätlat. retributio „Ver
geltung“ zu retribuere, vgl. retribuieren): 1. Rückgabe,
Wiedererstattung (z.B. eines Geldbetrages). 2. (veraltet)
Vergeltung, Rache, reltrilbultiv (zu lat. retributus, Part.
Perf. von retribuere (vgl. retribuieren) u. t.,.iv): die Retri
bution ( 1 u. 2) betreffend, auf Retribution beruhend
Reltrielval* [rɪ'tri:vl] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. retrie
val zu to retrieve „wieder finden“): das Suchen u. Auffin
den gespeicherter Daten in einer Datenbank (EDV). Retrie ver [...vb] der; -s, - (aus gleichbed. engl. retriever):
zum Î Apportieren gezüchteter Jagdhund
reltro...*, Reltro... (aus lat. retro „zurück, rückwärts“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „hinter, rück
wärts, zurück“, z.B. retroflex, Retroversion, reltrolaktiv: rückwirkend; Ggs. tproaktiv; retroaktive [,,,və]
Hemmung: Beeinträchtigung des Behaltens von etwas
Gelerntem, wenn unmittelbar darauf etwas Neues einge
prägt wird; retroaktive [,,,və] Suggestion: Suggestion, die
frühere Bewusstseinsinhalte u. Erinnerungen aktiviert
(Psychol.). Re|tro|ak|ti|vi|tät [...v...] die; -, -en: rück
wirkende Kraft. reltro|au|ri|ku|iär: hinter der Ohrmu
schel gelegen (z.B. von Krankheitsprozessen; Med.), retrobulbär: hinter dem Augapfel gelegen (Med.). Re
troichor [,..k...] der; -[e]s, ...chöre (nach gleichbed. engl.
retrochoir): in engl. Kathedralen die Choranlage hinter
dem eigentlichen Chorraum. re|tro|da|tie|ren (zu Îre
tro...): (veraltet) zurückdatieren. Reitroldelsign [...di
zain] das; -s, -s: ÎDesign, das bewusst auf traditionelle
Gestaltungselemente zurückgreift. re|tro|flek|tiert (zu
lat. retroflectere (vgl. retroflex) u. T ...iert): zurückgebo
gen, nach hinten abgeknickt (von Organen od. Körpertei
len; Med.), reltrolflex (zu lat. retroflexus, Part. Perf.
von retroflectere „zurückbiegen“): mit zurückgebogener
Zungenspitze gebildet (von Lauten; Sprachw.). Reltroflex der; -es, -e: mit zurückgebogener Zungenspitze ge
bildeter Laut (Sprachw.); vgl. Zerebral. Reltrolflelxilon
die; -, -en: Abknickung von Organen (bes. der Gebärmut
ter) nach hinten (Med.), reltrolgrad (zu lat. retrogradus
„zurückgehend“): rückläufig, rückwirkend, in zurücklie-
Retrogradation
gende Situationen zurückreichend (z.B. von einer tAm
nesie; Med.); retrograde Bildung: Rückbildung; Wort
(bes. Substantiv), das aus einem [meist abgeleiteten] Verb
od. Adjektiv gebildet ist, aber den Eindruck erweckt, die
Grundlage des betreffenden Verbs od. Adjektivs zu sein
(z.B. Kauf aus kaufen. Blödsinn aus blödsinnig;
Sprachw.). Reltrolgraldaltilon die; -, -en (zu t...ation):
das Ausfallen eines gelösten Stoffes beim Abkühlen des
Lösungsmittels (Chem.). re|tro|graldie|ren (nach Zar.
retrogradi „zurückgehen“): (veraltet) rückwärtsgehen.
re|trolkar|di|al: den Bereich hinter dem Herzen betref
fend; im Raum zwischen dem Herzen u. der Wirbelsäule
liegend (Med.). Re|trolko|gni|ti|on die; -, -en: das Hell
sehen in die Vergangenheit, eine Form der außersinnli
chen Wahrnehmung (Parapsychol.). reltrollenltal: hin
ter der Augenlinse gelegen (Med.). Reltrollook [,,,lʊk]
iZer; -s, -s (aus gleichbed. engl. retrolook): TLook (a), der
an einen Modestil vergangener Epochen anknüpft, retrolnalsal: im Nasen-Rachen-Raum gelegen (Med.), retrolpe|ri|to|ne|ai: hinter dem Bauchfell gelegen (Med.).
Re|tro|pul|si|on die; -, -en: krankhafte Neigung zum
Rückwärtslaufen (Med.). Re|tro|spek|ti|on die; -, -en
(zu Îretrospektiv u. T*...ion>: Rückschau, Rückblick, retrospektiv (wohl nach gleichbed. engl. retrospective,
dies aus lat. retrospectus, Part. Perf. von retrospicere
„zurückschauen“; vgl. ...iv): rückschauend, rückbli
ckend. Reltrolspekltilve [...va] iZZe; -, -n: a) Rückschau,
Rückblick; b) Kunstausstellung od. Filmserie, die das
Gesamtwerk eines Künstlers od. Filmregisseurs od. einer
Epoche in einer Rückschau vorstellt. Reltrolspiel das;
-[e]s, -e (zu Îretro...): schrittweises Zurücknehmen einer
bestimmten Folge von Zügen bis zu einer bestimmten
Ausgangsstellung (Schach), reltrolsterlnal: hinter dem
Brustbein gelegen (Med.). Re|tro|vak|zi|na|ti|on
[...V...] die; -, -en: Rückimpfung des aus menschlichen Po
cken gewonnenen Impfstoffes auf Kühe. Reltrolvaklzine die; -, -n: Impfstoff, der von Kühen gewonnen wird,
die vorher mit Pockenlymphe von Menschen infiziert
worden waren. Reltrolverlsilgn iZze; -, -en (zu lat. retro
versus „rückwärtsgewandt“ u. T'...ion): Rückwärtsnei
gung, bes. der Gebärmutter (Med.). re|tro|ver|tie|ren
(aus gleichbed. lat. retrovertere): zurückneigen, zurück
wenden
Reitrolvilren* [...v...] die (Plur.) (Kunstw. aus Îreverse
Transkriptase u. Î Virus): Familie der RibonukleinsäureTumorviren (Erreger von Tumorerkrankungen und Aids;
Med.)
Re|tro|vi|sor* [...v...] der; -s, ...oren (zu Tretro..., lat. visus
(Part. Perf. von videre „sehen“) u. t,,,or): Spiegelsystem,
mit dem man über das eigene Auto u. durch die Fenster ei
nes angehängten Wohnwagens sehen kann, reltrolzedielren (aus lat. retrocedere „zurückweichen“): 1. (veral
tet) a) zurück weichen; b) [etw.J wieder abtreten. 2. rück
versichern (Wirtsch.). Re|tro|zes|si|on die; -, -en (aus
lat. retrocessio „das Zurückweichen“): 1. (veraltet) Wie
derabtretung. 2. Form der Rückversicherung (Wirtsch.)
Retlsilna der: -[s] (aus gleichbed. ngr. retsina, dies über
(m)lat. resina ausgr. rhêtinê „Harz“): mit Harz versetzter
griech. Weißwein
Relturn [ri'to:nn, engl. rɪ'tə:n] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. return zu to return „zurückkehren“, dies aus (alt)fr.
retourner, vgl. retournieren): 1. Rückschlag; zurückge
schlagener Ball (bes. nach gegnerischem Aufschlag;
[Tischjtennis, Badminton). 2. kurz für Returntaste. Re
turn on Inlvestlment [rɪtə:n ɔn ɪn'vɛstmənt] (aus
gleichbed. engl. return on investment, eigtl. „Gewinn aus
Investition“): Kennzahl, die eine Aussage über die Renta
bilität des investierten Kapitals zulässt (Wirtsch.); Abk.:
ROT Relturnitaslte [ri'tθ:`gn,,,, engl. rɪ'tə:n...] die; -, -n:
1178
Taste auf der Computertastatur zum Bestätigen od. Been
den eines Vorgangs
Reltu Ische die; -, -n (aus gleichbed. fr. retouche zu retou
cher, vgl. retuschieren): a) das Retuschieren; b) Stelle, an
der retuschiert worden ist. Reltulscheur [,,,ʃo:e] der; -s,
-e (zu T...eur): jmd., der [berufsmäßig] Retuschen aus
führt. Reltulscheulrin die; -, -nen: weibliche Form zu
T Retuscheur. re|tu|schie|ren (aus fr. retoucher „wieder
berühren, überarbeiten“ zu re- (vgl. re...) u. toucher, vgl.
touchieren): (bes. an einem Foto, einer Druckvorlage)
nachträglich Veränderungen anbringen (um Fehler zu kor
rigieren, Details hinzuzufügen od. zu entfernen)
relunilens [,,,iə...] (zu Îre... u. spätlat. uniens, Gen. unien
tis, Part. Präs, von lat. unire „vereinigen“): verschiedene
Körperteile od. Organe miteinander verbindend (bes. von
Körpergängen od. Kanälen; Med.), relunielren [rely...]
(aus gleichbed. fr. réunir zu ré- (vgl. re...) u. unir, vgl. unie
ren; Bed. 2 aus gleichbed. fr. se réunir): 1. (veraltet) wieder
vereinigen, versöhnen. 2. sich -: sich versammeln. 'Reunilon [relu...] die: -, -en (gleichbed. fr. réunion zu réunir,
vgl. reunieren): (veraltet) Wiedervereinigung. 2Re|unilon
[rely niö:] die; -, -s (aus fr. réunion „Versammlung; Gesell
schaft“ zu se réunir „sich versammeln“): (veraltet) gesel
lige 'Veranstaltung zur Unterhaltung der Kurgäste (bes. in
Kurorten). Relunilolnen die (Plur.) (aus fr. réunions,
Plur. von réunion, vgl. 'Reunion): gewaltsame Gebietsan
eignungen LudwigsXIV. von Frankreich im Elsass u. in
Lothringen. Relunilonslkamlmern die (Plur.) (Lehn
übersetzung von fr. chambres de réunion): durch LudwigXIV. eingesetzte franz. Gerichte zur Durchsetzung
territorialer t Annexionen
re|üs|sie|ren (aus gleichbed. fr. réussir, dies aus gleichbed.
it. riuscire, eigtl. „wieder hinausgehen“): Anerkennung
finden; Erfolg haben; ein Ziel erreichen
Re|vak|zi|na|ti|on die; -, -en (zu Tre... u. ÎVakzination):
Zweitimpfung, wiederholte Impfung mit dem gleichen
Impfstoff in einem bestimmten zeitlichen Abstand zur
Erstimpfung (Med.). re|vak|zi|nie|ren: wiederholt mit
dem gleichen Impfstoff impfen (Med.)
relvallildielren [...v...] (zu Tre... u. lat. validare „stark ma
chen, kräftigen“): wieder gültig werden, relvallieiren (zu
lat. valere „kräftig sein; Wert haben“): 1. (Kaufmannsspr.) eine Schuld decken. 2. (veraltend) sich für eine
Auslage schadlos halten. Relvallielrung dz'e; -, -en (zu
T...ierung): (Kaufmannsspr.) Deckung [einer Schuld]. Reva|lo|ri|sa|ti|on die; -, -en (zu tre... u. tValorisation):
svw. Revalorisierung; vgl. ...ation/...ierung. relvallolrisielren: [eine Währung] auf den ursprünglichen Wert er
höhen. Relvallolriisielrung die; -, -en: Erhöhung [einer
Währung] auf den ursprünglichen Wert; vgl. ...ation/...ierung. Réévaluation die; -, -en (Analogiebildung zu
TDevaluation; vgl. re...): Aufwertung einer Währung
durch Korrektur des Wechselkurses. re|va|lu|ielren (zu
T..deren): eine Währung (durch Korrektur des Wechsel
kurses) aufwerten. Re|val|va|ti|on [...va...] die; -, -en (zu
Î Revaluation ; mit Angleichung von u zu v> : svw. Revalua
tion. re|val|vie|ren (zu (..deren): svw. revaluieren
Re van che [re'va:ʃ(ə), ugs. auch re'vaŋʃə] die; -, -n [...Jn]
(aus fr. revanche „Vergeltung, Rache“ zu (se) revancher,
vgl. revanchieren): 1. (veraltend) Vergeltung (eines Lan
des) für eine erlittene militärische Niederlage. 2. das Sichrevanchieren (1). 3. Gegendienst, Gegenleistung. 4. a)
Chance, eine erlittene Niederlage bei einem Wettkampf in
einer Wiederholung wettzumachen; b) Rückkampf, Rück
spiel, bei dem eine vorangegangene Niederlage wettge
macht werden soll (Sport). Relvanlchelfoui [...faul] das;
-s, -s: Foul, das man seinerseits an dem Spieler begeht, von
dem man vorher gefoult wurde (Sport). re|van|chie|ren,
sich (aus fr. (se) revancher „(sich) rächen“ zu venger, dies
1179
Reviersystem
aus lat. vindicare „rächen“) : 1. vergelten, sich für etwas rä
Versicherung eines Staates, seine Verträge mit anderen
chen; jmdm. etwas [bei passender Gelegenheit] heimzah
Staaten einzuhalten u. den bestehenden Zustand nicht ein
len. 2. sich erkenntlich zeigen, durch eine Gegenleistung
seitig zu ändern. Relverse [n'və:s] das: - (aus gleichbed.
ausgleichen, einen Gegendienst erweisen. 3. eine erlittene
engl. reverse zu to reverse „rückwärts laufen lassen; um
Niederlage durch einen Sieg in einem zweiten Spiel gegen
kehren“, vgl. reversibel): Umschaltautomatik für den
denselben Gegner ausgleichen, wettmachen (Sport). ReRücklauf (bes. bei Kassetten- u. Videorekordern). re|vervan chis mus der: - (nach gleichbed. russ. revansizm zu
silbel [rever...] (nach gleichbed. fr. réversible, engl. rever
fr. revanche „Vergeltung"; vgl. ...ismus (5)): (abwertend)
sible zu lat. reversus, Part. Perf. von revertere „umkeh
Politik, die auf Rückgewinnung in einem Krieg verlorener
ren“): 1. umkehrbar (z.B. von technischen, chemischen,
Gebiete od. die Annullierung aufgezwungener Verträge
biologischen Vorgängen); Ggs. Îirreversibel. 2. heilbar
mit militärischen Mitteln ausgerichtet ist. Relvanlchist
(Med.). Re|ver|si|bi|li|tätrfie;- (zu t...ität): Umkehrbar
der: -en, -en (aus gleichbed. russ. revansist; vgl. ...ist): (ab
keit; Ggs. ÎIrreversibilität. 1Re|ver|si|ble [...bl] der; -s, -s
wertend) Vertreter des Revanchismus, relvanlchis(zu engl. reversible „doppelseitig, wendbar“, dies zu to re
tisch (aus gleichbed. russ. revansistskij; vgl. ...istisch):
verse aus fr. reverser, vgl. Reversieren): Gewebe, Stoff, bei
(abwertend) den Revanchismus betreffend
dem beide Seiten als Außenseite verwendet werden kön
Re|vas|kulla|ri|saltilon [...v...] die: -, -en (zu tre... u.
nen. 2Re|ver|si|ble [...bl] das; -s, -s (zu t’Reversible):
î Vaskularisation): svw. Vaskularisation
Kleidungsstück, das beidseitig getragen werden kann;
Relveillle [re'vɛ(:)jə, auch ,,,'vɛljə] die: -, -n (aus gleichbed,
Wendemantel, Wendejacke, ’relverlsielren (zu T’Revers
fr. réveil zu réveiller „(auf)wecken“>: (veraltet) militär.
u. t..deren): (veraltet) sich schriftlich verpflichten. 2reWeckruf
verlsielren (aus fr. reverser „umkehren“, dies aus spät
Relvellaltilon [,..v...] die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. re
lat. reversare „rückwärts wenden, umdrehen“, Intensivbil
velatio zu lat. revelare „enthüllen“): Enthüllung, Offenba
dung zu lat. revertere, vgl. reversibel): 1. (österr.) zurück
rung. re|ve|la|to|risch (aus gleichbed. spätlat. revelato
setzen, rückwärtsfahren (mit einem Fahrzeug). 2. [bei Ma
rius): enthüllend, etwas ans Licht bringend
schinen] den Gang umschalten. Relverlsing [rɪ'və:sɪŋ]
Relvelnant [ravs'nä:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. revenant,
das; - (aus gleichbed. engl. reversing zu to reverse, vgl. Re
eigtl. Part. Präs, von revenir, vgl. Revenue): Gespenst;
verse) : 1. das Zurückspulen des Magnet- od. Videobandes.
Geist, der aus einer anderen Welt wiederkehrt. Relve2. Form der Geschäftsabwicklung im engl. Baumwollter
nue [,..‘ny:] die; -, -n [...'ny:an] (meist Plur.) (aus gleich
minhandel. Re|ver|si|on [rever...] iZZe; -, -en (aus gleich
bed. fr. revenu zu revenir „wiederkommen“, dies aus lat.
bed. lat. reversio zu reversus, vgl. revers): Umkeh
revenire): Einkommen, Einkünfte aus Vermögen
rung, Umdrehung. Relverlsilonslpenldel das; -s, -:
re velra [- 've:ra] dat.y. (veraltet) in der Tat, in Wahrheit
Instrument zur Messung der Erdbeschleunigung. RelverRe|ve!rend ['rɛvərənd] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. Re
silonsprisma das; -s, ...men: Prisma, das das Bild Sei
verend, dies aus lat. reverendus, vgl. Reverendus): a) (oh
ten- bzw. höhenverkehrt wiedergibt, Wendeprisma. Rene Plur.) Titel der Geistlichen in englischsprachigen Län
vers ma teiri al das; -s, -ien [...ien] (zu T’Revers): Auf
dern; Abk.: Rev. ; b) Träger dieses Titels. Re|ve|ren|disführungsmaterialien (von Musikverlagen), die nur gegen
si mus [reveren...] der; - (aus kirchenlat. reverendissimus,
Unterzeichnung eines t’Reverses verliehen werden, der
eigtl. „der Verehrungswürdigste“, Superlativ von lat. re
ihre Verwendung einschränkt. Relverslsysltem das: -s:
verendus, vgl. Reverendus): Titel derkath. ÎPrälaten. ReSicherstellung von Preisbindungen durch Verpflichtung
ve ren dus der; - (aus gleichbed. kirchenlat. reverendus,
der Zwischenhändler u. Einzelhändler (Wirtsch.)
eigtl. „Verehrungswürdiger“, zu lat. reverendus „ehrwür Re veur [re vorn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. rêveur zu rê
dig“, dies zu revereri „Scheu empfinden; verehren“): Ehr
ver „träumen“): (veraltet) Träumer
würden, Hochwürden (Titel der kath. Geistlichen); Abk.: Relvildent [,..v...] áer; -en, -en (aus lat. revidens, Gen. re
videntis, Part. Präs, von revidere, vgl. revidieren): 1. jmd.,
Rev.; Reverendus Pater: ehrwürdiger Vater (Titel der Or
densgeistlichen); Abk.: R. P. relvelrent (aus gleichbed.
der in einem Rechtsstreit das Rechtsmittel der Î Revision
(3) einlegt. 2. (veraltet) svw. Revisor (1 u. 2). 3. (österr.) a)
lat. reverens, Gen. reverentis): (veraltet) ehrerbietig. Re
(ohne Plur.) Beamtentitel; b) Träger dieses Titels, relvive Irenz die; -, -en (aus lat. reverentia „Scheu, Ehr
die ren (über mlat. revidere „prüfend hinsehen“ aus lat.
furcht“): a) Ehrerbietung; b) Verbeugung; vgl. aber Refe
revidere „wieder hinsehen“; vgl. Revision): 1. a) auf seine
renz
Richtigkeit, Korrektheit o.Ä. hin prüfen, kontrollieren,
Relvelrie [rɛvə...] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. rêverie zu
durchsehen; b) formal abändern, korrigieren; nach einge
rêver „träumen“): Titel eines elegisch-träumerischen In
hender Prüfung ändern, z. B. sein Urteil -. 2. eine Wunde
strumentalstücks; Träumerei
nochmals operativ behandeln (Med.). 3. (Schweiz.) wieder
reivers [re'vers] (aus gleichbed. lat. reversus, Part. Perf.
instand setzen, überholen
von revertere „umwenden“): umgekehrt; reverse Transkriptase: Î Enzym, das für die Vermehrung von Viren not Relvier[...v...] das; -s, -e (über mittelniederl. riviere, (alt)fr.
rivière „Ufergegend entlang eines Wasserlaufs“ aus vulwendig ist u. der Rückübersetzung der Virusnukleinsäure
gärlat. riparia „am Ufer Befindliches“ zu Zar. ripa „Ufer“):
dient, die die Erbinformation ändert (Biochem., Med.).
1. Bezirk, Gebiet; Tätigkeitsbereich (z.B. eines Kellners).
’Reivers [re ve:u, auch ,,,'ve:b, rə'v...] das od. (österr. nur)
2. kleinere Polizeidienststelle [eines Stadtbezirks], 3. a)
der; - [,,,b(s)], - [...bs] (aus gleichbed. fr. revers, dies aus lat.
von einem Truppenteil belegte Räume in einer Kaserne
reversus, vgl. revers): [mit dem Kragen eine Einheit bil
od. in einem Lager; b) Sanitätsbereich eines Truppenteils
dender] Umschlag od. Aufschlag an Kleidungsstücken.
(Mil.). 4. a) Teilbezirk eines Forstamts; b) begrenzter
2Re| vers [revers, franz. Ausspr. rə'vɛ:g] der; Gen. -es u.
Jagdbezirk (Forstw.). 5. Abbaugebiet (Bergw.). 6. Lebens
(bei franz. Ausspr.) - [,,rg(s)], Plur. -e u. (bei franz.
raum, Wohngebiet bestimmter Tiere, re Ivie Iren (zu Î..de
Ausspr.) - [...bs] (aus fr. revers „Rückseite“; vgl. ‘Revers):
ren): ein Jagdgelände von einem Hund absuchen lassen
Rückseite [einer Münze]; Ggs. Î Avers. 3Re|vers [re vers]
(Forstw.). Re|vier|mar|kie|rung die; -: von einem Tier
der; -es, -e (zu mlat. reversum „Antwort“, eigtl. „umge
vorgenommene Kennzeichnung eines Reviers (6) durch
kehrtes (Schreiben)“; vgl. 'Revers): Erklärung, Verpflich
Absonderung von Duftstoffen. Relvierlsysltem das; -s:
tungsschein. relverlsal (zu T’Revers u. Î '...al (1)): (veral
Ordnung des Jagdrechts, bei der verschiedene Jagdbezirke
tet) durch ’Revers festgesetzt, als Pflicht übernommen.
eine Einheit bilden
Relverlsalle das: -, ...lien [...jan] (zu T...ale>: offizielle
Review
1180
widerrufen“, dies aus /ɑ/. revocare, vgl. revozieren): ver
[rɪ'vju:] die; -, -s (aus engl. review „Überblick;
sehentlich falsches Bedienen (Kartenspiele)
Rückblick“, dies aus (mittel)fr. revue, Part. Perf. (Fern.)
von revoir, vgl. Revue) : (als Titel od. Bestandteil des Titels Relvollte [,..v...] die; -, -n (aus gleichbed. fr. révolte, eigtl.
„Umwälzung“, zu révolter, vgl. revoltieren): [politisch
engl. u. amerik. Zeitschriften) Rundschau; vgl. Revue (1).
motivierter] Aufruhr, Aufstand (einer kleinen Gruppe).
2Re|view <7ö.v od. der; -s, -s, auch die; -, -s (vgl. ‘Review):
Relvollteur [,,,'ta:n] der; -s, -e (zu t...eur): jmd., der sich
kritische Besprechung eines [künstlerischen] Produkts
an einer Revolte beteiligt, relvolltielren (aus gleichbed.
o. Ä. Re|vie|wer [.,.'vju:ç] der; -s, (veraltet) Verfasser
fr. révolter, eigtl. „zurück-, umwälzen“, dies aus it. rivolod. Herausgeber einer Rundschau, einer Review
tare „umdrehen, empören“, dies über das Vulgärlat. aus
Re|vin|di|ka|tilon [...v...] die; -, -en (zu Îre... u. spätlat. vin
lat. revolvere „zurückrollen, -drehen“): an einer Revolte
dicatio „Anspruch(srecht)“, dies zu lat. vindicare, vgl. vinteilnehmen; sich empören, sich auflehnen, meutern. Redizieren): (veraltet) Rückforderung, Geltendmachung ei
vollultilon die; -, -en (unter Einfluss von gleichbed. fr. ré
nes Herausgabeanspruchs (Rechtsw.). re|vin!di|zie|ren:
volution, eigtl. „Umdrehung, Umwälzung“, aus spätlat.
einen Herausgabeanspruch geltend machen (Rechtsw.)
revolutio „das Zurückwälzen, -drehen“ zu lat. revolvere,
Relvilrelment [revirə'ma:] das; -s, -s (aus fr. revirement
vgl. revoltieren): 1. [gewaltsamer] Umsturz der beste
„Umschwung“ zu re- (vgl. re...)u. virer „wenden“, dies aus
henden politischen u. sozialen Ordnung. 2. Aufhebung,
dem Gallorom., weitere Herkunft unsicher): 1. Wechsel in
Umwälzung der bisher als gültig anerkannten Gesetze od.
der Besetzung von Ämtern. 2. Form der Abrechnung zwi
der bisher geübten Praxis durch neue Erkenntnisse u. Me
schen Schuldnern u. Gläubigern
thoden (z. B. in der Wissenschaft). 3. Gebirgsbildung (Gere|vi|si|bel [...v...] (zu lat. revisum (vgl. Revision) u.
ol.). 4. (veraltet) Umlauf eines Himmelskörpers um ein
Î ...ibel): (selten) auf dem Wege der t Revision (3) anfecht
Hauptgestirn (Astron.). 5. Null ouvert Hand, bei dem die
bar (Rechtsw.); Ggs. t irrevisibel. R e I vi I si I bi I li Ität die; gegnerischen Spieler die Karten austauschen (Skat), re(zu T ...ität): (selten) Anfechtbarkeit eines Urteils auf dem
voluitionär (aus gleichbed. fr. révolutionnaire): 1. die
Wege der Revision (Rechtsw.). Re|vi|si|on die; -, -en (aus
Revolution (1) betreffend, zürn Ziele habend; für die Re
mlat. revisio „prüfende Wiederdurchsicht“ zu lat. revisus,
volution eintretend. 2. eine Revolution (2) bewirkend, um
Part. Perf. von revidere, vgl. revidieren): 1. das Revidie
wälzend. Re|vo|lu|ti|o|när der; -s, -e (nach gleichbed. fr.
ren, [nochmalige] Durchsicht, Nachprüfung, Kontrolle;
révolutionnaire): 1. jmd., der auf eine Revolution (1) hin
bes. die Î Korrektur des bereits umbrochenen (zu Druck
seiten zusammengestellten) Satzes (Druckw.). 2. Ände
arbeitet od. an ihr beteiligt ist. 2. jmd., der sich gegen
Überkommenes auflehnt u. grundlegende Veränderungen
rung nach eingehender Prüfung (z. B. einer Ansicht). 3. bei
auf einem Gebiet herbeiführt. Re|vo|lu|ti|o|nä|rin die; -,
einem Gericht mit grundsätzlicher Entscheidungsvoll
-nen: weibliche Form zu 1 Revolutionär. Relvollultilomacht (Bundesgerichtshof, Oberlandesgericht) gegen ein
na risimus der; - (zu Î...ismus (5)): das Bestehen von
[Berufungsjurteil einzulegendes Rechtsmittel, das die
Strömungen, die eine revolutionäre Veränderung um je
Überprüfung dieses Urteils fordert (Rechtsw.). 4. noch
den Preis anstreben. re|vo|lu|ti|o|nie|rer» (aus gleich
malige operative Behandlung einer schlecht heilenden
Wunde (Med.). 5. (bes. Schweiz.) das Revidieren (3), das
bed. fr. révolutionner): 1. grundlegend verändern. 2. a) in
Überholen. Re|vi|si|o|nis|mus der; - (zu Î ...ismus (2)>: 1.
Aufruhr bringen, für seine revolutionären (1) Ziele gewin
das Streben nach Änderung eines bestehenden [völker
nen; b) (selten) revoltieren. Re|vo|lulti|olnie|rung die;
rechtlichen] Zustandes od. eines [polit.] Programms. 2. im
-, -en (zu t...ierung>: das Revolutionieren, das Revolutio
niertwerden. Re|vo|lu|ti|onslar|chi|tek|tur die; -:
19. Jh. eine Richtung innerhalb der dt. Sozialdemokratie
mit der Tendenz, den auf revolutionäre Umwälzungen aus
Richtung der franz. Architektur Ende des 18. Jh.s in nüch
gerichteten Marxismus durch das Streben nach Sozialre
tern-monumentalen Formen. Re|vo|lultilons|ka|lenformen innerhalb der bestehenden gesellschaftlichen Ver
der der; -s: während der Franz. Revolution offiziell ein
hältnisse abzulösen. Relvilsilolnist der: -en, -en (zu
geführter Kalender (1793-1806) mit 12 Monaten von je 30
t...ist): Verfechter des Revisionismus. relvi|si|o|nisTagen u. 5 Ergänzungstagen (Nationalfesten). Relvollutisch (zu Î ...istisch): den Revisionismus betreffend. Retüons re gie rung die: -, -en: aus einer Revolution (1)
vi si ons in stanz* die; -, -en: für die Revision zuständi
hervorgegangene Regierung. Re|vo|lu|ti|onsltri|bu|nai
ge letzte Instanz (Rechtsw.). Relvilsor der; -s, ...oren (zu
das; -s, -e: während einer Revolution eingesetzter Ge
lat. revisum (vgl. Revision) u. t...or): 1. [Wirtschaftsprü
richtshof zur Aburteilung politischer Gegner. Relvolluzfer. 2. Korrektor, dem die Überprüfung der letzten Kor
zer der; -s, - (nach gleichbed. it. rivoluzionario zu rivolurekturen im druckfertigen Bogen obliegt
zione „Revolution“): (abwertend) jmd., der sich [bes. mit
re|vi|ta|li|sie|ren [,.,v...] (zu Ire... u. Îvitalisieren): 1. wie
Worten, in nicht ernst zu nehmender Weise] als Revolutio
der kräftigen, wieder funktionsfähig machen (Med.). 2.
när gebärdet. Relvollver [,,,vn] der; -s, - (aus gleichbed.
wieder in ein natürliches Gleichgewicht bringen (Biol.).
engl. revolver zu to revolve „drehen“, dies aus lat. revol
Re|vi|ta|li|sie|rung die; -, -en (zu T...ierung): das Revivere, vgl. revoltieren, nach der sich drehenden Trommel):
talisieren, das Revitalisiertwerden
1. Faustfeuerwaffe, bei der die Patronen in einer hinter
Re vi val [ri'vaivl] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. revival zu
dem Lauf angeordneten Trommel untergebracht sind, 2.
to revive „wieder beleben“, dies aus lat. revivere): Wieder
drehbare Vorrichtung an Werkzeugmaschinen zum Ein
belebung, Erneuerung (z.B. von Musikrichtungen, Klei
spannen mehrerer Werkzeuge. Re|vol|ver|blatt das; -s,
dungsstilen, Designs)
...blätter: reißerisch aufgemachte Zeitung, die in der
relvolkalbel [...v...] (über fr. révocable aus lat. revocabilis
Hauptsache unsachlich von zu Sensationen aufgebausch
„zurückrufbar“ zu revocare, vgl. revozieren): (veraltet)
ten Vorkommnissen u. Kriminalfällen berichtet. Relvolzurücknehmbar, widerruflich. Re|vo|ka|ti|on die; -, -en
verdrehbank die; -, ...bänke: Drehbank mit Revolver
(aus gleichbed. mlat. revocatio, eigtl. „das Zurückrufen“,
(2) zur schnelleren Werkstückbearbeitung (Techn.). Rezu lat. revocare, vgl. revozieren): Widerruf. Re|vo|ka|tovol ver preslse die; -: (ugs.) Gesamtheit der reißerisch
rilum das; -s, ...ien [...ion] (aus lat. revocatorium, eigtl.
aufgemachten Sensationszeitungen. re|vol|vie|ren (aus
„das Zurückrufende“, substantiviertes Neutrum von lat.
gleichbed. lat. revolvere, vgl. revoltieren): zurückdrehen
revocatorius „zurückrufend“): Abberufungs-, Rückberu
(Techn.). Re|vol|ving|kre|dit [rɪ'vɔɪvɪŋ...] der; -[e]s, -e
fungsschreiben (Rechtsw.). Relvoke [rɪ'voʊk] die; -, -s
(nach gleichbed. engl. revolving credit zu to revolve
(aus gleichbed. engl. revoke zu to revoke „nicht bedienen,
„(sich) drehen (lassen)“ u. credit „Kredit“): 1. Kredit, der
'Relview
1181
Rezeptur
dem Leistungsumschlag des Unternehmens entsprechend
„zurückweichen, Weggehen“): (veraltet) überlassen, wie
von diesem beglichen u. erneut beansprucht werden kann.
der abtreten
2. zur Finanzierung langfristiger Projekte dienender Kre Relzenlsent der; -en, -en (aus lat. recensens, Gen. recen
dit in Form von immer wieder prolongierten od. durch
sentis, Part. Präs, von recensere, vgl. rezensieren): Verfas
verschiedene Gläubiger gewährten formal kurzfristigen
ser einer Rezension, [Literaturkritiker. Re!zen|sen|tin
Krediten. Relvollvinglsysltem das; -s: Finanzierung
die; -, -nen: weibliche Form zu tRezensent. irelzenlsielangfristiger Projekte über fortlaufende kurzfristige An
ren (aus lat. recensere „prüfend betrachten“): eine künst
schlussfinanzierungen
lerische, wissenschaftliche o.ä. Arbeit kritisch bespre
re|vo|zie|ren [...v...] <aus lat. revocare „zurückrufen"): I.
chen. Relzenlsilon die; -, -en (aus lat. recensio „Muste
[eine Äußerung] zurücknehmen; widerrufen. 2. vor Ge
rung“): 1. kritische Besprechung eines Buches, einer
richt einen mündlichen Antrag sofort zurückziehen, wenn
künstlerischen Darbietung, wissenschaftlichen Arbeit
der Prozessgegner durch Beweise die im Antrag aufgestell
o. Ä., bes. in einer Zeitung od. Zeitschrift. 2. berichtigende
te Behauptung widerlegt
Durchsicht eines alten, oft mehrfach überlieferten Textes.
Relvue [re'vy:, auch rə...] die; -, -n [,..y:on] (aus gleichbed.
Re|zen|silons|exem|plar* das; -s, -e: für eine Rezensi
fr. revue, eigtl. „Übersicht, Überblick“, substantiviertes
on (1) zur Verfügung gestelltes Buch
Part. Perf. (Fern.) von revoir „wieder sehen", dies aus lat. relzent (aus lat. recens, Gen. recentis „jung“, Bed. 2 aus
revidere): 1. Titel od. Bestandteil des Titels von Zeitschrif
der mlat. Apothekerspr., eigtl. wohl „erfrischend“): 1. ge
ten; vgl. Review. 2. a) musikalisches Ausstattungsstück
genwärtig noch lebend (von Tier- u. Pflanzenarten; Biol.);
mit einer Programmfolge von sängerischen, tänzerischen
Ggs. t fossil. 2. (landsch.) herzhaft, pikant, säuerlich
u. artistischen Darbietungen, die oft durch eine lose Rah Re|ze|pis|se [österr. ...’pis] das; -[s], -, österr. die; -, -n
menhandlung verbunden sind; b) Truppe, die eine Revue
[...sn] (zu lat. recepisse „erhalten zu haben“, Inf. Perf. von
(2a) darbietet. 3. (veraltet) Truppenschau. Relvuelfilm
recipere, vgl. rezipieren): Empfangsbescheinigung
der; -[e]s, -e: Film mit großer Ausstattung sowie Gesangs(Postw.). relzelpislsielren (zu T..deren): (veraltet) den
u. Tanzeinlagen, verfilmte Revue (2a). Relvueigirl
Empfang bestätigen. Relzept das; -[e]s, -e (aus mlat. re
[...garni] das: -s, -s: zu einer Revue (2b) gehörende Tänze
ceptum „(es wurde) genommen“, Part. Perf. von (m)lat.
rin. Relvuelthelalter das; -s, -: Theater, an dem vorwie
recipere, vgl. rezipieren): 1. schriftliche Anweisung des
gend Revuestücke aufgeführt werden
Arztes an den Apotheker für die Abgabe, seltener auch für
Re|vul|si|vum [,,,vʊl'si:vum] das; -s, ...va (zu lat. revul
die Zubereitung von Arzneimitteln. 2. Back-, Kochanwei
sum (Part. Perf. von revellere „wegreißen; vernichten“)
sung, -rezept. Relzepltalkel das; -s, - (aus lat. receptacu
u. t...ivum): fieberableitendes Mittel (z.B. Wadenwickel;
lum „Behältnis“): a) das die Sporenmasse tragende Organ
Med.)
(bei Stinkmorcheln u. verwandten Pilzen); b) Blütenachse
Relwach der; -s (aus jidd. réwech, vgl. Reibach): svw. Rei
(von Samenpflanzen; Bot.). Relzepltalrilum ¿Zas; -s,
bach
...rien [...ion] (zu mlat. receptum (vgl. Rezept) u. t...ariRelward [rɪ'wɔ:d] das; -s (aus engl. reward „Lohn“ zu to re
um>: Arzneibuch im frühen Mittelalter. Relzepltaltor
ward „be-, entlohnen“, dies aus aZt/r. reguarder (fr. regar
der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. receptator): (veraltet)
der) „anschauen, betrachten“): der belohnende Reiz bei
Hehler, relzepltilbel (aus lat. receptibilis „annehmbar“):
(veraltet) aufnehmbar, empfänglich. Re|zep|ti|bi|liltät
der klassischen Î Konditionierung (1) im Gegensatz zum
die; - (zu T...ität>: (veraltet) Empfänglichkeit, relzepltiet Reinforcement (Psychol.)
Relwrilter [ri:'raɪtə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. rewriter
ren (zu ÎRezept u. Î..deren): (als Arzt) ein Rezept (1) aus
schreiben (Med.). ’Relzepltilon die; -, -en (aus lat. recep
zu to rewrite „neu schreiben, umschreiben“): jmd., der
tio „Aufnahme“, eigtl. „das Zurückbehalten“, zu recipere,
Nachrichten, Berichte, politische Reden, Aufsätze o.Ä.
vgl. rezipieren): 1. a) Aufnahme, Übernahme fremden Ge
für die Veröffentlichung bearbeitet
danken-, Kulturgutes, z. B. die Übernahme des römischen
’Rex der: -, Reges ['re:ge:s] (aus lat. rex „Lenker, König“ zu
Rechts; b) verstehende u. geistig erfassende Aufnahme ei
regere, vgl. regieren): [altröm.] Königstitel
nes Textes, eines Werks der bildenden Kunst o.Ä. durch
2Rex der; -, -e (Plur. selten) (verkürzt aus tDirex): (Schüden Hörer, Leser, Betrachter. 2. (veraltet) Aufnahme in ei
lerspr.) svw. Direx
ne Gemeinschaft. 2Re|zeplti|on die; -, -en (aus gleichbed.
Rexlaplpalrat® der; -[e]s, -e (nach dem Namen der Firma
fr. réception, dies aus lat. receptio, vgl. ’Rezeption): Auf
u. zu ÎApparat): (österr.) Einkochtopf
nahmetraum], Empfangsbüro im Foyer eines Hotels. ReRex Salcrolrum* [- ...k...] der; -- (aus lat. rex sacrorum
zep|ti|ons|äs|the|tik die;-: (zu T’Rezeption): Richtung
„Opferkönig“; vgl. ’Rex): im altröm. Kult der vornehms
in der modernen Literatur-, Kunst- u. Musikwissenschaft,
te, jedoch politisch völlig machtlose Priester
die sich mit der Wechselwirkung zwischen dem, was ein
Reylnoldslzahl ['rɛnldz...] die; - (nach dem engl. Physiker
Kunstwerk an Gehalt, Bedeutung usw. anbietet, u. dem
O. Reynolds, 1842-1912): Kennzahl für Strömungsvor
Erwartungshorizont sowie der Verständnisbereitschaft
gänge, bei denen Trägheit u. Reibung eine Rolle spielen;
des TRezipienten (1) befasst, relzepltilonsläsltheZeichen Re
tisch: die Rezeptionsästhetik betreffend, relzepltiv
Relyon [rɛ'jo:] der od. das; - (in Deutschland fcstgelegte
(nach gleichbed. engl. receptive; vgl. ...iv>: [nur] auf
Schreibung für 1 Rayon (4) ; nach gleichbed. engl. rayon, fr.
nehmend, empfangend; empfänglich; vgl. ...iv/...orisch.
rayonne, dies zu fr. rayon „Strahl, Schimmer“ (nach dem
Re zep tilvi tät [,..v...] die; - (nach gleichbed. engl. recep
glänzenden Aussehen), weitere Herkunft unsicher): (ver
tivity; vgl. ...ität): Aufnahmefähigkeit; bes. in der Psycho
altet) svw. Viskose
logie die Empfänglichkeit für Sinneseindrücke. RelzepRez-de-Chaus|sée [redəʃo se:] das; -, - (aus gleichbed. fr.
tor der; -s, ...oren (aus lat. receptor „Aufnehmer, Empfän
rez-de-chaussée, eigtl. „in Höhe der Straße“): (veraltet)
ger“): 1. (veraltet) Empfänger; Steuereinnehmer. 2. (meist
Erdgeschoss
Plur.) Ende einer Nervenfaser od. spezialisierte Zelle in
Relzeldenlten die (Plur.) (aus lat. recedentes, eigtl. „die
der Haut u. in inneren Organen zur Aufnahme von Reizen
Zurückweichenden“, Plur. des Part. Präs, von recedere,
(Med.). Relzepltolrat das; -[e]s, -e (zu Î ...at (l)): (veral
vgl. rezedieren): Organismen, die in einer Tier- od. Pflan
tet) Amt des Steuereinnehmers, relzepltolrisch: von Re
zengesellschaft zwar zahlreich vertreten sind, aber an der
zeptoren (2) aufgenommen (Med.); vgl. ...iv/...orisch. Regesamten lebenden Î Substanz nur einen geringen Anteil u.
zepltur die; -, -en (zu ÎRezept bzw. frezeptierenu. Î ...ur>:
Einfluss haben (Biol.). relzeldielren (aus lat. recedere
Rezess
1. a) Zubereitung von Arzneimitteln in kleinen Mengen
nach Rezept (1); Ggs. TDefektur; b) Zusammenstellung,
Zubereitung nach einem bestimmten Rezept (2). 2. (veral
tet) Steuereinnehmerei
Rel zess der; -es, -e (aus lat. recessus, substantiviertes Part.
Perf. von recedere „zurückweichen, -gehen“): Auseinan
dersetzung, Vergleich (Rechtsw.). Relzeslsilon die; -, -en
(über gleichbed. engl. recession aus lat. recessio „das Zu
rückgehen“ zu recedere, vgl. Rezess): Verminderung der
wirtschaftlichen Wachstumsgeschwindigkeit, leichter
Rückgang der Konjunktur; vgl. Depression (3). relzessiv (zu lat. recessus, Part. Perf. von recedere (vgl. Rezess)
u. T...iv): 1. zurücktretend, nicht in Erscheinung tretend
(von Erbfaktoren; Biol.); Ggs. Idominant (1). 2. die Re
zession betreffend. Relzeslsilviltät [...v...j die; - (zu
T ...ität) : Eigenschaft eines Gens bzw. des entsprechenden
Merkmals, gegenüber seinem 1 allelen Partner nicht in Er
scheinung zu treten (Biol.); Ggs. Î Dominanz (1)
re zi div (aus gleichbed. lat. recidivus zu recidere „wieder
kommen“): wiederkehrend, wieder auflebend; rückfällig
(von einer Krankheit od. von Krankheitssymptomen;
Med.). Relzildiv das; -s, -e [...va]: Rückfall (von einer ge
rade überstandenen Krankheit; Med.), relzildilvielren
[...V...] (zu (..deren): in Abständen wiederkehren (von ei
ner Krankheit; Med.)
Re|zi|pi|ent der; -en, -en (aus lat. recipiens, Gen. recipien
tis, Part. Präs, von recipere, vgl. rezipieren): 1. a) jmd., der
einen Text, ein Werk der bildenden Kunst, ein Musikstück
o.Ä. aufnimmt; Hörer, Leser, Betrachter; b) jmd., der im
Dialog mit einem Î Kommunikator eine Information emp
fängt. 2. Glasglocke mit Ansatzrohr für eine Vakuumpum
pe zum Herstellen eines luftleeren Raumes (Phys.). Re|zipienitenanallyse die; -, -n: die Analyse des Verhaltens
der Rezipienten (lb) im Kommunikationsprozess (Soziol.). Relzi|pi|en|ten|po|pu|la|ti|on die; -, -en: (Population (2), die die weitergegebenen od. übertragenen ÎGe
ne aufnimmt (Biol.). relzilpielren (aus gleichbed. lat. re
cipere zu Îre... u. capere „nehmen, fassen; begreifen“): a)
fremdes Gedanken-, Kulturgut aufnehmen, übernehmen;
b) einen Text, ein Werk der bildenden Kunst o.Ä. als Hö
rer, Leser, Betrachter [verstehend] aufnehmen
relzilprok* (aus /at. reciprocus „auf demselben Wege zu
rückkehrend“): wechsel-, gegenseitig, aufeinander bezüg
lich; reziproker Wert: Kehrwert (Vertauschung von Zähler
u. Nenner eines Bruches; Math.); reziprokes Pronomen:
wechselbezügliches Fürwort, Pronomen zur Bezeichnung
einer wechselseitigen Beziehung (z.B. szc/t [gegenseitig]
lieben). relziiprolkalbel (zu t...abel): (veraltet) mitein
ander vertauschbar. R e I zi I pr o I ka I bi I li Ität die; - (zu
( ...ität): (veraltet) Austauschbarkeit. Relzilprolkaltilon
die; - (aus lat. reciprocatio „Wechselseitigkeit“, eigtl. „das
Zurückgehen (auf demselben Weg)“): (veraltet) Erwide
rung, Gegenleistung. Relzilproklprolnolmen das; -s, (zu (reziprok): svw. reziprokes Pronomen. Relzilprolzität die; - (zu Î ...ität): Gegen-, Wechselseitigkeit; Wechsel
bezüglichkeit
Relziltal vgl. Recital. re|zi|tan|do vgl. recitando. Relzita ti on die; -, -en (aus lat. recitatio „das Vorlesen“ zu re
citare, vgl. rezitieren): künstlerischer Vortrag einer Dich
tung, eines literarischen Werks. Relziltaltiv das; -s, -e
[...va] (aus gleichbed. it. recitativo zu recitare „vorlesen“,
dies aus lat. recitare, vgl. rezitieren): solistischer Sprech
gesang, eine in Tönen deklamierte u. vom Wort bestimmte
Gesangsart (in Oper, Operette, Kantate, Oratorium); vgl.
Accompagnato u. Secco. re|zi|ta|ti|visch [...v...]: in der
Art des Rezitativs vorgetragen (Mus.). Relziltaltor der;
-s, ...oren (aus lat. recitator „Vorleser“): jmd., der rezi
tiert; Vortragskünstler. re|zi|ta|to|risch: a) den Rezita
tor betreffend; b) die Rezitation betreffend. re|zi|tie|ren
1182
(aus lat. recitare „vorlesen, deklamieren“): eine Dichtung,
ein literarisches Werk künstlerisch vortragen
Relzylklat* das; -[e]s, -e (zu trezyklieren u. T...at (1)): et
was, das rezykliert worden ist, Produkt eines Recycling
prozesses. re|zy|klie|ren (zu Îre..., ÎZyklus u. t ...ieren):
svw. recyceln. Relzylkloltron der; -s, Plur. -e, auch -s: ein
t Zyklotron, bei dem durch magnetische Rückführung des
Elektronenstrahls die Strecke zur Beschleunigung der Teil
chen mehrfach ausgenützt wird (Kernphys.)
Rha bar ber der; -s (über gleichbed. it. rabárbaro aus mlat.
rha (rheu) barbarum, eigtl. „fremdländische (barbarische)
Wurzel“, dies aus (m)gr. rhäbärbaron zugr. rhä „Wurzel“
(wohl aus pers. räwand, rëwend) u. bárbaros ,,fremd(landisch)“): Knöterichgewächs mit großen Blättern, dessen
fleischige, grüne od. rote Stiele zu Kompott, Marmelade
o. Ä. verarbeitet werden
Rhabldolid das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu ge rhábdos „Ru
te, Stab“ u. î ...oid): stabförmiger Sekretkörper in der Epi
dermis vieler Strudelwürmer zum Nahrungserwerb od.
zur Abwehr (Zool.). rhabidolildisch (aus gleichbed. gr.
rhabdoeidés): stabförmig (Med., Biol.). Rhabldom das;
-s, -e (zugr. rhábdos „Rute, Stab“ u. î...om): Sehstäbchen
in der Netzhaut des Auges (Med.). Rhabldolmant der;
-en, en (zu gr. mántis „Seher, Wahrsager“): jmd., der mit
geworfenen Stäben od. mit der Wünschelrute wahrsagt.
Rhabdomantie die; - (aus gleichbed. gr. rhabdomanteia): das Wahrsagen mit geworfenen Stäben od. mit der
Wünschelrute. Rhabldolmyollylse die; -, -n: krankhafte
Selbstauflösung der quer gestreiften Muskulatur (Med.).
Rhabldolmylom das; -s, -e: gutartige bindegewebige Ge
schwulst mit mehr od. weniger ausgebildeten quer gestreif
ten Muskelfasern, Riesenzellen u. glykogenreichen (vgl.
Glykogen) Zellen (Med.). Rhab|do|myo|sar|kom das;
-s, -e (zu îmyo... u. (Sarkom): bösartige Geschwulst der
quer gestreiften Muskulatur (Med.). Rhab|do|vi|ren
[...v...] die (Plur.): Gruppe stäbchenförmiger Viren, zu de
nen u.a. das Tollwutvirus gehört (Med.)
rhalchi..., Rhachi..., auch rhachio..., Rhachio... (aus gr.
rháchis „Rücken, Rückgrat“): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „Wirbelsäule, Rückenmark“, z. B. Rhachialgie, Rhachiotomie. Rhalchilallgie die; -, ...ien (zu
(...algie): Schmerz im Bereich der Wirbelsäule (Med.),
rhalchilo..., Rha chi o... vgl. rhachi..., Rhachi... Rhachiloltolmie die; -, ...ien (zu (...tomie): operative Eröff
nung der Wirbelsäule bzw. des Wirbelsäulenkanals (z.B.
bei einer Bandscheibenoperation; Med.). Rhalchiipagus der; -, Plur. ...pagi u. ...pagen (aus nlat. rhachipagus,
zu gr. pêgnÿnai „festmachen“): Doppelfehlbildung, bei
der beide Feten an der Wirbelsäule zusammengewachsen
sind (Med.). Rhalchis [,.:xis] die; - (ausgr. rháchis „Rück
grat; Gebirgskamm“): 1. Spindel od. Hauptachse eines ge
fiederten Blattes od. eines Blütenstandes. 2. Schaft der Vo
gelfeder. Rhalchilsalgra* das; -s (zu gr. ágra „das Fan
gen“): Gicht der Wirbelgelenke (Med.). Rhalchislchisis* [,..sç...] die; -, ...chisen (zu gr. schizein „spalten“):
mangelhafter Verschluss des Wirbelkanals (Med.). Rhachiltis vgl. Rachitis
Rhadamé [... me:] das; - (Fantasiebildung nach dem Na
men der nordafrik. Oase Rhadamès (heute Ghudamis)):
schwerer, glänzender Futterstoff mit starken Diagonalrip
pen, vor allem aus Viskose u. Seide
Rhalgalde die; -, -n (meist Plur.) (aus gr. rhagás, Gen. rhagádos „Riss, Ritze“): Hautriss, Schrunde (Med.), rhalgadilform (zu (...form): schrundenförmig (z.B. von Haut
verletzungen; Med.)
Rham|no|li|pid das; -[e]s, -e (Kurzw. aus Î Rhamnose u.
(Lipidy. hitzestabiles Zellgift (Biochem.). Rhamlnolse
die; - (zu gr. rhámnos (vgl. Rhamnus) u. t2...ose>: von der
(Mannose abgeleiteter 1 Desoxyzucker, der vor allem in
1183
Form von Glykosiden vorkommt u. färb- u. geruchlose
Kristalle bildet (Biochem.). Rham nus der; - (über (n)lat.
rhamnus aus gr. rhámnos „eine Art Dornstrauch"):
Kreuzdorn, Faulbaum, dessen Rinde u. Früchte als Ab
führmittel dienen
Rhalphilden vgl. Raphiden
Rhap so de der; -n, -n (ausgr. rhapsöidos „Liedersänger“,
eigtl. „Zusammenfüger von Liedern“, zu rháptein „zu
sammennähen“ u. oidé „Gesang“): fahrender Sänger im
antiken Griechenland, der eigene od. fremde [epische]
Dichtungen z.T. mit Kitharabegleitung vortrug. Rhapsoldie die; -, ...ien (aus lat. rhapsodia, dies aus gr. rhapsöidia): 1. a) von einem Rhapsoden vorgetragene epische
Dichtung; b) Gedicht in freien Rhythmen. 2. a) Instru
mentalfantasie [für Orchester] mit Betonung des National
charakters (seit dem 19. Jh.); b) romantisches Klavier
stück freien, balladesken Charakters; c) kantatenartige
Vokalkomposition mit Instrumentalbegleitung (z.B. bei
Brahms). Rhapsoidik die; - (aus gleichbed. gr. rhapsöidikê (téchnë)): Kunst der Rhapsodiendichtung; vgl. Rhap
sodie (1). rhap so disch (aus gr. rhapsöidikös „den
Rhapsoden betreffend“): a) die Rhapsodie betreffend; in
freier [Rhapsodie]form; b) bruchstückartig, unzusam
menhängend; c) den Rhapsoden betreffend, charakterisie
rend. Rhaplsoldislmus der; -, ...men (zu î...ismus (l)):
(veraltet) zusammenhanglose Behandlung einer Sache.
Rhaplsoldist der; -en, -en (zu T...ist>: Verfasser von
Rhapsodien
Rhät vgl. Rät
Rhelma das: -s, -ta (aus gr. rhêma „Rede, Aussage“): a)
Aussage eines Satzes, die formal in Opposition zur Sub
jektgruppe steht; b) Teil des Satzes, der die neue Informa
tion des Sprechers für den Hörer enthält (Sprachw.); vgl.
Thema-Rhema; Ggs. TThema (2). rhelmaltisch (nach
gr. rhëmatikôs „zum Wort gehörend“): das Rhema betref
fend. Rhelma|ti|sie|rung die; -, -en (zu Î...isierung):
Übertragung einer rhematischen Funktion auf ein thema
tisches Element, wobei das Rhema eines Satzes zum The
ma des nächsten wird (z. B. sie trägt ein Baumwollkleid. Es
ist bunt gemustert; Sprachw.)
rhelnalnisch (aus spätlat. Rhenanus „vom Rhein stam
mend“ zu lat. Rhenus „Rhein“, dies aus dem Kelt.): rhei
nisch
Rhelnat das; -s, -e (zu ÎRhenium u. T...at (2)>: Sauerstoff
salz des Rheniums, z. B. Kaliumrhenat (Chem.).
Rhenchospasmus* der; - (zu gr. rhégchein „schnar
chen“ u. tSpasmus): Schnarchkrampf (Med.)
Rhelnilum das; -s (zu lat. Rhenus „Rhein“ (nach der rhei
nischen Heimat der Mitentdeckerin I. Noddack-Tacke,
1896-1978) u. zu î...ium): metallisches chem. Element;
Zeichen Re
rheo..., Rheo... (zu gr. rhéos „das Fließen; Strömen“, dies
zu rhein „fließen“): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „das Fließen von Wasser u. anderen fließfähigen
Stoffen betreffend; den elektr. Stromfluss betreffend“,
z.B. rheobiont, Rheometer, rheolbilont (zu t...biont):
nur in strömenden [Süß]gewässern lebend (von Fischen;
Biol.). Rheolbilpnt t/er; -en, -en (meist Plur.): in der Strö
mung von Fließgewässern od. in der Uferzone von Seen
mit starker Wasserbewegung lebende Organismen (Biol.).
Rheolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu T...grafie): Verfahren zur Beurteilung peripherer Gefäße (Med.);
vgl. Rheokardiografie. Rheolgramm das; -s, -e (zu
Î ...gramm): grafische Darstellung des Fließverhaltens von
Werkstoffen u. anderen Materialien. Rheo|kar|dio|grafie, auch ...gralphie die; -, ...ien: der Erfassung mecha
nischer u. elektrischer Erscheinungen der Herztätigkeit
dienende Registrierung des Widerstandes, der einem elek
trischen Strom beim Durchfließen des Brustkorbs geleis
Rheumafaktor
tet wird. Rheolkrelne* die; -, -n (zu gr. krënë „Quelle,
Brunnen"): Sturzquelle. Rheollolge der; -n, -n (zu t...lo
ge): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Rheologie.
Rheollolgie die; - (zu t.Jogie): Teilgebiet der Mechanik,
das die Erscheinungen des Fließens u. der T Relaxation (2)
von flüssigen, 1 kolloidalen u. festen Systemen unter der
Einwirkung äußerer Kräfte untersucht, rheollolgisch
(zu Î ...logisch): die Rheologie betreffend, zu ihr gehörend.
Rh eol melter das; -s, - (zu Î '...meter): 1. (veraltet) Strom
messer. 2. Bez. für ein bestimmtes t Viskosimeter. Rheomeltrie* die; - (zu t...metrie): Messtechnik der Rheolo
gie. Rheolmorlpholse die; -, -n (zu gr. mörphösis
„Gestalt“): Verflüssigung eines Gesteins bei der ÎMetamorphose (4) infolge der Temperaturerhöhung (Geol.).
Rh eolpelxie die; - (zu gr. pêxis „das Befestigen, Verbin
den" u. T2...ie>: die Erscheinung, dass die Teilchen einer
Suspension sich bei Bewegung schneller zu einer festen
Masse, einem Gel, zusammenlagern als ohne Bewegung
(Phys.), rheolphil (zu T ...phil): vorzugsweise in strömen
dem Wasser lebend (Biol.). Rhelosltat* der; Gen. -[e]s u.
-en, Plur. -e[n] (zu T...stat): mit veränderlichen Kontakten
ausgerüsteter Apparat zur Regelung des elektrischen Wi
derstandes. Rheoltan® das; -s (Kunstw.): als elektrisches
Widerstandsmaterial verwendete Nickelbronze. Rheota\xis die;-, ...xen (zu Î2Taxis): Fähigkeit eines Tieres, sei
ne Körperachse in Richtung der Wasserströmung einzu
stellen (Biol.). Rheoltron* das; -s, Plur. ...one, auch -s (zu
t...tron>: svw. Betatron. Rheoltrolpislmus* der; -,
...men: durch strömendes Wasser beeinflusste Wachs
tumsrichtung von Pflanzenteilen (Bot.)
Rhe Isis die; -, ...sen (aus gr rhesis „Rede, das Sagen“): län
gere Rede einer Einzelperson im antiken griech. Drama
Rhelsus der; -, - u. Rhe sus aflfe der; -n, -n (Bildung
des franz. Naturforschers J.-B. Audebert (1759-1800)
nach dem Namen des thrakischen Sagenkönigs Rhesus
(gr. Rhësos)): indischer meerkatzenartiger Affe (wichti
ges Versuchstier der Mediziner). Rhelsuslfakltor der:
-s (nach seiner Entdeckung beim Rhesusaffen): von
den Blutgruppen unabhängiger, dominant erblicher
Faktor der roten Blutkörperchen, dessen Vorhanden
sein od. Fehlen ein entscheidendes Bestimmungsmerk
mal beim Menschen ist, um Komplikationen bei
Schwangerschaften u. Transfusionen vorzubeugen; Zei
chen Rh (= Rhesusfaktor positiv), rh (= Rhesusfaktor
negativ)
Rheltilnit [auch ...nit] der; -s, -e (zu gr. rhêtinë „Harz“ u.
t2...it): versteinertes Harz, bes. in Braunkohlenlagern vor
kommend
Rheltor der; -s, ...oren (über lat. rhetor aus gr. rhetör „Red
ner“): Redner der Antike. Rheltoirik die; -, -en (über lat.
rhetorica aus gleichbed. gr. rhëtorikë (téchnë)): a) (ohne
Plur.) Wissenschaft von der wirkungsvollen Gestaltung öf
fentlicher Reden; vgl. Stilistik (1); b) (ohne Plur.) Redebe
gabung, Redekunst; c) Lehrbuch der Redekunst. Rheltorilker der; -s, -: jmd., der die Rhetorik (a) beherrscht; gu
ter Redner, rheltolrisch (über lat. rhetoricus aus gleich
bed. gr. rhëtorikôs): a) die Rhetorik (a) betreffend, den
Regeln der Rhetorik entsprechend; rhetorische Figur: Re
defigur (z.B. tFigura etymologica, ÎAnapher); rhetori
sche Frage: nur zum Schein [aus Gründen der Rhetorik
(a)] gestellte Frage, auf die keine Antwort erwartet wird;
b) die Rhetorik (b) betreffend, rednerisch; c) phrasenhaft,
schönrednerisch. Rheltra* die; - (aus gr. rhëtra „Verabre
dung, Vertrag“): Gesamtheit der als göttlich angesehenen
Verträge u. Gesetze in der archaischen griech. Welt
Rheulma das; -s (über lat. rheuma aus gleichbed. gr. rheu
ma, eigtl. „das Fließen“, zu rhein „fließen, strömen“):
(ugs.) Kurzform von t Rheumatismus. Rheumafakltor
der; -s, -en: serologisch nachzuweisende Veränderung von
1184
Rheumarthritis
Eiweißsubstanzen im Blut u. in der Gelenkflüssigkeit mit
Bildung von 1 Autoantikörpern gegen menschliche u. tie
rische t Immunglobuline (Med.). Rheu|mar|thri|tis* die;
-, ...itiden (Kurzw. aus ÎRAeumatismus u. '¡Arthritis): Ge
lenkrheumatismus (Med.). Rheulmaltilker der; -s, - (zu
trheumatisch): an Rheumatismus Leidender, rheulmatisch (aus gleichbed. gr. rheumatikós): durch Rheumatis
mus bedingt, auf ihn bezüglich. Rheulmaitislmus der; -,
...men (über lat. rheumatismus aus gleichbed. gr. rheuma
tismos, eigtl. „das Fließen (der Krankheitsstoffe)“):
schmerzhafte, das Allgemeinbefinden vielfach beeinträch
tigende Erkrankung der Gelenke, Muskeln, Nerven, Seh
nen. rheu|ma|to|id (zu t...oid): rheumatismusähnlich
(Med.). Rheulmaitolid das; -[e]s, -e: im Gefolge schwe
rer allgemeiner od. Infektionskrankheiten auftretende
rheumatismusähnliche Erkrankung (Med.). Rheumato loge der; -n, -n (zu t,,,loge): Arzt mit speziellen
Kenntnissen auf dem Gebiet rheumatischer Krankheiten
(Med.). Rheu|ma|to|lo|gie die; - (zu Î ...logie): Teilgebiet
der inneren Medizin u. der Orthopädie, das sich mit der
Entstehung, Diagnose u. Behandlung der rheumatischen
Erkrankungen befasst
rhelxilgen (zu 1 Rhexis u. t,,,gen): durch Zerreißen von
Zellen infolge ungleich verteilten Wachstums entstanden,
z. B. die Markhöhlen vieler Pflanzen (Bot.). Rhelxis
-, Rhexes [,,,kse:s] (ausgr. rhêxis „das Reißen; Riss“): Zer
reißung (z.B. eines Blutgefäßes; Med.)
Rh-Fakltor [ɛr'ha:...] vgl. Rhesusfaktor
rhin..., Rhin... vgl. rhino..., Rhino... Rhilnallgie* die; -,
...ien (zu îrhino... u. t...algie): Nasenschmerz (Med.).
Rhilnalllerlgolse* die; -, -n: Heuschnupfen (Med.)
Rhinlgrave [rɛ'grav] die; -, -s (aus gleichbed. fr. rhingrave,
wahrscheinlich nach Rheingraf von Salm (1651-1685), ei
nem niederl. Gesandten in Paris): nach Mitte des 17. Jh.s
aufgekommene knielange Hose mit rockartig weiten, reich
mit Spitzen besetzten Hosenbeinen
Rhilniltis die; -, ...itiden (zu îrhino... u. t ...itis): Nasenka
tarrh, Schnupfen, Nasenschleimhautentzündung (Med.).
rhi|no..., Rhilno..., vor Vokalen meist rhin..., Rhin... (zu
gr. rhis, Gen. rhinos „Nase“): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „Nase“, z.B. rhinogen, Rhinologie, Rhinalgie. Rhilnolblenlnorlrhö* die; -, -en u. Rhilnolblennorrhöe [...'ro:]
-, -n [,,,'ro:ən]: eitrig-schleimiger
Nasenkatarrh (Med.), rhilno gen (zu t...gen): in der Na
se entstanden, von ihr ausgehend (Med.). Rhi|no|la|lie
die; - (zu gr. lalein „reden, schwatzen“ u. t2...ie): das Nä
seln, organisch od. funktionell (durch falsche Sprachge
wohnheiten) bedingte Sprachstörung (Med.). Rhilnollith
[auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T ...lith; eigtl.
„Nasenstein“): ÎKonkrement in der Nase aus verkalkten
Nasenfremdkörpern (Med.). Rhilnollolge der; -n, -n (zu
T...loge); Nasenarzt. Rhi|no|lo|gie 4ze; - (zu Î...logie):
Nasenheilkunde. Rhi|no|lolgi|kum das; -s, ...ka (zu
t...ikum): in der Nase anzuwendendes Arzneimittel. Rhinopathie die; -, ...ien (zu î...pathie): Sammelbez. für al
le Erkrankungen im Bereich der Nase (Med.). Rhilnopha|ryn|gi|tis die; -, ...itiden: Entzündung der Nasen- u.
Rachenschleimhaut (Med.). Rhi|no|pho|nie, auch ...fo
nte die; - (zu î...phonie): svw. Rhinolalie. Rhi|no|phym
das; -s, -e (zu gr. phÿma „Gewächs; Geschwulst“): knolli
ge Verdickung der Nase, Knollennase (Med.). Rhilnoplas tik iZze; -, -en: operative Bildung einer künstlichen
Nase (Med.). Rhi|nor|rha|gie die; -, ...ien (zugr. rhêgnÿnai „reißen, sprengen“ u. t2...ie>: heftiges Nasenbluten
(Med.). Rhilnolsklelrom* das; -s, -e: Nasenverhärtung
mit wulstiger Verdickung der Nasenhaut (Med.). Rhilnoskop* das; -s, -e (zu t...skop): zangenähnliches Instru
ment zur Untersuchung der Nase von vorn; Nasenspiegel
(Med.). Rhi|no|skolpie* die; -, ...ien (zu T...skopie): Un
tersuchung der Nase mit dem Rhinoskop (Med.). Rhilnodas; Gen. - u. -ses, Plur. -se (über lat. rhinoceros
aus gleichbed. gr. rhinökerös, zu kéras „Horn“): 1. Nas
horn (asiatische Nashornart mit einem Nasenhorn u. zipf
liger Oberlippe). 2. (salopp) Dummkopf, Trottel (als
Schimpfwort)
Rhipltaslmus der; -, ...men (aus.gr. rhiptasmös „das (sich)
Hin- u. Herwerfen“): (veraltet) krampfhaftes Sichumherwerfen, Veitstanz
Rhilthral* das; -s (zu îRhithron u. t‘...al (2)): in der Bio
geografie Bez. für die Gebirgsbachregion. Rhjlthron das;
-s (aus gr. rheithron „Bach, Fluss“): Lebensgemeinschaft
in einer Gebirgsbachregion (Biol.)
rhilz..., Rhilz... vgl. rhizo..., Rhizo... Rhilzarlthrolse*
die; -, -n (zu trhizo... u. ÎArthrose): Erkrankung eines
Grundgelenks der Gliedmaßen (z.B. eines Fingers;
Med.), rhilzo..., Rhilzo..., vor Vokalen meist rhiz...,
Rhiz... (zugr. rhiza „Wurzel“): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „Wurzel, wurzelförmiges Gebilde“, z.B.
rhizoid, Rhizophyt, Rhizarthrose. Rhi|zo|der|mis t/ze;
-, ...men (zu gr. dérma „Haut“, Analogiebildung zu Î Epi
dermis): das die Wurzel der höheren Pflanze umgebende
Gewebe, das zur Aufnahme von Wasser u. Nährsalzen
aus dem Boden dient (Bot.), rhilzolid (zu î...oid): wur
zelartig (Biol.). Rhilzolid tZaj; -[e]s, -e: wurzelähnliches
Gebilde bei Algen u. Moosen (Biol.). Rhilzom das; -s, -e
(aus gr. rhizöma „das Eingewurzelte, die Wurzel“): Wur
zelstock, Erdspross mit Speicherfunktion (Bot.). Rhi|zomorphe die; -, -n (zu gr. morphê „Gestalt“): der Nähr
stoffleitung dienende, mehrere Millimeter dicke Myzel
stränge (Bot.). Rhilzolpholre die; -, -n (zu gr. phorós
„tragend“, dies zu phérein, phoreïn „tragen“): Mangro
vebaum, Gattung der Mangrovegewächse mit kurzem
Stamm, abstehenden dicken Ästen u. lederartigen Blät
tern, mit Atem- u. Stelzwurzeln. Rhilzolphyt der; -en,
-en (meist Plur.) (zu t...phyt): Pflanze mit echten Wur
zeln (Farn- od. Samenpflanze) im Unterschied zu den
Lager- od. Moospflanzen (Bot.). Rhilzolpolde der; -n,
-n (meist Plur.) (zu f...pode); Wurzelfüßer (Einzeller, der
durch formveränderliche, kurzseitige, der Fortbewegung
u. Nahrungsaufnahme dienende Protoplasmafortsätze
gekennzeichnet ist; Biol.). Rhilzolpoldilum das; -s,
...ien [...ion] (meist Plur.) (zu lat. podium „Füßchen“,
dies aus gleichbed. gr. pödion, Verkleinerungsform von
poús, Gen. podós „Fuß“): Protoplasmafortsatz der Rhizopoden. Rhilzolsphälre* die; -, -n: die von Pflanzen
wurzeln durchsetzte Bodenschicht. Rhi|zo|tolmie die; -,
...ien (zu t...tomie): operative Durchtrennung der Wur
zeln von Rückenmarksnerven (zur Schmerzausschal
tung; Med.)
rh-nelgaltiv [erha...]: den îRhesusfaktor nicht aufweisend
(Med.); Ggs. ÎRh-positiv
Rho 4a.s; -[s], -s (aus gr. rhô): siebzehnter Buchstabe des
griechischen Alphabets: P, p
rhold..., Rhoid... vgl. rhodo..., Rhodo... Rholdalmilne*
die (Plur.) (Kunstw. aus gr. rhödon „Rose“ u. ÎHmZn):
Gruppe von stark fluoreszierenden roten Farbstoffen, die
früher zum Färben von Wolle u. Seide dienten (Chem.).
Rho I dan das; -s (zu Î rhodo... u. t...an>: einwertige Schwefel-Kohlenstoff-Stickstoff-Gruppe in chem. Verbindun
gen (Chem.). Rho|da|nid das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu
î3...id): Salz der Rhodanwasserstoffsäure, einer flüchti
gen, stechend riechenden Flüssigkeit (Chem.). Rholdanzahl die;--. Kennzahl für den Grad der Ungesättigtheit
von Fetten u. Ölen (Chem.)
Rholdellänlder das; -s, - (nach dem US-amerik. Staat
Rhode Island): rotbraunes, schweres Huhn einer amerik.
Rasse mit guter Legeleistung
rholdilnielren (zu ÎRhodium u. Î..deren): mit Rhodium
zelros
1185
Rhyton
überziehen. Rholdilumr/<K;-s(zugT. rhódon „Rose“ (we
(...phobie): krankhafte Angst vor Schmutz, Unrat u. Kot
gen der meist rosenroten Farbe der Rhodiumverbindun
(Med.)
gen) u. t...ium>: ehern. Element, Edelmetall; Zeichen Rh. Rhythm and Blues ['rɪðəm ənd 'blu:z] der; — (aus gleich
rholdo..., Rho do..., vor Vokalen meist rhod..., Rhod...
bed. engl.-amerik. rhythm and blues): Musikstil der Afro
(zu gr. rhódon „Rose“): Wortbildungselement mit der Be
amerikaner Nordamerikas, der durch die Verbindung der
deutung „Rose; [rosenjrot“, z.B. Rhododendron, Rho
Melodik des IBlues (1 b) mit einem stark akzentuierten,
dopsin. Rhoidolchrolsit [...kro..., auch . ,,'sɪt] der; -s, -e
aufrüttelnden Beatrhythmus gekennzeichnet ist. Rhyth
<zu gr. chroma „Farbe“ u. T2...it): ein rosafarbenes bis
men: Plur. von (Rhythmus. Rhyth mik die; - (zu lat.
bräunliches Mineral. Rho|do|den|dron* der. auch das;
rhythmicus, gr. rhythmikós (vgl. rhythmisch) u. (2,..ik): 1.
-s, ...dren (über lat. rhododendron aus gr. rhododendron
rhythmischer Charakter, Art des Rhythmus (1-4). 2. a)
„Oleander“, eigtl. „Rosenbaum“, zu T rhodo... u. déndron
Kunst der rhythmischen (1,2) Gestaltung; b) Lehre vom
„Baum“); Pflanzengattung der Erikagewächse mit zahl
Rhythmus, von rhythmischer (1,2) Gestaltung. 3. rhythmi
reichen Arten, z.B. Alpenrose. Rholdolnit [auch ...'nɪt]
sche Erziehung; Anleitung zum Umsetzen von Melodie,
der; -s, -e (zu t2...it): ein magnesiumhaltiges rötliches Mi
Rhythmus, Dynamik der Musik in Bewegung (Päd.). 4.
neral. Rholdoiphylzelen die (Plur.) (aus gleichbed. nlat.
Kurzform von TBiorhythmik. Rhythlmilker der; -s, -: 1.
rhodophyeeae, zu gr. phÿkos „Alge, Tang“): zusammen
Komponist, der die Rhythmik (2) besonders gut beherrscht
fassende systematische Bez. für die Rotalgen. Rholdopu. das rhythmische Element in seiner Musik herausstellt. 2.
sin* das; -s (zu Îrhodo..., gr. ópsis „das Sehen“ u. t,,,in
Pädagoge, der Rhythmik (2) unterrichtet (Berufsbez.).
(1)): lichtempfindlicher roter Sehfarbstoff in den Stäb
Rhyth mi ke rin aïe; -, -nen: weibliche Form zu t Rhyth
chen der Netzhaut (bes. von Wirbeltieren)
miker. rhythlmisch (nach gleichbed. lat. rhythmicus, gr.
Rhomlben: Plur. von (Rhombus. Rhomlben doldelkarhythmikós): 1. den Rhythmus (1—4) betreffend; 2. nach, in
eder das; -s, - (zu (Rhombus): Körper, der von zwölf
einem bestimmten Rhythmus (1-4) erfolgend; rhythmische
Rhomben begrenzt wird (Geom.). rhom bisch: von der
Gymnastik: die Umsetzung von musikalischen Rhythmen
Form eines Rhombus, rautenförmig. Rhom|bo|eder
in Bewegungen als Teil der rhythmischen Erziehung; rhyth
das; -s, - (zu gr. hédra „Fläche“): von sechs gleichen
mische Prosa: rituelle, rhetorische od. poetische Prosa, in
Rhomben begrenzte Kristallform. rhom|bo|e!drisch*:
der bestimmte rhythmische Figuren od. metrische Modelle
in Form eines Rhomboeders, rhomlbolid (aus gleichbed.
wiederkehren; rhythmische Travée [,.,'ve:]: in einem be
gr. rhomboeidës): einem Rhombus ähnlich; rautenähn
stimmten Rhythmus (4) gegliederter Wandabschnitt (z. B.
lich. Rhomjbolid das; -[e]s, -e: (Parallelogramm mit
durch den Wechsel von Pfeiler u. Säule). rhyth|mi|siepaarweise ungleichen Seiten. Rhomlbus der; -, ...ben
ren (zu Î ...isieren): in einen bestimmten Rhythmus verset
(über lat. rhombus aus gr. rhómbos „Kreisel, Doppelkegel,
zen. rhyth|mo|gen (zu ÎRhythmus u. Î ...gen): durch den
verschobenes Quadrat“, eigtl. „kreisförmige Bewegung“):
Herzrhythmus verursacht od. bedingt (Med.). RhythlmoT Parallelogramm mit gleichen Seiten; Raute. Rhomlbuslolg e der; -en, -en (zu T ...loge): Arzt mit speziellen Kennt
anltenlne die; -, -n: Sende- u. Empfangsantenne der
nissen auf dem Gebiet der Herzrhythmusstörungen
Kurzwellentechnik
(Med.). Rhythlmollolgie rfte; - (zu T...logie): Spezialge
Rhonlchus u. Ronchus der; - (über lat. r(h)onehus aus gr.
biet der Medizin, das sich mit der Entstehung u. Therapie
rhógehos „das Schnarchen“): Rasselgeräusch (bes. bei
von Herzrhythmusstörungen beschäftigt. RhythlmolmeBronchialerkrankungen; Med.)
ter
-s, - (zu (Rhythmus u. t'...meter): (veraltet) svw.
Rhonelkulltur [franz, 'ro:n...] die; - (nach der Verbreitung
Metronom. Rhythm-Secltion ['rɪðəm'sɛkʃn] rfte; -, -s
entlang dem Schweiz.-franz. Fluss Rhone): Kultur der frü
(aus gleichbed. engl. rhythm section) : Rhythmusgruppe ei
ner Band (Mus.). Rhyth mus der; -, ...men (über lat.
hen Bronzezeit (1800-1500 v. Chr.)
rholpallisch (über lat. rhopalicus aus gr. rhopalikós „keu
rhythmus aus gr. rhythmós „geregelte Bewegung, Gleich
maß“, eigtl. „das Fließen“, zu rhem „fließen, strömen“): 1.
lenförmig“ zu rhópalon „Stock, Keule“): in der Fügung
Gleichmaß, gleichmäßig gegliederte Bewegung; periodi
rhopalischer Vers: Vers, in dem jedes folgende Wort eine
scher Wechsel, regelmäßige Wiederkehr natürlicher Vor
Silbe mehr hat als das vorangehende (spätantike Metrik)
gänge (z. B. Ebbe u. Flut). 2. einer musikalischen Kompo
Rholpolgralfie, auch ...gralphie die; - (aus gr. rhöpograsition zugrunde liegende Gliederung des Zeitmaßes, die
phia „Malerei von kleinen Gegenständen“ zu rhöpos „Ge
sich aus dem Metrum des thematischen Materials, aus
ringfügigkeit, Tand“): antike naturalistische Kleinmalerei
Tondauer u. Wechsel der Tonstärke ergibt. 3. Gliederung
Rholtalzislmus der; -, ...men (nach gr. rhötakismos „Ge
des Sprachablaufs, bes. in der Versdichtung durch den ge
brauch od. Missbrauch des Rho“; vgl. ...ismus (4)>: Über
regelten, harmonischen Wechsel von langen u. kurzen, be
gang eines zwischen Vokalen stehenden stimmhaften 5 zu
tonten u. unbetonten Silben, durch Pausen u. Sprachmelo
r (z. B. griech. geneseos gegenüber lat. generis)
die. 4. Gliederung eines Werks der bildenden Kunst, bes.
Rholvyl® [...v...] das; -s (Kunstw.); Handelsbez. für eine aus
eines Bauwerks durch regelmäßigen Wechsel bestimmter
1 Polyvinylchlorid hergestellte Chemiefaser
Formen. Rhythlmas aultolmat der; -en, -en: elektron.
Rh-po|si|tiv [srha...]: den (Rhesusfaktor aufweisend
Gerät zur Erzeugung rhythmischer Abfolgen, meist im
(Med.); Ggs. îrh-negativ
(Sound üblicher Schlagzeugklänge (Mus.). RhythlmusRhus der; - (über lat. rhus aus gleichbed. gr. rhoüs): tropi
giltarlre die; -, -n: elektrische Gitarre zur Erzeugung od.
sche u. subtropische Pflanzengattung sommer- od. immer
Unterstützung des ÎBeats (2); vgl. Leadgitarre. Rhythgrüner Bäume od. [Ziersträucher mit gefiederten od. dreimuslgrupipe die: -, -n: zur Erzeugung des ÎBeats (2) be
zähligen Blättern, Blüten in Rispen u. kleinen trockenen
nötigte Schlagzeuggruppe [mit zusätzlichen Zupfinstru
Steinfrüchten; Essigbaum; vgl. Sumach
menten], Rhyth|mus|inlstru|ment* das; -[e]s, -e (meist
Rhynlcholte [,..ç...J der; -n, -n (meist Plur.) (zu gr. rhÿgPlur.): Instrument, das den (Beat (2) zu schlagen hat
chos „Schnabel, Schnauze“): Schnabelkerf (z.B. Wanze)
(Mus.)
Rhy|o|da|zit [auch ..,'tsit] der; -s, -e (zu gr. rhyäs „flüssig“
u. 1 Dazit): vulkanisches Tiefengestein, ein Mineral. Rhy- Rhy|ti|dek|to|mie* die; -, ...ien (zu gr. rhytis, Gen. rhytidos „Runzel, Falte“ u. t,,,ektomie): operative Beseitigung
ollith [auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu
von Hautfalten (Med.)
t...lith): ein Ergussgestein
Rhylton das; -s, ...ta (aus gleichbed. gr. rhytón zu rhytós
Rhylpia vgl. Rupia
„flüssig, fließend, strömend“): ein Trink- u. Spendegefäß
Rhylpolpholbie die; -, ...ien (zu gr. rhÿpos „Schmutz“ u.
Ria
des Altertums, das in der Art eines Trichters einen engen
Ausguss besitzt
Ria Äe; -, -s (aus gleichbed. span, ría zu río „Fluss“, dies aus
lat. rivus) : lang gestreckte Meeresbucht, die durch Ein
dringen des Meeres in ein Flusstal u. dessen Nebentäler
entstanden ist
Rilal der; -[s], -s (aber: 100 -) (aus gleichbed. pers. u. arab.
riyäl, dies aus span, real, vgl. 2Real>: Währungseinheit im
Iran, Jemen u. Oman; Abk.: RI., RI, R; vgl. Riyal
rib..., Rib... vgl. ribo.... Ribo...
Rilbat iZas; -, - (aus arab. ribat „Klosterburg“): (früher) im
westislamischen Bereich Festungswerk zu Verteidigungs
zwecken
Rilbatltulta die; -, ...ten (aus it. ribattuta (di gola) „das Zu
rückschlagen (der Kehle)“ zu ribattere „zurückschlagen“,
dies zu tre... u. lat. battuere „schlagen“): dem Triller ähn
liche, langsam beginnende, allmählich schneller werdende
Verzierung
RiIbiIsei die; -, -n (zu gleichbed. it. ribes, dies über mlat. ribes aus arab. ribäs (eine Art Sauerampfer)): (österr.) Jo
hannisbeere
Ri I bit das; -s (zu Î ribo... u. t4...it): ein fünfwertiger Zucker
alkohol (Chem.). rilbo.... Ri bo..., vor Vokalen auch
rib..., Rib... (verkürztaus 1 Ribose): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „Ribose enthaltend, von Ribose beein
flusst“, z.B. Riboflavon, ribosomal. Ri|bo|fla|vin*
[,..v...] das; -s, -e: in Hefe, Leber, Fleischextrakt, Mutter
milch, Blattgemüse u. a. vorkommendes, stark ribosehal
tiges Wachstumsvitamin (Vitamin B,; Biochem.). Rilbonulklelal se* die; -, -n: Enzym der Bauchspeicheldrüse,
das Ribonukleinsäure hydrolytisch spaltet (Biochem.). Ribo|nu|kle|in|säulre* die; -, -n: aus Phosphorsäure, Ri
bose u. organischen Basen aufgebaute chem. Verbindung
in den Zellen aller Lebewesen, die für die Übertragung der
Erbinformation vom Zellkern in das Zellplasma verant
wortlich ist sowie für den Transport von Aminosäuren im
Zellplasma zu den Ribosomen, an denen die Verknüpfung
der Aminosäuren zu Eiweißen erfolgt; Abk. : RNS. Rilbonu kle'o sid* das; -[e]s, -e (meist Plur.): Grundbaustein
der Ribonukleinsäure (Biochem.). Rilbolse die; -, -n
(Kunstw.; entstellt aus ÎArabinose): eine tPentose im
Zellplasma. Ri|bo|se|nu|kle|in|säu|re* die; -, -n: svw.
Ribonukleinsäure. Rilbolsom das; -s, -en (meist Plur.)
(zu gr. söma „Körper“): hauptsächlich aus Ribonuklein
säuren u. Î Protein bestehendes, für den Eiweißaufbau
wichtiges, submikroskopisch kleines Körnchen am î endo
plasmatischen Retikulum (Biol.). ri|bo|so|mal (zu t ’...al
(1)): zu den Ribosomen gehörend, sie betreffend (Biol.).
Rilbullol se die; -, -n (Kunstw.; vgl. 2...ose): Monosaccha
rid der Î Pentosen, das bei der Photosynthese eine wichtige
Rolle spielt (Chem.)
Rilcamlbio [...k...] vgl. Rikambio
Riclci-Kallkül ['rittʃi...] der; -s (nach dem ital. Mathemati
ker G. Ricci-Curbastro (1853-1925) u. zu ÜKalkül): ab
soluter, koordinatenunabhängiger 2Kalkül, der von Ein
stein in der allgemeinen Relativitätstheorie verwendet
wurde (Math.)
Ri|cer|car [riʧɛr'ka:u] das; -s,-eu. Ricercare [,,,'ka:rə] das;
-[s], ...ri (aus gleichbed. it. ricercare zu ricercare „abermals
suchen“): frei erfundene Instrumentalkomposition mit
nacheinander einsetzenden, imitativ durchgeführten The
mengruppen (Vorform der Fuge, 16./17. Jh.; Mus.), ricerlcalre [,,,'ka:rə] (/7.): fantasieren, frei vorspielen (Vor
tragsanweisung; Mus.). Rilcerlcalre vgl. Ricercar. Ricer|ca|ta [,,,'ka:ta] die; -, ...ten (aus it. ricercata, eigtl.
„die Gesuchte“, Part. Perf. (Fern.) von ricercare, vgl. Ri
cercar): svw. Ricercar
Rilche|lieu|sti|cke|rei [riʃə'lja...] die; -, -en (nach dem
franz. Staatsmann u. Kardinal Richelieu, 1585-1642):
1186
Weißstickerei mit ausgeschnittenen Mustern, die durch
Stege miteinander verbunden werden
Rilcin [...ts...] vgl. Rizin
Rilckettlsie [,,,tsiə] die; -, -n (meist Plur.) (nach dem amerik. Pathologen H. T. Ricketts (1871-1910) u. zu t’...ie):
zwischen Virus u. Bakterie stehender Erreger zahlreicher
Infektionskrankheiten (z.B. des Fleckfiebers; Med.). Rickett si oise1 die; -, -n (zu t',,,ose): durch Rickettsien
hervorgerufene Krankheit
rilcolchet [rikɔ'ʃɛ] fr.; „Abprall“): Strichart, bei der der
Bogen durch kräftigen Wurf auf die Saite mehrfach ab
prallt u. so die Ausführung rascher Tonfolgen ermöglicht
(Mus.). Rilcolchet das; -s: dem ÎSquash (1) u. dem
1 Racquetball ähnliches Rückschlagspiel (Sport)
Rildeau [ri'do:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. rideau, dies
wohl aus dem Germ.): (südwestdt., Schweiz.) [Fensterjvorhang, Gardine
rildenldo di ce re velrum [- ...ts... v...] {lat.y. mit einem
Lächeln die Wahrheit sagen, rildilkül (aus gleichbed. fr.
ridicule, dies aus lat. ridiculus zu ridere „lachen“): (veral
tend) lächerlich
Rildilkül u. Retikülrfer od. das; -s, Plur. -e u. -s (aus gleich
bed. fr. ridicule, dies unter Einfluss von ridicule (vgl. ridikül) entstellt aus réticule, eigtl. „kleines Netz(werk)“, dies
aus lat. reticulum, vgl. Retikulum): [gehäkelte] Handta
sche, Handarbeitsbeutel (bes. 18./19. Jh.)
Rielbelckit [auch ...kit] der; -s, -e (nach dem dt. For
schungsreisenden E. Riebeck (1853-1885) u. zu î2...it): ein
alkalisches blaues Mineral
Rilelnist [rie...] der; -en, -en (zu/r. rien „nichts“ u. T ...ist) :
(veraltet) svw. Nihilist, rien ne va plus [rjenva'ply] fr.;
„nichts geht mehr“): beim Roulettespiel die Ansage des
Î Croupiers, dass nicht mehr gesetzt werden kann
Rieurs [rijors] die (Plur.) (zu fr. rieurs „Lacher“ zu rire
„lachen“, dies aus lat. ridere): (veraltet) bezahlte Leute,
die durch Lachen einer Komödie zum Erfolg verhelfen
sollten
Riff der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.-amerik. riff): melodi
sche Phrase im Jazz, in Rock- u. Popmusik, die von einem
Instrument fast unverändert wiederholt wird
Rilfilfi das; -s (nach dem gleichnamigen franz. Spielfilm
(1955), der einen raffinierten Bankeinbruch behandelt):
raffiniert ausgeklügeltes, in aller Heimlichkeit durchge
führtes Verbrechen
Rilgaltolni die (Plur.) (aus gleichbed. ital. rigatoni zu riga
to, Part. Perf. von rigare „linieren“): kurze, röhrenförmi
ge Nudeln mit Jkannelierter od. gewellter Oberfläche
(Gastr.)
Ri gau don [rigo'dö:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. rigau
don, rigodon; nach Erkenntnis J. J. Rousseaus wohl aus
dem Namen eines Tanzlehrers Rigaud abgeleitet) : provenzal. Sing- u. Spieltanz in schnellem 2/4- od. 4/4-Takt, Satz der
Î Suite (4)
Rigg das; -s, -s (aus gleichbed. engl. rig(ging) zu to rig „(das
Schiff) auftakeln“): a) gesamte Takelung eines Schiffs; b)
Segel (beim Windsurfing). Riglgung die; -, -en: svw. Rigg
Riglheit die; - (zu Îrigid): elastische Widerstandsfähigkeit
fester Körper gegen Formveränderungen (Geol.)
right or wrong, my counitry* ['raɪt ɔ: 'rɔŋ ‘mai kʌntrɪ]
(.eng/.; „Recht oder Unrecht, (es geht um) mein Vater
land“ ; nach dem Ausspruch des amerik. Admirals Deca
tur (1779-1820)): ganz gleich, ob ich die Maßnahmen [der
Regierung] für falsch od. richtig halte, meinem Vaterland
schulde ich Loyalität
rilgid, rilgilde (aus lat. rigidus „starr, steif“ zu rigere
„starr, steif sein“): 1. streng, unnachgiebig. 2. starr, steif,
fest (z. B. bezogen auf die Beschaffenheit der Arterien bei
Arteriosklerose; Med.). Rilgildiltät die; - (aus lat. rigidi
tas, Gen. rigiditatis „Steife, Härte“): 1. a) Unnachgiebig-
1187
keit; b) Unfähigkeit, sich wechselnden Bedingungen
schnell anzupassen (Psychol.). 2. Versteifung, [Muskel]starre (Med.)
Rilgolle die; -, -n (aus gleichbed. fr. rigole, dies über mit
telfr. regol aus mittelniederl. regel(e) „gerade Linie", dies
aus lat. regula „Richtholz; Richtschnur, Regel" zu regere,
vgl. regieren): tiefe Rinne, kleiner Entwässerungsgraben,
rilgollen (aus gleichbed. fr. rigoler): tief pflügen od. um
graben (z. B. bei der Anlage eines Weinbergs)
Rilgor der; -s (aus lat. rigor, Gen. rigoris „Steifheit, Härte,
Unbeugsamkeit" zu rigere, vgl. rigid): svw. Rigidität (2).
Rilgolrislmus der; - (wohl nach gleichbed. fr. rigorisme;
vgl. ...ismus (5)>: unbeugsames, starres Festhalten an be
stimmten, bes. moralischen Grundsätzen. Rilgolrist der;
-en, -en (nach gleichbed. /r. rigoriste): jmd., dessen
Grundhaltung durch Rigorismus geprägt ist. rilgolristisch (zu TRigor u. Î...istisch): auf Rigorismus ruhend;
unerbittlich. ri|go|ros (unter Einfluss von gleichbed. fr.
rigoureux über mittelfr. rigoreux aus mlat. rigorosus
„streng, hart“ zu lat. rigor, vgl. Rigor): sehr streng, uner
bittlich, hart, rücksichtslos. Rilgolrolsa: Plur. von Î Rigo
rosum. Rilgolrolsiltät die; - (zu l...ität): Strenge, Rück
sichtslosigkeit, Härte. ri|go|ro|so {it.; zu rigore aus lat. ri
gor, vgl. Rigor): genau, streng im Takt (Vortragsanwei
sung; Mus.). Rilgolrglsum das; -s, ...sa (aus nlat.
(examen) rigorosum „strenge Prüfung“): mündliches
Examen [bei der Promotion]
Rilgolsol der; -s (zu TRigole u. lat. solum „Boden“): über
einen längeren Zeitraum rigolter (vgl. rigolen) Boden
Riglvelda, Rigweida der; -[s] (aus gleichbed. sanskr.
rgvedá, eigtl. „das aus Versen bestehende Wissen“):
Sammlung der ältesten ind. Opferhymnen (Teil der Ve
den)
Rilkamlbio der; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. it. ricambio; vgl. Kambio); Rückwechsel, den ein rückgriffsbe
rechtigter Inhaber eines protestierten Wechsels auf einen
seiner Vormänner zieht
Rilkorslwechlsel (zu it. ricorso, Part. Perf. von ricorrere
„zurücklaufen“): svw. Rikambio
rilkolschetltielren (zu fr. ricochet „Abprall“ u. Î..deren):
(veraltet) aufschlagen, abprallen (von Vollkugeln; Mil.).
Rilkolschettlschuss der; -es, ...schüsse: (veraltet) Ku
gel, die rikoschettiert
Riklscha die; -, -s (aus gleichbed. engl. ricksha, kurz für jin
rickisha, dies aus jap. jin-riki-sha, eigtl. „Mensch-KraftFahrzeug“): zweirädriger Wagen in Ostasien, der von ei
nem Menschen (häufig mithilfe eines Fahrrads od. Motor
rads) gezogen wird u. zur Beförderung von Personen dient
Rikslmal [,,,mo:l] das; -[s] {norm.; „Reichssprache“): (ver
altet) svw. î Bokmäl
rillaisciando [,,,ʃan...] {it.; Gerundium von rilasciare
„nachlassen“, dies aus Zat. relaxare „lockern“): nachlas
send im Takt, langsamer werdend (Vortragsanweisung;
Mus.)
Rillletlte [ri'jɛtə] die; -, -n u. -s (aus gleichbed. fr. rillette,
dies über mittelfr. rille „Scheibe Speck“ u. altfr. reille
„Stab, Latte“ aus lat. regula): aus klein gehacktem, gegar
tem Fleisch od. Fisch mit anderen Zutaten zubereitete fei
ne Pastete
'Rilma die: -, Rimae [...ms] (aus gleichbed. lat. rima): Spal
te, Ritze (Med.)
2Ri|ma die; -, Rimur (aus gleichbed. island, rima): isländ.
erzählende Dichtung in Strophenform
Rilmeslsa die; -, ...ssen (aus gleichbed. it. rimessa zu
rimettere „wiederholen“, dies aus lat. remittere „zurück
schicken“): Angriffsverlängerung (Fortsetzung des An
griffs nach einer parierten TRiposte; Fechten). Rilmesse die; -, -n (zu t Rimessa, Bed. 1 zu it. rimettere „aushän
digen, überweisen“): I. a) Übersendung von Geld, eines
Ripresa d'Attacco
Wechsels; b) in Zahlung gegebener Wechsel. 2. svw. Ri
messa
Rim|lock|röh|re die; -, -n (zu engl. rim „Rand“ u. to lock
„klemmen, festklemmen“): früher in der Rundfunktech
nik verwendete Röhre mit acht Halterungsstiften
rilmos (aus gleichbed. lat. rimosus zu l'Rima): rissig
(Med.). Rilmolsiltät die; - (zu Î ...ität> : Rissigkeit (Med.)
Rilmur: Plur. von ÜRima
Rinascimento [...Ji...] das; -[s] (aus it. rinascimento zu
rinascere „wiedergeboren werden“, dies aus lat. renasci) :
ital. Bez. für t Renaissance
rin|for|zan|do (z7.; Gerundium von rinforzare „verstär
ken“, zu lat. fortis „stark"): plötzlich deutlich stärker wer
dend; Abk. : rf., rfz. (Vortragsanweisung; Mus.). Rinlforzando das; -s, Plur. -s u. ...di: plötzliche Verstärkung des
Klanges auf einem Ton od. einer kurzen Tonfolge (Mus.).
rin|for|za|to (¡7.; Part. Perf. von rinforzare, vgl. rinforzando): plötzlich merklich verstärkt; Abk.: rf., rfz. (Vor
tragsanweisung; Mus.). Rinlforlzalto das; -s, Plur. -s u.
...ti: svw. Rinforzando
Ring git der; -, - (aus dem Malai.): Währungseinheit von
Malaysia; Abk.: RM
Rinlglptlte* die; -, -n (mdal. umgebildet aus Reineclaude,
vgl. Reneklode): (landsch.) svw. Reneklode
Rinlnelit [auch ,,,'ɪt] der; -s, -e (nach dem dt. Mineralogen
F. Rinne (1863-1933) u. zu T2...it): in Salzlagern vorkom
mendes gelbliches Mineral
Rio der; - (aus gleichbed. span, río bzw. port, rio, diese aus
lat. rivus) : span. u. port. Bez. für Fluss
Rilolbulschinlto der; - (aus jap. riöbu-shintö „Schinto
der zwei Abteilungen“): eine Verschmelzung (im 8. Jh.
in Japan beginnend) von t Buddhismus u. T Schintois
mus
Ri|o|ja|wei|ne ['rioxa...] die (Plur.) (nach der Region La
Rioja in Spanien): die aus dem Weinbaugebiet im Quell
gebiet des Ebro südlich der Pyrenäenabhänge stammen
den überwiegend roten Weine
Rilpilelnist der; -en, -en (aus gleichbed. it. ripienista zu ripieno, vgl. ripieno): (im 17./18. Jh. u. bes. beim TConcerto
grosso [2]) Orchestergeiger od. Chorsänger (Mus.), rilpielno {it.; eigtl. „(an)gefüllt“) : mit vollem Orchester ; Abk. :
rip. (Mus.). Rilpilelno das; -s, Plur. -s u. ...ni (aus gleich
bed. it. ripieno): das ganze, volle Orchester (im
17./18. Jh.); Ggs. t Concertato; vgl. Concertino (2). Rilpien|stim|me die; -, -n (meist Plur.) (zu it. ripieno, vgl. ri
pieno): zur Verstärkung der Solostimme dienende Instru
mental- od. Singstimme (18. Jh.; Mus.)
rilpilkol (zu lat. ripa „Ufer“ u. colere „bewohnen“): das
Ufer bewohnend (von bestimmten Organismen; Biol.)
R i I po 11 i I ku I |tu r die; - (nach der Fundstelle Ripoli de Corropoli (Provinz Teramo) in Italien): mittel- bis spätjung
steinzeitliche Kulturgruppe im östlichen Mittelitalien mit
bunt bemalter Keramik
Rilposlte die; -, -n (unter Einfluss von (älter) fr. ri(s)poste
aus gleichbed. it. risposta, substantiviertes Part. Perf.
(Fern.) von rispondere „antworten“, dies aus lat. respon
dere): unmittelbarer Gegenstoß nach einem parierten An
griff (Fechten), rilposltielren (nach gleichbed. fr. ripos
ter): eine Riposte ausführen
Riplper der; -s, - (aus gleichbed. engl. ripper, eigtl. „Aufrei
ßer, -Schützer“, zu to rip „(auf)reißen, -schlitzen“; nach
der im Volksmund „Jack the Ripper“ genannten, nicht
identifizierten Person, die in London Ende des 19. Jh.s
mehrere Morde an Prostituierten beging): jmd., der [auf
grausame Weise] Frauen umbringt
Rilprelsa* die; -, ...sen (aus gleichbed. it. ripresa zu riprendere „wieder (auf)nehmen“, dies aus lat. reprehendere): a)
Wiederholung; b) Wiederholungszeichen (Mus.). Rilpresa d'AtltacIco [- da'tako] die; - - (aus gleichbed. it. ripre-
1188
Rips
sa d’attacco, eigtl. „Wiederholung des Angriffs“): Rück
gang in die Fechtstellung zur Erneuerung eines Angriffs
(Fechten)
Rips der; -es, -e (nach
ribs (Plur.) „Rippen“): Sammelbez. für Gewebe mit Längs- od. Querrippen
Rilsa die; -, ...sen (aus gleichbed. russ. riza): Priesterge
wand der russ.-orthodoxen Kirche
Rilsallit der; -s, -e (nach gleichbed. it. risalto zu risalire
„hervorspringen“, dies zu lat. salire „springen“): in ganzer
Höhe des Bauwerks vorspringender Gebäudeteil (Mittel-,
Eck- od. Seitenrisalit) zur Aufgliederung der Fassade (be
sonders im Barock)
Rilschi, auch Rilshi [,,,ʃi] der; -s, -s (aus gleichbed. sartskr.
rsi): einer der Seher u. Weisen der Vorzeit, denen man die
Abfassung der Hymnen des tRigveda zuschreibt
Rilshon [..Jon] das; -s, ...onen (Kunstw.; vgl. 4.,.on): hypo
thetisches Elementarteilchen als Konstituente von
Î Quarks u. t Leptonen (Phys.)
Ri Ist Ibilsi vgl. Risi-Pisi
Ri silko <fos; -s, Plur. -s u. ...ken, österr. auch Risken (aus
gleichbed. älter it. ris(i)eo, Herkunft ungeklärt) : a) mit ei
nem Vorhaben, Unternehmen verbundenes Wagnis; b)
Gefahr, Verlustmöglichkeit bei einer unsicheren Unter
nehmung. Rilsilko...: Wortbildungselement mit der Be
deutung „mit bestimmten Schwierigkeiten od. Gefahren
verbunden“, z.B. Risikopolitik, Risikosport. Rilsilkofakltor der; -s, -en: 1. Faktor, der ein besonderes Risiko
für etwas darstellt. 2. (Plur.) Gesamtheit der durch Anla
ge, Umwelt u. Verhalten bedingten Faktoren, die die
Wahrscheinlichkeit des Auftretens bestimmter Krankhei
ten wesentlich erhöhen, z.B. Rauchen, Übergewicht
(Med., Soziol.). Ri si koifonds [,..fö:] der; - [,..fö:(s)] [,,,fð:s]: Fonds, bei dem Kapital in Anlagen investiert
wird, die stark mit Risiko behaftet sind. Rilsilkolkalpital das; -s: Kapital, das bes. in kapitalschwache Unter
nehmen investiert wird, wobei der Kapitalgeber bewusst
ein höheres Risiko eingeht. Rilsilkolmaltelrilal das; -s,
-ien: ÎMaterial (1) in Nahrungs- u. Genussmitteln, Arz
neimitteln, kosmetischen Produkten o.Ä., das aufgrund
seiner Herkunft (z.B. BSE-infiziertes Schlachtgut) od.
Herstellungsart ein gesundheitliches Risiko darstellt. Risi|kolpalti|ent der; -en, -en: Patient, der aufgrund frühe
rer od. bestehender Krankheiten bes. gefährdet ist (Med.).
Ri|siIkolpolliItik die: -: Gesamtheit der Maßnahmen zur
Beurteilung u. Verbesserung der Risikolage von Unter
nehmen, privaten Haushalten, Gebietskörperschaften u.
sonstigen Institutionen, aber auch von Personen u. Gesell
schaften (Wirtsch.). Ri|si|ko|prä|mie [,,,iə] <r/Z<?; -, -n: 1.
Zuschlag bei der Kalkulation für erwartete Risiken. 2.
Gewinnanteil als Vergütung für die Übernahme des allge
meinen Unternehmerrisikos. Rilsilkolsport der; -[e]s:
mit Îextremen physischen u. psychischen Beanspruchun
gen verbundene sportliche Betätigung (z. B. Rapjumping);
vgl. Extremsport
Ri|si-Pi|si u., bes. österr., Rilsilpilsi, Risibisi das; -[s], (nach gleichbed. it. risi e bisi, Reimbildung für riso con piselli „Reis mit Erbsen“): Gericht aus Reis u. Erbsen
rislkant (aus gleichbed. fr. risquant, Part. Präs, von risquer
„riskieren“, dies zu risque aus älter it. risco; vgl. Risiko):
mit einem [großen] Risiko verbunden; gefährlich, gewagt.
Risiken: Plur. von ¡Risiko, rislkielren (aus gleichbed.
fr. risquer, vgl. riskant): a) der Gefahr des Verlustes aus
setzen, aufs Spiel setzen; b) etwas zu tun versuchen, wa
gen; c) sich einer bestimmten Gefahr aussetzen. Riskma nage ment [,,,mænɪʤmənt] das; -s, -s (zu engl. risk
„Gefahr, Risiko“ (aus fr. risque, vgl. riskant) u. manage
ment, vgl. Management): eventuellen Fehlern od. Unfäl
len vorbeugende, sie mit einplanende Unternehmensstra
tegie; Risikomanagement
das; -s, -s (aus gleichbed. it. riscontro, vgl.
Skontro): svw. Skontro
rilsolluto (it.; dies aus lat. resolutus, vgl. resolut): ent
schlossen u. kraftvoll (Vortragsanweisung; Mus.)
Rilsorlgilmenlto [,,,dʒi...] das; -[s] (aus gleichbed. it. risorgimento, eigtl. „Wiedererstehung“; Wiedergeburt): ital.
Einigungsbestrebungen im 19. Jh.
Rilsotlto der; -[s], -s, auch, bes. österr. das; -s, -[s] (aus
gleichbed. it. (milanesisch) risotto zu riso „Reis“): ital.
Reisgericht
Rislpetlto* das; -[s], ...tti (aus it. rispetto „kleines Liebes
lied, Ständchen“, eigtl. „Respekt; Verehrung (der Gelieb
ten)“, dies aus lat. respectus „Rücksicht“): aus sechs od.
zehn Versen bestehende Gedichtform, toskanische Abart
des TStrambotto
Ris|pos|ta* die; -, ...ten (aus it. risposta „Antwort“, vgl. Ri
poste): Antwortstimme in der Fuge, nachahmende Stim
me im Kanon; Ggs. Î Proposta (Mus.)
rislsollé [... le:] (fr.; Part. Perf. von rissoler „braun braten“
zu rissole, vgl. Rissole): braun, knusperig gebraten. Rissplle die; -, -n (aus gleichbed. fr. rissole zu altfr. rissole,
roussole, dies über das Vulgärlat. zu spätlat. russeolus „et
was rötlich“, dies zu lat. russus „rot“, nach der Farbe, die
das Gericht nach dem Braten annimmt): kleine Pastete.
Rislsolletlte rfZe; -, -n (aus gleichbed. fr. rissolette, Ver
kleinerungsform von rissole, vgl. Rissole): geröstete Brot
schnitte, die mit gehacktem Fleisch belegt ist
Ris|to|ran|te das; -, ...ti (aus it. ristorante, dies aus fr. res
taurant, vgl. Restaurant): ital. Bez. für Restaurant
ri|stor|nie|ren* (aus gleichbed. it. ristornare, eigtl. „zu
rückwenden“ ; vgl. stornieren) : eine falsche Buchung rück
gängig machen (Wirtsch.). Rilstprlno der od. das; -s, -s
(aus gleichbed. it. ristorno): 1. Ab- u. Zuschreibung eines
Postens in der Buchhaltung; Gegenbuchung (Wirtsch.). 2.
Rücknahme einer Seeversicherung gegen Vergütung
(Wirtsch.)
Rilstretlto* das; -s, -s (zu it. ristretto „begrenzt; knapp“,
Part. Perf. von ristringere, dies aus lat. restringere „be
schränken“): (veraltet) kurzer Auszug, Hauptinhalt
rilsum telnelaltis, ami ci [- - ...ki] (lat.; „haltet, ihr Freun
de, das Lachen zurück!“): wie lächerlich! Rilsus sarldpni cus [- ...kos] der; - - (aus lat. risus sardonicus „sardo
nisches Lachen“ zu risus „das Lachen“ u. gr. sardonios
„hohnlachend, grinsend“): maskenartige, grinsende Ver
zerrung der Gesichtsmuskulatur (typisches Zeichen bei
tTetanus; Med.)
ris|ve|glian|do* [rɪsvɛljando] (it.; Gerundium von risvegliare „wieder erwecken; wachrufen“, dies über das Vulgär
lat. aus lat. evigilare „erwachen“): [wieder] munter, leb
haft werdend (Vortragsanweisung; Mus.). ris|ve|g!ia|to
[... ja:to] (it.; Part. Perf. von risvegliare, vgl. risvegliando):
[wieder] munter, lebhaft (Vortragsanweisung; Mus.)
Ri|ta das; - (aus gleichbed. sanskr. rtä): Wahrheit, Recht als
höchstes, alles durchwirkendes Prinzip der Î vedischen Re
ligion
riltaridanldo (Zi.; Gerundium vonritardare „(ver)zögern“,
dies aus lat. retardare): das Tempo verzögernd, langsamer
werdend (Vortragsanweisung; Mus.); Abk.: rit., ritard.
Riltaridanldo das; -s, Plur. -s u. ...di: allmähliches Lang
samwerden des Tempos (Mus.)
rilte (aus lat. rite „auf rechte, gehörige Weise“ zu ritus, vgl.
Ritus): 1. genügend (geringstes Prädikat bei Doktorprü
fungen). 2. ordnungsgemäß, in ordnungsgemäßer Weise
Rilten: Plur. von ¡Ritus
riltelnenlte (it.; Part. Präs, von ritenere „zurückhalten“,
dies aus /«Z. retinere); im Tempo zurückhaltend, zögernd
(Vortragsanweisung; Mus.)
Ri|ten|kon|gre|ga|ti|on* die; - (zu ÎRitus u. ¡Kongregation): ¡Kardinalskongregation für die Liturgie der röm.Rilskpnltro*
1189
kath. Kirche u. die Selig- u. Heiligsprechungsprozesse
(1969 aufgelöst in die t Kultuskongregation u. die Î Kano
nisationskongregation)
ri|te|nu|to (it.; Part. Perf. von ritenere, vgl. ritenente): im
Tempo zurückgehalten, verzögert (Vortragsanweisung;
Mus.); Abk.: rit., riten. Riltelnulto das; -s, Plur. -s u. ...ti:
Verzögerung des Tempos
Rites de Paslsage [ritdəpa'sa:ʒ] die (Plur.) (aus gleichbed.
fr. rites de passage): Übergangsriten, Îmagische Reini
gungsbräuche beim Eintritt in einen neuen Lebensab
schnitt (Völkerk.); vgl. Initiation
ri|tor|nan|do al temlpo (z7. ): zum [Hauptjzeitmaß zu
rückkehrend (Vortragsanweisung; Mus.), riltorlnalre al
selgno [- - 'zɛnjo] <(t.>: zum Zeichen zurückkehren, vom
Zeichen an wiederholen (Vortragsanweisung; Mus.). Ritor nell das; -s, -e (aus it. ritornello „Refrain, Wiederho
lungssatz“ zu ritornare „zurückkommen, wiederkehren“,
dies zu lat. tornare „drehen"): 1. instrumentales Vor-, Zwi
schen- od. Nachspiel im Î Concerto grosso u. beim Ge
sangssatz mit instrumentaler Begleitung (17. u. 18. Jh.;
Mus.). 2. aus der volkstümlichen ital. Dichtung stammen
de dreizeilige Einzelstrophe (im 14./15. Jh. als Refrain ver
wendet)
Riltratlte* die; -, -n (aus it. ritratta „Zurückziehung“ zu ritrattare „zurückziehen", dies aus lat. retractare): svw. Rikambio
riItu al (aus gleichbed. lat. ritualis zu ritus, vgl. Ritus): den
Ritus betreffend; vgl. ...al/...eil. Riltulal das; -s, Plur. -e u.
-ien [...ton] (aus lat. rituale, substantiviertes Neutrum von
ritualis, vgl. ritual): 1. a) Ordnung für gottesdienstliches
Brauchtum; b) religiöser [Festjbrauch in Worten, Gesten
u. Handlungen; Ritus (1). 2. a) das Vorgehen nach festge
legter Ordnung; Zeremoniell; b) Verhalten in bestimmten
Grundsituationen, bes. bei Tieren (z. B. Droh-, Fluchtver
halten). Ri|tu|a|le das; - (aus lat. rituale, vgl. Ritual): li
turgisches Buch für die Amtshandlungen des kath. Pries
ters; Rituale Romanum: die kirchlich empfohlene Form
des Rituale (1614 herausgegeben). ri|tu|alli|sie|ren (zu
îritual u. î ...isieren): zum Ritual (2 b) formalisieren. Ri
tu |a|li|sie| rung die; -, -en (zu Î ...isierung): Verselbststän
digung einer Verhaltensform zum Ritual (2 b) mit Signal
wirkung für artgleiche Tiere (Verhaltensforschung). Ritu a lisimus der; - (nach gleichbed. engl. ritualism; vgl.
...ismus (1)): Richtung des 19. Jh.s in der anglikanischen
Kirche, die den Kultus katholisierend umgestalten wollte;
vgl. Anglokatholizismus. Riltulallist der; -en, -en (nach
gleichbed. engl. ritualist): Anhänger des Ritualismus. ritu a lis tisch (zu îritual u. ...istisch, Bed. 2 nach gleich
bed. engl. ritualistic): 1. im Sinne des Rituals (1,2), das Ri
tual streng befolgend. 2. den Ritualismus betreffend, riltuell (aus gleichbed. fr. rituel, dies aus lat. ritualis, vgl. ritu
al): 1. dem Ritus (1) entsprechend. 2. inder Art eines Ritus
(2), zeremoniell; vgl. ...al/...eil. Riltus der; -, Riten (aus
gleichbed. lat. ritus) : 1. religiöser [Festjbrauch in Worten,
Gesten u. Handlungen. 2. das Vorgehen [bei feierlichen
Handlungen] nach festgelegter Ordnung; Zeremoniell
Rilvalle [...V...J der; -n, -n (aus gleichbed. fr. rival, dies aus
lat. rivalis „Nebenbuhler“ zu rivus „Wasserlauf1, eigtl.
„Bachnachbar, zur Nutzung eines Wasserlaufs Mitberech
tigter“): Nebenbuhler, Mitbewerber, Konkurrent; Gegen
spieler. Rilvallin die; -, -nen: weibliche Form zu Î Rivale.
ri|va|li|sie|ren (aus gleichbed. fr. rivaliser): um den Vor
rangkämpfen. Rilvalliltät die; -, -en (aus gleichbed. fr. ri
valité; vgl. ...ität): Nebenbuhlerschaft, Kampf um den
Vorrang. Ri I ver ['rɪvn] ohne Artikel (aus engl. river
„Fluss“): weiß mit blauem Schimmer (zur Bez. der feins
ten Farbqualität bei Brillanten). Ri|ver|boatlpar|ty [ rivəboʊt...] iZze; -, -s (aus engl.-amerik. riverboat party zu ri
verboat „Flussschiff* u. party, vgl. Party): svw. River
Roans
boatshuffle. Ri|ver|boat|shufIfle [,,,ʃʌfl] i/ze; -, -s (aus
gleichbed. engl.-amerik. riverboat shuffle, zu shuffle
„Schleifer, Tanz"): zwanglose Geselligkeit mit Jazzband
auf einem Schiff (bei einer Fahrt auf einem Fluss od. ei
nem See). Ri|ver|raf|ting, auch Rilver-Raf Iting
[,,,ra:ftɪŋ] das; -s: eine Extremsportart, bei der reißende
Flüsse u. Stromschnellen mit einem Schlauchboot be
zwungen werden
rilverlso [,..v...J (it.: aus lat. reversus „zurückgewandt“): in
umgekehrter Reihenfolge der Töne, rückwärts zu spielen
(Vortragsanweisung; Mus.)
Rilvier [,..v...J das; -s, -e (aus gleichbed. afrikaans rivier,
dies aus niederl. rivier „Fluss“): im südlichen Afrika Bez.
für einen Fluss, der nur zeitweise Wasser führt
Ri|vol|gi|menlto [rivɔlʤi...] das; -[s] (aus it. rivolgimento
„(Rück)wendung“, zu lat. volvere „drehen, wenden“):
Umkehrung der Stimmen im doppelten Kontrapunkt, wo
bei die Linien so angelegt sind, dass z. B. die höhere Stim
me zur tieferen wird (Mus.)
Rilwak u. Rilwaq [...k] atas; -, -s (aus gleichbed. arab. riwäq): überdeckte Umgangshalle, die einen Hof umgibt (in
der islamischen Architektur)
Rilyal [ri'ja:l] der; -[s], -s (aber: 100 -) (aus arab. riyäl; vgl.
Rial): Währungseinheit in Saudi-Arabien u. Katar; Abk.:
S.R1 bzw. QR; vgl. Rial
Rilzin das; -s (Kurzwort aus ÎRizinus u. 1 ...in (1)>: tAgglutination der Blutkörperchen bewirkender, hochgiftiger Ei
weißstoff aus den Samen des Rizinus (Biochem.). Rilzinus der; -, Plur. - u. -se (aus lat. ricinus (Name eines
schnell wachsenden Baumes)): 1. strauchiges Wolfsmilch
gewächs mit fettreichem, sehr giftigem Samen. 2. (ohne
Plur.) aus dem Samen des Rizinus (1) gewonnenes Öl, das
bes. als Abführmittel dient
RNA (Abk. aus gleichbed. engl. ribonucleic ɑeid): svw. Ri
bonukleinsäure. RNS: Abk. für îRibonukleinsäure.
RNS-Vil ren [...v...J die (Plur.): Viren, deren genetische
Informationen in einer RNS enthalten sind (z. B. bei Myxo-, Reo- u. Rhabdoviren, bei einigen Tumor- u. Insekten
viren sowie bei sämtlichen Pflanzenviren; Biol., Med.)
Road|blo|cking ['roʊd...] das; -s, -s (aus engl. roadblo
cking, eigtl. „das Straßensperren“, zu road „Straße, (Reise)weg“ u. ÎBlocking): von Fernsehsendern angewandte
Methode, Werbeblöcke in verschiedenen Programmen auf
dieselben Sendezeiten zu legen, um ein Umschalten auf ein
anderes Programm zu verhindern. Roaldie ['roʊdɪ] der;
-s, -s (aus gleichbed. engl. roadie): 1. Kurzform von
Î Roadmanager. 2. jmd., der beim Auf- u. Abbau der Büh
nentechnik einer Rockgruppe aushilft. Roadlmalnalger
['roʊdmɛnɪʤn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. road mana
ger) : für die Bühnentechnik, den Transport der benötigten
Ausrüstung u.Ä. verantwortlicher Begleiter einer Rock
gruppe. Roadlmolvie [,,,mu:vi] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. road movie, zu ÎMovie): Spielfilm, dessen Handlung
sich unterwegs, auf einer Fahrt mit dem Auto abspielt.
Road show [,,,ʃoʊ] die; -, -s (aus gleichbed. engl. road
show, zu TShow): Wcrbeveranstaltung, die mobil an ver
schiedenen Orten erfolgt. Roadslter ['roʊdstə] der; -s, (aus gleichbed. engl. roadster zu road, vgl. Roadblocking):
meist zweisitziger Sportwagen mit zurückklappbarem od.
einzuknüpfendem Verdeck
Roa ming ['roʊmɪŋ] ito; -s (zu engl. roaming „wandernd“,
dies zu to roam „umherstreifen, wandern“): das standort
ungebundene Telefonieren in einem Mobilfunknetz, was
die ständige Erreichbarkeit auch aus weiter Ferne garan
tiert
Rolans [rɔ as] die (Plur.) (über älter /r. roan aus altspan.
roano „hellbraun, weiß, grau“ (auf die Farbe von Pferden
bezogen)): Bez. für sumachgegerbte Schafleder für Buch
einbände
1190
Roaring Forties
['rɔ:rɪŋ 'fɔ:tɪz] die (Plur.) (aus gleichbed.
engl. (the) roaring forties, eigtl. „brüllende Vierziger“):
Bez. für beständige, starke bis stürmische, oft auch orkan
artige Westwinde zwischen 40° u. 50° Breite auf der Süd
halbkugel. Roalring Twenlties [- 'twɛntɪz] die (Plur.)
(aus gleichbed. engl.-amerik. (the) roaring twenties, eigtl.
„brüllende Zwanziger“): die 20er-Jahre des 20. Jh.s in den
USA u. in Westeuropa, die durch die Folgeerscheinungen
der Wirtschaftsblüte nach dem 1. Weltkrieg, durch Ver
gnügungssucht u. Gangstertum gekennzeichnet waren
Roastlbeef ['ro:stbi:f] das: -s, -s (aus gleichbed. engl. roast
beef zu roast „gebraten“ u. beef „Rindfleisch“): Rostbra
ten, Rippenstück vom Rind, das meist nicht ganz durch
gebraten wird
Roblberrfer; -s, - (aus gleichbed. engl. rubber, Herkunftungeklärt): Doppelpartie im Whist- od. Bridgespiel
Rolbe die; -, -n (aus fr. robe „Gewand, Kleid“, urspr. „er
beutetes Kleid“ (aus dem Germ.)): 1. festliches, bodenlan
ges [Abendjkleid. 2. Amtstracht der Geistlichen, Juristen
u.a. Amtspersonen. Ro|be|ron|de [rɔbə'ro:də] die; -, -n
(zu/r. ronde „rund“, also eigtl. „rundes Kleid“): im 18. Jh.
Kleid mit runder Schleppe. Rolbin [rɔ'bɛ:] der; -s, -s (aus
fr. robin „Richter“ zu robe, vgl. Robe): (veraltet) Roben
träger, Rechtsgelehrter
Rolbilnie [...ia] <Äe; -, -n [...jan] (nach dem franz. Botaniker
J. Robin (1550-1629) u. zu T'...ie>: falsche Akazie (Zier
baum od. -Strauch mit großen Blütentrauben)
Rolbinlson der: -s, -e (nach der Titelfigur des Romans
„Robinson Crusoe“ des engl. Schriftstellers D. Defoe
(1659-1731)): jmd., der gern fern von der Zivilisation [auf
einer einsamen Insel], in der freien Natur leben möchte.
1Rolbin|so|nalde die; -, -n (zu î ...ade): a) Abenteuerro
man. der das Motiv des „Robinson Crusoe“ (ÎRobinson)
aufgreift; b) Erlebnis, Abenteuer ähnlich dem des Robin
son Crusoe
2Ro|bin|so|na|dezZZe; -, -n (nach dem engl. Torhüter J. Ro
binson (1878-1949)): (veraltet) im Sprung erfolgende, ge
konnte Abwehrreaktion des Torwarts, bei der er sich ei
nem Gegenspieler entgegenwirft (Fußball)
Rolbinlsonllislterüe; -, -n (zu ÎRobinson): (Jargon) Liste,
in die sich jmd. eintragen lassen kann, der keine auf dem
Postweg verschickten Werbesendungen mehr erhalten
möchte
Rolbolransi/ös; -, Plur. ...ranzien [...ion] u. ...rantia (zu lat.
roborans, Part. Präs, von roborare, vgl. roborierend):
Stärkungsmittel (Med.). Ro|bo|ralti|on die; -, -en (aus
gleichbed. nlat. roboratio): (veraltet) Stärkung, Kräfti
gung. rolbolrielrend (zu lat. roborare „stärken, kräfti
gen“ u. t...ierend): stärkend, kräftigend (Med.)
Rplbot die; -, -en (aus dem Slaw.; vgl. poln., tschech. robota „(Fron)arbeit“): (veraltet) Frondienst, -arbeit, rolboten: 1. (veraltet) Frondienst leisten. 2. (ugs.) schwer ar
beiten. RolbolterzZer; -s, - (zu tschech. robot, vgl. Robot;
nach dem engl. Titel „Rossum’s Universal Robots“ des
1920 erschienenen Romans des tschech. Schriftstellers
K. Capek (1890-1938)): 1. a) (veraltet) Fronarbeiter; b)
(ugs.) Schwerarbeiter. 2. a) äußerlich wie ein Mensch ge
staltete Apparatur, die manuelle Funktionen eines Men
schen ausführen kann; Maschinenmensch; b) programm
gesteuerte elektron. Einrichtung zur Ausführung von
komplexen Arbeitsvorgängen mithilfe von Sensoren u.
mechanischen Dreh- u. Greifvorrichtungen. ro|bo|te|risielren (zu t...isieren): a) mit Robotern (2b) ausrüsten;
b) technische Abläufe u. Prozesse durch Roboter (2b)
ausführen lassen. Rolboltik die; - (zu t2...ik (1)): eine
wissenschaftlich-technische Disziplin, die sich mit der
Konstruktion, Programmierung u. dem Einsatz von Ro
botern (2b) befasst. rolbo|ti|sie|ren: svw. roboterisieren
Roalring For ties
[auch ... rit] der; -s (zu lat. robur (vgl. robust) u.
t'...it>: im Kohlebergbau verwendeter pulverisierter
Sprengstoff, rolbust (aus gleichbed. lat. robustus, eigtl.
„aus Hart-, Eichenholz“, zu robur „Kernholz, Eiche;
Kraft, Kern“): stark, kräftig, derb, widerstandsfähig, un
empfindlich. rolbuslto (zt.): kraftvoll (Vortragsanwei
sung; Mus.)
Rolcaille [ro'ka:j] das od. die; -, -s (aus gleichbed. fr. ro
caille, eigtl. „Geröll, aufgehäufte Steine“, zu älter fr. roc
„Felsen“): Muschelwerk (wichtigstes Dekorationselement
des Rokokos). Rolcaillleur [,,,kajo:n] der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. rocailleur): Rocaillearbeiter. rolcailllielren
[...ka'ji:...] (zu î...ieren): Rocaillearbeiten ausführen
Roch, auch Rock der; - (aus gleichbed. arab.-pers. ruh,
roh): im arab. Märchen ein Riesenvogel von besonderer
Stärke
Rolchalde [...'xada, auch ,,,'ʃa:də] die; -, -n (zu îrochieren
u. t...ade>: unter bestimmten Voraussetzungen zulässiger
Doppelzug von König u. Turm (Schach)
Rolcher de Bronze [rɔ'ʃe: də 'bro:s] der;---- , -s [rɔ'ʃe:] - (aus/r. rocher de bronze „eherner Fels“, nach einem Aus
spruch Wilhelms I. von Preußen, 1688-1740): jmd., der (in
einer schwierigen Lage o. Ä.) nicht leicht zu erschüttern ist
Role’ ett [rɔ'ʃɛt] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. rochet, dies
über das Altfr. aus dem Germ.): spitzenbesetztes Chor
hemd der höheren kath, Geistlichen
rolchielren [... xi:..., auch ,,,'ʃi:...] (nach gleichbed. fr. ro
quer zu älter fr. roc, dies aus span, roque „Turm im
Schachspiel“, dies aus arab. -pers. ruh „(Schach)turm“): 1.
die Î Rochade ausführen. 2. die Position auf dem Spielfeld
wechseln (in Mannschaftsspielen, z. B. beim Fußball)
Rolcbus (aus jidd. rochus „Ärger, Zorn“, dies aus hebr. rögez „zornige Erregung“); in der Fügung einen Rochus auf
jmdn. haben: (landsch.) über jmdn. sehr verärgert, auf
jmdn. wütend sein
1Rock vgl. Roch
2Rock der; -[s], -[s] (aus gleichbed. engl. rock): 1. (ohne
Plur.) kurz für îRockmusik. 2. kurz für TRock ’n’ Roll.
Rolckalbillly ['rɔkəbɪlɪ] der; -[s] (aus gleichbed. amerik.
rockabilly zu engl. to rock „wiegen“ u. Billy, Koseform
von William (Wilhelm), Analogiebildung zu Î Hillbillymu
sic): (in den 1950er-Jahren entstandener) Musikstil, der ei
ne Verbindung aus Î Rhythm and Blues u. îHillbillymusic
darstellt. Rock and Roll [rɔkn'ro:l] vgl. Rock ’n’ Roll
Rolckellor der; -s, -e (wohl nach dem Namen des franz.
Herzogs von Roquelaure): im 18. Jh. gebräuchlicher Her
renreisemantel mit kleinem Schulterkragen
rolcken (nach gleichbed. engl. to rock, vgl. Rock ’n’ Roll):
a) Rockmusik machen; b) stark synkopiert, im Rhythmus
des Rock ’n’ Roll spielen, tanzen, sich bewegen. Rolcker
der; -s, - (zu engl. to rock, vgl. rocken): 1. zu aggressivem
Verhalten neigender Angehöriger einer lose organisierten
Clique von männlichen Jugendlichen, meist in schwarzer
Lederkleidung u. mit schweren Motorrädern. 2. svw.
Rockmusiker. Rock Jazz [,,,dʒɛs] der; - (zu t2Rock>: En
de der 1960er-Jahre aufgekommene Stilrichtung innerhalb
des Jazz, in der Elemente des 2Rocks mit denen des Jazz
verbunden sind. Rockllaldy [...letdt] <Zze, -, -s: (ugs.)
Rockmusikerin, -Sängerin. Rocklmulsilcal [,,,mju:zikl]
das; -s, -: Musical mit Rockmusik als Bühnenmusik.
Rocklmulsik die; -: von Bands gespielte, aus einer Ver
mischung von Rock ’n’ Roll ( 1 ) mit verschiedenen anderen
Musikstilen entstandene Form der Unterhaltungs- u.
Tanzmusik. Rocklmulsilker der; -s, -: jmd., der Rock
musik macht. Rpck|mu|si|ke|rin die; -, -nen: weibliche
Form zu Î Rockmusiker. Rock 'n' Roll [rɔkn ro:l] u. Rock
and Roll der; ---,---- [s] (aus engl. rock ’n’ roll, rock and
roll, eigtl. „wiegen und rollen“): 1. (ohne Plur.) (Anfang
der 1950er-Jahre in Amerika entstandene Form der) MuRo bulrit
1191
ROM
sik, die den t Rhythm and Blues mit Elementen der ÎCoun
-fahren“): 1. a) [erzwungenes] Zurückstecken, das Sichzu
trymusic u. des îDixieland-Jazz verbindet. 2. stark synko
rückziehen, rückläufige, rückschrittliche Entwicklung; b)
pierter Tanz in flottem 4/4-Takt. Rock oper die; -, -n : Bez.
Rückfall, Rückschritt. 2. das Zurückdrängen des Kommu
für locker aneinander gereihte Songfolgen in Form von
nismus, bes. des sowjetischen Einflusses in Osteuropa als
Arie u. Rezitativ mit schlichter, meist psychologisierender
politische Strategie der USA nach dem 2. Weltkrieg. RolRahmenhandlung
lerlblade® ['rooləbleɪd] der; -s, -s (meist Plur.) (aus
Rocklpool [...pu:l] der; -s, -s <aus gleichbed. engl. rock pool
gleichbed. engl. Rollerblade®; wohl gebildet nach roller
zu rock „Felsen“ u. pool „Tümpel, Teich“): Bez. für Mul
skate (vgl. Rollerskate) u. blade „Klinge, Schneide“): eine
den od. Höhlungen im Gestein felsiger Meeresküsten, die
bestimmte Art des I Inlineskates. Rollerblading
sich mit Meer- u. Regenwasser füllen u. demzufolge starke
[,,,bleɪdɪŋ] das; -s (Analogiebildung zu I Rollerskating):
Änderungen in Salzgehalt u. Temperatur aufweisen.
das Rollschuhlaufen auf Rollerblades. Rolllerldislco,
Rocks die (Plur.) (aus gleichbed. engl. rocks, eigtl. „Bro
auch Rol|ler|dis|ko die; -, -s (Kurzwort aus TRo//erskate
cken“): säuerlich süße engl. Fruchtbonbons
u. 1 Disco): [geräumige] Halle, in der man zu Popmusik u.
Rocklstar der; -s, -s (zu URock u. IStar): Star der Rock
zu besonderen Licht- u. Beleuchtungseffekten Rollerskate
musik
fährt. Rolllerlskate [...skeit] der; -s, -s (aus gleichbed.
Rod das; -, - (aus gleichbed. engl. rod, eigtl. „Rute“): engl.
engl. roller skate „Rollschuh“ zu roller „Rolle“ u. skate
Längenmaß
„Schlittschuh“): Rollschuh mit höhenverstellbarem Stop
roldens (.lat.; Part. Präs, von rodere „nagen“): nagend,
per u. besonders breiten Rollen auf beweglichen Achsen.
fressend (z.B. von einem Geschwür; Med.). Roldenltiler
Rol|ler|ska|ter [...skeitn] der: -s, - (aus gleichbed. engl.
[...jn] der; -s, - (zu (n)lat. rodentia (animalia) „nagende
roller skater): jmd., der mit Rollerskates Rollschuh läuft.
(Tiere)“, Plur. (Neutr.) von lat. rodens, vgl. rodens): Na
Rolllerlskalting das; -[s] (aus gleichbed. engl. roller ska
getier. Roldenltilzid das; -s, -e (zu t,,,zid): ehern. Mittel
ting): das Rollschuhlaufen mit Rollerskates, rolllielren
zum Vernichten schädlicher Nagetiere, bes. von Ratten u.
(teilweise unter Einfluss von/r. rouler zu dt. rollen u. Î..de
Mäusen
ren) : 1. einen dünnen Stoff am Rand od. Saum zur Befes
Roldeo der od. das; -s, -s (aus gleichbed. engl. rodeo, eigtl.
tigung einrollen, rollend umlegen. 2. nach einem bestimm
„Zusammentreiben des Viehs“, dies aus span, rodeo zu ro
ten System turnusmäßig abwechseln, auswechseln (z.B.
dear „umzingeln, zusammentreiben“, dies zu rueda „Rad;
jeden 2. Samstag als freien Arbeitstag). 3. die Oberfläche
Kreis; Runde“ zu lat. rota): a) Wettkampf der Cowboys,
eines zylindrischen Werkstücks glätten, indem man eine
bei dem sich die Teilnehmer so lange wie möglich auf dem
Rolle sich unter hohem Druck auf dem sich drehenden
Rücken von ungezähmten Pferden od. Stieren halten müs
Werkstück abrollen lässt. Rollling Forelcast ['roolɪŋ
sen; b) mit Geschicklichkeitsübungen u. Wildwestvorfüh
'fɔ:kɑ:st] der; --[s], --s (aus gleichbed. engl. rolling forecast
rungen verbundene Reiterschau der Cowboys in den USA
„rollierende Prognose“): realistische, kurzfristige Budget
Ro|do|mon|ta|de die; -, -n (aus/r. rodomontade, it. rodoplanung, die auf einer kontinuierlichen periodischen An
montata, nach der Gestalt des Rodomonte in Werken der
passung an die tatsächlich zu erwartenden Aufträge be
ital. Dichter M. M. Boiardo (1440-1494) u. L. Ariosto
ruht; Îrollierende (2) Planung (Wirtsch.). Rol lo [auch
(1474-1533) u. zu T...ade>: (veraltet) Aufschneiderei,
... lo:], auch Rouleau [ru'lo:] das; -s, -s (nach fr. rouleau zu
Großsprecherei. ro|dolmon|tie|ren (zu !..deren): (ver
rôle „Rolle“, dies aus mlat. rotulus, vgl. Rotulus); aufroll
barer Vorhang aus festerem Material. Roll-on-roll-offaltet) prahlen
Roldonlkulchen [...dô:...] der; -s, - (mdal. entstellt aus
Schiff ¿Zas; -[e]s, -e (Lehnübersetzung von gleichbed.
Î Ratonkuchen): (landsch.) svw. Ratonkuchen
engl. roll-on-roll-off-ship, eigtl. „Rolle-herauf-rolle-hinunter-Schiff“): Frachtschiff, das von Lastwagen mit An
Rolgalte (aus lat. rogate „bittet!“, Imp. Plur. von rogare;
hängern direkt befahren wird u. so ohne Kran unmittelbar
nach dem Eingangsvers des Gottesdienstes, Joh. 16,24): in
be- u. entladen werden kann. Roll-on-roll-off-Sysltem
der ev. Kirche Name des fünften Sonntags nach Ostern.
das; -s: Transportsystem, bei dem Container od. andere
Rolgaltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. rogatio): (ver
Frachtstücke auf Rollen od. Fahrzeugen stehend umge
altet) Bitte, Fürbitte. Rolgaltilolnes [,,,ne:s] die (Plur.)
schlagen werden. Roll-out, auchRolllout [...’aut] das; -s,
(zu I...orium>: in der kath. Kirche die drei Bitttage vor
-s (aus engl. roll-out „das Vorstellen“, eigtl. „das Hinaus
Christi Himmelfahrt, an denen Bittprozessionen abgehal
rollen“): öffentliche Vorstellung eines neuen Fahrzeug
ten wurden. Rolgaltolrilum das; -s, ...ien [,,,iən] (aus
typs (bes. eines Flugzeugs). Roll-over-Kreldit [...'ougleichbed. nlat. rogatorium): (veraltet) Bittschreiben
və...] der; -[e]s, -e (zu engl. to roll over „(sich) herumdre
rolger ['rɔdʒə] (engl.): 1. [Nachricht erhalten u.] verstan
hen“): ein mittel- bis langfristiger Kredit, dessen Zinssatz
den! (Funkw.). 2. (ugs.) in Ordnung!, einverstanden!
periodisch in kurzfristigen Abständen an die Marktent
Rolkamlbolle die; -, -n (aus gleichbed. fr. rocambole, dies
wicklung angepasst wird (Wirtsch.). Rolls die (Plur.) (aus
aus dem Germ.): Perlzwiebel (perlartig schimmernde klei
gleichbed. engl. rolls, eigtl. „Rollen“, zu to roll „rollen,
ne Brutzwiebel mehrerer Laucharten)
sich rollen lassen“, dies über a/(/r. rol(l)er zu lat. rotula
Rolkolko [auch ,,,'kɔko, ...'ko:] das; -[s] (aus gleichbed. fr.
„Rädchen“, Verkleinerungsform von rota „Rad“): Ziga
rococo, Spottbildung zu rocaille, vgl. Rocaille; wegen der
rettenrohlinge aus gerolltem Tabak, die nur noch in vorbe
überaus reichlichen Verzierung mit Steinornamenten): 1.
reitete Hülsen gesteckt zu werden brauchen
durch zierliche, beschwingte Formen u. eine weltzuge
wandte, heitere od. empfindsame Grundhaltung gekenn Rom der; -, -a (meist Plur.) (aus Romani rom „Mann, Ehe
mann“, dies zu sanskr. domba (Name einer niederen Kas
zeichneter Stil der europ. Kunst (auch der Dichtung u.
te)): Angehöriger (Selbstbezeichnung) einer bes. in den
Musik; 18. Jh.). 2. Zeit[alter] des Rokokos (1)
Ländern Ost- u. Südeuropas, seit dem 19. Jh. aber auch im
Rollfing das; -[s] (aus gleichbed. engl.-amerik. rolfing, nach
westl. Europa verbreiteten ethnischen Minderheit indi
der amerik. Heilpraktikerin Ida P. Rolf, 1896-1979): eine
scher Herkunft, traditionell Zigeuner genannt (heute als
als alternative Heilmethode durchgeführte intensive Bin
diskriminierend empfunden); vgl. Sinto
degewebsmassage zur Behebung körperlicher Spannun
gen u. Wiederherstellung des Gleichgewichts der Körper ROM das; -[s], -[s] (Kurzw. aus engl. read only memory
„Nurlesespeicher“): Datenspeicher, dessen Daten nach
struktur
dem Einprogrammieren nur noch abgerufen, aber nicht
Rolllback, auch Roll-back ['roʊɪbæk] das; -[s], -s (aus
mehr verändert werden können; Festwertspeicher (EDV)
gleichbed. engl. rollback zu to roll back „zurückrollen,
Romadur
Ro|ma|dur[auch ...du:ç] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. romadour, romatour, Herkunft ungeklärt): halb- od. vollfet
ter, dem Limburger ähnlicher Weichkäse
Rglma loicu ta, cau sa filnilta [- ...k... k... -] {lat.; „Rom
(d.h. der Papst) hat gesprochen, damit ist die Sache erle
digt“; ursprünglich gegen die Jesuiten gerichtet): die Sa
che ist entschieden, jedes weitere Reden ist zwecklos
Rolmanrfer; -s, -e (aus gleichbed. fr. roman, altfr. romanz,
eigtl. „in romanischer Volkssprache (nicht in Latein) ver
fasste Erzählung“, dies über das Vulgärlat. zu /at. Roma
nicus „aus Rom stammend; römisch“): a) (ohne Plur.) li
terarische Gattung einer epischen Großform in Prosa, die
in großen Zusammenhängen Zeit u. Gesellschaft wider
spiegelt u. das Schicksal einer Einzelpersönlichkeit od. ei
ner Gruppe von Individuen in ihrer Auseinandersetzung
mit der Umwelt darstellt; b) ein Exemplar dieser Gattung;
galanter Roman:auf spätantikeu. franz. Vorbilder zurück
gehender Roman des Barock mit Anspielungen aufhöher
gestellte Personen, die unter der Schäfermaske auftreten.
Rolmanlcelro [...'se:ro] vgl. Romanzero. Rolmanlciler
[romä'sie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. romancier): Ver
fasser von Romanen, Romanschriftsteller. Ro|ma|nei/er;
-n, -n (zu mlat. Romanus „Bewohner der älteren röm. Pro
vinzen in Gallien“, dies aus lat. Romanus „römisch“ zu
Roma „Rom“): Angehöriger eines Volkes mit roman.
Sprache. Ro|malneslca[...ka]die;-(ausgleichbed. it. ro
manesca, Fem. von romanesco „römisch“, dies aus lat.
Romanus, vgl. Romane): alter ital. Sprungtanz im ÎTripeltakt. romanesk (zu ÎRoman u. Î ...esk): a) breit ausge
führt, in der Art eines Romans gehalten; b) nicht ganz real
od. glaubhaft. Rolmanlfilgur die; -, -en: Figur, Gestalt
aus einem Roman (b)
Ro ma ni [auch 'rɔ:...] das; - (aus romani (Selbstbezeich
nung) zu rom, vgl. Rom): zusammenfassende Bez. für die
Dialekte der Sinti u. Roma, traditionell auch Zigeuner
sprache genannt
Ro|ma|nia<7ze; - (über mlat. Romania aus spatial. Romania
„das römische Weltreich“): 1. das gesamte Siedlungs- u.
Kulturgebiet, in dem romanische Sprachen gesprochen
werden (Sprachw.). 2. das gesamte, in den verschiedenen
romanischen Sprachen verfasste Schrifttum
Rolmalnik die; - (zu Iromanisch u. t2...ik (2)): der Gotik
vorausgehende europäische Stilepoche des frühen Mittel
alters, die sich bes. in der [Sakralarchitektur, der [Architektur]plastik und der Wand- u. Buchmalerei ausprägte,
rolmalnisch (zu mlat. Romanus, vgl. Romane): 1. a) aus
dem T Vulgärlatein entstanden (zusammenfassend in Be
zug auf Sprachen, z.B. Französisch, Italienisch, Spanisch
u.a.); b) die Romanen u. ihre Kultur betreffend, kenn
zeichnend; zu den Romanen gehörend. 2. die Kunst der
Romanik betreffend, für die Romanik charakteristisch.
ro|malni|sie|ren(wohl nachgleichbed. fr. romaniser): 1.
(veraltet) römisch machen, dem Römischen Reich einglie
dern. 2. romanisch machen. 3. in latein. Schriftzeichen
umsetzen (Sprachw.). Rolmalnislmus der; -, ...men (zu
t...ismus): 1. eine für eine roman. Sprache charakteristi
sche Erscheinung in einer nicht roman. Sprache
(Sprachw.). 2. (veraltend) papst-, kirchenfreundliche Ein
stellung. 3. an die ital. Renaissancekunst angelehnte Rich
tung [der niederl. Malerei] des 16. Jh.s. Ro ma nist der;
-en,-en (zu lat. Romanus (vgl. Romane) u. Î...ist): l.jmd.,
der sich wissenschaftlich mit einer od. mehreren romani
schen ( 1 a) Sprachen u. Literaturen (bes. mit Französisch)
befasst [hat], 2. Wissenschaftler auf dem Gebiet des röm.
Rechts. 3. Vertreter des Romanismus (3). 4. (veraltet) An
hänger des kath. Roms. Rolmalnisltikiäe,- - (zu t ...istik):
1. Wissenschaft von den romanischen (1 a) Sprachen u. Li
teraturen. 2. Wissenschaft vom röm. Recht, rolmalnistisch (zu T ...istisch): die Romanistik betreffend. Rolma-
1192
ni|täta7e;-(wohlnachgleichbed.fr. romanité; vgl. ...ität):
romanisches (1 b) Kulturbewusstsein. Ro|ma|no|ma|nie
iZze; - (zu tRoman u. î...manie): (veraltet) Romanlesewut.
RolmanltikÆe; - (zu Îromantisch u. t2...ik (2), Analogie
bildung zu Klassik): 1. Epoche des europäischen, bes. des
deutschen Geisteslebens, der Literatur u. Kunst vom Ende
des 18. bis zur Mitte (in der Musik bis zum Ende) des
19. Jh.s, die in Gegensatz zu Aufklärung u. Î Klassik stand
u. geprägt ist durch die Betonung des Gefühls, die Hin
wendung zum Irrationalen, Märchenhaften u. Volkstüm
lichen, durch die Rückwendung zur Vergangenheit. 2. a)
durch eine schwärmerische od. träumerische Idealisierung
der Wirklichkeit gekennzeichnete romantische (2) Art; b)
romantischer (2) Reiz, romantische Stimmung, romanti
sche Bewegung; c) abenteuerliches Leben. Rolmanltiker der; -s, -: 1. Vertreter, Künstler der Romantik (1).
2. Fantast, Gefühlsschwärmer. Ro|man|ti|ke|rin die; -,
-nen: weibliche Form zu ÎRomantiker, rolmanltisch
(unter Einfluss von gleichbed. engl. romantic aus fr. ro
mantique, eigtl. „dem Geist der Ritterdichtung gemäß,
romanhaft“, dies zu altfr. romanz, vgl. Roman): 1. die Ro
mantik (1) betreffend, im Stil der Romantik. 2. a) fantas
tisch, gefühlsschwärmerisch, die Wirklichkeit idealisie
rend' b) stimmungsvoll, malerisch-reizvoll; c) abenteuer
lich, wundersam, geheimnisvoll. rolmanltüsielren (zu
T...isieren): 1. den Stil der Romantik (1) gestalten; den Stil
der Romantik imitieren, nachempfinden. 2. in einem idea
lisierenden Licht erscheinen lassen, verklären, schönfär
ben. Ro|man|ti|sie|rung c/fe; -, -en (zu t...isierung): das
Romantisieren, das Romantisiertwerden. Rolmanltilzismusder; -, ...men (zu t,,,izismus): 1. (ohne Plur.) sich auf
die Romantik (1) beziehende Geisteshaltung. 2. romanti
sches (1) Element, rolmanltilzisltisch (zu Î...istisch):
dem Romantizismus (1) entsprechend. Rolmanltrillogie die; -, ...ien [,,,iən] (zu tRoman): Werk aus drei abge
schlossenen, jedoch zusammengehörenden Romanen.
Ro|mantsch das; - (aus rätoroman. mdal. Romaunsch,
Romauntsch „das (Bündner)romanische“, dies zu lat. Ro
manus, vgl. Romane): rätoromanische Sprache (in Grau
bünden). Ro|mart|ze<7ie; -, -n (aus fr. romance, span, ro
mance „volksliedhaftes Gedicht“, dies aus altfr. romanz,
altprovenzal. romans, vgl. Roman): 1. [span.] volksliedhaf
tes episches Gedicht mit balladenhaften Zügen, das haupt
sächlich Heldentaten u. Liebesabenteuer sehr farbig
schildert. 2. lied- u. balladenartiges, ausdrucksvolles Ge
sangs- od. Instrumentalstück erzählenden Inhalts (Mus.).
3. episodenhaftes Liebesverhältnis [das durch die äußeren
Umstände als bes. romantisch erscheint], Rolmanlzelro
¿/er; -s, -s (aus gleichbed. span, romancero): Sammlung
von [span.] Romanzen
Ro meo der; -s, -s (nach der Titelfigur von Shakespeares
Drama „Romeo und Julia“): 1. (ugs.) Liebhaber, Gelieb
ter. 2. (Jargon) Agent (2 ), der sich über ein Liebesverhält
nis zu einer an geeigneter Position tätigen Frau Zugang zu
bestimmten geheimen Informationen verschafft
rölmisch-kalthollisch (zu lat. Romanus, vgl. Romane):
die vom Papst in Rom geleitete, kath. Kirche betreffend,
ihr angehörend; Abk.: rk, r.-k., röm.-kath.
Romlmé, auch Romlmee ['rɔme:, auch rɔ'me:] das; -s, -s
(französierende Bildung nach gleichbed. engl. rummy,
Herkunft ungeklärt): Kartenspiel für 3-6 Mitspieler, von
denen jeder versucht, seine Karten möglichst schnell nach
bestimmten Regeln abzulegen
Ronlchusvgl. Rhonchus
Ronldache [ro'daʃ] üüe; -, -n [...Jn] (aus gleichbed. fr. ron
dadle, dies aus it. rondaccia zu ronda „Ronde“ (aus fr.
ronde, vgl. Ronde)): früher verwendeter Rundschild.
Ron dat [rɔn...] der; -[s], -[s] (zu i7. rondare „die Runde
machen“): Drehüberschlag auf ebener Erde (Sport).
1193
[rðdə'ʒa:b] der;---- , -s [rôd...] - - (aus
gleichbed. fr. rond de jambe zu rond „Kreis“ u. jambe
„Bein“): am Boden ausgeführte Kreisbewegung des Spiel
beins (Ballett). Ronlde ['rɔndə, 'rð:də] die; -, -n (aus
gleichbed. fr. ronde, dies über rond „rund“ aus lat. rotun
dus) : 1. (veraltet) a) Rundgang, Streifwache; b) Wachen u.
Posten kontrollierender Offizier (Mil.). 2. (ohne Plur.)
Schriftart. 3. a) ebenes Formteil aus Blech, das durch Um
formen weiterverarbeitet wird (Techn.); b) Münzrohling
(Münzwesen). Ronldeau [rö’do:] das; -s, -s (aus/r. ron
deau „Tanzlied mit Kehrreim“ zu rond; vgl. Ronde): 1. a)
mittelalterliches franz. Tanzlied beim Rundtanz, Rundge
sang, der zwischen Soloteil u. Chorantwort wechselt ; b) im
13. Jh. Gedicht mit zweireimigem Refrain, später bes. eine
12- bis 15-zeilige zweireimige Strophe, deren erste Wörter
nach dem 6. u. 12. bzw. nach dem 8. u. 14. Vers als verkürz
ter Refrain wiederkehren. 2. [meist rɔn do:] (österr.) a)
rundes Beet; b) runder Platz. Ronldel [rö del] das; -s, -s
(aus fr. rondel „Ringelgedicht“): svw. Rondeau (1). Ron
dell [rɔn...] u. Rundell das; -s, -e (nach/r. rondelle „runde
Scheibe“, dies über das Vulgärlat. aus lat. rotundula „Kü
gelchen“ zu rotundus „rund“): 1. Rundteil (an einer Bas
tei). 2. Rundbeet [als Teil einer größeren Gartenanlage]. 3.
Rückteil des Überschlags bei einer Überschlag[hand]tasche. 4. runder Platz. Ronldelllus der; - (aus mlat. rondellus, dies wohl aus dem Vulgärlat., vgl. Rondell): eine
mehrstimmige mittelalterliche, dem Kanon nahestehende
Kompositionsart. Ronldilno das; -s, Plur. -s u. ...ni <italianisierende Verkleinerungsform von ÎRondo): kleines
Rondo. Ronldo das; -s, -s (aus gleichbed. it. rondo zu ron
do „rund“, dies aus lat. rotundus): 1. svw. Rondeau (1 a).
2. Satz (meist Schlusssatz in Sonate u. Sinfonie), in dem
das Hauptthema nach mehreren in Tonart u. Charakter
entgegengesetzten Zwischensätzen [als Refrain] immer
wiederkehrt. Rpndlschrift die; - (zu fr. rond „rund“, vgl.
Ronde): (österr.) eine Zierschrift
Rolnin der; -, -s (aus dem Japan.): (veraltet) [verarmter] ja
panischer Lehnsmann, der seinen Lehnsherrn verlassen
hat
Röntlgenlanallylse die; -, -n (nach dem Entdecker der
Röntgenstrahlen, dem dt. Physiker W. C. Röntgen,
1845-1923): Ermittlung des Aufbaus von Kristallen mit
hilfe von Röntgenstrahlen (Kristallografie). Röntlgenassistenitin dze; -, -nen: auf dem Gebiet der Röntgeno
logie ausgebildete medizinisch-technische Assistentin.
Röntlgenlasltrolnolmie* die; Teilgebiet der Astrono
mie, auf dem man sich mit der Erforschung der von
Gestirnen kommenden Röntgen-, Gamma- u. Ultravio
lettstrahlung befasst; Gammaastronomie, röntlgenlastrolnolmisch*: die Röntgenastronomie betreffend.
Röntlgenldelfekltolskolpie* die; -: Feststellung von
Werkstofffehlern mithilfe von Röntgenstrahlen (Techn.).
Röntlgenlderlmaltolse die; -, -n: durch eine Überdosis
von Röntgenstrahlen hervorgerufene Schädigung der
Haut (Med.). Röntlgenldilalgnosltik* die; -: der Ein
satz von Röntgenstrahlen zur Erkennung krankhafter
struktureller od. funktioneller Veränderungen im Körperinnern als eine der wesentlichen Methoden der medizini
schen Diagnostik (Med.). Rönt|genldolsi|me|ter das;
-s, -: von Personen, die beruflich mit Röntgen- u. Gamma
strahlen zu tun haben, während ihrer Tätigkeit getragenes
Î Dosimeter, das nach bestimmten Zeiträumen hinsichtlich
einer eventuell eingetretenen Strahlenbelastung des Trä
gers überprüft wird. Röntlgen|fo|tolgra|fie die; -, -n: a)
der Herstellung von Röntgenbildern dienende Fotografie
(1); b) Röntgenbild. Rönt|gen|iden|ti|fi|ka|ti|on die; -,
-en: Verfahren zur Identifizierung von Toten durch Rönt
genaufnahmen, die Hinweise auf Lebensalter u. krankhaf
te Befunde ergeben. rönt|ge|ni|sie|ren (zu T...isieren):
Rond de Jambe
Roquefort
(österr.) röntgen, röntlgelno..., Rönt ge no... (nach
dem dt. Physiker W. C. Röntgen (vgl. Röntgenanalyse) u.
in Verbindung mit dem Bindevokal -o->: Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Röntgen(strahlen)“, z. B. Rönt
genologe, röntgenografisch. Röntlgelnolgralfie, auch
...gralphie die; -, ...ien (zu t,,,grafie): Untersuchung u.
Bildaufnahme mit Röntgenstrahlen. rönt|ge|no|grafisch, auch ...gralphisch (zu t...grafisch): durch Röntgenografie erfolgend. Rönt|ge|no|gramm das: -s, -e (zu
t. ..gramm>: Röntgenbild. Röntlgelnollolge der; -n, -n
(zu î ...loge): jmd., der sich wissenschaftlich mit Röntge
nologie (b) befasst. Rönt|ge|no|lo|gie die; - (zu t...logie) : a) von W. C. Röntgen begründetes Teilgebiet der Phy
sik, auf dem die Eigenschaften, Wirkungenu. Möglichkei
ten der Röntgenstrahlen untersucht werden; b) Teilgebiet
der Medizin, das sich mit der Anwendung der Röntgen
strahlen in Diagnostik u. Therapie befasst, röntlgelnoIplgisch (zu t ...logisch): in das Gebiet der Röntgenologie
gehörend. rönt|ge|no|me|trisch* (zu Î...metrisch): die
Messung der Wellenlänge der Röntgenstrahlung betref
fend. Röntlgenlopltik die; - (nachdemdt. Physiker W.C.
Röntgen, vgl. Röntgenanalyse): Teilgebiet der Physik, das
sich mit der Erzeugung von Abbildungen durch Röntgen
strahlen u. der Konstruktion von Geräten der Röntgenmi
kroskopie befasst. Röntlgelnolskolpie* die; -, ...ien (zu
tröntgeno... u. t...skopie): Durchleuchtung mit Röntgen
strahlen (Med.). Röntlgenlpullsalre die (Plur.) (nach
dem dt. Physiker W. C. Röntgen, vgl. Röntgenanalyse):
Î Pulsare, die hauptsächlich im Bereich der Röntgenstrah
lung des elektromagnetischen Spektrums emittieren
(Phys.). Röntlgenlquanlten die (Plur.): Bez. für die
Î Photonen der Röntgenstrahlung. Röntlgenlsenlsilbililtät die; -: besondere Empfindlichkeit des Körpergewe
bes gegen Röntgenbestrahlung (Med.). Röntlgenlspektralanalylse* die; -, -n: Bestimmung der ehern. Zusam
mensetzung von Stoffen durch spektrale Zerlegung der
von ihnen ausgesandten od. durchgelassenen Röntgen
strahlung. Röntlgen|spek|trolsko|pie* die; -: Teilge
biet der Î Spektroskopie, das sich mit der Messung u. Ana
lyse von elektromagnetischer Strahlung im Röntgenbe
reich befasst (Phys.), röntlgenlspekltrolskolpisch*:
die Röntgenspektroskopie betreffend. Röntlgenlspektrum* das; -s, Plur. ...tren u. ...tra: Darstellung der Ener
gieverteilung von Röntgenstrahlung in Abhängigkeit von
der Wellenlänge (Phys.). Rönt|gen|struk|tur|ana|ly|se
die; -, -n: Bestimmung der Elektronendichte u. damit der
Atomanordnung in Kristallen durch Auswertung der Beu
gungserscheinungen von Röntgenstrahlen (Phys.). Rönt
gen I the Irai pie die; -: medizinische Therapie, die sich der
Röntgenstrahlen bedient (Med.)
Roolming-in, auch Roolminglin ['ru:mɪŋ'm] das; -[s], -s
(aus gleichbed. engl.-amerik. rooming-in zu to room „un
terbringen (bei)“): gemeinsame Unterbringung von Mut
ter u. Kind im Krankenhaus nach der Geburt od. bei
Krankheit des Kindes, um dadurch psychisch negative
Auswirkungen für das Kind zu vermeiden
Root[s]lge|blä|se ['ru:t(s)...] das; -s, - (nach dem amerik.
Erfinder J. D. Root, 19. Jh.): Kapselgebläse, in dem zwei
8-förmige Drehkolben ein abgegrenztes [Gas]volumen
von der Saug- auf die Druckseite fördern
Ropelskiplping, auch Rope-Skiplping [roʊp...] das; -s
(aus gleichbed. engl.-amerik. rope skipping zu rope „Seil“
u. skipping „das Springen“, dies zu to skip „hüpfen; seil
springen“): Sportart, bei der mit speziellen Springseilen in
verschiedenen Sprungformationen zu Musik seilgesprun
gen wird (Sport)
Roquelfort [rɔkfom, auch ...Tom] der; -s, -s (nach der
franz. Ortschaft Roquefort-sur-Soulzon): fetter franz.
Edelpilzkäse aus reiner Schafmilch
Rorate
(aus /a/. rorate „tauet!“, Imp. Plur. vonrorare „tauen“, nach dem Eingangsvers der Liturgie der
Messe, Jes. 45,8): in der kath. Kirche Votivmesse im Ad
vent zu Ehren Marias
Ro-ro-Schiff das; -[e]s, -e: Kurzform von ÎRoll-on-rolloff-Schiff
ro|sa (zu lat. rosa „Rose“): I. blassrot. 2. (Jargon) sich auf
Homosexualität, Homosexuelle beziehend. Rolsa das; -s,
Plur. -, ugs. -s: rosa Farbe. Rolsallie [...io] die; -, -n (aus
gleichbed. fr. rosalie, it. rosalia): kleiner, in gekünstelten
Sequenzfolgen wiederkehrender Satz (Mus.). Rolsalnilin* das; -s (Kunstw. zu lat. rosa „Rose“ u. t Anilin): (ver
altet) svw. Fuchsin. Rolsalrilum das; -s, ...ien [...ion] (aus
lat. rosarium „Rosengarten“, Bed. 2 über kirchenlat. ro
sarium „Rosenkranz“): 1. Rosenpflanzung, -garten. 2.
kath. Rosenkranzgebet. Rolsalzea die; - (zu lat. rosacea,
Fem. von rosaceus „aus Rosen“): Kupfer-, Rotfinnen,
[entzündliche] Rötung des Gesichts [mit Wucherungen]
(Med.). Rolsalzee die; -, -n (meist Plur.) (aus nlat. rosa
cea): zur Familie der Rosen gehörende Pflanze; Rosenge
wächs (Bot.)
Rosch ha-Schaina der;---- (aus hebr. rös hassänä „Neu
jahrsfest“): jüd. Neujahrsfest
Roslcoellith [roskou..., auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur.
-e[n] (nach dem engl. Chemiker Sir H. E. Roscoe
(1833-1915) u. zu t ...lith): ein olivgrünes bis grünlich brau
nes Mineral
rojsé [ro'ze:] (fr.; „rosenfarben“, zu rose, dies aus lat. rosa
„Rose“): rosig, zartrosa. Rolsé ¿er; -s, -s: svw. Roséwein.
Rolsellith [auch ...'lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu
trosa u. t,,,lith): seltenes, in hellroten kleinen Kristallen
vorkommendes Mineral. Rolsellla die; -, -s (unregelmä
ßig gebildet zu Rosehili, einem Distrikt in der Nähe der
austr. Stadt Sydney; nach dem Vorkommen) : prächtig gelb
u. rot gefärbter Sittich Südaustraliens. Rolselnolbel
[auch ... no:bl] der; -s, - (aus gleichbed. (mittel)engl. rose
noble, eigtl. „edle Rose“): Goldmünze EduardsIH. von
England. Rolselollau. Ro|selo|le¿z'e; -, ...ölen (aus nlat.
roseola zu lat. roseus „rosenrot“): rotfleckiger Hautaus
schlag (Med.). Rolsetlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. ro
sette, Verkleinerungsform von rose, vgl. rosé): 1. kreisför
miges Ornamentmotiv in Form einer stilisierten Rose
(Baukunst). 2. Schliffform für flache u. dünne Diamanten.
3. aus Bändern geschlungene od. genähte Verzierung (Mo
de). 4. rundes, auch als „Rose“ bezeichnetes Schallloch
der Laute (Mus.). 5. Blattanordnung der Rosetten- od.
grundständigen Blätter, die dicht gedrängt an der Spross
basis einer Pflanze stehen (z.B. Tausendschön). 6.
(scherzh. verhüllend) After, rolsetltielren (zu Î ...ieren):
a) mit Rosetten(1) verzieren; b) in Rosettenform schleifen
(von Edelsteinen). Rolsélwein [ro'ze:...] der; -[e]s, -e (zu
Îrosé, nach der Farbe): blassroter Wein aus hell gekelter
ten Rotweintrauben
Rol silnanlterfze, eigtl. der; -, -n (nach Rosinante {span. Ro
cinante aus rocinante „Schindmähre“), dem Namen des
Pferdes von tDon Quichotte): (selten) ausgemergeltes,
minderwertiges Pferd
Rol silneÆe; -, -n (wohl über gleichbed. mittelniederl. resi
ne aus altpikardisch roisin „Weinbeere“, dies über das Vul
gärlat. aus lat. racemus „Traube, Weinbeere“): getrockne
te Weinbeere
Roslmalrin [auch ... ri:n] der; -s (aus gleichbed. mlat. ros
marinus, eigtl. „Meertau“): a) immergrüner Strauch des
Mittelmeergebietes, aus dessen Blättern u. Blüten das
Rosmarinöl für Heil- u. kosmetische Mittel gewonnen
wird; b) aus [getrockneten] Blättern des Rosmarins (a)
hergestelltes Küchengewürz
Ros|mi|ni|a|ner¿ze (Plur.) (nach dem Gründer, Graf Rosmini-Serbati (1797-1855) u. zu T...aner); kath. Kongrega
Ro|ra|te¿as; -, -
1194
tion, die auf dem Gebiet der Î Karitas, der Seelsorge u. des
Unterrichts arbeitet (Rel.)
Rosollio der; -s, -s (aus gleichbed. it. rosolio, wohl zu lat.
rosa „Rose“ u. oleum „Öl“, wegen des urspr. Zusatzes von
Rosenöl u. -wasser): ital. Likör aus [Orangen]blüten u.
Früchten
Rosltelllum das; -s, ...11a (aus lat. rostellum „Schnäbel
chen, Schnäuzchen“, Verkleinerungsform von rostrum
(vgl. Rostra), nach dem Aussehen): als Haftorgan für die
Î Pollinien umgebildete Narbe der Orchideenblüte (Bot.)
Roslticlcelria [,,,tɪʧe...] die; -, -s (aus gleichbed. it. rosticceria zu rostiré, Nebenform von arrostire „braten, rösten,
grillen“, dies aus dem Germ.): 1. Imbissstube in Italien. 2.
Grillrestaurant in Italien
Rpsltra* die; -, ...ren (aus gleichbed. lat. rostra, Plur. von
rostrum, eigtl. „Schnabel; Schiffsschnabel“): mit erbeute
ten Schiffsschnäbeln verzierte Rednerbühne [im alten
Rom], ros tral (zu lat. rostrum (vgl. Rostrum) u. T*...al
(1)): am Kopfende, zum oberen Körperende hin gelegen
(Biol., Anat.). Rosltrum das; -s, ...ren (aus lat. rostrum
„Schnabel, Rüssel“): über das Vorderende des Tierkör
pers hinausragender Fortsatz (z. B. der Vogelschnabel od.
der schnabelförmige Fortsatz am Schädel der Haie u. an
dere- Fische; Biol.)
Ro ta die; - u. Rota Romana ¿ze; - - (aus kirchenlat. Rota
Romana, eigtl. „römisches Rad“, wohl nach der kreisrun
den Bank der Richter) : höchster (päpstlicher) Gerichtshof
der kath. Kirche
Roltal das; -s, - (aus arab. ratl „ein Gewicht“): svw. Arial
Rpltan vgl. Rotang. Roltang, auch Rotan der; -s, -e (aus
gleichbed. malai. rotan): Markrohr der Rotangpalme,
Peddigrohr. Roltanglpallme,auch Roltan|pal|me,¿ze;
-, -en: mithilfe starker Stacheln kletternde Palme, die u.a.
Peddigrohr liefert
Roltalprint® die; -, -s (zu lat. rotare (vgl. rotieren) u. engl.
to print „drucken“): Offsetdruck- u. Vervielfältigungsma
schine. Ro|ta|ri|er [...in] der; -s, - (nach gleichbed. engl.
Rotarian; vgl. Rotary Club): Angehöriger des tRotary
Clubs, roltalrisch: a) den Rotary Club betreffend; b)
zum Rotary Club gehörend. Rolta Ro ma na vgl. Rota.
Roltalry ['ro:təri] die; -, -s (Kurzform von gleichbed. engl.
rotary press): Bogenanlegeapparat für Druck- u. Falzma
schinen (Druckw.). Roltalry Club [...ri k..., engl. 'roʊtərɪ
'klʌb] der; - -s, - -s {engl.; zu rotary „umlaufend“ u. club,
vgl. Klub; die ersten Sitzungen der Mitglieder fanden ent
sprechend dem Symbol des Klubs, dem Zahnrad, umlau
fend statt): 1. (ohne Plur.) Î Rotary International. 2. zu Ro
tary International gehörender örtlicher Klub. Roltalry
Inlterlnaltiolnal [ roʊtərɪ mtə næʃənəl] der; - -s (engl.y.
internationale Vereinigung führender Persönlichkeiten
unter dem Gedanken des Dienstes am Nächsten. Roltatilpn [rota...] die; -, -en (aus lat. rotatio „kreisförmige Um
drehung“ zu rotare, vgl. rotieren): 1. Drehung (z.B. eines
Körpers od. einer Kurve) um eine feste Achse, wobei jeder
Punkt eine Kreisbahn beschreibt (Phys.); Ggs. translati
on (3). 2. geregelte Aufeinanderfolge der Kulturpflanzen
beim Ackerbau unter Berücksichtigung größtmöglicher
Vielseitigkeit, der Trennung des Anbaus unverträglicher
Pflanzen durch längere Zeitspannen, kürzestmöglicher
Brachezeiten usw. (Landw.). 3. Regelung der Bewässerung
in der Landwirtschaft. 4. das Mitdrehen des Oberkörpers
im Schwung (Skisport). 5. im Uhrzeigersinn erfolgender
Wechsel der Positionen aller Spieler einer Mannschaft
(beim Volleyball). Ro|taltilonsldis|per|si|on die; -: die
Abhängigkeit des optischen Drehvermögens eines Stoffes
von der Wellenlänge des Lichts (Phys.). Ro|ta|ti|onsdruckrfer; -[e]s: Druckverfahren, bei dem das Papier zwi
schen zwei gegeneinander rotierenden Walzen hindurch
läuft u. von einer zylindrisch gebogenen, einer der Walzen
1195
anliegenden Druckform bedruckt wird. Ro|talti|ons|ellipsoid das: -[e]s, -e: a) durch Rotation einer Ellipse um
eine ihrer Achsen gebildeter Körper in der Form eines El
lipsoids; b) durch Rotation einer Ellipse gebildete Fläche.
Rolta|ti|ons|ener|gie die: -: die kinetische Energie, die
ein starrer Körper aufgrund einer Drehbewegung besitzt
(Meeh.). Ro|talti|ons|hy|per|bollo|id das: -[e]s, -e:
durch Rotation einer Î Hyperbel ( 1 ) um ihre Symmetrie
achse entstandener Körper in Form eines t Hyperboloids.
Ro|ta|ti|ons|in|va|ri|anz [...v...J die: -: die TInvarianz
physik. Vorgänge u. Gesetze gegenüber Drehungen im
Raum (Phys.). Ro|taltilons|laut|sprelcher der: -s, -:
svw. Lesley. Ro|ta|ti|onslma|gne|tis|mus* der:-: Mag
netisierung eines Körpers durch Rotation (1). Roltaltions ma schi ne die; -, -n: im Verfahren des Rotations
drucks arbeitende Druckmaschine. Roltaltilonslpalrabollolid das; -[e]s, -e: durch Rotation einer îParabel (2)
um ihre Symmetrieachse entstehender Körper in Form ei
nes ÎParaboloids. Ro|ta|ti|ons|prin|zip das; -s: Prinzip,
ein [politisches] Amt nach einer bestimmten Zeit an einen
anderen abzugeben. Ro|ta|ti|ons|spek|trum* das; -s,
Plur. ...tren u. ...tra: durch Rotation von Molekülen her
vorgerufenes Spektrum (Kernphys.). Roltaltor der; -s,
...toren (aus spätlat. rotator „Herumdreher“ zu lat. rotare,
vgl. rotieren): 1. mechanisches System aus einem um ein
Zentrum in einer Ebene kreisenden od. sich auf einer Ku
gelschale bewegenden Massepunkt bzw. Körper (Phys.).
2. Dreher, Drehmuskel (Med.). Ro|ta|to|ri|en [...ion] die
(Plur.) (aus gleichbed. nlat. rotatoriae zu spätlat. rotator
„Herumdreher“): Rädertierchen (mikroskopisch kleine,
das Wasser bewohnende Tiere mit charakteristischem
Strudelapparat). Rolta|vi|rus [...v...] das, auch der: -,
...ren (meist Plur.) (zu lat. rota „Rad“) : radförmiges Virus,
das die meisten Darminfektionen bei vielen Säugetieren u.
beim Menschen (bes. im Kindesalter) hervorruft (Med.).
Rolta|xa|ne die (Plur.) (Kunstw.; vgl. ...an): den tCatenanen ähnliche ehern. Verbindungen, die sich aus einem
ringförmigen Molekülbestandteil u. einem durch diesen
hindurchführenden achsenartigen Molekülbestandteil zu
sammensetzen (Chem.)
Ro tel das; -s, -s (Kurzw. aus rollendes Hoze/); Autobus für
touristische Fernreisen mit zusätzlichen Schlafkojen u. Sa
nitäreinrichtungen
Roltelnon das: -s (Kunstw.; vgl. 2...on>: in den Wurzeln ver
schiedener Schmetterlingsblütler (z.B. im ÎDerris) vor
kommender Giftstoff (Biochem.)
roltielren (aus lat. rotare „(sich) kreisförmig drehen“ zu
rota „Rad, Scheibe, Kreis“ ; Bed. 5 über gleichbed. engl. to
rotate): 1. umlaufen, sich um die eigene Achse drehen. 2.
(ugs.) über etwas aus der Fassung geraten, in Aufregung u.
hektische Unruhe verfallen. 3. die Positionfen] wechseln
(beim Volleyball); vgl. Rotation (5). 4. sein Amt nachdem
Rotationsprinzip abgeben (Politik). 5. 'Bits in einem Re
gister nach links bzw. nach rechts verschieben (EDV)
Roltislselrie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. rôtisserie zu rô
tir „braten, rösten“, dies aus dem Germ.): Fleischbraterei,
Fleischgrill; Restaurant, in dem bestimmte Fleischgerich
te auf einem Grill vor den Augen des Gastes zubereitet
werden. Roltislseur [...'so:?] der: -s, Plur. -e u. -s (aus
gleichbed. fr. rôtisseur): Koch in einer Rotisserie
Rglton das; -s, ...gnen (Kunstw. zu Trotieren u. î4...on):
ÎQuasiteilchen in Supraflüssigkeiten, z.B. im flüssigen
Helium (Phys.). Roltor^er, -s, ...oren (aus gleichbed. engl.
rotor, Kurzform von rotator zu to rotate „kreisen“, dies zu
lat. rotare, vgl. rotieren): 1. sich drehender Teil einer
elektr. Maschine; Ggs. 1 Stator (1). 2. sich drehender Zy
linder, der als Schiffsantrieb ähnlich wie ein Segel im Wind
wirkt; vgl. Flettnerrotor. 3. Drehflügel des Hubschrau
bers. 4. zylindrischer, kippbarer Drehofen zur Herstellung
roulieren
von Stahl aus flüssigem Roheisen im Sauerstoffaufblas
verfahren. 5. (in automatischen Armbanduhren) auf einer
Welle sitzendes Teil, durch dessen Pendelbewegungen sich
die Uhr automatisch aufzieht
Rotlta u. Rotlte die; -, Rotten (aus gleichbed. mlat. rot(t)a,
wohl aus dem Kelt.): altes Zupfinstrument (9. Jh.); vgl.
Chrotta
Roltu lus der; -, ...li (aus (m)lat. rotulus „Rädchen; Rolle“,
Verkleinerungsform von lat. rota „Rad, Scheibe“): 1. (ver
altet) a) Aktenbündel; b) [Akten]verzeichnis. 2. (veraltet)
Theaterrolle. Roltunlda die; - (zu lat. rotunda, Fem. von
rotundus „rund, gerundet“): gerundete ital. Art der goti
schen Schrift (13. u. 14. Jh.). Roltunlde die; -, -n (zu lat.
rotundus „rund“): 1. Rundbau; runder Saal. 2. (veraltet)
rund gebaute öffentliche Toilette. Roltunldum das; -s (zu
lat. rotundum, Neutr. von rotundus „rund“): das Endpro
dukt des Wandlungsprozesses, der Stein der Weisen (Al
chemie)
Roltül rθ die; - (aus gleichbed. fr. roture, urspr. „(zinspflich
tiges) gepflügtes Land“, dies zu lat. rumpere im Sinne von
„den Boden aufbrechen (= pflügen)“): (veraltet, abwer
tend) Schicht der Nichtadeligen, Bürgerlichen. Roltülrier [...Tie:] der; -s, -s (nach gleichbed. fr. roturier): (veral
tet, abwertend) Angehöriger der Rotüre
Roué [rue:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. roué, eigtl. „Gerä
derter", zu roué „gerädert“ (wohl im Sinne von „jmd., der
es verdient, gerädert zu werden“), Part. Perf. von rouer
„rädern“, dies zu roue „Rad“ aus altfr. ruode, dies aus lat.
rota): (veraltet) 1. Lebemann, Wüstling. 2. durchtriebener,
gewissenloser Mensch
Rou|en-En|te [Tuä:...] die; -, -n (nach der nordfranz. Stadt
Rouen): Ente einer franz. Entenrasse
Roulelrie [rue...] die; - (aus gleichbed. fr. rouerie zu roué,
vgl. Roué): (veraltet) Art, Benehmen eines tRoués (2);
Durchtriebenheit
Rouge [ru:ʃ, franz, ru:ʒ] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. rouge
zu rouge „rot“, dies aus lat. rubeus) : 1. Î Make-up (2) in ro
ten Farbtönen, mit dem die Wangen u. Lippen geschminkt
werden. 2. (ohne Plur.) Rot als Farbe (u. Gewinnmöglich
keit) beim Î 'Roulette. Rouge et noir [ruʒe'noa:r] das; —
(aus fr. rouge et noir „rot und schwarz“; vgl. Rouge u.
Noir): Glücksspiel mit 104 od. 312 Karten, bei dem Ein
sätze ähnlich wie beim Roulette gemacht werden
Roullalde [ru...] i/ze; -, -n (aus gleichbed. fr. roulade zu rou
ler „rollen“, dies zu mlat. rotulus, vgl. Rotulus) : 1. dünne
Fleischscheibe, die mit Speck, Zwiebeln o.A. belegt, ge
rollt u. dann geschmort wird. 2. in der Gesangskunst (vor
allem in der Oper des 17. u. 18. Jh.s) der rollende Lauf, mit
dem die Melodie ausgeschmückt wird. Roulleau [...'Io:]
vgl. Rollo. Roullett [...'let] vgl. 'Roulette. 'Roullette
[... Ist] das; -[e]s, Plur. -e u. -s u. Roulett das; -s, -s (aus
gleichbed. /r. roulette, eigtl. „Rollrädchen“, zu rouelle
„Rädchen“, Verkleinerungsform von roue, vgl. Roué): 1.
Glücksspiel, bei dem auf Zahl u./od. Farbe gesetzt wird u.
der Gewinner durch eine Kugel ermittelt wird, die, auf ei
ne sich drehende Scheibe mit rot u. schwarz nummerierten
Fächern geworfen, in einem der Fächer liegen bleibt; ame
rikanisches Roulette: ein Glücksspiel mit Kettenbriefen;
russisches Roulette: eine auf Glück od. Zufall abzielende,
selbst herbeigeführte Schicksalsentscheidung, die darauf
beruht, dass jmd. einen nur mit einer Patrone geladenen
Trommelrevolver auf sich selbst abdrückt, ohne vorher zu
wissen, ob die Revolverkammer leer ist oder nicht. 2. dreh
bare Scheibe, mit deren Hilfe ‘Roulette (1) gespielt wird.
2Rou|let|te die; -, -n: in der Kupferstichkunst verwende
tes Rädchen, das mit feinen Zähnen besetzt ist. roullieren (aus gleichbed. /r. rouler zu altfr. rol(l)er, dies zu
(m)lat. rotulus, vgl. Rotulus); a) (veraltet) umlaufen;
b) svw. rollieren (2)
Round
1196
[raʊnd] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. round, eigtl. Roux [ru:] der: -, - (zu/r. roux „rot“, dies über altfr. ros aus
lat. russus) : franz. Bez. für Mehlschwitze (Gastr.)
„Runde“, zu round „rund“, dies über mittelengl. ro(u)nd
aus lat. rotundus): im 16./17. Jh. in England beliebter, Ro vings [roovɪŋz] die (Plur.) (zu engl. to rove „(Garne)
zusammendrehen, vorspinnen“): [vorgesponnene] Faser
schlichter Rundgesang. Round Barlrows [- 'bæroʊz] die
bündel aus Glasseiden- od. Kohlenstofffasern, bes. zum
(Plur.) (aus gleichbed. engl. round barrows, eigtl. „runde
Einsatz in der Kunststofftechnik
Grabhügel“, zu barrow „Hügel-, Hünengrab“): in Eng
land u. Schottland verbreiteter Grabhügeltyp mit Einzel Rowldy [raudi] der; -s, -s (aus gleichbed. englf-amerik.)
rowdy, Herkunft ungeklärt): [jüngerer] Mann, der sich in
bestattungen der Glockenbecherkultur sowie der frühen u.
der Öffentlichkeit flegelhaft aufführt u. gewalttätig wird
mittleren Bronzezeit. Roundlhead ['raʊndhɛd] der: -[s],
-s (aus gleichbed. engl. roundhead, eigtl. „Rundkopf“, we Rowllandlgitlter ['roʊlənd...] ¿Zas; -s, - (nach dem amerik.
Physiker Rowland, 1848-1901): für spektroskopische
gen des kurzen Haarschnitts): Spottname für einen An
Zwecke verwendetes Beugungsgitter, das aus einer spie
hänger des Parlaments im englischen Bürgerkrieg
gelnden Metallfläche besteht, in die eine Reihe paralleler
1644-1649. Round Talble ['raʊnd terbl] der; - - (aus
schmaler Spalten eingeritzt ist
gleichbed. engl. round table, eigtl. „runder Tisch“, in An
lehnung an Round Table „Tafelrunde des Königs Artus“) : rolyal [roaja:l] (aus gleichbed. fr. royal, dies über älter fr.
reial aus lat. regalis, vgl. 'Rex): 1. königlich. 2. königstreu.
svw. Round-Table-Konferenz. Round-Ta|ble-Kon|fe’Rolyal das; - (zu troyal): ein Papierformat. 2Rolyal<7er;
renz [...’teibl...] die; -, -en: Konferenz am runden Tisch,
-[s] (zu troyal): Kunstseidenstoff in versetzter Kettrips
d.h. eine Konferenz, deren Sitzordnung ausdrückt, dass
bindung (Webart). 3Rolyal ['rɔɪəl] das: -[s] (nach seiner
die Teilnehmer gleichberechtigt sind. Round-up [raunt'ersten Verwendung auf dem engl. Linienschiff „Royal So
ap, engl. 'raʊnd-ʌp] das; -[s] (aus gleichbed. engl. round
vereign“): ein über den Bramsegeln geführtes Rahsegel
up): alljährliches Zusammentreiben des Viehs durch die
auf großen Segelschiffen. Rolyal Air Force ['rɔɪəl'ɛəfɔ:s]
Cowboys, um den Kälbern das Zeichen der Î Ranch auf
die; — {engl.}'. die [königliche] britische Luftwaffe; Abk.:
zubrennen
R. .i. F. rolyallilsielren [roaja...] (nach gleichbed. fr.
Rout [raut] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. rout, dies über
royaliser): (veraltet) königlich gesinnt machen; für das
altfr. rote aus mlat. rupta, rut(t)a „Abteilung; (RäuKönigtum als Staatsform eintreten. Ro|ya|lis|mus der; berjschar“ zu lat. ruptus, Part. Perf. von rumpere „ab-,
(nach gleichbed. fr. royalisme zu royal, vgl. royal u. ...iszersprengen“, eigtl. „abgesprengte Schar“): (veraltet)
Abendgesellschaft, -empfang. Roulte ['ru:tə] die; -, -n
mus): Königstreue, Eintreten für das Königtum als Staats
form. Rolyallistiter;-en,-en (aus gleichbed./r. royaliste):
(aus gleichbed. fr. route, dies über vulgärlat. (via) rupta
„gebrochener Weg)“ (= durch den Wald geschlagener
Anhänger des Königshauses, jmd., der für das Königtum
Weg), Part. Perf. (Fern.) von rumpere, vgl. Rout): a) [vor
als Staatsform eintritt, rolyallisltisch (zu troyal u. Î ...isgeschriebener od. geplanter] Reiseweg; Wegfstrecke] in
tisch): den Royalismus betreffend. Roylallty ['rɔɪəltɪ] das;
bestimmter [Marschjrichtung; b) Kurs, Richtung (in Be
-, ...ies [...tiz] (aus gleichbed. engl. royalty, dies über älter
zug auf ein Handeln, Vorgehen)
fr. roialté aus dem Vulgärlat. zu Zat. regalis, vgl. royal): 1.
'Roulter [’raute] der; -s, - (aus gleichbed. engl. router zu to
Vergütung, die dem Besitzer eines Verlagsrechtes für die
route (out) „herausjagen“): Fräser, der bei Druckplatten
Überlassung dieses Rechtes gezahlt wird. 2. Abgabe, Steu
diejenigen Stellen ausschneidet, die nicht mitdrucken sol
er, die eine ausländische Erdölgesellschaft dem Land
len
zahlt, in dem das Erdöl gewonnen wird. Rolyaume [roa2Roulter [ ru:...] der; -s, - (aus gleichbed. engl. router zu to
'jo:m] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. royaume): (veraltet)
route „einen bestimmten Weg nehmen lassen“, dies zu
Königreich. Rolyaulté [...jo'te:] die; - (aus gleichbed. fr.
rout, vgl. Rout): Vermittlungsvorrichtung in einem Kom
royauté): (veraltet) Königtum, Königswürde
munikationsverbund (z.B. einem Intranet), die Daten zwi Rülalde die; -, -n (aus gleichbed./»-. ruade zu ruer „derbe
schen räumlich getrennten Netzwerken transportiert
Schläge austeilen, hinten ausschlagen“, dies über das Vul
(EDV). Roultilne [ru...] die; - (aus gleichbed. fr. routine,
gärlat. zu lat. ruere „stürzen; niederreißen“): (veraltet)
eigtl. „Wegerfahrung“, zu route, vgl. Route): 1. a) durch
Grobheit
längere Erfahrung erworbene Fähigkeit, eine bestimmte Rulalsa: Plur. von tRais
Tätigkeit sehr sicher, schnell u. überlegen auszuführen, Rulbai <Zer; -s, ...baijat (zu arab. rub‘ „ein Viertel“): pers.
handwerksmäßige Gewandtheit, Übung, Fertigkeit, Er
Gedichtart, die durch Anpassung einer älteren pers. Vor
fahrung; b) gewohnheitsmäßige [technisch perfekte] Aus
form an die arab. Metrik im 10. Jh. entstand
führung einer Tätigkeit ohne persönlichen Einsatz. 2. Rulban [ry’bä] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. ruban): (veral
Dienstplan auf einem Kriegsschiff. 3. zu einem größeren
tet) Band, Ordensband; Ruban rouge [rybä'ru^]: rotes
Programmkomplex gehörendes Teilprogramm (vgl. Pro
Band der franz. Ehrenlegion
gramm 4), das eine bestimmte Aufgabe löst u. ein Re rulbalto, eigtl. tempo - (aus gleichbed. it. (tempo) rubato,
chenergebnis erstellt (EDV). Roultilne... (zu tRoutine):
eigtl. „gestohlener Zeitwert“, zu rubare „stehlen“, dies aus
Wortbildungselement mit der Bedeutung „gewohnheits
dem Germ.): im musikalischen Vortrag kleine Tempoab
mäßig, ohne besonderen Anlass stattfindend od. vorge
weichungen u. Ausdrucksschwankungen erlaubend, nicht
nommen“, z.B. Routinekontrolle, Routineüberprüfung,
im strengen Zeitmaß. Rulbalto tZas; -s, Plur. -s u. ...ti: in
Routineuntersuchung. Rou|ti|ne|kon|trol|le* die; -, -n:
Tempo u. Ausdruck freier Vortrag (Mus.)
regelmäßig durchgeführte Kontrolle ohne besonderen An ’Rublber [rate, engl. rʌbə] der; -s (aus gleichbed. engl.
lass. Roulting['ru:tnj] das; -s (aus gleichbed. engl. routing
rubber zu to rub „(ab)reiben, (ab)schaben“): engl. Bez. für
zu to route, vgl. 2Router): das Ermitteln eines besonders
Kautschuk u. Gummi
geeigneten Wegs für die Übertragung von Daten in einem 2Rublber ['rʌbə] der; -s, - (aus engl. rubber (Ausdruck beim
Netzwerk (EDV). Roultilniler [...’nie:] der; -s, -s (aus
Bridge- u. Whistspiel), weitere Herkunft unbekannt): svw.
gleichbed. fr. routinier): jmd., der auf einem bestimmten
Robber
Gebiet, in seinem Beruf o. Ä. Routine besitzt, roultilniert Rulbelbe die; -, -n (aus älter fr. rubebe, rebebe „altes Sai
(nach gleichbed. fr. routine, Part. Perf. von älter fr. routi
teninstrument“, zu fr. rebec, vgl. Rebec): svw. Rebec
ner „gewöhnen“; vgl. ...iert): mit Routine, gewitzt, [durch Ru|be|fa|zi|ens das; -, Plur. ..dentia od. ...ientien [,,dən]
Erfahrung, Übung] gewandt, geschickt, erfahren, ge
(meist Plur.) (zu lat. rubeus „rot“ u. faciens, Part. Präs,
konnt, sachverständig, überlegen.
von facere „machen, tun“): hautrötendes Mittel (Med.).
Round
1197
die: -, -en (zu Î ...fizierung): Bodenbil
dungsprozess in Trockenperioden trop. u. subtrop. Gebie
te, bei dem wasserarme Eisenverbindungen (z.B. Häma
tit) freigesetzt werden u. die Rotfärbung des Bodens ver
ursachen (Geol.)
Rulbel der; -s, - (aus russ. rubl’, eigtl. „abgehauenes Stück
eines Silberbarrens“, zu rubit’ „hauen“): russ. Währungs
einheit ( 1 Rubel = 100Kopeken); Abk.: Rbl.
Rulbelllan der; -s, -e (zu lat. rubellus „rötlich" (dies zu ru
beus „rot, rötlich“ aus ruber „rot, rot gefärbt“) u. t...an):
roter Glimmer der Biotitreihe in Basaltlaven u. -tuffen.
Rulbel lit [auch ... lit] der; -s, -e (zu t2...it): ein klares,
durchsichtiges Mineral, roter tTurmalin. Rulbelolla die;
-, ...lae [...le] (aus nlat. rubeola zu lat. rubeolus „rötlich“;
vgl. Rubellan): Röteln (Med.). ru|be|o|li|fprm (zu
T...form>: im äußeren Erscheinungsbild u. im Verlauf den
Röteln ähnlich (von Krankheiten bzw. Hauterscheinun
gen; Med.). Rulbelolse die: -, -n (zu tɪ,,,ose): Rötung,
Hautrötung (Med.), rulbeslzielren (aus gleichbed. lat.
rubescere); (veraltet) rot werden, erröten. Rulbia <7ie,' (aus lat. rubia „die Färberröte (eine Pflanze)“): Gattung
der Rötegewächse, die früher zum Teil zur Farbstoffgewinnung verwendet wurden (Bot.). Rulbilcell [,..ts...] vgl.
Rubizell. Ru bi diium das; -s (zu lat. rubidus „dunkelrot“
u. î...ium>: ehern. Element, Alkalimetall; Zeichen Rb. rubi gi nös (aus gleichbed. lat. rubiginosus zu rubigo, Gen.
rubiginis „Rost“): rostfarben (bes. vom Auswurf; Med.).
Rulbilkon der; Gen. - u. -s (nach dem Grenzfluss Rubi
kon (lat. Rubico) zwischen Italien u. Gallia cisalpina, mit
dessen Überschreitung Cäsar den Bürgerkrieg begann) ; in
der Fügung den Rubikon überschreiten; einen [strategisch]
entscheidenden Schritt tun. Rulbin der; -s, -e (aus gleich
bed. mlat. rubinus zu lat. rubeus „rot“): roter Korund, ein
kostbarer Edelstein. Rulbinlikltelrus der; -: gelbrote
Hautverfärbung bei Erkrankung der Leberzellen (Med.).
Ru|bin|la|ser [,,,le:zn] der; -s, -: Festkörperlaser, dessen
Arbeitsmedium ein Rubinkristall ist. Rulbis [ry bi:] rf/e
(Plur.) (aus gleichbed. fr. rubis zu lat. rubeus „rot“): Ru
bine als Lager in Taschen- od. Armbanduhren. Rulbilzell
[ru...] der; -s, -e (aus gleichbed. nlat. rubicellus): ein Mi
neral (orange-rote Abart des Spinells). Rylbor der; -s,
...res [,,,re:s] (aus lat. rubor, Gen. ruboris „Röte, rote Far
be“): entzündliche Rötung der Haut (Med.). Rylbra* u.
Ru bren: Plur. von TRubrum. Rulbrik* die; -, -en (aus
spätlat. rubrica (terra) „rote Erde, roter Farbstoff; mit ro
ter Farbe geschriebener Titel eines Gesetzes“ zu lat. ruber
„rot“): 1. a) Spalte, in die etwas nach einer bestimmten
Ordnung [unter einer Überschrift] eingetragen wird; b)
Kategorie, Klasse, in die man jmdn./etwas gedanklich ein
ordnet. 2. rot gehaltene Überschrift od. T Initiale, die in
mittelalterl. Handschriften u. Frühdrucken die einzelnen
Abschnitte trennte. 3. rot gedruckte Anweisung für rituelle
Handlungen in [kath.] liturg. Büchern. Ru|bri|ka|ti|on*
die; -, -en (aus gleichbed. nlat. rubricatio zu mlat. rubrica
re, vgl. rubrizieren): (veraltet) Einordnung, Bezeichnung
mit einer Überschrift. Rulbrilkaltor* der; -s, ...oren (aus
gleichbed. mlat. rubricator zu lat. rubricatus „mit roter
Tinte geschrieben, rot gemalt“): Maler von Rubriken (2)
im Mittelalter, rulbrilzielren* (aus mlat. rubricare „rot
malen“) : 1. a) in eine bestimmte Rubrik ( 1 a, b) einordnen ;
b) kategorisieren, klassifizieren. 2. mit einer roten Über
schrift, mit roten Initialen versehen (in Bezug auf den Ru
brikator), Rubriken (2) malen bzw. gestalten (im Mittelal
ter). Rulbrilzielrung* rfze; -, -en (zu T.Jerung): das Ru
brizieren, das Einrichten von Rubriken (1). Rulbrum*
das; -s, Plur. ...bra u. ...bren (aus lat. rubrum, eigtl. „das
rot Geschriebene“, substantiviertes Neutrum von ruber
„rot (gefärbt)“): kurze Inhaltsangabe als Aufschrift (bei
Aktenstücken o. Ä.), an die Spitze eines Schriftstücks ge
Rulbelfilzielrung
Ruine
stellte Bezeichnung der Sache, Kopf eines amtlichen
Schreibens, rulby [ru:bɪ] (aus engl. ruby „rubinrot“):
dunkelrot (als Alterskennzeichnung des Portweins)
Rylchadllo* [,..x...] der; -s, -s (aus tschech. ruchadlo
„Sturzpflug“): (früher verwendeter) Pflug mit zylinder
förmigem Streichblech
1Ry Icolla [,,.k...], auch Rukola die; - (aus it. (mdalj rucola,
Verkleinerungsform von ruca „Rauke“): einjährige
Krautpflanze, deren gefiederte Blätter als Salat gegessen
werden; Rauke. 2Ru|co|la, auch Rukola der; -s (zu Î 'Ru
cola): als Salat od. Gemüse gegessene Blätter der 'Rucola
Rudlbelckia u. Rudlbelckie [,,,iə] die: -, ...ien (nach dem
schwed. Naturforscher O. Rudbeck (1630-1702) u. zu
t'.-.ia bzw. ’...ie): einjährige od. ausdauernde hohe Gar
tenpflanze mit gelben Blüten; Sonnenhut (Korbblütler)
Ryldelra die (Plur.) (aus gleichbed. lat. rudera, Plur. von
rudus „Schutt, Gesteinstrümmer“): (veraltet) Schutthau
fen, Trümmer. Ruldelrallpflanlze die:-, -n (zulat. rudus,
Gen. ruderis (vgl. Rudera) u. T '...al (1)): Pflanze, die auf
stickstoffreichen Schuttplätzen u. an Wegrändern gedeiht.
Ruldelraltilon die; - (aus gleichbed. lat. ruderatio); (ver
altet) Herstellung von Estrich aus Steinschutt. Ruldiment das; -[e]s, -e (aus lat. rudimentum „erster Anfang,
erster Versuch“ zu rudis „roh, unbearbeitet“): 1. etw., was
sich aus einer früheren Epoche, einem früheren Lebensab
schnitt noch als Rest erhalten hat; Rest, Überbleibsel;
Bruchstück. 2. verkümmertes, teilweise od. gänzlich funk
tionslos gewordenes Organ, das durch Nichtgebrauch im
Laufe vieler Generationen verkümmert ist (z.B. die Flügel
beim Strauß). ru|di|men|tär (nach gleichbed. fr. rudi
mentaire; vgl. ...är>: 1. a) nur noch als Rudiment (1) [vor
handen]; b) unvollständig, unvollkommen, nur in Ansät
zen [vorhanden], unzureichend. 2. nur [noch] als Anlage,
im Ansatz, andeutungsweise vorhanden, unvollständig
[entwickelt] (Biol.). Ruldislten die (Plur.) (aus gleichbed.
nlat. rudista zu lat. rudis „roh, unbearbeitet“): fossile Fa
milie der Muscheln (wichtige Versteinerungen der Kreide
zeit). Ruldit [auch ... dit] der; -s, -e (zu /at. rudis (vgl. Rudisten) u. f2...it): Sedimentgestein über 2mm Korngröße.
Ruldiltät die; -, -en (aus lat. ruditas, Gen. ruditatis „Roh
heit, Wildheit“): (veraltet) rüdes Betragen, Grobheit,
Rohheit
Rulelda die; -, -s (aus span, rueda „Runde, Kreis“, dies aus
lat. rota „Rad“): span. Tanz im 5/8-Takt
Ruflfi a no der: -s, ...ni (aus gleichbed. it. ruffiano, eigtl.
„Raufbold“): (veraltet) Kuppler, Zuhälter
Rulfilnislmus der; - (zu mlat. rufinus „rot“ (dies aus lat.
rubeus) u. Î...ɪsmus (3)): svw. Erythrismus
Rylga die; -, ...gae [...gs] (aus gleichbed. lat. ruga): Runzel,
Hautfalte, Schleimhautfalte (Anat.)
Rug by ['rakbi, engl. 'rʌgbi] das,: -[s] (aus gleichbed. engl.
Rugby (football), nach der mittelengl. Stadt Rugby, in der
das Spiel 1823 entstand): Kampfspiel, bei dem der eiför
mige Ball nach bestimmten Regeln mit den Füßen od.
Händen, unter Einsatz des ganzen Körpers in die Torzone
des Gegners zu spielen ist
Ruglgielro [rudʤɛ:ro] der; -, -s (aus gleichbed. älter it.
ruggiero zu ruggire „brausen, brummen, dumpf tönen“):
im 17. Jh. für den improvisatorischen. Vortrag u. als
Grundlage instrumentaler Tanz- u. Variationssätze die
nendes Melodieschema (Mus.)
rulgös (aus gleichbed. lat. rugosus zu ruga, vgl. Ruga):
(veraltet) faltig, runzlig (Med.)
Rulin der; -s (aus gleichbed. fr. ruine, vgl. Ruine): a) Zu
stand, in dem die betreffende Person, Institution o.A.
wirtschaftlich, moralisch am Ende od. sonst in ihrer Exis
tenz getroffen, vernichtet ist; b) wirtschaftlicher u. finan
zieller Zusammenbruch eines Unternehmens. Rulilne
die; -, -n (über/r. ruine „Einsturz; Trümmer“ aus gleich-
ruinieren
1198
bed. lat. ruina zu ruere „stürzen, niederreißen“): 1. stehen Runlning Gag ['rʌnɪŋ 'gæg] der; - -s, - -s (aus gleichbed.
engl. running gag, eigtl. „laufender Gag“, zu to run „lau
gebliebene Reste eines zum [größeren] Teil zerstörten od.
fen“ u. TGag): Gag, der sich immer wiederholt, der oft ver
verfallenen [historischen] Bauwerkes; Überrest eines ver
wendet wird
fallenen Bauwerks. 2. (nur Plur.) Trümmer von Ruinen (1).
з. (ugs.) hinfälliger, entkräfteter Mensch, rulilnielren Rulnollolgerfer;-n,-n {zxtdt. Rune u. î...loge): Runenfor
scher. Rulnollolgierf/e; - (zu !...logie): Runenforschung,
(über fr. ruiner aus gleichbed. mlat. ruinare zu lat. ruina,
rulnollolgisch (zu Î...logisch): die Runologie betreffend
vgl. Ruine): 1. eine Person, Sache in ihrer Existenz radikal
schädigen, zerstören, verwüsten, zugrunde richten, ver Runlway ['rʌnweɪ] die od. der; -, -s (aus gleichbed. engl.
runway zu to run „laufen“ u. way „Weg“): Start-u.-Lan
nichten. 2. aufgrund von Unachtsamkeit stark beschädi
debahn für Flugzeuge
gen, unbrauchbar, unansehnlich machen. ru|i|nös (über
fr. ruineux aus gleichbed. lat. ruinosus): 1. (veraltend) in Rulpel [ rypal] das; -[s] (nach dem gleichnamigen Neben
fluss der Schelde in Belgien): svw. Rupelien. Rulpellilen
baulichem Verfall begriffen, davon bedroht; baufällig,
[...pe'lie:] das; -[s] <fr.>: mittlere Stufe des !Oligozäns (Geschadhaft, verfallen. 2. zum Ruin, wirtschaftlichen Zu
sammenbruch führend, beitragend. Rulilnolsiltät die; ol.)
(zu î ...ität): (veraltet) Baufälligkeit, Schadhaftigkeit; wirt Rulpiau. Rhypiadie; -, ...ien [.. ¡an] (aus gleichbed. nlat. ru
pia, rhypia zu gr. rhÿpos „Schmutz, Unsauberkeit“): gro
schaftlicher Verfall
ße, borkige Hautpustel (Med.)
Rulkollavgl. ’-2Rucola
Ruk talti on die; - (zu lat. ructare „rülpsen“ u. !...ation): Rulpilah [...pia] die; -, - (aus indones, rupiah zu Hindi rüpaiyä, vgl. Rupie): Währungseinheit in Indonesien ( = 100
(veraltet) das Aufstoßen (aus dem Magen)
Sen). Rulpie [,,,iə] iZze; -, -n (aus Hindi rüpaiyä, dies aus
Rumifer; -s, -s (aus gleichbed. engl. rum, Kurzform für älter
altind. rüpya „Silber“, eigtl. „schön gestaltet, gestem
engl. rumbullion, weitere Herkunft ungeklärt): Edel
pelt“): Währungseinheit in Indien, Sri Lanka, Pakistan
branntwein aus Rohrzuckermelasse od. Zuckerrohrsaft
u.a. Ru ¡pilen [,,,iən]: Plur. von ÎRupia u. ÎRupie
Rum|ba die; -, -s, ugs. auch, österr. nur der; -s, -s (aus
gleichbed. kubaspan. rumba, eigtl. „herausfordernder Rupltjr die; -, -en (aus spätlat. ruptura „Riss, Beschädi
gung“ zu lat. ruptus, Part. Perf. von rumpere „brechen,
Tanz“, zu span, rumbo „Pracht; Herausforderung“): [aus
Kuba stammender] Gesellschaftstanz in mäßig schnellem
zerreißen“): 1. spontane,! traumatische od. bei operativen
Eingriffen erfolgende Zerreißung, bes. eines Gefäßes od.
od. 2/4-Takt u. stark betontem Rhythmus (seit etwa
einer Gewebsstruktur (Med.). 2. Riss, durch tektonische
1930)
Rulmen das; -s (aus lat. rumen, Gen. ruminis „Kehle,
Bewegungen hervorgerufene Spalte im Gestein (Geol.)
Schlund“): Pansen, Teil des Wiederkäuermagens (Anat.) rulral (aus gleichbed. spätlat. ruralis): (veraltet) ländlich,
Rum fordisup pe ['ramfɔrt...] iZze; -, -n (nach dem Grafen
bäuerlich. Ru|ra!|kalpi|tei das; -s, -: (veraltet) Landka
von Rumford, Sir B. Thompson, 1753-1814): Suppe aus
pitel; vgl. Kapitel (2)
Graupen, Erbsen, Kartoffeln, durchwachsenem Speck Rush [rʌʃ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. rush zu to rush
и. a., urspr. zur Armen- u. Massenspeisung
„(vorwärts) stürmen, drängen“): 1. plötzlicher Vorstoß
Ru|mi|na|ti|ondie; -, -en (aus /ai. ruminatio „das Wieder
(eines Läufers, eines Pferdes) beim Rennen. 2. [wirtschaft
käuen“ zu ruminare, vgl. ruminieren): 1. das Wiederkäuen
licher] Aufschwung, Ansturm. 3. schnelle Tperistaltische
(Zool). 2. svw. Meryzismus. 3. (veraltet) reifliche Überle
Welle, bes. des Darms (Med.). Rush|hour['rAriaua] die; -,
gung. ru!mi|nie|ren<aus/aZ. ruminare „Wiederkäuen" zu
-s [,..az] (meist ohne Plur.) (aus gleichbed. engl. rushrumen, vgl. Rumen): 1. Wiederkäuen. 2. (veraltet) wieder
hour) s) zu to rush (vgl. Rush) u. hour „Stunde“): Haupt
erwägen, nachsinnen, rulmilniert (zu !...iert): gefurcht,
verkehrszeit am Tage zur Zeit des Arbeits- u. Schulbeginns
zernagt (in Bezug auf Pflanzensamen). Ru|mi|no|kokod. des Arbeits- u. Geschäftsschlusses
kedie; -, -n (meist Plur.): zu den Î anaeroben Kokken ge ruslsilfilzielren (zu Russe (Angehöriger eines ostslaw.
hörende Gattung, die im Pansen von Wiederkäuern vor
Volkes) u. t...fizieren): an die Sprache, die Sitten u. das
kommt u. Zellulose abbauen kann (Biol.)
Wesen der Russen angleichen. Rus|si|fi|zie|rung die; -,
Rum my [ ræmi, engl. 'rʌmɪ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
-en (zu !...fizierung): das Russifizieren, das Russifiziertrummy): (österr.) svw. Rommé
werden. rus|sisch-or|tholdox: der orthodoxen Kirche
Rulmorrfer; -s (über mlat. rumor „Lärm, Tumult“ aus lat.
in ihrer russischen Ausprägung angehörend. Ruslsist
rumor „dumpfes Geräusch“): (landsch., sonst veraltet)
der; -en, -en (zu ! ...ist): jmd., der sich wissenschaftlich
Lärm, Unruhe, rulmolren: 1. Lärm machen (z.B. beim
mit der russischen Sprache u. Literatur befasst (z.B.
Hinundherrücken von Möbeln), geräuschvoll hantieren,
Hochschullehrer, Student). Ruslsisltik die; - (zu !...ispoltern. 2. rumpeln; [im Magen] kollern; etwas rumort in
tik): Wissenschaft von der russischen Sprache u. Litera
jmdm. : etwas ruft in jmdm. Unruhe hervor, etwas arbeitet
tur. Rus|sis|tin zZze; -, -nen: weibliche Form zu ! Russist.
in jmdm.
Rus|si|zis|mus der; -, ...men (zu !...izismus, vgl. ...isRump steak [,,,ste:k] das; -s, -s (aus engl. rumpsteak
mus (4)): 1. Eigentümlichkeit des Russischen. 2. dem
„Rumpfstück“ zu rump „Steiß“ u. steak, vgl. Steak):
Russischen nachgebildete Eigentümlichkeit in einer an
Fleischscheibe vom Rückenstück eines Rindes, die kurz
deren Sprache (Sprachw.). Russlki der: -[s], -[s] (Scherz
gebraten od. gegrillt wird
bildung zu Russe, wohl zu russ. russkij „russisch“): (sa
Run [ran, engl. rʌn] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. run zu to
lopp) Russe; russischer [Besatzungs]soldat. ruslsolphi!
run „rennen, laufen“): 1. a) Ansturm auf etwas, was sehr
(zu T ...phil): Russland, seinen Bewohnern u. seiner Kul
begehrt ist; b) Ansturm (z. B. an der Börse). 2. Lauf eines
tur bes. aufgeschlossen gegenüberstehend. RuslsolphiSchlagmanns beim Baseball (Sport). 3. Programmlauf im
\\edie; - (zu ! ...philie): Vorliebe für Russland, seine Be
Computer (EDV). Run-about, auch Runlabout ['rʌnwohner u. Kultur, ruslsolphob (zu !...phob): Russland,
əbaʊt] das; -s, -s (meist Plur.) (aus engl. runabout, eigtl.
seinen Bewohnern u. seiner Kultur ablehnend gegenüber
„Kleinwagen“, zu to run about „herumtollen“) : Rennboot
stehend. Ruslsolpholbie die; - (zu !...phobie): Abnei
mit inliegendem Serienmotor u. vorgeschriebenen Maßen
gung gegenüber Russland, seinen Bewohnern u. seiner
Run|da|low [...lo] der: -s, -s (Kurzw. aus dt. rund u. ! BunKultur
galowy. strohgedeckter, aus dem afrikan. 1 Kral entwickel rusltik (unter Einfluss von fr. rustique aus lat. rusticus, vgl.
ter runder Bungalow
rustikal): svw. rustikal. Rus|ti|ka die; - (aus lat. rustica,
Runldellvgl. Rondell
substantiviertes Fern, von /at. rusticus, vgl. rustikal): 1.
Ryor
1199
svw. Bossenwerk. 2. Abart der tKapitalis. rusltilkaɪ
(nach gleichbed. mlat. rusticalis zu lat. rusticus „ländlich,
schlicht, bäurisch“, dies zu rus „Land, Feld, Landgut“): 1.
a) ländlich-einfach [zubereitet, hergestellt]; b) in gediege
nem ländlichem [altdeutschem] Stil. 2. a) von robuster, un
komplizierter Wesensart; b) (abwertend) grob, derb, roh
(im Benehmen o.Ä.). Rusltilkalliltät die; - (zu Î ...ität):
rustikale (1, 2) Art. Rusltilkaltilon die: - (aus gleichbed.
lat. rusticatio zu rusticari „sich auf dem Land aufhalten“,
dies zu rusticus, vgl. rustikal): (veraltet) Landleben. Rustiikus der:-, Plur. -seu. Rustizi (aus lat. rusticus „(grober,
ungebildeter) Bauer“): (veraltet)plumper, derber Mensch.
Rus ti zi tat die: - (aus lat. rusticitas, Gen. rusticitatis
„(ländliche) Schlichtheit; Ungeschicklichkeit“): (veraltet)
plumpes, derbes Wesen
Ru|the|ni|um das: -s (nach Ruthenien, dem alten Namen
der Ukraine, u. zu T...ium): ehern. Element, Edelmetall;
Zeichen Ru
Rulther fpr dilum [rʌθə...] das: -S (nach dem engl. Physi
ker E. Rutherford (1871-1937) u. zu t...ium): künstlich
hergestelltes ehern. Element, ein Transuran; Zeichen Rf
der; -s, -e (zu lat. rutilus „rötlich“): metallisch glän
zendes. meist rötlich schimmerndes Mineral, Schmuck
stein. Ru|ti|lis|mus der; - (zu 1 ...ismus (3 )> : 1. Rothaarig
keit (Anthropol.). 2. krankhafte Neigung zu erröten
(Med., Psychol.)
Rultin das; -s (zu lat. ruta „Raute“ (dies aus gr. rhÿtê) u.
t...in (2), nach dem häufigen Vorkommen in Rautenge
wächsen): Vitamin-P-Präparat, das gegen Schäden an den
Blutgefäßen u. gegen Brüchigkeit der Kapillaren einge
setzt wird
Rya die; -, Ryor (aus gleichbed. schwed. rya, urspr. „Raues,
Zottiges“): langfloriger, geknüpfter schwed. Teppich
Rydlberglkonlstanlte* ['ry:dbærj...]
-[n] (nach dem
schwed. Physiker J. R. Rydberg, 1854-1919): Konstante in
der Formel für die Gesetzmäßigkeit im Aufbau der Atom
spektren (Kernphys.)
Rye [rat] der; - (aus gleichbed. engl. rye, eigtl. „Roggen“):
ein amerik. Whiskey, dessen Getreidemaische überwie
gend aus Roggen bereitet ist
Rylolbulshinlto [,,,'ʃɪnto] vgl. Riobuschinto
Rylor: Plur. von 1 Rya
Rultil
R
S: Abk. für small
Saa, Saab das; -[s],
-s (aus arab. sa‘a „das Messen“): nordafrik. Volumenmaß (Getreidemaß)
Salbaldillle die; -, -n (aus gleichbed. fr. sabadille, Neben
form von cévadille, dies über span, cebadilla, wohl Verklei
nerungsform von cebada „Gerste“, zu Zai. cibus „Speise,
Nahrung“): ein Liliengewächs aus Mittel- u. Südamerika
(eine Heilpflanze)
Salbaloth (aus mlat. Sabaoth „(die himmlischen) Heer
scharen“, dies über gr. sabaöth aus hebr. sëvâ’ôt, vgl. Ze
baoth): svw. Zebaoth
Salbalyon [saba'jö] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. sabayon,
dies aus it. zaba(gl)ione, weitere Herkunft ungeklärt):
Weinschaumcreme
Sablbat, auch Schabbatáer; -s, -e (über lat. sabbatum,gr.
säbbaton aus hebr. sabbät „wöchentlicher Feiertag“ zu sävat „aufhören, etwas zu tun, ruhen“): jüdischer Ruhe- u.
Feiertag (von Freitagabend bis Samstagabend). Sablbatalriler [...in] der; -s, - (zu tSabbat u. Î ...arius): Anhänger
verschiedener christlicher Sekten, die nach jüd. Weise den
Sabbat feiern; vgl. Subbotniki. Sablbaltilcal [sə'bætɪkl]
das; -s, -s (zu engl. sabbatical „den Sabbat betreffend“,
dies über lat. sabbaticus u. gr. sabbatikós zu säbbaton, vgl.
Sabbat): (neben dem jährlichen Erholungsurlaub) einmal
in einem längeren Zeitraum gewährte längere Freistellung.
Sablbaltist [za...] der;-en, -en (zu TSabbatu. Î...ist): svw.
Sabbatarier. Sablbatljahr das; -[e]s, -e: 1. (im A.T.) alle
sieben Jahre wiederkehrendes Ruhejahr, in dem der Boden
brachliegt, Schulden erlassen u. Sklaven freigelassen wer
den (jüd. Reh). 2. einjähriges Î Sabbatical
Sa|bi|nis|mus der; - (zu lat. (herba) Sabina (vgl. Sadebaum) u. T...ismus (3)): Vergiftung durch das stark Îab
ortiv (2) wirkende Sabinaöl des TSadebaums
Sal bot [za'bo:, fr. sa'bo] der; -[s], -s (aus ʃr. sabot „Holz
schuh“ zu älter ʃr. çabot, dies unter Einfluss von botte
„Stiefel“ aus altfr. çavate „Holzschuh“, dies vermutlich
aus dem Arab.): hochhackiger, hinten offener Damen
schuh. Salboltalge [,,,ʒə] iZ/e; -, -n (aus gleichbed. fr. sa
botage zu saboter, vgl. sabotieren): absichtliche [planmä
ßige] Beeinträchtigung eines wirtschaftlichen Produkti
onsablaufs, militärischer Operationen u.a. durch [passi
ven] Widerstand od. durch [Zerstörung der zur Errei
chung eines gesetzten Zieles notwendigen Einrichtungen.
Salbolteur [,,, to:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. sabo
teur): jmd., der Sabotage treibt, salboltielren (aus
gleichbed. fr. saboter „ohne Sorgfalt arbeiten“, eigtl. „mit
den Holzschuhen treten“, zu sabot, vgl. Sabot): a) etwas
durch Sabotagemaßnahmen stören od. vereiteln; b) hin
tertreiben, zu vereiteln suchen
Sa Ibra* die; -, -s: weibliche Form zu T Sabre. Salbrerfer.'-s,
-s (aus neuhebr. sabär, eigtl. „Kaktus“, dies aus dem
Arab.): Bez. für einen in Israel od. Palästina geborenen u.
ansässigen Juden
Saclchalralse [...x...] u. Sacharase rfze, - (zu lat. saccharum
(dies über gr. säkcharon aus altind. särkarä „Grieß, Kör
nerzucker“) u. t...ase): ein TEnzym, das Rohrzucker in
Traubenzucker u. Fruchtzucker spaltet. Saclchalrat u.
Sacharat das; -[e]s, -e (zu Î ...at (2)): für die Zuckergewin
nung wichtige Verbindung des Rohrzuckers mit T'Basen
(bes. Kalziumsaccharat). Saclchalridu. Sacharid ¿Zas;-s,
-e (meist Plur.) (zu T3...id): Kohlehydrat (Zuckerstoff;
Chem.). Saclchalrilfilkaltilon die; - (zu t...fikation):
Umwandlung von Stärke in Zucker. Saclchalrilmelter
das; -s, - (zu Î'...meter): Gerät zur Bestimmung des Zu
ckergehalts wässriger Lösungen. Sac|chalri|me|trie*
die; - (zu t ...metrie): Bestimmung des Zuckergehalts einer
wässrigen Lösung. Saclchalrin vgl. Sacharin. Saclcharo my zelten die (Plur.) (zu gr. mÿkës, Gen. mÿkëtos
„Pilz“): Hefe- od. Sprosspilze (Bierhefe u.a.). Saclcharolse u. Sacharose die; - (zu î2...ose): Rohrzucker. Sacchalrum u. Sacharum das; -s, ...ra (aus lat. saccharum,
vgl. Saccharase): latein. Bez. für Zucker
salcerldoltal [...k...] usw. vgl. sazerdotal usw.
Sa cha ra se usw. vgl. Saccharase usw. Salchalrin,
fachspr. Saccharin das; -s (zu T...in (1)): künstlich herge
stellter Süßstoff
Sachern ['seɪtʃəm] der; -[s], -s (über engl. sachem aus
gleichbed. Algonkin (einer nordamerik. Indianersprache)
sachima(u)): a) erblicher Oberhäuptling bei einigen nord
amerik. Indianerstämmen;b)jeder indian. Häuptling, bes.
im Sinne eines Friedenshäuptlings
Salchet[za'J'e:,fr. sa'ʃɛ] das;-s, -s (ausgleichbed. (alt)fr. sa
chet, Verkleinerungsform von sac „Sack“, dies über lat.
saccus aus gr. säkkos): kleines, mit duftenden Kräutern
o.Ä. gefülltes Säckchen (zum Einlegen in Wäscheschrän
ke o.Ä.)
sackerlot (aus älter fr. sacrelot, dies entstellt aus sacre
nom (de Dieu) „heiliger Name (Gottes)“): (veraltet) Aus
ruf des Erstaunens u. der Verwünschung, salckerlment
(entstellt aus ÎSakrament): (veraltet) svw. sackerlot
Salera* Con|ver|sa|zi|o|ne [ za:kra kɔnvɛr...] die; - - (aus
it. sacra conversazione, eigtl. „heiliges Gespräch“, zu lat.
sacer „heilig“ u. conversatio, vgl. Konversation): Darstel
lung Marias mit Heiligen (bes. in der ital. Renaissancema
lerei). Sa|cri|fi|cilum* Intellectus [zakri'fi:tsiʊm
...k...] das; - - (aus lat. sacrificium intellectus „das Opfern
der (eigenen) Einsicht“): 1. die von kath. Gläubigen gefor
derte Unterordnung des eigenen Erkennens unter die
kirchliche Lehrmeinung. 2. Aufgabe der eigenen Überzeu
gung angesichts einer fremden Meinung; vgl. Sakrifizium
1201
der: -s, - (über lat. Sadducaei (Plur.), gr. Saddoukaloi (Plur.) aus gleichbed. hebr. saddûqîm (Plur.), zu
sädaq „gerecht sein“): Mitglied der altjüd. restaurativen
Partei des Priesteradels (Gegner der Î Pharisäer). Saddu zä islmus der: - (zu t,,,ismus (1)>: Lehre der Saddu
zäer
Saldelbaum der: -s, ...bäume (entstellt aus älter Sebenbaum, nach dem latein. Pflanzennamen herba Sabina
„Kraut der Sabiner (einem italischen Volksstamm)“): wa
cholderartiger Nadelbaum heißer Gebiete
Saldhu [...du] der; -[s], -s (aus gleichbed. sanskr. sädhü,
eigtl. „guter Mann"): als Eremit u. bettelnder Asket leben
der Hindu, ind. Wandermönch
Sa dis mus der: -, ...men (aus gleichbed. fr. sadisme, nach
dem franz. Schriftsteller Marquis de Sade (1740-1814) u.
zu T...ismus (3)>: a) (ohne Plur.) das Empfinden von sexu
eller Lust, Erregung beim Ausführen körperlicher od. see
lischer Misshandlungen der Sexualpartnerin, des Sexual
partners; b) (ohne Plur.) Lust am Quälen, an Grausamkei
ten; c) sadistische Handlung; vgl. Masochismus. Saldist
der: -en, -en (zu Î...ist): jmd., der [geschlechtliche] Befrie
digung darin findet, andere körperlich od. seelisch zu quä
len. Saldisltin die;-, -nen: weibliche Form zu Î Sadist, sadisltisch (zu î...istisch>: a) [wollüstig] grausam; b) den
Sadismus betreffend. Saldo|ma|so der; -s, -s: (ugs.)
Kurzform von Sadomasochismus u. Sadomasochist. Sado ma soichislmus [...xis...] der; -, ...men (Kurzw. aus
Î Sadismus u. Î Masochismus (mit dem Bindevokal -o-)): a)
(ohne Plur.) das Empfinden von sexueller Lust, Erregung
beim Ausführen u. Erdulden von körperlichen od. seeli
schen Misshandlungen; b) sadomasochistische Handlung.
Sa|do|ma|so|chist der; -en, -en (zu t...ist>: jmd., der
körperliche u. seelische Qualen bei sich u. anderen hervor
ruft. Saldolmalsolchisltin die; -, -nen: weibliche Form
zu ÎSadomasochist. sa|do|ma|so|chis|tisch: körperli
che u. seelische Qualen bei sich u. anderen hervorrufend.
Saldolwesltern der; -[s], - (zu Isadistisch, Analogiebil
dung zu Î Italowestern): bes. grausamer TItalowestern
Salfalri die; -, -s (aus gleichbed. Suaheli safari, dies aus
arab. safar „Reise“): 1. Reise mit einer Trägerkarawane in
[θst]afrika. 2. mehrtägige Fahrt, Gesellschaftsreise zur
Jagd od. Tierbeobachtung [in Afrika], Salfalrillook
[...lok] der; -s: [Freizeit]mode im Stil der Kleidung von
Teilnehmern an einer Safari. Salfalrilpark der; -s, -s:
Wildpark mit exotischen Tieren
Safe [ze:f, engl. seif] der, auch das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. safe, eigtl. „sicher, geschützt“, dies über altfr. sauf
aus lat. salvus „sicher, wohlbehalten“): besonders gesi
cherter Stahlbehälter zur Aufbewahrung von Wertsachen
u. Geld. Salfer Sex ['seɪfə sɛks] der; - -es (aus gleichbed.
engl. safer sex zu safer, Komparativ von safe (vgl. Safe), u.
sex (vgl. Sex)) : die Gefahr einer Aidsinfektion minderndes
Sexualverhalten. Safeltylcar ['seɪftikɑ:] der; -s, -s (zu
engl. safety „Sicherheit“ u. car „Auto“): svw. Pacecar
Saf|fi|an der; -s (aus gleichbed. russ. safjan, dies über das
Turkotat. aus pers. sahtiyän „Ziegenfell“ zu saht „hart,
fest“): feines, weiches, bunt gefärbtes Ziegenleder; vgl.
Maroquin
Saflflor* vgl. Saflor. Saflfloirit [auch .,,'rɪt] der; -s, -e (zu
îSaflor u. t2...it): ein rhombisches, sprödes, zinnweißes
bis graues, metallisch glänzendes Mineral. Salflor u. Saf
flor der; -s, -e (unter Anlehnung an 1 Safran u. î Flor gebil
det zu älter it. asfori, dies aus dem Arab.) : eine Pflanze, de
ren Blüten früher zum Rot- od. Gelbfärben verwendet
wurden, Färberdistel
Salfran* der; -s, -e (aus altfr. safran bzw. span, azafrán, dies
aus arab. zaTarän „Safranfarbe, -gewürz“): 1. eine Kro
kuspflanze, die bes. im Mittelmeerraum als Gewürz- u.
Heilpflanze u. zur Gewinnung von Farbstoff angebaut
Sadldulzäler
Saison
wird. 2. (ohne Plur.) aus Teilen des getrockneten Frucht
knotens der Safranpflanze gewonnenes Gewürz, Heil- u.
Färbemittel. 3. eine rotgelbe Farbe (Safrangelb). Salfranjn der; -s, -e (zu t...in (1)): organischer Farbstoff zum
Färben von Leder u. Papier u. zur Herabsetzung der Emp
findlichkeit fotografischer Platten gegen Tageslicht beim
Entwickeln
'Salga: Plur. von Î Sagum
2Sa|ga [auch za:...] die; -, -s (aus altisländ. saga „Erzäh
lung"): 1. alte nordische Prosaerzählung. 2. [meist ’za:...]
literarisch gestaltete Familiengeschichte, -chronik
Salgan der; -s, -e (aus hebr. segän „Stellvertreter“): Stell
vertreter des Opferpriesters im alten Israel
Salgalziltät die; - (aus gleichbed. lat. sagacitas, Gen. saga
citatis zu sagax „scharfsinnig“, dies zu sagire „wittern,
wahrnehmen“): (veraltet) Scharfsinn
Sage Femme ['saʒ Tarn] die; - -, Sages Femmes ['saʒ fam]
(aus gleichbed. fr. sage-femme, eigtl. „weise Frau“): (ver
altet) Hebamme
salgitltal (zu lat. sagitta „Pfeil“ u. 1 '...al (1), nach der Pfeil
naht des Schädels): parallel zur Mittelachse liegend
(Biol.). Salgitltallebelne die; -, -n: jede der Mittelebene
des Körpers od. der Pfeilnaht des Schädels parallele Ebene
(Med., Biol.). Salgitltolzyslte die; -, -n: in der Haut ei
niger Strudelwürmer vorkommende Kapsel mit Sekret u.
ausstoßbarer Nadel zur Abwehr u. zum Nahrungserwerb
(Biol.)
Salgo der, österr. meist das; -s (aus gleichbed. engl. u. niederl. sago, dies aus älter indones, sago „Mark der Sagopal
me“): gekörntes Stärkemehl aus Palmenmark. Salguierzulcker der; -s (zu port, sagú „Sago“): Palmzucker
Salgum das; -s, ...ga (aus gleichbed. lat. sagum, dies aus
dem Kelt.): röm. Soldatenmantel aus schwerem Wollstoff
Salhib der; -[s], -s (aus gleichbed. Urdu sähib, dies aus arab.
sähib „Herr“): in Indien u. Pakistan titelähnliche Bez. für
Europäer
Sahn der; -[s], -s (aus dem Arab.): in frühislam. Texten Bez.
für den nicht überdeckten Teil einer Hofmoschee
Sailga die; -, -s (aus gleichbed. russ. saiga): asiat. schafähn
liche Antilope
Sailllant [saja:] der; -, -s (aus gleichbed. fr. saillant, eigtl.
„das Vorspringende“, substantiviertes Part. Präs, von sail
lir „hervorragen, -springen“, dies über das Altfr. aus lat.
salire „springen“): vorspringende Ecke an einer alten Fes
tung. Sa il 11 ie [sa'ji:] die; -, -s [saji:] (aus gleichbed. fr. sail
lie zu saillir, vgl. Saillant): 1. Vorsprung (Archit.). 2. (ver
altet) das Hervorsprudeln der Worte; witziger Einfall
Saillor ['seɪlə] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. sailor zu to sail
„segeln“): Seemann, Matrose
Sailnelte [zai...] der; -, -s (aus gleichbed. span, sainete,
eigtl. „Fett; Wohlgeschmack, Leckerbissen“, dies aus lat.
sagina „(Kraft)futter; Speise“): a) ein kurzes, derbkomisches Zwischen- od. Nachspiel mit Musik u. Tanz im span.
Theater; b) selbstständige Posse im span. Theater, die die
ÎEntremés verdrängte; vgl. Saynète
'Saint [sɛ] (aus gleichbed. fr. saint, dies aus lat. sanctus, vgl.
Sanctus): franz. Bez. für 1 Sankt (Abk.: St). 2Saint [sent,
snt] (aus gleichbed. engl. saint, dies aus ʃr. saint, vgl.
'Saint): engl. Bez. für îSankt (Abk.: St.). Sainte [set] (aus
gleichbed. /r. sainte, Fem. von saint, vgl. 'Saint): weibliche
Form zu Î Saint (Abk. : Ste)
Saint-Si|mo|nis|mus [sesi...] der; - (aus fr. saint-simonis
me, nach dem franz. Sozialtheoretiker C. H. de Saint-Si
mon (1760-1825) u. zu 1 ...ismus (1)): von den Nachfolgern
Saint-Simons entwickelte sozialistische Theorie des
19. Jh.s, die u. a. die Abschaffung des Privateigentums an
Produktionsmitteln forderte. Saint-Si|mo|nist der; -en,
-en (zu t ...ist): Vertreter des Saint-Simonismus
Sailson [zɛ'zð:, auch zɛ'zɔŋ] die; -, Plur. -s, bes. südd. u. ös-
saisonal
1202
sakramentähnliche Zeichen u. Handlungen in der kath.
terr, auch ...onen (aus gleichbed. (alt)fr. saison, eigtl.
Kirche. 2. die durch Sakramentalien (1) geweihten Dinge
„(günstige, für bestimmte Geschäfte geeignete) Jahres
(z.B. Weihwasser). Sa|kra|men|tar zfas; -s, -e (aus
zeit“, wohl zu lat. satio „(Zeit der) Aussaat“, dies zu sa
gleichbed. mlat. sacramentarium): altchristliche u. früh
tum, Part. Perf. (Neutrum) von serere „säen“): a) Zeitab
mittelalterliche Form des Messbuchs; vgl. 'Missal. Saschnitt, in dem in einem bestimmten Bereich Hochbetrieb
kralmenlteriZer; -s, - (wohl eigtl. „jmd., auf den man mit
herrscht (z.B. Hauptbetriebs-, Hauptgeschäfts-, Haupt
,Sakrament' schimpft“): (landsch.) jmd., über den man
reisezeit, Theaterspielzeit); vgl. Season; b) Zeitabschnitt
sich ärgert od. um den man sich sorgt, weil er zu leichtsin
im Hinblick auf Aktuelles, sailsolnal [zɛzo...] (zu T '...al
nig-unbekümmert ist. Salkralmenltielrer der; -s, -:
(1)): die [wirtschaftliche] Saison betreffend, saisonbe
Schimpfwort der Reformationszeit für einen Verächter
dingt. Sailsonldilmorlphislmus [zɛ'zð:,,,, auch zɛder Sakramente (z.B. die Wiedertäufer). Salkralments'zɔŋ...] der; -: eine Form der Î Polymorphie (4b) mit jah
häuslcheru/as, -s, -: kunstvoller, turmartiger Schrein zur
reszeitlich bedingten Zeichnungs- u. Farbmustern bei Tie
Aufbewahrung der geweihten Hostien in gotischen Kir
ren (z.B. Schmetterlingen; Biol.). Sailsonlinldex der;
chen; vgl. Tabernakel (la). Sa|kra|ri|um das; -s, ...ien
-[es], Plur. -e u. ...dizes [,,,tse:s]: Index (3), durch den sai
[...ion] (aus gleichbed. kirchenlat. sacrarium, eigtl. „ein
sonbedingte wirtschaftliche Schwankungen ausgedrückt
Ort zur Aufbewahrung von Heiligtümern“): ein in od. ne
werden (Wirtsch.). Sai son kre dit der; -[e]s, -e: Kredit,
ben kath. Kirchen im Boden angebrachter verschließbarer
der von Banken an bestimmte saisonabhängige Betriebe
Behälter zur Aufnahme gebrauchten Taufwassers u. der
zur Überbrückung der Flauten vergeben wird (Bankw.).
Asche unbrauchbar gewordener geweihter Gegenstände.
Sai son morte [sɛzð'mɔrt] die; - - (aus /?. saison morte
Salkren: Plur. von TSakrum. salkrielren (aus gleichbed.
„tote Jahreszeit“ zu mort, morte „tot“ (dies zu lat. mortu
lat. sacrare, vgl. Sakrament): (veraltet) weihen, heiligen.
us) u. saison, vgl. Saison): Zeitabschnitt innerhalb eines
Sa|kri|fi|zilum das; -s, ...ien [...ion] (aus lat. sacrificium
Jahres mit geringem wirtschaftlichem Betrieb. Sailson„Opfer“ zu sacrificare „ein Opfer darbringen“): Opfer,
niler [zɛzɔ'nie:] der; -s, -s (zu fr. saisonnier „saisonmä
bes. las kath. Messopfer; vgl. Sacrificium Intellectus. Saßig“): (Schweiz.) Saisonarbeiter; Arbeiter, der nur zu be
kri leg das; -s, -e u. Sakrilegium das; -s, ...ien [...ion] (aus
stimmten Jahreszeiten, z.B. zur Ernte, beschäftigt wird
lat. sacrilegium „Tempelraub“ zu sacer (vgl. sakral) u. le
Sa|karifer;-[s] (zuaraè. sakara „brennen“): eine der sieben
Höllen im Islam
gere „wegnehmen, stehlen“): 1. Vergehen gegen Gegen
Salkat vgl. Zakat
stände u. Stätten religiöser Verehrung (z. B. Kirchenraub,
Gotteslästerung). 2. ungebührliche Behandlung von Per
Salkerfer; - (aus gleichbed. jap. sake): Reiswein, alkoholi
sches Getränk aus Reis, das meist warm getrunken wird
sonen od. Gegenständen, die einen hohen Wert besitzen
od. große Verehrung genießen, salkrillelgisch: ein Sa
Salkiifer,' -, - (aus gleichbed. peri, sagi u. arab. saga): Figur
des Mundschenks in orientalischen Dichtungen
krileg betreffend; gotteslästerlich. Sa|kri|le|gi|um vgl.
Salkilj edie; -, -n (aus gleichbed. arab. saqaya): von Büffeln
Sakrileg, salkrisch (zu Î sakra u. 1 Sakrament): (südd.) a)
od. Kamelen bewegtes Schöpfwerk zur Bewässerung der
böse, verdammt; b) sehr, gewaltig, ungeheuer. SalkrisFelder in Ägypten
tan der; -s, -e (aus gleichbed. mlat. sacristanus; zu tSa
Saklka der; -[s], -s (aus arab. saqqä „der gegen Lohn Was
kristei): kath. Küster, Mesner. Salkrisltej die; -, -en (aus
ser transportiert“): Wasserträger (im alten Orient)
gleichbed. mlat. sacristía zu lat. sacer, vgi. sakral): Neben
Saklkalde die; -, -n (aus fr. saccade „Ruck“ zu saccader
raum in der Kirche für den Geistlichen u. die gottesdienst
„heftig ziehen“): Serie unwillkürlicher, schneller minima
lichen Geräte. Salkroldylnier/ze; -, ...jen (zu ISakrum u.
ler Bewegungen u. Zuckungen beider Augen, die auftre
t...odynie): Schmerz in der Kreuzbeingegend (Med.). Saten, wenn der Fixationspunkt verändert wird (Med.), sakkrolkolxallgie die: -, ...ien: Schmerzen im Bereich des
kaldiert (zu T...iert>: ruck-, stoßartig, kurz abgesetzt
Kreuzbeins u. der Hüfte (Med.), salkrollumlbal: zum
(z.B. von der Atmung; Med.), saklkaldiseh:im Sinne ei
Kreuzbein u. zur Lende gehörend (Med.), salkrolsankt
ner Sakkade (Med.)
(aus gleichbed. lat. sacrosanctus): hochheilig, unverletz
Saklko [österr. za'ko:] der, auch, österr. nur das; -s, -s (italich. sa|kro|spi|nal (zu tSakrum): zu Kreuzbein u. Wir
lianisierende Bildung zu rft. Sack (älter für Jackett)): Her
belsäule gehörend (Med.). Salkrum das; -s, Sakren (aus
renjackett
gleichbed. lat. (os) sacrum, eigtl. ,,heilig(er Knochen)“):
Saklkullaltilon iZze; -, -en (zu lat. sacculus „Säckchen“ u.
Kreuzbein, Teil der Wirbelsäule (Med.)
f...ation): sackförmige Ausbuchtung eines Hohlorgans Sälkulla: Plur. von tSäkulum. sälkullar (aus mlat. saecu
(z.B. der Gebärmutter; Med.)
laris „weltlich, heidnisch“ zu (kirchen)lat. saecularis „alle
salkra* (entstellt aus Î Sakrament): (südd. ugs.) verdammt!
hundert Jahre stattfindend; weltlich, heidnisch“ zu saecu
(Ausruf des Erstaunens od. der Verwünschung), salkral
lum, vgl. Säkulum): 1. a) alle hundert Jahre wiederkeh
(zu lat. sacer „heilig“ u. t‘...al (1), Bed. 2 zu nlat. (os) sa
rend; b) hundert Jahre dauernd; c) ein Jahrhundert betref
crum „Kreuzbein“, eigtl. ,,heilig(er Knochen)“): 1. heilig,
fend. 2. außergewöhnlich. 3. weltlich. 4. über lange Zeit
den Gottesdienst betreffend (Rel.); Ggs. Î profan (1). 2.
räume andauernd, sich erstreckend (bes. Astron., Geol.);
zum Kreuzbein gehörend (Med.). Salkrallbau der; -[e]s,
säkulare Bodenhebungen: sich über lange Zeiträume er
-ten: religiösen Zwecken dienendes Bauwerk (Archit.,
streckende Bodenhebungen (Geol.). Sä|ku|lar|fei|ertZIe;
Kunstw.); Ggs. TProfanbau. Saikra ment das; -[e]s, -e
-, -n: Hundertjahrfeier, die Feier des Endes eines alten u.
(Über kirchenlat. sacramentum „religiöses Geheimnis“ aus
des Beginns eines neuen Zeitalters. Sälkulla|ri|salti|on
lat. sacramentum „Weihe, Verpflichtung (zum Kriegs
die; -, -en (aus gleichbed. fr. sécularisation zu séculariser,
dienst)“, dies zu sacrare „(einer Gottheit) weihen; heilig
vgl. säkularisieren): 1. Einziehung od. Nutzung kirchli
machen“ zu sacer, vgl. sakral): 1. a) eine bestimmte, gött
chen Besitzes durch den Staat (z. B. in der T Reformation u.
liche Gnaden vermittelnde Handlung in der kath. u. ev.
unter Napoleon L). 2. svw. Säkularisierung (1, 2); vgl.
Kirche (z. B. Taufe); b) (bes. in der kath. Kirche) das Mit
...ation/...ierung. säkularisieren (aus gleichbed. fr.
tel (z.B. Hostie), mit dem das Sakrament a) gespendet
séculariser zu mlat. saecularis, vgl. säkular): 1. kirchlichen
wird. 2. verdammt! (Ausruf ungeduldiger Entrüstung).
Besitz einziehen u. verstaatlichen. 2. aus kirchlicher Bin
sa|kra|men|tal (aus gleichbed. mlat. sacramentaos): 1.
dung, Abhängigkeit lösen, unter weltlichem Gesichts
zum Sakrament gehörend. 2. heilig. Sa|kra|men|talli|en
punkt betrachten, beurteilen. Sä|kulla|ri|sie|rung die; [...ion] die (Plur.) (aus gleichbed. mlat. sacramentaba): 1.
(zu Î...isierung): 1. Loslösung des Einzelnen, des Staates
1203
u. der gesellschaftlichen Gruppen aus den Bindungen an
die Kirche seit Ausgang des Mittelalters; Verweltlichung.
2. Erlaubnis für Ordensgeistliche, sich für immer [ohne
Bindung an die Gelübde] außerhalb des Klosters aufzuhal
ten. 3. svw. Säkularisation (1); vgl. ...ation/...ierung. Säku lar kle ri ker der; -s, - <zu Îsäkular): Geistlicher, der
nicht in einem Kloster lebt; Weltgeistlicher; Ggs. ÎRegu
larkleriker. sä|ku|lar|plas|tisch: Bez. für geologische
Vorgänge, die bes. bei Erhöhung von Druck u. Temperatur
(im Erdinnern) in langen Zeiträumen zu bruchlosen Ver
formungen führen. Sälkullarlvalrilaltilolnen [,,,v,,,] die
(Plur.): Veränderungen u. Vorgänge, die sich nur im Laufe
längerer Zeiträume (z. B. Jahrhunderte, Jahrtausende) be
merkbar machen, wie die säkularen Störungen der Bahnen
von Himmelskörpern, insbesondere der Planeten u. des
Mondes (Astron., Geophys.). Sä ku lum das; -s, ...la <aus
gleichbed. lat. saeculum); 1. Zeitraum von hundert Jahren,
Jahrhundert. 2. Zeitalter
Salkuslka die; -, Plur. -s, auch ...ski (aus russ. zakuska „Im
biss, Vorspeise“ zu kus „Bissen“): Vorspeise
Sal das; -s (Kurzw. aus tSilicium u. ÎT/uminium): svw. Sial
Sallaam krampf ifer,'-[e]s, ...krämpfe (zu arab. saläm (vgl.
Salam), wegen der grußähnlichen nickenden Kopfbewe
gung): Nickkrampf (Med.)
Sa|la|din|ad|ler der; -s, - (nach Sultan Saladin
(1138-1193), der den Adler als Wappen bereits im Kampf
gegen die Kreuzfahrerheere geführt haben soll): Wappen
tier einiger Staatendes islam. Kulturraums (z. B. Ägypten,
Syrien)
Sallak die; -, -s (aus malai. salak, eigtl. „Schlangenhaut“):
Frucht der südostasiat. Fiederpalme; Schlangenhaut
frucht
Sallam u. Selam der; -s (aus gleichbed. arab. saläm): Wohl
befinden, Heil, Friede (arab. Grußwort); Salam aleikum:
Heil, Friede mit euch! (arab. Grußformel)
Sallalmanlder der; -s, - (über gleichbed. lat. salamandra
aus gr. salamándra): Schwanzlurch mit langem, rundem
Schwanz
Sallalmi die; -, -[s] (aus it. salame „Salzfleisch; Schlack
wurst“ zu sale, dies aus lat. sal „Salz“): eine stark gewürzte
Dauerwurst. Sallalmiltakltik die; - (nach den dünnen
Scheiben, in die man eine Salami aufschneidet): Taktik,
[politische] Ziele durch kleinere Forderungen u. entspre
chende Zugeständnisse von der Gegenseite zu erreichen
Sallan Igalne die; -, -n (über fr. u. engl. salangane aus
gleichbed. malai. salangan): südostasiat. schwalbenähnli
cher Vogel, dessen Nester als Delikatesse gelten
Sallar iter; -s, -e[s] (aus gleichbed. (amerik.-)span. salar zu
sal „Salz“, dies aus lat. sal, Gen. salis „Salz“): Salztonebe
ne mit Salzkrusten in Südamerika
Sallar das; -s, -e (aus gleichbed. fr. salaire, dies aus lat. sa
larium „Sold“ zu sal, Gen. salis, eigtl. „Salzration für Be
amte u. Soldaten“): (bes. Schweiz.) Gehalt, Lohn, sallarielren (aus gleichbed. fr. salarier, dies aus mlat. salariare
zu lat. salarium, vgl. Salär): (Schweiz.) besolden, entloh
nen. 'Sallat iZer;-[e]s,-e (aus älter ¿Z. mdal. salatafürti. insalata (herba) „eingesalzenes (Salatkraut)“, substantivier
tes Part. Perf. von insalare „(ein)salzen“, dies über das
Vulgärlat. zu sal, vgl. Salär): 1. Gemüsepflanze. 2. mit Ge
würzen zubereitetes, kalt serviertes Gericht aus klein ge
schnittenem Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch o.Ä. 3. (ugs.)
Wirrwarr, Durcheinander, Unordnung
2Sa|!at die; - (aus arab. salât); das täglich fünfmal zu ver
richtende Gebet des Moslems; vgl. Ñamas
Sallaltilelre die; -, -n (angelehnt an JSalat nach gleichbed.
ʃr. saladier zu salade „Salat“): (veraltet) Salatschüssel
Sa|la|zi tat die; - (aus gleichbed. /«Z. salacitas, Gen. salaci
tatis zu salax „geil“): übermäßig starker Geschlechtstrieb
(Med.)
Salinar
der; -s, - (Herkunft ungeklärt, vielleicht zu mlat.
salbaderi „Schwätzer“, aus den Dunkelmännerbriefen,
16. Jh.): (abwertend) langweiliger, frömmelnder Schwät
zer. sallbaldern: (abwertend) langweilig, salbungsvoll
schwatzen
Salichow [...ço] der; -[s], -s (nach dem schwed. Eiskunst
läufer U. Salchow. 1877-1949): ein Drehsprung beim Eis
kunstlauf
Sallden: Plur. von TSaldo. Salldenlbillanz die; -, -en (zu
tSaldo u. ÎBilanz): aus der Summenbilanz durch Saldieren
abgeleiteter Bestandteil der Betriebsübersicht. Salldi:
Plur. vont Saldo, salldielren (aus gleichbed. it. saldare zu
saldo „fest“, dies über das Vulgärlat. aus lat. solidus, vgl.
solide): 1. den Î Saldo ermitteln. 2. (österr.) die Bezahlung
einer Rechnung bestätigen. 3. (eine Rechnung o.Ä.) be
gleichen, bezahlen; eine Schuld tilgen. Salldielrung çfe;
-, -en (zu t...ierung>: das Saldieren. Salido der; -s, Plur.
Salden, -s od. Saldi (aus gleichbed. it. saldo, eigtl. „fester
Bestandteil bei der Kontenführung“) : 1. der Unterschieds
betrag zwischen der Soll- u. der Habenseite eines Kontos.
2. Betrag, der nach Abschluss einer Rechnung zu deren
völliger Begleichung fällig bleibt. Salldolkonlto das; -s,
Plur. ...ten, -s od. ...ti: Konto, mit dem ein Saldo erfasst
wird
Saliern vgl. Salam
Sallep der; -s, -s (über gleichbed. fr. u. span, salep aus vulgärarab. sahlab, dies aus arab. husä at-ta'lab): Knolle ver
schiedener Orchideen, die für Heilzwecke verwendet wird
Saleslfollder ['seɪlsfooldə] der; -s, - (zu engl. sale „Ver
kauf' (zu to sell „verkaufen“) u. t Folder): Verkaufs- bzw.
Werbemappe mit Informationen u. Produkterklärungen
(Wirtsch.)
Sallelsilalner der; -s, - (meist Plur.) (nach dem hl. Franz v.
Sales (1567-1622) u. zu t,,,aner): 1. Mitglied der Gesell
schaft des hl. Franz von Sales. 2. Angehöriger der Pries
tergenossenschaft für Jugendseelsorge. Sallelsilalnelrin
die; -, -nen : Angehörige eines kath. Ordens, der bes. in der
Seelsorge arbeitet
Saleslmalnalger ['seɪlsmɛnɪʤə] der; -s, - (aus gleichbed.
engl. sales manager zu sale (vgl. Salesfolder) u. Î Mana
ger): Verkaufsleiter in einem Unternehmen, [Groß]Ver
käufer (Wirtsch.). Saleslmanlship [,,,mənʃɪp] das; -s
(aus engl. salesmanship, eigtl. „Geschäftstüchtigkeit“, zu
salesman „Verkäufer“): eine in den USA wissenschaftlich
u. empirisch entwickelte Methode erfolgreichen Verkau
fens (Wirtsch.). Saleslprolmolter [engl. ,,,prəmoʊtə]
der; -s, - (zu tPromoter): Vertriebskaufmann mit beson
deren Kenntnissen auf dem Gebiet von Händlerberatung
u. Verkäuferschulung; Verkaufsförderer (Wirtsch.).
Saleslprolmoltion [,,,mooʃən] die; - (zu îPromotion):
Gesamtheit der Maßnahmen zur Förderung des Verkaufs
(bes. Werbung; Wirtsch.). Sales|trai|ner [,,,trɛ:,,,,
...trei...] der; -s, -: jmd., der Verkäuferfinnen] schult.
Salesltrailning das; -s, -s: Übung im erfolgreichen Ver
kaufen
Salletitel, Sallettl das: -s, Plur. - u. -n (aus it. saletta „klei
ner Saal“, Verkleinerungsform von sala „Saal“): (bayr. u.
österr.) Pavillon, Gartenhaus, Laube
Sallilcin f...ts...] vgl. Salizin. SalliIcilolnal vgl. Salizional.
Sallilcyllat vgl. Salizylat. Sallilcyllsäulre vgl. Salizyl
säure
Salliler [,,,iər] die (Plur.) (aus lat. Salü zu salire „springen,
hüpfen“, eigtl. „die Springenden, Hüpfenden“): altröm.
Priester, die kultische [Kriegs]tänze aufführten
Sa Hilf ilka Iti|on die; - (zu lat. sal, Gen. salis „Salz“ u. t,,,fikation): (veraltet) Salzbildung. Sallilnar das; -s, -e (zu lat.
salinus (vgl. Saline) u. Î ...ar): 1. Zeitabschnitt mit erhöhter
Salzausscheidung u. für größere Salzvorkommen. 2. Salz
führender Schichtenverbund (Geol.). Sa|ii|nar|tek|toSallbalder
Saline
nikí/Ze; durch Bewegungen von Salzgesteinen hervor
gerufene Störungen der Schichtlagerung von Sedimentge
steinen (Geol.). Sa|li|ne die; -, -n (aus gleichbed. lat. sa
linae (Plur.), eigtl. „Salzgrube, -lager“, zu salinus „zum
Salz gehörend“, dies zu sal „Salz“): 1. Anlage zur Gewin
nung von Kochsalz aus Salzlösungen durch Verdunstung.
2. svw. Gradierwerk. Sa|li|ni|sa|ti|on die; -, -en (zu
t...isation>: Versalzung, ein Boden bildender Prozess mit
Verlagerung der Alkali- u. Erdalkalisalze aus salzhaltigem
Grundwasser nach oben. sa|li|nisch:a) salzartig; b) salz
haltig. Sa|li|no|me|ter<7as; -s, - (zu Î ‘...meter): Gerät zur
Bestimmung des Salzgehalts von wässrigen Salzlösungen
(bes. des Meerwassers)
Salli|ro|ma|nierfte; -, ...ien (zu fr. salir „beschmutzen“ u.
î...manie): zwanghafter Trieb, durch das Besudeln ande
rer Menschen mit Kot, Urin u. a. sexuelle Befriedigung zu
erlangen
sallisch (Kunstw. zu lat. silex (vgl. Silicium) u. Î Alumini
um): reich an Kieselsäure u. Tonerde (von Mineralien);
Ggs. tfemisch
Sal lit [auch... lit] der; -s, -e (nach dem Fundort Sala in Västmanland (Schweden) u. zu t2...it): Abart des TDiopsids,
ein Mineral
Sallilva [...va] die; - (aus gleichbed. lat. saliva): (veraltet)
Speichel, sallilval [...v...] (zu t',,,al (1)): (veraltet) den
Speichel betreffend. Sallilvanltilum Azs; -s, ...tia (zu lat.
salivans, Gen. salivantis, Part. Präs, von salivare (vgl. salivieren) u. Î ...ium) : (veraltet) svw. Sialagogum. Sallilvatilon die; -, -en (zu lat. salivatus, Part. Perf. von salivare
(vgl. salivieren) u. î ’...ion): svw. Ptyalismus. sa|li|vie|ren
(aus lat. salivare „ausspucken, -speien“): (veraltet) spei
cheln, durch Speichelfluss reinigen
Sallilzindas; -s (zu lat. salix, Gen. salicis „Weide“ u. t...in
(1)): ein Fiebermittel. Sa|li|zilo|nalu. Salicional das; -s,
-e (zu t‘...ion u. Î '...al (2)): Orgelregister mit enger mensurierten Labialpfeifen als beim î2Prinzipal; Weidenpfei
fe, Schilfpfeife (Mus.)
Sa|li|zy|lat, chem. fachspr. Salicylat [...ts...] das; -[e]s, -e
(zu ÎSalizylsäure u. t...at (2)): Salz der Salizylsäure. Salizylsäure, chem. fachspr. Salicylsäure (zu lat. salix
(vgl. Salizin) u. t...yl; die Säure wurde zuerst aus Salizin,
einem Bitterstoff der Weidenrinde, hergestellt): farblose,
süß schmeckende kristalline Substanz, Ausgangsstoff zur
Herstellung antirheumatisch, analgetisch u. antipuretisch
wirkender Arzneimittel
Salk|vak|zi|ne [...v..., engl. 'sɔ:k...] die; - (nach dem amerik. Bakteriologen J. E. Salk (geb. 1914) u. zu 1 Vakzine):
Impfstoff gegen Kinderlähmung (Med.)
'Salmc/er; -[e]s, -e (über das Gall, aus gleichbed. lat. salmo,
Gen. salmonis); ein ausgewachsener Lachs
2Salm der; -s (über das Niederdt. zu lat. psalmus, vgl.
Psalm): (ugs.) langes, langweiliges Gerede, Geschwätz
Sallmii/as; -[s], -s (aus gleichbed. fr. salmis, dies rückgebil
det aus salmigondis „Ragout aus Fleischresten“, weitere
Herkunft ungeklärt): ein Ragout aus Wildgeflügel
Sallmilak [auch zal...] der, auch das; -s (verkürzt aus
gleichbed. mlat. sal Armoniacum (auch Armaniacum) für
/at. sal Armeniacum „armenisches Salz“, nach dem histo
rischen Fundort Armenien (lat. Armenia, mlat. Armania)): eine Ammoniakverbindung mit stechend-beißen
dem Geruch. Sal|mi|ak|pas|til|le<fte; -, -n: 1Pastille aus
Salmiak u. Süßholzsaft (zur Bekämpfung von Katarrhen)
Salimin r/av; -s, -e (zu Î 'Salm u. t...in (1)>: Eiweißstoff aus
der Gruppe der T Protamine, der in den Spermien des
Lachses vorkommt (Biochem.)
salmonel lämisch* (zu (Salmonelle u. gr. haɪma
„Blut“): durch Salmonellen infiziertes Blut habend (z.B.
bei Hühnern; Biol.). Sallmolnellle^ze; -, -n (meist Plur.)
(nach dem amerik. Pathologen u. Bakteriologen D. E. Sal
1204
mon (1850-1914) u. zu (...eile): beim Menschen Darm
krankheiten hervorrufende Bakterie. Sal|mo|nel|lo|se
die; -, -n (zu t’...ose>: durch Salmonellen verursachte Er
krankung (z. B. Typhus; Med.)
Sal|molni|den die (Plur.) (zu î'Salm u. t ...ide>: zusam
menfassende, systematische Bez. für Lachse u. lachsartige
Fische
sa|lo|mo|nisch(nach dem biblischen König Salomo): wei
se (wie König Salomo), von scharfsinniger Klugheit; salo
monisches Urteil: weises Urteil (weil es Einseitigkeit ver
meidet od. von tiefer Einsicht zeugt)
Sa|lon[za'lö:, auch..,'lɔŋ, ... lo:n] der; -s, -s (über gleichbed.
fr. salon aus it. salone „großer Saal, Festsaal“, Vergröße
rungsform von sala „Saal“, dies aus dem Germ.): 1. grö
ßerer, repräsentativer Raum als Gesellschafts-, Emp
fangszimmer. 2. a) regelmäßig stattfindendes Zusammen
treffen eines literarisch od. künstlerisch interessierten
Kreises (bes. im 19. Jh.) ; b) Kreis von Personen, der sich
regelmäßig trifft, um über Kunst, Politik usw. zu diskutie
ren. 3. [großzügig u. elegant ausgestatteter] Geschäfts
raum, Geschäft besonderer Art (z.B. für Haar-u. Körper
pflege). 4. a) Ausstellungsraum (z. B. für Automobile); b)
Ausstellung (bes. Kunst-u. Gemäldeausstellung). Sallondalrɔe die; -, -n (zu 1 ’Dame): Rollenfach der eleganten,
mitunter intriganten Dame von Welt, das sich aus den Sa
lonstücken des franz. Theaters im 19. Jh. entwickelte
(Theat.). Sa|lon|kom|mu|nisti/er; -en, -en: (iron.) jmd.,
der die Ideen des Kommunismus vertritt, in der Praxis je
doch nicht die persönlichen Nachteile in Kauf nehmen
will. Sallonlmulsikaüe; -: virtuos-elegant dargebrachte,
gefällige, aber anspruchslose Musik. Sallonlotjcheslter
das; -s, - : kleines Streichensemble mit Klavier für Unter
haltungsmusik. Sallonlrelmis [,,,rəmi:] das; - [,..mi:(s)J,
Plur. - [,,,mi:s] u. -en [,,,mi:zn]: (abwertend) unter gleich
wertigen Schach[groß]meistern bei Turnieren häufige
Form des kampflosen Friedensschlusses. Salloon [so
lum] der; -s, -s (aus engl. saloon „Kneipe“, eigtl. „Gesell
schaftsraum“, dies aus fr. salon, vgl. Salon): im Stil der
Wildwestfilme eingerichtetes Lokal
sa Hopp (aus fr. salope „dreckig, schmierig, schlampig“,
Herkunft ungeklärt): 1. (von Kleidung) betont bequem,
sportlich-lässig; nachlässig. 2. (von Benehmen u. Haltung)
unbekümmert zwanglos, die Nichtachtung gesellschaftli
cher Formen ausdrückend. Salloplpelrierf/e;-, ...ien (zu
T 2...ie> : (veraltet) Nachlässigkeit; Unsauberkeit
Sallpenaüe (Plur.) (zu lat. salpa, gr. sálpe (ein Fisch)): zu
sammenfassende, systematische Bez. für eine Gruppe der
Manteltiere
Sallpelter der; -s (aus gleichbed. mlat. sal(le)petra zu lat.
sal petrae, eigtl. „Salz des Steins“, zu sal „Salz“ u. petra
„Stein; Fels“): Sammelbez. für einige technisch wichtige
Leichtmetallsalze der Salpetersäure (z.B. Kalisalpeter =
Kaliumnitrat); vgl. Nitrat. Sal|pelter|bak|te|rie [...io]
4te; -, -n [...ion] (meist Plur.): svw. Nitrobakterie. Sallpeterplantalge [,,,ta:ʒo] die; -, -n (meist Plur.): bis ins
19. Jh. zur Gewinnung von Kalisalpeter verwendete Anla
gen, bei denen man Stallmist u. tierische Abfälle mit Bau
schutt, Kalk u. Pottasche aufschichtete u. mit Jauche
feucht hielt. Sal|pelter|säu|re die; -: stark oxidierende
Säure des Stickstoffs. sal|pe|trie|ren*(zu t..deren): Sal
peter bilden, sich mit Salpeter überziehen, sallpeltrig*:
nur in verdünnten wässrigen Lösungen u. ihren Salzen be
ständig (von bestimmten Säuren)
Sallpilkon der; -[s], -s (über fr. salpicón aus gleichbed.
spart. salpicón zu salpicar „bespritzen“, eigtl. wohl „mit
Salz bestreuen“) : sehr feines Ragout [in Muscheln od. Pas
teten]
Sallpinlgekltolmie* die; -, ...ien (zu tSalpinx u. 1 ...ektomie): operative Entfernung des Eileiters (Med.). Sallpin-
1205
salvo errore
Plur. von tSalpinx. Sal pin gi tis [,,,ŋg...] die: -,
luber): 1. Klimaverträglichkeit. 2. gesunder körperlicher
...itiden (zu T ...itis): Eileiterentzündung (Med.). SallpinZustand (Med.)
go gra fie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu T...grafie): Sallulki der: -, -s (nach der alten südarab. Stadt Saluq): Per
röntgenologische Untersuchung u. Darstellung des Eilei
sischer Windhund, Haushunderasse mit langem, schma
ters mit Kontrastmitteln (Med.). Sal|pin|go|gramm
lem Kopf, glattem, glänzendem Fell u. langen seidigen
das: -s, -e <zu î...gramm): Röntgenkontrastbild des Eilei
Haaren an Ohren, Schenkeln u. Schwanz
ters (Med.). Sallpinlgollylse die: -, -n (zu t ...lyse): ope Sa|lu|re|se*iZ/e;-,-n (zu to. sal „Salz“,gr. oüron„Harn“u.
rative Lösung von Verklebungen u. Verwachsungen des Ei
T...ese): svw. Diurese. Sa|lu|re|ti|kum das: -s, ...ka (zu
leiters (Med.). Sal|pin|gololpho|ri|tis die: -, ...itiden <zu
t...ikum): svw. Diuretikum. sa|lu|re|tisch: svw. diureîOophoron u. T ...itis): Entzündung eines Eileiters u. des
tisch
dazugehörigen Eierstocks (Med.). Sallpinx die: -, ...pin Sallus die: - (aus gleichbed. lat. salus, vgl. Salut): (veraltet)
gen (über lat. salpinx aus gr. sálpigx, Gen. sálpiggos
Gedeihen, Wohlsein, Heil. Sallut der; -[e]s, -e (über
„Trompete“): 1. ein altgriech. trompetenähnliches Instru
gleichbed. fr. salut aus lat. salus, Gen. salutis „Gruß,
ment, das zur Signalgebung eingesetzt wurde. 2. Ohrtrom
Wohlsein, Heil“ zu salvus „heil, gesund“): [militärische]
pete (Med.). 3. Eileiter (Med.)
Ehrenbegrüßung od. Ehrenbezeigung für Staatsmänner u.
1Sal|sa die: -, -s (aus gleichbed. span, salsa, dies kurz für sal
andere hochgestellte Persönlichkeiten durch eine Salve
sa picante „eine scharfe Soße“>: dicke, kalte, scharf ge
von [Kanonenschüssen; Ehrengruß. Sallultaltilon die;-,
würzte Tomatensoße. 2Sal|sa der: - (zu Î 'Salsa): bestimm
-en (aus gleichbed. lat. salutatio zu salutare, vgl. salutie
te Art der lateinamerik. Tanzmusik, die sich aus Elemen
ren): (veraltet) feierliche Begrüßung; Gruß. Sallultaltoten der Rumba, des afrokubanischen Jazz, des Î Bossa No
rilum das: -s, ...rien [...jan] (aus gleichbed. mlat. salutato
va u.a. zusammensetzt (Mus.). 2Sal|se die; -, -n (aus
rium) : Begrüßungszimmer, Sprechzimmer in Klöstern,
gleichbed. it. salsa, eigtl. „(salzige) Tunke, Brühe“, zu lat.
sallultielren (aus lat. salutare „(be)grüßen“, Intensivbil
salsus „salzig“, nach den oft salzhaltigen ausgeworfenen
dung zu salvere (vgl. salve), eigtl. „salve sagen“): a) vor ei
Substanzen): 1. durch Ausschleudern von mitgerissenem
nem militärischen Vorgesetzten Haltung annehmen u. mi
Grundwasser u. Schlamm entstandenes kegelförmiges
litärisch grüßen; b) Salut schießen. Sallultislmus der; Gebilde in Erdölgebieten (Geol.). 2. (veraltet) [salzige]
(zu lat. salus „Heil“ (vgl. Salut) u. 1 ...ismus (1)>: Lehre der
Würztunke
Heilsarmee; vgl. Salvation Army. Sallultist der; -en, -en
Sallta das; -s (zu (m)lat. salta! „springe!“, Imp. Sing, von
(nach gleichbed. fr. salutiste): Anhänger der Heilsarmee.
saltare „springen“, eigtl. „tanzen“, da beim Vorwärtszie
sa|lu|to|gen (zu lat. salus, Gen. salutis „Wohlsein“ u.
hen gegnerische Steine übersprungen werden müssen): auf
Î ...gen): gesundheitsfördernd (Med.). Sa|lu|tolge|nelse
einem Damebrett gespieltes Brettspiel für zwei Personen
die; -, -n (zu 1 Salut u. Î Genese) : Gesamtheit gesundheits
mit je 15 Steinen, die auf die gegnerische Seite gebracht
fördernder Faktoren (Med.). Sallvarlsan®* [...V...J das;
werden müssen. Salltalrelllo der; -s, ...lli (aus gleichbed.
-s (Kunstw. zu lat. salvare (vgl. salvieren) u. ’ /lrserɪɪk): frü
it. saltarello, eigtl. „Hüpftanz“, zu saltare „hüpfen“, dies
her als Arzneimittel zur Behandlung der Syphilis verwen
aus lat. saltare, vgl. Salta): ein ital. u. span. Tanz in schnel
dete organische Arsenverbindung, die wegen hoher Toxi
lem^- od. 6/g-Takt. Saltaltilon die:-, -en (auslat. saltatio
zität nicht mehr im Gebrauch ist. Sallvaltilon die; -, -en
„Sprung“) : Evolutionssprung, plötzliches Auftreten neuer
(aus gleichbed. spätlat. salvatio zu salvare „retten, erlö
Organe u. Baupläne (Biol.). salita to (it.: Part. Perf. von
sen", eigtl. „gesund machen“, dies zu salvus, vgl. Salut):
saltare, vgl. Saltarello): mit hüpfendem Bogen [gespielt]
(veraltet) Rettung, Verteidigung. Sallvaltion Army
(Sonderform des tStakkatos; Mus.). Salltalto das; -s,
[sælveɪʃn ɑ:mɪ] <to; - - (engl.): engl. Bez. für Heilsarmee.
Plur. -s u. ...ti: Spiel mit hüpfendem Bogen (Mus.). Sal1Sal|valtor [za! va:...] der; -s, ...oren (aus gleichbed. spät
lat. salvator, dies aus lat. salvator „Erretter, Erhalter“): 1.
ta tor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. saltator zu salta
(ohne Plur.) Christus als Retter u. Erlöser der Menschheit;
re, vgl. Salta): (veraltet) Tänzer, Pantomime, salltaltovgl. Soter. 2. Erlöser, Retter. 2Sal|valtor® der od. das; -s
risch (nach lat. saltatorius „zum Tanzen gehörig“ zu
(zu lat. salvator, vgl. 'Salvator): ein dunkles bayr. Stark
saltator, vgl. Saltator): sprunghaft, mit tänzerischen Be
bier. Sal|va|to|ri|a|ner der; -s, - (zu nlat. Societas Divini
wegungen verbunden (z.B. bei krankhaften Bewegungs
Salvatoris „Gesellschaft des göttlichen Heilands“ u.
störungen; Med.). Salltaltrix* die; -, ...trices [,,,tse:s] (aus
l...aner): Angehöriger einer 1881 gegründeten Priester
gleichbed. lat. saltatrix): (veraltet) Tänzerin. Salltimkongregation für Seelsorge u. Mission; Abk.: SDS. salbanque* [salts'bäk] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. saltim
valtolrisch (aus gleichbed. nlat. salvatorius, eigtl. „be
banque, eigtl. „Auf-die-Bank-Springer“, dies aus it. salwahrend, erhaltend“): nur aushilfsweise, ergänzend gel
timbanco (aus salta in banco „spring auf die Bank!“)):
tend; salvatorische Klausel: Rechtssatz, der nur gilt, wenn
(veraltet) Gaukler, Seiltänzer, Hanswurst. Salltimlbocandere Normen keinen Vorrang haben (Rechtsw.). Salca* [saltɪm'bɔkka] die; -, -s (aus gleichbed. it. Saltimbocca,
vato'rium ito; -s, ...ien [...isn] (aus gleichbed. mlat. saleigtl. „Sprung in den Mund“): mit Schinken u. Salbei ge
vatorium): Schutz-, Geleitbrief (im Mittelalter), saliva
fülltes Kalbsschnitzel. Sallto der; -s, Plur. -s u. ...ti (aus
velnia [- 've:nia] (lat.; zu venia „Erlaubnis“): (veraltet) mit
gleichbed. it. salto, eigtl. ,,(Kopf)sprung“, dies aus lat. sal
Erlaubnis, mit Verlaub [zu sagen]; Abk. : s. v. salive [...ve]
tus, vgl. Saltus): freier Überschlag mit ein- od. mehrmali
(lat.; Imp. Sing, von salvere „gesund sein“ zu salvus „ge
ger Drehung des Körpers (Sport). Sallto morltalle der; sund, heil“): sei gegrüßt! (latein. Gruß). Salive [,,,və] die;
-, Plur. - - u. ...ti ...li (aus gleichbed. it. salto mortale, eigtl.
-, -n (aus gleichbed. fr. salve, eigtl. „Salutschießen (als Eh
„Todessprung“): 1. [meist dreifacher] Salto in großer Hö
rengruß)“, zu lat. salve, vgl. salve): gleichzeitiges Abfeu
he. 2. Ganzdrehung nach rückwärts bei Flugzeugen. Sal
ern einer größeren Anzahl von Schüssen aus Gewehren od.
tus der; -, - [,,,tu:s] (aus lat. saltus „Sprung“ zu salire
Geschützen. Sallvia die; - (aus gleichbed. lat. salvia zu
„springen, hüpfen“): Fehler im syllogistischen Schluss,
salvus, vgl. salve): Salbei (eine Gewürz- u. Heilpflanze;
wobei eine Prämisse weggelassen wird (Logik)
Lippenblütler), sallvielren (aus lat. salvare „heilen, ret
sallü [auch 'saly] (zu fr. salut, vgl. Salut): (bes. Schweiz,
ten“): (veraltet) retten, in Sicherheit bringen, salivis
ugs.) Grußformel (zur Begrüßung u. zum Abschied), saomislsis (lat.; zu omittere „unterlassen“): unter Vorbe
lulber (aus gleichbed. lat. saluber): heilsam, gesund
halt von Auslassungen; Abk.: s.o. (Wirtsch.). salivo er(Med.). Sa|lu|bri|tät* die; - (aus lat. salubritas, Gen. sa
rolre (lat.; zu error „Irrtum“): unter Vorbehalt eines Irrlubritatis „Gesundheit; Wohlbefinden“ zu saluber, vgl. sa
gen:
1206
salvo errore calculi
turns; Abk.: s. e. salivo er|rg|re callcuili [- - 'kalkuli]
(lat.; zu calculi (Plur.) „Berechnung“): unter Vorbehalt ei
nes Rechenfehlers; Abk.: s.e.c. (Wirtsch.). salivo erlrore et omislsilglne (lat.y. unter Vorbehalt von Irrtum u.
Auslassung; Abk.: s.e.e.o., s.e. et o. salivo jylre (lat.; zu
ius, Gen. iuris „Recht“): (veraltet) mit Vorbehalt, unbe
schadet des Rechts [eines anderen] (Rechtsw.). salivo titullo (lat.; zu titulus „Aufschrift; Titel“): (veraltet) mit
Vorbehalt des richtigen Titels; Abk. : S. T.
Sa ma dhi [...di] der; - (aus sanskr. samädhi „Versen
kung“): im Hinduismus u. Buddhismus durch Meditation
erreichbare hohe od. höchste Stufe der geistigen Samm
lung, ein nicht dualistischer Bewusstseinszustand
Salmalrilter [auch ...'n...] der; -s, - <aus lat. Samarites zu
Samaria (Landschaft in Palästina), nach dem biblischen
Gleichnis (Luk. 10,33) vom Barmherzigen Samariter): 1.
a) freiwilliger Krankenpfleger, bes. in der ersten Hilfe; b)
selbstlos helfender Mensch. 2. (Schweiz.) svw. Sanitäter
Salmalrilum das; -s (nach dem Mineral Samarskit (in dem
das Element in einer Verbindung zuerst spektralanalytisch
nachgewiesen wurde) u. zu T...ium>: chem. Element, ein
hellgraues Metall; Zeichen Sm
Salmarlkand der; -[s], -s (nach der Stadt Samarkand in
Mittelasien): ein geknüpfter Teppich mit TMedaillons (2)
auf meist gelbem Grund
Sa|mar|ra|ke|ra|mikzüc; -, -en (nach dem ersten Fundort
in der Nähe der irakischen Stadt Samarra): im mittleren u.
nördlichen Irak verbreitete vorgeschichtliche Keramik des
5. Jahrtausends vor Chr. mit dunkelbrauner Bemalung auf
gelblichem Grund
Salmarslkit* [auch ... 'kɪt] der; -s, -e (nach dem russ. Mine
ralogen W. S. Samarski-Bychowez (1803-1870) u. zu
T2...it>: ein tiefschwarzes, pechglänzendes, stark radioak
tives Mineral
Samlba die; -, -[s], (ugs., österr. nur) der; -s, -s (aus gleich
bed. bras.-port, samba, dies aus dem Afrik.): ein moderner
Gesellschaftstanz im 2/4-Takt
Sam bal das -s, -s od. der; (aus gleichbed. malai. sambal):
scharfe indones. Würzsoße
Samlbalqui [samba'ki] der; -s, -s (über das Port, aus Tupín.
Guarani (südamerik. Indianersprachen) sambaqui, tambaqui zu tamba „Muschelhaufen" u. qui „Hügel“): Mu
schelhaufen an vorgeschichtlichen Siedlungsplätzen bras.
Indianer
Samlbar der; -s, -s (über das Hindi aus gleichbed. sanskr.
sambara): eine asiat. Hirschart
Samlbo das; - (Kurzw. aus ruM. sa/nozascita óez oruzia
„Selbstverteidigung ohne Waffe“): judoähnliche Zwei
kampfsportart, bei der angestrebt wird, den Gegner zu Bo
den (auf beide Schultern) zu bringen, durch schmerzhaf
ten Griff zur Aufgabe zu zwingen od. nach Punkten zu sie
gen
Samlbulca [...ka] der; -s, -s, auch tZ/e; -, -s (aus gleichbed. it.
sambu(c)ca): ital. Anislikör
Samlbulka die; -, ...ken (aus gleichbed. lat. sambuca, dies
ausgr. sambÿkê): 1. dreieckiges Saiteninstrument mit sehr
scharfem Ton u. deshalb im Altertum für unedel gehalten,
eine Art Harfe. 2. mittelalterliches Belagerungsgerät, Fall
od. Sturmbrücke
Samlgha u. Sangha [,..ga] rfer; - (aus gleichbed. sanskr.
samgha): im Buddhismus Bez. für die Gemeinde
Sam|hi|tas<7z'e (Plur.) (zu sanskr. samhitä, eigtl. „Sammel
werk“): die ältesten Bestandteile der Veden (vgl. Veda) mit
religiösen Sprüchen u. Hymnen
Salmilel [,,,mie:l, auch ...iel] der; -s (aus spätgr. Samiél, dies
aus aram. sam-’el „Gift Gottes“): böser Geist, Satan in
der jüd. Legende u. der dt. Sage
sälmisch(Herkunftunsicher,vielleichtzufr. chamois,vgl.
chamois): fettgegerbt (von Leder)
der; -, -s (aus russ. samizdat, Kurzform zu
samoizdatel’stvo, eigtl. „Selbstverlag“): 1. Selbstverlag,
der vom Staat verbotene Bücher publiziert. 2. im Selbst
verlag erschienene [verbotene] Literatur in der ehemaligen
Sowjetunion
Salmilsen u. Schamisen die; -, - (über das Japan, aus chin.
san hsien „drei Saiten“): dreisaitige, mit einem Kiel ge
zupfte japan. Gitarre
Samkhlja* u. Sankhja das; -[s] (aus sanskr. särhkhya):
Î dualistisches religionsphilosophisches System im alten
Indien; vgl. Vedanta
Samlnorsk das; - (aus norw. samnorsk „Gemeinnor
disch“): (teils angestrebte, oft abgelehnte) gemeinsame
norwegische Landessprache, die î Bokmâl u. Î Nynorsk
vereinigt
Salmoljelde der; -n, -n (aus gleichbed. russ. samoed, nach
den Samojeden, Völkern der subarktischen Tundra u. Tai
ga, von denen diese Hunderasse zuerst gezüchtet wurde):
Nordlandhund mit weicher, langer weißer Behaarung, der
als Wach- u. Schlittenhund geeignet ist
Salmos der; -, - (nach der gleichnamigen griech. Insel): pi
kanter, madeiraähnlicher Dessertwein mit Muskatnote
von der Insel Samos
Sa mo war [auch za...] der; -s, -e (aus gleichbed. russ. sa
movar zu sam „selbst“ u. varit’ „kochen“, eigtl. „Selbstko
cher“): russ. Teemaschine
Samlpan<7<?r,-s,-s (aus gleichbed. chin, san pan, eigtl. „drei
Bohlen"): flaches, breites Ruder- od. Segelboot, das in
Ostasien für den Verkehr auf Flüssen u. in Seehäfen ver
wendet wird, vielfach auch als Wohnboot
Samlpi das; -[s], -s (aus gr. sámpi): Buchstabe im ältesten
griech. Alphabet, der als Zahlzeichen für 900 fortlebte;
Zeichen ?)
Samlple [...pl, engl. sɑ:mpl] das; -[s], -e (aus engl. sample
„Muster, Probe“, dies über altfr. essample aus lat. exem
plum „Beispiel“, vgl. Exempel): 1. a) repräsentative Stich
probe, Auswahl; b) aus einer größeren Menge repräsenta
tiv ausgewählte Gruppe von Individuen [in der Markt- u.
Meinungsforschung]. 2. Warenprobe, Muster, samlplen*
[engl. sɑ:mpln] (zu engl. to sample „probieren, testen“):
einen Sampler (2) zusammenstellen. Samlpler* [engl.
sɑ:mplə] der; -s, - (aus engl. sampler, eigtl. „Probeneh
mer“, zu to sample, vgl. Sampling): 1. a) Gerät od. Funk
tionseinheit zur Speicherung u. Wiedergabe verschiedener
Schall- od. Klangspektren (Elektronik); b) Langspielplat
te bzw. Compact Disc, auf der [erfolgreiche] Titel von ver
schiedenen bekannten Musikern, Sängern, Gruppen zu
sammengestellt sind. 2. geologischer Assistent bei Erdöl
bohrungen. Samlpling* [engl. 'sɑ:m...] das; -s (zu engl. to
sample „probieren“ u. T...ing): Zusammenstellung, Mi
schung verschiedener Musikstücke am Mischpult zu einer
neuen Version
Sam sa ra u. Sansara das; - (aus sanskr. sarhsära „Seelen
wanderung“): der endlose Kreislauf von Tod u. Wiederge
burt, aus dem die ind. Erlösungsreligionen den Menschen
zu befreien suchen
Samlschu das; -s, -s (aus dem Chin.): Reiswein, aus Reis
bereitetes alkoholisches Getränk
Salmum [auch ,,,'mu:m] der; -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed.
arab. samüm): ein heißer, Staub od. Sand mitführender
Wüstenwind in Nordafrika u. Arabien
Sa mu rai der; -[s], -[s] (aus gleichbed. jap. samurai, eigtl.
„Dienender“): Angehöriger der japan. Adelsklasse, der
obersten Klasse der japan. Feudalzeit
San (aus gleichbed. it. bzw. span, san, dies aus Za/. sanctus,
vgl. 'Sanctus): ital. bzw. span. Bez. für tSankt; Abk. S.
salnalbel (aus lat. sanabilis „heilbar“ zu sanare, vgl. sanie
ren): heilbar, Heilaussichten bietend (Med.). Sa|na|ti|on
die; -, -en (aus gleichbed. /at. sanatio zu sanare, vgl. sanieSalmisldat
1207
ren): Heilung (einer Krankheit; Med.). Salnaltolgen®
das; -s <zu lat. sanatus, Part. Perf. von sanare (vgl. sanie
ren) u. ɪ,,,gen): Stärkungsmittel aus hochwertigem Ei
weiß. Sa|na|to|ri|um das; -s, ...ien [...ion] <zu 1 ...orium):
[klimatisch günstig, landschaftlich schön gelegene] unter
ärztlicher Leitung stehende Heilstätte, in der chronisch
Kranke od. Genesende behandelt werden, Kurheim
Sanlcho Pan sa [,,,ʧo -] der; - -, - -s (nach dem Namen des
Begleiters von ÎDon Quichotte): mit Mutterwitz ausge
statteter, realistisch denkender Mensch
Sancita [,,,ŋk...] ohne Artikel; Gen. ...tae [,..te], Plur. ...tae
[...te] <aus lat. sancta. Fem. von sanctus, vgl. 'Sanctus):
weibliche Form von T'Sanctus. Sancita Seldes [...des]
die; - - Ikirchenlat.; zu lat. sedes „Sitz, Stuhl“): Heiliger
(Apostolischer) Stuhl; vgl. apostolisch, sancita simlpliciltas* [-...ts...] <dat.; „heilige Einfalt!“): Ausruf des Un
willens bzw. Erstaunens über jemandes Begriffsstutzig
keit. Sancltio die; - (aus lat. sanctio „Strafbestimmung,
Vorbehalt“; vgl. Sanktion): Strafandrohung in mittelalter
lichen Urkunden für eine Verletzung des durch die Urkun
de begründeten Rechtsakts (Rechtsw.); vgl. Sanktion.
Sanc|tis|si|mum vgl. Sanktissimum. Sancltiltas rfz'e; (aus lat. sanctitas, eigtl. „Unverletzlichkeit, Unantastbar
keit“): Heiligkeit (Titel des Papstes). Sancitum Of|fi|cium [- ...tsiom] das; - - (kirchenlat.; zu lat. officium, vgl. Of
fizium): t Kardinalskongregation für die Reinhaltung der
kath. Glaubens- u. Sittenlehre (Heiliges Offizium).
1Sanc|tus u. Sanktus ohne Artikel; Gen. ...ti, Plur. ...ti
(aus/at. sanctus „heilig“): lat. Bez. für Î Sankt. 2Sanc|tus
das; -, - (zu Î'Sanctus; nach den lat. Anfangsworten von
Jes. 6,3 in der Fassung der Vulgata): Lobgesang vor der
Î Eucharistie
Sanldal das; -s, -s (aus gleichbed. türk, sandal, wohl zu san
dal „Sandelholz“, dies über arab. sandal aus dem Altind.):
schmales, langes, spitz zulaufendes türk. Boot
Sanldalle die; -, -n (über lat. sandalium aus gr. sandálion,
sándalon „Riemenschuh“): leichter Schuh für die Som
merzeit, dessen Oberteil aus [Leder]riemen od. durchbro
chenem Leder besteht. Sanldalletlte die; -, -n (französie
rende Bildung zu tSandale; vgl. ...ette): leichter, der San
dale ähnlicher Damenschuh (mit höherem Absatz). Sandallit [auch ...lit] der; -en, -e (zu t2...it): versteinerte
Pantoffelmuschel
Sanldalrak der; -s (über lat. sandaraca aus gleichbed. gr.
sandaräke): Harz der Sandarakzypresse, das für Pflaster
u. Lacke u.Ä. verwendet wird. Sanldalraklzylpreslse*
die; -, -n : im westlichen Nordafrika heimische (harzreiche)
Zypressenart
Sanldhi [...di] das od. der; - (aus sanskr. samdhi „Verbin
dung, Vereinigung“): (meist der Vereinfachung der Aus
sprache dienende) lautliche Veränderung, die der An- od.
Auslaut eines Wortes durch den Aus- od. Anlaut eines be
nachbarten Wortes erleidet (z. B. franz, fait accompli [fɛtakô'pli]; Sprachw.); vgl. Pausaform
Sanldilnislmus der; - (nach dem nicaraguanischen Gue
rillaführer A. C. Sandino (1895-1934) u. zu Î ...ismus ( 1 )> :
(in den 1970er- u. 1980er-Jahren entstandene) am t Mar
xismus-Leninismus orientierte (Befreiungs)bewegung,
Ideologie in Nicaragua. Sanldilnist der; -en, -en (zu
î ...ist) : Anhänger des Sandinismus, Mitglied der sandinistischen Befreiungsbewegung, sanldilnisltisch (zu T...istisch): den Sandinismus, die Sandinisten betreffend, dazu
gehörend
Sandlschak* der; -s, -s (aus gleichbed. türk, sancak, eigtl.
„Banner“): (veraltet) 1. türk. Standarte (Hoheitszeichen).
2. türk. Regierungsbezirk
Sandlschan* der; -[s] (nach der gleichnamigen iran.
Stadt): dem îHamadan ähnlicher Teppich von meist ge
ringerer Qualität
Sanidin
['zɛntvɪtʃ] der od. das; Gen. -[e]s od. -, Plur. -s
od. -es [,,,ʧɪs], auch -e (aus gleichbed. engl. sandwich, nach
dem 4. Earl of Sandwich, 1718-1792): 1. zwei zusammen
geklappte belegte [Weiß]brotscheiben od. Brötchenhälf
ten. 2. Kurzform von ÎSandwichmontage. 3. Belag des
Tischtennisschlägers aus einer Schicht Schaumgummi
o.Ä. u. einer Schicht Gummi mit Noppen. 4. auf Brust u.
Rücken zu tragendes doppeltes Plakat, das für politische
Ziele, für Produkte o.Ä. wirbt. Sandlwichlboard
[...bo:d] das; -s, -s (zu engl. board „Brett, Tafel“): geschich
tete Holzplatte, die außen meist aus Sperrholz u. in der
Mitte aus einer Faser- od. Spanplatte besteht od. einen
Hohlraum aufweist. Sandlwichlman [...man] der; -,
...men [...man] u. Sand|wich|mann der; -[e]s, ...männer
(aus gleichbed. engl. sandwich man): jmd., der gegen Ent
gelt mit einem Sandwich (4) durch belebte Straßen zieht.
Sandlwichlmonltalge [,,,ta:ʒə] die; -, -n: Fotomontage,
die dadurch entsteht, dass zwei [teilweise abgedeckte] Ne
gative Schicht an Schicht aufeinander gelegt u. vergrößert
od. kopiert werden. Sandlwichlpilcker der; -s, -[s] (zu
engl. picker „Pflücker“): svw. Sandwichman. Sandwichtechnik die; -: Herstellungsverfahren (bes. im
Flugzeugbau u. bei der Skifabrikation), bei dem das Ma
terial aus Platten verschiedener Stärke u. aus verschieden
artigen Stoffen zusammengefügt wird
san|fo|ri|sielren (aus gleichbed. engl. to sanforize; nach
dem amerik. Erfinder SanfordL. Cluett (1874-1968); vgl.
...isieren): [Baumwoll]gewebe durch ein bestimmtes Ver
fahren mit trockener Hitze so behandeln, dass sie später
beim Waschen nicht od. nur geringfügig einlaufen;
krumpfecht machen
San|gam|li|te|raltur die; - (nach einer legendären, Sangam genannten Akademie zur Pflege der Tamilpoesie):
metrische Bardendichtung der Tamilen (vgl. Tamil)
Sanlgalree [sæŋgə'ri:] der; -, -s (aus gleichbed. engl. sangaree, dies aus span, sangria, vgl. Sangria) : ein stark gewürz
tes alkoholisches Mixgetränk
Sang-de-Bœuf [sâd’bœf] das; - (aus gleichbed./r. sang-debceuf, eigtl. „Rindsblut“): chinesisches Porzellan mit roter
Glasur. Sang-froid [sâ'froa] das; - (aus gleichbed. fr.
sang-froid): (veraltet) Kaltblütigkeit
Sanlgha [,..ga] vgl. Samgha
Sanlgria* [zaŋ'gri:a, auch za...] die; -, -s (aus gleichbed.
span, sangría, eigtl. „Aderlass“, zu sangre „Blut“ (wegen
der roten Farbe), dies aus lat. sanguis): einer Bowle ähnli
ches spanisches Getränk aus Rotwein mit klein geschnit
tenen Früchten. San|gri|ta®* die; -, -s (aus gleichbed.
(mex.-)span. sangrita): mexikanisches Mischgetränk aus
Tomaten-, Orangen- u. wenig Zwiebelsaft sowie Gewür
zen. San|gu|i|ni|ker der; -s, - (zu 7sanguinisch): (nach
dem von Hippokrates aufgestellten Temperamentstyp)
lebhafter, temperamentvoller, lebensbejahender Mensch;
vgl. Choleriker, Melancholiker, Phlegmatiker, sanlgulinisch (nach lat. sanguineus „aus Blut bestehend; blut
voll“ zu sanguis „Blut“): zum Temperamentstyp des San
guinikers gehörend; vgl. cholerisch, melancholisch, phleg
matisch. san|gu|i|no|lent (aus lat. sanguinolentas „voll
Blut, mit Blut erfüllt“): blutig, mit Blut vermischt (z. B. von
Urin; Med.)
Sanlheldrin* der; -s (aus hebr. sanhedrin „Ratsversamm
lung“): svw. Synedrium
Sanlhsilen [...çian] u. Sanxian [...çian] die; -, - (aus chin.
san hsien „drei Saiten“): chines. Laute mit langem Hals,
drei Saiten u. rechteckigem seitlichem Resonanzkörper,
die der japan. Samisen entspricht
Saini der; -s, -s (Kurzform von tSanitäter): (ugs., bes. Sol
datensprache) Sanitäter
Salnildin der; -s, -e (zu gr. sanis, Gen. sanidos „Brettchen"
u. t...in (1)): ein farbloses, durchscheinendes FeldspatmiSandlwich
Sanidinit
neral. Sa Ini ldi I nit [auch ...nit] der; -s, -e (meist Plur.) <zu
t2...it): vulkanischer Auswürfling von Tiefengesteinen od.
metamorphen Schiefern, der bes. reich an Sanidin ist
salnielren (aus lat. sanare „gesund machen, heilen“): 1. a)
einen Krankheitsherd [operativ] beseitigen (Med.); b)
(bes. früher beim Militär) nach dem Geschlechtsverkehr
(einem Soldaten) die Harnröhre mit einer desinfizieren
den Lösung spülen, um eventuell vorhandene Erreger von
Geschlechtskrankheiten abzutöten. 2. a) [in einem Stadt
teil] gesunde Lebensverhältnisse schaffen (z. B. durch Mo
dernisierung alter Gebäude od. durch Neubauten); b) ein
Haus, eine Wohnung modernisierend umgestalten; c) wie
der in einen intakten Zustand versetzen (z. B. verschmutz
te Gewässer); d) svw. reformieren (1). 3. a) aus wirtschaft
lichen Schwierigkeiten heraushelfen [u. wieder rentabel
machen]; b) sich
wirtschaftlich gesunden, eine wirt
schaftliche Krise überwinden, wieder rentabel werden.
Salnielrung die; -, -en <zu T ...ierung): 1. das Sanieren (1,
2). 2. das Wiederherstellen einer wirtschaftlichen ÎRenta
bilität (z. B. eines Unternehmens). Salnielrungslbillanz
die; -: zu Beginn od. nach Abschluss einer Sanierung (2)
aufgestellte îBilanz eines Unternehmens (Wirtsch.). Sanielrungslprolgramm das; -s, -e: îProgramm (3) zur
städtebaulichen, betrieblichen od. ökologischen Sanie
rung
Salnif der; -s (aus gleichbed. hebr. sänif): Kopfbedeckung
des jüd. Hohepriesters im alten Israel
salniltär (aus gleichbed. fr. sanitaire zu lat. sanitas, vgl.
Sanität): der Gesundheit, der Hygiene dienend, sie be
treffend; sanitäre Anlagen: a) Bad u. Toilette in einer
Wohnung; b) öffentliche Toilette. Salniltär...: Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „die sanitären Anlagen
betreffend“, z.B. Sanitärbereich, Sanitärbranche. Salnitär|in|stal|ia|tilon* die; -, -en: 1. das Installieren von
Sanitäranlagen. 2. (meist Plur.) Î Installation (1) im Be
reich sanitärer Anlagen. sa|ni|ta|risch (latinisiert aus
gleichbed. fr. sanitaire): (Schweiz.) 1. sanitär. 2. das Ge
sundheitswesen betreffend, gesundheitspolizeilich. Saniitärtechnik die; -: Zweig der Haustechnik, der sich
mit der Herstellung u. î Installation (1) sanitärer Einrich
tungen befasst. Salniltät <7ze; -, -en (aus lat. sanitas, Gen.
sanitatis „Gesundheit“): (Schweiz, u. österr.) 1. a) (ohne
Plur.) militärisches Gesundheitswesen. Sanitätswesen; b)
Sanitätstruppe. 2. (ugs.) Unfallwagen, Sanitätswagen.
Sa|ni|tä|ter der; -s, -: 1. jmd., der in der ersten Hilfe aus
gebildet ist; Krankenpfleger. 2. als Sanitäter (1) dienen
der Soldat. Salniltätslakaldelmie die: -, ...ien [,,,i:ən]:
zentrale Aus- u. Weiterbildungsstätte für den Sanitäts
dienst (Milit.). Salni|tätslpo|li|zei die; -: (bes. österr.)
Gesundheitspolizei. Salniltätslrat zZer; -[e]s, ...räte: 1.
(veraltend) Ehrentitel für verdiente Ärzte; Abk.: San.Rat. 2. (österr.) beratendes u. begutachtendes Organ des
Gesundheitswesens, salniltized ['sænɪtaɪzd] {engl.; Part.
Perf. von to sanitize „desinfizieren, keimfrei machen“):
hygienisch einwandfrei, desinfiziert
Sanlka u. Sankra der; -s, -s (Kurzw. aus S'anitätsLraftwagen): (bes. Soldatenspr.) [Militär]krankenwagen
San key dia gramm ['sæŋkɪ...] das; -s, -e (nach dem ir. In
genieur H. P. R. Sankey (1853-1921) u. zu ÎDiagramm):
grafische Darstellung des Wärmeflusses u. der Wärmebi
lanz einer Energieanlage
Sankhlja* vgl. Samkhja
San kra* vgl. Sanka
Sankt (aus gleichbed. lat. sanctus, Fem. sancta): heilig (in
Heiligennamen u. auf solche zurückgehenden Ortsna
men), z. B. - Peter, - Anna, - Gallen; Abk.: St.; vgl. 'Sanc
tus. Sank|ti|fi|ka|ti|on die; -, -en (aus lat. sanctificatio
„Heiligung“ zu sanctus „heilig“ u. T...fikation): Heilig
sprechung (kath. Kirche). sank|ti|fi|zie|ren (aus gleich
1208
bed. lat. sanctificare): heilig sprechen (kath. Kirche).
Sank|ti|mo|ni|um das; -s, ...ia (aus gleichbed. lat. sanc
timonium): (veraltet) Heiligtum. Sank|ti|on zfze; -, -en
(über gleichbed. fr. sanction aus lat. sanctio „Heiligung,
Billigung; geschärfte Verordnung, Strafgesetz“ zu sancire
„heiligen, als unverbrüchlich festsetzen, bei Strafe verbie
ten“): 1. Billigung, Bestätigung, Anerkennung. 2. a) An
weisung, die einen Gesetzesinhalt zum verbindlichen
Rechtssatz erhebt; b) (meist Plur.) Maßnahme, die gegen
einen Staat eingeleitet wird, der das Völkerrecht verletzt
hat (Rechtsw.); vgl. Sanctio. 3. (meist Plur.) Zwangsmaß
nahme, Sicherung[sbestimmung]. 4. gesellschaftliche Re
aktion sowohl auf normgemäßes als auch auf von der
Norm abweichendes Verhalten (Soziol.); negative Sankti
on: Reaktion auf von der Norm abweichendes Verhalten in
Form einer Zurechtweisung o.Ä.; positive Sanktion: Re
aktion auf normgerechtes Verhalten in Form von Beloh
nung o.Ä. sank|ti|o|nie|ren (nach gleichbed. fr. sancti
onner): 1. Gesetzeskraft erteilen. 2. (öffentlich) billigen,
bestätigen, gutheißen. 3. mit bestimmten Maßnahmen,
z. B. Tadel, auf eine Normabweichung reagieren; Sanktio
nen verhängen. Sank|ti|onslpolten|zi|al, auch ...poten
tial das; -s (zu ÎSanktion): Summe der Mittel u. Möglich
keiten, die zur Durchsetzung von Anordnungen od. Nor
men zur Verfügung stehen (Soziol.). Sankltislsilmum
das; -s (aus gleichbed. kirchenlat. sanctissimum, eigtl. „Al
lerheiligstes“, Superlativ von lat. sanctus „heilig“): Aller
heiligstes (kath. Rel.). Sanktuar, Sank|tu|alri|um das;
-s, ...ien [,,,iən] (aus lat. sanctuarium „Heiligtum“): a) Al
tarraum einer kath. Kirche; b) [Aufbewahrungsort für ei
nen] Reliquienschrein; c) Reliquienschrein. Sankltus
vgl. 'Sanctus
Sannlyalsi vgl. Sanyasi
San Isa vgl. Zanza
Sanlsa ra vgl. Samsara
sans célrélmolnie [saseremɔ'ni] </?.): (veraltet) ohne Um
stände
Sanslcullotlte [sasky'bta] der; -n, -n (aus gleichbed. fr.
sans-culotte, eigtl. „ohne Kniehose“, urspr. Spottname, da
die Revolutionäre mit langen Hosen (pantalons) anstelle
der von den Aristokraten getragenen Kniehosen (culottes)
bekleidet waren): (abwertend) proletarischer Revolutio
när der Franz. Revolution. Sanslcullotltilden die (Plur.)
(aus gleichbed. fr. sansculottides (jours)): Ergänzungstage
des franz. Revolutionskalenders
sans doute [sä'dut] {fr.): (veraltet) ohne Zweifel, sicher
San|se|vi|e|riau. Sansevierie [...ia] die;-, ...ien [...ian]
(aus nta. sansevieria, nach dem ital. Gelehrten Raimondo
di Sangro, Fürst von San Severo. 1710-1771): 1. tropisches
Liliengewächs mit wertvoller Blattfaser, Bogenhanf. 2. ei
ne Zierpflanze
sans falçon [sâfa sô] {fr.>: (veraltet) ohne Umstände; vgl.
Fasson, sans gêne [sâjen] (/r,): (veraltet) ungezwungen;
nach Belieben; vgl. 'Gene
Sanslkrit* das; -s (aus gleichbed. sanskr. sarhskrtä): (noch
heute) in Indien als Literatur- u. Gelehrtensprache ver
wendete altind. Sprache, sanslkrjltisch: das Sanskrit
betreffend. Sanslkriltist <fer; -en, -en (zu T...ist): Wis
senschaftler auf dem Gebiet der Sanskritistik. Sanslkritistik die; - (zu T ...istik) : Wissenschaft von der altind. Li
teratursprache Sanskrit, der in dieser Sprache geschriebe
nen Literatur u. der altind. Kultur
sans phrase [sa'fra:z] (/r,): (veraltet) ohne Umschweife
Sant' (verkürzt aus it. santa bzw. santo): (vor ital. männli
chen u. weiblichen Namen, die mit Vokal beginnen) svw.
Santa, Santo. Sanlta (aus gleichbed. it., span. bzw. port.
santa, dies aus lat. sancta, Fem. von sanctus, vgl. ‘Sanc
tus): ital., span. u. port. Bez. für tSankt; Abk.: S., Sta.
Sanlta Claus ['sæntəklɔ:z] der; - -, - - {engl. -amerik.; nach
1209
gleichbed. niederl. Sinterklaas, dies abgewandelt zu Sint
Nikolaas „Sankt Nikolaus", nach dem Namen eines Bi
schofs in Kleinasien, vgl. Nikolaus): amerik. Bez. für
Weihnachtsmann. Sanita Con verlsalzi olne [-kɔnvɛr...] die; -- <aus it. santa conversazione „heiliges Ge
spräch“): svw. Sacra Conversazione
San|ta|lolifas; -s (zu tSantalum u. t,,,ol): ein ungesättigter
Terpenalkohol; Hauptbestandteil des ostind. Sandelholz
öls. San|ta|lum das; -s (aus gleichbed. gr. sántalon, dies
über das Pers, aus sanskr. candana zu candrä „leuch
tend“): Sandelbaum
Sanltetaus gleichbed. it. santé, Plur. von santa, vgl. Santa):
ital. Bez. für ÎSankt (vor mehreren weiblichen Namen);
Abk.: SS.
San|tendas; -s (zu Î Santalum u. t ...en): Kohlenwasserstoff
aus der Gruppe der zyklischen Monoterpene, farblose,
flüssige Substanz, die in ätherischen Ölen (bes. Sandelölu.
Fichtennadelöl) vorkommt
Sanlti (aus gleichbed. it. santi, Plur. von santo, vgl. Santo):
ital. Bez. für îSankt (vor mehreren männlichen Namen);
Abk.: SS. San!to(aus gleichbed. ir,, span. bzw.port, san
to, dies aus lat. sanctus, vgl. 'Sanctus): ital., span. u. port.
Bez. für ÎSankt; Abk.: S.
San ton das; -s (nach der Landschaft Saintogne in West
frankreich): mittlere Stufe der oberen Kreide (Geol.).
Santolnin </as, -s (zu lat. herba Santonica „santonisches
Kraut“ (zu Santonicus „die Santonen, ein Volk im westli
chen Gallien, betreffend“) u. f,,,in (1)>: in den unreifen
Blütenköpfen des Zitwerbeifußes vorkommende Substanz
mit stark bitterem Geschmack, die als Mittel gegen Spul
würmer verwendet wird
Sanltolrinlerlde die; - (nach Santorin, dem seit dem Mit
telalter gebräuchlichen Namen für die griech. Insel The
ra): weicher, aus Kalk u. Ton bestehender vulkanischer
Tuff, der als Zusatz zu hydraulischem Mörtel verwendet
wird
Sanlturrfze; -, - (aus dem Arab.): altes orientalisches hack
brettähnliches Saiteninstrument mit trapezförmigem Re
sonanzkörper
Sanlxilan [...çian] vgl. Sanhsien
Sanlyalsi u. Sannyasi der; -[s], -n (zu sanskr. samnyäsa
„Entsagung“): Hindu, der der Welt im Streben nach spi
ritueller Erkenntnis entsagt; Anhänger des Bhagvans
Rajneesh
Säo [säu] (aus gleichbed. port, sào, dies zu lat. sanctus, vgl.
‘Sanctus): port. Bez. für ÎSankt; Abk.: S.
Sa|pel|lii/a5; - (aus dem Afrik.): hartes, fein strukturiertes,
gut polierfähiges, meist goldglänzendes Holz von einem
westafrik. Zedragewächs, das u.a. für Möbelfurniere, als
Parkett- u. Ausstattungsholz verwendet wird
salpelre aulde (Za/.; „wage es, weise zu sein“ (nach Horaz,
Episteln I, 2, 40)>: von I. Kant als Wahlspruch der Aufklä
rung in der Interpretation „habe Mut, dich deines eigenen
Verstandes zu bedienen“ wieder aufgegriffen
Salphirfauch ,..'fi:ç] der; -s, -e (über (spät)lat. sapp(h)irus
aus gleichbed. gr. sáppheiros, dies aus dem Semit.): 1.
[durchsichtig blauer] Edelstein. 2. Nadel mit Saphirspitze
am Tonabnehmer eines Plattenspielers, salphilren: aus
Saphir gearbeitet, bestehend
salpilenlti sat (lat.; „genug für den Verständigen“): für
den Eingeweihten bedarf es keiner weiteren Erklärung
o. Ä.
-s, -e, Salpilnezfe; -, -n u. Sappel der; -s, - (aus
gleichbed. fr. sapine zu sapin „Tanne“, dies aus lat. sappi
nus): (österr.) Spitzhacke, Pickel zum Heben u. Wegzie
hen von gefällten Baumstämmen
Salpo rfer; -s, ...pones [...ne:s] (aus gleichbed. lat. sapo,
Gen. saponis „Seife“): zusammenfassende Bez. für Seifen,
bes. zur therapeutischen Verwendung (Pharm., Med.).
Salpinifer;
Sapropel
Salpolnalria die; - (aus gleichbed. nlat. saponaria, dies
über mlat. saponaria, Fem. von saponarius „zur Seife ge
hörig“ zu lat. sapo, vgl. Sapo): Seifenkraut (Zier- u. Heil
pflanze). Sa|po|ni|fi|ka|ti|oni/;e;-,-en(zu/ɑz. sapo (vgl.
Sapo)u. t...fikation): Verseifung des Körperfetts bei unter
Luftabschluss liegenden Leichen (Chem.). sa po nilfizielren (zu I...fizieren): verseifen (Chem.). Salpolnin
das; -s, -e (zu t,,,in (1)): in vielen Pflanzen enthaltener
Stoff (Glykosid), der zur Herstellung von Reinigungs- u.
Arzneimitteln verwendet wird. Salpolnit [auch ...nit]
der; -s, -e (zu T 2...it> : Seifenstein, ein weißes, graues, gelbes
od. braunes, fettglänzendes Mineral
Salpolte¿Zie; -, -n (aus gleichbed. span, zapote, dies aus aztek. tzäpotl): Frucht des Sapotillbaums. Sa po till baum
<7er; -[e]s, ...bäume (Lehnübersetzung von gleichbed. span.
zapotillo, Verkleinerungsform von zapote, vgl. Sapote): in
Mittelamerika heimischer Laubbaum mit essbaren Früch
ten, aus dessen Rinde ÎChicle gewonnen wird
Sa|po!to|xin das; -s (zu lat. sapo (vgl. Sapo) u. tToxin):
stark giftiges Saponin
Saplpanlholz das; -es (Lehnübersetzung von gleichbed.
malai. sapang): ostind. Rotholz
Saplpei/ie; -, -n (aus gleichbed. fr. sape zu saper „untergra
ben“, dies über älter fr. sape „Karst“ aus dem Ital., weitere
Herkunft ungeklärt) : (veraltet) [für einen Angriff auf Fes
tungen angelegter] Laufgraben
Saplpel vgl. Sapin
saplperllotvgl. sackerlot. saplperlment vgl. sackerment
Saplpeur [... po:e] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. sapeur zu
saper, vgl. Sappe): 1. (veraltet) Soldat für den Sappenbau.
2. (Schweiz.) Soldat der technischen Truppe, Pionier
saplphisch ['zafʧ, auch 'zapfʧ] (nach der altgriech. Dich
terin Sappho (um 600 v.Chr. auf der Insel Lesbos)): ty
pisch für die Dichterin Sappho, für ihr Werk; sapphische
Liebe: (selten) svw. lesbische Liebe; sapphische Strophe:
eine antike lyrische Strophenform. Saplphislmus der; (zu t...ismus (3)>: svw. tlesbische Liebe
sapipraldi* (wohl entstellt zu lat. sacramentum domini
„das Sakrament des Herrn“): Ausruf des Erstaunens u.
der Verwünschung
sapr...‘, Sapr...* vgl. sapro.... Sapro... Salprälmie die; -,
...ien (zu tsapro... u. t...ämie): schwere, allgemeine Blut
vergiftung (Med.)
salprislti* (entstellt aus lat. sacramentum Christi „Sakra
ment Christi“): (veraltet) svw. sappradi
salpro...*, Salpro...*, vor Vokalen meist sapr..., Sapr...
(aus gr. sapros „faul“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „Fäulnis, faulender Stoff“, z.B. Saprobiont, Saprämie. Saprobie [...io] die; -, -n (meist Plur.) (zu gr.
bios „Leben" u. Î *...ie> : Mikroorganismus, der in od. auf
faulenden Stoffen lebt u. sich von ihnen ernährt; Ggs.
tKatharobie. Sa|pro|bi|enlsysltem [...ion...] das; -s:
biologisches System zur Ermittlung u. Klassifizierung der
Größenordnung des Abbaus organischer Substanzen in
Gewässern zur Beurteilung der Gewässergüte. Salprobilpntrfer; -en, -en (zu t...biont>: pflanzlicher, tierischer
od. mikrobieller Organismus, der sich von den Zerset
zungsprodukten abgestorbener Pflanzen u. Tiere sowie
von organischen Ausscheidungsprodukten ernährt; Fäul
nisbewohner. salprolbisch: a) in faulenden Stoffen le
bend (von Organismen); b) die Fäulnis betreffend, saprolgen (zu t...gen>: Fäulnis bewirkend. Salprolkoll
das; -s (verkürzt aus Î Sapropel u. gr. kölla „Leim“): eine
Faulschlammkohlenart. Sa|pro|le|gnia die; -, ...ien
[...ion] (zu gr. légnon „Saum, Rand“ u. t‘...ia>: ein îparasitischer Algenpilz (Wasserschimmel). Salprolnglse die;
-, -n (zu t’...ose): durch Fäulniserreger verursachte Er
krankung (Med.). Salprolpel das; -s, -e (zu gr, pelos
„Schlamm“): Faulschlamm, der unter Sauerstoffab-
Sapropelit
Schluss in Seen u. Meeren entsteht. Salprolpellit [auch
... lit] der; -s, -e (zu T2...it): aus Faulschlamm hervorgegan
genes Gestein, salprolpelliltisch: faulschlammartig.
Salprolphalge der; -n, -n (meist Plur.) (zu T...phage): tie
rischer Organismus, der sich von verwesendem od. faulen
dem organischem Material ernährt, salprolphil (zu
T ...phil): auf, in od. von faulenden Stoffen lebend (von Or
ganismen; Biol.). Salprolphyt der; -en, -en (zu t...phyt>:
pflanzlicher Organismus, der sich von faulenden Stoffen
ernährt, Moderpflanzen, Humuspflanzen, salprolphytär (zu T...är>: a) auf Saprophyten bezogen; b) von abge
storbenen organischen Substanzen lebend (von Kleinlebe
wesen; Biol., Med.), salprolphyltisch: zum Saprophy
ten gehörend, in der Art eines Saprophyten (Bot.). Saprozoon das; -s, ...zoen (zu gr. zöon „Lebewesen,
Tier“): Tier, das sich von faulenden Stoffen ernährt
Salralband u. Serabend der; -[s], -s (nach dem iran. Dis
trikt Sarawan) : handgeknüpfter, vorwiegend rot- od. blau
grundiger Perserteppich mit charakteristischer Palmwe
delmusterung
Salralbanlda u. Saralbanide die; -, ...den (aus it. sarabanda bzw. fr. sarabande, dies über span, zarabanda aus
dem Arab.): a) langsamer Tanz im 3/4-Takt; b) Satz einer
Î Suite (4) od. t Sonate
Salralbalren die (Plur.) (aus gleichbed. gr. sarábara): (frü
her) lange, weite Beinkleider der Meder u. Perser
Salralfan der; -s, -e (aus gleichbed. russ. sarafan, dies über
das Turkotat. aus pers. seräpä „Ehrengewand“): zur russ.
Frauentracht des 18. u. 19. Jh.s gehörendes blusenartiges
Kleidungsstück mit großem Halsausschnitt
Salranlgi rfie; -, -s (aus gleichbed. sanskr. särahgi) : nordind.
Kurzhalsfiedel, mit Schallkörper u. breitem Hals aus ei
nem einzigen Stück Holz
Salray [... rai] das; -s, -s (aus gleichbed. türk, saray; vgl. Se
rail): Teil des orientalischen Basars, ein um einen Innen
hof angeordneter Handelsgebäudekomplex (Läden, Werk
stätten, Lagerräume)
Salralzelne der; -n, -n (aus mlat. Saracenus, urspr. „Ange
höriger eines in Arabien ansässigen Stammes (lat. Sarace
ni)“, dies über spätgr. Sarakenoi (Plur.) aus arab. sarqijjüñ
„Morgenländer“): (veraltet) Araber, Moslem, salralzenisch: (veraltet) zu den Sarazenen gehörend, sie betref
fend
Sarldalna die; -, -s (aus gleichbed. katal. sardana): katala
nischer Reigentanz im 2/4- od. 6/s-Takt
Sar del le die; -, -n (aus gleichbed. it. sardella, Verkleine
rungsform von sarda, vgl. Sardine): 1. kleiner, dem Hering
verwandter Fisch in tropischen u. gemäßigten Meeren, der
eingesalzen od. in eine Würztunke eingelegt wird. 2. (meist
Plur.) (ugs. scherzh.) Haarsträhne (von noch verbliebe
nem Haar), die schräg über eine Glatze gelegt ist. Sarldine die; -, -n (aus gleichbed. it. sardina, dies aus spätlat. sar
dina zu lat. sarda „Hering“): kleiner, zu den Heringen ge
hörender Fisch in Atlantik, Mittelmeer u. Schwarzem
Meer, der hauptsächlich in Öl konserviert in den Handel
kommt
sarldolnisch (aus gleichbed. lat. sardonius (risus), dies aus
(spät)gr. sardonios (gélôs), eigtl. „bitteres Lachen“, zu sar
donios „bitter“, schon im Altertum fälschlich bezogen auf
die auf Sardinien wachsende Pflanze Sardonia herba, de
ren Genuss Gesichtsverzerrungen hervorrufen soll): (vom
Lachen, Lächeln o.Ä.) boshaft, hämisch u. fratzenhaft
verzerrt; sardonisches Lachen: scheinbares Lachen, das
durch Gesichtskrämpfe hervorgerufen wird (Med.)
Sarldolnyx* der; -[es], -e (über lat. sardonyx aus gleichbed.
gr. sardonyx zu sárdios „aus Sardinien“ u. onyx, vgl.
Onyx): braun u. weiß gestreifter TChalzedon (Schmuck
stein)
Salri der; ~[s], -s (aus gleichbed. Hindi särt, dies aus altind.
1210
säti „Tuch, Gewand“): aus einer kunstvoll um den Körper
gewickelten Stoffbahn bestehendes Gewand der Inderin
Salrin das; -s (Kunstw.; vgl. ...in (1)): zu den Nervengiften
gehörender ehern. Kampfstoff
sark..., Sark... vgl. sarko..., Sarko... Sarlkaslmus der; -,
...men (über spätlat. sarcasmos ausgr. sarkasmós „beißen
der Spott“ zu sarkázein „verhöhnen“, eigtl. „zerflei
schen“, dies zu sárx, vgl. Sarx): 1. (ohne Plur.) beißender,
verletzender Spott, Hohn. 2. bissig-spöttische Äußerung,
Bemerkung, sarlkasltisch (aus gleichbed. gr. sarkastikós): spöttisch, höhnisch. Sarlkilker der; -s, - (zugr. sarkikös „stofflich, fleischlich“): svw. Hyliker, sarlko...,
Sarlko..., vor Vokalen auch sark..., Sark... (aus gr. sárx,
Gen. sarkós „Fleisch“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „fleischiges Gewebe betreffend, fleischartig;
Fleisch“, z.B. sarkoid, Sarkokarp, Sarkomphalos. Sarkoblast* der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. blastós
„Spross, Trieb“): svw. Myoblast. Sarlkolde die; -, -n (zu
gr. sarködes „fleischartig“): (veraltet) Protoplasma
(Biol.). sarlkolid (zu TSarkom u. T...oid): sarkomähnlich
(von Geschwülsten; Med.). Sarlkolid das; -[e]s, -e; 1. lin
sen- bis bohnengroßer Tumor der Haut mit sarkomähnli
chem Charakter, der aber zu spontaner Rückbildung
nein*. 2. bei der Sarkoidose auftretendes Î Granulom
(Med.). Sar|ko|i|dolse die; -, -n (zu î*...ose>: meist chro
nische, aber rückbildungsfähige Erkrankung, die durch
Bildung von zahlreichen herdförmigen (Granulomen im
Körper gekennzeichnet ist (Med.). Sarlkolkarp das; -s, -e
(zu tsarko... u. t...karp): ein fleischig od. saftig ausgebil
detes ÎMesokarp (z. B. bei der Olive; Bot.). Sarlkollemm
das; -s, -en (zu Tsarko... u. gr. lémma „Rinde, Schale“):
Hülle der Muskelfasern (Med.). Sarlkollith [auch ...'lit]
der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T...lith): fleischfarbenes
Silikatmineral. Sarlkom das; -s, -e u. Sarlko ma das; -s,
-ta (zu gr. sárx (vgl. Sarx) u. t...om>: bösartige Bindege
websgeschwulst (Med.), sarlkolmaltös (zu T...ÖS): auf
Sarkomatose beruhend, sarkomartig verändert (von Ge
weben; Med.). Sarlkolmaltolse die; - (zu T'...ose>: aus
gebreitete Sarkombildung (Med.). Sar komlpha los*
der; -, ...li (zu Tsarko... u. gr. omphalos „Nabel“, eigtl.
„Fleischnabel“): kleine Wucherung am Nabel, die sich
manchmal nach Abstoßung der Nabelschnur bildet
(Med.). Sarlkolphag der; -s, -e (über spätlat. sarcopha
gus aus gleichbed. gr. sarkophágos, eigtl. „Fleischverzeh
rer“ (weil urspr. eine die Verwesung fördernde Kalkstein
art verwendet wurde)): (meist steinerner) Prunksarg zur
Bestattung hochgestellter Persönlichkeiten. Sarlkolplasma das; -s (zu îsarko...): Î Protoplasma der Muskelfasern
u. Muskelzellen (Biol., Med.). sar|ko|plas|ma|tisch:
das Sarkoplasma betreffend, aus Sarkoplasma bestehend
(Biol.. Med.). Sarlkolsin das; -s, -e (zu T...in (1)): vor al
lem in den Muskeln der Wirbeltiere, auch in Hummern,
Krabben u.Ä. vorkommendes Abbauprodukt des ÎKrea
tins (Biochem.). Sarlkolzelle die; -, -n (zu gr. këlê „Ge
schwulst; Bruch“): Geschwulst od. Anschwellung des Ho
dens (Med.)
Sarimat das: -[e]s (nach Sarmatia, dem röm. Namen für ei
ne Landschaft am Schwarzen Meer): jüngste Stufe des
Î Miozäns (Geol.)
Salron der od. das; -, - (aus dem Javan.): bereits um 800
n.Chr. belegtes einoktaviges Metallplatteninstrument
(Bronze, Eisen) in Gamelanorchestern
Sa rong der; -[s], -s (aus gleichbed. malai. särung): a) um
die Hüfte geschlungener, bunter, oft gebatikter (vgl. Batik)
Rock der Indonesierinnen; b) gebatikter od. bunt geweb
ter Baumwollstoff mit Längskanten für Umschlagtücher
Sa|ros|pe|ri|o|de die; -, -n (wohl nach dem gräzisierten
Namen eines semit. Volkes u. zu TPeriode): Zeitraum,
nach dessen Ablauf sich Sonnen- u. Mondfinsternisse in
1211
Satikon
nahezu gleicher Folge wiederholen (1 Sarosperiode = 18
Grausamkeit, saltalnisch: sehr böse, boshaft, teuflisch.
Jahre u. 11’/3 bzw. 10'/3 Tage, nach vier bzw. fünf Schalt
Sa|ta|nis|mus der; - (zu t...ismus (3)): 1. Teufelsvereh
jahren in dieser Periode; Astron.)
rung. 2. Darstellung des Bösen, Krankhaften u. Grausa
Sari rass (fer; -es, -e (nach poln. za raz „für den Hieb“): Sä
men in der Literatur. Saltanslkult der; -[e]s: Ausübung
bel mit großer, schwerer Klinge
kultischer Praktiken u. magischer Riten der Teufelsvereh
Sar|ra|ze|nie [...is] die; -, ...ien [...isn] (nach Sarracenus,
rung, oft verbunden mit Drogenmissbrauch u. Gewaltak
dem latinisierten Namen des franz. Arztes M. Sarrasin
ten. Saltanslmeslse die;-, -n: der kath. Messfeier nach
(1659-1736) u. zu I'...ie): stängellose Staude mit Insekten
gebildete orgiastische Feier zu Ehren des Teufels od. einer
fangenden Schlauchblättern in sumpfigen Präriegebieten
Hexe; schwarze Messe, Teufelsmesse
des östlichen Nordamerika, Schlauchpflanze, Wasserkrug Sa Itel I lit [auch ...lit] der; -en, -en (aus lat. satelles, Gen. sa
Sarlrulsolphon, auch ...fon das; -s, -e (nach dem franz.
tellitis „Leibwächter; Helfer, Spießgeselle“): 1. Himmels
Militärkapellmeister M. Sarrus u. zu Î...phon): Blechblas
körper, der einen Planeten auf einer unveränderlichen
instrument mit doppeltem Rohrblatt (Mus.)
Bahn umkreist (Astron.). 2. Flugkörper, der - auf eine
Sar|salpa|ril|le u. Sassaparille die; -, -n (aus gleichbed.
Umlaufbahn gebracht - in elliptischer od. kreisförmiger
span, zarzaparilla zu zarza „(Dorn)busch“ u. parilia, Ver
Bahn die Erde (od. den Mond) umkreist u. dabei bestimm
kleinerungsform von parra „Wein(ranke)“): in mehreren
te wissenschaftliche od. technische Aufgaben erfüllt. 3.
Arten in Mittelamerika wachsende Stechwinde, deren
kurz für tSatellitenstaat. 4. kurz für ÎSatellitenbox. SaWurzeln Î Saponin enthalten
tel li ten al ti me trie* die; -: Verfahren zur Bestim
Sarlselnettder; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. sarcenet, dies
mung der Meeresoberfläche durch Laufzeitmessung eines
über das Altfr. aus mlat. Saracenus „sarazenisch“, dies aus
von einem Satelliten ausgesandten u. an der Wasserober
gr. Sarakënos): dichter, baumwollener Futterstoff
fläche reflektierten Radarimpulses (Geodäsie, Ozeano
Sarlte der; -n, -n (meist Plur.): Angehöriger der sprachlich
grafie). Saltellliltenlbox die; -, -en: (in Verbindung mit
turkisierten iran. Stadtbevölkerung in Mittelasien
einer großen Box für die tiefen Frequenzen beider Kanäle
Salrugh u. Salruk [zarok] der: -[s], -s (nach dem iran. Ort
zur stereophonen Wiedergabe verwendete) kleinere Laut
Sarugh): Teppich in Blau-, Rot- u. Cremetönen mit Blu
sprecherbox für die hohen u. mittleren Frequenzen eines
men-, Palmetten- u. Heratinmuster u. kurzem Flor
Kanals (Elektronik). Saltel|li|ten|fernlse|hen das: -s:
Sarx das; - (aus gr. sárx, Gen. sarkös „Fleisch“): Stoff aus
flächendeckende Fernsehversorgung durch Übertragung
dem der Körper besteht, Sinnbild für das Vergängliche im
der Sendungen über spezielle Nachrichtensatelliten auf
Hellenismus
Îgeostationären Umlaufbahnen. Sa|tel|lilten|folto das;
Sarlzilne die; -, -n (meist Plur.) (aus lat. sarcina „Bürde;
-s, -s: von einem [Wettersatelliten aus aufgenommenes
Bündel, Gepäck“): Gattung der Bakterien, Paketkokken
Foto von einem bestimmten Bereich der Erdoberfläche.
(Med.)
Sa|tel|li|ten|funk¿ter; -s: leitungslose Nachrichtenüber
Salschen [auch ,,,'ʃe:n] der; -[s], - (aus russ. sazen’ zu sjatragung mithilfe von Nachrichtensatelliten auf Îgeostati
gat’ „nach etw. greifen, etw. erreichen“, dies aus altbulgar.
onären, seltener elliptischen Umlaufbahnen. Saltelllisegnoti „den Arm ausstrecken“): früheres russ. Längen
ten|me|te|o|ro|lolgie die; -: Teilgebiet der Meteorolo
maß^ 2,133 m)
gie, das die von Satelliten aus durchgeführten Beobach
sälsielren (aus gleichbed. fr. saisir, dies aus dem Germ.):
tungen u. Messungen für die Meteorologie nutzbar macht.
Sa|tellli|tenlna|vi|ga|tilon [,..v...J die; -: Navigation,
(veraltet) ergreifen, in Beschlag nehmen
Sas Isa liras* ¿¡ter; -, - (über gleichbed. fr. sassafras aus spare,
bei der die Position des Schiffs od. Flugzeugs mithilfe der
von einem Satelliten (2) ausgesendeten Funksignale be
sasafrás, vermutlich aus einer nordamerik. Indianerspr.):
stimmt wird (Seew.; Flugw.). Sa tel lilten pro gramm
(zu den Lorbeergewächsen gehörender) Baum, dessen
das: -s, -e: über einen Satelliten (2) ausgestrahltes Fern
Holz u. Rinde durch ein darin enthaltenes ätherisches Öl
sehprogramm. Sa|tel|li|ten|re|cei|ver [,,,rɪsi:vu] der; -s,
einen intensiven Duft ausströmen
-: Anlage für den Empfang von Programmen des Satelli
Sasl sal ni Ide ¿/er; -n, -n (nach Sassan, dem Stammvater des
tenfernsehens. Saltellliltenlstaatfiter; -[e]s, -en: (abwer
pers. Herrschergeschlechts, u. zu Î ...ide): Angehöriger ei
tend) formal selbstständiger Staat, der von einem anderen
nes pers. Herrschergeschlechts (224-651). saslsalniStaat (bes. einer Großmacht) abhängig ist. Saltellliltendisch: die Sassaniden betreffend
stadtrfte; -, ...Städte: größere, weitgehend eigenständige
Saslsalpalrillle vgl. Sarsaparille
Ansiedlung am Rande einer Großstadt. SaltelSaslso-Filolralno-Kulltur die; - (nach den Fundorten
lite-to-Sa|tel|lite-Tra|cking ['sætəlaɪt tə 'sætəlaɪt 'træSasso di Furbara u. Fiorano Modese in Oberitalien) : jung
kɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. satellite-to-satellite tra
steinzeitliche Kulturgruppe Mittelitaliens mit dunkeltonicking): Verfahren zur Messung von Entfernungsänderun
ger, unbemalter Keramik u. geschliffenem Steingerät aus
gen zwischen zwei Satelliten mithilfe der Messung von
Grünsteinarten
Frequenzveränderungen von elektromagnetischen Wellen
Saslsollin das; -s, -e (nach dem Fundort Sassa in der Tos
(Geodäsie, Raumfahrt)
kana u. zu T...in (1 )>: ein farbloses, weißes, auch gelbliches
Saltemlspralche ¿tete; -, -n (nach der Aussprache des An
Mineral, Grundstoff bei der Herstellung von Borsäure
lauts in dem altiran. Wort satem „hundert“ als s) : Sprache
Sasltalwa die; -, ...wi (aus russ. zastava „Stadttor; Schlag
aus der ostindogermanischen Gruppe des Î Indogermani
baum“): als Zollhaus dienendes Stadttor im alten Russ
schen, bei der sich die palatalen Verschlusslaute der indo
land, Schlagbaum
germanischen Grundsprache in Reibe- od. Zischlaute ver
Sasltrulga* die; -, ...gi (zu russ. zastrugat’ „spitz ma
wandelt haben (Sprachw.); Ggs. ÎKentumsprache
chen“): durch Auswehung verursachte scharfkantige, bis
1,5 m hohe, unregelmäßige Rücken auf verfestigten Salti die; -, -[s] (aus sanskr. satɪ „treue Gattin“, eigtl. „die
Gute“, nach dem Vorbild der Sati, einem Beinamen der
Schneedecken, vor allem in der Antarktis
Gattin Schiwas): im hinduistischen Indien die treue Ehe
Saltan der; -s, -e (über kirchenlat. satan(as), aus gr. safrau, die ihrem verstorbenen Mann durch Selbstverbren
tan(äs), dies aus hebr. sätän „Widersacher; böser Engel“
nung folgte, um so im Jenseits mit ihm vereint zu werden
zu sätan „nachstellen, verfolgen“): 1. (ohne Plur.) der Wi
dersacher Gottes, der Teufel, der Versucher. 2. (häufig als Saltilcon, Saltilkon das; -s, -s (Kunstw.; zu Selen, zlrsen,
Tellur gebildet) : zu den Î Vidikonen zählende Bildspeicher
Schimpfwort) boshafter Mensch. Saltalnas der; -: svw.
röhre aus Selen, Arsen u. Tellur
Satan (1). Saltalnie die; -, ...ien (zu t2...ie): teuflische
Satin
[za'tɛ:, auch ,,,tɛŋ] der; -s, -s (aus gleichbed./r. satin
zu altfr. satin, zatouin, dies aus arab. zaitüni „Seide aus
Zaitün (= der Hafen Tseutung [heute Quanzhou] in Chi
na)“): Sammelbez. für Gewebe in Atlasbindung mit glat
ter, glänzender Oberfläche. Saltilnalge [,,,ti'na:ʒə] die; -,
-n (aus gleichbed./r. satinage): das Glätten von Papier auf
Walzen; vgl. Kalander. Sa|ti|nel|la der; -[s] (Kunstw.):
glänzender Futterstoff [aus Baumwolle] in Atlasbindung
(einer bestimmten Webart). sa|ti|nie|ren (aus gleichbed.
fr. satiner zu satin, vgl. Satin): [Papier, Leder, Kunststoff
zwischen Walzen] glätten. Saltilnierlmalschilne die; -,
-n: svw. Kalander
Saltilre die; -, -n (aus gleichbed. lat. satira, älter lat. satura,
eigtl. „mit verschiedenen Früchten gefüllte [Opfer]schale“
(als Gabe an die Götter); (übertragen) „Allerlei, bunte Mi
schung“): 1. (ohne Plur.) Kunstgattung (Literatur, Karrikatur, Film), die durch Übertreibung, Ironie u. [beißen
den] Spott an Personen od. Ereignissen Kritik übt, sie der
Lächerlichkeit preisgibt, Zustände anprangert, mit schar
fem Witz geißelt. 2. künstlerisches Werk, das zur Gattung
der Satire (1) gehört. Saltjlrilker der; -s, - (aus gleichbed.
spätlat. satiricus); a) Schöpfer von Satiren (2); b)jmd,, der
sich gern bissig-spöttisch, ironisch äußert, saltilrisch
(nach lat. satiricus „zur Satire gehörend“ > : a) die Satire be
treffend; b) spöttisch-tadelnd, beißend. sa|ti|rilsie|ren
(zu t...isieren>: satirisch (b) darstellen
Saltislfakltilon die; -, -en (aus lat. satisfactio „Genugtu
ung“ zu satisfacere „Genüge leisten, befriedigen“, dies zu
satis „genug“ u. facere „tun“): Genugtuung, bes. durch
Ehrenerklärung (Zurücknahme der Beleidigung) od. ein
Î Duell
saltilvus [...vos] (.lat.; „gesät, gepflanzt“): angebaut, nicht
wild wachsend (von Pflanzen)
Saltor-Arelpo-Forlmel die; - (nach dem lat. Î Palindrom
sator arepo tenet opera rotas): ein als Îmagisches Quadrat
geschriebenes spätantikes Î Palindrom, das als Abwehr
zauber (z. B. gegen Unheil u. Brandgefahr) verwendet wur
de
Saltolri das; -[s] (aus dem Japan.): (im Zenbuddhismus) in
tuitive, plötzliche Erleuchtung
Saltrap* der; -en, -en (aus gleichbed. lat. satrapes, gr. saträpes, eigtl. „der das Reich Schützende“, dies aus dem
Altiran.): Statthalter einer Provinz im Persien der Antike.
Saltralpie die; -, ...ten (über Zai. satrapia aus gleichbed.
gr. satrapeia): von einem Satrapen verwaltetes Gebiet
Satlsang das, auch der; -s (aus dem Sanskr.): geistige Un
terweisung in einem Meditationskult
‘Satlsulma das; -[s] (nach Satsuma, dem früheren Namen
der heutigen japan. Präfektur Kagoshima): feine japan.
Töpferware mit einfachen Formen u. regelmäßiger Glasur.
2Satlsu|ma ¿ZZe; -, -s (zu ΑSatsuma): eine kernlose Man
darinenart
Saltulraltilon die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. saturatio
zu saturare, vgl. saturieren): 1. Sättigung. 2. ein besonde
res Verfahren bei der Zuckergewinnung. Saltulrelja die; (wohl zu lat. saturare, vgl. saturieren, weil die Pflanzen
von den Römern zum Würzen der Speisen verwendet wur
den): Gattung der Lippenblütler mit Heil- u. Würzkräu
tern (z.B. Bergminze, Bohnenkraut). sa|tu|rie|ren (aus
gleichbed. lat. saturare zu satur „satt“): 1. sättigen. 2. [An
sprüche] befriedigen, saltulriert (zu t ...iert) : 1. zufrieden
gestellt ; gesättigt. 2. (abwertend) ohne geistige Ansprüche,
selbstzufrieden
Salturn das; -s (nach dem Planeten Saturn, der bei den Al
chemisten als Symbol für Blei galt): (veraltet) Blei. Salturnallien [,,,iən] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. saturnalia,
nach dem im Rom der Antike zu Ehren des Gottes Saturn
(lat. Saturnus) im Dezember gefeierten Fest): ausgelasse
nes Fest. Salturjniler [...in] der; -s, - (aus lat. (versus) Sa
Saltin
1212
turnius ,,saturniseh(er Vers)“): Langvers der ältesten röm.
Dichtung (antike Metrik), salturlnin (zutSaturnu. t...in
(1)>: bleihaltig; durch Bleivergiftung hervorgerufen, sa
turi nisch (nach lat. Saturnius „von Saturnus stam
mend“): (veraltet) uralt; saturnischer Vers: svw. Saturnier; saturnisches Zeitalter: ideale Vorzeit der griech. bzw.
röm. Sage; goldenes Zeitalter. Salturlnislmus der; -,
...men (zu TSaturn u. î...ismus (3)>: Bleivergiftung (Med.)
Saltya das; -s (,a,vts sanskr. satyä „Wahrheit, Wirklichkeit“):
nach der Verkündigung t Buddhas „die vier edlen Wahr
heiten“ vom Leiden, von dessen Entstehung, der Aufhe
bung seiner Ursache u. des Weges hierzu (als Grundlage
des Buddhismus). Saltylalgralha* das; -s (aus gleichbed.
sanskr. satyágraha „das Ergreifen, Festhalten der Wahr
heit“): Zentralgedanke der Philosophie M. Gandhis, die in
der gewaltlosen Durchsetzung des als wahr Erkannten gip
felt"
Saltyr der; Gen. -s, auch -n, Plur. -n (meist Plur.) (über lat.
Satyrus aus gr. Sätyros): 1. in der griech. Sage lüsterner
Waldgeist u. Begleiter des Dionysos mit menschlichem
Körper u. tierischen Zügen, entweder mit Pferdeohren,
-schwänz u. -hufen oder mit Bocksbart, -huf u. -horn; vgl.
Silen. 2. (selten) sinnlich-lüsterner Mann. Saltyrlhuhn
das; s, ...hühner: farbenprächtiger asiatischer Hühnervö
gel. Sa|ty|ri|a|sis die; - (über spätlat. satyriasis aus
gleichbed. gr. satyriasis): übersteigerter männlicher Ge
schlechtstrieb (Med.). Saityrlspiel das; -s, -e (zu TSatyr):
Form des antiken griech. Dramas, bei der die Satyrn den
Chor bildeten u. deren ausgelassenes Treiben das wesent
liche Hauptmoment bildete
Saulce ['zo:sə] vgl. Soße. Sauce à la Cumlberlland
[sosalakœbo'lâ] die;------- (aus gleichbed. fr. sauce à la
Cumberland): svw. Cumberlandsoße. Sauce bélarnaise [sosbear'nɛ:z] die; - - (aus gleichbed./r. (sauce) bé
arnaise, nach der südfranz. Landschaft Béarn): dicke, wei
ße Soße aus Weinessig, Weißwein, Butter, Eigelb u. Ge
würzen, bes. Estragon u. Kerbel. Sauce holllanldaise
[sosɔla'dɛ:z] die;- - (aus/r. sauce hollandaise „holländische
Soße“): Soße, bei der Weißwein, Eigelb u. Butter im Was
serbad cremig gerührt u. mit Pfeffer, Salz u. Zitronensaft
abgeschmeckt werden. Saulciler [zo'sie:] der; -s, -s (aus
gleichbed./r. saucier): Koch, der auf die Zubereitung von
Soßen spezialisiert ist, Soßenkoch. Sau|ci|e|re die; -, -n
(aus gleichbed./r. saucière): zum Servieren von Soße ver
wendete, mit einer Art Untertasse fest verbundene, kleine
[ovale] Schüssel [mit Henkel u. schnabelförmig auslaufen
dem Rand an der gegenüberliegenden Schmalseite], So
ßengießer, -schüssel. saulcielren (nach gleichbed. fr.
saucer): Tabak mit einer Soße behandeln, beizen. Saucis chen [,,,'si:s...] das; -s, - (zu fr. saucisse „Brat-,
Knackwurst“, dies über das Vulgärlat. zu lat. salsicius
„(ein)gesalzen“): hauptsächlich aus Kalbfleisch herge
stellte, [leicht geräucherte] kleine, dünne Brühwurst
Sauldalde [sau'ðaðə] z/z'e; - (aus port, saudade „Sehn
sucht“, dies zu lat. solitas „Einsamkeit“): eine in Portugal
als typisch empfundene Seelenhaltung des Heimwehs, eine
schwermütige Sehnsucht. Sauldolsislmo [sauðu'ziʒmu]
der; - (zuport, saudoso „sehnsuchtsvoll, sehnsüchtig, trau
rig“ u. -ismo, vgl.. ..ismus ( 1 )) : Anfang des 20. Jh.s entstan
dene künstlerische Erneuerungsbewegung mit einer durch
Saudade geprägten Haltung gegenüber dem Leben
Sauflconlduit [sofkô'dÿi] der; -s, -s [...dÿis] (aus gleich
bed./r. sauf-conduit, dies zu Zat. salvus conductus „siche
res, freies Geleit“): (veraltet) Geleitbrief
Sau na rfz'e; -, Plur. -s u. ...nen (aus gleichbed. firm, sauna):
1. (mit Holz ausgekleideter) Raum od. Holzhäuschen, in
dem trockene Hitze herrscht u. von Zeit zu Zeit Wasser
zum Verdampfen gebracht wird. 2. dem Schwitzen dienen
der Aufenthalt in einer Sauna (1). saulnen u. saulnie-
1213
ren <zu Î..deren): ein Saunabad nehmen. Saulnist der;
-en, -en (zu l,,,ist): Benutzer einer Sauna. Saulnisltinrf/e,-, -nen: weibliche Form zu t Saunist
saur.... Saur... vgl. sauro..., Sauro... Saulriler [...in] der;
-s, - u. Saurus der; -, ...rier [...iß] (meist Plur.) (über nlat.
saurus bzw. saura aus gr. saura, saüros „Eidechse“): aus
gestorbenes, sehr großes, räuberisches bzw. Pflanzen fres
sendes Reptil des Mesozoikums, saulro..., Sau ro..., vor
Vokalen meist saur..., Saur... (zu gr. saüros „Eidechse"):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „die [ausgestor
benen] Echsen betreffend; saurierähnlich", z.B. Saurolith, Sauropside. Saulrollith [auch ... lit] der; Gen. -s od.
-en, Plur. -e[n] (zu T...lith): versteinerter Saurier. Saulropolde der; -n, -n (meist Plur.) (zu î...pode): zusammen
fassende, systematische Bez. für Pflanzen fressende Rie
sensaurier. Sau|rop|si|den* die (Plur.) (zugr. ópsis „das
Aussehen, äußere Erscheinung“ u. 1 ...ide): zusammenfas
sende, systematische Bez. für Vögel u. Reptilien. Sauroplte ry gi er [...in] der; -s, - (aus gleichbed. «Za/, sauropterygia, zu gr. ptéryx. Gen. ptérygos „Feder, Flügel“):
ausgestorbene Ordnung der Saurier in Tmesozoischen
Meeren. Saulrus vgl. Saurier
saulté [zo te:, franz, so te] {fr.; Part. Perf. von sauter, vgl.
sautieren): svw. sautiert
Saulternes [so'tern] der; -, - (nach dem franz. Ort u. der
Landschaft Sauternes): franz. Weißwein
saultielren [zo...] (aus gleichbed. fr. (faire) sauter, eigtl.
„(in der Pfanne) springen machen“, dies aus lat. saltare
„tanzen, springen“): a) kurz in der Pfanne braten; b) (be
reits gebratene Stücke Fleisch od. Fisch) kurz in frischem,
heißem Fett schwenken, saultiert (zu t...iert): kurz ge
braten. saultilllé [soti'je] {fr.; „gehüpft, gesprungen“,
Part. Perf. von sautiller „hüpfen, springen“): mit Spring
bogen gespielt (Vortragsanweisung; Mus.); vgl. saltato
Sau|valgelr(e [so'va:ʒə...] die; - (aus gleichbed. fr. sauva
gerie zu sauvage „wild“, dies aus spätlat. salvaticus, lat. sil
vaticus „zum Walde gehörig“): (veraltet) Wildheit, Men
schenscheu
Sauvelgarde [sov gard] die; -, -n [...dn] (aus gleichbed. fr.
sauvegarde zu sauver „(er)retten“ (dies aus spätlat. salva
re) u. garder „schützen“): (veraltet) 1. Schutz-, Sicher
heitswache. 2. Schutzbrief (gegen Plünderung). Sauvement [...'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. sauvement):
(veraltet) Rettung, Rettungsgebühr, sauve qui peut
[sovki'pa] (/r.): rette sich, wer kann!
Sauvelterlrilen [so:vtɛ'riɛ:] das; -[s] (nach dem Fundort
Sauveterre-la-Lémance, Frankreich): Kulturgruppe der
Mittelsteinzeit mit zahlreichen TMikrolithen (2)
Salvalku [...v...] der; -s, -s (aus dem Indian.): nachtaktiver
Reiher in Mittelamerika bis Südbrasilien mit kahnförmi
gem Schnabel
Sa|va|la|di [,..v...] Æe; -, - (nach gleichbed. it. cervellata):
(österr.) svw. Zervelatwurst
Salvanlne [...v...] die; -, -n (über span, sabana aus gleich
bed. Taino (einer Indianersprache der Karibik) zabana):
tropische Steppe mit einzeln od. gruppenweise stehenden
Bäumen u. Sträuchern (Baumsteppe)
Salvalrin ['zavarɛ, auch ,,,'rɛ:] der; -s, -s (nach dem franz.
Schriftsteller Brillat-Savarin, 1755-1826): mit Rum ge
tränkter Hefekuchen
salven ['seɪvn] (aus engl. to save „sichern“): svw. absaven
(a), save our souls ['seɪv aʊə 'soulz] {engl.; „rettet unsere
Seelen“): volkstümliche Deutung für den internationalen
Morsenotruf SOS
Salvoir-faire [savoar'fɛ:r] r/rw; - (aus gleichbed. fr. savoirfaire, eigtl. „das Zu-tun-Wissen“): (veraltet) Gewandtheit,
salvoir pour prélvoir [savwarpurprev'wa:r] {fr.; „wis
sen, um vorherzusehen“): positivistische Formel zur Be
stimmung der Aufgabe der Soziologie, die durch Erkennt
Scalalogie
nis von Gesetzen in Natur u. Gesellschaft Voraussagen er
möglichen soll. Sa|voir-vi|vre‘ [savwar'vi:vr(ə)] das; (aus gleichbed. fr. savoir-vivre, eigtl. „das Zu-leben-Wissen“>: feine Lebensart, Lebensklugheit
Sa|vo|nette [savo'nɛt] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed. fr.
(montre à) savonnette, eigtl. „(Uhr in Form eines) Seifen
stücktes)“ zu savon „Seife“): (veraltet) Sprungdeckeluhr
Salvolniluslroltor [...v...] der; -s, -en (nach dem schwed.
Ingenieur Savonius, 20. Jh.>: Abluftventilator bes. für
Fahrzeuge
Salvoulries ['seɪvəriz] die (Plur.) (aus engl. savoury „pi
kante (Vor- od. Nach)speise“ zu savo(u)r „Geschmack“,
dies über altfr. savo(u)r aus lat. sapor): Würzbissen, [pi
kante] Häppchen
Salxalul der; -s (aus gleichbed. russ. saksaul): knorriges
Holzgewächs der Sand- u. Salzwüsten, Salzsteppenstrauch
Saxlhorn das; -s, ...hörner (nach dem belg. Erfinder A. J.
Sax, 1814-1894): ein dem Bügelhorn ähnliches, mit Venti
len statt Klappen versehenes Horn (Mus.)
Salxilfralga* [auch ... fra:...] die; -, ...agen (aus gleichbed.
lat. saxifraga zu saxum „Felsen“ u. frangere „brechen“):
Steinbrech; Gebirgspflanze, auch Polster bildende Zier
pflanze mit weißen, roten od. gelben Blüten in Steingär
ten. Sa|xi|fra|ga|ze|en die (Plur.) (aus gleichbed. nlat.
saxifragaceae) : zusammenfassende, systematische Bez.
für die Steinbrechgewächse (zahlreiche Nutz-, Zier- u.
Heilpflanzen, z.B. Johannisbeere, ÎHortensie)
Salxolphon, auch ...fon das; -s, -e (nach dem belg. Erfinder
A. J. Sax (1814-1894) u. zuî...phon>: Instrument aus Mes
sing in 4-6 Tonhöhen mit Klarinettenmundstück u. meist
nach oben gerichtetem Schalltrichter (Mus.). Salxolphonist, auch ...fonist der; -en, -en (zu t ...ist): Saxophonspie
ler. Salxolphoinisltin, auch ...fonistin die; -, -nen: weib
liche Form zu 1 Saxophonist. Sax-Sec|tion ['sækssɛkʃn]
die; -, -s (aus engl. sax(ophone) section „Saxophongrup
pe“): svw. Reed-Section. Saxltromlba [’zaks...] die; -,
...ben (zu I Saxhorn u. it. tromba „Trompete“): Horn in Tu
baform mit T Mensur zwischen Saxhorn u. Waldhorn
Saylnète [zɛ'nɛt] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed. fr. saynète,
dies aus span, sainete, vgl. Sainete): kurzes franz. Lust
spiel mit zwei od. drei Personen; vgl. Sainete
Saz die; -, -e (aus gleichbed. türk, saz, eigtl. „Musikinstru
ment“): gezupfte Langhalslaute
Salzen [,,,zən] der; -, - (aus gleichbed. poln. sazen): altes
poin. Längenmaß (= 1,728 m)
sa|zer|do|tal (aus gleichbed. lat. sacerdotalis zu sacerdos,
Gen. sacerdotis „Priester“): priesterlich. Sa|zer|do|tium das; -s (aus gleichbed. (m)lat. sacerdotium): 1. (veral
tet) Priestertum, Priesteramt. 2. die geistliche Gewalt des
Papstes im Mittelalter
S-Bahn-Sur|fen ['ɛs,,,sə:fn] das; -s <dt. Bildung mit Isurfen): (ugs.) [aus Übermut betriebenes] waghalsiges Mit
fahren auf dem Dach od. an der Außenseite eines S-BahnWagens
Sbirlre der; -n, -n (aus it. sbirro zu spätlat. birrus, gr. pÿrrhos „Kapuzenmantel“): (veraltet) ital. Polizeidiener, Ge
heimagent (bes. im Kirchenstaat), Scherge
Scalbelllum [sk...] das; -s, ...11a (aus gleichbed. lat. scabel
lum): in der Antike wie eine Sandale am Fuß getragene
Klapper aus zwei an der Ferse miteinander verbundenen
Brettchen, die zur Unterstützung des I Rhythmus dient
(Mus.)
Scalbiles [sk...] vgl. Skabies
Scagiiola* [skal'jo:la] die; - (aus it. scagliola „(Alabaster)gips“): zur Nachahmung von Marmor verwendete
formbare Masse; Stuckmarmor
Scallallolgie [ska...] die; - (zu lat. scalae (Plur.) „Treppe,
Leiter“ u. I ...logie): Wissenschaft von den Eigenarten u.
Wirkungen der Treppen; Treppenkunde
Scalar
Scallar [sk...] vgl. Skalar
Scale-up [skeɪl'ʌp] das; -,
-s (aus gleichbed. engl. scale-up
zu (to) scale up „(nach Maßstab) vergrößern“): Übertra
gung von Laborergebnissen auf großtechnischen Maßstab
in der Verfahrenstechnik. Scalling ['skeilɪŋ] das; -s (aus
gleichbed. engl. scaling zu to scale „(nach Maßstab) abstu
fen“; vgl. Skala): das Vergrößern od. Verkleinern von
[Bildvorlagen vor einer Verwendung in Prospekten od.
Anzeigen
Scali [skɔ:l das; -s (engl. Kunstw.): ein Funkrufdienst, über
den codierte Meldungen im Umkreis von etwa 25 km an
Scallempfangsgeräte (vgl. Pager) übermittelt werden kön
nen
Scallping Opelraltions ['skælpɪŋ ɔpə'reʧənz] die (Plur.)
(zu engl.-amerik. (ugs.) to scalp „(Aktien) mit hohem Ge
winnweiterverkaufen“ u. engl. Operation „Vorgang, Tätig
keit“) : Börsengeschäfte, die sehr geringe Kursschwankun
gen zu nutzen versuchen
Scamlpi [sk...] <fe(Plur.) (ausgleichbed. it. scampi (Plur.)):
ital. Bez. für eine Art kleiner Krebse
Scan [skɛn] der od. das; -s, -s (aus engl. scan „das Absu
chen“ zu to scan, vgl. scannen): svw. Scanning
Scanldalglio* [skan'daljo] das; -s, Plur. -su. ...gli [,..ji] (aus
it. scandaglio „Lotung, Auslotung“): vorbereitendes, den
Gegner ausforschendes Klingenspiel (Fechten)
Scanldilum [sk...] das: -s (nach Scandia, dem nlat. Namen
für Skandinavien, u. zu T...ium>: ehern. Element, Leicht
metall; Zeichen Sc
scanlnen ['skɛ...] (aus engl. to scan „(kritisch) prüfen, ge
nau betrachten, absuchen“, dies aus lat. scandere, vgl.
skandieren): mit einem Scanner abtasten. Scanlner der;
-s, - (aus gleichbed. engl. scanner): Gerät, das ein zu un
tersuchendes Objekt (z.B. den menschlichen Körper od.
eine Kopiervorlage) mit einem Licht- od. Elektronenstrahl
punkt- bzw. zeilenweise abtastet [u. die erhaltenen Mess
werte in einem Computer weiterverarbeitet], Bildabtaster.
Scanlnerlkaslse die; -, -n: mit einem Scanner zum Ein
lesen von Preisen u. anderen Daten ausgestattete elektro
nische Kasse. Scanlning das; -[s] (aus gleichbed. engl.
scanning): Untersuchung, Abtasten mithilfe eines Scan
ners
Scalpin [ska'pɛ] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. Scapin): Fi
gur des verschmitzten Dieners in der franz. Komödie
Scalralmouche [skara'muj] der; -, -s [,,,'muʃ] (aus fr. Scaramouche): franz. Form von Skaramuz. Sca ra muz za
[...'motsa] der; -, ...zze (aus it. Scaramucchia): ital. Form
von Skaramuz
Scart, auch SCART [skɑ:t] der; -s, -s (.engl.; urspr. Kurzw.
aus fr. Syndicat des Constructeurs des Appareils .Radioré
cepteurs et Téléviseurs (Herstellerfirma)): meist 21-polige
Steckverbindung, bes. für Videogeräte [untereinander od.]
mit einem Fernsehempfänger (Elektrot.)
Scat [skæt] der;-, -s (aus gleichbed. engl. -amerik. scat, eigtl.
„Knall“): Gesangsstil [im Jazz], bei dem (anstelle von
[Liedjtexten) zusammenhanglose Silben gesungen werden
Scatitelring ['skætərɪŋ] das; -s (aus engl. scattering „Streu
ung“ zu to scatter „(zer)streuen“): an Schichten der At
mosphäre u. am Erdboden auftretende Streuung von
Funkwellen
Scalvenlger ['skævɪndʒə] t/er; -[s], - (aus engl. scavenger,
eigtl. „Aasfresser“, weil mit diesem Zusatzstoff das He
rausspülen der Reaktionsstoffe aus dem Motor begünstigt
wird): Antiklopfmittel, Zusatzstoff für Vergaserkraftstof
fe zur Erhöhung der ÎOktanzahl u. damit zur Verbesse
rung der Klopffestigkeit
scelmanldo [ʃe...] (it.; zu scemare „vermindern“): abneh
mend, schwächer werdend (Mus.)
Scene [si:n] die; - (aus gleichbed. engl. scene, dies aus (mittel)fr. scène, vgl. Szene): (Jargon) Milieu [meist junger
1214
Menschen], in dem bestimmte Vorlieben o. Ä. ausgelebt,
bestimmte Lebensformen, vorübergehende Moden o.Ä.
gepflegt werden. Scelnolnym* [stsɑn...]
-s, -e (zu lat.
scena, scaena (vgl. Szene) u. gr. ónyma „Name“): Deck
name, der aus dem Namen eines Bühnenautors od. Schau
spielers besteht. Scelnoltest ['s(se:...] vgl. Szenotest
Schabbat vgl. Sabbat. Schablbes der; -, - (aus j/ító.
schabbes für hebr. sabbät): svw. Sabbat
Schalblolne* die; -, -n (Herkunft ungeklärt): 1. ausge
schnittene, ausgestanzte Vorlage [zur Vervielfältigung],
Muster. 2. vorgeprägte, herkömmliche Form, geistlose
Nachahmung ohne eigene Gedanken, schalblolnielren
u. scha|blo|ni|si_e|ren (zu Î..deren bzw. ...isieren): a)
nach einer Schablone [be]arbeiten, behandeln, herstellen;
b) in eine Schablone pressen
Schalbotlterfze;-, -n (aus gleichbed./r. chabotte, Herkunft
ungeklärt): schweres Beton- od. Stahlfundament für Ma
schinenhämmer
Schalbralcke* die; -, -n (über das Slaw. od. Ung. aus türk.
çaprak „Satteldecke“): 1. a) verzierte Decke über od. un
ter dem Sattel, Untersatteldecke, Prunkdecke; b) überge
legte, überhängende Zier- u. Schutzdecke (bes. für Pols
termöbel); c) aus dem gleichen Stoff wie die Übergardine
gefc :tigter Behang, der quer oberhalb des Fensters ange
bracht ist. 2. (ugs. abwertend) a) alte [hässliche] Frau; b)
altes Pferd; c) alte, abgenutzte Sache. 3. (Jägerspr.) weißer
Fleck auf den Flanken des männlichen Wildschafs. Schabrunke die; -, -n (zu t Schabracke): (veraltet) Decke über
den Pistolenhalftern
schachlmatt (über das Roman, aus arab. as-säh mäta „der
König ist tot“, dies zu pers. säh, vgl. Schah): 1. unfähig,
den im Schachspiel unmittelbar angegriffenen König
zu verteidigen, u. damit die Partie verlierend; vgl. Matt.
2. (ugs.) handlungsunfähig, erschöpft
Schadlchen der; -s, - (über jidd. schadchn aus aram. sadkän „Heiratsvermittler“): jüd. Heiratsvermittler, Braut
werber
Schaldor vgl. Tschador
Schalduf der: -s, -s (aus gleichbed. arab. sädüf): ägypt.
Schwingbrunnen, Wasserschöpfer an einem Hebebaum
Schalfilit der; -en, -en (nach dem islam. Theologen Schafii
(767-820) u. zu T3...it>: Angehöriger einer islamischen
Rechtsschule
Schalfottdas; -[e]s, -e (aus gleichbed. niederl. schavot, dies
über aZi/r. chafaut „Bau-, Schaugerüst“, dies wohl über das
Vulgärlat., vgl. Katafalk): [erhöhte] Stätte für Enthaup
tungen
Schah der; -s, -s (aus pers. säh „König“): a) (ohne Plur.)
pers. Herrschertitel; b) Träger dieses Titels
Schalhalda die; - (aus gleichbed. arab. sahäda „Zeugnis“):
islamisches Glaubensbekenntnis (Rel.)
Schah ba nu die; - (aus gleichbed.pers. säh „König“ u. bänü „Dame“): Titel der Gemahlin des Schahs. Schah-inSchah der; -s, -s (aus pers. säh-in-säh „König der Köni
ge“): a) (ohne Plur.) (bis 1979) offizieller Titel des iran.
Kaisers; b) Träger dieses Titels
Schaliltan der; -s, -e (aus gleichbed. arab. saytän): Teufel,
Dämon
Schajlwa u. Shaiva ['ʃaiva] der; -[s], -s (meist Plur.) (aus
gleichbed. sanskr. saiva zu sivá, vgl. Schiwa): im t Hinduis
mus Verehrer des Gottes Schiwa
Schalkal [auch Ja:...] der: -s, -e (über türk, çakal auspers.
sagäl, dies aus gleichbed. sanskr. srgälä): in Asien, Südost
europa u. Afrika heimisches hundeartiges Raubtier
Scha|ka|ré [...re:] der; -s, -s (aus gleichbed. port, jacaré,
dies aus einer südamerik. Indianersprache): südamerik.
breitschnäuziges Krokodil
Schakltas u. Shaktas [Jak...] die (Plur.) (aus gleichbed.
sanskr. säktä): Anhänger einer hinduistischen Religions-
1215
gemeinschaft, die die Göttin Schakti als Hochgott verehrt ;
vgl. Tantrismus. Schaklti u. Shakti ['ʃak...] die; - (aus
gleichbed. sanskr. sákti): die Urkraft im Hinduismus, die
mythologisch meist als weibliche Gottheit dargestellt wird.
Schakltislmus der; - (zu t...ismus (1)>: hinduistische
Richtung, die auf der Verehrung der Schakti beruht
Schalku der; -, - (aus gleichbed. jap. sha-ku, eigtl. „Fuß“):
früheres japan. Längenmaß (30,3 cm)
Schallanlken die (Plur.) (wohl zu ung. szálanként „faden
weise“): an Pferdegeschirren lang herabhängender
Schmuck aus Leder
Schallom u. Shalom [ʃa...] (aus hebr. salöm „Friede“):
Frieden! (hebr. Begrüßungsformel)
Schallotlte die; -, -n (aus gleichbed. /r. échalote, altfr.
eschalogne, dies aus spätlat. (cepa) ascalonia, eigtl. „die
(Zwiebel) aus Askalon (bibl. Palästina)“): 1. Lauch mit
röhrenförmigen Blättern u. kugeligen lila Blüten. 2. kleine
Zwiebel der Schalotte (1)
Schallup|pe¿7m; -, -n (aus gleichbed. fr. chaloupe, wohl aus
dem Niederl.): 1. kleineres einmastiges [Frachtjschiff.
2. großes Beiboot mit Riemen od. einem Segel
Schallwarder; -[s], -s (aus gleichbed.peri, salvär, türk, sal
var) : im Orient lange, weite, meist blaue Hose [der Frauen]
Schalmaldeu. Chamade [fa...] <7ze, -, -n (aus gleichbed. fr.
chamade, dies aus /7. chiamata „Ruf" zu chiamare „ru
fen“, dies aus lat. clamare): (veraltet) [mit Trommel od.
Trompete gegebenes] Zeichen der Kapitulation; Schamade schlagen: sich ergeben
Schalmaldroslsel die; -, -n (aus dem Hindi): etwa amsel
großer Singvogel in von Wasserläufen durchzogenen
Dschungeln Indiens bis Indonesiens, beliebter Käfigvogel
Schalmalneder; -n, -n (aus gleichbed. tungus. saman, dies
aus sanskr. sramaná „Bettelmönch“ zu sráma „Anstren
gung"): (bei bestimmten Naturvölkern) mit magischen
Fähigkeiten, bes. der Fähigkeit, mit Geistern u. den Seelen
Verstorbener in Verbindung zu treten, ausgestattete Per
son, die als Priester, Medizinmann o.Ä. fungiert; Zauber
priester. Schalmalnislmus der: - (zu I ...ismus ( 1)> : Re
ligion, in der der Schamane im Mittelpunkt des magischen
Rituals steht (Völkerk.). schalmalnisltisch (zu T...istisch): den Schamanismus betreffend
Schalmilsen vgl. Samisen
Scham mes der; -, - (aus gleichbed. jidd. schammes zu
hebr. sammäs, eigtl. „Diener“): Diener in einer Synagoge
u. Assistent des Vorstehers jüd. Gemeinden
’Schalmpttifer; -s (Herkunft ungeklärt, vielleicht aus dem
Jidd.): (ugs.) Kram, Zeug, wertlose Sachen
2Schalmott der; -s (zu TSchamotte): (österr. ugs.) svw.
Schamotte. Schalmotlte [auch ... mot] die: - (Herkunft
ungeklärt): feuerfester Ton, vor allem zur Herstellung von
Ofensteinen verwendet, schalmotltielren (zu Î..deren):
(österr.) mit Schamottesteinen auskleiden
Schamlponu. Schampun vgl. Shampoo, schamlpolnieren u. schampunieren (zu TShampoo u. t..deren): das
Haar mit Shampoo waschen, einschäumen
Schamlpus der; - (mit latinisierender Endung entstellt zu
ÎChampagner): (ugs.) svw. Champagner, Sekt
schanglhailen u. shanghaien [fa...] (nach gleichbed. engl.
to shanghai, nach der chines. Stadt Schanghai, da dies in
chines. Häfen sehr häufig vorkam): (Seemannsspr.) einen
Matrosen betrunken machen, in diesem Zustand für ein
Schiff anheuern u. [mit Gewalt] an Bord bringen
Schanltunglseilde die; -, -n, fachspr. Shantung ['ʃan...]
der:-s, -s (nach der chines. Provinz Schantung): Wildseide
(vgl. Tussahseide) od. Gewebe aus Kunstfaser mit un
gleichmäßiger Oberfläche
Schaplbalchit [auch ... xit] der; -s, -e (nach dem Fundort
im Schwarzwald u. zu 12...it) : meist mit Bleiglanz verwach
senes eisenschwarzes Mineral
Schaschlik
u. Charade [fa...] die; -, -n (aus gleichbed.fr.
charade, eigtl. „(seichte) Unterhaltung", dies aus dem
Provenzal., urspr. wohl lautmalend): Rätsel, Ratespiel, bei
dem ein zu erratendes Wort in Silben od. willkürlich in Tei
le zerlegt, pantomimisch dargestellt wird
Schalraff der; -s (wohlzuhebr. säraf „verbrennen“): heißer
Wüstenwind in Israel
Schalralralka die: -, -s (über das Port, aus Tupi u. Guarani
(südamerik. Indianersprachen) jararaca): eine südamerik.
Giftschlange, Lanzenotter
Schäl re die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. schwed. skär,
eigtl. „Klippe"): kleine, buckelartige Felsklippe od. -insel,
die der Küste Skandinaviens u. Finnlands vorgelagert ist
Schalria u. Scheria die; - (aus arab. sari‘ä „heiliges Ge
setz“): das in Î Koran u. Î Hadith festgelegte Gesetz, das
das gesamte islamische Leben regelt
Schalrif vgl. Scherif
Schar la tani/ez, -s, -e (über fr. charlatan aus gleichbed. it.
ciarlatano, dies unter Einfluss von ciarlare „schwatzen“
aus cerretano „Marktschreier“, eigtl. „Einwohner der
Stadt Cerreto“ (die als marktschreierische Händler be
kannt waren)): a) Schwätzer, Aufschneider, Schwindler;
b) Quacksalber, Kurpfuscher. Schar|la|ta|ne|r[e die; -,
...ien (nach gleichbed. fr. charlatanerie): a) Aufschneide
rei, Prahlerei; b) Quacksalberei. Schar|la|ta|nis|mus
der; -, ...ismen (zu IScharlatan u. t...ismus (5)): svw.
Scharlatanerie
scharlmant usw. vgl. charmant usw.
Schar müt zel das; -s, - (aus älter it. scaramuzzo „Ge
fecht“, dies wohl aus dem Germ.) : kurzes, kleines Gefecht,
Plänkelei, scharlmütlzeln: ein kleines Gefecht führen,
plänkeln. schar|mut|zie|ren (entstellt zu tScharmützel
u. Î..deren): (veraltet, aber noch landsch.) flirten, um
schmeicheln, schöntun
Scharlnier das; -s, -e (aus gleichbed. fr. charnière, dies
über das Gallorom. zu lat. cardo, Gen. cardinis „Türan
gel“): 1. drehbares Gelenk [an Türen], 2. Umbiegungslinie
einer Î Flexur (Geol.)
'Scharpie die,-(aus gleichbed. fr. charpie zu altfr. charpir
„pflücken, zupfen“, dies aus lat. carpere); früher als Ver
bandsmaterial verwendete zerzupfte Leinwand
2Schar|pie ['ʃarpi] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. sharpie,
sharpy): in bestimmter Bauweise hergestelltes leichtes Se
gelboot
scharlrielren (zufr. charrue „Pflug“ (dies aus lat. carruca
„vierrädriger Wagen, Karre“ zu carrus, vgl. Karosse) u.
Î..deren): die Oberfläche von Steinen mit dem Steinmetz
eisen bearbeiten
Scharltelkedze; -, -n (wohl über das Schülerlat. aus mittelniederd. scarteke „altes Buch, Urkunde“, weitere Her
kunft ungeklärt): 1. a) altes wertloses Buch, Schmöker; b)
(veraltend) anspruchsloses Theaterstück. 2. (abwertend)
unsympathische ältere Frau
Scharlwenlzel u. Scherwenzel der; -s, - (wohl unter Ein
fluss des böhmischen Namens Wenzel umgebildet aus
tschech. cervenec „(roter) Herzbube“, Bed. 2 im Sinne von
„jmd., der wie eine Trumpfkarte (beliebig) eingesetzt wer
den kann“): 1. (landsch.) Bube, Unter in Kartenspielen. 2.
(veraltend abwertend) übergeschäftiger, dienstbeflissener
Mensch. 3. (Jägerspr.) Fehlschuss. schar|wen|zeln u.
scherwenzeln: (ugs.) schmeichlerisch, liebedienernd um
jmdn. herum sein, kriechen
Schaschlka der; -s, -s (aus gleichbed. russ. saska): früher
von russ. Soldaten getragener Kavalleriesäbel
Schaschllikifer od. das; -s, -s (aus gleichbed. russ. saslyk,
dies aus dem Turkotat.): Spieß, auf dem kleine, scharf ge
würzte Stückchen Fleisch [zusammen mit Speck, Zwie
beln, Paprika u. Tomaten] gereiht u. gebraten od. gegrillt
werden
Schalralde
schassen
(urspr. Studentenspr., zu fr. chasser ,,(fort)jagen“, dies über das Vulgärlat. aus lat. captare „Jagd auf
jmdn. od. etw. machen“): (ugs.) 1. [von der Schule, der
Lehrstätte, aus der Stellung] entlassen, wegjagen. 2.
(landsch.) jmdn. ertappen, erwischen, ergreifen. 3.
(landsch.) jagen, hetzen, scheuchen, schaslsielren <zu
Î..deren): mit kurzen, gleitenden Schritten ohne Drehung
geradeaus tanzen
Schasltra* das; -, -s (aus sanskr. sästrä „Theorie, Beleh
rung, Lehrbuch“): Bez. für eine Vielzahl z.T. heilig gelten
der Lehrwerke der ind. Literatur, die mit den Inhalten der
Î Veden übereinstimmen u. diese erläutern
Schatljor der; -s, -e (aus gleichbed. russ. satër „Zelt“; vgl.
Tschador) : Bedachung eines Turms od. einer Kirche in der
Form einer hohen, vier- od. achtseitigen Pyramide, die in
der russ. Holzbaukunst bis Ende des 18. Jh.s verbreitet war
schatltielren (zu dt. Schatten u. t,,,ieren): 1. a) mit Schat
ten versehen (in der Malerei); b) abstufen (von Farben). 2.
Frühbeete, Gewächshäuser u.Ä. gegen zu starke Sonnen
einstrahlung schützen, abschirmen
SchaltuUe die; -, -n (über gleichbed. it. scatola aus mlat.
scatula „Schrein“, weitere Herkunft ungeklärt): 1. ver
schließbares Geld-, Schmuckkästchen. 2. (veraltet) Privat
kasse eines Staatsoberhaupts od. eines Fürsten
Schalwulot die (Plur.) (aus gleichbed. hebr. sävö'öt (Plur.),
eigtl. „Wochen“): jüd. Fest, das 50 Tage nach t Passah ge
feiert wird
Schelbat vgl. Schewat
Scheibecke die; -, -n (aus gleichbed. fr. chebec, dies über
it. sciabecco aus arab. sabbäk): (auf dem Mittelmeer ver
kehrendes) Schiff des 17. u. 18. Jh.s mit zwei bis drei Mas
ten
Schech vgl. Scheich
Scheck, Schweiz, auch Check [ʃɛk] der; -s, -s (aus gleich
bed. engl. cheque, amerik. check, wohl zu to check „nach
prüfen, kontrollieren“): 1. Zahlungsanweisung an eine
Bank od. an die Post; vgl. 2Check. 2. Anrechtsschein, Gut
schein. schelcken vgl. checken. Scheck|in|kas|so
das; -s, -s: das Einziehen der von Kunden zum ÎInkasso
eingereichten Schecks. Schecklproltest der; -[e]s, -e:
förmliche, öffentliche Beurkundung der Bank bzw. Ab
rechnungsstelle, dass die Zahlung eines rechtzeitig vorge
legten Schecks verweigert wurde
Schelda die; -, ...den (aus gleichbed. lat. scheda, Neben
form zu scida, dies aus gr. schide): (veraltet) einzelnes
Blatt Papier
Schedlbau u. Shedbau [ʃ...] o'er; -[e]s, ...bauten (zu engl.
shed „Hütte“): eingeschossiger Bau mit Scheddach.
Schedldach u. Sheddach das; -s, ...dächer: Dach, bes.
auf Fabrik- u. Ausstellungshallen, das ungleich große u.
verschieden geneigte Flächen hat; Satteldach, Sägedach
Scheldulla die; -, ...lä (aus gleichbed. spätlat. schedula,
Verkleinerungsform von scheda, vgl. Scheda): (veraltet)
ein Blättchen Papier, Zettel. Scheldullenlsysltem das;
-s: Einkommensbesteuerunggetrennt nach verschiedenen
Einkommensarten (unabhängig vom Gesamteinkommen
des Steuerpflichtigen; Wirtsch.). Schedu ling ['ʃɛdju:lɪŋ] das: -s (aus gleichbed. engl. scheduling zu to sche
dule „(einen Ablauf) zeitlich planen“): zeitliche Zuord
nung von Arbeiten zu Maschinen, Rechnern u. a. (EDV)
Scheellit [auch ...lit] der; -s, -e (nach dem schwed. Chemi
ker C. W. Scheel (1742-1786) u. zu T2...it>: ein grauweißes,
gelbliches od. braunes, durchscheinendes, fettglänzendes
Mineral
Scheich, Schech u. Scheik der; -s, Plur. -e u. -s (aus arab.
saih „Ältester“): 1. a) Oberhaupt eines arab. Herrschafts
gebietes [mit dem Titel eines Königs, Prinzen o.Ä.]; b)
(ohne Plur.) arab. Ehrentitel der führenden Persönlichkei
ten der traditionellen islamischen Gesellschaft (Stammes
schaslsen
1216
häuptling, Dorfbürgermeister, Geistlicher o.Ä.); c) Trä
ger dieses Titels. 2. (ugs. abwertend) Freund eines Mäd
chens, einer Frau
Schelkei der; -s, - (aus hebr. seqel zu säqal „wägen“): 1. israel. Währungseinheit. 2. vgl. Sekel
Schelf der od. das; -s, -e (aus gleichbed. engl. shelf): vom
Meer überfluteter Sockel der Kontinente; Flachsee
(Geogr.)
Schelllack der; -[e]s, -e (aus gleichbed. niederl. schellak zu
älter niederl. schel „Schuppe, (Fisch)haut“, nach dem
Aussehen): Mischung aus Baumharz u. Wachsabschei
dungen (bes. der Lackschildlaus), die zur Herstellung von
Lacken u. Firnis sowie von Kunststoffen verwendet wird
(auch synthetisch hergestellt)
Schelltolpulsik der; -s, -e (aus gleichbed. russ. zeltopuzik,
eigtl. „der Gelbbäuchige“): eine in Südosteuropa u. Vorderasien vorkommende Panzerschieiche (Echsenart).
Schelltoschtlschek* der; -s, -e (aus gleichbed. russ. zeltoscek, eigtl. „der Gelbwangige“ ) : in Ostasien verbreiteter
Raubfisch von bis zu 2 m Länge
1Schelma das; -s, Plur. -su. -ta, auch ...men (über lat. sche
ma aus gr. schéma, Gen. schêmatos „Haltung; Gestalt, Fi
gur, Form“): l. Muster, anschauliche [grafische] Darstel
lung, die die wesentlichen Merkmale von etw. wiedergibt;
Aufriss. 2. Konzept, das man [in Gedanken] von einem
Sachverhalt hat u. nach dem man sich bei der Beurteilung
od. Ausführung von etw. richtet
2Sche|ma vgl. Schma
Schelmalta: Plur. von ΑSchema, schelmaltisch (zu
Î’Schema): 1. einem Schema folgend, anschaulich zusam
menfassend u. gruppierend. 2. (meist abwertend) routine
mäßig, mechanisch, gedankenlos, schelmaltilsielren
(zu t...isieren>: nach einem Schema behandeln; in eine
Übersicht bringen. Schelmaltislmus der; -, ...men (zu
Î ...ismus (2, 5)>: 1. (abwertend) gedankenlose, rein mecha
nische Nachahmung eines Schemas. 2. a) (österr.) Rang
liste für öffentliche Bedienstete; b) statistisches Handbuch
einer kath. Î Diözese od. eines geistlichen Ordens. Sche
men: Plur. von t’Schema
Schern ham-mefolrasch der; - - (aus hebr. sêm ham-mëfôras „der ausgeführte, abgesonderte Name“): rabbinische u. kabbalistische Bez. für den alttestamentlichen Got
tesnamen î Jahwe, der nicht ausgesprochen werden durfte
Schelmolne eslre vgl. Schmone esre
Schert u. Scheng das; -s, -s (aus dem Chines.): chines.
Mundorgel
Schelol der; -s (aus gleichbed. hebr. së’ôl): unterweltliches
Totenreich in alttest. Vorstellung
Scherlbett vgl. Sorbet
Schelria vgl. Scharia
Schelrif u. Scharif der; Gen. -s u. -en, Plur. -s u. -e[n] (aus
arab. sarif „der hoch Geehrte“): a) (ohne Plur.) Titel der
Nachkommen des Propheten Mohammed; b) Träger die
ses Titels
Scherlwenlzel usw. vgl. Scharwenzel usw.
scherlzanldo [sk...] (zt.; Gerundium von scherzare, vgl.
Scherzo): in der Art des Scherzos (Vortragsanweisung;
Mus.). Scherlzo das; -s, Plur. -s u. ...zi (aus gleichbed. it.
scherzo, eigtl. „Scherz“, zu scherzare „scherzen“, vermut
lich aus dem Langobardischen): Tonstück von heiterem
Charakter, (meist dritter) Satz in Sinfonie, Sonate u. Kam
mermusik (Mus.), scherlzolso (aus it. scherzoso
„scherzhaft“): svw. scherzando
Sche wat der; -s (aus gleichbed. hebr. sevät): fünfter Mo
nat im jüd. Kalender (Januar/Februar)
Schi vgl. Ski
Schia die; - (aus arab. sl‘a „Sekte, Partei“): allein Ali, den
Schwiegersohn des Propheten Mohammed, sowie dessen
Nachkommen als rechtmäßige Stellvertreter des Prophe-
1217
ten anerkennende zweite Hauptrichtung des Islams mit ei
gener t Sunna, Staatsreligion in Iran; vgl. Imam (2), Schiit
Schiblbolleth das: -s, Plur. -e u. -s (aus hebr. sibbölet „Äh
re; Strom“, nach Richter 12,5 f. Losung der Gileaditer):
Erkennungszeichen, Losungswort; Merkmal
Schilbobvgl. Skibob
schick (aus/r. chic „famos, niedlich"zu chic, vgl. Î Schick):
1. modisch, schön, geschmackvoll gekleidet. 2. (ugs.)
hübsch [u. flott], 3. (ugs.) dem Modetrend entsprechend,
in Mode, modern. Schick der; -[e]s (nach fr. chic „Ge
schicklichkeit; Geschmack“): 1. modische Eleganz, gutes
Aussehen, gefällige Form ; Leichtigkeit, Eleganz in Auftre
ten u. Benehmen. 2. (Schweiz.) vorteilhafter Handel.
3. (landsch.) Richtigkeit, nötige Ordnung. Schilckelria
die; - (nach z7. sciccheria „Schick, Eleganz“ zu scicche,
dies aus fr. chic, vgl. schick): in der Mode u. im Gesell
schaftsleben tonangebende Schicht. Schilckilmilckirfer;
-s, -s (sprachspielerische Bildung zu schick): 1. jmd., der
sich betont modisch gibt, Wert auf modische Kleidung,
modische Dinge legt. 2. modischer Kleinkram
Schicklse die; -, -n (aus der Gaunerspr. zujirfd schikse(n)
„Christenmädchen: Dienstmädchen“, dies zu hebr. seqez
„Unreines, Abscheu“): I. (ugs. abwertend) Flittchen.
2. Nichtjüdin (vom Standpunkt der Juden aus)
Schieldalmer [sxi:...] der; -s, - (nach der niederl. Stadt
Schiedam): ein Kornbranntwein
Schilislmus der; - (zu tSchia u. t,,,ismus (1)): Lehre der
Schiiten. Schiljt der; -en, -en (zu t3...it>: Anhänger der
TSchia. schiljltisch: der tSchia angehörend, sie betref
fend
Schi|ka|ne7fe; -, -n (aus gleichbed./r. chicane zu chicaner
„das Recht verdrehen“, vgl. schikanieren): 1. böswillig be
reitete (unnötige) Schwierigkeit, Bosheit. 2. a) [eingebau
ter] schwierig zu befahrender Abschnitt in einer Autorenn
strecke, der zum Abbremsen zwingt (Sport); b) (Schweiz.)
Hindernis, das auf od. an einer Straße angebracht ist, um
Fahrzeuge zu einer Tempominderung zu veranlassen,
Fußgänger vom Überqueren der Straße abzuhalten o. Ä. 3.
(unzulässige) Ausübung eines Rechts zur ausschließlichen
Schädigung eines anderen (Rechtsw.); mit allen Schika
nen: mit allem verwöhnten Ansprüchen genügenden Zu
behör; mit besonderer technischer o. a. Vollkommenheit,
Vervollkommnung [für hohe Ansprüche], Schilkalneur
[,,, no:n] der; -s, -e (nach/r. chicaneur „Rechtsverdreher“):
jmd., der andere schikaniert, schilkalnielren (aus
gleichbed. fr. chicaner, Herkunft ungeklärt): jmdm. in
kleinlicher u. böswilliger Weise Schwierigkeiten machen,
schilkalnös (zu Î...ÔS): 1. andere schikanierend. 2. von
Böswilligkeit zeugend
Schilkjölring ['ʃi:jo:...] vgl. Skikjöring
Schil ling vgl. Shilling
Schil|lum¿aí; -s, -s (aus gleichbed. engl. chillum, dies über
Hindi chilam aus dem Pers.): an einem Ende trichterför
mig erweitertes, meist aus Holz gefertigtes Röhrchen, bes.
zum Rauchen von Haschisch u. Marihuana
Schilmalralthon vgl. Skimarathon
Schilmälre die; -, -n (aus gleichbed./r. chimère, dies aus
lat. chimaera, vgl. Chimäre): Trugbild, Hirngespinst,
schilmälrisch: trügerisch
Schimlpanlse der: -n, -n (aus einer Kongosprache kimpenzi, kimpenze): (in Äquatorialafrika heimischer) in
Gruppen vorwiegend auf Bäumen lebender afrik. Men
schenaffe. schimlpanlsolid (zu ɪ,,,oid): schimpansen
ähnlich
Schilnalkel das; -s, -[n] (aus ung. csönak „Boot, Kahn“):
(österr. ugs.) 1. kleines Ruderboot. 2. (nur Plur.) breite,
ausgetretene Schuhe
Schinlto u. Shinto [f...] der; - (.zu jap. shintö „Weg der Göt
ter“): svw. Schintoismus. Schin|to|is|mus u. Shintois
Schizomyzet
mus [f...] der; - (zu t,,,ismus (1)>: die durch Naturvereh
rung u. Ahnenkult gekennzeichnete einheimische Religion
Japans. Schin|to|ist der; -en, -en (zu Î ...ist) : Anhänger
des Schintoismus, schinltolisltisch (zu T ...istisch) : zum
Schintoismus gehörend
Schilras der; -, - (nach der iran. Stadt Schiras): 1. blau-,
auch rotgrundiger weicher Teppich aus glänzender Wolle.
2. persianerähnliches, jedoch weniger gelocktes schwarzes
u. graues Lammfell
Schilroklko der; -s, -s (aus gleichbed. it. scirocco, dies aus
arab. sarql ,,ostɪieh(er Wind)“ zu sarq „Osten“): sehr war
mer, oft stürmischer Mittelmeerwind aus südlichen Rich
tungen; vgl. Gibli u. Kamsin
Schirlting tfer; -s, Plur. -e u. -s (aus engl. shirting „Hem
denstoff1 zu shirt „Hemd“): oft als Futterstoff verwende
tes matt glänzendes Baumwollgewebe in Leinwandbin
dung (eine Webart)
Schirlwan der; -[s], -s (nach der Schirwansteppe in Kauka
sien): dichter, kurz geschorener Teppich mit geometri
scher Musterung
Schisima [auch sçi...] das; -s, Plur. ...menu, -ta(aus gleich
bed. kirchenlat. schisma, dies ausgr. schisma „Spaltung“):
1. Kirchenspaltung (aus kirchenrechtlichen u. nicht aus
dogmatischen Gründen); 2. das kleinste musikalische In
tervall (his-c), etwa der hundertste Teil eines Ganztones
(Mus.). Schislmaltilkerrfer; -s, - (aus gleichbed. kirchen
lat. schismaticus, dies zu gr. schismatikös, vgl. schismatisch): Verursacher einer Kirchenspaltung, Abtrünniger,
schislmaltisch (nachgr. schismatikös „die Spaltung be
treffend“): a) die Kirchenspaltung betreffend; b) eine Kir
chenspaltung betreibend. Schisimen: Plur. von TSchis
ma. Schislmolgelnelse die; -, -n: wachsende Differen
zierung u. Kontrastierung zwischen Gruppen durch ge
genseitiges Anders-sein-Wollen u. Sichabheben (Soziol.)
Schiss la weng vgl. Zislaweng
Schis to pro so pie* [auch sçi...] die; - (zugr. schistös „ge
spalten“, prösöpon „Gesicht“ u. T2...ie>: svw. Prosopo
schisis. Schisltolsglma ¿to; -s, -ta (zu î2Soma): Egel,
der in Blutgefäßen schmarotzt, Pärchenegel (Med.).
Schisltolsolmilalse die: -, -n (zu T...ase>: eine durch
Schistosomaarten hervorgerufene Wurmerkrankung
(Med.)
Schilwa der; -s (aus sanskr. sivá „der Freundliche, Segens
reiche“): Hauptgott des îHinduismus, Gott der Zeu
gungskraft. Schilwalislmus der; - (zu t...ismus (1)>:
Hauptrichtung des THinduismus, in der Schiwa als höchs
ter Gott verehrt wird. Schilwalit der; -en, -en (meist
Plur.) (zu t3...it): Anhänger des Schiwaismus
schiz..., Schiz... [auch sçt...] vgl. schizo..., Schizo... schi
zo..., Schilzo..., vor Vokalen meist schiz..., Schiz... (zu
gr. schizein „spalten“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „Spaltung, Trennung“, z. B. schizogen, Schizonychie. schilzolaf |fek|tiv:mit Störungen des t Affektes (1)
einhergehend (von schizophrenieähnlichen Psychosen;
Med., Psychol.), schilzolgen (zu 1...gen>: durch Spal
tung entstanden (von Gewebslücken; Biol.). Schilzolgonie die; -, ...jen (zu Î...gonie): ungeschlechtliche Vermeh
rung durch Zerfallen einer Zelle in mehrere Teilstücke
(z. B. im Entwicklungszyklus des Malariaerregers; Biol.).
schilzolid (zu t...oid>: seelisch zerrissen, tautistisch ver
anlagt (Med.). Schi|zo|i|die die; -, ...ien (zu T2...ie): der
Schizophrenie ähnelnde Erkrankung mit schizoiden We
senszügen (Med., Psychol.). Schilzollith [auch ... lit] tfer;
Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu t.Jith): Spaltungsgestein;
Ganggestein, das im Mineralbestand u. Gefüge vom Tie
fengestein, von dem es abstammt, abweicht (Geol.). Schizolmalnie die; -, ...ien (zu t...manie): periodisch auftre
tende leichte Form der Schizophrenie (Med.). Schilzomylzet der; -en, -en (meist Plur.): Bakterie, die sich un-
Schizoneura
geschlechtlich durch Querteilung vermehrt; Spaltpilz
(Biol.). Schilzolneulra die (Plur.) (zu gr. neuron
„Nerv“): fossile, bis 6m hohe Schachtelhalme (Geol.).
Schi zont der; -en, -en (zu gr. schizön, Gen. schizontos,
Part. Präs, von schizein „spalten“): Zelle, die bei der Schi
zogonie in mehrere Zellen zerfällt (Biol.). Schi|zo|nychie* die; -, ...ien (zu gr. ónyx, Gen. ónychos „Nagel“ u.
t2...ie): Spaltung des freien Randes der Nägel infolge Brü
chigkeit (Med.). Schilzolphalsie die; -, ...ien (zu gr. phásis „Sprache, Rede“ u. î2...ie): Äußerung zusammenhang
loser Wörter u. Sätze (Med.), schilzolphren (zu gr.
phren „Zwerchfell; Geist; Gemüt“): 1. an Schizophrenie
leidend, auf ihr beruhend, zum Erscheinungsbild der Schi
zophrenie gehörend (Med.). 2. in sich widersprüchlich, un
vereinbar (mit anderem), z. B. ein -es Verhalten. 3. (ugs.)
verrückt, absurd. Schilzolphrelnie die; -, ...ien (zu
t2...ie>: 1. mit Denkstörungen, Halluzinationen u. Wahn
einhergehende Psychose (Med., Psychol.). 2. innere Wi
dersprüchlichkeit, Zwiespältigkeit, Unsinnigkeit, absur
des Verhalten. Schi|zo|phy|ten die (Plur.) (zu Î ...phyt):
(veraltet) zusammenfassende, systematische Bez. für Bak
terien u. Blaualgen (Biol.). Schilzolphylzee die; -, -n
(meist Plur.) (aus nlat. schizophycea, zugr. phÿkos „Tang,
Seegras“): (veraltet) svw. Zyanophyzee (Biol.). schilzothym (zugr. thymös „Leben, Empfindung, Gemüt“): eine
latent bleibende, nicht zum Durchbruch kommende Ver
anlagung zur Schizophrenie besitzend (Med.). Schilzothylme der u. die; -n, -n: jmd., der schizothym veranlagt
ist (Med.). Schi|zo|thy|mie die; - (zu t2...ie): Eigenschaft
u. Veranlagung des schizothymen Konstitutionstyps
(Med.). Schilzoltrilchie* die; -, ...ien (zu gr. thrix, Gen.
trichös „Haar“ u. t2...ie>: krankhafte Veränderung des
Haares mit Spaltung des Haarschaftes (Med.)
Schlachlta die; - (aus gleichbed. poln. szlachta): der nie
dere poln. Adel. Schlachtlschitz* der; -en, -en (aus
gleichbed. poln. szlachcic): Angehöriger der Schlachta
Schlalmaslsel der, auch das; -s (aus gleichbed. jidd. schlimasl zu dt. schlimm Vt.jidd. masl, vgl. 'Massel): (ugs.) Un
glück; widerwärtige Umstände; verfahrene, schwierige Si
tuation. Schlalmasltik die; -, -en (wohl entstellt zu jidd.
schlimasl (vgl. Schlamassel) u. schlimasldik „unglück
lich“): (landsch.) svw. Schlamassel
Schlalwilner der; -s, - (wohl Anfang des 20. Jh.s zu Slowe
ne bzw. Slawonier gebildet, weil die slowenischen Hausie
rer als besonders gerissene Geschäftemacher galten):
(ugs.) a) pfiffiger Mensch, gerissener, kleiner Gauner;
b) unzuverlässiger Mensch
Schlelmihl [auch ... mi:l] der; -s, -e (Herkunft ungeklärt,
vielleicht nach dem simeonitischen Häuptling Schelumiel
(hebr. sëlmî’êl), gedeutet als sê-lô-mô „der nichts taugt“):
(ugs.) 1. jmd., dem [durch eigene Dummheit] alles miss
lingt; Unglücksmensch, Pechvogel. 2. jmd., der es faust
dick hinter den Ohren hat; gerissener Mensch
Schlipp vgl. Slip (2)
Schluchting das; -s (zu dt. Schlucht; Analogiebildung zu
TCanyoning; vgl. ...ing): svw. Canyoning
Schlup vgl. Slup
Schma das; - (aus hebt; sêma „höre!“, Imp. Sing, von sama
„hören“): das jüd. Bekenntnisgebet (aus 5. Mose 6,4-9 u.
11,13-21 u. 4. Mose 15,37-41); vgl. Mesusa
Schmallte u. Smalte die; -, -n (aus gleichbed. it. smalto,
dies aus mlat. smaltum, vgl. Email): pulverig gemahlener,
kobaltblauer Farbstoff für feuerfeste Glasuren
Schmalsche die; -, -n (aus dem Poln.): Fell eines tot gebo
renen Lammes
Schmock der; -[e]s, Plur. Schmocke, auch -e u. -s (verbrei
tet durch das Lustspiel „Die Journalisten“ des dt. Schrift
stellers G. Freytag (1816-1895); vielleicht nach älter österr. Schmock „größerer Dachshund“ od. zu slowen. smök
1218
„Drache“, im Slowen. häufiger Hundename): (abwertend)
gesinnungsloser Journalist, Schriftsteller
Schmolne eslre das; - - (aus gleichbed. hebr. sëmône-‘esrê, eigtl. „achtzehn“): langes jüd. Pflichtgebet
Schmonlzes der; -, - (aus jidd. schmonzes (Plur.) „Blöd
sinn“, Herkunft ungeklärt): leeres, albernes Gerede, Ge
schwätz. Schmonlzetlte die; -, -n (mit französierender
Endung zu 1 Schmonzes; vgl. ...ette): (ugs. abwertend) we
nig geistreiches, kitschiges Stück, albernes Machwerk
Schmu iZer; -s (über das Jidd. wohl zu hebr. sëmû'â „Erzäh
lung, Gerede“): (ugs.) etwas, was nicht ganz korrekt ist;
Schmu machen: auf harmlose Weise betrügen. Schmus
der; -es (über jidd. schmues „Unterhaltung“ aus hebr. semu'öt, Plur. von semü'ä, vgl. Schmu): (ugs.) leeres Gere
de, Geschwätz, Schönrednerei, Lobhudelei, schmylsen:
(ugs.) 1. mit jmdm. zärtlich sein, Liebkosungen austau
schen. 2. (abwertend) schwatzen, schmeicheln, schöntun.
Scholah die; - (aus hebr. sô’â „(unerwarteter) Untergang,
Vernichtung“): hebr. Bez. für den ÎHolocaust an den Ju
den während des Nationalsozialismus
Scholchiu [...X...] der; -s (aus dem Jap.): japan. Reisbrannt
wein
Schock der; -[e]s, -s (unter Einfluss von engl. shock aus fr.
choc „Stoß, Erschütterung“ zu choquer „(an)stoßen, be
leidigen“, dies wohl aus mittelniederl. schocken „stoßen“):
1. durch ein plötzliches katastrophenartiges od. außerge
wöhnlich belastendes Ereignis ausgelöste seelische Er
schütterung, ausgelöster großer Schreck [wobei der Be
troffene nicht mehr fähig ist, seine Reaktionen zu kontrol
lieren]. 2. (z.B. durch Herzinfarkt, schwere Verletzungen,
Verbrennungen, Infektionen verursachtes) akutes Kreis
laufversagen mit ungenügender Sauerstoffversorgung le
benswichtiger Organe (Med.), scholckant (aus gleich
bed. fr. choquant, eigtl. Part. Präs, von choquer, vgl.
Schock): (veraltend) empörend; anstößig, schplcken
(nach gleichbed. engl. to shock zu shock, vgl. Schock):
1. Nervenkranke mit künstlich erzeugtem (z.B. elektri
schem) Schock behandeln (Med.). 2. (ugs.) jmdm. einen
Schock ( 1 ) versetzen, jmdn. verstören, aus dem seelischen
Gleichgewicht bringen, z.B. diese Nachricht hat sie ge
schockt. Schplcker der; -s, - (nach gleichbed. engl. sho
cker): (ugs.) Roman od. Film mit gruseligem od. anstößi
gem Inhalt, scholckielren (aus/r. choquer, vgl. Schock):
Entrüstung, moralische Empörung hervorrufen, schpcking vgl. shocking. Schpck|me|ta|morlpho|se die; -,
-n (zu Î Schock) : Umwandlung von Gesteinen durch starke
Druckwellen (z.B. durch Kernexplosion erzeugt; Geol.).
Schpcklthelralpie die; -, -n [,,,i:ən]: ein Heilverfahren
für seelische Krankheiten, bei dem ein Anfall od. Schock
zustand künstlich herbeigeführt wird
Schodlschi*, Schoji die; - (aus gleichbed. jap. shoji):
durchscheinende Schiebewand im japan. Haus
Scholfar der; -[s], -oth (aus gleichbed. hebr. söfär): ein im
jüd. Kult verwendetes Widderborn, das z.B. zur Ankün
digung des Sabbats geblasen wird
scholfel u. sehof[e]lig (aus der Gaunerspr., zu jidd. schofl
„gemein, niedrig“, dies aus /teZ>r. säfäl „wertlos, gemein“):
(ugs.) 1. gemein, niedrig, schäbig. 2. knauserig, armselig,
kümmerlich. Scholfel der; -s, -: (ugs.) 1. Schund, schlech
te Ware. 2. gemeiner Mensch, schplfellig vgl. schofel
Schoflför der; -s, -e: eindeutschend für Chauffeur
schpfllig vgl. schofel
Scholgun u. Shogun ['ʃo:...] der; -s, -e (ausjap. shögun, dies
aus dem Chines.): (früher) a) (ohne Plur.) [erblicher] Titel
japan, kaiserlicher Feldherren, die lange Zeit anstelle der
machtlosen Kaiser das Land regierten; b) Träger dieses
Titels. Scholgulnat das; -[e]s (zu t...at (1)): Amt eines
Schoguns
Schoitasch ['ʃɔjt...] der; - (aus ung. sújtás „Verschnü-
1219
rung“): (veraltet) Plattschnurbesatz an der Husarenuni
form
Schoiji vgl. Schodschi
Scho ko die: -, -s (aber: 3 -): (ugs.) Kurzform von tSchokolade. Scho ko la de die: -, -n (wohl über älter niederl.
chocolate aus span, chocolate, dies aus mex. chocolatl
„Kakaotrank"): 1. mit Zucker [Milch o. Ä.] gemischte Ka
kaomasse, die meist in Tafeln gewalzt od. in Figuren ge
gossen ist. 2. Getränk aus Schokoladenmasse u. Milch,
scholkollielren (zu Î..deren): mit Schokolade überzie
hen
Scholia ['sko:la, auch sço:la] die: -, ...ae [...le] (aus gleichbed. mlat. schola zu lat. schola „Muße, Ruhe von der Ar
beit; Schule", dies aus gr. scholë, eigtl. „das Innehalten
(bei der Arbeit)“) : institutionelle Vereinigung von Lehrern
u. Schülern, bes. zur Pflege u. Weiterentwicklung des
Îgregorianischen Chorals (im Mittelalter; Mus.). Scho
lar [fo...] der: -en, -en (aus gleichbed. mlat. scholaris zu
spätlat. scholaris „zur Schule gehörig“): [herumziehen
der] Schüler, Student [im Mittelalter], Schollarch* der:
-en. -en (aus gleichbed. mlat. scholarcha, dies aus spätgr.
scholarchës zu gr. scholë (vgl. Schola) u. árchein „herr
schen“): Vorsteher einer Kloster- od. Domschule im Mit
telalter. Schollarlchat* das: -[e]s, -e (zu t...at (1)): Amt
eines Scholarchen. Scholiast der; -en, -en (verkürzt aus
mlat. scholasticus, vgl. Scholastiker): svw. Scholar. Scho
lastik die: - (aus mlat. scholastica „Schulwissenschaft,
Schulbetrieb“ zu lat. scholasticus „zur Schule gehörend",
dies aus gr. scholastikös „müßig, gelehrt; seine Muße den
Wissenschaften zueignend", dies zu scholë, vgl. Schola) : 1.
die auf die antike Philosophie gestützte, christliche Dog
men verarbeitende Philosophie u. Theologie des Mittelal
ters (etwa 9.-14. Jh.). 2. engstirnige, dogmatische Schul
weisheit. Scho|las|ti|ka die: -, ...kae [,,,kɛ] (aus mlat.
scholastica, Fem. von scholasticus, vgl. Scholastiker):
(veraltet) Schwesternschülerin (bes. Nonne im Noviziat).
Scho|las|ti|kat das: -[e]s, -e (zu T ...at (1)): Studienzeit
des Scholastikers (2). Scho|las|ti|ker der: -s, - (aus
gleichbed. mlat. scholasticus, dies aus lat. scholasticus,
vgl. Scholastik): 1. Vertreter der Scholastik (1). 2. junger
Ordensgeistlicher während des philos.-theologischen Stu
diums, bes. bei den Jesuiten. 3. (abwertend) reiner Ver
standesmensch, spitzfindiger Haarspalter. Schollasltikus der; -, ...ker (aus mlat. scholasticus „Leiter einer
Schule“): svw. Scholarch. schollasltisch (nach gleich
bed. mlat. scholasticus); 1. nach der Methode der Scholas
tik, die Philosophie der Scholastik betreffend. 2. (abwer
tend) spitzfindig, rein verstandesmäßig. Scho|las|ti|zismus der; - (zu TScholastik u. î...izismus>: 1. einseitige
Überbewertung der Scholastik. 2. (abwertend) übertriebe
ne Spitzfindigkeit. Scho|li|ast der; -en, -en (aus gleich
bed. mgr. scholiastes zu scholiäzein, dies zu gr. schölion
„Scholia an den Rand schreiben“, vgl. Scholie): Verfasser
von Scholien. Schollie [,,,iə] <Äe; -, -n u. Scho|li|on das;
-s, Scholien [...ianj (aus gleichbed. nlat. scholium bzw. gr.
schölion zu scholë, vgl. Schola) : erklärende Randbemer
kung [alexandrinischer Philologen] in griech. u. röm.
Handschriften
Scholre vgl. Sore
Schor|lo|mit [auch ... mit] der; -s, -e (zu Schörl (ein Mine
ralname unbekannter Herkunft) u. 12...it> : in Tiefengestei
nen vorkommendes Granatmineral
Scholse vgl. Chose
Schott der; -s, -s (über fr. chott aus gleichbed. arab.
(maghrebinisch) sat): abflusslose Salzpfannen u. Salzton
ebenen im Maghreb (Geogr.)
schrat If ieiren (über mniederl. schraeffeeren „stricheln"
aus it. sgraffiare „kratzen, stricheln"): [eine Fläche] mit
parallelen Linien stricheln (Kunstw.). Schraflfur die; -,
Science-Fiction-Roman
-en (zu t ...ur): a) schraffierte Fläche auf einer Zeichnung;
b) Strichzeichnung auf [Landjkarten; c) Strichelung
Schraplnell das; -s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. engl.
Shrapnel, nach einem engl. Artillerieoffizier H. Shrapnel,
1761-1842): 1. (veraltet) Sprenggeschoss mit Kugelfül
lung. 2. (abwertend) ältere, als unattraktiv empfundene
Frau
Schredlder usw. vgl. Shredder usw.
Schreilberlsit [auch ...'sɪt] der; -s, -e (nach demösterr. Mu
seumsdirektor K. F. A. von Schreibers (1775-1852) u. zu
T 2...it>: ein silberweißes Mineral, das tafelige u. formlose
Körner im Meteoreisen, selten auch in irdischen Eisenla
gern bildet
schrinlken u. shrinken [ʃ...] (aus engl. to shrink, eigtl.
„schrumpfen (lassen)"): Geweben Feuchtigkeit zuführen,
um sie im Griff weicher u. krumpfecht zu machen
Schtschj der; - (aus gleichbed. russ. sei (Plur.)): russ. Sau
erkohlsuppe [mit Fleisch]
Schulbilack der; -s, Plur. -s u. -e (aus niederl. schobbejak
zu schobben „reiben, (sich) kratzen" u. Jack „Jakob“):
(landsch. abwertend) niederträchtiger Mensch, Lump
Schuldra* u. Shudra ['ʃu:...] der; -s, -s (aus gleichbed.
sanskr. südrá): Angehöriger der vierten, dienenden
Hauptkaste im alten Indien; vgl. Waischja
Schul chan Aruch [,..'xa:n ...x] der; - - (aus hebr. ‘sulhan
‘ärak „gedeckter Tisch“, nach Psalm 23,5): um 1500
n.Chr. entstandenes maßgebendes jüd. Gesetzeswerk
Schwa das; -[s], -[s] (aus hebr. sëwa): in bestimmten unbe
tonten Silben erscheinende Schwundstufe des vollen Vo
kals; Murmel-e (Lautzeichen a; Sprachw.)
Schwaldron* die; -, -en (aus gleichbed. it. squadrone, eigtl.
„großes Viereck“, zu squadra „Viereck“, dies zu lat. quadrus, vgl. quadrieren): kleinste Truppeneinheit der Kaval
lerie (Mil.). Schwaldrolnalde die; -, -n (mit französie
render Endung gebildet; vgl. ...ade): wortreiche, aber
nichts sagende Schwafelei, prahlerisches Gerede.
Schwaldrolneur [...'no:?] ifer; -s, -e (französierende Bil
dung zu Îschwadronieren; vgl. ...eur): jmd., der schwad
roniert. schwaldrolnielren (zu TSchwadronu. T..deren,
eigtl. „beim Fechten wild u. planlos um sich schlagen“):
schwatzen, viel u. lebhaft erzählen
SchwanInom das; -s, -e (nach dem Arzt u. Naturforscher
T. Schwann (1810-1882) u. zu t...om): svw. Neurinom
Schwalzit [auch ... tsit] der; -s, -e (nach der Stadt Schwaz in
Tirol u. zu t2...it): ein zu den Fahlerzen gehörendes Mine
ral
Schwerlathllet der; -en, -en (zu tAthlet): Sportler, der
Schwerathletik treibt. SchwerlathlleltikiZie, -: Sammelbez. für die kraftsportlichen Disziplinen (z. B. Boxen, Rin
gen, Gewichtheben); vgl. Leichtathletik, schwerlathlletisch: die Schwerathletik betreffend, zu ihr gehörend
schwollen [Jvoyan] u. schwoljen (Herkunft ungeklärt;
vgl. gleichbed. niederl. zwaaien): sich durch Wind od.
Strömung vor Anker drehen (Seew.)
Schwulliltät die; -, -en (meist Plur.) (zu älter dt. schwul
„schwül“ u. t...ität): (ugs.) Schwierigkeit, Bedrängnis,
peinliche Lage ; in Schwulitäten sein: bedrängt sein, in Ver
legenheit sein
Scilence-Ficltion, auch Sci|ence|ficltion ['saɪəns'fɪkʃən] die; - (aus gleichbed. engl. science fiction zu science
„Wissenschaft“ (dies über (alt)fr. science aus/at. scientia)
u. fiction „Erfindung; Erzählung“; vgl. Fiktion): Sammelbez. für die (vor allem in Literatur, Film u. im Comicstrip
oft in trivialer Form, seltener auch mit sozialkritischem
Anspruch behandelten) Themen, die die Zukunft der
Menschheit in einer fiktionalen, vor allem durch umwäl
zende, teils rein fantastische, teils tatsächlich mögliche na
turwissenschaftlich-technische Entwicklungen geprägten
Welt betreffen. Sci|ence-Fic|tion-Ro|man der; -s, -e:
Scientismus
Roman, der Themen aus dem Gebiet der Science-Fiction
behandelt. Sci|en|tis|mus [stsiɛn...] usw. vgl. Szientis
mus usw. Scilenltollolgy® [saɪən'tɔɪədʒɪ] die; - <aus
gleichbed. engl. Scientology): mit religiösem Anspruch
auftretende, sich selbst als Kirche bezeichnende Bewe
gung, deren Anhänger behaupten, eine wissenschaftliche
Theorie über das Wissen u. damit den Schlüssel zu (mit
hilfe bestimmter psychotherapeutischer Techniken zu er
langender) vollkommener geistiger u. seelischer Gesund
heit zu besitzen. Scilfi [`saifi] die; -: Kurzform von t Sci
ence-Fiction. scillilcet ['stsi:litsɛt] Hat.; „man höre!, frei
lich“, zu scire „wissen“ u. licet „es ist erlaubt“, 3. Pers.
Sing. Präs, von licere „erlaubt sein“): nämlich; Abk.: sc.,
seil.
Scillla ['stsɪla] vgl. Szilla
sciol to ['ʃɔlto] (z'r.; Part. Perf. von sciogliere „lösen; los
binden“, dies aus lat. exsolvere): frei, ungebunden im Vor
trag (Mus.)
Scoop [sku:p] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. scoop, auch
„Gewinn“, eigtl. „Schöpfkelle“): Exklusivmeldung, erste
Veröffentlichung einer sensationellen Meldung, die ande
ren Zeitungen od. Medien zuvorkommt
Scoolter ['sku:te] der; -s, - (aus gleichbed. engl. scooter zu
to scoot „rasen, flitzen“): 1. Segelboot mit Stahlkufen zum
Wasser- u. Eissegeln. 2. svw. Skooter
Scolpollalmin* [sk...] vgl. Skopolamin
Scorldaltulra [sk...] u. Skordatur die; - (aus it. scordatura
„Verstimmung, Umstimmung“ zu scordato, Part. Perf.
von scordare „verstimmen“, dies aus lat. discordare „nicht
übereinstimmen“): von der üblichen Stimmung abwei
chende Umstimmung von Saiteninstrumenten, z.B. zur
Erzeugung besonderer Klangeffekte (Mus.); Ggs. Î Accordatura
Score [skɔ:] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. score, dies über
älter engl. scor aus altnord. skor „Einschnitt; Kerbholz“):
1. a) Spielstand, Spielergebnis ; b) Zahl der erreichten Tref
fer im Lotto od. der erreichten Punkte in einem sportli
chen Wettkampf. 2. geschätzter od. gemessener Zahlen
wert, Messwert, z.B. bei Testergebnissen (Psychol.).
Scorelkarlte ['skɔ:...] die; -, -n: vorgedruckte Karte, auf
der die Anzahl der von einem Spieler (beim Golf, Mini
golf) gespielten Schläge notiert wird, scolren (nach
gleichbed. engl. to score): einen Punkt, ein Tor o.Ä. erzie
len (Sport). Scolrer der; -s - (nach gleichbed. engl. sco
rer): jmd., der die von den einzelnen Spielern (beim Golf,
Minigolf) gemachten Schläge zählt. Sco|ring|mo|dell
das; -s, -e (zu gleichbed. engl. scoring, eigtl. „das Punkte
machen“): Modell zur Bewertung von Handlungsalterna
tiven, das bei der Unternehmensplanung angewendet wird
Scotch [skɔtʃ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. Scotch, kurz
für Scotch whisky „schottischer Whisky“): schottischer,
aus Gerste [mit Beimengungen von anderem Getreide]
hergestellter Whisky; vgl. Bourbon. Scotch|ter|ri|er
['skɔtʃtɛriu] der; -s, - (aus gleichbed. engl. Scotch terrier
„schottischer Terrier“; vgl. Terrier): ein schottischer
Jagdhund
Scoltislmus [sk...] der; - (aus gleichbed. engl. Scotism,
nach dem schottischen Scholastiker Duns Scotus, etwa
1266-1308; vgl. ...ismus (1)>: philos. Richtung, die durch
die Vorrangstellung des Willens vor der Vernunft gekenn
zeichnet ist. Scoltist der; -en, -en (aus gleichbed. engl.
Scotist): Vertreter des Scotismus
Scot land Yard ['skɔtlənd 'jɑ:d] der; -- {engl.; eigtl. „schot
tischer Hof’, weil das Polizeipräsidium früher an die ehe
malige schott. Residenz angrenzte): [Hauptgebäude der]
Londoner Kriminalpolizei
Scout [skaʊt] der; -[s], -s (aus engl. scout „Kundschafter,
Späher, Pfadfinder“, dies über älter engl. scoute aus altfr.
escoute, dies über das Vulgärlat. aus lat. auscultare, vgl.
1220
auskultieren): 1. a) Pfadfinder; vgl. Boyscout; b) Wegbe
reiter, Vorreiter, Vordenker. 2. (Jargon) für einen literari
schen Verlag arbeitende Person, die im Ausland nach er
folgreichen od. Erfolg versprechenden Büchern Ausschau
hält, um für ihren Verlag die ÎLizenz zu erwerben, scouten ['skaʊtən] (aus gleichbed. engl. to scout): (ugs.) aus
kundschaften, erkunden
Scrablble® [skræbɪ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. scrab
ble zu to scrabble „scharren, herumsuchen“, dies aus dem
(Mittel)niederL): Spiel mit zwei bis vier Mitspielern, bei
dem aus Spielmarken mit Buchstaben Wörter nach einem
bestimmten Verfahren zusammengesetzt werden müssen
Scram [skræm] das; -[s] (aus gleichbed. engl. scram, eigtl.
„verschwinde !, hau ab !“): Schnellabschaltung eines Kern
reaktors (Kernphys.)
Scramlbler* ['skræmblu] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
scrambler zu to scramble „kriechen, klettern“): Gerät zur
Verschlüsselung von Sprachsignalen (Elektrot.)
Scralpie ['skreɪpi:] die; -, auch Scralpielkranklheit die; (aus gleichbed. engl. scrapie zu to scrape „kratzen,
(ab)schaben“) : Traberkrankheit (der BSE ähnliche, vor al
lem bei Schafen auftretende Tierseuche; Tiermed.)
Scraps [skrɛps, engl. skræps] die (Plur.) (aus gleichbed.
engl scraps, Plur. von scrap „Fetzen, Stück(chen)“, dies
aus dem Altnord.) : Reste von Tabakblättern, die als Zigar
reneinlage, Beimischung zu Kau- u. Rauchtabak u. a. ein
gesetzt werden
scratch [skrætʃ] {engl.y. ohne Vorgabe (beim Golf), scratchen ['skrætʃən] (aus engl. to scratch „(zer)kratzen“):
Scratching betreiben. Scratching ['skrætʃɪŋ] das; -s (aus
gleichbed. engl. scratching): das Hervorbringen bestimm
ter akustischer Effekte durch Manipulieren der laufenden
Schallplatte (bes. bei Rapmusik). Scratchlspieller der;
-s, - (zu Î scratch) : Golfspieler mit sehr hoher u. konstanter
Spielstärke, der ohne Vorgabe spielt
Screen
[skri:n] der; -s, -s (aus engl. screen
„(Schutz)schirm“): engl. Bez. für Bildschirm (EDV).
Screenidelsigner* [ skri:ndizainn] der; -s, -: Compu
tergrafiker, der die Bildschirmoberfläche übersichtlich
gestaltet (EDV), screelnen ['skri:nən] (aus engl. to
screen „untersuchen“): ein Screening durchführen.
Screelning ['skri:nɪŋ] das; -[s], -s u. Screelningltest
der; -s, -s (aus gleichbed. engl. screening) : Verfahren zur
Reihenuntersuchung (z.B. auf Krebs; Med.). Screensa ver [...serré] der; -s, - (zu engl. to save „retten; scho
nen“): Schutzeinrichtung beim Computerprogramm, die
bei längerer Benutzungspause das Bild abdunkelt od. be
wegliche Grafiken ablaufen lässt; Bildschirmschoner
(EDV). Screenlshot [--ʃɔt] der; -s, -s (zu engl. shot
„Schuss. Wurf1): [Fixierung u.] Abbildung einer Bild
schirmanzeige (EDV)
Screwiballlkolmöldie ['skru:bɔl...] die; -, -n (zu amerik.
(ugs.) screwball „Spinner(in), verdrehte Person“, dies zu
engl. screw „Schraube“ u. ball „Ball“): aus dem Amerika
der 1930er- u. 1940er-Jahre stammende temporeiche, res
pektlose Filmkomödie, in der die Hauptfiguren unkonven
tionell, exzentrisch sind
scriblbeln ['skrɪ...] (aus gleichbed. engl. to scribble, dies
aus mlat. scribillare „sehr viel u. hastig schreiben“, aus lat.
scribere „schreiben“): 1. [aus Langeweile od. zur Ablen
kung] Kritzeleien anfertigen. 2. Skizzen, Vorentwürfe für
Werbegrafiken, Grundrisszeichnungen o.Ä. entwerfen.
Scriblble [skribl] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. scribble,
eigtl. „Gekritzel“): erster, noch nicht endgültiger Entwurf
für eine Werbegrafik, -fotografié o.Ä.
Scrilmilum [sk...] das; -s, ...ien [,,,iən] (aus lat. scrimium
„Behälter, zylinderförmige Kapsel“, Bed. 2 über gleich
bed. spätlat. scrimium): 1. in frühröm. Zeit zylinderförmi
ge Kapsel zur Aufbewahrung von Buchrollen, Büchern,
1221
Urkunden, auch Salben u. a. 2. in spätröm. Zeit eine Ab
teilung der kaiserlichen Kanzlei
Scrimimage [ skrɪmɪʤ] das: -, -s [-dʒɪz] (aus engl. scrim
mage „Gedränge, Handgemenge“): das Ringen um den
Ball beim Anspiel im American Football
Scrip [skrɪp] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. scrip, gekürzt
aus subscription „Unterzeichnung, Unterschrift; Beglau
bigung“, dies über das (Alt)fr. aus lat. subscriptio zu sub
scribere „unterschreiben; genehmigen“): 1. Interims
schein als Ersatz für noch nicht fertiggestellte Stücke von
neu ausgegebenen Wertpapieren. 2. Gutschein über nicht
gezahlte Zinsen, durch den der Zinsanspruch zunächst ab
gegolten ist; vgl. Dollarscrips. Scrip tum [sk...] vgl.
Skriptum. Scritltulradie;-, ...ren (aus gleichbed. R. scrittura, dies aus lat. scriptura „Schrift(stück)“ zu scriptus,
Part. Perf. von scribere „(auf)schreiben“>: schriftlicher
Opernvertrag in Italien
scrolllen ['skroolən] (aus engl. to scroll „verschieben“ zu
scroll „(Buch)rolle“): eine umfangreichere Datei, die auf
dem Bildschirm nicht im Ganzen dargestellt werden kann,
in Ausschnitten nach und nach auf dem Bildschirm er
scheinen lassen (EDV). Scrollling ['skroolɪŋ] das; -s (aus
gleichbed. engl. scrolling): das stetige, vor allem vertikale
Verschieben einer Darstellung auf dem Bildschirm, insbe
sondere über die Bildschirmränder hinaus (Informatik)
Scroltum [sk...] vgl. Skrotum
Scrub [skrap, engl. skrʌb] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
scrub): Gestrüpp; Buschvegetation in Australien
Scrumimage ['skrʌmɪdʒ] das; -, -s [,,,dʒɪz] (aus engl.
scrummage „Handgemenge“): dichtes Gedränge, Spieler
knäuel (beim Rugby)
Scru|ple['skru:pl] das; -, -s (aus gleichbed. engl. scruple zu
mittelengl. scriple, dies aus lat. scrupulus, scripulum „sehr
kleines Maß“): in Großbritannien u. den USA gebräuch
liche Gewichts- u. Masseeinheit des Apothecaries-Systems für Drogen u. Arzneimittel (= 1,296g); Zeichen s
SCSI [gesprochen scasi] die; - (Abk. für engl. small compu
ter systems interface): genormte Schnittstelle zwischen
Computern u. Peripheriegeräten; vgl. Interface (EDV)
Sculdo [sk...] der; -, ...di (aus it. scudo, dies aus lat. scutum
„länglicher, mit Leder bezogener Schild“, nach der urspr.
Form der Münze): alte ital. Münze
sculplsit [sk...] (aus lat. sculpsit „hat [es] gestochen“, 3.
Pers. Sing. Perfekt von sculpere „(ein)meißeln“) : Vermerk
vor od. hinter dem Namen des Künstlers auf Kupfersti
chen; Abk.: sc., sculps.
Scultelllum [sk...] das; -s, ...11a (aus nlat. scutellum, Ver
kleinerungsform von lat. scutum, vgl. Scudo): zu einem
Saugorgan umgewandeltes Keimblatt der Gräser (Bot.)
Scyllla [stsyla] vgl. Szylla
Scyth ['stsy:t] das; -s (nach dem Volksstamm der Skythen):
alpiner Buntsandstein
SDI [ɛsdi:'aɪ] (Abk. für engl. stratetic defense initiative
„strategische Verteidigungsinitiative“): US-amerik. For
schungsprojekt zur Stationierung von [Laser]waffen im
Weltraum
Sea|bor|gi|um [si...] das; -s (nach dem amerik. Chemiker
G. T. Seaborg (1912-99) u. zu t...ium): künstlich herge
stelltes ehern. Element, ein Transuran; Zeichen Sg
Sea-Floor-Sprealding ['si:flɔ:sprɛdɪŋ] das; -, -s (aus
gleichbed. engl. sea-floor spreading, eigtl. „Meeresboden
ausbreitung“): kontinuierliche Entstehung von Meeresbo
den durch magmatische Aktivität entlang den Zentralgrä
ben des Mittelozeanischen Rückens (Geophys.)
Seal [zi:l, engl. si:l] der od. das; -s, -s (aus engl. seal „Rob
be“): 1. Fell bestimmter Robbenarten. 2. Pelz aus Seal (1)
Sealed-Beam-Schein|wer|fer[ si:ldbi:m...] der; -s, - (zu
engl. sealed „versiegelt“ (zu to seal „plombieren, abdich
ten“) u. beam „Lichtstrahl“): im angloamerik. Raum zur
Secessio Plebis
Kraftfahrzeugbeleuchtung verwendeter Scheinwerfer, bei
dem Spiegelreflektor, Lampe u. Streuscheibe eine fest ver
bundene, integrierte Einheit bilden
Seallskin ['zi:lskɪn, engl. 'si:l...] der od. das; -s, -s (aus engl.
sealskin „Robbenfell“, zu seal (vgl. Seal) u. skin „Fell“):
1. svw. Seal. 2. Plüschgewebe als Nachahmung des echten
Seals
Sea|ly|ham|ter|ri|er ['sidiamterin] der; -s, - (nach Sealyham, dem walisischen Landgut des ersten Züchters, u. zu
ITerrier): engl. Jagdhund
Sélanlce [ze a:s(ə)] die; -, -n (aus/r. séance „Sitzung“ zu sé
ant „Sitzung haltend“, Part. Präs, von seoir „sitzen“, dies
aus lat. sedere): a) (veraltet) Sitzung; b) spiritistische Sit
zung mit einem 1 Medium (4)
Search [sə:ʧ] das; -s (aus engl. search „das Suchen“ zu
engl. to search „suchen“, dies über mittelfr. cerchier (fr.
chercher) mas spatial. circare „prüfendumhergehen“): das
Suchen nach Informationen im t Internet (EDV). Search
Enlgine ['sə:tʃ endʒɪn] die; - -, - -s [...inz] (aus gleichbed.
engl. search engine, zu engine „Maschine“): Suchmaschi
ne [im Internet]
Sealson[si:zn] die; -, -s (aus engl. season, dies aus altfr. sea
son, vgl. Saison): engl. Bez. für Saison
Seiba: Plur. von tSebum
Seblcha [...xa], Sebkha [...xa] die; -, -s (aus arab. sabha):
Salztonwüste u. Salzsumpf in der Sahara (Geogr.)
Seblchah [...xa:], Seblchat [,.,'xat] der; -[s], -s (zu arab.
sabacha „beten“); großer Rosenkranz zum Beten (im Is
lam)
Selbilder; -s, -e (aus türk, sebil „gestifteter (Moschee)brunnen“, eigtl. „Weg (zu Gott)“): fromme Stiftung (im Islam)
Seblkha [...xa] vgl. Sebcha
Selbollith [auch ...’lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu lat.
sebum (vgl. Sebum) u. t.Jith, eigtl. „Talgdrüsenstein“):
Î Konkrement im Ausführungsgang einer Talgdrüse
(Med.). Se|bor|rhödie;-,-enu. Se|bor|rhöe[...'r0:]die;
-, -n [,,,'ro:ən] (zugr. rhem „fließen“): krankhaft gesteiger
te Absonderung der Talgdrüsen; Talg-, Schmerfluss
(Med.). Selborlrholilker der; -s, -: an Seborrhö Leiden
der (Med.), selborlrholisch: die Seborrhö betreffend,
auf Seborrhö beruhend (Med.). Selbosltalse* die; -, -n
(zu gr. stäsis „das Stehen“): anlagemäßig bedingte Ver
minderung der Talgproduktion, Talgmangel mit trockener
Haut u. trockenen Haaren (Med.). Selbolzytder; -en, -en
(zu T ...zyt): Talg produzierende Zelle (Med.). Selbum
das; -s, Seba (aus lat. sebum „Talg“): [Haut]talg, Abson
derung der Talgdrüsen (Med.)
sec [zek, franz, sɛk] (fr.; dies aus lat. siccus): trocken, herb
(von [Schaum]weinen)
SECAM-Sysltem ['ze:kam...] das; -s (Kurzw. aus fr. sé
quentiel à mémoire „aufeinanderfolgend mit Zwischen
speicherung“ (eigtl. „[mit] Gedächtnis“) u. zu ÎSystem):
franz. Farbfernsehsystem, das auf einer abwechselnden
(nicht gleichzeitigen) Übertragung von Farbsignalen be
ruht; vgl. PAL-System
sedeo ['zɛko] (ir.; dies aus lat. siccus): svw. see. Sedeo
das; -[s], -s (Kurzform von it. recitativo secco „Sekkorezitativ“ ) : nur von Generalbassinstrumenten (meist Cembalo
bzw. Orgel, Violoncello u. Kontrabass) begleitetes Î Rezi
tativ (Mus.). Seclcolmallelrei die; - (zu Îsecco): Wand
malerei auf trockenem Putz; Ggs. î Freskomalerei
Se|cen|tislmus [zetʃɛn...] der; - (aus gleichbed. it. secentismo zu secento, vgl. Secento) : Stilrichtung in der ital. Ba
rockpoesie des 17. Jh.s; vgl. 2Marinismus. Se|cen|tist
der; -en, -en (aus gleichbed. it. secentista): Dichter, Künst
ler des Secento. Se Icen Ito das; -[s] (aus it. secento, Ne
benform von seicento, vgl. Seicento): svw. Seicento
Se ces sio Plelbis [...ts... -] die; - - (aus lat. secessio plebis
„Absonderung des Volkes“): in der röm. Republik zur Zeit
seckant
der Ständekämpfe der von der Plebs zur Durchsetzung ih
rer Forderungen veranstaltete Auszug aus Rom
selckant usw. vgl. sekkant usw.
Se con da ry Rag [sɛkəndərɪ 'ræg] der; - -s (zu engl. se
condary „zweitrangig, untergeordnet“ u. fRag): metri
sche Verschiebung im 1 Ragtime u. frühen Jazz, bei der ei
ne Dreiachtelfigur über das geradzahlige Grundmetrum
(z. B. 4/4) gesetzt ist, wobei in der regelmäßigen Abfolge der
drei Achtel jeweils die erste Note betont wird, selconlda
volita [ze'kɔnda 'vɔlta] (íí.>: das zweite Mal (bei der Wie
derholung eines Teils; Mus.); vgl. prima volta, selcondhand ['sɛkəndhænd] (aus gleichbed. engl. second-hand):
aus zweiter Hand; gebraucht. Selcondlhandllealsing
[,,,li:zɪŋ] das; -s, -s: Vermietung von bereits genutzten
Wirtschaftsgütern (Wirtsch.). Secondhandlook
[...luk] der; -s: [bewusst herbeigeführtes] Aussehen neuer
Kleider, Stoffe o. a. wie alte, schon getragene, gebrauchte.
Selcondlhandlshop [...Jop] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. second-hand shop, eigtl. „Laden (für Ware) aus zwei
ter Hand“): Laden, in dem gebrauchte Ware (insbesonde
re gebrauchte Kleidung) verkauft wird. Selcond Line
[ sskənd Iain] r/te; - - (aus gleichbed. engl. second line,
eigtl. „zweite Reihe“): 1. (früher) Schar von kleinen Jun
gen u. Halbwüchsigen, die früher hinter den Straßenkapel
len in New Orleans herzog. 2. Nachwuchskräfte im Jazz.
Se|cond-Look-Ope|ra|tilon [...luk...] die; -, -en (aus
gleichbed. engl. second-look operation, eigtl. „Operation
nach dem zweiten Blick“): Zweiteingriff bei primär un
vollständig entfernten krankhaften Veränderungen eines
Organs od. Organteils (insbesondere bei Karzinom;
Med.), selconldo [ze'kɔndo] (zt.; aus lat. secundus, vgl.
Sekunde): das Zweite (hinter dem Namen eines Instru
ments zur Angabe der Reihenfolge; Mus.). Se|con|do
das; -s, Plur. -su. ...di: 1. zweite Stimme (Mus.). 2. Bass bei
vierhändigem Klavierspiel (Mus.); Ggs. ÎPrimo. Second-Source-Proldukt ['sɛkəndsɔ:s...] das; -[e]s, -e (zu
engl. second source „zweite Quelle“): Bez. für Halbleiter
bauelemente (vor allem integrierte Schaltungen wie Mi
kroprozessoren), die von unabhängigen Zweitherstellern
in Lizenz gefertigt werden. Selcond Unit ['sɛkənd 'ju:nɪt]
die: - -, - -s (aus gleichbed. engl. second unit, zu unit, vgl.
Unit): zweites Aufnahmeteam bei großen Filmproduktio
nen, das Außenaufnahmen, Actionszenen, Î Stunts u.Ä.
dreht
Selcreltalry* of State ['sɛkrətrɪ ɔf 'steɪt] (aus engl. secre
tary of state „Staatssekretär“): in Großbritannien im
16. Jh. der leitende Minister, heute Titel der wichtigsten
Minister; in den USA nur für den Außenminister ge
bräuchlich. Selcret* Serlvice ['si:krɪt sə:vɪs] der; - - (aus
engl. secret service): brit. Geheimdienst
Secltio [,..k...] die; -, ...iones (aus lat. sectio „das Schnei
den, Sezieren“ zu secare, vgl. sezieren): Schnitteröffnung
bei operativen Eingriffen, auch zur Leichenschau (Med.).
Secltio auIrea die; - - (aus lat. sectio aurea „goldener
Schnitt“, zu aurea, Fem. von aureus „golden“): Teilung ei
ner Strecke in der Art, dass sich die kleinere Teilstrecke
zur größeren wie die größere zur ganzen Strecke verhält
(goldener Schnitt; Math.). Secltio caelsalrea [- tse...]
die; - - (aus gleichbed. mlat. sectio caesarea zu lat. sectio
(vgl. Sectio) u. Caesarea „cäsarisch; kaiserlich“): eine ge
burtshilfliche Operation; Kaiserschnitt (Med.). Secltion
['sɛkʃən] die; -, -s (aus gleichbed. engl. section „Ab-, Aus
schnitt“, dies über das Mittelfr. aus lat. sectio (Gen. sectio
nis), vgl. Sectio); ein amerik. Landmaß (259 Hektar)
Se|cu|ri|ti|zaltion [sɪkjuərɪtaɪ'zeɪʃn] die: - (aus gleichbed.
engl. securitization zu to securitize „in börsenfähige Ef
fekten umwandeln“): a) die zunehmende Verbriefung von
Gläubiger-Schuldner-Beziehungen; b) die verstärkte Nei
gung großer, bonitätsstarker Unternehmen, im Rahmen
1222
ihrer Kapitalbeschaffung die Kreditaufnahme bei Banken
zu ersetzen durch die Ausgabe marktfähiger Wertpapiere,
durch die die Kredite handelbar werden (Bankw.). Selcurilty [sɪ kjʊərɪtɪ] die; -, -s (aus gleichbed. engl. security,
dies aus lat. securitas zu securus „sicher“, Bed. 2 aus engl.
securities (Plur.) „Effekten, Wertpapiere“): 1. Sicherheit
[vor Gefahr od. Schaden], 2. (meist Plur.) a) bankübliche
Sicherheit, Kaution (Bankw.); b) Wertpapier (Börsenw.).
Seculritylcheck, auch Selculrilty-Check [,,,tʃɛk]
der; -s, -s (zu Î 'Check): Sicherheitskontrolle auf Flughäfen
Selda: Plur. von tSedum
Seldalrim: Plur. von t Seder
seldat (aus gleichbed. lat. sedatus, Part. Perf. von sedare
„beruhigen, beschwichtigen“): (veraltet, aber noch
landsch.) ruhig, von gesetztem Wesen, bescheiden, sitt
sam. seldaltiv (zu T...iv>: beruhigend, schmerzstillend
(von Medikamenten; Med.). Seldaltiv das; -s, -e [...va]:
svw. Sedativum. Seldaltilvum [...v...] das; -s, ...va (aus
gleichbed. n/öf sedativum): Beruhigungsmittel; schmerz
linderndes Mittel (Med.), seldenltär (unter Einfluss von
gleichbed. fr. sédentaire aus lat. sedentarius „sitzend (ar
beiten)“, zu sedens, Gen. sedentis. Part. Präs, von sedere
„sitzen“): 1. (veraltet) sitzend, sesshaft, ansässig. 2. (von
Sedimenten) aus tierischen od. pflanzlichen Stoffen auf
gebaut; biogen (Geol.)
Beider der; -[s], Sedarim (aus gleichbed. hebr. seder, eigtl.
„Ordnung“): 1. Hauptteil von tMischna u. tTalmud.
2. häusliche Passahfeier im Judentum
Seldes Apostollica [- ...ka] die; - - (kirchenlat.; „Apos
tolischer Stuhl“): svw. Sancta Sedes
Seldez das; -es (zu lat. sedecim „sechzehn“): Buchformat,
bei dem der Bogen 16 Blätter = 32 Seiten hat. Seldelzimallsysltem das; -s (zu Î '...al (1)): svw. Hexadezimalsys
tem
Seldia gesltaltolria [- dʒɛs...] die; - - (aus gleichbed. it. sedia gestatoria zu sedia „Stuhl, Sessel“ (dies aus mlat. se
dium zu lat. sedere „sitzen“) u. gestatorio „zum Tragen
dienend“ (dies aus lat. gestatorius zu gestare „tragen“)):
der von acht Dienern getragene Sessel, auf dem früher der
Papst der besseren Sichtbarkeit wegen u. zum Schutz sei
ner Person bei feierlichen Anlässen in Versammlungen von
Gläubigen einzog. seldielren (zu lat. sedare, vgl. sedat):
dämpfen, beruhigen (z.B. durch Verabreichung eines Se
dativums; Med.). Seldielrung rZze; -, -en (zu t...ierung>:
a) Dämpfung von Schmerzen; b) Beruhigung eines Kran
ken (Med.). Seldilflukltilon* die; -, -en (zu lat. sedere
„sitzen“ u. fluctio „das Fließen“): die Fließbewegung un
verfestigter Sedimente unmittelbar im Anschluss an die
Sedimentbildung (Geol.). SeldiIle das; -[s], ...lien [...ion]
(aus lat. sedile „Sitz“): 1. lehnenloser Sitz für die amtie
renden Priester beim Hochamt. 2. Klappsitz im Chorge
stühl. Seldilment das; -[e]s, -e (aus lat. sedimentum „Bo
densatz“ zu sedere „sitzen“): 1. das durch Sedimentation
entstandene Schicht- od. Absatzgestein (Geol.). 2. Boden
satz einer [Körper]flüssigkeit (bes. des Urins; Med.), se
di I men Itär (zu t...är>: durch Ablagerung entstanden (von
Gesteinen u. Lagerstätten; Geol.). Se|dilmen|ta|tilon
die; -, -en (zu T...ation): 1. Ablagerung von Stoffen, die an
anderen Stellen abgetragen od. von pflanzlichen od. tieri
schen Organismen abgeschieden wurden (Geol.). 2. Bo
densatzbildung in Flüssigkeiten (Chem., Med.). Seldimentaltionszyklus* der; -, ...klen: mehrfach sich
wiederholende Abfolge bestimmter Sedimente, wie sie
z. B. bei der Bildung der Zechsteinsalze od. der Steinkohle
des Ruhrgebietes erfolgte (Geol.). se|di|men|tie|ren (zu
T.-ieren): 1. ablagern (von Staub, Sand, Kies usw. durch
Wind, Wasser od. Eis; Geol.). 2. einen Bodensatz bei Flüs
sigkeiten bilden (Chem., Med.). Se|di|men|to|lo|gie
die; - (zu t ...logie): Lehre von der Entstehung u. Umbil-
1223
dung der Sedimentgesteine. Seldi|ment|pe|tro|grafie*, auch ...gralphie die; -: Zweig der Î Petrografie, der
sich mit den Sedimentgesteinen befasst. Seldislvalkanz
[...V...J die; -, -en (zu lat. sedis, Gen. von sedes „Stuhl“):
Zeitraum, während dessen das Amt des Papstes od. eines
Bischofs unbesetzt ist
Se|di|tilonrfze, -, -en (aus gleichbed. lat. seditio): (veraltet)
Aufruhr, Aufstand. seldi|ti|ös (aus gleichbed. lat. sedi
tiosus; vgl. ...ös>: (veraltet) aufständisch, aufrührerisch
Se|duk|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. spatial, seductio zu
lat. seducere, vgl. seduzieren): (veraltet) Verführung
Seldum das; -s, Seda (aus gleichbed. lat. sedum, Herkunft
ungeklärt): Pflanzengattung der Dickblattgewächse, Fett
henne
seldulzielren (aus gleichbed. lat. seducere): (veraltet) ver
führen
Seerlsulcker ['sɪəsʌkə] der; -s (aus gleichbed. engl. seersu
cker, dies über Hindi sirsakar auspers. sir wa sakar „Milch
u. Zucker“): Baumwoll[misch]gewebe mit Kreppeffekt,
der durch unterschiedliche Kettspannung u. Mischung
von stark u. wenig schrumpfenden Garnen erzielt wird
Seglment das; -[e]s, -e (aus lat. segmentum „(Ab-,
Einschnitt“ zu secare, vgl. sezieren): 1. Abschnitt, Teil
stück (eines größeren Ganzen). 2. a) von einem Kurven
stück u. der dazugehörigen Sehne begrenzte Fläche; b)
von einer gekrümmten Fläche u. einer sie schneidenden
Ebene begrenzter Teil des Raums bzw. eines Körpers (Geom.). 3. Abschnitt eines [gegliederten] Organs (z.B. des
Rückenmarks) od. eines Körpers (z.B. der Gliedertiere).
4. [kleinster] Abschnitt einer sprachlichen Äußerung, der
durch Zerlegung in sprachliche Einheiten entsteht
(Sprachw.). 5. Bez. für logisch zusammengehörende, aber
weitgehend unabhängige Teile eines Programms (4)
(EDV), seglmenltal (zu t’...al (1)): segmentförmig, als
Segment vorliegend, seglmenitär (zu t...är): aus einzel
nen Segmenten zusammengesetzt. Seg|men|ta|ti|on
die; -, -en (zu t...ation): 1. Bildung von Furchungen an
Zellkernen (Med.). 2. svw. Segmentierung (3); vgl. ...ation/,,,ierung. seglmenltielren (zu Î..deren): 1. [in Seg
mente] zerlegen; gliedern. 2. eine Segmentierung (3) vor
nehmen. Seglmenltielrung die; -, -en (zu Î...ierung): 1.
das Segmentieren. 2. Metamerie (1). 3. Analyseoperation,
bei der sprachliche Äußerungen in Einheiten des Sprach
systems zerlegt werden (Sprachw.). 4. Aufteilung von Spei
cherbereichen (EDV); vgl. ...ation/...ierung. Seglmentmas sa ge [,,,ʒə] die; -, -n: svw. Segmenttherapie. Segment|re|sek|ti|onr/ze; -,-en: operative Entfernung eines
Organabschnitts (z.B. der Lunge; Med.). Seglmentthelrapierf/e, -, ...jen: Therapie, bei der von bestimmten
Zonen der Haut aus (durch Wärme, Kälte, Massage usw.)
über die Nervenbahnen auf bestimmte, diesen Zonen zu
geordnete innere Organe eingewirkt werden soll (Med.)
Selgno* [ zenjo] das; -s, Plur. -s u. ...ni (aus gleichbed. it.
segno, dies aus lat. signum „Zeichen“): Zeichen, von dem
od. bis zu dem noch einmal zu spielen ist (Mus.); Abk. : s.;
vgl. al segno; dal segno
Selgrelgat* das; -[e]s, -e (zu lat. segregatus, substantivier
tes Part. Perf. von segregare, vgl. segregieren): (veraltet)
Ausgeschiedenes, Abgetrenntes. ’Selgrelgaltilon die; -,
-en (aus spätlat. segregatio „Trennung“ zu lat. segregare,
vgl. segregieren): 1. (veraltet) Ausscheidung, Trennung. 2.
Aufspaltung der Erbfaktoren während der Reifeteilung
der Geschlechtszellen (BioL). 2Selgre|ga|ti|on [engl.
sɛgrɪ,geɪʃn] die; -, Plur. -en (bei engl. Ausspr. -s)(aus gleich
bed. engl. segregation, dies aus spätlat. segregatio, vgl.
‘Segregation): Trennung von Bevölkerungsgruppen aus
religiösen, ethnischen, schichtspezifischen o. a. Gründen
(Soziol.). selgrelgielren (aus gleichbed. /«/. segregare):
absondern, aufspalten, trennen (z.B. nach Rassen)
Seismonastie
['ze:guə] (//.; „es folgt“, 3. Pers. Sing. Präs, von se
guiré „folgen“, dies aus lat. sequi): in älteren Notendrü
cken auf der Seite unten rechts als Hinweis : umblättern, es
geht weiter. Se|gui|dil|la [zegi'dɪlja] die; - (nach gleich
bed. span, seguidilla zu seguida „Folge, Reihe“, dies zu se
guir „folgen“): span. Tanz im 3/4- od. ɜ/s'ɪɑlɑ mit Kastag
netten- u. Gitarrenbegleitung
Seilcenlto [sei'ʧɛnto] das; -[s] (aus gleichbed. it. seicento,
eigtl. „600“ (kurz für 1600 = 17. Jh.), dies aus lat. sescenti): die ital. Kunst des 17. Jh.s als eigene Stilrichtung
Seiches [sɛ:ʃ] die (Plur.) (aus gleichbed. fr. seiches zu
sèche, weibliche Form zu sec, vgl. sec): a) urspr. Bez. für
Wasserstandsschwankungen im Genfer See; b) periodi
sche Schwankungen des Niveaus von Binnenseen
Seilchur der; -s, -e (wohl nach dem aserbaidschanischen
Handelsort Juchary-Seichur): blaugrundiger, auch creme
farbener kaukasischer Teppich
Seildo das: -s, -s (aus jap. sei-dö „Bronze“): Kupfer-BleiLegierung, die u. a. für Lager verwendet wird
Sei|gnettelelek|tri|zi|tät* [zɛnjɛt...] die; - (nach dem
franz. Apotheker P. Seignette, 1660-1719): bei bestimm
ten Kristallarten vorkommende Form der Î Piezoelektrizi
tät. Seilgnettelsalz das; -es: das Kaliumnatriumsalz der
Weinsäure (Abführmittel)
Seilgneur* [sɛn'jo:g] der; -s, -s (aus fr. seigneur „Herr“,
dies aus lat. senior „der Ältere“; vgl. senior): 1. franz.
Grund-, Lehnsherr im Mittelalter. 2. (veraltet) vornehmer,
gewandter Herr, seilgneulral (zu T ’...al (l)): (veraltet)
vornehm, weltmännisch. Seügneulrie die; -, ...ien (aus
gleichbed./r. seigneurie): das im Besitz eines Seigneurs (1)
befindliche Gebiet
Seilner der; -s, - (zu engl. seine „Treibnetz“, dies über altengl. segne aus lat. sagena, dies aus gr. sagênê „großes
Schleppnetz“): kleines Motorschiff für den Fischfang
Seisltnik die; - (zu Îseismisch u. t2...ik (1)): Wissenschaft,
Lehre von der Entstehung, Ausbreitung u. Auswirkung
der Erdbeben. Seislmilker der; -s, -: Wissenschaftler,
Fachmann auf dem Gebiet der angewandten Seismik, auf
dem durch künstlich (meist durch Sprengungen) hervorge
rufene Erdbebenwellen der Verlauf u. die Größe von Ge
steinsschichten unter der Erdoberfläche untersucht wer
den, um Lagerstätten (z.B. von Erdöl) zu erkunden, seis
misch (zu gr. seismös „(Erd)erschütterung“, dies zu seiein „erschüttern“): 1. die Seismik betreffend. 2. Erdbeben
betreffend, durch Erdbeben verursacht; seismischer Ar
ray: Erdbebenregistrieranlage, die aus vielen über ein grö
ßeres Areal verteilten, zentral ausgewerteten Seismogra
fen besteht; seismische Woge: svw. Tsunami. Seislmilzität die; - (zu Î...izität): Häufigkeit u. Stärke der Erdbeben
eines Gebietes, seislmo.... Seís mo... (aus gr. seismös,
vgl. seismisch): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Erdbeben“, z.B. Seismograf. Seislmolgraf, auch
...graph der; -en, -en (zu î...graf): Erdbebenmesser, der
Richtung u. Dauer des Bebens aufzeichnet, seislmolgrafisch, auch ...gralphisch (zu t...grafisch): mit Seismo
grafen aufgenommen (von Erschütterungen im Erdin
nere). Seislmolgramm <7as; -s, -e (zu t...gramm>: Erd
bebenkurve des Seismografen. Seislmollolge der; -n, -n
(zu t.Joge): svw. Seismiker. Seislmollolgie die; - (zu
î...logie>: svw. Seismik. Seis|mo|lo|gin die; -, -nen:
weibliche Form zu tSeismologe. seislmollolgisch (zu
t ...logisch): svw. seismisch (1). Seislmolmelter rfas; -s, (zu Α...meter): Erdbebenmesser, der auch Größe u. Art
der Bewegung aufzeichnet. Seis|mo|me|trie* die; - (zu
t...metrie): Erdbebenmessung mithilfe eines Seismome
ters. seislmolmeltrisch* (zu Î...metrisch): mit einem
Seismometer gemessen. Seis|mo|nas|tie rfte; - (zu gr.
nastös „(fest) gedrückt“ u. 12...ie) : durch Erschütterungen
ausgelöste Krümmungsbewegung bei Pflanzen, ohne Beselgue
Seismophon
1224
Sekretär; Bed. 5: die schwarzen Schmuckfedern am Hin
ziehung zur Reizrichtung (Bot.). Seislmolphon, auch
terkopf des Vogels erinnern an einen früheren Schreiber,
...fon das; -s, -e (zu t,,,phon): technisches Gerät, das weit
der seine Schreibfeder hinter das Ohr gesteckt hat): 1.
entfernte Erdbeben hörbar macht. Seislmo|re|ak|ti|on
jmd., der für eine [leitende] Persönlichkeit des öffentlichen
die; -, -en : verändertes Verhalten von Tieren vor Beginn ei
Lebens die Korrespondenz, die organisatorischen Aufga
nes Erdbebens (Biol.). Seislmolskop* das; -s, -e (zu
ben o. Ä. erledigt. 2. a) leitender Funktionär einer Organi
t. ..skop): heute veraltetes u. nicht mehr verwendetes In
sation; b) Schriftführer. 3. Beamter des mittleren Diens
strument zum Registrieren von Erdbeben. Seislmoltektes. 4. Schreibschrank. 5. afrik. Greifvögel mit langen Fe
tolnik die; -: Gebiet der Geophysik, das die Beziehungen
dern am Hinterkopf (Kranichgeier). Se|kre|ta|ri|at das;
zwischen Erdbeben u. den sie verursachenden Prozessen
-[e]s, -e (aus mlat. secretariats „Amt des Geheimschrei
untersucht
bers“): a) der Leitung einer Organisation, Institution, ei
Sejm [sɛjm, auch zaim]
-s (aus poln. sejm): die poln.
nes Unternehmens beigeordnete, für Verwaltung u. orga
Volksvertretung
nisatorische Aufgaben zuständige Abteilung; b) Raum,
Sejlma-Turlbilno-Kulltur die; - (nach dem Gräberfeld
Räume eines Sekretariats (a). Seikreltalrie die; -, ...ien
von Sejma an der Oka u. der Fundstelle Turbino in Perm,
(aus gleichbed. kirchenlat. secretaria): päpstliche Behör
Russland): bronzezeitliche Kulturgruppe in Russland mit
de; vgl. Staatssekretarie. Selkreltälrin die; -, -nen (weib
Waffen u. Geräten aus Kupfer, Bronze, Silber von etwa
liche Form zu ÎSekretär): Angestellte, die für jmdn. die
1400-900 v.Chr.
Korrespondenz abwickelt u. technisch-organisatorische
Se junk ti on die; -, -en (aus lat. seiunctio „Trennung, Ab
Aufgaben erledigt. Se|kre|ta|ri|us der: -, ...rii (aus mlat.
sonderung“ zu seiungere „absondern, trennen“): man
secretarius, vgl. Sekretär): (veraltet) svw. Sekretär (1). segelnde od. verminderte Fähigkeit, Bewusstseinsinhalte
kreltielren (zu t'Sekret u. t...ieren): 1. absondern, aus
miteinander zu verbinden (Psychol.)
scheiden (Med.). 2. geheim halten, verschließen, bes. Bü
Selkans der; -, Plur. -, auch Sekanten (zu lat. secans, vgl.
cher in einer Bibliothek. Selkreltin tos; -s (zu î...in (l)):
Sekante): Verhältnis der ÎHypotenuse zur Î Ankathete im
Ho mon des Zwölffingerdarms (Med.). Selkreltilon die;
rechtwinkligen Dreieck; Zeichen see (Math.). Selkanlte
-, -en (aus lat. secretio „Absonderung, Trennung“): 1. Vor
die; -, -n (zu nial, linea secans, dies zu lat. linea (vgl. Linie)
gang der Produktion u. Absonderung von Sekreten durch
u. secans, Gen. secantis, Part. Präs, von secare „schnei
Drüsen (Med.). 2. Ausfüllung von Gesteinshohlräumen
den“): jede Gerade, die eine Kurve (bes. einen Kreis)
von außen nach innen durch eingedrungene Minerallösun
schneidet (Math.)
gen (Geol.). Se|kre|ti|ons|derlma|to|se die: -, -n:
Selkel u. Schekel der; -s, - (über lat. siclus, gr. siklos aus
krankhafte Steigerung der Absonderungen durch die Haut
hebr. seqel zu säqal „wägen“): altbabylon. u. jüd. Ge
(Med.). Selkreltilonslphalse tos; -, -n: dem Follikel
wichts- u. Münzeinheit
Seiki das; -s, -s (zu jap. seki „offen, weit“): Stellung beim
sprung folgende Î Phase im Menstruationszyklus (Med.),
IGo, in der kein Spieler ohne eigene Verluste die Steine
selkrelto..., Selkrelto... (zu t'Sekret (in Verbindung
des Gegners nehmen kann
mit dem Bindevokal -o-)): Wortbildungselement mit der
seklkant (aus gleichbed. it. seccante, Part. Präs, von secBedeutung „[krankhafte] Absonderungen betreffend“,
care, vgl. sekkieren): (österr., sonst veraltet) lästig, zu
z.B. Sekretolytikum. Se|kre|to|ly|se die; -, -n (zu t...ly
dringlich. Seklkaltur die; -, -en (aus gleichbed. zt. seccase): medikamentöse Lösung von zähflüssigem Sekret in
tura): (österr., sonst veraltet) a) Quälerei, Belästigung: b)
den Bronchien. Selkreltollyltilkum das: -s, ...ka (zu gr.
Neckerei, seklkielren (aus gleichbed. ¿í. seccare, eigtl.
lytikós „zum (Aufjlösen geneigt“ u. t...ikum): schleimlö
„(aus)trocknen“, dies aus lat. siccare zu siccus, vgl. secco):
sendes Hustenmittel, selkreltollyltisch: wie eine Sekre(österr., sonst veraltet) a) belästigen, quälen; b) necken.
tolyse wirkend (Med.). Se|kreltolmo|to|ri|kum das: -s,
Sek|ko|ma|le|rei vgl. Seccomalerei. Sek|ko|re|zi|ta...ka (meist Plur.) (zu Îmotorisch u. t...ikum>: Arzneimit
tiv vgl. Secco
tel, das den Abtransport von Sekreten aus den tiefen
selkluldielren* (aus gleichbed. to. secludere): (veraltet)
Atemwegen beschleunigt (Med.). se|kre|tolrisch (aus
ausschließen. Se|klu|si|on die; - (zu lat. seclusus, Part.
gleichbed. nlat. secretorius) : die Sekretion von Drüsen be
Perf. von secludere (vgl. sekludieren) u. Î ‘...ion): (veraltet)
treffend (Med.)
Ausschließung, Absonderung
Sekt der; -[e]s, -e (gekürzt aus fr. vin see, dies aus it. vino
Selkond die; -, -en (aus gleichbed. it. seconda, eigtl. „zwei
secco „süßer, schwerer, aus Trockenbeeren gekelterter
te (Fechtbewegung)“, zu secondo „Zweiter, dies aus lat.
Wein“, eigtl. „trockener Wein“; zu it. secco „trocken“
secundus, vgl. Sekunde): bestimmte Klingenhaltung beim
(dies aus lat. siccus)): durch Nachgärung gewonnener
Fechten. Se|konlde|leut|nant [auch ze'kð:də...] (zu fr.
Schaumwein
second(e) „Zweite(r)“): (veraltet) svw. Leutnant
Seklte die: -, -n (aus (m)lat. secta „befolgter Grundsatz;
selkret* (zu lat. secretus „abgesondert“, Part. Perf. von se
Partei, philosophische Lehre, (religiöse) Sekte“ zu lat. se
cernere „absondern, ausscheiden“, vgl. sezernieren): (ver
qui „folgen“ (zum alten Part. Perf. *sectum statt secu
altet) geheim; abgesondert. ’Selkret das; -[e]s, -e (aus
tum)): 1. kleinere, von einer christlichen Kirche od. einer
gleichbed. mlat. secretum, eigtl. Part. Perf. (Neutrum) von
anderen Hochreligion abgespaltene religiöse Gemein
lat. secernere, vgl. sekret; Bed. 2 aus lat. secretum „Abge
schaft. 2. philosophisch od. politisch einseitig ausgerich
schiedenheit, einsamer Ort; Geheimnis“): 1. a) von einer
tete Gruppe, sekltielren (zu t...ieren>: (veraltet) eine
Drüse produzierter u. abgesonderter Stoff, der im Orga
Sekte bilden. Sek|ti_e|rer der; -s, - : 1. Anhänger einer Sek
nismus bestimmte biochem. Aufgaben erfüllt (z.B. Spei
te. 2. jmd., der von der herrschenden politischen od. von
chel, Hormone); b) Ausscheidung, Absonderung [einer
einer philosophischen Richtung abweicht, sekltielreWunde]; vgl. Exkret, Inkret (Med.). 2. (veraltet) vertrau
risch: 1. einer Sekte anhängend. 2. nach Art eines Sektie
liche Mitteilung. 2Se|kret tZz'e; -, -en (Plur. selten) (aus
rers. Sek|ti_e|rer tum das; -s: 1. sektiererische Art, sek
gleichbed. (m)lat. (oratio) secreta, Fem. von lat. secretus,
tiererisches Verhalten. 2. linke Abweichung von der Linie
vgl. sekret): stilles Gebet des Priesters während der Messe.
einer kommunistischen Partei
Selkreltar zfer; -s, -e (aus mlat. secretarius „(Ge- Sekltilon die; -, -en (aus to. sectio (vgl. Sectio), Bed. 4 wohl
heimjschretber“ zu lat. secretus, vgl. sekret): (veraltet)
nach russ. sekeija): 1. a) Abteilung, Gruppe [innerhalb ei
Geschäftsführer, Abteilungsleiter. Selkreltar der; -s, -e
ner Behörde od. Institution]; b) (österr.) Abteilung in ei
(unter Einfluss von fr. secrétaire aus mlat. secretarius, vgl.
nem Ministerium. 2. svw. Obduktion. 3. vorgefertigtes
1225
Sekurit
Bauteil, bes. eines Schiffes (Techn.). 4. Wissenschaftsbe
gie die; -, -n: aus einer Primärenergie gewonnene Energie
reich an einer Hochschule (im Bereich der DDR von
(Techn.). Selkun|där|in|fek|ti|on die; -, -en: Zweitin
1969-1990). Sekltilolnallislmus der; - (aus engl. sectio
fektion eines entzündlichen Herdes od. Prozesses durch ei
nalism „Partikularismus, Lokalpatriotismus"; vgl. ...isnen neuen, anderen Krankheitserreger (Med.). Selkunmus (2)): Herausbildung von Regionen in den USA mit
därinsekten die (Plur.): Insekten, die kränkelndes od.
spezifischen Interessen, die sich in wirtschaftlicher, poli
totes pflanzliches Gewebe befallen (z. B. Holzwespen, vie
tischer, sozialer u. kultureller Hinsicht unterscheiden u.
le Borkenkäfer; Biol.); Ggs. ÎPrimärinsekten. Se|kunvor allem seit Beginn des 19. Jh.s in wachsende Gegensätze
därliteratur die;Wissenschaft!, u. kritische Literatur
traten. Sek|ti|ons|chef der; -s, -s (zu ( Sektion): (bes. ösüber (Primärliteratur (Literaturw.). Se|kun|där|rohterr.) Abteilungsleiter in einer Behörde [in einem Ministe
stoff der; -[e]s, -e (meist Plur.): Altmaterial, das aufberei
rium], Sekltor der; -s, ...oren (aus (spät)lat. sector (circu
tet u. als Rohstoff wieder verwendet werden kann. Seli) „(Kreis)ausschnitt“, eigtl. „Schneider, Ab-, Zerschneikun|dar|schu|le die; -, -n: (Schweiz.) höhere Volksschu
der“, zu secare, vgl. sezieren): 1. [Sachjgebiet (als Teil von
le. Se|kun|därlsta|tis|tik die; -, -en: statistische Aus
einem Ganzen), Bezirk. 2. Zusammenfassung gleicharti
wertung von Material, das nicht primär für statistische
ger Wirtschaftsgebiete in der volkswirtschaftlichen Ge
Zwecke erhoben wurde; vgl. Primärstatistik. Selkunsamtrechnung (Wirtsch.). 3. von den Schenkeln eines Win
dar stu fe rfze; -, -n: a) die auf der Î Primarstufe aufbau
kels u. einer gekrümmten Linie (speziell einem Kreis) be
enden Klassen weiterführender Schulen (5.-9. bzw. 10.
grenztes Flächenstück (z. B. Kreisausschnitt; Math.). 4. a)
Schuljahr); b) die Klassen des Gymnasiums (5.-12. bzw.
eines der vier Besatzungsgebiete in Berlin u. Wien nach
13. Schuljahr); vgl. Primarstufe. Se|kun|dar|suf|fix das;
dem 2. Weltkrieg; b) durch die Aufteilung eines Gebietes
-es, -e: (Suffix, das erst in sprachgeschichtlich jüngerer
(in einzelne Interessengebiete o.Ä.) entstanden Zone.
Zeit durch die Verschmelzung zweier anderer Suffixe ent
5. kleinste Speichereinheit auf dem Datenträger (EDV).
standen ist (z.B. -keit aus mhd. -ec-heit; Sprachw.). Se...sekltor (zu Î Sektor): Wortbildungselement mit der Be
kun där tek togenese die; -: durch Schwere u. Ab
deutung „Bereich“, z.B. Privatsektor, Energiesektor,
gleiten des Gesteins verursachte Falten- u. Deckenbildung
sekltolral (zu t ‘...al (1)>: einen Sektor betreffend
(von Gesteinen; Geol.); vgl. Primärtektogenese. SelkunSelkund die; -, -en (zu TSekunde): (österr.) Sekunde (4).
därlve ge ta tilon [...v...] die; -, -en: die sich nach Ver
Se kun da (aus lat. secunda, eigtl. „die zweite (Güte)“,
nichtung der ursprünglichen Vegetation durch den Men
Fern, von secundus, vgl. Sekunde): (veraltet) zweitklassig
schen (z.B. durch Abholzung od. Rodung) selbsttätig
(von Waren). Selkunlda die; -, ...den (aus nlat. secunda
einstellende natürliche Vegetation (Biol.). Selkunldär(classis) „zweite (Klasse)“ zu lat. secundus, vgl. Sekunde,
wick lung die; -, -en: die Wicklung eines Transforma
Bed. 1 nach der früheren Zählung der Klassen von oben
tors, die (nach der Energierichtung) die Ausgangswick
nach unten): (veraltend) 1. die sechste u. siebente Klasse
lung ist u. Energie abgibt (Elektrot.). Selkunldalwecheiner höheren Schule. 2. (österr.) die zweite Klasse einer
sel der; -s, - (zu lat. secunda, vgl. Sekunda): zweite Aus
höheren Schule. Selkundlaklkord der; -[e]s, -e (zu lat.
fertigung eines Wechsels. Selkunlde die; -, -n (verkürzt
secundus, vgl. Sekunde): die dritte Umkehrung des Domi
aus spätlat. pars minuta secunda „kleinster Teil zweiter
nantseptakkords (in der Generalbassschrift mit einer „2“
Ordnung“ (vgl. Minute) zu lat. secundus „der Reihe nach
unter der Bassstimme angedeutet; Mus.). Se|kun|da|ner
folgend, Zweiter“ (altes Part. Präs, von sequi „folgen“)): 1.
der; -s, - (zu T...aner): (veraltend) Schüler einer Sekunda.
a) der 60. Teil einer Minute, eine Grundeinheit der Zeit;
Se|kun|dalne|rin die; -, -nen: weibliche Form zu (SeAbk. : Sek.; Zeichen s (Astron. ...s), älter see, sek.; b) (ugs.)
kundaner. Selkunldant der; -en, -en (zu lat. secundans,
sehr kurze Zeitspanne, Augenblick. 2. Winkelmaß (der
Gen. secundantis, Part. Präs, von secundare, vgl. sekun
3 600ste Teil eines Winkelgrads; Kurzzeichen "; Math.). 3.
dieren): 1. (früher) Beistand, Zeuge bei einem Duell. 2.
die dritte Seite eines Druckbogens mit der Sternchenziffer
Helfer, Berater, Betreuer eines Sportlers während eines
zur Kennzeichnung der Reihenfolge für den Buchbinder.
Wettkampfes (bes. beim Boxen, Schach). Selkunldanz
4. a) der zweite Ton einer diatonischen Tonleiter; b) Inter
vall (2) von zwei (diatonischen Stufen (Mus.). Selkundie; -, -en (zu t ...anz): 1. Tätigkeit eines Sekundanten (2).
denherztod der; -[e]s: plötzlicher Tod durch Herzver
2. Hilfe, Beistand, selkunldär (über/r. secondaire aus
sagen u. Kreislaufstillstand (Med.). Se|kun|den|me|ter
gleichbed. lat. secundarius „(der Reihe nach) folgend,
der (Schweiz, nur so) od. das; -s, -: (veraltet) svw. Meter
zweitrangig“ zu secundus, vgl. Sekunde): 1. a) an zweiter
sekunde. selkunldielren (unter Einfluss von/r. seconder
Stelle stehend, zweitrangig, in zweiter Linie in Betracht
„beistehen“ aus Zat. secundare „begünstigen“ zu secun
kommend; b) nachträglich hinzukommend. 2. (von chem.
dus, vgl. Sekunde): 1. a)jmdn,, etwas [mit Worten] unter
Verbindungen o.Ä.) jeweils zwei von mehreren gleicharti
stützen; beipflichtend äußern; b) die zweite Stimme sin
gen Atomen durch zwei bestimmte andere Atome erset
gen od. spielen u. jmdn., etwas damit begleiten. 2. als Se
zend od. mit zwei bestimmten anderen verbindend; vgl.
kundant (1) tätig sein. 3. einen Teilnehmer während des
primär (2), tertiär (2). 3. den Teil eines Netzgerätes betref
Wettkampfs persönlich betreuen u. beraten (Sport, bes.
fend, über den die umgeformte Spannung als Leistung ab
Boxen, Schach). Selkunldilpalra die; -, ...paren (zu lat.
gegeben wird (Elektrot.); vgl. primär (3). Selkunldär
secundus (vgl. Sekunde) u. parere „gebären“): Frau, die
das; -s: früherer Name für das TMesozoikum. Selkunihr zweites Kind gebiert, geboren hat, Zweitgebärende
dar... vgl. Sekundär... Selkunldär..., bes. österr. u.
(Med.); vgl. Multipara, Nullipara, Pluripara, Primipara.
Schweiz. Sekundär... (zu tsekundär): Wortbildungsele
Selkunldiz die; - (zu lat. secundus, vgl. Sekunde, Analo
ment mit der Bedeutung „an zweiter Stelle; zweitrangig“,
giebildung zu (Primiz); 50-jähriges Priesterjubiläum
z.B. Sekundärliteratur, Sekundärsuffix, Sekundarschule.
(kath. Kirche); vgl. Primiz, selkundllich (selten), seSelkun|där|ana|ly|se die; -, -n: soziologische Untersu
kündllich: in jeder Sekunde geschehend, sich vollzie
chung, die sich auf Material stützt, das schon vorher für
hend. Se|kun|dolge|ni|tur die; -, -en (zu lat. secundo
andere Zwecke erhoben worden war (Soziol.). Selkun„zweitens“ u. genitura „Geburt“): Besitz[recht] des zweit
darlarzt der; -es, ...ärzte: (österr.) Assistenzarzt; Kran
geborenen Sohnes u. seiner Linie in Fürstenhäusern; vgl.
kenhausarzt ohne leitende Stellung; Ggs. ÎPrimararzt.
Primogenitur
Se|kun|där|elek|tro|nen* die (Plur.): Elektronen, die
beim Auftreffen einer [primären] Strahlung auf ein Mate selkulrielren (zu lat. securus „sicher“ u. ( ...ieren): (veral
tet) sichern, sicherstellen. Se|ku|rit® [auch ,..'nt] das; -s
rial (bes. Metall) frei werden (Phys.). Selkunldärlener-
Sekurität
(Kunstw. zu lat. securitas „Sicherheit“): nicht splitterndes
Sicherheitsglas. Selkulriltät die; -, -en (aus gleichbed./r.
sécurité, dies aus Zat. securitas, Gen. securitatis): Sicher
heit, Sorglosigkeit
sella (zu TSela; das Zeichen wurde volkstümlich als
Schlusszeichen beim musikalischen Vortrag gedeutet):
(ugs.) abgemacht!, Schluss!. Sella das; -s, -s (aus hebr. selä, weitere Herkunft ungeklärt) : Musikzeichen in den Psal
men
Sellalchiler [...in] der; -s, - (meist Plur.) (aus nlat. selachii
(Plur.) zugr. sélachos „Knorpeltier (bes. Knorpelfisch)“):
Haifisch
sellaldon [auch zela'dö:] (zu ÜSeladon): (veraltet) blass
grün. ’Sellaldon [auch zela'dö:] der; -s, -s (nach dem
Schäfer Céladon im Roman „L’Astrée“ des franz. Dich
ters H. d’Urfé, 1568-1625): (veraltet) schmachtender
Liebhaber. 2Se|laldon das; -s, -s (nach dem in zartes
Grün gekleideten Schäfer Céladon, vgl. ‘Seladon): chines.
Porzellan mit grüner bis blaugrüner Glasur (aus dem
10.-13. Jh.). Se|la|do|nit [auch ,..'mt] der; -s, -e (zu
f2...it): Grünerde, hell-, gelb-, blau- bis dunkelgrünes Mi
neral, das als lichtechter Farbstoff für Fresko-, Aquarell-,
Tempera- u. Ölmalerei dient
Se I la Igi Inei lia die; -, ...llae [...le] u. Se I la Igi I nel I le die; -,
-n (aus nlat. sellaginella zu lat. selago „eine dem tSadebaum ähnliche Pflanze (nach Plinius dem Älteren)“):
Moosfarn (Bärlappgewächs)
Sellam vgl. Salam. Sellamllik der; -s, -s (aus gleichbed.
türk, selämhk): 1. Empfangsraum im orientalischen Haus.
2. früher feierliche Auffahrt des Sultans od. Kalifen zum
Freitagsgebet
sellelgielren (aus gleichbed. lat. seligere): auswählen. Seleklta iZZe; -, ...ten (zu lat. selecta, Part. Perf. (Fern.) von
seligere „auslesen, auswählen“): (früher) Oberklasse für
begabte Schüler nach Abschluss der eigentlichen Schule.
Se|lek|ta|ner der; -s, - (zu T...aner): (früher) Schüler ei
ner Selekta. Se|lek|ta|ne|rin die; -, -nen: weibliche Form
zu t Selektaner. Selleklteur [,..'t0:ç] der; -s, -e (zu tSelektion u. t ...eur): Pflanzenzüchter, der von Krankheiten be
fallene Pflanzenbestände aussondert, um die Ansteckung
gesunder Pflanzen zu verhüten. se|lek|tie|ren (zu Î..de
ren): 1. aus einer Anzahl von Individuen od. Dingen die
jenigen heraussuchen, deren Eigenschaften sie für einen
bestimmten Zweck bes. geeignet machen. 2. (im national
sozialistischen Sprachgebrauch verhüllend) [Häftlinge im
Konzentrationslager] für die Gaskammer aussondern.
Sellekltilon die; -, -en (über gleichbed. engl. selection aus
lat. selectio „das Auslesen“ zu seligere, vgl. Selekta): 1.
(ohne Plur.) Aussonderung, Auswahl. 2. natürliche Ausle
se u. Fortentwicklung durch Überleben der jeweils stärks
ten Individuen einer Art; Zuchtwahl (Biol.). 3. die vorge
schriebene Reinigung eines Bestands von art- u. sorten
fremden sowie von kranken Pflanzen in der Saatgut- u.
Pflanzenvermehrung. 4. (im nationalsozialistischen
Sprachgebrauch verhüllend) Aussonderung für die Gas
kammer; vgl. Elektion. sellekltilolnielren (zu Î ...ieren):
svw. selektieren. Se|lek|ti|ons|theio|rie die; -: von
Ch. Darwin entwickelte Theorie der Î Phylogenese durch
natürliche Auslese, sellekltiv (aus engl. selective „zielge
richtet“): 1. auf Auswahl, Auslese beruhend; auswählend;
vgl. elektiv. 2. trennscharf (Nachrichtentechn.). Sellektilviltät [,..v...] die; - (zu t ...ität): 1. technische Leistung
eines Radio- od. Funkempfangsgerätes, die gewünschte
Welle unter anderen herauszusuchen u. zu isolieren,
Trennschärfe. 2. bei ehern. Reaktionen Anteil der durch
Substanzen (z.B. Reagenzien, Katalysatoren) od. Orga
nismen zu einem gewünschten Produkt umgesetzten Stoff
menge im Verhältnis zur insgesamt umgesetzten Stoffmen
ge. Se|lek|tor|ka|nal der; -s, ...näle (zu engl. selector
1226
„Wähler“, dies aus spätlat. selector „Auswähler, Ausle
ser“): Kanal, über den jeweils nur ein Datenübertragungs
vorgang zwischen der Zentraleinheit einer Datenverarbei
tungsanlage u. der Peripherie stattfindet (EDV)
Sellen das; -s (zugr. selënë „Mond“, so benannt wegen der
Verwandtschaft mit dem Element Tellur (zu lat. tellus „Er
de“)): ehern. Element, Halbmetall; Zeichen Se. Sellelnat
-[e]s, -e (zu t...at (2)): Salz der Selensäure
Se lenldro* vgl. Slendro
Se le ni alsis die; -, ...iasen (zu gr. selënê (vgl. Selen) u.
t...iasis>: (veraltet) Mondsucht, das Nachtwandeln. Selelnid das; -s, -e (zu tSelen u. t3...id): Salz des Selenwas
serstoffes. ’Sellelnit das; -s, -e (zu t*...it): Salz der selenigen Säure. 2Se|lelnit [auch ,,,'nɪt] der; -s, -e (nach
gleichbed. gr. lithos selenites, eigtl. „mondartiger Stein“,
zu selënë (vgl. Selen), wegen der blassen Farbe) : Gips, selelno.... Se le no... (aus gleichbed. gr. selënë): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Mond“, z. B. Selenologe, selenologisch. Sellelnolgeollolgie <Jze; -: Wissen
schaft von der Zusammensetzung, dem Bau u. der Ent
wicklung des Mondes, bes. der Mondkruste. Seilelnogralfie, auch ...gralphie die; - (zu Î...grafie): Beschrei
bung u. Darstellung der topografischen u. physikalischen
Beschaffenheit des Mondes (Astron.). Se|!e|no|lolge
der; -n, -n (zu T ...loge): Mondforscher, Wissenschaftler auf
dem Gebiet der Selenologie. Sellelnollolgie die; - (zu
t. ..logie>: Mondgesteinskunde; Wissenschaft von der Be
schaffenheit u. Entstehung des Mondes (Astron.), selleno lo gisch (zu Î...logisch): mondkundlich. SellelnotekltolnikrZze;-:svw. Lunartektonik. Sellenloxid,auch
Sellenloxyd das; -[e]s, -e: weiße kristalline Sauerstoff
verbindung des Selens (Chem.). Sellenizellle die; -, -n
(zu ÎSelen): eine spezielle Photozelle, die Lichtimpulse in
elektrische Stromschwankungen umwandelt (Phys.)
Self lakltor [zɛlf...] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. self-actor
zu seif „selbst“ u. actor „Handelnder“): Spinnmaschine
mit einem hin- u. herfahrenden Wagen, auf dem sich die
Spindeln drehen, Wagenspinner. Selflaplpeal ['sɛlfəpi:l]
der; -s (aus engl. self-appeal, zu appeal „Anziehungskraft“,
eigtl. „Appell, Aufruf“): Werbewirkung, die eine Ware
selbst ausübt, sodass der Kunde zum spontanen Kauf ver
anlasst wird. Self |f ul |f il I ling Prolphelcy [.. ,fʊlfɪlɪŋ prɔfɪsɪ] die; - - (aus gleichbed. engl. self-fulfilling prophecy,
eigtl. „sich selbst erfüllende Voraussage“): Zunahme der
Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt,
wenn es vorher bereits erwartet wird (Psychol., Soziol.).
Self|go|vern|ment [self gʌvnmənt] das; -s, -s (aus engl.
self-government, zu government „Regierung“): engl. Bez.
für Selbstverwaltung. Selflmadelman [ sɛlfmeɪd'mæn]
der; -s, ...men [... men] (aus gleichbed. engl. self-made
man, eigtl. „selbst gemachter Mann“): jmd., der aus eige
ner Kraft zu beruflichem Erfolg gelangt ist. Self |ser|vice
[,,,'sə:vts] der; - (aus gleichbed. engl. self-service): Selbst
bedienung (z.B. im Restaurant od. Supermarkt)
Sellilchah <7/e; -, ...chot (aus hebr. seliha „Vergebung“): jü
disch-synagogales Bußgebet (bes. für die Tage umNeujahr
u. den Versöhnungstag)
Selliglmanlnit [auch ,,,'nɪt] der; -s, -e (nach dem Minera
logen G. Seligmann (1849-1920) u. zu t2...it>: ein grau
schwarzes rhombisches Mineral
Sellla rf/e; -, Plur. ...lien od. -s (aus z7. sella „(Reit)sattel“,
dies aus lat. sella „Stuhl, Sessel“): Frauenhaube der ital.
Mode im 15. Jh.
Sellier ['sɛln] der; -s, -: Kurzform von ÎBestseller, ÎLong
seller
Selllelrie [...ri, österr. ...'ri:] der; -s, -[s] u. (österr. nur) die;
-, - (österr. ...rien) (aus gleichbed. it. (lombardisch) selleri,
Plur. von sellero, dies über spätlat. selinon aus gr. sélinon
„Eppich“): eine Gemüse- u. Gewürzpflanze
1227
das; -s, Plur. -s od. -e (aus/r. sellette „kleiner Sattel,
Kammdeckel (am Pferdegeschirr)“, Verkleinerungsform
von seile „Sattel“, dies aus lat. sella, eigtl. „Sessel“): sat
telartig ausgepolsterter Rückenriemen eines Einspänner
geschirrs
Sel|ling-Cen|ter, auchSelllinglcenlter ['sɛlɪŋsɛntɛ] das;
-s, - (zu engl. selling „das Verkaufen“ (dies zu to sell „ver
kaufen, veräußern") u. center, vgl. 'Center): Gesamtheit
der Personen, die am Verkauf eines Produkts beteiligt sind
(Wirtsch.). Sell-out, auchSelllout [sei aut] ¿/er;-, - (aus
engZ. sell-out „Ausverkauf" zu to sell out „ausverkaufen“):
panikartige Verkäufe von Wertpapieren mit der Folge
stark fallender Kurse (Börsenw.)
Sello ['sɛlɔ] das; -[s], -s (aus gleichbed. russ. selo): größeres
russ. Dorf (mit Kirche); Ggs. ÎDerewnja
Sellvas [...V...] die (Plur.) (zu span. u. port, selva „Wald“,
dies aus lat. silva): trop. Regenwald im Amazonasgebiet
Sem das: -s, -e (aus gr. sëma „Zeichen, Merkmal“): eines
von mehreren Bedeutungselementen, Merkmalen, die zu
sammen ein Semem ausmachen (z. B. das Merkmal männ
lich im Lexem Hengst-, Sprachw.). Selmanltem das; -s, -e
(zu gr. sëmantikôs (vgl. Semantik) u. t,,,em): 1. Aus
drucksseite eines Î Lexems als Träger des Inhalts
(Sprachw.). 2. svw. Sem. 3. svw. Semem. Selmanltik i/re;
- (zugr. semantikös „bezeichnend“, dies zu semainein „be
zeichnen" (zu sema, vgl. Sem)): 1. Teilgebiet der Linguis
tik, das sich mit den Bedeutungen sprachlicher Zeichen u.
Zeichenfolgen befasst (Sprachw.); vgl. Onomasiologie. 2.
Bedeutung, Inhalt (eines Wortes, Satzes od. Textes). 3. Be
deutung, Inhalt von Zeichenfolgen einer Programmier
sprache (EDV). Selmanltilker der; -s, -: Wissenschaftler
auf dem Gebiet der Semantik (Sprachw.). Selmanltilkerin die; -, -nen: weibliche Form zu T Semantiken selmantisch: a) den Inhalt eines sprachlichen Zeichens betref
fend; b) die Semantik betreffend; semantische Antinomie:
sich selbst widersprechende Aussage, die durch Vermen
gung objekt- u. metasprachlicher Ausdrücke in einem Satz
entsteht (Sprachw.). se|man|ti|sie|ren (zu t...isieren):
die Bedeutung umschreiben, ermitteln (z.B. durch Para
phrasieren; Sprachw.). Selmalphor das od. (österr. nur)
der; -s, -e (zu gr. sëmaiophôros „die Fahne tragend“): ein
Mast mit verstellbarem Flügelsignal zur optischen Zei
chengebung (z. B. zum Anzeigen von Windstärke u. -richtung an der Küste), selmalpholrisch: das Semaphor
betreffend. Selmalsiollolgie die; - (zu gr. sëmasia „das
Bezeichnen“ (zu semainein, vgl. Semantik) u. t...logie>:
Wissenschaft, Lehre von den Bedeutungen; Teilgebiet der
[älteren] Sprachwissenschaft, das sich besonders mit den
Wortbedeutungen u. ihren [historischen] Veränderungen
befasst; Ggs. ÎOnomasiologie, selmalsiollolgisch (zu
Î...logisch): die Semasiologie betreffend, deren Methode
anwendend
Seime [sə'me] das; - (zu fr. semé „gesät“, Part. Perf. von se
mer „säen“, dies aus lat. seminare): 1. Bucheinband
schmuck des 16.-18. Jh.s, der eine gleichmäßige Streuung
von Ornamenten, Wappen u. anderen Motiven aufweist. 2.
gleichmäßige Anordnung von verschiedenen Motiven um
ein Wappen
Selmeilolgralfie, auch ...gralphie die; - (zu gr. sëmeîon
„Zeichen“ u. t...grafie>: Zeichenschrift; Notenschrift.
Selmeiloltik vgl. Semiotik. Seltnem das; -s, -e (zu Î Sem
u. T...em, Analogiebildung zu ÎMorphem, ÎPhonem): die
inhaltliche Seite eines sprachlichen Zeichens, seine Be
deutung, die sich aus Semen zusammensetzt (Sprachw.);
vgl. Allosem
Seimen das: -s, Semina (aus lat. semen „Samen, Setzling“):
1. Pflanzensamen (Bot.). 2. als Heilmittel verwendete
Pflanzensamen. 3. svw. Sperma
Se|mes|ter das; -s, - (aus mlat. semestre, semenstre, sub
Selllet
semipermeabel
stantiviertes Neutrum von lat. semestris „sechsmonatig“
zu sex „sechs“ u. mensis „Monat“): 1. Studienhalbjahr an
einer Hochschule. 2. (Studentenspr.) Student eines be
stimmten Semesters; ein älteres od. höheres Semester:
(ugs. scherzh.) eine ältere Person. 3. (ugs. scherzh.) Jahr
gang (von einer Person gesagt), selmesltral* (zu Î ‘...al
(1)>: halbjährlich. se|mes|tri|ell* (zu t. ..eil, vgl. ...al/
...eil): (selten) svw. semestral
selmi.... Se mi... (aus gleichbed. lat. semi-): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „halb“, z. B. Semifinale,
semilunar, selmilaqualtisch: zeitweise im Wasser le
bend (Biol.).se|mi!arid: mitteltrocken (von Gebieten mit
einer jährlichen Niederschlagsmenge von 20 bis 400 Liter
pro m?; Geogr.). Se|mi|bre|vis [...vis] die; -, ...ves
[,..ve:s] : um die Hälfte gekürzter Notenwert der t Brevis in
der Î Mensuralmusik (Mus.). Selmildelpglnens das; -,
Plur. ...deponentiau. ...nenzien [...ion] : ÎDeponens, das in
bestimmten Verbformen bei aktivischer Bedeutung teils
aktivische, teils passivische Formen bildet (z. B. lat. solere
„gewohnt sein“. Perfekt: solitus sum; Sprachw.). Selmifi nalle das; -s, Plur. -, auch -s: Vorschlussrunde bei
Sportwettkämpfen, die in mehreren Ausscheidungsrun
den durchgeführt werden, se I mi |hu I mid : im größten Teil
des Jahres (mindestens 6 Monate) feucht (vom Klima in
bestimmten Gebieten). Selmilkollon das; -s, Plur. -s u.
...la: aus einem Komma mit darüber gesetztem Punkt be
stehendes Satzzeichen, das etwas stärker trennt als ein
Komma, aber doch den Zusammenhang eines [größeren]
Satzgefüges verdeutlicht; Strichpunkt; Zeichen ;. selmilaltelral: nur eine Körperhälfte betreffend, halbseitig
(z.B. von Lähmungen; Med.), selmilleltal: nach be
grenzter Zeit tödlich (von tLetalfaktoren; Med.), selmilulnar: halbmondförmig (bes. Med.). Se|mi|lu|narklaplpe die; -, -n: halbmondförmige Herzklappe (Med.).
Se|mi|mi|ni|ma die; -, ...ae [...me]: kürzester Notenwert
der ÎMensuralmusik; Viertelnote (Mus.)
Selmilna: Plur. von TSemen. Selmilnar das; -s, Plur. -e,
österr. u. Schweiz, auch -ien [,,,iən] (aus lat. seminarium
„Pflanzschule, Baumschule“ zu semen, vgl. Semen): 1.
Hochschulinstitut für einen bestimmten Fachbereich mit
den entsprechenden Räumlichkeiten. 2. Lehrveranstal
tung [an einer Hochschule]. 3. kirchliches Institut zur Aus
bildung von Geistlichen (Priester-, Predigerseminar). 4. a)
(früher) Institut für die Ausbildung von Volksschulleh
rern; b) mit dem Schulpraktikum einhergehender Lehr
gang für Studienreferendare vor dem 2. Staatsexamen, semi nalrisch vgl. seminaristisch. Selmilnalrist der; -en,
-en (zu Î ...ist) : jmd., der an einem Seminar (3, 4) ausgebil
det wird.SelmilnalrisItin die; -, -nen: weibliche Form zu
tSeminarist. se|mi|na|risltisch (zu T...istisch): a) das
Seminar betreffend; b) Seminaristen betreffend. Selminom das; -s, -e (zu lat. semen (vgl. Semen) u. L.om): bös
artige Geschwulst des Hodens (Med.), selmilnolmaltös
(zu t...ös>: seminomartig
Se|mi|o|lo|gie die; - (zu gr. sëmeîon „Zeichen“ u. t...logie): 1. Lehre von den Zeichen, Zeichentheorie (Philos.,
Sprachw.). 2. svw. Symptomatologie. se|mi|o|lolgisch
(zu T...logisch): die Semiologie betreffend. Selmiloltik
die; - (zu gr. semeiötikös, vgl. semiotisch): 1. svw. Semio
logie (1). 2. Wissenschaft vom Ausdruck, Bedeutungsleh
re. 3. svw. Symptomatologie. se|mi|o|tisch (aus gr. se
meiötikös „zum (Be)zeichnen gehörend“): a) die Semiotik
betreffend; b) das [sprachliche] Zeichen betreffend
Selmilpellalgilalnislmus der; - (zu tsemi... u. 1 Pelagianismus): eine theologische Richtung [des 5. Jh.s]; vgl. Pelagianismus. se|mi|per|ma|nent: halbdauerhaft; semi
permanente Siedlung: feste Siedlung, die nach Erschöp
fung des Bodens wieder aufgegeben wird (Völkerk.). semi perlmelalbel: halbdurchlässig, nur für bestimmte
Semipermeabilität
Substanzen durchlässig (z.B. von Membranen; Chem.,
Biol.). Selmi|per|me|a|bi|li|tätcfe;Halbdurchlässig
keit. Selmilphoslphat Azs; -[e]s, -e: unvollständig durch
Schwefelsäure aufgeschlossenes Rohphosphat, selmilpolar: nur von einer Seite durch Elektronen gebunden (von
bestimmten Verbindungen; Chem.). se|mi|pro|fes|si|onell: weitgehend, fast professionell
Selmis [sə'mi] das; - (aus fr. semis „das Säen“ zu semer, vgl.
Semé>: svw. Semé
selmisch <zu tSem): das Sem betreffend (Sprachw.)
Se|mi|se|riazZze,’ - (zu it. semiserio „halbernst“): svw. Ope
ra semiseria. se|mi|syn|the|tisch:halb synthetisch (von
einer Herstellungsweise; Chem.)
Sei mit ¿/er; -en, -en (nach Sem, dem ältesten Sohn Noahs im
A.T.,u. zu t3...it>: Angehöriger einer sprachlich u. anthro
pologisch verwandten Gruppe von Völkern bes. in Vorderasien u. Nordafrika
selmilterlresltrisch* (zu Tsemi... u. Îterrestrisch): durch
Grundwasser od. Überflutung aufgeschwemmt (von Bö
den)
Selmiltin die; -, -nen: weibliche Form zu TSemit. selmitisch (zu TSemit): die Semiten betreffend. Selmiltist
der; -en, -en (zu Î ...ist): jmd., der sich wissenschaftlich mit
den alt- u. neusemit. Sprachen u. Literaturen befasst. Semiltisltikrfze; - (zu Î ...istik): Wissenschaft von den alt- u.
neusemit. Sprachen u. Literaturen, selmiltisltisch (zu
Î ...istisch): die Semitistik betreffend
Selmiltolnilum das; -s, Plur. ...ia u. ...ien [,,,iən] (aus
gleichbed. lat. semitonium zu tsemi... u. tonus „Ton“):
Halbton (Mus.). Se|mi|ver|sus [...v...J der; -, ...si (zu lat.
versus, Part. Perf. von vertere „drehen“): eine trigonome
trische Funktion; Zeichen sem. Semilvokal [,..v...J der;
-s, -e: Halbvokal
semlper ali quid hae ret[- - 'hɛ:...] {lat.}: es bleibt immer
etwas hängen (von Verleumdung u. übler Nachrede),
semlper idem {lat.}: immer [unwandelbar] derselbe
(Ausspruch Ciceros über den Gleichmut des Sokrates).
Sem|per|vi|vum [,,,'vi:vom] das; -s, ...va [...va] (aus
gleichbed. lat. sempervivum zu sempervivus „immer le
bend“): Hauswurz (Dickblattgewächs)
sem|pli|ce* [,,,pliʧe] {it.; zu lat. simplex, Gen. simplicis):
einfach, schlicht, ungeziert (Vortragsanweisung; Mus.)
semlpre* {it.; aus gleichbed. lat. semper): immer (Mus.)
Semslki* Solborzfer - - (aus gleichbed. russ. zemskij sobor): zentrale Ständeversammlung in Russland im
16./17. Jh. (höhere Geistlichkeit, Bojaren, niederer Adel,
Kaufleute, Handwerker). Semstiwo* das; -s, -s (aus
gleichbed. russ. zemstvo): ständische Selbstverwaltung im
zaristischen Russland (1864-1917)
1Sen der; -[s], -[s] (aber: 100 -) (über jap. sen aus chin.
eh'ien):jap. Münzeinheit (= 0,01 Yen). 2Sender; -[s], -[s]
(aber: 100 -) (über indones, sén aus cAiw. ch’ien, vgl. 'Sen):
indones. Münzeinheit ( = 0,01 Rupiah)
Selnalnavgl. Zenana
Selnarrfer; -s, -e (aus gleichbed. lat. senarius zu seni „je
sechs“): dem griech. tTrimeter entsprechender latein.
Vers mit sechs Hebungen (antike Metrik)
Seinar|monltit[auch ... tit] der; -s, -e (nach dem franz. Mi
neralogen H. H. de Sénarmont (1808-1862) u. zu î2...it):
ein farbloses, weißes od. graues, durchsichtiges bis durch
scheinendes Mineral
SelnatzZer; -[e]s, -e (aus lat. senatus „Staatsrat“, eigtl. „Rat
der Alten“, zu senex „alt, bejahrt“): 1. der Staatsrat als
Träger des Volkswillens im Rom der Antike. 2. eine Kam
mer des Parlaments im parlamentarischen Zweikammer
system (z.B. in den USA). 3. a) Regierungsbehörde von
Stadtparlamenten, z.B. von Hamburg, Bremen; b) svw.
'Magistrat (2; z.B. in Lübeck). 4. Verwaltungsbehörde an
Hochschulen u. Universitäten. 5. Richterkollegium an hö
1228
heren deutschen Gerichten (z. B. an Oberlandesgerichten,
Bundessozialgcrichten). Selnaltor der; -s, ...oren (aus
gleichbed. Zzzi. senator): Mitglied eines Senats (1-4). Senaltolrießfe; -, ...jen (zu î2...ie): (veraltet) 1. (ohne Plur.)
Würde eines Senators. 2. Bezirk eines Senators. SelnatolrinzZze; -, -nen: weibliche Form zu TSenator. selnaltorisch (nach gleichbed. lat. senatorius): den Senat betref
fend. Se|na|tusPolpu|lus|queRolma|nus (aus ZaZ. se
natus populusque Romanus „der Senat und das römische
Volk“): formelhafte Bez. für das gesamte altröm. Volk in
öffentlichen Verlautbarungen u. Inschriften; Abk. : S. P.
Q. R.
Sendlschan* vgl. Sandschan
Selnelgalwurlzel die; - (aus einer nordamerik. Indianer
sprache u. zu dt. Wurzel): Wurzel einer nordamerik.
Kreuzblume (ein Heilmittel)
Selnelschall der; -s, -e (aus gleichbed. (alt)fr. sénéchal,
dies über das Fränk, ahd. senescalh, eigtl. „Altknecht“):
Oberhofbeamter im merowingischen Reich
Selneslzenz die; - (zu lat. senescere „alt werden“ u.
T...enz>: das Alternu. die dadurch bedingten körperlichen
Veränderungen (Med.)
Senlhor* [sɛn jo:n] der; -s, -es (ausport, senhor, dies zu lat.
senior, vgl. senior): port. Bez. für Herr; Gebieter, Besitzer.
Senlholra [...'jo:ra] die; -, -s (ausport, senhora, weibliche
Form zu TSenhor): port. Bez. für Dame, Frau. Senlhorilta [senjo...] die; -, -s (aus port, senhorita, Verkleine
rungsform zu TSenhora): port. Bez. für Mädchen, unver
heiratete [junge] Frau
selnil (aus lat. senilis „greisenhaft“ zu senex „Greis“):
a) greisenhaft, altersschwach; b) das Greisenalter betref
fend, im hohen Lebensalter auftretend (Med.). 2. (abwer
tend) greisenhaft, in seinen Äußerungen u. Handlungen
mehr od. weniger kindisch, verkalkt. Selnilliltas prae
cox [- 'prɛkɔks] iZze; - - (zu 1 Senilität u. lat. praecox „früh
zeitig (auftretend)“): vorzeitig eintretende Vergreisung
(Med.). Se|ni|li|tätiZ/e;-(zuTsenilu. T ...ität>: 1. verstärk
te Ausprägung normaler Alterserscheinungen (z.B. Ge
dächtnisschwäche, psychische Veränderungen; Med.).
2. (abwertend) Greisenhaftigkeit, Verkalktheit, Verschro
benheit. selnilor {lat.; „älter“, Komparativ von senex
„alt, bejahrt“) (nur unflektiert hinter dem Personenna
men): der ältere ... (z.B. Krause -); Abk.: sen.; Ggs. Tjunior. SelnilorzZer; -s, ...oren: 1. (ugs.) a) svw. Seniorchef;
b) Vater (im Verhältnis zum Sohn); Ggs. t Junior ( 1 ). 2. a)
der ältere Mann (im Unterschied zum jüngeren, jungen
Mann); b) Sportler im Alter von mehr als 18, (od. je nach
Sportart) 20, 21, 23 Jahren; Ggs. T Junior (2). 3. Vorsitzen
der. 4. (ugs.) der Älteste (in einem [Familien]kreis, einer
Versammlung o.Ä.). 5. (meist Plur.) älterer Mensch,
Mensch im Rentenalter, Ruheständler. 6. erster Chargier
ter eines studentischen Korps. Se|ni|o|rat das; -[e]s, -e
(aus mlat. senioratus „Würde od. Amt eines Seniors“): 1.
Aufsicht u. Verantwortung des Grundherrn gegenüber sei
nen Abhängigen im Frankenreich. 2. Vorrecht des Ältesten
innerhalb eines Familienverbandes (bes. auf das Erbe;
Rechtsgeschichte). 3. (veraltet) Ältestenwürde, Amt des
Vorsitzenden. Se nilorlchef der; -s, -s (zu Tsenior): Ge
schäfts-, Firmeninhaber, dessen Sohn in der Firma mitar
beitet. SelnilolrinzZze;-, -nen: 1. Geschäfts-, Firmeninha
berin, deren Sohn od. Tochter in der Firma mitarbeitet.
2. die ältere Frau (im Unterschied zur jüngeren, jungen
Frau), bes. die Sportlerin im Alter von mehr als 18, (od. je
nach Sportart) 20, 21, 23 Jahren. 3. (meist Plur.) ältere
Frau, Frau im Rentenalter, Ruheständlerin. Se|ni|o|ritätdie; - (zu T ...ität): svw. Anciennität. Selnilumdas: -s
(aus gleichbed. lat. senium zu senex, vgl. senil): Greisenal
ter (Med.). Selnilum prae|cox[- prɛkɔks] die; - - {zu lat.
praecox „frühzeitig (auftretend)“): svw. Senilitas praecox
1229
die; - (aus mlat. sene „Sennespflanze“, dies aus
arab. sannä): svw. Kassia
Senlne der; -[s], -s (nach der iran. Stadt Sinneh (heute Sanandadsch)>: kleiner, feiner, kurz geschorener Teppich in
dezenten Farben, meist mit Î Palmetten als Musterung
Senlneslblätlter íZ¿e(Plur.) (zum/at. sene, vgl. Senna): ge
trocknete Blätter verschiedener ind. u. ägypt. Pflanzen
(ein Abführmittel; Med.); vgl. Senna
Selnolgralfie, auch...gra|ph[e die;-, ...ien (zu ¡...grafie):
Untersuchung der Brust, insbes. der weiblichen Brust, mit
schwachen Röntgenstrahlen (Med.). se|no|gra|fisch,
auch ...gralphisch (zu ¡...grafisch): mithilfe der Senografie erfolgend (Med.). Se|no|gramm das; -s, -e (zu it.
seno „Busen, Brust“ u. zu t...gramm): bei der Senografie
gewonnenes Röntgenbild (Med.). Selnollolgie die: - (zu
¡...logie): Lehre von den Erkrankungen der Brustdrüse,
selnollolgisch (zu ¡...logisch); die Senologie betreffend
(Med.)
Selnpn das; -s (nach dem kelt. Stamm der Senonen): die
zweitjüngste Stufe der oberen Kreideformation (Geol.)
se non è velro, è ben trolvalto - e 've:ro, e- ...v...J (//.):
wenn es nicht wahr ist, so ist es doch gut erfunden
selnolnisch (zu tSenon): das Senon betreffend, im Senon
entstanden
Selñor [sen jo:n] der; -s, -es (aus span, sefior, dies aus lat. se
nior, vgl. senior): span. Bez. für Herr; Gebieter, Besitzer.
Sel ño Ira die; -, -s (aus span, señora, weibliche Form zu se
ñor, vgl. Señor): span. Bez. für Dame, Frau. Se|ño|ri|ta
die: -, -s (aus span, señorita, Verkleinerungsform von se
ñora): span. Bez. für Mädchen, unverheiratete [junge]
Frau
Senlryu das; -[s], -s (nach dem Begründer Karai Senryü):
japan. Gedichtform meist satirischen Inhalts, ein Siebenzeiler zwischen zwei Fünfzeilern
Sen I sal der; -s, -e (aus gleichbed. it. sensale, dies über arab.
simsär aus dem Pers.): (österr.) freiberuflich tätiger Mak
ler. Sen|sa|lie u. Senisalrie die; -, ...ien (zu t2...ie): (ös
terr.) Maklergebühr
1Senlsa|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. fr. sensation, eigtl.
„Empfindung“, dies aus mlat. sensatio „das Empfinden,
Verstehen“ zu spätlat. sensatus „empfindend“ (zu lat. sen
sus, vgl. sensuell)): 1. aufsehenerregendes Ereignis; Auf
sehen; Höhepunkt einer Veranstaltung; erstaunliche, ver
blüffende Leistung, Darbietung. 2. subjektive körperliche
Empfindung; Gefühlsempfindung (Med.). 2Sen|sa|ti|on
die; -, -en (aus gleichbed. engl. sensation, dies aus mlat.
sensatio, vgl. ’Sensation): Sinneseindruck, äußere Sinneswahrnehmung (J. Locke; Philos.), senlsaltilolnell (aus
gleichbed. fr. sensationnel zu sensation, vgl. ’Sensation):
aufsehenerregend, verblüffend, [höchst] eindrucksvoll,
senlsilbel (über gleichbed. fr. sensible aus lat. sensibilis
„der Empfindung fähig“ zu sentire, vgl. Sentenz): 1. emp
findsam, empfindlich (in Bezug auf die Psyche). 2.
schmerzempfindlich, empfindlich gegenüber Reizen von
außen; die Empfindung, Reizaufnahme betreffend, Haut
reize aufnehmend (von Nerven; Med.). Sen|si|bi|li|sator der; -s, ...oren (zu ¡sensibilisieren u. ¡...ator): Farb
stoff zur Erhöhung der Empfindlichkeit fotografischer
Schichten für gelbes u. rotes Licht, senlsilbillilsielren
(zu ¡...isieren): 1. empfindlich, sensibel (1) machen (für
die Aufnahme von Reizen u. Eindrücken). 2. fotografische
Bromsilber-Gelatine-Schichten für Licht bestimmter Wel
lenlänge empfindlich machen. 3. den Organismus gegen
bestimmte ¡Antigene empfindlich machen, die Bildung
von Antikörpern bewirken (Med.). Sen|si|bi|li|sie|rung
die; -, -en (zu f ...isierung): 1. a) angeborene od. erworbene
Fähigkeit des Organismus zur Antikörperbildung gegen
ein bestimmtes ¡Antigen; b) künstliche Anregung des Or
ganismus zur Bildung von Antikörpern (z.B. durch Imp
Senina
sensuell
fen; Med.). 2. das Sensibilisieren (1 u. 2). Sen si bi lismus der; - (zu ¡...ismus (3)): [hochgradige] Empfindlich
keit für äußere Eindrücke, Reize. Sen|si|bi|list der; -en,
-en (zu t ...ist): jmd., der für äußere Eindrücke [sehr] emp
fänglich ist. Se n I si I bi I liität die; - (über gleichbed. fr. sen
sibilité aus spätlat. sensibilitas, Gen. sensibilitatis „Emp
findbarkeit“): 1. das Sensibeisein, Empfindsamkeit; Fein
fühligkeit. 2. Fähigkeit des Organismus od. bestimmter
Teile des Nervensystems, Gefühls- u. Sinnesreize aufzu
nehmen (Med., Psychol.). 3. Empfangsempfindlichkeit bei
Funkempfängern. 4. [Lichtjempfindlichkeit von Filmen
(Fotogr.). senlsiltjv (über gleichbed. fr. sensitif aus mlat.
sensitivus zu lat. sentire, vgl. Sentenz) : leicht reizbar, über
empfindlich; von übersteigerter Feinfühligkeit (in Bezug
auf die Psyche; Med.). sen|si|ti|vie|ren [...v...J (zu t..de
ren): fotografische Schichten stark empfindlich machen.
Sen|si|ti|vi|tät rf/'e; - (zu t ...ität>: Überempfindlichkeit,
Feinfühligkeit (Med.). Senlsiltilvi|täts|trai|ning das;
-s: gruppentherapeutische Methode zur Intensivierung
des Verständnisses für menschliche Verhaltensweisen
(Psychol.). Sen|si|ti|vi|tyltrai|ning [sensi tɪvətɪ...] das;
-s (aus gleichbed. engl. sensitivity training, zu sensitivity
„Sensibilität“): svw. Sensitivitätstraining. Sen|si|to|meter [zenzi...] das; -s, - (zu ¡sensitiv u. t’...meter): Instru
ment zur Empfindlichkeitsmessung fotografischer Platten
u. Filme. Senlsiltolmeltrie* die; - (zu ¡...metrie): Ver
fahren zur Messung der Empfindlichkeit von fotografi
schen Platten u. Filmen. Sen|so|mo|bi|li|tät die: - (zu
¡Sensus): das Zusammenstimmen der ¡sensiblen (2) mit
den motorischen Nerven bei der Steuerung willkürlicher
Bewegungsabläufe (Med.). Sen|so|molti|li|tät die; -:
svw. Sensomobilität. Senlsolmoltolrik u. Sensumotorik
[auch ...to:...] die; -: durch Reize bewirkte Gesamtaktivi
tät in sensorischen u. motorischen Teilen des Nervensys
tems u. des Organismus (Med., Psychol.), senlsolmoltorisch u. sensumotorisch [auch ... to:...]: die Sensomotorik
betreffend, auf ihr beruhend (Med., Psychol.). Senlsor
der; -s, ...oren (meist Plur.) (aus gleichbed. engl. sensor,
dies aus lat. sensus, vgl. Sensus): 1. elektron. Fühler zur
Messung physik. Größen (z.B. Dichte, Druck, Tempera
tur u. a., Messfühler). 2. durch bloßes Berühren zu betäti
gende Schaltvorrichtung bei elektron. Geräten (Techn.).
sen|so|ri|ell (nach fr. sensoriel; vgl. ...eil): die Sinnesor
gane, die Aufnahme von Sinnesempfindungen betreffend
(Med.). Sen|so|ri|en [...ion] die (Plur.) (zu spätlat. senso
rium „Sitz der Empfindung“): Gebiete der Großhirnrin
de, in denen Sinnesreize bewusst werden (Med.); vgl. Sen
sorium. Senlsolrik die; - (zu ¡Sensor u. ¡2...ik (1)>: wis
senschaftlich-technische Disziplin, die sich als Teilgebiet
der Messtechnik mit Entwicklung u. Einsatz von Sensoren
befasst, senlsglrisch (zu ¡...orisch): svw. sensoriell.
Senlsglrilum das; -s (aus spätlat. sensorium, vgl. Sensorien): 1. ältere Bez. für Bewusstsein (Med.); vgl. Sensorien. 2. Gespür. Senlsorltaslte die; -, -n (zu ¡Sensor):
svw. Sensor (2). Senlsorltechlnik die; -: svw. Sensorik.
Sen|su|a|lis|mus der; - (zu spätlat. sensualis (vgl. sensu
ell) u. ¡...ismus (1)): 1. Lehre, nach der alle Erkenntnis al
lein auf Sinneswahrnehmung zurückführbar ist (Philos.).
2. (selten) Sinnlichkeit, Sinnenfreude. Senlsulallist der;
-en, -en (zu ¡...ist): 1. Vertreter des Sensualismus (Philos.).
2. (selten) sinnenfroher Mensch; Sinnenmensch, senlsua lis tisch (zu t ...istisch): 1. den Sensualismus betreffend
(Philos.). 2. (selten) sinnlich, sinnenfreudig. Sen|su|a|lität die; - (aus gleichbed. spätlat. sensualitas, Gen. sensua
litatis): Empfindungsvermögen der Sinnesorgane, Reiz
aufnahmefähigkeit (Med.), senlsu bolno (Zar.): im guten
Sinn, senlsulell (über gleichbed. fr. sensuel aus spätlat.
sensualis „sinnlich“ zu Zat. sensus, vgl. Sensus): a) die
Wahrnehmung durch Sinnesorgane, die Sinnesorgane be-
sensu malo
1230
['sɛp(n)rɪt] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. separates (Plur.)
treffend; b) sinnlich wahrnehmbar (Med.), senlsu mallo
zu separate „getrennt“, dies zu lat. separatus, vgl. sepa
(lat.y. im schlechten Sinn. Sen|su|mo|to|rik vgl. Sensorat): Kleidungsstück, das zu einer zwei- od. mehrteiligen
motorik. sen|su|mo|to|risch vgl. sensomotorisch. Sen
Kombination gehört, aber auch getrennt davon getragen
sus der; -, - [,,,zu:s] (aus/«/. sensus „Wahrnehmung; Emp
werden kann. Selpalraltilon [zepara...] die; -, -en (aus lat.
findung, Gefühl; Verstand“ zu lat. sentire, vgl. Sentenz):
separatio „Absonderung“ zu separare, vgl. separieren): 1.
Empfindungsvermögen eines bestimmten Sinnesorgans
(veraltet) Absonderung. 2. Gebietsabtrennung zum Zwe
(Med.). Senlsus communis [- k...] der; - - (aus lat. sen
cke der Angliederung an einen anderen Staat od. der po
sus communis „die allgemein herrschende Meinung“): ge
litischen Verselbstständigung. 3. Flurbereinigung, Auflö
sunder Menschenverstand, senlsu striclto [- ...k...]
sung der genossenschaftlichen Wirtschaftsweise auf dem
(lat.y. im strengen Sinn, senltenltilös usw. vgl. sentenziAgrarsektor im 18./19. Jh. in Deutschland. 4. räumliche
ös usw. SenltenziZ/e; -, -en (aus lat. sententia „Meinung,
Sonderung von Populationen, wodurch die zufallsmäßige
Urteil, Sinnspruch“ zu sentire (Part. Perf. sensus) „wahr
Paarung eingeschränkt od. unterbunden wird (Biogeogr.).
nehmen; empfinden; entscheiden“): 1. a) einprägsamer,
Se|pa|ra|ti|ons|ener|gie* die; -: die Energie, die not
weil kurz u. treffend formulierter Ausspruch; b) Sinn
wendig ist, um einen Teil eines Atomkerns, insbesondere
spruch, Denkspruch als dichterische Ausdrucksform; vgl.
eins seiner Nukleonen, von dem übrigen Teil zu trennen
Gnome. 2. (veraltet) richterliches Urteil (Rechtsw.). 3.
(Kernphys.). Selpalraltislmus der; - (zu Î...ismus (2);
(nur Plur.) Sammlung von Stellen aus der Bibel u. aus
vgl. engl. separatism): (oft abwertend) (im politischen,
Schriften der Kirchenväter. sen|ten|zi|ös u. sententiös
kirchlich-religiösen od. weltanschaulichen Bereich) Stre
(aus gleichbed. fr. sentencieux zu sentence „Sentenz“): in
ben nach Separation (1, 2), bes. das Streben nach Gebiets
der Art einer Sentenz (1), sentenzenreich. Sen|ten|zi|oabtrennung, um einen separaten Staat zu gründen. SelpasiItat u. Sententiosität die; - (zu lat. sententiosus „gedan
raltist der; -en, -en (aus gleichbed. engl. separatist,/?, sé
kenreich“ u. T...ität): (veraltet) Sentenzenreichtum, Ge
paratiste, urspr. „religiöser Sektierer“, zu engl. to separate
dankenreichtum. Senltilment [säti'mä:] das; -s, -s (aus
„trennen“, dies aus lat. separare): Verfechter, Anhänger
gleichbed. fr. sentiment, dies aus mlat. sentimentum zu lat.
des Separatismus. Selpalraltisltin
-, -nen: weibliche
sentire, vgl. Sentenz): a) Empfindung, Gefühl, Gefühlsäu
Form zu tSeparatist. selpalraltisltisch (zu T ...istisch):
ßerung; b) (selten) Gefühl der Voreingenommenheit od.
a) den Separatismus betreffend; b) Tendenzen des Sepa
Reserviertheit. sen|ti|men|tal [zentimen...] (aus gleich
ratismus zeigend. Se|pa|ra|tiv [auch 'ze:...] der; -s, -e
bed. engl. sentimental zu sentiment „Gefühl“, dies aus fr.
[,,,və] (aus gleichbed. nlat. (casus) separativus zu spätlat.
sentiment, vgl. Sentiment): a) empfindsam; b) rührselig,
separativus „trennend“): ÎKasus der Trennung (z.B. der
übertrieben gefühlvoll. Sen|ti|menlta|le die; -n, -n (zu
î...ale): Darstellerinjugendlich-sentimentaler Mädchen
t Ablativ). Se|pa|ra|tor der; -s, ...oren (aus lat. separator
„Trenner“): Gerät zur Trennung verschiedener Bestand
gestalten (Rollenfach beim Theater). sen|ti|men|talisch: a) (veraltet) svw. sentimental (a); b) die verloren ge
teile von Stoffgemischen [durch Zentrifugalkräfte], Segangene ursprüngliche Natürlichkeit durch Reflexion wie
paratum das; -s, ...ta (meist Plur.) (zu lat. separatum,
derzugewinnen suchend (Literaturw.); Ggs. 1 naiv (2); vgl.
Neutrum von separatus, vgl. separat): Exemplar eines
...isch/-. sen|tilmen|ta|lilsie|ren (zu Î ...isieren): (veral
Sonderdrucks. Sélpalrée [zepa're:] das; -s, -s (Kurzform
tet) sich überspannt benehmen, aufführen. Senltilmenvon 1 Chambre séparée): Nebenraum in einem Lokal, se
talliltät die; -, -en (aus gleichbed. engl. sentimentality zu
pa Irielren (z.T. über/r. séparer aus lat. separare „abson
sentimental, vgl. sentimental u. ...ität): Empfindsamkeit;
dern, trennen“): 1. absondern, ausschließen. 2. Flüssigkei
Gefühlsseligkeit; Rührseligkeit
ten verschiedener Dichte durch Zentrifugieren voneinan
Senltolku® das; - (über das Japan, aus dem Chines.): eine
der trennen (Chem., Techn.)
japan. Bronzelegierung
Sephardim [auch ... di:m] die (Plur.) (aus hebr. sefärdlm,
Selnuslsi der; -, Plur. - u. ...ssen (nach dem Gründer Mu
Plur. von sefardí, eigtl. „der Spanische“, zu sefärad „Spa
hammad Ibn Ali as-Sanusi, um 1791-1859): Anhänger ei
nien“, wohl nach dem biblischen Land Sepharda (hebr. se
nes 1833 gegründeten islam. Ordens in Nordafrika, dessen
färad) in derjüd. Diaspora): die spanisch-portugiesischen
Ziel die Erneuerung des Islams u. seine Befreiung vom euu. die orientalischen Juden u. ihre Nachkommen, in Sitten
rop. Einfluss ist
u. Sprache (vgl. Ladino 2) von den Î Aschkenasim unter
senlza (it.; aus lat. in absentia „in Abwesenheit von ...“>:
schieden. selphaijdisch: die Sephardim betreffend
ohne (in Verbindung mit musikalischen Vortragsanwei selpia (zu ÎSepia (2), nach der Farbe des Sekrets): grau bis
sungen); z. B. senza pedale: ohne Pedal; senza sordino: oh
schwarzbraun. Selpia u. Sepie [...in] die; -, ...ien [,,,iən]
ne Dämpfer (bei Streichinstrumenten u. beim Klavier);
(über lat. sepia aus gr. sepia „Tintenfisch“): 1. zehnarmi
senza tempo: ohne bestimmtes Zeitmaß (Mus.)
ger Kopffüßer (z.B. Tintenfisch). 2. (ohne Plur.) aus dem
Selpallolid das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu tSepalum u.
getrockneten Sekret des Tintenbeutels einiger Kopffüßer
T...oid): zu einem zusätzlichen Kelchblatt umgebildetes
(vor allem des Tintenfischs) hergestellter Farbstoff. SeLaubblatt (Bot.). Selpallum das; -s, ...alen (meist Plur.)
pila kno chen der; -s, - u. Sepilaschale ahe; -, -n:
(aus nlat. sepalum, dies zu fr. sépale „Kelchblatt“): Kelch
kalkhaltige Rückenplatte der Tintenfische, Schulp. Seblatt, äußeres Pflanzenhüílblatt (Bot.)
piazeichnung die; -, -en; Feder- od. Pinselzeichnung
selpalralbel (aus gleichbed. fr. séparable, dies aus lat. se
mit aus Sepia (2) hergestellter Tinte, Tusche. Selpie [...in]
parabilis): trennbar, ablösbar. Selpa|ralbi|li|tätd/e; - (zu
vgl. Sepia. Se|pi|o|lith [auch ...lit] der; Gen. -s u. -en,
T ...ität): separable Beschaffenheit, Trennbarkeit. SelpaPlur. -e[n] (zu 1 ...lith): Meerschaum, für Tabakspfeifen u.
ranldum das; -s, ...da (meist Plur.) (aus gleichbed. lat. se
Zigarettenspitzen verwendetes, in Kleinasien u. Afrika
parandum, eigtl. „das Abzusondernde“, Gerundivum von
vorkommendes, weißes od. graues Mineral
separare, vgl. separieren): Arzneimittel, das gesondert selpolnjelren (aus gleichbed. lat. seponere); (veraltet) bei
aufbewahrt wird (z.B. Opiate, Gift), selpalrat (aus
seite stellen od. legen. Se|po|si|tum das; -s, ...ta (aus
gleichbed. lat. separatus, Part. Perf. von separare, vgl. se
gleichbed. lat. sepositum, substantiviertes Part. Perf.
parieren): abgesondert; getrennt; einzeln. Selpalrat...:
(Neutr.) von seponere, vgl. seponieren): (veraltet) etwas,
Wortbildungselement mit der Bedeutung „einseitig, von
das beiseite gelegt worden ist
anderem getrennt“, z.B. Separatdruck, Separatfrieden. Selpoy ['zi:pɔj, engl. 'si:pɔɪ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
Selpalralta: Plur. von TSeparatum.
Selpalrate
sepoy, dies über port, sipai, sipaio aus Hindi sipähl „Rei
1231
tersoldat“ zu pers. sipahi „Krieger“}: einheimischer Sol
dat im früheren britisch-ind. Heer
Seplpulku das; -[s], -s (aus jap. seppuku, dies aus dem
Chin.}: (selten) svw. Harakiri
Seplsis die: -, ...sen (aus gr. sepsis „Fäulnis“}: allgemeine
Blutvergiftung bei Überschwemmung des Organismus mit
auf dem Blut wege verbreiteten Bakterien eines Infektions
herdes (Med.)
Sept die: -, -en: Kurzform von TSeptime
Seplta: Plur. von TSeptum
Septlaklkord* u. Septimenakkord der; -[e]s, -e (zu mlat.
septima (vox; vgl. Septime) u. TAkkord): Akkord aus
Grundton, tTerz (1), TQuinte u. Î Septime od. aus drei
übereinander gestellten Terzen (Mus.)
Sep|ta|rie [,,,iə] ¿/e; -, -n (aus gleichbed. nlat. (concretio)
septaria zu lat. septum (vgl. Septum) u. -arius, Fern, -aria
(Endung von Adjektiven)}: birnenförmige bis knollige
t Konkretion (3) von Mergel in Ton (Geol.)
Sep te die; -, -n: Kurzform von TSeptime. Sepltem Ar
tes lilbelralles [- ...te:s ...le:s] die (Plur.) (aus gleichbed.
lat. septem artes liberales): svw. Artes liberales. Sep
temiber der; -[s], - (aus lat. (mensis) September „sieben
ter Monat (des röm. Kalenders)“ zu septem „sieben“):
neunter Monat im Jahr. Herbstmond; Abk.: Sept. Septemlvir [,..v...J der: Gen. -s u. -n, Plur. -n (aus lat. septem
vir zu septem „sieben“ u. vir „Mann“): Angehöriger der
aus sieben Mitgliedern bestehenden Priesterschaft zur Be
wirtung der Götter im antiken Rom. Sepltelnar der; -s, -e
(aus gleichbed. faz. septenarius zu septeni „je sieben“): ein
lat. Versmaß, das dem griech. tTetrameter entspricht (an
tike Metrik), sepltenlnal* (zu lat. septem „sieben“, an
nus „Jahr“ u. T ’...al (1)>: (veraltet) siebenjährig. Septen
nat* das; -[e]s, -e (zu lat. sept(u)ennis „siebenjährig“ u.
T...at (1)>: svw. Septennium. Sepltenlnilum* das: -s,
...ien [,,,iən] (aus gleichbed. mlat. sept(u)ennium): (veral
tet) Zeitraum von sieben Jahren, sepltenltrilolnal* (aus
gleichbed. lat. septentrionalis zu septemtrio „Siebenge
stirn (am nördlichen Himmel; = Großer Bär od. Wagen)“
(zu septem „sieben“ u. trio „pflügender Ochse“), eigtl.
„die sieben Pflugochsen“, weil man das Sternbild als einen
von sieben pflügenden Ochsen gezogenen Wagen deute
te) : (veraltet) nördlich. Sepltett das; -[e]s, -e (relatinisiert
aus it. settetto zu sette „sieben“, dies aus lat. septem): 1.
Komposition für sieben Instrumente od. sieben Gesangs
stimmen (Mus.). 2. Vereinigung von sieben Instrumental
od. Vokalsolisten (Mus.)
Septlhälmie die; -, ...ien (zu gr. septikös (vgl. septisch) u.
t. ..ämie): svw. Sepsis
sepltilfrag* (zu tSeptum u. lat. fragilis „zerbrechlich“,
dies zu frangere „(zer)brechen“): die Scheidewand der
Fruchtblätter zerbrechend (von der Öffnungsweise von
Kapselfrüchten; Bot.); vgl. septizid
Septikämie* u. Sepltiklhälmie die; -, ...ien (zu gr. sep
tikös (vgl. septisch) u. t...ämie>: svw. Sepsis. Sepltilkopylämie die; -, ...ien (zusammengezogen aus f Septikämie
u. tPyämie): schwere Blutvergiftung mit Eitergeschwüren
an inneren Organen (eine Kombination von ÎSepsis u.
ÎPyämie; Med.)
Sepltilllilon die; -, -en (zu lat. septimus (vgl. Septima);
Analogiebildung zu ÎMillion): die 7. Potenz einer Million,
1042. Sep tim die; -, -en (zu tSeptime; Bed. 2 eigtl.
,,sieb(en)te Fechtbewegung“): 1. (österr.) svw. Septime. 2.
Hieb od. Stoß im Säbelfechten, der die innere Blöße tref
fen soll. Sepltilma die; -, ...men (zu lat. septima „(die)
Sieb(en)te“, Fern, von septimus „Sieb(en)ter“>: (österr.
veraltend) die siebente Klasse des Gymnasiums. Sepltimalner der; -s, -: (österr. veraltend) Schüler der Septima.
Sep|ti|ma|ne|rin die; -, -nen: (österr. veraltend) weibli
che Form zu Î Septimaner. Sepltilme die; -, -n (aus gleich
Sequenz
bed. mlat. septima (vox) ,,sieb(en)ter (Ton)" zu lat. septi
mus}: a) der 7. Ton einer t diatonischen Tonleiter vom
Grundton an; b) Idas Intervall (2) von sieben Îdiatoni
schen Stufen (Mus.). Sep|ti|men|ak|kord vgl. Septak
kord. Sep|ti|mo|le die; -, -n (italianisierende Bildung zu
lat. septimus (vgl. Septima)): svw. Septoie. Sepltilmonti um das; -s, ...ien [,,,iən] (aus lat. Septimontium „Siebenhügel(fest)“, zum Andenken an die Eingliederung der sie
ben Hügel in das Stadtgebiet von Rom gefeiertes Fest): altröm., am 11. 12. begangenes Fest, an dem den sieben Hü
geln Roms Opfer dargebracht wurden
sepltisch (nachgr. septikös „Fäulnis bewirkend“ zu sepsis,
vgl. Sepsis): 1. die Sepsis betreffend, mit Sepsis verbunden
(Med.). 2. nicht keimfrei, mit Keimen behaftet; Ggs.
t aseptisch (a; Med.)
sepltilzid (zu tSeptum u. t...zid): sich durch Aufspalten
entlang der Verwachsungsnähte der Fruchtblätter vonei
nander lösend (von der Öffnungsweise von Kapselfrüch
ten; Bot.); vgl. septifrag
Sep to ie die; -, -n (italianisierende Bildung zu lat. septem
„sieben“; Analogiebildung zu ÎTrióle): Notengruppe von
7 Tönen, die den Taktwert von 4, 6 od. 8 Noten hat (Mus.).
Sepltu|a|ge|si|ma fa'e; - (aus gleichbed. mlat. septuage
sima (dies), eigtl. „der siebzigste (Tag)“ (vor Ostern), zu
lat. septuage(n)simus „der Siebzigste“): in der ev. Kirche
der dritte Sonntag vor der Passionszeit (neunter Sonntag
vor Ostern), früher auch in der kath. Kirche Bez. für den
Beginn der Vorfastenzeit; Sonntag - od. Septuagesimä.
Sep tu a gin ta die; - (zu lat. septuaginta „siebzig“; nach
der Legende von 72 jüd. Gelehrten verfasst): älteste u.
wichtigste griech. Übersetzung des Alten Testaments; Zei
chen LXX
Sep tu lum das; -s, ...la (aus lat. septulum, Verkleinerungs
form von septum, vgl. Septum): kleine Scheidewand
(Biol., Med.). Sepltum das; -s, Plur. ...ta u. ...ten (aus
gleichbed. lat. s(a)eptumzu s(a)epire „umzäunen, einfrie
digen“): Scheidewand, Zwischenwand, die benachbarte
anatomische Strukturen voneinander trennt od. ein Gebil
de unterteilt (Biol., Med.). Sepltumldelfekt der; -[e]s,
-e : durch Verletzungen od. Krankheitsprozesse hervorge
rufene Lücke in der Nasen- od. (meist angeboren) in der
Vorhof- od. Kammerscheidewand des Herzens (Med.).
Sepltumldelvilaltilon [...v...J die; -, -en: anomale Ab
weichung der Nasenscheidewand von der Mittellinie
(Med.)
Sepltulor das; -s, -s (aus gleichbed. fr. septuor zu sept „sie
ben“, dies aus lat. septem, Analogiebildung zu î Quatuor) :
(veraltet) svw. Septett
Selpullcrum* [...krum] das; -s, ...ra (aus lat. sepulcrum
„Grabstätte“ zu sepulire, Nebenform von sepelire „begra
ben“}: kleine Reliquiengruft in der tMensa (1) des Altars,
selpullkral* (aus gleichbed. lat. sepulcralis); (veraltet)
das Grab[mal] od. Begräbnis betreffend. Selpulltur die; -,
-en (aus lat. sepultura „Bestattung od. Verbrennung (des
Toten), Grab“): in der spätgot. Baukunst ein Begräbnis
raum für Äbte, Prälaten, auch Bischöfe u. Fürsten inner
halb von Kloster u. Stift
Seiquel ['si:kwəl] das; -s, -s (aus engl. sequel „Folge, Fort
setzung“, dies über mittelfr. séquelle aus lat. sequel(l)a
„Folge“ zu sequi, vgl. Sequenz): Fortsetzungsfilm, bes. als
Nachfolgefilm eines großen Erfolgs [mit gleichem Perso
nenkreis u. ähnlicher Thematik], selquens ['ze:...] dat.;
Part. Präs, von sequi, vgl. Sequenz): (veraltet) folgend;
Abk.: seq., sq.; vgl. vivat sequens, seiquenites [,,,te:s]
dat.; Plur. von sequens, vgl. Sequenz): (veraltet) folgende,
die folgenden (Seiten); Abk. : seqq.. sqq., ss. ; vgl. vivant se
quentes. Selquenltilal|me|tho|de usw. vgl. Sequenzialmethode usw. selquenltilell vgl. sequenziell. Selquenz
fae; -, -en (aus spätlat. sequentia „(Reihen)folge“ zu lat. se-
Sequenzanalyse
quens, Gen. sequentis, Part. Präs, von sequi „folgen“): 1.
hymnusähnlicher Gesang in der mittelalterlichen Liturgie;
vgl. Prosa (3). 2. Wiederholung eines musikalischen Mo
tivs auf höherer od. tieferer Tonstufe (Mus.). 3. aus einer
unmittelbaren Folge von Einstellungen gestaltete, kleinere
filmische Handlungseinheit (Film). 4. eine Serie aufeinan
derfolgender Karten gleicher Farbe (Kartenspiel). 5. Be
fehlsfolge in einem Programmierabschnitt (EDV). 6. Auf
einanderfolge, Folge, Reihe. Selquenzlanallylse die; -,
-n: 1. die Ermittlung der Reihenfolge der verschiedenen
molekularen Bausteine in Î Makromolekülen, bes. in t Pro
teinen u. TNukleinsäuren (Biochem., Chem.). 2. in der
Wirtschaftstheorie Verfahren zur Darstellung u. Erklä
rung zeitabhängiger ökonomischer Vorgänge. Selquenzer der; -s, -: meist als Teil eines (Synthesizers verwende
ter Kleincomputer, der Tonfolgen speichern u. beliebig oft
(auch beschleunigt, verlangsamt u.a.) wiedergeben kann
(Mus.). Selquenlzilallmeltholde, auch Sequentialmethode die; -, -n (zu eng!, sequential, vgl. sequenziell): a)
Verabreichung von verschiedenen Medikamenten, die the
rapeutisch eine Einheit bilden, in mehreren Phasen hinter
einander; b) ein Verfahren der oralen Empfängnisverhü
tung, bei dem in der ersten Phase reines Östrogen, in der
zweiten eine Östrogen-Gestagen-Kombination verab
reicht wird (Med.). Selquenlzilalltest, auch Sequentialtest der; -[e]s, Plur. -s, auch -e : Test zur Nachprüfung einer
statistischen Hypothese, bei dem der Stichprobenumfang
von den Ausfällen der bereits geprüften Stichproben ab
hängt (Statistik). se|quen|zi|ell, auch sequentiell (nach
gleichbed. engl. sequential zu sequent „folgend“, dies aus
lat. sequens, vgl. Sequenz): fortlaufend, nacheinander zu
verarbeiten (in Bezug auf die Speicherung u. Verarbeitung
von Anweisungen eines Computerprogramms; EDV), sequen zie ren (zu (..deren): eine Sequenz (2) durchfüh
ren. Se quenz me thoide¿fe -, -n: svw. Sequenzialmethode. Selquenzlprälpalrat das; -[e]s, -e (meist Plur.):
Hormonkombinationspräparat, das vorwiegend zur Emp
fängnisverhütung angewendet wird
'Selqueslter der, auch i/ɑʌ`,` -s, - (zu spätlat. sequestrare,
vgl. sequestrieren): 1. svw. Sequestration (1). 2. abgestor
benes Knochenstück, das mit dem gesunden Knochen kei
ne Verbindung mehr hat (Med.). 2Se|ques|ter der; -s, (aus gleichbed. lat. sequester, eigtl. „vermittelnd“, zu se
qui, vgl. Sequenz): jmd., der amtlich durch Gerichtsbe
schluss mit der treuhänderischen Verwaltung einer stritti
gen Sache beauftragt wird, [Zwangs]verwalter (Rechtsw.).
Se questra ti on* die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. se
questratio zu sequestrare, vgl. sequestrieren): 1. gericht
lich angeordnete Übergabe einer strittigen Sache an einen
Sequester (Rechtsw.). 2. Zwangsverwaltung eines Staates
od. eines bestimmten Staatsgebietes, dessen Regierung
abgesetzt ist. 3. spontane Bildung eines 'Sequesters (2),
Ablösung eines abgestorbenen Knochenstücks von der ge
sunden Umgebung (Med.), selquesltrielren* (aus spät
lat. sequestrare „in Verwahrung geben; absondern, tren
nen, entfernen“ zu lat. sequester, vgl. ^Sequester): 1. eine
Sequestration (2) anordnen. 2. einen Sequester bestellen
(Rechtsw.). 3. ein abgestorbenes Knochenstück abstoßen
(in Bezug auf den Organismus od. ein Gewebe; Med.). Sequesltroltolmie* die; -, ...ien (zu Î'Sequester u. (,,,tomie): operative Entfernung eines ('Sequesters (2)
Se quo ia u Se quo ie [...jo] die; -, ...oien [...jan] (nach Se
quoyah, dem Namen eines nordamerik. Indianerhäupt
lings (1760-1843) u. zu T‘...ia bzw. '...ie): Mammutbaum
(ein Sumpfzypressengewächs)
Ser [ser] : 1 proklitische Form von t Sère
Se ra: Plur. von (Serum
Selralbend vgl. Saraband
Sélrac [ze'rak. franz, se...] ¿/er; -s, -s (aus gleichbed. fr. sé
1232
rac, eigtl. (mdal.) „ein fester, weißer Käse“, dies über das
Vulgärlat. aus lat. serum, vgl. Serum): zacken- od. turm
artiges Gebilde, in das Gletschereis an Brüchen aufgelöst
sein kann (Geogr.)
Selralfim [,,,fi:m]: ökum. Plur. von (Seraph
Selrai der; -s, -s (auspers. saräi, vgl. ‘Serail): svw. 2Serail.
‘Se rail [ze'ra:j, ze'rai(l), franz, se'raj] das; -s, -s (über
gleichbed. fr. sérail aus it. serraglio zu türk, saray, dies aus
pers. saräy „großes Haus, Palast“): a) Palast [eines Sul
tans]; b) orientalisches Fürstenschloss. 2Se|rail der; -s, -s
(zu 1‘Serail): feines, leicht gewalktes Wolltuch
Selrak vgl. Sérac
Selralpeilon das; -s, ...eia u. Selralpelum das; -s, ...een
(über gleichbed. lat. Serapeum aus gr. Serapeion, nach
dem ägypt.-griech. Hauptgott Sarapis (gr. Sérapis): Tem
pelanlage, die dem Gott Serapis geweiht war
Selraphrfer; -s, Plur. -e u. -im [,,,fi:m], ökum. Serafim (über
toz. Séraphin, Seraphim (Plur.) aus hebr. seräfim, Plur. von
säräf, vielleicht zu säraf „brennen, durch Brennen läu
tern“): Engel des Alten Testaments mit sechs Flügeln [in
Gestalt einer Schlange], selralphisch: a) zu den Engeln
gehörend; b) engelgieich; c) verzückt
Sèlr«- ['sɛre] (aus gleichbed. älter it. sère (verkürzt aus messère „Herr“) zu lat. senior, vgl. senior) : (veraltet) höfliche,
auf eine männliche Person bezogene Anrede (in Italien)
selren (aus gleichbed. lat. serenus): (veraltend) heiter;
glücklich
Selren: Plur. von (Serum
Selrelna die; -, Plur. -s u. ...nen (zu provenzal. ser
„Abend“): altprovenzal. Liebeslied, das den Abend als
Zusammenkunft der Liebenden besingt. Selrelnalde
zZze; -, -n (über fr. sérénade aus gleichbed. it. serenata zu
sereno „heiter“, dies aus lat. serenus, nach it. sera
„Abend“ umgedeutet, da die Stücke meist am Abend un
ter freiem Himmel gespielt werden): a) instrumentale
Komposition aus einer lockeren Folge von 5-7 Einzelstü
cken; b) Konzertveranstaltung [im Freien], auf deren
Programm bes. Serenaden (a) stehen; c) (veraltet) Ständ
chen (Mus.); Ggs. (Aubade (2). Selrelnislsilma die; -,
...mä (weibliche Form zu (Serenissimus): (veraltet) Anre
de für eine weibliche fürstliche Person (Durchlaucht).
Selrelnislsilmus der; -, ...mi (aus lat. serenissimus, Su
perlativ von serenus „heiter, hell, klar“, als Titel röm.
Kaiser: Serenus „der Durchlauchtige“): (veraltet) a) An
rede für einen regierenden Fürsten (Durchlaucht); b)
(scherzh.) Fürst eines Kleinstaates. Selrelniltät die; (aus gleichbed. lat. serenitas, Gen. serenitatis zu serenus,
vgl. seren): (veraltet) Heiterkeit, sel reino (z'z.; aus lat. se
renus, vgl. seren): heiter, klar; ausgeglichen (Vortragsan
weisung: Mus.)
Serge [zɛrʃ, fr. sɛrʃ] u. Sersche ['zɛrʃə] <7:<?. österr. auch der;
-, -n [...jn] (aus gleichbed. fr. serge, diesüber das Vulgärlat.
aus lat. serica „Seidenstoffe“ zu sericus „seiden“, dies aus
gr. serikós, nach dem Namen des alten ostasiat. Volks
stammes der Serer, die durch die Herstellung von Seiden
stoffen berühmt waren): Gewebe in Köperbindung (einer
bestimmten Webart), bes. für Futterstoffe
Serlgeant [zɛr'ʒant, franz, sɛrʒa, engl. 'sɑ:dʒənt] der; -en,
-en (bei engl. Ausspr. -s, -s) (aus gleichbed. fr. sergent bzw.
engl. sergeant, älter auch „Gerichtsdiener“, dies über
mlat. serjantus, sergantus „Diener“ zu lat. serviens. Gen.
servientis, Part. Präs, von servire, vgl. servieren): 1. (frü
her) a) Unteroffiziersdienstgrad (bis 1921); b) Träger die
ses Dienstgrades. 2. franz, u. engl. Bez. für den Dienstgrad
eines Unteroffiziers, der im Rang über einem Korporal
steht. 3. engl. u. amerik. Bez. für einen Polizeibeamten/eine Polizeibeamtin, die im Rang in Großbritannien unter
einem ÎInspektor (3), in den USA unter einem Polizei
oberkommissar steht
1233
Selria
Serpuliden
die: - <zu it. serio „ernst“): Kurzform von Î Opera se
ria.
['sɪərɪəl] das; -s, -s <aus gleichbed. engl. serial zu se
ries, dies aus lat. series, vgl. Serie): a) Fortsetzungsfilm,
bes. in Form einer Fernsehserie; b) Roman, der als Fort
setzungsserie abgedruckt wird. Selrie ['ze:riə] die: -, -n
(aus lat. series „Reihe, Reihenfolge“ zu serere „fügen, rei
hen“): 1. a) bestimmte Anzahl, Reihe gleichartiger, zuei
nander passender Dinge, Folge; b) Anzahl in gleicher
Ausführung gefertigter Erzeugnisse der gleichen Art
(Wirtsch.). 2. inhaltlich, thematisch zusammengehörende
Folge von Fernseh- od. Rundfunksendungen, Veröffentli
chungen von Büchern. 3. (ugs.) Aufeinanderfolge gleicher,
ähnlicher Geschehnisse, Erscheinungen. se|ri|ell (nach
gleichbed. fr. sériel zu série, dies aus lat. series, vgl. Serie):
1. eine Reihentechnik verwendend, die vorgegebene, kon
struierte Tonreihen zugrunde legt u. zueinander in Bezie
hung setzt (von einer Sonderform der Zwölftonmusik;
Mus.). 2. zeitlich nacheinander erfolgend (in Bezug auf die
Verarbeitung u. Übertragung von Daten; EDV). 3. in Serie
herstellbar, gefertigt, erscheinend. Se|ri|enlpro|duk|tion [...ion...] die: -, -en: Serienfertigung, Anfertigung einer
bestimmten Anzahl von Erzeugnissen der gleichen Art in
gleicher Ausführung (Wirtsch.). Se ri en spekitrum*
das; -s, Plur. ...trenu. ...tra: die nach bestimmten Gesetzen
angeordnete Folge von Linien in einem Atomspektrum
(Phys.)
Selrilfe die: -, -n (meist Plur.) (unter Einfluss von engl. se
rif, ceriph wohl zu niederl. schreef „Strich, Linie“): klei
ner, abschließender Querstrich am oberen od. unteren En
de von Buchstaben (Druckw.)
Se riigraifie, auch...gra|phie die; -, ...ien (zu lat. sericus
(vgl. Serge) u. t...grafie): 1. (ohne Plur.) Siebdruckverfah
ren. 2. ein durch Serigrafie (1) hergestellter Druck. SeIrin
das; -s (zu t...in (1)): Aminosäure, die am Aufbau von Pro
teinen beteiligt ist (Biochem.)
Se rilnetlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. serinette zu serin
„Zeisig“): Vogelorgel, ein kleines mechanisches Musikin
strument
selrio (it.; aus lat. serius, vgl. seriös): ernst, schwer, ruhig,
nachdenklich (Vortragsanweisung; Mus.), selrilös (über
gleichbed. fr. sérieux aus mlat. seriosus zu lat. serius
„ernsthaft“): a) ernsthaft, ernst gemeint; b) gediegen, an
ständig; würdig; c) vertrauenswürdig, glaubwürdig (bes. in
geschäftlicher Hinsicht); [gesetzlich] zulässig, erlaubt.
Se|ri|o|si|tät die; - (aus gleichbed. mlat. seriositas, Gen.
seriositatis): seriöse Art, Ernsthaftigkeit, Würdigkeit, seri plso (it.; aus mlat. seriosus, vgl. seriös): svw. serio
Selrir u. Sserir die; -, -e (arab.y. Kies- od. Geröllwüste [in
Libyen]
Selriizin das; -s (zu lat. sericus (vgl. Serge) u. Î ...in (1)):
leimartige Hülle um den Rohseidenfaden, Seidenleim. Serilzit [auch ... tsit] der; -s, -e (zu t2...it>: ein Mineral, fein
schuppige, seidenglänzende Aggregate des t Muskovits
Ser li aina die; - (nach dem ital. Baumeister u. Bühnenbild
ner S. Serlio (1475-1554 od. 1555)u. zu t,,,ana): eine An
ordnung von Arkaden od. Fensteröffnungen, bei der ein
hoher Rundbogen von zwei niedrigeren schmalen Öffnun
gen mit geradem Abschluss begleitet ist (Archit.)
Serlmon der; -s, -e (unter Einfluss von gleichbed. fr. ser
mon aus lat. sermo, Gen. sermonis „Gespräch, Vortrag“,
kirchenlat. „Predigt“): 1. (veraltet) Rede, Gespräch, Pre
digt. 2. (ugs.) a) Redeschwall; langweiliges Geschwätz;
lange, inhaltsleere Rede; b) Strafpredigt
se|ro..„ Selro... (über lat. serum, vgl. Serum): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Körperflüssigkeiten,
bes. das Blutserum betreffend“, z. B. serofibrinös, Serolo
ge. Se|ro|di|a|gnos|tik* die; -: Diagnostik von Krank
heiten durch serologische Untersuchungsmethoden
Selrilal
(Med.). selro|fi|bri|nös*: aus Serum u. Fibrin beste
hend, seröse u. fibrinöse Bestandteile enthaltend (Med.),
selrolgen (zu t,,,gen): durch die Injektion eines Serums
verursacht (z.B. von einer Nervenlähmung; Med.). Serolloge der; -n, -n (zu T...loge): Facharzt, Wissenschaft
ler auf dem Gebiet der Serologie. Selrollolgie die; - (zu
t ...logie): Forschungsgebiet der Medizin, das sich mit der
Diagnostizierung von [Infektionskrankheiten aus den
Veränderungen des Blutserums befasst (Med.). Selrollogin die; -, -nen: weibliche Form zu tSerologe, selrollogisch (zu T...logisch): die Serologie betreffend. Selrom
das; -s, -e (zu Î ...om): Ansammlung einer serösen Flüssig
keit in Wunden od. Narben (Med.)
Selrolnen die (Plur.) (zu span. serón „großer Korb“): frü
her verwendete Packhüllen aus Ochsenhäuten, in denen
trockene Waren aus Südamerika versandt wurden
selrolpulrullent (zu tsero... u. fpurulent): aus Serum u.
Eiter bestehend (von Körperabscheidungen; Med.). Sero re ak ti on, Serumreaktion die; -, -en: Sammelbez. für
alle biologischen, chem. u. physik. Methoden zum Nach
weis von Stoffen im Blutserum (Med.), selrös (aus gleich
bed. nlat. serosus; vgl. ...ös): a) aus Serum bestehend, mit
Serum vermischt; b) Serum absondernd (Med.). Selrglsa
die; -, ...sen (Kurzform zu nlat. (Tunica) serosa, Fem. von
serosus, vgl. serös): zarte, innere Organe überziehende
Haut (Med.)
Selrolsem u. Serosjom der; -s, -e (aus gleichbed. russ. serozëmzuseryj „grau“ u.zemlja „Erde“): Grauerde in Tro
ckensteppen mit geringem Humusgehalt
Se|ro|si|tis die; -, ...itiden (zu tSerosau. T ...itis): Entzün
dung der Serosa (Med.)
Selrosljom* vgl. Serösem
Se|ro|the|ra|pie, Serumtherapie die; -, ...ien (zu Îsero... u.
tTherapie): Injektion spezifischer Immunseren zur Be
handlung von Infektionen od. Vergiftungen (z.B. bei
Diphtherie, Masern, Wundstarrkrampf; Med.). Sei ro
to Inin das; -s, -e (zu TTonus u. Î...in (1)>: im Darm u. im
Nervensystem vorkommender hormonähnlicher Stoff, der
verschiedene Organfunktionen reguliert; vgl. Enteramin
(Med.). Se ro ze le die; -, -n (zu gr. kêlê „Geschwulst;
Bruch“): abgekapselter seröser Erguss (Med.)
Serlpel die; -, -n (zu lat. serpula „kleine Schlange“, dies zu
serpere, vgl. serpens): zu den ÎSerpuliden gehörender
Röhren bewohnender Borstenwurm, serlpens (aus lat.
serpens, Gen. serpentis, Part. Präs, von serpere „krie
chen; sich schlängeln“): fortschreitend, sich weiterver
breitend (z.B. von Hautflechten; Med.). Serlpent der;
-[e]s, -e (aus gleichbed. fr. serpent u. it. serpente, eigtl.
„Schlange“ (nach der Form), dies aus lat. serpens, vgl.
Serpentin): altes, dem Horn ähnliches Blechblasinstru
ment mit 6 Grifflöchern u. einem Umfang von 3 Oktaven
(Mus.), serlpenltielren (zu !..deren): (veraltet) sich
schlängeln. Seijpenltin der; -s, -e (aus gleichbed. mlat.
serpentina zu lat. serpens, Gen. serpentis „Schlange“
(vielleicht nach der einer Schlangenhaut ähnlichen Muste
rung einzelner Stücke), eigtl. substantiviertes Part. Präs,
von serpere, vgl. serpens): ein meist grünes bis grünlich
schwarzes Mineral von geringer Härte, Schmuckstein.
Ser|pen|ti|ne die; -, -n (zu spätlat. serpentinus „schlan
genartig“): a) Schlangenlinie, in Schlangenlinie ansteigen
der Weg an Berghängen; b) Windung, Kehre, Kehrschlei
fe. seijpenltilnisch: (veraltet) gleiche Anfangs- u. End
worte enthaltend (von Versen). Ser|penlti|ni|sie|rung
die; -, -en (zu Î...isierung): durch ÎMetasomatose verur
sachte Umwandlung von Olivin in Serpentin (Geol.). Serpenlti nit [auch ,.,'nit] der; -s, -e (zu t2 ...it) : vorwiegend
aus Serpentin bestehendes, grünes bis dunkelgrünes meta
morphes Gestein, serlpilgilnös (ausn/at. serpiginosus zu
lat. serpens, vgl. serpens): svw. serpens. Ser|pu|li|den
Serpulit
die (Plur.) (zu lat. serpula (vgl. Serpel) u, î...iden): zu den
Vielborstern gehörende, in allen Meeren verbreitete Rin
gelwürmer, deren unterer Teil von einer kalkigen Röhre
umgeben u. an einer Unterlage festgewachsen ist (Zool.).
Ser pu lit [auch ... lit] der; -s, -e (zu t2...it>: vor allem aus
den röhrenförmigen Gehäusen der Serpuliden beste
hender Kalkstein
Serlra die; -, -s (aus port, serra „Gebirgskette“, eigtl. „Sä
ge“, dies aus Zai. serra): svw. Sierra. Ser|ra|del|lau. Serraldellle die; -, ...lien (aus gleichbed. katal. serradella,
dies aus lat. serratula „die Gezackte“ zu serra „Säge“,
nach der Blattform): mitteleuropäische Futterpflanze mit
gefiederten Blättern; Vogelfuß (Schmetterlingsblütler),
serlrat (aus gleichbed. lat. serratus); sägeförmig (von
Blättern; Bot.)
Serlsche vgl. Serge
Serltäo [...'tau] der; -, -s (ausport, sertào „Wildnis“): un
wegsames [Trocken]wald- u. Buschgebiet in Brasilien
Selrumitos; -s, Plur. Sera u. Seren (aus lat. serum „wässri
ger Teil der geronnenen Milch, Molke“): a) der flüssige,
hauptsächlich Eiweißkörper enthaltende, nicht mehr ge
rinnbare Anteil des Blutplasmas; b) mit Immunkörpern
angereichertes, als Impfstoff verwendetes Blutserum
(Med.). Se|rum|di|algnos|tik* vgl. Serodiagnostik. Serum|kon|ser|ve [...vs] die; -, -n: reines, flüssiges, ge
trocknetes od. tiefgekühltes Blutserum als Blutersatz
(Med.). Selrumlkranklheit die; -: svw. Anaphylaxie.
Selrumlproltelin [...tei:n] das; -s, -e (meist Plur.): Pro
tein des Blutserums (Biochem.). Selrumlthelralpie vgl.
Serotherapie
Ser|val[...v...] der; -s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. fr. serval,
dies aus port, (lobo) cerva! „Luchs“, eigtl. „Hirschkatze“,
dies aus lat. cervus „Hirsch“): katzenartiges afrik. Raub
tier mit kleinem Kopf, großen Ohren u. einem gelblichen
bis bräunlichen gefleckten Fell
Ser|van|te [...v...] die; -, -n (aus gleichbed. fr. servante,
eigtl. „Dienerin“, Fern, von servant, Part. Präs, von servir
„dienen“, dies aus lat. servire, vgl. servieren): (veraltet) a)
Anrichte; Nebentisch; b) Glasschränkchen für Nippsa
chen
Serve-and-Vol|ley ['sə:vənd'vɔlɪ] das; -s (aus gleichbed.
engl. serve-and-volley zu serve „Aufschlag“ u. volley, vgl.
Volley): dem eigenen Aufschlag unmittelbar folgender
Netzangriff, der es ermöglicht, den zurückgeschlagenen
Ball volley zu verwandeln (Tennis)
Serlvella [,..v...] die, auch der; -, Plur. -s, Schweiz. - (über fr.
cervelas aus it. cervellata, vgl. Zervelatwurst): 1.
(landsch., bes. Schweiz.) svw. Zervelatwurst. 2. (landsch.)
kleine Fleischwurst, Brühwurst. Ser|ve!lat|wurst vgl.
Zervelatwurst
Ser|ven|telse [...v...] das; -, - (aus it. serventese „Dienst
lied“): ital. Form von tSirventes. Serlvenltois [sɛrvä'toa] das; - [...'toa(s)], - [... toas] (aus fr. serventois
„Dienstlied“): nordfranz. Form von tSirventes. Serlver
[sə:və] der; -s, - (aus gleichbed. engl. server, eigtl. „Bedie
ner“, zu to serve „dienen“, dies aus fr. servir, vgl. Servan
te) : 1. Rechner, der für andere in einem Netzwerk mit ihm
verbundene Systeme (z. B. für eine Workstation, für einen
Drucker) bestimmte Aufgaben (z. B. das Booten, das Spei
chern von Dateien) übernimmt u. von dem diese ganz od.
teilweise abhängig sind (EDV). 2. Spieler, der den Auf
schlag macht (Badminton, [Tischtennis). Serlvelrin die;
-, -nen: weibliche Form zu I Server (2). 1 SerI vice [zɛr'vi:s]
das; Gen. - [,,,vi:s] u. -s [,,,vi:səs], Plur. - [,,,vi:s od. ,,,vi:sə]
(aus gleichbed. fr. service, eigtl. „Dienstleistung“ (vgl.
2Service), beeinflusst von servir in der Bed. „Speisen auf
tragen“, vgl. servieren): in Form, Farbe u. Musterung zu
sammengehörender Geschirr- od. Gläsersatz. 2Ser|vice
['sə:vɪs] der, auch das; -, -s [...vis od. ...visis] (aus engl. ser
1234
vice „Dienst, Bedienung“, dies über (alt)fr. service aus lat.
servitium „Sklavendienst“ zu servire, vgl. servieren): 1.
(ohne Plur.) a) (im gastronomischen Bereich) Bedienung
u. Betreuung von Gästen; b) Kundendienst, Kundenbe
treuung. 2. Aufschlagfball] im Tennis. Serlvicelprogramm das; -s, -e (zu t2Service>: Rundfunksendung mit
rein informativem, aktuellem Charakter (z.B. Verkehrs
meldungen, Straßenzustandsbericht, Wetterlage od. Ver
anstaltungskalender). Serlvicelprolvilder, auch Service-Pro|vi|der [...provaidn] der; -s, - (zu t2Service>: an
den entsprechenden Netzbetreuer weitervermittelnder
Anbieter von Kommunikationsdiensten, z. B. bei Telefon
gesellschaften. serlvielren[zɛr'vi:...] (über/r. servir „die
nen, bei Tisch bedienen“ aus lat. servire „Sklave sein, die
nen“ zu servus „Sklave“) : 1. bei Tisch bedienen, auftragen.
2. a) den Ball aufschlagen (Tennis); b) einem Mitspieler
den Ball [zum Torschuss] genau vorlegen (z. B. beim Fuß
ball; Sport). 3. (ugs. abwertend) [etwas Unangenehmes]
vortragen, erklären, darstellen. Ser|vie|relrin die; -,
-nen: weibliche Bedienung in einer Gaststätte. Serlviertochlter die; -, ...töchter: (Schweiz.) Serviererin, Kellne
rin. Serlviletlte die; -, -n (aus fr. serviette „Tellertuch,
Handtuch“ zu servir, vgl. servieren): Stoff- od. Papiertuch
zum Säubern des Mundes während od. nach dem Essen,
serlvil (aus gleichbed. lat. servilis zu servus „Sklave“):
(abwertend) unterwürfig, kriecherisch schmeichelnd.
Ser|vi|lis|mus der; -, ...men (zu t...ismus (5)>: (abwer
tend) 1. (ohne Plur.) Unterwürfigkeit, Kriecherei. 2. eine
für unterwürfige Gesinnung kennzeichnende Handlungs
weise, Äußerung o. Ä. Se r I vi 11 i I tat die; -, -en (nach gleich
bed. fr. servilité; vgl. ...ität): (abwertend) 1. (ohne Plur.)
unterwürfige Gesinnung. 2. svw. Servilismus (2). Serlvis
der; - (aus gleichbed. fr. service, vgl. 2Service): (veraltet) 1.
Dienstleistung]. 2. a) Quartier-, Verpflegungsgeld; b)
Wohnungs-, Ortszulage. Serlvit der; -en, -en (nach (Or
do) Servorum (Mariae), dem lat. Namen des Ordens, u. zu
t3...it): Angehöriger eines 1233 gegründeten Bettelordens.
Serlvilteur [,..'t0:ç] der; -s, -e (aus/r. serviteur „Diener“
zu servir, vgl. servieren): (veraltet) 1. kleine Anrichte. 2.
Diener, Verbeugung. 3. Vorhemd. Serlviltin die; -, -nen
(weibliche Form zu T Servit): Angehörige des weiblichen
Zweiges der Serviten. Ser|vi|ti|um das; -s, ...ien [,,,iən]
(aus gleichbed. lat. servitium, vgl. 2Service): 1. (veraltet)
Dienstbarkeit; Sklaverei. 2. (nur Plur.) die Abgaben neu
ernannter Bischöfe u. Äbte an die röm. Kurie (im Mittelalter); vgl. Annaten. Serlviltyt das; -[e]s, -e, auch, bes.
Schweiz, die; -, -en (aus lat. servitus, Gen. servitutis „Ver
bindlichkeit; Dienstbarkeit“ zu servus „dienstbar“):
(Rechtsspr.) dingliches [Nutzungsrecht an fremdem Ei
gentum (Rechtsw.). Serlvo... (zu lat. servus „Diener“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „eine Hilfsfunk
tion erfüllend; zusätzlich verstärkend“, z.B. Servolen
kung. Ser|volbrem|se die; -, -n: Bremse mit einem
Bremskraftverstärker. Ser|vo|fo|kusitor; -, -se: svw. Au
tozoom. Serlvolgelrät das: -[e]s, -e: Hilfsgerät für
schwer zu handhabende Steuerungen (Techn.). Serlvolenlkungtoe; -, -en: Lenkung für Autos u. Lastwagen, bei
der die Betätigungskraft hydraulisch unterstützt wird.
Serlvolmoltor der; -s, -en: Hilfsmotor zur Betätigung
von Steuervorrichtungen (Techn.). Serlvolprinlzip das;
-s: Prinzip der Steuerung durch eine Hilfskraftmaschine.
Ser|vo|ven|til das; -s, -e: Ventil in hydraulischen od.
pneumatischen Steuersystemen (z.B. bei Fahrzeugen),
das einen vergrößerten Durchfluss od. Differenzdruck lie
fert. Ser|vus(aus/«t. servus „(Ihr) Diener!“): (bes. südd.,
österr.) freundschaftlicher Gruß beim Abschied od. zur
Begrüßung. Serlvus Serivo rum Dei <to/.; „Knecht der
Knechte Gottes“) : Titel des Papstes in päpstlichen Urkun
den
1235
der; -s, -s (über lat. sesamum aus gleichbed. gr.
sësamon, dies aus dem Semit.): a) in Indien u. Afrika be
heimatete Ölpflanze mit fingerhutartigen Blüten u.
Fruchtkapseln; b) Samen der Sesampflanze; Sesam, öffne
dich! (nach der eine Schatzkammer öffnenden Zauberfor
mel in dem Märchen „Ali Baba u. die 40 Räuber“ aus
„Tausendundeiner Nacht“): scherzh. Ausruf, wenn sich
etwas öffnen soll od. man etwas erreichen will bzw. bei
dem [vergeblichen] Versuch, ein Hindernis aus dem Weg
zu räumen. Selsamlbein das; -s, -e: kleines, plattrundes
Knöchelchen in der Gelenkkapsel der Hand (Med.). Sesamkuchen der; -s, -: Viehfutter aus Pressrückständen
des Sesams (1 b). Selsamlöl das; -s: Speiseöl aus dem Sa
men des Sesams (1 b)
Se schel lenlnuss vgl. Seychellennuss
Selsel der; -s, - (über lat. seselis aus gr. séselis „Bergfen
chel“): in Stauden wachsende Pflanze mit vielstrahligen
Dolden u. eiförmigen Früchten, die als Heil- u. Gewürz
pflanze verwendet wird
Seslkloikulltur* die; - (nach dem Fundort Sesklo in Thes
salien (Griechenland)): Kultur der Jungsteinzeit um 4000
V. Chr. mit rot od. braun bemalten Tongefäßen
Ses|qui|al|te|ra die; - (aus lat. sesquialtera „anderthalb“):
meist aus t Quinte u. T Terz bestehendes gemischtes Orgel
register (Mus.)
sesIsil (aus lat. sessilis „zum Sitzen geeignet“ zu sessus,
Part. Perf. von sedere „sitzen“): festsitzend, festgewach
sen (bes. von im Wasser lebenden Tieren; Biol.); vgl. vagil.
Seslsilliltät die; - (zu t...ität): Lebensweise vieler im
Wasser lebender Tiere (z.B. Korallen), die fest auf etwas
angewachsen sind (Biol.). 'Seslsilon die; -, -en (aus
gleichbed. lat. sessio, eigtl. „das Sitzen“): sich über einen
längeren Zeitraum erstreckende Tagung, Sitzungsperiode.
2Ses|sion ['sɛʃən] die; -, -s (aus engl. session, dies über
altfr. session aus lat. sessio, vgl. 'Session): Kurzform von
Î Jam Session
Seslter der; -s, - (über althochd. sehstäri aus gleichbed.
(m)lat. sextarius „ein Hohlmaß“, eigtl. „der sechste (Teil
eines alten größeren Hohlmaßes)“): 1. (veraltet) ein Ge
treidemaß von etwa sieben Litern. 2. (österr.) Kübel,
[Melkjeimer. Seslterz der; -es, -e (aus gleichbed. lat. ses
tertius (nummus)): eine antike röm. [Silberjmünze. Sesterlzilum das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. (mille)
sestertium): 1000 Sesterze. Sesltilne die; -, -n (aus
gleichbed. it. sestina zu sesto „sechste“, dies aus lat. sex
tus, vgl. Sexte): 1. sechszeilige Strophe. 2. Gedichtform
aus sechs Strophen zu je sechs Zeilen u. einer dreizeiligen
Schlussstrophe
Seslton das; -s (zu gr. sestós „gesiebt“, Analogiebildung zu
ÎPlankton): Gesamtheit der im Wasser schwebenden le
benden (vgl. Plankton) u. leblosen (vgl. Tripton) filtrier
baren Teilchen (Biol.)
'Set [set] das, auch der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. set zu to
set „setzen“): 1. Satz zusammengehörender, oft gleichar
tiger Dinge. 2. (meist Plur.) Platzdeckchen für ein Gedeck.
3. Erwartungshaltung u. körperliche Verfassung eines
Drogensüchtigen, die die Wirkung einer Droge beeinflus
sen. 4. (nur der) Szenenaufbau, Dekoration (Film, Fern
sehen). 5. Datentyp zur Darstellung einer Menge von Ele
menten (9) in manchen Programmiersprachen (Informa
tik). 2Set das; -[s] (aus gleichbed. engl. set, vgl. 'Set): Maß
einheit für die Breite (Dickte) der Einzelbuchstaben einer
Monotypeschrift (Druckw.)
Selta die; -, Seten (aus lat. seta, saeta „starkes Haar, Bors
te“): 1. Stiel der Sporenkapsel von Laubmoosen (Bot.). 2.
(nur Plur.) kräftige Borsten in der Haut einiger Säugetiere
(z.B. bei Schweinen)
Seltar vgl. Sitar
Seltoljalki das; -s (nach der Stadt Seto, dem alten Zentrum
Selsam
Sexidol
der japan. Keramikproduktion): künstlerisch hochwertige
Keramik, bes. für die Teezeremonie
Setltelcenltist [sɛtetʃɛn'tɪst] der; -en, -en (zu tSettecento
u. t,,,ist): Künstler des Settecento. Setlte|cen|to
[,,,'ʧɛnto] ¿to; -[s] (aus it. settecento, eigtl. „siebenhun
dert“ (verkürzt für 1700 = 18. Jh.)>: das 18. Jh. in Italien
als Stilepoche
Setlter ['sɛtə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. setter zu to set
„vorstehen“ (d.h. „vor aufgespürtem Wild stehen blei
ben“)): langhaariger engl. Jagd- u. Haushund. Setlting
¿Zas; -s, -s (aus gleichbed. engl, setting, eigtl. „Rahmen,
Umgebung“): Gesamtheit von Merkmalen der Umge
bung, in deren Rahmen etwas stattfindet, erlebt wird
Settllelment ['sɛtlmənt] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
settlement zu to settle „sich niederlassen“): 1. Niederlas
sung, Ansiedlung, Kolonie. 2. (ohne Plur.) eine soziale Be
wegung in England gegen Ende des 19. Jh.s
Set-Top-Box die: -, -en u Set-Top-De|colder [ di:koʊdə] der; -s, - (zu engl. top (vgl. 2Top) u. t Box bzw. ÎDeco
der): [Zusatz]gerät. das den Empfang Îdigitaler Fernseh
programme auch bei analogen (2) Fernsehgeräten ermög
licht u. zugleich einen direkten Zugriff auf das Î Internet
über das Fernsehgerät bietet
Se|ve|ri|tät [...v...] die; - (aus gleichbed. lat. severitas, Gen.
severitatis); (veraltet) Strenge, Härte
Selvilllalna [sevɪlja:na] die; -, -s (aus gleichbed. span, se
villanas (Plur.), nach der span. Provinz Sevilla): eine Va
riante der Î Seguidilla
Sèvreslporlzelllan* ['sɛ:vr...] das; -s (nach dem Pariser
Vorort Sèvres) : Porzellan aus der franz. Staatsmanufaktur
in Sèvres; vgl. Chelseaporzellan
Sex [zɛks, sɛks] der; -[es] (aus gleichbed. engl. sex, dies aus
lat. sexus „Geschlecht“): 1. [dargestellte] Geschlechtlich
keit, Sexualität [in ihren durch Kommunikationsmittel
(z.B. Film, Zeitschriften) verbreiteten Erscheinungsfor
men], 2. Geschlechtsverkehr, sexuelle Betätigung. 3. Ge
schlecht, Sexus. 4. svw. Sex-Appeal
Se|xa|ge|si|ma die; - (aus gleichbed. mlat. sexagesima
(dies), eigtl. „der sechzigste (Tag)“ (vor Ostern), zu lat. se
xagesimus „der Sechzigste“): in der ev. Kirche der zweite
Sonntag vor der Passionszeit (achter Sonntag vor Ostern),
früher auch in der kath. Kirche Bez. für den achten Sonn
tag vor Ostern; Sonntag - od. Sexagesimä. selxalgelsimal (zu lat. sexagesimus „sechzig“ u. t‘...al ( I )>: auf das
Sexagesimalsystem bezogen, das Sexagesimalsystem ver
wendend. Selxalgelsilmallsysltem das; -s: Zahlensys
tem, das auf der Basis 60 aufgebaut ist; vgl. Dezimalsys
tem. Selxalgon das; -s, -e (zu lat. sex „sechs“ u. t...gon):
Sechseck
Sex and Crime ['sɛks ənd kraɪm] (aus gleichbed. engl. sex
and crime, zu sex (vgl. Sex) u. crime „Verbrechen“) : Kenn
zeichnung von Filmen (seltener von Zeitschriften) mit aus
geprägter sexueller u. krimineller Komponente. Sex-Ap
peal, auch Sexlaplpeal ['zɛksəpi:l, engl. 'sɛksə'pi:l] der;
-s (aus gleichbed. engl. -amerik. sex appeal, zu appeal „An
ziehungskraft, Reiz“): starke erotische, sexuelle Anzie
hungskraft (bes. einer Frau). Sexlbomlbe die; -, -n:
(ugs.) Frau, bes. Filmschauspielerin, von der eine starke
sexuelle Reizwirkung ausgeht. Sexlboultique [,,,buti:k]
<//<?; -, -n [...kn]: svw. Sexshop. Sexlchrolmaltin [,,,kro...]
das; -s, -e: geschlechtsspezifische Körnchen aus tChro
matin in den Kernen tierischer od. menschlicher Gewebs
zellen (Biol.). Selxer [auch 'sɛksə] der; -s, -: 1. Berufsbez.
für eine männliche Person, die Jungtiere (bes. Küken)
nach männlichen u. weiblichen Tieren aussortiert. 2. Film
mit sexuellem Inhalt. Sexfilm. Selxelrin [auch 'sɛ...] die; -,
-nen: weibliche Form zu TSexer (1). Sexlfilm der; -[e]s,
-e: Film mit hauptsächlich sexuellen Szenen. Sexlidol
das; -s, -e: jmd., der aufgrund seines starken Sex-Appeals
Sexismus
zum ÎIdol (1) geworden ist. Selxislmus der; - (aus gleich
bed. engl.-amerik. sexism zu sex, vgl. Sex u. ...ismus (5)):
Haltung, Grundeinstellung, die darin besteht, einen Men
schen allein aufgrund seines Geschlechts zu benachteili
gen; insbesondere diskriminierendes Verhalten gegenüber
Frauen. Selxist der; -en, -en (aus gleichbed. engl. -amerik.
sexist ; vgl... .ist) : Vertreter des Sexismus. Se I xis |ti n die; -,
-nen: weibliche Form zu ÎSexist, selxisltisch (zu T...istisch): den Sexismus betreffend. Sexllekt der; -[e]s, -e (zu
TSex; Analogiebildung zu ÎDialekt): geschlechtsspezifi
sche Sprache, Ausdrucksweise (Fachspr.). Sex|ma|gazin das; -s, -e: Zeitschrift, die vorwiegend sexuell stimu
lierende Darstellungen u. Texte enthält. Selxollolge der;
-n, -n (zu î ...loge) : Wissenschaftler auf dem Gebiet der Se
xologie. Selxollolgie die; - (zu Î...logie): Wissenschaft,
die sich mit der Erforschung der Sexualität, des sexuellen
Verhaltens u. sexueller Störungen befasst, selxollogisch (zu Î...logisch): die Sexologie betreffend. Sexlorgie [...io] die; -, -n: [wildes] Fest mit hemmungslosen se
xuellen Ausschweifungen meist mehrerer männlicher u.
weiblicher Personen. Sexlperlte der; -n, -n (scherzh. Zu
sammenziehung von TSex u. 1Experte): jmd., der sich in
sexuellen Fragen besonders gut auskennt [u. andere darin
berät], Sexlperltin die; -, -nen: weibliche Form zu TSexperte. Sexlpol die; - (Kurzw. aus Sexualpo/itik) : gesell
schaftspolitische Bewegung zu Beginn des 20. Jh.s, die für
eine revolutionäre Befreiung des Sexuallebens eintrat.
Sexlshop [,,,ʃɔp] der; -s, -s (zu tSex u. engl. shop, vgl.
Shop): Laden, in dem Bücher, Zeitschriften, Filme u.Ä.
mit sexuellem Inhalt, Mittel zur sexuellen Stimulation u.
andere Artikel aus dem sexuellen Bereich verkauft werden
Sext die; -, -en (aus (kirchen)lat. sexta (hora) „sechste
(Stunde)“ zu lat. sextus „sechster“): 1. drittes Tagesgebet
des Î Breviers (1 a) (zur sechsten Tagesstunde, 12 Uhr). 2.
vgl. Sexte. Sexlta die; -, Sexten (aus nlat. sexta (classis)
„sechste (Klasse)“): (veraltend) a) die erste Klasse einer
höheren Schule; b) (österr.) sechste Klasse des Gymnasi
ums. Sextlaklkord der; -[e]s, -e (zu ISext): erste Umkeh
rung des Dreiklangs mit der Terz im Bass (Mus.). Sexltaner der; -s, - (zu 1 Sexta u. 1 ...aner): (veraltend) Schüler ei
ner Sexta. Sex|ta|ne|rin die; -, -nen: weibliche Form zu
ÎSextaner. Sexltantder; -en, -en (aus nlat. sextans, Gen.
sextantis „sechster Teil“ (nach dem als Messskala benutz
ten Sechstelkreis)): (bes. in der Seefahrt zur astronomisch
geografischen Ortsbestimmung benutztes) Winkelmessin
strument zur Bestimmung der Höhe eines Gestirns. Sex
te u. Sext die; -, ...ten (aus mlat. sexta (vox) „sechster
(Ton)“ zu lat. sextus, vgl. Sext): a) der 6. Ton einer î diato
nischen Tonleiter vom Grundton an; b) îIntervall(2) von
6tdiatonischen Stufen (Mus.). Sexlten: Plur. von ISext,
t Sexta u. t Sexte. Sexltett das; -s, -e (relatinisiert aus
gleichbed. z7. sestetto zu sei „sechs“, dies aus lat. sex): a)
Komposition für sechs solistische Instrumente od. (selten)
für sechs Solostimmen; b) Vereinigung von sechs Instru
mentalsolisten. Sexltilllilon die; -, -en (zu lat. sexta
„sechste (Potenz)“, gebildet nach IMillion): sechste Po
tenz einer Million (10M = 1 Million Quintillionen). Sex
to I le die; -, -n (italianisierende Bildung zu Zat. sex „sechs“,
wohl Analogiebildung zu Î Trióle) : Notengruppe von 6 Tö
nen, die den Taktwert von 4 od. 8 Noten hat (Mus.)
Sex|tou|ris|mus [...tu...] der; - (zu TSex u. TTourismus):
tTourismus mit dem Ziel sexueller Kontakte
Sexltulor das; -s, -s (aus gleichbed. fr. sextuor zu six (aus
lat. sex „sechs“), Analogiebildung zu T Quatuor): (veraltet)
svw. Sextett
selxulal (mis spätlat. sexualis „zum Geschlecht gehörend“;
vgl. Sex): svw. sexuell; vgl. ...al/...eil. selxulal.... Sexu
al... (zu Îsexual): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „auf den Bereich der Sexualität u. das Geschlecht[sle-
1236
ben] bezogen“, z.B. sexualethisch, Sexualpädagogik. Sexu al akt der; -[e]s, -e: Geschlechtsakt. Selxulalldellikt
das; -[e]s, -e: Delikt auf sexuellem Gebiet (z. B. Vergewal
tigung). Se|xu|al|di|mor|phis|mus der; -: äußerlich
sichtbare Verschiedenheit von beiden Geschlechtern einer
Art (Biol.). Selxulallethik die; -: Ethik im Bereich des
menschlichen Geschlechtslebens. se|xu|al|ethisch: die
Sexualethik betreffend. Se|xu|al|hor|mon das; -s, -e: a)
von den Keimdrüsen gebildetes Hormon, das regulativ auf
die Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale u.
auf die Tätigkeit der Eierstöcke einwirkt (z. B. Î Östrogen,
Î Progesteron); b) Hormon, das auf die Keimdrüsen ein
wirkt (Med.). Se|xu|al|hylgi|e|ne [,..gie:...]die;-: die Se
xualität betreffende persönliche u. öffentliche Hygiene
(wie z.B. Pflege der Geschlechtsorgane, sexuelle Aufklä
rung, Bekämpfung von Geschlechtskrankheiten). Selxuallinlfor ma ti on die; -, -en (meist Plur.): der sexuellen
Aufklärung, dem Verständnis der menschlichen Sexualität
dienende Information, selxulallilsielren (zu Î ...isieren):
die Sexualität in den Vordergrund stellen, überbetonen.
Selxulallilsielrung die; - (zu Î...isierung): das Sexualisieren, das Sexualisiertwerden. Selxulalliltät die; - (zu
T...Pät): Geschlechtlichkeit, Gesamtheit der im tSexus(b)
begründeten Lebensäußerungen. Selxulallmolral die; -:
svw. Sexualethik. Se|xu|al|neu|raslthelnie*dze;-, ...ien
[,,,i:ən]: Nervenschwäche mit vorwiegend sexueller Er
schöpfung od. Reizbarkeit (Med.). Se|xu|al|neu|rolse
die; -, -n: nicht mehr gebräuchliche Bez. für eine Neurose
form, die mit Unstimmigkeiten im sexuellen Funktionsab
lauf u. Erleben verbunden ist. Se|xu|al|ob|jekt das; -[e]s,
-e: jmd., der zur Befriedigung sexueller Wünsche dient.
Selxulallorlgan das; -s, -e: Geschlechtsorgan. Seixulalpä da go ge* der; -n, -n: 1. Fachmann auf dem Gebiet
der Sexualpädagogik. 2. Pädagoge, der Sexualkundeun
terricht erteilt. Se|xu|a!|pä|da|golgik* die: -: Teilgebiet
der Pädagogik, das sich mit Theorie u. Praxis der Ge
schlechtserziehung u. der sexuellen Aufklärung befasst.
Selxulallpartlner der; -s, -: Partner in einer sexuellen
Beziehung; Geschlechtspartner. Se|xulal|paltho|io|gie
die; -: Wissenschaftszweig, der sich mit krankhaften Stö
rungen des Geschlechtslebens befasst (Med., Psychol.),
selxulallpalthollolgisch: die Sexualpathologie betref
fend. Se|xu|al|phe|ro|mon das; -s, -e (meist Plur.):
leicht flüchtiger Duftstoff, der zur Anlockung u. sexuellen
Erregung des Partners dient (Biol.). Selxulallpsylchololgie die; - : Teilbereich der Psychologie, der sich mit dem
menschlichen Verhalten auf sexuellem Gebiet befasst. Sexulallrelflex* der; -[e]s, -e: unwillkürliche Reaktion auf
Reizungen im Genitalbereich (z.B. Peniserektion). Sexulallrhythlmus der; -, ...men u. Sexualzyklus der; -,
...klen: durch Geschlechtshormone gesteuerter periodi
scher Vorgang, der den Sexus betrifft (z. B. Brunst, Mens
truation). Selxu|al|soizi|ollo|gie die; -: Teilgebiet der
T Soziologie, das sich mit dem gesellschaftlichen Einfluss
auf die Erscheinungsformen der menschlichen Sexualität
beschäftigt u. ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft un
tersucht. Se|xu|al|sphä|re die; -: nach außen hin meist
sorgfältig abgeschirmter Bereich des persönlichen Sexual
lebens. Se|xulal|the|ra|pie die; -, ...ien [,,,i:ən]: Form
der T Therapie, bei der psychische Barrieren, die ein erfüll
tes Sexualleben verhindern, abgebaut werden (Med., Psy
chol.). Selxuiallzenltrum* das; -s: im ÎHypothalamus
gelegenes Zwischenhirnzentrum, das die hormonalen Be
ziehungen zu den Keimdrüsen regelt (Med.). Se|xu lall Zy
klus* vgl. Sexualrhythmus, selxulell (über fr. sexuel aus
gleichbed. spätlat. sexualis): geschlechtlich, auf das Ge
schlechtsleben] bezogen; vgl. ...al/...eil; sexuelle Reakti
on: genitale Erregung durch reale od. vorgestellte sexuelle
Reize; sexuelles Trauma: mit tiefer emotionaler Erschüt-
1237
terung verbundenes [Angst erzeugendes] Erlebnis im Se
xualbereich (z.B. Vergewaltigung). Sex und Crime [- 'kraɪm] vgl. Sex and Crime. Se|xu|o|lo|ge usw. <zu TSexus u. t...loge): svw. Sexologe usw. Selxus der: -, [,,,ksu:s] (aus lat. sexus „Geschlecht“): 1. (Plur. selten;
tachspr.) a) differenzierte Ausprägung eines Lebewesens
im Hinblick auf seine Aufgabe bei der Fortpflanzung; b)
Geschlechtstrieb als zum Wesen des Menschen gehörende
elementare Lebensäußerung; Sexualität. 2. svw. Genus
(2). selxy [auch 'sɛksi] (aus gleichbed. engl. sexy zu sex,
vgl. Sex): (ugs.) Sex-Appeal besitzend, von starkem sexu
ellem Reiz; erotisch attraktiv. Sexlzess der; -es, -e
(Kurzw. aus t.S’ex u. TExzew): zügellose sexuelle Aus
schweifung
Seylchel|len|nuss [ze'ʃɛlən...] die; -, ...nüsse (nach der In
selgruppe der Seychellen im Indischen Ozean): Frucht der
Seychellenpalme
se|ze|die|ren (aus gleichbed. lat. secedere): (veraltet) bei
seite gehen, sich trennen, absondern
se|zer|nie|ren (aus lat. secernere „absondern, ausschei
den“): ein Sekret absondern (z. B. von Drüsen od. offenen
Wunden; Biol., Med.). Selzerlnielrung die; -, -en (zu
t,,,ierung): das Sezernieren (Biol., Med.)
Se|zes|si|on die; -, -en (teilweise über engl. secession aus
lat. secessio „Absonderung, Trennung“ zu secedere, vgl.
sezedieren): 1. Absonderung, Trennung von einer [Künstlerjgemeinschaft. 2. Abtrennung eines Gebietsteils eines
Staates wider dessen Willen (Völkerrecht). 3. (ohne Plur.)
Jugendstil in Österreich. Selzeslsilolnist der; -en, -en
(zu T ...ist): 1. jmd., der sich von einer [Künstlerjgemeinschaft getrennt hat. 2. Angehöriger der abgefallenen amerik. Südstaaten. 3. Künstler der Sezession (3). selzeslsiolnisltisch (zu T ...istisch) : die Sezession betreffend, ihr
angehörend. Se|zes|si|onslstil der; -[e]s: svw. Sezession(3)
selzielren (aus lat. secare „schneiden, zerschneiden, zerle
gen“): [eine Leiche] öffnen, anatomisch zerlegen (Anat.)
sforizan do {it.; „verstärkend“): svw. sforzato. Sforlzando das; -s, Plur. -su. ...ti: svw. Sforzato. sforlzalto {it.; zu
sforzare „anstrengen, verstärken“, dies zu lat. fortis
„stark“); verstärkt, hervorgehoben, plötzlich betont (Vor
tragsanweisung für Einzeltöne od. -akkorde); Abk. : sf, sfz
(Mus.). Sforlzalto das; -s, Plur. -s u. ...ti: plötzliche Be
tonung eines Tones od. Akkordes (Mus.)
sfulmalto </7.; zu sfumare „abtönen“, dies zu fumo aus lat.
fumus „Rauch“): duftig, mit verschwimmenden Umrissen
gemalt
SGML die; - (Abk. für engl. standard generalized mark-up
Zanguage): normierte Auszeichnungssprache zur Be
schreibung strukturierter Texte (EDV)
Sgraflfilalto vgl. Graffiato. Sgraflfilto das; -s, Plur. -s u.
...ti (aus gleichbed. älter it. sgraffito (vgl. Graffito) zu
sgraffio „Kratzeisen“, dies zu sgraffiare „kratzen, scha
ben“) : Fassadenmalerei, bei der die Zeichnung in die noch
feuchte helle Putzschicht bis auf die darunter liegende
dunkle Grundierung eingeritzt wird (bes. in der ital. Re
naissance verwendete, in der Gegenwart wieder aufge
nommene Technik); vgl. Graffito
Shaldolwing ['ʃædoʊɪŋ] das; -[s] (zu engl. shadow „Schat
ten“ u. t,,,ing): fortlaufendes Nachsprechen sprachlicher
Äußerungen, die Testpersonen über Kopfhörer eingespielt
werden, um die selektive Aufmerksamkeit u. Satzverarbei
tungsprozesse zu erforschen
Shag [Jek, engl. ʃæg] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. shag,
eigtl. „Zottel“): fein geschnittener Pfeifentabak
Shailva ['ʃaiva] vgl. Schaiwa
’Shake [fe:k, engl. ʃeɪk] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
shake zu to shake „schütteln“): a) bes. von Trompete u. Po
saune geblasenes, heftiges Î Vibrato über einer einzelnen
Shattercones
Note; b) besondere Betonung einer Note (Jazz). 2Shake
der; -s, -s (aus amerik. ugs. shake zu engl. to shake, vgl.
’Shake): 1. Mixgetränk. 2. Modetanz, bei dem die Tänzer
schüttelnde Bewegungen machen. Shakelhands
[ʃe:khɛnts, engl. 'ʃeɪkhændz] das; -, - (meist Plur.) (zu engl.
to shake hands): Händedruck, Händeschütteln. Shalker
['ʃe:ku, engl. 'ʃeɪkə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. shaker):
Mixbecher, bes. für alkoholische Getränke, shalkern: im
Shaker mischen
Shakltas ['ʃak...] vgl. Schaktas. Shaklti vgl. Schakti.
Shakltislmus vgl. Schaktismus
Sha lom [fa...] vgl. Schalom
Sham poo ['ʃampu, auch ʃampo od. engl. ʃæmpu:] u.
Sham poon [ʃam'po:n, auch ʃɛm'pu:n], auch Schampon
u. Schampun das; -s, -s (aus gleichbed. engl. shampoo zu to
shampoo „das Haar waschen“, eigtl. „massieren“, dies aus
Hindi chhämpö „knete!“, Imp. von chhämpnä „(die Mus
keln) kneten u. pressen“): flüssiges Haarwaschmittel,
shamlpoolnielren [fempu..., auch ʃampo...] (zu Î..de
ren): svw. schamponieren, schampunieren
Sham rock [ʃɛmrɔk] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
shamrock, dies aus ir. seamrög, Verkleinerungsform von
seamar „Kleeblatt“): [Sauer]kleeblatt als Wahrzeichen der
Iren, denen der heilige Patrick damit die Dreieinigkeit er
klärt haben soll
shanglhajlen [f...] vgl. schanghaien
Shanltung [f...] vgl. Schantungseide
Shanlty ['ʃɛnti] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. shanty,
chantey, dies zu fr. chanter „singen“ aus lat. cantare): See
mannslied mit Refrain [aus der Zeit der Segelschiffe]
Shanltyltown ['ʃæntɪ'taʊn] die; -, -s (aus engl. shantytown
„Barackenviertel“, zu shanty „Hütte, Bude“ u. town
„Stadt“): im engl. Sprachraum Bez. für eine armselige
Hüttensiedlung am Rande größerer Städte
’Shalping ['ʃeɪpɪŋ] die; -, -s (aus engl. shaping zu to shape
„formen, konstruieren“): Kurzform von TShapingmaschine. 2Sha|ping das; -[s] (aus gleichbed. engl. shaping zu to
shape „lenken, nach etwas hin ausrichten“): allmähliches
Annähern einer Reaktion an ein (definiertes) Endverhal
ten durch t Reinforcement jeder Reaktion, die in Richtung
auf dieses Verhalten zielt (Psychol.). Shalpinglmalschine die; -, -n (aus gleichbed. engl. shaping machine, zu
t’Shaping): Hobelmaschine zur Metallbearbeitung, bei
der sich das Werkstück um die Dicke des abgehobenen
Spans hebt (Techn.)
Share [feə] der; -, -s (aus engl. share): engl. Bez. für Aktie.
Sharelhollder ['ʃɛəhouldə] der; -s, - (aus engl. sharehol
der): engl. Bez. für Aktionär. Sharelhollder-Vallue,
auchSharelhollderlvallue [,,,'vælju:] der; -s,-s {mengt.
value „Wert“, dies aus altfr. value, vgl. evaluieren): sich
auf die Aktionäre aufteilendes Eigenkapital, Unterneh
menswert (Wirtsch.). Sharelware ['ʃeə'weə] die; -, -s (aus
engl. share ware „(mit anderen) geteilte Ware“): 1. Com
putersoftware, die vor dem Kauf von zahlreichen Nutzern
kostengünstig getestet werden darf u. erst nach Eignungs
nachweis bezahlt werden muss. 2. von produzierenden Fir
men, Anbietern von Fernsehprogrammen u. deren Zu
schauern gemeinsam erzielter Handelseffekt (z.B. durch
Werbespots)
Shalron [[...] die; -, Plur. -i, auch ...früchte (nach der Küs
tenebene in Israel): eine israelische Kulturform der Kakipflaume (Dattelpflaume)
sharp [farp] {engl.; zu sharp „scharf, hoch (im Klang)“):
engl. Bez. für Erhöhungskreuz (#) im Notensatz (z. B.
Gsharp = Gis; Mus.). Sharlpie vgl. 2Scharpie
Shasltra* [f...] vgl. Schastra
Shatlterlcones ['ʃætə'koʊnz] die (Plur.) (aus gleichbed.
engl. shatter cones (Plur.) zu to shatter „zerbrechen, zer
springen“ u. cone „Kegel“): kegelförmige, in dünne La
Sheabutter
mellen gegliederte Gesteinsgebilde, die durch extrem ho
hen Druck bei Meteoriteneinschlägen u. unterirdischen
Kernwaffenversuchen entstehen; Strahlenkalke
Shealbutlter ['ʃi:...] rfz'e; - <aus gleichbed. engl. shea but
ter): aus den Samen des Sheabutterbaums gewonnenes
Fett, das hauptsächlich zur Seifen- u. Kerzenherstellung
verwendet wird
Shedlbau usw. [ʃɛt,,,] vgl. Schedbau usw.
Shell [ʃɛl] iZZe; -, -s (aus gleichbed. engl. shell, eigtl. „Schale,
Hülle“): 1. Benutzeroberfläche eines Betriebssystems
(von Computern; EDV). 2. ÎExpertensystem, das noch
nicht od. nicht mehr mit Fakten od. Regeln eines bestimm
ten Gebiets gefüllt ist (Informatik)
Shellterldeck [ʃɛl...] ifas; -[e]s, Plur. -s, selten -e (zu engl.
shelter „Schutzraum, Schutzdach“): Schutzdeck mit über
die gesamte Schiffslänge gehenden Schiffsaufbauten auf
Frachtschiffen
Shelltie ['ʃɛltɪ] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. shelty, sheltie): langhaarige engl. Haushundrasse, Hütehund
Sheng [ʃeŋ] die; -, -s (aus gleichbed. chin, shêng): chines.
Mundorgel
Shelrildalnit [fsridc..., auch ...nit] der; -s, -e (nach dem
Fundort Sheridan County in Wyoming (USA) u. zu J2...it) :
aluminiumreicher Î Klinochlor
Shelriff [ʃɛrɪf] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. sheriff, dies
aus altengl. scïrgerêfa „Grafschaftsvogt“): 1. hoher Ver
waltungsbeamter in einer engl. od. ir. Grafschaft. 2. obers
ter, gewählter Vollzugsbeamter einer amerik. Stadt mit be
grenzten richterlichen Aufgaben
Sherlpa [f...] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. sherpa (Name
für die Angehörigen eines tib. Volksstammes), dies zu tib.
sher-pa „die aus dem Osten“): als Lastträger bei Expedi
tionen im Himalajagebiet arbeitender Tibetaner. Sherpalni die; -, -s: weibliche Form zu 1 Sherpa
Sherlry ['ʃɛrɪ] der; -s, -s (über engl. sherry aus gleichbed.
span, jerez, nach dem Namen der span. Stadt Jerez de la
Frontera): ein span. Aperitif- od. Dessertwein
Shetlland [ʃɛtlənd] der; -[s], -s (nach den schott. Shetlandinseln): grau melierter Wollstoff in Tuch- od. Köperbin
dung (einer bestimmten Webart). Shet|land|po|ny
[...poni] das; -s, -s: Kleinpferd von den Shetland- u. Ork
neyinseln
Shilatlsu [f...] das; -[s] <jap.; „Druck mit den Fingern“):
Druckmassage als japan. Variante der chines. Î Akupres
sur
Shift [ʃɪft] der od. das; -s, -s (aus engl. shift „Wechsel, Ver
schiebung“): 1. plötzliche Änderung des Antigenmusters
eines Virus (vor allem bei Influenzaviren), wodurch neue
Erregertypen entstehen (z.B. Hongkong-Grippe, sibiri
sche Grippe; Med.). 2. Taste auf der Computertastatur,
mit der die obere Belegung realisiert wird (EDV), shifterɪ [ʃɪftn] (aus gleichbed. engl. to shift „verlagern, ver
schieben“); 1. (bes. in der Architekturfotografie) das
Objektiv nach oben verschieben, um die TParallaxe (3)
auszugleichen (Fotogr.). 2. bereits gekaufte Investment
fondsanteile umschichten (Finanzw.). Shiflting Culltivaltion [ʃɪftɪŋ kʌltɪ'veɪʃn] die; - - (aus gleichbed. engl.
shifting cultivation, eigtl. „sich verschiebender Feldbau“):
Wanderfeldbau [nomadisierender Völker], Shiftlkleid
['ʃɪft,..] das; -[e]s, -er (zu engl. shift „(Unter)hemd“): gera
de, schmal u. schlicht geschnittenes Kleid
Shilgellle [f...] die; -, -n (meist Plur.) (aus nlat. shigella,
nach demjap. Bakteriologen K. Shiga, 1870-1957): zu den
Î Salmonellen zählende Bakterie
Sh i I i |ta I ke I p ilz [f...] der; -es, -e <jap.}: (in Japan u. China an
Stämmen von Bambus u. Eichen kultivierter u. als Speise
pilz beliebter) Blätterpilz mit rötlich braunem Hut u. fes
tem weißlichem Fleisch
Shillling [f...] der; -s, -s (aber: 10 -) (aus engl. shilling): bis
1238
1971 im Umlauf befindliche engl. Münze (= '/20 Pfund
Sterling); Abk.: s od. sh
Shimlmy ['ʃɪmi] der; -s, -s (zu gleichbed. engl.-amerik.
shimmy, verkürzt aus Shimmy-shake, wohl zu engl. ugs.
shimmy „Hemdchen“ (weil der Tanz so ausgeführt wurde,
dass angeblich die Hemdchen von den Schultern rutsch
ten) u. engl. to shake „schütteln“): Gesellschaftstanz der
20er-Jahre im 2/2- od. 2/4-Takt
Shims [ʃɪmz] die (Plur.) (zu engl. shim „Zwischenlage, Un
terlage“): kleine Bleche aus magnetischem Material zur
Beeinflussung des magnetischen Feldes am Rande der
Polschuhe von Magneten zur Ablenkung od. Fokussie
rung von Teilchenstrahlen (z.B. Elektronen- od. Proto
nenstrahlen; Phys.)
Shsnlglelstyle* ['j`ɪŋgɪstaɪl] der; - - (aus engl.-amerik. shin
gle style „Schindelstil“): amerik. Landhausstil (um
1870-1890), dessen Bauten mit Holzschindeln od. Flach
ziegeln verkleidet sind
Shin Ito [ʃ...] usw. vgl. Schinto usw.
Shire ['ʃaɪə] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. shire (horse)):
der größten u. schwersten engl. Kaltblutrasse angehören
des Arbeitspferd
Shirt [fa:nt, engl. ʃə:t] das; -[s]-, -s (aus engl. shirt „Hemd“):
kombinierfähiges, gestricktes od. gewirktes hemdartiges
Kleidungsstück aus Baumwolle
Shit [fit] der, auch das; -s (aus gleichbed. engl. Jargon shit,
eigtl. „Scheiße“): (Jargon) Haschisch
Shilva ['ʃi:va] usw. vgl. Schiwa usw.
Sholah [f...] vgl. Schoah
Shock [ʃɔk] vgl. Schock (2). sholcking (aus gleichbed.
engl. shocking, Part. Präs, von to shock, vgl. schocken):
anstößig, schockierend, peinlich
Shodldy [ʃɔdɪ] das, auch der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
shoddy, weitere Herkunft ungeklärt): aus Trikotagen her
gestellte Reißwolle
Sholgun ['ʃo:...] vgl. Schogun
Shon ki nit [f..., auch ... nit] der; -s, -e (nach dem Vorkom
men bei Shonkin im Staat Montana (USA)u. zu T 2...it> : ein
dunkelgraues bis schwarzes Tiefengestein
Shooltinglstar ['ʃu:tlŋ'stɑ:] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
shooting star, eigtl. „Sternschnuppe“, zu to shoot „schie
ßen“ u. star, vgl. Star): Person od. Sache, die schnell an die
Spitze gelangt; Senkrechtstarterin]
shop[ʃɔp] der;-s,-s (aus gleichbed. engl. shop): Laden, Ge
schäft. ...shop (zu tShop): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Laden, Verkaufsraum“, z. B. Postershop, Sex
shop. Sholpalhollic* [..,ə'hɔlɪk] der; -s, -s (zusammenge
zogen aus 1 Shop u. engl. alcoholic „Alkoholiker“, Analo
giebildung zu Workaholic): jmd., der unter dem
Zwang steht, ununterbrochen einkaufen zu müssen.
Shop-in-Shop-Sysltem das; -s: Verkaufsform, bei der
[zusammengehörige] Waren in mehreren individuell ge
stalteten Verkaufseinheiten unter einem Dach angeboten
werden, shoplpen ['ʃɔ,,,]: einen Einkaufsbummel ma
chen, einkaufen. Shopiper der; -s, -: jmd., der shoppt,
Einkäufer. Shoplping das; -s, -s (aus engl. shopping „das
Einkäufen“): Einkaufsbummel. Shoplpinglcenlter,
auch Shoplping-Cenlter [,,,sɛntə] das; -s, - (aus gleich
bed. engl. shopping center, zu center, vgl. 'Center): Ein
kaufszentrum.
Shopipinglgoods,
auch
Shop
ping-Goods [...gudz] die (Plur.) (aus gleichbed. engl.
shopping goods, zu goods „Güter, Waren“): Güter, die
nicht täglich gebraucht werden u. bei deren Einkauf der
Verbraucher eine sorgfältige Auswahl trifft; Ggs. Î Conve
nience-Goods Shoplpinglmall, auch Shoplping-Mall
[,,,mɔ:l] die; -, -s (zu amerik. mall, vgl. 2Mall): svw. Shop
pingcenter
Shorelhärlte ['ʃo:n...] die; - (nach dem amerik. Industriel
len A. F. Shore, 20. Jh.): Härtebestimmung mit fallenden
1239
Kugeln bei sehr harten Werkstücken, wobei die Rück
sprunghöhe ausgewertet wird
short [fort, engl. ʃɔ:t] {engl.; eigtl. „kurz“): eine Verkaufs
position am Terminmarkt bezeichnend, bei der der Ver
käufer die Lieferung zu einem späteren Termin vertraglich
zusagt, ohne die Ware bereits zu besitzen, u. hofft, sie bis
zum Liefertermin zu einem günstigeren Preis kaufen zu
können (Wirtsch.); Ggs. long. Shortldrink ['ʃɔ:tdrɪŋk]
der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. short drink): kleines,
hochprozentiges alkoholisches Getränk [in einer Bar],
Shorte ning ['ʃɔ:tmŋ] das; -s, -s (meist Plur.) (aus gleich
bed. engl. shortening): bes. geschmeidiges, wasserfreies
Fett od. Fettgemisch, das vor allem als Back-, z. T. als Bratu. Frittierfett verwendet wird. Shortlhornlrind ['ʃo:ethorn..., ʃɔrt,,,, engl. ʃɔ:thɔ:n...] das; -s, -er (zu engl. short
horn „Kurzhorn“): eine kurzhörnige, frühreife, mastfähi
ge Rinderrasse Norddeutschlands. Shorts [ʃɔrts, engl.
ʃɔ:ts] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. shorts (Plur.), eigtl.
„die Kurzen“, zu short „kurz“): kurze, sportliche Hose.
Short Stolry ['ʃɔ:t 'stɔ:rɪ] die; - -, - -s, auchShortlstoIry
die; -, -s (aus gleichbed. engl. -amerik. short story, zu engl.
story „Geschichte, Erzählung“): Kurzgeschichte, tNovel
le (1). Shortlton [...'Un] die; - -, - -s (aus engl. short ton,
zu ton „Tonne“): Massemaß in Großbritannien u. den
USA (= 907,185 kg). Shortltrack [...træk] der; -s (zu
engl. track „Spur, Bahn“): Eisschnelllauf auf einer kurzen
(nurca. 110 m langen) Bahn. Shorlty ['ʃɔrti]r/ɑs, auch der;
-s, -s (aus engl. ugs. shorty „kleines kurzes Ding“): Schlaf
anzug mit kurzer Hose
Shout [faut] der; -s (aus engl.-amerik. shout „Schrei“ zu to
shout, vgl. shouting): svw. Shouting. Shoulter ['ʃautn]
der; -s, - (aus gleichbed. engl.-amerik. shouter): Sänger,
der im Stil des Shoutings singt. Shoulting das; -[s] (aus
gleichbed. engl.-amerik. shouting, eigtl. „das Schreien“,
zu engl. to shout „rufen, schreien“): aus [kultischen] Ge
sängen der Afroamerikaner entwickelter Gesangsstil des
Jazz mit starker Tendenz zu abgehacktem Rufen od.
Schreien
Show [ʃoʊ] dze; -, -s (aus gleichbed. engl. show zu to show
„zeigen“): bunte, aufwendig inszenierte [musikalische]
Unterhaltungssendung. Showlbiz ['ʃoʊbɪz] das; - (aus
gleichbed. engl. show biz, zu biz, ugs. Abk. für business,
vgl. Business): (Jargon) svw. Showbusiness. Showlblock
der; -s, ...blocke: Show als Einlage in einer [politischen]
Fernsehsendung. Showlboat [...boot] das; -s, -s (aus
gleichbed. engl.-amerik. show-boat): Unterhaltungsschiff
für Shows u. Theateraufführungen, das im 19. Jh. auf gro
ßen Flüssen im Westen der USA [bes. auf dem Mississippi]
beliebt war. Showlbusilness [...btznis] das; - (aus gleich
bed. engl. show business): a) Schaugeschäft; b) Vergnügungs-, Unterhaltungsbranche. Show-down, auch
Showldown [foo'daon] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
showdown, eigtl. „das Aufdecken der Karten beim Po
ker“, zu down „herunter“): Entscheidungskampf, [mit
dem Untergang eines der Kontrahenten endende] ent
scheidende Kraftprobe (bes. im Film)
Sholwerlgel ['ʃaʊə...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. sho
wer gel zu shower „Dusche“, eigtl. „Schauer“, u. gel, vgl.
Gel): Duschgel
Showlgirl ['ʃoogə:l] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. show
girl, zu girl, vgl. Girl): Sängerin od. Tänzerin in einer
Show. Showlman [...man] der; -s, ...men [...man] (aus
gleichbed. engl. showman, zu man „Mann; Mensch“): 1.
jmd., der im Showbusiness tätig ist. 2. geschickter Propa
gandist. Showlmaslter [,,,mɑ:sta] der; -s, - <dt. Bildung
aus engl. show (vgl. Show) u. master (vgl. Master)): Un
terhaltungskünstler, der eine IShow arrangiert u. präsen
tiert. Show masiteirin die; -, -nen: weibliche Form zu
1 Showmaster. Showlroom [,,,ru:m] der; -s, -s (aus gleich
siallitisch
bed. engl. showroom): Ausstellungsraum für Industrieer
zeugnisse (z.B. Fahrzeuge, Einrichtungsgegenstände).
Showlstar der; -s, -s: jmd., der durch seine Auftritte in
Shows, seine Tätigkeit als Showmaster zum Star geworden
ist. Showltallent das; -[e]s, -e: 1. (ohne Plur.) besondere
Begabung, in Shows aufzutreten, sich vor einem Publikum
als Unterhalter o.Ä. zu betätigen. 2. jmd., der Showtalent
(1) hat. Showlview® [,,,vju:] das; -s (zu engl. view „das
Ansehen, Betrachten“): in bestimmten Ziffernreihen dar
gestelltes (bes. in Programmzeitschriften abgedrucktes)
Programm, das die Videoprogrammierung ermöglicht
Shredlder [f...], Schredder der; -s, - (aus gleichbed. engl.
shredder zu to shred „zerfetzen“): 1. ortsfeste od. fahrbare
Anlage, mit der Autowracks u. andere sperrige Blech- bzw.
Metallgegenstände zerkleinert werden. 2. Zerkleinerungs
maschine (z.B. für Holz), shredldern, schreddern: l.mit
einem Shredder zerkleinern, 2. äußerst rücksichtslos
1 snowboarden od. Î Freestyle betreiben
Shrimp [[...] der; -s, -s (meist Plur.) (aus gleichbed. engl.
shrimp zu altengl. scrimman „sich winden“): kleine, ess
bare Garnele, Nordseekrabbe
shrinlken [f...] vgl. schrinken
Shuldra* [[...] vgl. Schudra
Shuflfle* ['ʃʌfɪ] der; - (aus engl.-amerik. shuffle (dance)
,,sehlurfend(er Tanz)“ zu engl. to shuffle „schlurfen,
schleifen lassen“): ein afroamerik. Tanz, der durch weit
ausholende, schlurfende Bewegungen der Beine gekenn
zeichnet ist. Shuflflelboard [,,,bɔ:d] das; -s (aus gleich
bed. engl. shuffle-board, zu board „Brett“): Spiel, bei dem
auf einem länglichen Spielfeld Scheiben mit langen Holz
stöcken möglichst genau von der Startlinie in das gegen
überliegende Zielfeld geschoben werden müssen. Shufflelrhythlmus der; -: gleichförmiger, punktierter, vor
wärts treibender Rhythmus bes. im Swing u. Boogie-Woo
gie mit einer trioienartig punktierten Achtelunterteilung
der Grundschläge (Mus.)
Shunt [fant] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. shunt, eigtl.
„(Zusammen)stoß“, zu to shunt, vgl. shunten): 1. parallel
geschalteter Widerstand (Elektrot.). 2. a) infolge eines an
geborenen Defekts bestehende Verbindung zwischen gro
ßem u. kleinem Kreislauf; b) operativ hergestellte künstli
che Verbindung zwischen Blutgefäßen des großen u. klei
nen Kreislaufs zur Kreislaufentlastung (Med.), shunlten
['ʃantn] (nach gleichbed. engl. to shunt, eigtl. „stoßen, bei
seite schieben“): in elektrischen Geräten durch Parallel
schaltung eines Widerstandes die Stromstärke regeln
Shutltle* [ʃʌtl] der; -s, -s (aus engl. (space) shuttle „Raum
fähre“ zu shuttle „im Pendelverkehr eingesetztes Fahr
zeug“): 1. Kurzform von 1 Spaceshuttle, Raumfähre. 2. a)
Pendelverkehr; b) im Shuttle (2a) eingesetztes Fahr-,
Flugzeug
Shyllock ['ʃaɪlɔk] der; -[s], -s (Name einer Figur aus dem
Schauspiel „Der Kaufmann von Venedig“ von W. Shake
speare, 1564-1616): hartherziger, erpresserischer Geld
verleiher; mitleidloser Gläubiger
si [zi:] (zr. ): Silbe, auf die man den Ton h singen kann; vgl.
Solmisation
Silai das; -[s] (Kurzw. auslSzlicium u. Wuminium): obers
te Schicht der Erdkruste (Geol.)
silal..., Silal... vgl. sialo..., Sialo...Si|a|lalde|ni|tis* die; -,
...itiden (zu îsialo... u. TAdenitis): Speicheldrüsenentzün
dung (Med.). Silallalgolgum* das; -s, ...ga (zu gr. agögös
„führend, leitend“): Mittel zur Anregung des Speichel
flusses (Med.)
silallisch (zu TSial): überwiegend aus Silicium-Aluminium-Verbindungen zusammengesetzt (von den Gesteinen
der oberen Erdkruste; Geol.). silallliltisch (Kunstw. zu
1 Sialu. gr. lithos „Stein“): tonig (von der Verwitterung der
Gesteine in feuchtem Klima); vgl. allitisch
sialo
Vokalen meist sial..., Sial... (zu gr.
sialon „Speichel, Geifer“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Speichel“, z.B. Sialolith, Sialadenitis. Sîlalogralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu î...grafie>:
röntgenografische Darstellung u. Untersuchung der Spei
cheldrüsen mithilfe von Kontrastmitteln (Med.). Silallogramm¿«j; -s, -e (zu t...gramm>: Röntgenbild der Spei
cheldrüsen (Med.). Si I a I ɪo 11 ith [auch ...lit] der; Gen. -s u.
-en, Plur. -e[n] (zu Î ...lith): svw. Ptyalolith. Si|a|lor|rhö
die; -, -enu. Si|a|lor|rhöe[...'r0:]iZze;-, -n [,,,'ro:ən] (zugr.
rheɪn „fließen“): svw. Ptyalismus
siamesisch (nach Siam (heute Thailand), dem Her
kunftsland der zusammengewachsenen Zwillingsbrüder
Chang u. Eng Bunkes (1811-1874), deren Fall erstmals
weltweit bekannt wurde): in der Fügung siamesische Zwil
linge bei eineiigen Zwillingen selten auftretende Fehlbil
dung in Form zweier völlig entwickelter Individuen, die an
einem Körperabschnitt (meist Brust- od. Kreuzbein) mit
einander verwachsen sind (Med.). Silalmglsen die
(Plur.) (aus nlat. siamosa (Plur.), nach Siam (heute Thai
land), wo diese Stoffe erstmals hergestellt wurden): Sammelbez. für karierte u. gestreifte Baumwollgewebe in Lein
wandbindung, die bes. für Schürzen u. Bettbezugsstoffe
verwendet werden
silbillans (aus gleichbed. lat. sibilans, vgl. Sibilant): pfei
fend, zischend (z. B. von Lungengeräuschen; Med.). Silbilantder; -en, -en (zu lat. sibilans, Gen. sibilantis, Part.
Präs, von sibilare, vgl. sibilieren): Zischlaut, Reibelaut
(z.B. 5; Sprachw.). si|bi|lie|ren (aus lat. sibilare „zi
schen“): zu Sibilanten machen (von Lauten; Sprachw.)
Siblljak* der; -s, -s (aus serb. sibljak): sommergrüner
Buschwald im mehr kontinentalen Klimabereich, der sich
an den mediterranen anschließt
Si|byl|le<7ze,- -, -n(über/at. Sibylla aus gr. Sibylla, in der An
tike Name von weissagenden Frauen): Weissagende Frau,
Wahrsagerin. Si I by 11 Ii I ne n die (Plur.) (nach gleichbed. gr.
Sibÿlleia): hellenistisch-jüdische Weissagungsbücher, sibyl lilnisch:geheimnisvoll, rätselhaft
sie[zi:k, auch zɪk] (lat.): so, ebenso; so steht es da, so lautet
die Quelle (mit Bezug auf etwas Vorangegangenes, das in
dieser [falschen] Form gelesen od. gehört worden ist)
siclcum [...kom] (lat.; Neutrum von siccus): trocken (z.B.
von Chemikalien)
Si|ciIli|aIno[sitʃilia:no] der; -s, Plur. -s u. ...ni (aus it. (dan
za) siciliana, eigtl. „(Tanz) aus Sizilien“): alter siziliani
scher Volkstanz im 6/r ɑdmit punktiertem
Grundrhythmus u. von ruhigem, einfachem Charakter (in
der Barockmusik oft als t Pastorale in Opern, Oratorien,
Sonaten u. Konzerten). Si|ci|li|enne [sisi'ljen] die; -, -s
(aus fr. sicilienne): franz. Bez. für Siciliano
Sick-out [sik'aut] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik.
sick-out zu engl. sick „krank“ u. out „(her)aus“): Krank
meldung (bes. von Arbeitnehmern, für die ein Streikverbot
gilt) als Mittel des Arbeitskampfes
sic tranlsit glo ria munldi[zi:k —] (lat.; urspr. Zuruf an
den neuen Papst beim Einzug zur Krönung, wobei symbo
lisch ein Büschel Werg verbrannt wurde): (oft scherzh.) so
vergeht der Ruhm der Welt
Sid|dhan|ta[zi'danta] das od. der; - (aus sanskr. siddhänta
„Lehrbuch“, eigtl. „höchstes Ziel“): Gesamtheit der heili
gen Schriften des Î Dschainismus. SidIdhi [...di] die; - (aus
sanskr. siddhi „Vollendung, Vollkommenheit“): in ind.
Religionen Bez. für durch Yoga u. Askese auf dem spiri
tuellen Weg zur Erlösung gewonnene übernatürliche Fä
higkeiten, z.B. ILevitation, Hellsehen, Unsichtbarma
chung, gottgleiche Macht über alle Wesen
Sidldure/er; -, ...im (aus gleichbed. hebr. siddür, eigtl. „Re
gelung“): jüd. Gebetbuch
Sildec/ie (Plur.) (zu ir. sid „Feenhügel“, weil sich ihr Wohn
silallo..., Silallo..., vor
1240
sitz meist in vorhistorischen Megalith- od. Hügelgräbern
befand): in der irischen Mythologie Name für Elfen u.
Feen
Sidebag ['saidbɛk, engl. 'sʌɪdbag] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. side [air]bag zu side „Seite“, dies aus aengl. side u.
T Bag) : im Bereich der Fahrzeugtüren angebrachter Airbag
als Schutz bei seitlichem Aufprall. Sidelboard [,,,bɔ:d]
das; -s, -s (aus gleichbed. engl. sideboard, eigtl. „Seiten
brett“): Büfett (1), längeres, niedriges Möbelstück, das an
der Wand eines Raumes steht u. als Ablage u. Anrichte
dient
silder..., Silder... vgl. sidero..., Sidero...
sildelral (aus lat. sideralis „zu den Gestirnen gehörig“):
svw. siderisch. sildelrisch (nach gleichbed. lat. sidereus
zu sidus „Gestirn, Stern(bild)“): auf die Sterne bezogen;
Sterne betreffend; siderisches Pendel: Metallring od. -ku
gel an dünnem Faden (Haar) zum angeblichen Nachweis
von Wasser, Erzu.a. (Parapsychologie). ’Sildelrislmus
der; -, ...men (zu T...ismus (2)>: angeblicher Einfluss der
Gestirne auf den menschlichen Körper u. das menschliche
Schicksal
2Silde|ris|mus der; -, ...men (zu gr. sidëros „Eisen“ u.
t,,,ismus (2)>: a) angeblicher Einfluss des Eisens u. über
haupt der Metalle auf den Menschen; b) (veraltet) Anwen
dung des Magnetismus zu Heilzwecken (Med.). Si Ide I rit
[auch ...'rit] der; -s, -e (zu T 2...it>: 1. ein gelbes bis gelblich
braunes, karbonatisches Eisenerz. 2. î Meteorit aus rei
nem Eisen, sildelro..., Si|de|ro..., vor Vokalen meist sider..., Sider... (aus gleichbed. gr. sidëros): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „Eisen“, z.B. Siderologie, siderurgisch. Si|de|ro|bi|ontifer; -en, -en (meist Plur.) (zu
t...biont): in stark eisenhaltiger Umgebung lebender Or
ganismus (z.B. Eisenbakterien; Biol.). Si|de|ro|chrome [,,,'kro:mə] die (Plur.) (zu gr. chroma „Farbe“): von
Mikroorganismen (bes. Pilzen u. Bakterien) gebildete ei
senhaltige Naturstoffe, die Eisen zu transportieren vermö
gen. Si|de|ro|drolrrso|pho|bie die; - (zu gr. drómos
„Lauf“ u. î...phobie): (veraltet) krankhafte Furcht vor
dem Fahren mit der Eisenbahn. Si|de|ro|gra|fie, auch
...gralphiedie; -, ...ien (zu t...grafie): (veraltet) 1. (ohne
Plur.) Tiefdruckverfahren mit gravierten Stahlplatten als
Druckform, Stahlstichdruckverfahren. 2. Stahlstich
druck. Sildelrollith [auch ...lit] der; Gen. -s u. -en, Plur.
-e[n] (zu T ...lith): Eisensteinmeteorit. Si|de|ro[lith|waren [auch ... lit...] die (Plur.): (veraltet) lackierte Tonwa
ren. Si|de|ro|lolgierf¡e; - (zu T ...logie): Wissenschaft von
der Gewinnung u. den Eigenschaften des Eisens. Sildero|me|lan<7er; -s, -e (zu gr. mêlas „schwarz“): svw. Pala
gonit
Si|de|ro|nym*ito, -s, -e (zu lat. sidus, Gen. sideris (vgl. si
derisch) u. gr. önyma „Name“): Deckname, der aus einem
astronomischen Ausdruck besteht (z.B. Sirius)
Si|de|ro|pe|nie die; - (zu tsidero..., gr. pênes „arm“ u.
T2...ie>: Eisenmangel in den Körpergeweben (Med.), sidelrolphil (zu Î ...phil): Eisen an sich bindend, sich leicht
mit eisenhaltigen Farbstoffen färben lassend (z. B. von
ehern. Elementen). Si|de|ro|phi|lie 4ie; -, ...ien (zu
t...philie>: svw. Hämochromatose. Sildelrolphillin das;
-s (zu t...in (1)): Eiweißkörper des Blutserums, der Eisen
an sich binden kann (Med.). Sildelrolpholre die (Plur.)
(zu t...phor): svw. Siderochrome. sideropriv (zu lat.
privare „berauben“): ohne Eisen, eisenarm (von roten
Blutkörperchen; Med.). Si|de|ro|seu. Si|de|ro|sis<fie,-(zu î‘...ose): Ablagerung von Eisen[salzen] in den Körper
geweben (Med.). Siide ro sklelro se* die; -, -n: krank
hafte Verhärtung von Geweben, Organen od. Organteilen
durch Ablagerung von Eisen (Med.). Si|de|ro|skop*diM,
-s, -e (zu Î ...skop) : Magnetgerät zum Nachweis u. zur Ent
fernung von Eisensplittern im Auge (Med.). Sildelro-
1241
Signatur
sphälre* die; -: svw. Nife. Sildelrosltat* der; Gen. -[e]s
gillum, vgl. Sigel): lat. Form von Sigill. Silgle* ['zi:gl] vgl.
u. -en, Plur. -e[n] (zu Î ...stat): Planspiegel, der das Licht ei
Sigel
nes Himmelskörpers unabhängig von der Erddrehung un Silglo* de Oro ['zi:glo de 'o:ro, span, 'siglo de ’oro] <to; —
unterbrochen in ein festliegendes astronomisches Fern
(aus gleichbed. span. Siglo de Oro): das goldene Zeitalter
rohr wirft. Sildelrolzyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu
(in der span. Literatur)
t. ..zyt>: rotes Blutkörperchen mit Eiseneinlagerungen Siglma das; -[s], -s (ausgr. sigma): 1. achtzehnter Buchsta
(Med.). Si|de|rur|gie* die; - (nachgr. siderourgia „Eisen
be des griech. Alphabets: E, a, ç (= s). 2. svw. Sigmoid
arbeit"): Eisen- u. Stahlbearbeitung (Techn.). si|de|rur(Med.). Sig|ma|ti|ker der; -s, - (vgl. 2...ik (2)>: jmd., der
gisch* (nachgr. siderourgós „in Eisen arbeitend“): die Si
an Sigmatismus leidet. Sig|ma|tis|mus der; - (aus gleich
dérurgie betreffend (Techn.)
bed. nlat. Sigmatismus, dies zu gr. sigmatismos „miss
Sidelstepp ['saidstɛp, engl. 'sʌɪd...] der; -s, -s (aus engl.
bräuchliche Verwendung des Sigma“): das Lispeln; fehler
sidestep „Seitenschritt"): Seitenschritt beim Boxen, um
hafte Aussprache der s-Laute (Med.); vgl. Parasigmatis
einem Schlag auszuweichen
mus. Siglmolid der; -[e]s, -e (zu gr. sigmoeides „sigma
Si dra* die; - (über gleichbed. späthebr. sidrä, eigtl. „Ord
förmig, halbkreisähnlich“): s-förmiger Abschnitt des
nung“, aus hebr. sëder): die jeweils an einem Sabbat zu ver
Grimmdarms (Med.)
lesende Î Parasche
Silgna*: Plur. von Î Signum. Silgnal [auch zɪŋna:l] das; -s,
si duo falcilunt idem, non est idem [- - ...tsiunt - - - -]
-e (aus gleichbed. /r. signal, dies aus spätlat. signale, sub
{lat.y. wenn zwei dasselbe tun, ist es (doch) nicht dasselbe
stantiviertes Neutr. von lat. signalis „dazu bestimmt, ein
Sièlcle* [sjskl] das; -s [...kl], -s [...kl] (aus gleichbed. fr. siè
Zeichen zu geben“ zu signum, vgl. Signum): 1. Zeichen mit
cle, dies aus lat. saeculum); Jahrhundert
einer bestimmten Bedeutung, das auf optischem od. akus
silelna [s...] (aus it. (terra di) Siena „(Erde von) Siena“,
tischem Weg gegeben wird. 2. a) für den Schienenverkehr
nach der für die Erde um Siena typischen braunen Fär
an der Strecke aufgestelltes Schild mit einer bestimmten
bung): rotbraun. Silelna das; -s: 1. ein rotbrauner Farb
Bedeutung od. bewegbare [fernbediente] Vorrichtung, de
ton. 2. svw. Sienaerde. Silelnalerlde die; -: als Farb
ren Stellung eine besondere Bedeutung hat; an der Strecke
stoff zur Herstellung sienafarbener Malerfarbe verwen
installierte Vorrichtung zum Geben von Lichtsignalen; b)
dete, gebrannte, tonartige, feinkörnige Erde; Terra di
(bes. Schweiz.) Verkehrszeichen für den Straßenverkehr. 3.
Siena
Zeichen, das der Nachrichtenübermittlung der Schiffe un
Silerlra [s...] die; -, Plur. ...rren u. -s (aus gleichbed. span, si
tereinander od. mit Landstationen bzw. mit Flugzeugen
erra, eigtl. „Säge", dies aus lat. serra): Gebirgskette [auf
dient (Seew.). 4. Träger einer Information (z. B. eine elek
der Pyrenäenhalbinsel u. in Süd- u. Mittelamerika]
tromagnetische Welle), der entsprechend dem Inhalt der
Sileslta [s...J die; -, -s (aus gleichbed. span, siesta, dies aus
zu übermittelnden Information moduliert (2) wird (Phys.,
lat. (hora) sexta „sechste (Stunde nach Sonnenaufgang),
Kybern.). 5. artspezifisches Merkmal od. Verhalten, das
Mittagszeit“, Fern, von sextus, vgl. Sext): Ruhepause
der Kommunikation innerhalb der Art (od. zwischen den
[nach dem Essen]; Mittagsruhe
Arten) dient (z. B. Fellzeichnung, vokale Signale; Verhal
Sielvert [...v...] das; -[s], - (nach dem schwed. Radiologen
tensforschung). 6. materieller Bestandteil des sprachli
R. M. Sievert, 1896-1967): Maßeinheit der Dosis (3) ioni
chen Zeichens (z. B. Lautkomplex) als Informationsträger
(Sprachw.). Silgnallelment [...'ma:, Schweiz, auch
sierender Strahlung; Zeichen Sv
... ment] das; -s. Plur. -s, Schweiz, auch -e (aus gleichbed. fr.
Silfelma das; -s (Kurzw. aus tSilicium, ÎFerrum u. Î/Vfagsignalement zu signaler „kurz beschreiben“, dies aus it.
nesium): Stoffbestand des Erdmantels (zwischen î:Sima
segnalare zu segnale, dies ausspätlat. signale, vgl. Signal):
u. ÎNife; Geol.)
1.(bes. Schweiz.) Personenbeschreibung, Kennzeichnung
Siflfleur* [,,,'flo:u] der; -s, -e (aus fr. siffleur „Pfeifer“ zu
(z. B. in einem Personalausweis od. einer Vermisstenanzei
siffler, vgl. sifflieren): (veraltet) Zischer, Auspfeifer, sifge; Kriminalistik). 2. Gesamtheit der Merkmale, die ein
f lie Iren (aus gleichbed. fr. siffler, dies über vulgärlat. sibestimmtes Tier charakterisieren (Pferdezucht). Silgnalfilare aus lat. sibilare): (veraltet) zischen, auspfeifen. Sifhorn <to; -s, ...hörner (zu fSignal): Messingblasinstru
flölte i/ie; -, -n (umgedeutet aus fr. sifflet „kleine Pfeife“):
ment mit 6-9Tönen ohne Ventile. Silgnallinlstrulmenhohe Orgelstimme
te die (Plur.): Schallwerkzeuge (z.B. Glocke, Trommel,
Silgel das; -s, - u. Sigle ['zi:gl] die; -, -n (z.T. unter Einfluss
Pfeife, [Autojhupe u. a.) zum Geben von akustischen Sig
von fr. sigle aus lat. sigla (Plur.) „Abkürzungszeichen“,
nalen. silgnallilsielren (französierende Bildung nach fr.
synkopiert aus sigilla, Plur. von sigillum „das kleine Bild
signaler; vgl. ...isieren): 1. deutlich, aufmerksam machen,
nis; Siegel“, Verkleinerungsform von signum, vgl. Sig
ein Signal geben. 2. etwas ankündigen. 3. benachrichtigen,
num): festgelegtes Abkürzungszeichen für Silben, Wörter
warnen. Silgnallpisltolle die; -, -n (zu tSignal): Pistole,
od. Wortgruppen, Kürzel, silgeln: mit einem festgelegten
die dazu dient, durch Abschießen einer bestimmten Muni
Abkürzungszeichen versehen (z. B. von Buchtiteln in Ka
tion etwas zu signalisieren. Silgnallralkelte die; -, -n:
talogen)
Signalgeschoss (Leucht- od. Rauchsignal), das mittels ei
Silgha [...ga] die; -, -s (aus dem Arab.): auf Zeit (bis zu drei
nes Treibsatzes aus der Hand abgefeuert werden kann. SiJahren) eingegangene u. nach deren Ablauf von selbst auf
gnalltech nik die; -: Teilgebiet der leitungsgebundenen
gehobene Ehe (im arab. Raum)
Nachrichtentechnik, das sich mit dem Einsatz elektr. Strö
Sightlseeling ['saɪtsi:ɪŋ] das; -, -s (aus gleichbed. engl.
me zum Betrieb u. zur Steuerung von Signalanlagen im
sight-seeing zu sight „Sehenswürdigkeit“ u. to see ,,(an)seVerkehrswesen, im Haushalt (z. B. Klingel- u. Alarmanla
hen“): Besichtigung von Sehenswürdigkeiten. Sightlseegen), in der Industrie sowie im Rahmen der [öffentlichen]
ingltour, auch Sightlseeling-Tour [...turn] die; -, -en:
Sicherheitseinrichtungen (vor allem Notrufanlagen) be
Stadtrundfahrt, Fahrt mit einem Bus zur Besichtigung von
fasst. Silgnaltar der; -s, -e (zu/r. signataire „Unterzeich
Sehenswürdigkeiten
ner“, dies zu signer „unterzeichnen“ aus lat. signare, vgl.
Silgill das; -s, -e (aus gleichbed. lat. sigillum, vgl. Sigel):
signieren): 1. (selten) svw. Signatarmacht. 2. (veraltet) Un
(veraltet) Siegel. Silgillla: Plur. von 1 Sigillum. Silgilllaterzeichner eines Vertrags (Rechtsw.). Silgnaltarlmacht
rie [...io] die; -, -n (aus nlat. sigillaria zu Zat. sigillum, vgl.
die; . mächte : der einen [internationalen] Vertrag unter
Sigel): Siegelbaum (eine ausgestorbene Pflanzengattung
zeichnende Staat, silgnaltum (lat.; Part. Perf. von signa
aus dem Karbon), silgilllielren (zu TSigill u. !..deren):
re, vgl. signieren): unterzeichnet; Abk.: sign. Silgnaltur
(veraltet) [ver]siegeln. Silgilllum ¿to; -s, ...11a (aus lat. si
Signaturanalyse
die; -, -en (aus mlat. signatura „Siegelzeichen, Unter
schrift“ zu lat. signare, vgl. signieren): 1. Kurzzeichen als
Auf- od. Unterschrift, Namenszug. 2. Kennzeichen auf
Gegenständen aller Art, bes. beim Versand. 3. Name (auch
abgekürzt) od. Zeichen des Künstlers auf seinem Werk. 4.
Nummer (meist in Verbindung mit Buchstaben) des Bu
ches, unter der es im Magazin der Bibliothek zu finden ist
u. die im Katalog hinter dem betreffenden Buchtitel ver
merkt ist. 5. kartografisches Zeichen zur läge-, richtungsod. formgerechten, dem Maßstab angepassten Darstel
lung von Dingen u. Gegebenheiten. 6. a) runde od. eckige
Einkerbung an Drucktypen zur Unterscheidung von
Schriften gleichen Kegels u. zur Kennzeichnung der rich
tigen Stellung beim Setzen; b) Ziffer od. Buchstabe zur Be
zeichnung der Reihenfolge der Bogen einer Druckschrift
(Bogennummer; Druckw.). 7. Bitfolge zur Kennzeichnung
von Teilen komplexer digitaler Schaltungen (EDV). Signa tur ana lyise die; -, -n: Test- u. Diagnoseverfahren
der Prüftechnik für die Fehlersuche in komplexen digita
len Schaltungen (z. B. in Mikroprozessoren). Silgnem
das; -s, -e (zu tSignum u. t...em>: svw. Monem. Silgnet
[zɪnje:, auch dt. zɪ'gne:t, zɪ'gnɛt] das; -s, Plur. -s u. (bei dt.
Ausspr.) -e (aus/r. signet „Lese-, Buchzeichen“, dies aus
gleichbed. mlat. signetum zu lat. signum, vgl. Signum): 1.
Buchdrucker-, Verlegerzeichen. 2. (veraltet) Handsiegel,
Petschaft. 3. Aushängeschild, Visitenkarte. 4. Marken-,
Firmenzeichen, silgnielren [zig...] (aus lat. signare „mit
einem Zeichen versehen, besiegeln“ zu signum, vgl. Sig
num): a) (als Schöpfer, Urheber, Autor von etwas) mit ei
ner Signatur versehen; b) unterzeichnen, abzeichnen. Signi|fi|ant [sinji'fjä] das; -s, -s (aus fr. signifiant, eigtl. „be
deutsam“): svw. Signifikant. Silgnilf ié [sinji'fje] das; -s,, -s
(aus fr. signifié, eigtl. Part. Perf. von signifier „bedeuten,
(be)sagen (wollen)“): svw. Signifikat. Silgnilfik [zig...]
die; - Cm lat. significare (vgl. signifizieren) u. t2...ik (1)>: 1.
Lehre von den Zeichen als Verständigungsmittel der Men
schen. 2. Lehre von der Sprache als Handlung u. deren
psychischen Auswirkungen (Psycholinguistik), silgni|fikant (aus lat. significans, Gen. significantis „bezeich
nend, treffend, deutlich“, Part. Präs, von significare, vgl.
signifizieren): 1. a) wichtig, bedeutsam; b) bezeichnend,
typisch. 2. (selten) svw. signifikativ (1). Silgnilfilkant
der; -en, -en (zu Î ...ant): Ausdrucksseite des sprachlichen
Zeichens (Sprachw.); Ggs. TSignifikat. Silgnilfilkanz
die; - (aus lat. significantia „Deutlichkeit“): Bedeutsam
keit, Wesentlichkeit. Si|gni|fi|kanz|test der; -s, -s: Test
verfahren zum Nachprüfen einer statistischen Hypothese.
Siignilfilkat das; -[e]s, -e (aus lat. significatum, Part.
Perf. (Neutr.) von significare, vgl. signifizieren): Inhalts
seite des sprachlichen Zeichens (Sprachw.); Ggs. tSignifikant. si|gni|fi|ka|tiv (zu t...iv): 1. bedeutungsunter
scheidend (von sprachlichen Einheiten; Sprachw.).
2.(veraltet) svw. signifikant (1). silgni|fi|zie|ren (aus
gleichbed. lat. significare zu signum (vgl. Signum) u. facere
„machen, tun“): (selten) a) bezeichnen; b) anzeigen, signiltiv (wohl verkürzt aus tszgwfikahv): symbolisch, mit
hilfe von Zeichensystemen (z. B. der Sprache)
Silgnor* [zɪnjo:ɛ] u. Signore [... 'jo:rə] der; -, ...ri (aus it. signor(e), dies aus lat. senior „der Altere“; vgl. senior): ital.
Bez. für Herr (mit folgendem Namen od. Titel). Silgnolra
die; -, Plur. -s, auch ...re (aus it. signora, Fem. zu signore,
vgl. Signor): ital. Bez. für Frau. 1Si|gno|re der; -, ...ri: ital.
Bez. für [mein] Herr (ohne folgenden Namen od. Titel).
2Si|gng|re: Plur. von Î Signora. Silgnglri: Plur. von Î Sig
nor. Silgnolria [,,,jo'ri:a] u. Silgnolrie die; -, ...ien (aus
gleichbed. it. signoria, eigtl. „Herrschaft“): (früher) die
höchste [leitende] Behörde der ital. Stadtstaaten (bes. der
Rat in Florenz). Silgnolrilna die; -, Plur. -s, auch ...ne
(aus it. signorina, Verkleinerungsform zu signora, vgl. Sig
1242
nora): ital. Bez. für unverheiratete Frau. Silgnolrilno
der; -, Plur. -s, auch ...ni (aus it. signorino, Verkleinerungs
form zu signore, vgl. Signor): ital. Bez. für junger Herr
Siignum* das; -s, Signa (aus lat. signum „Zeichen, Kenn
zeichen“): verkürzte Unterschrift; Zeichen
Silgrist* [auch zigrist] der; -en, -en (über mhd. sigrist(e) aus
gleichbed. mlat. sacrista zu lat. sacrum „das Heilige; Got
tesdienst“): (Schweiz.) Küster; vgl. Sakristan
Silgulrim die; - (aus gleichbed. alban. sigurim, dies zu lat.
securus „sicher“): für die Staatssicherheit verantwortliche
Polizei in Albanien
Sil jo das; - (aus korean. sijo „(Jahres)zeitengesänge“): Bez.
für korean. Kurzgedichte mit weit zurückreichender Tra
dition, die aus drei Verszeilen mit je 4 drei- bis fünfsilbigen
Wortgruppen bestehen
Silkalhirsch ¿ter; -[e]s, -e (zu gleichbed. jap. shika): ein in
Japan u. China vorkommender kleiner Hirsch mit
[rot]braunem, weiß geflecktem Fell
Sikh [zi:k] der; -[s], -s (aus gleichbed. Hindi sikh, eigtl. „Jün
ger, Schüler“, zu sanskr. siksä „Wissenschaft, Lehre“, dies
aus altind. siksati „Studien“): Angehöriger einer kriegeri
schen islamisch-hinduistischen Religionsgemeinschaft im
Pandschab. Silkhislmus der; - (zu t...ismus (1)>: im
15. Jh. begründete Religionsgemeinschaft, die versuchte,
Hinduismus u. Islam zu vereinigen u. die sich später mili
tärisch organisierte
Siklkaltiv das; -s, -e [...va] (aus spätlat. siccativus „trock
nend“ zu lat. siccare „trocknen“): Trockenstoff, der
Druckfarben, Ölfarben u.a. zugesetzt wird, siklkaltivielren [...v...] (zu Î..deren): Sikkativ zusetzen
Sillalge [,,,ʒə] die; -, -n (verkürzt aus fr. ensilage; vgl. Ensi
lage): 1. Einlagerung von Futter in Silos. 2. Gärfuttertbe
reitung]
Sillan das; -s, -e (Kunstw. aus îSzVikon u. Î Methan): Silici
umwasserstoff. Si lalnol das; -s, -e (meist Plur.) (zu
Î ...ol): ÎDerivat (3) des Silans
Sillasltik die od. das; - (Kunstw.; Analogiebildung zu
ÎElastik): elastische Texturseide aus Kunstfaser
Sil|ber|bro|mid vgl. Bromsilber
Sild der; -[e]s, -[e] (aus norw. sild „Hering“): in pikante Tun
ke eingelegter junger Hering
Sille, Si lieh der; -s, -s (nach dem türk. Ort Sile, wo er zuerst
hergestellt wurde) : durchgehend mit aneinander gereihten
S-Formen gewirkter gelblich brauner orientalischer Tep
pich
Sillen der:-s,,-e (über lat. Silenus aus gr. Seilënôs, nach dem
zweibeinigen Fabelwesen der griech. Sage mit menschli
chem Oberkörper u. Pferdeleib): einem Satyr ähnlicher
Dämon aus dem Gefolge des Dionysos
Sillenlcer [ saɪlənsə] der; -s, - (aus engl. silencer „Türschlie
ßer, Schalldämpfer, Auspufftopf“ zu to silence „leiser ma
chen“, dies zu lat. silens „schweigend“, Part. Präs, von si
lere, vgl. Silentium): Schalldämpfer an [Handfeuerwaf
fen. Si|lenlta|ri|er [zi,,,ip] der; -s, - (zu lat. silentarius
„Diener, der für Ruhe zu sorgen hat“ zu silere, vgl. Silen
tium): (veraltet) zu ständigem Schweigen verpflichteter
Mönch. Si|len|ti|um das; -s, ...tien [,,,iən] (aus lat. silen
tium „Schweigen“ zu silere „still sein“): 1. (Plur. unge
bräuchlich; veraltend, noch schcrzh.) [Stillschweigen,
Stille (oft als Aufforderung). 2. Zeit, in der die Schüler ei
nes Internats ihre Schularbeiten erledigen. Si|len|ti|um
oblselquilolsumdas; -- (aus gleichbed. kirchenlat. silen
tium obsequiosum) : a) ehrerbietiges Schweigen gegenüber
einer kirchlichen Lehrentscheidung (kath. Reh); b)
Schweigen als Ausdruck des Nichtzustimmens. Sillent
Meelting ['saɪlənt mi:tɪŋ] das; - - (aus engl. silent mee
ting, eigtl. „stilles Treffen“, zu silent „schweigsam, ruhig“
u. meeting, vgl. Meeting): stille gottesdienstliche Ver
sammlung der Î Quäker
1243
das; -s (nach nlat. Silesia „Schlesien“ (wegen
der in dieser Zeit dort entstandenen Steinkohlenvorkom
men) u. zu t...ium): internationale Bez. für Oberkarbon
(Geol.)
Si lex der; -, -e (aus lat. silex „Kiesel, Granit“): 1. svw. Jas
pis. 2. Gesteinsmaterial, das glasartig splittert (z.B. Feu
erstein, Obsidian)
Sillhouletlte [zi'luɛtə] die; -, -n (aus gleichbed./r. silhouet
te, kurz für portrait à la silhouette „schlecht gemachtes
Porträt“ (spöttisch nach dem franz. Finanzminister E. de
Silhouette (1709-1767), der aus Sparsamkeitsgründen
Schattenrisse anstelle wertvoller Gemälde an die Wände
seines Schlosses gehängt haben soll)): 1. a) Umriss, der
sich [dunkel] vom Hintergrund abhebt; b) Schattenriss. 2.
Umriss[linie]; Form der Konturen (Mode), sillhoulettielren <aus gleichbed. fr. silhouetter): (veraltet) im
Schattenriss zeichnen od. schneiden
Sillilcalgel® [,..k.._] das; -s (Kurzw. aus Silicat (vgl. Silikat)
u. Î Geb: Kieselgel, ein Adsorptionsmittel für Gase, Flüs
sigkeiten u. gelöste Stoffe. Sillilcat [...k...] vgl. Silikat. Si
li leid [...ts...] u. Siliziddas; -[e]s, -e (zu Î Silicium u. t ʒ,,,id):
Verbindung von Silicium mit einem Metall. Si|li|ci|um
[...ts...] u. Silizium das; -s (zu lat. silex, Gen. silicis „Kie
sel“ u. T...ium): chem. Element, Nichtmetall; Zeichen Si.
Sillilcon [...k...] vgl. Silikon
sillielren (zu îSilo u. Î..deren): Grünfutter, Gemüse in Si
los (b) einlagern. Sillielrung die; -,-en (zu t ...ierung): das
Silieren, das Siliertwerden
Si |li If ilka |ti Ion die; -, -en (zu lat. silex, Gen. silicis „Kie
sel“ u. t...fikation): Verkieselung (von Steinen); vgl.
...ation/...ierung. si|li|fi|zie|ren (zu î...fizieren>: nach
träglich von Kieselsäure durchtränkt werden, wobei das
ursprüngliche Gestein durch Quarz ersetzt wird, verkie
seln. Sillilfi zie rung die; -, -en (zu Î...ierung): svw. Silifikation; vgl. ...ation/...ierung. Si|li|ka|stein der; -s, -e
(Kurzw. zu TSilicium u. Kalk): beim Brennen sich aus
dehnender feuerfester Stein aus Siliciumdioxid sowie
Kalk- u. Tonbindemitteln. Sillilkat, chem. fachspr. Sili
cat [...k...] das; -[e]s, -e (zu TSilicium u. Î...at (2)>: Salz der
Kieselsäure. Sillilkatlbelton der; -s, Plur. -s (u. bei nicht
nasalierter Ausspr.) -e: unter Dampfdruck erhärteter
Baustoff aus Quarzsand, Kalk u. Wasser, der durch
Treibmittel eine porige Struktur u. geringe Rohdichte hat.
si|liIkaItisch: reich an Kieselsäure. Sillilkatlmilnelral
das; -s, Plur. -e u. ...lien [...ion]: aus Silikaten bestehendes
ÎMineral. SillilkaItolse die; -, -n (zu t*...ose): durch sili
kathaltige Staubarten hervorgerufene Staublungener
krankung (Med.). Sillilkon, fachspr. Silicon [...k...] das;
-s, -e (zu t Silicium u. t2...on>: siliciumhaltiger Kunststoff
von großer Wärme- u. Wasserbeständigkeit. Sillilkonkautlschuk* der; -s, -e: auf Silikonbasis hergestellter
Kunstkautschuk (Chem., Techn.). Si|li|ko|se die; -, -n
(zu T*...ose): durch eingeatmeten kieselsäurehaltigen
Staub verursachte Staublungenerkrankung (Steinstaub
lunge; Med.). Si|li|ko|tu|ber|ku|lolse die; -, -n (Kurzw.
aus Siliko&e u. Tuberkulose}: mit tTuberkulose einherge
hende Silikose (Med.). Sillilzid vgl. Silicid. Si|lj|zi|um
vgl. Silicium
Silk der; -s, -s (aus engl. silk „Seide“): glänzender Kleider
stoff. Silklgras das; -es (aus gleichbed. engl. silk grass,
eigtl. „Seidengras“): haltbare, feine Blattfasern verschie
dener Ananasgewächse. Silklscreen, auch SilkScreen ['sɪlkskri:n] das; -s (aus gleichbed. engl. silkscreen (printing)): engl. Bez. für Siebdruck. Silklworm
[,,,wə:mj u. Silklwormlgut [,,,gʌt] das; -s (aus engl. silk
worm (gut) „Seidenraupe(ndarm)“): aus dem Spinnsaft
der Seidenraupe gewonnenes chirurgisches Nähmaterial
’Sill der; -s, -e (aus schwed. sill „Hering“): svw. Sild
2Sill der; -s, -s (aus engl. sill „Schwelle“): waagerechte Ein
Si le si um
simatisch
lagerung eines Ergussgesteins in bereits vorhandene
Schichtgesteine (Geol.)
Sillla bub ['sɪləbʌb] das; - (aus gleichbed. engl. sillabub):
kaltes Getränk aus schaumig geschlagenem Rahm, Wein
u. Gewürzen
Silllen die (Plur.) (aus gleichbed. gr. silloi, Plur. von sillos
„Spott, Hohn“): parodistische, zum Teil aus homerischen
Versen zusammengestellte altgriechische Spottgedichte
auf Dichter u. Philosophen
Sil|li|ma|nit [auch ... nit] der; -s, -e (nach dem amerik. Che
miker u. Geologen B. Silliman (1779-1864) u. zu t2...it):
ein gelblich graues, graugrünes od. bräunliches, faseriges
Mineral (zur Herstellung feuerfester keramischer Werk
stoffe)
Silllolgraf, auch ...graph der; -en, -en (aus gleichbed. gr.
sillográphos zu silloi, vgl. Sillen): Verfasser von Sillen
Silllylbos der; -, ...boi [...boy] (über spätlat. sillybos aus
gleichbed.gr. sillybos, eigtl. „Anhängsel“): farbiger Zettel
an den Schriftrollen des Altertums mit dem Titel des Wer
kes u. des Verfassers
Sillo der od. das; -s, -s (aus span, silo „Getreidegrube“): a)
Großspeicher (für Getreide, Erz u.a.); b) Gärfutterbehäl
ter. ...sillo (zu TSilo): Wortbildungselement mit der Be
deutung „überdimensional großes, unpersönlich wirken
des, an ein Silo erinnerndes Gebäude“, z.B. Hotelsilo,
Wohnsilo, Büchersilo
Sillon® das; -s (Kunstw.; vgl. 3...on): eine Kunstfaser
Sillolxalne die (Plur.) (Kunstw. aus îSilicium, ÎOxygen(ium) u. t...an): Verbindungendes Siliciums mit Sauer
stoff u. Wasserstoff (Chem.)
Silt der; -s (aus engl. silt „Schlamm, Schlick, Treibsand“,
dies aus dem Skand. (dän. u. norw. sylt)>: feinkörniges,
1 klastisches Sediment (Geol.)
Sillulmin® das; -s (Kurzw. aus ÎSilicium u. ÎA/uwinium):
schweiß- u. gießbare, feste Leichtmetalllegierung
Sillur das; -s (nach dem vorkeltischen Volksstamm der Silurer): erdgeschichtliche Formation des Î Paläozoikums
(Geol.). sillulrisch: a) das Silur betreffend; b) im Silur
entstanden
Sill vae [...ve] die (Plur.) (aus lat. silvae „Wälder“, Plur. von
silva): literarische Sammelwerke der Antike u. des Mittel
alters mit formal u. inhaltlich verschiedenartigen Gedich
ten
Sillvalner [...v...] der; -s, - (vielleicht zu Transsilvanien =
Siebenbürgen (Rumänien), dem angeblichen Herkunfts
land; vgl. ...aner): a) (ohne Plur.) Rebsorte für einen mil
den, feinfruchtigen bis vollmundigen Weißwein; b) Wein
der Rebsorte Silvaner (a)
Sillveslter [,..v...] das od. der; -s, - (meist ohne Artikel)
(nach Silvester I., Papst von 314 bis 335, dem Tagesheiligen
des 31. Dezember): der letzte Tag des Jahres (31. Dezem
ber)
s'il vous plaît [silvu'plɛ] (/r,): wenn es Ihnen gefällt, wenns
beliebt, bitte!
'Silma die; -, Plur. -s u. ...men (aus gleichbed. lat. sima zu simus „(platt)nasig“, dies aus gr. simós): Traufleiste antiker
Tempel
2Si|ma das; -[s] (Kurzw. aus TSilicium u. ÎA/agnesium): un
terer Teil der Erdkruste (Geol.)
Silmanldron* das; -[s]. ...andren (aus gleichbed. (n)gi:
sëmantro(n), eigtl. „Zeichenträger“): hölzernes Schwing
holz, Stundentrommel, die in orthodoxen Klöstern die Ge
betsstunden verkündet
Silmarlre u. Zimarra die; -, ...rren (über gleichbed. /r. simarre aus it. cimarra, zimarra, dies aus arab. sammür
„Zobel“): 1. bodenlanger Männermantel im Italien des
16. Jh.s. 2. (veraltet) Schleppkleid
silmaltisch u. simisch (zu T2Sima>: aus Basalten u. TGabbro zusammengesetzt (Geol.)
Simchat Thora
1244
T...fizierung): simplifizierende Darstellung; starke Ver
die; - - (aus hebr. simhat-törä „Freude
einfachung; vgl. ...ation/...ierung. Simlplilzia*: Plur. von
über die Thora, Gesetzesfreude“): jüd. Fest, der 23.
ÎSimplex. Simlplilzilalde* die; -, -n (nach der Titelfigur
TTischri, mit dem der einjährige Zyklus der Thoravorle
Simplicissimus aus dem Roman von Grimmelshausen
sung endet u. neu beginnt
(/1676) u. zu T...ade): Abenteuerroman um einen einfälti
Silmeltit [auch ,.,'tit] der; -s, -e (nach dem Fluss Simeto auf
gen Menschen. Sim|pli|zi|tät* die; - (aus gleichbed. lat.
Sizilien u. zu Î 2...it) : rotbraunes, bernsteinartiges Harz aus
simplicitas, Gen. simplicitatis, Bed. 2 über mlat. simplici
Sizilien
tas „(natürliche) Einfalt“): 1. Einfachheit. 2. Einfalt. Sim
silmillär (aus gleichbed./r. similaire, dies zu lat. similis, vgl.
plum* das; -s, ...pla (aus lat. simplum „das Einfache“,
simile): (veraltet, fachspr. selten) ähnlich. Si|mi|la|ri|tät
substantiviertes Neutr. von simplus „einfach“): einfacher
die; -, -en (nach gleichbed. spätlat. similitas, Gen. simili
Steuersatz (Wirtsch.)
tatis): (veraltet) Ähnlichkeit, silmi[le (it.; aus lat. similis
„ähnlich“): ähnlich, auf ähnliche Weise weiter, ebenso Sim sa la bim [auch ... bim] (Herkunft unsicher): ein Zau
berwort (im entscheidenden Moment der Ausführung ei
(Mus.). Silmille das; -s, -s (aus gleichbed. lat. simile, sub
nes Zauberkunststücks)
stantivierter Singular (Neutr.) von similis, vgl. simile):
(veraltet) Gleichnis, Vergleich (bes. Rechtsw.). Silmilli SIMSCRIPT [...skript] das; -s (Kurzw. aus engl. simulation
scripture}: aus dem ÎFORTRAN weiterentwickelte Pro
das od. der; -s, -s (aus it. simili „die Ähnlichen“): Nachah
grammiersprache zur diskreten (2b) Simulation umfang
mung, bes. von Edelsteinen (Similisteine), silmillia sireicher Systeme auf digitalen Datenverarbeitungsanlagen
mililbus (lat.}: „Gleiches [wird] durch Gleiches [ge
(EDV).
heilt]“ (Grundprinzip der 1 Homöopathie); vgl. contraria
contrariis u. Sympathie (4). silmillis silmilli qauldet simlsen (abgeleitet aus TSMS): Kurznachrichten über das
Handy verschickenSIMULA das; -s (Kurzw. aus engl. si
(lat.; „der Ähnliche freut sich am Ähnlichen“): Gleich u.
mulation language}: auf dem t ALGOL aufbauende höhe
Gleich gesellt sich gern. Silmillilstein der; -[e]s, -e (zu
re Programmiersprache mit speziellen Möglichkeiten zur
îSimili): (Fachspr.) imitierter Edelstein. Si|mi|li|tu|do
Durchführung von Simulationen auf digitalen Datenver
Dei die; - - (aus lat. similitudo Dei „Ähnlichkeit Gottes“):
arbeitungsanlagen (EDV). Silmullant der; -en, -en (aus
Einschränkung der Gottebenbildlichkeit des Menschen
lat. simulans, Gen. simulantis, Part. Präs, von simulare,
auf eine mehr geistige Gottähnlichkeit (Theol.)
vgl. simulieren): jmd., der eine Krankheit vortäuscht, sich
silmisch vgl. simatisch
verstellt. Silmullaltilon die; -, -en (aus lat. simulatio
SIM-Karte [ zim...] die: -, -n (Abk. für engl. Subscriber
„Vorspiegelung“): 1. Verstellung. 2. Vortäuschung [von
identity Module „Fernsprech-Kundenidentitätsmodul“
Krankheiten]. 3. Nachahmung (in Bezug auf technische
aus gleichbed. engl. SIM card): ÎChip (3), auf dem die
Vorgänge). 4. die Nachbildung realistischer Vorgänge mit
Nummer gespeichert ist, mit der der Netzbetreiber ein be
hilfe eines Computers (Informatik). Si|mu|la|tor der; -s,
stimmtes Handy einer bestimmten Telefonnummer zuord
nen kann. SIM-Lock das; -s, -s (aus gleichbed. engl. SIM
...oren (aus lat. simulator „Nachahmer“): 1. Gerät, in dem
künstlich die Bedingungen u. Verhältnisse herstellbar sind,
lock zu SIM, vgl. SIM-Karte u. lock „Schloss“, dies aus
wie sie in Wirklichkeit bestehen (z.B. Flugsimulator;
aengl. locc): Sperre des Handys, die verhindert, dass das
betreffende Mobiltelefon mit einer anderen SIM-Karte
Techn.). 2. Programm, das den Ablauf eines Maschinen
funktioniert als der eigenen
programms auf einer Rechenanlage mit einer anderen Ma
SIMM (Abk. für engl. standardized zn-line memory mo
schinensprache als der in diesem Maschinenprogramm
verwendeten ermöglicht (EDV), silmullielren (aus lat.
dule): Bez. für einen Block von RAM-Speicherbausteinen
zur Erweiterung des Arbeitsspeichers (EDV)
simulare „ähnlich machen, nachbilden; nachahmen; etw.
Silmolnie die; -, ...ien (aus gleichbed. kirchenlat. Simonía,
vortäuschen“ zu similis, vgl. simile): 1. sich verstellen. 2.
nach dem Magier Simon, der nach Apg. 8, 18 ff. glaubte,
[eine Krankheit] vortäuschen, vorgeben. 3. [technische]
die Macht, die der Heilige Geist verleiht, kaufen zu kön
Vorgänge wirklichkeitsgetreu nachahmen. 4. (veraltend,
nen) : Kauf od. Verkauf von geistlichen Ämtern od. Dingen
noch landsch.) nachsinnen, grübeln. Silmullielrer der; -s,
(kath. Kirche), silmolnisch u. siimolnisltisch (zu
-: 1. svw. Simulator (2). 2. (veraltend, noch landsch.)
t...istisch>: die Simonie betreffend
Grübler, silmulltan (aus gleichbed. mlat. simultaneus zu
simlpel (aus (alt)fr. simple „einfach“, dies aus lat. simplex):
lat. simul „zugleich, zusammen“): a) gemeinsam; b)
1. so einfach, dass es keines besonderen geistigen Auf
gleichzeitig; simultanes Dolmetschen: Form des Dolmet
wands bedarf, nichts weiter erfordert, leicht zu bewältigen
schens, bei der die Übersetzung gleichzeitig mit dem Ori
ist; unkompliziert. 2. in seiner Beschaffenheit anspruchs
ginalvortrag über Kopfhörer erfolgt; Ggs. Îkonsekutives
los-einfach; nur das Übliche u. Notwendigste aufweisend.
Dolmetschen. Si|mul|tan|ar|beitJ/e,-, -en: Bez. für ver
3. (abwertend) einfältig, beschränkt. Simlpel der; -s, - (zu
schiedene Arten der gleichzeitigen od. quasi gleichzeitigen
mlat. simplex „einfältig“): (landsch. ugs.) einfältiger
Durchführung von Aufgaben (EDV). SilmulltanlbeMensch, Einfaltspinsel, Dummkopf. Simlpla*: Plur. von
trieb der; -[e]s, -e: Arbeitsweise eines Computers, bei der
tSimplum. Simlplex* das; -, Plur. -e u. Simplizia (zu lat.
im Gegensatz zum Serienbetrieb mehrere Funktionsein
simplex, vgl. simpel): einfaches, nicht zusammengesetztes
heiten gleichzeitig an mehreren Aufgaben od. an mehreren
od. abgeleitetes Wort (z.B. Arbeit; Sprachw.); Ggs.
Teilen einer Aufgabe arbeiten (EDV). SilmulltanlbühIKompositum. Sim|plex|be|trieb* der; -[e]s, -e: Be
ne die; -, -n: Bühne, bei der alle im Verlauf des Spiels er
triebsverfahren zur Übertragung von Nachrichten (mit
forderlichen Schauplätze nebeneinander u. dauernd sicht
Daten) in jeweils nur einer Richtung eines Nachrichtenka
bar aufgebaut sind (z.B. bei den Passionsspielen des
nals (Informatik). Simlplexlwalre* die; -, -n: dichte
Mittelalters). Si|mul|tan|dol|met|scher der; -s, -: Dol
Wirkware aus Baumwoll- od. Perlongarn für die Hand
metscher, der simultan (b) übersetzt; Ggs. Konsekutivdol
schuhherstellung. simlplilcilter* [,,,tsi...] (lat.; Adverb
metscher. Silmulltalneliltät die; -, -en (aus gleichbed./r.
von simplex, vgl. simpel): (veraltet) schlechthin. Simlplisimultanéité): a) Gemeinsamkeit; Gleichzeitigkeit; b) die
filkaltilon* die; -, -en (zu îsimplifizieren u. t...ation):
Darstellung von zeitlich od. räumlich auseinanderliegen
svw. Simplifizierung; vgl. ...ation/...ierung. simlplilfiden Ereignissen auf einem Bild. Si|mul|ta|ne|ous Enlgizielren* (aus gleichbed. mlat. simplificare zu lat. simplus
nee ring [sɪmərtemiəs ɛnʤɪ'nɪərɪŋ] das; - -s (aus gleich
„einfach“): a) etwas vereinfacht darstellen; b) etwas sehr
bed. engl. simultaneous engineering): Verfahren, bei dem
stark vereinfachen. Sim|pli|fi|zie|rung* dze; -, -en (zu
Produktionstechnologie u. Produktionsgestaltung zeitlich
Simlchat Tholra
1245
parallel zueinander entwickelt werden, um so die Innova
tionszeiten zu verkürzen (Wirtsch.). Si mul taine um
das; -s (aus gleichbed. niai, simultaneum, substantiviertes
Neutr. von mlat. simultaneus, vgl. simultan): staatlich od.
durch Vertrag geregeltes gemeinsames Nutzungsrecht ver
schiedener Konfessionen an kirchlichen Einrichtungen
(z. B. Kirchen, Friedhöfe). Silmul|ta|ni|tät vgl. Simulta
neität. Silmul|tan|kir|chedie; -, -n (zu 1 simultan): Kir
chengebäude, das mehreren Bekenntnissen offen steht.
Si|mulltan|kon|trast‘¿Zer, -[e]s, -e: gegenseitige Beein
flussung gleichzeitiger Farbwahrnehmungen im Sinne der
Kontrastbildung (z. B. erscheint Grau in heller Umgebung
dunkler u. umgekehrt; Psychol.); Ggs. ÎSukzessivkon
trast. Si|mul|tan|schu|ledie; -, -n: Gemeinschaftsschu
le für verschiedene Konfessionen; Ggs. Î Konfessions
schule. Silmulltanlspiel das; -[e]s, -e: Spiel, bei dem ein
Schachspieler gegen mehrere, meist leistungsschwächere
Gegner gleichzeitig spielt
Silnallbin* das; -s (Kunstw. aus lat. iznapis alba „weißer
Senf' u. t...Zn (1)): vor allem in den Samen des Weißen
Senfs sowie auch in anderen Kreuzblütlern vorkommen
des Senfölglykosid (Biochem.)
sin al fil ne (it. ) : bis zum Schluss (zu wiederholen ; Vortrags
anweisung, Mus.)
Si|nan|thro|pus* der; -, Plur. ...pi u. ...pen (aus nlat. sin
anthropus zu gr. Sinai „Chinesen; China“ u. änthröpos
„Mensch“): Frühmensch, dessen fossile Reste in China
gefunden wurden, Pekingmensch
Si|na|pin|al|ko|hol* der; -s (zu lat. sinapis „Senf“, t...in
(1) u. î Alkohol): ungesättigter aromatischer Alkohol, der
in Laubhölzern vorkommt (Chem.)
Sinldalco [...ko] der; -, ...ci [...tji] (aus gleichbed. it. sindaco, dies aus spatial, syndicus „Vertreter einer Gemeinde
vor Gericht“, vgl. Syndikus): Gemeindevorsteher, Bürger
meister in Italien
Sinldhi [...di] das; - (zu sanskr. sindhu „Sindh“, nach der
Landschaft in Indien): zu den neuindoarischen Sprachen
gehörende Sprache, die in Pakistan u. Indien gesprochen
wird
silne an no dat.y. ohne Jahr (veralteter Hinweis bei Buch
titelangaben, wenn kein Erscheinungsjahr genannt ist);
Abk. : s. a. silne an no et lolco [----- 'lo:ko] dat.; „ohne
Jahr und Ort“): svw. sine loco et anno; Abk.: s. a. e. 1. si
ne ira et stuldio (Zar.; nach Tacitus, Annales I, ɪ): ohne
Hass u. Eifer, d. h. objektiv u. sachlich. SilnelkulrerZre; -,
-n (zu lat. sine cura „ohne Sorge“): 1. Pfründe ohne Amts
geschäfte. 2. müheloses, einträgliches Amt. silne lolco ['lo:ko] dat.y. ohne Ort (veralteter Hinweis bei Buchtitelan
gaben, wenn kein Erscheinungsort genannt ist); Abk.: s. 1.
silne lolco et an|no dat.y. ohne Ort und Jahr (veralteter
Hinweis bei Buchtitelangaben, wenn weder Erscheinungs
ort noch -jahr genannt sind); Abk.: s. 1. e. a.
Si neimur das; -s (nach Sinemurium, dem lat. Namen des
Ortes Sémur in Burgund, Frankreich): Stufe des Uura
(Geol.)
si|ne oblilgo* (relatinisiert aus it. sine obbligo): ohne î Ob
ligo; Abk.: s. o. silne qua non vgl. Conditio sine qua non.
silne tem po re dat.; „ohne Zeit“): ohne akademisches
Viertel, d.h. pünktlich (zur vereinbarten Zeit); Abk.: s. t.;
vgl. cum tempore
Sinlfolnia die; -, ...ie (aus gleichbed. it. sinfonía, vgl. Sin
fonie): vom 16. bis 18. Jh. mehrstimmiges Instrumental
stück, vorzugsweise als Einleitungssatz größerer Vokal
werke u. der Suite (4; Mus.). Sinlfolnia conlcerltanlte
[- kɔntʃer...] die; - -, ...nie - (aus it. sinfonía concertante
„konzertante Sinfonie“, zu concertante, vgl. konzertant):
meist dreisätzige Komposition für mehrere Soloinstru
mente u. Orchester (bes. der zweiten Hälfte des 18. Jh.s).
Sin fo nie u. Symphonie die; -, ...ien (aus gleichbed. it.
Singulett
sinfonía, dies über lat, symphonia „mehrstimmiger musi
kalischer Vortrag“ aus gr. symphönia zu symphönos „zu
sammentönend“): 1. meist viersätziges, auf das Zusam
menklingen des ganzen Orchesters hin angelegte Instru
mentalkomposition in mehreren Sätzen (Mus.). 2. Ganzes,
reiche Gesamtheit, gewaltige Fülle, worin verschiedenar
tige Einzelheiten eindrucksvoll Zusammenwirken. Sinlfonietta die; -, ...tten (aus gleichbed. it. sinfonietta, Ver
kleinerungsform von sinfonía, vgl. Sinfonie): kleine Sinfo
nie (1). Sinlfolniku. Symphonik die; - <zut2...ik(l)>: Leh
re vom sinfonischen Satzbau (Mus.). Sin|fo|ni|ker u.
Symphoniker der; -s, -: 1. Komponist von Sinfonien (1). 2.
(nur Plur.) a) Mitglieder eines Sinfonieorchesters; b) Na
me mancher Sinfonieorchester, sinlfolnisch u. sympho
nisch : sinfonieartig, in Stil u. Charakter einer Sinfonie ( 1 ) ;
-e Dichtung: um 1850 entstandene Gattung der orchestra
len Programmmusik, die begrifflich fassbare Inhalte in
Musik umsetzt (Mus.)
’Sinlgle ['sɪŋgl] das; -[s], -[s] (aus gleichbed. engl. single,
eigtl. „einzeln, allein“, dies über altfr. sengle aus lat. sin
gulus, vgl. singulär): 1. Einzelspiel (zwischen zwei Spie
lern) im Tennis od. Badminton. 2. Zweierspiel im Golf.
2Sin|gle<7ic; -, -[s] (zu 1 'Single): a) kleine Schallplatte mit
nur je einem Titel auf Vorder- u. Rückseite; b) CD mit nur
einem Titel. 3Sinlgle der; -[s], -s (zu 1 'Single): jmd., der
ohne feste Bindung an einen Partner lebt. Sinlgleldecker der; -s, - (zu 1'Single): Eindeckschiff, ein Fracht
schiff, dessen Laderaum nicht durch Zwischendecks un
terteilt ist, z.B. Tank- u. Massengutschiff. Sinlgleldisc
[... disk] die; -, -s (zu engl. disc „Schallplatte“): svw. 2Single
(b). Sinlglelton ['smgltən] der; -, -s (aus gleichbed. engl.
singleton): a) engl. Bez. für nur aus Spielkarten gleicher
Farbe bestehendes Blatt in der Hand eines Spielers;
b) engl. Bez. für Trumpf im Kartenspiel
Sing-out ['sɪŋlaut, 'sɪŋ'aut, sɪŋ'aut] das; -[s], -s (aus gleich
bed. engl. sing-out zu to sing out „(laut) singen“): (von pro
testierenden Gruppen veranstaltetes) öffentliches Singen
von Protestliedern
Sinlgullar der; -s, -e (aus gleichbed. lat. (numerus) singu
laris, vgl. singulär): 1. (ohne Plur.) Numerus, der beim No
men u. Pronomen anzeigt, dass dieses sich auf eine einzige
Person od. Sache bezieht, u. der beim Verb anzeigt, dass
nur ein Subjekt zu dem Verb gehört; Einzahl. 2. Wort, das
im Singular steht; Singularform; Abk.: Sing.; Ggs. îPlu
ral. sin|gu|lär(unter Einfluss von/r. singulier aus Zar. sin
gularis „zum Einzelnen gehörig; vereinzelt; eigentümlich“
zu singulus „einzeln, einer allein“): 1. vereinzelt vorkom
mend, einen Einzel- od. Sonderfall vorstehend. 2. einzig
artig. SinlgullalreltanltumiZas; -s, Plur. -su. Singularia
tantum (zu lat. singularis (vgl. singulär) u. tantum „nur“):
nur im Singular vorkommendes Wort (z.B. das All;
Sprachw.). Singullaris der; -, ...res [,,,re:s] (aus lat. sin
gularis; vgl. Singular): (veraltet) svw. Singular, sinlgullarisch: a) den Singular betreffend; b) im Singular [ge
braucht, vorkommend]. Sin|gu|la|ris|mus der; - (zu
f...ismus ( 1 )> : metaphysische Lehre, nach der die Welt als
eine Einheit aus nur scheinbar selbstständigen Teilen an
gesehen wird (Philos.); Ggs. ÎPluralismus (1). SinlgullariltätrZre; -, -en (aus spätlat. singularitas, Gen. singulari
tatis „das Einzelnsein, Alleinsein“) : 1. vereinzelte Erschei
nung; Seltenheit, Besonderheit. 2. bestimmte Stelle, an der
sich eine Kurve od. Fläche anders verhält als bei ihrem
normalen Verlauf (Math.). 3. zu einer bestimmten Zeit des
Jahres stetig wiederkehrende Wettererscheinung (Mete
or.). Sinlgullalrilum das; -s, ...ien [...ion] (zu t...arium):
(veraltet) svw. Spezifikum (2). Sin|gu|latjsuk|zes|si|on
die; -, -en (zu lat. singularis, vgl. singulär): Eintritt in ein
einzelnes, bestimmtes Rechtsverhältnis (Rechtsw.). Singulett das; -s, -s (aus gleichbed. engl. singlet zu single,
Singultus
vgl. ‘Single): einfache, nicht aufgespaltete Spektrallinie
(Phys.)
Sinlgulltus der; -, - [.. ,tu:s] (aus lat. singultus „das Schluch
zen, Schlucken“ zu singultare „schluchzen“): Schluckauf
(Med.)
Sinlhalljt [auch ... lit] der; -s, -e (nach Sinhala, dem Sans
kritnamen für die Insel Ceylon, u. zu T?...it): ein gelbliches
bis tiefbraunes Mineral
Silnia die; - (aus gleichbed. nlat. Sinia zu gr. Sinai, vgl. Sin
anthropus): eine geotektonische Aufbauzone (Geol.). Sinilde der; -n, -n (zu TSiniau. t...ide): zu den ÎMongoliden
gehörende Menschenform
Silnilgrin* das; -s (Kunstw. aus lat. ʌmapis nigra, „schwar
zer Senf' u. t ...in (1)): in dem Samen des Schwarzen Senfs
u. in anderen Kreuzblütlern enthaltenes t Glykosid, das
bei der 1 Hydrolyse in Senföl u. Traubenzucker gespalten
wird (Biochem.)
Sil ni I ka die (Plur.) (zu 1 Sinia u. t...ika): Werke aus u. über
China
silnislter ilat.; eigtl. „links“): 1. links, linker (Med.). 2. un
heilvoll, unglücklich, zwielichtig, silnisltra* malno vgl.
mano sinistra. Silnisltrolpolsiltilpn* die;-, -en: anomale
Lage eines Organs in der linken Körperhälfte statt in der
rechten (Med.)
Silnilum ¿fas; -s (zu TSinia u. t,,,ium): wenig Imetamorphe
Gesteinsserie des Jungproterozoikums in China (Geol.)
Sinn Fein ['ʃɪn ’fein] die; - (aus ir. Sinn Fein, eigtl. „wir
selbst“): 1905 gegründete nationalistische Bewegung in Ir
land. Sinnlfeilner ['ʃɪnfe:nn] der; -s, -: Anhänger der Sinn
Fein
Silnollolge der; -n, -n (zu gr. Sinai (vgl. Sinanthropus) u.
I...loge): jmd., der sich wissenschaftlich mit der chines.
Sprache u. Literatur befasst (z.B. Hochschullehrer, Stu
dent). Silnollolgie die; - (zu I ...logie): Wissenschaft von
der chines. Sprache u. Literatur, silnollolgisch (zu! ...lo
gisch): die Sinologie betreffend
Silnolpie [...in] die; -, ...ien (nach der türk. Stadt Sinop, aus
der urspr. die Erdfarbe stammte, u. zu t‘...ie>: in roter Erd
farbe auf dem Rauputz ausgeführte Vorzeichnung bei Mo
saik u. Wandmalerei (Kunstw.)
Silnolskolpie*, Sinuskopie die; -, ...ien (zu t Sinus u.
î...skopie): Îendoskopische Untersuchung der Nasenne
benhöhlen, vor allem der Kieferhöhlen, zur Diagnose von
Entzündungen u. Geschwülsten (Med.)
Sinltilza die; -, -s (zu tSinto): weibliche Form zu TSinto.
Sinito der: -, ...ti (meist Plur.) (vieil, nach der Herkunft ih
rer Vorfahren nach der nordwestind. Region Sindh): An
gehöriger einer im deutschsprachigen Raum beheimateten
Gruppe eines urspr. aus Indien stammenden Volkes (das
vielfach als diskriminierend empfundene Zigeuner erset
zende Selbstbezeichnung); vgl. Rom
Silnuliltis vgl. Sinusitis, siinulös (aus gleichbed. lat. si
nuosus zu sinus, vgl. Sinus): buchtig, gewunden, Falten od.
Vertiefungen aufweisend (von Organen od. Organteilen;
Med.). Silnus der; -, Plur. - [...nu:s] u. -se (aus (m)lat. si
nus. Herkunft ungeklärt): 1. Winkelfunktion im recht
winkligen Dreieck, die das Verhältnis der Gegenkathete
zur Hypotenuse darstellt; Zeichen sin (Math.). 2. a) Hohl
raum, bes. innerhalb von Schädelknochen; b) venöses Blut
führender Kanal zwischen den Hirnhäuten (Med.). Sinus ar rhyth mie die; -, ...ien [,,,i:ən]: unregelmäßiger
Herzschlag infolge Störung der Reizleitung im Sinuskno
ten (Med.). Silnulsiltis u. Sinuitis ¿/ze; -, ...itiden (zu
î ...itis): 1. Entzündung einer Nasennebenhöhle (Med.). 2.
Entzündung eines Hirnblutleiters (Med.).Si|nu|sko|pie*
vgl. Sinoskopie. Si|nus|kur|ve die; -, -n: zeichnerische
Darstellung der Sinusfunktion (vgl. Sinus) in einem Koor
dinatensystem (Math.). Silnus|li|ne|al das; -s, -e: in der
Mess- u. Prüftechnik verwendetes Prüf- u. Fertigungs
1246
hilfsmittel, mit dem Winkel mithilfe von Parallelendmaßen
auf der Grundlage der Sinusfunktion eingestellt u. über
prüft werden können. si|nu|so|id (zu t...oid): hohlraum
ähnlich (Med.). Silnulsolid das; -s, -e: hohlraumähnliche
Ausbuchtung in einem Organ (z.B. im Herzmuskel;
Med.). Silnusithromlbolse die; -, -n: Blutpfropfbildung
in einem Blutleiter der harten Gehirnhaut (Med.)
Si|pa|ri|um das; -s, ...ien [...inn] (aus gleichbed. lat. sipari
um, eigtl. „kleines Segel“, Verkleinerungsform von sipa
rum, supparum „Topp-, Bramsegel“): (veraltet) Vorhang,
bes. im Theater
Silpho der; -s, ...onen (aus lat. sipho, Gen. siphonis „(Was
serrohre, Saugröhre; Feuerspritze“, dies aus gr. siphön):
Atemröhre der Schnecken, Muscheln u. Tintenfische. Si
phon ['zɪ:fð, zi'fð:, österr. zi'fo:n] der; -s, -s (aus gleichbed.
fr. siphon, eigtl. „Saugheber“, dies aus lat. sipho, vgl. Sipho): 1. s-förmiger Geruchsverschluss bei Wasserausgüs
sen zur Abhaltung von Abwassergasen. 2. Getränkegefäß,
aus dem beim Öffnen die eingeschlossene Kohlensäure die
Flüssigkeit herausdrückt (Siphonflasche). 3. (österr. ugs.)
Sodawasser. 4. Abflussanlage, die unter eine Straße führt;
vgl. Kanalisation, silpholnal (zu TSipho u. T ‘...al (1)):
sch'auchförmig, ohne Zellgrenzen; Organisationsform
der Schlauchalgen u. mancher Pilze. Silpholnolgalmie
die; - (zu î...garnie): Pollenschlauchbefruchtung, bei Sa
menpflanzen das Heranführen der Spermazellen an den
weiblichen Î Gametophyten durch den Pollenschlauch vor
der Befruchtung (Bot.). Si|pho|no|pho|re die; -, -n
(meist Plur.) (zu ɪ,,,phor): Staats- od. Röhrenqualle
Silpo das; - (aus dem Afrik.): rotbraunes, witterungsfestes,
mittelschweres Holz eines westafrik. Zedrachgewächses,
das als Rahmenholz u. Furnier verwendet wird
Sir [sə:] der; -s, -s (aus engl. sir, dies aus fr. sire, vgl. Sire): a)
allgemeine engl. Anrede (ohne Namen) für Herr; b) engl.
Adelstitel; vgl. 2Dame. Sire [si:r] (aus gleichbed. fr. sire,
dies über das Vulgärlat. zu lat. senior, vgl. senior): Majes
tät (franz. Anrede an einen Monarchen)
Silrelne die; -, -n (über spätlat. Siren(a) ausgr. Seirën, Plur.
Seirenes (eines der weiblichen Fabelwesen der griech. My
thologie, die mit ihrem betörenden Gesang vorüberfahren
de Seeleute anlockten, um sie zu töten), Bed. 2 über gleich
bed. fr. sirène): 1. schöne, verführerische Frau. 2. Anlage
zur Erzeugung eines weithin hörbaren Alarm- od. Warn
signals. 3. eine Säugetierordnung (Seekühe)
Silri lol melter das; -s, - (zuZzzZ. Sirius „Hundsstern“ (ausgr.
Seirios) u. I'...meter): in der Astronomie u. Astrophysik
verwendete Längeneinheit ( = 1,495 x 10‘4km)
Si rok ko der: -s, -s (aus/r. siroe(e)o, dies aus it. scirocco):
(selten) svw. Schirokko
SirltaIki der; -, -s (aus gleichbed. ngr. (mdal.) syrtäke zu syrtós „Rundtanz“): von Männern getanzter griech. Volks
tanz, der langsam beginnt u. immer schneller wird, in Ket
ten- od. Kreisform getanzt
Silrup der; -s, -e (über mlat. sirup(p)us, syrupus „süßer
Heiltrank“ aus arab. saräb „Trank“): a) eingedickter,
wässriger Zuckerrübenauszug; b) zähflüssige Lösung aus
Zucker u. Wasser od. Fruchtsaft
Sirlvenltes [...v...] das; -, - (aus provenzal. sirventes, ser
vent „Dienstlied“ zu sirvent „Diener“, dies zu lat. ser
viens, Gen. servientis, Part. Präs, von servare, vgl. servie
ren): politisch-moralisierendes Rügelied der provenzal.
Troubadoure
Silsal der; -s (nach der mex. Hafenstadt Sisal): Faser aus
den Blättern einer Î Agave, die zur Herstellung von Seilen
u. Säcken verwendet wird
sis|tie|ren (aus lat. sistere „stehen machen, anhalten“): 1.
ein Verfahren unterbrechen, vorläufig einstellen
(Rechtsw.). 2. jmdn. zur Feststellung seiner Personalien
zur Wache bringen. Sisltielrung die; -, -en (zu t...ie-
1247
rung): 1. Unterbrechung, vorläufige Einstellung eines Ver
fahrens (Rechtsw.). 2. das Feststellen der Personalien auf
der Polizeiwache
Sisltrum* das; -s, ...tren (aus gleichbed. lat. sistrum, dies
aus g/: selstron): ein altägypt. Rasselinstrument
Sisyphusarbeit [auch 'zi...]die; - (nach Sisyphus (gr. SÍsyphos), in der griech. Mythologie wegen Verrats an den
Göttern dazu verdammt, im Hades einen Felsblock einen
steilen Berg hinaufzuwälzen, der kurz vor Erreichen des
Gipfels immer wieder ins Tal zurückrollte): sinnlose An
strengung, vergebliche Arbeit
si talculislses, phi lo so phus manlsislses [- taku... -] (lat.; nach Boethius’ „Trostbuch der Philosophie“ II, 7):
wenn du geschwiegen hättest, wärest du ein Philosoph ge
blieben
Siltar der; -[s], -[s] (aus gleichbed. Hindi sitär, dies aus dem
Pers.): ein iran. u. ind. Zupfinstrument
Si|ta|tun|ga die; -, -s (aus dem Afrik.): eine Antilope, die in
Sumpfgebieten, in Schilf- u. Papyrusdickichten Afrikas
südlich der Sahara lebt
Sitlcom [...kom] die; -, -s (aus gleichbed. engl. sitcom, kurz
für .situation comedy): Situationskomödie, Komiksendung
im Fernsehen, deren Gags aus der Situation heraus entste
hen
Site [ sait, engl. 'sʌɪt] dze; -, -s (aus engl. site „Standort, Stel
le“): Kurzform von ÎWebsite. Sitelmap [...mep, engl.
...mæp] die; -, -s (aus gleichbed. engl. sitemap zu Î Site u.
map ,,[Land]karte“, dies aus mlat. mappa mundi, eigtl.
„Blatt der Welt“ zu lat. mappa „Serviette“ u. mundi, Gen.
V. mundus „Welt“): Inhaltsverzeichnis einer Website
Si|ti|eir|gie die; -, ...ien (zu gr. sition „Speise, Nahrungs
mittel“, eirgein „ausschließen, abhalten; sich fern halten“
u. t2...ie): Nahrungsverweigerung bei geistig Behinderten
(Med.)
Sit-in, auch Sitlin das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. sit-in zu
to sit in „teilnehmen, anwesend sein“): demonstratives
Sichhinsetzen einer Gruppe von Demonstranten zum Zei
chen des Protests, Sitzstreik
Silti|o|ma|nie u. Siltolmalnie die; -, ...ien (zu gr. sition
(vgl. Sitieirgie) u. î ...manie): krankhafte Esssucht (Med.).
Siltolpholbie die; -, ...ien (zu î ...phobie (a)): übersteiger
te, zwanghafte Angst vor dem Essen (Med., Psychol.)
Siltulaltilon die; -, -en (aus gleichbed. fr. situation zu situer
„in die richtige Lage bringen“, dies aus mlat. situare zu lat.
situs „Lage, Stellung“): 1. a) Verhältnisse, Umstände, in
denen sich jmd. [augenblicklich] befindet; jmds. augen
blickliche Lage; b) Verhältnisse, Umstände, die einen all
gemeinen Zustand kennzeichnen; allgemein herrschende
Lage. 2. Lageplan (Geogr.). 3. die Gesamtheit der äußeren
Bedingungen des sozialen Handelns u. Erlebens (Soziol.).
s i 11 u I a I ti I o I n e 11 (zu t,,,ell): svw. situativ. Siltulaltilonist ¿er; -en, -en (zu Î ...ist) : jmd., der sich schnell u. zu sei
nem Vorteil jeder [neuen] Lage anzupassen versteht; vgl.
Opportunist. Siltulaltilonslethikdie;-: Ethik, die nicht
von sittlichen Normen ausgeht, sondern die sittliche Ent
scheidung von der jeweiligen konkreten Situation des Han
delnden abhängig macht. Siltulaltilonslkolmik die;
unfreiwillige Komik, bei der ein an sich ernsthaftes od. all
tägliches Geschehen zu einer lächerlichen Situation führt.
Si|tu|a|ti|gns|ko|möidie [...is] die; -, -n: Komödie, de
ren Komik bes. durch Verwechslungen, Verkettung über
raschender Umstände, Intrigen o.Ä. entsteht. Siltulaltionsphobie die; -, -ien (zu î...phobie (a)): übersteigerte,
zwanghafte Angst in bestimmten Situationen (Psychol.,
Med.). si|tu|a|tiv (zu I ...iv>: durch die (jeweilige) Situati
on bedingt, siltulielren (aus gleichbed. fr. situer, vgl. Si
tuation): 1. a) (bes. Schweiz., sonst veraltend) an einem be
stimmten Ort einrichten o. Ä. ; [an]ordnen; b) in einen Zu
sammenhang stellen, einbetten (Sprachw.). 2. stellen
skabrös
(meist als Partizip Perfekt in Verbindung mit Adjektiven
wie „gut“ gebraucht, z. B. gut situiert = wirtschaftlich gut
gestellt). Si|tu|ie|rung die; -, -en (zu t...ierung>: a) (bes.
Schweiz., sonst veraltend) Lage, Anordnung (z. B. von Ge
bäuden); b) Stellung [einer Äußerung] im Kontext
(Sprachw.)
Si Itu I la die; -, ...ulen (aus lat. situla „(Wein)krug, Eimer“):
vorgeschichtliches, meist aus Bronze getriebenes, eimer
artiges Gefäß (bes. für die Eisenzeit typisch)
Siltus der; -, - [,,,tu:s] (aus lat. situs „Lage, Stellung“): 1. a)
[natürliche] Lage der Organe im Körper ; b) Lage des Î Fe
tus in der Gebärmutter (Med.); vgl. in situ. 2. Funktions
bereich von Personen od. Gruppen mit gleichem Status in
der sozialen Hierarchie (Soziol.)
sit velnia ver bo [- v... v...] (lat.; „dem Worte sei Verzei
hung [gewährt]“): man möge mir diese Ausdrucksweise
gestatten, nachsehen; Abk. : s. v. v.
Silvan [...v...] vgl. Siwan
Si|va|pi|the|cus [,,,va'pi:tekʊs] der; -, ...ci [,..tsi] (aus nlat.
sivapithecus (nach dem Fundort Siwalik Hills im Himala
ja) u. zu gr. pithekos „Affe“): fossiler Menschenaffe aus
dem I Miozän u. T Pliozän mit stark menschlichen Merk
malen
Silvas [...v...] der; -, - (nach der gleichnamigen türk. Stadt):
ein vielfarbiger, meist rotgrundiger Teppich mit pers. Mus
terung
si vis palcem, paira belllum [- vi:s pa:tsɛm - -] (lat.):
wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor
Si Iwan der; - (aus gleichbed. hebr. sivän): neunter Monat im
jüd. Kalender (Mai/Juni)
Six Days ['sɪks 'deɪz], auch Sixldays die (Plur.) (kurz aus
engl. ugs. six days für six-day race): engl. Bez. für Sechs
tagerennen (Sport). Sixlpack [...psk, engl. ...pak] das od.
der; -s, -s (aus gleichbed. engl. six-pack zu six u. pack, dies
über mittelengl. aus mittelniederl. u. mittelniederd. pak): 1.
(in Bezug auf Getränke, bes. Bier, in Dosen) Sechserpa
ckung. 2. Waschbrettbauch (Jargon). Sixlpence [...pans]
der; -, - (aus engl. sixpence, eigtl. „sechs Pence“; vgl. Pen
ny): bis 1971 in Umlauf befindliche engl. Silbermünze im
Wert von 0,5 Î Shilling. Sixt die; -, -en (zu lat. sexta, eigtl.
„sechste (Fechtbewegung)“, dies zu sextus, vgl. Sext):
Fechtstellung mit gleicher Klingenlänge wie bei der ÎTerz
(2), jedoch mit anderer Haltung der Faust. Sixte ajou
tée [sikstaʒu'te:] die; - - (ausfr. sixte ajoutée „hinzugefügte
Sexte“): die einem Dur- od. Molldreiklang als charakteris
tische Dissonanz hinzugefügte Sexte (Mus.). Six|ty-nine
[siksti'nain] das; - (aus gleichbed. engl. sixty-nine, eigtl.
„neunundsechzig“, nach der Stellung der Partner, die mit
dem Bild der liegend geschriebenen Zahl 69 verglichen
wird): (Jargon) [von zwei Personen ausgeübter] gleichzei
tiger gegenseitiger oraler Geschlechtsverkehr; Neunund
sechzig
SiIzillilalne die; -, -n (zu it. siciliana. Fem. von siciliano „si
zilianisch“): aus Sizilien stammende Abart der (Stanze
mit nur zwei Reimen. Si|zi|li|a|no vgl. Siciliano. Silzillienne [...'lien] die; - (aus fr. sicilienne, eigtl. Fern, von sici
lien „sizilianisch“): svw. Eolienne
Ska der; -[s] (Herkunft ungeklärt): Musikstil, der sich in Ja
maika aus dem T Rhythm and Blues entwickelte u. zum
Vorläufer des „behäbigeren“ Î Reggae wurde (Mus.)
Skalbiles [...bies] Ae; - (aus lat. scabies „Rauigkeit; Räude,
Krätze“ zu scabere „kratzen“); durch die Krätzmilbe her
vorgerufene Hautkrankheit (Krätze; Med.), skalbilös
(aus lat. scabiosus „rau; krätzig, räudig“; vgl. ...ös): krät
zig, die typischen Hauterscheinungen der Krätze zeigend
(Med.). Skalbiolse die; -, -n (aus nlat. scabiosa, Fem. zu
lat. scabiosus, vgl. skabiös): Pflanzengattung der Karden
gewächse mit zahlreichen einheimischen Kräutern u. Zier
pflanzen. skalbrös* (aus gleichbed. fr. scabreux, dies aus
Skadenz
spätlat. scabrosus „rau, schäbig“ zu lat. scaber) : (veraltet)
heikel, schlüpfrig
Skaldenz die; -, -en (aus gleichbed. it. scadenza zu scadere
„fällig sein“, dies aus lat. cadere) : (veraltet) Verfallzeit
(Wirtsch.)
Skai® das; -[s] (Kunstw.): ein Kunstleder
skäl [sko:l] (aus gleichbed. schwed., dän. skäl, eigtl. „Trink
schale“): wohl bekomms!, zum Wohl! (Prositruf in Skan
dinavien)
Skalla die; -, Plur. Skalen u. -s (über it. scala „Treppe, Lei
ter“ aus gleichbed. lat. scalae (Plur.) zu scandere, vgl.
skandieren): 1. (eingedeutscht auch Skale) Maßeinteilung
an Messinstrumenten (Techn.). 2. beim Mehrfarbendruck
die Zusammenstellung der Farben, mit denen jede Platte
gedruckt werden muss (Druckw.). 3. Tonleiter (Mus.). 4.
Stufenleiter, vollständige Reihe zusammengehöriger, sich
abstufender Erscheinungen, skallar (nach lat. scalaris
„zur Leiter gehörend“): durch Îreelle Zahlen bestimmt
(Math.). ’’Skallar der; -s, -e (zu ! skalar): eine math. Grö
ße, die allein durch einen Zahlenwert bestimmt wird
(Math.). 2Skallar der; -s, -e (aus nlat. scalare, Neutrum
von scalaris „leiterförmig“, nach dem Streifenmuster des
Fisches): Süßwasserfisch aus dem Amazonasgebiet, ein
Segelflosser. Ska|lar|pro|dukt das; -[e]s, -e (zu Î’Ska
lar): Produktbildung aus zwei Vektoren, die einen 'Skalar
ergibt (Math.)
Skallde der; -n, -n (aus gleichbed. altisländ. skäld): altnord.
Dichter u. Sänger
Skalle vgl. Skala (1). Skallen: Plur. von 1 Skala
skallelnisch (aus gleichbed. gr. skalenös): ungleich, un
gleichseitig (von Dreiecken; Math.). Ska|le|nole|der
das; -s, - (zu gr. hédra „Sitz(fläche)“): Vielflächner mit 12
ungleichseitigen Dreiecken als Oberfläche (Math.)
Ska lien Itranslforlmalti Ion die; - (zu Î Skala u. ÎTransfor
mation): Einführung dimensionsloser Variablen in die ma
thematische Beschreibung eines physikalischen Systems
(Phys.), skallielren (zu !..deren): Verhaltensweisen od.
Leistungen in einer statistisch verwendbaren Wertskala
einstufen (Psychol., Soziol.). Skallielrung die; - (zu t...ierung): Verfahren, kontinuierliche Größen od. bewertbare
Relationen durch Einrichten einer Skala messbar zu ma
chen
Skalp der; -s, -e (aus gleichbed. engl. scalp, eigtl. „Hirn
schale, Schädel“, dies vermutlich aus dem Altnord.): die
abgezogene Kopfhaut des getöteten Gegners als Siegeszei
chen bei den Indianern Nordamerikas (Völkerk.)
Skai pell das; -s, -e (aus gleichbed. lat. scalpellum, Verklei
nerungsform von scalprum „Messer“, dies zu scalpere
„ritzen, schneiden“): kleines chirurgisches Messer mit
feststehender Klinge
skallpielren (zu tSkalp u. !..deren): a) den tSkalp neh
men; b) die Kopfhaut abziehen. Skallpielrung die; -, -en
(zu t...ierung): das Skalpieren, das Skalpiertwerden (z.B.
bei Unglücksfällen)
Skalmulsik die; - (zu TSka): svw. Ska
Skanldal der; -s, -e (über gleichbed. (alt)fr. scandale aus
spätlat. scandalum „Anstoß, Ärgernis“, dies aus gr. skándalon, vgl. Skandalon): 1. Ärgernis; Anstoß u. aufsehen
erregendes Geschehnis; schockierendes Vorkommnis. 2.
(landsch. veraltend) Lärm, Radau. Skan|dal|chro|nik
die; -, -en: Schilderung einer Reihe von Skandalen (1).
skanldallielren (zu !.. deren): (veraltet) lärmen, skandallilsielren (zu ! ...isieren): (veraltend) etwas zu einem
Skandal machen; Anstoß nehmen. Skanldallon das; -[s]
(aus gleichbed. gr. skändalon, eigtl. „Fallstrick“): (veral
tet) Anstoß, Ärgernis, skanldallös (nach gleichbed. fr.
scandaleux, dies aus mlat. scandalosus zu spätlat. scanda
lum, vgl. Skandal): ärgerlich, unglaublich, unerhört; an
stößig. Skan|dal|pres|se die; -: Teil der Presse (2 a), der
1248
seine Leser mit reißerischen Berichten über Skandale (1)
zu interessieren versucht
skan|die|ren (aus gleichbed. Zat. scandere, eigtl. „(stufen
weise) emporsteigen“): a) Verse taktmäßig, mit besonde
rer Betonung der Hebungen u. ohne Rücksicht auf den
Sinnzusammenhang lesen; b) rhythmisch abgehackt, in
einzelnen Silben sprechen
Skanldi|na|vis|mus [,.,v...] der; -, ...men (nach der nord
europäischen Halbinsel Skandinavien u. zu !...ismus (4)):
1. Eigentümlichkeit einer skand. Sprache. 2. einer skand.
Sprache nachgebildete Eigentümlichkeit in einer anderen
Sprache (Sprachw.). Skan|di|na|vist der; -en, -en (zu
T...ist): svw. Nordist. Skan|di|na|visltik die; - (zu !...istik): svw. Nordistik. Skanldilum vgl. Scandium
Skanlsen das; -s, - (nach der Anlage des Nordischen Mu
seums in Stockholm (Schweden)): Freilichtmuseum, bes.
für Volksarchitektur
Skanlsilon die; -, -en (aus lat. scansio „das Steigen“ zu
scandere, vgl. skandieren): (veraltet) Messung eines Ver
ses, Bestimmung des Versmaßes; das Skandieren
Skalphanlder der; -s, - (zu îSkaphe u. gr. anër, Gen. an
dres „Mann“): 1. Schutzanzug für extreme Druckverhält
nisse (z. B. für Raumfahrer). 2. (veraltet) Schutzanzug für
Taucher. Skalphe die; -, -n (aus gr. skáphe „ausgehöhlter
Körper, Hülle; Kahn“): altgriech. Sonnenuhr in Form ei
ner oben offenen Schale mit Schattenstab. Skalphit [auch
... fit] der; -en, -en (zu !2...it): kahnförmiger î'Ammonit.
Ska|pho|ze|pha|lus der; -, ...li (zu gr. kephalê „Kopf“):
fehlgebildeter Schädel von kahnförmigem Aussehen
(Med.)
Skalpollith [auch ... lit] der;Gen. -su. -en, Plur. -e[n] (zu gr.
skäpos „Stab“ (nach den oft lang gestreckten Kristallen)
u. T ...lith) : ein farbloses bis weißes, glänzendes Mineral
Ska|pu|la|man|tie u. Skalpu|la|man|tik die; - (zu lat.
scapula „Schulterblatt“ u. gr. manteia „das Weissagen“
bzw. tMantik): das Weissagen aus den Rissen im Schul
terblatt [eines Schafes]. Skalpullier das; -s, -e (aus gleich
bed. mlat. scapularium zu lat. scapulae (Plur.) „Schultern,
Rücken“): Überwurf über Brust u. Rücken in der Tracht
mancher Mönchsorden
Skalralbälenlgemlme die; -, -n (zu ! Skarabäus u. ! Gem
me): svw. Skarabäus (2). Ska|ra|ba|us der; -, ...äen (aus
lat. scarabaeus „Holzkäfer“, dies aus gr. kärabos): 1. Pil
lendreher (Mistkäfer des Mittelmeergebietes), im alten
Ägypten heilig als Sinnbild des Sonnengottes. 2. als Amu
lett od. Siegel benutzte [altägypt.] Nachbildung des Pillen
drehers in Stein, Glas od. Metall
Skalralmuz der; Gen. -u. -es, Plur. -e (aus it. Scaramuccio,
fr. Scaramouche): Charakterfigur der ital. TCommedia
dell’Arte u. des franz. Lustspiels (prahlerischer Soldat)
Skalre das; -s (aus norw. skare „Schneekruste“): zähflüssi
ges Skiwachs für Eis u. Harsch
Skairilfilkaltilgn die; -, -en (aus spätlat. scarificatio „das
Ritzen, Schröpfen“ zu scarificare, vgl. skarifizieren): klei
ner Einschnitt od. Stich in die Haut zur Blut- od. Flüssig
keitsentnahme od. zu einem therapeutischen Zweck
(Med.), skalrilfilzielren (aus gleichbed. spätlat. scarifi
care zu lat. scarifus „Riss“, dies aus gr. skäriphos, eigtl.
„(Um)riss“): die Haut zu diagnostischen od. therapeu
tischen Zwecken anritzen
Skalrilol der; -s (über älter fr. scarole, it. scariola aus spät
lat. escarióla „Endivie“): svw. Eskariol
skar la,ti ni,form (zu vulgärlat. febris scarlatina „Schar
lach“ (zu mlat. scarlatum „rote Farbe“) u. !...lorm):
scharlachähnlich (von Hautausschlägen od. Erkrankun
gen; Med.)
Skarn der; -s, -e (aus gleichbed. schwed. skarn, eigtl.
„Schmutz“): durch !Kontaktmetamorphose entstandene
Lagerstätte mit Eisen u. Edelmetallen (Geol.)
1249
(aus it. scarto „Ausschussware“ zu scartare,
vgl. Skat): (össterr.) Kiloware (Philatelie), skarltielren
(aus gleichbed. it. scartare): (österr. Amtsspr.) alte Akten
u.a. ausscheiden
Skas i/Ze; - (aus russ. skaz „Erzählung“ zu skazat' „sagen,
erzählen") : russ. literaturwissenschaftlicher Begriff für ei
ne fingierte, stark persönlich geprägte Erzählweise, die
sich von den schriftsprachlichen Normen der russ. Litera
tur durch Verwendung zahlreicher umgangssprachlicher
u. mundartlicher Wörter u. Wendungen unterscheidet
Skat der; -[e]s, Plur. -e u. -s (aus it. scarto „das Wegwerfen
(der Karten); die abgelegten Karten; Ausschuss)ware)“
zu scartare „Karten wegwerfen, ablegen“ zu carta „Pa
pier; (Spiel)karte“, dies aus lat. charta „Papier“): 1. deut
sches Kartenspiel für drei Spieler. 2. die zwei bei diesem
Kartenspiel verdeckt liegenden Karten
Skateiboard [skeɪtbɔ:d] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
skateboard zu to skate (vgl. 2skaten) u. board „Brett“): als
Spiel- u. Sportgerät dienendes Brett auf vier federnd gela
gerten Rollen, mit dem man sich stehend [mit Abstoßen]
fortbewegt u. das nur durch Gewichtsverlagerung gesteu
ert wird, Rollerbrett. skate|boar|den [,,,bɔ:dn] (aus
gleichbed. engl. to skateboard): Skateboard fahren.
Skatelboarlder [,,,bɔ:du] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
Skateboarder): jmd., der Skateboard fährt. Skateboar
ding das; -s (aus gleichbed. engl. skateboarding): sportli
che Betätigung, bei der man auf einem Skateboard fährt
'skalten [zu TSkat): (ugs.) Skat spielen
2skalten [’skeitn] (aus engl. to skate „gleiten, rollen“): a)
mit, auf einem Skateboard fahren; b) auf tlnlineskates
laufen
'Skalter der; -s, - (zu TSkat): (ugs.) Skatspieler
2Ska|ter [skeitn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. skater zu to
skate, vgl. 2skaten): a) jmd., der mit, auf einem Î Skate
board fährt; b) jmd., der auf Î Inlineskates läuft. Skalting
['skeɪtɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. skating, eigtl. „das
Gleiten“) : 1. das "Skaten. 2. freie Lauftechnik im Langlauf
(Skisport). 3. Kurzform von tSkatingeffekt u. tSkating
kraft. SkaltinglefIfekt ['skeitɪŋ...] der; -[e]s, -e: infolge
der Skatingkraft ungleicher Druck, mit dem der Tonab
nehmer auf der inneren u. äußeren Seite der Rille einer
Schallplatte aufliegt. SkaltinglkraftiZie; -, ...kräfte: vom
Tonabnehmer auf die innere Seite der Rille einer Schall
platte ausgeübte Kraft
Skaltol das; -s (zugr. skätos, Gen. von skör „Kot“ u. T...0I):
übel riechende, bei der Fäulnis von Eiweißstoffen entste
hende chem. Verbindung (z.B. im Kot). Skaltollolgie
die; - (zu î..,logie); 1. die wissenschaftliche Untersuchung
von Kot. 2. Vorliebe für das Benutzen von Ausdrücken aus
dem Analbereich, skaltollolgisch (zu Î...logisch): 1. die
wissenschaftliche Untersuchung von Kot betreffend, auf
ihr beruhend. 2. eine auf den Analbereich bezogene Aus
drucksweise bevorzugend, skaltolphag (zu T...phag):
svw. koprophag. Skaltolphalge der u. die; -n, -n (zu
Î...phage): svw. Koprophage. Skaltolphalgie die; - (zu
t...phagie): svw. Koprophagie. Ska|to|phi|lie tZZe; - (zu
t ...philie): svw. Koprophilie
Skazon der; -s, ...zonten (aus /at. scazon „(der) hinkend(e
Jambus)“, dies aus gleichbed. gr. skäzön, eigtl. Part. Präs,
von skázein „hinken“): svw. Choliambus
Skeetlschielßen ['ski:t...] das; -s (nach gleichbed. engl.
skeet (shooting), vielleicht zu altnord. skot „Schuss“ (u.
engl. to shoot „schießen“)): Wettbewerb des Wurftauben-,
Tontaubenschießens, bei dem die Schützen halbkreisför
mig um die Wurfmaschinen stehen u. auf jede Taube nur
einen Schuss abgeben dürfen (Sport)
Skellet vgl. 'Skelett (1). ske|le|tie|ren vgl. skelettieren
(4). skelleltolgen (zu Î ...gen): Knochen bildend (Med.).
Skellelton ['skɛlətn, ...letón] der; -s, -s (aus gleichbed.
Skart der: -[e]s
Skiagrafie
engl. skeleton, eigtl. „Gerippe, Gestell“, dies aus gr. ske
leton, vgl. 'Skelett): niedriger, schwerer Sportrennschlit
ten (Wintersport). Ske|le|to|to|pie [skeleto...] die; - (zu
gr. skeleton (vgl. 'Skelett), topos „Ort, Stelle“ u. t2...ie):
Lagebeziehung eines Organs zum 'Skelett (Med., Biol.).
skeletotolpisch: die Lage eines Organs im Verhältnis
zum 'Skelett bezeichnend (Med., Biol.). ’Skellett das;
-[e]s, -e (unter Einfluss von fr. squelette aus gr. skeleton
(sorna) ,,ausgetroeknet(er Körper), Mumie“ zu skeletös
„ausgetrocknet“, dies zu skéllesthai „vertrocknen, aus
trocknen"): 1. (medizinisch fachspr. auch noch Skelet) in
neres od. äußeres, [bewegliches] stützendes Körpergerüst
aus Knochen, Chitin od. Kalk bei Tieren u. dem Men
schen; Gerippe (Biol., Med.). 2. das zur Festigung von
Pflanzenorganen dienende Gewebe (Bot.). 3. der tragende
Unterbau, Grundgerüst (Bauw.). 2Ske|lett die; - (zu
T 'Skelett, nach ihrem Aussehen): aus relativ dünnen Stri
chen bestehende Schrift. Skellettlbolden der; -s, ...böden (zu t'Skelett): Bodenkrume mit groben Mineral- u.
Gesteinsteilen (in Gebirgen), skelletltielren (zu t...ieren): 1. das 'Skelett (1) bloßlegen (von Menschen u. Wir
beltieren). 2. [ein Blatt] bis auf das 'Skelett (2) abfressen.
3. zum 'Skelett (1) werden. 4. (medizinisch fachspr. auch
noch skeletieren) Verbindungen eines Organs zu Nachbar
organen operativ durchtrennen (Med.). Skellettlsubstanzen* die (Plur.): Substanzen, die Waschmitteln zur
Verbesserung der Waschwirkung zugesetzt werden, selbst
aber nicht grenzflächenaktiv sind (z. B. Soda)
Skelne [ske ne:] die; -, ...nai (aus gleichbed. gr. skënë, eigtl.
„Zelt, Hütte“): im altgriech. Theater ein Ankleideräume
enthaltender Holzbau, der als Bühnenabschluss diente u.
vor dem die Schauspieler auftraten; vgl. Szene. Skelnogralfie, auch ...gralphie rfze; - (aus gleichbed. gr. skënographia, zu graphem „malen, zeichnen“, eigtl. „schrei
ben“): altgriech. Bühnendekorationsmalerei
Skeplsis die; - (aus gr. sképsis „Betrachtung, Untersu
chung, Bedenken“ zu sképtesthai „schauen, spähen“):
Zweifel, Bedenken (aufgrund sorgfältiger Überlegung);
Zurückhaltung; Ungläubigkeit; Zweifelsucht. Skepti
ker der; -s, - (nach gr. skeptikoi (Plur.) „Anhänger einer
altgriech. Philosophenschule, die ihre Meinung nur mit
Bedenken, Zweifeln äußerten“, substantivierter Plur. von
skeptikös, vgl. skeptisch): 1. Zweifler; misstrauischer
Mensch. 2. Anhänger des Skeptizismus, skeptisch (aus
gr. skeptikös „zum Betrachten, Bedenken geneigt“): zum
Zweifel neigend, zweiflerisch, misstrauisch, ungläubig;
kühl abwägend. Skepltilzislmus der; - (zu t ...izismus): 1.
skeptische Haltung. 2. die den Zweifel zum Denkprinzip
erhebende, die Möglichkeit einer Erkenntnis der Wirklich
keit u. Wahrheit infrage stellende philos. Schulrichtung;
vgl. Pyrrhonismus
Sketch [skɛʧ] der; -[es], Plur. -e[s] od. -s, auch Sketsch der;
-[es], -e (aus gleichbed. engl. sketch, eigtl. „Skizze; Steg
reifstudie“, dies über niederl. schets „Entwurf“ aus it.
schizzo, vgl. Skizze): kurze, effektvolle Bühnenszene mit
meist witziger Pointierung (Kabarett, Variété)
Skelte die; -, -n (aus mgr. skëtë „Einsiedelei“, dies wohl ver
kürzt aus gr. askëterion „Stätte der Askese“, eigtl.
„Übungsplatz“): Mönchssiedlung, Nebenkloster (in den
Ostkirchen)
Sketsch vgl. Sketch
Ski [fɪ:], auch Schi der; -[s], Plur. -er, auch - (aus gleichbed.
norw. ski, eigtl. „Scheit“, dies aus altnord. skið „Scheit,
Schneeschuh“): 1. aus Holz, Kunststoff od. Metall gefer
tigtes, langes schmales Brett mit Spezialbindung zur Fort
bewegung auf Schnee. 2. kurz für das Skilaufen (z. B. - und
Rodel gut; bes. in Zusammensetzungen wie Abfahrtsski,
Trickski)
Skilalgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien (aus gleichbed.
Skiakrobatik
gr. skiagraphia zu skiagrapheɪn „beim Malen Schatten und
Licht einsetzen“, dies zu skia „Schatten“): Schattenmale
rei in der griech. Kunst (zur Erzielung von Raumwirkung
bei Gegenständen od. Figuren auf Gemälden od. Zeich
nungen)
Skilakrolbaltik* ['ʃi:,,,], auch Schi... die; - (zu TSki u.
TAkrobatik): beim Trickskilaufen auf besonderen Skiern
ausgeführte artistische Schwünge, Drehungen u.A.
Skilalmalchie die; -, ...ien <aus gleichbed.gr. skiamachia,
eigtl. „Schattengefecht“): (veraltet) Spiegelfechterei. Ski
almelter das; -s, - (zu gr. skia „Schatten“ u. T’...meter):
Instrument zur Messung der Intensität von Röntgenstrah
len (Phys.). Skilalskop* das; -s, -e <zu I...skop): zentral
gelochter Planspiegel zur Augenuntersuchung (Med.).
Skiaiskopie* die; -, ...ien (zut...skopie>: Schattenprobe
zur Bestimmung des Brechungsvermögens des Auges
(Med.)
Skilbob [ʃi:,,,], auch Schi... der; -s, -s <zu T Ski u. î Bob): 1.
einkufiger Schlitten mit Lenkvorrichtung, der von einem
Fahrer mit Kurzskiern an den Füßen, wie auf einem Fahr
rad sitzend, gefahren wird. 2. mit dem Skibob (1) betrie
bener Sport
Skiff das; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. skiff, dies über/r. es
quif, it. schifo aus dem Germ.): schmales nord. Einmann
ruderboot (Sport)
Skif |f le ['skifl] der, auch das; -s (aus gleichbed. engl. skiffle,
Herkunft ungeklärt, vielleicht lautmalend): Vorform des
tJazz, der auf primitiven Instrumenten wie z.B. Wasch
brett, Kamm, tJug, gespielt wird. Skif|fle-Group, auch
Skiflflelgroup [,,,gru:p] die; -, -s (aus gleichbed. engl.
skiffle group, zu group „Gruppe“): kleine Musikergrup
pe, die Skiffle spielt
Skilfulni [ʃɪ:,,,], auch Schi... der; -, -s (zu tSki u. (über das
Roman.) zu lat. funis „Seil“): (Schweiz.) großer Schlitten,
der im Pendelbetrieb (Drahtseilbahnprinzip) Skifahrer
bergaufwärts befördert. Skilgymlnasltik, auch Schi...
-: spezielle Gymnastik, die den Körper für das Skiläu
fen kräftigt. Skilkjölring [..,jo:rɪŋ], auch Schi... das; -s, -s
(aus gleichbed. norw. skikjoring, zu kjore „fahren“):
Sportart, bei der ein Skiläufer von einem Pferd od. Motor
rad gezogen wird. Ski I lift, auch Schi... der; -[e]s, Plur. -e
u. -s: Seilbahn o.Ä., die Skiläufer bergaufwärts befördert.
Skilmalralthon, auch Schi... der; -s, -s (zu t ’Marathon):
skilangɪaufɪwettbewerb] über 50 km
Skimlmings die (Plur.) (aus gleichbed. engl. skimmings zu
to skim „abschöpfen, abschäumen“): die bei der Reini
gung von Zuckerrohrsaft anfallenden, noch stark zucker
haltigen Schäume, die u. a. als Rohstoff für die Herstellung
von Rum verwendet werden
Skin der; -s, -s (zu engl. skin „Haut“): Kurzform vont Skin
head. Skinlef Ifekt der; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. skin
effect, zu effect „Wirkung“): Erscheinung, dass der
Stromweg eines Wechselstroms hoher Frequenz haupt
sächlich an der Oberfläche des elektrischen Leiters ver
läuft (Elektrot.). Skinlhead [,,,hɛd] der; -s, -s (aus gleich
bed. engl. skinhead, eigtl. „HautkopP1, zu head „KopP‘>:
Angehöriger einer Gruppe Jugendlicher, die äußerlich
durch Kurzhaarschnitt bzw. Glatze gekennzeichnet sind u.
zu aggressivem Verhalten u. Gewalttätigkeiten neigen [auf
der Grundlage rechtsradikalen Gedankenguts]
Skink der; -[e]s, -e (über lat. scincus aus gr. skigkos „orien
talische Eidechse“): (in Tropen u. Subtropen lebende)
Echse mit keilförmigem Kopf, glatten, glänzenden Schup
pen u. langem Schwanz, Wühl- od. Glattechse
Skinlnerlbox die: -, -en (nach dem amerik. Verhaltensfor
scher B. F. Skinner (1904-1990) u. zu Î Box): Experimen
tierkäfig zur Erforschung von Lernvorgängen bei Tieren
(Verhaltensforschung)
Skilnolid® das; -[e]s (Kunstw. aus engl. skin „Haut“ u.
1250
t...o¡W): lederähnlicher Kunststoff, der u.a. für Buchein
bände verwendet wird
Skilppltilkon das; -s, Plur. ...ken od. -s (zu gr. skia „Schat
ten“, optikös „zum Sehen gehörig“ u. t'...on): ein früher
verwendeter Projektionsapparat mit sehr starker Licht
quelle
’Skip der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. skip, Nebenform von
skep, dies aus altnord. skeppa „Korb“): ein besonderer
Förderkübel mit Kippvorrichtung (Bergw.)
2Skip der; -s, -s (Kurzform von T Skipper): Mannschaftsfüh
rer (bes. beim tCurling). Skipiper der; -s, - (aus engl.
skipper „Kapitän“, dies aus mittelniederl. schipper „Schif
fer“): Kapitän einer [Segeljjacht
Skiplpie [,..pi] der; -s, -s (gebildet zu den Anfangsbuchsta
ben von engl. school Lids with income and purchaisingpo
wer „Schulkinder mit Einkommen u. Kaufkraft“): von der
Werbung umworbenes Schulkind mit Wünschen nach
Markenartikeln als Statussymbol
Skis vgl. Skus
Skish [skɪʃ] der; - (aus gleichbed. engl. skish, vermutlich zu
sammengezogen aus skeet (vgl. Skeetschießen) u. fish
„Fisch“): Zielwurfdisziplin im Castingsport
Ski|v-ir|tex® ['skaivɛr...] das; - (Kunstw.): äußerlich dem
Leder gleichendes Material aus Kunststoff zum Einbinden
von Büchern
Ski|zir|kus ['ʃi:,,,], auch Schi... der; -, -se (zu TSki u. tZirkus): (Jargon) 1. (ohne Plur.) internationale Gruppe der
besten Skirennläufer, die im Winterhalbjahr in Skigebieten
von Ort zu Ort ziehen u. dort Rennen zur Ermittlung des
Siegers im î Worldcup austragen. 2. über ein ganzes Skige
biet verteiltes, in sich geschlossenes System von Skiliften
Skizlze ifte; -, -n (aus gleichbed. it. schizzo, eigtl. „Spritzer
(mit der Feder)“, zu schizzare, vgl. skizzieren): 1. das Fest
halten eines Eindrucks od. einer Idee in einer vorläufigen
Form. 2. [erster] Entwurf, flüchtig entworfene Zeichnung
für ein Gemälde, eine Plastik, eine Architektur. 3. kurze,
sich auf das Wesentliche beschränkende [literarische]
Darstellung, Aufzeichnung, skizlzielren (nach it. schiz
zare „spritzen, skizzieren“): 1. einen Eindruck od. eine
Idee vorläufig [auf dem Papier] festhalten; [ein Problem]
umreißen. 2. entwerfen; in den Umrissen zeichnen; andeu
ten. Skizlzist der; -en, -en (zu t ...ist): (veraltet) Skizzen
maler, der die Einzelheiten nicht ausführt
Sklalve [...va, auch ,,,fə] der; -n, -n (aus mlat. s(e)lavus
„Unfreier, Leibeigener“, dies aus mgr. sklábos „Sklave“,
eigtl. „Slawe“ (die mittelalterlichen Sklaven im Orient wa
ren meist Slawen)): 1. (früher) Leibeigener, in völliger
wirtschaftlicher u. rechtlicher Abhängigkeit von einem an
deren Menschen lebender Mensch. 2. (oft abwertend)
jmd., der von etw. od. jmdm. sehr abhängig ist. 3. (Jargon)
Masochist. Sklalvelrei die; -; 1. Leibeigenschaft, völlige
wirtschaftliche u. rechtliche Abhängigkeit eines Sklaven
( 1 ) von einem Sklavenhalter. 2. a) starke Abhä ngigkeit von
jmdm. od. etw. ; b) harte, ermüdende Arbeit. Sklalvin die;
-, -nen: weibliche Form zu tSklave. sklalvisch: 1. unter
würfig, blind gehorchend, willenlos. 2. [unselbstständig u.]
ohne eigene Ideen ein Vorbild nachahmend, nachbildend
skier..., Skier... vgl. sklero..., Sklero... Sklelra rfie; -, ...ren
(ausn/ai. sclera zu gr. sklérós „trocken; spröde; hart“, dies
zu skléroün „hart machen, härten“): Lederhaut des Auges,
die äußere Hülle des Auges (Med.). Sklelraldelniltis*
die; -, ...itiden (zu îsklero... u. t Adenitis): Drüsenverhär
tung (Med.). sklelral (zu Î '...al ( 1 )>: die Sklera betreffend,
zu ihr gehörend (Med.). Sklelreljlde die; -, -n (meist
Plur.) (zu gr. sklëroeidês „von harter Art“): Steinzelle,
Pflanzenzelle mit verholzten, starren Wänden (Bot.).
Sklelrekltalsie* die; -, ...ien (zu îsklero... u. ÎEktasie):
Vor wölbung der Sklera bei gleichzeitiger Drucksteigerung
im Auge (Med.). Sklelrem das; -s (zu gr. sklérós (vgl.
1251
Sklera) u. T ...em>: der î Sklerodermie ähnliche Erkrankung
(Med.). Sklelren: Plur. von T Skiera. Sklelrenlchym*
[...çy:m] das: -s, -e <zu îsklero... u. gr. égchyma „(einge
gossene) Flüssigkeit“ zu egcheîn „eingießen“): Festi
gungsgewebe ausgewachsener Pflanzenteile (Bot.). Sklerit[aueh ... rit] der; -en, -en (zu t2...it): 1. feste, harte (sklerotisierte) Platte des Rumpfchitinskeletts der Gliederfüßer
(Zool.). 2. oft mikroskopisch kleines, meist aus Kalk od.
Kieselsäure bestehendes Einzelelement des inneren Stütz
gerüstes von Schwämmen, Edelkorallen u. Seewalzen
(Zool.). Skle|ri|tis die; -, ...itiden (zu TSklera u. T ...itis):
Entzündung der Sklera (Med.), sklelro..., Skle ro..., vor
Vokalen meist skier..., Skier... (ausgr. sklërôs, vgl. Sklera):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „hart, verhär
tet“, z.B. Sklerometer, sklerotisch, Sklerödem. Sklelroblast* der: -en, -en (meist Plur.) (zu gr. blastós „Spross,
Trieb“): skelettbildende Zelle bei Tieren (z.B. bei
Schwämmen; Biol.). Skle|ro|dak|ty|lie die: -, ...ien (zu
gr. dáktylos „Finger, Zehe“ u. T2...ie>: Form der Skleroder
mie an Fingern u. Zehen (Med.). SkleriodemUfav, -s, -e:
mit einem Î Ödem verbundene, sklerodermieähnliche Ver
härtung des Unterhautfettgewebes, Schwelldarre (Med.).
Sklelrolderlmiedie: -, ...ien (nachgr. sklërôdermos „mit
harter Haut“; vgl. ...dermie): Darrsucht, krankhafte Quel
lung des Bindegewebes mit Verhärtung der Haut (Med.).
Skle|ro|kau|le£Ü'e; -, -n (zu Îsklero... u. gr. kaulós „Stän
gel, Stiel“, eigtl. „Hartstängel“): auf trockenen Standorten
wachsende Pflanze von rutenförmigem Aussehen mit zeit
weilig od. dauernd blattlosen Sprossachsen (z.B. Besen
ginster, Wolfsmilchgewächse; Bot.). Sklelrolklas* der:
-es, -e (zu gr. klásis „das Zerbrechen, Bruch“): ein blei
graues Mineral. Sklelrom das: -s, -e (aus gr. skleröma
„verhärteter Körper(teil), Verhärtung“): 1. svw. Sklero
dermie. 2. chronische, mit Knotenbildung verlaufende
Entzündung der oberen Luftwege (Med.). Sklelrolmeter das; -s, - (zu îsklero... u. Î1...meter): Instrument zur
Härtebestimmung bei Mineralien. Sklelrolphylllen die
(Plur.) (zu gr. phÿllon „Blatt, Laub“): Hartlaubgewächse,
Pflanzen mit steifen, ledrigen Blättern (z.B. Stechpalme).
Skielrolproltelin das; -s, -e (meist Plur.): Gerüsteiweiß,
aus Eiweißkörpern bestehende faserige Stützsubstanz im
Bindegewebe, in der Haut u. in den Hautanhangsgebilden
(Med.). SklelrolseiZze; -, -n (zu gr. sklërôs (vgl. Sklera) u.
Î ‘...ose): krankhafte Verhärtung von Geweben u. Organen
(Med.), sklelrolsielren (zu î..deren): 1. verhärten (von
Gewebe; Med.). 2. ein Blutgefäß zu therapeutischen Zwe
cken verhärten (Med.). Sklelrolsielrung die; -, -en (zu
î...ierung): 1. das Sklerosieren (1). 2. svw. Sklerotherapie.
Sklelrolskop* das; -s, -e (zu îsklero... u. î...skop): Här
teprüfgerät in der Materialprüfung (Techn.). Sklelrothelralpiei/ze; -, ...ien: Einspritzung von entzündungser
regenden Substanzen in hoher Konzentration zur Er
zeugung einer örtlichen Sklerose als therapeutische Maß
nahme (z. B. bei der Verödung von Krampfadern od. von
Hämorrhoiden; Med.). Sklelroltilkerder, -s, - (zu îsklerotisch): an Sklerose Erkrankter bzw. Leidender (Med.),
sklelroltisch (zu gr. sklërôs (vgl. Sklera) u. î...otisch):
1. verhärtet (von Geweben); mit Sklerose einhergehend
(Med.). 2. an Sklerose leidend (Med.) Sklelroltilum das;
-s, ...ien [,,,iən] (meist Plur.) (aus nlat. sklerotium zu gr.
sklêrôtës „Härte“): hartes Pilzfadengeflecht als Dauer
form mancher Schlauchpilze (z. B. des Mutterkornpilzes).
Skielroltolmie die; -, ...jen (zu îsklero... u. T...tomie):
Einschnitt in die Lederhaut zur Druckentlastung des Au
ges beim grünen Star (Med.). Sk¡e¡ro|zyt der; -en, -en
(meist Plur.) (zu î...zyt): svw. Skleroblast
Skloldowslkit* [auch ... kit] der; -s, -e (nach M. Curie, geb.
Sklodowska (1867-1934) u. zu Î2...it): ein hellgelbes Mine
ral
Skoptophobie
der: -, ...lizes [,,,tse:s] (aus gr. skôlëx „Wurm“ zu
skoliós, vgl. Skolion): Bandwurmkopf. Skollelzit [auch
...'tsitj der: -s, -e (zu gr. skôlëkitës „wurmähnlich“ u.
t2...it): ein farbloses od. weißes, glasglänzendes Mineral.
Sko|li|o|do|xie die: - (zu ÎSkolion, gr. dóxa „Meinung“
u. T2...ie): (veraltet) Querköpfigkeit, verkehrte Meinung.
Skollilon das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. gr. skólion
zu skoliós „krumm, verdreht“, vielleicht nach der unregel
mäßigen Reihenfolge beim Vortrag): altgriech., von den
Gästen abwechselnd vorgetragenes Tisch- u. Trinklied mit
vielfach Î gnomischem, vaterländischem, politischem od.
religiösem Inhalt [in satirischer Form], Sko|li|o|se die; -,
-n (zu gr. skoliós (vgl. Skolion) u. î‘...ose): seitliche Ver
krümmung der Wirbelsäule (Med.). sko|li|o|tisch (zu
î...otisch): auf einer Skoliose beruhend; seitlich ver
krümmt (von der Wirbelsäule; Med.). Sko|li|zes [,,,tse:s]:
Plur. von îSkolex
Sko lo pal origa ne die (Plur.) (zu gr. skólops, Gen. skólopos „Pfahl, Spitzpfahl“, Î ’...al (1) u. îOrgan): aus ISkolopidien zusammengesetzte, auf Lage- bzw. Druckverän
derungen ansprechende Sinnesorgane der Insekten
(Zool.)
Sko|lolpen|der<7er; -s, - (aus gr. skolöpendra „Tausendfü
ßer“) : (in den Tropen u. Subtropen in vielen Arten verbrei
teter) gelblich brauner bis grüner Gliederfüßer mit längli
chem Rumpf, vielen Beinpaaren u. giftigen Klauen
Sko|lo|pi|di|en [,,,iən] die (Plur.) (aus nlat. scolopidia zu
gr. skólops (vgl. Skolopalorgane) u. -eidës „-förmig“): Sinneszellen in den Skolopalorganen der Insekten (Zool.)
skonltielren (nach it. scontare „abziehen“; vgl. Konto):
Skonto gewähren. Skonlto der od. das; -s, Plur. -s, auch
...ti (aus gleichbed. it. sconto, dies aus lat. absconditum
„Verborgenes, beiseite Geschafftes“, Part. Perf. (Neu
trum) von abscondere „verbergen, wegtun"): Preisnach
lass bei Barzahlung
Skon|tra|ti|on* die: -, -en (zu îskontrieren u. T...ation):
Fortschreibung, Bestandsermittlung durch Zu- u. Ab
schreibungen der Zu- und Abgänge (Wirtsch.); vgl. Inven
tur. skon|trie|ren (aus it. scontrare „gegeneinander auf
rechnen, eigtl. „aufeinandertreffen“, dies zu lat. contra
„gegen“): fortschreiben (die Zu- und Abgänge; Wirtsch.).
Skonltro das; -s, -s (aus gleichbed. it. (libro) scontro,
eigtl. „(Buch der) Aufrechnung“): Nebenbuch der Buch
haltung zur täglichen Ermittlung von bestimmten Be
standsmengen (Wirtsch.)
Skoolter ['sku:te] der; -s, - (aus gleichbed. engl. scooter zu
to scoot „rasen, flitzen“): 1. [elektr.J Kleinauto auf Jahr
märkten u. in Vergnügungsparks. 2. Motorroller
Skop der; -s, -s (aus gleichbed. altengl. scop): Dichter u.
Sänger in der Gefolgschaft eines westgermanischen Fürs
ten
...skop* (zu gr. skopeɪn „betrachten, beschauen“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Gerät zur optischen
Untersuchung od. Betrachtung“, z.B. Mikroskop, Peri
skop, Zystoskop. ...skolpie (zu gr. skopia „die Beobach
tung“, eigtl. „das Spähen von hoher Warte aus; Warte“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „optische Unter
suchung od. Betrachtung“, z. B. Laparoskopie, Mikrosko
pie, Zystoskopie
Sko|po|la|min* das; -s (Kunstw. aus nlat. scopolia „Toll
kraut“ (nach dem Trienter Abt A. Scopoli di Cavallese,
1723-1788) u. '.Amin) : dem Î Atropin verwandtes Alkaloid
verschiedener Nachtschattengewächse mit stark erre
gungshemmender Wirkung
Skolpolphillie die; -, ...ien (zu gr. skopeïn (vgl. ...skop) u.
T ...philie): krankhafte Schausucht, Neugier (Med., Psy
chol.); vgl. Voyeurismus. Skopltolpholbie die; -, ...ien
(zu gr. sképtesthai „umherblicken, sich umschauen“ u.
î...phobie): krankhafte Angst, beobachtet zu werden
Skollex
Skopus
(Med., Psychol.). Skglpus der; -, ...pen <über lat. scopus
aus gr. skopós „(in der Ferne zu sehendes) Ziel“ zu skopein, vgl. ...skop): 1. zentrale Aussage eines Predigttextes,
auf die der Prediger in seiner Auslegung hinführen soll. 2.
Wirkungsbereich einer näheren Bestimmung (eines Sat
zes; Sprachw.)
Skoplze der; -n, -n (meist Plur.) (aus ruw. skopec, Gen.
skopca „Kastrat“): Anhänger einer zu Anfang des 19. Jh.s
gegründeten schwärmerischen russ. Sekte, die von ihren
Mitgliedern strenge Enthaltsamkeit (bis zur Selbstkastra
tion) forderte
Skorlbut der; -[e]s (aus gleichbed. mlat. scorbutus, weitere
Herkunft unsicher): Scharbock; auf einem Mangel an Vi
tamin C beruhende Krankheit, bei der es vor allem zu Blu
tungen des Zahnfleischs kommt (Med.), skoribultisch:
an Skorbut leidend
Skorldaltur vgl. Scordatura
skoren (nach engl. to score „einen Punkt, ein Tor erzie
len“): (österr.) svw. scoren
Sko roldit [auch ... dit] der; -s, -e (zu gr. skórodon „Knob
lauch“ u. 12...it>: ein lauchgrünes, gelegentlich auch blaubis schwarzgrünes Mineral
Skorlpilon der; -s, -e (über lat. scorpio, Gen. scorpionis,
aus gleichbed. gr. skorpios): 1. tropisches u. subtropisches
Spinnentier mit Giftstachel (Stich großer Arten für den
Menschen lebensgefährlich). 2. (ohne Plur.) ein Sternbild.
3. a) (ohne Plur.) das 8. Tierkreiszeichen; b) in diesem Zei
chen geborener Mensch
Skorlzolnelre die; -, -n (aus gleichbed. it. scorzonera):
Schwarzwurzel (Gemüsepflanze)
Sko|to|di|nie die: -, ...ien (aus gr. skotodinia „Schwindel“
zu skotodinein „schwindlig sein“, eigtl. „finster vor den
Augen werden“, zu skótos „Finsternis, Dunkel(heit)“):
Schwindel-, Ohnmachtsanfall (Med.). Skoltom das; -s, -e
(zugr. skótos (vgl. Skotodinie) u. T...om): Gesichtsfeldde
fekt; Abdunkelung bzw. Ausfall eines Teiles des Gesichts
feldes (Med.). Skoltolmilsaltilon die; -, -en (zu T ...isation): das Skotomisieren, Wirklichkeitsleugnung, skoltomi sielren (zu T...isieren): (eine offensichtliche Tatsa
che, die man psychisch nicht bewältigen kann) aufgrund
eines bestimmten Abwehrmechanismus negieren, für
nicht gegeben od. vorhanden halten (Psychoanalyse).
Skoltolpholbie die: -, ...ien (zu T...phobie (a)>: svw.
Nyktophobie
Skralper ['skre:pe] der; -s, - (aus gleichbed. engl. scraper zu
to scrape „schaben“): Entborstermaschine in Schlachte
reien
Skrilbent der; -en, -en (aus lat. scribens, Gen. scribentis,
Part. Präs, von scribere „schreiben“): (veraltend) Viel
schreiber, Schreiberling. Skrilbiifax der; -[es], -e
(scherzh. latinisierte Bildung): (veraltet) Skribent. Skribler der; -s, - (entstellt zu lat. scribere, vgl. Skribent): (ver
altet) svw. Skribent. Skrip vgl. Scrip. Skript das; -[e]s,
Plur. -e[n] u. -s (aus gleichbed. engl. script, dies über altfr.
escript aus Zat. scriptum „Geschriebenes“, Part. Perf. von
scribere, vgl. Skribent): 1. schriftliche Ausarbeitung,
Schriftstück. 2. Nachschrift einer Hochschulvorlesung. 3.
(Plur. meist -s) a) Drehbuch für Filme ; b ) einer Rundfunk-,
Fernsehsendung zugrunde liegende schriftliche Aufzeich
nungen. Skriplta: Plur. von ISkriptum. Skriplten: Plur.
von tSkript u. tSkriptum. Skriptlgirl [,,,gə:l] das; -s, -s
(aus gleichbed. engl. script girl; zu TSkript u. TGirl): Mit
arbeiterin, Sekretärin eines Filmregisseurs, die während
der Dreharbeiten alle technischen Daten als Grundlage
für die weitere Filmbearbeitung notiert. Skripltor der; -s,
...oren (aus gleichbed. lat. scriptor): antiker u. mittelalter
licher Buchschreiber od. Bibliotheksgehilfe. Skripltolrium das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mlat. scriptorium
zu lat. scriptum, vgl. Skript): mittelalterliche Kloster
1252
schreibstube. Skripltum das: -s, Plur. ...ten u. ...ta (aus
lat. scriptum, vgl. Skript): svw. Skript. Skripltur rf/e; -,
-en (meist Plur.) (aus gleichbed. lat. scriptura): (veraltet)
Schrift, Schriftstück, skripltulral (zu T‘...al (1)): die
Schrift betreffend; skripturale Malerei: von den Schrift
zeichen, vor allem den ostasiat., inspirierte Form der abs
trakten Malerei
Skrolfel die; -, -n (aus lat. scrofulae „Halsdrüsen, -geschwülste“, Plur. von scrofula, Verkleinerungsform von
scrofa „(Zucht)sau“, weil Schweine häufig mit Drüsen
krankheiten behaftet waren): svw. Skrofulose. Skrolfulolderm das; -s, -e (zu ÎSkrofulose u. gr. dérma „Haut“):
besondere Form der Hauttuberkulose (Med.), skrolfulös (zu T...ÖS): zum Erscheinungsbild der Skrofulose ge
hörend, an ihr leidend (Med.). Skrolfullglse die; -, -n (zu
t'...ose>: [tuberkulöse] Haut-u. Lymphknotenerkrankung
bei Kindern (Med.)
Skrolta: Plur. von Î Skrotum, skroltal (aus gleichbed. nlat.
scrotalis zu lat. scrotum, vgl. Skrotum): auf den Hoden
sack bezüglich, ihn betreffend (Med.). Skroltallbruch
der; -[e]s, ...brüche u. Skro|tal|her|nie [...io] die; -, -n:
Hodenbruch ; Leistenbruch, bei dem der Inhalt des Bruchs
in den Hodensack absinkt (Med.). Skroltallrelflex* der;
-es, -e: am Hodensack auslösbarer [Kontraktions]reflex
(Med.). Skroltum, fachspr. Scrotum [sk...] das; -s, ...ta
(aus gleichbed. Za/. scrotum): Hodensack (Med.)
Skrublber ['skrabn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. scrubber
zu to scrub „schrubben, reinigen“): Gerät zur Nassreini
gung von Gasen, Sprühwäscher
Skrubs [skraps] die (Plur.) (zu engl. scrub, eigtl. „Ge
strüpp“): minderwertige Tabakblätter
1Skru|pel der; -s, - (meist Plur.) (aus gleichbed. lat. scrupu
lus „stechendes Gefühl der Angst, Unruhe“, eigtl. „spitzes
Steinchen“, Verkleinerungsform von scrupus „spitzer
Stein“): Zweifel, ob ein bestimmtes Handeln mit dem ei
genen Gewissen vereinbar ist; auf moralischen Bedenken
beruhende Hemmung ; Gewissensbisse. 2Skru Ipel das: -s,
- (aus lat. scrupulum „kleinster Teil eines Gewichts“; vgl.
‘Skrupel): altes Apothekergewicht. Skrulpullant der;
-en, -en (zu lat. scrupulus (vgl. 'Skrupel) u. T...ant): (ver
altet) übertrieben vorsichtiger u. ängstlicher Mensch,
skrulpullös (aus gleichbed. lat. scrupulosus; vgl. ...ös):
(veraltet) bedenkenvoll, ängstlich; peinlich genau. Skrupullolsiltät die; -, -en (aus gleichbed. lat. scrupulositas,
Gen. scrupulositatis): (veraltet) skrupulöses Wesen, Be
denklichkeit, Ängstlichkeit
Skrultaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. mlat. scrutator
zu lat. scrutator „Durchsucher, Prüfer“, dies zu scrutare
„durch-, untersuchen“): Einsammler der geheimen Stim
men bei einer kath. kirchlichen Wahl. Skrultilnilum das;
-s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mlat. scrutinium zu lat.
scrutinium „Durchsuchung“): 1. a) Sammlung u. Prüfung
der Stimmen bei einer kath. kirchlichen, seltener politi
schen Wahl; b) Abstimmung od. kanonische Wahl durch
geheime Stimmabgabe. 2. a) bischöfliche Prüfung der
Kandidaten für die Priesterweihe; b) in altchristlicher Zeit
die Prüfung der Täuflinge
Skua die; -, -s (nach gleichbed. färöisch skügvur): nordat
lantische Raubmöwe (Zool.)
Skulbanlken u. Skulbanlki [ʃk,,,, auch sk...] die (Plur.)
(aus gleichbed. tschech. skubánky): (österr.) aus Kartof
feln, Mehl u. Butter hergestellte Nockerln, die mit zerlas
sener Butter übergossen u. mit Mohn bestreut werden
Skuldo vgl. Scudo
Skull das; -s, -s (aus gleichbed. engl. scull, Herkunft unge
klärt): der nur mit einer Hand geführte Holm mit Ruder
blatt eines Skullbootes. Skulllboot das; -[e]s, -e: Sport
ruderboot, das mithilfe von Skulls vorwärts bewegt wird,
skullten (nach gleichbed. engl. to scull): mit Skulls ru-
1253
dem (Sport). Skul ler der; -s, - (aus gleichbed. engl. scul
ler): jmd,, der skullt, Sportruderer
Skulplteur [...'to:?] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. sculpteur,
dies aus lat. sculptor zu sculpere, vgl. Skulptur): Künstler,
der Skulpturen herstellt, skulpltiejren (zu Î Skulptur u.
!..deren): eine Skulptur herstellen, ausmeißeln. Skulp
tur die; -, -en (aus gleichbed. lat. sculptura zu sculpere
„bildhauerisch gestalten“): 1. Arbeit, Werk eines Bildhau
ers, 'Plastik (1 b). 2. (ohne Plur.) Bildhauerkunst, skulptulral (zu t‘...al (1)): die Form einer Skulptur betreffend,
in der Form einer Skulptur, skulpltulrielren (zu t ...ieren): svw. skulptieren
Skunk der; -s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. engl. skunk, dies
aus Algonkin (einer nordamerik. Indianersprache)
skunk): 1. (Plur. meist -e) nord- u. südamerik. Stinktier (zu
den Mardern zählendes Raubtier mit wertvollem Fell). 2.
(Plur. -s. meist Plur.) a) Fell des Skunks (1); b) aus Skunk
fell hergestellter Pelz. Skunks der; -es, -e (zu 1 Skunk):
(fachspr.) svw. Skunk (2 b)
Skupschltilna* die: - (aus serb. skupschtina „Volksver
sammlung“): jugoslawisches Parlament, Bundesversamm
lung
skurlril (aus gleichbed. lat. scurrilis zu scurra „Witzbold,
Spaßmacher“, wohl aus dem Etrusk.) : (in Aussehen u. We
sen) sonderbar, auf lächerliche od. befremdende Weise ei
genwillig. Skur|rilli|tät die; -, -en (aus lat. scurrilitas,
Gen. scurrilitatis „Possenreißerei“): sonderbares Wesen,
bizarres Aussehen, bizarre Beschaffenheit; Verschroben
heit
Skys u. Sküs u. Skis der; -, - (zu it. seusa,/r. excuse „Ent
schuldigung“, diese zu lat. excusare „entschuldigen“):
Trumpfkarte im Tarockspiel
Skut|te|ru|dit [auch ..,'dit] der; -s, -e (nach dem norweg.
Ort Skuterud bei Drammenu, zu T 2...it): ein kobalthaltiges
Mineral
Skylballon das.■ -s,...la (meist Plur.) (aus gr. skÿbalon „Un
rat, Auswurf1): Kotverhärtung in Form von harten Kot
ballen (Med.)
Skylbealmer ['skaibi:mu] der; -s, - (zu engl. sky „Himmel“
u. beam, vgl. Beam): Bez. für zu Diskotheken od. ähnli
chen Veranstaltungen lockende gebündelte Lichtstrahlen
am Nachthimmel
Skye [skai] der; -s, -s u. Skyelterjriler [ skaitɛriu] der; -s, (aus engl. skye terrier, nach der Hebrideninsel Skye): klei
ner, kurzbeiniger Hund mit einem langen Schwanz u. Hän
ge- od. Stehohren
Skyljalcker ['skaidjçekB] der; -s, - (aus engl. skyjacker
„Flugzeugentführer“, eigtl. „Himmelsräuber“, zu sky
„Himmel“ u. hijacker „Entführer; Räuber“): svw. Hija
cker. Skylkomlpass der; -es, -e: Navigationsgerät, mit
dem sich während der [Polarjdämmerung der zur Kursbe
stimmung benötigte Sonnenstand aus der Himmelspolari
sation ermitteln lässt. Skyllab [...heb] das; -s, -s (aus
gleichbed. engl.-amerik. skylab (Name einer amerik.
Raumstation), zu engl. lab(oratory) „Laboratorium“):
Weltraumlaboratorium, Forschungslabor in einer Raum
station für wissenschaftliche Zwecke. Skyüight [...lait]
das; -s, -s (aus gleichbed. engl. skylight, zu light „Licht“):
(Seemannsspr.) Oberlicht, Luke (auf Schiffen). Skylight fillter der, fachspr. das; -s, -: schwach rötlich getön
ter Filter, den man (bei Verwendung eines Umkehrfarb
films zur Verhinderung von Blaustichigkeit) vor das Ob
jektiv setzt (Fotogr.). Skylline [...Iain] <Zze; -, -s (aus
gleichbed. engl. skyline, zu line „Linie“): Horizont[linie],
[charakteristische] Silhouette einer aus der Ferne gesehe
nen Stadt [mit markanten Hochhäusern]
Skyllla (aus gr. Skylla): griech. Form von TSzylla
Skylpholid der; -[e]s, -e (zu fSkyphos u. T...oid): (veraltet)
becherförmige Versteinerung (GeoL). Skylphos der; -,
Slawistin
...phoi [...foy] (aus gleichbed. gr. skÿphos): altgriech. be
cherartiges Trinkgefäß mit zwei waagerechten Henkeln
am oberen Rand
Skylselgel ['skai...] das; -s, - (zu engl. sky „Himmel“): bei
großen Segelschiffen das oberste Rahsegel. Skylsuijfing
[,,,sə:fɪŋ] das; -s: svw. Airsurfing
Skyltalle die; -, -n (ausgr. skytâlê „Stock, Briefstab“): Ge
heimschreiben, Rollbrief im alten Sparta
Skyth ito; -[s] (nach dem Volk der Skythen): unterste Stufe
der alpinen Trias (Geol.)
Slack [slɛk, engl. slæk] der; -s (aus engl. slack „Flaute, ru
higer Geschäftsgang“): Überschuss an [finanziellen] Mit
teln eines Unternehmens, der sich in Erfolgsperioden an
sammelt u. als Reserve für Krisenzeiten dient. Slacks
[slɛks, engl. slæks] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. slacks
(Plur.), eigtl. „die Schlaffen“, zu slack „schlaff, locker, lo
se“): legere, lange, weite [Damenjhose
Sla lom der; -s, -s (aus gleichbed. norw. slaläm, eigtl. „leicht
abfallende Skispur“): a) Rennen, bei dem vom Start bis
zum Ziel eine Anzahl von Toren in Kurvenlinien durchfah
ren werden muss (Ski- u. Kanusport); b) Zickzacklauf,
-fahrt. Slallomlkurs der; -es, -e: Kurs (1 b) eines Slaloms
(Ski- u. Kanusport)
Slam [slæm] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. slam, eigtl.
„Knall, Schlag“, zu to slam „zuknallen, -schlagen“, weite
re Herkunft ungeklärt): Gewinn aller Stiche beim Bridge
od. Whist; Schlemm
Slang [slæŋ] rfer; -s (aus gleichbed. engl. slang, Herkunft
ungeklärt): a) (oft abwertend) nachlässige, saloppe Um
gangssprache; b) umgangssprachliche Ausdrucksweise
bestimmter sozialer, beruflicher o.ä. Gruppen; [Fachjjargon
Slap-Bass-Techlnik ['slɛp,... engl. 'slæp...] die: - (zu engl.
to slap „schlagen“): besondere Technik auf dem Kontra
bass im Jazz, wobei die Saiten so stark angerissen werden,
dass sie auf das Griffbrett zurückschlagen (Mus.). Slap
stick ['slɛpstɪk, engl. 'slæpstɪk] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. slapstick, eigtl. „Narrenpritsche“, zu slap „Schlag“
u. stick „Stock“): a) (bes. in Bezug auf Stummfilme) svw.
Slapstickkomödie, Burleske (1); b) derbkomische Einlage,
grotesk-komischer Gag, wobei meist die Tücke des Ob
jekts als Mittel eingesetzt wird. Slapisticklkolmöldie
[,,,iə] i/Ze; -, -n: [Filmjkomödie, die überwiegend aus Î Slap
sticks (b) besteht
slarlganldo <z7.): breiter, langsamer werdend (Vortragsan
weisung; Mus.)
Slash [slɛʃ] der; -s, -es u. selten -s (aus gleichbed. engl. slash,
Herkunft ungeklärt): Schrägstrich, z.B. zur Abgrenzung
von bestimmten Zahlengruppen
slate [sle:t, engl. sleit] (zu engl. slate „Schiefer“): schiefer
grau gefärbt (von Rauchwaren)
Slave [sleiv] der; -s, -s (aus engl. slave „Sklave“): unterge
ordnete Einheit bei informationsverarbeitenden Systemen
(EDV); Ggs. 1 Master (7)
Slalwa (aus dem Slaw., vgl. russ. slava „Ruhm, Ehre“):
slaw. für Ruhm!, Heil!
sla|wi|sie|ren (nach der Völker- u. Sprachgruppe der Sla
wen u. zu t...isieren): slawisch machen. Slalwislmus der;
-, ...men (zu t...ismus (4)): 1. Übertragung einer für eine
slaw. Sprache charakteristischen Erscheinung auf eine
nicht slawische Sprache im lexikalischen u. syntaktischen
Bereich, sowohl fälschlicherweise als auch bewusst; vgl.
Interferenz (3). 2. Element der slaw. orthodoxen Kirchen
sprache in bestimmten modernen slaw. Schriftsprachen.
Slalwist der; -en, -en (zu Î...ist): jmd., der sich wissen
schaftlich mit den slaw. Sprachen u. Literaturen befasst
(z.B. Hochschullehrer, Student). Slalwisltik die; - (zu
T...istik>: Wissenschaft von den slaw. Sprachen, Literatu
ren [u. Kulturen]. Sla|wis|tin die: -, -neu: weibliche Form
slawistisch
zu TSlawist. slalwisitisch <zu T ...istisch) : die Slawistik
betreffend, slalwolphil <zu t...phil): den Slawen, ihrer
Kultur besonders aufgeschlossen gegenüberstehend. Slawolphille der: -n, -n: 1. Freund u. Gönner der Slawen u.
ihrer Kultur. 2. Anhänger einer russ. philosophisch-politi
schen Ideologie im 19. Jh., die die Eigenart u. die ge
schichtliche Aufgabe Russlands gegenüber Westeuropa
betonte. Sla|wo|phi|lie die; - <zu T...philie>: Vorliebe für
die Slawen, für slawische Kultur u. Sprachen
Sleelper ['sli:pn] der; -s, - <zu eng!, sleeper, eigtl. „Schlä
fer“, dies zu to sleep „schlafen“): (Jargon) 1. Sitzplatz in
der 1. Klasse eines Flugzeugs, dessen Lehne zum Zweck
des Schlafens stark zurückgeklappt werden kann. 2. noch
nicht tätiger Spion, verdeckter Ermittler o. Ä., der, irgend
wo eingeschleust, eine längere Zeit lang untätig bleibt, um
seine Absichten zu verschleiern, Geheimagent. Sleelpereflfekt der; -[e]s, -e: Bez. für den Sachverhalt, dass die
Glaubwürdigkeit einer Aussagequelle die Glaubwürdig
keit der Aussage selbst mit zunehmendem Abstand zum
Zeitpunkt der Aussage weniger beeinflusst (Kommunika
tionsforschung). Sleepltilmer [...taimn] der; -s, - <aus
gleichbed. engl. sleep timer, eigtl. „Schlaf(schalt)uhr“ ; vgl.
Timer): zeitgesteuerte automatische Abschaltvorrichtung
in elektron. Geräten
Slenldro* u. Selendro das; -[s] <aus dem Javan.): 5-stufige
indones. Tonskala mit annähernd gleichen Intervallen (2)
slenltan do vgl. lentando
Sli|bo|witzu. Sliwowitz der; -[es], -e <aus gleichbed. serb. u.
kroat. sljivovica zu sljiva „Pflaume“): Pflaumenbrannt
wein
Slice [slais] der; -, -s [...sis, ...siz] (aus gleichbed. engl. slice,
eigtl. „Schnitte, Scheibe“): 1. Schlag, bei dem der Ball in
einer bestimmten Richtung (nämlich beim Rechtshänder
nach rechts u. beim Linkshänder nach links) von der Ge
raden abweicht (Golf). 2. Schlag, bei dem sich Schläger
bahn u. Schlagfläche in einem Winkel von weniger als 45°
schneiden u. der Schläger schnell nach unten gezogen wird
(Tennis). 3. (meist Plur.) Element zum Aufbau eines Mi
kroprozessors mit mehreren Schaltkreisen (Elektronik),
slilcen ['slaisn] (nach gleichbed. engl. to slice): einen Slice
(1, 2) spielen, schlagen (Golf, Tennis)
Slick rfer; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. slick zu engl.
slick „schlüpfrig“): für trockene Strecken verwendeter
Rennreifen mit einer klebrigen Gummimischung, die bei
starker Erhitzung ihre beste Haftfähigkeit erlangt (Motor
sport)
Slilding Tack ling [ slaɪdɪŋ 'tæklɪŋ] das; - -s, - -s (zu engl.
sliding „gleitend“ u. tackling „das Angreifen“): Aktion ei
nes Abwehrspielers mit dem Ziel, den Angreifer vom Ball
zu trennen, wobei der Abwehrspieler in die Beine des An
greifers hineingrätscht (Fußball)
Slimlhemd das; -[e]s, -en (zu engl. slim „schlank“): Ober
hemd mit schmalem [tailliertem] Schnitt
Sling der; -s, -s (aus engl. sling „Schlinge, Riemen“): 1.
Kurzform von 1 Slingpumps. 2. (amerik. ugs.) kaltes alko
holisches Getränk. Slinglpumps [...pœmps] der; -, -:
Pumps mit ausgesparter Hinterkappe, der über der Ferse
mit einem Riemchen festgehalten wird
Slink das; -[s], -s (aus engl. slink „(Fell einer) Frühgeburt“):
Fell des 4 bis 5 Monate alten Lammes einer ostasiat. Schaf
rasse
Slip der; -s, -s (aus engl. slip „leicht überzuziehendes Klei
dungsstück“ zu to slip „gleiten, schlüpfen“): 1. Unter
schied zwischen dem tatsächlich zurückgelegten Weg ei
nes durch Propeller angetriebenen Flugzeugs, Schiffes u.
dem aus der Umdrehungszahl des Propellers theoretisch
sich ergebenden Weg, Vortriebsverlust (Tech.). 2. (auch
Schlipp) schiefe Ebene in einer Werft für den Stapellauf ei
nes Schiffes; Aufschleppe. 3. knapp geschnittene Unter
1254
hose für Damen, Herren u. Kinder, die eng anliegt u. ohne
Beinteil in der Schenkelbeuge endet. 4. gezielt seitwärts
gesteuerter Gleitflug mit starkem Höhenverlust (Flugw.).
5. [Gutschrift]streifen, [Abrechnungsjbeleg bes. bei Banku. Börsengeschäften (Bankw.). Slilpon der; -s, -s (zu engl.
to slip on „überstreifen“): bequemer Herrensportmantel
mit verdeckter Knopfleiste u. Raglanärmeln (vgl. Ra
glan). Sliplpen das; -s (zu engl. to slip, vgl. Slip): 1. Än
derung der Fallrichtung beim Fallschirmspringen. 2. svw.
Slip (4). Slipiper der; -s, - (aus engl. slipper „Pantoffel“):
1. bequemer Halbschuh mit flachem Absatz u. ohne Ver
schnürung. 2. (österr.) eine Art leichter Mantel.
Slip-stick-Ef Ifekt der; -[e]s, -e (zu engl. to slip „gleiten“
u. to stick „stecken bleiben“): ruckartige Bewegung eines
flächig aufliegenden Körpers beim Übergang von Haftrei
bung in Gleitreibung (Phys.)
Slilwolwitz vgl. Slibowitz
Slolbolda die; -, ...boden (aus (alt)russ. svoboda, sloboda
„freie Siedlung“, eigtl. „Freiheit“): abgabenfreie städti
sche Siedlung od. Stadtteil in Russland (12.-17. Jh.), wo zu
besonderen Diensten verpflichtete Bevölkerungsgruppen
(z. B. Soldaten, Handwerker, Ausländer) wohnten
Slolf an ['slo:gn, engl. 'slougən] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. slogan, dies aus gä/. sluagh-ghairm „Kriegsge
schrei“): einprägsame, wirkungsvoll formulierte Rede
wendung; Werbeschlagwort, Wahlspruch, Parole
Slolka der; -, -s (aus gleichbed. sanskr. slöka, eigtl. „Schall,
Ruf“): der epische Vers der Sanskritdichtungen, aus zwei
16-silbigen Versen bestehend
Sloop [slu:p] vgl. Slup
Slop der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. slop zu to slop
„(sich) lose, locker bewegen“): aus dem TMadison entwi
ckelter Modetanz der 1960er-Jahre im 2/4-Takt
Slot der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. slot, eigtl. „Schlitz“):
Steckplatz für Steckkarten, auf denen spezielle Baugrup
pen angeordnet sind, die zur Erweiterung der Grundstruk
tur eines Computers dienen (EDV). Slotlline [...Iain] die;
-, -s (aus gleichbed. engl. slotline, zu line „Leitung“, eigtl.
„Linie“): Streifenleiter (Elektrot.). Slotlralcing, auch
Slpt-Ralcing [,,,reɪsɪŋ] das; - (aus gleichbed. engl. slot ra
cing, eigtl. „Schlitzrennen“, weil die Wagen auf der Bahn
in einer Nut geführt werden): das Fahrenlassen von elek
trisch betriebenen Modellrennautos auf einer speziellen
Bahn
Sloulghi ['slu:gi] vgl. Slughi
slow [slo:, sloʊ] {engl.; „langsam“): Tempobez. im Jazz, et
wa zwischen 1 adagio u. 1 andante. Slowlfood ['slo:fu:d,
slou...] das; -[s], auch Siow Food das; - -[s] (zu engl. food
„Nahrung, Speise, Lebensrnittel“): bewusst naturbelasse
nes u. in Ruhe zu verzehrendes Essen. Slow fox [ slo:...,
'sloʊ...] der; -[e]s, -e (anglisierende Bildung aus engl. slow
(vgl. slow) u. ÎFox): langsamer Foxtrott, dem ÎBlues ähn
lich (seit etwa 1927 bekannt in Europa). Siow Moltion
[...moüfan] die; - - (aus gleichbed. engl. slow motion, zu
motion „Bewegung“): a) Zeitlupe; b) in Zeitlupe abge
spielter Film[ausschnitt], Slow-Scan|ning-Ver|fahren [,,,'skɛnɪŋ...] das; -s: Verfahren, bei dem das bewegte
Bild des Fernsehens scheinbar in Momentaufnahmen zer
legt wird. Slow-Vi|rus-In|fek|ti|on [sloo'vi:...] die; -,
-en: chronische Infektionskrankheit mit extrem langer In
kubationszeit (Monate bis Jahre), die klinisch durch zu
nehmende Funktionsstörungen gekennzeichnet ist (Med.)
Slulghi der; -[s], -s (nach fr. Saluq (aus arab. saluqiy), dem
Namen einer alten nordafrik. Stadt): eine nordafrik. kurz
haarige Windhundrasse mit hängenden Ohren
Slum [slam, engl. slʌm] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. slum,
eigtl. „kleine, schmutzige Gasse“, weitere Herkunft unsi
cher): (meist Plur.) Elendsviertel [von Großstädten]
Slump [slamp, engl. slʌmp] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
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slump, eigtl. „das Zusammenfallen''): plötzlicher Preis
od. Kurssturz, T Baisse (Börsenw.)
Slup die; -, -s (über gleichbed. engl. sloop aus niederl. sloep
„Schaluppe“): 1. einmastige Jacht mit Groß- u. Vorsegel.
2. kurz für Sluptakelung (Takelungsart mit Groß- u. Vor
segel)
small [smɔ:l] tengl.y. klein (als Kleidergröße); Abk.: S; vgl.
2large, medium (1). Small band [ smɔ:ɪbænd] die; -, -s,
auch Small Band die; - -, - -s (aus gleichbed. engl. small
band, zu band, vgl. Band): kleine Jazzbesetzung, bes. für
den Swingstil; vgl. Bigband. Smallltalk [,,,'tɔ:k] der. auch
das; -[s], -s, auch Small Talk der, auch rfas; - -[s], - -s (aus
gleichbed. engl. small talk, zu talk „Gespräch“): beiläufi
ge, unverbindliche Unterhaltung, oberflächliches Geplau
der.
Smallte vgl. Schmälte. Smalltin der; -s (aus gleichbed. fr.
smaltine zu smalt „Schmälte“; vgl. ...in (1)): grauweißes
bis stahlgraues Mineral; Speiskobalt. Smalltit [auch
...tit] der; -s (zu t2...it): svw. Smaltin
Smalragd der; -[e]s, -e (über lat. smaragdus aus gleichbed.
gr. smäragdos): Mineral, durchsichtiger, tiefgrün gefärb
ter Beryll, der als wertvoller Edelstein gilt, smalraglden:
grün wie ein Smaragd. Smalrag Idit [auch ...'dit] der; -s, -e
(zu t2...it>: Mineral, eine smaragdgrüne Varietät des Î Aktinoliths, auch Bez. für andere ähnlichfarbige Minerale so
wie für Smaragdimitationen aus grünem Glas
smart [auch smart, engl. smɑ:t] (engl.y. a) schlau, ge
schäftstüchtig, durchtrieben; b) schick, flott (von der Klei
dung). Smartlcard [smɑ:t'ko:d] die; -, -s, auch Smart
Card dz'e; - -, - -s (aus gleichbed. engl. smart card, zu smart
„mit künstlicher Intelligenz arbeitend“, eigtl. „schlaue
Karte“): Plastikkarte mit Mikrochip, die als Zahlungsmit
tel, Datenträger, Ausweis o.Ä. dient. Smarltie der; -s, -s:
(ugs.) jmd., der smart ist. Smartlshoplper ['smɑ:tʃɔ...]
der; -s, -, auch Smart Shopiper der; - -s, - - (zu engl. to
shop „einkaufen“): Käufer, der günstige Preise von Son
derangeboten, bes. in T Factory-Outlets, nutzt
Smash [smæʃ] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. smash
zu to smash „(zer)schmettern“): a) Schmetterschlag;
b) Schmetterball (Tennis)
Smeglma das; -(s] (aus gr. smègma „das Schmieren, Rei
ben“): Absonderung der Eichel- u. Vorhautdrüsen (Med.),
smekltisch (aus gr. smektikös „zum Schmieren geeig
net“): seifenähnlich. Smekltit [auch ...tit] der; -s, -e (zu
gr. smektós „gestrichen, geschmiert“ u. î2...it): ein Mine
ralgemenge aus Î Bolus sowie reichlich Î Montmorillonit,
aber auch î Quarzit u. ÎKalzit
Smilley ['smaɪlɪ] u. Smillie das; -s (zu engl. smiley „ein Lä
cheln zeigend“, dies zu to smile „lächeln“): TEmoticon in
Form eines kleinen, stilisierten, um 90 Grad gegen den
Uhrzeigersinn gedrehten Gesichtes
Smithlsolnit [auch ...nit] der; -s, -e (nach dem engl. Mine
ralogen Smithson (1765-1829) u. zu î2...it> ; a) farbloses bis
weißes, meist getöntes, durchscheinendes bis trübes Mine
ral; b) svw. Galmei
Smog der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. smog, zusammenge
zogen aus smoke „Rauch“ u. fog „Nebel“): dicke, un
durchdringliche, aus Rauch u. Schmutz bestehende
Dunstglocke über Industriestädten
Smok|ar|beit die; -, -en (zu tsmoken): Näharbeit, bei der
der Stoff durch einen Zierstich in kleine Fältchen gerafft
wird
Smolkaltron* das; -s, Plur. ...troné, auch-s (zu engl. smoke
„Rauch“ (weil die Elektronenverteilung einem Rauchring
ähnelt) u. t...tron, Analogiebildung zu tZyklotron): ein
Teilchenbeschleuniger, bei dem die zu beschleunigenden
positiven Ionen od. Protonen in ringförmige Elektronen
bündel eingebracht u. dort durch Coulombkrätte (vgl.
Coulomb) festgehalten werden (Kernphys.). Smoke-in
Snob
['smook-ɪn] das; -s, -s (aus gleichbed. amerik. smoke-in zu
engl. to smoke „rauchen“, Analogiebildung zu tGo-in
u.Ä.): Zusammentreffen [junger Leute] zum gemeinsa
men Haschischrauchen
smglken (aus gleichbed. engl. to smock zu smock „(Ar
beitsmittel“): eine Smokarbeit anfertigen
Smolking der; -s, Plur. -s, österr. auch -e (kurz für engl.
smoking jacket „Rauchjackett“, weil es urspr. nach dem
Essen statt des Fracks zum Rauchen getragen wurde): bei
kleineren gesellschaftlichen Veranstaltungen getragener,
meist schwarzer Gesellschaftsanzug für Herren mit seide
nen Revers
Smörlgaslbord [,,,go:sbɔrt] der; -s, -s (aus gleichbed.
schwed. smörgäsbord, eigtl. „Tisch mit Butterbroten“):
aus vielen verschiedenen, meist kalten Speisen bestehende
Vorspeisentafel. Smörlrelbröd das; -s, -s (aus gleichbed.
dän. smorrebrod, eigtl. „Butterbrot"): (in der nord. Kü
che) mit den verschiedensten Delikatessen reich belegtes
Brot
smorlzanldo tit.; zu smorzare „abschwächen“, dies über
das Vulgärlat. zu lat. mori „sterben“): ersterbend, verlö
schend, verhauchend, abnehmend (Vortragsanweisung;
Mus.). Smorlzanldo das; -s, Plur. -s u. ...di: ersterbendes,
verlöschendes, verhauchendes Spiel (Mus.)
SMS [ɛslɛm'ɛs] die; -, - (Abk. für gleichbed. engl. Short Mes
sage Service): 1. (ohne Artikel) Kurznachrichtendienst
(beim Mobilfunk). 2. über das Handy verschickte Kurz
nachricht
SMTP das; - (Abk. für gleichbed. engl. .simple mail transfer
protocol): einfaches Ubertragungsprotokoll, das im Inter
net eine Î E-Mail an den Empfänger transportiert (EDV)
Smurlde der; -n, -n (aus gleichbed. mlat. smurdus, eigtl.
„Stinkender“, dies aus dem Slaw.): höriger Bauer in ostel
bischen Gebieten im Mittelalter
Smulta die; - (aus russ. smuta „Unruhe, Aufruhr“): die
durch soziale Erschütterungen u. Machtkämpfe gekenn
zeichnete Zeitperiode in Russland vom Tod Boris Godu
nows bis zur Zarenwahl Michail F. Romanows
(1605-1613)
Smyijna der; -[s], -s (nach dem griech. Namen Smyrna der
türk. Stadt Izmir): langfloriger Teppich mit großer Mus
terung
Snack [snɛk, engl. snæk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
snack zu to snack (mdal.) „schnappen“): Imbiss, kleine
Zwischenmahlzeit. Snacklbar ['snɛk...] die; -, -s (aus
gleichbed. engl. snack bar): Imbissstube (z. B. in Hotels)
Snail-Mail auch Snaillmail ['sneɪlmeɪl] </ze; -, -s (zu engl.
snail „Schnecke“ u. mail „Post(sendung)“): Bez. für die
gegenüber der E-Mail sehr langsame Briefpost; Schne
ckenpost
SNAP [snæp] rf/e; - (Abk. für engl. system for nuclear auxi
liary power) : nukleare Energieerzeugungsanlage für gerin
ge Leistung (z. B. für Raumfahrzeuge)
Snealker ['sni:ks] der; -s, -s (meist Plur.) (aus gleichbed.
amerik. sneaker, eigtl. „Schleicher“, zu engl. to sneak
„schleichen“): von Jugendlichen getragener Schuh, ein in
Design u. Material weiterentwickelter Turnschuh
snie fen (unter Einfluss von dt. schniefen zu engl. to sniff,
vgl. sniffen): svw. sniffen. Sniff der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. sniff, eigtl. „das Schnüffeln“, zu to sniff, vgl. sniffen) :
(Jargon) das Sniffen. sniflfen (nach gleichbed. engl. to
sniff, eigtl. „durch die Nase einziehen“): (Jargon) a) sich
durch das Einatmen von Dämpfen bestimmter Stoffe (z. B.
Lösungsmittel) in einen Rauschzustand versetzen; b) [ei
nen Stoff] zum Sniffen (a) benutzen. Sniflfing das; -[s]
(aus gleichbed. engl. sniffing): (Jargon) das Sniffen
Snob [snɔp, engl. snob] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. snob,
Herkunft ungeklärt): Mensch, der sich durch zur Schau
getragene Extravaganz den Schein geistiger, kultureller
Snob-Appeal
Überlegenheit zu geben sucht u. nach gesellschaftlicher
Exklusivität strebt. Snob-Aplpeal, auch Snoblaplpeal
[snɔplə'pi:l, 'snɔp...] der; -s: Wirkung, Ansehen, über das
ein Snob verfügt; [reizvolle] Ausstrahlung, die von einem
Snob od. etwas Snobistischen ausgeht. Snobleflfekt der;
-[e]s, -e: im Verbraucherverhalten eintretender Effekt,
beim Kauf von Gütern möglichst Exklusivität zu errei
chen (Soziol.). Snolbilelty [sno'barəti] die; - (zu tSnob u.
TSociety): kurz für THigh Snobiety. Snolbislmus
[... bis...] der; -, ...men (nach gleichbed. engl. snobbism;
vgl. ...ismus (5)): 1. (ohne Plur.) Haltung, Einstellung ei
nes Snobs; Vornehmtuerei, Blasiertheit. 2. einzelne, für
einen Snob typische Äußerung, Verhaltensweise od. Ei
genschaft. snolbisltisch (zu TSnob u. T...istisch): ge
ckenhaft, vornehmtuerisch, eingebildet, blasiert, in der
Art eines Snobs
SNOBOL das; - (Kunstw. ; wohl nach der verwendeten Zei
chenkette): imperative Programmiersprache für Textver
arbeitung, deren wichtigster Datentyp die Zeichenkette ist
(EDV)
Snoolker [ snu:kə] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. snooker,
Herkunft ungeklärt) : 1. (ohne Plur.) dem Î Poolbillard ähn
liches, jedoch auf einem sehr viel größeren Tisch u. mit
mehr Kugeln gespieltes Billardspiel. 2. Spielsituation beim
Snooker (1), in der ein Spieler die richtige Kugel nicht di
rekt spielen kann
Snow [snoʊ]
-[s] (aus engl. snow „Schnee“): Bez. für al
le Rauschmittel, die als weißes Pulver gehandelt werden,
vor allem Kokain. Snowlboard ['snoʊbɔ:d] das; -s, -s
(aus gleichbed. engl. snowboard, zu board „Brett“): als
Sportgerät dienendes Brett zum Gleiten auf Schnee,
snowlboarlden: Snowboarding betreiben. Snowboarlder der; -s, - (aus gleichbed. engl. snowboarder):
jmd., der Snowboarding betreibt. Snowlboarlding das;
-s (aus gleichbed. engl. snowboarding): sportliche Betäti
gung, bei der man, auf einem Snowboard stehend, auf
Schnee gleitet. Snowlmolbil das; -s, -e (nach gleichbed.
engl. snowmobile): Schneemobil; Fahrzeug mit Motor zur
Fortbewegung auf Schnee. Snowlraflting ['snoura:f...]
das; -s: dem T Rafting vergleichbare waghalsige Fahrt im
Schnee
Soaplopelra, auch Soap-Opelra ['soʊp'ɔpərə] die; -, -s
(aus gleichbed. engl. soap opera, eigtl. „Seifenoper“, wohl
weil dieses Genre häufig von Waschmittelherstellern ge
sponsert wurde): Seifenoper, Genre von Funk- od. Fern
sehserien, das anhand von trivialen Begebenheiten vor al
lem das Leben der Mittel- u. Oberschicht schildert
solalve [...va] (tí.; aus gleichbed. lat. suavis) : lieblich, sanft,
angenehm, süß (Vortragsanweisung; Mus.)
Solalve [...va] der; - (nach dem ital. Ort Soave östlich von
Verona): heller, frischer u. trockener ital. Weißwein aus
dem Hügelland um den Ort Soave
Soibpr der; - (aus gleichbed. russ. sobor): Konzil, Synode
(der russ.-orthodoxen Kirche). Solborjnost die; - (aus
gleichbed. russ. sobornost’ zu sobornij „versammelt; ge
meinschaftlich“): Organisationsprinzip in der orthodoxen
Kirche, wonach ein Synodalbeschluss vom Kirchenvolk
gutgeheißen werden muss. Solbranlje* das; -s, -n, auch
die; -, -n (aus bulgar. sybranie „Versammlung“): bulgar.
N ationalvers ammlung
So|bri|e|tät* die; - (aus gleichbed. lat. sobrietas, Gen. so
brietatis zu sobrius „nüchtern, enthaltsam“): (veraltet)
Mäßigkeit
Solbrilquet* [sɔbri'kɛ] der; -s, -s [,,,'kɛ(s)] (aus gleichbed.
fr. sobriquet, vielleicht Mischbildung aus sot „dumm, tö
richt“ u. altfr. briquet „schnurrig, drollig“): (veraltet)
Spitzname, Beiname
Soclcer [ sɔkn] das, auch der; -s (aus engl. soccer zu einer
Kurzform soc aus association football „Verbandsfuß
1256
ball“): amerik. Bez. für Fußball (im Unterschied zu Î Foot
ball u. Î Rugby)
Soclcus [...kos] der; -, Socci ['zɔktsi] (aus gleichbed. lat.
soccus, dies aus gr. sykchos, sykchis): leichter, niedriger
Schuh der Antike, bes. für Frauen (als Fußbekleidung des
Komödienschauspielers Gegenstück zum t Kothurn des
tragischen Schauspielers)
Soldai Costs ['soʊʃəl Lasts], auch Soldallcosts die
(Plur.) (aus gleichbed. engl. social costs zu social „gesell
schaftlich“ u. costs „Kosten“): Kosten, die bei der indus
triellen Produktion entstehen (z.B. durch Wasser-, Luft
verschmutzung), jedoch von der Gemeinschaft getragen
werden müssen. Soldai Enlgilneelring [- ɛndʒɪhɪərɪŋ]
das; - -[s] (aus gleichbed. engl. social engineering, zu engi
neering „Bedienung von Maschinen ; Technik“) : Einbezie
hung sozialer Bedürfnisse des Menschen bei der Planung
von Arbeitsplätzen u. maschinellen Einrichtungen; vgl.
Human Engineering. Soldai Gpslpel das; - -[s], auch
Soldallgoslpel das; -[s] (aus engl. social gospel „soziales
Evangelium“): im letzten Drittel des 19. Jh.s in den USA
entstandene Bewegung amerik. Protestanten, die gegen
über dem amerik. Kapitalismus die soziale Bedeutung des
Evangeliums hervorhebt. Soldai Perlcepltion [- pa'sɛpʃn] die; - -, auch Solciallperlcepltion die; - (aus
gleichbed. engl. social perception): die soziale Wahrneh
mung. Soldai Sponlsolring [- 'spɔnsərɪŋ] das; - -[s] (aus
gleichbed. engl. social sponsoring): Sponsoring zugunsten
sozialer Einrichtungen o. Ä. Soldleltas [zo'tsi:e...] die; -,
...tates [,,,te:s] (aus lat. societas, Gen. societatis „Gesell
schaft“): im röm. Recht der formlos geschlossene Gesell
schaftsvertrag zur Erreichung eines gemeinsamen
Zwecks. Soldleltas Je su die; - - (nlat.; „Gesellschaft
Jesu“): der Orden der TJesuiten; Abk.: SJ (hinter Perso
nennamen = Societatis - „von der Gesellschaft Jesu“).
Solcileltät [...tsie...] die; -, -en (aus gleichbed. fr. société,
dies aus lat. societas, vgl. Societas): svw. Sozietät (2). Socilélté anolnyme [sɔsjeteanɔ'nim] die; - -, -s -s [sasjeteanɔ'nim] (aus gleichbed. fr. société anonyme, eigtl. „na
menlose Gesellschaft“): franz. Bez. für Aktiengesell
schaft. Soldlelty [sə'saɪətɪ] die; - (aus engl. society „Ge
sellschaft“): kurz für T High Society
Solda die; -, auch das; -s (aus gleichbed. span., it. soda, wei
tere Herkunft unsicher): 1. Natriumsalz der Kohlensäure,
das bes. zur Wasserenthärtung u. zur Herstellung von Sei
fe u. Reinigungsmitteln verwendet wird, Natriumkarbo
nat. 2. (nur das; -s) kurz für Sodawasser (mit Kohlensäure
versetztes Mineralwasser)
Soldalle der; -n, -n (aus lat. sodalis „Gefährte, Freund; ka
meradschaftlich“): Mitglied einer Sodalität. Soldalliltä.t
die; -, -en (aus lat. sodalitas, Gen. sodalitatis „Freund
schaft; Kameradschaft; Verbindung“): kath. Bruder
schaft od. ÎKongregation (1)
Soldallith [auch ... lit] der; -s, -e (zu TSoda u. T...lith): ein
durchsichtiges bis durchscheinendes Mineral, zuweilen als
Schmuckstein verwendet
Soldezlza die; - (aus it. sodezza „Härte, Festigkeit“ zu sodo
„fest; gründlich“): (veraltet) Festigkeit, Tüchtigkeit,
Gründlichkeit
Spldilum das; -s (aus engl. bzw./r. sodium, dies aus nlat. so
dium zu TSoda u. f,,,ium): engl. u. franz. Bez. für Natrium
Soldolku das; - (aus dem Japan.): durch den Biss von Rat
ten od. Ratten fressenden Tieren übertragene Infektions
krankheit mit Fieberanfällen, Schmerzen u, Hautaus
schlag (Med.)
Sodom das; - (nach der gleichnamigen biblischen Stadt,
die wegen des lasterhaften Lebenswandels (bes. Päderas
tie) ihrer Bürger vom Zorn Jahwes getroffen u. zusammen
mit der Schwesterstadt Gomorrha vernichtet wurde): Ort,
Stätte der Lasterhaftigkeit u. Verworfenheit. So do mie
1257
die; -, ...jen (aus gleichbed. spätlat. sodomia, urspr. „Pä
derastie“, vgl. Sodom): 1. Geschlechtsverkehr mit Tieren.
2. (veraltet) homosexuelle Beziehung. so|do|mi|sie|ren
(aus gleichbed. fr. sodomiser zu sodomie „Analverkehr;
Sodomie“): analen Geschlechtsverkehr ausüben. So|domit der; -en, -en (aus gleichbed. spätlat. Sodomita, urspr.
„Einwohner von Sodom"); jmd., der Sodomie treibt, sodolmiltisch (nach gleichbed. spätlat. Sodomita): Sodo
mie treibend. Soldomslaplfel der; -s, ...äpfel (nach der
Übersetzung des nlat. botanischen Namens, eigtl. „Apfel
aus Sodom"): Wucherung an Blättern, Knospen od. jun
gen Trieben von Eichen; Gallapfel (Bot.). So dom und
Golmorlrha das;---- [s],---- s (zu ISodom): Zustand der
Lasterhaftigkeit u. Verworfenheit
Sœur [sær] die; -, -s [sœr] (aus gleichbed. fr. sœur, dies aus
lat. soror): (veraltet) Schwester; Ordensschwester, Nonne
Solfa das; -s, -s (aus gleichbed. fr. sofa, dies aus arab. suffa
„Ruhebank“): gepolstertes Sitzmöbel für mehrere Perso
nen
So|fer7er; -, -im (aus hebr. söfer „Schriftkundiger“ zu säfar
„etw. aufzeichnen“): im Judentum Schreiber, auch
Schriftgelehrter
Sof|fi|olne7ie; -, -n (zu z7. soffione „Blasrohr“, dies zu soffiare „blasen“): î Exhalation (2) borsäurehaltiger heißer
Wasserdämpfe (in ehemaligen Vulkangebieten)
Sof Ifitlte u. Suffitte die; -, -n (meist Plur.) (unter Einfluss
von fr. soffite aus gleichbed. it. soffitta, soffitto, dies über
das Vulgärlat. zu lat. suffixus, Part. Perf. von suffigere
„oben an etw. befestigen“): 1. vom Schnürboden herab
hängendes Deckendekorationsstück, das eine Bühne nach
oben abschließt (Theater). 2. Kurzform von T Soffitten
lampe. Sof fit ten lam pe die; -, -n: röhrenförmige
Glühlampe
soft (eng/. ): 1. a) weich; b) weich (Vortragsweise im Jazz). 2.
(ugs.) nicht den gängigen Vorstellungen von einem Mann
entsprechend, sondern sanft, weich, seinen Gefühlen Aus
druck gebend
Sof |ta der; -[s], -[s] (über türk, softa aus pers. sökhtah „(für
die Wissenschaft) Erglühter“): (früher) Student einer isla
mischen Hochschule
Softlart [...a:t] die; -, auch Soft Art die; - - (aus engl. soft
art „weiche Kunst“): Richtung in der Bildhauerei, statt
der traditionellen harten Werkstoffe (Holz, Metall, Stein)
weiche Materialien (wie z. B. Filz, Gummi, Kunststoff) zu
verwenden. Softlball [..,bɔ:l] der; -s (aus gleichbed. engl.amerik. softball) : Form des Î Baseballs mit weicherem Ball
u. kleinerem Feld. Softlboot [...bu:t] der; -s, -s (meist
Plur.), auch Soft Boot der,; - -s, - -s (meist Plur.): Schuhe
mit weichem Außenmaterial für î Snowboarder. Softlcopy [..,kɔpi] die; -, -s, auch Soft Colpy die; - -, - -s (aus engl.
soft copy „weiche Aufzeichnung“): Darstellung von Daten
auf dem Monitor eines Computers (im Unterschied zur
ausgedruckten T Hardcopy; EDV). Spftldrink der; -s, -s,
auch Soft Drink der; - -s, - -s (aus gleichbed. engl. soft
drink, eigtl. „weiches Getränk“): alkoholfreies Getränk;
Ggs. tHarddrink. Soft Drug [... drʌg] die; - -, - -s (aus
engl. soft drug, „weiche Droge“) : (Jargon) Rauschgift, das
nicht süchtig macht (z.B. Haschisch, Marihuana); Ggs.
THard Drug. Spftleis das; -es (nach gleichbed. engl. soft
ice-cream): sahniges, weiches Speiseeis, soflten (aus
gleichbed. engl. to soften): mit optischen Hilfsmitteln eine
fotogr. Aufnahme weich zeichnen. Sofltelner der; -s, (aus gleichbed. engl. softener): 1. Maschine, die mithilfe
von Fetten Fasern weich quetscht (Textilindustrie). 2.
Weichmacher als Zusatz bei der Textilveredlung. Softlerror[,,,ɛrə] der; -[s], -s, auch Soft Erlrorder; - -[s], - -s (aus
gleichbed. engl. soft error, eigtl. „weicher Fehler“): uner
wünschte Änderung od. Zerstörung einer in Gestalt elektr.
Ladung gespeicherten Information durch energiereiche
sokratisch
Alphateilchen (Elektronik). Sof |tie der; -s, -s (aus gleich
bed. engl. softie, softy, eigtl. „Trottel“): (ugs.) [junger]
Mann von sanftem, zärtlichem, empfindungsfähigem We
sen. Softlnews [,,,nju:z], auch Soft News die (Plur.):
Neuigkeiten, die nicht für die Hauptnachrichten, aber z. B.
für das Infotainment geeignet sind (Fernsehen). Softporlnoi/er; -s, -s: Sexfilm, in dem keine ausgefallenen Se
xualpraktiken dargestellt u. die Vorgänge nicht allzu de
tailliert gezeigt werden. Softlrock der; -[s], auch Soft
Rock der; - -[s] (aus gleichbed. engl. soft rock): gemilder
te, leisere Form der Î Rockmusik. Softlsculplture
[-,,skʌlptʃə] die; -, auch Soft Sculplturez/ze; - - (aus engl.
soft sculpture „weiche Skulptur“): svw. Softart. Soft
Skill [... skɪl] der od. das; - -s, - -s (meist Plural) : (aus engl.
soft „sanft“ u. skills „Fähigkeiten“): Kompetenz im zwi
schenmenschlichen Bereich, Fähigkeit im Umgang mit an
deren Menschen (Wirtsch.); Ggs. ÎHard Skill. Software
[...wso] die; -, -s (aus gleichbed. engl. software, eigtl. „wei
che Ware“): die zum Betrieb eines Computers erforderli
chen nicht apparativen Funktionsbestandteile (Einsatzan
weisungen, Programme u.Ä.); Ggs. ÎHardware. Softwarθlθnlgilneelring [,,,ɛndʒɪ'nɪərɪŋ] das; - -[s] (aus engl.
software engineering „Computerprogrammtechnik“): das
Entwerfen, Herstellen u. Implementieren von Software so
wie die ingenieurwissenschaftliche Disziplin, die sich mit
Methoden u. Verfahren der damit verbundenen Problem
stellungen befasst. Soft|wareler|go|no|mie die; -: be
nutzerfreundliche Ausrichtung von Datenverarbeitungs
programmen. Softlwarelpalket das; -[e]s, -e: eine
Gesamtheit von Programmen (4), die unter einem be
stimmten Aspekt aufeinander abgestimmt sind od. zusam
mengehören (z.B. inhaltlich, formal)
Soglgetlto [sodʤetto] der; -, ...ti (aus it. soggetto „Sub
jekt“): Thema eines kontrapunktischen Werkes (Mus.).
Soglgetlto ca va to [- ...v...j der; - -, ...ti ...ti (aus gleich
bed. it. soggetto cavato, zu cavare „herausnehmen; Nut
zen ziehen“): in der Musik ein Thema, dessen Noten (in
Tonbuchstaben od. Solmisationssilben gelesen) auf einen
Ausspruch od. Namen verweisen (z.B. B-A-C-H)
Soihar der; - (aus hebr. zöhar „Glanz“): in Anlehnung an
den T Pentateuch gestaltetes Hauptwerk der jüd. Kabbala
soi-dilsant[swadi'za] (/?.): (veraltet) angeblich; so genannt
soilgnielren* [zoan ji:...] (aus fr. soigner „besorgen, pfle
gen“): (veraltet) besorgen, pflegen, soilgniert (nach
gleichbed. fr. soigné; vgl. ...iert): gepflegt; gediegen; seri
ös (bes. in Bezug auf die äußere Erscheinung)
Soillerolsion [sɔɪlɪ'rooʒən] die; - (aus engl. soil erosion):
engl. Bez. für Bodenerosion (Geol.)
Soil ree [soa're:] die; -, Soireen (aus gleichbed. fr. soirée zu
soir „Abend“, dies aus mlat. sero „Spätabend“): Abend
gesellschaft; Abendvorstellung
Soi|xante-neuf [swasäf noef] das; - (aus fr. soixante-neuf,
eigtl. „neunundsechzig“): svw. Sixty-nine
Solja die; -, Sojen u. Soljalbohlne die; -, -n (zu jap. shöyu
„Sojasoße“, dies aus dem Chines.): südostasiat. Schmet
terlingsblütler (wertvolle, eiweißreiche Nutzpflanze). Sojalsaulceu. So|ja|so|ße [,,,zo:sə] die; -, -n: aus vergore
nen Sojabohnen gewonnene Speisewürze
Solkol der; -s, -n (aus dem Slaw.; vgl. poln. sokól, tschech.
sokol „Falke“): Name poln., tschech. u. südslaw. (früher
sehr nationalistischer) Turnverbände. Solkollistrfer, -en,
-en (zu T ...ist): Mitglied eines Sokols
So kra tik* die; - (nach dem griech. Philosophen Sokrates
(um 470-399 v. Chr.ju. zu t2...ik (3)): Art des Philosophie
rens, bei der die Einsicht in das menschliche Leben die we
sentliche Aufgabe ist. So|kra|ti|kerz/er; -s, - (meist Plur.)
(über lat. Socraticus aus gleichbed. gr. Sökratikös): Schü
ler des Sokrates u. Vertreter der an das sokratische Philo
sophieren anknüpfenden Schulrichtungen, solkraltisch:
sol
die Sokratik betreffend; sokratische Methode: das auf die
sokratische Art des Philosophierens zurückgehende Un
terrichtsverfahren, den Schüler durch geschicktes Fragen
die Antworten u. Einsichten selbst finden zu lassen
sol <zt. >: Silbe, auf die man den Ton g singen kann (Mus.);
vgl. Solmisation
1Sol der; -[s], -[s] (aber: 5Sol) (aus span, sol „Sonne“, dies
aus Zzzí. sol; nach dem Hoheitszeichen Perus): (bis 1985
geltende) Währungseinheit in Peru
2Sol das; -s, -e (Kunstw. aus lat. ʌo/utio „Lösung“): kolloide
Lösung (Chem.)
solla tilde (Za!.; „allein durch den Glauben“); ein Grund
satz der Rechtfertigungslehre Luthers nach Römer 3,28
(ev. Theol.). solla graltia <ZaZ.; „allein durch die Gna
de“): Formel der Rechtfertigungslehre Luthers (ev.
Theol.)
Sollalnin das: -s <zu lat. solanum (vgl. Solanum) u. t...in
(2)>: giftiges Alkaloid verschiedener Nachtschattenge
wächse. Sollalnislmus der; - (zu t ...ismus (3)): Solaninvergiftung (Med.). Sollalnum das; -s, ...nen (aus gleichbed. lat. solanum) : Pflanzengattung der Nachtschattenge
wächse mit zahlreichen Nutzpflanzen (z. B. Kartoffel, To
mate)
soliar u. solarisch (aus gleichbed. lat. solaris, solarius zu sol
„Sonne“): die Sonne betreffend, zur Sonne gehörend (Me
teor., Astron., Phys.); vgl. ...isch/-. Sollar... (zu tsolar):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „die Sonne [u.
ihre Energie] betreffend“, z.B. Solarbatterie. Sollarlarchi tek tur die; -: Gesamtheit der baulichen Vorrichtun
gen, Anlagen, Maßnahmen beim klimagerechten Bauen
zur passiven Nutzung der Sonnenenergie. So|lar|bat|terie <7/e; -, ...ien [,,,i:ən]: Sonnenbatterie; Zusammenschal
tung mehrerer Solarzellen zur direkten Umwandlung von
Strahlungsenergie der Sonne in elektr. Energie. So|larenerlgie die;
Sonnenenergie; im Innern der Sonne er
zeugte Energie, die an die Oberfläche der Sonne gelangt u.
von dort abgestrahlt wird (Phys.). Sollarlfarm die; -, -en:
Sonnenkraftanlage [in sonnenreichen Gebieten] mit sehr
vielen, auf großer Fläche angeordneten Solarkollektoren,
in der Sonnenenergie in größerem Maße gewonnen wird.
So|lar|ho|ro|skop* das: -s, -e: auf den Sonnenlauf aus
gerechnetes Horoskop für ein Jahr. So|la|ri|melter das;
-s, - (zu Î'...meter): Gerät zur Messung der Sonnen- u.
Himmelsstrahlung. Sollalrilsaltilon ¿üe; -, -en (zu Î ...isation): Erscheinung der Umkehrung der Lichteinwirkung
bei starker Überbelichtung des Films (Fotogr.). solla
risch vgl. solar. Sollalrilum das; -s, ...ien [...ion] (aus lat.
solarium „der Sonne ausgesetzter Ort“): Einrichtung mit
künstlichen Lichtquellen (bes. zur Körperbräunung), die
bes. ultraviolette u. den Sonnenstrahlen ähnliche Strah
lung erzeugen. Sollarljahr das; -[e]s, -e (zu tSolar...):
Sonnenjahr (etwa um '/4Tag länger dauernd als das bür
gerliche Jahr; Astron.). So|lar|kol|lek|tor der; -s, -en:
Sonnenkollektor; Vorrichtung, mit deren Hilfe Sonnen
energie absorbiert wird. Sollarlkonlstanlte* die; -, -n:
mittlere Wärmemenge der in der Minute auf einen Qua
dratzentimeter der Erdoberfläche auftreffenden Sonnen
strahlen (Meteor.). Sollarlmolbil das; -s, -e: Elektrofahr
zeug, das seine Antriebsenergie aus der Umwandlung von
Sonnenenergie bezieht. So|lar|mo|dul das; -s, -e (zu 'Mo
dul): Zusammenschaltung von mehreren Solarzellen zu ei
nem ebenen Sonnenenergiewandler. Sollarlöl das; -s, -e:
bei der Destillation von Braunkohlenteer gewonnenes Öl,
das als Lösungsmittel u. als Treibstoff für Motoren ver
wendet wird. So|lar|pa|neel das: -s, -e: flächenhaft aus
gedehnte Zusammenschaltung mehrerer Solarmodule.
Sollarlpanel [...pænl] das; -s, -s (aus engl. solar panel
„Sonnenkollektor“): svw. Solarpaneel. So|lar|ple|xus
[auch ...'pis...] der; -, - [,,,ksu:s] (nach gleichbed. nlat. ple
1258
xus solaris (zu lat. plectere, vgl. Plexus): Sonnengeflecht
(des sympathischen Nervensystems im Oberbauch; Med.).
So|lar|tech|nik die; - (zu t Solar...): Technik, die sich mit
der Nutzbarmachung u. den Anwendungsmöglichkeiten
der Sonnenenergie befasst, sollarlterlresltrisch*: durch
die Sonne in der Erdatmosphäre od. auf der Erdoberfläche
bewirkt bzw. ausgelöst (Astron., Meteor.), sollarlthermisch: die Sonnenenergie, -wärme betreffend, davon
ausgehend, dadurch bewirkt. Sollar|zel|le zZze; -, -n: Son
nenzelle; Î Element (7) aus bestimmten Halbleitern, das
die Energie der Sonnenstrahlen in elektr. Energie umwan
delt
solla scripltulra [- sk...] {lat.; „allein durch die Schrift“):
Formel, dass die Bibel allein Heilsgeschehen vermitteln
kann (ev. Theol.)
Sollalwechlsel der; -s, - (nach it. sola (di cambio), eigtl.
,,einzig(er Wechsel)“, Fem. von solo „allein; einzig“, dies
aus lat. solus): Wechsel, bei dem sich der Aussteller selbst
zur Zahlung einer Geldsumme verpflichtet; Eigenwechsel
(Wirtsch.); vgl. Tratte
Solldalnellla u. Solldalnellle die; -, ...lien (aus gleichbed.
it. soldanella zu soldo (vgl. Soldat), nach den einer kleinen
Münze ähnlichen, runden Blättern): zu den Primelge
wächsen gehörende Frühlingsblume, die überwiegend im
Hochgebirge heimisch ist, Alpenglöckchen, Troddelblu
me. Solidat der; -en, -en (aus gleichbed. it. soldato, eigtl.
„der in Sold Genommene“, substantiviertes Part. Perf.
von älter it. soldare „in Sold nehmen“, dies zu soldo
„Münze, Sold“ aus spätlat. solidus (aureus) „gediegene
Goldmünze“, dies zu lat. solidus, vgl. solide): 1. a) Ange
höriger der Streitkräfte eines Landes; b) unterster militä
rischer Dienstgrad, unterste Ranggruppe der Land- u.
Luftstreitkräfte. 2. (bei Insekten) [unfruchtbares] Exem
plar, das für die Verteidigung des Stocks sorgt (bes. bei
Ameisen u. Termiten). 3. Feuerwanze (Zool.). Solldatesika die; -, ...ken (aus gleichbed. it. soldatesca, eigtl.
substantiviertes Fern, von soldatesco „soldatisch“): (ab
wertend) gewalttätig u. rücksichtslos vorgehende Solda
ten. Solldaltin die; -, -nen: weibl. TSoldat (1). solldatisch: in Artu. Haltung eines Soldaten(l).Solido der;-s,
Plur. -s u. Soldi (aus gleichbed. it. soldo, vgl. Soldat): alte
ital. Münze
Soiled [sɔ'lɛj] der; -[s] (zu fr. soleil „Sonne“, dies über das
Vulgärlat. aus lat. sol): fein geripptes, glänzendes Kamm
garngewebe
sollenn (aus gleichbed. fr. solennel, dies aus lat. sol(l)emnis, sol(l)ennis „(alljährlich) gefeiert, festlich“ zu sollus
„ganz, all-“ u. annus „Jahr“): feierlich, festlich. Sollennilsation die; -, -en (aus/r. solennisation „Feier“): (ver
altet) svw. Solennität. so|len|ni|sie|ren (aus gleichbed.
spätlat. sollem(p)nizare): (veraltet) feierlich begehen; fei
erlich bestätigen. So|len|ni|tät die; -, -en (unter Einfluss
von fr. solennité aus gleichbed. spätlat. so(l)lemnitas, Gen.
so(l)lemnitatis): (veraltet) Feierlichkeit, Festlichkeit; vgl.
Sollemnitas
So|le|no|id das; -[e]s, -e,(zu gr. solënoeidês „rinnen-, röh
renförmig“, dies zu sölen „Rinne, Röhre“): zylindrische
Metallspule, die bei Stromdurchfluss wie ein Stabmagnet
wirkt
Sollfaltalre die; -, ...ren (aus gleichbed. it. solfatara (nach
dem Namen eines Kraters in der Nähe von Neapel) zu sol
fatare „(aus)schwefeln“): î Exhalation (2) schwefelhaltiger
heißer Wasserdämpfe in Gebieten mit abklingendem Vul
kanismus
Sollfège [,,,'feʒ] der; -s, -s (aus fr. solfège „Gesangsschule,
Noten-Abc“): svw. Solfeggio. Sollfeglgien [,,,'fedʒn]:
Plur. von Solfeggio. sol|feg|gie|ren [,,,fɛʤi:...] Taus
gleichbed. it. solfeggiare zu solfa „Tonübung“, cfies zu t sol
u. tfa, vgl. Solmisation): Solfeggien singen (Mus.). Sol-
1259
[..,'fed^o] das; -s, ...ggien [,,,'feʤn] (aus gleichbed. it. solfeggio): auf die Solmisationssilben gesungene
Gesangsübung
Solli: Plur. vont Solo
So lilci tor [sə'lɪsɪtə] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. solici
tor, dies über mittelfr. solliciteur zu lat. sollicitare, vgl. sollizitieren): in Großbritannien, Irland u. Teilen Australiens
der nur bei niederen Gerichten zugelassene Anwalt; vgl.
Barrister; vgl. aber: Sollizitator
sollid u. solide (aus gleichbed. fr. solide, dies aus lat. solidus
„gediegen, echt, fest“): 1. fest, haltbar; gediegen (von Ge
genständen). 2. ordentlich, maßvoll, nicht ausschweifend,
nicht vergnügungssüchtig; anständig; zuverlässig (von
Personen). 3. gut fundiert (z. B. von Wissen). Sollildaires
[sɔlidɛ:r] die (Plur.) (zu/r. solidaire, vgl. solidarisch): (ver
altet) Freimaurer, die sich durch Eid verpflichteten, im
Sterbefall keinen geistlichen Beistand in Anspruch zu neh
men. sollildalrisch (nach /r. solidaire „wechselseitig für
das Ganze haftend“ zu solide, vgl. solid): a) gemeinsam;
übereinstimmend; b) füreinander einstehend, eng verbun
den. so|li|da|ri|sie|ren (nach gleichbed. fr. se solidari
ser): a) sich -: für jmdn., etwas eintreten; sich mit jmdm.
verbünden, um gemeinsame Ziele u. Interessen zu verfol
gen; b) zu solidarischem Verhalten bewegen. So 11 i I da I rismus der; - (zu "1 solidarisch u. Î ...ismus ( 1 )> : Richtung der
[kath.] Sozialphilosophie, die im rechten Ausgleich zwi
schen dem Einzelnen u. der Gemeinschaft das Gemein
wohl zu fördern sucht. so|li|da|ris|tisch (zu 1 ...istisch):
den Solidarismus betreffend, auf ihm beruhend. SollildariltätiZze; - (aus gleichbed. fr. solidarité; vgl. ...ität): a) un
bedingtes Zusammenhalten mit jmdm. aufgrund gleicher
Anschauungen u. Ziele; b) auf das Zusammengehörig
keitsgefühl u. das Eintreten füreinander sich gründende
Unterstützung. So|li|da|ri|täts|ak|tiIon rfze; -, -en: zur
Unterstützung einer Person, einer Gruppe od. bestimmter
Forderungen bzw. Ziele von mehreren durchgeführte Ak
tion. Solli|da|ri|täts|prin|zip das; -s: Prinzip des Solida
rismus, das soziale Ausgleichsprozesse zwischen Individu
um u. Gesellschaft begründen u. regeln soll. Sollildarnorlmen die (Plur.): normative Bestimmungen des Tarif
rechts. Sollildarlpakt der; -[e]s, -e (zu Îsolidarisch):
Übereinkommen zwischen Politik, Unternehmensverbän
den u. Interessenvertretern der Arbeitnehmer, bes. Ge
werkschaften, zur Finanzierung außergewöhnlicher Vor
haben durch möglichst weitgehende, sozial verträgliche
Verteilung der entstehenden Lasten. Sollildarlpalthololgie die; -: Lehre, die in den festen Bestandteilen des
Körpers die Ursachen der Krankheiten sucht (Med.); vgl.
Humoralpathologie, sollilde vgl. solid
Solli Deo der; - -, - - (lat.; „allein vor Gott“): der nur vor
dem Allerheiligsten abgenommene t Pileolus der kath.
Geistlichen, solɪi Deo glolria dat.y. Gott [sei] allein die
Ehre! (Inschrift auf Kirchen u.a.); Abk.: S. D. G.
Sollildi: Plur. von ÎSolidus. so|li|die|ren (aus gleichbed.
(spät)lat. solidare zu solidus, vgl. solid): (veraltet) befesti
gen, versichern. Sollildiltät die; - (aus gleichbed. fr. soli
dité, dies aus lat. soliditas, Gen. soliditatis „Dichtheit,
Festigkeit, Dauerhaftigkeit“): 1. Festigkeit, Haltbarkeit. 2.
Zuverlässigkeit; Mäßigkeit, Gesetztheit, sollidlstate [sɔlid'steit] (aus gleichbed. engl. solid-state): in Festkörper
technik [ausgeführt] (von integrierten Schaltungen; Elek
tronik). Sollildusifer;-, ...di
spätlat. solidus (aureus),
vgl. Soldat): altröm. Goldmünze. So|li|dus|li|nie rfz'e; -,
-n: im Zustandsdiagramm von Legierungen die Tempera
turlinie, unterhalb der alle Legierungsbestandteile fest
sind
sollilflulildal (zu lat. solum „Boden“ u. îfluidal): die Solifluktion betreffend (Geol.). So I li |f luk |ti I on die; -, -en (zu
Îfluktuieren u. t‘...ion): 1. Bodenfließen, Erdfließen,
feglgio
Solmisation
Kriechen der Hänge (eine Form der Bodenbewegungen;
Geol.) 2. Frostbodenbewegung, die zur Bildung von 1 Po
lygonböden führt (Geol.). Solli|fluklti|ons|de|cke rfze;
-, -n: während der Eiszeit entstandene Frostschuttböden
(Blockmeere der Mittelgebirge u.a.; Geol.)
So|li|lo|quent zfer; -en, -en (zu 1 Soliloquium u. t ...ent): (in
der Passion 2 b) einzeln auftretende Person (außer dem
Evangelisten u. Christus), z. B. Petrus, Pilatus; Ggs. ITurba. Solilolquist z/er; -en, -en (zu t ...ist): Verfasser eines
Soliloquiums. So lillo qui um das; -s, ...ien [...ion] (aus
gleichbed. spätlat. soliloquium zu lat. solus (vgl. solo) u. lo
qui „reden“): Selbstgespräch, ÎMonolog der antiken Be
kenntnisliteratur
Solling die; -, Plur. -s, auch -e (auch das od. der; -s, -s) (Her
kunft unsicher): mit drei Personen zu segelndes Kielboot
im Rennsegelsport
Sollilon das; -s, -en (Kunstw. zu engl. solution „Lösung“):
als Gleichrichter od. Strombegrenzer verwendetes Steuer
element, bei dem die Ionenleitung in Lösungen zum
Stromtransport dient (Phys.)
Solliplsislmus* der; - (zu lat. solus (vgl. solo), ipse „selbst“
u. Î...ismus (2)): erkenntnistheoretischer Standpunkt, der
nur das eigene Ich mit seinen Bewusstseinsinhalten als das
einzig Wirkliche gelten lässt u. alle anderen Ichs mit der
ganzen Außenwelt nur als dessen Vorstellungen annimmt
(Philos.). Solliplsist der; -en, -en (zu T...ist>: Vertreter
des Solipsismus, solliplsisltisch (zu 1 ...istisch): auf den
Solipsismus bezüglich; ichbezogen. Sollist der; -en, -en
(aus gleichbed. fr. soliste, it. solista zu it. solo, vgl. solo): a)
Künstler (Musiker od. Sänger), der ein îSolo (1) [mit Or
chesterbegleitung] vorträgt; b) (ugs.) Spieler, der einen Al
leingang unternimmt (bei Mannschaftsspielen, besonders
beim Fußball). Sollisltin die; -, -nen: weibliche Form zu
TSolist. sollisltisch (zu Î...istisch): a) den Solisten, die
Solistin betreffend; b) sich als Solist, als Solistin betäti
gend ;c) für Solo (1 )komponiert, solliltär (aus/r. solitaire
„einsam, einzeln“, dies aus gleichbed. Zai. solitarius zu so
lus, vgl. solo): einzeln lebend, keine Staaten bildend (von
Tieren); Ggs. tsozial (5). Solliltär der; -s, -e (aus gleich
bed. fr. solitaire): 1. einzeln gefasster Brillant od. Edel
stein. 2. Einsiedlerspiel (ein Brettspiel für eine Person). 3.
einzeln [außerhalb des Waldes] stehender Baum. Solliton das; -s, ...tonen (meist Plur.) (zu Tsolitär u. t'...on>:
Wellentyp, der einen bestimmten Lösungstyp spezieller
nicht linearer, partieller Differenzialgleichungen darstellt
u. sich als räumlich begrenzte Welle ohne Änderung der
Gestalt ausbreitet (Phys.). Solliltülde die; -, -n (ausfr. so
litude „Einsamkeit“, dies aus lat. solitudo zu solus, vgl. so
lo): Name von Schlössern
Solljanlka die; - (aus gleichbed. russ. soljanka zu soT
„Salz“}: stark gewürzte Suppe mit Fleisch od. Fisch, Ge
müse, saurer Gurke u. saurer Sahne
Solllemlniltas die; -, ...tates [...te:s] (aus spätlat. sollemni
tas, Gen. sollemnitatis „Feierlichkeit, Fest“): Hochfest,
seit 1969 Bez. für die im liturgischen Kalender am höchs
ten stehenden Feste (kath. Kirche); vgl. Solennität
S o 111 i I zi I ta nt der; -en, -en (zu lat. sollicitans, Gen. sollici
tantis, Part. Präs, von sollicitare, vgl. sollizitieren): (veral
tet) Bittsteller. Solllilziltaltilon die; -, -en (aus Zai. solli
citatio „Beunruhigung, Veranlassung zu etwas“): (veral
tet) Bitte, [Rechts]gesuch. SollliIziltaltor der; -s, ...oren
(nach lat. sollicitator „Reizer, Verführer“}: (österr., veral
tet) Gehilfe eines Rechtsanwalts; vgl. aber: Solicitor, solli|zi|tie|ren (aus lat. sollicitare „zu etwas veranlassen, an
regen, reizen“): (veraltet) nachsuchen, betreiben
Sollluxllamlpe® die; -, -n (zu lat. sol „Sonne“ u. lux
„Licht“): elektrische Wärmestrahlungslampe
Sol|mi|sa|ti|on die; - (aus gleichbed. z7. solmisazione; zu
den Tonsilben sol u. mi des von Guido von Arezzo im
solmisieren
11. Jh. erstmals beschriebenen Tonsystems, dessen Silben
aus einem mittelalterlichen latein. Hymnus an Johannes
den Täufer stammen): System, bei dem die Töne der Ton
leiter anstatt mit c, d, e usw. mit den Tonsilben tut (später
t do), Î re, î mi, T fa, î sol, î la, î si bezeichnet werden (Mus.).
sol|mi|sie|ren (zu T..deren): die Solmisations-(Ton-)Silben statt der (heute üblichen) Stammtöne anwenden
(Mus.); Ggs. Îabecedieren
sollo (it.; aus lat. solus „allein“): 1. als Solist (a) bzw. Solis
tin (z. B. bei einer musikalischen Darbietung). 2. (ugs., oft
scherzh.) allein; unbegleitet, ohne Partner. Sollo das; -s,
Plur. -s u. Soli: 1. aus dem Chor od. Orchester hervortre
tende Gesangs- od. Instrumentalpartie; Einzelgesang,
-spiel, -tanzusw. ; Ggs. TTutti. 2. a) Einzelspiel, Alleinspiel
(bei Kartenspielern); b) (ugs.) Alleingang eines Spielers
(vor allem beim Fußball)
Sollod der; -s (aus gleichbed. russ. solod zu solonyj „sal
zig“): Steppenbleicherde, meist aus TSolonez durch stär
kere Auswaschung nach Absinken des Grundwasserspie
gels entwickelter schwach saurer u. unfruchtbarer Salzbo
den
So|lo|ma|schi|ne die; -, -n (zuîsolo u. TMaschine): ein
sitziges Motorrad ohne Beiwagen
So|lo|nez iter; - (aus gleichbed. ra.rs. solonec zu solonyj,
vgl. Solod): sodahaltiger Salzsteppenboden
Sollonlgoi [,,,'gɔv] der; -, - (aus gleichbed. russ. solongoj,
dies aus dem Turkotat.): Fell des gleichnamigen Tieres od.
Bergkolinskis, einer in Ostasien lebenden Marderart
sollolnisch (nach Solon, dem altathenischen Staatsmann
u. Dichter (640-560 v. Chr.)>: klug, weise [wie Solon]
Sollontschak* der; - (aus gleichbed. russ. soloncak zu so
lonyj, vgl. Solod): weißer, verkrusteter Salzsteppenboden
Sgllolpart der; -s, Plur. -s, auch -e (zu îsolo u. TPart):
Part (2) für einen solistisch auftretenden Künstler
Sollölzislmus der; -, ...men (über /at. soloecismus aus
gleichbed. gr. soloikismós zu sóloikos „regelwidrig spre
chend“, wohl nach dem antiken Soloi (gr. Sóloi) in Kili
kien, dessen Einwohner ein fehlerhaftes Griechisch ge
sprochen haben sollen): grober Sprachfehler, bes. in der
syntaktischen Verbindung der Wörter (Rhet., Stilk.)
Sol|sti|ti|al|punkt* der; -[e]s, -e (zu lat. solstitialis „zur
Sommersonnenwende (gehörig)“, dies zu solstitium, vgl.
Solstitium): Sonnenstillstandspunkt od. Sonnenwende
punkt, in dem die Sonne ihren höchsten od. niedrigsten
Stand über dem Himmelsäquator hat (Sommer-, Winter
punkt). Sollstiltilum das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed.
ZaZ. solstitium zu sol „Sonne“ u. sistere (Stamm stit-)
„(still)stehen“): Sonnenwende (Astron.). Sollstiz das;
Gen. - u. -es, Plur. -e (zu tSolstitium): (selten) svw. Solsti
tium
sollulbel u. so|lu|biIle (aus gleichbed. spätlat. solubilis zu
/ai. solvere, vgl. solvent): löslich, auflösbar (Chem.). SoIuIbiIIiIsaItiIon die; -, -en (zu î...isation): Auflösung ei
nes Stoffes in einem Lösungsmittel, in dem er unter nor
malen Bedingungen nicht löslich ist
sollus Chrisltus [- kr...] (lat.; eigtl. „Christus allein“):
Kurzformel für die alleinige Heilsbedeutung Jesu Christi
(ev. Theol.)
Sollultio iZ/'e; -, ...iones [...ne:s] u. So|lu|ti|on die; -, -en
(aus lat. solutio „das (Auf)lösen, Lösung“): Lösung, bes.
Arzneimittellösung; Abk.: Sol
So|lu|tré|en* [zolytre ɛ:] das; -[s] (nach dem Fundort un
terhalb des Felsens Solutré in Frankreich): Stufe der Alt
steinzeit
sollultus (lat.; „gelöst“, Part. Perf. von solvere, vgl. sol
vent): in einem flüssigen Medium gelöst (z.B. von festen
Substanzen; Med.). sol|va|bel [...v..,] (zu lat. solvere (vgl.
solvent) u. Î ...abel, Bed. 2 über gleichbed. fr. solvable): 1.
(selten) auflösbar (Chemie). 2. (veraltet) svw. solvent.
1260
Sollvalbilliltät Æe; - (zu J...ität): (veraltet) svw. Solvenz.
Sollvat das; -[e]s, -e (zu t...at (1)>: aus einer Solvatation
hervorgegangene lockere Verbindung (Chem.). Sollva•ta ti on die; - (zu T...ation): das Eingehen einer lockeren
Verbindung zwischen Kolloidteilchen u. Lösungsmittel
(Chem.). Spllvens das; -, Plur. ...venzien [...ion] u. ...ventia (zu lat. solvens, vgl. solvent): [schleimlösendes Mittel
(Med.), sollvent (über it. solvente aus lat. solvens, Gen.
solventis, Part. Präs, von solvere „(auf)lösen; eine Schuld
abtragen“): zahlungsfähig (Wirtsch.); Ggs. tinsolvent.
Sollvenltia: Plur. von TSolvens. Sollvenz z/ze; -, -en (zu
ɪ,,,enz): Zahlungsfähigkeit (Wirtsch.); Ggs. TInsolvenz.
Sol ven zilen [,,,iən]: Plur. von TSolvens. sollvielren
(aus gleichbed. lat. solvere): 1. (auf)losen (Chem.). 2. ab
zahlen, zurückzahlen (bes. Wirtsch.). Sollvollylse zfe; -,
-n (zu T...lyse): Reaktion gelöster Îkovalenter Verbindun
gen mit dem Lösungsmittel (Chem.)
1So|ma der; -[s], -s (aus gleichbed. sanskr. soma): [im
Mondgott personifizierter] Opfertrank der Î vedischen
Religion; vgl. Haoma
2So|ma das; -, -ta (aus gr. sðma, Gen. sömatos „Körper“):
1. Körper (im Gegensatz zum Geist; Med., Psychol.). 2.
Gesamtheit der Körperzellen im Gegensatz zu den Keim
zellen (Med., Biol.)
So man das; -s (Kunstw.): chem. Verbindung aus der Reihe
der organischen Phosphorsäureester, hochgiftiger chem.
Kampfstoff
solmat..., Solmat... vgl. somato..., Somato... Solmaltiker der; -s, - (zu Tsomatisch): Arzt, der sich mit den kör
perlichen Erscheinungsformen der Krankheiten befasst;
vgl. Psychologe, solmaltisch (nachgleichbed.gr. sömatikös) : 1. den Körper betreffend (im Unterschied zu Geist,
Seele, Gemüt) ; körperlich (Med., Psychol.). 2. die Körper
zellen (im Ggs. zu den Keim-, Geschlechtszellen) betref
fend (Med., Biol.). solmalto.... So ma to..., vor Voka
len meist somat..., Somat... (aus gleichbed. gr. soma, Gen.
sömatos): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Kör
per“, z.B. somatogen, Somatologie. So|ma|to|ga|mie
die; -, ...ien (zu î ...garnie): Befruchtungsvorgang bei Pilzen
durch Verschmelzung von Körperzellen aus einem einzi
gen od. aus verschiedenen Individuen (Biol.). solmaltogen (zu t...gen>: 1. körperlich bedingt, verursacht (Med.,
Psychol.). 2. von Körperzellen [und nicht aus der Erbmas
se] gebildet (von Veränderungen an Individuen; Biol.).
Solmaltolgramm das; -s, -e (zu T...gramm): grafische
Darstellung, Schaubild der körperlichen Entwicklung bes.
eines Säuglings od. Kleinkindes. So maitoilo gie die; (zu T.Jogie): Wissenschaft von den allgemeinen Eigen
schaften des menschlichen Körpers (Anthropologie). Soma|to|ly|se die; -, -n (zu T...lyse>: Schutzverhalten bei
Tieren, bei dem durch Verfärben, Fleckung, Streifen o.Ä.
das Tier in einer bestimmten Umgebung für den Betrach
ter unsichtbar wird (Biol.). Solmaltolmeldin das; -s, -e
(Kurzw. zu TSomatotropin, TAfeiZiator u. t...in (1)): unter
dem Einfluss von Somatotropin in der Leber gebildete u.
freigesetzte Substanz, durch die das Somatotropin wirk
sam wird (Med.). Solma to meitrie* die; - (zu T somato...
u. Î ...metrie) : Teilgebiet der Somatologie, das sich mit den
Maßen u. dem Messen des menschlichen Körpers befasst.
So|ma|to|psy|cho|lolgie dto; -: Teilgebiet der Psycho
logie, das die T Symptome des Seelenlebens in körperlichen
Begleit- u. Folgeerscheinungen erforscht; vgl. Psychoso
matik. Solma|tolsen|silbi|li|tät ûfe; -: Empfindung für
Gleichgewicht u. Bewegung (Med., Biol.). Solmaitoskolpie* die; -, ...ien (zu T...skopie>: (selten) Untersu
chung des (menschlichen) Körpers (Med.). So|ma|tos131110* das; -s, -e (zu gr stásis „das Stehen, Stillstand“ u.
T...in (1)): ein Peptidhormon aus 14Aminosäuren, das im
Gehirn u. oft auch in der Bauchspeicheldrüse vieler Wir-
1261
beltiere einschließlich des Menschen vorkommt (Med.,
Biol.). Solmatotherapie die: -, ...ien: körperliche Behandlungsmaßnahmen bei psychischen Krankheiten (z. B.
Elektrokrampf; Med.). so|maito|trop’ (zu î...trop): den
Körper beeinflussend (Med.). Solmaltoltrolpin* das; -s
(zu î...in (l)): Wachstumshormon aus dem Hypophysen
vorderlappen (Biol., Med.). So|ma|zel|len die (Plur.) (zu
î2Soma>: die meist Î diploiden Körperzellen, die im Unter
schied zu den Keimzellen nicht potenziell unsterblich u.
bei den Säugetieren nur noch begrenzt teilungsfähig sind
(Med., Biol.)
Som|bre|ro* der; -s, -s (aus span, sombrero „Hut“ zu som
bra „Schatten“, dies aus lat. umbra): in Mittel- u. Südame
rika getragener hoher, kegelförmiger Strohhut mit sehr
breitem Rand
Somlmaltilon die: -, -en (aus gleichbed. /r. sommation,
eigtl. „Aufforderung“, zu sommer „auffordern“, dies über
das Mittellat. aus lat. summa „Höchstes“): gerichtliche
Vorladung, Mahnung; Ultimatum
Somlmelliler [... lie:] der: -s, -s (aus gleichbed. fr. somme
lier, dies aus altprovenzal. saumalier, eigtl. „Führer von
Saumtieren“): speziell für die Getränke, bes. für den Wein
zuständiger Kellner. Som|me|li|è|re [,,,liɛ:rə] iZze; -, -n:
weibliche Form zu Î Sommelier
Somlmiltät <7ze; -, -en (aus gleichbed. fr. sommité, eigtl.
„Gipfel, Spitze“, dies aus lat. summitas, Gen. summi
tatis): (veraltet) hochstehende Person
som|nam|bul (aus gleichbed. fr. somnambule, dies zu lat.
somnus „Schlaf' u. ambulare „umhergehen“): schlaf
wandlerisch; nachtwandelnd, mondsüchtig. Somlnambylle deru. die: -n, -n: Schlafwandlerin], somlnamlbulie ren (zu Î..deren): schlafwandeln. Som|nam|bu|lismus der; - (aus gleichbed. fr. somnambulisme; vgl. ...ismus (3)): Schlaf-, Nachtwandeln, Mondsüchtigkeit
(Med.). Somlnilfelrum das: -s, ...ra (zu lat. somniferum
„einschläfernd“, dies zu somnus „Schlaf' u. ferre „tragen;
bringen“): svw. Hypnagogum. somlnollent (aus spätlat.
somnulentus „schlaftrunken“): benommen; schlafsüchtig
(Med.). Somlnollenz die: - (aus spätlat. somnulentia
„Schläfrigkeit“): Benommenheit; krankhafte Schläfrig
keit (Med.)
Solnalgraf, auch ...graph der: -en, -en (zu Î ...graf): Gerät
zur Analyse u. Aufzeichnung von Klängen u. Geräuschen,
solnalgralfisch, auch ...gralphisch (zu T...grafisch):
mit einem Sonagrafen aufgezeichnet u. dargestellt. Sonagramm das: -s, -e (zu lat. sonare (vgl. Sonant) u.
t...gramm): grafische Darstellung einer akustischen
Struktur (z. B. der menschlichen Stimme). Solnant der:
-en, -en (zu lat. sonans, Gen. sonantis „tönend; Vokal“,
Part. Präs, von sonare „tönen“): Silben bildender Laut
(außer den Vokalen auch sonantische Konsonanten, wie
z. B. /in Dirndl = Dirndel), solnanltisch: a) den Sonan
ten betreffend; b) Silben bildend
Solnar das: -s, -e (aus gleichbed. engl. sonar, Kurzw. aus
.sound navigation and ranging, eigtl. „Schallortung und
Entfernungsmessung“): 1. (ohne Plur.) Verfahren zur Or
tung von Gegenständen im Raum, unter Wasser mithilfe
ausgesandter Schallimpulse. 2. svw. Sonargerät. Solnarge rät das: -[e]s, -e: Gerät, das mithilfe von Sonar (1) Ge
genstände ortet
Solnalta die: -, ...te (aus it. sonata, vgl. Sonate): ital. Bez.
für Sonate; Sonata a tre: Triosonate (Mus.); Sonata da ca
mera ['ka:...] : Kammersonate; Sonata da chiesa [kieza]:
Kirchensonate. So|na|te die; -, -n (aus gleichbed. it. so
nata, substantiviertes Part. Perf. Fern, von sonare „(er)tönen“, dies aus lat. sonare): Tonstück für ein od. mehrere
Instrumente (auch Orchester), aus 3 od. 4 Sätzen beste
hend. Solnaltilne die; -, -n (aus gleichbed. it. sonatina,
Verkleinerungsform von sonata, vgl. Sonate): kleinere,
sonografisch
meist nur aus 2 bis 3 Sätzen bestehende, oft leicht zu spie
lende Sonate
Sonlde die: -, -n (aus gleichbed. fr. sonde, weitere Herkunft
unsicher): 1. Abtast-, Prüf- od. Untersuchungsgerät für
schwer zugängliche od. anderweitig schwierig zu untersu
chende Stellen; oft stab- od. röhrenförmig, starr od: bieg
sam ausgeführt; für maßtechnische Zwecke mit einem
Sensor ausgestattet. 2. dünnes, stab- od. röhrenförmiges
Instrument zur Einführung in Körperhöhlen (z. B. Magen)
od. Gewebe (z. B. Wunden) zu diagnostischen u. therapeu
tischen Zwecken; dünner Schlauch zur künstlichen Ernäh
rung (Med.). 3. Vorrichtung zur Förderung von Erdöl od.
Erdgas aus Bohrlöchern (Techn.). 4. a) langes, stabförmi
ges Instrument, mit dessen Hilfe unter Lawinen begrabene
Menschen gesucht werden; b) Rettungsgerät, mit dem ver
schüttete Bergleute aus dem Schacht befördert werden
können. 5. svw. Radiosonde. 6. unbemanntes Raumfahr
zeug zu Versuchs- u. Forschungszwecken, sonldielren
(aus gleichbed. fr. sonder) : 1. mit einer Sonde untersuchen.
2. vorsichtig erkunden, ausforschen, vorfühlen. 3. loten,
die Wassertiefe messen (Seew.). Somdierung die; -, -en
(zu t...ierung): 1. das Sondieren. 2. (meist Plur.) svw. Son
dierungsgespräch. Sonldielrungslgelspräch das; -[e]s,
-e : Gespräch, bei dem die Haltung des Gesprächspartners
zu einer bestimmten Frage erkundet werden soll
Seine die; -, - (zu lat. sonus „Laut, Schall, Klang“): Maß
einheit der Lautheit; Zeichen sone (Phys.). Solnett das;
-[e]s, -e (aus gleichbed. z7. sonetto, eigtl. „Klinggedicht“,
Verkleinerungsform zu (älter) it. s(u)ono „Klang, Ton“,
dies aus lat. sonus) : in Italien entstandene Gedichtform
von insgesamt 14 Zeilen in zwei Teilen, von denen der erste
aus zwei Strophen von je vier Versen (vgl. Quartett 2), der
zweite aus zwei Strophen von je drei Versen (vgl. Terzett2)
besteht
Song [sɔŋ] der; -s, -s (aus engl. song „Lied“): 1. Lied (der
populären Unterhaltungsmusik o.Ä.). 2. (musikalisch u.
textlich meist einfaches) einprägsames, oft als Sprechge
sang vorgetragenes Lied mit zeitkritischem, sozialkriti
schem, satirischem, lehrhaftem o.ä. Inhalt. Songlbook
[...buk] das; -[s], -s (aus engl. songbook „Liederbuch“):
Buch, in dem sämtliche bei Abfassung des Buches vorlie
genden Lieder eines Einzelinterpreten od. einer Gruppe
mit Text u. Noten enthalten sind. Songlwrilter [..,raɪtə]
der; -s, - (aus gleichbed. engl. songwriter, eigtl. „Lied
schreiber“): jmd., der Texte [u. die Musik] von Songs
schreibt
solnilka (aus gleichbed. fr. sónica): 1. (veraltet) sogleich,
rechtzeitig. 2. zur rechten Zeit kommend (von der Gewinn
entscheidenden Karte beim Pharaospiel)
So ni tus Aulrilum der; - - (zu lat. sonitus „Schall, Klang"
u. auris „Ohr“): Ohrenklingen, subjektiv empfundenes
Geräusch bei Erkrankungen des Hörorgans (Med.)
Sonlnylboy [ sʌnɪbɔ^, auch 'zɔni...] iter; -s, -s (nach engl.
sonny boy „(mein) Söhnchen, (mein) Junge“ (sonny =
Koseform von son „Sohn“)): junger Mann, der eine unbe
schwerte Fröhlichkeit ausstrahlt, Charme hat u. dem man
Sympathie entgegenbringt
solno..., Solno... (aus lat. sonus „Laut, Schall, Klang“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Schall; Ultra
schall“, z.B. sonografisch, Sonometer. Solnolchelmie
z/ze; -: Teilgebiet der Chemie, das sich mit der ehern. Wir
kung des Ultraschalls befasst. Solnolgraf, auch ...graph
der; -en, -en (zu t...graf): Gerät zur Durchführung einer
Sonografie (Med.). Solnolgralfie, auch...gralphie die;
-, ...ien (zu î ...grafie): Ortung u. Aufzeichnung krankhaf
ter Veränderungen im Organismus mithilfe von Ultra
schallwellen nach dem Echolotprinzip (Med.), solnogra fisch, auch ...gralphisch (zu Î...grafisch): mithilfe
der Sonografie durchgeführt, auf ihr beruhend (Med.).
1262
Sonogramm
Solnolgramm das; -s, -e (zu T...gramm): Aufzeichnung
des Ultraschallspektrums als Ergebnis der Sonografie.
So|no|lu|mi|nes|zenz die; -, -en: durch Schallwellen
hervorgerufene Leuchterscheinung (Phys.). Solnolmeter das; -s, - <zu t’..,meter): Schallstärkemesser, solnor
(über gleichbed. fr. sonore aus ZaZ. sonorus „schallend,
klangvoll“ zu sonor „Klang, Ton“, dies zu sonare „tö
nen“): 1. klangvoll, volltönend. 2. stimmhaft (Sprachw.).
Solnor ¿er; -s, -e (aus lat. sonor, vgl. sonor): nur mit Stim
me gesprochener Laut im Gegensatz zu den Geräuschlau
ten; Sonant (Sprachw.). So|no|ri|salti|on die; -, -en (zu
t...isation>: Umwandlung stimmloser Konsonanten in
stimmhafte, oft in inter vokalischer Stellung, z.B. lat. ca
tena („Kette“),span, cadena(Sprachw.); vgl. ...ation/...ierung. So|no|ri|sie|rung die; -, -en (zu f...isierung): svw.
Sonorisation; vgl. ...ation/...ierung. So|no|ri|tät die;-(zu
T ...ität): Klangfülle eines Lautes, Grad der Stimmhaftig
keit (Sprachw.). Solnorllaut der; -[e]s, -e: svw. Sonor
Soor der; -[e]s, -e (Herkunft ungeklärt; vielleicht zu mittelniederd. sör „ausgedörrt, trocken“) : Pilzinfektion (bes. bei
Säuglingen), die sich in grauweißem Belag bes. der Mund
schleimhaut äußert (Med.). Sopr|my|ko|se die; -, -n:
svw. Soor
So|phiai/ze,'-<über/a/. sophiaausgr. sophia „Weisheit“): 1.
das Wissen von den göttlichen Ideen, die in ihrer Reinheit
nur von der körperlosen Seele geschaut werden (Plato). 2.
in der russ. Religionsphilosophie Bezeichnung für die
schöpferische Weisheit Gottes. So|phi|o|îolgie die; - (zu
1 ...logie): Weisheitslehre der russ. Religionsphilosophie.
Solphislma das; -s, ...men (über gleichbed. lat. sophisma
ausgr. sophisma, eigtl. „alles klug od. listig Ausgedachte“,
zu sophizesthai „ausklügeln, aussinnen“, dies zu sophös
„geschickt, klug“): svw. Sophismus. Solphislmus der; -,
...men (zu t...ismus (2)>: Scheinbeweis; Trugschluss, der
mit Täuschungsabsicht gemacht wird. Solphist der; -en,
-en (über (m)lat. sophista, sophistes aus gleichbed. gr. so
phistes zu sophizein „belehren; klug erdenken“, dies zu so
phös, vgl. Sophisma): 1. Wissenschaftler [in der Antike], 2.
im antiken Athen der gut bezahlte Wanderlehrer, der die
Jugend in Wissenschaft, Philosophie u. Redekunst ausbil
dete. 3. jmd., der in geschickter u. spitzfindiger Weise et
was aus u. mit Worten zu beweisen versucht; Wortverdre
her. Solphisltelrei die; -, -en (zu mlat. sophistria (ars)
„Kunst betrügerischer blendender Rede“): (abwertend)
Spitzfindigkeit, Spiegelfechterei, Wortklauberei, sophis ti ca ted [sə fɪstɪkeɪtɪd] (engl.; aus mlat. sophistica
te (Part. Perf. von sophisticate), dies zu lat. sophisticus,
vgl. sophistisch): 1. weltgewandt, kultiviert. 2. geistreich,
intellektuell. So|phis|ti|ca|tion [səfɪstɪ ke:ʃən] die; - (aus
engl. sophistication „Verfälschung“, dies aus mlat. sophisticatio, vgl. Sophistikation): im Jazz u. Blues ein Stil, der
gekennzeichnet ist durch die Abkehr von typischen Mo
menten der afroamerik. Musiktradition u. die Hinwen
dung zu europ. Formen des Musizierens. Solphisltik
[zo...] die; - (über (m)lat. sophistica (ars) aus gr. sophistikë
(téchnê) „Kunst der Sophisterei“ zu sophistikös, vgl. so
phistisch): 1. die Lehre u. die philos. Epoche der Sophis
ten. 2. scheinbare, spitzfindige Weisheit; Spitzfindigkeit.
So|phis|ti|ka|ti|on die; -, -en (aus mlat. sophisticatio
„Täuschung“): reiner Vernunftschluss, der von etwas, was
wir kennen, auf etwas anderes schließt, von dem wir keinen
Begriff haben, dem wir aber trotzdem objektive Realität
zuschreiben (Philos.), solphisitisch (über lat. sophisti
cus aus gleichbed. gr. sophistikös): 1. den od. die Sophisten
betreffend. 2. spitzfindig, wortklauberisch
Solphrolsylne* die; - (aus gleichbed. gr. söphrosyne zu
sophrön „verständig; mäßig“): die antike Tugend der
Selbstbeherrschung u. der Mäßigung, die Beherrschung
der Begierden durch Vernunft u. Besonnenheit
-s (aus lat. sopor „(tiefer) Schlaf; Betäubung“):
starke Benommenheit u. Bewusstseinstrübung, Vorstufe
des ’Komas (Med.), solpolrös (zu lat. soporus „Schlaf
bringend“ u. T ...ös>: stark benommen (Med.)
solpra* (it.; aus lat. supra „oben“): 1. oben (beim Klavier
spiel mit gekreuzten Händen der Hinweis auf die Hand,
die oben spielen soll); vgl. come sopra. 2. um ein angege
benes Intervall höher; 8” sopra: eine Oktave höher; vgl.
ottava alta. Solpran der; -s, -e (aus gleichbed. zi. soprano,
eigtl. „der darüber Befindliche; Oberster“, substantivier
tes Adjektiv von älter it. soprano „darüber befindlich,
oben“, dies über mlat. superanus aus lat. super „oben auf,
über“): 1. höchste Stimmlage von Knaben u. Frauen. 2.
Sopransängerin. 3. (ohne Plur.) Gesamtheit der Sopran
stimmen im gemischten Chor. 4. (ohne Plur.) Sopranpar
tie, Sopranstimme in einem Musikstück. Solpranlinstrulment* das; -[e]s, -e: in Sopranlage (meist eine Quin
te höher als das betreffende Altinstrument) gestimmtes
Musikinstrument. Solpralnist der; -en, -en (zu T...ist>:
Sänger (meist Knabe) mit Sopranstimme. Solpralnisltin
die; -, -nen: Sopransängerin. So|pran|schlüs|sel der; -s:
C-Schlüssel, Notenschlüssel, durch den die Lage von c’
heute auf die unterste der 5 Notenlinien festgelegt wird.
Solpralporlte u. Supraporte die; -, -n (aus gleichbed. it.
sopraporte, eigtl. „(Ornament) über der Tür“): Wandfeld
[mit Gemälde od. Relief] über einer Tür (bes. im Baustil
des Rokokos)
Solralbist der; -en, -en (zu nlat. sorabicus „sorbisch“ u.
T...ist): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Sorabistik.
Sorabisltik ¿¡e; - (zu t...istik): Wissenschaft von der
sorbischen Sprache u. Kultur
Sotjbat¿as;-[e]s,-e (zu/ɑt. sorbere (vgl. sorbieren) u. t...at
(2)): der aufgenommene Stoff bei einer Sorption (Chem.).
Sor bens das; -, ...benzien [,,,iən] u. ...bentia (aus lat. sor
bens, Part. Präs, von sorbere, vgl. sorbieren): der aufneh
mende Stoff bei einer Sorption (Chem.)
Sprlbet [auch zɔr be:] der od. das; -s, -s u. Sorlbett u.
Scherbett der od. das; -[e]s, -e (über fr. sorbet aus gleich
bed. it. sorbetto, dies über türk, erbet aus arab. sarbät): 1.
eisgekühltes Getränk aus gesüßtem Fruchtsaft od. Wein
mit Eischnee od. Schlagsahne. 2. Halbgefrorenes, zu des
sen Zutaten Süßwein od. Spirituosen sowie Eischnee od.
Schlagsahne gehören
sorlbielren (aus lat. sorbere „schlürfen, verschlingen“):
Gase, Dämpfe, gelöste Stoffe durch 1 Adsorption u. I Ab
sorption aufnehmen (Chem.)
Sorlbinlsäulre die; -, -n (zu lat. sorbum „Vogelbeere“ u.
Î ...in (1)); organische Säure (vor allem in Vogelbeeren vor
kommend), Konservierungsstoff (für Lebensmittel;
Chem.). ’Sorlbit [auch ... bit] der; -s (zu î4...it): sechswer
tiger, süß schmeckender Alkohol, pflanzlicher Wirkstoff
2Sor|bit [auch ... bit] der; -s (nach dem engl. Forscher FI. C.
Sorby (1826-1908) u. zu t2...it> : (veraltet) Bestandteil von
Stahl, soijbiltisch [auch ...'bi...]: (veraltet) aus 2Sorbit
bestehend
Sor|bo|se die; - (zu Î 'Sorbit u. T2...ose>: aus 'Sorbit entste
hender unvergärbarer Zucker
Sorldilne vgl. Sordino, sorldilniert (zu TSordino u.
t...iert>: mit Sordino versehen, mit Sordino spielend
(Mus.). Sor I di Ino der; -s, Plur. -s u. ...niu. Sordine die; -, -n
(ausgleichbed.it. sordino, dies zu lat. surdare „betäuben“):
Dämpfer (bei Musikinstrumenten); vgl. con sordino, sor
do (it.; aus lat. surdus „kaum hörbar“, eigtl. „taub“): ge
dämpft (Mus.). Sorldun der od. das; -s, -e (aus gleichbed.
it. sordone zu sordo, vgl. sordo): 1. mit Oboeu. Fagott ver
wandte Schalmei mit Doppelrohrblatt u. dumpfem Klang
(16. u. 17. Jh.). 2. dunkel klingendes Orgelregister
Solre u. Schore ¿ze; -, -n (überjidd. sechore aus hebt; sehörä
„Ware“): (Gaunerspr.) Diebesgut
Solpor der;
1263
[,,,iən] die (Plur.) (aus niât, soredia, Plur. von
soredium, dies zu gr. sörös „Haufen“): Brutkörperchen
der Flechten (Bot.)
Sorlgho [...go] der; -s, -s u. Sorlghum das; -s, -s (teilweise
über nlat. sorghum aus gleichbed. it. sorgho, dies über
mdal. Formen aus spätlat. Syricum (granum) „(Getreide)
aus Syrien“): in Afrika u. Südeuropa angebaute Getreide
pflanze mit markigem [zuckerhaltigem] Stängel u. großen,
dichten Rispen
Solri: Plur. von TSorus.Solriltes [...tes] der;-,-(aus gleich
bed. lat. sorites, dies aus gr. söreites, eigtl. „Häufel
schluss“ zu sörös „Haufen“): 1. Bezeichnung Ciceros für
die auf Zeno zurückgehende î Aporie: „Bei welchem Wie
viel beginnt der Haufen?“ 2. aus mehreren verkürzten
Î Syllogismen bestehender Haufen- od. Kettenschluss (Lo
gik)
Solrolban der; -s, -e (aus dem Japan.): japan. Rechenbrett,
ähnlich dem Abakus
so|ro|ral (zu lat. soror „Schwester“ u. T'...al (1)): schwes
terlich; sororale Polygynie: Form der Polygynie, in der ein
Mann mit mehreren Schwestern verbunden ist (Völkerk.).
Solrolrat das; -[e]s (zu t,,,at (1)): Sitte, dass der Mann
nach dem Tod seiner Frau (bei einigen Völkern auch noch
zu ihren Lebzeiten od. gleichzeitig mit ihr) deren jüngere
Schwester[n] heiratet (Völkerk.); vgl. Leviratsehe, solrorilsielren (zu Î...isieren): (veraltet) schwesterlich behan
deln, schwesterlich miteinander verkehren. Solrolriltät
die; - (zu T ...ität): (veraltet) schwesterliche Liebe, Schwes
ternschaft
Sorpltilon iZ/e; -, -en (verkürzt aus t Absorption): Aufnah
me eines Gases od. gelösten Stoffes durch einen anderen
festen od. flüssigen Stoff (Chem.). Sorpltilonslkompl ex* der; -es, -e: Bodenbestandteil (z. B. organische Sub
stanz, Tonmineral) mit sorbierenden Eigenschaften.
Sorpltiv das; -s, -e [.,,və] (zu lat. sorptus „geschluckt, ge
schlürft“, Part. Perf. von sorbere (vgl. sorbieren) u. t...iv):
der sorbierte Stoff bei einer Sorption (Chem.)
Sorlter ['sɔ:tə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. sorter zu to
sort „sortieren“): Sortiermaschine. Sorites [,,,te:s] die
(Plur.) (aus gleichbed. lat. sortes, Plur. von sors „Los(stäbchen)“): in der Antike bei der Befragung des Orakels ver
wendete Eichenstäbchen od. Bronzeplättchen, sorltieren (aus gleichbed. it. sortire, dies aus lat. sortiri „(erlö
sen, auswählen“ zu sors „Sorte“): 1. in [Güteklassen
einteilen, unter bestimmten Gesichtspunkten ordnen; son
dern, auslesen, sichten. 2. nach numerischer od. alphabe
tischer Reihenfolge auf- od. absteigend ordnen (z.B. Da
tenträger, Dateien; EDV).Sor|tie|rer der; -s, -: a) Arbei
ter, dessen Aufgabe das Sortieren (1) ist; b) Arbeiter an
einer Sortiermaschine; c) Sortiermaschine. Sorltielrerin <7ze; -, -nen: weibliche Form zu Î Sortierer (au. b).sor
tiert (zu î ...iert): 1. ein reichhaltiges [Warenangebot auf
weisend. 2. erlesen, ausgewählt, hochwertig. Sorltierung die; -, -en (zu t,,,ierung): 1. das Ordnen nach Arten
u. Wertgruppen. 2. das Ordnen von Daten (EDV). 3.
Reichtum an Sorten, Sortiment (1). Sor|ti|le|gi|um das;
-s, ...ien [-,-iən] (aus gleichbed. mlat. sortilegium zu lat.
sors, Gen. sortis (vgl. Sortes) u. legere „lesen“): (in der
Antike) Weissagung durch Lose. Sorltilment das; -[e]s,
-e (aus gleichbed. älter it. sortimento zu sortire, vgl. sor
tieren): 1. Gesamtheit der Waren, Warenangebot (Waren
auswahl) in einem Geschäft. 2. Kurzform von Sortiments
buchhandel, Sortimentsbuchhandlung. Sorltilmenlter
der; -s, -: Angehöriger des Sortimentsbuchhandels, La
denbuchhändler. Sorltilmentslbuchlhanldel der; -s:
Buchhandelszweig, der in Läden für den Käufer ein Sor
timent von Büchern aus den verschiedensten Verlagen be
reithält. Sor|ti|mentslpo|li|tik die; -: zum Marketing ge
hörende unternehmerische Politik, die das Sortiment vor
Solreldilen
Soubresaut
allem nach Wünschen u. Bedürfnissen der Kunden aus
richtet
Sotjtilta die,•-,... ten (aus it. sortita, eigtl. „Auftritt“, zu sor
tire „hinausgehen" (wohl, weil die Sängerin mit dieser
Arie auf die Bühne tritt)) : Eintrittsarie der Primadonna in
der altitalienischen Oper
Sol rus der; -s, Sori (über nlat. sorus aus gr. sörös „Hau
fen“): zu einem Häufchen vereinigte Sporenbehälter der
Farne (Bot.)
SOS [ɛslo:'les] das: - (gedeutet als Abk. für engl. save our
ship (od, souls) ,,rette(t) unser Schiff (od. unsere See
len)“): internationales [See]notzeichen (in Form von Mor
sezeichen bzw. Licht- od. Tonsignalen)
soslpilranldo* u. sos pi ran te (Zi.; zu sospirare „seuf
zen“, dies aus lat. suspirare): seufzend, wehklagend (Vor
tragsanweisung; Mus.). Soslpilro das; -s, Plur. -s u. ...ri
(aus gleichbed. it. sospiro): Bezeichnung für eine Pause im
Wert eines halben Taktes (Mus.)
Solße, auch, bes. fachspr. Sauce ['so:sə] die; -, -n (aus fr.
sauce „Tunke, Brühe“, dies über mittelfr. sausse, altfr. sal
se aus vulgärlat. salsa ,,gesalzen(e Brühe)“, substantivier
tes Fern, von lat. salsus „gesalzen“ zu salere „salzen“): 1.
mehr od. weniger dickflüssige Zutat, Beigabe zu verschie
denen Gerichten, Salaten, Nachspeisen o.Ä. 2. Beize (Ta
bakindustrie). 3. (ugs. abwertend) verschmutztes Wasser,
schmutzige Flüssigkeit
sosltelnylto (¡7.; zu sostenere „tragen, stützen“, dies aus
lat. sustinere): [aus]gehalten, breit, getragen; Abk.: sost.
(Mus.). Sosltelnulto das; -s, Plur. -s u. ...ti: mäßig lang
sames Musikstück (Mus.)
So|ta|de|us [,,,'de:ʊs] der; -, ...ei [,,,'de:i] (aus lat. (versus)
Sotadeus, nach dem altgriech. Dichter Sotades (gr. Sötädês, 3. Jh. v.Chr.)): altgriech. Versart, ein katalektischer
Tetrameter
Solter der; -, -e (über lat. soter aus gleichbed. gr. söter zu
sözein „(er)retten“): Retter, Heiland (Ehrentitel Jesu
Christi; auch Beiname von Göttern u. Herrschern der An
tike); vgl. 'Salvator. So|te|ri|o|lolgie die; - (zu spätgr.
söterion „das (messianische) Heil“ (dies zu gr. sôtêrios
„rettend; heilsam“) u. î...logie): theologische Lehre vom
Erlösungswerk Jesu Christi. so|te|ri|ollo|gisch (zu
t...logisch): die Soteriologie betreffend
So|this|pe|ri|o|de die; -, -n (zu ägypt. sothis „Sirius (ein
Stern)“ u. t Periode): (veraltet) Zeitraum von 1461 Jahren,
nach dem im alten ägypt. Kalender der Jahresbeginn wie
der mit dem t heliakischen Aufgang des Sirius zusammen
fiel
Soltie: franz. Schreibung von JSottie
Sotnie [...is] die; -, -n (aus russ. sotnja „Hundertschaft“ zu
-sot(in Zusammensetzungen) „-hundert“): Kosakenabtei
lung.Sotlnik der; -s, -s (aus gleichbed. russ. sotnik): (ver
altet) Hauptmann, Rittmeister, Führer einer Sotnie
Sotltie die; -, -s (aus gleichbed./r. sotie zu sot „Narr“, eigtl.
„dumm, albern“, dies wohl aus mlat. sottus): franz., meist
gegen den Papst gerichtetes satirisches Narrenspiel (15. u.
16. Jh.).Sot|ti|se die: -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. fr.
sottise): (veraltend) 1. Dummheit, Unsinnigkeit. 2. Grob
heit. 3. stichelnde Rede
sotlto 07.; „unter“, dies aus lat. subtus „unten“): (beim
Klavierspiel mit gekreuzten Händen) unter der anderen
Hand zu spielen (Mus.).sotlto in sy (it.; „von unten nach
oben“): in perspektivischer Untersicht dargestellt (bei ba
rocker Deckenmalerei).sotlto voice [- 'vo:tʃə] <z7.; eigtl.
„unter der Stimme“): halblaut, gedämpft, mit äußerster
Zurückhaltung (Vortragsanweisung; Mus.)
Sou [su] der; -, -s [su] (aus fr. sou, dies aus spätlat. solidus
(aurens), vgl. Soldat): a) (früher) franz. Münze zu 5 Cen
times; b) (veraltend) Geldstück von geringem Wert
Soulbrelsaut* [subrə'so] der; -s, -s (aus fr. soubresaut
Soubrette
„plötzlicher Sprung, Ruck“, dies aus provenzal. sobresaut): Ballettfigur, ein senkrechter Sprung mit seitlicher
Anwinklung der Knie u. Kreuzung der Unterschenkel
Sou bret te* [zu..., auch su...] die; -, -n (aus gleichbed. fr.
Soubrette, eigtl. „verschmitztes Kammermädchen“, zu
provenzal. soubret „geziert“, dies zu lat. superare „über
steigen, zu viel sein“): a) naiv-heiteres, komisches Rollen
fach für Sopranstimme; b) Darstellerin von heiteren, lus
tigen Sopranpartien in Oper, Operette, Kabarett
soulehe['zu:ʃə, auch su:...] die; -, -n (ausfr. souche „Kon
trollabschnitt“, eigtl. „(Baum)stumpf“>: Teil eines Wert
papiers, der zur späteren Kontrolle der Echtheit zurück
behalten wird
Soulchong ['zu:ʃɔŋ, auch 'su:...] der; -[s], -s (über gleich
bed. engl. souchong zu chin, xiao „klein“ u. zhong „Sor
te“): Teesorte mittlerer Qualität
Souf|flé*[züfle:, auch su...], auch Souf|fleer/<zs,-s, -s (aus
gleichbed. fr. soufflé, eigtl. „der Aufgeblasene“, zu souf
fler, vgl. soufflieren): Auflauf (Gastr.). Souflfleur
[...'fɪo:g] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. souffleur, eigtl. „Zu
bläser“, zu souffler, vgl. soufflieren): Mann, der souf
fliert; Vorsager, Einsager (am Theater). Souflfleulse
[...'flo:zə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. souffleuse): Frau, die
souffliert; Vorsagerin, Einsagerin (am Theater), soufflielren (aus gleichbed. fr. souffler, eigtl. „blasen, flüs
ternd zuhauchen“, dies aus lat. sufflare „(an)blasen, hi
neinblasen“): [einem Schauspieler den Text seiner Rolle]
flüsternd vorsagen, einsagen
Soulflalki* [zu...] der; -[s], -[s] (aus gleichbed. ngr. soubláki
zu soübla „(Brat)spieß“): kleiner Fleischspieß (in der
griech. Küche)
Souk[zu:k] (aus fr. souk „arab. Markt“): svw. Suk
Soul [soul] der; -s (aus gleichbed. engl.-amerik. soul, eigtl.
„Inbrunst, Seele“): a) expressive afroamerikanische Jazz
musik als bestimmte Variante des Rhytm and Blues;
b) nach Soul (a) getanzter Paartanz
Soullalgelment [sulaʒə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
Soulagement zu soulager, vgl. soulagieren): (veraltet) Er
leichterung, Unterstützung, soullalgielren [,,,'ʒi:...] (aus
gleichbed. ʃr. soulager, dies über das Vulgärlat. aus lat.
sublevare „erleichtern“): (veraltet) unterstützen, erleich
tern, beruhigen
Sound [saund] der; -s (aus gleichbed. engl. sound, eigtl.
„Schall, Klang“, dies über (alt)fr. son aus lat. sonus
„Schall“): Klang, für eine Bandod. einen Stil charakteris
tische Klangfarbe in der Rock- u. Jazzmusik.
Soundlabout ['saʊndəbaʊt] das; -s, -s (zu engl. to sound
„klingen“ u. about „ringsherum“): svw. Walkman.
Soundlcheck [,,,tʃɛk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
soundcheck): das Ausprobieren des Klangs, der Akustik
(vor dem Konzert bes. einer Jazz-, Rockgruppe o.Ä.) un
ter den gegebenen akustischen Bedingungen. Soundkarlte die; -, -en: (Lehnübersetzung von engl. „sound
card“): spezielle Steckkarte, die der Wiedergabe von Tö
nen u. Geräuschen bei Computern dient (EDV). Sound
track [...træk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. soundtrack,
eigtl. „Tonspur“): a) Zusammenstellung der für einen Film
eingespielten od. zusammengestellten Musikaufnahmen
(auf CD, Kassette o.Ä.); b) Filmmusik
Soup|çon[su'psô:, auch su'psö] der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
soupçon, dies über altfr. sospeçon aus spä/Zai. suspectio zu
lat. suspicere „(mit Argwohn) betrachten“): (veraltet) Ver
dacht, Argwohn, souplçonlnielren [...son...] (aus
gleichbed. fr. soupçonner): (veraltet) argwöhnen, vermu
ten, verdächtigen
Sou|per[zu’pe:, auch su...] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. sou
per zu souper, vgl. soupieren): festliches Abendessen [mit
Gästen], sou|pie|ren(ausgleichbed./r. souper, eigtl. „ei
ne Suppe zu sich nehmen“, zu soupe „Suppe“, dies aus
1264
dem Germ.): an einem Souper teilnehmen, festlich zu
Abend essen
Soulpir [zu..., auch su...] das; -s, -s (aus/r. soupir „Seuf
zer“): svw. Sospiro
Sour['zauE, engl. 'saʊə] der; -[s], -s (zu engl. sour „sauer, bit
ter“): starkes, alkoholisches Mischgetränk mit Zitrone
Source [sɔ:s] die; - (aus engl. source „Quelle“, dies über
altfr. surse zu lat. surgere „entstehen“): die Eingangselek
trode beim Feldeffekttransistor
Sourlcream ['saʊə'kri:m] die; -, -s, auch Sour Cream die;
- -, - -s (aus gleichbed. engl. sour cream zu sour (vgl. Sour)
u. cream (vgl. Cream)): saure Sahne, Sauerrahm als pikan
te Zutat zu bestimmten Speisen
Sourldilne [zʊr di:n(ə)] cZze; -, -n (aus fr. sourdine „Dämp
fer“, dies aus it. sordino, vgl. Sordino): svw. Sordino
Soulsalphon [zu...], auch ...fon das; -s, -e (aus gleichbed.
amerik. sousaphone, nach dem amerik. Komponisten
J. Ph. Sousa (1854-1932) u. zu t...phon): tiefes, in der
nordamerik. Jazzmusik verwendetes großes 1 Helikon mit
aufrecht stehendem Schallstück
Souslchef [’zu..., auch 'su...] der; -s, -s (aus fr. sous-chef
„Stellvertreter“ zu sous „unter, unterhalb“ (aus lat. sub
tus) u. îChef): a) Stellvertreter des Küchenchefs (Gastr.);
b) (Schweiz.) Stellvertreter des Bahnhofsvorstandes.
Souslsol [zu..., auch su...] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
sous-sol zu sous (vgl. Souschef) u. sol (aus lat. solum „Bo
den“)): (Schweiz.) Untergeschoss, Kellerwohnung
Soultache [su'taʃ] die; -, -n [...Jn] (aus gleichbed. fr. sou
tache, dies aus dem Ung.): schmale, geflochtene Schnur
für Besatzzwecke, soultalchielren (aus gleichbed. fr.
soutacher): Soutache aufnähen, mit Soutache verzieren
Soultalne [zu..., auch su...] die; -, -n (über fr. soutane aus
gleichbed. it. sottana, eigtl. „Untergewand“, zu it. sotto
aus lat. subtus „unten, unterwärts“): langes, enges Ober
gewand der kath. Geistlichen. Sou |ta Inei Ile die;-, -n (aus
gleichbed. fr. soutanelle, Verkleinerungsform von souta
ne, vgl. Soutane): bis ans Knie reichender Gehrock der
kath. Geistlichen
soultelnielren [zuta..., auch su...] (aus gleichbed. fr. sou
tenir, dies über altfr. sostenir u. das Vulgärlat. aus lat. sus
tinere): (veraltet) unterstützen, behaupten
Soulterlrain [zutɛ'rɛ:, 'zu:..., auch su...] das; -s, -s (aus
gleichbed. fr. souterrain zu souterrain „unterirdisch“, dies
aus gleichbed. lat. subterraneus; vgl. Terrain): Kellerge
schoss, Kellerwohnung, Tiefparterre
Soultilen [zu'tiɛ:, auch su...] das; -, -s (aus gleichbed. fr.
soutien zu soutenir, vgl. soutenieren): (veraltet) 1. Bei
stand. Unterstützung. 2. Unterstützungstruppe
Sou|ve|nir[zuva..., auch su...] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
souvenir zu se souvenir „sich erinnern“, dies aus lat. sub
venire „in die Gedanken kommen, einfallen“): [kleines
Geschenk als] Andenken, Erinnerungsstück [an eine Ur
laubsreise]
sou|ve|rän [zuvə,,,, auch su...] (aus gleichbed. fr. souve
rain, dies aus mlat. superanus „darüber befindlich,
überlegen“ zu lat. super „oben, darüber“): 1. die staatli
chen Hoheitsrechte ausübend. 2. einer besonderen Lage
od. Aufgabe jederzeit gewachsen; überlegen. 3. (veral
tend) a) unumschränkt; b) uneingeschränkt. Soul ve
rán der; -s, -e (aus gleichbed. fr. souverain): 1. (veral
tend) [unumschränkter] Herrscher, Fürst eines Landes.
2. (schweiz.) Gesamtheit der [eidgenössischen, kantona
len od. kommunalen] Stimmberechtigten. Sou|ve|rä|nität die; - (aus gleichbed. fr. souveraineté; vgl. ...ität): 1.
höchste Gewalt; Oberhoheit des Staates; Unabhängig
keit (vom Einfluss anderer Staaten). 2. Überlegenheit, Si
cherheit. Sovereign ['zɔvrɪn] der; -s, -s (aus engl. sove
reign „Landesherr“, dies aus gleichbed. fr. souverain,
weil die erste Prägung mit dem Bildnis König Hein-
1265
richsVIII. geschmückt war): ehemalige engl. Goldmün
ze zu 1 £
Sowlchos [sofxos, auch ...ços] der: -, ...chose [,,ʌo:zə,
auch ...ço:...]u. (österr. nur)Sow|cho|se [sofxo:za, auch
...ço:...] die: -, -n <aus gleichbed. russ. sovhoz, Kurzw. aus
sovetskoe hozjajstvo „Sowjetwirtschaft“): staatlicher
landwirtschaftlicher Großbetrieb in der ehemaligen Sow
jetunion. Sowljet* [auch 'sɔ... bzw. 'zɔ...] der: -s, -s (aus
russ. sovet „Rat“) : I. Arbeiter-, Bauern- u. Soldatenrat der
russ. Revolutionen (1905 u. 1917). 2. Behörde od. Organ
der Selbstverwaltung in der ehemaligen Sowjetunion;
Oberster Sowjet: höchstes Organ der Volksvertretung in
der ehemaligen Sowjetunion, sowljeltisch*: den Sowjet
od. die ehemalige Sowjetunion betreffend. Sowljetlrepulblik* [auch 'sɔ... bzw. 'zɔ] die: -, -en: Gliedstaat der
ehemaligen Sowjetunion
Soxh|let|ap|pa|rat der,--[e]s, -e (nach dem dt. Chemiker F.
von Soxhlet (1848-1926) u. zu 1 Apparat): Apparat zur Ex
traktion fester Stoffe (Chem.)
Solzi der; -s, -s (Kurzw. aus ÎSozialdemokrat): (ugs., auch
abwertend) Sozialdemokrat. Solzia die; -, -s (aus lat. socia
„Gefährtin“, Fern, von socius, vgl. Sozius): 1. weibliche
Form zu Î Sozius (1). 2. (meist scherzh.) Beifahrerin auf ei
nem Motorrad od. -roller, solzilalbel (über/r. sociable
aus lat. sociabilis „gesellig, verträglich“ zu socius „ge
meinsam“): gesellig, umgänglich, menschenfreundlich
(Soziol.). So|zi|a|bi|lilsie|rung die; -, -en (zu t...isierung): erste Phase der Sozialisation (Soziol.). Solzilalbililtät die; - (zu t...ität): Geselligkeit, Umgänglichkeit,
Menschenfreundlichkeit (Soziol.). so|zi|al (über/r. social
aus lat. socialis „gesellschaftlich; gesellig“ zu socius, vgl.
soziabel): 1. a) die menschliche Gesellschaft, Gemein
schaft betreffend; b) das (geregelte) Zusammenleben der
Menschen in Staat u. Gesellschaft betreffend; soziale In
dikation: î Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch
aus sozialen Gründen (z.B. wirtschaftliche Notlage der
Mutter). 2. das Gemeinwohl betreffend, der Allgemeinheit
nutzend. 3. auf das Wohl der Allgemeinheit bedacht; ge
meinnützig, menschlich, wohltätig, hilfsbereit; soziale
Marktwirtschaft: Leitbild einer anzustrebenden Wirt
schaftsordnung, die eine Marktwirtschaft mit staatlichen
Maßnahmen verbindet, um sozial nicht vertretbare Folgen
einer freien Marktwirtschaft zu verhindern od. wenigstens
abzumildern. 4. die gesellschaftliche Stellung betreffend.
5. gesellig lebend (von Tieren, bes. von Staaten bildenden
Insekten), solzilal..., Soizi al... (zu îsozial): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „die Gesellschaft betref
fend, auf sie bezogen“, z.B. Sozialkunde, sozialliberal.
So|zi|al|aka|de|mie die; -, ...ien [,,,i:ən]: Hochschulein
richtung, in der Kenntnisse über soziale u. wirtschaftliche
Fragen vermittelt werden. So|zi|al|an|thro|po|lolgie*
die: -: Teilgebiet der ÎAnthropologie, das sich mit dem
Problem der Beziehungen zwischen verschiedenen Klas
sen u. mit den Fragen der Vererbung von Eigenschaften in
nerhalb sozialer Gruppen befasst. So|zi|al|ar|beit die; -:
Sammelbez. für berufliche Tätigkeiten, die auf individuel
le Hilfen od. gesellschaftspolitische Maßnahmen zur Ver
besserung der Lebenslage sozial Schwacher u. Gefährde
ter abzielen. So|zi|al|ar|bei|ter der; -s, -: jmd., der eine
berufliche Tätigkeit im sozialen Bereich ausübt. So|zi|alar|bei|te|rin die; -, -nen: weibliche Form zu Î Sozialarbei
ter. Solzilallbillanz die; -, -en: Versuch, die traditionelle
Rechnungslegung der Unternehmen durch eine Gegen
überstellung der gesellschaftlichen Kosten u. des gesell
schaftlichen Nutzens zu einer gesellschaftsbezogenen
Rechnungslegung zu erweitern (Wirtsch.). Solzilallbudget [,,,bvdʒe] das; -s, -s: die zahlenmäßige Zusammenstel
lung von Struktur u. Entwicklung der Sozialleistungen so
wie deren Finanzierung in kurz- u. mittelfristiger Voraus
Sozialkunde
schau. So|zi|al|dar|wi|nislmus der; -: soziologische
Theorie, die unter Berufung auf Charles Darwins Lehre
von der natürlichen Auslese auch die menschliche Gesell
schaft als den Naturgesetzen unterworfen begreift u. somit
Ungleichheiten, Ungerechtigkeiten o.Ä. als naturgegeben
u. deshalb als richtig ansieht. So|zi|al|de|mo|krat* der;
-en, -en: a) Mitglied, Anhänger einer sozialdemokrati
schen Partei, b) Anhänger der Sozialdemokratie (1). So
zi lall de |mo|kra|tie* die; -: 1. politische Richtung, die die
Grundsätze sozialen (2, 3) Denkens u. von 1 Demokratie
gleichermaßen zu verwirklichen sucht. 2. a) Sozialdemo
kratische Partei (eines Landes); b) Gesamtheit der sozial
demokratischen Parteien. so|zi|al|de|mo|kra|tisch*:
die Sozialdemokratie betreffend, auf ihr beruhend. Solzial|de|mo|kra|tis|mus* der; -: Rechtsabweichung inner
halb einer kommunistischen Partei, die sich damit sozial
demokratischen Positionen nähert. So|zi|al|en|zy|klika* die; -, ...ken: päpstliches Rundschreiben, das sich mit
Fragen der gesellschaftlichen Ordnung u. des menschli
chen Zusammenlebens befasst u. ein Beitrag zur Lösung
von sozialen Fragen [aus christlicher Sicht] sein will. Sozi al ethik die; -: Lehre von den Pflichten des Menschen
gegenüber der Gesellschaft u. dem Gemeinschaftsleben.
Solzi|al|geo|gra|fie, auch ...gralphie die;-: Teilgebiet
der Geografie, das die Beziehungen menschlicher Grup
pen zu den von ihnen bewohnten Erdräumen untersucht.
Solzilallhylgilelne die; -: Teilgebiet der Hygiene, das
sich mit der Wechselbeziehung zwischen dem Gesund
heitszustand des Menschen u. seiner sozialen Umwelt be
fasst. So|zi|al|in|di|kalto|ren die (Plur.): diejenigen sta
tistischen Messgrößen, die geeignet sind, soziale Tatbe
stände sinnvoll abzubilden. So|zi|a|li|salti|on die; -, -en
(zu t...isation): Prozess der Einordnung des Einzelnen in
die Gesellschaft, Gemeinschaft (Soziol., Psychol.); Ggs.
tlndividuation; vgl. ...ation/...ierung. solzilallilsielren
(zut...isieren): 1. [Industriebetriebe od. Wirtschaftszwei
ge in staatlichen Besitz überführen; vergesellschaften, ver
staatlichen; Ggs. t reprivatisieren. 2. jmdn. in die Gemein
schaft einordnen, zum Leben in ihr befähigen (Soziol.,
Psychol.). So|zi|a|li|sie|rung die; -, -en (zu îsozial u.
T...isierung): 1. Verstaatlichung, Vergesellschaftung der
Privatwirtschaft; Ggs. ÎReprivatisierung. 2. svw. Soziali
sation; vgl. ...ation/...ierung. So|zi|a|lis|mus der; - (über
engl. socialism aus gleichbed. fr. socialisme zu social (vgl.
sozial); vgl. ...ismus (1)>: 1. (ohne Plur.) (nach Karl Marx
die dem Kommunismus vorausgehende) Entwicklungsstu
fe, die auf gesellschaftlichen od. staatlichen Besitz der Pro
duktionsmittel u. eine gerechte Verteilung der Güter an al
le Mitglieder der Gemeinschaft hinzielt. 2. (Plur. selten)
politische Richtung, Bewegung, die den gesellschaftlichen
Besitz der Produktionsmittel u. die Kontrolle der Waren
produktion u. -Verteilung verficht. Solzilallist der; -en,
-en (zu îsozial u. t ...ist, Bed. (a) über engl. socialist, fr. so
cialiste): a) Anhänger, Verfechter des Sozialismus; b) Mit
glied einer sozialistischen Partei. So |zi I a I lis Itin die; -,
-nen: weibliche Form zu TSozialist. solzilallisltisch (zu
Î...istisch): 1. den Sozialismus betreffend, zum Sozialis
mus gehörend. 2. (österr.) svw. sozialdemokratisch.So|zia|li|tät die; - (aus lat. socialitas, Gen. socialitatis „Gesel
ligkeit“): a) die menschliche Gemeinschaft, Gesellschaft;
b) Gesellschaftlichkeit. Solzilallkalpiltal das; -s: be
triebliche Rückstellungen für Sozialleistungen (z.B. Pen
sionszahlungen). Solzilallkomlpeltenz die;-'. Fähigkeit
eines Individuums, in seiner sozialen Umwelt selbststän
dig zu handeln (Psychol.). Solzilallkriltik die; -: Kritik an
einer bestehenden Gesellschaft; Gesellschaftskritik, sozilallkriltisch: die Sozialkritik betreffend, auf ihr beru
hend. So|zi|al|kun|de d/e; -: 1. Darstellung u. Beschrei
bung der politischen, ökonomischen u. sozialen Verhält-
Soziallasten
1266
Ziel, den Patienten [wieder] in das Familien- od. Berufsle
nisse in einer Gesellschaft. 2. Schulfach, das Kenntnisse
ben einzugliedern. So|zilal|tou|ris|mus der; - 1. Bemü
über das gesellschaftliche Leben vermitteln soll. Solzilalhungen, bes. einkommensschwachen Schichten der Bevöl
laslten die (Plur.): die gemäß gesetzlicher Verpflichtung
kerung die Möglichkeit einer Ferienreise zu bieten. 2. (ab
vom Arbeitnehmer, Arbeitgeber u. vom Staat aufzubrin
wertend) Gesamtheit der Ortswechsel, die die Betreffen
genden Beiträge od. Zuschüsse für Sozialleistungen aller
den nur vornehmen, um sich in den Genuss bestimmter
Art. solzi |al Ili |be| ral : soziale (2, 3) u. liberale Ziele ver
Sozialleistungen zu bringen. Solzilallwailse die; -, -n:
folgend; sozialliberale Koalition: Regierungsbündnis zwi
Kind, um das sich weder Eltern noch Verwandte küm
schen einer sozialdemokratischen bzw. sozialistischen u.
mern. Solzilaltilon die; -, -en <zu lat. sociatus, Part. Perf.
einer liberalen Partei. So|zilal|meldi|zin die; -: Teilge
von sociare (vgl. soziieren) u. tU.ion): mehrschichtige
biet der Medizin, das sich mit den sozialen Ursachen von
Pflanzengesellschaft mit einer od. mehreren beherrschen
Krankheit, Invalidität u. frühem Tod befasst. Solzilalden Pflanzenarten in jeder Schicht (Biol.). Solzilaltiv
mor pho lo gie r/ie; -: Lehre von den sozialen Gliede
der; -s, -e [,,,və] (zu T ...iv>: die Begleitung ausdrückender
rungsformen (Soziol.). So|zi|al|öko|lo|gie iZie; -: Teilge
ÎKasus (Sprachw.). Solzilaitrie* die; -: Kurzform von
biet der Ökologie, das sich mit der Untersuchung von
Î Sozialpsychiatrie. solzi|e|tär<aus/r. sociétaire „zu einer
Wechselbeziehungen zwischen sozialen Gruppen u. der ih
Gemeinschaft, Genossenschaft gehörend“): die rein [vernen zur Verfügung stehenden u. von ihnen beanspruchten
trags]gesellsehaftliehen Beziehungen betreffend (Soziol.).
Umwelt beschäftigt. So|zi|al|öko|no|mie u. SolzilalSolzileltär der; -s, -e (aus gleichbed. fr. sociétaire zu so
ökolnoimikihe; -: Wissenschaft, die sich mit der gesam
ciété, vgl. Sozietät): Angehöriger, Mitglied einer Sozietät;
ten Wirtschaft einer Gesellschaft befasst; Volkswirt
Mitinhaber. So|zi|e|tät die: -, -en (über fr. société aus lat.
schaftslehre. So|zi|al|pä|da|go|ge*i/er; -n, -n: jmd., der
societas, Gen. societatis „Gesellschaft, Gemeinschaft“ zu
in der Sozialpädagogik (1) tätig ist (Berufsbez.). Solzilalsocius „gemeinsam“): 1. a) menschliche Gemeinschaft;
pä|da|go|gik*iZze; -: 1. Teilgebiet der Pädagogik, das sich
soziale, durch gleiche Interessen u. Ziele verbundene
mit der Erziehung des Einzelnen zur Gemeinschaft u. zu
Gruppe, Gesellschaft (Soziol.); b) Verband, Gemein
sozialer Verantwortung befasst. 2. Gesamtheit der Bemü
schaft bei Tieren mit mehr od. weniger starker innerer Bin
hungen, die der Behebung von gesellschaftsbedingten Er
dung. 2. [als Gesellschaft des bürgerlichen Rechts einge
ziehungsschwierigkeiten dienen. solzilallpäldalgogisch*: die Sozialpädagogik betreffend. So|zi|al|parttragener] Zusammenschluss bes. von Angehörigen freier
ner der; -s, -: Arbeitgeber od. Arbeitnehmer bzw. deren
Berufe wie Ärzte, Rechtsanwälte u.Ä. zu gemeinsamer
Arbeit. Solzii: Plur. von tSozius (1). solzilielren, sich
Vertreter (z.B. bei Tarifverhandlungen). Solzilallphillosolphie die; -: Philosophie, die sich mit den Menschen als
(aus lat. sociare „vergesellschaften, vereinigen“): sich
gesellschaftlich bestimmten Wesen u. der kritischen Un
wirtschaftlich vereinigen
tersuchung der Gesellschaft befasst. So|zi|al|po|liltik So|zi|ni|a|ner der; -s, - (nach den ital. Begründern L. u. F.
die; -: Planung u. Durchführung staatlicher Maßnahmen
Sozini u. zu t...aner>: Angehöriger einer Îantitrinitari
zur Verbesserung der sozialen Verhältnisse der Bevölke
schen Religionsgemeinschaft des 16. Jh.s in Polen. Solzirung; Gesellschaftspolitik, solzilallpolliltisch: die Sozi
nilalnislmus der; - (zu T...ismus (1)): Lehre der Soziniaalpolitik betreffend. So|zi|al|pres|ti|ge das; -s: Anse
ner
hen, das jmd. aufgrund seiner gesellschaftlichen Stellung solzilo..., Solzilo... (zu lat. socius „gemeinsam“): Wortbil
genießt. Sozi lall pro Idukt das, -[e]s, -e: Gesamtheit aller
dungselement mit der Bedeutung „gesellschaftlich, Ge
Güter, die eine Volkswirtschaft in einem Zeitraum mithilfe
sellschaft; eine soziale Gruppe od. Gemeinschaft betref
der Produktionsfaktoren erzeugt (nach Abzug sämtlicher
fend“, z.B. soziolinguistisch, Soziogenese. SoIzilolbi|oVorleistungen). So|zi|al|psy|chi|a|trie* die; -: For
lolgie die;--. Wissenschaft, die sich mit dem Leben unter
schungsrichtung der Psychiatrie, die den Einfluss sozialer
Einbeziehung der gesellschaftlichen Umwelt befasst. So(familiärer od. gesellschaftlicher) Faktoren auf Entste
zilolgeinelse d/e; -; die Entstehung u. Entwicklung (z. B.
hung u. Verlauf seelischer Krankheiten untersucht. Solzivon Krankheiten) aufgrund bestimmter gesellschaftlicher
al|psy|cho|lolgie die; -: Teilgebiet der empirisch-wis
Umstände. So|zi|o|gra|fie, auch ...gralphie die; - (zu
senschaftlichen Psychologie, die sich mit den sozialen Be
î...grafie): sozialwissenschaftliche Forschungsrichtung,
dingungen u. Konsequenzen des menschlichen Verhaltens
die die soziale Struktur einer konkreten Einheit (z.B. eines
befasst. So|zi|al|re|for|mis|mus der; -: (abwertend)
Dorfes, einer Region) empirisch zu beschreiben sucht (So
svw. Sozialdemokratismus. solzi|al|re|vo|lu|tilo|när:
ziol.). Solzilolgramm das; -s, -e (zu t...gramm): grafi
auf eine [fundamentale] soziale Umwälzung abzielend.
sche Darstellung sozialer Verhältnisse od. Beziehungen in
So|zi|al|relvo|lu|ti|o|när der; -s, -e: jmd., der auf eine
nerhalb einer Gruppe (Soziol.). Solzilolhorlmon das; -s,
[fundamentale] soziale Umwälzung hinarbeitet. Solzilal-e (meist Plur.): Wirkstoff aus der Gruppe der t Pheromo
staat der; -[e]s; Demokratie (2), die bestrebt ist, die so
ne (bisher bei Staaten bildenden Insekten bekannt), der
ziale Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten u. soziale
die Fortpflanzungsverhältnisse regelt (Biol.). so|zi|o|kulGegensätze innerhalb der Gesellschaft auszugleichen. Sotulrell: die soziale (4) Gruppe u. ihr kulturelles Wertsys
zialstaltion die; -, -en; ambulante Einrichtung, in der
tem betreffend. So|zi|o|lekt der; -[e]s, -e (Analogiebil
die wichtigsten gesundheits- u. sozialpflegerischen Diens
dung zu Î Dialekt, Idiolekt): Sprachgebrauch einer sozia
te zusammengefasst sind. Solzi|al|sta|tis|tik die; -: a)
len (4) Gruppe (z.B. Berufssprache, Teenagersprache);
Anwendung statistischer Methoden zur Erfassung wirt
vgl. Idiolekt. SolzilollinIgulisltik die; -: Teilgebiet der
schaftlicher u. sozialer Sachverhalte u. Vorgänge; b) Teil
Linguistik, das das Sprachverhalten von gesellschaftlichen
der amtlichen Statistik, der die Sozialleistungen nach An
Gruppen untersucht; vgl. Psycholinguistik. so|zi|o|linzahl u. Höhe erfasst. So|zi|al|struk|tur die; -, -en: Ge
gulisltisch: die Soziolinguistik betreffend. Solzilollosellschaftsform; inneres Beziehungsgefüge einer Gesell
geder; -n, -n (zu î ...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet
schaft, das aus Schichten, Gruppen, Institutionen, Rollen
der Soziologie. So|zi|o|lo|gie die; - (aus gleichbed./r. so
besteht. So|zi|al|ta|rif der; -s, -e: verbilligter Tarif für so
ciologie): Wissenschaft, Lehre vom Zusammenleben der
zial Schwächere zur Nutzung öffentlicher Einrichtungen
Menschen in einer Gemeinschaft o. Gesellschaft, von den
(z.B. Verkehrsmittel). So|zi|al|tech|no|lo|gie die: -:
Erscheinungsformen u. Gesetzmäßigkeiten gesellschaftli
svw. Social Engineering. So|zi|al|the|ra|pie die; -: Be
chen Lebens. So|zi|o|lo|gin die; -, -nen: weibliche Form
handlung psychischer od. geistiger Krankheiten mit dem
zu TSoziologe. so|zi|o|lo|gisch (zu tsozio... u. t...lo-
1267
gisch): die Soziologie betreffend, auf ihr beruhend; mit
den Methoden der Soziologie durchgeführt. So|zi|o|logislmus der; - <zu t...ismus (5)): Überbewertung der So
ziologie im Hinblick auf die historisch-gesellschaftliche
Bedingtheit des menschlichen Bewusstseins u. Verhaltens.
So|zi|o|ma|trix* die: -, ...trizes [,,,tse:s]: Einordnungsta
fel in soziometrischen Verfahren, wo Gruppen u. Indivi
duen einander zugeordnet werden (Soziol.). Solzilolmetrie* die; - (zu t...metrie>: Verfahren der Sozialpsycholo
gie zur Erfassung der Gruppenstruktur hinsichtlich der
Sympathie- u. Antipathiebeziehungen. so|zi|o|metrisch* (zu Î ...metrisch): die Soziometrie betreffend, sozilolmorph (zu Î...morph): von der Gesellschaft, den so
zialen Verhältnissen geformt, solzi Io löko Inol misch: die
Gesellschaft wie die Wirtschaft, die [Volkswirtschaft in
ihrer gesellschaftlichen Struktur betreffend. Solzilolpath
der; -en, -en (zu 1 ...path): jmd., dessen Verhalten von Soziopathie geprägt ist (Psychol.). Solzilolpalthie die; -,
...ien (zu Î ...pathie): Form der Î Psychopathie, die sich bes.
durch ein gestörtes soziales Verhalten u. Handeln äußert.
So|zi|olpho|bie die; -, ...ien (zu t...phobie): krankhafte
Angst vor der sozialen Umgebung (Med., Psychol.). Sozilolse die; -, -n (zu lat. socius (vgl. sozio...) u. T*...ose>:
Krankheitsbild infolge Störung in der frühkindlichen So
zialentwicklung (Psychol., Soziol.). So|zi|o|thelralpie
die; -: svw. Sozialtherapie. Solziloltolmie die; -, ...ien (zu
Îsozio... u. t...tomie): Abtrennung von Teilen eines Insek
tenstaates zur Gründung eines neuen Staates (Biol.). Sozi o top der od. das; -s, -e (zu gr. topos „Ort, Gegend“):
Einheit u. Eigenart eines Standorts in sozialer u. sozial
ökonomischer Hinsicht (Soziol.). Sglzilus der; -, Plur.
...zien, auch ...zii u. -se (aus lat. socius „Gefährte, (Bun
desgenosse, Teilnehmer, Teilhaber“): 1. (Plur. ...zien u.
seltener ...zii) Teilhaber. [Mitgesellschafter (Wirtsch.). 2.
(Plur. -se) a) Beifahrer auf einem Motorrad, -roller; b) Bei
fahrersitz. 3. (Plur. -se; ugs. scherzh.) Genosse, Kompa
gnon. Solziluslsitz der; -es, -e: Rücksitz auf dem Motor
rad, -roller
Spa das; -[s], -s (nach dem belgischen Kurort Spa): svw.
Wellnessbad
Space [speis] das; -, -s [...siz] (aus engl. space „Raum“, dies
über altfr. espace zu lat. spatium): Leerzeichen (Informa
tik). Space|ana|ly|se [speis...] die; -, -n Instrument der
strategischen Planung, das der Bestimmung der strategi
schen Grundhaltung von Unternehmen dient (Wirtsch.).
Spacellab [,,,læb] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. spacelab, Kurzw. aus space „(Welt)raum“ u. /¿¿¿oratory „Labo
ratorium“): wieder verwendbares Raumlabor für komple
xe wissenschaftliche, technische u. technologische Unter
suchungen. Spacelshutltle [,,,ʃʌtl] der; -s, -s (aus engl.
space shuttle „(Welt)raumfähre“): dem Transport von der
Erdoberfläche auf eine Satellitenbahn dienender bemann
ter Flugkörper, der, zur Erde zurückgeführt, wieder ver
wendbar ist, Raumfähre. Spalcisltor [spe'sistu] der; -s,
...oren (aus gleichbed. engl. spacistor zu space „Zeit
raum“; Analogiebildung zu transistor (vgl. Transistor)):
ein dem Transistor ähnliches Halbleiterbauelement
Spalda [sp..., ʃp...] die; -, -s (aus gleichbed. it. spada, dies
über lat. spatha aus gr. späthe „längliches, flaches (Weber)holz; Schwert“): ital. Bez. für Degen (Sport). Spadillle [,,,'dɪljə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. spadille, dies aus
span, espadilla, Verkleinerungsform von espada „Degen“,
dies aus lat. spatha, vgl. Spada; nach dem Symbol der Kar
te): höchste Trumpfkarte (Pikass) im Lomber. Spaldix
[sp...] der; - (über lat. spadix aus gr. spádix „ein abgerisse
ner (Palm)zweig mit Frucht“): zu einem Kolben verdickte
Blütenachse (Bot.). Spaldo der; -, ...onen (aus gleichbed.
lat. spado, Gen. spadonis zu gr. spädön „der, dem die Zeu
gungsteile herausgerissen sind“): (veraltet) Verschnitte
Spaniel
ner, Kastrat, spaldglnisch (aus lat. spadonius „un
fruchtbar“): (veraltet) verschnitten, kastriert
'Spalgat der (österr. nur so) od. das; -[e]s, -e (aus gleichbed.
¿7. spaccata, substantiviertes Part. Perf. Fern, von spaccare
„spalten“, wohl aus dem Germ.): Stellung, bei der die ge
spreizten Beine eine Linie bilden (Ballett, Gymnastik)
2Spalgat der; -[e]s, -e (aus gleichbed. it. spaghetto, vgl.
'Spaghetti): (österr.) Bindfaden. Spalgetlti vgl. uSpaghetti. 1Spa|ghet|ti [jpa'gs..., auch sp...], auch Spagetti
die (Plur.) (aus gleichbed. it. Spaghetti, Plur. von spaghetto
„Schnürchen“, Verkleinerungsform von spago „Schnur“,
dies aus spätlat. spacus „Bindfaden“): lange, dünne, stäb
chenförmige Teigwaren. 2Spalghet|ti, auch Spagetti der;
-[s], -s (zu ΑSpaghetti, nach der landestypischen Speise):
(ugs. abwertend) Italiener
Spalgilrik u. Spagyrik [sp..., ʃp...] die; - (zu gr. span „(herausjziehen“, ageirein „sammeln“ u. î ...ik (2)>: 1. alchemis
tisches Verfahren bei der Zubereitung von Arzneimitteln
(im Mittelalter). 2. Arzneimittelzubereitung auf minera
lisch-chemischer Basis. Spalgilrilker u. Spagyriker der;
-s, -: Alchimist (im Mittelalter), spalgilrisch u. spagy
risch: svw. alchemistisch; spagirische Kunst: die Alchemie
(im Mittelalter)
Spalgnollett* [spanjo...] der; -[e]s, -e (zu ¡7. spagnoletta,
Verkleinerungsform von spagnolo „spanisch“ (vielleicht
weil die Gewebe zuerst in Spanien hergestellt wurden),
Bed. 3 aus gleichbed. it. spagnoletta): 1. (früher) angerau
tes Wollgewebe. 2. beidseitig angerautes Baumwollgewebe
in Leinwandbindung (Webart). 3. Espagnoletteverschluss
Spa gy rik usw. vgl. Spagirik usw.
Spa hi der; -s, -s (aus gleichbed. fr. spahi, dies aus türk, sipahi „Reitersoldat“ (aus dem Pers.)): 1. im Osmanischen
Reich Reiter, der von der osmanischen Militäraristokratie
aufgeboten wurde (15.-19. Jh.). 2. Angehöriger einer aus
nordafrikan. Eingeborenen gebildeten Reitertruppe, die
an der Seite der Franzosen kämpfte
Spalkat der; -[e]s, -e (aus it. spaccata, vgl. 'Spagat): (ös
terr.) svw. 'Spagat
Spallet das; -s, -s (nach it. spalletta „Brustwehr“, Verklei
nerungsform von spalla, vgl. Spalier): (veraltet) Latten
wand; Brustwehr, Geländer (Mil.). Spallett das; -[e]s, -e:
(österr.) hölzerner Laden vor einem Fenster. Spa lier
das; -s, -e (aus gleichbed. it. spalliera zu spalla „Stütz
wand“, dies aus lat. spat(h)ula, Verkleinerungsform von
spat(h)a, vgl. Spada): 1. Gitterwand, an der Obstbäume,
Wein o. Ä. gezogen werden. 2. Ehrenformation beiderseits
eines Weges
Spalllaltilgn die; -, -en (aus gleichbed. engl. spallation zu to
spall „(sich) abspalten“): Herauslösung von Nukleonen
aus dem Atomkern nach Auftreffen von energiereicher
Teilchenstrahlung, Kernzertrümmerung (Kernphys.)
Spam [spæm] ¿Zas; -s, -s (aus gleichbed. engl. -amerik. spam,
urspr. Spam®, Kurzw. für „spiced ham“. Der Name des
Büchsenfleischs wurde von US-Soldaten des 2. Weltkrie
ges später abwertend gebraucht für etwas, was man nicht
leiden kann. ): a) zu Werbezwecken an viele Internetnutzer
auf einmal versandte unerwünschte, belästigende E-Mail;
t Junkmail ; b) an viele î Newsgroups gleichzeitig übermit
telte Nachricht [mit belanglosem Inhalt], spamlmen
[ spæ,..] (aus gleichbed. engl.-amerik. to spam): Spams im
Internet versenden. Spam mer der; -s, - (aus gleichbed.
engl.-amerik. spammer): jmd., der Spams im Internet
versendet. Spamlming das; -s (aus gleichbed. engl.-ame
rik. spamming): das Spammen
Spanldrillle* die; -, -n (über das Roman, zu lat. expandere
„auseinander spannen“): Bogenzwickel (Archit.)
Spalnilel ['ʃpa:niəl, 'spɛn...] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
Spaniel, eigtl. „spanischer Hund)“, dies über ¿¿/(/r. espagneul aus span, español zu lat. Hispanicus): in verschiede
Spaniol
nen Arten gezüchteter Jagd- u. Haushund mit großen
Schlappohren u. seidigem Fell. Spalnilgl der; -s, -e <zu
span, español, eigtl. „der Spanische“): ein span. Schnupf
tabak
Spalraglmit [auch ... mit] der; -s, -e (zugr. spáragma „ab
gerissenes, abgebrochenes Stück“ u. t2...it>: bis 3000m
mächtige Serie klastischer Sedimente des jüngsten Prä
kambriums (Geol.)
Spareribs ['spɛ:rɪbz] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. spare
rib[s], vermutlich zu mittelniederd. ribbesper (mit Umkeh
rung der Silben) u. engl. spare „mager“, dies aus aengl.
spoer, sparian): Schälrippchen
Sparlmanlnie [fp,,də, sp...] rffe; -, -n (nach dem schwed.
Forschungsreisenden A. Sparmann (1748-1820) u. zu
t'...ie): Zimmerlinde, südafrik. Art der Lindengewächse
mit großen hellgrünen, filzigen Blättern
sparjren (nach engl. to spar „boxen, trainieren“): mit ei
nem Übungspartner od. einem t Punchingball Schlagtrai
ning betreiben (Boxen). ’Spar|ringdû5;-s (aus engl. spar
ring „das Boxen“): Boxtraining. 2Spar|ring der; -s, -s (zu
Î1 Sparring): kleiner, von Boxern zum Schlagtraining ver
wendeter Übungsball. Spar|rings|part|ner der; -s, - (zu
1 ‘Sparring): Trainingspartner beim 'Sparring (Boxen)
Spart der od. das; -[e]s, -e (aus lat. spartum, vgl. Esparto):
svw. Esparto
Spar|ta|ki|a|de [fp..., sp...] die; -, -n (in Anlehnung an
Î Olympiade nach Spartakus (vgl. Spartakusbund) u. zu
T...iade): aus Arbeitersportfesten hervorgegangene sport
liche Großveranstaltung mit Wettkämpfen in verschiede
nen Disziplinen (bes. in den ehemaligen sozialistischen
Ländern bis 1990). Sparltalkilde der; -n, -n (zu T ...ide):
(veraltet) svw. Spartakist. Sparltalkist der; -en, -en (zu
T ...ist) : Angehöriger des Spartakusbundes. Sparltalkusbund der: -[e]s (nach dem röm. Sklaven Spartakus, dem
Führer des Sklavenaufstandes von 73 bis 71 v. Chr.): 1917
gegründete linkssozialistische Bewegung in Deutschland,
die 1918 den Namen „Kommunistische Partei“ annahm
sparltalnisch [fp..., sp...] (zu lat. Spartanus „aus Sparta“,
die Spartaner waren wegen ihrer strengen Erziehung u. an
spruchslosen Lebensweise bekannt): streng, hart; genüg
sam, einfach, anspruchslos
Sparlte die; -, -n (vielleicht nach der nlat. Wendung spartam nancisci „ein Amt erlangen“, dies Lehnübersetzung
von gr. ên élaches Spárten, kósmei „dir wurde Sparta zu
geteilt, (jetzt) verwalte (es)“ (aus Euripides’ Drama „Telaphos“)): 1. spezieller Bereich, Abteilung eines Fachge
biets, Geschäfts-, Wissenszweig o.Ä. 2. Spalte, Teil einer
Zeitung, in dem [unter einer bestimmten Rubrik] etw. ab
gehandelt wird
Sparltelin [ʃp..., sp...] das; -s (zu/at. spartum (vgl. Esparto)
u. t...in (1)): organische ehern. Verbindung, Alkaloid des
Besenginsters (Herzanregungsmittel)
Spar|ten|sen|der der; -s, - (zufSparte): privater Fernseh
sender, dessen Sendungen inhaltlich auf einen ganz spe
ziellen Bereich beschränkt sind
Sparltelrie die; - (aus gleichbed. fr. sparterie zu spart
„Spartgras“, dies aus lat. spartum, vgl. Esparto): Flecht
werk aus Span od. Bast
Spar|ti|at[fp..., sp...] der; -en, -en(ausgr. Spartiátes „Spar
taner“): Vollbürger des griech. Stadtstaates Sparta in der
Antike
spaijtielren [fp..., sp...] (aus gleichbed. it. spartire, eigtl.
„(ein)teilen“, zu partire, vgl. Partitur): ein nur in den ein
zelnen Stimmen vorhandenes Musikwerk in Partitur set
zen (Mus.)
spaslmaltisch [fp..., sp...] (zugr. spásma, Gen. spásmatos
„Zuckung, Krampf'): svw. spasmisch. Spasimen: Plur.
von Î Spasmus. spaslmisch (zu îSpasmus): krampfhaft,
krampfartig, verkrampft (vom Spannungszustand der
1268
Muskulatur), spaslmo..., Spaslmo... (zu gr. spasmós
„Zuckung, Krampf'): Wortbildungselement mit der Be
deutung „Krampf, Verkrampfung“, z.B. spasmogen,
Spasmophilie. Spas|molan|al|ge|ti|kum das; -s, ...ka
(meist Plur.): Arzneimittel, das sowohl schmerzstillend als
auch krampflösend wirkt (Med.). Spaslmolderlmie die;
-, ...ien (zu T...dermie): krampfhafte Reaktion der Haut
(z.B. Gänsehaut; Med.), spasmodisch (nach gr.
spasmödes „krampfartig“): svw. spasmisch, spasmogen (zu Îspasmo... u. t...gen); Krämpfe erzeugend (z.B.
Arzneimittel; Med.). SpasImoHylse ¿¿e; -, -n (zu t...ly
se): Krampflösung, z.B. durch Anwendung von krampf
lösenden Mitteln (Med.). Spas|mo|ly|ti|kum das; -s,
...ka(zugr. lytikós (vgl. lytisch)u. t,,,ikum): krampflösen
des Mittel (Med.), spaslmollyltisch: krampflösend
(Med.), spaslmolphil (zu Î ...phil): zu Krämpfen neigend
(Med.). Spas|mo|phi|lie die; -, ...ien (zu T ...philie): mit
Neigung zu Krämpfen verbundene Stoffwechselkrankheit
bei Kindern (Med.). Spaslmus der; -, ...men (über lat.
spasmus aus gleichbed. gr. spasmós): Krampf, Verkramp
fung (Med.). SpasItikiZ/e; - (zu Î spastisch; vgl. 2...ik (3)):
vermehrter Muskeltonus mit zunehmendem Widerstand
geger passive Bewegungen (z.B. nach Schlaganfall;
Med.). Spasltilker der; -s, -: 1. jmd., der an einer spas
mischen Krankheit leidet. 2. (ugs. abwertend) jmd., dessen
Handeln, Verhalten, Benehmen der Sprecher für unvor
stellbar dumm hält. spasltisch (über/ar. spasticus ausgr.
spastikós „mit Krämpfen behaftet“): 1. krampfartig; mit
Erhöhung des Muskeltonus einhergehend (z.B. von Läh
mungen); an Spasmen leidend (Med.). 2. (ugs. abwertend)
in der Art eines Spastikers (2). Spasltilziltät die: - (zu
T ...izität): zusammenfassende Bez. für muskuläre, spinale
u. zerebral bedingte Spasmen
Spaltha [sp..., ʃp...] die; -, ...then (über lat. spatha aus gr.
spáthe, vgl. Spada, Bed. 1 nach der Form): 1. meist auffäl
lig gefärbtes Hochblatt bei Palmen- u. Aronstabgewäch
sen, das den Blütenstand umschließt (Bot.). 2. (von der
röm. Reiterei u. von den Germanen verwendetes) zwei
schneidiges Langschwert
Spaltilen [fpa:tsiən, sp...]: Plur. von TSpatium. spaltilieren (zu lat. spatiari, vgl. spazieren): svw. spationieren.
Spaltilolnautrfer; -en, -en (aus gleichbed. fr. spationaute
zu lat. spatium (vgl. Spatium) u. T...naut): Weltraumfahrer
aus Frankreich; vgl. Astronaut, spaltilolnielren (zu lat.
spatiosus „mit Raum (versehen), weit“ u. Î..deren): [mit
Zwischenräumen] durchschießen, gesperrt drucken
(Druckw.). spatiös (zu TSpatium u. t...ös): geräumig,
weit, licht (vom Druck). Spaltilum das; -s, ...ien [...ion]
(aus lat. spatium „(Zwischen)raum, Weite“): 1. [Zwi
schenraum (z.B. zwischen Notenlinien). 2. dünnes Aus
schlussstück (Druckw.). Spalzilallislmo der; - (aus
gleichbed. it. spazialismo zu spazio „Raum“): von dem
Maler L. Fontana (1899-1968) entwickelte Auffassung,
die die neuen Raumerfahrungen in Technik u. Wissen
schaft als Grundlage der zeitgenössischen Kunst betrach
tet. spalzielren [fp...] (aus älter it. spaziare „sich räum
lich ausbreiten; sich ergehen“, dies aus mlat. spatiari „sich
ergehen“ zu lat. spatiari „einherschreiten; sich ausbrei
ten“, dies zu spatium, vgl. Spatium): 1. (veraltet) zur Er
holung, zum Vergnügen im Freien gehen, spazieren gehen.
2. unbeschwert-zwanglos, ohne Eile gehen; schlendern
Spealker ['spi:ke] der; -s, - (aus engl. speaker, eigtl. „Spre
cher“, zu to speak „sprechen, reden“): Vorsitzender des
engl. Oberhauses bzw. des Unterhauses u. Vorsitzender
des nordamerik. Kongresses
Spelcial [spɛʃəl] das; -s, -s (zu engl. special „besondere(s);
extra“, dies aus lat. specialis, vgl. speziell): 1. Sondersen
dung zu einem aktuellen Thema. 2. Fernseh-, Rundfunk
sendung, in der eine Persönlichkeit (meist ein Künstler),
1269
Spektrograf
eine Gruppe od. ein Thema im Mittelpunkt steht. Spe
Î ’Spektakel): ugs. lärmen. Spekltalkellstück das; -[e]s,
ɪfɛkt] der; - -s. --s (meist Plur.) (aus gleich-e (zu (2Spektakel): svw. 2Spektakel.Spek|talku|la: Plur.
bed. engl. special effects (Plur.)}: [von Computern erzeug
von (Spektakulum. spek|ta|ku|lär (unter Einfluss von
ter] besonderer Bild- od. Toneffekt (bes. bei Actionfilmen
fr. spectaculaire zu t2Spektakel; vgl. ...är>: [großes] Auf
zur Dramatisierung des Handlungsablaufs). Spe|ci|a|lisehen erregend, Staunen hervorrufend. spek|ta|ku|lös
ty-Goods, auch Spelcilallilty goods [spɛʃɪ'ælətɪgʊdz]
(zu (2Spektakel u. t...ös): (veraltet) 1. geheimnisvoll-selt
die (Plur.) (zu engl. speciality „Spezialität“ u. goods „Gü
sam. 2. auf peinliche Weise aufsehenerregend. Spekltater, Waren“}: Güter des nicht alltäglichen Spezialbedarfs,
ku lum das; -s, ...la (aus lat. spectaculum, vgl. Spekta
z.B. spezielle Sportausrüstungen, Anlagen der Unterhal
kel): (scherzh.) Anblick, Schauspiel. Spek|ta|tor der; -s,
tungselektronik. Spelcial Oflfer das; - -[s], - -s (aus
...oren (unter Einfluss von gleichbed. engl. spectator aus
gleichbed. engl. special offer zu Î Special u. offer, dies aus
lat. spectator „Zuschauer, Beobachter“ zu spectare, vgl.
aengl. offrian „opfern“}: Sonderangebot. Spelciles
Spektakel): (veraltet) Zuschauer. Spekltiv [ʃp,,,, sp...]
['spe:tsiɛs] vgl. Spezies. Spelcullum [ʃpe:k,,,, sp...] das;
das; -s, -e [...va] (verkürzt aus (Perspektiv): svw. Perspek
-s, ...la (aus lat. speculum „Spiegel“ zu specere, vgl. Spe
tiv
zies}: Titel von spätmittelalterlichen (Kompilationen (1) Spekltra*: Plur. von (Spektrum.spekltral (zu (Spektrum
theologischer, lehrhafter u. unterhaltender Art; vgl. Spe
u. T‘...al (1)>: auf das Spektrum (1) bezüglich od. davon
kulum
ausgehend, spekltral..., Spekltral... (zu (spektral):
speldielren (aus gleichbed. it. spedire, dies aus lat. expe
Wortbildungselement mit der Bedeutung „das Spektrum,
dire, vgl. expedieren}: [Waren] versenden, abfertigen.
die Zerlegung des Lichts betreffend“, z.B. spektralanaly
Speldilteur [... torn] der; -s, -e (mit französierender En
tisch, Spektralapparat. Spekltral|ana|ly|se die; -, -n: 1.
dung zu (spedieren, vgl. ...eur): Kaufmann, der gewerbs
Ermittlung der ehern. Zusammensetzung eines Stoffes
mäßig in eigenem od. fremdem Namen Speditionsgeschäf
durch Auswertung seines Spektrums. 2. Verfahren zur
te besorgt; Transportunternehmer. Speldiltilon die; -,
Feststellung der physik. Natur u. chem. Beschaffenheit
-en (aus it. spedizione „Absendung, Beförderung“, dies
von Himmelskörpern durch Beobachtung der Spektren u.
aus/ut. expeditio, vgl. Expedition): 1. gewerbsmäßige Ver
deren Vergleich mit bekannten Spektren (Astron.), spekfrachtung od. Versendung von Gütern. 2. Transportunter
tral|ana|ly|tisch: die Spektralanalyse betreffend, auf ihr
nehmen. spe|di|tiv (aus it. speditivo „hurtig“, dies aus
beruhend. Spekltrallaplpalrat der; -s, -e : Gerät zur Zer
lat. expeditus „ungehindert“}: (Schweiz.) rasch vorankom
legung einer elektromagnetischen Strahlung nach ihren
mend, zügig
Wellenlängen bzw. Frequenzen u. zur Aufnahme des ent
Speech [spi:tʃ] der;-es. Plur. -e u. -es [..-tʃɪs] (aus gleichbed.
sprechenden (Spektrums (2). Spek|tral|far|ben die
engl. speech}: (selten) Rede, Ansprache
(Plur.): die ungemischten, reinen Farben einer spektralen
1Speed [spi:d] der; -s, -s (aus engl. speed „Schnelligkeit,
Zerlegung von Licht (7 Hauptfarben verschiedener Wel
Geschwindigkeit“}: Geschwindigkeit[ssteigerung] eines
lenlänge, die nicht weiter zerlegbar sind). SpekltrallfilRennläufers od. Pferdes; Spurt (Sport). 2Speed das; -s, -s
ter der, fachspr. das; -s, -: Farbfilter zur Aussonderung
schmaler Bereiche des Spektrums (z. B. Lyotfilter).Spek(zu 1’Speed): (Jargon) stimulierende, erregende, aufput
trallfo toime trie, auch ...pho|to|me|trie die; -: fotome
schende Droge (bes. Amphetamin). Speed Iball
['spi:dbɔ:l] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. speed ball): (Jar
trische Messung von Strahlungsintensitäten in Abhängig
gon) Mischung aus (Heroin u. (Kokain, speelden
keit von der Wellenlänge der Strahlung im sichtbaren, ul
['spi:dən] <zu(2Speed): Rauschgift konsumieren (Drogen
travioletten u. infraroten Spektralbereich (Phys.). Spekszene). Speedlglilding ['spi:dglaɪdɪŋ] das; -s (zu engl.
trallfunktion die; -: Funktion des Übergangs von der
speed (vgl. ’Speed) u. to glide „(dahin)gleiten“): Gleitflie
Zeitdarstellung eines Signals zu dessen komplexer Fre
quenzdarstellung. Spek|tral|lam|pe die; -, -n: eine Ent
gen im Schlepptau eines Motorbootes od. eines anderen
Motorfahrzeuges. Speedlskalting [,,,skeɪtɪŋ] das; -s:
ladungslampe kleinerer Leistung, die der Erzeugung des
Linienspektrums des eingeschlossenen Gases od. Metall
Schnelligkeits- u. Ausdauerwettbewerb auf t Inlineskates
dampfes dient. Spekltralllilnie [...is] die;-,-n: 1. das von
(Sport). Speed Iski [,,,ʃi:] das; -[s]: auf einer besonders
einem Spektralapparat erzeugte extrem schmale, linien
steilen Strecke durchgeführter Abfahrtslauf, bei dem es
förmige Bild des Eintrittsspalts (Phys.). 2. die von Ato
darum geht, eine möglichst hohe absolute Höchstge
men, Molekülen od. Atomkernen emittierte od. absorbier
schwindigkeit zu erreichen. Speedltests die (Plur.) (aus
te (monochromatische Strahlung (Phys.). Spekltrallsegleichbed. engl. speed tests; vgl. ’Speed): psycholog. Test
quenz die; -, -en: die gesamte Folge der charakteristi
verfahren (zur Prüfung der Konzentrationsfähigkeit u.
schen Sternspektren einer Spektralklassifikation bzw. der
motorischer Fertigkeiten), bei denen es auf die Schnellig
entsprechenden Spektraltypen. Spekltrallterm der; -s,
keit der Bearbeitung von Aufgaben ankommt (Psychol.);
-e: Energieniveau eines Elektrons in der Atomhülle
Ggs. Î Powertests. Speedlway [...wei] der; -s, -s (aus engl.
(Phys.). Spekltralltylpen die (Plur.): Klassen, die sich
speedway, eigtl. „Schnellweg“): engl. Bez. für Autorenn
aus der Einteilung der Sterne nach den Eigenschaften ih
strecke. Speedlwaylrenlnen, auch Speedlway-Renrer Spektren ergeben. Spekltren: Plur. von (Spektrum.
nen das; -s, -: Motorradrennen auf Aschen-, Sand- od.
Spek|trenlpro|jek|tor der; -s, -en: Gerät zur 1 Projekti
Eisbahnen (Sport)
on (1) von Spektrogrammen zur Ausmessung der Spek
spekltalbel [ʃp,,,, sp...] (aus gleichbed. lat. spectabilis):
trallinienabstände von Spektren, spekltro..., Spek(veraltet) sehenswert, ansehnlich. Spekltalbilliltät die; -,
tro... (zu lat. spectrum, vgl. Spektrum): Wortbildungsele
-en (aus lat. spectabilitas, Gen. spectabilitatis „Würde,
ment mit der Bedeutung „das Spektrum (1) u. seine Ana
Ansehen“): (veraltet) a) Titel des Dekans (3), Anrede an
lyse betreffend“, z.B. spektrografisch, Spektrometer.
den Dekan (3); Eure -; Abk.: Ew. -; b) Träger des Titels
Spek|tro|fo|to|meltrie, auch ...pho|to|me|trie die;-: 1.
Spektabilität (a)
fotometrische Messung der einzelnen wellenabhängigen
’Spek talkel der; -s, - (urspr. Studentenspr., identisch mit
Größen im Spektrum eines Sterns. 2. svw. Spektralfoto
(2Spektakel; Genuswechsel wohl unter Einfluss von fr. le
metrie. Spekltrolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu
spectacle): (ugs.) Lärm, Krach, lautes Sprechen, Gepol
(...graf): Instrument zur Aufnahme u. Auswertung von
ter. 2Speklta|kel das; -s, - (aus lat. spectaculum „Schau
Emissions- u. Absorptionsspektren im sichtbaren, ultraro
spiel“ zu spectare „(an)schauen“): die Schaulust befriedi
ten u. ultravioletten Bereich (u.a. bei der Werkstoffprügendes Theater-, Ausstattungsstück, spekltalkeln (zu
cial Eflfect [...
Spektrografie
fung verwendet; Techn.). Spekltrolgralf je, auch ...graphi edie;-, ...ien <zuî...grafie>: 1. Aufnahme von Spektren
mit einem Spektralapparat. 2. Auswertung der festgehal
tenen Sternspektren (Astron.), spekltrolgralfisch,
auch ...gralphisch (zu T...grafisch): die Spektrografie
betreffend. Spekltrolgramm das; -s, -e (zu î...gramm):
TDiagramm, aus dem Intensität u. Wellenlänge der Linien
eines Spektrums ersichtlich sind (Phys.). Spekltrolmeter das; -s, - (zu í’...meter): Gerät zur Ausmessung von
Spektren. Spekltrolmeltrje die; - (zu ɪ,,,metrie): svw.
Spektroskopie. Spekltrolpho tolmeltrje vgl. Spektro
fotometrie. Spekltrolskopito; -s, -e (zu î...skop): meist
als Handinstrument konstruierter besonderer Spektralap
parat zum Bestimmen der Wellenlängen von Spektrallini
en (Phys., Astron.). Spekltrolskolpje die; - (zu t...skopie): Wissenschaft von der Untersuchung u. Bestimmung
von Wellenlängen u. Bereichen von Spektren (Phys., As
tron.). spekltrolskglpisch: die Spektroskopie betref
fend, auf ihr beruhend (Phys., Astron.); spektroskopische
Untersuchung: Anwendung der Spektroskopie bei laborchem. Untersuchungen, zum Nachweis von Blut im Stuhl,
von 1 Porphyrin im Urin u. a. (Med.). Spekltrum das; -s,
Plur. ...tren u. ...tra (aus lat. spectrum „in der Vorstellung
bestehende Erscheinung“ zu specere „sehen“, Bed. 2 über
gleichbed. engl. spectre, spectrum): 1. die [relative] Häufigkeits- bzw. Intensitätsverteilung der Bestandteile eines
[Strahlenjgemisches in Abhängigkeit von einer gemeinsa
men Eigenschaft, vor allem von der Wellenlänge bzw. Fre
quenz. 2. bei der Brechung von weißem Licht durch ein
Glasprisma entstehende Farbfolge von Rot bis Violett.
3. Buntheit, Vielfalt; reiche Auswahl
Spelkulla: Plur. von tSpekulum. Spelkullant [ʃp...] der;
-en, -en (zu lat. speculans, Gen. speculantis, Part. Präs,
von speculari, vgl. spekulieren): jmd., der spekuliert (3),
sich in Spekulationen (3) einlässt. Spe|ku|la|rit [fp...,
sp..., auch ...rit] der; -s, -e (zu mlat. specularis „betrach
tend, beschaulich“, dies zu lat. speculum (vgl. Spekulum;
wegen des Glanzes) u. T2..,it>: Blutstein, ein stahlgraues bis
schwarzes, oft farbig angelaufenes Mineral. Spelkullaltion[ʃp-] die; -, -en (aus lat. speculatio „die Betrachtung“
zu speculatus, Part. Perf. von speculari, vgl. spekulieren):
1. a) auf bloßen Annahmen, Mutmaßungen beruhende Er
wartung, Behauptung, dass etw. eintrifft; b) hypotheti
scher, über die erfahrbare Wirklichkeit hinausgehender
Gedankengang (Philos.). 2. Geschäftstätigkeit, die auf
Gewinne aus zukünftigen Veränderungen der Preise ab
zielt (Wirtsch.). 3. gewagtes Geschäft. Spe|ku|la|ti|us
der; -, - (Herkunft ungeklärt, vielleicht über das Ost
fries, u. Niederrhein, aus gleichbed. niederl. speculatie
(wohl in Anlehnung an lat. speculum „Spiegel“): flaches
Gebäck aus gewürztem Mürbeteig in Figurenform, spekullaltjv (aus spätlat. speculativus „betrachtend, nach
sinnend“ zu lat. speculari, vgl. spekulieren): 1. in der Art
der Spekulation (1 b) denkend. 2. in reinen Begriffen den
kend. 3. die Spekulation(2) betreffend. 4. grüblerisch,
spelkullielren (aus lat. speculari „spähen, beobachten;
ins Auge fassen“ zu specere „sehen“): 1. (ugs.) a) grübeln;
b) etw. zu erreichen, zu erlangen hoffen; auf etwas rech
nen. 2. (ugs.) ausforschen, auskundschaften. 3. [an der
Börse] Aktien o. Ä. kaufen mit dem Ziel, sie bei gestiege
nem Kurs wieder zu verkaufen. Spelkullum [fp..., sp...]
das; -s, ...la (aus lat. speculum „Spiegel“ zu specere, vgl.
spekulieren): meist mit einem Spiegel versehenes röhrenod. trichterförmiges Instrument zum Betrachten u. Unter
suchen von Hohlräumen u. Organen, die dem bloßen Auge
nicht [genügend] zugänglich sind (Med.); vgl. Speculum
Spe|lä|o|lo|ge [fp..., sp...] tZer; -n, -n (zu Zat. spelaeum
„Höhle“ (aus gleichbed. gr. spëlaion) u. t.Joge): Höhlen
forscher. Spe|lä|o|lo|gje die; - (zu t.Jogie): Wissen
1270
schaft, die sich mit der Erforschung von Höhlen befasst,
Höhlenkunde, spellälollolgisch (zu t...logisch): die
Speläologie betreffend. Spe|lä|o|the|ra|pje die; -, ...ien
(Plur. selten): Höhlentherapie, Nutzung der unbelasteten
Luft natürlicher Höhlen für therapeutische Zwecke
(Med.). Spellelolskolpie* die; -, ...ien (zu t...skopie>:
Untersuchung eines Lungenhohlraums (z. B. einer Kaver
ne) mit dem Endoskop (Med.). Spe le os to mie* die; -,
...ien (zu gr. stóma „Mund, Mundöffnung“ u. T2...ie>: ope
rative Eröffnung u. Spülung eines Lungenhohlraums (z. B.
einer Kaverne) zur besseren u. rascheren Abheilung
(Med.). Spe|lun|ke[fp...j ¿/e,--, -n (über Zat. spelunca aus
gr. spèlygx „Höhle“): (abwertend) a) wenig gepflegte, ver
rufene Gaststätte; b) unsaubere, elende Behausung, Un
terkunft
spenldalbel (mit romanisierender Endung zu dt. spenden
gebildet; vgl. ...abel): (ugs.) freigebig, großzügig, spendieiren (vgl. ...ieren): (ugs.) freigebig, großzügig anderen
etw. [zum Verzehr] zukommen lassen, (für jmdn.) bezah
len; (jmdn.) zu etwas einladen
Spenlservgl. Spenzer. Spenlzer, österr. Spenser der; -s, (aus gleichbed. engl. spencer, nach dem engl. Grafen G. J.
Spencer, 1758-1834): 1. kurze, eng anliegende Jacke [mit
Schößchen], 2. kurzärmeliges, eng anliegendes Unter
hemd für Damen
Spelrenzlchenu. Spe|ren|zi|en [...¡an] die (Plur.) (unter
volksetymologischer Anlehnung an „sich sperren = sich
zieren“ zu mlat. sperantia, Plur. sperantiae „Hoffnung
(dass das Sichzieren Wirkung hat)“, dies zu lat. sperare
„hoffen, erwarten“): (ugs.) a) Umschweife, Umstände;
Schwierigkeiten, Ausflüchte; b) (veraltet) kostspielige
Vergnügungen od. Gegenstände
Sperlmaffp..., sp...] das;-s, Plur. ...menu, -ta(überspätlat.
sperma aus gr. spérma, Gen. spérmatos „Samen“): männ
liche Keimzellen enthaltende Samenflüssigkeit (von
Mensch u. Tier; Biol.). Sper|mar|che*¿Zie; - (zugr. archë
„Anfang“): Zeitraum des ersten Samenergusses (Med.),
sperlmat..., Sperlmat... vgl. spermato..., Spermato...
Sperl malta: Plur. vont Sperma. SperlmaltjldeÆe; -, -n
(zu Î Sperma u. Î ...ide): noch unreife männliche Keimzelle
(von Mensch u. Tier; Biol.). sperlmaltisch: Samen ent
haltend; Samen erzeugend; befruchtend (Biol., Med.).
Sperlmaltjltis die; -, ...itiden (zu T...itis>: svw. Funikulitis. Sper|ma|ti|um das; -s, ...ien [,,,iən] (meist Plur.) (zu
t,,,ium): unbewegliche männliche Keimzelle der Rotalgen
(Bot.), sperlmalto..., Sperlmalto..., vor Vokalen meist
spermat..., Spermat... (zu ISperma): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Samen“, z.B. spermatogen,
Spermaturie. spermaitogen (zu 1 ...gen): 1. männliche
Keimzellen bildend. 2. dem Samen entstammend (Biol.).
Sper|ma|to|ge|ne|se u. Spermiogenese die; -: Samen
bildung im Hoden (Biol., Med.). Sper|ma|to|go|ni|um
das; -s, ...ien [...isn] (meist Plur.) (zu t ...gonie; vgl. ...ium>:
männliche Ursamenzelle (Biol.). Sperlmaltolgramm
das; -s, -e (zu t...gramm): svw. Spermiogramm. Sper matoip ho ¡re
-n (meist Plur.) (zugr. phorem „tragen“):
zusammenklebende Samenkapseln mancher niederer Tie
re (Zool.). Sper|ma|tolphy|ten r/ze (Plur.) (zu Î ...phyt):
zusammenfassende systematische Bez. für die Blüten- od.
Samenpflanzen (ÎAngiospermen u. Î Gymnospermen).
Sperlmaltorlrhö die; -, -en u. Sper ma tor rhöe
[■■■ 'ro:] die; -, -n [,,,'ro:ən] (zugr. rhein „fließen“): Samen
fluss ohne geschlechtliche Erregung (Med.). Sperlmatolzelle die; -, -n (zu gr. kelë „Bruch“): Zyste an Hoden,
Nebenhoden od. Samenstrang, die mit Samen angefüllt ist
(Med.). Sper|ma|to|zo|i|den die (Plur.) (zu TSpermatozoon u. Î ...ide): bewegliche männliche Keimzellen der Al
gen, Moose, Farne u. mancher 1 Gymnospermen (Biol.).
Sper|malto|zo|on
-s, ...zoen (zu 1 spermato... u. gr.
1271
spezifisch
zôon „Lebewesen“): svw. Spermium. Sper|ma|to|zyszilallilsa|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. fr. spécialisation
die; -, ...jen: operative Entfernung einer Sa
zu (se) spécialiser, vgl. spezialisieren): (selten) svw. Spe
menblase (Med.). Sperlmaltolzysltiltis die; -, ...itiden:
zialisierung; vgl. ...ation/...ierung. spe|zi|alli|sielren
Entzündung der Samenblasen (meist durch eine Gonorrhö
(aus gleichbed. fr. (se) spécialiser zu spécial, dies aus lat.
verursacht; Med.). Sper|ma|to|zyt der; -en, -en (meist
specialis, vgl. speziell): 1. (veraltend) gliedern, sondern,
Plur.) <zu T ...zyt): Mutterzelle des Samens im Keimepithel
einzeln anführen, unterscheiden. 2. sich -: sich bzw. seine
des Hodenkanälchens (Biol., Med.). Sper|ma|tu|rie*
Interessen innerhalb eines größeren Rahmens auf ein be
die; -, ...ien (zuT...urie): das Vorhandensein von Spermien
stimmtes Gebiet konzentrieren. Spe|zi|a|li|sie|rung die;
im Harn (Med.). Sperlmalzet das; -[e]s u. Sperlmalze-, -en (zu Tspezial u. T...isierung): das Sichspezialisieren;
ti das; -s <zu tSperma u. lat. cetus (dies aus gr. kètos)
vgl. ...ation/...ierung. Spe|zi|a|list der; -en, -en (aus
„Wal“): Walrat, ÎCetaceum. Sperlmen: Plur. von ÎSper
gleichbed. fr. spécialiste): Fachmann auf einem best. Ge
ma. Sperlmilen [...¡an]: Plur. von TSpermium. Sperlmin
biet; Facharbeiter, Facharzt. spe|zi|a|lis|tisch (zu Îspe
das; -s <zu T...in (1)): Bestandteil des männlichen Samens
zial u. Î...istisch): in der Art eines Spezialisten. Spelzilavon charakteristischem Geruch (Biol.). Sper|mi|na|tor
liltät die; -, -en (über gleichbed. fr. spécialité od. direkt aus
der; -s, ...oren <zu Î ...ator): Samenspender; jmd., der [ano
spätlat. specialitas, Gen. specialitatis „besondere Beschaf
nym] Sperma zur künstlichen Befruchtung von Frauen,
fenheit“): 1. Besonderheit. 2. Gebiet, auf dem die beson
deren Männer unfruchtbar sind, zur Verfügung stellt
deren Fähigkeiten od. Interessen eines Menschen liegen.
(Med.). Sperlmilolgelnelse die; - <zu tSpermium): svw.
3. Feinschmeckergericht. Spe|zi|a|li|tä|ten|res|tauSpermatogenese. Sperlmilolgramm das; -s, -e (zu
rant das; -s, -s: Restaurant, in dem es besonders zuberei
T...gramm>: bei der mikroskopischen Untersuchung der
tete Gerichte, vor allem aus anderen Ländern, gibt. SpeSamenflüssigkeit entstandenes Bild. Sperlmilum das; -s,
z i I a 11 i I tat s I p r î n I zi p i/ɑs,-s: Grundsatz des Sachenrechts,
...ien [--,iən] (aus nlat. spermium, dies zu gr. spérmeios
nach dem sich jedes dingliche Recht jeweils nur auf eine
„zum Samen gehörend“): reife männliche Keimzelle bei
bestimmte Sache beziehen kann (Rechtsw.). SpelzilalMensch u. Tier, Samenfaden (Biol.). sperlmüzid (zu
prä|ven|ti|on [...v...] die; -, -en (zu TSpezial...): Versuch
t. ..zid): samenabtötend (von empfängnisverhütenden
der Verhütung künftiger Straftaten durch gezielte u. un
Mitteln; Med.). Sperlmilzid das: -[e]s, -e: samenabtöten
mittelbare Einwirkung auf den Täter selbst (mit den Mög
des Mittel zur Empfängnisverhütung. Sper|mo|go|ni|en
lichkeiten des Strafvollzugs u. der Sicherung u. Besse
[...ion] die (Plur.) (zu ÎSperma u. gr. gonë „Erzeugung;
rung); vgl. Generalprävention. Spelzilallslallom der; -s,
Abstammung“): (selten) die Sporenbildung der Rostpilze
-s: Wettbewerb im alpinen Skisport, bei dem eine relativ
(Bot.). Spermlöl (zu îSpermazet): aus Walrat gewonne
kurze Slalomstrecke, die mit zahlreichen, eng abgesteck
nes, hellgelbes Öl, das u. a. als Spezialschmiermittel sowie
ten Pflichttoren versehen ist, durchlaufen werden muss,
als Rohstoff für die Gewinnung von Fettsäuren verwendet
spelzilell (mit französierender Endung zu spezial, dies
wird. Sperlmolvilum* [...v...] das; -s, Plur. ...ien [...ion] u.
aus lat. specialis „besonders, eigentümlich“ zu species;
...ia (Mischbildung aus tSpermium u. ÎOvum): von einem
vgl. Spezies u. ...eil): vor allem, besonders, eigentümlich,
Samenfaden befruchtete Eizelle (Biol.)
nicht allgemein; eigens; vgl. ...al/...eil; Ggs. Tgenerell
Sperlryllith [sp..., auch ...'lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] Spelzielrer der; -s, - (zu it. spezie „Gewürz, Droge“, vgl.
(nach dem kanad. Chemiker F. L. Sperry (19. Jh.) u. zu
Spezerei): (Schweiz, ugs.) Spezerei-, Gemischtwarenhänd
ler. Spelziles [ʃpe:tsiɛs, sp...] die; -, - [...tsie:s] (aus lat.
T...lith): zinnweißes, stark metallisch glänzendes Mineral,
wichtiges Platinmineral in den Nickelmagnetkiesvorkom
species „äußere Erscheinung; Art“ zu specere „sehen“): 1.
besondere Art einer Gattung, Sorte. 2. Bez. für eine Tier
men
Spes [sp...] die; - (aus gleichbed. lat. spes): die röm. Perso
od. Pflanzenart (in der biol. Systematik). 3. (veraltet)
Grundrechenart in der Mathematik. 4. eine bestimmte,
nifikation der Hoffnung
Speisen die (Plur.) (aus gleichbed. it. spese, Plur. von spesa
nicht auswechselbare Sache, die Gegenstand eines Schuld
verhältnisses ist, z. B. Verpflichtung zur Leistung einer be
„Ausgabe, Aufwand“, dies aus lat. expensa (pecunia), vgl.
stimmten Sache (Rechtsw.). 5. Teegemisch (Pharm.).
Expensen): Auslagen, [Un]kosten im Dienst o.Ä. [die er
Spezi esltaller der; -s, -: (früher) ein harter Taler im Ge
setzt werden]
gensatz zu Papiergeld. Spelzilfik die; - (zu Tspezifisch u.
Speslsarltin der; -s, -e (nach dem Vorkommen im Spessart
T2...ik (3)}: das Spezifische einer Sache. Spe|zi|fi|ka:
u. zu T...in (1)>: zu den Granaten gehörendes, orangefar
Plur. von TSpezifikum. Spe|zi|fi|ka|ti|on die; -, -en (aus
benes bis braunrotes Mineral
mlat. specificatio „Auflistung, Verzeichnis“ zu spätlat.
Spe|ze|re_i die; -, -en (meist Plur.) (aus gleichbed. it. speziespecificare, vgl. spezifizieren): 1. Einteilung der Gattung
rie, Plur. von spezieria „Gewürz(handel)“, zu spezie, älter
in Arten (Logik). 2. Einzelaufzählung, spezifiziertes Ver
spezia „Gewürz, Droge“, dies aus (spät)lat. species, vgl.
zeichnis, spezifizierte Aufstellung, Liste. 3. Umbildung,
Spezies): (veraltend) Gewürzfware], Spelzelrejlwalren
Behandlung eines Stoffes durch Arbeiten, die ihn erheb
die (Plur.): 1. (veraltet) Lebensmittel. 2. (Schweiz.) Ge
lich verändern (Rechtsw.); vgl. ...ation/...ierung. Spelzimischtwaren. ’Spelzi der; -s, -[s] (Kurzform von 1 Spezial
fi|ka|ti|ons|spralche rfze; - (Lehnübersetzung von engl.
(1)): (landsch.) jmd., mit dem man in einem engeren
specification language): Darstellungsmittel zur grafischen
freundschaftlichen Verhältnis steht; Busenfreund. 2Spebzw. sprachlichen Spezifikation von Systemen (EDV).
zi der od. das; -s, -[s] (Herkunft ungeklärt, vieil, im Sinne
Spelzilfilkum das; -s, ...ka (aus spätlat. specificum, eigtl.
von Spezialmischung): (ugs.) Erfrischungsgetränk aus Li
„Besonderes“, Neutr. von specificus, vgl. spezifisch): 1.
monade u. einem koffeinhaltigen Getränk, spelzilal (aus
Besonderheit, Eigentümlichkeit, spezifisches Merkmal. 2.
lat. specialis „besonders, eigentümlich“): (veraltet) svw.
gegen eine bestimmte Krankheit wirksames Mittel (Med.),
speziell; vgl. ...al/...eil. Spelzilal der; -s, -e (aus gleichbed.
spelzilfisch (unter Einfluss von/r. spécifique aus spätlat.
spätlat. specialis, Bed. 2 aus lat. specialis „von besonderer
specificus „von besonderer Art; eigentümlich“, dies zu lat.
Art“): (landsch.) 1. vertrauter Freund. 2. [kleinere Menge]
species (vgl. Spezies) u. facere „machen“): 1. einer Sache
Tageswein, Schankwein. Spelzilal... (zu tspezial): Wort
ihrer Eigenart nach zukommend, bezogen [auf eine beson
bildungselement mit der Bedeutung „einen Sonderfall, ein
dere Art], arteigen, kennzeichnend. 2. auf eine bestimmte
Einzelgebiet betreffend“, z.B. Spezialdisziplin, Spezial
Größe (z.B. Masse, Fläche, Volumen) bezogen (Phys.,
prävention. Spe|zi|a|li|en [,,,iən] die (Plur.) (zu Tspezial
Techn.); spezifisches Gewicht: (veraltend) das Gewicht eiu. T'...ie): (veraltet) Besonderheiten, Einzelheiten. Spetekltolmie*
Spezifität
nes Stoffes im Verhältnis zum Volumen; spezifische Wär
me: Wärmemenge, die erforderlich ist, um 1 g eines Stoffes
um l°Czu erwärmen. Spe|zi|fi|tätiZ/<?;-,-en (zu î ...ität):
1. Eigentümlichkeit, Besonderheit. 2. charakteristische
Reaktion (Chem.). spe|zi|fi|zie|ren (aus gleichbed. spät
lat. specificare): 1. einzeln aufführen, verzeichnen. 2. zer
gliedern. Spe|zi|fi|zie|rung die; -, -en (zu î...ierung>:
svw. Spezifikation; vgl. ...ation/...ierung. Spelzilmen
das; -s, Spezimina (aus gleichbed. lat. specimen, eigtl.
„Kennzeichen“, zu specere „sehen“): (veraltet) Probe
stück; Probe, spelzilmielren (zu t...ieren): (veraltet)
sein Probestück machen, spelzilös (unter Einfluss von fr.
spécieux aus gleichbed. lat. speciosus zu species, vgl. Spe
zies): 1. ansehnlich. 2. scheinbar
Sphalgnum* das; -s (aus nlat. sphagnum zu lat. sphagnos
„eine aromatisch riechende Art von Moos“, dies aus gr.
sphägnos): Gattung der Torfmoose
Sphallelrit [auch ,,,'rɪt] der; -s (zu gr. sphalerós „trüge
risch“ u. t2...it): Zinkblende (ein Mineral)
Sphälre die; -, -n (über lat. sphaera aus gr. sphaira „(Himmels)kugel“, Bed. 2 nach gleichbed. fr. sphère aus lat.
sphaera) : 1. (in antiker Vorstellung) scheinbar kugelig die
Erde umgebendes Himmelsgewölbe in seinen verschiede
nen Schichten. 2. Gesichts-, Gesellschafts-, Wirkungs
kreis; [Machtbereich. Sphä|ren|har|mo|nie u. Sphären mu sik die; -: das durch die Bewegung der Planeten
entstehende kosmische, für den Menschen nicht hörbare,
harmonische Tönen (nach der Lehre des altgriech. Philo
sophen Pythagoras). Sphälrik die; - (nach lat. sphaerica
„Lehre von den Himmelskugeln“, substantiviertes Fern,
von sphaericus, vgl. sphärisch): Geometrie von Figuren,
die auf Kugeloberflächen durch größte Kreise gebildet
sind (Math.), sphälrisch (über spätlat. sph(a)erieus aus
gr. sphairikös „kugelförmig; die Kugel betreffend“): 1. die
Himmelskugel betreffend. 2. auf die Kugel bezogen, mit
der Kugel zusammenhängend (Math.); sphärische Trigo
nometrie: Berechnung von Dreiecken auf der Kugelober
fläche. sphälro..., Sphälro... (zu lat. sphaera, vgl. Sphä
re): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Kugel“,
z.B. Sphärologie. Sphä|ro|idz)ö5;-[e]s,-e(nachgr. sphairoeidês „kugelförmige Gestalt“): 1. kugelähnlicher Kör
per (bzw. seine Oberfläche). 2. Rotationsellipsoid (durch
Drehung der Ellipse um ihre kleine Achse entstehend; z. B.
der Erdkörper), sphälrolildisch (aus gr. sphaeroeidês
„kugelartig“): kugelähnlich. Sphäirolkolballtit [auch
...tit] der; -s, -e (zutsphäro...): außen samtschwarz verwit
tertes, innen pfirsichblütenrotes Mineral. Sphälrollith
[auch ...’lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu t...lith>:
strahlig angeordnete Zusammenwachsung verschiedener
Mineralindividuen (Mineral.). sphä|ro|li|thisch [auch
,..'li...]: radialstrahlig erstarrt (vom Gefüge mancher gla
siger od. feinkristalliner Gesteine). Sphä|ro|lo|gie die; (zu T ...logie): Teil der Geometrie, der sich mit der Kugel
befasst. Sphälrolmelter r/as; -s, - (zu t'...meter): Instru
ment mit Feinstellschraube (Mikrometerschraube) zur
exakten Messung von Krümmungsradien (z.B. bei Lin
sen). Sphä|rolpro|te|in das; -s, -e: Eiweißstoff, dessen
Moleküle kugelig aufgebaut sind. Sphä|rolsi|de|rit
[auch ,.,'rit] der; -s, -e: Variation des Eisenspats in Kugel
form. Sphälrolzyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu Î ...zyt):
Kugelzelle, abnorm geformtes rotes Blutkörperchen, das
anstelle der Îbikonkaven Scheibenform eine Kugelgestalt
aufweist (Med.). Sphälrolzyltplse die: -, -n (zu t‘...ose):
das Auftreten von kugelförmigen roten Blutzellen (Med.)
Sphen der; -s, -e (aus gr. sphên „Keil“, nach der Form der
Kristalle): svw. Titanit (1). Sphelnolid das; -[e]s, -e (zu
gr. sphênoeidês „keilförmig“): keilförmige Kristallform.
sphe|no|i|dal (zu t'...al (1)): keilförmig. Sphe|no|zephallie die; -, ...ien (zu gr. sphên (vgl. Sphen), kephalê
1272
„Kopf“ u. t2...ie>: keil- od. eiförmige Fehlbildung eines
Kopfes (Med.)
Sphelrics ['sfɛrɪks] «te (Plur.) (Kurzform von ertgl. atmo
spherics „atmosphärische Störungen“): Funkstörungen,
die von Blitzen u. anderen Entladungsvorgängen herrüh
ren u. die beim [Rundjfunkempfang als Knack- u. Kratz
geräusche hörbar werden
Sphinlgen: Plur. von TSphinx (3)
Sphinklter der; -s, ...tere (aus gleichbed. gr. sphigktër,
eigtl. „das, was zubindet, -schnürt“, zu sphiggein „zu
schnüren“): Ring-, Schließmuskel (Med.). Sphinklterskie ro se die; -, -n: vor allem bei Männern auftretende
sklerotische Umwandlung u. Starre des Blasenschließmus
kels, die zu Harnabflussstörungen führt (Med.)
Sphinx íZ¿e; -, -e (über lat. Sphinx aus gr. Sphigx, weitere
Herkunft ungeklärt, vielleicht rückgebildet zu sphiggein
„(durch Zauber) festbinden“): 1. (archäologisch fachspr.
der; -, Plur. -e u. Sphingen) altägypt. Steinbild in Löwen
gestalt, meist mit Männerkopf, Sinnbild der übermensch
lichen Kraft des [Sonnen]gottes od. des Königs. 2. (ohne
Plur.) a) (in der griech. Mythologie) Ungeheuer in Gestalt
eines geflügelten Löwen mit Frauenkopf, das jeden Vorü
berkommenden verschlingt, der sein ihm aufgegebenes
Rätsel nicht lösen kann; b) rätselhafter, undurchschauba
rer Mensch. 3. (auch r/er; -, Plur. -e u. Sphingen) Abend
pfauenauge (mitteleuropäische Schmetterlingsart)
Sphralgid der; -[e]s, -e (zu TSphragis): (veraltet) Siegel
stein. Sphralgis die: -, ...giden (aus gleichbed. gr. sphragis, Gen. sphragɪdos): (veraltet) Siegel. Sphralgisltik
die; - (zu gr. sphragistikös „zum Siegeln gehörend“): Sie
gelkunde. sphralgisltisch: zur Sphragistik gehörend,
die Sphragistik betreffend, siegelkundlich
sphyglmisch (zu gr. sphygmös „Puls“): den Puls betref
fend (Med.). Sphyg mo graf, auch ...graph der; -en, -en
(zu î...graf): Pulsschreiber; Gerät zur Aufzeichnung der
Pulskurve (Med.). Sphyg mo gralfie, auch ...gralphie
die; -, ...ien (zu T...grafie): Aufzeichnung des Pulses mit ei
nem Sphygmografen (Med.). Sphyglmolmalnolmelter
das; -s, -: Gerät zur Messung des Blutdrucks (Med.).
Sphyg mo ma no me trie* die; -, ...ien: indirekte Blut
druckmessung mit aufblasbarer Manschette (Med.)
spi|a|na|to [sp...] <z7.; Part. Perf. von spianare „einebnen“,
dies aus lat. explanare „ausbreiten“): einfach, schlicht
(Vortragsanweisung; Mus.)
Spilca ['spi:ka] die; -, ...cae [...ke] (aus lat. spica „(Korn)ähre“, Bed. 2 nach dem Aussehen): 1. Ähre (Bot.). 2. Ver
band in Form einer Kornähre (bei dem die einzelnen La
gen kreuzförmig übereinander gelegt werden; Med.)
spiclcalto [spɪ'ka:to] {it.; Part. Perf. von spiccare „(klar)
hervortreten“): [die Töne] deutlich voneinander getrennt
[zu spielen] (Vortragsanweisung; Mus.). Spiclcalto das;
-s, Plur. -s u. ...ti: die Töne voneinander absetzende, mit
Springbogen zu spielende Strichart bei Saiteninstrumen
ten (Mus.)
Spi|ci|l§|gilum [spitsi...] das; -s, ...ia (aus lat. spicilegium,
eigtl. „Ährenlese“, zu spica (vgl. Spica) u. legere „(aus)lesen“>: Anthologie (im 17. u. 18. Jh. oft in Buchtiteln)
Spilder ['ʃpaidn, 'sp..., engl. 'spaɪdə] der; -s, -[s], auch die; -,
-[s] (nach gleichbed. engl. spider, eigtl. „Spinne“): 1. (nur
der; -s, -:) offener [Renn]sportwagen, Roadster. 2. Such
maschinensonderprogramm, das mithilfe von Î Hyperlinks
(a) von Webseite zu Webseite „krabbelt“, Informationen
sammelt u. diese in einer Datenbank speichert (EDV)
Spie|li|o|thek vgl. Spielothek. Spiellolthek, Spieliothek
die; -, -en (zu dt. spielen u. T... thek) : a) Einrichtung, bei der
man Spiele ausleihen kann; b) Spielhalle
Spike [fpaik, spaik] der; -s, -s (aus engl. spike „Dorn, langer
Nagel“, Bed. 2 nach gleichbed. engl. spikes (Plur.)): 1. a)
spitzer Dorn aus Metall an der Sohle von Laufschuhen zur
1273
Verbesserung der Rutschfestigkeit (Leichtathletik); b)
Metallstift an der Lauffläche von Autoreifen (früher bei
Schnee- u. Eisglätte verwendet); c) als eine Art Fuß unter
Komponenten einer Hi-Fi-Anlage, bes. Lautsprecherbo
xen, montierter, der Vermeidung od. Minimierung uner
wünschter Schwingungen dienender spitzer Stift aus Me
tall. 2. (meist Plur.) rutschfester Laufschuh mit Spikes ( 1 a)
Spillit [auch ... lit] der; -s, -e (zugr. spilos „Fleck, Schmutz“
u. î2...it>: ein dunkles, grünliches vulkanisches Gestein
Spilllalge [j'pɪ'la:ʒə, sp...] die; -, -n (französierende Bildung
zu engl. to spill „verschütten“; vgl. ...age>: Verluste, die
durch falsche Verpackung trockener Waren entstehen
(Wirtsch.). Spill-over-Eflfekt [spɪl'oʊvə...] der; -[e]s, -e
(zu engl. to spill over „überlaufen“ u. ÎEffekt): unbeab
sichtigte positive od. negative Wirkung eines Instruments
des Marketings, der Unternehmenspolitik od. der Wirt
schaftspolitik
Spillolsit [auch ,,,'zɪt] der; -s, -e (zu gr. spilos (vgl. Spilit) u.
t2...it): t metamorphes Gestein, das aus tonigen Gesteinen
entstanden ist
Spin [spin] der; -s, -s (aus engl. spin „schnelle Drehung“ zu
to spin „spinnen, (sich) drehen“): 1. Eigendrehimpuls der
Elementarteilchen im Atom, ähnlich dem Drehimpuls
durch Rotation (Phys.). 2. svw. Effet (Sport)
Spilna [fp..., sp...] die; -, ...nen (aus gleichbed. lat. spina): 1.
Stachel, Dorn, spitzer od. stumpfer Knochenvorsprung
(Med.). 2. Rückgrat (Anat.). spilnal (aus gleichbed. lat.
spinalis „zum Rückgrat gehörig“): zur Wirbelsäule, zum
Rückenmark gehörend; im Bereich der Wirbelsäule lie
gend od. erfolgend; spinale Kinderlähmung: eine Erkran
kung des Rückenmarks; vgl. Poliomyelitis. Spilnallanäslthelsie die; -: Anästhesie durch Einspritzung eines
ÎAnästhetikums in die Rückenmarksflüssigkeit (Med.).
Spi|nal|gan|gli|on* das: -s, ...ien [...ion]: Nervenknoten
im Bereich der hinteren Wurzel eines Rückenmarksnervs
(Med.). Spilnallgie* die; -, ...ien (zu tSpina u. î...algie):
Wirbelschmerz, Druckempfindlichkeit der Wirbel (Med.).
Spi|na|li|om das; -s, -e (zu lat. spina „Dorn, Stachel“,
*...al (1) u. t...om): Stachelzellen-, Hornkrebs (Med.).
Spi|nal|pa|rally|se die; - (zu 1spinal): erbliche Erkran
kung des Rückenmarks, die im mittleren Lebensalter be
ginnt u. langsam fortschreitend zu einer spastischen Läh
mung führt (Med.)
Spilnat der; -[e]s, -e (über gleichbed. span, espinaca (wohl
angelehnt an espina „Dorn“ aus lat. spina) aus hispanoarab. ispinäg, dies aus arab. isfinäg zu pers. ispanäg) : dun
kelgrünes Blattgemüse
Spinldocltor, auch Spin-Docltor ['spmdɔktə(r)] (zu engl.
spin (vgl. Spin) u. doctor „Arzt, Doktor“): 1. politischer
Berater (in Großbritannien). 2. den Wahlkampf (in den
USA) führender Funktionär einer Partei
Spilnell der; -s, -e (wohl aus it. spinello, Verkleinerungs
form von spina, dies aus lat. spina, vgl. Spina): ein glasig
glänzendes, farbloses, gelegentlich auch rotes, grünes od.
blauviolettes Mineral, Schmuckstein
Spilnen [fp..., sp...]: Plur. von tSpina
Spi nett das; -[e]s, -e (aus gleichbed. it. spinetta, zu lat. spi
na, vgl. Spina): dem ÎCembalo ähnliches Musikinstru
ment, bei dem die Saiten spitzwinklig zur Klaviatur ange
ordnet sind u. mit einem Dorn angerissen werden. Spinetltjlno das; -s, -s (zu TSpinett u. mit dem it. Verkleine
rungssuffix -ino): kleines Spinett
Spinlflip [sp...] der; -s, -s (zu engl. spin (vgl. tSpin) u. flip
„Sprung“ (vgl. Flip)): Übergang des TSpins eines Teil
chens, bes. eines Elektrons, von einem Zustand in einen
anderen (z. B. Vorzeichenwechsel seiner magnetischen
Spinquantenzahl; Phys.)
Spilnilfex [fp..., sp...] der; - (aus nlat. spinifex zu lat. spina
„Dorn“ u. facere „machen“): austral. Grasart
Spira
[fp..., sp...] der; - (zu Î Spin): durch
den tSpin eines Elektrons hervorgerufener Magnetismus
(Phys.). Spinlmolment das; -[e]s, -e: das mit dem Spin
eines Elementarteilchens verbundene Dipolmoment
Spinlnalker der; -s, - (aus gleichbed. engl. spinnaker, Her
kunft ungeklärt): großes, halbrundes, sich stark wölben
des Jachtvorsegel (Seew.)
Spinlning [sp...] das; -s (zu engl. to spin „(schnell) drehen;
wirbeln (lassen)“ u. t...ing): Gruppentraining auf speziel
len stationären Fahrrädern zur Verbesserung der Kondi
tion (Sport). Spin-off [sp...] das od. der; -[s], -s (aus engl.
spin-off „[zufälliges] Nebenprodukt, nicht geplantes Re
sultat“): 1. Übernahme von bestimmten technisch innova
tiven Verfahren od. Produkten (z. B. aus der Raumfahrt) in
andere Technikbereiche. 2. Fernsehproduktion, die aus ei
ner anderen, erfolgreichen Fernsehserie hervorgegangen
ist u. bei der Randfiguren der Serie nun die Hauptperso
nen sind
Spilnor [fp..., sp...] der; -s, ...oren (aus gleichbed. engl. spi
nor zu spin (vgl. Spin) u. -or (vgl. ...or)): math. Größe, die
es gestattet, den t Spin des Elektrons zu beschreiben
spilnös (aus lat. spinosus „spitzfindig“, eigtl. „dornig; ste
chend“, zu spina „Dorn“; vgl. ...ös): (veraltet) heikel u.
sonderbar, schwierig (z.B. im Umgang); das Benehmen
anderer gouvernantenhaft kritisierend
Spilnolzislmus [fp..., sp...] <7er; - (nach dem niederl. Phi
losophen B. de Spinoza (1632-1677) u. zu T...ismus (1)>:
Lehre u. Weiterführung der Philosophie Spinozas. Spinolzist der; -en, -en (zu Î ...ist): Vertreter des Spinozismus. spilnolzisitisch (zu t...istisch): den Spinozismus
betreffend
Spinlrellalxaltilon [fp..., sp...] die; - (zu tSpin): der Rela
xationsprozess (vgl. Relaxation) eines Spinsystems aus ei
nem angeregten Zustand in seinen Gleichgewichtszustand
(Phys.). Spinlstrukltur die; -: magnetische Struktur in
Festkörpern, deren magnetische Elementarmomente zu
den Atomrümpfen gehören (Phys.)
Spinlthelrilskop* [fp..., sp...] das; -s, -e (zu gr. spinther
„Funke“ u. t,,,skop): früher verwendetes Nachweisgerät
für energiereiche geladene Teilchen, mit dem von diesen
ausgelöste Lichtblitze gezählt wurden (Phys.). Spinltherislmus der; - (zu t,,,ismus (2)>: svw. Photopsie
spinltilsielren (vermutlich eine französierende Weiterbil
dung zu dt. spinnen; vgl. ...isieren): (ugs.) eigenartigen,
wunderlichen, abwegigen Gedanken nachgehen
Spilpn der; -s, -e (aus gleichbed. it. Spione zu spia „Späher;
Beobachter“, dies zu spiare „spähen“ (aus dem Germ.)):
1. a) heimlicher Beobachter od. Aufpasser, der etw. zu er
kunden hat; b) jmd., der für einen Auftraggeber od. Inte
ressenten militärische, politische od. wirtschaftliche Ge
heimnisse auskundschaftet bzw. geheime Informationen
unerlaubterweise [an eine fremde Macht] übermittelt. 2. a)
ein außen am Fenster angebrachter Spiegel, in dem man
die Vorgänge auf der Straße beobachten kann; b) [vergit
tertes] Guckloch an den Zellentüren im Gefängnis od. an
Haus- u. Wohnungstüren. Spi|o|na|ge [,,,ʒə] die; - (nach
gleichbed. fr. espionnage): Tätigkeit für einen Auftragge
ber od. Interessenten zur Auskundschaftung militärischer,
politischer od. wirtschaftlicher Geheimnisse, bes. für eine
fremde Macht. Spi|o|na|ge|af|fä|re die; -, -n: aufsehen
erregender, spektakulärer Spionagefall, spilolnielren
(nach gleichbed. fr. espionner zu espion „Spion“, dies aus
altfr. espier „ausspähen“ (aus dem Germ.)); a) (abwer
tend) heimlich, ohne Berechtigung [herum]suehen, auf
passen, Beobachtungen machen od. lauschen, um etw. he
rauszufinden; b) Spionage treiben, als Spion (lb) tätig
sein. Spilolnin <Z/e; -, -nen: weibliche Form zu TSpion (1)
Spilra [fp..., sp...] die; -, ...ren (aus lat. spira „kreisförmige
Windung“, dies aus gr. speîra „Windung“): der zylindrisch
Spin|ma|gne|tis!mus*
1274
Spiräe
gebildete untere Teil der ionischen u. ephesischen Säulen
basis mit horizontalen Kehlen u. Wülsten. Spilräe die; -,
-n (über lat. spiraea „Spierstrauch“ aus gleichbed. gr. speiraia zu speïra, vgl. Spira): Pflanzengattung der Rosenge
wächse mit zahlreichen Ziersträuchern; Spierstrauch,
spilral [fp...] (aus gleichbed. mlat. spiralis zu lat. spira,
vgl. Spira): schneckenförmig gedreht, spiralig (Techn.).
Spilralle die; -, -n (aus nlat. (linea) spiralis „schnecken
förmig gewunden(e Linie)“ zu lat. spira, vgl. Spira): 1. a)
sich gleichmäßig um eine Achse windende Linie, Schrau
benlinie; b) ebene Kurve, die in unendlich vielen, immer
weiter werdenden Windungen einen festen Punkt umläuft
(Math.). 2. a) Gegenstand in der Form einer Spirale (1),
z.B. Uhrfeder; b) (ugs.) spiralförmiges ÎIntrauterinpes
sar. Spilrallgallaixie die; -, ...ien: Î Galaxie, in der die
meisten Sterne u. Nebel in Spiralarmen angeordnet sind
(Astron.), spilralɪig: schraubenförmig, schneckenför
mig. Spi|ra|lilsalti|on die; -, -en (zu Î...isation): spiral
förmige Verkürzung der Chromosomen zu Beginn der
Kernteilung (Genetik). Spilralliltät die; - (zu t...ität>:
svw. Helizität (2). Spi|ral|or|na|men|tik die; -: spiral
förmiges Ornament der vorgeschichtlichen Zeit in der
ägäischen Vasenmalerei. Spi|ral|tur|bi|ne die; -, -n:
Wasserturbine mit spiraligem Zufluss. Spilran UP--->
sp...] das; -s, -e (meist Plur.) (zu lat. spira (vgl. Spira) u.
Î ...an): organische Verbindung, bei der ein einzelnes Atom
zwei aufeinander senkrecht stehenden Ringsystemen
gleichzeitig angehört (Chem.)
Spiirans Up..., sp...] die; -, Spiranten u. Spilrant der; -en,
-en (aus lat. spirans, Gen. spirantis, Part. Präs, von spirare
„blasen, hauchen“): durch Reibung der ausströmenden
Atemluft an Lippen, Zähnen od. dem Gaumen gebildeter
Laut, Reibelaut, ÎFrikativ. spilranltisch: die Spirans,
den Spiranten betreffend
Spilrem [fP --. sp...] das; -s, -e (zu lat. spira (vgl. Spira) u.
t...em): sich in der Î Mitose ausbildendes Chromatinknäu
el in Form eines vielfach gewundenen Fadens aus Î Chro
matin (Med.). Spilrilfer der; -s, ...feren (zu /ɑt. ferre „tra
gen“) : ausgestorbener Armfüßer (Leitfossil des î Devons).
SpiIrilIle die; -, -n (meist Plur.) (aus nlat. spirilla, Verklei
nerungsform von lat. spira, vgl. Spira): schraubenförmig
gewundene Bakterie, Schraubenbakterie, spilrillliIzid
(zu 1 ...zid): Spirillen abtötend. Spi ril|liIzid das; -[e]s, -e:
Spirillen abtötendes Mittel (Med.). SpiIril|lolse die; -, -n
(zu t'...ose): durch Spirillenarten hervorgerufene Krank
heit (Med.)
Spilrit [sp...] der; -s, -s (wohl unter Einfluss von gleichbed.
engl. spirit aus lat. spiritus, vgl. JSpiritus): [Î mediumistischer] Geist (Parapsychol.). Spi|ri|tis|mus
sp...]
der; - (wohl unter Einfluss von engl. spiritism, fr. spiritisme
zu lat. spiritus (vgl. 'Spiritus) u. t...ismus (2)): Geisterleh
re; Glaube, dass die menschliche Psyche (od. ein Teil von
ihr) den körperlichen Tod überdauert u. dass mithilfe be
stimmter Personen (Î1Medium 4) od. Techniken eine di
rekte Verbindung zu Verstorbenen möglich ist, die sich ex
perimentell beweisen lässt; Ggs. tAnimismus (3). Spilritist der; -en, -en (zu t,,,ist): Anhänger des Spiritismus.
SpiIriItisItin die: -, -nen: weibliche Form zu T Spiritist,
spiritistisch (zu Î...istisch): den Spiritismus betref
fend. spi|ri|tulal (aus gleichbed. kirchenlat. spiritualis zu
(spät)lat. spirit(u)alis „geistig“, eigtl. „zur Luft, zum Atem
gehörend“): 1. auf den [Heiligen] Geist bezogen; geistig,
übersinnlich. 2. (selten) svw. spirituell; vgl. ...al/...eil.
1Spi I ri Itu I aI der; Gen. -s u. -en, Plur. -en (aus gleichbed.
kirchenlat. spiritualis zu spätlat. spirit(u)alis, vgl. spiritu
al): Seelsorger, Beichtvater in kath. Priesterseminaren u.
Klöstern. 2S pi | ri | tu I a I ['spɪrɪtjʊəl] das, auch der; -s, -s
(aus engl. (negro) spiritual zu spiritual „geistlich“, dies aus
fr. spirituel, vgl. spirituell): svw. Negrospiritual. Spilri-
der; -n, -n (meist Plur.) (zu t]Spiritual):
Angehöriger einer strengen Richtung der î Franziskaner
im 13./14. Jh.; vgl. Observant. Spi|ri|tula|li|en [,,,jən]rf/e
(Plur.) (aus gleichbed. kirchenlat. spiritualia, substanti
vierter Plur. von spiritualis, vgl. spiritual) : geistliche Dinge
des kirchlichen Lebens, z.B. Predigt, Sakrament. Spilritula|li|sa|tiIon die; - (zu î'Spiritual u. Î ...isation): (veral
tet) Vergeistigung; vgl. ...ation/...ierung. spi|ri|tula|lisielren (zu T...isieren): vergeistigen. Spilriltulallilsierung die; -, -en (zu T...isierung>: 1. das Spiritualisieren. 2.
spiritualisierte Form; vgl. ...ation/...ierung. Spilriltulalislmus der; - (zu Î ...ismus (1)> : 1. metaphysische Lehre,
die das Wirkliche als geistig od. als Erscheinungsweise des
Geistigen annimmt. 2. theologische Richtung, die die un
mittelbare geistige Verbindung des Menschen mit Gott ge
genüber der geschichtlichen Offenbarung betont. 3. (ver
altet) svw. Spiritismus. Spi|ri|tu|aHist der; -en, -en (zu
T ...ist): Vertreter des Spiritualismus. Spilriltulallisltin
die; -, -nen: weibliche Form zu ÎSpiritualist, spilriltulalistisch (zu Î...istisch): den Spiritualismus betreffend.
SpiIriItulaIliltät die; - (aus gleichbed. mlat. spɪritualitas,
Gen. spiritualitatis): Geistigkeit; inneres Leben, geistiges
Wesen; Ggs. ÎMaterialität. Spilriltulal Song ['spɪrɪtjoəɪ
sɔŋ] der; - -s, - -s (aus gleichbed. engl. spiritual song, vgl.
Song): geistliches Volkslied der weißen Amerikaner (bes.
aus der Zeit der Erweckungsbewegung). spi|ri|tu|ell
Up. ., sp...] (über fr. spirituel aus gleichbed. mlat. spiritua
lis, dies aus lat. spiritualis „zur Luft, zum Atem gehö
rend“, vgl. 'Spiritus): a) geistig; b) (selten) geistlich; vgl.
...al/...eil. spilriltulos u. spilriltulös (zu î2Spiritus u.
t2...os bzw. ...ös): Weingeist in starker Konzentration ent
haltend, stark alkoholisch. Spilriltulolse die; -, -n (meist
Plur.) (nach gleichbed. fr. spiritueux (Plur.); vgl. "Spiritus
u. 2...os>: stark alkoholisches Getränk (z.B. Weinbrand,
Likör), spilriltulolso [sp...] <z7. >: geistvoll, feurig (Vor
tragsanweisung; Mus.). 'Spiiriltus der; -, - [,,,tu:s] (aus
lat. spiritus „(Luft)hauch, Atem, Leben, Seele, Geist“ zu
spirare „(be)hauchen, atmen“): Hauch, Atem, [Lebens]geist ; Spiritus asper: Zeichen ( ‘ ) für den h-Anlaut im
Altgriechischen; Spiritus familiaris: guter Hausgeist, Vertraute[r] der Familie; Spiritus lenis: Zeichen (’) für das
Fehlen des h-Anlautes im Altgriechischen; Spiritus Rector
[...k...j: belebender Geist, treibende Kraft, Seele (z.B. ei
nes Betriebes, Vorhabens); Spiritus Sanctus [...k...]: der
Heilige Geist. 2Spi|ri|tus Up...] der; -, -se (aus mlat. (Al
chemistensprache) spiritus „destillierter Extrakt“ zu lat.
spiritus, vgl. 'Spiritus): technischen Zwecken dienender,
vergällter (Äthyl)alkohol; Weingeist
Spilrolchälte Upiro'çe:ta, sp...] die; -, -n (zu gr. speira (vgl.
Spira) u. chaite „langes Haar“, nach der Form): schrau
benförmig gewundene, krankheitserregende Bakterie
(z. B. Erreger der Syphilis u. des Rückfallfiebers). Spilrochältolse ¿Zie; -, -n (zu t',,,ose): durch Spirochäten her
vorgerufene Infektionskrankheit (z.B. Syphilis; Med.)
Spi|roler|golme|ter Up..., sp...] das; -s, - (zu lat. spirare
(vgl. 'Spiritus) u. tErgometer): Gerät zur Messung der
körperlichen Leistungsfähigkeit anhand des Sauerstoff
verbrauchs bei stufenweiser körperlicher Belastung
(Med.). Spi|ro|er|golme|trie* die; -, ...ien: Messung der
Kapazität der Sauerstoffaufnahme im Ruhezustand des
Organismus u. nach körperlicher Belastung. Spilrolgrafie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t...grafie): appara
tive Aufzeichnung der bei der Spirometrie gemessenen At
mungswerte (Med.)
Spilrolgylra [fp..., sp...] <7ze; -, ...ren (aus nlat. spirogyra zu
gr. speira (vgl. Spira) u. gyros „krumm“): Schraubenalge
(Jochalge)
Spilrolmelter Up..., sp...] das; -s, - (zu lat. spirare (vgl.
'Spiritus) u. t '...meter): Gerät, mit dem die verschiedenen
tu lalle Up..., sp...]
1275
Eigenschaften des Atems gemessen werden (Med.). Spidie; - <zu t...metrie>: Messung u. Aufzeich
nung der Atmung (z. B. zur Messung des Grundumsatzes
od. der Lungenkapazität; Med.). spi|ro|me|trisch* <zu
t...metrisch): mithilfe der Spirometrie erfolgend
Spislsiltät [fp..., sp...]
- (aus gleichbed. /«(. spissitas,
Gen. spissitatis zu spissus „dicht“): (veraltet) Dichtheit,
Verdichtung, Dickflüssigkeit
Spiltal das; -s, ...täler (verkürzt aus mlat. hospitale, vgl.
Hospital): 1. (österr., Schweiz., sonst veraltet, noch
landsch.) Krankenhaus. 2. (veraltet) Altersheim, Armen
haus. Spiltaller u. Spitäler der; -s, -: 1. (veraltet, aber
noch landsch.) Patient im Krankenhaus. 2. (veraltet) In
sasse, Bewohner eines Spitals (2)
spitlten (zu engl. to spit „aufspießen"): Fische od. Fisch
teile vor dem Räuchern auf Eisenstäbe spießen
splanchlnisch [sp...] (zu gr. splágchna, Plur. von
splágchnon „Eingeweide“): svw. viszeral. Splanchlnolo gie die; - (zu T.Jogie): Teilgebiet der Medizin, das sich
mit den Eingeweiden befasst (Med.), splanchlnollogisch (zu Î...logisch): die Splanchnologie betreffend, auf
ihr beruhend, zu ihr gehörend (Med.). Splanchlnolmegallie die; - (zu ɪ,,,megalie): abnorme Größe der Einge
weide (Med.). Splanchlnojmilkrie* die; - (zu gr. mikrös
„klein“ u. t2...ie): abnorme Kleinheit der Eingeweide
(Med.)
Splashlerolsilon ['splæf...] die; - (zu engl. to splash „sprit
zen“ u. ÎErosion): durch Spritzwasser verursachte Form
der Bodenerosion, Spritzerosion
Splat|ter|mo|vie [splɛtəmu:vi] das; -[s], -s (zu engl. to
splatter „Spritzen (von Blut)“ u. îMovie): (Jargon) Hor
rorfilm mit vielen blutrünstigen Szenen
Spleen [ʃpli:n, auch sp...] der; -s, Plur. -e u. -s (aus gleich
bed. engl. spleen, eigtl. „(durch Erkrankung der) Milz
(hervorgerufene Gemütsverstimmung)“, dies über lat.
spien aus gr. spien „Milz“): 1. (ohne Plur.) verschrobene,
überspannte Art. 2. Schrulle, Marotte, Überspanntheit,
spleelnig: schrullig, leicht verrückt, überspannt. Spien
[sp..., ʃp...] der; -s, Splenes [,,,ne:s] (aus gleichbed. gr.
spien): (selten) Milz (Med.), spien.... Spien... vgl. sple
no..., Spleno...
splen did [ʃp,,,, sp...] (unter Einfluss von dt. spendieren
aus lat. splendidus „glänzend, prachtvoll“ zu splendere
„glänzen“): 1. (veraltend) freigebig, großzügig. 2. glanz
voll, kostbar. 3. weit auseinander gerückt (Druckw.).
Splen did Isollaltion [sp... aɪsəleɪʃən] die; - - (aus
gleichbed. engl. splendid isolation, eigtl. „herrliches Al
leinsein“; vgl. splendid u. Isolation): 1. die Bündnislosigkeit Englands im 19. Jh. 2. freiwillige Bündnislosigkeit ei
nes Landes, einer Partei o.Ä.Splenldildiltät [fp..., sp...]
z/ze; - (zu Îsplendid u. T ...ität> : (veraltet) Freigebigkeit, das
Splendidsein
Splelnekltolmie* [sp..., ʃp...] die; -, ...ien (zu Îspleno... u.
T...ektomie): operative Entfernung der Milz (Med.).
Splelnes: Plur. von TSplen. Sple ni tis die; -, ...itiden
(zu T...itis): Milzentzündung (Med.), splelno..., Sple
no..., vor Vokalen meist spien..., Spien... (zu gr. splën
„Milz“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Milz;
die Milz betreffend“, z.B. splenomegal, Splenektomie.
sple no gen (zu î...gen): von der Milz herrührend (von
krankhaften Veränderungen; Med.). Splelnolhelpaltome ga lie die; -, ...ien: Vergrößerung von Milz u. Leber
(Med.). Spiel nom das; -s, -e (zu Î Spien u. T...om): gutar
tige Milzgeschwulst (Med.), splelnolmelgal (zu Tspleno. .. u. gr. mégas, Gen. megälou „groß“): die Splenome
galie betreffend. Sple|no|me|ga|lie die; -, ...ien (zu
T...megalie): krankhafte Milzvergrößerung (Med.).Spleno|por|to|gra|fie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu
T...grafie): röntgenografische Darstellung der Milz u. der
ro|me|trie‘
Spolienklage
Pfortader nach Verabreichung eines Kontrastmittels
(Med.). Splelno|por|to|gramm das; -s, -e (zu ÎPorta u.
t,,,gramm): bei der Splenoportografie gewonnenes Rönt
genbild (Med.). Splelnolse die; -, -n (zu TSplen u.
t'...ose): Auftreten von versprengtem Milzgewebe in an
deren Organen od. in Körperhöhlen nach einem Milztrau
ma (Med.). Sple|no|to|mie die; -, ...ien (zu Tspleno... u.
T...tomie): Milzoperation (Med.)
Spline [splam] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. spline, Her
kunft ungeklärt): biegsames Kurvenlineal, das man zum
Zeichnen einer glatten Kurve durch vorgegebene Punkte
benutzt
splitlten [fp..., sp...] (aus engl. to split „spalten, (auf)teilen“>: das Splitting anwenden, teilen, aufteilen. Split
ting das; -s, -s (aus gleichbed. engl. splitting, eigtl. „das
Spalten“): 1. (ohne Plur.) Form der Ehegattenbesteue
rung, bei der das Einkommen der Ehegatten zusammen
gezählt, halbiert u. jeder Ehegatte jeweils mit der Hälfte
des Gesamteinkommens bei der Steuerberechnung be
rücksichtigt wird. 2. Teilung eines Anteilspapiers (Aktie,
Investmentpapier), wenn der Kurs erheblich gestiegen ist.
3. Verteilung der Erst- u. Zweitstimme auf verschiedene
Parteien (bei Wahlen). Splitltinglsysltem das; -s: svw.
Splitting (1)
Spo dilum [fp..., sp...] das; -s (über lat. spodium aus gr.
spódion „Metallasche“, Verkleinerungsform von spodós
„Asche“): adsorbierende Knochenkohle (Chem.). spodogen (zu gr. spodós (vgl. Spodium) u. t...gen): aus zer
störtem bzw. abgestorbenem Gewebe entstehend (z.B.
von Tumoren; Med.). Spoldolgramm das; -s, -e (zu
T...gramm): Aschenbild; Aschenrückstand mikroskopi
scher Präparate nach vorsichtiger Verbrennung der orga
nischen Bestandteile (BioL). Spo do sol der; -s (zu lat.
solum „Boden“): mit Eisen, Aluminium u. Humus ange
reicherter Bodentyp der amerik. Bodensystematik. Spodulmen der; -s, -e (zu gr. spodoümenon „das zu Asche
Gebrannte“): hellgrauer bis grüner tAugit
Spoi ler [ʃpɔv.... sp...] der; -s, - (aus gleichbed. engl. spoiler
zu to spoil „(Luftwiderstand) vermindern“, eigtl. „verder
ben“, dies über altfr. espoillier aus lat. spoliare, vgl. spoliieren): 1. die aerodynamischen Eigenschaften günstig be
einflussendes Luftleitblech (auch aus Kunststoff) an
Kraftfahrzeugen, vor allem bei Sport- u. Rennwagen. 2.
ausfahrbare Klappe an den Tragflächen von Flugzeugen
zur Verminderung des Auftriebs, auch zur Unterstützung
der Quersteuerung. 3. Verlängerung des Skistiefels am
Schaft als Stütze bei der Rücklage. Spoils-Sysltem,
auch Spoilslsysltem [ spɔɪlzsɪstəm] das; - (aus gleich
bed. engl. spoils system, eigtl. „Beutesystem“, zu engl.
spoil „Beute, Raub“, dies über altfr. espoille aus lat. spo
lia, vgl. Spolien): (in den Vereinigten Staaten übliche) Be
setzung öffentlicher Ämter durch die Mitglieder der in ei
ner Wahl siegreichen Partei. Spollilant [fp..., sp...] der;
-en, -en (zu lat. spolians, Gen. spoliantis, Part. Präs, von
spoliare, vgl. spoliieren): (veraltet) jmd., der wegen Rau
bes angeklagt ist (Rechtsw.).Spollilat ¿er; -en, -en (zu lat.
spoliatus, substantiviertes Part. Perf. von spoliare, vgl.
spoliieren): (veraltet) Beraubter, auf Rückgabe eines ent
zogenen Besitztums Klagender (Rechtsw.). Spo liia tion i/ze; -, -en (aus gleichbed. lat. spoliatio): (veraltet)
Raub, Plünderung (Rechtsw.).Spollilaltor der; -s, ...oren
(aus gleichbed. lat. spoliator): (veraltet) Plünderer. Spolilen [,,,iən] die (Plur.) (aus gleichbed. /a/, spolia (Plur.),
eigtl. „Abgezogenes“, zu spoliare, vgl. spoliieren, Bed. 2
aus gleichbed. mlat. spolia): 1. [im antiken Rom] erbeutete
Waffen, Beutestücke; vgl. Spolium. 2. beweglicher Nach
lass eines kath. Geistlichen. 3. aus anderen Bauten wieder
verwendete Bauteile (z.B. Säulen, Friese o.Ä.; Archit.).
Spo|li|en|kla|ge die; -, -n: Klage auf Rückgabe wider
s
Spolienrecht
rechtlich entzogenen Besitzes (im kanonischen u. gemei
nen Recht; Rechtsw.). Spo|li|en|recht das; -[e]s, -e <zu
mlat. spolia (Plur.), vgl. Spolien (2)>: a) im Mittelalter das
Recht eines Kirchenpatrons (vgl. 'Patron 3), die Spolien
(2) eines verstorbenen Geistlichen einzuziehen; b) der An
spruch des Kaisers od. später des Papstes auf den Nach
lass eines Bischofs, spollilielren(aus gleichbed. lat. spo
liare, eigtl. „(dem getöteten Feind) die Rüstung abneh
men“ zu spolium, vgl. Spolium): (veraltet, aber noch
landsch.) berauben, plündern, stehlen. Sppllilumáuí; -s,
...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. spolium, eigtl. „(dem ge
töteten Feind) abgenommene Rüstung“): Beutestück, er
beutete Waffe (im alten Rom)
Spom!pa|na|de[l]n die (Plur.) (zu it. spampanata „Auf
schneiderei“): (österr. ugs.) svw. Sperenzchen
Sponldelen [fp..., sp...]: Plur. von tSpondeus. sponldeisch (über lat. spondeus aus gr. spondeîos „zur Opfer
spende gehörig“): 1. den Spondeus betreffend. 2. in, mit
Spondeen geschrieben, verfasst. Sponldelus der; -,
...deen (über lat. spondeus (pes) aus gleichbed. gr. spon
deîos (poús) zu spondë „(Trank)opfer“, nach den hierbei
üblichen langsamen Gesängen): aus zwei Längen beste
hender antiker Versfuß (--). Sponldilalkus der; -, ...zi
(über lat. spondiacus aus gr. spondeiakös „spondeisch“):
Î Hexameter, in dem statt des fünften Î Daktylus ein Spon
deus gesetzt ist
sponldielren [fp..., sp...] (aus lat. spondere „verkünden;
feierlich versprechen“): (österr.) jmdm. den Magistertitel
verleihen
Sponldyllarlthriltis* [fp..., sp...] die; -, ...itiden (zu gr.
spondylos „Wirbelknochen“ u. ÎArthritis): Entzündung
der Wirbelgelenke (Med.), sponldyllarlthriltisch*: die
Spondylarthritis betreffend (Med.). Spon|dy|lar|throse* die; -, -n: Auftreten von chronisch degenerativen Ver
änderungen an den Wirbelgelenken (Med.). Sponldyllitisd/e; -, ...itiden (zu T...itis>: Wirbelentzündung (Med.).
Spon|dy|lo|de|se die; -, -n (zu gr. désis „das Binden,
Fesseln“, dies zu dem „binden“): operative Versteifung
der Wirbelsäule (Med.). Spon|dy|lo|se die; -, -n (zu
t‘...ose>: krankhafte Veränderung an den Wirbelkörpern
u. Bandscheiben (Med.). sponldylloltisch (zu
t...otisch): auf einer degenerativen Erkrankung der Wir
belsäule bzw. der Wirbelkörper beruhend (Med.)
Sponjgia ['ʃpɔŋgia, sp...J die; -, ...ien [...ion] (über lat.
spongia aus gr. spoggiá „Schwamm“): Schwamm, ein
fachst gebautes, vielzelliges Tier. Sponlgilform (zu
t...form>; schwammförmig (bes. Tiermed.). Sponigillit
[auch ... lit] der; -s, -e (zu î2...it>: hauptsächlich aus den Na
deln von Kieselschwämmen entstandenes Kieselgestein.
Sponlgin das; -s (zu t...in (1)>: Gerüstsubstanz der
Schwämme (bes, der Hornschwämme). Spongiologie
die; - (zu lat. spongiosus „schwammig, porös“ u. Î ...logie) :
Teilgebiet der Biologie, das sich mit den Schwämmen be
fasst. sponlgilös (aus gleichbed. lat. spongiosus; vgl.
...ös): schwammartig. Spon|gi|o|sacfie; - (aus gleichbed.
nlat. (substantia) spongiosa, eigtl. „die Schwammige“,
substantiviertes Fern, von lat. spongiosus, vgl. spongiös):
schwammartiges Innengewebe der Knochen
Sponlsa [fp..., sp...] die; -, ...sae [...zs] (aus lat. sponsa): in
Kirchenbüchern lat. Bez. für Braut. Spon|sa|li|en[...jon]
die (Plur.) (aus gleichbed. lat. sponsalia, substantivierter
Plur. (Neutrum) von sponsalis „zur Verlobung gehörig“,
zu sponsus „Verlobter“, dies zu spondere „ver-, geloben“):
(veraltet) Verlöbnis; Verlobungsgeschenke (Rechtsw.).
sponlsern [fp...] (nach gleichbed. engl. to sponsor zu
sponsor, vgl. Sponsor): [aus Werbegründen] jmdn. od. et
was finanziell unterstützen, fördern; vgl. Sponsoring.
Sponlsi [fp..., sp...]: Plur. von I Sponsus. sponisieren
(zu lat. spondere (vgl. Sponsalien) u. !..deren): (veraltet,
1276
aber noch landsch.) um ein Mädchen werben, den Hof ma
chen. Sponlsilon die; -, -en (aus lat. sponsio „feierliches
Gelöbnis“ zu spondere, vgl. spondieren): (österr.) Feier,
bei der der Magistergrad verliehen wird. Sppn|sor[fp...,
sp..., engl. 'spɔnsə] der; -s, Plur. ...oren u. (bei engl. Aus
sprache) -s (aus gleichbed. engl. sponsor, eigtl. „Bürge“,
dies aus lat. sponsor): 1. Person, Organisation o.A., die
jmdn. od. etwas sponsert; Geldgeber, Förderer. 2. (bes. in
den USA) Personfengruppe], die eine Sendung im Rund
funk od. Fernsehen finanziert, um sie zu Werbezwecken
zu nutzen. Spon|so|ring[fp..., sp..., engl. 'spɔnsərɪŋ] das;
-s (aus gleichbed. engl. sponsoring zu to sponsor, vgl.
sponsern): finanzielle Förderung von Personen, Vereinen
od. Veranstaltungen im kulturellen u. sportlichen Bereich
durch eine Privatperson od. ein Unternehmen (meist zu
Werbezwecken). Sponlsorlship [fp,,-ʃɪp, sp..., engl.
'spɔnsəʃɪp] Æe; - (aus engl. sponsorship, eigtl. „Bürg
schaft“): Sponsorentum. Spon sus [fp..., sp...] der; -,
Sponsi (aus lat. sponsus): in Kirchenbüchern lat. Bez. für
Bräutigam
sponltan [fp..., sp...] (aus spätlat. spontaneus „freiwillig;
frei“ zu lat. (sua) sponte „freiwillig“, dies zu spons, Gen.
spontis „(An)trieb, freier Wille“): a) aus einem plötzlichen
Entschluss, Impuls heraus; einem plötzlichen inneren An
trieb, Impuls folgend; b) (bes. Fachspr.) von selbst, ohne
äußeren Anlass, Einfluss [ausgelöst]; unmittelbar. Sponta|ne|i|tät die; -, -en (ausʃr. spontanéité „Freiwilligkeit“
zu spontané „freiwillig“, dies aus spätlat. spontaneus, vgl.
spontan): Handeln ohne äußere Anregung; eigener, inne
rer Antrieb; unmittelbare, plötzliche Reaktion. Spontan frak tur die; -, -en (zu tspontan): ohne erkennbare
Ursachen auftretender Knochenbruch (Med.). Sponltani|tät<Äe; -, -en (zu T...ität): svw. Spontaneität. Sppnlti
[fp...] der; -s, -s (zu îspontan): (ugs.) Angehöriger einer
undogmatischen linksgerichteten Gruppe
Sponlton [fp..., sp...] der; -s, -s (unter Einfluss von gleich
bed. fr. esponton aus it. spontane, spuntone „Kurzge
wehr“ zu spuntare „eine Stellung einnehmen; den Gegner
vertreiben“, dies über lat. punctare „stechen“ zu punctum
„Gestochenes“): von den Infanterieoffizieren im 17. u.
18. Jh. als Rangabzeichen getragene kurze, der Hellebarde
ähnliche Pike
Spoolling fspu:...] das; -s (Kunstw. aus engl. simultaneous
/teripheral operations on /ine u. -ing (vgl. ...ing)>: Verfah
ren der Eingabe u. Ausgabe von Daten mit deren Zwi
schenspeicherung, vor allem in schnellen Magnetplatten
speichern (EDV)
Spoon [spu:n] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. spoon, eigtl.
„Löffel“): ein bestimmter Golfschläger (Sport)
spor..., Spor... [fp..., sp...] vgl. sporo..., Sporo... spora
disch (aus gleichbed. fr. sporadique, dies aus gr. sporadikös „verstreut“ zu speirein „streuen, säen“): 1. vereinzelt
[vorkommend], verstreut. 2. gelegentlich, nur selten. Sporan gi um* das; -s, ...ien [-iən] (zu Îsporo..., gr. aggeton
„Behälter“ u. t...ium): Sporenbildner u. -behälter bei
Pflanzen (Bot.)
sporlco [fp..., sp...] (it.; eigtl. „schmutzig“, aus lat. spur
cus): (veraltet) svw. brutto; mit Verpackung [gewogen]
Spolredze; -, -n (meist Plur.) (zu gr. sporá „das Säen, Saat;
Frucht“, dies zu speirein „streuen, säen“): 1. unge
schlechtliche Fortpflanzungszelle. 2. sehr widerstandsfä
hige Dauerform der Bakterien (Biol.)
Spprlkodas; -s (zu it. sporco, vgl. sporco): Bruttogewicht;
Masse mit Verpackung
spolro..., Spo ro... [fp..., sp...], vor Vokalen meist spor...,
Spor... (zu ÎSpore): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „Spore; die Spore betreffend“, z.B. sporogen, Spo
rotrichose, Sporangium. spo|ro|gen(zut...gen>: Sporen
erzeugend (Bot.). Spolrolgondas, -s, -e (zugr. gone „Er-
1277
zeugung, Abstammung, Geschlecht") : Sporen erzeugende
Generation der Moospflanzen (Biol.). Spolrolgolnie
- (zu tsporo... u. Î...gonie): 1. Erzeugung von Sporen
als ungeschlechtliche Phase im Verlauf eines Î Generati
onswechsels (Bot.). 2. Vielfachteilung im Entwicklungszy
klus der Sporentierchen (Biol.). Spolrolphyll das; -s, -e
(zu gr. phyllon „Blatt“): Sporen tragendes Blatt (Bot.).
Spolrolphyt der; -en, -en (zu t...phyt>: Sporen bildende
Generation bei Pflanzen, die dem Generationswechsel un
terliegen (Bot.). Spo|ro|pol|le|nin das; -s (zu lat. pollen
„Mehlstaub“ u. t...in (1)>: verwitterungsbeständiger
Hauptbestandteil der Zellwand pflanzlicher Sporen u.
Pollenkörner, der die Pollenanalyse ermöglicht (Biol.).
Spo|ro|tri|cho|se die; -, -n: Pilzerkrankung des Haut- u.
Unterhautgewebes mit Geschwürbildung (Med.). Spolrozolit der; -en, -en (zu îSporozoon u. t3...it): durch Sporo
gonie (2) entstehendes Entwicklungsstadium der Sporen
tierchen (Biol.). Spolrolzolon das: -s, ...zoen (meist
Plur.) (zu t sporo... u. gr. zöon „Lebewesen, Tier“): Spo
rentierchen (parasitischer Einzeller). Spolrolzyslte die;
-, -n: Larvenstadium der Saugwürmer (Zool.). Spolrozyt der; -en, -en (zu t...zyt): Sporenmutterzelle (Biol.)
Sporltel die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. mlat. sportela, lat. sportella, eigtl. „Körbchen (in dem man eine
Speise als Geschenk bringt)“, Verkleinerungsform von lat.
sporta „Korb“): mittelalterliche Form des Beamtenein
kommens
sporltiv [sp,,,,ʃp...] (aus gleichbed. engl. sportive zu sport,
urspr. „Zeitvertreib, Spiel“, Kurzform von disport „Ver
gnügen“, dies aus altfr. desport zu (se) de(s)porter „ver
gnügen“, aus lat. deportare (vgl. deportieren) in einer vulgärlat. Bed. „amüsieren“): sportlich wirkend, aussehend.
Sportslwear ['spɔ:tswɛ:-e] die; - (aus gleichbed. engl.
sportswear zu sports (Plur.) „Sport“ u. wear „[Bejkleidung“>: sportliche Bekleidung, Freizeitkleidung
Spolrullaltilon [fp..., sp.die; -, -en (aus gleichbed. nlat.
sporulatio zu ÎSpore u. T...ation): Sporenbildungod. -freisetzung (Biol.). spolrullielren (zu t..deren): Sporen bil
den od. freisetzen (Biol.)
Spo|sa|li|zio [sp..., ʃp...] das: - (aus it. sposalizio „Verlo
bung; Vermählung“, zu lat. sponsalicius „zur Verlobung
gehörig“, dies zu sponsalia (Plur.) „Verlobung“): Darstel
lung der Verlobung bzw. Vermählung Marias mit Joseph in
der [italien.] Kunst
Spot [spot, ʃpɔt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. spot, eigtl.
„(kurzer) Auftritt“, zu spot „Fleck, Ort“): 1. a) Werbe
kurzfilm (in Kino u. Fernsehen); b) in Hörfunksendungen
eingeblendeter Werbetext. 2. Kurzform von Î Spotlight. 3.
Kurzform vont Spotgeschäft. Spot Igelschäft das; -[e]s,
-e: Geschäft gegen sofortige Lieferung u. Kasse im Ge
schäftsverkehr der internationalen Warenbörsen. Spot
light [...lait] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. spotlight
„Scheinwerfer(licht)“, zu light „Licht“): Beleuchtung od.
Scheinwerfer, der auf einen Punkt gerichtet ist u. dabei die
Umgebung im Dunkeln lässt. Spotlmarkt der; -[e]s,
...märkte (zu TSpot): internationaler Markt, an dem nicht
vertraglich gebundene Mengen von Rohöl an den Meist
bietenden verkauft werden. Spot-next-Ge|schäft das;
-[e]s, -e (zu engl. next „Nächster“): Börsengeschäft, das
am folgenden Tag erfüllt wird. Spotlting ['spɔ...] das; -s,
-s (aus gleichbed. engl. spotting zu to spot „beflecken,
sprenkeln“): geringe Gebärmutterblutung, die auftritt,
wenn die Produktion der Eierstockhormone unter die
Norm absinkt (Med.)
Spray [ʃpre:, spre:, engl. sprei] der od. das; -s, -s (aus gleich
bed. engl. spray zu to spray „zerstäuben“, dies wohl aus
mittelniederl. spraeien „spritzen, stieben“): 1. Flüssigkeit,
die durch Druck [meist mithilfe eines Treibgases] aus ei
nem Behältnis in feinsten Tröpfchen versprüht, zerstäubt
Sputtering
wird. 2. Kurzform von Î Spraydose. Spray do se
['ʃpre:...] ¿/re; -, -n: Behältnis mit Sprühzerstäuber für
Spray (1). spray len (nach gleichbed. engl. to spray, vgl.
Spray): a) Spray (1) versprühen; b) mit Spray (1) besprü
hen. Spray 1er der; -s, -: jmd., der [Graffiti an Wände
o.Ä.] sprayt
Spread [sprɛd] der; -s, -s (aus engl. spread „Differenz“,
eigtl. „Ausbreitung“): 1. Differenz zwischen zwei Preisen
od. Zinssätzen, z.B. zwischen An- u. Verkaufskurs von
Devisen (Börsenw.). 2. der Aufschlag auf einen vereinbar
ten Referenzzinssatz (Börsenw.). Sprealder ['ʃprɛdu,
'sprɛdə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. spreader zu to
spread „ausbreiten, ausstrecken“): 1. Tragrahmen an
Hebezeugen als Aufnahmevorrichtung für Container.
2. Anlegemaschine in der Flachsspinnerei. Sprealding
[spre...] das; -s (aus gleichbed. engl. spreading zu to
spread, vgl. Spreader): gleichzeitiger Kauf od. Verkauf ei
ner gleichen Zahl von Optionen od. Terminkontrakten mit
unterschiedlichen Basispreisen (Börsenw.)
Sprinkller der; -s, - (aus gleichbed. engl. sprinkler zu to
sprinkle „sprenkeln, Wasser versprengen“): 1. Bereg
nungsanlage, Teil einer automatischen Feuerlöschanlage
(z.B. in Kaufhäusern), der bei bestimmter Temperatur
Wasser versprüht. 2. Rasensprenger. 3. in Spinnereien Teil
der Anlage zur Feuchterhaltung der Luft
Sprint der; -s, -s (aus gleichbed. engl. sprint zu to sprint,
vgl. sprinten): 1. kurzer, schneller Lauf. 2. das Sprinten (1 ;
Sport), sprinlten (nach gleichbed. engl. to sprint): 1. eine
kurze Strecke mit größtmöglicher Geschwindigkeit zu
rücklegen (Sport). 2. (ugs.) schnell (irgendwohin) laufen.
Sprinlter der; -s, - (aus gleichbed. engl. sprinter): jmd.,
der eine kurze Strecke mit größtmöglicher Geschwindig
keit zurücklegt, z.B. Kurzstreckenläufer, Bahnradfahrer
bei Fliegerrennen. Sprinlteirin die; -, -nen: weibliche
Form zu Î Sprinter. Sprintlstaflfel die; -, -n: Staffel über
eine Kurzstrecke (Sport)
Sprit der; -[e]s, -e (volkstümliche Umbildung von t2Spiritus, formal an/r. esprit „Geist; Weingeist“ angelehnt): 1.
(ugs.) Benzin, Treibstoff. 2. (Plur. selten; ugs.) Schnaps,
spriltig: spritähnlich; wie Sprit (2) riechend, schmeckend
Sprucelbeer ['spru:sbɪə] das; -s (aus gleichbed. engl.
spruce beer zu spruce „Fichte“ u. beer „Bier“): Fichten
bier, zu dessen Herstellung statt des Hopfens ein Auszug
von Fichtenzweigen verwendet wird
Sprue [spru:] die; - (aus gleichbed. engl. sprue, dies aus
(mittel)niederl. sprouwe, weitere Herkunft ungeklärt): fie
berhafte Erkrankung mit Gewebsveränderungen im Be
reich von Zunge u. Dünndarmschleimhaut (Med.)
Spulmanlte [sp..., fp...] der; -s, -s (aus it. spumante
„Schaumwein“, eigtl. Part. Präs, von spumare „schäu
men“): Kurzform von TAsti spumante
Spulria [sp...] die; -, ...riae [...ris] (aus gleichbed. spätlat.
spuria, Fem. von spurius, vgl. Spurius): (veraltet) unehe
liche Tochter. Spu|ri|us der; -, -se (aus gleichbed. spätlat.
spurius): (veraltet) unehelicher Sohn
Spurt der; -[e]s, Plur. -s, selten -e (aus gleichbed. engl. spurt
zu to spurt, vgl. spurten): 1. Zurücklegen einer Strecke,
bes. des letzten Stücks vor dem Ziel, mit stark beschleu
nigter Geschwindigkeit, Geschwindigkeitssteigerung bei
Rennen (Sport). 2. das Spurten (2). spurlten (nach
gleichbed. engl. to spurt, Nebenform von to spirt „auf
spritzen“): 1. einen Spurt machen (Sport). 2. (ugs.) schnell
(irgendwohin) laufen
Spulta [fp..., sp...]: Plur. von tSputum
Sput nik [fp..., sp...] r/er; -s, -s (aus gleichbed. rnss. sputnik,
eigtl. „Weggenosse, Gefährte“): 1. Name der ersten künst
lichen Erdsatelliten. 2. (ugs. veraltend) [ständiger] Beglei
ter
Sputltelring ['spʌtə...] das; - (aus gleichbed. engl. sputte-
Sputum
1278
präsentativer Teil der Institutionen u. Personen, die
ring, eigtl. „das Heraussprudeln“, zu to sputter „heraus
Staatsgewalt ausüben. Staatslärar das; -s, -e: (österr.
sprudeln“): Kathodenzerstäubung, das Herausschlagen
Amtsspr. veraltet) svw. Fiskus. StaatsbankIrott ¿Zer, -s,
von Atomen aus der Metallkathodc durch die auffallenden
-e: Unfähigkeit des Staates, eingegangenen Verpflichtun
Ionen einer Gasentladung (Elektrizitätslehre)
gen zur Zins- u. Schuldenrückzahlung weiterhin nachkom
Spu tum [fp..., sp...] das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat. spu
men zu können. Staatsldokltrin* die; -, -en: Doktrin,
tum zu spuere „(aus)spucken“): Auswurf, Gesamtheit der
die für einen Staat u. seine Politik eine bestimmte Rolle
Sekrete der Luftwege (Med.). SpultumlzyltollolgieiZZe;
hat. Staatslkalpiltallislmus der; -: Wirtschaftsform,
-: diagnostische Maßnahme bei Verdacht auf Lungen
die Elemente des Sozialismus mit Prinzipien der Markt
krebs, bei dem das Auswurfmaterial auf Zellentartungen
wirtschaft verbindet. staats|mo|no|po|lisltisch: durch
untersucht wird (Med.)
die Verbindung der Macht der Monopole mit der Macht
Squajma die; -, ...mae [...me] (aus gleichbed. lat. squama):
des Staates gekennzeichnet (nach marxistisch-leninisti
1. Schuppe, schuppenartig gestalteter, flächenhaft ausge
scher Lehre); staatsmonopolistischer Kapitalismus: svw.
dehnter Knochen (Anat.). 2. aus Hornzellen bestehende
Stamokap (1). Staatsiorlqan das; -s, -e: staatliches Or
Hautauflagerung (Med.), squalmös <aus gleichbed. lat.
gan zur Ausübung der Staatsgewalt, z.B. das Parlament.
squamosus): schuppig, schuppenreich (bezogen z.B. auf
Staatslrailson [,,,rɛzð] vgl. Staatsräson. Staatslrälson
Hautkrankheiten; Med.)
u. Staatsraison [...rezó] <süe; -: der Grundsatz [des Natio
Square [skweə] der od. das; -[s], -s (aus engl. square, dies
nalstaates], dass die Staatsinteressen allen anderen Inte
über das Altfr. aus dem Germ., dies zu lat. quadra, Fem.
ressen voranstehen. Staatslselkreltär* der; -s, -e: hoher
von quadrus, vgl. quadrieren): engl. Bez. für Quadrat;
Staatsbeamter, der einem Minister unmittelbar unterstellt
Platz. Squareldance ['skweədɑ:ns] der; -, -s [...siz] (aus
ist u. dem die Geschäftsleitung des Ministeriums obliegt;
gleichbed. engl. square dance, zu dance „Tanz“): beliebter
in manchen Staaten (z.B. in den USA) Minister. Staatsamerik. Volkstanz, bei dem jeweils vier Paare, in Form ei
se|kre|ta|rie* [...ri] die; -: päpstliche Behörde für die Au
nes Quadrates aufgestellt, gemeinsam verschiedene Figu
ßenpolitik der kath. Kirche, unter Leitung des 1 Kardinal
ren ausführen
staatssekretärs. Staatslserlviltulten [...v...] die (Plur.):
Squash [skvɔf] das; - (aus gleichbed. engl. squash zu to
durch völkerrechtlich gültige Verträge einem Staat aufer
squash „zusammendrücken, zerquetschen“): 1. Ballspiel,
legte Verpflichtungen, auf bestimmte Hoheitsrechte zu
bei dem ein kleiner Ball mit einer Art Tennisschläger gegen
gunsten anderer Staaten zu verzichten (z.B. fremden
eine Wand geschlagen wird u. der Gegner daraufhin ver
Truppen den Durchmarsch zu gestatten, auf Grenzbefes
suchen muss, den Ball beim Rückprall zu erreichen u. sei
nerseits zu schlagen (Sport). 2. ausgepresster Saft [mit
tigungen zu verzichten)
Mark] von Zitrusfrüchten. Squashlcenlter ['skvɔʃ...] Stabat Malter [st... -] das; - -, - - (aus lat. stabat mater (do
das; -s, - (zu Î...center): Einrichtung zum Squashspielen
lorosa) „(es) stand die (schmerzensreiche) Mutter“, nach
Squatlter ['skvɔtu, engl. 'skwɔtə] der; -s, - (aus gleichbed.
den Anfangsworten des (Gesangs)textes): 1. (ohne Plur.)
engl. squatter zu engl. to squat „hocken, kauern“): 1. (bes.
Anfang u. Bezeichnung einer kath. îSequenz (1). 2. Kom
früher in den USA) Siedler, der ohne Rechtsanspruch auf
position, die den Text dieser Mariensequenz zugrunde legt
unbebautem Land siedelt (Sozialgeografie). 2. (in England Stalbellleáüe; -, -n (Schweiz. Nebenform von veraltet Scha
u. in den USA) Besetzer leer stehender Häuser. Squatbelle, dies über rätoroman. scabella aus lat. scabellum
terltowns [...taonz] die (Plur.) (aus gleichbed. engl.
„Schemel“): (Schweiz.) hölzerner Stuhl, Schemel
squatter towns, zu engl. town „Stadt“): Bez. für armselige stabil [ft..., st...] (aus Za/. stabilis „fest stehend, standhaft,
Hüttensiedlungen am Rand großer Städte
dauerhaft“ zu stare „stehen“): 1. beständig, sich im
Squaw [skwɔ:] die; -, -s (aus engl. squaw, dies aus Algonkin
Gleichgewicht haltend (z.B. Wetter, Gesundheit); Ggs.
(einer nordamerik. Indianersprache) squa „Weib“): nordÎlabil (1). 2. seelisch robust, widerstandsfähig; Ggs. Habil
amerik. Indianerfrau
(2). 3. körperlich kräftig, widerstandsfähig. 4. fest, dauer
Squeeze [skwi:z] das; - (aus engl. squeeze „Druck“): das
haft, der Abnutzung standhaltend (z.B. in Bezug auf Ge
Zusammenpressen des Penis zwischen Eichel u. Penis
genstände). 5. a) beständig, konstant (durch innere Kräfte
schaft zur Verhinderung des krankhaften vorzeitigen Sa
zusammengehalten); b) fähig, nach Störung (z.B. des
menergusses (Med.)
Gleichgewichts) wieder in den Ausgangszustand zurück
Squelch [skwɛltʃ] das; -, -es [...tfiz, ...tjis] (zu engl. to
zukehren (Phys.). Stabille das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
squelch „unterdrücken, niederhalten“): Baugruppe eines
stabile zu stabile „fest stehend“, dies aus lat. stabilis, vgl..
Sende- bzw. Empfangsgeräts zur Unterdrückung des Rau
stabil) : auf dem Boden stehende metallene Konstruktion
schens (Elektronik)
in abstrakter Gestaltung (in der modernen Kunst), staSquids die (Plur.) (Kurzw. aus engl. superconducting ç«anbi lieiren (aus lat. stabilire „befestigen“): (veraltet) sta
tum interference devices „supraleitende Quanteninterfe
bilisieren. Stabillilsaltor der; -s, ...oren (zu îstabilisierometer“): hoch empfindliche Magnetsensoren zur Mes
ren u. f...ator>: 1. Gerät, das Schwankungen von elektri
sung schwacher Magnetfelder (Phys.)
schen Spannungen o.Ä. verhindert od. vermindert. 2.
Squilre ['skvain, engl. 'skwaɪə] der; -[s], -s (aus gleichbed.
(bes. bei Kraftwagen verwendetes) Bauteil, das bei der Fe
engl. squire, dies gekürzt aus esquire, vgl. Esquire): engl.
derung einen Ausgleich bei einseitiger Belastung o.Ä. be
Gutsherr
wirkt. 3. Zusatz, der unerwünschte Reaktionen chem. Ver
S-R-Psy|cho|lo|gie [es'ler...] die; - (Kurzform zu engl. sti
bindungen verhindert od. verlangsamt. 4. gerinnungshem
mulus „Reiz“, response „Reaktion“ (eigtl. „Antwort“) u.
mende Flüssigkeit für die Konservierung des Blutes
TPsychologie): zusammenfassende Bez. für diejenigen
(Med.). 5. Vorrichtung in Schiffen, die dem Schlingern
Richtungen der Psychologie, die jedes Verhalten auf ein
entgegenwirkt, stabiIIiIsieIren (wohl unter Einfluss von
Zusammenwirken von Reiz u. Reaktion zurückführen, das
fr. stabiliser zu 1 stabil; vgl. ...isieren): festsetzen; festigen,
einem angeborenen od. durch Konditionierung erworbe
dauerhaft, standfest machen. Stabillilsielrung die; -,
nen Schema folgt
-en (zu t ...isierung): 1. Herstellung od. Herbeiführung ei
Sselrir vgl. Serir
nes festen, dauerhaften Zustandes. 2. das Entfernen von
Staats I a ktder; -[e]s, -e (zu t Akt) : feierliche Veranstaltung,
leicht verdampfenden Stoffen aus Treibstoffen unter ho
die aus besonderen Anlässen vom Staat vorgenommen
hem Druck. Stabilliltas Lolci [st... 'lo:tsi] die; - - (aus lat.
wird. Staatslaplpalrat der: -[e]s, -e: Gesamtheit od. re
stabilitas loci „Unveränderlichkeit des Ortes“): die Bin-
1279
dung des Ordensangehörigen an das Kloster seines Ein
tritts. Sta I bi 11 ■ Ität [ft..., st...] die: - (aus gleichbed. lat. sta
bilitas, Gen. stabilitatis): 1. Beständigkeit. Dauerhaftig
keit. 2. Standfestigkeit, Gieichgewichtssicherheit. 3. ruhi
ge Kraft, Widerstandsfähigkeit. Sta|bi|li|tätslpo|li|tik
die; auf wirtschaftliche u. soziale Stabilität bedachte Po
litik
stac|ca|to [stak..., ʃt...] (zi.; zu staccare „trennen, abson
dern, abstecken"): kurz abgestoßen (zu spielen od. zu sin
gen, in Bezug auf eine Tonfolge); Abk.: stacc. (Vortrags
anweisung; Mus.); Ggs. Tlegato; vgl. martellato. Staccalto vgl. Stakkato
Stack [stæk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. stack, eigtl.
„Stapel“): Form eines Datenspeichers mit eingeschränk
ten Einfüge- u. Ausfügeoperationen, Stapelspeicher, Kel
lerspeicher (EDV)
staldilal [ft..., st...] (zu ÎStadium u. T l...al ( 1 )>: stufen-, ab
schnittweise. Sta|di|al das; -s, -e: Zeit besonderer Kälte
innerhalb einer Eis- od. Kaltzeit (Geol.). St a I d i I a I li Ität
die; - (zu Î ...ität): Lehre des russ. Sprachwissenschaftlers
N. Marr, die auf der Annahme gesellschaftlich bedingter
sprachlicher Veränderungen in bestimmten „Stadien“ der
Entwicklung beruhte. Staldilen ['ʃta:diən]: Plur. von
TStadion u. tStadium. Sta di on [ft...] das; -s, ...ien
[...ion] (ausgz-. städion „ein Längenmaß; Rennbahn, Lauf
bahn" (die Rennbahn in Olympia war 1 städion lang)): 1.
mit Zuschauerrängen versehenes ovales Sportfeld;
Kampfbahn. 2. alt- u. neugriechisches Längenmaß (1 Sta
dion alt = 184,98m, 1 Stadion neu = 1km). Staldilum
das; -s, ...ien [...ion] (nach lat. stadium, eigtl. „Abschnitt
(im Verlauf einer Krankheit)“, dies aus gr. städion, vgl.
Stadion): Zustand; Entwicklungsstufe; Abschnitt, Zeit
raum aus einer gesamten Entwicklung
Stalfetlte die: -, -n (aus it. stafetta „reitender Eilbote“ zu
staffa „Steigbügel“, dies aus dem Germ.): 1. (früher) rei
tender Eilbote, Meldereiter. 2. sich in bestimmter Anord
nung fortbewegende Gruppe von Fahrzeugen, Reitern als
Begleitung von jmdm., etw. 3. (veraltet) a) Staffel; b) Staf
fellauf (Sport)
Staflfalge [..,ʒə] die; -, -n (mit französierender Endung zu
fstaffieren; vgl. ...age): 1. [schmückendes] Beiwerk; Ne
bensächliches; Ausstattung, trügerischer Schein. 2. Men
schen u. Tiere als Belebung eines Landschafts- od. Archi
tekturgemäldes (bes. in der Malerei des Barocks), staffielren (über mittelniederl. stofferen aus altfr. estoffer
„mit etw. versehen“ zu estoffe „Gewebe, Tuch; Zeug“): 1.
(veraltet) ausstaffieren, ausrüsten, ausstatten (bes. mit Be
kleidung, Wäsche). 2. (österr.) schmücken, putzen (z.B.
einen Hut). 3. einen Stoff auf einen anderen aufnähen
Stafflprolmoltion [stɑ:fprə'moʊʃon] die; - (zu engl. staff
„Personal, Belegschaft“ u. T Promotion): Maßnahmen
der Verkaufsförderung durch Schulung des Personals, bes.
im Außendienst
‘Stalge [ sta:ʒo] die: -, -n (aus gleichbed. fr. stage, dies aus
mlat. stagium „Dienstverpflichtung (eines Vasallen)“):
Vorbereitungszeit, Probezeit. ’Stage der; -s, -s (zu T‘Sta
ge): (Schweiz.) Aufenthalt bei einer Firma o. Ä. zur weiter
führenden Ausbildung
3Stage [steɪdʒ] die; -, -s [,,,dʒɪz] (aus gleichbed. engl. stage,
dies aus altfr. estage, vgl. Etage): Bühne, Konzertbühne
(bes. bei Rockkonzerten). Stageldilving ['steɪdʒdaɪvɪŋ]
das: -s, -s (zu engl. diving „das (Unter)tauchen“, dies zu to
dive „(unter)tauchen“): Bühnentauchen; Sprung des Sän
gers od. eines anderen Mitglieds einer Band von der Kon
zertbühne in das Publikum
Staglflaltilon [ft..., st...] die; -, -en (nach gleichbed. engl.
Stagflation, Kurzw. aus stagnation (vgl. Stagnation) u. inflation (vgl. Inflation)): Stillstand des Wirtschaftswachs
tums bei gleichzeitiger Geldentwertung
Stalaktitengewölbe
[sta'ʒiɛ:n] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. stagiaire
zu stage, vgl. 'Stage): Probekandidat
Stalging ['steɪdʒɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. Staging
zu stage „Stadium“; Analogiebildung zu ÎGrading): Ein
stufung einer bösartigen Geschwulst in Bezug auf den
Grad der Bösartigkeit anhand ihrer Ausbreitung (Med.)
Stalgiolne [sta'ʤo:nə] die;-, -n (aus gleichbed. it. stagione,
dies aus lat. statio, vgl. Station): 1. Spielzeit ital. Opern
theater. 2. Ensemble eines ital. Operntheaters
Sta|gi|rit [st...] der; -en (über lat. Stagirites ausgr. Stagiri
tes, nach der makedonischen Stadt Stagira (gr. Stägiros),
seinem Geburtsort): [antiker] Name für den Philosophen
Aristoteles (384-322 v. Chr.)
Stalgnaltilon* [ft..., st...] die; -, -en (zu lat. stagnare (vgl.
stagnieren) u. ɪ,,,ation): 1. a) Stockung, Stauung, Still
stand; b) vorübergehender od. dauerhafter Stillstand beim
Wachstum des Sozialprodukts, der bei zunehmender Ar
beitsproduktivität mit steigender Arbeitslosigkeit verbun
den ist (Wirtsch.). 2. kalte Wasserschicht in Binnenseen,
die sich im Sommer nicht mit der oberen, erwärmten
Schicht mischt (Geogr.); vgl. ...ation/...ierung. stagnie
ren (aus lat. stagnare „stehen machen“ zu stagnum „ste
hendes Gewässer, See, Lache“): 1. a) stocken, sich stauen;
sich festfahren; b) in einer Bewegung, Entwicklung nicht
weiterkommen (bes. von der Wirtschaft). 2. stehen (von
Gewässern ohne sichtbaren Abfluss u. vom Stillstand ei
nes Gletschers). Stalgnielrung die; -, -en (zu T...ierung):
svw. Stagnation; vgl. ...ation/...ierung. stalgnilkol (zu
lat. stagnum (vgl. stagnieren) u. colere „bewohnen“): Le
bewesen bezeichnend, die in ruhigen Gewässern leben
(Biol.). Stalgnolgley [...glai] zZer; -[s] (zu lat. stagnum
(vgl. stagnieren) u. russ. glej „Lehm, Ton“): bei anhalten
der, oberflächennaher Staunässe entstehender Bodentyp
mit geringer Humusdecke
Stalgolskolpie* [ft..., st...] zZze; - (zu gr. stagön „Tropfen“
u. T...skopie): quantitatives Verfahren zum Nachweis von
Stoffen in ehern. Verbindungen (z. B. in Körpersäften od.
an Kristallen in getrockneten Tropfen; Med., Biol.)
Stainlless Steel ['stemlɪs 'sti:l] der; -- (aus gleichbed. engl.
stainless steel): rostfreier Stahl (Qualitätsbezeichnung auf
Gebrauchsgütern)
Stakes [ste:ks, ʃt,,,, engl. steiks] die (Plur.) (aus gleichbed.
engl. stakes (Plur.), vielleicht zu stake „(Ziel)pfosten,
Stange“): 1. Einsätze bei Pferderennen, die den Pferden
die Startberechtigung sichern. 2. Pferderennen, die aus
Einsätzen bestritten werden
Stalket zZzzs; -[e]s, -e (aus gleichbed. niederl. stäket, dies aus
altfr. estachette, estaque „Pfahl“, aus dem Germ.): Stake
tenzaun, Lattenzaun. Stalkelte die; -, -n: (österr.) Latte
Staklkalto [ft..., st...] das; -s, Plur. -s u. ...ti (aus gleichbed.
it. staccato, vgl. staccato): ein die einzelnen Töne kurz ab
stoßender musikalischer Vortrag; vgl. staccato
Stallaglmit [ft..., st..., auch ...'mit] der; Gen. -su. -en, Plur.
-e[n] (aus gleichbed. niât, stalagmites zu gr. stälagma
„Tropfen“, stalagmós „Getröpfel“, diese zu stalässein
„tropfen“): Tropfstein, der vom Boden der Höhle nach
oben wächst, Auftropfstein; vgl. Stalaktit, stallaglmitisch: wie Stalagmiten gebildet, geformt. Stallaglmomelter das; -s, - (zu Α...meter): Gerät zur Messung der
Tropfengröße u. damit der Oberflächenspannung von
Flüssigkeiten. Stallaglnat der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n]
(zu t ...at (2)) : durch Zusammenwachsen eines Stalagmiten
mit einem Stalaktiten entstandene Tropfsteinsäule. Stalakltjt [auch ,.,'tit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (aus
gleichbed. nlat. stalactites zu gr. stalaktós „tröpfelnd“,
dies zu stalässein „tropfen“): Tropfstein, der von der Höh
lendecke nach unten wächst, Abtropfstein; vgl. Stalagmit.
Sta|lak|ti|ten|ge|wöl|be [auch ... ti...] das; -s, -: Son
derform des Zellengewölbes, das Tropfsteinformen ähnelt
Stalgilaire
stalaktitisch
1280
in einem Programm (4) festgelegte Vereinbarung für häu
(bes. in der islam. Architektur). sta|lak|ti|tisch [auch
fig wiederkehrende Funktionen in Form symbolischer Be
.,.'ti...]: wie Stalaktiten gebildet, geformt
zeichnungen (z. B. SQRT für Wurzelziehen; EDV). StanStallilnislmus der; - (nach dem sowjetischen Politiker
dar|di|sa|ti|on die: -, -en (aus gleichbed. engl. standardi
J. W. Stalin (1879-1953) u. zu t...ismus(l,5)>: 1. die von
zation zu to standardize, vgl. standardisieren): svw. Stan
Stalin inspirierte Auslegung u. praktische Durchführung
dardisierung; vgl. ...ation/...ierung. stanldar|di|sie|ren
des Marxismus. 2. Bez. für auf dem Stalinismus (1) beru
(nach gleichbed. engl. to standardize zu standard, vgl.
hende politische Praktiken u. Herrschaftsformen. Stali
’Standard): [nach einem Muster] vereinheitlichen, nor
nist der; -en, -en <zu t,,,ist): Anhänger, Verfechter des
men. Stanldarldilsielrung c/ze; -, -en (zu t ...isierung): 1.
Stalinismus, stallilnisltisch (zut...istisch): den Stalinis
das Standardisieren. 2. das Standardisiertsein; vgl. ...atimus betreffend. Sta|lin|or|gel rf/e; -, -n: (Jargon) [von
on/...ierung. Stanldardlmoldell das; -s, -e (zu t’Standen sowjetischen Streitkräften im 2. Weltkrieg eingesetz
dard): 1. [techn.] Erzeugnis, das nur die allgemein übliche
ter] Raketenwerfer, mit dem eine Reihe von Raketenge
Grundausrüstung besitzt. 2. nach gegenwärtigem Kennt
schossen gleichzeitig abgefeuert wurde
nisstand als gültig anerkanntes theoretisches Modell, als
Stallking ['stɔ:kɪŋ] das; - (aus gleichbed. engl. stalking zu to
Grundlage u. Ausgangspunkt für weitergehende For
stalk, eigtl. „(Wild) anpirschen“): fortgesetzte Belästigung
schungen. Stan|dardlpro|ze|dur die; -, -en: in einem
od. Bedrohung einer anderen Person durch Telefonanrufe,
Programm (4) festgelegte Vereinbarung für häufig wieder
Briefe, Verfolgung u. Auflauern
kehrende Algorithmen in Form eines Wortes (z.B.
Stamlbha ['stamba] die; -, -s (aus gleichbed. sanskr.
WRITE für Eingabe u. READ für Ausgabe; EDV). Stanstambha): die ind. Säule als Stützelement der Sakral- u.
dard|si|tu|a|ti|on die; -, -en: bei jedem Spiel wiederkeh
Profanbauten
rende u. deshalb im Training einübbare Spielhandlung
Stalmen das; -s, ...mina (aus lat. stamen, Gen. staminis
(z.B. Ecke u. Freistoß beim Fußball; Sport). Stanldard„Faden, Faser“): Staubblatt der Pflanzenblüte (Bot.).
spra che die; -, -n: die über Umgangssprache, GruppenStalmilna [engl. 'stamɪnə] die; - (aus gleichbed. engl. sta
spracnen u. Mundarten stehende allgemein verbindliche
mina zu lat. stamen, Plur. stamina „von den Schicksalsgöt
Sprachform, die sich im mündl. u. schriftl. Gebrauch
tinnen gesponnene Fäden“): Durchhaltevermögen, Aus
normsetzend entwickelt hat; Hochsprache, Schriftspra
dauer. Stalmilnat das; -s, -e (zu t...at (1)>: männliche
che, Literatursprache. Stanldardlwerk das; -[e]s, -e:
Blüte (Bot.); Ggs. TPistillat. Stalmilnoldilum das: -s,
grundlegendes, bedeutendes Werk der Fachliteratur od.
...ien [,,,ɪən] (aus gleichbed. nlat. staminodium zu lat. sta
Belletristik. Stan|dard|wer|te die (Plur.): breit gestreute
men (vgl. Stamen) u. gr. -oeidës „-ähnlich“): rückgebilde
Aktien großer, bekannter Unternehmen im Unterschied
tes od. umgebildetes Staubblatt, das keine fruchtbaren
zu den Spezialwerten. Stanldarlte die; -, -n (aus altfr.
Pollen bildet (Bot.)
Stamlnos der; -, ...noi [...noy] (aus gleichbed. gr. stámnos):
estandart „Sammelplatz der Soldaten, Feldzeichen“, dies
größeres Gefäß der griech. Antike mit sehr niedrigem Hals
aus dem Germ.): 1. Feldzeichen, Fahne einer berittenen
u. zwei Henkeln
od. motorisierten Truppe; Flagge eines Staatsoberhaupts.
Stalmolkap der; -[s], -s (Kurzw. aus staatsmonopolisti
2. die etwa einem Regiment entsprechende Einheit von SA
scher Kapitalismus): 1. (ohne Plur.) auf marxistisch-leni
u. SS zur Zeit des Nationalsozialismus. 3. (Jägerspr.)
nistischer Lehre fußende politische These, nach der der
Schwanz des Fuchses (od. Wolfes)
spätkapitalistische Staat aufs Engste mit den großen Wirt Stand-by, auchStandlby [stænd'bai, engl. 'stændbaɪ] das;
schaftsunternehmen verknüpft ist u. für deren Profite
-[s], -s (aus gleichbed. engl. stand-by, eigtl. „Beistand“, zu
sorgt. 2. Anhänger dieser Theorie
to standby „sich bereithalten“): 1. Form der Flugreise (zu
Stamlpelde [st..., Jt..., engl. stæm pi:d] die; -, Plur. -n, bei
verbilligtem Preis), bei der der Flugpassagier keine feste
engl. Ausspr. -s (über gleichbed. engl. -amerik. stampede
Platzbuchung vornimmt, sondern sich vor der Abflugzeit
aus mexik.-span. estampida, dies aus dem Germ, (ver
in eine bestimmte Warteliste einträgt, nach der die Plätze
wandt mit dt. stampfen)): wilde Flucht einer in Panik ge
im Flugzeug verteilt werden (Luftf.). 2. Bereitschafts
ratenen [Rinderjherde
schaltung von elektron. Geräten, aus der heraus eine so
Stam pi glie* [,,,pɪljə, ... pidió] die; -, -n (aus gleichbed. it.
fortige Inbetriebnahme [über eine Fernbedienung] mög
stampiglia, dies aus span, estampilla „Stempel“ zu estam
lich ist (z.B. bei Fernsehgeräten, Videorekordern u.Ä.).
pa „Abdruck“, estampar „(ab)drucken“, aus dem Germ.):
Stand-by-Beltrieb, auch Standlbylbeltrieb [..,'bai...]
(österr.) Gerät zum Stempeln; Stempelaufdruck
der; -[e]s, -e: Betriebsart, bei der ein Gerät auf die Fern
’Stanldard [ft..., st...] <ter; -s, -s (aus gleichbed. engl. stan
bedienung anspricht, im Übrigen aber abgeschaltet ist
dard, eigtl. „Standarte, Fahne; Standmuster“, dies aus
(Elektronik). Stand-by-Kre|dit, auch Standlbylkrealtfr. estandart, vgl. Standarte): 1. Normalmaß, Durch
dit der; -[e]s, -e: Beistandskredit, kurzfristige, internatio
schnittsbeschaffenheit, Richtschnur. 2. allgemeines Leisnale Kreditvereinbarung zur Stützung schwacher Wäh
tungs-, Qualitäts-, Lebensführungsniveau; Lebensstan
rungen. Stand-by-Prälpa|rat, auch Stand byiprä padard. 3. rechtsverbindliche technische Vorschrift, z. B. für
rat das; -[e]s, -e: Medikament, das der Arzt einem Patien
die Beschaffenheit von Erzeugnissen, für Herstellungsver
ten zur Selbstbehandlung verordnet. Stand-by-Sysfahren u. a. (in der DDR). 4. Feingehalt (Verhältnis zwi
tem, auch Standlbylsysltem das; -s: Bereitschaftssys
schen edlem u. unedlem Metall) einer Münze. 5. anerkann
tem, doppelt ausgeführtes techn. System, bei dem ein Sys
ter Qualitätstyp, Qualitätsmuster, Normalausführung ei
tem zur ständigen Bereitschaft bei Ausfall des anderen zur
ner Ware. 2Stanldard ['stændəd] das; -s, -s (aus engl.
Verfügung
steht
(z.B.
in
Raumflugkörpern).
(ugs.) standard, vgl. ’Standard): Musikstück, das zum fes
Stand-by-Ta|rif, auch Standlbyltalrif der; -s, -e: ver
ten Repertoire [einer Jazzband] gehört. Stan|dard|bred
billigter Beförderungspreis für Flugpassagiere, die mit
['stændədbrsd] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl.-amerik.
Stand-by (1) reisen. Stanlding [stæn...] das; -[s] (aus
standardbred (horse), zu to breed „züchten“): Pferd einer
gleichbed. engl. standing zu to stand „stehen“): (selten)
robusten, lang gebauten u. ausdauernden Rasse, die bes.
Rang, Ansehen, Name. Stanlding Crop [- 'krɔp] die; - als Trabrennpferde genutzt wird. Stan|dard|brief [ft...,
(zu engl. standing „stehend“ u. crop „Ernte“): Teil der
st...] der; -[e]s, -e (zu Î ’Standard): der Norm der Post ent
Biomasse, z.B. einer Population od. eines Ökosystems,
sprechender Brief mit bestimmten Mindest- bzw. Höchst
der zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhanden ist u. ab
maßen. Stan|dard|funk|ti|on die; -, -en (zu Î ‘Standard):
geerntet werden kann. Stanlding Ovaltions [- ou'vei-
1281
ʃənz] die (Plur.) (aus gleichbed. engl. standing ovations):
im Stehen dargebrachte Ovationen; anhaltendes, begeis
tertes Beifallklatschen. Stand-up, auch Stand|up
['stænd'lʌp] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. stand-up zu
stand-up „im Stehen, Steh-“ zu to stand up ,,(auf)stehen``) :
Form der Unterhaltung, bei der [improvisierte] lustige Ge
schichten, Scherze, Gags u.Ä. im Vordergrund stehen.
Stand-up-Co|meldi|an, auch Stand|uplco|meldi|an
[,,,kə ɪni:dɪən] ¿/er; -s, -s (aus gleichbed. engl. stand-up-comedian): Alleinunterhaltungskünstler, der im Bereich des
Stand-ups tätig ist
Stangler; -[s], -[s] (aus Thai}'. Münzeinheit in Thailand ( =
0,01 Baht)
Stalnitlza svw. Staniza
Stalnitlzel u. Stanitzlrfas, -s, - (Herkunft ungeklärt, wohl
mdal. entstellt aus gleichbed. älter österr. Scharmützel zu
it. scartoccio, Nebenform von cartoccio, vgl. Kartusche):
(bayr.-österr. ugs.) spitze Papiertüte
Stalni|za¿7ze; -, Plur. -s u. ...zen (aus gleichbed. russ. stanica): Kosakensiedlung in Russland (seit dem 17. Jh.), heute
Bez. für kleine ländliche Wohnsiedlung in ehern. Kosaken
gebieten
Stanlnan [ft..., st...] das; -s (zu tStannum u. t...an): Zinn
wasserstoff (Chem.). StanInat¿Zas; -[e]s, -e (zu t...at (2)>:
Salz der Zinnsäure (Chem.). Stanlnin der; -s, -e (zu t...in
(1)): Zinnkies. Stan|ni|gl¿/¿¿5;-s,-e (aus älter it. stagnolo
„dünnes Blättchen Zinn, Blattzinn“ zu stagno „Zinn“, dies
aus lat. stagnum, vgl. Stannum): 1. silberglänzende Zinn
folie. 2. (ugs.) silberglänzende Aluminiumfolie, stanlnio i I ie I re n (zu t. ..ieren) : in Stanniol verpacken. Sta n | n um
[st...] das; -s (aus lat. stagnum, stannum „Mischung aus
Blei u. Silber; Zinn“): lat. Bez. für Zinn (ein Metall);
chem. Zeichen Sn
stanltalpe (mdal. entstellt aus Îstante pede): (österr. ugs.)
svw. stante pede, stanite pe de [st... -] (/¿R.; „stehenden
Fußes“): (ugs. scherzh.) sofort, auf der Stelle (im Hinblick
auf etw., was zu unternehmen ist). Stanlze [ft...] die; -, -n
(aus it. stanza „Strophe“, eigtl. „Wohnraum“, dies aus
mlat. stantia zu lat. stans, Gen. stantis, Part. Präs, von sta
re „stehen, sich aufhalten“ (weil die Stanze als Wohnraum
der poetischen Gedanken gesehen wird)): (urspr. ital.)
Strophenform aus acht elfsilbigen jambischen Verszeilen
(Reimfolge: ab ab ab cc). Stanizen die (Plur.) (aus it.
stanze (Plur.) „Wohnräume“ ; vgl. Stanze) : die von Raffael
u. seinen Schülern ausgemalten Wohnräume des Papstes
Julius II. im Vatikan
Stalpeldes [,,,de:s]: Plur. von îStapes
Sta pellia die; -, ...ien [...ian] u. Stapelie [,,,iə] die; -, -n
(nachdem niederl. Arzt J. B. van Stapel (f 1636) u. zu Α...ia
bzw. ‘...ie): (in Afrika heimische) sukkulente Pflanze mit
großen, sternförmigen Blüten u. aasartigem Geruch, Aas
blume od. Ordensstern (Bot.)
Stalpes [st...] der; -, ...pedes [...de:s] (aus gleichbed. mlat.
stapes zu lat. stare „stehen“ u. pes, Gen. pedis „Fuß“):
Steigbügel (eines der Gehörknöchelchen; Med.). Stapes plasltik die; -, -en (zu t’Plastik): hörverbessernde
Operation bei funktionsuntüchtigem fixiertem Steigbügel
(Med.)
stalphyl..., Stalphyl... vgl. staphylo..., Staphylo... StaphylîeÆe; -, -n (ausgr. staphyle „Weintraube; (geschwol
lenes) Gaumenzäpfchen“) : Zäpfchen am Gaumen (Med.).
Stalphy|li|ni|de¿7/e; -, -n (meist Plur.) (zu gr. staphylinos
„eine Art Insekt“ u. t...ide): Kurzflügler (Käfer mit ver
kürzten Vorderflügeln; Zool.). stalphyllisch (zu gr. staphylë, vgl. Staphyle): das Zäpfchen betreffend (Med.).
Stalphy|li|t.isdie; -, ...itiden (zu t...itis): Entzündung des
Gaumenzäpfchens (Med.), stalphyllo..., Stalphyllö...,
vor Vokalen auch staphyl..., Staphyl... (aus gr. staphylë,
vgl. Staphyle): Wortbildungselement mit den Bedeutun
Stasigenese
gen: a) „traubenförmig“, z.B. Staphylokokkus; b) „das
Gaumenzäpfchen betreffend“, z.B. Staphyloplastik, u, c)
„Staphylokokken betreffend bzw. durch sie verursacht“,
z.B. Staphylomykose, Staphylonkus. Stalphylloldermie die; -, ...ien (zu t...dermie): durch Staphylokokken
verursachte Hauteiterung (z.B. Furunkel; Med.). Staphy|lo|kok|ko|se die; -, -n (zu ÎStaphylokokkus u.
î‘...ose): durch Staphylokokken hervorgerufene Erkran
kung (Med.). Sta|phy|lo|kok|kus der; -, ...kken: trau
benförmige Bakterie, Eitererreger (Med.). Stalphylloly I sin das; -s : ein die Blutkörperchen auflösendes Gift der
Staphylokokken (Med.). Stalphyllom das; -s, -e u. Staphyllolma das; -s, -ta (nach gr. staphyloma „ein (angebo
rener) Augenfehler“): Beerengeschwulst am Auge (durch
Vorwölbung des Augeninhalts; Med.). Stalphyllolmyko|se¿Zze; -, -n (zu 1 staphylo...): Erkrankung durch Infek
tion mit Staphylokokken, die gleiche Erscheinungen wie
eine ÎMykose zeigt (Med.). Stalphyllpnlkus* der; - (zu
gr. ögkos „Masse, Umfang; das Aufgeschwellte“): Ge
schwulst am Zäpfchen (Med.). Stalphyllolplasltik die:
-, -en (zu Î ‘Plastik): plastische Operation am Gaumen im
Bereich des Zäpfchens (Med.). Stalphyllorlrhalphie
die; -, ...ien (zu gr. rhaphê „Naht“ u. î2...ie): operative Vernähung einer Gaumenspalte im Bereich des Zäpfchens
(Med.). Stalphylloslchilsis [..,'çi:...] die; -, ...isen (zu gr.
schisis „das Zerschneiden, die Spaltung“ zu schizein
„spalten, trennen“): angeborene Spaltbildung im Bereich
des hinteren Gaumens bzw. Zäpfchens (Med.). Stalphylo to xin das; -s, -e: von den Staphylokokken gebildetes
Î Exotoxin (Biol., Med.)
Star [st..., ʃt...] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. star, eigtl.
„Stern“): 1. a) erfolgreicher, gefeierter Künstler bei Film,
Bühne bzw. im Showgeschäft u. Sport; b) jmd., der auf ei
nem bestimmten Gebiet Berühmtheit erlangt hat. 2. jmd.,
der im Mittelpunkt des Interesses steht, der bekannt u. be
liebt ist. Starlalllülren rf/e (Plur.): eitles, launenhaftes
Benehmen, Eigenheiten eines Stars
Stalrez [st...] der; -, Starzen (aus gleichbed. russ. starec,
eigtl. „der Alte; Greis“, zu staryj „alt“): ostkirchlicher
Mönch der höchsten t asketischen Stufe (im Volksglauben
oft als wundertätig verehrt). Sta|ri|ne die; -, -n (aus russ.
starina „(Lieder aus) alte(n) Zeit(en)“): svw. Byline
starllet[t] [ft..., st...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. starlet,
eigtl. „Sternchen“): [ehrgeizige] Nachwuchsfilmschau
spielerin. Stalrollit [st..., auch ...’lit] der; -s, -e (Kunstw.
zu engl. star „Stern“; vgl. ...lith): amerik. Handelsbez. für
durchscheinenden, opalisierenden Rosenquarz mit Î Aste
rismus
Stalrost [st...] der; -en, -en (aus gleichbed. poln., russ. starosta, eigtl. „Ältester“, zupoln. stary, russ. staryj „alt“): 1.
Vorsteher eines Dorfes (im Königreich Polen u. im zaris
tischen Russland). 2. Landrat (in Polen von 1919 bis 1939).
Stalrosltei die; -, -en: Amtsbezirk] eines Starosten
Stalrolwerlzen [st...] die (Plur.) (aus gleichbed. russ. starovery, eigtl. „Altgläubige“): wichtigste Gruppe der t Raskolniki
Stars and Stripes [stɑ:z ənd straips] die (Plur.) (aus engl.
stars and stripes „Sterne und Streifen“, nach den als Sinn
bild für die Bundesstaaten der USA stehenden Sternen u.
den (die 13 Gründungsstaaten symbolisierenden) Längsstreifen): die Nationalflagge der USA, Sternenbanner
Start-up [stɑ:f lʌp] der; -s, -s (zu engl. to start up „grün
den“): Neugründung [einer Firma]
Starlzen [st...]: Plur. von TStarez
Stalse [st,,,,ʃt...] u. Stasis die; -, Stasen (aus gr. stäsis „das
Stehen, der Stillstand“): Stockung, Stauung (z. B. des Blu
tes; Med.). Sta|si|ge|ne|se die; -; die Erscheinung, dass
Einzelmerkmale u. Merkmalskomplexe im Verlauf der
Î Phylogenese trotz sich ändernder Umweltbedingungen
Stasimon
relativ konstant bleiben (Biol.). Stalsilmon das; -s, ...ma
(aus gleichbed. gr. stásimon (mélos), eigtl. „Standlied“, zu
stásimos „stehend“): von dem in der ÎOrchestra stehen
den Chor der altgriech. Tragödie (zwischen zwei Î Epeisodia) gesungenes Lied, das das Geschehen auf der Bühne
kommentiert. Stalsilmorlphie die; -, ...ien (zu gr. stásis
(vgl. Stase) u. î...morphie>: das Stehenbleiben in der Or
ganentwicklung bei Pflanzen (Bot.). Stalsis vgl. Stase.
Sta|so|ba|solpho|bie die; -, ...ien (zu gr. básis „Tritt,
Gang“ u. t...phobie): krankhafte Angst vor dem Stehen
od. Gehen (Med., Psychol.). Stat das; -, - (Kurzw. aus
elektrostatisch): (veraltet) Bez. für die Stärke eines radio
aktiven Präparats (Abk.: St). ...stat (zu gr. statós „ge
stellt, stehend“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„feststehend, regelnd“, z.B. Thermostat, staltalrisch
(aus lat. statarius „im Stehen geschehend“ zu status, vgl.
Status): verweilend, langsam fortschreitend; statarische
Lektüre: durch ausführliche Erläuterungen des gelesenen
Textes immer wieder unterbrochene Lektüre; Ggs. Tkur
sorisch. State Delpartlment ['steɪt dɪ'pɑ:tmənt] das; - <,engl.-amerik.; zu engl. state „Staat“ u. department „Mi
nisterium“): das Außenministerium der Vereinigten Staa
ten. Statelment ['steɪtmənt] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. Statement zu to state „festsetzen, erklären“, zu state
„Lage, Zustand“, dies über das Altfr. aus lat. status, vgl.
Status): 1. öffentliche [politische] Erklärung od. Behaup
tung. 2. Anweisung, Befehl (für den Computer; EDV).
State of the Art ['steɪt əv ði a:t] der; - (aus gleichbed.
engl. state of the art): neuester Stand (in der Entwicklung
von etw.). Stalter [sta..., ʃt...] der; -s, -e (über lat. stater
aus gleichbed. gr. stater, eigtl. „ein (jegliches) Gewicht“):
1. Name verschiedener Münzen des Altertums. 2. antike
Gewichtseinheit. Stathlmik die: - (zu gr. stathmös „Waa
ge, Gewicht; Standort“ u. t2...ik (1)): (veraltet) Gewichts
kunde. Stath|mo|graf, auch...graph der; -en, -en (zugr.
stathmän „(ab)messen“ u. Î ...graf): selbsttätig arbeitendes
Instrument zur Aufzeichnung von Geschwindigkeiten u.
Fahrzeiten von Eisenbahnzügen, staltielren [ft...] (zu
tStatist u. t..deren): als Statist tätig sein. Staltik [ft...,
st...] die; - (ausgr. statikë (téchnê) „Kunst des Wägens“ zu
statikös „zum Stillstehen bringend, wägend“, dies zu sta
tós „(still)stehend“): 1. a) Teilgebiet der Mechanik, auf
dem man sich mit dem Gleichgewicht von Kräften an ru
henden Körpern befasst; b) Lehre vom Gleichgewicht der
Kräfte an ruhenden Körpern. 2. Stabilität bewirkendes
Verhältnis der auf ruhende Körper, bes. auf Bauwerke,
wirkenden Kräfte. 3. statischer (3) Zustand. Staltilker
der; -s, -: Bauingenieur mit speziellen Kenntnissen auf
dem Gebiet statischer Berechnungen von Bauwerken.
Staltilon <¿ze; -, -en (aus lat. statio „das (Still)stehen;
Stand-, Aufenthaltsort“ zu stare, vgl. Status): 1. a) [klei
ner] Bahnhof; b) Haltestelle (eines öffentlichen Verkehrs
mittels); c) Halt, Aufenthalt, Rast. 2. Bereich, Kranken
hausabteilung. 3. Ort, an dem sich eine techn. Anlage be
findet, Sende-, Beobachtungsstelle. 4. Stelle, an der bei ei
ner Prozession Halt gemacht wird. sta|ti|o|när (nach
gleichbed. fr. stationnaire aus spätlat. stationarius „still
stehend, am Standort bleibend“): 1. a) an einen festen
Standort gebunden; b) örtlich u. zeitlich nicht verändert;
unverändert. 2. an eine Krankenhausaufnahme gebunden,
die Behandlung in einer Klinik betreffend (Med.); Ggs.
tambulant (2). Sta ti o na rilus der; -, ...rii (aus gleich
bed. mlat. stationarius zu lat. statio „Werkstatt (des Buch
schreibers)“): Vervielfältiger u. Verleiher von Handschrif
ten an mittelalterlichen Universitäten. sta|ti|o|nie|ren
(zu ÎStation u. Î..deren) : 1. an einen bestimmten Platz stel
len, aufstellen, anstellen. 2. eine Truppe an einen bestimm
ten Standort verlegen. Staltilolnielrung die; -, -en (zu
t,,derung): das Stationieren, das Stationiertwerden (z.B.
1282
von Soldaten, Waffen). Staltilonsltaslte die; -, -n:
Druck- od. Sensortaste an elektronischen Geräten, die das
Einstellen eines vorprogrammierten Senders ermöglicht,
staltilös (mit französierender Endung zu mlat. status
„Etat; prunkvolle Hofhaltung“, dies zu lat. status (vgl.
Status); vgl. ...ös>: (veraltet, aber noch landsch.) prun
kend, stattlich, ansehnlich, vorzüglich, staltisch [ft...,
st...] (zu gr. statikós, vgl. Statik): 1. die Statik betreffend
(Bauw.). 2. keine Bewegung, Entwicklung aufweisend;
Ggs. Îdynamisch (1). 3. das von Kräften erzeugte Gleich
gewicht betreffend (Phys.); (ugs.) statische Elektrizität:
elektrische Aufladung (bei Schailplatten, Hartgummi- u.
Kunststoffgegenständen); statisches Moment: Drehmo
ment = Kraft mal Hebelarm (senkrechter Abstand vom
Drehpunkt); statisches Organ: Gleichgewichtsorgan
(Med.). Staltist [ft...] der; -en, -en (zu lat. status (vgl. Sta
tus) u. Î ...ist): a) jmd., der als stumme Figur in einer Thea
ter- od. Filmszene mitwirkt; b) unbedeutende Person, Ne
benfigur. Sta|tis|te|rie die; -, ...ien (Analogiebildung zu
Komparserie; vgl. 2...ie): Gesamtheit der Statisten(a).
Staltis tik [ft..., st...] die; -, -en (zu Îstatistisch u. t2...ik
(1)>: 1. (ohne Plur.) wissenschaftliche Methode zur zahlen
mäßigen Erfassung, Untersuchung u. Darstellung von
Massenerscheinungen. 2. [schriftlich] dargestelltes Ergeb
nis einer Untersuchung nach der statistischen Methode. 3.
Auswertung einer großen Zahl physik. Größen zur Be
stimmung von physik. Gesetzen. Staltisltilker der; -s, -:
1. Wissenschaftler, der sich mit den theoretischen Grund
lagen u. den Anwendungsmöglichkeiten der Statistik be
fasst. 2. Bearbeiter u. Auswerter von Statistiken. Staltistin die; -, -nen: weibliche Form zu tStatist. sta tis tisch
(wohl zu nlat. statisticus „staatswissenschaftlich“, eigtl.
„Staatswissenschaft, (auf bestimmten Daten beruhende)
Staatenbeschreibung“, zu lat. status, vgl. Status): die Sta
tistik betreffend, auf Ergebnissen der Statistik beruhend;
statistische Mechanik: Teilgebiet der Physik, in dem die
makroskopischen Eigenschaften u. das thermodynami
sche Verhalten der Materie in verschiedenen Aggregatzu
ständen untersucht werden. Staltiv das; -s, -e [...vs] (zu
lat. stativus „(fest) stehend“): dreibeiniges Gestell zum
Aufstellen von Geräten (z. B. für Kamera, Nivellierinstru
ment). Staltolblast* der; -en, -en (zu gr. statós (vgl.
...stat) u. blastós „Keim“): ungeschlechtlicher Fortpflan
zungskörper der Moostierchen (Biol.). Sta to lith [auch
... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (meist Plur.) (zu
T ...lith): 1. a) Steinchen in Gleichgewichtsorganen von Tie
ren (Biol.); b) Gehörsand im Ohr (Med.). 2. Stärkekorn in
Pflanzenwurzeln (Bot.). Staltor der; -s, ...oren (zu lat.
status (vgl. Status) u. T...or): 1. feststehender Teil eines.
Elektromotors od. einer Dynamomaschine; Ggs. ÎRotor
(1). 2. feststehendes Plattenpaket beim Drehkondensator,
in das der Rotor hineingedreht werden kann. 3. feststehen
de Spule beim Î Variometer. Staltolskop* das; -s, -e (zu
gr. statós (vgl. ...stat) u. t...skop>: hoch empfindliches Ge
rät zum Messen von Höhendifferenzen beim Flug. Stato zys te die; -, -n: Gleichgewichtsorgan vieler wirbello
ser Tiere, in dem Sinneszellen durch Verlagerung von Statoɪithen(l a) gereizt werden (Biol.). Staltula|rik die; - (zu
lat. statuaricus „die Statue bzw. Bildhauerkunst betref
fend“ (zu statua, vgl. Statue) u. Î 2...ik (3)>: Statuenhaftigkeit. staltulalrisch (aus gleichbed. lat. statuarius}: auf
die Bildhauerkunst od. eine Statue bezogen; standbild
haft. Staltue [...tus] z/ze;-,-n (aus gleichbed. lat. statua zu
statuere „aufstellen“, dies zu stare „stehen“): Standbild
(plastische Darstellung eines Menschen od. Tieres). Sta
tuierte die; -, -n (aus gleichbed. fr. statuette): kleine Sta
tue. staltulielren (aus gleichbed. lat. statuere, vgl. Sta
tue): aufstellen, festsetzen; bestimmen;ein Exempel statu
ieren: ein warnendes Beispiel geben. Staltur [ft...] iZz'e; -,
1283
-en (aus gleichbed. lat. statura zu stare „stehen"; vgl. Sta
tus): körperliches Erscheinungsbild, Körperbau, Wuchs.
Staltus [ft..., st...] der; -, - [,,,tu:s] (aus lat. status „das Ste
hen; Stand, Stellung, Verfassung“ zu stare (Part. Perl', sta
tus) „stehen; sich aufhalten; wohnen“, Bed. 5 über engl.
status): 1. Situation, Lage; Zustand; Bestand; Status Nas
cendi [nas tsendi] : besonders reaktionsfähiger Zustand
ehern. Stoffe im Augenblick ihres Entstehens aus anderen
(Chem.); Status quo: gegenwärtiger Zustand; Status quo
ante: Stand vor dem bezeichneten Tatbestand od. Ereig
nis; Status quo minus: Verschlechterung gegenüber dem
gegenwärtigen Zustand. 2. a) allgemeiner Gesundheits
od. Krankheitszustand; der sich aus der ärztl. Untersu
chung ergebende Allgemeinbefund; b) akutes Stadium ei
ner Krankheit mit gehäuft auftretenden Symptomen
(Med.); Status praesens [ pre:...]: augenblicklicher Krank
heitszustand. 3. anlagemäßig bedingte Neigung zu einer
bestimmten Krankheit (Med.). 4. durch Rasse, Bildung,
Geschlecht, Einkommen u.a. bedingte Stellung des Ein
zelnen in der Gesellschaft (Soziol.). 5. Zusammenfassung
aller Informationen, die ein System charakterisieren, spe
ziell solche Informationen, die zur Beschreibung des Zu
stands von Programmen (4), Daten (2) od. Funktionsein
heiten dienen (Informatik). Sta|tus|sym|bol das; -s, -e:
etwas, womit jmds. gehobener Status (4), seine tatsächli
che od. erstrebte Zugehörigkeit zu einer Gesellschafts
schicht dokumentiert werden soll. Staltut das; -[e]s, -en
(aus lat. statutum „Bestimmung“, substantiviertes Part.
Perf. (Neutrum) von statuere „hinstellen, festsetzen, be
stimmen“, dies zu stare, vgl. Status): Satzung, [Grundge
setz. sta|tu|ta|risch (vgl. ...ar (1)): auf einem Statut be
ruhend, satzungs-, ordnungsgemäß. Staltute Law [ stætju:t 'lɔ:] das; - - (aus gleichbed. engl. statute law, eigtl.
„(fest)geschriebenes Gesetz“): das gesetzlich verankerte
Recht in England; vgl. Common Law
Staulrollaltrie* [ft..., st...] die; - (zu gr. staurös „Kreuz“ u.
latreia „Dienst, Gottesverehrung“): Verehrung des Kreu
zes (in der Ostkirche). Staulrollith [auch ... lit] der; Gen.
-s u. -en, Plur. -e[n] (zu T ...lith) : ein braunes bis schwarzes
Mineral. Staulrolpelgilallklöslter die (Plur.) (zu gr.
staurös „Kreuz“ (weil beim Bau des Klosters als Zeichen
seiner Î Exemtion ein Kreuz im Fundament befestigt wird),
pëgnÿnai „errichten“ u. t ‘...al ( 1 )): in der Ostkirche Klös
ter, die nicht der Î Jurisdiktion des Ortsbischofs, sondern
direkt der Synode bzw. dem Patriarchen unterstellt sind.
Stau|ro|pe|gi|on das; -s, ...ien [,,,iən] (zu t2...ion): das
Aufstellen des Kreuzes an dem für den Bau bestimmten
Platz (in der Ostkirche). Staulrolphglren die (Plur.) (zu
î...phor): Kreuzträger (Archit.). Staulrolthek die; -, -en
(zu T ...thek) : Behältnis für eine Reliquie des heiligen Kreu
zes
Stea|di|cam® [stɛdɪeæm] die; -, -s (zu engl. steady „stand
fest“ u. ÎCamcorder): [Handkamera mit] Tragevorrichtung, die das Verwackeln von Bildern verhindert
Stealdit [ste..., auch ... dit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n]
(nach dem brit. Metallurgen J. E. Stead (1851-1923) u. zu
t2...it): Gefügebestandteil im Gusseisen mit Lamellengra
fit
Stealdylselller ['stɛdɪ...] der; -s, - (zu engl. steady „gleich
mäßig“ u. seller, vgl. Seiler): Buch, das über längere Zeit
gleichmäßig gut verkauft wird; vgl. ÎLongseller. Stealdy
State [- steit] der; - -[s], - -s, auch Stealdylstate der;
-[s], -s (aus engl. steady state „stabiler Zustand“): 1. sta
tionärer Zustand, bei dem ständig Substanzen einströmen
u. Reaktionsprodukte austreten, Fließgleichgewicht
(Biol.). 2. Zustand einer Wirtschaft, bei dem alle wirt
schaftlichen Größen (Konsum, Investitionen u.Ä.) mit
derselben Rate wachsen oder konstant sind (Wirtsch.).
Stea|dy-State-The|o|rie die; - (aus engl. steady state
Steeplechase
theory „Theorie des stationären Weltalls“): Theorie eines
sich ausdehnenden Weltalls ohne zeitlichen Anfang u. oh
ne zeitliches Ende, bei dem durch fortwährende Materie
erzeugung eine gleichbleibende Massedichte vorliegt (in
der Kosmologie)
Steak [ste:k, auehʃt...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. steak,
dies aus altisländ. steik „Braten“ zu steikja „braten“, eigtl.
„an den Bratspieß stecken“): Fleischscheibe aus der Len
de (vor allem von Rind, Kalb, Schwein), die nur kurz ge
braten wird. Steaklhaus ['ste:k...] das; -es, ...häuser:
Restaurant, das bes. auf die Zubereitung von Steaks spe
zialisiert ist. Steaklhouse [...haos] das; -, -es [...siz] (aus
gleichbed. engl. steak-house): engl. Bez. für Steakhaus.
Steakllet ['ste:klət, ft...] <to; -s, -s (Verkleinerungsform
von ÎSteak, Analogiebildung zu Kotelett): flach gedrück
ter, kurz gebratener Kloß aus feinem Hackfleisch
Stelallit [st...,ft..., auch ... ht] der; Gen. -su. -en, Plur. -e[n]
(Kunstw. zu gr. stéar „Fett, Talg“; vgl. ...lith): Handelsna
me für das Mineral t Chiastolith
Stealthltechlnik ['stɛlθ...] die: -, -en (zu engl. stealth
„Heimlichkeit“ u. ÎTechnik): zusammenfassende Bez. für
verschiedenartige technische Maßnahmen u. Mittel, mit
deren Hilfe die [Radar]ortung militärischer Objekte (bes.
von Flugzeugen) erschwert od. verhindert werden soll
Steam [sti:m] der; - (aus engl. steam): engl. Bez. für Dampf.
Stealmer [sti:...] der; -s, - (aus engl. steamer): (Seemannsspr.) Dampfer. Steamlkralcken [...krekn] das; -s
(zu t Steam u. engl. to crack „(zer)brechen“): das Aufspal
ten höhermolekularer Kohlenwasserstoffe in niedermole
kulare durch hoch erhitzten Wasserdampf bei der Erdöl
verarbeitung. Steam refor ming [,,,rɪfɔ:mɪŋ] das; -s
(aus gleichbed. engl. steam-reforming zu to reform „neu
gestalten“ ) : technisch wichtiges Verfahren zur Herstellung
von Wasserstoff u. wasserstoffhaltigen Gasgemischen
Stelaplsin [ft..., st...] das; -s, -e (zu gr. stéar, Gen. stéatos
„Fett, Talg“, pépsis „Verdauung“ u. T...in (1)>: (veraltet)
svw. Lipase. Stelalrat das; -[e]s, -e (zu Î...at (2)): Salz der
Stearinsäure (Chem.). Stelalrin das; -s, -e (aus gleichbed.
fr. stéarine zu gr. stéar, vgl. Steapsin): (zur Kerzenherstel
lung u. für kosmetische Produkte verwendetes) festes Ge
misch aus Stearin- u. Palmitinsäure nach Entfernen der
flüssigen Ölsäure. Stelalrinisäulre <7Ze; -: gesättigte hö
here Fettsäure, Bestandteil vieler fester u. halbfester Fette
(Chem.). Stelarlrhö die; -, -en u. Stelarlrhöe [...To:] die;
-, -n [,,,'ro:ən] (zu gr. stéar (vgl. Steapsin) u. rheïn „flie
ßen“): Fettdurchfall, in reichem Maße Fettstoffe enthal
tender Stuhl (Med.). Stelaltit [auch ...tit] der; -s, -e (zu
t2...it): ein dichtes, weißes od. hellfarbiges, sich fettig an
fühlendes Mineral (Speckstein). Stelaltom das; -s, -e (zu
T...om): Talgdrüsengeschwulst (Med.). Stelaltolpylgie
die; - (zu gr. pygë „Gesäß“ u. t2...ie): starker Fettansatz am
Gesäß, Fettsteiß (Med.). Ste|altor|rhö die; -, -en u. Stea torirhöe [...To:] die; -, -n [...'roían] (zu gr. rheɪn „flie
ßen“): Fettstuhl (Med.). Ste|a|to|se die;-, -n (zu î’...ose):
Fettsucht, Fettleibigkeit (Med.). Ste|a|to|ze|le die; -, -n
(zu gr. kêlê „Geschwulst; Bruch“): Fettbruch, Bruchbil
dung mit Fett als Bruchsackinhalt (Med.)
Steellband ['sti:lbɛnt, engl. ...bænd] die; -, -s (aus gleich
bed. engl. steel band zu steel „Stahl“ (scherzh. Anspielung
auf die Ölfässer) u. band, vgl. Band): Band, deren Instru
mente aus verschieden großen leeren Ölfässern bestehen
(vor allem auf den karibischen Inseln). Steelldrum
[... dram, engl. ,,,'drʌm] die; -, -s (aus engl. steel drum
„Stahltrommel“): Musikinstrument, bestehend aus einem
Ölfass ohne Boden, in dessen nach innen gewölbtem De
ckel eine Anzahl von Klangflächen ausgehämmert ist (vor
allem auf Trinidad u. auf den karibischen Inseln)
Steelplelchase ['sti:pltʃeɪs] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed.
engl. steeplechase zu steeple „Kirchturm“ u. chase
Steepler
„Jagd“, eigtl. „Kirchturmjagd“, weil das Ziel urspr. der
Kirchturm war): Hindernisrennen, Jagdrennen (Pferde
sport). Steepler ['sti:pln] der; -s, Rennpferd für Hin
dernisrennen
Stelgalnolgralfie [ft..., st...], auch ...gralphie die; - <aus
gleichbed. gr. steganographia zu steganós „bedeckt“):
(veraltet) Geheimschrift, Geheimschreibkunst. Stelgodon* das; -s, ...donten <zu gr. stégos „Dach“ u. odoüs,
Gen. odóntos „Zahn“, nach der Form der Zähne): ausge
storbenes Rüsseltier. Stelgolkarlpie die; - (zu t...karpie): Bez. für den bei Laubmoosen vorkommenden Öff
nungsmechanismus der Mooskapsel durch einen Deckel
(Bot.). Stelqolsaulriler [...in] der; -s, - u. Stelqolsaurus der;-, ...rier [...in] (zugr. saüros „Eidechse“): Gattung
der ausgestorbenen t Dinosaurier mit sehr kleinem Schä
del sowie aufrichtbaren Knochenplatten auf Rücken u.
Schwanz. Ste|go|ze|pha|le der; -n, -n (zu gr. kephalë
„Kopf‘>: urweltlicher Panzerlurch (Oberdevon bis Trias)
Stelle [st..., ʃt...] die; -, -n (aus gleichbed. gr. stëlê): 1. frei
stehende, mit einem Relief od. einer Inschrift versehene
Platte od. Säule (bes. als Grabdenkmal; Kunstw.). 2. Leit
bündelstrang des Pflanzensprosses (Zentralzylinder der
Pflanze; Bot.)
Stellla [ft..., st...] die; -, ...llae [...Je] (aus/ut. stella „Stern“):
stern- od. kreuzförmiger Verband (Med.)
Stelllalge [---ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. niederl. stellage,
mit französierender Endung zu mittelniederl. stellen „stel
len“; vgl. ...age): 1. Aufbau aus Stangen u. Brettern o.Ä.
[zum Abstellen, Aufbewahren von etwas]; Gestell. 2.
Kurzform von T Stellagegeschäft. Stel|lalge|ge|schäft
das; -[e]s, -e : Form des Prämiengeschäftes der Terminbör
se
stelllar [ft..., st...] (aus gleichbed. spätlat. stellaris zu stella,
vgl. Stella): die Fixsterne u. Sternsysteme betreffend.
Stel|lar|as|tro|nom* der: -en, -en: Wissenschaftler auf
dem Gebiet der Stellarastronomie. Stel|lar|asltro|nomie* die; -: Teilgebiet der Astronomie, das sich besonders
mit den Fixsternen, Sternhaufen u. Nebelsystemen be
schäftigt. Stel|la|ra|tor [engl. 'stɛləreɪtə] der; -s, Plur.
...oren, bei engl. Ausspr. -s (aus gleichbed. engl. stellarator
zu stellar, dies aus spätlat. stellaris (vgl. stellar); vgl.
...ator): amerik. Versuchsgerät zur Erzeugung thermonu
klearer Kernverschmelzung. Stel|lar|dy|na|mik die; (zu Îstellar): Ableitung der Bewegungen der Fixsterne aus
dem bekannten Kraftfeld im Milchstraßensystem, Teilge
biet der Astronomie. Stelllelraltor vgl. Stellarator. Stelli o nat der; -en, -en (aus lat. stellionatus „Betrug, Verfäl
schung“ zu stellio „Betrüger“, eigtl. „Sterneidechse“):
(veraltet) Schlauheit; Schwindelei, Betrug
Stemlma [ft..., st...] das; -s, -ta (aus lat. stemma, Gen.
stemmatis „Stammbaum, Ahnentafel“, eigtl. „Kranz (als
Schmuck der Ahnenbilder)“, dies aus gr. stémma
„Kranz“) : 1. [in grafischer Form erstellte] Gliederung der
einzelnen Handschriften eines literarischen Werks in Be
zug auf ihre zeitliche Folge u. textliche Abhängigkeit (Literaturw.). 2. t'Graph zur Beschreibung der Struktur ei
nes Satzes (Sprachw.). 3. (nur Plur.) seitlich am Kopf ge
legene Punktaugen bei den Larven von Insekten mit voll
kommener Verwandlung (Zool.). stem|malto|lo|gisch
(zu T ...logisch): das Stemma (1,2) betreffend
sten..., Sten... vgl. steno..., Steno... ’Stelno die; -: (ugs.)
Kurzform von tStenografie. 2Ste|no das; -s, -s: (ugs.)
Kurzform von TStenogramm, stelno..., Stelno..., vor
Vokalen meist sten..., Sten... (zu gr. stenós „eng“): Wort
bildungselement mit den Bedeutungen: a) „die Stenogra
fie betreffend“, z. B. Stenogramm, u. b) „eng, schmal; En
ge, Beklemmung; Verengung“, z. B. stenophag. Stenokar
die. stelnolbath [ft..., st...] (zugr. bathÿs „tief'): nur in
einem eng begrenzten Tiefenbereich eines Gewässers le
1284
bend (von Organismen; Biol.); Ggs. teurybath. Stelnodakltyllo [ft...] die; -, -s: Kurzform von TStenodaktylo
grafin. Stelnoldaklty llolgralfie, auch ...gralphie
die;
(Schweiz, veraltend) zusammenfassende Bez. für
Stenografie u. Maschineschreiben. Ste|no|dak|ty|logralfin, auch ...gralphin die; -, -nen: (Schweiz, veral
tend) svw. Stenotypistin. Stelnolgraf, auch ...graph der;
-en, -en (zu T...graf): jmd., der Stenografie schreibt, Kurz
schriftler. Stelnolgralfie, auch ...gralphie i/ze; -, ...ien
(aus gleichbed. engl. stenography zu gr. stenós (vgl. ste
no...) u. gr. gráphein (vgl. ...grafie)): Kurzschrift (Schreib
system mit besonderen Zeichen u. Schreibbestimmungen
zum Zwecke der Schriftkürzung), die ein schnelles
[Mifjschreiben ermöglicht, stelnolgralfielren, auch
...gralphielren (zu Î..deren): in Stenografie schreiben,
stelnolgralfisch, auch ...gralphisch (zu Î...grafisch):
a) die Stenografie betreffend; b) in Kurzschrift geschrie
ben, kurzschriftlich. Stelnolgramm das; -s, -e (zu
t. ..gramm): in Stenografie geschriebenes Diktat, ge
schriebene Rede. Stelnolgraph usw. vgl. Stenograf usw.
stelnolhallin [ft..., st...] (zu gr. hálinos „aus Salz beste
hend“, dies zu háls „Salz“): empfindlich gegenüber
Schwankungen des Salzgehalts des Wassers (von Pflanzen
u. Tieren; Biol.); Ggs. teuryhalin. stelnök* (zu gr. olkos
„Haus“): empfindlich gegenüber Schwankungen der Um
weltfaktoren (von Pflanzen u. Tieren; Biol.); Ggs. Îeuryök. Ste|no|kar|die die: -, ...ien (zu gr. kardia „Herz“):
Herzbeklemmung, Herzangst (Angina Pectoris; Med.).
ste|no|kar|disch: mit Herzbeklemmung verbunden
(von Brustschmerzen; Med.). Stelnölkie* die; - (zu Îstenök u. T2...ie>: bei pflanzlichen u. tierischen Organismen
die Erscheinung, dass sie empfindlich gegenüber Umwelt
schwankungen reagieren u. daher nur in bestimmten Bio
topen vorkommen (Biol.); Ggs. tEuryökie. Steinolkontolrisltin [ft...] die; -, -nen (zu tsteno...): Kontoristin mit
Kenntnissen in Stenografie u. Maschineschreiben. Stenolkolrie [ft..., st...] die; - (zugr. köre „Mädchen; Pupil
le“ u. t2...ie): svw. Miosis, stelnoloxylbilont (zu toxy...
u. T...biont): auf einen ganz bestimmten Sauerstoffgehalt
im umgebenden Wasser angewiesen (von Organismen;
Biol.). ste|no|pä|isch* (zugr. opatos „mit einer Öffnung,
einem Loch versehen“, dies zu ope „Lichtöffnung“): engsichtig; stenopäische Brille: Brille, die anstelle der Brillen
gläser Lochblenden hat (zur Verbesserung der Sehschärfe
u. Schärfentiefe bei starkem T Astigmatismus; Med.), stenolphag (zu t,,,phag): auf bestimmte Nahrung angewie
sen (von Tieren; Biol.); Ggs. Îeuryphag. stelnolphot,
auch ...fot (zu gr. phös. Gen. photos „Licht“): nur unter
ganz bestimmten Lichtverhältnissen existierend (von.
Pflanzen, deren Blütenbildung von einem bestimmten täg
lichen Licht-Dunkel-Verhältnis abhängt; Biol.); Ggs. teuryphot. Stelnolse die; -, -n u. Stelnglsis die; -, ...osen
(zu gr. sténôsis „Verengung“): angeborene od. erworbene
Verengung eines Körperkanals od. einer Kanalöffnung
(Med.), stelnoltherm (zu tsteno... u. Î...therm): emp
findlich gegenüber Temperaturschwankungen (von Lebe
wesen; Biol.); Ggs. teurytherm. Ste|nolther|mie die; (zu t2...ie>: Eigenschaft, nur in engen Temperaturschwan
kungsbereichen leben zu können (von Lebewesen; Biol.) ;
Ggs. tEurythermie. Stelnolthglrax der; -[es], -e: enger
Brustkorb (bei Î Asthenikern; Med.). ste|no|tisch (zu
ÎStenose u. t...otisch): die Stenose betreffend; verengt
(von Körperkanälen; Med.), stelnoltop (zu tsteno... u.
gr. topos „Ort, Gegend“): nicht weit verbreitet (von Pflan
zen u. Tieren; Biol.). Stelnoltylpie [ft...] die; -, ...ien (zu
T...typie): Druck in Stenografie. ste|no|ty|pie|ren (zu
Î Stenotypistin u. Î..deren): stenografisch niederschreiben
u. danach in Maschinenschrift übertragen. Stelnoltypisltin die; -, -nen (weibliche Form zu veraltet Stenoty-
1285
pist, dies zu engl. typist „Maschinenschreiber“): weibliche
Mitarbeiterin, die Stenografie u. Maschineschreiben be
herrscht. stelnolxylbilont* [ft..., st...] (zu tsteno...,
îoxy... u. t...biont>: svw. stenooxybiont. Ste|no|ze|phalie die: -, ...ien (zu gr. kephalë „Kopf“ u. t2...ie): Schädel
fehlbildung infolge vorzeitiger Verknöcherung der Schä
delnähte (Med.). Stent der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
stent, urspr. nach dem englischen Zahnmediziner Charles
T. Stent (1807-1885)): 1. medizinisch-technisches Hilfs
mittel bes. in Form einer Metall- od. Plastikröhre zur Ab
stützung der Innenwand von verengten Gefäßen o. Ä.
(Med.). 2. thermoplastisches Material zur Herstellung von
Gebissabdrücken (Zahnmed.)
sten tan do u. stenltalto [st...] (¡7.; zu stentare „zö
gern“): zögernd, schleppend (Vortragsanweisung; Mus.)
Stenltorlstimlme [ft..., st...] die; -, -n (nach Stentor, dem
stimmgewaltigen Helden des Trojanischen Krieges): laute,
gewaltige Stimme
Ste|pha|nit [auch ...'mt] der; -s, -e (nach Erzherzog Ste
phan von Österreich (1817-1867) u. zu t2...it>: metallisch
glänzendes graues bis schwarzes Mineral, ein Silbererz
Stepp [ft..., st...] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. step, eigtl.
„Schritt, Tritt“): 1. zweiter Sprung beim Dreisprung
(Leichtathletik); vgl. 'Hop, Jump (1). 2. artistischer Tanz,
bei dem die mit Eisen beschlagenen Spitzen u. Absätze der
Schuhe dem Rhythmus entsprechend in schnellem, stark
akzentuiertem Bewegungswechsel hörbar auf den Boden
gesetzt werden. Stepp|ae|ro|bic [,,,ɛro:bɪk] das; -s od.
die: -: Aerobic unter Zuhilfenahme einer stufenartigen
Vorrichtung
Steplpe die: -, -n (aus gleichbed. russ. step’, Herkunft un
geklärt): überwiegend baumlose, trockene Graslandschaft
außereurop. Klimazonen
steplpen [ft..., st...] (aus gleichbed. engl. to step): ÎStepp
(2)tanzen
Steplpenlvelgeltaltilon die; - (zu ÎSteppe u. ÎVegetati
on): für die T Steppe charakteristische Î Vegetation (1)
Ster der; -s, Plur. -e u. -s (aber: 3 -) (aus gleichbed. fr. stère,
dies zu gr. stereos, vgl. stereo...): altes Raummaß für Holz
(1 m3). Stelraldilant [ft..., st...] der: -en, -en (zu gr. ste
reos, vgl. Ster): Einheit des Raumwinkels; Zeichen sr
(Math.)
Sterlcullia [ft...'ku:..., st...] die; - (aus nlat. sterculia, nach
Sterculius (Stercutus), dem Gott des Düngers, dies zu lat.
stercus „Kot, Mist, Dünger“): Pflanzengattung aus der
Familie der Sterkuliengewächse, die teilweise Nutzholz
liefert
stelreo [ft..., st...] (zu gr. stereos, vgl. stereo...): 1. Kurz
form vont stereophon. 2. (ugs.) bisexuell. Stelreo das; -s,
-s: 1. Kurzform von 1 Stereotypieplatte. 2. (ohne Plur.)
Kurzform von ÎStereophonie, stelreo..., Stelreo... (zu
gr. stereos „starr, hart, fest“): Wortbildungselement mit
den Bedeutungen: a) „starr, fest, massiv, unbeweglich“,
z.B. stereotyp, u. b) „räumlich, körperlich“, z.B. Stereo
skop. Stelreolagnolsie* die; -, ...ien: Unfähigkeit, Ge
genstände allein mithilfe des Tastsinns zu identifizieren
(Med.); Ggs. TStereognosie. Stelreolakusltik die; -:
Wissenschaft vom räumlichen Hören. Stelreolaultograf, auch ...graph der; -en, -en: optisches Instrument
zur Raumbildauswertung für Karten (Kartografie). Stereolbat der; -en, -en (über gleichbed. lat. stereobates aus
gr. stereobátes): Fundamentunterbau des griech. Tem
pels. Stelreolbild das; -[e]s, -er (zu tstereo...): Bild, das
bei der Betrachtung einen räumlichen Eindruck hervor
ruft; Raumbild. Ste|reo|box¿Zz<?;-, -en: Lautsprecher für
stereofone Wiedergabe. Stelreolchelmie [auch ...mi:]
die; -: Teilgebiet der Chemie, das die räumliche Anord
nung der Atome im Molekül erforscht, stelreolchemisch [auch ,.,'çe:...]: die Stereochemie betreffend. Ste-
Stereopsie
reo|chro|mie [...kro...] die; - (zu gr. chröma „Farbe“ u.
t2...ie>: ein altes Verfahren der Wandmalerei. Stelreodecoder [,,.k...] der; -s, -: 1 Decoder in einem Stereo
rundfunkgerät. Ste|reo|ef Ifekt der; -[e]s, -e: 1. räumli
cher Klangeindruck bei stereophoner Wiedergabe.
2. Raumbildwahrnehmung beim Betrachten eines Stereo
bildpaares. Ste|reo|fern|se|hen das; -s: Fernsehen mit
stereophoner Tonwiedergabe. Stelreolfilm der; -[e]s, -e:
dreidimensionaler Film. ste|reo|fon, auch ...phon (zu
î...phon): über zwei od. mehr Kanäle elektroakustisch
übertragen, räumlich klingend; vgl. quadrophon u. vgl.
...isch/-. Stelreolfolnie, auch ...phonie die; - (zu t ...pho
nie): elektroakustische Schallübertragung über zwei od.
mehr Kanäle, die einen räumlichen Klangeffekt entstehen
lässt; vgl. Quadrophonie, stelreolfolnisch, auch ...phonisch: svw. stereophon; vgl. ...isch/-. Ste|reo|fo|to|grafie die;-, ...ien [,,,i:ən]: 1. (ohne Plur.) Verfahren zur Her
stellung von räumlich wirkenden Fotografien. 2. fotogra
fisches Raumbild. Ste|reo|foltolgramm|me|trie*,
auch ...photo... die; -: Auswertung u. Ausmessung von
räumlichen Messbildern bei der Geländeaufnahme (Kar
tografie). Stelreolgnolsie* die; -, ...ien (zu Î...gnosie):
Fähigkeit, Gegenstände allein mithilfe des Tastsinns zu
identifizieren (Med.); Ggs. ÎStereoagnosie. Stelreognos tik* die; -: svw. Stereognosie. Stelreolgraf, auch
...graph der; -en, -en (zu t,,,graf): Maschine zur Herstel
lung von Stereotypieplatten, stelreolgralf isch, auch
...gralphisch (zu Î...grafisch); in der Fügung stereogra
fische Projektion: Abbildung der Punkte einer Kugel
oberfläche auf eine Ebene, wobei Kugelkreise wieder als
Kreise erscheinen (Kartografie), stelreolisolmer: von
gleicher Zusammensetzung, aber [spiegelbildlich] ver
schiedener Atomanordnung im T Molekül (Chem.). Stereo jso meirie [auch ,,,'ri:] die; -: auf unterschiedlicher
räumlicher Anordnung der Atome od. Atomgruppen in
TMolekülen beruhende Form der ÎIsomerie (Chem.).
Stelreolkalmelra Æe; -, -s: Kamera mit zwei im Augen
abstand voneinander angeordneten Objektiven für
Raumbildaufnahmen. Stelreolkaslsetlte die; -, -n: mit
stereofonen Aufnahmen bespielte od. zu bespielende Ton
band- bzw. Videokassette. Ste|reo|kom|pa|ra|tor der;
-s, -en: Gerät zur Auswertung zweier photogrammmetrischer Messbilder (Vermessungsw.). Stelrelom das; -s, -e
(aus gr. steréôma „Festigkeit“ zu stereoün „hart, fest ma
chen“): Festigungsgewebe der Pflanzen (zusammenfas
sende Bez. fürîSklerenchymu. ÎKollenchym; Bot.). Stereolmetall das; -[e]s, -e (zu tstereo...): zum Ausgießen
der î Mater für ein Bleistereo verwendete Bleilegierung
(Druckw.). Stelreolmelter das; -s, - (nachgr. stereométrês „jmd., der feste Körper misst“ (vgl. '...meter) zu stereometreîn „feste Körper messen“): 1. optisches Gerät
zur Messung des Volumens fester Körper (Phys.). 2. Ge
rät zur Auswertung von Stereofotografien. Stelreolmetrie* die; - (aus gr. stereometria „das Ausmessen fester
Körper“): Lehre von der Geometrie u. der Berechnung
räumlicher Gebilde (Math.); vgl. Planimetrie, stelreomeltrisch* (aus gleichbed. gr. stereometrikös): die Ste
reometrie betreffend. Ste|reo|mi|kro|fon*, auch ...phon
das; -s, -e (zu tstereo...): Kombination von zwei Mikro
fonsystemen mit aufeinander abgestimmten akustischen
tParametern für Stereoaufnahmen. Ste|reolmi|kroskop* das; -s, -e: Mikroskop zur direkten räumlichen Be
obachtung od. zur Präparation von Objekten, sieIreophon usw. vgl. stereofon usw. Stelreolpholtolgralphie
vgl.
Stereofotografie.
Ste|reo|pla|ni|graf,
auch
...graph der; -en, -en (zu tplani... u. t...graf>: optisches
Instrument zur Raumbildauswertung für Karten (Karto
grafie). Stelreolplatlte die; -, -n: Schallplatte, die stereofonisch abgespielt werden kann. Ste|re|op|sie die; -
1286
Stereoselektivität
(zu î...opsie): die Fähigkeit zum räumlichen Sehen
(Med.). Stelreolsellekltilviltät [...v...] die;
die Er
scheinung, dass bei chem. Reaktionen bevorzugt eins von
zwei möglichen Stereoisomeren gebildet wird (Chem.).
Stelreolskop* das; -s, -e (zu T...skop): optisches Gerät
zur Betrachtung von Stereobildern. Stelreolskolpie*
die; - (zu t...skopie): Gesamtheit der Verfahren zur Auf
nahme u. Wiedergabe von raumgetreuen Bildern, Raum
bildtechnik. stelreolskolpisch*: räumlich erscheinend,
dreidimensional wiedergegeben, stelreoltakltisch: die
Stereotaxie betreffend, auf ihr beruhend (Med.); stereo
taktische Operation: Gehirnoperation, bei der unter
Röntgenkontrolle mit gezielt eingeführten Elektroden er
krankte Hirnteile ausgeschaltet werden. Stelreoltalxie
die; -: durch ein kleines Bohrloch in der Schädeldecke
punktförmig genaues Berühren eines bestimmten Gebie
tes im Gehirn (Med.). Ste|reo|ta|xis die; - (zu t2Taxis):
1. svw. Stereotaxie. 2. Bestreben von Tieren, mit festen
Gegenständen in Berührung zu kommen (z.B. bei Röh
ren- od. Höhlenbewohnern). Stelreoltolmie die; - (zu
T...tomie>: (veraltet) Teil der Stereometrie, der die Durch
schnitte der Oberflächen von Körpern behandelt, bes.
den sogenannten Steinschnitt bei Gewölbekonstruktio
nen. Ste|reo|tu|ner [,,,tju:nu] der; -s, TTuner für Ste
reoempfang. ste|reo|typ (aus gleichbed. fr. stéréotype,
eigtl. „mit gegossenen, fest stehenden Typen gedruckt“;
vgl. Type): 1. mit fest stehender Schrift gedruckt. 2. fest
stehend, unveränderlich. 3. ständig [wiederkehrend]; leer,
abgedroschen; vgl. ...isch/-. Stelreoltyp das; -s, -e (meist
Plur.): 1. eingebürgertes Vorurteil mit festen Vorstellungs
klischees innerhalb einer Gruppe; vgl. Autostereotyp u.
Heterostereotyp ([Sozialjpsychol.). 2. svw. Stereotypie
(2). Stelreoltypldruck u. Stereotypiedruck der; -[e]s,
-e: 1. Druck von der Stereotypieplatte. 2. im Stereotyp
druck (1) hergestelltes Erzeugnis. Stelreoltylpeur
[...pom] der; -s, -e (nach gleichbed. fr. stéréotypeur): jmd.,
der T Matern herstellt u. ausgießt (Druckw.). Stelreoltypie rf/'e; -, ...ien (nach gleichbed. fr. stéréotypie): 1. das
Herstellen u. Ausgießen von IMatern (Druckw.). 2. das
[krankhafte] Wiederholen von sprachlichen Äußerungen
od. motorischen Abläufen über einen längeren Zeitraum
(Psychol.; Med.); vgl. Perseveration. Stelreoltylpiedruck vgl. Stereotypdruck. Stelreoltylpielplatlte u.
Stereotypplatte die; -, -n : Abguss einer 1 Mater in Form ei
ner festen Druckplatte (Druckw.). ste|reoltylpie|ren
(zu T..deren): Î Matern herstellen u. zu Stereotypieplatten
ausgießen (Druckw.). stelreo tylpisch: svw. stereotyp;
vgl. ...isch/-. Stelreoltyplplatlte vgl. Stereotypieplatte
Stelriglma [ft..., st...] das; -[s], Plur. -ta u. ...men (aus gr.
stérigma, Gen. stërigmatos, eigtl. „Stütze“): stielartiger
Auswuchs einer Pilzmyzelzelle, an dessen oberem Ende
Sporen gebildet werden (Biol.)
stelril [ft..., st...] (über gleichbed. fr. stérile aus lat. sterilis
„unfruchtbar, ertraglos“): 1. keimfrei; vgl. aseptisch (1). 2.
unfruchtbar, nicht fortpflanzungsfähig; Ggs. Îfértil. 3. a)
langweilig, geistig unfruchtbar, unschöpferisch; b) kalt,
nüchtern wirkend, ohne eigeneNote gestaltet. Stelrillanɪilen [...ion] die (Plur.) (zu t...anz): in der Schädlingsbe
kämpfung benutzte Substanzen zur Unfruchtbarmachung
durch radioaktive Bestrahlung od. chem. Wirkung. Steri 11 f i I lira 11 i | on * die; -, -en: die Entkeimung von Flüssig
keiten u. Gasen durch entsprechende Filter. Ste|ri|!i|satilgn die; -, -en (zu t...isation): das Sterilisieren; vgl. ...ation/...ierung. Stelrillilsaltor der; -s, ...oren (zu î...ator):
Entkeimungsgerät, Apparat zum Sterilisieren (1). stelrililsie ren (wohl nach/r. stériliser): 1. keimfrei [u. dadurch
haltbar] machen (z.B. Nahrungsmittel). 2. unfruchtbar,
zeugungsunfähig machen. Ste|ri|!i|sie|rung die: -, -en
(zu î...isierung>: svw. Sterilisation; vgl. ...ation/...ierung.
die; - (wohl nach fr. stérilité, dies aus lat. ste
rilitas, Gen. sterilitatis „Unfruchtbarkeit“): 1. Keimfrei
heit (von chirurgischen Instrumenten u. a.). 2. Unfrucht
barkeit (der Frau), Zeugungsunfähigkeit (des Mannes);
Ggs. 1 Fertilität. 3. geistiges Unvermögen, Ertraglosigkeit.
Ste|ri|li|täts|bar|ri|e|ren [...rie:...] die (Plur.): geneti
sche, physiologische u. morphologische Hindernisse für
die Bastardierung verschiedener Arten, sodass keine
fruchtbaren Bastarde entstehen (Biol.)
Stelrin [ft..., st...], chem. fachspr. Sterol das; -s, -e (zu gr.
Stereos (vgl. stereo...) u. t...in (1)>: in jeder tierischen od.
pflanzlichen Zelle vorhandene Kohlenwasserstoffverbin
dung (Biochem.). steirisch: verlangsamt ablaufend, ver
hindert (von chem. Reaktionen)
Sterlkolbillin [ft..., st...] das;-s (zu TSterkus, TBilisu. t...in
(1)): Farbstoff, der sich im Kot findet u. sich von den Gal
lenfarbstoffen ableitet (Med.), sterlkolral (zu î Sterkus u.
t '...al (1)>: kothaltig, kotig (Med.). Ster|ko|ra|ti|on die;
-, -en (aus gleichbed. lat. stercoratio zu stercorare, vgl.
sterkorieren): (veraltet) Düngung. ster|ko|rie|ren (aus
gleichbed. lat. stercorare zu stercus, vgl. Sterkus): (veral
tet) düngen. Sterlkus das; - (aus lat. stercus, Gen. ster
coris „Kot, Mist, Dünger“): svw. Fäzes
Sterllet, Sterßett der; -s, -e (über engl., fr. sterlet aus
gleichbed. russ. sterljad’): (in osteuropäischen Gewässern
lebender) kleiner Stör
Sterling [fier..., 'st..., engl. 'stə:lɪŋ] der; -s, -e (aber: 5
Pfund -) (aus gleichbed. engl. sterling, dies über altfr. esterlin aus dem Fränk, u. Vulgärlat. zu spätlat. stater, gr.
statür, vgl. Stater): 1. altengl. Silbermünze. 2. Währungs
einheit in Großbritannien; Pfund -; Zeichen u. Abk. £,
£Stg. Sterllinglsiilber das; -s: Silberlegierung mit einem
hohen Feingehalt (mindestens 925 Teile Silber auf 1000
Teile der Legierung)
sterlnal [ft..., st...] (zu îSternum u. T '...al (1)): zum Brust
bein gehörend (Med.). Sterlnallgie* die; -, ...ien (zu
T...algie): Brustbeinschmerz (Med.). Sterlnallpunkition die; -, -en: Punktion des Brustbeins zur Entnahme von
Knochenmark zur hämatologischen Untersuchung
(Med.). Sterlnit [auch ..,'nit] der; -s, -e (zu T 2.,.it> : Bauch
schiene, Chitinplatte auf der Bauchseite der Segmente des
Brustabschnitts u. des Hinterleibs bei Insekten (Zool.).
Sterlnolpalgus der; -, Plur. ...gen u. ...gi (aus gleichbed.
nlat. sternopagus zu gr. pêgnÿnai „befestigen“): Doppel
fehlbildung, bei der die Paarlinge am Brustbein zusam
mengewachsen sind (Med.). Sterlnoltolmie die; -, ...ien
(zu Î ...tornie): operative Eröffnung des Brustbeins (Med.).
Sterlnum das; -s, ...na (aus gleichbed. nlat. sternum, dies
aus gr. stérnon „Brust, Inneres“): Brustbein (Med.)
Stelrolid [ft..., st...] das; -[e]s, -e (meist Plur.) (Kunstw. aus
’Sterin u. 1 ...oidy biologisch wichtige organische Verbin
dung (z. B. Gallensäure u. Geschlechtshormone), stelroildai (zu Î '...al (1)>: ein Steroid enthaltend, auf der Grund
lage eines Steroids (Biochem.). Ste I ro I id I a 11 ka I Io I id das;
-s, -e (meist Plur.): in Pflanzen vorkommendes Alkaloid
(z.B. Î Toma tin in der Wildtomate, TSolaninu. îDemissin
in Kartoffeln; Biochem.). Stelrolidlhorlmon das; -s, -e
(meist Plur.): Wirkstoff, der aus ÎCholesterin od. Choles
terinderivaten gebildet wird (z. B. das Hormon der Keim
drüsen u. der Nebennierenrinde; Biochem.). Stelrol vgl.
Sterin. Stelron das; -s, -e (meist Plur.) (Kürzw. aus 1 Ste
roid u. Î Hormo«): svw. Steroidhormon
Sterlretltit [ft..., st..., auch ...'tɪt] der; -s, -e (nach dem amerik. Geologen D. B. Sterrett (20. Jh.)u. zu Î2...it): ein bläu
liche Kristalle aufweisendes Scandiummineral
Sterltor [ft..., st...] der; -s (zu lat. stertere „schnarchen“ u.
t...or): röchelndes Atmen (Med.), sterltolrös (zu Î ...ös):
röchelnd, schnarchend (vom Atemgeräusch; Med.)
Steltholgraf [ft..., st...], auch ...graph der; -en, -en (zugr.
Ste I r i I Ii I tat
1287
Stilben
stèthos „Brust“ u. ¡...graf): die Atembewegungen des Stick|oxi|dul, auch Stickloxyldul das; -s (Kunstw. aus
Brustkorbs registrierendes u. aufzeichnendes Gerät
Stickstoff u. 1 Oxidul}; (veraltet) Lachgas
(Med.). Ste|tho|gra|fie, auch ...gralphie die; -, ...ien Stielfelletlte die; -, -n (mit französierender Endung zu dt.
(zu ¡...grafie): 1. grafische Aufzeichnungen bei der At
Stiefel; vgl. ...ette): [eleganter] halbhoher Damen-, Her
mung mithilfe des Stethografen. 2. svw. Phonokardiograrenstiefel
fie (Med.). Steltholskop* das; -s, -e (zu ¡...skop): Hör Stielfolgralfie, auch ...gralphie die; - (nach dem dt. Ste
rohr zur t Auskultation. Steltho|skolpie*i/ie; -, ...ien (zu
nografen H. Stief (1906-1977) u. zu ¡...grafie): ein Kurz
¡...skopie): Untersuchung mit dem Stethoskop (Med.),
schriftsystem mit 25 Grundzeichen
steltholskglpisch*: mit einem Stethoskop untersucht stielkum (aus jidd. stieke „ruhig“ zu hebr. sätaq „sich le
(Med.)
gen, beruhigen“): (landsch.) heimlich, leise
Stetlson® [ stetsn] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. Stiff-Man-Syn|drom* [stɪfmæn...] das; -s, -e (zu engl.
Stetson, nach dem Namen des amerik. Herstellers J. B.
stiff man, eigtl. „steifer Mann“, u. Î Syndrom): fortschrei
Stetson, 1830-1906): weicher Filzhut mit breiter Krempe;
tende irreversible Versteifung der Rumpf- u. Extremitä
Cowboyhut
tenmuskulatur in Verbindung mit Muskelspasmen (Med.)
Stelward ['stju:et] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. steward, Stiglma [ft..., st...] das; -s, Plur. ...men u. -ta (über lat. Stig
eigtl. „(Haus)verwalter“, dies aus altengl. stigweard, stima ausgr. stigma, Gen. stigmatos „Zeichen; (Brand)mal“,
weard): Betreuer der Passagiere an Bord von Schiffen,
eigtl. „Stich“, zu stizein „stechen, brandmarken“): 1. a)
Flugzeugen u. a.; Flugbegleiter (Berufsbez.). StelwarMal, Zeichen; Wundmal; b) (nur Plur.) Wundmale Chris
dess ['stju:ndɛs, auch ... des] die; -, -en (aus gleichbed.
ti. 2. a) Narbe der Blütenpflanzen; b) Augenfleck der Ein
engl. stewardess): Betreuerin der Passagiere an Bord von
zeller; c) äußere Öffnung der ¡Tracheen (1). 3. den Skla
Flugzeugen, Schiffen u.a.; Flugbegleiterin (Berufsbez.).
ven eingebranntes Mal bei Griechen u. Römern. 4. auffäl
Stelwardlship [stjumdj'ip] die; - (aus gleichbed. engl.
liges Krankheitszeichen, bleibende krankhafte Verände
stewardship, eigtl. „Verwaltungsdienst“, zu Steward (vgl.
rung (z.B. bei Berufskrankheiten; Med.). Stiglmalrie
Steward) u. -ship (engl. Suffix im Sinne von dt. ,,-schaft“)):
[...ia] die; -, -n (meist Plur.) (aus nlat. stigmaria (zu ¡Stig
Laiendienst der Gemeindemitglieder, die einen Teil ihrer
ma), weil die Schuppen dieses Baumes Narben trugen (da
Zeit, ihrer Fähigkeiten u. ihres Geldes der Gemeinde zur
her auch die dt. Bez. Narbenbaum)): versteinerter Wur
Verfügung stellen (in der protestantischen Kirche der
zelstock des ausgestorbenen Schuppenbaumes (häufig im
USA)
¡Karbon). Stiglmalta: Plur. von ¡Stigma. StiglmaltiSthalna|ka|nur|ti [st...] das; -[s], -s (zu sanskr. sthänaka
saltilondze; -, -en (zu ¡stigmatisieren u. ¡...ation): 1. Auf
„Körperhaltung, Stellung“): ind. Bildwerk in Standposi
treten der fünf Wundmale Christi bei einem Menschen. 2.
tur
Brandmarkung der Sklaven im Altertum. 3. das Auftreten
Sthelnie [st..., ʃt...] die; -, ...ien (zu gr. sthénos „Stärke,
von Hautblutungen u. anderen psychogen bedingten Ver
Kraft“ u. t2...ie>: Körperkraft, physische Kraftfülle
änderungen bei hysterischen Personen (Med.); vgl. ...ati
(Med.), sthelnisch: vollkräftig, kraftvoll (Med.), stheon/...ierung. stiglmaltisch (zu ¡Stigma): Stigmen be
nilsielren (zu t ...isieren): kräftigen (Med.)
treffend, mit Stigmen behaftet; stigmatische Abbildung:
Stilbin [ft..., st...] das; -s (zu tStibium u. t...in (1)>: ein zu
optische Abbildung mit sehr geringer ¡Aberration (1).
den Antimonverbindungen gehörendes farbloses, brenn
stig malti sieiren (über mlat. stigmatizare aus gleich
bares, übel riechendes, äußerst giftiges Gas. Stilbilum
bed. gr. stigmatizein) : 1. a) mit den Wundmalen des ge
das; -s (aus lat. stibi(um) „Spießglas“, dies aus gleichbed.
kreuzigten Jesus kennzeichnen; b) jmdn. brandmarken,
gr. stibi) : svw. Antimon. Stiblnit [auch ... nit] der; -s, -e
anprangern. 2. jmdm. bestimmte, von der Gesellschaft als
(zu t2...it): svw. 2Antimonit
negativ bewertete Merkmale zuordnen, jmdn. in diskrimi
Stilchalrilon [st..., ʃt...] das; -s, ...ia (aus gleichbed. mgr.
nierender Weise kennzeichnen (Soziol.). stiglmaltilsiert
stichärion, wohl zu gr. steichein „wandeln, gehen“): litur
(zu f ...iert): mit den Wundmalen Christi gezeichnet. Stigma|ti|sier|te der u. die; -n, -n (nach gr. stigmatias „der
gisches Gewand in der Ostkirche, ein ungegürteter weißer
Gebrandmarkte“; vgl. ...iert): jmd., bei dem die [fünf]
od. farbiger Talar; vgl. Albe
Wundmale Christi erscheinen. Stiglmaltilsielrung die;
Sti|che|ron [st..., ʃt...] das; -s, ...ra (aus gleichbed. mgr. sti
-, -en (zu ¡stigmatisieren u. t ...ierung): das Stigmatisieren;
cheron, substantiviertes Neutr. von gr. sticherös „in Rei
vgl. ...ation/...ierung. Stiglmaltor der; -s, ...oren (zu
hen, in Verse gegliedert“): liturgische Dichtung in der or
¡Stigma u. t...ator): Vorrichtung in Elektronenmikrosko
thodoxen Kirche, meist in Verbindung mit Psalmenversen.
pen, mit der sich der [axiale] ¡Astigmatismus (1) ausglei
stilchisch (zu gr. stichos „Vers“, eigtl. „Reihe, Ord
chen lässt. Stiglmen: Plur. von ¡Stigma. Stiglmolnym
nung“): nur den Vers als metrische Einheit besitzend (von
das; -s, -e (Kurzw. zu tStigma, u. Î anonym) : durch Punkte
Gedichten); vgl. monostichisch. Sti|cho|lo|gie die; -,
od. Sternchen [teilweise] ersetzter Name
...ien (ausgr. stichologia „das Versehersagen“): Verslehre.
Stilcholmanltie die; -, ...ien (zu gr. manteia „das Weis Stil [ft..., st...] der; -[e]s, -e (aus lat. stilus, eigtl. „Schreibge
rät, Griffel; Stiel“): 1. individuelle Art, etwas mündlich
sagen“): Wahrsagung aus einer zufällig aufgeschlagenen
od. schriftlich auszudrücken. 2. einheitliche u. charakte
Buchstelle (Bibelvers u.Ä.). Sti|cho|me|trie*íñe, -, ...ien
ristische Darstellungs- u. Ausdrucksweise einer Epoche
(zu ¡...metrie): 1. in der Antike die Bestimmung des Um
od. eines Künstlers; galanter Stil: franz, beeinflusste,
fangs einer Schrift nach Normalzeilen zu etwa 16 Silben. 2.
freiere Kompositionsweise, die im 18. Jh., bes. in der Cem
t Antithese, die im Dialog durch Behauptung u. Entgeg
balomusik in Deutschland, die streng gebundene Musik
nung entsteht (Stilk.). Stilcholmylthierfze, -, ...ien (nach
der Zeit Bachs u. Händels ablöste. 3. (ohne Plur.) Lebens
gr. stichomythia „das Zeile-für-Zeile-Hersagen“>: Wech
weise, die dem besonderen Wesen od. den Bedürfnissen
sel von Rede u. Gegenrede mit jedem Vers im [altgriech.]
von jmdm. entspricht. 4. [vorbildliche u. allgemein aner
Drama; vgl. Distichomythie u. Hemistichomythie
kannte] Art, etwas (z.B. eine Sportart) auszuführen
Stick [st..., ʃt...] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. stick, eigtl.
„Stängel, Stock“): 1. (meist Plur.) kleine, dünne Salzstan Stilb [ft..., st...] das; -s, - (aus gr. stilbe „Glanz, das Leuch
ten“ zu stilbein „glänzen, leuchten“): veraltete physikal.
ge, ein Knabbergebäck. 2. Stift (als Kosmetikartikel, z.B.
Einheit der Leuchtdichte auf einer Fläche; Zeichen sb
Deo[dorant]stick). Sti Icker der; -s, - (aus gleichbed. engl.
(Phys.). Stillben das; -s (zu t...en): ungesättigte Verbin
sticker zu to stick „kleben, befestigen“): [selbstklebender]
dung aus der Gruppe der Kohlenwasserstoffe, eine färb
Aufkleber aus Papier od. Plastik
Stilbit
lose kristalline Substanz, u. a. als Grundkörper einer Rei
he von Substanzen, die als Farbstoffe od. optische Aufhel
ler verwendet werden (Chem.). Stillbit [auch ... bit] der;
s-, -e (zu î2...it>: svw. Desmin
Stille ['sti:lə] der; - (aus it. stile, dies aus lat. stilus, vgl. Stil):
ital. Bez. für Stil; Stile antico [...ko] od. osservato
[,,,'va:to]: strenger klassischer Stil (A-cappella- u. Palestrina-Stil; Mus.); Stile concitato [kontjï...]: erregter, heiß
blütiger Stil (in der Musik des Frühbarocks); Stile rappresentativo [...vo] od. recitativo [retʃita'ti:vo]: darstellender
Stil (frühe Oper). Stillem [ft..., st..] das; -s, -e (zu t Stil u.
T...em): stilistisches Element, Merkmal (Sprachw., Stilk.).
Sti lett das; -s, -e (aus gleichbed. it. stiletto, Verkleine
rungsform von stile, vgl. Stile): kleiner Dolch mit dreikan
tiger Klinge. Stil|fiIgur die; -, -en (zu tStil): svw. rhetori
sche Figur. Stjlli: Plur. von TStilus. sti|li|sie|ren (fran
zösierende Bildung zu tStil; vgl. ...isieren): 1. Formen, die
in der Natur vorkommen, [in dekorativer Absicht] verein
fachen od. verändern, um die Grundstrukturen sichtbar zu
machen. 2. (veraltend) in einen bestimmten Stil bringen.
Stillilsielrung die; -, -en (zu t...isierung): a) nach einem
bestimmten Stilideal oder -muster geformte [künstleri
sche] Darstellung; b) Vereinfachung od. Reduktion auf die
Grundstruktur[en]. Stillist der; -en, -en (zu T...ist>: 1.
jmd., der die sprachlichen Ausdrucksmittel beherrscht. 2.
jmd., der den Stil (4) beherrscht. StiIlisItik áie; -, -en (zu
t ...istik): 1. (ohne Plur.) Lehre von der Gestaltung des
sprachlichen Ausdrucks, vom Stil (1); vgl. Rhetorik (a). 2.
Lehrbuch der Stilistik ( 1 ) ; systematische Beschreibung der
Stilmittel. Stil lisltin die; -, -nen: weibliche Form zu tStilist. stillisltisch (zu t...istisch): die Stilistik (1), den Stil
(1, 2, 4) betreffend
Stilljalgi [st...] die (Plur.) (aus gleichbed. russ. stiljagi):
russ. Bez. für Halbstarke
Stilllbalyen* [stilba'je] das; -[s] (/?.; nach dem Ort Stillbay
in der Kapprovinz (Südafrika)): eine Kulturgruppe der
mittleren Steinzeit südlich der Sahara, gekennzeichnet
durch dünne, lorbeerblattähnliche Feuersteinspitzen
Still-Vi|deo-Ka|me|ra [stil'vi:...] die; -, -s (zu engl. still
„bewegungslos“, TVideo u. ÎKamera): elektron. Stehbild
kamera, die wie Videokameras Bilder auf einen Bildsensor
aufnimmt u. auf einem Magnetträger speichert
Stillmölbel [ft..., st...] das; -s, - (meist Plur.) (zu tStil u.
t Möbel): im Stil (2) einer vergangenen Epoche hergestell
tes Möbelstück
Stilp|no|me|lar> der; -s, -e (zu gr. stilpnös „glitzernd“ u.
mêlas „schwarz“): Glimmer von brauner, grüner od.
schwarzer Farbe. Stilp|no|si|de|rit [auch ..,'rit] der; -s, -e
(zu t Siderit) : braunschwarze, glasartige, muschelig bre
chende Varietät des t Limonits, Pecheisenerz
Stillton ['stɪltn] der; -[s], -s (nach dem gleichnamigen engl.
Ort): überfetter Weichkäse mit grünem Schimmelbelag
Stillus [ft..., st...] der; -, ...li (aus gleichbed. lat. stilus): an
tiker [Schreib]griffel
Stjlmullans [ft..., st...] das; -, Plur. ...lanzien [---iən] u.
...lantia (aus lat. stimulans, Gen. stimulantis, Part. Präs,
von stimulare, vgl. stimulieren): anregendes Arzneimittel,
Reizmittel. Stilmullanz die; -, -en (zu t...anz): Anreiz,
Antrieb. Sti|mu|la|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. mlat.
stimulatio zu lat. stimulare, vgl. stimulieren): das Stimu
lieren; vgl. ...ation/...ierung. Stilmullaltor der; -s, ...oren
(nach lat. Stimulator „Reizer“): Vorrichtung, die einen
Reiz auslöst. Sti|mu|li: Plur. von t Stimulus. stilmullieren (aus gleichbed. lat. stimulare, eigtl. „mit einem Sta
chel stechen, anstacheln“, zu stimulus, vgl. Stimulus): [zu
größerer Aktivität] anregen, anreizen; ermuntern. Stimullielrung die; -, -en (zu T...ierung): das Stimulieren;
vgl. ...ation/...ierung. Stilmullus der; -, ...li (aus gleich
bed. /at. stimulus, eigtl. „Stachel“): a) Reiz, Antrieb; b) ein
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dem
Sprechakt vorausgehender
[äußerer]
Reiz
(Sprachw.); c) der auf einen Organismus wirkende Reiz
(Psychol.). Sti|mu|lus-Res|ponse-The|olrie [ stɪmjʊləsrɪs'pɔns...] die; -, -n (meist Plur.) (zu engl. stimulus (aus
lat. stimulus, vgl. Stimulus), ÎResponse u. tTheorie):
Lerntheorie, die das Verhalten von Organismen als Ver
bindung von Reiz- u. Reaktionsfolgen zu erklären versucht
Stinlger ['stɪŋn] der; -[s], - (aus engl. stinger zu to sting „ste
chen“): von einem Einzelnen zu bedienendes Flugabwehr
raketensystem zur Bekämpfung von Luftfahrzeugen in
niedrigen Höhen
Stilpel [ft..., st...] die; -, -n (aus nlat. stipella, Verkleine
rungsform von lat. stipula „Halm“ zu stipare „zusammen
drängen“): Nebenblatt (Bot.). Stilpenldilalrilus der; -,
...rii (aus lat. stipendiarius „Tributpflichtiger“): (veraltet)
svw. Stipendiat. Stilpenldilat [ft...] der; -en, -en (zu TSti
pendium u. t ...at (1)): jmd., der ein Stipendium erhält. Stipenldilen [...ion]: Plur. von tStipendium. Stilpenldist
der; -en, -en (zu t...ist): (bayr., österr.) Stipendiat. Stipen di um das; -s, ...ien [...ion] (aus lat. stipendium
„Steuer, Abgabe; Sold; Unterstützung“ zu stips „Geldbei
trag, Spende“ u. pendere „(ab)wägen; zahlen“): finanziel
le Unterstützung für Schüler, Studierende u. junge Wis
senschaftler. Stilpes [st..., ʃt...] der; -, ...ites [...te:s] (aus
Zai. stipes, Gen. stipitis „Pfahl, Klotz“): 1. Unterbau für
den Altar, meist mit einem tAntependium bekleidet
(Kunstw.). 2. das Haftglied der Î Maxilien bei Insekten
(Zool.). StiIpulialtilgn [ft..., st...] die; -, -en (aus gleich
bed. lat. stipulatio zu stipulari, vgl. stipulieren): vertragli
che Abmachung; Übereinkunft. sti|pu|lie|ren (aus lat.
stipulari „sich etw. verbindlich zusagen lassen“): 1. ver
traglich vereinbaren, Übereinkommen. 2. festlegen, fest
setzen
Stoa [st..., ft...] die; -, Stoen (nach gr. (poikile) stoá, eigtl.
„(bunt bemalte Säulen)halle“, einer mit Bildern ge
schmückten Säulenhalle im antiken Athen, in der sich die
Anhänger der um 300 v. Chr. von Zenon von Kition (etwa
335-263 v.Chr.) gegründeten Schule versammelten): 1.
(ohne Plur.) griech. Philosophenschule von 300 v. Chr. bis
250 n. Chr., deren oberste Maxime der Ethik darin be
stand, in Übereinstimmung mit sich selbst u. mit der Natur
zu leben u. Neigungen u. Affekte als der Einsicht hinder
lich zu bekämpfen. 2. altgriech. Säulenhalle [in aufwendi
gem Stil] (Kunstw.)
Sto|chas|tik [stox..., ft...] die; - (aus gr. stochastikë (téchnê) „zum Zielen, zum Erraten gehorend(e Kunst)“): Teil
gebiet der Statistik, das sich mit der Analyse zufallsabhän
giger Ereignisse u. deren Wert für statistische Untersu
chungen befasst, stolchasltisch (aus gr. stochastikós
„mutmaßend“): zufalisabhängig; stochastischer Algorith
mus: Algorithmus, bei dem die Ausgabe bzw. die Reihen
folge der Abarbeitung der einzelnen Anweisungen von zu
fälligen Ereignissen abhängt (Informatik)
Stölchilolmeltrie* [st...,ft...] die: - (zu gr. stoicheion, Plur.
stoicheia „Anfänge der Wissenschaften, Grundstoffe“ u.
I...metrie): Lehre von der mengenmäßigen Zusammenset
zung ehern. Verbindungen u. der math. Berechnung ehern.
Umsetzungen, stölchilolmeltrisch* (zu Î...metrisch):
die Stöchiometrie betreffend, auf ihr beruhend
Stock [stɔk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. stock, eigtl.
„(Baum)stamm“): 1. Warenvorrat, -lager. 2. Gesamtbe
trag einer Anleihe (Wirtsch.). 3. Grundkapital einer Ge
sellschaft od. dessen Teilbeträge (Wirtsch.). Stocklbroker, auch Stock-Brolker [,,, broʊkə] der; -s, - (aus engl.
stockbroker „Makler“ zu stock „Aktien-“ u. broker „Alt
warenhändler, Trödler“): Börsenmakler, Wertpapierhändler (Börsenw.), Stpcklcar [,,,kɑ:] der; -s, -s (aus
gleichbed. engl. stockcar zu stock „Serien-“ u. car „Au
to“): mit starkem Motor ausgestattetes Fahrzeug für ge-
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schlossene Rennstrecken, das sich äußerlich oft nicht von
einem Serienfahrzeug unterscheiden lässt. Stockldilviden de, auch Stock-Di|vi|den|de ifz'e; -, -n (zu engl.
stock „Aktien-“): Dividende, die entweder ganz od. zum
Teil in Form von Berechtigungsaktien neben der Bardivi
dende verteilt wird (Wirtsch.). Stock Exlchange [...ikstʃeɪndʒ] die; -, Plur. -n [,,,ʤn] u. -s [,,,dʒɪz] (aus engl. stock
exchange, zu exchange „Börse“): 1. (hist.) Name der Lon
doner Börse. 2. svw. Effektenbörse. Stockljoblber, auch
Stock-Joblber [,,,ʤɔbu] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
Stockjobber, zu jobber, vgl. Jobber): Händler an der Lon
doner Börse, der nur Geschäfte für eigene Rechnung ab
schließen darf (Börsenw.). Stock pilling [..,paɪlɪŋ] das;-s
(aus gleichbed. engl. stockpiling zu to stockpile „anhäufen,
einen Vorrat anlegen“): die gesetzlich vorgeschriebene
Vorratshaltung von strategischen Gütern (vor allem Roh
stoffe; Wirtsch.)
stoi [stoy] (aus ru.vs’. stoj, Imp. Sing, von stat’ „stehen blei
ben“): stopp, halt!
Stoilcheldon [stoyçe...] das; - (zu gr. stoichêdôn „in Rei
hen, neben- od. hintereinander“): Anordnung der Buch
staben auf altgriech. Inschriften reihenweise untereinan
der u. ohne Worttrennung
Stolilker [st..., ʃt...] der; -s, - (über lat. Stoicus aus gr. Stöikös zu stoikös „stoisch“, eigtl. „zur Halle gehörig“, dies zu
stoá, vgl. Stoa): 1. Angehöriger der Stoa. 2. Vertreter des
Stoizismus. 3. Mensch von stoischer Gelassenheit, sto
isch <aus lat. stoicus „stoisch“, dies aus gr. stoikös, vgl.
Stoiker): 1. die Stoa od. den Stoizismus (1) betreffend. 2.
von unerschütterlicher Ruhe, gleichmütig, gelassen. Stoilzislmus der; - (zu t...izismus): 1. die von der Stoa aus
gehende weit reichende Philosophie u. Geisteshaltung mit
dem Ideal des Weisen, der naturgemäß u. affektfrei unter
Betonung der Vernunft u. der Î Ataraxie lebt. 2. Uner
schütterlichkeit, Gleichmut, Gelassenheit
Stoiker ['stoukə] der; -s, - (aus engl. stoker „Heizer“):
1. Feuerungsrost mit selbsttätiger Beförderung der Kohle.
2. (früher) Heizer auf Schiffen
Stokes [stouks] das; -, - (nach dem engl. Physiker u. Ma
thematiker Sir G. G. Stokes, 1819-1903): Maßeinheit der
Viskosität eines Stoffes; Zeichen St. stokessch
['stoʊksjl (zu ÎStokes); in der Fügung stokessche Linie:
Spektrallinie im t Emissionsspektrum von größerer Wel
lenlänge als die des anregenden Lichts (Kernphys.)
STOL [stol] das: -[s], -s ( Abk. für engl. short take-off and /an
ding „kurzes Starten u. Landen“): Kurzstart[flugzeug]
Stolla [ft..., st...] die; -, ...len (aus gleichbed. lat. stola, dies
aus gr. stole „Rüstung, Kleidung“, Bed. 2 über gleichbed.
mlat. stola): 1. altröm. knöchellanges Obergewand für
Frauen. 2. schmaler, über beide Schultern herabhängen
der Teil des priesterlichen Messgewandes; vgl. Epitrachelion u. Orarion. 3. langer, schmaler Umhang aus Stoff od.
Pelz. Stpllgelbühlren [ft...] die (Plur.) (zu tStola (2)):
Gebühren für bestimmte Amtshandlungen eines Geistli
chen (Taufe, Trauung u. Ä.)
Stollildi tät die; -, -en (aus gleichbed. lat. stoliditas, Gen.
stoliditatis zu stolidus „dumm, albern“): (veraltet) Dumm
heit, Albernheit
Stollnik [st...] der; -s, Plur. -s u. -i(aus gleichbed. russ. stol
nik zu stol „Tisch; Thron“): (früher) Haushofmeister des
Zaren
Sto|lo[n] [ft..., st...] der; -s, Stolonen (meist Plur.) (aus lat.
stolo, Gen. stolonis „Wurzelspross“): 1. Ausläufer, unter
irdischer Trieb bei Pflanzen (Bot.). 2. bei festsitzenden
Tieren (z. B. Polypen, Moostierchen) Auswuchs, der durch
Knospung neue Individuen hervorbringt (Zool.). Stollonisation die; -, -en (zu T...isation): Bildung von Stolo
nen für die vegetative Fortpflanzung bei einigen niederen
Tieren (Zool.)
Stoppine
[russ. stu...] die; -, -s (aus gleichbed. russ. stolowaja): einfache russ. Speisegaststätte; russ. Imbissstube
Stolma [st,,,,ʃt...] das; -s, -ta (ausgr. stöma, Gen. stömatos
„Mund(öffnung)“): 1. Mundöffnung (Zool., Med.). 2.
(meist Plur.) sehr kleine Öffnung in Blut- u. Lymphgefä
ßen, durch die Zellen hindurchtreten können (Med.). 3.
künstlich hergestellter Ausgang von Darm od. Harnblase
(Med.). 4. Spaltöffnung des Pflanzenblattes (Bot.), stomalchal <zu lat. stomachus „Öffnung, Schlund, Magen“
(dies aus gr. stomachos) u. T *...al (l)): durch den Magen
gehend, aus dem Magen kommend, den Magen betreffend
(Med.). Sto|ma|chi|kum das; -s, ...ka (zu lat. stomachi
cus „zum Magen gehörig“, dies aus gr. stomachikös; vgl.
...ikum): Mittel, das den Appetit u. die Verdauung anregt
u. fördert (Med.). Stolmalkalze die; - (nachgr. stomakákê „Mundfäule (verbunden mit Zahnausfall), Skorbut“):
geschwürige Mundfäule (Med.), stolmat..., Stolmat...
vgl. stomato..., Stomato... Stolmalta: Plur. vonTStoma.
Sto malti tis die; -, ...itjden (zu îStoma u. t...itis>: Ent
zündung der Mundschleimhaut (Med.), stolmalto...,
Stomato..., vor Vokalen auch stomat..., Stomat... (zu
gr. stöma, Gen. stömatos „Mund“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „Mund, Mundhöhle“, z.B. stomatogen, Stomatomykose. stolmaltolgen (zu f...gen): vom
Mund u. seinen Organen herrührend (Med.). Stolmaltololge der; -n, -n (zu t... loge): Facharzt auf dem Gebiet der
Stomatologie. Stolmaltollolgie die; - (zu Î ...logie): Wis
senschaft von den Krankheiten der Mundhöhle (Med.),
stolmaltollolgisch (zu Î ...logisch): die Stomatologie be
treffend. Stolmalto mylkolse die; -, -en: Pilzerkran
kung der Mundhöhle (Med.). Sto|ma|tolplas|tik die; -,
-en (zu Î'Plastik): 1. operative Erweiterung der verengten
Mundöffnung (Med.). 2. operatives Verfahren, um den Ei
leiter durch Bildung eines künstlichen Mundes durchgän
gig zu machen (Med.). Stolmaltolskop* das; -s, -e (zu
f...skop): optisches Gerät zur Untersuchung der Mund
schleimhaut (Med.). Stolmilum das; -s, ...ien [...ion] (zu
ÎStoma u. f,,,ium): vorgebildete Aufreißstelle an den
fSporangien der Farne u. den Pollensäcken der Samen
pflanzen, durch die bei der Reife die Sporen bzw. Pollen
körner ausgestreut werden (Bot.)
Stomp [stɔmp, ʃt...] der; -[s] (aus gleichbed. engl.-amerik.
stomp, eigtl. „das Stampfen“): 1. ein afroamerik. Tanz. 2.
im Jazz eine melodisch-rhythmische Technik, bei der der
fortlaufenden Melodie eine rhythmische Formel zugrunde
gelegt wird
stoned [stoond] (aus gleichbed. engl.-amerik. stoned, eigtl.
„versteinert“, zu stone „Stein“): (Jargon) unter der Wir
kung von Rauschmitteln stehend; vgl. high, stonewashed ['stoʊnwɔʃt] (zu engl. stone „Stein“ u. to wash
„waschen“): mit kleinen Steinen vorgewaschen, um Farbe
u. Material so aussehen zu lassen, als sei das Kleidungs
stück nicht mehr neu (von [jeans]stoffen)
stop [ft..., st...] (engl. ; Imp. von to stop „anhalten“): 1. (auf
Verkehrsschildern) stopp!, halt! 2. Punkt (im Telegrafen
verkehr). Stop-and-go-Po|li|tik [ stɔpənd'gou...] die; (zu engl. to stop and to go „anhalten und fahren“): kriti
sierende Bez. für Maßnahmen der diskretionären Wirt
schaftspolitik. Stop-and-go-Ver|kehr der; -s: durch
langsame Fahrweise u. häufiges Anhalten der Fahrzeuge
gekennzeichneter Verkehr. Stop-over, auch Stpplover
[,,,'oʊvə] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. stopover zu to stop
over „die Fahrt (kurz) unterbrechen“): Zwischenlandung,
Zwischenaufenthalt auf einer Reise, stopp [ft...]: halt!
Stopp der; -s, -s: La) das Anhalten aus der Bewegung he
raus; [unfreiwilliger] Halt; b) Unterbrechung, vorläufige
Einstellung. 2. Stoppball (Badminton [Tischjtennis)
Stoplpilne iZfe; -, -n (aus it. stoppino „Docht“ zu stoppa
„Werg“, dies aus lat. stuppa) : in der Pyrotechnik ver wenSto|lo|wa|ja
Stopping
detes Zündmittel, das aus einem trockenen, mit Schwarz
pulverbrei präparierten Baumwollfaden besteht
Stoplping [st...] das; -[s], -s (zu engl. stopping, eigtl. „das
Anhalten“, zu to stop, vgl. stop): unerlaubtes Verabrei
chen von einschläfernden, das Leistungsvermögen herab
mindernden Mitteln bei Rennpferden; Ggs. îDoping.
Stopltime [...taim] die; - (aus gieichbed. engl.-amerik.
stop time, zu engl. stop „das Halten“ u. time „Zeit; Takt“):
rhythmische Technik, die im plötzlichen Abbruch des
tBeat besteht (in der afroamerik. Musik)
Stolrax [ft..., st...] vgl. Styrax
’Store [fto:u, st..., Schweiz, 'ʃto:rə] der; -s, -s, Schweiz, die; -,
-n <aus fr. store „Rollvorhang“, dies über it. stora, stuoia
aus lat. storea „Matte, geflochtene Decke“): die Fenster
fläche in voller Breite bedeckender, durchscheinender
Vorhang
2Store [sto:j] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. store, dies über
mittelengl. stör aus altfr. estor „Vorrat“ zu estorer „bevor
raten“ (aus lat. instaurare „erneuern“)): engl. Bez. für
Vorrat, Lager, Laden. Storelkeelper ['sto:nki:pn] der; -s,
- (aus gleichbed. engl. storekeeper, zu keeper, vgl. Kee
per): Lagerverwalter (auf Schiffen)
Stglren der; -s, - (zu t’Store): (Schweiz.) 1. Vorhang, der
von oben vor ein Fenster gezogen wird; Rollo. 2. aufroll
bares schräges Sonnendach, Markise
Storlnelllo [st...] das, auch der; -s, Plur. -s u. ...Ui (aus
gleichbed. it. stornello zu provenzal. estorn „Streit,
Kampf“): dreizeilige volkstümliche Liedform in Italien
Storlni [ft..., st...]: Plur. von ÎStorno, storlnielren (aus
gleichbed. iz. stornare, eigtl. „ablenken“): 1. einen Fehler
in der Buchhaltung durch Eintragung eines Gegenpostens
berichtigen, rückbuchen. 2. [einen Auftrag] rückgängig
machen. Stprlno der u. das; -s, ...ni (aus gleichbed. it.
Storno, eigtl. „Ablenkung“): Berichtigung eines Buchhal
tungsfehlers, Rückbuchung (Wirtsch.)
Storlting [ft..., norw. st...] das; -s (aus norw. storting, eigtl.
„große Zusammenkunft“, zu stör „groß“ u. ting „Thing“):
das norw. Parlament
Stolry ['stɔ:rɪ, 'stɔri] die; -, -s (aus gleichbed. engl. story,
dies über altfr. estoire aus lat. historia, vgl. Historie): 1.
den Inhalt eines Films, Romans o.Ä. ausmachende Ge
schichte. 2. (ugs.) a) ungewöhnliche Geschichte, die sich
so zugetragen haben soll; b) Bericht, Report. Stolry-Art
['stɔ:rɪ 'ɑ:t] die; - (zu engl. art „Kunst“): svw. Narrative
Art. Sto|ry|board [,,,bɔ:d] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. storyboard, eigtl. „Geschichtentafel“): aus Einzel
bildern bestehende Abfolge eines Films zur Erläuterung
des Drehbuchs
Stoltinlka [st...] die; -, ...ki (aus bulgar. Stotinka zu sto
„hundert“): Münzeinheit in Bulgarien (= 0,01 Lew)
Stout [staut] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. stout, eigtl.
„stark“, dies über altfr. estout aus dem Germ.): dunkles
engl. Bier mit starkem Hopfengeschmack
Stralbislmus [ft..., st...] der; - (nach gr. strabismös „das
Schielen“ zu strabizein „schielen“, dies zu strabos „ver
dreht“; vgl. ...ismus (3)>: das Schielen (Med.). Stralbo
der; -s, -s (nach gleichbed. gr. strabön): Schielender
(Med.). Stralbolmelter das; -s, - (zu gr. strabós „schie
lend“, eigtl. „verdreht“, u. t’...meter): optisches Messge
rät, mit dem die Abweichung der Augenachsen von der Pa
rallelstellung bestimmt wird (Med.). Stra|bo|me|trie*
die; -, ...ien (zu î ...metrie): Messung des Schielwinkels mit
dem Strabometer (Med.). Stralbolsiltät die; - (zu Î ...osität): svw. Strabismus. Stra|bo|to|mie die; -, ...ien (zu
t ...tomie): operative Korrektur einer Fehlstellung der Au
gen, Schieloperation (Med.)
Straclchilno [stra'ki:no] der; -[s] (aus gleichbed. it.
stracchino zu stracco „müde“, weil der Käse urspr. aus der
Milch der im Herbst von den Bergen heimkehrenden
1290
vacche stracche („müde Kühe“) hergestellt wurde):
Weichkäse aus der Gegend von Mailand
1Strac|cia|tel|la [stratʃa...] das; -[s] (nach z7. stracciatella
(wegen der im Eis enthaltenen Schokoladensplitter), vgl.
2Stracciatella>: Speiseeissorte, die aus Milchspeiseeis mit
Schokoladenstückchen besteht. 2Straclcia|tel|la die; -,
...le (aus gleichbed. it. stracciatella zu stracciare „zerfet
zen, (in Stücke) zerreißen“): ital. [Eier]einlaufsuppe
Strad dle [`strɛdl] der; -[s], -s (aus engl. straddle „das Sprei
zen (der Beine)“): 1. Wälzsprung mit gespreizten Beinen
(Hochsprung). 2. bes. Form des Optionsgeschäftes
Stra|di|va|ri [stradiva:ri] die; -, -[s] u. Straldilvalrilus
die; -, - (nach dem ital. Geigenbauer A. Stradivari (latini
siert Stradivarius), 1644-1737): Geige aus der Werkstatt
Stradivaris
Stra gu la® [ft..., st...] das; -s (aus lat. stragula „Decke,
Teppich“) : ein glatter Fußbodenbelag mit Kunststoffober
fläche
straight [streit] (engl.; eigtl. „gerade, aufrecht“): 1. (Jar
gon) heterosexuell; Ggs. Igay. 2. a) geradlinig, konse
quent; b) notengetreu, (eine Melodie) ohne Variation od.
Improvisation spielend. Straight der; -s, -s u. Straight
flush ['streɪtflʌf] der; -[s], -es[-ʃɪz, ...JTs] (aus gleichbed.
engl. straight (flush)): Sequenz von fünf Karten der glei
chen Farbe beim Pokerspiel
stral|zie|ren [ft..., st...] (aus gleichbed. it. stralciare, eigtl.
„streichen“): (Kaufmannsspr. veraltet) liquidieren, güt
lich abtun. Strallzielrung die; -, -en (zu T...ierung):
(Kaufmannsspr. veraltet) Geschäftsauflösung, Î Liquida
tion. Strallzio der; -s, -s (aus gleichbed. it. stralcio zu
stralciare, vgl. stralzieren): (österr.) svw. Liquidation
Stramlbptlto [st...] das; -[s], ...tti (aus it. strambotto „(Lie
besgedicht“): Gedichtform der volkstümlichen sizilian.
Dichtung, die aus acht elfsilbigen Versen bestand; vgl. Rispetto
Stra min der; -s, -e (aus gleichbed. niederl. stramien, dies
aus altfr. estamin(e) „leichter Wollstoff“ zu lat. stamineus
„voll Fäden, faserig“): appretiertes Gittergewebe als
Grundmaterial für [Kreuzjstickerei
Strangelness ['streɪndʒnɪs] die; - (aus engl, strangeness
„Fremdartigkeit“ zu strange „fremd, eigenartig“): Quan
tenzahl zur Klassifizierung von Elementarteilchen
(Phys.). Strange Parti cles* ['streɪndʒ 'pɑ:tɪklz] die
(Plur.) (aus engl. Strange particles „seltsame Teilchen“):
Elementarteilchen, die immer paarig erzeugt werden u.
deren Strangeness ungleich null ist (Phys.)
Stranlgullaltilon [ft..., st...] die; -, -en (aus gleichbed. lat.
strangulatio zu strangulare, vgl. strangulieren): 1. das
Strangulieren. 2. Abschnürung, Abklemmung innerer Or
gane (z.B. des Darms; Med.); vgl. ...ation/...ierung.
Strangulations lilelus [...leos] ¿er; -, ...ileen [,,,eən]:
Darmverschluss bei Strangulation eines Darmabschnittes
(z. B. bei einem Bruch; Med.). stran|gu|lie|ren (über lat.
strangulare aus gleichbed. gr. straggalän zu strágx, vgl.
Strangurie): 1. durch Zuschnüren, Zudrücken der Luft
röhre töten; erdrosseln, erhängen. 2. zur Förderung der
Blütenknospenausbildung den Assimilationsstrom nach
unten durch angelegte Draht- od. Blechstreifen drosseln.
Stranlgullielrung die; -, -en (zu T...ierung): svw. Stran
gulation; vgl. ...ation/...ierung. Stranlgulrie* die; -, ...ien
(aus gleichbed. gr. straggouria zu strágx, Gen. straggós
„ausgepresster Tropfen“ u. t,,,urie): schmerzhaftes Was
serlassen, Harnzwang (Med.)
Stralpalze die; -, -n (aus gleichbed. it. strapazzo zu strapazzare, vgl. strapazieren): große Anstrengung, Mühe, Be
schwerlichkeit. stralpalzielren (aus it. strapazzare
„überanstrengen“, Herkunft unbekannt, vielleicht zu lat.
pati „(er)dulden, sich gefallen lassen“): 1. übermäßig an
strengen, beanspruchen; abnutzen, verbrauchen. 2. a) auf
1291
anstrengende Weise in Anspruch nehmen; b) sich sich
[körperlich] anstrengen, nicht schonen. stra|pa|zi|ös
(französierende Bildung zu Î Strapaze ; vgl. ...ös>: anstren
gend, beschwerlich
Straplpaltulra [st..., J't...] die; - (aus it. strappatura, eigtl.
„Riss“): Werg des ital. Hanfes
Straps [J't..., st...] der: -es, -e (zu engl. straps (Plur.) „Rie
men“): a) Strumpfhalter; b) [schmaler] Hüftgürtel mit vier
Strapsen (a)
stralscilnanldo [straʃi...] (/r,): schleppend, geschleift
(Vortragsanweisung; Mus.)
Strass der; Gen. - u. -es, Plur. -e (nach dem franz. Juwelier
G. F. Stras, 1700-1773): a) (ohne Plur.) aus bleihaltigem
Glas mit starker Lichtbrechung hergestelltes, glitzerndes
Material bes. für Nachbildungen von Edelsteinen; b) aus
Strass (a) hergestellte Nachbildung von Edelsteinen
Stralta [ft..., st...]: Plur. von tStratum
Straltalgem [ft..., st...] das; -s, -e (aus fr. stratagème
„Kriegslist“): svw. Strategem
Straltalmelter [ft..., st...] das; -s, - (zu lat. Stratum (vgl.
Stratum) u. t'...meter): Instrument zur Feststellung von
Bohrlochabweichungen aus der vorgegebenen Richtung
Straltelge [ft..., st...] der; -n, -n (nachfr. stratège aus gleichbed. gr. strategos zu stratos „Heer“ u. ágein „führen“):
jmd., der nach einer bestimmten Strategie, strategisch vor
geht. Straltelgem das; -s, -e (nach fr. stratagème aus
gleichbed. gr. stratêgëma): a) Kriegslist; b) Kunstgriff,
Trick. Straltelgie die; -, ...ien (nach fr. stratégie aus
gleichbed. gr. strategia): genauer Plan des eigenen Vorge
hens, der dazu dient, ein militärisches, politisches, psycho
logisches, wirtschaftliches o. ä. Ziel zu erreichen, u. in dem
man diejenigen Faktoren, die in die eigene Aktion hinein
spielen könnten, von vornherein einzukalkulieren ver
sucht. straltelgisch (nach fr. stratégique aus gleichbed.
gr. strategikös): genau geplant, einer Strategie folgend:
strategische Allianz: langfristige Kooperation mehrerer
multinationaler Unternehmen zur Stärkung ihrer Wettbe
werbsposition bei Geschäftsaktivitäten (Wirtsch.); strate
gische Familie: Gruppe von Unternehmen (bes. in Japan),
die durch enge Geschäftsbeziehungen, Informationsaus
tausch u. personelle Verflechtung eine Gruppengemein
samkeit mit hohem Umsatzgewinn entwickelt (Wirtsch.);
strategische Waffen: Waffen von größerer Sprengkraft u.
Reichweite, die zur Abwehr u. zur Zerstörung des feindli
chen Kriegspotenzials bestimmt sind; vgl. taktische Waf
fen
Stralti [ft..., st...]: Plur. von fStratus. Stra|ti|fi|ka|tilon
die; -, -en (zu lat. stratum (vgl. Stratum) u. I ...fikation):
1. Schichtung [von Gesteinen], 2. Schichtung von Saatgut
in feuchtem Sand od. Wasser, um das Keimen zu be
schleunigen (Landw.). 3. vertikale soziale Schichtung.
stra|ti|fi|ka|ti|o|nell (zu t...ell>: die Stratifikation be
treffend, auf Stratifikation beruhend; stratifikationelle
Grammatik: svw. Stratifikationsgrammatik. Straltilfikaltilonslgramlmaltik die;
grammatische Theorie,
die Sprache als ein System gleichartig funktionierender
Teilsysteme versteht (Sprachw.). stra|ti|filzie|ren (zu
lat. stratum (vgl. Stratum) u. î...fizieren): 1. in die
Schichtenfolge einordnen, sie feststellen (von Gesteinen;
Geol.). 2. langsam keimendes Saatgut in feuchtem Sand
od. Wasser schichten, um es schneller zum Keimen zu
bringen (Landw.). straltilfprm (zu î...form): schichtför
mig (von Wolken; Meteor.). Straltilgralfie, auch
...gralphie die; - (zu t...grafie): 1. Teilgebiet der Geolo
gie, das sich mit der senkrechten u. damit auch zeitlichen
Aufeinanderfolge der Schichtgesteine befasst, Schichten
kunde. 2. Teilgebiet der Archäologie, das sich mit den
Kulturschichten bei der Ausgrabung beschäftigt. 3. svw.
Tomografie, straltilgralfisch, auch ...gralphisch (zu
Streetball
Î...grafisch): die Altersfolge der Schichtgesteine betref
fend (Geol.)
Straltilolten [st...] cZ/e (Plur.) (aus gleichbed. gr. stratiötai,
Plur. von stratiötes „Krieger, Soldat“, zu stratos „Heer“):
durch Landschenkungen gebundene Soldaten im Byzanti
nischen Reich, die bei Aufruf Wehrdienst leisten mussten
stralto..., Stralto... [ft..., st...] (zu lat. Stratum, vgl. Stra
tum): Wortbildungselement mit der Bedeutung „(in
Schichten) ausgebreitet“, z.B. Stratokumulus. Straltokulmullus der; -, ...li: tiefhängende, gegliederte Schicht
wolke; Abk. : Sc (Meteor.). Straltolnaut der; -en, -en (zu
t...naut>: (veraltet) Ballonfahrer. Stra|to|pau|se die; (zu Î 'Pause): Schicht in der Atmosphäre zwischen Strato
sphäre u. t Mesosphäre (Meteor.). Stra|to|sphä|re* die; (Analogiebildung zu Atmosphäre): Teilschicht der Atmo
sphäre in einer Höhe von etwa 12-50km über der Erde
(Meteor.), straltolsphälrisch*: die Stratosphäre betref
fend. Straltosltat* der; -en, -en (zu t...stat): (veraltet)
Freiballon mit luftdicht geschlossener Gondel für Aufstie
ge in große Höhen. Straltoltop der u. das; -s, -e (zugr. to
pos „Ort, Raum“): vertikaler Teilbereich eines Biotops als
Lebensraum einer Stratozönose (Ökologie). Straltolvulkan der; -s, -e: aus einer Wechselfolge von Lavalagen u.
Ascheschichten aufgebauter kegelförmiger Vulkan. Strato zö nplse die; - (zu gr. koinös „gemeinsam“): Bez. für
die nur einer einzelnen Schicht eines vertikal geschichte
ten Lebensraums eigene Lebensgemeinschaft, z.B. Kro
nenschicht in einem Wald (Ökologie). Straltum das; -s,
...ta (aus lat. stratum „Decke“, eigtl. „das Ausgebreitete“,
substantiviertes Part. Perf. (Neutr.) von sternere „ausbrei
ten; bedecken“): 1. Strukturebene in der Stratifikations
grammatik, Teilsystem der Sprache (z.B. Phonologie,
Syntax; Sprachw.). 2. flache, ausgebreitete Schicht von
Zellen (Med.). 3. Lebensraumschicht eines ÎBiotops
(Biol.). 4. soziale Schicht (SozioL). Straltus der; -, ...ti
(aus (n)lat. stratus, eigtl. substantiviertes Part. Perf. von
lat. sternere, vgl. Stratum): tiefhängende, ungegliederte
Schichtwolke; Abk.: St (Meteor.)
Strazlza [ft..., st...] rfze; -, ...zzen (aus gleichbed. it. (venetisch) strazza, verwandt mit stracciare, vgl. Strazze): Ab
fall bei der Seidenherstellung. Strazlze die; -, -n (wohl
verkürzt aus gleichbed. it. stracciafoglio zu stracciare
„zerreißen“): (Kaufmannsspr.) Kladde
strealken ['stri:kn] (nach engl. to streak „blitzen“, eigtl.
„(nackt) flitzen“, zu streak „(Licht)strahl, -streifen“): in
provokatorischer Absicht in der Öffentlichkeit nackt über
belebte Straßen, Plätze o.Ä. laufen; blitzen. Strealker
['stri:ku] der; -s, - (aus gleichbed. engl. streaker): jmd., der
streakt; Blitzer. Streaklkalmelra
-, -s (zu engl. to
streak „blitzen“): Photodetektor, mit dem der zeitliche
Verlauf von sehr kurzen Lichtimpulsen registriert werden
kann
Strea mer ['stri:mn] der; -s, - (aus engl. streamer, eigtl.
„(etw.) Flatterndes“, zu stream „Strom; Strömung“): 1.
(beim Lachsangeln verwendeter) größerer, mit Federn
versehener Haken (der einer Fliege ähnlich sieht). 2. Spei
cher für die kontinuierliche Aufnahme von großen Daten
mengen (EDV). Strealming ['stri:mɪŋ] das; -[s] (aus
gleichbed. engl. Streaming zu to stream „strömen“): Ver
fahren zur kontinuierlichen Übertragung von großen Da
tenmengen im Internet (EDV). Stream of Conlsciousness ['stri:m əv 'kɔnʃəsnɪs] der;---- (aus engl. stream of
consciousness „Bewusstseinsstrom“): Erzähltechnik, bei
der an die Stelle eines äußeren, in sich geschlossenen Ge
schehens od. dessen Wiedergabe durch einen Icherzähler
eine assoziative Folge von Vorstellungen, Gedanken o. A.
einer Romanfigur tritt (Literaturw.)
Streetlball ['stri:tbɔ:l] der; -s (aus gleichbed. engl. Street
ball zu street „Straße“ u. ball „Ball“): auf Plätzen, Höfen
1292
Streetballer
o. Ä. gespielte Variante des Basketballs mit drei Spielern in
einer Mannschaft. Streetlballler [,,,bɔ:lə] der; -s, jmd.,
der Streetball spielt. Streetlballlelrin [,,,bɔ:lə...] die; -,
-nen: weibliche Form zu îStreetballer. Streetlband
[...bænd] die; -, -s (aus gleichbed. engl. street band, zu band
(vgl. Band)): svw. Marchingband. Street-Cre|di|bi|lity, auch Streetlcre|di|bi|li|ty [,,,kred:'bɪlətɪ] die; - (aus
gleichbed. engl. street credibility, zu credibility „Glaub
würdigkeit“, dies zu credit, vgl. ’Kredit): Vertrauen erwe
ckender Eindruck, glaubwürdiges Image bei der ersten Be
gegnung. Streetlcry [...krai] der; - (aus gleichbed. engl.
Street cry, eigtl. „Straßenruf“, zu cry „Ruf, Schrei“): afroamerik. Gesangsform, die in Intonation u. emotionaler
Tongestik Einfluss auf den Blues hatte. Streetlfighlter
[...faits] der; -s, - (aus gleichbed. engl. streetfighter, zu
fighter „Kämpfer“): [politisch meist radikal orientierter]
Jugendlicher, der sich Straßenkämpfe z. B. mit der Polizei,
mit [politisch] anders gesinnten Gruppen liefert. Street
gang [-,,gɛŋ] die; -, -s (aus gleichbed. engl. street gang):
Bande meist jugendlicher Krimineller, die Passanten auf
[einsamen] Straßen angreifen u. ausrauben. Streetlhockey [...hoke, auch ...hoki] das;-&: auf Beton- od. Asphalt
flächen gespieltes, dem Eishockey ähnliches Ballspiel.
Streetlsoclcer [,,,sɔkə]dɑs, auch der;-s (zu engl. soccer,
vgl. Soccer): auf Straßen u. Plätzen gespielte Variante des
Fußballspiels. Street-TV [,,,ti:vi:] das; -: Fernsehen an
großformatigen Bildschirmen an Hauswänden, wobei spe
zielle Informationen u. Werbung vermittelt werden.
Streetlwear [,,,weə] die; - (zu engl. wear „Kleidung“):
Alltagskleidung. Streetiwork [,,,wə:k] die; - (aus gleich
bed. engl.-amerik. Street work, eigtl. „Straßenarbeit“, zu
engl. work „Arbeit“): Soziaiarbeit, bei der Drogenabhän
gigen, gefährdeten od. straffällig gewordenen Jugendli
chen innerhalb ihres Wohnbereichs od. Milieus von Street
workern geholfen bzw. Beratung angeboten wird. Street
worker der; -s, - (aus gleichbed. engl.-amerik. street
worker, eigtl. „Straßenarbeiter“, zu engl. worker „Arbei
terin)“): speziell ausgebildeter Sozialarbeiter, der Street
work durchführt. Streetlworlkelrin die; -, -nen: weibli
che Form zu Î Streetworker
Strellitlze der; -n, -n (aus gleichbed. russ. strelec, eigtl.
„Schütze“): Angehöriger einer Leibwache des Zaren im
17. Jh.
Stremlma [ʃt,,,, st...] das; -[s], -ta (aus ngr. strémma): neugriech. Flächenmaß
Strenlgit [auch .. ,'git] der; -s, -e (nach dem dt. Mineralogen
J. A. Streng ( 1830-1897) u. zu T2.,.it): ein meist rotes, auch
violettes od. farbloses Mineral
Strelnuliltät [ft..., st...] die; - (aus lat. strenuitas, Gen. stre
nuitatis „Geschäftigkeit, Betriebsamkeit“ zu strenuus
„tüchtig; entschlossen“): (veraltet) Tapferkeit; Unterneh
mungsgeist
strelpiltolso [st...] u. strelpiltulolso (it. ; zu strepito
„Lärm“, dies aus lat. strepitus): lärmend, geräuschvoll,
glänzend, rauschend (Vortragsanweisung; Mus.)
strept..., Strept... [ft..., st...] vgl. strepto..., Strepto...
strepito.... Strepito..., vor Vokalen auch strept...,
Strept... (aus gr. streptós „gedreht, geflochten; Halsket
te“): Wortbildungselement mit den Bedeutungen: a) „ket
tenförmig angeordnet“, z. B. Streptokokke; b) „die Strep
tokokken betreffend od. durch sie hervorgerufen“, z.B.
Streptotrichose. Strep|to|der|mie die; -, ...ien (zu
t.-.dermie): Streptokokkenerkrankung der Haut (Med.).
Strep|to|ki|na|se die; -, -n: Fibrin lösendes, aus Strep
tokokken gebildetes ÎEnzym (Med.). Strep|to|kpk|ke
die;-, -nu.Strepltolkoklkus der;-, ...kken(meist Plur.):
Kettenbakterie, Eitererreger, Strepltollylsin das; -s, -e
(zu ÎLysin): von Streptokokken gebildetes Gift, das die
Blutkörperchen u. den Blutfarbstoff auflöst (Med.).
[...ts...] u. Streptomyzin das; -s (zu
tStreptomyzeten u. t... in (1)): aus Streptomyzeten gewon
nenes tAntibiotikum. Strep|to|my|ko|se die; -, -n:
Streptokokkenkrankheit der Haut, die nur im Erschei
nungsbild gewisse Gemeinsamkeiten mit einer Mykose hat
(Med.). Strepltolmylzelten die (Plur.) (aus nlat. streptomycetes (Plur.); vgl. Myzet): Gattung bestimmter Bak
terien, die zu den Strahlenpilzen gehören u. den Großteil
der Antibiotika liefern (Biol.). Strepltolmylzin vgl.
Streptomycin. Strepltoltrilcholse die; -, -n: Pilzerkran
kung der Lunge durch Infektion mit Fadenpilzen (Med.)
Stress [ft..., st...] der; -es, -e (aus gleichbed. engl. stress,
eigtl. „Druck, Anspannung“, gekürzt aus mittelengl. distresse „Sorge, Kummer“, dies über das Altfr. zu lat. dis
tringere „auseinanderziehen, dehnen“): 1. starke Leis
tungsanforderung, erhöhte körperliche [u./od. seelische]
Belastung, die zu Schädigungen der Gesundheit führen
kann. 2. gerichteter, einseitiger Druck (Geol.). streslsen
(nach gleichbed. engl. to stress): jmdn. körperlich u. see
lisch überbeanspruchen. Stresslfakltor der; -s, -en:
Stress(1) auslösender Faktor (z.B. Lärm, Angst, Ärger,
Leistungsdruck; Med.), streslsig: (ugs.) mit Stress(l)
verbunden, Stress(l) bewirkend. Stresslmilnelral das;
-s, Piur. -e u. -ien [...ion]: dem einseitig wirksamen Druck
bei tektonischen Vorgängen nachgebendes Mineral.
Streslsor der; -s, ...oren (zu TStress u. t...or): Mittel od.
Faktor, der Stress (1) bewirkt od. auslöst
Stretch [strɛtʃ] der,■ -[e]s, -es (zu engl. to stretch „dehnen“):
elastisches Gewebe aus Kräuselgarn, bes. für Strümpfe.
Stretlching das; -s (zu l...ing): aus Dehnungsübungen
bestehende Form der Gymnastik
Stretlta [st...] die; -, -s (aus gleichbed. it. Stretta, eigtl. „das
Drücken“, zu stretto, vgl. stretto): brillanter, auf Effekt
angelegter Schluss einer Arie od. eines Instrumentalstü
ckes. stretlto (it. ; eigtl. „eng; (zusammen)gedrückt“, dies
aus lat. strictus, vgl. strikt): gedrängt, eilig, lebhaft; (bei
der Fuge:) in Engführung (Vortragsanweisung; Mus.)
Stria [ʃt---, st...] die: -, Striae [,..e] (aus lat. stria „Riefe, Ver
tiefung; Streifen“): Streifen (z. B. Dehnungsstreifen in der
Haut; Med.)
striclte [strɪktə,ʃt...] (lat. ; Adverb von strictus, vgl. strikt):
lat. Form von strikte (Adverb). stric|tis|si|me (lat.; Su
perlativ von stricte, vgl. stricte): (veraltet) aufs Genaueste
Stride Pilalno [straid paɪ'ænoʊ] das; - -[s], - -s (aus gleich
bed. engl. stride piano zu to stride „schreiten“ u. piano
„Klavier“): Klaviertechnik des Jazz, bei der die linke
Hand abwechselnd Basstöne u. Akkorde greift, während
die rechte Hand improvisatorisch schnelle Läufe u. Ak
kordbrechungen vollzieht
Strildor [ft..., st...] der; -s (aus lat. Stridor „das Zischen,
Schwirren, Pfeifen“ zu stridere „zischen, schwirren, pfei
fen, knarren“): pfeifendes Atemgeräusch (Med.). Stridulatilon die; - (zu lat. stridulus „zischend, schwirrend,
knarrend“ u. t...ation): Erzeugung von Lauten bei be
stimmten Insekten durch Gegeneinanderstreichen be
stimmter beweglicher Körperteile (Zool.). Stri|du|!altionsorgan das; -s, -e: Werkzeug bestimmter Insekten
zur Erzeugung zirpender Laute (z.B. bei Grillen u. Heu
schrecken; Zool.). stri|du|lie|ren (zu !..deren): durch
Stridulation Töne erzeugen (von Insekten; Zool.)
stri lg i I lie rt [ft..., st...] (zu lat. strigilis „rinnenförmige Ver
tiefung, Auskehlung (an Säulen)“ (dies zu stringere, vgl.
strikt) u. T ...iert): s-förmig geriefelt (von den Wänden alt
christlicher t Sarkophage)
Stri I gol I ni I ki [st...] die (Plur.) (aus gleichbed. russ. strigolniki zu strie’ „scheren“ (der Begründer der Bewegung
schor seinen Anhängern die Köpfe kahl)): eine aus der
russ.-orthodoxen Kirche im 17. Jh. erwachsene häretische
Bewegung
Strepltolmylcin
1293
[straik] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik.
strike, eigtl. „Schlag, Treffer“, zu engl. to strike, eigtl.
„streichen, schlagen; abbrechen"): 1. das Abräumen mit
dem ersten Wurf (Bowling). 2. ordnungsgemäß geworfe
ner Ball, der entweder nicht angenommen, verfehlt od. au
ßerhalb des Feldes geschlagen wird (Baseball)
strikt [ft..., st...] (aus lat. strictus „straff, eng; streng", eigtl.
Part. Perf. von stringere, vgl. stringieren): streng, genau;
pünktlich; strikte, striklte (Adverb) (aus lat. stricte, vgl.
stricte); streng, genau. Strikltilon die; -, -en (aus gleich
bed. spätlat. strictio zu lat. strictus, vgl. strikt): Zusam
menziehung. Strikltur die; -, -en (aus lat. strictura „Zu
sammenpressung“): Verengung eines Körperkanals (z. B.
der Speise-, Harnröhre; Med.). String [st...] der; -[s], -s
(aus engl. String, eigtl. „Schnur", vgl. Stringer): 1. Zei
chenkette (EDV). 2. theoretisches Gebilde in der String
theorie (Phys.), strinlgenldo [strɪndʒɛndo] (it.; Ge
rundium von stringere „drängen", dies aus lat. stringere,
vgl. stringieren): schneller werdend, eilend (Vortragsan
weisung; Mus.); Abk.: string. Strinlgenldodas; -s, Plur.
-s u. ...di: schneller werdendes Tempo (Mus.), strinlgent
[ftrɪŋ'gɛnt, st...] (aus lat. stringens, Gen. stringentis, Part.
Präs, von stringere, vgl. stringieren): bündig, zwingend,
streng (Philos.). Strinlgenz <7ze; - (zu t...enz>: Bündig
keit, strenge Beweiskraft (Philos.). Strinlger ['ʃtrɪŋn,
engl. 'strɪŋə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. stringer zu to
string „(an)spannen“, dies aus lat. stringere, vgl. stringie
ren): längsseits angeordnete, der Versteifung dienende
Stahlplatte (im Flugzeug- u. Schiffbau), strinlgielren
[ʃtrɪŋ gi:,--, st...] (aus lat. stringere „(zusammen)schnüren“, Bed. 2 über it. stringere (vgl. stringendo)): 1. (veral
tet) zusammenziehen, -schnüren. 2. die Klinge des Geg
ners mit der eigenen Waffe abdrängen, auffangen (Fecht
sport). Stringlrelgal das; -s, -e (zu Î String u. Î ‘Regal):
Regal, bei dem die einzelnen Bretter in ein an der Wand be
festigtes Gestell eingelegt sind. String|tan|ga [st...] der;
-s, -s (zu engl. string „Schnur, Kordel“ u. ÎTanga): Tanga
od. Tangaslip, dessen rückwärtiger Teil aus einem schma
len, schnurförmigen Stück Stoff o.Ä. besteht; vgl.
G-String. String|the|o|riedze; -: Theorie, die mikrosko
pische, saitenförmig ausgedehnte Objekte, die Strings (2),
betrachtet (Phys.). Stringlwand [ft..., st...] die; -, ...wän
de: Möbelkombination aus Hängeregalen u. Hänge
schränken
Strip [ft..., st...] der; -s, -s (aus engl. strip „Streifen“, Bed. 1
verkürzt aus gleichbed. engl.-amerik. striptease): 1. Kurz
form von Î Striptease. 2. in Streifen verpacktes, gebrauchs
fertiges Wundpflaster. Striplfilm ¿/er; -[e]s, -e: Film, des
sen Emulsionsschicht abziehbar ist u. mit anderen Filmen
zusammenmontiert werden kann (Fotogr., Druckw.).
Striplline [ striplain] die; -, -s (aus gleichbed. engl. strip
line, zu line „Leitung“): Streifenleiter (Elektrot.). Stripllokal das; -[e]s, -e: Kurzform von ÎStripteaselokal, strip
pen [ft..., st...] (nach engl. to strip „ablösen, abziehen, ab
streifen“, Bed. 1 nach engl. to strip im Sinne von „sich aus
ziehen“): 1. eine Entkleidungsnummer vorführen; sich in
einem Variete od. Nachtlokal entkleiden. 2. die Emulsions
schicht von Filmen od. Platten abziehen, um eine Sammel
form zu montieren (Fotogr.); vgl. Stripfilm. 3. (Jargon)
[als Student] durch nebenberufliches Musizieren auf einer
Veranstaltung, im Café usw. sich etwas dazuverdienen. 4.
ein od. mehrere Elektronen von beschleunigten einwerti
gen Ionen beim Durchgang durch dünne Folien od. Gas
strecken abtrennen (Kernphys.). Stripiper der; -s, - (aus
gleichbed. engl. stripper, eigtl. „Abstreifer“): 1. Instru
ment zum Entfernen eines Blutpfropfs od. einer krankhaft
veränderten Vene. 2. (ugs.) Stripteasetänzer. 3. Blockab
streifvorrichtung, Spezialkran zum Abstreifen der Guss
formen von gegossenen Blöcken (Hüttenw.). Striplpelrin
Strike
Stroma
die; -, -nen: (ugs.) Stripteasetänzerin. Striplping das;
-[s], -s (zu t,,,ing): 1. ausschälende Operation mit Spezial
instrumenten (z.B. die Entfernung eines Blutpfropfs; 2.
operative Entfernung einer t varikösen Vene mit einer Spe
zialsonde (Med.). 3. Trennung von Kapitalerträgen u.
Zinsansprüchen bei Wertpapierabrechnungen (Wirtsch.).
Strip|ping|relak|ti|on die; -, -en: das Abstreifen eines
Nukleons vom t Deuteron bei der Wechselwirkung mit ei
nem Atomkern (Kernphys.). Strips die (Plur.) (aus
gleichbed. engl.-amerik. strips, Plur. von strip, vgl. Strip):
1. kurze Fasern, die auf einer Spinnereimaschine durch
Arbeitswalzen abgestreift werden. 2. svw. Comicstrips.
Stripltease [,,,ti:s] der, auch das; - (aus gleichbed. engl.amerik. Striptease zu to strip (vgl. strippen) u. to tease „ne
cken, reizen“): 1. meist mit erotisierenden tänzerischen
od. akrobatischen Bewegungen verbundene Vorführung,
bei der die Kleidungsstücke nach u. nach abgelegt werden
(in Varietés u. Nachtlokalen). 2. (scherzh.) Entblößung.
Striplteasellolkal das; -[e]s, -e: Nachtlokal, in dem
Striptease vorgeführt wird. Striplteaseltänlzer der; -s,
-: männliche Person, die Striptease vorführt. Stripteaseltanlzelrinz/ze,-, -nen: weibliche Person, die Strip
tease vorführt. Strip|tea|seu|se [... zo:zə] die; -, -n (zu
T...euse>: svw. Stripteuse. Strip|teu|se [,,,'to:zə]
-, -n
(scherzhafte französierende Bildung; vgl. Striptease u.
...euse): (ugs., oft scherzh.) Stripteasetänzerin
strilscianldo [strɪ'ʃando] (it.; Gerundium von strisciare
„streifen, schleppen“): schleifend, gleitend (Vortragsan
weisung; Mus.). Strilscianldo das; -s, Plur. -s u. ...di:
schleifendes, gleitendes Spiel (Mus.)
Strizlzi der; -s, -s (Herkunft ungeklärt): (bes. südd.,
Schweiz., österr.) 1. leichtsinniger Mensch; Strolch. 2. Zu
hälter
Strobilanthes* [ft..., st...] die (Plur.) (zu gr. strobilos
(vgl. Strobilus) u. ánthos „Blüte, Blume“): Gattung der
Akanthusgewächse im tropischen Asien u. auf Madagas
kar. Strolbillusifer; -, ...li (aus nlat. strobilus „Fruchtzap
fen“, dies aus gr. strobilos „Kreisel“): Zapfen (bei Nadel
hölzern; Bot.)
Strolboder; -s, -s (Kurzw. aus Stromrechnungsèoykotteur) :
(Jargon) jmd., der aus Protest gegen die Gewinnung von
Strom aus Atomkraftwerken einen Teilbetrag der Strom
rechnung zurückbehält u. auf ein Sperrkonto einzahlt
Stro|bo|chro|ma|to|gralfie, auch ...gralphie [ft...kro...,
st...] die; - (zu gr. ströbos „das Im-Kreise-Drehen“ u.
ÎChromatografie): fotografisches Verfahren zur Auf
zeichnung einzelner Bewegungsphasen eines bewegten
Objekts. Strolbollight ['strɔbəlaɪt] das; -s, -s (aus gleich
bed. engl. strobolight, gekürzt aus stroboscopic light „stro
boskopisches Licht“; vgl. Stroboskop): schnell u. kurz
grell aufleuchtendes Licht. Strolbolskop* das; -s, -e (zu
gr. ströbos (vgl. Strobochromatografie) u. T...skop): 1.
Gerät zur Bestimmung der Frequenz schwingender od. ro
tierender Systeme, z. B. der Umlaufzeit von Motoren (eine
umlaufende Lochscheibe, die kurzzeitig Licht abblendet).
2. Gerät zur Sichtbarmachung von Bewegungen (zwei ge
genläufig rotierende Scheiben, von denen die eine Schlitze
od. Löcher, die andere Bilder trägt; Vorläufer des Films).
Stro|bo|skop|ef|fekt* der; -[e]s, -e: scheinbarer Still
stand eines bewegten Gegenstandes, strolbolskopisch": das Stroboskop betreffend, mit dem Stroboskop
erfolgend
Strolgalnoff [st...] das; -s, -s: Kurzform von îBœuf Stro
ganoff
Stroke-Unit ['stroʊk'ju:nɪt] die; -, -s (zu engl. stroke
„Schlaganfall“ u. tUnit): Krankenstation mit spezieller
Ausrichtung auf die Behandlung u. Pflege von Schlagan
fallpatienten (Med.)
Stro|ma[ft..., st...] das;-s, -ta (ausgr. ströma, Gen. ströma-
Stromatik
tos „Streu; Lager; Decke“, eigtl. „alles, was hingebreitet
od. untergelegt ist“, zu strönnynai „(aus)breiten“):
1. Grundgewebe in drüsigen Organen u. Geschwülsten,
Stützgerüst eines Organs (Biol., Med.). 2. a) Fruchtlager
mancher Pilze; b) Grundmasse der t Chloroplasten (Bot.).
Strolmaltik die; - (zu t2...ik (3)>: Teppichwebekunst.
Stro|ma|to|lith [auch ... lit] der; Gen. -su. -en, Plur. -e[n]
(zu T...lith>: schalig-blättrige, knollige, kugelige od. brot
laibförmige, riffartige Kalkablagerung
Stro|mey|e|rit [auch ...rit] der; -s, -e (nachdem dt. Arzt u.
Chemiker F. Stromeyer (1776-1835) u. zu t2...it): ein dun
kelstahlgraues, bräunlich violett anlaufendes Mineral, Sil
berkupferglanz
Stronlgy|lo|i|dolse [/troqgyloi..., st...] die; -, -n (nach
Strongyloides, einer Gattung der Fadenwürmer (dies zu
gr. stroggÿlos „rund“ u. t ...oid) u. zu î ‘...ose): Dünndarm
erkrankung durch bestimmte Fadenwürmer (Med.)
Stronltilalnit [ft..., st..., auch ...nit] der; -s, -e (nach dem
Dorf Strontian in Schottland u. zu t2...it): ein farbloses,
auch graues, gelbliches od. grünliches Mineral. Stronltium das; -s (aus engl. strontium, weil das Element erstmals
aus Strontianit hergestellt wurde): ehern. Element, Metall ;
Zeichen Sr
Stro phan thin* [ft..., st...]
-s, -e (zu tStrophanthus u.
t...in (2)>: als Herzmittel verwendetes, hochwirksames,
giftiges Glykosid, Extrakt aus Strophanthussamen. Strophan thus der; -, - (zu gr. strophe (vgl. Strophe) u. ánthos
„Blüte“, nach den gedrehten Fortsätzen der Blätter man
cher Arten): afrik. Gattung der Hundsgiftgewächse, da
runter Arten, die das Strophanthin liefern, meist klettern
de Pflanze mit farbigen Blüten, von deren Blättern oft lan
ge Fortsätze herabhängen. Strolphe [ft...] die; -, -n (über
lat. stropha aus gleichbed. gr. strophe, eigtl. „das Drehen,
die Wendung“; urspr. (in der griech. Tragödie) „die
schnelle Tanzwendung des Chors in der Orchestra u. das
dazu vorgetragene Tanzlied“, zu stréphein „drehen, wen
den“): 1. in der altgriech. Tragödie die Tanzwendung des
Chors in der t Orchestra u. das dazu vorgetragene Chor
lied, das von der Î Antistrophe beantwortet wurde. 2. aus
mehreren rhythmisch gegliederten [u. gereimten] Verszeilen bestehender [in gleicher Form sich wiederholender]
Abschnitt eines Liedes, Gedichtes od. Versepos. Strophik [ft..., st...] die; - (zu t2...ik (1)): Kunst des Strophen
baus. strolphisch [ft...]: 1. in Strophen geteilt. 2. mit der
gleichen Melodie zu singen (von einer [Lied]strophe).
Strolpholilde [ft..., st...] die; -, -n (zu t...oide): ebene
Kurve dritter Ordnung (Math.)
Struck [engl. strʌk] das, österr. auch der; -[s] (wohl zu engl.
Struck „glatt gestrichen“, Part. Perf. von to strike „glatt
streichen“): ein dem TKord ähnliches Doppelgewebe
Struglgle for Life ['strʌgl fə laif] der; -[s] - - (aus engl.
struggle for life, eigtl. „Kampf ums Leben“, nach einem
Schlagwort aus C. Darwins Entwicklungslehre; vgl. Dar
winismus): a) Kampf ums Dasein (Biol.); b) Existenz
kampf
strukltiv [ft..., st...] (zu lat. structus „Aufbau“, substanti
viertes Part. Perf. von struere (vgl. Struktur), u. t ...iv): zur
Konstruktion, zum Aufbau gehörend, ihn sichtbar ma
chend (Kunstw., Bauw.). Strukltolgramm das; -s, -e (zu
tStruktur u. t...gramm): grafische Darstellung für Com
puterprogramme (EDV). Strukltyr die; -, -en (aus /ɑt.
structura „ordentliche Zusammenfügung; Ordnung, Ge
füge; Bau(werk)“ zu structus, Part. Perf. von struere „auf
bauen, aneinander fügen“): 1. [unsichtbare] Anordnung
der Teile eines Ganzen zueinander, gegliederter Aufbau,
innere Gliederung. 2. Gefüge, das aus Teilen besteht, die
wechselseitig voneinander abhängen. 3. (ohne Plur.) erha
bene Musterung bei Textilien, Tapeten o. Ä. 4. geologische
Bauform (z.B. Falte, Salzstock u.a.). strukltulral (zu
1294
T ‘...al (1)): sich auf die Struktur von etwas beziehend, in
Bezug auf die Struktur; vgl. ...al/...eil. Strukltulrallismus der; - (nach gleɪehbed,/r. structuralisme; vgl. ...ismus
(1)>: 1. sprachwissenschaftliche Richtung, die Sprache als
ein geschlossenes Zeichensystem versteht u. die Struktur
(1) dieses Systems erfassen will, indem sie die wechselsei
tigen Beziehungen der Teile zueinander erforscht, wobei
die Bedeutung zunächst nicht beachtet wird. 2. For
schungsmethode in der Völkerkunde, die eine Beziehung
zwischen der Struktur der Sprache u. der Kultur einer Ge
sellschaft herstellt u. die alle jetzt sichtbaren Strukturen
auf geschichtslose Grundstrukturen zurückführt. 3. Wis
senschaftstheorie, die von einer synchronen Betrachtungs
weise ausgeht u. die allem zugrunde liegenden, unwandel
baren Grundstrukturen erforschen will. Struk|tulra|list
der; -en, -en (zu T...ist): Vertreter des Strukturalismus,
strukltulrallisltisch (zu T...istisch): den Strukturalis
mus betreffend, vom Strukturalismus ausgehend. Strukturanalyise die; -, -n (zu tStruktur): Untersuchung,
Analyse der tStruktur (1,2), der einzelnen Strukturele
mente von etwas (z.B. in der Literaturw., Wirtsch.,
Chem.). Strukltyrlbolden der; -s, ...böden: durch Son
derung grober u. feiner Bestandteile gemusterter Boden in
Bereichen periodisch auftretenden, stark wirksamen Bo
denfrostes (Geol.). strukltulrell (nach gleichbed. fr.
structurel, vgl. ...eil): a) eine bestimmte Struktur aufwei
send; von der Struktur her; b) svw. struktural, vgl. ...al/
...eil.Struklturlforlmel die; -, -n (zu TStruktur): formel
hafte grafische Darstellung vom Aufbau einer chem. Ver
bindung. strukltu Irte Iren (zu Î ...ieren): mit einer Struk
tur (1-3) versehen, strukltulriert (zu T...iert>: in Struk
turformen dargestellt; strukturierte Programmierung:
Programmiermethode, bei der das vorgegebene Problem
in Teilprobleme u. die Beziehung zwischen diesen Teilpro
blemen zerlegt wird (Informatik). Struk|tur|iso|me|rie
iZie; -, ...ien [,,,i:ən] : Isomerie bei Molekülen gleicher Sum
menformel, jedoch unterschiedlicher Anordnung der Bin
dungen (Chem.). Strukltyrlkrilse die; -, -n: wirtschaftli
che Situation einer Branche, in der die Produktionskapa
zitäten die Nachfrage erheblich übersteigen. Strukltyrpo li tik die; -: Gesamtheit der wirtschaftspolitischen
Maßnahmen des Staates mit dem Ziel, die Entwicklung
wirtschaftlich benachteiligter Bereiche od. Regionen zu
fördern. struk|tur|vis|kos [...v...]: Strukturviskosität
aufweisend (Chem.). Struk|tyr|vis|ko|si|tät die; -: Ab
nahme der Viskosität einer Flüssigkeit bei zunehmender
Beanspruchung (aufgrund der Struktur innerhalb der
Flüssigkeit; Chem.)
Strylma [ft..., st...] die; -, Plur. ...men od. ...mae [...me] (aus
lat. struma „Anschwellung der Lymphknoten“ zu struere
(vgl. Struktur) in der Bed. „(auf)häufen“>: 1. Kropf, Ver
größerung der Schilddrüse (Med.). 2. krankhafte Verän
derung von Eierstock, Vorsteherdrüse, Nebenniere od.
Hypophyse (Med.). Strulmekltolmie* die; -, ...ien (zu
t,,,ektomie): operative Entfernung eines Kropfs, Kropf
operation. strulmilgen (zu t ...gen): kropferzeugend (von
bestimmten Substanzen; Med.). Strulmiltis die; -, ...itiden (zu t,,,itis): Entzündung in einem Kropf, Kropfentzündung (Med.), strulmös (aus lat. strumosus „mit an
geschwollenen Lymphknoten behaftet“): kropfig, kropf
artig (Med.)
Strylsa [ft..., st...] die; -, ...sen (aus gleichbed. it. strusa zu
strusciare „abstreifen, -tragen“): Naturseidenabfall beim
Abhaspeln u. Schlagen der Kokons
Strulvit [ftru'vi:t, st..., auch ...vit] der; -s, -e (nach dem
russ. Diplomaten H. C. G. von Struve (1772-1851) u. zu
T2...it): ein gelbes, auch bräunliches Mineral, das vor allem
im T Guano vorkommt
Strychlnin [ft..., st...] das: -s (aus gleichbed. fr. strychnine,
1295
dies über lat. strychnos ausgr. strÿchnos „eine Art Nacht
schattengewächs“): farbloses, sehr giftiges Alkaloid aus
dem Samen des ind. Brechnussbaumes (in kleinen Dosen
Heilmittel). Strychlnislmus der; -, ...men <zu t,,,ismus
(3)> : Vergiftung mit Strychnin, die zu einem Krampf der
Muskulatur der Atmungsorgane führt u. schon bei gerin
gen Dosen den Tod zur Folge hat (Med.)
Stscholty der; -s, -s (aus gleichbed. russ. scëty zu scitat’
„berechnen, zählen“): russ. Rechenbrett in der Art eines
Abakus (1)
Stuartlkragen ['stjʊət,,,, auch ʃtu:art,,, st...] der; -s, (nach der schott. Königin Maria Stuart, 1542-1587): stei
fer, breiter, nach hinten hochstehender [Spitzenjkragen,
bes. im 16. Jh.
Stuccollusltro* [stʊko...] der; - (zu it. stucco „Stuck“ u.
lustro „blank, glänzend“): gefilzter, gebügelter u. polierter
Innenwandputz aus Weißkalk, Marmorstaub, Alabaster u.
Gips, der Marmor vortäuschen soll. Stulckalteur [ʃtukə'to:n] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. stucateur, dies aus it.
stuccatore, vgl. Stuckator): a) Handwerker, der Stuckar
beiten ausführt; b) (selten) svw. Stuckator. Stulckaltor
der; -s, ...oren (aus gleichbed. it. stuccatore zu stucco
„Stuck“, dies aus dem Langobardischen): Künstler, der
Stuckplastiken herstellt, Stuckkünstler. Stulckaltyr die;
-, -en (zu T...ur>: [künstlerische] Stuckarbeit, stulckieren <zu T...ieren): (selten) [Wände] mit Stuck (Mischung
aus Gips, Kalk u. Sand) versehen, ausschmücken. Stuckolkelratose die; -, -n: gutartige Hautveränderung in
Form linsengroßer, verhornter Papeln an den Extremitä
ten älterer Menschen (Med.)
Stuldent der; -en, -en (aus (m)lat. studens, Gen. studentis,
Part. Präs, von studere, vgl. studieren): a) zur wissen
schaftlichen Ausbildung an einer Universität, Hochschule
od. Fachhochschule Immatrikulierter; Studierender,
Hochschüler; vgl. Studiosus; b) (österr.) Schüler einer hö
heren Schule. Stuldenltilka die (Plur.) (zu t...ika): (ver
altend) Werke über Wesen u. Geschichte des Studententums. Stuldenltin die; -, -nen: weibliche Form zu TStudent. stuldenltisch: a) [die] Studenten betreffend; b)
von, durch, mit Studenten. Styldie [,,,iə] die; -, -n (rück
gebildet aus 1 Studien, Plur. von Studium): 1. a) Entwurf,
kurze [skizzenhafte] Darstellung, Vorarbeit [zu einem
Werk der Wissenschaft od. Kunst]; b) Übung. 2. meist
endspielartige u. partienahe kunstvolle Darstellung einer
scharf pointierten Gewinn- od. Remisführung ohne Be
schränkung der Zügezahl im Gegensatz zum Schachpro
blem (Schach). 3. wissenschaftliche Untersuchung über ei
ne Einzelfrage. Styldilen [,,,iən]: Plur. von tStudie u.
TStudium. Styldilenlanlstalt die; -, -en (zu tStudium):
(früher) Bez. mancher höherer Mädchenschulen. Styldien as ses sor der; -s, -en: (früher) amtliche Bez. für den
Anwärter auf das höhere Lehramt nach der zweiten
Staatsprüfung. Sty|di|en|as|ses|so|rin die; -, -nen:
weibliche Form zu (Studienassessor. Sty|di|en|di|rektor der; -s, -en: a) Ehrentitel für einen Lehrer in der DDR;
b) Beförderungsstufe für einen Oberstudienrat (als Stell
vertreter des Direktors). Sty|dilenldi|rek|to|rin die; -,
-nen: weibliche Form zu 1 Studiendirektor. Styldilenkol leg das; -s, Plur. -s u. ...ien [,,,iən]: Vorbereitungskurs
an einer Hochschule, bes. für ausländische Studenten.
Styldilenlprolfeslsor der; -s, -en: 1. Gymnasiallehrer,
der Studienreferendare in Fachdidaktik ausbildet. 2. (frü
her) Titel für Lehrer an einer höheren Schule. Styldilenrat der; -s, ...räte: amtliche Bez. für den fest angestellten,
akademisch gebildeten Lehrer an höheren Schulen. Studilenlrältin die; -, -nen: weibliche Form zu IStudienrat.
Stu |di|en|re|fe|ren|dar der; -s, -e: amtliche Bez. für den
Anwärter auf das höhere Lehramt nach der ersten Staats
prüfung. Stu|di|enlre|felren|da|rin die; -, -nen: weibli
Stuntfrau
che Form zu tStudienreferendar, stuldielren (aus /aZ.
studere „etw. eifrig betreiben; sich wissenschaftlich betä
tigen“): 1. a) eine Universität, Hochschule besuchen; b)
Kenntnisse auf einem bestimmten Fachgebiet durch ein
Studium erwerben. 2. a) genau untersuchen, beobachten,
erforschen; b) genau, prüfend durchlesen; c) einüben, ein
studieren. Stuldielrenlde der u. <7/e; -n, -n: jmd., der an
einer Hochschule, Universität studiert; Student, Studen
tin. Styldilker der; -s, - (Scherzbildung zu Student): (ugs.
scherzh., veraltend) Student. Styldio das; -s, -s (aus
gleichbed. it. studio, eigtl. „Studium, Studie“, dies aus
(m)lat. studium, vgl. Studium): 1. Künstlerwerkstatt, Ate
lier (z.B. eines Malers). 2. Produktionsstätte für Rund
funk-, Fernsehsendungen, Filme, Schallplatten. 3. kleines
[Zimmer]theater od. Kino, in dem bes. experimentelle
Stücke, Filme od. Inszenierungen gebracht werden (für
modernes Theater). 4. Übungs- u. Trainingsraum für Tänzer(innen). 5. abgeschlossene Einzimmerwohnung. Stydiolfilm der; -[e]s, -e: ein für Übungs- u. Experimentier
zwecke hergestellter kurzer, lehrhafter Schmalfilm. Studiolo das; -[s], ...li (aus gleichbed. it. studiolo): a) ital.
Bez. für Studien- u. Arbeitszimmer; b) (seit dem 16. Jh.)
Raum in städtischen Palästen in Italien, in dem Luxusge
genstände, Handschriften, Bilder o.Ä. aufbewahrt wer
den. Styldiolmulsilker der; -s, -: Musiker (in der Unter
haltungsmusik), der selbst nicht öffentlich auftritt, son
dern für Plattenaufnahmen anderer Künstler engagiert
wird. StuIdiolqualliltät die; -, -en: hohe technische Qua
lität, wie sie nur in einem ÎStudio (2) erreicht wird. Studilglsus der; -, Plur. ...si u. (veraltet) ...sen (zu lat. studio
sus „eifrig; wissbegierig“): (scherzh.) Studierender, Stu
dent
Stuldilten [ft..., st...] die (Plur.) (nach dem von dem Mönch
Studios wohl schon vor 454 gegründeten Studionkloster u.
zu T3...it): Angehörige einer ukrainisch-kath. Mönchsgemeinschaft (gegründet um 1900), die sich durch stärkere
Betonung der ostkirchlichen Tradition von ähnlichen Ge
meinschaften unterschied
Styldilum das: -s, ...ien [,,,iən] (aus (m)lat. studium „eifri
ges Streben; wissenschaftliche Betätigung“ zu studere,
vgl. studieren): 1. (ohne Plur.) das Studieren; Hochschul
besuch, -ausbildung. 2. a) eingehende [wissenschaftliche]
Beschäftigung mit etwas; b) (ohne Plur.) genaue, kritische
Prüfung, kritisches Durchlesen; c) (ohne Plur.) das Ein
üben, Erlernen. Styldilum gelnelralle das; - - (aus rrdat.
Studium generale, eigtl. „allgemeines Studium“): 1. frühe
Form der Universität im Mittelalter. 2. Vorlesungen u. Se
minare allgemein bildender Art an Hochschulen für Stu
denten aller Fachrichtungen
Stulfalta [st...] die; -, -s (nach zZ. stufato „Schmorbraten“):
geschmortes Rindfleisch (Gastr.)
Stuflfer [stʌfe] der; -s, - (zu engt, to stuff „vollstopfen“):
kleiner Prospekt bei Postsendungen zur Ausnutzung der
Gewichtsgrenze
Stuilver ['stæivn] der; -s, - (aus gleichbed. niederl. stuiver zu
stuiven „stieben (von Funken)“): mittelalterliche (flandri
sche) Silbermünze
Stuklkalteur [ftʊkə'to:u] usw. : frühere Schreibung für
1 Stuckateur usw.
Stunldislmus der; - (zu dt. Stunde u. î...ismus (1)>: durch
pietistische Erbauungs„stunden“ deutscher Siedler ange
regte Erweckungsbewegung südrussischer Bauern in der
zweiten Hälfte des 19. Jh.s. Stunldisiten die (Plur.) (vgl.
...ist): Anhänger des Stundismus
Stunt [stʌnt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.-amerik. stunt,
eigtl. „Kunststück, Trick“, weitere Herkunft ungeklärt):
gefährliches akrobatisches Kunststück, bes. als Szene ei
nes Films, in der ein Stuntman od. eine Stuntfrau die Rolle
des eigentlichen Darstellers übernimmt. Stuntlfrau
1296
Stuntgirl
['stʌnt...] die; -, -en (Lehnübersetzung von Î Stuntwoman):
svw. Stuntwoman. Stuntlgirl [,,,gə:l] das; -s, -s <zu engl.
girl „Mädchen“, Analogiebildung zu ÎStuntman): svw.
Stuntwoman. Stunt man [...man] der: -[s], ...men [...man]
(aus gleichbed. engl.-amerik. stunt man, zu engl. man
„Mann“): Mann, der sich berufsmäßig auf Stunts spezia
lisiert hat u. entsprechende Szenen für den Hauptdarstel
ler übernimmt; vgl. auch Double (la). Stunt wo man
[...wirnsn] die: -, ...men [...wimin] (zu engl. woman
„Frau“, Analogiebildung zu tStuntman): Frau, die sich
auf Stunts spezialisiert hat u. entsprechende Szenen für die
eigentliche Darstellerin übernimmt; vgl. Double (1 a)
Stulpa [ʃt---, st...] der; -s, -s (aus gleichbed. sanskr. stupá,
eigtl. „(Haar)schopf“): massiver buddhistischer Kultbau,
der als Grab- od. Erinnerungsmai dient
stülpend [ft..., st...] (aus gleichbed. spätlat. stupendus zu
lat. stupere, vgl. stupid): erstaunlich, verblüffend, stulpid
(österr. nur so) u. stulpilde (über fr. stupide aus gleich
bed. lat. stupidus zu stupere „verblüfft, überrascht sein“):
a) dumm, beschränkt; ohne geistige Interessen; b) lang
weilig, monoton, stumpfsinnig. Stulpi|di|tät die; -, -en
(aus gleichbed. lat. stupiditas, Gen. stupiditatis): 1. (ohne
Plur.) a) Stumpfsinnigkeit, Geistlosigkeit; Beschränktheit,
Dummheit; b) Langeweile, Monotonie, Stumpfsinn. 2.
von Geistlosigkeit zeugende Handlung, Bemerkung o.Ä.
Stulpor der; -s (aus lat. stupor „das Staunen, Betroffen
heit“): völlige körperliche u. geistige Regungslosigkeit,
krankhafter Stumpfsinn, Starrheit (Med.), stulprielren*
(aus gleichbed. lat. stuprare zu stuprum, vgl. Stuprum):
(veraltet) vergewaltigen. Stulprum* das; -s, ...pra (aus
gleichbed. lat. stuprum, eigtl. „Schande, Schändung“):
(veraltet) Notzucht, Vergewaltigung
Stylgal [st...,ft...] das; -s (zu gr. Styx, Gen. Stygös (Fluss in
der Unterwelt der griech. Mythologie) u. T‘...al (2)): das
meist von Grundwasser durchströmte System kleinster
Hohlräume in Sanden, Kiesen, Schottern u. Klüften des
Erdbodens, das vielen Grundwasserorganismen als Le
bensraum dient (Biol.). stylgisch: schauerlich, kalt. Stygo bi ont der; -en, -en (meist Plur.) (zu Î ...biont): an das
Leben im Stygal angepasstes, sehr kleines Lebewesen
(Biol.). Stylgon das; -s, ...one <zu î'...on>: die Lebensge
meinschaft eines Stygals (Biol.)
stylten [stailn] (nach gleichbed. engl. to style zu style
„Stil“, dies über mittelengl. stile zu altfr. style aus lat. sti
lus, vgl. Stil): 1. (Jargon) das Styling von etwas entwerfen,
gestalten, eine bestimmte Form geben. 2. seine äußere
Aufmachung durch Kosmetik, Kleidung usw. zurechtma
chen. Style ralyonlnant* [stilrejo'nä] der; - - (aus gleich
bed. fr. style rayonnant, eigtl. „strahlender Stil“): Stil der
franz. Hochgotik (etwa zur Regierungszeit Ludwigs IX.),
der durch reiches Maßwerk gekennzeichnet ist (Archit.).
Sty|li [st...,ft...] : Plur. von 1 Stylus. Stylling ['stailɪŋ] das;
-s, -s (aus engl. styling „das Gestalten“): 1. äußere Form
gebung, Design, Gestaltung. 2. durch Frisur, Kleidung,
Kosmetik u.a. bestimmte Aufmachung eines Menschen.
Styllist [stai’list] der; -en, -en (aus gleichbed. engl. sty
list): Formgestalter; jmd., der das Styling entwirft (Berufsbez,). Sty IlisItin die; -, -nen: weibliche Form zu Î Sty
list
Styllit [st..„ft..., auch ... lit] der; -en, -en
spätgr. stylites
„zu einer Säule gehörig“ (zugr. stylos „Säule“) u. t2...it>:
Säulenheiliger (frühchristlicher Asket, der auf einer Säule
lebte). Styllolbat der: -en, -en (über gleichbed. /ai. stylo
bates aus gr. stylobátes): (bei griech. Tempeln) oberste
Stufe eines altgriech. Tempelunterbaus, auf der die Säulen
stehen
Styllolgralfie, auch ...gralphie [st..., ft...] die; - (zu lat.
stilus (vgl. Stil) u. t...grafie): Herstellung von Kupfer
druckplatten. styllolid (zu t...oid): griffel-, stiftähnlich
[st..., ft..., auch ...lit] der; Gen. -s u. -en, Plur.
-e[n] (zugr. stylos „Säule“ u. Î ...lith): in sich verzahnte, un
regelmäßige Auflösungsfläche, die unter Druck in Kalk
stein entsteht (Geol.)
Styllus [st...,ft...] der; -, Styli (gräzisierte Form von/at. sti
lus, vgl. Stil): 1. Griffel am Fruchtknoten von Blüten
(Bot.). 2. griffelartiges Rudiment von Gliedmaßen am
Hinterleib mancher Insekten (Biol.). 3. Arzneimittel in
Stäbchenform zum Einführen od. Ätzen; Arzneistift
(Med.)
Stymlphallilden [st..., ft...] die (Plur.) (aus gleichbed. gr.
Stymphalides): vogelartige Ungeheuer (in der griech. Sa
ge)
Styp sis [st...,ft...] die; - (nachgr. stÿpsis „das Zusammen
ziehen, das Dicht-, Festmachen“ zu stÿphein „zusammen
ziehen, dicht-, festmachen“): Blutstillung (Med.). Styptilkum das; -s, ...ka (zu gr. styptikös „zusammenziehend“
u. t...ikum): 1. blutstillendes Mittel. 2. Mittel gegen
Durchfall (Med.), stypltisch: blutstillend (Med.)
Stylrax [st..., ft...] u. Storax der; -[es], -e (über gleichbed.
lat. styrax (spätlat. storax) aus gr. styrax, dies wohl aus dem
Semit.) : 1. (in vielen Arten in den Tropen u. Subtropen hei
mischer) Strauch od. Baum mit weißen Blüten. 2. (früher
aus uem Styrax (1) gewonnener) aromatisch riechender
Balsam, der für Heilzwecke sowie in der Parfümindustrie
verwendet wird. Stylrol [st..., ft...] das; -s (zu î...ol): aro
matischer Kohlenwasserstoff, Ausgangsstoff für verschie
dene Kunststoffe (z.B. Buna, Polystyrol). Stylrolpor®
das; -s (Kunstw. aus 1 StyroX u. T/wrös): weißer, sehr leich
ter, aus kleinen, zusammengepressten Kügelchen beste
hender schaumstoffartiger Kunststoff, der bes. als Dämm
stoff u. Verpackungsmaterial verwendet wird
Sulalda (österr. nur so) u. Su[alde die; -, ...den (zu lat. sua
dus „zuredend, überredend“, dies zu suadere „überreden“
(zu suavis „süß“)): 1. wortreiche Rede, ununterbrochener
Redefluss, Redeschwall. 2. (ohne Plur.) Beredsamkeit,
Überredungskunst
Sulalhelli, Swahili das; -[s] (zu arab. sawähil „Küsten“): zu
den Bantusprachen gehörende, weit verbreitete Handelsu. Amtssprache in Ostafrika
Sulanlpan der od. das; -s, -e (aus gleichbed, chin, suan
pan): chines. Rechenbrett in der Art eines t Abakus (1)
Sulalsglrie [...io] die; -, -n (aus gleichbed. lat. suasoria, sub
stantiviertes Fern, von suasorius, vgl. suasorisch): Rede
übung über die Ratsamkeit einer (fingierten) Entschlie
ßung (in der altröm. Rhetorik), sulalsolrisch (aus gleich
bed. lat. suasorius zu suadere, vgl. Suada): die Suasorie
betreffend, der Überredung dienend; überredend
sua spon te [- sp...] (lat. ; „aus eigenem Antrieb“): freiwil
lig
sulalve [...va] <zt.; aus gleichbed. lat. suavis): lieblich, ein
schmeichelnd, angenehm (Vortragsanweisung; Mus.)
’Sub das; -s, -s (zu lat. supra „darüber“): wiederholtes
1 Kontra, Erwiderung auf ein TRe (bei Kartenspielen)
2Sub [zap, engl. sʌb] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. sub,
Kurzform von subculture zu sub- (vgl. sub...) u. culture
„Kultur“): 1. Lokalität, Wirkungsbereich, Treffpunkte,
Kommunikationszentren o. Ä. einer subkulturellen Grup
pe. 2. Angehöriger einer subkuiturellen Gruppe. 3Sub die;
-: Kurzform von Î Subkultur
sub.... Sub... (aus gleichbed. lat. sub): Präfix mit der Be
deutung „unter(halb); von unten heran; unterhalb befind
lich; unter-“, z.B. „Subordination, subalpin“; meist ange
glichen vor folgenden Buchstaben: vor f zu suf... (z. B. Suf
fusion), vor g zu sug... (z. B. suggerieren), vor k und z zu
suk... (z. B. Sukkubus, sukzessiv), vor p zu sup... (z. B. Sup
plement), vor r zu sur... (z. B. Surrogat)
sublacid [...ts...] (zu lat. acidus „sauer, scharf1): vermin
dert, unternormal säurehaltig (Med.). Sub|aci|di|tät die;
Styliollith
1297
verminderter, unternormaler Säuregehalt (z. B. des Ma
gensaftes; Med.)
sublalelril (zu tsub... u. Îaeril>: svw. subaerisch. sublalerisch: sich unter Mitwirkung der freien Atmosphäre (z.B.
Wind, Temperatur) vollziehend (von biol. Vorgängen)
sublakut (zu Tsub... u. Takut): weniger heftig verlaufend
(von krankhaften Prozessen; Med.)
sublallpin (zu Îsub... u. Talpin): 1. räumlich unmittelbar an
die Alpen anschließend (Geogr.). 2. bis zur Baumgrenze
reichend (von der Nadelwaldzone in 1 600-2 000 m Höhe) ;
vgl. ...isch/-.sub al pi nisch: svw. subalpin; vgl. ...isch/-,
sub al tern (aus spätlat. subalternus „untergeordnet“ zu
Îsub... u. lat. alternus, vgl. Alternative): 1. (abwertend) in
beflissener Weise unterwürfig, untertänig. 2. a) nur einen
untergeordneten Rang einnehmend, nur beschränkt Ent
scheidungsbefugnisse habend; b) (abwertend) geistig un
selbstständig, auf einem niedrigen geistigen Niveau ste
hend. Sub|al|ter|nalti|on die; -: Unterordnung eines Be
griffs unter einen anderen von weiterem Umfang od. eines
Teilurteils unter ein allgemeines Urteil (Logik). Sublalterne der u. die; -n, -n (zu tsubaltern): Untergebene(r),
jmd., der subaltern (2a) ist. sublalltetjnielren: unter
ordnen, ein besonderes Urteil unter ein allgemeines unter
ordnen (Logik). Sublallterlniltät die; - (zu T ...ität): 1.
Abhängigkeit, Unselbstständigkeit. 2. Unterwürfigkeit,
Untertänigkeit
sublantlarkltisch (zu Isub... u. tantarktisch): subpolar,
zwischen t Antarktis u. gemäßigter Klimazone gelegen
(Geogr.)
sublaqual (zu tsub..., lat. aqua „Wasser“ u. Α...al (1)> : un
ter Wasser befindlich od. sich vollziehend (Biol., Med.);
subaquales Darmbad: Unterwasserdarmbad. sublaquatisch (zu/at. aquaticus „im Wasser vorkommend“): unter
der Wasseroberfläche gelegen (von geol. Vorgängen u. Er
scheinungen)
Sublarachlnolildallraum [...oi...J der; -[e]s (zu Tsub...,
tarachnoid u. T‘...al (1)): mit Zerebrospinalflüssigkeit
(vgl. zerebrospinal) gefüllter Raum zwischen Spinnweb
haut u. weicher Hirnhaut (Med.)
Subläralten die (Plur.) (zu Tsub... u. lat. aeratus „erzbe
schlagen, ehern“, dies zu aes „Kupfer, Bronze; Kupfer
geld“): versilberte Kupfermünzen im alten Rom
sublarkltisch (zu Tsub... u. Tarktisch): subpolar, zwischen
T Arktis u. gemäßigter Klimazone gelegen (Geogr.)
Sublar|ren|daltor der; -s, ...toren (zu Tsub... u. mlat. arrendator „Pächter“): (veraltet) Unterpächter; vgl. Arren
de. sub|ar|ren|die|ren (zu mlat. arrendare „ein Gut ver
pachten“): (veraltet) in Unterpacht nehmen
Sublatllanltilkum z/os; -s (zu Tsub... u. TAtlantikum):
jüngste Stufe des TAlluviums (Geol.). sublatllanltisch:
das Subatlantikum betreffend
sublatolmar (zu Tsub... u. Tatomar): a) kleiner als ein
Atom; b) die Elementarteilchen u. Atomkerne betreffend
(Phys.)
sublazid usw. vgl. subacid usw.
Sub bass der; -es, ...bässe (zu Îsub... u. T Bass): Orgelregis
ter gedeckter Labialpfeifen mit dunklem Klang im Pedal
(Mus.)
Sub|bo|re|al das; -s (zu tsub... u. TBoreal): zweitjüngste
Stufe des Î Alluviums (Geol.)
Sublbotlnik der; -[s], -s (aus gleichbed. russ. subbotnik zu
subbota „Sonnabend“, da die Arbeit urspr. nur an einem
Sonnabend geleistet wurde) : in einem besonderen Arbeits
einsatz [freiwillig u.J unentgeltlich geleistete Arbeit (ehe
mals in den sozialistischen Ländern, bes. in der Sowjetuni
on). Sub|bot|ni|ki die (Plur.) (aus gleichbed. russ. subbotniki, dies zu mlat. sabbatum „wöchentlicher Ruhetag
der Juden“): Anhänger einer judaisierenden russ. Sekte;
vgl. Sabbatarier
Subjekt
das; -s (Fantasiebezeichnung nach dem lat.
Namen des Baumfalken Falco subbuteoy. ein Tischfußball
spiel
sublderlmal (zu Tsub... u. 1 dermal): svw. subkutan
Sub|di|a|kon der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu Tsub... u.
TDiakon): (früher) zweiter Gehilfe des Priesters (erste
Stufe der höheren kath. Weihen; kath. Kirche); vgl. Dia
kon. Subldi|a|ko|nat das, auch der; -[e]s, -e (zu Î Diako
nat): Stand u. Würde des Subdiakons (mit Verpflichtung
zu T Brevier 1 u. TZölibat)
Sub di tus der; -, ...ten (zu lat. subditus, Part. Perf. von
subdare „unter etwas geben; unterstellen“): (veraltet) Un
tergebener, Untertan
Subldilvilsilon [,..v...j die; -, -en (nach spätlat. subdivisio
„Unterabteilung“ zu subdividere „unterteilen, weiter zer
legen“): Unterteilung (Philos.)
Subldolmilnanlte i/z'e; -, -n (zu Tsub... u. T2Dominante):
a) vierte Stufe (= Quarte) der T diatonischen Tonleiter;
b) Dreiklang auf der vierten Stufe (Mus.)
Subldukltilon die; - (aus lat. subductio „das Hinauf-, AnLand-Ziehen“ zu subducere „wegziehen, entziehen, besei
tigen“): das Untertauchen einer tektonischen Platte unter
eine andere (Geol.)
subldulral (zu lat. subdurus „ziemlich hart“ u. T'...al (1)):
unter der harten Hirnhaut gelegen (z.B. von Abszessen;
Med.)
Sul be Irin das; -s, -e (zu lat. suber „Kork“ u. T ...in ( 1)): Sub
stanz, die bei Pflanzen in den Zellwänden des Kork bil
denden Gewebes abgelagert wird u. dieses gegen Flüssig
keiten praktisch undurchlässig macht (Biol.)
sublfelbril* (zu Tsub... u. Îfebril): leicht erhöht, aber noch
nicht fieberhaft (von der Temperatur; Med.)
sublferltil (zu Tsub... u. Tfertil): vermindert fruchtbar
(Med.) ’
sublfoslsil (zu Tsub... u. Îfossil): in geschichtlicher Zeit
ausgestorben (von Tieren u. Pflanzen; Biol.)
sub|gla|zi|al (zu tsub... u. Tglazial): unter dem Glet
schereis] befindlich, vor sich gehend (Geol.)
sublharlmolnisch (zu Tsub... u. Tharmonisch): zur Unter
tonreihe gehörig (Mus.)
sub haslta tlat.; aus sub hasta (vendere) „unter der Lanze
(versteigern)“, weil die aufgesteckte Lanze als Symbol der
Amtsgewalt galt): unter dem Hammer; vgl. subhastieren.
Subhastation die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. sub
hastatio zu subhastare, vgl. subhastieren): (veraltet) öf
fentliche Versteigerung, Lizitation, sublhasltielren (aus
gleichbed. spätlat. subhastare zu t sub... u. lat. hasta „Lan
ze“): (veraltet) öffentlich versteigern, lizitieren
sublhyldrisch* (zu Tsub... u. gr. hydör „Wasser“): unter
dem Wasser befindlich; subhydrischer Boden: unter dem
Wasser gebildeter Boden (Geol.)
Sublikltelrus der; - (zu Tsub... u. TIkterus): leichteste
Form der Gelbsucht (Med.)
Sublilelus [...lens] der; -, ...leen [...lean] (zu Tsub... u.
T Ileus): nahezu vollständiger Darmverschluss (Med.)
Sublimalgo die; -, ...gines [,..ne:s] (zu Tsub... u. TImago):
Entwicklungsstadium der geflügelten, aber noch nicht ge
schlechtsreifen Eintagsfliege (Zool.)
Su bi tan ei das; -[e]s, -er (zu lat. subitaneus „plötzlich“):
dotterarmes Sommerei wirbelloser Tiere, su Ibilto <z7.; aus
gleichbed. lat. subito): plötzlich, sofort, unvermittelt (Vor
tragsanweisung; Mus.)
Subljekt das; -[e]s, -e (aus spätlat. subiectum, eigtl. „das
(einer Aussage od. Erörterung) Zugrundeliegende“, sub
stantiviertes Part. Perf. (Neutr.) von subicere „unter etw.
legen“) : 1. das erkennende, mit Bewusstsein ausgestattete,
handelnde Ich, das auch Träger von Zuständen u. Wirkun
gen ist (Philos.); Ggs. TObjekt (I b). 2. [auch zop...] Satz
gegenstand (z.B. sein Freund ist verreist; Sprachw.); vgl.
Sublbulteo®
Subjektion
Objekt (2), Prädikat (3). 3. Thema (îDux) in der Fuge
(Mus.). 4. (abwertend) verachtenswerter Mensch. Subjek ti on die; -, -en (aus gleichbed. lat. subiectio, eigtl.
„das Hinstellen“): Aufwerfung u. Selbstbeantwortung ei
ner Frage (Rhet.). subljekltiv [auch 'zʊp...] (aus spätlat.
subiectivus „hinzugefügt, nachgesetzt; zum Subjekt gehö
rig“): 1. auf ein Subjekt bezüglich, dem Subjekt angehö
rend, in ihm begründet; persönlich (Philos.). 2. a) von per
sönlichen Gefühlen, Interessen, von Vorurteilen be
stimmt; b) voreingenommen, befangen; unsachlich; Ggs.
tobjektiv (2). sub|jek|ti|vie|ren [...v...] (zu Î..deren):
dem persönlichen t subjektiven ( 1 ) Bewusstsein gemäß be
trachten, beurteilen, interpretieren. Sub|jek|ti|vie|rung
die; -, -en (zu î ...ierung): das Subjektivieren, das Subjektiviertwerden. Subljekltilvislmus der; - (zu t...ismus
(1)): 1. Ansicht, nach der das Subjekt (das Ich) das primär
Gegebene sei, alles andere Schöpfung des Bewusstseins
dieses Subjekts (Verneinung objektiver Erkenntnisse,
Werte, Wahrheiten). 2. subjektivistische (b) Haltung, Ich
bezogenheit. Subljekltilvist der; -en, -en (zu T...ist): 1.
Vertreter des Subjektivismus (1). 2. jmd., der subjektivis
tisch (b) ist, denkt. Sub|jek|ti|visltin die; -, -nen: weib
liche Form zu Î Subjektivist. sub|jek|ti|visltisch (zu
T...istisch): a) den Subjektivismus (1) betreffend; b) nur
vom Ich ausgehend, ichbezogen. Sub|jek|ti|vi|tät die; (zu t ...ität): 1. Inbegriff dessen, was zu einem Subjekt ge
hört (Philos.). 2. die Eigenständigkeit des geistigen Lebens
(Philos.). 3. a) persönliche Auffassung, Eigenart; b) Ein
seitigkeit. Subljekt-Obljekt-Prolblem* das; -s: zentra
les Problem der philos. Erkenntnistheorie, wie das Ver
hältnis zwischen erkennendem Subjekt u. zu erkennendem
bzw. erkanntem Objekt zu bestimmen ist. Subljektlsatz
der; -es, ...sätze: Satz, in dem das t Subjekt (2) in Gestalt
eines Gliedsatzes auftritt (z.B. was er sagte, war sehrüber
zeugend; Sprachw.). Sub|jekts|ge|ni|tiv der; -s, -e
[...va]: svw. Genitivus subiectivus
Sub|junk|ti|on ¿fe; -, -en (aus lat. subiunctio „Anfü
gung“) : 1. Verknüpfung von Aussagen zu einer neuen Aus
sage mithilfe eines Subjunktors. 2. svw. Hypotaxe (2). 3.
svw. Konjunktion (Sprachw.). Subljunkltiv der; -s, -e
[...va] (aus spätlat. (modus) subiunctivus, eigtl. „unterord
nend“): (selten) Konjunktiv (Sprachw.). Subljunkltor
der; -s, -en (zu lat. subiunctus, Part. Perf. von subiungere
„verbinden“ u. t...or>: die logische 'Partikel (3) wenn...,
dann... zur Verknüpfung zweier Aussagen (Logik)
Sub|ka|te|go|rie die; -, ...ien [,,,i:ən]: Untergruppe einer
ÎKategorie (1). sublkaltelgolrilsielren (zu T...isieren):
[etwas] in Subkategorien einteilen. Sub|ka|te|go|ri|sierung die; -, -en (zu t...isierung): das Subkategorisieren
subkonszijent* (zu tsub... u. Zaü. consciens, Gen. cons
cientis, Part. Präs, von conscire „sich (einer Sache) be
wusst sein“): unterbewusst (Psychol.)
Sublkonltilnent der; -[e]s, -e (zu tsub... u. ÎKontinent):
geografisch geschlossener Teil eines Kontinents, der auf
grund seiner Größe u. Gestalt eine gewisse Eigenständig
keit hat, z.B. der indische -. sublkonltilnenltal: im
Randbereich des kontinentalen Einflusses wachsend (von
Pflanzen; Bot.)
Sublkpnltra...* (zu tsub... u. Îkontra...): Präfix aus dem
Bereich der Musik mit der Bedeutung „zum Tonbereich,
der unter der ÎKontraoktave liegt, gehörend“, z.B. Subkontra-A (Mus.)
sublkoijtilkal (zu tsub... u. tkortikal): unter der Rinde
bzw. Hirnrinde gelegen (Biol., Med.)
sub|krus|tal (zu tsub..., lat. crusta „Kruste, Rinde“ u.
t '...al (1)>: unter der Erdkruste gelegen (Geol.)
Sublkulltur die; -, -en (zu tsub... u. tKultur): besondere,
relativ geschlossene Kulturgruppierung innerhalb eines
Kulturbereiches mit eigenen Normen u. Werten, oft in be
1298
wusstem Gegensatz zur herrschenden Kultur stehend,
sublkulltulrell: zu einer Subkultur gehörend, sie betref
fend
sublkultan (aus spätlat. subcutaneus „unter der Haut be
findlich“; vgl. sub... u. kutan): 1. unter der Haut befindlich
(Med.). 2. unter die Haut appliziert (Med.). Sublkultanin jek ti on die; -, -en: Einspritzung unter die Haut
(Med.). Sublkultisi/ze; -: Unterhaut, Unterhautzellgewe
be (das in das Fettgewebe eingelagert ist; Med.)
sublleltal (zu îsub... u. Îletal): fast tödlich (von Dosierun
gen; Med.). Sub|le|tal|fakltor der; -s, -en: krankhafte
Erbanlage, die entgegen dem Letalfaktor nicht zum Ab
sterben aller, aber der Mehrzahl der t Individuen führt
(Med.)
sub lim (aus lat. sublimis „in die Höhe gehoben; erhaben“
zu tsub... u. limen „Schwelle“): a) nur mit großer Feinsin
nigkeit wahrnehmbar, verständlich; nur einem sehr feinen
Verständnis od. Empfinden zugänglich; b) von Feinsin
nigkeit, feinem Verständnis, großer Empfindsamkeit zeu
gend. Subllilmat das; -[e]s, -e (zu lat. sublimatum, Part.
Perf. (Neutr.) von sublimare, vgl. sublimieren): 1. (veral
tet) Quecksilber-II-Chlorid (Desinfektionsmittel). 2. bei
der Sublimation (1) sich niederschlagende feste Substanz.
Subllilmaltilon die; -, -en (zu t...ion): 1. das Sublimieren
(2); unmittelbarer Übergang eines festen Stoffes in den
Gaszustand (Chem.). 2. das Sublimieren (1); vgl. ...ation/
...ierung. Subllilmaltilonslkerlne die (Plur.): in der At
mosphäre befindliche t Kondensationskerne, an denen bei
tiefen Lufttemperaturen u. sehr hoher relativer Luftfeuch
tigkeit der Wasserdampf direkt in die Eisphase übertritt
(Meteor.). Subllilmaltilgnslpunktfer; -[e]s, -e: Tempe
ratur, bei der ein Stoff zu sublimieren (2) beginnt (Phys.).
Sub|li|malti|ons|the|o|rie ¿fe; -: Annahme, dass die
Erzlagerstätten durch Sublimation (1) von Gasen entstan
den seien. sub|li|mie|ren (aus lat. sublimare „erhö
hen“): 1. a) auf eine höhere Ebene erheben, ins Erhabene
steigern; verfeinern, veredeln; b) einen [unbefriedigten
Geschlechts]trieb in kulturelle, künstlerische o.ä. Leis
tungen umsetzen (Med., Psychol.). 2. unmittelbar vom
festen in den gasförmigen Zustand übergehen u. umge
kehrt; durch Sublimation (1) trennen (Chem.). Subllimie rung die; -, -en (zu t...ierung): 1. das Sublimieren
(1). 2. das Sublimieren (2); vgl. ...ation/...ierung. subllimi nal (unter Einfluss von gleichbed. engl. subliminal zu
tsublim u. Î ‘...al ( 1)>: unterschwellig, unter der Wahrnehmungs- od. Bewusstseinsschwelle liegend (von Reizen, die
nicht bewusst aufgenommen werden od. aufgenommen
werden können; Psychol.). Sub|li|mi|tät die; - (aus
gleichbed. lat. sublimitas, Gen. sublimitatis zu sublimis;
vgl. sublim): (selten) Erhabenheit, Feinheit, Verfeinerung,
sublimes Wesen
sub|lin|gu|al (zu îsub... u. tlingual): unter der Zunge lie
gend (Med.)
Su b I li Ito I ra I das: -s, -e (zu Isub... u. tLitoral): Gewässer
region unterhalb des Î Litorals (Biol., Geogr.)
Subllolkaltilon die; -, -en (zu tsub... u. TLokation): (ver
altet) Untermiete, subllolzielren: (veraltet) unterver
mieten
subllulnalrisch (zu tsub... u. lat. luna „Mond“; vgl. ...ar
( 1 )> : unter dem Monde befindlich, irdisch (Meteor.)
Subllulxaltilon die; -, -en (zu tsub... u. t Luxation): nicht
vollständige Verrenkung (Med.)
sub|mam|mär (zu tsub..., ÎMamma u. t...är): unter der
weiblichen Brust lokalisiert (z. B. von Abszessen; Med.)
sublmalrin (zu tsub... u. Îmarin): unter der Meeresober
fläche lebend od. befindlich, unterseeisch (Geol., Biol.)
sub|me|di|ter|ran (zu tsub... u. tmediterran): in den
nördlichen Teilen des Mittelmeergebietes wachsend (von
Pflanzen; Pflanzengeogr.)
1299
sublmenltal
subsequent
<zu Tsub... u. 1'mental): unter dem Kinn ge
legen (Med.)
die; - (zu lat. submergere „untertauchen“ u.
t,,,enz): (selten) svw. Submersion (l). sub mers <zu lat.
submersus „untergetaucht“. Part. Perf. von submergere,
vgl. Submergenz): unter Wasser lebend (von Tieren u.
Pflanzen); Ggs. Temers. Sub mer si on die; -, -en (aus
spätlat. submersio „das Untertauchen“): 1. das Untertau
chen des Festlandes unter den Meeresspiegel durch Sen
kung der Küste od. das Ansteigen des Meeresspiegels
(Geophys.). 2. (veraltet) Untertauchung, Überschwem
mung. 3. das Hineintauchen des Täuflings ins Wasser
(Rel.). Sublmersilonstaufe «7e; -, -n: Taufe durch
Submersion (3), z.B. im Urchristentum. Sublmerslkuitur die; -, -en (zu T submers): Tiefenkultur von Mikroorga
nismen in Nährlösungen unter starker Belüftung u. Durch
mischung (z.B. bei der Antibiotikagewinnung)
Sub mi kro me ter tech nik* die; - (zu tsub..., 1 Mikro
meter u. (Technik): Herstellung von höchst-bis ultrahoch
integrierten Schaltungen u. Strukturen, deren Große weit
unterhalb eines Mikrometers liegt (Elektronik). Sublmikrolnen <a7<? (Plur.) (zu gr. mikrós „klein“): im Ultrami
kroskop gerade noch erkennbare Teilchen, sublmilkrosko I pisch : unter einem optischen Mikroskop nicht mehr
erkennbar
Sublmilnisltraltilon* die: -, -en (aus lat. subministratio
„das Zukommenlassen“ zu subministrare, vgl. subministrieren): (veraltet) Vorschubleistung, sublmilnisltrieren (aus lat. subministrare „verschaffen, zukommen las
sen“): (veraltet) Vorschub leisten, behilflich sein
sub|miss (aus gleichbed. lat. submissus, eigtl. „gesenkt“,
Part. Perf. von submittere „herablassen, senken“): (veral
tet) ehrerbietig; untertänig, demütig. Sub|mis|si|on iZze;
-, -en (aus gleichbed. (spät)lat. submissio, summissio zu
submittere, vgl. submittieren; Bed. 2 unter Einfluss von
gleichbed. fr. soumission): 1. (veraltet) Ehrerbietigkeit,
Unterwürfigkeit; Unterwerfung. 2. öffentliche Ausschrei
bung einer Arbeit [durch die öffentliche Hand] u. Vergabe
des Auftrags an denjenigen, der das günstigste Angebot
liefert. 3. Musterausstellung der Herstellerbetriebe zur
Entgegennahme von Aufträgen des Handels (bes. in der
ehemaligen DDR). Sublmislsilonslkarltell das; -s, -e:
Kartell ( 1 ) von Firmen, die sich verpflichtet haben, bei Be
werbungen um öffentlich ausgeschriebene Aufträge be
stimmte Konditionen einzuhalten. Sublmitltent der; -en,
-en (zu lat. submittens, Gen. submittentis, Part. Präs, von
submittere, vgl. submittieren): jmd., der sich um einen [öf
fentlich ausgeschriebenen] Auftrag bewirbt (Wirtsch.).
sublmititie ren (aus lat. submittere „um etw. bitten, vor
schicken“): sich um einen [öffentlich ausgeschriebenen]
Auftrag bewerben (Wirtsch.)
sublmulkös (zu îsub... u. Îmukös): unter der Schleimhaut
gelegen (Med.)
sublnilval [...v...] (zu Îsub... u. Tnival): 1. unmittelbar un
terhalb der Schneegrenze gelegen (Geogr.). 2. unter dem
Schnee liegend od. entstanden, durch Schnee entstanden
Sublnorlmalle die; -[n], -n (zu Îsub... u. ÎNormale): in der
analytischen Geometrie die Projektion der Î Normalen auf
die Abszissenachse (Math.)
sublnulklelar* (zu îsub... u. t nuklear): unterhalb der Di
mensionen eines Atomkerns gelegen (auf die Elementar
teilchen bezogen; Phys.)
sublorlbiltal (aus gleichbed. eng!, suborbital; vgl. sub... u.
orbital): nicht in eine Umlaufbahn gelangend
Sublorldi|na|ti|a|ner der; -s, - (zu spätlat. subordinatus,
Part. Perf. von subordinare (vgl. subordinieren), u.
T...aner): Vertreter des Subordinatianismus. Sublorldinaltila nislmus der; - (zu t...ismus (1)): eine Denkform
in der frühchristlichen Theologie, die das Verhältnis zwi
Sublmerlgenz
schen Gottvater und Gottsohn als Unterordnung des Soh
nes bestimmen möchte. Sub|or|di|na|ti|on die; -, -en
(z.T. unter Einfluss von fr. subordination aus gleichbed.
mlat. subordinatio zu spätlat. subordinare, vgl. subordi
nieren): 1. (veraltend) Unterordnung, Gehorsam. 2. Un
terordnung von Sätzen od. Satzgliedern, Î Hypotaxe (2)
(z.B. Dann kam die Nachricht, dass er verreist sei;
Sprachw.). 3. Unterordnung, bes. von Begriffen im Ver
hältnis Unter- zu Oberbegriff; Ggs. 1 Koordination (2).
sub or di naltiv (zu Î ...iv): die Subordination (2) betref
fend (Sprachw.). sublorldilnielren (aus gleichbed. spät
lat. subordinare zu îsub... u. lat. ordinare, vgl. ordinieren):
1. (veraltend) [sich] unterordnen. 2. unterordnen
(Sprachw.); subordinierende Konjunktion: unterordnen
des Bindewort (z. B. weil)
Sub oxid, auch Subloxyd das; -[e]s, -e (zu Tsub... u.
T Oxid): Oxid mit vermindertem Sauerstoffgehalt (Chem.)
sub pe ri os tal (zu Îsub... u. Tperiostal): unter der Kno
chenhaut gelegen (z. B. von THämatomen; Med.)
sublphrelnisch (zu Tsub... u. gr. phrên, Gen. phrenós
„Zwerchfell“): svw. hypophrenisch
sub pleu ral (zu tsub... u. tpleural): unterhalb des Brust
fells gelegen (Med.)
sublpollar (zu Îsub... u. tpolar): zwischen den Polen u. der
gemäßigten Klimazone gelegen (Geogr.). Sublpollarlzone die; -, -n: Klimazone, die den Übergang zwischen der
gemäßigten u. der Polarzone bildet (Geogr.)
Sublprilor der; -s, -en (aus gleichbed. mlat. subprior; vgl.
sub... u. Prior): Stellvertreter eines ÎPriors
Sub|pro|le|ta|ri|at das; -[e]s, -e (zu tsub... u. ÎProletari
at): Gruppe in einer Gesellschaft, die wirtschaftlich [u.
kulturell] unter den schlechtesten Bedingungen lebt
Sub|re|gi|on die; -, -en (zu Tsub... u. tRegion): Teilgebiet
einer tiergeografischen Region
Sublrepltilon die; -, -en (aus spätlat. subreptio, surreptio
„Erschleichung“ zu lat. subrepere, surrepere „(sich) ein
schleichen“): I. (veraltet) unrechtmäßige Erlangung eines
[rechtlichen] Erfolges durch Entstellung od. Verschleie
rung des wahren Sachverhalts (Rechtsw.). 2. das Erhalten
eines [bewusst fehlerhaften] Beweisschlusses durch Stüt
zung auf Voraussetzungen, die nicht auf Tatsachen beru
hen (Logik)
sublrelzent (zu 1 sub... u. Î rezent): unmittelbar vor der erd
geschichtlichen Gegenwart liegend, stattgefunden habend
(Geol.)
sublrolgielren (aus lat. subrogare, surrogare „jmdn. durch
eine Volksabstimmung an die Stelle eines anderen wählen
lassen“): 1. (veraltet) [einen Wahlkandidaten anstelle ei
nes anderen] unterschieben. 2. (veraltet) ein Recht an ei
nen anderen abtreten (Rechtsw.)
sub rglsa {lat.; „unter der Rose“, dem mittelalterlichen
Sinnbild der Verschwiegenheit, bes. an Beichtstühlen): un
ter dem Siegel der Verschwiegenheit
Sublrolsilon die; -, -en (zu tsub..., lat. rosus, Part. Perf.
von rodere „(be)nagen“ u. t',,,ion): Auslaugung u. Aus
spülung von Salzen durch Grundwasser (Geol.)
Sublsekltilgn rZze; -, -en (zu tsub... u. lat. sectio, vgl. Sek
tion): (veraltet) Unterabschnitt, Unterabteilung
sublselkultiv (zu lat. subsecutus, Part. Perf. von subsequi
„unmittelbar folgen“, u. t...iv): (veraltet) nachfolgend
Sublselllilum das; -s, ...ien [...ian] (aus lat. subsellium
„niedrige Bank“ zu tsub... u. lat. sella „Sessel, Stuhl“):
(veraltet) Bank, bes. Schulbank
Sublselmiltolnilum das; -s (zu tsub... u. tSemitonium):
Leitton der Tonleiter (Mus.)
sublselquent (aus lat. subsequens, Gen. subsequentis,
Part. Präs, von subsequi, vgl. subsekutiv) : den weniger wi
derstandsfähigen Gesteinsschichten folgend (von Flüssen;
Geogr.); subsequenter Magmatismus: im Gefolge einer
subsidiär
1300
[,..e:s] (zu tsub... u. tSpezies): Unterart (in der Tier- u.
Gebirgsbildung auftretender Vulkanismus od. Plutonis
Pflanzensystematik)
mus (1 ; Geol.)
sublsildilär (über fr. subsidiaire aus lat. subsidiarius „als Sublstanldard der; -s (aus gleichbed. engl. substandard;
vgl. sub... u. 'Standard): a) (bes. österr.) unterdurch
Aushilfe dienend“ zu subsidium (vgl. Subsidium)): a) un
schnittliche Qualität; b) Sprachebene unterhalb der Hoch
terstützend, Hilfe leistend; b) behelfsmäßig, als Behelf
sprache (Sprachw.). Sublstanldardlwohlnung z/ze; -,
dienend; subsidiäres Recht: Rechtsbestimmungen, die
-en: (bes. österr.) Wohnung ohne eigene Toilette u. ohne
nur dann zur Anwendung gelangen, wenn das übergeord
fließendes Wasser
nete Recht keine Vorschriften enthält (Rechtsw.). subsildilalrisch (aus lat. subsidiarius, vgl. subsidiär): (ver Sublstanltia* die; - (aus lat. substantia „Bestand; Stoff,
Wesen“; vgl. Substanz): Material, Stoff, Struktur, woraus
altend) svw. subsidiär. Sub|si|di|a|ris|mus der; - (zu
ein Organ bzw. Organteil od. Gewebe besteht (Anat.).
t,,,ismus (2)>: a) das Gelten der Subsidiarität (1) (in ei
sublstanltilal usw. vgl. substanzial usw. sublstanltilell
ner sozialen Ordnung); b) das Streben nach, das Eintre
vgl. substanziell, sublstanltilielren vgl. substanziieren.
ten für Subsidiarismus (a). Sublsildilalriltät die; - (zu
Sublstanltiv das; -s, -e [...vo] (aus gleichbed. spätlat.
t...ität): 1. gesellschaftspolitisches Prinzip, nach dem
(verbum) substantivum, eigtl. „Wort, das für sich allein
übergeordnete gesellschaftliche Einheiten (z.B. der Staat
(be)steht“, zu lat. substare, vgl. Substanz): Wort, das ein
bzw. ein Staatenbündnis) nur solche Aufgaben überneh
Ding, ein Lebewesen, einen Begriff, einen Sachverhalt
men sollen, zu deren Wahrnehmung untergeordnete Ein
o.Ä. bezeichnet; Haupt-, Dingwort, tNomen (2; z.B.
heiten (z. B. die Familie, eine Kommune bzw. ein einzel
Tisch, Kleid, Liebe; Sprachw.). sub|stanlti|vie|ren
ner Gliedstaat) nicht in der Lage sind (Pol., Soziol.). 2.
[...V...] (zu 1 ...ieren): zum Substantiv machen. Sublstandas Subsidiärsein einer Rechtsnorm. Sub|si|di|a|ritilvielrung die; -, -en (zu t...ierung): 1. (ohne Plur.) das
täts prin zip das; -s: svw. Subsidiarität (1). Sub si diSubstantivieren. 2. substantivisch gebrauchtes Wort (eines
um das; -s, ...ien [...ion] (aus lat. subsidium „Reserve,
nicht substantivischen Wortes; z.B. das Unscheinbare),
Rückhalt, Hilfe; Hilfsmittel“): 1. (veraltet) Beistand,
sublstanltilvisch [auch ,..'ti:...]: das Substantiv betref
Rückhalt, Unterstützung. 2. (meist Plur.) Hilfsgelder
fend, wie ein Substantiv, als Substantiv [gebraucht], durch
(seltener Truppen od. Kriegsmaterial), die ein Staat ei
ein Substantiv [ausgedrückt]; haupt-, dingwörtlich; sub
nem anderen gibt
stantivischer Stil: svw. Nominalstil. Sub|stan|ti|vi|tis
sub silgilllo [conlfesisilolnis] [- - (kon...)] <fkirchen)lat.;
iZze; - (scherzhafte Analogiebildung zu Krankheitsbezeich
„unter dem Siegel (der Beichte)“): unter dem Siegel der
Verschwiegenheit
nungen; vgl. ...itis): (scherzh. abwertend) bes. häufige,
Subi sisItenziZze; -, -en (aus spätlat. subsistentia „Bestand“
übertriebene Verwendung von Substantiven. Sublstanzu lat. subsistere, vgl. subsistieren): 1. (ohne Plur.) der Be
tilvum [auch ,.,'ti:...] das; -s, ...va (aus spätlat. (verbum)
substantivum, vgl. Substantiv): svw. Substantiv. Sub
stand, das Bestehen durch sich selbst (Philos.). 2. (veral
tet) a) [Lebens]unterhalt, materielle Lebensgrundlage; b)
stanz die: -, -en (aus lat. substantia „Bestand; Wesenheit,
(ohne Plur.) materielle Existenz. Sub|sis|tenz|wirtExistenz, Inbegriff1 zu substare „in, unter etw. vorhanden
schaft die; - (zu engl. subsistence, dies aus spätlat. sub
sein“): 1. Stoff, Materie, Material. 2. das Beharrende, das
sistentia, vgl. Subsistenz): landwirtschaftliche Wirt
unveränderliche, bleibende Wesen einer Sache, Urgrund
schaftsform, die ganz od. überwiegend für die Selbstver
(Philos.); Ggs. Î Akzidens. 3. eigentlicher Inhalt, das We
sorgung produziert, bes. in Entwicklungsländern
sentliche, Wichtige. 4. Vorrat, Vermögen, ÎKapital (1).
(Wirtsch.). sub|sis|tie|ren (aus lat. subsistere „stillste
substantial, auch substantial (aus spätlat. substantia
hen, standhalten“): 1. für sich [unabhängig von anderem]
lis „wesentlich“, zu lat. substantia, vgl. Substanz): svw.
bestehen (Philos. ). 2. (veraltet) seinen Lebensunterhalt ha
substanziell; vgl. ...al/...eil. Sub|stan|zi|allis|mus, auch
ben
Substantialismus der; - (zu l...ismus (1)): philos. Lehre,
Sublskri|bent*i/er; -en, -en (zu/aZ. subscribens, Gen. sub
nach der die Seele eine Substanz, ein dinghaftes Wesen ist.
scribentis, Part. Präs, von subscribere, vgl. subskribieren):
Sub|stan|zi|a|li|tät, auch Substantialität z/ze; - (zu
jmd., der sich zur Abnahme eines noch nicht erschienenen
T ...ität): 1. das Substanzsein, substanzielles Wesen (Phi
Buches od. Werkes (meist zu niedrigerem Preis) verpflich
los.). 2. das Substanziellem. Sub|stan|zi|a|li|täts|thetet (Buchw.). Sub|skri|ben|tin die; -, -nen: weibliche
olrie, auch Substantialitätstheorie die; -: bes. in der
Form zu Î Subskribent. sub|skri|bie|ren (aus lat. sub
Î Scholastik vertretene Lehre, dass die Seele eine Sub
scribere „unterschreiben“): sich verpflichten, ein noch
stanz, ein einheitliches selbstständiges Wesen sei, das den
nicht [vollständig] erschienenes Druckerzeugnis zum Zeit
seelischen Vorgängen zugrunde liegt, sublstanlzilallipunkt des Erscheinens abzunehmen; vorausbestellen
ter, auch substantialiter (aus spätlat. substantialiter; Ad
(Buchw.). Sublskripltilon die; -, -en (aus lat. subscriptio
verb zu substantialis, vgl. substanzial): wesentlich, dem
„Unterschrift“): 1. Vorherbestellung von später erschei
Wesen nach, sublstanlzilell, auch substantiell (aus
nenden Büchern [durch Unterschrift] (meist zu niedrige
gleichbed. fr. substantiel): a) substanzartig, wesenhaft
rem Preis; Buchw.). 2. am Schluss einer antiken Hand
(Philos.); b) wichtig, wesentlich; c) stofflich, materiell,
schrift stehende Angabe über Inhalt, Verfasser, Schreiber
Substanz besitzend; d) (veraltend) nahrhaft, gehaltvoll,
usw. des Werkes. 3. Verpflichtung, eine bestimmte Anzahl
kräftig; vgl. ...al/...eil. sub|stan|zi|ie|ren, auch substan
von Î emittierten (1) Wertpapieren zu kaufen
tiieren (zu tSubstanz u. Î...ieren): durch Tatsachen bele
sub solle ni I h il per|fec|tum [— ,,,'fɛk...] {lat.y. unter der
gen, begründen (Philos.)
Sonne (auf Erden) gibt es nichts Vollkommenes
Sublstiltulent* der; -en, -en (zu lat. substituens, Gen. sub
Sublsollultilgn die; -, -en (zu lat. subsolutus, Part. Perf.
stituentis, Part. Präs, von substituere, vgl. substituieren):
von subsolvere „ein wenig (aufjlösen“ u. t...ation): Kar
Atom od. Atomgruppe, die andere Atome od. Atomgrup
bonatlösung am Meeresboden
pen in einem Atomgefüge ersetzen kann, ohne dieses zu
sublsglnisch (unter Einfluss von engl. subsonic „Unter
zerstören. sublsti|tu|ie|ren (aus gleichbed. lat. substi
schall-“ zu Îsub... u. lat. sonus „Laut, Ton“): mit einer Ge
tuere): austauschen, ersetzen, einen Begriff anstelle eines
schwindigkeit unterhalb der Schallgeschwindigkeit flie
anderen setzen (Philos.). Sub|sti|tu|ie|rung ¿¿e; -, -en
gend
(zu t...ierung): das Substituieren, das Substituiertwerden.
sub spelcie ae|ter|ni|ta|tis [- 'spe:tsiə ɛtɛr...] t,lat.Y. unter
1Sub|sti|tut das; -s, -e (aus lat. substitutum, substanti
dem Gesichtspunkt der Ewigkeit. Sub|spe|zi|es die; -, viertes Part. Perf. (Neutr.) von substituere, vgl. substituie
1301
ren): Ersatz[mittel], tSurrogat. 2Sub|sti|tut der; -en, -en
(aus lat. substitutus, Part. Perf. von substituere, vgl. sub
stituieren): a) (veraltend) Stellvertreter, Ersatzmann, Un
tervertreter; b) Assistent od. Vertreter eines Abteilungs
leiters im Einzelhandel (Berufsbez.). Sub sti tuitin die;
-, -nen: weibliche Form zu ÜSubstitut. Sub stiltultilon
die: -, -en <aus spätlat. substitutio „das An-die-Stelle-Setzen (einer anderen Person), das Ergänzen“): 1. Ersetzung
eines Begriffs durch einen anderen (Logik). 2. Verschie
bung eines Affektes (z.B. Aggression gegen den Vorge
setzten) auf ein Ersatzobjekt (z.B. die Ehefrau) als Ab
wehrmechanismus des Ich (Psychol.). 3. Ersetzung von
Gütern od. Produktionsfaktoren durch andere (z.B. Ar
beit durch Kapitaleinsatz; Wirtsch.). 4. Ersatz eines
sprachlichen Elements durch ein anderes, das der gleichen
Kategorie angehört (z.B. er liest tZas Buch/er liest es;
Sprachw.). 5. Ersetzung einer math. Größe durch eine an
dere, die ihr entspricht. 6. Ersetzung eines Substituenten
in einem Molekül durch einen anderen (Chem.). Sublstitultilolnalliltät die; - <zu Î '...al (1) u. t ...ität): die voll
ständige od. teilweise Ersetzbarkeit eines Wirtschaftsgutes
durch ein anderes (Wirtsch.). Sublstiltultilonsleflfekt
der; -[e]s, -e: die Teilwirkung einer Änderung der Preisver
hältnisse auf die Konsumgüternachfrage neben dem Ein
kommenseffekt. Sublstiltultilonslrelakltilon die; -,
-en : chem. Reaktion, bei der ein Atom od. eine Atomgrup
pe durch einen Substituenten ersetzt wird (Chem.). Substiltultilonslthelralpie die; -, -n [,,,i:ən]: a) medikamen
töser Ersatz eines dem Körper fehlenden lebensnotwendi
gen Stoffes (z.B. von Insulin bei Diabetes); b) medika
mentöser Ersatz einer Droge durch eine nicht abhängig
machende Ersatzdroge (z.B. von Heroin durch Metha
don) im Rahmen einer ambulanten Therapie
Sublstrat* das; -[e]s, -e (aus mlat. substratum „das Unter
gestreute, Unterlage“, substantiviertes Part. Perf. (Neutr.)
von lat. substernere „unterstreuen, unterlegen“): 1. Unter
lage, Grundlage. 2. die eigenschaftslose Substanz eines
Dinges als Träger seiner Eigenschaften (Philos.). 3. Spra
che, Sprachgut eines [besiegten] Volkes im Hinblick auf
den Niederschlag, den sie in der übernommenen od. auf
gezwungenen Sprache [des Siegervolkes] gefunden hat
(Sprachw.); Ggs. tSuperstrat. 4. Nährboden (BioL). 5.
Substanz, die bei fermentativen Vorgängen abgebaut wird
(Biochem.). Sublstratlthelolrie die; -: Theorie, nach
der sprachliche Veränderungen auf Sprachaustausch bzw.
Sprachübertragung (tSubstrat 3) zurückzuführen sind
(Sprachw.)
Sublstrukltilon* rZze; -, -en (aus gleichbed. lat. substructio
zu substruere „unterbauen, mit einem festen (Unter)grund
versehen“): Unterbau, Grundbau. Sublstrukltur die; -,
-en (zu tsub... u. fStruktur): von einer übergeordneten
Struktur abhängige Struktur
sublsulmielren (zu tsub... u. lat. sumere (Part. Perf.
sumptus) „nehmen“): 1. ein-, unterordnen. 2. einen Be
griff von engerem Umfang einem Begriff von weiterem
Umfang unterordnen (Logik). 3. einen Sachverhalt recht
lich würdigen, d. h. prüfen, ob er die Tatbestandsmerkmale
einer bestimmten Rechtsnorm erfüllt (Rechtsw.). Sublsumielrung die; -, -en (zu Î ...ierung): das Subsumieren, das
Subsumiertwerden. Sub|sump|ti|on vgl. Subsumtion,
sublsumpltiv vgl. subsumtiv. Sublsumltilon die; -, -en
(zu T...ion>: 1. Unterordnung von Begriffen unter einen
Oberbegriff. 2. Unterordnung eines Sachverhaltes unter
den Tatbestand einer Rechtsnorm, sublsumltiv (zu
t...iv): unterordnend, einbeziehend (Philos.)
Sub|sys|tem rZaj; -s, -e (zu tsub... u. t System): Bereich in
nerhalb eines Systems, der selbst Merkmale eines Systems
aufweist
Subltanlgenlte die; -, -n (zu tsub... u. tTangente): in der
subventionieren
analytischen Geometrie die Tangentenprojektion auf die
Abszissenachse (Math.)
Sublteen ['sʌbti:n] der; -s, -s (aus engl.-amerik. sub-teen
„Schulkind“, eigtl. „unterhalb des Teen(ager)alters“>:
(bes. Werbespr.) Junge od. Mädchen im Alter von etwa 10
bis 12 Jahren
sub|tem|po|ral (zu t sub... u. Îtemporal): unter der Schläfe
liegend (Med.)
sublterlran (aus gleichbed. lat. subterraneus zu tsub... u.
terra „Erde“): (Fachspr.) unterirdisch
subltil (aus gleichbed. lat. subtilis, eigtl. „fein gewebt“): a)
mit viel Feingefühl, mit großer Behutsamkeit, Sorgfalt,
Genauigkeit vorgehend od. ausgeführt; in die Details, die
Feinheiten gehend; b)fein strukturiert [u. daher schwer zu
durchschauen, zu verstehen]; schwierig, kompliziert;
scharfsinnig, spitzfindig. SubltilliItät die; -, -en (aus lat.
subtilitas, Gen. subtilitatis „Feinheit; Genauigkeit“): 1.
(ohne Plur.) subtiles Wesen, das Subtilsein. 2. etwas Sub
tiles; Feinheit, Zartheit; Spitzfindigkeit
subltoltal [auch ... 'ta:l] (zu Îsub... u. Îtotal): unvollständig,
nicht gänzlich (Med.)
Sub|to|xi|ko|se die; -, -n (zu tsub... u. TToxikose): nicht
voll ausgeprägte Toxikose (Med.), subltplxisch: nicht in
vollem Umfang giftig (Med.)
Subltralhend der; -en, -en (aus mlat. (numerus) subtrahen
dus, Gerundivum von lat. subtrahere, vgl. subtrahieren):
Zahl, die von einer anderen Zahl (t Minuend) abgezogen
wird. sub|tra|h[e|ren (aus gleichbed. spätlat. subtrahere
zu lat. subtrahere „unter etwas hervorziehen; entziehen“):
abziehen, vermindern (Math.). Sub|trak|ti|on die; -, -en
(aus spätlat. subtractio „das Sichentziehen“): das Subtra
hieren (eine der vier Grundrechnungsarten; Math.); Ggs.
tAddition (1). subltrakltiv (zu t,,,iv): mit Subtraktion
durchgeführt
Sub|tro|pen die (Plur.) (zu tsub... u. ΑTropen): Gebiete
des thermischen Übergangs von den Tropen zur gemäßig
ten Klimazone (Geogr.). subltropisch [auch ...’tro:...]:
in den Subtropen gelegen
sublunlgulal (zu t sub..., lat. unguis „(Finger- u. Zehen)nagel“ u. t’.-.al (1)): unter dem Nagel befindlich (Med.)
Sulburb* ['sʌbə:b] die; -, -s (aus engl. suburb, dies aus lat.
suburbium, vgl. Suburbium): angloamerik. Bez. für Vor
stadt. Sub|ur|ba|ni|sa|ti|on [zʊplʊr...] die; - (aus gleich
bed. engl. suburbanization; vgl. sub... u. Urbanisation):
Ausdehnung der Großstädte durch Angliederung von Vor
orten u. Î Satellitenstädten; vgl. ...ation/...ierung. Sublurba ni sie rung <Zze; - (zu Î...isierung): svw. Suburbanisa
tion; vgl. ...ation/...ierung. Sulburlbia* [sə'bə:bɪə] die; (aus engl. suburbia „die (Bewohner der) Vorstädte“, dies
aus lat. suburbia, Plur. von suburbium, vgl. Suburbium):
Gesamtheit der um die großen Industriestädte gelegenen
Trabanten- u. Schlafstädte (in Bezug auf ihre äußere Er
scheinung u. die für sie typischen Lebensformen ihrer Be
wohner). sublur|bi|ka|risch [zʊplʊr...] (aus gleichbed.
spätlat. suburbicarius): vor der Stadt gelegen; suburbikarische Bistümer: sieben kleine, vor Rom gelegene Bistü
mer, deren Bischöfe Kardinäle sind. Sub|ur|bi|um ¿Zas;
-s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. suburbium zu tsub... u.
urbs „Stadt“): Vorstadt (bes. einer mittelalterlichen Stadt)
sub utralque* spe cie [- - 'spe:tsiə] (Za/.) in beiderlei Ge
stalt (als Brot u. Wein, in Bezug auf das Abendmahl; re
formatorische Forderung bes. der Î Utraquisten)
sub|ve|nie|ren [...v...] (aus gleichbed. lat. subvenire): (ver
altet) zu Hilfe kommen, unterstützen. Sublvenltilon die;
-, -en (aus spätlat. subventio „Hilfeleistung“): zweckge
bundene [finanzielle] Unterstützung einzelner Wirt
schaftszweige aus öffentlichen Mitteln; Staatszuschuss.
sub|ven|ti|o|nie|ren (zu t..deren): durch zweckgebun
dene öffentliche Mittel unterstützen, mitfinanzieren
Subversion
[...v...] die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. sub
versio zu lat. subvertere „(um)stürzen“): meist im Verbor
genen betriebene, auf den Umsturz der bestehenden staat
lichen Ordnung zielende Tätigkeit, sublverlsiv <zu
t...iv>: a) Subversion betreibend; umstürzlerisch; b) zer
störerisch
sub voice [- 'vo:tsə] dat. >: unter dem [Stich]wort; Abk.: s. v.
Sublvullkan [...v...] der; -s, -e (zu tsub... u. Î Vulkan): in die
äußeren Teile (jedoch nicht in die Oberfläche) der Erd
kruste eingedrungene 1 magmatische Masse (Geol.). subvullkalnisch: den Bereich geringer bis mittlerer Erd
krustentiefe bezeichnend (Geol.)
Sublway ['sʌbweɪ] die; -, -’s (aus engl. subway zu sub- (vgl.
sub...) u. way „Weg“): 1. angloamerik. Bez. für Unter
grundbahn. 2. (auch der; -s, -s) Straßenunterführung
Sublwoolfer ['sʌbwofə] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. sub
woofer zu sub- (vgl. sub...) u. woofer, vgl. Woofer): (in Ver
bindung mit zwei kleineren Satellitenboxen zur stereo
fonen Wiedergabe verwendete) große Lautsprecherbox
für die tiefen Frequenzen beider Kanäle
sublzelllullär (zu tsub... u. tzellulär): kleiner als eine Zelle
(Biol., Med")
Suclcilnat [zoktsi...] usw. vgl. Sukzinat usw.
Sucico tash ['sʌkətæʃ] das; - (aus gleichbed. amerik. suc
cotash, dies aus dem Algonkin (einer nordamerik. India
nersprache)): indian. Gericht aus grünen Maiskörnern u.
grünen Bohnen
Suclculbus [...k...] vgl. Sukkubus
Suclcus [,..k...] vgl. Sucus
Sulcholwej, Su cho-wej [...x...] der; -[s], -s (aus gleich
bed. russ. suchovej zu suhoj „trocken“ u. vejat’ „wehen“):
heißer, trockener sommerlicher Staubsturm in der südruss. Steppe
Sulci [...tsi]: Plur. von tSucus
Sul ere* ['sukre] der; -, - (ausʌ/taw. sucre, nach dem südamerik. General u. Politiker A. J. de Sucre y de Alcalá
(1795-1830), dem ersten Präsidenten Boliviens): Wäh
rungseinheit in Ecuador (= 100 Centavos)
Sulcrolse* [...k...] die; - Cm fr. sucre „Zucker“ u. t2...ose>:
svw. Saccharose
Sulcus [...k...] der; -, Suci [...tsi], fachspr. Succus [,..k...]
der; -, Succi [ zoktsi] (aus lat. sue(e)us „Saft; Arzneitrank“
zu sugere „saugen“): Pflanzensaft, flüssiger Extrakt aus
Pflanzen (zu Heilzwecken; Med.)
Suldalmen das; -s, ...mina (zu lat. sudare „schwitzen“):
Hautbläschen, das bei starkem Schwitzen infolge fieber
hafter Erkrankungen auftritt; Schweißbläschen (Med.);
vgl. Miliaria. Su|da|ti|on die; - (aus gleichbed. lat. suda
tio): das Schwitzen (Med.). Su|da|to|ri|um das; -s, ...rien
[...ion] (aus gleichbed. lat. sudatorium): Schwitzbad
(Med.)
Sudlden Death ['sʌdn 'dɛθ] i/er; - -, - - (aus gleichbed. engl.
sudden death, eigtl. „plötzlicher Tod“): in einem zusätzli
chen Spielabschnitt herbeigeführte Entscheidung, durch
die ein Spiel bei unentschiedenem Stand schnell zum Ab
schluss gebracht wird, wobei (wie im Eishockey) die
Mannschaft, die den ersten Treffer erzielt, das Spiel ge
wonnen hat (Sport)
Suldolku das; -[s], -[s] (aus gleichbed. jap. su „Nummer“ u.
doku „einzeln“): Zahlenrätsel, das aus einem großen Qua
drat besteht, das in neun kleinere Quadrate unterteilt ist,
die ihrerseits jeweils drei mal drei Kästchen enthalten, in
die teilweise Ziffern eingegeben sind u. deren leere Felder
so auszufüllen sind, dass in jeder waagrechten Zeile u. je
der senkrechten Spalte des gesamten Quadrats sowie in
nerhalb der neun kleineren Quadrate alle Ziffern von 1 bis
9 nur einmal vorkommen.
Syldor der; -s (aus gleichbed. lat. sudor): Schweiß (Med.).
Suldolraltilon die; - (zu 1 ...ation): svw. Sudation, suldoSublverlsilgn
1302
rilfer (zu lat. ferre „tragen“): a) schweißtreibend (von
Arzneimitteln u.a.); b) Schweiß absondernd (Med.). Sudo rilfe rum das; -s, ...ra (zu t...ium>: schweißtreibendes
Mittel (Med.)
Suldra* der; -, Sudri (aus gleichbed. sanskr. südrá): Ange
höriger der vierten (niedrigsten) t Kaste (a) in Indien
Sulelvit [zue'vi:t, sve...] der; -s, -e (nach Suevia, dem nlat.
Namen für Schwaben, u. zu t2...it>: beim Einschlag eines
Meteoriten entstandene Î Breccie
suf..., Suf... vgl. sub..., Sub...
Su |f et der; -en, -en (aus hebr. söfet „Richter“): Titel der
obersten Regierungsbeamten in punischen Städten u. Ko
lonien
sufifilcit [...tsit] (lat.; 3. Pers. Sing. Perf. von sufficere „ge
nügen“): (veraltet) es ist genug
suflfilgielren (aus lat. suffigere „unten anheften“): mit
Suffix versehen (Sprachw.)
Suf|fi|men|tum das; -s, ...ta (aus gleichbed. lat. suffimen
tum zu suffire „räuchern“): Räuchermittel (Med.)
Süf filsance [... zä:s] die; - (aus gleichbed. fr. suffisance zu
suffire, vgl. süffisant): svw. Süffisanz, süflfilsant
[,,,'zant] (aus gleichbed. fr. suffisant, eigtl. „(sich selbst)
genügend“, Part. Präs, von suffire „genügen“, dies aus lat.
sufficere): ein Gefühl von [geistiger] Überlegenheit ge
nüsslich zur Schau tragend, selbstgefällig, spöttisch-über
heblich. Süflfilsanz die; - (zu Î ...anz): süffisantes Wesen,
süffisante Art
Suflfitlte vgl. Soffitte
Suflfix [auch zu...] das; -es, -e (aus lat. suffixum, substan
tiviertes Part. Perf. (Neutr.) von suffigere, vgl. suffigie
ren): an ein Wort, einen Wortstamm angehängte Ablei
tungssilbe; Nachsilbe (z.B. -ung, -chen, -heit; Sprachw.);
vgl. Affix, Präfix, suflfilxal (zu Î ’...al (l)): mithilfe eines
Suffixes gebildet (Sprachw.). suflfilxolid (zu t...oid): ei
nem Suffix ähnlich (Sprachw.). Suflfilxolid das; -[e]s, -e:
Wortbildungsmittel, das sich aus einem selbstständigen
Lexem zu einer Art Suffix entwickelt hat u. das sich vom
selbstständigen Lexem unterscheidet durch Reihenbil
dung u. Entkonkretisierung (z. B. -papst in Literaturpapst,
-verdächtig in olympiaverdächtig); vgl. Präfixoid
suf fi zi ent (aus lat. sufficiens, Gen. sufficientis, Part.
Präs, von sufficere, vgl. sufficit): genügend, ausreichend
(in Bezug auf das Funktionsvermögen eines Organs;
Med.). Suf Ifilzi lenz die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. suf
ficientia); 1. Zulänglichkeit, Können; Ggs. t Insuffizienz
(1). 2. ausreichendes Funktionsvermögen (z.B. des Her
zens; Med.); Ggs. Î Insuffizienz (2)
suf fo ca to [,..k...] <zT. ; zu lat. suffocatus, vgl. Suffokation): gedämpft, erstickt (Vortragsanweisung; Mus.). Suf-.
folkaltilon die; -, -en (zu lat. suffocatus, Part. Perf. von
suffocare (vgl. suffozieren)u. î1...ion): Erstickung (Med.),
suf Ifolkaltolrisch (zu T ...orisch): auf Suffokation beru
hend (Med.)
Suflfolk ['sʌfək] das; -s, -s (nach der gleichnamigen engl.
Grafschaft): Schaf einer seit dem Ende des 18. Jh.s be
kannten engl. Rasse
sufIfolzielren (aus gleichbed. lat. suffocare zu tsub... u.
lat. fauces, Plur. von faux „Schlund, Kehle“): ersticken
(Med.)
Suflfralgan* der; -s, -e (aus gleichbed. mlat. suffraganeus
zu spätlat. suffragium „Hilfe“, dies zu lat. suffragium
„Stimmrecht“): einem Erzbischof unterstellter Diözesan
bischof (kath. Kirche); Ggs. Îexemter (2) Bischof. Suf
fragette die; -, -n (unter Einfluss von fr. suffragette aus
gleichbed. engl. suffragette zu suffrage „(Wahl)stimme“,
dies aus lat. suffragium, vgl. Suffragan): a) radikale Frau
enrechtlerin in Großbritannien vor 1914; b) (veraltet ab
wertend) Frauenrechtlerin; vgl. Feministin. Suflfralgium ¿as; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. lat. suffragium,
1303
Bed. 2 über mlat. suffragium „Fürbitte“): 1. a) politisches
Stimmrecht; b) Abstimmung. 2. Gebet zu den Heiligen um
ihre Fürbitte (kath. Kirche)
Suflfrultex* der: -, ...tices [,,,tse:s] (aus gleichbed. nlat. suffrutex zu tsub... u. lat. frutex „Strauch“): Halbstrauch,
Pflanze, bei der die unteren Sprossteile verholzen, die obe
ren krautig bleiben (z. B. die Heidelbeere; Bot.)
Suf|fu|si|on die; -, -en (aus lat. suffusio „das Unterlaufen,
Untergießen“ zu suffundere „unter etw. gießen, unterlau
fen lassen“): größerer, flächiger, unscharf begrenzter
Bluterguss; Blutunterlaufung (Med.)
Sulfi der: -[s], -s (aus gleichbed. arab. süfi zu süf „grober
Wollstoff“, eigtl. „Mann im (groben) Wollkleid“, nach der
Art sich zu kleiden): mystisch frommer islam. Î Asket. Sufjslmus der: - (zu T...ismus (1)>: islam. Richtung, die
Î Mystik u. Welt Verachtung übt (z. B. die Î Derwische). Su
fist der: -en, -en (zu t,,,ist): svw. Sufi, sulfisltisch (zu
Î ...istisch): den Sufismus betreffend
sug..., Sug... vgl. sub..., Sub...
Su|gar|dad|dy ['ʃɑgədɛdi] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
sugar daddy zu sugar „Zucker“ u. daddy, vgl. Daddy):
[spendabler] älterer Mann, der sich mit jungen Frauen um
gibt
suglgelrielren (aus lat. suggerere „von unten herantragen;
eingeben; einflüstern“): 1. jmdm. etwas [ohne dass dies
dem Betroffenen bewusst wird] einreden od. auf andere
Weise eingeben. 2. darauf abzielen, einen bestimmten [den
Tatsachen nicht entsprechenden] Eindruck entstehen zu
lassen. sug|ges|ti|bel (nach gleichbed. fr. suggestible;
vgl. ...ibel): durch Suggestion [leicht] beeinflussbar, für
Suggestionen empfänglich. Suglges|tilbi|li|tät die; (nach gleichbed. fr. suggestibilité; vgl. ...ität): Beeinfluss
barkeit, gute Empfänglichkeit für Suggestionen (z. B. wäh
rend der Hypnose). Suglgesltilon rf/e; -, -en (z.T. unter
Einfluss von fr. suggestion aus lat. suggestio „Eingebung;
Einflüsterung“): 1. a) (ohne Plur.) geistig-seelische Beein
flussung eines Menschen [mit dem Ziel, ihn zu einem be
stimmten Verhalten zu veranlassen]; b) etwas, was jmdm.
suggeriert ( 1 ) wird. 2. (ohne Plur.) suggestive (a) Wirkung,
Kraft, suglgesltiv (wohl nach gleichbed. engl. suggesti
ve, fr. suggestif (zu lat. suggestus, Part. Perf. von suggere
re, vgl. suggerieren)): a) darauf abzielend, jmdm. etwas zu
suggerieren; auf Suggestion beruhend; b) eine starke psy
chische, emotionale Wirkung ausübend; einen Menschen
stark beeinflussend. Suglgesltivlfralge die; -, -n: Frage,
die so gestellt ist, dass eine bestimmte Antwort besonders
nahe liegt. Sug Igesltilviltät [...v...] die; - (zu 1...ität): Be
einflussbarkeit. Suglgesltolpäldie die; - (zu gr. paideia
„Lehre, Ausbildung“): Lernmethode für Fremdsprachen,
die es ermöglichen soll, auf kreativ-spielerische Weise
(z. B. durch Malen, Verkleiden, Sketche) möglichst viel in
nerhalb kürzerer Zeit zu lernen
Sulgilllaltilon die; -, -en (aus lat. sug(g)illatio „blauer
Fleck (vom Stoßen od. Schlagen)“ zu sugillare, vgl. sugillieren): starker, flächiger Bluterguss; Blutunterlaufung
(Med.); vgl. Suffusion, sulgilllielren (aus gleichbed. lat.
sugillare): (veraltet) jmdn. grün u. blau schlagen, stoßen,
sulgillliert (zu T...iert): blutunterlaufen (Med.)
Sulilcid [,,,tsi:t] vgl. Suizid
sui gelnelris [auch - ge:...] (lat.; seiner (eigenen) Art“):
durch sich selbst eine Klasse bildend, einzig, besonders
Suitlcase ['sju:tkeɪs] das od. der; -, Plur. - u. -s [...siz] (aus
gleichbed. engl. suitcase zu suit, eigtl. „Anzug, Kostüm“,
selten „Garnitur, Satz, Serie“ (dies zu vulgärlat. *sequita,
vgl. Suite) u. case „Koffer“): kleiner Handkoffer. Suilte
['svi:tə, auch 'sui:tə] dze; -, -n (aus gleichbed./r. suite, eigtl.
„Folge“, dies über vulgärlat. *sequita zu lat. sequi „fol
gen“): 1. (veraltet) Gefolge (eines Fürsten); vgl. à la suite.
2. Folge von zusammengehörenden Zimmern in Hotels,
sukzedan
Palästen o.Ä. 3. (veraltet) lustiger Streich. 4. musikalische
Form, die aus einer Folge von verschiedenen zusammen
gehörigen, in der gleichen Tonart stehenden Stücken be
steht, urspr. Tanzmusik, etwa seit 1600 selbstständige In
strumentalmusik; Î Partita. Suiltiler [svi'tie:, syi...] der;
-s, -s (französierende Bildung zu Î Suite in studenten
sprachlicher Bed. „Posse, Streich“); (veraltet) a) lustiger
Bruder, Possenreißer; b) Schürzenjäger, suilvez [svi ve:]
(/?.; Imp. Plur. von suivre „folgen", dies über vulgärlat. se
quere aus lat. sequi): svw. colla parte
Sulilzid ¿er od. das; -[e]s, -e (zu lat. sui „seiner“ u. î...zid,
eigtl. „das Töten seiner selbst“): Selbstmord, -tötung. suilzildal (zu T '...al (1)): a) (selten) durch Selbstmord er
folgt; b) zum Selbstmord neigend. Su|i|zi|dalli|tät die; (zu t...ität>: Neigung, Selbstmord zu begehen. Sulilzidant der; -en, -en (zu t,,,ant): jmd., der Selbstmord begeht
od. zu begehen versucht. su|i|zi|där (zu t...är>: svw. sui
zidal. Su|i|zi|dent der; -en, -en (zu l...ent): svw. Suizidant. sulilzidlgelfährldet: selbstmordgefährdet. Sulizi do lo gie die; - (zu T...logie): Teilgebiet der Î Psychia
trie, das sich mit der Erforschung u. Verhütung des Suizids
befasst. Su|i|zid|prolphy|lalxe die; -: Selbstmordpro
phylaxe. SuIiIzidIriIsi|ko das; -s, Plur. -s u. ...ken: Selbst
mordrisiko
Suljet [zy/e:, fr. sy/e] das: -s, -s (aus gleichbed./r. sujet,
dies aus spätlat. subiectum, vgl. Subjekt): Gegenstand,
Stoff einer künstlerischen Darstellung, bes. einer Dich
tung
Suk der; -[s], -s (aus arab. süq) : arab. Bez. für Verkaufsbude,
Markt
suk..., Suk... vgl. sub..., Sub...
Suklkalde die; -, -n (aus dem Roman.; vgl. it. zuccata „kan
dierter Kürbis“, dies zu zueca „Kürbis“): kandierte Schale
verschiedener Zitrusfrüchte
Suklkoth die (Plur.) (aus gleichbed. hebr. sukköt zu sukkä
„Hütte“): mehrtägiges jüd. Herbstfest mit dem Brauch, in
Laubhütten zu essen [u. zu wohnen]; Laubhüttenfest (jüd.
Erntedankfest)
Suklkulbus der; -, ...kuben (aus gleichbed. mlat. succubus
(Analogiebildung zu lat. incubus, vgl. Inkubus) zu spätlat.
succuba „Beischläferin“): im mittelalterlichen Volksglau
ben weiblicher Dämon, der einen Mann im Schlaf heim
sucht u. mit dem Schlafenden geschlechtlich verkehrt; vgl.
Inkubus
suklkullent (aus spätlat. sue(e)ulentus „saftreich“ zu lat.
sue(e)us, vgl. Sucus): 1. saftig, fleischig, kräftig (Bot.). 2.
flüssigkeitsreich (von Geweben, bes. von Drüsengewebe;
Anat.). Suk|ku|len|te die; -, -n: Pflanze trockener Ge
biete mit besonderen, Wasser speichernden Geweben in
Wurzeln, Blättern od. Spross. Suklkullenz die; - (zu
î...enz>: sukkulente Beschaffenheit (Bot.; Anat.)
suklkulrielren (aus gleichbed. lat. succurrere zu Isub... u.
currere „laufen, eilen“): (veraltet) herbeieilen, helfen.
Suklkurs der; -es, -e (zu lat. succursus, Part. Perf. von
succurrere, vgl. sukkurieren): 1. (veraltet) Hilfe, Unter
stützung, Beistand. 2. Gruppe von Personen, Einheit, die
als Verstärkung, zur Unterstützung eingesetzt ist. sukkurlsal (zu 1 '...al ( 1)>: (veraltet) zur Hilfe dienend. Sukkur|sa|le die; -, -n (zu T ...ale): (veraltet) Filiale einer Fir
ma
Sukltilgn die; -, -en (zu lat. suctus, Part. Perf. von sugere
„(aus)saugen“, u. t'...ion): das Ansaugen, Aussaugen
(z.B. von Körperflüssigkeit mittels Punktionsnadel;
Med.). Sukltolrilen [...ion] iZze (Plur.) (aus nlat. suctoria,
Neutr. Plur. von suctorius „saugend“ zu lat. suctus, vgl.
Suktion): 1. Saugtierchen (Gruppe der Wimpertierchen).
2. Flöhe
suklzeldan (aus gleichbed. lat. succedans, Gen. succedantis, Part. Präs, von succedere, vgl. sukzedieren): nachfol
sukzedieren
gend, aufeinanderfolgend (Med.), suklzeldielren (aus
gleichbed. lat. succedere): (veraltet) nachfolgen (z. B. in ei
nem Amt). Sukizessrfer; -es, -e (aus gleichbed. lat. suc
cessus, substantiviertes Part. Perf. von succedere, vgl. suk
zedieren): (veraltet) Erfolg. Suk|zes|si|onto; -, -en (aus
lat. successio „Nachfolge“): 1. Thronfolge. 2. Iapostoli
sche Sukzession. 3. Übernahme der Rechte u. Pflichten ei
nes Staates durch einen anderen, Staatensukzession. 4.
Eintritt einer Person in ein bestehendes Rechtsverhältnis,
Rechtsnachfolge; vgl. Singular-, Universalsukzession. 5.
zeitliche Aufeinanderfolge der an einem Standort einan
der ablösenden Pflanzen- u./od. Tiergesellschaften (z.B.
in der Folge eines Waldbrandes, im Verlauf der Verlan
dung eines Sees; Ökologie). 6. die zeitliche Abfolge der
Mineralbildung auf Erz- u. Mineralgängen (Geol.). sukzes siv (aus spätlat. successivus „nachfolgend, einrü
ckend“ zu lat. succedere, vgl. sukzedieren) : allmählich ein
tretend; sukzessive. suk|zes|si|ve [...va] (Adverb) (aus
gleichbed. mlat. successive): allmählich, nach und nach,
schrittweise [eintretend]. Suk|zes|siv|kon|trast* ¿ter;
-[e]s, -e: gegenseitige Beeinflussung nacheinander erfol
gender Wahrnehmungen im Sinne der Bildung eines Kon
trastes (Psychol.); Ggs. TSimultankontrast. Suklzeslsor
der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. successor): (veraltet)
[Rechtsnachfolger
Suk zi nat ¿Zas; -[e]s, -e (zu lat. sucinum „Bernstein“ u.
t. ..at (2)>: Salz u. Ester der Bernsteinsäure, als Lösungs
mittel u. Weichmacher für Kunststoffe u. Wachse verwen
det (Chem.). Suk|zi|ni|mid* das; -s (Kunstw.): farblose,
kristalline Verbindung, die für Synthesen in der organi
schen Chemie verwendet wird u. von der einige Derivate
Arzneimittel gegen Epilepsie sind (Chem.). Suklzilnit
[auch ...'nɪt] der; -s, -e (zu T2...it): Bernstein. Suklzilnylsâulreâie;- <zuî...yl): Bernsteinsäure
sui [zʊl, it. sui] {it.; aus su „auf“ u. il „der“): auf der, auf
dem, z.B. sui A (auf der A-Saite; Mus.)
Sullarfze; -, -s (aus gleichbed. nlat. sula, dies aus altnord. süla): Tölpel, Vogelgattung (mit dem Basstölpel als einzigem
einheimischem Vertreter), von der einige Arten T Guano
erzeugen
Sullcus[...kus] der; -, ...ci [...tsi] (aus lat. sulcus, Gen. sulci
„Furche, kleiner Graben“) : a) Furche auf der Körperober
fläche; b) feine Rille der Haut; c) Furche zwischen den
Gehirnwindungen (Anat.)
Sul|fat¿to; -[e]s, -e (zu tSulfur u. î...at (2)): Salz u. Ester
der Schwefelsäure. Sullfaltalserfze;-, -n (zuî...ase): En
zym, das die Ester der Schwefelsäure spaltet (Biochem.).
Sul|fa|tie|rung¿Zie; - (zu Î ...ierung): Veresterung von Al
koholen mit Schwefelsäure. Sul|fat|mi|ne|ra|le die
(Plur.): natürlich vorkommende, meist kristallisierte Salze
der Schwefelsäure. Sullfjd¿to; -[e]s, -e (zu T3...id): Salz u.
Ester der Schwefelwasserstoffsäure. sul|fi|disch:Schwefel enthaltend. Sul|fidlmilne|ra|le die (Plur.): natürlich
vorkommende, sauerstofffreie Verbindungen von Metal
len vor allem mit Schwefel, aber auch mit Arsen, Antimon,
Wismut, Selen u. Tellur. Sul|fit[auch ...'fit] ¿to; -s, -e (zu
t`,,,it): Salz u. Ester der schwefligen Säure. Sullfolgruppedie; - (zu tSulfon(säure)): aus einem Schwefelsäuremo
lekül durch Entzug einer I Hydroxylgruppe entstandene
Atomgruppe. Sullfolhallit [auch ...lit] der; -s, -e (zu gr.
häls, Gen. halos u. T2...it): ein farbloses Mineral. Sullfohy dro ge nis mus* der; -, ...men (zu ÎHydrogenium u.
t ...ismus (3)>: Vergiftung mit Schwefelwasserstoff (Med.).
Sul|fo|kar|bo|nis|mus¿/cr; -, ...men (zu lat. carbo, Gen.
carbonis „Kohle“ u. Î ...ismus (3)): Vergiftung mit Schwe
felkohlenstoff (Med.). Sullfon das; -s, -e (zu t2...on>: eine
organische Verbindung mit Schwefeldioxid im Molekül.
Sul|fo|na|mid*¿to; -[e]s, -e (Kunstw. aus ÎSulfonsäure)
u. tAmid): wirksames chemotherapeutisches Heilmittel
1304
gegen Infektionskrankheiten, sullfolnielren (zu Î..de
ren): mit Schwefelverbindungen auf organische Verbin
dungen einwirken (Chem.). Sul|fon|saulrelgruplpe¿to;
-: svw. Sulfogruppe. Sullfurzto; -s (aus gleichbed. lat.
sulphur, sulfur): Schwefel, chem. Element; Zeichen S. sulfulrielren (aus spätlat. sulfurare „mit Schwefel behan
deln“): svw. sulfonieren. Sul|fu|ri|ka|tilon rfze; - (zu
t,,,ation): Oxidation von Sulfid zu Sulfat durch Mikroor
ganismen im Boden
Sullky ['zʊlki, zalki, engl. sʌlkɪ] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. sulky, Herkunft ungeklärt): leichter, gummibereifter
zweirädriger Wagen mit Spezialsitz für Trabrennen
(Sport)
sullla tasltilelra (z't.; „auf dem Griffbrett“): nahe am
Griffbrett (von Saiteninstrumenten) zu spielen (Mus.),
sui ponltilcelllo [- ...’tfelo] {it.; „auf dem Steg“): nahe
am Steg [den Geigenbogen ansetzen] (Mus.)
Sulltanifer; -s, -e (aus arab. sultán „Herrscher“): 1. a) (oh
ne Plur.) Titel islam. Herrscher; b) Träger dieses Titels. 2.
türkischer Nomadenteppich aus stark glänzender Wolle.
Sulltalnatdas; -[e]s, -e (zu ɪ,,,at (l)): 1. Herrschaftsge
biet eines Sultans. 2. Herrschaft eines Sultans. Sulltalnin
die: - -nen: Frau des Sultans. Sul|ta|ni|ne die; -, -n (zu
arab. sultäni „sultanisch“, im Sinne von „fürstlich“, nach
der Größe): große, kernlose Rosine
Sul|valnit[...v..., auch ...nit] der; -s, -e (zu 1 Sulfur, î Vana
dium u. t '...it>: ein weißes bis bronzegelbes, dunkel anlau
fendes Mineral
Sulmach der; -s, -e (aus gleichbed. arab. summäq): Baum
od. Strauch mit kleinen, trockenen Steinfrüchten u. [gefie
derten] Blättern, die zusammen mit den jungen Trieben
zum Gerben von Saffianleder verwendet werden; Rhus
Sumakto, -[s], -s (nach der Stadt Schemacha im östlichen
Kaukasus): Wirkteppich mit glatter Oberfläche u. langen
Wollfäden an der Unterseite
Sulmelrollglgerfer; -n, -n (nach den Sumerern, einem alt
orientalischen Volk in Mittel- u. Südbabylonien, u. zu
T...loge>: Wissenschaftler auf dem Gebiet der Sumerologie. Su|me|ro|lg|gie¿to; - (zu t ...logie): die Wissenschaft
von den Sumerern, bes. von der sumer. Sprache u. Litera
tur
SumlmaÆe, -, Summen (aus gleichbed. lat. summa, eigtl.
„oberste Zahl“ (als Ergebnis einer von unten nach oben
ausgeführten Addition) zu summus „Oberster, Höchs
ter“) : 1. (veraltet) Summe ; Abk. : Sa. ; vgl. in summa. 2. seit
dem 13. Jh. Bez. für eine zusammenfassende Darstellung
des gesamten theologischen u. philos. Wissensstoffes,
sumlma cum laulde [- kum -] {lat. „mit höchstem
Lob“): ausgezeichnet, mit Auszeichnung (höchstes Prädikat bei Doktorprüfungen). Sumlmand der; -en, -en (aus
lat. (numerus) summandus, Gerundivum von summare,
vgl. summieren): hinzuzuzählende Zahl, ÎAddend, sum
ma ob|ser|van|tia[- ...v...] {lat.y. mit höchster Achtsam
keit, mit größter Hochachtung, sumlmalrisch (aus
gleichbed. mlat. summarius): a) kurz zusammengefasst; b)
kurz u. bündig; c) nur ganz allgemein, ohne auf Einzelhei
ten od. Besonderheiten einzugehen. Sum malritum das;
-s, ...ien [...¡an] (aus lat. summarium „kurze Inhaltsanga
be, Inbegriff (der wesentlichen Punkte)“): 1. (veraltet) a)
kurze Inhaltsangabe; b) Inbegriff. 2. Sammlung mittelal
terlicher Glossen (Sprachw., Literaturw.). Sumlmalry
['sʌmərɪ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. summary): Zu
sammenfassung eines Artikels, Buches o.Ä. sumlma
sumlmalrum{lat.; „die Summe der Summen“): alles zu
sammengerechnet; alles in allem; insgesamt. Sum maltionrfie;-,-en (zutsummieren u. î...ation): 1. Bildung einer
Summe (Math.). 2. (Fachspr.) durch Summieren (2) ent
standene Anhäufung von etwas, was in bestimmter Weise
wirkt. Sum|ma|ti|gns|eflfekt der; -[e]s, -e: Vortäu-
1305
schung von Befunden auf dem Röntgenbild durch Überla
gerung verschiedener Organ- bzw. Organteilschatten
(Med.), sumlmaltiv (zu î...iv): a) das Zusammenzählen
betreffend; b) durch Summation erfolgend. Sumlmaltiviltät [,..v...] die; - (zu T ...ität): summative Beschaffenheit.
Sumlme die; -, -n (aus lat. summa, vgl. Summa): 1. Re
sultat einer t Addition. 2. umfassendes Ergebnis, Gesamt
bild, Gesamtheit, Gesamtzahl. 3. Geldbetrag. 4. die zeitli
che u. räumliche Überlagerung von Erregungen od. der sie
bewirkenden Vorgänge (Med.). Sum|men|bi|lanz die; -,
-en: Zusammenstellung der Soll- u. Habensummen aller
Konten der Buchführung in der Übersicht des Betriebsab
schlusses. Sum|men|kur|ve [,,,və] die; -, -n: Kurve der
kumulierten Häufigkeiten in der Statistik. Summlepisko pat* der od. das; -[e]s, -e (zu lat. summus (vgl. Summa)
u. tEpiskopat): in den dt. ev. Kirchen bis 1918 die oberste
Kirchengewalt der Landesfürsten, sumlmtelren (aus
gleichbed. mlat. summare zu spätlat. summare „auf den
Höhepunkt bringen“, dies zu lat. summus, vgl. Summa):
1. a) zusammenzählen; b) zusammenfassen, vereinigen. 2.
sich -: immer mehr werden, anwachsen. Sumlmierlglied
das; -[e]s, -er: Bauglied zur Signalverarbeitung in Geräten
der Regelungs- u. Steuertechnik. Sumlmist der; -en, -en
(aus gleichbed. mlat. summista): scholastischer Schrift
steller, der sich der Publikationsform der Summa (2) be
diente. Sumlmolprilmalten die (Plur.) (zu lat. summus
(vgl. Summa) u. î2Primat>: (veraltet) Verwandtschafts
gruppe von Gorilla, Schimpanse u. Mensch. Sumlmum
Bolnum das; - - (aus gleichbed. lat. summumbonum): das
höchste Gut; Gott (in der christlichen Philos. u. Theolo
gie). sumlmum ius sumlma inliulria {lat.; „höchstes
Recht (kann) größtes Unrecht (sein)“): altröm. Sprich
wort (bei Cicero), das besagt, dass die buchstabengetreue
Auslegung eines Gesetzes schwerwiegendes Unrecht be
deuten kann. Sumimus Epislcolpus* [- ...ko...] der; - (aus kirchenlat. summus episcopus „oberster Bischof'): 1.
der Papst als oberster Bischof. 2. bis 1918 ev. dt. Landes
fürst als Haupt seiner Landeskirche
Su|mo das; - (aus jap. sumó): traditioneller japan. Ring
kampf (Sport)
sumpltulös (aus gleichbed. lat. sumptuosus zu sumptus
„Aufwand“; vgl. ...ös>: (veraltet) verschwenderisch
Sunn [sʌn] der; -s (aus gleichbed. engl. sunn, dies über Hindi
san aus sanskr. sáná): dem Hanf ähnliche Pflanzenfaser
Sunlna die; - (aus gleichbed. arab. sunna, eigtl. „Brauch;
Satzung“): die im 1 Hadith überlieferten Aussprüche u.
Lebensgewohnheiten des Propheten Mohammed als
Richtschnur islam. Lebensweise. Sunlnislmus der; - (zu
î...ismus (1)): eine Hauptrichtung des tlslams. Sunlnit
der; -en, -en <zu T 3...it> : Anhänger der Îorthodoxen Haupt
richtung des Islams, die sich auf die Sunna stützt; vgl.
Schia. sunlniltisch: die Sunna, die Sunniten betreffend
suo lolco [- ...ko] dat.y. an seiner Stelle, am rechten Platz
Suo|veltau|ri|lia [...v...] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. suo
vetaurilia (Plur.) zu sus „Schwein“, ovis „Schaf“ u. taurus
„Stier“): altröm. Sühneopfer (vgl. Lustrum 1), bei dem je
ein Schwein, Schaf u. Stier geschlachtet wurde
sup.... Sup... vgl. sub..., Sub...
sulper (aus lat. super, vgl. super...): (ugs.) großartig, her
vorragend
1Sulper der; -s, -: Kurzform von tSuperheterodynempfän
ger
2Sulper das; -s (meist ohne Artikel): Kurzform von t Super
benzin
sulper..., Sulper... (aus lat. super „oben, darüber; überhinaus“): Präfix mit den Bedeutungen „übergeordnet; zu
sehr; Überschuss an ; großartig“, z. B. Supercup, Superno
va, Superacidität, Superstar
sulperlacid [...ts...] (zu îsuper... u. fat. acidus „sauer,
Super-G
scharf“): übernormal säurehaltig (z. B. vom Magensaft;
Med.). Su|per|aci|di|tät die; -: übermäßig hoher Säure
gehalt des Magens (Med.)
Su|perlädi|fi|kat das; -[e]s, -e (zuspätlat. superaedificatus
„das darauf Gebaute“, Part. Perl', von superaedificare
„darauf, darüber bauen“): Bauwerk, das auf fremdem
Grund u. Boden errichtet wurde, aber nicht im Eigentum
des Grundeigentümers steht
sulperlarlbiltrielren" (zu Îsuper... u. tarbitrieren): a)
überprüfen, eine Oberentscheidung treffen; b) (österr.) für
dienstuntauglich erklären. Sulperlarlbiltrilum das; -s,
...ien [...ion]: Überprüfung, Oberentscheidung
sulperlazid usw. vgl. superacid usw.
sulperb, sülperb (über fr. superbe aus gleichbed. lat. su
perbus): vorzüglich; prächtig
Sulperlbenlzin das; -s (zu Tsuper... u. tBenzin): Vergaser
kraftstoff mit einer ÎOktanzahl über 96 u. damit hoher
Klopffestigkeit
Sulperlbike [...baik] das; -s, -s (zu îsuper... u. engl. bike,
vgl. Bike): 1. Motorrad für Rennstrecken mit [künstlichen]
Hindernissen. 2. Motorradrennen von Superbikes (1)
Su per bowl [,,,bo:l] der; -s (zu îsuper... u. engl. bowl
„Schale“): Meisterschaft im American Football
sulperlcillilär [...ts...] usw. vgl. superziliär usw.
Sulperlcoilling [...koy...] das; -s, -s (zu îsuper..., engl. to
coil „aufwickeln“ u. t ...ing): durch bestimmte îEnzyme
bewirkte Überverdrillung der Î Desoxyribonukleinsäure
(Med.)
Su|per|comlpu|ter [,,,kɔmpju:tu] der; -s, - (zu îsuper... u.
ÎComputer): überaus leistungsfähiger, mit mehreren
schnell arbeitenden TProzessoren ausgerüsteter Compu
ter
Sulperlcup [,,,kap] eZer; -s, -s (zu îsuper... u. îCup): 1. Po
kalwettbewerb zwischen den Europapokalgewinnern der
Landesmeister u. der Pokalsieger. 2. Siegestrophäe beim
Supercup (1)
Super di vi den de [...v...]
-, -n (zu îsuper... u. TDividende): Zuschlag zur Dividende, der über die übliche
Dividende hinaus gezahlt wird (Wirtsch.)
Su perlego ['sju:pə'ɛgoʊ, ,,,'i:goʊ] das; -s, -s (aus engl. su
perego zu super- (vgl. super...) u. lat. ego „ich“): engl. Bez.
für Über-Ich (Psychol.)
Sulperlerolgaltilgn die; -, -en (zu spätlat. supererogare
„darüber hinaus ausgeben“ u. î...ation): (veraltet) Über
gebühr, Über- od. Mehrleistung
Sulper|ex|li|bris* [,,,bri:s] das; -, - (zu îsuper... u. ÎExli
bris): svw. Supralibros
Superfekundation die; -, -en (zu Îsuper... u. ÎFekundation): Befruchtung von zwei Eiern aus dem gleichen Zy
klus durch verschiedene Väter (Biol.); vgl. Superfétation
Sulperlfeltaltilon die;-, -en (zu/at. superfetare „nochmals
befruchtet werden ( = schwanger werden, bevor die vor
hergehende Frucht geboren wurde)“; vgl. ...ation): Be
fruchtung von zwei (od. mehr) Eiern aus zwei aufeinan
derfolgenden Zyklen, wodurch zu einer bereits beste
henden Schwangerschaft eine neue hinzutritt (Biol.); vgl.
Superfekundation
sulperlfilzilalrisch (aus (spät)lat. superficiarius „die Erb
pacht betreffend“, eigtl. „auf Fremd- od. Pachtland ste
hend“, zu superficies, vgl. Superfizies): (veraltet) bau
rechtlich. su|per|fiIzilell (aus gleichbed. spätlat. superfi
cialis; vgl. ...eil): an od. unter der Körperoberfläche lie
gend, oberflächlich (Med.). Sulper|fi|zi|es [...íes] die; -, [,,,ie:s] (aus (spät)lat. superficies „(Erbpacht)gebäude“,
eigtl. „Oberfläche, Oberteil; oberhalb des Erdbodens be
findliche Teile (von Gewächsen u. Gebäuden)“): (veraltet)
Baurecht
Sulper-G [--ʤi:] der; -[s], -[s] (zu îsuper... u. verkürzt aus
engl. giant slalom „Riesenslalom“ (zu giant „Riese; rie-
s
Super-GAU
sig“), eigtl. „Super(riesen)slalom“>: alpine Disziplin mit
Elementen von Abfahrtslauf u. Riesenslalom
Su|per-GAU der; -s, -s (zu Tsuper... u. GAU (Kurzw. für
größter anzunehmender Unfall)): (Jargon) Katastrophe
unvorstellbaren Ausmaßes (z.B. Reaktorunfall mit an
schließender atomarer Verseuchung)
Sulperlgen das; -s, -e <zu t super... u. TGen): aus mehreren
t Genen bestehender Abschnitt eines Chromosoms, in
dem kein Î Cross-over stattfindet u. der deshalb als Einheit
vererbt wird (Biol.)
Sulper het der; -s, -s: Kurzform von tSuperheterodyn
empfänger. Su|per|helte|ro|dyn|emplfän|geriZer; -s, (Lehnübersetzung von gleichbed. engl. superheterodyne
receiver zu super- (vgl. super...) u. heterodyne „Überlagerungs-“, dies zu gr. héteros (vgl. hetero...) u. engl. dyne
(vgl. Dyn)>: Rundfunkempfänger mit hoher Verstärkung,
guter Reglung u. hoher Trennschärfe; Überlagerungsemp
fänger
Su|per|high|way ['sju:pəhaɪweɪ] der; -s (zu tsuper u.
THighway): 1. amerik. Bez. für Autobahn. 2. svw. Daten
highway
Sulperlhit der; -s, -s (zu Tsuper... u. ÎHit): außerordentlich
erfolgreicher T Hit (1)
sulpelrielren (aus lat. superare „überschreiten, -treffen“
bzw. zu super „von oben her“ u. Î..deren): 1. (veraltet)
überschreiten, übertreffen. 2. aus bestehenden Zeichen
ein Superzeichen bilden; Einzelteile zu einem Ganzen zu
sammenfassen (Kybern.). Supelrierung die; -, -en (zu
t...ierung): Fähigkeit, Einzelteile zu einem Ganzen zu
sammenzufassen; Bildung von Superzeichen (Kybern.)
Su|per|iko|no|skop* das; -s, -e (zu tsuper... u. tIkonoskop): aus dem t Ikonoskop weiterentwickelte [Fernseh]bildaufnahmerohre
Superlinfektion die; -, -en (zu tsuper... u. tInfektion):
erneute t Infektion eines Organismus mit dem gleichen Er
reger bei noch nicht ausgebildeter Immunität durch die In
fektion
Su|per|in|ten|dent [auch ... dent] der; -en, -en (aus gleich
bed. kirchenlat. superintendens, Gen. superintendentis,
substantiviertes Part. Präs, von spätlat. superintendere
„die Aufsicht haben“): höherer ev. Geistlicher, Vorsteher
eines Kirchenkreises; vgl. Dekan (1). Su per in tendenlturife; -, -en (zu t...ur>: a) Amt eines Superintenden
ten; b) Amtssitz eines Superintendenten
Su|perEin|vo|lulti|on [...v...] die; -, -en (zu Tsuper... u. Î In
volution): svw. Hyperinvolution
su|pe|ri|or [auch zupe:...] (aus lat. superior „höher; obe
rer“, Komparativ von superus „oben (befindlich)“): über
legen, übergeordnet. Sulpe|ri|or der; -s, ...oren (aus lat.
superior „der Obere“): kath. Kloster- od. Ordensoberer;
vgl. Guardian. Su|pe|ri|olrin die; -, -nen: weibliche Form
zu Î Superior. Sulpe|ri|o|ri|tät<Zze; - (aus gleichbed. mlat.
superioritas, Gen. superioritatis): Überlegenheit; Über
gewicht
Sulperlkarlgo, auch Supercargo der; -s, -s (zu tsuper... u.
tKargo): vom Auftraggeber bevollmächtigter Frachtbe
gleiter [auf Schiffen]
sulperlkrusltal, auch suprakrustal (zu Î super..., lat. crus
ta „Rinde, Kruste“ u. t‘...al (1)): an der Erdoberfläche ge
bildet (von Gesteinen; Geol.)
Su per la tiv (aus spätlat. superlativus „steigernd; über
treibend“ zu lat. superlatus, Part. Perf. von superferre
„darüber tragen, bringen“): a) überragend; b) übertrei
bend, übertrieben (Rhet.). Sylperüaltiv der; -s, -e [...va]
(zuspätlat. superlativus (vgl. Superlativ), Bed. 1 aus gleich
bed. spätlat. (gradus) superlativus) : 1. Höchststufe des Ad
jektivs bei der Steigerung (z. B. am besten: Sprachw.); vgl.
Elativ (1). 2. a) (Plur.) etwas, was sich in seiner höchsten,
besten Form darstellt; etwas, was zum Besten gehört u.
1306
nicht zu überbieten ist; b) Ausdruck höchsten Wertes, Lo
bes. su|per|lalti|visch [,..v...]: 1. den Superlativ betref
fend. 2. a) überragend; b) übertrieben, Superlativ (b). Super|la|ti|vis|mus der; -, ...men (zu ɪ,,,ismus (4, 5)): a)
übermäßige Verwendung von Superlativen; b) Übertrei
bung, übertriebener Ausdruck. su|per|lalti|vis|tisch
(zu Î ...istisch): zu übermäßiger Verwendung von Superla
tiven u. Übertreibungen neigend
Su|per|lear|ning ['sju:pələ:nɪŋ] das; -s (aus gleichbed.
engl. Superlearning zu super- (vgl. super...) u. learning
„das (Er)lernen“) : Lernmethode für Fremdsprachen, die
darin besteht, durch gezielte Entspannungsübungen eine
bessere Aufnahmefähigkeit zu erreichen
Sulperllelgielrung die; -, -en (zu Tsuper... u. TLegierung):
bei hohen Temperaturen noch beständige Legierung
Su|per|mar|ket ['s(j)u:pəma:kɪt] der; -s, -s (aus engl. super
market): (veraltet) svw. Supermarkt. Su|per|markt der;
-[e]s, ...märkte (aus gleichbed. engl. supermarket): großes
[Lebensmitteljgeschäft mit Selbstbedienung, umfangrei
chem Sortiment u. niedrigen Preisen
sulperlmoldern (zu Tsuper... u. Tmodern): (ugs.) überaus
modern, dem neuesten Î Trend entsprechend
Sulper|naitu|ra|lis|mus usw. vgl. Supranaturalismus
usw.
Sulper noiva [,..va] die; -, Plur. ...vae [...ve], auch ...vä (zu
Tsuper... u. T'Nova): besonders lichtstarke ÜNova (As
tron.)
Sulperlnulmelrar der; -s, -e u. Supernumerarius der; -,
...ien [,,,iən] (zu lat. supernumerarius „überzählig“, dies zu
tsuper... u. numerus „(An)zahl“): (veraltet) Beamtenan
wärter; ein über die gewöhnliche [Beamten]zahl Angestell
ter. Su|per|nu|me|ra|ri|at das; -[e]s, -e (zu T...at (1)>:
(veraltet) Anwärteramt. Su|per|nu|me|ra|ri|us vgl. Supernumerar
Sulperlnym u. Superonym [auch zu:...] das; -s, -e (zu Îsu
per... u. gr. önyma „Name“): svw. Hyperonym. Sulpernymie u. Superonymie [auch zu:...] zZ/e; -, ...ien (zu
T2...ie> : svw. Hyperonymie. Sulpelrolnym* [auch 'zu:...]
usw. vgl. Supernym usw.
Sulperlorlthilkon das; -s, Plur. -e, auch -s (zu tsuper... u.
ÎOrthikon): empfindliche Fernaufnahmeröhre mit Zwi
schenabbildung u. innerer Speicherung
Sulperlovu Haiti Ion [,..v...] die; -, -en (zu Tsuper... u. Î Ovu
lation): durch Arzneimittel erreichte Erhöhung der An
zahl gereifter Eizellen (Med.)
Sulperloxid, auch Sulperloxyd iZa.v; -[e]s, -e (zu Tsuper...
u. TOxid): svw. Peroxid
Sulperlpelllilcelum [...tseum] das; -s, ...cea (aus gleich
bed. mlat. superpelliceum zu Tsuper... u. lat. pellis „Haut,
Fell, Pelz“, eigtl. „Überpelz“, weil es früher über dem Pelz
rock getragen wurde): (früher über dem Pelzrock getrage
ner) weißer Chorrock (Chorhemd) des kath. Priesters
Sulperlphoslphat das; -(e]s, -e (zu Tsuper... u. TPhosphat): Phosphorkunstdünger
Su|per|pias|ti|zi|tät <Zze; - (zu Tsuper... u. TPlastizität):
bes. hohe plastische Verformbarkeit zahlreicher Metalle u.
Legierungen in einem bestimmten Temperaturbereich
(Phys.)
su|per|po|nie|ren (aus lat. superponere „darauf setzen“):
(fachspr.) übereinander lagern. su|per|po|niert (zu
T...iert>: übereinander stehend (von den Gliedern benach
barter Blütenkreise; Bot.)
Sulperlporlte die; -, -n (zu Tsuper... u. lat. porta „Tür,
Tor“): svw. Sopraporte
Superposition die; -, -en (aus spätlat. superpositio
„das Darauflegen“ zu Zaz. superponere, vgl. superponieren): Überlagerung, bes. von Kräften od. Schwingungen
(Phys.). Su|per|po|si|ti|ons|au|ge zZas; -s, -n: besonde
re Form des Facettenauges (Biol.); vgl. Appositionsauge
1307
-e (zut super... u. t Regene
rat): Ergebnis eines Regenerationsvorgangs, in dem mehr
als im Normalfall erneuert wird (z.B. Doppel- u. Mehr
fachbildungen von Organen; Biol.)
Su|per|re|vi|si|on [...v...] die; -, -en <zu tsuper... u. ÎRevi
sion): Nach-, Überprüfung (Wirtsch.)
Sulperlselkreltilon* die; -, -en (zu Tsuper... u. fSekretion): svw. Hypersekretion
sulperlsolnisch (nach gleichbed. engl. supersonic zu lat.
super (vgl. super...) u. sonus „Schall, Ton“): schneller als
der Schall; über der Schallgeschwindigkeit
Sulperlstar der: -s, -s (zu Îsuper... u. tStar): (ugs.) überra
gender Star
Sulperlstiltilon die: - (aus gleichbed. lat. superstitio zu su
perstes, Gen. superstitis „überlebend“): (veraltet) Aber
glaube. sulperlstiltüös (aus gleichbed. lat. superstitio
sus; vgl. ...ös>: (veraltet) abergläubisch
Sulperlstrat das; -[e]s, -e (zu lat. superstratus, Part. Perf.
von supersternere „darauf decken, darüber legen“): Spra
che eines Eroberervolkes im Hinblick auf den Nieder
schlag, den sie in der Sprache der Besiegten gefunden hat
(Sprachw.); Ggs. ÎSubstrat (3)
Supersymmetrie* die; - (zu tsuper... u. TSymmetrie):
allen Naturgesetzen zugrunde liegende physik. Symme
trie, die als solche eine bestimmte t Invarianz des Natur
geschehens u. folglich die Erhaltung der zugehörigen phy
sik. Größen bei allen Wechselwirkungsprozessen beinhal
tet
Sulperlvilsilon [...v..., engl. sju:pə'vɪʒən] die; - (aus gleich
bed. engl. supervision, dies zu mlat. supervisus, vgl. Su
pervisor): a) zur Klärung von Konflikten, Problemen
innerhalb eines Teams, einer Abteilung o.Ä. u. zur Erhö
hung der Arbeits- u. Leistungsfähigkeit eingesetzte Me
thode (in einem Betrieb, einer Organisation o.Ä.); b) Be
ratung u. Beaufsichtigung von Psychotherapeuten (in ei
ner psychoanalytischen Praxis). Sulperlvilsor [engl.
`sju:pəvaɪzə] der; -s, -[s] (aus gleichbed. engl. supervisor,
dies aus mlat. supervisor „Beobachter“ zu supervisus,
Part. Perf. von supervidere „beobachten, kontrollieren“):
1. Person, die innerhalb eines Betriebes Aufseher- u. Kon
trollfunktionen wahrnimmt (Wirtsch.). 2. a) psycholo
gisch ausgebildete Person, die berufsmäßig Supervision
(a) betreibt; b) Psychoanalytiker, -therapeut, Psychologe,
der Supervision (b) betreibt (in der psychoanalytischen
Praxis). 3. Kontroll- u. Überwachungsgerät bei elektroni
schen Rechenanlagen (EDV)
Sulperlzeilchen das; -s, - (zu tsuper...): Zeichen, das
selbst wieder aus elementaren Zeichen besteht (Informa
tik)
sulper|zi|li|är (aus gleichbed. nlat. superciliaris zu ÎSuperzilium u. T...är): zu den Augenbrauen gehörend (Med.).
sulper|zi|li|ös (aus gleichbed. lat. superciliosus, eigtl.
„mit dichten Augenbrauen“): (veraltet) finster, stolz. Superlzillilolsiltät die; - (zu f...ität>: (veraltet) finsteres
Wesen, Stolz. Su|per|zi|li|um, fachspr. Supercilium
[,,,ts...] das: -, ...lia (aus gleichbed. lat. supercilium): Au
genbraue (Med.)
Su|pi|na|ti|on die; -, -en (aus spätlat. supinatio „die Zu
rückbeugung“ zu lat. supinare, vgl. supinieren): Auswärts
drehung von Hand od. Fuß (Med.); Ggs. 1 Pronation. Supinator der; -s, ...oren (aus gleichbed. nlat. supinator):
Auswärtsdreher, Muskel, der die Supination bewirkt
(Med.), sulpilnielren (aus lat. supinare „nach hinten
beugen“): Hand od. Fuß auswärts drehen (Med.); Ggs.
tpronieren. Sulpjlnum das; -, ...na (aus gleichbed. spätlat. (verbum) supinum, eigtl. „(an das Verb) zurückgelehn
tes Wort“, zu lat. supinare, vgl. supinieren): lat. Verbform
zur Bezeichnung einer Absicht od. eines Bezugs
Suplpeldalnelum [...neum] das; -s, ...nea (aus spätlat. sup
Sulper|relge|ne|ratáas,--[e]s,
Suppositum
pedaneum „Fußschemel“, substantiviertes Neutr. von
suppedaneus „unter den Füßen“, zu Tsub... u. lat. pes,
Gen. pedis „Fuß“): 1. Stützbrett unter den Füßen des Ge
kreuzigten. 2. oberste Altarstufe
Suplper ['zapu, engl. 'sʌpə] das; -[s], - (aus engl. supper über
(alt)fr. souper, vgl. Souper): engl. Bez. für Abendessen
Suplplelant* der; -en, -en (aus gleichbed. fr. suppléant zu
suppléer „ergänzen“, dies aus /a/. supplere): (Schweiz.)
Ersatzmann in einer Behörde. Suplplelment das; -[e]s,
-e (aus /a/, supplementum „Ergänzung“): 1. Ergänzung
(Ergänzungsband od. Ergänzungsteil), Nachtrag, An
hang. 2. Ergänzungswinkel od. -bogen, der einen vorhan
denen Winkel od. Bogen zu 180° ergänzt (Math.), supplelmenltär (zu t...är): ergänzend. Suplplelmentwinlkel der; -s, -: der Winkel b, der einen gegebenen Winkelazu 180°(gestreckter Winkel)ergänzt. Suplplentifer;
-en, -en (zu lat. supplens, Gen. supplentis, Part. Präs, von
supplere, vgl. Suppleant): (österr. veraltend) Hilfslehrer.
Sup pleiti on d/e; - (aus spätlat. suppletio „Ergänzung“):
svw. Suppletivismus. Suplpleltivlform Æe; -, -en (zu
spätlat. suppletivus „ergänzend“): grammatische Form ei
nes Wortes, die anstelle einer fehlenden Form den Supple
tivismus vervollständigt (Sprachw.). Sup|ple|ti|vis|mus
[...v...] der; - (zu l...ismus (2)): ergänzender Zusammen
schluss von Wörtern verschiedenen Stammes zu einer for
mal od. inhaltlich geschlossenen Gruppe (z.B. bin, war,
gewesen). suplple|to|risch (aus nlat. suppletorius):
(veraltet) ergänzend, stellvertretend, nachträglich, zusätz
lich. suplplielren (aus lat. supplere, vgl. Suppleant):
(veraltet) ergänzen, ausfüllen, vertreten
Sup plik* Æe; -, -en (aus gleichbed. fr. supplique (Analo
giebildung zu réplique, vgl. Replik), dies zu lat. supplicare,
vgl. supplizieren): 1. (veraltet) Bittgesuch. 2. Bittschrift an
den Papst zur Erlangung eines Benefiziums (3; kath. Kir
chenrecht). Suplplilkant der; -en, -en (zu lat. supplicans,
Gen. supplicantis, Part. Präs, von supplicare, vgl. suppli
zieren): (veraltet) Bittsteller, jmd., der eine Supplik ein
reicht. Suplpli|ka|ti|on die; -, -en (aus mlat. supplicatio
„das Bitten, Flehen; Gebet“ zu lat. supplicare, vgl. suppli
zieren): (veraltet) Bittgesuch, Bitte. sup|pli|zie!ren (aus
lat. supplicare „(demütig) bitten, anflehen“): (veraltet) ein
Bittgesuch einreichen; um etwas nachsuchen. Suplplilzium das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. supplicium,
eigtl. „das Niederknien“): (veraltet) Hinrichtung, [Vollzie
hung der] Todesstrafe
Sup'ply* [sə'plaɪ] der; -s (aus gleichbed. engl. supply zu to
supply „liefern“, dies aus mittelfr. souppleier, soupplier
(fr. suppléer), vgl. Suppleant): Vorrat, Bestand [einer Wa
re]; Angebot (Wirtsch.)
suplpolnielren (aus lat. supponere „unterlegen, unterstel
len“): voraussetzen; unterstellen
Suplportifer; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. support zu suppor
ter „unterstützen“, dies aus (späflat. supportare, eigtl.
„herzuführen, herbeischaffen“) : 1. zweiseitig verschiebba
rer, schlittenförmiger Werkzeugträger auf dem Bett einer
Drehbank. 2. a) Hilfe bei Hardware- u. Softwareproble
men (EDV); b) Abteilung in einer Behörde, Firma o.Ä.,
die für Support (2 a) zuständig ist (EDV)
Suplpolsilta: Plur. von 1 Suppositum. Suplpolsiltilgn
die; -, -en (aus lat. suppositio „Unterlegung, Unterstel
lung“ zu supponere, vgl. supponieren): 1. Voraussetzung,
Annahme (Logik). 2. Verwendung ein u. desselben Wortes
zur Bezeichnung von Verschiedenem (Philos.). Suplposiltolrilum das; -s, ...ien [...ion] (aus spätlat. suppositori
um „das Untergesetzte, Untersatz“, substantiviertes
Neutr. von suppositorius „untergesetzt“ zu lat. supponere,
vgl. supponieren): Arzneizäpfchen. Suplpolsiltum das;
-s, ...ta (aus gleichbed. mlat. suppositum zu lat. suppositus,
Part. Perf. von supponere, vgl. supponieren): Annahme
Suppression
die; -, -en (aus lat. suppressio „das Unter
drücken“ zu suppressus, Part. Perf. von supprimere, vgl.
supprimieren): 1. Unterdrückung, Hemmung (einer Blu
tung o.Ä.; Med.). 2. Unterdrückung od. Kompensation
der Wirkung von mutierten Genen durch Suppressoren
(Biol.). suppressiv (zu T...iv): unterdrückend; hem
mend. Suplpreslsor der; -s, ...oren (aus lat. suppressor
„Zurückdränger, -halter“): Gen, das die Mutationswirkung eines anderen, nicht Îallelen Gens kompensiert od.
unterdrückt. sup|pri|mie|ren (aus gleichbed. lat. suppri
mere): unterdrücken, zurückdrängen
Suplpulrans das; -, Plur. ...antien [,,,iən] u. ...antia (meist
Plur.) (aus lat. suppurans, Gen. suppurantis, Part. Präs,
von suppurare, vgl. suppurieren): Mittel, das eine Eite
rung ableitet bzw. die Einschmelzung eines Eiterherdes
fördert (z. B. Ichthyol; Med.). Suplpu|ra|ti|on die; -, -en
(aus gleichbed. lat. suppuratio zu suppurare, vgl. suppu
rieren): Eiterung (Med.). sup|pu|ra|tiv (zu T...iv>: ei
ternd, eitrig (Med), suplpulrielren (aus gleichbed. lat.
suppurare): eitern (Med.)
Sulpra* das; -s, -s (aus lat. supra „darüber“): svw. 'Sub. su
pra..., Sulpra... (aus gleichbed. lat. supra): Präfix mit der
Bedeutung „über; oberhalb“, z. B. supranational, supras
ternal
Sulpralexllilbris* [,,,bri:s] das; -, - (zu îsupra... u. ÎExli
bris): svw. Supralibros
sulpralflulid* (zu Isupra... u. lat. fluidus „fließend“, dies
zu fluere „fließen, strömen“): Suprafluidität besitzend
(Phys.). Sulpralfluildität ¿Zze; - (zu T...ität): Stoffeigen
schaft des flüssigen Heliums, bei einer bestimmten Tem
peratur die Viskosität sprunghaft auf sehr kleine Werte
sinken zu lassen (Phys.)
sulpralkrusltal* vgl. superkrustal
Sulprallaplsalriler* [...in] die (Plur.) (zu îsupra..., spatial.
lapsus „Sünde, Sündenfall“ u. T...arier>: eine Gruppe niederl. Kalvinisten des 17. Jh.s, die die Auffassung vertraten,
die Prädestination habe bereits vor dem Sündenfall statt
gefunden u. Adams Fall sei also gottgewollt
Sulpralleilter* der; -s, - (zu Tsupra...): elektr. Leiter, der
unterhalb einer für den Stoff charakteristischen Tempera
tur keinen messbaren elektr. Widerstand mehr besitzt u.
Strom leitet (Phys.). Sulpralleiltung die; -: Fähigkeit,
unterhalb einer für den Stoff charakteristischen Tempera
tur ohne messbaren elektr. Widerstand Strom leiten zu
können (Phys.)
su|pra|le|tal* (zu T supra... u. Î letal): über einer tödlichen
Dosis liegend (Med.)
Su|pra|li|bros* [,..bro:s] das; -, - (zu îsupra... u. ZaZ. libros,
Akk. (Plur.) von libri „Bücher“): auf der Vorderseite des
Bucheinbandes eingeprägtes Î Exlibris in Form von Wap
pen usw.
Su|pra|li|to|ral* das; -s, -e (zu Isupra... u. TLitoral): die
Spritzwasser- bzw. Brandungszone des Uferbereichs von
Gewässern (Biol.)
Sulpralmid®* fitas; -[e]s (Kunstw.): Kunststoff mit eiweiß
ähnlicher Struktur (als Knochenersatz u. chirurgisches
Nähmaterial)
sulpra|nalti|o|nal* (zu Tsupra... u. Tnational): überstaat
lich, übernational (von Kongressen, Gemeinschaften,
Parlamenten u. a.). Su pra na ti o na li tät die; -: Über
staatlichkeit
su|pra|na|tu|ral* (zu tsupra... u. Înatural): übernatürlich
(Philos.). Su|pra|na|tu|ra|lis|mus u. Supernaturalis
mus der; -: über die Natur u. das Natürliche hinausgehen
de Denkrichtung; Glaube an Übernatürliches, an eine
übernatürliche Offenbarung; im Besonderen die theologi
sche Richtung (etwa 1780-1830), die gegen den Rationa
lismus die über aller Vernunft stehende Offenbarung Got
tes betonte. Su|pra|naltu|ra|list der; -en, -en: Anhänger
Supipreslsiign*
1308
des Supranaturalismus, sulpralnaltulrallisltisch u. su
pernaturalistisch: den Supranaturalismus betreffend,
übernatürlich
sulpralorlbiltal* (zu î supra... u. Îorbital): über der Augen
höhle liegend (Med.)
Sulpralporlte* vgl. Sopraporte
su Ipral reinal* (zu tsupra... u. t renal): 1. überder Niere ge
legen (Anat.). 2. die Nebenniere betreffend (Anat.). Supra re nin® das; -s (zu I...in (1)): synthetisches Î Adrena
lin, das z.B. zur Behandlung des Bronchialasthmas dient
su|pra|seg|men|tal* (zu Tsupra... u. Tsegmental): nicht
von der T Segmentierung erfassbar (von sprachlichen Er
scheinungen, z.B. Intonation, Akzent)
sulpralsterlnal* (zu Tsupra... u. Tsternal): oberhalb des
Brustbeins gelegen (Med.)
Sulpralstrom* der; -[e]s (zu Tsupra...): der in einem Supra
leiter dauernd fließende elektrische Strom (Phys.)
Sulpralsysltem* <Zas; -s, -e (zu tsupra... u. TSystem): über
geordnetes, ganzheitliches System (z. B. die Standardspra
che im Unterschied zu ihren regionalen Dialekten od. zu
Sondersprachen)
sulpralvalgilnal* [...v...] (zu Tsupra... u. Tvaginal): ober
halb der Scheide [gelegen] (Anat.)
Sulprelmat* der od. das; -[e]s, -e (zu Zaz. supremus „der
Oberste“ u. T...at (1)>: [päpstliche] Obergewalt; Überord
nung. Sulprelmaltie die; -, ...ien (zu T2...ie): svw. Supre
mat. Su|pre|ma|tis|mus der; - (nach gleichbed. russ. Su
prematism; vgl. ...ismus (1)>: eine von K. Malewitsch
(1878-1935) begründete Art des TKonstruktivismus(l).
Su|pre|ma|tist zfer,-en, -en (zu T ...ist): Anhänger des Suprematismus. Sulprelmaltisltin <Zze; -, -nen: weibliche
Form zu TSuprematist. Sulprelmatsleid der; -[e]s, -e:
Eid zur Anerkennung der kirchlichen Oberhoheit des engl.
Königs, den seit 1534jederengl. Geistliche u. Staatsbeam
te leisten musste (im 19. Jh. stufenweise abgeschafft). Su
preme Court [sjʊ'pri:m 'kɔ:t] der; - -s, - -s (.engl.; zu su
preme „höchst-“ u. court „Gericht“): oberster Gerichts
hof bzw. oberste Instanz in einigen Staaten mit angloamerik. Recht. Su pre mum das; -s, ...ma (aus lat. supremum
„Oberstes“, substantiviertes Neutr. von supremus „obers
ter“): obere Grenze, kleinste obere Schranke einer Menge
von Zahlen (Math.)
sur..., Sur... vgl. sub..., Sub...
Sulra die; -, Surae [...re] (aus gleichbed. lat. sura): Wade
(Anat.)
Sulrah der; -[s], -s (vermutlich entstellt aus dem Namen der
ind. Stadt Surat): Seidengewebe in Köperbindung (eine
Webart)
Sulralmin®* fitas; -s (Kunstw.; vgl. ...in (1)): Mittel zur Be
handlung der Schlafkrankheit
Sulralsunldalri <Zie; -, -s (aus sanskr. surasundarl „himm
lische Nymphe“): anmutige Frauengestalt der ind. Kunst
Surlcot u. Surkot [syr'ko(:)] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr.
surcot zu sur- (vgl. super...) u. cotte „Kutte“): ärmelloses
Übergewand des späten Mittelalters
Surldiltas die; - (aus lat. surditas, Gen. surditatis „Taub
heit“ zu surdus „taub“): (selten) svw. Anakusis (Med.).
Surldolmultiltas die; - (aus nlat. surdomutitas zu ZaZ.
surdus (vgl. Surditas) u. mutus „stumm“): Taubstummheit
(Med.)
Su Ire die; -, -n (aus gleichbed. arab. süra, eigtl. „Reihe“):
Kapitel des T Korans
surlface air liflted ['sə:fɪs 'eə 'lɪftɪd] {engl.; zu surface,
eigtl. „Oberfläche“, u. to airlift „auf dem Luftweg trans
portieren“): vorrangig auf dem Luftweg [zu befördern]
(von Postsendungen); Abk.: SAL. Sur|face-Effect-Schiff ['sə:fɪsɪ'fɛkt...] das: -[e]s, -e (zu engl. surface
effect „Bodeneffekt“): wie ein TKatamaran gebautes
Schiff, bei dem der Raum zwischen den beiden Seiten-
1309
rümpfen durch flexible Schürzensysteme abgeschlossen
ist, in dem durch starke Gebläse ein Überdruck erzeugt
wird, der das Schiff bis fast an die Wasseroberfläche an
hebt u. so die Wasserverdrängung verringert; Abk.: SES.
Surlfacltant [sə'fæktənt] das od. der; -[s], -s (verkürzt aus
engl. surface-active agent, zu agent „[bewirkende]
Kraft“): 1. grenzflächenaktiver Stoff. 2. natürliche, grenz
flächenaktive Substanz aus Lezithinabkömmlingen (vgl.
Lezithin) u. t Proteinen, die die Oberflächenspannung der
Lungenalveolen herabsetzt (Med.)
Surflboard ['sə:fbɔ:d] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. surf
board zu surf „Brandung“ u. board „Brett“): svw. Surf
brett. Surf Ibrett das; -[e]s, -er (Lehnübersetzung zu engl.
surfboard, vgl. Surfboard): a) flaches, stromlinienförmi
ges Brett aus Holz od. Kunststoff, das beim Surfing ver
wendet wird; b) Brett, das beim t Windsurfing verwendet
wird, surlfen [sə:fn] (wohl nach gleichbed. engl. to surf):
1. a) Surfing betreiben; b) so segeln, dass das Boot mög
lichst lange von einem Wellenkamm nach vorn geschoben
wird. 2. a) Î Windsurfing betreiben; b) surfend (2 a) irgend
wohin gelangen. 3. (Jargon) [im Internet] wahllos od. ge
zielt nach Informationen suchen, indem durch das Ankli
cken von Î Hyperlinks nacheinander verschiedene Infor
mationen aufgerufen werden (EDV). Surlfer ['sə:fe] der;
-s, - (wohl nach gleichbed. engl. surfer) : 1. jmd., der Î Sur
fing ( 1, 2) betreibt. 2. (Jargon)jmd., der [im Internet] surft.
Surlfelrin die; -, -nen; weibliche Form zu tSurfer. Sur
fing ['sə:fɪŋ] íZów; -s (aus gleichbed. engl. surfing, Verbal
substantiv von to surf, vgl. surfen); 1. Wassersport, bei
dem man sich, auf einem Surfbrett stehend, auf dem
Kamm von Brandungswellen ans Ufer tragen lässt; Brandungs-, Wellenreiten. 2. svw. Windsurfing. 3. (Jargon) die
wahllose od. gezielte Suche nach od. Abfrage von Infor
mationen (im Internet). Surflrilding [,,,raɪdɪŋ] das; -s
(aus engl. surf-riding „Wellenreiten“, zu to ride „reiten“):
svw. Surfing
Sulrilkalte die; -, -n (Herkunft unsicher): Erdmännchen,
eine in südafrik. Trockengebieten lebende Schleichkatze
Sulrillho* [zu'nljo] der; -s, -s (aus dem Port.): mit den Mar
dern verwandtes südamerik. Stinktier
Sulrilmolno das; -s, -s (aus jap. surimono „Drucksache“,
eigtl. „das Gedruckte“): japan. Farbholzschnitt mit Ge
dicht u. Bild als Glückwunschkarte
surljekltjv (aus gleichbed. fr. surjectif zu sur- (vgl. super...)
u. lat. iactare „werfen“): bei einer Projektion in eine Men
ge alle Elemente dieser Menge als Bildpunkte aufweisend
(Math.)
Surlkot [syr'ko:] vgl. Surcot
sur lie [syr Ti] (fr.; „auf der Hefe“): Angabe bei Weißwei
nen, die unmittelbar vom Fass, in dem noch die Hefe liegt,
auf Flaschen gefüllt werden
sur place [syr plas] </?.): auf der Stelle [ausgeführt] (Bal
lett)
Sur plus* ['sə:pləs] das; -, - (aus gleichbed. engl. surplus,
dies über das Altfr. aus mlat. superplus „Rest“ zu lat. su
per „über“ u. plus „mehr“): Überschuss, Gewinn, Profit
(Wirtsch.). Sur plus ka piltal das; -s: über das bereits
angelegte Kapital hinausgehender, zusätzlich in Kapital
zurückverwandelter Mehrwert (Wirtsch.)
Surlpoids [syr poa] das; -s (aus gleichbed. fr. surpoids zu
sur- (vgl. super...) u. poids „Gewicht“): (veraltet) Überge
wicht
Surlprise* [syr pri:s] die; -, -n (aus gleichbed. fr. surprise zu
surprendre „überraschen“, dies über das Vulgärlat. zu
Î super... u. lat. prehendere „ertappen“, eigtl. „ergreifen“):
(veraltet) Überraschung; Erstaunen, Bestürzung. Sur
prise-Parity, auch Surlpriselparlty [sə praɪz...] die; -,
-s (aus engl. surprise party „Überraschungsparty“ zu sur
prise (vgl. Surprise) u. party, vgl. Party): ÎParty, mit der
Survivaltraining
man jmdn. überrascht u. die ohne sein Wissen [für ihn] ar
rangiert wurde
Surira die; - (nach Marathi (einer ind. Sprache) süra „keu
chender Ton“): fieberhafte, schwere (meist tödlich verlau
fende) Erkrankung bei Säugetieren (von Nordafrika über
Südasien bis Australien verbreitet)
Surlre die; -, -n (aus arab. surra „(Geld)beutel“): früher all
jährlich vom türk. Sultan mit der Pilgerkarawane nach
Mekka gesandtes Geldgeschenk
surlrelal [auch ZYr...] (zu ÎSurrealismus; vgl. ‘...al (1)>:
traumhaft, unwirklich. Surlrelallislmus der; - (aus
gleichbed. fr. surréalisme zu sur- (vgl. super...) u. réalisme
„Realismus“; vgl. ...ismus (1)): Richtung der modernen
Literatur u. Kunst, die das Unbewusste u. Traumhafte
künstlerisch darstellen will. Sur|rela|list der; -en, -en
(aus gleichbed. fr. surréaliste; vgl. ...ist): Vertreter, Anhän
ger des Surrealismus. Sur|re|a|lis|tin Æe; -, -nen: weibli
che Form zu TSurrealist. surlrelailisltisch (zu t...istisch): den Surrealismus betreffend, ihm gemäß [gestaltet]
Surlrolgat das; -[e]s, -e (zu lat. surrogatus, Part. Perf. von
surrogare „jmdn. an die Stelle eines anderen wählen las
sen“): 1. Ersatz, Ersatzmittel, Behelf. 2. ersatzweise ein
gebrachter Vermögensgegenstand (Rechtsw. ). Sur|ro|gatilon die; -, -en (zu î'...ion): Austausch eines Wertes, Ge
genstandes gegen einen anderen, der den gleichen Rechts
verhältnissen unterliegt (Rechtsw.)
Surlroundlsound, auch Sur|round-Sound [sə'raʊnd
saund] (aus gleichbed. engl. surround sound zu surround
„etwas umgeben“ u. ÎSound): Mehrkanaltonsystem, mit
dem bei Film u. Fernsehen, Videokassetten u. CDs ein in
alle Richtungen gleichmäßig verteilter Raumklang erzeugt
wird
sutjsum cor da [- kɔrda] dat. ; „empor, aufwärts die Her
zen!“): Ruf zu Beginn der Î Präfation (kath. Kirche)
Surltax ['sə:tæks] die; -, -es [...kstz] (aus engl. surtax „Steu
erzuschlag“, dies aus fr. surtaxe, vgl. Surtaxe): svw. Sur
taxe. Surltalxe [zyr'taksa, fr. syr'taks] die; -, -n (aus
gleichbed. fr. surtaxe zu sur- (vgl. super...) u. taxe, vgl. 'Ta
xe) : zusätzliche Steuer (bei Überschreitung einer bestimm
ten Einkommensgrenze)
Surltout [syr'tu] der; -[s], -s (aus gleichbed. fr. surtout zu
sur- (vgl. super...) u. tout „alles“, eigtl. „der über allem (ge
tragen wird)“): im 18. Jh. mantelartiger Überrock mit
mehreren übereinander hängenden Schulterkragen
Sutjveilllance [syrve'jä:s] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr.
surveillance zu surveiller, vgl. surveillieren): (veraltet) [po
litische] Überwachung, Aufsicht, surlveilllielren
[...ji:...] (aus gleichbed. fr. surveiller zu sur- (vgl. super...)
u. veiller „überwachen“, dies aus lat. vigilare „wachen;
wachsam sein“): (veraltet) überwachen, beaufsichtigen
Surlvey ['sə:veɪ] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. survey
„überblicken, -schauen“, dies aus altfr. surveier zu sur(vgl. super...) u. veier „sehen“, dies aus lat. videre): 1. Er
hebung, Ermittlung, Befragung bei der Meinungs- u.
Marktforschung. 2. Gutachten eines Sachverständigen im
Warenhandel. 3. historische Landesaufnahme eines Ge
biets, erste Begehung zur Feststellung erkennbarer Bau
reste u. zur systematischen Befundsammlung, um eine Lo
kalisierung der Siedlungsgeschichte vorzunehmen. Surveylor [sə:'veɪə] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. surveyor):
Sachverständiger u. Gutachter im Warenhandel
Surlvilvals [sə'vaɪvlz] ¿ie (Plur.) (aus gleichbed. engl. sur
vivals (Plur.) zu survive „überleben“, dies über (mittel)fr.
survivre aus lat. supervivere): [unverstandene] Reste un
tergegangener Kulturformen in heutigen [Volks- u. Kinder]bräuchen u. Vorstellungen des Volksglaubens. Surlvival trai ning, auch Sur|vi|val-Trai|ning [səvaɪvl...]
das; -s, -s (aus gleichbed. engl. survival training) : Überle
benstraining
Sushi
['zu:ʃi] das; -s, -s (jap.y. aus rohem Fisch [Fleisch,
Krustentieren, Gemüse, Pilzen u.a.] auf einer Unterlage
aus Reis bestehendes Gericht
Sulsilnedie; -, -n (aus gleichbed. it. susina): eine ital. Pflau
menart
Susllik der; -s, Plur. -s u. -i (aus gleichbed. russ. suslik):
Handelsbez. für die nur geringwertigen Felle bestimmter
Zieselarten (z.B. des Perlziesels)
sus Milnerlvam [dolcet] [- ...vam ('do:tsɛt)] (lat.; „das
Schwein (belehrt) Minerva“): der Dümmere will den Klü
geren aufklären
suslpekt* (aus gleichbed. lat. suspectus, eigtl. Part. Perf.
von suspicere „(be)argwöhnen“): von einer Art, dass jmd.
an der Echtheit, Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit
von etwas, jmdm. stärkere Zweifel hat; verdächtig, frag
würdig, zweifelhaft
sus|pen|die|ren (aus lat. suspendere „aufhängen; in der
Schwebe lassen; aufheben, beseitigen“): 1. a) [einstweilen]
des Dienstes entheben; aus einer Stellung entlassen; b)
zeitweilig aufheben; c) von einer Verpflichtung befreien. 2.
(Teilchen in einer Flüssigkeit) fein verteilen, aufschwem
men (Chem.). 3. (Glieder) aufhängen, hochhängen, hoch
lagern (Med.), suslpense[səs'pɛns] die; - (aus gleichbed.
engl. suspense, dies wohl über das Mittelfr. zu lat. suspen
sus, vgl. suspendieren): [auf den Filmzuschauer bezogene]
Spannung. Sus|pen|si|on[sos...] iZze; -, -en (aus (spät)lat.
suspensio „Unterbrechung“): 1. [einstweilige] Dienstent
hebung; zeitweilige Aufhebung. 2. Aufschwemmung
feinstverteilter fester Stoffe in einer Flüssigkeit (Chem.).
з. schwebende Aufhängung (von Gliedern; Med.). Suspen|silons|strö|me die (Plur.): an den Hängen von
Meeres- u. Seebecken sich rasch abwärts bewegende Ge
mische aus Wasser u. festen Gesteinsbestandteilen (Geol.). suslpenlsiv (zu lat. suspensus, Part. Perf. von sus
pendere (vgl. suspendieren), u. t,,,iv): aufhebend; auf
schiebend. Suslpen|so|ri|umdu5; -s, ...ien [,,,iən] (zu lat.
suspensus. Part. Perf. von suspendere (vgl. suspendieren),
и. T ...orium): beutelförmige Tragevorrichtung zum Anhe
ben u. Stützen des Hodensacks
Susltain [zus'te:n, engl. səs'teɪn] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl.-amerik. sustain zu engl. to sustain „einen Ton hal
ten“, dies über das Altfr. u. Vulgärlat. aus lat. sustinere
„stützen; (aus)halten“): Zeit des Abfallens des Tons bis zu
einem vorbestimmten Niveau (Höhe des Tons) beim 1 Syn
thesizer. Susltenltaltilon [zus...] «he; -, -en (aus gleich
bed. (spät)lat. sustentatio, eigtl. „das Verzögern, Auf
schub“, zu sustentare, vgl. sustentieren): (veraltet) Unter
stützung, Versorgung, susltenltielren (aus gleichbed.
/ɑ/. sustentare): (veraltet) ernähren; unterhalten, versor
gen; unterstützen
Suslzepltanz die; -, -en (zu 1 suszeptibel u. ɪ,,,anz): linduktiver od. Îkapazitiver Blindleitwert [im Wechselstrom
kreis], Kehrwert der 1 Reaktanz (Elektrot.). suslzepltibel (aus spätlat. susceptibilis „fähig (etw. aufzunehmen)“
zu lat. suscipere, vgl. suszipieren): (veraltet) empfindlich,
reizbar. Sus|zep|ti|billi|tät<Äe;-(zul...ität): 1.(veraltet)
Empfindlichkeit, Reizbarkeit. 2. Maß für die Magnetisier
barkeit eines Stoffes. Suslzepltilon die; -, -en (aus lat.
susceptio „Aufnahme“): 1. (veraltet) An-, Übernahme. 2.
Reizaufnahme der Pflanze (Bot.). sus|zi|pie|ren (aus
Zai. suscipere „aufnehmen“): 1. (veraltet) an-, überneh
men. 2. einen Reiz aufnehmen (Bot.)
Sultalnevgl. Soutane. Sultalneille vgl. Soutanelle
Sultasch [auch zu:...] vgl. Soutache
Su|tra*í/aí,- -, -s (meist Plur.) (aus gleichbed. sanskr. sütra,
eigtl. „(Leit)faden“): a) Lehrsatz der twedischen Zeit
[über Opfer u. gottesdienstliche Gebräuche] ; b) aus Sutras
(a) bestehendes Lehrbuch bzw. wissenschaftliches Werk
Sultyrc/Ze; -, -en (aus lat. sutura „Naht“ zu suere „(zusamSulshi:
1310
menjnähen“): 1. Naht, Knochennaht, starre Verbindung
zwischen Knochen in Form einer sehr dünnen Schicht fa
serigen Bindegewebes (Med.). 2. a) zackige Naht in Kalk
steinen, die durch Lösung unter Druck entsteht; b) Anhef
tungslinie (Artmerkmal versteinerter Ammoniten; Geol.)
su um cu|i|que[- ku...] (/at.): jedem das Seine (geflügeltes
Wort in der Antike, das zum Wahlspruch des preußischen
Schwarzen-Adler-Ordens wurde)
sulzelrän (aus gleichbed./?. suzerain, dies aus mittelfr. sou
serain (Analogiebildung zu souverain, vgl. souverän) zu äl
ter fr. sus „darüber“, dies aus lat. sursum „nach oben“):
(selten) oberherrschaftlich. Sulzelrän der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. suzerain): der Staat als Oberherr über ab
hängige halbsouveräne Staaten. Sulzelrälniltät die; (aus gleichbed. fr. suzeraineté; vgl. ...ität): Oberhoheit,
-herrschaft eines Staates über andere Staaten
Svalralbhaklti [svara'bakti] vgl. Swarabhakti
sveiglialto* [svɛlja:to] {it.; „wach, aufgeweckt“, Part.
Präs, von svegliare „wecken“, dies aus lat. evigilare „auf
wachen“): frei, frisch, kühn (Vortragsanweisung; Mus.)
Swalhilli vgl. Suaheli
Swalmi der; -s, -s (aus gleichbed. Hindi sväml, dies aus
sanskr. svämin „Eigentümer; Herr“ zu svä „Eigentum“):
hinduistischer Mönch, Lehrer
Swamps [swɔmps] die (Plur.) (zu engl. swamp „Sumpf“):
1.nasse, poröse, nach Entwässerung fruchtbare Böden. 2.
Sumpfwälder an der atlantischen Flachküste der südöstli
chen USA
Swanboy ['svɔnbɔɪ] das; -s (aus gleichbed. engl. swanboy,
eigtl. „Schwanenjunges“): auf beiden Seiten gerautes [wei
ßes] Baumwollgewebe. Swanlskin* ['svɔnskɪn] der; -s
(aus engl. swanskin, eigtl. „Federkleid des Schwans“): fei
ner, geköperter Flanell
Swap [svɔp] der; -s, -s (aus engl. swap „Tausch“ zu to swap
„(aus)tauschen“): 1. Austausch bestimmter Rechte,
Pflichten o.Ä. 2. Differenz zwischen dem Kassakurs
u. dem Terminkurs (Bankw.). Swaplablkomlmen
['svɔp...] das; -s, -: zweiseitige Vereinbarungen zwischen
Zentralbanken, sich gegenseitig für eine bestimmte Zeit
Kreditlinien einzuräumen. Swaplgelschäftz/as; -[e]s, -e
(Lehnübersetzung zu gleichbed. engl. swap): [von den
Zentralbanken] meist zum Zweck der Kurssicherung vor
genommener Austausch von Währungen in einer Verbin
dung von Kassageschäft u. Termingeschäft. Swapiper
['svɔpn] der; -s, - (zu engl. to swap „(Partner) tauschen“):
(Jargon) jmd., der Partnertausch praktiziert. Swaplperinrfie; -, -nen: weibliche Form zu 1 Swapper. Swapiping
das; -s (zu î...ing>: 1. Partnertausch. 2. das Verschieben
von Daten aus dem Arbeitsspeicher auf einen Datenträ-,
ger, um bei nicht genügender Speicherkapazität Platz zu
gewinnen (EDV)
Swalralbhaklti [... bakti] das, auch die: - (aus gleichbed.
sanskr. svarabhakti zu svára „Vokal“ u. bhákta „sekun
där“): Erscheinung des Auftretens von Vokalen, bes. vor 1,
m und r, die dann Silben bildende Kraft haben (Sprachw.);
vgl. Anaptyxe
Swaslti ka die; -, ...ken, auch der; -[s], -s (aus gleichbed.
sanskr. svastika, eigtl. „Glück bringendes Zeichen in
Kreuzesform“): altind. Sonnen-u. Fruchtbarkeitszeichen
in Form eines Hakenkreuzes
Swatch® [swɔtʃ] die; -, Plur. - od. -es (Kurzw. aus engl.
Swiss watch „schweizerische Armbanduhr“): von einer
Minibatterie betriebene modische Armbanduhr aus der
Schweiz
Swealter ['sve:tn, 'svɛtn] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
sweater, eigtl. „Schwitzer“, zu to sweat „schwitzen“): 1.
(veraltend) meist auf einer Schulter zu knöpfender, zum
Sport getragener Pullover. 2. Vermittler zwischen Arbeit
geber u. Arbeiter im Sweatingsystem. Swealtinglsys-
1311
['sve:,,,, 'svɛ...] das; -s, -e (aus gleichbed. engl. swea
ting system zu sweating „das Schwitzen“ u. system, vgl.
System): Arbeitsverhältnis, bei dem zwischen Unterneh
mer u. Arbeiter ein Vermittler tritt, der die Aufträge in
möglichst niedrigen Lohnsätzen an die Arbeiter vergibt.
Sweatshirt ['swɛtʃə:t] das; -s, -s <aus gleichbed. engl.
sweatshirt, zu shirt, vgl. Shirt): weit geschnittener, langär
meliger Sportpullover (meist aus innen gerautem Baum
wolltrikot)
Sweeplstake* ['swi:psteɪk] das od. der; -s, -s (aus gleich
bed. engl. sweepstake zu to sweep „etw. (Geld o.Ä.) ein
streichen“ u. stake „Wetteinsatz“): 1. Werbeverlosung, bei
der die Gewinne vor Verteilung der Lose aufgeteilt wer
den. 2. Wettbewerb [im Pferderennsport], bei dem die aus
gesetzte Prämie aus den Eintrittsgeldern besteht
Sweet [swi:t] der; - <zu engl. sweet „süß; gefällig, sentimen
tal“): dem Î Jazz nachgebildete, seine Elemente mildernde
u. versüßlichende Unterhaltungsmusik. Sweetlheart
['swi:thɑ:t] das: -, -s (aus engl. sweetheart zu sweet „lieb
lich“ u. heart „Herz“): engl. Bez. für Liebste, Liebster
Swell [swel] der; -s, -s (zu engl. to swell „sich brüsten, prah
len“, eigtl. „anschwellen“): (veraltet) aufgeblasener
Mensch, Stutzer. Swellling [swe...] das; -s (aus engl.
swelling „das Anschwellen“ zu to swell „zunehmen, an
wachsen“): Volumenzunahme bei der Kernspaltung
Swerltia die; -, ...iae [...e] (nach dem niederl. Botaniker
E. Swert (1552-1612) u. zu t’...ia): blaues Lungenkraut
(Enziangewächs)
Swildélrilen [svide'riɛ:] das; -[s] (fr.; nach der poln. Ge
meinde Swidry Wielkie bei Warschau): spätpaläolithische
Rentierjägerkultur mit Verbreitungsschwerpunkt im heu
tigen Polen, gekennzeichnet durch das Vorkommen ge
stielter Pfeilspitzen aus Feuerstein
Swimlminglpool [swɪmɪŋpu:l] der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. swimming-pool zu to swim „schwimmen“ u. pool
„Teich“): [kleines] Schwimmbecken in Haus od. Garten,
kleines Schwimmbad mit privater Atmosphäre
1Swing der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. swing, eigtl. „das
Schwingen“, zu to swing „schwingen“): 1. a) (ohne Plur.)
rhythmische Qualität des Jazz, die durch die Spannung
zwischen dem Grundrhythmus u. den melodisch-rhythmi
schen Akzenten sowie durch Überlagerung verschiedener
Rhythmen entsteht; b) (ohne Plur.) (bes. 1930-1945) Jazz
stil, bei dem die afroamerikanischen Elemente hinter eu
ropäischen Klangvorstellungen zurücktreten. 2. Kurz
form von t Swingfox. 2Swing der; -[s]: (bei zweiseitigen
Handelsverträgen) Betrag, bis zu dem ein Land, das mit
seiner Lieferung im Verzug ist, vom Handelspartner Kre
dit erhält (Wirtsch.). Swing-by [... bat] das; -[s], -s (aus
gleichbed. engl. swing-by, eigtl. „das Vorbeischwingen“):
svw. Fly-by. swinlgen (nach gleichbed. engl. to swing): 1.
ein Musikstück nach der Art des Swing (1) spielen. 2. auf
die Musik des Swing (2) tanzen. 3. (Jargon) a) von Zeit zu
Zeit statt mit dem eigenen Partner mit einem anderen ge
schlechtlich verkehren; b) Gruppensex betreiben. Swin
ger der; -s, - (aus engl.-amerik. swinger „jmd., der häufig
seinen Partner wechselt, lockerer Typ“, eigtl. „jmd., der
hin u. her schwingt“, Bed. 2 zu engl. to swing, vgl. Swing):
(Jargon) 1. a) jmd., der von Zeit zu Zeit statt mit dem ei
genen Partner mit einem anderen geschlechtlich verkehrt;
b) jmd., der Gruppensex betreibt. 2. Mantel bzw. lange Ja
cke, nach unten ausgestellt. Swinglfox der; -[es], -e (zu
sammengezogen aus i Swing u. ÎFoxtrott): aus dem Fox
trott entwickelter, das Swingelement betonender moder
ner Gesellschaftstanz, swinlging (aus gleichbed. engl.
swinging): schwungvoll, aufregend (meist in Verbindung
mit Städtenamen: Swinging London). Swinlging das: -[s]
(aus engl. swinging „das Hin-und-her-Schwingen“): (Jar
gon) a) Partnerwechsel; b) svw. Gruppensex
tem
syllogistisch
[...tjh] (aus engl. to switch „umschalten, über
wechseln“): 1. ein Switchgeschäft tätigen (Finanzw.). 2. als
Investor von einem Fonds in einen anderen überwechseln,
die Anlagestrategie wechseln (Finanzw.). 3. [auf andere
Fernsehprogramme] umschalten, Îzappen. Switlcher
der; -s,-:jmd., der [ständig] auf andere [Fernsehjprogramme umschaltet, tZapper. Switchtge schäft das: -[e]s, -e
(nach engl. switch „Umleitung (von Kapital)“): Außen
handelsgeschäft, das über ein drittes Land abgewickelt
wird (u.a. zur Ausnutzung von Kursdifferenzen; Fi
nanzw.)
sy..„ Sy... vgl. syn..., Syn...
Sylbalrit der: -en, -en ((über lat. Sybarita) nachgr. Sybari
tes (Einwohner der antiken unterital. Stadt Sybaris) u. zu
13...it ; die Sybariten waren als genusssüchtige Schlemmer
u. Schwelger verrufen): Schlemmer, Schwelger, sylbalritisch: genusssüchtig, schwelgerisch; verweichlicht. Syba ritismus der: - (zu t...ismus (5)>: Genusssucht,
Schlemmerei, Schwelgerei; Verweichlichung
Sylelnit [auch ... nit] der; -s, -e (nach lat. (lapis) Syenites, ei
nem bei der altägypt. Stadt Syene (heute Assuan) gebro
chenen Granit; vgl. 2...it) : ein helles, graues bis rötliches,
gut zu polierendes, granitähnliches Tiefengestein
Sy|ko|mo|re die: -, -n (über gleichbed. lat. sycomorus aus
gr. sykömoros zu sÿkon „Feige“ u. moron „Maulbeere“):
ägypt. Maulbeerfeigenbaum. Sylkolphant der: -en, -en
(aus gleichbed. gr. sykophántés, zu phainein „anzeigen“,
urspr. ein Aufpasser, der diejenigen aufzuspüren u. anzu
zeigen hatte, die gegen das Ausfuhrverbot für Feigen aus
Attika verstießen ; Bed. 2 über gleichbed. lat. sycophanta) :
1. gewerbsmäßiger Ankläger im alten Athen. 2. (veraltet)
Verräter, Verleumder, sylkolphanltisch (aus gleichbed.
gr. sykophantikös): (veraltet) anklägerisch, verräterisch,
verleumderisch. 'Sylkglse die; -, -n (zu gr. sÿkon „Feige“
u. î2...ose): (veraltet) svw. Saccharin. 2Sy|ko|se die; -, -n
u. Sylkolsis die; -, ...osen (zuî '...ose): Bartflechte (Med.)
syl..., Syl... vgl. syn..., Syn...
Sylllalbar vgl. Syllabarium. Syllabarium das; -s, ...ien
[,,,iən] u. Syllabar das; -s, -e (zu lat. syllaba „Silbe“ (dies
aus gr. syllabe, vgl. syllabisch) u. î...arium>: 1. (veraltet)
Abc-Buch, Buchstabierbuch. 2. einheimisches Verzeichnis
der Schriftzeichen einer orientalischen Schriftsprache im
Altertum. Sylllalbi: Plur. von tSyllabus. syl la bie ren
(zugr. syllabe (vgl. syllabisch) u. Î..deren): (veraltet) in Sil
ben sprechen. syl|la|bisch (über gleichbed. spätlat. syllabicus aus gr. syllabikös zu syllabe „Silbe“, eigtl. „das Zu
sammengefasste“, dies zu syllambánein „zusammenfas
sen“): 1. (veraltet) silbenweise. 2. silbenweise komponiert
(jeder Silbe des Textes ist eine Note zugeordnet). Sylllabus der; -, Plur. - u. ...bi (über gleichbed. spätlat. syllabus
ausgr. syllabos): Zusammenfassung, Verzeichnis (Titel der
päpstlichen Sammlungen kirchlich verurteilter religiöser,
philos. u. politischer Lehren von 1864 u. 1907). Syllleplse
u. SylllepIsis die; -, ...epsen (über spätlat. syllepsis ausgr.
syllepsis „das Zusammenbringen durch den Zufall“ zu syl
lambánein, vgl. Syllabus): syntaktisch inkorrekter Bezug
vor allem eines ÎPrädikats (3) auf mehrere in Person, Nu
merus od. Genus verschiedene t Subjekte (2), eine Form
der Î Ellipse (2; z. B. die Kontrolle wurde verstärkt und
zehn Schmuggler verhaftet; Sprachw.). sylllepltisch (aus
gleichbed. gr. sylleptikós) : die Syllepse betreffend
Sylllolgislmus der; -, ...men (über lat. syllogismus aus
gleichbed. gr. syllogismos, eigtl. „das Zusammenrech
nen“, zu Tsyn... u. logizesthai „rechnen“): der aus drei Ur
teilen (î2Major, ÎMinor, tMedius) bestehende Schluss
vom Allgemeinen auf das Besondere (Logik). Sylllolgistik die; - (zu t ...istik): Lehre von den Syllogismen, sylllogisltisch (zu Î...istisch): den Syllogismus, die Syllogistik
betreffend
switlchen
s
Sylphe
-n, selten die; -, -n <Bez. für einen Elemen
targeist im System des Paracelsus, 1493-1541): männli
cher Luftgeist des mittelalterlichen Zauberglaubens (z.B.
Oberon, Ariel). 2Syl|phe die; -, -n (zu Î ‘Sylphe): (selten)
junges, zartes weibliches Wesen. Syllphilde die; -, -n (zu
T'Sylphe u. t...ide>: 1. weiblicher Luftgeist des mittelalter
lichen Zauberglaubens. 2. anmutiges Mädchen, syllphidenlhaft: zart, anmutig
Syl|va|nit[...v..., auch ,,,'mt] der; -s, -e (nach Transsilvania,
dem lat. Namen für Siebenbürgen (Rumänien) u. zu
t2...it): ein stahlgraues, silberweißes od. hellgelbes, metal
lisch glänzendes Mineral
Syilvin [,,,vi:n] das, auch der; -s, -e (nach demniederl. Arzt
F. Deleboe, genannt Sylvius (1614-1672) u. zu t...in (1)):
ein farbloses bzw. unterschiedlich gefärbtes Mineral, Ka
lisalz. Syllvilnit [auch ... nit] das; -s, -e (zu t'...it): Kali
rohsalz mit hohem Anteil an Sylvin u. Steinsalz, ein Ab
raumsalz, Kalidünger
sym..., Sym... vgl. syn..., Syn...
Symlbilpntcfer; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. symbiön, Gen.
symbioüntos, Part. Präs, von symbioün „Zusammenle
ben“): in einer Symbiose (1) lebende, meist in ihrer syste
matischen Stellung weit voneinander entfernt stehende
Organismen (Biol.). symlbilonltisch: svw. symbiotisch.
Sym|bi|o|se die; -, -n (aus gr. symbiosis „das Zusammen
leben“): 1. das Zusammenleben von mehreren Lebewesen
(Tiere, Pflanzen od. Tier u. Pflanze) zu gegenseitigem
Nutzen (Biol.). 2. das Zusammenleben von Bevölkerungs
gruppen unterschiedlicher Lebensweise mit gegenseitiger
Abhängigkeit (z.B. die Wildbeutervölker des tropischen
Regenwaldes u. ihre Feldbau treibenden Nachbarvölker;
Völkerk.). symibioitisch (ausgr. symbiotos, Nebenform
von symbios „zusammenlebend“): in Symbiose lebend
Sym|ble|pha|ron*ito; -s (zu îsyn... u. gr. blépharon „Au
genlid“): Verwachsung der Augenlider mit dem Augapfel
(meist nach Verbrennungen; Med.)
Symlbol das; -s, -e (über lat. symbolum aus gr. symbolon
„(Kenn)zeichen“, eigtl. „Zusammengefügtes“, nach dem
zwischen verschiedenen Personen vereinbarten Erken
nungszeichen, bestehend aus Bruchstücken (z.B. eines
Ringes), die zusammengefügt ein Ganzes ergeben, zu symbällein „zusammenfügen): 1. in der Antike ein durch Bo
ten überbrachtes Erkennungs- od. Beglaubigungszeichen
zwischen Freunden, Vertragspartnern u. a. 2. Gegenstand
od. Vorgang, der stellvertretend für einen anderen [nicht
wahrnehmbaren, geistigen] Sachverhalt steht; Sinnbild,
Wahrzeichen. 3. Ausdruck des Unbewussten,Verdrängten
in Worten, Handlungen, Traumbildern u.a. (Psychol.). 4.
christliches Tauf- od. Glaubensbekenntnis; Bekenntnis
schrift; vgl. Confessio (1), Confessio Augustana usw. 5.
Zeichen, das eine Rechenanweisung gibt (verkürzte Kenn
zeichnung eines math. Verfahrens). 6. Zeichen für eine
physik. Größe (als dt., lat. od. griech. Buchstabe geschrie
ben). 7. Zeichen od. Wort zur Darstellung od. Beschrei
bung einer Informationseinheit od. Operation (EDV).
Symlbolla: Plur. von tSymbolum. Sym bol agno sie*
die; -: Unfähigkeit, Symbole der Mitteilung (sprachlich
akustischer, mimischer, bildlicher Art o. Ä.) als solche zu
verstehen (trotz uneingeschränktem Wahrnehmungsver
mögen der Sinnesorgane; Med.). Sym|bol|cha|rak|ter
der; -s: symbolhafte Bedeutung, Wirkung. Sym|bol|figur die; -, -en: Figur, Person, die ein Symbol darstellt,
symlbollhaft: in der Art eines Symbols [wirkend], Sym
bollik die; - (zu î2...ik (3)): 1. Sinnbildgehalt [einer Dar
stellung]; durch Symbole (2) dargestellter Sinngehalt; Bil
dersprache (z. B. einer Religionsgemeinschaft). 2. Wissen
schaft von den Symbolen(2, 3) u. ihrer Verwendung. 3.
Lehre von den christlichen Bekenntnissen; Konfessions
kunde. 4. Art u. Weise der Verwendung von Symbolen(5,
‘Syllphe der; -n,
1312
6, 7). Sym bo li sa ti on die; -, -en (zu Î ...isation): die Er
setzung von Triebobjekten durch Symbole als Abwehrme
chanismus des Ich (Psychol.); vgl. ...ation/...ierung. symhöllisch (über spätlat. symbolicus aus gleichbed. gr. symbolikös): sinnbildlich; die Symbole betreffend; durch Sym
bole dargestellt. sym|bo|li|si_e|ren (aus gleichbed. fr.
symboliser, dies aus mlat. symbolizare „in Einklang brin
gen“): sinnbildlich darstellen. Sym|bolli|sie|rung die; -,
-en (zu Î ...isierung): 1. sinnbildliche Darstellung. 2. Ver
sinnbildlichung seelischer Konflikte im Traumerieben
(Psychol.); vgl. ...ation/...ierung. Symlbollislmus der; (zu TSymbol u. t,,,ismus (2), Bed. 1 nach gleichbed. fr.
symbolisme): 1. (seit etwa 1890 verbreitete u. als Gegen
strömung zum Î Naturalismus entstandene) [literarische]
Bewegung, die eine symbolische Darstellungs- u. Aus
drucksweise anstrebt. 2. (fachspr.) System von Formelzei
chen. Symlbollistrfer;-en,-en (aus gleichbed. fr. symbo
liste): Vertreter des Symbolismus (1). symlbollisltisch
(zu T...istisch): den Symbolismus, die Symbolisten betref
fend. Symibolofildelismus tor,-: Lehrmeinung, dass
die religiösen Begriffe ihren Gegenstand nur im Symbol
erfassen können, weshalb dem Glauben eine größere Be
deutung zukomme als der religiösen Erkenntnis (Theol.).
Syrr.ibollon das; -, ...la (aus gleichbed. gr. symbolon,
eigtl. „(Kenn)zeichen“; vgl. Symbol): altgriech. Marke
(z. B. Eintrittsmarke) aus Metall, meist aus Blei. Symlbolophobie rto; -, ...ien (zu î...phobie): krankhafte Angst
vor bestimmten Ereignissen od. Handlungen, denen eine
besondere symbolische Bedeutung beigelegt wird (Med.).
Sym|bol|spra|che die; -, -n (zu TSymbol): für die Pro
grammierung verwendete Sprache aus Abkürzungen, Zei
chen u. Symbolen (EDV). Sym bo lum das; -s, ...la (aus
lat. symbolum): lat. Form von ÎSymbol; - apostolicum
[...kom]: svw. Apostolikum (1)
Symlmalchietoe;-, ...ien (ausgleichbed.gr. symmachiazu
tsyn... u. máche „Schlacht, Kampf'): Bundesgenossen
schaft der altgriech. Stadtstaaten
Sym[me|di|alnetoe,-, -n (zuîsyn... u. ÎMediane): Bez. für
die Bilder der an den Winkelhalbierenden eines Dreiecks
gespiegelten Seitenhalbierenden (Geometrie)
Sym|me|trie*dze;-, ...ien (über to. symmetria aus gr. sym
metria „Ebenmaß“ zu symmetros „gleichmäßig“): 1.
Gleich-, Ebenmaß; die harmonische Anordnung mehrerer
Teile zueinander; Ggs. îAsymmetrie. 2. Spiegelungs
gleichheit, Eigenschaft von Figuren, Körpern o. Ä., die
beiderseits einer [gedachten] Mittelachse ein jeweils spie
gelgleiches Bild ergeben (Math., Biol.); Ggs. ÎAsymme
trie. 3. die wechselseitige Entsprechung von Teilen in Be
zug auf die Größe, die Form od. die Anordnung (Mus., Literaturw.). Sym me trie ach se die; -, -n: das Symme
trieelement einer Spiegelung in einer Ebene bzw. einer
räumlichen Drehung (Geometrie), symlmeltrisch: 1.
gleich-, ebenmäßig. 2. auf beiden Seiten einer [gedachten]
Mittelachse ein Spiegelbild ergebend (in Bezug auf Kör
per, Figuren u.Ä.; Math.). 3. auf beiden Körperseiten
gleichmäßig auftretend (Med.). 4. wechselseitige Entspre
chungen aufweisend (in Bezug auf die Form, Größe, An
ordnung von Teilen; Mus., Literaturw.). symlmeltrilsieren (zu Î ...isieren): (veraltet) nach Maß u. Zahl überein
stimmend gestalten
symlmikt (aus gr. symmiktös „zusammengemischt“): rela
tiv gleichmäßige Körnung u. schlecht ausgeprägte Gren
zen aufweisend (von TWarven; Geol.); Ggs. tdiatakt
Sym|pa|thek|to|mie* die; -, ...ien (zu ÎSympathikus u.
Î ...ektomie): operative Entfernung eines Teiles des t Sym
pathikus (Med.), symlpaltheltisch (aus gleichbed.
spätgr. sympathetikös zu gr. sympathös, vgl. Sympathie):
1. (veraltet) auf Sympathie beruhend; sympathetischer
Dativ: Dativ des Zuwendens, Mitfühlens (z.B. dem
1313
Freund die Hand schütteln). 2. geheimnisvolle Wirkung
auf das Gefühl ausübend; sympathetische Kur: Wunder
kur (meist suggestive Heilung durch geheimnisvolle Mit
tel, Gesundbeten u. a.); sympathetische Tinte: unsichtbare
Geheimtinte. Symlpalthie die; -, ...ien (über lat. sympa
thia aus gr. sympátheia „Mitleiden, Mitgefühl, Einhellig
keit“ zu sympathês „mitleidend, mitfühlend“, dies zu
tsyn... u. gr. páthos „Leiden“): 1. [Zujneigung; Wohlge
fallen; Ggs. t Antipathie. 2. Verbundenheit aller Teile des
Ganzen, sodass, wenn ein Teil betroffen ist, auch alle an
deren Teile betroffen sind (Naturphilos.). 3. Ähnlichkeit
in der Art des Erlebens u. Reagierens, Gleichgerichtetheit
der Überzeugung u. Gesinnung (Psychol., Soziol.). 4. im
Volksglauben die Vorstellung von geheimer gegenseitiger
Einwirkung aller Wesen u. Dinge aufeinander; vgl. con
traria contrariis u. similia similibus. Sym|pa|thie|bonus der; Gen. - u. -ses, Plur. - u. -se, auch ...ni: Vorteil,
Vorsprung aufgrund der Sympathie, die jmd. genießt.
Symlpalthilkolblasltom das; -s, -e (zu ÎSympathikus):
bösartige, vom Sympathikus ausgehende Geschwulst
(Med.). Symlpalthilkollylse die: -, -n (zu t.Jyse):
Hemmung od. Aufhebung der Reizung sympathischer
Nerven (durch Arzneimittel; Med.). Symlpa|thi|ko|lytilkum das; -s, ...ka (zu gr. lytikós (vgl. lytisch) u.
t. ..ikum): Arzneimittel, das die Reizung sympathischer
Nerven hemmt od. aufhebt (Med.). Symlpalthilkolmimeltilkum das; -s, ...ka (zu.gr. mimetikós „nachahmend“
u. t...ikum): Arzneimittel, das im Organismus die glei
chen Erscheinungen hervorruft wie bei Erregung des
Sympathikus (z.B. Adrenalin; Med.), symlpalthilkomi me tisch: nach Artu. Weise des Sympathikus, seiner
Überträgerstoffe u. der Sympathikomimetika wirkend
(Med.), symlpalthijkolton (zu tSympathikotonus): den
Sympathikotonus betreffend, mit diesem zusammenhän
gend (Med.). Symlpalthilkoltolnie die; -, ...ien (zu
t2...ie>: erhöhte Erregbarkeit des sympathischen Nerven
systems (Med.). Symlpalthilkoltolnilker der; -s, -: an
Sympathikotonie Leidender (Med.). Symlpalthükoltonilkum das; -s, ...ka: Arzneimittel, das das sympathische
Nervensystem anregt (Med.). Sym|pa|thi|ko|to|nus
der; - (zu gr. tonos „das (An)spannen“): erhöhter Tonus
(1) des sympathischen Nervensystems (Med.). Symlpathi kus der; -, ...thizi (aus gleichbed. nlat. (nervus) sym
pathicus zu lat. sympathia, vgl. Sympathie): Grenzstrang
des sympathischen Teils des autonomen Nervensystems,
der bes. die Eingeweide versorgt (Med.); vgl. Parasympa
thikus. Sym!palthi|kus|blo|ckalde die; -, -n: medika
mentöse Ausschaltung sympathischer Nerven durch In
jektion eines Lokalanästhetikums im Bereich sympathi
scher Fasern od. Ganglien (Med.). Symlpalthilsant der;
-en, -en (zu tsympathisieren u. Î ...ant): jmd., der einer po
litischen od. gesellschaftlichen Gruppe od. Anschauung
wohlwollend gegenübersteht [u. sie unterstützt]. Symlpathilsan'tin die; -, -nen: weibliche Form zu TSympathisant. symlpalthisch (wohl nach fr. sympathique): 1. zu
sagend, anziehend, ansprechend, angenehm. 2. zum vege
tativen Nervensystem gehörend; auf den Sympathikus be
züglich (Med.). 3. (veraltet) mitfühlend, aufgrund innerer
Verbundenheit gleich gestimmt, symlpalthilsielren
(wohl nach fr. sympathiser): a) den Ideen u. Anschauun
gen einer Gruppe wohlwollend gegenüberstehen; b) mit
jmdm. freundschaftlich verkehren, gut stehen. Symlpathilzi: Plur. von tSympathikus. Symlpalthollyltilkum
das; -s, ...ka (verkürzt aus ISympathikolytikum): svw.
Sympathikolytikum. Symlpa|tho|mi|melti|kum das;
-s, ...ka (verkürzt aus Sympathikomimetikum): svw. Sympathikomimetikum
Symlpaltrie* die: - (zu Îsyn... u. gr. patriá „Vaterland, Hei
mat“): das Nebeneinandervorkommen nahe miteinander
symptomatisch
verwandter Tier- od. Pflanzenarten od. Unterarten bzw.
Sorten im selben geografischen Gebiet (Biol.)
symlpeltal (zu tsyn... u. gr. pétalon „Blatt“): miteinander
verwachsene Blütenblätter tragend (von zweikeimblättri
gen Pflanzen; Bot.). Symlpeltallen die (Plur.): zusam
menfassende systematische Bez. für Blütenpflanzen mit
verwachsenen Kronblättern (Bot.)
Symlphillie die; - (zu tsyn... u. Î ...philie): symbioseähnli
che Beziehung zwischen Ameisen od. Termiten u. ihren
Bau bewohnenden Gästen (Biol.)
Symlpholnic Jazz [sɪm'fɔnɪk 'dʒæz] der; - - (aus gleichbed.
engl.-amerik. symphonic jazz): eine mit Jazzelementen
durchsetzte Stilform der amerik. Unterhaltungsmusik der
1920er-u. 1930er-Jahre. Symlpholnie [zYm...] usw. vgl.
Sinfonie usw.
Symlpholrie die; - (zu tsyn..., gr. phérein, phoreɪn „tra
gen“ u. t2...ie>: Form der Vergesellschaftung, bei der Le
bewesen einer Tierart die einer anderen als Transportmit
tel benutzen, ohne dass dem Trägertier Schaden erwächst
(Biol.)
Symlphrolnislmus* der; - (zu gr. symphrön „gleichge
sinnt“ u. Î ...ismus (1)): (veraltet) Übereinstimmung, symphro nisltisch (zu Î...istisch): (veraltet) sachlich über
einstimmend
Symlphylse die; -, -n (ausgr. symphysis „das Zusammen
wachsen“ zu symphyês „von Natur aus zusammengewach
sen“): a) Verwachsung; b) Knochenfuge, bes. Schambein
fuge (Med.), symlphyltisch (aus gleichbed. gr. symphytos): zusammengewachsen (Med.)
Sym plas ma das; -s (zu Tsyn... u. t Plasma): mehrkerniger
Zellverband ohne wahrnehmbare Zellgrenzen (Biol.)
Symlplolke* die; -, ...ploken (ausgr. symploke „Verflech
tung, Verbindung“ zu symplékein „verflechten, verbin
den“) : Verbindung mehrerer rhetorischer Wiederholungs
figuren in einem Satz od. Satzgefüge, bes. die von Î Ana
pher u. ÎEpiphora(2) (z.B. Was ist der Toren höchstes
Gut? Geld! Was verlockt selbst die Weisen? Geld!)
sym po di al (zu tSympodium u. Î ’...al ( 1)>: keine einheit
liche Hauptachse ausbildend (von der Verzweigung einer
Pflanzensprossachse; Biol.). Sym|po|di|um i/a.v; -s, ...ien
[...ion] (zu I syn..., gr. pódion „Füßchen“ (Verkleinerungs
form von poús. Gen. podós „Fuß“) u. t...ium>: Pflanzen
verzweigung mit Scheinachse (Biol.); Ggs. îMonopodium
Symlpolsilon u. Symlpolsilum [auch ...po:...] das; -s,
...ien [...ion] (über lat. symposium aus gleichbed. gr. sym
posion, eigtl. „gemeinsames Trinken“, zu sympinein „zu
sammen trinken“, Bed. 2 u. 3 wohl unter Einfluss von
gleichbed. engl. symposion, symposium): 1. mit Trinkge
lage u. Unterhaltung verbundenes Gastmahl im alten
Griechenland. 2. Tagung, bes. von Wissenschaftlern, auf
der in zwanglosen Vorträgen u. Diskussionen die Ansich
ten über eine bestimmte Frage erörtert werden. 3. Sam
melband mit Beiträgen verschiedener Autoren zu einem
Thema
Sympltom* das; -s, -e (über spätlat. symptoma aus gr.
symptöma, Gen. symptömatos „vorübergehende Eigen
tümlichkeit, zufallsbedingter Umstand“ zu tsyn... u. piptein „(nieder)fallen“): 1. Anzeichen, Vorbote, Warnungs
zeichen; Kennzeichen, Merkmal. 2. Krankheitszeichen,
für eine bestimmte Krankheit charakteristische, zu einem
bestimmten Krankheitsbild gehörende krankhafte Verän
derung (Med.). Sympltolmaltik die; - (zu tsymptomatisch u. t2...ik (2)> : 1. Gesamtheit von Symptomen. 2. svw.
Symptomatologie, symp toima tisch (nachgr. symptömatikós „zufällig“): 1. anzeigend; warnend, alarmierend;
bezeichnend. 2. a) nur auf die Symptome, nicht auf die
Krankheitsursache einwirkend (z. B. von einer ärztlichen
Behandlung); b) keine selbstständige Erkrankung darstel
lend, sondern als Symptom einer anderen auftretend
Symptomatologie
(Med.). Symp|to!malto|lo|gie die; - (zu t ...logie): Lehre
von den Krankheitszeichen. symp[to|ma|to|lg|gisch
(zu Î...logisch): die Symptomatologie betreffend, zu ihr
gehörend. Sympltolmenlkomlplex der; -es, -e: das Zu
sammentreffen mehrerer charakteristischer Symptome (2;
Med.). Sympltomlfunkltilon die;-'. Eigenschaft sprach
licher Gebilde, Gefühle auszudrücken (Sprachw.). Symptglsis die; - (aus gr. symptösis „Einsturz, Zusammen
bruch“): (veraltet) Verfall der Kräfte, Entkräftung
Symlpus der; - (zu 1 syn... u. gr. poüs „Fuß“): Fehlbildung
mit zusammengewachsenen unteren Extremitäten (Med.)
syn..., Syn... (aus gleichbed. gr. syn), vor b, m, p angegli
chen zu sym..., Sym..., vor 1 zu syl..., Syl..., in bestimmten
Fällen verkürzt zu sy..., Sy...: Präfix mit der Bedeutung
„mit, zusammen; gemeinsam; gleichzeitig mit; gleichar
tig“, z. B. Synthese, Symbol, syllogistisch, System
Sylnaldeliphus* der; -, ...phi (aus gleichbed. nlat. synadelphus zu tsyn... u. gr. adelphós „Bruder“): Fehlbildung
mit nur einmal ausgebildetem Rumpf, aber doppelt ausge
bildeten Gliedmaßen (Med.)
sylnalgolgal* (zu Î Synagoge u. t '...al (1)>: 1. den jüdischen
Gottesdienst betreffend. 2. die Synagoge betreffend. Synagoge die; -, -n (über gleichbed. kirchenlat. synagoga
aus gr. synagöge „Versammlung“ zu synágein „zusam
menführen“): 1. Gebäude, Raum, in dem sich die jüdische
Gemeinde zu Gebet u. Belehrung versammelt. 2. die sich
versammelnde Gemeinde. 3. (ohne Plur.) in der bildenden
Kunst die Verkörperung des Alten Testaments, d.h. des
Judentums, in Gestalt einer Frau mit verbundenen Augen,
zerbrochenem Stab u. niederfallender Gesetzestafel
(Kunstwissenschaft); vgl. Ecclesia(2)
Sylnallgie* die; -, ...ien (zu tsyn... u. î...algie): das Mit
empfinden von Schmerzen in einem nicht erkrankten Kör
perteil (Med.)
Sylnalllalge* [...ge] die; -, ...agen (ausgr. synallage „Aus
tausch, Ausgleich, (Handels)verkehr“): gegenseitiger Ver
trag (Rechtsw.). Sy nal lag ma das; -s, ...men (ausgr. synállagma „Umgang, Verkehr“): auf vertraglicher Verein
barung begründete gegenseitige Abhängigkeit (Rechtsw.).
sylnalllaglmaltisch (aus (spät)gr. synallagmatikös „den
Vertrag, die Übereinkunft betreffend“): gegenseitig; -er
Vertrag: svw. Synallage
Sylnallölphe* die; -, -n (über gleichbed. lat. synaliphe, sy
naloephe ausgr. synaioiphe zu Tsyn... u. aloiphê „(das) ge
schmolzene (Fett)“): Verschmelzung zweier Silben durch
Î Elision (1) od. Î Krasis (antike Metrik)
Sylnanjdrie* die; - (zu tsyn... u. gr. anër, Gen. andrös
„Mann“ u. Ta...ie> : die vollständige od. teilweise Verwach
sung von Staubblättern (z.B. bei Glockenblumen; Bot.),
sylnanldrisch: verwachsene Staubbeutel aufweisend
(von Blüten; Bot.). Sylnanldrilum das; -s, ...ien [,,,iən]
(zu t...ium): die Einheit der miteinander verwachsenen
Staubbeutel (z.B. bei Glockenblumengewächsen u. Korb
blütlern; Bot.)
Sylnanlthie* die; -, ...ien (zu tsyn..., gr. ánthos „Blüte“ u.
t2...ie): durch seitliche Verwachsung von Blüten od. Pflan
zen auftretende Fehlbildung (Bot.)
Sy|nan|thro|pie* die; - (zu tsyn..., gr. ánthropos
„Mensch“ u. t2...ie>: die weitgehende Anpassung der
Î Kulturfolger an den Lebensraum des Menschen (Biol.)
Sylnalphie* die; -, ...ien (über gleichbed. lat. synaphia aus
gr. synápheia, eigtl. „Verbindung, Gemeinschaft“): rhyth
misch fortlaufende Verbindung von Versen, d. h., der
Wechsel von starker u. schwacher Silbe geht an der Versgrenze ohne Unterbrechung in den folgenden Vers über
(Metrik), sylnalphisch: die Synaphie betreffend, Synaphie aufweisend. Sylnaplse die; -, -n (zu tSynapsis): 1.
Kontakt-, Umschaltstelle zwischen Nervenfortsätzen, an
der nervöse Reize von einem 1 Neuron auf ein anderes wei
1314
tergeleitet werden (Biol., Med.). 2. Berührungsstelle der
Grenzflächen zwischen Muskel u. Nerv (Biol., Med.). Synap sis die; - (ausgr. synapsis „Verbindung“ zu synäptein
„zusammenknüpfen“, dies zu tsyn... u. häptein
„(an)knüpfen“): die Paarung der sich entsprechenden
Chromosomen während der ersten Phase der Î Redukti
onsteilung (Biol.). Sylnaplte 4ze; -, -n (aus gleichbed.
mgr. synápte „die Verbundene“ zu gr. synaptós „verbun
den“): Fürbittgebet (Wechselgebet) im orthodoxen Got
tesdienst. sylnapltisch: die Synapse betreffend, von ihr
verursacht, zu ihr gehörend
Sylnarlchie* dze; -, ...ien (zu gr. synärchein „gemeinsam
herrschen“ u. t2...ie): (veraltet) Mitherrschaft, gemeinsa
me Herrschaft
Sylnälrelse* u. Sylnälrelsis die; -, ...resen (aus gleichbed.
gr. synairesis, eigtl. „das Zusammenziehen“, zu synairem
„zusammennehmen; kürzen“): 1. Zusammenziehung
zweier verschiedenen Silben angehörender Vokale zu einer
Silbe (z. B. gehen zu gehn; Sprachw.); vgl. Kontraktion (3).
2. svw. Synizese
Sy|nar|thro!se* die; -, -n (zu tsyn... u. ÎArthrose): feste
Knochenverbindung, Knochenfuge (Med.), sylnarlthrotisch (vgl. ...otisch): unbeweglich verbunden (von Kno
chen, Med.)
Sy näsltheisie* die; -, ...ien (ausgr. synaisthesis „Mitemp
findung“ zu synaisthánesthai „(mit)empfinden“): 1. Mit
erregung eines Sinnesorgans bei Reizung eines anderen
(z.B. Farbwahrnehmung bei akustischem Reiz; Med.). 2.
durch sprachlichen Ausdruck hervorgerufene Verschmel
zung mehrerer Sinneseindrücke (z. B. schreiendes Grün;
Stilk.). sylnäsltheltisch: die Synästhesie betreffend;
durch einen nicht spezifischen Reiz erzeugt (z. B. von Sinneswahrnehmungen); vgl. Audition colorée
Sylnalxalrilon* das; -s, ...ien [,,,iən] (aus gleichbed. mgr.
synaxárion zu gr. synaxis, vgl. Synaxis): liturgischer Ka
lender der orthodoxen Kirche mit Lebensbeschreibungen
der Tagesheiligen. Sylnalxis die: -, ...axen (über spätlat.
synaxis aus gleichbed. (spät)gr. synaxis, eigtl. „das Zusam
menführen, Versammlung“, zu gr. synágein „zusammen
führen, versammeln“): Messfeier in der griech.-orthodo
xen Kirche
Synlchillie <afe; -, ...ien (zu tsyn..., gr. cheilos „Lippe“ u.
t2...ie): angeborene Verwachsung der Lippen (Med.)
Synlchilsit [auch ...zit] rfer; -s, -e (zu gr. sygchein „zusam
mengießen“ u. t2...it): ein fluorhaltiges braunes Mineral
Synlchollie [...ço...] die; -, ...ien (zu tsyn..., gr. cholos
„Galle“ u. t2...ie): Ausscheidung von exogenen Substan
zen (z. B. Röntgenkontrastmittel) mit der Galle in die Ver
dauungswege (Med.). Synlchollilkum das; -s, ...ka (zu
t,,,ikum): exogene Substanz (z.B. Röntgenkontrastmit
tel), die über die Galle in den Darm ausgeschieden wird
(Med.)
Synlcholrollolgie [...ço...] die; - (zu tsyn... u. tChorologie): Teilgebiet der Pflanzensoziologie, das die geografi
sche Verbreitung der Pflanzengesellschaften untersucht
synlchron [,,,kro:n] (zu tsyn... u. gr. chrönos „Zeit“):
1. gleichzeitig erfolgend, verlaufend; gleichlaufend; Ggs.
Î asynchron (1, 2). 2. mit der Frequenz eines Schwingungs
erzeugers gleichlaufend (Techn.). 3. die Synchronie be
treffend; Ggs. Îdiachron (b); vgl. ...isch/-. Syn|chro|nie
iZze; - (aus gleichbed. ʃr. synchronie zu synchrone „syn
chron“; vgl. synchron u. 2...ie): beschreibende Darstellung
des Sprachzustandes eines bestimmten [kurzen] Zeitrau
mes; Ggs. tDiachronie. Synlchro ni saitilon die; -, -en
(nach gleichbed. engl.-amerik. synchronization): 1. das
Herstellen des Gleichlaufs zwischen zwei Vorgängen od.
Geräte[teile]n. 2. das Herstellen des Gleichlaufs zwischen
dem Elektronenstrahl der Empfängerbildröhre u. dem der
Abtaströhre im Sender (Fernsehtechnik). 3. a) Übertra-
1315
gung der Dialoge eines fremdsprachigen Films, Fernseh
spiels durch [möglichst] lippensynchrones Sprechen in die
eigene od. eine andere Sprache; b) die nachträgliche Ver
tonung eines stumm aufgenommenen Films (Filmwesen).
4. Zwangssteuerung der Zündung von Blitzlichtquellen u.
Kameraverschluss (Filmwesen). 5. Herstellung von glei
chen IPhasen (5a) bei Vorgängen gleicher Frequenz (2;
Elektrot.); vgl. ...ation/...ierung. synlchrolnisch (zu
tsynchron, Bed. 1 nach gleichbed. fr. synchronique>: 1.
svw. synchron (3); Ggs. (diachronisch. 2. svw. synchron
(1); vgl. ...isch/-. syn chro niisie ren (wohl unter Ein
fluss von gleichbed. älter engl. to synchronize,ʃr. synchro
niser): 1. zu gleichem Lauf bringen wie die Frequenz des
Wechselstromes (Elektrot.). 2. phasenstarren Gleichlauf
herstellen zwischen dem Abtaststrahl der Aufnahmeröhre
u. dem Schreibstrahl der Bildröhre (Fernsehtechnik). 3.
eine Synchronisation (3) herstellen. 4. verschiedene Vor
gänge od. Geräte[teile] zum Gleichlauf bringen. 5. zeitlich
aufeinander abstimmen. Synlchrolnüsielrung i/ie; -,
-en (zu Î...isierung): svw. Synchronisation; vgl. ...ation/
...ierung. Synchronismus der; -, ...men (zu t2...ismus): 1. das Zusammentreffen von nicht zusammenhän
genden Ereignissen zu derselben Zeit. 2. Gleichlauf, über
einstimmender Bewegungszustand mechanisch voneinan
der unabhängiger Schwingungserzeuger (Techn.). 3. zeit
liches Übereinstimmen von Bild, Sprechton u. Musik
(Film u. Fernsehen). syn|chro|nis|tisch (zu 1 ...istisch):
den Synchronismus betreffend; Gleichzeitiges zusam
menstellend (z.B. politische, künstlerische u. andere Er
eignisse eines Jahres). Syn|chro|ni|tät die; -, -en (zu
T...ität>: 1. (ohne Plur.) das Synchronsein. 2. svw. Syn
chronismus (3). Syn|chro|ni|zijtät die; - (zu t...izität):
zeitgleiches, kausal nicht erklärbares Zusammentreffen
von psychischen u. physischen Vorgängen (z.B. bei der
(Telepathie). Synlchronlmoltor der; -s, -en: Wechsel
od. Drehstrommotor, bei dem der Läufer mit dem erre
genden Drehfeld im Ständergehäuse synchron umläuft
(Phys.). Synlchrolnoplse* ¿Zze; -, -n (zu gr. öpsis „das
Sehen“): Gegenüberstellung von Ereignissen (die zur glei
chen Zeit, aber in verschiedenen Bereichen od. in ver
schiedenen Ländern eintraten) in tabellarischer Form.
syn|chro|nop|tisch*: die Synchronopse betreffend.
Synlchrpnlorlbit der; -s, -s: Umlaufbahn um eine Zen
tralmasse, auf der die Umlaufzeit mit der Rotationsperi
ode der Zentralmasse übereinstimmt. Synlchronlstudio das; -s, -s: ÎStudio (2) zum Synchronisieren fremd
sprachiger Filme. Synlchroltron* [,,,tro:n] das; -s, Plur.
-e, auch -s (zu engl. synchronic „synchron“ u. T...tron):
Beschleuniger für geladene Elementarteilchen, der die
Teilchen im Gegensatz zum î Zyklotron auf der gleichen
Kreisbahn beschleunigt (Kernphys.)
Syn co pa ted Mulsic ['sɪŋkəpeɪtɪd mju:zɪk] die; - - (aus
gleichbed. engl.-amerik. syncopated music, eigtl. „synko
pierte Musik“; vgl. Synkope u. Musik): stark synkopierte
Musik, bes. Jazzmusik
Synlcrude* ['smkru:d] das; -s (Kurzw. aus engl. synthetic
crude oil „künstliches Rohöl“): erdölähnliches Gemisch
aus Kohlenwasserstoffen, das sich zu Mineralölprodukten
verarbeiten lässt
Synlcyltilum [,..'tsy:...] vgl. Synzytium
Synldakltyllie die; -, ...ien (zu Tsyn..., gr. dáktylos „Fin
ger“ u. (2...ie): Verwachsung der Finger od. Zehen (Med.)
Syn|de|re|sis vgl. Synteresis
Syndeise die; -, -n (aus gleichbed. gr. syndesis zu syndem
„zusammenbinden, zusammenfesseln“): 1. Paarbildung
der 1 Chromosomen während der Reduktionsteilung (Ge
netik). 2. svw. îArthrodese (Med.). Synldes|mo|lo|gie
die; - (zu tsyn... u. TDesmologie): 1. Teilgebiet der Anato
mie, das sich mit den Bändern befasst (Med.). 2. die Ge
Synedrium
samtheit der Bänder, die Knochen miteinander verbinden
od. Eingeweide halten (Med.). Syn|des|mo|phyt der;
-en, -en (zu îSyndesmose u. t...phyt>: von einem (Liga
ment ausgehender knöcherner Auswuchs (Med.). Syndesmoise die; -, -n (zu gr. desmös „Band“ u. t‘...ose):
Knochenverbindung durch Bindegewebe (Med.). Syn
det das; -s, -s (meist Plur.) (Kurzw. aus engl. syrcthetic de
tergents „synthetische Waschmittel“): 1. (nur Plur.) syn
thetische waschaktive Substanzen (z.B. Tenside). 2. kurz
für Syndetseife. Syn|de|ti|kon® das; -s (zugr. syndetikös
„zum Zusammenbinden geeignet“ u. T'...on): dickflüssi
ger Klebstoff, synldeltisch (aus gr. sÿndetos „zusam
mengebunden“ zu syndem „zusammenbinden“): durch ei
ne Konjunktion verbunden (von Satzteilen od. Sätzen);
vgl. asyndetisch u. polysyndetisch. Synidetseife die; -,
-n (zu (Syndet): Seife für bes. empfindliche Haut, die auf
der Basis von t Syndet (1 ) hergestellt wird
Synldilkallislmus der; - (aus gleichbed. fr. syndicalisme zu
syndic „(Rechtsberater“, dies aus spätlat. syndicus, vgl.
Syndikus; vgl. ...ismus (2)>: zusammenfassende Bez. für
sozialrevolutionäre Bestrebungen mit dem Ziel der Über
nahme der Produktionsmittel durch autonome Gewerk
schaften. Synldilkallist der; -en, -en (aus gleichbed. fr.
syndicaliste): Anhänger des Syndikalismus, synldilkalisltisch (zu (...istisch): den Syndikalismus betreffend.
Synldilkat iZas; -[e]s, -e (aus gleichbed. mlat. syndicatus
zu syndicare „(die Tat des Angeklagten) gerichtlich prü
fen“, dies zu spätlat. syndicus (vgl. Syndikus), Bed. 2 wohl
aus fr. syndicat zu syndic (vgl. Syndikalismus), Bed. 3 aus
gleichbed. engl.-amerik. syndicate): 1. Amt eines Syndi
kus. 2. Unternehmerverband (Absatzkartell mit eigener
Rechtspersönlichkeit u. zentralisiertem, von den einzel
nen Produzenten unabhängigem Verkauf). 3. als geschäft
liches Unternehmen getarnte Verbrecherorganisation in
den USA. Synldilkus der; -, Plur. -se u. ...dizi (über spät
lat. syndicus aus gr. sÿndikos „Vertreter einer Gemeinde
vor Gericht“ zu Tsyn... u. dike „Recht; richterliche Ent
scheidung“): der von einer Körperschaft zur Besorgung
ihrer Rechtsgeschäfte aufgestellte Bevollmächtigte,
Rechtsbeistand (Rechtsw.)
synldiloltakltisch (zu Tsyn..., Tdia... u. gr. taktikös „(in
bestimmter Weise) angeordnet“): abwechselnd geordnet
(Chem.)
Symdizi: Plur. von 1 Syndikus, synldilziert (zu (Syndikat
u. T...iert): in einem Syndikat (2) zusammengefasst
Synldrom* das; -s, -e (aus gr. syndrome „das Zusammen
laufen, -kommen“ zu tsyn... u. drameîn „laufen“): a)
Krankheitsbild, das sich aus dem Zusammentreffen ver
schiedener charakteristischer Symptome ergibt (Med.); b)
Gruppe von Merkmalen od. Faktoren, deren gemeinsames
Auftreten einen bestimmten Zusammenhang od. Zustand
anzeigt (Soziol.)
Sylnelchie* die; -, ...ien (aus gr. synécheia „Verbindung“
zu synéchein „Zusammenhalten, verbinden“): Verwach
sung von Regenbogenhaut u. Augenlinse bzw. Hornhaut
(Med.), sylnelchisch: 1. (veraltet) zusammenhängend,
länger andauernd. 2. verwachsen (Med.). Sylnelchollogie die; - (zu (...logie): die Lehre von Raum, Zeit u. Ma
terie als etwas Stetigem, Zusammenhängendem (Herbart;
Philos.)
Sylnechlthrie* die; - (zu Tsyn... u. gr. echthria „Feind
schaft“): eine Form des Zusammenlebens, bei der Insek
ten in den Nestern Staaten bildender anderer Insekten als
Räuber von der Brut der Wirtstiere leben (Zool.)
Sy|ne|dri|on* das; -s, ...ien [...inn] (aus gleichbed. gr. synédrion zu Tsyn... u. gr. hédra „Sitz; (Ratssitzung“): 1. altgriech. Bez. für Ratsbehörde (z.B. der TAmphiktyonen).
2. svw. Synedrium. Sylneldrilum das; -s, ...ien [...inn]
(aus gleichbed. spätlat. synedrium, dies aus gr. synédrion,
Synekdoche
vgl. Synedrion): der Hohe Rat der Juden in der griech. u.
röm. Zeit; vgl. Sanhedrin
Sy|nek|do|che* [...xe] die; -, ...dochen (über gleichbed. lat.
synecdoche aus gr. Synekdoche, eigtl. „das Mitverste
hen“) : das Ersetzen eines Begriffs durch einen engeren od.
weiteren Begriff (z. B. Kiel für Schiff; Rhet.); vgl. Pars pro
Toto, sylnekldplchisch (nach gleichbed. gr. synekdochikós): die Synekdoche betreffend
Sy|ne|kli|se* die; -, -n (zu tsyn... u. gr. klisis „Neigung“):
großer, durch Senkung gekennzeichneter Krustenbereich
in Tafelgebieten (Geol.); Ggs. TAnteklise
Sylnekltik* die; - (aus gleichbed. engl.-amerik. synectics,
dies wohl zu gr. synektikós „zusammenfassend“): (dem
T Brainstorming ähnliche) Methode zur Lösung von Pro
blemen, wobei u. a. durch Verfremdung des gestellten Pro
blems Lösungsmöglichkeiten gesucht werden
Sylnelphelbe* der; -n, -n (über lat. Synephebi (Plur.) aus
gr. Synéphêboi (Plur.) „Mitjünglinge“, nach einer Komö
die des Statius Cäcilius): (veraltet) Jugendgenosse
Sylnerlget* der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. synergétês
„Mitarbeiter“, dies zu synergem, vgl. Synergie): svw. Sy
nergist. Sylneijgeltik die; - (zu gr. synergetikös (vgl. sy
nergetisch) u. t2...ik ( 1 )>: interdisziplinäres Forschungsge
biet zur Beschreibung komplexer Systeme (5), die aus vie
len miteinander kooperierenden Untersystemen bestehen,
sylnerjgeltisch (aus gleichbed. gr. synergetikös): zu
sammen-, mitwirkend. Sy|ner|gi|den die (Plur.) (zu
t ...ide): zwei Zellen der pflanzlichen Samenanlage (Biol.).
Sy ner gie die; - (aus gr. synergia „Mitarbeit“ zu syner
gem „Zusammenarbeiten“) : 1. Energie, die für den Zusam
menhalt u. die gemeinsame Erfüllung von Aufgaben zur
Verfügung steht. 2. svw. Synergismus (1). 3. positives öko
nomisches Potenzial, das zum Synergieeffekt führen kann.
Sylner|gie|ef|fekt der; -[e]s, -e: positive Wirkung, die
sich aus dem Zusammenschluss od. der Zusammenarbeit
von Unternehmen bzw. aus einem geschickten Zusam
menwirken der Produktionsfaktoren (von der Forschung
u. Entwicklung über Produktion bis hin zum Marketing)
ergibt. Sylnerlgisjmus der; - (zu î...ismus (2, 1)>: 1. a)
das Zusammenwirken von Substanzen od. Faktoren, die
sich gegenseitig fördern (z.B. von Arzneimitteln); b)
Î Symbiose von Mikroorganismen (Biol.). 2. Heilslehre,
nach der der Mensch an der Erlangung des Heils mitwir
ken kann (Rel.); vgl. Pelagianismus. Sy|ner|gist</cr; -en,
-en (meist Plur.) (zu T...ist> : 1. gleichsinnig zusammenwir
kendes Organ, Muskel (Med.). 2. (nur Plur.) Arzneimittel,
die sich in additiver od. potenzierender Weise ergänzen.
3. Anhänger des Synergismus (2). sylnerlgisitisch (zu
Î...istisch): den Synergismus, die Synergisten betreffend
Sylnelsis* [auch ZYn...] die; -, ...esen (ausgr. sÿnesis „Ein
sicht, Verstand“): sinngemäß richtige Wortfügung, die
streng genommen nicht den grammatischen Regeln ent
spricht (z. B. eine Menge Äpfel fielen herunter; Sprachw.);
vgl. Constructio ad Sensum
Syr>|ga|m[e die; -, ...ien (zu tsyn... u. t...garnie (l)): Ver
schmelzung der Geschlechtszellen bei der Befruchtung
(Biol.)
synlgelneitisch (zu tsyn... u. tgenetisch): 1. gleichzeitig
entstanden (Biol.). 2. gleichzeitig mit dem Gestein ent
standen (von Lagerstätten ; Geol.) ; Ggs. Î epigenetisch (2).
Syn|ge|nit [auch ...’mt] der; -s, -e (zu gr. suggenës „ver
wandt“ u. T2...it>: in Salzlagerstätten vorkommendes,
meist in dünntafeligen Kristallen auftretendes Mineral
Synlhylpelrolnym* [auch ...ny:m] das; -s, -e (zu t syn... u.
tHyperonym): svw. Kohyperonym (Sprachw.). Synlhypolnym* [auch ...ny:m] das: -s, -e: svw. Kohyponym
(Sprachw.)
Sy|ni|ze|se*u. Sylnilzelsisd/e;-, ...zesen (über gleichbed.
spätlat. synizesis aus gr. synizesis, eigtl. „das Zusammen
1316
fallen“, zu synizein „zusammensitzen“): Zusammenzie
hung zweier meist im Wortinnern nebeneinanderliegen
der, zu verschiedenen Silben gehörender Vokale zu einer
diphthongischen Silbe (antike Metrik)
synlkarp (zu Tsyn... u. t...karp); (von Fruchtknoten) durch
Zusammenwachsen der Fruchtblätter entstanden (Bot.);
vgl. parakarp. Synlkarlpie die; - (zu T...karpie): Ver
wachsung der Fruchtblätter zu einem einzigen Fruchtkno
ten (Bot.)
Synlkalrylon das; -s, Plur. ...karya od. ...karyen [...yon] (zu
Tsyn... u. gr. käryon „Nuss“): durch die Vereinigung zwei
er Kerne entstandener Tdiploider Zellkern (Biol.)
Syn|kar|zi|nolge|nelse die; -, -n (zu îsyn... u. ÎKarzinogenese): das Zusammenwirken mehrerer Krebs erzeugen
der Faktoren bei der Entstehung von Krebs (Med.). Synkar zi no ly se die, -, -n (zu T...lyse): gleichzeitige An
wendung verschiedener Heilmittel zur Auflösung einer
bösartigen Geschwulst (Med.)
Synlkaltalthelsis die; - (aus.gr. sygkatäthesis „das Mitun
terstellen“): Anerkennung eines über die Wahrnehmung
hinausgehenden Urteils (Stoa)
Synlkaltelgolrelma das; -s, ...remata (über gleichbed. lat.
synkategorema aus gr. sygkatëgôrêma): das unselbststän
dige, nur in Verbindung mit anderen Worten sinnvolle
Wort od. Zeichen (Logik)
Synlkiinelse die; -, -n (aus gleichbed. gr. sygkinesis zu sygkinein „mitbewegen“): unwillkürliche Mitbewegung (von
Muskeln; Med.). syn|ki|ne|tisch: unwillkürlich mitbe
wegend (Med.)
synlklilnal (zu gr. sygklinein „mitneigen“ u. T‘...al (1)):
zum Muldenkern hin einfallend, muldenförmig (von der
Gesteinslagerung; Geol.). Synlklilnalle die; -, -n (zu
T...ale): Mulde, Senke (Geol.). Synlkiilne die; -, -n (zu
Tsyn... u. gr. klinê „Lager“): svw. Synklinale. Synlklilnorilum das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. nlat. synclino
rium): Faltenbündel, dessen mittlere Falten tiefer als die
äußeren liegen, Sattel (Geol.)
synlkolpal (zu T Synkope u. T '...al (1)): in Form einer Syn
kope (2) auftretend (Med.). Synlkolpe die; -, ...kopen
(über spätlat. syncope aus gleichbed. gr. sygkopê zu sygköptein „zusammenschlagen“): 1. [zynkopej: a) Ausfall
eines unbetonten Vokals zwischen zwei Konsonanten im
Wortinnern (z.B. ew’ger statt ewiger); b) Ausfall einer
Senkung im Vers (Metrik). 2. [,,,'ko:pə, auch ZYnkope]: a)
svw. Kollaps (1); b) mit plötzlichem Bewusstseinsverlust
verbundene [harmlose] Störung der Gehirndurchblutung
(Med.). 3. [,,,'ko:pə]: Betonung eines unbetonten Taktwer
tes (während die betonten Werte ohne Akzent bleiben),
häufig durch Bogenbindung, auch über den Taktstrich him
weg (Mus.); vgl. Ligatur (2b). syn|ko|pie|ren (zu t„de
ren): 1. einen unbetonten Vokal zwischen zwei Konsonan
ten ausfallen lassen (Sprachw.). 2. eine Senkung im Vers
ausfallen lassen (Verslehre). 3. durch eine Synkope (3),
durch Synkopen rhythmisch verschieben (Mus.), synUto
pisch: 1. die Synkope betreffend, in der Art der Synkope
(Sprachw., Verslehre). 2. in Synkopen (3) ablaufend; eine
Synkope, Synkopen aufweisend (Mus.)
Synlkoltyllie die; - (zu Tsyn..., gr. kotÿlê „Höhlung, das
Hohle“ u. T2...ie>: Einkeimblättrigkeit infolge Verwach
sens von zwei Keimblättern (Bot.); Ggs. THeterokotylie
Syn kra tie* die; -, ...ien (zu gr. sygkratem „gemeinsam
herrschen“; vgl. ...kratie): gemeinsame Herrschaft mehre
rer
Synlkreltislmus* der; - (aus spätgr. sygkretismös „Verei
nigung zweier Streitender gegen einen Dritten“; vgl. ...ismus (2)): 1. Vermischung verschiedener Religionen, Kon
fessionen od. philos. Lehren, meist ohne innere Einheit
(z.B. in der späten Antike). 2. svw. Kasussynkretismus.
Synlkreltist der; -en, -en (zu T ...ist) : Vertreter des Syn
1317
kretismus (1). syn kre tis tisch (zu Î ...istisch): den Syn
kretismus, den Synkretisten betreffend
Synlkrilse u. Synlkrilsis íZz<?, -, ...krisen (aus gleichbed.
gr. sÿgkrisis zu sygkrinein „zusammensetzen, vereini
gen“): Vergleich; Zusammensetzung, Mischung (Philos.),
synlkriltisch (aus gleichbed. gr. sygkritikös): zusam
mensetzend, vergleichend, verbindend (Philos.); Ggs.
I diakritisch
Sylnod* der; -[e]s, -e (über gleichbed. russ. sinod ausgr. sy
nodos, vgl. Synode): neben dem Patriarchen stehende
oberste Kirchenbehörde der Îorthodoxen u. tautokephalen Kirchen (in Russland 1721-1917 allein regierend), syno dal (aus gleichbed. spätlat. synodalis): die Synode be
treffend, zu ihr gehörend. Sylnoldalle der od. die; -n, -n
(zu 1...ale): Mitglied einer Synode. SylnoldeiZZe.-, -n (aus
gleichbed. kirchenlat. synodus, dies aus gr. synodos „(be
ratende) Versammlung (von Priestern)“ zu tsyn... u. gr.
hodös „Weg“): 1. aus Beauftragten der Gemeinden (Geist
lichen u. Laien) bestehende Versammlung, die Fragen der
Lehre u. kirchlichen Ordnung regelt u. Trägerin kirchli
cher Selbstverwaltung ist (ev. Kirche). 2. beratende, be
schließende u. gesetzgebende Versammlung von Bischöfen
in einem 1 Konzil (1) [unter Vorsitz des Papstes], sylnodisch: 1. auf die Stellung von Sonne u. Erde zueinander
bezogen (Astron.). 2. svw. synodal
Sy|noi|kis|mos* [...oy...] der; - (aus gr. synoikismös „das
Zusammensiedeln, die Kolonie“ zu synoikizein „in einen
Wohnort zusammenbringen“): das Zusammenlegen meh
rerer Siedlungen zur Schaffung einer neuen od. zur Stär
kung bestehender Siedlungen in der Antike. Sylnölke
der; -en, -en (meist Plur.) (aus gr. sÿnoikos „Mitbewoh
ner“): Gasttier in einer Synözie (1 ; ZooL). Sy nöikie vgl.
Synözie. Syfnö ko lo gie die; - (zu 1 syn... u. ÎÖkologie):
svw. Biozönologie
sylnolnym* (über spätlat. synonymos aus gleichbed. gr.
synönymos): 1. svw. synonymisch. 2. a) bedeutungsähn
lich, bedeutungsgleich, sinnverwandt (von Wörtern;
Sprachw.); Ggs. Tantonym; b) gleichsetzbar, als das Glei
che ansehbar; vgl. ...isch/-. Sylnolnym das; -s, Plur. -e,
auch Synonyma (über spätlat. synonymum aus gleichbed.
gr. synönymon): 1. bedeutungsähnliches, -gleiches Wort
(z.B. schauen statt sehen, Metzger statt Fleischer); Ggs.
Î Antonym; vgl. Heteronym, Hyperonym, Hyponym, Parasem. 2. synonymer (2b) Begriff, Ausdruck; etwas, jmd.,
bei dem od. bei dessen Nennung man gleich an etwas,
jmdn. denkt, das bzw. den man damit gleichsetzt, z. B. Lo
lita ist ein - für Sex mit Kindern ; Solidarität ist für ihn kein
- für Unterwerfung; der Alte Fritz ist ein - für Preußen.
Sylnolnylmie die; -, ...ien (über spätlat. synonymia aus
gleichbed. gr. synönymia): inhaltliche Übereinstimmung
von verschiedenen Wörtern od. Konstruktionen derselben
Sprache; vgl. Heteronymie. Sy no ny mik die; -, -en (zu
t2...ik (3)): 1. (ohne Plur.) Teilgebiet der Linguistik, das
sich mit den Synonymen (1) befasst. 2. Wörterbuch der Sy
nonyme (1). 3. (ohne Plur.; selten) svw. Synonymie, syno ny misch: die Synonymie betreffend; vgl. ...isch/Sylnophlrys* die; - (zu îsyn... u. gr. ophrys „Augen
braue“): das Zusammenwachsen der Augenbrauen (Med.)
Sy|noplse*u. Synopsis die; -, ...opsen (über spätlat. synop
sis „Entwurf, Überblick“ aus gr. synopsis „Übersicht,
Überblick; Entwurf1): 1. knappe Zusammenfassung, ver
gleichende Übersicht. 2. a) vergleichende Gegenüberstel
lung von Texten o.Ä.; b) sachliche bzw. wörtliche Neben
einanderstellung der Evangelien nach Matthäus, Markus
u. Lukas. Sylnoplsie die; -, ...ien (zu t2...ie>: Beeinflus
sung des Gesichtssinnes durch nicht visuelle Reize (Psy
chol.). Sylnoplsis vgl. Synopse. Sylnopltik tZ/e; - (zu gr.
synoptikös, vgl. synoptisch): für eine Wettervorhersage
notwendige großräumige Wetterbeobachtung (Meteor.).
Syntax
SyInopltilker die (Plur.): die (beim Vergleich ihrer Texte
weitgehend übereinstimmenden) drei ersten Evangelisten
Matthäus, Markus u. Lukas, sylnopltisch (nach gleich
bed. gr. synoptikös): 1. [übersichtlich] zusammengestellt,
nebeneinander gereiht. 2. von den Synoptikern stammend.
Sylnopltolphor zier; -s, -e (zu t,,,phor): Gerät für die
Schieldiagnostik u. -therapie (Med.)
Sylnorlchildie* die; -, ...ien (zu Îsyn..., gr. orchis „Hoden“
u. î2...ie): angeborene Verwachsung beider Hoden (Med.)
sylnolrolgen* (zu t syn... u. Î orogen): gleichzeitig mit einer
Gebirgsbildung aufsteigend (von Gesteinsschmelzen; Geol.)
Sy I nos Ito Ise* tZ/e; -, -n (zu î syn..., gr. ostéon „Knochen“ u.
t'...ose>: svw. Synarthrose
Sylnolvia* [...v...] zZZe; - (aus nlat. synovia zu lat. ovum „Ei“
(wegen der Ähnlichkeit mit dem Eiklar) u. T ’...ia): Gelenk
schmiere (Med.), sylnolvilal (zu T '...al (1)>: zur Gelenk
schmiere gehörend (Med.). Sylnolvilallmemlbran die;
-, -en: Innenhaut einer Gelenkkapsel (Med.). Sy|no|vi|alom das; -s, -e (zu t...om): von der Gelenkinnenhaut aus
gehende bösartige Gelenkgeschwulst (Med.). Sylnolvitis die; -, ...itiden (zu tSynovia u. T ...itis) : Gelenkentzün
dung (Med.)
Sylnölzie* u. Synökie die; -, ...ien (aus gr. synoikia „das Zu
sammenwohnen“ zu synoikeîn „zusammen wohnen“): 1.
das Zusammenleben zweier od. mehrerer Arten von Orga
nismen, ohne dass die Gemeinschaft den Wirtstieren nutzt
od. schadet (z. B. bei Ameisen u. Termiten, die andere In
sekten in ihren Bauten dulden u. ernähren); vgl. Symbiose,
Parasitismus. 2. svw. Monözie. sy nö zisch (nach gr. synoikos „in einem Haus wohnend“): 1. in Synözie lebend,
sie betreffend. 2. svw. monözisch
synlseldilmenltär (zu Tsyn... u. Îsedimentär): gleichzeitig
mit einer Sedimentablagerung ablaufend (Geol.)
Syn|se|man|ti|kon u. Syn se manlti kum das; -s, ...ka
(meist Plur.) (zu Îsyn..., gr. semantikös „bezeichnend, be
deutend“ u. t*...on bzw. T...ium): inhaltsarmes Wort, das
seine eigentliche Bedeutung erst durch den umgebenden
Text erhält (z. B. dieser); Ggs. Î Autosemantikon. synlseman tisch: das Synsemantikon betreffend
Synltaglma das; -s, ...men od. -ta (aus gr. syntagma „Zu
sammengestelltes“ zu syntässein, vgl. Syntax): 1. (veraltet)
Sammlung von Schriften, Aufsätzen, Bemerkungen ver
wandten Inhalts. 2. zusammengehörende Wortgruppe, die
nicht Satz ist; die Verbindung von sprachlichen Elementen
in der linearen Redekette (z. B. in Eile, ein guter Schüler;
Sprachw.). synltaglmaltisch (nachgleichbed.gr. syntagmatikös): 1. das Syntagma betreffend. 2. die Relation be
treffend, die zwischen Satzteilen besteht (z. B. zwischen
Subjekt u. Prädikat); Ggs. Îparadigmatisch (3). SynltaktikrZ/e; - (zu gr. syntaktikös „zusammenstellend“; vgl. ...ik
( 1 )) : Teilgebiet der T Semiologie ( 1 ), das sich mit den forma
len Beziehungen zwischen den Zeichen einer Sprache be
fasst. Syn|taklti|kumi/a5,'-s, ...ka (zu T...ikum): svw. Syn
tagma (2). synltakltisch (nach gr. syntaktikös, vgl. Syn
taktik): 1. die Syntax (1) betreffend. 2. den [korrekten] Satz
bau betreffend, syntaktische Fügung: svw. Syntagma (2)
Synltan das; -s, -e (meist Plur.) (Kunstw.; vgl. ...an): aus
aromatischen od. t aliphatischen Verbindungen hergestell
tes synthetisches Gerbmittel
Synltax die; -, -en (über gleichbed. lat. syntaxis aus gr. sin
taxis, eigtl. „Zusammenstellung“, zu syntässein „zusam
menstellen, anordnen“): 1. Lehre vom Bau des Satzes als
Teilgebiet der Grammatik (Sprachw.). 2. Satzbau, [korrek
te] Art u. Weise, sprachliche Elemente u. Sätze zu ordnen
(Sprachw.). 3. wissenschaftliche Darstellung der Syntax
(2; Sprachw.). 4. Gesamtheit der Regeln, die innerhalb ei
ner Programmiersprache zur exakten Formulierung eines
Programms (4) erforderlich sind (EDV)
syntektonisch
<zu îsyn... u. îtektonisch): gleichzeitig
mit einem tektonischen Vorgang ablaufend
Synltelrelsis die; - (aus gr. syntêrêsis „das Bewachen, Be
wahren“ zu syntêreîn „bewachen, bewahren“}: das Gewis
sen als Bewahrung des göttlichen Funkens im Menschen
(kath. Moraltheologie)
Synltelxis die; -, ...xen (aus gr. syntexis „das Zusammen
schmelzen“): völlige od. teilweise Aufnahme u. Ein
schmelzung von fremdem Nebengestein durch ein Magma
(Geol.)
Synlthelse die; -, -n (über spätlat. synthesis aus gleichbed.
gr. synthesis zu syntithénai „zusammensetzen, -stellen,
-fügen“): 1. Zusammenfügung, Verknüpfung, Vereinigung
verschiedener [gegensätzlicher] geistiger Elemente, von
These u. Antithese zu einem neuen [höheren] Ganzen;
Ggs. Î Analyse (1). 2. Aufbau einer [komplizierten] chem.
Verbindung aus einfacheren Stoffen. 3. Verfahren zur
künstlichen Herstellung von anorganischen od. organi
schen Verbindungen. 4. Aufhebung des sich in îThese u.
Î Antithese Widersprechenden in die höhere Einheit (He
gel; Philos.). Syn|thelse|ben|zin das; -s, -e: synthetisch
hergestelltes Benzin. Syn|the|sis die; -, ...thesen (aus gr.
synthesis „Zusammensetzung“): svw. Synthese (1, 4).
Syn|the|si|zer [zyntosaizu, engl. 'sɪnθɪsaɪzə] der; -s, (aus gleichbed. engl. synthesizer zu to synthesize „synthe
tisch zusammensetzen“): elektronisches Musikinstru
ment, das aus einer Kombination aufeinander abgestimm
ter elektronischer Bauelemente zur Erzeugung von Klän
gen u. [rhythmischen] Geräuschen besteht. Synlthelta:
Plur. von Î Syntheton. Syn|thelta|se die; -, -n (zuÎ ...ase):
svw. Ligase. Synltheltics [...tiks] u. (eindeutschend) Syn
thetiks die (Plur.) (aus gleichbed. engl. synthetics zu syn
thetic „synthetisch; künstlich hergestellt“, dies zu gr. synthetikös, vgl. synthetisch): a) auf chem. Wege gewonnene
Textilfasern; Gewebe aus Kunstfasern; b) Textilien aus
Kunstfasern. Synltheltik das; - (meist ohne Artikel): 1.
[Gewebe aus] Kunstfaser, synthetische (2) Faser. 2. ganz
heitliche, nicht zergliedernde Betrachtungsweise von Pro
blemen (Philos.). Synltheltiks vgl. Synthetics, synthe
tisch (nach gr. synthetikös „zum Zusammensetzen gehö
rig“ zu sÿnthetos „zusammengesetzt“): 1. zusammenset
zend; synthetische Sprachen: Sprachen, die die Beziehung
der Wörter im Satz durch Endungen u. nicht durch freie
Î Morpheme ausdrücken (z. B. lat. amavi gegenüber dt. ich
habe geliebt); Ggs. Îanalytische Sprachen. 2. aus einfache
ren Stoffen aufgebaut; künstlich hergestellt (Chem.). 3.
gleichsinnig einfallend (von einem Verwerfungssystem;
Geol.). syn|the|ti|sielren (zu î...isieren): aus einfache
ren Stoffen herstellen (Chem.). Synlthelton das; -s, ...ta
(nach gr. syntheton „das Zusammengesetzte“, substanti
viertes Neutr. von sÿnthetos, vgl. synthetisch): aus einer
ursprünglichen Wortgruppe zusammengezogenes Wort
(z. B. bahnbrechend aus sich eine Bahn brechend). Synlthi
der; -s, -s: (ugs.) Kurzform von î Synthesizer
Synltolnie die; - (nach gr. syntonia „(An)spannung“): har
monisch ausgeglichene Persönlichkeits- u. Temperament
form (Psychol.)
Syn|to!pie die; -, ...ien (zu îsyn..., gr. topos „Platz, Ort,
Stelle“ u. î2...ie>: 1. das Vorkommen zweierTier- u. Pflan
zenarten am selben Platz (Biol.). 2. Lagebeziehung eines
Organs zu benachbarten Organen (Med.)
Synltrolpie* die; -, ...ien (zu îsyn... u. t,,,tropie): gemein
sames Auftreten zweier verschiedener Krankheiten
(Med.)
Sylnulrie* die; -, ...ien (zuîsyn... u. î...urie): Ausscheidung
von Fremdstoffen durch den Harn (Med.)
Sylnulsie* die; -, ...ien (aus gr. synousia „das Zusammen
sein, der Umgang, Verkehr“): Teilgesellschaft von Orga
nismen verschiedener Artzugehörigkeit von manchmal
syn|tek|tg|nisch
1318
zeitlich begrenzter Dauer (z. B. Organismen in verrotteten
Baumstümpfen; Biol.)
Synlzelphallus der; -, ...li (aus nlat. syncephalus zu Îsyn...
u. gr. kephalë „Kopf“): Doppelfehlbildung mit zusam
mengewachsenen Schädeln (Med.)
Synlzym das: -s, -e (meist Plur. ) (Kunstw. aus synthetisches
Enzym) : synthetisches Makromolekül mit enzymähnlicher
katalytischer Aktivität
synlzyltilal (zu îSynzytium u. î‘...al (1)>: das Synzytium
betreffend. Syn|zy|ti|um das; -s, ...ien [...ion] (zu îsyn...,
gr. kÿtos „Höhlung, Wölbung“ u. t...ium>: durch Ver
schmelzung mehrerer Zellen entstandene mehrkernige
Plasmamasse; vgl. Plasmodium (1)
Syph die,-u. der; -s: (Jargon) Kurzform von î Syphilis. Syphillid das; -[e]s, -e (zu ÎSyphilis u. T 2...id>: syphilitischer
Hautausschlag (Med.). Sylphillildolpholbie die; -, ...ien
(zu Î...phobie) : krankhafte Angst vor der Ansteckung mit
Syphilis bzw. krankhafte Neigung, Störungen im Allge
meinbefinden auf eine vermeintliche Syphiliserkrankung
zu beziehen (Med.). Sy I phi I lis die; - (nach dem Titelwort
des lat. Lehrgedichts „Syphilis sive de morbo gallico“ des
16. Jh.s, in dem die Geschichte eines an Syphilis erkrank
ten Hirten namens Syphilus erzählt wird): chronisch ver
laufende, gefährlichste Geschlechtskrankheit, die mit
Schädigungen der Haut, der inneren Organe, Knochen,
des Gehirns u. Rückenmarks einhergeht; Lues (Med.).
Sy I phi |li |ti I ker der; -s, - (zu îsyphilitisch): jmd., der an
Syphilis leidet (Med.), sylphilliltisch: die Syphilis be
treffend (Med.). Sylphillolderlma das; -s, -ta: syphiliti
sche Hauterkrankung, auf Syphilis beruhende Hautverän
derungen (Med.). Sy I phi I Io I id das; -[e]s, -e (zu î...oid>:
abgeschwächte Form der Syphilis (Med.). Sylphillom
das,■ -s, -e (zu ɪ,,,om): syphilitische Geschwulst (Med.).
Sylphi|lo|ma|nie die; -, ...ien (zu î ...manie): svw. Syphilidophobie. Sy phi io se die; -, -n (zu î’...ose): syphiliti
sche Erkrankung (Med.)
Sylrinlge <Äe; -, -n (aus gleichbed. mlat. syringa, dies aus gr.
sÿrigx (vgl. Syrinx), weil aus den Ästen Flöten geschnitzt
wurden): Flieder (Bot.). Sylrinlgen: Plur. von tSyringe
u. Syrinx. Sylrinlgiltis die; -, ...itiden (zu ÎSyrinx u.
T...itis>: Entzündung der Ohrtrompete (Med.). Sylringom das; -s, -e (meist Plur.) (zu Î ...om): kleine Knötchen
an Augenlidern od. Brust, die von Schweißdrüsen ausge
hen (Med.). Sy|rin|go|my|e|li_e die; -, ...ien (zu gr. myelös
„Mark“ u. t2...ie>: Erkrankung des Rückenmarks mit
Höhlenbildung im grauen Mark (Med.). Sylrinlgolplastik die; -, -en (zu Î'Plastik): chirurgisch-plastischer Ver
schluss einer Fistel (Med.). Sylrinx die; -, ...ingen (über
lat. syrinx aus gr. sÿrigx, Gen. sÿriggos, eigtl. „Rohr, Röh
re“): 1. svw. Panflöte. 2. unterer Kehlkopf der Vögel, der
die Laute bzw. Töne erzeugt
Sylrollolge der; -n, -n (zum Ländernamen Syrien u. zu
î...loge>: Wissenschaftler auf dem Gebiet der Syrologie.
Syrologie ¿fe; - (zu Î.Jogie): Wissenschaft von den
Sprachen, der Geschichte u. den Altertümern Syriens, syrollolgisch (zu Î ...logisch): die Syrologie betreffend
Sylrolsem u. Sylrosljom* das; -s (aus gleichbed. russ. syrozëm zu syroj „roh“ u. zemlja „Erde“): Gesteinsrohbo
den
Syrlte ¿Z/e; -, -n (aus gleichbed. gr. sÿrtis zu sÿrein „schlep
pen, zusammenfegen“): (veraltet) Untiefe, Sandbank (bes.
in Nordafrika)
Sylsom das; -s, -e (zu îsyn... u. gr. soma „Körper“): Zwil
lingsmissgeburt mit zusammengewachsenem Rumpf, aber
getrennten Köpfen (Med.)
Syslsertslkit* [auch ..,'kit] der; -s, -e (nach dem russ. Ort
Syssert bei Jekaterinburg u. zu î2...it>: ein hauptsächlich
aus Iridium u. Osmium bestehendes Mineral
Syslsiltilen [...ion] die (Plur.) (ausgr. syssitia, Plur. von sys-
1319
sition „gemeinschaftliche Mahlzeit“ zu syssitem „zusam
men essen“): antike Tischgemeinschaften der Männer in
Kreta u. Sparta
sys|tal|tisch (über gleichbed. spätlat. systalticus aus gr.
systaltikós zu systéllein „zusammenziehen“): zusammen
ziehend (Med.)
Sysltem das; -s, -e (über spätlat. systema aus gr. sÿstêma
„aus mehreren Teilen zusammengesetztes und geglieder
tes Ganzes“ zu synistánai „zusammenstellen, -fügen, ver
knüpfen“, dies zu tsyn... u. histánai „(hin)stellen, errich
ten“): 1. Prinzip, Ordnung, nach der etwas organisiert od.
aufgebaut wird, Plan, nach dem vorgegangen wird. 2. Ge
füge, einheitlich geordnetes Ganzes. 3. aus grundlegenden
Einzelerkenntnissen zusammengestelltes Ganzes, wissen
schaftliches Schema, Lehrgebäude. 4. Form der staatli
chen, wirtschaftlichen u. gesellschaftlichen Organisation;
Regierungsform. 5. eine Menge von Elementen, zwischen
denen bestimmte Beziehungen bestehen od. die nach be
stimmten Regeln zu verwenden sind (EDV, Kybern.,
Sprachw.). 6. Zusammenfassung u. Einordnung der Tiere
u. Pflanzen in verwandte od. ähnlich gebaute Gruppen
(Biol.). 7. Zusammenschluss von zwei od. mehreren Î Peri
oden (7) (Metrik). 8. in festgelegter Weise zusammenge
ordnete Linien o. Ä. zur Eintragung und Festlegung von et
was. Sys|tem|ana|ly|se die; -, -n: 1. Untersuchung eines
Betriebs od. eines Arbeitsgebiets auf seine Strukturen u.
Arbeitsabläufe im Hinblick auf Rationalisierungs- u. Au
tomatisierungsmöglichkeiten durch [verstärkten] Einsatz
von Computern (Informatik). 2. Untersuchung eines Pro
blems u. seine Zerlegung in Einzelprobleme als Vorstufe
des Programmierens (EDV). Sysltemlanallyltilkerrfer;
-s, -: Fachmann auf dem Gebiet der Systemanalyse. Systelmaltik die; -, -en (zu Tsystematisch; vgl. 2...ik (2)>: 1.
planmäßige Darstellung; einheitliche Gestaltung. 2. Teil
gebiet der Zoologie u. Botanik mit der Aufgabe der Ein
ordnung aller Lebewesen in ein System. Sys Ite ¡ma |ti i ker
der; -s, -: 1. jmd., der systematisch vorgeht. 2. Wissen
schaftler auf dem Gebiet der Systematik (2). sysltelmatisch (über spätlat. systematicus ausgr. systëmatikôs „zu
sammenfassend; ein System bildend“): 1. das System, die
Systematik betreffend. 2. in ein System gebracht, ordent
lich gegliedert. 3. planmäßig, gezielt, absichtlich; systema
tische Programmierung: svw. strukturierte Programmie
rung. sysltelmaltilsielren (zu t...isieren): in ein System
bringen, systematisch behandeln. Syslte|ma|tis|mus
der; - (zu t...ismus (1)): (veraltet) planmäßiges wissen
schaftliches Anordnen eines Stoffes. Sysltemlbiolzilde
die (Plur.) (zu ÎSystem): Pflanzenschutzmittel, die im In
neren der Pflanze über das Gefäßsystem verteilt werden u.
deshalb nicht nur am Ort der Aufnahme wirksam sind.
Sysltemlbus der; -ses, -se (zu t2Bus>: Sammelleitung ei
nes Computers, über den der Informations- u. Steuersig
nalaustausch zwischen dem Mikroprozessor u. den peri
pheren Schaltungen bzw. Geräten erfolgt (EDV). Systemlcrash [,,,kræʃ] der; -[s], -s: Programmabsturz durch
einen Fehler in der Î Hardware, im Betriebssystem od. im
Programm eines Computers (EDV). Sysltemlerlkrankung die; -, -en: Krankheit, die ein ganzes System des Or
ganismus befällt (z.B. das Blut bildende System; Med.).
Sysltemlgelnelrielrung die; -: Anpassung von ver
schiedenen Betriebssystemkomponenten an ein für einen
bestimmten Computer zugeschnittenes Betriebssystem
(EDV), sysltemlimlmalnent: a) einem System inne
wohnend, in den Rahmen eines Systems (3,4) gehörend; b)
sich [im Denken u. Handeln] innerhalb der Grenzen eines
Systems (4) bewegend; angepasst, sysltelmisch: ein Or
gansystem od. mehrere Organe in gleicher Weise betref
fend od. auf sie wirkend (Biol., Med.); systemische Insek
tizide: svw. Systembiozide. Sysltemlkalmelra die; -, -s:
Szenarium
(künstlerischen od. wissenschaftlichen Zwecken dienen
de) Î Kamera (1), deren Ausrüstung nach dem Baukasten
prinzip ausgewechselt werden kann, sysltem Ikon ¡form:
mit einem bestehenden politischen System sich im Ein
klang befindend, übereinstimmend. Sys|tem|kri|tik<#e;
-, -en: [öffentliche] Kritik an der wirtschaftlichen, sozialen
od. politischen Ordnung eines Systems. Sys|tem|kri|tiker der; -s, -: jmd., dereine politische od. gesellschaftliche
Ideologie angreift u. kritisiert. sys|tem|kri|tisch: die
Systemkritik betreffend. Sys|tem|my|ko|se die; -, -n:
t Mykose, die. von einem zunächst lokal umgrenzten Haut
od. Schleimhautbefall ausgehend, innere Organe od. ganze
Organsysteme (z. B. den Magen-Darm-Trakt) befällt
(Med.), sysltelmolid (zu t...oid): (fachspr.) einem Sys
tem ähnlich. Sysltelmolid das; -[e]s, -e: (fachspr.) sys
temähnliches Gebilde. Sysltemlsoftlware [...wes] die;
-: Gesamtheit der Programme einer Datenverarbeitungs
anlage, die vom Hersteller mitgeliefert werden u. die An
lage betriebsbereit machen. Sysltemlthelolreltilker
der; -s, -: Vertreterder Systemtheorie, sysltem |the|o|retɪseh:die Systemtheorie betreffend. Sys|tem|the|o|rie
die; -, -n: 1. als Teilgebiet der theoretischen Kybernetik die
formale Theorie der Beziehungen zwischen untereinander
gekoppelten Systemen. 2. Theorie über die Beeinflussbar
keit der Ausgangsgrößen bestimmter [kybernetischer] Sys
teme. Sysltemltrans|for|ma|ti|on die; -, -en: grundle
gende Veränderung eines politischen u. wirtschaftlichen
Systems durch revolutionären Umsturz od. durch schritt
weise evolutionäre Umgestaltung (Pol., Wirtsch.)
Sysltolle [auch ZYStole] die; -, ...ölen (über lat. systole aus
gr. systole „das Zusammenziehen, Kürzen“ zu systéllein
„zusammenziehen“): 1. die mit der Erweiterung rhyth
misch abwechselnde Zusammenziehung des Herzmuskels
(Med.) ; vgl. Î Extrasystole. 2. Kürzung eines langen Vokals
od. eines Diphthongs aus Verszwang (antike Metrik); Ggs.
tDiastole. Syslto|li|kum¿to; -s, ...ka (zu T...ikum>: Zeit
dauer einer Systole (1; Med.), sysltollisch: die Systole
betreffend
Sysltrolphe* die; -, -n (aus gr. systrophë „Vereinigung“ zu
systréphein „zusammenbringen, vereinigen“): Vereini
gung der Î Chloroplasten einer pflanzlichen Zelle in der
Zellmitte (bei verletzten Zellen; Biol.)
Sylzylgie die; -, ...ien (über gleichbed. lat. syzygia aus gr.
syzygia, eigtl. „Zweigespann“, zu syzygem „an einem Joch
gehen, verbunden sein“): 1. ÎKonjunktion (3) u. ÎOpposi
tion (3), Stellung von Sonne, Mond u. Erde in annähernd
gerader Linie (d.h. die Zeit um Neumond od. Vollmond;
Astron.). 2. Verbindung von zwei Versfüßen, Dipodie (an
tike Metrik). Sylzylgilum das; -s, ...ien [...ian] (zu
f ...ium): svw. Syzygie (1)
Szai be lylit [sai..., auch ...'n] der; -s, -e (nach dem ungar.
Bergbauaufseher S. Szaibely (fl855) u. zu I2...it): svw.
Ascharit
Szelnar das; -s, -e (aus spätlat. scaenarium (vgl. Szenari
um), Bed. 2 über it. scenario (vgl. Szenario)): 1. svw. Sze
narium (1). 2. svw. Szenario (1, 3). Szelnalrio das; -s, -s
(aus gleichbed. it. scenario, dies aus spätlat. scaenarium,
vgl. Szenarium): 1. szenisch gegliederter Entwurf eines
Films (als Entwicklungsstufe zwischen î Exposé u. Dreh
buch). 2. svw. Szenarium (1). 3. (in der öffentlichen u. in
dustriellen Planung) hypothetische Aufeinanderfolge von
Ereignissen, die zur Beachtung kausaler Zusammenhänge
konstruiert wird. 4. svw. Szenerie (2). Szelnalrist der;
-en, -en (zu Î ...ist) : jmd., der ein Szenario entwirft. Szenarium das; -s, ...ien [...ian] (aus spätlat. scaenarium
„Ort, wo die Bühne errichtet wird“ zu scaenarius „zur
Bühne gehörig“, dies zu scaena, vgl. Szene): 1. für die Re
gie u. das technische Personal erstellte Übersicht mit An
gaben über Szenenfolge, auftretende Personen usw.
Szene
(Theater). 2. svw. Szenario (1). 3. svw. Szenario (3). 4.
Schauplatz. Szelne die; -, -n (z.T. unter Einfluss von
gleichbed. fr. scène aus lat. scaena, scena „Schaubühne,
Schauplatz“, dies aus gr. skënë (vgl. Skene), Bed. 6 ver
mutlich unter Einfluss von gleichbed. engl.-amerik.
scene): I. svw. Skene. 2. Schauplatz einer [Theaterjhandlung; Bühne. 3. kleinste Einheit des Dramas od. Films;
Auftritt (als Unterabteilung des Aktes). 4. auffallender
Vorgang, Vorfall, der sich zwischen Personen [vor ande
ren] abspielt; Anblick. 5. Auseinandersetzung; heftige
Vorwürfe, die jmdm. gemacht werden, Zank, Vorhaltun
gen. 6. charakteristischer Bereich, Schauplatz, auf dem
sich etwas abspielt, Gesamtheit bestimmter [kultureller]
Aktivitäten. 7. svw. Scene. ...szelne (zu tSzene (6)):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „charakteristi
scher Bereich für etwas od. jmdn.“, z. B. Drogenszene, Po
litszene; Kunstszene. Sze|ne|rie die;-, ...ien (zu T Szene u.
T 2...ie) : 1, das mittels der Dekorationen usw. dargestellte
Bühnenbild. 2. Schauplatz, Rahmen von etwas. Szelnetemlpel der; -s, -: Treffpunkt, z.B. Lokal, der TScene
bzw. Szene (6). szelnisch (nach gr. skënikôs „zur Szene,
Bühne od. zum Theater gehörig“): die Szene (2, 3) betref
fend, bühnenmäßig. Szelnolgraf, auch...graph der;-en,
-en (aus gr. skënogrâphos „Theatermaler“): 1. (veraltet)
Filmbildner. 2. jmd., der Dekorationen u. Bauten für Fil
me entwirft (Berufsbez.). Szelnolgralfie, auch ...gra
phie die; -, ...ien (ausgr. skenographia „Kulissenmalerei“
zu skenographein „die Bühne ausmalen“): (veraltet) Film
bildnerei, Entwurf u. Ausführung der Dekorationen im
Film, szelnolgralfisch, auch ...gralphisch (nach
gleichbed. gr. skënographikôs): (veraltet) die Szenografie
betreffend. Szelnoltest der; -[e]s, Plur. -e u. -s: psycho
logischer Test für Kinder, bei dem mit Puppen, Tieren u.
Bausteinen Szenen (4) darzustellen sind, wodurch [unbe
wusste] kindliche Konflikte zum Ausdruck gelangen sol
len (Psychol.)
Szent [sent] (aus gleichbed. ungar. Szent; vgl. Sankt): ungar. Bez. für 1 Sankt (z.B. Szent István „der heilige Ste
fan“)
Szeplter das; -s, - (über lat. sceptrum aus gr. skêptron, vgl.
Zepter): (veraltet) svw. Zepter
szilenltilfisch [stsiɛn...] (aus gleichbed. vulgärlat. scientificus zu lat. scientia „Wissen(schaft)“, dies zu scire „wis
sen“): wissenschaftlich. Szi|en|ti|fis|mus der; - (zu
t...ismus (2)): svw. Szientismus (1). Szi|en|tis|mus der; (zu lat. scientia (vgl. szientifisch) u. Î ...ismus (1, 2)> : 1. die
auf Wissen u. Wissenschaft gegründete Geisteshaltung;
Ggs. ÎFideismus (Philos.). 2. Lehre der tChristian Sci
ence, nach der Sünde, Tod u. Krankheit Einbildungen
sind, die durch das Gebet zu Gott geistig überwunden wer
den können. Szi|en|tist der; -en, -en (zu T ...ist): Anhän
ger des Szientismus, szilenltisltisch (zu T...istisch): den
Szientismus betreffend
1320
Szillla die; -, ...lien (über lat. scilla aus gleichbed. gr. skilla):
[im Frühjahr blühende] Pflanze mit kleinen, sternförmi
gen blauen Blüten, Meerzwiebel, Blaustern (Lilienge
wächs)
Szinltilgraf, auch...graph der; -en, -en (zu Î ...graf): Gerät
zur Herstellung von Szintigrammen (Med.). Szinltilgrafie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu î...grafie): Untersu
chung u. Darstellung innerer Organe mithilfe von Szinti
grammen (Med.), szinltilgralfisch, auch ...gralphisch
(zu t ...grafisch): die Szintigrafie betreffend. Szinltigramm das; -s, -e (zu lat. scintillare (vgl. szintillieren) u.
t...gramm>: durch die Einwirkung der Strahlung radioak
tiver Stoffe auf eine fluoreszierende Schicht erzeugtes
Leuchtbild (Med.). Szin tilIlaItiIon die; -, -en (aus lat.
scintillatio „das Funkeln“): 1. das Sternfunkeln (Astron.).
2. das Entstehen von Lichtblitzen beim Auftreffen radio
aktiver Strahlen auf fluoreszierende Stoffe (Phys.). Szintil la ti ons scan ner [...skenn] der; -s, -: Gerät, das
durch Abtasten eines mit radioaktiven Substanzen ange
reicherten Organs dieses u. die Aktivitätsverteilung abbil
det (Med.). Szin|til|la|tor der; -s, ...oren (zu Î ...or>: Stoff,
in dem durch Einwirkung energiereicher Strahlung Licht
blitze erzeugt werden (Phys.). szin|til|lie|ren (aus gleich
bed. <a/. scintillare, eigtl. „Funken sprühen“, zu scintilla
„Funke“): funkeln, leuchten, flimmern (Astron.; Phys.).
Szinltilllolmelter das; -s, - (zu Î '...meter): 1. Instrument
zur Messung der Zahl der Farbwechsel je Sekunde beim
Funkeln eines Sternes (Astron.). 2. Strahlenmesser für die
Suche nach uranhaltigem Gestein
szirlrhös (zu ISzirrhus u. 1...ÖS): derb, schrumpfend (von
der Beschaffenheit bösartiger Gewebe; Med.). Szirlrhus
der; - (über gleichbed. nlat. scirrhus aus gr. skirrhos „Ver
härtung, verhärtetes Geschwür“): harte Krebsgeschwulst
(Med.)
szislsilbel (zu lat. scissilis „spaltbar“ (zu scindere, vgl.
Szission) u. T...ibel>: (veraltet) spaltbar, zerreißbar. Sziss i I b i I Ii I tat die; - (zu Î ...ität): (veraltet) Spaltbarkeit, Zerreißbarkeit. Szis si on die; -, -en (aus gleichbed. spätlat.
scissio zu lat. scindere „spalten“): (veraltet) Spaltung,
[Abtrennung. Szislsur die; -, -en (aus lat. scissura „Spal
tung, Teilung; Spalte“): (veraltet) Spalte, Riss
Szonldiltest [s...] der; -[e]s, -e u. -s (nach dem Arzt u. Psy
chotherapeuten L. Szondi, 1893-1986): psychologischer
Test, bei dem Probanden Fotografien von Psychopathen
nach ihrem Sympathiewert sortieren
Szyllla u. Scylla [stsYla] die; - (über lat. Scylla ausgr. Skyl
la, nach dem Namen des sechsköpfigen Seeungeheuers der
griech. Mythologie, das in einem Felsenriff in der Straße
von Messina gegenüber der Charybdis, einem gefährlichen.
Meeresstrudel, auf vorbeifahrende Seeleute lauerte); in
der Wendung zwischen Szylla und Charybdis: in der Situa
tion, in der nur zwischen zwei Übeln zu wählen ist; in einer
ausweglosen Lage
T
[engl. tæb] der; -[e]s, -e u. (bei engl. Ausspr.) der; -s, -s
(aus gleichbed. engl. tab, Herkunft ungeklärt): vorsprin
gender Teil einer Karteikarte zur Kenntlichmachung be
stimmter Merkmale
Talbalgie [,,,'ʒi:] die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. tabagie,
eigtl. „Festessen, Gelage“, dies aus dem Algonkin (eine
nordamerik. Indianersprache), später angelehnt an tabac,
vgl. Tabak): (früher) kleines Gasthaus, in dem geraucht
werden durfte. Talbak [auch ta:..., bes. österr. ta’bak]
der; -s, Plur. (Sorten) -e (wohl unter Einfluss von gleich
bed. fr. tabac aus span, tabaco, vielleicht aus einer India
nersprache der Karibik): 1. (ohne Plur.) [zu den Nacht
schattengewächsen gehörende] nikotinhaltige Pflanze, de
ren Blätter zu Zigaretten, Zigarren u. Pfeifentabak verar
beitet werden. 2. das aus den Blättern der Tabakpflanze
hergestellte Produkt zum Rauchen. Ta|bak|fa|brik* die;
-, -en: Fabrik, in der Tabak hergestellt u. verarbeitet wird.
Ta|bak|ma|nu|fak|tur die; -, -en: (veraltet) svw. Tabak
fabrik. Talbaklmolnolpol das; -s, -e: ÎMonopol (1) des
Staates auf Herstellung u. Vertrieb von Tabakwaren. Taba ko se die; -, -n (zu l’...ose>: Ablagerung von Tabak
staub in der Lunge (Tabakstaublunge; Med.). Talbaklregie [,,,ʒi:] die; -: (österr. veraltet, noch ugs.) staatliche
Tabakwerke. Talbakltralfik die; -, -en: (österr.) kleines
Geschäft, in dem man Tabakwaren, Briefmarken, Zeit
schriften u.Ä. kaufen kann. Talbakltralfilkant der; -en,
-en (zu t...ant): (österr.) Inhaber einer Tabaktrafik
Talbaslco® [...ko] der; -s u. Ta|baslco|so|ße die; - (nach
dem mexik. Bundesstaat Tabasco): aus roten ÎChillies un
ter Beigabe von Essig, Salz u. anderen Gewürzen herge
stellte, sehr scharfe Würzsoße
Ta|ba|ti|e|re die; -, -n (aus gleichbed. fr. tabatière (älter tabaquière) zu tabac, vgl. Tabak).: 1. (veraltet) Schnupfta
bakdose. 2. (österr.) a) Schnupftabakdose; b) Zigaretten
etui
ta|bel|la|risch (zu lat. tabellarius „zu den (Stimm)täfelchen o.Ä. gehörend“, dies zu tabella, vgl. Tabelle): in
Form einer Tabelle angeordnet. ta|bel|la|ri|sie|ren (zu
t...isieren>: etwas übersichtlich in Tabellen anordnen. Tabel la ri sie rung die; -, -en (zu t...isierung>: das Tabel
larisieren, das Tabellarisiertwerden. Talbelllalrilum das;
-s, ...ria (zu î...arium): aus Tabellen bestehende Zusam
menstellung, Übersicht [als Anhang eines Buches]. Tabellle die; -, -n (aus lat. tabella „(kleine) Stimm-, Merk-,
Rechentafel“, Verkleinerungsform von tabula „Brett;
(Schreib)tafel“): 1. listenähnliche Zusammenstellung von
Zahlenmaterial, Fakten, Namen u.a.; Übersicht, [Zahlen]tafel, Liste. 2. Tabelle (1), die die Rangfolge von Mann
schaften, Sportlern entsprechend den von ihnen erzielten
Ergebnissen wiedergibt (Sport). ta|bel|lie|ren (zu Î..de
Tab
ren): Angaben auf maschinellem Weg in Tabellenform
darstellen. Talbelllielrer der; -s, -: jmd., der eine Tabel
liermaschine bedient. Ta|bel|lier|ma|schi|ne die; -, -n:
Lochkartenmaschine, die Tabellen (1) anfertigt
Talbeijnalkel das, auch (bes. in der kath. Kirche) der; -s, (aus mlat. tabernaculum „Sakramentshäuschen“, lat. ta
bernaculum „Zelt, Hütte“, Verkleinerungsform von taber
na, vgl. Taberne): 1. a) kunstvoll gearbeiteter (im Mittelalter tragbarer) Schrein zur Aufbewahrung der geweihten
Hostien (kath. Kirche); b) svw. Ziborium (1). 2. Zierge
häuse mit säulengestütztem Spitzdach [für Figuren] (in der
Gotik). Talberlne die; -, -n (aus /ai. taberna „Hütte, Bu
de; Wirtshaus“): (veraltet) svw. Taverne
Talbes die; - (aus lat. tabes „allmähliches Vergehen; Aus
zehrung“): (veraltet) Auszehrung, Schwindsucht (Med.);
Tabes dorsalis: Rückenmarksschwindsucht, Spätstadium
der Syphilis mit Degeneration der Rückenmarkshinter
stränge. Talbeslzenz die; -, -en (zu lat. tabescere „allmäh
lich vergehen, schwinden“; vgl. ...enz): Abzehrung, Aus
zehrung (Med.). Talbeltilker der; -s, - (zu Itabetisch):
svw. Tabiker, talbeltisch (aus nlat. tabeticus zu lat. tabi
dus, vgl. tabisch): svw. tabisch
Taibi die (Plur.) (aus gleichbed. jap. tabi): japan. Stoffso
cken mit abgeteilter großer Zehe
Talbilker ifer; -s, - (zu Ttabisch): jmd., der an Tabes leidet
(Med.)
Taibis [ta'bi] der; - (aus gleichbed. fr. tabis, dies über spätlat. attabi aus arab. ‘attäbi, wahrscheinlich nach einem
Stadtteil von Bagdad, wo der Stoff ursprünglich herge
stellt wurde): ein bes. im 18. Jh. in Frankreich bei Buch
einbänden mit Innenkantenvergolden als Vorsatzbezug
verwendeter, nur am Rand festgeklebter feiner Seidenstoff
talbisch (nach lat. tabidus „schwindend; auszehrend“):
a) an Tabes leidend; b) die Tabes betreffend (Med.)
Tal bla* der; -, - (aus sanskr. tabla): asymmetrisches Paar
kleiner, mit den Händen geschlagener Kesselpauken (bes.
in Indien gebräuchlich)
Talblar* das; -s, -e (aus gleichbed./r. mdal. tablar, dies über
vulgärlat. tabularium „Brettergestell“ aus lat. tabula, vgl.
Tabelle): (Schweiz.) Regalbrett. Talbleau* [ta blo:] das;
-s, -s (aus gleichbed. fr. tableau zu table „Tisch; Tafel;
Brett“, dies aus lat. tabula, vgl. Tabelle): 1. wirkungsvoll
gruppiertes Bild [im Schauspiel] (Theat.). 2. (veraltet) Ge
mälde. 3. (österr.) a) übersichtliche Zusammenstellung
von einzelnen Tafeln, die einen Vorgang darstellen; b) Ta
fel im Flur eines Mietshauses, auf der die Namen der Mie
ter verzeichnet sind. 4. Zusammenstellung von im gleichen
Maßstab angefertigten Vorlagen für eine Gesamtaufnah
me in der Reproduktionstechnik. Talbleau*: (veraltet
ugs.) da haben wir die Bescherung! (Ausruf der Überra-
Tableau économique
schung). Talbleau* écolnolmique [tabloekɔnɔ'mik]
das; - -, -X -s [tablozekɔnɔ'mik] <aus gleichbed. fr. tableau
économique): bildliche Darstellung des volkswirtschaftli
chen Kreislaufs nach dem franz. Nationalökonomen
Quesnay (1694-1774). Talbleau* vilvant [tablovi'vä]
das; -s -s [tablovi'vä], -x -s [tablovi'vä] (meist Plur.) (aus
gleichbed. fr. tableau vivant): (veraltet) lebendes Bild, von
Personen dargestellte Szene. Talble* d'Höte [tablə'do:t]
die; - - (aus gleichbed. fr. table d’hôte): (veraltet) [gemein
same] Speisetafel in einem Gasthaus, Hotel o.Ä. Talbletop [ teɪbltɔp] das; -s, -s (aus engl. tabletop „Tischplatte“
zu table „Tisch“ (dies über altfr. table aus lat. tabula) u.
top, vgl. 'Top): Anordnung verschiedener Gegenstände,
die stilllebenähnlich fotografiert od. als Trickfilm aufge
nommen werden. Talblett* [ta...] das; -[e]s, Plur. -s, auch
-e (aus gleichbed. fr. tablette, Verkleinerungsform von ta
ble, vgl. Tableau): Servierbrett. Talbletlte* die; -, -n (aus
gleichbed. fr. tablette, identisch mit tablette, vgl. Tablett):
ein unter hohem Druck in eine [meist runde] flachzylin
drische Form gepresstes Arzneimittel zum Einnehmen.
Ta|blet|te|rie*üfe;-, ...ien (aus gleichbed. fr. tabletterie):
(veraltet) Täfelwerk; Kunsttischlerartikel. Talbletltiler*
[... tie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. tabletier): (veraltet)
Kunsttischler. ta|blet|tie|ren*(zu tTablette u. t..deren):
(fachspr.) in Tablettenform bringen. Talblelwalter
['teɪblwɔ:tə] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. table water,
eigtl. „Tafelwasser“, zu table (vgl. Tabletop) u. water
„Wasser“): engl. Bez. für Mineralwasser, talblielren*
[ta...] (nachfr. tabler „(an)setzen“ zu table, vgl. Tableau):
für Konserven od. Bonbons bestimmten siedenden Zucker
umrühren. Talblilnum* das; -s, ...na (aus gleichbed. lat.
tab(u)linum zu tabula, vgl. Tabelle): getäfelter Hauptraum
des altröm. Hauses
Tablloid [ tabloyd]
-, -s (aus gleichbed. engl. tabloid,
urspr. der Markenname einer in Tablettenform verkauften
Arznei): Boulevardzeitung
Ta|bo|pa|ra|ly|se die; - (zu lat. tabes (vgl. Tabes) u. 1 Pa
ralyse): mit fortschreitender t Paralyse verbundene Rü
ckenmarksschwindsucht (Med.)
Talbor der; -s, -s (über das Slaw. aus turkotat. tábor, eigtl.
„Feldlager, Heerhaufen“): 1. tschech. Bez. für Volksver
sammlung. 2. alte russ. Bez. für Zigeunerlager
Talbolrit der; -en, -en (nach der von den Hussiten gegrün
deten Siedlung Tabor in Südböhmen u. zu T3,..it): Ange
höriger einer radikalen Gruppe der 1 Hussiten (15. Jh.)
Talborllicht das; -[e]s (nach der Verklärung Jesu auf dem
Berg Tabor, Matth. 17,2): das Gott umgebende ungeschaf
fene Licht in der Mystik der orthodoxen Kirche; vgl. Hesychasmus
Talboulret [tabu'rɛ] der; -s, -s [...'re(s)] (aus fr. tabouret,
vgl. Taburett): svw. Taburett
Tälbris* der; -, - (nach der iran. Stadt Täbris): feiner, kurz
geschorener Teppich aus Wolle od. Seide, meist mit Me
daillonmusterung
talbu (aus gleichbed. engl. taboo, tabu, dies aus Tonga (ei
ner polynes. Sprache) tabu, tapu, wohl „geheiligt“) : einem
Tabu (2) unterliegend; unverletzlich, unantastbar; das ist
tabu: davon darf nicht gesprochen werden. Talbu das; -s,
-s: 1. bei Naturvölkern die zeitweilige od. dauernde Heili
gung eines mit 1 Mana erfüllten Menschen od. Gegenstan
des mit dem Verbot, ihn anzurühren (Völkerk.). 2. unge
schriebenes Gesetz, das aufgrund bestimmter Anschauun
gen innerhalb einer Gesellschaft verbietet, bestimmte Din
ge zu tun; sittliche, konventionelle Schranke, talbulieren (zu t...ieren): svw. tabuisieren. Talbulielrung die; -,
-en (zu Î ...ierung): svw. Tabuisierung. ta|bu|i|si_e|ren (zu
T...isieren>: etwas für tabu erklären; etwas zum Tabu (2)
machen. Ta|bu|i|sie|rung die; -, -en (zu Î ...isierung): das
Totschweigen, das Zu-einem-Tabu-Erklären eines Be
1322
reichs od. eines Problems, talbulisltisch (zu t...istisch):
das Tabu betreffend, in der Art eines Tabus beschaffen
Ta|bu|la graltu|la|to|ria die; - -, ...lae ...iae [...le ...ris]
(nach gleichbed. (n)lat. tabula gratulatoria zu lat. tabula
(vgl. Tabelle) u. gratulatorius „Glück wünschend“): Gra
tulantenliste (in Fest-, Jubiläumsschriften o.Ä.). Talbulla
ralsa die; - - (z.T. unter fr. u. engl. Einfluss aus mlat. ta
bula rasa „abgeschabte (u. wieder beschreibbare) Schreib
tafel“, zu rasa, Part. Perf. (Fern.) von radere, vgl. rasie
ren): 1. Zustand der Seele [bei der Geburt des Menschen],
in dem sie noch keine Eindrücke von außen empfangen u.
keine Vorstellungen entwickelt hat (Philos.). 2. a) (in der
Antike) wachsüberzogene Schreibtafel, auf der die Schrift
wieder vollständig gelöscht war ; b) unbeschriebenes Blatt ;
Tabula rasa machen: reinen Tisch machen; energisch,
rücksichtslos Ordnung, Klarheit schaffen. Talbullalriumrfös; -s, ...ien [...ion] (aus lat. tabularium „Archiv, Ur
kundensammlung“ zu tabula, vgl. Tabelle): in altröm.
Städten ein Gebäude zur Aufbewahrung von Urkunden.
Tal bullalten die (Plur.) (aus gleichbed. nlat. tabulata,
Neutrum Plur. von spätlat. tabulatus „gefaltet“): ausge
storbene Korallen mit quer gefächerten Röhren. TalbulaltoriZer; -s, ...oren (wohl aus gleichbed. engl. tabulator
zu to tabulate „in Tabellenform anlegen“ (dies aus spätlat.
tabulare) u. zu t...or): zum Tabellenschreiben bestimmte
Vorrichtung an Schreib-, Rechen-u. Buchungsmaschinen.
Talbullaltur die; -, -en (aus nlat. tabulatura zu lat. tabula
(vgl. Tabelle) u. t,,,ur): 1. Tafel mit den Meistersingerre
geln (Mus.). 2. Notierungsweise für Instrumente, auf de
nen mehrstimmig gespielt wird (vom 14. bis 18. Jh.; Mus.).
Talbullett das; -[e]s, -e (aus mlat. tabuleta „Tischchen“,
Verkleinerungsform von lat. tabula, vgl. Tabelle): (veral
tet) Rückentrage, leichter Bretterkasten mit Fächern
Talbulrett das; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. tabouret, eigtl.
„kleine Trommel“, zu altfr. tabour „Trommel“): (veraltet,
aber noch Schweiz.) niedriger Sitz ohne Lehne, Hocker
Talbulwort das; -[e]s, ...Wörter (zu ttabu): Wort, das ein
Tabu berührt u. das man deswegen meidet u. durch ein an
deres ersetzt (z.B. der Leibhaftige, der Böse anstelle von
Teufel; Sprachw.)
TACAN ['tækæn] das; -[s] (Kurzw. aus engl. tactical air na
vigation (system) ,,taktisehe(s) Flugnavigation(ssystem)“>: ein in der militärischen Luftfahrt verwendetes
Funknavigationsverfahren
ta|cet['ta:[set] (Zat.; „(es) schweigt“, 3. Pers. Sing. Präs, von
tacere „(verschweigen“): Angabe, dass ein Instrument
od. eine Stimme auf längere Zeit zu pausieren hat (Mus.).
Talchelles (aus j/cZrf. táchles „Zweck, Ziel“, dies aus hebr.
taklît); in der Wendung Tacheles reden: (ugs.) a) mit
jmdm. rückhaltlos offen reden; b) jmdm. unverblümt die
Meinung sagen
Taches bleues [taʃblo] rfze (Plur.) (aus/r. taches bleues
„blaue Flecke“ zu tache „Fleck“ u. bleu „blau“): blaue
Flecke, die an Stichstellen von Filzläusen auftreten
(Med.). Taches noires [taʃ'nwa:r] die (Plur.) (zu/r. noir
„schwarz“): kleine, mit einer schwarzen Kruste bedeckte
Geschwüre, die von einem roten Hof umgeben sind (bes.
beim Zeckenbiss; Med.)
Talchilna die; -, ...nen (aus gleichbed. nlat. tachina, dies zu
gr. tachinös, tachÿs „schnell“): Gattung der Raupenflie
gen, deren Larven in Raupen u. Puppen von Schmetter
lingen schmarotzen
talchilnielren (Herkunft ungeklärt): (österr. ugs.) [wäh
rend der Arbeitszeit] untätig herumstehen, faulenzen. Tachilnielrerrfer; -s, -: (österr. ugs.) Faulenzer, Drückeber
ger
ta|chi|niert (zu tTachina u. t,,,iert): mit Eiern bzw. Lar
ven von Raupenfliegen belegt (z.B. Schmetterlingslarven
od. -puppen; Zool.)
1323
der; - (aus gleichbed./r. tachisme zu ta
che „(Farb)fleck“, dies wohl über das Vulgärlat. aus go
tisch taiku(s) „Zeichen“; vgl. ...ismus (1)): Richtung der
abstrakten Malerei, die Empfindungen durch spontanes
Aufträgen von Farbe auf die Leinwand auszudrücken
sucht. Talchist der; -en, -en (aus gleichbed. fr. tachiste):
Vertreter des Tachismus. Talchisltin die; -, -nen: weibli
che Form zu tTachist. talchisltisch (zu T ...istisch): den
Tachismus betreffend, im Stil des Tachismus
Talchisltolskop* das; -s, -e (zu gr. táchistos, Superlativ
vontachÿs (vgl. tachy...) u. î...skop): Apparat zur Vorfüh
rung optischer Reize in Zusammenhang mit Aufmerksam
keitstests bei psychologischen Untersuchungen. Talcho
der; -s, -s: (ugs.) Kurzform von tTachometer (1). ta
cho..., Talcho... (aus gr. táchos „Geschwindigkeit“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „schnell; Geschwindigkeits-“, z. B. Tachometer; vgl. tachy..., Tachy...
Talcholgraf, auch ...graphcZer, -en, -en (zu T...graf>: Ge
rät zum Aufzeichnen von Geschwindigkeiten, Fahrt
schreiber. TaIcholmelter der, auch das; -s, - (nach gleich
bed. engl. tachometer; vgl. T '...meter): 1. [mit einem Kilo
meterzähler verbundener] Geschwindigkeitsmesser bei
Fahrzeugen (meist mit Stundengeschwindigkeitsanzeige).
2. Drehzahlmesser
Tachltilgers die (Plur.) (aus niederl. tachtigers „die Acht
ziger" zu tachtig „achtzig“): Gruppe von Dichtern u.
Schriftstellern, die ab 1880 die niederl. Literatur von
Grund auf erneuerten
talchy..., Talchy... (zu gr. tachÿs „schnell“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „schnell; Geschwindigkeits-“, z.B. Tachygrafie; vgl. tacho..., Tacho... Tachylgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu spätgr. tachygráphos „schnell schreibend“): 1. im Altertum Schrei
ber, der die Tachygrafie beherrschte. 2. svw. Tachograf.
Ta|chy|gra|fie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu
spätgr. tachygrapheln „schnell schreiben"; vgl. ...grafie):
Kurzschriftsystem des Altertums, talchylgralfisch,
auch ...gra Iph isch: die Tachygrafie betreffend, mit ih
rer Hilfe geschrieben. Talchylhyldrit* [auch ...drit]
der; -s, -e (zu îtachy..., gr. hydör „Wasser“ u. T2...it>:
ein wachs- bis honiggelbes derbes Mineral. Talchylkardie die; -, ...ien (zu IKardia u. t2...ie): stark beschleu
nigte Herztätigkeit, Herzjagen (Med.). Talchyllit [auch
...lit] vgl. Tachylyt. Talchyllyt, auch Tachylit [auch
...'lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu gr. lytós „lös
lich, gelöst“, dies zu lÿein „(auf)lösen“>: pechsteinarti
ges vulkanisches Glas in Basalten. Talchylmelter das;
-s, - (zu Î'...meter): Instrument zur geodätischen
Schnellmessung, das neben Vertikal- u. Horizontalwin
keln auch Entfernungen misst. Talchylmeltrie* die; (zu t...metrie): Verfahren zur schnellen Geländeaufnah
me durch gleichzeitige Entfernungs- u. Höhenmessung
mithilfe des Tachymeters. ta|chy|me|trie|ren* (zu
Î..deren): mit dem Tachymeter arbeiten. Talchylon
das; -s, -en (zu gr. tachÿs (vgl. tachy...) u. î4...on): hypo
thetisches Elementarteilchen, das Überlichtgeschwindig
keit besitzen soll (Phys.). Talchylphalgie die; - (zu îta
chy... u. t...phagie): hastiges Essen (Med.). Talchyphyllalxie die; -, ...ien (zu gr. phÿlaxis „Bewachung;
Beschützung“ u. t2...ie): nachlassendes, durch Steige
rung der Dosis nicht ausgleichbares Reagieren des Or
ganismus auf wiederholt verabreichte Arzneimittel
(Med.). Talchylpnoe* die; - (aus gr. tachÿpnoia
„schnelles Atmen“): beschleunigte Atmung; Kurzatmig
keit (Med.), ta|chy|sejs|misch (zu îtachy...): schnell
bebend (Erdbebenkunde). Talchylsylnelthie* die; -,
...ien (zu gr. synëtheia „Angewöhnung“): sehr rasche
Gewöhnung des Organismus an ein toxisches Heilmittel
(Med.). Talchylulrie die; -, ...ien (zu î...urie): krank
Talchisimus
Tagetes
haft beschleunigte Ausscheidung von Harn (z.B. nach
Aufnahme größerer Flüssigkeitsmengen; Med.)
talcilturn [...ts...] (aus gleichbed. lat. taciturnus zu tacere,
vgl. tacet): (veraltet) schweigsam, wortkarg. Talciltutjnität die; - (aus gleichbed. lat. taciturnitas, Gen. taciturni
tatis): (veraltet) Schweigsamkeit, Wortkargheit, talciltus
con sen sus [- kɔn...] liât.)’, schweigende Zustimmung
Talcker der; -s, - (aus gleichbed. engl. tacker zu to tack
„heften, nageln“): Gerät, mit dem etwas geheftet werden
kann, talckern: (ugs.) mit dem Tacker heften
Tacklling ['tæk...] das; -s, -s (aus engl. tackling „das An
greifen“ zu to tackle „angehen, angreifen“): 1. Kurzform
von ÎSliding Tackling. 2. das Zu-Boden-Werfen des ball
tragenden Gegenspielers (als erlaubte Abwehrhandlung
im Football 2)
Tacks vgl. Täcks. Täcks u. Täks, auch, bes. österr. Tacks
der; -es, -e (aus engl. tacks, Plur. von tack „kleiner Nagel“,
verwandt mit to tack, vgl. Tacker): kleiner keilförmiger
Nagel zur Verbindung von Oberleder u. Brandsohle
(Schuhherstellung)
Talcolnilte [tako..., auch ,,,'nɪtə] die (Plur.) (nach den Taconic Mountains der nördlichen Appalachen u. zu î2...it):
aus dem Präkambrium stammende metamorphe gebän
derte Eisenquarzite
Tacitus [ tak...] der; - (aus lat. tactus „Gefühlssinn“, eigtl.
„das Berühren“, Part. Perf. von tangere „berühren“): Fä
higkeit des Organismus, Berührungsreize über die Tast
körperchen aufzunehmen, Tastsinn (Med.)
Tae-Bo ® [te...] das; - (zukorean. tae „Fuß“u. engl. Boxing):
Methode des Fitnesstrainings, die Elemente aus Kickbo
xen, Tanz u. Aerobic vereint. Taeklwonldo* [te...] das; (aus korean. taekwondo zu tae „Fuß(technik)“, kwon
„Hand(technik)“ u. do „hervorragender Weg“): korean.
Zweikampfsportart auf der Basis von Fuß- u. Handtech
niken, eine Abart des Karate
Tael [tɛ:l, te:l] das; -s, -s (aber: 5 -) (überport, tael aus malai.
ta(h)il „Gewicht“): 1. ein ehemaliges asiat. Handelsge
wicht. 2. eine alte chin. Münzeinheit
’Taelnia ['tɛ:...] u. Tänie [...is] die; - (aus lat. taenia „Band“;
vgl. 2Taenia): Gattung der Bandwürmer (z.B. Rinder
bandwurm; Zool.). 2Tae|nia [’te:...] die; -, ...ien [...isn]
(aus lat. taenia „Band, Binde“, dies ausgr. tainia): 1. Kopf
binde als Fest- u. Ehrenschmuck in der Antike. 2. Leiste
am Architrav der dorischen Säule (altgriech. Archit.).
Taelnilalsis vgl. Täniase
Taf vgl. Tef
Taflfet der; -[e]s, -e (aus gleichbed. it. taffettà): (veraltet)
svw. Taft
Taflfiadie;- (aus gleichbed. fr. tafia, dies zu malai. ratafia):
aus Zuckerrohrsaft gewonnener Würzbranntwein
Talfolni die (Plur.) (vermutlich aus einer vorroman. Spra
che Korsikas): durch natürliche Verwitterungsvorgänge
entstandene, unregelmäßige Hohlräume in Gesteinen bis
Zimmergröße, bes. in wechselfeuchtem Klima mit mehr
monatiger Trockenperiode (Geomorphologie)
Taflsir vgl. Tefsir
Taft der; -[e]s, -e (aus gleichbed. it. taffettà, dies zupers. täfta, eigtl. „Gewebtes“): a) dichtes, feinfädiges [Kunst]seidengewebe in Leinwandbindung; b) ein Futterstoff, fat
ten: aus Taft
’Tag [tæg] der; -, -s (aus gleichbed. engl. tag, eigtl. „Schild,
Etikett, (Kenn)zeichen; Anhängsel“): [improvisierter]
kurzer Schlussteil bei Jazzstücken. 2Tag das; -s, -s: (zu
î'Tag): 1. auf dem Bildschirm eines Computers darge
stelltes sichtbares Zeichen zur Strukturierung, z.B. eines
Textes (EDV). 2. [Geheim]zeichen eines Graffitikünst
lers
Talgeltes die; - (wohl nach Tages (Gen. Tagetis), dem Na
men einer etrusk. Gottheit): eine stark duftende Zier
taggen
pflanze mit gelben bis braunen Blütenköpfen (Korbblüt
ler); Studentenblume
tägigen ['tægn] (aus gleichbed. engl. to tag, eigtl. „mit ei
nem Anhänger versehen“, zu tag, vgl. 2Tag): 1. einen Text
mithilfe von 2Tags ( 1 ) strukturieren (EDV). 2. ein Graffito
mit einem 2Tag (2) markieren. Taglging das; -s, -s (zu
t,,,ing): das Taggen, Strukturieren
Talglialta* [tal'ja:ta] die; -, -8 (aus it. tagliata „das
(Ab)schneiden“ zu tagliare „abschneiden, -biegen“, dies
aus spätlat. taliare „spalten, zerlegen“ zu lat. talea „abge
schnittenes Stück“): ein bestimmter Fechtstoß, bei dem
das Handgelenk abgewinkelt wird, um die gegnerische De
ckung zu umgehen (Sport). Ta|glia|tel|le [talja...] u. Taglialti iZze (Plur.) (aus gleichbed. tí. tagliatelli (Plur.), tagliati (Plur.), eigtl. „die (Ab)geschnittenen“): dünne, ital.
Bandnudeln
Taglma das; -s, ...ta (aus gr. tágma „(An)geordnetes“ zu
tássein „aufstellen, ordnen“): 1. kleinste Einheit sprachli
cher Substanz in der Tagmemik (Sprachw.). 2. morpholo
gisch abgegrenzter Körperabschnitt bei Gliedertieren
(Zool.). Taglmem das; -s, -e (aus gleichbed. engl. tagmeme, dies zu gr. tágma; vgl. Tagma u. ...em): kleinste, be
deutungstragende Einheit der grammatischen Form (die
aus einem od. mehreren 1 Taxemen besteht), Zuordnungs
einheit in der Tagmemik (Sprachw.). Taglmelmik die; (nach gleichbed. engl. tagmemics): linguistische Theorie,
die sprachliches u. nicht sprachliches Verhalten zu inte
grieren sucht (Sprachw.)
Talgulan der; -s, -e (aus einer indones. Sprache der Philip
pinen): vor allem in Ostindien lebendes Flughörnchen,
überwiegend nachtaktiver, ausgezeichnet kletternder
Baumbewohner
Tahr u. Thar der; -s, -s (aus gleichbed. nepales. thär): in den
Gebirgen Süd- u. Südwestasiens lebende Halbziege
Tai-Chi [,...tji:] das; -[s] (aus chin, tàiji zu tài „äußerst, ex
trem“ u. ji „Grenze“): 1. (in der chines. Philosophie) Ur
grund des Seins, aus dem alles entsteht. 2. Abfolge von
Übungen mit langsamen, fließenden Bewegungen; Schat
tenboxen. Tai-Chi-Chu|an [,,,'tʃuan] das; -[s] (aus chin.
tàiji quán, zu quán „Faust“, eigtl. „die Faust des höchsten
Letzten“): svw. Tai-Chi (2)
Tailfun der; -s, -e (aus gleichbed. engl. typhoon, dies aus
chin, (kantonesisch) taifung zu tai „groß“ u. fung „Wind“,
vermischt mit engl. typhon „Wirbelwind“, dies über lat.
typhon aus gr. typhon): trop. Wirbelsturm [in Südostasien]
Tailga rfze; - (aus gleichbed. russ. tajga, wohl aus dem
Mong.): ausgedehnte Wald- u. Sumpflandschaft (bes. in
Sibirien)
Tajlji vgl. Tai-Chi. Tai-Ki vgl. Tai-Chi
Tai|ko|naut der; -en, -en (zu c/zzn. taikong „Luftraum, Kos
mos“ u. t...naut): chines. Weltraumfahrer; vgl. Astronaut
Tail [teil] der; -s, -s (aus engl. tail „Schweif1, dies aus (alt)fr.
taille, vgl. Taille): hinteres Ende des TSnowboards. Tail
gate [teɪlgeɪt] der; -[s] (aus gleichbed. engl. tailgate, eigtl.
„Ladeklappe“; bei Umzügen saß der Posaunist einer Band
auf der Ladeklappe des Fahrzeugs, weil er so ohne Behin
derung den Zug seines Instruments bedienen konnte) : bes.
durch Glissandi gekennzeichneter Posaunenstil im TNewOrleans-Jazz
Taillings ['teɪ...] die (Plur.) (aus engl. tailings „Abfälle,
Rückstände“): Abgänge von den Konzentraten, die noch
verwertbare Metalle enthalten (Techn.)
Taillie ['taljə, österr. 'taiijə] dze; -, -n (aus fr. taille, urspr.
„(Körper)schnitt, Wuchs“ zu tailler „(zer)schneiden“,
dies aus spätlat. taliare (vgl. Tagliata), Bed. 3 aus fr. taille,
diese Mittellage „trennt“ die höheren von den tieferen La
gen, Bed. 2u. 4. aus fr. taille, eigtl. „Zuteilung“): 1. a) ober
halb der Hüfte schmaler werdende Stelle des menschlichen
1324
Körpers; Gürtellinie; b) (ugs.) Gürtelweite; c) (veraltet)
eng anliegendes [auf Stäbchen gearbeitetes] Kleiderober
teil; per -: (landsch.) ohne Mantel (weil das Wetter es er
laubt). 2. a) (früher) Vasallensteuer in England u. Frank
reich; b) bis 1789 in Frankreich eine Staatssteuer. 3. tiefere
Tenorlage bei Instrumenten (z. B. Bratsche; Musik). 4. das
Aufdecken der Blätter für Gewinn oder Verlust (Karten
spiel). tailllenlbeltont: durch den Schnitt die Taille (1 a)
betonend, hervorhebend (von Kleidungsstücken). 'Tail
leur [tajo:?] der; -s, -s (ausfr. tailleur zu taille, vgl. Taille):
franz. Bez."für Schneider. 2Taillleur z/as -s, -s (aus gleich
bed. fr. (costume) tailleur, vgl. 'Tailleur): (Schweiz.) eng
anliegendes Schneiderkostüm, Jackenkleid. 3Tail|leur
zter; -s, -e (zu Î'Tailleur): Bankhalter bei (Karten)glücksspielen. tailllielren [ta'ji:...] (aus gleichbed. fr. tailler, vgl.
Taille): 1. ein Kleidungsstück auf Taille arbeiten. 2. die
Karten aufdecken (Kartenspiel); vgl. Taille (4). Taillor
[ teils] der; -s, -s (aus engl. tailor, dies aus altfr. tailleur zu
taillier; vgl. Taille): engl. Bez. für Schneider, taillormade ['teɪləmeɪd] (aus gleichbed. engl. tailormade zu tai
lor (vgl. Tailor) u. made „hergestellt“, dies zu to make
„machen, herstellen“): vom Schneider gearbeitet (von
Kleidungsstücken). Taillorlmade das; -, -s: Schneider
kleid, -kostüm
’Tailpan der; -s, -s (aus der Sprache der austr. Ureinwoh
ner) : in Australien u. Neuguinea vorkommende, braun bis
schwarz gefärbte, bis 4 m lange, äußerst gefährliche Gift
natter
2Tai|pan ¿/er; -s, -e {chin.')'. Leiter eines ausländischen Un
ternehmens in China. Tailping das; -[s] (aus chin, tai ping
„höchster Frieden“): nach chines. Auffassung Idealzu
stand, in dem die Kräfte des Universums sowie alle Schich
ten der Gesellschaft in vollendeter Weise Zusammenwir
ken
Talkalhe die; -, -n (aus dem Maori): flugunfähige, gänse
große Ralle Neuseelands
Talkalmalhak der; -[s] (über gleichbed. span, tacamahaca,
tacamaca aus aztek. (Nahuatl) tecamaca): aus dem Schön
blatt, einem trop. Baum, gewonnenes, wohlriechendes
Harz
Take [te:k, engl. teik] der od. z/as; -s, -s (aus gleichbed. engl.
take zu to take „ein-, aufnehmen“): 1. a) Abschnitt, Teil ei
ner Filmszene, die in einem Stück gedreht wird; Einstel
lung; b) zur wiederholten Abspielung (z.B. für die Syn
chronisation) zusammengeklebter Filmstreifen. 2. (Jar
gon) Zug aus einer Haschisch- od. Marihuanazigarette
Ta|ke|la|ge [,,,ʒə] die; -, -n (mit französierender Endung zu
mittelniederd. takel „(Schiffs)ausrüstung“; vgl. ...age): Se
gelausrüstung eines Schiffes, Takelwerk
Take-off, auch Takeloff [teɪk'ɔf] das u. der; -s, -s (aus
gleichbed. engl. take-off zu to take off „wegnehmen,
-bringen“): 1. Start (einer Rakete, eines Flugzeugs). 2.
Start, Beginn, Durchbruch; wirtschaftliches Wachstum.
Take-over, auch Takelover [,,,'oʊvə] das; -s, -s (aus
engl. take-over „Übernahme“ zu to take over „überneh
men“): a) Kauf, Übernahme eines Unternehmens bzw.
Übernahme der Leitung eines erworbenen Unterneh
mens; b) gewinnbringende Übernahme von Aktienge
sellschaften, deren Papiere an der Börse unterbewertet
wurden (Wirtsch.)
Taikin der; -s, -s (aus dem Tibet.): in kleinen Herden leben
der rinderartiger Wiederkäuer im ostasiat. Hochgebirge
Täks vgl. Täcks
Taklsim der; -s, -e (aus arab. taqsim „(Aufteilung“): solistisch improvisierende Einleitung der Vokalformen der
arab. Musik
'Takt der; -[e]s, -e (zu lat. tactus „das Berühren; das Spü
ren, Gefühl(ssinn)“, substantiviertes Part. Perf. von tan
gere „berühren“): 1. durch Taktstriche gekennzeichnete
1325
festgelegte Einheit im Aufbau eines Musikstücks, das ab
gemessene Zeitmaß einer rhythmischen Bewegung (Mus.).
2. von Hebung zu Hebung gemessene rhythmische Einheit
im Vers (Metrik). 3. einer von mehreren Arbeitsgängen
von Motoren od. Maschinen (Techn.). 4. Arbeitsabschnitt
bei Fließbandfertigung od. in der Automation (Techn.). 5.
Signal, das zwei verschiedene Werte annehmen kann u. in
regelmäßigen Zeitabständen seinen Wert ändert (Infor
matik). 6. Einheit von Steuerungs- u. Arbeitsschritten ei
ner Datenverarbeitungsanlage. 2Takt der; -[e]s (aus
gleichbed. fr. tact, dies aus lat. tactus zu tangere, vgl.
“Takt): Gefühl für Schicklichkeit u. Anstand, Feingefühl;
Lebensart; Zurückhaltung. Taktlfilgur die; -, -en (zu
('Takt): durch Bewegungen der Hände od. des Taktsto
ckes beschriebene Figur, mit der der Dirigent die einzel
nen Zählzeiten des Taktes angibt, ’takltielren (zu t ‘Takt
u. t...ieren>: den Takt angeben, schlagen
2tak|tie|ren (zu (Taktik u. (..deren): in einer bestimmten
Weise taktisch vorgehen, sich taktisch klug verhalten.
Takltielrer der; -s, -: jmd., der Paktiert. Takltik die; -,
-en (aus gleichbed. fr. tactique, dies aus gr. taktikê (téchnë), eigtl. „Kunst der Anordnung u. Aufstellung“): 1. Pra
xis der geschickten Kampf- od. Truppenführung (Mil.). 2.
auf genauen Überlegungen basierende, von bestimmten
Erwägungen bestimmte Art u. Weise des Vorgehens, be
rechnendes, zweckbestimmtes Verhalten. Takltilkerrfer;
-s, -: jmd., der eine Situation planmäßig und klug berech
nend zu seinem Vorteil zu nutzen versteht
takltil (aus lat. tactilis „berührbar“ zu tactus, vgl. 'Takt):
das Tasten, den Tastsinn betreffend (Med.). Tak|ti|on die;
-, -en (aus gleichbed. lat. tactio): Berührung. Tak|ti|onsprolblem* das; -s: svw. apollinisches Problem
takltisch (zu (Taktik): a) die Taktik betreffend; b) ge
schickt u. planvoll vorgehend, auf einer bestimmten Taktik
beruhend; taktische Waffen: Waffen von geringerer
Sprengkraft u. Reichweite, die zum Einsatz gegen feindli
che Streitkräfte u. deren Einrichtungen bestimmt sind;
vgl. strategische Waffen; taktische Zeichen: Zeichen [auf
Karten], die auf militärische Einrichtungen hinweisen.
Takltilziltät die; - (zu TTaktik u. (...izität): sich in be
stimmten Intervallen wiederholende Anordnung der Sei
tenketten eines ÎPolymers (Chem.)
Talkyr ['ta:kvr] der; -s, -e [ta‘ky:ra] (meist Plur.) (aus dem
Turkmen.): Salztonebene im Südwesten von Turkmenien
Tallallgi e*die; -, ...ien (zu lat. talus (vgl. Talus) u. (...algie):
Fersenschmerz (Med.). Tallarrfer; -s, -e (aus gleichbed. it.
talare, dies aus lat. talaris (vestis) „knöchellanges (Ge
wand)“ zu talus, vgl. Talus): bis zu den Knöcheln reichen
des weites schwarzes Amts- od. Festgewand (z.B. des
Richters od. Hochschullehrers)
Tallalyot [,,,'jɔt] der; -s, -s (zu katalan. talaiot „Mega
lithbau“, dies aus dem Arab.): steinerner Wohn- od. Grab
bau auf den Balearen (Bronzezeit u. frühe Eisenzeit)
Tallboltylpieifz'e; - (nach dem engl. Physiker W. H. F. Tal
bot (1800-1877) u. zu t ...typie): erstes fotografisches Ne
gativ-Positiv-Verfahren für Lichtbilder
Tallentáaí; -[e]s, -e (aus mlat. talentum „Gabe, Begabung“
(als von Gott anvertrautes Gut) zu lat. talentum „eine be
stimmte Geldsumme“, dies aus gr. tálanton „Waage; das
Gewogene“, eigtl. „eine Gewichts-u. Geldeinheit“): 1. a)
Anlage zu überdurchschnittlichen geistigen od. körperli
chen Fähigkeiten auf einem bestimmten Gebiet, angebo
rene besondere Begabung; b) jmd., der über eine besonde
re Begabung auf einem bestimmten Gebiet verfügt. 2. altgriech. Gewichts- u. Geldeinheit, tallenltiert (zu
Î...iert): begabt, geschickt
talle qualle {lat.; „so wie“): so, wie es ist (Bez. für die Qua
lität einer Ware)
Tallgo® (Abk. für span, tren articulado /igero Goicoechea
Tallymann
Oriol): span, komfortabler Gelenkzug [mit Spurwechsel
radsätzen u. Neigetechnik]
Ta 11 i : Plur. von t Talus
Tallilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. talio): die Vergeltung
von Gleichem mit Gleichem (umstrittener mittelalterli
cher, im Volksbewusstsein z.T. noch nachwirkender Straf
rechtsgrundsatz, der z.B. die Todesstrafe für Mord for
dert; Rechtsw.). tallilolnisch: (veraltet) wiedervergel
tend, Gleiches mit Gleichem vergeltend (Rechtsw.)
Tallilpes [,,,pe:s] der; - (zu lat. talus (vgl. Talus) u. pes
„Fuß“): Klumpfuß, angeborene Anomalie des Fußes
(Med.). Tallilpolmalnusfihe; - (Mischbildung zu (Talipes
u. lat. manus „Hand“): Klumphand, meist angeborene
Deformierung der Hand (Med.)
Ta|lis|man(7er;-s,-e (über gleichbed. span, talismán, ¡7. talismano aus arab. tilsamän „Zauberbilder“, dies aus mgr.
télesma „geweihter Gegenstand“ zu gr. telein „weihen“):
kleiner Gegenstand, Erinnerungsstück, dem jmd. eine
zauberkräftige, Glück bringende Wirkung zuschreibt;
Glücksbringer, Maskottchen; vgl. Amulett u. Fetisch
Tallje die; -, -n (aus gleichbed. (mittel)niederl. talie, dies
über it. taglia aus lat. talea „abgeschnittenes Stück“):
(Seemannsspr.) Flaschenzug. talljen: (Seemannsspr.)
aufwinden
’Talkrter; -[e]s (über gleichbed.fr. talc aus span, talque, dies
aus arab. talq): mattweiß, gelblich bis braun schimmern
des, sich fettig anfühlendes, weiches Mineral, Speckstein
2Talk [tɔ:k] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. talk zu to talk, vgl.
talken): Plauderei, Unterhaltung, [öffentliches] Gespräch,
tallken ['tɔ:kn] (nach engl. to talk „reden, sprechen“): 1.
eine Talkshow durchführen. 2. sich unterhalten, Konver
sation machen. Tallker ['tɔ:kn] der; -s, - (aus engl. talker
„Sprecher“): I. jmd., der an einem 2Talk teilnimmt. 2. Ge
rät, das innerhalb eines Kommunikationsvorgangs Daten
sendet (EDV); Ggs. (Listener
Talk er de die; - (zu Î 'Talk): svw. Magnesia
Talklmaslter ['tɔ:kmɑ:stə] der; -s, - (zu engl. talk (vgl.
2Talk) u. master „Meister“, Analogiebildung zu T Show
master): jmd., der eine Talkshow leitet
Tallkol sedie; -, -n (zu TTalkum u. t '...ose): durch lang an
dauerndes Einatmen von Talkstaub entstandene Staublun
ge (Med.)
Talklshow['to:k...] ife; -, -s (aus gleichbed. engl. talk show
zu ÜTalk u. show, vgl. Show): Unterhaltungssendung, in
der ein Gesprächsleiter [bekannte] Persönlichkeiten durch
[gezielte] Fragen zu Äußerungen über private, berufliche
u. allgemein interessierende Dinge u. Probleme anregt
Tallkumi/a.s;-s (nlat. Bildung zuT'Talk; vgl. ...ium): l.svw.
'Talk. 2. feiner weißer Talk, der u. a. zur Herstellung von
Pudern verwendet wird, tallkulmielren (zu T..deren):
mit Talkum bestreuen, einpudern
talllielren (nach engl. to tally „kontrollieren, stückweise
zählen“; vgl. ..deren): das Vermessen (zur Frachtberech
nung) u. Zählen (zur Kontrolle) der Ladungsstücke von
Schiffen durch den (Tallyman (Wirtsch.)
Tall lit, ɪalllith,aueh Tallis der; -, - (aus gleichbed. hebr. tallit) : jüd. Gebetsmantel; großer Tallit: viereckiges Tuch mit
Troddeln an den vier Enden, das bes. beim Morgengebet
umgelegt wird; kleiner Tallit: mit einer Öffnung für den
Kopf versehenes Tuch mit Troddeln an den vier Enden,
das von orthodoxen Juden unter der Oberbekleidung ge
tragen wird
Talllöl e/as; -s (Lehnübersetzung von schwed. tallolja „Fich
tenöl“): aus Harz- u. Fettsäuren bestehendes Nebenpro
dukt bei der Zellstoffherstellung
Talllylmann [...li...] der; -[e]s, Tallyleute (nach gleichbed.
engl. tallyman zu tally „Warenposten“ u. man „Mann“):
Kontrolleur, der die Stückzahlen von Frachtgütern beim
Be- u. Entladen von Schiffen feststellt (Wirtsch.)
talmi
(zu TTalmi): (österr.) svw, talmin.Tallmi das: -s (ge
kürzt aus älter Talmigold, Herkunft ungeklärt): 1. schwach
vergoldeter ÎTombak. 2. etw., was keinen besonderen
Wert hat, nicht echt ist. tallmin (zu T...in (2)>: (selten)
1. aus Talmi (1) bestehend. 2. unecht
Tal mud der; -[e]s, -e (aus gleichbed. hebr. talmüd, eigtl.
„Lehre“): Sammlung der Gesetze u. religiösen Überliefe
rungen des nachbiblischen Judentums; vgl. Mischna. talmuldisch: den Talmud betreffend; im Sinne des Tal
muds. Tallmuldislmus der; - (zu Î ...ismus (1)>: aus dem
Talmud geschöpfte Lehre u. Weltanschauung. Tallmudist der; -en, -en (zu Î...ist): Erforscher u. Kenner des Tal
muds. tallmuldisltisch (zu t...istisch): a) den Talmudis
mus betreffend; b) (abwertend) buchstabengläubig, am
Wortlaut klebend
Talion [ta'lð:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. talon, eigtl.
„Rest“, dies über vulgärlat. talo aus lat. talus, vgl. Talus):
1. Erneuerungsschein bei Wertpapieren, der zum Emp
fang eines neuen Kuponbogens berechtigt. 2. a) Karten
rest (beim Geben); b) Kartenstock (bei Glücksspielen); c)
einer der noch nicht verteilten, verdeckt liegenden Steine,
von denen sich die Spieler der Reihe nach bedienen ; Kauf
steine (beim Dominospiel). 3. Frosch, unterer Teil des Bo
gens von Streichinstrumenten.Tallus der; -, Tali (aus lat.
talus „Sprungbein; Knöchel, Ferse“): Sprungbein, der
oberste Fußwurzelknochen, der die Last des Körpers vom
Schienbein auf das Fußgewölbe überträgt (Anat.)
Ta ma got chi [,,,tʃi] das, auch der; -s, -s (zu jap. tamago
„Ei“ u. engl. watch „(Armband)uhr“): 1. kleines, eiförmi
ges elektron. Gerät, auf dessen Display (2) eine kleine Fan
tasiegestalt erscheint, die auf bestimmte akustische Signa
le hin wie ein Lebewesen versorgt werden kann. 2. kleine
Fantasiegestalt auf dem Display (2) eines Tamagotchis (1)
Ta manidua <Zer; -s, -s (aus gleichbed.port, tamanduá, dies
aus dem Tupi (einer südamerik. Indianersprache)): vor
wiegend dämmerungs- u. nachtaktiver Ameisenbär Brasi
liens u. Australiens, der aufdringlich nach Moschus riecht
Talmalrak das; -s, -s (Herkunft unbekannt): Holz einer
nordamerik. Lärche
Talmalrilllo [... riljo] die; -, -s (aus gleichbed. span, tamarillo, eigtl. Verkleinerungsform zu támaras (Plur.) „Dat
teln“): 1. südamerik. Nachtschattengewächs mit gelben
od. roten Beerenfrüchten. 2. leicht bitter schmeckende
Frucht der Tamarillo (1), Baumtomate
Talmalrin das; -s, -s (aus gleichbed. fr. tamarin, dies aus ei
ner südamerik. Indianersprache): gesellig lebender Kral
lenaffe, vor allem im trop. Regenwald des Amazonastieflandes
Talmalrinlde die; -, -n (aus gleichbed. mlat. tamarinda,
dies aus arab. tamr hindi, eigtl. „indische Dattel“): l.trop.
Baum mit paarig gefiederten, immergrünen Blättern,
gelblichen Blüten u. essbaren Früchten. 2. Frucht der Ta
marinde
Talmalrislke die; -, -n (aus gleichbed. vulgärlat. tamariscus
zu lat. tamarix): Strauch od. Baum mit schuppenförmigen
Blättern u. kleinen, rosa, in Trauben stehenden Blüten
Tamlbour [...bum, auch ...'bum] der; -s, Plur. -e, Schweiz,
-en [,,,'bu:rən] (aus fr. tambour „Trommel“, dies über altfr.
tabo(u)r bzw. tambo(u)r aus pers. tabir „Pauke“ (Nasalie
rung erfolgte wohl unter iberoroman. Einfluss, angelehnt
an arab. tanbür, tunbür „ein Saiteninstrument“; vgl. Tanbur)): 1. (veraltend) Trommel. 2. (veraltend) Trommler. 3.
zylinderförmiges Zwischenteil [mit Fenstern] in Kuppel
bauten (Archit.). 4. mit Stahlzähnen besetzte Trommel an
Krempeln (Spinnerei). 5. Trommel zum Aufrollen von Pa
pier. 1Tam|bou|rin [täbu'rs:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
tambourin, Verkleinerungsbildung zu tambour, vgl. Tam
bour): längliche, zylindrische Trommel, die mit zwei Fel
len bespannt ist. 2Tam|bou|rin der; -s, -s (zu î'Tambou
tallmi
1326
rin, nach dem Begleitinstrument, dem Tambourin): provenzal. Tanz im lebhaften 2/4-Takt. Tamlbourlma jor
[auch ...‘bu:r...] cZer;-s,-e (nach gleichbed. fr. tambour-ma
jor; vgl. Tambour u. 'Major): Leiter eines [uniformierten]
Spielmannszuges.
Tam|bour|ma|jo|ret|te
[auch
,,,'bu:r...] die; -, -n: Majorette bei Faschingsumzügen.
1Tam|bur der; -s, -e (nach gleichbed. fr. tambour (à bro
der), vgl. Tambour): Stickrahmen, Sticktrommel; vgl.
Tambour. 2Tamlbur vgl. Tanbur. tamlbulrielren (zu
Î'Tambur u. t..deren): 1. mit TTamburierstichen sticken.
2. zur Fertigung des Scheitelstrichs einer Perücke Haare
zwischen Tüll u. Gaze einknoten Tam|bu|rier|stich der;
-[e]s, -e: Kettenstich, der mit einer entsprechenden Nadel
auf den straff gespannten Stoff gehäkelt wird. Tam I bul rin
[auch tarn...] das; -s, -e (über gleichbed. mhd. tamburin
aus mittelfr. ta(m)bourin, Verkleinerungsbildung zu tam
bour, vgl. Tambour): 1. Handtrommel mit Schellen. 2.
Stickrahmen. TamIbuIrizlza die; -, -s (aus gleichbed. serb.
tamburica): mandolinenähnliches Saiteninstrument der
Serben u. Kroaten
Talmil das; -[s] (nach dem Volk der Tamilen): zu den Îdra
widischen Sprachen gehörende Literatursprache der (bes.
in Südindien u. auf Sri Lanka lebenden) Tamilen
Talmisldat* der; -, -s (aus russ. tamizdat, Kurzform zu tamizdatel’stvo, eigtl. „Auslandsverlag“): 1. Verlag außer
halb der ehemaligen Sowjetunion, der vom Staat verbote
ne Bücher publizierte. 2. außerhalb der ehemaligen Sow
jetunion erschienenes Buch, das dort verboten war
Tamlmus der; - (aus hebr. tammüz „Frühlingsgott, Ado
nis“): zehnter Monat im jüd. Kalender (Juni/Juli)
Tamlpilkolfalser die; -, -n (nach der mexik. Stadt Tampi
co): Agavenfaser
Tamlpon [auch ...po:n, tâ'pô:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
tampon zu mittelfr. ta(m)pon „Pflock, Stöpsel, Zapfen“,
dies aus dem Germ.): 1. a) [Watte-, Mulljbausch zum Auf
saugen von Flüssigkeiten (Med.); b) in die Scheide einzu
führender Tampon ( 1 a), der von Frauen während der
IMenstruation benutzt wird (Med.). 2. Einschwärzballen
für den Druck gestochener Platten (Druckw.). Tamlponalde iZZe; -, -n (zu t...ade): das Ausstopfen (z.B. von
Wunden) mit Tampons (Med.).Tam|po|na|ge [,,,ʒə] die;
-, -n (zu T...age>: Abdichtung eines Bohrlochs gegen Was
ser od. Gas (Techn.). tam|po|nie|ren (aus gleichbed. fr.
tamponner): mit Tampons ausstopfen (Med.)
Tamitam [auch tarn...] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. tam
tam, dies über das Kreol. u. Engl. aus Hindi (lautmalend)
tamtam): 1. a) asiat., mit einem Klöppel geschlagenes Be
cken; Gong; vgl. Tomtom; b) afrik. Holztrommel. 2. (ohne
Plur. ; auch der) (ugs.) laute Betriebsamkeit, mit der auf et
was aufmerksam gemacht werden soll
TAN die; -, -s: (Abk. für Transaktionswummer): persönli
che, nur dem Nutzer bekannte Codenummer, die für jede
durchzuführende Buchung beim 1 Onlinebanking o. Ä. zu
sätzlich zur Î PIN anzugeben ist
Talnalgralfilgur* die; -, -en (nach dem Fundort, der altgriech. Stadt Tanagra, u. zu ÎFigur): meist weibliche be
malte Tonfigur. Ta|nalgra|the|alter das; -s: Miniatur
theater zu Beginn des 20. Jh.s, bei dem die Schauspieler
hinter der Bühne agierten, aber durch Spiegel mehrmals
verkleinert auf der Bühne wie Tanagrafiguren wirkten
Tanlbur u. Tambur der; -s, Plur. -eu. -s (aus gleichbed. arab.
tanbür, tunbür, wohl aus dem Pers.): arab. Zupfinstrument
mit 3-4 Stahlsaiten
Tanldem das; -s, -s (aus gleichbed. engl. tandem, dies aus
ZaZ. tandem „auf die Dauer, schließlich“; dies scherzhaft
räumlich gedeutet als „der Länge nach“): 1. Wagen mit
zwei hintereinander gespannten Pferden. 2. Doppelsitzer
fahrrad mit zwei hintereinander angeordneten Sitzen u.
Tretlagern. 3. zwei hintereinander geschaltete Antriebe,
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die auf die gleiche Welle wirken (Techn.). Tanldemlcart
[...ka:t] ¿Zas; -s, -s (zu engl. cart „Wagen, Karren“): svw.
Tandem (1). Tandemdampfmaschine die; -, -n:
Dampfmaschine mit hintereinander geordneten Zylin
dern, die durch eine gemeinsame, durchlaufende Kolben
stange auf ein Kurbeltriebwerk wirken
Tandlschur* der; -[s] <aus tib. bstan-’gyur „Übersetzung
der Lehre“): aus dem Indischen übersetzte Kommentare
u. Hymnen (religiöse Schrift des Î Lamaismus) ; vgl. Kandschur
Tan ga der; -s, -s (aus gleichbed. port, tanga, dies aus Tupi
(einer südamerik. Indianersprache) tanga „Lenden
schurz“): 1. modischer Minibikini, dessen Höschen aus 2
durch Bänder miteinander verbundenen schmalen Stoff
dreiecken besteht. 2. äußerst knapper Î Slip (3) für Damen
u. Herren
Tanlgalre die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. port, tangarä, dies aus Tupi (einer südamerik. Indianersprache)
tangará): mittel- u. südamerik. bunt gefiederter Singvogel
Tanlgalslip der; -s, -s (zu Tanga): svw. Tanga (2)
Tan gens der; -, - (zu lat. tangens, vgl. Tangente): im recht
winkligen Dreieck das Verhältnis von Gegenkathete zu
t Ankathete; Zeichen tan, auch tang, tg. Tangenskurve die; -, -n: zeichnerische Darstellung der Tangensfunk
tion. Tanlgenlte die; -, -n (zu lat. tangens, Gen. tangentis,
Part. Präs, von tangere (vgl. tangieren). Bed. 1 aus nlat. (li
nea) tätigens): 1. Gerade, die eine gekrümmte Linie (z. B.
einen Kreis) in einem Punkt berührt (Math.). 2. dreiecki
ges Messingplättchen, das beim Î Klavichord von unten an
die Saiten schlägt. 3. Autostraße, die am Rande eines Or
tes vorbeigeführt ist. Tan|gen|ten|bus|so|le die; -, -n:
älterer Strommesser, mit dem die Stromstärke durch Ab
weichung einer Magnetnadel von der Nord-Süd-Richtung
gemessen wird (Elektrot.). tanigen ti al (zu T '...al (1)>:
eine gekrümmte Linie od. Fläche berührend (Math.)
Tanlgelrilne <ü’e; -, -n (nach der marokkanischen Hafen
stadt Tanger): kleine, kernlose mandarinenähnliche Zi
trusfrucht
tanlgilbel (zu îTangens u. T ...ibel): (veraltet) berührbar.
Tanlgilbilliltät die; - (zu T...ität): (veraltet) Berührbarkeit.tanlgielren (aus lat. tangere „berühren“): 1. eine ge
krümmte Linie od. Fläche berühren (von Geraden od.
Kurven; Math.). 2. berühren, betreffen, angehen, beein
drucken. 3. auf Flachdruckplatten ein Rastermuster an
bringen (Druckw.). Tanigierimanier die; -: Druckver
fahren, bei dem regelmäßige Muster durch einfärbbare Fo
lien auf Druckplatten aufgebracht werden
Tanlgle [tæŋgl] das; -s, -s (meist Plur.) (aus engl. tangle
„Gewirr, Knäuel“): Eiweißfibrillen aus krankhaft verän
derten Neurofibrillen (Med.)
Tanlgo der; -s, -s (aus gleichbed. span, tango, Herkunft un
geklärt) : lateinamerik. Tanz im langsamen 1f- od. 4/8-Takt
mit synkopiertem Rhythmus
Tanlgolrelzepltolren [auch 'taŋgo...] die (Plur.) (zu Zai.
tangere (vgl. tangieren) u. ÎRezeptor): berührungsemp
findliche, auf mechanische Reize reagierende Sinnesorga
ne (Med., Psychol.)
Tanlgram* das; -s (aus gleichbed. engl. tangram, Herkunft
ungeklärt, vieil, aus dem Chin.): Spiel, bei dem aus Drei
ecken, Quadraten o.Ä. Figuren gelegt werden
Tä|ni|a|se u. Taeniasis die; -, -n. (zu T‘Taenia u. î...iasis):
Bandwurmleiden (Med.). Tälnie [...io] vgl. 'Taenia. Tänilfugum das; -s, ...ga (meist Plur.) (zu ZaZ. fugare „ver
treiben, in die Flucht schlagen“ u. t...ium>: Mittel gegen
Bandwürmer (Med.). Tälnilolse die; -, -n (zu t'.-.ose):
svw. Täniase
1Tan|ka das; -, - (aus dem Jap.): japan. Kurzgedichtform
aus einer dreizeiligen Ober- u. einer zweizeiligen Unter
strophe mit zusammen 31 Silben
Tapa
zZas; -, - {aus Hindi täk, dies aus sanskr. tanka „Prä
gestempel"): 1. alte ind. Gewichtseinheit. 2. Bez. für ind.
Münzen nach dem seit dem 11. Jh. gültigen Münzsystem
Tankltop ['tæŋktɔp] das; -s, -s (nach engl. tank top „Pull
under“, zu top, vgl. ’Top): ärmelloses, westenähnliches
Anzughemd
Tan|na|i|ten die (Plur.) (zuaratn. tanna „Lehrer“ u. t3...it):
Gesetzeslehrer im 1.-3. Jh. n.Chr., deren Lehren den In
halt der t Mischna bilden
Tan Ina Ise die;-, -n (zu íTannin u. t ...ase): Enzym, das Tan
nin spaltet (Biochem.). TanInat das; -[e]s, -e (zu Î ...at (2)):
Salz der Gerbsäure, tan Inielren (zu Î..deren): mit Tannin
beizen. Tanlnin das: -s, -e (aus gleichbed./r. tan(n)in zu
tan „Gerberlohe“, wohl aus dem Kelt.): aus Holz, Rinden
u. Blättern, bes. aus den Blattgallen von Pflanzen gewon
nene Gerbsäure
Tanlrek der; -s, -s (über gleichbed. fr. tanrec aus malegassisch trândraka, tändraka): Borstenigel auf Madagaskar
Tanltal rZas; -s (nach Tantalus (vgl. Tantalusqualen), wegen
der komplizierten Bearbeitung): ehern. Element, Metall;
Zeichen Ta. Tan|ta|lat das; -[e]s, -e (zu t...at (2)): Salz,
das Tantal enthält (Chem.). Tanltallit [auch ... lit] der: -s,
-e (zu T 2...it> : ein schwarzes bis bräunliches Mineral. Tantalluslquallen die (Plur.) (nach Tantalus, einem König
der griech. Sage, der dazu verurteilt war, bis zum Kinn im
Wasser zu stehen, ohne davon trinken zu können): seeli
sche Qualen, die dadurch entstehen, dass etwas Ersehntes
zwar in greifbarer Nähe, aber doch nicht zu erlangen ist,
z.B. - ausstehen, erleiden
Tanltes vgl. Dantes
Tanltilelme [tä...] die; -, -n (aus gleichbed. fr. tantième zu
tant ,,so(undso) viel“, dies aus lat. tantus „so viel“): 1. Ge
winnbeteiligung an einem Unternehmen. 2. (meist Plur.)
an Autoren, Sänger u.a. gezahlte Vergütung für Auffüh
rung bzw. Wiedergabe musikalischer od. literarischer
Werke, tant mieux [tä'mjo] </?.): (veraltet) desto besser,
tanlto [’tanto] <//.; „so viel, so sehr“, aus lat. tantus); viel,
sehr (Vortragsanweisung; Mus.)
Tanltra* das; -[s] (aus gleichbed. sanskr. tántra, eigtl.
„Webstuhl; Gewebe“): 1. ein Lehrsystem der ind. Religi
on; vgl. Tantrismus. 2. Lehrschrift der TSchaktas. Tantrilker der; -s, - (vgl. 2...ik (2)) : Anhänger des Tantra, tan
trisch: das Tantra betreffend, von ihm bestimmt. Tantris mus der; - (zu î...ismus (l)): ind. Heilsbewegung,
bes. die Lehre des buddhistischen IWadschrajana u. der
Î Schaktas
Tanltum er go iZas; - - (aus lat. tantum ergo (sacramentum)
„ein so großes (Sakrament)“): Anfang der 5. Strophe des
î Pange Lingua, mit der folgenden Strophe vor der Ertei
lung des eucharistischen Segens zu singen (kath. Liturgie)
Tanlya [ tanja, ung. 'tɔnjɔ] iZz'e; -, -s (aus gleichbed. ung. tanya): Einzelgehöft in der Î Puszta
Tao [auch tau] das: - (aus chin, tao „Weg, Einsicht“):
Grundbegriff der chines. Philosophie (z.B. Urgrund des
Seins, Vernunft); vgl. Tai-ki. Talolislmus der; - (zu T.,.ismus ( 1 )>: philos. bestimmte chines. Volksreligion (mit Ah
nenkult u. Geisterglauben), die den Menschen zur Einord
nung in die Harmonie der Welt anleitet. Talolist der; -en,
-en (zu I...ist): Anhänger des Taoismus Talolisltin die;-,
-nen: weibliche Form zu îTaoist. talolisltisch (zu T...istisch): den Taoismus betreffend, zu ihm gehörend. TaoTe-King das; - (aus chin, tao te king „Buch vom Tao und
Te“>: die heilige Schrift des Taoismus
’’Talpa die; -, -s (aus demPolynes.): in Polynesien, Ostafrika
u. Südamerika verwendeter Stoff aus Bastfasern
2Talpa die; -, -s od. der; -s, -s (meist Plur.) (aus span, tapa,
eigtl. „Deckel“ (weil früher in Gaststätten zum Wein ein
Imbiss auf einem kleinen Teller serviert u. dieser wie ein
Deckel auf das Glas gestellt wurde), dies aus dem Germ.):
2Tan|ka
Tape
(in Bars od. Cafés in Spanien servierter) kleiner, pikanter
Appetithappen [zum Wein]
Tape [te:p, engl. teip] das, auch der; -, -s (aus gleichbed.
engl. tape, eigtl. „Band“): 1. Magnetband. 2. (veraltend)
Tonband. 3. Kassette [mit eingelegtem Magnetband], 4.
Klebeband. Tapeldeck das; -s, -s: [in eine Stereoanlage
eingebautes] Kassettendeck
Ta|pei|no|sis die; - (.aus gr. tapeinöcsis „Erniedrigung“ zu
tapeinoün „erniedrigen“): Gebrauch eines leichteren, ab
schwächenden od. erniedrigenden Ausdrucks (Rhet.,
Stilk.)
ta pen ['teɪpn] (aus engl. to tape „(mit Klebeband od. Kleb
streifen) zukleben; kleben“): (Jargon) einen ÎTapeverband
anlegen. Talper ['teɪpə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. ta
per): Verbindungselement zwischen unterschiedlichen
Lichtwellenleitern (Elektrot.)
Talpesltry* [tɛpɪstri, engl. 'tæpɪstrɪ] der; -s, -s (aus gleich
bed. engl. tapestry, dies aus (alt)fr. tapisserie, vgl. Tapis
serie u. tapezieren): Läufer aus Wolle mit geschlossenen
Polnoppen u. bedruckten Polfäden. Talpet das; -[e]s, -e
(aus lat. tapetum „(Tisch)decke“, vgl. Tapete): (veraltet)
Bespannung, Decke auf einem Konferenztisch; etwas aufs
Tapet bringen: (ugs.) etwas zur Sprache bringen; aufs Ta
pet kommen (nach der Decke, die auf einen Konferenz
tisch gelegt wurde): (ugs.) zur Sprache kommen. Talpelte
die; -, -n (aus mlat. tapeta „Wandverkleidung“ zu (vulgɑr)lat. tap(p)eta, Neutrum Plur. von tap(p)etum „Tep
pich, Decke“, dies aus gr. tâpës, vgl. tapezieren): Wand
verkleidung aus [gemustertem] Stoff, Leder od. Papier.
Talpeltum das; -s (aus lat. tapetum „Decke“): 1. lichtre
flektierende Struktur in den Augen von Gliederfüßern u.
manchen Wirbeltieren (Zool.). 2. ein- od. mehrschichtiges
Gewebe aus plasmareichen Zellen an der Sporangieninnenwand der Farnpflanzen (Bot.)
Tape|ver|band [ te:p,,,, 'teɪp...] der; -[e]s, ...bände (zu engl.
tape „(Klebe)band“, vgl. Tape): Verband aus klebenden
Binden od. Pflastern zur Vorbeugung od. bei Quetschun
gen u. Verstauchungen
Talpelzier der; -s, -e (wohl zu it. tappezziere zu tappezzare,
vgl. tapezieren): (südd.) svw. Tapezierer. ta|pe|zie|ren
(über gleichbed. it. tappezzare aus fr. tapisser zu altfr. ta
piz (fr. tapis) „Decke, Teppich; Wandverkleidung“, dies
aus mgr. tapetion, Verkleinerungsform von gr. tápés, Gen.
tápetos „Decke, Teppich“): 1. [Wände] mit Tapeten bekle
ben od. verkleiden. 2. (österr.) mit einem neuen Stoff be
ziehen (Sofa u. a.). Talpelzielrer der; -s,- (vgl. Tapezier):
Handwerker, der tapeziert, mit Stoffen bespannt [u. Mö
bel polstert]
Talpholpholbie die; -, ...ien (zugr. täphos „Bestattung“ u.
t...phobie (a)>: übersteigerte, zwanghafte Angst, lebendig
begraben zu werden (Psychol., Med.)
Talphrolgelnelse* die; -, -n (zu gr. táphros „Graben“ u.
ÎGenese): Bildung von großen Graben- u. Verwerfungs
systemen (z.B. Ostafrikanisches Grabensystem; Geol.)
Ta pi o ka die; - (aus gleichbed. Tupi (einer südamerik. In
dianersprache) tipioc(a), eigtl. „Rückstand“): Stärkemehl
aus den Knollen des Manioks
Talpir der; -s, -e (aus gleichbed. fr. tapir, dies aus Tupi (einer
südamerik. Indianersprache) tapira): in den trop. Wäl
dern Amerikas u. Asiens beheimatetes Säugetier mit
plumpem Körper u. kurzem Rüssel
Talpislselrie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. tapisserie, zu
tapis, vgl. tapezieren): 1. a) Wandteppich; b) Stickerei auf
gitterartigem Grund. 2. Geschäft, in dem Handarbeiten u.
Handarbeitsmaterial verkauft werden. Ta|pis|se|ris|tin
die; -, -nen (vgl. ...ist): in der Herstellung feiner Handar
beiten, bes. Stickereien, handgeknüpfter Teppiche u. Ä.,
ausgebildete Frau (Berufsbez.)
Talpoltelment [„.'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. tapo
1328
tement zu tapoter „(sachte) klopfen“, dies zu taper „mit
der flachen Hand schlagen“) : Massage in Form von Klop
fen u. Klatschen mit den Händen
Taplpingltest ['tæ,..] der; -[e]s, Plur. -s, auch -e (zu engl. to
tap „pochen, klopfen, tippen“ u. ÎTest): psychomotori
sches Testverfahren, bei dem der Proband die Aufgabe
hat, so schnell wie möglich od. in einem ihm angenehmen
Tempo Tasten niederzudrücken
Tappltalrock das (österr. nur so) od. der; -s, -s (zu dt. tap
pen u. ÎTarock): dem Tarock ähnliches Kartenspiel
Tar das; -s (aus gleichbed.pers. tär, eigtl. „Saite“): eine ori
ental. Laute mit langem Hals
Taira die; -, Taren (aus gleichbed. it. tara, eigtl. „Abzug für
Verpackung“, dies aus arab. tarh „Abzug“ zu taraha „ent
fernen; abziehen“): 1. Verpackungsgewicht einer Ware.
2. Verpackung einer Ware; Abk.: T, Ta
Talranltas der; -, - (aus gleichbed. russ. tarantas): alter, un
gefederter russ. Reisewagen, der nur auf einem Stangen
gestell ruht
Talranltel die; -, -n (aus gleichbed. it. tarantola, tarantella,
Verkleinerungsform von älter it. taranta, wohl nach Taran
to, dem ital. Namen der Stadt Tarent): südeuropäische
Wolfsspinne, deren Biss Entzündungen hervorruft. Ta
ran itellla die; -, Plur. -s u. ...lien (aus gleichbed. it. taran
tella, vgl. Tarantel): südital. Volkstanz im 3/8- od. ð/s-ɪakt.
Ta ranitis mus der; - (zu t...ismus (3)): Tanzwut, angeb
lich durch Tarantelbiss verursachte Krankheit (bes. im
15.-18. Jh.)
Tarlbusch der; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. tarbouch, dies
aus arab. tarbüs „Fes“ (dies aus türk, ter „Schweiß“ u.
pers. püs „Bedeckung“)): orientalische Kopfbedeckung;
vgl. Fes
tarldanldo dt.; zu tardare „zögern“, dies aus lat. tardare):
zögernd; langsamer werdend (Vortragsanweisung; Mus.).
Tarldanldo das; -s, Plur. -s u. ...di: zögerndes, langsamer
werdendes Spiel (Mus.). Tar|daltilon die; - (aus lat. tar
datio „Langsamkeit“ zu tardare „zögern“): (veraltet) Ver
zögerung, Zaudern
Tar|delnoi|si|en [...noazie:] das; -[s] (fr.; nach dem franz.
Fundort La Fère-en-Tardenois): Kulturstufe der Mittel
steinzeit, die durch kleine Steingeräte gekennzeichnet ist
tar|di_e|ren (aus gleichbed. lat. tardare): (veraltet) zögern,
zaudern, tarldiv (zu lat. tardus „langsam“): sich nur zö
gernd, langsam entwickelnd (von Krankheiten od. Krank
heitssymptomen; Med.), tarldo (it.; aus lat. tardus, vgl,
tardiv): langsam (Vortragsanweisung; Mus.)
Talren: Plur. von tTara
Tarlget [engl. 'tɑ:gɪt] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. target,
eigtl. „Zielscheibe“): Substanz, auf die energiereiche
Strahlung (z. B. aus Teilchenbeschleunigern) gelenkt wird,
um in ihr Kernreaktionen zu erzielen (Kernphys.). Targetiorgane die (Plur.): zusammenfassende Bez. für
Schilddrüse, Nebennierenrinde u. Keimdrüsen als Zielor
gane der Hypophysenvorderlappenhormone (Med.). Target|ze!|len die (Plur.): rote Blutkörperchen, die in der
Mitte eine Hämoglobinanhäufung aufweisen (z. B. bei be
stimmten Anämieformen; Med.)
Tarlgum das, auch der; -s, Plur. -eu. ...gumim (aus hebr. targüm „Übersetzung“): alte, teilweise sehr freie u. paraphra
sierende aram. Übersetzung des A.T.
Tarhoniya [,,,hɔnja] die; - (aus gleichbed. ung. tarhonya):
eine aus Mehl u. Eiern bereitete ung. Beilage od. Suppen
einlage
Talri der; -[s] (aus dem Hindi): Dattelschnaps, aus vergore
nem Dattelpalmensaft gewonnenes alkoholisches Getränk
ta|rie|ren (nach gleichbed. it. tarare zu tara, vgl. Tara): 1.
die TTara (1) bestimmen (Wirtsch.). 2. durch Gegenge
wichte das Reingewicht einer Ware auf der Waage ausglei
chen (Phys.)
1329
der; -s, -e (über fr. tarif aus gleichbed. it. tariffa, dies
aus arab. ta'rif „Bekanntmachung“): 1. a) verbindliches
Verzeichnis der Preis- bzw. Gebührensätze für bestimmte
Lieferungen, Leistungen, Steuern u.a.; b) festgesetzter
Preis, Gebühr für etwas. 2. ausgehandelte u. vertraglich
festgelegte Höhe u. Staffelung von Löhnen, Gehältern u. a.
talrifär (aus gleichbed. fr. tarifaire): (selten) den Tarif be
treffend, tariflich. ta|ri|fa|risch (zu ITarifu. t,,,ar (l)):
(selten) svw. tarifär. TalriflaultolnolmieiZz'e,-: Recht der
1 Sozialpartner, Tarifverträge ohne staatliche Einmi
schung auszuhandeln u. zu kündigen. Talrilfeur [,,,'fo:g]
der; -s, -e (französierende Bildung; vgl. ...eur): jmd., der
Preise festlegt; Preisschätzer, talrilfielren (nach gleich
bed./r. tarifer): die Höhe einer Leistung durch Tarif be
stimmen. Ta|rif|kom|mis|si|on die; -, -en (zu TTarif):
Arbeitsgruppe aus Gewerkschaftsvertretern u. Vertretern
von Arbeitgeberverbänden für die Beratung von Tarifver
trägen. talrifllich: den Tarifvertrag] betreffend. Talrifpartlner der; -s, -: zum Abschluss von Tarifverträgen be
rechtigter Vertreter der Arbeitnehmer u. Arbeitgeber (Ge
werkschaften u. Arbeitgeberverbände). Ta|rif|sys|tem
das; -s: die Staffelung der Preise nach Gewicht, Tarifentfernung, Tarifklasse u. Beförderungsart (Postw.). Talrjfverltrag der; -s, ...Verträge: Vertrag zur Regelung der ar
beitsrechtlichen Beziehungen (Lohn, Arbeitszeit, Urlaub
u.a.) zwischen Arbeitgebern u. Arbeitnehmern
Tarllaltan der; -s, -e (aus gleichbed. fr. tarlatane, Herkunft
ungeklärt): durchsichtiger, sehr stark appretierter Baumwoll- od. Zellwollstoff [für Faschingskostüme]
Talro der: -s, -s (aus Maori (einer neuseeländ. Eingebore
nensprache) taro): stärkehaltige Knolle eines Aronstabge
wächses (wichtiges Nahrungsmittel der Südseeinsulaner);
vgl. Kolokasie
Tal rock das (österr. nur so) od. der; -s, -s (aus gleichbed. it.
tarocco, dies wohl aus arab. tarh „Abzug“): a) ein Karten
spiel zu dritt ; b) (nur der) eine der 21 zum alten Tarockspiel
gehörenden Sonderkarten, talrolcken, talrolckielren
(zu Î ..deren): Tarock spielen
Tálrolgaltó ['ta:rogɔto:] das; -s, -s (aus gleichbed. ung. tárogató): ein ung. Holzblasinstrument
Talrot [ta'ro:] das od. der; -s, -s (unter Einfluss von engl. tarot aus gleichbed. fr. tarot, dies aus it. tarocco, vgl. Ta
rock): dem Tarock ähnliches Kartenspiel, das zu spekula
tiven Deutungen verwendet wird
Tarlpan der; -s, -e (aus gleichbed. russ. tarpan, dies aus dem
Kirgis.): ausgestorbenes europ. Wildpferd
Tarlpaullin [tɑ:'pɔ:lm, 'tɑ:pəlɪn] der; -[s] (aus gleichbed.
engl. tarpaulin, Herkunft ungeklärt): als Packmaterial od.
Futterstoff verwendetes Jutegewebe
Tar pun der; -s, -s (Herkunft ungeklärt): ein dem Hering
ähnlicher Knochenfisch
Tar|ra|go|na der; -s, -s (nach dem Namen der span. Stadt
Tarragona): dunkler span. Süßwein
tarlsal (zu ÎTarsus u. Î '...al (1)): 1. zur Fußwurzel gehörend
(Anat.). 2. zu einem Lidknorpel gehörend (Med.). Tarsal gie* die; -, ...ien (zu î...algie): Fußwurzel-, Plattfuß
schmerz (Med.). Tar|sek|to|mie* die; -, ...ien (zu T...ektomie): operative Entfernung von Fußwurzelknochen
(Med.). Tarlsiltis die; -, ...itiden (zu Î...itis): Entzündung
des Lidknorpels (Med.). Tarlsus der; -, ...sen (aus nlat.
tarsus, dies aus gr. tarsos „breite Fläche; Fußsohle“): 1.
Fußwurzel (Anat.). 2. Lidknorpel (Med.). 3. aus mehreren
Abschnitten bestehender Fußteil des Insektenbeins
(Zool.)
'Tarltan [engl. 'tɑ:tən] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. tar
tan, Herkunft ungeklärt): 1. spezifische Musterung des
TKilts (a) od. tPlaids (1). 2. Plaid od. Kilt mit Tartanmus
ter
2Tar|tan® [,,,ta:n] der; -s (Kunstw.): wetterfester Belag für
Talrif
Tatami
Laufbahnen o.Ä. (aus Kunstharzen). Tar|tan|bahn die;
-, -en: Kunststofflaufbahn (Sport)
Tarltalne die; -, -n (aus gleichbed. it. tartana, dies aus dem
Provenzal.): ungedecktes, meist einmastiges Fischerfahrzeug im Mittelmeer
tarltalrelisch (aus gleichbed. lat. Tartareus zu Tartarus,
vgl. 'Tartarus): zum Schattenreich gehörig, unterweltlich.
Tar ta ros der; - (aus gr. Tártaros, vgl. 'Tartarus): svw.
'Tartarus. ’Tarlta i rus der;- (über lat. Tartarus aus gleich
bed. gr. Tártaros): Unterwelt, Schattenreich der griech.
Sage
2Tar|ta|rus der; - (aus gleichbed. mlat. tartarum, dies aus
gr. tártaron, vielleicht aus dem Arab.): Weinstein
Tarlte die; -, -n (aus gleichbed. fr. tarte): (veraltet) Torte,
Obstkuchen. Tarltelletlte die; -, -n (aus fr. tartelette
„Törtchen“, Verkleinerungsform von tarte, vgl. Tarte):
(veraltet) Tortelette
Tarltrat* das; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. tartrate zu tartre
„Weinstein", dies aus mlat. tartarum, vgl. 'Tartarus): Salz
der Weinsäure
Tartlsche die; -, -n (aus gleichbed. (alt)fr. targe, dies aus
fränk. targa): unregelmäßig rechteckig geformter Schild
mit Wölbung u. gemaltem Wappen (im späteren Mittelal
ter)
Tarltüff der; -s, -e (aus gleichbed. fr. tartuf(f)e, nach der
Hauptperson eines Lustspiels des franz. Dichters J.-B.
Molière, 1622-1673): Heuchler. Tar|tüf|fe|rie die; -,
...ien (aus gleichbed. fr. tartuf(f)erie): Heuchelei
Tarltulfo das: -s, -s (aus /7. tartufo „Trüffel“, dies aus spätlat. terrae tuber „Trüffel, Erdknolle“ ; Bed. 2 nach Farbe u.
Form): 1. ital. Bez. für Trüffel. 2. mit Schokolade, Kakao
o.Ä. überzogene Halbkugel aus Speiseeis
Talschi-Lalma der; -[s], -s (aus dem Tibet.; vgl. 'Lama):
zweites, kirchliches Oberhaupt des tibetischen Priester
staates (gilt als Verleiblichung eines Buddhas); vgl. La
maismus
TASI das; -[s] (Kurzw. aus engl. time assignment speech in
terpolation „Zeitzuweisung (durch) Gesprächszwischen
schaltung“): ein Verfahren zur optimalen Ausnutzung der
Übertragungskapazität transozeanischer Fernsprechka
bel u. -Satellitenverbindungen
Task der; -s, -s (aus engl. task „(komplizierte) Aufgabe“,
dies über das Altfr. aus vulgärlat. *tasca zu mlat. taxa, vgl.
Taxe): 1. Höchstleistung, vielfache Darstellung der glei
chen Idee in Schachaufgaben. 2. zu bearbeitender Teil im
Programm (4) eines Computers. Tasklforce, auch TaskForce ['tɑ:skfɔ:s] die; -, -s [...sis] (aus gleichbed. engl. task
force, zu force „Kolonne, Trupp, Einheit“): für eine be
grenzte Zeit gebildete Arbeits- bzw. Einsatzgruppe zur Lö
sung komplexer Probleme (z.B. bei der Polizei)
Tas|ma|nit [auch ...nit] der; -s, -e (nach dem Hauptfund
ort, der Insel Tasmanien (zu Australien) u. zu t`,,,it): eine
Abart des Ölschiefers
Tasltaltur die; -, -en (aus gleichbed. älter it. tastatura, dies
aus tasto „Taste, eigtl. „(das Werkzeug zum) Tasten“, zu
tastare „(bc)fühlen“, dies über das Vulgärlat. aus lat. tastare, vgl. taxieren): a) Gesamtheit von in bestimmter Wei
se (meist in mehreren übereinanderliegenden Reihen) an
geordneten Tasten od. Tastern eines Geräts (z.B. bei Bü
romaschinen, Computern); b) sämtliche Ober- u. Unter
tasten bei Tasteninstrumenten (Mus.). Tas|ti|e|ra die; -,
Plur. -s u. ...re (aus it. tastiera „Griffbrett; Klaviatur“): 1.
svw. Tastatur (b). 2. Griffbrett der Streichinstrumente
(Mus.), taslto sollo (.it.; „die Taste allein“): allein zu spie
len (Anweisung in der Generalbassschrift, dass die Bass
stimme ohne Harmoniefüllung der rechten Hand zu spie
len ist); Abk.: t. s. (Mus.)
...tat vgl. ...ität
Taltalmi die; -, -s (aus jap. tatami, eigtl. Bez. für ein Flä-
Tatar
chenmaß (etwa 1,65 m2), dann übertragen auf eine Matte
dieser Größe): etwa 5cm dicke Bodenmatte aus fest ge
presstem Reisstroh mit einem straff anliegenden Überzug
aus fein geflochtenen, gelblichen Binsen
Taltar das; -[s] (nach dem mong. Volksstamm der Tataren,
die angeblich das Fleisch unter ihrem Sattel weich ritten):
rohes geschabtes Rindfleisch [angemacht mit Ei u. Ge
würzen]. Ta|tar|beef|steak [,,,bi:fste:k] das; -s, -s: aus
Tatar geformter Klops. Talta|ren|nach|richt die; -, -en
(nach der im Krimkrieg 1854 von einem Tataren verbrei
teten falschen Nachricht, Sewastopol sei von den Verbün
deten erobert worden): (veraltend) erfundene, aber wahr
erscheinende Schreckensnachricht
taltaulielren (zu polynes. tatau, vgl. tätowieren): svw. tä
towieren (Völkerk.).tältolwielren (unter Einfluss von/h
tatouer aus gleichbed. engl. to tattoo, dies zu tahit. tatau
„(eintätowiertes) Zeichen“, wohl zu ta- „schlagen“ u. -tau
„Zeichen“): a) durch Einbringen von Farbstoffen in die
eingeritzte Haut eine [dauerhafte] farbige Musterung,
bildliche Darstellung o.Ä. schaffen; b) mit einer Tätowie
rung (2) versehen. Tältolwielrer der; -s, -: jmd., der das
Tätowieren [berufsmäßig] ausübt. Tältolwielrung <sfe; -,
-en (zu t ...ierung): 1. das Tätowieren. 2. durch Tätowieren
entstandenes Muster, Bild o.Ä.
Tatlterlsall der; -s, -s (nach engl. Tattersall’s (horse mar
ket), Londoner Pferdebörse u. Reitschule des engl. Stall
meisters R. Tattersall, 1724-1795): 1. geschäftliches Un
ternehmen für reitsportliche Veranstaltungen. 2. Reit
bahn, -halle
’Tatltoo [tə'tu:] das; -[s], -s (aus engl. tattoo zu älter engl.
tap-too, dies aus niederl. taptoe, eigtl. „Zapfen zu!“): engl.
Bez. für Zapfenstreich
2Tat|too [tɛtu:] der od.
-s, -s (aus gleichbed. engl. tat
too zu to tattoo, vgl. tätowieren): 1. svw. Tätowierung (2).
2. auf die Haut aufgebrachter [farbiger] Aufdruck, der ei
ner Tätowierung (2) ähnlich, aber nicht dauerhaft ist
tat twam asi (aus sanskr. tat tvam asi „das bist du“): For
mel der Î brahmanischen Religion, nach der das Weltall u.
die Einzelseele eins sind, d.h. aus dem gleichen Stoff
Tau das; -[s], -s (aus gr. tau): neunzehnter Buchstabe des
griech. Alphabets: T, r. Taulkreuz das; -es, -e: das T-för
mige Kreuz des hl. Einsiedlers Antonius. Taulon das; -s,
...onen (zu T4...on>: instabiles Elementarteilchen aus der
Gruppe der 1 Leptonen (Phys.)
taupe [to:p] (zu fr. taupe „Maulwurf1, dies aus lat. talpa):
maulwurfsgrau, braungrau
Taulrin das; -s (zugr. taüros „Stier“ (weil es in der Ochsen
galle entdeckt wurde) u. î...in (l)): eine organische Säure,
die u. a. zur Herstellung waschaktiver Substanzen verwen
det wird. Taulrolbollilum das; -s, ...ien [,,,iən] (über
gleichbed. spätlat. taurobolium zugr. tauros „Stier“ u. bállein „schleudern“): Stieropfer u. damit verbundene Blut
taufe in antiken 1 Mysterien. Tau|ro|ma|chie [,..'xi:] die;
-, ...ien (unter Einfluss von span, tauromaquia (dies ausgr.
tauromachia) zu mache „Kampf1): 1. (ohne Plur.)Technik
des Stierkampfs. 2. Stierkampf
taulschielren (zsx mittelfr. tauchie (dies über älter it. tausia
aus arab. tauslya „Verzierung“) u. Î..deren): Edelmetalle
(Gold od. Silber) in unedle Metalle (z. B. Bronze) zur Ver
zierung einhämmern (einlegen). Taulschielrer der; -s, -:
jmd., der Tauschierungen entwirft u. herstellt
taut.... Taut... vgl. tauto..., Tauto... Taultalzislmus der;
-, ...men (zu gr. tä autá „das Gleiche“ u. î...izismus): un
schöne Häufung von gleichen [Anfangsjlauten in aufei
nanderfolgenden Wörtern (Rhet., Stilk.). taulto..., Tau
to..., vor Vokalen meist taut..., Taut... (aus gr. tautö, zu
sammengezogen aus tö auto „dasselbe“): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „dasselbe, das Gleiche“, z. B.
tautomer, Tautologie, Tautonymie. Tau|to|chro|ne
1330
[,,,'kro:nə] die; -, -n (zu gr. chrónos „Zeit“): Kurve kon
stanter Fallzeit bis zum tiefsten Punkt, unabhängig vom
Ausgangspunkt (Math.). Taultolgramm das; -s, -e (zu
t. ..gramm): Gedicht, das in allen Wörtern od. Zeilen mit
demselben Anfangsbuchstaben beginnt. Taultollolgie
die; -, ...ien (über lat. tautología aus gr. tautología „Wie
derholung des bereits Gesagten“): 1. einen Sachverhalt
verstärkend od. doppelt wiedergebende Fügung (z. B. voll
und ganz, einzig und allein; Rhet., Stilk.). 2. svw. Pleonas
mus (1); vgl. Redundanz (2 b). 3. (aufgrund formallogi
scher Gründe) wahre Aussage (Logik), taultollolgisch
(nach gleichbed. gr. tautologikös): a) die Tautologie be
treffend; b) durch Tautologie wiedergebend; vgl. pleonastisch. taultolmer (zuîtauto...u. t...mer): derTautomerie
unterliegend. Taultolmelrie die; -, ...ien (zu T...merie):
das Nebeneinander-vorhanden-Sein von zwei im Gleich
gewicht stehenden isomeren Verbindungen (vgl. Isome
rie), die sich durch den Platzwechsel eines î Protons und
damit durch die Bindungsverhältnisse unterscheiden
(Chem.). taultolmorph (zu Î ...morph): raumrichtig (von
Stereobildern, die dem Objekt in jeder Hinsicht, d.h. auch
in der Größe, gleichen). Taultolnylmie* die;- (zugr. ónyma „Name“ u. t2...ie): in der zoologischen Systematik zu
lässige Übereinstimmung des die Art bezeichnenden Teils
der binären Artbenennung mit der Gattungsbezeichnung,
z.B. Bubo bubo (wissenschaftlicher Name für den Uhu).
Taultolpholnie, auch ...fonie die; -, ...ien (zu gr. tautóphönos „gleich tönend“; vgl. ...phonie): fortgesetzte Wie
derholung desselben Tons. tau|tolsyl|la|bisch (zu îtau
to... u. îsyllabisch): svw. homosyllabisch
Talveijne [,..v...] die; -, -n (aus gleichbed. altit. taverna, dies
aus lat. taberna „Hütte, Bude, Wirtshaus“): ital. Wein
schenke, Wirtshaus
tawlny ['tɔ:nɪ] (engl.; „gelbbraun“): alt u. qualitativ hoch
wertig (von Portweinen)
Talxa: Plur. vonîTaxon
talxalbel (nachfr. taxable „be-, versteuerbar“ zu taxer, vgl.
taxieren): (veraltet) abschätzbar. Ta|xa|biIliItät <Zze; - (zu
T ...ität) : (veraltet) Abschätzbarkeit.Talxalmelter das od.
der: -s, - (zu mlat. taxa (vgl. Taxe) u. t‘...meter): 1. Fahr
preisanzeiger in einem Taxi. 2. (veraltet) svw. Taxi. Ta xatilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. taxatio zu taxare, vgl.
taxieren): Bestimmung des Geldwertes einer Sache od.
Leistung, talxaltiv (zu lat. taxatus, Part. Perf. von taxare
(vgl. taxieren)u. í...iv): (bes. österr. Amtsspr.) vollständig,
erschöpfend. Talxaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed.
mlat. taxator): Wertsachverständiger, Schätzer. ’Talxe
die; -, -n (aus mlat. taxa „Schätzpreis; Steuer“ zu lat. ta
xare, vgl. taxieren): 1. Schätzung, Beurteilung des Wertes.2. [amtlich] festgesetzter Preis. 3. Gebühr, Gebührenord
nung. 2Talxe die; -, -n (Kurzw. für Taxameter (2)): svw.
Taxi. Talxem das; -s, -e (aus gleichbed. engl. taxeme, dies
zu gr. táxis (vgl. ’Taxis); vgl. ...em): kleinste grammatisch
syntaktische Einheit ohne semantischen Eigenwert als Teil
eines Tagmems, wobei sich Taxem u. Tagmem zueinander
verhalten wie îPhonem u. î Morphem (Sprachw.). talxen
(nach fr. taxer, vgl. taxieren): svw. taxieren. Tax-freeShop [tɛks'fri:ʃɔp] der; -s, -s (zu engl. tax-free „steuerfrei“
u. shop, vgl. Shop): svw. Duty-free-Shop. Talxi das,
Schweiz, auch der; -s, -s (aus gleichbed. fr. taxi, dies ge
kürzt aus taximètre, unter Einfluss von taxe „Gebühr“ zu
gr. táxis (vgl. ’Taxis) u. fr. -mètre (dies zu gr. métron
„Maß“)): (von einem Berufsfahrer gelenktes) Auto, mit
dem man sich gegen ein Entgelt (bes. innerhalb einer
Stadt) befördern lassen kann. Talxilchauflfeur [,,,ʃɔfo:n] der; -s, -e: (veraltend) Taxifahrer.Ta|xi|der|mie die;
- (zu gr. táxis (vgl. ’Taxis) u. t...dermie>: das Haltbarma
chen toter Tierkörper für Demonstrationszwecke (z.B.
Ausstopfen von Vögeln). Ta|xi|der|mist der; -en, -en (zu
1331
Î ...ist): jmd., der Tiere t präpariert (2). Talxie <ZZe; -, ...ien
(zu gr. táxis (vgl. 'Taxis) u. t2...ie): svw. 2Taxis. talxielren
(aus gleichbed. fr. taxer, dies aus lat. taxare „berühren;
prüfend betasten; (ab)schätzen“): 1. etwas hinsichtlich
Größe, Umfang, Gewicht od. Wert abschätzen, veran
schlagen. 2. jmdn. prüfend betrachten u. danach ein Urteil
über ihn fällen; jmdn. einschätzen. Talxielrer der; -s, -:
svw. Taxator. Talxilgirl [...garni, ...gcerl] das; -s, -s (aus
gleichbed. engl.-amerik. taxi-girl, eigtl. „Frau, die gleich
einem Taxi gegen eine Gebühr angemietet werden kann“):
in einer Tanzbar o. Ä. angestelltes Mädchen, das für jeden
Tanz von seinem Partner einen bestimmten Betrag erhält
Ta|xin das: -s, -e (zu tTaxus u. T2...in): giftiges Alkaloid der
Eibe, das durch Atemlähmung zum Tode führt
'Talxis die; -, Taxes [,,,kse:s] (aus gr. taxis „das (An)ordnen“ zu táttein „ordnen, regeln“): das Wiedereinrichten
eines Knochen- od. Eingeweidebruchs (Med.). 2Talxis
die; -, Taxen (zu Î'Taxis): durch äußere Reize ausgelöste
Bewegungsreaktion von Organismen, z.B. tChemotaxis,
t Phototaxis (Biol.)
3Ta|xis [,,,ksi:s]: Plur. vontTaxi. Talxilway ['tæksɪweɪ] der;
-s, -s (aus gleichbed. engl. taxiway zu to taxi „rollen“ u. way
„Weg“): Verbindungsweg zwischen den TRunways; Roll
bahn. Ta|xi|zen|tra|le*[‘ta...] die;-, -n: Zentrale eines Ta
xiunternehmens, von der aus die einzelnen Taxis eingesetzt
werden. Taxikurs der; -es, -e (zu t'Taxe): geschätzter
Kurs. Tax|ler<Zer; -s, - (zu tTaxi): (österr. ugs.) Taxifahrer
Ta xo die [...dis] die; -, -n u. Talxoldilum das; -s, ...ien
[...jan] (zugr. táxos „Eibe“ u. -oeidês „-ähnlich”; vgl. 2...ie
u. ...ium): nordamerik. Sumpfzypressengattung
Talxon tfas; -s, Taxa (zu gr. táxis (vgl. 'Taxis) u. f',,,on):
künstlich abgegrenzte Gruppe von Lebewesen (z.B.
Stamm, Art) als Einheit innerhalb der biologischen Syste
matik. talxolnom (zu tɪ,,,nom): (selten) svw. taxono
misch ; vgl....isch/-. TaIxoInoimie <Äe; - (zu Î ‘...nomie): 1.
Einordnung der Lebewesen in ein biologisches System
(Biol.). 2. Teilgebiet der Linguistik, auf dem man durch
Segmentierung u. Klassifikation sprachlicher Einheiten
den Aufbau eines Sprachsystems beschreiben will
(Sprachw.). talxolnolmisch (zu t'...nom>: 1. systema
tisch (Biol.); vgl. Taxonomie (1). 2. nach der Methode der
Taxonomie (2) vorgehend, die Taxonomie betreffend
(Sprachw.); vgl. ...isch/Ta xus der; -, - (aus gleichbed. lat. taxus): Eibe
Tayllolrislmus [telo...] der; - (nach dem amerik. Ingenieur
F. W. Taylor (1856-1915) u. zu t,,,ismus (1)>: System der
wissenschaftlichen Betriebsführung mit dem Ziel, einen
möglichst wirtschaftlichen Betriebsablauf zu erzielen.
Tayllorlsysltem [`teɪlə,,,] das: -s (aus gleichbed. engl.amerik. Taylor system, vgl. Taylorismus): svw. Taylorismus
Tay Ira ['taira] der; -[s], -s (aus gleichbed. port. u. span, taira,
dies aus dem Indian.): etwa 60cm großer südamerik. Mar
der, der Kaninchen, Hirschkälber u. Ä. jagt
Ta|zet|tei//e; -, -n (aus gleichbed. it. tazzetta, eigtl. Verklei
nerungsform von tazza „Tasse“, nach der Form der Blü
ten): in Südeuropa heimische Narzisse
T-Bone-Steak ['ti:boʊnste:k] das; -s, -s (aus gleichbed.
engl. T-bone steak, eigtl. „Steak mit T-förmigem Kno
chen“, zu bone „Knochen“): dünne Scheibe aus dem Rip
penstück des Rinds; vgl. Porterhousesteak
T-Car ['ti:ka:n] das; -s, -s (Abk. für engl. training „Training“
u. car „Auto“): Rennwagen [der Formel-l-Klasse], der
zum Training bzw. als Ersatzauto eingesetzt wird
T-Card [ ti:kɑ:d] die; -, -s (zu T (Abk. für Telekommunika
tion) u. engl. card „Karte“) : aufladbare Chipkarte, die den
Service von tTelecard u. 1 Paycard vereinigt
Tea [ti:] der, auch das; -s (aus gleichbed. engl. tea, eigtl.
„Tee“): (Jargon) svw. Haschisch
Technik
auch Teachlin [ti:tʃlm] das; -[s], -s (aus gleich
bed. engl. teach-in zu to teach „lehren“, Analogiebildung
zu Go-in u.a.): [politische] Diskussion mit demonstrati
vem Charakter, bei der Missstände aufgedeckt werden sol
len. Teach-in-Prolgram|mie|rung die; -: Programmie
rung von Industrierobotern, bei der das Programm (4) in
den Speicher des Roboters simultan während der manuel
len Führung des Industrieroboters über das Teach-in-Tableau (a) geschrieben wird. Teach-in-Ta|bleau [...tablo:]
das; -s, -s: a) tragbares Handgerät zur Programmierung
des Bewegungsablaufs von Industrierobotern; b) Befehls
tafel zur Bedienung von Industrierobotern
Teak [ti:k] das; -s (aus engl. teak, dies über port, teca aus
Malayalam (einer drawidischen Sprache des südwestli
chen Indien) tekka): Kurzform von (Teakholz. tealken
['ti:kn] : aus Teakholz. Teak|holzz/as; -es: wertvolles Holz
des südostasiat. Teakbaums
Team [ti:m] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. team zu altengl.
team „Familie; Gespann“): a) Gruppe von Personen, die
mit der Bewältigung einer gemeinsamen Aufgabe beschäf
tigt ist; b) Mannschaft (Sport). Team-Buil|ding, auch
Teamlbuillding ['ti:mbɪldɪŋ] Jim; -[s] (zu engl. to build
,,(auf)bauen“ u. (,,,ing): Erarbeitung gemeinsamer Ziele
durch alle Mitglieder eines Teams einschließlich dem Vor
gesetzten. Teamlchef der; -s, -s: Betreuer, Trainer einer
Mannschaft (Sport). Tealmerrfer; -s, -: (Jargon)jmd., der
eine Arbeitsgruppe leitet, eine Schulung durchführt,
teamlfälhig: in der Lage, in einem Team (a) zu arbeiten.
Teamlgeist der; -[e]s: Zusammengehörigkeitsgefühl,
partnerschaftliches, kameradschaftliches Verhalten in
nerhalb einer Gruppe, eines Teams. team|ori|en|tiert:
auf ein Team ausgerichtet. Teamslter ['ti:mstə] (Zer; -s, (ausercgZ. teamster, eigtl. „Gespannführer“): engl. Bez. für
Lastkraftwagenfahrer. Team-Tealching, auch Teamtealching ['ti:mti:tʃɪŋ] das; -[s] (aus gleichbed. engl.
team-teaching zu teaching „das Unterrichten“, zu to teach
(vgl. Teach-in) u. (...ing): Unterrichtsorganisationsform,
in der Lehrer, Dozenten, Hilfskräfte o.Ä. Lernstrategien,
Vorlesungen o. Ä. gemeinsam planen, durchführen u. aus
werten. Teamlwork [,,,wə:k] das; -s (aus gleichbed. engl.
teamwork zu team (vgl. Team) u. work „Arbeit“): a) Ge
meinschafts-, Gruppen-, Zusammenarbeit; b) gemeinsam
Erarbeitetes
Tealroom ['ti:ru:m] der, Schweiz auch das; -s, -s (aus engl.
tea-room „Teeraum, -Stube“ zu tea „Tee“ u. room „Zim
mer, Raum“): 1. kleines, nur tagsüber geöffnetes Lokal, in
dem in erster Linie Tee gereicht wird; Teestube; vgl. Five
o’clock Tea. 2. (Schweiz.) Café, in dem kein Alkohol aus
geschenkt wird
Tealser ['ti:zə] der; -s, - (zu engl. ugs. teaser „etw. Verlo
ckendes“ zu to tease ,,(auf)reizen“, eigtl. „necken“): auf
reizendes, durch seine originelle Aufmachung Neugier
hervorrufendes Werbemittel
Telbet, Telbeth vgl. Tewet
Tech ne ti um das; -s (zu gr. technetös „künstlich ge
macht“ (zu téchnê, vgl. Technik) u. T...ium): chem. Ele
ment, Metall; Zeichen Tc. tech|ni...,Tech|ni... vgl. tech
no..., Techno... Tech|ni|co|lor® [,,,ko'lo:p] das; -s (aus
amerik. Technicolor, zu technical „technisch“ u. color
„Farbe“): ein Verfahren zum Entwickeln eines Farbfilms.
tech|ni|fi|zie|ren (zu (Technik u. (...fizieren): Errun
genschaften der Technik auf etwas anwenden. Techlnik
die; -, -en (unter Einfluss von fr. technique aus nlat. technica „Kunstwesen; Anwendung zur Ausübung einer
Kunst od. Wissenschaft“ zu technicus, dies zu gr. technikös „kunstvoll, kunstgemäß; sachverständig, fachmän
nisch“, zu téchnê „Handwerk, Kunst(werk), Kunstfertig
keit“): 1. (ohne Plur.) die Gesamtheit der Maßnahmen,
Einrichtungen u. Verfahren, die dazu dienen, naturwissen
Teach-in,
Technika
schaftliche Erkenntnisse praktisch nutzbar zu machen. 2.
ausgebildete Fähigkeit, Kunstfertigkeit, die zur richtigen
Ausübung einer Sache notwendig ist. 3. (ohne Plur.) Ge
samtheit der Kunstgriffe u. Verfahren, die auf einem be
stimmten Gebiet üblich sind. 4. besondere, in bestimmter
Weise festgelegte Art, Methode des Vorgehens, der Aus
führung von etw. 5. (ohne Plur.) a) technische Ausrüstung,
Einrichtung für die Produktion; b) technische Beschaffen
heit eines Geräts, einer Maschine. 6. (österr.) technische
Hochschule. 7. (ohne Plur.) Stab von Technikern. Technilka: Plur. von tTechnikum.Tech|ni|ker der; -s, - (nach
spätlat. technicus „Lehrer einer Kunst(fertigkeit)“): 1.
Fachmann auf einem Gebiet der Ingenieur wissenschaften.
2. in einem Zweig der Technik fachlich ausgebildeter Ar
beiter. 3. jmd., der auf technischem Gebiet bes. begabt ist.
4. jmd., der die Feinheiten einer bestimmten Sportart sehr
gut beherrscht. Tech|ni|ke|rin die; -, -nen: weibliche
Form zu ÎTechniker. Techlnilkum das; -s, Plur. ...ka,
auch ...ken (aus nlat. technicum; vgl. Technik): technische
Fachschule, Ingenieurfachschule; vgl. Polytechnikum,
techlnisch (aus nlat. technicus, vgl. Technik): 1. die
Technik (1, 4) betreffend. 2. die zur fachgemäßen Aus
übung u. Handhabung erforderlichen Fähigkeiten betref
fend. techlnilsielren (zu t...isieren): 1. mit technischen
Geräten ausrüsten. 2. etw. auf technischen Betrieb umstel
len, für technischen Betrieb einrichten. Tech|ni|zis|mus
der; -, ...men (zu t...izismus>: 1. technischer Fachaus
druck, technische Ausdrucksweise. 2. (ohne Plur.) weltan
schauliche Auffassung, die den Wert der Technik losgelöst
von den bestehenden Verhältnissen, vom sozialen Umfeld
sieht u. den technischen Fortschritt als Grundlage u. Vo
raussetzung jedes menschlichen Fortschritts betrachtet.
Techlno ['tɛkno] das od. der; -[s] (aus gleichbed. engl.
techno zu techno (kurz für technological) „technisch“ (die
Musik wird synthetisch erzeugt)): elektronisch erzeugte,
von bes. schnellem Rhythmus bestimmte Tanzmusik [in
Diskotheken], techlno..., Techlno... [tsç...], auch techni..., Techni... (zu TTechnik): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „die Technik betreffend ; mithilfe der Tech
nik erfolgend“, z.B. technologisch, Technoskop; Techni
zismus. Techlnoldrolge die; -, -n: svw. Designerdroge,
techlnolid (nach gr. technoeidës „die Kunst(fertigkeit)
betreffend“): durch die Technik (1) bestimmt, verursacht.
Techlnolkrat* der; -en, -en (aus gleichbed. engl. techno
crat; vgl. ...krat): 1. Vertreter der Technokratie. 2. jmd.,
der auf technokratische (2) Weise handelt, entscheidet.
Techlnolkraltie* rfle; - (aus gleichbed. engl. technocra
cy; vgl. ...kratie): 1. Wirtschaftslehre, die die Vorherr
schaft der Technik über Wirtschaft u. Politik propagiert u.
deren kulturpolitisches Ziel es ist, die technischen Errun
genschaften für den Wohlstand der Menschen nutzbar zu
machen. 2. (abwertend) das Beherrschtwerden des Men
schen u. seiner Umweit durch funktionale technische Ab
läufe. Techlnolkraltin* die; -, -nen: weibliche Form zu
TTechnokrat. techlnolkraltisch* (aus gleichbed. engl.
technocratic): 1. die Technokratie (1) betreffend. 2. (ab
wertend) von der Technik bestimmt, rein mechanisch; al
lein auf das Funktionieren ausgerichtet. Tech|no|lekt
der; -[e]s, -e (zu Îtechno...; Analogiebildung zu ÎDialekt):
Fachsprache (Sprachw.). Tech Ino Holge der; -n, -n (zu gr.
technologeln „eine Kunst od. Wissenschaft betreiben“;
vgl. ...loge): Wissenschaftler, Fachmann, der auf dem Ge
biet der Technologie arbeitet. Techlnollolgie die; -, ...ien
(nach spätgr. technologia „einer Kunst gemäße Abhand
lung“): 1. (ohne Plur.) Wissenschaft von der Umwandlung
von Rohstoffen in Fertigprodukte (Verfahrenskunde). 2.
Methodik u. Verfahren in einem bestimmten Forschungs
gebiet (z.B. Raumfahrt). 3. Gesamtheit der zur Gewin
nung u. Bearbeitung od. Verformung von Stoffen nötigen
1332
Prozesse. 4. svw. Technik (4). Techlnollolgielpark der;
-s, -s: Gelände mit bestimmten Serviceeinrichtungen, das
innovativ arbeitenden Kleinunternehmen von Kommunen
zur Verfügung gestellt wird mit dem Ziel einer Förderung
des Technologietransfers. Tech|no|lo|gielpo|li|tik die;
-, -en: Gesamtheit aller staatlichen Maßnahmen, die der
Umsetzung von technischen Innovationen in marktfähige
Produkte dienen. Techlnoüolgieltranslfer der; -s, -s:
Weitergabe betriebswirtschaftlicher u. technologischer
Kenntnisse u. Verfahren, z.B. an technischu. wirtschaft
lich weit weniger entwickelte Staaten od. von staatlichen
Forschungseinrichtungen an die private Wirtschaft.
Techlnollolgin die: -, -nen: weibliche Form zu tTechnologe. techino lo gisch (nach gr. technologikós „einer
Kunst gemäß abhandelnd“): verfahrenstechnisch, den
technischen Bereich von etwas betreffend, techlnomprph (zu Îtechno... u. t...morph): von den Kräften der
Technik geformt (Philos.). Tech|nolpä|gni|on* das; -s,
...ien [,,,iən] (aus gleichbed. gr. technopaignion, eigtl.
„künstliches Spiel“): Gedicht, dessen Verse äußerlich den
besungenen Gegenstand nachbilden (z.B. ein Ei), Figu
rengedicht, Bildgedicht (bes. im Altertum u. im Barock).
Techlnolrolbic [tɛkno'ro:bɪk] die; - (Kunstw. aus ÎTechno u. ÎAerobic): Aerobic nach Technomusik. Techlnoskop* [tsç...] das; -s, -e (zu îtechno... u. T...skop): opti
sches Instrument zur Überprüfung von Hohlräumen in
technischen Anlagen u. Geräten
Techltellmechltel das; -s, - (Herkunft ungeklärt): (ugs.)
Liebschaft, Verhältnis
Ted der; -[s], -s (aus engl. ted; vgl. Teddyboy): Kurzform
von ÎTeddyboy
TED der; -s, -s (Kurzw. aus Teler/ialog): Computer, der tele
fonische Stimmabgaben, bes. bei Fernsehsendungen, re
gistriert u. hochrechnet
Tedldy [...di] der; -s, -s (Koseform des engl. männlichen
Vornamens Theodore; nach dem Spitznamen des amerik.
Präsidenten Theodore Roosevelt, 1858-1919): 1. Stoffbär
(als Kinderspielzeug). 2. (ohne Plur.) leichter Plüsch mit
langem Flor, der u.a. als Futterstoff, für Kinder- u. Da
menmäntel verwendet wird. 3. (Jargon) kurz für Teddy
boy. Tedldylboy [...boy] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
teddy boy, urspr. aufsässiger junger Mann, der sich nach
der Mode der Regierungszeit Edwards VII. (1901-1910)
kleidet; Teddy = Koseform des engl. männlichen Vorna
mens Edward): Jugendlicher, der sich in Kleidungs- u. Le
bensstil an den 1950er-Jahren orientiert
teldeslca [...ka] vgl. alla tedesca
Te de um das; -s, -s (nach den lat. Anfangsworten des
Hymnus Te Deum (laudamus) „dich, Gott (loben wir)“): 1.
(ohne Plur.) frühchristlicher ÎAmbrosianischer Lobge
sang. 2. musikalisches Werk (z. B. Motette, Kantate) über
diesen Hymnus
’Tee der; -s, -s (unter Einfluss von gleichbed. niederl. t’nee
aus malai. te(h), dies aus chin. (Dialekt von Fukien) t’e): 1.
auf verschiedene Art aufbereitete Blätter u. Knospen des
asiat. Teestrauchs. 2. aus den Blättern des Teestrauchs be
reitetes Getränk. 3. Absud aus getrockneten [Heiljkräutern. 4. gesellige Zusammenkunft [am Nachmittag], bei
der Tee [u. Gebäck] gereicht wird
2Tee [ti:] ¿as; -s, -s (aus gleichbed. engl. tee, eigtl. „T“, Bed.
1 vielleicht nach der Form, Bed. 2 nach der T-förmigen
Markierung für die Stelle): 1. kleiner Stift aus Holz od.
Kunststoff, der in den Boden gedrückt u. auf den der Golf
ball vor dem Abschlag aufgesetzt wird (Golf). 2. kleine
rechtwinklige Fläche, von der aus bei einem jeden zu spie
lenden Loch mit dem Schlagen des Golfballes begonnen
wird (Golf)
Teen [ti:n] der; -s, -s: Kurzform von tTeenager. Teen
ager* ['ti:neɪdʒə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. teenager zu
1333
-teen (in thirteen usw.) „-zehn“ (in dreizehn usw.) u. age
„Alter"): Jugendliche[r] im Alter zwischen etwa 13 u. 19
Jahren; vgl. Twen.Teelner ['ti:nn] der; -s, - (zu engl. teen,
vgl. Teenager): (Jargon) svw. Teenie. Teelnie, auch Tee
ny ['ti:ni] der; -s, -s (unter Einfluss von engl. teeny „win
zig“ zu tTeen): (Jargon) jüngerer [bes. weiblicher] Teen
Tef, Teff u. Taf der; -[s] (aus amharisch tef) : eine nordafrik.
Getreidepflanze
Telfillla die: -, ...lot (aus gleichbed. hebr. tëfillâ): 1. jüd. Ge
bet, bes. das tSchmone esre. 2. jüd. Gebetbuch.Te|fil|lin
(Plur.) (aus gleichbed. hebr. têfillîn): Gebetsriemen der
Juden (beim Morgengebet an Stirn u. linkem Oberarm ge
tragene Kapseln mit auf Pergament geschriebenen Bibel
stellen)
Tef lion ® ['tɛflo:n, auch ... lo:n] das: -s (Kunstw. aus Poly/etra//uorethylen>: ein Kunststoff, der bes. hitzebeständig u.
widerstandsfähig gegenüber chemischen Einwirkungen ist
Teflsir der; -s, -s (über gleichbed. türk, tefsir aus arab. tafsir): wissenschaftliche Auslegung u. Erklärung des Î Ko
rans
Teglment das; -[e]s, -e (aus lat. teg(i)mentum „Decke, Hül
le“): Knospenschuppe bei der Pflanzenblüte (Bot.)
Teilchoplsie* die; -, ...ien (zugr. teîchos „Mauer, Wall“ u.
t...opsie>: Zackensehen bei Augenflimmern (Med.).Teicho sko pie* die; -, ...ien (nach gr. teichoskopia „Mau
erschau“ (nach einer Bez. für die Episode der Ilias (3,
121-244), in der Helena von der Mauer Trojas aus Priamos die Helden der Achäer zeigt)): (ohne Plur.) Kunstgriff
im Drama, auf der Bühne nicht od. nur schwer darstellbare
Ereignisse dem Zuschauer dadurch nahe zu bringen, dass
ein Schauspieler sie schildert, als sähe er sie außerhalb der
Bühne vor sich gehen
Telin, auchThelin das; -s (aus gleichbed. fr. théine zu thé
„Tee“, dies aus chin. (Dialekt von Fukien) t’e, vgl. Tee): in
Teeblättern enthaltenes T Koffein
Teilnolchelmie [auch 'tai...] die; - (zu gr. teinein
„(an)spannen“ u. t Chemie): Arbeitsgebiet der physikali
schen Chemie, das sich mit der Erzeugung mechanischer
Energie bei ehern. Prozessen befasst
Teint [tɛ:, auch tɛŋ] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. teint, eigtl.
„Färbung, Tönung“, Part. Perf. von teindre „färben“, dies
aus lat. tingere) : Beschaffenheit od. Tönung der mensch
lichen Gesichtshaut; Gesichts-, Hautfarbe
Telju der; -s, -s (über port, teju aus Tupi (einer südamerik.
Indianersprache) teju): eine südamerik. Schienenechse
Tekklno das od. der; -[s] (die kk-Schreibung für das als k
ausgesprochene ch in Î Techno soll die akustische Härte
veranschaulichen): minimalistische, kompromisslose Va
riante des ÎTechno
Teklnolnylmie* die; - (zu gr. téknon „Kind“, önyma „Name“u. t2...ie): der Brauch, Eltern eines Neugeborenen mit
dem Namen des Kindes zu bezeichnen (z. B. Vater des ...;
Völkerk.)
tek|tie|ren (zu îTekturu. T..deren): eine [fehlerhafte] Stel
le in einem Druckerzeugnis durch Überkleben unkennt
lich machen
tekltisch (zu gr. tëktôs „geschmolzen“, dies zu tëkein
„schmelzen“): die Ausscheidung von Kristallen aus
Schmelzen betreffend (Mineral.).Tekltjt [auch ... tit] der;
-s, -e (meist Plur.) (zu t2...it): rundliches, glasartiges Ge
bilde, das vermutlich durch Schmelzvorgänge beim Auf
schlagen von großen Meteoriten auf die Erde entstanden
ist
Tekltolgen das; -s, -e (zu gr. tektön „Baumeister“ u.
Î ...gen): der Teil der Erdkruste, der tektonisch einheitlich
bewegt wurde (Geol.).Tek|to|ge|nelse die: alle tekto
nischen Vorgänge, die das Gefüge der Erdkruste umform
ten (Geol.).Tekltglnik die; - (zugr. tektonikös „die Bau
kunst betreffend“, dies zu téktôn, vgl. Tektogen; vgl. 2...ik
Telefon
(1,2)): 1. Teilgebiet der Geologie, das sich mit dem Bau der
Erdkruste u. ihren inneren Bewegungen befasst (Geol.). 2.
[Lehre von der] Zusammenfügung von Bauteilen zu einem
Gefüge. 3. [strenger, kunstvoller] Aufbau einer Dichtung,
tekltolnisch: die Tektonik betreffend. Tekltolnit [auch
... nit] der: -s, -e (zu t2...it>: durch tektonische Beanspru
chung in seinem Gefüge deformiertes Gestein, z. B. durch
Schieferung (Geol.). Tek|to|nolsphä|re* die; -: Tiefen
zone der Erde, in der sich tektonische Vorgänge abspielen
(Geol.)
Tekltur die; -, -en (aus spätlat. tectura „Übertünchung“,
eigtl. „Bedeckung“, zu lat. tegere „(be)decken“): a) Blatt
mit Ergänzungen od. Berichtigungen, das in Bücher, Bro
schüren o.Ä. eingeklebt wird; b) Korrekturstreifen mit
dem richtigen Text, der über eine zu berichtigende Stelle in
einem Druckerzeugnis geklebt wird; vgl. tektieren
tel..,, Tel... vgl. 2tele..., Tele...
...tel (gekürzt aus ÎHotel): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Übernachtungseinrichtung [für spezielle Be
nutzergruppen]“, z. B. Botel, Motel, Rotel
Telia die; -, Telen (aus gleichbed. lat. tela): Gewebe, Binde
gewebe (Med.)
Tellalmon [auch ,,,'mo:n] der od. das; -s, ...onen (aus
gleichbed. gr. telamön, eigtl. „der Träger“, zu tlenai
„(er)tragen“): 1. (veraltet) Leibgurt für Waffen (Mil.). 2.
kraftvolle Gestalt als Träger von [vorspringenden] Bautei
len
Tellanlthrolpus* der; -, ...pi (aus nlat. telanthropus zu t he
le... u. gr. änthröpos „Mensch“, eigtl. „Endmensch“): ein
südafrik. fossiler Typ des Frühmenschen
Te|la|rilbüh|ne die; - (zu mlat. telarium „dreieckiges Pris
ma“): Bühne der Renaissancezeit, auf der perspektivisch
bemalte Leinwandrahmen links u. rechts vom Bühnenab
schluss aufgestellt wurden
Telle das; -[s], -[s]: (Jargon) Kurzform von ÎTeleobjektiv,
’teile..., Telle... (zu gr. tele (Adv.) „fern, weit“, unklare
Bildung zu télos, vgl. 2tele...): Wortbildungselement mit
den Bedeutungen: a) „fern, weit, in der/die Ferne“, z. B.
Teleobjektiv, telegrafieren, u. b) „Fernsehen“, z.B. Tele
kolleg, Teleshow
2telle..., Telle..., vor Vokalen auch tel..., Tel... (aus gleich
bed. gr. télos): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Ende, Ziel; Zweck“, z.B. Telanthropus, Telestichon
Telle|an|gi|ek|talsie die; -, ...ien (zu t'tele..., gr. aggelon
„(Blut)gefäß“ u. ÎEktasie): bleibende, in verschiedenen
Formen (z. B. Malen) auf der Haut sichtbare Erweiterung
der ÎKapillaren (1 ; Med.).Te|le|ar|beit die; -: Form der
Heimarbeit, bei der der Arbeitnehmer über Datenleitun
gen mit dem Arbeitgeber verbunden ist. Te|le|ban|king
[,,,bæŋkɪŋ] das; -s: Abwicklung von Bankgeschäften über
Post u. ÎTelekommunikation; Homebanking. Tellelbox
die; -, -en: Nachrichtenvermittlungsdienst, über den In
formationen in eine Datenbank eingespeichert u. von den
Nutzern [telefonisch] abgerufen werden können. Telle
brief der; -[e]s, -e: Schreiben, das durch tTelekopierer
übermittelt u. durch Eilboten zugestellt wird. Tellelcard
[...ka:d] die: -, -s (zu engl. card „Karte“): aufladbare
Chipkarte zur Teilnahme an bestimmten Telekommuni
kationsdiensten (z.B. Karten- u. Mobiltelefon). Tellecorn pu ting [,,,kɔm'pju:tɪŋ] das; -s (zu engl. to compute
(vgl. Computer) u. t,,,ing): Datenfernübertragung. Tele|cu|rie|the|ra|pie [...ky'ri:...] die; -, -n [...i:on] (zu
ÎCurie): Fernbestrahlung des Körpers mit radioaktiven
Stoffen (Med.).Tellelfax das; -, -[e] (zu t'tele... u. tFak
simile, das X steht wohl in Anlehnung an ÎTelex): 1. Fern
kopie. 2. a) Fernkopierer; b) (ohne Plur.) in Verbindung
mit dem öffentlichen Telefonnetz funktionierende Ein
richtung, die das Fernkopieren ermöglicht; Abk.: Fax.
te|le|fa|xen: ein Telefax übermitteln. Tellelfon [auch
Telefonaktion
'te:,..] das; -s, -e (ztigr. phöne „Stimme“): a) Apparat, der
über eine Drahtleitung od. drahtlos Telefonate möglich
macht, Fernsprecher; b) Fernsprechanschluss; Abk.: Tel.
Te|lelfon|ak|ti|on die; -, -en: über Telefon laufende Be
fragung, Werbemaßnahme o.Ä. Tellelfolnat das; -[e]s,
-e <zu T...at (1)): Ferngespräch, Anruf. Tellelfonlbanking [,,,bæŋkɪŋ] das: -s: Erledigung persönlicher Bank
angelegenheiten per Telefon. Tellelfonlfolrum das; -s,
...ren: Kopplung einer Rundfunk- od. Fernsehsendung zu
aktuellen Themen mit einer direkten telefonischen Betei
ligungsmöglichkeit der Hörer bzw. Zuschauer, um kon
krete Fragen u. Probleme im Dialog zu erörtern. Tellefolnie die; - <zu t2...ie>: 1. Sprechfunk. 2. Fernmeldewe
sen. te|lelfo|nie|ren (zu Î..deren): 1. jmdn. anrufen,
durch das Telefon mit jmdm. sprechen. 2.jmdm. etwas te
lefonisch (b) mitteilen. te|le|fo|nisch: a) das Telefon be
treffend; b) mithilfe des Telefons [erfolgend]; fernmünd
lich. Tellelfolnist der; -en, -en (zu T...ist): jmd., dessen
Aufgabe es ist, telefonische Gespräche zu vermitteln. Telefolnistin die; -, -nen: weibliche Form zu ÎTelefonist.
Tellelfolniltis die; - (Analogiebildung zu Wörtern auf
T...itis>: (ugs. scherzh.) Neigung, häufig zu telefonieren.
Te|le|fon|kar|te die; -, -n: mit einem Chip (3) versehene
Kunststoffkarte zur Benutzung von Kartentelefonen. Tele|fon|kon|fe|renz die: -, -en: Konferenz, bei der die
Teilnehmer mithilfe von zusammengeschalteten [Bildjtelefonen in Meinungsaustausch treten. Tellelfonlkontaklterder; -s, -: jmd., der in der Marktforschung telefo
nische Interviews mit bestimmten Personen führt. Tellefon mar ke ting das; -[s]: Gewinnung u. Betreuung von
Kunden über telefonische Kontakte. Te|le|fon|sex der;
-: (ugs.) auf sexuelle Stimulation zielender telefonischer
Kontakt, den jmd. gegen Bezahlung mit einer meist weib
lichen Person herstellt. Te|le|fon|ter|ror der; -s: durch
[nächtliche] anonyme Anrufe mit Drohungen o.Ä. ausgeübterTerror. Tellelfoltodas;-s,-s: Kurzform von t Tele
fotografie. Te|le|fo|to|gra|fie die; -, ...ien (zu t'tele...):
fotografische Aufnahme entfernter Objekte mit einem
t Teleobjektiv. Te|le|gamjma|the|ra|pie die; -, -n
[,,d:ən] (zu ÎGammastrahlen): Fernbestrahlung des Kör
pers mit Gammastrahlen (Med.), teileigen (aus gleich
bed. engl. telegenic (Analogiebildung zu photogenic; vgl.
fotogen); vgl. 'tele...): in Fernsehaufnahmen besonders
wirkungsvoll zur Geltung kommend (bes. von Personen).
Te|le|go|nie die; - (zu t'tele... u. t...gonie>: wissen
schaftlich nicht haltbare Annahme, dass ein rassereines
Weibchen nach einer einmaligen Begattung durch ein art
fremdes Männchen keine rassereinen Nachkommen mehr
hervorbringen kann (Zool.). Tellelgraf, auch ...graph
der; -en, -en (aus gleichbed. fr. télégraphe; vgl. 'tele... u.
...graf): Apparat zur schnellen Übermittlung von Nach
richten durch vereinbarte Zeichen; Fernschreiber. Tellegra fen ap pa rat, auch ...graphen... der; -[e]s, -e: einer
Schreibmaschine ähnlicher Telegraf (z. B. Fernschreiber).
Tellelgralfie, auch ...graphie die; - (aus gleichbed. fr. té
légraphie; vgl. ...grafie): Fernübertragung von Nachrich
ten durch vereinbarte Zeichen. te|lelgra|fie|ren, auch
...graphieren (nach gleichbed. fr. télégraphier; vgl. ..de
ren): eine Nachricht telegrafisch übermitteln, tellelgrafisch.auch ...graphisch: auf drahtlosem Wege; durch ein
Telegramm [übermittelt]. Tellelgralfist, auch ...graphist
der; -en, -en (aus gleichbed. fr. télégraphiste): jmd., der
an einem Telegrafenapparat Nachrichten empfängt od.
übermittelt (Berufsbez.). Tellelgralfisltin, auch ...graphistin die; -, -nen; weibliche Form zu TTelegrafist. Telelgramm das; -s, -e (aus gleichbed. engl. telegram bzw.
fr. télégramme; vgl. ‘tele... u. ...gramm): telegrafisch
übermittelte Nachricht. Te|le|gramm|stil der; -[e]s: Re
duzierung eines Textes od. einer Nachricht auf die unbe
1334
dingt notwendigen Wörter. Tellelgraph usw. vgl. Tele
graf usw. Te|le|ka|me|ra die;-,-s (zu t'tele...): Kamera
mit Teleobjektiv
Tellelkie [...is] die; -, -n (nach dem ung. Forscher Samuel
Gräf Teleki v. Szék (1845-1916) u. zu t',,de): Ochsenauge
(Zierstaude)
Te|le|ki|ne|sedze; - (zu t 'tele... u. gr. kinesis „Bewegung“):
das angebliche Bewegtwerden von Gegenständen allein
durch übersinnliche Kräfte, tellelkilneltisch: die Tele
kinese betreffend, durch Telekinese bewirkt. Tellelkolleg das; -s, Plur. -s u. -ien [-,dən]: allgemein bildende od.
fachspezifische Unterrichtssendung in Serienform im
Fernsehen. Tellelkom die; - (Kurzform von Telekommunikation; kurz für Deutsche Telekom AG): in der Telekom
munikation tätiges Dienstleistungsunternehmen. Tellekom|mu|ni|ka|ti|on die; -: Austausch von Informatio
nen u. Nachrichten mithilfe der Informationsübertragung
durch die Nachrichtentechnik, bes. der elektronischen
Medien. Te|lelkon|fe|renz die; -, -en: svw. Videokonfe
renz. Tellelkonlnekltilon die; -, -en (zu engl. connection
„Verbindung“, dies aus lat. connexio, vgl. Konnexion):
Zusammenhang zwischen Wettervorgängen in zwei weit
voneinander entfernten Gebieten (Meteor.). Te|le|konver,ter [,,.v...] der; -s, -: Linsensystem, das zwischen Ob
jektiv u. Kamera eingefügt wird, wodurch sich die Brenn
weite vergrößert (Fotogr.). Tellelkolpiedze; -, -n [,,,i:ən]:
von einem Telekopierer hergestellte Fernkopie, tellelkopie re n : mithilfe eines Telekopierers fotokopieren. Te 11 ekolpielrer der; -s, -: Fernkopierer; Gerät, das zu fotoko
pierendes Material aufnimmt u. per Telefonleitung an ein
anderes Gerät weiterleitet, das innerhalb kurzer Zeit eine
Fotokopie der Vorlage liefert. Tellelkraltie* die; -, ...ien
(zu t...kratie): (abwertend od. scherzh.) Vorherrschaft,
übermäßiger Einfluss des Fernsehens. te|le|kra|tisch*:
(abwertend od. scherzh.) die Telekratie betreffend, auf ihr
beruhend. Teilellearlning [,jɔ:nɪŋ] das;-s (zu ezzg/. lear
ning „das (Er)lernen“): das Lernen mithilfe eines Kom
munikationssystems (z.B. des Internets)
Tellelmark der; -s, -s (nach der gleichnamigen norw. Land
schaft): 1. (früher) Schwung quer zum Hang (Skisport). 2.
(beim Skispringen) Stellung des Springers beim Aufset
zen, bei der das eine Bein leicht nach vorn geschoben u.
der Druck federnd mit den Knien aufgefangen wird
Te|le|mar|kelting das; -[s] (zu T'tele... u. tMarketing):
svw. Telefonmarketing
Tellelmarkslvilollilne [,..v...] die; -, -n (zu 1 Telemark u.
TVioline): svw. Hardangerfiedel
Te|le|ma|tik die; - (Kurzw. aus ÎTelekommunikation u.
T InformaízTc): 1. Forschungsbereich, in dem man sich mit
der wechselseitigen Beeinflussung u. Verflechtung von
verschiedenen nachrichtentechnischen Disziplinen be
fasst; 2. Einsatz von Mitteln der Telekommunikation für
bestimmte Zwecke (z.B. Steuerung von Systemen, Gestal
tung von Unterricht usw.). teIleImaltisch : die Telematik
betreffend, auf ihr beruhend. Tellelmeldilzin die; - (zu
T'tele...): Einsatz von Mitteln der Telekommunikation zu
medizinischen Zwecken (z. B. zur Diagnostik). Telelmeterdas; -s, - (zu T'...meter): 1. Entfernungsmesser. 2. Ge
rät zur Übertragung von telemetrischen (2) Messwerten.
Tellelmeltrie* die; - (zu T...metrie>: 1. Entfernungsmes
sung. 2. automatische Übertragung von Messwerten od.
-daten über größere Entfernungen mithilfe der Nachrich
tentechnik. te|le|me|trisch* (zu T ...metrisch): 1. die Ent
fernungsmessung betreffend. 2. die Telemetrie (2) betref
fend, auf ihr beruhend
Tellen: Plur. von TTela. Tellelneulron das; -s, Plur. ...ronen u. ...ren (zu t2tele... u. TNeuron): peripheres motori
sches Neuron (Anat.).
Te|le|no|ve|la [...vela] die; -, -s (zu T'tele... u. span. bzw.
1335
port, novela „Roman“, eigtl. „Fernsehroman“): Unterhal
tungsserie im Fernsehen in lateinamerik. Ländern
Te|len|ze|pha|lon‘,
fachspr.
auch
Telencephalon
[...tse:...] das; -s, ...la (zu î2tele... u. ÎEncephalon): a) die
beiden Großhirnhälften; b) vorderer Abschnitt des ersten
Hirnbläschens beim Embryo (Med.)
Tellelobljekltiv das;-s, -e [...va] (zuT'tele... u. ÎObjektiv):
Kombination von Linsen zur Erreichung großer Brenn
weiten für Fernaufnahmen
Te|le|o|lolgie die; - (zu gr. téleios, téleos „vollendend, auf
ein Ziel hin strebend; vollkommen“ (zu télos, vgl. 2tele...)
u. t ...logie): die Lehre von der Zielgerichtetheit u. Zielstre
bigkeit jeder Entwicklung im Universum od. in seinen Teil
bereichen (Philos.), tellelollolgisch (zu t...logisch): a)
die Teleologie betreffend ; b) zielgerichtet, auf einen Zweck
hin ausgerichtet, z. B. den Sprachwandel - erklären. Telleolnomie die; -, ...ten (zu t‘...nomie>: von einem umfas
senden Zweck regierte u. regulierte Eigenschaft, Charak
teristikum. te|le|o|nolmisch: die Teleonomie betref
fend. Tellelolsaulri 1er [...re] der; -s, - u. Te|lelo|sau|rus
der; -, ...rier [...in] (zu gr. saüros „Eidechse“): ausgestor
bene krokodilähnliche Riesenechse. Tellelosltiler [...in]
der; -s, - (meist Plur.) (zu gr. ostéon „Knochen“): Kno
chenfisch
Tellelpath der; -en, -en (nach gleichbed. engl. telepath; vgl.
’tele... u. ...path): für Telepathie empfänglicher Mensch.
Tellelpalthie die; - (nach gleichbed. engl. telepathy; vgl.
...pathie): Fähigkeit, Gedanken, Gefühle u.Ä. eines ande
ren Menschen ohne Vermittlung der Sinne unmittelbar
wahrzunehmen; Gedankenlesen (Parapsychol.). Tellepa thin die; -, -nen: weibliche Form zu TTelepath. tellepa thisch (wohl nach gleichbed. engl. telepathic): a) die
Telepathie betreffend; b) auf dem Weg der Telepathie. Tele phon usw. vgl. Telefon usw. Tellelpholtolgralphie
vgl. Telefotografie. Tellelplaslma das; -s, ...men (zu Î ’te
le...): bei der Î Materialisation angeblich durch das Medi
um abgesonderter Stoff (Parapsychol.). Tellelplayler®
[...plein] der; -s, - (zu engl. player „Spieler“): Abspielgerät
für Videoaufnahmen. Tellelport der; -s, -s (zu lat. portus
„Hafen“ (wohl Analogiebildung zu ÎAirport)): zentrales
Medien- u. Informationszentrum, in dem die verschie
densten Telekommunikationsmittel u. -einrichtungen zu
sammengefasst sind. Te|le|pro|ces|sing ['tɛlɪproʊsɛsɪŋ]
das; -[s] (aus gleichbed. engl. teleprocessing zu Î ‘tele... u.
engl. processing „Verarbeitung“): Form der Datenfern
verarbeitung, bei der die Eingabe, Verarbeitung u. Ausga
be von Daten an verschiedenen Orten erfolgen können.
Tellelpromplter® ['te:lə...] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
teleprompter, zu prompter „Souffleur“): Vorrichtung, die
es dem Moderator bzw. der Moderatorin im Fernsehen er
möglicht, den vorzutragenden Text ohne Blicksenkung
vom Monitor abzulesen. Tellelsellling das; -s (zu Î 'tele...
u. engl. selling „das Verkaufen“, dies zu to sell „verkaufen,
veräußern“): svw. Teleshopping. Tellelshoplping [,,,ʃɔpɪŋ] das; -s (zu engl. shopping „das Einkäufen“): eine Ver
triebsform, bei der in Fernsehsendungen od. über Bild
schirmtext präsentierte Waren sofort telefonisch bestellt
werden können
Te|le|sil|lei|on das; -[s], ...Heia (nach der altgriech. Dich
terin Telesilla; vgl. ’...on): ein tGlykoneus, dessen Anfang
um eine Silbe verkürzt ist (antike Metrik)
Telleslkolmat®* der; -en, -en (Kunstw. aus Î Teleskope u.
tAutomat): bei der Teleskopie (1) eingesetztes Zusatzge
rät zum Fernsehapparat, durch das ermittelt wird, wer
welches Programm eingeschaltet hat. Te I ie Iskop* das; -s,
-e (aus nlat. telescopium, dies zu gr. teleskópos „weit
schauend“): a) Fernrohr; b) radioastronomisches Gerät,
z.B. zur Erforschung von Î Pulsaren od. ÎQuasaren. Tele|skop|an|ten|ne* die; -, -n: Antenne aus dünnen Me
Tellurium
tallröhrchen, die man ineinander schieben kann. Telledas; -s, -n (meist Plur.): teleskopartiges,
hervortretendes Auge bei Tiefseetieren (z. B. bei Tintenfi
schen). Tellelskolpie* die; - (zu t'tele... u. 1 ...skopie): 1.
® Verfahren zur Ermittlung der Einschaltquoten bei Fern
sehsendungen. 2. Wahrnehmung in der Ferne befindlicher
verborgener Gegenstände; Ggs. 1 Kryptoskopie. telleskolpisch*: 1. a) das Teleskop betreffend; b) durch das
Fernrohr sichtbar. 2. die Teleskopie betreffend. Telle
spiel das; -[e]s, -e (zu Î ’tele...): 1. Spiel, das mithilfe eines
an ein Fernsehgerät anzuschließenden Zusatzgerätes ge
spielt wird, wobei der Bildschirm als Spielfeld od. -brett
dient u. der Spieler den Spielablauf von Hand steuert. 2.
elektron. Gerät, mit dem man Telespiele (1 ) spielt. Telle
spot [...spot] der: -s, -s: Werbekurzfilm im Fernsehen.Telelstaltilon die; -, -en: schlanke Säule aus Edelstahl mit
eingelassenem öffentlichem Fernsprecher
Tellesltilchon* das: -s, Plur. ...chen u. ...cha (zu t2tele..,,
gr. stichos „Vers“ u. T’...on): a) Wort od. Satz, der aus den
Endbuchstaben, -silben od. -Wörtern der Verszeilen od.
Strophen eines Gedichts gebildet ist; b) Gedicht, das Te
lestichen enthält: vgl. Akrostichon, Mesostichon
Telle test der; -s, -s (aus gleichbed. engl. teletest; vgl. 'te
le... u. (Test): Befragung von Fernsehzuschauern, um den
Beliebtheitsgrad einer Sendung festzustellen. Telleltex
das; - (Erweiterungsbildung zu TTelex; vgl. ‘tele...): vollelektron. Fernschreibverfahren mit hoher Übertragungs
geschwindigkeit, Bürofernschreiben. Telleltext der;
-[e]s, -e (zu t 'tele...): zusammenfassende Bez. für verschie
dene Systeme zur elektron. Übermittlung von Texten, z. B.
Videotext. Telleltultor der; -s, ...oren: Fachmann, der [in
einem Î Callcenter] dem Anrufenden Ratschläge bei
Schwierigkeiten mit technischen Geräten u.Ä. gibt. Tele type set ter [...taip...] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
teletypesetter, zu engl. typesetter „Setzmaschine“, eigtl.
„Fernsetzmaschine“): veraltete Setzmaschine, die ähnlich
wie die 1 Monotype das Tasten vom Gießen trennt u. den
Gießvorgang durch ein Lochband steuert (Druckw.)
Te|leu|to|spo|ren die (Plur.) (zu gr. teleutê „Vollendung“
(zu télos „Ende“) u. ÎSpore): Wintersporen der Rostpilze
(Bot.)
Tellelvilsilon [...v...] die; - (aus gleichbed. engl. television;
vgl. ‘tele... u. Vision): [als Massenkommunikationsmittel
wirkendes] Fernsehen; Abk.: TV. tellelvilsilolnielren
(zu Î..deren) : (Schweiz.) eine Fernsehsendung übertragen.
Tellelvilsilolnislmus der; - (zu t,,,ismus (3)): Fernseh
sucht, [krankhafter] Zwang, ständig fernsehen zu müssen
(Med.). Tellelvoltum das, -s, ...ten: Zuschauerentschei
dung mithilfe eines tTEDs. Te|le|wor|king [,,,wə:kɪŋ]
¿fas; -s (aus gleichbed. engl. teleworking zu to telework
„Telearbeit verrichten“, zu to work „arbeiten“): svw. Te
learbeit. Tellex das; -, -[e] (Kurzw. aus engl. teleprinter
exchange „Fernschreiber-Austausch“): 1. a) (ohne Plur.)
international übliche Bez. für Fernschreibnetz; b) Fern
schreiber. 2. Fernschreiben, tellelxen: ein Fernschreiben
per Telex übermitteln. Tellelxolgramm das; -s, -e
(Kunstw. aus 'Telex u. ^Telegramm): an einen ausländi
schen Telexteilnehmer gerichtetes Fernschreiben
Teil der oà. das; -[s], -s (aus dem Semit.; vgl. arab. tall, hebr.
tel): vorgeschichtlicher Siedlungshügel
Telllur das; -s (zu lat. tellus, Gen. telluris „Erde“, so be
nannt wegen der Verwandtschaft mit dem Element
tSelen): ehern. Element; ein Halbmetall; Zeichen Te. Tellulrat c/a.v; -[e]s, -e (zut...at (2)): Salz der Tellursäure.Tellulrid das; -[e]s, -e (zu T 3...id> : Salz der Tellurwasserstoff
säure. telHulrig: Tellur enthaltend; teilurige Säure: Sau
erstoffsäure des Tellurs, tellly Irisch: die Erde betreffend.
TelIlu|rit [auch ... rit] das; -s, -e (zu t ’...it): Salz der tellurigen Säure. Tellly Irilum rfɑ,s,-s, ..den [,,dən] (zut...ium):
skopauge*
Telnet
1336
gehörige Mischung“ zu temperare, vgl. temperieren):
Gerät zur modellhaften Darstellung der Bewegungen von
1. Wesens-, Gemütsart; vgl. Choleriker, Melancholiker,
Erde u. Mond um die Sonne (Astron.)
Phlegmatiker, Sanguiniker. 2. (ohne Plur.) Gemütserreg
Tellnet das; -s (Kurzw. aus t ’tele... u. engl. net „Netz“):
barkeit, Lebhaftigkeit, Munterkeit, Schwung, Feuer.
Dienst des Î Internets, über den Internetbenutzer direkten
Tem|pe|ran|ti|um das; -s, ...ia (zu lat. temperans, Gen.
Zugriff auf andere Computer erhalten (EDV)
temperantis „beruhigend“, Part. Präs, von temperare (vgl.
Telloldenldron* das; -s, ...ren (meist Plur.) (zu T2tele... u.
temperieren) u.1...ium): Beruhigungsmittel (Med.). Tem
gr. déndron „Baum“): feinste Aufzweigung der Fortsätze
pe raturak -, -en (nach lat. temperatura „gehörige Ver
von Nervenzellen
mischung, Beschaffenheit“ zu temperare, vgl. temperie
teIloi le Izi Ithal (zu Î 'tele...,gr. lékithos „Eidotter“ u. T .al
ren): 1. Wärmegrad eines Stoffes. 2. Körperwärme; [er
(1)): den Bildungsdotter am einen, den Nahrungsdotter
höhte] Temperatur haben: leichtes Fieber haben (Med.). 3.
am anderen Eipol aufweisend (von Eizellen, z. B. bei Am
temperierte Stimmung bei Tasteninstrumenten (Mus.).
phibien; Biol.); vgl. isolezithal, zentrolezithal
Temlpelrenzßfe;- (aus gleichbed. engl. temperance, dies
Tellom das; -s, -e (zu gr. télos „Ende“ u. T ...om): Grundor
aus lat. temperantia zu temperans, Gen. temperantis,
gan fossiler Urlandpflanzen. Telomer das; -s, -e u. Te
Part. Präs, von temperare, vgl. temperieren): Enthaltsam
lo I me Ire das; -n, -n (meist Plur.) (zu t...mer): a) durch Té
keit, Mäßigkeit [im Alkoholgenuss]. Temlpelrenzller
lomérisation entstandener Stoff (Chem. ) ; b) Endabschnitt
der; -s, -: Anhänger einer Mäßigkeits- od. Enthaltsam
eines Chromosoms (Genetik). Te|lo|me|ri|salti|on die;
keitsbewegung. Temlperlguss der; -es, ...güsse (zu engl.
-, -en (zu I...isation; Analogiebildung zu IPolymerisati
temper „Mischung“, dies zu to temper, vgl. tempern):
on): Spezialfall der radikalen Polymerisation, bei der rela
durch Glühverfahren unter Abscheidung von [Temtiv kurze Molekülketten entstehen (Chem.). Tellolphalse
per]kohle schmiedbar gemachtes Gusseisen, temlpelriedie; -, -n: Endstadium der indirekten Kernteilung, bei der
ren (aus lat. temperare „in das gehörige Maß setzen; in
aus den Tochterkernen wieder gewöhnliche Kerne entste
das richtige (Mischungs)verhältnis bringen“): 1. a) die
hen (Biol.). Tellos das; - (aus gleichbed. gr. télos): das
Temperatur regeln; b) [ein wenig] erwärmen. 2. mäßigen,
Ziel, der [End]zweck (Philos.)
mildern. 3. (die Oktave) in zwölf gleiche Halbtonschritte
tellquel, auch tel quel [tɛl'kɛl] (aus fr. tel quel „so wie“):
einteilen (Mus.), temlpern (aus gleichbed. engl. to tem
der Käufer hat die Ware so zu nehmen, wie sie ausfällt
per, eigtl. „mäßigen, abschwächen“, zu lat. temperare, vgl.
(Handelsklausel). Tel|quel|kurs [...'kel...] der; -es, -e:
Devisenkurs ohne Berechnung von Zinsen u. Spesen (Börtemperieren): einen Werkstoff über einen längeren Zeit
senw.)
raum mit Wärme behandeln, z.B. Eisen, um es leichter
hämmer- u. schmiedbar zu machen
Tellson das; -s, ...sa (aus gr. télson „Ende“): Endglied des
Hinterleibs bei Gliederfüßern (z.B. bei Krebsen; Biol.)
Tem pest [...pist] rfze; -, -s (aus gleichbed. engl. tempest,
eigtl. „Sturm“, dies aus lat. tempestas „Wetter, Sturm“):
Telma con Va I ri I a Izi I o I n i [- kɔn V...J das;---- (aus it. tema
con variazioni): Thema mit Variationen (Mus.)
mit zwei Personen zu segelndes Kielboot für den Rennse
Temibe die; -, -n (aus gleichbed. Suaheli tembe): vierecki
gelsport. temlpesltplso [tɛmpɛs...] tit.; zu lat. tempes
ges Haus in Ostafrika mit einem mit Erde bedeckten
tuosus „stürmisch“): stürmisch, heftig, ungestüm (Mus.).
Flachdach u. mit Lehm verputzten Wänden
Temlpi: Plur. von TTempo (2). temlpielren (zu lat. tem
Telmelnos das; -, ...ne [...ne] (aus gleichbed. gr. témenos):
pus „Zeit(punkt)“ u. t...ieren): (veraltet) den Zünder von
abgegrenzter heiliger [Tempel]bezirk im altgriech. Kult
Hohlgeschossen auf eine bestimmte Brennzeit einstellen
Telmex das; -, -[e] (Kurzw. aus engl. telemetry exchange
(Mil.). Temlpi paslsaiti (aus it. tempi passati „vergan
„Fernüberwachungsaustausch“): 1. (ohne Plur.) Fernmel
gene Zeiten“): das sind [leider/zum Glück] längst vergan
dedienst zur Fernüberwachung u. -Steuerung räumlich
gene Zeiten! Temlpist der; -en, -en (nach it. tempista
entfernter Objekte. 2. Fernsteuer- od. Fernüberwachungs
„jmd., der auf Tempo (1 b) spielt“; vgl. ...ist): Fechter, der
gerät. telmelxen: eine Fernsteuerung od. -Überwachung
Tempoaktionen bevorzugt
vornehmen
Templleilse der; -n, -n (meist Plur.) (aus mhd.
Temlmolku das; - (aus jap. temmo-ku): japan. Bez. für die
temp(e)leis(e) für altfr. templier, vgl. Templer): Gralshü
chin. Töpfereien der Sungzeit (10.-13. Jh.) mit schwarzer
ter, -ritter der mittelalterlichen Parzivalsage. Templier
der; -s, - (nach gleichbed. (alt)fr. templier zu tempie „Tem
od. brauner Glasur u. ihre japan. Nachbildungen
Temp <ier; -s, -s (Kurzform von Temperatur): Kennwort
pel“, dies aus lat. templum): 1. Angehöriger eines mittelverschlüsselter meteorologischer Meldungen einer Land
alterl. geistlichen Ritterordens. 2. Mitglied der Tempelge
station (Meteor.)
sellschaft, einer 1856 von Ch. Hoffmann gegründeten pie
Tem pel der; -s, - (aus gleichbed. lat. templum): 1. a) nicht
tistischen Freikirche
christlicher, bes. antiker Kultbau für eine Gottheit; b) ei temlpo (zu it. tempo, vgl. Tempo): Bestandteil bestimmter
nem Tempel (1) od. Pavillon ähnliches Gebäude. 2. heilige,
Fügungen mit der Bedeutung „in einem bestimmten Zeit
weihevolle Stätte, z.B. ein - der Kunst. 3. Gotteshaus (z. B.
maß, Rhythmus ablaufend“ ; tempo di marcia ['marʧa] : im
der Mormonen), temlpeln: tTempeln spielen. Tem
Marschtempo; tempo giusto [ʤʊsto]: in angemessener
peln das; -s: ein Kartenglücksspiel, bei dem die Einsätze
Bewegung; tempo primo: im früheren, anfänglichen Tem
der Spieler auf eine auf den Tisch gezeichnete tempelartige
po; tempo rubato: svw. rubato. Temlpo das; -s, Plur. -s u.
Figur gesetzt werden
Tempi (aus it. tempo „Zeit(maß, -raum)“, dies aus lat.
Temlpelra die; -, -s (aus gleichbed. it. tempera zu tempera
tempus, vgl. Tempus): 1. (Plur. -s) a) Geschwindigkeit, mit
re „mischen“, dies aus lat. temperare, vgl. temperieren): 1.
der eine Bewegung abläuft ; b) (ugs.) Schnelligkeit, Hast. 2.
kurz für Temperafarbe. 2. (selten) kurz für Temperamale
a) zeitlicher Vorteil eines Zuges im Schach; b) (bei der Pa
rei (2). Temperafaribe die; -, -n: mit einer Emulsion
rade) Hieb in den gegnerischen Angriff, um einem Treffer
(bes. mit Eigelb) gebundene Künstlerfarbe. Temlpelrazuvorzukommen (Fechten). 3. (Plur. meist Tempi) für den
mallelrei die; -, -en: 1. (ohne Plur.) [bes. im Mittelalter
Vortrag geeignetes, dem entsprechenden Werk angemes
gebräuchliche] Art der Malerei mit deckenden Farben, die
senes musikalisches Zeitmaß. 4. ® (Plur. nur -s; ugs.)
mit verdünntem Eigelb, Feigenmilch, Honig, Leim od.
Kurzform von Tempotaschentuch (Papiertaschentuch).
ähnlichen Bindemitteln vermischt werden. 2. in dieser
Temlpolakltilon die; -, -en: svw. Tempo (2 b). TemlpoMaltechnik ausgeführtes Kunstwerk. Temlpelralment
lilmit das; -s, -s: allgemeine Geschwindigkeitsbegren
das; -[e]s, -e (aus lat. temperamentum „rechtes Maß, die
zung. Temlpolmat der; -en, -en (Kurzw. aus TTempo u.
1337
Î Automat): [elektron,] Fahrgeschwindigkeitsregler od.
-begrenzer für Kraftfahrzeuge. Temlpolra: Plur. von
Î'Tempus u. t2Tempus. ’tem|po|ral <aus lat. temporalis
„die Zeit betreffend“ zu tempus (vgl. 'Tempus), Bed. 2 aus
gleichbed. spätlat. temporalis): 1. zeitlich, das Tempus be
treffend (Sprachw.); temporale Konjunktion: zeitliches
Bindewort (z. B. nachdem). 2. (veraltet) weltlich; vgl. ...al/
...eil. 2tem|po|ral (aus gleichbed. spätlat. temporalis zu
lat. tempus (vgl. "Tempus), dies zu tendere „sich erstre
cken“): zu den Schläfen gehörend (Med.). Tem|po|ra|lien [...ion] die (Plur.) (aus gleichbed. mlat. temporalia zu
lat. temporalis, vgl. 'temporal): die mit einem Kirchenamt
verbundenen Einkünfte (kath. Kirchenrecht). Temlporallsatz der; -es, ...sätze (zu Î'temporal): Umstandssatz
der Zeit (z. B. während er kochte, spielte sie mit den Kin
dern). Tem|po|ral|va|ri|alti|on [,..v...] die; jahreszeit
lich bedingter Wechsel im Aussehen der Tiere (Zool.).
tem po ra multanltur {lat.; „die Zeiten ändern sich“):
alles wandelt, ändert sich, temlpolrär (über fr. temporai
re aus gleichbed. lat. temporarius; vgl. ...är): zeitweilig
[auftretend], vorübergehend; temporäres Gewässer: svw.
periodisches Gewässer; temporäre Datei: eine Datei, die
während der Laufzeit eines Programms (4) erstellt, jedoch
nach dem Beenden des Programms wieder gelöscht wird
(EDV), temlpolrell (aus gleichbed. fr. temporel): (veral
tet) zeitlich, vergänglich, irdisch, weltlich; vgl. ...al/...eil.
tem|po|ri|sie|ren (über/r. temporiser aus mlat. tempo
rizare „zögern, verweilen“): (veraltet) 1. jmdn. hinhalten.
2. sich den Zeitumständen fügen. 'Temlpus das; -, Tem
pora (aus lat. tempus „Zeit(abschnitt)“): Zeitform des
Verbs (z.B. Präsens). 2Temlpus das; -, Tempora (meist
Plur.) (aus lat. tempus, Gen. temporis „Schläfe“): Schläfe,
die Seitenpartien des Kopfes zwischen Ohr u. Stirn
(Anat.)
te mullent (aus lat. temulentus „betrunken, berauscht“):
(veraltet) trunken, taumelnd. Telmullenz die; - (aus lat.
temulentia „Trunkenheit“ zu temulentus, vgl. temulent):
das Taumeln, Trunkenheit, bes. infolge Vergiftung mit den
Rostpilzen eines Getreideunkrauts (Med.)
Telnaillle [tə'na:jə]
-, -n (aus fr. tenaille „Zange“, dies
über vulgärlat. tenacula aus spätlat. tenaculum, vgl. Tenakel): altes Festungswerk, dessen Linien abwechselnd einu. ausspringende Winkel bilden. Telnalkel das; -s, - (aus
spätlat. tenaculum „Gerät zum Halten, Halter“ zu Zai. te
nere „(fest)halten“): 1. Vorrichtung zum Halten des Ma
nuskripts beim Setzen (Druckw.). 2. (veraltet) Rahmen
zum Befestigen eines Filtertuchs
Telnallgie* die; -, ...ien (zu gr. ténôn „straffes Band; Seh
ne“ u. î...algie): Sehnenschmerz (Med.)
Te|na|zi|tät die; - (aus lat. tenacitas, Gen. tenacitatis „(zä
hes) Festhalten“ zu tenax „fest haltend“, dies zu tenere
„(fest) halten“): 1. Zähigkeit; Ziehbarkeit; Zug-, Reißfes
tigkeit (Phys., Chem., Techn.). 2. Widerstandsfähigkeit ei
nes Mikroorganismus (z.B. eines Virus) gegenüber äuße
ren Einflüssen (Med.). 3. Beharrlichkeit, Hartnäckigkeit;
Zähigkeit, Ausdauer (Psychol.)
Tenldenz die; -, -en (wohl unter Einfluss von älter engl. ten
dency, fr. tendance zu tendre „spannen, (sich aus)strecken“, dies aus lat. tendere): 1. Hang, Neigung. 2. a) er
kennbare Absicht, Zug der Zeit, Richtung; eine Entwick
lung, die gerade im Gange ist, die sich abzeichnet; Ent
wicklungslinie; b) (abwertend) Darstellungsweise, mit der
etwas bezweckt od. ein bestimmtes (meist politisches) Ziel
erreicht werden soll; c) (meist Plur.) Strömung, tenldenzi ell (nach gleichbed. fr. tendanciel): der Tendenz nach,
entwicklungsmäßig. ten|den|zi|ös (nach gleichbed. fr.
tendancieux; vgl. ...ös): von einer weltanschaulichen, po
litischen Tendenz beeinflusst u. daher als nicht objektiv
empfunden. Tenldenzlliltelraltur die; - (zu tTendenz):
Tenor
Literatur, die die künstlerischen Werte hinter politischideologischen Bezügen zurücktreten lässt od. in der diese
Bezüge das eigentliche Anliegen des Autors sind
Tenlder der; -s, - (aus gleichbed. engl. tender, gekürzt aus
attender „Pfleger“ zu to attend „pflegen, aufwarten“, dies
über das Altfr. aus Zaz. attendere „aufmerksam beach
ten“): 1. an die Dampflokomotive angekoppelter Wagen,
in dem Kohle u. Wasser mitgeführt werden. 2. Begleit
schiff, Hilfsfahrzeug (Seew.)
Tenderizer ['tɛndəraizə] <fer; -s, - (aus gleichbed. engl.
tenderizer zu to tenderize „(Fleisch) weich und zart ma
chen“, zu tender „zart“, dies über (alt)fr. tendre zu lat. te
ner „zart, weich“): Bez. für die zur Beschleunigung der
Fleischreifung verwendeten Enzyme
tenldielren (rückgebildet aus tTendenz; vgl. ...ieren): zu
etwas neigen; auf etwas gerichtet sein. Tenldilnes
[,,,ne:s]: Plur. von 1 Tendo. Ten |di Iniltis die; -, ...itiden (zu
lat. tendere (vgl. Tendenz) u. t...itis): Sehnenentzündung
(Med.). Ten|di|no|se die; -, -n (zu î '...ose): schmerzhafte
degenerative Sehnenerkrankung (Med.). Tenido der; -s,
...dines [,,,ne:s] (aus gleichbed. nlat. tendo, Gen. tendini
tis, zu ZaZ. tendere, vgl. Tendenz): Sehne, straffes, nur we
nig dehnbares Bündel paralleler Bindegewebsfasern
(Anat.). Tenldolpalthie die; -, ...ien (zu Î ...pathie): Sammelbez. für alle Sehnenerkrankungen (Med.). Tenldolvagilniltis [,..v...] die; -, ...itiden: Sehnenscheidenentzün
dung (Med.)
tenldre* [ tä:drs] </k; „feinfühlig; zärtlich“, aus lat. tener):
(veraltet) zart, milde, weichherzig, zärtlich. Tenldre das;
-s, -s (zu fr. tendre, vgl. tendre): (veraltet) Vorliebe, Nei
gung. Tenldresse [tä'dres] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed.
fr. tendresse): (veraltet) 1. Zärtlichkeit, zärtliche Liebe.
2. Vorliebe
Tenldu [tä'dy:] die; -, -s (zu fr. tendu „ausgestreckt“, Part.
Perf. von tendre, vgl. Tendenz): Beinbewegung, bei der das
gestreckte Bein aus einer geschlossenen Position mit der
Fußspitze so weit gleitet, bis ihre äußerste Entfernung vom
Standbein weg erreicht ist (Ballett)
Te|ne|berlleuch|ter der; -s, - (zu lat. tenebrae (Plur.)
„Finsternis“): ein spätmittelalterlicher Leuchter, dessen
12-15 Kerzen nur in der Karwoche angezündet wurden
te|ne|ra|men|te {it.;zulat. tener „zart, weich“): zart, zärt
lich (Vortragsanweisung; Mus.)
Te|nelrif|fa|ar|beit die; -, -en (nach Teneriffa, einer der
Kanarischen Inseln): auf Teneriffa übliche Durchbruch
arbeit, Sonnenspitze (Handarbeit)
Telneslmus der; - (aus nlat. tenesmus, dies nachgr. teinesmös „gespannter, harter Leib, Hartleibigkeit“): andauern
der schmerzhafter Stuhl- od. Harndrang (Med.)
Tenlnis das; - (aus gleichbed. engl. tennis zu mittelengl. te
nes, tenetz, dies zu (alt)fr. tenez! „nehmt!“ od. „haltet!“,
wohl Zuruf des Aufschlägers an seinen Mitspieler): ein
Ballspiel zwischen zwei od. vier Spielern, die mit einem
Schläger den Ball über ein etwa 1 m hohes Netz hin- u. zu
rückschlagen; vgl. Racket. Tenlnisiturlnier das; -s, -e:
im Tennis ausgetragenes Turnier (2)
Tenlno der; -s, -s (aus gleichbed. jap. tennö, eigtl. „himm
lischer (Herrscher)“): japan. Kaisertitel; vgl. 'Mikado (1)
Teinodese die; -, -n (zu gr. ténôn „straffes Band; Sehne“,
dein „(an)binden“ u. t...ese): operative Verankerung einer
Sehne am Knochen bei Muskellähmung (Med.). Telnoplastik die; -, -en: chirurgisches Verfahren zur Überbrü
ckung eines Sehnendefektes bzw. zur Veränderung einer
zu kurzen od. zu langen Sehne (Med.)
’Telnor der; -s, Plur. Tenöre, österr. auch -e (aus gleichbed.
it. tenore, eigtl. „(die Melodie) haltende (Hauptstimme)“,
dies aus lat. tenor, vgl. "Tenor): 1. hohe Männersingstim
me. 2. Tenorsänger. 3. (ohne Plur.) Gesamtheit der Tenor
sänger in einem Chor. 4. (ohne Plur.) solistischer, für den
1338
Tenor
'Tenor (1) geschriebener Teil eines Musikwerks. 2Te|nor
der; -s (aus lat. tenor „Ton(höhe) einer Silbe; Sinn, Inhalt“
zu tenere „(gespannt) halten“): 1. grundlegender Gehalt,
Sinn, Wortlaut. 2. a) Haltung, Inhalt eines Gesetzes; b) der
entscheidende Teil des Urteils (Rechtsw.). 3. Stimme, die
im ICantus firmus den Melodieteil trägt; Abk.: t, T. Tenolra i/te; -, -s (aus gleichbed. span, tenora): katal. Abart
der Oboe (Mus.), telnolral (zu t'Tenor u. T '...al (1)>: te
norartig, die Tenorlage betreffend. Te|nor|ba|rilton der;
-s, Plur. -e u. -s: 1. Baritonsänger mit tenoraler Stimmlage.
2. Baritonstimme mit tenoraler Stimmlage. Te|nor|bass
der; -es, ...bässe: svw. Tuba (1). Te|nor|buf|fo der; -s, -s:
1. Tenor für heitere Opernrollen. 2. zweiter Tenor an ei
nem Operntheater. Telnölre: Plur. von t'Tenor. Telnorist der; -en, -en (zu t'Tenor u. T ...ist): Tenorsänger [im
Chor]
Telnolrit [auch ,..'nt] der; -s, -e (nach dem ital. Botaniker
M. Tenore (1780-1861) u. zu t2...it>: in sehr dünnen Täfel
chen od. in erdigen Massen auftretendes schwarzes Mine
ral
Telnorlschlüslsel
-s (zu t 'Tenor): C-Schlüssel auf der
vierten Notenlinie
Te no tom das; -s, -e (zu gr. ténôn „straffes Band; Sehne“
u. tomos „schneidend“): spitzes, gekrümmtes Messer für
Sehnenschnitte (Med.). Telnoltolmie die; - (zu t...tomie): operative Sehnendurchschneidung (Med.)
Tenlsid das; -[e]s, -e (zu lat. tensum, Part. Perf. (Neutrum)
von tendere, vgl. Tendenz): die Oberflächenspannung des
Wassers herabsetzender Zusatz in Wasch- u. Reinigungs
mitteln. Tenlsilon die; -, -en (aus lat. tensio „Spannung“):
Spannung von Gasen u. Dämpfen; Druck (Phys.). Tensolmelter das; -s, - (zu t'...meter): Gerät für Dehnungs
od. Stauchungsmessungen. Tenlsor der; -s, ...oren (zu lat.
tensus, Part. Perf. von tendere (vgl. Tendenz) u. t...or): 1.
Begriff der Vektorrechnung (Math.). 2. Spannmuskel
(Med.). Tenlsorlkallkül der; -s, -e (zu t2Kalkül>: die Ge
samtheit der math. Regeln, nach denen das Rechnen mit
Tensoren (1) erfolgt
Tenltalkel der od. das; -s, - (meist Plur.) (aus nlat. tentaculum zu lat. tentare, Nebenform von temptare „(prüfend)
betasten“): 1. Fanghaar fleischfressender Pflanzen. 2.
beweglicher Fortsatz in der Kopfregion niederer Tiere
zum Ergreifen der Beutetiere. Ten|ta|ku|lit [auch ... lit]
der; -en, -en (zu t3...it): eine ausgestorbene Flügelschne
cke. Tenltalmen das; -s, ...mina (aus lat. tentamen, temp
tamen „Versuch“): 1. Vorprüfung (z.B. beim Medizinstu
dium). 2. Versuch (Med.). Tenltaltilon die: -, -en (aus
gleichbed. spätlat. tentatio, temptatio): (veraltet) Versu
chung. tenltaltiv (vgl./r. tentatif bzw. engl. tentative (zu
lat. tentare, vgl. Tentakel)): versuchsweise, probeweise.
Tenltaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. tentator,
temptator); (veraltet) Verführer, terɪltielren (über/r. ten
ter aus lat. tentare, vgl. Tentakel): 1. (veraltet, aber noch
landsch.) untersuchen, prüfen; versuchen, unternehmen,
betreiben, arbeiten. 2. (österr. ugs.) beabsichtigen
Telnü [ts'ny] vgl. Tenue, telnue ['te:nue] vgl. tenuis. Te
nue [ts'ny] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. la tenue, substan
tiviertes Part. Perf. von tenir „sich halten“, dies aus lat. te
nere, vgl. tenuto): (Schweiz.) 1. Art und Weise, wiejmd. ge
kleidet ist, 2. a) Anzug; b) Uniform, telnulis u. tenue
['te:nue] {lat.}: dünn, zart (Med.). Telnulis die; -, Tenues
['te:nue:s]: stimmloser Verschlusslaut (z. B. p); Ggs. T Me
dia (1). tel nu Ito <z7.; Part. Perf. von tenere, dies aus lat. te
nere „[gespannt] halten“, vgl. 'Tenor): ausgehalten, getra
gen (Vortragsanweisung; Mus.); Abk.: t, ten.; ben -: gut
gehalten (Vortragsanweisung; Mus.). Ten|zo|ne die; -, -n
(aus gleichbed. provenzal. tenso(un), dies aus lat. tensio
„Ausdehnung“): Wett- od. Streitgesang der provenzalischen ÎTroubadoure
[...'kali] der; -[s], -s (zu aztek. (Nahuatl) teotl
„Gott“ u. calli „Haus“): pyramidenförmiger aztek. Kult
bau mit Tempel. Teiolsinite die; - (aus aztek. (Nahuatl)
teocentli, zu centli „Kornähre“): in Mittelamerika behei
matetes hochwüchsiges Gras, das als Grünfutter verwen
det wird
Telpalche [te'patʃə] der; - (aus amerik.-span. tepache zu az
tek. (Nahuatl) tepitl „eine Art Korn“ u. atl „Wasser“):
svw. Pulque
Telpallen die (Plur.) (zu/r. tépale, beeinflusst durch sépale
„Kelchblatt“ u. pétalé „mit Blütenblättern versehen“): die
gleichartigen Kelch- u. Blütenblätter des T Perigons (Bot.)
Telpe der; -[s], -[s] (aus gleichbed. türk, tepe, eigtl. „Hü
gel“): vorgeschichtlicher Siedlungshügel
Telphilgramm das; -s, -e (Kurzw. aus T (Formelzeichen
für Temperatur), f [fi:] (Formelzeichen für Entropie) u.
t...gramm): grafische Aufzeichnung wetterdienstlicher
Messergebnisse
Telphra* die; - (aus gr. téphra „Asche“): Sammelbez. für
vulkanische Lockerstoffe. Telphrit [auch ,..'nt] der; -s, -e
(zu t2...it): ein graues, selten schwarzes basaltisches Er
gussgestein (Geol.). Te phro chro nollo gie die; -: Me
thode der geologischen Datierung mithilfe (durch den
Wm . weit verbreiteter) vulkanischer Aschen, deren Aus
wurfsort u. -zeit bekannt sind. Telphrolit [auch ... it] der;
-s, -e (zu t2...it): ein rötliches Mineral
Telpildalrilum das; -s, ...ien [...ian] (aus gleichbed. lat. te
pidarium zu tepidus „lau“): 1. temperierter Abkühlraum
der römischen Thermen. 2. (veraltet) Gewächshaus
Telquilla [te'ki:la] der: -[s] (aus mex. -span, tequila, nach der
gleichnamigen mexik. Stadt): ein aus ÎPulque durch Des
tillation gewonnener mexik. Branntwein
Telra... (zu gr. téras „außergewöhnliches Vorzeichen“,
eigtl. „(Wunder)zeichen“): Vorsatz vor Maßeinheiten mit
der Bedeutung das Billionenfache (10'2fache) der genann
ten Maßeinheit, z. B. Terameter (Tm) = 10'2m; Zeichen T.
Te I ra I byte [.. .bait] das; -[s], -[s] : Maßeinheit für sehr gro
ße Speicherkapazitäten; 240 TByte; Zeichen TB. Telramelter [auch 'te:ra...] der, Schweiz, nur so, auch das; -s, -:
eine Billion (IO'2) Meter; Zeichen Tm. telralto..., Telrato... (zu gr téras, Gen. tératos „etwas ungeheuer Großes,
Schreckbild“; vgl. Tera...): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „Fehlbildung“, z. B. teratogen, Teratologe. teratogen (zu t...gen>: Fehlbildungen bewirkend (z.B.
von Medikamenten; Med.). Telraltolgen das; -s, -e: Sub
stanz, die zu Fehlbildungen der Leibesfrucht führt (Med.).
Te|ra|to|ge|nelse die; -, -n: Entstehung u. Entwicklung
von körperlichen od. organischen Fehlbildungen während
der Embryonalentwicklung im Mutterleib (Med.), telratolid (zu Î ...oid): einem Teratom (im histologischen Auf
bau) ähnlich (von Tumoren; Med.). Te|ra|to|lo|ge der;
-n, -n (zu t.. .loge) : Wissenschaftler auf dem Gebiet der Te
ratologie (Med.). TelraItoliolgie die; - (zu t ...logie): Teil
gebiet der Medizin, das sich mit den körperlichen u. orga
nischen Fehlbildungen befasst (Med.), telraltollolgisch
(zu t...logisch): die Teratologie betreffend. Te ra tom
das; -s, -e (zu t...om): angeborene Geschwulst aus Gewe
ben, die sich aus Gewebsversprengungen entwickeln
(Med.). Te|ra|to|skop* der; -en, -en (zu gr. skopós „Be
obachter“): (veraltet) Deuter von Wunderzeichen. Te|ratolskolpie* die; - (zu t...skopie>: (veraltet) Deutung von
Wundern. Te|ra|to|sper|mie die; -, ...ien (zu tSpermau.
T2...ie>: Ausscheidung einer Samenflüssigkeit mit über
30% missgestalteten Samenfäden (Med.). Telralwattstunlde die; -, -n (zu TTera...): vor allem in der Energie
technik verwendete Einheit der Energie; Zeichen TWh
Terlbilum das; -s (aus nlat. terbium, nach dem schwed. Ort
Ytterby u. zu t ...ium}: ehern. Element aus der Gruppe der
tLanthanoide, Seltenerdmetall; Zeichen Tb
Telolcallii
1339
die; -, -n (über lat. terebinthus aus gleichbed.
gr. terébinthos): t Pistazie (1) des Mittelmeergebietes, aus
deren Rinde Terpentin u. Gerbstoff gewonnen werden;
Terpentinbaum
Te|re|bra* die; -, ...rae [...re] (aus lat. terebra „(Mauer)bohrer“ zu terere „(zer)reiben“): ein altes Belagerungswerk
zeug zum Lockern der Mauersteine durch Ausbohren der
Fugen. Telrelbraltel t/ie; -, -n (zu lat. terebratus, Part.
Perf. von terebrare „bohren“ zu terebra „Bohrer“): fossi
ler Armfüßer
Telrem der; -[s], - (aus gleichbed. russ. terem, eigtl. „oberer
Wohnraum“): russ. Palastbau des 17. Jh.smit reich geglie
derter Fassade
Te rephithal säu re* die; - (Kunstw.): eine aromatische
Dikarbonsäure. Ausgangsstoff für Polyesterfaserstoffe u.
-folien
Terlgal® das; -s (Kunstw.): 1. eine synthetische Textilfaser
aus Polyester. 2. Gewebe aus Tergal (1)
Terlgi: Plur. von tTergum. Terlgilverlsaltilon [...v...] die;
-, -en (aus gleichbed. lat. tergiversado zu tergiversari, vgl.
tergiversieren): (veraltet) Ausflucht, Weigerung, terlgiversieren (aus gleichbed. lat. tergiversari zu tergum
(vgl. Tergum) u. vertere „sich drehen, wenden“; vgl. ..de
ren): (veraltet) Ausflüchte suchen, sich weigern.Terlgum
das; -s, ...gi (aus lat. tergum „Rücken“): Rückenschild, der
Îdorsale Teil bei Insekten (Zool.)
Term der; -s, -e (aus gleichbed. fr. terme, eigtl. „Grenze, Be
grenzung“, dies aus (m)lat. terminus, vgl. Termin): 1. [Rei
he von] Zeichen in einer formalisierten Theorie, mit der
od. dem eines der in der Theorie betrachteten Objekte dar
gestellt wird. 2. Zahlenwert der Energie eines Î mikrophy
sikalischen Systems (eines Atoms, Ions od. Moleküls;
Phys.). 3. svw. Terminus (Sprachw.). 1Ter|me: Plur. von
ÎTerm. 2Ter|me der; -n, -n (aus gleichbed. fr. terme, vgl.
Term): (veraltet) Grenzstein, -säule. Terlmin der; -s, -e
(über mlat. terminus „(Zahlungs)frist“ aus lat. terminus
„Ziel, Ende“, eigtl. „Grenzzeichen, Grenze“): 1. a) festge
setzter Zeitpunkt, Tag; b) Liefer-, Zahlungstag; Frist. 2.
vom Gericht festgesetzter Zeitpunkt für eine Gerichtsver
handlung. teijmilnal (aus gleichbed. lat. terminalis, vgl.
Terminal): die Grenze, das Ende betreffend, zum Ende ge
hörend. Ter|mi|nal ['to:nminəl, 'teer..., engl. 'tə:mml] der.
auch das; -s, -s (aus gleichbed. engl. terminal (station) zu
terminal „das Ende bildend. End-“, dies aus lat. terminalis
„zur Grenze gehörend“ zu terminus, vgl. Termin): 1. a)
Abfertigungshalle für Fluggäste; b) Empfangsgebäude
eines Bahnhofs. 2. Anlage zum Be- u. Entladen in Bahn
höfen od. in Häfen. 3. (meist das) Datenendstation, Vor
richtung für die Ein- od. Ausgabe von Daten an einer
Datenverarbeitungsanlage (EDV). Ter|mi|na|li|en [tsrmi na:liən] die (Plur.) (aus gleichbed. lat. Terminalia): altröm. Fest zu Ehren des röm. Gottes Terminus (am 23.
Februar). Ter|mi|nal|sta|dilum das; -s, ...ien [,,,iən] (zu
Îterminal): letztes Stadium des Lebens (vor dem Tod;
Med.). Terjmilnant der; -en, -en (zu mlat. terminans,
Gen. terminantis „in abgegrenzten zugewiesenen Gebie
ten Almosen sammelnd“, Part. Präs, von lat. terminare,
vgl. terminieren): Bettelmönch. Terlmilnaltilgn <a7<?; -,
-en (aus gleichbed. lat. terminatio zu terminare, vgl. ter
minieren): (selten) Begrenzung, Beendigung, terlmilnativ (zu lat. terminatus, Part. Perf. von terminare „beendi
gen“, u. t ...iv): den Anfangs- od. Endpunkt einer verbalen
Handlung mit ausdrückend (von Verben, z. B. holen, brin
gen; Sprachw.). 1Ter|mi|na|tor der; -s, ...oren (aus spätlat. terminator „Abgrenzer“ zu lat. terminare, vgl. termi
nieren): Grenzlinie zwischen dem beleuchteten u. dem im
Schatten liegenden Teil des Mondes od. eines Planeten
(Astron.). 2Ter|milna|tor ['tə:mɪneɪtə] der: -s, -[s] (aus
engl. terminator „jmd., der etw. beendet“, dies aus lat. ter
Te re bin the
Terotechnik
minator, vgl. 'Terminator): Gestalt aus dem Bereich der
Î Science-Fiction, die aus der Zukunft in die Gegenwart
wirkt, um bestimmte Entwicklungen zu beeinflussen od.
zu unterbrechen.Teijmilner [ter...] der; -s, - (zu ITermin;
wohl Analogiebildung zu Planer): Angestellter eines In
dustriebetriebes, der für die Ermittlung der Liefertermine
u. dementsprechend für die zeitliche Steuerung des Pro
duktionsablaufs verantwortlich ist. Teijminlgelschäft
das; -[e]s, -e: Zeitgeschäft, bei dem zu einem späteren Zeit
punkt zum Kurs bei Vertragsabschluss zu liefern ist.Termilni: Plur. von tTerminus. terlmilnielren (nach lat.
terminare „begrenzen, abgrenzen“): 1. a) befristen; b)
zeitlich festlegen. 2. innerhalb eines zugewiesenen Gebiets
Almosen sammeln (von Bettelmönchen). Terlmilnismus der: - (zu lat. terminus (vgl. Terminus) u. t...ismus
(1)> : philos. Lehre, nach der alles Denken nur ein Rechnen
mit Begriffen ist (eine Variante des ÎNominalismus; Phi
los.).Ter|mi|nist der; -en, -en (zu Î ...ist): Anhänger, Ver
treter des Terminismus. terlmilnisltisch (zu T...istisch):
den Terminismus betreffend. Ter|mi|no|lo|ge der; -n, -n
(zu T...loge): [wissenschaftlich ausgebildeter] Fachmann,
der fachsprachliche Begriffe definiert u. Terminologien
erstellt.Teijmilnollolgie die; -, ...ien (zu Î ...logie): a) Teil
des Wortschatzes einer gegebenen Sprache, der haupt
sächlich durch ein bestimmtes Berufs-, Wirtschafts-, Tech
nikmilieu gestaltet ist u. von denen, die ihm angehören,
verwendet wird; b) Wissenschaft von der Terminologie (a)
als theoretischer Grundlage der Fachwortschatzlexikogra
fie od. der praktischen Kenntnis der Bearbeitung wissen
schaftlicher u. technischer Wörterbücher, teijmilnollogisch (zu t...logisch): die Terminologie betreffend, dazu
gehörend. Terlminlpalpielre die (Plur.): zum Termin
handel an der Börse zugelassene Wertpapiere. Terlminus der; -, ...ni (über mlat. terminus „festgelegter Zeit
punkt; Aussage, Wort“ aus lat. terminus, vgl. Termin): 1.
Begriff (Philos.). 2. Fachausdruck, Fachwort; Terminus
ad quem: Zeitpunkt, bis zu dem etwas gilt od. ausgeführt
sein muss (Philos.; Rechtsw.); Terminus ante quem: svw.
Terminus ad quem; Terminus a quo: Zeitpunkt, von dem
an etwas beginnt, ausgeführt wird (Philos.; Rechtsw.);
Terminus interminus: das unendliche Ziel alles Endlichen
(Nikolaus von Kues; Philos.); Terminus post quem: svw.
Terminus a quo.Teijmilnus tech ni cus [- ...kos] der; -, ...ni ...ci [...tsi] (zu nlat. technicus, vgl. Technik): Fach
wort, Fachausdruck
Ter|mi|te die; -, -n (meist Plur.) (zu spätlat. termes, Gen.
termitis, Nebenform von tarmes „Holzwurm“): Staaten
bildendes, den Schaben ähnliches Insekt bes. der Tropen
u. Subtropen
Terlmon das; -s, -e (Kunstw. aus determinieren u. Hor
mon): hormonähnlicher, geschlechtsbestimmender Wirk
stoff bei TGameten (Med., Biol.)
Terms of Paylment [tə:mz əv peɪmənt] die (Plur.) (aus
engl. terms of payment „Zahlungsbedingungen“): Zah
lungsgewohnheiten im internationalen Handel. Terms of
Trade [- - treɪd] die (Plur.) (aus engl. terms of trade „Han
delsbedingungen“): die Austauschrelation zwischen den
Import- u. Exportgütern eines Landes (Wirtsch.)
terinär (über gleichbed. fr. ternaire aus spätlat. ternarius zu
lat. terni „je drei“; vgl. ...är): dreifach; aus drei Stoffen be
stehend; ternäre Verbindung: aus drei Elementen aufge
baute ehern. Verbindung. Terlne die; -, -n (aus it. terna
„Dreizahl“, dies zu lat. terni, vgl. ternär): (veraltet) Zu
sammenstellung von drei Nummern (Lottospiel). Terlnion die; -, -en (aus lat. ternio „die Zahl drei“): (veraltet)
Verbindung von drei Dingen. Terlno der; -s, -s (aus it. ter
no „Treffer von drei Zahlen“): (österr.) svw. Terne
Telroltechlnik die; -, -en (zu gr. têreîn „bewahren“ u.
TTechnik): svw. Terotechnologie (2). Te|roltech|no|lo-
Terp
çfiedie; -, ...ien: 1. (ohne Plur.) Lehre von der Instandhal
tung u. Reparatur technischer Anlagen u. Gebäude.
2. praktische Anwendung der Terotechnologic (1)
Terp die; -, -en (aus gleichbed. niederl. terp): künstlich auf
geschütteter Hügel an der Nordseeküste, auf dem [in vor
geschichtlicher Zeit] eine Siedlung oberhalb der Flutwas
sergrenze angelegt wurde
Terlpen das; -s, -e (gekürzt aus tTerpentin; vgl. ...en): or
ganische Verbindung (Hauptbestandteil ätherischer Öle).
Terlpelnolilde die (Plur.) <zul...oid>: zusammenfassen
de Bez. für die Terpene sowie zahlreiche weitere, den Ter
penen strukturell od. genetisch nahestehende organische
Verbindungen (z.B. Gibberelline; Chem.). Terlpenltin
das (österr. meist der); -s, -e (aus mlat. (resina) terebin
tina „Harz der Terebinthe“ zu lat. terebinthinus, gr. tere
binthinos „zur Terebinthe gehörend“): a) Harz verschie
dener Nadelbäume; b) (ugs.) Kurzform von ÎTerpentinöl.
Terlpenltinlöl das; -[e]s, -e: aus Terpentin (a) gewonne
nes Lösungsmittel für Lacke, Farben u.a. Terlpenltinpistazie [,,,iə] die; -, -n: svw. îTerebinthe (Bot.). Ter
pin das; -s, -e (zu TTerpen u. t...in (1)): gesättigter zwei
wertiger Terpenalkohol, der synthetisch gewonnen wird u.
bes. zur Herstellung von Riechstoffen dient (Chem.). Terpi ne ol das; -s, -e (zu T...ol): in fünf Isomeren vorkom
mender, ungesättigter Terpenalkohol (Chem.)
Terlra d/e; - (aus gleichbed. lat. terra): Erde, Land (Geogr.).
Terlra di Silelna die;---- (aus it. terra di Siena „Siena
erde“): svw. Siena (2). Terlrae [...e] die (Plur.) (aus lat.
terrae, Plur. von terra): gebirgige Hochländer der Mond
kruste, die die Î Mare hoch überragen. Terlra firlmedze; - (aus port, terra firme „Festland“): überschwemmungs
freies Land im Amazonastiefland. Terlra fuslca [- ...ka]
die; - -, ...rae ...cae ['tɛre fʊstsɛ] (aus gleichbed. lat. terra
fusca): braunroter Boden mit geringerem Eisengehalt als
Terra rossa. Terlrain [tɛ'rɛ:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
terrain, dies aus lat. terrenum „Erde, Acker“, eigtl. „aus
Erde Bestehendes“, zu terra „Erde“): 1. a) Gebiet, Gelän
de; b) Boden, Baugelände, Grundstück. 2. Erdoberfläche
(im Hinblick auf ihre Formung; Geogr.). 3. Sach-, Interes
sengebiet, Tätigkeitsbereich. Terlra in|colgni|ta* [- in'kɔ...] die; - (aus gleichbed. /az. terra incognita, zu incogni
tus „unbekannt“): 1. unbekanntes Land. 2. unerforschtes,
fremdes Wissensgebiet; wissenschaftliches Neuland. Terralkptlta die; -, ...tten (österr. nur so), auch TerlralkotXedie; -, -n (aus gleichbed. it. terracotta zu terra „Erde“ u.
cotto „gebrannt“, Part. Perf. von cuocere „kochen, braten,
brennen“, dies aus gleichbed. lat. coquere) : 1. (ohne Plur.)
gebrannte Tonerde, die beim Brennen eine weiße, gelbe,
braune, hell- od. tiefrote Farbe annimmt. 2. antikes Gefäß
od. kleine Plastik aus Terrakotta (1). Terlra llith [auch
...lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T ...lith): (veraltet)
nicht glasierte, mit ÎFirnis überzogene Tonkeramik. Terralmalre die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. it. terramara): bronzezeitliche Siedlung in der Poebene. Terlramylcin [,,,'tsi:n] u. Terlralmylzin das; -s (zu IMyzet u.
I ...in ( 1)) : gegen Kokken u. Virusinfektion hochwirksames
Antibiotikum. Terlra nul|li|us die; - - (aus gleichbed. lat.
terra nullius) : Niemandsland, zu keinem Staat gehörendes
Gebiet. Terlralrilalner der; -s, - (zu ITerrarium u.
t,,,aner): Terrarienliebhaber. Ter|ra|risltik die; - (zu
t...istik>: Terrarienkunde. Ter|ra|rilum das; -s, ...ien
[...ion] (zu lat. terra „Erde“ u. T...arium; Analogiebildung
zu Î Aquarium): 1. Behälter für die Haltung kleiner Land
tiere. 2. Gebäude [in einem zoologischen Garten], in dem
Lurche u. Reptilien gehalten werden. Terlra rpslsa die; -, Terre rosse (aus it. terra rossa „rote Erde“): roter Ton
boden, entstanden durch Verwitterung von Kalkstein in
warmen Gegenden. Terlra rolxa [- 'roʃa] die; - - (ausport.
terra roxa „rote Erde“): tiefroter, humoser Boden der bra
1340
silianischen Kaffeeanbaugebiete. Terlra silgilllalta die; - (aus lat. terra sigillata „gesiegelte Erde“; nach dem auf
gepressten Herstellersiegel): Geschirr der röm. Kaiserzeit
aus rotem Ton, mit figürlichen Verzierungen u. dem Fa
brikstempel versehen. Terlraslsedze; -, -n (aus gleichbed.
fr. terrasse, eigtl. „Erdaufhäufung“, dies über altfr. terrace
u. das Altprovenzal. zu lat. terra „Erde“): 1. stufenförmige
Erderhebung, Geländestufe, Absatz, Stufe. 2. meist nicht
überdachter größerer Platz vor od. auf einem Gebäude.
Ter|ras|sen|dy|na|mik die; -: die übergangslose Aufei
nanderfolge von Abschnitten unterschiedlicher Lautstär
ke (bes. im Barock; Mus.). ter|ras|sie|ren (aus gleich
bed. fr. terrasser): ein Gelände terrassen-, treppenförmig
anlegen, erhöhen (z.B. Weinberge). Ter|ras|sie|rung
die; -, -en (zuT...ierung): dasTerrassieren, dasTerrassiertwerden, das Terrassiertsein. Jer\raz\zoder; -[s], ...zzi (aus
gleichbed. it. terrazzo, eigtl. „Terrasse, Balkon“; vgl. Ter
rasse): aus Zement u. verschieden getönten Steinkörnern
hergestellter Werkstoff, der für Fußbodenbeläge, Spülstei
ne u.Ä. verwendet wird, teriresltrisch* (aus gleichbed.
lat. terrestris zu terra „Erde“): 1. a) die Erde betreffend; b)
nicht über Satellit (gesendet, empfangen). 2. a) auf dem
Festland gebildet, geschehen (von Ablagerungen u. geologiscnen Vorgängen; Geol.); b) zur Erde gehörend, auf dem
Erdboden lebend (Biol.); Ggs. Tlimnisch (1), Îmarin (2);
c) auf der Erde befindlich, den Planeten Erde betreffend;
terrestrische Linien : vor allem im roten u. infraroten Spek
tralgebiet von Sternspektren liegende Absorptionslinien,
die durch Absorption der Strahlung in der Erdatmosphäre
entstehen
terlrilbel (aus gleichbed. lat. terribilis zu terrere „(erschre
cken, in Schrecken setzen“): (veraltet) schrecklich; vgl.
Enfant terrible. Terlrilble Sim|pli|fi|ca|teur* [tɛribləsɛplifika'toe:r] der; - -, -s -s [tɛribləsɛplifika'tæ:r] (aus
gleichbed. fr. terrible simplificateur): jmd., der wichtige
Fragen, Probleme o.Ä. auf unzulässige Weise vereinfacht
Terlriler [...in] der; -s, - (aus gleichbed. engl. terrier, älter
terrier dog „Erdhund“, zu spätlat. terrarius „den Erdbo
den betreffend“, dies zu lat. terra „Erde“): kleiner bis mit
telgroßer britischer Jagdhund (zahlreiche Rassen, z.B.
ÎAiredaleterrier), terlrilgen (zu lat. terra „Erde“ u.
t...gen): a) inod. auf der Erdkruste entstanden (Geol.); b)
vom Festland stammend (Biol.). ter|ri|kol (zu lat. colere
„bewohnen“): auf dem od. im Erdboden lebend (von Tie
ren; Biol.). Terlrilne die; -, -n (aus gleichbed. fr. terrine,
eigtl. „irdene (Schüssel)“, zu altfr. terrin „irden“, dies über
das Vulgärlat. aus lat. terrenus „aus Erde bestehend, ir
den“ zu terra „Erde“): große, meist ovale [Suppenschüs
sel [mit Deckel]
Terlriltilgn die; - (aus lat. territio „das (Er)schrecken“ zu
terrere, vgl. terribel): in Rechtsprozessen des Mittelalters
angewandte Bedrohung eines Angeschuldigten mit der
Folter durch Vorzeigen der Folterwerkzeuge, um das Ge
ständnis zu erzwingen
terlriltolrilal (über fr. territorial aus gleichbed. lat. territo
rialis zu territorium, vgl. Territorium): zu einem Gebiet
gehörend, ein Gebiet betreffend; territoriale Integrität:
Unverletzlichkeit des Gebietes eines Staates als Wesens
bestandteil seiner tSouveränität (1). Terlriltolrilallhoheitd/e; -, -en: Landeshoheit. Ter|ri|to|ri|a|lislmus der;
- (zu T...ismus (2)): svw. Territorialsystem. Ter|ri|tolri|aliltätdze; - (nach gleichbed. fr. territorialité; vgl. ...ität):
Zugehörigkeit zu einem Staatsgebiet. Ter|ri|to|ri|a|litätslprinlzip das; -s: der [internationale] Rechtsgrund
satz, dass eine Person den Rechtsbestimmungen des Staa
tes unterworfen ist, in dem sie sich aufhält (Rechtsw.);
Ggs. 1 Personalitätsprinzip. Ter|ri|to|ri|al|staat der;
-[e]s, -en: der kaiserlichen Zentralgewalt nicht unterwor
fener Staat in der Zeit des Feudalismus. Ter|ri|to|ri|al-
1341
das; -s: Abhängigkeit der Kirche vom Staats
oberhaupt in der Zeit des Î Absolutismus. Terlriltolrilum
das; -s, ...ien [--dən] (unter Einfluss von gleichbed./r. ter
ritoire aus lat. territorium „zu einer Stadt gehörendes
Ackerland, Stadtgebiet“ zu terra „Erde“): a) Grund u. Bo
den, Land, Bezirk, Gebiet ; b) Hoheitsgebiet eines Staates ;
c) kleinere Einheit der regionalen Verwaltung
Terlror der; -s (aus lat. terror „Schrecken (bereitendes Ge
schehen)“ zu terrere „in Schrecken setzen“): 1. [systema
tische] Verbreitung von Angst u. Schrecken durch Gewalt
aktionen. 2. Zwang, Druck [durch Gewaltanwendung], 3.
(ugs.) a) Zank u. Streit; b) großes Aufheben um Geringfü
gigkeiten. Terlrorlakt der; -[e]s, -e: gezielte gewalttätige
Handlung, terroristischer Anschlag. ter|ro|ri|sie|ren
(aus gleichbed./r. terroriser zu terreur „Schrecken“, dies
aus lat. terror): 1. Terror ausüben, [durch Gewaltakte]
Angst u. Schrecken verbreiten. 2. jmdn. unterdrücken, be
drohen, einschüchtern, unter Druck setzen. Terirolrisielrung die; -, -en (zu t...isierung): das Terrorisieren,
das Terrorisiertwerden. Terlrolrislmus der; - (aus fr. ter
rorisme „auf Gewaltausübung beruhende politische Herr
schaftsform“; vgl. ...ismus(2, 5)): 1. System der Gewalt-u.
Schreckensherrschaft. 2. das Verbreiten von Terror durch
Anschläge u. Gewaltmaßnahmen zur Erreichung eines be
stimmten [politischen] Ziels. 3. Gesamtheit der Personen,
die Terrorakte verüben. Terlrolrist der; -en, -en (nach
gleichbed. fr. terroriste; vgl. ...ist): jmd., der Terroran
schläge plant u. ausführt. Te/rolrisltin die; -, -nen: weib
liche Form zu TTerrorist. ter|ro|ris|tisch (zu T...istisch):
1. Terror (1) verbreitend. 2. im Sinne des Terrorismus (2)
handelnd
’Terltia i/i'e; -, ...ien [,,,iən] (aus nlat. tertia (classis) „dritte
(Klasse)“ z,ulat. tertius „Dritter“): 1. (veraltend) in Unter(4.)u. Obertertia (5.) geteilte Klasse einer höheren Schule.
2. (österr.) dritte Klasse einer höheren Schule. 2Ter|tia
<7Ze; - (aus lat. tertia, eigtl. „die dritte (Schriftgröße)“, zu
lat. tertius, vgl. 'Tertia): Schriftgrad von 16 Punkt
(Druckw.). 3Ter|tia: Plur. von Tertium; vgl. Tertium
Comparationis. Terltilal das; -s, -e (zu lat. tertius (vgl.
'Tertia); Analogiebildung zu tQuartal): veraltet Jahres
drittel. terltilan (aus lat. tertianus „zum dritten (Tag) ge
hörend“): a) dreitägig (z.B. von Fieberanfällen); b) alle
drei Tage auftretend (z. B. von Fieberanfällen; Med.j.Tertilalna die; - u. Ter ti a na fie ber das; -s (aus lat. tertia
na „dreitägiges Fieber“): Dreitagewechselfieber (Med.).
Terltilalner der; -s, -: (veraltend) Schüler einer 'Tertia.
Ter|tila|ne|rin die; -, -nen: weibliche Form zu tTertianer.
ter'tilär <aus gleichbed./r. tertiaire, dies aus lat. tertiarius
„das Drittel enthaltend“): 1. dritte Stelle in einer Reihe
einnehmend; drittrangig. 2. (von ehern. Verbindungen) je
weils drei gleichartige Atome durch drei bestimmte andere
ersetzend od. mit drei bestimmten anderen verbindend;
vgl. primär (2), sekundär (2). 3. das Tertiär betreffend.
Terltilär das; -s (zu lat. tertiarius, eigtl. „die dritte (For
mation)“, nach der älteren Zählung des Paläozoikums als
Primär): erdgeschichtliche Formation des t Känozoikums
(Geol.). TerItilaIri 1er [...in] vgl. Terziar. TerItilaIrilelrin
[...rio...] vgl. Terziarin. Terltie [...io] die; -, -n (aus lat. ter
tia, eigtl. „die Dritte“ (weil die Einheit mit drei Strichen
[' ' '] bezeichnet wurde)) : alte Maßeinheit für den 60. Teil ei
ner Bogen- od. Zeitsekunde. Terltilen [...ion]: Plur. von
t 'Tertia u. TTertie.Ter|ti|o|ge|ni|tyr dze;- (zu lat. tertius
„der Dritte“u. mlat. genitura „Geburt“): Besitz[recht] des
drittgeborenen Sohnes u. seiner Linie in Fürstenhäusern;
vgl. Primogenitur. Terltilum Com|pa|ralti|o|nis [- k...]
das; - -, ...ia - (aus lat. tertium comparationis „das Dritte
der Vergleichung“, zu tertius „Dritter“ u. comparatio
„Vergleich(ung)“): Vergleichspunkt, das Gemeinsame
zweier verschiedener, miteinander verglichener Gegen
sysitem
tessellarisch
stände od. Sachverhalte (Philos.). ter|ti|um non daltur
(lat.); ein Drittes gibt es nicht (Grundsatz vom ausge
schlossenen Dritten; Logik). Terltilus gau dens der; -(aus gleichbed. /at. tertius gaudens, zu gaudere „lachen“):
der lachende Dritte (wenn zwei sich streiten)
Telryllen® ¿Zas; -s (aus gleichbed. engl. terylene, Kunstw.;
vgl. ...en): synthetische Faser aus TPolyester
Terz die; -, -en (aus mlat. tertia (vox) „der dritte (Ton)“;
Bed. 2 nach lat. tertia „dritte (Fechtbewegung)“; vgl. Ter
tia): 1. a) der 3. Ton einer Tdiatonischen Tonleiter vom
Grundton aus; b) Î Intervall (2) von 3 Î diatonischen Stufen
(Mus.). 2. bestimmte Klingenhaltung beim Fechten. 3. Ge
bet des Breviers um die dritte Tagesstunde (9 Uhr). Ter
zei der; -s, - (über it. terzuolo aus mlat. tertiolus, eigtl.
„der kleine Dritte“, Verkleinerungsbildung zu lat. tertius
„Dritter“, weil angeblich das dritte Junge im Nest ein
Männchen sein soll): (Jägerspr.) männlicher Falke. Terze rol das; -s, -e (aus gleichbed. it. terzeruolo zu terzuolo
(vgl. Terzei), weil die Waffe urspr. für die Falkenjagd ver
wendet wurde): kleine Pistole. Terlzelrolne der; -n, -n
(aus gleichbed. span, tercerón, eigtl. „jmd., der zu drei
Vierteln Mischling ist“, zu tercer(o) „Dritter“, dies aus lat.
tertius) : Nachkomme eines Weißen u. einer Mulattin. Terze ro nin die; -, -nen: weibliche Form zu TTerzerone.Ter
zett das; -[e]s, -e (aus gleichbed. it. terzetto zu terzo „drit
ter“, dies aus lat. tertius; vgl. 'Tertia): 1. a) Komposition
für drei Singstimmen [mit Instrumentalbegleitung]; b)
dreistimmiger musikalischer Vortrag; c) Gruppe von drei
gemeinsam singenden Solisten; d) Gruppe von drei Perso
nen, die häufig gemeinsam in Erscheinung treten. 2. die
erste od. zweite der beiden dreizeiligen Strophen des Î So
netts; vgl. ÎQuartett (2). Terlzilar der; -s, -en u. Tertiarier
[...in] der; -s, - (aus gleichbed. mlat. tertiarius zu Zat. terti
us, vgl. 'Tertia): Angehöriger eines Dritten Ordens, der als
weltliche od. auch klösterliche Gemeinschaft einem
Mönchsorden angeschlossen ist, die nach einer anerkann
ten Regel, jedoch nicht im Kloster leben; vgl. Franziska
nerbruder. Terlzilalrin u. Tertiarierin [,,,riə...] die; -,
-nen: Angehörige eines Dritten Ordens, einer Ordensge
meinschaft von Frauen, die nach einer anerkannten Regel,
jedoch nicht im Kloster leben (z. B. î Franziskanerin 2).
Terlzilne die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. it. terzina
zu terzo, vgl .Terzett) : meist durch Kettenreim mit den an
dern verbundene Strophe aus drei elfsilbigen jambischen
Versen. Terlzo das; -s, ...zi (aus zt. terzo „der dritte Teil“):
Zusammenschluss von drei Personen zur Durchführung
eines Gelegenheitsgeschäfts, bei dem Gewinn u. Verlust
gleichmäßig geteilt werden. Terzlquartlaklkord der:
-[e]s, -e (zu TTerz): zweite Umkehrung des Septakkords
mit der Quinte als Basston u. darüber liegender Terz u.
Quarte (Mus.)
Telsalfilm® der; -[e]s (Kunstw.): durchsichtiges Klebeband
Telschelnit [auch ..,'nit] der; -s, -e (nach der Stadt Teschen
im poln.-tschech. Grenzgebiet u. zu t2...it): basisches
Ganggestein aus Î Plagioklas, t Augit u. a.
Telsching das; -s, Plur. -e u. -s (Herkunft ungeklärt): kleine
Handfeuerwaffe
Teslla das; -, - (nach dem amerik. Physiker kroat. Herkunft
N. Tesla, 1856-1943): Maßeinheit der magnetischen In
duktion; Zeichen T. Tesllalstrom der; -[e]s: Hochfre
quenzstrom von sehr hoher Spannung, aber geringer
Stromstärke, der in der Î Diathermie angewendet wird.
Tes|laltrans|for|maltor der; -s, -en: ÎTransformator
zur Erzeugung hochfrequenter Wechselströme geringer
Stromstärke, aber sehr hoher Spannung
Teslsar® das; -s, -e (Kunstw.): ein lichtstarkes Fotoobjektiv
tes|sel|la|risch (aus lat. tessellarius „zum Würfel gehö
rig“ zu tessella „Würfelchen“, Verkleinerungsform von
tessera „Viereck, Würfel“, dies ausgr. téssares „vier“): ge
T
tessellieren
würfelt (von Mosaiken; Kunstw.). teslselllielren (nach
gleichbed. lat. tesselare; vgl. ..deren): eine Mosaikarbeit
anfertigen. Teslselra to; -, ...rae [...re] (meist Plur.) (aus
lat. tessera „viereckige [Spiel]marke, Würfel“, dies aus
gleichbed. gr. téssera, Neutrum Plur. von tésseres „vier“):
Täfelchen zum Abstimmen; Spielgeld; Ersatzmünze (in
der Antike). Teslselrakt* der; -[e]s, -e (zu gr. aktis
„Strahl“ (im Sinne von Dimension)): dem dreidimensio
nalen Würfel analoge Struktur im vierdimensionalen
Raum, teslselral (zu t'...al (1)): in [regelmäßigen] Vier
ecken angeordnet; tesserales Kristallsystem: svw. regulä
res System
Test der; -[e]s, Plur. -s, auch -e (aus gleichbed. engl. test,
dies aus altfr. test „irdener Topf, Tiegel (für alchemistische
Experimente)“ zu lat. testum „Geschirr, Schüssel“): 1.
Probe; nach einer genau durchdachten Methode vorge
nommener Versuch, Prüfung zur Feststellung der Eig
nung, der Eigenschaften, charakteristischer Merkmale,
der Leistung o. Ä. einer Person od. Sache. 2. Verfahren zur
Prüfung von Hypothesen an Zufallsstichproben (Statis
tik). 3. Überprüfung des Ein-/Ausgabeverhaltens eines
Programms (4) anhand der Spezifikation (2; EDV)
Tesltalment das; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. testamentum
zu testari, vgl. testieren; Bed. 2 über gleichbed. kirchenlat.
testamentum): 1. a) letztwiilige Verfügung, in der jmd. die
Verteilung seines Vermögens nach seinem Tode festlegt; b)
[politisches] Vermächtnis. 2. Verfügung, Ordnung [Got
tes], Bund Gottes mit den Menschen (danach das Alte u.
das Neue Testament der Bibel). tes|ta|men|ta|risch
(nach (spät)lat. testamentarius „ein Testament betreffend;
verfügend“): durch letztwillige Verfügungfestgelegt. Tes
tat das; -[e]s, -e (zu to. testatus „bezeugt“, Part. Perf. von
testari, vgl. testieren): 1. Bescheinigung, Beglaubigung. 2.
früher vom Hochschullehrer in Form einer Unterschrift
im Studienbuch gegebene Bestätigung über den Besuch ei
ner Vorlesung, eines Seminars o.Ä. 3. Bestätigung (in
Form einer angehefteten Karte o. Ä.), dass ein Produkt ge
testet worden ist (Fachspr.). Tesltaltorrfer; -s, ...oren (aus
gleichbed. (spät)lat. testator): 1. jmd., der ein Testament
macht. 2. jmd., der ein Testat ausstellt. Tesltaltolrin to;
-, -nen: weibliche Form zu TTestator
Tesltalzee die; -, -n (meist Plur.) (aus nlat. testacea zu lat.
testa „Schale“): Schalen tragende Amöbe (Wurzelfüßer;
Biol.). Test|bat|te|rie die; -, -n (zu ITest): unter be
stimmten Gesichtspunkten zusammengestellte Kombina
tion unterschiedlicher Tests (1 ; Psychol.). Testlbild das;
-[e]s, -er: Fernsehbild außerhalb des Programms mit ver
schiedenen geometrischen Figuren u. Helligkeitswerten
zur Überprüfung von Bildschärfe, Helligkeit, Kontrast u.
Farbabstufungen, teslten (aus gleichbed. engl. to test zu
test, vgl. Test): einem Test unterziehen, eingehend über
prüfen. Teslter der; -s, - (nach engl. tester „Prüfer“):
jmd., der jmdn. od. etwas testet. Tesltelrin to; -, -nen:
weibliche Form zu t Tester
Tesltes [,,,te:s]: Plur. von tTestis
Teslti: Plur. von TTesto
tes|ti_eIren (aus lat. testari „bezeugen; ein Testament ma
chen“ zu testis „Zeuge“): 1. ein Testat geben, bescheini
gen, bestätigen. 2. ein Testament machen (Rechtsw.). Testielrer der; -s, -: jmd., der testiert. Tes|tie|re|rin die; -,
-nen: weibliche Form zu tTestierer. Tesltielrung die; -,
-en (zu I ...ierung): das Testieren. Tes|ti|fi|kaltilon die; -,
-en (aus gleichbed. (m)lat. testificatio); (veraltet) Bezeu
gung, Bekräftigung durch Zeugen; Beweis (Rechtsw.).
Tes|ti|kel der; -s, - (aus gleichbed. lat. testiculus, Verklei
nerungsform von testis „Hoden“): Hoden (Med.). Tesltikel|hor|monrto;-s, -e: männliches Keimdrüsenhormon
(Med.), tes|ti|ku|lär (zu îTestikel u. T...är): den Hoden
betreffend, im Bereich der Hoden liegend (Med.). Teslti-
1342
molnilal [...'moonial] das; -s, -s (aus engl. testimonial
„Zeugnis, Referenz“, dies zu spätlat. testimonialis „zum
Zeugnis dienend“ zu lat. testimonium, vgl. Testimonium):
zu Werbezwecken (in einer Anzeige, einem Prospekt o. Ä.)
verwendetes Empfehlungsschreiben eines zufriedenen
Kunden, eines Prominenten o.Ä. Tes|ti|mo|ni|um das;
-s, Plur. ...ien [...jan] u. ...ia (aus gleichbed. lat. testimoni
um): (veraltet) Zeugnis (Rechtsw.). Tes|ti|mo|ni|um
Ma Itulri Haitis das;--, ...nia - (zu lat. maturitas, Gen. ma
turitatis „Reife“): Reifezeugnis. Tesltilmglnilum Pauperltaltis das; - -, ...nia - (zu lat. paupertas, Gen. pauper
tatis „Armut“): (veraltet) amtliche Bescheinigung der
Mittellosigkeit für Prozessführende zur Erlangung einer
Prozesskostenhilfe; Armutszeugnis (Rechtsw.). Tesltis
der; -, Testes [,,,te:s] (aus gleichbed. lat. testis): Hoden,
Keimdrüse des Mannes (Med.)
Testlmatch [,,,mɛtʃ, Schweiz, auch ...mat£] das, Schweiz.
der; -[e]s, Plur. -s, auch -e, österr. u. Schweiz, auch -es
[,,,ʧɪz]: (bes. Schweiz.) Entscheidungsspiel. Testlmodell das; -s, -e: neu entwickeltes Erzeugnis, das vor der Se
rienproduktion von Einzelkunden od. Fachleuten erprobt
u. begutachtet wird
Teslto der; -, Testi (aus it. testo.„Text“, dies aus lat. textus,
vgl. lext): der im 1 Oratorium (2) die Handlung zunächst
Î psalmodierend, später Î rezitativisch berichtende Erzäh
ler
Tesltglne der; -, ...ni (aus gleichbed. it. testone, eigtl. „gro
ßer Kopf', Vergrößerungsform von testa „Kopf“, dies aus
spätlat. testa): ital. Silbermünze der Renaissancezeit
Tes|tos|te|ron*das; -s (Kunstw.; zu lat. testis, vgl. Testis):
Hormon der männlichen Keimdrüsen (Med.)
Testlpillot der; -en, -en (zu îTest u. TPilot): erfahrener
Flugzeugführer mit besonderer Berechtigung, neu entwi
ckelte Flugzeugtypen zu erproben. Testlprolfil das; -s,
-e: grafische Darstellung der Ergebnisse mehrerer Tests
(1; Psychol.). Test|sa|tel|lit der: -en, -en: TSatellit (3),
der zur praktischen Erprobung von Bauelementen, Tech
nologien u. Verfahren der Raumtechnik unter Weltraum
bedingungen dient. Testlscreelning [,,,skri:nɪŋ] das; -s
(zu engl. screening „Vorführung, Sendung“, dies zu to
screen „vorführen, zeigen“): Probevorführung eines neu
en Films. Testlselrie [...io] die; -, -n: 1. Reihe von Tests. 2.
Produktserie, an der die Qualität getestet wird. Test
stopp der; -s, -s: îStopp von Atom[waffen]tests
Tesltyldoto;-, ...dines [...ne:s] (aus gleichbed. lat. testudo,
eigtl. „Schildkröte(npanzer)“, zu testa „Schale“, Bed. 2
nach der Ähnlichkeit mit der Musterung des Schildkröten
panzers): 1. im klassischen Altertum bei Belagerungen
verwendetes Schutzdach. 2. Verband zur Ruhigstellung
des gebeugten Knie- od. Ellbogengelenks; Schildkröten
verband. 3. a) (bei den Römern) svw. Lyra (1); b) (vom 15.
bis 17. Jh.) Laute
Teltalniedie; -, ...ien (zu îTetanus u. t2...ie): schmerzhafter
Muskelkrampf; Starrkrampf (Med.). te|ta|ni|form (zu
T...form): starrkrampfartig, -ähnlich (Med.), teltanisch: den Tetanus betreffend; auf Tetanus beruhend;
vom Tetanus befallen. te|ta|no|id (zu t,,,oid): svw. tetaniform. Teltalnol® das;-s (zu t...ol): ein Tetanusimpfstoff
(Pharm.). Te ta nus [auch 'tɛ...] der; - (über lat. tetanus
„Halsstarre“ aus gr. tétanos „Spannung, Verzerrung (ei
nes Körperteils)“, dies zu teinein „spannen“): Wundstarr
krampf, eine Infektionskrankheit (Med.). Te|ta|nuslbazilllus [auch te...] der; -, ...len: einem Trommelschlägel
ähnlicher Erreger des Wundstarrkrampfes (Med.). Teltanus se rum [auch 'tɛ...] das; -s, Plur. ...ra u. ...ren: Impf
stoff gegen Tetanus (Med.)
Te|tar|to|eder der; -s, - (zu gr. tétartos „der Vierte“ u. hédra „Fläche, Basis“, eigtl. „Vierflächner“): Kristallform
der Tetartoedrie. Te|tar|to|e|drie* die; - (zu t2...ie): Aus-
1343
Tewet
bildung nur des vierten Teils der Flächen bei einem Kris
trallolgie die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. tetralogía): Fol
tall. Teltarltolid das; -s, -e (zu t...oid>: von zwölf un
ge von vier eine innere Einheit bildenden Dichtwerken
gleichseitigen Fünfecken begrenztes T Polyeder als Kris
(bes. Dramen), Kompositionen u.a. teltralmer (zu îte
tallform
tra... u. t...mer): vierzählig (z.B. von Blütenkreisen;
Telte ['te:tə, 'tɛ:tə] die; -, -n (aus fr. tête „Kopf, Spitze“, dies
Bot.). Te|tra|me|re die (Plur.): aus vier gleichen od. ver
aus lat. testa „irdener Topf“>: (veraltet) Anfang. Spitze [ei
schiedenen Grundmolekülen aufgebaute ehern. Verbin
ner marschierenden Truppe], tête-à-tête [tɛta'tɛ:t] (aus
dungen. te|tra|me|ri|sie|ren (zu Î...isieren): aus vier
gleichbed./r. (en) tête à tête, eigtl. „Kopf an Kopf1): (ver
gleichartigen Molekülen ohne Abspaltung eines anderen
altet) vertraulich, unter vier Augen. Tête-à-tête, auch
Stoffes ein neues bilden (Chem.). Te|tra|me|ter der; -s, Tete-a-tete das: -, -s (aus fr. tête-à-tête „Zwiege
(über lat. tetrameter aus gleichbed. gr. tetrámetros): aus
spräch"): a) (ugs. scherzh.) Gespräch unter vier Augen; b)
vier ÎMetren bestehender Vers. Teltralmprph der; -s,
vertrauliche Zusammenkunft; zärtliches Beisammensein.
-en (zu gr. tetrámorphos „viergestaltig“): Darstellung ei
Tête-Bêche [tɛt'bɛ:ʃ] der; -, -s [tɛt'bɛ:j] (aus/r. tête-bêche
nes Engels mit vier verschiedenen Köpfen od. Flügeln als
„Kopf bei Fuß"): (veraltet) Briefmarkenkehrdruck, Brief
Sinnbild der vier Evangelisten in der frühchristlichen
markenpaar, dessen eine Marke auf dem Kopf steht
Kunst; vgl. Evangelistensymbole. Te|tra|pa|nax der; -, Telthys die; - u. Telthyslmeer das: -[e]s (nach der Titanin
(zu îtetra...): Gattung der Araliengewächse (z.B. Papie
Tethys (gr. Tethys), der Mutter der Gewässer in der griech.
raralie; Bot.), teltralpeltallisch (zu gr. pétalon „Blatt“;
Mythologie): vom ÎPaläozoikum bis zum Alttertiär (vgl.
vgl. Petal): vier Kron- od. Blumenblätter aufweisend
Tertiär) bestehendes zentrales Mittelmeer
(Bot.). Teltralplelgie die; - (zu gr. piège „Schlag, Hieb,
teltr.,.*, Teltr... vgl. tetra..., Tetra... Teltra der; -s, -s (ver
Stoß" u. t2...ie>: gleichzeitige Lähmung aller vier Glied
selbstständigt aus Î tetra...): 1. (ohne Plur.) Kurzform von
maßen (Med.). Teltraiplelgilker der; -, - (vgl. 2„.ik (2)):
ÎTetrachlorkohlenstoff. 2. Kurzform von îTetragonoptean allen vier Gliedmaßen gelähmter Mensch (Med.), terus. teltra..., Teltra..., vor Vokalen meist tetr..., Tetr...
tralplo id (nach gr. tetraploüs „vierfach“; vgl. ...oid):
(aus gleichbed. gr. tetr(a)- zu téttares, téssares „vier“):
vier Chromosomensätze enthaltend (in Bezug auf Zell
Wortbildungselement mit der Bedeutung „vier, aus vier
kerne; Biol.). Teitra|plo|i|die die; -, ...ien (zu t2...ie>: das
Bestandteilen bestehend", z.B. tetragonal, Tetragramm.
Vorhandensein von vier Chromosomensätzen in einem
Teltra|chlor|kohllen|stoff der: -[e]s: nicht entflamm
Zellkern (Biol.). Teltralpglde der; -n, -n (zu gr. tétrapo
bares Lösungsmittel. Teltralchord [...'kort] der od. das;
des „vierfüßig“): 1. Vierfüßer (Biol.). 2. vierfüßiges klotz
-[e]s, -e (über lat. tetrachordon aus gr. tetráchordon
artiges Gebilde, das mit anderen zusammen aufgestellt
„Viersaiten-, Viertonsystem“, zu chordë „Darmsaite“):
od. aufgeschichtet wird u. dadurch als Sperre, Wellenbre
Folge von vier Tönen einer Tonleiter, die Hälfte einer Ok
cher o.Ä. dient. Teltralpoldie die; - (nachgr. tetrapodia
tave (Mus.). TeltraIde die; -, -n (zu gr. tetradeion „Vier
„Vierfüßigkeit“, zu poüs, Gen. podós „Fuß, Versfuß“):
vierfüßige Verszeile; Tetrameter. Teltrarch der; -en, -en
zahl“): 1. die Vierheit, das aus vier Einheiten bestehende
Ganze (Philos.). 2. Zusammenfassung von vier Binärzif
(über lat. tetrarches aus gleichbed. gr. tetrárches, zu árfern bzw. vier ‘Bits zu einer Informationseinheit (EDV).
chein „herrschen“, eigtl. „vorgehen, führen“): im Alter
3. eine der vier im Lauf der Meiose hervorgehenden Zel
tum ein Herrscher über den vierten Teil eines Landes.
len mit halbem Chromosomensatz (Biol.). TeltraldenTeltrarlchie die; -, ...ien (über gleichbed. lat. tetrarchia
sta di um das; -s, ...ien [...ion]: Vierstrangstadium, das
aus gr. tetrarchia): a) Gebiet eines Tetrarchen; b) Herr
schaft eines Tetrarchen. Teltralsolmie die; -, ...ien
am Ende einer Î Prophase der Reduktionsteilung erkenn
bar wird (Biol.). Teltraldylmit [auch ...mit] der; -s, -e (zu
(Kurzbildung zu îtetra..., îChromosom u. t2...ie>: das
vierfache Auftreten eines bestimmten Chromosoms im
gr. teträdymos „vierfältig, vierfach“ u. t2...it>: ein blau
sonst Î diploiden Chromosomenbestand von Zellen od.
graues Mineral. Teltraleder das; -s, - (zu Îtetra... u. gr.
Individuen, eine Chromosomenanomalie (Biol.). Tehédra „Fläche, Basis“): von vier gleichseitigen Dreiecken
trasltilchon das; -s, ...cha (zu gr. tetrástichos „vierzei
begrenzter Körper, dreiseitige Pyramide. Te|tra|e|drit
lig“): Gruppe von vier Verszeilen. Teltralvaklzilne
[auch ... drit] der; -s, -e (zu î2...it): ein metallisch glänzen
[...v...] die: -, -n (zu Îtetra...): Vierfachvakzine zur kombi
des Mineral. Teltralgon das; -s, -e (über spätlat. tetrago
nierten Schutzimpfung gegen Cholera, Typhus, Paraty
num aus gleichbed. gr. teträgönon zu gönia „Winkel“):
phus A u. B (Med.). Teltralzen das; -s, -e (Kunstw.): eine
Viereck. te|tra|go|nal (aus gleichbed. spätlat. tetragonachem. Verbindung, die äußerst schlagempfindlich ist u.
lis): das Tetragon betreffend, viereckig. Te|tra|go|nopmeist mit anderen Initialsprengstoffen in Sprengkapseln
te rus der; -, ...ri (aus nlat. tetragonopterus, zu gr. pteverwendet wird. Te|tra|zy|klin das; -s, -e (meist Plur.)
rön „Flügel“): ein farbenprächtiger Aquarienfisch (Salm
(zu îtetra..., îzyklischu. î...in (l)): Sammelbez. für dieje
ler). Teltralgramm das; -s, -e u. Teltralgramlmalton
nigen Medikamente, die in ihrer chem. Formel in vier
das; -s, ...ta (aus gleichbed. gr. tetragrámmaton; vgl. te
Benzolringen übereinstimmen, teltralzylklisch [auch
tra... u. ...gramm): Bezeichnung für die vier hebr. Konso
... tsYk...]: auf vier Benzolringen aufgebaut (von chem.
nanten J-H-W-H des Gottesnamens Î Jahwe als Sinnbild
Verbindungen). Teltrolde die; -, -n (Analogiebildung zu
Gottes [zur Abwehr von Bösem], Teltralgylre die; -, -n
îElektrode): Vierpolröhre. Teltrolse die; -, -n (zu
(zu gr. gÿros „Kreis“): eine als Symmetrieelement eines
î2...ose): Monosaccharid mit vier Sauerstoffatomen im
t‘Kristalls auftretende vierzählige Drehachse. TeltraMolekül. Teltryl das; -s (zu Î ...yl): giftige kristalline Sub
kis|do|de|ka|eder das; -s, - (zu gr. tetrákis „viermal“):
stanz, die als Sprengstoff verwendet wird
aus 48Flächen zusammengesetzte Kristallform. Teltrakis he xa eder das; -s, -: Pyramidenwürfel, der aus Teulcrilum* [...krium] das; -s (aus nlat. teucrium, dies aus
gleichbed. gr. teükrion): Î Gamander (Gattung der Lip
24 Flächen zusammengesetzt ist (kubische Kristallform).
penblütler)
Teltrakltys die; - (aus gr. tetraktÿs „die Zahl Vier“): die
(bei den Î Pythagoreern heilige) Zahl Vier, zugleich die Teultolnislmus der; - (nach lat. Teutoni, der zusammen
fassenden Bez. aller germ. Volksstämme, u. zu t...ismus
Zehn als Summe der ersten vier Zahlen. Tetralemima
(5)) : (meist abwertend) [typisch] deutsches Wesen, Verhal
das; -s, -ta (zu îtetra... u. gr. lèmma „Annahme“, vgl.
ten
Lemma): die vierteilige Annahme (Logik). Teltrallin®
das; -s (Kurzw. aus 7eirahydronaphtha/m): als Lösungs Telwet der; - (aus hebr. tëvët): der vierte Monat des jüd. Ka
lenders (Dezember/Januar)
mittel verwendetes, teilweise hydriertes Naphthalin. Te-
Tex
Tex das; -,
- (zu Î textil) : Maßeinheit für das Gewicht textiler
Garne von je 1000 m Länge; Zeichen tex
Telxaslfielber das: -s (Lehnübersetzung von engl. Texas
fever; nach dem US-Bundesstaat Texas): bes. in den Tro
pen u. Subtropen, seltener in Südeuropa seuchenhaft auf
tretende, von Zecken übertragene, malariaartige Erkran
kung der Rinder
Texlmex das; - (Kurzw. aus Texas u. Mexiko): 1. Richtung
der populären Musik mit texanischen u. mexikanischen
Stilelementen. 2. für das texanisch-mexikanische Grenz
gebiet charakteristisches Essen (Gastr.)
Telxolprintlverlfahlren* das; -s (Kunstw. zu lat. texere
(vgl. Text) u. engl. print „Druck“): Verfahren zur Herstel
lung von Schriftvorlagen für Offset- u. Tiefdruck
(Druckw.). ’Text der; -[e]s, -e (aus spätlat. textus „Inhalt,
Text“, eigtl. „Gewebe (der Rede)“, zu lat. textus, Part.
Perf. von texere „weben; (kunstvoll) zusammenfügen“): 1.
Wortlaut eines Schriftstücks, Vortrags o. Ä. 2. Folge von
Aussagen, die untereinander in Zusammenhang stehen
(Sprachw.). 3. Bibelstelle als Predigtgrundlage. 4. Be
schriftung (z. B. von Abbildungen). 5. die zu einem Musik
stück gehörenden Worte. 2Text
- (zu 1 'Text): Schrift
grad von 20 Punkt (ungefähr 7,5 mm Schrifthöhe;
Druckw.). Text|ana|ly|se die; -, -n (zu î'Text): Analyse
(1) eines Textes durch Bestimmung seiner formalen bzw.
inhaltlichen Struktur (Sprachw.). Texitem das; -s, -e (zu
T...em>: dem zu formulierenden Text zugrunde liegende,
noch nicht realisierte sprachliche Struktur (Sprachw.).
texlten: einen [Schlager-, Werbetext verfassen. Texlter
der; -s, -: Verfasser von [Schlager-, Werbetextern Textgrammatik die; -: Grammatik, die sich nicht auf die
Analyse (1) einzelner Sätze beschränkt, sondern darüber
hinaus den Text als Ganzes untersucht (Sprachw.). textielren (zu !..deren): 1. eine Unterschrift unter einer Ab
bildung anbringen, vermerken. 2. (einem Musikstück) ei
nen Text unterlegen, texltil (über gleichbed./r. textile aus
lat. textilis „gewebt, gewirkt“ zu texere, vgl. 'Text): 1. die
Textiltechnik, die Textilindustrie betreffend. 2. gewebt,
gewirkt. Tex|til|che|mie 4ze; -: Teilgebiet der Chemie,
das sich mit der Gewinnung, Herstellung u. Verarbeitung
textiler Rohstoffe befasst. Tex|til|de|silgner* [...dizai
ne] der; -s, -: gestalterischer Beruf in der Textilindustrie.
Tex|ti|li|en [...ion] die (Plur.) (aus lat. textilia „gewirkte
Bekleidung“, Plur. von textile „Gewebe, Zeug, Tuch,
Leinwand“, substantiviertes Neutrum von textilis „ge
webt, gewirkt“): 1. aus verspinnbaren Fasern hergestellte
Gebilde, wie Garne, Gewebe, Gewirke, Gestricke. 2. aus
Textilien (1) hergestellte Waren. Texltilltechlnik die; -:
die Gesamtheit der technischen Einrichtungen u. Verfah
ren zur Verarbeitung von Textilrohstoffen zu Textilerzeug
nissen u. Textilien. Text|kom|mu|nilka|ti|on die; - (zu
t'Text): zusammenfassende Bez. für alle Formen der Te
lekommunikation, die Textnachrichten übermitteln, z.B.
Fernschreiben, Bildschirmtext, Radiodatentext u.a.
Textlkriltik die; -: [vergleichende] philologische Unter
suchung eines überlieferten Textes auf Echtheit u. Inhalt.
Text|lin|gu|is|tik die; -: Teilgebiet der modernen
Sprachwissenschaft, das sich mit dem Wesen, dem Auf
bau u. den inneren Zusammenhängen von Texten befasst.
text|lin|gu|is|tisch: die Textlinguistik betreffend.
Textlpholrik die; - (zugr. phorein „tragen“ u. t2...ik (2)):
System von Verweisen sprachlicher Elemente aufeinander
innerhalb eines Textes (Sprachw.). texltulell (zu Î ...eil):
den Text betreffend. Texitur die; -, -en (aus lat. textura
„Gewebe; Zusammenfügung“): 1. Gewebe, Faserung. 2.
räumliche Anordnung u. Verteilung der Gemengteile ei
nes Gesteins (Geol.). 3. gesetzmäßige Anordnung der
Kristallite in Faserstoffen u. technischen Werkstücken
(Chem., Techn.). 4. strukturelle Veränderung des Gefüge
1344
zustandes von Stoffen bei Kaltverformung (Techn.). 5. die
Struktur, das Gefüge einer pflanzlichen Zellwand; das
Gefüge der Teilchen in einem Körperteil (BioL). Texltyra <7ze; -: im späten Mittelalter bes. für liturgische Texte
gebräuchliche, durch strenge, eckige Formen ausgezeich
nete gotische Prunkschrift, texltuirielren (zu !..deren):
synthetischen Geweben ein Höchstmaß an textilen Eigen
schaften geben (z.B. durch Förderung der Feuchtigkeits
aufnahme). Text|ver|ar|bei|tung die; - (zu t'Text):
computergestützte Erstellung, Veränderung u. Speiche
rung von Texten (EDV)
TGV [teʒeve] der; -[s], -s (Abk. für fr. train agrande vitesse
„Zug mit hoher Geschwindigkeit“): ein franz. Hochge
schwindigkeitszug
Thallalmus der; -, ...mi (über lat. thalamus nach gr. thálamos „Schlafgemach, Kammer“): Hauptteil des Zwischen
hirns (Sehhügel; Med.)
thallass.... Thallass... vgl. thalasso..., Thalasso... Thalas sä mie* die; -, ...jen (zu tthalasso... u. t...ämie>: Mit
telmeeranämie, bes. im Mittelmeergebiet auftretende erb
liche thämolytische Anämie (Med.), thallaslso..., Thalaslso..., vor Vokalen auch thalass..., Thalass... (aus
gleichbed. gr. thálassa, thálatta): Wortbildungselement
mit oer Bedeutung „Meer“, z.B. Thalassotherapie, Tha
lassämie. thallaslsolgen (zu t...gen): durch das Meer
entstanden (Geogr., Geol.). Tha|las|solge|ne|se die; -:
t epirogener Bildungsvorgang mariner Sedimentationsbe
cken (Geol.). Thallaslsolgralfie, auch ...gralphie die; (zu T...grafie): Meereskunde, thallaslsolkrat* u. thalassokratisch (zu gr. krateln „herrschen“): vom Meer be
herrscht (von Zeiten der Erdgeschichte, in denen die Mee
re Festland eroberten); vgl. ...isch/-. Tha|las|so|kra|ti_e*
die; -, ...ien (zu T...kratie>: Periode in der Geschichte der
Erde, in der der überwiegende Teil des Festlandes vom
Meer überflutet war (Geol.). thallas|so|kra|tisch* vgl.
thalassokrat. Thalassometer das; -s, - (zu Î'...meter):
Meerestiefenmesser; Messgerät für Ebbe u. Flut, thalassophob (zu t...phob): an Thalassophobie leidend
(Psychol., Med.). Thallaslsolpholbie die; -, ...ien (zu
î...phobie (a)>: übersteigerte, zwanghafte Angst vor grö
ßeren Wasserflächen (Psychol., Med.). Thallaslsoltheralpie die; -, ...ien: Teilbereich der Medizin, der sich mit
der heilklimatischen Wirkung von Seeluft u. Bädern im
Meerwasser sowie mit der therapeutischen Verwendung
von Meerwasser u. Meersalz befasst. Thallatlta, Thalatlta (aus gr. (attisch) thálatta, thálatta „das Meer, das
Meer“, nach dem Freudenruf der Griechen nach der
Schlacht von Kunaxa, 401 v.Chr.): es ist geschafft; wir
sind am Ziel, thallatlto..., Thallatlto... vgl. thalasso...,
Thalasso...
Tha|le|nit [auch ... nit] der; -s, -e (nach dem schwed. Phy
siker T. R. Thalén (1827-1905) u. zu T 2...it): ein rötliches
Mineral, das vor allem in Schweden u. Norwegen vor
kommt
Tha|li|do|mid das; -s (Kunstw.): schädliche Nebenwirkun
gen hervorrufender Wirkstoff in bestimmten Schlaf- u.
Beruhigungsmitteln (Med.)
Thallleilolchin [,..'xi:n] vgl. Dalleochin
Thallli: Plur. von 1 Thallus. Thal li um zZzzs; -s (zugr. thállos
„Spross, grüner Zweig“ (nach der grünen Linie im Spek
trum) u. zu t...ium): chem. Element, weißes, glänzendes,
sehr weiches, giftiges Schwermetall; Zeichen TI. Thalllophyt der; -en, -en (meist Plur.) (zugr. thallós (vgl. Thallus)
u. Î ...phyt): eine Gruppe der Sporenpflanzen (Algen, Pilze
u. Flechten). Thalllus der; -, ...lli (über lat. thallus aus gr.
thallós „Sprössling“): primitiver Pflanzenkörper der
Thallophyten (ohne Wurzelnu. Blätter; Bot.); Ggs. IKormus
Thalpoltasimeter iZas; -s, - (zu gr. thálpos „Wärme“,
1345
tásis „Spannung, Ausdehnung“ u. T1...meter): Thermome
ter, dessen Anzeige auf dem Druck des gesättigten Damp
fes einer Flüssigkeit beruht
Thallylsia die (Piur.) (aus gleichbed. gr. thalysia): a) als
Erstlingsgaben den Göttern dargebrachte Feldfrüchte (im
alten Griechenland); b) altgriech. Erntefest zu Ehren der
Göttin Demeter.Thallylsilalnislmus der: - (zu t...ismus
(1)>: (veraltet) svw. Vegetarismus
Tha|na|tis|mus der: - (zu gr. thánatos „Tod“ u. t...ismus
(1)>: Forschungsrichtung, die sich mit den Problemen des
Sterbens u. des Todes befasst. Th a Ina Ito Igel nelse z/ze; -:
Teilgebiet der Medizin, das sich mit den Entstehungsursa
chen des Todes befasst (Med.). Thalna|to|lo|ge der: -n,
-n (zu î ...loge): Forscher, Wissenschaftler auf dem Gebiet
der Thanatologie. Tha|na|to|lo|gie die: - (zu T.Jogie):
interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit den Pro
blemen des Sterbens u. des Todes befasst. Tha|na|to|login die: -, -nen: weibliche Form zu TThanatologe. Thanaltolmalnie die: -, ...ien (zu î...manie): Neigung zum
Selbstmord. Tha|na|to|pho|bie
-, ...ien (zu î...pho
bie (a)>: übersteigerte, zwanghafte Angst vor dem Tod
(Psychol., Med.). Thalnaltos der: - (aus gr. thánatos
„Tod“): Todestrieb, auf Zerstörung gerichteter Trieb
(Psychoanalyse). Thalnaltolse die: -, -n (zu î '...ose): das
Sich-tot-Stellen von Insekten, insbesondere aufgrund um
weltbedingter Schreckreize (Biol.). Thalnaltolzölnglse
die: - (zu gr. koinös „gemeinschaftlich; eigtl. „Totenge
meinschaft“): Gesamtheit der an einem Fundort vorkom
menden Fossilien (Geol.)
Thal net das: -s (nach der gleichnamigen engl. Insel): obers
te Stufe des ÎPaläozäns (Geol.)
Thanglka vgl. Thanka. Thanlka das: -[s]. -s (aus íz'Z?. thahka „ebener Körper“): ein tibet. Rollbild mit auf grobem
Leinen gemalten Darstellungen, für das grelle, leuchtende
Farben charakteristisch sind
Thankslgilving Day ['θæŋksgɪvɪŋ deɪ] der; - -, - -s {engl.:
„Danksagungstag“): Erntedanktag in den USA
Thar vgl. Tahr
Thar|ge|li|en [,,,iən] die (Plur.) (aus gleichbed. gr.
Thargëlia (Plur.)): altgriech. Sühnefest für Apollo zum
Schutz der kommenden Ernte
Thau|ma|to|lo|gie die: - (zu gr. thaüma, Gen. thaümatos
„Wunder“ u. t...logie): (veraltet) Lehre von den Wundern
(Theol.). Thaulmalturg* der: -en, -en (nach gr. thaumatourgós „Wunderheiler, Gaukler“): Wundertäter (Beina
me mancher griech. Heiliger)
the..., The... vgl. theo..., Theo...
Thea rf/e: - (aus nlat. thea; vgl. 'Tee): Pflanzengattung der
Teegewächse, Teestrauch
Thelalgog der; -en, -en (zugr. theagögös „Götter beschwö
rend“): (veraltet) Götterbeschwörer. Thelalgolgie die; (aus gr. theagögia „das Bannen der Götter durch Zaube
rer“): (veraltet) Götterbeschwörung
Thelalter das; -s, - (nach gleichbed. fr. théâtre, dies aus lat.
theatrum, gr. théatron „Schauplatz; Schauspielhaus; die
Zuschauer“ zu theästhai „(zu)schauen“): 1. a) Gebäude,
in dem regelmäßig Schauspiele aufgeführt werden, Schau
spielhaus; b) künstlerisches Unternehmen, das die Auf
führungen von Schauspielen, Opern o.Ä. arrangiert; c)
(ohne Plur.) Schauspiel-, Opernaufführung, Vorstellung;
d) (ohne Plur.) darstellende Kunst (eines Volkes od. einer
Epoche] mit allen Erscheinungen; e) (ohne Plur.) Theater
publikum. 2. (ohne Plur.) (ugs.) Unruhe, Aufregung, Ge
tue. The|a|terlabon|nelment [...abonamä:, Schweiz.
...ment] das; -s, Plur. -s, Schweiz, -e: Î Abonnement auf ei
ne bestimmte Anzahl von Aufführungen bei einem Thea
ter während einer Spielzeit
Thelaltilner der: -s, - (meist Plur.) (aus nlat. Theatinus,
nach der ital. Bischofsstadt Theate (Nebenform von Teate,
thelytokisch
heute Chieti)): Angehöriger eines ital. Ordens. Thelalti-nen: weibliche Form zu tTheatiner
die; - (zu /a/, theatralis (vgl. theatralisch) u.
T2...ik (2)): übertriebenes schauspielerisches Wesen, Ge
spreiztheit. thelaltrallisch (aus lat. theatralis „zum
Theater gehörig“ zu theatrum, vgl. Theater): 1. das Thea
ter betreffend, bühnengerecht. 2. übertrieben, unnatür
lich, gespreizt. the|altra|li|sie|ren (zu t...isieren): 1. für
die Bühne umsetzen, bühnenwirksam verarbeiten. 2. hoch
spielen, dramatisieren. The|a|tro|ma|nie <Äe; - (zu
t...manie): leidenschaftliche Liebhaberei für das Theater.
Thelaltrum ana|to|mi|cum [- ...kum] das; - - (aus nlat.
theatrum anatomicum): anatomischer Hörsaal mit stufen
förmigem Aufbau. Thelaltrum Munldi das: - - (aus lat.
theatrum mundi „Welttheater“, zu mundi, Gen. von mun
dus „Welt“): 1. Titel von umfangreichen historischen Wer
ken im 17. u. 18. Jh. 2. mechanisches Theater, in dem die
Figuren mithilfe von Laufschienen bewegt wurden, eine im
17. Jh. entstandene Darstellungsform wandernder Pup
penspieler. 3. frühe Bez. für Guckkasten mit beweglichen
Figuren
Thelbalin das: -s (nach der altägypt. Stadt Theben u. zu
t. . .in ( 1 )> : sehr giftiges Opiumalkaloid mit krampferregen
der Wirkung
Thé danlsant [tedä'sä] zfer; - -, -s -s [tedä'sä] (aus fr. thé
dansant „Tanztee“): (veraltet) kleiner [Haus]ball. Thelin
vgl. Tein
Thelislmus der: - (zu gr. theös „Gott“ u. T...ismus (1)>:
Lehre von einem persönlichen, von außen auf die Welt ein
wirkenden Schöpfergott. Thelist der; -en, -en (zu Î...ist):
Anhänger des Theismus, thelisItisch (zu Î ...istisch): den
Theismus, den Theisten betreffend
...thek (zu gr. thêkê „Behältnis“, gebildet nach t Bibliothek
u. a.): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Zusam
menstellung, Sammlung von [zum Verleih bestimmten]
Dingen od. die diese enthaltenden Räumlichkeiten“, z. B.
Arthothek, Diathek. Thelka die; -, ...ken (aus lat. theca
„Hülle“, vgl. Theke): 1. zwei Pollensäckchen enthaltendes
Fach des Staubblattes (Bot.). 2. bindegewebige Hülle eines
Organs (z. B. des Eifollikels; Biol.).The|ke die; -, -n (über
lat. theca „Hülle, Büchse, Schachtel“ aus gr. thêkê „Ab
stellplatz, Behältnis, Kiste“ zu tithénai „setzen, stellen, le
gen“): 1. Schanktisch. 2. Ladentisch. The|ken|dis|play
[...ple:] das; -s, -s: svw. Counterdisplay
Thellallgie* die; -, ...ien (zu gr. thëlë „Mutterbrust; Brust
warze“ u. î...algie): Schmerzen in den Brustwarzen
(Med.).Thellarlche die; -, -n (zu gr. archë „Anfang“): Be
ginn der Mammaausbildung bei Mädchen (Med.)
Thellelma das; -s, ...lemata (aus gleichbed. gr. thélëma,
Gen. thelëmatos): Wille (Philos.). Thellelmaltislmus
der; - u.The|le|ma|tollolgie die; - u. Thelismus der; - (zu
T...ismus (1) bzw. ...logie): Willenslehre; vgl. Voluntaris
mus, thellelmaltollolgisch (zu Î...logisch): die Thelematologie betreffend, auf ihr beruhend. Thel lislmus vgl.
Thelematismus. thellisltisch (zu t...istisch): den Thelis
mus betreffend, willensmäßig
Thelliltis die; -, ...itiden (zu gr. thëlë (vgl. Thelalgie) u.
î...itis): Entzündung der Brustwarzen (Med). Thellorrhalgie die; -, ...ien (zu gr. rhëgnÿnai „reißen, bersten“ u.
t2.„ie, Analogiebildung zu îHämorrhagie): Blutung aus
den Brustwarzen (Med.). Thellylgelnie die; -, ...ien (zu
gr. thëlygenës „weiblich“ u. T2...ie> : svw. Thelytokie.Thelyltolkie die;-, ...ien (aus gleichbed. gr. thëlytokiazu thëlytokeîn „weiblichen Nachwuchs gebären“): Erzeugung
ausschließlich weiblicher Nachkommen (Med.); Ggs.
Î Arrhenogenie, Arrhenotokie (2).the|ly|to|kisch (nach
gr. thëlytôkos „weiblichen Nachwuchs gebärend“): nur
weibliche Nachkommen habend (Med.); Ggs. Îarrhenotokisch
nelrin die: -,
The a trailik*
Thema
das; -s, Plur. ...men, auch -ta (über lat. thema aus
gr. théma, Gen. thématos „Satz, abzuhandelnder Gegen
stand“, eigtl. „das (Auf)gesetzte“, zu tithénai „setzen, stel
len, legen“): 1. Aufgabe, [zu behandelnder] Gegenstand;
Leitgedanke, Leitmotiv; Sache, Gesprächsstoff. 2. Gegen
stand der Rede, psychologisches Subjekt des Satzes
(Sprachw.); Ggs. Î Rhema. 3. [aus mehreren Motiven be
stehende] Melodie, die den musikalischen Grundgedan
ken einer Komposition od. eines Teils derselben bildet
(Mus.). Thelmalresltaulrant [...rcsto'rä:] das; -s, -s:
Restaurant, das sich in der Einrichtung u. im Angebot an
Regionen, Ländern, aber auch bestimmten Sachgebieten
orientiert. Thelma-Rhelma (zu gr. rhêma „Wort, Satz“,
eigtl. „das Gesagte“): Begriffspaar zur Satzanalyse unter
dem Gesichtspunkt, dass im Thema der (bekannte, in Re
de stehende) Gegenstand genannt wird, von dem dann im
Rhema etwas ausgesagt wird (Sprachw. ; nicht zu verwech
seln mit dem formalgrammatisch bestimmten Begriffs
paar Subjekt-Prädikat). Thelmalta: Plur. von TThema.
Thelmaltik die; -, -en (zu gr. thematikós (vgl. thema
tisch); vgl. 2...ik (2)): 1. ausgeführtes, gewähltes, gestelltes
Thema; Themastellung; Komplexität eines Themas; Leit
gedanke. 2. Kunst der Themaaufstellung, -einführung u.
-Verarbeitung (Mus.), thelmaltisch (nach gr. thematikós
„zum Thema gehörig“): 1. das Thema betreffend. 2. mit ei
nem ÎThemavokal gebildet (von Wortformen; Sprachw.);
Ggs. tathematisch (2). the|ma|ti|sie|ren (zu Î ...isieren):
zum Thema ( 1 ) von etwas machen, als Thema behandeln,
diskutieren. 2. mit einem Themavokal versehen
(Sprachw.). Thelmalvolkal der; -s, -e (zu gr. théma
„Stammform“): ÎVokal, der bei der Bildung von Verbfor
men zwischen Stamm u. Endung eingeschoben wird
(Sprachw.). Thelmen: Plur. von tThema. Thelmenlkatailogder; -[e]s, -e: Katalog, Aufzählung, Aufstellung von
Themen
Thelnartto; -s, ...nare (aus gr. thénar „flache Hand, Hand
fläche“): Muskelwulst der Handfläche an der Daumen
wurzel (Daumenballen; Anat.)
Thelnarldit [auch ... dit] der; -s, -e (nach dem franz. Che
miker L. J. Baron Thenard ( 1777-1857) u. zu T2...it>: ein
farbloses od. auch rötlich gefärbtes Mineral, das sich vor
allem in austrocknenden Salzseen findet (z.B. in Chile,
Arizona)
theo..., Theo..., vor Vokalen meist the..., The... (aus gr.
theós „Gott“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Gott, Götter; göttlich“, z.B. theokratisch, Theologie,
Theagog. Thelolbrolma ¿to; -[s] (aus nlat. theobromazu
ttheo... u. gr. bröma „Speise“, eigtl. „Götterspeise“, weil
das Schokoladengetränk urspr. nur den „von Gottes Gna
den“ Mächtigen vorbehalten war): im trop. Amerika
Baum mit großen, etwas ledrigen Blättern u. beerenarti
gen, fleischigen Früchten, Kakaobaum. Thelolbrolmin
das; -s (zu T...in (1)> : leicht anregend wirkendes lAlkaloid
der Kakaobohnen. The|o|di|zee die; -, ...zeen (nach
gleichbed. fr. théodicée (geprägt von Leibniz 1710) zu
îtheo... u. gr. dike „Gerechtigkeit“): Rechtfertigung Got
tes hinsichtlich des von ihm in der Welt zugelassenen
Übels u. Bösen, das man mit dem Glauben an seine All
macht, Weisheit u. Güte in Einklang zu bringen sucht (Phi
los.)
The|o|do|lit der; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. theodolite,
Herkunft ungeklärt): 1 geodätisches Instrument zur Hori
zontal- u. Höhenwinkelmessung (Vermessungstechnik)
Thelolgnolsie* u. Thelolgnglsis die; - (aus gleichbed.
spätgr. theognösia): die Gotteserkenntnis (Philos.). Theo go nie die; -, ...ien (über gleichbed. lat. theogonia aus
gr. theogonia): 1 mythische Lehre od. Vorstellung von der
Entstehung u. Abstammung der Götter. The|o|krat*r/er;
-en, -en (zu ttheo... u. 1 ...krat): Anhänger der Theokratie.
Thelma
1346
Thelolkraltie* die; -, ...ien (aus spätgr. theokratia „Got
tesherrschaft“): Herrschaftsform, bei der die Staatsgewalt
allein religiös legitimiert wird (Statthalterschaft für Gott),
aber im Gegensatz zur t Hierokratie nicht von Priestern
ausgeübt zu werden braucht, theolkraltisch*: die Theo
kratie betreffend. Theollaltrie* 4ze; -, ...ien (zu gr. latreia
„Dienst“): (veraltet) Gottesverehrung, Gottesdienst.
Theollolge der; -n, -n (über lat. theologus aus gleichbed.
gr. theologos, eigtl. „von Gott Redender“): jmd., der sich
wissenschaftlich mit der Theologie beschäftigt [hat] (z.B.
Hochschullehrer, Student). Theollolgieito; -, ...ien (über
spätlat. theologia aus gr. theologia „Lehre von den Göt
tern“): a) wissenschaftliche Lehre von einer als wahr vo
rausgesetzten [christlichen] Religion, ihrer Offenbarung,
Überlieferung u. Geschichte ; b) (in Verbindung mit einem
Adjektiv) Teilgebiet der Theologie (a). Theollolginr/ze; -,
-nen: weibliche Form zu tTheologe. theollolgisch: die
Theologie betreffend, theollolgilsielren (zu Î...isieren):
Theologie treiben, das Gebiet der Theologie berühren.
Theollolgulmelnon das; -s, ...mena (aus gr. theologoümenon „was von Gott gesagt wird“, Part. Präs. (Neutrum)
von theologem „über Gott u. göttliche Dinge reden“):
(nicht zur eigentlichen Glaubenslehre gehörender) theolo
gischer Lehrsatz. The o ma nieto. -, ...ien (ausgr. theomania „durch eine Gottheit hervorgerufene Raserei“ zu
theomanës „durch die Götter rasend, wahnsinnig ge
macht“): religiöser Wahnsinn. The o manltie die; -,
...ien (aus gleichbed. gr. theomanteia): das Weissagen
durch göttliche Eingebung, theolmorph u. theolmorphisch (aus gleichbed. gr. theómorphos): in göttlicher
Gestalt auftretend, erscheinend; vgl. ...isch/-. theolnom
(zu ttheo... u. î'...nom): unter Gottes Gesetz stehend.
The|o|no|mie die; - (zu î *...nomie): Unterwerfung unter
Gottes Gesetz als die Überhöhung von Î Autonomie u. Heteronomie. Thelolpanltislmus der; - (zu gr. päs, Gen.
pantos „all, ganz, jeder“ u. î...ismus (l)): Richtung des
Theismus, bei der Gott alles in allem ist. Thelolphalnie
die; -, ...ien (aus gleichbed. spätgr. theopháneia): Gottes
erscheinung; vgl. Epiphanie, theolphor (ausgr. theophóros, eigtl. „Gott tragend“): Gott[esnamen] tragend, theopholrisch (aus gleichbed. gr. theophóros): Gott tragend;
theophorische Prozession: feierliche kirchliche Prozession
mit dem Allerheiligsten
Thelolphylllin das; -s (zu TTheobromin, gr. phÿllon
„Blatt“ u. î...in (1); das Alkaloid ist ein Isomer des Theobromins): lAlkaloid aus Teeblättern, das als harntreiben
des, gefäßerweiterndes u. krampflösendes Mittel verwen
det wird
Thelolpneusltie* die; -, ...ien (zu gr. theópneustos „von.
Gott angehaucht“ u. T2...ie): Eingebung Gottes
Thelorlbe die; -, -n (über/r. t(h)éorbe aus gleichbed. it. teorba, tiorba, weitere Herkunft ungeklärt): (bes. im Ba
rock) tiefe Laute mit zwei Hälsen (von denen der eine die
Fortsetzung des anderen bildet) u. doppeltem Wirbelkas
ten
Thelolrem das; -s, -e (über gleichbed. lat. theorema aus gr.
theorema, eigtl. „das Angeschaute“, zu theorem, vgl.
Theorie): aus I Axiomen einer wissenschaftlichen Theorie
gewonnener Satz; Lehrsatz (Philos., Math.). Thelolreltiker der; -s, - (zu spätlat. theoreticus, vgl. theoretisch): 1.
jmd., der sich theoretisch mit der Erörterung u. Lösung
von [wissenschaftlichen] Problemen auseinander setzt;
Ggs. Î Praktiker (1). 2. jmd., der sich nur abstrakt u. in Ge
danken mit etwas beschäftigt, aber von der praktischen
Ausführung nichts versteht. The|o|re|ti|kelrin die; -,
-nen: weibliche Form zu TTheoretiker. thelolre tisch
(über spätlat. theoreticus aus gr. theôrêtikôs „beschauend,
untersuchend“ zu theorem, vgl. Theorie): 1. die Theorie
von etwas betreffend; Ggs. texperimentell. 2. [nur] ge-
1347
danklich, die Wirklichkeit nicht [genügend] berücksichti
gend. the|o|re|tilsie|ren (zu Î ...isieren): gedanklich,
theoretisch durchspielen. The|o|r[e die; -, ...ien (über
spätlat. theoria aus gr. theöria „Betrachtung“, eigtl. „das
Zuschauen“, zu theöreln „zuschauen“ (zu theörös „Zu
schauer“ u. horän „sehen“): 1. a) System wissenschaftlich
begründeter Aussagen zur Erklärung bestimmter Tatsa
chen od. Erscheinungen u. der ihnen zugrunde liegenden
Gesetzmäßigkeiten; b) Lehre von den allgemeinen Begrif
fen, Gesetzen, Prinzipien eines bestimmten Bereichs. 2. a)
(ohne Plur.) rein begriffliche, abstrakte [nicht praxisorien
tierte od. -bezogene] Betrachtungsweise], Erfassung von
etwas; Ggs. t Praxis (1); b) (meist Plur.) wirklichkeitsfrem
de Vorstellung, bloße Vermutung. The|o|ri|kon das; -s,
...ka (aus gr. theörikön „Schauspielgeld“ zu theörikös
„zum Fest gehörig“); staatliche Geldzuwendung in der
Antike für athenische Bürger, um ihnen den Theaterbe
such an Kultfesten zu ermöglichen
Thelolsoph der; -en, -en (über mlat. theosophus aus spätgr.
theósophos „in göttlichen Dingen erfahren" zu Ttheo... u.
gr. sophös „klug“); Anhänger der Theosophie. Thelolsophie die; -, ...ien (aus spätgr. theosophia „Gottesweis
heit“): religiös-weltanschauliche Richtung, die in Î medi
tativer Berührung mit Gott den Weltbau u. den Sinn des
Weltgeschehens erkennen will, theolsolphisch: die
Theosophie betreffend; Theosophische Gesellschaft: 1875
gegründete religiöse Gemeinschaft, deren Erlösungslehre
sich an altind. u. ä. Überlieferungen orientiert. Thelolxenilen [...ion] die (Plur.) (zu gr. theoxénia „Götterfest,
-gastmahl“): kultische Mahlzeiten mit Götterbewirtungen
im altgriech. Kult; vgl. Lectisternium, theolzenltrisch*
(zu Ttheo...): Gott in den Mittelpunkt stellend (von einer
Religion od. Weltanschauung)
Thelrallith [auch ...'lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (nach
der griech. Insel Thera u. zu T...lith); ein dunkles, basi
sches Tiefengestein, hauptsächlich aus TAugit, Î Plagio
klas u. TNephelin
Thelralpeut der; -en, -en (aus gr. thérapeutes „Diener,
Pfleger“ zu therapeüein, vgl. Therapie): jmd., der eine
Therapie vornimmt. Thelralpeultik die; - (zu gr. therapeutikê „Pflege“; vgl. l...ik (1)): Lehre von der Behand
lung der Krankheiten. Thelralpeultilkum das; -s, ...ka
(zu gr. therapeutikös (vgl. therapeutisch) u. T...ikum):
Heilmittel. The|ra|peu|tin die; -, -nen: weibliche Form
zu TTherapeut. thelralpeultisch (nach gleichbed. gr.
therapeutikös): a) die Therapie betreffend, zur Therapie
gehörend; b) für eine Therapie zusammengestellt u. sich
ihr unterziehend. Thelralpie die; -, ...ien (aus gr. therapeia, eigtl. „das Dienen“, zu therapeüein „dienen; pfle
gen, heilen“): Kranken-, Heilbehandlung; Gesamtheit al
ler Maßnahmen zur Behandlung einer Krankheit, thelrapielren (zu T ..deren): jmdn. einer Therapie unterziehen,
thelralpielrelsisltent: auf keine mögliche Therapie an
sprechend (von Krankheiten; Med.)
Thelria die (Plur.) (aus gr. theria, Plur. von therion „(wil
des) Tier“): Bez. für die lebend gebärenden Säugetiere ein
schließlich Beuteltiere u. Plazentatiere (Zool.). Thelrilak
der; -s (aus gleichbed. (m)lat. theriaca, theriace, eigtl.
„Medikament gegen den Biss giftiger Tiere“, dies aus gr.
thêriakë zu theriakös „gegen das Gift wilder Tiere (vor al
lem Schlangen) wirksam“ zu theria, vgl. Theria) : das wich
tigste opiumhaltige Allheilmittel des Mittelalters, thelrioldisch (nach gr. thêrioeidës „tierähnlich“): (veraltet)
tierartig, bösartig, thelrilolmorph (aus gleichbed. gr.
theriömorphos zu therion (vgl. Theria) u. t ...morph): tiergestaltig (von Göttern; Reh). the|ri|o|phor (zu gr. theri
on (vgl. Theria) u. t,,,phor): Tiernamen tragend
therm.... Therm... vgl. thermo..„Thermo...... therm (aus
gr. thermos „warm“): Wortbildungselement mit der Be
Thermoelastizität
deutung „warm, Wärme hervorrufend od. benötigend“,
z.B. aerotherm, endotherm, Hortitherm. therlmakltin*
(zu Î thermo... u. gr. aktis, Gen. aktinos „Strahl"): auf dem
Vorgang des reinen Temperaturstrahlungsaustausches
zwischen zwei Körpern beruhend, wobei die aus Wär
meenergie entstandene Strahlung des einen Körpers vom
anderen aufgenommen u. wieder in reine Wärmeenergie
umgewandelt wird (Phys.). theiTmal (unter Einfluss von
engl. v.fr. thermal zu gr. thérmê, vgl. Therme) : auf Wärme
bezogen, die Wärme betreffend (Phys.). Ther|ma|li|sierung die; - (zu Î ...isierung): die Abbremsung von atoma
ren bzw. Elementarteilchen in Materie auf Geschwindig
keiten, die ihrer Wärmebewegung bei der betreffenden
Umgebungstemperatur entsprechen (Phys.). Therlmalquellle die; -, -n: warme [Heiljquelle. Thermlanlästhelsie* die; - (zu Tthermo...): Verlust der Temperatur
empfindlichkeit (Med.). Therlme die; -, -n (aus gleichbed.
lat. thermae (Plur.), dies aus gr. thérmai „heiße Quellen“,
Plur. von thérmê „Wärme“ zu thermos, vgl. thermo...): 1.
svw. Thermalquelle. 2. (nur Plur.) antike röm. Badeanlage.
Therlmildor der; -[s], -s (aus fr. thermidor, eigtl. „Hitze
monat“, zu gr. thermos „warm, heiß“ u. döron „Ge
schenk“): der elfte Monat des franz. Revolutionskalenders
(19. Juli bis 17. Aug.).Ther|mik die; - (,7Xt gr. thermos (vgl.
thermo...) u. T2...ik (2)>: aufwärts gerichtete Warmluftbe
wegung (Meteor.). Therlmilglnen* die (Plur.) (zu Tther
mo... u. ÎIon): aus glühenden Metallen austretende Tlonen
(Chem.). Ther|mi|o|nik|ele|ment* das; -[e]s, -e (vgl.
2...ik (2)>: eine den glühelektrischen Effekt ausnutzende
Vorrichtung zur direkten Umwandlung von Wärme in
elektr. Energie (Elektrot.). therlmilolnisch*: die Thermionen betreffend, therl misch (nach gr. thermos, vgl.
thermo...): die Wärme betreffend, auf Wärme beruhend
(Meteor., Techn.). Therlmisltor der; -s, ...oren (aus
gleichbed. engl. thermistor, Kurzw. aus thermal resistor
„Wärmewiderstand“): wegen seines stark temperaturab
hängigen Widerstands zu Mess- u. Regelzwecken verwen
detes elektron. Bauelement. Therlmit® [auch ...'mit] das;
-s, -e (zu t‘...it>: sehr große Hitze entwickelnde Mischung
aus pulverisiertem Aluminium u. einem Metalloxid, zum
Schweißen u. als Füllung von Brandbomben verwendet,
therlmo..., Therlmo..., vor Vokalen meist therm...,
Therm... (aus gleichbed. gr. thermo- zu thermos „warm,
heiß“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Wärme,
Hitze; Wärmeenergie; Temperatur“, z.B. Thermometer,
thermonuklear.Therlmolbalrolgraf, auch...graph der:
-en, -en: svw. Barothermograf. Therlmolchelmie [auch
,,,'mi:] die; -: Teilgebiet der physik. Chemie, das die Wär
meumsätze bei chem. Vorgängen untersucht, therlmochelmisch: die Thermochemie betreffend. Therlmochrolmie [...kro...] die; - (zu gr. chröma „Farbe“ u.
T2...ie): Farbänderung eines Stoffes bei Temperaturände
rungen (Chem.). Therlmolchrolse* [,,,'kro:zə] die; - (zu
gr. chros „Farbe (der Haut)“): Wärmefärbung, Eigen
schaft mancher Körper, nur bestimmte infrarote Strahlen
zu absorbieren (Chem.). Therlmoldif Ifulsilon die; -:
Entmischungserscheinung in Flüssigkeits- u. Gasgemi
schen, in denen ein Temperaturgefälle besteht (Phys.).
Therlmoldrulcker der; -s, -: mit temperaturempfindli
chem Spezialpapier arbeitender Drucker (EDV). Thermoldylnalmik die; -: Teilgebiet der Physik, das sich mit
der Untersuchung des Verhaltens physik. Systeme bei
Temperaturänderung, bes. beim Zuführen u. Abführen
von Wärme, befasst (Phys.). ther|mo|dy|na|misch: die
Thermodynamik betreffend, den Gesetzen der Thermody
namik folgend. Ther|mo|efIfekt rZer; -[e]s: die Entste
hung elektr. Energie aus Wärmeenergie; vgl. Thermoelek
trizität. Ther|molelaslti|zi|tät die; -: unter Einfluss von
Wärme auftretende außergewöhnliche Elastizität eines
Thermoelektrikum
1348
führt (Chem.). Therlmolpane® [...pem] das; - (zu engl.
Körpers (Phys.). Ther|mo|elek|tri|kum* das; -s, ...ka
pane „Fensterscheibe“): ein Fensterglas mit isolierender
(meist Plur.) (zu Î thermoelektrisch u. T...ikum): Stoff mit
Wirkung. Therlmolpalpieri/üw; -s, -e: für ein bestimmtes
besonders günstigen elektr. Eigenschaften (z. B. der Halb
Druckverfahren benötigtes Spezialpapier mit einer
leiter Selen), therlmolelekltrisch* [auch ...lek...]: auf
Schicht, die sich unter Wärmeeinwirkung verfärbt (z. B.
Thermoelektrizität beruhend. Therimolelekltrilziltät*
für Faxgeräte). Ther|mo|pau|se die; - (zu t ’Pause): obe
[auch ,,,'tɛ:t] die; -: Gesamtheit der Erscheinungen in
re Grenze der Thermosphäre (Meteor.). Therlmolpelrielektr. leitenden Stoffen, bei denen Temperaturunter
oldislmusifer; - (zu Îperiodisch u. T...ismus (2)>: zur Ent
schiede elektr. Spannungen bzw. Ströme hervorrufen u.
wicklung bestimmter Pflanzen notwendiger Temperatur
umgekehrt. Therlmolelelment das; -[e]s, -e: [Temperawechsel zwischen Tag u. Nacht (Bot.), therlmolphil (zu
turmessjgerät, das aus zwei Leitern verschiedener Werk
t ...phil): wärmeliebend (z. B. von Bakterien; Biol.). Ther
stoffe besteht, die an ihren Enden zusammengelötet sind.
mo Iphi|lie die; - (zu T...philie): Bevorzugung warmer Le
ther|mo|fi|xielren: (synthetische Fasern) dem Einfluss
bensräume (Biol.). Therlmolphoriter; -s, -e <zuT...phor>:
von Wärme aussetzen, um spätere Formbeständigkeit zu
1. wärmespeicherndes Gerät (z. B. Wärmflasche) zur me
erreichen (in der Textilindustrie), therlmolgen (zu
dizinischen Wärmebehandlung (Med.). 2. Gerät zur Über
t. ..gen>: Wärme erzeugend. Therlmolgraf, auch
tragung genau bestimmter Wärmemengen. 3. isolierendes
...graph <¿er; -en, -en <zu î...graf): Gerät zur selbsttätigen
Gefäß aus Metall. Therlmolpholrelse die; - (zu T...ese):
Temperaturaufzeichnung (Meteor.). Ther|mo|gra|fie,
Sammelbez. für die Bewegungsvorgänge kleiner Teilchen
auch ...gralphie die; - (zu T...grafie): 1. Verfahren zur fo
in einem Temperaturgefälle (Phys.). Ther|mo|plast*i/er;
tografischen Aufnahme von Objekten mittels ihrer an ver
-[e]s, -e: bei höheren Temperaturen ohne chem. Verände
schiedenen Stellen unterschiedlichen Wärmestrahlung
rung erweichbarer u. verformbarer Kunststoff, therlmo(z. B. zur Lokalisierung von Tumoren). 2. Gesamtheit von
plasltisch*: in erwärmtem Zustand formbar, weich.
Kopierverfahren, bei denen mit wärmeempfindlichen Ma
Ther|mos|fla|sche [Thermos®] die; -, -n (zugr. thermos
terialien u. Wärmestrahlung gearbeitet wird. TherlmogrammiMv; -s, -e (zu T...gramm): bei der Infrarotfotogra
„war n“): doppelwandiges Gefäß zum Warm- od. Kühl
halten von Speisen u. Getränken. Therlmolsit [auch
fie von Wärmestrahlen erzeugtes Bild. Ther|mo|gra|vimeltrie* [...v...] die;
Methode zur Feststellung von Ge
,,,'zɪt] der; -s, -e (zu îthermo... u. t2...it): geschäumte
wichtsveränderungen, die Stoffe bei durch Erhitzen
Hochofenschlacke als Zuschlagsstoff für Leichtbeton.
Therlmolskop* das; -s, -e (zu T...skop): Instrument, das
bewirkten Umwandlungen erfahren (Chem.). therlmoTemperaturunterschiede, aber keine Messwerte anzeigt.
hallin (zu gr. hälinos „aus Salz bestehend“): Temperaturu. Salzgehalt von Meerwasser betreffend. TherlmolhyTher|molsphä|re*c/i'e; -: oberste Schicht der Atmosphä
grolgraf*, auch ...graph der; -en, -en: Verbindung eines
re (etwa 80-500km Höhe), in der die Temperatur bis auf
Thermografen mit einem 1 Hygrografen (Meteor.). Theretwa 1000°C ansteigt (Meteor.), therlmolstalbil: wär
molkausltik die; -: das Verschorfen von Gewebe durch
mebeständig (Phys.). Therlmosltat* der; Gen. -[e]s u.
Anwendung starker Hitze (Med.). Ther|mo|kau|terifer;
-en, Plur. -e[n] (zu T...stat): mit Temperaturregler versehe
-s, -: elektr. beheiztes od. gekühltes chirurgisches Instru
ner Apparat zum Einstellen u. Konstanthalten einer ge
ment zur Vornahme von Operationen od. zur Verschor
wählten Temperatur. Ther mo strom der; -s: von der
fung von Gewebe (Med.). Ther|mo|ko|a|gulla|ti|on<di'e.'
Thermokraft hervorgerufener Strom (Phys.). Therlmo-, -en: Zerstörung krankhaften Gewebes mittels starker
talxie vgl. Thermotaxis. Therlmoltalxis die; -, ..Taxen
Hitze (z.B. mit Laserstrahlen; Med.). Therlmolkraft
(zu gr. táxis (vgl. 2Taxis)> u. Thermotaxie die; -, ...ien:
die; -: elektromotorische Kraft, die einen elektrischen
durch Temperaturunterschied ausgelöste t2Taxis (Biol.).
Strom hervorruft, wenn Temperaturdifferenzen im Strom
Ther|molthe|ra|pie ßüe; -, -n [...ien]: Heilbehandlung
leiter auftreten; vgl. Thermoelektrizität. ther|mo|la|bil:
mit Wärme (Med.). Therlmoltrolnik* die; - (zu TElektro
nicht wärmebeständig (Phys.). Therlmollolgie die; - (zu
nik (a)) : Forschungsgebiet, das sich mit der automatischen
Î ...logie): Wissenschaft von der Wärme, ihrer Bildung,
Temperaturregelung befasst. Ther|mo|tro|pis|mus*
Messung u. therapeutischen Anwendung am Menschen
der; -, ...men: durch Temperaturunterschied ausgelöster
(Med.). Therlmollulmilneslzenz die; -: das beim Er
ÎTropismus (Bot.)
wärmen bestimmter Stoffe auftretende Aufleuchten in ei Thelrolphyt der; -en, -en (zu gr. théros „Sommer“ u.
ner charakteristischen Farbe (Phys.). Ther|mo|!ylse die;
T...phyt): einjährige Pflanze (Bot.)
- (zu t...lyse>: durch Erhitzen bewirkte Spaltung chem. Thelsaulren u. The sau ri: Plur. von TThesaurus. theVerbindungen. Therlmolmeltalmorlpholse die; -: Ge
saulrielren (zu TThesaurus u. Î..deren): 1. Geld od.
steinsumwandlung, die durch Erhöhung der Temperatur
Edelmetalle horten. 2. einen Thesaurus (2) zusammenstel
im Gestein verursacht wird (Geol.). Therlmolmelter
len. The|sau|rie|rung die; -, -en (zu Î ...ierung): das An
das. österr. u. Schweiz, auch der; -s, - (zu Î ’...meter): Tem
sammeln, Anhäufen (von Werten). The|sau|rie|rungsperaturmessgerät (Phys., Med.). Ther|mo|me|trie* rfze;
fonds [...fö:] der; - [,,,fð:(s)], - [,,,fð:s]: Investmentfonds,
-, ...ien (zu î...metrie): Temperaturmessung (Meteor.),
bei dem die Erträge nicht ausgeschüttet, sondern wieder
therlmolmeltrisch* (zu Î...metrisch): die Thermome
angelegt werden (Wirtsch.). The|sau|ris[mo|se die; -, -n
trie betreffend (Meteor.). Thermo morlphc sen
(zu T...ismus (3) u. T'...ose): Speicherungskrankheit, bei
(Plur.): temperaturabhängige Änderungen der Gestalt
der eine vermehrte Speicherung von Stoffwechselproduk
ausbildung bei bestimmten Pflanzen u. Tieren (Biol.).
ten in Organen od. Zellen stattfindet (Med.). ThelsauTher|molnas|tie</ic; -: durch Temperaturänderung aus
rus der; -, Plur. ...ren u. ...ri (über lat. thesaurus aus gr.
gelöste Bewegung pflanzlicher Organe (z.B. das Sichöffthesauros „Schatz(kammer)“, eigtl. „Ort zum Einsam
nen u. Sichschließen der Blüten der Gartentulpe; Bot.).
meln u. Aufbewahren“, zu tithénai, vgl. These): 1. Titel
ther|mo|nu|klelar*: die bei einer Kernreaktion auftre
wissenschaftlicher Sammelwerke, bes. großer Wörterbü
tende Wärme betreffend. Ther|mo|nu|kle|ar|waf|fe*
cher der alten Sprachen. 2. alphabetisch u. systematisch
die; -, -n: Atombombe, bei der die kinetische Energie der
geordnete Sammlung von Wörtern eines bestimmten
die Kettenreaktion fortpflanzenden Teilchen der entste
[Fachjbereichs. 3. (in der Antike) kleineres Gebäude in ei
henden Wärme (etwa 100 Mill. °C) entstammt, therlmonem Heiligtum zur Aufbewahrung von kostbaren Weihe
oxildiert, auch ther|mo|oxy|diert (zu 1 oxidieren u.
gaben. Thelse die; -, -n (über gleichbed. fr. thèse aus lat.
Î ...iert): durch Wärme in eine Sauerstoffverbindung über
thesis, gr. thésis „das Setzen, Aufstellen; aufgestellter
1349
Satz, Behauptung“ zu tithénai „setzen, stellen, legen“>: 1.
aufgestellter [Lehr-, Leitsatz, der als Ausgangspunkt für
die weitere Argumentation dient. 2. in der Î dialektischen
Argumentation die Ausgangsbehauptung, der die Î Anti
these (1) gegenübergestellt wird; vgl. Synthese (4). The
sen: Plur. von tThese u. TThesis. Thelsis die: -, Thesen
(über lat. thesis aus gr. thesis „das Auftreten des Fußes“):
1. a) betonter Taktteil im altgriech. Versfuß; b) abwärtsge
führter Schlag beim musikalischen Taktieren ; Ggs. Î Arsis
(1). 2. unbetonter Taktteil in der neueren Metrik; Ggs.
I Arsis (2)
Thesimo pholri en [...ion] die (Plur.) (aus gleichbed. gr.
thesmophória (Plur.) zu thesmós „Gesetz; Sitte“ u. phorein, phérein „tragen, bringen“): im Herbst gefeiertes alt
griech. Fruchtbarkeitsfest der Frauen zu Ehren der Göttin
Demeter. Theslmolthet der; -en, -en (meist Plur.) (aus
gleichbed. gr. thesmothétës): einer der sechs Rechtspfle
ger unter den neun Î Archonten im alten Athen
Theslpislkarlren der; -s, - (nach dem Tragödiendichter
Thespis (6. Jh. v. Chr.), dem Begründer der altgriech. Tra
gödie): (scherzh.) Wanderbühne
Thelta das: -[s], -s (aus gr. thêta): achter Buchstabe des
griech. Alphabets: 0, θ
Theltik die; - (zu gr. thetikös „wissenschaftlich festset
zend“; vgl. 2...ik (1)>: Wissenschaft von den Festsetzun
gen, Thesen od. dogmatischen Lehren (Philos.), thetisch: behauptend, setzend; dogmatisch
Thelurg der: -en, -en (aus gleichbed. spätlat. theurgus, dies
aus spätgr. theourgös, eigtl. „jmd., der göttliche Werke
verrichtet“, zu gr. theós „Gott“ u. érgon „Tat“): ein Zau
berer, der Beschwörungskraft über Götter hat (Völkerk.).
Thelurlgie die; - (über gleichbed. spätlat. theurgia aus
spätgr. theourgia): [vermeintliche] Fähigkeit u. Kraft,
durch Zauber Götter zu beschwören (Völkerk.). thelurgisch: wundertätig, Geister bannend
thi..., Thi... vgl. thio..., Thio... Thilamin das: -s (zu tthio...
u. (Amin; Vitamin B, geht bei der Oxydation in einen
schwefelgelben Farbstoff über): Vitamin B,. Thi|ami|nase die; -, -n (zu T...ase>: tEnzym, das VitaminB, spaltet.
Thil azilne die (Plur.) (zu îthio... u. Î Azine): ringförmige
ehern. Verbindungen mit einem Schwefel- u. einem Stick
stoffatom als Ringglieder (Chem.). Thi|azo|le die (Plur.):
ringförmige chem. Verbindungen mit einem Stickstoff- u.
einem Schwefelatom als Ringglieder (Chem.)
Thiglmolmorlpholse die: -, -n (zu gr. thigma „Berüh
rung“ u. TMorphose): durch mechanischen Kontakt mit
einer rauen Unterlage ausgelöste Gestaltänderung an
Pflanzen (z. B. Bildung von Haftscheiben am Wilden Wein
nach Kontakt der Ranken mit einer Mauerfläche; BioL).
Thig mo ta xis die; -, ...xen (zu gr. táxis, vgl. 2Taxis):
durch Berührungsreiz ausgelöste Orientierungsbewegung
von Tieren u. niederen pflanzlichen Organismen (BioL).
Thig|mo|tro|pis|mus* der; -, ...men: svw. Haptotropismus (Bot.)
Thinkltank, auch Think-Tank ['θɪŋktæŋk] der; -s, -s (aus
engl. think tank „Beraterstab“ zu engl. to think „denken“
u. tank „Tank“) : Denkfabrik, Institution zur wissenschaft
lichen, praxisorientierten Zukunftsforschung u. für wirt
schaftliche Weiterentwicklung
thilo..., Thilo..., vor Vokalen auch thi..., Thi... (zu gr. theion „Schwefel“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Schwefel“, z.B. Thiophen, Thiamin. Thi|o|cy|a|nat
[...ts...] das: -[e]s, -e: svw. Rhodanid. Thi|o|in|di|go das;
-: roter Küpenfarbstoff, der sich vom Î Indigo durch
Schwefelatome anstelle der Iminogruppen unterscheidet.
Thilolkol® das; -s (Kunstw.): thermoplastischer, kaut
schukähnlicher Kunststoff. Thilol das; -s, -e (meist Plur.)
(zu T ...ol): dem Alkohol analoge Verbindung, in der Sauer
stoff durch Schwefel ersetzt ist (Chem.). Thi|o|ly|se die; -,
Thorakoskop
-n (zu t...lyse): Aufspaltung chem. Verbindungen in flüs
sigem Schwefelwasserstoff (Chem.). Thi|o|nal|farbstoff der; -[e]s, -e (zuf‘...al (1)>: Schwefelfarbstoff. Thiolphen das; -s (Kunstw. zu Îthio... u. Î Phenol): schwefel
haltige Verbindung im Steinkohlenteer. Thilolplast* der;
-[e]s, -e: kautschukähnlicher schwefelhaltiger Kunststoff.
Thi|o|salz das: -es, -e: Salz einer Thiosäure. Thi|o|säure die; -, -n: eine Sauerstoffsäure, bei der die Sauerstoff
atome durch zweiwertige Schwefelatome ersetzt sind. Thioischwe felisäulre die: -, -: von der Schwefelsäure
durch Ersatz eines Sauerstoffatoms durch ein Schwefel
atom abgeleitete Säure. Thi|o|sul|fat das; -[e]s, -e: Salz
der Thioschwefelsäure
Third Stream ['θə:d 'stri:m] der; - -s (aus engl. third stream
„dritte Strömung“): um 1960 entstandene musikalische
Stilrichtung, in der Gestaltungsmittel des zeitgenössi
schen Jazz verwendet werden
thilxoltrop* (zugr. thixis „Berührung“ u. î ...trop): (von ge
wissen Gelen) Thixotropie aufweisend. Thilxoltrolpie
die; - (zu t.. .tropie) : Eigenschaft bestimmter steifer kolloi
daler Mischungen, sich bei mechanischer Einwirkung
(z. B. Rühren) zu verflüssigen
Thollos die. auch der; -, Plur. ...loi [...loy] u. ...len (aus
gleichbed. gr. thölos): altgriech. Rundbau mit Säulenum
gang
Thol malner der; -s, - (nach dem heiligen Thomas, einem
der 12 Apostel, u. zu Î ...aner) : a) Schüler der Thomasschule in Leipzig; b) Mitglied des Thomanerchors. Tholmanerlchor der; -[e]s: Knabenchor der Thomasschule in der
Thomaskirche zu Leipzig. Tholmasikanltor der; -s, -en:
Leiter des Thomanerchors u. Kantor der Thomaskirche in
Leipzig
Tholmislmus der; - (nach dem Begründer Thomas von
Aquin (1225-1274) u. zu T...ismus (1)): a) Lehre des Tho
mas von Aquin; b) das aus dem Thomismus (a) hervorge
gangene, weit ausgebaute philos. System, das noch heute
die ideelle Grundlage der kath. Theologie darstellt. Tho
mist der; -en, -en (zu t ...ist): Vertreter des Thomismus
(b). tholmisltisch (zu t...istisch): die Lehre des Thomas
von Aquin u. den Thomismus betreffend
Thom|son|ef|fekt [tɔmsən...] der; -[e]s (nach dem engl.
Physiker (Sir William) Thomson (Lord Kelvin),
1824-1907): thermoelektrischer Effekt, bei dem im Leiter
zusätzliche Erwärmung od. Abkühlung auftreten kann
Thomlsolnit [auch ...'nɪt] der; -s, -e (nach dem schott. Che
miker T. Thomson (1773-1852) u. zu T2...it>: ein farbloses
od. durch Verunreinigungen gefärbtes, kugeliges od. stan
genförmiges Mineral
Thon der; -s, -s (aus gleichbed. fr. thon, dies aus lat. thun
nus, vgl. Thunfisch): (Schweiz.) Thunfisch
Thor vgl. Thorium
Tholra [auch, österr. nur, 'to:ra] ¿Zze; - (aus hebr. törä „Leh
re, Gesetz“) : die fünf Bücher Mose, das mosaische Gesetz
tholrak..., Tholrak... vgl. thorako..., Thorako... tholrakal (zu T...ai (1)>: zum Brustkorb gehörend, an ihm gele
gen (Anat.). Thoiralkaliwirlbel der; -s, -: Brust- od. Rü
ckenwirbel (Anat.). tho|ra|ko...,Tho|ra|ko..., vor Voka
len auch thorak..., Thorak... (zugr. thörax, Gen. thörakos,
vgl. Thorax): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Brust, Brustkorb“, z.B. Thorakotomie, thorakal, thoralkoldorlsal: im Bereich des Brustkorbs u. des Rückens
verlaufend od. sich ausbreitend (Med.). tho|ra|ko|gen
(zu t...gen): vom Brustkorb ausgehend (z. B. Krankheiten;
Med.). Tholralkolmeltrie* die; -, ...jen (zu t...metrie):
Messung des Brustkorbumfangs (Med.). Tholralkoplasltik die; -, -en: chirurgisches Behandlungsverfahren
bei Lungenerkrankungen in Form einer Î Resektion grö
ßerer Rippenstücke (Med.). Tholralkolskop* das; s, -e
(zu t,,,skop): Instrument zur Ausleuchtung der Brustfell-
1350
Thorakoskopie
höhle (Med.). Tholralkolskolpie* die; -, ...ien <zu
t...skopie>: Untersuchung der Brustfellhöhle u. Vornahme
von Operationen mithilfe des Thorakoskops (Med.). Thoralkoltolmie die; -, ...ien <zu T...tomie>: operative Öff
nung der Brusthöhle (Med.). tholra|kolto|mie|ren (zu
Î..deren): eine Thorakotomie durchführen (Med.). Thorakozentese die; -, -n (zu gr. kéntësis „das Stechen“
zu kentern „stechen“): TPunktion des Brustfellraums,
Bruststich (Med.). Thglrax der; -[e]s, Plur. -e, fachspr.
...races [,,,tse:s] (über lat. thorax aus gr. thörax, Gen.
thörakos „Brust(panzer)“): 1. Brust, Brustkorb (Anat.). 2.
Brustabschnitt bei Gliederfüßern (BioL). 3. (in der Anti
ke) Panzer. Thg|rax|chi|rur|gie* die; -: Lehre von den
tiefen chirurgischen Eingriffen am Brustkorb u. von der
operativen Behandlung der im Brustkorb gelegenen Orga
ne (Med.)
Tholrilalnit [auch . ,,'nit] der; -s, -e (zu TThorium u. T2...it):
ein seltenes, stark radioaktives Mineral mit [bräunlichjschwarzen bis dunkelgrauen Kristallen. tho|rie|ren
(zu Î..deren): mit Thorium überziehen. Tholrit [auch
...dit] der; -s, -e (zu T2..dt> : ein bräunliches bis schwarzes,
thoriumhaltiges Silikatmineral. Tholrilum u. Thor das; -s
(nach Thor, einem Gott der nord. Sage, u. zu t...ium):
chem. Element, Metall; Zeichen Th. Tholrgn das; -s
(Kurzw. aus ÎThorium u. ÎRadon): ein Radonisotop; Zei
chen Tn; vgl. Radon u. Isotop
Thread [θrɛd] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. thread, eigtl.
„Faden“): Folge von Nachrichten zu einem Thema in ei
ner ÎNewsgroup (EDV)
Threlni die (Plur.) (aus gleichbed. lat. threni, Plur. von threnus „Klagegesang, -lied“, dies aus gr. thrênos, vgl. Threnos): die Klagelieder Jeremias; vgl. Lamentation (2).
Threlnoldie* die; -, ...ien (aus gr. threnöidia „Klage
lied“): svw. Threnos. thre no disch* (aus gr. threnodes
„weinerlich“): klageliedartig, als Trauergesang dienend.
Threlnos der; -, ...noi [...noy] (aus gleichbed. gr. thrênos,
eigtl. „das Wehklagen“): rituelle Totenklage im Griechen
land der Antike; Klagelied, Trauergesang
Threlolnin das; -s (Kunstw.): eine lebensnotwendige Î Ami
nosäure (Biochem.)
Thrill ['θrɪl] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. thrill zu to thrill,
vgl. Thriller): Nervenkitzel; prickelnde Erregung. Thril
ler ['θrɪlə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. -amerik. thriller zu
engl. to thrill „durchbohren; zittern machen“): Film, Ro
man (auch Hörspiel od. Theaterstück), der auf das Erzie
len von Spannungseffekten gerichtet ist u. Nervenkitzel
erzeugt
Thrips der; -, -e (aus gr. thrips „Holzwurm“): Blasenfüßer,
ein Insekt mit Haftblasen an den Beinen (Biol.)
thromb..., Thromb... vgl. thrombo..., Thrombo...
Throm bag glu ti na ti on* die; -, -en (zu Îthrombo):
Zusammenballung der Blutplättchen zu einem Pfropf
(Med.). Thromlbaslthelnie* die; -, ...ien: Funktions
minderwertigkeit der Thrombozyten (Med.). Thrombekltolmie* die; -, ...ien (zu î...ektomie): operative Ent
fernung eines Thrombus nach Gefäßeröffnung (Med.).
Thromibem bo lie* die; -, ...ien: durch einen mit dem
Blutstrom verschleppten Thrombus verursachte fEmbolie
(Med.). Thromlben: Plur. von îThrombus. Thromlbin
das; -s (zu gr. thrömbos (vgl. Thrombus) u. 1 ...in (1)>: ein
ÎEnzym, das Blutgerinnung bewirkt, thromlbo...,
Thromlbo..., vor Vokalen auch thromb..., Thromb... (zu
gr. thrömbos, vgl. Thrombus): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „geronnenes Blut, geronnene Blutmasse“,
z.B. Thrombozyt, Thrombasthenie. Throm|bo|ar|te|riiltis die; -, ...iitiden: Entzündung einer Arterie bei Embo
lie od. Thrombose (Med.). throm|bo|gen (zu t...gen):
durch Thromben hervorgerufen (Med.). Throm|bo|gen
das; -s: Faktor für die Blutgerinnung (Med.). Thromlbo-
ge ne se die; -, -n: Entstehung eines Thrombus (Med.).
Thromlbollylse die; -, -n (zu Î.Jyse): Auflösung eines
Thrombus, z.B. als therapeutische Maßnahme (Med.).
das; -s, ...ka (zu tlytisch u.
T...ikum): svw. Fibrinolytikum. Thromlbolpalthie die;-,
...ien (zu T...pathie>: krankhafte Veränderung der Throm
bozyten (Med.). Thromlbolpelnie die; -, ...ien (gebildet
zu îThrombozyt u. gr. penia „Armut, Mangel“): Vermin
derung der Anzahl der Thrombozyten im strömenden Blut
(Med.). Thromlbolphlelbiltis* die; -, ...itiden (zu
Îthrombo...): Venenentzündung mit Ausbildung einer
Thrombose (Med.). Thromlbolse die; -, -n (aus gr.
thrombosis, eigtl. „das Gerinnen(machen)“, zu thromboüsthai „gerinnen“, dies zu thrömbos, vgl. Thrombus):
Blutpfropfbildung innerhalb der Blutgefäße (bes. der Ve
nen; Med.). Thromlbolsielrung die; -, -en (zu t...ierung): Verschluss eines Blutgefäßes durch einen Throm
bus (Med.), thromlboltisch (zu t...otisch): die Throm
bose betreffend. Thromlbolzyt der; -en, -en (meist Plur.)
(zu îthrombo... u. T...zyt): Blutplättchen (Med.), thrombolzyltär (zu t...är): durch ein Blutgerinnsel verursacht
(z. B. Blutungen; Med.). Throm|bo|zy|to|iy|se die; -, -n:
Zerfall od. Auflösung der Blutplättchen (Med.). Thrombolz /topenie die; -, ...ien (zu gr. penia „Armut, Man
gel“): svw. Thrombopénie. Thromlbolzyltolse die; - (zu
tl...ose): krankhafte Vermehrung der Thrombozyten
(Med.). Thromlbus der; -, ...ben (aus niât, thrombus, dies
aus gr. thrömbos „Klumpen, Blutpfropf“): Blutpfropfin
nerhalb eines Blutgefäßes (bes. einer Vene; Med.)
Thylja, österr. auch Thuje die; -, ...jen (über mlat. thya aus
gr. thyla „ein afrik. Baum, dessen Holz wohlriechend ist“):
ein zu den Zypressengewächsen zählender Zierbaum (Le
bensbaum). Thuljalöl das; -s: aus den Blättern der Thuja
gewonnenes ätherisches Öl. Thulje vgl. Thuja. Thuljon
das; -s (zu T2...on>: im Thujaöl vorhandene, stark giftige
Terpenverbindung
Thullit [auch ... lit] der; -s, -e (nach der sagenhaften Insel
Thule u. zu f2...it): ein rötliches, manganhaltiges Mineral.
Thu|li|um das; -s (zu t...ium>: chem. Element, Metall;
Zeichen Tm
Thunbergie [...ja] die; - (nach dem schwed. Botaniker
C. P. Thunberg (1743-1828) u. zu Î ’..de): afrikan. Gattung
der Akanthusgewächse (Bot.)
Thunlfisch, auch Tunfisch der; -[e]s, -e (über lat. thunnus,
thynnus aus gleichbed. gr. thynnos); (bes. im Altlantik u.
im Mittelmeer lebender) großer makrelenähnlicher Fisch
mit blauschwarzem Rücken, silbrig grauen Seiten, weißli
chem Bauch u. mondsichelförmiger Schwanzflosse
Thulrinlgit [auch ...'git] der; -s, -e (nach dem lat. Namen
Thuringia für Thüringen u. zu T2...it): tsilurischer Eisenoolith (vgl. Oolith). Thu|rin|gi|um das; -s (zu Î ...ium):
Stufe des Î Perms (Geol.)
Thyl le die; -, -n (zu gr. thyllis „Beutel“): Tüpfelbläschen im
Kernholz mancher Bäume
thym.... Thym... vgl. I,2thymo..., Thymo... Thylmi: Plur.
von Î Thymus
Thylmilan der; -s, -e (über lat. thymiama (gr. thymiama)
„Räucherwerk“ (weil die Pflanze wegen ihres würzigen
Duftes bei Rauch- u. Brandopfern eingesetzt wurde) zu
thymum (gr. thyrnon) „Thymian“): a) eine Gewürz- u.
Heilpflanze; b) (ohne Plur.) Gewürz aus getrockneten u.
klein geschnittenen od. pulverisierten Blättern des Thymi
ans (a)
Thylmin das; -s, -e (zu Î'thymo... u. t...in (l)): Bestandteil
des genetischen Codes in den Nukleinsäuren (Biochem.).
Thylmiltis die; -, ...itiden (zu t..dtis): Entzündung der
Thymusdrüse (Med.), 'thylmo.... Thy mo..., vor Voka
len meist thym..., Thym... (aus gr. thymos „Brustdrüse
neugeborener Kälber“; vgl. Thymus): WortbildungseleThromlbollyltilkum
1351
ment mit der Bedeutung „die Thymusdrüse betreffend“,
z. B. Thymose, Thymitis. 2thy|mo..., Thylmo..., vor Vo
kalen meist thym..., Thym... (aus gr. Lhymós „Le
benskraft), Gemüt(sbewegung)“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „Gemüt, Gemütsbewegung“, z. B. thymopathisch, Thymopsyche. 'thy moigen (zu Î'thymo...
u. t...gen): von der Thymusdrüse ausgehend (von krank
haften Veränderungen). 2thy|molgen (zu 2thymo... u.
t...gen>: vom Gemüt ausgehend (von krankhaften Ver
stimmungen)
Thylmol das; -s, -e (zu tThymian u. t...ol>: in den äthe
rischen Ölen von Thymianarten enthaltenes, heute meist
synthetisch gewonnenes Phenolderivat, das wegen seiner
antiseptischen Wirkung z. B. Mundwässern zugesetzt wird
Thylmollepltilkum das; -s, ...ka (meist Plur.) (zu t2thymo..., tlepto... u. t...ikum): zur Behandlung bes. von en
dogenen Depressionen verwendetes Arzneimittel, thymollepltisch: stimmungsaufhellend wirkend (von Arz
neimitteln; Med.). Thylmom das: -s, -e (zu 'thymo... u.
t. ..om): von der Thymusdrüse ausgehende Geschwulst
(Med.). Thylmolpath der; -en, -en (zu Üthymo... u.
Î ...path): Gemütskranker (Med.). Thylmolpalthie die; -,
...jen (zu t...pathie>: Gemütskrankheit (Med.), thylmopa thisch: die Thymopathie betreffend; an gestörtem
Gemütsleben leidend (Med. ). Thylmo Ipsylche die;-', die
gemüthafte Seite des Seelenlebens (Psychol.); Ggs. TNoopsyche. Thy Imolse die; -, -n (zu Î '...ose): durch Empfind
samkeit, Gereiztheit, Verträumtheit u.Ä. charakterisier
ter außergewöhnlicher Gemütszustand des Jugendlichen
während der Pubertät (Psychol.). Thylmolsin das; -s, -e
(zu 'thymo..., t ...in (1)>: aus Thymusdrüsen isoliertes Pep
tidhormon, das bei der Abstoßungsreaktion von 1 Trans
plantaten eine Rolle spielt (MedJ.Thylmus der; -, Thymi
u. Thyimus drü se die; -, -n (aus gleichbed. nlat. thymus,
dies aus gr. thymos „Brustdrüse neugeborener Kälber“):
hinter dem Brustbein gelegenes drüsenartiges Gebilde,
das sich nach dem Kindesalter zurückbildet (Anat.)
thyr..., Thyr... vgl. thyreo..., Thyreo...
Thylraltron* das; -s, Plur. ...one, auch-s (zugr. thÿra „Tür“
(der Stromeingang wird zunächst in beiden Richtungen ge
sperrt) u. t...tron): eine zur Erzeugung von Kippschwin
gungen od. als Schaltelement bestimmte, mit Edelgas od.
Quecksilberdampf gefüllte Röhre für elektron. Geräte
(Elektrot.)
thylrelo..., Thylrelo..., fachspr. auch thyro..., Thyro..., vor
Vokalen meist thyr..., Thyr... (zu gr. thyreós „Türstein;
großer Schild“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Schilddrüse, die Schilddrüse betreffend; Schildknorpel,
mit dem Schildknorpel in Beziehung stehend“, z.B. thy
reogen, Thyreostatikum, Thyroxin. Thy re o apla sie*
die; -, ...ien: angeborenes Fehlen der Schilddrüse (Med.),
thylrelolgen (zu t...gen>: von der Schilddrüse ausge
hend, durch ihre Tätigkeit bedingt (z.B. von Krankheiten;
Med.). Thylrelolglolbullin das: -s, -e: î Protein, das als
Synthese- u. Speicherform der Schilddrüsenhormone
dient (Biochem.). thylrelolildal (zu tThyreoidea u. Î '...al
(1)>: die Schilddrüse betreffend, von ihr ausgehend
(Med.). Thylrelolildea die; - (aus nlat. thyreoidea, dies zu
gr. thyreoeidês „wie ein großer Schild“): Schilddrüse
(Anat.). Thylreoidektomie* die; -, ...ien (zu t ...ektomie): operative Entfernung der Schilddrüse (Med.). Thyreolildismus der; -, ...men <zut...ismus (3)>: 1. Vergrö
ßerung der Schilddrüse (Med.). 2. Vergiftung durch
Schilddrüsenpräparate (Med.). Thy|re|o|i|di|tis die; -,
...itiden (zu T ...itis) : Entzündung der Schilddrüse (Med.),
thylrelolpriv* (zu Î thyreo... u. lat. privus „für sich beste
hend; einer Sache beraubt“): schilddrüsenlos; nach Ver
lust der Schilddrüse bzw. nach Ausfall der Schilddrüse auf
tretend (z. B. von Krankheitserscheinungen; Med.). Thy-
Tierra caliente
das;-s, ...katzugr. statikós „hemmend“
u. t ...ikum): Stoff, der die Hormonbildung der Schilddrü
se hemmt (Med.). Thylreloltolmie die; -, ...ien (zu T...tomie): operative Spaltung des Schildknorpels (Med.). Thyreotoxilkolse die; -, -n: krankhafte Überfunktion der
Schilddrüse (Med.). thy|re|o|to|xisch: durch Überfunk
tion der Schilddrüse erzeugt (Med.). thy|re|o|trop* (zu
î ...trop): die Schilddrüsentätigkeit steuernd (Med.). Thyreotropin* das; -s, -e (zu t...in (1)): vom Hypophysen
vorderlappen gebildetes Î Hormon, das die Tätigkeit der
Schilddrüse steuert (Biochem.)
Thylrisltor der; -s, ...oren (zu gr. thÿra „Tür“ u. tTransistor; vgl. Thyratron): ein steuerbares elektron. Bauelement
auf Siliciumbasis
thylro..., Thylro... vgl. thyreo..., Thyreo... Thylrolxin*
das; -s (zu î thyreo..., gr. oxÿs „scharf, sauer“ u. Î ...in (1)):
Hauptbestandteil des Schilddrüsenhormons (Biochem.)
Thyrlsos der; -, ...soi [...zay] u. Thyrlsus der; -, ...si (über
lat. thyrsus aus gleichbed. gr. thÿrsos): mit Efeu u. Wein
laub umwundener, von einem Pinienzapfen gekrönter Stab
der 1 Bacchantinnen
Tilai ra die; -, ...ren (über (m)lat. tiara „(Bischofs)mütze,
Tiara (1)“ aus gr. tiára, dies aus dem Pers.): 1. hohe, spitze
Kopfbedeckung der altpers. Könige. 2. (heute nicht mehr
getragene) hohe, aus drei übereinander gesetzten Kronen
bestehende Kopfbedeckung des Papstes als Zeichen seiner
weltlichen Macht
Tilbet der; -s, -e (nach dem gleichnamigen innerasiat.
Hochland): 1. Sortierungsbezeichnung für Reißwolle. 2.
aus Tibet- od. Schafwolle bestehender Kammgarnstoff in
Köperbindung (Webart)
Ti|bia die; -, Tibiae ['ti:biɛ] (aus gleichbed. lat. tibia, eigtl.
„ausgehöhlter Stab“): 1. altröm. schalmeiartige Knochen
flöte. 2. Schienbein (Med.)
Tic [tik] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. tic, wohl laut- u. bewe
gungsnachahmend): nervöse Muskelzuckung (z.B. Blin
zeln; Med.). Tick der; -[e]s, -s (eindeutschend fürîTic): 1.
wunderliche Eigenart, Schrulle; sonderbare Einbildung,
in der jmd. lebt. 2. svw. Tic. 3. (ugs.) svw. Nuance (2). Ti
cker der; -s, - (aus gleichbed. engl. ticker zu engl. to tick
„ticken“): 1. (Jargon) vollautomatischer Fernschreiber
zum Empfang von [Börsenjnachrichten. 2. (Jargon) Gerät
zur Überwachung der Pulsfrequenz (Med.). 3. jmd., der an
einem Tic leidet (Med.). 4. (Jargon) jmd., der jmdn. zu
sammenschlägt [u. ausraubt]
Tilcket das; -s, -s (aus gleichbed. engl. ticket, eigtl. „Zettel“,
dies ausa/t/k estiquet (fr. étiquette), vgl. Etikette): 1. Fahr
schein (bes. für eine Flug- od. Schiffsreise). 2. Eintritts
karte
Tick|fe|ver, auchTick-Felver ['tikfi:vu] das; - (aus gleich
bed. engl. tick fever zu tick „Zecke“ u. fever „Fieber“) : Ze
ckenfieber, eine bes. in den USA auftretende, durch Ze
cken übertragene Infektionskrankheit
Tie-Break, auch Tie Ibreak ['taɪbreɪk] der ad. das,s, -s (zu
engl. tie „unentschiedenes Spiel“ u. break, vgl. 'Break):
besondere Zählweise beim Tennis, um ein Spiel bei unent
schiedenem Stand (6 :6 od. 7 :7) schneller zum Abschluss
zu bringen
Tie-in [taɪ'lm] das; -s, -s (zuengl. to tie in „zu etw. passen“):
kleines Werbegeschenk [in Spielzeug od. Süßigkeitsverpa
ckungen]; vgl. Give-away
Tilenlto das; -s, ...ti (aus span, tiento, eigtl. „Berührung“):
dem Î Ricercare entsprechendes span. Instrumentalstück
des 16. Jh.s, bes. für Orgel
Tilerlra callienlte [- k...] die; - - (aus span, tierra caliente
„heißes Land“ zu tierra „Land, Erde“ (dies aus lat. terra)
u. caliente „heiß“ (dies zu lat. calens, Gen. calentis, Part.
Präs, von calere „heiß sein, glühen“): die unterste der drei
klimatischen Höhenstufen in den trop. Gebirgsländern
re|os|ta|ti|kum*
Tierra fria
Mittel- u. Südamerikas (Geogr.). Tilerlra fria die; - - (aus
span, tierra fría „kaltes Land“, zu frio „kalt“ (dies aus lat.
frigidus)): die oberste klimatische Höhenstufe in den trop.
Gebirgsländern Mittel- u. Südamerikas (Geogr.). Ti|er|ra
he la da [- e'laða] die; - - (aus span, tierra helada „gefro
renes Land“, zu helado „gefroren, starr“ (dies aus lat. ge
lidus)): Vegetationsstufe der trop. Gebirge Mittel- u. Süd
amerikas oberhalb 4000m (Geogr.). Tilerlra temlplada* zZz'e; - - (aus span, tierra templada „gemäßigtes Land“,
zu templado „gemäßigt“ (zu templar „mäßigen“, dies aus
lat. temperare)): die mittlere klimatische Höhenstufe in
den trop. Gebirgsländern Mittel- u. Südamerikas (Geogr.)
Tierlséltat* [tjɛrze`ta] der; -, auch Tiers Etat der; - - (aus
gleichbed. fr. (le) tiers État, eigtl. „der dritte Stand“): das
Bürgertum, das bis zur Franz. Revolution nach Adel u.
Geistlichkeit an dritter Stelle in der ständischen Gliede
rung stand
Tif¡fa ny lam pe ['tɪfənɪ...] die; -, -n (nach dem amerik.
Kunsthandwerker u. Maler des Jugendstils L. C. Tiffany,
1848-1933): Lampe mit einem aus bunten Glasstücken zu
sammengesetzten Schirm
Tilfpl so der; -, ...si (meist Plur.) (aus it. tifoso zu tifo
„(Sport)leidenschaft“, eigtl. „Typhus“): ital. Bez. für Fan;
begeisterter Anhänger des Sports, bes. Fußballfan
Tilgon der; -s, - (Kunstw. aus engl. tiger „Tiger“ u. lion „Lö
we“): Î Bastard (1) aus der Kreuzung eines Tigermänn
chens mit einem Löwenweibchen (Zook); vgl. Liger, tigrolid* (aus gleichbed. gr. tigroeidês zu tigris „Tiger“, dies
aus dem Pers.): tigerähnlich gestreift (Zool.)
Tilkal der; -[s], -[s] (über gleichbed. Thai aus malai. tikal):
frühere Münzeinheit in Thailand
Tilki der; -[s], -s (aus Maori tiki „Bild(nis)“): a) einen Gott
od. Ahnen darstellende [monumentale] Figur aus Stein (in
Polynesien); b) einen Gott od. Ahnen darstellender An
hänger aus Nephrit (in Neuseeland)
Tillbulry ['tɪlbərɪ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. tilbury,
nach dem Londoner Wagenbauer Tilbury (frühes 19. Jh.)> :
in Nordamerika früher häufig verwendeter, leichter zwei
rädriger u. zweisitziger offener Wagen mit aufklappbarem
Verdeck
Til Ide die; -, -n (aus gleichbed. span, tilde, dies über katalan.
titila, title aus lat. titulus „Überschrift“): 1.1 diakritisches
Zeichen in Gestalt einer kleinen liegenden Schlangenlinie,
das im Spanischen über einem n die Palatalisierung, im
Portugiesischen über einem Vokal die Nasalierung angibt
(z.B. span. Señor, port. Sao Paulo). 2. Zeichen (bes. in
Wörterbüchern) in Gestalt einer kleinen liegenden
Schlangenlinie auf der Mitte der Zeile, das die Wiederho
lung eines Wortes od. eines Teils davon angibt; Zeichen ~
Ti|li|a|ze|en die (Plur.) (aus nlat. tiliacea zu lat. tilia „Lin
de“): zusammenfassende systematische Bez. für die Lin
dengewächse (Bot.)
Tilllandl sie [.. ,iə] die; -, -n (nachdem finn. Botaniker E. Tillands (1640-1693) u. zu î !...ie): zu den Ananasgewächsen
gehörende, meist epiphytisch lebende Pflanze; Luftnelke
Tilllit [auch ti'lit] der; -s, -e (zu engl. till „Geschiebelehm“ u.
t2...it>: verfestigter Geschiebelehm
Tilmar der; -s, -e (aus türk, timar „Fürsorge“): Militärlehen
im Osmanischen Reich, dessen Inhaber zum Kriegsdienst
verpflichtet war sowie zur Aufstellung u. Bewaffnung der
t Spahis (1)
Tilmarlchie* die; -, ...ien (aus gleichbed. spätgr. timarchia
zu gr. timé „Wertschätzung“ u. árchein „herrschen“): die
auf Ehrsucht, Ruhm u. Reichtum der Regierungsschicht
beruhende Herrschaft im Staat (Plato)
Ti|ma|ri|ot der; -en, -en (zu ITimar u. gr. -iötes (Zugehörigkeitssuffix)): Inhaber eines osmanischen Militärlehens
Timlballe die; -, -n (aus gleichbed. fr. timbale, eigtl. „Auf
laufform“, urspr. „kleine Trommel“, dies aus span, timbal,
1352
vgl. Timbales): eine Pastetenart. Timlballes die (Plur.)
(aus gleichbed. span, timbales, Plur. von timbal „kleine
Trommel“, Nebenform von atabal, dies aus arab. tabla zu
tabala „trommeln“): zwei gleiche, auf einem Ständer be
festigte Trommeln (bes. bei [südamerik.] Tanzorchestern)
’Timber der od. das; - (aus gleichbed. engl. timber): engl.
Zählmaß für Rauchwaren (40 Stück)
2Timlber der; -s, - (aus fr. timbre, vgl. Timbre): (veraltet)
svw. Timbre. Timlbre* ['tɛ:brə] das; -s, -s (aus/r. timbre
„Klang, Schall“, älter fr. „eine Art Trommel“, dies über
mgr. tymbanon aus gr. tÿmpanon, vgl. Tympanon): cha
rakteristische Klangfarbe einer [Gesangsjstimme, eines
Instruments, timlbrielren* [ts...] (zu Î..deren): mit einer
bestimmten Klangfarbe versehen; einer Sache ein be
stimmtes Timbre verleihen
time is molney ['taɪm iz 'mʌnɪ] tengl.y. Zeit ist Geld.
Timellag [taɪmlæg] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. time
lag zu time „Zeit“ u. lag „Verzögerung“): 1. zeitliche Ver
schiebung zwischen der Änderung wirtschaftlicher Grö
ßen u. der dadurch bewirkten Änderung anderer ökonomi
scher Größen (z. B. zwischen Rezession u. daraus folgen
dem Arbeitsplatzabbau; Wirtsch.). 2. svw. Jetlag. Time
line [...Iain] das; -[s], -s (aus engl. time line „Ablaufpro
gran. ,n“>: Ablaufprogramrn von wissenschaftlichen od.
technischen Prozessen (z.B. in der Raumfahrt), tilmen
['tai...] (aus gleichbed. engl. to time zu time „Zeit“): 1. die
Zeit [mit der Stoppuhr] messen. 2. den geeigneten Zeit
punkt für eine Handlung, ein Vorgehen usw. bestimmen
tilmeo Dainaos et dolna felrenltes (lat.; „ich fürchte
die Danaer (Griechen), auch wenn sie Geschenke brin
gen“ (Worte des Laokoon in Troja beim Anblick des höl
zernen Pferdes aus Virgils Äneis)): einem feindlich Ge
sinnten soll man nicht blindlings vertrauen, wenn er sich
plötzlich freundlich zeigt
Time-out ['taɪm'aʊt] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. time
out, zu time „Zeit“ u. out „aus“): Auszeit; Spielunterbre
chung, die einer Mannschaft nach bestimmten Regeln zu
steht (Basketball, Volleyball). Tilmer ['taimn] der; -s, (aus engl. timer „(Schalt)uhr“ zu time, vgl. timen): Zeit
schaltuhr; elektron. Zeitmesser, der zeitlich gebundene
Vorgänge exakt regelt, z. B. in Videorekordern u. zur Vor
programmierung. Timelsamplling ['taɪm'sɑ:mplɪŋ] das;
-[s], -s (zu engl. sampling „Stichprobenerhebung“): Zeit
stichprobe, systematische, in regelmäßigen Zeitabständen
durchgeführte Beobachtung zur Ermittlung von bestimm
ten Abläufen u. Verhaltensweisen. Timelshalring [ taimʃeərɪŋ] das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. time-sharing, eigtl.
„Zeitzuteilung“, zu to share „teilen, beteiligen“): 1. Eigen
tum an einer Ferienwohnung o. Ä., das für eine festgelegte
Zeit des Jahres gilt. 2. (ohne Plur.) Verfahren zur koordi
nierten, gleichzeitigen Benutzung von Großrechenanla
gen mit vielen Benutzern (EDV)
tilmid (über gleichbed. fr. timide aus lat. timidus): (veraltet)
schüchtern, zaghaft, ängstlich. Ti|mi|di|tät z/z'e; - (unter
Einfluss von gleichbed. fr. timidité aus lat. timiditas, Gen.
timiditatis): (veraltet) Schüchternheit, Furchtsamkeit,
Verzagtheit
Tilming [ taimɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. timing zu
to time, vgl. timen): 1. Bestimmung u. Wahl des für einen
beabsichtigten Effekt günstigsten Zeitpunktes zum Beginn
eines Handlungsablaufs (bes. im Sport). 2. synchrone Ab
stimmung verschiedener Handlungen aufeinander. 3. zeit
liche Steuerung (Techn.)
Timokratie* die; -, ...ien (aus gleichbed. gr. timokratia zu
timé „Wertschätzung, Ehre“ u. t,,,kratie): 1. (ohne Plur.)
Staatsform, in der die Rechte der Bürger nach ihrem Ver
mögen bemessen werden. 2. Staat, Gemeinwesen, in dem
eine Timokratie (1) besteht. ti|mo|kra|tisch (aus gleich
bed. gr. timokratikös) : die Timokratie betreffend
1353
(nach der Gestalt des legendären Athener Mi
santhropen Timon (gr. Timön)): (veraltet) menschenfeind
lich
Tilmoltheelgras, Ti mo the us gras [...teus...] u. Timolthylgras das; -es (Lehnübersetzung zu gleichbed.
engl. timothy grass, Herkunft ungeklärt): eine Futter
pflanze
Timlpalno der; -s, ...ni (meist Plur.) (aus gleichbed. it. tim
pano, dies aus lat. timpanum, vgl. Tympanum): ital. Bez.
für [Kesseljpauke
Ti Inea die; -, ...eae ['ti:neɛ] (aus lat. tinea „nagender Wurm,
Holzwurm"): Bez. für durch t Dermatophyten hervorge
rufene Hautpilzkrankheiten; Hautflechte (Med.)
Tinged [tɪntʃt, engl. tɪndʒd] der; -, - (aus gleichbed. engl.
tinged, eigtl. Part. Perf. von to tinge „(leicht) färben, schat
tieren, tönen", dies aus lat. tingere, vgl. tingieren) : fleckige
od. dunkel verfärbte Rohbaumwolle, tinlgielren [tɪŋgi:...J (aus gleichbed. lat. tingere (Part. Perf. tinctus)): ein
tauchen; färben (Chem.). tinlgiert (zu Î ...iert): 1. gefärbt
(Chem.). 2. dünn versilbert (von Münzen)
Tin|gu|a|it [auch ... it] der; -s, -e (nach der Serra de Tinguä
in Brasilien u. zu î2...it): Ganggestein aus Alkalifeldspat
arten, t Nephelin u. tAugit
Tinkal der; -s, -e (über engl. tinkal, pers. tankär, arab. tinkär aus sanskr. tahkana „Borax“) : ein farbloses, graues od.
gelbliches Mineral. Tin|kal|ko|nit [auch ...nit] der; -s, -e
(zu gr. konia „Staub, Asche“ u. t2...it>: ein farbloses, pul
veriges Mineral
Tink|ti|on die; -, -en (aus spätlat. tinctio „das Eintauchen“
zu lat. tingere, vgl. tingieren): Färbung (Chem.). Tinkltyr
die; -, -en (aus lat. tinctura „Färbung“): 1. (veraltet) Fär
bung. 2. dünnflüssiger Auszug aus pflanzlichen od. tieri
schen Stoffen; Abk.: Tct.
Tinlnef der; -s (aus jidd. tin(n)ef „Schmutz, schlechte Qua
lität“ zu hebr. tinnêf „beschmutzen“): (ugs.) 1. Schund,
wertlose Ware. 2. Unsinn, dummes Zeug
Tinlniltus der; -, - (aus lat. tinnitus „Geklirr, (Wort)geklingel“ zu tinnire „klingeln, erschallen (lassen)“): von den
Betroffenen subjektiv wahrgenommenes Rauschen, Klin
geln od. Pfeifen in den Ohren
Tinltinlnalbulla die (Plur.) (aus gleichbed. mlat. tintinna
bula (Plur. von lat. tintinnabulum „Klingel, Glocke“)):
mittelalterliches Glockenspiel
Tinitolmelter das; -s, - (zu it. tinto „gefärbt“, dies aus lat.
tinctus (vgl. tingieren) u. Α...meter): svw. Kolorimeter
Tilorlba die; -, ...ben (aus it. tiorba, vgl. Theorbe): svw.
Theorbe
Tip: frühere Schreibung für TTipp
Tilpi das; -s, -s (aus Dakota (einer nordamerik. Indianer
sprache) tipi): ein mit Leder od. Leinwand überspanntes
kegelförmiges Zelt der Prärieindianer
TiIpilti das; -[s], -s (aus gleichbed. Tupi (einer südamerik.
Indianersprache) tipiti): Gerät (schlauchartiges, elasti
sches Geflecht) der südamerik. Indianer des trop. Wald
landes zum Auspressen u. Entgiften des bitteren Manioks
Tilpolya [...ja] die; -, -s (durch span. Vermittlung aus einer
südamerik. Indianersprache): Hängematte; Mantel od.
Netz der Indianer zum Tragen von Kindern
Tipp der; -s, -s (aus engl. tip „Anstoß, Andeutung; (Gewinn)hinweis“, wohl zu to tip „leicht berühren, ansto
ßen“): 1. Andeutung, Information über gute Aussichten
für Wertpapiere an der Börse. 2. a) Wetthinweis; b) Vor
hersage des wahrscheinlichen Ergebnisses eines Sport
wettkampfes (bes. im Fußballtoto). 3. (ugs.) nützlicher
Hinweis, guter Rat, der jmdm. bei etw. hilft; Wink, Fin
gerzeig, Rat. tiplpen (zu engl. tip, vgl. Tipp): 1. wetten;
den wahrscheinlichen Ausgang eines sportlichen Wett
kampfes vorhersagen (vor allem im Fußballtoto); sich für
eine Gewinnaussicht entscheiden. 2. (ugs.) auf jmdn. od.
tilmolnisch
Titanat
etw. setzen, annehmen, vermuten. Tipslter der; -s, - (aus
gleichbed. engl. tipster): jmd., der gewerbsmäßig Wett
tipps für Sportwettkämpfe gibt
Tilralder/ze, -, -n (aus gleichbed. fr. tirade, eigtl. „länger an
haltendes Ziehen“, zu tirer „(ab[ziehen“): 1. (abwertend)
wortreiche, geschwätzige [nichtssagende] Äußerung,
Wortschwall. 2. Lauf schnell aufeinanderfolgender Töne
von gleichem Zeitwert (Mus.)
Til railllelment [tira(l)jə'ma:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr.
tiraillement zu tirailler, vgl. tiraillieren): (veraltet) Schüt
zengefecht, Plänkelei. Tilraillleur [tira(l)ja:n] der; -s, -e
(aus gleichbed./r. tirailleur): (veraltet) Schütze, Angehö
riger einer in gelockerter Linie kämpfenden Truppe, tirailllielren (aus gleichbed. fr. tirailler, eigtl. „vereinzelt
Schüsse abgeben"): (veraltet) in gelockerter Linie kämp
fen
Ti Iralmilsu das; -s, -s (aus gleichbed. it. tirami su, eigtl.
„zieh mich hoch“ (im Sinne von „mach mich munter“),
wohl in Anspielung auf den Kaffee u. den Alkohol) : aus ei
ner Art Sahnequark, in Alkohol u. Kaffee getränkten Bis
kuits u. a. hergestellte schaumige Süßspeise
ti Iran Ido (/(.; Part. Präs, von tirare „ziehen“): ziehend, deh
nend (im Zeitmaß; Vortragsanweisung; Mus.)
Til rass der; -es, -e (aus gleichbed. fr. tirasse, dies zu altprovenzal. tirassar „zu Boden ziehen"): (Jägerspr.) Deckgarn
zum Fangen von Feldhühnern. ti|raslsie|ren (nach
gleichbed./r. tirasser): (Jägerspr.) [Vögel, Feldhühner] mit
dem Tirass fangen
tilré [ti re:] (fr.; Part. Perf. von tirer, vgl. Tirade); Spielan
weisung bei Streichinstrumenten für den Abstrich; Mus.).
TireIbotte [tir'bɔt] der; -s, -s (aus gleichbed./r. tirebotte):
(veraltet) Stiefelknecht. Tilret [ti're:] der od. das; -s, -s (aus
gleichbed./r. tiret zu tirer, vgl. Tirade): (veraltet) Binde
strich
tilro (entstellt zu fr. tire haut! „schieß hoch!“): (Jägerspr.)
Zuruf bei Treibjagden, auf vorbeistreifendes Federwild zu
schießen
Tilro der; -s, ...onen (aus gleichbed. lat. tiro): (veraltet) 1.
Anfänger. 2. Rekrut. Tilrolcilnilum [...'tsi:...] das; -[s]
(aus gleichbed. lat. tirocinium): (veraltet) 1. Probestück,
kleines Lehrbuch für Anfänger. 2. erster Kriegsdienst ei
nes Soldaten, erster Feldzug
Ti|ro|li|enne [tiro'liɛn] die; -, -n [,,,nən] (aus gleichbed./r.
tyrolienne zu Tyrol (franz. Schreibung von Tirol)): Rund
tanz im /-Takt aus Tirol, eine Art Ländler. TiIrollit [auch
...'lit] der; -s, -e (nach dem (österr. Bundesland Tirol u. zu
T2...it>: Kupferschaum, ein rhombisches Kupfer-ArsenMineral, das durch Verwitterung von Silber- od. Kupfer
erzen entsteht
Tilrolnen: Plur. von ITiro
ti ro ni sche Nölten die (Plur.) (aus lat. notae Tironianae,
nach M. Tullius Tiro (1. Jh. v. Chr.), dem Sklaven u. Sekre
tär Ciceros): altröm. Kurzschrift
Tirs der; - (aus gleichbed. marokkan.-arab. tors): dunkler, in
feuchtem Zustand fast schwarzer, fruchtbarer Boden in
trop. u. subtrop. Gebieten
Tischiri der; - (aus gleichbed. hebr. tisrê): erster Monat im
jüd. Kalender (September/Oktober)
Tislsuelpalpier ['tɪʃu:...] das; -s (zu engl. tissue „Gewe
be“): weiches, mehrlagiges, sich gewebeartig anfühlendes
Seidenpapier (vor allem für Servietten, Hygienepapier
u.Ä.)
’Tiltan auch Titane der; ...nen, ...nen (meist Plur.) (über lat.
Titan(us) aus gleichbed. gr. Titán): 1. Angehöriger eines
Geschlechts riesenhafter, von Zeus gestürzter Götter der
griech. Sage. 2. jmd., der durch außergewöhnlich große
Leistungen, durch Machtfülle o.Ä. beeindruckt. 2Ti|tan
u. Titanium das; -s (aus nlat. Titanium zu 1'Titan u.
T...ium>: chem. Element, Metall; Zeichen Ti. Tiltalnat
Titandioxid
das; -[e]s, -e <zu t...at (2)>: titansaures Salz (Chem.). Tiauch Tiltanldiloxyd das; -s: wichtige Sau
erstoffverbindung des Titans (Chem.). Tiltalne vgl. 'Ti
tan. Tiltalnilde der; -n, -n <zu Î'Titan u. t...ide>: Ab
kömmling der 'Titanen, tiltalnisch (nach gleichbed. lat.
Titanius, gr. Titänios): 1. a) riesenhaft; b) die 'Titanen be
treffend. 2. durch außergewöhnliche Leistungen, durch
große Machtfülle beeindruckend; vgl. prometheisch. Titanismus der; - (zu î...ismus (1)>: wirkliche od. ange
maßte Übermenschlichkeit. Ti ta Init [auch ...’mt] der; -s,
-e (zu Î "Titan u. T2...it> : 1. ein grünlich gelbes od. braun
schwarzes titanhaltiges Mineral. 2. ® ein Hartmetall aus
Titan- u. Molybdänkarbid. Tiltalnilum vgl. "Titan. Ti
tan ikarIbid das; -s: widerstandsfähige Titan-Kohlenstoff-Verbindung, die durch Sintern von Titanpulver u.
Graphit gewonnen wird (Chem.). Tiltalnolmalchie
[,..'xi:] die; - (aus gr. titanomachla „Titanenschlacht“ zu
î'Titan u. gr. máche „Kampf; Schlacht“): Kampf der Ti
tanen gegen Zeus in der griech. Sage
Tiitei [auch titl] der; -s, - (aus gleichbed. lat. titulus): 1. a)
kennzeichnender Name eines Buches, einer Schrift, eines
Kunstwerks o.Ä.; b) unter einem bestimmten Titel (la)
bes. als Buch, Kunstwerk o. Ä. veröffentlichtes Werk. 2. a)
Beruf, Stand, Rang, Würde kennzeichnende Bezeichnung,
häufig als Zusatz zum Namen; Abk.: Tit. ; b) im sportli
chen Wettkampf errungene Bez. eines bestimmten Ran
ges, einer bestimmten Würde. 3. a) Abschnitt eines Geset
zes- od. Vertragswerks (Rechtsw.); b) der gesetzliche,
durch ein rechtskräftiges Urteil erworbene Grund, einen
Anspruch durchzusetzen; Rechtstitel (Rechtsw.). 4. (im
Haushalt eines Staates, einer Institution o.Ä.) Verwen
dungszweck von einer zu einer Gruppe zusammengefass
ten Anzahl von Ausgaben, Beträgen. Ti Ite I lei die; -, -en;
Gesamtheit der dem Textbeginn eines Druckwerkes vo
rangehenden Seiten mit den Titelangaben, tiltein [auch
'titln] einen Film mit einem Titel versehen. Tiltellpart
[auch titl...] der; -s, -e: Rolle in einem Film od. Theater
stück, deren Name mit dem des Stücks übereinstimmt; Ti
telrolle. Tiltellsong [auch titl...] der; -s, -s: Lied einer
Schallplatte, einer 'CD, einer Kassette (5), eines Films, ei
nes Musicals, dessen Titel (1 b) der Schallplatte usw. den
Namen gibt. Tilter der; -s, - (aus gleichbed./r. titre, eigtl.
„Angabe eines (Mischungs)verhältnisses“, zu altfr. titre,
title, dies aus lat. titulus, vgl. Titel): 1. Gehalt einer Lösung
an aufgelöster Substanz (in Gramm je Liter). 2. Maß für
die Feinheit eines Chemie- od. Naturseidenfadens
Tilthon das; -s (nach dem unsterblichen Greis Tithonos (gr.
Tithönös) in der griech. Sage): Übergang zwischen T2Jura
u. Kreide (Geol.)
Titllolnym das; -s, -e (zu TTitel u. gr. önyma „Name“):
Deckname, der aus dem Verweis auf einen anderen Buch
titel des gleichen Autors (in der Form: vom Verfasser des
...) od. aus einer Berufsangabe besteht
Tiltol ismus der; - (nach dem jugoslaw. Staatspräsidenten
J. B. Tito (1892-1980) u. zu t ...ismus (1)>: (nach dem
2. Weltkrieg von Tito entwickelter) Nationalkommunis
mus im ehemaligen Jugoslawien. Ti|to|ist der; -en, -en (zu
T ...ist): Anhänger des Titoismus
Ti|tra|ti|on* die; -, -en (zu ttitrieren u. t...ation>: Bestim
mung des Titers, Ausführung einer chem. t Maßanalyse.
Tiltre der; -s, -s (aus gleichbed./r. titre, vgl. Titer): 1. (ver
altet) Titer. 2. im franz. Münzwesen Bez. für Korn, kleines
Edelmetallteilchen in einer Münze. Ti|trier|ana|ly|se
dze; -, -en (zu Îtitrieren): svw. Maßanalyse, tiltrielren
(aus gleichbed./r. titrer zu titre, vgl. Titer): den Titer be
stimmen, eine chem. Maßanalyse ausführen. Tiltrilmetrie die: - (zu fr. titre (vgl. Titer) u. t...metrie): svw. Maß
analyse
Ti|tu|ba|tio die; -, ...iones [...ne:s] (aus nlat. titubatio zu lat.
tanldiloxid,
1354
titubare „wanken, taumeln“): das Schwanken, Stand- u.
Gangstörung, Gleichgewichtsstörung (Med.)
Tiltullar der; -s, -e (zu lat. titulus (vgl. Titel) u. Î ...ar (2)): 1.
(veraltet) Titelträger. 2. jmd., der mit dem Titel eines Am
tes bekleidet ist, ohne die damit verbundenen Funktionen
auszuüben. Tiltullarlbilschof der; -s, ...bischöfe: Bi
schof, der die Weihe eines Bischofs hat, aber keine Diözese
leitet (kath. Kirche).Ti|tu|la|tur die; -, -en (zuî...ur>: Be
titelung; Rangbezeichnung. tiltullielrers (aus gleichbed.
spätlat. titulare): 1. (veraltend) [mit dem Titel] anreden,
benennen. 2. bezeichnen, nennen, heißen, mit einem
Schimpfnamen belegen, tiItullo ple no tlat.y. mit vollem
Namen, unbeschadet des Titels; Abk. T. P. Tiltullus der; -,
...li (aus gleichbed. (m)lat. titulus, vgl. Titel): 1. meist in
Versform gebrachte mittelalterliche Bildunterschrift.
2. Amts-, Dienstbezeichnung, Ehrenname
Tiltuslkopf der; -[e]s, ...köpfe (nach dem röm. Kaiser Ti
tus, 79-81 n.Chr.): frühere Kurzhaarfrisur, bei der das
Haar in kleine Locken gelegt wurde
Til volli [ ti:voli] das; -[s], -s (nach der gleichnamigen ital.
Stadt bei Rom): 1. Name von Vergnügungsplätzen od.
-Stätten, Gartentheatern u.a. 2. ital. Kugelspiel
ti|zi|an (nach dem ital. Maler Tizian (um 1477-1576)):
Kur .form von tizianblond u. tizianrot, tilzilanlblond:
rötlich blond. ti|zi|an|rot: ein goldenes bis braunes Rot
aufweisend (bes. von Haaren)
Tjälle [schwed. tçe:ls] die; -, - (aus gleichbed. schwed. tjäle) :
Dauerfrostboden in sehr kalten Gegenden der Erde (Ge
ol.)
Tjalk die; -, -en (aus gleichbed. niederl. tjalk): ein- od. an
derthalbmastiges Küstenfahrzeug
Tjost die; -, -en od. der; -[e]s, -e (aus gleichbed. altfr. jouste
(fr. joute) zu joster, vgl. tjostieren): im Mittelalter ritterli
cher Zweikampf mit scharfen Waffen, tjosltielren (aus
altfr. joster „mit Lanzen kämpfen“, eigtl. „nebeneinander
legen“, dies zu lat. iuxta „unmittelbar nebeneinander“):
einen Tjost ausfechten
Tjulbelteilka die; -, -s (aus russ. tjubetejka „rundes buntes
Käppchen“, dies aus dem Turkotat.): rundes, meist ge
stricktes Käppchen bei einigen Turkvölkern
Tjulrinlga vgl. Tjurunga. Tjulrunlga u. Tjuringa das; -[s],
-s (aus einer austr. Eingeborenensprache): schwirrholz
ähnlicher, ovaler, mit eingeritzten Zeichen versehener
Kultgegenstand aus Holz od. Stein bei den zentralaustra
lischen Stämmen
Tmelsis die; -, Tmesen (über lat. tmesis ausgr. tmesis, eigtl.
„das Schneiden“, zu témnein „schneiden, zerteilen“):
Trennung eigentlich zusammengehörender Wortteile (z. B.
ob ich schon... statt obschon ich...; Sprachw.)
Tolarlcilen [... sie:] das; -[s] (fr.; nach dem franz. OrtThouars im Departement Deux-Sèvres): oberste Stufe des Î Lias
im Pariser Becken (Geol.)
Toast [to:st] der; -[e]s, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. engl.
toast zu to toast, vgl. toasten, Bed. 2 nach dem früheren
engl. Brauch, vor einem Trinkspruch ein Stück Toast in
das Glas zu tauchen): 1. a) geröstete Weißbrotscheibe; b)
zum Toasten geeignetes Weißbrot, Toastbrot. 2. Trink
spruch. toaslten ['to:...] (nach gleichbed. engl. to toast,
dies über altfr. toster „rösten“ aus spätlat. tostare zu lat.
tostum, Part. Perf. (Neutrum) von torrere „dörren“): 1.
Weißbrot rösten. 2. einen Trinkspruch ausbringen. Toas
ter der; -s, - (aus gleichbed. engl. toaster): elektr. Gerät
zum Rösten von Brotscheiben
Tolbak der; -s, -e (aus älter fr. tobac, vgl. Tabak): (veraltet)
svw. Tabak (2); starker -: (ugs., oft scherzh.) Ungeheuer
lichkeit, Zumutung
Tolboglgan der; -s, -s (aus gleichbed. kanad.-fr. tobogán,
tabagan, dies aus dem Algonkin): länglich-flacher [kanad.
Indianer] schlitten
1355
[...k...] u. Tokkata die; -, ...ten (aus gleichbed. it.
toccata, eigtl. „das Schlagen (des Instruments)“, Part.
Perf. (Fern.) von toccare „(an)schlagen“ (lautmalendes
Wort)): 1. in freier Improvisation gestaltetes Musikstück
für Tasteninstrumente, bes. als Präludium, häufig gekenn
zeichnet durch freien Wechsel zwischen Akkorden u. Läu
fen (Mus.). 2. ein virtuoses Vortragsstück, Konzertetüde
[für Klavier] mit virtuosen Läufen (Mus.).
tolchalrisch [to'xa:...] (nach dem Volk der Tocharer): das
Tocharisch betreffend, zu ihm gehörend. Tolchalrisch
das: -[s]: ausgestorbene indogerm. Sprache (von der Texte
aus dem 6. u. 7. Jh. n. Chr. erhalten sind)
tolckielren vgl. tokkieren
Todldy [...di] der: -[s], -s (aus gleichbed. engl. toddy, dies
aus Hindi täri „Palmensaft“): 1. alkoholisches Getränk aus
dem Saft von Palmen; Palmwein. 2. grogartiges Getränk
To|do|ro|kit [auch ,.,'klt] der: -s, -e (nach dem japan. Fund
ort Todoroki u. zu t2...it): ein pulvriges bis grafitartiges,
meist braunes Mineral
Toelloop, auch Toe-Loop ['tu:lu:p, 'to:lu:p, engl. toulu:p]
der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. toe loop zu toe „Zehe,
Schuhspitze“ u. loop „Schleife“): Drehsprung beim Eis
kunstlauf
toff t,jidd,: aus hebr. töv): (ugs.) gut [gekleidet]
Toflfee [,,,fi, auch ...fe] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. tof
fee, Nebenform von taffy, weitere Herkunft ungeklärt):
ein weicher Sahnebonbon
Tglfu der; -[s] (aus gleichbed. jap. töfu, dies aus dem Chin.):
aus Sojabohnenmilch gewonnenes quarkähnliches Pro
dukt
Tolga die; -, ...gen (aus gleichbed. lat. toga, eigtl. „Beklei
dung, Bedeckung“, zu tegere „(be)decken“): im alten Rom
von den vornehmen Bürgern getragenes Obergewand. Togalta die; -, ...ten (aus gleichbed. lat. togata): altröm. Ko
mödie mit röm. Stoff u. Kostüm im Gegensatz zur ÎPal
liata
Tolhulwalbolhu das; -[s], -s (aus hebr. tohü wabohü „Wüs
te und Öde“, nach der lutherschen Übersetzung des An
fangs der Genesis (1. Mose 1,2)>: Wirrwarr, Durcheinan
der
Toile [toa: 1] der: -s, -s (aus gleichbed./r. toile, dies aus lat. te
la „Tuch“): feinfädiges, zart gemustertes [Kunstjseidengewebe in Leinwandbindung (Webart); Toile à jour [twala'ʒu:r] : Waschkunstseide mit durchsichtigen Streifen; Toile
de soie [twaldə'swa]: weiches, mattglänzendes Gewebe in
Leinwandbindung (Webart). Toilletlte [toa...] die; -, -n
(aus gleichbed./r. toilette, eigtl. Verkleinerungsform von
toile (vgl. Toile), urspr. „Tuch, worauf man das Waschzeug
legt“, Bed. 2 a aus/r. cabinet de toilette): 1. a) (ohne Plur.)
das Sichankleiden, Sichfrisieren, Sichzurechtmachen; b)
[elegante] Damenkleidung samt Zubehör, bes. Gesell
schaftskleidung. 2. a) meist kleinerer Raum mit einem Toi
lettenbecken [u. Waschgelegenheit]; b) Toilettenbecken in
einer Toilette (2a). Toilletltenlbelcken das; -s, -: Be
cken zur Aufnahme der menschlichen Fäkalien. Toillettenlgarlniltur die; -, -en: eine Garnitur zusammengehö
riger Gegenstände für den Toilettentisch, wie Kamm,
Bürste u. Handspiegel
Toise [toa:s] die; -, -n [...zn] (aus gleichbed./r. toise, dies
über das Vulgärlat. zu lat. tensum, vgl. Tensid): früheres
franz. Längenmaß (= 1,949 m)
Toikadillle [...'dɪljə] das: -s (aus gleichbed. span, tocadillo
zu tocado „berührt“, dies zu tocar „schlagen, klopfen“
(lautmalendes Wort)): ein span. Brettspiel mit Würfeln
Tolkajler vgl. Tokajer. Tolkaljeru. Tokaier ¿Zer; -s, - (nach
der ungar. Stadt Tokaj): ungar. Natursüßwein
Tolkalmakrfer; -s, -s (Kurzwort aus russ. Zok „Strom“, ka
rtista „Kammer“ u. magneticeskije /catuski „Magnetspu
len“): Typ von Versuchsanlagen für die gesteuerte Kern
Tocicalta
Toleranzdistanz
fusion durch magnetischen Einschluss eines Plasmas in ei
nem torusförmigen (vgl. Torus 2) metallischen Entla
dungsgefäß (Kernphys.)
Tplkee, Tolkeh der; -s, -s (aus dem Malai.): einer der größ
ten Geckos in Südostasien
Tolken [engl. toukən] das; -s, - (aus engl. token „Zeichen,
Marke“): a) Zeichenfolge, die bedeutungsmäßig zusam
mengehört; b) Erkennungsmarke in einem Kommunikati
onsnetz, die die Sendeberechtigung enthält (EDV). To
ken Iring der; -[e]s, -e: lokales Netzwerk, bei dem die Da
tenpakete innerhalb eines ringförmig angeordneten Net
zes von einer Datenstation zur nächsten weitergereicht
werden (EDV)
Toklkalta vgl. Toccata, toklkielren u. tockieren (nach it.
toccare (vgl. Toccata) u. t..deren1): in kurzen, unverriebe
nen Pinselstrichen malen (Kunstw.)
Tglko der; -s, -s (aus gleichbed. port, toco, dies aus dem Tupi
(einer südamerik. Indianersprache)): afrik. Nashornvogel
tolko..., Tolko... (aus gr. tökos „Geburt, Erzeugung“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Geburt(svorgang), Wehentätigkeit“, z.B. Tokologie, tokolytisch. Toko|dy|na|mo|me|ter¿7¿zs; -s, -: Instrument zur Messung
der Wehenstärke (Med.). Tolkoigolnie die; -, ...ien (zu
t...gonie): Elternzeugung, geschlechtliche Fortpflanzung
(Biol.). Tolkolgralfie, auch ...gralphie die; - (zu t...grafie): geburtshilfliche Methode, bei der mittels auf die
Bauchdecke aufgesetzter elektron. Messinstrumente die
Häufigkeit, Dauer u. Stärke der Wehentätigkeit registriert
wird (Med.). Tolkolgramm das; -s, -e (zu t...gramm>:
grafische Darstellung des Wehenablaufs (Med.). Tolkololgie die; - (zu 1...logie): Lehre von Geburt u. Geburts
hilfe (Med.), tolkollolgisch (zu Î...logisch): die Tokolo
gie betreffend. To|ko|ly|se die; -, -n (zu T ...lyse> : medika
mentöse Hemmung der Wehentätigkeit (Med.). Tolkollytilkum das; -s, ...ka (zu gr. lytikös „lösend“; vgl. ...ikum):
Arzneimittel mit wehenhemmender Wirkung, tolkollytisch: die Wehentätigkeit hemmend (von Arzneimitteln)
Tolkolnolma das; -[s], -s (aus dem Japan.): im Hauptraum
des japan. Hauses eingebaute Nische zum Ausstellen von
Kunstgegenständen
Tolkolphelrol das; -s (zu gr. tökos „Erzeugung, Geburt“,
phérein „tragen“ u. T...0I): wirksamer Bestandteil des Vi
tamins E, das in vielen Pflanzen (z.B. Salat, Grünkohl,
Spinat) u. tierischen Organen vorkommt
Tglkus der: -, -se (aus gleichbed. jidd. toches, dies aus hebr.
tähat): (landsch.) Gesäß, Hintern
Tolla das; -[s], -[s] (aus gleichbed. Hindi tolä, dies aus
sanskr. tulä „Waage; Gewicht“): ind. Gold-, Silber-, Edel
stein- u. Handelsgewicht
Tolleldolarlbeit die: -, -en (nach der span. Stadt Toledo):
Durchbrucharbeit mit Glanzstickgarn auf dichtem, wei
ßem Leinen (Gitterdurchbruch; Handarbeit)
tollelralbel (aus gleichbed. lat. tolerabilis zu tolerare, vgl.
tolerieren): erträglich, leidlich, tollelrant (über gleich
bed. fr. tolérant aus lat. tolerans, Gen. tolerantis, Part.
Präs, von tolerare, vgl. tolerieren): 1. duldsam, nachsich
tig; verständnisvoll, weitherzig, entgegenkommend; Ggs.
Tintolerant (1). 2. sexuell aufgeschlossen. Tollelranz ¿Z/e;
-, -en (aus lat. tolerantia „Ertragen, Geduld“ zu tolerare,
vgl. tolerieren): 1. (ohne Plur.) das Tolerantsein (1), Ent
gegenkommen; Duldung, Duldsamkeit; Ggs. tlntoleranz
( 1). 2. begrenzte Widerstandsfähigkeit des Organismus (1)
gegenüber schädlichen äußeren Einwirkungen, bes. gegen
über Giftstoffen od. Strahlen (Med.); Ggs. tlntoleranz
(2). 3. (in der Fertigung entstandene) Differenz zwischen
der angestrebten Norm u. den tatsächlichen Maßen eines
Werkstücks (Techn.). Tollelranzldisltanz* die; -, -en:
diejenige Distanz, bis auf die sich ein möglicher Feind bzw.
der Mensch einem Tier nähern kann, ohne dass es flieht
Toleranzdosis
od. angreift. To lɪelranzldolsis die; -, ...sen: zulässige Do
sis an Strahlen, die radioaktiven Strahlen ausgesetzte Per
sonen empfangen dürfen, tollelrielren <aus lat. tolerare
„tragen, ertragen, erdulden“): dulden, gewähren lassen,
erlauben
Toi|liItät die; -, -en (scherzhafte Kurzbildung zu dt. toll u.
ÎMajestät): (scherzh.) Faschingsprinz bzw. -prinzessin
Tölt der; -s (aus gleichbed. island, tölt): eine Gangart zwi
schen Schritt u. Trab mit sehr rascher Fußfolge
Tollulballsam der; -s (nach der Hafenstadt Tolú in Kolum
bien, dem früheren Hauptausfuhrhafen, u. zu ÎBalsam):
Balsam des Tolubaumes, der als Duftstoff verwendet wird.
Tollulildin [tolui...] das; -s (Kunstw.; vgl. ...in (1)>: zur
Herstellung verschiedener Farbstoffe verwendetes aroma
tisches tAmin des Toluols (Chem.). Tollulol das; -s
(Kurzw. aus ÎTb/wbalsam u.
als Verdünnungs- u.
Lösungsmittel verwendeter Kohlenwasserstoff (Chem.)
Tolmalhawk [,,,ha:k] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. toma
hawk, dies aus Algonkin (einer nordamerik. Indianerspra
che) tomahak): Streitaxt der [nordamerik.] Indianer
Tolman der; -s, -e (aus gleichbed.pers. tömän, dies aus dem
Mong.): frühere Rechnungseinheit in Persien
Tolmalte rfre; -, -n (über fr. u. span, tomate aus gleichbed.
aztek. (Nahuatl) tomatl): a) zu den Nachtschattengewäch
sen gehörende Gemüsepflanze mit (orange)roten, fleischi
gen Früchten; b) Frucht dieser Pflanze. Tolmaltenlketchup* [...ketjap] der od. das; -[s], -s: aus Tomaten herge
stellter Î Ketchup. to|ma|tie|ren u. tolmaltilsielren (zu
t...ieren bzw. t...isieren>: mit Tomaten[mark] versehen
(Gastr.). Tolmaltin das; -s (zu t...in): in der Wildtomate
vorkommendes ÎAlkaloid (Biochem.)
Tomlba die; -, ...ben (aus gleichbed. it. tomba, dies ausypaz/ɑi. tumba, vgl. Tombeau): etrusk. Grabanlage (Archäol.)
Tomlbak der; -s (über gleichbed. niederl. tombak aus ma
tai. tombäga „Kupfer“): kupferreiche Kupfer-Zink-Legierung (für Schmuck; Goldimitation), tpmlbalken: aus
Tombak [hergestellt u. daher unecht], Tomlbalsil das; -s
(Kurzw. aus Î Tombak u. TSz/icium): siliciumhaltige Kup
fer-Zink-Legierung
Tomlbeau [tö'bo:] der; -s, -s (aus fr. tombeau „Grabmal,
Grabstein“ zu tombe „Grab“, dies über spätlat. tumba aus
gr. tymbös „Grabhügel“): dem Gedächtnis eines Verstor
benen gewidmete Komposition unterschiedlicher Form
gebung
Tom bo ia z/ze; -, Plur. -s u. ...len (aus gleichbed. it. tombola
zu tombolare „purzeln“, nach dem „Purzeln“ der Lose in
der Lostrommel): Verlosung von Gegenständen; Waren
lotterie (z.B. bei Festen)
Tolmi: Plur. von TTomus. ...tolmie (aus gr. tome „das
Schneiden, der Schnitt“ zu témnein „schneiden“): Wort
bildungselement mit der Bedeutung „operative Öffnung
eines Organs od. Körperteils, Zergliederung eines Kör
pers od. Gewebes“, z.B. Anatomie, Gastrotomie
Tolmilllalres [tomilja:...] die (Plur.) bzu span. tomillo, Ver
kleinerungsform von *tomo „Thymian“, dies aus lat. thy
mum, vgl. Thymian) : vorwiegend durch Zwergsträucher u.
Gräser gekennzeichnete Vegetationsform der westlichen
Mittelmeerküsten
Tomlmy [...mi] der; -s, -s (engl.; kurz für Tommy (= Tho
mas) Atkins, Bez. für „einfacher Soldat“, nach den früher
auf Formularen vorgedruckten Namen): Spitzname für
den engl. Soldaten im 1. und 2. Weltkrieg
To|mo|gra|fie, auch ...gralphie die; - (zu 1 ...grafie):
röntgenologisches Schichtaufnahmeverfahren (z.B. zur
besseren Darstellung u. Lokalisierung von Krankheits
herden im Körper; Med.). To mo gramm das; -s, -e (zu
gr. tomos „(Ab)schnitt“ u. ɪ,,,gramm): bei der Tomogra
fie gewonnenes Röntgenbild (Med.). To|mo|ma|nie
die; -, ...ien (zu î...manie): krankhafte Sucht zu operie
1356
ren od. operiert zu werden (Med.). Tolmolskolpie*
die; - (zu î...skopie): bes. bei Nachtsehgeräten angewen
detes Verfahren zur Steigerung ihrer Reichweite u. der
Unterdrückung des Streulichts (zur Kontrastverbesse
rung), durch das auch die Zielentfernung gemessen wer
den kann
Tom tom das; -s, -s (aus gleichbed. engl. tom-tom, dies aus
Hindi (lautmalend) tamtam, vgl. Tamtam): eine in den
20er-Jahren aus Ostasien übernommene Trommelart für
Jazz u. Tanzmusik, seit 1950 auch in Sinfonieorchestern
Tolmus der; -, Tomi (über lat. tomus aus gr. tomos „Ab
schnitt“): (veraltet) Abschnitt, Band (Teil eines Schrift
werkes); Abk. : Tom.
ton..., Ton... vgl. tono.... Tono...
Tolnaldillla [...’dilja] die; -, -s (aus span, tonadilla „Volks
liedchen“, Verkleinerungsform zu tonada „(Sing)weise,
Lied“): im 17./18. Jh. dem ital. Intermezzo entsprechende
span. Form der Zwischenaktunterhaltung für Soli, Chor u.
Orchester
tolnal (wohl aus fr. tonal zu ton „Ton“, dies aus lat. tonus,
eigtl. „Spannung“; vgl. Tonus): die Tonalität betreffend,
zu ihr gehörend, für sie charakteristisch, auf die Tonika
der Tonart bezogen, in der ein Musikstück steht im Gegen
satz : a Î atonal u. Î polytonal
Tolnallislmus der; - (zu aztek. tonalli „Seele, Geist,
Schicksal“ u. î...ismus (1)): Vorstellung von der Schick
salsverbundenheit eines Menschen mit einem bestimmten
Tier; vgl. Nagualismus
To|na|lit [auch ...'lit] der; -s, -e (nach demTonalepass in den
ital. Alpen u. zu t2...it): ein körniges, quarzreiches Tiefen
gestein aus î Plagioklas, Hornblende u. Î Biotit
Toi na |li Ität die; - (wohl aus gleichbed./r. tonalité; vgl. ...ität
u. tonal): a) jegliche Beziehung zwischen Tönen, Klängen
u. Akkorden; b) Beziehung von Tönen, Harmonien u. Ak
korden auf die ’Tonika (1) der Tonart, in der ein Musik
stück steht im Gegensatz zur Î Atonalität u. Î Polytonalität.
Tolnar das; -s. -e (aus lat. (liber) tonarius „Tonarten(buch)“): nach den Kirchentonarten geordnete Samm
lung der gregorianischen Gesänge (Mus.)
Tpnldo das, fachspr. auch der; -s, Plur. -su. ...di (aus gleich
bed. it. tondo (älter it. ritondo), eigtl. „runde Scheibe“, zu
lat. rotundus, vgl. Rotunde): Bild von kreisförmigem For
mat, bes. in der Florentiner Kunst des 15. u. 16. Jh.s
Tolnem das; -s, -e (zu dt. Ton (aus lat. tonus, vgl. Tonus) u.
t,,,em, Analogiebildung zu TPhonem): kleinste Tondiffe
renz einer Sprache mit bedeutungsunterscheidender
Funktion (Sprachw.).
Tglner der; -s, - (aus gleichbed. engl. toner zu to tone
„(farblich) tönen“, dies zu tone, dies über (alt)fr. ton u.
lat. tonus aus gr. tonos „Farbton“): Druckfarbe für Ko
piergeräte, Drucker o. Ä.ToIni: Plur. von Î Tonus. Toi nie
['tɔnɪk] das; -[s]. -s (verkürzt aus gleichbed. engl. tonic
(water) zu tonic „stärkend, belebend“, dies über fr. toni
que aus gr. tonikös vgl. Tonikum): 1. mit Kohlensäure u.
Chinin versetztes, leicht bitter schmeckendes Wasser
[zum Verdünnen hochprozentiger alkoholischer Geträn
ke]. 2. Gesichtswasser, Haarwasser. Tolniclwalter
[,,,wɔ:tə] das; -(s), - (aus gleichbed. engl. tonic water, vgl.
Tonic): svw. Tonic (1, 2). ...to nie (aus gr. -tonia zu tonos
„Spannung“, dies zu teinein „spannen, strecken“): Wort
bildungselement in den Bedeutungen: 1. „(Muskel)spannung“, z.B. Myotonie. 2. „Blutdruck“, z.B. Hypotonie.
1To|ni|ka die; -, ...ken (aus gleichbed. it. (vocale) tónica
zu tonico „betont“, dies zu tono „Ton, Klang“ aus lat. to
nus, vgl. Tonus) : I. der Grundton eines Tonstücks (Mus.).
2. die erste Stufe der Tonleiter (Mus.). 3. Dreiklang auf
der ersten Stufe; Zeichen T (Mus.). 2Tp|ni|ka: Plur. von
tTonikum.Tolnilka-Do das; - (zu t'Tonikau. tdo): Sys
tem der Musikerziehung, das die bei der Solmisation ver-
1357
wendeten Silben mit Handzeichen verbindet, die von den
Lernenden beim Singen der jeweiligen Töne gleichzeitig
angedeutet werden. Tolnilkum das; -s, ...ka (aus nlat. tonicum, dies zu gr. tonikös „gespannt; Spannkraft bewir
kend“, zu tonos „Ton, Klang“; vgl. Tonus): Kräftigungs
mittel, Stärkungsmittel (Med.), 'tolnisch (zu tTonus): 1.
kräftigend, stärkend (Med.). 2. den tTonus betreffend;
durch anhaltende Muskelanspannung charakterisiert
(Med.); Ggs. Îklonisch. 2to|nisch (zu t ‘Tonika): die 'To
nika betreffend. to|ni|sie|ren (zu gr. tonos (vgl. tono...)
u. t,,,isieren): kräftigen (Med.). Tolnilsielrung die; -, -en
(zu Î...isierung): das Tonisieren, das Tonisiertwerden
(Med.)
Tonlnalge [..,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed./r. tonnage zu ton
ne „Tonne“, dies aus mlat. tunna „Fass“ (wohl aus dem
Kelt.)): 1. Raumgehalt als Maß für die Tragfähigkeit eines
Schiffes. 2. gesamte Flotte (einer Reederei, eines Staates).
Tonlneau [tɔ'no:] der; -s, -s (aus gleichbed./r. tonneau zu
tonne, vgl. Tonnage): 1. (veraltet) Schiffslast von 1 000kg.
2. früheres franz. Flüssigkeitsmaß
tolno..., Tolno..., vor Vokalen meist ton..., Ton... (zu gr. to
nos „das Spannen“ ; vgl. Tonus) : Wortbildungselement mit
den Bedeutungen: a) „Druck, Spannung“, z.B. Tonome
ter; b) „Kräftigung“, z. B. Tonikum. To|no|fi|bril|le‘ ihe;
-, -n (meist Plur.): faserige Struktur in den Zellen des
mehrschichtigen Plattenepithels (Bot.). To|no|gra|fie,
auch ...gralphie die; - (zu f...grafie>: Messung u. Regis
trierung des Augeninnendrucks mit dem Tonometer (1).
To no me ter das; -s, - (zu I ‘...meter): 1. Instrument zur
Messung des Augeninnendrucks. 2. Blutdruckmesser. Tonolmeltrie* die; -, ...ien (zu T...metrie): Augeninnen
druckmessung (z.B. zur Feststellung des Glaukoms;
Med.). To|no|plast* der; -[e]s, -e (zu gr. plastós „gebildet,
geformt“, dies zu plássein „bilden, formen“): innere Zell
membran (bei Pflanzen; Bot.)
tonlsilllar u. tonlsilllär (zu îTonsille u. î...ar (1) bzw.
...är): zu den Gaumen- od. Rachenmandeln gehörend
(Anat.). Ton sil lar abs zess* der. österr. ugs. auch das:
-es, -e: Form der Mandelentzündung, bei der sich meist
einseitig größere Eiterherde in der Mandelumgebung bil
den (Med.). Tonlsillle die; -, -n (aus lat. tonsillae (Plur.)
„die Mandeln im Halse“): Gaumen-, Rachenmandel
(Anat.). Tonlsil!lek|to|mi_e* die; -, ...ien (zu f...ektomie):
vollständige Herausschälung der Mandeln (Med.). Tonsillliltis die; -, ...itiden (zu Î ...itis): Mandelentzündung
(Med.). Tonlsillloltom das; -s, -e (zu gr. tomos „schnei
dend“): chirurgisches Instrumentzum Abtragen der Man
deln (Med.). Tonlsillloltolmie die; -, ...ien (zu Î ...tomie):
teilweises Kappen der Mandeln (Med.)
Tonlsyr die; -, -en (aus gleichbed. mlat. tonsura zu lat. ton
sura „das (Ab)scheren, Schur“, dies zu tonsus, Part. Perf.
von tondere „(ab)scheren“): (früher) kreisrund geschore
ne Stelle auf dem Kopf kath. Mönche u. Weltgeistlicher als
Standeszeichen des Klerikers, tonlsulrielren (zu T..de
ren) : (veraltet) bei jmdm. die Tonsur schneiden
Tolnus der; -, Toni (über lat. tonus aus gr. tonos „das
(An)spannen (der Saiten); Ton, Klang“ zu teinein „span
nen, dehnen“): 1. der durch Nerveneinfluss beständig auf
rechterhaltene Spannungszustand der Gewebe, bes. der
Muskeln (Med.). 2. Ganzton (Mus.)
Tolny [ to:ni, engl. toum] der; -s. -s (nach dem Spitznamen
Tony der amerik. Schauspielerin u. Produzentin Antoi
nette Perry, 11946): amerik. Bühnenpreis für
herausragende Theateraufführungen
Tool [tu:l] das; -s, -s (aus engl. tool, „Werkzeug“): Pro
gramm, das bestimmte zusätzliche Aufgaben innerhalb ei
nes anderen Programms übernimmt; Hilfsprogramm
(EDV). Toollbox ['tu:l...] die; -, -en (aus engl. tool-box
„Werkzeugkasten“): Sammlung von ergänzenden Pro
Toplader
grammeinheiten (EDV). Toollkit der od. das; -[s] (aus
engl. tool-kit „Werkzeugsatz"): svw. Toolbox
’Top das; -s, -s (aus engl. top „Oberteil, oberes Ende“): ei
nem T-Shirt ähnliches Oberteil ohne Ärmel, aber mit Trä
gern. 2Top der: -s, -s (zu Î 'Top): Schlag, bei dem der Ball
oberhalb seines Zentrums getroffen wird (Golf)
’top..,, Top... vgl. topo..., Topo...
2top..., Top... (aus gleichbed. engl. top): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „höchst, best-, Spitzen-“, z.B.
topfit, Toplage, Topmodell. Top Act ['tɔpɛkt] der; - -s, - -s
(zu engl. top „Haupt-“ u. act „(Programm)nummer“):
Hauptattraktion
Tolpallgie* die; -, ...ien (zu î topo... u. t ...algie): svw. Topoalgie
Tolpas der; -es, -e (über lat. topazus aus gleichbed. gr. töpazos): ein farbloses, gelbes, blaues, grünes, braunes od.
rotes glasglänzendes Mineral, das als Schmuckstein ver
wendet wird, tolpalsen: aus einem Topas bestehend; mit
einem Topas, mit Topasen besetzt, tolpalsielren (zu
Î..deren): zu Topas brennen (von Quarz). Tolpalzollith
[auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T,..lith): ein
gelbes Mineral
Top-down-Me|tho|de [...'daon...] die; - (zu engl. top
„Spitze“, down „hinunter“ u. îMethode): deduktive Me
thode, bei der man schrittweise von allgemeinen, umfas
senden Strukturen zu immer spezielleren Details übergeht
(Informatik, Sprachw.); Ggs. Bottom-up-Methode
Tolpe die; -, -n (aus Hindi tope, wohl aus sanskr. stupá, vgl.
Stupa): svw. Stupa
Toplfalvolrit [...v...] der; -en, -en (zu t2top... u. tFavorit):
Teilnehmer an einem sportlichen Wettkampf mit den größ
ten Siegeschancen, toplfit: gut in Form, in bester körper
licher Verfassung (bes. von einem Sportler)
tolphös (zu lat. tofus, tophus (vgl. Tophus) u. t...ös>: tophusartig (Med.). Tolphus der; -, Tophi (aus lat. tofus, to
phus „Tuff(stein)“>: Knoten (meist entzündlicher Art;
Med.); Tophus arthriticus [- ...kus]: Gichtknoten
Tolpik r/ze; - (über spätlat. topice aus gleichbed gr. topikê
(téchnê) zu topikös, vgl. topisch, Bed. 5 zu gr. topos „Ort,
Lage“): 1. Wissenschaft, Lehre von den Topoi; vgl. Topos
(2). 2. Lehre von den Sätzen u. Schlüssen, mit denen argu
mentiert werden kann (Philos.). 3. (veraltet) Lehre von der
Wort- u. Satzstellung (Sprachw.). 4. Stelle, die ein Begriff
in der Sinnlichkeit od. im Verstand einnimmt (Kant; Phi
los.). 5. Lehre von der Lage der einzelnen Organe zueinan
der im Organismus (Anat.). Tolpilka: Plur. von TTopikum. to pi kal (zu Î ‘...al (1)): themen-, gegenstandsbezo
gen; gegenstandsspezifisch. tolpi|ka|ii|sie|ren (zu
Î...isieren): durch die Stellung im Satz hervorheben (z. B.
ein Satzglied vor das finite Verb setzen; Sprachw.). Tolpika|li|sie|rung die; - (zu Î...isierung): Hervorhebung ei
nes Satzglieds od. einzelner Wörter durch die Anordnung
im Satz (z. B. Endstellung; Sprachw.). Tolpilkum das; -s,
...ka (zu t...ikum): therapeutisches Mittel zur lokalen äu
ßerlichen Anwendung (z.B. Pflaster; Med.)
Tolpilnamlbur der; -s, Plur. -s u. -e od. die; -, -en (aus
gleichbed./r. topinambour, nach dem Namen eines bras.
Indianerstammes): a) Gemüse- u. Futterpflanze (Korb
blütler) mit inulinreichen (vgl. Inulin), kartoffelähnlichen
Knollen, die als Gemüse gegessen werden; b) Knolle der
Topinambur (a)
to pisch (zu gr. topikös „einen Ort betreffend“, dies zu töpos, vgl. Topos): 1. örtlich, äußerlich (von der Anwendung
u. Wirkung bestimmter Arzneimittel; Med.). 2. einen To
pos behandelnd, Topoi ausdrückend
Topllalder der; -s, - (zu engl. top „Oberteil“): 1. Waschma
schine, bei der die Wäsche von oben eingefüllt wird. 2.
Kassetten- od. Videorekorder, dessen Kassettenfach u.
Bedienelemente sich auf der Oberseite des Gerätes befin-
1358
topless
den. toplless <aus gleichbed. engl. topless, eigtl. „ohne
Oberteil“, zu top (vgl. ’Top) u. -less „ohne, -los“): busen
frei, „oben ohne“. Tpp ma nage ment [,,,mænɪdʒmənt]
das; -s, -s <zu T2top...): Spitze der Unternehmensleitung
(Wirtsch.). Toplmalnalger [,,,mɛnɪdʒe] ifer; -s, -: Ange
höriger des Topmanagements (Wirtsch.). Tpplmoldell
das; -s, -e: 1. technisch bes. aufwendig, luxuriös ausgestat
tetes Modell (1). 2. bes. gefragtes Modell (6, 8)
tolpo..., Tolpo..., vor Vokalen meist top..., Top... (aus
gleichbed. gr. topo- zu topos „Ort, Gegend“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Ort, Gegend, Gelän
de“, z.B. Topografie; Toponymie. Tolpolallgie die; -,
...ien (zu T...algie): Schmerz an einer eng begrenzten Kör
perstelle ohne organische Ursache. Tolpolchelmie die; -:
Teilgebiet der physik. Chemie, das sich mit den Reaktio
nen beschäftigt, die in od. auf der Oberfläche von festen
Körpern ablaufen, tolpolgen (zu 1 ...gen): von einem be
stimmten Ort ausgehend (Philos.). Tolpolgnolsie* die; -,
...ien (zu t...gnosie): die Fähigkeit des Organismus, einen
Berührungsreiz zu lokalisieren (Med.). Tolpolgraf, auch
...graph der; -en, -en (aus spätlat. topographus „jmd., der
einen Ort vermisst (= beschreibt)“, dies zu spätgr. topogräphos „einen Ort beschreibend, seine Lage bestim
mend“): Fachmann für topografische Vermessungen. Topografie, auch ...gralphie die; -, ...ien (über gleichbed.
spätiat. topographia aus gr. topographia): 1. Beschreibung
u. Darstellung geografischer Örtlichkeiten; Lagebeschrei
bung. 2. svw. topografische Anatomie. 3. kartografische
Darstellung der Atmosphäre. to|po|gra|fie|ren, auch
...gralphielren (zu Î..deren): die Beschaffenheit eines
Landstriches aufnehmen, tolpolgralfisch, auch ...gra
phisch (nach gleichbed. spätgr. topogräphos): die Topo
grafie betreffend; topografische Anatomie: Beschreibung
der Körperregionen u. der Lageverhältnisse der einzelnen
Organe (Med.). Tolpoi ['tɔpɔj]: Plur. von îTopos. Tolpololgieaïe;- (zu Î topo... u. t...logie): 1. Lehre von der Lage
u. Anordnung geometrischer Gebilde im Raum (Math.). 2.
[Lehre von der] Wortstellung im Satz (Sprachw.). 3. An
ordnung u. Vernetzung der einzelnen Computer u. Termi
nals (3) innerhalb eines Datenverbunds (EDV), tolpollogisch (zu Î...logisch): die Topologie betreffend; -es Sor
tieren: eine Form des Sortierens, bei der jeweils einzelne
Arbeitsschritte in sich sortiert werden (Informatik). Topo no mas tik* die; - (zu îtopo... u. ÎOnomastik): svw.
Toponymik. Tolpolnym* das; -s, -e (zu gr. önyma „Na
me“): Name für geografische Objekte, z.B. Flurname,
Ortsname. Tolpolnylmie* die; - (zu t2...ie>: 1. a) Gesamt
heit der Namen für geografische Objekte; b) Ortsnamen
bestand, Gesamtheit der Ortsnamen in einer bestimmten
Region. 2. svw. Toponymik. To|po|ny|mik* rf/e; - (zu
t2...ik (1)>: Ortsnamenkunde. Tolpolnylmilkon* das: -s,
...ka (zu t'...on): Ortsname (Sprachw.). To|po|pho|b[e
die; -, ...ien (zu î...phobie (a)>: übersteigerte, zwanghafte
Angst vor bestimmten Orten u. Situationen (Psychol.,
Med.). Toi pos der; -, Topoi [’topoy] (aus gr. topos „Re
densart“, eigtl. „Ort, Stelle“): 1. in der antiken Rhetorik
allgemein anerkannter Begriff od. Gesichtspunkt, der zum
rednerischen Gebrauch zu finden u. anzuwenden ist. 2.
feste Wendung, stehende Rede od. Formel, feststehendes
Bild o.Ä. tolpoltakltisch (zu Î topo...): die Topotaxis be
treffend, auf ihr beruhend (Biol.). Tolpoltalxis die; -,
...xen (zu t2Taxis): eine gerichtete Orientierungsbewegung
frei beweglicher Organismen durch Einstellung der Kör
perlängsachse zur Reizquelle hin (Biol.). tolpolzentrisch*: auf den Beobachtungsort als Mittelpunkt bezo
gen. To|po|zen|trum* das; -s, ...tren: Bez. für den Null
punkt eines rechtwinkligen od. polaren Koordinatensys
tems, der mit dem Standpunkt des Beobachters zusam
menfällt (Math.)
(zu engl. top „oberes Ende“ (weil sich am Kopf der
Destilliereinrichtung das Leichtbenzin sammelt)): Leicht
benzin durch Destillation aus Erdöl gewinnen, toplsecret* [ tɔpsi:krɪt] (.engl.; zu top (vgl. 2top...) u. secret „ge
heim“): streng geheim. Toplspin der;-s, -s(aus gleichbed.
engl. topspin, eigtl. „Kreiseldrall“, zu top (vgl. 2Top) u.
spin „Drall“, eigtl. „von oben gegebener Drall“): a) star
ker, in der Flugrichtung des Balles wirkender Aufwärts
drall, der dem Ball durch einen lang gezogenen Bogen
schlag vermittelt wird; b) Bogenschlag, der dem Ball einen
starken Aufwärtsdrall vermittelt (Tischtennis). Tpplstar
der; -s, -s (zu engl. top (vgl.2top...) u. ÎStar): (absoluter)
Spitzenstar. Top Ten die; - -, - -s (aus gleichbed. engl. top
ten, zu ten „zehn“): a) die zehn Besten; die zehn ersten Ti
tel, Werke o. Ä. einer Hitparade, Hitliste; aus zehn Titeln,
Werken o.Ä. bestehende Hitparade, Hitliste; b) eine Rei
he der zehn bedeutendsten Vertreter einer internationalen
Rangfolge (z.B. Musiktitel, Spitzensportler)
Toque [tɔk] die; -, -s (überfr. toque aus gleichbed. span, to
ca): 1. (früher) Barett mit steifem Kopf u. schmaler Krem
pe. 2. kleiner, barettartiger Damenhut
Torlberlnit [auch ...nit] der: -s, -e (nach dem schwed. Che
miker Torbern O. Bergman (1735-1784) u. zu t2..dt): svw.
Cha.Kolith
Torichon [tɔr'ʃo:] der; -s, -s (aus fr. torchon „(Scheuerlap
pen“ zu torche „Lappen, Tuch“): a) (veraltet) Wischlap
pen, Scheuertuch; b) Klöppelspitzengrund aus engen,
viereckigen Maschen od. Zellen
Tord lalle der; Gen. -[e]s od. -en, Plur. -e[n] (zu älter schwed.
tord, eigtl. „Schmutz, Kot“ u. Î'Alk): ein arktischer See
vogel
torldieiren (aus gleichbed. fr. tordre, dies über das Vulgärlat. zu lat. tortus, Part. Perf. von torquere (vgl. Tortur);
vgl. ..deren): verdrehen, verdrillen
Tolrelaldor der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (aus gleichbed.
span, toreador zu torear „mit dem Stier kämpfen“, dies zu
toro „Stier“ aus lat. taurus): [berittener] Stierkämpfer. To
re Ira die; -, -s (aus gleichbed. span, torera, Fem. von tore
ro, vgl. Torero): nicht berittene Stierkämpferin. To|re|ro
der; -[s], -s (aus gleichbed. span, torero, dies aus lat. taurarius zu taurus, vgl. Toreador): nicht berittener Stier
kämpfer
Tolreut der; -en, -en (aus gleichbed. lat. toreutes, dies aus
gr. toreutes zu toreüein „treiben“): Künstler, der Metalle
ziseliert od. treibt. Tolreultik die; - (über spätlat. toreuti
ce aus gleichbed. spätgr. toreutikë (téchnë) zu gr. toreutikós „zum Ziselieren, Gravieren gehörig“): Kunst der Me
tallbearbeitung (z.B. Treibarbeit, Ziselierung), tolreutisch: die Toreutik betreffend, getrieben
’Tolri der; -, - (aus gleichbed. jap. to ri): Judoka, der seinen
Gegner momentan beherrscht
2Tolri: Plur. von tTorus
Tolries ['tɔri:s, engl. 'tɔ:rɪz]: Plur. von tTory
Tolrii das; -[s], -[s] (aus dem Jap.): frei stehendes [Holzjportal japan. Schintoheiligtümer mit zwei beiderseits überste
henden Querbalken
tolrisch (zu lat. torus „Wulst“): wulstförmig
Torlkret®* der; -s (Kunstw.): Spritzbeton (zur Herstellung
von Wandputz). tor|kreltie|ren (zu t..deren): mit Press
luft Torkret an die Wand spritzen
Tor|ku|lar das; -s (aus lat. torcular „Kelter, Presse“): Blut
leere nach Abdrücken der Schlagadern (Med.)
Tor|men|ta: Plur. von TTormentum. ’Torlmenltill der; -s
(aus gleichbed. mlat. tormentilla zu lat. tormentum (vgl.
Tormentum), wegen der unangenehmen adstringierenden
Wirkung der Droge): gelb blühendes Fingerkraut, das als
Heilpflanze verwendet wird; Blutwurz. 2Tor|men|tili
das; -s (zu Î 'Tormentill): gerbstoffhaltiges Heilmittel aus
der Wurzel der Blutwurz. Tor|men|tum das; -s, ...ta (aus
toplpen
1359
gleichbed. lat. tormentum) : I, (veraltet) Folter, Marter
werkzeug. 2. altröm. Schleudergeschütz für große Ge
schosse. Torlmilna die (Plur.) (aus gleichbed. lat. tormina
(Plur.)): quälende Beschwerden, vor allem Leibschmer
zen, Bauchgrimmen (Med.)
Törni/er;-s,-s (aus gleichbed. eng/. turn, dies aus altfr. torn,
to(u)r, vgl. Tour): (Seemannsspr.) 1. Fahrt mit einem Se
gelboot; Segeltörn. 2. Zeitspanne, Turnus für eine be
stimmte, abwechselnd ausgeführte Arbeit an Bord. 3.
(nicht beabsichtigte) Schlinge in einer Leine. 4. (Jargon)
svw. Turn (2)
Tor na da die; -, -s (aus provenzal. tornada „Rückkehr“;
vgl. Tornado): epilogartiger Ausklang in Gedichten der
provenzal. Troubadours. Tor|na|do der; -s, -s (aus gleich
bed. engl.-amerik. tornado, dies nach span, tornar „sich
drehen“, umgebildet aus span, tronada „Donnerwetter,
Gewitter“ zu tronar „donnern“): 1. starker Wirbelsturm
im südlichen Nordamerika. 2. mit zwei Personen zu beset
zendes Doppelrumpfboot (Segeln)
Torlneultik z//e; - (zu gr. torneutikós „zum Drechseln, Dre
hen geeignet“, dies zu torneüein „drechseln, drehen; vgl.
2...ik (2)>: (veraltet) Drechslerkunst
Torlnislterz/er; -s, - (aus dem Slaw.; vgl. tschech. (mdal.) u.
poln. tanistra): a) auf dem Rücken getragener großer Ran
zen der Soldaten; b) (landsch.) Schulranzen
Tolro der; -s, -s (aus span, toro, dies aus lat. taurus): span.
Bez. für Stier
Tolrolid das; -[e]s, -e (zu tTorus u. t...oid): torusförmiger
Körper, der als Kernform von Ringtransformatoren u.
magnetischen Rmgspulen verwendet wird, tolrolildal
[...roi...] (zu T’...al (1)): torusförmig
Toi ross der; -, -en (aus gleichbed. russ. toros): Packeis
tor|pe|die|ren (zu TTorpedo u. Î..deren): 1. mit Torpedo[s]
beschießen, versenken. 2. durchkreuzen, verhindern (z. B.
einen Plan, Beschluss, eine bestimmte Politik). Torlpeldo
der; -s, -s (nach lat. torpedo „Zitterrochen“ (der seinen
Gegner bei Berührung durch elektrische Schläge
„lähmt“), eigtl. „Erstarrung, Lähmung“, zu torpere „be
täubt, erstarrt sein“): 1. mit eigenem Antrieb u. selbsttäti
ger Zielsteuerung ausgestattetes schweres Unterwasserge
schoss. 2. marmorierter od. gefleckter Zitterrochen (in ge
mäßigten u. warmen Meeren verbreiteter Fisch), torlpid
(aus gleichbed. lat. torpidus zu torpere, vgl. Torpedo): 1.
regungslos, starr, schlaff (Med. , Zool.). 2. a) stumpfsinnig,
benommen; b) unbeeinflussbar (Med.). Torlpildiltät die;
- (zu t...ität>: 1. Regungslosigkeit, Schlaffheit, Starre
(Med., Zool.). 2. a) Stumpfsinn, Stumpfheit; b) Unbeein
flussbarkeit (Med.). Torlpor der; -s (aus lat. torpor „Er
starrung, Regungslosigkeit, Erschlaffung“): svw. Torpidität ( 1, 2 a)
Toriques [...kves] der; -, - (aus gleichbed. lat. torques, eigtl.
„das Gedrehte, Gewundene“, zu torquere, vgl. torquie
ren): aus frühgeschichtlicher Zeit stammender offener
Hals- od. Armring aus Gold, Bronze od. Eisen, torlquieren (aus lat. torquere „drehen, winden; verdrehen, ver
renken, foltern“): 1. (veraltet) peinigen, quälen, foltern. 2.
drehen, krümmen (Techn.). 3. ein Organ bzw. einen Or
ganstiel od. einen Zahn um seine Achse drehen (Med.)
Torr das; -s, - (nach dem ital. Physiker E. Torricelli,
1608-1647): (früher) Maßeinheit des Drucks, bes. des
Luftdrucks
Tor|ren|teifer;-, -n (aus it. torrente, eigtl. „Wildbach“, dies
zu lat. torrens, Gen. torrentis „strömend, reißend“): Re
genbach, der nur nach starken Niederschlägen Wasser
führt (im Mittelmeerraum). tor|ren|ti|kol (zu lat. colere
„bewohnen“): stark bewegte Gewässer, Sturzbäche be
wohnend (Biol.)
Torlse die; -, -n (aus nlat. (area) torsa, eigtl. ,,gedreht(e Flä
che)“, Part. Perf. (Fern.) von lat. torquere, vgl. torquie
Torus
ren): Bez. für eine spezielle Regelfläche, die in die Ebene
abwickelbar ist (Math.)
Tor|se|lett das; -s, -s (mit französierender Endung zutTorso, Analogiebildung zu ÎKorselett): (in der Art von Reiz
wäsche gearbeitetes) einem Damenunterhemd ähnliches
Wäschestück [mit Strapsen]
Tor|si|o|graf, auch ...graph der; -en, -en (zu îTorsion u.
t...graf): Instrument zur Messung u. Aufzeichnung der
Torsionsschwingungen rotierender Maschinenteile (bes.
der Wellen). Tor|si|on <//e; -, -en (zu spätlat. torsum „das
Verdrehte“, Nebenform von tortum, Part. Perf. (Neutr.)
von torquere (vgl. torquieren), u. T'...ion>: 1. Verdrehung,
Verdrillung ; Formveränderung fester Körper durch entge
gengesetzt gerichtete Drehmomente (Phys., Techn.). 2.
Verdrehung einer Raumkurve (Math.). Torlsilgnslelastilziltät die; -: der Torsion (1) entgegenwirkende Span
nung in einem tordierten Körper (Techn.). Torlsilonsmoldul der; -s, -n (zu Î'Modul): Materialkonstante, die
bei der Torsion auftritt (Techn.)
Tori so der; -s, Plur. -s u. ...si (aus gleichbed. it. torso, eigtl.
„Kohlstrunk; Fruchtkern“, dies über spätlat. tursus für
lat. thyrsus „Stängel, Strunk“ ausgr. thyrsos): 1. unvollen
dete od. unvollständig erhaltene Statue, meist nur der
Rumpf dieser Statue. 2. Bruchstück, unvollendetes Werk
Tort der; -[e]s (aus fr. tort „Unrecht“, dies aus spätlat. tor
tum, substantiviertes Neutr. zu lat. tortus „gedreht, ge
wunden“, Part. Perf. von torquere, vgl. torquieren): (ver
altend) etwas Unangenehmes, Ärger, Kränkung, z.B.
jmdm., sich einen - antun
Torltellett das; -[e]s, -s u. Torltelletlte z/z'e; -, -n (mit fran
zösierender Endung zu it. torta „Torte“, dies aus spätlat.
torta „rundes Brot, Brotgebäck“, weitere Herkunft unge
klärt; vgl. ...ett bzw. ...ette): Törtchen aus Mürbeteigbo
den, der mit Obst belegt od. mit Creme bestrichen wird.
Tor|tel|li|no der; -s, ...ni (meist Plur.) (aus gleichbed. it.
tortellino, Verkleinerungsbildung von tortello „gefüllte
Nudel, Pastetchen“, dies Verkleinerungsbildung von tor
ta, vgl. Tortelett): kleiner, mit Fleisch, Gemüse o.Ä. ge
füllter Ring aus Nudelteig
Torltilkolllis der; - (zu lat. tortus (vgl. Tort)u. collum, Gen.
colli „Hals“): Schiefhals, krankhafte Schiefstellung des
Kopfes (Med.)
Torltil der; -s, -s (aus gleichbed. fr. tortil zu tordre, vgl. tordieren) : von einer Perlenschnur umwundener Kronreif der
franz. Barone, seit dem 17. Jh. heraldisches Rangzeichen
Tor I til I la [... ' tilja] die;-, -s (aus gleichbed. span, tortilla, Ver
kleinerungsbildung zu torta „Torte“, dies aus spätlat. tor
ta, vgl. Tortelett): 1. (in Lateinamerika) aus Maismehl her
gestelltes Fladenbrot. 2. (in Spanien) Omelett mit ver
schiedenen Füllungen
Torltolniium das; -s (nach der ital. Stadt Tortona u. zu
T...ium): Stufe des Jungtertiärs (Geol.)
torltu ös (aus gleichbed. lat. tortuosus zu tortus, vgl. Tort):
(veraltet) sich windend, gewunden, gekrümmt; verworren,
vieldeutig. TorlturÆe; -, -en (aus mlat. tortura „Folter“ zu
lat. tortura „Krümmung, Verrenkung“, dies zu tortus, vgl.
Tort): 1. (früher) Folter. 2. Qual, Quälerei, Strapaze
Tolrullalhelfen die (Plur.) (zu nlat. torula, einer Gattung
von Hefepilzen, dies zu lat. torulus, vgl. Torulus) : hefear
tige Pilze, die in großem Maßstab zur Gewinnung von ei
weiß- u. fettreichen Futterhefen gezüchtet werden (Biochem.). To|ru|lo|se die; -, -n (zu t'...ose): Pilzinfektion
von Gehirn, Lunge u. Haut (Med.). Tolrullus der; -, ...li
(aus lat. torulus, Verkleinerungsform von torus „Wulst“):
Tastballen, Wülstchen, Hauterhebung an den Händen u.
Füßen (Med.). Tolrus z/er; -, Tori (aus lat. torus „Wulst“):
1. Wulst, Hautwulst, Schleimhautwulst (Med.). 2. Ringflä
che, die durch Drehung eines Kreises um eine in der Kreis
ebene liegende, den Kreis aber nicht treffende Gerade ent-
Tory
steht (Math.). 3. wulstartiger Teil an der Basis antiker Säu
len (Kunstw.)
Tolry ['tɔri, engl. 'tɔ:rɪ] der; -s, Plur. -s u. ...ries [ tɔri:s, engl.
'tɔ:rɪz] <aus engl. Tory, dies aus ir. töraidhe, eigtl. „Verfol
ger, Räuber“ (Bez. für irische Geächtete des 16. u. 17. Jh.s)
zu töir „verfolgen“): 1. (Plur. ...ries) a) Angehöriger einer
engl. Partei, aus der im 19. Jh. die Konservative Partei
(Conservative Party) hervorging; Ggs. TWhig (1); b) Ver
treter der konservativen Politik in England; Ggs. T Whig
(2). 2. (Plur. -s) svw. Loyalist (1). Tolryslmus [to ns...]
der; - (nach gleichbed. engl. Toryism; vgl. ...ismus (1)>:
Richtung der von den Tories ( 1 ) vertretenen konservativen
Politik in England, tolrysltisch (vgl. ...istisch): den Torysmus betreffend
Tolseflta die; - (aus gleichbed. hebr. tôsëftâ, eigtl. „Zu
satz“): Ergänzungswerk zur ÎMischna (nicht im ÎTalmud
aufgenommen)
tps|to (¡7.; zu spätlat. tostus, Part. Perf. von lat. torrere
„entflammen“, eigtl. „erhitzen“) : hurtig, eilig, sofort (Vor
tragsanweisung; Mus.)
Tolta: Plur. von TTotum. toltal (über gleichbed. fr. total aus
mlat. totalis „gänzlich“ zu lat. totus „ganz, gänzlich“): 1.
a) so beschaffen, dass es in einem bestimmten Bereich,
Gebiet, Zustand o.Ä. ohne Ausnahme alles umfasst; in
vollem Umfang; vollständig; totales Theater: die Zuschau
erinnen) in das dramatische Geschehen auf der Bühne
einbeziehendes Theater; b) völlig, ganz u. gar, durch u.
durch. 2. (selten) svw. totalitär. 3. (Schweiz.) insgesamt,
gesamt. Toltal das; -s, -e: (bes. Schweiz.) das Gesamt, Ge
samtheit, Summe. To|tal|ana|ly|se die; -, -n: methodi
sches Vorgehen der Wirtschaftstheorie, das bei der Ana
lyse eines wirtschaftlichen Problems den Gesamtzusam
menhang aller beteiligten Größen, insbes. die gegebenen
ÎInterdependenzen, berücksichtigt. Toitalle die; -, -n (zu
t...ale): a) Kameraeinstellung, die das Ganze einer Szene
erfasst; b) Gesamtaufnahme, Totalansicht (Filmwesen,
Fotogr.). Toltallenldolprolthelse die; -, -n: vollständi
ger Gelenkersatz durch körperfremdes Material (Med.).
To|tal|exlstir|pa|ti|on die; -, -en: vollständige operative
Entfernung eines Organs (Med.). To|ta|li|sa|tor der; -s,
...oren (latinisiert aus fr. totaliseur zu totaliser „alles ad
dieren“; vgl. ...ator): 1. Einrichtung zum Wetten beim
Renn- u. Turniersport. 2. Sammelgefäß für Niederschläge,
bes. in unzugänglichen Gebietsteilen verwendet, in denen
eine Niederschlagsmessung nur in längeren Zeitabständen
erfolgen kann (Meteor.), toltallilsielren (zu ttotal u.
t...isieren): 1. unter einem Gesamtaspekt betrachten, be
handeln. 2. (veraltet) zusammenzählen (Wirtsch.). toltaliltär (französierende Bildung zu total; vgl. ...är): 1. die
Gesamtheit umfassend, ganzheitlich. 2. (abwertend) mit
diktatorischen Methoden jegliche Demokratie unterdrü
ckend, das gesamte politische, gesellschaftliche, kulturelle
Leben sich total unterwerfend, es mit Gewalt reglementie
rend. Toltalliltalrislmus der; -, ...men (zu Î ...ismus (1)):
(abwertend) totalitäres System, totalitäre Machtaus
übung. toltalli|ta ris tisch (zu Î ...istisch): zum Totalita
rismus gehörend; totalitär. Toltalliltät die; -, -en (aus
gleichbed. fr. totalité zu total, vgl. total u. ...ität): 1. (Plur.
selten) a) Gesamtheit, Vollständigkeit, Ganzheit; b) uni
verseller Zusammenhang aller Dinge u. Erscheinungen in
Natur u. Gesellschaft (Philos.). 2. totale Verfinsterung von
Sonne u. Mond (Astron.). 3. (Plur. selten) totale Macht
ausübung, totaler Machtanspruch.toltaHilter {mlat.; Ad
verb zu totalis, vgl. total): ganz u. gar, gänzlich. Toltalkalpalziltät die; - (zu ttotal): das gesamte Luftvolumen
der Lunge nach tiefer Einatmung (Med.). Toitallopelratilon die; -, -en: 1. svw. Totalexstirpation. 2. vollständige
Entfernung der Gebärmutter u. der Eierstöcke (Med.).
To|tal|pro|thelse die; -, -n: vollständiger Zahnersatz für
1360
den zahnlosen Mund. To|tal-Qua|li|ty-Ma|nagelment
[tootl 'kwɔlətɪ mænɪʤmənt] das; -s (aus gleichbed. engl.
Total Quality Management): umfassendes Qualitätskon
zept, das neben der Qualität der Produkte u. Dienstleis
tungen auch die Qualität der Arbeitsbedingungen u. die
Qualität der Außenbeziehungen beinhaltet (Wirtsch.). Total|re|fle|xilon* [to'ta:l...] die; -, -en (zu Ttotal): Erschei
nung, dass oberhalb eines bestimmten Einfallswinkels kein
Licht aus einem optisch dichteren in einen optisch dünne
ren Stoff übertreten kann (Phys.)
Tpltem das; -s, -s (aus gleichbed. engl. totem, dies aus Al
gonkin (einer nordamerik. Indianersprache) ot-oteman,
eigtl. „er ist aus meiner Verwandtschaft“): bei Naturvöl
kern ein Wesen od. Ding (Tier, Pflanze, Naturerschei
nung), das als Ahne od. Verwandter eines Menschen, eines
Stammesverbandes od. einer sozialen Gruppe gilt, als zau
berischer Helfer verehrt wird u. nicht getötet od. verletzt
werden darf. Toltelmislmus der; - (zu Î...ismus (2)>:
Glaube an die übernatürliche Kraft eines Totems u. seine
Verehrung. to|te|mis|tisch (zu Î...istisch): den Totemis
mus betreffend, zu ihm gehörend, auf ihm beruhend. To
tem Ipfähl der; -[e]s, ...pfähle: geschnitzter Wappenpfahl
nordwestamerik. Indianer u. mancher Südseestämme mit
Bildern des Totemtiers od. aus der Ahnenlegende der Sip
pe
Toltiles-quoltiles-Abllass ['to:tsiɛs'kvo:tsiɛs...] der; -es,
...lässe (zu lat. toties quoties „so oft wie“): Ablass, der [an
einem Tag] mit jeder Erfüllung der gestellten Bedingungen
neu gewonnen werden kann (kath. Kirche)
toltilpoltent (zu lat. totus „ganz“ u. Tpotent): in der Dif
ferenzierung noch nicht festgelegt (von Zellen; Biol.). Totilpoltenz die; -, -en: die Erscheinung, dass eine Eizelle
über sämtliche, dem Gesamtorganismus zukommende
Entwicklungsmöglichkeiten verfügt (Biol.). Tolto das,
auch der; -s, -s (gebildet unter lautlicher Anlehnung an
ÎLotto): 1. Kurzform von ÎTotalisator (1). 2. kurz für
Sport-, Fußballtoto. Toltum das: -s, Tota (aus gleichbed.
lat. totum) : das Ganze, Gesamtbestand
Touch [tatj] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. touch zu to
touch „berühren“, dies aus altfr. to(u)ehier, vgl. touchie
ren): Anflug, Hauch, Anstrich; etwas, wasjmdm. od. einer
Sache als leicht angedeutete Eigenschaft ein besonderes
Fluidum gibt, toulchant [tu ja:] (fr.): rührend, bewegend,
ergreifend, toulché [tuJe:] (fr.; eigtl. „berührt“, Part.
Perf. von toucher, vgl. touchieren): vom Gegner getroffen
(Fechten), toulchielren [tu'ʃi:...] (ausfr. toucher „berüh
ren, befühlen“ zu altfr. to(u)ehier, dies wohl zu vulgärlat.
toccare „schlagen, treffen“, urspr. lautmalendes Wort): 1.
berühren. 2. mit dem Finger betastend untersuchen.
(Med.). 3. mit dem Ätzstift bestreichen, abätzen (Med.). 4.
a) den Körper des Gegners mit der Klinge berühren (Fech
ten); b) [bei Fahrfehlern] die Randbegrenzung berühren
(z.B. mit dem Bob; Sport); vgl. tuschieren. Touchlpad
['taʧpæd] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. touch pad, zu
pad, vgl. Pad): auf Fingerdruck reagierendes integriertes
Zeigegerät anstelle einer Maus bei einem Î Notebook
(EDV). Touchlscreen [,,,skri:n] der; -s, -s (aus gleich
bed. engl. touch screen, zu screen, vgl. Screen): Compu
terbildschirm mit Sensorfeldern, durch deren Berühren
der Programmablauf gesteuert werden kann
tough [tʌf] (engl.; „hart, zäh“): robust; nicht empfindlich;
durchsetzungsfähig [bes. von Verhandlungspartnern ge
sagt]
tou jours [tu'ʒur] (fr.; zu tout „jeder, all“ u. jours „Tage“):
immer
Toulpet [tu’pe:] das; -s, -s (aus fr. toupet „(Haar)büschel,
Schopf“ zu altfr. to(u)p, dies aus dem Germ.): 1. über der
Stirn hoch aufgetürmtes, toupiertes Haar (bei einigen
Haartrachten in der 2. Hälfte des 18. Jh.s). 2. Haarteil, das
1361
als Ersatz für teilweise fehlendes eigenes Haar getragen
wird (bes. von Herren), toulpielren (zu ÎToupet u. t..de
ren): das Haar strähnenweise in Richtung des Haaransat
zes in schnellen u. kurzen Bewegungen kämmen, um es fül
liger erscheinen zu lassen
Tour [tu:ç] i/ze; -, -en (aus gleichbed./r. tour, eigtl. „Dreh
eisen; Wendung; Drehung“ zu a/t/r. tor(n), dies aus lat.
tornus, vgl. Turnus): 1. a) Ausflug, Fahrt, Exkursion; b)
[Geschäfts]reise. 2. bestimmte Strecke. 3. a) (abwertend)
Art u. Weise, mit Tricks u. Täuschungsmanövern etwas zu
erreichen; b) Vorhaben, Unternehmen [das nicht ganz
korrekt ist], 4. Umdrehung, Umlauf eines rotierenden
Körpers, bes. einer Welle (Techn.). 5. in sich geschlossener
Abschnitt einer Bewegung. 6. einzelne Lektion im Dres
surreiten
Toulralda [to’raöa] die; -, -s (aus gleichbed. port, tourada zu
tourear „mit einem Stier kämpfen“, dies zu touro „Stier“
aus lat. taurus) : Stierkampf
Tour|bil|lon [turbijð:] das; -s, -s (aus fr. tourbillon „Rota
tion“ (eigtl. „Wirbelwind“) zu lat. turbo „Wirbelwind;
Drehung“) : (veraltet) Vorrichtung in tragbaren Uhren, die
den Schwerpunktfehler der Unruh ausgleicht u. dadurch
die Gangleistung verbessert
Tour de Force [turdə'fɔrs] die;---- , -s - - [turdə'fɔrs] (aus
gleichbed. fr. tour de force, zu tour (vgl. Tour) u. force
„(Tat)kraft; Gewalt“): Gewaltaktion, mit Mühe, Anstren
gung verbundenes Handeln. Tour de France [,,,'fra:s]
die; —, -s - - [tur...] (/r,): alljährlich in Frankreich von Be
rufsradfahrern ausgetragenes Straßenrennen, das über
zahlreiche Etappen führt u. als schwerstes Straßenrennen
der Welt gilt. Tour d'Holrilzon [turdɔri'zo] iZze, auch der;
- -, -s - [tur...] (aus gleichbed. fr. tour d’horizon): Rund
schau, informativer Überblick (über zur Diskussion ste
hende Fragen), touiren [ tu:rən] (zu TTour): 1. (Jargon)
auf Tournee gehen, sein. 2. (ugs.) auf Tour (1) gehen, sein
Toulrill [tu...] das; -s, -s (meist Plur.) (Herkunft ungeklärt):
reihenförmig angeordnetes, durch Rohre verbundenes
Gefäß zur Kondensation od. Absorption von Gasen
(Chem.)
Toulrislmus [tu...] der; - (aus gleichbed. engl. tourism zu
tour „Ausflug“, dies aus fr. tour, vgl. Tour; vgl. ...ismus
(2)> : das Reisen, der Reiseverkehr [in organisierter Form]
zum Kennenlernen fremder Orte u. Länder od. zur Erho
lung; Fremdenverkehr. Toulrist der; -en, -en (aus gleich
bed. engl. tourist): 1. Reisender, Urlauber. 2. (veraltet)
Ausflügler, Wanderer; Bergsteiger. Toulrisltenlholtel
das; -s, -s: [einfacheres] Hotel für Touristen. Toulrisltenklasse ¿Zze/ -, -n: auf Passagierschiffen u. in Flugzeugen
eingerichtete preiswerte Reiseklasse mit geringerem
Komfort. Tou|ris|tikz7ze; - (zu t2...ik (2)>: 1. organisierter
Reise-, Fremdenverkehr, Reisewesen mit allen entspre
chenden Einrichtungen u. Veranstaltungen. 2. (veraltet)
das Wandern od. Bergsteigen. Tou|ris|tiklbör|se die; -,
-n: Messe, Ausstellung von Reiseveranstaltern o.Ä. Tourisltilker der; -s, -: auf dem Gebiet des Tourismus ausge
bildeter Fachmann. Toulris|tik|me!di|zin die; -: Teilbe
reich der Medizin, der die mit dem Tourismus in Verbin
dung stehenden Aufgaben des Arztes umfasst, z. B. die Be
urteilung von Reise-, bes. Flugfähigkeit, toulrisltisch (zu
t...istisch): den Tourismus betreffend.
Tourlnai [turne] u. Tourlnailsilen [...nezie:] das; -[s] (fr.;
nach der Stadt Tournai in Belgien): Stufe des Karbons
(Geol.). Tourlnailteplpich [...’ne...] der; -s, -e (nach dem
ersten Herstellungsort Tournai): auf der Jacquardmaschi
ne (vgl. Jacquard) hergestellter Webteppich
Tourlnant [turna:] der; -[s], -s (zu fr. tournant, Part. Präs,
von tourner „(um)drehen, (sich) wenden, rund formen“,
dies aus lat. tornare „runden, drechseln“ zu tornus, vgl.
Turnus): Ersatzkraft im Hotelgewerbe. Tourlné [...ne:]
Toxikologie
z/as; -s, -s (zu/r. tourné, Part. Perf. von tourner, vgl. Tour
nant): aufgedecktes Kartenblatt, dessen Farbe als Trumpf
gilt. Tourlneldos [...no do:] das; - [,,, do:(s)], - [,,, do:s]
(aus gleichbed. fr. tournedos zu tourner (vgl. Tournant) u.
dos „Rücken“): wie ein tSteak zubereitete, meist auf einer
Röstbrotschnitte angerichtete Rindslendenschnitte in
zahlreichen Zubereitungsvarianten (Gastr.). Tourlnee
die; -, Plur. ...neen, auch-s (aus gleichbed. fr. tournée, sub
stantiviertes Part. Perf. (Fern.) von tourner, vgl. Tour
nant): Gastspielreise von Künstler[inne]n, Artist[inn]en
o.Ä. Tourlnelvent [,,,nə'va:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
tournevent zu tourner (vgl. Tournant) u. vent „Wind“, dies
aus lat. ventus) : (veraltet) sich nach dem Wind drehender
Schornsteinaufsatz, tourlnielren (aus gleichbed. fr. tour
ner, vgl. Tournant): 1. Möhren o.Ä. in gewünschter Form
ausstechen (Gastr.). 2. die Spielkarten wenden, aufde
cken. Tour|ni|quet[...ni’ke:]i/a5,'-s,-s (aus/r. tourniquet
„Drehkreuz“): 1. schlingenförmiges Instrument zum Ab
klemmen von Blutgefäßen (Med.). 2. Drehkreuz an We
gen, Eingängen o. Ä. 3. (meist Plur.) korkenzieherförmiges
Gebäckstück aus Blätterteig. Tourlnülre vgl. Turnüre
tour-reltour[tu:nre'tu:j] (zu/r. tour (vgl. Tour) u. tretour):
(österr. veraltend) hin u. zurück
tout à fait [tuta'fɛ] (fr.; eigtl. „ganz in der Tat“): gänzlich,
ganz u. gar. tout de suite [tudəsvit] (fr. ): auf der Stelle,
unverzüglich, tout le monde [tulə'mðd] (/r,,` eigtl. „die
ganze Welt“): jedermann], alle Leute
Tolwalrischtsch der; -[s], Plur. -s, auch -i (aus russ. tovarissc): russ. Bez. für Genosse
Towler ['tauə] der; -[s], - (aus engl. tower „Turm“, dies über
(alt)fr. tour aus lat. turris, Bed. 1 verkürzt aus control to
wer „Kontrollturm“): 1. turmartiges Gebäude auf Flug
plätzen zur Überwachung des Flugverkehrs, Kontroll
turm. 2. bis 60 cm hohes Gehäuse zur Aufnahme von Com
puterhardware
Towlgarn ['toʊ...] cfas; -[e]s (zu engl. tow „Werg“): Ge
spinst aus den Abfällen von Hanf od. Flachs
Town [taun] die; -, -s (aus gleichbed. engl. town): engl. Bez.
für [kleinere] Stadt. Townlchat ['tauntʃæt] der; -s, -s:
Austausch im Internet über regionale städtische Probleme
u. Entwicklungstendenzen. Townlship [,,,ʃɪp] die; -, -s
(aus gleichbed. engl. township): 1. Verwaltungseinheit in
den USA. 2. von Farbigen bewohnte städtische Siedlung
[in Südafrika]
tox..., Tox... vgl. toxiko..., Toxiko... Toxlallbulmin* das;
-s, -e (zu Jtoxiko... u. T Albumin): giftiger Eiweißstoff. Toxälmie*, auch Toxhämie u. Toxikämie die; -, ...ien (zu
t...ämie): Blutvergiftung, toxisch bedingte Blutbildverän
derungen (Med.); vgl. Toxinämie. Toxlhälmie vgl. Toxä
mie. tolxi..., Tolxi... vgl. toxiko..., Toxiko... Tolxildermie die; -, ...ien (zu îtoxiko... u. (...derrnie): durch Gift
einwirkung verursachte Hauterkrankung (Med.). Tolxifelrin das; -s (zu lat. ferre „tragen“ u. t...in ( 1 )> : Alkaloid,
stärkster Wirkstoff des Pfeilgiftes (Kurare, tolxilgen u.
toxogen (zu l...gen): 1. Giftstoffe erzeugend (z.B. von
Bakterien: Med.). 2. durch Vergiftung entstanden, verur
sacht (Med.), tolxik..., Tolxik... vgl. toxiko..., Toxiko...
Tplxilka: Plur. von tToxikum. Tolxilkälmie* vgl. Toxä
mie. tolxilko..., Tolxilko..., vor Vokalen auch toxik...,
Toxik..., auch verkürzt toxi..., Toxi... u. toxo..., Toxo..., vor
Vokalen auch tox..., Tox... (aus gr. toxikón „(Pfeil)gift“):
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Gift; Giftstof
fe] erzeugend“, z. B. Toxikologie, toxigen, Toxoplasmose,
Toxämie. To|xi|ko|den|dron* der, auch das; -s, Plur.
...dren u. ...dra (zu gr. déndron „Baum“, eigtl. „Gift
baum“): ein baumförmiges, südafrik. Wolfsmilchgewächs
mit sehr giftigen Früchten. Tolxilkollolge der; -n, -n (zu
î ...loge) : Fachwissenschaftler auf dem Gebiet der Toxiko
logie. To|xi|ko|lo|gie die; - (zu (...logie): Wissenschaft,
toxikologisch
1362
to trace „aufspüren“): [radioaktiver] Markierungsstoff,
Lehre von den Giften u. den Vergiftungen des Organismus
mit dessen Hilfe u.a. biochem. Vorgänge im Organismus
(Med.). to|xi|ko|loigisch <zu Î ...logisch): die Toxikolo
od. Stoffausbreitung in der Umwelt verfolgt werden kön
gie betreffend, giftkundig, tolxilkolman <zu î...man>:
nen (Physiol., Med., Ökologie). Tralcerlmeltholde die;
medikamentensüchtig, krankhaft nach bestimmten Medi
-, -n: Methode zur Beobachtung ehern, u. biologischer
kamenten, bes. nach Betäubungsmitteln, verlangend
Prozesse mithilfe von Tracern (Biol., Chem.)
(Med.). To|xi|ko|ma|ni_e die; -, ...ien <zu î...manie):
krankhaft gesteigertes Verlangen nach bestimmten Medi tra|che...,Tra|che... [...x...] vgl. tracheo..., Tracheo...Tra
chea [...'xe:a, auch 'tra...] <7ze; -, ...een (über nlat. trachea
kamenten, bes. Betäubungsmitteln, Medikamentensucht
zu gr. trachela, Fern, von trachÿs „rau, uneben“, nach dem
(Med ). Tolxilkolnolse vgl. Toxikose. Tolxilkolpholbie
Aussehen): Luftröhre (Med.), tralchelal (zu Î ‘...al (1)>:
vgl. Toxophobie. Tolxilkolse, auch Toxikonose u. Toxozur Luftröhre gehörend, sie betreffend (Med.). Tralchenose die; -, -n (zu T'...ose>: Vergiftung, durch Giftstoffe
alkalnülle die; -, -n: Kanüle (1), die nach einer Tracheo
hervorgerufene Krankheit (Med.). Tolxilkum das; -s,
tomie in die Luftröhre eingeführt wird (Med.). Tralche...ka (über/rzZ. toxicum ausgr. toxikón, vgl. toxiko...): Gift,
al ste no se* die; -,-n: Verengung der Luftröhre (Med.).
Giftstoff (Med.). Tolxin das; -s, -e (zu ttoxiko... u. T ...in
Tralchee die; -, -n (zu tTrachea): 1. Atmungsorgan der
(1)): von Bakterien, Pflanzen od. Tieren ausgeschiedener
meisten Gliedertiere (Zool.). 2. durch Zellfusion entstan
od. beim Zerfall von Bakterien entstandener organischer
denes Gefäß der Pflanzen (Bot.). Tralchelen: Plur. von
Giftstoff.Tolxilnälmie* die; -, ...ien <zuT...ämie): Vergif
tTrachea u. tTrachee. Tra|che|ilde [,,ʌe'i:də] rfie; -, -n
tung des Blutes durch Toxine (Med.); vgl. Toxämie, to
(zu ttracheo... u. t,,,ide): tote röhrenförmige Gefäßzelle
xisch: giftig, auf einer Vergiftung beruhend (Med.). Tobei Farnen u. Samenpflanzen, die als Stützelement u. zum
xilziltät die; - (zu Î ...izität); Giftigkeit; Grad der schädi
Transport von Wasser u. Nährstoffen dient (Bot.). Tragenden Wirkung einer giftigen Substanz (Med.). to|xo...,
che i tis die; -, ...itiden (zu t...itis>: Luftröhrenentzün
To|xo... vgl. toxiko..., Toxiko... tolxolgen vgl. toxigen.
dung (Med.), tralchelo..., Tralchelo..., vor Vokalen
Tolxolid das; -s,-q (zu Î toxiko... u. î2...id): entgiftetes To
meist trache..., Trache... (zu gr. trachela, vgl. Trachea):
xin, das im menschlichen Körper keine Schäden, aber die
Wortbildungselement mit der Bedeutung „Luftröhre; die
Bildung von t Antitoxinen bewirkt (Med.). Tolxon das; -s,
Luftröhre betreffend“, z. B. Tracheotomie, Tracheitis.
-e (zu t2...on>: Lähmungen verursachendes Diphtheriegift
(Med.). Tolxolnolse vgl. Toxikose.Tolxolpholbie, auch
Tra|chelo|bron|chiltis die; -, ...itiden: Katarrh der
Luftröhre u. der Bronchien (Med.). Tra|che|o|bronToxikophobie die; -, ...ien (zu î...phobie (a)>: übersteiger
te, zwanghafte Angst vor Vergiftungen (Psychol., Med.).
cholskolpie* die; -, ...ien: direkte Untersuchung der
To|xo|plas|ma das; -s, ...mata: Gattung krankheitserre
Luftröhre u. der Luftröhrenäste (Med.). Tralchelolgragender t Parasiten, die vorwiegend bei Mensch u.
fie, auch ...gralphie die; -, ...ien (zu T...grafie>: röntge
[Hausjtier schmarotzen (Med.).Tolxolplaslmolse die; -,
nografische Kontrastdarstellung der Luftröhre (Med.).
-n (zu ÎPlasma u. t'...ose>: durch eine bestimmte Parasi
Tralchelolgramm das; -s, -e <zu t...gramm): Röntgen
tenart hervorgerufene Infektionskrankheit (Med.). Tokontrastbild der Luftröhre (Med.). Tra|che|olma|la|zie
xoprotein das; -s, -e: giftiger Eiweißkörper (Med.).Todie; -: Erweichung der Luftröhrenknorpel (Med.). Traxolse vgl. Toxikose
cheoskop* das; -s, -e (zu t...skop): optisches Gerät
Toy [toy, engl. toi] das; -s, -s (aus engl. toy „Spielzeug“,
(Spiegelgerät mit elektr. Lichtquelle) zur Untersuchung
urspr. „lustige Geschichte; Streich“, auch „Frivolität“,
der Luftröhre, Luftröhrenspiegel (Med.). TralcheloHerkunft ungeklärt) : zur sexuellen Stimulation verwende
skolpie* die; -, ...ien (zu f...skopie>: Luftröhrenspiege
ter Gegenstand
lung (Med.). tra|che|o|sko|pie|ren* (zu t ...ieren): eine
tra..., Tra... vgl. trans..., Trans...
Tracheoskopie durchführen (Med.). Tra|che|o|ste|noTralbalkel der; -s, - (aus gleichbed. it. trabaccolo): früheres
se* die; -, -n (zu ttracheo...): Luftröhrenverengung
zweimastiges Wasserfahrzeug (mit luggerartiger Take
(Med.). Tralchelo Itolmie die; -, ...ien (zu t ...tomie): ope
lung) im Adriatischen Meer
ratives Öffnen der Luftröhre, Luftröhrenschnitt (Med.),
TraIbant der; -en, -en (wohl aus älter tschech. drabant
tralcheloltolmielren (zu t...ieren): einen Luftröhren
„Leibwächter“, Herkunft ungeklärt): 1. (früher) a) Leib
schnitt durchführen (Med.).Tra|che|o|ze|le die; -, -n (zu
wächter eines Fürsten; b) ständiger Begleiter einer vor
gr. kêlë „Geschwulst; Bruch“): Luftröhrenbruch, Vorwöl
nehmen Standesperson; Diener. 2. (Plur.) (ugs. scherzh.)
bung der Luftröhrenschleimhaut (Med.). Tralchom das;
lebhafte Kinder, Rangen. 3. svw. Satellit (2, 3). 4. zusätz
-s, -e (aus gr. trächöma, Gen. trachömatos „Rauheit“):
licher elektron. Impuls zur Î Synchronisierungvon Fern
Körnerkrankheit, ägypt. Augenkrankheit (langwierig ver
sehbildern. Tralban|ten|stadt die; -, ...Städte: svw. Sa
laufende Virusinfektion des Auges mit Ausbildung einer
tellitenstadt
Bindehautentzündung; Med.), tralcholmaltös (zu
Tralbea die; -, -s (aus gleichbed. lat. trabea zu trabes, vgl.
T...ÖS): mit einem Trachom einhergehend, mit trachomar
Trabekel) : Beamtenkleidung im alten Rom (weißer Mantel
tigen Erscheinungen verlaufend (Med.). Tralchyt [auch
mit purpurnen Querstreifen bzw. purpurne Toga der Kai
... XYt] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. trachyte zu gr. trachÿs,
serzeit). Tralbelkel die; -, -n (aus lat. trabecula „kleiner
vgl. Trachea): ein graues od. rötliches, meist poröses Er
Balken“, Verkleinerungsform von trabes „Balken“): Bälkgussgestein (Geol.)
chen, bälkchenartig vorspringendes Gewebsbündel, Tra Icing ¡test ['treɪsɪŋ...] der; -[e]s, Plur. -s, auch-e (zu engl.
Längswulst aus Gewebsfasern, bes. Muskelfasern (Anat.)
to trace „zeichnen, durchpausen“ u. TTest): Feinmotorik
Trabukko u. Trabuko die; -, -s (nach span, trabuco
test, bei dem Linien möglichst genau nachzuziehen sind,
„Donnerbüchse“): (österr. veraltet) Zigarre [einer be
um die Koordinationsfähigkeit der Handbewegungen u.
stimmten Sorte]
die Aufmerksamkeit zu überprüfen
Trace [tre:s, engl. treis] das; -, -s ['tre:sis, engl. treɪsɪz] (aus Track [trek, engl. træk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. track,
engl. trace „Fährte, Spur“ zu to trace „verfolgen, nachspü
eigtl. „Spur, Bahn“): 1. übliche Schiffsroute zwischen zwei
ren“): a) Aufzeichnung der Programmschritte im Compu
Häfen (Schifffahrt). 2. der Übertragung von Zugkräften
ter; b) Protokoll über die Ausführung der einzelnen An
dienendes Element (wie Seil, Kette, Riemen). 3. (Jargon)
weisungen eines Programms (4), das u. a. auch zur Pro
(bes. auf einer CD) Musikstück, Nummer. 4. abgegrenzter
grammfehlerbeseitigung dient (EDV). Tralcer ['treɪsŋ]
Bereich auf einem Datenträger, in dem eine einfache Folge
der; -s, - (aus gleichbed. engl. tracer, eigtl. „Aufspürer“, zu
von Bits gespeichert werden kann (EDV). Tracklball
1363
[trækbɔ:l] der; -s, -s <zu engl. ball „Kugel“): Eingabegerät,
bei dem die Signale zur Positionierung des t Cursors durch
das Drehen einer Kugel gegeben werden; Rollkugel
(EDV) Tralcking-Stuldie, auch Tralckinglstuldie
['trækɪŋ,--iə] die; -, -n (zu engl. to track „(eine Spur) ver
folgen" u. T...ing): Feststellung der Wirkung von Werbe
kampagnen durch Interviews wechselnder Personen einer
Zielgruppe
Tracltus [trak...] vgl. Traktus
Tradelmark ['treɪdma:k] die; -, -s (aus engl. trademark,
eigtl. „Handelsmarke“): 1. engl. Bez. für Warenzeichen. 2.
Kennzeichnung des Herkunftslandes eines Erzeugnisses
Trald eslkanltie [,,,tsiə] die; -, -n (nach dem engl. Gärtner
u. Reisenden J. Tradescant (f 1638) u. zu Î *...ie> : Vertreter
einer Gattung weiß, blau od. lila blühender Kräuter in
Amerika; Dreimasterblume
Trade-Uniion, auch Tradelunilon [treɪdju:njən] die;-,-s
(aus engl. trade union zu trade „Genossenschaft" u. union
„Vereinigung“): engl. Bez. für Gewerkschaft. Tradelunionismus der; - (aus gleichbed. engl. trade-unionism,
vgl. ...ismus (2)): brit. Gewerkschaftsbewegung
traldielren (aus gleichbed. lat. tradere zu Îtrans... u. dare
„geben“): überliefern, weitergeben, mündlich fortpflan
zen. traldiert (zu t...iert): überliefert, mündlich weiter
gegeben. Tralding ['treɪdɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl.
trading, eigtl. „Handel“, zu to trade „Handel treiben“,
dies aus lat. tradere, vgl. tradieren): das Ausnutzen von
kurzzeitigen Kursschwankungen an der Börse durch häu
fige Käufe u. Verkäufe von Wertpapieren (Wirtsch.). Trading-up [treɪdɪŋ'ʌp] das; -s, -s (zu engl. to trade up „ver
stärkt Waren einkaufen u. wieder verkaufen“, eigtl. „sich
verbessern“): Verbesserung des Leistungsangebots eines
Handelsunternehmens (durch Erweiterung des Sorti
ments, umfangreichere Serviceleistungen u.Ä.; Wirtsch.).
Traldiltio [tra...] die; - (aus gleichbed. lat. traditio): Über
gabe einer beweglichen Sache (röm. Recht). Traldiltilon
die; -, -en (aus lat. traditio „Übergabe, Überlieferung“ zu
tradere, vgl. tradieren): 1. a) Überlieferung, Herkommen;
b) Brauch, Gewohnheit, Gepflogenheit; c) (selten) das
Tradieren, Weitergabe (an spätere Generationen). 2. au
ßerbiblische, von der kath. Kirche als verbindlich aner
kannte Überlieferung von Glaubenslehren seit der Apos
telzeit. traldiltilolnal (zu T '...al (1)>: (selten) svw. tradi
tionell; vgl. ...al/...eil. Traldiltilolnallislmus der; - (zu
Î...ismus (1, 2)>: 1. geistige Haltung, die bewusst an der
Tradition festhält, sich ihr verbunden fühlt u. skeptisch al
lem Neuen gegenübersteht. 2. philosophisch-theologische
Richtung des frühen 19. Jh.s in Frankreich, die alle religiö
sen u. ethischen Begriffe auf die Überlieferung einer Ur
offenbarung Gottes zurückführte u. der Vernunft Er
kenntnisvermögen absprach. Tra|di|ti|o|na|list der; -en,
-en (zu Î ...ist) : Anhänger u. Vertreter des Traditionalismus
(1, 2). tra di ti o na lis tisch (zu Î ...istisch): den Tradi
tionalismus (1,2) betreffend, für ihn charakteristisch, dem
Traditionalismus verbunden, verhaftet. Traldiltiolnal
Jazz [trə'dɪʃənɔl 'dʒæz] der; - - (aus gleichbed. engl. tradi
tional jazz): traditioneller Jazz (die älteren Stilrichtungen
bis etwa 1940). traIdiItilolnell [traditsio...] (aus gleichbed./r. traditionnel zu tradition, dies aus lat. traditio, vgl.
Tradition): überliefert, herkömmlich; dem Brauch ent
sprechend; vgl. ...al/...eil. Traldiltilonslprinlzip das; -s
(zu ÎTradition): in der kath. TExegese u. ÎDogmatik das
neben dem Schriftprinzip notwendige Mittel zum Erken
nen des wahren Schriftsinnes unter Zuhilfenahme der
Auslegung in der Geschichte der Kirche
Traldukltilon die; -, -en (aus gleichbed. fr. traduction, dies
aus lat. traductio „die Hinüberführung“ zu traducere „hi
nüberführen“ (zu Î trans... u. ducere „führen, leiten“)): 1.
Übersetzung. 2. Wiederholung eines Wortes in veränder
Tragopan
ter Form od. mit anderem Sinn (antike Rhet.). Tradukdas; -s, -e (zu gr. önyma „Name“): Deckname,
der aus der Übersetzung des Verfassernamens in eine
fremde Sprache besteht (z. B. Agricola = Bauer). Tralduzi alnis mus der; - (aus nlat. traducianismus zu mlat. traducianus „Anhänger der Seelenzeugungslehre“, dies zu
lat. tradux „Absenker“, eigtl. „Weinranke“): spätantike u.
frühchristliche, später verurteilte Lehre, Anschauung,
nach der die menschliche Seele bei der Zeugung als Able
ger der väterlichen Seele entstehe; vgl. Kreatianismus
Traf fic-Mes sage-Chan nel [træfɪkmɛsɪdʒtʃænl] ¿Zer;
-s, -s (zu engl. traffic „Verkehr“, message „Mitteilung,
Nachricht“ u. channel „Kanal“): Kanal (3) für den Ver
kehrsfunk, auf dem bestimmte Informationen, z.B. über
Fahrrouten u. Staus, übermittelt werden können
Tralfik die; -, -en (über fr. trafic „Handel, Verkehr“ aus
gleichbed. it. traffico, dies wohl zu arab. tafriq „das Ver
teilen, Kleinverkauf'): (bes. österr.) Tabak-u. Zeitschrif
tenladen, -handel. Tra|fi|kant der; -en, -en (über älter fr.
trafiquant nach gleichbed. it. trafficante) : (österr.) Inha
ber einer Trafik. Tralfilkanltin die; -, -nen: weibliche
Form zu Î Trafikant
Tralfo der; -[s], -s: Kurzform von ÎTransformator
Tralgant der; -[e]s, -e (über mlat. tragantum aus gleichbed.
lat. tragacantha, dies aus gr. tragäkantha zu trágos „(Ziegenjbock“ u. äkantha „Dorn(strauch)“): 1. (zu den
Schmetterlingsblütlern gehörende) Pflanze mit Blüten
verschiedener Form u. Farbe. 2. aus verschiedenen Arten
des Tragants (1) gewonnene, gallertartige, quellbare Sub
stanz, die bes. zur Herstellung von Klebstoffen verwendet
wird. Tralgéldie lylriqtie [traʒedili rik] die; - -, -s -s [traʒedili'rik] (aus gleichbed. fr. tragédie lyrique): ernste (tra
gische) franz. Oper von Lully u. Rameau. Tralgellaph*
der; -en, -en (über lat. tragelaphus aus gr. tragélaphos
„Bockhirsch“ (hirschähnliches Tier mit Bocksbart) zu trá
gos „(Ziegen)bock“ u. élaphos „Hirsch“): 1. altgriech. Fa
beltier. 2. (veraltet) uneinheitliches literarisches Werk, das
man mehreren Gattungen zuordnen kann. Tralgi: Plur.
von tTragus. tralgielren (zu îtragisch u. î...ieren>: eine
Bühnenrolle tragisch spielen. Tralgik die; - (zu î2...ik (3)> :
1. außergewöhnlich schweres, schicksalhaftes, Konflikte,
Untergang od. Verderben bringendes, unverdientes Leid,
das den außen stehenden Betrachter durch seine Größe er
schüttert. 2. das Tragische (in einer Tragödie; Literaturw.). Tralgilker der; -s, - (über gleichbed. lat. tragicus
aus gr. tragikös (poiëtës), vgl. tragisch): (veraltet) Tragö
diendichter. Tralgilkglmik [auch 'tra:...] die; - (Kurzw.
aus t Tragik u. ÎKomik; vgl. ÎTragikomödie): halb tragi
sche, halb komische Wirkung, tralgilkolmisch [auch
'tra:...]: halb tragisch, halb komisch. Tra|gi|ko|mö|die
[,,,iə, auch tra:...] die; -, -n (aus gleichbed. lat. tragicomoe
dia) : Drama, in dem Tragik u. Komik eng miteinander ver
knüpft sind, tralgisch (über lat. tragicus aus gleichbed.
gr. tragikös, eigtl. „bocksartig“, vgl. Tragödie): 1. die Tra
gik betreffend; schicksalhaft, erschütternd, ergreifend. 2.
zur Tragödie gehörend, auf sie bezogen; Tragik ausdrü
ckend (Literaturw., Theat.). Tralgölde der; -n, -n (über
lat. tragoedus aus gleichbed. gr. tragöidös): eine tragische
Rolle spielender Schauspieler; Heldendarsteller. Tralgödie [...ja] die; -, -n (über gleichbed. lat. tragoedia aus gr.
tragöidia „tragisches Drama, Trauerspiel“, eigtl. „Bocks
gesang“, zu trágos „Ziegenbock“ u. öide „Gesang“ (Deu
tungumstritten)): 1. a) (ohne Plur.) Dramengattung, in der
das Tragische gestaltet wird, meist aufgezeigt an Grundsi
tuationen des Menschen zwischen Freiheit u. Notwendig
keit, zwischen Sinn u. Sinnlosigkeit; b) einzelnes Drama,
Bühnenstück dieser Gattung; Trauerspiel; Ggs. ÎKomö
die (1). 2. tragisches Ereignis, Unglück. Tralgöldin die; -,
-nen: weibliche Form zu tTragöde. Tralgolpan der; -s, -e
tilolnym
Tragus
1364
tigkeit, Verdrießlichkeit“ zu tracasser, vgl. trakassieren):
(zu gr. trágos „Bock“ u. Pan, dem griech, Hirtengott>: Sa
Quälerei. tra|kas|sie|ren (aus gleichbed. fr. tracasser,
tyrhuhn, ein geierähnlicher Vogel (Zool.). Tralgus der; -,
eigtl. „(wegen Kleinigkeiten) belästigen“, zu traquer „in
Tragi (über nlat. tragus aus gr. trágos, eigtl. „Ziegen
die Enge treiben“): quälen, plagen, necken
bock“}: Knorpelvorsprung der menschlichen Ohrmuschel
Trakt der; -[e]s, -e (aus lat. tractus „das Ziehen; Ausdeh
(Anat.)
nung, Lage, Gegend“, eigtl. Part. Perf. von trahere „zie
Trailler [ treɪlə] rfer; -s, - (aus gleichbed. engl. trailer zu to
hen, schleppen“): 1. a) Gebäudeteil; b) Gesamtheit der
trail „ziehen, (nach)schleppen“, dies über mittelfr.
Bewohner, Insassen eines Trakts (1 a). 2. Zug, Strang; Ge
traill(i)er u. unter vulgärlat. Vermittlung zu lat. trahere,
samtlänge (z.B. Darmtrakt). 3. Landstrich, trakltalbel
vgl. traktieren): 1. kurzer, aus einigen Szenen eines Films
(aus lat. tractabilis „mild, gütig“, eigtl. „ziehbar“): leicht
zusammengestellter Vorfilm, der als Werbemittel für die
zu behandeln, umgänglich. Trak|ta|ment das; -s, -e (aus
sen Film vorgeführt wird; Vorspann, Vorschau. 2. nicht
mlat. tractamentum „(Art der) Behandlung“ zu lat. tracta
belichteter Filmstreifen am inneren Ende einer Filmrolle.
re, vgl. traktieren): (landsch.) 1. Verpflegung, Bewirtung.
3. Fahrzeuganhänger, Sattelauflieger, bes. für den Contai
2. (veraltend) Art u. Weise, mit jmdm. bzw. etwas umzu
nertransport. Traillle ['tra:j(ə), 'traljə] die; -, -n [...jan] (aus
gehen; Behandlung[sweise]. 3. (veraltet) Löhnung des Sol
gleichbed. fr. traille zu mittelfr. traill(i)er, vgl. Trailer):
daten. Trak|tan|den|lis|te die; -, -n (zu tTraktandum):
(veraltet) I. Fähre. 2. Fährseil, Tau u. Rolle, an denen eine
(Schweiz.) Tagesordnung. Trakltanldum 4as; -s, ...den
Fähre läuft
(aus lat. tractandum „was behandelt werden soll“, Gerun
Train [tre:, österr. trɛ:n, tre:n] cter; -s, -s (aus gleichbed. fr.
divum von tractare „behandeln, untersuchen“, vgl. trak
train zu traîner „ziehen, schleppen“, dies über das Vulgär
tieren): (Schweiz.) Verhandlungsgegenstand. Trakltalrilat. zu lat. trahere „ziehen“): Tross; für den Nachschub
a|ner der; -s, - (zu TTraktarianismus u. t,,,aner): Anhän
sorgende Truppe. Trailnee [treɪ'ni:] der; -s, -s (aus engl.
ger des Traktarianismus. Trak|ta|rila|nis|mus der; trainee „Auszubildender, Praktikant“): jmd., bes. Hoch
(nach gleichbed. engl. tractarianism; vgl. ...ismus (2)>: kaschulabsolvent, der innerhalb eines Unternehmens für ei
tholLierende Bewegung in der engl. Staatskirche im
ne bestimmte Aufgabe vorbereitet wird, eine praktische
19. Jh.; vgl. Oxfordbewegung (1). Trakltat das od. der;
Ausbildung absolviert (Wirtsch.). Trailner ['trɛ:nn] der;
-[e]s, -e (aus lat. tractatus „Abhandlung“, eigtl. Part. Perf.
-s, - (aus gleichbed. engl. trainer zu to train, vgl. trainie
von tractare, vgl. traktieren): 1. (veraltend) Abhandlung.
ren): jmd., der Sportler trainiert (a). Trailnelrin die; -,
2. religiöse Flugschrift. 3. (veraltet) [Staatsjvertrag. Trak-nen : weibliche Form zu tTrainer. Trai|nerili|zenz die; -,
-en: ÎLizenz für die Tätigkeit als Trainer, trailnielren
tät chen das; -s, -: (abwertend) volkstümliche religiöse
Erbauungsschrift. Trak|ta|ti|on die;-, -<¡n'.'¿mí.lat. tracta
[tre..., tre...] (nach gleichbed. engl. to train, eigtl. „ziehen;
erziehen, abrichten“, dies aus fr. traîner „ziehen“; vgl.
tio „Untersuchung, Handhabung“): (veraltet) Behand
lung, Verhandlung, trakltielren (aus lat. tractare „he
Train): a) durch systematisches Training auf einen Wett
kampf vorbereiten; b) Training betreiben; c) durch Trai
rumzerren, betasten, behandeln“, Intensivbildung zu tra
ning [bestimmte Übungen, Fertigkeiten] technisch ver
here „(nach)ziehen; beziehen (auf)“): 1. (veraltet) a) be
vollkommnen; d) (ugs.) einüben; planmäßig, gezielt üben.
handeln; unterhandeln; b) literarisch darstellen, gestalten.
Trailning ['tre:..., 'tre:...] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
2. plagen, quälen, misshandeln. 3. a) (veraltet) bewirten;
training zu to train, vgl. trainieren): planmäßige Durch
b) jmdn. [mit etwas] überfüttern, jmdm. etwas in sehr
führung eines Programms von vielfältigen Übungen zur
reichlicher Menge anbieten. Trakltilon die; -, -en (zu lat.
Ausbildung von Können, Stärkung der Kondition u. Stei
tractus; vgl. Trakt u. *...ion>: 1. Zug, das Ziehen, Zugkraft
gerung der Leistungsfähigkeit. Trailning on the Job [(bes. Phys., Techn.). 2. Art des Antriebs von Zügen [durch
ɔn θə dʒɔb] das; -s —, -s — (aus gleichbed. engl. training
Triebfahrzeuge], Trakltor der; -s, ...oren (aus gleichbed.
on the job): Gesamtheit der Methoden zur Ausbildung,
engl. tractor zu lat. tractus; vgl. Trakt u. ...or>: 1. [land
Vermittlung u. Erprobung praktischer Kenntnisse u. Fä
wirtschaftliche] Zugmaschine, Schlepper (Landw.). 2.
higkeiten direkt am Arbeitsplatz. Trai|ningslpart|ner
Transporteinrichtung für das Papier am Drucker (EDV).
der; -s, -: Gegner in einem Trainingswettkampf. TraiTrakltglrie [...io] die; -, -n (aus nlat. (linea) tractoria):
nings prolgramm das; -s, -e: Programm (3), nach dem
svw. Traktrix. Trakltolrist der; -en, -en (nach gleichbed.
für einen Wettkampf trainiert wird
russ. traktorist; vgl. ...ist): Traktorfahrer. Trakltolrisltin
Trait [treɪt] das; -s (aus engl. trait „Zug, Eigenheit“, dies
die; -, -nen: weibliche Form zu ITraktorist. Trakltrix* die;
über gleichbed. fr. trait aus lat. tractus zu trahere „zie
-, ...izes [... tri:tse:s] (aus gleichbed. nlat. tractrix, eigtl.
hen“): Bez. für eine weitgehend stabil gedachte Charak
„Schlepperin“ (nach der grafischen Gestalt), Femininbil
tereigenschaft od. ein Verhaltensmerkmal einer Person
dung zu lat. tractus, vgl. Trakt): ebene Kurve, deren Tan
(Psychol.). Trailté [trɛ'te:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
genten von einer festen Geraden (Leitlinie) stets im glei
traité zu traiter „behandeln, verhandeln“, dies aus lat.
chen Abstand vom Tangentenberührungspunkt geschnit
tractare, vgl. traktieren): (veraltet) 1. [Staatsjvertrag. 2.
ten werden (Math.). Trakltur die; -, -en (aus spatial.
Abhandlung, Traktat. Trailteur [tre te:?] der; -s, -e (aus
tractura „das Ziehen“ zu lat. trahere „ziehen“): bei der
gleichbed. fr. traiteur, eigtl. „Behandler“): 1. (selten) Lei
Orgel der vom Manual od. Pedal her auszulösende Zug
ter einer Großküche; Speisewirt. 2. (Schweiz.) Hersteller,
(Regierwerk), der mechanisch, pneumatisch od. elektrisch
Verkäufer u. Lieferant von Fertiggerichten
sein kann. Trakltus der; -, - [,,,tu:s] (aus gleichbed. mlat.
Traljekt der od. das; -[e]s, -e (aus lat. traiectus „das Hinü
tractus (verkürzt aus lat. cantus tractus „gezogener Ge
bersetzen, die Überfahrt“ zu traicere „hinüberwerfen,
sang“) zu trahere „ziehen“): nicht im Wechsel gesungener
-bringen; übersetzen“ (zu ttrans... u. iacere „werfen“)): 1.
[Buß]psalm, der in der Fastenzeit u. beim ÎRequiem an die
(veraltet) Überfahrt. 2. [Eisenbahn]fährschiff. TraljekltiStelle des Î Hallelujas tritt
on die; - (aus lat. traiectio „Übergang“ zu traicere „hinü Trallje die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. mittelniederl.
berbringen“): (veraltet) das Hinübersetzen (über ein Ge
tralie, dies über (alt)fr. treille aus spätlat. trichila „Laube
wässer). Tra|jek|to|rie [,,,ɪə] die; -, -n (aus nlat. (linea)
aus Stängeln“): (landsch.) Geländer-, Gitterstab; Gitter
traiectoria „die hinüberführende (Linie)“ zu lat. traiectus,
werk
vgl. Trajekt): Linie, die jede Kurve einer ebenen Kurven Tram die: -, -s, Schweiz, das; -s, -s (aus gleichbed. engl. tram,
schar unter gleichbleibendem Winkel schneidet (Math.)
Kurzform von tramway „Straßenbahn(linie)“, eigtl.
Tralkaslselrie die; -, ...ien (aus fr. tracasserie „Widerwär
„Schienenweg“, zu tram „Wagen (unterschiedlichster
1365
Art)“ u. way „Weg“): (landsch.) Straßenbahn. Tram
bahn die; -, -en: svw. Tram
Trame [tra:m, fr. tram] die; - (aus gleichbed./r. trame, dies
aus lat. trama „Gewebe“): leicht gedrehte, ais Schussfaden
verwendete Naturseide
Tralmellolgöldie [---iə] die; -, -n (nach it. tramelogedia
(Mischbildung aus (Melodram u. (Tragödie), von dem
ital. Dichter V. Alfieri (1749-1803) geprägt): a) (ohne
Plur.) Kunstgattung zwischen Oper u. Tragödie; b) einzel
nes Werk dieser Gattung
Tralmetlte die; -, -n (aus gleichbed. /r. tramette, Verkleine
rungsform von trame, vgl. Trame): grobe Schussseide
Tralmjlner der; -s, - (nach dem Weinort Tramin in Südti
rol): 1. Südtiroler Rotwein. 2. a) (ohne Plur.) Rebsorte mit
spätreifen Trauben; b) aus dieser Rebsorte hergestellter al
koholreicher, würziger Weißwein
Tralmonltalna u. Traimon ta ne die; -, ...nen (aus gleichbed. it. tramontana zu tramontano „(von) jenseits der Ber
ge“, dies aus lat. transmontanus): Nordwind in Oberita
lien
Tramp [trɛmp, älter tramp] der: -s, -s (aus gleichbed. engl.
tramp zu to tramp, vgl. trampen): 1. Landstreicher, um
herziehender Gelegenheitsarbeiter. 2. (veraltet) Fußwan
derung. 3. [tramp] Schiff, bes. Frachtschiff, mit unregel
mäßiger Route, das nach Bedarf verkehrt bzw. Gelegen
heitsfahrten unternimmt, tram I pen ['trɛmpn, älter
tram...] (aus engl. to tramp „wandern“, eigtl. ,,stampfen(d
auftreten)“): 1. [durch Winken o.Ä.] Autos anhalten, um
unentgeltlich mitfahren zu können. 2. (veraltend) lange
wandern, als Tramp (1) umherziehen. Tram Iper der; -s, -:
jmd., der trampt (1). Tra ml pel rin die; -, -nen: weibliche
Form zu (Tramper. Tram poilin ['trampoli:n, auch
...Ti:n] das; -s, -e (aus it. trampolino „Federsprungbrett“
zu trampolo „Stelze“): in Sport u. Artistik verwendetes
Sprunggerät mit einem durch Gummikabel gespannten
Sprungtuch. Tramplschiff das; -[e]s, -e: svw. Tramp (3)
Tramlway [...vai] die; -, -s (aus gleichbed. engl. tramway,
vgl. Tram): (österr.) Straßenbahn; vgl. Tram
trän..., Tran... vgl. trans..., Trans...
Tranlce ['tra:s(ə)] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed. engl. tran
ce, dies aus altfr. transe „das Hinübergehen (in den Tod)“
zu transir „hinübergehen“, dies aus lat. transire): a) durch
Hypnose, Suggestion. Drogen o.Ä. herbeigeführte verän
derte Bewusstseinslage, bei der die freie Willensbestim
mung weitgehend eingeschränkt ist; b) Dämmerzustand,
Übergangsstadium zum Schlaf, tranlcelarltig: wie in
Trance
Tranche ['tra:ʃ(ə)] die; -, -n [...Jn] (aus gleichbed./r. tranche
zu trancher, vgl. tranchieren): 1. fingerdicke Fleisch- od.
Fischschnitte. 2. Teilbetrag einer Wertpapieremission
(Wirtsch.). Tranlcheur [tra'ʃo:n] der; -s, -e (zu 1 tranchie
ren u. Î ...eur): jmd., der Fleisch tranchiert, tranlchielren
[trä'JT...., auch trän...], auch transchieren (aus fr. trancher
„ab-, zerschneiden, zerlegen“): Fleisch, Geflügel kunstge
recht in Stücke schneiden, zerlegen. Tran I c h ie r I mes I ser
das; -s, -: breites, vorn zugespitztes Messer zum Tranchie
ren
Tranlquillilzer [træŋkwilaɪzə] der; -s, - (meist Plur.) (aus
gleichbed. engl. tranquillizer zu to tranquillize „beruhi
gen“, dies zu tranquil „ruhig, gelassen“ aus lat. tranquil
lus): beruhigendes Medikament gegen Psychosen, De
pressionen, Angst- u. Spannungszustände, tranlquilllamerɪ te [traŋkvɪ...] vgl. tranquillo. Tranlquilllans das; -,
Plur. ...lanzien [...ion] od. ...lantia (meist Plur.) (aus gleich
bed. nlat. tranquillans zu lat. tranquillus „ruhig, beru
higt“): svw. Tranquilizer. Tranlquillliltät die; - (aus
gleichbed. lat. tranquillitas, Gen. tranquillitatis): Ruhe,
Gelassenheit, tranlquilllo u. tranquillamente {it.; zu lat.
tranquillus „ruhig“): ruhig, gelassen (Vortragsanweisung;
Transfer
Mus.). Tranlquilllo das; -s, Plur. -s u. ...lli: ruhig zu spie
lendes Musikstück (Mus.)
trans..., Trans..., vor s auch trän..., Tran..., auch verkürzt
tra..., Tra... (aus lat. trans „jenseits; über; über - hin“):
Präfix mit den Bedeutungen „hindurch, quer durch, hinü
ber, über- hin(aus)“, z.B. transkontinental, Transduktor,
transsexuell, Transuran; Transept, Trajekt
Translakltilon die; -, -en (aus spätlat. transactio „Überein
kunft“ zu transactus, Part. Perf. von transigere „(ein Ge
schäft) durchführen“): 1. größere [finanzielle] Unterneh
mung. 2. [wechselseitige] Beziehung (Psychol.). 3. kurzer
Teilauftrag an einen Computer, der vorrangig bearbeitet
wird (EDV)
translallpin u. transiallpi nisch (aus gleichbed. /ɑt.
transalpinus): jenseits der Alpen [gelegen] (von Rom aus
gesehen); vgl. ...isch/Translami nalse die; -, -n (zu (trans..., î Amin u. Î ...ase):
T Enzym, das die Übertragung einer Aminogruppe von ei
ner Substanz auf eine andere bewirkt (Biochem.). Transamilnielrung die; -, -en (zu (...ierung): Übertragung von
Aminogruppen durch Transaminasen (Biochem.)
trans lanal (zu (trans... u. 1 anal): durch den After hindurch
(z.B. eine Operation; Med.)
Translanilmaltilon die; -, -en (zu (trans... u. spätlat. ani
matio „Beseelung“): (veraltet) Seelenwanderung
translatllanltisch (zu (trans... u. tatlantisch): jenseits des
Atlantiks [gelegen], überseeisch
Translceilver [træns'si:vn] der; -s, - (Kurzw. aus engl.
transmitter „Sender“ u. receiver „Empfänger“): kombi
niertes Sende- u. Empfangsgerät
tranlschielren vgl. tranchieren
Translcglder [,..k...J der; -s, - (zu (trans... u. engl. to code
„verschlüsseln“): Zusatzbauteil in Farbfernsehgeräten,
das die Farbartsignale eines Systems (z. B. SECAM) in die
eines anderen Systems (z. B. PAL) umwandelt
translderlmal (zu (trans... u. (dermal): durch die Haut
hindurch erfolgend (von der Wirkung von Arzneimitteln;
Med.)
Trans|duk|ti|on die; -, -en (aus lat. transductio, Neben
form von traductio „Übertragung“, zu traducere „hinü
berführen“): 1. die Übertragung bakterieller Gene von
Zelle zu Zelle durch Î Bakteriophagen (Genetik). 2. die der
Reizaufnahme folgende Reizumwandlung in die Energie
form einer Erregung (Physiol.). Transldukltor der; -s,
...oren (nach lat. transductor, Nebenform von traductor
„Überführer (in einen anderen Zustand)“): 1. mit Gleich
strom vormagnetisierte Drossel, die aus einem Eisenkern
(mit großer magnetischer Induktion), einer Wechsel
strom- u. Gleichstromwicklung besteht (Elektrot.). 2.
übersetzender Automat im Sprachverarbeitungssystem
(EDV)
Tranlsenlna die; -, ...nen (aus lat. transenna „Gitter,
Netz“): Fensterverschluss aus Holz od. geschliffenen
Steinplatten (Marmor, Alabaster; Archit.)
Tranlsept der od. das; -[e]s, -e (aus gleichbed. mlat. transeptum zu (trans... u. lat. s(a)eptum „Einzäunung, Gehe
ge“): Querschiff, Querhaus einer Kirche
tranlselunt* (ausspätlat. transeunter „im Vorbeigehen“ zu
transire „hinübergehen; vorbeigehen“): über etwas hi
naus, in einen anderen Bereich übergehend (Philos.)
Trans-Eulrop-Exlpress der; -es, ...züge: heute durch den
Eurocity ersetzter Fernschnellzug; Abk.: TEE
Translfekltilon die; -, -en (zu (trans..., lat. factus (in Zu
sammensetzungen -fectus), Part. Perf. von facere „ma
chen, tun“, u. l...ion): Umstimmung von Genen, wodurch
es zur Bildung der entsprechenden Antigene kommt
(Biol.)
Transiter der; -s, -s (aus gleichbed. engl. transfer, eigtl.
„Übertragung, Überführung“, zu to transfer, vgl. transfe-
transferabel
rieren): 1. Zahlung ins Ausland in fremder Währung. 2.
Übertragung der im Zusammenhang mit einer bestimmten
Aufgabe erlernten Vorgänge auf eine andere Aufgabe
(Psychol., Päd.). 3. Überführung, Weitertransport im Rei
severkehr (z. B. vom Flughafen zum Hotel). 4. Wechsel ei
nes Berufsspielers in einen anderen Verein (Sport). 5. a)
positiver Einfluss der Muttersprache auf eine Fremdspra
che bei deren Erlernung; b) svw. Transferenz (Sprachw.).
trans fe ra bel <aus gleichbed. engl. transferable): um
wechselbar od. übertragbar in fremde Währung. Transferase zZze; -, -n (meist Plur.) (zu TTransfer u. t...ase>:
Î Enzym, das die Übertragung eines ehern. Bausteins von
einer Substanz auf eine andere bewirkt (Biochem.).
Translfelrenz die: -, -en (zu Îtransferieren u. î...enz): a)
(ohne Plur.) Vorgang u. Ergebnis der Übertragung einer
bestimmten Erscheinung in einer Fremdsprache auf das
System der Muttersprache; b) Übernahme fremdsprachi
ger Wörter, Wortverbindungen, Bedeutungen o. Ä. in die
Muttersprache (Sprachw.). Translferlfakltor der: -s,
...oren: Überträgersubstanz der zellvermittelten Immuni
tät (zur Behandlung von Immundefektzuständen; Med.).
trans|fe|rie|ren (aus gleichbed. engl. to transfer, dies aus
lat. transferre „hinüberbringen“): 1. Geld in eine fremde
Währung umwechseln, Zahlungen an das Ausland leisten.
2. den Wechsel eines Berufsspielers gegen Zahlung einer
Ablösesumme in einen andern Verein vornehmen (Sport).
3. (österr., Amtsspr.) jmdn. dienstlich versetzen
Translferlrin das: -s, -e (zu Î trans..., ÎFerrum u. T...in (1)>:
in der Leber gebildetes Protein, das Eisen binden kann
(Biochem.)
Translferlstralße die; -, -n (zu îTransfer): Kombination
von Werkzeugmaschinen, die an einem [automatisch] hin
durchgeführten Werkstück unterschiedliche Arbeitsgänge
ausführen (Techn.)
Trans|fi|gu|ralti|on die; -, -en (aus lat. transfiguratio
„Umwandlung“ zu transfigurare „(die körperliche Be
schaffenheit) verwandeln, umwandeln, umformen“): die
Verklärung Christi u. ihre Darstellung in der Kunst
translfilnit (zu îtrans... u. Î finit): unendlich, im Unendli
chen liegend (Philos., Math.)
Translflulenz die; -, -en (zu lat. transfluere „herausflie
ßen“ u. Î ...enz): das Hinüberfließen eines Gletschers über
niedrigere Teile seiner Umrahmung. Translflulxor der;
-s, ...oren (zu lat. transfluxus, Part. Perf. von transfluere
(vgl. Transfluenz), u. T...or): aus magnetisierbarem Mate
rial bestehendes elektronisches Bauelement, das durch
Ummagnetisierung verschiedene Zustände annehmen
kann (Phys.)
Translfolkaltor der; -s, ...oren (zu îtrans..., ÎFokus u.
î...ator): IObjektiv mit veränderlicher Brennweite, Gum
milinse (Optik)
Trans|for|ma|tilon die; -, -en (aus gleichbed. spätlat.
transformatio zu lat. transformare, vgl. transformieren):
1. Umwandlung, Umformung, Umgestaltung, Übertra
gung. 2. Übertragung von Erbanlagen durch DNS, bes. bei
Bakterien (Genetik). 3. a) Umformung eines mathemati
schen Ausdrucks in einen anderen; b) umkehrbar eindeu
tige Abbildung einer Ebene bzw. eines Raumes auf sich
(Math.). 4. der Übergang von einem Bezugssystem in ein
anderes (Phys.). 5. Umformung von Wechselspannungen
(mit einem Transformator). 6. Umformung einer Satz
struktur in eine inhaltlich gleichwertige andere
(Sprachw.). 7. grundlegende Umgestaltung des wirtschaft
lichen, politischen u. gesellschaftlichen Systems eines
Staates (Wirtsch., Pol.). trans|for|ma|ti|o|nell (zu
T ...ell> : die Transformation betreffend, auf ihr beruhend;
transformationelle Grammatik: svw. Transformations
grammatik. Trans|for|malti|ons|gram|ma|tik dze; -:
Grammatiktheorie, die die Regeln zur Umwandlung von
1366
Sätzen in andere Sätze mit gleichwertigem semantischem
Gehalt erforscht (Sprachw.). Trans|for|ma|tor der; -s,
...oren (nach gleichbed./r. transformateur; vgl. ...ator):
aus Eisenkern, Primär- u. Sekundärwicklung bestehendes
Gerät zur Umwandlung hoher elektr. Spannungen in nie
dere u. umgekehrt ohne bedeutenden Energieverbrauch,
translforlmielren (aus gleichbed. lat. transformare):
umwandeln, umformen, umgestalten; übertragen. Transfor|mis|mus zZer;-(zu î...ismus(l)>: 1. svw. Deszendenz
theorie. 2. Theorie der Bildung magmatischer Gesteine
durch Metamorphose
translfunldielren (aus lat. transfundere „hinübergie
ßen“): eine Transfusion (1) vornehmen (Med.). Translfusilon ¿Zze; -, -en (aus lat. transfusio „das Hinübergießen“
zu transfusus, Part. Perf. von transfundere, vgl. transfun
dieren): 1. intravenöse Einbringung, Übertragung von
Blut, Blutersatzlösungen od. anderen Flüssigkeiten in den
Organismus; Blutübertragung. 2. Diffusion von Gasen
durch eine poröse Scheidewand
translgallakltisch (zu îtrans... u. Îgalaktisch): jenseits
der Milchstraße befindlich, über das Milchstraßensystem
hinausgehend (Astron.)
translgreldilent (aus lat. transgrediens, Gen. transgre
dierais, Part. Präs, von transgredi, vgl. transgredieren):
überschreitend, über etwas hinausgehend (Philos.),
translgreldielren (aus lat. transgredi „hinübergehen,
überschreiten“): große Festlandsmassen überfluten (von
Meeren; Geogr.). Translgreslsilon die; -, -en (aus ZaZ.
transgressio „das Hinübergehen“): 1. das Vordringen des
Meeres über größere Gebiete des Festlands (z.B. durch
Ansteigen des Meeresspiegels; Geogr.). 2. das Auftreten
von Î Genotypen, die in ihrer Leistungsfähigkeit die El
tern- u. Tochterformen übertreffen (Genetik)
translhulmant (aus gleichbed./r. transhumant, Part. Präs,
von transhumer, vgl. Transhumanz): mit Herden wan
dernd. Translhulmanz die; -, -en (aus gleichbed. fr.
transhumance zu transhumer „auf die Weide führen“, dies
ans span. trashumar (zu Îtrans... u. lat. humus „Boden“)):
1. bäuerliche Wirtschaftsform, bei der das Vieh von Hirten
auf entfernte Sommerweiden (z.B. Almen) gebracht wird.
2. Wanderschäferei mit jährlich mehrmaligem Wechsel
zwischen entfernten Weideplätzen (bes. in Süddeutsch
land)
Tranlsi der; -s, -s (zu îtrans...): (Jargon) kurz für Transse
xueller, Transvestit
tranlsilent [...'zient] (über gleichbed. engl. transient aus
lat. transiens, Gen. transientis, Part. Präs, von transire
„hinübergehen, hindurchgehen“): die Transiente betref
fend, auf ihr beruhend.Tranlsilenlte die; -, -n: 1. bei elek
tromechanischen Schaltvorgängen im lokalen Stromver
sorgungsnetz plötzlich auftretende Spannungs- u. Strom
stärkeänderung durch das Auftreten von Wanderwellen
entlang der Leitungen. 2. (durch Betriebsstörung verur
sachte) vorübergehende Abweichung vom Normalbetrieb
einer Kernkraftanlage
tran|si|gie|ren (aus gleichbed. lat. transigere): verhan
deln, einen Vergleich abschließen (Rechtsw.)
Tranlsisltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. engl. transistor,
Kurzw. aus transfer „Übertragung“ u. resistor „elektr. Wi
derstand“, eigtl. „Übertragungswiderstand“): elektron.
Halbleiterbauelement mit mindestens drei Elektroden zur
Verstärkung elektr. Ströme u. Spannungen (Phys.), transisto rieren u. tran|sislto|ri|sie|ren (zu Î..deren
bzw. Î..asieren): mit Transistoren versehen (Techn.)
'Tranlsit [auch ... zit, trän...] der; -s, -e (aus gieichbed. it.
transito, dies aus lat. transitus „Übergang, Durchgang“ zu
transire „hinübergehen“): 1. Durchfuhr, Durchreise durch
ein Land. 2. das Zustandekommen von Î Aspekten (2) in
folge der Bewegung der Planeten; das Überschreiten eines
1367
Tierkreises. 2Tran|sit [auch ...zit, trän...] das; -s, -s (zu
Î'Transit): Kurzform von ÎTransitvisum. Tranlsitlgeschäft das; -[e]s, -e: Außenhandelsgeschäft, bei dem die
zu befördernde Ware auf dem Wege zu ihrem Bestim
mungsland durch ein Drittland hindurchgeführt wird
(Wirtsch.). tranlsiltielren (zu Î'Transit u. Î..deren):
durchgehen, durchführen, passieren (von Waren od. Per
sonen; Wirtsch.). Tranlsiltilon die; -, -en (teilweise unter
Einfluss von engl. transition aus gleichbed. lat. transitio):
1. Übergang; Überleitung. 2. der Übergang vom Schwebe
flug in den Horizontalflug bei Senkrechtstartern (Luft
fahrt). 3. Stelle, an der die Daten verarbeitet werden (In
formatik). tranlsiltiv (aus gleichbed. spätlat. transitivus,
eigtl. „(auf ein Objekt) übergehend“, zu transire, vgl.
'Transit): zielend, d.h. mit einer Ergänzung im Akkusativ
(von einem Verb; Sprachw.); Ggs. t intransitiv. Tranlsitiv das; -s, -e [...va] (aus gleichbed. spätlat. (verbum) tran
sitivum): transitives Verb. Tranlsiltilva [...va]: Plur. von
tTransitivum. tran si ti vie ren [...v...] (zu t ..deren): ein
sonst nicht transitives Verb transitiv machen (z.B. einen
guten Kampf kämpfen; Sprachw.). Tran|si|ti|vis|mus
der; - (zu T...ismus (3)): a) Übertragung des eigenen Er
lebens auf andere (Psychol.); b) die Erscheinung, dass
geistig Behinderte sich selbst für gesund, andere hingegen
für behindert halten (Med.). Tran|si!ti|vi|tät die; - (zu
T...ität): 1. Eigenschaft bestimmter Verben, transitiv zu
sein (Sprachw.). 2. Eigenschaft bestimmter zweistelliger
math. Relationen (Math.). Tranjsiltilvum das; -s, ...va
(aus spätlat. (verbum) transitivum, vgl. Transitiv): svw.
Transitiv, tranlsiltolrisch (aus (späf)lat. transitorius
„vorübergehend" zu transire, vgl. 'Transit): 1. vorüberge
hend, nur kurz andauernd; später wegfallend (Wirtsch.).
2. reaktionslos verlaufend (von Krankheiten; Med.).
Tran|si|to|ri|um das; -s, ..den [,,dən] (zu Î ...ium): Ausga
benbewilligung im Staatshaushalt, die nur für die Dauer
einer besonderen wirtschaftlichen Situation gilt. Tranlsitron* das; -s, Plur. ...one, auch -s (Kunstw.; vgl. ...tron):
aus einer Röhre bestehende Kippschaltung zur Erzeugung
von Impulsen u. Sägezahnspannungen. Tranlsitlvilsum
[...v..., auch ...’zit..., Iran...] das; -s, Plur. ...sa u. ...sen (zu
t 'Transit): (in bestimmten Ländern für den Transit erfor
derliches) Durchreisevisum
trans|kon|ti|nen|tal (zu Îtrans... u. tkontinental): einen
Erdteil durchquerend
tranlskrilbielren* (aus lat. transcribere „schriftlich über
tragen“ zu ttrans... u. lat. scribere „schreiben“): l.a) in ei
ne andere Schrift (z.B. in eine phonetische Umschrift)
übertragen; b) Wörter aus Sprachen, die keine Latein
schrift haben, annähernd lautgerecht in Lateinschrift wie
dergeben; vgl. transliterieren. 2. die Originalfassung eines
Tonstückes auf ein anderes od. auf mehrere Instrumente
übertragen (Mus.). Tranlskriptdas; -[e]s, -e (zu lat. tran
scriptum, Part. Perf. (Neutr.) von transcribere, vgl. tran
skribieren): Ergebnis einer Transkription. Tranlskripltase die; -, -n (zu t...ase): Enzym, das die Transkription (3)
steuert (Biochem.). Tranlskripltilon die; -, -en (aus lat.
transcriptio „die (schriftliche) Übertragung, das Um
schreiben“) : 1. a) lautgerechte Übertragung in eine andere
Schrift; b) phonetische Umschrift. 2. Umschreibung eines
Musikstückes in eine andere als die Originalfassung. 3.
Überschreibung der genetischen Information von der
DNS in die î Messenger-RNS (Genetik)
translkrisltallljn (zu ttrans... u. tkristallin): mit Stängelkristallen behaftet (Gießereitechnik). Translkrisltalllisaltilgn die; -, -en: das Auftreten von Stängelkristallen,
die beim Walzvorgang ein Auseinanderbrechen in diago
naler Richtung verursachen können
translkultan (zu ttrans... u. Îkutan): durch die Haut hin
durch (Med.)
Transmissionsgrad
der; -s, -e (aus fr. translateur „Über
trager“ zu translation, dies aus /a/, translatio, vgl. Trans
lation): (veraltet) Übersetzer, Dolmetscher. Transllaltio
Imlpelrii die; -- (lat.; „Übertragung der Herrschaft“): im
Verlauf der Geschichte erfolgende Übertragung der Vor
herrschaft von einem Volk auf ein anderes. Trans|la|ti|on
die; -, -en (aus lat. translatio „das Versetzen, die Überset
zung“ zu translatus, Part. Perf. von transferre „hinüber
bringen“): 1. Übertragung, Übersetzung. 2. svw. Trope. 3.
geradlinige, fortschreitende Bewegung (Phys.). 4. feierli
che Überführung der Reliquien eines Heiligen an einen an
deren Ort (kath. Rel.). 5. Übersetzung der in der t Messenger-RNS gespeicherten Information in die zu bildenden
Proteine (Genetik). Transllaltiv [auch ... ti:f] der; -s, -e
[...vs] (aus gleichbed. lat. (casus) translativus): eine be
stimmte Richtung angebender Kasus in den finnisch-ugri
schen Sprachen. Translator der; -s, ...oren (aus Zai.
translator „Übertrager“): (veraltet) Übersetzer, transllatolrisch: (veraltet) übertragend
Translli|te|ra|ti|on die; -, -en (zu ttrans..., lat. littera
„Buchstabe“ u. t',,,ion): buchstabengetreue Umsetzung
eines in einer Buchstabenschrift geschriebenen Textes in
eine andere Buchstabenschrift [unter Verwendung Îdia
kritischer Zeichen], trans|li|te|rie|ren (zu t...ieren):
Wörter aus Sprachen, die keine Lateinschrift haben, buch
stabengetreu unter Verwendung Î diakritischer Zeichen in
Lateinschrift wiedergeben, sodass sie ohne weiteres in die
Originalschrift zurückübertragen werden können; vgl.
transkribieren (1 b)
Trans lo ka ti on die; -, -en (zu ttrans... u. tLokation): 1.
(veraltet) Ortsveränderung, Versetzung. 2. Verlagerung ei
nes Chromosomenbruchstückes in ein anderes Chromo
som (Biol.). trans|lo|zie|ren: 1, (veraltet) [an einen an
deren Ort] versetzen. 2. verlagern (in Bezug auf Chromo
somenbruchstücke; Biol.)
transllulnar u. transllulnalrisch (zu Ttrans... u. Tlunar
bzw. lunarisch): a) jenseits des Mondes befindlich, lie
gend; b) über den Mond, die Mondumlaufbahn hinausflie
gend (von Raumflugkörpern); vgl. ...isch/translluizent (zu lat. translucens, Gen. translucentis, Part.
Präs, von translucere „durchscheinen“): durchscheinend,
durchsichtig. Transllulzenz die; - (zu t,,,enz): Durch
sichtigkeit, Lichtdurchlässigkeit, transllulzid (aus lat.
translucidus „durchsichtig“): svw. transluzent
translmalrin u. trans!ma|ri|nisch (aus gleichbed. lat.
transmarinus): (veraltet) überseeisch; vgl. ...isch/Translmelthyllalse die; -, -n (zu ttrans..., TMethyl u.
T...ase): Enzym, das die Übertragung von Methylgruppen
von einem Molekül auf ein anderes im Organismus durch
führt (Biochem.)
Trans|mi|ne¡ra!li|sa|ti|on die; -, -en (zu ttrans... u. ÎMi
neralisation): Verschiebung von Mineralen zwischen Zelle
u. Zellflüssigkeit (z. B. durch Austausch von Natrium ge
gen Kalzium od. Kalzium gegen Magnesium; Biol.)
translmislsilbel (zu lat. transmissus, Part. Perf. von trans
mittere (vgl. transmittieren), u. t...ibel): übertragbar.
Translmislsilon die; -, -en (aus (spät)lat. transmissio
„Übersendung, Übertragung" zu lat. transmittere, vgl.
transmittieren): 1. Vorrichtung zur Kraftübertragung u.
-Verteilung auf mehrere Arbeitsmaschinen (z. B. durch ei
nen Treibriemen). 2. Durchgang von Strahlung (Licht)
durch einen Stoff (z.B. Glas) ohne Änderung der Fre
quenz (Phys.). Trans|mis|si|ons|elek|tro|nen|mikrolskop* das; -s, -e: Elektronenmikroskop, bei dem das
abzubildende Objekt mittels Schallwellen abgetastet wird.
Trans|mis|si|ons|fak|tor der; -s, -en: Verhältnis der in
einem Medium geschwächten Strahlungsintensität zur an
fänglichen (Phys.). Translmislsilonslgrad der; -[e]s, -e:
das Verhältnis des von einem Körper durchgelassenen
Transllalteur [,,,'to:n]
Transmissometer
Lichtstroms zum auffallenden Lichtstrom (Phys.). Trans'
das; -s, - (zu t'...meter): Gerät zur Mes
sung der Transmission der Atmosphäre, das vor allem zur
Ermittlung der Sichtweite auf Flughäfen eingesetzt wird.
Translmitlter der; -s, - (aus gleichbed. engl. transmitter,
eigtl. „Übermittler“, zu to transmit, dies aus lat. transmit
tere, vgl. transmittieren): 1. Messumformer, Umformer,
der die zu messende Größe in eine andere umwandelt (z. B.
mechanischen Druck in elektr. Spannung; Techn.). 2.
Überträgersubstanz, Überträgerstoff (Biochem.). Transmitlterlsublstanz* die; -, -en: svw. Transmitter (2).
translmitltielren (aus gleichbed. lat. transmittere):
übertragen, übersenden
translmonltan (aus gleichbed. lat. transmontanus; vgl.
trans... u. montan): jenseits der Berge gelegen (Geogr.)
trans mu ral (zu ttrans..., lat. murus „Mauer“ u. T '...al
(1)>: alle Wandschichten eines Organs betreffend (Med.)
Trans|mu|ta|ti|on
-, -en (aus spätlat. transmutatio
„Veränderung“ zu transmutare, vgl. transmutieren): 1.
svw. Genmutation. 2. Transformation einer Abbildung
(Math.). trans|mu|tie|ren (aus spätlat. transmutare,
eigtl. „hinüberversetzen“): um-, verwandeln
trans|na|ti|olnal (zu ttrans... u. tnational): die Grenzen
der einzelnen Nationen überschreitend, mehrere Nationen
umfassend (bes. Wirtsch.)
translneulrolnal (zu ttrans... u. Îneuronal): durch das
t Neuron verlaufend (Med., Biol.)
translobljekltiv (zu ttrans... u. Îobjektiv): über das Ob
jekt, den Gegenstand hinausgehend (Philos.)
trans|oze|a|nisch (zu ttrans... u. t ozeanisch): jenseits des
Ozeans liegend
translpaldalnisch (aus gleichbed. lat. Transpadanus zu
ttrans... u. lat. Padus (alter Name des nordital. Flusses
Po)>: jenseits des Po liegend (von Rom aus gesehen)
translpalrent (über gleichbed. fr. transparent aus mlat.
transparens, Gen. transparentis, Part. Präs, von transparere „durchscheinen“): 1. durchscheinend; durchsichtig.
2. deutlich, verstehbar, erkennbar. Translpalrent das;
-[e]s, -e: 1. Spruchband [mit politischen Forderungen). 2.
Bild, das von hinten beleuchtet wird; Leuchtbild (z.B. in
der Werbung zu Reklamezwecken), translpalrenltieren (zu Î..deren): Baumwollbatiste so ausrüsten, dass sie
ganzflächig od. mustermäßig glasig od. milchig trübe er
scheinen (Textilkunde). Translpalrenz die; - (nach /r.
transparence „Durchsichtigkeit“): 1. a) das Durchschei
nen; Durchsichtigkeit; b) Lichtdurchlässigkeit (z.B. des
Papiers); c) Durchlässigkeit für bestimmte Übertragungs
merkmale (z. B. für Informationsfolgen). 2. Deutlichkeit,
Verstellbarkeit, Durchschaubarkeit (z.B. von politischen
od. wirtschaftlichen Entscheidungen); das Erkennbarsein
Translphrasltik die; - (zu ttrans... u. gr. phrastikós „zum
Reden gehörend“; vgl. 2...ik (1)): linguistische Methode,
die Zusammenhänge zwischen Sätzen u. ihre textbezoge
nen Verflechtungen untersucht (Sprachw.). translphrastisch: die Transphrastik betreffend, auf ihr beruhend
(Sprachw.)
Tranlspi|ra|ti|on* die; - (aus gleichbed. fr. transpiration zu
transpirer, vgl. transpirieren): 1. Hautausdünstung, das
Schwitzen (Med.). 2. Abgabe von Wasserdampf durch die
Spaltöffnungen der Pflanzen (Bot.). tran|spi|rie|ren
(über fr. transpirer aus gleichbed. mlat. transpirare zu
ttrans... u. lat. spirare „(aus)hauchen“): ausdünsten,
schwitzen
Translplanltat das; -[e]s, -e (zu spätlat. transplantatum,
Part. Perf. (Neutr.) von transplantare, vgl. transplantie
ren): transplantiertes od. zu transplantierendes Gewebe
stück (z.B. Haut, Knochen, Gefäße) od. Organ (Med.).
Translplanltaltilon die; -, -en (zu t '...ion): 1. das Trans
plantieren von lebenden Geweben od. Organen (Med.).
mis so me ter
1368
2. Pfropfung (Bot.). Translplanlteur [... torn] der; -s, -e
(französierende Bildung; vgl. transplantieren u. ...eur):
Arzt, der eine Transplantation ausführt. trans|plan|tieren (ausspätlat. transplantare „verpflanzen, versetzen“):
lebendes Gewebe od. Organe operativ in einen lebenden
Organismus einsetzen
Translppnlder der; -s, - (aus gleichbed. engl. transponder,
Kurzw. aus transmitter (vgl. Transmitter) u. responder
„Antwortgeber“): nachrichtentechnische Anlage, die von
einer Sendestation ausgehende Funksignale aufnimmt,
verstärkt u. [auf einer anderen Frequenz] wieder abstrahlt
translpolnielren (aus lat. transponere „versetzen, umset
zen“): 1. ein Tonstück in eine andere Tonart übertragen;
transponierende Instrumente: Musikinstrumente, die in
der Partitur in anderer Tonhöhe notiert werden, als sie er
klingen. 2. [in einen anderen Bereich] übertragen; verset
zen, verschieben. 3. in eine andere Wortklasse überführen
(Sprachw.)
Translpprt der; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. transport zu
transporter, vgl. transportieren): 1. Versendung; Beförde
rung von Menschen, Tieren od. Gegenständen. 2. Fracht,
zur Beförderung zusammengestellte Sendung. 3. (veraltet)
Übertrag in der Buchhaltung; Abk.: Transp. transportab-l (aus gleichbed. fr. transportable): beweglich, trag
bar, beförderbar. Translporltaltilpn <Zze; -, -en (unter
Einfluss von fr. transportation „Verbannung“ aus spätlat.
transportatio „Übersiedlung“ zu lat. transportare, vgl.
transportieren): svw. Transport (1). Translporlter der;
-s, - (aus gleichbed. engl. transporter zu to transport, dies
aus (mittel)fr. transporter, vgl. transportieren): Transport
flugzeug, -schiff, Kleinlastwagen. Translporlteur
[... torn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. transporteur): 1. jmd.,
der etwas transportiert. 2. (veraltet) mit einer Gradeintei
lung versehener Voll- od. Halbkreis zur Winkelmessung
od. Winkelauftragung (Math.). 3. Zubringer an der Näh
maschine. translporltielren (ausgleichbed.fr. transpor
ter, dies aus lat. transportare „hinüberschaffen, -brin
gen“): 1. a) versenden, befördern, wegbringen; b) mecha
nisch bewegen, weiterschicben (z.B. einen Film). 2. die
Basis für etwas abgeben, was an andere weitergegeben
wird (z. B. von Wörtern in Bezug auf ihre Bedeutungen). 3.
(veraltet) übertragen (in der Buchhaltung). Translportie rung die; -, -en (zu t...ierung): das Transportieren,
Beförderung. Translportlmeltalbollit der; -en, -en: das
den aktiven Stofftransport zwischen den Zellen eines Or
ganismus sowie innerhalb einer Zelle durchführende ÎKo
enzym (Biol.). Translpprtlprolzess der; -es, -e: irrever
sibler physik. Vorgang in Vielteilchensystemen, der mit ei
nem Transport von Masse, Ladung, Energie u./od. Impuls
sowie mit Ausgleichsvorgängen verbunden ist. Transport|re|ak|tilon die; -, -en: Bez. für eine ehern. Reaktion,
bei der eine Substanz reversibel in eine leichter transpor
tierbare Verbindung überführt wird, aus der sie an anderer
Stelle wieder freigesetzt wird
Trans|po|si|ti|on die; -, -en (zu lat. transpositus, Part.
Perf. von transponere (vgl. transponieren), u. t',,,ion): 1.
das Transponieren (1). 2. Überführung in eine andere
Wortart (Sprachw.). 3. angeborene Verlagerung von Blut
gefäßen, Organen od. Eingeweiden auf die der normalen
Lage entgegengesetzte Seite des Körpers (Med.)
Translpulter [...'pju:tn] der; -s, - (Kurzw. aus engl. trans
mitter (vgl. Transmitter) u. ÎComputer); leistungsfähiger
Mikrocomputer mit vielen Prozessoren, der bes. für eine
kommunikationsorientierte Parallelverarbeitung von Da
ten eingesetzt wird (EDV)
Translralpid® der; -[s] (Kunstw. zu ttrans... u. trapid):
Magnetschwebebahn; Schnellbahn, bei der die räderlosen
Wagen mithilfe von Magnetfeldern an eisernen Schienen
schwebend entlanggeführt werden
1369
(zu Îtrans... u. trektal): vom Rektum aus,
durch das Rektum hindurch (Med.)
Translselxulallislmus der; - (zu îtrans..., Îsexual u. t...ismus (3)>: psychische Identifizierung eines Menschen mit
dem Geschlecht, das seinem eigenen körperlichen Ge
schlecht entgegengesetzt ist, verbunden mit dem Wunsch
nach Geschlechtsumwandlung. Trans|se|xu|alli|tät die;
svw. Transsexualismus, translselxulell: den Transse
xualismus betreffend.Trans|se|xulel|le der u. die; -n, -n:
zum Transsexualismus neigende Person
translsolnisch (zu Îtrans... u. lat. sonus „Ton, Klang,
Schall“): oberhalb der Schallgeschwindigkeit gelegen
translsubljekltiv (zu ttrans... u. 1 subjektiv): jenseits, au
ßerhalb des Subjektiven liegend (Philos.). Translsubjek|ti|vi|tät [...v...] die; -: in Überwindung der Subjekti
vität auf ein vernünftiges gemeinsames Handeln abzielen
des Verhalten (Philos.)
Trans|sub|stan|ti|a|ti|on* eZz'e; -, -en (aus mlat. transsubstantiatio „Wesensverwandlung" zu Îtrans... u. lat. sub
stantia; vgl. Substanz): durch die îKonsekration (2) im
Messopfer (Wandlung) sich vollziehende Verwandlung der
Substanz von Brot u. Wein in Leib u. Blut Christi (kath.
Kirche); vgl. Konsubstantiation
Transisu dat das; -[e]s, -e (zu Î trans..., lat. sudatus, Part.
Perf. von sudare „(aus)schwitzen“; vgl. ...at (l)): die bei
der Transsudation abgesonderte Flüssigkeit (Med.).
Translsuldaltilon die; -, -en: nicht entzündliche Abson
derung u. Ansammlung von Flüssigkeit in Gewebslücken
od. Körperhöhlen (Med.), translsuldielren (zu t..de
ren): ausschwitzen (Med.)
Translsulmielrung die; -, -en (zu îtrans..., lat. sumere
„nehmen, verwenden“ u. î...ierung): ÎInsertion (3) einer
Urkunde (Rechtsw.). Translsumpt das; -s, -e (zu lat.
sumptus, Part. Perf. von sumere „nehmen“): Beglaubi
gung bzw. Bestätigung einer Urkunde durch den Ausstel
ler od. seinen Rechtsnachfolger in der Form der (wörtli
chen) Wiederholung ihres Inhalts in einer neuen, selbst
ständigen Urkunde (Rechtsw.)
trans|tho|ra|kal (zu îtrans... u. îthorakal): durch den
Brustkorb hindurch (Med.)
Tra nsluran das; -s, -e (meist Plur.) (zu îtrans... u. tUran):
künstliches radioaktives ehern. Element mit höherer Ord
nungszahl als das Uran, transluralnisch: im periodi
schen System der ehern. Elemente hinter dem Uran ste
hend
translurelthral* (zu îtrans... u. îurethral): durch die
Harnröhre hindurch erfolgend (z. B. von der Entfernung
eines Steins; Med.)
Translvaallit [...va:..., auch ...'lit] der; -s, -e (nach der südafrik. Provinz Transvaal u. zu î2...it): ein kobalthaltiges
Mineral
translvalgilnal [,..v...] (zu îtrans... u. Tvaginal): durch die
Scheide hindurch erfolgend (z. B. von der Entfernung der
Gebärmutter; Med.)
trans Ivejnös [...v...] (zu îtrans... u. Î venös): durch eine Ve
ne hindurch erfolgend (z.B. von einem Katheter, der ins
Herz eingeführt wird; Med.)
translverlsal [,..v...] (aus gleichbed. mlat. transversalis zu
lat. transversus „quer liegend“, eigtl. Part. Perf. von trans
vertere „hinüberwenden“): quer laufend, senkrecht zur
Ausbreitungsrichtung stehend, schräg. Translverlsalle
<Äe; -, -n (zu t...ale>: Gerade, die eine Figur (Dreieck od.
Vieleck) schneidet (Math.). Trans|ver|sal|wel|len die
(Plur.): Querschwingungen, die senkrecht zur Fortpflan
zungsrichtung der Wellen verlaufen (z. B. Rundfunkwel
len, Licht), translverlsus (/ɑ/,): quer verlaufend (in Be
zug auf die Längsachse des Körpers; Anat.)
Translverlter [...v...] der; -s, - (Kurzw. aus Î Transistor
u. Î Konverter): Gleichspannungswandler, elektron.
translrekital
Trapp
Schaltung zur
(Elektrot.)
Umformung
von
Gleichspannungen
[...v...] (zu îtrans..., lat. vestire „(sich)
kleiden“ (zu vestis „Kleid“) u. Î ...ieren): mittels Kleidung,
Schminke u. Gestik die Rolle des anderen Geschlechts an
nehmen wollen (Psychol., Med.). Trans|ves|tis|mus u.
Transvestitismus der; - (zu Î ...ismus (3)): Bedürfnis, z. B.
mittels Kleidung, Schminke u. Gestik, die Rolle des ande
ren Geschlechts anzunehmen. (Psychol., Med.). Transvesltit der; -en, -en (zu lat. vestitus, Part. Perf. von vesti
re, vgl. transvestieren): Mann, der sich zum Lustgewinn
wie eine Frau kleidet, frisiert u. schminkt (Psychol.,
Med.), translvesltiltisch: den Transvestismus betref
fend, in der Art eines Transvestiten. Translvesltiltismus vgl. Transvestismus
trans|zen|dent* (aus lat. transcendens, Gen. transcen
dentis, Part. Präs, von transcendere, vgl. transzendie
ren): 1. die Grenzen der Erfahrung u. der sinnlich er
kennbaren Welt überschreitend; übersinnlich, übernatür
lich (Philos.); Ggs. Îimmanent (2). 2. nicht algebraisch;
über das Algebraische hinausgehend; transzendente
Funktion: eine Funktion, die keine algebraische Funktion
ist (z.B. die ÎExponentialfunktion u. die Îtrigonometri
schen Funktionen; Math.). trans{zen|den|tal (aus
mlat. transcendentalis „übersinnlich“ zu lat. transcende
re, vgl. transzendieren): 1. svw. transzendent (1); trans
zendentale Meditation: eine Form der Meditation, die
durch Überschreiten der eigenen Bewusstseinsgrenzen
den Weg zur Erkenntnis zu gewinnen sucht. 2. die î a
priori mögliche Erkenntnisart von Gegenständen betref
fend (nach Kant; Philos.). Trans|zen|den|ta|lilen
[...ion] die (Plur.) (aus gleichbed. mlat. transcendentalia,
Neutr. Piur. von transcendentalis, vgl. transzendental):
die 6 Grundbestimmungen des über jeder Gattung lie
genden Seienden (Scholastik). Translzenldenltallismus der: - (zu Îtranszendental u. Î...ismus (1)): System
der Transzendentalphilosophie Kants. Translzenldentallist der; -en, -en (zu T ...ist): Anhänger des Transzen
dentalismus. Trans|zen|den|tal|phi|lolsolphie rZze; -:
(nach Kant) erkenntniskritische Wissenschaft von den
transzendentalen (2) Bedingungen. Translzenldenz die;
- (aus spätlat. transcendentia „das Überschreiten“): a)
das jenseits der Erfahrung, des Gegenständlichen Lie
gende; Jenseits; b) das Überschreiten der Grenzen der
Erfahrung, des Bewusstseins, des Diesseits (Philos.).
trans|zen|die|ren (aus lat. transcendere „hinüberge
hen“): a) über einen Bereich hinaus in einen anderen
[hin]übergehen; b) die menschlichen Grenzen [der Er
kenntnis] überschreiten (Philos.)
Trap der; -s, -s (aus engl. trap „Klappe, Falle“): 1. (ohne
Plur.) Kurzform von ÎTrapschießen. 2. [træp] Anzeige der
Unterbrechung einer Programmabarbeitung, bes. auf
grund eines Programmierfehlers (EDV)
Tralpa die; - (aus nlat. trapa, Herkunft ungeklärt): Wasser
nuss (einjährige Wasserpflanze)
Tralpez das; -es, -e (über spätlat. trapezium aus gleichbed.
gr. trapézion, eigtl. „Tischchen“, Verkleinerungsform von
trápeza „Tisch“): 1. Viereck mit zwei parallelen, aber un
gleich langen Seiten (Math.). 2. an Seilen hängendes
Schaukelreck, bes. für artistische Darbietungen.Tralpezakt der; -[e]s, -e: am Trapez (2) ausgeführte Zirkusnum
mer. Tralpelzoleder das; -s, - (zu îTrapez u. gr. hédra
„Fläche, Basis“): Körper, der von gleichschenkeligen Tra
pezen begrenzt wird (Math.). Tralpelzolid das; -[e]s, -e
(zu gr. trapezoeidês „trapezförmig“, eigtl. „in Gestalt ei
nes Tisches“): Viereck ohne zueinander parallele Seiten
(Math.)
Tralpiler [trapje:] vgl. Drapier
Trapp der; -[e]s, -e (aus gleichbed. schwed. trapp zu trappa
trans|ves|tie|ren
Trapper
„Treppe“) : großflächig in mehreren treppenartig verscho
benen Lagen übereinanderliegender Basalt (Geol.)
Trapiper der; -s, - <aus gleichbed. engl. trapper, eigtl. „Fal
lensteller“ zu trap, vgl. Trap): Pelztierjäger in Nordameri
ka
Traplpist der; -en, -en (aus gleichbed. fr. trappiste, nach der
Abtei La Trappe in der Normandie): Angehöriger des
1664 gegründeten Ordens der reformierten Zisterzienser
(mit Schweigegelübde); Abk.: O.C.R.; OCR; O.C.S.O.;
OCSO. Traplpisltin die; -, -nen: Angehörige des weibli
chen Zweigs (seit 1689) der ÎTrappisten
’Traps der; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. trap, Plur. traps,
eigtl. „Klappe, Falle“, Herkunft ungeklärt): [Schraube
am] Geruchsverschluss eines Waschbeckens, Ausgusses
o.Ä. 2Traps [auch træps]: Plur. von (Trap. Traplschießen [ trap...] das; -s (zu engl. trap „Wurfmaschine“, eigtl.
„Klappe, Falle“): Wettbewerb des Wurftauben-, Tontau
benschießens, bei dem die Schützen vor den Wurfmaschi
nen zwei Schüsse auf jede Taube abgeben dürfen (Sport);
vgl. Skeetschießen
tralsci|nan|do [traʃi...] (z7.; Gerundium von trascinare
„schleppen“): schleppend, zögernd (Vortragsanweisung;
Mus.). Tralscilnanido das; -s, Plur. -s u. ...di: schleppen
des, zögerndes Spiel (Mus.)
Trash [træʃ] der; -s (aus gleichbed. engl. trash, Herkunft un
geklärt): Schund, Ramsch o.Ä. Trashikulltur ['træʃ...]
die; -: Hang zum Billigen, Schrillen, Geschmacklosen
u.Ä., der in Kleidung, Ernährung, äußerer Erscheinung u.
Sprache zum Ausdruck kommt
Traslsant der; -en, -en (aus gleichbed. it. trassente zu trarre, vgl. Tratte): Aussteller eines gezogenen Wechsels
(Wirtsch.). Traslsat der; -en, -en (aus gleichbed. it. trassato zu tratta, vgl. Tratte): zur Bezahlung eines Wechsels
Verpflichteter (Wirtsch.). Traslsee das; -s, -s (aus gleich
bed. fr. tracé zu tracer, vgl. ’trassieren): (Schweiz.) I. Tras
se (im Gelände abgesteckte Linie für neue Verkehrswege).
2. Bahnkörper, Bahn-, Straßendamm, ’traslsielren (aus
fr. tracer „vorzeichnen, entwerfen“, dies über das Vulgärlat. zu lat. tractus, Part. Perf. von trahere „ziehen“): eine
Trasse zeichnen, berechnen, im Gelände abstecken.
2traslsielren (zu it. trassi (vgl. Trassant) u. !.. deren): 1.
einen Wechsel aufjmdn. ziehen oder ausstellen (Wirtsch.).
2. mit Fäden in der Farbe der Stickerei vorspannen (Go
belinstickerei). Traslsollolge der; -en, -en (zu Trasse (aus
fr. trace „Spur“) u. t,,,loge): Fachmann auf dem Gebiet
der Trassologie. Traslsollolgie die; - (zu Î ...logie): krimi
nalistische Spurenkunde, traslsollolgisch (zu t...lo
gisch): spurenkundlich, die Trassologie betreffend, trätalbel (aus gleichbed. fr. traitable zu traiter, vgl. trätieren): (veraltet) leicht zu behandeln, fügsam, umgänglich,
nachgebend. Traiteur [... tom] der; -s, -e (aus gleichbed. fr.
traiteur): (veraltet) Gastwirt, trältielren (aus gleichbed.
fr. traiter, dies aus lat. tractare): behandeln; vgl. malträ
tieren. Tratlte rfze; -, -n (aus gleichbed. it. tratta, eigtl. „die
Gezogene“, Part. Perf. von trarre „ziehen“, dies aus lat.
trahere): gezogener Wechsel (Wirtsch.). Tratltolria die;-,
..den (aus gleichbed. it. trattoria zu trattore „Gastwirt“,
dies zu trattare „verpflegen, beköstigen“ aus lat. tractare,
vgl. traktieren): einfaches Speiselokal [in Italien]
Traullislmus der: - (zu gr. traulós „stammelnd, stotternd“
u. Î...ismus (3)): Sprachstörung mit Stammeln, bes. mit
schnarrender Aussprache der Konsonanten ru.k (Med.)
Traulma das; -s, Plur. ...men u. -ta (aus gr. trauma, Gen.
traümatos „Wunde“): 1. seelischer Schock, starke seeli
sche Erschütterung, die einen Komplex (4) bewirken kann
(Psychol., Med.). 2. Wunde, Verletzung durch äußere Ge
walteinwirkung (Med.), traulmat..., Traulmat... vgl.
traumato..., Traumato... Traulmalta: Plur. von ÎTrauma.
Trau matin das; -s (zu t...in (1)): aus verwundeten
1370
Pflanzenteilen isolierter Stoff, der verstärkte Zellteilung
hervorruft, traulmaltisch (über spätlat. traumaticus aus
gr. traumatikös „zur Wunde gehörend“): 1. das Trauma
(1) betreffend, darauf beruhend, dadurch entstanden
(Psychol., Med.); Ggs. Îidiopathisch. 2. durch Gewaltein
wirkung verletzt (Med.). Traulmaltilzin das; -s (Kunstw.
zuspätlat. traumaticum „Wundarznei“u. t...in (1)): Gut
taperchalösung (zum Verschließen kleiner Wunden;
Med.), traulmalto..., Traulmalto..., vor Vokalen meist
traumat..., Traumat... (zu gr. trauma, Gen. traümatos, vgl.
Trauma): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Wun
de, Verletzung; Wundbehandlung“, z.B. Traumatologie;
Traumatin. Trau|ma|tolcho|ris|mus [,..k...] der; -,
...men: Abstoßung von bestimmten Organen als Folge ei
ner Verwundung (Bot.). Traulmaltoldilnslse die; -, -n:
bei der Verletzung einer Pflanzenzelle ausgelöste bzw. sich
beschleunigende Plasmaströmung (BioL). Traulmaltololge der; -n, -n (zu t...loge): Arzt mit Spezialkenntnissen
auf dem Gebiet der Wundbehandlung. Traulmaltoüogie die; - (zu Î...logie): Wissenschaft u. Lehre von der
Wundbehandlung u. -Versorgung; Unfallmedizin. Trau
ma Itolnasltie die; -, ...ien: Auslösung von ungerichteten
Bewegungen durch eine Verletzung (Bot.). Traulmaltopnoe* die; - (zu gr. pnoe „Atem“): traumatisch bedingte
Atemstörung mit teilweiser (Asphyxie (bei Brustkorbver
letzungen mit Öffnung des Pleuraraumes; Med.). Traumaltoltalxis z/ze; -, ...xen (zu t2Taxis): aktive, gerichtete
Bewegung als Folge einer Verletzung (Bot.). Traulmaltotropismus* der; -, ...men: gerichtete Wachstumsbewe
gunginfolge einer Verletzung (Bot.). Traulmen: Plur. von
tTrauma
Trau|to|ni|um® das; -s, ...ien [...ion] (unter Anlehnung an
Î Harmonium nach dem Erfinder F. Trautwein (1889 bis
1956)): elektroakustisches Musikinstrument mit Laut
sprechern u. kleinem Spieltisch, auf dem anstelle der Kla
viatur Drähte gespannt sind, die durch Schließung eines
Stromkreises Töne, Zwischen- u. Obertöne anderer In
strumente hervorbringen können
Tralvée [...ve:] die; -, -n [... ve:ən] (aus gleichbed. fr. travée,
dies aus lat. trab(e)s „Balken“): Joch, Gewölbeeinheit
(z. B. der Teil zwischen zwei Gurtbögen; Archit.)
Tra|vel|ler [ trEvoln] der; -s, -[s] (aus engl. traveller zu to tra
vel „sich bewegen“): 1. (Plur. -s) Reisender. 2. (Seemannsspr.) auf einem Stahlbügel od. einer Schiene gleiten
de Vorrichtung, durch die bes. die Schot des Großsegels
gezogen wird. Tra|vel|ler|scheck der; -s, -s (nach engl.
traveller’s cheque): Reisescheck
tralvers [...vers] (zu/r. en travers „quer“, dies aus lat.
transversus „quer liegend, schief1): quer gestreift (Mode)..
Tralvers [,,,'vɛ:n] der; - [,,,'vɛ:n(s)]: Seitengang des Pfer
des, das in die Richtung der Bewegung gestellt ist u. so weit
um den inneren Reiterschenkel gebogen ist, dass die Vor
hand auf dem Hufschlag geht u. die Hinterhand einen hal
ben Schritt vom Hufschlag des äußeren Vorderbeins ent
fernt ist (Dressurreiten); vgl. Renvers. Tra|ver|sa|le
[...ver...] i/ze; -, -n (zu fr. traversale, Fern, von traversal
„quer durchlaufend“): Schrägverschiebung des Pferdes
auf zwei Hufschlägen, bei der das Pferd so in eine Längsbiegung gestellt ist, dass es sich fast parallel zur Viereck
seite (der Reitbahn) seitlich verschiebt (Dressurreiten).
Tralveijse die; -, -n (aus /r. traverse „Querbalken“ zu lat.
transversus, vgl. travers): 1. Querbalken, -träger (Archit.,
Techn.). 2. Querverbinder zweier fester od. parallel beweg
licher Maschinenteile (Techn.). 3. zu einem Leitwerk senk
recht zur Strömung in den Fluss gezogener Querbau, der
die Verlandung der Zwischenflächen beschleunigt (Was
serbau). 4. (veraltet) Schulterwehr (Mil.). 5. seitliche Aus
weichbewegung (Fechten). 6. Querungsstelle an Hängen
od. Wänden, Quergang (Bergsteigen). Tralverslflölte
1371
die;-, -n: [Holz]querflöte.tra|ver|sie|ren (aus/r. traver
ser „durchqueren“, dies über das Vulgärlat. aus spätlat.
transvertere „umwenden“>: 1. (veraltet) a) quer durchge
hen; b) durchkreuzen, hindern. 2. eine Reitbahn in der
Diagonale durchreiten (Dressurreiten). 3. durch Seit
wärtstreten dem Hieb od. Stoß des Gegners ausweichen
(Fechten). 4. horizontal an einem Abhang entlanggehen
od. -klettern (Bergsteigen)
Tralverltin [,..v...J ¿tar; -s, -e (aus gleichbed. it. travertino,
älter it. tiburtino, dies aus lat. lapis Tiburtinus „Stein aus
Tibur (heute Tivoli bei Rom)“): leicht zu bearbeitender,
mineralischer Kalkabsatz bei Quellen u. Bächen
Tralvesltie [...v...] die; -, ...ien (aus gleichbed. engl. traves
ty, eigtl. „Umkleidung“, dies zu fr. travesti „verkleidet“,
eigtl. Part. Perf. von (se) travestir, vgl. travestieren): 1. ko
misch-satirische Umbildung ernster Dichtung, wobei der
Inhalt in unpassender, lächerlicher Form dargeboten
wird; vgl. Parodie (1). 2. (ohne Plur.) Gesamtheit dessen,
was mit der Travestieshow, der weiblichen Kostümierung
von Männern, zusammenhängt, tralvesltielren (aus
gleichbed. fr. (se) travestir, eigtl. „(sich) verkleiden“, dies
aus /7. travestiré (zu ttrans... u. lat. vestire „bekleiden“)):
1. in Form einer Travestie darbieten. 2. ins Lächerliche zie
hen. Tra|ves|tie|show [,,,ʃou] die; -, -s: Darbietung, bei
der überwiegend Männer in Frauenkleidung auftreten u.
meist weibliche Stars imitieren
Tralvois [,.,'voa] das; - [...'voa(s)], - [,.,'voas] (aus gleichbed.
frankokanad. travois, dies aus dem Indian.): Transport
mittel der nordamerik. Indianer aus zwei an ein Pferd od.
einen Hund gebundenen Stangen
Trawl [trɔ:l] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. trawl): Grund
schleppnetz, das von Fischereifahrzeugen verwendet wird.
Trawller ['trɔ:lə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. trawler):
mit dem Grundschleppnetz arbeitendes Fang- u. Verarbei
tungsschiff
Trax der; -es, -e (Kurzw. zu amerik. Traxcavator®, dies aus
Trax (Name des Erfinders) u. engl. excavator „Bagger“,
eigtl. „Ausgräber“): (Schweiz.) Bagger, Schaufellader
Trealsulry ['trɛʒərɪ] das; -s (aus engl. treasury „Schatzkam
mer“ zu treasure „Schatz“, dies aus (alt)fr. trésor, vgl. Tre
sor): das brit. Finanzministerium
Treatment ['tri:tmənt] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
treatment, eigtl. „Behandlung“, zu to treat „behandeln“):
erste schriftliche Fixierung des Handlungsablaufs, der
Schauplätze u. der Charaktere der Personen eines Films
als eine Art Vorstufe des Drehbuchs (Film, Fernsehen)
Trelble [trebl] das; -s, -s (aus engl. treble „Diskant, hoher
Ton“): Klangfarbregler im Hochtonbereich (in elektroakustischen Geräten; Techn.)
Trelcenltist [tretʃɛn...] der; -en, -en (aus gleichbed. it. trecentista zu trecento, vgl. Trecento): Künstler des Trecen
tos. Trelcenlto das; -[s] (aus gleichbed. it. trecento, eigtl.
„dreihundert“, kurz für 1300 (= 14. Jh.), dies zu lat. tres
„drei“ u. centum „hundert“): ital. Kunststil des 14. Jh.s
Trelcking vgl. Trekking
Treldelzime die; -, -n (aus mlat. tredécima (vox) „dreizehn
ter (Ton)“): a) dreizehnter Ton einer Îdiatonischen Ton
leiter vom Grundton an; b) tIntervall (2) im Abstand von
13 Î diatonischen Tonstufen (Mus.)
treilfe (aus gleichbed. jidd. trejf, dies aus hebr. taref): un
rein, verboten (von Speisen); Ggs. fkoscher
Treillle ['trɛ:jə, fr. trɛj] die; -, -n [...jan] (aus (alt)fr. treille
„Weingeländer, -laube“, dies aus spätlat. trichila „(Sommer)ɪaube aus Stängeln od. Blattwerk“): Gitterwerk,
[Treppengeländer; vgl. Traille, Tralje
Treklking, auchTrelcking ¿tas; -s, -s (aus engl. trekking
„das Wandern, Trekken“ zu to trek „eine (mühsame) Rei
se machen“, dies aus afrikaans trekken (aus dem Niederl,)): 1. [von einem Reiseunternehmen organisierte]
Trendscout
mehrtägige Wanderung in einer kleineren Gruppe mit
Führer durch oft unwegsames Gebiet im Hochgebirge. 2.
das Radfahren im Gelände [mit einem Trekkingrad].
Treklkinglbike [...baik], auchTrelckinglbike, das; -s,
-s: Tourenrad, das bes. für längere Touren mit Gepäck ge
eignet ist (mit einer dem Î Mountainbike ähnlichen Gang
schaltung)
Trellon ® das; -s (Kunstw.; vgl. 3...on): sehr widerstandsfä
hige Kunstfaser
Trelma das; -s, Plur. -s u. -ta (ausgr. tréma, Gen. trëmatos
„die Punkte, Löcher des Würfels“, eigtl. „Öffnung,
Durchbohrtes“): 1. tdiakritisches Zeichen in Form von
zwei Punkten über einem von zwei getrennt auszuspre
chenden Vokalen (z. B. franz, naif); vgl. Diärese (1). 2. Lü
cke zwischen den mittleren Schneidezähnen (Med.)
Trelmaldoc [trɪ'mædək] u. Trelmaldolcilum [trema'do:tsiʊm] ¿tas; -s (nach der Ortschaft Tremadoc in Wales
(u. zu î...ium)>: unterste Stufe des ÎOrdoviziums (Geol.)
Trelmalta: Plur. von tTrema. Trelmaltolde die; -, -n
(meist Plur.) (zu tTrema u. t2...ode): Saugwurm, zu den
Plattwürmern gehörender Parasit, der sich mit Saugnäp
fen u. Hafthaken am Wirt festheftet (Zool.)
tremlblielren* [trä'bli:...] (aus/r. trembler „zittern“, dies
aus vulgärlat. tremulare, vgl. tremolieren): eine gewellte
Linie gravieren, wobei der Gravurstichel abwechselnd zur
einen u. zur anderen Seite gekantet wird. Trelmolgraf
[tre...], auch...graph der; -en, -en (zuÎTremoru. Î...graf):
Instrument zur Messung der Zitterbewegungen (z.B. bei
Aufregung, Angst; Med., Psychol.). tre|mo|lan|do {it.;
Gerundium zu tremolare, vgl, tremolieren): zitternd, be
bend, mit Tremolo (1) auszuführen; Abk.: trem. (Vor
tragsanweisung; Mus.). Trelmolli: Plur. von ÎTremolo.
trelmollielren u. tremulieren (aus gleichbed. it. tremola
re, eigtl. „zittern, beben“, dies aus vulgärlat. tremulare zu
lat. tremulus, vgl. Tremolo): 1. mit einem Tremolo (1) aus
führen, vortragen, spielen (Mus.). 2. mit einem Tremolo
(2) singen (Mus.)
Trelmollit [auch ...'lit] der; -s, -e (nach dem Val Tremola in
der Südschweiz u. zu t2...it): ein weißes, graues od. grünes,
glasglänzendes Mineral
Trelmollo das; -s, Plur. -s u. ...li (aus gleichbed. it. tremolo,
dies zu lat. tremulus „zitternd“ (zu tremere „zittern, be
ben“)): 1. bei Tasten-, Streich- od. Blasinstrumenten in
verschiedener Weise erzeugte Bebung; rasche, in kurzen
Abständen erfolgende Wiederholung eines Tones od. In
tervalls (Mus.). 2. [fehlerhafte] bebende Tonführung beim
Gesang (Mus.). Trelmor der; -s, ...ores [,,,re:s] (aus lat.
tremor „das Zittern“): Muskelzittern, rhythmische Zu
ckungen einzelner Körperteile (z.B. der Lippen; Med.).
Trelmullant der; -en, -en (zu vulgärlat. tremulans, Gen.
tremulantis, Part. Präs, von *tremulare, vgl. tremolieren):
Vorrichtung an der Orgel, die den Ton einzelner Register
zu einem vibratoähnlichen Schwanken der Lautstärke
bringt. tre|mu|lie|ren vgl. tremolieren
Trenchlcoat ['trɛntʃkoʊt] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl.
trench coat, eigtl. „Schützengrabenmantel“, zu trench
„(Schützen)graben“ u. coat „Mantel“): zweireihiger [Regen]mantel mit Schulterklappen u. Gürtel
Trend der; -s, -s (aus gleichbed. engl. trend zu to trend „in
einer bestimmten Richtung verlaufen“): Grundrichtung
einer [statistisch erfassbaren] Entwicklung, [wirtschaftli
che] Entwicklungstendenz.Trendlanallylse die: -, -n: re
präsentative Umfrage, die in regelmäßigen Abständen
durchgeführt wird, um innerhalb bestimmter Bevölke
rungsschichten Trends hinsichtlich ihrer Verhaltenswei
sen, Kenntnisse u. Interessen festzustellen. Trendlmeldung die; -, -en: [durch Funk u. Fernsehen verbreitete]
Meldung, die einen Trend bes. bei gerade abgeschlossenen
Wahlen anzeigt Trendlscout [,,,skaʊt] der; -s, -s: jmd.,
1372
Trendsetter
der Trends nachspürt. Trendlsetlteráer; -s, - (aus gleich
bed. engl. trendsetter, zu setter ,,jmd,, der Akzente setzt;
Anstifter“, dies zu to set „setzen, stellen“): a) jmd., der
(weil man ihn als maßgebend ansieht o.Ä.) etwas Be
stimmtes in Mode bringt, der einen Trend auslöst; b) Pro
dukt, das auf dem Markt einen Trend auslöst. Trendlsettelrin die; -, -nen: weibliche Form zu TTrendsetter (a).
trenldy [...di] (aus gleichbed. engl. trendy): (Jargon) mo
disch; dem vorherrschenden Trend entsprechend
Trente-et-qua|rante [trateka'ra:t] das; - (aus gleichbed.
fr. trente-et-quarante, eigtl. „dreißig und vierzig“): ein
Kartenglücksspiel. Trente-et-un [trâte'œ:] ¿Zas; - (zu fr.
trente-et-un „einunddreißig“): ein Kartenglücksspiel
Trelpak der; -s, -s (aus russ. trepak „Bauerntanz, bei dem
mit den Füßen gestampft u. gestrampelt wird“ zu trepat’
„stampfen“): ukrainischer schneller Männertanz im
3/4-Takt, für den die in der Hocke ausgeführten Schritte u.
Spagatsprünge typisch sind
Trelpanr/er; -s, -e (aus gleichbed. fr. trépan, dies über mlat.
trepanum aus gr. trÿpanon „Drillbohrer“ zu trypän
„(durch)bohren“): Bohrgerät zur Durchbohrung der knö
chernen Schädeldecke (Med.). Tre|pa|nalti|on die; -, -en
(zu t...ation): operative Schädelöffnung mit dem Trepan
(Med.)
Trelpang der; -s, Plur. -e u. -s (über engl. trepang aus gleich
bed. malai. teripang): getrocknete Seegurke (chines. Nah
rungsmittel)
trelpalnielren (nach gleichbed./r. trépaner zu trépan, vgl.
Trepan): den Schädel mit dem TTrepan aufbohren (Med.)
Treiphilne ¿fe, -, -n (aus gleichbed. engl. trephine, wohl zu
lat. tres fines „drei Enden“): kleine Ringsäge zur Entnah
me kleiner Gewebsteilchen (z.B. aus Knochen od. der
Hornhaut des Auges; Med.)
Trelphon der; -s, -e (meist Plur.) (zu gr. tréphein „ernäh
ren“ u. Î 2...on) : von den weißen Blutkörperchen gebildeter
Wachstumsstoff für das Gewebe
Treslca [...ka] die; -, -s (zu it. trescare „spielend umherhüp
fen“) : mittelalterlicher Tanz, ein vermutlich von mehreren
Paaren ausgeführter Reigen, der gesprungen u. mit großen
Armbewegungen getanzt wurde
Tre!sor(Zer;-s, -e (aus gleichbed./r. trésor, dies aus lat. the
saurus „Schatz(kammer)“, vgl. Thesaurus): Panzer
schrank, Stahlkammer [einer Bank] zur Aufbewahrung
von Wertgegenständen
treslsielren (aus gleichbed. fr. tresser zu tresse „Haar
flechte“): kurze Haare mit Fäden aneinander knüpfen
(Perückenmacherei)
très vite [trɛvit] (/r,): sehr schnell (Vortragsanweisung;
Mus.)
Treylga Deirfe;--(ausgleichbed. mlat. treugaDeizu treuga „(Land)frieden“ u. lat. deus, Gen. dei „Gott“): im Mit
telalter das Verbot einer Fehde an bestimmten Tagen (des
sen Übertretung Exkommunikation u. Vermögensentzug
zur Folge haben konnte)
Trelvilra® [...v...] das; - (Kunstw.): aus synthetischer Faser
hergestelltes Gewebe; vgl. Diolen
Trelvolrit [...v..., auch ... rit] der; -s, -e (nach dem engl.
Bergbauinspektor T. G. Trevor u. zu T2...it): zu den Ferrit
spinellen gehörendes Mineral
Tridas; - (Kurzw. aus Trzchloräthylen): (Jargon) als Rausch
mittel zum Schnüffeln verwendetes Trichloräthylen
tri.... Tri... (aus gleichbed. lat. tri- (zu tres, tria „drei“) bzw.
gr. tri- (zu treis, tría „drei“)): Wortbildungselement mit
der Bedeutung „drei, dreiteilig“, z.B. triangulär, Trilogie
Tril ac ['tri:ak] der; -s, -s (Kurzw. aus engl. trioɑe alternating
current switch „Drei-Elektroden-Wechselstromschalter“>: Halbleitergleichrichter, der im Gegensatz zum
ÎThyristor in beiden Richtungen einen Stromdurchlass er
möglicht
die; -, -n (aus gleichbed. spätlat. trias, Gen. tria
dos, dies aus gr. triás zu tría, Neutr. von treîs „drei“): 1.
Gruppe von drei Göttern (z. B. Vater, Mutter, Sohn; Rel.).
2. die Dreiheit aus TStrophe (1), îAntistrophe u. ÎEpode
(2) als Kompositionsform bes. in der altgriech. Tragödie.
3. ursprünglich gebildete Gruppe aus drei ehern, verwand
ten Grundstoffen bei den Versuchen der Aufstellung eines
natürlichen Systems der Elemente. 2Tri|a|de die; -, -n
(meist Plur.) (nach engl. triad, kurz für Triad Society,
Lehnübersetzung der chin. Bez. mit der Bed. „Gesell
schaft der dreifachen Einheit (von Himmel, Erde u.
Mensch)“): von Chinesen im Ausland getragene kriminel
le Geheimorganisation. Trilalden: Plur. von /Triade,
/Triade u. tTrias. triadisch: die l2Triade bzw. Trias
(2,3) betreffend
Trilalge [tria:ʒə] die; -, -n (aus gleichbed./r. triage, eigtl.
„das Auslesen“, zu trier, vgl. Trieur): 1. Ausschuss (bei
Kaffeebohnen). 2. das Einteilen der Verletzten (bei einem
Katastrophenfall) nach der Schwere ihrer Verletzungen
(Med.)
Tri|a|kis|dolde|kaleder das; -s, - (zugr. triäkis „dreimal“
u. tDodekaeder): Körper, der von 36 Flächen begrenzt
wird (Math.). Tri|a|kis|ok|talederdas; -s, -: Pyramiden
oktaeder (Körper aus 24 Flächen mit einer aufgesetzten
Pyramideje Oktaederfläche). Trila|kislte|traleder*dos;
-s, -: Kristallform, bei der zwölf gleichschenklige Dreiecke
flache, dreiseitige Pyramiden über den Flächen eines Tet
raeders bilden
’Trilal der; -s, -e (zu T tri... u. Î ‘...al (2), Analogiebildung zu
Î Dual) : Numerus, der eine Dreizahl ausdrückt (Sprachw.)
2Tri|al ['traɪəl] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. trial, eigtl.
„Probe, Versuch“): fahrtechnische Geschicklichkeitsprü
fung für Motorradfahrer. Trilal-and-Er|ror-Me|tholde
['traɪələnd'ɛrə...] die; - (zu engl. trial and error, eigtl. „Ver
such und Irrtum“): Lernverfahren, das davon ausgeht,
dass Fehler zum Lernprozess gehören; Methode, den bes
ten Weg zur Lösung eines Problems zu finden, indem ver
schiedene Möglichkeiten ausprobiert werden, um Feh
lerquellen] zu finden u. zu beseitigen
Tri|a|lis|musder; - (zu Î 'Trial u. t ...ismus (1), Analogiebil
dung zu îDualismus): 1. die früheren Bestrebungen in Ös
terreich, die habsburgische Monarchie nicht mehr in Ös
terreich u. Ungarn (Dualismus), sondern in drei Teile (die
südslawischen Gebiete als selbstständiges Reichsgebiet)
zu gliedern. 2. philos. Lehre, nach der in der Welt das
Dreiteilungsprinzip vorherrscht (z.B. Leib-Seele-Geist
od. These-Antithese-Synthese bei Hegel). Trilaliist der;
-en, -en (zu T...ist>: Anhänger des Trialismus. trilallistisch (zu /..istisch): 1. den Trialismus betreffend. 2. mit
drei Nebenlösungen [in einem Abspiel] behaftet (Kunst
schach)
Tri|an|gel der, auch das; -s, - (aus /a/, triangulum „Drei
eck“, vgl. Triangulum): 1. Schlaginstrument in Form eines
dreieckig gebogenen Stahlstabes, der, frei hängend u. mit
einem Metallstäbchen angeschlagen, einen hellen, in der
Tonhöhe nicht bestimmbaren Ton angibt. 2. (ugs.) Winkel
riss in Kleidungsstücken. Tri|an|gu|la: Plur. von Trian
gulum. trilanlgullär (aus gleichbed. spätlat. triangularis;
vgl. ...är): dreieckig. Tri|an|gu|la|ti|on die; -, -en (zu
mlat. triangulare (vgl. triangulieren), u. t...ation>: 1. Fest
setzung eines Netzes von Dreiecken zur Landvermessung
(Geodäsie); vgl. ...ation/...ierung. 2. geometrisches Hilfs
mittel in Gestalt eines gleichseitigen Dreiecks zur Bestim
mung u. Konstruktion von Maßverhältnissen eines Bau
werks od. seiner Teile. 3. bestimmte Veredelungsart bei
Gehölzen. Tri|an|gu|la|ti|ons|punkt der; -[e]s, -e:
durch Triangulation (1) bestimmter u. im Gelände durch
besondere Marken gekennzeichneter Punkt; Abk.: TP
(Geodäsie). Tri|an|gu|la|tur die; - (zu mlat. triangulatus.
’Trilalde
1373
Part. Perf. von triangulare (vgl. triangulieren), u. t...ur):
Konstruktionsschema, bei dem gleichseitige od. spitz
winklige Dreiecke als Maßgrundlage u. Gliederungshilfsmittel dienen (bes. in der got. Baukunst), trilanlgullieren <aus mlat. triangulare „dreieckig machen“): mithilfe
der Triangulation (1,2) vermessen (Geodäsie). Tri Ian |gul(elrung die; -, -en (zu t...ierung>: 1. svw. Triangulation
(1); vgl. ...ation/...ierung. 2. Fähigkeit des Vaters, sich lie
bend mit der Mutter zu identifizieren, sodass das Kind in
die Lage gebracht wird, sich von einer allzu engen Bindung
an die Mutter zu lösen (Psychol.).Tri|an|gu|lum das; -s,
...la (aus gleichbed. lat. triangulum zu triangulus „drei
eckig“): Dreieck, dreieckige Fläche
Tril ar chie die; -, ...ien (ausgr. triarchia „Dreiherrschaft“):
svw. Triumvirat
TrilaIriler [...in] der; -s, - (meist Plur.) (aus gleichbed. lat.
triarius zu triarii (Plur.) „die Soldaten in der dritten Reihe
(erprobte Kämpfer, die einzugreifen hatten, wenn das ers
te und das zweite Glied begann, Schwäche zu zeigen)“):
altgedienter, schwer bewaffneter Soldat im alten Rom, der
in der dritten Schlachtreihe kämpfte. Trilas die; -, Tria
den (aus spätlat. trias „Dreiheit“, vgl. Triade; Bed. 1 nach
der Dreiteilung in untere, mittlere u. obere Trias) : 1. (ohne
Plur.) erdgeschichtliche Formation des Î Mesozoikums,
die Buntsandstein, Muschelkalk u. Keuper umfasst (Geol.). 2. Dreizahl, Dreiheit. 3. Gruppe von drei Sympto
men, die eine bestimmte Krankheit charakterisieren
(Med.). 4. svw. Triade (1). trilasisisch: die Trias (1) be
treffend
Trilathllet der; -en, -en (zu î tri... u. Î Athlet): jmd., der Tri
athlon betreibt. Trilathllon das; -s, -s (zu gr. äthlon
„Kampf*, Analogiebildung zu t Biathlon): 1. an einem Tag
zu absolvierender Mehrkampf aus Schwimmen, Radfah
ren u. Laufen. 2. Mehrkampf aus Skilanglauf, Schießen u.
Riesenslalom
Trilazjlne die (Plur.) (zu ttri... u. ÎAzine): sechsgliedrige
Verbindungen, die drei Stickstoffatome im Molekülring
enthalten (Chem.). Trilazolle die (Plur.): fünfgliedrige
Verbindungen, die drei Stickstoffatome im Molekülring
enthalten (Chem.)
Trilbalde die; -, -n (aus gleichbed. lat. tribas, Gen. tribadis,
dies aus gr. tribás zu tribein „reiben“): (veraltet) lesbische
Frau.Trilbaldie die; - u. Tri|ba|dis|mus der; - (zu t2...ie
bzw. t...ismus (3)>: (veraltet) lesbische Liebe
Tri|ba|lis|mus der; - (zu nlat. tribalis (dies zu lat. tribus,
vgl. Tribus) u. T...ismus (2)>: Stammesbewusstsein, -zugehörigkeitsgefühl (bes. in Afrika), trilballisltisch (zu
t ...istisch): (veraltet) den Tribalismus betreffend, zu ihm
gehörend, auf ihm beruhend
Trilbalsi|larlsy|nos|to|se* c/ze; -, -n (zu ttri..., Îbasilar u.
Î Synostose): vorzeitige Verknöcherung der drei Schädel
basisknochen (Med.)
trilbo..., Trilbo... (aus gr. tribö „das Reiben“ zu tribein
„reiben“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „mit
Reibung verbunden; Reibungs-“, z.B. Tribochemie, Tri
bometer. Trilbolchelmie [auch 'tri:...] iZz'e; Zweig der
physik. Chemie, der sich mit den chem. Veränderungen
von Festkörpern unter Einwirkung mechanischer Energie
(z.B. Reibung od. Stoß) befasst. Tri|bo|elek|trilzi|tät*
[auch tri:...] die; -: entgegengesetzte elektr. Aufladung
zweier verschiedener Î Isolatoren, wenn sie aneinander ge
rieben werden. Trilbolgallvalnik [...v..., auch 'tri:...] die;
-: Verfahren des Abscheidens metallischer Schichten aus
Metallsalzlösungen ohne äußere Stromquelle. Trilbollogie die; - (zu t...logie>: Wissenschaft von Reibung, Ver
schleiß u. Schmierung gegeneinander bewegter Körper.
tri|bo|lo|gisch (zu Î ...logisch): die Tribologie betreffend.
Trilbollulmilneslzenz [auch 'tri:...] die; -, -en: Licht
erscheinung, die beim Zerbrechen mancher Stoffe od.
Trichloräthylen
während des Auskristallisierens auftritt (z.B. bei Quarz
kristall). Trilbolmelter das; -s, - (zu Î ‘...meter): Gerät zur
Ermittlung des Reibungskoeffizienten (Techn.)
Trilbon der; -s, -e (aus gleichbed. gr. tribön): kurzer [spar
tanischer] Mantelumhang aus grobem Wollstoff, der auf
der Schulter mit einer Nadel zusammengehalten wurde
Trilboltechlnik [auch 'tri:...] die; - (zu ttribo... u. tTechnik): Teilgebiet der Technik, das sich mit den technischen
Aspekten der Tribologie befasst
Trilb ralchys* [...xys] der; -, - (über lat. tribrachys aus
gleichbed. gr. tribrachys, eigtl. „dreifach kurz“): antiker
Versfuß aus drei Kürzen ( u u u )
Tri|bu|la|ti|on die: -, -en (aus gleichbed. spätlat. tribulatio
zu tribulare, vgl. tribulieren): (veraltet) Drangsal, Quäle
rei. tri|bullie|ren (aus gleichbed. (spät)lat. tribulare,
eigtl. „pressen**): (landsch.) quälen; [mit Bitten] plagen,
durch ständiges Fragen in Atem halten
Trilbun der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (aus gleichbed. lat. tri
bunus zu tribus, vgl. Tribus): 1. altröm. Volksführer. 2.
zweithöchster Offizier einer altröm. Legion. Tri|bu|nal
das; -s, -e (über fr. tribunal „Richterstuhl, Gerichtshof*
aus lat. tribunal „Hochsitz der Tribunen, Gerichtshof*): 1.
im Rom der Antike der erhöhte Platz, auf dem der Prätor
Recht sprach. 2. [hoher] Gerichtshof. 3. Forum, das in ei
ner öffentlichen Untersuchung gegen behauptete Rechts
verstöße von Staaten o.Ä. protestiert; [Strafgericht. Tribu nat das; -[e]s, -e (aus gleichbed. /at. tribunatus): Amt,
Würde eines Tribuns.Trilbülne die; -, -n (über gleichbed.
fr. tribune aus it. tribuna „erhöhter Platz (in der Kirche)**,
dies aus mlat. tribuna „Rednerbühne“ zu lat. tribunal, vgl.
Tribunal): 1. Rednerbühne. 2. a) erhöhtes Gerüst mit Sitz
plätzen für Zuschauer; b) Gesamtheit der Zuschauer auf
einem solchen Gerüst, trilbulnilzisch (aus gleichbed. lat.
tribunicius): einen Tribunen betreffend; tribunizische Ge
walt: Machtbefugnisse eines Tribuns. Trilbus die; -, [,,,bu:s] (aus/at. tribus, eigtl. „einer der drei ältesten Stäm
me des antiken Roms“): 1. Stadtviertel, Wahlbezirk im an
tiken Rom. 2. zwischen Gattung u. Familie stehende Ka
tegorie der zoologischen u. botanischen Systematik. Tri
but der; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. tributum, eigtl. „dem
Tribus auferlegte Steuerleistung“, substantiviertes Part.
Perf. (Neutr.) von tribuere „zu-, einteilen“ zu tribus, vgl.
Tribus): 1. im Rom der Antike die direkte Steuer. 2. a) Op
fer, Beitrag; b) (früher) Geld- od. Sachleistung, die bes. ein
besiegtes Volk dem Sieger zu erbringen hat. 3. schuldige
Verehrung, Hochachtung, z. B. jmdm. - zollen, trilbultär
(über fr. tributaire aus gleichbed. /«/. tributarius): (veral
tet) steuer-, zinspflichtig
Tri|ce|ra|tops [...ts...] der; -, -[e] (aus gleichbed. «Zöt. trice
ratops zu ttri...,gr. kéras „Horn“ u. öps „Gesicht, Auge“):
Pflanzen fressender Dinosaurier der Kreidezeit mit drei
Hörnern
trieb..., Trich... vgl. tricho..., Tricho...Trilchallgie* die; -,
...ien (zu Î tricho... u. t...algie) : Berührungsschmerz im Be
reich der Kopfhaare (Med.). Tri|chi|a|sis die; -, ...asen
(aus gleichbed. gr. trichiasis zu thrix, Gen. trichós
„Haar“): angeborener od. erworbener Fehlwuchs der
Wimpern nach innen, sodass sie auf dem Augapfel reiben
(Med.).Trilchilne tZze; -, -n (aus gleichbed. engl. trichina,
eigtl. „Haarwurm“, dies zu gr. trichinos „aus Haaren be
stehend“): parasitischer Fadenwurm (Übertragung auf
den Menschen durch infiziertes Fleisch).tri|chi|nös (zu
t...ös): von Trichinen befallen.Tri|chi|noise die; -, -n (zu
t‘...ose): durch Trichinen verursachte Erkrankung
(Med.). Trilchit der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu ttricho... u. t2...it): Mikrolith (1) von haarförmiger Gestalt
Trilchlorläthen u. Trilchloräthyllen [...klo:ç...], chem.
fachspr. Trichlorethen u. Trichlorethylen das; -s (zu ttri...,
ÎChlor u. TÄthen bzw. Äthylen): unbrennbares Lösungs
Trichlormethan
mittel; Extraktions- u. Narkosemittel. Tri|chlor|methan das; -s: svw. Chloroform
trilcho..., Trilcho..., vor Vokalen auch trich..., Trich...
(ausgr. thríx, Gen. trichós „Haar“): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „Haar, Körperbehaarung; haarförmig
dünnes u. langes Gebilde“, z. B. Trichosporie, Trichalgie.
Trilcholbelzolar der; -s, -e: ÎBezoar aus Haaren. Tricho bo thri um* das; -s (zu gr; bothrion „Grube“): Be
cherhaar, Hörhaar bei Spinnen u. einigen Insekten, das
reizempfindlich für Erschütterungen ist. trilchoigen (zu
t ...gen): an der Bildung von Haaren beteiligt (Biol.). Tricho gramm das; -s, -e (zu t...gramm>: Aufzeichnung al
ler am Kopfhaar festgestellten Befunde (Med.). Trilchoklalsie* die; -, ...ien (zu gr. klásis „das Zerbrechen“ u.
t2...ie>: extreme Brüchigkeit der Haare (Med.). Trilchololgie die; - (zu Î ...logie): (veraltet) Lehre vom Haar. Trichom das; -s, -e (nach gr. trichöma „Behaarung“): 1.
durch starke Verlausung bedingte Verfilzung der Haare
(Med., Biol.). 2. Pflanzenhaar (Bot.). Tri|cho|mo|naden: Plur von tTrichomonas. Trilcholmolnaidenlinfekltilon die; -, -en: durch Trichomonas verursachte
Harnröhrenentzündung (Med.). Tri|cho|mo|nas die; -,
...naden (meist Plur.) (zu Î tricho... u. gr. monás, Gen. monádos, vgl. Monade): Gattung begeißelter Kleinlebewe
sen, die im Darm u. in der Scheide leben u. dort Krank
heiten hervorrufen können (Med.). Tri|cho|mo|ni|a|se
¿Zze; -, -n (aus nlat. trichomoniasis; vgl. ...iasis): Erkran
kung durch Trichomonaden. Trilcholmylkolse die; -, -n:
durch niedere Pilze hervorgerufene Erkrankung der Haa
re (Med.). Tri|cho|noldo|se ¿ZZe; -, -n (zu lat. nodus
„Knoten“ u. t*...ose): spontanes Auftreten von Knoten u.
Schlingen im Haar (Med.). Tri|cho|phy|tie die; -, ...ien
(zu TTrichophyton u. t2...ie): Scherpilzflechte der Haut,
Haare, Nägel (Med.). Trilcholphylton das; -s, ...ta (zu
ttricho... u. gr. phytön „Gewächs, Pflanze“): Fadenpilz,
der die Haut, die Haare u. die Nägel befällt (Med., Biol.).
Trilcholphyltolse die; -, -n (zu t',,,ose): aus einer Tri
chophytie hervorgehende Allgemeininfektion des Körpers
(Med.). Trilchopltillolse* die; -, -n (zu gr. ptilösis „Be
fiederung“): krankhafte Brüchigkeit der Haare mit Auf
spaltung in Längsrichtung (Med.). Trilcholse die; -, -n (zu
ttricho... u. t‘...ose>: Anomalie der Behaarung (Med.).
Trilcholspolrie* die; -, ...ien (zu gr. spöros „das Säen,
Saat; Samen“ u. t2...ie): eine Pilzkrankheit der Haare
(Med.). Tri|cho|til|lo|ma|nie die; -, ...ien (zu gr. tillein
„rupfen, zupfen“ u. t...manie): krankhafte Sucht, sich
Kopf- u. Barthaare auszureißen (Med.). ’Trilcholtolmie
die; -, ...ien (zu t...tomie): (veraltet) Haarspalterei
2Tri|cholto|mie die; - (aus spätgr. trichotomia „Dreitei
lung“ zu tricha „dreifach“ u. tomé „Schnitt“): 1. Anschau
ung von der Dreiteilung des Menschen in Leib, Seele u.
Geist (Rel.). 2. Einteilung der Straftaten nach ihrer Schwe
re in Übertretungen, Vergehen u. Verbrechen (Rechtsw.).
3. svw. Trialismus (2). tri|cho|to|misch: auf Trichoto
mie beruhend, dreigeteilt
Tri|cho|zelpha|lus der; -, Plur. ...li u. ...phalen (aus nlat.
trichocephalus zu ttricho... u. gr. kephalê „Kopf“): Peit
schenwurm (Biol.)
Tri|chro|ma|sie [,,,kro...] die; - (zuttri,,,,gr. chröma „Far
be“ u. t2...ie>: normale Sehtüchtigkeit mit Erkennung der
drei Grundfarben Rot, Grün u. Blau (Med.)
Tri|chu|ri|a|sis* die; - (zu tTrichuris u. t...iasis): eine
Wurmerkrankung des Menschen (Med.). Trilchulris die;
- (aus nlat. trichuris zu ttricho... u. gr. ourä „Schwanz“):
Gattung der Fadenwürmer (Biol.)
Tri|ci|ni|um [...ts...J das; -s, Plur. ...ia u. ...ien [...ion] (aus
spätlat. tricinium „Dreigesang“): dreistimmiger, meist
kontrapunktischer Satz für Singstimmen (Mus.)
Trick der; -s, -s: (zu engl. trick „Kniff, Kunstgriff“, dies aus
1374
fr. (pikardisch) trique „Betrug, Kniff“ zu trekier (fr. tri
cher) „beim Spiel betrügen“, weitere Herkunft ungeklärt):
1. listig ausgedachtes, geschicktes Vorgehen; Kunstgriff,
Kniff, Finesse. 2. bei einer artistischen Vorführung ausge
führte, verblüffende Aktion, tricklsen: (ugs.) sich eines
Tricks bedienen; mithilfe eines Tricks, von Tricks bewerk
stelligen. Tricklser der; -s, -: (ugs.) jmd., der trickst, zu
tricksen versteht. ’Tricklski [,,ʃɪ:] der; -[s], Plur. -er, auch
-: spezieller, bes. elastischer Ski zum Trickskilaufen.
2Trick|ski das; -s: (ugs.) kurz für Trickskilaufen. Trick
skillaulfen das; -s: Sportart, bei der auf Trickskiern be
sonders kunstvolle, artistische Schwünge, Drehungen,
Sprünge o. Ä. ausgeführt werden. Trickslter der; -s, - (aus
engl. trickster, eigtl. „der Listenreiche“, zu trick, vgl.
Trick): mythisches Wesen von zwiespältigem, wider
spruchsvollem Charakter, das in Volkserzählungen vor al
lem als lügen- u. listenreicher Geist erscheint
Trickltrack das; -s, -s: (aus gleichbed. /r.trictrac): ein
Brettspiel
trilcky (aus gleichbed. engl. tricky): (ugs.) trickreich, voller
Tricks
trilcylclisch* [...'tsy:k..., auch ..,'tsYk...] vgl. trizyklisch
Triident der: -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. tridens, Gen. tri
dentis, eigtl. „drei Zähne habend“, zu ttri... u. lat. dens,
Gen. dentis „Zahn“): Dreizack (bes. als Waffe des griech.röm. Meergottes)
trildenltilnisch (nach Tridentum, dem lat. Namen der
Stadt Trient): zu der Stadt Trient gehörend, von Trient
herrührend
Tri|du|um das; -s, ...duen [...duon] (aus gleichbed. lat. tri
duum zu t tri... u. lat. dies „Tag“): Zeitraum von drei Tagen
(bes. für kath. kirchliche Veranstaltungen)
Trildylmit [auch ... mit] der; -s, -e (aus gr. tridymos (unre
gelmäßige Bildung) zu ttri..., gr. didymos „doppelt, zwei
fach“ u. t2...it>: 1. durch hohe Temperatur rhombisch um
kristallisiertes Mineral. 2. eine Modifikation von Silicium
oxid
Trilelderlbilnolkel* das; -s, - (zu/r. trièdre „dreiflächig“ u.
tBinokel): Doppelfernrohr
Trilen das; -s, -e (meist Plur.) (zu ttri... u. t...en): Sammelbez. für chem. Verbindungen, die drei Doppelbindungen
im Molekül enthalten
tri|en|nal [tris...] (aus spätlat. triennalis „dreijährig“ zu
ttri... u. lat. annus „Jahr“): a) drei Jahre dauernd; b) alle
drei Jahre [stattfindend]. Trilenlnalle ¿Zze; -, -n (zu
t ...ale): Veranstaltung im Turnus von drei Jahren. Trilennilum das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. triennium):
Zeitraum von drei Jahren
Tri|e|re die; -, -n (über gleichbed. lat. trieris (navis) ausgr.
triêrês zu ttri... u. erétëes „Ruderer“): Dreiruderer (anti
kes Kriegsschiff mit drei übereinanderliegenden Ruder
bänken)
Trilerlgon das; -s (Kunstw.): Aufnahme- u. Wiedergabe
verfahren für Lichttonfilme
Trileur [tri'o:n] der; -s, -e (aus fr. trieur „Sortierer“ zu trier
„sortieren, auswählen“, wohl aus dem Gall.): Maschine
zum Trennen von Gemischen fast gleicher Körnungsgrö
ßen (z.B. bei der Getreidereinigung)
Trilfle [traifl] ¿Zas; -s, -s (aus gleichbed. engl. trifle, eigtl.
„Kleinigkeit“): in England beliebte Süßspeise
Tri|fo|kal|glas das; -es, ...gläser (meist Plur.) (zu ttri... u.
tfokal): Dreistärkenglas, Brillenglas für drei Entfernun
gen; vgl. Bifokalglas
Trilfollilum das; -s, ...ien [...ion] (aus lat. trifolium, eigtl.
„Dreiblatt“): 1. Klee (Schmetterlingsblütler; Bot.). 2. drei
Personen, die als zusammengehörig gelten, sich zusam
mengehörig fühlen; Kleeblatt
Tri|fo|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mlat. tri
forium zu ttri... u. lat. foris „Tür, Öffnung“): in romani-
1375
sehen u. bes. in gotischen Kirchen unter den Chorfenstern
vorgeblendete Wandgliederung, die später zu einem Lauf
gang ausgebildet wurde, der um Chor, Querhaus u. Lang
haus führt u. dessen Bogenstellungen sich zum Kirchen
haus öffnen (Archit.)
Trjlga die; -, Plur. -s u. ...gen (aus gleichbed. lat. triga zu
triiugus „dreispännig“ (zu Ttri... u. iugum „Joch“): Drei
gespann
Tri|ge|mi|nus der; -, ...ni (kurz für nlat. (nervus) trigemi
nus „dreifacher Nerv“): im Mittelhirn entspringender 5.
Hirnnerv, der sich in drei Hauptäste gabelt (Med.). Trigeimi nuslneu rallgie' d/e; -, .Jen [,,,i:ən]: das Auftre
ten heftiger Schmerzanfälle im Bereich des Trigeminus
(Med.)
Triglger der; -s, - (aus gleichbed. engl. trigger, älter engl. tricker, dies aus niederl. trekker „Abzug, Drücker“, eigtl.
„Zieher“, zu trekken „ziehen“): a) elektron. Bauelement
zum Auslösen eines [Schalt] Vorgangs; b) einen Schalt Vor
gang auslösender Impuls (Elektrot.). Triglgetjfacltor,
auch Triglger-Facltor [,,,fæktə] der; -[s], -s (meist Plur.)
(zu engl. factor „Faktor“): Faktor, der eine bestimmte Re
aktion od. einen Anfall auslöst (Med.), triglgern:
(fachspr.) einen Schaltvorgang mithilfe eines Triggers aus
lösen. Triglgerlpoint, auch Triglger-Point [...paint]
der; -s, -s (zu engl. point „Punkt“): umschriebene, tastbar
verhärtete Stelle im Muskel- od. Unterhautzellgewebe, die
auf Druck schmerzhaft reagiert (Med.)
Trilglotlte* die; -, -n (zu ttri... u. gr. glötta „Sprache“, Ana
logiebildung zu T "Polyglotte): Werk, auch Wörterbuch in
drei Sprachen
Trilglylcelrid* [...ts...] vgl. Triglyzerid
Trilglyph* der; -s, -e u. Trilglylphe die; -, -n (über lat. tri
glyphus aus gleichbed. gr. triglyphos, eigtl. „Dreischlitz“):
mit den Î Metopen abwechselndes dreiteiliges Feld am
Fries des dorischen Tempels
Trilglylzelrid*, chem. fachspr. Triglycerid [...ts...] das;
-[e]s, -e (meist Plur.) (zu ttri..., tGlyzerin u. t3...id): zu
sammenfassende Bez. für die dreiwertigen Ester des Gly
zerins, bes. als Bestandteile natürlicher Fette u. Öle
Trilgon das;-s, -e (über lat. trigonium aus gleichbed.gr. trigönon, eigtl. „Dreiwinkel“, zu ttri... u. gr. gönia „Win
kel“): Dreieck, trilgolnal (aus gleichbed. spätlat. trigona
lis): dreieckig. Tri|go|nal|zahl die; -, -en: Dreieckszahl.
Tri|go|nel|lin das; -s (zu Trigonella, dem wissenschaftli
chen Gattungsnamen des Bockshornklees, in dessen Sa
men es zuerst nachgewiesen wurde, u. zu t ...in ( 1 )> : ein na
türlich vorkommendes Nikotinsäurederivat, das vor allem
in Pflanzensamen (Getreide, Kaffeebohnen) enthalten ist
(Chem.). Tri|go|no|me|ter der; -s, - (zu TTrigon u.
t2...meter): mit ÎTriangulation (1) beschäftigter Vermes
ser (Geodäsie). Tri|go|no|meltrie* die; - (zu t...metrie):
Dreiecksmessung; Zweig der Mathematik, der sich mit der
Berechnung von Dreiecken unter Benutzung der trigono
metrischen Funktionen befasst (Math.), trilgolnolmetrisch* (zu Î...metrisch): die Trigonometrie betreffend;
trigonometrische Funktionen: zusammenfassende Bez. für
die transzendenten Funktionen Sinus, Kosinus, Tangens,
Kotangens, Sekans u. Kosekans (Math.). Trilgolnolzepha lus der; -, ...li (aus gleichbed. nlat. trigonocephalus
zu gr. kephale „Schädel“): Keilschädel, Schädel mit sehr
schmalem Stirnbein u. sehr breitem Hinterhauptbein
Trilgraf, auch ...graph das od. der; -s, -e[n] (zu Ttri... u.
T2Graf): Folge von drei Buchstaben, die einen Laut wie
dergeben, z. B. sch, gesprochen [ʃ] (Sprachw.)
Trilguelno [... geno] der; -s, -s (zu span, trigueño „bräun
lich, brünett“): Abkömmling von Negriden, Indianern u.
Weißen (Völkerk.)
Trilgylre ¿Zie; -, -n (zu T tri... u. gr. gÿros „Kreis“): Bez. für
eine dreizahlige Drehachse (Kristallografie)
Trilith
(zu gr. trihëmeros „dreitägig“ u. t'...al (1)):
die ersten drei Lebenstage des Neugeborenen betreffend
(Med.). Trijhelmelron das; -s (zu t ’...on): die ersten drei
Lebenstage des Neugeborenen
Triljet ['traɪdʒɛt] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. tri-jet zu
T tri... u. Î ’Jet); Flugzeug mit drei Strahltriebwerken
Trike [traik] das; -s, -s (aus engl. trike „Dreirad“): motor
radähnliches Fahrzeug mit drei Rädern, meist im Stil eines
Easy Riders (a). Trilker ['traɪkn] der; -s, - (aus gleichbed.
engl. triker): Fahrer eines Trikes
Tri|ke|ri|on r/as; -s, ...ien [...ion] (zu Ttri... u. gr. keriön
„Wachslicht“): die Dreieinigkeit versinnbildlichender
dreiarmiger Leuchter, Insignie des Bischofs in den Ostkir
chen
triklin* u. trilklilnisch (zu T tri... u. gr. klinein „neigen“):
auf drei verschieden große Achsen bezogen, die sich
schiefwinklig schneiden (Kristallografie); vgl. ...isch/-.
Trilklinium das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. lat. tri
clinium, dies aus gr. triklinon „Tischlager mit drei Speise
sofas für je zwei Personen“ zu triklinos „drei Tischlager
umfassend“ (zu ttri... u. kline „Lager“)): 1. an drei Seiten
von Polstern für je drei Personen umgebener altröm. Ess
tisch. 2. altröm. Speisezimmer
Tri|ko|li|ne Je; - (Kunstw.): ripsartiger Oberhemdenstoff
in Leinwandbindung (Webart)
Trilkollon das; -s, Plur. -s u. ...la (zu Ttri... u. ÎKolon): aus
drei Kola (vgl. Kolon 2) zusammengesetztes Satzgefüge
(Rhet.)
trilkollor (aus gleichbed. spätlat. tricolor zu T tri... u.lat. co
lor „Farbe“): dreifarbig.TrilkolloIre die; -, -n (aus gleich
bed. fr. (drapeau) tricolore): dreifarbige Fahne, bes. die
franz. Nationalfahne
Trilkomlpolsiltum das; -s, ...ta (zu Ttri... u. ÎKomposi
tum): dreigliedrige Zusammensetzung (z.B. Einzimmer
wohnung; Sprachw.)
’Trilkot [tri'ko:, auch triko] der, selten auch rto; -s, -s (aus
gleichbed. fr. tricot zu tricoter „stricken“): maschinenge
stricktes Gewebe. 2Tri|kot das; -s, -s (zu Î'Trikot): a)
meist eng anliegendes, gewirktes, hemdartiges Kleidungs
stück, das bes. beim Sport getragen wird; b) 2Trikot (a) in
bes. festgelegter Farbe zur Kennzeichnung des Spitzenrei
ters bei Radrennen über mehrere Etappen. Tri|kolta|ge
[,,,'ta:ʒə] die: -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. fr. tricotage
zu tricot, vgl. 'Trikot): Wirkware.Tri|ko|teu|se [,,, to:zə]
die; -, -n (aus gleichbed. fr. tricoteuse): (veraltet) a) Stri
ckerin; b) Strickmaschine; c) Strickzimmer, trilkoitieren (aus/r. tricoter „stricken“): (veraltet) mit 'Trikot be
kleiden. Trilkoltine [,,,'ti:n] der; -s, -s (Kunstw.): trikot
artiger, gewebter Wollstoff
tri|kus|pe|dal (aus gleichbed. nlat. tricuspedalis zu lat. tri
cuspis, Gen. tricuspidis „drei Spitzen habend“): drei Spit
zen aufweisend, dreizipflig (von Körperteilen; Med.). Trikuspildalklaplpe die; -, -n: dreizipflige Klappe zwi
schen rechtem Herzvorhof u. rechter Herzkammer (Anat.)
tri 11 a I te I ra I (zu lat. trilaterus „dreiseitig“ u. T ’...al (1)):
dreiseitig, von drei Seiten ausgehend, drei Seiten betref
fend. Tri|la|te|ralti|on die; - (zu T...ation): Verfahren zur
Lagebestimmung von Festpunkten der Erdoberfläche
durch ein Netz von Dreiecken
Trillemlma das; -s, Plur. -s u. -ta (zu Ttri... u. gr. lèmma
„Annahme“, Analogiebildung zu Dilemma): die dreiteili
ge Annahme (Logik)
tri|lin|gulisch [,,,ŋguiʃ] (zu ttri... u. lat. lingua „Sprache“):
dreisprachig (bes. von [Stein]inschriften)
Tri|ii|te|ris|mus (zuTtri..., lat. littera „Buchstabe“u. t...ismus (4)>: die überwiegend aus drei Konsonanten beste
hende u. die Grundbedeutung angebende Wurzelstruktur
der semit. Verben (Sprachw.)
Trillith der; Gen. -s od. -en, Plur. -e[n] (nach gr. trilithon
tri|he|me|ral
1376
Trilliarde
„das Dreisteinige“, urspr. mit drei Riesensteinen erbauter
antiker Tempel von Baalbek): vorgeschichtliches Stein
denkmal (Bronzezeit u. jüngere Steinzeit)
Trilllilarlde die; -, -n <zu ttri... u. Î Milliarde): 1 000 Trillio
nen (= 102')
Tril|li|on die; -, -en (aus gleichbed. fr. trillion zu ttri... u.
million, vgl. Million): eine Million Billionen (= 10ls)
Trillolbit der;-en, -en (zugr. trilobos „dreilappig“ u. T3...it):
Dreilappkrebs; ausgestorbener Urkrebs
Tri|lo!giefi?te; -, ...jen (aus gleichbed. gr. trilogía): Folge von
drei eine innere Einheit bildenden Werken
Trilmalran der, auch das; -s, -e (zusammengezogen aus
ttri... u. ’Katamaran): offenes Segelboot mit drei Rümp
fen
tri mer <aus gleichbed. spätgr. trimeres): dreiteilig (z.B.
von Fruchtknoten, die aus drei Fruchtblättern hervorge
gangen sind; Bot.). Trilmer das; -s, -e u. Trilmelre das;
-n, -n (meist Plur.): Molekül, das aus drei Grundmolekü
len aufgebaut ist. tri|melri|sie|ren (zu t...isieren>: aus
drei gleichartigen Molekülen ohne Abspaltung eines Stof
fes ein neues Molekül bilden. Trilmelrit [auch ... rit] der;
-s, -e (zu T2...it>: ein farbloses od. rosafarbenes Mineral,
das Kristalldrillinge bildet
Tri I mes ¡ter das; -s, - (zu lat. trimestris „dreimonatig“; vgl.
Semester): Zeitraum von drei Monaten; Dritteljahr eines
Unterrichtsjahres (Unterrichtswesen), trilmesltral* (zu
T ’...al (1)>: dreimonatlich, alle drei Monate, trilmesltriell* (zu Î...eil, vgl. ...al/...eil): svw. trimestral
Trilmelter der; -s, - (aus gleichbed. lat. trimeter, dies zu gr.
trímetros „drei Takte enthaltend“): aus drei Metren (vgl.
Metrum 1) bestehender antiker Vers, Î Señar. triIme
trisch* (zu ttri... u. t...metrisch): mit drei Maßstabsan
gaben versehen
Trimm der; -[e]s (aus gleichbed. engl. trim zu to trim, vgl.
trimmen): 1. Lage eines Schiffes bezüglich Tiefgang u.
Schwerpunkt. 2. gepflegter Zustand eines Schiffes, trim
men (aus gleichbed. engl. to trim zu altengl. trymman „in
Ordnung bringen“, dies zu trum „fest, stark“): 1. durch
sportliche Betätigung, körperliche Übungen leistungsfä
hig machen. 2. (ugs.) [durch wiederholte Anstrengungen]
zu einem bestimmten Aussehen, zu einer bestimmten Ver
haltensweise, in einen bestimmten Zustand bringen. 3. a)
[einen Hund] durch Scheren od. Ausdünnen des Fells das
für seine Rasse übliche, der Mode entsprechende Ausse
hen verleihen; b) durch Bürsten des Fells von abgestorbe
nen Haaren befreien. 4. a) durch zweckmäßige Beladung,
Verteilung des Ballasts in die richtige Lage bringen (Seew.,
Flugwesen); b) die Ladung eines Schiffes zweckmäßig an
Bord verteilen (Seew.). 5. auf die gewünschte Frequenz
einstellen (Funkw., Elektronik). 6. kleine Abweichungen
vom kritischen Zustand ausgleichen (bei Kernreaktoren;
Kerntechn.). Trimlmer der; -s,-: l.jmd., der sich trimmt
(1). 2. kleiner, verstellbarer Drehkondensator zum Abglei
chen von Schwingkreisen (Funkw., Elektronik)
trilmprph, auch trimorphisch (aus gleichbed. gr. trimorphos zu îtri... u. gr. morphë „Gestalt“): dreigestaltig (z. B.
von Pflanzenfrüchten; Bot.); vgl. ...isch/-. Trilmorjphie
die; - (zu Î...morphie): 1. svw. Trimorphismus. 2. svw. Po
lymorphie (2a). trilmorlphisch vgl. trimorph. Trilmorphismus der; - (zu T ...ismus (2)>: Dreigestaltigkeit (z. B.
von Früchten einer Pflanze; Bot.)
Trilmurlti die; - (aus gleichbed. sanskr. trimürti, eigtl.
„dreigestaltig“): göttliche Dreifaltigkeit des Î Hinduismus
(Brahma, Wischnuu. Schiwa)
trilnär (aus spätlat. trinarius „aus (je) dreien bestehend“;
vgl. ...är): dreifach. Tri|na|ti|on <7ie; -, -en (zu lat. trinus
„je drei“ u. t ...ation): dreimaliges Lesen der Messe an ei
nem Tage durch denselben Priester (z.B. Allerseelen u.
Weihnachten); vgl. Bination
[...in] fiter; -s, - (zu (Trinität; vgl, ...arius): 1.
Bekenner der Dreieinigkeit, Anhänger der Lehre von der
Trinität; Ggs. TUnitarier. 2. Angehöriger eines kath. Bet
telordens. Tri I ni Ita Irile Irin [...rio...] die; -, -nen: Angehö
rige des weiblichen Zweigs der Trinitarier (2). triIni|tarisch: die [Lehre von der] Trinität betreffend. Tri|ni|tät
die; - (aus kirchenlat. trinitas „Dreieinigkeit“ zu lat. trini
tas, Gen. trinitatis „Dreizahl“): Dreieinigkeit, Dreifaltig
keit Gottes (Gott Vater, Sohnu. Heiliger Geist). Trilniltatis das; - u. Trilniltaltislfest das; -es: Sonntag nach
Pfingsten, Fest der Dreifaltigkeit
Tri|ni|tro|phe|nol* das; -s (Kunstw. zu Ttri..., Tnitro... u.
TPhenol): svw. Pikrinsäure. Tri|niltro|to|lu|ol das; -s
(Kunstw. zu Ttri..., Tnitro... u. TToluol): stoßunempfindli
cher Sprengstoff (bes. für Geschosse); Abk.: TNT; vgl.
Trotyl
Trilnokltilum itas; -s, ...ien [...¡an] (austet. trinoctium „drei
Nächte“): (veraltet) Zeitraum von drei Nächten, während
dreier Nächte gefeiertes Fest
Trilnom das; -s, -e (zu Ttri... u. T3...nom): 1. aus drei Glie
dern bestehender math. Ausdruck (z.B. x -I- y + z). 2.
Bez. einer Unterart durch drei Wörter aus der biologi
schen Systematik, trilnolmisch: dreigliedrig, aus drei
Gliedern bestehend (Math.)
Trio das; -s, -s (aus gleichbed. it. trio, dies zu lat. tria, Neutr.
von tres, vgl. tri...): 1. a) Musikstück für drei Instrumente;
b) Mittelteil des T Menuetts od. Î Scherzos. 2. Vereinigung
von drei Instrumental-, seltener Vokalsolisten. 3. (iron.)
drei Personen, die eine [strafbare] Handlung gemeinsam
ausführen
Trilolde die; -, -n (zu Ttri... u. T*...ode, Analogiebildung zu
ÎDiode): Verstärkerröhre mit drei Elektroden (Anode,
Kathode u. Gitter; Elektrot.)
Tri o di on das: -s (zu Ttri..., gr. öide „Gesang, Gedicht,
Lied“ u. T2ion; in den zehn Wochen vor Ostern wurden im
Gottesdienst statt der üblichen neun (bzw. acht) Oden nur
drei gesungen (orthodoxe Kirche)): 1. liturgisches Buch
mit den gottesdienstlichen Gebeten u. Gesängen für die
zehn Wochen vor Ostern. 2. Abschnitt des Kirchenjahres,
in dem das Triodion (1) verwendet wird
Triloile die; -, -n (italianisierende Bildung zu lat. tri- (vgl.
tri...) u. -olus (Verkleinerungssuffix)): 1. Gruppe von drei
Tönen im Taktwert von zwei od. vier (Mus.). 2. svw. Triolismus. Trilollett das; -[e]s, -e (aus gleichbed. fr. triolet):
Gedichtform einer achtzeiligen Strophe (mit zwei Reim
klängen), deren erste Zeile als vierte u. zusammen mit der
zweiten am Schluss wiederkehrt (also dreimal vorkommt).
Trilollislmus ater; - (zu TTriole u. T...ismus (3)>: Ge
schlechtsverkehr zwischen drei Partnern. Trilollist der;
-en, -en (zu T...ist): jmd., der sich triolistisch betätigt, triollisltisch (zu T ...istisch) : den Triolismus betreffend, zu
ihm gehörend
Trilonlfo der; -, ...fi (aus it. trionfo „Triumph, Erfolg; Ju
bel“, dies aus tez. triumphus, vgl. Triumph): in der it al. Re
naissance geprägte, beispielgebende Form eines Festzuges
Tri|oIse die; -, -n (zu ttri... u. î2...ose): T Monosaccharid mit
drei Kohlenstoffatomen im Molekül (Chem.)
Tri|o|so|na|te die; -, -n (zu TTrio u. (Sonate): Sonate des
17. u. 18. Jh.s für zwei Soloinstrumente u. T Basso continuo
Tri|o|tar® das; -s, -e (Kunstw.): ein Fotoobjektiv mit langer
Brennweite
Trilolval das; -s, -e (zu T Tri... u. Toval): ovaler TKurs (1 b)
mit drei Steilkurven (Motorsport)
Trilölzie alte; - (zu Ttri..., gr. olkos „Haus“ u. t2...ie): Dreihäusigkeit von Pflanzen (Bot.), trilölzisch: dreihäusig
(von Pflanzen, bei denen zwittrige, weibliche u. männliche
Blüten auf drei Pflanzenindividuen derselben Art verteilt
sind; Bot.)
Trip der; -s, -s (aus gleichbed. engl. trip zu to trip „tripTri|r>i|ta|ri|er
1377
peln“>: 1. Ausflug, [kurzfristig geplante] Reise. 2. a)
Rauschzustand nach dem Genuss eines Rauschgiftes; b)
svw. Hit (3). 3. (Jargon, oft abwertend) Phase, in der man
sich mit einer Sache besonders intensiv beschäftigt, z.B.
auf dem religiösen - sein
Trilpallmiltin das; -s (zu ttri... u. tPalmitin): Bestandteil
vieler pflanzlicher u. tierischer Fette
trilparltit (aus gleichbed. lat. tripartitus zu ttri... u. partiri
„teilen“): (veraltet) dreigeteilt, dreifach. Tri|par|ti|ti|on
die; -, -en: (veraltet) svw. Trisektion
’Trilpel das: -s, - (zu fr. triple „dreifach“, dies aus lat. triplus): die Zusammenfassung dreier Dinge (z. B. Dreiecks
punkte, Dreiecksseiten; Math.). 2Tri|pel der; -s, - (zu
Î'Tripel): (veraltet) dreifacher Gewinn
3Tri|pel der: -s (nach der Stadt Tripolis): fein geschichtete
Ablagerungen von Kieselgur; Kieselerde (Geol.)
Trilpel... (aus/r. triple-, vgl. 'Tripel): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „drei, dreifach“, z.B. Tripelallianz.
Tri|pellal|li|anz die: -, -en: staatlicher Dreibund.Trilpelenltente [,..ätä:t]
-, -n [...tn]: svw. Tripelallianz. Tripellfulge die: -, -n: t Fuge mit drei selbstständigen The
men (Mus ). Tri|pel|imp|fung die; -, -en: Dreifachimp
fung, gleichzeitige Impfung gegen drei Krankheiten (z.B.
Masern, Mumps, Röteln; Med.). Tri|pel|kon|zert das;
-[e]s, -e: Konzert für drei Soloinstrumente mit Orchester.
Trilpelltakt der; -[e]s, -e (zu t'Takt): aus drei Teilen be
stehende Taktart, z.B. ’/2-, 3/4-, 9/8-Takt (Mus.)
Tri|phe|nyl|me|than das; -s (zu ttri..., ÎPhenyl u. tMe
than): Derivat des Methans, bei dem drei Wasserstoffato
me durch Phenylgruppen substituiert sind (Chem.)
tri philbisch (zu ttri..., Analogiebildung zu Îamphibisch):
gleichzeitig zu Lande, auf See u. in der Luft erfolgend
(Mil.);triphibische Operation: militärische Operation, bei
der Land-, See- u. Luftstreitkräfte Zusammenwirken
Triphlthpng* der; -s, -e (zu gr. tri- (vgl. tri...), Analogiebil
dung zu TDiphthong): Dreilaut, drei eine Silbe bildende
Vokale (z.B. ital. miei = „meine“)
Trilpiltalka das; - (aus gleichbed. sanskr. tripitaka): der aus
drei Teilen bestehende ÎKanon (5b) des Buddhismus
Trilpla*: Plur. von îTriplum. TriIpié [,,,'ple:] das; -s, -s (zu
fr. triplé, Part. Perf. von tripler „verdreifachen“): Zwei
bandenball (Billardspiel)
Tri Iplel gie* die; -, ...ten (zu ttri... u. tPlegie): Lähmung
dreier Gliedmaßen (Med.)
Trilplet* [,,,'ple:] das; -s, -s (aus fr. triplet, vgl. Triplett):
svw. Triplett (3).Tri|plett das; -s, Plur. -e u. -s (aus gleich
bed. fr. triplet zu triple „dreifach“, dies aus lat. triplus); 1.
drei miteinander verbundene Serien eines Linienspek
trums (Phys.). 2. Kombination von drei aufeinanderfol
genden Basen einer Nukleinsäure, die den Schlüssel für
den Aufbau einer Aminosäure darstellen (Biochem.). 3.
aus drei Linsen bestehendes optisches System.Trilpletlte
die; -, -n (zu t...ette): aus drei Teilen zusammengesetzter,
geschliffener Schmuckstein, trilplielren (aus gleichbed.
fr. tripler): verdreifachen. TriIplik die; -, -en (zu lat. tri
plex „dreifach“, Analogiebildung zu tDuplik): die Ant
wort des Klägers auf eine Î Duplik des Beklagten
(Rechtsw.). Tri|pli|kat das; -[e]s, -e (aus lat. triplicatum,
Part. Perf. (Neutrum) von triplicare „verdreifachen“):
dritte Ausfertigung [eines Schreibens]. Trilplilkaltilon
i/ze; -, -en (aus lat. triplicatio „die dreifache Wiederho
lung“): dreimalige Wiederholung desselben Wortes, der
selben Wortgruppe (Rhet.).Trilplit [auch ...'lit] der; -s, -e
(zu lat. triplex „dreifach“ u. t2...it): ein fettig glänzendes,
braunes, rotes od. auch schwarzes Mineral, Eisenpecherz.
TriIplilziItät die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. triplicitas,
Gen. triplicitatis): Dreifachheit; dreifaches Vorkommen,
trilplolid (verkürzt aus Ttri... u. tdiploid): einen dreifa
chen Chromosomensatz aufweisend (von Zellen; Biol.).
trist
[...ploi...] die; - (zu t2...ie>: das Vorhanden
sein von drei Chromosomensätzen in einer Zelle (Biol.).
Trilplum das; -s, Tripla (aus gleichbed. lat. triplum): et
was Dreifaches
Triplmaldam die; -, -en (aus gleichbed. fr. tripe-madame,
Herkunft ungeklärt): Pflanzenart der Fetthenne
Trilpolden: Plur. von TTripus. Trilpoldie die; -, ...ien (aus
gleichbed. gr. tripodia zu tripous, vgl. Tripus): Verbindung
dreier Versfüße (rhythmischer Einheiten) zu einem Verstakt; vgl. Monopodie u. Dipodie
Tri pol je kul tur die; - (nach dem DorfTripolje bei Kiew):
jungsteinzeitliche bis frühbronzezeitliche Kulturgruppe in
der Ukraine, für die polychrome Gefäße, ritzverzierte
Tonstatuetten u. Kupfergefäße typisch sind
Trilpoltalge [,,,ʒə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. tripotage zu
tripoter „Ränke schmieden“): (veraltet) Kniff, Ränke,
bes. Geld-, Börsenschwindel
Tripltik* vgl. Triptyk
Triplton das; -s (zugr. triptós „zerrieben“ (zu tribein „rei
ben“) u. t'...on>: im Wasser schwebender, feinster organi
scher T Detritus (2)
Tripltylchon* das; -s, Plur. ...chen u. ...cha (zu gr. triptychos „dreifältig, dreifach“, dies zu Ttri... u. gr. ptÿx, Gen.
ptychös „Falte, Lage“): dreiteiliges [Altar]bild, bestehend
aus dem Mittelbild u. zwei Seitenflügeln; vgl. Diptychon,
Polyptychon. Tripltyk u. Triptik das; -s, -s (über engl.
triptyque aus gleichbed. fr. triptyque, eigtl. „Bild mit zwei
Seitenflügeln“, dies zu gr. triptychos, vgl. Triptychon):
dreiteiliger Grenzübertrittsschein für Kraft- u. Wasser
fahrzeuge
Trilpus [,,,pu:s] rfer; -, ...poden (über lat. tripus aus gleich
bed. gr. tripous, eigtl. „dreibeinig, -füßig“, zu ttri... u.
poús, Gen. podós „Fuß“): Dreifuß; altgriech. dreifüßiges
Gestell für Gefäße
Trilqueltrum* [auch ,.,'kve:...] das; -s, ...tren (zu lat. trique
trus „dreieckig“): bis ins 17. Jh. gebräuchliches Gerät für
astronomische Höhenmessungen
Trilrelme die; -, -n (aus lat. triremis (navis) ,,dreiruderig(es
Schiff)“ zu ttri... u. remus „Ruder, Riemen“): svw. Triere
Tri Iroltron* das; -s, -s, auch ...one (Kunstw. zu ttri..., lat.
rotare „herumdrehen“ u. t...tron): Hochfrequenzhoch
leistungsverstärker, der mit beschleunigten Elektronen ar
beitet
Tri|sek|ti|on die; - (zu Ttri... u. TSektion): Dreiteilung (bes.
von Winkeln; Math.). Tri|sek|trix* die; -, Plur. ...trizes
od. ...trizen (zu Ttri... u. lat. sectrix, Fem. von sector „der
(Ab)schneider“ zu secare „(ab)schneiden“): zur Dreitei
lung eines Winkels verwendete Kurve (Math.)
Trjlset das; -[s], -s (zu ttri... u. t'Set): 1. drei zusammenge
hörende Dinge. 2. zwei Eheringe u. ein zusätzlicher Ring
mit Schmucksteinen (meist Diamanten) für die Ehefrau
Trislhalgilon das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mgr.
tris(h)ágion zu spätgr. tris(h)ágios „dreimal heilig“ (zu
Î tri... u. gr. hágios „heilig“)): dreimalige Anrufung Gottes,
bes. in der orthodoxen Liturgie
Tris|kai|de|ka|pho|bie die; - (zu gr. triskaideka „drei
zehn“ u. î...phobie (a)): übersteigerte, zwanghafte Angst
vor der Zahl 13 (Psychol.)
Trislmus der; -, ...men (über gleichbed. nlat. trismus aus gr.
trismös „das Schwirren; das Knirschen“, dies zu trizein
„schwirren; knirschen“): Kiefersperre, Kaumuskel
krampf (Med.)
Tris|ok|ta|eder der; -s, - (zu gr. tris „dreimal“ u. tOktaeder): svw. Triakisoktaeder
Trilsolmie die; -, ...ien (zu ttri..., gr. soma „Körper“ u.
t2...ie): Auftreten eines überzähligen dritten Chromosoms
im tdiploiden Chromosomensatz, z.B. beim ÎDownsyndrom (Med.)
trist (aus gleichbed. fr. triste, dies aus lat. tristis): traurig,
Trilplolildie
1378
Tristesse
öde, trostlos, freudlos; langweilig, unfreundlich, jämmer
lich. Trisltesse [...'tes] die; -, -n [...sn] (aus gleichbed. fr.
tristesse, dies aus lat. tristitia zu tristis, vgl. trist): Traurig
keit, Trübsinn, Melancholie, Schwermut
Trislteltraleder* der; -s, - (zu gr. tris „dreimal" u. tTetraeder): svw. Triakistetraeder
trisltich (aus gleichbed. gr. tristichos): dreizeilig (von der
Anordnung der Blätter od. Seitenwurzeln in drei Längszeilen; Bot.). Trisltilchilalsis die; - (zu ttri...,gr. stichos
„Reihe“ u. T ...iasis) : angeborene Anomalie des Augenlids
mit drei Wimpernreihen (Med.). Trisltilchon* das; -s,
...chen (zu gr. tristichos „aus drei Versen bestehend“): aus
drei Versen bestehende Versgruppe
Trisltilen [,,,iən] die (Plur.) (aus lat. tristiae, Plur. von tristia
„Traurigkeit“): Trauergedichte (bes. die des röm. Dichters
Ovid über seine Verbannung)
tri|syl|la|bisch (über lat. trisyllabus aus gleichbed. gr. tri
syllabos): dreisilbig (Sprachw.). TrilsYHIalbum das; -s,
...ba (aus gleichbed. spätlat. trisyllabum, substantiviertes
Neutrum von lat. trisyllabus, vgl. trisyllabisch): dreisilbi
ges Wort (Sprachw.)
Tri|talgo|nist* der; -en, -en (aus gleichbed. gr. tritagönistês, eigtl. „dritter Kämpfer“, zu tritas „der Dritte“ u.
agonistës „Wettkämpfer“): dritter Schauspieler im altgriech. Drama; vgl. Deuteragonist u. Protagonist (1)
Tri|ta|no|ma|lie* die; -, ...ien (zu gr. tritos „der Dritte“ u.
Î Anomalie) : Gelb-Blau-Schwäche, eine Form der Farben
fehlsichtigkeit (Med.). Tri|ta|no|pie die; -, ...ien (zu
tAnopie): Blaublindheit, Violettblindheit (Med.)
Triltelrilum das; -s (aus nlat. triterium, dies zu gr. tritos,
vgl. Tritium): svw. Tritium
Tri|the|is|musder; - (zu ttri... u. TTheismus): Abwandlung
der christlichen Dreieinigkeitslehre unter Annahme drei
getrennter göttlicher Personen
Tri Ithelmilmei res* die; -, - (zu gr. tritos „der Dritte“ u. hëmimerës „zur Hälfte“, Analogiebildung zu Hephthemimeres): ÎZäsur (1) nach dem dritten Halbfuß im Hexameter
(antike Metrik); vgl. Hephthemimeres u. Penthemimeres
Trilthilpndaj; -s, -e (zu ttri... u. gr. theîon „Schwefel“): he
terozyklische Verbindung mit drei Schwefelatomen im
Molekül (Chem.)
Tri|tilcum[...kom] das; -s (aus lat. triticum „Weizen“): Ge
treidepflanzengattung mit zahlreichen Weizenarten
Triltilum das; -s (zugr. tritos „Dritter“ (nach der Massen
zahl 3) u. t,,,ium): radioaktives Wasserstoffisotop, über
schwerer Wasserstoff; Zeichen T. Tri|ti|um|meltho|de
die; - : eine Methode zur Altersbestimmung wasserhaltiger
Stoffe (z.B. alter Weine)
Tri|to|je|sa|ja der; - {zxLgr. tritos „der Dritte“ u. zu Jesaja,
dem alttestamentlichen Propheten Israels, u. dem nach
ihm benannten Buch) : unbekannter, der Zeit nach dem ba
bylonischen Exil angehörender Verfasser von Jesaja
56-66; vgl. Deuterojesaja
’Trilton der; ...onen, ...onen (über lat. Triton aus gleichbed.
gr. Triton): 1. a) (ohne Plur.) griechischer Meergott, Sohn
des Poseidon u. der Amphitrite; b) (nur Plur.) griechische
Meergötter im Gefolge Poseidons. 2. Salamandergattung
mit zahlreichen einheimischen Arten (Biol.)
2Tri|ton das; -s, -s (Kunstw.): (österr.) Kinder[tritt]roller
3Tri|tond«i; -s, ...onen (zugr. triton, Neutr. von tritos „drit
tens“; vgl. 4...on>: Atomkern des TTritiums
Tri|to|nie[...io] die; -, -n (zu Î 'Triton u. t'...ie): Gattung der
Schwertliliengewächse (Bot.)
Triltolnus der; - (aus gleichbed. gr. trítonos zu t tri... u. gr.
tonos „Ton“): die übermäßige Quarte, die ein Intervall
von drei Ganztönen ist (Mus.)
Tri|tu|ra|ti|on die; -, -en (zu lat. tritura „das Reiben“ u.
t...ation): Verreibung eines festen Stoffes (bes. einer Dro
ge 2) zu Pulver; Pulverisierung (Med.)
der; -[e]s, -e (aus lat. triumphus „feierlicher Ein
zug des Feldherrn; Siegeszug, Sieg“): 1. a) großer Erfolg,
Sieg; b) Genugtuung über einen errungenen Erfolg, Sie
gesfreude. 2. im Rom der Antike der feierliche Einzug ei
nes siegreichen Feldherrn [mit seinen Legionen], trilumphal (aus lat. triumphalis „zum Triumph gehörend“):
herrlich, ruhmvoll, glanzvoll, großartig, trilumlphant
(aus gleichbed. lat. triumphans, Gen. triumphantis, Part.
Präs, von triumphare, vgl. triumphieren): (veraltend) a)
triumphierend, frohlockend; b) siegreich, erfolgreich. Triumlphaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. triumpha
tor zu triumphare, vgl. triumphieren): 1. im Rom der An
tike feierlich einziehender siegreicher Feldherr. 2. frohlo
ckender, jubelnder Sieger, trilumlphielren (aus gleich
bed. lat. triumphare, eigtl. „einen Triumph (2) feiern“): a)
Triumph (lb) empfinden, jubeln, frohlocken; b) sich ge
genüber jmdm., einer Sache als siegreich, sehr erfolgreich
erweisen; über jmdn., etwas siegen
Tri|umlvir[...v...] der; Gen. -s u. -n, Plur. -n (aus gleichbed.
lat. triumvir, Plur. triumviri zu tres, Gen. trium „drei“ u.
viri „Männer“): Mitglied eines Triumvirats. Trilumlvirat das; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. triumviratus): Dreimänrerherrschaft [im Rom der Antike]
Trilunlgullus der; -, ...li (zu ttri... u. lat. ungula „Huf,
Klaue“) : Dreiklauer, kleine, sehr bewegliche Larve des Öl
käfers mit drei klauenartigen Gebilden am letzten Fuß
glied (Zool.)
tri I va lient [...V...] (zu ttri... u. t Valenz): dreiwertig (Chem.)
tri|vi|al [,..v...] (über gleichbed. fr. trivial aus lat. trivialis
„jedermann zugänglich, allgemein bekannt“ zu trivium,
vgl. Trivium): a) im Ideengehalt, gedanklich recht unbe
deutend, nicht originell; b) alltäglich, gewöhnlich, nichts
Auffälliges aufweisend. tri|vila|ii|sie|ren (nach gleich
bed. fr. trivialiser): etwas trivial machen, ins Triviale zie
hen. Trilvilalliltätd/e; -, -en (nach gleichbed. fr. trivialité;
vgl. ...ität): Plattheit, Seichtheit, Alltäglichkeit. Trilvilalliltelralturdze; - (zu Îtrivial): Unterhaltungs-, Konsumli
teratur, die auf den Geschmack eines anspruchslosen Le
serkreises zugeschnitten ist u. vorwiegend aus kommer
ziellen Gründen produziert wird. Trilvilallnalme der;
-ns, -n: herkömmliche, volkstümliche, nicht nach gültigen
systematischen Gesichtspunkten gebildete Bezeichnung
einer Tier-, Pflanzenart, von Chemikalien (z.B. Kochsalz
statt Natriumchlorid). Trilvilum das; -s (aus gleichbed.
(m)lat. trivium, eigtl. „Kreuzung dreier Wege“, zu Î tri... u.
lat. via „Weg, Straße“): im mittelalterlichen Universitäts
unterricht die drei unteren Fächer Grammatik, Rhetorik,
Dialektik; vgl. Quadrivium
Tril zeps der; -[es], -e (zu lat. triceps „dreiköpfig“ zu ttri...
u. lat. caput „Köpf'): dreiköpfiger Muskel des Oberarms,
der den Unterarm im Ellbogengelenk streckt (Anat.)
trilzylklisch* [auch ... tSYk...], chem. fachspr. tricyclisch
[...'tsy:k..., auch ...'tsyk...] (zu ttri... u. Îzyklisch): aus drei
Benzolringen aufgebaut (von chem. Verbindungen)
trolchälisch [,..x...j (über lat. trochaicus aus gleichbed. gr.
trochaikös): den Trochäus betreffend; aus Trochäen beste
hend. tro|chan|tär (zu ÎTrochanter u. t...är>: den Tro
chanter betreffend. Trolchanlterder; -s, - (aus gleichbed.
gr. trochantër, eigtl. „Läufer, Umläufer“ zu trochos „Um
lauf*): Rollhöcker, Vorsprung am Oberschenkelknochen,
an dem die meisten Hüftmuskeln ansetzen (Anat.). Tro
chälus der; -, ...äen (über lat. trochaeus aus gleichbed. gr.
trochaîos, eigtl. „laufend, schnell“, zu tréchein „laufen“):
[antiker] Versfuß (- u ). Trolchillusder;-, ...ilen (überZat.
trochilus aus gleichbed. gr. trochilos): Hohlkehle in der
t Basis ionischer Säulen. Trolchit [auch ,.,'xit] der; Gen. -s
u. -en, Plur. -en (zu gr. trochos „Rad, runde Scheibe“ u.
t2...it>: versteinertes rädchenähnliches Stielglied ausge
storbener Seelilien. Tro|cho|i|de die; -, -n (zu gr. trochoTrilumph
1379
eidës „rad-, kreisförmig“): spezielle zyklische Kurve, Son
derform der Î Zykloide (Math.). Trolcholmelter der: -s, (zugr. trochos „Umlauf* u. Α...meter): (veraltet) Umlauf
messer, Wegmesser. Trolcholpholra die: -, ...phoren (aus
nlat. trochophora zu gr. trochos (vgl. Trochit) u. phorein,
phérein „tragen“): Larve der Ringelwürmer (Zool.). Trocho skop* das; -s, -e (zu gr. trochos „Umlauf' u.
t...skop): Gerät zur Röntgenaufnahme am liegenden Pa
tienten durch Verschieben der unter dem Tisch befindli
chen Röntgenröhre (Med.). Tro|cho|ze|pha|lie die: -,
...ien (zu gr. trochos (vgl. Trochit), kephalê „Kopf* u.
t2...ie): abnorme Rundform des Schädels (Med., Biol.)
Troglobilonten* die (Plur.) (zu gr. trôglê „Höhle“ u.
î...biont): Organismen, die an unterirdische Lebensräume
(Höhlen) gebunden sind; Höhlentiere (Biol.). Trolglolbios der;-: svw. Troglon. Tro Iglo Idyt der: -en, -en (über/at.
Troglodytae aus gr. Tröglödytai (Plur.) „Höhlenbewoh
ner“ zu trôglê „Loch, Höhle“ u. dÿesthai „eindringen, sich
verkriechen“): 1. Angehöriger einer in der Antike als un
zivilisiert angesehenen Völkerschaft, z.B. an den Küsten
des Roten Meeres. 2. Höhlenmensch (veraltete Bez. für
den Eiszeitmenschen, der angeblich in Höhlen gewohnt
hatte), trolgloldyltisch: die Troglodyten betreffend, in
der Art der Troglodyten. Trolglon das; -s, ...len (zu gr.
trôglê „Höhle“ u. î‘...on>: Organismusgemeinschaft in
Höhlen (Biol.)
Trglgon der; -s, Plur. -s u. ...onten (zu gr. trögön, Gen.
trögontos, Part. Präs, von trögein „nagen“): südamerik.
Nageschnäbler (bunt gefiederter Urwaldvogel)
Troilcart [troaka:n] vgl. Trokar
Troilka [ troyka, auch tro:ika] die; -, Plur. -s u. ...ken (aus
gleichbed. russ. trojka, eigtl. „Dreier“, zu troe „drei (als
Einheit)“, dies zu tri „drei“): 1. russ. Dreigespann, bes.
drei Pferde nebeneinander vor einem Pferdeschlitten. 2.
aus drei Personen bestehende [politische] Führungsgrup
pe
Troi i I Ijt [auch ...'lit] der; -s, -e (nach demital. Wissenschaft
ler D. Troili (1722-1792) u. zu t2...it>: in Eisen- od. Stein
meteoriten vorkommender Magnetkies, ein Mineral
troljalnisch (über gleichbed. lat. Troianus aus gr. Tröiös,
nach der antiken Stadt Troja in Kleinasien) : zur Stadt Tro
ja gehörend, sie betreffend: trojanisches Pferd (nach dem
großen hölzernen Pferd, in dem sich die besten griech.
Krieger verborgen hatten und das, von den Trojanern in
die Stadt geholt, die Eroberung Trojas herbeiführte): 1.
überraschendes Vorgehen, [Kriegslist. 2. durch Nachläs
sigkeit u. Selbstsicherheit heraufbeschworene Gefahr, die
zwangsläufig zur Katastrophe führt
Trolkar der; -s, Plur. -e u. -s u. Troicart [troa'ka:n] der; -s, -s
(aus gleichbed. fr. trocart, trois-quarts für trois carres
„drei Kanten“): chirurgisches Stichinstrument mit kräfti
ger, dreikantiger Nadel u. einem Röhrchen für ÎPunktio
nen (Med.), trolkalrielren (zu Î ...ieren): mit dem Trokar
entnehmen (Med.)
trolkielren (aus gleichbed. fr. troquer, wohl aus dem Gall.):
Waren austauschen
Trokltollith [auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu
gr. tröktös „zernagt“ (dies zu trögein „nagen“) u. Î ...lith):
Tiefengestein aus Î Plagioklas, Î Olivin u. Î Augit
Trollleyibus ['trɔli...] der; ...busses, ...busse (aus gleichbed.
engl. trolleybus, dies aus trolley „Kontaktrolle an der
Oberleitung“ (zu to troll „rollen“) u. bus, vgl. 'Bus):
(Schweiz.) Oberleitungsomnibus
Tromlba die; -, ...ben (aus it. tromba, vgl. Trombe): ital.
Bez. für Trompete. Tromlba malrilna die; - -, ...be ...ne
(aus it. tromba marina, eigtl. „Meerestrompete“, wohl we
gen des trompetenähnlichen Klangs): dem îMonochord
verwandtes Streichinstrument des Mittelalters mit lang
gestrecktem, dreieckigem, keilförmigem Körper. Trom
Tropan
die; -, -n (über fr. trombe aus gleichbed. it. tromba,
eigtl. „Trompete“, nach der Form): Wirbelwind in Form
eines Trichters. Tromlben: Plur. von tTromba u. tTrombe
Tromibi dilolse die; -, -n (zu n/ɑ(. trombidium (älterer Gat
tungsname für Laufmilben) u. f',,,ose): svw. Trombikulose. Trom|bi|ku|lo|se die; -, -n (zu nlat. trombicula (Ver
kleinerungsbildung zu trombidium, vgl. Trombidiose) u.
t'.-.ose): durch bestimmte Milbenlarven hervorgerufene
juckende Hautkrankheit; Ernte-, Heukrätze
Tromlbolne der; -, ...ni (aus it. trombone zu tromba (vgl.
Trombe) u. dem Vergrößerungssuffix -one, eigtl. „große
Trompete“): ital. Bez. für Posaune.Trpmlpe die;-, -n (aus
fr. trompe, eigtl. „Trompete“): Bogen mit nischenartiger
Wölbung zwischen zwei rechtwinklig aneinanderstoßen
den Mauern (Archit.)
Trompe-l'Œil [trôp'lœj] das, auch der; -[s], -s (aus gleich
bed. fr. trompe-l’œil, eigtl. „Augentäuschung“): 1. Dar
stellungsweise in der Malerei, bei der durch naturalistische
Genauigkeit mithilfe perspektivischer Mittel ein Gegen
stand so wiedergegeben wird, dass der Betrachter nicht
zwischen Wirklichkeit u. Gemaltem unterscheiden kann
(bes. in Manierismus u. Barock). 2. Raumgestaltung, die
sich bestimmte Effekte des Trompe-l’Œil (1) zunutze
macht
Tromlpelte die; -, -n (aus mittelfr. trompette, Verkleine
rungsform von altfr. trompe „Trompete", wohl aus dem
Germ.): aus gebogener Messingröhre mit Schallbecher u.
Kesselmundstück bestehendes Blasinstrument, tromlpeten: 1. Trompete blasen. 2. (ugs.) a) sehr laut u. aufdring
lich sprechen; b) sich sehr laut die Nase putzen. Tromlpeter der; -s, -: jmd., der [berufsmäßig] Trompete spielt;
Trompetenbläser
Tromlpeulse [trð'po:zə] die; -, -n (aus fr. trompeuse „Be
trügerin“ zu tromper, vgl. trompieren): durch Polster
hochgewölbtes, den Halsausschnitt deckendes Tuch (um
1800). tromlpielren [trɔm...] (aus gleichbed. fr. trom
per): (landsch.) täuschen
...tron (verselbstständigt aus t'Elektron): Wortbildungsele
ment mit den Bedeutungen: a) „Elementarteilchen, Teil
chenbeschleuniger“, z.B. Neutron, Synchrotron, u. b)
„Elektronenröhre“, z. B. Dynatron, Magnetron
Trondlhjelmit [trɔnjɛ.... auch ...’mit] der; -s, -e (nach
Trondhjem, der alten Schreibung von Trondheim (Norwe
gen), u. zu T2...it): in den tKaledoniden Norwegens ver
breitetes Tiefengestein, ein quarzreicher tDiorit
1Troos|tit [tru:..., auch ... tit] der; -s, -e (nach dem amerik.
Geologen G. Troost (1776—1850) u. zu î2...it>: Abart des
T Willemits mit hohem Gehalt an Mangan
2Troos|tit [tro:..., auch ,,,'tɪt] der; -s, -e (nach dem franz.
Chemiker L. J. Troost (1825-1911) u. zu î2...it): beim Här
ten von Stahl durch schnelle Abkühlung entstandenes,
sehr feines tperlitisches Gefüge des Kohlenstoffs
...trop (zu gr. tropë „Wendung, Drehung“, dies zu trépein
„drehen, wenden“): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „auf etwas einwirkend, in eine bestimmte Richtung
sich wendend, spezifisch gegen etwas gerichtet“, z.B. gonadotrop, phototrop
Tropaeolum [,,,'pɛ:o...] das; -s (aus nlat. tropaeolum,
Verkleinerungsform von lat. tropaeum, vgl. Trophäe):
Pflanzenfamilie der Kapuzinerkressengewächse. Tropaelum [,,,pɛ:ʊm] vgl. Tropaion. Trolpailon das; -,
...paja u. Tropaeum [,,,'pɛ:ʊm] das; -s, ...paeen [,,,pɛ:ən]
(über lat. tropaeum aus gleichbed. gr. tropaion, eigtl.
„Wendepunkt“) : Göttern geweihtes Siegesmai an der Stel
le, an der der Gegner sich zuerst zur Flucht wandte (Baum
stumpf od. Pfosten, an dem erbeutete Waffen aufgehängt
waren; in der griech. u. röm. Antike)
Tro I pan das; -s, -e (Kunstw. zu nlat. atropa „Tollkirsche“
be
Tropanalkaloide
u. î...an): in vielen Alkaloiden vorkommende stickstoff
haltige, Îheterozyklische Verbindung. Tro|pan|al|ka|loilde die (Plur.): Gruppe von stickstoffhaltigen Naturstof
fen, die sich vom bizyklischen Tropan ableiten (z.B. das
in der Tollkirsche, einem Nachtschattengewächs, enthal
tene Atropin u. Skopolamin)
Tro|pa|ri|on das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mgr. tropárion, Verkleinerungsbildung zu gr. tropos „Tonart“):
kurzer Liedhymnus im orthodoxen Gottesdienst. ’Troparilum das; -s, ...ien [,,,iən] (zu Î'Tropen u. î...arium,
Analogiebildung zu t Aquarium): Anlage, Haus (in zoolo
gischen Gärten) mit tropischem Klima zur Haltung be
stimmter Pflanzen u. Tiere, Tropenhaus. 2Trolpa|ri|um
das; -s, ...ien [,,,iən] (zu îTropus u. t...arium): röm.-kath.
Chorbuch mit den Tropen (vgl. Tropus 2). Trolpe die; -,
-n (aus gleichbed. gr. trope, eigtl. „(Hin)wendung, Rich
tung“, zu trépein „wenden“): bildlicher Ausdruck; Wort
bzw. Wortgruppe, das bzw. die im übertragenen Sinn ge
braucht wird (z.B. Bacchus statt Wein; Sprachw.). ’Tro
pen die (Plur.) (über lat. tropa aus gr. tropai (heliou)
„(Sonnen)wende“, Plur. von trope, vgl. Trope): heiße Zo
ne zu beiden Seiten des Äquators zwischen den Wende
kreisen. 2Trojpen: Plur. von îTrope u. tTropus. Tropenlmeldilzin die; - (zu Î ‘Tropen): Teilgebiet der Medi
zin, das sich mit der Erforschung u. Bekämpfung von Tro
penkrankheiten beschäftigt u. die Lebensbedingungen in
den tropischen Zonen erforscht
troph..., Troph... vgl. tropho..., Tropho....... troph (zu gr.
tréphein „nähren“): Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „eine bestimmte Ernährungsweise bevorzugend, sich
ernährend“, z.B. autotroph, heterotroph
Trolphäe die; -, -n (unter Einfluss von fr. trophée aus
(spät)lat. trop(h)aeum, dies aus gr. tropaion „Siegeszei
chen“ zu trope „Wendung (des Feindes)“, vgl. Trope): 1.
erbeutete Fahne, Waffe o. Ä. als Zeichen des Sieges über
den Feind. 2. aus einem bestimmten Gegenstand (z.B.
Pokal) bestehender Preis für den Sieger in einem [sportli
chen] Wettbewerb. 3. Teil eines erlegten Tiers als Zeichen
erfolgreicher Jagd (z.B. Geweih); Jagdtrophäe. 4. (veral
tet) Zierrat zum Halten des Ordenszeichens
Trolphalllerlgen* das; -s, -e (meist Plur.) (zu ttropho... u.
t Allergen): als Allergen wirkendes Nahrungsmittel (Biochem., Med.). Trolphalllerlgie* die; -, ...ien: das Auftre
ten von allergischen Erscheinungen nach dem Genuss be
stimmter Nahrungsmittel (Med.). ...trolphie (zu gr. trophë „das Ernähren, Ernährung, Lebensweise“ u. î2...ie>:
Wortbildungselement mit der Bedeutung „bestimmte Ernährungs- u. Lebensweise“, z. B. Autotrophie, Heterotrophie. Trolphik die; - (zu gr. trophë „das Ernähren, Nah
rung“ u. T2...ik (2)>: Ernährungszustand eines Gewebes
(Biol., Med.), trolphisch: die Ernährung [der Gewebe]
betreffend, gewebsernährend; ernährungsbedingt (Med.),
trolpho..., Trolpho..., vor Vokalen auch troph...,
Troph... (zu gr. trophê „das Ernähren, Ernährung“, dies
zu tréphein „nähren“): Wortbildungselement mit der Be
deutung „Ernährung, Nahrung“, z.B. Trophobiose, trophologisch, Trophödem. Trolpholbiglse die; -, -n (zu
t...biose): Form der Ernährungssymbiose (z.B. Blattläu
se in Ameisenstaaten; Biol.). Trolpholblast* der; -en,
-en (zu gr. blastós „Blatt, Spross“): ernährende Hülle des
Embryos (Med.). Trolphöldem* das; -s, -e: auf Störun
gen der Gewebsernährung beruhende, chronisch verlau
fende Schwellung bes. der Beine (Med.), trolpholgen
(zu t...gen): Nahrung erzeugend; trophogene Zone: die
obere, lichtdurchlässige Schicht der Gewässer, in der
durch Photosynthese organische Substanz aufgebaut wird
(Ökologie). Trolphollglge der; -n, -n (zu î...loge>: Er
nährungswissenschaftler. Trolphollolgie die; - (zu t ...lo
gic): Ernährungswissenschaft. Trolphollolgin die; -,
1380
-nen: weibliche Form zu tTrophologe. trolphollolgisch
(zu Î...logisch): die Trophologie betreffend, trolphollytisch (zu gr. lytikós „zum Auflösen befähigt, auflö
send“): Nahrung zersetzend; tropholytische Zone: die
lichtlose Tiefenzone der Gewässer, in der keine Fotosyn
these mehr stattfinden kann u. in der der Abbau organi
scher Substanz begünstigt wird (Ökologie). Trolphoneulro se die; -, -n: Form der Neurose, die mangelhafte
Gewebsernährung u. damit Schwunderscheinungen an
Organen zur Folge hat (Med.). Trolpholphyll das; -s, -e
(zu gr. phÿllon „Blatt“): bei Farnpflanzen ein nur der
Î Assimilation (2 b) dienendes Blatt; Ggs. Î Sporophyll
(Bot.), trolpholtrop* (zu t...trop): den Stoffwechsel- u.
Ernährungszustand eines Organismus beeinflussend bzw.
im Sinne einer Erholung u. Wiederherstellung seiner Leis
tungsfähigkeit verändernd (Med., Physiol.)
Trolpilcal [...kl] der; -s, -s (zu engl. tropical „tropisch“; vgl.
'Tropen): luftdurchlässiger Anzugsstoff in Leinenbin
dung (Webart). ...trolpie (zu «r. trope, eigtl. „Wendung“,
u. T 2...ie>: Wortbildungselement mit der Bedeutung „Ein
wirkung auf etwas, Umwandlung von etwas“, z.B. Fototropie, Androtropie. Trolpilka die; - (verkürzt aus nlat.
(malaria) tropica): schwere Form der Malaria (Med.).
Trolpilkalrilum das; -s, ...ien [...ian] (zu lat. tropicus
(vgl. tropisch) u. t...arium>: svw. Troparium
Trolpin das; -s (Kunstw. zu ÎTropan u. T ...in ( 1)): ein Alka
loid in Nachtschattengewächsen
trolpisch (nach gleichbed. engl. tropic, dies über lat. tropi
cus aus gr. tropikös „zur Wende, Wendung gehörig“): 1.
die T 'Tropen betreffend, für sie charakteristisch; südlich,
heiß. 2. die ÎTrope betreffend; bildlich, übertragen
(Sprachw.). Trolpislmus der; -, ...men (zu gr. trope (vgl.
Trope) bzw. tropos „Wendung, Richtung“ u. t...ismus
(2)): durch äußere Reize bestimmte gerichtete Bewegung
festsitzender Tiere u. Pflanzen (Biol.). Trolpollglgilon
das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. mgr. tropolögion zu
gr. tropologem „figürlich reden“): liturgisches Buch der
orthodoxen Kirchen, das die Texte u. Melodien der Tro
parien enthält. Trolpolmyiolsin das; -s (zugr. trope, vgl.
Trope): eines der vier wesentlichen Proteine der Muskel
zelle (Biochem.). Trolpolnin das; -s (zu T...in (1)): eines
der vier wesentlichen Proteine der Muskelzelle (Bio
chem.). Trolpolpaulse [auch tro:...] die; - (zu Î’Pause):
Grenze zwischen Tropo- u. Stratosphäre (Meteor.). Tropo phyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu t...phyt): Pflanze
(bes. der gemäßigten Zonen u. Savannengebiete), die jah
reszeitlich wechselnden Temperatur- u. Feuchtigkeitsver
hältnissen unterworfen ist (Bot.). Tro|po|sphä|re* die; -:
die unterste, bis zu einer Höhe von 12km reichende, wet-,
terwirksame Luftschicht der Erdatmosphäre (Meteor.).
Tro|po|ta|xis die; -, ...xen (zu î2Taxis): Orientierungs
weise frei beweglicher Lebewesen; Ausgleichsbewegung
von Tieren zur Herstellung eines Erregungsgleichgewich
tes in symmetrisch angeordneten Reizempfängern (Bot.)
troplpo (zi.; über fr. trop „(zu) viel“ aus dem Fränk.) : zu
viel, zu sehr (in Vortragsanweisungen), z.B. tma non
troppo (Mus.)
Troipus der; -, Tropen (aus gleichbed. lat. tropus, dies aus
gr. tropos, vgl. Trope, Bed. 2 über gleichbed. mlat. tropus
ave, spatial. tropus „Gesang(sweise)“): 1. svw. Trope. 2. a)
Kirchenton (Tonart); b) Gesangsformel für das Schlussamen im gregorianischen Gesang; c) melodische Aus
schmückung von Texten im gregorianischen Choral
(Mus.)
Tross der; -es, -e (aus (alt)fr. trousse „Bündel“ zu trousser
„aufladen (u. festschnüren)“, dies über das Vulgärlat. aus
Zirt. torquere „winden, drehen“): 1. (veraltet) die Truppe
mit Verpflegung u. Munition versorgender Wagenpark. 2.
(oft abwertend) a) Anhang, Gefolge, Mitläufer; b) Schar,
1381
Haufen. Troslse die; -, -n (wohl über das Mittelniederl.
aus (alt)fr. trousse, vgl. Tross): starkes Tau, Drahtseil,
bes. zum Festmachen od. Schleppen großer Schiffe
Trotlteur [,,,'to:n] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. trotteur,
eigtl. „der zum schnellen Gang Geeignete“, zu trotter
„traben, trotten", dies wohl aus dem Germ., Bed. 2 zu fr.
trotter im Sinne von „flanieren“): 1. eleganter, bequemer
Schuh mit flachem od. mittlerem Absatz. 2. (veraltend)
kleiner Hut für Damen, trotltielren (nach gleichbed. fr.
trotter): (veraltet) traben. Trotltilnett das; -s, -e (aus
gleichbed. fr. trottinette zu trottiner „trippeln“ u. -ette
(Verkleinerungssuffix); vgl. ...ett): (Schweiz.) Kinderrol
ler. Trotltoir [,..'toa:ç] das; -s, Plur. -e u. -s (aus gleich
bed. fr. trottoir zu trotter, vgl. Trotteur): (Schweiz., sonst
veraltend od. landsch.) Bürgersteig
Troltyl das; -s (Kunstw. zu ÎTrinitrotoluol u. t...yl): svw.
Trinitrotoluol
Trotzlkislmus der; - (nach dem russ. Revolutionär L. D.
Trotzki (1879-1940) u. zu t...ismus (1)): von Trotzki u.
seinen Anhängern vertretene Variante des Kommunismus
mit der Forderung der unmittelbaren Verwirklichung der
Weltrevolution. Trotzlkist der; -en, -en (zu T ...ist>: An
hänger, Vertreter des Trotzkismus, trotzlkisltisch (zu
T ...istisch): den Trotzkismus betreffend, zu ihm gehörend,
ihm anhängend
Troulbaldour ['tru:badu:n, auch ... dure] der; -s, Plur. -e u.
-s (aus gleichbed. fr. troubadour, dies aus altprovenzal.
trobador „Dichter“ zu trobar „Weisen, Verse erfinden,
dichten“): provenzal. Minnesänger des 12.-14. Jh.s; vgl.
Trouvère
Troulble [trʌbl] der; -s (aus gleichbed. engl. trouble zu to
trouble „trüben; verwirren, beunruhigen“, dies über
(alt)fr. troubler aus dem Vulgärlat. zu lat. turba „Verwir
rung“): (ugs.) Ärger, Unannehmlichkeit[en], Aufregung.
Trou|ble|shoo|ter ['trʌblʃu:tə] der; -s, - (aus engl. trou
bleshooter „Störungssucher“): jmd., der sich bemüht,
Konflikte auszuräumen, Probleme aus der Welt zu schaf
fen
Troulpiler [tru'pie:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. troupier
zu troupe „Truppe, Mannschaft“, weitere Herkunft unge
klärt, vielleicht aus dem Germ.): (veraltend) a) altgedien
ter, erfahrener Soldat; b) Truppenoffizier
Trouslseau [trʊ'so:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. trousseau, eigtl. „kleines Bündel“, zu trousse „Bündel“): (ver
altet) Brautausstattung, Aussteuer
Trou|vail|le [tru'va:jə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. trouvail
le zu trouver „finden“): [glücklicher] Fund. Troulvère
[...'vɛ:r] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. trouvère zu trouver in
der alten Bed. „Verse erfinden, dichten“): nordfranz.
Minnesänger des Mittelalters
Troylgelwicht ['troy...] das; -[e]s, -e (Lehnübersetzung zu
engl. troy weight, nach der franz. Stadt Troyes): Gewicht
in England u. den USA für Edelmetall u. Edelsteine
Truck [trʌk] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. truck, weitere
Herkunft ungeklärt): [großer] Lastkraftwagen; Lastzug
[mit Sattelauflieger], bes. im [internationalen] Fernver
kehr. Trulcker ['trʌkn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. tru
cker): jmd., der einen Truck fährt, Lastwagenfahrer
Trucklsysltem ['trʌk...] das; -s (aus gleichbed. engl. truck
system, zu engl. truck „Tausch“, Herkunft ungeklärt):
frühere Entlohnungsform, bei der der Arbeitnehmer Wa
ren teilweise od. ausschließlich als Entgelt für seine Leis
tungen erhielt
Truf|fal|di|no der; -s, Plur. -s od. ...ni (aus it. truffaldino
„Betrüger“ zu truffa „Betrug“): Dienerfigur der ital.
Commedia dell’Arte, dem t Arlecchino verwandt
Trulislmus der; - (nach gleichbed. engl. truism zu true
„wahr“; vgl. ...ismus (4)): Binsenwahrheit; Gemeinplatz
(z. B. man lebt nur einmal)
Tschamara
der; -s, Trulli (aus gleichbed. it. trullo, dies wohl aus
mgr. troüllos „Kuppel“): rundes Wohnhaus mit koni
schem Dach (auf der Salentinischen Halbinsel in Apulien)
Trulmeau [try'mo:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. trumeau,
eigtl. „Keule, Schenkel“, wohl aus dem Germ.): 1. Pfeiler
zwischen zwei Fenstern, bes. an Barockbauten des
18. Jh.s (Archit.). 2. (zur Innendekoration eines Raumes
gehörender) großer, schmaler Wandspiegel an einem Tru
meau ( 1 )
Trunl cus [...kus] der; -, ...ci (aus lat. truncus „Stamm eines
Baumes“): a) Gefäßstamm; b) Rumpf des menschlichen
Körpers (Med.), trunlkielren (aus engl. to truncate „ab
schneiden, kürzen“, dies zu lat. truncare „verstüm
meln“): bei einer Datenbankrecherche zur erweiterten
Suche (z. B. nach Zusammensetzungen, anderen Wortfor
men o.Ä.) einen Suchbegriff am Wortende, Wortanfang
od. in der Wortmitte durch eine bestimmte, in der jeweili
gen Suchmaschine gültige Maskierung (z.B. einen Aste
risk) als Platzhalter für die fehlenden Buchstaben abkür
zen (EDV). Trunlkielrung die; -, -en: das Trunkieren
(EDV) trunlkullär (zu T...är>: einen Gefäßstamm betref
fend (Med.)
Trust [trast, engl. trʌst] der; -[e]s, Plur. -e u. -s (aus gleich
bed. engl.-amerik. trust, gekürzt aus trust-company
„Treuhandgesellschaft“, zu engl. trust „Treuhand, Ver
trauen“): Zusammenfassung mehrerer Unternehmen un
ter einer Leitung zum Zweck der Monopolisierung. Trus
tee [tras'ti:] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. trustee): engl.
Bez. für Treuhänder
Try|pa|no|sp|ma das; -s, ...men (aus nlat. trypanosoma zu
gr. trÿpanon „Bohrer“ u. soma „Körper“): Vertreter einer
Gattung der Geißeltierchen mit zahlreichen Krankheits
erregern (z. B. dem Erreger der Schlafkrankheit). Trylpano|so|mj|a|sis die; -, ...iasen (zu î...iasis): Schlafkrank
heit (Med.)
Tryplsin das; -s (Kunstw.; wohl zu gr. trÿein „aufreiben,
verzehren“ u. ÎPepsin): Eiweiß spaltendes ÎEnzym der
Bauchspeicheldrüse (Biochem.). Tryplsilnolgen das; -s
(zu T...gen): chem. Vorstufe des Trypsins (Biochem.).
Trypltolphan das; -s (zu gr. phanerós „offenbar, deut
lich“): eine in den meisten Eiweißstoffen enthaltene
t Aminosäure (Biochem.)
Trylselgel [ trai...] das; -s, -e (Lehnübersetzung von engl.
try sail): dreieckiges Sturmsegel für Hochseejachten
Tsamlba der; -[s] (aus dem Tibet.): tibet. Nahrungsmittel,
steifer Teig aus gerösteten, gemahlenen u. mit Tee u. But
ter verkneteten Gerstenkörnern
Tsantlsa* die; -, -s (aus dem Jivaro, einer südamerik. In
dianersprache): eingeschrumpfte Kopftrophäe (bei einem
südamerik. Indianerstamm)
Tsatlsilki* vgl. Zaziki
Tschaldor [auch ...’dore] u. Tschaldyr der; -s, -s (aus
gleichbed. pers. cädur (wan)): (von pers. Frauen getrage
ner) langer, den Kopf u. teilweise das Gesicht u. den Kör
per bedeckender Schleier
Tschaitlja* der od. das; -[s], -s (aus sanskr. caitya, eigtl.
„Grabmal“): aus dem Fels gehauene Höhle, deren Archi
tektur am Vorbild aus Holz errichteter Hallen orientiert
ist u. die hauptsächlich buddhistischen Kultzwecken dien
te
Tschalja der; -s, -s (aus dem Indian.): Schopfwehrvogel
(südamerik. hühnerartiger Vogel)
Tschalko der; -s, -s (aus ung. csákó „Husarenhelm“): (frü
her) im Heer u. (nach 1918) von der Polizei getragene Zy
linder-, helmartige Kopfbedeckung
Tschalkra* das; -[s], -s (zu sanskr. srká „(Wurfge
schoss“): altindische Schleuderwaffe
Tschalmalra die; -, Plur. -s u. ...ren (aus gleichbed.
tschech. camara bzw. poln. czamar(k)a); zur tscheTrullio
1382
Tschan
chischen u. polnischen Nationaltracht gehörende, ge
schnürte Jacke mit niedrigem Stehkragen
Tschan das; -[s] (über chin, chan aus sanskr. dhyäna „Me
ditation“): chines, buddhistische Richtung; vgl. Zen
Tschanldu das; -s (über engl. chandoo aus gleichbed. Hin
di candü) : zum Rauchen zubereitetes Opium
Tschalnolju das; - (aus jap. cha-noyu, eigtl. „Teewasser“):
Teezeremonie als japan. Brauch, der aus feierlichen
Handlungen buddhistischer Priester beim Teetrinken her
vorgegangen ist
Tschaplka die; -, -s (aus gleichbed. poln. czapka, eigtl.
„Mütze, Kappe“): frühere, mit viereckigem Deckel verse
hene (urspr. poln.) Mütze der Ulanen
Tscharlda vgl. Csárda. Tscharldasch vgl. Csárdás
Tscharlka dze; - (aus gleichbed. russ. carka, eigtl. „Be
cher“): früheres russ. Flüssigkeitsmaß (= 0,1231)
Tschas|tusch|ka die; -, ...ki (aus gleichbed. russ. castuska
zu castyj „häufig“ (weil es oft gesungen wurde)): volks
tümliches russ. Lied, vielfach satirischen Inhalts
tschau (aus gleichbed. it. ciao, dies aus schiavo „Sklave“,
also eigtl. „(Ihr) Diener“): tschüs!, hallo!; vgl. ciao
Tschalusch der; -, -[s] (aus gleichbed. türk, çavuç): 1. ehe
maliger türkischer Leibgardist, Polizist, Unteroffizier.
2. Spaßmacher bei einer Hochzeit (auf dem Balkan) _
Tschelka die; - (aus russ. Ceka; Kurzw. aus russ. Crezvycajnaja komissija „Außerordentliche Kommission“):
(von 1917 bis 1922) Name der politischen Polizei in Sow
jetrussland
Tschelkilang das; -s, -s (nach der gleichnamigen chines.
Provinz): flach gelocktes od. geflammtes chines. Lamm
fell
Tschelkist der; -en, -en (aus gleichbed. russ. cekist zu Ce
ka, vgl. Tscheka): a) Angehöriger der Tscheka; b) Ange
höriger des Staatssicherheitsdienstes in den ehern, sozia
listischen Ländern
Tschelpetz der; -, -e (aus russ. cepec „Haube“): svw. Kakoschnik
Tscher kess ka die; -, Plur. -s u. ...ken (aus russ. cerkeska
„Tscherkessenrock“, nach dem kaukas. Volk der Tscherkessen): langer, eng anliegender Leibrock mit Gürtel u.
Patronentaschen (Nationalkleidung, auch Uniform der
Kaukasusvölker)
Tscherlnitlza die; - (zu tschech. cernÿ „schwarz“):
schwarzerdeartiger Auenboden in Lössgebieten. Tschernolbyl [russ. tʃɛr'nɔ...] das: -s,, -s (nach dem gleichnami
gen Kernkraftwerk (russ. Cernobyl) bei Kiew, in dem
sich 1986 ein folgenschwerer Reaktorunfall ereignete):
atomare Katastrophe größeren Ausmaßes [mit ausge
dehnter Verseuchung der Umwelt]. Tscherlnolsem
[,,,'zjɔm] u. Tscherlnosljom* das; -s (aus gleichbed.
russ. cernozëm zu cërnyj „schwarz“ u. zemlja „Erde“):
Schwarzerde (fruchtbarer, humushaltiger Lössboden in
Südrussland)
Tscherlwolnez der; -, ...wonzen (aber: 5 -) (aus gleichbed.
russ. cervonec zu cervonnyj „(gold)rot“): frühere russ.
Währungseinheit, bes. in Form von Goldmünzen
Tschetlnik der; -s, -s (zu serb. u. kroat. ceta „Schar, Ban
de, Truppe“): a) (hist.) Angehöriger einer Truppe königs
treuer serb. Partisanen im Zweiten Weltkrieg; b) Angehö
riger einer politisch motivierten, bewaffneten serb. Ein
heit
Tsche|wapt|schit|schi* die (Plur.) (aus gleichbed. serb.
u. kroat. cevapcici): gegrillte Röllchen aus pikant gewürz
tem Hackfleisch
Tschilbuk der; -s, -s (aus gleichbed. türk, çubuk, eigtl.
„Stab, Rohr“): lange türkische Tabakspfeife mit kleinem
Kopf
Tschick der; -s, - (aus it. cicca, eigtl. „Kleinigkeit“): (österr. ugs.) Zigarette[nstummel]
das; -s, -s (aus gleichbed. türk. çif(t)lik> : türki
sches Landgut, Meierei
Tschilkosch vgl. Csikös
Tschin der; -s, -s (aus russ. ein „Rang, Dienstgrad“):
Dienstgrad im alten russ. Beamtenwesen
Tschilnellle die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. it. cinelle, eigtl. „kleines Becken“; vgl. ...eile): Schlaginstrument
aus zwei tellerförmigen Messingscheiben; Becken (für
Militärmusik)
Tschilnowlnik der; -s, -i (aus gleichbed. russ. cinovnik zu
ein, vgl. Tschin): Beamter im alten russ. Beamtenwesen
Tschilru der; -[s], -s (aus dem Tibet.): bis 1,3 m körperlange
Antilopenart in den Hochgebirgen Zentralasiens
Tschislma der; -s, ...men (meist Plur.) (aus gleichbed. ung.
czisma): niedriger, farbiger ungarischer Stiefel
Tschistlka die; - (aus russ. cistka „Säuberung“ zu cistit’
„reinigen, säubern“): Entfernung politisch verdächtiger
od. missliebiger Personen in der Sowjetunion in der Zeit
des Stalinismus (bes. 1935-39)
Tschiltralka* das; -[s], -s (aus dem Hindi): täglich erneu
ertes Sektenzeichen auf der Stirn der Hindus
Tschon vgl. Chon
Tschorlba die; - (aus gleichbed. türk, çorba): Suppe, Ein
topf
Tschorlten der; -, - (aus tibet. chörten „Objekt der Opfe
rung“): tibet. Form des î Stupas
Tschulmak der; -s, -s (aus älter, russ. cumak „Frachtfuhr
mann“): ukrainischer Fuhrmann
tschüs [auch tʃvs], auch tschüss (französierend zu span.
adiós, dies aus lat. ad deum, vgl. ade): (ugs.) auf Wieder
sehen! (Abschiedsgruß bes. unter Verwandten u. guten
Bekannten). Tschüs [auch ʧvs], auch Tschüss das; -, (ugs.) Abschiedsgruß; Tschüs, auch Tschüss sagen: sich
verabschieden
Tschusch der: -en, -en (Herkunft ungeklärt, vielleicht aus
dem Slaw.): (österr. ugs. abwertend) Ausländer (bes. als
Angehöriger eines südosteuropäischen od. orientalischen
Volkes)
tschüss usw. vgl. tschüs usw.
Tsetlselflielge* die; -, -n (zu gleichbed. Bantu tsetse (laut
malend)): im tropischen Afrika vorkommende Stechflie
ge, die den Erreger der Schlafkrankheit überträgt
T-Shirt ['ti:ʃə:t] das; -s, -s (aus engl. T-shirt, wohl nach dem
T-förmigen Schnitt): eng anliegendes [kurzärmeliges]
Oberteil aus Maschenware [ohne Kragen]
Tsjao der; -[s], -[s] (aber: 10 Tsjao) (chin.): chines. Münze
Tsulba das; -[s], ...ben (aus gleichbed. jap. tsu-ba): Stich
blatt des japanischen Schwertes
Tsulga die; -, Plur. -s u. ...gen (aus gleichbed.yap. tsuga):
Schierlings- od. Hemlocktanne
Tsu kalhatra der; -[s], -[s] (nach dem japan. Turner M.
Tsukahara, *1947): ein Pferdsprung mit Radwende u. Sal
to (Turnen)
Tsulmelbit [auch ... bit] der; -s, -e (nach dem Fundort Tsumeb in Namibia u. zu t2...it): ein smaragdgrünes, in klei
nen, verwachsenen Kristallen auftretendes Mineral
TsyInalmi der; -, -s (aus gleichbed. jap. tsunami, eigtl.
„Hochwasser“): plötzliche Meereswelle im Pazifik, die
durch Veränderungen des Meeresbodens durch unterseei
sche Erdbeben od. Vulkanausbrüche entsteht (mit verhee
render Wirkung an den Küsten)
Tsulsylmi die; -, -s (aus gleichbed.jap. tsusumi): zweifellige japan. Trommel, die im No-Spiel u. in der Hofmusik
verwendet wird
tua res agiltur (/ɑi,): um deine Angelegenheit handelt es
sich, dich geht es an, du musst selbst aktiv werden
Tub [tʌb] das; -[s], -s (aber: 5-) (aus engl. tub): engl. Ge
wichtsmaß für Butter (= 38,102kg) u. Tee (= 27,216kg)
Tulba die; -, Tuben (aus lat. tuba „Röhre, Tube“): 1. zur
Tschift lik
1383
Bügelhörnerfamilie gehörendes tiefstes Blechblasinstru
ment mit nach oben gerichtetem Schalltrichter u. vier
Ventilen. 2. altröm. Blasinstrument, Vorläufer der Trom
pete. 3. röhrenförmige Verbindung zwischen der Pauken
höhle des Ohrs u. dem Rachen, Ohrtrompete (Med.). 4.
Ausführungsgang der Eierstöcke; Eileiter (Med.). Tubarlgralvildiltät die; -, -en [...v.„] (zu lat. tuba uterina
„Eileiter“): Eileiterschwangerschaft, Schwangerschaft,
bei der sich der Keim im Eileiter entwickelt (Med.),
tubelless ['tju:blɪs] (aus gleichbed. engl. tubeless):
schlauchlos (von Fahrzeugreifen). Tulben ['tu:...]: Plur.
von îTuba u. ÎTubus
Tu Iber das: -s, - (aus lat. tuber „Höcker, Knoten, Ge
schwulst“): Höcker, Vorsprung, physiologische An
schwellung od. Verdickung eines Organs (bes. eines Kno
chens; Med.).Tulber|kel der; -s, -, österr. auch die; -, -n
(aus lat. tuberculum „Höckerchen, kleine Geschwulst“,
einer Verkleinerungsbildung zu lat. tuber „Höcker, Kno
ten, Geschwulst“): 1. kleiner Höcker, Vorsprung (beson
ders an Knochen; Anat.). 2. knötchenförmige Ge
schwulst, [Tuberkulose]knötchen (Med.), Tulberikelbakterie [,,,iə] die; -, -n (meist Plur.): Erreger der Tu
berkulose (Med.). tu|ber|ku|lar (zu T...ar>: knotig, mit
Bildung von Tuberkeln einhergehend (von Organverände
rungen; Med.). Tulberlkullid das: -[e]s, -e (zu gr. -eidës
„ähnlich“; vgl. 2...id): gutartige Hauttuberkulose (Med.).
Tulberlkullin das; -s (zu î...in (1)>: aus Zerfallsstoffen
der Tuberkelbakterien gewonnene Substanz, die zum
Nachweis von Tuberkulose verwendet wird (Biochem.,
Med.). Tulber|ku|lin|re|ak|ti|on die; -, -en: allgemeine
u. bes. lokale allergische Reaktion des Organismus nach
der Applikation von Tuberkulin auf bzw. in die Haut
(Med.), tu|ber|ku|lolid (zu t,,,oid): einer Tuberkulose
ähnlich (Med.). Tulberlkullom das; -s, -e (zu t,,,om):
Geschwulst aus tuberkulösem Gewebe (Med.), tulberku lös, österr. ugs. auch tu|ber|ku|los (zu t`,,,os bzw.
...ös): a) die Tuberkulose betreffend, mit ihr zusammen
hängend; b) an Tuberkulose leidend; schwindsüchtig
(Med.).Tu|ber|ku|lo|se die; -, -n (zu T’...ose>: durch Tu
berkelbakterien hervorgerufene chronische Infektions
krankheit (z.B. von Lunge, Haut, Knochen); Abk.: Tb,
Tbc, Tbk (Med.).Tu|ber|kullos|ta|ti|kum* das; -s, ...ka
(zu gr. statikös „zum Stillstehen bringend“ u. t...ikum):
svw. Antituberkulotikum tu ber ku los ta tisch*: das
Wachstum von Tuberkelbakterien hemmend (von Arz
neimitteln; Med.), tulbelrös, auch tulbelros (aus lat.
tuberosus „voller Höcker od. Knoten“ zu tuber, vgl. Tu
berkel): höckerig, knotenartig, geschwulstartig (Med.).
Tulbelrolse die; -, -n (aus nlat. tuberosa, eigtl. „die
Knollenreiche“, zu lat. tuberosus, vgl. tuberös): aus Mexi
ko stammende, stark duftende Zierpflanze mit weißen
Blüten an langem Stängel. Tu|be|ro|si|tät die; - (zu
T ...osität) : das Auftreten von knötchenartigen Wucherun
gen an älteren Wurzeln des Weinstocks, die durch die Tä
tigkeit der Reblaus hervorgerufen werden
Tulbetlte die; -, -n (französierende Bildung zu dt. Tube
(aus lat. tuba) u. T...ette): schmales, die Schreibpaste ent
haltendes Röhrchen im Kugelschreiber. Tul bi |fex der; -,
...bifices [,,,tse:s] (aus nlat. tubifex zu lat. tubus „Röhre“
u. facere „machen“); bis zu 8cm langer, in Schlammröh
ren lebender roter Ringelwurm, der vor allem als Futter
für Aquarienfische genutzt wird, tulbullär (aus nlat. tu
bularis zu lat. tubulus, vgl. Tubulus): schlauch-, röhren
förmig (Med.), tulbullös (aus nlat. tubulosus): svw. tubulär.Tulbullus der; -, ...li (aus lat. tubulus „kleine Röh
re“, Verkleinerungsform von tubus, vgl. Tubus): sehr klei
ner, schlauchförmiger Körperkanal (Anat.).Tulbus der;
-, Plur. ...ben u. -se (aus lat. tubus „Röhre“): 1. linsenfas
sendes Rohr bei optischen Geräten. 2. Rohransatz an
Tumormarker
Glasgeräten. 3. Röhre aus Metall, Gummi od. Kunststoff
zur Einführung in die Luftröhre (z.B. für Narkosezwe
cke; Med.). 4. (veraltet) Fernrohr
Tulchent die; -, -en (Herkunft unsicher; vielleicht aus dem
Slaw.): (österr.) Federbett
Tu|dor|bo|gen ['tju:də,,,, auch 'tu:dɔr,,,, ...do:ç...[ z/er; -s, (nach dem engl. Königshaus der Tudors (1485-1603)):
Spitzbogen der engl. Spätgotik. Tuldorlstil der; -s: Stil
der engl. Spätgotik zwischen 1485 u. 1558, in den auch
Renaissanceformen einflossen
Tuflfit [auch ...Tit] der; -s, -e (zu Tuff (vulkanisches Ge
stein) u. î2...it>: mit nicht vulkanischen Sedimenten wech
selweise geschichtete Ablagerung aus vulkanischen Lo
ckermassen
Tufltex® das; - (Kunstw.): ein Teppichgewebe. Tufltingwalre ['taftɪŋ...] zZze; - (zu engl. tufting „das Anordnen in
Büscheln“ zu to tuft „in Büscheln anordnen“): Teppich
ware, bei der nach einem Spezialfertigungsverfahren
Schlingen in ein Grundgewebe eingenäht werden
Tugh [tok] i/er; -s, -s (aus gleichbed. türk, tug): (früher) in
der Türkei Rossschweif als militärisches Ehrenzeichen.
Tughlra die; - (aus gleichbed. izzrZ;. tugra): Namenszug
des Sultans auf Staatsurkunden, Orden u. Münzen
Tulgulrio der; -, -s (meist Plur.) (aus span, tugurio, eigtl.
„(Schäfer)hütte“): innerstädtisches Elendsviertel in den
Andenstädten Südamerikas
Tul islmus der; - (zu lat. tu „du“ u. t...ismus (2)): (veraltet)
svw. Altruismus
Tulkan [auch tu'ka:n] z/er; -s, -e &>er span, tucán aus Tupi
u. Guarani (südamerik. Indianersprachen) tuka(no)):
Pfefferfresser (mittel- u. südamerik. spechtartiger Vogel)
Tu|la|rälmi_e* die: -, ...ien (nach der kalifornischen Land
schaft Tulare, wo die Krankheit erstmals beobachtet wur
de, u. zu t...ämie): Hasenpest, auf den Menschen über
tragbare (Fieber u. Erbrechen hervorrufende) Seuche
wild lebender Nager (Med.)
Tullilpan der; -[e]s, -e u. Tullilpalne die; -, -n (wohl aus
gleichbed. z'Z. tulipano, dies aus dem Türk.): (veraltet) Tul
pe
Tullum der; -[s], - (aus türk, tulum „Sack (aus Ziegen
balg)“): türk. Sackpfeife
’Tumlba die; -, ...ben (aus spätlat. tumba „Grab“, dies aus
gr. tymbos „Grabhügel“): 1. Scheinbahre beim kath. To
tengottesdienst. 2. sarkophagartiger Überbau eines Gra
bes mit Grabplatte
2Tum|ba die; -, -s (aus gleichbed. span, tumba zu retumbar
„ertönen“): mit den Händen zu schlagende große Trom
mel südamerik. Ursprungs, die in der Tanz- u. Unterhal
tungsmusik verwendet wird
Tumlbalga das; -s, ...ga (aus.spa«. tumbaga „Fingerring“):
goldähnliche Legierung
tumlbeln [ tarn...] (aus gleichbed. engl. to tumble, eigtl.
„sich hin- u. herwälzen“): Wäsche im Tumbler trocknen
Tumlben: Plur. von T'Tumba
Tumlbler* [‘tarn...] der; -s, - (aus gleichbed. engl. tumbler):
elektr. Wäschetrockner
Tulmeslzenz die; - (zu lat. tumescere „(aufjschwellen“ u.
t...enz): Schwellung, Anschwellung (Med.). Tulmor
[auch ,..'mo:t] r/er; -s, Plur. ...oren, ugs. auch ...ore (aus
lat. tumor „Schwellung“ zu tumere „geschwollen sein“):
1. krankhafte Anschwellung eines Organs od. Organteils
(Med.). 2. Geschwulst, Gewächs, Gewebswucherung
(Med.).Tulmolrekltolmie* die; -, ...ien (zu Î...ektomie):
operative Entfernung einer Geschwulst (Med.).tulmolrigen (zu lat. tumor, Gen. tumoris (vgl. Tumor) u. Î ...gen):
die Fähigkeit besitzend, Tumoren hervorzurufen (von
Zellen; Med.).Tu|mo|ri|gelni|tät zZze; - (zu t ...ität>: tumorigene Eigenschaft von Zellen (Med.). Tu mor marker der: -s, -[s]: in Körperflüssigkeiten nachweisbare
Tumormetastase
Substanz, deren Konzentration Aufschluss über den
Grad der Bösartigkeit eines vorhandenen Tumors geben
kann (Med.). Tu|mor|me|tas|ta|se* die; -, -n (meist
Plur.): aus verschleppten Tumorzellen entstehende îMe
tastase (1) beim TMalignom (Med.). Tu|mor|the|ra|pie
die; -, ...ien [,,,i:ən]: therapeutische Behandlung von Tu
moren (Med.). TulmuHi: Plur. von TTumulus. Tulmult
der; -[e]s, -e (aus gleichbed. lat. tumultus): a) Lärm; Un
ruhe; b) Auflauf lärmender u. aufgeregter Menschen,
Aufruhr. Tu|mul|tu|ant der; -en, -en (zu lat. tumultuari
„lärmen“ u. î...ant>: Unruhestifter; Ruhestörer, Aufrüh
rer. tu|mul|tu|a|risch (nach lat. tumultuarius „in größ
ter Eile gemacht“): lärmend, unruhig, erregt, wild, unge
stüm, aufrührerisch. tu|mulltu|ie|ren (aus gleichbed.
lat. tumultuari): lärmen; einen Tumult erregen, tulmultuos u. tulmulltulös (über fr. tumultueux aus gleich
bed. lat. tumultuosus): heftig, stürmisch, aufgeregt, wild
bewegt, tulmulltulolso (it.): stürmisch, heftig, lärmend
(Vortragsanweisung; Mus.). Tulmullus der; -, ...li (aus
lat. tumulus „(Grab)hügel“ zu tumere, vgl. Tumor): Hü
gelgrab
Tunld ra* die; -, ...ren (aus gleichbed. russ. tundra): baum
lose Kältesteppejenseits der arktischen Waldgrenze
Tulneil das: -s, -e (zu TTunnel, beeinflusst von fr. tonnelle
„Tonnengewölbe“): (südd., österr., Schweiz.) svw. Tunnel
tu Inen ['tju:...] (aus engl. to tune „abstimmen; einfahren,
rennfertig machen“): 1. die Leistung eines Kraftfahrzeug
motors nachträglich erhöhen, einen Motor frisieren. 2. ei
nem Tourenwagen ein sportliches Äußeres geben. Tulner
['tju:nu] der; -s, - (aus gleichbed. engl. tuner): 1. a) Vor
richtung an einem Fernseh- od. Rundfunkgerät zur Ein
stellung des Frequenzkanals; Kanalwähler; b) diese Vor
richtung enthaltende Funktionseinheit (meist als Teil ei
ner Stereoanlage). 2. (Jargon) Spezialist für Tuning
Tunlfisch vgl. Thunfisch
Tungsltit [auch ..,'tit] der; -s, - (nach der schwed. Bez.
Tungsten für das Element Wolfram u. zu t2...it): Wolfram
ocker, ein Wolframmineral
Tulnil ca [...ka] die; -, ...cae [...ke] (nach lat. tunica
„Haut, Hülle“; vgl. Tunika): 1. äußere Schicht des ÎVe
getationskegels der Pflanzen (Bot.); Ggs. ÎCorpus (2).
2. dünne Gewebsschicht der Haut (z.B. die Schleimhäu
te; Med., Biol.). Tulnilcin [...ts...] vgl. Tunizin. Tulnika die; -, ...ken (aus gleichbed. lat. tunica, dies aus dem
Semit.); 1. im Rom der Antike (urspr. ärmelloses) Un
tergewand für Männer u. Frauen. 2. über dem Kleid ge
tragener [kürzerer] Überrock; ärmelloses, vorne offenes
Übergewand, das mit Gürtel über einem festlichen
Kleid aus dem gleichen Stoff getragen wird. 3. Grund
gewand der liturgischen Funktionsträger in den ortho
doxen Kirchen. Tulnilkalte die; -, -n (meist Plur.) (zu
lat. tunicatus „von einer Hülle umgeben“): ein Meeres
tier, dessen Körper von einer Hülle aus zelluloseähnli
cher Substanz umgeben ist, Manteltier (Zool.). Tulniken: Plur. von ÎTunika
Tulning ['tju:nɪŋ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. tuning,
eigtl. „das Abstimmen“, zu to tune, vgl. tunen): Gesamt
heit der Maßnahmen zur nachträglichen Erhöhung der
Fahrleistung von Kraftfahrzeugen, bes. der Motorleis
tung
Tu|ni|zel|la die,; -, ...lien (aus gleichbed. kirchenlat. tunicella, Verkleinerungsbildung zu lat. tunica, vgl. Tunika): li
turgisches Oberkleid des kath. ÎSubdiakons. Tulnilzin,
ehern, fachspr. Tunicin [...ts...] das; -s, -e (zu f...in (1)):
zelluloseähnliches Polysaccharid, das die Hüllsubstanz
der Manteltiere bildet
Tunlnel der; -s, Plur. - u. -s (aus gleichbed. engl. tunnel,
dies aus altfr. ton(n)el (fr. tonnelle) „Tonnengewölbe“ zu
tonne, vgl. Tonnage): a) röhrenförmiges unterirdisches
1384
Bauwerk, bes. als Verkehrsweg durch einen Berg, unter ei
nem Gewässer hindurch o.Ä.; b) unterirdischer Gang; c)
(beim Rugby bei einem Gedränge) freier Raum zwischen
den Spielern. Tun|nel|di|o|de4ze; -, -n: Halbleiterdiode,
die als Verstärker, Oszillator u. Schalter für sehr hohe
Frequenzen verwendet wird. Tunlnelleflfekt der; -s, -e:
1. quantenmechanisch erklärbare Erscheinung, bei der
atomare Teilchen ein Gebiet durchdringen, in dem die po
tenzielle Energie höher ist als die kinetische (Phys.). 2. ex
perimentell nachweisbare Erscheinung, dass die Wahr
nehmung eines bestimmten Objektes vom Wissen um die
Beschaffenheit abhängt (z.B. die Scheinbewegung von
Lichtpunkten; Psychol.). tun|ne|He|ren (zu t..deren):
(österr.) (durch etwas hindurch) einen Tunnel bauen.
Tunlnellielrung die; -, -en (zu T...ierung): (österr.) das
Tunnelieren, Tunnelbau
Tulpalmalro der; -s, -s (meist Plur.) (aus gleichbed. span.
tupamaro, nach dem peruan. Indianerführer Tüpac AmaruIL, 1743-1781): uruguayischer Stadtguerillero (bes. in
den 1960er-Jahren)
Tulpe) rfas; -s, - (Kunstw., wohl verselbstständigt aus TTripel, ΑQuadrupel, tQuintupel usw.); zusammenfassende
Bez. für aneinander gereihte bzw. zusammengehörende
Elemente einer Menge (Math., Informatik)
Tulpellolhoiz das; -es (aus Creek (einer nordamerik. In
dianersprache) ito opilwa): Holz des tropischen Tupelobaumes. Tulpellolstift der; -[e]s, -e: Quellstift aus auf
quellendem Holz des Tupelobaumes
Tulpiito; -: 1. eine Indianersprache Südamerikas. 2. svw.
Lingua geral (2)
Tul ralkos die (Plur.) (aus dem Afrik.): Familie farben
prächtiger, Früchte fressender Vögel Afrikas
Tul ras der; -, -se (zu/r. tour „Umdrehung“ u. niederd. as
„Achse“): großes Kettenrad (z.B. beim Eimerkettenbag
ger)
Turlba die; -, ...bae [...be] (aus lat. turba „Gewühl,
Schwarm, Haufe“): in die Handlung eingreifender drama
tischer Chor in Oratorien, Passionen u. geistlichen Schau
spielen; Ggs. î Soliloquent
Tur ban der; -s, -e (vermutlich unter Einfluss von gleich
bed. it. turbante (dies aus mittelgriech. Formen) aus türk.
tülbend, dies aus pers. dolband) : aus [einer kleinen Kappe
u.] einem in bestimmter Weise um den Kopf gewundenen
langen, schmalen Tuch bestehende Kopfbedeckung (bes.
der Moslems u. Hindus)
Tur|ba|ti|on rfze; -, -en (aus gleichbed. lat. turbatio zu tur
bare, vgl. turbieren): (veraltet) Störung, Verwirrung,
Beunruhigung. Turlbaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed.
lat. turbator): (veraltet) Unruhestifter, Aufwiegler
Türlbe rfze; -, -n (aus gleichbed. türk, türbe, dies aus arab
turba): islam., bes. türk., turmförmiger Grabbau mit kegel- od. kuppelförmigem Dach
Tuijbeillalrie [...ja] die; -, -n (meist Plur.) (aus nlat. turbellaria zu lat. turbella, Verkleinerungsbildung zu turbo, vgl.
Turbine): Strudelwurm (Zoo!.). Tur|bi|di|me|trie*dze; -,
...ien (zu lat. turbidus „unruhig, stürmisch“ u. t,,,metrie,
eigtl. „Trübungsmessung“): Analyseverfahren zur Be
stimmung kolloidal gelöster Substanzen, bei dem die
Lichtundurchlässigkeit als Maß für die Konzentration der
zu ermittelnden Substanz dient, turlbielren (aus gleich
bed. lat. turbare): (veraltet) beunruhigen, stören. tur|binal (zu îTurbine u. t'...al (1)>: gewunden (Techn.). Tur
bine die; -, -n (aus gleichbed. fr. turbine zu lat. turbo,
Gen. turbinis „Wirbel; Kreisel“): aus Laufrad u. festste
hendem Leitrad bestehende Kraftmaschine zur Erzeu
gung drehender Bewegung durch Ausnutzung der poten
ziellen Energie u. der Strömungskräfte von Gas, Wasser
od. Dampf. Turlbilnit [auch ... nit] der; -s, -e (zu t2...it):
versteinerte Kreiselschnecke. Tutjbo «ter; -s, -s: (ugs.) 1.
1385
Kurzform von ÎTurbolader, îTurbomotor. 2. Auto mit
Turbomotor, turlbo..., Turlbo... <zu lat. turbo, vgl. Tur
bine): Wortbildungselement mit der Bedeutung „durch
Turbinen angetrieben", z.B. Turbodynamo, Turbolader.
Tur|bo|dy|na|mo der; -s, -s: elektrischer Energieerzeu
ger (Generator), der unmittelbar mit einer Turbine gekop
pelt ist. turlbolelekltrisch*: mit von einem Turbodyna
mo gelieferten Strom arbeitend. Tur|bo|ge|ne|ra|tor
der; -s, -en: svw. Turbodynamo. Turibollalder der; -s, -:
mit einer Abgasturbine arbeitende Vorrichtung zum Auf
laden eines Motors. Turlbolmotor der; -s, ...oren: 1.
Motor mit einem Turbolader. 2. mit einer Gasturbine ar
beitendes Triebwerk (z. B. bei Hubschraubern). TURBO
PASCAL das; -: eine aus dem Î PASCAL weiterentwi
ckelte, besonders rasche Operationen ermöglichende
Programmiersprache (EDV). Tur|bo-Prpp-Flug|zeug
das; -[e]s, -e (Kurzw. aus tturbo... u. Propellerflugzeug):
Flugzeug mit einem Triebwerk, bei dem die Vortriebs
kraft von einer Luftschraube u. zusätzlich von einer
Schubdüse erzeugt wird. Turlbolvenltillaltor [...v...]
der; -s, -en: Kreisellüfter (Klimaanlage) mit geringem
Druck, turlbullent (aus lat. turbulentus „unruhig, stür
misch“ zu turba „Verwirrung, Lärm“): 1. stürmisch, un
gestüm, lärmend. 2. durch das Auftreten von Wirbeln ge
kennzeichnet, ungeordnet (Phys., Astron., Meteor.); tur
bulente Strömung: Strömung mit Wirbelbildung. Turlbulenz die; -, -en (aus spätlat. turbulentia „Verwirrung“): 1.
Wirbelbildung bei Strömungen in Gasen u. Flüssigkeiten
(Phys.). 2. ungeordnete Wirbelströmung der Luft (Mete
or.). 3. Unruhe; wildes Durcheinander, aufgeregte Be
wegtheit; ungestümes Wesen
turlca [...ka] tit.; Fern, von turco „türkisch“): svw. alia tur
ca
Turf [engl. tə:f] der; -s (aus gleichbed. engl. turf, eigtl. „Ra
sen“): a) Pferderennbahn; b) Pferderennen, Pferdesport
turlgeslzent (aus lat. turgescens, Gen. turgescentis, Part.
Präs, von turgescere, vgl. turgeszieren): durch vermehr
ten Flüssigkeitsgehalt prall gespannt u. angeschwollen
(von Geweben u. Organen; Med.). Turlgeslzenz die; -,
-en (zu t...enz): Anschwellung, Volumenzunahme von
Geweben bzw. Organen durch vermehrten Blut- u. Flüs
sigkeitsgehalt (Med.), turlgeslzielren (aus gleichbed.
lat. turgescere): infolge erhöhter Blut- bzw. Flüssigkeits
zufuhr anschwellen (von Geweben u. Organen; Med.).
Turlgor der; -s (aus spätlat. turgor „das Geschwollen
sein“ zu lat. turgere „angeschwollen sein“): 1. Spannungs
zustand, Flüssigkeitsdruck in einem Gewebe (Med.).
2. Druck des Zellsaftes auf die Pflanzenzellwand (Bot.)
Tulrilbullum das; -s, ...la (aus gleichbed. lat. turibulum zu
tus, Gen. turis „Weihrauch“): Weihrauchfass
Tu|ril|le die; -, -n (meist Plur.) (Herkunft ungeklärt): svw.
Tourill
Tu ring ma schi ne ['tjʊərɪŋ...] die; -, -n (nach dem brit.
Mathematiker A. M. Turing, 1912-1954): mathematisches
Modell einer Rechenmaschine
Tu|ri|o|ne die; -, -n (aus Zat. turio, Gen. turionis „Trieb,
Spross“): Überwinterungsknospe zahlreicher Wasser
pflanzen (Bot.)
Turklbaff der; -[s], -s (aus dem Pers.): ziemlich kurz ge
schorener Teppich mit vielstrahligem Stern als Mittelme
daillon
Turlkey [ tə:kɪ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. (cold) turkey
„(kalter) Truthahn(aufschnitt)“, weitere Herkunft unge
klärt): (Jargon) durch Entzugserscheinungen gekenn
zeichneter körperlicher Zustand (Zittern usw.) von Dro
genabhängigen, der eintritt, wenn die Wirkung des
Rauschgifts nachlässt
türlkjs (zu Î 'Türkis): blaugrün, türkisfarben. ’Türlkis der;
-es, -e (aus gleichbed. (mittel)fr. turquoise zu altfr. tur-
Tursuk
quois „türkisch“, nach den ersten Fundorten): a) ein fein
körniges, blaues, blaugrünes od. grünes Mineral; b) da
raus bestehender Schmuckstein. 2Tür|kis das; - (zu
Î'Türkis): blaugrüne Farbe, blaugrüner Farbton, turlkisielren (nach dem Volk der Türken u. zu t ...isieren): tür
kisch machen, gestalten. Turklmelne der; -n, -n (nach
dem vorderasiatischen Volk der Turkmenen): turkmeni
scher Orientteppich. Ttirlko der; -s, -s (aus gleichbed. fr.
turco, dies aus it. turco „Türke“): farbiger Fußsoldat des
franz. [Kolonial]heeres. Turlkollplge der; -n, -n (zu nlat.
Turco- „türkisch“ u. T...1oge>: Wissenschaftler auf dem
Gebiet der Turkologie. Tur|ko|lo|gie die; - (zu f...logie):
Wissenschaft von sämtlichen Turksprachen u. -kulturen.
tur ko io gisch (zu !...logisch): die Turkologie betref
fend
Turlmallin der; -s, -e (unter Einfluss von fr. u. engl. tour
maline aus singhal. turamalli): 1. ein rotes, grünes, brau
nes, auch schwarzes od. farbloses Mineral. 2. Edelstein
aus Turmalin (1)
Turn [to:nn, tærn, engl. tə:n] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
turn zu to turn „drehen“, dies über das Altfr. als lat. tor
nare „runden, drechseln“ zu tornus, vgl. Turnus): 1. Keh
re, hochgezogene Kurve im Kunstfliegen. 2. (Jargon)
(bes. durch Haschisch, Marihuana bewirkter) Rauschzu
stand. Turlnalround* [tə:nəraund] das od. der; -s, -s (aus
gleichbed. engl. turnaround): Umschwung in der wirt
schaftlichen Situation eines Unternehmens, bes. im Hin
blick auf die Überwindung einer Krise (Wirtsch.). tur
nen [tom..., 'tær...] (rückgebildet aus Îanturnen): 1. (Jar
gon) Rauschmittel zu sich nehmen, bes. Haschisch rau
chen. 2. (ugs.) eine berauschende Wirkung haben. Tur
nier [tur...] das; -s, -e (zu altfr. tourn(o)ier „am Turnier
teilnehmen“, dies zu torn „Drehung, Dreheisen“ aus lat.
tornus, vgl. Turnus): 1. ritterliches Kampfspiel im Mittelalter. 2. über einen längeren Zeitraum sich erstreckende
sportliche Veranstaltung, bei der in einzelnen Wettkämp
fen aus einer Anzahl von Teilnehmern od. Mannschaften
der Sieger ermittelt wird, turl nie Iren (zu î ...ieren): (ver
altet) ein Turnier austragen
Turlnolse die; -, -n (latinisiert aus fr. (gros) tournois
„(Dick)pfennig von Tours“): wichtige Handelsmünze im
13. u. 14. Jh.
Turlnolver* [tə:noʊvɛ] der od. das; -s, -s (aus engl. turn
over „das Umschlagen, die Umwandlung“ zu to turn over
„umdrehen, umschlagen“; vgl. Turn): die stoffwechsel
mäßige Umsetzung eines Stoffs im Körper (Med.). Turn
pike ['tə:npaɪk] die; -, -s (aus gleichbed. engl.-amerik.
turnpike, eigtl. „Schlagbaum“, zu pike „Zahl-, Mautstel
le“): gebührenpflichtige Autobahn in den USA. Turlnüre [tur...] die; -, -n (aus fr. tournure, eigtl. „Drehung“,
dies aus spätlat. tornatura „Drechslerei“ zu lat. tornare,
vgl. Turn): 1. (ohne Plur.) (veraltet) gewandtes Beneh
men. 2. in der Damenmode Ende des 19. Jh.s übliches Ge
säßpolster. Turlnus der; -, -se (aus gleichbed. mlat. turnus zu lat. tornus „Dreheisen“, dies aus gr. tornos): 1.
festgelegte, bestimmte Wiederkehr, Reihenfolge, regelmä
ßiger Wechsel; Umlauf; in gleicher Weise sich wiederho
lender Ablauf einer Tätigkeit. 2. Durchgang (eines Vor
gangs, eines Tests o.Ä.)
Tulron das; -s (nach der lat. Bez. für die franz. Stadt Tours
(lat. civitas Turonum)): zweitälteste Stufe der oberen
Kreide (Geol.). tulrolnisch: das Turon betreffend
Tur|ri|ze|pha|lie die; -, ...ien (zu lat. turris „Turm“,gr. kephalé „Kopf* u. t2...ie>: das Auftreten bzw. die Ausbil
dung einer abnorm hohen Schädelform (Med.). Turlrizelphallus der; -, ...li (aus gleichbed. nlat. turricephalus): Turmschädel, angeborene Wachstumsanomalie, bei
der sich eine abnorm hohe Schädelform ausbildet (Med.)
Turslsuk od. Turlsuk der; -[s], -s (aus dem Turkotat.):
Turzismus
Schlauchfloß aus Ziegenbälgen für die Bergflüsse des Pa
mirs
Turl zislmus rfer; -, ...men <aus nlat. turcismus zu Turco„türkisch“ u. t...ismus (4)): türk. Spracheigentümlichkeit
in einer nicht türk. Sprache
tulschielren (zu dt. Tusche u. T.. deren, Bed. 2 aus fr. tou
cher, vgl. touchieren): 1. ebene Metalloberflächen herstel
len (durch Abschaben der erhabenen Stellen, die vorher
durch das Aufdrücken von Platten, die mit Tusche bestri
chen sind, sichtbar gemacht wurden). 2. (veraltet) beleidi
gen
Tuslkullum das; -s, ...la (nach der altröm. Stadt Tusculum,
dem Landsitz Ciceros): (veraltet) 1. ruhiger, behaglicher
Landsitz. 2. Lieblingsaufenthalt
Tus|sah|sei|de die; - (zu engl. tussah „wilde Seidenrau
pe“, dies aus Hindi tasar): Wildseide des Tussahspinners
Tusl si Iku Haiti Ion iZZe; -, -en (zu lat. tussicula „leichter
Husten“ (Verkleinerungsform von tussis „Husten“) u.
t',,,ion): das Hüsteln (Med.). Tus|si|me|trie* die; -,
..den (zu î...metrie>: Aufzeichnung von Frequenz u. Stär
ke des Hustens (Med.). Tuslsis die; - (aus gleichbed. lat.
tussis) : Husten (Med.)
Tultand der; -en, -en (aus /at. tutandus „der zu Beschüt
zende“, Gerundivum von tutare „beschützen“): Schüler
bzw. Studienanfänger, der von einem Tutor (1) betreut
wird. Tultel <ZZe; -, -en (aus gleichbed. lat. tutela, eigtl.
„Schutz, Obhut“, zu tueri „schützen“): (veraltet) Vor
mundschaft. tultellalrisch (aus gleichbed. lat. tutelaris):
(veraltet) vormundschaftlich. Tu|ti|o|ris|mus der; - (zu
lat. tutior, Komparativ von tutus „sicher“ u. t...ismus
(2)): Haltung, die zwischen zwei Möglichkeiten immer die
sicherere wählt (Religion, Philos.). Tyltor der; -s, ...oren
(aus gleichbed. lat. tutor, eigtl. „Beschützer“, zu tueri
„schützen“, Bed. 1 aus gleichbed. engl. tutor): 1. a) Leiter
eines Tutoriums; b) Lehrer u. Ratgeber von Studenten
(z. B. bei praktischer pädagogischer Ausbildung); c) Leh
rer der gymnasialen Oberstufe, der eine Gruppe von
Schülern betreut. 2. Vormund, Erzieher (röm. Recht).
Tultolrat das; -s, -e (zu t...at (1)>: (bes. Schweiz.) svw.
Tutorium. Tu|to|ri|um das; -s, ...rien [...ion] (substanti
viertes Neutr. von lat. tutorius „sichernd, bewahrend“;
vgl. ...ium): eine Vorlesung od. ein ÎSeminar (2) beglei
tender, meist in einer kleineren Gruppe abgehaltener
Übungskurs an einer Universität
tutlta la forlza (z'Z.; „die ganze Kraft“): mit voller Kraft
(Vortragsanweisung; Mus.), tytlte [le] corlde [- (-) k...]
(z'Z.): alle Saiten, ohne Verschiebung (beim Klavier;
Mus.), tutlti {it.: Plur. von tutto „all-“): alle [Instrumen
ten- u. Gesangsjstimmen zusammen (Mus.). Tutlti das;
-[s], -[s]: alle Stimmen, volles Orchester (Mus.); Ggs. ÎSo
lo (1). Tutltilfrutlti das; -[s], -[s] (aus it. tutti frutti „alle
Früchte“): 1. Vielfruchtspeise; Süßspeise aus verschiede
nen Früchten. 2. (veraltet) Allerlei, Durcheinander, tutlti
quanlti {it.}: alle zusammen, ohne Ausnahme. Tutltispieller der; -s, - u. Tutltist der; -en, -en (zu îtutti; vgl.
...ist): Konzertmusiker, bes. Streicher, ohne solistische
Aufgaben (Mus.)
Tultu [ty'ty;] das; -[s], -s (aus gleichbed. fr. tutu, eigtl. Lall
wort aus der Kinderspr.): kurzes Tanzröckchen, Ballett
röckchen aus mehreren Schichten Tüll od. Nylon
TV [te: fau, ti:'vi:]: Abk. für Television
twealken ['twi:kən] (aus engl. to tweak „reißen, zerren“):
beim t Snowboarding im Sprung den Körper verdrehen
Tweed [tvi:t, engl. twi:d] der; -s, Plur. -s u. -e (aus gleich
bed. engl. tweed, nach dem schott. Fluss Tweed (der
durch das ursprüngliche Herstellungsgebiet fließt), zu
schott, tweel „Köper“): kräftiges, oft meliertes Woll- od.
Mischgewebe mit kleiner Bindungsmusterung
Tweelter ['twi:tə] der; -[s], - (aus gleichbed. engl. tweeter
1386
zu to tweet „einen hellen Ton von sich geben“, eigtl.
„zwitschern“): [Hochtonjlautsprecher an elektroakustischen Anlagen; Ggs. ÎWoofer
Twen der; -[s], -s (zu engl. twenty „zwanzig“): junger
Mann, seltener auch junges Mädchen in den Zwanzigern;
vgl. Teen
Twiggy [,,,gi] die; -, -s (nach dem gleichnamigen mager
süchtigen Mannequin der 1960er-Jahre>: extrem schlan
kes Mädchen (als Schönheitsideal)
Twill der; -s, Plur. -s u. -e (aus gleichbed. engl. twill): gekö
perter Baumwollfutterstoff od. Seidenstoff, Feinköper
(bes. für leichte Kleider)
Twins ¿íe (Plur.) (aus gleichbed. engl. twins, Plur. von twin
„Zwilling, Gegenstück“): Bez. für unregelmäßige Ver
wachsungen von Diamanten (im Schmuckhandel). Twin
set der od. das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. twinset, zu
set, vgl. 'Set): Pullover u. Jacke von gleicher Farbe u. aus
gleichem Material
Twirlling l'twə:lɪŋ] das; -s (zu engl. to twirl ,,(herum)wirbeln“ u. t...ing): Wettkampfdisziplin im Tanzsport mit
rhythmischen Bewegungen, akrobatischen Übungsteilen
u. dem t Baton als Sportgerät
’Twist der; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. twist zu to twist
„(zusammen(drehen: verrenken“): 1. mehrfädiges Baumwoll[stopf]garn. 2. strapazierfähiges Gewebe aus grobem
Zwirn. 2Twist der; -s, -s (aus gleichbed. engl. twist zu to
twist, vgl. ‘Twist): 1. aus den USA stammender Modetanz
im 4/4-Takt. 2. a) (ohne Plur.) Drall eines geschlagenen
Balls; b) mit Twist (2a) gespielter Ball (Tennis). 3. Schrau
be (beim Turnen); Sprung mit ganzer Drehung um die
Längsachse des gestreckten Körpers, twislten (nach
engl. to twist, vgl. 'Twist): 2Twist (1) tanzen. Twist-pffGlas das; -es, ...Gläser (zu engl. to twist off „abdrehen“):
Konservenglas mit Schraubdeckel
Twolbeat ['tu:bi:t] der; - (aus gleichbed. engl. two-beat,
eigtl. „Zweischlag“): archaischer od. allgemein traditio
neller Jazz der 1920er-Jahre, der dadurch charakterisiert
ist, dass (vorwiegend) jeweils zwei von vier Taktteilen be
tont werden. Twolstepp der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
two-step, eigtl. „Zweischritt“): schneller engl. Tanz im
2/4-Takt mit Betonung des zweiten Schrittes
Tylche [...çe] die; - (aus gleichbed. gr. tÿchê): Schicksal,
Zufall, Glück. Tylchislmus der; - (zu t...ismus (1)): An
schauung, nach der in der Welt der Zufall herrscht (bes.
nach demamerik. Philosophen Ch. Peirce, 1839-1914)
Tylcoon [taɪ'ku:n] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. tycoon,
dies aus jap. taikun, eigtl. „großer Herrscher“): 1. sehr
einflussreicher, mächtiger Geschäftsmann; Großkapita
list, Industriemagnat. 2. mächtiger Führer (z.B. einer.
Partei)
Tyllpm das; -s, -e (zugr. tÿlos „Wulst; Schwiele“ u. t...om):
Schwiele (Med.). Tyllplse u. Tyllolsis die; -, ...osen (zu
t'...ose bzw. l...osis): das Auftreten von Tylomen (Med.),
tyllpltisch (zu gr. tylötös „knotig“): schwielig (z.B. von
Ekzemen; Med.)
Tyml pal na: Plur. von Î Tympanon u. 1 Tympanum. Tympa nal or ga ne die (Plur.) (zu lat. tympanum (vgl.
Tympanum) u. Î '...al (1)): hoch differenzierte, symme
trisch angeordnete paarige Gehörorgane verschiedener
Insekten (Biol.). Tympanie die; -, ...ien (zu t2...ie):
Ansammlung von Gasen in inneren Organen, bes. Bläh
sucht bei Tieren (Med., Zool.); vgl. Meteorismus. Tympa nijtis die; -, ...itiden (zu T...itis>: (selten) svw. Tympa
nie. tymlpalniltisch: trommelartig schallend (z.B. vom
Klopfschail bei der Perkussion; Med.). Tymlpalnon
das; -s, ...na (aus gleichbed. gr. tympanon, eigtl. „Hand
trommel“, nach der (halbrunden) Form): oft mit Reliefs
geschmücktes Giebelfeld, Bogenfeld über Portal, Tür od.
Fenster (Archit.). Tym|pa|no|plas|tik die; -, -en (zu
1387
Typoskript
ÎTympanum): gehörverbessernder operativer Eingriff im
men; Med.). Tylpholmalnie die; - (aus gleichbed. gr.
Mittelohr zur Wiederherstellung des Schallleitungsappa
typhomania): beim Typhus auftretende Fieberdelirien
rates (Med.). Tymlpalnum das; -s, ...na (über gleich(Med.)
bed. lat. tympanum aus gr. tÿmpanon (vgl. Tympanon), 'Tylphon das; -s, -e (zu I “Typhon): eine Schiffssirene. 2TyBed. 2 u. 3 nach der (halbrunden) Form): 1. trommelar
phon der; -s, ...one (über lat. typhon aus gr. typhon, vgl.
tiges Schöpfrad in der Antike. 2. svw. Tympanon. 3. (ver
Taifun): (veraltet) Wirbelwind, Wasserhose
altet) Paukenhöhle im Mittelohr (Med.). 4. Handpauke tylphös (zu ITyphus u. I...ös): typhusartig; zum Typhus
(Mus.)
gehörend (Med.). Tylphus der; - (ausgr. typhös „Rauch,
Tynldalllef Ifekt ['tɪndl...] der; -[e]s (nach dem engl. Physi
Umnebelung“ zu typhoün „Rauch machen, umnebeln“):
ker J. Tyndall, 1820-1893): Lichtbeugungserscheinung an
mit schweren Bewusstseinsstörungen verbundene, fieber
den kleinsten Teilchen einer vollständig klaren kolloidalen
hafte Infektionskrankheit (Med.)
Lösung (Phys.). Tyn|dal|li|sa|ti|on [tindali...] die; -, -en ...tylpie (zu (Type u. t2...ie): Wortbildungselement mit den
(zu T...isation>: Sterilisation sporenhaltigen Materials
Bedeutungen „Druckverfahren“ u. „Druckerzeugnis“,
durch dreimaliges Erhitzen auf 100°C. Tynldalllolmez. B. Autotypie, bzw. „einen bestimmten Typ, eine Art be
ter das; -s, - (zu t‘...meter): auf der Streuung polarisier
treffend“, z.B. Isotypie. Tylpik die; -, -en (zu ITyp u.
ten Lichts beruhendes photometrisches Gerät zur Mes
I2...ik (1)>: 1. die Wissenschaft vom Typ (2; Psychol.); vgl.
sung des Staubgehalts der Luft
Typologie (1). 2. (veraltet) svw. Typologie (2). Ty|pi|kon
Typ der; -s, -en (über lat. typus aus gr. tÿpos „Gepräge,
das; -s, ...ka (aus gleichbed. mgr. tÿpikon, Neutr. von gr.
Schlag“ zu tÿptein „schlagen“): 1. (ohne Plur.) Urbild,
typikös, vgl. typisch): Buch mit liturgischen Festvor
Grundform, Beispiel (Philos.). 2. a) bestimmte psy
schriften u. Regeln in der orthodoxen Kirche. Tylping
chische Ausprägung einer Person, die mit einer Gruppe
[ tai...] das; -s, -s (zu engl. to type „einen bestimmten Typ
anderer Personen eine Reihe von Merkmalen gemeinsam
(1) darstellen, ein Muster sein für etwas“, dies zu type
hat (Psychol.); b) als klassischer Vertreter einer bestimm
„Muster, Urbild“ aus lat. typus, vgl. Typ): Einordnung ei
ten Kategorie von Menschen gestaltete, stark stilisierte,
ner bösartigen Geschwulst in Bezug auf den histologi
keine individuellen Züge aufweisende Figur (Literaturw.,
schen Typ (Med.), tylpisch [ ty:...] (über lat. typicus aus
bildende Kunst). 3. Schlag, Menschentyp, Gattung. 4.
gr. typikös „figürlich, bildlich“): 1. einen Typus betref
Bauart, Muster, Modell (Techn.). 5. in der Tierzucht u.
fend, darstellend, kennzeichnend. 2. charakteristisch, be
Tierhaltung Gesamterscheinung eines Tiers, vor allem im
zeichnend, unverkennbar. 3. (veraltet) vorbildlich, mus
Vergleich zu den Anforderungen des Zuchtziels der jewei
tergültig. tylpilsielren (zu I...isieren): 1. typisch (1), als
ligen Rasse. 6. (Genitiv auch -en; ugs.) eine bestimmte
Typ, nicht als individuelle Person darstellen, auffassen. 2.
männliche Person (ablehnend od. wohlwollend gemeint).
nach Typen (vgl. Typ 2, 3) einteilen. 3. svw. typen. Tylpi...typ (aus gr. typikös, vgl. typisch): Wortbildungsele
sierung die; -, -en (zu I...isierung): das Typisieren. Tyment mit der Bedeutung „einen Typ(us) betreffend, kenn
pilziltät die; -, -en (zu I ...izität) : charakteristische Eigen
zeichnend“, z. B. mesotyp. Tylpe die; -, -n (nach fr. type
art, modellhafte Eigentümlichkeit, tylpo..., Tylpo... (zu
rückgebildet aus dem Plur. Typen): 1. a) gegossener
ITyp bzw. IType): Wortbildungselement mit den Bedeu
Druckbuchstabe, Letter (Druckw.); b) einer Drucktype
tungen: a) „einen bestimmten Typ betreffend, kennzeich
ähnliches, kleines Teil einer Schreibmaschine, das beim
nend“, z.B. Typologie; b) „die Satztechnik od. den Druck
Drücken der entsprechenden Taste auf das Farbband u.
betreffend“, z.B. Typoskript. Tylpolgelnelse die; -, -n:
Formenbildung im Laufe der Stammesgeschichte (Biol.).
das dahinter eingespannte Papier schlägt. 2. (ugs.)
Tylpolgraf, auch ...graph der; -en, -en (aus gleichbed.
Mensch von ausgeprägt absonderlicher, schrulliger Ei
fr. typographe, vgl. ...graf): 1. (veraltet) Schriftsetzer. 2. ®
genart; komische Figur. 3. Sortenbez. für Müllereipro
eine Zeilensetzmaschine. Tylpolgralfie, auch ...gra
dukte. 4. (selten) svw. Typ (4). tylpen (zu (Typ (4)): in
phie die; -, ...ien (aus gleichbed. fr. typographie; vgl.
dustrielle Artikel zum Zwecke der 1 Rationalisierung nur
...grafie): 1. Buchdruckerkunst. 2. typografische Gestal
in bestimmten notwendigen Größen herstellen; vgl. typi
tung (eines Druckerzeugnisses), tylpolgralfisch, auch
sieren. Tylpen: Plur. von ITyp, TType, ITypos u. ITypus.
...gralphisch (aus gleichbed. fr. typographique; vgl.
Ty pen ko mö die [...is] die; -, -n (zu ITyp (2b)>: Ko
...grafisch): die Typografie betreffend; typografischer
mödie, deren komische Wirkung auf dem Handeln be
Punkt: Maßeinheit für Satzmaterialien, z.B. für Schrift
stimmter stehender Typen (2 b) beruht (Literaturw.). Tygrade; Zeichen p. Tylpoilith [auch ... lit] der; Gen. -enu.
penlpsylchollolgie die; - (zu ITyp (3)>: Richtung der
-s, Plur. -e[n] (zu Itypo... u. T ...lith) : Stein mit Abdrücken
Psychologie (Kretschmer, Jung, Jaensch u.a.), die sich
von Pflanzen od. Tieren. Ty|po|lo|gie die; -, ...ien (zu
mit den Typen der Persönlichkeit, des Charakters, des
t...logie): 1. Wissenschaft, Lehre von der Gruppenzuord
Körperbaus usw. befasst, die Menschen in psychologische
nung aufgrund einer umfassenden Ganzheit von Merk
Typen (2 a) einteilt
malen, die den ITyp (2) kennzeichnen; Einteilung nach
Tylphljltis* die; -, ...itiden (zu gr. typhlös „blind“ u.
Typen (Anthropol., Psychol.). 2. Wissenschaft, Lehre von
I ...itis): Blinddarmentzündung (Med.). Tylphlon das; -s,
der Vorbildlichkeit alttestamentlicher Personen u. Ereig
...la (zu l‘,..on>: ältere Bez. für den Blinddarm (Med.).
nisse für das Neue Testament u. die christliche Kirche
Tylphlolsis die; - (aus gleichbed. gr. typhlösis): (veraltet)
(z.B. Adam im Verhältnis zu Christus; Rel.). tylpolloBlindheit. Tylphloltolmie die; -, ...jen (zu gr. typhlös
gisch (zu I...logisch): die Typologie betreffend. Tylpo(vgl. Typhlitis) u. t...tomie): Blinddarmschnitt, operative
lylse die; -, -n (zu I ...lyse): Endstadium der Evolution ei
Öffnung des Blinddarms (Med.). Tylphloltrolphelum
ner Gruppe von Lebewesen (Ausbildung von Extremfor
das; -s, ...een (zu gr. trophê „Ernährung, Pflege“; vgl.
men vor dem Erlöschen mit Uberspezialisierungen u.
...ium): (veraltet) Blindenpflegeanstalt. TylphloltylpoGrößenzunahme; Biol.). Tylpolmelter das; -s, - (zu
grafie, auch ...gralphie die; -: erhabener Buchdruck
I‘...meter): auf den I typografischen Punkt bezogene
für Blinde
Messvorrichtung im grafischen Gewerbe. Tylpos ¿Zer; -,
Ty|pho|ba|zil|lo|se die; -, -n (zu TTyphus, ÎBazillus u.
Typen (aus gr. tÿpos, vgl. Typ): Bez. für alttestamentliche
I‘...ose): durch tuberkulöse Prozesse bedingte Tempera
Personen od. Vorgänge, denen vorbildhafte Bedeutung
turerhöhung mit typhösem Krankheitsbild (Med.). Tyfür Personen od. Ereignisse des Neuen Testaments zuge
pho id das; -[e]s, -e (zu gr. typhös (vgl. Typhus) u.
sprochen wird (Rel.). Tylpolskript* das; -[e]s, -e (zu ttyT...oid>: typhusähnliche Erkrankung (z.B. Cholerafor
Typostase
1388
(aus gleichbed. gr. tyrannis): 1. Gewaltherrschaft (bes. im
po...>: maschinengeschriebenes Manuskript (bes. als
alten Griechenland). 2. svw. Tyrannei (a). tylranlnisch
Satzvorlage; Buch-, Druckw.). Tylposltalse* die; -, -n:
(über gleichbed. lat. tyrannicus aus gr. tyrannikós): ge
Festigungsstadium der Evolution einer Gruppe von Lebe
waltsam, willkürlich, herrschsüchtig, herrisch, grausam,
wesen (Verfestigung der Prinzipien des Bauplans, Biol.).
diktatorisch. ty|ran|ni|sie|ren (aus gleichbed. fr. tyran
Tylpolstrolphe* die: -, -n: stammesgeschichtliche Ent
niser): gewaltsam, willkürlich behandeln, unterdrücken,
wicklung einer Tier- od. Pflanzengruppe von ihrer Entste
rücksichtslos beherrschen; quälen, peinigen, anderen sei
hung bis zu ihrem Untergang (Biol.). Tylpung die; -, -en
nen Willen aufzwingen. Ty|ran|no|saulri|er [...in] der;
(zu tTyp>: das Typen. Tylpus der; -, Typen (über lat. ty
-s, - u. Tylranlnolsaulrus der; -, ...rier [...in] (zu gr. ty
pus aus gr. tÿpos, vgl. Typ): 1. svw. Typ (1, 2). 2. svw. Ty
pos
rannos (vgl. Tyrann) u. saüros „Eidechse“): Angehöriger
Tylralmin* das; -s (Kunstw. zugr. tyrós „Käse“ u. t Amin):
der nur aus der Oberkreide Nordamerikas bekannten
in pflanzlichen u. tierischen Geweben vorkommendes
Gattung auf den Hinterbeinen laufender, fleischfressen
tAmin mit blutdrucksteigernder Wirkung (Biochem.)
der TDinosaurier. Tylranlnolsaulrus Rex der; - - (zu
Tylrann der; -en, -en (über lat. tyrannus aus gleichbed. gr.
lat. rex, vgl. ’Rex): sehr großer, zu den Tyrannosauriern
tyrannos): 1. unumschränkter Gewaltherrscher. 2. Ge
gehörender Dinosaurier
waltmensch, strenger, herrschsüchtiger Mensch, Peiniger. Tylrollilenne [tiro'lien] vgl. Tirolienne
3. nord- u. südamerikanischer, meist sehr gewandt u. Tylrom das; -s, -e (zu gr. tyrós „Käse“ u. t...om): käsige
schnell fliegender Schreivogel. Tylranlnei die; - (unter
Lymphknotengeschwulst (Med.). Tylrolsin das; -s (zu
Einfluss von altfr. tyrannie aus gleichbed. lat. tyrannis,
t...in (1)): in den meisten Eiweißstoffen enthaltene tAmi
dies aus gr. tyrannis): a) Herrschaft eines Tyrannen, Ge
nosäure (Biochem.). Tylrolsis die; -, ...osen (zu ɪ,,,osis):
waltherrschaft; Willkürherrschaft] ; b) tyrannisches, will
Entzündungsform, bei der das betroffene Gewebe zu ei
kürliches Verhalten; Unterdrückung. Tylranlnis die; ner käseartigen Masse zerfällt; Verkäsung (Med.)
der; -s, -s (aus dem Tupi (einer südamerik. India
nersprache)): Scharlachgesicht; 30 cm körperlanger
Kurzschwanzaffe in den Urwäldern Südamerikas
Uberltät die; - (aus gleichbed, lat. ubertas, Gen. ubertatis
zu über „fruchtbar, ergiebig, reich“): (veraltet) Ergiebig
keit, Fruchtbarkeit
ubi be Ine, ibi pa|tria*(/at.; „wo (es) gut (ist), dort (ist) das
Vaterland“ (nach dem Kehrreim eines Liedes von F. Hückstädt, der auf einen Ausspruch Ciceros zurückgeht)): wo
es mir gut geht, da ist mein Vaterland. Ubi|kaItiIon ¿te; -,
-en (gebildet zu lat. ubi „wo(hin)“; vgl. ...ation): (österr.
veraltet) militärische Unterkunft, Kaserne. Ubilquist
der; -en, -en (zu lat. ubique „überall“ u. Î ...ist): nicht an ei
nen bestimmten Î Biotop gebundene, in verschiedenen Le
bensräumen auftretende Tier- od. Pflanzenart (Biol.).
ubilquiltär (zu t...är): überall verbreitet (bes. Biol.). Ubiquitat¿;e, -, -en (aus gleichbed. nlat. ubiquitas, Gen. ubiquitatis): 1. (ohne Plur.) Allgegenwart [Gottes od. Christi].
2. in der Wirtschaft überall in jeder Menge erhältliches
Gut. 3. (ohne Plur.) das Nicht-gebunden-Sein an einen
Standort (bes. Biol.)
Ucha [u'xa] die; - (aus gleichbed. russ. ucha): russ. Fisch
suppe mit Graupen
Uchi-Malta [otji...] der; -s, -s (aus dem Jap.): innerer
Schenkelwurf, bei dem das rechte Bein zwischen den Bei
nen des Gegners nach hinten durchgeschwungen u. der
Gegner durch Zug beider Hände nach links vorn über die
rechte Hüfte geworfen wird (Judo)
Uculhulbalfett [uku...] das; -[e]s (über das Port, zu Tupi
(einer südamerik. Indianersprache) ucu-uva „ein Muskat
nussgewächs“): Fett aus den Samen eines südamerik.
Muskatnussgewächses, das vor allem für die Kerzen- u.
Seifenherstellung verwendet wird
Ud ¿Ze; -, -s (aus gleichbed. arab. ’üd, eigtl. „Holz“): Laute
pers. Herkunft, die als Vorstufe der europ. Laute giltu. de
ren Saitenzahl heute 4-7 Paare beträgt
Udel der; -[s], -s (aus gleichbed. russ. udel zu udelit’ „zutei
len“): altruss. Teilfürstentum
Udiltolre der; Gen. - u. -n, Plur. ...ri u. -n (aus it. uditore
„(Zu)hörer“, dies aus lat. auditor, vgl. Auditor): päpstli
cher Richter, Î Auditor
Udol melter¿<M; -s, - (zu /ai. udus, uvidus „feucht, nass“ u.
t‘...meter): Regenmesser (Meteor.)
Ufo, UFO das; -[s], -s (Kurzw. aus gleichbed. engl. uniden
tified /lying object): [für ein Raumschiff außerirdischer
Lebewesen gehaltenes] unbekanntes u. nicht identifizier
tes Flugobjekt. Ufollolgeder; -n, -n (zu T.Joge): Anhän
ger der Ufologie. Ufollolgie die; - (nach gleichbed. engl.
ufology; vgl. ...logie): Beschäftigung mit Ufos, bes. als eine
Art Heilslehre von der Errettung der Erde durch außerir
Ualkairi
dische Lebewesen. Ufollolgin die; -, -nen: weibliche
Form zu t Ufologe
Ugli* das; -[s], -s (nach engl. ugly „unansehnlich“ (wegen
der runzligen Schale der Frucht)): auf Jamaika gezüchtete
dickschalige Zitrusfrucht, eine Kreuzung zwischen Pam
pelmuse, Orange u. Mandarine
Uherltype [...taip] die; -, -s (nach dem Erfinder E. Uher u.
zu ILinotype): erste Lichtsetzmaschine (Druckw.)
UHF (Abk. für engl. ultra-/zigh frequency „Ultrahochfre
quenz“): Bez. für den Frequenzbereich von 300 bis 3000
MHZ
Ukas ¿er; -ses, -se (aus gleichbed. russ. ukaz zu ukazat’ „be
fehlen“): 1. (meist scherzh.) Anordnung, Befehl. 2. Erlass
des Zaren bzw. des Präsidenten der russ. Volksvertretung
Uke der: -, - (aus gleichbed. jap. uke): Judoka, mit od. an
dem der tTori die technisch-taktische Handlung erfolg
reich ausführt
Uke Hei ¿er; -s, Plur. -eu. -s (aus dem Slaw.): Weißfisch, aus
dessen Schuppen Perlcncssenz (Perlmutterlack) gewon
nen wird
Ukiljoe [... jo|e] die; - (aus jap. ukiyo-e „Bilder der fließen
den, vergänglichen Welt“): japan. Genremalerei seit Ende
des 16. Jh.s, bes. über das Vergnügungsleben in den Städ
ten
UkuHelle die od. das; -, -n (aus gleichbed. hawaiisch ukulele
zu uku „Floh; kleine Person“ u. leie „springend“): aus Ha
waii stammende, in der Unterhaltungsmusik verwendete
kleine Î Gitarre mit vier Saiten
Ulan der; -en, -en (auspoln. ulan, dies aus türk, oglan „Kna
be, Bursche“): (früher) [leichter] Lanzenreiter. Ulanlka
die; -, -s (aus poln. ulanka): Waffenrock der Ulanen (kurzschößiger Rock mit zwei Knopfreihen)
yii cus [...kos] vgl. Ulkus
Ule die; -, -n (aus gr. oulê „vernarbte Wunde“): Narbe,
Wundnarbe, nach Verletzung od. Durchtrennung von Ge
webe entstehende bindegewebige Verhärtung (Med.). Ulegylrie die; -, ...ien (zu îGyrus u. t2...ie): narbige Verklei
nerung der Hirnwindungen bei bestimmten Erkrankungen
(Med.). 'Ulekltolmie* die; -, ...ien (zu T...ektomie>: ope
ratives Ausschneiden einer Narbe (Med.)
2Ulek|to|mie* ¿Ze; -, ...ien (zu gr. oülon „Zahnfleisch“ u.
t...ektomie>: operative Entfernung von erkranktem Zahn
fleisch (Med.)
Ulelma der; -s, -s (aus arab. ‘ulamä’, Plur. von ‘älim „Ge
lehrter“ zu ‘alama „wissen“): islam. Rechts- u. Religions
gelehrter
Uleltolmie die; -, ...ien (zu lUle u. î...tomie): operativer
Einschnitt in eine Narbe (Med.)
Ulelxit [auch ..,'ksit] der; -s, -e (nach dem dt. Chemiker
G.L. Ulex (1811-1883) u. zu t2...it): meist in feinfaserigen.
Uli
1390
[auch ... zɪt] ifer; -s, -e: ultrabasisches Gestein. Ulltralfax
watteähnlichen Aggregaten vorkommendes, weißes Mine
das; -, -e: Methode u. Gerät zur drahtlosen Übertragung
ral
von Bildern in Originalgröße (auch Mikrofilme). Ultra
Uli die (Plur.) (aus gleichbed. melanes. uli): geschnitzte u.
fiche [-fi:ʃ]
od. der; -s, -s (zu ÜFiche): Mikrofilm mit
bemalte hölzerne Ahnenfiguren (vor allem von Häuptlin
stärkster Verkleinerung. Ul|tra|fil|tra|ti|on die; -: Ver
gen) auf Neuirland u. die damit in Zusammenhang stehen
fahren zur Fraktionierung kolloider Teilchen od. zur Ab
den Kulte
trennung von kolloiden Teilchen u. Makromolekülen vom
Uliltis die;-, ...itiden (zugr. oülon „Zahnfleisch“ u. Î ...itis):
Dispersionsmittel mithilfe sogenannter Membranfilter
Zahnfleischentzündung (Med.)
(Chem., Phys.). Ulltralislmo der; - (aus gleichbed. span.
yilkus das; -, Ulzera, fachspr. Ulcus [...kos] iZas; -, Ulcera
ultraismo): Bewegung in der span. u. lateinamerik. Dich
[...tsera] (aus gleichbed. lat. ulcus, Gen. ulceris>: Ge
tung um 1920, die die Lyrik rein auf die Bildwirkung auf
schwür, schlecht heilende Wunde in der Haut od. Schleim
baute. Ulltralislmus der; - (zu Î ...ismus): 1. svw. Ultrais
haut (Med.)
mo. 2. (veraltet) Übertreibung, Verfolgung von Grundsät
Ulllmalnit [auch ...nit] der; -s, -e (nach dem dt. Mineralo
zen bis zum Äußersten. Ulltralist der; -en, -en (zu t...ist):
gen J. C. Ullmann ( 1771—1821) u. zu t2...it>: ein kubisches
Vertreter des Ultraismo. ul|tra|konlser|va|tiv [,..v...]:
Mineral von metallischem Glanz
extrem konservativ. ul|tra|ma|rin (zu tUltramarin):
Ul| ma zee die; -, - (meist Plur.) (aus nlat. ulmacea zu lat. ul
kornblumenblau. Ulitralmalrin das; -s (zu mlat. ultramamus „Ulme“): Ulmengewächs (Bot.)
rinus „überseeisch“; der Stein, aus dem die Farbe urspr.
Ulina die; -, Ulnae [...ns] (aus gleichbed. lat. ulna): Elle, Ell
gewonnen wurde, kam aus Übersee) : urspr. aus Lapislazu
bogenknochen, Röhrenknochen des Unterarms (Anat.).
li gewonnene, leuchtend blaue Mineralfarbe. Ulltralmeul nar (aus gleichbed. nlat. ulnaris): zur Elle gehörend,
ta|mor|pho|se die; -, -n: extremer Fall der tMetamor
auf sie bezüglich (Med.). UHnalris der; -: Ellennerv
phose (4), bei der durch starke Erhöhung von Druck u.
(Med.)
Temperatur die Steine geschmolzen werden (Geol.). UlUlolkarlzilnom das; -s, -e (zu gr. oülon „Zahnfleisch“ u.
tra|mi|kro|skop das; -s, -e: Mikroskop zur Betrachtung
ÎKarzinom): Krebs des Zahnfleischs (Med.)
kleinster Teilchen. Ul|tra|mi|kro|sko|pie die; -: Beob
Ulo Ise die, -,-n tzugr. oule „vernarbte Wunde“ u. î '...ose):
achtungsmethode, die sich des Ultramikroskops bedient.
Narbenbildung (Med.)
Ulltralmilkroltom der od. das; -s, -e: Gerät zur Anferti
Ulolthrix* die:-(,zugr. oulöthrix „kraushaarig“, dies zu oülos „kraus“ u. thrix, Gen. trichös „Haar“): Kraushaaralge
gung von Schnitten für die Elektronenmikroskopie, ul(Grünalge), uloltrich: wollhaarig, kraushaarig (von der
tralmonltan (aus mlat. ultramontanus „jenseits der Ber
ge ( = Alpen)“, zu lat. mons, Gen. montis „Berg“): streng
Kopfbehaarung; Med.)
Ulslter [engl. 'ʌlste] der; -s, - (aus gleichbed. engl. ulster,
päpstlich gesinnt. Ul|tra|mon|ta|ne der; -n, -n: strenger
nach der früheren nordir. Provinz Ulster, wo dieser Stoff
Katholik. Ulltralmonltalnislmus der; - (zu Tultramonzuerst hergestellt wurde): 1. weiter [Herren]mantel aus
tan u. t...ismus (2)>: streng päpstliche Gesinnung (bes. im
Ulster (2). 2. Stoff aus grobem Streichgarn [mit angeweb
ausgehenden 19. Jh.).ul|tralmun|dan (aus gleichbed. lat.
tem Futter]
ultramundanus, zu mundus „Welt“) : über die Welt hinaus
until ma die; -, Plur. ...mä und ...men (aus lat. ultima (syl
gehend, jenseitig (Philos.), ulltra ppslse nelmo obllilaba) „die letzte (Silbe)“, Fern, von ultimus „der Letzte“):
galtur (Jat.y. Unmögliches zu leisten, kann niemand ver
letzte Silbe eines Wortes (Sprachw.). Ul ti ma Raltio die;
pflichtet werden (Rechtssatz des röm. Rechts), ulltralrot
- - (aus lat. ultima ratio „letzte Vernunft“): letztes, äußers
(zu tultra...): svw. infrarot. Ulltralrot
-s: svw. Infra
tes Mittel, letztmöglicher Weg, wenn nichts anderes mehr
rot. Ul|tra|rot|fo|to|me|trie, auch ...photometrie die; -:
Aussicht auf Erfolg hat. ulltilmaltiv (zu TUltimatum u.
1. Messung der Sternhelligkeit unter Ausnutzung roter u.
t...iv): 1. in Form eines Ultimatums; nachdrücklich. 2.
ultraroter (infraroter) Strahlung, die starke Nebel (od. an
sich nicht mehr verbessern lassend, das höchste Stadium
dere interstellare Materien) durchdringen kann (Astron.).
einer Entwicklung darstellend (bes. Werbespr.).UI|ti|ma2. fotometrische Messung der Ultrarotabsorption chemi
tum das; -s, Plur. ...ten u. -s (aus gleichbed. nlat. ultima
scher Verbindungen (Chem.). Ulltralschall der; -[e]s:
tum zu spätlat. ultimare „beendigen, zu Ende sein“, dies zu
Schall mit Frequenzen von mehr als 20 Kilohertz (vom
lat. ultimus „der Letzte“ (zu ulter, vgl. ultra...)): [auf di
menschlichen Ohr nicht mehr wahrnehmbar); Ggs. tIn
plomatischem Wege erfolgende] Aufforderung [eines
fraschall. Ul|tralso|no|gra|fie, auch ...gralphie die;-,
Staates an einen anderen], binnen einer Frist eine schwe
-ien: Aufzeichnung von durch Ultraschall gewonnenen di
bende Angelegenheit befriedigend zu lösen (unter der An
agnostischen Ergebnissen (Med.). Ul|tra|so|no|skop
drohung harter Maßnahmen, falls der Aufforderung nicht
das; -s, -e (zu t...skop): Ultraschallwellen ausstrahlendes
entsprochen wird). Ulltilmen: Plur. von ÎUltima, ulltiGerät, durch dessen Echosignale diagnostische Ergebnis
mo (zu TUltimo): am Letzten [des Monats]; Abk.: ult. Ulse gewonnen werden. Ulltrastrahllung die; -: kosmische
tilmo der; -s, -s (aus gleichbed. it. (a di) ultimo „am letzten
Höhenstrahlung. ul|tra|vi|o|lett [...v...]: im Spektrum an
(Tag)“, dies zu lat. ultimus, vgl. Ultima): a) letzter Tag [des
Violett anschließend; Abk.: UV. Ui|tra|vio|lett das; -s:
Monats]; b) letzter Geschäftstag [eines Monats], bes. zur
unsichtbare, im Spektrum an Violett anschließende Strah
Erfüllung von Termingeschäften (Wirtsch.)
lung mit kurzer Wellenlänge (unter 0,0004 mm) u. starker
Ulltra* der; -s. -s (aus gleichbed. fr. ultra (vermutlich ver
chemischer u. biologischer Wirkung. ul|tra|vi|silbei
kürzt aus ultra-royaliste „Verfechter des Ancien Ré
[...v...]: die Sichtbarkeitsgrenze bzw. das Auflösungsver
gime“), dies aus lat. ultra, vgl. ultra...): 1. Vertreter des äu
mögen des Lichtmikroskops unterschreitend (Phys.). Ulßersten Flügels einer Partei, [Rechts]extremist. 2. [rechts
tra|zen|tri|fu|ge die; -, -n: mit sehr hohen Drehzahlen
radikaler] Fußballhooligan (bes. in Spanien u. Italien), ul
arbeitende Î Zentrifuge für Laboruntersuchungen
tra..., Ulltra... (aus Zat. ultra „jenseits, über- hinaus“ zu
(Techn.)
ulter „jenseitig“, dies zu uls „jenseits“) : Präfix mit der Be U lu das; -s, -s (aus dem Eskim.): bei den Eskimo gebräuch
deutung „jenseits von, über - hinaus, hinausgehend über,
liches Messer mit quer gestelltem Griff
übertrieben“, z.B. ultraviolett, Ultramikroskop. Ulltra- Ulys der; -, - (über gleichbed. russ. ulus aus dem Mongol.):
abys sal das; -s: Bodenzone der Tiefsee. ulltralba1. ehem. Herrschaftsgebiet mongolischer Khane. 2. admi
sisch: extrem geringen Kieselsäuregehalt aufweisend
nistrative territoriale Einheit bei einigen asiat. Völkern
(von magmatischen Gesteinen; Geol.). Ul|tra|ba|sit U11 vit [...v..., auch ... vit] der; -s, -e (nach dem Fundort bei
1391
Södra Ulvö in Schweden u. zu U...it>: ein feinkörniges Mi
neral
Ullzelra: Plur. von TUlkus. Ul|ze|ralti|on die; -, -en (zuZat.
ulcus, Gen. ulceris (vgl. Ulkus) u. t ...ation): Geschwürbil
dung (Med.). ul|ze|rie|ren <zu Î ...ieren): geschwürig wer
den (Med.). ul|ze|ro|gen (zu 1...gen>: ein Geschwür er
zeugend (von Substanzen; Med.), ullzelrös <zuT...ös): ge
schwürig (Med.)
...um vgl. ...ium
Umangit [auch... git] der; -s, -e (nach der Sierra de Umango in Argentinien u. zu t2...it): ein rotes Mineral
Umlbanlda die; - (afrik. Wort): Sammelbez. für synkretis
tische Religionen, bes. in Brasilien, mit auf afrik. Traditio
nen beruhendem Götterglauben
Umlbel|li|fe|re die; -, -n (meist Plur.) (zu spätlat. umbella
„Sonnenschirm" (nach der schirmähnlichen Form der
Dolden, Verkleinerungsbildung zu lat. umbra, vgl. Um
bra) u. lat. ferre „tragen“): Doldengewächs (Bot.). Umbel|li|flo|ren* die (Plur.) (zu florescere „blühen"): zu
sammenfassende systematische Bez. für die Doldenblütler
(Bot.). Umlber der; -s, -n (aus Zai. umbra, vgl. Umbra,
Bed. 1 vielleicht nach der dunklen Färbung): 1. Speisefisch
des Mittelmeeres. 2. (ohne Plur.) svw. Umbra (2)
Umlbillilcus [...kus] der; -, ...ci [...tsi] (aus gleichbed. lat.
umbilicus, eigtl. „Nabel, Knauf'): 1. Nabel (Med.). 2.
Kopf des Stabes, um den in der Antike die Buchrolle aus
Papyrus gewickelt wurde. um|bi|li|kal (zu î '...al (1 )>: zum
Nabel gehörend (Med.)
Umlbra* die; - (aus lat. umbra „Schatten“ (roman, auch
„braune Erdfarbe")): 1. dunkler Kern eines Sonnenflecks,
der von der helleren T Penumbra umgeben ist. 2. Erdbraun,
braune Malerfarbe aus eisen- od. manganhaltigem Ton.
Umlbrallglas® das; -es (zu tɪ,,,al (ɪ)): Schutzglas für
Sonnenbrillen gegen Ultraviolett u. Ultrarot
UmilaktZer od. das; -s, -s (aus gleichbed. eskim. umiaq): mit
Fellen bespanntes, offenes Boot der Eskimofrauen; vgl.
Kajak
Um|ma tZZe; - (aus arab. ummä „Volk, Gemeinschaft“): (mit
der Sendung Mohammeds zu den Arabern begründete)
Religionsgemeinschaft des Islam
umolrisltilco [...ko] (Zt.; dies zu umore aus lat. umor, vgl.
Humor): heiter, lustig, humorvoll (Vortragsanweisung;
Mus.)
Umlpilre ['ʌmpaɪə] der; -, -s (aus gleichbed. engl. umpire,
dies über mittelengl. nompere aus altfr. nonper, eigtl.
„nicht gleichrangig“, dies zu lat. non „nicht“ u. par
„gleich“): Schiedsrichter (bes. Tennis, Cricket, Baseball;
Sport)
UMTS [u :lɛmlte:'ɛs] (Abk. für engl. Universal Mobile Tele
communications System): Mobilfunkstandard mit direk
tem Zugang zum Internet u. einer Vielzahl multimedialer
Funktionen
una cprlda [- k...] (it.; „auf einer Saite“): Anweisung für
den Gebrauch des Pedalzuges am Flügel, durch den die
Hämmerchen so verschoben werden, dass sie statt drei nur
zwei od. eine Saite anschlagen, wodurch ein gedämpfter
Ton entsteht (Mus.)
unalnim* (aus fr. unanime, dies aus gleichbed. lat. unani
mus zu unus „einer“ u. animus „Geist, Sinn“): einhellig,
einmütig. Unalnilmislmus der; - (aus gleichbed. fr. una
nimisme; vgl. ...ismus (2)> : Anfang des 20. Jh.s eine litera
rische Richtung in Frankreich, die das kollektive Dasein
als beseelte Einheit begreift, aus der allein eine neue, der
Gegenwart verpflichtete Literatur hervorgehen kann.
Unalnilmiltät die; - (nach gleichbed. fr. unanimité, dies
aus gleichbed. lat. unanimitas, Gen. unanimitas, zu una
nimus, vgl. unanim): Einhelligkeit, Einmütigkeit
Una Sancita [- 'zaŋkta] die; - - (aus lat. una sancta (eccle
sia) „eine heilige (Kirche)“): die eine heilige katholische
Underground
und apostolische Kirche (Selbstbezeichnung der röm.kath. Kirche); vgl. Apostolikum (1). Una-Sanclta-Bewelgung die; -: kath. Form der ökumenischen Bewe
gung, die neben der interkonfessionellen t Irenik auf die
Herausarbeitung der dogmatischen, moralischen, institu
tionellen, sozialen u. konfessionellen Gemeinsamkeiten u.
Gegensätze bedacht ist
Unau ['u:naʊ] i/as; -s, -s (über fr. unau aus Tupi (einer südamerik. Indianersprache) una’u): südamerik. Faultier mit
zweifingerigen Vordergliedmaßen
Unlcle Sam ['ʌŋkl 'sæm] (engl.-amerik. wohl nach der
scherzh. Deutung der Abkürzung U. S. ( = United States)
als Initialen für Uncle Sam „Onkel Sam(uel)“): scherzh.
symbolische Bezeichnung für die USA, bes. für die Regie
rung
Un| coalting ['ʌnkootɪŋ] das; -s, -s (zu engl. un- „ent-“, to
coat „bedecken“ u. t...ing>: interzelluläre Freisetzung der
nackten viralen Nukleinsäure (Biochem.)
Unldaltilon die; -, -en (aus spätlat. undatio „das Wellen
schlägen“ zu Zat. unda „Welle“): Großfaltung der Erdrin
de (Geol.). Unldationstheorie die; -: Anschauung,
nach der vertikale Erdkrustenbewegungen durch aktive
Magmenströmungen im Erdmantel ausgelöst werden
Unldelkan das; -s (zu lat. undecim „elf“ (dies aus gleich
bed. gr. héndeka) u. t...an): flüssiger, gesättigter Kohlen
wasserstoff mit 11 Kohlenstoffatomen im Molekül
(Chem.)
Un der achieve ment [ʌndərə'tʃi:v...] das; -s (zu engl. to
underachieve „unter dem erreichbaren Leistungsniveau“,
dies zu under „unter-, Unter-“ u. to achieve „erreichen, er
langen"; vgl. ...ment): wider Erwarten schlechtes Ab
schneiden in einem bestimmten Leistungsbereich (in Be
zug auf Arbeitsergebnisse); Ggs. tOverachievement. Under achie ver [,,,ə'ʧi:və] der; -s, -s (aus engl. underachie
ver „jmd., der enttäuschende Leistungen bietet“): jmd.,
der schlechtere Leistungen zeigt, als man z.B. aufgrund
von Intelligenztests hätte erwarten können; Ggs. îOverachiever
Unid erlcolvelrage [ʌndə'kʌvərɪʤ] die; - (zu engl. under
„unter-, Unter-“ u. coverage „Berichterstattung“): 1. nicht
ausreichende Deckung versicherter Gegenstände. 2. un
angemessene Berichterstattung über ein [bedeutendes] Er
eignis. Unlderlcolver agent ['ʌndəkʌvə...] der; -en, -en
(aus gleichbed. engl. undercover agent, zu undercover „ge
heim, getarnt“ (eigtl. „unter der Oberfläche“)): verdeck
ter Ermittler; Geheimagent, der sich zeitweilig in die zu
beobachtende Gruppe einschleust
Unid etjdog ['ʌndədɔg] der; -s, -s (aus engl. underdog „Be
nachteiligter“, eigtl. „unterhalb eines Hundes“): [sozial]
Benachteiligter, Schwächerer; jmd., der einem anderen
unterlegen ist. Un|der|dog|ef|fekt der; -[e]s, -e: bes. bei
Wahlen beobachtbarer Effekt, dass durch bestimmte
Prognosen eine gegenläufige Entwicklung hervorgerufen
wird (z. B. durch die Veröffentlichung der Ergebnisse von
Wahlumfragen eine höhere Stimmenzahl für die als Verlie
rer prognostizierte Partei)
unlderldone [ʌndə'dʌn] (aus engl. underdone „halb gar“):
innerlich roh, schwach gebraten (von Fleisch; Gastr.)
unlderldressed [ʌndə'drɛsd] (engl.; zu to underdress
„(sich) zu einfach kleiden“): a) (für einen bestimmten An
lass) zu schlecht, nachlässig angezogen; b) (für eine be
stimmte Witterung) zu dünn gekleidet
Unlderlflow ['ʌndəfloʊ] der; -s, -s (aus engl. underflow
„Unterströmung“, eigtl. „das Darunterfließen“): das Auf
treten eines Zahlenwertes, der kleiner ist als die kleinste
vom Rechner darstellbare Zahl (EDV)
Unldetjground ['ʌndəgraʊnd] der; -s (aus gleichbed. engl.
underground, eigtl. „Untergrund“): 1. Gruppe, Organisa
tion außerhalb der etablierten Gesellschaft. 2. avantgar-
Undergroundmusik
1392
chensatzstandard, der für die Darstellung eines Zeichens
distische künstlerische Protestbewegung gegen das kultu
zwei Î Byte verwendet u. dadurch fast alle Schriftsprachen
relle TEstablishment. 3. svw. Undergroundmusik. Under Welt darstellen kann (EDV).
der|ground|mu|sik die;
dem Underground (2) ent
uni|di|reklti|o|nal (zu engl. directional „die Richtung be
stammende Musik
treffend“): Eigenschaft einer Datenübertragungsleitung,
Unlderllyling ['ʌndəlaɪɪŋ] ¿as; -s, -s (aus engl. underlying
Signale nur in einer Richtung übertragen zu können (In
„das Zugrundeliegen“ zu to underlie „zugrunde liegen“):
formatik). unielren (aus gleichbed. lat. unire zu unus „ei
Basiswert im Optionsgeschäft (Börsenw.)
ner, ein Einziger“): vereinigen (bes. in Bezug auf Religi
Un|der|state|ment [ʌndə'steɪtmənt] das; -s, -s (aus gleichonsgemeinschaften). uniert (zu Î ...iert) : eine der unierten
bed. engt, understatement zu to understate „zu gering an
Kirchen betreffend, zu einer unierten Kirche gehörend,
geben od. ansetzen“): a) das [bewusste] Untertreiben, He
unilfalzilal (zu tuni... u. tfazial): einseitig gestaltet (von
runterspielen; b) in der modernen Schauspielkunst u. in
Blättern, Stielen; Bot.). Uni|fi|ka|ti|on die; -, -en (zu
der Literatur (z. B. bei Hemingway) nüchterne, unpatheti
tunifizieren u. t...ation>: 1. svw. Unifizierung. 2. das
sche, andeutende Ausdrucksform
Gleichmachen von zwei Fakten durch Ersetzen der Varia
Unlderlwear [ ʌndəweə] ¿Ze; - (aus gleichbed. engl. under
blen durch Terme (EDV); vgl. ...ation/...ierung. Unilfiwear zu under „unter-, Unter-“ u. wear „Kleidung“): Un
kaltor der; -s, -en (zu t,,,or): Ergebnis einer Unifikation
terwäsche
(2) (EDV). uni|fi|zie|ren (aus mlat. unificare „verei
Unlderlwrilter [ʌndəraɪtn] der; -s, - (aus engl. underwriter
nen“): vereinheitlichen, in eine Einheit, Gesamtheit ver
„Garant“, eigtl. „Unterzeichner“, zu to underwrite „un
schmelzen (z.B. Staatsschulden, Anleihen). Unilfilzieterzeichnen“): in England diejenige Firma, die sich ver
rung die;-, -en(zu T...fizierung): Konsolidierung, Verein
pflichtet, einen nicht unterzubringenden Teil einer ÎEmis
heitlichung, Vereinigung (z. B. von Staatsschulden, Anlei
sion (1) selbst zu übernehmen
hen); vgl. ...ation/...ierung. unilfprm (aus gleichbed. fr.
Unldelzilme [auch ,,,'tsi:mə] die; -, -n (aus lat. undecima,
uniforme, dies aus lat. uniformis „ein-, gleichförmig“ zu
Fem. von undecimus „der Elfte“): a) der elfte Ton einer
unus (vgl. uni...) u. forma „Form“): gleich-, einförmig;
Î diatonischen Tonleiter vom Grundton an (die Quarte der
gleichmäßig, einheitlich. Unilform [auch uni...] die; -, -en
Oktave); b) ÎIntervall (2) von 11 Îdiatonischen Stufen
(aus gleichbed. fr. uniforme, Substantivierung von unifor
(Mus.)
me, vgl. uniform): einheitliche Dienstkleidung, bes. des
Unldil ne die; -, -n (Herkunft ungeklärt, wohl zu lat. unda
Militärs, aber auch der Eisenbahn-, Post-, Forstbeamten
„Welle“): weiblicher Wassergeist. Unidolgraf, auch
u.a.; Ggs. tZivil. unifor mie ren (zu t..deren): 1. ein
...graph der; -en, -en (zu lat. unda „Welle“ (mit dem Bin
devokal-o-) u. t,,,graf): Gerät zur Aufnahmeu. grafischen
heitlich einkleiden, in Uniformen stecken. 2. (oft abwer
Darstellung von Schallwellen (Phys.). Unldullaltilgn die;
tend) gleichförmig, eintönig machen. Unilforlmilsie-, -en (zu spätlat. undula „kleine Welle“ (Verkleinerungs
rung die; -, -en (zu t ...isierung): eindeutige Parameterdar
form von lat. unda „Welle“) u. T...ation): 1. Wellenbewe
stellung des Gesamtverlaufs einer beliebigen, mit Polen (4)
gung, Schwingung (Phys.). 2. Sattel- u. Muldenbildung
versehenen Funktion (Math.). Uni|for|mis|mus der; durch îOrogenese (Geol.); vgl. Ondulation. Un|du|la|ti(zu Î ...ismus (2, 5)): das Streben nach gleichförmiger, ein
onstheorie die;
Erklärung des Lichts als Wellenbe
heitlicher Gestaltung. Unilforlmist der; -en, -en (zu
wegung in einem ’Medium (3; Phys.). Unldullaltor ¿er;
t...ist): jmd., der alles gleichförmig gestalten will. Uni
-s, ...oren (zut...ator): früher verwendetes Instrument zur
forl mität die; -, -en (unter Einfluss von fr. uniformité aus
Aufzeichnung empfangener Morsezeichen bei langen Te
spätlat. uniformitas, Gen. uniformitatis „Einförmigkeit“):
legrafenkabeln (z.B. Seekabel). un|du|la|to|risch: in
Einförmigkeit, Gleichförmigkeit (z. B. im Denken u. Han
Form von Wellen, wellenförmig (Phys.), unldullielren
deln). Unilformlstil der; -[e]s: Kleidungsmode mit Ele
(zu Î ..deren): wellenartig verlaufen, auf- u. absteigen (z.B.
menten aus der Militärkleidung (z.B. Halsbund, Achsel
vom Fieber; Med., Biol.). unldullielrend (zu T...ierend):
klappen, Metallknöpfe). Unilka: Plur. von TUnikum.
1. wellenförmige Bewegungen ausführend (z.B. von einer
uni kal (zu lat. unicus (vgl. Unikum) u. t ’...al ( 1 )> : 1. nur
Membran; Biol.). 2. wellenförmig auf- u. absteigend (z. B.
einmal vorhanden. 2. einzigartig. Unilkat das; -[e]s, -e (zu
vom Fieber; Med.)
Î ...at (1), Analogiebildung zu ÎDuplikat): a) einzige Aus
UNESCO [...ko] ¿Ze; - (Abk. für engl. United A'ations £dufertigung eines Schriftstücks im Unterschied zum Î Dupli
cational, Scientific and Cultural Organization): Organisa
kat u. TTriplikat; b) svw. Unikum (1); c) einziges Kunst
tion der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft
werk seiner Art. Unilkum das; -s, Plur. ...ka, auch -s (aus
u. Kultur
lat. unicum, Neutrum von unicus „der Einzige; einzigar
unlghelrelse [ʊŋge...] (Zi.): ungarisch (Mus.); vgl. all’untig“ zu unus „einer, ein Einziger“): 1. (Plur. ...ka) a) etwas,
gherese
was es nur [noch] einmal gibt; b) nur in einem Exemplar
Unguentum das; -s, ...ta (aus lat. unguentum „Salbe,
vorhandenes Erzeugnis der grafischen Künste. 2. (Plur.
Salböl“): Salbe; Abk. [auf Rezepten]: Ungt.
-s) : (ugs.) origineller, oft ein wenig merkwürdiger Mensch,
Un gu lat der; -en, -en (meist Plur.) (zu spätlat. ungulatus
der auf andere belustigend wirkt. uni|la|te|ral (zu tuni...,
„mit Hufen versehen“, dies zu lat. ungula „Huf(tier)“>:
lat. latus, Gen. lateris „Seite“ u. Î ‘...al (1)): einseitig, nur
Huftier (Zool.)
auf einer Seite. Uni|la|te|ral der; -s, -e: Laut, bei dessen
uni [ yni, y'ni:] (aus gleichbed. fr. uni, Part. Perf. von unir
Artikulation die Luft nur an einer Seite der Zunge ent
„vereinigen, verbinden“, urspr. „ebenmäßig gesponnen“,
weicht (bes. in den west- u. ostkaukasischen Sprachen;
dies aus lat. unire, vgl. unieren): einfarbig, nicht gemus
Sprachw.). unillilnelal (zu Zai. linealis „in Linien beste
tert. ’Uni das; -s, -s: einheitliche Farbe. 2Uni ['ʊni] die; -,
hend"): in Bezug auf die Abstammungsreihe nur eines El
-s: (ugs.) Kurzform von t Universität, uni..., Uni... (zu lat.
ternteils gesehen; Ggs. bilineal. uni|li|ne|ar: svw. unili
unus „einer, ein Einziger“): Wortbildungselement mit der
neal. unillolkal: am Wohnsitz der Familie eines Eltern
Bedeutung „einzig, nur einmal vorhanden, einheitlich“,
teils befindlich, an diesem ausgerichtet (Völkerk.). Uniz. B. unilateral, Uniform
lolkalliltät die; -: einseitigfestgelegte Wohnsitzregelung,
UNICEF [,,,tsɛf] die; - (Abk. für engl. United A'ations inter
z.B. Matrilokalität od. Patrilokalität (Völkerk.). uni|lonational Children’s Emergency Fund): Weltkinderhilfs
ku|lar (zu lat. loculus „Plätzchen“ (Verkleinerungsform
werk der UNO
von locus „Ort“) u. Î ...är): einkammerig, nur aus einer bla
Unilcode [...koud] der; -s (zu tuni... u. tCode): ein Zei
senförmigen Zyste bestehend (Med.). Unio mysltilca
1393
[- ...ka] die; - - (aus lat. unio mystica „mystische Einheit“):
die geheimnisvolle Vereinigung der Seele mit Gott als Ziel
der Gotteserkenntnis in der TMystik. Unilon die; -, -en
<aus kirchenlat. unio „Einheit, Vereinigung“ zu lat. unus
„einer, ein Einziger“): Bund, Vereinigung, Verbindung
(bes. von Staaten u. von Kirchen mit verwandten Bekennt
nissen). Uni|o|nist<ier, -en, -en (zu Î ...ist; Bed. 2u. 3 nach
gleichbed. engl. unionist): 1. Anhänger einer Union. 2.
Gegner der Î Konföderierten im nordamerikanischen Bür
gerkrieg. 3. in Großbritannien Befürworter einer Union
zwischen Großbritannien u. Irland bzw. Nordirland, uniolnistisch* (zu Î ...istisch): nach Einheit strebend, eine
Union betreffend, ihr angehörend. Unilon Jack [ ju:njən
'dʒæk] der; - -s, - -s <.engl.; zu union „Vereinigung“ (für
das Vereinigte Königreich Großbritannien) u. jack
„(Schiffs)flagge“): brit. Nationalflagge Großbritanniens.
Uni|ons|kon|zi|le die (Plur.): ökumenische Kirchenver
sammlungen, die die Wiederherstellung der Einheit der
Kirche erreichten, unilpar (zu îuni... u. lat. parere „ge
bären“): nur ein Junges in einem Geburtsakt gebärend
(z.B. Mensch, Pferd; Biol.). uniipeltal (zu îuni... u. gr.
pétalon „Blatt“): einblättrig (in Bezug auf Pflanzen; Bot.),
unilpollar: einpolig, den elektrischen Strom nur in einer
Richtung leitend. Uni|po|lar|in|duk|ti|on die; -: das
Auftreten von Induktionsströmen (z. B. in einem um seine
Achse rotierenden Stabmagneten; Phys.). Unilpollarmalschilne die; -, -n: Maschine zur Entnahme starker
Gleichströme bei kleiner Spannung. Unilsex der; -[es]
(aus gleichbed. engl. unisex); [Tendenz zur] Verwischung
der Unterschiede zwischen den Geschlechtern, bes. im Er
scheinungsbild. uni|se|xulell (zu îuni...): 1. den Unisex
betreffend. 2. eingeschlechtlich. 3. svw. homosexuell, uni
son (zu Îunisono): auf demselben Ton od. in der Oktave
[singend od. spielend] (Mus.). Unilsolni: Plur. von îUnisono. unilsolno (it.; aus spätlat. unisonus „eintönig, -för
mig“): a) auf demselben Ton od. in der Oktave [zu spielen]
(d.h., dass nur eine Stimme in der Partitur aufgezeichnet
ist; Mus.); b) einstimmig, einmütig. Unilsolno das; -s,
Plur. -s u. ...ni: Einklang; Fortführung aller Stimmen auf
demselben Ton od. in der Oktave (Mus.); Ggs. îHeterophonie. Unit ['ju:nɪt] tZz'e; -, -s (aus gleichbed. engl. unit,
rückgebildet aus unity „Einheit“, dies über das Altfranz.
aus lat. unitas, vgl. Unität): 1. [Lerneinheit in Unter
richtsprogrammen. 2. fertige Einheit eines technischen
Gerätes. 3. Gruppe, Team, uniltär [uni...] (aus gleichbed.
/r. unitaire): svw. unitarisch (1 ). Uni|ta|ri|er [...in] der; -s,
- (zu lat. unitus, Part. Perf. von unire (vgl. unieren) u.
î...arier): Vertreter einer nachreformatorischen kirchli
chen Richtung, die die Einheit Gottes betont u. die Lehre
von der ÎTrinität teilweise od. ganz verwirft; Ggs. ÎTrini
tarier; vgl. Sozinianer. uniltalrisch: 1. Einigung bezwe
ckend od. erstrebend. 2. die Lehre der Unitarier betref
fend. Uniltalrilsielrung die; - (zu Î ...isierung): svw. Unitarismus (1). Uniltalrislmus der; - (zu Î ...ismus (1, 2)>: 1.
das Bestreben, innerhalb eines Bundesstaates die Befug
nisse der Bundesbehörden gegenüber den Ländern zu er
weitern u. damit die Zentralgewalt zu stärken. 2. theolog.
Lehre der Unitarier. 3. Lehre von der ursächlichen Über
einstimmung verschiedener Krankheitsformen (Med.).
Uniltalrist der; -en, -en (zu î...ist): Vertreter des Unitarismus. uniltalrisltisch (zu Î ...istisch): den Unitarismus
betreffend. Uniltät die; -, -en (aus lat. unitas, Gen. unita
tis „Einheit, Einigkeit“ zuunus „ein“): 1. a) Einheit, Über
einstimmung; b) Einzigartigkeit. 2. Brüderunität (eine pie
tistische Freikirche). 3. (ugs. scherzh.) Kurzform von
ÎUniversität. Uniltätsllehlre die;
svw. Unitarismus
(3). uniltolnilco [...ko] <z7.>: in einerTonart (Musik), univa lent [,..v...] (zu îuni... u. lat. valens, Gen. valentis,
Part. Präs, von valere, vgl. Valenz): einwertig (Chem.).
Universiade
die (Plur.): Î Chromosomen, die bei einer
Î Meiose ungepaart, also einzeln bleiben (Genetik). Univerlbielrung [...v...] die; -, -en (zu ÎVerb u. î...ierung):
das Zusammenwachsen zweier Wörter zu einem einzigen,
meist ohne Bedeutungsspezialisierung (z.B. obschon aus
ob u. schon). Unilverlmag [...v...] das; -s, -s (Kurzw. aus
russ. uzzzversalny mag&zin): russ. Warenhaus, Kaufhaus,
unilverlsal [,..v...] (aus spätlat. universalis „zur Gesamt
heit gehörig, allgemein“ zu lat. universus, vgl. Univer
sum): 1. a) allgemein, gesamt; b) die verschiedensten
Bereiche einschließend. 2. [die ganze Welt] umfassend,
weltweit; vgl. ...al/...eil. Unilverlsal das; -[s] : früher Î Pan
roman genannte Welthilfssprache. Unilverlsal... (zu
Îuniversal): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„vielseitig [einsetzbar], umfassend [gültig]“, z.B. Univer
salgenie, Universalmotor. Uni|ver|sal|emp|fän|ger der;
-s, - : Person mit der Blutgruppe AB, auf die Blut beliebiger
Gruppenzugehörigkeit übertragen werden kann (Med.);
vgl. Universalspender. Uni|ver|sal|epis|ko|pat* der od.
das; -[e]s, -e : oberste bischöfl. Gewalt des Papstes über die
kath. Kirche. Uni|ver|sal|ge|nie das; -s, -s: a) ein auf
vielen Gebieten zu genialen Leistungen befähigter
Mensch; b) (scherzh.) Alleskönner. Unilverlsallgeschich te die; -: Weltgeschichte. Uni|ver|sa|lie [...io]
die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. mlat. universalia,
Plur. von universale, Neutrum von spätlat. universalis, vgl.
universal): 1. (nur Plur.) allgemeingültige Aussagen, All
gemeinbegriffe, bes. in der Scholastik (Philos.). 2. Eigen
schaft, die alle natürlichen Sprachen aufweisen. Unilversalindikator der; -s, -en (zu TUniversal...): aus einem
Gemisch mehrerer Farbstoffe bestehender î Indikator, der
auf einen weiten Bereich der pH-Werte anwendbar ist
(Chem.). Uni|ver|sal|in|strulment* das; -[e]s, -e: Mess
gerät, das die [gleichzeitige] Messung mehrerer Größen
erlaubt (z.B. der Theodolit). uni|ver|sa|li|sie|ren (zu
î...isieren): verallgemeinern. Uni|ver|sa|li|sie|rung die;
-, -en (zu Î...isierung): Verallgemeinerung, universale An
wendung od. Anwendbarkeit [eines bestimmten Satzes od.
einer Norm], Uni|ver|sa|lis|mus der; - (zu Îuniversal u.
Î...ismus (2)): 1. Denkart, die den Vorrang des Allgemei
nen, des Ganzen gegenüber dem Besonderen u. Einzelnen
betont, bes. die Staats- u. Gesellschaftsauffassung von
O. Spann. 2. theologische Lehre, nach der der Heilswille
Gottes die ganze Menschheit umfasst; Ggs. îPrâdestination (1). Uni|ver|sa|list der; -en, -en (meist Plur.) (zu
Î.. .ist) : zu einer amerik. kirchlichen Gruppe gehörende An
hänger des Universalismus (2). unilver|sa|lisltisch (zu
Î...istisch): den Universalismus betreffend, auf ihm beru
hend. Uni|ver|sa|li|tät die; - (aus gleichbed. spätlat. uni
versalitas, Gen. universalitatis); 1. Allgemeinheit, Gesamt
heit, umfassender Charakter von etwas. 2. Allseitigkeit,
[schöpferische] Vielseitigkeit; alles umfassende Bildung.
Unil ver sa li täts prinjzip das; -s: svw. Universalprin
zip. Uni|ver|sal|mo|tor der; -s, -en (zu ÎUniversal...):
Elektromotor, der sowohl mit Gleich- als auch mit Wech
selstrom betrieben werden kann. Unilver|sal|prin|zip
das; -s: im Unterschied zum Territorialitäts- u. î Persona
litätsprinzip der Grundsatz der Weltrechtspflege, nach
dem ein Staat auch die von Ausländern im Ausland began
genen Straftaten zu verfolgen habe (Rechtsw.). Unilversalspenider der; -s, -: Person mit der Blutgruppe 0, die
(im Rahmen des ABO-Systems) mit gewissen Einschrän
kungen für jeden Blut spenden kann (Med.); vgl. Univer
salempfänger. Uni|ver|sal|suk|zes|si|on die; -, -en: Ge
samterbfolge, Eintritt eines od. mehrerer Erben in das Ge
samtvermögen des Erblassers (Rechtsw.). unilverlsell
(aus gleichbed. fr. universel, dies aus spätlat. universalis,
vgl. universal): a) umfassend, weit gespannt; b) vielseitig
[einsetzbar]; vgl. ...al/...eil. Uni|verlsi|a|de die; -, -n
Und va lien Ite
Universismus
<Kurzw. aus Î Universität u. ÎOlympiade): internationale
Studentenwettkämpfe mit Weltmeisterschaften in ver
schiedenen sportlichen Disziplinen. Uni|ver|sis|mus
der; - (zu tUniversum u. T...ismus (1)): Anschauung bes.
des chines, t Taoismus, dass die Welt eine Einheit sei, in die
der Einzelmensch sich einordnen müsse. uni|ver|si|tär
(aus gleichbed. fr. universitaire): die Universität betref
fend. Unilverlsiltas Lit te ra rum die; - - (aus lat. uni
versitas litterarum, eigtl. „Gesamtheit der Wissen
schaft“): lat. Bez. für Universität. Uni|ver|siltät die; -,
-en (aus (spät)lat. universitas, Gen. universitatis „(gesell
schaftliche) Gesamtheit, (Kollegium)“ zu lat. universus,
vgl. Universum): 1. in mehrere Fakultäten gegliederte wis
senschaftliche Hochschule. 2, (ohne Plur.) Gesamtheit der
Dozenten u. Studenten einer Universität (1). 3. Gebäudefkomplex], in dem sich eine Universität (1) befindet.
Unilverlsum das; -s (aus gleichbed. lat. universum, sub
stantiviertes Neutrum von universus „ganz, sämtlich“,
eigtl. „in eins gekehrt“, zu unus „einer, ein Einziger“ u.
versus „gewendet“): a) das Weltall; der Weltraum (in sei
ner Gesamtheit); b) zu einer Einheit zusammengefasstes
Ganzes, unilvok [,..v...] (zu Juni... u. lat. vox, Gen. vocis
„Stimme, Sprache“): eindeutig, einnamig (Philos.). Univolziltät die; - (zu t ...ität> : Eindeutigkeit, Einnamigkeit
(Philos.)
UNIX ['ju:nɪks] das; - (engl. Kunstw.): universell einsetzba
res Betriebssystem für vernetzte ÎComputer (EDV)
Unkltilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. unctio zu unguere
„salben“): Einreibung, Einsalbung (Med.)
uno acltu [- aktu] t.lat.y. in einem Akt, ohne Unterbrechung
uniplugged [ʌn'plʌgd] (engl.; zu to plug „ans Elektronetz
anschließen“, dies zu plug „Stöpsel, Stecker“): ohne [die
sonst übliche] elektron. Verstärkung (von Aufnahmen der
Rock- u. Popmusik)
un polchetltilno [- poke...] (it.; Verkleinerungsbildung zu
poco „wenig“): ein klein wenig (Mus.), un polco [- 'pɔko,
- 'po:ko] (zt.): ein wenig, etwas (Mus.)
unus pro mulltis [- - ...ti:s] (/at.; „einer für viele“): einer
für alle
Un|zi|a|le die; -, -n (aus spätlat. (litterae) unciales „zolllan
ge Buchstaben“ zu lat. uncia ,,ɪ/ɪz Zoll“) : 1. mittelalterliche
griech. u. röm. Buchschrift aus gerundeten Großbuchsta
ben. 2. svw. Initiale (Druckw.)
Upa na yalna das; - (aus sartskr. upanayana „Aufnahme,
Weihe“) : der endgültigen Aufnahme in die Kaste dienende
Zeremonie im Hinduismus, bei der dem Jüngling ein neues
Gewand u. die heilige Schnur umgelegt werden
Upalnilschad die; -, ...aden (meist Plur.) (aus sanskr. upanisád, eigtl. „das Sichniedersetzen (bei einem Lehrer)“):
zum tvedischen Schrifttum gehörende philosophisch
theologische Abhandlung über die Erlösung des Menschen
Upas das; - (aus malai. (pohon) upas zu pohon „Baum“ u.
upas „Gefängnis“, dies aus dem Jav.) : als Pfeilgift verwen
deter Milchsaft eines javanischen Baumes
Upldate ['ʌpdeɪt] das; -s, -s (zu engl. to update „aktualisie
ren, auf einen neuen Stand bringen“, dies zu up „nach
oben, auf' u. date „Datum“): aktualisierte [u. verbesserte]
Version eines Softwareprogramms, einer Datei o.Ä.
(EDV), upldaiten: ein Programm, eine Datei o.Ä. auf ei
nen aktualisierten [u. verbesserten] Stand bringen (EDV)
Up-down-Loa|ding [ʌp'daonloʊdɪŋ] das; -s (zu engl. up
„herauf“, down „hinab“ u. to load „laden“): Datentrans
fer von einer Großrechneranlage zum Personalcomputer
u. zurück (EDV)
Upe|ri|sa|ti|pn die; -, -en (Kurzw. aus Uitrapastewisationi : Milchkonservierungsverfahren, bei dem in entgaste u.
vorgewärmte Milch Dampf eingeleitet wird, upelrilsieren (zu T.,.isieren>: durch Upérisation keimfrei machen
Uplgrade ['ʌpgreɪd] das;-s, -s (aus engl. to upgrade, vgl. up
1394
graden): svw. Update, uplgralden (aus engl. to upgrade
„verbessern“): svw. updaten
Upllink ['ʌplɪŋk] das; -s, -s (zu engl. up „herauf“ u. link, vgl.
Link) : 1. Übertragung der Daten vom Anwender zum Pro
vider. 2. Übertragungsstrecke von einer Bodenstation zu
einem Kommunikationssatelliten
Uplload [ ʌploud] das; -s, -s (zu engl. up „nach oben, auf“ u.
to load „laden“): das Uploaden (EDV), uplloalden: Da
ten von einem Arbeitsplatzcomputer auf einen zentralen,
meist größeren Computer übertragen, aufladen (z.B. bei
der Datenfernübertragung); Ggs. 1 downloaden
Uplperciass ['apnkla:s, engl. 'ʌpə klɑ:s] die; - (aus gleich
bed. engl. upper class zu upper „ober-“ (eigtl. Komparativ
von up „herauf; oben“) u. dass „Gesellschaftsschicht,
Klasse“): die oberen Zehntausend, Oberschicht. Uplpercut ['apnkat, engl. ʌpəkʌt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
uppercut) : Aufwärtshaken (Boxen). Uplper Ten [ʌpə'tɛn]
die (Plur.) (aus gleichbed. engl. upper ten, gekürzt aus up
per ten thousand): die oberen Zehntausend, Oberschicht
Up Itake ['ʌpteɪk] das; -s, - (aus engl. uptake „das Aufneh
men“ zu to uptake „aufnehmen“): die Aufnahme chem.
Stoffe im Körpergewebe (Biol., Med.)
up to date ['ʌp tə `deɪt] (engl.; eigtl. „bis auf den heutigen
Tag“?: zeitgemäß, auf dem neuesten Stand
Upltown ['ʌptaon] die; -, -s (aus gleichbed. engl. uptown zu
up „nach oben, auf“ u. town „Stadt“): in den USA Bez. für
die Außenviertel bzw. Wohnviertel einer Stadt
ur..., Ur... vgl. uro..., Uro...
...ur (aus lat. -ura): Endung weiblicher Substantive mit der
Bedeutung „Ergebnis (eines Vorgangs), Einrichtung, In
stitution“, z. B. Agentur, Ligatur, Professur
Urallit [auch ...lit] der; -s, -e (nach dem Gebirge Ural in
Russland u. zu t2...it): ein faseriges Mineral
Urälmie* die; -, ...ien (zu turo... u. t...ämie): Harnvergif
tung (Med.), urälmisch: harnvergiftet, die Urämie be
treffend, an ihr leidend, auf ihr beruhend (Med.)
Uran, chem. fachspr. Uranium das; -s (nach dem Planeten
Uranus (gr. Ouranös), von dem dt. Chemiker Klaproth
nach dem gleichfalls im 18. Jh. entdeckten Planeten zur
Ehrung des Entdeckers so benannt (u. zuî...ium)>: radio
aktives chem. Element, Metall; wichtiger Kernbrennstoff;
Zeichen U. Uralnilnit [auch ... nit] der; -s, -e (zu T2...it>:
ein pechschwarzes Mineral, Pechblende. Uralnislmus
der; - (zu Urania (gr. Ourania), dem Beinamen der altgriech. Liebesgöttin Aphrodite (ihr Vater Uranos soll sie
ohne eine Frau gezeugt haben) u. t...ismus (3)>: (selten)
Homosexualität zwischen Männern. Uralnist der; -en,
-en (zu Î...ist): (selten) homosexueller Mann. Uralnilum
vgl. Uran, uralno..., Uralno... (aus gr. ouranös „Him
melsgewölbe); Gaumen“): Wortbildungselement mit den
Bedeutungen: a) „Himmel“, z.B. Uranografie, u. b)
„Gaumen“, z.B. Uranoplastik. Uralnolcirlcit [...tsir'tsi:t, auch . ,,'tsɪt] vgl. Uranozirzit. Uralnolgralfie, auch
...gralphie die; - (zu î...grafie>: Himmelsbeschreibung.
Ura|no|la|trie* die; - (zu gr. latreia „Dienst, Gottesver
ehrung“): göttliche Verehrung der Himmelskörper. Urano lith [auch ...'lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu
T ...lith, eigtl. „Himmelsstein“): (veraltet) svw. Meteorit.
Ura|no|lo|gie die;- (zu t.. .logie) : (veraltet) Himmelskun
de. Ura|no|me|trie* die; -, ...ien (zu t,,,metrie): 1. Mes
sung der Sternörter. 2. Sternkatalog. 3. kartografische
Festlegung der Fixsternörter. Uralnolphan der; -s, -e (zu
gr. phainein „zeigen“): gelbes, häufigstes u. zum Teil bau
würdiges Uranylsilikat. Ura|no|pi|lit [auch ... lit] der; -s,
-e (zu gr. pilos „Filz“ u. T 2...it>: ein faseriges Mineral, meist
schwefelgelber Überzug auf Uraninit. Ura|no|plas|tik
die; -, -en: operative Beseitigung einer Gaumenspalte im
Bereich des harten Gaumens (Med.). Ura|nos|chi|sis*
[,..'çi:...] die; -, ...isen (zu gr. schisis, dies zu schizein „spal-
1395
ten“): angeborene Spaltung des harten Gaumens (Med.).
Ura|no|skop*rfo5; -s, -e (zu 1 ...skop): (veraltet) Fernrohr
zur Beobachtung des Sternhimmels und seiner Vorgänge.
Uralnolskolpie* die; - (zu t...skopie>: (veraltet) Him
melsbeobachtung. Uralnolsphälrit* [auch ,,,'rɪt] der; -s,
-e (zu lat. sphaera aus gr. sphaɪra „(Himmels)kugel“ u.
12.. .1t>: ein orangefarbenes bis ziegelrotes Uranmineral auf
verwittertem Uraninit. Uralnolspilnit* [auch ,,,'nɪt] der;
-s, -e (zu gr. spinös „Fink“ (nach der Farbe) u. t2...it>: zu
den Uranglimmern zählendes, gelbes bis grünes Mineral.
Ura|no|thal|lit [auch ... lit] der; -s, -e (zu gr. thallós „jun
ger, grüner Zweig" (nach der Farbe) u. t2...it>: ein gelbgrü
nes, durchscheinendes Mineral. Uralnoltil der; -s, -e (zu
gr. tilos „Gerupftes, Gezupftes, Faseriges“ (nach den fein
faserigen Kristallen)): ein gelbes Mineral, vor allem ein
Zersetzungsprodukt von Uranpechblende. Ura|no|zir|zit
[auch ...tsit] der; -s, -e (zugr. kirkos „Gabelweihe“ (früher
zu den Falken gezählt; mit Bezug auf den ersten Namens
teil der Stadt Falkenberg im Vogtland, wo es Vorkommen
gibt) u. zu î2...it>: ein zu den Uranglimmern zählendes
schmutzig-bis grüngelbes Mineral. Uran|pech|blen|de
die; - (zu TUran): ein radiumhaltiges Mineral. Uranlpile
[...pail] der; -s, -s (verkürzt aus engl. uranium pile „Uraniummeiler“): svw. Reaktor. Uralnyl das; -s (zu tUran u.
1.. .yl): zweiwertige, aus einem Uranatom u. zwei Sauer
stoffatomen bestehende Atomgruppe
U rat ¿Zas; -[e]s, -e (zu gr. oüron „Harn“ u. t...at (2)): Salz der
Harnsäure (Chem.). uraltisch: mit der Harnsäure zu
sammenhängend, durch sie hervorgerufen (Med.). Urato|his|te|chie die; -, ...jen (zu gr. histion „Gewebe“,
échein „haben, halten“ u. t2...ie): krankhafte Ansamm
lung von Harnsäure in den Körpergeweben (Med.)
Urä|us|schlan|ge ¿Zre; -, -n (zu gr. ouraïos „zum Schwanz
gehörig“, dies aus dem Ägypt.; die Schlange erschien als
Sonnensymbol am Diadem der altägypt. Könige): afrika
nische Hutschlange (Giftnatter)
urlban (aus lat. urbanus „städtisch“ zu urbs „Stadt“): 1. ge
bildet u. weltgewandt, weltmännisch. 2. für die Stadt cha
rakteristisch, in der Stadt üblich. Ur|ba|ni|sa|ti|on die; -,
-en (zu l...isation): 1. a) städtebauliche Erschließung; b)
durch städtebauliche Erschließung entstandene moderne
Stadtsiedlung (zur Nutzung durch Tourismus od. Indus
trie). 2. Zunahme des Anteils der in den Städten lebenden
Wohnbevölkerung an der Gesamtbevölkerung. 3. durch
die Verstädterung bedingte Veränderung der Lebensweise
in kultureller u. zivilisatorischer Hinsicht; vgl. ...ation/
...ierung. urlbalnilsielren (zu T...isieren): 1. städtebau
lich erschließen. 2. verstädtern; städtischen Bedingungen
anpassen (z. B. in kultureller u. zivilisatorischer Hinsicht).
Urlbalnil sierung die; -, -en (zu 1 ...isierung): das Urba
nisieren; vgl. ...ation/...ierung. Urlbalnisltik die; - (zu
t...istik>: Wissenschaft des Städtewesens. Urlbalniltät
die; - (aus gleichbed. lat. urbanitas, Gen. urbanitatis): a)
Bildung; feine, weltmännische Art; b) städtische Atmo
sphäre
urlbalrilal (zu dt. urbar u. Î ...ial): das Urbarium betreffend.
ur|ba|rilsi_e|ren (zu Î...isieren): (Schweiz.) urbar ma
chen. Ur|ba|ri|um das; -s, ...ien [...ian] (zu t...ium): im
Mittelalter das Grund-, Hypotheken- u. Grundsteuerbuch
urlbi et orlbi (Zat; „der Stadt (= Rom) u. dem Erdkreis“):
Formel für päpstliche Erlasse u. Segensspendungen, die
für die ganze kath. Kirche bestimmt sind; etwas urbiet orbi
verkünden: etwas aller Welt mitteilen. Urbs aelterlna
[-ɛ...] die; - - {lat.); die Ewige Stadt (Rom)
Ur|du das; - (aus Hindi urdü(-zabän) „(Sprache des) La
gerplatzes)“, dies aus türk, ordu „(Heer)lager“): neuind.
Sprache, die in Pakistan Amtssprache ist
...üre (aus fr. -ure, dies aus lat. -ura, vgl. ...ur): Endung
weiblicher Substantive, z. B. Gravüre, Broschüre
...urg
r/ie; - (aus nlat. urea, dies aus gr. oüron „Harn“):
Harnstoff (Med.). Ure lalse die; -, -n (zu t,,,ase): Harn
stoff spaltendes 1 Enzym (Biochem.). Urelat das; -[e]s, -e
(zu t...at (2)> : svw. Urat
Uredosporen die (Plur.) (zu lat. uredo „Getreidebrand
(eine Pflanzenkrankheit)“ (zu urere „verbrennen“) u.
1 Spore): Sommersporen der Rostpilze (Bot.)
Urelid das; -[e]s, -e (zu Î Urea u. Î3...id): jede vom Harnstoff
abgeleitete chem. Verbindung. Ureiolmelter das; -s, - (zu
1 '...meter): Apparat zur Bestimmung des Harnstoffs, ureoltel lisch (zu gr. télos „Ende, Ziel“): Harnstoff als haupt
sächliches Endprodukt des Eiweißstoffwechsels ausschei
dend (von Fischen, Lurchen, Säugetieren; Physiol., Biol.).
Ureise rfz'e; - (aus gleichbed. gr. oürësis zu oureîn „Urin
lassen, harnen“): das Harnen (Med.). Urelter der; -s,
Plur. ...teren, auch - (aus gleichbed. gr. ourëtër); Harnlei
ter (Med.). Ureltelraltolnie* die; -, ...ien [,,,i:ən]: nach
lassende ÎPeristaltik des Ureters u. Weitstellung eines od.
beider Harnleiter (Med.). Ureltelrekltolmie* die; -,
...ien [,,,i:ən]: operative Entfernung eines Harnleiters
(Med.). Ureltelriltis die; -, ...itiden (zu t ...itis): Harnlei
terentzündung (Med.). Ure|te|ro|li|tho|to|mie die; -,
...ien: Entfernung eines Steins aus dem Harnleiter nach
dessen operativer Eröffnung (Med.). Ureltelroltolmie
die; -, ...ien (zu t ...tomie); operative Eröffnung des Harn
leiters (Med.). Urelthan das; -s, -e (zu 1 Urea u. ÎÄthan):
in vielen Arten vorkommender î Ester einer ammoniakhal
tigen Säure, der u.a. als Schädlingsbekämpfungs- u.
Schlafmittel verwendet wird (Chem.)
urelthr...*, Urelthr... vgl. urethro..., Urethro... Urelthra
die; -, ...thren (über Zak urethra aus gr. ourëthra „Harn
gang“): Harnröhre (Med.), urelthral (zut'...al (1)): zur
Harnröhre gehörend, sie betreffend (Med.). Urelthralero tik die; -: von sexuellen Lustgefühlen begleitetes Uri
nieren (Psychoanalyse). Urelthrallgie die; -, ...ien (zu
îurethro... u. î...algie): svw. Urethrodynie. Urelthralstrikltur <//<?; -, -n: Harnröhrenverengung (Med.). Ure
thren: Plur. von T Urethra. Urelthrislmus der; - (zu
T...ismus (3)): Harnröhrenkrampf (Med.). Ureithriltis
die; -, ...itiden (zu Î...itis): Harnröhrenentzündung (Med.),
urelthro..., Urelthro..., vor Vokalen meist urethr...,
Urethr... (zu lat. urethra, vgl. Urethra): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Harnröhre“, z.B. Urethroskop,
Urethralgie. Urelthroldylnie die; -, ...ien (zu 1 ...odynie):
tNeuralgie der Harnröhre (Med.), urelthrolgen (zu
î...gen>: von der Harnröhre ausgehend (z.B. von Infektio
nen; Med.). Urelthrolgralfje, auch ...gralphie die; -,
...ien (zu l...grafie): röntgenografische Untersuchung u.
Darstellung der (mit Kontrastmitteln gefüllten) Harnblase
(Med.). Urelthrolgramm das; -s, -e (zu T...gramm>:
Röntgenkontrastbild der Harnröhre (Med.). Urelthrorrhö die; -, -en u. Urelthrorlrhöe [...na:] die; -, -n
[...'ro:ən] (zu gr. rheîn „fließen“): Harnröhrenausfluss
(Med.). Urelthrolskop das; -s, -e (zu t...skop>: Instru
ment zur Ausleuchtung der Harnröhre (Med.). Urelthroskolpie die; -, ...ien (zu î...skopie): îendoskopische Un
tersuchung der Harnröhre (Med.). Urelthroltolmje die;
-, ...ien (zu 1 ...tomie): äußerer Harnröhrenschnitt (Med.).
Urelthroizelle die; -, -n (zu gr. kelë „Geschwulst;
Bruch“): sackförmige Ausstülpung der Harnröhre
(Med.). Ure|thro|zys|ti|tis die; -, ...itiden: gleichzeitige
Entzündung von Harnröhre u. Harnblase (Med.)
Ure|ti|kum iZas; -s, ...ka (meist Plur.) (zu lat. ureticus „zum
Urin, Harn gehörend“ (dies zu gr. ouretikös) u. 1 ...ikum):
harntreibendes Mittel, ureltisch: harntreibend (Med.)
...urg (aus gr. -ourgös zu érgon „Arbeit, Werk“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „jmd., der eine bestimm
te Tätigkeit ausführt od. schöpferisch tätig ist“, z.B. Dra
maturg, Metallurg
Urea
1396
urgent
(aus gleichbed. lat. urgens, Gen. urgentis, zu urge
re, vgl. urgieren): (veraltend) unaufschiebbar, dringend,
eilig. Urlgenz die; -, -en (aus mlat. urgentia): (veraltend)
Dringlichkeit, Unaufschiebbarkeit
...urlgie (aus gr. -ourgia zu érgon, vgl. ...urg): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Tätigkeit, Arbeit“, z. B.
Dramaturgie, Metallurgie
urlgielren (aus gleichbed. lat. urgere): (bes. österr.) drän
gen; nachdrücklich betreiben
Ur|hi|drolse* u. Uridrose die; -, -n (zu TUrea u. t Hidrose):
Absonderung harnstoffreichen Schweißes (Med.)
Urilan der; -s, -e (Herkunft ungeklärt): a) (veraltet abwer
tend) unwillkommener, unliebsamer Mensch; b) (ohne
Plur.) der Teufel
Urilaslbrief der; -[e]s, -e (nach dem Brief, nach dem im
A. T. David den Urias, den Ehemann der Bathseba, in den
Tod schickte (2. Sam. 11)): Brief, der dem Überbringer
Unheil bringt
uric.... Uric..., urilco..., Urilco... [,..k...] vgl. uriko...,
Uriko... Urildrolse* vgl. Urhidrose. ...ulrie (zugr. oüron
„Harn“ u. t2...ie>: Wortbildungselement mit der Bedeu
tung „[Ausscheidung mit dem] Harn; das Harnen“, z.B.
Acetonurie. urik..., Urik... vgl. uriko..., Uriko... Urilkämie* rfie; -, ...ien (zu Turiko... u. t...ämie): krankhafte Er
höhung der Harnsäure im Blut (Med.). Urilkalse die; (zu t...ase): kupferhaltiges tEnzym, das in Leber, Milz u.
Nieren der meisten Säugetiere (mit Ausnahme der Prima
ten u. des Menschen) vorkommt u. für den Abbau der
Harnsäure u. der Urate benötigt wird (Biochem.). uri
ko..., Urilko..., vor Vokalen auch urik..., Urik... od. er
weitert zu urikos..., Urikos... (zu nlat. uricus „zum Harn
gehörend“ (in der Fügung Acidum uricum „Harnsäu
re“)): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Harn
säure“, z. B. urikotelisch, Urikase, Urikosurie. Urilkollyse die; -, -n (zu T ...lyse): der Abbau der Harnsäure im
Körper (Med.). Urilkolpalthie die; -, ...ien (zu t...pathie): krankhaft vermehrtes Auftreten von Harnsäure im
Körper (Med.), urilkos..., Uri kos... vgl. uriko..., Uri
ko... Uri|ko|sta|ti|kum* das; -s, ...ka (meist Plur.) (zu gr.
statikós „zum Stehen, Stillstand bringend“ u. t...ikum>:
zur Behandlung der Gicht verwendetes Arzneimittel, das
in den Purinstoffwechsel eingreift u. eine Hemmung der
Harnsäurebildung bewirkt (Med.). Urilkolsulrie* die; -,
...ien (zu Î ...urie): vermehrte Ausscheidung von Harnsäu
re mit dem Urin (Med.). Urilkolsulrilkum* das; -s, ...ka
(meist Plur.) (zu t...ikum): zur Behandlung der Gicht ver
wendetes Arzneimittel, das durch Hemmung der Rückre
sorption der Harnsäure in der Niere zu einer gesteigerten
Harnsäureausscheidung führt (Med.). uri|kolte|lisch
(zugr. télos „Ziel, Ende“): Harnsäure als hauptsächliches
Endprodukt des Eiweißstoffwechsels ausscheidend (von
Schlangen, Vögeln, Insekten, Landschnecken; Physiol.,
Biol.). Urin der; -s, -e (aus gleichbed. lat. urina, urspr.
„Wasser“): von den Nieren abgesonderte Flüssigkeit, die
sich in der Blase sammelt u. durch die Harnröhre ausge
schieden wird (wird im Unterschied zu Harn meist auf die
bereits ausgeschiedene Flüssigkeit angewandt, z.B. - für
eine Untersuchung abgeben), urilnal (aus gleichbed.
spatial, urinalis): den Urin betreffend, zum Urin gehö
rend. Urilnal das; -s, -e (zu Î ‘...al (2)>: 1. in der Kranken
pflege gebräuchliches Glasgefäß mit weitem Hals zum
Auffangen des Urins bei Männern; Uringlas, Urinfla
sche. 2. (in Herrentoiletten) an der Wand befestigtes Be
cken zum Urinieren, urilnielren (aus gleichbed. mlat.
urinare): Urin ausscheiden; harnen, urilnös (zu t...ös):
urinähnlich; harnstoffhaltig
URL die; -, -s, selten der; -s, -s (Abk. für engl. Uniform Re
source Locator): Standard für die Adressierung einer
Î Website im î World Wide Web; Internetadresse (EDV)
urlgent
die; -, -n (Umbildung aus TUrninde): (selten) les
bische Frau, die sexuell die aktive Rolle spielt
Urina der od. das; -[s] (aus dem Sanskr.): wichtiges ikonografisches Merkmal des Buddha, das Zeichen der Erleuch
tung (angedeutet durch einen zwischen den Augen der
Buddhafigur eingebetteten Edelstein)
Urlninlde die; -, -n (gelehrte Bildung zum Beinamen der altgriech. Liebesgöttin Aphrodite [Urania], vgl. Uranismus):
(selten) homosexuelle Frau. Urlning der; -s, -e: (selten)
homosexueller Mann, urlnisch: (selten) gleichge
schlechtlich veranlagt
uro.... Uro..., vor Vokalen meist ur..., Ur... (aus gleichbed.
gr. oüron): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Harn“, z. B. Urobilin, Urämie. Urolbillin das; -s (zu Î Bi
lis u. î ...in (1)>: mit dem Harn ausgeschiedener Gallen
farbstoff. Urolbillilnolgen das; -s (zu T...gen): Vorstufe
des Urobilins. Urolbillilnolgelnulrie* die; -, ...ien (zu
t. ..urie): vermehrte Ausscheidung von Urobilinogen im
Harn (Med.). Urolbi|li|nu|rie* die; -, ...ien (zu TUrobilin
u. t...urie): vermehrte Ausscheidung von Urobilin im
Harn (Med.)
Uro|bo|ros der; - (nach gleichbed. mgr. ouróboros, eigtl.
„Schwanzfresser“, zugr. ourä „Schwanz“ u. boros „gefrä
ßig“): 1. im Symbol der sich in den Schwanz beißenden u.
sich selbst zeugenden Schlange dargestellte Ewigkeit. 2. im
Symbol der sich in den Schwanz beißenden u. sich selbst
zeugenden Schlange dargestelltes ursprüngliches Enthal
tensein des Ich im Unbewussten (Psychol.). Urglbolrosin zest der; -s: die symbolische Form der Selbstaufgabe,
der Rückkehr in den t Uroboros ( 1 )
Urolchelzie [...ç...] die; -, ...ien (zu turo..., gr. chézein „sei
ne Notdurft verrichten“ u. t2...ie>: Ausscheidung des
Harns aus dem After (z.B. bei angeborenen Fehlbildun
gen; Med.). Urolchrom [...k...] das; -s (zu gr. chroma
„Farbe“): normaler gelber Harnfarbstoff (Med.). Urodylnie* die; -, ...ien (zu t...odynie): schmerzhaftes Harn
lassen (Med.). Uroiflow me trie* [...flou...] die; -, ...ien
(zu engl. flow „das Fließen, der Fluss“ u. t...metrie>: ap
parative Messung des Harnflusses (Med.), urolgelniltal:
Harn- u. Geschlechtsorgane betreffend, zu ihnen gehö
rend (Med.). Urolge|ni|tal|si|nus der; -s: bei den Säuge
tieren (ausgenommen Kloakentiere) u. beim Menschen
der Raum, in den gemeinsam Harn- u. Geschlechtswege
(Samenleiter bzw. Scheide) einmünden (Biol., Med.).
Urolgelniltallsysltem das; -s: Gesamtheit der harnab
sondernden u. -abführenden sowie der Fortpflanzung die
nenden Organe (Biol., Med.). Urolgralfie, auch ...gra
phie die; -, ...ien (zu t ...grafie): röntgenografische Unter
suchung u. Darstellung der Nieren, Harnleiter, Harnblase
u. Harnröhre mithilfe von Kontrastmitteln (Med.). Uro
gramm das; -s, -e (zu t...gramm>: Röntgenkontrastdar
stellung der Harnorgane (Med.). Urolhä|ma|tin das: -s:
Harnfarbstoff. Urolkilnalse die; -; im menschlichen
Harn enthaltenes Î Enzym, das t Fibrin auflöst (wird in der
Niere gebildet; Biochem., Med.). Urollallie die; -, ...ien
(zu (spät)gr. lalia „Redeweise“, eigtl. „Gerede“, dies zu lalein „schwatzen“): Verwendung unflätiger Ausdrücke aus
dem Harnbereich. Urollith [auch ... lit] der; Gen. -s u. -en,
Plur. -e[n] (zu t...lith): steinartige Bildung aus Salzen in
den Nieren, im Nierenbecken, in Harnleiter u. Harnblase;
Harnstein (Med.). Urollilthilalsis die; -, ..Jasen (zu
t...iasis): Neigung zur Harnsteinbildung (Med.). Urollithollylse die; -, -n: medikamentöse Auflösung von Nie
ren- u. Blasensteinen (Med.). Urollolge der; -n, -n (zu
t ...loge): Facharzt für Krankheiten der Harnorgane. Urololgie die; - (zu î...logie): Wissenschaft u. Lehre von den
Krankheiten der Harnorgane. Uro|lo|gi|kum das; -s,
...ka (meist Plur.) (zu Î ...ikum): Arzneimittel zur Behand
lung von Erkrankungen der Harnwege, urollglgisch (zu
Urllinlde
1397
Î...logisch): die Urologie betreffend; mit den Mitteln der
Urologie. Urolmellalnin das; -s: svw. Urohämatin. Uromelter das; -s, - <zu Î '...meter): Harnwaage, Senkspindel
zur Bestimmung des spezifischen Gewichts von Harn
Uro|my|ze|ten die (Plur.) (zugr. ourä „Schwanz“ u. tMyzet): Gattung der Rostpilze (Erreger von Pflanzenkrank
heiten)
Uronlsäulren die (Plur.) (Kunstw.): sich von TMonosacchariden durch Oxidation der endständigen Alkohol
gruppe ableitende organische Säuren
Urolpelnie rfie; -, ...jen <zu turo..., gr. pénês „arm“ u.
Î 2...ie> : verminderte Harnausscheidung (Med.). Urolphilie die; - (zu t ...philie): Bekundung freundlicher Regungen
durch Harnlassen (bei Tieren); Ggs. tUropolemie. Uropholbie die; -, ...ien (zu t...phobie (a)>: übersteigerte,
zwanghafte Angst vor Harndrang zur Unzeit (Psychol.,
Med.). Urolpglden die (Plur.) (zu t,,,pode): das letzte
Hinterleibsbeinpaar bei höheren Krebsen (Zool.). Uropo e se die; -, -n (zu gr. poieîn „machen, hervorbringen“
u. t...ese>: die Harnbildung in der Niere (Med.), urolpoeltisch (zu gr. poiêtôs „schaffend, zu machend“): harn
bildend (Med.). Urolpollelmie die: - (zu gr. polemia
„feindliches Land“): Bekundung feindlicher Regungen
durch Harnlassen (bei Tieren); Ggs. TUrophilie. Urolporus der; -, ...ri: Ausmündung der Exkretionsorgane bei
wirbellosen Tieren (Biol.). Urolseplsis die; -, ...sen:
durch Zersetzung des Harns od. eine Entzündung der
Harnwege hervorgerufene Sepsis (Med.). Urolskolpie*
die; -, ...ien (zu t...skopie): [chemische, mikroskopische]
Urinuntersuchung (Med.). Urosltyl* das; -s, -e (zugr. sty
los „Säule, Griffel“): bei Froschlurchen ein einheitliches
dolchförmiges Knochenstück als Abschluss der Wirbel
säule (Zool.)
Urlpaslsat der; -[e]s (zu tPassat): Ostwindzone über der
tropischen Tiefdruckrinne (Meteor.)
Uri sullilne die; -, -n u. Ur|su|li|nelrin die; -, -nen (nach der
hl. Ursula, der Schutzpatronin der Erzieher; vgl. ...ine):
Angehörige eines kath. Nonnenordens für Jugenderzie
hung u. -bildung (seit 1535)
Urltilka die; -, ...kä (aus lat. urtica „Nessel, Brennnessel“):
ein allergisch bedingtes Ödem der Haut, Quaddel (Med.).
Urltilkalria die; - (aus nlat. urticaria): Nesselfieber,
-sucht, Hautausschlag mit juckenden Quaddeln (Med.),
ur|tiIkalrilell (zu Î...eil): von einer Urtikaria ausgehend,
auf ihr beruhend (z.B. von Hautveränderungen; Med.)
Urltit [auch ,..'tit] der; -s, -e (nach der ersten Fundstätte Lujawr-Urt auf der Halbinsel Kola u. zu T2...it): mittelkörni
ges, helles basisches Tiefengestein, hauptsächlich aus t Ne
phelin bestehend
Urulbu der; -s, -s (über gleichbed. span. u. port, urubu aus
Tupi (einer südamerik. Indianersprache) urubú): südamerik. Rabengeier
Urlzelollus der; -, ...li (aus lat. urceolus „Krüglein“, Ver
kleinerungsform von urceus „Krug“): liturgisches Mess
kännchen
usalble ['ju:zəbl] '.engl.; eigtl. „benutzbar“, zu to use, vgl.
User): benutzerfreundlich, gut aufbereitet, leicht anzu
wenden (z.B. von Softwareprodukten)
Usamlbalralveillchen das; -s, - (nach Usambara, dem
Namen eines Gebirgsstocks in Ostafrika): Zierpflanze mit
veilchenähnlichen Blüten u. fleischigen, rundlichen, be
haarten Blättern
Usance [y'zä:s] dze; -, -n [,..sn] (aus gleichbed. fr. usance zu
user „gebrauchen“, dies über vulgärlat. usare zu lat. usum,
vgl. Usus): Brauch, Gepflogenheit im Geschäftsverkehr.
Usan|cen|han|del der; -s: unmittelbarer Handel zweier
fremder Währungen gegeneinander bei einem deutschen
Kreditinstitut (Wirtsch.). Usanz [u'zants] die; -, -en (zu
î...anz): (schweiz.) svw. Usance
Usurpation
USB der; -s, -s
(Abk. für engl. Universal Serial Sus): Leitung
zur Datenübertragung, die es ermöglicht, dass alle peri
pheren (3) Komponenten eines Computers über einen An
schluss mit dem Computer verbunden werden u. kommu
nizieren (EDV). USB-Stick der; -s, -s (aus gleichbed.
engl. stick „Stock, Stab“): als Datenspeicher dienendes
kleines stäbchenförmiges USB-Gerät
Uschak der; -[s], -s (nach der gleichnamigen türk. Stadt):
dunkelrot- od. dunkelblaugrundiger Teppich (hauptsäch
lich aus Schafwolle) mit Medaillonmusterung in gedämpf
ten Farben
Uschanlka die; -, -s (aus gleichbed. russ. usanka zu ucho
„Ohr“): Pelzmütze mit Ohrenklappen
Uscheblti das; -s, -[s] (aus ägypt. wsbty „Antwortende“):
kleines mumienförmiges Figürchen aus Holz, Stein, Ter
rakotta od. Fayence als altägypt. Grabbeigabe, das die
Aufgaben des Toten im Jenseits ausführen soll
Uschlki die (Plur.) (aus gleichbed. russ. uski, Plur. vonusko
„kleines Ohr“, Verkleinerungsform von ucho „Ohr“, nach
der Form): eine Art Pasteten od. Krapfen
Uschlnilscha der od. das; -[s] (aus gleichbed. sanskr. usnisa, eigtl. „Turban“): wichtiges ikonografisches Merkmal
des Buddha, das Zeichen der Weisheit u. Erleuchtung (an
gedeutet durch eine halbkugelförmige Erhöhung auf dem
Scheitel der Buddhafigur)
Uselnet [ ju:snɛt] das; -s (zu engl. to use „gebrauchen“ (vgl.
User) u. net „Netz“): System im tInternet, in dem User
weltweit Informationen austauschen u. miteinander kom
munizieren können (EDV). User [ju:zn] der; -s, - (aus
gleichbed. engl. user, eigtl. „Benutzer“, zu to use „gebrau
chen“, dies aus (alt)fr. user, vgl. Usance): 1. (Jargon) Dro
genabhängiger. 2. jmd., der mit einem Computer arbeitet,
Computerprogramme anwendet (EDV). Userlname
[...neim] der; -s, -s (zuewgZ. name „Name“): Bez. des Users
(2) bei der Rechnernutzung
Usie die; -, Usien (über gleichbed. lat. usia aus gr. ousia):
Sein, Wesen, Wesensgehalt (Rel.); vgl. Substanz (3)
Uslnea barlbalta die; - - (aus (m)lat. usnea barbata zu
arab. ushnä „Moos“ u. lat. barbatus „bärtig“): Bartflech
te, eine als Heilmittel verwendete Baumflechte
Uso der; -s (aus gleichbed. it. uso, dies aus lat. usus, vgl.
Usus): Gebrauch, Handelsbrauch
Usltalscha rZ/'e; - (aus kroat. ustasa „Aufständischer“):
(hist.) kroatische nationalistische Bewegung, die den ser
bischen Zentralismus in Jugoslawien bekämpfte ( 1941-45)
Usltaw der; -[s], -s (aus gleichbed. russ. ustav): (veraltet)
Statut, Gesetz, 1 Reglement
Us|ti|la|goÆe;-(aus gleichbed. «fat. ustilago zuspätlat. us
tulare, ustilare „ansengen, anbrennen“ (nach den wie ver
brannt aussehenden schwarzen Sporen), dies zu lat. urere
„brennen“): Brandpilz (Erreger von Pflanzenkrankhei
ten; Biol.)
usulell (aus gleichbed. fr. usuel, dies aus spätlat. usualis zu
lat. usus, vgl. Usus): gebräuchlich, üblich, landläufig.
Usulfrukltulalrilus" der; -, ...rii (aus gleichbed. lat. usufractuarius zu usus fractus, vgl. Ususfruktus): (veraltet)
Nutznießer, zum Ususfruktus Berechtigter, usulfrukltuielren* (zu Î..deren): (veraltet) Nutznießer sein, den
Nießbrauch haben, usulkalpielren (nach gleichbed. lat.
usu capere, dies zu usus (vgl. Usus) u. capere „nehmen“):
durch Gebrauch an sich nehmen, durch ununterbrochene
Benutzung zum Eigentum gewinnen, ersitzen (röm.
Recht). Usulkalpilon die; -, -en (aus gleichbed. lat. usu
capio): Ersitzung, Eigentumserwerb durch langen Eigen
besitz (Grundsatz des röm. Rechts). Usur die; -, -en (aus
lat. usura „(Be)nutzung“ zu uti, vgl. Usus): Abnutzung,
Schwund von Knochen u. Knorpeln an Stellen, die sehr
beansprucht werden (Med.). Usurlpaltilon die; -, -en (aus
gleichbed. (spät)lat. usurpatio, eigtl. „Gebrauch, das Sich-
Usurpator
1398
tas, Gen. utilitatis zu utilis „nützlich“): (veraltet) Nütz
aneignen“, zu usurpare, vgl. usurpieren): widerrechtliche
lichkeit. Utillilty [ju tɪlətɪ] der od. das; -s, -s (aus engl. Uti
Inbesitznahme, Anmaßung der öffentlichen Gewalt, ge
lity „Nutzen, Nützlichkeit“, dies aus lat. utilitas, vgl. Uti
setzwidrige Machtergreifung. Usurlpaltor der; -s, ...oren
lität): Computerprogramm für die Ausführung von Hilfs(aus gleichbed. spätlat. usurpator): jmd., der widerrecht
u. Wartungsarbeiten (EDV)
lich die [Staatsgewalt an sich reißt; Thronräuber, usurpa to risch: die Usurpation od. den Usurpator betref ut inlfra* {lat.y. (veraltet) wie unten; Abk. : u. i.
fend; durch Usurpation, usurlpielren (aus gleichbed. lat. Uto pia das; -s (meist ohne Artikel) (nach dem Titel eines
Werkes des engl. Humanisten Th. More (1478-1535), in
usurpare, eigtl. „durch Gebrauch an sich reißen“, zu usus
dem das Bild eines republikanischen Idealstaates entwor
(vgl. Usus) u. rapere „an sich reißen, rauben“): wider
fen wird; zugr. ou „nicht“ u. topos „Ort“, eigtl. „(das) Nir
rechtlich die [Staatsgewalt an sich reißen. Usus der; gendwo“): Traumland, nicht wirklich existierendes, son
(nach lat. usus „Gebrauch, Übung, Praxis“, eigtl. Part.
dern nur erdachtes Land, in dem ein gesellschaftlicher Ide
Perf. von uti „von etwas Gebrauch machen, etwas benut
alzustand herrscht. Utolpie die; -, ...ien (unter Einfluss
zen“): Gebrauch; Brauch, Gewohnheit, Herkommen, Sit
von /r. utopie zu ÎUtopia): als unausführbar geltender
te. Ususlfrukltus der; - (aus gleichbed. lat. ususfructus
Plan; Wunschbild; Idee, Vorstellung ohne reale Grundla
(auch usus et fructus u. usus fructusque) zu fructus „Nut
ge. ’Utolpilen [...ian] das; -s (meist ohne Artikel): svw.
zung, Vorteil“); Nießbrauch (Rechtsw.)
Utopia. 2Utolpilen: Plur. von Î Utopie, utolpisch: nur in
1ut (aus gleichbed. älter/r. ut, vgl. 2ut>: erste Silbe der t Sol
der Vorstellung, Fantasie möglich; mit der Wirklichkeit
misation (seit 1659 durch îdo ersetzt). 2ut [yt] (aus gleich
nicht vereinbar, [noch] nicht durchführbar; fantastisch;
bed. fr. ut, wohl lautmalend): franz. Bez. für den Ton c
utopischer Roman: 1. Roman, der eine idealisierte Form
Uta das; -, - (aus dem Japan.): svw. Tanka
utdelsintvilres, taimen est lauldanldavollunltas [-von Staat u. Gesellschaft vorführt. 2. svw. Science-Fiction-Roman. Utolpislmus der; -, ...men (zu Î...ismus
'vire:s---- v...] (lat. y. mögen auch die Kräfte [zur Ausfüh
(2)): 1. (ohne Plur.) Neigung zu Utopien, zu utopischen
rung] fehlen, so muss doch der [gute] Wille gelobt werden
Ideen, Plänen. 2. utopische Vorstellung. Utolpist der;
Utenlsil das; -s, -ien [...ion] (meist Plur.) (aus lat. utensilia
-en, -en (zu Î...ist): jmd., der utopische Pläne u. Ziele hat,
(Plur.) „brauchbare Dinge, Geräte“ zu utensilis „brauch
bar“, dies zu utis, vgl. Usus): [notwendiges] Gerät, Ge
Fantast
ut pic tu ra pplelsis [-pɪk... -] (lat.; „wie ein Bild (sei) das
brauchsgegenstand; Hilfsmittel; Zubehör
Utelrallgie* die; -, ...ien (zu TUterus u. Î...algie): Gebär
Gedicht“): Malerei u. Dichtkunst sind denselben Struk
mutterschmerz (Med.). Utelri: Plur. von ÎUterus, utelrin
turgesetzen unterworfen (programmatische Formel für
(zu îUterus u. T...in (2)): zur Gebärmutter gehörend, auf
künstlerische Gestaltungsprinzipien von der Spätantike
sie bezogen (Med.). Utelrolgralfie, auch...gralphie die;
bis ins 18. Jh.)
-, ...ien (zu T...grafie): röntgenografische Untersuchungu. Utra*: Plur. von ÎUtrum. Utralquislmus der; - (zu lat.
Darstellung der Gebärmutter unter Verwendung eines
utraque „auf beiden Seiten“ u. Î...ismus (2)>: Bildungs
Kontrastmittels (Med.). Utelrolgramm das; -s, -e (zu
konzept, nach dem gleichermaßen geisteswissenschaftli
î...gramm): Röntgenkontrastbild der Gebärmutter
che (humanistische) u. naturwissenschaftliche Bildungsin
(Med.). ute|ro|pla|zen|tar: Gebärmutter u. Plazenta be
halte vermittelt werden sollen. Utralquist der; -en, -en
treffend (Med.). Utelrus der; -, ...ri (aus Zat. uterus, Gen.
(zu T ...ist): (früher) Anhänger der hussitischen ÎKalixti
uteri „Leib; Unterleib; Gebärmutter“): Gebärmutter
ner, die das Abendmahl in beiderlei Gestalt (Î sub utraque
(Med.). Ute|rus|kar|zi|nom das; -s, -e: Karzinom im In
specie) zu empfangen forderten, utralquisltisch (zu
nern od. am untersten Teil der Gebärmutter od. am Mut
t ...istisch): den Utraquismus, die Utraquisten betreffend
termund (Med.). Utelruslpollyp der; -en, -en: gutartige Utri|cu|ia|ria* [,..k...] zZZe; - (aus »Za/. utricularia zu lat.
Wucherung der Gebärmutterschleimhaut (Med.). Uteutriculus „kleiner Schlauch“, Verkleinerungsform von
rus pro laps der; -es, -e: Gebärmuttervorfall (Med.).
uter „Schlauch“): Wasserschlauch, Wasserhelm (wurzel
Ute|rus|rup|tur die; -, -en: Zerreißung der Gebärmutter,
lose, fleischfressende Pflanze mit gelben Blüten, in Ge
bes. im Verlauf einer Geburt (Med.)
wässern, Sümpfen od. als ÎEpiphyt vorkommend; Bot.)
Utlgard rfer; -s (aus altnord. utgardr „Außenwelt, äußeres utriluslque* julris (Za/.): beider Rechte (d.h. des kirchli
Gehöft“, vgl. schwed. utgärd): das außerhalb des mensch
chen u. des weltlichen Rechts). Utrum* das; -s, Utra (zu
lichen Lebensraumes lokalisierte Reich der Riesen u. Dä
Zai. utrum „eines von beiden“): gemeinsame Form für das
monen (nord. Mythologie)
männliche u. weibliche Genus von Substantiven (z.B. im
Utille das; - (nach dem Zedrachgewächs Entandophragma
Schwedischen; Sprachw.)
utile): svw. Sipo
ut sulpra* dat,'t: wie oben, wie vorher (Mus.); Abk. : u. s.
uti|li|sie|ren (nach gleichbed. fr. utiliser zu utile „nütz Ut te rance ['ʌtərəns] die; -, -s [...siz] (aus gleichbed. engl.
lich“, dies aus lat. utilis): (veraltet) aus etwas Nutzen zie
utterance zu to utter „äußern, aussprechen“): aktuelle
hen. Utillislmus der; - (zu Î...ismus (1)): svw. Utilitaris
Realisierung eines Satzes in der Rede (amerik. Sprachw.);
mus. utilli|tär (aus gleichbed. fr. utilitaire, dies aus engl.
vgl. 'Parole, Performanz
utilitarian zu utility, dies über (alt)fr. utilité aus lat. utili UV [u:'fau]: Abk. für tultraviolett. UV-Ab|sor|ber die
tas, vgl. Utilität): rein auf den Nutzen, auf die bloße
(Plur.): überwiegend organische Verbindungen, die kurz
Nützlichkeit gerichtet. Uti|li|taIriler [...isr] der; -s, - (zu
welliges Licht absorbieren und z.B. ultraviolettempfindli
engl. utility (vgl. utilitär); vgl. ...arius): svw. Utilitarist.
che Kunststoffe vor dem Altern (Sprödwerden, Verfär
Uti|li|ta|ris|mus der; - (nach gleichbed. engl. utilitaria
ben) schützen können
nism; vgl. ...ismus (1)>: philos. Lehre, die im Nützlichen Uvalchrolmie [uvakro...] die; - (wohl nach der lat. Bez.
die Grundlage des sittlichen Verhaltens sieht u. ideale
(uva „Traube“) für den Namen des Erfinders A.Traube u.
Werte nur anerkennt, sofern sie dem Einzelnen od. der
zu gr. chroma „Farbe“ u. t2...ie): veraltetes Dreifarbenko
Gemeinschaft nützen; Nützlichkeitsprinzip. Utilliltapierverfahren zur Herstellung naturfarbener Papier- od.
rist der; -en, -en (zu T ...ist): Vertreter des Utilitarismus;
Projektionsbilder (Diapositive)
jmd., der nur auf den praktischen Nutzen bedacht ist. Uvalgras ['u:va...] das; -es, ...gräser (über das Amerik.uti 11 i I ta I ris Itisch (zu t...istisch): a) auf den Nutzen ge
Span, zu Tupi (einer südamerik. Indianersprache) ubá, uirichtet, nach dem Nutzen [handelnd]; b) den Utilitaris
bá): Silber- od. Pampasgras (südamerik. Schmuckgras mit
mus betreffend. Utilli|tät die; - (aus gleichbed. lat. utili
silberweißen Rispen)
1399
uxorilokal
[...V...] die; -, -s (aus dem Slowen.): große, flache
mit dem Halszäpfchen gebildet (von Lauten; Sprachw.).
Î Doline
Uvu lar der; -s, -e (zu t...ar (2)): unter Mitwirkung des
Uvea [...V...] die; -, Uveae [...e] (aus lat. uva „Traube, trau
Gaumenzäpfchens gebildeter Laut. Uvullalrie [,,,iə] die;
benförmiges Gebilde“): Gesamtheit von Aderhaut, t Zili
-, -n (zu t’...ie>: Zäpfchenkraut (eine Gattung der Lilien
arkörper u. Regenbogenhaut des Auges (Med.). Uve|i|tis
gewächse). Uvu|lek|to|mie* die; -, ...ien (zu tUvula u.
die; -, ...itiden (zu Î...itis): Entzündung der Uvea (Med.)
T...ektomie): operative Entfernung des Gaumenzäpfchens
Uvilollglas® [...v...] das; -es (Kurzw. aus ultravioZett u.
(Med.). Uvu|li|tis die; -, ...itiden (zu Î ...itis): Entzündung
Glas) \ für das Durchlässen ultravioletter Strahlen beson
des Gaumenzäpfchens (Med.). Uvu|lo|to|mie Æe; -,
ders geeignete Glasart
...ien (zu î...tomie): operative Entfernung bzw. tInzision
Uvit [u'vi:t, auch u'vit] der; -s, -e (nach dem Vorkommen in
(1) des Gaumenzäpfchens (Med.)
der Landschaft Uva in Sri Lanka u. zu Î 2...it> : ein Mineral, Uwalrolwit [auch ...’vit] der; -s, -e (nach dem russ. Staats
dunkelblauer tTurmalin
mann S. S. Uwarow (1786-1855) u. zu t2...it): ein Mineral,
Uvulla [...v...] die; -, ...lae [...le] (zu mlat. uvula, Verkleine
smaragdgrüner, chromhaltiger Granat
rungsbildung zu lat. uva „Traube; traubenförmiger Klum uxo|ri|lo|kal usw. (zu lat. uxor, Gen. uxoris „Ehefrau, Gat
pen“): Gaumenzäpfchen (Med.), uvidlar (zu t...ar (1)):
tin“ u. Tlokal): svw. matrilokal usw.
Uvala
u
lat. vagans, Gen. vagantis „umherschweifend“, Part. Präs,
auch va banque [va'ba:k, va'baŋk] </h; eigtl.
von vagari, vgl. Vagabund): svw. Quintus. Valgant der;
„(es) geht (= gilt) die Bank“): in der Wendung Vabanque,
-en, -en (aus mlat. vagans, Gen. vagantis „Umherziehen
auch va banque spielen: alles aufs Spiel, auf eine Karte set
der“ zu lat. vagans, vgl. Vagans): umherziehender, fahren
zen. Valbanquelspiel das; -[e]s : mit einem hohen Risiko
der S.udent od. Kleriker im Mittelalter; Spielmann, valge
verbundene Vorgehens-, Verhaltensweise, Wagnis
u. vag (über /h vague aus lat. vagus „unstet, umherschwei
valcat ['va:kat] {lat.; „es fehlt“; vgl. Vakat): nicht vorhan
fend“): nicht genau, nicht klar umrissen, unbestimmt, un
den, leer
gewiss, unsicher; dunkel, verschwommen. Valgi: Plur.
Vac|ci|na|ti|on [vaktsi...] vgl. Vakzination. Vaclcilne vgl.
von tVagus. valgielren (naeh/ɑt. vagari, vgl. Vagabund):
Vakzine. Vachellelder ['vaʃ...] das; -s (zu fr. vache
(veraltend, noch landsch.) beschäftigungslos umherzie
„Kuh“, dies aus lat. vacca): biegsames Leder für leichte
hen; sich unstet, unruhig bewegen, valgil (zu lat. vagus,
Schuhe, Brandsohlen od. Schuhkappen. Valchelrin [vavgl. vage, Analogiebildung zu Î sessil): frei lebend, umher
ʃə'rɛ:] der; -, -s (aus gleichbed. fr. vacherin zu vache, vgl.
ziehend (von Tieren, die nicht an ein bestimmtes Î Biotop
Vacheleder): 1. sahniger Weichkäse aus der Schweiz. 2.
gebunden sind; Biol.); vgl. sessil. Valgilliltät
- (zu
Süßspeise aus einer Baisermasse, Sahne u. Beeren. VaT...ität>: Fähigkeit eines Organismus, die Grenzen des
chetlten die (Plur.) (zu gleichbed. fr. vachette (Sing.)):
t Biotops zu überschreiten, Ausbreitungsfähigkeit einer
durch spezielle Gerbungsverfahren geschmeidig gemachte
Art (Biol.)
Lederarten für Ledersessel, Koffer, Taschen u. a.
valcilllanldo [vatʃɪ...] {it.; zu vacillare „schwanken, tau Valgilna [v...] die: -, Plur. ...nae [...ne] u. ...nen (aus lat. va
gina „Scheide; Hülle“): 1. a) aus Haut u. Bindegewebe- od.
meln“, dies aus lat. vacillare): schwankend (Vortragsan
Muskelfasern bestehende Gleithülle od. Kanal (Anat.); b)
weisung; Mus.)
Va|de|me|cum [vade'me:kʊm] vgl. Vademekum. Valdeweibliche Scheide (Med.). 2. Blattscheide (z.B. der Grä
melkum u. Vademécum das; -s, -s (aus lat. vade mecum
ser; Bot.), valgilnal (zu Î ’...al (1)): zur Vagina gehörend
(Med.). Valgilna|to|ri|um das; -s, ...rien [...ion] (aus
„geh mit mir!“): Lehrbuch, Leitfaden, Ratgeber [in Form
gleichbed. nlat. vaginatorium): feste Substanz (z.B. Tab
eines kleinen Buches]
Va|di|mg|ni|um [v...] das; -s, ...nia (aus gleichbed. mlat. va
lette), die zum Zwecke der Schwangerschaftsverhütung in
dimonium zu vadium, vgl. Vadium): (veraltet) Bürgschaft
die Scheide eingeführt wird u. sich dort auflöst (Med.).
(Rechtsw.). Valdilum das;-s, ...ien [...ton] (aus gleichbed.
Valgilnen: Plur. von ÎVagina. Valgilnislmus der; -,
...men (zu t...ismus (3)>: Scheidenkrampf (Med.). Valgimlat. vadium, dies aus dem Germ.): Gegenstand (z. B. ein
Stab), der beim Abschluss eines Schuldvertrags als Symbol
niltis die; -, ...itiden (zu T...itis>: Scheidenentzündung,
dem Gläubiger übergeben u. gegen Zahlung der Schuld zu
-katarrh (Med.). Va|gi|nolgra|fie, auch ...gralphie die;
rückgegeben wurde (Rechtsw.)
-, ...ien (zu 1 ...grafie): röntgenografische Darstellung der
valdos [v...] (aus lat. vadosus „seicht“ zu vadum „seichtes
Scheide nach Kontrastmittelfüllung (Med.). ValgilnoWasser“, dies zu vadare „(durch)waten“): durch Versicke
gramm das; -s, -e (zu Î ...gramm): Röntgenbild der Schei
rung von Niederschlägen u. aus Oberflächengewässern
de (Med.). Valgilnolse die; -, -n (zu 1 *...ose>: allgemeine
gebildet (vom Grundwasser; Geol.); vgl. juvenil (2)
Bez. für krankhafte Veränderungen der Scheide (Med.).
vae vicltis [ve 'vɪkti:s] {lat.; nach dem angeblichen Aus
Valgilnolskolpie* die; -, ...ien (zu t...skopie>: svw. Kol
spruch des Führers der Gallier, Brennus, nach seinem Sieg
poskopie
über die Römer 387 v.Chr.): wehe den Besiegten!
Valgollyltilkum [v...] das; -s, ...ka (zu lat. vagus (vgl. Va
vag [v...] vgl. vage. Valgalbonldalge [,,,'da:ʒə, österr.
gus), gr. lytikós „lösend“ u. t...ikum): Arzneimittel, das
,,,'da:ʒ] áte,- - (aus gleichbed. fr. vagabondage zu vagabond,
den Effekt einer Vaguserregung abschwächt od. blockiert.
vgl. Vagabund): (österr., sonst veraltet) Landstreicherei,
Valgoltolmie die; -, ...ien (zu f...tomie>: DurchschneiHerumtreiberei. Valgalbund der; -en, -en (latinisiert aus
dung des Vagus (Med.). Va|go|to|nie die; -, ...ien (zu ITogleichbed. fr. vagabond zu spätlat. vagabundus „umher
nus u. t2...ie>: erhöhte Erregbarkeit des parasympathi
schweifend“, dies zu lat. vagari „umherschweifen“ zu va
schen Systems, Übergewicht über den 1 Sympathikus
gus, vgl. vage): Landstreicher, Herumtreiber, valgalbun(Med.). Valgoltolnilka: Plur. von ÎVagotonikum. Vadielren (aus gleichbed. fr. vagabonder zu vagabond, vgl.
goltolnilker der; -s, -: an Vagotonie Leidender (Med.).
Vagabund) : ohne festen Wohnsitz sein, sich herumtreiben;
Valgoltolnilkum das; -s, ...ka: das parasympathische
ohne festes Ziel umherziehen; vagabundierender Strom:
Nervensystem anregendes Mittel (Med.), valgoltrop* (zu
Kriechstrom, Streustrom (Elektrot.). valgal (zu Î Vagus u.
î ...trop): auf den Vagus wirkend, ihn steuernd (Med.). Va
î ‘...al (1)): den Vagusnervbetreffend (Med.). Valgans <zu
gus der; -, Vagi (aus gleichbed. nlat. (nervus) vagus zu lat.
Vabanque,
1401
vagus „umherschweifend“): Hauptnerv des parasympa
thischen Systems (Med.)
Vai|shna|va ['vaiʃnava] (aus sanskr. vaisnavä „Verehrer
des Wischnu“): svw. Waischnawa
Vaishlya ['vaiʃja] (aus sanskr. vaisya, vgl. Waischja): svw.
Waischja
Vaj ra ya na [vaʤraja:na] vgl. Wadschrajana
va kant [v...] (aus gleichbed. lat. vacans, Gen. vacantis,
Part. Präs, von vacare „frei, unbesetzt sein“): frei, unbe
setzt, offen; erledigt. Valkanz die: -, -en (aus gleichbed.
spätlat. vacantia): 1. freie Stelle; das Freisein eines Kir
chenamtes; vgl. Sedisvakanz. 2. (landsch. veraltend)
Schulferien, valkatvgl. vacat. Valkatdas, -[s], -s (zu lat.
vacat „es fehlt“, 3. Pers. Sing. Präs, von vacare, vgl. va
kant): leere Seite in einem Buch (Druckw.). Va kua: Plur.
von TVakuum. va ku ie ren (zu !..deren): (veraltet) lee
ren, entleeren, ausleeren. Valkulglle die; -, -n (zu lat. va
cuus (vgl. Vakuum) u. -olus (Verkleinerungssuffix)): mit
Flüssigkeit od. Nahrung gefüllter bläschenartiger Hohl
raum in tierischen u. pflanzlichen Zellen, bes. der Ein
zeller (Biol.). Va ku um [...kuom] das; -s, Plur. ...kua od.
...kuen [,,,kuən] (aus lat. vacuum „leerer Raum, Leere“,
substantiviertes Neutrum von vacuus „frei, leer“) : 1. a) na
hezu luftleerer Raum; b) Zustand des geringen Drucks in
einem Vakuum (la). 2. unausgefüllter Raum, Leere. Vaku|um|ex|trak|ti|on* die; -, -en: die Unterstützung der
Geburt durch einen Vakuumextraktor (Med.). Valkuumlexltrakltor* der; -s, -en: Saugglocke, die bei schwie
rigen Geburten am vorangehenden Teil des Kindes fixiert
wird u. mit der das Kind extrahiert wird (Med.). Valkuum|fil|tralti|on*die; -, -en: rasches Abscheiden von Fest
stoffteilchen aus Flüssigkeiten durch Filtrieren unter ver
mindertem Druck (Chem., Phys.). va|ku|ulmie|ren
[...kuu...] (zu T..deren): Flüssigkeiten bei vermindertem
Luftdruck verdampfen. Valkulumlmelter das; -s, - (zu
t ‘...meter): Luftdruckmesser für kleinste Drücke. Valkuum tech nik die; -: Teilgebiet der Technik, das sich mit
den Verfahren zur Erzeugung bzw. Aufrechterhaltung ei
nes Vakuums sowie mit der Anwendung des Vakuums für
technische Zwecke befasst
Vaklzin [v...J das; -s, -e (zu ! Vakzine): svw. Vakzine. Vakzi|na|ti|on die; -, -en (zu î...ation): 1. [Pocken]schutzimpfung. 2. (früher) Impfung mit Kuhpockenlymphe (Med.);
vgl. ...ation/...ierung. Vak zi ne die; -, -n (zu lat. vaccinus
„von Kühen stammend, Kuh...“ zu vacca „Kuh“, da der
Impfstoff urspr. nur aus der Lymphe von Kälbern gewon
nen wurde): Impfstoff aus lebenden od. abgetöteten
Krankheitserregern (Med.). vak|zi|nie|ren (zu !..de
ren): mit einer Vakzine impfen. Vaklzilnielrung die; -,
-en (zu T...ierung): svw. Vakzination; vgl. ...ation/...ierung
Val [v...] das; -s (Kurzw. aus Äquiva/ent): dem Äquivalent
gewicht entsprechende Grammmenge eines Stoffes, valalbel (aus gleichbed. fr. valable zu valoir „gelten, wert
sein“, dies aus lat. valere): (veraltet) gültig, rechtsgültig,
rechtskräftig, valle [...le] (lat.; eigtl. „bleibe gesund“, Imp.
Sing. Präs, von valere, vgl. Valenz): (veraltet) leb wohl!
Va|le|diklti|pn die; -, -en (zu lat. valedicere (vgl. valedizieren) u. t',,,ion): (veraltet) a) das Abschiednehmen; b)
Abschiedsrede, valleldilzielren (aus gleichbed. lat. vale
dicere): (veraltet) a) Lebewohl sagen, Abschied nehmen;
b) die Abschiedsrede halten
Va|len|ci|ennes|spitlze [valä'sien...] die; -, -n (nach der
nordfranz. Stadt Valenciennes, in der die Spitze hergestellt
wird): sehr feine u. haltbare geklöppelte Spitze
Vallenltilnit [v..., auch ... nit] rfer; -s, -e (nach dem dt. Al
chemisten B. Valentin (15. Jh.) u. zu t2...it): ein farbloses
od. gelbliches Mineral
Va|lenz[v...] </ze; -, -en (aus spätlat. valentia „Stärke, Kraft“
zu valere „stark, gesund sein“): 1. chem. Wertigkeit. 2.
Valoren
Entfaltungsstärke der einzelnen, nicht geschlechtsbestim
menden, aber auf die Ausbildung der Geschlechtsorgane
wirkenden Geschlechtsfaktoren in den !Chromosomen u.
im Zellplasma (Biol.); vgl. Deletion (1). 3. Fähigkeit eines
Wortes, ein anderes semantisch-syntaktisch an sich zu bin
den, bes. Fähigkeit eines Verbs, zur Bildung eines vollstän
digen Satzes eine bestimmte Zahl von Î Aktanten an sich zu
binden, ein Subjekt u. ein Objekt zu fordern (z. B. ist das
Verb lehnen dreiwertig: er lehnt das Fahrrad an den Baum,
denn keines der drei Glieder kann weggelassen werden;
Sprachw.). 4. Aufforderungscharakter, den Objekte der
Wahrnehmung besitzen (Psychol.). Va|lenz|elek|tron*
das; -s, -en (meist Plur.): Außenelektron, das für die chem.
Bindung verantwortlich ist. Vallenzlzahl die; -, -en: den
Atomen bzw. Ionen in chem. Verbindungen zuzuordnende
Wertigkeit
Vallelrilalna [v...]
-, ...nen (aus gleichbed. mlat. Vale
riana, wohl Fern, zu Valerianus „aus Valeria“, nach der altröm. Provinz Valeria in Pannonien): Baldrian, Pflanze,
aus deren Wurzeln ein nervenberuhigendes Präparat ge
wonnen wird (Bot.). Va|le|ri|at<7as; -[e]s, -e (zu !...at (2)):
Salz der Valeriansäure (Baldriansäure)
'Vallet [va'lɛt, auch va'le:t] das; -s, -s (zu lat. valete „lebt
wohl!“, 2. Pers. Imp. Plur. von valere, vgl. Valenz): (veral
tet) Lebewohl
2Vallet [va le:] der; -s, -s (aus gleichbed. fr. valet, eigtl. „Die
ner“, dies über altfr. vaslet aus dem Vulgärlat. zu vassus
„Mann“, dies aus dem Gall.): Bube im franz. Kartenspiel
vallelte [v...] (aus lat. valete, vgl. 'Valet): (veraltet) lebt
wohl!
valleltielren [v...] (zu !2Valet u. !..deren): (Schweiz.) auf
bügeln
Valleur [va lo:i:] der; -s, -s (aus fr. valeur „Wert“, dies aus
spätlat. valor zu lat. valere, vgl. Valenz) : 1. (veraltet) Wert
papier. 2. (meist Plur.) Ton-, Farbwert, Abstufung von
Licht u. Schatten (Malerei). Va|leurs|ma|le|rei [va'la:n...] die; - (zufr. valeurs „Werte“): Tonmalerei, impres
sionistische Malweise mit nuancierten Farbabstufungen
vallgus [v...] (lat.; „krummbeinig, schief'): krumm, nach
außen abgewinkelt (von Fehlstellungen der Gliedmaßen;
Med.)
vallid [v...] (aus lat. validus „kräftig, stark“ zu valere, vgl.
Valenz): (veraltet) 1. kräftig, gesund. 2. rechtskräftig. Vali Ida |tiI on <7z'e; -, -en (unter Einfluss von gleichbed. fr. va
lidation zu spätlat. validatus, Part. Perf. von validare
„stark machen“, dies zu lat. validus, vgl. valid): (veraltet)
Gültigkeitserklärung, vallildielren (nach gleichbed. fr.
valider): 1. (veraltet) etwas für rechtsgültig erklären, gel
tendmachen, bekräftigen. 2. die Zuverlässigkeit, den Wert
von etwas bestimmen, festlegen. Vallildielrung die; -, -en
(zu t...ierung): (veraltet) das Validieren, Gültigkeitsprü
fung. VaIlildi|tät die; - (aus gleichbed. fr. validité, dies aus
spätlat. validitas, Gen. validitatis „Stärke“): 1. Rechtsgül
tigkeit. 2. Gültigkeit eines wissenschaftlichen Versuchs. 3.
Übereinstimmung eines Ergebnisses [einer Meinungsum
frage] mit dem tatsächlichen Sachverhalt (Soziol., Psy
chol.). vallielren (aus gleichbed. lat. valere, vgl. Valenz):
(veraltet) gelten, wert sein. Vallin das; -s (Kunstw.): für
das Nerven- u. Muskelsystem bes. wichtige Aminosäure
(Biochem.)
Valllislnelria [v...] die; -, ...ien [---iən] (aus nlat. vallisneria,
nach dem ital. Botaniker A. Vallisneri, 1661-1730):
Sumpfschraube (zu den Froschbissgewächsen zählende
Aquarienpflanze; Bot.)
Vallolnea [v...] die; -, ...neen (aus it. vallonea „Knoppern
eiche“): gerbstoffhaltiger schuppiger Fruchtbecher von
Eichenarten des Mittelmeerraumes, ein Gerbmittel
Vallor [v...] der; -s (aus gleichbed. spätlat. valor): (veraltet)
Wert, Gehalt (Wirtsch.). Vallolren die (Plur.): Wertsa-
Valorisation
chen, Schmucksachen, Wertpapiere (einschließlich Bank
noten). Vallolrilsaltilon die; -, -en <zu Î...isation): staat
liche Preisbeeinflussung zugunsten der Produzenten (z. B.
durch planmäßige Verknappung des Angebots einer Wa
re); vgl. ...ation/...ierung.va|lo|rilsie|ren (zu t...isieren):
Preise durch staatliche Maßnahmen zugunsten der Produ
zenten beeinflussen. Va|lo|ri|sie|rung die; -, -en <zu
î...isierung): das Valorisieren; vgl. ...ation/...ierung
Valipo li cei la [v,,,'ʧɛla] der; -[s] (nach der gleichnamigen
ital. Landschaft): trockener bis leicht lieblicher ital. Rot
wein aus Venetien
Vallulta die; -, ...ten (aus gleichbed. it. valuta zu valuto,
Part. Perf. von valere „gelten, wert sein“, dies zu lat. vale
re, vgl. Valenz) : 1. a) ausländische Währung; b) Geld, Zah
lungsmittel ausländischer Währung. 2. Wert, Gegenwert.
3. Wertstellung im Kontokorrent. 4. (nur Plur.) Zinsschei
ne von ausländischen od. auf fremde Währung lautenden
Wertpapieren, deren Zinsen, Tilgungsbeträge od. Divi
denden in fremder Währung geleistet werden. Vallyltaklaulsel die; -, -n: 1. Klausel auf Wechseln, die bedeutet,
dass der Remittent in bar bezahlt hat. 2. Wertsicherungs
klausel, durch die eine Schuld nach dem Kurs einer be
stimmten ausländischen Währung festgelegt ist. Va I lu |takreldit der; -[e]s, -e: an Inländer gegebener Kredit in aus
ländischer Währung (bes. bei Außenhandelsfinanzierun
gen). Vallulten: Plur. von TValuta, vallultielren (zu
t...ieren): 1. a) eine Wertstellung festsetzen; b) (einen
durch eine Hypothek od. Grundschuld gesicherten Be
trag) tatsächlich zur Verfügung stellen u. dadurch (aus der
Sicht des Schuldners) tatsächlich schulden. 2. (selten) dem
Wert nach bestimmen, bewerten, abschätzen. Vallultierung cZie; -, -en (zu t,,,ierung): Wertstellung, die Festset
zung des Tages, an dem ein Zahlungsein- bzw. -ausgang
auf einem Konto in die Zinsrechnung einbezogen wird
(Bankw.)
Vallva [‘valva] die; -, Plur. ...vae [...ve] u. ...ven (aus lat. val
va „(einzelner) Türflügel“, vgl. Valve): 1. klappenartige
Schleimhautfalte zur Regulierung des Blutstroms bzw. des
Darminhalts (Anat.). 2. klappenartiger Genitalanhang bei
Insekten (Biol.). vallvär (zu t...är): die Herz- od. Gefäß
klappen betreffend (Med.)
Vallvaltilon [valva...] die; -, -en (relatinisiert aus fr. évalua
tion, vgl. Evaluation): Schätzung des Wertes einer Sache,
bes. von Münzen. Val|va|ti|ons|ta|bel|le die; -, -n (meist
Plur.) : amtliche Listen, die die durch Valvation ermittelten
Kurswerte öffentlich bekannt machen
Valve [vælv] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. valve, dies aus
lat. valvae (Plur.) „die Türflügel, (Flügel)tür“): Sperr
wechsel für Linien der gleichen Figur (Thema im Kunst
schach); vgl. auch Bivalve. Vallven ['valvən]: Plur. von
T Valva
vallvielren [val'vi:...] (relatinisiert aus fr. évaluer, vgl. Eva
luation): (veraltet) svw. valutieren (2)
Vallvulla [valvula]
-, ...lae [...le] (aus lat. valvula „klei
ne Klappe“, Verkleinerungsform zu valva, vgl. Valve):
kleinere klappen- bzw. faltenartige Struktur in Blut- u.
Lymphgefäßen od. in der Darmschleimhaut (Anat.).valvu lär (zu t...är): svw. valvär. Vallvulloltom das; -s, -e
(zu gr. tomos „schneidend, teilend“, dies zu témnein
„schneiden, teilen“): chirurgisches Instrument zur opera
tiven Spaltung der Herzklappen (Med.). Val|vu|lo|tomie die; -, ...ien (zu î...tomie>: operative Spaltung narbi
ger, verwachsener Herzklappenränder (Med.)
Vamp [vemp] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. vamp, gekürzt
aus vampire, vgl. Vampir): erotisch anziehende, oft kühl
berechnende Frau (bes. als Typ im amerik. Film). Vam
pir ['vam..., auch ... pi:g] der; -s, -e (aus serb. u. kroat. Vam
pir): 1. Blut saugendes Gespenst des südosteuropäischen
Volksglaubens (Verstorbener, der nachts als lebender
1402
Leichnam dem Sarg entsteigt, um Lebenden, bes. jungen
Mädchen, das Blut auszusaugen). 2. Wucherer, Blutsau
ger; skrupelloser Ausbeuter. 3. Angehöriger einer amerik.
Blut saugenden Fledermausgattung, vamlpilrisch: das
Wesen, Verhalten eines Vampirs betreffend. Vamlpilrismus der; - (zu ɪ,,,ismus (3)): 1. (selten) Glaube an Vam
pire (1). 2. durch Verschlingungstrieb u. Verschmelzungs
drang bedingte Form des Î Sadismus
Van [væn] der; -s, -s (aus engl. van „Lieferwagen“, urspr.
Kurzw. aus carava«, vgl. Caravan): Großraumlimousine,
Kraftfahrzeug für sechs bis acht Personen
Valnaldat [v...] 4<xs; -[e]s, -e (zu altnord. Vanadis, einem
Namen der germ. Göttin der Schönheit, Freyja (wohl nach
dem schönen, farbenprächtigen Aussehen mancher Vana
diumverbindungen) u. zu T...at (2)): Salz der Vanadinsäure
(Chem.). Valnaldin das; -s (zu t...in (1)>: (veraltet) svw.
Vanadium. Valnaldilnit [auch ... nit] der; -s (zu T2...it):
gelbes bis braunes, vanadiumhaltiges Mineral, Vanadium
erz. Va Ina |di Ium ito; -s (zu t...ium): chem. Element, Me
tall; ZeichenV
Van-Al len-Gür tel [væn'lælm...] der; -s (nach dem ame
rik. Physiker J. A. van Allen, geb. 1914): Strahlungsgürtel
um den Äquator der Erde in großer Höhe
Van-Car|rier [væn'kærre] der; -s, - (zu engl. van „(geschlos
sener) Lastbehälter“ u. carrier „Träger“): Gerät, das Con
tainer innerhalb des Hafens befördert
Van|da|le [v...] u. Wandale der; -n, -n (nach dem ostgerman. Volksstamm der Vandalen): zerstörungswütiger
Mensch. van|da|lisch u. wandalisch zerstörungswütig.
Vanldallislmus u. Wandalismus der; - (nach gleichbed.
fr. vandalisme, mit Bezug auf die Plünderung Roms durch
die Vandalen im Jahr 455 n. Chr. ; vgl. ...ismus (2)>: blinde
Zerstörungswut
valnillle [vanɪljə, auch va'nɪlə] (zu îVanille): hellgelb,
blassgelb. Valnillle áie; - (über fr. vanille aus gleichbed.
span, vainilla, Verkleinerungsform von vaina „Hülse,
Schale; Scheide“, dies aus lat. vagina, vgl. Vagina): in den
Tropen heimische, zu den Orchideen gehörende Gewürz
pflanze, aus deren Schoten ein aromatisch duftendes Ge
würz für Süßspeisen gewonnen wird.Valnilllin das; -s (zu
t...in (1)): in den Früchten bestimmter Arten der Vanille
vorkommende Substanz, die bes. als Riech- u. Aromastoff
verwendet od. synthetisch hergestellt wird
Vainillas [v...]
- (aus lat. vanitas „Leere, Wahn, Eitel
keit“): die Vergänglichkeit alles Irdischen (als Thema
abendländischer Dichtung u. Kunst), vainillas vainitatum [- v...] dat.; „Eitelkeit der Eitelkeiten“): alles ist eitel
Valpeurs [va'po:ps] die (Plur.) (aus fr. vapeurs, Plur. von
vapeur „Dampf, Dunst“, dies aus lat. vapor „Dunst,
Dampf“): (veraltet) 1. Blähungen. 2. [schlechte] Laune,
Launen. Valpor der; -s, ...ores [,,,re:s] (aus gleiehbed. lat.
vapor, vgl. Vapeurs): Dampf, Wasserdampf. Valpolretto das; -s, Plur. -s u. ...ti (aus gleichbed. it. vaporetto,
Verkleinerungsbildung zu vapore „Dampfer“): Dampf
boot, kleines Motorboot (in Italien). Va|po|ri|me|ter
das; -s, - (zu lat. vapor (vgl. Vapeurs) u. I’‘...meter): Gerät
zur Bestimmung des Alkoholgehaltes einer Flüssigkeit,
bes. von Wein u. Bier. Va|po|ri|sa|ti|on die; -, -en (zu
.isation):
I..
1. (veraltend) das Vaporisieren. 2. (früher)
Anwendung von Wasserdampf zur Blutstillung (bes. im
Bereich der Gebärmutter; Med.); vgl. ...ation/...ierung.
va po ri sie ren (zu I ...isieren): 1. verdampfen. 2. den
Alkoholgehalt in Flüssigkeiten bestimmen. Valpolrslsierung rf/e; -, -en (zu I...isierung): das Vaporisieren; vgl.
...ation/...ierung
Valquelro [va'ke:ro, span, ba'kero] der; -[s], -s (aus gleich
bed. span, vaquero zu vaca „Kuh“, dies aus lat. vacca):
Viehtreiber, Cowboy (im Südwesten der USA u. in Mexi
ko)
1403
[va:r] das; -s, - <Kurzw. aus fr. volt ¿impère réactif „re
aktives Voltampere“): Maßeinheit der elektr, Blindleis
tung; Zeichen var
Valrakltor* [v...] der; -s, ...oren <Kurzw. aus engl. variable
reactor „variable Drossel“): Halbleiterbauelement mit
diodenähnlicher Funktion (Elektronik)
Valralmin [v...] u. Veramin der; -s, -e (nach dem Ort Veramin im Iran): wertvoller Teppich mit blau-rotem Grund
Valria [v...J die (Plur.) (aus gleichbed. lat. varia, substanti
viertes Neutrum Plur. von varius „verschiedenartig, man
nigfaltig, bunt“): Vermischtes, Verschiedenes, Allerlei
(Buchw.). va ri a bel (aus gleichbed. (alt)fr. variable, dies
aus spätlat. variabilis zu lat. variare, vgl. variieren): nicht
auf nur eine Möglichkeit beschränkt; veränderlich, ab
wandelbar; schwankend. ValrilaIbilí|tät die; -, -en (aus
gleichbed. fr. variabilité): 1. Veränderlichkeit, Wandelbar
keit; das Variabeisein. 2. Verschiedenartigkeit u. Verän
derlichkeit des Erscheinungsbildes durch Umwelteinflüs
se od. durch Veränderungen im Erbgut (z. B. durch Muta
tion; Biol.). Valrilalble* die; -n, -[n] (Substantivierung zu
tvariabel): 1. veränderliche Größe (Math.); Ggs. ÎKon
stante. 2. [Symbol für] ein beliebiges Element aus einer
vorgegebenen Menge (Logik). 3. logischer Speicherplatz,
dem ein bestimmter Wert zugewiesen wird (EDV). Valrialfgie die; -, ...ien (zu lat. varius (vgl. Varia) u. T...algie):
wetterabhängiger, tageszeitlich wechselnder Schmerz
(Med.), valrilant (aus fr. variant „veränderlich, wech
selnd“, eigtl. Part. Präs, von varier, vgl. variieren): bei be
stimmter Umformung veränderlich (Math.). Valri|an|te
die; -, -n (aus gleichbed. fr. variante, substantiviertes Fern,
von variant, vgl. variant): 1. leicht veränderte Art, Form
von etwas; Abwandlung, Abart, Spielart. 2. abweichende
Lesart einer Textstelle bei mehreren Fassungen eines Tex
tes (Literaturw.). 3. Wechsel von Moll nach Dur (u. umge
kehrt) durch Veränderung der kleinen Terz in eine große
(u. umgekehrt) im Tonikadreiklang (Mus.). Valrilanz die;
-, -en (nach spätlat. variantia „Verschiedenheit“): 1. Ver
änderlichkeit bei bestimmten Umformungen (Math.). 2.
Maß für die Größe der Abweichung von einem Mittelwert
(Statistik). Va|ri|anz|ana|ly|se die; -, -n: statistisches
Verfahren zur quantitativen Untersuchung des Einflusses
von verschiedenen Faktoren auf Versuchsergebnisse (bes.
bei biologischen Experimenten), valrilaltio de lecltat
[- ...k...] ilat.y. Abwechslung macht Freude. Va|ri|a|ti|on
die; -, -en (aus gleichbed. fr. variation, dies aus lat. variatio
„Veränderung“ zu variare, vgl. variieren): 1. a) Abwechs
lung; Abänderung, Abwandlung, das Variieren; b) das
Veränderte, Abgewandelte, Variierte. 2. melodische, har
monische od. rhythmische Abwandlung eines Themas
(Mus.). 3. bei Individuen einer Tier- od. Pflanzenart auf
tretende Abweichung von der Norm im Erscheinungsbild
(Biol.). 4. [in der Kombinatorik] geordnete Auswahl, An
ordnung von Elementen unter Beachtung der Reihenfolge
(Math.). Valrilaltilonslton der; -, ...töne: Ton, dessen
Schwingungsamplitude sich periodisch ändert, va I ri Ia I tiv
(zu t...iv>: Variationen] aufweisend. Valrilaltor der; -s,
...oren (zu T...or): svw. Variometer (5). Va|ri|e|ga|ti|on
[...rie...] ¿ZZe; - (zu spätlat. variegatus, Part. Perf. von varie
gare „bunt machen“, u. î‘...ion): Fleckenmusterung bei
Pflanzen u. Tieren (Biol.). Va|ri|e|tät die; -, -en (aus lat.
varietas, Gen. varietatis „Vielfalt“): a) Ab-, Spielart, bes.
Bezeichnung der biolog. Systematik für geringfügig abwei
chende Formen einer Art; Abk. : var. ; b) sprachliche Vari
ante. Valrilelté [varíe te:], auch Va|ri|e|tee das; -s, -s (ge
kürzt aus Varietétheater, dies nachʃr. théâtre des variétés
zu théâtre (vgl. Theater) u. variété „Abwechslung, Bunt
heit“ (dies aus lat. varietas, Gen. varietatis)): 1. Theater
mit bunt wechselndem, unterhaltendem Programm, artis
tischen, akrobatischen, tänzerischen, musikalischen u.ä.
Var
Varsovienne
Darbietungen. 2. Vorstellung in einem Variété (1). valri(aus gleichbed. fr. varier, dies aus lat. variare „ver
ändern“, zu varius, vgl. Varia): verschieden sein, abwei
chen; verändern, abwandeln (bes. ein Thema in der Mu
sik)
Va|ri|kolphle|bi|tis [v...] die; -, ...itiden (zu ÎVarix u.
ÎPhlebitis): Entzündung einer oberflächlichen Krampf
ader (Med.). va|ri|kös (aus gleichbed. spätlat. varicosus
zu varix (vgl. Varix); vgl. ...ös>: krampfaderig, Krampf
adern betreffend (Med.). Va|ri|ko|se die; -, -n (zu
t ‘...ose): Krampfaderleiden. Va|ri|ko|si|tät die; -, -en (zu
t...ität>: Anhäufung von Krampfadern, Krampfaderbil
dung (Med.). Valrilkolzelle die: -, -n (zu 1 Varix u. gr. kêlë
„Geschwulst; Bruch“): Krampfaderbruch (Med.)
Va|ri|nas [v..., auch vari:...] der; -, - (nach der Stadt Barinas
in Venezuela): südamerik. Tabaksorte
Valriolgraf, auch ...graph [v...] der; -en, -en (zu lat. varius
(vgl. Varia) u. t ...graf): Gerät, das die Werte eines Vario
meters (1, 2, 4) selbsttätig aufzeichnet. Valrilolla die; -,
Plur. ...lä u. ...ölen u. Variole die; -, -n (meist Plur.) (aus
gleichbed. mlat. variola, zu lat. -ola (Fem. von -olus; Ver
kleinerungssuffix)): Pocken, [schwarze] Blattern (Med.).
Va|rio|la|ti|on die: -, -en (zu t...ation>: altind. Methode
der aktiven Pockenimmunisierung durch Einritzen der
Haut u. Auflegen von Grind eines abheilenden leichten
Pockenfalles (Med.). Valrilolle vgl. Variola. Valriollith
[auch ...’lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -[e]n (zu lat. varius
(vgl. Varia) u. Î...lith (wegen seinesblatternähnlichen Aus
sehens), eigtl. „Blatterstein“): dichtes basisches Eruptiv
gestein mit eingelagerten grauen bis violetten kleinen Kü
gelchen. Va|rio|me|ter das; -s, - (zu Α...meter): 1. Gerät
zur Bestimmung kleinster Luftdruckschwankungen inner
halb kurzer Zeitabschnitte (Meteor.). 2. Gerät zur Beob
achtung der erdmagnetischen Schwankungen. 3. Spulen
anordnung mit stetig veränderbarer Selbstinduktion zur
Frequenzabstimmung in Hochfrequenzgeräten (Phys.). 4.
Gerät zur Bestimmung der Steig- od. Sinkgeschwindigkeit
von Flugzeugen. 5. Messgerät für Selbstinduktionen bei
Wechselströmen (Phys.). Valriolobljekltiv das; -s, -e:
svw. 'Zoom(l)
valrislkisch [v...], valrisltisch u. variszisch (nach mlat.
Variscia (dem alten Namen vom Vogtland, dem Siedlungs
gebiet des german. Stammes der Varisker): in SüdwestNordost-Richtung verlaufend, sich erstreckend (von Ge
birgen)
Valrisltor [v...] der; -s, ...oren (Kunstw. aus engl. variable
resistor „veränderlicher (elektrischer) Widerstand“):
spannungsabhängiger Widerstand, dessen Leitwert mit
steigender Spannung wächst (Phys.)
valrislzisch [v...] vgl. variskisch. Valrislzit [auch ,,,'tsɪt]
der; -s, -e (zu t variskisch u. 12...it>: ein Mineral, gelbgrünes
bis bläuliches Tonerdephosphat
Valriltron* [v...] ¿Zas; -s, ...onen (zu lat. varius (vgl. Varia) u.
t...tron): durch Höhenstrahlung entstandenes, elektrisch
geladenes Teilchen von unterschiedlicher Masse, schweres
tMeson (Phys.). Valriltylper ['vɛritaipu] der: -s, - (aus
gleichbed. engl. Varityper, VariTyper® zu various (dies aus
lat. varius, vgl. Varia) u. to type „maschinenschreiben“):
auf dem Schreibmaschinenprinzip aufgebaute Setzma
schine
Valrix [v...] die; -, Varizen (aus gleichbed. lat. varix, Gen. va
ricis zu varius, vgl. Varia, nach dem bunten Aussehen):
Krampfader, Venenknoten (Med.). Valrilze ¿ZZe; -, -n (aus
lat. varix, vgl. Varix): svw. Varix. Va|ri|zel|le die; -, -n
(meist Plur.) (fälschliche nlat. Verkleinerungsbildung zu
Î Variola): Windpocke (Med.). Valrilzen: Plur. von ÎVa
rix
Var|so|vi|enne [varzo visn] die; -, -n [...ncn] (aus gleich
bed. fr. (danse) Varsovienne, eigtl. „Warschauer (Tanz)“
ie|ren
Vas
(zum mlat. Namen Varsovia der poln. Stadt Warschau)):
poln. Tanz im mäßig schnellen 3/4-Takt
Vas [v...J ¿fas; -, Vasa (aus lat. vas, Gen. vasis „Gefäß“):
Bez. für alle röhrenförmigen, Körpersäfte führenden Ge
fäße (z.B. Blutgefäße; Anat.). vas..., Vas... vgl. vaso....
Vaso... Valsa: Plur. von îVas. valsai (zu/ɑt. vas (vgl. Vas)
u. Î '...al (1)>: die [Blutjgefäße betreffend (Med.). Valsalgie* die; -, ...ten (zu î...algie): Gefäßschmerz (Med.)
Valsall [v...] der; -en, -en (aus gleichbed. altfr. vassal, dies
aus mlat. vassalus zu mlat.-galloroman. vassus, eigtl.
„Mann, Knecht“): mittelalterl. Lehnsmann; Gefolgs
mann. Val sal|len|staat der; -[e]s, -en: in Abhängigkeit
zu einem anderen befindlicher Staat, valsalllisch: einen
Vasallen od. die Vasallität betreffend. Valsallliltät 4/e; (aus gleichbed. fr. vassalité, Nebenform von vasselage;
vgl. ...ität): Verhältnis eines Vasallen zum Lehnsherrn (im
Mittelalter)
Valsallteil [v...] rfer/-[e]s, -e (zu 7 vasal): svw. Xylem. Valse
(Zte; -, -n (aus gleichbed. fr. vase, dies aus lat. vas, vgl. Vas) :
[kunstvoll gearbeitetes] Ziergefäß, meist zur Aufnahme
von Blumen. Va|sek|to|mie* die; -, ...jen (zu Tvaso... u.
7 ...ektomie): operative Entfernung eines Stückes des Sa
menleiters des Mannes (z.B. zur Sterilisation; Med.)
Valsellin [v...] das; -s (Kunstw. aus dt. Wasser u. gr. élaion
„Öl“): svw. Vaseline. Va|se|li|ne die; -: aus Rückständen
der Erdöldestillation gewonnene Salbengrundlage für
pharmazeutische u. kosmetische Zwecke, auch Rohstoff
für Schmiermittel. Va|se|li|nom das; -s, -e (zu t...om>:
Geschwulst, die infolge Bindegewebswucherungum einge
spritzte Vaseline entsteht (Med.). Va Ise Inol®
-s
(Kurzw. aus Baseline u. Lano/in): ein Vaseline enthalten
des Gemisch als Salbengrundlage
vaslkullar [v...] (aus gleichbed. nlat. vascularis zu lat. vas
culum, Verkleinerungsform von vas, vgl. Vas): 1. svw. vas
kulär. 2. den Flüssigkeitstransport in den Pflanzen betref
fend (Bot.), vaslkullar (zu t...är>: zu den Blutgefäßen ge
hörend, sie enthaltend (Med.). Vas|ku|lalri|sa|ti|on die;
-, -en (zu t...isation): Neueinpflanzung von Blutgefäßen in
nicht mehr durchblutete Teile des Gewebes (Med.). Vaskulliltis
-, ...itiden (zu t...itis): Entzündung im Be
reich der feinsten arteriellen u. venösen Blutgefäße
(Med.). Vaslkullolpalthie die; -, ...jen (zu t ...pathie): zu
sammenfassende Bez. für alle funktionellen Störungen im
Bereich der kleinsten Blutgefäße (Med.), vaslkullös (zu
t ...ös): gefäßreich (Med.), valso.... Valso..., vor Vokalen
auch vas..., Vas... (zu lat. vas, vgl. Vas): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „Gefäß“, z.B. Vasografie, Vasek
tomie. valsolakltiv: den Gefäßtonus beeinflussend (von
Arzneimitteln; Med.). Va|soldi|la|tans i/a.v;-, Plur. ...anzien [...jan] u. ...antia (meist Plur.) (zu lat. dilatans, vgl. di
latant): Arzneimittel, das eine Gefäßerweiterung bewirkt.
Va|so|di|la|ta|ti|on die; -: Erweiterung von Blutgefäßen
infolge Erschlaffung der glatten Gefäßmuskulatur (Med.).
Va|so|di|la|taltor der; -s, ...oren: gefäßerweiternder
Nerv (Med.), valsolgen (zu 7...gen): von Blutgefäßen
ausgehend (z.B. eine Blutung; Med.). Va|so|kon|striktilgn* die; -, -en: Gefäßverengung, -Zusammenziehung
durch Kontraktion der glatten Gefäßmuskulatur (Med.).
Valsolkonlstrikltilvum* [...vom] das; -s, ...va [...va] (zu
.ivum):
7..
gefäßverengerndes Arzneimittel. Va|so|konstrikltor* der; -s, ...oren: gefäßverengernder Nerv
(Med.). Va|so|li|ga|tur die; -, -en: Unterbindung von
Blutgefäßen (Med.). Va|so|mo|ti|on rfze;-,-en: Dehnung
u. Zusammenziehung der Haargefäße (Med.). Valsolmotglren die (Plur.): Gefäßnerven, die der glatten Muskula
tur Impulse geben (Med.). Valsolmoltolrilker der; -s, -:
Mensch, dessen Gefäßsystem stark auf innere od. äußere
Reize reagiert (z. B. durch Erröten; Med.), valsolmoltorisch: auf die Gefäßnerven bezüglich, sie betreffend
1404
(Med.). Valsolneulrolse die; -, -n: Neurose der Gefäß
nerven; Gefäßlabilität (Med.). Valsolpalthie iZze; -, ...jen
(zu t...pathie): Bez. für funktionelle Gefäßstörungen
(Med.). Valsolplelgie* die; -, ...jen (zugr. plëgê „Schlag“
u. t2...ie> : Gefäßlähmung (Med.). Valsolpreslsin* das;-s
(zu lat. premere (Part. Perf. pressus) u. Î...in (1)): Hormon
mit blutdrucksteigernder Wirkung (Biochem., Med.), vasolpreslsglrisch* (zu (n)lat. -orius (Adjektivsuffix)):
Blutgefäße verengend, blutdrucksteigernd (von Arznei
mitteln; Med.). Va|solre|sek|ti|on die; -, -en: 1. svw. Va
sektomie. 2. operative Entfernung eines Teils eines Blut
gefäßes (Med.). Valsolspaslmus* der; -, ...men: Gefäß
krampf, krampfartige Zusammenziehung eines Blutgefä
ßes (z.B. bei7Angina Pectoris; Med.). Valsoltolmie die;
-, ...jen (zu t...tomie): 1. operative Durchtrennung des Sa
menleiters (Med.). 2. operative Durchtrennung eines Blut
gefäßes (Med.), valsoltrop* (zu f...trop): bes. stark auf
die Blutgefäße einwirkend (von Arzneimitteln; Med.)
vast [v...] (aus gleichbed. lat. vastus): (veraltet) weit, ausge
dehnt; unermesslich; öde. Vas|ta|ti|on die; -, -en (aus
gleichbed. lat. vastatio zu vastare, vgl. vastieren): (veral
tet) Verwüstung. vas|tie|ren (aus gleichbed. lat. vastare):
(veraltet) veröden; verwüsten, Vasltiltät die; -, -en (aus
gleic.rbed. lat. vastitas, Gen. vastitatis): (veraltet) Öde;
Verwüstung; Weite, Unermesslichkeit
Vat [va:t] vgl. Wat
Valtilkan [v...] der; -s (nach der Lage auf dem Vatikanhügel
(lat. mons Vaticanus), einem der sieben Hügel Roms): 1.
Papstpalast in Rom. 2. oberste Behörde der kath. Kirche.
va|ti|ka|nisch: zum Vatikan gehörend, aus ihm stam
mend, ihn betreffend. Valti|ka|num das; -s (aus nlat. vaticanum): Bez. für das erste (1869/70) u. zweite
(1962-1965) in der Peterskirche zu Rom abgehaltene all
gemeine tKonzil der kath. Kirche
Valtilzilnilum [v...] das; -s, ...ien [...jon] (aus gleichbed. lat.
vaticinium zu vates „Prophet, Weissager“): (veraltet)
Weissagung
Vauldelville [vodə'vi:l, fr. vod vil] das; -s, -s (aus gleichbed.
fr. vaudeville, angeblich entstellt aus Vau-de-Vire, Name
eines Tales in der Normandie, das aus Liedern bekannt
war): 1. franz. Gassenhauer, Volks-u. Trinklied. 2. burles
kes od. satirisches Singspiel, eine der Ursprungsformen
der t Operette, der franz, komischen Oper u. des deut
schen Singspiels. 3. Schlussensemble einer Oper mit volks
tümlich moralisierender Tendenz (z.B. in Mozarts „Ent
führung aus dem Serail“). 4. szenische Darbietung kaba
rettistischen Charakters mit Chansons, Tanz, Akrobatik
u. a. (bes. Ende des 19. Jh.s in den USA)
valzielren [v...] (aus gleichbed. lat. vacare): (veraltet)
[dienstfrei sein; unbesetzt sein; leer stehen; vgl. vakant
usw.
Vealdar [v...] der; - (aus gleichbed. hebr. wë’adâr, eigtl.
„und ein (weiterer Monat) Adar“): dreizehnter Monat des
jüd. Schaltjahres, der zum Ausgleich der Differenz zwi
schen Mondjahr u. Sonnenjahr eingeschaltet ist
VelblenlefIfekt* [ veblən...] der; -[e]s (nach dem amerik.
Nationalökonomen u. Soziologen Th. Veblen (1857-1929)
u. zu Î Effekt) : durch das Nachfrageverhalten eintretender
Konsumeffekt [bei Luxusgütern], weil die Konsumenten
beim Kauf durch [scheinbar] hohe Preise Prestige zu ge
winnen suchen
Velda [v...], Weda der; -[s], Plur. ...den u. -s (aus gleichbed.
sanskr. véda, eigtl. „Wissen“): die heiligen Schriften der
altindischen Religion. Veldanlga, Wedanga der; - (aus
sanskr. vedänga „Glieder des Veda“): Oberbegriff für die
sechs traditionellen Hilfswissenschaften zur Erklärung
des Veda sowie die entsprechenden 7 Sutras
Ve dan ta, Wedanta der; - (aus sanskr. vedänta, eigtl. „En
de des Weges“): auf den vedischen 7 Upanischaden beru-
1405
hende wichtigste philos. Schule in Indien, die einen mehr
od. minder strengen ÎMonismus lehrt; vgl. Samkhja
Veldetlte [v...J die; -, -n (aus gleichbed./k vedette, dies aus
it. vedetta „vorgeschobener Posten“, eigtl. „Beobachter.
Späher“, zu vedere „sehen“ (dies aus lat. videre), eigtl.
„Künstler, der an erster Stelle im Darstellerverzeichnis
steht"): 1. (veraltet) vorgeschobener Reiterposten; Feld
wache. 2. (selten) berühmter [Filmjschauspieler, Star
veldisch [v...J, wedisch (zu tVeda): auf die Veden bezüg
lich. Veldislmus, Wedismus der; - (zu t,,,ismus (2)): vedische Religion
Veldulte [v...J die; -, -n (aus gleichbed. it. veduta zu vedere,
vgl. Vedette): naturgetreue Darstellung einer Landschaft
od. Stadt (Malerei)
Velga [v...] die; -, -s (aus span, vega „fruchtbare Ebene“ zu
baskisch ibai „Fluss“): 1. Bez. für die Flussauen u. bewäs
serten Gebiete auf der Iberischen Halbinsel, oft mit der
Î Huerta identisch. 2. brauner bis rotbrauner Auenboden
mit einer mäßig entwickelten Humusschicht (Geol.)
veigan [v...J (aus engl. vegan „streng vegetarisch“ zu vege
table, vgl. Vegetarier) : den Veganismus betreffend, zu ihm
gehörend, ihm folgend. Velgalner der; -s, -: strenger Ve
getarier, der auf tierische Produkte in jeder Form (z. B. Ei
er, Milch) verzichtet. Ve|ga|nis|mus der; - (zu t,,,ismus
(3)): strenger Vegetarismus, dessen Anhänger auf tieri
sche Produkte in jeder Form verzichten, velgeltalbil
[v...] (ausspätlat. vegetabilis „belebend; pflanzlich“ zu lat.
vegetare, vgl. vegetieren): svw. vegetabilisch; vgl. ...isch/-.
Vegetabilien [,,,iən] die (Plur.) (nach mlat. vegetabi
lia (Plur.) „Pflanzen(reich)" zttspätlat. vegetabilis, vgl. ve
getabil): pflanzliche Nahrungsmittel, velgeltalbillisch
(zu tvegetabil): pflanzlich; aus Pflanzen gewonnen; vgl.
...isch/-; vegetabilische Fette: Pflanzenfette. Ve|ge|ta|rialner der: -s, - (zu Î Vegetarier; vgl. ...aner): (selten) svw.
Vegetarier. Ve|gelta|ri|a|nis|mus der; - (zu t...ismus
(3)): (selten) svw. Vegetarismus. Ve|ge|ta|ri|er [...iß] der;
-s, - (für älteres Vegetarianer, dies aus engl. vegetarian zu
vegetable „pflanzlich“, dies zu lat. vegetare, vgl. vegetie
ren): jmd., der ausschließlich od. vorwiegend pflanzliche
Nahrung zu sich nimmt. Velgeltalrilelrin [...ja...] die; -,
-nen: weibliche Form zu TVegetarier. ve|ge|ta|risch:
pflanzlich; den Vegetarismus betreffend, auf ihm beru
hend, ihm gemäß. Ve|ge|ta|rislmus der; - (zu T...ismus
(3)): Ernährung ausschließlich von Pflanzenkost, meist
aber ergänzt durch Eier u. Milchprodukte. Velgeltaltion die; -, -en (über mlat. vegetatio „Wachstumskraft“ aus
spätlat. vegetatio „Belebung, belebende Bewegung“ zu Zar.
vegetare, vgl. vegetieren): 1. a) Gesamtheit des Pflanzen
bestandes [eines bestimmten Gebietes]; b) Wachstum von
Pflanzen, Pflanzenwuchs. 2. Wucherung des lymphati
schen Gewebes (Med.). Velgeltaltilonslforlmaltilon
i/ze; -, -en: ökologische, durch Klima, Boden, Wasserhaus
halt u.a. bedingte höhere Vegetationseinheit, die land
schaftsprägend auftritt. Velgeltaltilgnslkelgel der; -s,
-: Wachstumszone der Wurzel- u. Sprossspitze einer
Pflanze (Bot.). Velge|ta|ti|ons|kult der; -[e]s, -e: Bez.
für Religionen, in denen das Werden u. Vergehen der Na
tur verehrt und zur Förderung der Fruchtbarkeit von
Acker, Vieh u. Menschen symbolisch dargestellt wird. Vege ta ti ons or gan das; -s, -e: pflanzliches Organ, das
der Erhaltung des Organismus u. nicht der Fortpflanzung
dient (z.B. Blätter u. Wurzeln; Bot.). Ve|ge|ta|tilonsperiioide die; -, -n: Zeitraum des allgemeinen Wachs
tums der Pflanzen innerhalb eines Jahres. Velgeltaltionslpunkt der; -[e]s, -e: svw. Vegetationskegel. Velgeta tilonslzo ne die; -, -n: Zone mit den Hauptformen der
Vegetation eines Klimabereichs (bes. Bot.). ve|ge|ta|tiv
(aus mlat. vegetativus zu lat. vegetatus (Part. Perf. von ve
getare, vgl. vegetieren) u. t...iv>: 1. (selten) pflanzlich. 2.
Velitiv
nicht mit der geschlechtlichen Fortpflanzung in Zusam
menhang stehend; ungeschlechtlich (Biol.). 3. dem Willen
nicht unterliegend (von Nerven; Med.). ve|ge|tie|ren
(aus (vulgär)lat. vegetare „wachsen“, eigtl. „wie eine
Pflanze (ohne Seelenäußerung) dahinleben“, dies aus lat.
vegetare „beleben, ermuntern, erregen“ zu vegetus „kräf
tig, lebhaft“ (zu vegere „lebhaft sein“)): 1. kümmerlich,
kärglich [dahin]leben. 2. ohne Blüte, nur in der vegetativen
(2) Phase leben (von Pflanzen; Biol.)
velhelment [v...] (aus gleichbed. lat. vehemens, Gen.
vehementis, zu vehere, vgl. Vehikel): heftig, ungestüm,
stürmisch, jäh. Ve|he|menz die; - (aus gleichbed. lat. ve
hementia): Heftigkeit, Wildheit, Ungestüm, Schwung,
Lebhaftigkeit, Elan. Velhilkel [v...] das; -s, - (aus lat. ve
hiculum „Wagen, Fahrzeug“ zu vehere „fahren“): 1. Hilfs
mittel ; etwas, das als Mittel zu etwas dient ; etwas, wodurch
etwas ausgedrückt od. begründet wird. 2. (ugs.) klappriges,
altes Fahrzeug. 3. wirkungsloser Stoff in Arzneien, in
dem die wirksamen Stoffe gelöst od. verteilt sind (Med.).
Vekltor der; -s, ...oren (über gleichbed. engl. vector aus
lat. vector „Träger, Fahrer“ zu vectus, Part. Perf. von ve
here, vgl. Vehikel): 1. physik. od. math. Größe, die durch
einen Pfeil dargestellt wird u. durch Angriffspunkt, Rich
tung u. Betrag festgelegt ist (z.B. Geschwindigkeit, Be
schleunigung); Ggs. Î Skalar. 2. eindimensionales Feld ge
ordneter gleichartiger Größen (z.B. Zeichenketten;
EDV). 3. blutsaugendes Insekt als möglicher Krankheits
überträger (Biol.). Vek|tor|bo|son das; -s, -en: Elemen
tarteilchen, das als Feldquant eines Vektorfeldes interpre
tiert werden kann (Phys.). Vekltorlfeld das; -[e]s, -er:
Gesamtheit von Punkten im Raum, denen ein Vektor zu
geordnet ist. Vekltorlgralfik, auch ...gralphik die; -,
-en: eine grafische Darstellungsart, die auf [Bildjlinien (im
Gegensatz zu Bildpunkten) beruht (EDV), vekltolrilell
(zu î.. .eil) : durch Vektoren berechnet, auf Vektorrechnung
bezogen, mit Vektoren erfolgt (Math.). Vekltorlkarldiograf, auch ...graph der; -en, -en: elektron. Gerät zur
Messung u. Aufzeichnung der Veränderungen der Stärke
u. Richtung der Aktionsströme der Herzmuskelfasern
während der Herzaktion (Med.). Vekltorlkarldiolgrafie, auch ...gralphie die; -, ...ien: Aufzeichnung der Ver
änderungen der Stärke u. Richtung der Aktionsströme der
Herzmuskelfasern während der Herzaktion (Med.). Vektorlmeslser der; -s, -: elektr. Messgerät, mit dem nicht
nur der Betrag von Wechselspannungen u. -strömen ge
messen werden kann, sondern auch deren gegenseitige
Phasenlage (Elektrot.). Vek|tor|pro|dukt das; -[e]s, -e:
Abbildung, die einem Paar von Vektoren einen anderen
Vektor zuordnet (Math.)
Vella [v...] : Plur. von T Velum. Vellalmen das; -s, - (aus lat.
velamen „Hülle, Decke“): aus abgestorbenen Zellschich
ten bestehende schwammige Hülle vieler Luftwurzeln zur
Wasseraufnahme (Bot.), vellalmenltös (zu lat. velamen
tum „Hülle“ u. Î...ÔS): mit häutiger Hülle (Bot.), vellar
(zu lat. velum (vgl. Velum) u. T...ar): am ÎVelum (4) gebil
det (von Lauten; Sprachw.). Vellar der; -s, -e: Gaumense
gellaut, [Hinterjgaumenlaut (z.B. k; bes. vor u und o;
Sprachw.). ve|la|ri|sie|ren (zu T...isieren): a) velar aus
sprechen; b) durch einen Velar ersetzen (Sprachw.). Velilger die; - (zu lat. veliger „Segel tragend“, dies zu velum
(vgl. Velum) u. gerere „mit sich führen“): vorwiegend im
Plankton frei schwimmende Larvenform der Meeres
schnecken u. anderer Weichtiere (Biol.)
Veilin [v..., auch ve'lɛ:] das; -s (aus gleichbed. fr. vélin zu
veel, ältere Nebenform von veau, dies über das Vulgärlat.
aus lat. vitellus „Kalb“): feines, weiches Pergament, unge
ripptes Papier
Velliltiv [v...] der; -s, -e [...vo] (aus gleichbed. nlat. (modus)
velitivus zu lat. veile „wollen“): Modus des Verbs, der ein
Velleität
Wollen ausdrückt (Sprachw.). VellleliltätA'e; -, -en (über
fr. velléité aus mlat. velleitas, Gen. velleitatis „das Wol
len“): kraftloses, zögerndes Wollen; Wunsch, der nicht
zur Tat wird (Philos.)
Vello [v...J das; -s, -s (Kurzw. aus î Pe/oziped): (Schweiz.)
Fahrrad, vellolce [---ʧə] (it.; aus lat. velox, Gen. velocis
„schnell“): behände, schnell, geschwind (Vortragsanwei
sung; Mus.). Ve|lo|drom*d«5;-s.,-e (aus gleichbed.ʃr. vé
lodrome zu vélocipède „Fahrrad“ u. gr. drómos „Lauf;
Rennbahn“): [geschlossene] Radrennbahn mit überhöh
ten Kurven
’Vellours [və'lu:e, auch ve...] der; - [,,,lu:us], - [,,,lu:us] (aus
fr. velours „Samt“ zu altprovenzal. velos, dies aus lat. vil
losus „zottig, haarig“ zu villus „Haarzotte (der Tiere)“) : 1.
franz. Bez. für Samt. 2. samtartiges Gewebe mit gerauter,
weicher Oberfläche. 2Ve|lours [vəlu:n, auch ve...] das; [... lu:çs], - [,..'lu:çs] (zu î 'Velours): svw. Veloursleder. Ve
lours Chiflfon [ve'lu:u ʃɪ'fð:, österr. - ʃɪ'fo:n] der; - -s,
Plur. - -s, österr. - -e (aus gleichbed. ʃr. velours chiffon):
Seidensamt. Vellours de Laine [- də 'lɛ:n] der;---- ,---(aus gleichbed. fr. velours de laine): weiches, tuchartiges
Gewebe aus Wollstreichgarn. Velloursllelder das; -s, -:
Leder, dessen Oberfläche durch Schleifen ein samtartiges
Aussehen hat. Vellourslteplpich der; -s, -e: kettgemus
terter, gewebter Teppich, velloultielren [valu..., auch
ve...] (nach fr. velouter „samtartig machen“): (die Leder
oberfläche) abschleifen, um sie aufzurauen. Velloultine
[,,,'ti:n] rZer; -[s], -s (aus gleichbed. fr. veloutine): 1. feiner,
weicher Halbseidenrips. 2. samtartig gerauter Flanell
Ve|lo|zi|ped [v...]
-[e]s, -e (aus gleichbed. fr. vélocipède
zu lat. velox, Gen. velocis „schnell“ u. pes, Gen. pedis
„Fuß“): (veraltet) Fahrrad. Vellolzilpeldist der; -en, -en
(aus gleichbed. fr. vélocipédiste): (veraltet) Radfahrer
Veil pel ['fɛlpl] der; -s, - (nach it. felpa): Nebenform von
T Felbel
Veltllilner [v..., auch f...] der; -s (nach der ital. Landschaft
Veltlin ft. Valtellina)): 1. eine Traubensorte. 2. Weinsorte
Vellum [v...] das; -s, Vela (aus lat. velum „Tuch; Hülle;
Segel“): 1. Vorhang od. Teppich, im altröm. Haus zum
Bedecken der Türen benutzt, in Säulenhallen als Schutz
gegen die Sonne. 2. Seiden- od. Leinentuch zur Bede
ckung der Abendmahlsgeräte in der kath. [u. ev.J Kir
che. 3. Schultertuch in der kath. Priestergewandung. 4.
Gaumensegel, weicher Gaumen, wo die 1 Velare gebildet
werden (Sprachw.). 5. a) Wimperkranz der Schnecken
larve; b) Randsaum der Quallen; c) Hülle vieler junger
Blätterpilze (Biol.). Vellum pallaltilnum das; - -, ...la
...na (aus gleichbed. (n)lat. velum palatinum): Gaumen
segel
Vellvet ['vɛlvət] der od. das; -s, -s (aus gleichbed. engl. vel
vet, dies über das Vulgärlat. zu lat. villus „zottiges Haar“):
Baumwollsamt mit glatter Oberfläche. Vellvelton [...ton]
der; -s, -s (Kunstw.; vgl. 3...on): eine Samtimitation als
Wildlederersatz
ven.... Ven... [v...] vgl. veno..., Veno...
veinai [v...] (aus gleichbed. lat. venalis zu venalia (Plur.)
„Waren“): (veraltet) käuflich, feil, bestechlich
Venldelmilaire [väde'miem] der; -[s], -s (aus fr. vendémiai
re „Weinmonat“): der erste Monat des franz. Revolutions
kalenders (22. September bis 21. Oktober)
Venldetlta [v...] die; -, ...tten (aus it. vendetta „Rache“,
dies aus lat. vindicta): ital. Bez. für [Blutjrache
Veine [v...] die; -, -n (aus gleichbed. lat. vena): Blutader;
Blutgefäß, in dem das Blut dem Herzen zufließt ; Ggs. t Ar
terie)
Ve|ne|fi|ci|um [v,,,tsiʊm] das; -s, ...cia, auch Ve|ne|fi|ziumi/ɑʃ, -s, ...zien [...ion] (aus/at. veneficium „Giftmische
rei“): Giftmord (Med.)
Velnekltalsie* [v...]die; -, ...jen(zu! Vene u. tEktasie): auf
1406
Erschlaffen der Gefäßwände beruhende Venenerweite
rung (Med.)
Velnelna [v...]: Plur. von ÎVenenum, velnelnös (aus
gleichbed. spätlat. venenosus zu lat. venenum, vgl. Vene
num); giftig (Med.). Velnelnum das; -s, ...na (aus gleich
bed. lat. venenum): Gift (Med.)
velnelralbel [v...] (aus gleichbed. lat. venerabilis zu vene
rari, vgl. venerieren): (veraltet) verehrungswürdig. Venelralbille das; -[s] (aus kirchenlat. venerabile „das Hei
lige“, substantiviertes Neutrum von venerabilis): svw.
Sanktissimum. ve ne ra billis (aus gleichbed. kirchenlat.
venerabilis, dies aus lat. venerabilis „verehrungswürdig“):
ehr-, hochwürdig (im Titel kath. Geistlicher); Abk.: ven.
Ve|ne|ra|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat. veneratio):
(veraltet) Verehrung, bes. der kath. Heiligen, velnelrieren (aus lat. venerari „anbeten, anflehen“): (veraltet) [als
heilig] verehren
velnelrisch [v...] (nach lat. venerius, venereus „geschlecht
lich, unzüchtig“ zu Venus, Gen. Veneris, dem Namen der
röm. Liebesgöttin): geschlechtskrank, auf die Ge
schlechtskrankheiten bezüglich; venerische Krankheiten:
Geschlechtskrankheiten (Med.). Ve|ne|ro|lo|ge der; -n,
-n (zu T.Joge): Facharzt für Geschlechtskrankheiten
(Meu.). Ve|ne|ro|lo|gie die; - (zu t...logie): Wissen
schaftszweig, der sich mit den Geschlechtskrankheiten be
fasst (Med.), velnelrollolgisch (zu Î...logisch): auf die
Venerologie bezüglich. Velnelrolpholbie die; -, ...ien (zu
T...phobie (a)> : übersteigerte, zwanghafte Angst vor Îve
nerischen Krankheiten (Med., Psychol.)
Velnia Lelgenldi [v... -] die; - - (aus lat. venia legendi „Er
laubnis zu lesen“): Erlaubnis, an Hochschulen zu lehren
velni, cre a tor spi|ri|tus [v... k... -] (lat.; „Komm, Schöp
fer Geist!“): Anfang eines altchristl. Hymnus auf den Hl.
Geist, velnilre conltra* facltum prolpri um* [- kon...
fak... -] (lat.); gegen das eigene frühere Verhalten vorge
hen (Rechtsw.). velni, sandte spi|ri|tus [-'zaŋktə -]
(lat.; „Komm, Heiliger Geist!“): Anfang einer mittelalterl.
Pfingstsequenz der röm.-kath. Liturgie, velni, vildi, vilci
['ve:ni 'vi:di ' vi:tsi] (lat.; „ich kam, ich sah, ich siegte“, Aus
spruch Caesars über seinen Sieg bei Zela über Pharnakesll. von Pontos, 47 v.Chr.): kaum angekommen, schon
gewonnen (von einem überaus raschen Erfolg)
Venn|dia|gramm [v...] das; -s, -e (nach dem engl. Logiker
J. Venn, 1834-1923): Diagramm, das Mengen u. Verknüp
fungen in einem schematischen Bild darstellt (Informatik)
velno..., Velno... [v...], vor Vokalen meist ven..., Ven... (zu
TVene (mit dem Bindevokal -o-)>: Wortbildungselement
mit der Bedeutung „die Venen betreffend“, z.B. Venodilatator, venografieren; Venektasie. Velno|dilla|talti|on
die; -, -en: medikamentöse Erweiterung krankhaft vereng
ter Venen (Med.). Ve|no|di|la|ta|tor der; -s, ...oren: ve
nenerweiternde Substanz, die al's Therapiemittel einge
setzt wird (Med.). Velnoldylnalmilkum das; -s, ...ka (zu
tdynamischu. T...ikum): Arzneimittel, das die Venen elas
tisch erhält (Med.). Ve|no|gra|fie, auch ...gralphie die;
-, ...ien (zu t...grafie): röntgenografische Darstellung be
stimmter Venen nach Verabreichung eines Kontrastmit
tels (Med.). velno|gra|fie|ren,auch ...gralphielren (zu
7..deren): Venen nach Kontrastmittelgabe röntgeno
grafisch darstellen (Med.). Velnogramm das: -s. -e
(zu T...gramm): Röntgenbild bestimmter Venen (Med.).
Velnolle die; -, -n (zu lat. vena (vgl. Vene) u. -ola (Verklei
nerungssuffix)): svw. Venula, velnös (aus gleichbed. lat.
venosus) : die Venen betreffend, zu ihnen gehörend; venen
reich (Med.)
Vender [v...] der; -s, - (aus lat. venter „Bauch“): bauchar
tige Ausstülpung eines Skelettmuskels (Anat.)
Venltil [v...] das; -s, -e (aus mlat. ventile „Wasserschleuse;
Windmühle“ zu lat. ventus „Wind“): 1. Absperrvorrich
1407
Verbalstil
tung für Einlass, Auslass od. Durchlass von Gasen od.
[u. häufig an drei Seiten verglaster] Vorbau an einem
Flüssigkeiten an Leitungen. 2. a) bei der Orgel die beweg
Wohnhaus
liche Klappe, durch die die Windzufuhr geregelt wird; b) Velraltrin* [v...] das; -s (zu lat. veratrum „Nieswurz“ u.
mechanische Vorrichtung bei den Blechblasinstrumenten
t ...in (1)): giftiges Alkaloidgemisch aus weißer Nieswurz,
zur Erzeugung der vollständigen Tonskala. Ventila
ein Hautreizmittel
bro* der: -, -s <aus ü. ventilabro „(Wind)klappe, Ventil“): Ve|ra|zi|tät [v...] die; - (zu mlat. veraciter „aufrichtig“ u.
Windlade der Orgel. Venltillaltilon die; -, -en (über
t ...ität): (veraltet) Wahrhaftigkeit
gleichbed./r. ventilation aus /at. ventilatio „das Lüften“ zu Verb [v...] das; -s, -en (aus lat. verbum „(Zeit)wort“, eigtl.
ventilare, vgl. ventilieren): 1. Lufterneuerung in geschlos
„(Aus)spruch“): Zeitwort, Tätigkeitswort, flektierbares
senen Räumen zur Beseitigung von verbrauchter u. verun
Wort, das eine Tätigkeit, ein Geschehen, einen Vorgang
reinigter Luft; Lüftung, Luftwechsel. 2. Belüftung der
od. einen Zustand bezeichnet (z.B. arbeiten, verunglü
Lungen (Med.). 3. svw. Ventilierung; vgl. ...ation/...iecken, herabfallen, wohnen). Verlba: Plur. von tVerbum;
rung. Ven ti lador der; -s, ...oren (aus gleichbed. engl.
Verba Dicendi [et Sentiendi| : Verben des Sagens [und Den
ventilator): mechanisch arbeitendes Gerät mit einem Flü
kens]. verlbai (aus gleichbed. spätlat. verbalis zu lat. ver
gelrad zum Absaugen u. Bewegen von Luft od. Gasen.
bum, vgl. Verb): 1. das Verb betreffend, als Verb [ge
Venltillhorn das; -s, ...hörner (zu Î Ventil): Horn (Blasin
braucht]. 2. wörtlich, mit Worten, mithilfe der Sprache [er
strument) mit 3 Ventilen (seit 1830) zur Erzeugung der
folgend], mündlich. Ver|ballab|strak|tum* das:-s, ...ta:
chromatischen Zwischentöne (Mus.), ven|ti|lie|ren (aus
von einem Verb abgeleitetes abstraktes Substantiv (z.B.
lat. ventilare „fächeln; lüften“ zu ventus „Wind“, Bed. 2
Hilfe). Verlballadljekltiv zZas; -s, -e [,,,və]: a) als Adjek
unter Einfluss von gleichbed. /r. ventiler): 1. lüften, die
tiv gebrauchte Verbform, ÎPartizip (z.B. blühend); b) von
Luft erneuern. 2. sorgfältig erwägen, prüfen, überlegen,
einem Verb abgeleitetes Adjektiv (z. B. tragbar). Verlbalvon allen Seiten betrachten, untersuchen; eingehend erör
delfilniItilon die; -, -en: (veraltet) svw. Nominaldefiniti
tern. Venltillielrung die; -, -en (zu t...ierung): Erörte
on. Verlballe das; -s, ...lien [...ion] (zut...ale): 1. von ei
rung; eingehende Prüfung, Überlegung, Erwägung; vgl.
nem Verb abgeleitetes Wort (z. B. Sprecher von sprechen).
...ation/...ierung. Ven tose [va'to:s] der; -[s], -s (aus
2. (meist Plur., veraltet) verbale (2), mündliche Äußerung.
gleichbed./r. ventôse, eigtl. „Windmonat“): der sechste
3. (nur Plur.; veraltet) bloße Kenntnis von Ausdrücken
Monat des franz. Revolutionskalenders (19. Februar bis
(aber nicht ihrer Inhalte), Wortkenntnisse; Ggs. 1 Realien
20. März)
(3; Päd.).Ver|bal|ero|tilker der; -s, -: a)jmd,, der gern u.
vendrai* [v...J (aus gleichbed. spätlat. ventralis zu lat. ven
häufig über sexuelle Dinge spricht, sie jedoch wenig prak
ter, Gen. ventris „Bauch, Leib“): 1. bauchwärts gelegen
tiziert; b) jmd., der sexuelle Befriedigung daraus zieht, in
(Med.). 2. im Bauch lokalisiert, an der Bauchwand auftre
anschaulich-derber, obszöner Weise über sexuelle Dinge
tend (Med.), vendre à terre [vàtra'tem] </r.; eigtl. „den
zu sprechen. Verlballilen [...ion]: Plur. von tVerbale.
Bauch an der Erde“): im gestreckten (sehr schnellen) Ga
Verballinjurie [...io] die: -, -n: Beleidigung durch Wor
lopp (Reiten). Vendrilcullus [vsn'tri:ku...] der; -, ...li (aus
te (Rechtsw.). Ver bal in spi ra tilon* die; -: wörtliche
lat. ventriculus, vgl. Ventrikel): 1. Magen, der auf die Spei
Eingebung der Bibeltexte durch den Heiligen Geist (frü
seröhre folgende Teil des Verdauungstraktes (Anat.). 2.
here theologische Lehre); vgl. Personalinspiration, Real
svw. Ventrikel. Venltrilkel der; -s, - (aus gleichbed. lat.
inspiration. verlballilsielren (zu t ...isieren): Lin Worte
ventriculus, eigtl. „der kleine Bauch“, Verkleinerungsbil
fassen, mit Worten zum Ausdruck bringen. 2. ein Wort
durch Anfügen verbaler Endungen zu einem Verb umbil
dung zu venter, vgl. ventral): 1. Kammer, Hohlraum bes.
den (z.B. Tank zu tanken; Sprachw.). Verballisierung
von Organen (z.B. bei Herz u. Gehirn). 2. bauchartige
zZze; -, -en (zu î...isierung): 1. (ohne Plur.) das VerbalisieVerdickung, Ausstülpung eines Organs od. Körperteils
(z. B. der Magen; Med.). Ven|tri|kel|drai|na|ge [,,,drɛren. 2. das, was verbalisiert worden ist. Verlballislmus
der; - (zu t...ismus (4)): 1. Neigung, der Formulierung
na:ʒə] rfze; -, -n: operative Ableitung der gestauten Hirn
mehr Bedeutung als der Sache, dem Inhalt beizumessen. 2.
flüssigkeit aus den Hirnkammern (Med.), venltrilkullar
Unterrichtsform, -praxis, die allein auf die Vermittlung
(zu Î...ar (1)): svw. ventrikulär, ven|tri|ku|lär (zu Î...är):
von Wortwissen abgestellt ist, ohne einen Bezug zur Pra
den Ventrikel betreffend (Med.). Venltrilkullolgralfie,
xis, zur Wirklichkeit des Lebens herzustellen (Päd.). Ver
auch...gra|phie üze; -, ...jen (zu t...grafie): Röntgenkon
ballist der; -en, -en (zu T ...ist): Anhänger, Vertreter des
trastdarstellung der Hirnkammern (Med.). VenltrilkuVerbalismus. ver ba lis tisch (zu t ...istisch): den Verbalogramm das; -s, -e (zu t...gramm): Röntgenbild der
lismus od. den Verbalisten betreffend. Verlballiltät die; Hirnkammern (Med.). Venltrillolquislmus der; - (zu
(aus gleichbed. nlat. verbalitas, Gen. verbalitatis): Wört
lat. venter, Gen. ventris (vgl. ventral), lat. loqui „reden“ u.
lichkeit, buchstäblicher Sinn. ver|ba|li|ter (mit lat. Ad
t...ismus (3)): das Bauchreden. Venltrillolquist der: -en,
verbendung zu tverbal): wörtlich, wortwörtlich. Verlbal-en (zu t ...ist): Bauchredner
konkordanz die; -, -en (zu t verbal): ÎKonkordanz (1 a),
Venlture-Calpiltal ['vɛntʃə'kæpɪtl], auch Venlturelcadie ein alphabetisches Verzeichnis von gleichen od. ähnli
piltal das; -s (aus engl. venture capital „Wagniskapital“ zu
chen Wörtern od. Textstellen enthält; vgl. Realkonkor
venture „Unternehmung ; Geschäft“ u. capital „Kapital“) :
danz. Ver|bal|kon|trakt* der; -[e]s, -e: mündlicher Ver
svw. Risikokapital
trag (Rechtsw.). Verlballnolmen das; -s, ...mina: (veral
Velnulla [v...J die; -, ...lae [...le] (aus gleichbed. lat. venula,
tend) als tNomen gebrauchte Verbform (z.B. Vermögen
Verkleinerungsform von vena (vgl. Vene)): kleine Vene,
von vermögen, geputzt von putzen); vgl. Verbaladjektiv,
kleinstes venöses Blutgefäß (Med.). Velnülle die; -, -n
Verbalsubstantiv. Verlballnolte z/z'e; -, -n: nicht unter
(Kurzw. aus Rene u. Kanüle): [Glas]röhrchen zur keim
schriebene, vertrauliche diplomatische Note (als Bestäti
freien Blutentnahme aus Körpervenen (Med.)
gung einer mündlichen Mitteilung). Ve sj ba 11 ph ra I se z/z'e;
Velra [v...]: Plur. von TVerum
-, -n: Wortgruppe, die aus einem Verb u. den von ihm ab
ver|ablso|lu|tie|ren (zu tabsolut): etwas aus seinem ei
hängenden Gliedern besteht (z. B. ... schloss vorsichtig das
gentlichen Zusammenhang [gedanklich] herauslösen u. als
Fenster; Sprachw.). Ver|bal|prä|fix das; -es, -e: tPräfix,
absolut gültig hinstellen
das vor ein Verb tritt (z.B. be- + steigen = besteigen).
Velralmin [v...] vgl. Varamin
Verlballstil der; -[e]s: Schreib- od. Sprechstil, der das
Velranlda [v...] die;-, ...den (über engl. veranda(h) aus Hin
Verb bevorzugt; Ggs. îNominalstil. Verlballsublstandi veranda, dies aus gleichbed. port, varanda): gedeckter
Verbalsuffix
tiv*das; -s, -e [,,,və]: zu einem Verb gebildetes Substantiv,
das (zum Zeitpunkt der Bildung) eine Geschehensbezeich
nung ist (z. B. Gabe zu geben). Verlballsuf Ifixi/us; -es, -e:
T Suffix, das an den Stamm eines Verbs tritt (z.B. -ein in lä
cheln). Ver|bal|sug|ges|ti|on<7i'e;-,-en: Beeinflussung,
durch Worte des Î Hypnotiseurs herbeigeführte Î Suggesti
on (Psychol.)
ver|barlri|ka|di_e|ren(zuîBarrikadeu. Î..deren): 1. durch
einen od. mehrere schnell herbeigeschaffte Gegenstände,
die als Hindernis dienen sollen, versperren, unpassierbar
machen. 2. sich durch Î Barrikaden gegen Eindringlinge,
Angreifer o.Ä. schützen
Verlbaslkum [v...] das; -s, ...ken (aus gleichbed. lat. ver
bascum): Königskerze, Wollkraut (Bot.)
verlbaltim [v...J (lat.}; Wort für Wort, wörtlich. Verlben:
Plur. von Î Verb
Verlbelne [v...] die; -, -n (aus lat. verbena „eine Art Heil
kraut“): Eisenkraut (an Wegen u. Ackerrändern vorkom
mende Heilpflanze; Bot.)
ver|bi caulsa [v... kauza] (lat.); (veraltet) zum Beispiel;
Abk.: v. c. Ver bi ge ra ti on die; -, -en (zu lat. verbige
rare „schwatzen“ u. T...ation>: ständiges Wiederholen ei
nes Wortes od. sinnloser Sätze (bei geistig Behinderten;
Med.), veri bi graltia(/ar,): (veraltet) zum Beispiel; Abk.:
v. g. ver bos (aus gleichbed. lat. verbosus zu verbum, vgl.
Verb): (veraltet) wortreich, weitschweifig. Ver|bo|si|tät
die; - (aus gleichbed. lat. verbositas, Gen. verbositatis):
(veraltet) Wortfülle, Wortreichtum, verlboltelnus
(mlat.}; (veraltet) wortwörtlich, ganz genau. Verlbum
4as; -s, ...ba (aus lat. verbum, vgl. Verb): (veraltend) svw.
Verb (Sprachw.); Verbum abstractum [- ...k...J: das Verb
„sein“ als inhaltsarmes Verb ohne eigenständige Bedeu
tung; vgl. Verbum substantivum; Verbum attributivum
[- ...vom]: Bez. für jedes Verb außer dem Verbum abs
tractum; Verbum finitum: Verbform, die die Angabe einer
Person u. der Zahl enthält, Personalform (z. B. [du] liest)',
vgl. finit; Verbum improprium: Ausdruck, dessen Verwen
dung im allgemeinen Sprachgebrauch nicht zu empfehlen
ist (z.B. ein Dialektwort wie picheln für trinken); Verbum
infinitum: Verbform, die keine Angabe einer Person ent
hält (z.B. lesen, lesend, gelesen); vgl. infinit; Verbum pro
prium: Ausdruck aus dem Îidiomatischen Bestand einer
Sprache, der in einer der Sprache angepassten Weise ver
wendet wird; Verbum substantivum [- ...vum]: das Verb
„sein“ als Vollverb mit den Bedeutungen vorhanden sein,
existieren, sich verhalten u.a.; vgl. Verbum abstractum
Ver|bunlkos[v...koJ] der; -, - (aus ung. verbunkos „Werber,
Werbetanz“): ungar. Musizierweise mit charakteristischer
Synkopierung u. Punktierung (Mus.)
verldalten (zu tDaten): einen Text, eine Information in
Î Daten umsetzen (EDV)
Verldellith [v..., auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n]
(zu it. verde „grün“ u. T...lith>: grüne Abart des Minerals
Î Turmalin
Ver|dikt[v...] das; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. verdict, dies
aus mlat. verdictum „Wahrspruch“ zu lat. vere dictum,
eigtl. „wahrhaft gesprochen“): 1. (veraltet) Urteil, Urteils
spruch der Geschworenen. 2. vernichtendes Urteil; [allge
meines] Verdammungsurteil
Ver|du|re[ver‘dy:ra] die; -, -n (aus gleichbed./r. verdure zu
mittelfr. verde „grün“, dies aus lat. viridis): in grünen Far
ben gehaltener Wandteppich (im Mittelalter u. noch im
18. Jh.)
verlgent [v...] (aus lat. vergens, Gen. vergentis, Part. Präs,
von vergere, vgl. vergieren): gekippt (von Gesteinsfalten;
Geol.). Ver|genzc/ie; -, -en (zu t...enz): die Richtung des
Faltenwurfs in einem Faltengebirge (Geol.)
Verlgette [vɛr ʒɛt] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed./r. vergette, eigtl. „Bürste“, Verkleinerungsform von verge „Rute“,
1408
dies aus lat. virga): eine um die Mitte des 18. Jh.s getragene
Stützperücke, bei der das Haar über dem Stirnansatz zu ei
ner Lockenrolle hochtoupiert wurde
verlgielren [v...] (aus /ai. vergere „sich neigen“): (veraltet)
sich neigen, gerichtet sein, sich nach einer Richtung erstre
cken
Velrilfilkaltilon [v...] die; -, -en (aus gleichbed. mlat. veri
ficado zu verificare, vgl. verifizieren): 1. svw. Verifizie
rung; vgl. ...ation/..derung. 2. Beglaubigung, Unterzeich
nung eines diplomatischen Protokolls durch alle Verhand
lungspartner. Velrilfilkaltor der; -s, ...oren (aus gleich
bed. nlat. verificator): (veraltet) Beglaubiget, Beurkunder.
ve|ri|fi|zier|bar: sich verifizieren lassend, nachprüfbar.
Ve|ri|fi|zier|barlkeit die; -: Nachprüfbarkeit, velrilfizielren (aus gleichbed. mlat. verificare zu lat. verus (vgl.
Verität) u. facere „machen“): 1. durch Überprüfen die
Richtigkeit von etwas bestätigen; Ggs. Î falsifizieren (1). 2.
beglaubigen. Ve|ri|fi|zie|rung die; -, -en (zu t...ierung):
das Verifizieren; vgl. ...ation/...ierung. Velrismen die
(Plur.) (zu 1 Verismo): Merkmale der veristischen Epoche
in der Musik. Veirislmoder; - (aus gleichbed. it. verismo
zu vero „wahr“, dies aus lat. verus, vgl. Verität): am Ende
des 19. Jh.s aufgekommene Stilrichtung der ital. Literatur,
Musik u. bildenden Kunst mit dem Ziel einer schonungs
losen Darstellung der Wirklichkeit. Velrislmustter; - (zu
lat. verus (vgl. Verität) u. t...ismus (1, 2)>: 1. svw. Verismo.
2. krass wirklichkeitsgetreue künstlerische Darstellung.
Velrist der; -en, -en (zu t...ist): Vertreter des Verismus,
velrisltisch (zu t...istisch): a) den Verismus betreffend;
b) in schonungsloser Weise wirklichkeitsgetreu, velriltabel (aus gleichbed./r véritable zu vérité „Wahrheit“, dies
aus lat. veritas, vgl. Verität): in der wahren Bedeutung des
betreffenden Wortes; wahrhaft, echt; aufrichtig. Velriltät
i/ie; - (aus lat. veritas, Gen. veritatis, zu verus „wahr, echt,
wirklich“): (veraltet) Wahrheit, Richtigkeit, rechtliches
Begründetsein einer Forderung. Vélriltés de Fait[verited fɛ] die (Plur.) (aus gleichbed./r vérités de fait): Tatsa
chenwahrheiten (bei Leibniz). Vélriltés de Rai|son[veritedrg'zö] die (Plur.) (aus gleichbed./r. vérités de raison):
Vernunftwahrheiten (bei Leibniz)
verlkadlmen vgl. kadmieren
verlkalmilsollen (zu IKamisol): (veraltend) kräftig ver
prügeln
verlklau|su|li_e|ren (zu Tklausulieren): 1. einen Vertrag
mit mehreren Klauseln versehen u. ihn dadurch unklar u.
unübersichtlich machen. 2. [etw.] unübersichtlich machen;
einschränken
ver|ma|!e|dei|en (zu lat. maledicere, vgl. maledeien):
(ugs.) verfluchen, verwünschen
verlmeil [vɛr'mɛ:j] (fr.; zu lat. vermiculus „Scharlachfar
be“, urspr. „Scharlachwurm“): gelblich rot, hellrot. Ver
meil das; -s (aus gleichbed./r. vermeil): vergoldetes Sil
ber. verlmeiɪlle[,,,mɛ:jə] die; - (zufr. vermeille, Fem. von
vermeil, vgl. vermeil): 1. orangenfarbener tSpinell. 2.
braun gefärbter Î'Hyazinth. 3. bräunlich roter îPyrop.
Verlmi cel li [... 'tʃɛli] die (Plur.) (aus gleichbed. it. vermi
celli, Verkleinerungsform von verme „Wurm“, dies aus
lat. vermis): Fadennudeln, ver mi form (zu lat. vermis
„Wurm“ u. t...form): wurmförmig (Med.), ver mifug
(zu lat. fugare „fliehen machen, vertreiben“): Eingeweide
würmer abtreibend (Med.). Ver|mi|fu|gum das; -s, ...ga
(meist Plur.) (zu t..dum): Arzneimittel zum Abtreiben von
Eingeweidewürmern (Med.). ver|mi|ku|lar (zu lat. ver
miculus „Würmchen“ u. t...ar (1)>: wurmförmig (Biol.).
Vermikulit [auch ...lit] der; -s, -e (zu t2..dt): bräunli
ches Mineral aus der Gruppe der Hydroglimmer. Ver
million [...‘jö:J das; -s (aus gleichbed./r. vermillon zu ver
meil, vgl. vermeil): sehr fein gemahlener Zinnober, vermilnolsus (aus gleichbed. nlat. verminosus): durch Ein-
1409
Versus rapportati
geweidewürmer hervorgerufen (von Krankheiten; Med.),
lien, Ziffern u. Interpunktionszeichen besteht, verlsaltil
(zu lat. vermis „Wurm“ u. t...zid): wurmtö
(aus gleichbed. /<aZ. versatilis zu versare, vgl. versiert): 1.
tend (von Arzneimitteln; Med.). Verlmilzid das; -s, -e:
beweglich, gewandt (z.B. im Ausdruck). 2. ruhelos; wan
wurmtötendes Arzneimittel (Med.)
kelmütig. Ver|sa|ti|li|tät die; - (zu t ...ität) : 1. Beweglich
Ver|na|ku|lar|spralche [v...J die; -, -n (zu engl. vernacular
keit, Gewandtheit (z.B. im Ausdruck). 2. Ruhelosigkeit;
„landessprachlich, mundartlich“ aus lat. vernaculus „zu
Wandelbarkeit. Ver|sa|ti|on die;-, -en (aus gleichbed. lat.
den Haussklaven gehörig; inländisch“, dies zu verna
versatio): (veraltet) Drehung, Wendung, Veränderung.
„(Haus)sklave“>: 1. indigene Sprache; Sprache von Urein
Vers blanc [vɛr'bla] der; - -, - -s (aus fr. vers blanc, eigtl.
wohnern (Sprachw.). 2. svw. Jargon (a)
„weißer Vers“): reimloser Vers, îBlankvers. Vers com
ver nal [v...] (aus gleichbed. spätlat. vernalis zu ver „Früh
mun [...kû'mœ] der; - -, - -s [...komm] (aus fr. vers com
ling“): zum Frühling gehörend. Ver|na|lin das; -s (zu
mun, eigtl. „gewöhnlicher Vers“): gereimter jambischer
t...in (1)): svw. Florigen. Verlnalli|sa|ti|on die; -, -en (zu
Zehnsilber (beliebter Vers der franz. Dichtung). Verlsett...ation>: Kältebehandlung von Pflanzenkeimlingen zur
to das; -s, Plur. -s u. ...tti (aus it. versetto, Verkleinerungs
Entwicklungsbeschleunigung. verlnallilsielren
(zu
form von verso, dies aus lat. versus, vgl. Vers): kleines,
Î..deren): Pflanzenkeimlinge einer Kältebehandlung un
meist fugenartiges [kunstvolles] Orgelzwischenspiel.
terziehen. Ver|na|ti|on z/z'e,' -, -en (zu lat. vernatus, Part.
Verslfuß [f...] der; -es, ...füße (zu t Vers): aus mindestens
Perf. von vernare „erblühen“ u. t‘...ion): Lage der einzel
je einer Hebung u. Senkung bestehende kleinste rhythmi
nen Knospenblätter (Bot.), 'verlnielren (aus gleichbed.
sche Einheit eines Verses. ver|sie|ren [v...] (wohl nach
lat. vernare) : (veraltet) sich verjüngen, erblühen
lat. versari, vgl. versiert): (veraltet) verkehren; sich mit et
2ver|nie|ren [v...] (aus fr. vernir „firnissen, lackieren“ zu
was beschäftigen, veijsiert (nach gleichbed. fr. versé,
vernis „Firnis, Lack“): bestimmte Bleche in der Konser
dies aus gleichbed. lat. versatus, Part. Perf. von versare
vendosenherstellung lackieren. Verlnis mou [verni’mu]
„drehen (und wenden); betreiben“; vgl. ...iert): [auf einem
das; - - (aus fr. vernis mou „weicher Firnis“): Radierung,
bestimmten Gebiet] durch längere Erfahrung gut Bescheid
bei der die Kupferplatte mit einem weichen Ätzgrund ver
wissend u. daher gewandt, geschickt. Ver|si|fex der; -es,
sehen ist. Ver|nis|sa|ge [,,,'sa:ʒə]i/ze,--, -n (aus gleichbed.
-e (zu tVers u. lat. facere „machen“): (veraltet) Versefr. Vernissage zu vernir „lackieren, firnissen“, eigtl. „das
schmied. Ver|si|fi|ka|ti|on die; -, -en (aus gleichbed. lat.
Betrachten von Gemälden vor dem Firnissen“): [feierli
versificatio zu versificare, vgl. versifizieren) : Umformung
che] Eröffnung einer Ausstellung, bei der die Werke eines
in Verse; Versbildung, -bau. Verlsilfilkaltor der; -s,
lebenden Künstlers den [geladenen] Gästen vorgestellt
...oren (aus gleichbed. lat. versificator): (veraltet) Verswerden
künstler, Verseschmied. ver si fi zie ren (aus gleichbed.
Velrolnal® [v...] das; -[s] (nach der ital. Stadt Verona u. zu
lat. versificare): in Verse bringen. Verlsilkel der; -s, - (aus
T -...al) : früher verwendetes starkes Schlafmittel
lat. versiculus „kleiner Vers“): kurzer überleitender
Velrglnilka [v...] die; -, ...ken (nach der gleichnamigen kath.
[Psalm]vers in der kath. u. ev. Liturgie. Verlsi li | be I ri die
Heiligen): Ehrenpreis (Zierstaude aus der Familie der Ra
(Plur.) (aus lat. versi liberi, eigtl. „freie Verse“): svw. Versi
chenblütler; Bot.)
sciolti. Ver si on die; -, -en (aus gleichbed./r. version, dies
ver|prolvi|an|tie|ren [...vian...] (zu tproviantieren): mit
über das Mittellat. zu lat. versus, vgl. Vers): 1. a) eine von
Proviant versorgen
mehreren möglichen sprachlichen Formulierungen des
gleichen Sachverhalts, Inhalts; b) eine von mehreren mög
Verlrelrie [v...] die; -, ...jen (aus gleichbed. fr. verrerie zu
verre „Glas“): (veraltet) a) (ohne Plur.) Glasherstellung;
lichen Arten, einen bestimmten Sachverhalt auszulegen u.
darzustellen. 2. Ausführung, die vom ursprünglichen Typ,
b) Glashütte. Verlrilllon [vɛri'jð:]
-[s], -s (aus/r. verModell o. Ä. in bestimmter Weise abweicht. 3. veränderte,
rillon, Verkleinerungsbildung zu verre „Glas“): franz.
verbesserte Ausgabe eines Programms (4) od. eines be
Bez. für Glasglockenspiel, Glasharmonika. Verlroltelrie
stimmten Betriebssystems (EDV). Verlsi sciollti [- 'ʃɔlti]
cloilsonnée [vɛrɔtriklwazɔ'ne] die; - - (aus gleichbed. fr.
die (Plur.) (aus it. versi sciolti, eigtl. „reimlose Verse“):
verroterie cloisonnée): Emailmalerei der Völkerwande
fünffüßige ÎJamben des ital. Epos. Vers lilbre* [vɛrrungszeit. Verlro|te|ri|en die (Plur.) (aus gleichbed. fr.
'libr(ə)] iter; - -, - -s [...'libr(a)] (aus /r. vers libre „freier
verroterie (Sing.)): kleine Glaswaren (z.B. Perlen)
Vers“): franz. Bez. für [reimloser] taktfreier Vers
Verlrulca [v...ka] z/z'e; -, ...cae [...tse] (aus gleichbed. lat. ver
ruca): Warze (Med.). Ver|ru|ca|no [...k...] der; -s (nach verlsnobt (zu T Snob): (ugs.) a) zum Snob geworden; b) Be
nehmen wie ein Snob aufweisend; betont extravagant
dem Monte Verruca in der Toskana) : rotes, Îkonglomera
tisches Gestein im Î 'Perm der Alpen (Geol.). ver|ru|kös Verlso [v...] das; -s, -s (aus lat. verso (folio) „auf der Rück
seite (eines Blattes)“): Rückseite eines Blattes in einer
(aus lat. verrucosus „warzenreich“ zu verruca, vgl. Verru
Handschrift od. einem Buch; Ggs. t Rekto. verlso f o I lio
ca): warzig, warzenförmig (Med.). ver|ru|zi|form (zu
{lat.')'. auf der Rückseite des Blattes stehend; Ggs. frecto
t...form): warzenähnlich (Med.)
folio. Verlsur i/ze; -, -en (aus lat. versura „das Drehen,
Vers der; -es, -e (aus lat. versus, eigtl. „das Umwenden (der
Wenden“ zu vertere, vgl. Vers): (veraltet) Umsatz einer
Erde durch den Pflug u. die dadurch entstandene Fur
Firma, verlsus {lat.): gegen, gegenüber, im Gegensatz
che)“, substantiviertes Part. Perf. von vertere „wenden,
zu; Abk.: vs. Verlsus melmolrilalles [,..zu:s ...le:s] die
drehen“): 1. durch Metrum, Rhythmus, Zäsuren geglie
(Plur.) (aus lat. versus memoriales „Erinnerungsverse“ zu
derte, eine bestimmte Anzahl von Silben, oft einen Reim
versus (vgl. Vers) u. memorialis „zur Erinnerung, zum
aufweisende Zeile einer Dichtung in gebundener Rede wie
Gedächtnis gehörig“ (zu memoria „Gedächtnis; Erinne
Gedicht, Drama, Epos. 2. a) Strophe eines Gedichtes, Lie
rung“): Verse, die als Gedächtnisstütze dienen. Verlsus
des; b) kleinster Abschnitt des Textes der Bibel
qualdraltus* [...zos -] der; - -, - [,..zu:s] ...ti (aus lat. ver
Ver salcrum* ['ve:j 'za:krʊm] das; - - (aus gleichbed. lat.
sus quadratus „viereckiger Vers“, zu quadratus „vier
ver sacrum, eigtl. „heiliger Frühling“): altröm. Brauch, in
eckig“, vgl. Quadrat): svw. trochäischer tSeptenar. Ver
Notzeiten dem Mars u. Jupiter Erstlinge eines Frühlings
sus raplporltalti [,,,zu:s -] die (Plur.) (aus lat. versus rap
(Feldfrüchte, Vieh u. Kinder) zu weihen
portati „zurückgetragene Verse“ zu versus, Plur. von ver
Verlsal [v...] der; -s, -ien [...jan] (meist Plur.) (zu lat. versus
sus (vgl. Vers) u. mlat. rap(p)ortatus, Part. Perf. von
(vgl. Vers), eigtl. „großer Buchstabe am Anfang eines Ver
rap(p)ortare „zurücktragen“): in der Barockzeit beliebte
ses“, u. Î '...al (2)>: großer [Anfangsbuchstabe, Î Majuskel.
Verse mit verschränkter Aufzählung von Satzgliedern
Verlsallschrift die; -: eine Schriftart, die nur aus Versa
verlmilzid
Versus rhopalici
(z.B. Die Sonn’, der Pfeil, der Wind verbrennt, verwund’t, weht hin ... Opitz). Verlsus rholpallilci [...zu:s
ro'pa:litsi] die (Plur.) (aus lat. versus rhopalici „keulenför
mige Verse“, zu Zai. rhopalicus, vgl. rhopalisch) : rhopalische Verse. Vert der; -s, -s (zu engl. vertical „senkrecht
(aufragend)“, dies aus spätlat. verticalis, vgl. vertikal):
steilster Teil eines Sprunghügels beim Î Snowboarden,
verltaltur (lat.; 3. Pers. Konj. Präs. Pass, von vertere,
vgl. Vers): man drehe um!; Abk.: vert, (bei der Korrektur
von Buchstaben, die auf dem Kopf stehen; Druckw.).
verlte (lat.; Imp. Sing, von vertere, vgl. Vers): wende
um!, wenden! (das Notenblatt beim Spielen); Abk.: v.;
vgl. verte, si placet. ver|te|bra|gen* (zu lat. vertebra
„Wirbel (des Rückgrats)“ u. t...gen): von einzelnen Wir
beln bzw. von der Wirbelsäule ausgehend (von Erkran
kungen; Med.), verltelbral* (zu î'...al (1)>: zu einem
Wirbel gehörend, einen Wirbel betreffend, aus Wirbeln
bestehend (Med.). Verltelbrat* der,: -en, -en (meist Plur.)
(zu spätlat. vertebratus „gelenkig, beweglich“, dies zu ver
tebra, vgl. vertebragen): Wirbeltier; Ggs. TEvertebrat.
verlte, si plalcet [- - ...tset] (lat.y. bitte wenden! (Hin
weis auf Notenblättern; Mus.); Abk.: v.s.pl. verlte subilto (lat.y rasch wenden! (Hinweis auf Notenblättern;
Mus.). Verltex der; -, ...tices [,,,tse:s] (aus lat. vertex,
Gen. verticis „Wirbel; Strudel; Drehpunkt“ zu vertere,
vgl. Vers): 1. Scheitel, Spitze eines Organs, bes. der
höchstgelegene Teil des Schädelgewölbes (Med.). 2.
Punkt, in dem sich die Bewegungsrichtungen aller Einzel
sterne einer Sternströmung zu schneiden scheinen (As
tron.). verltielren (nach lat. vertere „drehen, wenden“):
(veraltet) 1. umwenden. 2. (einen Text) in eine andere
Sprache übertragen. ver|ti|gi|nös (aus gleichbed. spät
lat. vertiginosus, vgl. ...ös): schwindlig, mit Schwindelge
fühlen verbunden (Med.). Verltilgo die; - (aus lat. verti
go, Gen. vertiginis „das Herumdrehen“): Schwindel, mit
Schweißausbrüchen, Übelkeit u. a. objektiven Sympto
men verbundener Zustand, der bes. durch Gleichge
wichtsstörungen charakterisiert wird (Med.), verltilkal
(aus gleichbed. spätlat. verticalis, eigtl. „scheitellinig“, zu
lat. vertex, vgl. Vertex): 1. senkrecht, lotrecht. 2. zu einem
Vertex gehörend, auf ihn bezüglich (Med.). Verltilkalie
die; -, -n (drei -n, auch: -) (zu T...ale>: senkrechte Gerade;
Ggs. îHorizontale (la). Ver|ti|kal|ebe|ne die; - (zu
Îvertikal): 1. auf einer anderen [horizontalen] Ebene
senkrecht stehende Ebene (Math.). 2. Ebene, die durch
den Beobachterstandpunkt u. einen Vertikalkreis gelegt
ist (Astron.). Ver|ti|kal|in|ten|si|tät die; -: Stärke des
erdmagnetischen Feldes in senkrechter Richtung (Phys.),
verltilkallilsielren (zu Î ...isieren): die vertikale Aufglie
derung eines Bauwerks betonen (Archit.). Ver|ti|ka|lismusifer; - (zu t...ismus (2)): Neigung, die Gliederung ei
nes Bauwerks stärker vertikal als horizontal durchzufüh
ren (z.B. in der Gotik). Ver|ti|kal|kon|zern der; -s, -e:
Konzern von Unternehmen aufeinanderfolgender Pro
duktionsstufen (Wirtsch.); Ggs. ÎHorizontalkonzern.
Ver|ti|kal|kreis der; -es, -e: 1. (nur Plur.) Höhenkreise
der Himmelskugel, die durch den Scheitelpunkt u. den
Fußpunkt verlaufen (Astron.). 2. um eine waagerechte wie
um eine senkrechte Achse drehbares Winkelmessinstru
ment zum Messen der Höhe eines Gestirns (Astron.)
Verltilko [v...] das, selten der; -s, -s (Herkunft ungeklärt;
angeblich nach dem ersten Verfertiger, dem Berliner
Tischler Vertikow): kleiner Schrank mit zwei Türen, der
nach oben mit einer Schublade u. einem Aufsatz abschließt
verltilkullielren [v...] (zu Î vertikutieren): svw. vertikutieren. ver ti kuitie ren(wohl zvtspätlat. verticalis (vgl. ver
tikal) u. fr. couteau „Messer“, coutre „Pflugschar“, vgl.
...ieren): (mit einem dafür vorgesehenen Gerät) die Gras
narbe eines Rasens aufreißen, um den Boden zu lockern u.
1410
zu belüften; aerifizieren. Verltilkuitielrer der; -s, -: Ge
rät zum Vertikutieren
Verltilsol [v...] der; -s (Kunstw. zu lat. vertere (vgl. vertie
ren) u. solum „Boden“): Boden mit hohem Anteil an quell
fähigen Tonmineralen in trop. u. subtrop. Gebieten
Ver|tum|na|li|en [v,,,iən] die (Plur.) (aus gleichbed. lat.
Vertumnalia, nach Vertumnus, dem altröm. Gott des
Wandels u. Wechsels (urspr. der Jahreszeiten)): ein bei
Wintereintritt zu Ehren des Gottes Vertumnus gefeiertes
altröm. Fest
Ve rum [v...] das; -s, Vera (zu lat. verus „wahr, wirklich“):
Arzneimittel, das Wirkstoffe enthält (im Gegensatz zum
ÎPlacebo; Med.)
Verlve ['vɛrvə] die; - (aus gleichbed. fr. verve, dies über
altfr. verve „Ausdrucksweise“ zu lat. verba, Plur. von ver
bum, vgl. Verb): Schwung, Begeisterung (bei einer Tätig
keit)
Velsalnia [v...] die; - (aus gleichbed. lat. vesania zu vesanus
„wahnsinnig“): (veraltet) Geisteskrankheit, Wahnsinn
(Med.), velsalnus (lat.y. (veraltet) wahnsinnig (Med.)
Velsilca [ve'zi:ka] iZze; -, ...cae [...tse] (aus gleichbed. lat. ve
sica): [Harnjblase (Med.). Velsilculla [...k...] die; -, ...lae
[...le] (aus lat. vesicula „Bläschen“, Verkleinerungsform
von` jsica, vgl. Vesica): 1. kleines bläschenförmiges Organ
(Anat.). 2. kleiner, über die Hautoberfläche vorragender,
flüssigkeitsgefüllter Hohlraum (Med.), velsilkal (aus
gleichbed. lat. vesicalis): zur Harnblase gehörend, sie be
treffend (Med.). Velsilkans das; -, Plur. ...kantia u.
...kanzien [...ion] (aus nlat. vesikans, eigtl. „Blasen zie
hend“): svw. Vesikatorium. Vesiikatorium das; -s,
...ien [...ion] (aus nlat. vesicatorium): Blasen ziehendes
Arzneimittel; Zugpflaster (Med.), velsilko..., Velsiko... (zu lat. vesica, vgl. Vesica): Wortbildungselement
mit der Bedeutung „Harnblase“, z. B. vesikorenal, Vesiko
vaginalfistel. Velsi|ko|rek|tal|fis|tei die: -, -n: krank
hafter, unnatürlicher Verbindungsgang zwischen Harn
blase u. Mastdarm (Med.), velsilkolrelnal: Harnblase u.
Niere betreffend (Med.). ve|si|ko|u|relte|ral (zu ÎUreter
u. Î '...al>: Harnblase u. Harnleiter betreffend (Med.), vesi ko u te rin: Harnblase u. Harnleiter betreffend bzw.
den Raum zwischen beiden Organen (Med.). Velsilkovalgi|nal|fis|tei [...va...] rfze; -, -n: bei Frauen krankhaf
ter Verbindungsgang zwischen Harnblase u. Scheide
(Med.). ve|si|ku|lär (zu lat. vesicula (vgl. Vesicula) u.
t...är): bläschenartig; in den Lungenbläschen auftretend
(z.B. von Atemgeräusch; Med.). Velsilkullärlatlmung
die; -: das beim Abhorchen der gesunden Lunge zu hören
de rauschende Geräusch, bes. beim Einatmen (Med.). Vesi|ku|lj|tis4ze, -, ...itiden (zu t...itis): Entzündung der Sa
menbläschen (Med.), velsilkullös (aus gleichbed. lat. ve
siculosus); bläschenreich, bläschenförmig verändert (von
der Beschaffenheit der Haut; Med.)
’Veslper [f...] die; -, -n (aus kirchenlat. vespera
„Abend(zeit)“ zu lat. vespera „Abend(stern); Westen“,
dies aus gr. hésperos): a) abendliche Gebetsstunde (6 Uhr)
des TBreviers (1); b) Abendgottesdienst (z.B. Christves
per). 2Veslper die; -, -n, südd. auch das; -s, - (zu Î'Ves
per): (bes. südd.) kleinere [nachmittägliche] Zwischen
mahlzeit. Ves|pe|ra|le [v...] das; -, ...lien [...ion] (zu kir
chenlat. vesperalis „zur Abendzeit (stattfindend)“): litur
gisches Buch mit den Texten u. Melodien (gregorianischer
Choral) der Vesper (1 b). Ves I perl bild [f...]
-s,-er (zu
1 'Vesper): Darstellung Marias mit dem Leichnam Christi;
vgl. Pieta. ves|pern(zut2Vesper>: (bes. südd.) die Vesper
(2) einnehmen
Vesltallin [v...] die; -, -nen (aus gleichbed. lat. Vestalis,
eigtl. „der Vesta geweiht“): altröm. Priesterin der Vesta,
der Göttin des Herdfeuers
Ves tilbul [v...] das; -s, -e (aus gleichbed. fr. vestibule, dies
1411
aus lat. vestibulum, vgl. Vestibulum): Vorhalle, Eingangs
halle [in einem Theater od. Konzertsaal]. Vesltilbulla:
Plur. von ÎVestibulum. Ves tilbu lar ap pa rat der;
-[e]s, -e <zu lat. vestibulum (vgl. Vestibulum) u. T...ar>:
Gleichgewichtsorgan im Ohr (Med.), ves|ti|bullo|gen
<zu t...gen>: vom Vorhof des Labyrinths (3) ausgehend
(Med.). Vesltilbullum das; -s, ...la (aus lat. vestibulum
„Vorhof, Vorplatz“): 1. Vorhalle des altröm. Hauses. 2.
Vorhof, den Eingang zu einem Organ bildende Erweite
rung (Med.)
vesltilgia terlrent [v... -] (lat.; nach der Fabel Äsops, wo
der Fuchs sich weigert, in die Höhle des kranken Löwen zu
gehen, weil Spuren von Tieren nur hineinführen): die Spu
ren schrecken [mich] ab. Vesltilgilum das; -s, ...gia (aus
lat. vestigium „Fußsohle, Fußspur“): Relikt eines Organs
od. Organteils, das sich normalerweise im Laufe der feta
len Entwicklung zurückbildet (Med.)
Vesltiltur [v...] die; -, -en (aus spätlat. vestitura „Beklei
dung“): svw. Investitur. Veslton [...to:] das; -s, -s (aus
gleichbed. fr. veston zu veste „ärmelloses Wams“, dies
über /7. veste aus lat. vestis „Kleid, Gewand“): (Schweiz.)
sportliches Herrenjackett
Ve|su|vi|an [vezu'vian] der; -s, -e (aus nlat. Vesuvianus,
nach dem ital. Vulkan Vesuv (lat. Vesuvius), in dessen
Auswürfen das Mineral vorkommt): a) dem Granat ähnli
ches, olivgrünes bzw. bräunliches Mineral; b) ein
Schmuckstein aus Vesuvian (a)
Veltaltiv [v...] der; -s, -e [,,,və] (zu lat. vetare „verbieten“ u.
t...iv): svw. Prohibitiv
Veite Iran [v...] der; -en, -en (aus gleichbed. /at. veteranus zu
vetus „alt“): 1. a) altgedienter Soldat; b) Teilnehmer an ei
nem früheren Feldzug od. Krieg. 2. im Dienst alt gewor
dener, bewährter Mann, ehemaliger langjähriger Mitar
beiter. 3. svw. Oldtimer (1). veltelrilnär (aus gleichbed.
fr. vétérinaire, dies aus lat. veterinarius, eigtl. „der zum
Zugvieh Gehörige“, zu veterinae „Zugvieh“, dies zu lat.
veterinus, eigtl. „zum Lastziehen gehörig“ (zu vetus
„alt(gedient)“): tierärztlich. Veltelrilnär der; -s, -e (aus
gleichbed. fr. vétérinaire, vgl. veterinär): Tierarzt. Velteri|när|me|di|zin die: - (nach gleichbed. lat. medicina ve
terinaria): Tierheilkunde
Velto [v...] das,; -s, -s (unter Einfluss von gleichbed. fr. veto
zu lat. veto „ich verbiete“, 1. Pers. Sing. Präs. Aktiv von
vetare „verbieten“): a) offizieller Einspruch, durch den
das Zustandekommen od. die Durchführung eines Be
schlusses o. Ä. verhindert od. verzögert wird ; b) Recht, ge
gen etwas ein Veto (a) einzulegen
Veitrolgralfie* [v...], auch ...gralphie die; -, ...ien (zu lat.
vitrum „Glas“ u. T...grafie>: 1. (ohne Plur.) Flachdruck
verfahren, bei dem eine auf eine Glasplatte aufgetragene
Zeichnung direkt auf die Offsetplatte übertragen wird. 2.
Erzeugnis der Vetrografie ( 1 )
Vetltulra [v...] r/fe; -, ...ren (aus it. vettura „Wagen, Fuhr
werk“, dies aus lat. vectura „das Fahren; die Fuhre“ zu ve
here „führen, fahren“): (veraltet) ital. Lohnfuhrwerk,
Lohnkutsche. Vetltulrilno der; -s, ...ni (aus gleichbed. it.
vetturino zu vettura, vgl. Vettura): (veraltet) ital. Lohnkut
scher
Veltus Laltilna [v... -] die; - - (aus lat. vetus Latina, eigtl.
„die alte Lateinische“): alte lat. Bibelübersetzung, die im
-6. Jh. von der Î Vulgata abgelöst wurde
4.
Velxaltilon [y...]die;-, -en (aus gleichbed. lat. vexatio zu ve
xare, vgl. vexieren): (veraltet) Quälerei; Neckerei, velxatolrisch (zu lat. vexator, Gen. vexatoris „Quäler, Peini
ger“): (veraltet) quälerisch. Velxierlbild das; -[e]s, -er (zu
Î vexieren) : a) Bild, auf dem eine od. mehrere versteckt ein
gezeichnete Figuren zu suchen sind; Suchbild; b) bildliche
Darstellung eines Gegenstandes, dessen seitliche Kontu
ren bei genauerer Betrachtung die Umrisse zweier spiegel
Vibrations
bildlich gesehener Figuren ergeben. velxielren (aus lat.
vexare „schütteln; plagen“): irreführen; quälen; necken.
Velxierlglas das; -es, ...gläser: merkwürdig geformtes
Trinkglas, aus dem nur mit Geschick getrunken werden
kann. Ve|xier|rät|sel das; -s, -: Rätsel, das durch Fragen
in die Irre führt
Velxillla [v...]: Plur. von 1 Vexillum. Velxillla Re gis das; -(aus gleichbed. lat. vexilla regis, eigtl. „Fahnen des Kö
nigs"): altröm. Kirchenmelodie. Velxil|lo|lo|gie die; (zu lat. vexillum (vgl. Vexillum) u. t ...logie): Lehre von der
Bedeutung von Fahnen, Flaggen. Ve|xil|lum das; -s, Plur.
...lia u. ...lien (aus lat. vexillum „Fahne“, Verkleinerungs
bildungzu velum, vgl. Velum): 1. altröm. Fahne. 2. aus den
einzelnen Ästen bestehender Teil der Vogelfeder zu beiden
Seiten des Federkiels (Zool.). 3. die übrigen Blütenblätter
teilweise umgreifendes, oberes, größtes Blütenblatt bei
Schmetterlingsblütlern (Bot.)
Velzier [v...] usw. vgl. Wesir usw.
vez zo so [v...] (/7.): zärtlich, lieblich (Mus.)
VHS (Abk. für video home system): (weltweit verbreitetes)
Videoaufzeichnungssystem
’via ['vi:a] (aus gleichbed. it. via, eigtl. „(auf dem) Weg“, vgl.
2via): weg (Mus.); via il sordino: den Dämpfer abnehmen;
Ggs. îcon sordino. 2via (aus lat. via, Ablativ von via „Weg,
Straße“): a) [auf dem Wege] über ..., z. B. - München nach
Wien fliegen ; b) durch, über [eine bestimmte Instanz o. Ä.
erfolgend], z. B. er wurde - Verwaltungsgericht zur sofor
tigen Zahlung aufgefordert. Via die; - (aus lat. via, eigtl.
„der Weg, der zu etwas führt“): lat. Bez. für Weg; Metho
de (bes. Philos.); Via Eminentiae [- ...tie]: Methode, etwas
durch Steigerung zu bestimmen; Via moderna: rationalis
tisch-mathematische Methode des ÎKartesianismus; Via
naturalis: Bez. für die natürlichen Passagen des Körpers,
durch die Stoffe in den Körper gelangen u. durch die sie
ihn verlassen können (z. B. der Darmtrakt; Med.); Via Ne
gationis: Methode, etwas durch Verneinung zu bestim
men. Vilaldukt der, auch das; -[e]s, -e (zu lat. via „Weg“ u.
ductus, Part. Perf. von ducere „führen“; Analogiebildung
zu (Aquädukt): über ein Tal, eine Schlucht führende Brü
cke, deren Tragwerk meist aus mehreren Bogen besteht,
Überführung
1Vi|a|gra®* [v...] das; -s (aus engl. viagra, Kunstw. aus lat.
vigor „Stärke“ u. Niagara (wohl in Anlehnung an die Grö
ße u. die unaufhörlich strömende Kraft dieser Wasserfäl
le)): Medikament zur Behandlung von Potenzstörungen.
2Vi|a|gra® die: -, -s: Pille des Medikaments ‘Viagra
Vi|a|ti|kum das; -s, Plur. ...ka u. ...ken (aus gleichbed. kirchenlat. viaticum zu lat. viaticum „Reise-, Zehrgeld“):
dem Sterbenden gereichte Kommunion (kath. Kirche), viatizieren (zu T..deren): mit einem Viatikum versehen
(kath. Kirche). Vilaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat.
viator) : I. (veraltet) Reisender. 2. Staatsbote im alten Rom
Vilbrant* [v...] der; -en, -en (zu lat. vibrans, Gen. vibrantis,
Part. Präs, von vibrare, vgl. vibrieren): 1. Schwinglaut,
Zitterlaut (z. B. r; Sprachw.). 2. schwingender, zitternder
Vibratoton (Mus.). Vilbralphon, auch ...fon das; -s, -e
(aus gleichbed. engl. vibraphone, dies zu lat. vibrare (vgl.
vibrieren) u. Î ...phon): drei Oktaven umfassendes Schlag
instrument mit klaviaturähnlich angeordneten Metallplat
ten, unter denen sich röhrenförmige Resonatoren befin
den, deren Klappen sich in raschem Wechsel öffnen u.
schließen, sodass vibrierende Töne entstehen. Vilbrapho nist, auch ...folnist der; -en, -en (zu t...ist>: Vibra
phonspieler. Vilbralti: Plur. von Î Vibrato. Vilbraltilon
die; -, -en (aus gleichbed. spätlat. vibratio zu lat. vibrare,
vgl. vibrieren): Schwingung, Beben, Erschütterung. Vibrations [vai'breɪʃənz] die (Plur.) (aus gleichbed. engl.
vibrations zu to vibrate „schwingen, zittern“, dies aus lat.
vibrare, vgl. vibrato): körperliche Empfindung während
Vibrationsmassage
eines Drogenrauschs. Vi|bra|tilgns|mas|sa|ge [,-,ʒə]
die; -, -n: der Lockerung von Verkrampfungen dienende
Massage mit der Hand od. mit einem Vibrator (1). Vilbrati ons the o rie die; (veraltet) Erklärung des Lichts als
eine schwingende od. wellenförmige Bewegung des leiten
den tMediums (1). vi bra to {it.; zu vibrare „schwingen,
zittern“, dies aus lat. vibrare, vgl. vibrieren): schwingend,
leicht zitternd, bebend (in Bezug auf die Tongestaltung im
Gesang, bei Streich- u. Blasinstrumenten). Vi bra to ¿/¿u;
-s, Plur. -s u. ...ti (zu it. vibrato, vgl. vibrato): Schwingen,
leichtes Zittern od. Beben des Tons im Gesang, bei
Streich- u. Blasinstrumenten. Vilbraltor der; -s, ...oren
(zu Î vibrieren u. Î ...or): 1. Gerät zur Erzeugung mechani
scher Schwingungen. 2. svw. Godemiché. vi brie ren
(aus gleichbed. lat. vibrare): schwingen; beben, zittern.
Vi|brio4er; -s, ...onen (aus nlat. vibrio zu/at. vibrare, vgl.
vibrieren): begeißelte Kommabakterie (z.B. Erreger der
Cholera; Med.), vilbro..., Vilbro... (zu lat. vibrare, vgl.
vibrieren): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Schwingungen, leicht schwingende, zitternde, bebende
Bewegungen betreffend“, z. B. vibrografisch, Vibromassage. Vi bro graf, auch ...graph der; -en, -en (zu t ...graf):
Instrument zum Messen der Schwingungen bei Bauwer
ken, Brücken, Schiffen u.a. vibrografisch, auch
...gralphisch (zu 1 ...grafisch): mithilfe des Vibrografen
gemessen (von Schwingungen). Vilbrolgramm das; -s, -e
(zu ɪ,,,gramm): Schwingungsaufzeichnung des Vibrogra
fen. Vilbrolmaslsalge [,,,ʒə] die; -, -n: Kurzform von
ÎVibrationsmassage. Vilbrolrelzepltolren die (Plur.):
Tastorgane, die Erschütterungen anzeigen (Biol.). Vilbrorheo lo giedie; -: Lehre von der Fließbarkeit eines Stof
fes bei Vibration (Phys.)
Vilburlnum [v...J das; -s (aus gleichbed. lat. viburnum):
Schneeball (Zierstrauch der Geißblattgewächse)
Vi|ca|ri|us [vik...] der; -, ...rii (aus lat. vicarius „Stellvertre
ter“): spätantiker Verwaltungsbeamter; Vicarius Christi:
ein Titel des Papstes
vi|ce verlsa ['vi:tse 'vɛrza] {lat.; eigtl. „im umgekehrten
Wechsel“): umgekehrt; Abk.: v. v.
Vilchy [vi'Ji] der; - (nach der gleichnamigen franz. Stadt):
baumwollener, kleinkarierter Stoff in Leinwandbindung
(eine Webart)
Vilckerslhärlte ['vɪkəz...] die; - (nach der engl. Firma Vi
ckers-Armstrong Ltd.): Maß für die Eindringtiefe eines
Werkstoffs (eine vierseitige Diamantpyramide wird mit ei
ner bestimmten Kraft in das Prüfstück eingedrückt)
Vi|comte[vi'kö:t] der; -s, -s (aus (mittel)fr. vicomte, Viscon
te, dies aus mlat. vicecomes zu lat. vice „anstelle (von)“ u.
comes, vgl. Comte): zwischen Graf u. Baron rangierender
franz. Adelstitel. Vilcomltesse [vikð'tɛs] die; -, -n [...sn]
(aus gleichbed. fr. vicomtesse): dem Vicomte entsprechen
der weiblicher Adelstitel
Vic|ti|mo|lo|gie [vik...] vgl. Viktimologie
Vicltolria [vik...] die; - (nach dem Namen der röm. Sieges
göttin): vergöttlichte Personifikation des Sieges bei den
Römern, Frauengestalt mit Siegeskranz, die einen Sieg
symbolisch verkörpert. Vicltolria relgia4ie; - - (aus nlat.
Victoria regia, nach der engl. Königin Viktoria, 1819 bis
1901): südamerik. Seerose mit großen runden Blättern (bis
zu 2 m im Durchmesser)
Vilculña [vi'kunja] vgl. Vikunja
Vida ['vi:da]
-, ...en (aus provenzal. vida „Leben“, dies
aus gleichbed. /ɑt. vita) : kurzer Abriss des Lebenslaufes ei
nes Î Troubadours (Literaturw.)
vilde [v...J (aus lat. vide „sieh!“, Imperativ Sing, von videre
„sehen“): (veraltet) schlage [die angegebene Seite o.Ä.)
nach (als Verweis in Texten); Abk.: v. vildelatur {lat. ;
„es möge nachgesehen werden“, 3. Pers. Konj. Präs. Pass,
von videre, vgl. vide): (veraltet) svw. vide; Abk.: vid. Vi
1412
deo das; -s, -s (zu engl. video, vgl. video...): 1. Kurzform
von Î Videoband, î Videoclip, Î Videofilm. 2. (ohne Plur.)
a) Kurzform von t Videotechnik; b) Video (2 a) als Ein
richtung der Freizeitindustrie, vildeo..., Vildeo... (zu
engl. video- (in Zusammensetzungen), eigtl. „Fernseh-“,
dies zu lat. video „ich sehe“, 1. Pers. Sing. Präs, von videre
„sehen“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „die
magnetische Aufzeichnung, Übertragung u. Wiedergabe
von [Fernsehbildern betreffend“, z.B. Videokamera, Vi
deorekorder, Videotext. Vildeolband das; -[e]s, ...bän
der: Magnetband zur Aufzeichnung einer Fernsehsen
dung, eines Films o.Ä. u. zu deren Wiedergabe auf dem
Bildschirm eines Fernsehgeräts. Vildeolcaslting
[,,,kɑ:stɪŋ] das; -[s], -s: (Jargon) Rollenbesetzung auf
grund der Auswertung der Videoaufzeichnung von Ge
sprächen, gespielten Szenen o.Ä. mit den Bewerbern. Videolclip [...klip] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. video
clip, zu clip, vgl. Clip): kurzer Videofilm zu einem Titel
der Popmusik bzw. über eine Person od. Sache. Vildeodelcolder [...ko...] der; -s, -: Decoder [in Fernsehgerä
ten], der den Empfang von Videotextsignalen ermöglicht.
Vildeoldelmoldullaltor der; -s, -en: Bildgleichrichter
zur Gewinnung des vollständigen Bildsignals sowie der
modulierten Tonzwischenfrequenz beim Fernsehempfän
ger. vildeoldilgiltilzer[-,-dɪʤɪtaɪzə] der; -s, -: Gerät, mit
dem man [analoge] Videosignale digitalisieren kann. Videolfilm der; -[e]s, -e: a) mit einer Videokamera aufge
nommener Film; b) Kinofilm auf Videokassette. Vildeofon das; -s, -e: Kurzform von T Videotelefon. Vildeoifrequenz4ze; -, -en: jede Schwingung des bei der Abtastung
eines Bildes entstehenden Bildsignals. Vildeolgame
[...geim] 4<m; -s, -s (zu engl. game „Spiel“): Videospiel;
elektron. Spiel, das über einen Monitor läuft u. in das der
Spieler [mit einem Joystick] eingreift. Vildeolgraf, auch
...graph der; -en, -en (zu t...graf): eingeblendeter Text in
einer Fernsehsendung, der eine [von der Sendung unab
hängige] Information enthält. Vildeolgraf ie, auch
...gralphie die; -, ...ien (zu Î ...grafie): 1. (ohne Plur.) Ver
fahren zur Speicherung von Bildinformationen durch
magnetische Aufzeichnung. 2. durch dieses Verfahren
hergestelltes Bild[material]. vi|deo|gra|fie|ren, auch
...gralphielren (Analogiebildung zu Îfotografieren): Vi
deofilme herstellen. Vildeoljolckei, auch Vildeoljockey [,,,dʒɔke, ,,,dʒɔki, auch ,,,'dʒɔkai, ,,,'jɔkai] der; -s, -s
(Analogiebildung zu I Diskjockey : jmd., der Videoclips
präsentiert. Vildeolkalmelra die; -, -s: Kamera zur Auf
nahme von Filmen, deren Wiedergabe über den Fernseh
bildschirm
erfolgt.
Vildeo|ka|me|ralrelkor|der
[...kor...] der; -s, -: svw. Kamerarekorder. Vi|deolkar|te
4ze; -, -en: svw. Grafikkarte. Vi|deo|kas|set|te die; -,
-n: t Kassette (5) mit einem Videoband. Vi|deo|kon|ferenz die; -, -en: Konferenz, bei der die Teilnehmer sich an
verschiedenen Orten befinden, mithilfe der Videotechnik
aber optisch u. akustisch miteinander verbunden sind. Video me ter das; -s, - (zu t’...meter): Gerät zur Messung
der Wirksamkeit von Werbesendungen. Vj|deo-on-Demand [...di'mɑ:nd] das; -[s] (aus gleichbed. engl. video on
demand, eigtl. „Fernsehen auf Anforderung“): Form des
Fernsehens, bei der Zuschauer einen gewünschten Film
aus einem Archiv abrufen u. ihn - gegen eine Gebühr mithilfe der Telefonleitung od. des Fernsehkabels u. des
angeschlossenen Fernsehgerätes empfangen können. Videolphone [,,,fo:n] 4as; -s, -s (zu engl. (ugs.) phone „Te
lefon“): engl. Bez. für Videotelefon. Vi|deo|pi|rat 4er;
-en, -en: jmd.. der Videopiraterie betreibt. Vildeolpilrate|rie4ie;-, ...ien: das Herstellenu. Vertreiben von Raub
kopien von [Video]filmen. Videoiplayer [,,,pleɪə] der;
-s, - (zu engl. player „(Platten)spieler“): Gerät zum Ab
spielen von Videoaufnahmen. Vildeolport der; -s, -s:
1413
Schnitt-, Anschlussstelle an einem Computer für Videoge
räte. Vildeolprinlter der; -s, -: Drucker, der Videosigna
le als ein auf Papier gedrucktes Bild ausgibt. Vildeolprogramm sys tem das; -s, -e: System zur automatischen
Steuerung von Videorekordern zur Aufzeichnung von
Fernsehsendungen; Abk. : VPS. Vi deo re kor der, auch
Videorecorder [,..k...] der; -s, -: ÎRekorder (2) zur Auf
zeichnung von Videofilmen u. Fernsehsendungen u. zum
Abspielen der Videokassetten. Vi|deo|ser|ver [,,,sə:və]
der; -s, -: Rechner für die Datenverwaltung von digitalen
Videosignalen, z.B. für das Video-on-Demand. Vildeosilgnal das; -s, -e: Bildsignal; elektron. Signal, das die In
formationen über alle Elemente eines Fernsehbildes ent
hält. Vi|deo|tech|nik die; -: Gesamtheit der technischen
Anlagen, Geräte, Vorrichtungen o.Ä., die zur magneti
schen Aufzeichnung einer Fernsehsendung, eines Video
films o. Ä. und zu deren Wiedergabe auf dem Fernsehbild
schirm dienen. Vildeoltellelfon das: -s, -e: Telefon, das
auch das Bild des Gesprächspartners übermittelt; Bildte
lefon. Vildeoltex das; - (Kunstw., Analogiebildung zu
Î Teletex): Bez. für verschiedene Formen der Telekommu
nikation, bei denen Informationen auf dem Bildschirm
dargestellt werden. Vildeoltext der; -[e]s, -e: [geschrie
bene] Information (z.B. programmbezogene Mitteilun
gen. Pressevorschauen o. Ä.), die auf Abruf mithilfe eines
Zusatzgeräts über den Fernsehbildschirm vermittelt wer
den kann. Vildeolthek die: -, -en (zu f...thek): 1. Samm
lung von Film- od. Fernsehaufzeichnungen auf Videobän
dern. 2. Laden zum Verleihen von tVideofilmen (b). Video the kar der; -s, -e (Analogiebildung zu Î Bibliothe
kar): Betreiber einer Videothek. Vildeolthelkalrin die;
-, -nen: weibliche Form zu ÎVideothekar. vildi {lat.; 1.
Pers. Sing. Perf. Aktiv von videre „sehen“): (veraltet) ich
habe gesehen; Abk.: v. Vildi das; -[s], -[s] (zu lat. vidi, vgl.
vidi): (veraltet) Bescheinigung der Einsichtnahme in eine
Schrift; Genehmigung. Vildilcon [,,,kɔn] vgl. Vidikon.
vildielren (zu îvidi u. Î..deren): (veraltet) beglaubigen,
bestätigen, unterschreiben. Vildilkon das; -s, Plur. ...one,
auch -s (Kunstw. zu îvideo... u. ÎIkonoskop): speichernde
Fernsehaufnahmeröhre. Vi|di|ma|ti|on die; -, -en (aus
nlat. vidimatio zu vidimare, vgl. vidimieren): (veraltet)
Beglaubigung. Vildilmaltum das; -s, Plur. -s u. ...ta (aus
nlat. vidimatum „Beglaubigung“, Part. Perf. (Neutrum)
von vidimare, vgl. vidimieren): (veraltet) svw. Vidimation.
vi|di|mie|ren (aus gleichbed. nlat. vidimare zu lat. vidi,
vgl. vidi): (veraltet) etwas mit dem Vidi versehen; beglau
bigen; für druckreif erklären. Vildilmus das; - (aus lat.
vidimus „wir haben [es] gesehen“, 1. Pers. Plur. Perf. von
videre „sehen“): Beglaubigung einer Urkunde durch eine
befugte Person (z.B. einen Notar), vildit {lat.; 3. Pers.
Sing. Perf. von videre „sehen“): (veraltet) hat [es] gese
hen; Abk.: vdt.
Vilellla [v...] u. Vilellle die: -, ...lien (aus gleichbed. mlat.
viella bzw./r. vielle): 1. (veraltet) svw. 2Viola. 2. Drehleier
Viletlcong [viɛt'kɔŋ, auch 'viɛt...] der; -s, -[s] (Kurzw. aus
vietnamesisch Viêt Nam Công San „Kommunisten von Vi
etnam“): 1. (ohne Plur.) südvietnamesische Guerillaorga
nisation (1958-1975). 2. Angehöriger des Vietcong (1)
Vieux Saxe [vjo'saks] das; - - (aus fr. vieux Saxe „altes
Sachsen“): Meißner Porzellan des 18. Jh.s
vif [vi:f] (aus gleichbed. fr. vif, dies aus lat. vivus „leben
dig“): (veraltet, aber noch landsch.) lebendig, lebhaft,
munter, frisch, feurig; aufgeweckt, rührig, tüchtig, ge
scheit, schlau, wendig
vilgil [v...] (aus lat. vigil „wach(sam)“): wachend, schlaflos
(Med.). Vilgil die; -, -ien [...ion] {aus lat. vigilia „das Wach
sein; Nachtwache“): 1. nächtliches Gebet der mön
chischen Gebetsordnung. 2. [liturgische Feier am] Vortag
eines kirchlichen Festes. Vilgil lamlbul lis Imus* der; - (zu
Vikariieren
lat. ambulare „umhergehen“ u. t...ismus (3), Analogiebil
dung zu 1 Somnambulismus): ein dem Somnambulismus
analoger Zustand während des Wachseins (z.B. bei Hys
terie; Med.), vilgillant (aus lat. vigilans, Gen. vigilantis
„wachsam“, Part. Präs, von vigilare, vgl. vigilieren): 1.
(veraltet, aber noch landsch.) wachsam. 2. klug, schlau,
pfiffig, aufgeweckt, gewandt. Vilgillant der; -en, -en:
(veraltet) Polizeispitzel. Vilgillanz die; - (aus gleichbed.
lat. vigilantia): 1. (veraltet, aber noch landsch.) Wachsam
keit; Schlauheit, vigilante Art. 2. Zustand erhöhter Reak
tionsbereitschaft, Aufmerksamkeit (Psychol.). Vi|gi|lia
die: - (aus gleichbed. lat. vigilia, eigtl. „das Wachsein“):
Schlaflosigkeit (Med.). Vi Igi Ilie [...iə] die; -, -n (aus gleich
bed. lat. vigilia, vgl. Vigil): 1. die Nachtwache im altröm.
Heer. 2. svw. Vigil. vi|gi|lie|ren (aus gleichbed. lat. vigi
lare zu vigil, vgl. vigil): (veraltet) wachsam sein; fahnden;
aufpassen, auf etwas lauern
Vilgne* ['vɪnjə, 'vi:njə] die; -, -n (aus fr. vigne „Weinberg“,
eigtl. „Weinrebe“, dies aus lat. vinea „Weinstock“): (ver
altet) kleines Haus auf dem Land, Ferienhaus. Vilgnetlte
[vɪnjɛtə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. vignette (urspr. eine
Verzierung in Rebenform, ein Weinrankenornament),
Verkleinerungsbildung zu vigne „Weinrebe“): 1. Orna
ment in Form einer Weinranke auf mittelalterlichen Hand
schriften. 2. Zier-, Titelbildchen, Randverzierung [in
Druckschriften], 3. Maskenband zur Verdeckung be
stimmter Stellen des Negativs vor dem Kopieren (Fotogr.).
4. privat hergestellte Werbe- od. Spendenmarke ohne amt
lichen Charakter zur finanziellen Unterstützung einer
wohltätigen Organisation, einer Veranstaltung o.Ä. 5.
sichtbar an der Kfz-Frontscheibe anzubringende Marke
als Nachweis für die jährlich zu entrichtende pauschale
Autobahngebühr in verschiedenen Ländern, z.B. in Ita
lien. in der Schweiz. Vi g net I tie I rung die; -, -en (zu t,,derung): Unterbelichtung der Ränder u. Ecken einer Foto
grafie
Vilgolgne* [vi'gɔnjə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. vigogne,
dies aus span, vicuña, vgl. Vikunja): 1. Wolle der Lamaart
Vikunja. 2. Mischgarn aus Wolle u. Baumwolle
Vilgor [v...] der; -s (aus gleichbed. lat. vigor zu vigere „le
benskräftig sein“): (veraltet) Lebenskraft, Rüstigkeit,
Stärke, vilgolrös (unter Einfluss von fr. vigoureux aus
gleichbed. lat. vigorosus, dies zu vigor, vgl. Vigor): (veral
tet) kräftig, rüstig. vi|go|ro|so {it.y. kräftig, stark, ener
gisch (Vortragsanweisung; Mus.). Vilgoulreux [viguro:]
der; - [...ro:(s)] (aus gleichbed. fr. vigoureux, eigtl. „kräf
tig“; vgl. vigorös): meliertes Kammgarn, das während des
Kammzugs streifenweise bedruckt wird
Vilhalra [v...] der. auch das; -, -s (aus sanskr. vihära „Klos
ter, Erholungsstätte“): Aufenthaltsort der buddhistischen
Mönche, Kloster
Vilhulella [vi'ueda] die; -, -s (aus gleichbed. span, vihuela):
span. Saiteninstrument, das gezupft od. gestrichen werden
kann
Vilkar [v...] der; -s, -e (aus lat. vicarius „stellvertretend;
Stellvertreter“ zu vicis „Wechsel, Platz, Stelle“): 1. ständi
ger od. zeitweiliger Vertreter einer geistlichen Amtsperson
(kath. Kirche); vgl. Generalvikar. 2. Kandidat der ev.
Theologie nach der ersten theologischen Prüfung, der ei
nem Pfarrer zur Ausbildung zugewiesen ist. 3. (Schweiz.)
Stellvertreter eines Lehrers. Vi|ka|ri|an|ten die (Plur.)
(aus nlat. vicariantes (Plur.); vgl. ...ant): Sammelbez. für
vikariierende (2) Pflanzen u. Tiere. Vilkalrilanz die; - (zu
lat. vicarius (vgl. Vikar) u. Î.. .anz) : Erscheinung, dass zwei
verwandte Tier- od. Pflanzenarten sich in verschiedenen
Gebieten wechselseitig vertreten od. im gleichen Gebiet
unterschiedliche Standorte besiedeln (Biol.). Vilkalrilat
das; -[e]s, -e (zu T...at (1)): Amt eines Vikars, vi|kaIrilieren (zu Î..deren): (veraltet) 1. jmds. Stelle vertreten, aus-
vikariierend
helfen. 2. das Amt eines Vikars versehen, vilkalrilie!rend
<zu t...ierend): 1. den Ausfall eines Organs od. einer Or
ganfunktion ausgleichend, die Funktion eines ausgefalle
nen Organs übernehmend. 2. sich in der geografischen
Verbreitung gegenseitig ausschließend (von Tieren od.
Pflanzen; Biol.). Vilkalrindzü; -, -nen: Kandidatin der ev.
Theologie nach der ersten theologischen Prüfung, die ei
nem Pfarrer zur Ausbildung zugewiesen ist. 2. (Schweiz.)
Stellvertreterin eines Lehrers
vik|ti|mi|sie|ren [v...] (nach gleichbed. engl. to victimize
zu victim „Opfer“, dies aus lat. victima „Opfer(tier)“>:
zum Opfer [einer Straftat] machen; schikanieren. Vikltimi sie rung die; -, -en (zu 1 ...isierung): das Viktimisieren. vik|ti|molgen (zu lat. victima „Opfer(tier)“ u.
î...gen): (fachspr.) a) Opfer [von Straftaten] hervorrufend,
fordernd; b) in besonderer Gefahr, zum Opfer zu werden.
Vik|ti|mo|lo|ge</er; -n, -n (zu î...loge): Wissenschaftler,
Fachmann auf dem Gebiet der Viktimologie. VikltilmololgieÆe; - (nach gleichbed. engl. victimology; vgl. ...logie): Teilgebiet der Î Kriminologie, das sich mit den Bezie
hungen zwischen Opfer u. begangenem Verbrechen sowie
zwischen Opfer u. Täter befasst. Vik|ti|mollolgin die; -,
-nen: weibliche Form zu TViktimologe. vik|ti|mo|!ogiseh(zu Î ...logisch): die Viktimologie betreffend, auf ihr
beruhend
1Vik|to|ria[v...] die; -, -s (nach Victoria, der altröm. Göttin
des Sieges; vgl. 2Viktoria): Siegesgöttin, geflügelte Frau
engestalt als Sinnbild u. Personifikation des Sieges. 2Viktglria </as; -s, -s (meist ohne Artikel) (aus lat. victoria
„Sieg“ zu vincere „siegen“): Sieg (als Ausruf); Viktoria ru
fen bzw. Viktoria schießen: einen Sieg [durch Kanonen
schüsse] feiern. viklto|ri|a|nisch(nachder engl. Königin
Viktoria (1819-1901)): den Viktorianismus betreffend;
vom Geist des Viktorianismus durchdrungen. Vikltolria nis musder; - (zu J...ismus (2)): Strömung von nüch
tern-sachlicher Tendenz im geistigen Leben Großbritan
niens Ende des 19. Jh.s, die bes. Literatur und Kunst be
einflusste
Vik|tu|a|li|en [v,,,iən] die (Plur.) (aus spätlat. victualia zu
victualis „zum Lebensunterhalt gehörig“, dies zu lat.
victus „Leben(sunterhalt)“): (veraltet) Lebensmittel [für
den täglichen Bedarf, den unmittelbaren Verzehr], Viktu a li en brü derdie (Plur.): svw. Vitalienbrüder. Viktu a li en hand lungi//e, -, -en: (veraltet) Lebensmittel
geschäft
Vilkunlja [v...] das; -s, -s u. die; -, ...jen (über span, vicuña
aus gleichbed. Quechua (eine südamerik. Indianerspra
che) huik’uña): höckerloses südamerik. Kamel, Wildform
des 1’Alpakas (1), aus dessen dichtem, braungelbem Fell
sehr feine Wolle gewonnen wird
Vi|la[v...] die; -, ...len (aus dem Slaw.): weiblicher, den Men
schen wohlgesonnener Geist bei den Südslawen, der auch
als Falke od. Schwan auftritt
Villla [v...] die; -, Villen (aus gleichbed. zt. villa, dies aus lat.
villa „Landhaus“): a) größeres, vornehmes, in einem Gar
ten od. Park [am Stadtrand] liegendes Einfamilienhaus; b)
großes [herrschaftliches] Landhaus. Vil|lanlci|co [biljan'θiko] der; -[s], -s (aus gleichbed. span, villancico zu spätlat.
villanus „ländlich“): eine seit Ende des 15. Jh.s bekannte
span. Liedform mit Refrain. Villlalnell [vila...] vgl. Villanella. Vil|la|nel|lau. Vil|la|nel|lez/ze;-, ...lien, auch Villanell das; -s, -e (aus gleichbed. it. villanella zu villano
„derb, bäurisch“, dies aus spätlat. villanus „ländlich“):
einfach gesetztes, meist dreistimmiges ital. Bauern-, Hir
tenlied des 16. u. 17. Jh.s
Vil|lalno|va|kulltur[vila'no:va...] die; - (nach dem Gräber
feld bei dem Ort Villanova in Italien): Kultur der frühen
Eisenzeit Italiens
Villleglgialtur [vɪleʤa'tu:g] die; -, -en (aus gleichbed. it.
1414
villeggiatura): (veraltet) Landaufenthalt; Sommerfrische.
Villlen: Plur. von 1 Villa
Villli [v...]: Plur. von TVilius
Villlilkaltilon [v...] die; -, -en (aus lat. villicatio „Verwal
tung, Bewirtschaftung eines Landhauses“ zu villa, vgl. Vil
la): Fronhofsverband, grundherrschaftlicher Verband in
Streulage
Vil|li|ki|njn[v...]iZas;-s izulat. villus(vgl. Villus),gr. kinein
„bewegen“ u. t...in (1)): Wirkstoff in der Darmschleim
haut, der die Bewegung der Darmzotten regelt (Biochem.). villlɑs(aus nlat. villosus; vgl. ...ös): zottenreich
(bes. von Schleimhautfalten des Magens od. Darms;
Med.). Villlus der; -, Villi (aus lat. villus, Gen. villi „zot
tiges Haar, Zotte“): Schleimhautfortsatz eines Organs od.
Organteils, Zotte (Med.)
Vilna [v...] vgl. Wina
Vin|ai|gret|te*[vine'gr£t(a)] die; -, -n [...tn] (aus gleichbed.
fr. vinaigrette zu vinaigre „(Wein)essig“, dies zu vin aus
lat. vinum „Wein“): 1. aus Essig, Öl, Senf u. verschiedenen
Gewürzen bereitete Soße. 2. Fleischgericht in einer Vinai
grettesoße
Vin|di|kant[v...] der; -en, -en (aus lat. vindicans, Gen. vin
dicantis, Part. Präs, von vindicare, vgl. vindizieren): (ver
altet) Aussonderungsberechtigter beim Konkurs. Vinldika ti on die; -, -en (aus spätlat. vindicatio „Recht des
Anspruchs“, dies aus lat. vindicatio „Schutz, Notwehr“):
Herausgabeanspruch des Eigentümers einer Sache gegen
deren Besitzer (Rechtsw.); vgl. ...ation/...ierung. Vinldikalti|ons|zeslsi|ondze; -, -en: Abtretung des Herausga
beanspruchs (auf eine Sache) durch den Eigentümer an
den Erwerber, wenn sich die Sache im Besitz eines Dritten
befindet (Rechtsw.). vinldi|ka|tiv (zu T...iv): (veraltet)
rachgierig, vinldilzielren (aus lat. vindicare „als Eigen
tum beanspruchen, Anspruch erheben“): die Herausgabe
einer Sache vom Eigentümer gegenüber dem Besitzer ei
ner Sache verlangen. Vin |di|zie| rung die; -, -en (zu T...ierung): svw. Vindikation; vgl. ...ation/...ierung
Vingt-et-un [vɛte'æ:] u. Vingt-un [vɛ'tæ:] das; - (aus fr.
vingt-(et-)un „einundzwanzig“): ein Kartenglücksspiel,
Variante des Spiels „Siebzehnundvier“
Vi|ni|fi|ka|teur[...'t0m] der; -s, -e (zu î...eur>: Winzer. Vinilfilkaltilon die; -, -en (zu lat. vinum „Wein“ u. Î ...fikation) : Weinbereitung (einschließlich der jeweiligen Art der
Lese). vi|ni|fi|zie|ren (zu 1 ...fizieren): zu Wein verarbei
ten. Vi|ni|fi|zie|rung die; -, -en: svw. Vinifikation
Vin|ku|la|ti|on [v...] die; -, -en (zu lat. vinculatus (Part.
Perf. von vinculare, vgl. vinkulieren) u. t‘...ion): Bindung
des Rechtes der Übertragung eines Wertpapiers an die Ge
nehmigung des lEmittenten; vgl. ...ation/...ierung. Vinku|la|ti|ons|ge|schäft das; -[e]s, -e: Form der Bevor
schussung von Waren. vin|ku|lie|ren (aus lat. vinculare
„binden“): das Recht der Übertragung eines Wertpapiers
an die Genehmigung des 1 Emittenten binden. Vinlkullierung die; -, -en (zu t...ierung): svw. Vinkulation; vgl.
...ation/...ierung
Vi no thek [v...] 4ze; -, -en (zu lat. vinum „Wein“ u.
Î ...thek): a) Sammlung kostbarer Weine; b) Weinkeller mit
Weinausschank
Vin|tage|mo|del|le['vmtid3...]4ze(Plur.) (zu engl. vintage
„Jahrgang“ u. ÎModell): Wachstumsmodelle mit investiti
onsgebundenem technischem Fortschritt, der sich immer
nur im jeweils jüngsten Kapitaljahrgang niederschlagen
kann (Wirtsch.)
’Vilnyldas; -s (zu lat. vinum „Wein“ u. Î ...yl): von Î Äthylen
abgeleiteter ungesättigter Kohlenwasserstoffrest
2Vi|nyl das; -s, -s (aus gleichbed. engl. vinyl zu Polyvinyl
chlorid): Schallplatte (Jargon). Vi|nyl|chlo|rid [...klo...]
das; -s, -e: bes. zur Herstellung von Polyvinychlorid ver
wendete, farblose, gasförmige, sehr reaktionsfähige Sub-
1415
stanz, vi|ny|lie|ren (zu Î ...ieren): eine Vinylgruppe in ei
ne ehern. Verbindung einführen od. in ihr erzeugen
Vin|zen|ti|ner [v...J der: -s, - (aus n/ɑ/. Vincentinus, nach
dem Stifter, dem hl. Vinzenz v. Paul, f 1660> : svw. Lazarist.
Vin|zen|ti|ne|rin die; -, -nen: Angehörige einer kath.
weiblichen Kongregation zur Krankenpflege (Barmherzi
ge Schwestern). Vin|zenz|kon|fe|renz die; -, -en: an die
zuständige Pfarrei angeschlossene kath. Laienorganisati
on für karitative Arbeit
’Vilolla [v...] u. Viole die, -, ...ölen (aus gleichbed. lat. viola):
Veilchen (Bot.)
2Vi|olla [v...] die; -, ...len (aus gleichbed. it. viola, wohl aus
altprovenzal. viola, viula (als Begleitinstrument für mittel
alterliche Liebeslyrik)): svw. Bratsche. Vilolla basltarda die; - -, ...le ...de (aus it. viola bastarda): (vom 16. bis
18. Jh. gebräuchliche) Großgambe mit 6-7 Saiten u. Reso
nanzsaiten. Vilolla da Braclcio [- - 'braʧo] die; —, ...le - (aus it. viola da braccio „Armgeige“): in Armhaltung ge
spieltes Saiteninstrument, bes. Bratsche. Vilolla da
Gamlba die;---- , ...le - - (aus it. viola da gamba „Beingei
ge“): svw. Gambe. Vilolla d’AmoIre die;--, ...le - <aus it.
viola d’amore, eigtl. „Liebesgeige“): der Bratsche ähnli
ches Streichinstrument (der Barockzeit) mit angenehmem,
lieblichem Ton in Altlage (mit meist sieben gestrichenen u.
sieben im Einklang od. in der Oktave mitklingenden Saiten
unter dem Griffbrett). Vilolla pomlpolsa die; --, ...le
...se (aus it. viola pomposa, eigtl. „prächtige Geige“): gro
ße, fünfsaitige Bratsche, die auf dem Arm gehalten u. zu
sätzlich mit einem Band befestigt wird
Vi|o|la|ti|on [v...] die; -, -en (aus gleichbed. lat. violatio zu
violare „verletzen“): (veraltet) Verletzung; Vergewalti
gung, Schändung
Vilolla trilcollor [v...... k...J die; - - (aus gleichbed. lat. viola
tricolor, eigtl. „dreifarbiges Veilchen“; vgl. ‘Viola): Stief
mütterchen. Vilollalzelen die (Plur.) (aus gleichbed. nlat.
violaceae zu lat. viola, vgl. ’Viola): Veilchengewächse
(Bot.). Vilolle vgl. ’Viola
Viloie d'Amour [vjɔlda'mu:r] die; - -, -s - [vjɔldamu:r] (aus
fr. viole d’amour): franz. Bez. für Viola d’Amore
Vi o len [v...]: Plur. von T‘,2Viola
vi o lent [v...] (aus gleichbed. lat. violentus zu vis „Ge
walt“): (veraltet) heftig; gewaltsam. vi|o|len|to (d.; aus
lat. violentus, vgl. violent): heftig; gewaltsam (Vortragsan
weisung; Mus.). Vilollenz die; - (aus gleichbed. lat. vio
lentia): (veraltet) Heftigkeit; Gewalttätigkeit
vilollett [v...] (aus gleichbed. fr. violet zu violette „Veil
chen“; vgl. ’Viola): in der Färbung zwischen Blau u. Rot
liegend; veilchenfarben. Vilollett das; -s: die violette Far
be
Vilolletlta [v...] die; -, ...tten (aus it. violetta, eigtl. „kleine
Viola“; vgl. 2Viola): kleine 2Viola od. Violine. Vilolli|nata die; -, -s (aus gleichbed. it. violinata) : [Übungsjstück für
Violine. Vilollilne die; -, -n (aus gleichbed. it. violino, Ver
kleinerungsbildung zu viola, vgl. 2Viola): Geige (als aus
führendes, einen spezifischen Klangeindruck hervorru
fendes Instrument). Vilollilni: Plur. von Î Violino. Vilollinist der; -en, -en (zu T...ist): Geigenspieler, Geigenvirtuo
se. Vi|o|lilnis|tin die; -, -nen: weibliche Form zu tVioli
nist. Vilollilno der; -s, ...ni (aus it. violino, vgl. Violine):
ital. Bez. für Geige; Violino piccolo [- ...k...]: Quartgeige
der Tanzmeister im Barock; Violino primo: erste Geige;
Violino secondo [- ze'kɔndo] : zweite Geige. Vilollon [...Tö]
der; -s, -s (aus/r. violon „Geige“): 1. franz. Bez. für Violi
ne. 2. (veraltet) Kontrabass. Vilollonlcell [,,,lɔntʃɛl] das;
-s, -e (aus it. violoncello): (veraltet) svw. Violoncello. Vio lon celllist der; -en, -en (zu T...ist>: [Violonjcellospieler. Vilollonlcelllo das; -s, Plur. ...lli u. (ugs.) -s (aus
gleichbed. it. violoncello, Verkleinerungsbildung zu violone, vgl. Violone): während des Spiels zwischen den Knien
Virginität
gehaltenes, auf dem Fußboden stehendes viersaitiges
Streichinstrument (eine Oktave tiefer als die TBratsche);
Kurzform Cello. Vi|o|lo|ne der; -[s], Plur. -s u. ...ni (aus
gleichbed. it. violone, eigtl. „große Viola“; vgl. 2Viola): 1.
Vorgänger des Kontrabasses. 2. eine Orgelstimme. Vi|ololphon, auch ...fon das; -s, -e (zu T “Viola u. t...phon): im
Jazz gebräuchliche Violine mit eingebauter Schalldose.
Vi|o|lot|ta die; -, -s (aus gleichbed. it. violotta): Streich
instrument des 19. Jh.s in Tenorlage
VIP [vip] die; -, -s (Kurzw. aus engl. very important person
„sehr wichtige Person“ (urspr. Angehöriger eines festge
legten Personenkreises, der auf Flughäfen u. an Bord von
Flugzeugen bes. betreut u. beschützt wird)): wichtige, be
deutende od. allgemein bekannte Persönlichkeit [die im
Mittelpunkt des öffentlichen Interesses steht]
Vilper [v...] die; -, -n (aus gleichbed. lat. vipera, wohl zu *vivipara (zu lat. vivus „lebendig“ u. parere „gebären“) „die
lebendige Junge Gebärende“): 1. zu den Ottern gehörende
Giftschlange (mit verschiedenen Arten, darunter z. B. die
Kreuzotter). 2. a) (Jargon) jmd., der nicht mehr rausch
giftsüchtig ist; b) jmd., der Marihuana raucht. 3. (Jargon)
geheimer Informant [der Polizei], V-Mann
VIP-Lounge ['vɪp'laʊndʒ] die; -, -s [,,,dʒɪz] (zu ÎVIP u.
ÎLounge): Gesellschaftsraum in einem Hotel o.Ä.
vir.... Vir... vgl. viro..., Viro...
Vilralgilnes [vi'ra:gine:s]: Plur. von tVirago. Vilralgilnität die; - (zu tVirago u. t...ität): [krankhaftes] männliches
[Sexual]empfinden der Frau (Med.). Vilralgo die; -, Plur.
-su. ...gines [...ne:s] (aus lat. virago, Gen. viraginis „mann
hafte Jungfrau“ zu virgo „Jungfrau“): eine Frau mit den
Symptomen der Viraginität
vilral [v...] (zu TVirus u. Î ’...al (1)>: durch einen Virus ver
ursacht (von Krankheiten; Med.). Vilrälmie* die; -, ...jen
(zu Î ...ämie): das Vorkommen von Viren im Blut (bei fast
allen Virusinfektionen, z.B. Pocken; Med.)
Vireilai [vir'lɛ:] das; -[s], -s [vir lɛ:] (aus gleichbed. fr. vire
lai): franz. Gedicht-u. Liedform des 13.-15. Jh.s, ein Tanz
lied mit Refrain; vgl. Lai
Vilrelment [vir(s)'mä:] das; -s, -s (aus gleichbed. fr. vire
ment zu virer „sich drehen; umbuchen“): im Staatshaus
halt die Übertragung von Mitteln von einem T Titel (4) auf
einen anderen od. von einem Haushaltsjahr auf das andere
Vilren [v...]: Plur. von TVirus
Vi|renz|pe|ri|o|de [v...] die; -, -n (zu mlat. virentia „grü
nender Strauch“ (dies zu lat. virens „grünend, blühend“,
Part. Präs, von virere „grünen, blühen“) u. tPeriode):
Phase in der Stammesgeschichte von Organismen, in der
sich diese bes. formen- u. individuenreich entwickelt ha
ben. vi|res|zie|ren (aus gleichbed. lat. virescere): (veral
tet) grün werden, grünen
Virlgaltilon [v...] die; -, -en (zulat. virga „Zweig“ u. T ...ation): das Auseinandertreten von Gebirgsfalten (z.B. am
Ostende der Alpen; Geol.). Virlgel die; -, -n (aus spätlat.
virgula „Akzentzeichen“, eigtl. „kleiner Zweig“, Verklei
nerungsform von /ai. virga, vgl. Virgation): Schrägstrich
zwischen zwei Wörtern od. Zahlen (z.B. März/April;
08/15; 1870/71)
VirIgiInal [v...] das; -s, -e (aus gleichbed. engl. virginal, viel
leicht zu lat. virginalis „jungfräulich“, weil das Instrument
von jungen Mädchen gespielt wurde): engl. Instrument in
der Art des Spinetts, zur Cembalofamilie gehörend. Virgilnallist der; -en, -en (aus gleichbed. engl. virginalist):
Virginalspieler, -komponist (um 1600 in England)
Virlgilnia [vɪrʤi:...] die; -, -s (nach dem US-Bundesstaat
Virginia): eine lange, dünne schwere Zigarre mit einem
Mundstück aus Stroh
Virigi|niItät [v...] die; - (aus gleichbed. lat. virginitas, Gen.
virginitatis zu virgo, Gen. virginis „Jungfrau“): 1. Jung
fräulichkeit. 2. Unberührtheit
Virginium
1416
(1)): philos. Meinung, nach der die Wirklichkeit, die Rea
[v...] das; -s <nach dem US-Bundesstaat Virgi
lität, nur aus der Wirkung von Kräften [u. Gegenkräften]
nia u. zu t,,,ium): (veraltet) Bez. für das chem. Element
erkannt werden kann. Vir|tu|a|li|tät rZze; -, -en (aus
Francium; Zeichen Vi
gleichbed. fr. virtualité, Bed. 2 unter Einfluss von engl. vir
Vilria [v...]: Plur. von Î Virion
tuality; vgl. ...ität): 1. innewohnende Kraft od. Möglich
vilrilbus uniltis [v... -] (lat.Y. mit vereinten Kräften
keit. 2. [vom Computer] vorgespiegelte räumliche Schein
Vi|ri|da|ri|um [v...J das; -s, ...ien [,,,iən] (zu lat. viridis
welt. vir|tu|a|li|ter (mlat.); als Möglichkeit. Virltulal
„grün“ u. t...arium): (veraltet) mit immergrünen Pflanzen
Relallilty ['və:tʃʊəl rɪ'ælətɪ] die; - - (aus gleichbed. engl.
angelegter Garten. ViIriIdin ¿/er; -s, -e (zu t ...in (1)>: I. ein
virtual reality zu virtual „tatsächlich“ u. reality „Wirklich
manganhaltiges grünes Mineral, Abart des Andalusits. 2.
keit“): [von Computern erzeugte] virtuelle Realität. Vir(veraltet) svw. Chlorophyll
tulal Vilsion [- 'vɪʒn] das; - -s (aus gleichbed. engl. virtual
viiril [v...] (aus gleichbed. lat. virilis zu vir „Mann“): a) den
vision, zu vision „(Traum)bild“): Sichtbarmachung von
Mann od. das männliche Geschlecht betreffend; b) cha
Fernsehbildern unabhängig vom Bildschirm (z. B. mithilfe
rakteristische männliche Züge od. Eigenschaften aufwei
einer Spezialbrille). Virltulal World [- wə:ld] die; - - (zu
send, vermännlicht (bes. von Frauen; Med.), viIrillilsieengl. world „Welt“): elektron. Umgebung, die nicht auf
ren (zu î ...isieren): viril (2) werden; vermännlichen (von
der physikalischen Welt basiert, viritulell [virtuel] (teil
Frauen; Med.). Vilrillilsielrung die; -, -en (zu T ...isieweise unter Einfluss von engl. virtual aus gleichbed. fr. vir
rung): hormonell bedingte Vermännlichung der Frau
tuel, dies aus mlat. virtualis, vgl. virtual): a) entsprechend
(Med.). Vi|ri|lis|musiZer,-(zut...ismus(3)): 1. Vermänn
seiner Anlage als Möglichkeit vorhanden, die Möglichkeit
lichung bei Frauen (Med.). 2. vorzeitige Geschlechtsreife
zu etw. in sich enthaltend, einschließend; b) nicht echt,
bei Jungen (Med.). Vi|ri|li|tätdze; - (aus gleichbed. lat. vi
nicht in Wirklichkeit vorhanden, aber echt erscheinend,
rilitas, Gen. virilitatis): männliche [Zeugungs]kraft,
dem Auge, den Sinnen vortäuschend; virtuelle Realität:
Mannbarkeit (Med.). Vi|ri|lolka|li|tat die; - (zu lat. vir,
vom Computer simulierte Wirklichkeit, künstliche Welt,
Gen. viri „Mann“): Sitte, nach der ein Paar nach der Hei
in di„ man sich mithilfe der entsprechenden technischen
rat seinen Wohnsitz bei der Familie des Mannes nimmt
Ausrüstung scheinbar hineinversetzen kann; vgl. ...al/
(Völkerk.). VilrillstimlmeAe; -, -n (zu lat. virilis (vgl. vi
...eil. virltulos (rückgebildet aus ÎVirtuose): meisterhaft,
ril) in der Bed. „auf eine Person, auf den Mann kom
technisch vollendet; gekonnt. Virltulolse ¿Zer; -n, -n (aus
mend“): fürstliche Einzelstimme im Deutschen Reichstag
(bis 1806) u. im Deutschen Bundestag (bis 1866)
gleichbed. it. virtuoso, eigtl. „fähig, tüchtig sein“, zu virtü,
Vilrilon [v...] das; -s, Viria (zu lat. virus (vgl. Virus) u.
dies aus lat. virtus, vgl. Virtus): ausübender Künstler (bes.
Musiker), der seine Kunst mit vollendeter Meisterschaft
î'...on): einzelnes, infektiöses Virusteilchen, das außer
halb der Zelle liegt (Biochem.)
beherrscht. Virltulolsin die; -, -nen: weibliche Form zu
vilrjltim dat.; zu vir „Mann“): (veraltet) Mann für Mann,
ÎVirtuose. Virltulolsiltät die; - (zu Î...ität): 1. vollendete
einzeln
Beherrschung einer [künstlerischen] Technik, z.B. in der
vilro..., Vilro..., vor Vokalen auch vir..., Vir... (zu lat. virus
Musik. 2. meisterhaftes Können. Virltulolso der; -, -s
„Schleim, Saft, Gift“): Wortbildungselement mit der Be
(nach it. virtuoso „Meister“, im Sinne von „der Tugend
deutung „Viren betreffend; von Viren ausgehend“, z.B.
hafte, Tüchtige“, vgl. Virtuose): Ideal des gebildeten Men
Virologie, Virämie. Vilrolid das; -s, -e (meist Plur.) (zu
schen (Shaftesbury). Virltus die; - (aus gleichbed. /ɑi. vir
t ...oid): kleinster bekannter, bisher nur bei Pflanzen nach
tus zu vir „Mann“): männliche Tüchtigkeit, Tapferkeit;
gewiesener Krankheitserreger aus einsträngiger ringför
Tugend (Ethik)
miger Ribonukleinsäure ohne Proteinhülle (Biol.). Vilro- vilrullent [v...] (aus lat. virulentus „giftig“ zu virus, vgl. Vi
lolge der; -n, -n (zu T...loge>: Virusforscher, Wissen
rus): 1. (von Krankheitserregern) aktiv, krankheitserre
schaftler auf dem Gebiet der Virologie. Vi|ro|lo|gie
gend, ansteckend, giftig (Med.); Ggs. îavirulent. 2. sich
die; - (zu t...logie): Wissenschaft u. Lehre von den Viren.
gefahrvoll auswirkend, drängend, heftig. Vilrullenz die; Vi|ro|lo|gini//e; -, -nen: weibliche Form zu Î Virologe, vi(nach spätlat. virulentia „Gestank, Gift“): 1. aktive Wir
ro lo gisch (zu Î...logisch): die Virologie betreffend. Vikung von Krankheitserregern; Ansteckungsfähigkeit;
ropexis die; -, ...xen (zu gr. pèxis „das Befestigen, Ver
Giftigkeit (Med.). 2. Dringlichkeit, [heftiges] Drängen,
binden“): die Aufnahme von Viren in tierische Zellen
das Virulentsein. Vilrusrto, auch der; -, Viren (aus/aZ. vi
durch eine Art Phagozyten (Biol.). vilrös (zu t...ös): virus „Schleim, Saft, Gift“): 1. kleinster Krankheitserreger,
rusbedingt. Vilrolse die; -, -n (zu t‘...ose>: Viruskrankder bakteriendichte Filter passiert u. sich nur auf leben
heit, durch Viren verursachte Infektionskrankheit (Med.).
dem Gewebe entwickelt. 2. Kurzform von ÎComputervi
Vi |ros Ita Iti I kum* das; -s,.. .ka (zu gr. statikós „zum Still
rus. Vi|rus|he|pa|ti|tisi/ze; -, ...itiden: Leberentzündung
stand bringend“ u. t ...ikum): chemotherapeutisches Arz
durch Virusinfektion (Med.). Vj|rus|in|fek|ti|on die; -,
neimittel, das hemmend auf das Wachstum u. die Vermeh
-en: durch Viren hervorgerufene tlnfektion (1). Vilrusrung von Viren einwirkt (Med.), vilrosltaltisch*: die
marlker der; -s, -[s]: genetisch fixierte Eigenschaft eines
Vermehrung von Viren hemmend (z.B. von Medikamen
Virus, die zu dessen Kennzeichnung benutzt wird (Gene
ten; Med.). Vilrolzid das; -s, -e (zu T...zid): chemothera
tik). Vi|rus|test der; -[e]s, Plur. -s, auch -e: Verfahren,
peutisches Arzneimittel, das Viren abtötet u. damit un
durch das bei Pflanzen der Befall mit Viren nachgewiesen
wirksam macht (Med.). Vilrolzyt der; -en, -en (meist
wird (Biol., Landw.). vilrulzid (zu Î Virus u. Î ...zid): Viren
Plur.) (zu t...zyt): vergrößerter ÎLymphozyt, wie er bei Vi
abtötend (Med.). Vilrulzid das; -s, -e: svw. Virozid
ruserkrankungen auftritt (Med.)
Vilsa [v...]: 1. Plur. von ÎVisum. 2. ® internationales elek
virltulal [v...] (aus mlat. virtualis „als Kraft vorhanden“ zu
tron. Zahlungssystem auf der Basis von Kreditkarten
lat. virtus, vgl. Virtus): svw. virtuell; vgl. ...al/...eil. Virltu(Bankw., EDV). Vilsalge [,,,ʒə] rf/e,- -, -n (aus gleichbed.
al En|vi|ron|ment [və:ʧoəl ɪnvairənmənt] die; - -, - -s
fr. visage zu ɑ/z/r. vis, dies aus lat. visus „Gesicht, An
(aus gleichbed. engl. virtual environment zu virtual „so gut
blick“, zu visum, Part. Perf. (Neutrum) von videre „se
wie (eine...)“ u. environment „Umgebung“, dies über altfr.
hen“): (ugs. abwertend) a) Gesicht; b) Miene, Gesichts
environer aus altfr. environ): vom Computer erzeugte
ausdruck. Vilsalgist [..,'ʒɪst] der; -en, -en (aus gleichbed.
dreidimensionale Abbildung einer wirklichen od. mögli
fr. visagiste): Spezialist für die vorteilhafte Gestaltung des
chen Umgebung (für Modelle od. Abläufe in Physik, Me
Gesichts durch dekorative Kosmetik. Vi|sa|gis|tin die; -,
dizin, Technik o.Ä.). Vir|tu|a|lis|musi7er; - <zut...ismus
...nen: Spezialistin für die vorteilhafte Gestaltung des GeVir|gi|ni|um
1417
sichts durch dekorative Kosmetik. Vi sa vis [...vi:] das; [...'vi;(s)], - [,,,'vi:s]: das Gegenüber, vis-à-vis [viza'vi:]
</?.; eigtl. „Gesicht zu Gesicht“): gegenüber.
Vislbrealking® ['vɪsbreɪkɪŋ] das; -s <Kurzw. aus engl. vis
cosity breaking „Viskositätsbrechung“): Verfahren zum
thermischen Kracken von schweren, hochviskosen Erdöl
fraktionen zur Gewinnung von Heizöl
Vislcelra ['vɪstsera] vgl. Viszera
Vislconlte [vɪs'kɔntə] der: -, ...ti (aus gleichbed. /7. visconte,
dies aus mittelfr. visconte, vgl. Vicomte): dem tVicomte
entsprechender ital. Adelstitel. Vislconlteslsa die; -,
...tesse (aus gleichbed. it. viscontessa): dem Visconte ent
sprechender weiblicher Adelstitel. Vislcount [ vaikaunt]
der; -s, -s (aus gleichbed. engl. viscount, dies aus mittelfr.
visconte, vgl. Vicomte): dem tVicomte entsprechender
engl. Adelstitel. Vislcounltess [...tis] die: -, -es [...tisiz]
(aus gleichbed. engl. viscountess): dem Viscount entspre
chender weiblicher Adelstitel
Vilsé [vi'ze] das; -s (nach der belgischen Stadt Visé): obere
Stufe des Unterkarbons. Vilselit [auch ... it] der; -s. -e (zu
12.. .1t): ein phosphorhaltiges, basisches Mineral
Vilsen [v...]: Plur. von tVisum
Vishlnu ['vɪʃnu] vgl. Wischnu
vi sitbel [v...J (unter Einfluss von gleichbed. fr. visible aus
spätlat. visibilis „sichtbar“ zu visus, vgl. Visage): sichtbar
(im Sichtbarkeitsbereich etwa des Lichtmikroskops;
Phys.). Vilsilble Speech ['vɪzəb] spi:tʃ] das; - - (aus engl.
visible speech „sichtbare Sprache, Rede“): synthetische
Sprache; grafisch od. als Programm (4) dargestellter
Sprachvorgang, der mithilfe eines Î Konverters hörbar ge
macht werden kann. ’Vilsier das; -s, -e (aus gleichbed.
(mittel)fr. visière zxvaltfr. vis, vgl. Visage): a) beweglicher,
das Gesicht deckender Teil des [mittelalterlichen] Helms;
b) einem t ‘Visier (a) ähnlicher Teil des Schutzhelms für
Rennfahrer u. Zweiradfahrer. 2Vi|sier das; -s, -e (aus
gleichbed. fr. visière zu viser, vgl. visieren): Zielvorrich
tung an [Handfeuerwaffen, vilsielren (aus fr. viser „auf
merksam beobachten, zielen“, dies über das Vulgärlat. zu
lat. visum, vgl. Visage): 1. a) auf etwas zielen; b) etwas [als
Ziel] ins Auge fassen. 2. (selten) eichen, ausmessen. 3. (sel
ten) ein Dokument, einen Pass mit einem Visum (a) ver
sehen. 4. (veraltet) beglaubigen. Vilsielrung die,; -, -en (zu
1.. .1erung>: (veraltet) Entwurf zu einem Kunstwerk (im
Mittelalter u. in der Renaissance)
Vis ln|er|ti|ae ['vi:s ...tis] die;-- (aus lat. vis inertiae „Kraft
der Trägheit“): Beharrungsvermögen (Philos.)
Vi si on [v...] die; -, -en (aus lat. visio, Gen. visionis „das Se
hen; Anblick, Erscheinung“ zu visum, vgl. Visage): a)
übernatürliche Erscheinung als religiöse Erfahrung; inne
res Gesicht, Erscheinung vor dem geistigen Auge, Traum
bild; b) optische Halluzination; c) in jmds. Vorstellung
bes. von der Zukunft entworfenes Bild. vi|si|o|när (nach
gleichbed. fr. visionnaire) : in der Art einer Vision, für eine
Vision charakteristisch; traumhaft ; seherisch. Vi|si|o|när
der; -s, -e: a) visionär begabter Mensch; b) (veraltet) Geis
terseher, Schwärmer. vi|si|o|nie|ren (zu T Vision u. Î ...ieren): (Schweiz.) sich (einen Film o.Ä.) ansehen. Vilsionslraldilus der; -, ...ien [,,,iən]: a) Sehachse (Optik); b)
Gesichtslinie (zwischen Beobachter u. Gestirn; Astron.).
Vi|si|ta|tio 4zc; -, ...ones [...ne:s] (aus spätlat. visitatio,
vgl. Visitation): bildliche Darstellung von Marias Besuch
bei Elisabeth (Heimsuchung Mariä; vgl. Lukas 1,39 ff.).
Vi|si|talti|on die; -, -en (unter Einfluss von gleichbed. fr.
visitation aus spätlat. visitatio „Besichtigung; Heimsu
chung“ zu visitare, vgl. visitieren): 1. Durchsuchung (z. B.
des Gepäcks od. der Kleidung [auf Schmuggelware]). 2. a)
Besuchfsdienst] des vorgesetzten Geistlichen in den ihm
unterstellten Gemeinden zur Erfüllung der Aufsichts
pflicht; b) (veraltend) Besuch des Schulrats zur Überprü
Viszera
fung des Unterrichts. Vi|si|ta|tor der; -s, ...oren (nach
spätlat. Visitator „der Besucher“ zu lat. visitare, vgl. visi
tieren): jmd., der etwas durchsucht od. untersucht. Vilsite die; -, -n (aus gleichbed. fr. visite zu visiter, dies aus lat.
visitare, vgl. visitieren): 1. a) regelmäßiger Besuch des Arz
tes an den Krankenbetten einer Station [in Begleitung des
Stationspersonals]; b) Gesamtheit der Ärzte u. Schwes
tern, die eine Visite (1 a) durchführen. 2. (veraltet, aber
noch scherzh.) [Höflichkeits]besuch. Vi|si|ten|kar|te
die; -, -n: 1. kleine Karte mit aufgedrucktem Namen u. auf
gedruckter Adresse. 2. (ugs. spöttisch) [hinterlassene]
Spur. vi|si|tie|ren (aus fr. visiter „besichtigen; besuchen;
durchsuchen", dies aus lat. visitare „besichtigen“ zu vi
sum, vgl. Visage): 1. etwas durchsuchen. 2. zur Überprü
fung besichtigen, besuchen. Vi|sit|kar|te die; -, -n: (österr.) svw. Visitenkarte
vislkolelasltisch (zu îviskos u. Îelastisch): (in Bezug auf
das Verhalten von Werkstoffen) Îviskose u. elastische Ei
genschaften kombinierend. Vislko|elas|ti|zi|tät die; (zu Îviskoelastisch u. T...izität>: viskoelastisches Verhal
ten. vislkos [v...], selten vislkös (aus spätlat. viscosus
„voll Leim, klebrig“ zu lat. viscum „Mistel ; Vogelleim (aus
der Mistel)“; vgl. ...ös): zähflüssig, leimartig. Vislkglse
die; - (Kunstw. zu îviskos): glänzende Chemiefaser aus
Zellulose. Vislkolsilmelter das; -s, - (zu t‘...meter):
Messgerät zur Bestimmung des Grades der Zähflüssigkeit.
Vislkolsilmeltrie* t/ie; - (zu î ...metrie): Bestimmung des
Grades der Zähflüssigkeit. Vislkolsilpalthie die; -, ...ien
(zu T...pathie): Störung der Verflüssigung einer Substanz
(z. B. von Sperma; Med.). Vis|ko|si|tät die; - (zu Î ...ität):
Zähflüssigkeit; die Zähigkeit von Flüssigkeiten u. Gasen
Vis maljor ['vi:s -] die; -- (aus gleichbed. lat. vis maior): hö
here Gewalt (Rechtsw.)
Visomotolrik [v...] die; - (zu îVisus u. îMotorik): Ge
samtheit der willkürlichen Blickbewegungen (Med.). Vis
ta die: - (aus it. vista „Sicht“ zu visto, Part. Perf. von vedere „sehen“, dies aus lat. videre) : 1. (veraltet) Sicht, An
sicht. 2. das Vorzeigen eines Wechsels (Wirtsch.); vgl. a
vista u. aprima vista, vis Ital men Ite (italianisierende Bil
dung zu î Vista): (veraltet) sofort. Visltalwechlsel der;
-s, -: Sichtwechsel (Wirtsch.)
Visltra®* [v...] die; - (Kunstw.): Zellwolle aus Viskose
vi|su|a|li|sie|ren [v,,,] (aus gleichbed. engl. to visualize zu
visual, dies aus spätlat. visualis, vgl. visuell): etwas auf op
tisch ansprechende Weise darstellen, optisch so betonen u.
herausstellen, dass es Aufmerksamkeit erregt; Ideen in ein
Bild umsetzen, bildwirksam machen. Vi I su I a I li Ität die; (zu T ...ität) : Gesamtbereich der optischen Wahrnehmung,
Auffassung u. Vorstellung (Psychol.). Vilsu|a|li|zer ['vɪʒʊulaɪzə] der; -s, - (aus gleichbed. engl. visualizer): Fach
mann für die grafische Gestaltung (in der Werbung), visulell (aus gleichbed. fr. visuel, dies aus spätlat. visualis
„zum Sehen gehörend“ zu lat. visus, vgl. Visage): das Se
hen, den Gesichtssinn betreffend; vgl. optisch; visuelle
Kommunikation: Informationsvermittlung durch optisch
wahrnehmbare Zeichen bzw. Signale, z.B. Schrift. Bild,
Gestik, Fahnensignale; visueller Typ: Menschentyp, der
Gesehenes besser behält als Gehörtes; Ggs. îakustischer
Typ. Vi sum das; -s, Plur. Visa u. Visen (zu lat. visum,
eigtl. „das Gesehene“, vgl. Visage): a) Ein- od. Ausreise
erlaubnis (für ein fremdes Land), Sicht vermerk im Pass ; b)
(Schweiz.) Namenszeichen; Unterschrift, mit der ein
Schriftstück abgezeichnet wird. Vi|su|o|mo|to|rik die; -:
svw. Visomotorik. Vilsus der; - (aus gleichbed. lat. visus;
vgl. Visage): 1. das Sehen, der Gesichtssinn. 2. Sehschärfe
Vis vi|taIlis ['vi:s v...] die; - - (aus gleichbed. lat. vis vitalis):
Lebenskraft, die nach alchemistischer Anschauung für die
Erzeugung organischer Stoffe verantwortlich sein sollte
Vislzelra [v...] u. Viscera [...ts...] die (Plur.) (aus lat. viscera
viszeral
(Plur.) „Eingeweide; das Innere“): im Inneren der Schä
del-, Brust-, Bauch- u. Beckenhöhle gelegene Organe (Ein
geweide; Med.), vislzelral (aus spätlat. visceralis „inner
lich“): die Eingeweide betreffend (Med.). Vislzelralneurallgie* die; -, ...ien [,,,i:ən] : neuralgischer Schmerz
in den inneren Organen (Med.). Vislze|ro|kra|ni|um*
das; -, ...ien [...¡an] (zu îViszera u. tCranium): Gesichts
schädel (Anat.). Vislzelrolmelgallie die; -, ...ien (zu
T...megalie): abnorme Vergrößerung der Eingeweide, bes.
von Herz, Leber u. Nieren (Med.). Vis|ze|rop|to|se*4ie;
-, -n (zu gr. ptösis, vgl. Ptose) : krankhafte Senkung der im
Bauch befindlichen Eingeweide (Med.)
vislzid[v...] {zu spätlat. viscosus (vgl. viskos)u. Î *...id): svw.
viskos
Vilta [v...] die; -, Plur. Viten u. Vitae [...ts] (aus gleichbed.
lat. vita): 1. Lebensbeschreibung, Biografie [von Personen
aus der Antike u. dem Mittelalter u. Heiligen]; vgl. Curri
culum Vitae. 2. Lebensfunktion, Lebenskraft (Med.). Vi
ta acltilva [- ak'ti:va] die; - - (aus lat. vita activa, zu acti
vus, vgl. aktiv): tätiges Leben, bes. als Teil mönchischer
Lebensführung; vgl. ora et labora, vilta brelvis, ars lon
ga [- ...v... - -] (lat.; nach den Anfangsworten der Aphoris
men des Hippokrates): das Leben ist kurz, die Kunst ist
lang. Vilta comlmulnis [- k...] die; - - (aus lat. vita com
munis, zu communis „gemeinschaftlich“): gemeinsames
Leben [unter Verzicht auf privates Vermögen] in kath.
geistlichen Orden u. Kongregationen. Vilta conltemplativa* [- k...va] 4ze; - - (aus lat. vita contemplativa, zu
contemplativus, vgl. kontemplativ): betrachtendes, Tkontemplatives Leben im Gegensatz zur Vita activa, viltae,
non schollae dis|ci|mus ['vi:te - sço:le (auch 'sko:lɛ)
'dɪstsi...] vgl. non scholae, sed vitae discimus, viltal (aus
gleichbed. fr. vital, dies aus lat. vitalis „zum Leben gehö
rend“): 1. von entscheidender Wichtigkeit, lebenswichtig.
2. voller Lebenskraft, im Besitz seiner vollen Leistungs
kraft. Viltal|ex|stir|pa|ti|on die; -, -en: das Entfernen
des lebenden, nicht abgestorbenen od. durch Arzneimittel
abgetöteten Zahnnervs (Zahnmed.). Vi tallfunklti on
die; -, -en: lebenswichtige Körperfunktion (z.B. Atmung,
Herztätigkeit; Med.). Vi|ta|li|a|ner die (Plur.) (wohl zu
mittelniederd. vit(t)alien „Lebensmittel“, dies aus spätlat.
victualia (vgl. Viktualien) u. T...aner): (selten) svw. Vitalienbrüder. Vi|ta|li|en|brü|der[...lian...] die (Plur.) (eigtl.
„Lebensmittelbrüder“, da sie das belagerte Stockholm mit
Lebensmitteln versorgten): Seeräuber in der Nord- und
Ostsee im 14. und 15. Jh. viltallilsielren (zu tvital u.
t. ..isieren; vgl./r. vitaliser, engl. vitalize): anregen, kräfti
gen, beleben. Viltallislmus der; - (zu t...ismus (1)>: na
turphilos. Richtung, die ein immaterielles Prinzip od. ei
nen eigenen substanziellen Träger alles Lebendigen an
nimmt. Vi|ta|list der; -en, -en (zu Î...ist) : Vertreter des Vi
talismus. viltallisltisch (zu T ...istisch) : den Vitalismus
betreffend, darauf beruhend. Viltalliltätdze;- (aus gleich
bed. fr. vitalité, dies aus ZzzZ. vitalitas, Gen. vitalitatis): 1.
Lebenskraft, Lebensfreude; Lebendigkeit. 2. die genetisch
u. von Umweltbedingungen beeinflusste Lebenstüchtig
keit eines Organismus od. einer Population (Biol.). Viltalɪltilumrfɑs(-s, ...ien[...ian] (zu/ɑi. vitalitas (vgl. Vitalität)
u. t,,,ium): (veraltet) für Lebenszeit ausbedungener Un
terhalt. Vi Ita 11 ka I pa I zi I tät zfte; - (zu Tvital): das Fas
sungsvermögen der Lunge an Atemluft (Med.). Viltallorga ne die (Plur.): zusammenfassende Bez. für die lebens
wichtigen Organe (Herz, Lunge, Gehirn, Leber u. Nieren;
Med.). Viltallstoff der; -[e]s, -e (meist Plur.): Wirkstoff
(z. B. Vitamin, Hormon), der für den Aufbau u. die Funk
tionen der lebenden Zellen u. des gesamten Organismus
notwendig ist, der für die Aufrechterhaltung lebensnot
wendiger Funktionen benötigt wird. Viltalmer das; -s, -e
(meist Plur.) (Kurzw. aus t RzZamin u. Îisomer): organi
1418
sche Verbindung mit Vitaminaktivität, die sich jedoch
strukturell von dem eigentlichen Vitamin unterscheiden
kann. Vi|ta|min*¿zz5; -s, -e (Kunstw. aus lat. vita. (vgl. Vi
ta) u. ÎAmin): die biologischen Vorgänge im Organismus
regulierender lebenswichtiger Wirkstoff (z. B. Vitamin A);
Vitamin B: (ugs. scherzh.) Beziehungen, viltalmilnieren* u. vi ta mi ni sie ren (zu Î..deren bzw. ...isieren):
Lebensmittel mit Vitaminen anreichern. Viltalmilnolse*
die; -, -n (zu t*...ose): Sammelbez. für Krankheiten, die
durch Fehlen, Unter- oder Überangebot bzw. Störung der
Verwertung eines od. mehrerer Vitamine entstehen
(Med.). Vi|ta|min|prä|pa|rat* das; -[e]s, -e: Arzneimit
tel, das ein od. mehrere Vitamine in konzentrierter Form
enthält. Vilta relduelta[-re'dukta]z/ze,--(aus/ɑi. vita re
ducta zu vita (vgl. Vita) u. reductus „zurückgezogen“):
Zustand des Organismus bei Ausfall oder Funktionsstö
rung lebenswichtiger Organsysteme (Med.)
vite [vi:t] (fr.; zu altfr. viste, dies aus vulgärlat. visitus, Part.
Perf. von visere „genau ansehen“): schnell, rasch (Vor
tragsanweisung; Mus.)
vi|tel|li|nus [v...] (nlat.; zu lat. vitellus, vgl. Vitellus): zum
Eidotter gehörend (Biol.). Viltelllus der; -, ...lli (aus lat.
vitellus „Eidotter“): Dotter, Eidotter, Nahrungs-u. Reservema,erial der Eizelle (Biol.)
viltelment [vita'mä:, vif mä] (aus älter fr. vitement „rasch“
zu fr. vite, vgl. vite): svw. vite
Vilten [v...] : Plur. von TVita
Vjltia [v...]: Plur. von ÎVitium. Viltillilgo z/z'e; -, ...ligines
[,,,ne:s] (aus lat. vitiligo „krankhafter Hautausschlag;
Flechte“ zu vitium, vgl. Vitium): erworbene Pigmentano
malie der Haut, Scheckhaut, Weißfleckenkrankheit
(Med.), vilti lös (aus gleichbed. lat. vitiosus zu vitium, vgl.
Vitium): (veraltet) a) fehlerhaft, mangelhaft; b) boshaft,
lasterhaft. Viltilolsiltätz/ie; -, -en (aus lat. vitiositas, Gen.
vitiositatis zu vitiosus, vgl. vitiös): (veraltet) 1. Fehlerhaf
tigkeit, Mangelhaftigkeit. 2. Lasterhaftigkeit. Viltilum
das: -s, Vitia (aus lat. vitium „Fehler, Gebrechen, Scha
den“): organischer Fehler od. Defekt
Viltra* [v...]: Plur. von TVitrum. Vi tra ge [---ʒə] die; -, -n
(aus fr. vitrage „Fenster; Scheibengardine“ zu vitre, vgl.
Vitrine): (veraltet) undurchsichtiger, meist weißer Fens
tervorhang (mit Zugvorrichtung), der vor Sonne schützt.
ViltrekltolmieáZe; -, ...ien (zu lat. vitreus „gläsern“ (dies
zu vitrum „Glas“) u. T...ektomie): Teilentfernung des
Glaskörpers des Auges, vor allem zur Beseitigung einer ir
reversiblen Trübung od. eines verletzungsbedingten Glas
körpervorfalls (Med.). Viltren: Plur. vont Vitrum. Viltrine die; -, -n (aus gleichbed. fr. vitrine, dies unter Einfluss
von vitre „Glas-, Fensterscheibe“ umgebildet aus verrine
„Glaskasten“, dies zu spätlat. vitrinus „gläsern“ aus lat.
vitrum „Glas“): gläserner Schaukasten; Glas-, Schau
schrank. Viltrilnit [auch ... nit] der; -s, -e (zu spätlat. vi
trinus (vgl. Vitrine) u. t2...it): Gefügebestandteil der
Braunkohle (Geol.). Vitrilol das: -s, -e (aus gleichbed.
mlat. vitriolum zu lat. vitrum „Glas“, nach der Ähnlich
keit kristallisierten Eisensulfats mit (grünem) Glas): (ver
altet) kristallisiertes, kristallwasserhaltiges Sulfat von
Zink, Eisen od. Kupfer. Viltrilollöl z/zzs; -[e]s: (veraltet)
rauchende Schwefelsäure. Viltrit [auch ... tnt] der; -s, -e
(zu lat. vitreus „gläsern; glänzend“ (dies zu vitrum
„Glas“) u. t2...it): aschenarme Streifenart der Steinkohle
(Geol.). Viltrolid das; -[e]s, -e (meist Plur.) (zu t,,,oid):
Stoff, der einen glasartigen Schmelzfluss bildet (Chem.).
Viltrolphyrifer;-s,-e (zu/ai. vitrum „Glas“u.gr. phÿrein
„vermengen“): vulkanisches Ergussgestein mit Ein
sprenglingen in einer glasartigen Grundmasse (Geol.). Vi
trum das; -s, Plur. Vitra u. Vitren (aus lat. vitrum „Glas“):
Arzneiflasche; Abk.: Vitr.
Vitz|li|putz|li [v...] der; -[s] (entstellt aus dem Namen des
1419
aztekischen Stammesgottes Huitzilopochtli): 1. Schreck
gestalt, Kinderschreck. 2. (verhüllend) Teufel
viv [vi:f] vgl. vif. vilvalce [vi'va:tʃə] (//.; aus lat. vivax, Gen.
vivacis „lebenskräftig, lebhaft'''zu vivere „leben“): lebhaft
(Mus.). Vilvalce 4<zs; -, -: lebhaftes Tempo (Mus.), vilvacetlto <i/.; zu Îvivace u. -etto (ital. Verkleinerungssuf
fix)): etwas lebhaft (Mus.). vi|va|cislsi|mo (Superlativ
von it. vivace, vgl. vivace): sehr lebhaft (Mus.). Vilvalcissilmo das; -s. Plur. -s u. ...mi: äußerst lebhaftes Zeitmaß
(Mus.), vilvant {lat.; 3. Pers. Plur. Konj. Präs, von vivere,
vgl. vivace): sie sollen leben! vilvant selquenltes
[- .. ,te:s] {lat.}: die [Nachfolgenden sollen leben! Vil va I rium das; -s, ...ien [. ,,iən] (aus gleichbed. lat. vivarium, sub
stantiviertes Neutrum von vivarius „zu lebenden Tieren
gehörig" zu vivus „lebend, lebendig“): 1. kleinere Anlage
zur Haltung lebender Tiere (z.B. Aquarium, Terrarium).
2. Gebäude [in einem zoologischen Garten], in dem Viva
rien (1) untergebracht sind, vilvat {lat.: 3. Pers. Sing.
Konj. Präs, von vivere (vgl. vivace)): er [sie, es] lebe! Vi
vat das; -s, -s: Hochruf, vilvat, creslcat, flolrelat
[- kreskat -] {lat.; 3. Pers. Sing. Konj. Präs, von vivere „le
ben“, crescere „wachsen“ u. florere „blühen“): (Studentenspr.) er [sie, es] lebe, blühe und gedeihe! vilvat se
quens liat. > : es lebe der [Nachfolgende ! Vi Iva I zi Ität
- (aus gleichbed. (spät)lat. vivacitas, Gen. vivacitatis, eigtl.
„Lebenskraft“, zu lat. vivax, vgl. vivace): (veraltet) Leb
haftigkeit, Munterkeit
Vil vi lalnit [vivía..., auch ..,‘nit] der; -s, -e (nach dem engl.
Mineralogen J. G. Vivian (19. Jh.) u. zu T2...it> : ein graues
bis dunkelblaues Mineral, Blaueisenerz
vilvilpar [vivi...] (aus gleichbed. spatial, viviparus zu lat. vi
vus „lebend, lebendig“ u. parere „gebären“): lebend gebä
rend (von Lebewesen; Biol.). Vivilparie die; - (zu
t2...ie): 1. Lebendgeburt nach abgeschlossener embryona
ler Entwicklung im mütterlichen Organismus (Biol.). 2.
Auskeimen von Samen auf der Mutterpflanze (Bot.). Vivilsekltilon die; -, -en: operativer Eingriff am lebenden
Tier (zu Forschungszwecken). vi|vi|se|zie|ren: eine Vi
visektion vornehmen, vilvo (it.; „lebendig; lebhaft“): svw.
vivace
Vilze [f..., auch v...] der; -[s], -s (verselbstständigt aus 1 Vi
ze...): (ugs.) a) Stellvertreter; b) jmd., der den zweiten
Platz belegt, den zweithöchsten Rang o.Ä. einnimmt. Vi
ze... (zu lat. vice „anstelle von“, eigtl. Ablativ von vicis,
vgl. Vikar): Wortbildungselement mit den Bedeutungen:
a) „stellvertretend, als Stellvertreter wirkend“, z.B. Vize
kanzler, u. b) „an zweit(hoehst)er Stelle stehend“, z. B. Vi
zeweltmeister. Vilzelkanzller der; -s, -: Stellvertreter des
Kanzlers. Vi|ze|prä|si|dent der; -en, -en: stellvertreten
der Präsident
vilzilnal [v...] (aus lat. vicinalis „nachbarlich“ zu vicinus
„benachbart, in der Nähe“, dies zu vicus „Gehöft; Dorf1):
(veraltet) nachbarlich, angrenzend; die Gemeinde betref
fend. Vi|zi|nal|bahn die; -, -en: (veraltet) Kleinbahn. Vizi nal flälche die; -, -n: Fläche eines 'Kristalls. Vi|zinallweg der: -[e]s, -e: (veraltet) Ortsverbindungsweg, Ne
benweg
Vizltum ['fits..., auch 'vi:ts,,,] der; -[e]s, -e (über mhd. viztuom aus gleichbed. mlat. vicedominus zu lat. vice (vgl. Vi
ze...) u. TDominus): Vermögensverwalter geistlicher, spä
ter auch weltlicher Herrschaften im Mittelalter
VJ [ vi:ʤeɪ]z/er,' -[s], -s: kurz für Videojockey
Vlielsellilne® [flizə...] die; - (Kunstw.): Einlage zum Ver
stärken von Kragen u. Manschetten
V-Mo|tor [Tau...] der; -s, -en (nach der Form): Verbren
nungsmotor, dessen Zylinder v-förmig angeordnet sind
vo|ca|le [vok...] {it.: aus lat. vocalis, vgl. vokal): gesangs
mäßig, stimmlich (Mus.), volcallilter {lat.; Adverb von
vocalis, vgl. vokal): durch Singstimmefn] vorzutragen
vokalisieren
(Mus.). Voice ['vo:tʃə] z/ie; -, Voci ['vo:ʧi] (aus it. voce,
dies aus Zzzt. vox, Gen. vocis, vgl. Vox): ital. Bez. für Sing
stimme; Voce alta: hohe, laute Stimme; Voce bassa: tiefe,
leise Stimme; Voce di Testa: Kopfstimme; Voce pastosa:
geschmeidige Stimme; Voce spiccata [- spɪ'ka:ta] : die Töne
perlenartig führende Stimme (Mus.). Voices ['vo:tse:s]
die (Plur.) (aus /ɑ/. voces, Plur. von vox, vgl. Vox): 1. die
Singstimmen; Abk.: V.; Voces aequales [- e...le:s]: gleiche
Stimmen (Mus.). 2. Plur. von TVox. Volci ['vo:tʃi]: Plur.
von t Voce. Volcolder [...'ko:..., engl. 'vookood3]”z/er; -s, (Kurzw. aus engl. voice coder „Stimmenverschlüsseler“ zu
voice (vgl. Voicebox u. coder „Verschlüsseler“): a) Gerät
zur Erzeugung von künstlicher menschlicher Sprache; b)
Gerät zur Verschlüsselung, Modulation u. [drahtlosen]
Übertragung menschlicher Sprache
Vogue [vo:k] die; - (aus gleichbed. fr. vogue, vgl. en vogue):
(veraltet) Ansehen, Beliebtheit
Voicelbox [voysboks] die; -, -es [...iz] (aus gleichbed. engl.
voice box zu voice „Stimme“ (dies über altfr. voiz, vois aus
lat. vox, Gen. vocis, vgl. Vox) u. box (vgl. Box)): elektron.
Sprachaufzeichnungsgerät (z.B. im Mobilfunk). Voicecomlpu ter [,,,kɔmpju:tn] der: -s, -: Gerät, das selbststän
dig Telefongespräche wie ein Anrufbeantworter annimmt
u. aufzeichnet. Voicelgramm ['voys...] das; -s, -e (zu
t. ..gramm): grafische Darstellung des Sprechmechanis
mus beim Menschen (Phonetik). Voicelmail [...meil] die;
-, -s: digitaler Anrufbeantworter für Mobilfunkgeräte.
Voice|re|cor|der [,,,rɪkɔ:də] der; -s, - (zu engl. recorder,
vgl. Rekorder): Flugdatenregistriergerät, das die Gesprä
che u. Geräusche im Cockpit aufzeichnet
voillä [voa’la] {fr.; zu voir „sehen“ u. là „da, dort“): sieh
da ! ; da haben wir es !
Voile [voa:l] der; -, -s (aus gleichbed. fr. voile, eigtl. „Schlei
er“, zu lat. velum, vgl. Velum): feinfädiger, durchsichtiger
Stoff in Leinwandbindung
Voix mixte [voa'mikst] die; - - (aus fr. voix mixte, eigtl. „ge
mischte Stimme“): 1. Mittelregister bei der Orgel (Mus.).
2. Übergangston von der Brust- zur Kopfstimme (Mus.)
Volkalbel [vo...] die; -, -n, österr. auch das; -s, - (aus lat. vo
cabulum „Benennung, Bezeichnung“ zu vocare „rufen,
nennen“): a) einzelnes Wort einer fremden Sprache; b)
Bezeichnung, Ausdruck; Begriff, wie er sich in einem
Wort manifestiert. Vol kal bul lar das; -s, -e (aus gleichbed.
mlat. vocabularium): a) Wörterverzeichnis; b) Wort
schatz, dessen man sich bedient, der zu einem bestimmten
[Fachjbereich gehört. Volkalbullalrilum das; -s, ...ien
[-,,iən] (aus mlat. vocabularium): (veraltet) svw. Vokabu
lar. volkal (aus lat. vocalis „tönend, stimmreich“ zu vox,
Gen. vocis, vgl. Vox): 1. gesangsmäßig, die Singstimme be
treffend (Mus.). 2. die Stimme, den Stimmapparat betref
fend (Med.). Volkal der; -s. -e (aus lat. vocalis (littera)
,,stimmreieh(er), tonend(er Buchstabe)“): Laut, bei des
sen Artikulation die Atemluft verhältnismäßig ungehin
dert ausströmt; [Silben bildender] Selbstlaut (z.B. a, i:
Sprachw.); Ggs. ÎKonsonant. Vo kal har moinie die; -:
Beeinflussung eines Vokals durch einen benachbarten an
deren Vokal (z.B. ahd. gibzrgz „Gebirge“ aus gabergi;
Sprachw.). Volkallilsaltilon die; -, -en (zu T...isation): 1.
Feststellung der Aussprache des (vokallosen) hebr. Textes
des Alten Testaments durch Striche od. Punkte. 2. Bildung
u. Aussprache der Vokale beim Singen. 3. vokalische Aus
sprache eines Konsonanten; vgl. 'vokalisieren; vgl. ...ation/...ierung. vo ka lisch: den Vokal betreffend, selbst
lautend. Volkallilse die; -, -n (aus gleichbed. fr. vocalise
zu vocaliser, vgl. lokalisieren): Singübung nur mit Voka
len (Mus.).'vo|ka|li|sie|ren (zu ÎVokalu. t...isieren): ei
nen ÎKonsonanten wie einen Vokal sprechen (z.B. r in
Kurt [korrekte Aussprache kort] wie ç [vokalisierte Aus
sprache ku:nt]). 2vo|ka|li|sie|ren (aus gleichbed. fr. vo-
Vokalisierung
caliser zu vocal, dies aus lat. vocalis, vgl. vokal): beim Sin
gen die Vokale bilden u. aussprechen. Volkallilsielrung
die; -, -en <zu Î Vokal u. t ...isierung) : svw. Vokalisation (3);
vgl. ...ation/...ierung. Volkallislmus der; - (zu t...ismus
(2)): Vokalbestand einer Sprache. Volkallistrfer; -en, -en
(zu T ...ist>: (veraltet) Sänger im Gegensatz zum tlnstrumentalisten. Volkallisltinife; -, -nen: weibliche Form zu
Î Vokalist. VolkalliltätiZZe;- (zu! ...ität): Stimmhaftigkeit,
Wohlklang. Volkallmulsik die; - (zu Îvokal): von Sing
stimmen ausgeführte Musik im Gegensatz zur Î Instru
mentalmusik. Vo|ka|ti|ondze; -, -en (aus gleichbed. spätlat. vocatio zu lat. vocare, vgl. Vokabel): Berufung in ein
Amt. Volkaltiv [auch 'vɔ...] der; -s, -e [...va] (aus gleich
bed. lat. (casus) vocativus): Kasus der Anrede (Sprachw.).
Vo ka ti vus [...vos] der; - (nach lat. vocativus „zum Ru
fen dienlich“, eigtl. „jmd., der [immerfort mahnend] ange
rufen wird“): (veraltet scherzh.) Schlauberger; Schalk
Voila [v...] die; -, Volae [...le] (aus Zat. vola „die hohle
Hand“): Handteller (Anat.)
volalbel [v...] (zu lat. volare „fliegen“ u. T...abel): (veral
tet) flüchtig. Vollalbilliltät die; - (zu l...ität): (veraltet)
Flüchtigkeit
Vollälmie* [v...] die; -, -n (Kurzw. aus Î Volumen u.
Î ...ämie): Verhältnis der gesamten Blutmenge eines Orga
nismus zum Körpergewicht (Med.)
Voilant [vo'là:] der, Schweiz, meist, österr. auch das; -s, -s
(aus gleichbed. fr. volant, Part. Präs, von voler „fliegen“,
dies aus lat. volare, eigtl. „fliegend, flatternd, beweg
lich“): 1. Besatz an Kleidungs- u. Wäschestücken, Falbel.
2. (veraltet, aber noch landsch.) Lenkrad, Steuer bei
Kraftfahrzeugen
Vollalpük [v...] das; -s (Kunstw. zu „vol“ (von engl. world
„Welt“) u. „pük“ (von engl. speak „Sprache“)): im 19. Jh.
geschaffene, heute nicht mehr gebräuchliche künstliche
Weltsprache; vgl. Esperanto
volɪar[v...] (zu lat. vola (vgl. Vola) u. t...ar (1)): zur IVola
gehörend, sie betreffend; auf der Hohlhandseite liegend
(Anat.)
Vollalta [v...] iZZe; -, ...te (aus it. volata „das Fliegen; Flug“
zu volare „fliegen“, dies aus lat. volare): kleiner [Verzierungs]lauf im Gesang (Mus.), vollaltil (aus lat. volatilis
„fliegend; flüchtig“): 1. flüchtig, verdunstend (Chem.). 2.
unstetig, starken Schwankungen unterworfen (Finanzw.).
Vollaltillilsaltilon die; - (zu t...isation>: (veraltet) Ver
flüchtigung. Vollaltilliltät die; - (zu t ...ität): 1. Ausmaß
der Schwankung von Preisen, Aktien- u. Devisenkursen,
Zinssätzen od. auch ganzen Märkten innerhalb einer kur
zen Zeitspanne (Bankwesen). 2. (veraltet) Flüchtigkeit.
Vol-au-Vent[volo vä:] der; -, -s (aus gleichbed. fr. vol-auvent, eigtl. „Flug im Wind“): hohle Pastete aus Blätterteig,
gefüllt mit feinem 1 Ragout. Voilé [voie:] die; -, -s (zu/r.
volé, eigtl. Part. Perf. von voler „fliegen“, dies aus lat. vo
lare): Ballettfigur, eine im Flug ausgeführte Bewegung
vollenlti non fit inliu|ria [v... —] {lat.; „dem Wollenden
geschieht kein Unrecht“): Grundsatz des röm. Rechts, wo
nach eine mit Einwilligung des Betroffenen ausgeführte
Tat nicht rechtswidrig ist (Rechtsw.)
Vollileire [vo'liɛ:rə] die; -, -n (aus gleichbed. fr. volière zu
voler, vgl. Volant): a) großer Vogelkäfig, in dem die Vögel
auch frei herumfliegen können; b) Freigehege (z. B. für
Hühner)
vol li |ti lo I nal [v...] (zunlat. volitio „das Wollen“ (zu lat. vei
le „wollen, wünschen“) u. T ‘...al (1)): durch den Willen be
stimmt (Psychol.), volliltiv (zu î...iv): a) willentlich, ge
wollt ; b) den Willen, die Willenskraft betreffend (Psychol.)
vol|ley ['vɔlɪ] (zu engl. at the, on the volley „aus der Luft“,
vgl. Volley): direkt aus der Luft [geschlagen], ohne dass
der Ball auf den Boden aufspringt, z. B. den Ball - schlagen
od. schießen (Tennis, Fußball). Vollley der; -s, -s (aus
1420
gleichbed. engl. volley, eigtl. „Flugbahn“, dies aus/r. volée
„Flug“ zu voler „fliegen“, dies aus lat. volare): Flugball
(Tennis). Vollleylballrfer, -s, ...bälle (aus gleichbed. engl.
volley-ball): 1. (ohne Plur.) ein Mannschaftsballspiel, bei
dem ein Ball mit den Händen über ein Netz zurückgeschla
gen werden muss u. nicht den Boden berühren darf. 2. Ball
für das Volleyballspiel. 3. Flugball, direkt aus der Luft an
genommener u. weitergeschlagener od. -getretener Ball.
VollleyIstoßder; -es, ...stoße: (bes. österr.) voller, gera
der Stoß (Fußball, Billard). vol|lie|ren (zu t...ieren>: ei
nen Ball volley schlagen (bes. Tennis)
Vo|lon|tär[auch voɪð...] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. volon
taire, eigtl. „freiwillig“, dies aus lat. voluntarius zu volun
tas, Gen. voluntatis „das Wollen, Wille, Wunsch“, dies zu
veile, vgl. volitional): jmd., der zur Vorbereitung auf seine
künftige berufliche (bes. journalistische od. kaufmänni
sche) Tätigkeit [gegen geringe Bezahlung] bei einer Redak
tion, bei einem kaufmännischen Betrieb o. A. arbeitet. Volon|talri|at[auch volö...] das; -s, -e (zu t...at (1)): 1. Aus
bildungszeit eines Volontärs. 2. Stelle eines Volontärs. Volonltälrin [auch volö...] die; -, -nen: weibliche Form zu
t Volontär, vollonltielren [auch volö...] (zu Î..deren): als
Volontären] arbeiten
Volt[v .] das; Gen. - u. -[e]s, Plur. - (nach demital. Physiker
Á. Volta, 1745-1827): internationale Bez. für die Einheit
der elektr. Spannung; Zeichen V
Volita [v...] die; -, ...ten (aus it. volta „Wendung, Drehung“
zu voltare „wenden, drehen“, dies aus lat. volutare, Inten
sivbildung von volvere, vgl. volubel): schneller, ausgelas
sener Tanz im Dreier- od. “/s-Takt (16. ɪɪ- 12. Jh.)
Vol|talele|ment[v...] das; -[e]s (nach A. Volta (vgl. Volt) u.
zu IElement): galvanisches Element (bestehend aus Kup
fer- u. Zinkelektroden in wässrigem Elektrolyten). Vol |tamelter das; -s, - (zu I‘...meter): elektrolytisches Instru
ment zur Messung der Strommenge aus der Menge des
beim Stromdurchgang abgeschiedenen Metalls od. Gases;
vgl. Voltmeter. Voltlamlpere [,,,am'pɛ:e] das; -[s], -:
Maßeinheit der elektr. Leistung; Zeichen VA
Volltefv...] die; -, -n (unter Einfluss von fr. volte aus gleich
bed. it. volta, eigtl. „Drehung, Wendung“, zu voltare, vgl.
Volta): 1. eine Reitfigur, das Reiten eines Kreises von klei
nem Durchmesser. 2. Kunstgriff im Kartenspiel, durch
den beim Mischen einem Kartenblatt eine gewünschte La
ge gegeben wird. 3. seitliches Ausweichen, Verteidigungs
art im Fechtsport. Voliten: Plur. von ÎVolta u. Î Volte,
volltielren (nach/r. volter „im Kreis reiten“, dies aus it.
voltare, vgl. Volte): voltigieren. Volltilge [vɔlti:ʒə] die; -,
-n (aus gleichbed. fr. voltige zu voltiger, vgl. voltigieren):
Sprung eines Kunstreiters auf das trabende od. galoppie
rende Pferd. Volltilge,ir [,,,ti ʒo:n] der; -s, -e (aus fr. vol
tigeur „Kunstreiter“): svw. Voltigierer. volltilgielren
[,,,'ʒi:...] (nach gleichbed. fr. voltiger, dies aus it. volteggiare zu voltare, vgl. Volte): 1. eine Volte (1 u. 3) ausführen. 2.
Luft-, Kunstsprünge, Schwingübungen o.Ä. auf dem tra
benden od. galoppierenden Pferd ausführen. 3. (veraltet)
ein leichtes Gefecht führen, plänkeln; vgl. Voltigierer (2).
Vol|ti|gie|rer4er; -s, - (zu Îvoltigieren): 1. Luft-, Kunst
springer. 2. (veraltet) jmd., der ein leichtes Gefecht führt,
Plänkler (Mil.), vollti su bi to (zt): wende (das Noten
blatt) schnell um (Mus.); Abk.: v. s.; vgl. verte [subito]
Voltlmelter [v...] das; -s, - (zu IVolt u. Α...meter): in Volt
einheiten geeichtes Instrument zur Messung von elektr.
Spannungen; vgl. Voltameter. Volt|se|kun|de(/ze, -, -en:
Maßeinheit des magnetischen Flusses; Zeichen Vs
vollulbel [v...] (aus lat. volubilis „sich (schnell) drehend“ zu
volvere „drehen, rollen; wälzen; winden“): (veraltet) be
weglich, schnell. Vol lu I bi lli Ität die; - (aus lat. volubilitas,
Gen. volubilitatis „das Kreisen, Beweglichkeit; Unbestän
digkeit“): (veraltet) 1. Beweglichkeit, Schnelligkeit, Ge
1421
läufigkeit [der Zunge], 2. Unbeständigkeit. Vollum das;
-s, -e (zu T Volumen): (veraltet, aber noch in Zusammen
setzungen) svw. Volumen. Vollulmen das; -s, Plur. - u.
...mina (unter Einfluss von gleichbed. fr. volume aus lat.
volumen, Gen. voluminis „(Schrift)rolle, Buch“, eigtl. „al
les, was zu rollen, wickeln, winden geht“, zu volvere, vgl.
volubel): 1. (Plur. -) Rauminhalt eines festen, flüssigen od.
gasförmigen Körpers; Zeichen V. 2. (Plur. ...mina) Schrift
rolle, Band (eines Werkes); Abk: vol. 3. (Plur. -) Strom
stärke einer Fernsprech- od. Rundfunkübertragung. 4.
(Plur. -) Umfang, Gesamtmenge von etwas. Vollulmendo sis die: -, ...sen: Produkt aus durchstrahltem Volumen
u. mittlerer Strahlungsdosis (Phys.). Vollulmenlgewicht vgl. Volumgewicht. Vollu|me|no|me|ter das: -s, (zu f’„.meter): svw. Stereometer (1). Vollulmenlprozent vgl. Volumprozent. Vollulmelter z/as; -s, - (zu TVolumenu. t1...meter): Senkwaage mit Volumenskaiazur Be
stimmung der Dichte einer Flüssigkeit. Vollulmeltrie*
die: - (zu Î ...metrie): Maßanalyse, Messung von Raumin
halten. vollulmeltrisch* (zu Î...metrisch): die Volume
trie betreffend, auf ihr beruhend. Vo|lum|ge|wicht u.
Volumengewicht das: -[e]s, -e: Gewicht der Volumenein
heit; spezifisches Gewicht. Vol lui mil na: Plur. vont Volu
men. volulminös (aus gleichbed. fr. volumineux; vgl.
...ös>: umfangreich, stark, massig. Vollulmilnolsiltät
die: - (zu Î ...ität): großer Umfang, voluminöse Beschaffen
heit. Vollumlprolzent u. Volumenprozent das; -[e]s, -e
(zu î Volumen): prozentualer Anteil von Stoffen in Lösun
gen od. Mischungen; Abk.: Vol.-%
Vo lun ta ris mus [v...] der; - (zu spätlat. voluntarius
(vgl. Volontär) u. f...ismus (1)>: philos. Lehre, nach der
der Wille die Grundfunktion des Seins, des seelischen
Lebens ist. Vollunitalrist ¿/er; -en, -en (zu f...ist>: Ver
treter des Voluntarismus. vo|lun|ta|ris|tisch (zu t,,,istisch): den Voluntarismus betreffend. Vollunltalry [ vo
lantón] das; -s, -s (aus engl. voluntary „Orgelsolo“, eigtl.
„freiwillig“, dies aus gleichbed. spätlat. voluntarius): 1.
engl. Instrumentalstück des 16.-19. Jh.s (meist für Or
gel), das von der Î Improvisation bestimmt wurde. 2. frei
es Vor-, Nach- od. Zwischenspiel des Organisten im ang
likanischen Gottesdienst. Vollunltas [vɔ'lʊnta:s] die; (aus gleichbed. lat. voluntas): (veraltet) Wille, Wunsch.
vo|lun|ta|tiv (aus gleichbed. lat. voluntativus): 1. wil
lensfähig, den Willen betreffend (Philos.). 2. den ÎModus
(2) des Wunsches ausdrückend (Sprachw.). Vollun tativ der; -s, -e [...va] (aus gleichbed. lat. (modus) volunta
tivus): 1 Modus (2) eines Î Verbs, der einen Wunsch aus
drückt (Sprachw.)
vollupltulös [v...] (aus gleichbed. fr. voluptueux, dies aus
lat. voluptuosus „vergnüglich, ergötzlich“ zu voluptas
„der (sinnliche u. geistige) Genuss“) : Begierde erweckend,
wollüstig
Vollulte [v...] die; -, -n (aus gleichbed. lat. voluta zu volutus,
Part. Perf. von volvere, vgl. volubel): spiralförmige Einrol
lung am Kapitell ionischer Säulen od. als Bauornament in
der Renaissance. Vollultenlkalpiltell das; -s, -e: mit Vo
luten versehenes ÎKapitell der ionischen Säule (Kunstw.).
Vollultenkrater [,,,te:ŋ] der; -s, -e (zu PKrater): mit
Voluten versehener altgriech. Mischkrug. Vollultin das;
-s (zu î...in (1)>: körnige Struktur in Bakterienzellen
(Biol.). Vollva [...va] die; -, ...vae [...ve] (aus lat. volva
„Scheide, Hülle“): Scheide an der Stielbasis von Blätter
pilzen als Rest des Î Velums (5c; Bot.)
Völlva ['vælva] die; -, ...vur [...vor] (aus dem Altnord.): Se
herin in nordgerm. Sagen
vollvielren [vɔɪv...] (aus gleichbed. lat. volvere, vgl. volu
bel): 1. wälzen, rollen, wickeln. 2. genau ansehen; überle
gen, durchdenken. Voll vox 4ze; - (aus gleichbed. nlat. volvox zu lat. volvere, vgl. volubel): Kugelalge (Gattung der
Voûte
Grünalgen). Vollvullus der; -, ...li (aus nlat. volvulus zu
lat. volvere, vgl. volubel): Darmverschlingung (Med.)
Völlvur ['vælvor]: Plur. von tVölva
volmielren [v...] (aus gleichbed. lat. vomere): sich erbre
chen (Med.). Volmiltio die; -, ...ones [...ne:s] (aus lat. vo
mitio „das Erbrechen“): svw. Vomitus. Vo|mi|tiv z/as; -s,
-e [...va] u. Vomitivum [...vom] das; -s, ...va [...va] (aus
nlat. vomitivum „Brechmittel“ zu lat. vomitus, vgl. Vomi
tus); svw. Vomitorium. Volmi|to|ri|um 4zzs; -s, ...ien
[...ian] (aus gleichbed. spätlat. vomitorium, substantivier
tes Neutrum von vomitorius „Erbrechen auslösend“ zu
lat. vomitus, vgl. Vomitus): Brechmittel (Med.). Volmitus der: - (aus gleichbed. lat. vomitus, substantiviertes
Part. Perf. von vomere, vgl. vomieren): das Erbrechen
(Med.)
Vooldoo [ vu:du, vu’du:] vgl. Wodu
Vo|ra|zi|tät [v...] die; - (aus gleichbed. lat. voracitas, Gen.
voracitatis, zu vorax, Gen. voracis „gefräßig“, dies zu vor
are „verschlingen, gierig fressen“): Gefräßigkeit, Heiß
hunger (Med.)
Vor|tum|na|li|en [v,,,liən] vgl. Vertumnahen
Volta [v...]: Plur. von 1 Votum. Vo tant der: -en, -en (zu
Îvotieren u. t...ant>: (veraltet) jmd., der ein Votum abgibt.
Voltaltilgn 4z'e; -, -en (zu f...ation; vgl./r. votation): (ver
altet) Abstimmung. Votelcall ['vəʊtkɔ:l] der; -s, -s (aus
gleichbed. engl. votecall zu vote „Abstimmung“, dies über
mittelengl. zu lat. vot-, Perfektstamm v. vovêre „geloben“
u. call „Anruf1, dies über aengl. ceallian aus altnord. kal
ia): telefonisches Abstimmungsverfahren, bei dem die An
rufe automatisch gezählt u. ausgewertet werden.Volten:
Plur. von ÎVotum, voltielren (über gleichbed. fr. voter
aus engl. to vote zu vote; vgl. Votum): a) sich für od. gegen
jmdn. od. etwas entscheiden, für od. gegen jmdn. od. etwas
stimmen, abstimmen, b) (bes. Schweiz., österr.) in einer
Diskussion im Parlament, in einer Versammlung o.Ä.
Stellung nehmen; sich für od. gegen jmdn., etw. ausspre
chen. Volting das; -s (aus engl. voting „das Abstimmen“
zu to vote „wählen, abstimmen“; vgl. Votum): ein Verfah
ren zur Fehlerkorrektur, bei dem mit dem Ergebnis weiter
gearbeitet wird, das von der Mehrzahl der Geräte ermittelt
wurde (EDV). Voitiv das;-e [,,,və]u. Voltivlgalbe die;
-, -n (zu lat. votivus „gelobt, versprochen“): als Bitte um
od. Dank für Hilfe in einer Notlage einem Heiligen darge
brachte Opfergabe, Weihgeschenk an [Götter u.] Heilige
(Schrift- u. Bildtafeln, plastische Darstellungen von Tie
ren, Sachen, Körperteilen u.a.; Volksk., kath. Kirche);
vgl. ex voto. Vo|tiv|ka|pel|le die; -, -n (zu Î 'Kapelle): auf
grund eines Gelübdes errichtete Kapelle. Vo|tiv|mes|se
zZze; -, -n (zu t 'Messe): 'Messe, die für ein besonderes An
liegen gefeiert wird (z.B. Braut-, Totenmesse). Voltum
das; -s, Plur. ...ten u. ...ta (unter Einfluss von gleichbed.
engl. u. /r. vote aus mlat. votum „Abstimmung; Mittei
lung“, dies aus lat. votum „Gelübde, Versprechen“): 1.
(veraltet) [feierliches] Gelübde. 2. a) Urteil, Stimme; b)
[Volks]entscheidung; c) Gutachten
Voulcher ['vautʃə] das od. der; -s, -[s] (aus gleichbed. engl.
voucher zu to vouch „bürgen“, dies über altfr. vo(u)eher
„herbei-, aufrufen“ aus lat. vocare „rufen“): Gutschein für
im Voraus bezahlte Leistungen (Touristik)
Vouldou [vu'du:] vgl. Wodu
Vouslsulre [vu'sy:ro] die; -, -n (aus/r. voussure „Bogenrun
dung“, dies über das Vulgärlat. zu lat. volvere „wenden“):
Herzbuckel, Vorwölbung des Brustkorbs über dem Her
zen bei angeborenen od. im Kindesalter erworbenen Herz
leiden (Med.). Voulte ['vu:tə] die,-,-n (aus/r. voûte „Wöl
bung“, dies über das Vulgärlat. aus lat. volutus, Part. Perf.
von volvere, vgl. volubel) : 1. gewölbter Übergang zwischen
einer Wand bzw. Säule u. der Decke, Gewölbe. 2. Verstei
fungsteil zwischen Wandu. Decke od. an Einspannstellen
Vox
von Balken zur Vergrößerung der Balkenhöhe, Verstär
kung eines Trägers am Auflager
Vox [vɔks] die; -, Voces ['vo:tse:s] <aus Zat. vox, Gen. vocis):
lat. Bez. für Stimme, Laut; Vox acuta [- a'ku:ta]: hohes,
scharfes Orgelregister; Vox angelica [- ...ka]: lieblich,
schwebend klingendes, flötenartiges Orgelregister; Vox
celestis [- ts...]: lieblich, schwebend klingendes Orgelregis
ter; Vox humana: menschenstimmenähnliches Orgelregis
ter; Vox media: inhaltlich neutrales, von zwei Extremen
gleich weit entferntes Wort (z.B. Geschick gegenüber
Glück od. Unglück; Rhet., Stilk.) ; Vox Nihili („Stimme des
Nichts“): svw. Ghostword, vox po pu li vox Dei {lat.;
„Volkes Stimme [ist] Gottes Stimme“): das ist die Stimme
des Volkes [der man Rechnung tragen, entsprechen muss],
das ist die öffentliche Meinung [die großes Gewicht hat]
Vo|yalgeur[voaja'30:u] der; -s, Plur. -su. -e (aus gleichbed.
ʃr. voyageur zu voyager „reisen“, dies über das Altfr. zu
lat. viaticum, vgl. Viatikum): (veraltet) Reisender
Volyeur [voajom] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. voyeur zu
voir „sehen“, dies aus lat. videre) : jmd., der als [heimli
cher] Zuschauer bei sexueller Betätigung anderer sexuelle
Befriedigung erfährt (Psychol., Med.). Vo|yeu|ris|mus
Ar; - (aus gleichbed. fr. voyeurisme; vgl. ...ismus (3)) : Ver
haltensweise u. sexuelles Empfinden eines Voyeurs, voyeu ris tisch (zu Î ...istisch): den Voyeurismus betref
fend. volyons [vwa’jö] </k>: wir wollen sehen!, nun!
volzielren [v...] (aus lat. vocare „(herbei)rufen“): a) beru
fen; b) [vor Gericht] vorladen
Vrielsea [v...] die; -, ...een (aus nlat. vriesea, nach dem niederl. Botaniker W. H. deVriese, 1807-1862): Ananasgewächs mit in Rosetten angeordneten, oft marmorierten
Blättern u. in Ähren wachsenden, leuchtend gefärbten
Blüten
V. S. O. P. (Abk. für engl. very special old pale „ganz beson
ders alt u. blass“): Gütekennzeichen für Cognac od. Wein
brand
Vulellta [büelta] die; - (aus span, vuelta „Rundreise“;
Kurzform von Vuelta a España „Spanienrundfahrt“):
Etappenrennen in Spanien für Berufsfahrer im Radsport
vul|gär[v...] (aus gleichbed. fr. vulgaire, dies aus lat. vulga
ris „allgemein; gewöhnlich; gemein“ zu vulgus „Menge,
gemeines Volk“): 1. (abwertend) auf abstoßende Weise
derb u. gewöhnlich, ordinär. 2. zu einfach u. oberfläch
lich; nicht wissenschaftlich dargestellt, gefasst. Vullgalrisaltilgn die; - (zu Î ...isation): (veraltet) svw. Vulgarisierung (1); vgl. ...ation/...ierung. vul galri sie ren (zu lat.
vulgaris (vgl. vulgär) u. t...isieren>: 1. (abwertend) in
unzulässiger Weise vereinfachen; allzu oberflächlich dar
stellen. 2. (veraltet) unter das Volk bringen, allgemein
bekannt machen. Vullgalrilsielrung die; -, -en (zu
T...isierung): 1. (ohne Plur.) das Vulgarisieren; vgl. ...ation/...ierung. 2. vulgarisierte Form, Einzelheit o.Ä. Vulgalrislmus Ar; -, ...men (zu Î...ismus (4)>: vulgäres (1)
Wort, vulgäre Wendung (bes. Sprachw.). Vullgalriltät
Ae; -, -en (aus gleichbed. spätlat. vulgaritas, Gen. vulgari
tatis): a) (ohne Plur.) vulgäres (1) Wesen, vulgäre Art; b)
Gemeinheit, Niedrigkeit, Rohheit, Plattheit. Vullgärllatein das; -s (zu Îvulgär): aus dem Latein hervorgegange
ne Volks- u. Umgangssprache, aus der sich die roman.
Sprachen entwickelten. Vul|gär|ma|te|ri|a|lis|mus der;
den ÎMaterialismus simplifizierende philos. Strömung
in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s. Vul ga ta die; - (aus
(kirchen)lat. (versio) vulgata „die allgemein gebräuchliche
(Fassung)“, Part. Perf. (Fern.) von vulgare „unter die
Menschen bringen, allgemein machen“): vom hl. Hiero
nymus (4. Jh.) begonnene Überarbeitung der altlat. Bibel
übersetzung (1 Vetus Latina), die später für authentisch
erklärt wurde, vullgielren (aus gleichbed. lat. vulgare):
(veraltet) verbreiten, unter das Volk bringen, veröffentli
1422
chen. vuilgilvag [...'va:k] (aus gleichbed. lat. vulgivagus
zu vulgus „Volk“ u. vagari „umherschweifen“): (veraltet)
umherschweifend, auf Gassen u. Straßen umherstrei
chend. Vullgilvalgadie; - (aus lat. vulgivaga „die Umher
schweifende“, substantiviertes Fern, von vulgivagus, vgl.
vulgivag): herabsetzender Beiname der altröm. Liebes
göttin Venus, vullgo (aus gleichbed. lat. vulgo): gemein
hin, gewöhnlich genannt
Vullkan [v...] der; -s, -e (nach Vulkanus (lat. Vulcanus, Ne
benform von Volcanus), dem altröm. Gott des Feuers): 1.
Stelle der Erdoberfläche, an der 1 Magma (1) aus dem Erd
innere zutage tritt (Geol.). 2. durch Anhäufung 1 magma
tischen Materials entstandener [Feuer speiender] Berg mit
Krater u. Förderschlot (Geol.). Vul|kan|fi|ber die; - (zu
1 vulkanisieren): Kunststoff als Leder- od. Kautschuk
ersatz. Vullkalnilsat das; -[e]s, -e (zu t...at (1)>: vulka
nisierter Kautschuk. Vul|ka|ni|salti|on die; -, -en (aus
gleichbed. engl. vulcanization): Umwandlung von Kaut
schuk in Gummi mithilfe von Schwefel o.Ä.; vgl. ...ation/
...ierung. vulikanisch (vielleicht unter Einfluss von it.
vulcanico bzvi.fr. volcanique „feurig, vulkanisch“ aus lat.
Vulcanius „vulkanisch“): durch Vulkanismus entstanden.
Vul|kalni|seur [... zom] der; -s, -e (französierende Bil
dung zu tvulkanisieren; vgl. ...eur): Facharbeiter in der
Gummiherstellung, vullkalnilsielren (nach gleichbed.
engl. to vulcanize, eigtl. „dem Feuer aussetzen“, zu Vul
can, dies aus lat. Vulcanus, vgl. Vulkan): 1. Kautschuk in
Gummi umwandein. 2. Gummiteile durch Vulkanisation
miteinander verbinden. Vul|ka|ni|sie|rung die; -, -en (zu
TVulkanu. Î...isierung): svw. Vulkanisation; vgl. ...ation/
...ierung. Vul|ka|nis|mus Ar; - (zu t ...ismus (2)>: zusam
menfassende Bez. für alle mit dem Empordringen von
Î Magma (1) an die Erdoberfläche zusammenhängenden
Erscheinungen u. Vorgänge (Geol.). Vullkalnit [auch
... nit] der; -s, -e (zu T2...it): Ergussgestein. vul|ka|no|gen
(zu î...gen>: durch vulkanische Vorgänge entstanden (Ge
ol.). Vul|ka|no|lolge der; -en,-en (zu î ...loge): Forscher
auf dem Gebiet der Vulkanologie. Vullkalnollolgie die; (zu Î ...logie) : Teilgebiet der Î Geologie, das sich mit der Er
forschung des Vulkanismus befasst, vullkalnoliolgisch
(zu Î...logisch): die Vulkanologie betreffend. Vullkalzit
der; -s, -e (Kunstw.): organische Verbindung als Beschleu
niger bei der Vulkanisation (Chem.)
Vul ne ra [v...]: Plur. von îVulnus. vul|ne|ra|bel (aus
gleichbed. spätlat. vulnerabilis zu lat. vulnerare „verwun
den, verletzen“): verletzlich, verwundbar (von Organen
od. Gefäßen, die nahe an der Körperoberfläche liegen;
Med.). VulIiɔθlraIbilliItätdie; - (zu 1 ...ität): Verwundbar
keit, Verletzbarkeit (bes. Med.). Vullnus das; -, Vulnera
(aus gleichbed. lat. vulnus, Gen. vulneris): Wunde, durch
Schnitt, Hieb. Stich, Einschuss od. Quetschung verursach
te Weichteilverletzung (Med.)
Vullva [ vulva] die; -, ...ven (aus gleichbed. lat. vulva, volva,
eigtl. „Hülle“): äußeres IGenitale der Frau (Med.). Vulvekltolmie* die; -, ...ien (zu T...ektomie): vollständige
operative Entfernung des äußeren t Genitales der Frau
(Med.). Vullvis mus der; -, ...men (zu Î ...ismus (3)>: svw.
Vaginismus. Vullviltis die; -, ...itiden (zu t,,,itis): Entzün
dung der äußeren weiblichen Geschlechtsteile (Med.).
vul|vo|va|gi|nal [...va...] : die äußeren weiblichen Scham
teile u. die Scheide betreffend (Med.). Vul I vol valgi |ni|tis
die; -, ...itiden: Entzündung der äußeren weiblichen Ge
schlechtsteile u. der 7 Vagina (Med.)
vulolta [v...] (aus it. (corda) vuota „leere Saite“, dies über
das Vulgärlat. zu lat. vacare „leer sein“): auf der leeren
Saite (d.h., ohne den Finger auf das Griffbrett zu setzen)
zu spielen. Vulglto As; - (aus zt. vuoto „Leere“): 1. Ge
neralpause (Mus.). 2. Benutzung der leeren Saite eines
Streichinstrumentes (Mus.)
Wad das; -s
(aus gleichbed. engl. wad, weitere Herkunft un
geklärt): als weiche, lockere, auch schaumige Masse auf
tretendes Mineral, das braun abfärbt u. sehr leicht ist
Waldi das; -s, -s (aus gleichbed. arab. wädt, eigtl. „es
floss“): nur nach den periodischen od. episodischen Re
genfällen Wasser führendes Trockental in den Wüstenge
bieten Nordafrikas u. Vorderasiens
Wadschirajana* das; - (aus sanskr. vajrayäna „Diamant
fahrzeug (der Erlösung)“): dritte, in magischen Riten ver
äußerlichte Hauptrichtung des Buddhismus; vgl. Hinajana, Mahajana
Walter ['weɪfə] der; -s, -[s] (aus gleichbed. engl. wafer, eigtl.
„Waffel, Oblate“): Halbleiterscheibe, dünne Silicium
scheibe, auf die integrierte Schaltungen aufgebracht wer
den (EDV)
Waglgon [va gó:, va'gɔŋ, österr. auch va'go:n] der; -s, Plur.
-s, österr. auch Waggone (aus gleichbed. engl. wag(g)on
(später mit franz. Aussprache), dies aus niederl. wagen
„Wagen“): [Eisenbahnwagen, Güterwagen
Walgilreh das; -s, -s (aus dem Pers.): kleines Probestück
mit Borte, das im Iran vor jedem neuen Teppichmuster ge
knüpft wird, um die Farbwirkung der verarbeiteten Wolle
auszuprobieren
Wa|gon-Lit [vagö'li:] der; -, Wagons-Lits [vagö'li:] (aus fr.
wagon-lit zu wagon „Eisenbahnwagen“ u. lit „Bett“):
franz. Bez. für Schlafwagen
Wahlhaibit [vaha...] der; -en, -en (nach dem Sektengründer
Muhammad Ibn Abd Al Wahhab (etwa 1703-1792) u. zu
t3...it): Angehöriger einer puritanischen Reformsekte des
Islams (seit dem 18. Jh. bes. in [Saudi-JArabien)
Waischlja der; -s, -s (aus gleichbed. sanskr. vaisja): Ange
höriger der dritten ind. Hauptkaste (Kaufleute, Bauern u.
Handwerker); vgl. Brahmane, Kschatrija, Schudra
Waischlnalwa der; -s, -s (aus gleichbed. sanskr. vaisnavä):
Verehrer des Gottes Wischnu (Angehöriger einer hinduis
tischen Sekte)
Waljang das; - (ausjav. wayang „Schatten“): javan. [Schattenspiel]theater, bei dem die Figuren als Schatten auf ei
nem weißen Tuch erscheinen
Wakelboard ['weɪkbɔ:d] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
wakeboard zu wake „Kielwasser“ u. board „Brett“): Brett
zum Wasserskifahren u. Springen auf dem Wasser, wakeboarlden [,,,bɔ:dn]: mit dem Wakeboard auf dem Wasser
gleiten. Wakelboarlder [,,,bɔ:du] der; -s, -: jmd., der
Wakeboard fährt. Wakelboarlding das: -s (aus gleich
bed. engl. wakeboarding): sportliche Betätigung, bei der
man auf einem Wakeboard gleitet
Walkonlda das; -s (aus einer nordamerik. Indianerspra
che): svw. Orenda
1 Walli der; -s, -s (aus gleichbed. türk, väli, dies ausaraè. wäll
„arab. Provinzgouverneur“, vgl. 2Wali) : a) höchster Regie
rungsvertreter in einem Verwaltungsgebiet der Türkei; b)
(früher) höherer Verwaltungsbeamter in einer Provinz des
Osmanischen Reiches; Statthalter. 2Wa|li u. Welt der; -[s],
-s (aus gleichbed. arab. wäll, eigtl. „Wohltäter, Beschüt
zer“): 1. islam. Heiliger. 2. Grab eines islam. Heiligen als
Wallfahrtsort
Wallilde die; -, -s (aus gleichbed. türk, valide (kiraliçe)
„(Königin)mutter“, wohl zu arab. walad „gebären, erzeu
gen“): (veraltet) Titel der Mutter des regierenden türk.
Sultans
Wallkie-Tallkie [ wɔ:kɪ'tɔ:kɪ] das; -[s], -s (aus gleichbed.
engl. walkie-talkie zu to walk „gehen“ u. to talk „spre
chen“): tragbares Funksprechgerät. Waliking ['wɔ:kɪŋ]
das; -s (aus engl. walking „das Gehen“): sportliches, in
tensives Gehen. Wallkinglbass [...beis] der; - (aus
gleichbed. engl. walking bass, eigtl. „gehender Bass“): sich
fortlaufend wiederholende rhythmische Bassfiguration im
Jazz. Walklman® ['wɔ:kmən] der; -s, ...men [...man] (aus
gleichbed. engl. Walkman® zu engl. to walk „gehen“ u.
man „Mann“): kleiner, am Körper tragbarer ÎKassetten
rekorder mit Kopfhörern
Wal|kü|re [auch ’val...] die; -, -n (nach altisländ. valkyria;
zum ¡.Bestandteil vgl. ahd. wal „Kampfplatz“, 2.Bestand
teil verwandt mit Kür, eigtl. „Wählerin der Toten auf dem
Kampfplatz“): 1. göttliche Kampfjungfrau der nord. Sage,
die die Gefallenen nach Walhall, der Halle Odins, geleitet.
2. (scherzh.) große, stattliche [blondhaarige] Frau
Walllalby ['wɔləbɪ] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. wallaby,
dies aus einer Sprache der austral. Ureinwohner): 1. (meist
Plur.) zu einer Gattung kleiner bis mittelgroßer Tiere ge
hörendes Känguru (z.B. Felsen-, Hasenkänguru). 2. Fell
verschiedener Känguruarten
Wall Street ['wɔ:l 'stri:t] die; - -, auch Wallstreet die; (nach Wall Street, einer Straße in New York mit bedeuten
den Banken u. Börsen): Geschäftsstraße in New York
(Bankzentrum); Finanzzentrum in den USA
Wallolne die; -, -n (aus gleichbed. it. vallonea, dies über das
Mittelgr. aus gr. bälanos „Eichel“): gerbstoffreicher
Fruchtbecher der Eiche
WarnIpum der; -s, -e (aus Algonkin (einer nordamerik. In
dianersprache) wampum peag, eigtl. „weiße Schnur“): bei
den nordamerik. Indianern Gürtel aus Muscheln u. Schne
cken, der als Zahlungsmittel u. Urkunde diente
Wanldalle usw. vgl. Vandale usw.
Wanldoo ['vɔndu:] der; -[s] (aus einer Sprache der austr.
Ureinwohner): Unterart des Eukalyptus im Südwesten
Australiens
WAP [wæp] das; -s (Abk. für engl. wireless application pro
tocol „Protokoll für Funkanwendungen“): Bez. für einen
Wapiti
elektron. Standard, der den direkten Zugriff zum T Inter
net von einem t Handy aus ermöglicht
Walpilti der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. wapiti, dies aus^i/gonkin (einer nordamerik. Indianersprache) wipit): nord
amerik. Hirschart mit großem Geweih
Wal ran der; -s, -e (aus gleichbed. arab. waran): große u.
kräftige (bis zu drei Meter lange) tropische Echse
Warldein der; -[e]s, -e (aus gleichbed. mittelniederl.
wa(e)rdijn, dies über älter nordfr. wardien (/r. gardien) aus
mlat. guardianus „Aufsichtführender“, dies aus dem
Germ.): Münzprüfer, warldielren (zu Î..deren): den
Münzwert prüfen
Walrelnilki die (Plur.) (aus gleichbed. russ. vareniki): russ.
süße Pasteten od. Krapfen
Warllord ['wɔ:lɔ:d] der; -s, -s (aus engl. war-lord „Kriegs
herr“ zu war „Krieg“ u. lord, vgl. tLord): militärischer
Machthaber in bürgerkriegsähnlichen Konflikten
Warm-up ['wɔ:m-ʌp] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. warm
up zu to warm-up „warm werden, warm laufen“): 1. a) das
Warm-laufen-Lassen eines Motors (Motorsport); b) das
Aufwärmen des Sportlers vor dem Wettkampf durch
[leichtes] Training. 2. a) bei Fernsehen u. Rundfunk das
Einstimmen der Zuschauer bzw. Zuhörer auf ein Thema;
b) Hinlenkung des Augenmerks der Zuschauer bzw. Zu
hörer auf den Teil der Werbung, der sein Interesse erregen
soll
Warp der od. das; -s, -e (aus gleichbed. engl. warp zu to
warp „werfen; binden“): 1. Kettgarn. 2. Schürzenstoff aus
Baumwollabfall u. Reißspinnstoff
War rant [auch 'vɔrənt] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. war
rant, dies aus alt(nord)fr. g(u)arant, warant; vgl. Garant):
1. Lager[pfand]schein; von einem Lagerhalter ausgestellte
Bescheinigung über den Empfang von eingelagerten Wa
ren (die im Falle der Beleihung der Waren verpfändet wer
den kann). 2. Optionsschein
Warlve [...va] die; -, -n (aus schwed. varv „Schicht“): Jah
resschicht im Bänderton, die aus einer hellen Sommer- u.
einer dunklen Winterschicht besteht (Geol.). Warlvit u.
Warlwit [auch ...vit] der; -s, -e (zu t2...it): in Eiszeiten vor
dem Quartär gebildetes, dem Bänderton ähnliches Ge
stein, verfestigter Bänderton (Geol.)
wash and wear [wɔʃ ənd 'weə] (.engl.; „waschen u. tra
gen“): waschbar u. nach dem Waschen ohne Bügeln wie
der zu tragen (Qualitätsbez. als Hinweis für den Käufer).
Washlboard ['wɔʃbɔ:d] das; -s, -s (aus gleichbed. engl.
washboard): als Rhythmusinstrument im Jazz benutztes
Waschbrett
Wa|shing|to|nia [vɔʃɪŋ...] die; -, ...ien [...ion] (nach dem
amerik. Präsidenten G. Washington (1732-1799) u. zu
Î ‘...ia>: eine Zimmerpalme
Wash-out-Pelri|olde ['wɔʃ'aʊt...] die; -, -n (zu engl. to
wash out „auswaschen“): Zeitspanne, während der ein Pa
tient keine Arzneimittel erhält, damit die bisher eingenom
menen Arzneimittel vollständig aus dem Organismus eli
miniert werden (Med.). Wash pri mer ['wɔʃpraɪmn] der;
-s, - (zu engl. to wash „waschen“ u. primer „Grundan
strich“): vor der Lackierung auf das Metall aufgespritzte
Lösung, durch die sich eine antikorrosive (vgl. korrosiv)
Schicht bildet, die den Haftgrund für die später aufgetra
gene Lackschicht gibt
Wat der; -[s], -s (über das Siamesische aus sanskr. väta „(ab
geschlossener) Bezirk“, eigtl. „Garten“): buddhistische
Klosteranlage in Südasien
Walter|bi|ke [ wɔ:təbaik] rfas; -s, -s (aus gleichbed. engl.
water bike zu water „Wasser“ u. bike „Fahrrad“) : Wasser
motorrad. Walterigarn <Zas; -[e]s, -e: stark gedrehtes
Kettgarn aus Baumwolle, Zellwolle od. synthetischen Fa
sern
Walterlgate ['wɔ:təgeɪt] das; -[s], -s (nach dem Watergate
1424
hotel in Washington, in dem im Jahr 1972 eine Wahl
kampfsitzung mit kriminellen Methoden von der Gegen
partei abgehört wurde): politischer Skandal größten Aus
maßes
Walterljalcket ['wɔ:təʤækɪt] das; -[s], -s (aus gleichbed.
engl. water jacket zu water „Wasser“ u. jacket „Mantel,
Hülle“): Metallummantelung bei Hochöfen, in der herab
rieselndes Wasser Kühlung erzeugt
Walterlloo das; -, -s (nach der Schlacht bei Waterloo (18.6.
1815), in der Napoleon vernichtend geschlagen wurde):
vernichtende Niederlage, Untergang
Walterlpollo [ wɔ:təpoʊloo] das; -s (aus engl. water polo):
engl. Bez. für Wasserball, walterlproof [...pru:f] (aus
gleichbed. engl. waterproof zu water „Wasser“ und proof
„dicht, undurchlässig“): wassergeschützt, wasserdicht
(Hinweis in Geweben u. auf Uhren). Walterlproof der;
-s, -s: 1. wasserdichtes Material. 2. wasserdichter Regen
mantel. walterlrelsisltant [...n'zistont] (aus gleichbed.
engl. water-resistant, zu resistant „widerstandsfähig“):
wasserdicht (Hinweis auf Uhren, oft in Verbindung mit
Angabe der Wassertiefe). Walterlstoflfe die (Plur.):
kräftige Baumwollstoffe mit zweifacher Kette aus Water
garnen
Waltn.schlki* die (Plur.) (aus gleichbed. rw.w. vatruski,
Plur. von vatruska „Quarkspitze“): kleine Käse- od. Obst
kuchen aus Hefeteig
Watt das; -s, - (nach dem engl. Ingenieur J. Watt,
1736-1819): Maßeinheit der [elektr.] Leistung; Zeichen W
Watltellilne die; - (Kunstw. zu Watte u. Bildungen wie
ÎVlieseline): leichtes, watteähnliches Zwischenfutter mit
flaumiger Oberfläche, watltielren (zu Î..deren): mit
Watte füttern
Wattmeter das; -s, - (zu T Watt u. T '...meter): Gerät zur
Messung elektr. Leistung. Wattlselkunlde die; -, -n:
Maßeinheit der [elektr.] Energie bzw. der Arbeit; Zeichen
Ws
Waltuslsilrind das; -[e]s, -er (nach dem ostafrik. Volk der
Watussi): sehr groß wüchsige, schlanke Hausrindrasse mit
langen, weit ausladenden Hörnern im östlichen Afrika
Walvelllit [vavə,,,, auch ... lit] der; -s, -e (nach dem engl.
Arzt W. Wavell (f 1829) u. zu t2...it) : ein meist grünlich wei
ßes, auch gelbliches od. bräunliches Mineral
Waves [weɪvz] die (Plur.) (aus engl. waves, eigtl. „Wellen“,
zu wave, vgl. Wavetable): im Elektroenzephalogramm
auftretende wellenförmige 1 Potenziale (2; Med.). Waveta ble ['weɪvteɪbl] der; - (zu engl. wave „Welle“ u. table
„Tisch“): Verfahren zur Klangverbesserung bei PCs
durch Digitalisierung realer Töne. WAV-Format
['weɪv...] das; -[e]s (nach der Dateinamenerweiterung
.wav): Dateiformat zur Abspeicherung von Klängen
(EDV)
Way of Life ['weɪ əv 'laɪf] der: —, -s - - (aus gleichbed. engl.
way of life, eigtl. „Weg des Lebens“): die [für jmdn. typi
sche] Art zu leben, Einstellung zum Leben
Wa|za-Ari ['va:za...] der; -, - (aus jap. waza ari, eigtl. „Fast
punkt“) : halber Punkt im Judo, der bei nicht vollendet aus
geführter Technik gegeben wird
Weal den [vi:ldən] das; -[s] (nach der südostengl. Hügel
landschaft The Weald): unterste Stufe der unteren Kreide
(Geol.)
Wear [weə] die; - (aus engl. wear „Kleidung“): engl. Bez.
für Kleidung, Bekleidung. Wealralble Computer
['weərəbɪ kɔm'pju:te] der; - -s, - - (zu engl. wearable „trag
bar“): a) sehr kleiner [tragbarer] Computer; b) [am Kör
per installierter] Kleinstcomputer mit Datenvisier (z.B.
zur Wartung u. Reparatur von komplizierten elektron.
Produkten)
wea|ther|proof ['wɛðəpru:f] (aus gleichbed. engl. wea
therproof zu weather „Wetter“ u. proof „dicht, undurch-
1425
lässig"): gegen Sonne, Wärme, Frost, Nässe u.a. wider
standsfähig ausgerüstet (z.B. für Gebirgstouren)
Web [wɛb] das; -[s] (aus engl. web „Netz“): Kurzform von
IWorld Wide Web. Web|adres|se*¿íe; -, -n: svw. Inter
netadresse. Weblbrowlser [,,,braozə] der; -s, -: Pro
gramm (4), das den Zugang zum World Wide Web bzw.
dem Internet ermöglicht (EDV). Weblcam [...kæm] ¿/e;
-, -s (zu ÎCamcorder): Videokamera, die ihre Aufnahmen
direkt über das Internet liefert. Webldelsign [...di zain]
das; -s, -s (aus gelichbed. engl. web design zu ÎDesign):
[werbewirksame u. funktionale Gestaltung von Websites.
Web Ilog [...log] das, auch der; -s, -s (zu gleichbed. engl.
web „Netz“ u. logbook „Logbuch“): tagebuchartig ge
führte, öffentlich zugängliche Webseite, die ständig um
Kommentare oder Notizen zu einem bestimmten Thema
ergänzt wird (EDV). Weblmaslter der; -s, - (aus gleich
bed. engl. webmaster): jmd., der für die Erstellung, Orga
nisation u. Wartung von Websites zuständig ist (EDV).
Web m isltress* [...mistris] die; -, -es [...siz]: weibliche
Form zu Î Webmaster. Weblphone [,,,fo:n] das; -s, -s (zu
engl. (ugs.) phone „Telefon“): Telefonat, Telefonverbin
dung über das Internet. Weblsei tedie; -, -en: Bestand
teil einer Website. Web|ser|ver [,,,sə:və] der; -s, -: Ser
ver, der Websites speichert u. verwaltet u. sie den Nut
zern zur Verfügung stellt (EDV). Weblsite [,,,'sʌɪt] die;
-, -s, auch der u. das; -s, -s (aus gleichbed. engl. web site,
zu site „Standort, Stelle“): Gesamtheit der hinter einer
2Adresse (2) stehenden Seiten im World Wide Web bzw.
im Internet. Weblsoap [...soup] <Zze; -, -s (aus gleichbed.
engl. web soap, vgl. Soapopera): Serie im Internet-TV im
Stil einer Soapopera. Weblspace [...speis] der; -, -s (aus
gleichbed. engl. web space, vgl. Space): Raum für eine
Website
Websltelrit [auch ... rit] der; -s, -e (nach dem schott. Geo
logen Th. Webster u. zu t2...it>: (veraltet) svw. Aluminit
Welckalmin* das; -s, -e (Kunstw. aus wecken u. lAmin):
der körperlich-geistigen Abspannung entgegenwirkendes,
stimulierendes Kreislaufmittel
Welda usw. vgl. Veda usw.
We dan ta vgl. Vedanta
Wedldell|rob|be die: -, -n (nach dem engl. Seefahrer
J. Weddell, 1787-1834): häufigste Südrobbe, die bis 3m
lang wird
Wedge [wɛdʒ] der; -[s], -s (aus gleichbed. engl. wedge, eigtl.
„Keil“ (nach der Form der Schlagfläche)): Golfschläger
mit bes. breiter Schlagfläche für bestimmte Schläge
Wedgiwood ['wɛʤwʊd] das; -[s] (nach dem engl. Kunst
töpfer J. Wedgwood, 1730-1795): feines, verziertes Stein
gut
wedisch usw. vgl. vedisch usw.
Wedlro* das; -, - (aus gleichbed. russ. vedro, eigtl. „Ei
mer“): altes russ. Flüssigkeitsmaß (= 12,31)
Weeklend ['vi:klɛnt, 'wi:klɛnd] das; -[s], -s (aus gleichbed.
engl. weekend zu week „Woche“ u. end „Ende“): Wochen
ende (im Hinblick auf die Freizeit)
\Neit das; -[e]s, -e (aus gleichbed. engl. weft zu altengl. wefan „weben“): Schussgarn aus harter engl. Cheviotwolle
(vgl. Cheviot)
Weilgellie [...in] die; -, -n (nach dem dt. Arzt Ch. E. Weigel
(1748-1831) u. zu t',,,ie): Zierpflanze mit roten od. rosa
farbenen Blüten
Weilmutslkielfer vgl. Weymouthskiefer
We|ki!¿er, -[s], Wukela (aus türk, vekil, eigtl. „Stellvertre
ter“, dies aus arab. wakll „Bevollmächtigter“): (früher) 1.
türk. Minister. 2. stellvertretender ägypt. Gouverneur
Welli vgl. 2Wali
well done ['wɛl'dʌn] (aus engl. well done „gar“): durchge
braten (von Fleisch; Gastr.)
Welllilné [...'ne:] der; -[s], -s (Kunstw. aus dt. Welle mit
Westonelement
französierender Endung): angerauter Wollstoff mit wel
lenartig gemusterter Oberfläche
Wel|ling|to|nia die; -, ...ien [...ian] (nach dem Herzog von
Wellington ( 1769-1852) u. t'...ia>: svw. Sequoia
Welllness die; - (aus engl. wellness „gute Gesundheit“):
durch leichte körperliche Betätigung erzieltes Wohlbefin
den. Welllnesslbad das; -[e]s, ...bäder: Ort, Anlage mit
der Wellness dienenden Badeeinrichtungen u. therapeu
tischen Anwendungen
Welllsit [auch ... zit] der; -s, -e (nach dem amerik. Chemi
ker H.L. Wells (t 1824) u. zu t2...it): ein Mineral, kalzium
reiche Abart des t Harmotoms
Welshlrab bit [wɛlʃ'ræbɪt] der; -s, -s, auch Welsh Rabbitrfer; - -s, - -s (aus gleichbed. engl. Welsh rabbit „Waliser
Kaninchen“, vielleicht nach der Form): mit geschmolze
nem Käse bestrichene od. mit Käse belegte u. dann überbackene Weißbrotscheibe. Welshlrarelbit [,,,'reəbɪt]
der; -s, -s, auch Welsh Rare|bit¿er; - -s, - -s (aus gleich
bed. engl. Welsh rarebit „Waliser Leckerbissen“; 2. Be
standteil wohl umgedeutet von rabbit „Kaninchen“ zu rare
bit „Leckerbissen“): svw. Welshrabbit
Wel ter ge wicht ¿as; -[e]s (Lehnübersetzung von engl.
welterweight, urspr. ein Reitergewicht): a) zwischen
Leicht- u. Mittelgewicht liegende Gewichtsklasse im
Sport, bes. beim Boxen u. Ringen; b) Weltergewichtler
Wellwitlschia die; -, ...ien [...ian] (nach dem österr. Arzt
F. Welwitsch (1806-1872) u. zu I ‘...ia>: Wüstenpflanze mit
zwei bandförmigen Blättern
Wenige [...'ge:] das; -[s] (aus dem Afrik.): hartes, elasti
sches, grob strukturiertes, schwarz gestreiftes Holz aus
dem Kongogebiet
Werlschok die; -, Werschki (aus gleichbed. russ. versok
zu verh „Spitze, Gipfel“): alte russ. Längeneinheit
(= 4,445 cm, der 16. Teil eines Î Arschins)
Werst die; -, -en (aber: 5 Werst) (aus russ. versta, eigtl.
„Wende (des Pfluges)“): altes russ. Längenmaß
(= 1,067 km); Zeichen W
Welsir¿er; -s, -e (aus türk, wezir, dies aus arab. wazir, eigtl.
„Träger, Helfer“): (früher) 1. höchster Würdenträger des
türk. Sultans. 2. Minister in islam. Staaten. We|si|rat¿as;
-[e]s, -e (zu î...at (1 )): Amt, Würde eines Wesirs
Wesllelyalner [vɛsli,,,, vɛslej...] der; -s, - (aus gleichbed.
engl. Wesleyan, nach dem engl. Geistlichen J. Wesley
(1703-1791) u. zu î...aner): Anhänger des von Wesley be
gründeten 1 Methodismus
West-Coast-Jazz ['wɛst'koʊst 'dʒæz] der; - (zu engl. west
„Westen“, coast „Küste“ u. tJazz): von der Mitte der
1950er- bis Anfang der 1960er-Jahre an der Westküste der
USA gespielte, dem Cool Jazz ähnliche Stilrichtung des Jazz
Westlend das; -s, -s (nach dem Londoner Stadtteil West
End): vornehmer Stadtteil einer Großstadt
Wesltern¿er; -[s], - (aus gleichbed. engl.-amerik. western,
gekürzt aus western picture movies „Wildwestfilm“):
Film, der während der Pionierzeit im sog. Wilden Westen
(Amerikas) spielt. Wes Item Art [- 'ɑ:t] die; - - (zu engl.
art „Kunst“): a) Kunst, die den amerik. Westen zum Ge
genstand hat; b) Kunst u. Kunstgewerbe der nordamerik.
Indianer. Weslter|ner¿er; -s, - (aus gleichbed. engl. wes
terner, eigtl. „Abendländer“): Westernheld
Westlhighllandlwhite terlrier[wɛsthailændwait... ] der;
-s, - (aus gleichbed. engl. West Highland White Terrier;
vgl. Terrier): kleiner, robuster, aktiver u. wachsamer
schottischer Terrier mit rein weißem Fell
Weslting|house|brem|se® [...haus...] die; -, -n (nach
dem amerik. Ingenieur G. Westinghouse, 1846-1914):
Luftdruckbremse bei Eisenbahnen mit Hauptluftleitung,
die von Wagen zu Wagen durchläuft
Wes ton ele ment [,,,tən...] das; -s, -e (nach dem amerik.
Physiker E. Weston, 1850-1936): H-förmiges galvanisches
w
Westover
Element, das als Normalelement für die elektrische Span
nung eingeführt ist
Wesltolver* [...vb] der; -s, - <zu engl. vest „Weste“ u. over
„über“, Analogiebildung zu ÎPullover): ärmelloser Pullo
ver, der über einem Hemd od. einer Bluse getragen wird
Weylmouthslkielfer ['vaimu:ts,,,], auch Weimutskiefer
die; -, -n (nach Th. Thynne, 1. Viscount of Lord Wey
mouth, f 1714>: eine nordamerik. Kiefernart mit kegelför
miger Krone u. langen, blaugrünen Nadeln
Wheatsltonelbrülcke* ['wi:tstən...] die; -, -n (nach dem
engl. Physiker Sir Ch. Wheatstone, f 1875): Brückenschal
tung zur Messung elektr. Widerstände, wobei vier Wider
stände zu einem geschlossenen Stromkreis verbunden wer
den
Whelwelllit ['hju:əli:t, auch ...'lit] der; -s, -e (nach dembrit.
Philosophen W. Whewell (1794-1866) u. zu t2...it>: Mine
ral, das in Form von kleinen weißen Kristallen in Stein
kohlen- u. Erdöllagerstätten vorkommt
Whig [vik, engl. wig] der; -s, -s (aus engl. Whig, gekürzt aus
Whiggamore „Westschotte, der 1648 am Zug gegen Edin
burgh teilnahm“): 1. Angehöriger einer ehemaligen engl.
Partei, aus der sich die liberale Partei entwickelte; Ggs.
ÎTory (la). 2. engl. Politiker, der in Opposition zu den
Konservativen steht; Ggs. ÎTory (lb). Whiggismus
der: - (zu Î.. .ismus ( 1 )> : politische Ansichten u. Grundsät
ze der Whiggisten. whig gis tisch (zu Î ...istisch): den
Whiggismus betreffend
Whip [wip] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. whip, eigtl.
„(Ein)peitscher“ zu to whip „zusammentrommeln“): ein
Abgeordneter im engl. Unterhaus, der den Fraktionsmit
gliedern die Aufträge des Partei- u. Fraktionsführers mit
teilt u. für ihr Erscheinen in wichtigen Sitzungen sorgt.
Whiplcord [vɪpkɔrt, engl. 'wɪpkɔ:d] der; -s, -s (aus gleich
bed. engl. whipcord, eigtl. „Peitschenschnur“): kräftiger
Anzugstoff mit ausgeprägten Schrägrippen
Whiplpet [vipit, engl. w...] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
whippet): kurzhaariger Windhund einer engl. Rasse, oft
bei Hunderennen eingesetzt
Whirllpool u. Whirl-pool® ['wə:lpu:l] der; -s, -s (aus
gleichbed. engl. whirlpool, eigtl. „Strudel, Wirbel“, zu to
whirl „wirbeln, strudeln“ u. pool, vgl. 'Pool): Bassin mit
warmem, durch Düsen in brodelnde Bewegung gebrach
tem Wasser, in dem man sich sitzend od. liegend aufhält
Whislker ['vɪskn] der; -s, - (aus gleichbed. engl. whisker,
eigtl. „Barthaar“) : sehr dünne Kristallfaser, aus der Werk
stoffe von außerordentlicher Zugfestigkeit hergestellt wer
den
Whislkey ['vɪski, engl. 'wɪskɪ] der; -s, -s (aus engl. whiskey,
vgl. Whisky): amerik. u. irischer Whisky, der aus Roggen
od. Mais bzw. aus Gerste gebrannt wird. Whislky ['vɪski,
engl. 'wɪskɪ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. whiskey, whis
ky, gekürzt aus älter whisky-bae, Nebenform von usque
baugh, dies aus (schott. -)gäl. uisgebeatha „Lebenswas
ser“): aus Getreide (bes. aus gemalzter Gerste) hergestell
ter schott. Trinkbranntwein mit rauchigem Geschmack.
Whis|ky|so|da der; -s, -s: mit Mineralwasser gemischter
Whisky
Whist [vist, engl. wist] das; -[e]s (aus gleichbed. engl. whist,
älter engl. whisk, vielleicht beeinflusst von veraltet, noch
mdal. whist „Stillschweigen“): aus England stammendes
Kartenspiel mit 52 Karten
Whistller ['wɪslə] der; -s, - (meist Plur.) (aus gleichbed.
engl. whistler, eigtl. „Pfeifer“, wegen der Eigenschaft der
Wellen, beim Wiedererreichen der Erdoberfläche einen im
Lautsprecher hörbaren Pfeifton hervorzurufen): von Blit
zen ausgesandte elektromagnetische Wellen, die an den
magnetischen Feldlinien der Erde entlang durch den
Raum laufen (Phys.)
Whitelcoat ['waɪtkoot] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
1426
whitecoat, eigtl. „weißer Mantel“): weißes Fell junger See
hunde
White-Col|lar-Kri|mi|na|liltät [waɪt'kɔlə...] 4¿e; - (nach
gleichbed. engl. white-collar crime, eigtl. „Verbrechen
(das) im weißen Kragen (ausgeführt wird)“) : nicht gewalt
tätige, weniger offensichtliche strafbare Handlungsweise,
wie sie in höheren Gesellschaftsschichten, bes. bei Vertre
tern der Politik, Wirtschaft u. Industrie, vorkommt (z. B.
Steuerhinterziehung, Bestechung)
Whitlnelyit [witni..., auch ,.,'it] der; -s, -e (nach dem ame
rik. Physiker W. R. Whitney (1868-1958) u. zu T2...it> : ein
rötlich-weißes Mineral aus Kupfer mit Arsen
Whitlworthlgelwinlde ['wɪtwə:θ...] das; -s (nach dem
engl. Ingenieur Sir J. Whitworth, 1803-1887): genormtes,
in Zoll gemessenes Schraubengewinde
Who's who ['hu:z 'hu:] (.engl.; „wer ist wer?“): engl. Titel
von Lexika, die sich mit den Biografien von Zeitgenossen,
bes. von Persönlichkeiten des öffentlichen u. gesellschaft
lichen Lebens befassen
Wilcket ['wɪkɪt] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. wicket): das
Tor beim Î Kricket
Widelscreen ['waɪdskri:n] der; -[s], -s (aus engl. wide
screen, eigtl. „breiter Schirm“): breites Fernseh- od. Mo
nitor "ormat
Wildia® das: -s, -s (Kunstw. aus wie u. Diamant): bes. für
Schneidwerkzeuge u. Bohrer verwendete Legierung aus
Kobalt mit verschiedenen Karbiden, die mit der Härte des
Diamanten vergleichbar ist
Wiglwam der; -s, -s (aus gleichbed. engl. wigwam, dies aus
Algonkin (einer nordamerik. Indianersprache) wikwäm
„Hütte“) : kuppelförmiges Zelt, zeltartige Hütte nordame
rik. Indianer
Wilklilfit* der; -en, -en (nach dem engl. Theologen u. Kir
chenpolitiker J. Wyclif (etwa 1320-1384) u. zu T3...it): An
hänger der Lehre des engl. Vorreformators J. Wyclif
Willaljet das: -[e]s, -s (aus gleichbed. rärZc. viläyet, dies aus
arab. wiläya „Provinz“): türk. Provinz, Verwaltungsbezirk
im Osmanischen Reich
Wildlcard ['waɪldkɑ:d] die; -, -s (aus gleichbed. engl. wild
card, eigtl. „wilde (= beliebig verwendbare) Spielkarte“):
1. vom Veranstalter erteilte Berechtigung, an einem Tur
nier od. Wettkampf teilzunehmen, ohne die dafür geltende
formelle Qualifikation zu erfüllen (Sport, bes. Tennis). 2.
Zeichen (z.B. *, %), das für verschiedene andere Zeichen
stehen kann; Jokerzeichen (EDV)
Wildlschur* 4ie; -, -en (aus poln. wilczura „Wolfspelz“,
volksetymologisch angelehnt an <7z. Wild u. Schur): im
19. Jh. Bez. für schwerer Pelzmantel
Willlelmit [auch ...'mit] der; -s, -e (nach dem niederl. König
Willemf. (1772-1843) u. zu t2...it): ein farbloses od. ge
färbtes (oft gelb od. gelbgrün), durchscheinendes Mineral
Willliams Christ [...jams 'krɪst] der; - -, - - (zu Î Williams
Christbirne): aus Williams Christbirnen hergestellter
Branntwein. Willliams Christlbirlne i/ze; - -, - -n (Her
kunft ungeklärt): große Birne mit gelber, bräunlich ge
punkteter Schale u. gelblich weißem, zartem, fein aroma
tischem Fruchtfleisch
Wil|ly-Wil|ly ['wɪlɪwɪlɪ]
-[s], -s (aus gleichbed. engl. wil
ly-willy, dies vermutlich aus einer Sprache der austr. Ur
einwohner): tropischer Wirbelsturm an der Küste Nord
australiens
Wilna u. Vina [v...] die; -, -s (aus sanskr. vinä „Laute“): altind. Saiteninstrument, bestehend aus einem auf zwei aus
gehöhlten Kürbissen liegenden Bambusrohr mit vier
Drahtsaiten, die angerissen werden
Win|ches|ter|ge|wehr ['wmtʃɪstə...] das; -[e]s, -e (nach
dem Erfinder O. F. Winchester (1810-1880) bzw. nach der
Winchester Repeating Arms Company in New Haven): ab
1866 hergestelltes amerik. Repetiergewehr
1427
['wɪndbænd] die; -, -s (aus engl. wind band zu
wind „Wind“ u. band vgl. Band): engl. Bez. für Blasor
chester. Windlfalllprolfits [ wɪndfɔ:l prɔfɪts] t/ze (Plur.)
(aus gleichbed. engl. windfall profits, eigtɪ. „Fallobstpro
fite“, zu windfall „Fallobst; unerwarteter Glücksfall“
(eigtl. „Windbruch“) u. t Profit): Gewinne, die einem Un
ternehmen ohne dessen Zutun durch plötzliche Verände
rungen der Marktsituation zufallen (Wirtsch.). Windjamimerifer; -s, - (aus gleichbed. engl. windjammer, zu to
jam, vgl. Jam): großes Segelschiff. Winldow [windou]
das; -[s], -s (aus gleichbed. engl. window, eigtl. „Fenster“):
Rechteck mit einer festgelegten Größe u. einer bestimm
ten Position auf dem Bildschirm (z. B. zur optischen Dar
stellung von Programmabläufen; EDV). Winldowlbag
[...bek] der; -s, -s (zu engl. bag „Beutel, Sack“; Analogie
bildung zu t Airbag): Sicherheitseinrichtung an Kraftfahr
zeugscheiben zum Vermeiden von Schnittverletzungen bei
einem Zusammenstoß. Win|dow|dres|sing das; -s, -s
(aus gleichbed. engl. window-dressing, eigtl. „Schaufens
terdekoration“): Gesamtheit der (gesetzlich erlaubten)
Maßnahmen, die dazu dienen, die im Jahresabschluss aus
gewiesene wirtschaftliche Lage eines Unternehmens mög
lichst günstig erscheinen zu lassen (Wirtsch.). Windo
wing ['wɪndoʊɪŋ] das; -[s] (aus gleichbed. engl. windo
wing): svw. Windowtechnik. Winldowlshoplping [--ʃɔpɪŋ] das,■ -s, -s (aus gleichbed. engl. window-shopping, zu
shopping, vgl. Shopping): Schaufensterbummel. Windowtechlnik die;
Fenstertechnik, Verfahren, das es
erlaubt, den Inhalt mehrerer Dateien od. mehrere Pro
gramme (4) gleichzeitig auf dem Bildschirm darzustellen
(EDV). Winds [wmdz] die (Plur.) (aus engl. (the)
wind(s)): engl. Bez. für Blasinstrumente des Orchesters
Windl sorlknolten der; -s, - (nach dem Herzog von Wind
sor, der ihn populär gemacht hat) : mit einer speziellen Bin
detechnik geschlungener, dicker Krawattenknoten
windlsurlfen [,,,sə:fn] (aus gleichbed. zu engl. to windsurf
zu windsurfing, vgl. Windsurfing): Windsurfing betrei
ben. Wind|sur|fer [,,,sə:fu] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
windwurfer): jmd., der Windsurfing betreibt. Windlsurfing [,,,sə:fɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. windsurfing, zu
wind „Wind“ u. to surf, vgl. surfen): das Segeln auf einem
mit einem beweglichen Segel ausgerüsteten langen, fla
chen, stromlinienförmigen Brett aus Kunststoff
Wingllets ['wɪŋləts] die (Plur.) (aus engl. winglet „Flügel
chen“, Verkleinerungsform von wing „Flügel“): an den
Flügelenden von Flugzeugtragflächen angeordnete kleine
Hilfsflügel, die die Verwirbelungen hinter den Tragflä
chenenden verringern sollen
Winlner der; -s, - (aus engl. winner „Sieger; Gewinner“):
spielentscheidender Punkt (bes. beim Tennis)
Wirelloop ['waɪəlu:p] das; -[s], -s (meist Plur.) (zu engl. wire
„Draht“ u. loop „Schlinge“): Bez. für krankhaft veränder
te Î Glomeruli, die in ihrer Form an Drahtschlingen erin
nern (Med.)
Wischlnu der; -s (aus gleichbed. sanskr. visnu): neben
ÎBrahma u. TSchiwa einer der höchsten Götter des Hin
duismus. Wisch|nu|is|mus der; - (zu T...ismus (1)>:
Hauptrichtung des Hinduismus, in der Wischnu als höchs
ter Gott verehrt wird
Wis|te|ria<fie;-, ...ien [...ion] (nachdem amerik. Anatomen
C. Wistar (1761-1818) u. Î *...ia): svw. Glyzine
Wilthelrit [wɪðə,,,, auch ... rit] der; -s, -e (nach dem brit.
Mediziner u. Botaniker W. Withering (1741-1799) u. zu
t2...it): ein farbloses, weißes, graues od. gelbliches, sprö
des Mineral
Wlaldilka der; -s, -s (aus dem Slaw.; vgl. russ. vladyka): 1.
Bischofstitel in der russ.-orthodoxen Kirche. 2. (früher)
Titel des Herrschers u. Kirchenoberhaupts von Montene
gro
Windlband
Women's Lib
[ve la:n] das; -[s], -s (Abk. für engl. wireless /ocal
«rea network „drahtloses lokales Netz“): Bez. für einen
elektron. Standard, der den kabellosen Internetzugang
über Computer, Notebook, Handy u.Ä. mit hoher Über
tragungskapazität ermöglicht (EDV)
woblbeln (aus gleichbed. engl. to wobble, eigtl. „wackeln,
zittern“): 1. eine Frequenz sinusförmig gegenüber einer
anderen (niedrigeren) gering schwanken lassen (Phys.). 2.
eine periodische Schwankung verursachen (Phys.).
Wobblier* der; -s, - (aus gleichbed. engl. wobbler): 1. in
der Frühzeit der Funktechnik verwendete Handmorsetas
te mit beidseitig kontaktgebendem Tasthebel. 2. a) Gerät
zur Verursachung stetiger periodischer Schwankungen
der Frequenz; b) zu Prüfzwecken dienender Sender, des
sen Frequenz regelmäßig geändert werden kann (Phys.). 3.
beweglicher, künstlicher Köder für den Fang von Raubfi
schen
Wo|da|nit [auch ... nɪt] der; -s, -e (nach Wodan, dem obers
ten germ. Gott, u. zu t2...it): ein Glimmermineral, eine ti
tanhaltige Varietät des t Biotits
Wodlka der; -s, -s (aus gleichbed. russ. vodka, eigtl. „Wäs
serchen“, Verkleinerungsform von voda „Wasser“): hoch
prozentiger russ. Trinkbranntwein
Woldu, Voodoo ['vu:du, vu du:], Voudou [vu'du:] u. Wudu
der; - (aus gleichbed. kreol. voudou, dies aus dem Westafrik.): aus Westafrika stammender synkretistischer, mit
kath. Elementen durchsetzter, magisch-religiöser Ge
heimkult auf Haiti
Wolfaltit® [auch ... tit] der; -s, -e (Kunstw.): Ionenaustau
scher auf Kunststoffbasis, der bes. zum Enthärten von
Wasser verwendet wird (Chem.)
Woglging das; -s (Mischbildung aus Î (Talking u. TJoggingy. schnelles, sportliches Gehen
Woillach [voylax] der; -s, -e (aus russ. vojlok „Filz“, älter
„Satteldecke“, dies aus turkotat. oilyk „Decke“): wollene
[Pferde]decke, Sattelunterlage
Woilwod u. Woilwolde [voy...] der; ...den, ...den (aus
poln. wojewoda zu wojna „Krieg“ u. wodzic „führen“): 1.
(früher) Heerführer (in Polen, in der Walachei). 2. obers
ter Beamter einer poln. Provinz; Landeshauptmann.
Woiwodschaft die; -, -en: Amtsbezirk] eines Woiwo
den
Wok der; -, -s (aus gleichbed. c/zz». (kantonesisch) wök):
(bes. in der chines. Küche verwendeter) schalenförmiger
Kochtopf, in dem die Speisen durch ständiges Umrühren
gegart werden
Wolf Iralmat das; -[e]s, -e (nach Wolfram, dem Namen ei
nes metallischen chem. Elements, u. zu Î ...at (2)>: Salz der
Wolframsäure (Chem.). Wolflralmit [auch ...'mit] das; -s
(zu t2...it): ein dunkelbraunes bis schwarzes, metallisch
glänzendes Mineral, wichtigstes Wolframerz
Wolfslberlgit [auch ... 'gɪt] der; -s, -e (nach dem Ort Wolfs
berg, Landkreis Sangerhausen, u. zu î2...it): ein bleigraues
bis schwarzes, häufig bunt angelaufenes Mineral
Wol|las|to|nit* [auch ...nit] der; -s, -e (nach dem engl.
Chemiker u. Physiker W. H. Wollaston (1766-1828) u. zu
t2...it>: ein weißes, glas-, auch perlmuttartig glänzendes
Mineral
Wol|ve|rines ['wʊlvəri:nz] die (Plur.) (nach dem Namen
„The Wolverine Orchestra“): eine der Hauptgruppen des
Jazz im sog. Chikagostil
Wolmalnilzer ['wʊmənaɪzə] der; -s, - (aus gleichbed. engl.
womanizer zu to womanize „hinter den Frauen her sein“,
dies zu woman „Frau“): Frauenheld
Womlbat der; -s, -s (aus gleichbed. engl. wombat, dies aus
einer austr. Eingeborenensprache): austral. Beuteltier, ein
kurzbeiniger, stummelschwänziger, nachtaktiver Boden
bewohner
Wo men's Lib ['wɪmmz lib] die; - - (verkürzt aus engl. WoWLAN
Won
men’s Liberation Movement „Frauenbefreiungsbewe
gung“): innerhalb der Bürgerrechtsbewegung der 1960erJahre entstandene amerik. Frauenbewegung
Won der; -[s], -[s] (aber: 100-) (aus dem Korean.): Wäh
rungseinheit in Korea
Woniderlbra® ['wɑndə...] der; -s, -s (Kunstw. zu engl. won
der „Wunder“): ein bestimmter TPush-up-BH
Wood [wud] der; -s, -s <aus gleichbed. engl. wood, eigtl.
„Holz“): Golfschläger mit einem Kopf aus Holz
Wood|cock|spa|ni|el ['wʊdkɔk...] der; -s, - (zu engl.
woodcock „Waldschnepfe“ u. ÎSpaniel): svw. Cockerspa
niel
Woodleflfekt [ wud...] der; -[e]s (nach dem amerik. Physi
ker R. W. Wood, 1868-1955): Erscheinung, dass bei Infra
rotaufnahmen Pflanzengrün bei Sonnenbeleuchtung sehr
hell (im Positiv) wiedergegeben wird (Fotogr.)
Woolfe r ['wufə] der; -[s], - (aus gleichbed. engl. woofer zu to
woof „einen dumpfen Ton von sich geben“, eigtl. „bel
len“): [Tieftonjlautsprecher an elektroakustischen Anla
gen; Ggs. ÎTweeter
Worceslterlsolße [vustn...] die; -, -n (nach der engl. Stadt
Worcester): pikante Soße zum Würzen von Speisen
Worlkalhollic* [wə:kə'hɔlɪk] der; -s, -s (aus gleichbed. engi.
workaholic, zusammengezogen aus work „Arbeit“ u. alco
holic „Alkoholiker“): jmd., der unter dem Zwang steht,
ununterbrochen arbeiten zu müssen. Wor|ka|ho|lismus der; - (nach gleichbed. engl. workaholism; vgl. ...ismus(3)>: ins Krankhafte gesteigerte Arbeitssucht. Work
flow [ wə:kflou] der od. das; -s, -s (aus engl. workflow
„Arbeitsfluss“): 1. Ablauf arbeitsteiliger Vorgänge bzw.
Geschäftsprozesse in Unternehmen u. Behörden mit dem
Ziel größtmöglicher Effizienz. 2. Arbeitsablauf bei Com
puterprogrammen, bei dem der Anwender ständig auto
matisch (z. B. durch Î Windows) auf den nächsten Arbeits
schritt gelenkt wird (EDV). Work-out, auch Worklout
['wə:kaʊt] das; -s, -s (aus gleichbed. engl. workout): Form
des intensiven Fitnesstrainings. Worklshop ['wə:kʃɔp]
der; -s, -s (aus gleichbed. engl. workshop, eigtl. „Werk
statt“): Kurs, Seminar o.Ä., in dem in freier Diskussion
bestimmte fachbezogene Themen erarbeitet werden, ein
Erfahrungsaustausch stattfindet. Worklsong ['wə:ksɔŋ]
der; -s, -s (aus gleichbed. engl. -amerik. work song, zu engl.
song, vgl. Song): (früher) Arbeitslied, bes. der afrik. Skla
ven in Nordamerika. Work!sta|tion [wə:ksteɪʃn] die; -,
-s (aus gleichbed. engl. workstation): Arbeitsplatzrechner;
sehr leistungsfähiger, an einem Arbeitsplatz installierter,
meist an ein lokales Netz angeschlossener Computer, der
bes. beim Einsatz umfangreicher Systeme von Program
men benötigt wird
Worldlcup ['wə:ldkʌp] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. world
cup zu world „Welt“ u. cup „Pokal“): 1. meist jährlich
stattfindender Wettbewerb mit unterschiedlichem Austra
1428
gungsmodus in verschiedenen sportlichen Disziplinen
(z.B. im Skisport). 2. Siegestrophäe beim Worldcup (1).
World Wide Web [wə:ld ward 'wɛb] das; —s (aus engl.
world wide web „weltweites Netz“): weltweites Informati
onssystem im Internet (EDV); Abk.: WWW
WORM die; -, -s (Abk. für engl. write-once, read-many „ein
mal schreiben, vielfach lesen“): optische Speicherplatte,
die vom Anwender mit einem konstanten Inhalt beschrie
ben wird (bes. für sehr große Datenmengen; EDV)
Worst-Case-Denlken ['wə:st'keɪs...] das; -s (zu engl.
worst case „schlimmster Fall“): svw. Riskmanagement
wow [wau] (aus gleichbed. engl. wow): (ugs.) wunderbar!,
super! (Ausruf der Bewunderung od. Überraschung)
Wraplping ['ræpɪŋ] das; -s (aus engl. wrapping „Hülle,
Umhüllung“ zu to wrap „einhüllen, einpacken“): operati
ve Behandlung eines Î Aneurysmas durch Anbringen einer
Kunststoffhülle, die wandfestigende Bindegewebswuche
rungen auslöst (Med.)
Wrestlling ['rɛslɪŋ] 4ös; -s (aus gleichbed. engl. wrestling
zu to wrestle „ringen“): in besonderem Maße auf Show
ausgerichtetes Ringen im Stil des Catch-as-catch-can
Writ ['rɪt] der; -[s], -s (aus engl. writ „behördlicher Erlass“,
verwandt mit altnord. ritu.got. writs):im alten engl. Recht
jeder schriftliche Befehl des Königs an einen Lehnträger,
dessen Nichtbeachtung als Felonie, d.h. als Treuebruch,
bestraft wurde
Wuldu vgl. Wodu
Wulkella: Plur. von tWekil
Wullfelnit [auch ...nit] das; -s, -e (nach dem österr. Mine
ralogen F.X. V. Wulfen ( 1728-1805) u. zu t2...it): ein gelbes
bis orangerotes Mineral
Wur|lit|zer|or|gel die;-, -n(nachder nordamerik. Herstel
lerfirma Wurlitzer): eine elektr. Kinoorgel, urspr. zur mu
sikalischen Untermalung von Stummfilmen
Wurtlzit [auch .. ,'tsit] der; -s, -e (nach dem franz. Chemiker
Ch. A. Wurtz (1817-1884) u. zu t2...it): ein hell- bis dun
kelbraunes Mineral, das meist mit Pechblende verwachsen
auftritt
WWW: Abk. für World Wide Web
Wylanldotlte [vaiəndɔt(ə)] das; -, -s od. die; -, -n [...tn]
(aus gleichbed. engl. wyandotte, wohl nach dem kanad. In
dianerstamm der Wyandots): Huhn einer mittelschweren
amerik. Rasse mit meist weißem Gefieder u. dunkler
Zeichnung
Wylchulchol [vYxuxal] der; -[s], -s (aus gleichbed. russ.
vychuchol’): eine nachtaktive, in der Nähe von ruhigen
Gewässern lebende russ. Maulwurfsart
WYSIWYG [ waɪzɪwaig] (Abk. für engl. what you see is
what you get „was man sieht, bekommt man auch“):
Schlagwort aus dem Bereich der Textverarbeitung u. des
Î Desktop-Publishing, wonach auf dem Bildschirm genau
das dargestellt wird, was später gedruckt wird (EDV)
X
vgl. xantho..., Xantho... Xan|tha|lin
das; -s (Kunstw. zu Txantho... u. T...in (l)): ein ÎAlkaloid
des Opiums. Xanithan das; -s (zu t...an>: biotechnisch
hergestelltes Polysaccharid, das zur Verdickung u. Stabi
lisierung z. B. von Nahrungsmitteln u. Kosmetika verwen
det wird. Xanlthat das; -[e]s, -e <zu T...at (2)>: svw. Xanthogenat. Xan|the|las|ma* das; -s, Plur. -ta u. ...men (zu
gr. élasma „plattenförmiges Gebilde“, eigtl. „mit dem
Hammer getriebene Metallplatte“): gelber Fleck od.
Knötchen an den Augenlidern (Med.). Xanlthen das; -s
<zu T...en): kristalline Substanz in Form farbloser Blätt
chen, die die Grundlage bestimmter Farbstoffe bildet
(Chem.). Xanlthin das; -s (zu T...in (1)>: eine physiolo
gisch wichtige Stoffwechselverbindung, die im Organis
mus beim Abbau der Î Purine entsteht (Biochem.). Xanthinoxidase, auch Xan|thin|oxylda|se die; -, -n:
Î Enzym, das Xanthin in Harnsäure überführt (Biochem.).
Xan|thi|nu|rie* die; - (zu T...urie>: vermehrte Ausschei
dung von Xanthin im Urin (Med.)
Xanlthiplpe die; -, -n (nach dem Namen von Sokrates’
Ehefrau Xanthippe (gr. Xanthippe), die in der altgriech.
Literatur als schwierig u. zanksüchtig geschildert wird):
(ugs.) unleidliche, streitsüchtige, zänkische [Ehejfrau
Xanlthit [auch ..,'tit] der; -s, -e (zu txantho... u. î 2...it> : ein
Mineral, gelbe Varietät des T Vesuvians (a)
xan tho..., Xanltho..., vor Vokalen auch xanth..., Xanth...
(aus gleichbed. gr. xanthös): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „gelb“, z. B. Xanthophyll, Xanthelasma, xantholchrom [...k...] (zu gr. chroma „Farbe“): gelb[lieh],
hellfarbig. Xan|tho|chro|mie die; -, ...ien (zu T2...ie):
Gelbbraunfärbung der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit
durch Beimengung von Blutfarbstoffen (Med.), xanlthoderm (zu gr. dérma „Haut“): gelbhäutig (Med.). Xantholderlmierfze; -, ...ien (zu t ...dermie): Gelbfärbung der
Haut bei Xanthomen (Med.). Xan|tho|don|tie* die; -,
...ien (zugr. odoüs, Gen. odöntos „Zahn" u. T2...ie): Gelb
bis Braunfärbung der Zähne durch normale Umwelt- od.
Ernährungseinflüsse. Xanltholgelnat das; -[e]s, -e (zu
t...gen u. T...at (2)): Salz der Xanthogensäure (Chem.).
XanltholgenlsäulrerZ/e; -: Äthylester der Dithiokohlen
säure, Ausgangsstoff technisch wichtiger Salze (Chem.).
Xanltholkon das; -s, -e (zu gr. könis „Staub“): ein Mine
ral, Rotgültigerz. Xan thom das; -s, -e (zu T ...om): gutar
tige, gelb gefärbte Geschwulst der Haut (Med.). Xanlthomaltolse die; -, -n (zu T '...ose): ausgedehnte Xanthombildung (Med.). Xanltholmoinas rfie; -, ...naden (meist
Plur.) (zu gr. monás, Gen. monádos, vgl. Monade): Gat
tung gramnegativer, gelb gefärbter anaerober Bakterien,
die als Erreger von Pflanzenkrankheiten auftreten (Biol.).
Xanthon das; -s (zu T2...on>: organische Substanz in
xanth.,., Xanth...
Form farbloser Nadeln, Î Diketon des Anthracens
(Chem.). Xanltholphyll das; -s (zu gr. phyllon „Blatt“):
gelber bis bräunlicher Farbstoff, der in allen grünen Teilen
der Pflanzen vorkommt u. bes. bei der herbstlichen Ver
färbung der Laubbäume in Erscheinung tritt (Bot.). Xant ho I p hy 111 it [auch ...’lit] der; -s, -e (zu t2...it>: ein gelbes
Mineral. Xanltholproltelinlrelakltilon die; -, -en:
Nachweisreaktion für Eiweißstoffe durch Gelbfärbung
beim Zusatz von konzentrierter Salpetersäure (Biochem.).
Xanlthoplsie* die; -, ...ien (zu T...opsie): das Gelbsehen
aller Gegenstände bei gestörtem Farbensehen (Med.).
Xa n Ith or I rhoea [,,,'ro:a] die; - (aus nlat. xanthorrhoea zu
Txantho... u. gr. rheîn „fließen“): austr. Gattung der Lili
engewächse. Xanltholxyllum* das; -s (aus nlat. xanthoxylum, zu gr. xylon „Holz“): ostasiat. u. nordamerik.
Baumgattung. Xanltholzylalnolpie* u. XanltholzylanoplsieÄe; -, ...ien (zugr. kÿanos „blaueFarbe“ u. T...opie
bzw. ...opsie): Form des gestörten Farbensehens, bei der
nur die Farben Gelb u. Blau richtig gesehen werden (Med.)
X-Chrolmolsom [Tkskro...] das; -s, -en (zum Buchstaben
Xu. tChromosom, nach der Form): Geschlechtschromo
som, das beim Vorkommen in der Samenzelle das Ge
schlecht des gezeugten Kindes auf weiblich festlegt (Med.,
Biol.); Ggs. î Y-Chromosom
xen..., Xen... vgl. xeno..., Xeno... Xelnie [...is] die; -, -n u.
Xenion ifaj; -s, ...ien [...isn] (über lat. xenium (Plur. xe
nia „Begleitverse zu Gastgeschenken“) aus gr. xénion
„Gastgeschenk“ zu xénos „Gast; Fremder“): kurzes Sinn
gedicht (ein Î Distichon)
XENIX das; - (Kunstw.): eine Variante des Computerbe
triebssystems t UNIX
Xelnilziltät die; -, -en (zu Txeno... u. T ...izität): Fremdar
tigkeit des Verhaltens von [neuen] Elementarteilchen
(Phys.), xelno..., Xe no..., vor Vokalen auch xen...,
Xen... (zugr. xénos „fremd; Fremder“): Wortbildungsele
ment mit der Bedeutung „fremd. Fremdes, Gast“, z. B. Xenophilie, Xenizität. Xe no|bio|se die; -, -n (zu Î ...biose):
Gast-Wirt-Verhältnis zwischen zwei Ameisenarten, bei
dem die Gastameise Unterkunft u. Schutz bei der Wirts
ameise findet (Biol.). Xe|no|bio|ti|kum das; -s, ...ka
(meist Plur.) (zu gr. bios „Leben“ u. T ...ikum, Analogiebil
dung zu Î Antibiotikum): körperfremde Substanz (z. B. ein
Medikament), die im lebenden Organismus Stoffwechsel
reaktionen unterliegt (Med.). Xelnolblast* der; -en, -en
(zu gr. blastös „Spross, Keim“): gesprosstes Mineral mit
uncharakteristischer Form. xe|no|blas|tisch*: nicht in
der eigenen Gestalt ausgebildet (von Mineralneubildun
gen bei der Gesteinsmetamorphose; Geol.). Xelnoldochium [,..x...] das; -s, ...ien [...ian] (über gleichbed. spätlat. xenodochium aus gr. xenodocheton): altkirchliche
Xenogamie
Fremdenherberge, Vorläufer des mittelalterlichen Î Hospi
zes. Xelnolgalmie rf/e; -, ...ien <zu txeno... u. t...garnie
(l)): Fremdbestäubung von Blüten (Bot.), xelnolgen <zu
t...gen>: von einem artfremden Individuum stammend
(bes. von Transplantaten; Med.). Xe|no|glos|si_e*
-,
...ien (zu gr. glðssa (vgl. Glosse) u. T2...ie>: unbewusstes
Reden in einer unbekannten Fremdsprache (Psychol.).
Xelnoi [...noy] die (Plur.) (aus gleichbed. gr. xénoi, Plur.
von xénos „der Fremde“): Fremde, Ausländer; antike Bez.
für die sich vorübergehend in altgriech. Städten aufhalten
den Fremden. Xe|no|kra|tie* die; -, ...ien (zu Î ...kratie):
(selten) Fremdherrschaft. Xelnollith [auch ... lit] der;
Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu T...lith): Fremdkörper, Ein
schluss in Ergussgesteinen (Geol.). XelnollolgiezZie;- (zu
t...logie): svw. Okkultismus. Xe|no|ma|nie die; - (aus
gleichbed.gr. xenomania): (veraltet) enthusiastische Vor
liebe für alles Fremdländische. Xe|no|mi|sie die; - (zu
Txeno..., gr. misetn „hassen“ u. T2...ie): (veraltet) Frem
denhass. xelnolmorph (zu Î...morph): fremdgestaltig
(von Mineralien, die bei der Gesteinsbildung nicht in ihrer
typischen Kristallform erstarren konnten; Geol.). Xe
non das; -s (zu gr. xénon, Neutrum von xénos „fremd“,
eigtl. „das Fremde“, weil das Element bis zu seiner zufäl
ligen Entdeckung nicht bekannt war): chem. Element,
Edelgas; Zeichen Xe. xelnolphil (zu Txeno... u. T...phil):
eine ausgeprägte Vorliebe für Menschen aus einer anderen
Region, einem anderen Volk od. Kulturkreis empfindend,
bekundend; Ggs. Txenophob. Xe|no¡phi|lie die; - (zu
T ...philie): xenophile Haltung; Ggs. (Xenophobie, xelnophob (zu t ...phob (b)): eine ausgeprägte Abneigung gegen
Menschen aus einer anderen Region, einem anderen Volk
od. Kulturkreis empfindend, bekundend; Ggs. txenophil.
Xe no pho bie die; -, ien (zu T...phobie (b)): xenophobe
Haltung; Ggs. TXenophilie. Xelnolsit der; -en, -en (zugr.
sitos „Nahrung“): nur im Larvenstadium od. in der Ju
gendphase als Parasit lebend (Biol.). Xelnoltim der; -s (zu
gr. xenótimos „Fremde ehrend“): Hauptmineral der TYttererden. Xe no trans planjtat das; -[e]s, -e: Transplan
tat, das zwischen zwei artverschiedenen Individuen aus
getauscht wird (Biol., Med.). Xe|no|trans|plan|ta|tilon
die;-, -en: Transplantation, bei derXenotransplantate ver
wendet werden (Med.). xe|no|zön (zugr. koinós „gemein
sam“): nur gelegentlich in einem Biotop vorkommend,
sonst aber anderswo lebend (Biol.)
xer..., Xer... vgl. xero...,Xero... Xe|ran|the|mum*i/as;-s,
...themen (aus nlat. xeranthemum zu Txero... u. gr. ánthemon „Blume“): Papierblume. Xelralsie die; -, ...ien (zu
gr. xérós „trocken, dürr“ u. T2...ie): trockene, atrophische
Nasenschleimhautentzündung bei Tuberkulose (Med.)
Xelres vgl. Jerez
xeI ro..Xe ¡ ro..., vor Vokalen auch xer..., Xer... (aus gleich
bed. gr. xérós): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„trocken“, z.B. xerophil, Xeranthemum. Xe|ro|cha!sie
[...ç...] die; - (zu gr. chásma „Öffnung“ u. 12...ie> : das Öff
nen u. Schließen der Blüten, der Spaltöffnungen usw., je
nach Witterung (Bot.). Xe|ro|der|ma das; -s, Plur. -ta u.
...men: erblich bedingte u. meist schon in früher Kindheit
tödlich endende Hautkrankheit mit Flecken- u. Warzen
bildung, Entzündungen u. Karzinomen (Med.). Xelroderlmie die; -, ...ien (zu T...dermie): Trockenheit der
Haut; Pergamenthaut (Med.). Xe|ro|form® das; -s
(Kunstw.): Wundstreupulver. Xelrolgel das; -s, -e: flüs
sigkeitsarmes TGel (Chem.). Xe|ro|gra|fie, auch ...gra
phie die: -, ...ien (zu T...grafie; da die Kopien ohne Ent
wicklungsbad, also „trocken“, hergestellt werden): Ver
fahren zur Herstellung von Papierkopien sowie zur Be
schichtung von Druckplatten für den Offsetdruck, xelrogralfielren, auch ...gralphielren (zu T ...ieren): das Ver
fahren der Xerografie anwenden. xe|ro|gra|fisch, auch
1430
...gralphisch (zu Î ...grafisch): die Xerografie betreffend.
Xelrolkolpie die; -, ...ien: xerografisch hergestellte Ko
pie. xe!ro|kolpie|ren: eine Xerokopie herstellen, xelromorph (zu t...morph): Schutzvorrichtungen gegen Aus
trocknung besitzend, an Trockenheit angepasst (von
Pflanzen od. Pflanzenteilen; Bot.). Xeromorphie die;
- (zu Î ...morphie): (sich morphologisch äußernde) Anpas
sung bestimmter Pflanzen an Trockenheit, an trockene
Standorte (Biol.). Xelrolphalge der; -n, -n (zu T ...phage):
von relativ trockener Nahrung lebender Organismus, der
seinen Flüssigkeitsbedarf zumeist durch das beim Stoff
wechsel anfallende Wasser deckt (z.B. die Kleidermotte;
Biol.). xelroiphil (zu t...phil) : Trockenheit liebend od. be
vorzugend (von Pflanzen; Bot.). Xe|rolphi|lie die; - (zu
T...philie): Bevorzugung der Trockenheit (Bot.). Xerophlthallmie* <Z/e, -, ...ien (zu spätgr. xéróphthalmos
„mit trockenen Augen“ u. t2...ie): Austrocknung der Bin
de- u. Hornhaut des Auges (Med.). Xelrophlthallmus*
der; -, ...men (aus nlat. xerophthalmus): svw. Xerophthal
mie. Xejrolphyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu Txero... u.
T...phyt): an trockene Standorte angepasste Pflanze
(Bot.). Xelrolraldiolgralfie, auch ...gralphie die; -,
...ien: Form der Radiografie, bei der anstelle des Films ei
ne mɪt Selen beschichtete Aluminiumplatte tritt u. ein Pa
pierbild gewonnen wird. Xe|ro|sal|gie* i/Ze; -, ...ien (zu
TXerose u. î...algie): Schmerz bei Trockenheit der Haut
(Med.). Xelrolse die; -, -n (zu txero... u. T '...ose): 1. svw.
Xerophthalmie. 2. Trockenheit der Schleimhäute der obe
ren Luftwege (Med.). Xe|ro|se|rie [...io] die; -, ...ien
[...ion]: Wandel in der Zusammensetzung einer Pflanzen
gesellschaft von der Erst- bis zur Endbesiedlung unter Trockenheitsbedingungen (Bot.). Xe ros to mie* die; -,
...ien (zu gr. stóma „Mund“ u. t2...ie): abnorme Trocken
heit der Mundhöhle (Med.), xelroltherm (zu t...therm):
ein trockenwarmes Klima aufweisend, xelrgltisch (zugr.
xérós „trocken, dürr“; vgl. ...otisch): trocken, eingetrock
net (Med.)
Xeltra®* das; -[s] (Abk. für engl. exchange electronic tra
ding): vollelektron. Handelssystem für alle an der Frank
furter Wertpapierbörse notierten Wertpapiere des Kassa
marktes (Börsenw.)
Xi das; -[s], -s (aus gr. xt): vierzehnter Buchstabe des griech.
Alphabets: 3, Ç. Xi|hy|pe|ron das; -s, -en: negatives od.
ungeladenes Elementarteilchen, das in der Höhenstrah
lung vorkommt (Phys.)
Xi|mé!nez [ximeneB] der; - (zu span, pedrojiménez, vgl.
Pedro Ximénez): svw. Pedro Ximénez
Xiphoipagus der; -, Plur. ...gi u. ...gen (aus gleichbed.
nlat. xiphopagus zugr. xiphos „Schwert“ u. pégnÿnai „be
festigen, anheften“): Zwillingsmissgeburt, bei der die
Paarlinge am Schwertfortsatz des Brustbeins zusammen
gewachsen sind (Med.)
XL (Abk. für engl. extra /arge): extra groß (Kleidergröße)
XL-Ka|me!ra [ɪks'ɛl...] die; -, -s (verkürzt aus engl. existing
light „vorhandenes Licht“, nach der Aussprache) : Filmka
mera, mit der man noch bei schwachem Licht ohne zusätz
liche künstliche Beleuchtung filmen kann
X-Mo|tor ['ɪks...] der; -s, -en (nach der Form): Kolbenmo
tor, dessen vier Zylinderreihen x-förmig angeordnet sind
Xglainon
-s, ...ana (aus gleichbed. gr. xóanon zu xeln
„polieren“): meist aus Holz, seltener auch aus Stein, Gold
u. Elfenbein gefertigte, Menschen od. Götter darstellende
altgriechische Figur
XS (Abk. für engl. extra .small): extra klein (Kleidergröße).
XXL (Abk. für engl. extra extra /arge): extrem groß (Klei
dergröße). XXS (Abk. für engl. extra extra small) : extrem
klein (Kleidergröße)
xyl..., Xyl... vgl. xylo..., Xylo... Xyllalmon® das; -s
(Kunstw.): fungizid- u. insektizidhaltiges Holzschutzmit-
1431
Xystus
tel. Xyllan das; -s <zu îxylo... u. t...an): eine der wichtigs
zer. Xy|lo|pha|ger7er; -n, -n (zu t ...phage): svw. Lignivoten t Hemizellulosen, Holzgummi. Xyllem das; -s, -e <zu
re. Xyllolphon, auch ...fon das; -s, -e (zu t,,,phon):
î ...em>: der Wasser leitende Gefäßteil der Pflanze (Bot.).
Schlaginstrument, bei dem auf einem Holzrahmen befes
Xyllelnol das; -s (zu t...en u. t...ol): ein ÎPhenol. Xyllitigte Holzstäbe mit zwei Holzklöppeln geschlagen werden.
dinJas',' -s, -e (Kunstw.): aus Xylol gewonnener Ausgangs
Xyllprlgalnum* das; -s, -s: eine Art Xylophon mit Kla
stoff zur Synthese bestimmter Teerfarbstoffe. Xy Hit [auch
viatur. Xyllglse die; - (zu T2...ose>: Holzzucker, in vielen
...lit] der; -s, -e (zu t2...it): Holzbestandteil der Braunkoh
Pflanzen enthaltene Zuckerart. Xyllolsisltron* das; -s,
le. xyllo..., Xyllo..., vor Vokalen auch xyl..., Xyl... (aus
...troné (zu gr. seîstron „Klapper (die beim Gottesdienst
gleichbed. gr. xÿlon): Wortbildungselement mit der Be
der Isis geschüttelt wurde)“ zu seiein „schütteln, schwin
deutung „Holz“, z.B. Xylan, Xylograf. Xy|lo|chrom
gen“): xylophonähnliches Musikinstrument, dessen höl
das; -s (zu gr. ehrðma „Farbe“): Farbstoff der Hölzer. Xy
zerne Stäbe mit beharzten Handschuhen angestrichen
lolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zu t...graf): Holz
werden. Xyllolthek tze; -, -en (zu T...thek): Zusammen
schneider. Xyllolgralfie, auch ...gralphie die; -, ...ien
stellung von in Buchform gefertigten Präparaten u. Be
(zu î...grafie>: a) (ohne Plur.) Holzschneidekunst; b)
schreibungen verschiedenster Hölzer
Holzschnitt. Xy|lolgralfin,auch ...gralphinr/ze; -, -nen: Xyslten: Plur. von 1Xystos. Xyslti: Plur. von tXystus.
weibliche Form zu TXylograf. xyllolgralfisch, auch
Xysltilker z/er; -s, - (aus gleichbed. gr. xystikös): im Xys
...gralphisch (zu t ...grafisch): a) in Holz geschnitten; b)
tos übender Wettkämpfer. Xysltos der; -, Xysten (aus
die Xylografie betreffend. Xylloi das,- -s (zu t ...ol): Dime
gleichbed. gr. xystos, eigtl. „geglätteter Boden)“ zu xÿein
thylbenzol, eine aromatische Kohlenstoffverbindung, die
„glätten, polieren“): (im Griechenland der Antike) ge
bes. als Lösungsmittel sowie u.a. als Zusatz für Auto- u.
deckter Säulengang als überdachte Laufbahn für die Ath
Flugbenzin eingesetzt wird. XyIlollith® [auch ... ht] der;
leten. Xysltus der; -, ...ti (aus gleichbed. lat. xystus, dies
aus gr. xystös, vgl. Xystos): (im Rom der Antike) offene
Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu t...lith): Steinholz, ein Kunst
stein. Xyllolmelterfiüzs; -s, - (zu Α...meter): Gerät zur Be
Terrasse od. Gartenanlage vor einem Portikus, der Säu
lenhalle am Haupteingang eines Gebäudes
stimmung des Rauminhalts unregelmäßig geformter Höl
X
Y
[j...] die; -, -en <aus gleichbed. engl. yacht, dies aus
niederl. jacht, vgl. Jacht): svw. Jacht
Yalgilanltenlne [j...] die; -, -n (nach dem japan. Ingenieur
H. Yagi (1886-1976) u. zu î Antenne): für UKW- u. Fern
sehempfang verwendete Antenne (1) mit besonderer
Richtwirkung
Yak [jak] vgl. Jak
Yalki [j...] das; -[s] (aus jap. ya-ki „Gebranntes“): Sammelbez. für keramische Erzeugnisse [aus Japan]
Ya ku za [ja'ku:za] die; - (aus gleichbed. jap. yakusa, zu ya
„acht“, ku „neun“ u. za „drei“ (in Bezug auf das schlech
teste Blatt in einem Glücksspiel)): Gruppe, Organisation,
die der organisierten Kriminalität (bes. Erpressung, Zu
hälterei, Drogenhandel, Glücksspiel) in Japan angehört
Yalmalshilta [jama'ʃi:ta] der; -[s], -s (nach dem japan.
Kunstturner H. Yamashita (*1938)): Sprung am Lang
pferd mit Überschlag aus dem Handstand (Sport)
Yalmaltoe [ja'matoe] das; - {jap.; zu Yamato „Japan“ u. e
„Bild“): älteste Gattung der eigenständigen japan. Male
rei in Tusche u. Deckfarben mit lebhafter Farbgebung u.
feiner Linienführung
Yalmen [j...] der; -[s], - (aus gleichbed. chin, ya-men): Amts
sitz eines siegelberechtigten Beamten in der chines. Kai
serzeit
Yamslwurlzel [j...] vgl. Jamswurzel
Yang [jaŋ] das; - (aus gleichbed. chin, yang, eigtl. „Sonnen
od. Lichtseite des Berges“): die lichte männliche Urkraft,
das schöpferische Prinzip in der chines. Philosophie (als
polares Grundprinzip im Wechselspiel mit Yin); vgl. Yin
Yanglshalolkulltur [iaŋʃau...] die; - (nach dem Fundort
Yang shaocun in der Provinz Henan (China)): Kulturstufe
aus der frühen Jungsteinzeit in Nordchina, die durch be
festigte Dorfanlagen u. rote Keramik gekennzeichnet ist
Yanlkee [ jeŋki, engl. jæŋkɪ] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
yankee, urspr. Spitzname für die (niederl.) Bewohner der
amerik. Nordstaaten, Herkunft ungeklärt): (meist abwer
tend) US-Amerikaner. Yanlkee Dooldle [ jæŋkt 'du:dl]
der; - -[s] (aus gleichbed. engl. Yankee Doodle, zu to dood
le „Dudelsack spielen“, urspr. engl. Spottlied auf die ame
rik. Truppen im Unabhängigkeitskrieg): amerik. Natio
nalhymne aus dem 18. Jh.
Yanltra* [j...] das; -[s], -s (aus gleichbed. sanskr. yantrá,
eigtl. „Instrument, Stütze“) : in den ind. Religionen bes. als
Meditationshilfe dienendes mystisches Diagramm
Yard [ja:nt, engl. jɑ:d] das; -s, -s (5 Yard[s]) (aus gleichbed.
engl. yard, eigtl. „Maßstab: Rute“): angelsächsisches Län
genmaß ( = 91,44 cm); Abk.: y., yd., Plur. yds.
Yasltik [j...] vgl. Jastik
Yawl [jo:l] die; -, Plur. -e u. -s (aus gleichbed. engl. yawl, dies
wohl aus mittelniederd. jolie od. mittelniederl. jol): 1. (oh
Yacht
ne Plur.) eine Takelungsart von zweimastigen Segelboo
ten. 2. zweimastiges [Sportjsegelboot, dessen hinterer
Mast hinter dem Ruder steht
Y-Chroimolsom [Ypsilonkro...] das; -s, -en (zum Buchsta
ben i u. t Chromosom, nach der Form) : Geschlechtschro
mosom, das in allen Körperzellen männlicher Individuen
enthalten ist u. beim Vorkommen in der Samenzelle das
Geschlecht des gezeugten Kindes als männlich bestimmt
(Med., Biol.); Ggs. tX-Chromosom
Yelllow Cake [ jɛloʊ 'keɪk] der; - - (aus gleichbed. engl. yel
lowcake, eigtl. „gelber Kuchen“, zu yellow „gelb“ u. cake
„Kuchen“): bei der Kernbrennstofferzeugung anfallendes
pulverförmiges Urankonzentrat, das überwiegend aus
Uranoxid besteht. Yelllow Event [- i'vsnt] der od. das;
- -s, - -s: von der Yellow Press ausgelöste Massenveran
staltung. Yelllow Ground [- 'graʊnd] der; - -[s] (aus engl.
yellow ground „Gelbgrund“): in den obersten Teilen von
ÎPipes (2) enthaltenes, oft Diamanten führendes, verwit
tertes ÎKimberlit. Yelllow Press [- près] die; - - (aus
gleichbed. engl. yellow press, eigtl. „gelbe Presse“, 1896
geprägt vom amerik. Journalisten E. Wardman nach ei
nem in einer Bildergeschichte vorkommenden Straßenjun
gen im gelben Hemd): Regenbogenpresse
Yen [jɛn] der; -[s], -[s] (aber: 5 -) (ausjap. yen, dies aus chin.
yuan „rund“, eigtl. „runde (Münze)“): Währungseinheit
in Japan (=100 Sen)
Yeolman [jo:mən] der; -, ...men [...man] (aus gleichbed.
engl. yeoman, dies aus mittelengl. yoman, yeman, Her
kunft ungeklärt, vieil, verkürzt aus yongman, yengman
„junger Mann“): 1. im Mittelalter in England jeder Gemeinfreie unterhalb des Ritterstandes. 2. kleiner Gutsbe
sitzer od. Pächter. Yeolmanlry [...ri] die: - (aus gleichbed.
engl. yeomanry): berittene Freiwilligentruppe in Großbri
tannien
Yerlba [j...] die; - (aus amerik.-span, yerba (mate) „Mate
tee“): svw. 'Mate
Yelti [j...] der; -s, -s (aus dem Nepales.): Schneemensch, le
gendäres menschenähnliches Wesen im Himalajagebiet
Yggldralsil* [yk...] der; -s (meist ohne Artikel) (zu altnord.
yggr „schrecklich (Beiname Odins)“ u. drasill „Pferd“,
eigtl. „Pferd des Schrecklichen“): Weltesche (nord. My
thoi.)
Yin [jin] das; - (aus gleichbed. chin, yin, eigtl. „Nebel- od.
Schattenseite des Berges“): die dunkle weibliche Urkraft,
das empfangende Prinzip in der chines. Philosophie (als
polares Grundprinzip im Wechselspiel mit Yang); vgl.
Yang. Yinlghi ['jɪngi] das; -s (zu chin, yin „dunkel“): chi
nes. Schattenspiel, eine Sonderform des Puppenspiels
Yiplpie [jipi] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. yippie, zu den
Anfangsbuchstaben von Youth International Party gebil-
1433
det nach hippie, vgl. Hippie): (bes. in den USA) aktionistischer, ideologisch radikalisierter Hippie
Yipsfj...] der; -, - (aus gleichbed. engl. yips (Plur.), Herkunft
ungeklärt): (Jargon) wohl mental bedingtes Zittern, Ju
cken, das beim Golfen, bes. beim Putten, eintritt
...yl (zu gr. hÿlê „Gehölz, Holz; Stoff1): Suffix von Fach
wörtern aus dem Gebiet der organ. Chemie zur Bez. ein
wertiger Kohlenwasserstoffradikale (z.B. Î Methyl)
Ylang-Ylang-Öl ['i:laŋ ' li:laŋ...] das; -s (aus dem Malai.):
ätherisches Öl des Ylang-Ylang-Baumes, das als Duftstoff
verwendet wird
Ylid i/as; -s, -e (Kunstw., zu t...yl u. T3...id): organische Ver
bindung, bei der sich eine Atombindung u. eine lonenbindung überlagern (Chem.)
Yolga [j...J u. Joga der od. das; -[s] (aus gleichbed. sanskr.
yoga, eigtl. „Anschirrung“, zu yugá „Joch (in das der Kör
per gleichsam eingespannt wird)“): a) ind. philos. Lehre,
die durch Meditation, Askese u. bestimmte körperliche
Übungen den Menschen von dem Gebundensein an die
Last der Körperlichkeit befreien will; b) Gesamtheit der
Übungen, die aus dem Yoga (a) herausgelöst wurden u. die
zum Zweck einer gesteigerten Beherrschung des Körpers,
der Konzentration u. Entspannung ausgeführt werden
Yolghurt [j...] vgl. Joghurt
Yolgi [j...], Jogi, Yolgin [j...], Jogin der; -s, -s (aus gleich
bed. sanskr. yogi(n)>: ind. Büßer Îbrahmanischen Glau
bens, der die ÎPraxis (3) des t Yoga (b) ausübt
Yolhimlbin [j...] das; -s (aus dem Bantu): Alkaloid aus der
Rinde eines westafrik. Baumes, das gefäßerweiternde
Wirkung besitzt u. daher als Mittel gegen Durchblutungs
störungen sowie als î Aphrodisiakum eingesetzt wird
Yolldia [j...J die; - (nach dem span. Grafen A. d’Aguirre de
Yoldi (1764-1852)): Nussmuschel (primitive Muschelgat
tung). Yolldialmeer das: -[e]s: archaische Vorform der
Ostsee mit Verbindung zum Atlantik u. zum Weißen Meer
Yo|mud [j...J der; -[s], -s (nach dem turkmen. Volksstamm
der Yomuden): Zentralasiat. Teppich mit hakenbesetzten
Î Rhomben als kennzeichnender Musterung
Yolni [j...] das od. die; -, - (aus gleichbed. sanskr. yöni): als
heilig geltendes Symbol des weiblichen Geschlechts in In
dien
York|shire|ter|ri|er [jɔ:kʃə...] der; -s, - (nach der engl.
Grafschaft Yorkshire u. zü tTerrier): engl. Zwergterrier
mit langer, glänzender Behaarung von dunkel stahlblauer,
an Kopf, Brust u. Rücken rotbrauner Färbung
Yürük
[jʌŋstə] der; -s, -[s] (aus gleichbed. engl.
youngster zu young „jung“): junger Nachwuchssportler;
Neuling in einer Mannschaft erprobter Spieler bzw. bisher
noch nicht eingesetzter Mannschaftsspieler
Yo-Yo [jo jo:] vgl. Jo-Jo
Ypelrit i/ö.s; -[e]s (nach der Stadt Ypern in Belgien u. zu
t'...it): hautschädigender chem. Kampfstoff, Senfgas.
Ypern das; -s (nach der Stadt Ypern): unterste Stufe des
1 Eozäns (Geol.)
YpI sillon das; -[s], -s (aus gr. ÿ psilón „bloßes y“): 1. zwan
zigster Buchstabe des griech. Alphabets: Y, u. 2. svw. Yp
siloneule. Yplsillonleulle die; -, -n: Eulenschmetterling
mit dunklem y-förmigem Zeichen auf den bräunlichen
Vorderflügeln (Pflanzenschädling)
Ysat® das; -[e]s, -e (Kurzw. aus TDialysat): durch Dialyse
gewonnener frischer Pflanzensaft (Pharm.)
Ysop ['i:zɔp] der; -s, -e (aus gleichbed. lat. hys(s)opum, dies
aus gr. hyssöpos, dies aus dem Semit.): Heil- u. Gewürz
pflanze des Mittelmeergebietes mit länglichen Blättern u.
blauen, seltener auch rosafarbenen Blüten (Lippenblütler)
Ytong® der; -s, -s (Kunstw.; gebildet aus dem Anfangs
buchstaben des Firmennamens Txhults stenhuggeri AB
u. schwed. gasbetong „Gasbeton“): Leichtbaustoff, bes.
Leichtbausteine aus gehärtetem, feinkörnigem Gasbe
ton
Yt|ter|bit [auch ... bit] der; -s, -e (zu îYtterbium u. t2...it):
(veraltet) svw. Gadolinit. Ytlterlbüum das; -s (nach dem
schwed. Fundort Ytterby u. zu t.,.ium): chem. Element,
Seltenerdmetall; Zeichen Yb. Ytlterl®rlden 4/e (Plur.):
seltene Erden, die hauptsächlich in den Erdmineralien von
Ytterby vorkommen. Ytltfilum* das; -s: chem. Element,
Seltenerdmetall; Zeichen Y
Yu an [j...] der; -[s], -[s] (aber: 5 -) (aus gleichbed. c/nn. yu
an, eigtl. „rund“, vgl. Yen): Währungseinheit in China
Yuclca [ joka] die; -, -s (aus gleichbed. span, yuca, Herkunft
ungeklärt): Palmlilie, ein mittelamerikanisches Agavenge
wächs (Zier- u. Heilpflanze)
Yylko [j...] der; -, - (aus gleichbed. jap. yuko): Vorteil, Wer
tungseinheit beim 1 Judo
Yuplpie [jopi, engl. 'jʌpi] der; -s, -s (aus gleichbed. engl.
yuppie, gebildet aus den Anfangsbuchstaben von young
urban professional (people)): junger, karrierebewusster,
großen Wert auf seine äußere Erscheinung legender Stadt
mensch, Aufsteiger
Yülrük [j...] vgl. Jürük
Youngslter
Y
Z
[tsabaljo:nə] u. Zalbaliolne [,,,bajo:nə]
die; -, -s (aus gleichbed. it. zaba(gl)ione): Weinschaumso
ße, Weinschaumcreme
Zalbel das; -s, - (entstellt aus lat. tabula „Tafel, Brett“):
(veraltet) Spielbrett
Zadldik der; -s, -im [tsədi'ki:m] (aus hebt; saddiq „der Ge
rechte“): [als heilig verehrter] Lehrer im ÎChassidismus
Zaldrulga* [z...] die; - (aus gleichbed. slaw. zadruga): bei
südslaw. Völkern mehrere Generationen umfassende bäu
erliche Familiengemeinschaft auf der Basis der patriar
chalischen Großfamilie
Zaildit [zai...] der; -en, -en (nach dem Namen von Moham
meds Schwiegersohn Said Ibn Ali (8. Jh.) u. zu î3...it>: An
gehöriger einer Î schiitischen Sekte, die nur die fünf ersten
tímame (2) bis zu Said anerkennt
Zalkat [z...] die; - (aus gleichbed. arab. zakät; eigtl. „Reini
gung“): pflichtmäßiges Almosen, Armensteuer im Islam
Zä|ko|pe|xie, auch Zökopexie die; -, ...ien (zu TZäkum, gr.
pêxis „das Befestigen“ u. T2.. ,ie>: operative Anheftung des
Blinddarms an die Bauchwand (Med.). Zälkosltolmie*
u. Zökostomie die; -, ...ien (zugr. stöma „Mund“ u. î 2...ie> :
operative Herstellung einer künstlichen Verbindung zwi
schen Blinddarm u. äußerer Bauchhaut (Med.). Zälkoltomie u. Zökotomie die; -, ...ien (zu t,,,tomie): operative
Öffnung des Blinddarms (Med.). Zälkum u. Zökum das;
-s, ...ka (zu lat. caecus „nicht sehend, blind“): 1. Blind
darm (Med.). 2. Blindsack, blind endender Teil eines röh
renförmigen Organs (Med.)
Zällaltor der; -s, ...oren (aus gleichbed. /at. caelator): (ver
altet) Metallstecher. Zällaltur die; -, -en (aus gleichbed.
lat. caelatura): (veraltet) mit dem Grabstichel gefertigte
erhabene Arbeit, zällielren (aus gleichbed. lat. caelare):
(veraltet) in Metall stechen
Zalmak® das; - (Kunstw. aus Zink, T/lluminium, ÎMagne
sium u. Kupfer) : Gruppe von Feinzinklegierungen zu viel
facher technischer Verwendung (Haushaltswaren, Appa
raturen u. a.)
Zam ba [s..., auch ts...] die; -, -s (aus span. zamba, vgl. Zam
bo): weiblicher Nachkomme eines negriden u. eines indian. Elternteils. Zamlbo der; -s, -s (aus span, zambo, eigtl.
„x-beinig“, Herkunft ungeklärt): männlicher Nachkomme
eines negriden u. eines indian. Elternteils
Zamlbra* [s...] die; - (aus gleichbed. span, zambra, dies zu
arab. zamr „Musikinstrumente“): a) von den Mauren
übernommener lebhafter Volkstanz; b) Tanzfestlichkeit
Zalmia u. Zalmie [...io] die; -, ...ien [...ion] (zu spätlat. za
mia „Zapfen (der Tanne)“ (nach Plinius), eigtl. „Schaden,
Verlust“; vgl. ’...ia u. ’...ie): amerik. Zapfenpalmfarn
Zamlpalno der; -s, -s (nach der gleichnamigen Gestalt in
F. Fellinis Film „La Strada“ (1954)): auffälliger, sich laut
Za ba glio ne*
stark in Szene setzender Mann, der durch übertriebenes
Gebaren, durch Protzen o. Ä. Eindruck zu machen ver
sucht od. den Eindruck erweckt, Unmögliches möglich
, machen zu können
Zamlpolgna* [,,,'pɔnja] die; -, -s (aus gleichbed. it. zampogna): ital. Form des Dudelsacks mit zwei Spielpfeifen u.
zwei 1 Bordunen (3)
...zän (zu gr. kainös „neu“): Wortbildungselement mit der
Bedeutung „einen Abschnitt, eine Stufe der Erdentwick
lung betreffend“, z. B. oligozän, Pleistozän
Za¡nel|la der; -s, -s (aus gleichbed. it. zanella): Futterstoff
aus Baumwolle od. Halbwolle in Atlasbindung (einer be
stimmten Webart)
Zälnolgelnelse u. Zä|no|ge|nelsis [auch ... ge:...] die; -,
...nesen (zu gr. kainös „neu“ u. TGenese): das Auftreten
von Besonderheiten während der stammesgeschichtiichen
Entwicklung der Tiere (Biol.). zä|no|ge|neltisch: die
Zänogenese betreffend. Zäjnolzolilkum usw. vgl. Käno
zoikum usw.
Zan te des chia [... dsskia] die; -, ...ien [...ion] (nach dem
ital. Botaniker G. Zantedeschi (t 1846) u. zu t'...ia): Zim
merkalla (ein Aronstabgewächs)
Zanlza die; -, -s (aus dem Arab.): ein afrik. Zupfinstrument
Za|pa|te|a|do [s..., auch ts...] der; -[s], -s (aus span, zapa
teado): span., nur von einer Person ausgeführter Schau
tanz im Dreiertakt, bei dem der Rhythmus mit den Hacken
gestampft wird
Zaplklaplpe [ zæp...] ifte; -, -n (zu engl. to zap „beschleu
nigen“): Spreizklappe an der Unterseite von Flugzeug
tragflächen zur Auftriebserhöhung
zalpolnieliren (zu ÎZaponlack u. !..deren): mit Zaponlack
überziehen. Za|pon|lack der; -[e]s, -e (Kunstw.): als Me
tallschutz dienender farbloser Lack mit geringem Binde
mittelgehalt
zaplpen [ zæ...] (nach engZ. (ugs.)tozap „verschwindenlas
sen“): (ugs.) (beim Fernsehen) mit der Fernbedienung den
Kanal wechseln, auf einen anderen Kanal umschalten.
Zaplper der; -s, - (aus gleichbed. engl. zapper zu to zap,
vgl. zappen): (ugs.) jmd., der Zapping betreibt. Zaplping
das; -s (aus gleichbed. engl. zapping zu to zap, vgl. zap
pen): (ugs.) das Zappen
Zar der; -en, -en (aus gleichbed. russ. car’, dies über got. kaisar „Kaiser“ aus lat. Caesar): Herrschertitel bei Russen,
Serben, Bulgaren. Zalrelwitsch u. Zessarewitsch c/er;
-[es], -e (aus gleichbed. russ. carevic’): Sohn eines russ. Za
ren, russ. Kronprinz. Za|rew|na d7e; -, -s (aus gleichbed.
russ. carevna): Tochter eines russischen Zaren. Zalrismus der; - (aus gleichbed. russ. carizm; vgl. ...ismus (2,
5)): Zarentum, unumschränkte Herrschaft der Zaren, za
ristisch (zu Î ...istisch): den Zaren od. den Zarismus be-
1435
treffend. Zalrilza die; -, Plur. -s od. ...zen (aus gleichbed.
russ. carica): Zarin
Zarlzulella [sar'sue:la, span, θar θuela] die; -, -s (aus gleich
bed. span, zarzuela, nach dem Lustschloss bei Madrid): 1.
span. Singspiel, eine Art Operette (Mus.). 2. span. Fisch
suppe. Zar|zu|e|le|ro der; -s, -s (aus gleichbed. span, zar
zuelero) : Komponist einer Zarzuela ( 1 )
Zäsilum vgl. Cäsium
Zälsur die; -, -en (aus gleichbed. lat. caesura, eigtl. „das
Hauen; Hieb; Einschnitt“, zu caedere „hauen“): 1. an be
stimmter Stelle auftretender Einschnitt im Vers, bei dem
Wortende u. Versfußende nicht zusammenfallen (Metrik).
2. Unterbrechung des Verlaufs eines Musikstücks durch
T Phrasierung od. Pause. 3. [gedanklicher] Einschnitt
Zalwilja [z...] die;-, -s (ausarab. zawiya „Gleichheit“): Nie
derlassung eines (Sufi od. einer Bruderschaft
Zalzilki u. Tsatsiki der u. das; -s, -s (unter neugriech. Ver
mittlung aus gleichbed. türk, cacik): dickflüssige kalte So
ße aus Joghurt mit Knoblauch u. Salatgurkenstückchen
Zea e//e,` - (über lat. zea aus gr. zeä (eine Getreideart)): Mais
(Bot.). Zelaltin das; -s (zu Î ...in ( 1)): zu den IZytokininen
gehörendes Pflanzenhormon (Biochem.). Ze a xan thin
das; -s: im Maiskorn u. anderen Früchten enthaltenes
Î Xanthophyll
Zelbaloth, ökum. Zebaot (aus hebr. (Yahwe) sevä’öt „(der
Herr der) Heerscharen“ zu sävä „Heer, Kriegsmacht“):
alttest. Erweiterung des Namens Gottes, z. B. der Herr Zelbolzelphal Iie4t'e,' -, ...ien (zugr. kèbos „Name einer ge
schwänzten Affenart“, kephalê „KopP‘ u. t2...ie>: angebo
rene Fehlbildung mit Fehlen des Riechhirns, Deformie
rung des Siebbeins, dicht nebeneinanderstehenden Augen
u. flacher Nase (Med.)
Zelbra* das; -s, -s (aus gleichbed. port, zebra, eigtl. „Wild
esel“, dies über altspan. zebra aus vulgärlat. equiferus
„Wildpferd“ (zu lat. equus „Pferd" u. ferus „wild“)): südafrik. Wildpferd mit weißen u. schwarzen (auch bräunli
chen) Streifen. Zelbralno das; -[s] (zuport, zebra, vgl. Ze
bra): westafrik. Zebraholz. Zelbrilna die; -, ...nen (aus
nlat. zebrina, eigtl. „die Zebraartige“): Zimmerpflanze
mit gestreiften Blättern. Zelbrolid das; -[e]s, -e (zu TZebra u. ( ...oid): tBastard (1) von Zebra u. Pferd od. Zebra
u. Esel
Zelbu der od. das; -s, -s (aus gleichbed. fr. zébu, weitere
Herkunft ungeklärt, vielleicht aus dem Tibet.): Buckelrind
Zelchilne die; -, -n (aus it. zecchino zu zecha „Münzstätte
(in Venedig)“, dies ausarab. sakk „Münze“): 1. alte venez.
Goldmünze (13.-17. Jh.). 2. (nur Plur. ; ugs.) Geld; zur Ver
fügung stehende Geldmittel
Zeldent der; -en, -en (aus lat. cedens, Gen. cedentis, Part.
Präs, von cedere, vgl. zedieren): Gläubiger, der seine For
derung an einen Dritten abtritt (Rechtsw.). zeldielren
(aus lat. cedere „überlassen“, eigtl. „weichen“): eine For
derung an einen Dritten abtreten; etwas jmdm. übertragen
(Rechtsw.)
Zeldrat* das; -[e]s, -e (zu it. cedrato „Zitrusfrucht“): (ver
altet) svw. Zitronat
Zeldrellalholz* das; -es (zu tZedrele): rotes, leicht spalt
bares Holz der Zedrele, das bes. für die Herstellung von
Zigarrenkisten verwendet wird. Zeldrelle die; -, -n (zu lat.
cedrelate „eine Zedernart“, die aus gleichbed. gr. kedrelátê zu kédros „Zeder“): ein trop. Laubbaum
Zeelmanleflfekt ['ze:mɑn...] der; -[e]s (nach dem niederl.
Physiker P. Zeeman, 1865-1943): Aufspaltungjeder Spek
trallinie in mehrere Komponenten verschiedener Fre
quenz im starken Magnetfeld (Phys.)
Zeljn das; -s (zu TZea u. (...in (1)): Eiweiß des Maiskorns
Zellelbrant* der; -en, -en (aus lat. celebrans, Gen. cele
brantis, Part. Präs, von celebrare, vgl. zelebrieren): Pries
ter, der die Messe liest. Zellelbraltilon die; -, -en (aus
Zement
gleichbed. lat. celebratio): Feier [des Messopfers], Zellebret u. Celebret [ts...] das; -s, -s (aus lat. celebret „er möge
zelebrieren“, 3. Pers. Sing. Präs. Konj. von celebrare):
schriftliche Erlaubnis für einen Priester, die Messe in einer
fremden Kirche zu lesen, zellelbrielren (aus lat. celebra
re „häufig besuchen; festlich begehen; feiern“): 1. [ein
Fest] feierlich begehen. 2. eine Messe lesen. 3. etwas feier
lich gestalten, betont langsam u. genussvoll ausführen.
Zellelbriltät die; -, -en (aus gleichbed. ZaZ. celebritas,
Gen. celebritatis, zu celeber „häufig besucht, gefeiert; be
rühmt“): 1. Berühmtheit, berühmte Person. 2. (veraltet)
Feierlichkeit, Festlichkeit
Ze 11 e I ri I tat die; - (aus gleichbed. spätlat. celeritas, Gen. ce
leritatis zu celer „schnell“): (veraltet) Schnelligkeit, Ge
schwindigkeit
Zellla vgl. Cella. Ze 11 lit [auch ...lit] das; -s (Kunstw. zu Zel
lulose u. (2,..it>: ein Kunststoff. ZelIlitlfilm [auch ...’lit...]
<ster; -[e]s, -e: unbrennbarer Film. Zelllmemlbran* die; -,
-en (zu lat. cella (vgl. Cella)): ÎProtoplast (1) einer Zelle
(Biol.). Zel lo bio se die; - (zu f,,,biose): aus Zellulose
abgebauter Doppelzucker. Zelllolildinlpalpier [...loi...]
das; -s (zu (Zellulose, t,,,oid u. (...in (2)>: Kollodium
schichtträger (vgl. Kollodium) für Bromsilber bei Filmen.
Zelllolphan, fachspr. Cellophan® das; -s (aus gleichbed.
fr. cellophane zu (Zellulose u. gr. diaphanes „durchsich
tig“): durchsichtige, leicht dehnbare u. weiche, aber kon
sistente Folie (als Verpackungsmaterial), zelllolphalnieren, auch cellophanieren (zu (..deren): eine Ware in Zel
lophan verpacken. Zelllplaslma das; -s: svw. Zytoplas
ma. zelllullar vgl. zellulär, zelllullär, auch zellular (zu
lat. cellula (vgl. Zellulose) u. (,,.ar (1) bzw. ...är): zellen
ähnlich, zellenartig; aus Zellen gebildet. Zel|lu|lar|pathollolgie die; -: wissenschaftliche Annahme, nach der
alle Krankheiten auf Störungen der normalen Zellfunktio
nen beruhen. Zel|lu|lar|the|ra|pie die; -: Injektion kör
perfremder [tierischer] Zellen, sogenannter Frischzellen,
zur Regenerierung des Organismus (Med.). Zelllullalse
die; -, -n (zu (...ase): ein Zellulose spaltendes (Enzym
(Biochem.). Zelllulliltis u. Cellulitis [ts...] die; -, ...itiden
(zu t...itis>: eine Entzündung des Zellgewebes (Med.).
Zelllulloid [...loyt], auch Zel I lu lio Ijd, fachspr. Celluloid
[...'loyt, auch . ,,lo'i:t] das; -[e]s (aus gleichbed. engl.-amerik. celluloid zu cellulose (vgl. Zellulose) u. t,,,oid): leicht
brennbarer Kunststoff aus Zellulosenitrat, Zellhorn. Zellulol se, fachspr. Cellulose [ts...] die; -, -n (zu lat. cellula,
Verkleinerungsform von cella (vgl. Cella) u. (2...ose>:
Hauptbestandteil der pflanzlichen Zellwände, Grundstoff
zur Herstellung von Papier u. (Acetatseide. Zel lulloiseniltrat* das; -[e]s: Schießbaumwolle, Kollodiumwolle, Ni
trozellulose. Zelllzylklus* der; -, ...Zyklen (zu lat. cella,
vgl. Cella): gesetzmäßiger, artspezifischer Zyklus aller
Zellen, die einen Zellkern besitzen (Biol.)
zellolsalmenlte u. zellolso {it.; zu zelo „Eifer“, dies über
das Mittellat. aus gr. zêlos, vgl .Zelot) : eifrig, feurig, hastig
(Vortragsanweisung; Mus.). Zellot der; -en, -en (aus gr.
zêlôtës „Nacheiferer, Bewunderer“ zu zêloün „nacheifern,
beneiden“, dies zu zelos „Eifer, Eifersucht, Neid“): 1. fa
natischer [Glaubens]eiferer. 2. Angehöriger einer antiröm.
jüdischen Partei zur Zeit Christi, zelloltisch: glaubens
eifrig. Zelloltislmus der; - (zu (...ismus (5)>: [religiöser]
Fanatismus
'Zelment der; -[e]s, -e (aus gleichbed. altfr. ciment (fr. cé
ment), dies aus spätlat. cimentum, lat. caementum
„Bruchstein“ zu caedere „(mit dem Meißel) schlagen“):
aus gebranntem u. sehr fein vermahlenem Kalk, Ton o. Ä.
hergestellter, bes. als Bindemittel zur Herstellung von Be
ton u. Mörtel verwendeter Baustoff, der bei Zugabe von
Wasser erhärtet. 2Ze|ment das; -[e]s, -e (zu (‘Zement):
die Zahnwurzeln überziehendes Knochengewebe (Med.).
Zementation
die; -, -en (zu Î 'Zement (in der fachspr.
Bed. „pulverisierte Masse, die Erzen beim Verhüttungs
prozess beigegeben wird“) u. t...ation): 1. Abscheidung
von Metallen aus Lösungen durch elektrochem. Reaktio
nen (Chem.). 2. das Veredeln von Metalloberflächen
durch chem. Veränderung (z.B. Aufkohlung von Stahl).
Ze|men|ta|ti|ons|zolne die; -, -n: unterhalb der tOxydationszone einer Erzlagerstätte liegende Zone, in der aus
absteigenden Lösungen edlere Metalle ausgefällt u. dann
verfestigt werden (Geol.). zelmenltielren (zu Î..deren):
1. etwas mit Zement ausfüllen, verkitten; lockeres Materi
al verfestigen, in seinen Bestandteilen verbinden. 2. eine
Zementation durchführen. 3. (einen Zustand, einen Stand
punkt, eine Haltung u.dgl.) starr u. unverrückbar festle
gen. Zelmenltit [auch ...'tit] der; -s (zu ΑZement u.
t2...it): Eisenkarbid, besonders harte Verbindung von Ei
sen u. Kohlenstoff, zelmenltiltisch: den Zementit be
treffend, aus ihm bestehend
Zen [zsn, auch tsɛn] das; -[s] (aus gleichbed. jap. zen, dies
über chin, chan aus sanskr. dhyäna „das (Nach)sinnen;
(geistige) Versenkung“); aus dem TTschan entwickelte ja
pan. Richtung des Buddhismus, die durch T Meditation, tä
tige Lebenskraft u. größte Selbstbeherrschung das Eins
werden mit Buddha zu erreichen sucht
Zelnalna [z...] u. Senana die; -, -s (aus gleichbed. Hindi zanäna, dies auspers. zan „Frau“): (in Indien bei Moslems u.
Hindus) Wohnbereich der Frauen (den Fremde nicht be
treten dürfen)
Zenlbudldhislmus [zen..., auch 'tsɛn...] der; - (zu tZen u.
TBuddhismus): svw. Zen
Zendlaweslta* das; - (auspens, zand-awestä, eigtl. „Kom
mentar-Grundtext“): (veraltet) svw. Awesta
Ze|ner|di|o|de <Äe; -, -n (nach dem amerik. Physiker C. M.
Zener (*1905) u. zu ÎDiode): ÎDiode, die in einer Rich
tung bei Überschreiten einer bestimmten Spannung einen
sehr starken Anstieg des Stroms zeigt (Elektrot). Ze nereflfekt der; -[e]s: (der Wirkung der Zenerdiode zugrunde
liegender) elektr. Effekt beim Übergang von Elektronen in
einem Halbleiter (Phys.)
Zelnit der; -[e]s (aus gleichbed. zr. zenit(h), dies entstellt aus
arab. samt (ar-ru’üs) „Weg, Richtung (des Kopfes)“): 1.
senkrecht über dem Beobachtungspunkt gelegener höchs
ter Punkt des Himmelsgewölbes; Scheitelpunkt (Astron.);
Ggs. TNadir. 2. Gipfelpunkt, Höhepunkt; Zeitpunkt, an
dem sich das Höchste an Erfolg, Entfaltung o. Ä. innerhalb
eines Gesamtablaufs vollzieht, zelniltal (zu t '...al (1)>:
auf den Zenit bezogen; den Zenit betreffend. Zelniltalre gen der; -s, -: zur Zeit des Sonnenhöchststandes auf
tretender Starkregen in den Tropen, meist von heftigen
Gewittern begleitet. Ze I nitidis Itanz die; - : Abstand eines
Sternes vom Zenit
Ze|no|gelnelse usw. vgl. Zänogenese usw.
Ze no taph vgl. Kenotaph. Zeino ta phiium das; -s, ...ien
[..-iən] (über lat. cenotaphium aus gr. kenotäphion „leeres
Grab“): (veraltet) svw. Kenotaph
zenlsielren (aus lat. censere „begutachten, beurteilen,
schätzen“): 1. eine Arbeit od. Leistung mit einer Note be
werten. 2. ein Buch, einen Film o. Ä. auf unerlaubte od. un
moralische Inhalte hin kritisch prüfen. Zenlsit der; -en,
-en (zu T3...it): (veraltet) Steuer- od. Zinspflichtiger. Zen
sor der; -s, ...oren (aus gleichbed. lat. censor): 1. nieman
dem verantwortlicher Beamter im Rom der Antike, der
u.a. die Vermögensschätzung der Bürger durchführte u.
eine sittenrichterliche Funktion ausübte. 2. behördlicher
Beurteiler, jmd., der von Amts wegen die Zensur (2a) aus
übt. zenlsolrisch: den Zensor betreffend, zenlsulal
(aus lat. censualis „den Zensus, die Abschätzung betref
fend“ zu census, vgl. Zensus): zur Steuer gehörig, steuer
pflichtig. Zen|su|a|len die (Plur.): im Mittelalter Bez. für
Zelmenitaltilon
1436
alle Personen, die zum Zeichen ihrer Abhängigkeit od. für
die Nutzung eines Zinsgutes einen persönlichen od. ding
lichen Zins entrichteten. Zenlsur die; -, -en (aus lat. cen
sura „Prüfung, Beurteilung“): 1. Amt des Zensors ( 1 ). 2. a)
behördliche Kontrolle bzw. Überprüfung u. gegebenen
falls Verbot von Büchern, Filmen, Theaterstücken u.Ä.,
bes. hinsichtlich ihrer gesetzlichen od. sittlichen Konfor
mität; b) (ohne Plur.) Stelle, Behörde, die die Zensur (2a)
ausübt. 3. a) kirchliche Prüfung religiöser Literatur von
kath. Verfassern; b) Verwerfung einer theologischen Lehr
meinung (kath. Kirchenrecht). 4. Note, Bewertung einer
Leistung. 5. Kontrollinstanz der Persönlichkeit an der
Grenze zwischen Bewusstem u. Unbewusstem, die Wün
sche u. Triebregungen kontrolliert u. reguliert (Psycho
analyse). zenlsulralbei (nach fr. censurable „tadelns
wert“ zu censurer „zensieren; tadeln“, dies aus lat. censere, vgl. zensieren): (veraltet) 1. a) der Prüfung durch den
Zensor unterworfen; b) zinspflichtig. 2. anstößig, tadelns
wert. Zen|su|ren|kon|fe|renz die; -, -en (zu TZensur):
Lehrerkonferenz, in der über die Zensuren (4) im Zeugnis
entschieden wird. zen|su|rie|ren (zu t...ieren): (österr.,
Schweiz.) svw. zensieren. Zenlsus der; -, - [,..zu:s] (aus
gleichbed. lat. census): 1. die durch die Zensoren (1) vorgenoi .mene Schätzung der Bürger nach ihrem Vermögen.
2. Verzeichnis aller bekannten Exemplare von Frühdru
cken (Bibliotheksw.). 3. Abgabe, Pachtzins, Steuerleistung
(bes. im Mittelalter). 4. (fachspr.) Volkszählung
Zent die; -, -en (aus gleichbed. mlat. centa, dies aus spätlat.
centena „Hundertschaft“ zu centum „hundert“): 1. (in
fränkischer Zeit) mit eigener Gerichtsbarkeit ausgestatte
ter Siedlungsverband. 2. (im Hoch- u. Spätmittelalter) Un
terbezirk einer Grafschaft (in Hessen, Franken u. Lothrin
gen)
Zen taur u. Kentaur der; -en, -en (über lat. Centaurus aus
gr. Kéntauros): [wildes] Fabelwesen der griech. Sage mit
menschlichem Oberkörper u. Pferdeleib
Zenltelnar der; -s, -e (aus gleichbed. (m)lat. centenarius,
eigtl. „aus hundert bestehend“ zu lat. centum, vgl. Zent):
1. (selten) Hundertjähriger. 2. [gewählter] Vorsteher der
Zent (1) u. Vorsitzender ihrer Gerichtsbarkeit. Zenltenalriium das; -s, ...ien [,,,iən] (zu mlat. centenarium
„Jahrhundert“): Hundertjahrfeier
Zenlterlhalf [...ha:f] der; -s, -s (aus gleichbed. engl. centre
half zu centre (vgl. 'Center) u. half, vgl. Half): (österr. ver
altet) Mittelfeldspieler (Fußball), zenltern (nach engl. to
centre (the ball) „(den Ball) flanken“): (österr. veraltet)
den Ball in die Mitte des Spielfeldes schießen (Fußball)
zen|telsi|mal (zu/ai. centesimus „der hundertste“ u. Î ‘...al
(1), Analogiebildung zu tdezimal): hundertteilig. Zenltesi mal poltenz die; -, -en: die im Verhältnis 1 :100 fort
schreitenden Stufen der Verdünnung bei homöopathi
schen Mitteln. Zenltelsilmallwaalge die; -, -n: Brü
ckenwaage, auf der eine Last durch ein Gewicht vom hun
dertsten Teil der Last ins Gleichgewicht gebracht wird.
Zentlgelricht das; -[e]s, -e (zu TZent): (früher) Gericht
einer fränkischen t Zent (2). Zentigraf der; -en, -en: Vor
sitzender eines fränkischen Zentgerichts. Zen ti... (aus/r
centi- „Hundertstel“, dies aus lat. centum „hundert“):
Vorsatz vor Maßeinheiten mit der Bedeutung „ein Hun
dertstel (der 102te Teil) der genannten Maßeinheit“; Zei
chen c, z.B. Zentimeter; Zeichen cm. Zenltilfollie [-,-iə]
die: -, -n (zu lat. centum, Gen. centi (vgl. Zenti...) u. folium
(vgl. Folium), eigtl. „die Hundertblättrige“): eine Rosen
art mit dicht gefüllten Blüten. Zenltilgrad [auch 'tsɛn...]
der; -[e]s, -e (zu ÎZenti...): ein hundertstel ÎGrad. Zenltigramm [auch 'tsɛn...] das; -s, -e (aber: 5 -) (zu tGramm):
ein hundertstel tGramm; Zeichen cg. Zen|ti|li|ter [auch
'tsɛn...] der, Schweiz, nur so, auch das, -s,-: ein hundertstel
îLiter; Zeichen cl. Zenltilme ter [auch tsen...] der,
1437
Schweiz, nur so, auch das; -s, - (zu Î Meter): ein hundertstel
Î Meter; Zeichen cm
Zen Ito der; -s, -s u. Zentonen (aus spätlat. cento, vgl. Cen
to): svw. Cento
zen |tral* (aus lat. centralis „in der Mitte befindlich“ zu cen
trum; vgl. Zentrum): a) im Zentrum [liegend], vom Zent
rum ausgehend, nach allen Seiten hin günstig gelegen;
Ggs. îdezentral; b) von einer [übergeordneten] Stelle aus
[erfolgend]; c) sehr wichtig, sehr bedeutend, hauptsäch
lich, entscheidend. Zenltral...: Wortbildungselement mit
der Bedeutung „mittel, in der Mitte; hauptsächlich“, z. B.
Zentralorgan. Zen|tral|ab|itur das; -s, -e: zentral (b)
durchgeführtes Abitur mit gleichen Aufgabenstellungen]
u. einheitlicher Bewertung. Zenltrallatom das; -s, -e:
Atom, um das sich in Komplexverbindungen mehrere
Î Atome, (Ionen, Atomgruppen od. Î Moleküle anordnen
(Chem.). Zenitralle¿¿e;-,-n (zu 1...ale): 1. zentrale Stel
le, von der aus etwas organisiert od. geleitet wird; Haupt
ort, -stelle. 2. Fernsprechvermittlung mit mehreren An
schlüssen. 3. Verbindungsstrecke der Mittelpunkte zweier
Kreise (od. Kugeln); Mittelpunktsgerade (Math.). Zentral|funk|ti|o|nen die (Plur.): die an allen psychischen
Vorgängen beteiligten Funktionen der Antriebe, Gefühle
u. des Bewusstseins (Psychol.). Zenltrallilde der u. die;
-n, -n (zu t...ide): Angehörige/] einer zum mongoliden
Menschentypus gehörenden indian. Rasse. Zen|tra|lisaltilonJ/e; -, -en (aus gleichbed./r. centralisation): 1. or
ganisatorische Zusammenfassung gleichartiger Aufgaben,
Arbeitsplätze u.a. nach bestimmten Merkmalen zu einem
einheitlichen Komplex; Ggs. Î Dezentralisation (1). 2. (oh
ne Plur.) Zustand, in dem sich etwas nach dem Zentrali
sieren befindet; Ggs. ÎDezentralisation (2); vgl. ...ation/
...ierung. zen|tra|li|sie|ren (aus gleichbed. /r. centrali
ser): mehrere Dinge organisatorisch so zusammenfassen,
dass sie von einer zentralen Stelle aus gemeinsam verwal
tet u. geleitet werden können; Ggs. (dezentralisieren.
Zen|tra|li|sie|rung die; -, -en (zu Î ...isierung): svw. Zen
tralisation (1); vgl. ...ation/...ierung. Zenltrallislmus
der; - (zu Î ...ismus (2)): das Bestreben, Politik u. Verwal
tung eines Staates zusammenzuziehen u. nur eine Stelle
mit der Entscheidung zu betrauen; Ggs. (Föderalismus,
zentrailisltisch (zu Î...istisch): nach Zusammenzie
hung strebend; vom Mittelpunkt, von den Zentralbehör
den aus bestimmt. ZentralitâtÆe, - (zu t ...ität): 1. Mit
telpunktslage von Orten. 2. (fachspr.) das Zentralsein,
zentrale Beschaffenheit. Zen|tral|ka|nal¿fer; -s (zu (zen
tral): im Rückenmark verlaufender Hohlraum (Biol.).
Zenitralkaltalog der; -[e]s, -e: zentraler (Katalog, in
dem die Bestände mehrerer ( Bibliotheken (2) erfasst sind
(Buchw.). Zen tral ko mi tee das; -s, -s: höchstes leiten
des Organ, bes. von kommunistischen u. manchen sozia
listischen Parteien; Abk.: ZK. Zen|tral|ner|ven|systemáu; -s, -e: von Gehirn u. Rückenmark gebildeter Teil
des Nervensystems bei Mensch u. Wirbeltieren. Zenltralorlgan das; -s, -e: das offizielle Presseorgan einer Partei
od. einer Massenorganisation. Zen|tral|per|spek|ti|ve
[...va] die; -: svw. Zentralprojektion, zenltrallperlspekti I visch [...vif] : die Zentralperspektive betreffend, auf ihr
beruhend. Zen|trallpro|jek|ti|on die; -: Verfahren zur
Abbildung einer räumlichen od. ebenen Figur mithilfe von
Strahlen, die von einem Punkt (dem Zentrum der Zentral
projektion) ausgehen (z. B. in der Kartendarstellung durch
Projektion aus der Mitte der Erdkugel). Zenltrallsymmeltrieifze; - : Deckungsgleichheit mit sich selbst bei Dre
hung von 180° um einen Mittelpunkt (Math.), zenltralsym me trisch: die Zentralsymmetrie betreffend. Zentrallzy lin der der; -s -: innerer Teil der Sprossachse u.
der Wurzel (Bot.), zenltri..., Zenitri... u. zentro..., Zen
tra .. (zu lat. centrum, vgl. Zentrum): Wortbildungsele
Zentrozytom
ment mit der Bedeutung „auf die Mitte bezogen, nach dem
Mittelpunkt gerichtet“, z.B. zentripetal, Zentrifuge, zentrolezithal, Zentromer, zenltrielren (zu (Zentrum u.
(...¡eren): I. etwas auf die Mitte einstellen, um etwas an
ordnen. 2. sich genau, speziell auf jmdn., etw. als das Zen
trum des Handelns einstellen. Zen|trie|rung die; - (zu
Î ...ierung): 1. das Zentrieren, das Zentriertsein. 2. subjek
tive Schwerpunktbildung od. Gewichtung im Wahrneh
men, Denken bzw. beim Lernen (Psychol.). 3. Zustand von
Linsen- u. Spiegelsystemen, bei dem die Formachse mit
der optischen Achse zusammenfällt (Phys.), zenltrilfugal (zu lat. fugere „fliehen" u. Î '...al (1); vgl. Zentrifugal
kraft): auf die Zentrifugalkraft bezogen; durch Zentrifu
galkraft wirkend; Ggs. (zentripetal (1). 2. vom Zentrum
zur Peripherie verlaufend (z. B. von den motorischen Ner
ven; Med.); Ggs. (zentripetal (2). Zen tri fu gallkraft
die; - (Lehnübersetzung aus gleichbed. engl. centrifugal
force (für von Newton 1687 geprägtes nlat. vis centrifu
ga)): bei der Bewegung eines Körpers auf einer gekrümm
ten Bahn od. bei der Drehung um eine Achse auftretende,
nach außen gerichtete Kraft (Fliehkraft, Schwungkraft;
Phys.). Zenltrilfulgallrelgullaltorifer; -s, -en: aufgrund
der Zentrifugalkraft wirkender Drehzahlregler für rotie
rende Maschinen (z.B. bei Dampfmaschinen). Zenltrifulge die; -, -n (aus gleichbed./r. centrifuge; vgl. zentri
fugal): Schleudergerät zur Trennung von Substanzen mit
hilfe der Zentrifugalkraft (z.B. Wäscheschleuder), zentri fu gie ren (zu (..deren): mit der Zentrifuge trennen,
ausschleudern, zerlegen. Zenltrilfulgielrung die; -, -en
(zu Î...ierung): das Zentrifugieren, das Zentrifugiertwer
den. Zenltrilol das; -s, -e (nlat. Verkleinerungsbildung zu
lat. centrum, vgl. Zentrum): meist doppelt in einer Zelle
vorkommendes Zellorgan, das bei der Kernteilung den Pol
der neu entstehenden Zelle bildet (Biol.). zenltrilpeltal
(zu lat. centrum (vgl. Zentrum), petere „nach etwas stre
ben“ u. f'...al (1); vgl. Zentripetalkraft): 1. zum Mittel
punkt, zum Drehzentrum hinstrebend; auf die Zentripe
talkraftbezogen; Ggs. ( zentrifugal (1). 2. von der Periphe
rie zum Zentrum ziehend, zum Mittelpunkt hin gerichtet
(z. B. von den sensiblen Nerven; Med.); Ggs. 1 zentrifugal
(2). Zen|trilpeltal|kraft die; - (Lehnübersetzung von
gleichbed. engl. centripetal force (für von Newton 1687 ge
prägtes nlat. vis centrípeta)): bei der Bewegung eines Kör
pers auf einer gekrümmten Bahn od. bei der Drehung um
eine Achse auftretende, nach dem Mittelpunkt hin wirken
de Kraft (Phys.); Ggs. (Zentrifugalkraft, zenitrisch (zu
(Zentrum): mittig, in der Mitte, im Mittelpunkt befind
lich. Zenltrislmus der; - (zu lat. centrum (vgl. Zentrum)
u. 1 ...ismus (2)>: vermittelnde linkssozialistische Richtung
innerhalb der Arbeiterbewegung. Zenitrist der; -en, -en
(zu (...ist): Anhänger des Zentrismus. Zenltri|win|kel
der; -s, -: Mittelpunktswinkel (Winkel zwischen zwei Ra
dien eines Kreises; Math.), zenltro..., Zenltro... vgl.
zentri..., Zentri... zen|tro|le|zi|thal (zu gr. lékithos „Ei
dotter“ u. Î*...al (1)): einen zentral gelegenen, von Zell
plasma umschlossenen Dotter aufweisend (von Eiern;
Biol.); vgl. isolezithal, telolezithal. Zenltrolmer das; -s,
-e (zu f...mer): Ansatzstelle der bei der Kernteilung sich
ausbildenden Spindelfasern am ( Chromosom (Biol.).
Zenltrolsom das; -s, -en (zu gr. sðma „Körper“): svw.
Zentriol. Zenltrolsperlmen die (Plur.): Angehörige ei
ner Gruppe von Pflanzenfamilien, bei der die Samen im
Zentrum der Frucht liegen (Bot.). zen|tro|ver|tiert
[...V...] (zu lat. vertere „drehen, wenden“ u. Î ...iert): selbst
bezogen (Psychol.); vgl. introvertiert, extravertiert. Zentrolzyt i/er; -en, -en (meist Plur.) (zu t...zyt): Zelle des
Keimzentrums der Lymphozyten (Med.). zen|tro|zyti sch: aus Zentrozyten bestehend, die Zentrozyten betref
fend (Med.). Zen|tro|zy|tom das; -s, -e (zu (,..om): von
Zentrum
Zentrozyten ausgehende Geschwulst (Med.). Zenitrum
das; -s, ...ren (aus lat. centrum „Mittelpunkt“, dies aus gr.
kéntron, eigtl. „ruhender Zirkelschenkel“, zu kenteîn
„(ein)stechen“): 1. a) Mittelpunkt; innerster Bezirk; b)
zentrale Stelle, die Ausgangs- u. Zielpunkt ist; Ballungs
bereich; Brennpunkt. 2. Innenstadt. 3. (ohne Plur.) politi
sche kath. Partei des Bismarckreiches u. der Weimarer Re
publik. 4. Mittelfeld des Schachbretts. 5. svw. Center
Zen|tum|vir [...vir] iter; Gen. -n od. -s, Plur. -n (zu lat. cen
tumviri (Plur.) „Hundert-Männer-Kollegium“): Mitglied
des Zentumvirats im alten Rom. Zen|tum|vi|rat [...V...J
das; -[e]s, -e (zu I ...at (l)): aus ursprünglich 100 Männern
bestehendes Richterkollegium im alten Rom. Zenltulriatskomitien [...ion] die (Plur.): Volksversammlungen
der nach dem Vermögen in Klassen u. Zenturien eingeteil
ten waffenfähigen röm. Bürger im alten Rom. Zenltulrie
[...in] u. Centurie [ts,,,iə] t/ze; -, -n (aus gleichbed. lat. cen
turia zu centum „hundert“); Heeresabteilung von 100
Mann im alten Rom. Zenltulrio der; -s, ...onen (aus
gleichbed. lat. centurio); Befehlshaber einer Zenturie.
Zenltulrilum u. Centurium [(§...] das; -s (zu lat. centum
„hundert“ (nach der Ordnungszahl des Elements) u.
t...ium): (veraltet) svw. Fermium; Zeichen Ct
Zelolith [auch ...lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (meist
Plur.) (zugr. zein „wallen, kochen“ u. 1 ...lith): ein feldspat
ähnliches Silikatmineral
zelphal..., Zelphal... vgl. zephalo..., Zephalo...... zelphal
(zugr. kephalê ,,KopP‘): Wortbildungselement mit der Be
deutung „den Kopf, die Kopfform betreffend“, z.B. mi
krozephal. Zelphalla: Plur. von 1 Zephalon. Zelphallalgie* die; -, ...ien (zu t...algie): Kopfschmerz (Med.). Zephal hä ma tom das; -s, -e: bei der Geburt auftretender
Bluterguss am Schädel des Neugeborenen mit guter Rück
bildungstendenz (Med.). Zelphallin das; -s, -e (meist
Plur.) (zu 1 ...in (1)): bes. in der Gehirnsubstanz u. im Ner
vengewebe vorkommendes, dem t Lezithin ähnliches
t Phosphatid, in dem Î Glyzerin mit zwei Molekülen Fett
säure u. mit Phosphorsäure verestert ist. zelphalIo..., Zephallo..., vor Vokalen meist zephal..., Zephal..., älter kephal[o]..., Kephal[o]... (aus gr. kephalê „Kopf“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Kopf, Schädel“, z.B.
zephalometrisch, Zephalopode, Zephalalgie. Ze phailograf, auch ...graph der; -en, -en (zu t...graf): Gerät zur
Aufzeichnung der Schädelform. Zelpha|lo|me|trie* die;
-, ...ien (zu t...metrie): Schädelmessung, Bestimmung von
Schädelumfang u. -durchmesser (Anthropol.). ze phallomeltrisch* (zu T... metrisch): die Zephalometrie betref
fend, auf ihr beruhend (Anthropol.). Zelphallon das; -s,
Plur. -s u. ...la (zu I'.-.on): (selten) svw. Makrozephalus.
Ze pha lo po de der; -n, -n (meist Plur.) (zu t...pode):
Kopffüßer, bes. Tintenfisch (eine Gruppe der Weichtiere;
Zool.). Zelphallolspolrin, fachspr. Cephalosporin [ts...]
das; -s, -e (meist Plur.) (nach der Deuteromyzetengattung
Cephalosporium u. zu t...in (1)>: dem Penizillin ähnliches
Antibiotikum. Ze|pha|lolto|mie rfz'e; -, ...ien (zu T...tomie): svw. Kraniotomie (2). Ze|pha|lo|trip|sie* die; -,
...ien (zu gr. tripsis „das Reiben, Zerreiben“ (dies zu tribein „reiben, zerreiben“) u. t2...ie): Zertrümmerung des
kindlichen Schädels in den Geburtswegen (bei abgestorbe
ner Leibesfrucht; Med.). Ze|phallo|ze|le 4z'e; -, -n (zugr.
kêlê „Geschwulst, Bruch“): das Hervortreten von Schä
delinhalt durch Lücken des Schädeldachs (Med.)
Zelphir (österr. nur so) u. Zephyr der; -s, Plur. -e, österr.
...ire (über lat. zephyrus aus gr. zéphyros „(West)wind“,
Bed. 1 nach der Art des Stoffes): 1. feiner einfarbiger od.
gestreifter Baumwollstoff in Leinwandbindung (eine Web
art). 2. (ohne Plur.) (veraltet) milder [Südjwestwind. Zephirlgarn das; -[e]s: svw. Zephirwolle, zelphilrisch u.
zephyrisch: (veraltet) säuselnd, lieblich, sanft (bes. von
1438
der Luft). Zelphirlwollle die; -: weiches, sehr locker ge
drehtes Wollgarn für Handarbeiten. Zelphyr usw. vgl. Ze
phir usw.
Zep ter das, auch der; -s, - (aus gleichbed. lat. sceptrum,
dies aus gr. skêptron, eigtl. „Stütze, Stab“, zu skêptein
„stützen“): 1. mit besonderen Verzierungen ausge
schmückter Stab als Zeichen der Würde u. Macht eines
Herrschers. 2. höchste Gewalt, Herrschaft, Macht
Zer vgl. Cer
Ze|ra|pha|nie u. Zerophanie rfie; -, ...ien (meist Plur.) (zu
lat. cera „Wachs“, gr. phainein „erscheinen lassen“ u.
t2...ie): durchscheinendes Bild, das aus einer auf Glas
scheiben aufgetragenen Wachsschicht mit Griffeln so he
rausgearbeitet wird, dass helle u. dunkle Effekte entste
hen. Ze I rat das; -[e]s, -e (zu lat. ceratus „mit Wachs über
zogen“): Wachssalbe
Zer|be|rus der; -, -se (über lat. Cerberus aus gr. Kérberos,
nach dem Namen des Hundes, der nach der griech. My
thologie den Eingang der Unterwelt bewacht): 1. Hund,
der [den Zugang zu] etw. bewacht. 2. Pförtner, Türhüter
o.Ä., der streng od. unfreundlich ist. 3. (scherzh.) Torhü
ter (z. B. im Fußball, Handball), der zäh u. verbissen sein
Tor verteidigt
Zelrelullie [...in] die; -, -n (meist Plur.) (aus gleichbed. lat.
cerealia zu Cerealis „zu Ceres (röm. Göttin des Getreide
baus) gehörig“): 1. Getreide, Feldfrucht. 2. [Gericht aus]
Getreideflocken; vgl. Cerealien
zelrelbelllar (zu lat. cerebellum (vgl. Cerebellum) u. î...ar
(l)): das Kleinhirn betreffend, zu ihm gehörend (Med.),
zelrelbelllolspilnal: zum Kleinhirn u. Rückenmark ge
hörend (Med.). Ze|re|bel|lum vgl. Cerebellum, zelrebral* (zu lat. cerebrum (vgl. Cerebrum) u. t*...al (1)>: 1.
das Großhirn betreffend, von ihm ausgehend, zu ihm ge
hörend (Med.). 2. svw. retroflex (Sprachw.). 3. intellektu
ell, geistig. Zelrelbral* der; -s, -e (zu lat. cerebrum im Sin
ne von „Spitze, oberes Ende“ u. T ’...al (2)): mit der Zun
genspitze am Gaumendach gebildeter Laut (z. B. altind. d,
t; Sprachw.).Zelrelbral...* (zu Îzerebral): Wortbildungs
element mit der Bedeutung „das Gehirn betreffend“, z.B.
Zerebralsklerose. Ze|relbralli|sa|ti|on* <7Ze; - (zu tzerebral u. î...isation): Ausbildungu. Differenzierung des Ge
hirns in der Embryonal- u. Fetalperiode (vgl. Embryo, Fe
tus; Med.). Zelrelbrallilsielrung* the; -, -en (zu ÎZere
bral u. ...isierung): Artikulation eines Verschlusslautes als
tZerebral (Sprachw.). Ze|re|bral|pa|re|se* die; -, -n (zu
Îzerebral): Hirnlähmung infolge Schädigung des Gehirns
während der Zeit seiner Entwicklung, charakterisiert
durch spastische Lähmungen, Sprach-, Sehstörungen u.
Krampfanfälle (Med.). Ze|re|bral|skle|ro|se* die: -, -n:
Verhärtung der Gehirnsubstanz (fälschlich oft im Sinne
von Hirnarteriosklerose gebraucht; Med.). Zelrelbralsysltem* das; -s, -e: das Gehirn mit den von ihm ausge
henden Nerven (Med.). Zelrelbrallthelralpeultilkum*
das; -s, ...ka: Substanz zur Behandlung von Leistungs-,
Gedächtnis-u. Konzentrationsdefiziten sowie von Verhal
tensstörungen (Med.). Ze|relbral|tu|mor* der; -s, -en:
Geschwulst des Gehirns (Med.). Zelrelbraltilon* die; (zu lat. cerebrum (vgl. Cerebrum) u. Î...ation): svw. Zerebralisation. Ze re bron das; -s (zu t2...on>: in der weißen
Substanz des Gehirns u. im Nervengewebe vorkommendes
Zerebrosid (Biochem.). Zelrelbrolsid* das; -[e]s, -e
(Kunstw. zu lat. cerebrum (vgl. Cerebrum) u. t3...id>:
stickstoffhaltiger, zu den Î Lipoiden gehörender Stoff im
Gehirn, in Milz, Leber, Niere u. Blutzellen (Biochem.).
ze|re|bro|spi|nal*: Gehirn u. Rückenmark betreffend,
zu ihnen gehörend (Med.). Ze|re|bro|spi|nal|sys|tem*
das; -s, -e: das Gesamtsystem der Hirn- u. Rückenmarks
nerven (Med.). Ze|re|bro|to|ni|ker* der; -s, - (zu gr. tonikós „gespannt, die Spannkraft bewirkend“): Tempera-
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mentstyp des intellektuell regsamen, aber gefühls- u. ausdrucksgehemmten Menschen. Zelrelbrum* vgl. Cere
brum
Ze|relmo|ni|a|le vgl. Caeremoniale. 'Zelre|mo|ni|ar4<?r,
-s, -e <aus gleichbed. mlat. ceremoniarius): kath. Geistli
cher, der die Liturgie vorbereitet u. leitet. 2Ze|re|mo|niar das; -s, -e <zu I Zeremonie u. Î 2...ar> : Verzeichnis der bei
feierlichen Anlässen zu beachtenden Bräuche. Ze Ire I mo
nje [auch ...momio] die; -, ...ien [auch ...momion] (unter
dem Einfluss von fr. cérémonie aus spätlat. ceremonia, lat.
caerimonia „religiöse Handlung, Feierlichkeit"): 1. [tradi
tionsgemäß begangene] feierliche Handlung; Förmlich
keit. 2. (nur Plur.) die zum î Ritus gehörenden äußeren
Zeichen u. Handlungen (Rel.). zelrelmolnilell (aus
gleichbed. fr. cérémonial, dies aus spätlat. caerimonialis
„zur Gottesverehrung gehörig“; vgl. ...eil): a) feierlich,
förmlich, gemessen; b) steif, umständlich. Ze|re|mo|niell das; -s, -e (aus gleichbed. fr. cérémonial): Gesamtheit
der Regeln u. Verhaltensweisen, die zu bestimmten [feier
lichen] Handlungen im gesellschaftlichen Verkehr notwen
dig gehören. Ze|re|molni|en|meis|ter [...ion...] der; -s, (zu ÎZeremonie): der für das Hofzeremoniell verantwort
liche Beamte an Fürstenhöfen. ze|re|mo|ni|ös (aus
gleichbed. fr. cérémonieux; vgl. ...ös): steif, gemessen
Zelrelsin u. Ceresin [ts...] das; -s (Kunstw. zu lat. cera
„Wachs“ u. t...in (1)): ein gebleichtes Erdwachs aus hoch
molekularen Kohlenwasserstoffen
Zelrelvis [... `vi:s] das; -, - (aus lat. eer(e)visia „ein bierähn
liches Getränk“, dies aus dem Gall.; Bed. 2 nach dem
Brauch von studentischen Verbindungen, das Käppchen
an ihren Kneipabenden beim (Bier)trinken zu tragen): 1.
(Studentenspr. veraltet) Bier. 2. gold- od. silbergesticktes
Käppchen der Verbindungsstudenten
Zelrin das; -s (zu lat. cera (vgl. Cera) u. t ...in (1)>: eine Fett
säure (Bestandteil des Bienenwachses)
Zelrit [auch ...rit] u. Cerit [ts..., auch ...rit] der; -s, -e (zu
îCer u. t2...it): ein graubraunes bis graurotes, tmonoklines Mineral
Zer|ka|rie [...io] i/ie; -, -n (aus nlat. cercaria zu gr. kérkos
„Schwanz“): gabelschwänzige Larve des Leberegels
zerlnielren (aus gleichbed. fr. cerner, dies aus lat. circinare
„einen Kreis bilden“ zu circinus, vgl. Zirkel): [eine Fes
tung] einschließen; umzingeln. Zerlnielrung die; -, -en
(zu t...ierung): das Zernieren, das Zerniertwerden
Zero [ze:ro] die; -, -s od. das; -s, -s (aus fr. zéro „Null“, dies
über it. zero aus arab. sifr zu safira „leer sein“): 1. Null,
Nichts. 2. das Gewinnfeld des Bankhalters im Roulette. 3.
a) sprachliche Einheit, die keinen kommunikativen Bei
trag leistet; b) sprachliche Einheit, die nicht formal, son
dern nur inhaltlich vorhanden ist (z.B. du im Imperativ
gehl; Sprachw.). Zerolbond der; -s, -s: Anleihe ohne lau
fende Zinszahlung, bei der die Zinsen erst mit dem fälligen
Kapitalbetrag gezahlt werden (Bankw.)
Zelroldyr® das; -s (Kunstw., zu lat. durus „hart, fest“):
Werkstoff aus Glaskeramik mit bes. geringer Wärmeaus
dehnung
Zelrolgraf, auch ...graph der; -en, -en (zugr. kêrographeîn
„mit Wachs malen“; vgl. ...graf): jmd., der Wachsgravie
rungen anfertigt. Zelrolgralfie, auch ...gralphie die; -,
...ien (aus gr. kerographia „Wachsmalerei“): 1. (ohne
Plur.) Kunst des Wachsgravierens. 2. Wachsgravierung.
Zelrolphalnie vgl. Zeraphanie. Zeroplas¡tik<7íí,-, -en
(zu gr. kerös „Wachs“ u. Î 'Plastik): 1. (ohne Plur.) Wachs
bildnerei. 2. Wachsbild. Ze|ro|tin|säu|re die: - (zu T...in
(2)): svw. Zerin
Zeirotolelrance [zioroʊ'tɔlərəns] die; - (aus gleichbed.
engl. zero tolerance, eigtl. „keinerlei Toleranz“, zu zero
(dies aus fr. zéro, vgl. Zero) u. tolerance, dies über (alt)fr.
tolérance aus lat. tolerantia, vgl. Toleranz): umgehendes u.
Zetazeen
striktes Eingreifen der Ordnungskräfte (z.B. der Polizei)
auch bei geringfügigen Vergehen (bes. in nordamerik.
Großstädten)
Zer|ta|men das; -s, ...mina (aus gleichbed. lat. certamen zu
certare, vgl. zertieren): (veraltet) Wettkampf, -streit. Zertaltilon die; - (aus /öZ. certatio „Wettkampf' zu certare,
vgl. zertieren): Erscheinung, dass männliche Samenfäden
die Eizelle bei der Befruchtung schneller erreichen als
weibliche (Biol.). zertielren (aus gleichbed. lat. certare
zu certus, vgl. zertifizieren): (veraltet) Wettstreiten, wett
eifern. Zer|tiIfiIkat das; -[e]s, -e (über gleichbed. fr. cer
tificat aus mlat. certifica tum „Beglaubigtes“ zu lat. certus,
vgl. zertifizieren): 1. [amtliche] Bescheinigung, Beglaubi
gung, Schein, Zeugnis. 2. a) Anteilschein bei Investment
gesellschaften; vgl. Investment; b) Urkunde für hinterleg
te Wertpapiere. Zer|ti|fiIka|tiIon die; -, -en (zu t ...ation):
svw. Zertifizierung; vgl. ...ation/...ierung. zer|ti|fi|zieren (unter dem Einfluss von gleichbed. fr. certifier aus
spätlat. certificare zu lat. certus „sicher, gewiss“): [amt
lich] bescheinigen, beglaubigen. Zer|tilfi|zie|rung 4ze; -,
-en (zu t...ierung): das Beglaubigen, Bescheinigen; vgl.
...ation/...ierung
Zelrulmen u. Cerumen [ts...] das; -s (aus gleichbed. nlat.
cerumen zu lat. cera, vgl. Cera): Ohrenschmalz (Med.)
Zelruslsit [auch ,.,'sit] der; -s, -e (zu/öZ. cerussa „Bleiweiß“
u. t2...it): ein farbloses, weißes od. gelbbraunes bis schwar
zes Mineral (Bleierz)
Zerlvalnislmus [...v...] vgl. Zerwanismus
Zer ve lat wurst [,..v..., auch zer...] rfie; -, ...würste (aus ¿Z.
cervellata „Hirnwurst“ zu cervello „Gehirn“, dies aus lat.
cerebellum, vgl. Cerebellum) : Dauerwurst aus zwei Drittel
Schweinefleisch u. einem Drittel Rindfleisch u. Speck
(Schlackwurst); vgl. Servela
zer vi kal [...v...] (zu lat. cervix (vgl. Cervix) u. Î '...al (1)): 1.
den Nacken, den Hals betreffend, zu ihm gehörend
(Anat.). 2. den Gebärmutterhals betreffend, zu ihm gehö
rend (Anat.). Zerlvi kallsyn drom* das; -s, -e: Sammelbez. für Nacken-, Schulter- u. Armschmerzen, die durch
krankhafte Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäu
le verursacht werden (Med.). Zerlvix vgl. Cervix. Zervixkarlzilnom das; -s, -e: Gebärmutterhalskrebs
(Med.). Zer|vi|zi|tis die; -, ...itiden (zu t...itis>: Entzün
dung der Schleimhaut des Gebärmutterhalses (Med.)
Zerwainismus der; - (nach der altpers. Gottheit Zerwan
u. zu t,,,ismus (1)): tmonistische Richtung derpers. Reli
gion des frühen Mittelalters (3.-7. Jh.)
Zeslsalien [...ion] vgl. Zissalien
Zes sa re witsch vgl. Zarewitsch
zeslsilbe! (zu Tzessierenu. Î ...ibel) : abtretbar, übertragbar
(z.B. von Ansprüchen, Forderungen; Rechtsw.). Zes sibilliltät die; - (zu T...ität): Abtretbarkeit (z.B. von An
sprüchen, Forderungen; Rechtsw.). zeslsielren (aus
gleichbed. mlat. cessare, Intensivbildung zu lat. cedere,
vgl. zedieren): (veraltet) aufhören; wegfallen. Zeslsilon
die; -, -en (aus gleichbed. lat. cessio, vgl. Cessio): Übertra
gung eines Anspruchs von dem bisherigen Gläubiger auf
einen Dritten (Rechtsw.). Zes|si|o|nar der; -s, -e (aus
gleichbed. mlat. cessionarius): jmd., an den eine Forde
rung abgetreten wird, neuer Gläubiger (Rechtsw.)
Zesltolden die (Plur.) (aus nlat. cestodes zu gr. kestös „ge
stickter Gürtel; bandartiges Gebilde“ u. I...oden): zusam
menfassende systematische Bez. für die Bandwürmer
(Zool.)
Zeta das; -[s], -s (aus gr. zêta): sechster Buchstabe des
griech. Alphabets: Z, C
Ze tan vgl. Cetan
Ze ta ze en die (Plur.) (aus nlat. cetaceae zu lat. cetus
„Wal“, dies aus gr. kètos, vgl. Cetaceum): zusammenfas
sende systematische Bez. für die Wale (Zool.)
Zetazismus
der; -, ...men (nach dem griech. Buchstaben
Zeta (vgl. Zeta)u. zu Î ...izismus): 1. die Entwicklung von k
vor hellem Vokal zu z (Sprachw.). 2. fehlerhaftes Ausspre
chen des z-Lautes
Ze|te|ti|ker der; -s, - (nach gr. zëtëtikoi (Plur.) „Philoso
phen (einer bestimmten Schule)“, substantivierter Plur.
von zëtëtikôs „zum Untersuchen geneigt“ zu zëteïn „su
chen“): svw. Skeptiker
Zeltin das; -s (zu lat. cetus (vgl. Zetazeen) u. î...in (l)):
Hauptbestandteil des t Cetaceums
Zeug ma das; -s, Plur. -s u. -ta (aus gleichbed. lat. zeugma,
dies ausgr. zeugma, eigtl. „Verbindung, Joch“): unpassen
de Beziehung eines Satzgliedes (meist des Prädikats) auf
zwei od. mehr Satzglieder (z. B. er schlug die Stühl'und Vö
gel tot [Struwwelpeter]; Sprachw.)
Zeulnelrit [auch ... rit] der; -s, -e (nach dem dt. Physiker
G. A. Zeuner (1828-1907) u. zu t2...it): dem îChalkolith
ähnliches Uranmineral
Zelvaldin [...v...] das; -s (Kunstw.; vgl. ...in (1)): Hauptbe
standteil des Nieswurzalkaloids T Veratrin
Ze zi die [...io] u. Cecidie [tse'tsi:diə] die; -, -n (aus nlat. ce
cidia, dies aus gr. kekidion, Verkleinerungsform von
(spät)gr. këkis „Gallapfel“, eigtl. „das Hervorquellende“):
Wucherung an Pflanzen (Pflanzengalle; Biol.). zelzildikol (zu lat. colere „bewohnen“): Pflanzengallen bewoh
nend (vonTieren; Biol.). Ze|zi|di|ollo|gie iZz'e;-(zu t...logie): Teilgebiet der Botanik, das sich mit den Zezidien be
fasst (Biol.). Zelzhdilolphyt der; -en, -en (meist Plur.) (zu
f...phyt): Pflanze, die Gallen verursacht (z.B. Algen- u.
Pilzarten; Bot.). Ze|ziidi|o|zo|en rfte (Plur.) (zu gr. zðon
„Lebewesen“): Tiere, die Pflanzengallen verursachen
(z. B. Gallwespen; Biol.)
Zilbelbe die; -, -n (über it. zibibbo aus arab. zablba „Rosi
ne“): (landsch. u. österr.) große Rosine
Zi|be|li|ne 4/e; - (aus gleichbed. fr. zibeline, dies aus it. zibellino, eigtl. „Zobel(pelz)“, dies aus dem Slaw.): Woll
stoff mit hellen Fasern auf der rechten Seite
Zilbet der; -s (über it. zibetto aus arab. zabäd „Zibetkat
ze)“ zu zabad „Schaum“): als Duftstoff verwendete Drü
senabsonderung der Zibetkatze. Zi|bet|kat|ze die; -, -n:
asiat. Schleichkatze. Zilbelton das; -s (zu t2...on): Riech
stoff aus der Drüsenabsonderung der Zibetkatze
Zilbolrilum tZos; -s, ...ien [...ion] (über lat. ciborium aus
gr. kibörion „ein (metallener) Trinkbecher“, eigtl. „das
Fruchtgehäuse einer ägypt. Pflanze“, Bed. 1 aus gleich
bed. spätlat. ciborium, Bed. 2 aus gleichbed. mlat. cibori
um): 1. von Säulen getragener Überbau über einem Altar,
Grabmal u.Ä.; vgl. Baldachin (2), Tabernakel (1). 2. ge
deckter Kelch zur Aufbewahrung der geweihten Hostie;
vgl. Pyxis
Zilcholrie [tsi'ço:rio] die; -, -n (über it. cicoria aus mlat.
eie(h)orea, dies aus gr. kichörion, kichórion „Wegwarte;
Endivie“): 1. Wegwarte. 2. Kaffeezusatz, Kaffee-Ersatz.
3. Stammform verschiedener Salat- u. Gemüsepflanzen
...zid (aus gleichbed. ʃr. -cide, dies zu lat. caedere
„(er)schlagen, töten“): Wortbildungselement mit den Be
deutungen: a) „tötend, verniehtend(es Mittel)“, z. B. bak
terizid, Insektizid, u. b) „Mord, Tötung“, z.B. Genozid,
Suizid
Zilder vgl. Cidre
Zi|ga|ret|te die; -, -n (aus gleichbed. fr. cigarette, Verklei
nerungsbildung zu cigare, dies aus span, cigarro, vgl. Zi
garre): Rauchware in Form eines etwa fingerlangen Stäb
chens [mit Filtermundstück], das in einer Hülle von Papier
fein geschnittenen Tabak enthält. Zilgalrilllo [auch ...ljo]
der, auch das; -s, -s, ugs. auch die; -, -s (aus gleichbed. span.
cigarillo, einer Verkleinerungsbildung zu cigarro, vgl. Zi
garre): kleine, dünnere Zigarre. Zilgarlre die; -, -n (aus
gleichbed. span, cigarro, weitere Herkunft ungeklärt, wohl
Zeltalzisimus
1440
aus dem Indian.): 1. Rauchware aus grob geschnittenem
od. gerissenem Tabak, der zum Rauchen zu einer dickeren
Rolle zusammengewickelt u. mit einem Tabakblatt od. ei
ner aus gemahlenem Tabak hergestellten Hülle umschlos
sen ist. 2. (ugs.) grobe Zurechtweisung, Vorwurf, Ermah
nung, Vorhaltung, Verweis
Zilkalde die; -, -n (aus gleichbed. lat. cicada, wohl lautma
lendes Wort): kleines, grillenähnliches Insekt (Zirpe)
Zilkaltrix* die; - (aus gleichbed. lat. cicatrix, Gen. cicatri
cis); Narbe, bindegewebige Umwandlung des Gewebes
nach Abheilung eines Defektes (Med.), ziIka ItriIzilell (zu
Î...eil): narbig (Med.)
Ziklkulrat [auch ... ra:t] 4ze; -, -s (aus gleichbed. akkad. ziqqurratu): monumentaler Stufenturm in der sumerischen,
babylonischen u. assyrischen Baukunst mit einem Tempel
an der Spitze
zillilar (zu Gz. cilium „Augenlid; Wimpern“ u. t...ar (1)): zu
den Augenlidern bzw. -wimpern gehörend, an den Wim
pern befindlich, sie betreffend (Med.). Zillilarlkörlper
der; -s, - : vorderster, verdickter Teil der Gefäßhaut des Au
ges (Strahlenkörper; Anat.). Zillilarlmuslkel der; -s, -n:
Muskel im Auge, der die Krümmung der Augenlinse er
möglicht (Anat.). Zi|li|ar|neu|ral|gie* die; -, -n [,,d:ən]:
Schrr .rzen in Augapfel u. Augenhöhle (Med.). Zillilalten
die (Plur.) (aus nlat. ciliata (animalia) zu ciliatus „bewim
pert“): Wimpertierchen, mit Flimmerhaaren versehene
Einzeller (Biol.). Zi|lie [...io] die; -, -n (aus nlat. cilia, dies
aus lat. cilium, vgl. ziliar): 1. Flimmerhaar, feines Härchen
des Flimmerepithels (z. B. der Bronchien; Med.). 2. Flim
merhärchen der Ziliaten (Biol.). Zillilosltalse* die; -:
Einschränkung der Flimmerbewegung der Zilien eines
Flimmerepithels (speziell der Bronchien; Med.)
Zilmarlra vgl. Simarre
Zim bal, Cimbal [ts...] u. Cymbal [ts...], Zymbal das; -s,
Plur. -e u. -s (unter Einfluss von gleichbed. älter ung. cim
balero/«. cymbaly aus lat. cymbalum, vgl. Zimbel): bes.
in der osteurop. Volksmusik gespieltes, auf vier Füßen ste
hendes Hackbrett. Zimlbel die; -, -n (aus lat. cymbalum
„(Schall)becken“, dies aus gr. kÿmbalon: 1. antikes
Schlaginstrument, kleines Becken. 2. mit Hämmerchen
geschlagenes Hackbrett. 3. mittelalterliches Glockenspiel.
4. Orgelregister von heller, silberner Klangfarbe
Zilmellie [...io] die; -, -n u. Zilmellilum das; -s, ...ien [...ion]
(über gleichbed. mlat. cimelium aus gr. keimëlion
„Schatz“): (veraltend) 1. wertvoller Besitz antiker od. mit
telalterlicher Herkunft in einer Bibliothek (Papyrus,
Handschrift, Buch u.a.). 2. Wertgegenstand [in kirchli
chen Schatzkammern]
Zilment das; [e]s, -e (aus it. cimento „Probe“, eigtl. „Ze
ment“, dies aus spätlat. cimentum, vgl. ‘Zement; Bedeu
tungswandel über „Masse zur Lösung od. Läuterung von
Metallen“ zu „Eichmaß“): (bayr., österr. veraltet) metal
lenes zylindrisches geeichtes Maßgefäß der Wirte, zimenltielren (zu Î ..deren): (bayr., österr. veraltet) Gefäße
amtlich eichen od. geeichte Gefäße prüfen u. berichtigen
’Zilmier das; -s, -e (aus gleichbed. fr. cimier zu cime „Gip
fel, Spitze“): [Ritter]helmschmuck. 2Zi|mi|er [simie:]
der; -s, -s (ausʃr. cimier „Lendenstück“ zu cime, vgl. ‘Zi
mier): (veraltet) Lendenstück [vom Wild]
Zilmollit [auch ... lit] der; -s, -e (nach der griech. Insel Kimolos u. zu t2...it): hellgrauer Ton (zimolische Erde)
Zinlckelnit [auch ... nit] der; -s, -e (nach dem dt. Minera
logen J. K. L. Zincken (1790-1862) u. zu t2...it>: aus Blei,
Antimon u. Schwefel bestehendes Mineral
Zinlcum [...kum] das; -s (aus nlat. zincum zu dt. Zinke, weil
sich das Destillat des Metalls an den Wänden des Schmelz
ofens in Form von Zinken ( = Zacken) absetzt): Zink (ein
zu den Metallen gehörendes ehern. Element); Zeichen Zn
Zinldel das; -s (aus mlat. cendalum „dünner Seidenstoff“,
1441
Herkunft ungeklärt): 1. im Mittelalter verwendetes kost
bares, schleierartiges Seidengewebe. 2. svw. Zindeltaft.
Zinldelltaft der; -s: Futterstoff aus Leinen od. Baumwol
le
Zinlder der; -s, - (meist Plur.) (aus gleichbed. engl. cinder):
ausgeglühte Steinkohle
Zilnelllen vgl. Tschinellen
Zi ne ralrie [...io] die; -, ...ien [...ion] (aus nlat. cineraria zu
lat. cinis, Gen. cineris „Asche“, nach dem oft starken Be
fall von Blattläusen, der die Pflanze wie mit Asche bedeckt
aussehen lässt; vgl. l...ie): zu den Korbblütlern gehörende
Zimmerpflanze mit aschfarbenen Blättern (Aschenblu
me). Zi|nelra|ri|um das; -s, ...ien [...ion] (aus lat. cinera
rium „Aschenkammer“ zu cinerarius „zur Asche gehö
rig“): Nische für die Aufnahme von Aschenurnen in den
großen röm. Grabanlagen. Zi|ne|ralti|on die; -, -en (zu
t. ..ation>: (veraltet) Verwandlung in Asche
Zinlgalreslca [...ka] die; -, -s (aus gleichbed. it. zingaresca): Zigeunertanzlied, zinlgairelse (aus gleichbed. it. (al
la) zingarese): svw. alla zingarese
Zin gu lum das; -s, Plur. -s u. ...la (aus lat. cingulum „Gür
tel“ zu cingere „(um)gürten“): 1. Gürtel[schnur] der t Albe
u. kath. Ordenstrachten. 2. [seidene] Gürtelbinde der
Î Soutane
Zinlkelnist der; -en, -en (zudt. Zink (mittelalterliches Blas
instrument) u. T...ist): 1. Bläser eines Zinks, eines trompe
tenähnlichen Holzblasinstrumentes. 2. (früher) Musikant,
der das Privileg hatte, bei feierlichen Anlässen zu spielen
(Stadtpfeifer). Zinlkit [auch ,.,'kit] der; -s, -e (zu dt. Zink
(vgl. Zincum) u. T2...it): ein rotes, durchscheinendes Mi
neral, Rotzinkerz. Zinlkolgralfie, auch ...gralphie die;
-, ...ien (zu t,,,grafie): Zinkätzung. Zin|ko|ty|pie die; -,
...ien (zu t...typie): Zinkhochätzung. Zinkloxid, auch
Zinkloxyd das; -s: Zinkweiß (Malerfarbe). Zinklsullfat
-s : schwefelsaures Zink, technisch wichtigstes Zink
salz
Zin|na|ba|rit [auch ...rit] der; -s, -e (zu lat. cinnabaris (vgl.
Zinnober) u. t2...it>: svw. Zinnober (1)
Zin na mom das; -s (aus gleichbed. lat. einna(mo)mum,
dies aus gr. kinnamon, kinnamömon, dies aus dem Se
mit.): 1. Zimtbaum. 2. (veraltet) Zimt
Zinlnie [...io] die; -, -n (nach dem dt. Arzt u. Botaniker J. G.
Zinn (1727-1759) u. zu tɪ,,,ie): Korbblütler mit leuchten
den Blüten (eine Gartenzierpflanze)
Zinlnolber der; -s, - (über altfr. cenobre aus lat. cinna
bares), dies aus gleichbed. gr. kinnábari(s), Herkunft von
Bed. 3 ungeklärt, vielleicht aus der alchemistischen Erfah
rung, statt Gold nur Zinnober zu machen): 1. ein rotes bis
schwarzes Mineral (wichtiges Quecksilbererz). 2. (österr.
das) (ohne Plur.) gelblich rote Farbe. 3. (ohne Plur.; ugs.)
a) wertloses Zeug; b) Blödsinn, Unsinn, dummes Zeug
Zinnlwalldit [auch ... dit] der; -s (nach dem Ort Zinnwald
im Erzgebirge u. zu î2...it): perlmuttglänzender, meist
braun od. grau gefärbter, auch schwarzer Glimmer mit ho
hem Lithiumgehalt
Zi|o|nis|mus der; - (nach dem Tempelberg Zion in Jerusa
lem u. zu Î...ismus (1)): a) (Ende des 19. Jh.s entstandene)
jüdische Bewegung mit dem Ziel, einen nationalen Staat
für Juden in Palästina zu schaffen; b) politische Strömung
im heutigen Israel u. innerhalb des Judentums in aller
Welt, die eine Politik betreibt, die auf innere u. äußere Fes
tigung des Staates Israel gerichtet ist. Zilolnist der; -en,
-en (zu T ...ist): Anhänger des Zionismus. zi|o|nis|tisch
(zu Î...istisch): der Bewegung des Zionismus angehörend,
sie betreffend. Zilolnit der; -en, -en (zu t3...it>: Angehöri
ger einer schwärmerisch-pietistischen Sekte des 18. Jh.s
Zi I pol I le 4ze; -, -n (nacha/z¿. zwibollo, cipolle, dies über das
Roman, aus (spät)lat. eepul(l)a, Verkleinerungsform von
cepa „Zwiebel“): Zwiebel (Bot.)
Zirkumferenz
der: -s, -s (aus gleichbed. engl. zip): (österr.) Reiß
verschluss
Ziplpelit [auch ,,,'ɪt] der; -s, -e (nach dem österr. Mineralo
gen F. X.M. Zippe (fl863) u. zu T2...it): ein blass- bis oran
gegelbes Mineral, Verwitterungsprodukt von Uranerzen
Ziplper der: -s, -s (aus gleichbed. engl. zipper zu zip, vgl.
Zipp): (salopp) Reißverschluss
Ziplpus der; -, Plur. Zippi u. Zippen (aus gleichbed. lat. cip
pus): (landsch.) antiker Gedenk-, Grenzstein
Zir|co|ni|um [...k...] vgl. Zirkonium
zirlka (aus/at. circa „nahebei; ungefähr“ zu circus, vgl. Zir
kus): ungefähr, etwa; Abk.: ca. zir kaldi an, selten zirka dia nisch (zu lat. circa (vgl. zirka) u. dies „Tag“): ei
nen biologischen [24-Stunden-]Rhythmus aufweisend
(von Lebensvorgängen): vgl. ...isch/-.Zirlkel der; -s, - (aus
lat. circinus „Zirkel“, wohl beeinflusst von circulus
„Kreis(linie)“ zu circus, vgl. Zirkus): 1. geometrisches Ge
rät zum Kreiszeichnen u. Streckenabmessen (Math.). 2.
eng miteinander verbundene Gruppe von Personen. 3.
Kreis, Ring. 4. (Studentenspr.) verschlungene Buchstaben
als Zeichen der Zugehörigkeit zu einer studentischen Ver
bindung; vgl. Cercle (1 b). 5. Figur beim Dressurreiten, bei
der das Pferd im Kreis geht. 6. svw. Circulus vitiosus (1). 7.
Kurzform von Î Quintenzirkel. Zir kelide filniltiIon die;
-, -en: Definition, die einen Begriff enthält, der seinerseits
mit dem an dieser Stelle zu erklärenden Begriff definiert
wurde. Zir|kel|ka|non der; -s, -s (zu T 'Kanon): immer in
seinen Anfang mündender 'Kanon (3) ohne Ende (Mus.),
zirlkeln: 1. a) genau einteilen, abmessen; b) (ugs.) genau
bemessend an eine bestimmte Stelle bringen. 2. einen
Kreis ziehen. Zir|kelltrai|ning das; -s: svw. Circuittrai
ning
Zirlkon der; -s, -e (Herkunft ungeklärt): Zirkonium enthal
tendes Mineral (brauner, durch Brennen blau gewordener
Schmuckstein). Zirlkolnia der; -[s], -[s] (zu (Zirkonium):
aus Zirkoniumoxid hergestelltes, meist farbloses Mineral,
das bes. als Diamantersatzstein verwendet wird. Zir|koni|um, chem. fachspr. Zirconium [,..k...] das; -s (zu tZir
kon (weil es in diesem Mineral entdeckt wurde) u. Î ...ium) :
chem. Element, stahlgraues bis silberweißes Metall; Zei
chen Zr
zirkulär (aus spätlat. circularis zu lat. circulus, vgl. Zir
kel): kreisförmig, zirlkullär (unter Einfluss von gleich
bed. fr. circulaire aus spätlat. circularis, vgl. zirkular): 1.
svw. zirkular. 2. periodisch wiederkehrend (z.B. von
Krankheiten; Med.). Zirlkullar das; -s, -e (aus gleichbed.
fr. (lettre) circulaire): (veraltet) Rundschreiben. Zirlkulalriltät die; -, -en (zu T...ität>: svw. Zirkeldefinition. Zirkullarlnolte 4ie; -, -n: mehreren Staaten gleichzeitig zu
gestellte Mitteilung gleichen Inhalts. Zir|ku|la|ti|on die;
-, -en (aus gleichbed. /«t. eireu(m)latio zu circumlatum,
Part. Perf. (Neutrum) von circumferre „im Kreis herum
tragen“); 1. a) das Zirkulieren; Umlauf; b) (ohne Plur.)
Blutkreislauf (Med.). 2. svw. Circolation. Zirikulator
der; -s, ...oren (nach engl. circulator „Verbreiter“, vgl.
...or): Wellenleiter, Bauelement der Hochfrequenztech
nik, durch das eine elektromagnetische Welle in einer
Richtung sehr wenig, in der anderen sehr stark gedämpft
wird, zirlkullielren (unter Einfluss von gleichbed. fr. cir
culer aus spätlat. circulare „kreisförmig bilden“ zu lat. cir
culus, vgl. Zirkel): in Umlauf sein, umlaufen, kreisen, zirkum..., Zirlkum... (aus gleichbed. lat. circum zu circus,
vgl. Zirkus): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„um - herum“, z.B. zirkumterrestrisch, Zirkumferenz.
Zir|kum|duk|ti|on aïe; -, -en (aus lat. circumductio „das
Herumführen“ zu circumducere „herumführen“) : 1. kreis
förmige Bewegung in einem Kugelgelenk (Techn.). 2. bo
genförmige Beinbewegung beim Gehen eines Spastikers
(Med.). Zir|kum|fe|renz die; -, -en (aus gleichbed. spätZipp®
1442
zirkumflektieren
lat. circumferentia): Umkreis, Umfang, Ausdehnung,
Ausmaß, zir|kum|flek|tie|ren (zu ÎZirkumflex u. t..de
ren): einen Buchstaben mit einem Zirkumflex versehen.
Zir|kum|flex der; -es, -e (aus gleichbed. spätlat. (accen
tus) circumflexus, vgl. Accent circonflexe): Dehnungszei
chen; Zeichen " (z.B. Ô); vgl. Accent circonflexe. Zirkumklu silon die; -, -n (aus gleichbed. nlat. circumclusio): operativer Verschluss einer Arterie mittels Naht u.
Faden (Med.). Zir|kum|nu|ta|tilon die; -, -en (zu Tzirkum...): kreisende Wachstumsbewegung bei Pflanzen
(Bot.). Zir|kum|po|lar|stern der; -s, -e: Fixstern, der für
einen bestimmten Beobachtungsort auf der Erde nie ver
schwindet. zirlkumlskript (zu lat. circurnscriptum, Part.
Perf. (Neutrum) von circumscribere „mit einem Kreis um
schreiben“): umschrieben, scharf abgegrenzt (z.B. von
Hauterkrankungen; Med.). Zir|kum|skrip|ti|on die; -,
-en (aus lat. circumscriptio „Umschreibung eines Krei
ses“): Abgrenzung kirchlicher Gebiete. Zir|kum|stanz
4ze; -, -ien [.. ,iən] (aus lat. circumstantia „Umgebung ; Um
stand“): (veraltet) Umstand, Beschaffenheit, zirlkumstanlzilell (zu T...eil) : (veraltet) den Umständen entspre
chend; durch die Umstände geschaffen, die Umstände be
treffend. zir|kum|ter|res|trisch* (zu tzirkum...): im
Umkreis der Erde; den Weltraum in Erdnähe betreffend
(Astron.). zir|kum|ve|nie|ren [,..v..,] (aus lat. circumve
nire „herumgehen“): (veraltet) 1. umgeben. 2. überlisten,
hintergehen. Zirlkumlvenltilon die; -, -en (aus gleich
bed. lat. circumventio): (veraltet) Umgehung; Überlis
tung, Hintergehung. Zir|kum|zi|si|on die; -, -en (aus
spätlat. circumcisio „Beschneidung“ zu circumcidere
„um-, beschneiden“): 1. ringförmige Entfernung der [zu
langen od. zu engen) Vorhaut des männlichen Gliedes. 2.
Umschneidung eines Geschwürs. Zirlkus der; -, -se (teil
weise unter Einfluss von engl. circus u. franz, cirque aus
lat. circus „Kreis; Ring; Rennbahn; Arena“, dies wohl aus
gr. kirkos „Ring“): 1. Kampfspielbahn im Rom der Anti
ke. 2. a) [nicht ortsfestes] Unternehmen, das in einem gro
ßen Zelt od. in einem Gebäude mit einer ÎManege ein viel
seitiges artistisches Programm mit Tierdressuren, akroba
tischen Nummern u. A. vorführt; b) Zelt, Gebäude mit ei
ner Manege u. stufenweise ansteigenden Sitzreihen, in
dem Zirkusvorstellungen stattfinden. 3. a) etwas Vielfälti
ges, Abwechslungsreiches, Buntes; b) (ohne Plur.) (ugs.
abwertend) Durcheinander, unnötiger Trubel, Aufwand;
Wirbel, Getue. ...zirlkus (zu tZirkus): Wortbildungsele
ment mit den Bedeutungen : a) „in vielfältiger u. abwechs
lungsreicher Weise auftretend bzw. darbietend“, z. B. Ski
zirkus, Literaturzirkus, u. b) „unnötigen Trubel verursa
chend“, z. B. Affenzirkus
Zirlren: Plur. von IZirrus
Zir|rho|se die; -, -n (aus gleichbed. fr. cirrhose, dies zu gr.
kirrhös „gelb, orange“, nach der Verfärbung der erkrank
ten Leber): Wucherung im Bindegewebe eines Organs
(z.B. Leber, Lunge) mit nachfolgender Verhärtung u.
Schrumpfung (Med.). zir|rho|tisch (zu t...otisch): durch
Zirrhose bedingt, sie betreffend (Med.)
Zirlrolkulmullus der; -, ...li (zu ÎZirrus u. TKumulus):
fein gegliederte, federige Wolke in höheren Luftschich
ten, Schäfchenwolke (Meteor.). Zir|ro|stra|tus* der; -,
...ti: überwiegend aus Eiskristallen bestehende Schleier
wolke in höheren Luftschichten (Meteor.). Zirlrus der; -,
Plur. - u. Zirren (aus lat. cirrus „Federbüschel; Franse“):
1. aus feinsten Eisteilchen bestehende Federwolke in hö
heren Luftschichten (Meteor.). 2. a) Begattungsorgan der
Plattwürmer; b) rankenartiger Körperanhang vieler
Wassertiere (z.B. zum Herbeistrudeln der Nahrung;
Biol.)
zir'zen sisch (zu lat. circensis „zur Arena gehörig“ zu cir
cus. vgl. Zirkus): den Zirkus betreffend, in ihm abgehalten
(aus gleichbed. lat. cis-): Präfix mit der Bedeutung
„diesseits“, z.B. zispadanisch
zis al pin u. zislallpilnisch (aus gleichbed. lat. cisalpi
nus); diesseits der Alpen [gelegen] (von Rom aus gesehen)
Zilselleur [...lorn] der; -s, -e (aus gleichbed. fr. ciseleur zu
ciseler, vgl. ziselieren): jmd., der Ziselierarbeiten ausführt
(Metallstecher). zilse|l[e|ren (aus gleichbed. fr. ciseler zu
ciseau „Meißel“): Metall mit Grabstichel, Meißel, Feile
u. a. bearbeiten; Figurenu. Ornamente aus Gold od. Silber
herausarbeiten. Zilsellielrer der; -s, -: svw. Ziseleur
Zjlsilum rto; -s, ...sien [...ion] (aus gleichbed. lat. cisium):
zweirädriger, leichter u. schneller altröm. Reisewagen, der
für Reisen ohne schweres Gepäck benutzt wurde
Zis|la|weng (Herkunft ungeklärt, vielleicht berlin. ent
stellt aus fr. ainsi cela vint „so ging das zu“); in der Fügung
mit [einem[ Zislaweng: (ugs.) mit Schwung; mit einem be
sonderen Kniff, Dreh
zisllulnar (zu tzis... u. lat. lunaris „Mond-, den Mond be
treffend“): zwischen Erde u. Mond verlaufend (von Satel
liten- u. Raumsondenbahnen; Astron.)
zislpaldalnisch (zu tzis... u. lat. Padus (alter Name des
nordital. Flusses Po)>: diesseits des Po liegend (von Rom
aus gesehen)
Zislsaililen [...ion] u. Zessalien [...ion] die (Plur.) (nach
gleichbed. fr. cisaille (Sing.) zu cisailles „Blechschere“):
missglückte Münzplatten od. Münzen, die wieder einge
schmolzen werden
Zislsolilde <7ze; -, -n (zu gr. kissós „Efeu“ u. t...ide): ebene
Kurve dritter Ordnung (Efeublattkurve; Math.)
Zislta u. Zislte die; -, ...sten (aus lat. cista „Kasten, Kiste“,
dies aus gleichbed. gr. kiste): 1. frühgeschichtlicher zylin
derförmiger Bronzeeimer mit reich verzierter Außen
wand. 2. altgriech. zylinderförmiger Korb, in dem bei
Mysterienfeiern die heiligen Symbole aufbewahrt od. der
bei Abstimmungen zur Aufnahme der Stimmtäfelchen ver
wendet wurde. 3. frühgeschichtliche etruskische Urne in
Zylinderform
Zislter vgl. Cister
Zislterlne die; -, -n (aus gleichbed. lat. cisterna zu cista, vgl.
Zista) : unterirdischer Behälter zum Auffangen von Regen
wasser [in wasserarmen Gebieten]
Zislter|zi|en|ser der; -s, - (nach dem franz. Kloster CÎteaux (mlat. Cistercium)): Angehöriger eines benediktinischen Reformordens (gegründet 1098); Abk.: O. Cist.
Zis to pho ren die (Plur.) (aus gleichbed. gr. kistophóroi
zu phoreîn, phérein „tragen“): 1. die Träger der Kiste, die
im alten Griechenland bei Prozessionen zu Ehren des
Bacchus den Behälter mit den heiligen Symbolen des Got
tes trugen. 2. Fruchtkorbträger (Archit.)
Zisltron vgl. Cistron
Zist ro se die; -, -n (zu nlat. cistus „eine Gattung der Ro
sengewächse“, dies aus gr kistos): eine mediterrane Gat
tung rosenähnlich blühender Sträucher
ZiltaIdelIle rüe; -, -n (aus fr. citadelle, dies aus it. citadella,
eigtl. „kleine Stadt“, Verkleinerungsbildung zu altit. cittade „Stadt“, dies aus lat. civitas): 1. Festung innerhalb od.
am Rande einer Stadt. 2. letzter Widerstandskern in einer
Festung
Ziltat ¿/as; -[e]s, -e (zu lat. citatum „das Angeführte, Er
wähnte“, substantiviertes Part. Perf. (Neutrum) von cita
re, vgl. zitieren): 1. wörtlich angeführte Belegstelle. 2. be
kannter Ausspruch, geflügeltes Wort. ’ZiItaltilgn die; -,
-en (aus gleichbed. spätlat. citatio) : (veraltet) [Vorladung
vor Gericht. 2Zi|ta|ti|on die; -, -en (zu ÎZitat u. t'...ion):
svw. Zitat (1). Zi|ta|ti|ons|zei|chen das; -s, -: (veraltet)
Anführungszeichen
Zilther zZze,- -, -n (über lat, cithara aus gr. kithára, pers. sithar „Instrument mit drei Saiten“): ein Zupfinstrument
mit flachem Resonanzkasten
zis...
1443
(aus lat. citare „herbeirufen; vorladen“): 1. eine
Stelle aus einem geschriebenen od. gesprochenen Text
[wörtlich] anführen. 2. jmdn. vorladen, jmdn. zu sich kom
men lassen, um ihn für etwas zur Rechenschaft zu ziehen
Ziltolchrolmie [.. .kro...] die; -, ...ien (zu lat. cito „eilig", gr.
chroma „Farbe“ u. T2...ie>: Schnellfarbendruck, eine alte
Art von Vierfarbendruck
Ziltral*, ehern, fachspr. Citral [ts...] das; -s, -e (zu TZitrone
u. t2...al): ungesättigter T Aldehyd, Bestandteil zahlreicher
ätherischer Öle (z.B. des Zitronenöls). Zi¡trat, ehern,
fachspr. Citrat [ts...] das; -[e]s, -e (zu t ...at (2)) : Salz der Zi
tronensäure (Chem.). ’Ziltrjn der; -s, -e (zu T...in (1)>:
hellgelbes Mineral, das als Schmuckstein verwendet wird,
gelber Bergkristall.2Zi|trin das; -s (zu t'Zitrin (nach sei
ner Gewinnung aus der Schale von Zitrusfrüchten)):
Wirkstoff im Vitamin P. Ziitro nat das; -[e]s, -e (aus
gleichbed./r. citronnât, dies aus älter it. citronata zu citrone, vgl. Zitrone): kandierte Fruchtschale einer Zitronen
art. Ziltrolnat|zi|tro|ne die: -, -n: Zitrusfrucht mit sehr
dicker Schale u. wenig Fruchtfleisch, von der die Schale
der unreifen Frucht das Zitronat liefert.Ziltrolne die; -,
-n (aus gleichbed. älter it. citrone, dies aus lat. citrus „Zi
tronenbaum“): a) Strauch od. Baum wärmerer Gebiete
mit immergrünen Blättern u. gelben, vitaminreichen
Früchten; b) Frucht des Zitronenbaumes. Ziltrolnelllal
das; -s (zu ÎZitronelle u. T2...al> : in ätherischen Ölen (z.B.
Zitronellöl) enthaltener azyklischer Terpenalkohol von fei
nem Rosengeruch.Ziltrolnellle die; -, -n (zu t...eile): eine
kleine Zitrusfrucht.Zi|tro|nel|lol das; -s (zu t...ol): farb
lose, wenig wasserlösliche, nach Rosen riechende Flüssig
keit. Ziltrolnelllöl das; -s: gelbes bis braunes, melissen
artig riechendes ätherisches Öl, das für Seifenparfüms ver
wendet wird. zi|tro|nie|ren (zu TZitrone u. Î..deren):
(veraltet) mit Zitronensaft würzen (Gastr.).Zi|trul|le die;
-, -n (aus gleichbed./r. citrouille, dies über mittelfr. citrole
aus älter it. (toskan.) citrullo, dies aus mlat. citrullus „Was
sermelone“ zu lat. citrus, vgl. Zitrone): (veraltend) Was
sermelone.Ziltruslfrucht die; -, ...früchte (zu lat. citrus,
vgl. Zitrone): Frucht einer Zitruspflanze mit meist dicker
Schale u. sehr saftigem, vitaminhaltigem Fruchtfleisch
(z.B. Apfelsine, Grapefruit, Zitrone)
ZitIwer der; -s, - (aus gleichbed. arab. zadwär): Pflanze, de
ren Samen als Wurmmittel verwendet werden
Zitz der; -es, -e (aus gleichbed. niederl. sits, zu einer Neben
form von Hindi chiht, vgl. Chintz): svw. Kattun
Zilvetlte [...V...] die; -, -n (aus gleichbed./r. civette, dies aus
it. zibetto, vgl. Zibet): svw. Zibetkatze
Zilvi [...V...] der; -s, -s (zu TZivil...): (Jargon) 1. jmd., der Zi
vildienst leistet. 2. Polizeibeamter in Zivil, zilvil (unter
dem Einfluss von fr. civil aus lat. civilis „das Bürgertum
betreffend, bürgerlich“ zu civis „Bürger“): 1. bürgerlich;
Ggs. Îmilitärisch (1). 2. anständig, annehmbar.Zilvil das;
-s (nach gleichbed./r. (tenue) civile): 1. bürgerliche Klei
dung; Ggs. ÎUniform. 2. (selten) nicht zum Militär gehö
render gesellschaftlicher Bereich. 3. (Schweiz.) Familien
stand. Zilvil...: Wortbildungselement mit der Bedeutung
„nicht militärisch; bürgerlich, privat“, z.B. Zivildienst,
Zivilprozess. Zi|vil|cou|ralge [,,,kura:ʒə]
- (zu tzivil): mutiges Verhalten, mit dem jmd. seinen Unmut über
etw. ohne Rücksicht auf mögliche Nachteile gegenüber
Obrigkeiten, Vorgesetzten o. Ä. zum Ausdruck bringt.Zivilldienst der; -[e]s, -e: Dienst, den ein Kriegsdienstver
weigerer anstelle des Wehrdienstes leistet. Zilville der u.
die; -n, -n: (Jargon) Polizeibeamter in Zivil. Zilvillehe
die; -, -n: standesamtlich geschlossene Ehe.Zilvillinlgenileur [...mjenio:?] der; -s, -e: freiberuflich tätiger, selbst
ständiger Ingenieur od. Techniker.Zilvi|li|sa|ti|on die; -,
-en (aus gleichbed./r. civilisation bzw. engl. civilization;
vgl. zivilisieren): 1. a) Gesamtheit der durch den Fort
zi tie ren
...zoikum
schritt der Wissenschaft u. Technik geschaffenen [verbes
serten] materiellen u. sozialen Lebensbedingungen; b)
svw. Zivilisierung; vgl. ...ation/...ierung. 2. (ohne Plur.;
selten) durch Bildung, Erziehung erworbene [verfeinerte]
Lebensart, Gesittung.Zilvillilsaltilonslkranklheit die;
-, -en (meist Plur.): durch zivilisatorische Einflüsse (z.B.
Bewegungsmangel, Arzneimittel-, Nikotin- u. Alkohol
missbrauch, Überlastung im Berufsleben) hervorgerufene
od. geförderte Krankheit (z.B. Bluthochdruck, HerzKreislauf-Erkrankung). Zi I vi | li Isa Itilpns I kri Itik die; -:
Kritik an den Folgeerscheinungen der Zivilisation (la).
zi|vi|li|sa|to|risch (zu Î ...orisch): auf die Zivilisation ge
richtet, sie betreffend.zi|vi|li|sie|ren (aus gleichbed./r.
civiliser zu civil, vgl. zivil): 1. der Zivilisation zuführen. 2.
(selten) verfeinern, besser ausbilden, veredeln, zi|vi|lisiert (zu T ...iert): 1. Zivilisation (1) aufweisend. 2. Kultur
u. Bildung besitzend, gesittet, kultiviert.Zi|vi|li|sie|rung
-, -en (zu t...ierung): das Zivilisieren; das Zivilisiert
werden; vgl. ...ation/...ierung.Zi|vi|list der; -en, -en (zu
Îzivil u. T ...ist) : Bürger (im Gegensatz zum Soldaten).Zivillisltin die; -, -nen: weibliche Form zu ÎZivilist, zilvilistisch: nicht militärisch.Zilvilliltät die; - (aus gleich
bed./r. civilité, dies aus spätlat. civilitas, Gen. civilitatis):
Anstand, Höflichkeit.Zilvillkamlmer i/ze; -, -n (zu tzivil): Spruchabteilung für privatrechtliche Streitigkeiten
bei den Landgerichten.ZiIvilllislte die; -, -n: (früher) für
den Monarchen bestimmter Betrag im Staatshaushalt.
Zi|vil|pro|zess der; -es, -e: Gerichtsverfahren, dem die
Bestimmungen des Privatrechts zugrunde liegen. Zilvilse nat der; -[e]s, -e: für privatrechtliche Streitigkeiten zu
ständiger Senat (5).Zi|villstand der; -s: (Schweiz.) Fami
lien-, Personenstand.Zi|vjl|stands|amt das; -[e]s, ...ämter: (Schweiz.) Standesamt. Zilvislmus der; - (nach
gleichbed./r. civisme, zu lat. civis „Bürger(in)“): (veraltet)
Bürgersinn, Gemeinsinn
Zilzit die (Plur.) (aus gleichbed. hebr. sîsit, Plur. von slsä
„Quaste, Franse“): die vier an den Ecken des îTallit an
gebrachten Troddeln (als stete Mahnung zur Gesetzes
treue); Schaufäden
Zlolty ['zlɔti, 'slɔti] der; -s, -s (aber: 5-) (auspoln. zloty zu
zloto „Gold“): Währungseinheit in Polen ( = 100 Groszy)
Zoclcollanlti [...kk...] die (Plur.) (aus gleichbed. it. zoccolanti zu zoccolo, vgl. Zoccoli): Angehöriger des ital. Zwei
ges des Barfüßerordens.ZocIcolli dze (Plur.) (aus it. zoc
coli, Plur. von zoccolo „Pantine, Holzschuh“): (Schweiz.)
Holzsandalen
zoleken (aus jidd. zachkenen, zchocken „spielen“, dies
wohl aus gleichbed. hebr. sähaq, eigtl. „lachen“): (ugs.)
Glücksspiele betreiben, machen.Zolcker der; -s -: (ugs.)
a) jmd., der [gewerbsmäßig] Glücksspiele betreibt; b)
Glücksspieler
zoldilalkal (zu ÎZodiakus u. t'...al (1)): auf den Tierkreis
bezogen, den Tierkreis betreffend (Astron.).Zo|di|a|kallicht das; -s, -er: schwacher, pyramidenförmiger Licht
schein in Richtung des Tierkreises, der im Frühjahr am
Abendhimmel, im Herbst am Morgenhimmel zu beobach
ten ist (Tierkreislicht; Astron.).Zoldilalkus der; - (über
lat. zodiacus aus gleichbed. gr. zöidiakos (kÿklos) zu zöidion „Tierchen; Tierbild; Sternbild des Tierkreises“, dies
zu zöion, zöon „Lebewesen, Tier“): Zusammenfassung
der beiderseits der t Ekliptik liegenden 12 Tierkreiszeichen
(Tierkreis; Astron.)
Zoff der; -s (aus jidd. (mieser) zoff „(böses) Ende“, dies aus
hebr. söf „Ende, Schluss“): (ugs.) Streit, Zank u. Unfrie
den. zoflfen: (ugs.) sich streiten, zanken
Zo|i|di|o|ga|mi_e u.ZoIi|dilolphiIlie [tsoidio...] die; - (zu
gr. zöidion (vgl. Zodiakus) u. t ...garnie ( 1) bzw. Î ...philie):
Blütenbestäubung durch Tiere....zo|i|kum (zu gr. zöikös
„zu den Lebewesen gehörend ; tierisch“ zu zöon „Lebewe-
Zoisit
1444
dungselement mit der Bedeutung „in Gemeinschaft (le
sen ; Tier“ ; vgl. ...ikum): Wortbildungselement mit der Be
bend, vorkommend); zusammengehörend“, z.B. zönobideutung „Zeitalter, in dem bestimmte Lebewesen, bes.
tisch, Zönotop. Zö|no|bi|on|ten4/e (Plur.) (zut...biont):
Tiere vorkommen“, z.B. Paläozoikum
1. Einzeller, die eine Zellkolonie bilden (Biol.). 2. Tier- u.
Zoi|sit[tsoy..., auch ...zit] der; -s, -e (nachdem slowen. Mä
Pflanzenarten, die nur od. fast ausschließlich ein bestimm
zen S. Zots (1747-1819) u. zu T 2...it> : ein meist aschgraues,
tes Biotop bewohnen u. als dessen Charakterarten gelten
braungraues od. grünliches Mineral
(Biol.). Zölnolbit der; -en, -en (aus gleichbed. spätlat.
Zö kos to mie* vgl. Zäkostomie. Zö|ko|to|mie vgl. Zäcoenobita, dies zu gr. koinóbios „gemeinschaftlich le
kotomie. Zö kum vgl. Zäkum
bend“): in ständiger Klostergemeinschaft lebender
Zöllenltelrat* der; -en, -en (meist Plur.) (zu gr. koɪlos
Mönch; Ggs. îEremit. zö no bi tisch: in Gemeinschaft
„hohl“, îEnteron u. T...at (1)): Hohltier (z.B. Qualle, Po
lebend (von Mönchen). Zo no biiumaUs, -s, ...ien [...ion]
lyp). Zöllenltelronrto; -s, ...ra (aus gleichbed. nlat. coe
(aus spätlat. coenobium „Kloster“, dies ausgr. koinóbion
lenteron zu gr. koilia „Bauchhöhle“ u. ÎEnteron): Darm
„Leben in einer Gemeinschaft“ zu koinös „gemeinsam“ u.
leibeshöhle, embryonaler Urdarm im Stadium der î Gast
bios „Leben“): 1. Lebensweise in einem Kloster. 2. Zell
rulation (Biol., Med.)
kolonie (Biol.)
Zö|les|tin der; -s, -e (zu lat. coelestis (vgl. zölestisch) u.
t...in (1)>: ein weißes, farbloses od. häufig auch bläuliches Zolnolgralfie, auch ...gra phie die; -, ...ien (zu lat. zona
(vgl. zonar) u. î...grafie): röntgenografisches Untersu
Mineral. Zö|les|ti|nerder; -s, -e (nach dem Stifter, Papst
chungsverfahren, bei dem nur ein bestimmter, eng be
Zölestin V., um 1215-1296): Angehöriger eines im 18. Jh.
grenzter Abschnitt des Körpers dargestellt wird (Med.)
aufgelösten Benediktinerordens in Italien u. Frankreich,
zöllesltisch (aus gleichbed. lat. coelestis, Nebenform Zölnolkarp das; -s, -e (zu îzöno... u. Î ...karp): aus mehre
ren Fruchtblättern zusammengewachsener Fruchtknoten
von caelestis, dies zu caelum „Himmel“): (veraltet) himm
(Bot.). Zölnolphille der,; -n, -n (zu T ...phil): Tier- od.
lisch
Pflanzenart, die ein bestimmtes Biotop bevorzugt, in dem
Zö|li|a|kieÄe; -, ...jen (zugr. koiliakös „an der Verdauung
sie sich optimal entwickeln kann (Biol.). Zölnolse die; -,
leidend“ (zu koilia „Bauchhöhle“) u. T2...ie>: chronische
Verdauungsstörung im späten Säuglingsalter (Med.)
-n (zu gr. koinös „gemeinsam“): Gesamtheit der Tier- u.
Pflanzenarten eines Zönotops, Organismengemeinschaft
ZöIIiIbat das, auch der; -[e]s (aus spätlat. caelibatus „Ehe
losigkeit (des Mannes)“ zu lat. caelebs „ehelos“): pflicht
(Biol.). Zölnoltop der od. das; -s, -e (zu gr. topos „Ort,
gemäße Ehelosigkeit aus religiösen Gründen, bes. bei
Raum“): der von einer Organismengemeinschaft besiedel
kath. Geistlichen, zöllilbaltär (zu T...är): im Zölibat le
te Lebensraum (Biol.)
bend. Zöllilbaltärder; -s, -e: jmd., der im Zölibat lebt
Zoo [tso:] der; -[s], -s: Kurzform von Î zoologischer Garten,
Zö I li lo| anas|toimg|se*iZ/e; -, -n (zugr. koilia „Bauchhöh
zoo..., Zoo... (aus gr. zöon „Lebewesen, Tier“ zu zên,
le“ u. ÎAnastomose): operative Vereinigung der Bauch
zöein „leben“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
höhlen von zwei Tieren (experimentelle Med.). Zöllilo„Leben, lebendes Wesen, Tier“, z. B. Zoografie, Zoochlo
myolmekltolmie* die; -, ...ien: Entfernung von Gebär
relle. Zoolanlthrolpie* die; -, ...ien (zu gr. änthröpos
muttergeschwülsten durch Eröffnung der Bauchhöhle von
„Mensch“ u. t2...ie>: krankhafte Vorstellung, in ein Tier
der Scheide aus (Med.). Zö|li|o|sko|pie*d/e; -, ...ien (zu
verwandelt zu sein (Med.). Zoo|an|thro|po|no|se* cZ/e;
t...skopie): svw. Laparoskopie. Zolliloltolmie die; -,
-, -n (zu gr. nösos „Krankheit“): 1. von Tieren auf den
...ien (zu T...tomie): operative Eröffnung der Bauchhöhle
Menschen übertragbare Infektionskrankheit. 2. svw. Zoo
(Med.). Zöllomrfas; -s, -e (ausgr. koilöma „Vertiefung“):
nose (Med.). Zoo|chlo|rel|le [...klo...] die; -, -n (zu
Leibeshöhle, Hohlraum zwischen Darm- u. Körperwand
ÎChlorella): Grünalge, die in Lebensgemeinschaft mit
(Anat.). ZöllosItaVrfer; Gen. -[e]s u. -en, Plur. -en (zugr.
Schwämmen, Hohltieren u. niederen Würmern lebt
koilos „hohl“ u. t,,,stat): System aus zwei Spiegeln, das
(Biol.). Zoolcholrie [...ko...] die; - (zu gr. chôreîn „sich
das Licht eines Himmelskörpers immer in die gleiche
verbreiten“ u. t2...ie): Verbreitung von Pflanzensamen u.
Richtung (z. B. in ein Fernrohr) lenkt
-früchten durch Tiere (Biol.). Zoolelrasltie die; -, ...ien
Zpmlbierfer; -[s], -s (aus gleichbed. engl. zombi(e), dies aus
(zu gr. erastês „Liebhaber“ u. T2...ie): (selten) svw. Sodo
dem Westafrik.): 1. im Wodu u. als Motiv des Horrorfilms
mie (1). ZoolgalmiedZe; - (zu î ...garnie (l)): svw. Zoidioein eigentlich Toter, der ein willenloses Werkzeug dessen
gamie. zoolgen (zu t...gen): aus tierischen Resten gebil
ist, der ihn zum Leben erweckt hat. 2. (Jargon) durch Dro
det (von Gesteinen; Geol.). Zoogeografie, auch
gen willenlos gemachter Mensch
...gralphierfte; -: Teilgebiet der Biologie, das sichu. a. mit
zpmlbig (Herkunft ungeklärt): (Jargon) großartig, hervor
der Verbreitung der Tiere befasst (Tiergeografie), zooragend
geografisch, auch ...gralphisch: die Zoogeografie
Zö|me|te|ri|al|kir|che<7ze; -, -n (zu TZömeterium u. Î ‘...al
betreffend. Zoolglölen* die (Plur.) (aus nlat. zoogleae,
(1)): Grabkirche, meist in Form eines Zentralbaus. Zödies zu gr. gloiá, glia „Leim“): Bakterienzusammenballun
meitelrilum u. Coemeterium [tso...] u. Koemeterion
gen. Zoo|gra|fie,auch ...gralphiecZie;-, ...ien(zutzoo...
[ka...] das; -s, ...ien [...ion] (aus gleichbed. kirchenlat. coe
u. t...grafie): Benennung u. Einordnung der Tierarten.
meterium, dies aus gr. koimêtêrion zu koimän „zur Ruhe
Zoolla trie* die; -, ...ien (zu gr. latreia „Opferdienst“):
bringen“): 1. altchristliche Grabstätte, Kirchhof. 2. svw.
Tierkult ; Verehrung tiergestaltiger Götter. Zooliith [auch
Katakombe
...'lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (meist Plur.) (zu
Zö|na|kel das; -s, - (aus lat. cenaculum „Speisezimmer“):
T.Jith): Sedimentgestein, das ausschließlich od. größten
svw. Refektorium
teils aus Resten von Tieren besteht (z.B. Kalkstein; Ge
zo|nal (aus gleichbed. spätlat. zonalis, vgl. zonar): 1. zu ei
ol.). Zoollolge der; -n, -n (zu î ...loge): jmd., der sich wis
ner Zone gehörend, eine Zone betreffend. 2. streifen-, gür
senschaftlich mit den Erscheinungen tierischen Lebens
telförmig (bes. Anat.). zolnar(zu lat. zona „(Erd)gürtel“
befasst (z.B. Wissenschaftler, Student). Zoollolgiedie; (aus gr. zöne) u. î...ar (l)): svw. zonal (1). zo| nie Iren (zu
(zu T...logie) : Lehre u. Wissenschaft von den Tieren; Tier
t...ieren): in Zonen gliedern
kunde als Teilgebiet der Biologie, zoollolgisch (zu t...lo
zonked [zɔŋkt] (aus gleichbed. engl. (Jargon) zonked zu to
gisch): die Tierkunde betreffend; zoologischer Garten:
zonk (out) „plötzlich einschlafen“): (Jargon) stark unter
Tierpark
Drogen stehend
’Zoom [zu:m] das u. der; -s, -s (aus gleichbed. engl. zoom
zölno..., Zölno... (aus gr. koinös „gemeinsam“): Wortbil
(lens) zu to zoom „schnell ansteigen lassen (in Bezug auf
1445
die Brennweiten) u. lens „Linse“): 1. Objektiv mit stufen
los verstellbarer Brennweite. 2. Vorgang, durch den der
Aufnahmegegenstand näher an den Betrachter herange
holt oder weiter von ihm entfernt wird
2Zo|om das; -s, -e (zugr. zöon, vgl. zoo..., Analogiebildung
zu T Biom): tierischer Bestand eines tBioms
zooltnen [zu:mən] (nach gleichbed. engl. to zoom): den
Aufnahmegegenstand mithilfe eines 'Zooms ( 1 ) näher he
ranholen od. weiter wegrücken.Zoomlobljekltiv das; -s,
-e [...va] (zu t'Zoom): svw. 'Zoom (1)
zoo I morph (zu tzoo... u. T ...morph): die Gestalt eines Tie
res aufweisend. Zoolmorlpholse die; -, -n: durch Tiere
verursachte Anomalie von Pflanzen (z.B. Pflanzengalle;
Biol.j.Zoolnolse die; -, -n (zugr. nósos „Krankheit, Seu
che“): Sammelbez. für Infektionskrankheiten, die glei
chermaßen bei Tieren u. Menschen vorkommen u. sowohl
vom Tier auf den Menschen als auch vom Menschen auf
Tiere übertragen werden können (Med.).Zolon politikon das; - - (aus gleichbed. gr. zöon politikón, nach Aris
toteles, Politika III, 6) : der Mensch als soziales, sich in der
Gemeinschaft handelnd entfaltendes Wesen. Zooipalrasjt der; -en, -en (zu tzoo...): Schmarotzer, der in od. auf
Tieren lebt, zooIphag (aus gleichbed. gr. zöiophägos):
fleischfressend (von Pflanzen u. Tieren; Biol.).Zoolphage der: -n, -n (meist Plur.) (vgl. Tzoo... u. ...phage): a) Tier,
das sich von anderen Tieren ernährt (z.B. Greifvögel,
Raubtiere, Insektenfresser; Zool.); b) Pflanze, die sich
von Tieren ernährt (z.B. Fettkraut, Sonnentau; Bot.).
Zoolphalgie die; - (zu t...phagie): Aufnahme tierischer
Nahrung (bei Pflanzen u. Tieren; Biol.). Zoo phi lie die;
-, ...ien (zu T ...philie): (selten) svw. Sodomie (1). Zoo
phobie rf/e; -, ...ien (zu Î...phobie (a)>: übersteigerte,
zwanghafte Angst vor Tieren.Zo|o|pho|ros der; -, ...oren
(zu gr. zöophorös „Tiere tragend“): mit [Tierjbildern ge
schmückter Fries über ionischen u. korinthischen Säulen
(Archit.). Zoolphyt der; -en, -en (nach gr. zöiöphyton
„pflanzenähnliches Tier“): (veraltet) an einen festen Ort
gebundenes Tier (Hohltier od. Schwamm). Zoolplankton das; -s (zu îzoo...): Gesamtheit der im Wasser schwe
benden tierischen Organismen. Zoolselmanltik die;
Teilgebiet der Zoologie, das sich mit der Zeichensprache
derTiere befasst.Zoolspeijmie die; -, ...ien (zu tSperma
u. t2...ie>: Vorhandensein beweglicher Samenfäden im
TEjakulat (Med.). Zoo|spo|re: der ungeschlechtlichen
Fortpflanzung dienende, bewegliche Spore (z.B. der Al
gen). Zolosltelrin* das; -s, -e: im tierischen u. menschli
chen Organismus vorkommender Sterinkörper (z. B. Cho
lesterin; Biochem., Med.). Zopltechlnik [auch ... tsç...]
die; -: (regional) Technik der Tierhaltung u. -zücht. Zootechlnilker [auch ... tsç...] der, -s,-: (regional) Fachmann
auf dem Gebiet der Zootechnik. Zooltolmie [tsoo...] die;
- (zu t...tomie, Analogiebildung zu ÎAnatomie): Tierana
tomie. Zooltolxin das; -s, -e: tierisches Gift. Zoolzelzidilen [...ion] die (Plur.): durch Tiere hervorgerufene
Pflanzengallen (Biol.). Zoo|zö!no|lo|gie iZZe; - (zu gr.
koinös „gemeinsam“ u. t...logie>: Teilgebiet der Zoologie,
der Verhaltensforschung, das sich mit den Formen des so
zialen Zusammenlebens der Tiere befasst; Tiersoziologie.
Zoolzölnolse die; -, -n: Lebensgemeinschaft von Tieren
(Biol.).Zolpholros u.Zglpholrus der; -, ...phoren (über
gleichbed. lat. zophorus aus gr. zöophöros, eigtl. „Tiere
tragend“): Figurenträger; mit Reliefs geschmückter Fries
in der altgriech. Baukunst
Zoplpa die; -,-s(ausi/. zoppa(danza) „hinkend(erTanz)“):
ital. Volkstanz im lebhaften 6/8-Takt mit regelmäßig synko
piertem Rhythmus.zpplpo </'/.): lahm, schleppend (Vor
tragsanweisung; Mus.)
Zorb [zɔ:b] der; -s, -s (Kunstw. aus engl. New Zealand (dort
erstmals verwendet) u. orb „Kugel“): durchsichtiger, mit
Zyanose
Druckluft gefüllter Ballon mit einer über einen Schacht be
steigbaren, federnd gelagerten Innenkugel. Zorlbing
[zɔ:bɪŋ] das; -s (aus gleichbed. engl. zorbing): eine Ex
tremsportart, bei der man in einem Zorb kopfüber talab
wärts rollt
Zolres der; - (ausjZ/Z/Z. zores (Plur.) „Sorgen“ zu hebr. särä
„Not, Bedrängnis“): (landsch.) 1. a) Wirrwarr, Durchei
nander; b) Ärger. 2. Gesindel
Zo|ril|la der; -s, -s, auch die; -, -s (aus gleichbed. span, zorilla, Verkleinerungsbildung zu zorra „Fuchs“): schwarz
weißer afrik. Marder (Bandiltis)
Zo|ro|as|tri|er* [...m] der; -s, - (zu tzoroastrisch): Anhän
ger des Zoroastrismus.zo|ro|as|trisch (nach Zoroaster,
einer entstellten gräzisierenden Namensform des pers.
Propheten Zarathustra (um 600 v. Chr.)>: den t Parsismus
betreffend. Zolrolasltrislmus der; - (zu T...ismus (1)):
svw. Parsismus
Zortlzilco [sɔr,,,ko, ts...] der; -[s] (aus dem Baskischen):
baskischer Tanz im 5/4-Takt, durch Schlaginstrumente
scharf akzentuiert
Zoslter vgl. Herpes Zoster
Zöltus der; -, Zoten (aus lat. coetus „das Zusammentref
fen“ zu coire „zusammenkommen, -treffen“): (veraltet)
Jahrgang, Schulklasse
Zujalve [...va] der; -n, -n (aus gleichbed. fr. zouave, dies aus
arab. (berberisch) zawäwä, nach dem Kabylenstamm der
Zuaven): Angehöriger einer ehemaligen aus Berberstäm
men rekrutierten franz. [Kolonial]truppe
Zuc chetlto [...'keto] der; -s, ...tti (meist Plur.) (aus it. zucchetto, eigtl. „Käppchen“): (Schweiz.) svw. Zucchini.
Zuclchilni [,,,'ki:ni] die; -, -, seltenZucIchilno [,,,'ki:no]
der; -s, ...ni (aus gleichbed. it. zucchino (Plur. zucchini),
landsch. Verkleinerungsbildung zu zueca, vgl. Sukkade):
gurkenähnliche Frucht einer bestimmten Kürbisart, die
als Gemüse gekocht wird
Zu|cker|cou|leur [...kulom] die; - (zu TCouleur): gebrann
ter Zucker; vgl. Karamell
Zulfollo der; -s, Plur. -s u. ...li (aus it. zufolo „Pfeife“): Hir
tenflöte, -pfeife, Flageolett (1)
Zu pan ['ʒʊpan] der; -s, ...ane (aus gleichbed. slaw, zupan):
a) Vorsteher einer Verwaltungseinheit bei den West- u.
Südslawen; b) slaw. Gerichtsbeamter im früheren dt. Ko
lonisationsgebiet
Zylan vgl. Cyan, zylan..., Zylan... vgl. zyano..., Zyano...
Zylalnat vgl. Cyanat.Zylalne die; -, -n (aus nlat. cyanea,
Fem. von lat. cyaneus, vgl. zyano...): Kornblume (ein Ge
treideunkraut). Zylalnid vgl. Cyanid.Zylalnildin iZas,-s,
-e (zu TCyanid u. t ...in (1)): blauer bis roter Pflanzenfarb
stoff vieler Blüten u. Früchte. Zy|a|ni|sa|ti|on usw. vgl.
Kyanisation usw. Zy an ka li u. Zy an ka li um das; -s
(zu TCyan u. tKali(um)): das stark giftige Kaliumsalz der
Blausäure.zylalno..., Zylalno..., vor Vokalen u. h meist
zyan..., Zyan..., (chem.) fachspr. cyan[o]..., Cyan[o]...
(über Za/. cyaneus zu gr. kyáneos „dunkelblau, schwarz
blau“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „blau,
bläulich gefärbt“, z.B. Zyanometer, Zyanopsie.Zylalnochrolit [...kro..., auch ...Tt] der; -s, -e (zu Tzyano..., chrös
„Farbe, Haut, Aussehen“ u. t2...it): ein blaugrünes Mine
ral. Zy|a|no|der|ma das; -s, -ta: Blaufärbung der Haut
(Med.).Zylalnolmelter das; -s, - (zu Îzyano... u. t '...me
ter) : Blauskala zur Bestimmung der Blaufärbung des Him
mels (Meteor.). Zylalnolpalthie die; - (zu t...pathie):
Blausuchtleiden, allgemeine Bez. für Leiden, die mit Zya
nose einhergehen (Med.). Zylalnolphylzee die; -, -n
(meist Plur.) (aus nlat. cyanophycea, zu gr. phykos „See
gras“): Blaualge.Zylalnoplsie* die; -, ...ien (zu tzyano...
u. T...opsie): Störung des Farbensehens, bei der alle Ge
genstände blau erscheinen (Blausehen; Med.). Zylalnose die; -, -n (zu t'...ose>: bläuliche Verfärbung der Haut,
zyanotisch
bes. an Lippen u. Fingernägeln, infolge Sauerstoffmangels
im Blut (u. a. bei Herzinsuffizienz; Med.), zylalnoltisch
<zu T...otisch): mit Zyanose verbunden, auf ihr beruhend
(Med.). ZylalnoltylpierfZe; -, ...ien <zuî,..typie>: 1. (ohne
Plur.) ein Lichtpausverfahren zur Herstellung weißer Ko
pien auf blauem Grund. 2. Lichtpause. Zylalnulrie*
-, ...ien (zu î...urie>: das Ausscheiden eines blau gefärbten
Urins (nach Einnahme bestimmter Medikamente; Med.)
Zylalthus vgl. Kyathos
zyg..., Zyg... vgl. zygo..., Zygo...
Zyjgälne die; -, -n (ausgr. zÿgaina „Hammerfisch“, Bed. 1
nach den hammerförmig verdichteten Fühlern}: 1. ein mit
teleuropäischer Schmetterling (Blutströpfchen). 2. Hai
fisch (Hammerhai)
zylgo..., Zylgo..., vor Vokalen meist zyg..., Zyg... (aus gr.
zygön „Joch“): Wortbildungselement mit der Bedeutung
„Verbindung; mit etw. verbunden, verschmolzen“, z.B.
zygomorph, Zygospore. Zy go ma das; -s, -ta (aus gr. zy
goma, Gen. zygömatos „Jochbogen; Türbogen“ zu zygoün „verbinden“, dies zu zygön „Joch“) : Backenknochen
des Gesichts (Jochbein; Anat.). zylgolmaltisch: zum
Jochbein gehörend (Anat.). zylgolmprph (zu tzygo... u.
t...morph): nur eine Symmetrieebene zeigend (von Blü
ten; Bot.). Zy|go|spo|re die; -, -n: Produkt der Ver
schmelzung des Inhalts zweier gegenüberliegender Faden
zellen bei Jochalgen (Bot.). Zylgoltän das; -s (zu gr. tainia
„Band, Faden“): ein Stadium während der Reduktionstei
lung der Zelle (Biol.). Zy go te die; -, -n (zu gr. zygötös
„durch ein Joch verbunden“): nach Verschmelzung der
beiden I Gameten entstandene Î diploide Zelle (Biol.)
Zylkaldalzelen u. Zykadeen die (Plur.) (aus nlat. cycadaceae, vielleicht zu gr. kÿkas, Nebenform von köikas,
Akk. Plur. von köix (eine ägypt. Palmenart)): Pflanzenfa
milie der Palmfarne. Zylkasd/e;-,-(ausgleichbed.gr. kÿ
kas): Palmfarn
zylkl...*, Zylkl... vgl. zyklo..., Zyklo... zylklam (zut Zyklame>: lilarot. Zylklalmat, ehern, fachspr. Cyclamat [tsykla...] das; -s (zu t ...at (2)): kohlenhydratfreier Zuckeraus
tauschstoff. Zylklalme die; -, -n (österr., Schweiz.) u.
Zyklaimen das; -s, - (aus lat. cyclamen, dies aus gr. kykláminos zu kÿklos, vgl. Zyklus; nach der runden Wurzel
knolle): Alpenveilchen (eine Gebirgs- u. Zierpflanze). Zy
klen: Plur. von TZyklus. Zyfklilde die; -, -n (zu T...ide):
von einer Schar Kugeln (von denen jede drei feste Kugeln
berührt) umgebene Fläche vierten Grades (Math.). Zyklilker [auch 'tsY...J der; -s, - (zu Tzyklisch): Dichter altgriech. Epen, die zu einem Zyklus zusammengefasst wur
den. zylklisch [auch ’tsY...] (aus gleichbed. lat. cyclicus,
dies aus gr. kyklikös): 1. kreisläufig, -förmig, ringförmig;
sich auf einen Zyklus beziehend; regelmäßig wiederkeh
rend. 2. (ehern, fachspr. cyclisch ['tsy:k..., auch 'tsYk...])
ringförmig angeordnet (von Molekülen; Chem.). Zylklitis die; -, ...itiden (zu tzyklo... u. T...itis): Entzündung des
Î Ziliarkörpers. Zy|kli|zi|tät die; -, -en (zu t ...izität): re
gelmäßige Wiederkehr, Abfolge im Kreislauf, zylklo....
Zyklo..., vor Vokalen auch zykl..., Zykl... (über lat. cy
clus ausgr. kÿklos „Kreis(lauf), Ring, Rad, Auge“): Wort
bildungselement mit den Bedeutungen „Kreis; zu einem
kreisförmigen Gebilde zusammengefügt; periodisch wie
derkehrend“, z.B. zyklothym, Zyklometrie, Zyklopie; vgl.
cyclo..., Cyclo... Zylkloldi|alther|mie|punkltilon die;
-, -en: operative Behandlungsmethode des Glaukoms
(Med.). Zy|klo|ge|ne|se die; -, -n: Entstehung von Î'Zy
klonen (Meteor.). Zylklolgramm das; -s, -e (zu
t...gramm): grafische Darstellung einer in sich geschlos
senen Folge zusammengehörender Vorgänge o.Ä. (bes. in
der Bautechnik in Bezug auf Fließfertigung im Taktverfah
ren). Zy|klo|he|xan das, -s, -e: ein Kohlenwasserstoff
mit 6 Kohlenstoffatomen im Ring, der bes. als Lösungs
1446
mittel verwendet wird, zylklolid (nach gr. kykloeidës
„kreisförmig“; vgl. ...oid): 1. kreisähnlich (Math.). 2. be
sonders stark u. regelmäßig zwischen Heiterkeit u. Trau
rigkeit schwankend (von der Stimmungslage eines Men
schen; Med.). Zylklolilde
-, -n (zu t...oide>: Kurve,
die ein starr mit einem Kreis verbundener Punkt be
schreibt, wenn der Kreis auf einer Geraden abrollt; vgl.
Epizykloide; Hypozykloide. Zylklolidlschuplpe die; -,
-n: dünne Fischschuppe mit hinten abgerundetem Rand.
Zylklollylse tüe; -, -n (zu Tzyklo... u. T...lyse): Auflösung
von Î'Zyklonen (Meteor.). Zylklolmelter das; -s, - (zu
T'...meter): (veraltet) Wegmesser. Zylklolmeltrie die; -,
...ien (zu T ...metrie): 1. (veraltet) Wegmessung. 2. Maßbe
stimmung am Kreis (Math.), zylklolmeltrisch (zu
(...metrisch): auf den Kreisbogen bezogen, den Kreisbo
gen darstellend; zyklometrische Funktion: Umkehrfunkti
on der Winkelfunktion (Math.). 'Zylklon der; -s, -e (aus
gleichbed. engl. cyclone, dies aus gr. kÿklos, vgl. Zyklus):
heftiger Wirbelsturm in tropischen Gebieten. 2Zy|klon®
der; -s, -e (zu T 'Zyklon) : Vorrichtung zur Entstaubung von
Gasen mithilfe der Fliehkraft. 3Zy|klon® iZas; -s (zu Î 'Zy
klon): ein blausäurehaltiges Durchgasungsmittel zur
Schädlingsbekämpfung, zylklolnal (zu T'Zyklonu. Î '...al
( 1 )> : c,e Bewegungsrichtung der Luft bezeichnend (auf der
Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn; Meteor.). Zyklolne die; -, -n (zu t 'Zyklon): Tiefdruckgebiet (Meteor.).
Zy|klo|no|path4er,-en, -en (zu Î...path): besonders wet
terfühliger Mensch (Med., Psychol.). Zylklolnolpalthie
die; -, ...ien (zu T...pathie>: Wetterfühligkeit (Med.). Zyklolnolse die; -, -n (zu T'...ose): Krankheitserscheinung
bei wetterfühligen Personen (Med.). Zylklop der; -en, -en
(über lat. Cyclops aus gr. Kÿklops, eigtl. „der Rundäugi
ge“, wohl zu kÿklos (vgl. Zyklus) u. öps „Auge“): einäugi
ger Riese der griech. Sage. Zylklolphalsoltron das; -s,
Plur. -s od. -e (zu TPhase u. T...tron): Teilchenbeschleuni
ger, bei dem die Beschleunigung in einem ringförmigen
Magnetfeld erfolgt (Kernphys.). Zylklolpholrie die; -,
...ien (nachgr. kyklophoria „kreisförmige Bewegung“): ei
ne Form des Schielens. Zylklolpie die; -, ...ien (zu Tzy
klo... u. T...opie>: angeborene Fehlbildung des Gesichts,
bei der die miteinander verwachsenen Augäpfel in einer
gemeinsamen Augenhöhle liegen (Med.), zylklolpisch
(zu TZyklop): von gewaltiger Größe, riesenhaft. Zylkloralma das; -s, ...men (zu Tzyklo... u. gr. hörama, vgl. Pa
norama): (veraltet) Rundblick. Zylklosltolme der; -n, -n
(meist Plur.) (zu gr. stöma „Mund“): Rundmaul (fischähn
liches Wirbeltier, z. B. das Flussneunauge). Zylklolthem
das; -s, -e (zugr. théma „Satz, Einsatz“): regelmäßige Auf
einanderfolge bestimmter Sedimente u. Lebensgemein
schaften (Geol.). zylklolthym (zu gr. thymös „Lebens
kraft; Seele; Gemüt; Sinn“): von extravertierter, geselli
ger, dabei aber StimmungsSchwankungen unterworfener
Wesensart (Med.. Psychol.). Zylklolthylme der u. die;
-n, -n: jmd., der zyklothymes Temperament besitzt (Med.,
Psychol.). Zy|klo|thy|mie die; - (zu T2...ie>: Wesensart
dès Zyklothymen. Zylkloltron [auch 'tSY...j das; -s, Plur.
...troné, auch -s (aus gleichbed. engl. cyclotron; vgl. zy
klo... u. ...tron): Gerät zur Beschleunigung geladener Ele
mentarteilchen u. Ionen zur Erzielung hoher Energien
(Kernphys.). Zy|klo|tron|fre|quenz [auch tsY...] die; -:
Umlauffrequenz von Ladungsträgern, die im homogenen
Magnetfeld auf kreisförmigen Bahnen umlaufen
(Kernphys.). zy|klo|tro|nisch: mit dem Zyklotron be
schleunigt; auf das Zyklotron bezogen. Zylklus [auch
tSY...] der; -, Zyklen [auch ’tSY...] (über lat. cyclus aus gr.
kÿklos „Kreis(lauf), Ring, Rad; Auge“): 1. periodisch ab
laufendes Geschehen, Kreislauf regelmäßig wiederkeh
render Dinge od. Ereignisse. 2. a) Zusammenfassung, Fol
ge; Reihe inhaltlich zusammengehörender [literarischer]
1447
Werke, Vorträge u.a.; b) Ideen-, Themenkreis. 3. periodi
sche Regelblutung der Frau mit dem Intervall bis zum Ein
setzen der jeweiligen nächsten Menstruation (Med.). 4.
Î Permutation (2), die bei zyklischer Vertauschung einer
bestimmten Anzahl von Elementen entsteht (Math.). 5.
[Durchlauf einer] Programmschleife (EDV). 6. wirtschaft
licher Auf- u. Abschwung innerhalb eines bestimmten
Zeitraums. Zylkluslzeit [auch tsv...] die; -: die für eine
Lese- bzw. Schreiboperation vom Computer benötigte
Zeit (EDV)
Zyllinlder [tsi..., auch tsy...] der; -s, - (über lat. cylindrus aus
gr. kÿlindros „Rolle, Walze, walzenförmiger Körper“ zu
kylindein „rollen, wälzen“): 1. Körper, dessen beide von
gekrümmten Linien begrenzte Grundflächen (meist Krei
se) parallel, eben, kongruent u. durch eine Mantelfläche
miteinander verbunden sind (Math.). 2. röhrenförmiger
Hohlkörper einer Maschine, in dem sich gleitend ein Kol
ben bewegt. 3. Lampenglas. 4. Teil einer Pumpe (Stiefel).
5. hoher Herrenhut [aus schwarzem Seidensamt]. 6. wal
zenförmiger, im Harn auftretender Fremdkörper (Med.).
7. Zuordnung von Informationsspuren im Kernspeicher,
die direkt über- od. untereinander auf Magnetplatten zu
einer Einheit gespeichert sind (EDV). Zy|lin|der|bü|ro
das; -s, -s: Schreibsekretär mit Rollverschluss. Zyllinder epi thel das; -s, -e: aus hohen, zylindrischen Zellen
bestehendes Epithel (z. B. im Magen, in der Gallenblase;
Med.). Zyllinlderlglälser die (Plur.): Form der achsen
unsymmetrischen Gläser zur Korrektur eines t Astigma
tismus. Zy|lin|der|proljek|ti|on die; -, -en: Kartendar
stellung mit einem Zylindermantel als Abbildungsfläche,
zyllinldrisch* (nach gleichbed. gr. kylindrikös): walzen
förmig. Zyllinldrom* [tsy...] das; -s, -e (zu ÎZylinder u.
t...om): gallertige Geschwulst an den Speichel- u.
Schleimdrüsen der Mundhöhle mit zylindrischen Hohl
räumen (Med.)
zym..., Zym... vgl. zymo..., Zymo... Zylmalse die: - (aus
gleichbed. fr. zymase, dies zu gr. zÿmê, vgl. zymo... u.
...ase): aus zellfreien Hefepresssäften gewonnenes Ge
misch von Î Enzymen, das die alkoholische Gärung verur
sacht
Zymlbai vgl. Zimbal
zylmisch (zu gr. zÿmê, vgl. zymo...): die Gärung betref
fend, auf Gärung beruhend, durch sie entstanden, zy
mo..., Zylmo..., vor Vokalen auch zym..., Zym... (zu gr.
zÿmôsis „Gärung“, dies zu zÿmê „Sauerteig“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „die Gärung betreffend;
Gärung“, z. B. Zymase, Zymotechnik. Zy mo gen das;
-s, -e (zu î...gen): Vorstufe eines ÎEnzyms. Zylmogramm das; -s, -e (zu î...gramm>: Aufzeichnung aller im
Serum od. Gewebe vorhandenen Enzyme (Med.). Zylmohe xa se die; -, -n (zu gr. héxa „sechs“ u. î ...ase): svw. Al
dolase
Zylmolid der; -[e]s, -e (zu tzymös u. t...oid): Blütenstand
(Bot.)
Zylmol ¿as; -s (zu tzymo... u. t...ol>: in ätherischen Ölen
enthaltene organische Verbindung, Grundkörper vieler
îTerpene (Chem.). Zy¡mo|lo|ge der; -n, -n (zu t.Joge):
Chemiker, der sich auf das Gebiet der Zymologie spezia
lisiert hat. Zylmollolgie die;- (zu t.Jogie): Teilgebiet der
Chemie, das sich mit den Gärungsvorgängen befasst, zymollolgisch (zu Î...logisch): die Zymologie betreffend
zylmös (zu /«/. cyma „Kohlspross“ (dies aus gr. kÿma „Wo
ge, Welle“, eigtl. „Angeschwelltes“) u. t...ös): trugdoldig;
zymöse Verzweigung: Verzweigungsform, bei der die
Hauptachse die Entwicklung einstellt u. die Seitenachsen
sich weiterentwickeln u. verzweigen (Bot.)
Zylmoltechlnik die; - (zu tzymo... u. tTechnik): Gärungs
technik. zylmoltechlnisch: die Zymotechnik betref
fend. zylmoltisch: Gärung bewirkend
Zystogramm
die; - (zu gr. kynëgétës „Führer der Jagdhun
de“ (dies zu kÿôn, Gen. kynös „Hund“) u. t2...ik (2)):
Kunst, Hunde abzurichten (Jagd). zy|ne|ge|tisch* (nach
gr. kynegetikös „zur Jagd gehörig“): die Zynegetik betref
fend (Jagd). Zylnilker der; -s, - (zu gr. Kynikös, vgl. Ky
niker): zynischer Mensch, zylnisch (unter Einfluss von
fr. cynique aus lat. cynicus, dies ausgr. kynikös „hündisch;
unverschämt, schamlos“, eigtl. „zur Schule der Î Kyniker
gehörig“, zu kyön, vgl. Zynegetik): verletzend-spöttisch,
bissig, schamlos-verletzend. Zylnislmus der; -, ...men
(über lat. cynismus aus gr. kynismös „Denk-, Handlungs
weise der Kyniker“): 1. (ohne Plur.) svw. Kynismus. 2. a)
(ohne Plur.) zynische Haltung, Einstellung, zynisches We
sen; b) zynische Äußerung, Bemerkung
Zylperlgras das; -es (nach der Insel Zypern): einjähriges
Riedgras. Zy|per|kat|ze die; -, -n: gestreifte Hauskatze
Zylpresise* die; -, -n (aus gleichbed. lat. cupressus (cypressus), dies aus gr. kypárissos): immergrüner Baum des Mit
telmeergebietes. zylpreslsen: aus Zypressenholz herge
stellt
Zylprildilnenlkalk* der; -s (zu n/c/Z. cypridina (einer Gat
tung der Muschelkrebse), dies zu spätlat. Cypris (gr. Kÿpris), Beiname der Venus (gr. Aphrodite), nach deren
Hauptverehrungsstätte, der Insel Zypern): teilweise aus
kleinen Muschelkrebsen bestehende Schicht des Î Devons
(Geol.)
zylrilllisch vgl. kyrillisch
Zyrltollith [auch ... lit] der; Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] (zu gr.
kyrtös „gekrümmt“ u. t...lith>: Varietät des tZirkons
zyslt..., Zyslt... vgl. zysto..., Zysto... Zysltaldelnom*
das; -s, -e (zu tzysto...): Geschwulst bes. im Eierstock, die
vom Drüsenepithel ausgeht u. zystische Erweiterungen
aufweist (Med.). Zysltallgie* die; -, ...ien (zu t...algie):
Schmerzempfindunginder Harnblase (Med.).Zyslte die;
-, -n (aus gr. kÿstis „(Harn)blase“): 1. imod. am Körper ge
bildeter, sackartiger, mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum,
Geschwulst (Med.). 2. von niederen Pflanzen u. Tieren ge
bildete feste Kapsel als Schutzvorrichtung zum Überdau
ern ungünstiger Lebensbedingungen (Biol.). Zysltelin
das; -s (zu t...in (1)>: eine tAminosäure (Baustein der Ei
weißkörper). Zys|tek|ta|sie* die; -, ...ien (zu tzysto...):
Erweiterung der Harn- od. Gallenblase (Med.). Zysltektolmie* 4ze; -, ...ien (zu t...ektomie): operative Entfer
nung der Harnblase, Gallenblase od. einer Zyste (Med.).
Zyslten: Plur. von tZyste u. tZystis. zyslti..., Zyslti...
vgl. zysto..., Zysto... Zysltilkus der; -, ...stizi (aus nlat.
(ductus) cysticus, vgl. zystisch): Ausführungsgang der
Gallenblase (Med.). Zysltin das; -s (Kunstw. zu gr. kÿstis
(vgl. Zyste) u. t...in (1)>: eine t Aminosäure, Hauptträger
des Schwefels im Eiweißmolekül. Zys|ti|no|se die; -, -n
(zu Î .ose) : Speicherung von Zystin im Gewebe als Symp
tom einer angeborenen Stoffwechselstörung (Med.). Zystis die; -, Zysten (aus gleichbed. gr. kÿstis): Blase, Harn
blase (Anat.). zysltisch: 1. blasenartig; auf die Zyste be
zogen, Zysten bildend (Med.). 2. die Harnblase betreffend
(Med.). Zysltiltis die; -, ...itiden (zu tzysto... u. t ...itis):
Blasenentzündung, -katarrh (Med.). Zysltilzerlkolse
die; -, -n (zugr. kérkos „Schwanz“ u. t '...ose): Erkrankung
durch Befall verschiedener Organe (z.B. Augen, Gehirn)
mit Bandwurmfinnen (Med.).Zys|ti|zer|kus áer; -, ...ken
(aus nlat. cysticercus, zu gr. kérkos „Schwanz“): Finne des
Bandwurms. Zysltilzi: Plur. von TZystikus. zyslto...,
Zyslto... u. zysti..., Zysti..., vor Vokalen meist zyst...,
Zyst... (über nlat. cystis zu gleichbed. gr. kÿstis): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „(Harn)blase“, z.B.
Zystoskop, Zystizerkose, Zystektomie. Zys|to|gra|fie,
auch ...gralphie die; -, ...ien (zu t...grafie): röntgenogra
fische Untersuchung u. Darstellung der Harnblase nach
Kontrastmittelapplikation (Med.). Zysltolgramm das;
Zylnelgeltik*
Zystolith
-s, -e <zu î...gramm): die durch Zystografie gewonnene
Röntgenaufnahme (Med.). Zysltollith [auch ...'lit] der;
Gen. -s u. -en, Plur. -e[n] <zu î ...lith) : steinähnlicher Zell
einschluss (Bot.). Zysltom das; -s, -e <zu t...om): svw.
Zystadenom. Zys|tolmeltrie*zZze,- -, ...ien (zu î...metrie>:
Messung des Ruhe-, Füllungs- u. Entleerungsdrucks der
Harnblase (Med.). Zysltolpylelliltis die; -, ...itiden: Ent
zündung von Blase und Nierenbecken (Med.). Zysltoskop* das; -s, -e (zuî...skop): röhrenförmiges Instrument
zur Untersuchung der Harnblase; Blasenspiegel (Med.).
Zysltolskolpie* die; -, ...ien (zu t...skopie): Blasenspie
gelung, Ausleuchtung der Blase mit dem Zystoskop
(Med.). Zys|to|spas|mus* der; -, ...men: Blasenkrampf
(Med.). Zysftosltolmie* die; -, ...ien (zu gr. stóma
„Mund“ u. T2...ie>: operative Herstellung einer Verbin
dung zwischen der Harnblase u. der äußeren Haut (Med.).
Zysltoltolmie die; -, ...ien (zu t,,,tomie): operative Öff
nung der Harnblase (Med.). Zysltolurelthriltis* die; -,
...itiden: Entzündung von Harnblase u. Harnröhre (Med.).
Zys|to|ze|le 4ze; -, -n (zu gr. këlë „Geschwulst; Bruch“):
Blasenvorfall, Vorfall von Teilen der Harnblase in einen
anderen Bruchsack (z.B. bei Leistenbruch; Med.)
zyt..., Zyt... vgl. zyto..., Zyto........ zyt (über nlat. cytus
„Zelle“ aus gr. kytos „Höhlung, Wölbung“): Wortbil
dungselement mit der Bedeutung „Zelle“, z.B. Erythro
zyt, Phagozyt. Zyltalphälrelse* die; -, -n (zu tzyto... u.
TAphärese): Entfernung von Zellen aus dem Plasma zu
therapeutischen Zwecken (Med.). Zyltilsin das; -s, -e (zu
tZytisus u. t...in (1)>: giftiges ÎAlkaloid einiger Schmet
terlingsblütler, das in geringen Mengen nikotinähnlich
wirkt u. in der Medizin als Raucherentwöhnungsmittel
angewendet wird. Zyltilsus der; -, - (über lat. cytisus aus
gr. kÿtisos (eine Art Klee)): Goldregen (Schmetterlings
blütler). zylto..., Zylto..., vor Vokalen auch zyt..., Zyt...
(über nlat. cytus „Zelle“ aus gr. kytos „Höhlung; Wöl
bung“): Wortbildungselement mit der Bedeutung „Zelle“,
z.B. zytogen, Zytologie. Zylto ar|chi|tek|to|nik die; -:
Anordnung u. Aufbau der Nervenzellen im Bereich der
Großhirnrinde (Med.). Zyltolblast* der; -en, -en (zu gr.
blastós „Spross, Trieb“): 1. Zellkern (Med.). 2. svw. Mito
chondrium. Zyltolblasltom* das; -s, -e (zu î...om): bös
artige Geschwulst aus unreifen Gewebszellen. Zyltochelmie 4ze; - (zu tzyto...): Teilgebiet der Biochemie,
das sich mit der ehern. Zusammensetzung u. Wirkungs
weise der Zellen u. deren Inhaltsstoffen befasst. Zyltochrom [...k...J das; -s, -e (zu gr. chroma „Farbe“): in allen
Zellen vorhandener Farbstoff, der bei der Oxidation die
Rolle von Î Enzymen spielt (Biochem.). Zyltolde die; -, -n
(zu I'...ode): kernloses Protoplasmaklümpchen (Biol.).
Zy|to|di|a|gnps|tik* die: -, -en: mikroskopische Unter
suchung von Körpergeweben, -flüssigkeiten u. -ausscheidungen auf das Vorhandensein anomaler Zellformen,
z.B. zur Krebsfrüherkennung (Med.), zyltolgen (zu
T...gen): von der Zelle gebildet (Biol.). Zyltolgelneltik
die; -: Forschungsrichtung der allgemeinen Biologie, die
die Zusammenhänge zwischen erblichem Verhalten u.
dem Feinbau der Zelle untersucht. Zyltolgolnie die; (zu î...gonie): Fortpflanzung durch geschlechtliche od.
ungeschlechtliche Eizellen (Biol.). Zyltolkin das; -s, -e
1448
(meist Plur.) (zu gr. kinein „bewegen“): Zellprodukt, das
physiologisch den Ablauf der Immunantwort reguliert
(z. B. Interferon; Biochem.). Zy|to|ki|ne|se
- (zu gr.
kinesis „Bewegung“): Furchung (Biol.). Zy|to|ki|nin
das; -s, -e (zu ÎKinin): Pflanzenhormon, das bes. die Zell
teilung anregt (Biochem.). Zyltollolge der; -n, -n (zu
t...loge): Wissenschaftler auf dem Gebiet der Zytologie.
Zyltollolgie 4/e; - (zu t...logie>: Wissenschaft vom Auf
bau u. von der Funktion der Zelle; Zellforschung (Biol.,
Med.), zyltollolgisch (zu t ...logisch): die Zytologie be
treffend. Zyltollylse Ae; - (zu t ...lyse>: Auflösung, Ab
bau von Zellen (Biol.). Zyltollylsin
-s, -e: Substanz,
Antikörper mit der Fähigkeit, Zellen aufzulösen (Med.).
Zyltolmelgallie die; -, ...ien (zu gr. mégas, Gen. megälou „groß“ u. t2...ie>: Virusinfektion bei Kindern, die
durch auffallend große Zellen vor allem in den Speichel
drüsen charakterisiert ist (Med.). Zyltolmeltrie* die; -,
...ien (zu Î...metrie): Bestimmung der Zellgröße (z.B. von
Blutkörperchen) unter einem Mikroskop mit Skalenvor
richtung (Biol., Med.). Zyltolpemplsis rfze; - (zu gr.
pémpsis „Verschickung“): Transport von Stoffen durch
Zell- bzw. Gefäßwände hindurch (Biol.). Zyltolpelnie
die; -, ...ien (zu gr. pénës „arm“ u. t2...ie> : Sammelbez. für
alle Formen krankhaften Schwundes von Blutzellen
(Med.). Zyltolphalge der; -n, -n (meist Plur.) (zu Î ...pha
ge): Tier, das sich von abgeschiedenen od. abgebauten
Zellen od. Zellbestandteilen anderer Organismen ernährt
(Zool.). Zyito plas ma das; -s, ...men: der von der Zell
membran umgebene Teil der Zelle ohne den Zellkern
(Biol.). zy|to|plas|ma|tisch: svw. protoplasmatisch.
Zyltolsin
-s (Kunstw.; vgl. ...in (1)): zu den Nuklein
säurebasen zählende Pyrimidinbase (vgl. Pyrimidin), die
in der TRNS bzw. in der ÎDNS enthalten ist (Biochem.).
Zyltolskolpie* die; -, ...ien (zu T...skopie): svw. Zytodiagnostik. Zyltolsom das; -s, -en (zu gr. soma „Körper“):
von einer Membran umgebener Zellraum, Zellausschnitt
(Biol.). Zy|tos|ta|se* die; -, -en (zu gr. stásis „das Ste
hen“): medikamentöse Hemmung der Entwicklung u.
Vermehrung schnell wachsender Zellen (z.B. von Krebs
zellen; Med.). Zy|tos|ta|ti|kum* das; -s, ...ka (zu gr. sta
tos „(still)stehend“ u. t,,,ikum): Substanz, vor allem
ehern. Natur, die die Entwicklung u. Vermehrung schnell
wachsender Zellen hemmt (zur Behandlung von Tumo
ren; Med.), zyltosltaltisch*: Kernteilung u. Zellver
mehrung hemmend (Med.). Zyltosltom* das; -s, -e u.
Zytostolma das; -s, -ta (zu gr. stóma „Mund“): Zell
mund der Einzeller. Zy|to|ta|xo|no|mie die; -: systema
tische Ordnung der Lebewesen aufgrund der Strukturen
ihrer Körperzellchromosomen (Biol.). Zylto,tolxin rfas;
-s, -e: Zellgift (Biol., Med.). zy|to|to|xisch: zellvergiftend, zellschädigend. Zy|tolto|xi|zi|tät 4ze; -: Fähigkeit
bestimmter [chem.] Substanzen, Gewebszellen zu schädi
gen bzw. abzutöten, zyltoltrop* (zu t,,,trop): von leben
den Zellen abhängig (von Mikroorganismen; Biol.). Zytoltrolpislmus* der, -: Abhängigkeit bestimmter Mi
kroorganismen von lebenden Zellen, z.B. Viren, Myko
plasmen u.a. (Biol.). Zy|to|zen|trum* das; -s, ...tren:
Zentrum der Zelle, zyltolzid (zu I ...zid): Zellen abtötend
(z.B. von Viren; Biol., Med.)
Deutsches Wort - Fremdwort
Wortauswahl
Der Wörterbuchteil „Deutsches Wort - Fremdwort“ enthält mehr als 16000 Stich
wörter, für die es sinnverwandte Fremdwörter gibt. Das sind in erster Linie deutsche
Wörter, z.B. Riese Gigant, Goliath, Koloss, Monstrum; riesenhaft gigantisch,
pyramidal, titanisch, zyklopisch; Riesenwuchs Gigantismus, Hypersomie, Makromelie, Makrosomie; riesig gigantesk, kolossal. Vereinzelt finden sich auch
Wortzusammensetzungen mit fremden Bestandteilen, wie beispielsweise Chor
sänger Chorist; Künstlermilieu Boheme;Tierpräparator Taxidermist. Neben
Wörtern aus der Allgemeinsprache sind zahlreiche fachspezifische Begriffe, vor
allem aus dem Bereich der Medizin, sowie produktive Wortbildungsmittel (z.B.
gegen-. Gegen-; -lehre; -messung; riesen-, Riesen-; vor-. Vor-; Welt
raum-)
in die Auswahl mit einbezogen.
Anordnung und Behandlung der Stichwörter
Die Stichwörter sind streng alphabetisch geordnet. Nach dem Stichwort folgen
die sinnverwandten Fremdwörter ebenfalls in alphabetischer Reihenfolge, z.B.
Schnittstelle Interface, "Port, SCSI. Stärkere Bedeutungsunterschiede zwischen
einzelnen Fremdwörtern sind durch Gliederungsziffern kenntlich gemacht, z.B.
anziehend 1. apart, attraktiv, sexy, sympathisch. 2. magnetisch;Fassung 1. Con
tenance. 2. Version. Die Untergliederung wird insbesondere für solche Begriffe
eingesetzt, bei denen die allgemeinsprachliche Bedeutung wesentlich von der fach
sprachlichen Entsprechung abweicht, wie beispielsweise beiangreifen 1. attackie
ren, fighten. 2. korrodieren; einsilbig 1. monosyllabisch. 2. lakonisch. Unter
schiedliche Wortarten zu einem gleich geschriebenen Stichwort werden durch
römische Ziffern gekennzeichnet, z.B. überlegen I. deliberieren, kalkulieren,
ventilieren, volvieren. II. prävalent, souverän. Hochgestellte Ziffern kennzeichnen
Fremdwörter, die sich im ersten Teil des Buches in gleicher Schreibung wiederholen,
jedoch in der Bedeutung und meist auch in der Wortherkunft oder Grammatik,
manchmal auch in der Aussprache, unterscheiden, z. B. Bratensaft 2Jus- Recht
'Jus.
Zum Verwendungszweck
Vorrangig soll dieser Wörterbuchteil dazu dienen, bedeutungsähnliche Fremdwör
ter aufzufinden, wenn beispielsweise eine andere Ausdrucksform gesucht wird oder
ein fremdsprachiger Fachausdruck gefunden werden muss. Da Fremdwörter häufig
sehr breit gefächerte Bedeutungen aufweisen und deshalb Missgriffe nicht aus
zuschließen sind, sollte jeweils beim betreffenden Fremdwort im ersten Teil des
Buches, der dieser Auswahl zugrunde liegt, nachgeschlagen werden.
1451
Abrichten
A
Aas Kadaver
Aasblume Stapelia
abändern alterieren,
modifizieren,
modulieren, revidieren, variieren
Abänderung Variation
Abänderungsantrag Amendement
Abart Variante, Varietät
abartig abnorm, anomal, anormal,
pervers
Abartigkeit Abnormität, Anomalie,
Perversion
Abbau Demontage
abbauen demontieren
Abbaugebiet Revier
Abbaustoffwechsel Katabolismus
abbestellen annullieren, stornieren
Abbild 1. Eidolon, Ektypus. 2. Kon
terfei
Abbildung Illustration, Projektion,
Reproduktion
Abbruch Demontage
abbrühen blanchieren
abdanken demissionieren, renunzieren
Abdankung Demission, Renunziation
abdichten 1. hermetisieren, isolie
ren. 2. kalfatern
Abdruck 1. Kopie, Reproduktion.
2. Moulage
abdrucken kopieren, reproduzieren
Abendessen Souper
Abendgebet 'Komplet, Vesper
Abendgesellschaft Cocktailparty,
Soiree
Abendgottesdienst Vesper
Abendland Hesperien, Okzident
abendländisch okzidental
Abendmahl Eucharistie, Kommuni
on
Abendmahlsbrot Hostie, Oblate
Abendmahlsfeier Eucharistie
Abendmusik Serenade
Abendvorstellung Soiree
Abenteuer Aventúre, Eskapade
abenteuerlich romantisch
Abenteuerroman Robinsonade
Abenteurer Desperado
aberkennen abjudizieren
Aberkennung Abjudikation
Abfall 1. Apostasie. 2. Abprodukte,
Makulatur
abfallend degressiv
abfällig despektierlich
Abfangjäger Interzeptor
abfassen formulieren
abfertigen 1. expedieren, spedieren.
2. einchecken
Abfertigungshalle Terminal
Abfertigungsschalter Counter
Abfindung Apanage, Paragium,
Pauschale
Abflugstelle Departure
Abflugzeit Departure
abflusslos arheisch
abführen laxieren, purgieren
abführend hydragogisch, purgativ
Abführmittel Aperitivum, Depu
rans, Drastikum, Kopragogum, La
xans, Lenitivum, Purgativ
Abgabe Kontribution, 'Taxe, Tri
but
abgedroschen banal, stereotyp, tri
vial
abgefeimt raffiniert
abgegriffen banal
abgeleitet deduktiv, denominativ,
derivativ, konsekutiv
abgemacht okay, perfekt
Abgeordneter Deputierter, Manda
tar, Parlamentarier, Repräsentant
Abgesandter Emissär
Abgesang Epode
abgeschlossen 1. ad acta, kom
plett, perfekt. 2. hermetisch
Abgeschlossenheit 1. Insularität.
2. Klausur
Abgeschnittenheit Isolation
abgesondert exklusiv, separat
abgestimmt konzertiert
abgestorben devital, nekrotisch
abgetan passé
abgewirtschaftet marode
abgießen dekantieren
Abgott Idol
abgrenzen 1. demarkieren, determi
nieren. 2. diskriminieren
Abgrenzung 1. Demarkation, De
termination. 2. Diskriminierung
Abhandlung Dissertation, Essay,
Exkurs, Traité, Traktat
abhängig dependent, interdepen
dent
Abhängigkeit Dependenz, Interde
pendenz, Obliquität, Subalternität
abheben, sich: kontrastieren
abhorchen auskultieren
abhusten expektorieren
Abirrung Aberration
abkanzeln abkapiteln
Abklatsch Klischee
abklopfen perkutieren
Abknickung Flexion
Abkochung Apozema, Dekokt
Abkommen Kontrakt, Konvention,
Pakt
Abkömmling
1. Deszendent. 2. De
rivat
abkürzen abbreviieren
Abkürzung Abbreviation,
Abbrevia
tur
Abkürzungszeichen Sigel
Ablage Registratur
ablagern 1. deponieren. 2,sedimen-
tieren
Ablagerung
Sediment, Sedimentati
on
Indulgenz
1. Mechanismus, Programm,
Prozess. 2. Workflow. 3. Chronolo
gie
ablehnen abhorrieren, abnuieren,
negieren, perhorreszieren
ablehnend negativ, negativistisch
Ablehnung 1.Negation. 2.Reakt
ableiten deduzieren, derivieren
Ableitung Deduktion, Denominativ,
Derivation, Derivativ
Ablenkung Deflexion
Ablenkungsmaßnahme Manöver
Ableugnung Renegation
ablichten fotokopieren
Ablichtung Fotokopie
ablösbar separabel
ablöschen deglacieren
ablösen alternieren
Ablösung Alternanz, Alternation
Abmachung 1. Agreement, Arran
gement, Kontrakt. 2. Stipulation
Abmagerung Inanition
abmessen 1. dimensionieren, dosie
ren, zirkeln. 2. alignieren
Abmessung 1. Dimension, Dosie
rung. 2. Alignement
Abnahme Dekreszenz
abnehmend 1. degressiv. 2. calando,
decrescendo, diminuendo, perden
do, scemando
Abneigung 1. Animosität, Antipa
thie, Aversion, Degout, Ressenti
ment. 2. Fastidium, Idiosynkrasie
abnutzen strapazieren
abordnen abkommandieren, dele
gieren, deputieren
Abordnung Delegation, Deputation
Abort Klosett, Latrine, 2Lokus, Toi
lette
Abplattung Elliptizität
Abrechnung Konto, Liquidation
abreiben frottieren
abreißen 1. abszindieren. 2. demolie
ren
abrichten dressieren
Abrichten Dressur
Ablass
Ablauf
1452
Abrichter
Abrichter Dresseur
Abriss 1. Demontage.
2. Abstract,
Kompendium. 3. Epitome
abrücken distanzieren, sich
abrunden arrondieren
abrüsten demobilisieren, entmilita
risieren
Absage Forfait
absagen canceln
Absatz 1. Artikel, Paragraf, Passus.
2. Terrasse
Absatzförderung Marketing, Mer
chandising, Promotion
Absatzforschung Marketingre
search
Abschabung Abrasion
abschalten deaktivieren
abschätzen bonitieren, evalvieren,
kalkulieren, taxieren
abschätzig despektierlich
Abscheu Antipathie, Degout, Hor
ror
abscheulich infernal
Abscheulichkeit Atrozität
Abschlag Akontozahlung, Disagio
abschleppen bugsieren
abschließen isolieren
abschließend definitiv, final
Abschluss 1. Bilanz. 2. Finale
abschmecken probieren
Abschmelzung Ablation
abschneiden kupieren
Abschnitt 1. Kapitel, Paragraf,
Passus. 2. Etappe, Phase, Stadium.
3. Coupon, Segment, Take
abschnittsweise stadial
Abschnürung Strangulation
abschrägen dossieren
abschreckend exemplarisch
Abschreckung Exempel, Präventi
on
Abschreibung Amortisation, Ris
torno
Abschrift Duplikat, Kopie
abschwächen bagatellisieren
Abschwächung Deeskalation, Mi
tigation
Abschweifung Exkurs
Abseits Offside
absenden expedieren
Absender Adressant
Absetzung Deposition
Absicherung Kautel
Absicht Intention, Tendenz
Absichtserklärung Dispositiv
absinken deszendieren
absonderlich abstrus, bizarr, ex
zentrisch, grotesk, komisch, origi
nell
Absonderlichkeit Bizarrerie, Tick
absondern 1. isolieren, segregieren,
separieren, sezedieren. 2. sekretie
ren, sezernieren
absondernd exkretonisch
Absonderung 1. Isolation, Segre
gation, Sezession. 2. 'Sekret
Abspaltung 1. Häresie. 2. Diszission
absperren blockieren
Absperrung
Barrikade, Blockade,
Kordon
Absperrvorrichtung Ventil
Absprache 1. Agreement. 2. Kollusi
on
Abstammung
Deszendenz, Filiati
digredieren, divergieren, variieren
abnorm, abnormal,
anomal, anormal, deklinatorisch,
diskrepant, divergent, divergierend
Abweichler Dissident, Sektierer
Abweichung 1. Aberration, Dekli
nation, Devianz, Deviation, Digres
sion, Divergenz. 2. Heterologie
abweisen rejizieren
abweisend reserviert
Abweisung Rejektion
abwerten devalvieren
abwertend devalvatorisch, pejorativ
Abwertung Devalvation
abwesend absent
Abwesenheit Absenz, Alibi
abwickeln liquidieren
Abwicklung Liquidation
Abzeichen Emblem, Insigne, Ko
karde, Plakette
abzeichnen 1. signieren. 2. paraphie
ren
abziehen 1. subtrahieren. 2. kopieren
Abzug Kopie
abzüglich minus
Abzugs- Netto...
abzugslos brutto
Achselstück Epaulettje]
acht-. Acht- okto..., Okto...
achtbar reputierlich, respektabel
Achteck Oktogon
achten ästimieren, respektieren
Achtflächner Oktaeder
Achtpolröhre Oktodc
Achtung Ästimation, Pietät, Res
pekt
Ächtung Boykott, Proskription
Ackerbau Agrikultur
ackerbaulich agronomisch
Adel Aristokratie
Aderverschluss Embolie, Infarkt,
Thrombose
Adlige r Aristokrat
Affenbrotbaum Baobab
After Anus
Aftereinriss Analfissur
Afteruntersuchung Rektoskopie
afterwärts anal
Ahnenforschung Genealogie
Ahnenverehrung Manismus
ähnlich analog, similär
Ähnlichkeit Analogie, Parallelität
Ahnung Animus, Divination
Aktenaufschrift Rubrum
Aktenbündel Dossier, Faszikel
Aktensammlung Aktei
Albdruck Inkubus
Algenforscher Algologe
Algenkunde Phykologie
Algenpilze Phykomyzeten
Alkoholabhängiger Alkoholiker
all-. All-pan.... Pan...; panto.... Pan
to...
allein solo
abweichend
on
Abstammungslehre
Abwehr Defensive, 3Parade
abwehren kontrahieren, parieren
abwehrend defensiv
Abwehrstoffe Antikörper
abweichen aberrieren, differieren,
Evolutions
theorie
Abstand Distanz, Intervall, Marge
Abstecher Trip
abstecken alignieren
Absteckpfahl Jalon
absteigen deszendieren
abstempeln klassifizieren
absterben mortifizieren, nekrotisie-
ren
abstillen ablaktieren
Abstillen Ablaktation
abstimmen 1. koordinieren,
syn
chronisieren, timen. 2. votieren
Abstimmung 1. Harmonisierung,
Koordination, Synchronisation, Ti
ming. 2. Ballotage, Poll, Skrutinium,
Suffragium
abstoßend 1. degoutant. 2.repulsiv
Abstoßung Repulsion
abstufen 1. differenzieren, nuancie
ren. 2. etagieren
Abstufung 1. Gradation, Differen
zierung. 2. Grad, Nuance
Absud Dekokt
abtasten 1. palpieren. 2. scannen.
3. sondieren
Abtastgerät 1. Scanner. 2. Sonde
Abtaumittel Defroster
Abteil Box, 'Coupé
Abteilung Departement, Sektion
Abteilungsleiter Dezernent, Ray
onchef, Sektionschef
Abtönung Nuance
abtöten mortifizieren
Abtötung Devitalisation, Mortifikation
Abtragung Abrasion, Denudation
abtreibend abortiv
abtrennen abszindieren
Abtrennung 1. Separation, Sezessi
on. 2. Amputation
abtretbar zessibel
Abtretbarkeit Zessibilität
abtreten abandonnieren, zedieren
Abtretung Zession
Abtropfstein Stalaktit
Abtrünniger Apostat, Renegat,
Schismatiker
abwandelbar variabel
abwandeln modifizieren, modulie
ren, variieren
Abwanderung Migration
Abwandlung 1. Modifikation, Va
riation. 2. Modulation. 3. Motion
Abwasserableitung Kanalisation
Abwassergraben Kanal
abwechseln alternieren
abwechselnd alternierend
Abwechslung Alternanz, Diversifi
kation, Variation
abwegig absurd
1453
allein-. Allein- mono..., Mono...
Alleinanspruch Monopol
Alleinherrschaft Monarchie, Mo
nokratie
Autokrat, Dikta
tor, Monarch, Monokrat, Tyrann
Alleinverkaufsrecht Monopol
Allergieauslöser Allergen
Allerheiligstes Abaton, Sanktissimum
Allerlei Diversa, Mixtum composi
tum, Potpourri, Varia
Allerseelenfest Bonfest
Allesfresser Omnivore, Pantophage
Alleskönner Allroundman, Univer
salgenie
Allgegenwart Omnipräsenz, Ubiquität
allgegenwärtig omnipräsent
allgemein generell, global, in gene
re, ökumenisch, pauschal, universal
Allgemein- General...
Allgemeinbegriffe Universalien
Allgemeinheit 1. Universalität.
2. Publikum
Allheilmittel Panazee, Theriak
Allmacht Omnipotenz
allmächtig omnipotent
allmählich graduell, peu à peu, poco
a poco, sukzessive
allseitig komplex, universell
Allseitigkeit Universalität
alltäglich 1. banal, prosaisch, trivial.
2. profan
Alltagskleidung Streetwear
allumfassend komplex, universell
Allwissenheit Omniszienz
Alpenglöckchen Soldanella
Alpenrose Rhododendron
Alpenveilchen Zyklamen
Alraunwurzel Mandragora
also ergo
alt antik, antiquarisch
alt-. Alt- paläo..., Paläo...
Altargebet Kollekte
Altarraum Sanktuar, Sanktuarium,
Abaton, Bema
altbewährt klassisch
alteingesessen autochthon
Alternsforschung Gerontologie
alters-, Alters- gero..., Gero...; geronto..., Geronto...
Altersheilkunde Geriatrie
Altershygiene Gerokomie
Altersrente Pension
altersschwach senil
Altersschwachsinn Dementia se
nilis, Senilität
Altersschwerhörigkeit Presbya
kusis
Altersstar Phakosklerose
Altersweitsichtigkeit Presbyopie
Altertum Antike
altertümlich 1. archaisch, antik.
2. anzestral
Altertumsforscher Archäologe
Altertumskunde Archäologie
Ältester Nestor, Senior
althergebracht konservativ
Alleinherrscher
Ankunft
Altklarinette Bassetthorn
Altmenschen Paläanthropinen
Altpapier Makulatur
Altsteinzeit Paläolithikum
ameisen-, Ameisen- myrmeko...,
Myrmeko...
Ameisenkunde Myrmekologie
Amt Charge, Funktion
amtlich dokumentarisch, ex officio,
kommissionell, offiziell
Amtsbelehnung Investitur
Amtsbereich Portefeuille, Ressort
Amtsbewerber Kandidat
Amtsbruder Konfrater
Amtseinführung Ordination
Amtseinsetzung Inauguration, In
thronisation, Investitur
Amtseinweisung Investitur
Amtsenthebung Suspension
Amtsgebäude Präsidium
Amtstracht Ornat, Talar
Amtswürde Dignität
anbändeln flirten, poussieren
anbauen kultivieren
anbeten adorieren
Anbetung Adoration, Latrie
anbieten kredenzen, offerieren
Andacht Devotion
andächtig religioso
andauernd permanent
ändern modifizieren, revidieren,
va
riieren
anders-. Anders-
hetero..., Hete
ro...
andersartig heterogen
andersfarbig heterochrom
andersgestaltig heteromorph
andersgläubig heterodox
Änderung Korrektur, Revision,
Va
riation
andeuten
konturieren, markieren,
skizzieren
Andeutung Inuendo, Tipp
aneignen annektieren, okkupieren
Aneinanderhaften Adhäsion
anekeln degoutieren
anerkennen 1. agnoszieren, hono
rieren, respektieren. 2. legitimieren,
sanktionieren
Anerkennung Akzeptation, Ästimation, Justifikation, Sanktion
Anfall Insult
Anfälligkeit 1. Labilität. 2. Dispositi
on
Anfänge Initien
anfänglich initial, primär
Anfangs- Initial...
Anfangsbuchstabe Initial
Anfangsbuchstaben Monogramm
Anfangsgründe Elemente, Initien
Anfangsstadium Initialstadium
Anfangsszene Opening
anfechten kontestieren
Anfechtung Kontestation
Anfechtungsklage Interventions
klage
anfertigen fabrizieren
anfeuchten arrosieren, humidieren
Anführer
Caudillo, Cheerleader, Ka
pitän
Angaben Daten
angeben renommieren
angeboren genuin, kongenital,
kon
natal, nativ, nativistisch
Angebot Offerte
angebracht opportun
Angeklagter Delinquent
angekränkelt morbid
Angelegenheit Affäre, Chose
Angelpunkt 'Pol
angemessen adäquat, opportun
angenähert approximativ
angenehm kommod, doux, sympa
thisch
angenommen fiktiv, hypothetisch
angereichert konzentriert
angeschlagen groggy
angesehen renommiert, respekta
bel
Angespanntheit Affekt
Angewohnheit Marotte
angezeigt indiziert
angleichen akkommodieren, akkulturieren, analogisieren, assimilieren,
normen
angliedern affilieren, inkorporieren
Angliederung Inkorporation
angreifen 1. attackieren, fighten.
2. korrodieren
angreifend 1. aggressiv, offensiv.
2. korrosiv
Angreifer Aggressor
Angriff Aggression, Attacke, Offen
sive
angriffslustig aggressiv, offensiv
Angst Panik, Pavor, Phobie
-angst ...phobie
anhaften adhärieren, inhärieren
anhaftend adhärent, adhäsiv, inhä
rent
anhaltend chronisch, permanent,
persistent
Anhalter Hitchhiker, Tramper
Anhang Additament, Adnex, Appen
dix, Supplement
anhängen adhärieren, inhärieren
Anhänger 1. Trailer. 2. Amulett.
3. Fan, Fellowtraveller
Anhängsel Annex, Appendix
anhäufen aggregieren, akkumulie
ren
Anhäufung Agglomeration, Konglo
merat, Kumulation, Summation
anheften affigieren
Anhörung Hearing
Anislikör Sambuca
Ankläger Prosekutor
Anklang Resonanz
ankleben affichieren
Ankleideraum Garderobe
ankoppeln docken
Ankoppelung Docking
ankündigen annoncieren, avisieren,
signalisieren
Ankündigung Advertising, Annon
ce, Avis, Denomination
Ankunft Arrival
1454
Anlage
Disposition, Investition, Prä
disposition
anlagebedingt konstitutionell
Anlagepapier Investmentzertifikat
anlagern adsorbieren
Anlagerung Adsorption
Anlasser Kickstarter
anlegen investieren
Anleitung Instruktion
anlocken pampern
anmaßend arrogant, impertinent,
insolent, prätentiös
Anmerkung Glosse, Kommentar,
Marginalie
Anmut Charis, Charme, Grazie
annähern approximieren
Annäherung Approach, Approxi
mation, Konvergenz
Annahme 1. Akzeptanz, Akzeptati
on. 2. Fiktion, Hypothese, Postulat,
Präsumtion, Supposition, Supposi
tum
annehmbar akzeptabel, passabel
annehmen 1. akzeptieren, assumieren, präsumieren. 2. tippen
annehmen, an Kindes statt: adop
tieren
Annehmlichkeiten Komfort
anordnen administrieren, dekretie
ren, reglementieren, situieren
Anordnung 1. Formation, Konfigu
ration. 2. Arrangement, Disposition,
Situierung. 3. Direktive, Ukas
anpassen 1. adaptieren, akklimati
sieren, akkommodieren, akkulturieren, assimilieren, naturalisieren,
uniformieren. 2.fitten
Anpassung 1. Adap[ta]tion, Adjust
ment, Akklimatisation, Akkommo
dation, Akkordanz, Akkulturation,
Assimilation, Mimikry. 2. Konfor
mität, Opportunismus
anpassungsfähig adaptabel, akkommodabel, flexibel
Anpreisung Reklame
Anrecht 1. Abonnement. 2. Claim
Anredefall Vokativ
anregen animieren, innervieren, in
spirieren, motivieren, stimulieren
Anreger Animateur, Initiator, Inspi
rator
Anregung Impuls, Inspiration
Anregungsmittel Analeptikum,
Dopingmittel, Speech, Stimulans
anreichern konzentrieren
Anreiz Appeal, Impuls
Anrichte Büfett, Kredenz, Side
board
Anrüchigkeit Hautgout
Anruf Telefonat
Anrufabteilung Callcenter
anrufen telefonieren
Anrufsendung Call-in
Anrufung Invokation
Ansage 1. Conférence. 2. Diktat
Ansager Conférencier
Ansammlung Agglomeration, Ak
kumulation
ansaugen aspirieren
Anlage
anschaffen akquirieren
anschaulich demonstrativ,
eidetisch, ikonisch, konkret, plastisch
Anschlag 1. Attentat, Komplott,
Machination. 2. Plakat
Anschluss 1. Kontakt. 2. Affiliation
Anschlussstelle Gameport, 2Port
Anschrift Adresse
anschuldigen denunzieren, inkriminieren
Anschwellung Erektion, Intumeszenz, Inturgeszenz, Tumeszenz
Ansehen Autorität, Nimbus, Presti
ge, Renommee, Reputation, Sozial
prestige
ansehnlich präsentabel, reputierlich, respektabel, speziös
Ansiedlung Kolonie, Settlement
Anspannung Intension, Konzentra
tion
Anspielung Allusion, Innuendo
ansprechend adrett, apart, sympa
thisch
Anspruch Prätention
anspruchslos 1. spartanisch. 2. in
nocente
anspruchsvoll exklusiv, prätentiös
Anstand Courtoisie, Dehors, Deko
rum, 2Takt, Zivilität
anständig fair, gentlemanlike, ho
nett, loyal, manierlich, reell, seriös,
solid, zivil
Anständigkeit Fairness, Loyalität,
Reellität, Seriosität
anstarren fixieren
anstecken, sich: infizieren
ansteckend infektiös, kontagiös,
miasmatisch, morbiphor, virulent
Anstecknadel Brosche
Ansteckung Infektion, Kontagion
Ansteckungsfähigkeit Infektiosi
tät
Anstellung Engagement
anstimmen intonieren
Anstoß 1. Impetus, Impuls, Initiati
ve, Kick. 2. Kick-off
anstößig lasziv, obszön, schockant,
shocking, skandalös
anstreben anvisieren, intendieren
anstrengen, sich: strapazieren,
sich
anstrengend strapaziös
Anstrengung Strapaze
Anstrich Touch
Ansturm Run
Anteil 1. Kontingent, Portion, Quan
tum, Quote, Ration. 2. Claim
anteilig partiell
Anteilnahme Interesse
Anteilschein Aktie, Zertifikat
Antrag Motion
antreibend inzentiv
Antrieb 1. Impetus, Impuls, Motiv,
Stimulus. 2. Spontaneität
Antriebskraft Motor, Movens
Antriebsmangel Apathie, Athymie,
Bradyphrénie
antworten reagieren
Anwärter Aspirant, Assessor
Anwartschaft
1. Kandidatur. 2. Op
tion
anweisen
1. instruieren. 2. assignie-
ren
Anweisung
Direktive, Instruktion,
Normativ
adaptabel, akkommodabel, applikabel
anwenden applizieren, praktizieren
anwendungsbezogen pragma
tisch
anwesend präsent
Anwesenheit Präsenz
Anwesenheitsliste Präsenzliste
anwidern degoutieren
Anzahl Quantität
Anzahlung Akonto
Anzeichen Indiz, Symptom
Anzeige 1. Annonce, Inserat. 2. Ad
vertisement, Advertising, Denomi
nation, Notiz. 3. Denunziation
anzeigen 1. annoncieren, indizieren,
inserieren, signifizieren. 2. manifes
tieren. 3. denunzieren
anzeigend symptomatisch
Anzeigenwerber Akquisiteur
anziehend 1. apart, attraktiv, sexy,
sympathisch. 2. magnetisch
Anziehungskraft 1. Appeal. At
traktivität, Sex-Appeal. 2. Affinität.
Gravitation
Anzüglichkeit Pikanterie
Appetitanreger Appetizer
Appetitlosigkeit Anorexie, Inappe
tenz
Appetitzügler Anorektikum, Anorexikum
Arbeit 1. Job, Maloche. 2. Pensum
arbeiten jobben, malochen, ramassieren, roboten
Arbeiterklasse Proletariat
Arbeitsanzug Montur, Overall
Arbeitsaufgabe Pensum
Arbeitsbereicherung Jobenrich
ment
Arbeitsgang 'Takt
Arbeitsgebiet Domäne, Ressort
Arbeitsgruppe Kollektiv, Team
Arbeitsplatzaufteilung Jobsha
ring
Arbeitsraum Atelier, Büro, Labor,
Studio
Arbeitsstellenwechsel Jobhop
ping
Arbeitssucht Workaholismus
Arbeitssüchtiger Workaholic
arbeitsunfähig invalid
Arbeitsunfähiger Invalide
ärgerlich skandalös
ärgern alterieren, mobben
Ärgernis Skandal
Arglist 1. Intriganz, Perfidie. 2. Do
lus
arglistig intrigant, maliziös
Arglosigkeit Naivität
Arm Brachium
Armfüßer Brachiopode
Armschmerzen Brachialgie
armselig miserabel, power, schofel
anwendbar
1455
Armstuhl Fauteuil
Armutszeugnis Testimonium
aufsteigen
Depositorium,
Depot, Registratur
peritatis
Aufblähung Emphysem, Flatulenz
Art Fasson, Genre, Genus, Kaliber,
aufbrausend cholerisch
Modalität, Manier, Spezies
aufdecken dekuvrieren, outen
arteigen spezifisch
aufdrängen oktroyieren
artfremd heterolog
aufdringlich penetrant, plakativ
Art und Weise Modus
Aufdringlichkeit Penetranz
Arznei Medikament, Medizin
Aufeinanderfolge Sequenz
arznei-, Arznei- pharmako..., Pharaufeinanderfolgend konsekutiv
mako...
Aufenthalt Station
Arzneiabgabeanweisung Rezept
auferlegen diktieren, oktroyieren
Arzneianfertigungsanweisung
Auferstehung Resurrektion
Rezept
auffallend eklatant, elegant, frap
Arzneibuch Dispensatorium, Phar
pant, markant
makopoe
auffällig demonstrativ, ostensibel,
Arzneiflasche Vitrum
plakativ
Arzneikügelchen Granulum
Aufforderung Ultimatum
arzneilich offizinell
auffrischen regenerieren
Arzneimenge Dosis
auffüllen komplettieren
Arzneimischung Mixtur
Aufgabe 1. Funktion, Pensum, Pro
Arzneimittel Medikament, Pharma
blem. 2. Exempel. 3. Kapitulation
kon, Pharmazeutikum
Aufgabengebiet Ressort
Arzneimittelhersteller Pharma
aufgeben 1. kapitulieren. 2. abanzeut
donnieren
Arzneimittelkunde Pharmakolo
aufgegliedert differenziert
gie, Pharmazeutik
Aufgeld Agio
Arzneimittellösung Solution
aufgeregt 1. echauffiert, exaltiert,
Arzneimittelsucht Pharmakomahektisch, nervös. 2. agitato, concita
nie, Pharmakophilie
to
Arzneiverordnung 1. Medikation.
aufgeschlossen interessiert
2. Rezept
aufgeschwemmt 1. pastös. 2. semi
Arzneizäpfchen Suppositorium
terrestrisch
Arzt Doktor, Medikus, Mediziner,
aufgestiegen arriviert
Therapeut
aufgeweckt alert, vigilant
-arzt ..dater
aufgliedern differenzieren, spezifi
Arztsprechstunde Ordination
zieren
Atem l.Pneuma, ‘Spiritus. 2. Halitus
Aufguss Affusion, Infus
atem-, Atem- pneumato..., Pneuma Aufgusstierchen Infusorium
to...; pneumo..., Pneumo...
aufheben nullifizieren, paralysieren
Atembeschleunigung Tachypnoe
aufhebend derogativ, perempto
Atemfilter Respirator
risch, suspensiv
Atemlähmung Apnoe
Aufhebung ‘Kassation, Nullifikati
on, Suspension
Atemnot Asthma, Dyspnoe
Atemstillstand Apnoe, Asphyxie
aufhetzen fanatisieren
Atemwege Respirationstrakt
aufholen egalisieren
atmen respirieren
aufklären agitieren
Atmung Respiration
aufklärend agitatorisch, informativ
atmungsbedingt respiratorisch
Aufklärung Information
Atmungsgerät Respirator
Aufklärungstätigkeit Agitation
Atmungsmesser Spirometer
Aufkleber Etikett, Sticker
Atmungsmessung Spirometrie
Auflauf 1. Tumult. 2. Soufflé
Atomkernbaustein Nukleon
auf lehnen, sich: rebellieren, revol
tieren
Atomkernspaltung 2Fission
ätzend kaustisch
aufleuchten fluoreszieren
Ätzkalk Kalziumoxid
Aufleuchten Fluoreszenz
auflösbar dissolubel, solubel, solvaÄtzmittel Kaustikum
Aufbau 1. Konstruktion, Montage,
bel
Synthese. 2. Organisation, Struktur,
auflösen 1. analysieren. 2. dekomponieren, dekonstruieren, dekonzenSystem
trieren, dissolvieren, dissoziieren,
aufbauen komponieren, konstruie
solvieren. 3. desorganisieren, liqui
ren, organisieren
dieren
aufbauend konstruktiv
Auflösung 1. Dekomposition, DeAufbaustoffwechsel Anabolismus
konstruktion, Dekonzentration,
aufbegehren rebellieren, revoltie
Desintegration, Dissolution. 2. Des
ren
organisation, Liquidation. 3. Lysis
aufbessern sanieren
Aufmachung 1. Adjustierung.
aufbewahren asservieren, reservie
2. Make-up, Outfit
ren
Aufbewahrungsort
Pau-
Aufmarsch 'Parade
aufmerksam interessiert,
konzen
triert
Attention, Inte
resse, Konzentration
aufnähen applizieren
Aufnahme 1. Immatrikulation, In
korporation. 2. Resorption, Rezepti
on
Aufnahmefähigkeit Kapazität
aufnehmen 1. inkorporieren. 2. re
sorbieren
aufnehmend 1. rezeptiv. 2. kapazitiv
aufputschen dopen
Aufrechnung Kompensation
aufregen alterieren
auf regen, sich: echauffieren, sich
aufregend 1. dramatisch. 2.swinging
Aufregung Alarm, Alteration, Thea
ter, Trouble
aufreizen irritieren, provozieren
Aufreizung Provokation
aufrichtig veritabel
Aufriss Profil, 'Schema
aufrücken avancieren
Aufruf Appell, Proklamation
aufrufen appellieren, proklamieren
Aufruhr Insurrektion, Rebellion, Re
volte, Tumult
Aufrührer Rebell, Tumultuant
aufrührerisch faktiös, rebellisch,
tumultuarisch
aufsässig rebellisch
Aufsatz Feuilleton
aufsaugen absorbieren, resorbieren
aufschieben prolongieren, prorogieren
aufschiebend dilatorisch, proroga
te, suspensiv
Aufschlag 1.'Revers, 2Fasson.
2. “Service
Aufschlagfehler Fault
aufschlussreich demonstrativ, in
formativ, instruktiv
Aufschneider Bramarbas, Renom
mist, Scharlatan
aufschreiben notieren
Aufschrift Adresse, Signatur
Aufschub Dilation, Moratorium,
Prorogation
Aufschwemmung Suspension
Aufschwung Boom, Hausse, Kon
junktur, Prosperität
Aufsehen 1. Eklat, ‘Sensation, Skan
dal. 2. Publicity
Aufsicht Kontrolle, Kuratel, Super
vision
Aufsichtsbeamter Inspekteur, In
spizient, Kontrolleur
Aufsichtsbehörde Inspektion, Ku
ratorium
aufspalten segregieren
Aufspaltung 'Segregation
aufspüren detektieren
Aufstand Insurrektion, Rebellion,
Revolte
Aufständischer Insurgent, Rebell,
Revoluzzer
aufsteigen avancieren
Aufmerksamkeit
1456
aufsteigend
aufsteigend akropetal, anabatisch
aufstellenformieren, nominieren,
platzieren, postieren, stationieren,
statuieren
Aufstellung Formation
aufstoßen emittieren
Aufstoßen Efflation, Eruktation
aufteilen splitten
auftischen kredenzen, servieren
Auftrag Kommando, Mandat, Missi
on, Order
auftragen 1. applizieren. 2. servieren
Auftraggeber Klient, Kommittent,
Mandant
Auftragsbuch Orderbuch
auftreten 1. agieren, debütieren.
2. repräsentieren
Auftritt Szene
Auftropfstein Stalagmit
aufwallen efferveszieren
Aufwand Brimborium, Luxus, Zir
kus
Auf wand sent Schädigung Diäten,
Spesen
Aufwärtshaken Uppercut
aufwiegeln agitieren, fanatisieren
aufwiegelnd demagogisch, faktiös
aufzählen enumerieren
Aufzählung Enumeration, Litanei
aufzeichnen notieren, registrieren
Aufzeichnung 1. Notat, Notiz.
2. Chronik
Aufzug 1. Lift, Paternoster. 2. Akt
aufzwingen aufoktroyieren, diktie
ren, oktroyieren
Augapfelzittern Nystagmus
äugen-, Augen-ophthalmo..., Ophthalmo...
Augenarzt Ophthalmologe
Augenbindehaut Konjunktiva
Augenbindehautentzündung
Konjunktivitis
Augenblick’Moment, Sekunde
augenblicklich momentan
Augendruckmessung Tonometrie
Augenentzündung Ophthalmie
augenfällig flagrant
Augenheilkunde Ophthalmiatrie,
Ophthalmologie
Augenhöhle Orbita
Augenhornhautentzündung
Ke
ratitis
Augenleiden Ophthalmopathie
Augenlid- blepharo..., Blepharo...
Augenliderschlaffung Blepharo-
chalasie
Augenlidkrampf Blepharoklonus,
Blepharospasmus
Augenlidrandentzündung
Ble
pharitis
Augenlinse Lens
Augenlinsentrübung 2Katarakt
Augenmuskellähmung Ophthal
moplegie
Augenreizstoffe Lakrimogene
Augenring Halo
Augenspiegel Ophthalmoskop
Augenspiegelung Ophthalmosko
pie
AusarbeitungManuskript, Skript,
ausatmen exhalieren, exspirieren
Ausbaggerung Exkavation
ausbessern reparieren, restaurieren
Ausbesserung Reparatur
ausbetten exhumieren
Ausbildung Studium, Training
ausbleichen dekolorieren
Ausblenden Fade-out
Ausblühung Effloreszenz
ausbrechen eruptieren
ausbreiten inflationieren
ausbreiten, sich: grassieren
Ausbruch Eruption
ausbürgern denaturalisieren, expa
triieren
Denaturalisation,
Expatriation
Ausdauer Assiduität, Kondition,
Perseveranz, Tenazität
ausdauernd perennierend
ausdehnbar expansibel
ausdehnen elongieren, extensivieren
ausdehnen, sich: expandieren
ausdehnend expansiv, extensiv
Ausdehnung Dilatation, Dimensi
on, Expansion, Extension, Extensi
tät, Zirkumferenz
Ausdruck 1. Expression. 2. Stil
ausdrücken formulieren, verbalisieren
ausdrücklich explizit, express, ex
pressis verbis, extra, kategorisch
Ausdrucksfehler Barbarismus
ausdrucksstark expressiv
ausdrucksvoll 1. deklamatorisch,
pathetisch, poetisch. 2. cantabile, es
pressivo
Ausdrucksweise Diktion, Jargon,
Lokution, Slang
ausdünnen effilieren
ausdünsten perspirieren, transpi
rieren
Ausdünstung Effluvium, Evapora
tion, Halitus, Transpiration
Au seinanderrücken Disengage
ment
Auseinandersetzung Debatte,
Diskussion, Disput, Konflikt, Kon
frontation, Kontroverse, Polemik,
Szene
auserlesen delikat, elitär, exquisit
Ausfall Blackout
ausfällen präzipitieren
Ausfällung Flokkulation, Präzipita
tion
ausfließen effluieren
ausflocken präzipitieren
Ausflockung Koagulation, Präzipi
tation
Ausflucht 1. Evasion. 2. Finte
Ausflüchte Fisimatenten, Sperenz
chen
Ausflug Exkursion, Partie, Tour,
Trip
Ausfluss Effluvium, 2Fluor
ausforschen examinieren, explorieren, sondieren
Ausbürgerung
ausforschend exploratorisch
ausfragen examinieren, interviewen
Ausfuhr Export
ausführen 1. amplifizieren, effektu-
ieren, konkretisieren. 2. exportieren
ausführend exekutiv
ausführlich in extenso
Ausfuhrverbot Embargo
Ausfuhrwaren Exporten
ausfüllend expletiv
Ausgabe Edition, Emission, Output
Ausgang Exit
Ausgangspunkt Basis
ausgeben 1. emittieren. 2. spendie
ren
ausgedehnt extensiv
ausgefallen extravagant
ausgeglichen harmonisch
ausgelassen bacchantisch
Ausgelassenheit Gaudium,
High
life
ausgemalt koloriert
ausgeprägt markant,
profiliert,
prononciert
ausgeschmückt figuriert,
melis-
matisch
ausgesprochen prononciert
ausgestalten dekorieren
Ausgestoßener Outcast, Paria
ausgesucht exquisit, extra
ausgewählt 1. anthologisch, apoli
tisch. 2. sortiert
ausgewogen harmonisch,
klas
sisch
1. exzellent, fa
mos, fulminant, picobello, prima,
super. 2. summa cum laude. II. à la
bonne heure
Ausgleich Kompensation
ausgleichen 1. applanieren, ausba
lancieren, egalisieren, kompensie
ren, nivellieren. 2. bilanzieren, sich;
revanchieren, sich
Ausgleichsbetrag Appoint
Aushang Affiche, Plakat
aushängen affichieren, affigieren
ausheben konskribieren
Aushebung Konskription
aushöhlen exkavieren
aushusten expektorieren
ausklügeln spintisieren
Auskommen Existenz
Auskratzung Abrasio, Evidement,
Kürettage
auskundschaften ausbaldowern,
rekognoszieren, scouten, sondieren,
spionieren
Auskunft Information
Auslagen Spesen
Auslagerung Outsourcing
Auslandsvertretung Mission, Re
präsentanz
Auslassung Ellipse
Auslassungszeichen Apostroph
auslaugen digerieren
Auslaugung Digestion
auslegen explanieren, interpretieren
auslegend explanativ
Ausleger Interpret
ausgezeichnet I.
1457
1. Explanation, Interpre
tation. 2. Exegese, Hermeneutik
Auslese 1. Elite. 2. Selektion
auslesen 1. sortieren. 2. selektieren
Auslieferungsschein DeliveryOrder
ausmalen kolorieren
Ausmaß 1. Dimension. 2.Zirkumferenz
ausmeißeln skulptieren
ausmessen dimensionieren, visie
ren
Ausnahmebewilligung Dispens
ausnahmsweise exzeptionell
Ausprägung Observanz
Ausprägungsgrad Expressivität
Ausrede Alibi
ausreichend suffizient
ausrenken deartikulieren, luxieren
Ausrenkung Deartikulation, Luxa
tion
ausrichten orientieren
ausrottend eradikativ
Ausruf Exklamation
ausrufen exklamieren, proklamieren
Ausrufewort Interjektion
Ausrufung Proklamation
ausruhen pausieren
ausrüsten adjustieren, appretieren,
armieren, ausstaffieren, equipieren,
munitionieren
Ausrüster Appreteur, Outfitter
Ausrüstung 1. Armament, Armatur.
2. Outfit
Aussage Enunziation, Message
aussägen dekupieren
Aussageweise Kategorie, Modus
Aussatz Lepra
aussätzig leprös
ausschaben kürettieren
Ausschabung Abrasio, Exkochleation, Kürettage
Ausschachtung Exkavation
ausschalten eliminieren, neutrali
sieren
ausscheiden 1. ausrangieren, elimi
nieren, skartieren. 2. sekretieren
ausscheidend l.remotiv. 2.exkretorisch
Ausscheidung 1. Exkrement, Exkret, 'Sekret. 2. Exkretion, Sekretion
ausschleudern ejizieren
ausschließen disqualifizieren, exkludieren, exkommunizieren, sepa
rieren
ausschließend präklusiv
ausschließlich exklusive
Ausschluss Disqualifikation, Ex
klusion, Exkommunikation, Relega
tion
ausschmücken 1. dekorieren, dra
pieren. 2. paraphrasieren. 3. fabulie
ren
Ausschmückung 1. Dekor, Deko
ration. 2. Agrément, Color, Para
phrase
ausschneiden dekupieren
Ausschnitt 1. Partie. 2. Dekollete
Ausschreitung Exzess, Pogrom
Auslegung
Bahnhof
Gremium, Komitee,
Ausstellungseröffnung Vernissa
Kommission
ge
Ausschussware Bafel, Schofel,
Ausstellungsstand Koje
Tinnef
Ausstellungsstück Exhibit, Expo
ausschweifend exzessiv, libertin
nat
Ausschweifung Exzess, Excessus
ausstrahlen emanieren, irradiieren
in Venere, Libertinage, Orgie, Sex
Ausstrahlung 1. Appeal, Aura,
orgie, Sexzess
Charisma, Fluidum. 2. Emanation
Ausschwitzung 1. Exsudat, Insu
austauschbar konvertibel, permu
dat. 2. Exsudation, Insudation
tabel
Aussehen Air, Appeal, Eidos, Habi
Austauschbarkeit Fungibilität,
tus, Morphe
Konvertibilität
außen-. Außen- ekto..., Ekto...
austauschen konvertieren, permu
Außenbordmotor Outboard
tieren, substituieren
Außenbordmotorboot Outborder
austreiben exorzieren
Außengruppe Outgroup
ausüben praktizieren
Außenseite Exterieur
Auswahl 1. Elektion, Kollektion, Se
Außenseiter Outsider
lektion. 2. Anthologie, Chrestoma
Außenskelett Ektoskelett
thie, Florilegium, Sample
Außenstehender Exoteriker, Laie
auswählen assortieren, selegieren,
Außenstürmer Outside
selektieren
außer-. Außer- exo..., Exo...; ex
auswählend analektisch, elektiv, se
tra..., Extra...
lektiv
außeramtlich privat
Auswanderer Emigrant
außerdienstlich inoffiziell
auswandern emigrieren
außerehelich illegitim
Auswanderung Emigration
Äußeres Exterieur, Outfit
auswärtig extern
außergewöhnlich abnorm, elefanauswaschen erodieren
tös, exorbitant, extraordinär, exzep Auswaschung Erosion
tionell, formidabel, phänomenal, sä Ausweglosigkeit Aporie, Impasse
kular
Ausweis Legitimation
außerhalb Textern, extra. 2.outside
ausweisen exmittieren
außerirdisch extraterrestrisch
ausweisen, sich: legitimieren, sich
Außerirdischer Alien
Ausweisung Exmission, Exmittie
äußerlich extern, formal, formell,
rung
topisch
ausweiten inflationieren
Äußerlichkeit Formalie, Formalität
ausweiten, sich: eskalieren
außerordentlich eminent, enorm,
Ausweitung Expansion, Inflation
extraordinär, exzessiv, gigantisch
Auswirkung Konsequenz
außersprachlich extralingual
Auswurf Dejektion, Expektoration,
äußerst absolut, eminent, extrem,
Sputum
kolossal
Auszehrung Kachexie, Konsumti
außerweltlich extramundan, extra
on, Tabeszenz
terrestrisch
Auszeichnung Distinktion
aussetzen exponieren
Auszeit Time-out
aussetzend diskontinuierlich, inter
ausziehbar extraktiv
mittierend
Auszug 1. Digestion, Extrakt. 2. Di
Aussicht Perspektive
gest, Epitome, Exzerpt. 3. Exodus
aussiedeln evakuieren
aussondern 1. ausrangieren. 2. se
lektieren
Aussonderung Selektion
ausspannen pausieren
Aussprache 1. Akzent, Artikulati
on. 2. Debatte, Diskussion
Bachtrompete Clarino
aussprechen artikulieren
Backanweisung Rezept
ausspritzen ejakulieren
Backe Bucca
Ausspruch Apophthegma, Diktum,
Backenbart Favoris, Fraise, Kote
letten
Sentenz, Zitat
Backenzahn Molar, Postmolar, Prä
Ausspülung Irrigation
molar
ausstatten ausstaffieren, dotieren
Backfisch Teenager
Ausstatter Outfitter
Badebekleidung Bikini, Minibiki
Ausstattung 1. Dekor, Dekoration,
ni, Minikini, Monokini, Tanga
Facility, Interieur, Komfort, Outfit,
bäder-, Bäder- balneo..., Balneo...
Staffage. 2. Dotation
Ausstattungsstück Revue, Spek
Bäderkunde Balneologie
bahnbrechend epochal, genial
takel
Bahnbrecher Genie, Pionier
Ausstellung Accrochage, Biennale,
Bahnhof Station, Terminal
Exposition, 'Messe, Quadriennale
Ausschuss
B
1458
Bahnsteig
Bahnsteig Perron
Bakterienkunde Bakteriologie
Baldrian Valeriana
Ballung Agglomeration
Band 1. Volumen. 2. Ligament
Bändchen Frenulum
Bande Clique, Gang
bänder-, Bänder- desmo..., Des-
mo...
Bänderentzündung Desmitis
Bändererkrankung Desmopathie
Bänderriss Desmorrhexis
Bänderschmerz Desmalgie
Bandnudeln Fettuccine
Bandscheibe Diskus
Bandscheiben- 'Disko...
Bandscheibenleiden Diskopathie
Bandscheibenvorfall Diskusher
nie
Bandwürmer Zestoden
Bandwurmglied Proglottid
Bandwurmkopf Skolex
Bandwurmmittel Tänifugum
Bankfachmann Banker
Bankgeschäft Banking
Bankguthaben Bankkonto
Bankhalter Croupier, Tailleur
Bankinhaber Bankier
Bankschalter Kasse
Bankwesen Banking
Bannfluch Anathema
bar kontant
-bar ...abel
Bärenklau Akanthus
Bargeld Cash, Kontanten
barsch brüsk
Bartflechte Sykose
Barzahlung Cash, Kassazahlung
Base Cousine
Baskenmütze Béret, Pullmankappe
Bassgeige Kontrabass, Violone
Basslaute Chitarrone
Basstrompete Bombardon
Bastler Handyman
Bau Struktur
Bauart Konstruktion, Typ
Bauch Abdomen
Bauchbruch Laparozele
Bauchfell Peritoneum
Bauchfellentzündung Peritonitis
Bauchhöhlen-laparo..., Laparo...
Bauchhöhlenschnitt Laparotomie
Bauchhöhlenschwangerschaft
Abdominalgravidität, Extrauterin
gravidität
Bauchhöhlenuntersuchung La
paroskopie
Bauchpilz Gastromyzet
Bauchredner 1. Ventriloquist. 2.Engastrimant
Bauchspeicheldrüse Pankreas
Bauchspeicheldrüsenentzündung Pankreatitis
bauchwärts ventral
Bauchwassersucht Aszites
bauen konstruieren
bäuerlich rustikal
Baufachmann Architekt
baufällig ruinös
Bauführer Polier
Baugelände Terrain
Baukunst Architektur
bäum-, Baum-dendro..., Dendro...
baumartig dendroid
Baumeister Architekt
Baumgarten Arboretum, Dendrari
on
bedeutungslos irrelevant
Bedeutungslosigkeit Irrelevanz,
Nullität
bedeutungsunterscheidend
sig
nifikativ
pe
jorativ
Bedeutungsverschlechterung
Péjoration
bedeutungsvoll
signifikant, signifi
kativ
bedienen servieren
Bedienungsanleitung 2Manual
Bedienungsgerät Armatur
bedingen korrelieren
bedingend konditional
bedingt relativ
Bedingtheit Relativität
Bedingung Conditio sine qua non,
Kondition, Modalität
interes
sieren, sich
beabsichtigt in petto
beachten ästimieren, respektieren
beachtenswert signifikant, signifi
kativ
Beachtung Ästimation, Notiz
Beamtenschaft Bürokratie
beanspruchen absorbieren, präten
dieren, strapazieren, vindizieren
Prätention, Stra
paze, Vindikation
beanstanden kritisieren, monieren,
reklamieren
Beanstandung Kritik, Monitum,
Reklamation
bearbeiten 1. adaptieren, arrangie
ren, redigieren. 2. kultivieren
beaufsichtigen inspizieren, kon
trollieren
Beauftragter Funktionär, Kommis
sar, Mandatar
beben vibrieren
Beben Vibration
bebend vibrato
bebildern illustrieren
Bebilderung Illustration
bebrüten inkubieren
Bebrütung Inkubation
Becken 1. Bassin, Bidet. 2. Piatti,
Tschinelle. 3. Pelvis
bedauernswert deplorabel
Bedenken Skepsis, Skrupel
bedenkenlos frivol, machiavellis
tisch
Bedenkenlosigkeit Frivolität
bedenklich kritisch, ominös, prekär
Bedenkzeit Deliberationsfrist
bedeutend 1. epochal, monumental.
2. prominent
bedeutsam relevant, signifikant,
signifikativ
Bedeutsamkeit Relevanz, Signifi
kanz
Bedeutungsabwertung Péjorati
on
bedeutungsähnlich synonym
Beanspruchung
Semantik, Sema
siologie
bedeutungsverschlechternd
um
Baumkunde Dendrologie
Baumnymphe Dryade
Baumsteppe Savanne
Baumtomate Tamarillo
Baumversteinerung Dendrolith
Baumwolle Cotton, Koton
Baumwollflanell Barchent, Boi
Baumwollgarn Twist
Baumwollsamt Velvet
Baumwollveredlung Merzerisati-
Baustil Architektur
Baustoff Material
Bauwerk Monument
beabsichtigen intendieren,
Bedeutungslehre
Bedingungssatz Konditionalsatz
Bedrängnis Bredouille, Zores
bedrohen terrorisieren
bedrücken opprimieren
bedrückend oppressiv
bedrückt down, dysphorisch
Bedrückung Oppression
Bedürfnisanstalt Pissoir
beeindruckbar impressionabel
beeindrucken imponieren, tangie
ren
beeindruckend
imponierend, im
posant
beeinflussbarlabil, suggestibel
Beeinflussbarkeit Labilität, Sug
gestibilität, Suggestivität
hypnotisieren, in
doktrinieren, manipulieren, sugge
rieren
beeinflussend manipulatorisch,
suggestiv
Beeinflussung 1. Hypnotismus, In
doktrination, Manipulation, Sugges
tion. 2. Influenz
beeinträchtigen derogieren
beeinträchtigt reduziert
beenden absolvieren
Beendigung Termination
Beet 1. Rabatte. 2. Rondeau, Rondell
befähigt kapabel, qualifiziert
Befähigung Qualifikation
Befehl Kommando, Order, Ukas
befehlen kommandieren
befehlend imperativ
Befehlsform Imperativ
Befehlsgewalt Kommando
Befehlshaber Kommandant, Kom
mandeur
Befehlswort Kommando
befestigen armieren, fixieren, fortifizieren
beförderbar transportabel
befördern expedieren, praktizieren,
spedieren, transportieren
Beförderung 1. Expedition, Spediti
on, Transport, Transportierung.
2. Avancement
beeinflussen
1459
Beförderungsgebühr
Bekanntmachung
Faktage,
Porto
examinieren, explorieren,
interviewen
Befragung Exploration, Fieldre
search, Fieldwork, Interview, Poll,
Survey
befreien degagieren, dispensieren,
eximieren, suspendieren
befreien, sich: abreagieren, sich;
emanzipieren, sich
Befreiung 1. Degagement, Dispens,
Emanzipation, Exemption. 2. Dis
pensierung
Befreundete Intima
Befreundeter Intimus
befrieden pazifizieren
befriedigen saturieren
Befriedung Pazifikation
befristen terminieren
Befruchtung Fekundation, Fertili
sation, Imprägnation, Insemination,
Konzeption, Kopulation
Befugnis Kompetenz, Lizenz
befugt kompetent
begabt 1. intelligent, talentiert. 2. ge
nial
Begabung 1. Genialität, Ingenium,
Intelligenz, Talent. 2. Genie
Begebenheit Evenement, Kasus
Begegnung Encounter
begehrenswert attraktiv
begehrlich libidinös
Begehrlichkeit 1. Pleonexie. 2. Konkupiszenz. 3. Libido
begeistern elektrisieren, enthusias
mieren
begeistert dionysisch, dithyram
bisch, ekstatisch, enthusiastisch,
passioniert
Begeisterung Ekstase, Elan, En
thusiasmus, Verve
Begierde Konkupiszenz, Kupidität,
Libido
Beginn Start, Take-off
beginnend initial, inzipient
beglaubigen akkreditieren, authen
tifizieren, legalisieren, legitimieren,
verifizieren, zertifizieren
Beglaubigung 1. Legalisation, Legi
timation, Verifikation, Vidimation.
2. Testat, Zertifikat
Beglaubigungsschreiben Akkre
ditiv, Kreditiv
begleiten akkompagnieren, eskor
tieren
Begleiter 1. Akkompagnist, Guide.
2. Trabant, Kumpan
Begleiterscheinung Epiphänomen
Begleitschiff Tender
Begleitung Akkompagnement
beglückwünschen gratulieren
begnadigen amnestieren
Begräbnisfeierlichkeiten Exequien, Funeralien
Begräbnisstätte Katakombe, Nekropolis
begradigen nivellieren, regulieren
begreifen checken, diggen, kapieren
befragen
begreiflich plausibel
begrenzen determinieren,
flankie
ren, kontingentieren, limitieren, lo
kalisieren
begrenzend determinativ, limitativ
Begrenzung 1. Determination, Li
mitation, Termination. 2. Margo
Begrenzungslinie Horizont
Begriff Idee, Logos, Notion, Termi
nus
begrifflich abstrakt
begriffs-, Begriffs- ideo..., Ideo...
Begriffsbestimmung Definition,
Determination, Diorismus
Begriffsbildung Abstraktion
Begriffsinhalt Konnotat
Begriffsschrift Ideografie
begriffsstutzig mente captus
Begriffsumfang Extension
Begriffszerlegung Diärese
begründen argumentieren, fundie
ren, motivieren, substanziieren
begründend ätiologisch, kausal
begründet faktisch, fundiert
Begründung 1. Argumentation, Mo
tivation. 2. Argument
begünstigen favorisieren, protegie
ren
Begünstigung Protektion
Begutachtung 1. Expertise. 2. Kri
tik
Behaarung Hirsutismus
behaglich l.à son aise, komfortabel.
2. commodo
Behaglichkeit Komfort
Behälter Box, Container
Behältnis Etui, Futteral
behände 1. agil, vigilant. 2.1esto, tos
to, veloce
Behandlung Therapie
Behandlungsweise Methode, Pro
zedur
beharren kaprizieren, perseverieren
beharren, auf etwas: insistieren
beharrlich 1. konsequent, konstant.
2. ostinat
Beharrlichkeit 1. Insistenz, Konse
quenz, Konstanz, Perseveranz.
2.Tenazität
Behauchung Aspiration
behaupten asserieren
behauptend apophantisch, asserto
risch, kategorisch, thetisch
Behauptung Assertion, Hypothese,
2Parole, Statement, These
Behelf 1. Provisorium. 2. Surrogat
Behelfsbau Baracke
behelfsmäßig primitiv, proviso
risch, subsidiär
Behelfsmäßigkeit Primitivität
Behelfsunterkunft Baracke, Con
tainer
beherrschen dominieren, kontrol
lieren, regieren, tyrannisieren
beherrschend dominant
beherrscht diszipliniert
Beherrschung 1. Dominanz, Kon
trolle. 2. Domination
beherzt couragiert, resolut
Beherztheit Courage
behindern 1. handicapen. 2. checken
behindert gehandicapt
Behinderung 1. Handicap. 2. 'Check
Behörde Administration
Behördenweg Instanzenweg
behördlich administrativ
behutsam doucement
Beiboot Barkasse, Flieboot, 'Gig,
Kutter, Moses, Pinasse, Schaluppe
Beichtender Pönitent
Beichtvater Pönitentiar, 'Spiritual
beidäugig binokular
beidhändig ambidexter
Beidhändigkeit Ambidextrie
Beifahrer Sozius
Beifahrerin Sozia
Beifahrersitz Sozius
Beifall Akklamation, Applaus, Furo
re, Ovation
Beifallklatscher
1. Claqueur.
2. Claque
Beifallsbekundung La Ola
Beifallsruf 'Bravo, Cheer
beifügen adjungieren, attribuieren
Beifügung Attribut, Epitheton
Beigabe Attribut
Beigericht Horsd’œuvre
Beihilfe Subvention
Beilage Addendum
beiläufig en passant, inzidenter
Beileidsbezeigung Kondolenz
Beiname Agnomen
Beinbekleidung Gamasche
Beinhaus Ossarium
beiordnen koordinieren
Beiordnung Adjunktion, Koordina
tion
Beipflichtung Akzedenz
beirren irritieren
Beisatz Apposition
Beischlaf Kohabitation, Koitus
Beispiel 1. Exempel, Paradigma.
2-Typ
beispielhaft
exemplarisch, paradig
matisch
beispielshalber
exempli causa,
exempli gratia
beispielsweise exempli gratia
beißend juvenalisch, satirisch
Beistand 1. Assistenz, Sekundanz.
2. Sekundant
beistimmen akzedieren, assentieren
Beistrich Komma
Beitrag Kontingent, Tribut
Beitreibung Inkasso
beitreten akzedieren
Beitritt Akzession
Beiwerk Staffage
Beiwort Adjektiv, Epitheton
bejahen affirmieren
bejahend affirmativ, optimistisch,
positiv
Bejahung Affirmation, Akzeptanz
bekannt 1. populär, prominent, pu
blik, renommiert. 2. notorisch
Bekanntenkreis Clique
Bekanntgabe Promulgation
Bekanntmachung 1. Bulletin,
Ma-
1460
Bekanntsein
nifestation, Proklamation, Promul
gation. 2. Plakatierung
Bekanntsein Publicity, Publizität
Bekenntnis Konfession
Bekenntnisschrift Confessio,
Symbol
beklagenswert deplorabel, lamen
tabel
Bekleidung Garderobe
Bekleidungsindustrie Konfektion
Beklemmung Oppression
bekräftigen affirmieren, validieren
bekräftigend affirmativ
Bekräftigung 1. Affirmation. 2. Ar
gument
bekunden manifestieren
Bekundung Demonstration, Mani
festation
belanglos irrelevant
Belanglosigkeit Irrelevanz, Lappa
lie, Quantité négligeable
belästigen inkommodieren, insul
tieren, molestieren, sekkieren
Belästigungen Molesten
Belastung Stress
belauben, sich: frondeszieren
beleben aktualisieren, vitalisieren
belebend analeptisch, animativ
belebt 1. organisch. 2. animato
belegen 1. dokumentieren, substan
ziieren. 2.reservieren
Belegsammlung Datei, File, 2Korpus
Belegschaft Personal
Belegstelle Zitat
belehrend didaktisch, informativ
beleibt korpulent
Beleibtheit Korpulenz
beleidigen insultieren
beleidigt pikiert
Beleidigung Affront, Injurie, Insult,
Invektive, Realinjurie, Verbalinjurie
beleihen lombardieren
beleuchten illuminieren
Beleuchtung Illumination
beliebt en vogue, populär
Beliebtheit Popularität
belohnen honorieren, prämieren
Belohnung Prämie
Belüftung Ventilation
belustigen amüsieren
belustigend amüsant, komisch
Belustigung Amüsement, Gaudium
bemängeln kritisieren, monieren
bemerken glossieren, kommentie
ren, konstatieren, notieren
Bemerkung Aperçu, Glosse, Kom
mentar
Bemerkungen Konjektaneen
Bemessung Dimensionierung
benachrichtigen informieren, sig
nalisieren
benachteiligen diskriminieren,
handicapen
benachteiligt gehandicapt
Benachteiligter Underdog
Benachteiligung Handicap
Benehmen Allüren, Courtoisie, Ma
nieren
denominieren, nominie
ren, titulieren
Benennung Denomination, Nomi
nation
benommen somnolent, soporös
Benommenheit Somnolenz, Sopor
benoten zensieren
benutzbar praktikabel
beobachten observieren, studieren
Beobachtung Observation
Beobachtungsstelle Observatori
um, Station
bequem à son aise, komfortabel,
kommod, leger, salopp
Bequemlichkeit Komfort, Kommodität, Konvenienz
beraten 1. konferieren. 2. sekundie
ren
beratend konsultativ
Berater Konsultant, Mentor, Sekun
dant, Tutor
beratschlagen deliberieren
beratschlagen, sich: konsultieren
Beratschlagung Deliberation
Beratung Consulting, Deliberation,
Konferenz, Konsilium, Konsultati
on
Beratungsausschuss Braintrust
berauschend narkotisch
berechnen fakturieren, kalkulieren
berechnend diplomatisch
Berechnung 1. Diplomatie, Kalkül.
2. Account, Evalvation
berechtigen legitimieren
berechtigt autorisiert, legitim
Berechtigung Legitimation
Beredsamkeit Eloquenz, Suada
beredt eloquent
Beregnungsanlage Sprinkler
Bereich Distrikt, Komplex, Region,
Revier, Sphäre
-bereich ...Sektor
Bereichsleiter Dezernent
bereit parat, prompt
Bereitschaft Diathese, Disposition
Bereitschaftsschaltung Stand-by
bereitwillig de bonne grâce, kulant
Bereitwilligkeit Kulanz
Bergfahrrad Mountainbike
Berglöwe Puma
Bergmann Kumpel
Bergspitze Peak, Pik, Piz
Bergsteigen Alpinistik
Bergsteiger Alpinist
Bergwerk 'Mine
Bergwohlverleih Arnika
Bericht Bulletin, Exposé, Rapport,
Referat, Report, Reportage, Story
berichten rapportieren, referieren
Berichterstatter Korrespondent,
Referent, Reporter
Berichterstattung Reportage
berichtigen dementieren, emendie
ren, korrigieren, stornieren
Berichtigung Dementi, Emendati
on, Korrektur, Revision, Storno
bersten explodieren, krepieren
berüchtigt notorisch
Beruf Job, Metier, Profession
benennen
berufen vozieren
berufsmäßig ex professo,
professio
nell
Berufssport Profisport
Berufssportler Professional, Profi
Berufsstellung Position
Berufsvereinigung Gremium
Berufung Appellation, Rekurs, Vo-
kation
beruhen basieren
beruhigen sedieren
beruhigend sedativ
Beruhigung 1. Pazifikation.
2. Sedie-
rung
Downer, Lau
danum, Mitigans, Quietivum, Seda
tivum, Temperantium, Tranquilizer
berühmt illuster, prominent, renom
miert
Berühmtheit Matador, Star, Zelebrität
berühren tangieren, touchieren
berührend tangential
Berührung 1. Kontakt, Taktion.
2. Intimität
Berührungsschalter Sensor
Berührungsschmerz Trichalgie
Berührungstrieb Kontrektationstrieb
Besamung Insemination
Besatz Bordüre, Garnitur, Posa
ment, Volant
Besatzer Okkupant
Besatzung Crew
beschädigen demolieren, lädieren,
ramponieren
beschädigt havariert
Beschädigung Havarie
beschaffbar organisabel
beschaffen rekrutieren
Beschaffenheit 1. Konsistenz.
2. Qualität
Beschäftigung Job
Beschälseuche Dourine
beschämen blamieren
beschämend blamabel
Beschämung Blamage
beschaulich 1. kontemplativ. 2. idyl
lisch
Beschaulichkeit Kontemplation
bescheiden sedat
bescheinigen attestieren, testieren,
zertifizieren
Bescheinigung Attest, Testat, Zer
tifikat
Beschenkter Donatar
beschimpfen blasphemieren, diffa
mieren, insultieren
beschlagen firm, versiert
Beschlagnahme Arrest, Embargo,
Konfiskation, Requisition
beschlagnahmen konfiszieren, re
quirieren
beschleunigen akzelerieren, dyna
misieren, forcieren
beschleunigend 1. akzelerativ.
2. accelerando, precipitando
beschleunigt 1. frequent. 2. alia bre
ve, con moto, stretto
Beruhigungsmittel
1461
bevollmächtigen
Beschleunigung
1. Akzeleration.
2. Avance
Dragra
cing
bie
Inzision, Zirkumzi-
sion
beschönigend euphemistisch
beschränkend derogativ, restrik
tiv
beschränkt borniert, stupid
Beschränktheit Provinzialismus,
Stupidität
Beschränkung Restriktion
beschreiben deskribieren
beschreibend deskriptiv
Beschreibung Deskription
Beschriftung Text
beschuldigen inkriminieren
Beschützer Patron, Protektor
Beschützerin Patrona
Beschwerde Gravamen, Reklamati
on, Rekurs
Molesten, Molimen,
Tormina
Beschwerderecht Petitionsrecht
beschweren, sich: reklamieren
beschwerlich strapaziös
Beschwerlichkeit Strapaze
Beschwichtigung Appeasement
Beschwörung Inkantation
beseitigen eliminieren, liquidieren
Beseitigung Elimination, Liquidati
on
Dämonie, Manie,
Monomanie, Raptus
besetzen okkupieren
Besetzung Okkupation
besichtigen inspizieren, visitieren
Besichtigung 1. Inspektion, Visita
tion. 2. Sightseeing
Besichtigungsfahrt Sightseeing
tour
besinnlich kontemplativ
besitzanzeigend possessiv
Besitzaufgabe Dereliktion
Besitzentzug Eviktion
Besitzergreifung Appropriation
besolden salarieren
Besonderheit Finesse, Individuali
tät, Originalität, Singularität, Spe
zialität, Spezifikum, Spezifität
besonders extra, speziell, sui gene
ris
Besonnenheit Sophrosyne
besprechen diskutieren, konferie
ren, rezensieren
besprechen, sich: konsultieren
Besprechung 1. Konferenz. 2. Kri
tik, Referat, Rezension
Besserung Korrektion
Bestallungsurkunde Patent
Bestand 1. Fundus, Inventar, Sup
ply. 2. Status, Subsistenz
beständig konsistent, konstant, sta
bil
Besessenheit
Bestandsaufnahme
Inventarisati
on, Inventur
Beschluss Dekret, Resolution
Beschlussfähigkeit Quorum
Beschmutzungsangst Mysopho-
Beschwerden
Konsistenz, Kon
stanz, Stabilität
Beschleunigungsrennen
Beschneidung
Beständigkeit
Bestandsverringerung
Desinves
tition
Element, Ingredienz,
Komponente
bestätigen approbieren, kontestieren, sanktionieren, testieren, verifi
zieren
Bestätigung Affirmative, Sanktion,
Testat
bestechen korrumpieren
bestechlich korrupt
Bestechlichkeit Korruption
Bestechung Korruption
Bestechungsgeld Bakschisch
bestehen existieren
bestehen, auf etwas: insistieren, ka
prizieren, sich auf etwas
bestellen ordern
Bestellung Order
Bestfall Optimum
Bestform Fitness
bestimmen definieren, designieren,
determinieren, dominieren, statuie
ren
bestimmend determinativ, domi
nant, dominierend, konstitutiv, pa
triarchalisch, suggestiv
bestimmt definit, dezidiert, dezisiv,
finit, garantiert, kategorisch, kon
kret
Bestimmtheit Determiniertheit
Bestimmung Definition, Designati
on, Destination, Determination
Bestimmungen Reglement
bestimmungsgemäß reglementa
risch
bestmöglich optimal
bestrafen pönalisieren
Bestrafung Pönalisierung
Bestrahlungsgerät Gammatron
Bestrebung Aspiration, Intention,
Interesse
bestreiten dementieren, kontestieren, negieren
bestritten kontrovers
bestürzt konsterniert, perplex
Bestürzung Perplexität
Bestwert Optimum
Besuch Visite
Besucherschaft Publikum
Besucherzahl Frequenz
Besuchstag At-Home
betasten palpieren
Betastung Palpation
Betätigungsdrang Hyperbulie
betäuben anästhesieren, narkotisie
ren
betäubend narkotisch
Betäubung Anästhesie, Narkose
betäubungs-, Betäubungs- narko..., Narko...
Betäubungsmittel Narkotikum
Betäubungsmittelsucht Narko
manie
beteiligen involvieren
Bestandteil
Beteiligungsgesellschaft 2Pool
Betitelung Titulatur
betonen akzentuieren, markieren,
pointieren
1. demonstrativ, ostentativ,
pointiert, prononciert. 2.marcato
Betonung Akzent, Akzentuation
Betonungszeichen Akut, Akzent
betören bezirzen
betrachten meditieren, ventilieren,
volvieren
Betrachtung Kontemplation, Medi
tation, Reflexion
-betrachtung ...skopie
Betrachtungsweise Aspekt, Theo
rie
betreffen tangieren
betreiben tenderen, urgieren
betreuen sekundieren
Betreuer Coach, Manager, Mentor,
Sekundant, Steward, Tutor
Betreuerin Hostess, Stewardess
Betreuung Coaching
Betrieb 1. Fabrik, Firma. 2. Etablis
sement
Betriebsamkeit 1. Aktivität, Hek
tik. 2. Tamtam. 3. Hyperthymie
Betriebsführung Management
betroffen affiziert, konsterniert,
perplex
Betrug Hype
betrügen mauscheln, rasieren
Betrüger Defraudant, Falott
betrunken 1. alkoholisiert. 2. molum
Betsaal Oratorium
Bettbezug Couvert
Bettelmönch Fakir, Mendikant,
Terminant
Betthimmel Baldachin
Bettlersprache Argot
Bettnässen Enurese
Bettnässer Enuretiker
Bettnische Alkoven
beugbar deklinabel, flexibel
Beugemuskel Flexor
beugen deklinieren, flektieren, kon
jugieren
Beugung Deklination, Flexion,
Konjugation
Beugungsfail Kasus
beunruhigen alarmieren, irritieren
Beunruhigung Alarm
beurkunden dokumentieren, proto
kollieren
beurlauben dispensieren
beurteilen evaluieren, kritisieren,
qualifizieren
Beurteiler Kritiker, Zensor
Beurteilung Evaluation, Kritik,
Qualifikation
Beutestück Spolium
Bevölkerungsdichte Abundanz
Bevölkerungslehre Populationistik
Bevölkerungswissenschaft De
mografie
bevollmächtigen autorisieren,
kommittieren
betont
1462
Bevollmächtigter
Bevollmächtigter
Administrator,
Delegat, Mandatar
Bevollmächtigung Autorisierung
bevorrechtet privilegiert
bevorstehend imminent
bevorzugen favorisieren, protegie
ren
Bevorzugung Protektion
bewahren konservieren, präservie-
ren
bewahrend
konservativ, 'konserva-
torisch
Bewahrer Konservator
bewährt probat
bewältigen absolvieren
bewandert versiert
bewässern arrosieren, irrigieren
Bewässerung Arrosage, Irrigation
bewegend 1. kinetisch, motorisch.
2. touchant
Beweggrund Motiv
beweglich 1. flexibel,
mobil, trans
portabel, versátil. 2. agile
Beweglichkeit Agilität, Elastizität,
Mobilität, Motilität, Versatilität
bewegt 1. dynamisch. 2. affetuoso,
mosso
Bewegtheit Dynamik, Rasanz
bewegungs-, Bewegungs- kineto..., Kineto...
Bewegungsablauf Motorik
Bewegungsarmut Akinese
Bewegungsfolge Figur
bewegungsgehemmt akinetisch
Bewegungsgleichklang Eurhyth
mie
Bewegungsharmonie Eleganz
Bewegungshemmung Akinese,
Hypokinese
Bewegungskrankheit Kinetose
Bewegungslähmung Paralyse
Bewegungslehre Kinetik
bewegungslos statisch
Bewegungsschrift Kinetografie
Bewegungsstörung Ataxie, Dyski
nesie
Beweis Argument
beweisen argumentieren, demons
trieren, dokumentieren
Beweisführer Demonstrator
Beweisführung Argumentation,
Demonstration
Beweiskraft Stringenz
beweiskräftig apodiktisch, dekla
ratorisch
Beweiskunst Elenktik
Beweislehre Apodiktik
Beweisstück Corpus Delicti, Do
kument
bewerben kandidieren, submittieren
Bewerber Aspirant, Kandidat, Pos
tulant, Reflektant
bewerkstelligen managen
bewerten evaluieren, prädikatisieren, valutieren, zensieren
Bewertung Evaluation, Kritik, Prä
dikat, Ranking, Zensur
bewirken effizieren, evozieren, in
duzieren
bewirkend faktitiv, kausativ
Bewunderer Enthusiast
bewusstlos komatös
Bewusstlosigkeit 'Koma
Bewusstsein Sensorium
Bewusstseinsinhalt Phänomen
Bewusstseinsspaltung Schizo
phrenie
Absence,
Delirium, Sopor
bezahlen finanzieren, honorieren,
salarieren, saldieren
Bezahlung Gage, Honorar, Salär
bezaubern bezirzen, faszinieren
bezaubernd charmant
Bezauberung Inkantation
bezeichnen deklarieren, designie
ren, markieren, qualifizieren, signifizieren, titulieren
bezeichnend charakteristisch, mar
kant, signifikant, symptomatisch,
typisch
Bezeichnung Designation
Bezeichnungslehre One .nasiologie
bezeugen attestieren, authentifizie
ren
bezeugend deklaratorisch
Beziehung 1. Connection, Konnexi
on, Rapport, Relation. 2. Referenz
beziehungsweise respektive
beziffern nummerieren
Bezirk 1. Departement, Distrikt,
Gouvernement, Kanton, Rayon.
2. Region, Revier, Sektor, Territori
um
Bezogener Akzeptant
Bezogenheit Relativität
Bezug Rekurs
bezüglich relativ
Bezugnahme Rekurs
Bezugspunkt 'Pol
Bibelabschnitt Perikope
Bibelauslegung Exegese, Homilie
Bibelkunde Bibliologie
Bibelstelle Allegat
Biberratte 'Nutria
Biederkeit Bonhomie
biegsam elastisch, flexibel
Biegsamkeit Elastizität, Flexibilität
Biegung Flexur, Kurve
Bienenhaus Apiarium
Bienenwachs Cera
Bienenzucht Apikultur
Bierbankpolitiker Politikaster
Bieter Lizitant, Reflektant
Bildbruch Katachrese
Bildelement Pixel
bilden formieren
bildend poietisch
-bildend ...gen
bilder-, Bilder- ikono..., Ikono...
Bilderanbetung Idolatrie
Bilderfolge Kaleidoskop
Bewusstseinstrübung
Bilderfortsetzungsgeschichte
Comicstrip
Bilderrätsel Rebus
Bildersammlung Pinakothek
Bilderschrift Piktografie
Bildersprache Symbolik
Bildersturm Ikonoklasmus
Bilderstürmer Ikonoklast
bilderstürmerisch ikonoklastisch
Bilderverehrer Ikonodule
Bilderverehrung Idolatrie, Ikono-
dulie
Bildgeschichte Comic
bildhaft eidetisch, ikonisch,
plas
tisch
Bildhaftigkeit Plastizität
Bildhauer Plastiker
bildhauerisch plastisch
Bildhauerkunst 'Plastik, Skulptur
Bildkapsel Medaillon
bildlich in effigie, metaphorisch
Bildnis Konterfei, Miniatur, Porträt
Bildplatte Laserdisc, Videoplatte
Bildpunkt Pixel
Bildröhre Chromatron
Bildschärfe Brillanz
Bildschirm Monitor
Bildschirmanzeigegerät Display
Bildschirmschoner Screensaver
Bildschirmspiel Telespiel
Bildschirmtext Teletext, Videotext
Bildsignal Videosignal
Bildung Kultur, Universalität, Zivili
sation
Bildungsstand Niveau
Bildungstrieb Nisus formativus
Bildverzerrung Distorsion
Bildwerfer Epidiaskop, Episkop,
Projektor
Bildwerk Plastik, Skulptur
bildwirksam fotogen
Bildwirksamkeit Fotogenität
Billardstock 'Queue
billigen akzeptieren, sanktionieren
Billigung Sanktion
Binde Faszie
Bindegewebe Tela, retikuläres Ge
webe
Bindegewebs- fibro..., Fibro...
Bindegewebsentzündung Kon-
nektivitis
Des
moid, Fibroblastom, Fibrom, Fibro
sarkom, Liposarkom
Bindehaut Konjunktiva
Bindehautentzündung Konjunkti
vitis
Bindemittel Tragant
binden, sich: engagieren, sich
bindend imperativ, obligatorisch
Bindenverband Faszie
Binder Krawatte
Bindestrich Divis
Bindewort Konjunktion
Bindfaden Kordel, ’Spagat
Bindung Engagement, Liaison
Binsenwahrheit Truismus
Bischof Episkopus
bischöflich episkopal, pontifikal
Bischofsamt Episkopat
Bischofsmütze Mitra
Bischofsstab ’Pastorale, Pedum
bissfest al dente
bissig zynisch
Bindegewebsgeschwulst
1463
Blutschwitzen
Bittgebet Memento
Bittrecht Petitionsrecht
Bittruf Kyrieeleison
Bittschrift Petition
Bittsteller Petent
Blähsucht Flatulenz, Meteorismus,
blind amaurotisch
Blinddarm Zäkum
Blinddarmentzündung
Tympanie
Blähung Flatus
Blindenschrift Brailleschrift
Blindpackung Attrappe
Blindwiderstand Reaktanz
Blinkzeichengerät Heliograf
Blinzelkrampf Niktation, Niktitati-
blähungstreibend karminativ
bläschenartig vesikulär
Bläschenausschlag Herpes
bläschenreich vesikulös
Bla se Bulla, Vesica, Zystis
Blasebalgtreter Kalkant
blasen-, Blasen- zysto..., Zysto...
BI asenentzündung Zystitis
Blasenkirsche Physalis
Blasenkrampf Zystospasmus
Blasenspiegel Zystoskop
Blasenspiegelung Zystoskopie
Blasensteinzertrümmerung Li-
thotripsie
Blasenvorfall Zystozele
blasig bullös
Blasinstrumente Winds
Blässe Pallor
blatt-, Blatt- phyllo..., Phyllo...
Blättchen Lamelle
Blättermagen Omasus
Blätterteigstückchen Fleurons
Blattfläche Lamina
Blattfresser Phyllophage
Blattfüßer Phyllopode
Blattgoldunterlage Poliment
Blattgrün Chlorophyll
Blattgrünmangel Chlorose
blattlos aphyllisch
Blattlosigkeit Aphyllie
Blattspreite Lamina
Blattstellung Phyllotaxis
Blattstiel Phyllodium
Blatttang Laminaria
Blattwerk Feuillage
blau-, Blau- zyano..., Zyano...
Blaualge Zyanophyzee
Blaublindheit Azyanoblepsie
Blaugelbblindheit Tritanopie
Blausäuresalz Cyanid
Blauschaf Nahur
Blausehen Zyanopsie
Blaustern Szilla
Blausucht Zyanopathie
Blechbläsergruppe Brass-Section
Blei Plumbum
Bleibe Logis
bleibend durabel
Bleicherde Podsol
Bleichsucht Chlorose, Oligochro-
mämie
Bleierz Zerussit
Bleiglanz Galenit
Bleisiegel Plombe
Bieistiftfüllung 'Mine
Bleivergiftung Saturnismus
Bleiwasserstoff Plumban
Blende Inkrustation
Blendschutzglas Neophanglas
Blickfang Eyecatcher, Eyestopper
Blickwinkel Aspekt, Perspektive
Appendi
zitis, Typhlitis
Blinddarmoperation
Appendekto
mie
on
blitzartig foudroyant, fulminant
Block Front, Komplex
Blockfreiheit Non-Alignment
blöd dement
Blödsinn l.Fatuität. 2. Paliawatsch,
Zinnober
bloß pur
bloßstellen
desavouieren, kompro
mittieren, prostituieren
bloßstellen, sich: dekolletieren,
sich
Bloßstellung Blamage, Desavou
ierung, Kompromittierung
Blumenbindekunst Bouqueterie
Blumenbinder Florist
Blumenbinderin Floristin
Blumenblatt Petal
Blumenfülle 'Flor
Blumengebinde Girlande
Blumengeschenkvermittlung
Fleurop®
Blumengewinde Feston
Blumenigel Kenzan
BI umenkohl Karfiol
Blumenpracht 'Flor
Blumenrohr Canna
BI umenschale Jardiniere
Blumensteckkunst Ikebana
Blumenstrauß Bukett
Blumentier Anthozoon
Blumenversteinerung Antholith
Blumenverzierung Fleuron
blut-, Blut- hämato..., Hämato...;
hämo..., Hämo...
Blutader Vene
Blutandrang Fluxion,
Hyperämie,
Kongestion
blutarm anämisch, hyphämisch
Blutarmut Anämie, Oligämie
Blutauflösung Hämolyse
Blutbad Massaker
Blutbeule Hämatom
Blutbild Hämatogramm, Hämogramm
Blutbildung Hämatopoese
Blutbrechen Hämatemesis
Blutdruckerhöhung Hypertonie,
Hypertonus
Blutdruckmessgerät Hämodyna
mometer, Sphygmomanometer, To
nometer
Blutdruckschwanken Heterotonie
Blutdrucksenker Antihypertoni
kum
Blutdruckverminderung Hypoto
nie
blüten-, Blüten- antho..., Antho...
Blütenfarbstoff Anthochlor
Blütenhülle Perigon
Blütenkelch Calyx
Blütenpflanze Angiosperme,
Pha
nérogame, Spermatophyt
Blütenpracht 'Flor
Blütenspelze Palea
Blütenstand Floreszenz, Inflores
zenz
Blütenstaub Pollen
Blütenstauballergie Pollinose
Bluterguss Ekchymose, Hämatom,
Suffusion, Sugillation
Bluterkrankheit Hämophilie
Blutersatz Transfusion
Blütezeit Floreszenz
Blutfarbstoff Hämoglobin
Blutfarbstoffmangel Hypochro
mie
Blutfleckenkrankheit Purpura
Blutflüssigkeit Plasma
Blutgefäß Arterie, Kapillare, Vene
blutgefäßähnlich angioid
Blutgefäßentzündung Angiitis
Blutgefäßerweiterung Angiekta
sie
Blutgefäßgeschwulst Häman
giom
Blutgefäßunterbindung Ligatur,
Vasoligatur
Blutgefäßverstopfung Embolie,
Thrombose
Blutgerinnbarkeit Koagulabilität
Blutgerinnsel Koagulum
Blutgerinnselentfernung Désob
litération
Blutgerinnungshemmer Antikoagulans
Blutgerinnungsstörung Koagulo
pathie
Blutgift Hämotoxin
Blutharnen Hämaturie
Bluthochdruck Hypertonie
Bluthusten Hämoptoe, Hämoptyse
Blutkörperchen Erythrozyt, Hämozyt, Leukozyt
Blutkrankheit Erythrämie, Hämopathie
Blutkrebs Hämoblastose, Leukämie
Blutkuchen Crúor
blutleer ischämisch
Blutl eere Ischämie
Blutmangel Anämie
Blutpfropf Embolus, Thrombus
Blutpfropfbildung Embolie,
Thrombose
Blutplättchen Thrombozyt
Blutrache Vendetta
Blutreinigungsmittel Alterativ
Blutsauerstoffmangel Hypoxä
mie
Blutsauger Vampir
Blutschande Inzest
blutschänderisch inzestuös
Blutschnabelweber Quelea
Blutschwamm Angiom. Häman
giom, Kavernom
Blutschwitzen Dermatorrhagie,
Hämhidrose
1464
Blutspucken
Blutspucken
Hämoptoe, Hämop-
tysis
blutstillend hämostyptisch
Blutstillung Hämostase, Stypsis
Blutstockung Hämostase
Blutstuhl Meläna
Blutsturz Hämatorrhö
Blutsverwandter Agnat, Kognat
Blutsverwandtschaft Agnation,
Kognation
Blutübertragung Transfusion
Blutumleitung Bypass, Shunt
Blutung Hämorrhagie
Blutungsmittel Hämagogum
Blutunterdruck Hypotonie
blutunterlaufen hyphämisch
Blutunterlaufung Suffusion, Su
gillation
Blutuntersuchung
Hämatosko-
pie
Blutvergiftung
Saprämic, Sepsis,
Toxämie
Blutverklumpung
Hämagglutina
tion
Blutwarze Angiokeratom
Blutwäsche Dialyse
Blutwurz 'Tormentill
Blutzelle Histiozyt
Blutzeuge Märtyrer
Blutzeugenschaft Martyrium
Boden Terrain
boden-, Boden- 2pedo..., Pedo...
Bodenabtragung Denudation,
Destruktion, Erosion, Exaration
bodenbedingt edaphisch
Bodenbildung Pedogenese
Bodenentwässerung Dränage
Bodenfläche Areal
Bodenhaftung Grip
Bodenkunde Pédologie
bodenkundlich pedologisch
Bodensatz Präzipitat, Sediment
Bodensatzbildung Sedimentati
on
bodenständig autochthon
Bodenurbarmachung Kultivie
rung
Bodenverbesserung Melioration
Bogen Kurve
Bogengang Arkade, Loggia
Bogenhanf Sansevieria
Bogenreihe Arkade
Bogenzwickel Spandrille
Bohne Fisole
Bohreinsatz "Bit
Bohrstelle Lokation
Bollwerk Bastion
Bootsbeplankung Bordage
Bootsflüchtlinge Boatpeopie
Bootsschlafraum Kajüte
Bootswettkampf Regatta
borkig impetiginös, krustös
Börse Exchange
Börsenhändler Jobber
Börsenmakler Broker, Stockbro
ker
Borte Galon, Posament
bösartig 1. destruktiv. 2. maligne,
perniziös
Bösartigkeit Malignität
böschen dossieren, eskarpieren
Böschung Dossierung
Bösewicht Diable
boshaft maliziös, medisant, me
schant, sardonisch
Bosheit Diabolie, Schikane
böswillig schikanös
Böswilligkeit Schikane
Bote Boy, Kurier
Botschaft 1. Message. 2. Ambassade
Botschafter Ambassadeur
Boxtraining Sparring
Brand 1. Konflagration. 2. Gangrän
brandig nekrotisch
Brandmal Stigma
brandmarken denunzieren, outen
Brandopfer Holokaustum
Brandstifter Pyromane
Brandungsreiten Surfing
Branntweinausschank Destille
Branntweinbrenner Destillateur
Branntweinbrennerei Destillati
on, Destille
Bratensaft Fond, 2Jus
Brathähnchen Broiler
Bratrost Barbecue, Grill
Brauch 'Mode, Ritual, Ritus,
Tradi
tion, Usance, Usus
brauchbar 1. praktikabel. 2. patent
Brauchbarkeit Praktikabilität
Braunalge Phäophyzee
Braunbleierz Pyromorphit
braunhaarig brünett
braunhäutig brünett
Braunkohlenkoks Kaumazit
Braunstein Pyrolusit
Brechmittel Emetikum, Vomitiv
Brechreiz Nausea
Brechwurzel Ipekakuanha
Brei 1. Püree. 2. Magma
breit-. Breit- eury..., Eury...
Breite Latitüde
Breitenkreis Äquator
Breitgesicht Chamäprosopie
breitwüchsig eurysom
Breitwüchsigkeit Eurysomie
Breiumschlag Kataplasma
Brennbarkeit Inflammabilität
Brenneisen Kauterium
brennend akut
Brennfläche Kaustik
Brennlinie Kaustik
Brennpunkt 1. Fokus. 2. Zentrum
brennpunktlos afokal
Brennstoffe Kombustibilien
Brennweite Fokaldistanz
Bretterbühne Pawlatsche
brettsegeln windsurfen
Brief Epistel
Briefmarkenkunde Philatelie
Briefmarkensammler Philatelist
Briefumschlag Kuvert
Briefverkehr Korrespondenz
Briefwechsel Korrespondenz
Brillenschlange Kobra
Bruch Fraktur
Bruchband Bracherium
brüchig morbid
Bruchlandung Crash
Bruchoperation Herniotomie
Bruchstück Fragment, Rudiment,
Torso
bruchstückartig rhapsodisch
bruchstückhaft fragmentarisch
Brücke Viadukt
Brückenschiff Ponton
Bruder Frate, Frater
brüderlich fraternal, fraternell
Brüderlichkeit Fraternität, Frater
nité
Bruderschaft Fraternität
Brunst Östrus
Brust Mamma, Pectus
Brustbein Sternum
Brustdrüsenentzündung
Masti
tis
Brustdrüsenkrebs
Cancer en Cui
rasse
brüsten, sich: paradieren
Brustfell Pleura
Brustfell- pleuro..., Pleuro...
Brustfellentzündung Pleuresie,
Pleuritis
Brustfellschmerz Pleuralgie
Brustfellvereiterung Pleuraempy
em
Brustharnisch Kürass
Brustkorb Pectus, Thorax
Brustkrebs Mammakarzinom
Brustkreuz Pektorale
Brustmuskel Pectoralis
Brustschmuck Pektorale
Brüstung Balustrade
Brustwarze Mamille, Papille
Brustwarzenentzündung Thelitis
Brutkasten Inkubator
Brutschrank Couveuse
Brutzeit Inkubation
Buchbesprechung Rezension
Buchbinderleinwand Buckram
Buchdruckerkunst Typografie
Buchdruckerzeichen Signet
bûcher-, Bücher- biblio..., Bi-
blio...
Bücherei Bibliothek
Bücherfeind Bibliophobe
bücherfeindlich bibliophob
Bücherfeindlichkeit Bibliopho
bie
Büchergestell Etagere, 'Regal
Bücherkunde Bibliografie, Biblio-
logie
bücherliebend bibliophil
Bücherliebhaber Bibliophile
Bücherliebhaberei Bibliophilie
Büchernarr Bibliomane
Büchersammelwut Bibliomanie
Büchersammlung Bibliothek
Bücherverehrung Bibliolatrie
Bücherverzeichnis Bibliografie,
Realkatalog
Bücherzerstörer Biblioklast
Buchhalter Accountant
Buchherausgeber 'Editor
Buchmaler Miniator
Büchsenfleisch Corned Beef,
Corned Pork
demzufolge
1465
Buchstabengläubigkeit
Biblio-
Ç
latrie
Buchstabenrätsel Logogriph
Buchstabenrechnung Algebra
Buchstabenverbindung Ligatur
Buchstabenversetzrätsel Ana
gramm
gisch
Bucht 1. Bai. 2. Bocea
Buchung Registratur
Buckel Gibbus, Kyphose
Buckelrind Zebu
bucklig kyphotisch
bügelfrei no iron, permanent press
Bügelhorn Clairon
Bugvorbau Galion
Büh ne Podium, 2Stage, Szene
Bühnenausstattung Dekoration,
Fundus
Bühnenbild Dekoration, Szenerie
Bühnendichtung Drama
bühnengerecht theatralisch
Bühnenhintergrund Prospekt
bühnenmäßig szenisch
Bühnenrolle Partie
Bühnenrollen Repertoire
Bühnentanz Ballett
Bühnentauchen Stagediving
Bummelstreik Go-slow
Bund Konföderation, Liga, Union
Bündel Faszikel
bündelweise faszial
bundesmäßig föderativ
Bundesstaat Föderativstaat
bündig stringent
Bündigkeit Stringenz
Bündnis Allianz, Entente, Födera
tion, Koalition, Liga, Pakt
Bündnisfreiheit Non-Alignment
Bündnislosigkeit Splendid Isola
tion
Bündnispartner Föderat
bunt koloriert, polychrom
Buntheit Spektrum
Buntwurz Kaladie
Burg Kastell
Bürge Garant
bürgen garantieren
Bürger 1. Zivilist. 2. Patrizier
Bürgeradel Patriziat
bürgerlich civiliter, zivil
Bürgersteig Trottoir
Bürgertum Bourgeoisie
Bürgschaft Affidavit, Aval, Ga
rantie, Kaution
Bürgschaftsgegenstand
Charakterkunde Charakterologie
charakterkundlich charakterolo
Vadi
um
Burgvogt Kastellan
Bursche ‘Kadett, 'Patron
büschelförmig faszikulär
Buschmesser Machete
Buschwindröschen Anemone
busenfrei topless
Busenfreund Intimus, 'Spezi
Busenfreundin Intima
Buße Pönitenz
Büßender Pönitent
Bußübung Askese, Pönitenz
Büstenhalterkörbchen Cup
Büstenpfeiler Herme
Chinarindenbaum Cinchona
Choleraerreger Kommabazillus
Chorhemd Albe
Chorherr Kanoniker
Chorherrenamt Kanonikat
Chorleiter Dirigent
Chorraum Presbyterium
Chorsänger Chorist
Chorsängerin Choristin
Chorschranken Cancelli
Christbaumschmuck Lametta
Christusdichtung Messiade
Christusherrschaft Christokratie
Cliquengeist Kameraderie
D
Darmschmerz Enterodynie
Darmschnitt Enterotomie
Darmspülung Enteroklyse, Klistier
Darmverschlingung Volvulus
Darmverschiuss Ileus
Darmwind Flatus
darreichen kredenzen
darstellbar rekonstruktabel
darstellen exponieren, figurieren,
repräsentieren
darstellend figurativ
Darstellungsweise Stil, Tendenz
dasein existieren
Dasein Existentia, Existenz
daseinsbedingend existenziell
Daseinsberechtigung Raison
d’Être
daseinsmäßig existenziell
dasselbe dito, "idem
Datenausgabe Output
Datenautobahn Datenhighway
Dateneingabe Input
Datenendstation Terminal
Datenentschlüsseler Decoder
Datenfernübertragung Telecom
puting, Teleprocessing
Datenverarbeitungsanlage
Dachgepäckträger Jetbag
Dachgeschoss Mansarde
Dachluke Lukarne
Dachzimmer Mansarde
dahindämmern vegetieren
Damenbadeanzug Bikini
damenhaft ladylike
Damenrasierapparat Ladyshaver
Damenunterwäsche Dessous
Damm 1.2Mole. 2. Perineum
Dämmerzustand Trance
Dampf Vapor
dämpfen sedieren
Dampfer Steamer
Dämpfer Sordino
Dampfmaschine Kondensations
maschine, Lokomobile
danke merci
Dankgebet Gratias
darbieten offerieren, präsentieren
Darbieter Präsentator
darlegen demonstrieren, explizieren
darlegend explizit, expositorisch
Darlegung Demonstration, Explika
tion, Exposé, Exposition, Manifes
tation
Darlehen 'Kredit
Darm Enteron
darm-, Darm- entero..., Entero...
Darmausgang Anus
Darmblähungen Flatulenz, Meteorismus
Darmblutung Enterorrhagie, Meläna
Darmbruch Enterozele
Darmeinlauf Klistier
Darmeinstülpung Invagination
Darmentleerung Defäkation
Darmentzündung Enteritis
Darmkanal Intestinum
Darmkollern Bombus
Darmschmarotzer Enterosit
Com
puter
Datenverschlüsseler Encoder
Dattelpflaume Sharonfrucht
Dauer Permanenz
Dauerbezug Abonnement
Dauerbrenner 1. Evergreen.
2. Longseller
Dauerfrostboden
Congelisol, Per
gelisol
dauerhaft durabel, konsistent, stabil
Dauerhaftigkeit Permanenz, Stabi
lität
Dauerlauf Jogging
dauernd chronisch,
durativ, perma
nent, persistent
Dauerwurst Salami
Daumen Pollex
Daumenballen Thenar
dazwischengeschaltet episodisch
dazwischenliegend intermediär
dazwischenreden interpellieren
dazwischentreten intervenieren,
interzedieren
decken, sich: kongruieren
Deckname Nom de Guerre, Nom de
Plume, Phraseonym, Phrenonym,
Pseudonym, Titlonym, Traduktionym
deckungsgleich kongruent
Deckungsgleichheit Kongruenz,
Zentralsymmetrie
deftig drastisch, pantagruelisch
Degen Rapier
dehnbar dilatabel, duktil, elastisch
Dehnbarkeit Dilatabilität, Duktili
tät, Elastizität
Dehnsonde Bougie
Dehnungszeichen Zirkumflex
demütig devot
Demütigung Canossa, kaudinisches
Joch
demzufolge en suite
1466
Denkart
Denkart Mentalität
denkbar imaginabel, potenziell
Denken Logik, Reflexion
denkend dianoetisch
Denkfabrik Thinktank
Denkkunst Dianoetik
Denklehre Dianoetik, Logik, Noetik
Denkmal "Memorial, Monument
denkmalartig monumental
Denkrichtigkeit Logizität
Denkschema Pattern
Denkschrift Exposé, Kommunique,
Mémoire, Memorandum
Gnome, Motto, Parömie, Sentenz
Denkvermögen Intellekt
Denkvorgang Noesis, Operation
Denkwürdigkeiten Memorabilien
Denkzettel Memento
Denkzwang Anankasmus
derb 1. drastisch, pantagruelisch, ro
bust, rustikal. 2. szirrhös
Derbheit Massivität
derselbe 'idem
deuten interpretieren
deutend hermeneutisch, interpreta
tiv
deutlich 1. explizit, luminös, trans
parent. 2. manifest
Deutlichkeit Evidenz, Transparenz
deutschfeindlich germanophob
Deutschfeindlichkeit Germano
phobie
deutschfreundlich germanophil
Deutschfreundlichkeit Germano
philie
deutschsprachig germanophon
Deutschsprachigkeit Germanophonie
Deutung Interpretation
Deutungsmittel Interpretament
Diamantschleifer Brillantier
dicht hermetisch, kompakt, konsis
tent
Dichte Densität, Konsistenz
Dichtemessung Densitometrie
Dichter Poet
dichterisch poetisch
Dichtigkeit Densität, Konsistenz
Dichtkunst Poesie
dick 1. korpulent, ramassiert. 2. cras
sus
Dickblattgewächse Krassulazeen
Dickdarm Kolon
Dickdarmentzündung Kolitis
Dickdarmkrebs Kolonkarzinom
Dickenmessgerät Pachymeter
Dickfelligkeit Phlegma
dickflüssig konsistent, pastos, vis
kos
Dickkopffalter Hesperiden
dickleibig korpulent
Dickleibigkeit Korpulenz
Dickmilch Joghurt
Dieb Ganove
Diebesgut Sore
Diener Boy, Butler, Lakai, ‘Page
Dienerkleidung Livree
Dienstanweisung Instruktion
Denkspruch
Dienstbezeichnung Titulus
Dienstenthebung Suspension
Dienstgrad Charge
Dienstkleidung Uniform
Dienststelle Büro, Kanzlei
dienstunfähig invalid
Dienstunfähigelr] Invalide
Dienstvorschrift Reglement
Dienstweg Instanzenweg
Ding Res
dinglich real
Dingwort Substantiv
dingwörtlich substantivisch
Dinkel Alaga
Doktorarbeit Dissertation
Dolch Kris, Stilett
Doldengewächs Umbellifere
Donnerkeil Belemnit
doppel-, Doppel- bi..., Bi...; di-
plo..., Diplo...
Doppelbilderzeugung
Disparati
on
Doppeldeutigkeit Ambiguität
Doppelehe Bigamie
Doppelfernrohr Triederbinokel
Doppelfüßer Diplopoden
Doppelgänger Double, Lookalike
Doppelgängerwahn Heautoskopie
doppelgeschlechtig androgyn, bi
sexuell
Doppelgeschlechtigkeit
Bisexua
lität
doppelgestaltig biform
Doppelgestaltigkeit Biformität
Doppelheit Dualität, Duplizität
Doppelherrschaft Biarchie
Doppelhören Diplakusis
doppelköpfig bikephalisch
Doppellaut Diphthong
doppeln dublieren
Doppelpunkt Kolon
Doppelrahm Crème double
Doppelrumpfboot Katamaran
Doppelsehen Diplopie
Doppelsinn Amphibolie
doppelsinnig ambig, amphibolisch,
äquivok, delphisch
Doppelsitzerfahrrad Tandem
Doppelstück Dublette
doppelt 1. didymisch, 2. a due
Doppelwährung Bimetallismus
Doppelwertigkeit Ambivalenz
Dotter Vitellus
dotterarm alezithal
Drachenstein Drakonit
Drachenviereck Deltoid
Drahtseil Trosse
Drall Effet
drängen pressieren, urgieren
Draufgeld Arrha
draußen outdoor
Drazäne Drachenbaum
Drehachse Gyre
Drehbuch Skript
drehen rotieren, torquieren
Drehfläche Katenoid
Drehflügel Rotor
Drehflügelflugzeug Autogiro
Drehkreuz Tourniquet
Drehleier Organistrum
Drehmelder Resolver
Drehmuskel Rotator
Drehpunkt 'Pol
Drehung Rotation
Drehungsmesser Gyrometer
Drehzahlmesser Tachometer
drei-. Drei- tri..., Tri...
Dreibund Tripelallianz
Dreieck Triangulum, Trigon
dreieckig triangulär, trigonal
Dreiecksmessung Trigonometrie
Dreieckstuch Mitella
Dreieinigkeit Trinität
dreifach ternär, trinär
Dreifaches Triplum
Dreifachheit Triplizität
Dreifaltigkeitsfest Trinitatisfest
dreifarbig trikolor
Dreifuß Tripus
Dreigespann Triga, Troika
dreigestaltig trimorph
dreigliedrig trinomisch
Dreiheit Triade, Trias
dreijährig triennal
Dreikampf Triathlon
Dreikämpfer Triathlet
Dreiklang 'Tonika
Dreikönigsfest Epiphanias
Dreilaut Triphthong
Dreimännerherrschaft Triumvirat
Dreimasterblume Tradeskantie
Dreiruderer Triere
Dreisatz Regeldetrie
dreisilbig trisyllabisch
dreisprachig trilinguisch
Dreistärkenglas Trifokalglas
Dreistigkeit Aplomb, Chuzpe
dreitägig tertian
dreiteilig trimer
Dreiteilung Trialismus, trichoto
mie, Trisektion
dreiwertig trivalent
Dreizack Trident
Dreizahl 'Trial, Trias
Dreizehenfaultier Ai
dreizeilig tristich
dringen, auf etwas: insistieren
dringend akut, insistent, pressant,
urgent
drittrangig tertiär
Drogenabhängiger
Fixer, Junkie,
Mainliner, User
Drogenhändler Dealer
drohend imminent
Druck 1. Pression, Tension,
Stress.
2. Terror
Druckabfall Dekompression
Druckarbeit Akzidenz
Druckbrand Dekubitus
Druckbuchstabe Letter, Type
druckentlastend dekompressiv
Druckentlastung Dekompression
Drucker Printer
Druckerlaubnis Imprimatur
Druckfehler Erratum, Korrigenda
Druckform 'Model
Druckfreigabe Imprimatur
ehrgeizig
1467
Druckluftkrankheit Caissonkrank
heit
Druckmesser Manometer,
Tono
meter
Druckmesstechnik Manometrie,
Manostat
Druckmittel Repressalie
Druckregler Barostat
Drucksache Imprimé
Druckspalte Kolonne, Kolumne
Druckstock Klischee
Druckvorlage Manuskript, Typo
skript
Druckwasserbehälter Akkumula
tor
Drudenfuß Pentagramm
Drüse Glandula
drüsen-, Drüsen-adeno..., Adeno...
drüsenähnlich adenoid
Drüsenbläschen Follikel
Drüsenentzündung Adenitis
Drüsengeschwulst Adenom
Drüsenkrebs Adenokarzinom
Drüsenwirkstoff Hormon
Dudelsack Bagpipe, Cornemuse
Duft Aroma, Odeur
Duftstoff Parfüm
Duftstoffträger Osmophoren
dulden tolerieren
duldend passiv
duldsam tolerant
Duld samkeit Konnivenz, Toleranz
Duldung Laisser-aller, Laisser-faire
dumm borniert, idiotisch, stupid
Dummheit Betise, Idiotie, Ignoranz,
Sottise, Stupidität
Dummheiten Allotria
Dummkopf Idiot, Ignorant, Kretin,
Simpel
dunkel apokalyptisch, delphisch,
mysteriös, mystisch, nebulös, obs
kur, orakelhaft, pythisch, vage
dünkelhaft arrogant, 2pomadig, süf
fisant
dunkelhäutig melanoderm
dünn hypoleptisch
Dunstglocke Calina, Smog
durch per, qua, via
durch-. Durch-trans..., Trans...
durchaus partout
durchbrochen ä jour
durchdacht methodisch, reflektiert
durchdenken ventilieren, volvieren
durchdrehen ausflippen
durchdringbar permeabel
durchdringen penetrieren
durchdringend diablastisch, inten
siv, penetrant
Durchdringung Penetration
durcheinander konfus, pêle-mêle,
promiscue
Durcheinander Babylonismus,
Chaos, Labyrinth, Pallawatsch, Pelemele, 'Salat, Tohuwabohu, Zirkus,
Zores
Durchfahrt Passage
Durchfall Diarrhö, Dysenterie,
Lienterie
Durchfluss Flow
Durchfuhr 'Transit
durchführbar praktikabel
Durchgang 1. Passage. 2.Turnus
durchgehen passieren
durchgreifend resolut
durchkreuzen torpedieren, traver
etwas: konterkarie
ren
durchlässig permeabel, porös
Durchlässigkeit Permeabilität,
Po
rosität
durchlaufen passieren
durchlaufend kontinuierlich
durchlöchern perforieren
durchlöchert ajouriert, kribrös,
perforat
Du rchmesser Diameter, Kaliber
durchmischt holomiktisch
durchqueren passieren, traversie
ren
Durchreise 'Transit
durchreisen passieren
durchschauen diggen
durchscheinend diaphan,
hyalin,
limpid, transluzent, transluzid,
transparent
durchschießen interfoliieren
Durchschlag Duplikat, Kopie
Durchschlagskraft Effektivität
Durchschnitt Average, Norm
durchschnittlich average
Durchschnittsbeschaffenheit
'Standard
Durchschrift Duplikat, Kopie
durchseihen passieren
Durchsetzung Penetration
Durchsicht Revision
durchsichtig diaphan, dioptrisch,
limpid, luzid, transluzent, translu
zid, transparent
Durchsichtigkeit Limpidität, Luzidität, Transluzenz, Transparenz
durchsuchen revidieren, visitieren
Durchsuchung Visitation
durchtränken imbibieren, impräg
nieren
durchtränkt imprägniert
durchtrieben raffiniert
Durchtriebenheit Finesse, Raffi
nement, Raffiniertheit
dürftig power, primitiv
Dürftigkeit Primitivität
dürr arid
Düsenflugzeug 'Jet, Jetliner
Düsterkeit Lugubrität
eben 1. just. 2. plan
eben-. Eben-plani...,
ebenda ibidem
ebendort ibidem
ebenerdig parterre
Ebenmaß Harmonie,
Symmetrie
proportioniert, symme
trisch
ebenso dito, item
ebnen applanieren, planieren
Echolehre Katakustik
echt authentisch, genuin, original,
reell, veritabel
sieren
durchkreuzen,
ebenmäßig
Plani...
Proportion,
Echtheit Authentizität, Originalität
Echtzeitsystem Real-Time-System
Echtzeituhr Real-Time-Clock
-eck ...gon
Eckball Corner
Eckstein Karo
Eckzahn Caninus
edel aristokratisch, generös, nobel
Edelmut Generosität, Noblesse
Edelrost 'Patina
Edelstein Juwel
Edelsteingewicht Karat
Edelsteinhandel Bijouterie
Edelsteinkunde Gemmologie
Edelsteinprüfer Gemmologe
Edelweiß Leontopodium
-ehe ...garnie
ehebrechen adulterieren
Ehebrecher Adulter
Ehebrecherin Adultera
Ehebruch Adulterium
Ehefeind Misogam
Ehefeindlichkeit Misogamie
ehelich legitim
Ehelichkeitserklärung Legitimati
on
ehelos 1. agamisch. 2. zölibatär
Ehelosigkeit 1. Agamie. 2. Zölibat
ehescheu gamophob
Ehrenbegrüßung Salut
Ehrenbezeigung Salut
Ehrenbezeigungen Honneurs
Ehrenbürger Honoratioren
Ehrenerweisungen Honneurs
Ehrenformation Spalier
Ehrengruß Salut
ehrenhaft honett, honorig
Ehrenhaftigkeit Honorität
ehrenhalber ad honorem, honoris
causa
Ehrenname Titulus
Ehrenperson Honorität
Ehrenpreis l.Cup. 2. Veronika
Ehrenrettung Rehabilitation, Reha
bilitierung
ehrenrührig diffamatorisch
Ehrensitz Cathedra
Ehrentag Jubiläum
Ehrentempel Pantheon
Ehrenurkunde Diplom
ehrenvoll glorios, honorabel
Ehrenvorsitzender Protektor
Ehrenvorstellung Benefiz
Ehrenwort Parole d’Honneur
Ehrenzeichen Dekoration
Ehrerbietung Hommage, Respekt,
Reverenz, Tribut
Ehrerweisung Kotau
Ehrfurcht Devotion, Pietät
ehrfurchtsvoll devotional
Ehrgeiz Ambition
ehrgeizig ambitioniert, ambitiös
1468
ehrlich
ehrlich fair, reell
Ehrlichkeit Fairness, Reellität
Ehrwürden Reverendus
ehrwürdig patriarchalisch
Ei Ovum
ei-, Ei- ovo..., Ovo...
Eibe Taxus
Eibisch Hibiskus
Eichel Glans
eichen adjustierenjustieren, kali
brieren, visieren, zimentieren
Eichmaß Etalon
Eichung Kalibration
Eidechse Lazerte
Eidotter Vitellus
Eieinnistung Nidation
Eientwicklung Oogenese
Eierfrucht Aubergine
Eierkuchen ‘Crêpe, Omelett,
Palat
Ovarekto
mie
Eierstockentzündung Oophoritis
Eierstockschwangerschaft Ova-
rialgravidität
Eiferer Fanatiker, Zelot
Eifersucht Emulation
eiförmig oval, ovoid
eigen-. Eigen- auto..., Auto...;
idio..., Idio...
1. Charakter, Manier,
Spleen, Tick. 2. Individualität, Ori
ginalität, Subjektivität, Typizität
eigenartig individuell, komisch, ori
ginell
Eigenblutübertragung Autotrans
fusion
Eigenbrötler Original
Eigenerregung Autorhythmie
eigenfarbig idiochromatisch
Eigengeschäft Propergeschäft
Eigengift Autotoxin
Eigengruppe Ingroup
eigenhändig manu propria
Eigenimpfstoff Autovakzine
Eigenliebe Autophilie, Egoismus
Eigenname Autonym, Nomen pro
prium
Eigennutz Egoismus
eigens extra, speziell
Eigenschaft Attribut, Charakteris
tikum, Qualität
Eigenschaftswort Adjektiv
eigenschaftswörtlich adjektivisch
eigensüchtig 1. egoistisch. 2. nar
zisstisch
Eigentum Proprietät
Eigentümer Proprietär
eigentümlich individuell, originell,
speziell, spezifisch
Eigentümlichkeit 1. Individualität,
Originalität, Spezifität, Typizität.
2. Spezifikum
Eigentumsanspruch ‘Jus ad Rem
Eigentumsrecht Proprietät
Eigenurteil Autostereotyp
Eigenart
skurril. 2. capriccioso
Eigenwilligkeit Extratour
Eignung Qualifikation
Eignungsprüfung Test
Eihaut Amnion, Chorion
Eil- Express...
Eilbote Kurier
Eileiter Ovidukt, Salpinx, Tuba
Eileiterdurchblasung Pertubation
Eileiterentfernung Salpingektomie
Eileiterentzündung Salpingitis
Eileiterschwangerschaft Tubar-
gravidität
l.cito, express, pressant, urgent.
2. tosto
Eilpost par exprès
ein-. Ein- mono..., Mono...
Einarmigkeit Monobrachie
Einäscherung Kremation
Einäscherungsanlage Krematori
um
einatmen inhalieren
Einatmung Inhalation, Inspiration
einäugig monokular
Einäugigkeit Monophthalmie, Zyklopie
einbalsamieren mumifizieren
Einbau Installation
Einbaubett Koje
einbauen implementieren, installie
ren
Einbaum Piroge
einbegreifen involvieren
einbeziehen implizieren, integrie
ren
Einbeziehung Implikation, Integra
tion
Einbezogenes Implikat
Einbildung Illusion, Imagination,
Fantasie, Schimäre, Spekulation
Einbildungskraft Imagination,
Fantasie
einblasen insufflieren
Einblasung Insufflation
einblättrig unipetal
Einblenden Fade-in
Einblendung Flash
einbrennend katakaustisch
Einbuchtung Inzisur
einbürgern nationalisieren, natura
lisieren, nostrifizieren
Einbürgerung Nationalisierung,
Naturalisation, Nostrifikation
Eindecker Monoplan
eindeutig präzise, prononciert, univok
Eindeutigkeit Präzision, Univozität
eindeutschen germanisieren
eindicken kondensieren, Regieren
eindringen diffundieren, infiltrie
ren, intromittieren, intrudieren, pe
netrieren
Eindringen Imprägnation, Infiltrati
on, Intrusion, Invasion, Penetration
eindringlich emphatisch, intensiv
Eindringlichkeit Emphase, Intensi
tät
eilig
schinke
Eierkunde Oologie
Eierpflanze Aubergine
Eierstock Ovarium
Eierstockentfernung
Eigenwechsel Solawechsel
eigenwillig 1. kapriziös, originell,
Eindringling Invasor
Eindringtiefe Penetration
Eindruck Impression
eindrucksvoll 1. imposant,
reprä
sentativ, sensationell. 2. imponente
einebnen applanieren, nivellieren,
planieren
Einebnung Nivellement
Einehe Monogamie
einengend restriktiv
einerlei 'egal
einfach 1. elementar, frugal, primi
tiv, puritanisch, simpel, spartanisch.
2. semplice
Einfachheit Frugalität, Primitivität,
Simplizität
Einfachzucker Arabinose, Biose,
Pentose
einfädeln 1. enfilieren. 2. inszenieren
einfädig monofil
Einfall l.Gag, Idee, Kaprice, Ka
priole, Konzeption. 2. Invasion, In
zidenz
einfallen invadieren
Einfallsreichtum Fantasie
Einfalt Bonhomie, Naivität, Simplizi
tät
einfältig naiv, simpel
Einfältigkeit Idiotie
Einfaltspinsel Simpel
Einfarbenseher 2Monochromat
einfarbig monochrom, monochro
matisch, uni
Einfarbigkeit Monochromie, ‘Uni
Einfarbigsehen Monochromasie
einfassen bordieren
Einfassung Bande, Bordüre
einflößen infiltrieren
Einfluss Autorität
einflussreich omnipotent, potent
einflüstern insinuieren
Einflüsterung Insinuation
einförmig uniform
Einförmigkeit Uniformität
einfrieden fenzen
Einfriedung Fenz
einfügen integrieren, interpolieren
Einfügung Interpolation
Einfühlungsvermögen Empathie
Einfuhr Import
einführen 1. implementieren, inau
gurieren, introduzieren. 2. importie
ren
einführend introduktiv, propädeu
tisch
Einführung Introduktion, Propä
deutik
Einfüßigkeit Monopodie
Eingabe 1. Input. 2. Exhibit, Mé
moire, Petition
Eingang Entree, Portal, Propyläen
Eingangshalle Portikus
Eingangslied Introitus
Eingangsraum Entree
Eingangsworte Introitus
eingebildet 1. affektiert, arrogant,
blasiert, elitär, snobistisch. 2. fiktiv
eingeboren autochthon
Eingeborene(r) Autochthone
1469
Einstellungsänderung
Eingebung Inspiration, Intuition
eingemeinden inkorporieren
Eingemeindung Inkorporation
eingeschaltet interkalar, parenthe
tisch
eingeschlechtig diklin
Eingeschlechtigkeit Diklinie
eingeschlechtlich unisexuell
eingeschlossen implizite
eingeschrieben chargé, recomman
dé, registered
eingeschwemmt illuvial
eingetragen incorporated,
regis
tered
eingetrocknet xerotisch
Eingeweide Intestinum, Kaldaune,
Viszera
Eingeweidebruch Hernie
Eingeweidewürmer Enthelmin-
then, Helminthen
Adept, Augur, Esote
riker, Insider, Myste
eingewöhnen, sich: akklimatisie
ren, sich; etablieren, sich
Eingewöhnung Akklimatisation
Einglas Monokel
eingliedern 1. inkorporieren, inte
grieren. 2. resozialisieren
Eingliederung Inkorporierung, In
tegration
eingliedrig monomisch
eingreifend invasiv
Eingriff I. Inkursion. 2. Operation,
Vivisektion
einhäusig monözisch
Einhäusigkeit Monözie
einheimisch endemisch, entopisch,
nativ
Einheit l.Unität. 2.Henade, Konsti
tuente, Monade
einheitlich homogen, uniform
Einheitlichkeit Homogenität, Uni
formität
einhellig unanim
Einhelligkeit Unanimität
einig konform
einigen, sich: akkommodieren, sich
Einiges Diverses
Einigkeit Harmonie, Konkordia
Einigung Akkord
einkanalig monaural, monophon
einkaufen shoppen
Einkäufer Shopper
Einkaufsbummel Shopping
Einkaufswagen Caddie, Karrette
Einkaufszentrum Shopping-Cen
ter, Shopping-Mall
einkeimblättrig monokotyl
Einkerbung Markierung
Einklang 1. Harmonie. 2. Unisono
Einkochtopf Rexapparat
Einkommen Fixum, Rente, Reve
nue, Salär
Einkoten Enkopresis
Einkünfte Revenue
Einlagerung Intussuszeption
Einlasskarte Billett, Ticket
Einlauf Irrigation, Klistier
Einlegearbeit Intarsia, Marketerie
Eingeweihter
Einlegearbeiten Boullearbeiten
einlegen marinieren
einleiten inaugurieren, introduzie-
ren
introduktiv, präliminär
Exordium, Introdukti
on, Ouvertüre, Präambel, Prälimi
nare, Prolegomenon, Prolog,
Prooimion
einleuchtend evident, plausibel
einmachen konservieren
Einmannboot Finn-Dingi
Einmannruderboot Skiff
einmischen, sich: intervenieren
Einmischung Intervention
einmütig unanim, unisono
Einmütigkeit Harmonie, Unanimi
tät
Einnahmen Akzepta
einnamig univok
Einnamigkeit Univozität
Einnistung Implantation, Nidation
einordnen kategorisieren, klassifi
zieren, positionieren, registrieren,
rubrizieren, subsumieren, systema
tisieren
Einordnung 1. Kategorisierung,
Klassifikation, Positionierung, Ru
brizierung. 2. Disziplin
einpacken emballieren, paketieren
Einpersonenstück Monodrama
Einpflanzung Implantation
einpolig unipolar
einprägsam markant, plakativ,
plastisch
einpudern talkumieren
einrammen "pilotieren
einräumen konzedieren
einräumend konzessiv
Einräumungssatz Konzessivsatz
einreden suggerieren
Einreibemittel Liniment
Einreibung Friktion, Inunktion,
Unktion
Einreiseerlaubnis Visum
einreißen lazerieren
einrichten adjustieren, etablieren,
installieren, instituieren, menagieren, möblieren
einrichten, sich: etablieren, sich
Einrichten Adjustage
Einrichtung Institution
Einrichtungen Fazilitäten
Einrichtungsgegenstand Möbel
einsagen soufflieren
Einsager Souffleur
Einsagerin Souffleuse
einsalben balsamieren
Einsalbung Unktion
Einsamkeit Klausur
einschalten interpolieren
Einschaltung 1. Interkalation. 2. In
terpolation, Parenthese
einschätzen taxieren
Einschiebung Interkalation
Einschienenbahn Alwegbahn, Mo
norail, Transrapid
einschläfernd hypnagog, hypno
tisch
einleitend
Einleitung
1. implizieren, invol
vieren. 2. zernieren
einschließlich inklusive
Einschließung Intrusion
Einschluss Inklusion
einschmeicheln, sich: insinuieren,
sich
Einschmeichelung Insinuation
einschneiden 1. gravieren. 2. inzidieren
Einschnitt 1. Inzision, Inzisur, Skarifikation. 2. Zäsur
einschnüren lacieren
einschränken 1. limitieren, redi
mensionieren, reduzieren, restrin
gieren. 2. modifizieren, reglementie
ren, relativieren
einschränkend limitativ, restriktiv
Einschränkung 1. Austerity, Limi
tation, Restriktion. 2. Modifikation
einschreiben immatrikulieren, in
skribieren
Einschreiben Rekommandation
Einschreibung Immatrikulation,
Inskription
Einschubtaste Inserttaste
einschüchtern terrorisieren
einsegnen konfirmieren
einsegnend konsekratorisch
Einsegnung Konfirmation
einseitig 1. monolateral, partiell,
unilateral. 2. subjektiv, tendenziös
Einseitigkeit Subjektivität
Einsenkung Depression, Inzisur
Einsetzbarkeit Fungibilität
einsetzen 1. inaugurieren, inthroni
sieren, 'investieren, konstituieren.
2. implementieren
Einsetzung Immission, Inaugurati
on, Inthronisation, Investitur
Einsicht Eubulie, Räson
einsickern infiltrieren
Einsickerung Infiltration
Einsiedelei Eremitage, Eremitei,
Klause
Einsiedler Anachoret, Eremit,
Klausner
einsiedlerisch anachoretisch
einsilbig 1. monosyllabisch. 2. lako
nisch
Einspänner Dogcart
Einspeichelung Insalivation
einspeichern magazinieren
einspritzen injizieren, insufflieren
Einspritzung Injektion. Insufflati
on
Einspruch Demarche, Protest, Re
kurs, Remonstration, Veto
Einspruchsrecht Veto
einstämmig monophyletisch
einstampfen makulieren
einstellen 1. orientieren, sich. 2. ad
justieren, einregulieren, regulieren.
3. egalisieren, sistieren
Einstellung 1. Attitüde, Mentalität,
Orientierung, Position. 2. Adjustie
rung. 3. Sistierung
Einstellungsänderung Konversi
on
einschließen
1470
einstimmig
einstimmig
monodisch, unanim,
unisono
Einstimmigkeit Unanimität
Einströmen Infiltration
einstufen bonitieren, qualifizieren
Einstufung Bonitierung
Einstufungstest Assessment-Cen
ter
Depression, Intussuszeption, Invagination
einstweilen ad interim
einstweilig interimistisch, proviso
risch
eintägig ephemer
Eintagsfieber Ephemera
Eintagsfliege 'Ephemeride
Eintänzer Gigolo
eintauchen fingieren
einteilen 1. kontingentieren, ratio
nieren. 2. sortieren, typisieren
Einteilung ¡.Kontingentierung.
2. Klassement, Spezifikation
eintönig monoton
Eintönigkeit Monotonie
Eintopfgericht Hotchpotch
Eintracht Harmonie, Konkordia
eintragen registrieren
einträglich lukrativ, rentabel
Einträglichkeit Rentabilität
einträufeln instillieren
Einträufelung Instillation
eintreten interzedieren, plädieren
Eintritt Entree
Eintrittsarie Entree
Eintrittsgeld Entree
Eintrittskarte Billett, Ticket
Eintrittskartenblock Masette
eintunken dippen
einüben eintrainieren, exerzieren,
korrepetieren, repetieren, trainieren
Einübung Korrepetition
einverleiben inkorporieren
Einverleibung Inkorporation
einverstanden all right, d’accord,
okay, roger
Einverstandensein Akzeptierung
Einverständnis 1 Entente. 2. Okay
Einwanderer Immigrant
einwandern immigrieren
Einwanderung Immigration, Mi
gration
einwandfrei in optima forma, kor
rekt, koscher, perfekt
Einweisung Briefing, Installation
einwertig monovalent, univalent
einwickeln paketieren
Einwilligung Konsens, Plazet
Einwirkung Immission
Einzahl Singular
einzahnig monodontisch
Einzelaufzählung Spezifikation
Einzeldarstellung Monografie
Einzelding Detail
Einzelerscheinung Singularität
Einzelexemplar 1. Individuum.
2. Unikat, Unikum
Einzelgänger Individualist
Einzelgesang Solo
Einzelheit Detail
Einstülpung
Einzeller Protophyt, Protozoon
Einzelmensch Individuum
einzeln 1. en détail, partikular. 2.
se
parat
Einzelseele Individualpsyche
Einzelspiel 'Single, Solo
Einzelstück Exemplar, Unikat,
Uni
kum
Einzeltanz Solo
Einzelteil Detail, Element
Einzelvers Monostichon
Einzelwesen Individuum
Einzelwort Vokabel
einziehen konfiszieren
Einziehung Inkasso, Konfiskation
einzig sui generis
einzigartig phänomenal, singulär
Einzigartigkeit Individualität, Sin
gularität, Unität
Einzimmerwohnung
Garçonnière,
Studio
Eireifung Oogenese
eirund oval
Eisen Ferrum
eisen-, Eisen- ferro...,
'Ferro...; si
dero..., Sidero...
Eisenbahnabteil 'Coupé
Eisenbahnfährschiff Trajekt
Eisenbahnwagen Waggon
Eisenbaum Nagasbaum
Eisenglanz Hämatit
Eisenhut Akonit
Eisenkies Pyrit
Eisenkraut Verbene
Eisenmangel Asiderose
Eishockeyscheibe Puck
Eiskunstlauf Skating
Eisprung Ovulation
Eiszeit Glazial
Eiszeit- Glazial...
eiszeitlich glazial
eitel inan, kokett
Eitelkeit Inanität
Eiter Pus
Eiterableitung Drainage
Eiteransammlung Abszess, Empy
em
on
Elternzeugung Tokogonie
Empfang Audienz, Cercle
empfangend rezeptiv
Empfänger 1. Adressat. 2. Akzep
tant, Assignatar. 3. Perzipient, Rezi
pient
empfänglich 1. disponiert. 2. rezep
tiv
Empfänglichkeit 1. Disposition,
Prädisposition. 2. Rezeptivität
Empfängnis Konzeption
empfängnisverhütend antikon
zeptionell, kontrazeptiv
Empfängnisverhütung Kontra
zeption
Empfängnisverhütungsmittel
Kontrazeptivum, Präventivmittel
Quit
tung, Rezepisse
Empfangsbestätigung Reply
Empfangsbüro "Rezeption
Empfangschef Chef de Réception
Empfangstag At-Home
Empfangszimmer Drawingroom,
Salon
empfehlen rekommandieren
Empfehlung Referenz
empfindlich etepetete, irritabel, mi
mosenhaft, penibel, sensibel
Empfindlichkeit Irritabilität, Peni
bilität, Sensibilität
Empfindlichkeitsmesser Sensito
meter
Empfindlichkeitsmessung Sensitometrie
Empfangsbescheinigung
Empfindlichkeitsverringerung
Desensibilisation
hypersensibel, sensi
bel, sentimental
Empfindsamkeit Sensibilität, Sen
timentalität
Empfindung Impression, Sentiment
Empfindungslosigkeit 1. Analge
sie, Anästhesie. 2. Anaphrodisie
Empfindungsmesser Ästhesiome
ter
Empfindungsvermögen Ästhesie,
Sensualität, Sensus
Empfindungswort Interjektion
empören schockieren
empören, sich: rebellieren, revoltie
ren
emporgekommen arriviert
emporkommen arrivieren
Emporkömmling Arrivist, Homo
novus, Karrierist, Parvenü
Empörung Rebellion
Ende 1. Finale. 2. Extremität
Endergebnis Fazit, Quintessenz
endgültig definitiv
empfindsam
eiterartig puriform
Eiterausschlag Pyodermie
Eiterbläschen Pustel
Eitererreger Staphylokokkus,
Streptokokkus
Eiterflechte Impetigo
Eiterfluss Pyorrhö
Eitergeschwür Furunkel,
Elend Misere
Elendsviertel Slum
Elfeck Hendekagon
Elfenbein Ebur
Ellbogen Cubitus, Olecranon
Elle Ulna
Ellennerv Ulnaris
Elterngeneration Parentalgenerati
Karbun
kel
Eitergrind Impetigo
Eiterherd Abszess
eitern abszedieren, suppurieren
Eiterung Helkoma, Suppuration
eitrig purulent, suppurativ
Eiweiß Albumen, Protein
eiweißartig albuminoid
eiweißhaltig albuminös
Eiweißkörper Protein
Eizelle Oozyt, Ovum
Ekel Degout
ekelhaft degoutant
Elefantenführer Kornak, Mahut
1471
entwerfen
Endkampf Finale, Finish
Endkampfteilnehmer Finalist
endlos ad infinitum, transfinit
Endrunde Finale
Endspurt Finish
Endton Finalis
Endzeitlehre Eschatologie
Endzweck Destination, Telos
energielos anergisch
Energiespeicher Akku, Akkumula
tor
eng kompress
Enge Isthmus
Engel Cherub, Seraph
engelgleich cherubinisch,
sera
phisch
Engelverehrung
Angelolatrie, Du-
lie
engherzig illiberal
Engherzigkeit Illiberalität
England Albion
englandfeindlich anglophob
Englandfeindlichkeit Anglopho
bie
englandfreundlich anglophil
Englandfreundlichkeit Anglophi-
lie
englischsprachig anglophon
Englischsprachigkeit Anglopho-
nie
Engpass Klause
engstirnig borniert,
dogmatisch,
philiströs, provinziell
Engstirnigkeit Dogmatismus, Pro
vinzialismus
entähnlichen dissimilieren
Entähnlichung Dissimilation
entarten degenerieren, pervertieren
entartet dekadent
Entartung Degeneration, Deka
denz, Depravation, Pervertierung
Entbindung Partus
Entblößer Exhibitionist
Entblößung Exhibition
Entblößungssucht Exhibitionis
mus
enteignen evinzieren, expropriie
ren, konfiszieren
Enteigner Expropriateur
Enteignung Eviktion, Expropriati
on, Konfiskation
Enteiser Defroster
entfalten evolvieren
entfärben dekolorieren
Entfärbung Dekoloration
entfasern defibrieren
entfernen 1. eliminieren, 2. ektomieren, exstirpieren, resezieren
entfernen, sich: absentieren, sich
Entfernung 1. Distanz. 2. Ektomie,
Elimination, Exstirpation, Resekti
on
Entfernungsmesser Telemeter
Entfernungsmessung Telemetrie
entfesselt appassionato
entflechten dekonzentrieren
Entflechtung Dekonzentration
entfremden abalienieren, alienieren, dirimieren
Abalienation, Aliena
entführen kidnappen
Entführer Kidnapper
Entführung Kidnapping
entgegenarbeiten obstruieren
entgegengesetzt diametral, diver
Entrüstung Indignation
entsagen resignieren
entsagend asketisch
Entsagung 1. Askese. 2. Resignation
entschädigen rekompensieren
Entschädigung Rekompensation
entscheiden determinieren, dezi
gent, kontra, konträr, kontrovers
Konzession,
Konzilianz, Kulanz, Toleranz
entgegenkommend konziliant,
kulant, tolerant
entgegensetzend adversativ
entgegnen kontern, replizieren
Entgegnung Replik
Entgelt Dotierung, Fixum, Salär
entgiften dekontaminieren
Entgiftung Dekontamination, Deto
xikation
enthaaren depilieren, epilieren
Enthaarung Depilation, Epilation
Enthaarungsmittel Depilatorium
enthalten I.implizieren, involvieren.
II. immanent, implizit, implizite
Enthaltensein Immanenz, 2Inexistenz, Inklusion
enthaltsam abstinent, asketisch
Enthaltsamkeit Abstinenz, Askese,
Karenz, Kontinenz, Temperenz
enthüllend revelatorisch
Enthüllung Revelation
entjungfern deflorieren
Entjungferung Defloration
entkeimen desinfizieren, pasteuri
sieren, sterilisieren
Entkeimung Desinfektion, Pasteuri
sation, Sterilisation
Entkeimungsgerät Sterilisator
Entkleidungsnummer Striptease
entkräften paralysieren
entkräftet hyperasthenisch
Entkräftung Asthenie, Hyperasthe
nie, Hyposthenie
entladen abreagieren
Entladung Abreaktion
entlarven dekuvrieren, demaskieren
entlassen 1. repatriieren. 2. demis
sionieren, suspendieren
Entlassung Demission
Entlaubung Defoliation
Entleerung Abevakuation, Dejektion, Emission
entlocken elizitieren
entlohnen salarieren
Entlüfter Exhaustor
entmannen emaskulieren, kastrie
ren
Entmannter Eunuch, Kastrat
entmenschlichen dehumanisieren
Entmenschlichung Dehumanisati
on
entmutigen decouragieren, demo
ralisieren, deprimieren
entmutigt decouragiert, deprimiert
Entpersönlichung Depersonalisati
on
entpflichten emeritieren
Entrechteter Outcast, Paria
entrüstet indigniert
dieren, dijudizieren
autoritativ, dezisiv,
kritisch, zentral
Entscheidung Dezision, Option,
Votum
Entscheidungskampf Show
down
Entscheidungsmöglichkeit Al
ternative
Entscheidungssituation Krise
Entscheidungsspiel Testmatch
entschieden 1. determinativ, dezi
diert, prononciert. 2. deciso
Entschließung Resolution
entschlossen 1. determinativ, ener
gisch, resolut. 2. deciso
Entschlüsseler Decoder
entschlüsseln dechiffrieren, deco
dieren
Entschlüsselung Dechiffrierung,
Decoding
Entschlusskraft Initiative
Entschlussunfähigkeit Abulie
entschuldigen exkulpieren
Entschuldigung Alibi, Exkulpation
entsetzlich katastrophal
entseuchen dekontaminieren
Entseuchung Dekontamination
entspannen relaxieren
entspannen, sich: relaxen, relaxie
ren
Entspannung 1. Détente. 2. Couéismus, Relaxation
Entspannungspolitik Détentepolitik
entsprechend I. adäquat, analog,
homolog, korresponsiv, proportio
nal. II. qua
Entsprechung Analogie, Homolo
gie, Parallele, Pendant, Responsion
Entstädterung Desurbanisation
entstehend naszierend
Entstehung Genese, Genesis
entstellen deformieren
entstellt deform
Entstellung Deformation
entstofflichen entmaterialisieren
enttäuschen desillusionieren, frus
trieren
Enttäuschung Desillusion, Frustra
tion
entwässern dränieren, kanalisieren
Entwässerung Dränung, Kanalisa
tion
Entwässerungsgraben Drän, Ka
nal, Rigole
Entwässerungsröhre Drän
entweihen profanieren
Entweihung Profanierung, Sakrileg
entwerfen designen, dessinieren,
formulieren, konstruieren, konzipie
ren, projektieren, skizzieren, stylen
Entfremdung
tion
Entgegenkommen
entscheidend
1472
Entwesung
Entwesung
Desinfestation, Desin-
sektion
1. enukleieren, evolvieren, konzipieren. 2. kreieren
Entwicklung 1. Epigenese, Evoluti
on, Genese, Ontogenese. 2. Prozess,
Tendenz. 3. Konstruktion
-entwicklung ...genie, ...gonie
Entwicklungsabschnitt Etappe
entwickeln
Entwicklungsbeschleunigung
Akzeleration
Bioge
nese, Ontogenese, Phylogenese
entwicklungsgeschichtlich ge
netisch
Entwicklungslehre Evolutions
theorie
Entwicklungslinie Tendenz
entwicklungsmäßig tendenziell
Entwicklungsstufe Etappe, Stadi
um
Entwicklungstendenz Trend
Entwicklungsverzögerung Re
tardation
entwöhnen ablaktieren
Entwöhnung Ablaktation, Apogalaktismus
entwürdigen profanieren
Entwürdigung Profanierung
Entwurf 1. Exposé, Konstruktion,
Konzept, Konzeption, Maquette,
Modell, Projekt, ‘Schema, Skizze,
Studie. 2. Design, Scribble
entziehen evinzieren
Entziehung Eviktion
entziffern dechiffrieren
entzücken enthusiasmieren
entzündbar inflammabel
Entzündbarkeit Inflammabilität
entzünden, sich: inflammieren
Entzündung Inflammation, Phlegmasie, Phlogose
-entzündung ...itis
entzündungserregend phlogogen
entzwei kapores, kaputt
Enzian Gentiana
erb-. Erb- geno..., Geno...
Erbanlage Chromosom, Gen
erbärmlich miserabel
Erbauungsschrift Postille, Traktät
chen
erben heredieren
Erbfaktor Gen
Erbfaktorenaustausch Cross-over
Erbfolge Gradualsystem, Heredität
Erbgesundheitslehre Eugenik
erbgleich isogen
Erbgut Genotyp, Idiotyp
Erbgutträger Chromosom
erbitten exoneren
Erbkrankheit Genopathie, Heredopathie
Erblehre Genetik
erblich genuin, hereditär
Erblindung Amaurose
erbrechen, sich: vomieren
Erbrechen Emesis, Vomitus
Erbunwürdigkeit Indignität
Erbzinsbauer Kolone
Entwicklungsgeschichte
Erbzinsgut Kolonat
erd-. Erd- geo..., Geo...
Erdabtragung Destruktion,
Erosi
on, Exaration
Erdachtes Fiktion
Erdaltertum Paläozoikum
Erdaufschüttung Glacis
erdbeben-, Erdbeben- seísmo...,
Seismo...
erdbebenfrei aseismisch
Erdbebenhäufigkeit Seismizität
Erdbebenherd Epizentrum, Hypo
zentrum
Erdbebenkunde Seismik
Erdbebenkurve Seismogramm
Erdbebenmesser Seismograf,
Seismometer
Erdbebenmessung Seismometrie
Erdbebenstärke Seismizität
Erdbeerbaum Arbutus
erdbeerfarben frais, fraise
Erdbewegung Tektonik
Erdbraun 'Khaki, Umbra
Erde Terra
Erdeesser Geophage
Erdefresser Geophage
erdenkbar imaginabel
erdentrückt ätherisch
Erdentwicklung Geologie
Erdfarbe 'Khaki
Erdferne Apogäum
Erdformenlehre Geomorphologie
Erdgeschichte Geologie
erdgeschichtlich geologisch
Erdgeschichtszeitraum Formati
on
Erdgeschoss Parterre
Erdgleichgewichtslehre Geosta
tik
Erdhalbkugel Hemisphäre
erdichten 1. fabulieren. 2. fingieren
erdichtet fiktiv, mythisch
Erdkern Barysphäre
Erdkreis Orbis Terrarum
Erdkunde Geografie
erdkundlich geografisch
Erdmittelalter Mesozoikum
Erdnaht Lineament
Erdneuzeit Känozoikum
Erdnuss Aschantinuss, ‘Kameruner
erdrosseln strangulieren
Erdrosselung Strangulation
Erdrutsch Frana, Lawine
Erdsenkungsgebiet Geosynklinale
Erdspross Rhizom
Erdteil Kontinent
Erdulden Passio
Erdvermessung Geodäsie
Erdzeitalter Ära
ereignen, sich: passieren
Ereignis Episode, Evenement,
Event, Faktum, ‘Sensation
erfahren routiniert, versiert
Erfahrung 1. Empirie. 2. Routine
erfahrungsgemäß aposteriorisch,
empirisch
Erfahrungssatz Aposteriori
Erfahrungstatsache Empirem,
Faktum
Apperzeption, Apprehen
sion, Intuition, Perzeption
Erfinder Inventor
erfinderisch ingeniös
Erfindungsgabe Ingeniosität, Fan
tasie
Erfindungskraft Ingenium
erflehen exorieren
Erfolg Effekt, Evenement, Fortuna,
Fortune, Resultat, Triumph
erforderlich obligat
erforschen eruieren, explorieren,
sondieren, studieren
erfrischen, sich: restaurieren, sich
ergänzen integrieren, komplemen
tieren, komplettieren
ergänzend expletiv, komplementär,
kompletiv, supplementär
Ergänzung Addendum, Komple
ment, Paralipomenon, Supplement
Ergänzungsfarbe Komplementär
farbe
Ergänzungswahl Kooptation
Ergänzungswinkel Komplement
winkel
ergeben devot
ergeben, sich: 1. kapitulieren. 2. re
sultieren
Ergebnis Bilanz, Effekt, Fazit, Pro
dukt, Resultat
ergebnislos negativ
ergiebig produktiv
Ergiebigkeit Produktivität
ergötzen delektieren
ergreifend touchant, tragisch
Ergriffenheit Pathos
Ergussgestein Effusivgestein,
Eruptivgestein
erhaben 1. grandios, majestätisch,
olympisch, souverän. 2. konvex.
3. patético
erhalten konservieren, präservieren
erhaltend konservativ, 'konservatorisch
erhängen strangulieren
erheblich relevant
Erheblichkeit Relevanz
Erhebung 1. Elevation. 2. Enquete,
Survey
erheitern amüsieren
erhellen illuminieren
erhellend interpretativ
erhitzen, sich: echauffieren, sich
erhitzt echauffiert
erhöhen 1. potenzieren. 2. gradieren
Erhöhung Elevation, Gradation
erholen, sich: relaxen
Erinnerung Memento, Mneme, Re
miniszenz
Erinnerungen Memorabilien
Erinnerungsausfall Blackout
Erinnerungsbild Engramm
Erinnerungslosigkeit Amnesie,
Blackout
Erinnerungsstück Souvenir
Erinnerungstäuschung Paramnesie
Erkältung Katarrh, Refrigeration
erkennbar intelligibel, transparent
Erfassen
1473
sich: revan
chieren, sich
Erkenntnis Gnosis
Erkenntnislehre Epistemologie,
Gnoseologie, Noetik
erkenntnismäßig kognitiv
erkenntnistheoretisch epistemo
logisch
Erkenntnistheorie Epistemologie
Erkenntnisvermögen Intellekt
Erkennungsmarke Token
Erkennungszeichen l.Schibboleth. 2. Token
erklärbar explikabel
erklären deklarieren, explizieren, in
terpretieren, proklamieren
erklärend deklarativ, expositorisch,
hermeneutisch, interpretativ
Erklärer Deklarant, Interpret
Erklärung Definition, Deklaration,
Enunziation, Explanation, Explika
tion, Interpretation, Kommentar,
Proklamation, 3Revers, Statement
Erklärung s Wissenschaft Exegese,
Hermeneutik
Erkrankung Affektion
-erkrankung ...itis, '...ose, ...pathie
Erkrankungsbereitschaft Dispo
sition
Erkrankungshäufigkeit Morbidi
tät
erkunden explorieren, recherchie
ren, rekognoszieren, scouten, son
dieren
Erkundung Exploration, Rekognos
zierung, Sondierung
Erl ass Edikt, Ukas
erlauben konzedieren, tolerieren
Erlaubnis Lizenz, Permit, Plazet
Erlaubnisurkunde Patent
erlaubterweise licite
erlaucht illuster
erläutern enukleieren, exemplifizie
ren, explanieren, explizieren, glos
sieren, illustrieren
erläuternd explanativ, illustrativ, il
lustrierend
Erläuterung Exemplifikation, Ex
planation, Explikation, Glosse, Il
lustration
Erlebnisroman Robinsonade
erledigt 1. vakant. 2. ad acta
Erlerntes "Habit
erlesen exquisit, fin, sortiert
erleuchten illuminieren
Erleuchtung Illumination, Inspirati
on
Erlöser Messias, Salvator
ermächtigen autorisieren
ermächtigt autorisiert
Ermächtigung Autorisation
ermahnend paränetisch, protreptisch
Ermahnung Privatissimum, Protreptik
Ermahnungsschrift Paränese
ermattet marode
ermitteln eruieren, recherchieren
Ermittler Detektiv, Rechercheur
erkenntlich zeigen,
Erwerbsunfähige[r]
Ermittlung Recherche, Survey
Ermittlungsbüro Detektei
ermorden killen, liquidieren
Ermüdbarkeit Apokamnose
ermüdend monoton
Ermüdung Apokamnose, Defatigati-
on, Fatigatio
ermuntern animieren, stimulieren
Ermunterung Animierung, Stimula
tion
ermutigen
animieren, encouragie-
ren
Ernährung Nutrition
Ernährungslehre Diätetik
Ernährungsstörung Dystrophie,
Pädatrophie
Ernährungsweise Diät
Ernährungswissenschaftler Tro-
phologe
ernennen
denominieren, nominie
ren
Denomination, Desig
nation, Nomination, Nominierung
Ernennungsurkunde Patent
Ern euerer Reformator, Reformer
erneuern modernisieren, reformie
ren, regenerieren, renovieren
erneuernd innovativ, reformato
risch
Erneuerung Innovation, Regenera
tion, Renovierung, Revival
erniedrigen degradieren
Erniedrigung kaudinisches Joch
ernst 1. gravitätisch. 2. funebre, fune
rale, grave,serio
ernstgemeint seriös
ernsthaft seriös
Ernsthaftigkeit Seriosität
Erntearbeiter Saisonnier
ernüchtern desillusionieren
Ernüchterung Desillusion
Eroberer Invasor, Konquistador
Eröffnung Ouvertüre, Vernissage
Eröffnungsmusik Entree
Eröffnungsstück Ouvertüre
Eröffnungsszene Opening
Eröffnungszug Gambit
erörtern debattieren, diskurrieren,
diskutieren, ventilieren
Erörterung Debatte, Diskurs, Dis
kussion, Exposition
Erpressung Blackmail
erprobt probat
erregbar erethisch, erogen, exzitabel, impressionabel, irritabel
Erregbarkeit Erethismus, Exzitabilität
erregen anturnen, exaltieren, irritie
ren, stimulieren
erregen, sich: alterieren, sich
erregend exzitativ
erregt 1. affiziert, agitiert, exaltiert,
hysterisch, manisch. 2. concitato
Erregtsein Irritation
Erregung Affekt, Emotion, Kick,
Stimulierung, Thrill
errichten instituieren
Ersatz Äquivalent, Quidproquo, Sur
rogat
Ernennung
Ersatzanspruch Regress
Ersatzmann Double, Remplaçant,
"Substitut, Suppleant
Ersatzmittel 'Substitut, Surrogat
Ersatzspieler Double, Stuntman
Ersatztruppe Reserve
Erscheinung 1. Epiphanie, Phäno
men, Vision. 2. Exterieur, Habitus
Habitus, Optik,
Phänotyp
erschießen arkebusieren, füsilieren
erschlaffen relaxieren
erschlafft atonisch
Erschlaffung Atonie, Chalasie, Fa
tigatio, Relaxation
erschöpft down, groggy, kaputt,
machulle, marode, schachmatt
Erschöpfung Exhaustion, Prostrati
on
erschütternd tragisch
Erschütterung 1. Vibration. 2. Kommotio, Schock, Trauma
erschütterungsfrei aseismisch
erschweren komplizieren
erschwerend gravierend
Erschwerung Aggravation, Kompli
kation
ersetzbar fungibel
Ersetzbarkeit Fungibilität, Substitutionalität
ersetzen restituieren, substituieren
Ersetzung Substitution
ersichtlich evident
ersinnen imaginieren
Erstarrungsgestein Magmatit
Erstaufführung Premiere
Erstauftritt Debüt
erstaunlich enorm, formidabel,
phänomenal, stupend
Erstausgabe Editio princeps
Erstflugbrief First-Flight-Cover
Erstgebärende Primipara
Erstgeburtsrecht Primogenitur
Erstickungsangst Pnigophobie
erstklassig first dass, prima
erstrangig primär
Ersttagsbrief First-Day-Cover
Ertrag Produkt, Rendite
erträglich passabel, tolerabel
Ertraglosigkeit Sterilität
ertragreich rentierlich
Ertränkungstrieb Hydromanie
erwachsen adult
Erwachsenenbildung Adult-Education, Andragogik
erwägen reflektieren, ventilieren
erwägenswert diskutabel
Erwägung Ventilierung, Reflexion
erwärmen temperieren
Erweichung Chalasie, Malazie
erweitern l.amplifizieren. 2.bougieren, diktieren
erweiternd extensiv
Erweiterung Amplifikation, Dilata
tion, Ektasie
Erwerb Akzession
erwerben akquirieren
erwerbsunfähig invalid
Erwerbsunfähige[r] Invalide
Erscheinungsbild
1474
Erwerbung
Erwerbung Akquisition
erwidern replizieren
Erwiderung Replik
Erworbenes Habit
Erwünschtes Desiderat
erz-, Erz- archi..., Archi...
erzählen fabulieren
erzählend apologisch, episch,
narra
tiv
Erzähler Epiker, Fabulant, Narrator
erzählerisch episch, narratorisch
Erzählung Novelle, Story
erzeugen generieren, produzieren
Erzeuger Produzent
Erzeugnis Produkt
Erzeugnisgestaltung Industrial
Design
Erzieher Pädagoge
Erzieherin I. Pädagogin.
2. Bonne,
Gouvernante
erzieherisch pädagogisch
Erziehung Edukation
Erziehungsanstalt Alumnat,
Inter
nat, Pensionat
Erziehungswissenschaft
Pädago
gik
Erzpriester Archipresbyter
Erzschlämme Hotbrines
Erzvater Patriarch
erzwungen forciert
Essbrechsucht Bulimie
Essig Acetum
Essiggurke Cornichon
Essigsäure Acetylsäure
Esslust Appetit
Esssucht Bulimie, Sitiomanie
Esswaren Fressalien, Komestibilien,
Viktualien
etwa präterpropter, zirka
Ewigkeit Äon
Existenzberechtigung Raison
d’Être
Existenzkampf
Dynamis, Kapabilität,
Kompetenz, Potenz, Talent
Fahne 'Panier, Standarte
Fahnenflucht Desertion
Fahnenflüchtiger Deserteur
Fahrer Chauffeur
Fahrgast Passagier
Fahrgastraum Kabine
Fährgeld Chalanee
Fahrgestell Chassis
fahrig nervös
Fahrkarte Billett, Ticket
Fahrlässigkeit Culpa
Fahrpreisanzeiger Taxameter
Fahrrad Bike, Velo
Fahrradfahrer Biker
Fahrschalter Kontroller
Fahrstraße Track
Fahrstuhl 'Lift
Fahrstuhlführer Liftboy
Fahrt Tour
Fahrtschreiber Tachograf
Fahrzeug Mobil, Vehikel
Fahrzeuganhänger Trai cr
Fahrzeuglenker Chauffeur
Falke Terzei
Falkenbeize Falkonerie
Falkenjagd Falkonerie
Falkner Falkonier
Falknerei Falkonerie
Fall 1. Kasus, Passus. 2. Eventualität
Fallbeil Guillotine
Fallgeschichte Case-History
Fallsucht Epilepsie
Falschheit Perfidie
Fälschung Falsifikat
Faltblatt Folder
Faltenhaut Chalodermie
Faltenwurf Draperie
Familiengeschichte Saga
Fangarm Tentakel
Fanghaar Tentakel
Fangleine Leash
Farbauftrag Impasto
färbbar chromatophil
färben tingieren
färben-, Farben- chromato..., Chro
mato...; chromo..., Chromo...
Farbenblinder 'Monochromat
Farbenblindheit Achromatopsie,
Daltonismus, Dichromasie, Mono
chromasie
Farbendruck Chromotypie
Farbenfehlsichtigkeit Dyschro
matopsie
Farbenlehre Chromatik
Farbenmischbrett Palette
farbenprächtig flamboyant
Farbenspiel Chromatropie
Farbentüchtigkeit Trichromasie
Färberdistel Saflor
Farbgebung Kolorit
Farbholzschnitt Chromoxylografie
Farbschicht Lasur
Farbstoff Pigment
Farbstoffmangel Albinismus
Farbstoffträger Chromatophor
Farbtonabstufung Valeur
Fähigkeit
Struggle for Life
Facharbeiter Spezialist
Fachausdruck Terminus
Fachbuch Non-Fiction
Fachgebiet Disziplin
Fachhochschule Akademie
fachkundig pragmatisch
Fachmann Kapazität, Professionist,
Spezialist
fachmännisch professionell
Fachsprache Technolekt
Fachwort Terminus
Fackel Flambeau
Faden Filum
fadenförmig filamentos, filiform
Fadenglas Filigranglas
Fadennudeln Vermicelli
Fadenwurm Filaria, Trichine
Fadenwürmer Nematoden
Fadheit Banalität
fähig kapabel, kompetent, potent
farbtonrichtig isochromatisch
Farbtonrichtigkeit Isochromasie
Färbung Tinktion
farbvertiefend bathochrom
Farbwert Valeur
Farbwirkung Kolorit
Farnkrautversteinerung Filizit
Faser Fiber, Filament, Filum, Fim
brie
faserreich fibrös
Faserung Textur
Faserzerfall Elastoklasis
Fass Barrel
Fassadenmalerei Sgraffito
fassbar perzeptibel
Fasslichkeit Perzeptibilität
Fassung 1. Contenance. 2. Version
fassungslos konsterniert
Fassungsvermögen Kapazität
Fastenmonat Ramadan
Fastenzeit Carême, Carena, Qua
dragesima
Fastnacht Karneval
Fasttag Quatember
faul-. Faul- sapro..., Sapro...
Faulbrand Gangrän
faulenzen tachinieren
Faulenzer Tachinierer
Faulgas Biogas
faulig putrid
Fäulnis Putrefaktion
Fäulnisbewohner Saprobie
Fäulnisfresser Saprophage,
Sapro
phyt, Saprozon
Faulschlamm Sapropel
faulschlammartig sapropelitisch
Faulschlammfresser Saprophage
Faulschlammkohle Sapropelit
Faustkämpfer Boxer
Faustschlag Boxer, Punch
Fechtbahn Planche
Fechtwaffe Florett, Rapier
Fechtwettkampf Assaut
Federballspiel Badminton
Federbett Plumeau, Tuchent
Federhaltergriff Penholdergriff]
Federschmuck Aigrette
Federsprunggerät Trampolin
Federwolke Zirrus
Feenstück Feerie
Fegefeuer Purgatorium
Fehlbetrag Defizit, Manko, Minus
Fehlbewegungen Parakinese
Fehlbiidung Anomalie, Deformati
on, Deformität, Difformität, Mons
trosität, Paraplasie
Fehldruck Makulatur
Fehlendes Desiderat
Fehlentwicklung Degeneration,
Dysplasie
Fehler 1. Defekt, Lapsus, Manko,
'Panne. 2. Vitium
fehlerfrei intakt, korrekt
fehlerhaft 1. defekt, defektiv, inkor
rekt. 2. vitiös
Fehlerhaftigkeit 1. Defektivität, In
korrektheit. 2. Vitiosität
Fehlerverzeichnis Korrigenda
Fehlfarbe Renonce, Foße
1475
Fehlgeburt 'Abort
Fehlleistung Lapsus
Fehlschluss Diallele. Paralogismus
Fehlschlüsse Fallazien
Fehlschuss Nuller
Fehlsichtigkeit Ametropie
Fehlsprechen Allolalie
Fehlsprung Nuller
feierlich 1. in pontificalibus, offi
ziell, pastoral, pathetisch, solenn,
zeremoniell. 2. festivo, grave, maes
toso, patético, pomposo, religioso
Feierlichkeit Pathetik, Solennität,
Zelebrität
fein filigran, fin
Feinbäcker Konditor, Patissier
Feinbäckerei Konditorei, Patisserie
Feinbackwaren Patisserie
-feindlich ...phob
feindselig animos
Feindseligkeit Animosität
feinfühlig dezent, sensibel
Feinfühligkeit Sensibilität, Sensitivität
Feingebäck Patisserie. Petits Fours
Feingefühl 2Takt
Feingehaltsstempel Repunze
feingliedrig filigran
Feinheit Finesse, Präzision, Sublimität, Subtilität
Feinkost Comestibles, Delikatesse
Feinmessgerät Mikrometer, Passameter
Feinschlosser Mechaniker
Feinschmecker Gourmet
feinstimmig mikrofonisch
Feldforschung Fieidresearch
Feldfrucht Zerealie
Feldgeschütz Falkonett
Feldküche Gulaschkanone
Feldlager 'Camp
Feldstück Kamp
Feldzeichen Standarte
Feldzug Kampagne
Fellranzen Tornister
fels-, Fels- petro..., Petro...
Felsenhöhle Grotte
Felsenspalte Kamin
Felsenwohnungen Cliff-Dwellings
Felswüste Hammada
Fetszeichnung Petroglyphe, Petro
gramm
Fensterblatt Monstera
Fensterladen Spalett
Fenstertechnik Windowtechnik
Fenstervorhang Gardine, Rideau,
’Store, Vitrage
Ferienhaus Chalet, Cottage
Ferienlager 'Camp
fern-. Fern- 'tele..., Tele...
ferner item
Fernfühlen Telepathie
Ferngeschwulst Metastase
Ferngespräch Telefonat
Fernkopie Fax, Telefax, Telekopie
fernkopieren faxen, telefaxen, telekopieren
Fernkopierer Fax, Telefax, Teleko
pierer
fieberhaft
Heliograf, Periskop, Per
spektiv, Teleskop
fernschreiben telegrafieren, tele
xen
Fernschreiben Teletex, Telex, Telexogramm
Fernschreiber Telegraf, Telex, Ti
cker
Fernschreibernetz Teletex, Telex
fernseh-. Fernseh- tele.... Tele...;
video..., Video...
Fernsehen Television
Fernsehkirche Electronic Church
Fernsehkoffergerät 'Portable
Fernsehprüfrohr Monoskop
Fernsehsucht Televisionismus
fernsehwirksam telegen
Fernsprechanschluss Telefon
Fernsprecher Telefon
Fernsprechwesen Telefonie
Fernsteuergerät Temex
Fernüberwachungsgerät Temex
Fernwahrnehmung Telepathie, Teleskopie
Ferse 'Calx
Fersenbein Calcaneus
Fersenschmerz Achillodynie, Ta1 algie
fertig fini
Fertigkeit 1. Routine. 2. Technik
Fertigkleidung Konfektion
Fertignahrung Convenience-Goods
fesseln faszinieren, interessieren
fesselnd interessant
Fesselndes Faszinosum
fest 1. fix, kompakt, konstant, mas
siv, solid, stabil. 2. fermamente
Fest Fete, Party
Festbeleuchtung Illumination
Festessen 'Bankett, Diner, Dinner
festfahren, sich: stagnieren
Festgedicht Carmen
festgelegt indisponibel
Festgesang Hymne
festgewachsen sessil
festigen fixieren, konsolidieren, sta
bilisieren
Festigkeit Konsistenz, Solidität,
Stabilität
Festigung Konsolidation, Stabilisie
rung
Festkleidung Gala
Festland Kontinent
festländisch kontinental
Festlandklima Kontinentalklima
festlegen determinieren, formulie
ren, lokalisieren, stipulieren, termi
nieren, zementieren
festlegend determinativ
Festlegung Determination, Doktrin
festlich 1. solenn. 2. festivo
Festlichkeit Festivität, Fete
Festmahl 'Bankett, Diner, Dinner
Festmeter Kubikmeter
Festnahme Arretierung
festnehmen arretieren
Festplatte Harddisk
Festpreisgeschäft Prix fixe
Festrede Epideiktik, Panegyrikos
Fernrohr
diktieren, konstituieren,
stabilisieren, statuieren, stipulieren
festsitzend sessil
Festspeicher Read-only-Speicher
Festspiel Festival
feststehend fix, konstant, stereotyp
feststellen 1. diagnostizieren, iden
tifizieren, konstatieren, postulieren,
registrieren. 2. arretieren
Feststellung Diagnose, Konstatie
rung
Festtagsverzeichnis Kalendarium
Festung Fort, Kastell, Zitadelle
Festwertspeicher EAROM,
EEPROM, REPROM, ROM
fett adipös
Fett Adeps, Lipid
fett-, Fett- lipo..., Lipo...
Fettabsaugung Liposuktion
fettähnlich lipoid
Fettbruch Lipozele
Fettdurchfall Stearrhö
Fettgeschwulst Hibernom, Lipom
Fetthenne Sedum
fettleibig adipös
Fettleibigkeit Adipositas. Korpu
lenz, Obesität, Pimelose, Steatose
fettlöslich lipophil
Fettspaltung Lipolyse
Fettsteiß Steatopygie
Fettstoffwechselstörung Lipido
se
Fettstuhl Steatorrhö
Fettsucht Adipositas, Hypersteatose, Lipomatose, Steatose
feucht humid
Feuchtigkeit Humidität
festsetzen
feuchtigkeits-, Feuchtigkeits-
hygro..., Hygro...; ombro..., Ombro...
Feuchtigkeitscreme Moisturizing
Cream
feuchtigkeitsliebend hygrophil.
ombrophil
feuchtigkeitsscheuend ombrophob
Feuer Temperament
feuer-, Feuer- pyro..., Pyro...
Feuerbestattung Kremation
Feuerfurcht Pyrophobie
Feuerkugel Bolid, Meteor
Feuerlöschanlage Sprinkler
Feuerstelle Kamin
Feuerwerker Pyrotechniker
Feuerwerkerei Pyrotechnik
Feuerwerkskörper Rakete
Feuerzeichen Fanal
feurig 1. vif. 2. ardente, con fuoco,
spirituoso, zelosamente
Fichtenharz Galipot
Fieber Febris, Hyperpyrexie, Hyper
thermie, Pyrexie, Temperatur
fieber-, Fieber- pyro..., Pyro...
Fieberabfall Deferveszenz, Krise,
Lysis
fieberbekämpfend antipyretisch
Fieberbekämpfung Antipyrese
fieberfrei afebril
fieberhaft 1. febril. 2. hektisch
1476
Fiebermittel
Fiebermittel
Antipyretikum, Pyreti-
kum
fiebersenkend antipyretisch
Fiebertraum Fantasie
Fieberwahnsinn Paraphrosyne
fiebrig febril
Figurenträger Atlant, Karyatide,
Zophoros
Filmaufnahmegerät
Kamera, Ki-
flüchtig
Filmbearbeitung Dramaturgie
filmbegeistert cinephil
Filmbehälter Kassette, Magazin,
Ich
thyose
Fischvergiftung Ichthyismus
Fischversteinerung Ichthyolith
flach plan
flach-, Flach- platy..., Platy...
Flachbildschirmmonitor Flat-
Patrone
Filmdrehbuch Skript
Filmeinblendung Flash
Filmhersteller Realisator
Filmindustrie Kinematografie
Filmkenner Cineast
Filmkunst Cineastik, Kinematogra
fie
Filmlänge Metrage
Filmneufassung Remake
Filmsammlung Filmothek,
Kine
mathek
Filmschaffender Cineast
Filmschnittmeister Cutter
Filmschnittmeisterin Cutterin
Filmszene Take
Filmtheater Kino
Filmverzeichnis Filmografie
Filmvorführer Operateur
Filmvorführung Kino
Filmwerbung Trailer
Filterhäutchen Membran
filtern filtrieren, kolieren
Filzhut Crusher, Kalabreser
Filzhütte Jurte
Filzlausbefall Phthiriase
Fimmel Tick
findig praktisch, vigilant
Finger Digitus
finger-, Finger- daktylo..., Dakty-
lo...
Fingerabdruck Daktylogramm
Fingerabdruckverfahren Dakty
loskopie
Daktylitis, Pa
naritium
Fingerglied Phalanx
Fingerhut 'Digitalis
Fingerkraut Potentilla
Fingersatz Applikatur
Fingerspitzengefühl 2Takt
Fin gersprache Chirologie, Dakty-
lologie
Fingerverkrümmung
Daktylogry-
pose
Fingerzeig Tipp
Finne Echinokokkus
Firmenwert Goodwill
Firmenzeichen Corporate
Identity,
Logo, Signet
fisch-, Fisch- ichthyo..., Ichthyo...
Fischaugenstein Ichthyophthalm
Fischechse Ichthyosaurier
Fischerboot Barke
Fischereifahrzeug Kutter, Logger
Fischersiedlung Kiez
Flachdruckverfahren
1. ätherisch, volatil. 2. negli
gente
Flüchtling Refugié
Fluchtlinie Alignement
Flugabfertigungsschalter
Coun
ter
Flugball Volley
Flugbegleiter Steward
Flugbegleiterin Airhostess,
Stewar
dess
Screen-Monitor
nematograf
Fingerentzündung
fischförmig ichthyomorph
Fischkunde Ichthyologie
Fischschuppenkrankheit
Algrafie,
Offsetdruck
Fläche Areal
Flachfeuergeschütz Haubitze
flachköpfig platyzephal
Flachköpfige[r] Platyzephale
Flachköpfigkeit Chamäzephalie,
Platyzephalie
Flachmeer Epikontinentalmeer
Flachrelief Basrelief
Flachsee Schelf
Flagge Standarte
flammen monieren
flammend flamboyant
Flammenzeichen Fanal
Fläschchen Flakon
Flaschenzug Talje
flau blümerant
Flechten Lichenes
flechtenähnlich lichenoid
flechtenartig lichenoid
Flechtwerk Entrelacs
fleckig makulös
Fledermäuse Chiroptera
Fleischbraterei Rotisserie
Fleischbrühe Bouillon, 2Jus
fleischfarben inkarnat
Fle ischfresser Karnivore, Zoopha
ge
Fleischfüllung Farce
Fleischgrill Rotisserie
fleischig pulpos, sukkulent
Fleischkäse Pain
fleischrot inkarnat
Fleischsaft Fond
Fleischschneidemaschine Cutter
Fleischschnitte Tranche
Fleischton Inkarnat
Fleischvergiftung Botulismus
Fleischwerdung Inkarnation
Flickwort Expletiv
Flieder Syringe
Fliegenpilzgift Muskarin
Fliehkraft Zentrifugalkraft
fließen pulsieren
fließend 1. fluid, laminar. 2. melo
disch
Fließheck 'Fastback
Fließlaut Liquida
flimmern szintillieren
flink 1. agil, fix. 2. lesto
Flitterwochen Honeymoon
Flohkrebse Amphipoden
flott fesch, smart
Flotte Armada, Marine
Flottenübung Manöver
Flottenwesen Marine
Fluch Exsekration
Flucht Evasion
flügelförmig aliform
flügellos apterygot
Flügellosigkeit 'Apterie
Fluggast Passagier, 2Pax
Fiuggastabfertigung Check-in
Fluggastbetreuerin Groundhos
tess, Hostess, Stewardess
Fluggesellschaft Airline
Flughafen Airport, Airterminal
Flughafenhotel Aerotel
Flughaut Patagium, Pterygium
Flugkarte Ticket
Flugkörpergeschoss Cruise-Mis
sile, Missile
Flugreise Passage
Flugschreiber Flight-Recorder
Flugsteig Gate
Flugzeug Aeroplan, 2Jet
Flugzeugentführer Hijacker
Flugzeugentführung Hijacking
Flugzeugführer Pilot
Flugzeughalle Hangar
Flugzeugstart Take-off
Flur Korridor
Flurbereinigung Kommassation
Flurname Mikrotoponym
Flussblindheit Onchozerkose
Flussgabelung Bifluenz, Bifurkati
on
flüssig fluid, liquid
Flüssiggasbehälter Kryogentank
Flüssigkeitsansammlung Odem
Flüssigkeitsbehälter Kanister
Flusskunde Potamologie
flusslos arheisch
Flu ssmuschel Najade
Flu ssneunauge Lamprete
Flusspferd Hippopotamus
Flussspat Fluorit
Flüsterstimme Aphonie
Folge 1 . Partita, Sequenz, Serie, Zy
klus. 2. Konsequenz
folgend konsekutiv
folgenschwer fatal
folgerichtig konsequent,
konstruk
tiv, logisch
Folgerichtigkeit Konsequenz
folgern konkludieren
folgernd konklusiv, konsekutiv
Folgerung Konklusion
folglich ergo
Folter Tortur
foltern torquieren
foppen düpieren
Förderband Conveyer
Förderer Mäzen, Mentor, Promotor,
Protektor, Sponsor
postulieren, prätendieren,
reklamieren
fordern
1477
akzelerieren, protegieren,
sponsern
Forderung Desiderium, Postulat
Förderung Protektion, Sponsoring
Form 1. Eidos, Morphe. 2. Obser
vanz, 'Schema
formbar plastisch
Formbarkeit Plastizität
formbeständig permanent press
formen fassonieren, modellieren
Formenbildung Typogenese
Formenlehre Morphologie
Former Modellierer
Formgebung Design, Styling
Formgestalter Designer. Industrial
Designer, Stylist
Formgestaltung Industrial Design
-förmig *...id, ...morph, ...oid
förmlich 1. formal, formaliter. 2. for
mell, offiziell, zeremoniell
Förmlichkeit 1. Formalie, Formali
tät. 2. Etikette, Zeremonie
formlos 1. amorph. 2. inoffiziell
Formsache Formalität
Formveränderung 1. Deformation.
2. Flexion
forschend expioratorisch
Forschungsanstalt Akademie, In
stitut
Forschungsreise Expedition
Fortbleiben Absenz
Fortdauer Kontinuität
fortdauern perpetuieren, persistie
ren
fortdauernd kontinuierlich
Fortentwicklung Evolution
fortlaufend kursorisch, sequenziell
fortpflanzen, sich: reproduzieren,
sich
Fortpflanzung Gamogonie, Propa
gation, Reproduktion
Fortpflanzungsbiologie Repro
duktionsbiologie
Fortpflanzungskraft Generativität
fortpflanzungsunfähig steril
Fortpflanzungszelle Gamet, Spore
fortschreiben skontrieren
Fortschreiten Progredienz, Pro
gression
fortschreitend florid, progressiv
Fortschritt Progress
Fortschrittler Progressist
fortschrittlich progressistisch, pro
gressiv
Fortschrittsdenken Progressismus
Fortsetzung Kontinuation
Fortsetzungsfilm Sequel, Serial
Fortsetzungslieferung Faszikel
Frachtempfänger Destinatar
Frachtgut Kargo
Frachtlöschung Debardage
Frachtstück 2Kolli, Kollo
Frachtverpackung Fustage
Frachtvertrag Charter
Frage Erotema
Fragefürwort Interrogativprono
men
fragend interrogativ
Fragesatz Erotema, Interrogativsatz
fördern
Frostbeule
Fragestellung Problem
Frageumstandswort Interrogativ
adverb
Frage-und-Antwort-Spiel Quiz
fraglich 1. hypothetisch. 2. problema
tisch
fragwürdig
dubios, problematisch,
suspekt
frankreichfeindlich
can
Freistilringkämpfer Catcher
freiwillig fakultativ, spontan, sua
sponte
frankophob,
gallophob
Frankreichfeindlichkeit
Franko-
phobie, Gallophobie
frankreichfreundlich
Freizeitbeschäftigung Hobby
fremd 1. extern, extran. 2. exotisch
fremd-. Fremd- allo.... Allo...; hete
ro..., Hetero...; xeno..., Xeno...
frankophil,
gallophil
Frankreichfreundlichkeit
Fran
kophilie, Gallophilie
Franse Fimbrie
fremden-. Fremden-
ko...
Xé
xeno..., Xe
no...
fremdenfeindlich xenophob
Fremdenfeindlichkeit Xenopho
bie
Frauenarzt Gynäkologe
Frauenbewegung Feminismus
Frauenfeind Misogyn
Frauenfeindlichkeit Misogynie
Frauenheilkunde Gynäkologie
Frauenheld Casanova, Don Juan,
Womanizer
Frauenliebling Belami
Frauenrechtlerin Feministin,
fremdartig exotisch
fremdbestäubend allogam
Fremdbestäubung Allogamie,
nogamie
französischsprachig frankophon
Fratze 1. Grimasse. 2. Maskaron
frauen-, Frauen- gynäko..., Gynä-
Suf
fragette
Alt, Mezzoso
pran, Sopran
frech 1. frivol, impertinent. 2. ardito
Frechheit Impertinenz
frei 1. degagiert, indeterminiert, lizenziös, vakant. 2. franko, gratis
Freibeuter 2Kaper, Korsar
Freibrief Charter
Freifrau Baronin
Freifräulein Baroness
freigebig generös, honorig, nobel,
spendabel, splendid
Freigebigkeit Generosität, Splendidität
Freigehege Voliere
freigestellt fakultativ, optional
freihalten 1. reservieren. 2.regalieren
Freiheit Libertät, Liberté
freiheitlich liberal, liberalistisch
Freiheitslehre Eleutheriologie
Freiheitsstrafe Arrest
Freiherr Baron
Freiherrenwürde Baronat, Baronie
Freiin Baroness
Freiklettern Freeclimbing
Freikörperkultur Nudismus
Freilichtkino Autokino, Drive-inKino
Freilichtmaler Pleinairist
Freilichtmalerei Pleinair, Pleinairismus
Freilichtmuseum Skansen
Freiluft- Open-Air-...
freimachen frankieren
Freimachung Frankatur
Freimaurer Logenbruder
Freimaurervereinigung Loge
Frauensingstimme
Freischärler Partisan
Freisinnigkeit Liberalität
Freisprechung Absolution
Freistilringkampf Catch-as-catch-
fremdenfreundlich xenophil
Fremdenfreundlichkeit Xenophi-
lie
Fremdenführer Cicerone, Guide
Fremdenheim Hospiz, Pension
Fremdenherberge Xenodochium
Fremdenliebe Xenophilie
Fremdenverkehr Tourismus
fremdgesetzlich heteronom
Fremdgesetzlichkeit Heterono-
mie
Fremdgruppe Outgroup
Fremdherrschaft Heterarchie,
Xe-
nokratie
fremdländisch exotisch
Fresszelle Phagozyt
Freudenhaus Bordell, Eros-Center
freudlos dysphorisch, trist
Freund 1. Alter Ego, Intimus, Kum
pel, 'Spezi. 2. Galan, Lover
freund-, Freund- philo..., Philo...
Freundeskreis Clique
Freundin 1. Intima. 2. Bambina,
Donja, Dulzinea, Favoritin
freundlich konziliant
freundschaftlich kollegial
Friedensgruß 'Pax, Salam, Schalom
Friedenspfeife Kalumet
friedfertig irenisch
Friedhof Zömeterium
friedlich alkyonisch
friedliebend irenisch
frisch alert, vif
Frischzellenbehandlung Zellular
therapie
Dilation, Induit, Intervall, Ter
min
Fristeinräumung Induit
fröhlich gaîment, giocondo, giocoso
frohlocken jubilieren, triumphieren
fromm pietistisch, religiös
Frömmelei Bigotterie
frömmelnd bigott
Frömmigkeit Eusebie, Religiosität
Frontenauflösung Frontolyse
Froschlurche Anuren
frost-, Frost- kryo..., Kryo...
Frostbeule Pernio
Frist
1478
Frostbodenbewegung
Frostbodenbewegung
Kryoturba-
tion, Solifluktion
Frostbodenkunde Kryopedologie
Frucht Fructus
frucht-. Frucht-karpo..., Karpo...
fruchtbar 1. fekund, fértil. 2. produk
tiv
Fruchtbarkeit Fekundität, Fertilität
-fruchtbildung ...karpie
Fruchtblatt Karpell
Fruchtbonbon Drops
Friichtefresser Fruktivore
Fruchtfolge Rotation
Fruchtsaft Juice, 2Jus
Fruchtschimmel Monilia
Fruchtzucker Fructose, Lävulose
früh matinal
früh-. Früh- archi..., Archi...; prä...,
Prä...
Frühdruck Inkunabel
Frühgottesdienst Mette
Frühmensch Anthropus
Frühmenschen Archanthropinen
frühmorgens matinal
frühreif prämatur
Frühreife Prämaturität
Frühstück Breakfast
Frühstücksgedeck Dejeuner
Frühstückshaferbrei Porridge
Frühsymptom Prodrom
frühzeitig prämatur
Fuchsschwanz Amarant
fügen,sich: resignieren
fühlbar palpabel
Fühler 1. Antenne. 2. Sensor
Fühlungnahme Kontakt
Führung Gestion, Management, Re
Furchenzieher Markör
furchtbar katastrophal
fürchterlich bestialisch
Furchtlosigkeit Aphobie
furchtsam apprehensiv
Furchungszelle Blastomere
Fürsprecher Dolmetsch, Mentor,
Paraklet
fürstlich regal
Fürwort Pronomen
fürwörtlich pronominal
Fuß Pes
fuß-, Fuß- 'pedo..., Pedo...;
podo...,
Podo...
Fußabdruck Ichnogramm
Fußansatz Basipodium
Fußbad Lavipedium
Fußballspieler Kicker
Fußbedienungshebel Pedal
fußen basieren
-füßer ...pode
Fußfall Proskynese
Fußgänger Passant
Fußgängerüberweg Passerelle
Fußgicht Podagra
Fußhebel Pedal
Fußpflege Pediküre
Fußpunkt Nadir
Fußschmerz Podalgie
Fußsoldat Infanterist, Muschkote,
Musketier
Fußsoldaten Infanterie
Fußspur Ichnogramm
Fußwanderung Tramp
Fußwurzel Tarsus
Fußwurzelschmerz Tarsalgie
Futtereinlagerung Silage
gie
Führungsschicht Elite,
Nomenkla
G
tura
Führungsstimme Lead
Füllwort Expletiv
Fund Trouvaille
fünf-. Fünf-penta..., Penta...
fünfblättrig pentapetalisch
Fünfeck ’Pentagon
fünfeckig pentagonal
Fünffingrigkeit Pentadaktylie
Fünfflächner Pentaeder
fünfgliedrig pentamer
Fünfherrschaft Pentarchie
Fünfkampf Pentathlon
Fünftagefieber Quintana
fünfteilig pentamer
fünftonig pentatonisch
Fünfuhrtee Five o’Clock Tea
funkeln szintillieren
Funkempfangsgerät Pager
Funkmessverfahren Radartech
nik
Funknachricht Depesche
Funkrufdienst Seal)
Funksprechgerät Walkie-Talkie
Funkstörungen Spherics
für-. Für-pro..., Pro...
Fürbitte Kommemoration
Fürbittgebet Ektenie, Litanei, Suf
fragium, Synapte
Fissur
Furche
Gabe Almosen
Gabelung Bifurkation
Gähnkrampf Chasma, Oszedo
Galle Bilis, Fel
gallehaltig biliös
gallen-, Gallen-choie..., Chole...
Gallenabsonderung Cholerese
Gallenblasenentfernung Chole
zystektomie
Gallenblasenentzündung
Chole
zystitis
Gallenblasenleiden
Cholezystopa-
thie
Gallenfarbstoff
Bilirubin, Biliver
din
Cholangie, Cholangiopathie
Gallenmangel Oligocholie
Gallenstein Cholelith
Gallensteinentfernung Cholelithotomie
Gallensteinkolik Cholelithiasis
Gallensteinleiden Cholelithiasis
Gallensteinzertrümmerung Cholelithotripsie
Gallenwirkstoff Cholin
Gallengangerkrankung
Gallestau Cholostase
gallig biliös
gämsfarben chamois
Gämswurz Doronicum
Gang 1. Korridor. 2. Ductus
Gänsehaut Dermatospasmus
Gänsekresse Arabis
Gänsestopfleber Foie gras
ganz 1. holotisch, komplett. 2. intakt
Ganzheit Totalität
ganzheitlich totalitär
gänzlich total, totaliter, tout à fait
Ganztagsarbeit Full-Time-Job
Ganzton Tonus
ganzzahlig integer
Gärfutter Silage
Gärfutterbehälter Silo
Gärfutterbereitung Silage
Garnkörper Kops
Garnspule Bobine
Gartenammer Ortolan
Gartenbau Hortikultur
Gartenbauer Hortikulturist
Gartenbaukunde Hortologie
Gartenbaukundiger Hortologe
Gartenstiefmütterchen Pensee
Gartentheater Tivoli
Gärung Fermentation
gärungs-, Gärungs- zymo...,
Zy
mo...
Gärungslehre Zymologie
Gärungstechnik Zymotechnik
gas-. Gas- aero..., Aero...
Gasausbruch Eruption
Gasaustritt Effusion
Gasbehälter Gasometer
Gasbrenner Argandbrenner
Gasdichtemesser Dasymeter,
Effusiometer
Gashülle Atmosphäre
Gasschicht Chromosphäre
Gassenhauer Vaudeville
Gastgewerbe Hotellerie
Gasthaus Boarding-House, Hospiz
Gasthörer Hospitant
Gasthörerschaft Hospitation
Gastspielreise Tournee
Gaststätte Lokal, Restaurant
Gaststättengewerbe Gastrono
mie
Gastwirt Gastronom
Gastwirtschaft Lokal, Restaurant,
2Restauration
Gattung Genre, Genus, Kategorie,
Spezies, Typ
Gattungsbezeichnung Appellativ
Gaukler Fakir
Gaumen Palatum
gaumen-, Gaumen-palato..., Pala
to...
Gaumenlaut Guttural, Palatal, Ve
lar
Gaumenmandel Tonsille
GaumenmandelentzündungTon-
sillitis
Gaumensegel Velum palatinum
Gaumenspalte Palatoschisis
Gaumenzäpfchen Staphyle, Uvu
la
1479
Gauner Falott, Ganove, Halunke
Gaunersprache Argot
geächtet exlex
Geächteter Outlaw, Paria
Gebälkträger Atlant
Gebärde 'Geste, Gestikulation
Gebärdenspiel Echomimie, Gesti
kulation, Mimik, Pantomimik
Gebärdensprache Daktylologie,
Gestikulation
Gebärmutter Uterus
Gebärmutterabknickung Retro
flexion
Gebärmutterausschabung Abra
sio, Kürettage
Gebärmutterblutung Metrorrha
gie
Gebärmutterentfernung Hyster
ektomie
Gebärmutterentzündung Metritis
Gebärmuttererkrankung Metropathie
Gebärmuttererschlaffung Metratonie
Gebärmutterhals Cervix
Gebärmutterhalsentzündung
Zervizitis
Kollumkarzinom, Zervixkarzinom
Gebärmutterkrebs Korpuskarzi
nom, Uteruskarzinom
Gebärmutterriss Uterusruptur
Gebärmutterschmerz Hysteralgie,
Uteralgie
Gebärmutterschnitt Hysteroto
mie, Metrotomie
Gebärmuttervorfall Hysteroptose,
Metroptose, Uterusprolaps
Gebäude Immobilie, Objekt
Gebäudeblock Komplex
Gebäudeteil Trakt
Gebäudevorbau Altan, Balkon
Gebäudevorderseite Fassade
Gebet 'Hora, Oration
Gebetbuch Brevier, Diurnal, Mach
sor, Tefilla
Gebetsabschluss Amen
Gebetsaufforderung oremus
Gebetserhörung Mirakel
Gebetsnische Mihrab
Gebetsriemen Phylakterion, Tefillin
Gebetsrufer Muezzin
Gebetsstunde 'Hora
Gebiet Komplex, Region, Revier,
Sektor, Terrain. Territorium
Gebieter Dominus
gebieterisch diktatorial, diktato
risch, imperatorisch
Gebietsabtrennung Separation
Gebietsaneignung Annexion
gebietsmäßig regional
Gebietsräumung Evakuierung
Gebietsstreifen Korridor
gebildet kultiviert
gebirgs-, Gebirgs- oro..., Oro...
Gebirgsbachregion Rhitral
gebirgsbildend akroorogen, orogen
Gebärmutterhalskrebs
Gefriertrocknung
Orogenese, Revo
lution, Tektogenese
Gebirgspass Paso
Gebirgsstock Massiv
Gebiss Dentur
Gebissstange Kandare
Gebläse Exhaustor, Ventilator
gebleicht podsoliert
geblümt fleuriert, floral
Gebrauch 1. Uso, Usus. 2. Handling
gebrauchen handeln
gebräuchlich usuell
gebrauchsfertig parat
Gebrauchsgegenstand Utensil
gebraucht antiquarisch, second
hand
Gebrauchtwarenladen Second
handshop
Gebrechlichkeit Infirmität
gebrochen 1. frakturiert. 2. arpeggiato
Gebühr 'Taxe
Gebührenordnung Tarif, 'Taxe
gebunden legato
Geburt Eutokie, Partus
Geburtenanstieg Babyboom
Geburtenhäufigkeit Natalität
Geburtshelferin Obstetrix
Geburtshilfe Obstetrik
Geburtslehre Tokologie
Geck Dandy, Gent, Snob
geckenhaft dandyhaft, snobistisch
gedacht abstrakt, fiktiv, ideal, ideell
Gedächtnis Kommemoration, Mneme
Gedächtnisfehler Lapsus Memo
riae
Gedächtnisfeier Kommemoration
Gedächtnislücke Blackout
Gedächtnisschwäche Hypomnesie
Gedächtnisschwund Amnesie
Gedächtnisstörung Paramnesie
gedämpft sordo, sotto voce, suffo
cato
Gedanke Aphorismus, Idee, Inspira
tion, Noema, Notio
Gedankenblitz Aphorismus
Gedankengebilde Ideologem
Gedankenlesen Telepathie
gedankenlos mechanisch, schema
tisch
Gedankensplitter Aphorismus
Gedankensprung Metabasis
Gedankenverbindung Assoziati
on, Ideenassoziation
Gedankenvielfalt Polyideismus
gedanklich abstrakt, ideell, theore
tisch
gedehnt larghetto, largo
gedeihen florieren, prosperieren
Gedeihen 'Flor, Prosperität
Gedenkfeier Jubiläum
Gedenkmünze Medaille
Gedenktafel Epitaph
Gedenktag Jubiläum
Gedenkveranstaltung "Memorial
Gedicht Ballade, Ode, Poem
Gedichtabschnitt Strophe
Gebirgsbildung
Gedichtsammlung Anthologie
Gedichtzeile Vers
gediegen seriös, soigniert, solid
gedrängt 1. kompakt, konzis. 2.stret-
to
gedrückt deprimiert
gedrungen 1. kompakt,
pyknisch,
ramassiert. 2. pesante
Geduldsspiel Puzzle
gedunsen pastös
geeignet probat, qualifiziert
Gefahr Risiko
gefährdet exponiert
Gefahrertsignal Alarm
Gefahrenwarnung Alarm
gefährlich kritisch, riskant
Gefährte Kumpan, Partner
Gefährtin Partnerin
Gefälle Gradient
gefallen konvenieren
gefällig 1. kulant. 2. lusingando, piacevole
Gefallsucht Koketterie
gefallsüchtig kokett
Gefangenenlager 'Camp, Internie
rungslager
gefärbt tingiert
gefäß-, Gefäß- angio..., Angio...;
vaso..., Vaso...
Gefäßausdehnung Anapetie
Gefäßchirurgie Angiochirurgie
Gefäßdurchtrennung Vasotomie
Gefäßerweiterung Anapetie, An
giektasie
Gefäßgeflecht Plexus
Gefäßgeschwulst Angioma, An
giosarkom
Gefäßkrampf Angiospasmus, Vasospasmus
Gefäßlähmung Vasoplegie
Gefäßlehre Angiologie
Gefäßleiden Angiopathie
Gefäßnerven Vasomotoren
Gefäßneubildung Vaskularisation
Gefäßpfropf Embolus, Thrombus
gefäßreich vaskulös
Gefäßschmerz Angialgie, Vasalgie
Gefäßschwäche Angiasthenie
gefäßverengend vasopressorisch
Gefäßverengung Angiostenose,
Vasokonstriktion
Gefäßverhärtung Angiosklerose
Gefäßverstopfung Obturation
Gefäßzerreißung Diärese, Ruptur
Gefecht Scharmützel
Gefechtslinie Front
Gefeierte Jubilarin
Gefeierter Jubilar
gefeit immun
geflammt flamboyant, moiriert
geflechtartig plexiform
Gefolge Entourage, Eskorte, Kon
dukt, Tross
Gefolgsmann Paladin, Vasall
Gefräßigkeit 'Akorie, Polyphagie,
Vorazität
Gefrieranlage Refrigerator
Gefriertrocknung Kryodesikkation, Lyophilisation
1480
Gefüge
Gefüge Struktur, System
Gefühl Emotion, Feeling, Sentiment
gefühllos 1. brutal, insensibel. 2. ase
xual
Gefühllosigkeit Inhumanität,
In
sensibilität
Gefühlsansprechbarkeit Affekti
vität
Gefühlsaufwallung Affekt
Gefühlsäußerung Sentiment
gefühlsbetont 1. affektiv, emotio
nal. 2. lyrisch
Gefühlsbewegung Emotion
Gefühlseindruck Impression
gefühlskalt frigid
Gefühlskalte Frigidität
gefühlsmäßig emotional, instinktiv
Gefühlsschwärmer Romantiker
gefühlsschwärmerisch roman
tisch
Gefühlsseligkeit Sentimentalität
Gefühlsüberschwang Pathos
Gefühlsverkehrung Parathymie
Gefühlszustand Emotion
gefühlvoll 1. lyrisch, sentimental.
2. con sentimento
Geführigkeit Före
gegeben datum
gegebenenfalls eventuell
Gegebenheit Faktizität, Realität
gegen kontra
gegen-. Gegen-anti..., Anti...; kon-
ter..., Konter...; kontra..., Kontra...
Gegenansage Kontra
Gegenanzeige Kontraindikation
Gegenauslese Kontraselektion
Gegenbehauptung Antithese
Gegenbenennung Antiphrase
G egen be urteil un g Antikritik
Gegenbeweis Elenchus, Katasyllo-
gismus
Gegenbuchung Ristorno
Gegend Region
Gegendienst Revanche
Gegendruck Contreépreuve
Gegeneinrede Replik
Gegengift Antidot, Antitoxikum,
Antitoxin
Gegenkraft Contrecoup
Gegenleistung Revanche
Gegenmaßnahme Retorsion
G eg en papst Antipapa
Gegenrevolution Konterrevolution
Gegensatz 1. Antagonismus, Kon
tradiktion, Repugnanz. 2. Kontrast
adversativ, antago
nistisch, antithetisch, dualistisch,
konträr, oppositär, oppositionell,
oppositiv, polar
Gegensätzlichkeit Dialektik, Dua
lismus, Polarität
Gegensatzwort Antonym
Gegenschluss Katasyllogismus
gegenseitig mutual, reziprok, sy
nallagmatisch
Gegenseitigkeit Mutualität, Rezi
prozität
Gegensonne Anthelion
Gegenspieler Rivale
gegensätzlich
1. Objekt. 2. Materie,
Res, Sujet, Thema
gegenständig opponiert
gegenständlich hypostatisch, kon
kret, objektiv
gegenstandsbezogen topikal
gegenstandslos nonfigurativ
gegenstandsspezifisch topikal
Gegenstimme Diskant
GegenstückCounterpart, Korrelat,
Pendant
gegenüber vis-à-vis
Gegenüber Visavis
gegenüberstehend opponiert
gegenüberstellen konfrontieren,
opponieren
Gegenüberstellung Konfrontation
Gegenvorstellung Remonstration
Gegenwart 1. Präsenz. 2. Parusie.
3. Präsens. 4. Moderne
gegenwärtig momentan, präsent
Gegenwartsbezogenheit Aktuali
tät
Gegenwartsnähe Aktualkät
Gegenwehr Resistenz
Gegenwert 1. Äquivalent. 2. Valuta
Gegenwirkung Reaktion, Reaktivi
tät
Gegen wort Antonym
gegenzeichnen kontrasignieren
Gegenzeichnung Kontrasignatur
Gegner Antagonist, Konkurrent,
Kontrahent, Opponent
gegnerisch antagonistisch, opposi
tionell
Gegnerschaft 1. Antagonismus,
Konkurrenz. 2. Opposition
Gehabe Chichi
Gehalt 1. Dotierung, Gage, Fixum,
Salär. 2. Konzentration, Message
Gehalts Vereinbarung Tarif
gehässig odios
Gehässigkeit Odiosität
geheftet broschiert
Gehege Korral, Paddock
geheim esoterisch, intim, intra mu
ros, okkult
geheim-. Geheim-krypto..., Krypto...
Geheimabsprache Kollusion
Geheimabstimmung Ballotage
Geheimermittler Undercoveragent
Geheimgesellschaft Loge
Geheimkunst Magie
Geheimlehre Arkandisziplin, Eso
terik, Mysterium
Geheimmittel Arkanum
Geheimnis Arkanum, Mysterium
geheimnisvoll 1. apokalyptisch,
magisch, mysteriös, mystisch, nebu
lös, orphisch, romantisch, sibylli
nisch. 2. misteriosamente, misterio
so
Geheimpolizist Detektiv
Geheimschriftschlüssei Code
Geheimwissenschaft Okkultis
mus
Geheimzeichen Chiffre
Gehilfe Adjutor, Adlatus, Assistent
Gegenstand
Gehirn Cerebrum
gehirn-, Gehirn-1. enzephalo...,
Enzephalo... 2.Zerebral...
Gehirnentzündung Enzephalitis
Gehirnerkrankung Enzephalopa
thie
Gehirnerschütterung Kommotio
Gehirnerweichung Enzephalomalazie
Gehirngeschwulst Zerebraltumor
Gehirnleiden Enzephalopathie
Gehirnschlag Apoplexie
Gehirnwäsche Brainwashing, Mentizid
Gehirnwindung Gyrus
gehölz-, Gehölz-dendro..., Den
dro...
Gehölzgarten Dendrarium
Gehölzkunde Dendrologie
gehölzkundlich dendrologisch
gehör-. Gehör-audio..., Audio...
gehorchen parieren
Gehörempfindlichkeit Dysakusis
Gehörlosensprache Daktylologie
Gehörmessung Audiometrie
Gehörprüfung Audiometrie
Gehorsam Disziplin, Subordination
Gehstörung Dysbasie
gehunfähig abatisch
Gehunfähigkeit Abasie
Geige Violine
Geigenspieler Violinist
Geigensteg Ponticello
geil faunisch
Geißeltierchen Flagellat
Geißelung Flagellantismus
Geißler Flagellant
Geist 1. Esprit, Genie, Genius.
2. Nus, Res cogitans, Spirit, ‘Spiri
tus. 3. Dämon, Revenant
Geisterbeschwörer Exorzist, Nek
romant
Geisterbeschwörung Exorzismus,
Nekromantie
Geisterharfe Äolsharfe
Geisterlehre Spiritismus
Geistesabwesenheit Absence
Geistesanlage Ingenium
Geistesart Mentalität
Geistesbegabung Ingenium
geistesgestört paranoisch
Geisteshaltung Mentalität
geisteskrank insan, psychotisch
Geisteskranker Psychotiker
Geisteskrankheit Psychose
Geistesschwäche Demenz
Geistesträgheit Phlegma
geistesverwandt kongenial
geistig 1. ideal, ideell, 2mental, spiri
tual, spirituell, spirituös. 2. zerebral
Geistigkeit Spiritualität
geistlich spirituell
Geistlicher Kleriker
Geistlichkeit Klerus
geistlos banal, profan, stupid
Geistlosigkeit Banalität
geistreich epigrammatisch, ingeniös
geistvoll 1. aristophanisch. 2. spirituoso
1481
genesend
Geizhals Harpagon
Gejammer Lamentation, Lamento
gekästelt kariert
gekonnt routiniert, virtuos
geköpert croisiert
gekörnt granuliert, granulös
gekränkt pikiert
gekrümmt parabolisch
gekünstelt affektiert, artifiziell,
manieriert, preziös
Gelage 2Bacchanal, Orgie
gelähmt kataplektisch. paralytisch
Gelähmter Paralytiker
Gelände Areal, Terrain
gelände-, Gelände- topo.... Topo...
Geländebeschreibung Topogra
fie
Geländefahrrad
BMX-Rad, Trek
kingrad
Jeep, Landrover,
Offroadfahrzeug, Trooper
geländegängig offroad
Geländeoberfläche Relief
Geländer Balustrade, Treille
Geländerstab Tralje
Geländestufe Terrasse
Geländezeichnung Kroki
gelassen 1. stoisch. 2. quieto
Gelassenheit Stoizismus, Tranquiilität
gelb-. Gelb- xantho..., Xantho...
gelbbräunlich chamois
gelbfarbig xanthochrom
Gelbfärbung Aurantiasis
gelbhäutig xanthoderm
Gelbkörper Corpus luteum
Gelbkörperhormon Progesteron
gelblich ekrü
Gelbrandkäfer Dytiscus
Gelbsehen Xanthopsie
Gelbsucht Ikterus
gelbsüchtig ikterisch
Gelbwurzel Kurkuma
Geld Kapital, Mammon, Moneten,
Nervus Rerum, Penunze, Pulver
geld-, Geld- finanz..., Finanz...; ka
pital..., 'Kapital...
Geldabwertung Devalvation
Geldanlage Depositum, Investment
Geldanweisung Assignation
Geldautomat Bankomat
Geldbehälter Kasse, Kassette
Geldbetrag Summe
Geldbeutel Portemonnaie
Geldentwertung Inflation
Geldexperte Finanzexperte
Geldfonds Kapitalfonds
Geldgeber Finanzier, Mäzen, Spon
sor
Geldgier Mammonismus
Geldherrschaft Mammonismus,
Plutokratie
Geldkästchen Schatulle
geldlich finanziell, monetär, pekuni
är
Geldmittel Finanzen, Fonds, Pe
nunze, Ressourcen
Geldreserve Fonds
Geldschrank Safe, Tresor
Geländefahrzeug
Geldspende Obolus
Geldverlegenheit Dalles
Geldvermögen Kapital
Geldvorschuss Avance
Geldwechsel Change
Geldwertsteigerung Deflation
Geldwesen Finanz, Finanzen
Gelegenheit Chance
Gelegenheitsarbeit Job
Gelegenheitsgedicht Carmen
Gelegenheitskauf Okkasion
gelegentlich okkasionell, spora
disch
Geleit Eskorte, Komitat, Kondukt
geleiten eskortieren
Geleitzug Konvoi
Gelenk 1. Scharnier. 2. Artikulati
on
gelenk-, Gelenk-
arthro..., Arth-
ro...
Gelenkband Ligament
Gelenkbanderkrankung
Desmo-
pathie
Gelenkentfernung Arthrektomie
Gelenkentzündung Arthritis, Os
teoarthritis, Panarthritis, Synovitis
Gelenkerguss Hydarthrose
Gelenkerkrankung Arthritis,
Ar
thropathie, Arthrose
Gelenkfehlstellung Kontraktur
Gelenkfortsatz Condylus
Gelenkgeschwulst Synovialom
Gelenkkopf Condylus
Gelenkscheibe Diskus
Gelenkschmerz Arthralgie
Gelenkschmiere Synovia
Gelenkverrenkung Luxation
Gelenkverstauchung Distorsion
Gelenkversteifung Ankylose
Geliebte Dulzinea, Favoritin
Geliebter Amant, Romeo
gelingen reüssieren
gelöst relaxed
Geltung Nimbus, Prestige
Geltungssucht Pleonexie
Gelübde Votum
Gemach Kabinett
Gemäldesammlung Pinakothek
gemäß qua
gemäßigt 1. moderat. 2. moderato
gemein 1. kommun. 2. miserabel, or
dinär, schofel, vulgär
Gemeinde Kommune
gemeinde-, Gemeinde-
kommu
nal..., Kommunal...
Gemeindedienst Diakonie
gemeindeeigen kommunal
Gemeindewahl Kommunalwahl
Gemeingut Kommunität
Gemeinheit 1. Vulgarität. 2. Infa
mie, Zynismus
gemeinhin vulgo
Gemeinkosten Overheads
gemeinnützig sozial
Gemeinplatz Locus communis,
Plattitüde, Truismus
gemeinsam kooperativ, simultan,
solidarisch
Gemeinsamkeit Simultaneität
Gremium, Kollekti
vität, Kommunität, Sozietät
gemeinschaftlich 1. kollektiv,
kommun. 2. korrespektiv
Gemeinschaftlichkeit Kollektivi
tät
Gemeinschaftsarbeit Teamwork
Gemeinschaftserziehung Koedu
kation
Gemeinschaftsherstellung Ko
produktion
Gemeinschaftskunde Sozialkun
de
gemeinschaftsschädigend asozi
al
Gemeinschaftsschule Simultan
schule
gemeinschaftsunfähig asozial
Gemeinschaftsunfähigkeit Aso
zialität
Gemeinsinn Solidarität
gemeinverständlich populär
gemeißelt diaglyphisch
gemessen 1. gravitätisch. 2. zeremo
niell, zeremoniös. 3. andante, maes
toso, misurato, placido
Gemetzel Massaker
gemildert mitigiert
Gemisch Konglomerat, Melange,
Mix, Mixtum compositum
gemischt 2hybrid, meliert
Gemmenkunde Glyptografie
Gemüsesaft Juice, 2Jus
Gemüsesoße Relish
gemustert dessiniert, figuriert
gemütlich intim
Gemütlichkeit Intimität
gemüts-, Gemüts- 2thymo..., Thy
mo...; psycho..., Psycho...
Gemütsart Mentalität, Tempera
ment
Gemütsbewegung Affekt, Altera
tion, Emotion
gemütskrank psychotisch, thymopathisch
Gemütskranker Psychopath, Thymopath
Gemütskrankheit Thymopathie
Gemütsverstimmung Depression
genäselt nasal
genau akkurat, akribisch, detailliert,
exakt, minuziös, penibel, positiv,
präzis, strikt
Genauigkeit 1. Akkuratesse, Akri
bie, Diffizilität, Exaktheit, Penibili
tät, Prägnanz, Präzision, Punktualität. 2. Accuracy
genehmigen agreieren, approbie
ren, justifizieren, konzessionieren,
lizenzieren
Genehmigung Adoption, Approba
tion, Justifikatur, Konzession, Li
zenz
Generalbassstimme Partimento
Generalpause Vuoto
Generalschlüssel Passepartout
Generationswechsel Metagenese
genesen rekonvaleszieren
genesend rekonvaleszent
Gemeinschaft
1482
Genesender
Genesender
Konvaleszent, Rekon
valeszent
Genesung
Konvaleszenz, Rekonva
leszenz
Genesungszeit Rekonvaleszenz
Genießer Epikureer, Phäake
genießerisch epikureisch
Genossenschaft Kooperative
genug basta
genügend 1. suffizient. 2. rite
genügsam spartanisch
Genugtuung Satisfaktion, Triumph
Genussmensch Epikureer, Gour
mand, Hedonist, Lukullus, Sybarit
genussreich delektabel, lukullisch
Genussstreben Hedonismus
Genusssucht Sybaritismus
genusssüchtig sybaritisch
Gepäck Bagage, Pakotille
gepflegt kultiviert, soigniert
Gepflogenheit 1. Tradition.
2. Usance
geplant in petto
Geplauder Konversation, Smalltalk
Gepolter ’Spektakel
gerade 1. akkurat. 2. just, justament
geradezu direkt
Geradflügler Orthoptere
geradlinig linear, straight
Gerät Apparat, Instrument, Utensil
Gerätelager Arsenal
Geräteschuppen Remise
geräumig spatiös
Gerberfett Degras
Gerbsäure Tannin
gerecht fair
Gerechtigkeit Justitia, Nemesis
Gerede Bafel, Galimathias, Geseire,
Litanei, Palaver, Schmonzes,
Schmus
gereinigt raffiniert
gereizt pikiert
Gereiztheit Dysphorie, Erethismus
Gericht Kadi
-gerichtet ...trop
gerichtlich ab executione, foren
sisch
Gerichtsbarkeit Jurisdiktion
Gerichtshof Tribunal
Gerichtskosten Expensen
Gerichtsverhandlung Prozess
Gerichtsvollzieher Exekutor
gerillt profiliert
gering inferior
Geringfügigkeit Bagatelle, Petites
se
geringschätzen despektieren, minimalisieren
geringschätzig de haut en bas, de
spektierlich
Geringschätzung Despektion
Gerinnbarkeit Koagulabilität
gerinnen koagulieren
Gerinnung Koagulation
Gerinnungshemmer Antikoagulans
Gerinnungsmittel Antifibrinolytikum
Gerippe 'Skelett
gerissen clever, raffiniert, smart
Gerissenheit Cleverness, Raffines
se, Raffiniertheit
gern de bonne grâce
Geröllwüste Reg
Gerstenkorn Hordeolum
Geruch Halitus, Odor
Geruchsempfindlichkeitsmes
sung Olfaktometrie
Geruchssinn Olfaktus
Geruchsstörung Anosmie, Dysos
mie, Hyperosmie, Hyposmie, Paros
mie
Geruchstäuschung Parosmie
Geruchsverschluss Siphon
Gerücht Fama, Latrinenparole, Ondit
Gerüchtverbreiter Kolporteur
Gerüchtverbreitung Kolportage
Gerüstbildung Diktyogenese
Gerüstbrücke Estakade
Gerüsteiweißstoff Elastin
gesammelt konzentriert
gesamt global, komplett, total, uni
versal
gesamt-. Gesamt- pan..., Pan...
Gesamtaufnahme Totale
Gesamtbestand Totum
Gesamtbild Summe
Gesamterbfolge Universalsukzes
sion
gesamteuropäisch paneuropäisch
Gesamtgläubiger Korrealgläubi
ger
Gesamtheit Ensemble, Komplexi
tät, Totalität, Universalität
Gesamtlänge Trakt
Gesamtschuldner Korrealschuld
ner
Gesamtwerk Œuvre
Gesamtzahl Summe
Gesandter Ambassadeur, Envoyé,
Legat
Gesandtschaft Ambassade, Legati
on, Mission
Gesang Cantus, 'Chant, Kantus,
Melos
gesangartig cantabile
gesanglich arios
gesangsmäßig vokal
Gesangsmusik Vokalmusik
Gesangsroile Partie
Gesangsstück Melodie
Gesangsverzierungen Fioretten
Gesäß 1. Podex, Posteriora, Tokus.
2. Ischium, Natis
Gesäßbacke Natis
Gesäßpoister Cul de Paris, Turnüre
gesättigt saturiert
Geschäft 1. Business, Deal, Metier.
2. Etablissement, Firma, Shop,
Store
Geschäftemacher Jobber, Speku
lant
geschäftig agil, aktiv
Geschäftigkeit Agilität, Aktivität
Geschäftsbedingung Kondition
Geschäftsbereich Departement,
Dezernat, Ressort
Geschäftsbrauch Usance
geschäftsfähig dispositionsfähig
Geschäftsfreund Amigo
Geschäftsinhaber Chef, Prinzipal
geschäftskundig pragmatisch
Geschäftsleitung Direktion, Di
rektorium
Geschäftsmann Negoziant
Geschäftsnebenstelle Agentur
Geschäftsordnung Reglement
Geschäftspartner Kompagnon,
Sozius
Geschäftsraum Büro, Kontor
Geschäftsstelle Agentur, Sekreta
riat
Geschäftstagebuch Journal
geschäftstüchtig clever, smart
Geschäftstüchtigkeit Cleverness
Geschäftsvermittler Agent
Geschäftsviertel City
Geschäftswert Goodwill
Geschäftszweig Branche, Sparte
geschehen passieren
gescheit vif
Geschenk Dedikation, Präsent,
Souvenir
Geschichtchen
Anekdote, Histör
chen
Geschichte Historie, Story
geschichtlich historisch
Geschichtlichkeit Historizität
Geschichtsaufzeichnung Chro
nik
Geschichtsbewusstsein
Histori
zität
Geschichtsforscher Historiker
Geschichtsmalerei Historienmale
rei
Geschichtsschreiber
Chronist,
Historiograf
Geschichtsschreibung
Chrono
graphie, Historiografie
Geschichtswissenschaft
Histo
rie, Historik, Historiologie
Geschichtswissenschaftler
His
toriker
Geschick 1. Pli. 2. Fatum
Geschicklichkeit 1. Akrobatik.
2. Bravour
Geschicklichkeitskünstler Artist
Geschicklichkeitswettbewerb
Gymkhana
clever, diplomatisch, fix,
patent, praktisch, routiniert, talen
tiert
geschieden disjunkt
Geschirrgestell Etagere
Geschirrsatz 'Service
Geschirrschrank Büfett
Geschlecht 1. Sex. 2. Genus, Sexus
Geschlechterfolge Generation
Geschlechterkunde Genealogie
geschlechtlich sexuell
Geschlechtlichkeit Sex, Sexualität
geschlechts-, Geschlechts- sexu
al..., Sexual...
Geschlechtsakt Kohabitation, Ko
itus
Geschlechtsdrüse Gonade
geschickt
1483
Gesteinsbildung
Geschlechtsdrüsen
Germinaldrü-
sen
on
to..., Onko...
geschlechtskalt frigid
Geschlechtskälte Frigidität
Geschlechtskraft Potenz
geschlechtskrank venerisch
geschlechtslos 1. asexual. 2. aga-
misch
Geschwulstabsiedlung Metastase
Geschwulstauflösung Onkolyse
Geschwulstbildung Onkogenese
Geschwür Ulkus
Geschwürbildung Exulzeration,
Helkose, Ulzeration
Geschlechtsorgan
Genitale, Sexu
alorgan
Geschlechtsorgane
Genitalappa
rat
geschlechtsreif adult, pubeszent
Geschlechtsreife Pubertät
Geschlechtsteil Genitale
Geschlechtstrieb Libido, Nisus se
xualis, Sexus
geschwürig ulzerös
gesellig soziabel
Geselligkeit 1. Soziabilität. 2. Party
Gesellschaft 1. Hautevolee, High
Society, Sozietät. 2. Mischpoche
Kommanditist,
Kompagnon, Komplementär
gesellschaftlich sozial
Gesellschafter
gesellschafts-. Gesellschafts
Geschlechtsverkehr
Kohabitati-
on, Koitus, Sex
sozial..., Sozial...; sozio..., Sozio...
Frack, Smo
king
Gesellschaftsform Sozialstruktur
Gesellschaftskleid Robe
Gesellschaftskleidung Full
Dress, Gala, Toilette
Gesellschaftskreis Cercle, Salon,
Sphäre, Zirkel
Gesellschaftskritik Sozialkritik
Gesellschaftslehre Soziologie
Gesellschaftspolitik Sozialpolitik
Gesellschaftsraum Lounge, Salon
gesellschaftsschädigend asozial
Gesellschaftsschicht Kaste
Gesellschaftsstück Konversati
onsstück
Gesellschaftsvertrag Contrat so
cial
Gesellschaftszimmer Drawing
room, Salon
Gesetz Lex, Nomos, Statut
Gesetzbuch Corpus Juris
Gesetzesabschnitt Artikel, Para
graf
Gesetzesänderung Novelle
Gesetzesantrag Lex
Gesetzesnachtrag Novelle
Gesetzessammlung Corpus Juris,
Kodex, Kodifikation
gesetzestreu loyal
Gesetzestreue Loyalität
gesetzgebend legislativ
gesetzgeberisch legislatorisch
Gesetzgebung Legislative, Legisla
tur
Gesetzgebungsperiode Legisla
turperiode
gesetzlich legal, legitim
-gesetzlich '...nom
-gesetzlichkeit '...nomie
gesetzlos anarchisch, anomisch,
athesmisch
Gesetzlosigkeit Anarchie, Ano
mie, Athesmie
Gesetzmäßigkeit Legalität, Legiti
mität, Prinzip, Regularität
Gesetztheit Solidität
gesetzwidrig anomisch, illegal, il
loyal, irregulär
Gesetzwidrigkeit Anomie, Illegali
tät, Illoyalität, Irregularität
Gesellschaftsanzug
Geschlechtswort Artikel
Geschlechtszelle Gamet
geschlossen korporativ
Geschlossenheit Homogenität
Geschmack 1. Aroma, Gout. 2. Gus
to
geschmacklos insipid
Geschmacksstoff Aroma,
Aroma
konzentrat
Geschmacksstörung Hypogeusie
Geschmacksverbesserer Korri-
gens
geschmackvoll
geschwulst-, Geschwulst-
apart, ästhetisch,
elegant
Geschmeide Preziosen
geschmeidig elastisch, flexibel
Geschmeidigkeit Elastizität, Ele
ganz
Geschöpf Kreatur
Geschoss 1. Projektil. 2. Etage
geschraubt preziös
Geschrei Rabatz
geschrieben datum
Geschütz Haubitze, Kanone
Geschützfeuer Kanonade
Geschützgestell Lafette
geschützt immun
Geschütztruppe Artillerie
geschwächt insuffizient, paretisch
Geschwätz Bafel, Geseier, Larifari,
Phrase, 2Salm, Schmus, Sermon,
Radotage
Geschwätzigkeit Loquazität, Poly
phrasie
Geschwindigkeit Karacho, Ra
sanz, 'Speed, Tempo
geschwindigkeits-, Geschwindigkeits- tacho..., Tacho...
Geschwindigkeitsbegrenzung
Tempolimit
Geschwindigkeitsgleiten
Speed
skating
Geschwindigkeitsmesser
Tacho,
Tachometer
Geschwindigkeitssteigerung
'Speed, Spurt
Geschworene Jury
Geschwulst Blastom,
-geschwulst ...om
Tumor
gesichert fundiert, garantiert
Gesicht 1. Facies, Visage. 2. Vision
gesichts-, Gesichts- prosopo...,
Prosopo...
1. Physiogno
mie. 2. Grimasse, Visage
Gesichtsfarbe Teint
Gesichtsfeiddefekt Skotom
Gesichtskreis Horizont, Sphäre
Gesichtsnerv Fazialis, Trigemi
nus
Gesichtspunkt Aspekt, Faktor,
2Moment
Gesichtsschmerz Prosopalgie
Gesichtsschutz ‘Visier
Gesichtssinn Visus
Gesichtsstarre Amimie, Risus sardonicus
Gesichtsstraffung Facelifting
Gesichtswasser Tonic
Gesichtszug Lineament
Gesimsteil Karnies
Gesindel Bagage, Kanaille, Krethi
und Plethi, Mob, Plebs, Zores
gesittet human, kultiviert, manier
lich, zivilisiert
Gesittung Kultur, Manier, Zivilisati
on
gesondert disjunkt, separat
Gespenst Phantom, Revenant
gespenstisch lemurenhaft, phantasmagorisch
Gespräch Dialog, Konversation,
2Talk
Gesprächsraum Chatroom
Gesprächsstoff Thema
Gesprächsteilnehmer Kommuni
kant
gesprächsüblich kolloquial
gespreizt theatralisch
Gespreiztheit Theatralik
gesprenkelt meliert
Gestalt Eidos, Figur, Konfiguration,
Morphe, Positur, Statur
gestalt-. Gestalt- morpho..., Morpho...
gestaltbildend morphogenetisch
Gestaltbildung Morphogenese
gestalten designen, formieren, kom
ponieren, modeln, stylen
gestaltend formativ
gestalterisch kompositorisch
gestaltgebend morphogen
-gestaltig ...form, ...morph, ...oid
-gestaltigkeit ...morphie
Gestaltlehre Morphologie
gestaltlos amorph
Gestaltlosigkeit Amorphismus
Gestaltmessung Morphometrie
Gestaltung 1. Arrangement, Styling.
2. Organisation
Gestaltwandlung Metamorphose
Geständnis Generalbeichte, Kon
fession
-gestein ...lith
gesteins-, Gesteins- litho..., Li
tho...; petro..., Petro...
gesteinsbildend petrogenetisch
Gesteinsbildung Petrogenese
Gesichtsausdruck
1484
Gesteinskunde
Gesteinskunde Lithologie,
Petro-
grafie
Gesteinsmehl Alphitit
Gesteinsschichtenfolge Formati
on
Metamor
phose, Schockmetamorphose
Gestell Etagere, 'Regal, Stellage
gestochen diaglyphisch
Gestrüpp Scrub
Gesuch Petition
gesund mobil, normal, saluber, valid
gesundheitlich sanitär, sanitarisch
Gesundheitslehre Hygiene
Gesundheitspflege Hygiene
Gesundheitsvorsorge Prophylaxe
getragen portato, sostenuto, tenuto
Getreide Zerealie
Getreidegroßspeicher Silo
getrennt disjunkt, extra, separat
Getrenntgeschlechtigkeit Diklinie, Gonochorismus, Heterözie
Getrennthaltung Isolation
Getriebe Mechanik, Mechanismus
getroffen bingo
getrübt chylös
Getue Affektation, Brimborium,
Chichi, Farce, Theater
getuscht au lavis
geübt routiniert, versiert
gewagt riskant
Gewähr Garantie, Obligo
gewährleisten garantieren
Gewährsmann Garant, Informant
Gewährung Laisser-aller
Gewaltaktion Tour de Force
Gewaltanwendung Repression,
Terror, Terrorismus
Gewalthandlung Terrorakt
Gewaltherrschaft Despotie, Dik
tatur, Terror, Tyrannei, Tyrannis
Gewaltherrscher Despot, Dikta
tor, Tyrann
gewaltig exorbitant, gigantisch, im
posant, kolossal, monumental, pyra
midal, sakrisch
Gewaltmensch Tyrann
Gewaltritt Parforceritt
gewaltsam 1. brachial, forciert, ra
dikal, tyrannisch. 2. violento
Gewaltstreich Coup de Force
gewalttätig brutal, rabiat
Gewalttätigkeit Brutalität
gewandt agil, fix, routiniert, versá
til, versiert, vigilant
Gewandtheit Agilität, Eleganz, Pli,
Routine, Versatilität, Vigilanz
gewässer-, Gewässer-hydro...,
Hydro...
Gewässerkunde Hydrografie
Gewässernamen Hydronymie
Gewebe 1. Textur. 2. Tela
gewebe-, Gewebe-histo..., Histo...
gewebeähnlich histioid
Gewebeauflösung Histolyse
Gewebeentstehung Histogenèse
Gewebeentwicklung Morphoge
nese
Gewebeforscher Histologe
Gesteinsumwandlung
Gewebelehre Histologie
Geweberand Bordüre
Gewebestrang Funiculus
Gewebeübertragung Transplanta
tion
Gewebevergrößerung
Hypertro
phie
Gewebeverhärtung Induration
Gewebewassersucht Ödem
Gewebsbrand Gangrän
gewebsernährend trophisch
Gewebsflüssigkeit Lymphe
Gewebstod Mortifikation, Nekro
se
Gewebsuntersuchung Biopsie
Gewebsverpflanzung Deplantati-
on, Transplantation
Gewebsverträglichkeit
Histo-
kompatibilität
Gewebswucherung Tumor
Gewebszerstörung Arrosion
gewebt textil
-gewendet ...trop
Gewerbe Profession
gewerbsmäßig professionell, pro-
fessioniert
Gewichtsabzug Refaktie
Gewichtsverlust Coulage, Leckage
Gewinn 1. Avance, Avantage, Plus,
Prämie, Profit, Surplus. 2. Reibach
Gewinnanteil Dividende
Gewinnbeteiligung Tantieme
gewinnend charmant, charming
gewirkt textil
gewissenhaft akribisch
Gewissensbisse Skrupel
gewissermaßen quasi
Gewissheit Evidenz
Gewitterwolke Kumulonimbus
gewitzt routiniert, versiert
gewöhnen, sich: akklimatisieren,
sich
Gewohnheit Habit,
Routine, Tradi
tion, Usus
Gewohnheits- Routine...
gewohnheitsmäßig habituell,
me
chanisch, notorisch, schematisch
Gewohnheitstrinker Alkoholiker
gewöhnlich 1. banal. 2. ordinär, vul
gär
Gewöhnung Akklimatisation, Habi
tuation
Gewölbe Voute
Gewölbeabschlussstein Cul de
Lampe
Gewölberippe Lierne
gewölbt bikonvex, konkav, konvex
gewunden turbinal
gewürfelt kariert, tesselarisch
Gewürzständer Menage
gewürzt pikant
gezielt systematisch
geziert affektiert, etepetete, manie
riert, preziös
Geziertheit Manieriertheit, Preziosität
gezupft pizzicato
gezwungen forciert
Giebeldreieck Frontispiz
Giebelfeld Tympanon
Giebelverzierung Akroterion
GiftToxikum, Venenum
gift-. Gift-toxiko..., Toxiko...
Gifthauch Miasma
giftig miasmatisch, toxisch, venenos,
virulent
Giftigkeit Toxizität, Virulenz
Giftkunde Toxikologie
giftkundig toxikologisch
Giftmord Veneficium
Giftstoff Toxikum, Toxin
Ginster Genista
Ginsterkatze Genette
Gipfel Akme
gipfeln kulminieren
Gipfelpunkt Kulminationspunkt,
Zenit
Gips Anhydrit, Kalziumsulfat
Gittergewebe Kanevas
Gitterstab Tralje
Gitterwand Spalier
GitterwerkTralje, Treille
Glanz 1. Politur. 2. Brillanz, Fleur
glänzen brillieren, exzellieren
glänzend 1. brillant, exzellent, fulmi
nant, furios. 2,strepitoso
Glanzgras Phalaris
Glanzhaut Lioderma
Glanzkölbchen Aphelandra
Glanzleistung Bravourstück, Ex
ploit
glanzlos matt
Glanznummer Attraktion, Bravour
stück
glanzpressen katieren
Glanzpressen Katissage
Glanzpunkt Clou, Highlight
Glanzüberzug Lüster
glanzvollbravourös, glorios, illuster,
splendid, triumphal
glasartig hyalin
Glasflasche Karaffe, Phiole
glasig hyalin
Glaskeramik Ceran
Glaskolben Ballon
Glasopal Hyalit
Glasradierung Hyalografie
Glasröhrchen Ampulle
Glasschrank Vitrine
Glasweizen Durumweizen
glatt 1. plano. 2. pur
Glätte Politur
glätten polieren
Glatzenbildung Alopezie
Glaubensabtrünniger Renegat
Glaubensbekenntnis Confessio,
Konfession, Kredo, Regula Fidei,
Symbol
Glaubensbote Missionar
Glaubenseifer Zelotismus
Glaubenseiferer Zelot
glaubenseifrig zelotisch
Glaubensgemeinschaft Konfessi
on
Glaubenslehre Dogmatik
Glaubenssatz Artikel, Dogma
Glaubensschwärmerei Mystizis
mus
1485
Glaubensunterricht
Gottesurteil
Katechismus,
Katechumenat
Glaubenswechsel Konversion
Glaubersalz Mirabilit
glaubhaft plausibel
Gläubiger Kreditor
Gläubigkeit Religiosität
glaubwürdig authentisch, probabel,
seriös
1. Authentizität,
Probabilität. 2. 'Kredit
gleich äqual, 'egal, homogen, iden
tisch
gleich-. Gleich- l.äqui..., Äqui...;
iso..., Iso... 2.homo..., Homo...; homöo..., Homöo...
gleichachsig koaxial
gleichartig 1. 'egal, identisch. 2. ana
log, homogen
Gleichartigkeit 1. Identität. 2. Ho
mogenität
gleichbedeutend 1. identisch.
2. äquipollent, synonym
gleichberechtigt paritätisch
Gleichberechtigung 1. Emanzipa
tion. 2. Parität
gleichermaßen ex aequo
Gleichfarbigkeit Homochromie
gleichförmig monoton, schema
tisch, uniform
Gleichförmigkeit Monotonie, Uni
formität
gleichfüßig äquipedisch
gleichgeschaltet parallel
gleichgestaltig homöomorph, iso
morph
Gleichgestaltigkeit Isomorphie
gleichgestellt paritätisch
Gleichgewicht Äquilibrium, Balan
ce
Gleichgewichtskünstler Äquili
brist
Gleichgewichtsorgan Vestibularapparat
Gleichgewichtssicherheit Stabi
lität
gleichgültig apathisch, desinteres
siert, 'egal, indifferent, indolent, le
thargisch, phlegmatisch
Gleichgültigkeit Apathie, Desinte
resse, Indifferenz, Indolenz, Lethar
gie, Phlegma
Gleichheit 1. Analogie, Äquiparation, Egalität, Égalité, Identität, Pa
rallelität. 2. Parität, Symmetrie
Gleichklang Konsonanz
Gleichlauf 1. Parallelität. 2. Synchro
nismus
gleichlaufend 1. parallel. 2. syn
chron
gleichmachen äquieren, äquiparieren, egalisieren, nivellieren
Gleichmacherei Egalitarismus
Gleichmaß Proportion, Rhythmus,
Symmetrie
gleichmäßig 'egal, linear, propor
tioniert, rhythmisch, symmetrisch,
uniform
Gleichmäßigkeit Uniformität
Glaubwürdigkeit
Ataraxie, Stoizismus,
Tranquillität
gleichmütig athaumastisch,
stoisch
Gleichnis Allegorie, Parabel
gleichnishaft allegorisch, parabo
lisch
gleichrichten demodulieren
Gleichrichter Demodulator, Detek
tor
Gleichrichterröhre Diode
Gleichrichtung Demodulation
gleichsam quasi
gleichsetzbar synonym
gleichsetzen identifizieren
Gleichsetzung Identifikation, Pari
tät
gleichsinnig konsensuell
Gleichspannungswandler Kon
verter, Transverter
gleichstellen äquiparieren, emanzi
pieren
Gleichstellung Äquiparation,
Emanzipation, Parität
Gleichstromdrossel Transduktor
gleichwertig äquivalent
Gleichwertigkeit 1. Äquivalenz.
2. Parität
Gleichwertigkeitslehre Äquiva
lenztheorie
gleichwinklig isogonal
Gleichwinkligkeit Isogonismus
gleichzeitig kontemporär, simultan,
synchron
Gleichzeitigkeit Simultaneität,
Synchronismus
Gleitboot Hydroplan
gleitend glissando, lusingando
Gleitfliegen Speedgliding
Gleitschirm Paragleiter
Gleitsegeln Paragliding
Gletscherablagerung Moräne
Gletscherkunde Glaziologie
Glied Membrum, Penis, Phallus
Gliederfüßer Arthropoden
gliedern 1. spezialisieren. 2. segmen
tieren
Gliederpuppe Marionette
Gliederreißen Arthralgie
Gliedersatz Prothese
Gliederung Disposition, Organisati
on, Spezifikation, Struktur
Gliedmaßen Extremitäten
Gliedmaßenpaare Pleopoden
-giiedrig ...mer
-gliedrigkeit ...merie
Glockenblume Campanula
Glockenrebe Cobaea
Glockenspiel Carillon, Lyra
Glockenturm Kampanile, Kolokolnik
glorreich glorios
Glotzauge Exophthalmus
Glück 1. Bonheur, Fortuna, Fortune,
Tyche. 2. Massel
glücklich happy
Glücksbringer Amulett, Maskott
chen, Talisman
Glückseligkeit Eudämonie
Gleichmut
Glücksfall
Chance, Coup de For
tune
Glücksfund Trouvaille
Glücksgefühl Euphorie
Glücksspiel Hasardspiel,
Jeu, Lot
terie
Glücksspieleinsatz Mise
Glücksspieler Hasardeur, Zocker
Glückwunsch Gratulation
Gold Aurum
gold-, Gold- chryso..., Chryso...
Goldbarren Ingot
Goldgehalt Karat
Goldgräber Digger
Goldgräberanteil Claim
Goldhase Aguti
Goldhaut Chrysose
Goldklümpchen Nugget
Goldlack Cheiranthus
Goldmakrele Dorade
Goldmohn Eschscholtzia
Goldpflaume Ikakopflaume
Goldröschen Kerrie
Goldschmied Bijoutier, Juwelier
Goldschürfer Prospektor
Golfloch Hole
Golfplatz Course
Golfschläger Jigger, Putter, Wood
Golfschlägerträger Caddie
Golfschlägerwagen Caddie
Gondellied 'Barkarole
Gönner Mäzen, Protektor
gönnerhaft jovial
Gönnerhaftigkeit Jovialität
Gönnerschaft Mäzenatentum, Pro
tektion
Gottebenbildlichkeit Imago Dei
götter-, Götter- theo..., Theo...
Götterentstehung Théogonie
Götterlehre Mythologie
Götterspeise Ämbrosia
Götterspruch Orakel
Göttertrank Nektar
Götterwohnsitz Olymp
gottes-, Gottes- theo..., Theo...
Gottesbund Testament
gottesdienstlich kultisch, sakral
Gottesdienstordnung Agende,
Ordinarium, Ritual
Gotteserkenntnis
Gnosis, Theo-
gnosie
Gotteserscheinung Theophanie
Gottesfriede Treuga Dei
Gottesfurcht Eusebie
gottesfürchtig religiös
Gotteshaus 'Kapelle, Tempel
Gottesherrschaft Theokratie
Gotteslästerer Blasphemist
gotteslästerlich blasphemisch, sa
krilegisch
Gotteslästerung
Blasphemie, Sa
krileg
Gotteslehre Theologie
Gottesleugner Atheist
Gottesleugnung Atheismus
Gottesmutter Madonna
Gottessinnbild Tetragrammaton
Gottesstaat Civitas Dei
Gottesurteil Ordal
1486
Gottesverehrung
Gottesverehrung Latrie, Religion
Gottheit Numen
göttlich ambrosisch, nektarisch, nu-
minos
Göttlichkeit Divinität
Gottlosigkeit Asebie, Impietät
Götzenbild Idol
Götzendienst Baalsdienst, Idolatrie
Grabenböschung Eskarpe
Grabinschrift Epitaph
GrabkammerCubiculum, Kolum
barium
Grabmal Mausoleum
Grabsäule Stele
Grabschrift Epitaph
Grad Niveau
Gradkreis Limbus
Graf Comte, Conte, Earl
Grafschaft Komitat
GralshüterTempleise
Gräser Gramineen
Gräserkunde Agrostologie
Graslandschaft Steppe
Grasplatz Kamp
Gratulantenliste Tabula gratulato
ria
Grauen Apokalypse, Horror
graugelb isabellfarben
G rau-in-grau-M al ere i Grisaille
G rau papagei Jako
grausam barbarisch, bestialisch,
brutal, kannibalisch, krud, tyran
nisch
Grausamkeit Atrozität, Barbarei,
Bestialität, Krudelität, Satanie
Grausen Horror
grausig makaber
Grauspießglanz2Antimonit
greifbar 1. konkret, materiell, plas
tisch. 2. loco, palpabel
Greifbarkeit Plastizität
Greisenalter Senium
greisenhaft senil
Greisenhaftigkeit Senilität
Grenze Limit
grenzflächenaktiv amphiphil
Grenzlinie 1. Demarkationslinie.
2. Limen
Grenznachbar Adjazent
GrenzpunktPoint of no Return
Grenzwall Limes
Grenzwert Limes
Griechenfreund Philhellene
griechenfreundlich philhellenisch
Griechentum Hellenismus
griechisch hellenisch
Griffigkeit Grip
GrillrestaurantRotisserie
Grimmdarm Kolon
Grimmdarmentfernung Kolektomie
Grimmdarmuntersuchung Kolo
skopie
grimmig martialisch
Grind Impetigo
grindig impetiginös
Grippe Influenza
grobkrud, massiv, rustikal
Grobheit Krudität
grobkristallin makrokristallin
Groll Ranküne, Ressentiment
Groschenheft Pulpfiction
groß-, Groß-makro..., Makro...;
mega..., Mega...; mégalo..., Méga
lo...
großartig famos, fantastisch, formi
dabel, fulminant, genial, grandios,
imposant, klassisch, monumental,
patent, phänomenal, prima, trium
phal
Großartigkeit Grandeur, Grandio
sität, Monumentalität, Rasanz
Großbehälter Container
GroßbuchstabeMajuskel, Unziale,
Versal
Größe 1. Dimension, Format, Monu
mentalität. 2. Variable, Vektor
Größenmaß Quantität
Größenordnung Dimension
Größenverhältnis Format, Propor
tion
Größenwahn Megalomanie
größenwahnsinnig megaioman
GroßfamilieClan
Großformat Kingsize
großfrüchtig megalokarp
Großgambe Viola bastarda
GroßgrundbesitzerAgrarier,
Mag
nat
Großhandel Engroshandel
Großhändler Engrossist, Grossist
Großhirn Cerebrum
Großhirnrinde Pallium
Großklima Makroklima
großköpfig makrozephal
G roßköpfigkeit Makrozephalie
Großküchen le iter Traiteur
Großmachtstreben Imperialismus
Großmut Generosität
großmütig generös
Großraumflugzeug Jumbojet
Großraumgehege Reservat
Großraumlimousine Van
Großsteingrab Megalithgrab
großtun renommieren
Großwuchs Makrosomie
großzügig generös, kulant, ’large,
nobel, spendabel, splendid
Ku
lanz, Liberalität, Noblesse
Grübchen Fossula
Grube 1. 'Mine. 2. Fovea
grübeln meditieren, philosophieren,
reflektieren, spintisieren
Großzügigkeit Generosität,
GrubenschmelzChamplevé
Grübler Aerobat, Simulierer
Gruft Krypta
grün-, Grün-chloro..., Chloro...
Grünalge Chlorophyzee
Grünbleierz Pyromorphit
Grund 1. Antezedens, Argument,
Motiv. 2. Causa
Fundamen
tal...; Kardinal...; Kausal...
Grundbau Fundament, Substruktion
Grundbedürfnisse Basic Needs
Grundbegriff Element, Kategorie
Grundbesitz Freehold
Grund-Elementar...;
Grundbestandteil Element
Grundbestimmung Normative
Grundbuch Kataster
Grundeigentum Realitäten
gründen etablieren, fundieren, kon
stituieren
gründen, sich: basieren
Grundfläche Basis
Grundform Typ
Grundformen Normalien
Grundgedanke Idee, Idée
fixe,
Konzeption, Thema
Grundgerüst 'Skelett
Grundgesetz Element, Magna
Charta, Norm, Statut
Grundhaltung 2Tenor
Grundhörigkeit Kolonat
GrundlageBasis, Fond, Fundament,
Fundus, Substrat
grundlegend elementar, fundamen
tal, kardinal, konstitutiv, primär
gründlich à fonds, intensiv, minuzi
ös, profund, radikal
Gründlichkeit Intensität, Profundi
tät
Grundlinie Basis
Grundmauer Fundament
Grundrichtung Trend
Grundriss Schema
Grundsatz Axiom, Doktrin, Maxi
me, Prinzip
Grundsatzerklärung Manifest,
Programm
grundsätzlich a priori, prinzipiell
Grundschlag Beat
Grundschleppnetz Trawl
Grundschuldsicherung Hypothek
Grundschule Primarstufe
Grundschulunterricht Elementar
unterricht
G rund Stimmung Tendenz
Grundstoff Element
Grundstück Areal, Immobilie, Par
zelle, Terrain
Grundstücke Realitäten
Grundstückshaftung Realobliga
tion
Grundstücksverzeichnis Katas
ter
Grundstückszusammenlegung
Kommassation
Grundteil 'Korpus
Grundton Tonika
Grundvorstellung Konzeption
Grundwasserhöhenlinien Hydro-
hypsen
Grundzahl Kardinalzahl
Grünschnabel Greenhorn
Grünschwäche Deuteranomalie
Grünstein Diabas
Gruppe 1. Clique, Crew, Formation,
Gang, Kollektiv, Team, Unit.
2. Komplex, Sektion
Gruppenarbeit Teamwork
Gruppensprache Argot
Gruselfilm Horrorfilm
gruselig makaber
Grützbeutel Atherom
Guckloch Spion
Handpflege
1487
gültig perfekt
Gültigkeit Validität
Gummilinse Transfokator
Gummiüberschuh Galosche
günstig positiv, opportun
Günstling Favorit, Protege
Günstlingswirtschaft Patronage
Gurgelmittel Gargarisma
gurgeln gargarisieren
Gurke Kukumer
Gurkenkraut Borretsch
gürtelförmig zonal
Gürtelreifen Radialreifen
Gürtelrose Herpes Zoster, Zoster
Gürteltier Armadill
Gürtelweite Taille
gut I. okay, positiv. II. all right, bravo
Gutachten Expertise, Votum
Gutachter Konsultant, Referent,
Surveyor
gutartig benigne
Gutartigkeit Benignität
Güte Bonität, Qualität
Güterausstoß Output
Güterwagen Waggon
Gutgeschriebenes Bonus
gutheißen goutieren, sanktionie
ren
Gutmütigkeit Bonhomie
Gutschein Bon, Coupon
gutschreiben bonifizieren,
kreditie
ren
Gutschrift
Bonifikation, Bonus
H
Haar Crinis, Pilus
haar-, Haar- tricho..., Tricho...
Haarausfall Alopezie, Defluvium,
Pelade
Haarbalgentzündung Follikulitis
Haarbalggeschwulst Atherom
Haarbrüchigkeit Trichoklasie
Haarentfernung Epilation
Haarentfernungsmittel Epilatori-
um
Haarergrauung Canities, Poliosis
Haarersatz Perücke
Haarersatzteil Toupet
Haarfarn Adiantum
haarfein kapillar
Haargefäß Kapillare
Haarlosigkeit Alopezie, Atrichie
Haarmangel Oligotrichie
Haarpfleger Coiffeur, Friseur
Haarpflegerin Coiffeuse, Friseuse
Haarpilze Dermatophyten
Haarrupfsucht Trichotillomanie
Haarschneider Coiffeur, Friseur
Haarschneiderin Coiffeuse, Fri
seuse
Haarschwund Pelade
Haarspalter Kasuist, Rabulist,
Scholast
Kasuistik, Rabulistik, Scholastizismus
Haarspalterei
kasuistisch, rabulistisch, scholastisch
Haarstern I. Komet. 2. Krinoide
Haarteil Postiche, Toupet
Haartracht Coiffure, Frisur
Haarwaschmittel Shampoo
Haarwasser Tonic
Haarwickel Papillote
Habenseite 2Kredit
Habsucht Pleonexie
Hackbrett Dulcimer, Zimbal
Hackfleischbällchen Köfte
Hackfleischgericht Haschee
Hafen Port
Hafenarbeiter Docker
Hafendamm 2Mole, Molo, Pier
Hafenmauer Kai
Haferbrei Porridge
Haff Lagune, Noor
Haft Arrest
haftend adhäsiv
Häftling Arrestant
Häftlingsprotest Bambule
Haftung Obligo
Haftungsbetrag Garantie
Haftungsübernahme Delkredere
Hähnchen Broiler
Hahnentrittmusterung Pepita
Haifisch Selachier
Hakenwurmkrankheit Ankylosto
miasis
halb-. Halb- hemi..., Hemi...; mez
zo..., Mezzo...; semi..., Semi...
Halbaffe Lemur
halbamtlich offiziös
halbdurchlässig semipermeabel
Halbdurchlässigkeit Semipermea
bilität
halbflächig hemiedrisch
Halbflügler Hemipteren
Halbgefrorenes Parfait, Sorbet
Halbgeschoss Entresol
Halbgott Heros
Halbinsel Peninsula
halbinselartig peninsular
Halbjungfrau Demivierge
halblaut mezzoforte, sotto voce
halbleise mezzopiano
Halbmesser Radius
halbmilitärisch paramilitärisch
halbmondförmig lunular, semilu
nar
Halbreim Assonanz
Halbseitenkopfschmerz Hemialgie, Hemikranie
Halbseitenlähmung Hemiplegie
halbseitig semilateral
Halbsichtigkeit Hemianopie
Halbstiefel Bottine
Halbton Semitonium
halbtonlos ahemitonisch, anhemitonisch
halbtrocken demi-sec
Halbvers Hemistichion
Halbwelt Demimonde
Halbweltdame Kokotte, Kurtisane
Halbzeit Halftime
Hallenfußball Indoorfußball
Hals Cervix, Collum
haarspalterisch
Halseisen Garrotte
Halsentzündung Angina,
Tonsillar-
abszess
Halskette Kollier
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Otorhinolaryngologie
Halsschlagader Karotis
Halstuch Cachenez
Halt Station, Stopp
haltbar 1. solid, ¿.konsistent
Haltbarkeit 1. Solidität. 2. Konsis
tenz
Konservierung,
Sterilisation
Haltestelle Station
Haltezeichen Fermate
haltlos dissolut
Haltlosigkeit Dissolution
Haltung 'Air, Attitüde, Contenance,
Habitus, Pose, Position, Positur,
2Tenor
hämisch maliziös, sardonisch
Hammerhai Zygäne
hand-, Hand- cheiro..., Cheiro...;
chiro..., Chiro...
Handanfertigung Manufaktur
Handarbeitsbeutel Ridikül
Handarbeitsgeschäft Tapisserie
Handauflegung Cheirotonie
Handbuch Kompendium, 'Manual
Händedruck Shakehands
Handel Deal, Kommerz
handeln agieren, operieren
Handeln Actio, Aktion
handelnd aktiv
Handelnder Akteur. Aktivist
Handelsbrauch Usance, Uso
handelsfähig negoziabel
Handelsgegenstand Artikel
Handelsgesellschaft Company,
Kompanie
Handelsspanne Marge
Handelsvertreter Agent, Reprä
sentant
Händeschütteln Shakehands
Handfertigkeitsunterricht Chiropädie
handfest reell
Handgicht Chiragra
handgreiflich 1. brachial. 2.ostensiv
Handgriff Encheirese
handhaben handeln, hantieren, ma
nipulieren, regieren
Handhabung Handling, Manipulati
on, Praktik
Handklapper Kastagnette
Handköfferchen Suitcase
Händlerschiff Bumboot
Händlerviertel Basar
Handlesekunst Chiromantie
Handlinie Lineament
Handliniendeuter Chiromant
Handliniendeutung Chirologie
Handlung Akt, Aktion, Operation
Handlungsbereich Aktionsradius
handlungsbezogen pragmatisch
handlungsunfähig schachmatt
Handlungsvollmacht Prokura
Handpflege Maniküre
Haltbarmachung
1488
Handschrift
Handschrift
Manuskript, Perga
ment
Handschriftendeuter Grafologe
Handschriftendeutung Chiro-
grammatomantie, Grafologie
Handschriftenkunde 1. Grafolo
gie. 2. Kodikologie, Paläografie
handschriftenkundlich 1. grafolo
gisch. 2. paläografisch
Handschriftenmaler Miniator
Handschriftensammlung Kodex
Handspiel Hands
Handstandüberschlag Flickflack
Handstempel Petschaft
Handstreich Coup de Main
Handwerk Metier
Handwerker Professionist
Handzettel Flyer
Hanf Cannabis
Hang Inklination, Tendenz
Hängebrust Mastoptose
Hanswurst Bajazzo, Clown, Harle
kin
Haremswächter Eunuch
harfenähnlich arpeggiato
harmlos naiv
Harn Urin
harn-, Harn-uro..., Uro...
-harn ...urie
Harnausscheidung Diurese
Harnbl ase Vesica, Zystis
Harnblasenentzündung Zystitis
Harndrang Pollakisurie, Tenesmus
harnen urinieren
Harnentleerungsstörung Dysurie
Harnfarbstoff Urochrom
Harnflasche Urinal
Harnlassen Miktion, Urese
Harnleiter Ureter
Harnleiterentfernung Ureterekto
mie
Harnleiterentzündung Ureteritis
Harnröhre Urethra
Harnröhren- urethro..., Urethro...
Harnröhrenausfluss Urethrorrhö
Harnröhrenentzündung Urethritis
Harnröhrenkrampf Urethrismus
Harnröhrenschnitt Urethrotomie
Harnröhrenuntersuchung Urethroskopie
Harnröhrenverengung Urethral
striktur
Harnruhr Diabetes
Harnsäure-uriko..., Uriko...
Harnsäureabbau Urikolyse
Harnstein Urolith
Harnstoff Urea
harntreibend diuretisch, uretisch
Harnuntersuchung Uroskopie
harnvergiftet urämisch
Harnvergiftung Urämie
Harnverhaltung Anurie, Ischurie
Harnwaage Urometer
Harnzwang Strangurie
hart drakonisch, radikal, rigoros,
spartanisch
hart-. Hart- sklero..., Sklero...
Härte Inhumanität, Rigorosität
hartherzig inhuman
Hartlaubgewächse Sklerophyllen
Härtling Monadnock
hartnäckig 1. insistent, intransigent,
perennierend, persistent. 2. resistiv
Hartnäckigkeit Insistenz, Tenazität
Harz Resina
Harzfluss Resinose
harzig resinös
Hasenpest Tularämie
Hasenscharte Cheiloschisis
Hast Tempo
Hauch 1. Air, Aura, Flair, ’Spiritus,
Ökotrophologie
Hauswirtschaftswissenschaft
ler Ökotrophologe
Haut Derma
haut-. Haut- dermato..., Dermato...
Hautabdruck Dermatogramm
Hautablösung Décollement
Hautabschälung 1. Apolepismus.
2. Peeling
Hautabschuppung Apolepismus
Hautabschürfung Erosion, Exko-
riation
Touch. 2. Halitus, Pneuma
hauchzart ätherisch
Haudegen Malefizkerl
Haufen 'Pulk, Tross
Haufenwolke Kumulonimbus,
Hauswirtschaftswissenschaft
Ku
zem, Eruption, Exanthem, Rash
mulus
häufig abundant, frequent
Häufigkeit Abundanz, Frequenz
Häufung Kumulation
Haumesser Machete
Haupt-2Kapital..., Kardinal..., Zen
tral...
Hauptattraktion Topact
Hauptbetriebszeit Kampagne,
Hautarzt Dermatologe
Hautatmung Perspiration
Hautausdünstung Transpiration
Hautausschlag Effloreszenz, Ek
Sai
son
Hauptdarsteller Protagonist
Hauptgedanke Quintessenz
Hauptgeschäftsstelle General
agentur
Hauptgeschäftszeit Saison
Hauptgrundsatz Maxime
Haupthaar Kapillitium
Hauptinhalt Extrakt, Quintessenz
Hauptkirche Dom
Hauptpreis Grand Prix
Hauptpunkt Punctum Puncti
Hauptreisezeit Saison
Hauptsache Fond, Nervus Rerum
hauptsächlich essenziell
Hauptschlagader Aorta
Hauptschiüssel Passepartout
Hauptsendezeit Primetime
Hauptsitz Metropole, Zentrale
Hauptstadt Metropole, Residenz
Hauptstelle Zentrale
Hauptstraße Highway, Magistrale
Hauptverkehrslinie Magistrale
Hauptverkehrsstraße Magistrale
Hauptverkehrszeit Rushhour
Hauptwerk Chef d’CEuvre
Hauptwort Substantiv
hauptwörtlich substantivisch
Hausanzug Homedress
Hausarrest Konfination
hausen kampieren
Hausen ’Beluga
Hausfreund Cicisbeo
Haushaltsplan Budget, Etat
Hauskapelle Oratorium
Hauskleid Homedress
Hauslehrerin Gouvernante
häuslich privat
Hausrat Mobiliar
Hausschuh Pantoffel
Haustierzähmung Domestikation
Haustierzüchtung Domestikation
Hauswart Portier
Hautbezirk Areola
Hautbläschen Herpes, Miliaria
Hautblase Bulla
Hautblutung Dermatorrhagie, Ek-
chymose, Hämatom, Hämhidrose,
Suffusion
Hautblutungen Petechien
Häutchen Membran
Hautdecke Integument
Hauteinriss Fissur
Hautentzündung Dermatitis, Ek
zem
Hauterfrierung Congelatio
Hauterhebung Papel
Hauterschlaffung Anetodermie,
Chalodermie
Hautfalte Frenulum, Ruga
Hautfarbe Teint
Hautfarbstoff Pigment
Hautflechte Lichen
Hautfleck Plaque
Hautflügler Hymenopteren
Hautfriesei Miliaria
Hautgeschwulst Dermatom, Dermatomyom
Hautgeschwür Furunkel
Hautgewebeschicht Tunica
Hautgrieß Milium
Hautjucken Pruritus
Hautknötchen Papel
Hautkrankheit Dermatose
Hautleiste Dermatoglyphe
Hautlichtsinn Dermatopsie
Hautmittel Dermatikum
Hautnervenschmerz Dermalgie
Hautpilz Epidermophyt, Dermatophyten
Hautpilzflechte Dermatomykose
Hautpustel Rupia
Hautreinigungsmittel Lotion
Hautreizmittel Derivans, Epispastikum
Hautriss Fissur, Rhagade
Hautröte Erythem
Hautrötung Rubor
Hautsalbe Creme
Hautschälung Peeling
Hautschlaffheit Dermatochalasis,
Dermatolysis
Hautschmarotzer Dermatozoon
Hautschuppe Squama
1489
Hautschwiele Callositas
Hauttalg Sebum
Hauttrockenheit Xerodermie
Hautübertragung Dermatoplastik
Häutungshormon Ekdyson
Hautverdickung Callositas
Hautwassersucht Anasarka
Hautwolf Intertrigo
Hebamme Obstetrix
Hebammenkunst Obstetrik
Hebemuskel Levator
heben liften
Hebewerk Elevator
Hebezeug Talje
Hechtkraut Pontederie
Heer Armee
Heeresabteilung Armee, Brigade,
‘Pulk
Heereseinheit Armee
Heerfahne Standarte
Heerführer Caudillo, General
Heerwesen Militär
Hefegebäck Donut
Heft Broschüre, Faszikel
heften broschieren
heftig 1. explosiv, flamboyant,
mas
siv, tumultuos, vehement. 2. agitato,
con fuoco, fiero, impetioso, tumul
tuoso, violento
Heftigkeit Vehemenz
Heide Paganus
Heidekraut Erika
Heidentum Paganismus
heidnisch pagan
heikel delikat, diffizil, prekär
heil intakt
Heiland ‘Salvator, Soter
Heilanzeige Indikation
heilbar kurabel, reversibel, sanabel
Heilbehandlung Therapie
heilen kurieren, remedieren, sanie
ren
heilend kurativ
heilig sakral, sakramental
heiligen-, Heiligen- hagio..., Eia
gio.,.
Heiligenerzählung Legende
Heiligenkalender Hagiologium,
Synaxarion
Heiligenschein Aureole, Glorie,
Glorienschein, Gloriole, Korona,
Nimbus
Heiligenverehrung Dulie, Hagiolatrie
Heiligenverzeichnis 'Kanon
Heiligkeit Sanctitas
Heiligsprechung Kanonisation.
Sanktifikation
Heilkunde Medizin, Therapeutik
-heilkunde ...iatrie
Heilkundiger Therapeut
Heilkunst Iatrik, Iatrologie
Heilmittel Arznei, Medikament,
Medizin, Pharmakon, Remedium,
Therapeutikum
Heilquellenkunde Balneologie
heilsam saluber
Heilsamkeit Salubrität
Heilsarmee Salvation Army
herstellen
Heil schlämm Fango
Heilstätte Sanatorium
Heiltrank Elixier
Heilung Sanation
Heilverfahren Kur
Heim 1. Alumnat, Internat,
Pensio
nat. 2. Asyl
Heimarbeit Telearbeit, Teleworking
Heimcomputer Homecomputer
heimisch endemisch
Heimkehrer Repatriant
Heimtrainer Hometrainer
Heimtücke Intriganz, Perfidie
heimtückisch 1. intrigant, maliziös,
perfid. 2. dolos, insidiös
Heimübungsgerät Hometrainer
Heimwerker Handyman
Heiserkeit Aphonie, Asaphie
heiß tropisch
Heißhunger Hyperorexie, Lykore-
xie, Vorazität
1. alkyonisch, fidel, humoresk.
2. gaiment, umoristico
Heiterkeit 'Humor
Held Heroe, Heros
Heldenbrief Heroide
Heldendarsteller Tragöde
Heldendarstellerin Heroine, Tra
gödin
Heldengedicht Epos
heldenhaft heroisch
Heldenhaftigkeit Heroik
Heldenmut Heroismus
heldenmütig heroisch
Heldentum Heroismus
Heldenverehrung Heroenkult
Heldin Heroin
heldisch eroico
helfen assistieren, sekundieren
helfend auxiliar
Helfer 1. Adjutor, Adlatus, Assistent,
Mentor, Paraklet, Sekundant.
2. Kumpan
Helfershelfer Komplize, Kumpan
hell limpid, luminös, luzid
Helldunkelmalerei Chiaroscuro,
Clairobscur
Helle Luzidität
hellfarbig xanthochrom
hellhäutig leukoderm
Helligkeit Luzidität
Hellsehen Clairvoyance, Luzidität
hellsehend clairvoyant
hellseherisch clairvoyant
Helmbusch Panasch
Helmschmuck ‘Zimier
Hemdbrust Chemisette
Hemdröckchen Camisole
hemmen 1. handicapen, obstruieren,
retardieren. 2. blockieren
hemmend 1. obstruktiv, repressiv,
retardierend. 2. suppressiv
Hemmstoff Inhibitor
Hemmung 1. Repression, Retardati
on. 2. Blockade, Suppression
herablassend blasiert
Herablassung Kondeszendenz
herabsetzen 1. degradieren, diskri
minieren. 2. reduzieren
heiter
1. Degradierung,
Diffamierung, Diskriminierung.
2. Reduktion
herabwürdigen degradieren, dehumanisieren
heranwachsen adoleszieren
heranwachsend adoleszent, pubeszent
Heranwachsender Adoleszent
herausfinden eruieren, recherchie
ren
herausfordern provozieren
herausfordernd demonstrativ, ostensiv, ostentativ, provokant, provo
katorisch
Herausforderung Provokation
herausführend efferent
herausgeben edieren
Herausgeber Editor
Herausgebervermerk Impressum
herausgehoben distinguiert, expo
niert
herausheben distinguieren
herauslösen eliminieren
Herauslösung Extraktion, Isolati
on, Isolierung
herausstellen exponieren
heraussuchen selektieren
herausziehen extrahieren
herb dry, extra dry, see
herbeibringen apportieren
Herbeischaffen Apport
herbstlich autumnal
Herbstzeitlose Colchicum
Herkommen Konvention, Traditi
on, Usus
herkömmlich konventionalisiert,
konventionell, traditionell
Herkunft Provenienz
herleiten, sich: resultieren
Herrenschoßrock Cutaway
Herrentier Primat
herrisch despotisch, tyrannisch
herrlich fantastisch, majestätisch,
paradiesisch, triumphal
Herrlichkeit ‘Gloria, Glorie, Majes
tät
Herrschaft Diktatur, Regentschaft,
Regierung, Regime, Regiment, Reg
num
-herrschaft ...kratie
herrschaftlich feudal
Herrschaftsbereich Imperium
Herrschaftsform Regime
Herrschaftsgebiet Territorium
Herrschaftsgewalt Regierung
herrschaftslos anarchisch
Herrschaftslosigkeit Anarchie
herrschen dominieren, regieren
Herrscher Dynast, Monarch, Polykrat, Potentat, Souverän
-herrscher ...krat
Herrschergeschlecht Dynastie
Herrschergewalt Souveränität
Herrscherhaus Dynastie
Herrscherstab Zepter
herrühren resultieren
herstellen konfektionieren, produ
zieren
Herabsetzung
1490
Hersteller
Hersteller Producer, Produzent
Herstellung Fabrikation, Produkti
on
herstellungsmäßig fabrikatorisch
Herstellungsverfahren Technik,
Technologie
herumlungern tachinieren
herumstrolchen vagabundieren
herumtreiben, sich: vagabundieren
HerumtreiberLumpazivagabundus,
Vagabund
Herumtreiberei Vagabondage
heruntergekommen I. down, ma
rode. 2. abgefuckt
herunterladen downloaden
hervorbringen generieren, kreie
ren, produzieren
hervorgerufen evoziert
hervorheben akzentuieren, markie
ren, pointieren
hervorhebend akzentuierend
Hervorhebung Pointierung
hervorlocken provozieren
hervorragen exzellieren
hervorragend 1. brillant, eminent,
exzellent, perfekt, prima, promi
nent. 2.zombig
hervorrufen 1. effizieren, inszenie
ren, provozieren. 2. evozieren
hervorstechend markant
He rz Cor, Kardia
herz-, Herz-kardio..., Kardio...
Herzangst Stenokardie
herzbeklemmend pektanginös
Herzbeklemmung Angina Pecto
ris, Stenokardie
Herzbelebungsmittel Exzitans
Herzberuhigungsmittel Kardiosedativum
Herzbeschleunigung Tachykardie
Herzbeutel Perikard
Herzbeutelentzündung Perikardi
tis
Herzentzündung Karditis
Herzerkrankung Kardiopathie
Herzinfarkt Myokardinfarkt
Herzinnenhaut Endokard
Herzinnenhautentzündung En
dokarditis
Herzjagen Tachykardie
Herzklopfen Palpitation
Herzkrampf Angina Pectoris
Herzkranzgefäß Koronargefäß
Herzkranzgefäßverhärtung Kar
diosklerose
Herzkranzgefäßverkalkung Ko
ronarsklerose
Herzlähmung Kardioplegie
Herzleiden Kardiopathie
Herzlinie Kardioide
herzlos insensibel
Herzmittel Kardiakum
Herzmuskel Myokard
Herzmuskelentzündung Myokar
ditis
Herzmuskelschwäche Herzinsuf
fizienz
Herzmuskelzusammenziehung
Systole
herzschädigend kardiotoxisch
Herzschlag Kardioplegie, Puls
Herzschrittmacher Pacemaker
Herzschwäche Herzinsuffizienz
Herzspezialist Kardiologe
Herzstärkungsmittel Kardiakum
Herzvergrößerung Kardiomegalie
Herzwassersucht Hydroperikard
Hetze Agitation, Demagogie
hetzen agitieren
hetzerisch agitatorisch, demago
gisch
Hetzjagd Parforcejagd
Heuchelei Cant, Hypokrisie,
Komö
die, Maskerade, Pharisäismus, Tar
tufferie
Heuchler Hypokrit, Pharisäer, Tartüff
heuchlerisch hypokritisch, pharisä
isch
Heufieber Autumnalkatarrh
Heuschnupfen Rhinallergose
heute dato
heutig modern, up to date
Hexenmeister Magier
Hexenschuss Lumbago
Hilfe Assistenz, Sekundanz
Hilfs- Servo...
Hilfsantrag Eventualantrag
hilfsbereit kollegial
Hilfsfahrzeug Tender
Hilfsgeistlicher Kaplan, Koopera
tor, Kurat, Vikar
Hilfsgelder Subsidium
Hilfsgleichung Resolvente
Hilfskoch Aide
Hilfsleine Buleine
Hilfsmittel Material, Ressource,
Utensil
Hilfsmotor Servomotor
Hilfsprediger Diakon, Prädikant,
Vikar
Hilfspredigeramt Vikariat
Hilfsprogramm Tool
Hilfsquelle Ressource
Hilfstriebwerk Booster
Himmel 1. Äther, Empyreum, Firma
ment. 2. Paradies
himmels-, Himmels-urano..., Ura
no...
Himmelsbeschreibung Uranogra-
fie
Himmelsblau Azur
Himmelsbrot Manna
Himmelsforscher Astronom
Himmelsgewölbe Firmament
Himmelshalbkugel Hemisphäre
Himmelskugel Sphäre
Himmelskunde Astronomie
himmelstürmend prometheisch
himmlisch ambrosisch, elysisch, em-
pyreisch, paradiesisch
hinauswerfen schassen
hindern obstruieren
hindernd obstruktiv, repressiv
Hindernis Barriere
Hindernisbahn Parcours
Hinderniswand Eskaladierwand
hinfällig kachektisch
Hinfälligkeit Kachexie
hinführend afferent
Hingabe Passion
hingerissen enthusiastisch
Hingerissenheit Enthusiasmus
hinhaltend dilatorisch
Hinken Klaudikation
hinlänglich suffizient
hinlenken orientieren
hinnehmen akzeptieren, tolerieren
hinreißend oratorisch
hinrichten exekutieren
Hinrichtung Exekution
hinsichtlich in puncto, punkto
hinstellen postieren
hintereinander kursorisch
Hintergehung Delusion
Hintergrund Background, 'Folie,
Fond, Kulisse
intrigant, mephistophe
lisch. perfid
Hinterhältigkeit Intriganz, Perfidie
hinterher a posteriori, ex post, post
festum
Hinterkopf Okziput
hinterlegen deponieren
Hinterlegung Deponierung, Depo
sition
Hinterlegungsstelle Depositorium, Depot
Hinterlegungssumme Kaution
Hinterlist Intriganz, Machination,
Perfidie
hinterlistig intrigant, perfid
Hintern 1. Natis. 2. Podex, Posterio
ra, Tokus
hintertreiben, etwas: konterkarie
ren, konterminieren, sabotieren
hinterwäldlerisch provinziell
hinterziehen defraudieren
Hinweis Indiz, Tipp
hinweisen indizieren, signalisieren
hinweisend deiktisch, demonstra
tiv
Hinzufügbarkeit Addibilität
hinzufügen addieren, adjizieren
hinzufügend additiv
Hinzufügung Addition, Adjunktion
hinzugießen affundieren
hinzukommend interkurrent
hinzutretend akzessorisch
Hinzuwahl Kooptation
hinzuwählen kooptieren
Hirn Cerebrum
Hirnanhang Hypophyse
Hirnanhangsdrüse Hypophyse
Hirnblutung Enzephalorrhagie
Hirnbruch Enzephalozele
Hirnentzündung Enzephalitis
Hirnerweichung Enzephalomalazie
Hirngespinst Phantom, Schimäre,
Utopie
Hirnhaut Meninx
Hirnhautentzündung Meningitis
Hirnlähmung Zerebralparese
Hirnrinde Kortex
Hirtendichtung Bukolik, Eklogen
dichtung
hinterhältig
Hundertstel
1491
Hirtenflöte
Fistula, Panflöte, Zufo-
lo
Hirtengedichte Bukolika
Hirtenlied Ekloge, Pastorelle,
Didymus, Orchis, Testikel,
Testis
Vila-
nella
Hodenbruch Skrotalhernie
Hodenentzündung Didymitis,
Or
chitis
Hirtenmusik 'Pastorale
Hirtenpfeife Zufolo
Hirtenstück Bergerette
hitzebeständig thermostabil
hitzig echauffiert, furios, hektisch
Hitzschlag Heliosis
Hochachtung Respekt
Hochadel Aristokratie
hochanständig gentlemanlike
Hochburg Metropole
Hochdruckgebiet Antizyklone
Hochdruckkrankheit Hypertonie
Hochebene Plateau
Hochfinanz Hautefinanz
Hochfrequenzgleichrichter De
tektor
Hochgebirgsansicht Alporama
Hochgefühl Enthusiasmus, Eupho
rie
hochgestimmt euphorisch
hochheilig sakrosankt
Hochkopf Akrozephale
hochkronig hypsodont
Hochmut Arroganz, Hybris
hochmütig arrogant, blasiert,
Hoden
Hodengeschwulst Seminom
Hodensack Skrotum
Hodenschmerz Didymalgie
Hoffnung Aspiration
Hoffnungslauf Repêchage
hoffnungslos defätistisch, desperat
Hoffnungslosigkeit Defätismus,
Desperation
höflich galant
Höflichkeit Courtoisie,
'Politesse,
Zivilität
Höflichkeitsbezeigung
Kompli
ment
Hof ritter Paladin
Hoftracht Gala
Hoheit Eminenz, Magnifizenz,
Ma
jestät
Hoheitsgebiet Territorium
Hoheitsgewalt Souveränität
Hoheitsrecht ’Regal
hoheitsvoll majestätisch, olympisch
Hoheitszeichen Emblem, Kokarde,
Standarte
'hy
brid
hochnäsig blasiert
Hochruf Vivat
Hochschätzung Ästimation
Hochschulausbildung Studium
Hochschulbesuch Studium
Hochschule Akademie, Universität
Hochschüler Student
Hochschulgelände Campus
Hochschullehrer Dozent, Profes
sor
Hochschulleiter Rektor
Hochschulreife Maturität
Hochschulverweisung Relegation
Hochschulvorlesung Kolleg
hochspielen dramatisieren, theatra-
lisieren
Hochsprache Standardsprache
höchstens maximal
Hochstimmung Euphorie, Highlife,
Hyperthymie, Kick
Höchstleistung Rekord, Task
Höchstmaß Maximum, Optimum,
Rekord
Höchststufe Superlativ
Höchstwert Extremwert, Maximum
Hochtonlautsprecher Tweeter
hochtrabend bombastisch, pompös
hochwertig sortiert
Hochwuchs Gigantismus, Makrosomie
Hochwürden Reverendus
Hochzahl Exponent
Hochzeitsgedicht Epithalamion
Hochzeitslied Epithalamion, 2Hymen
Hocker Taburett
Höcker Ekphym, Tuber
höckerig tuberös
höhen-, Höhen- hypso..., Hypso...
Höhenangst Bathophobie, Hypsi-
phobie
Höhenlinie Niveaulinie
Höhe nmesser 1. Altimeter,
Hypso
meter. 2. Nivellier, Nivellierinstru
ment
Höhenmessung 1. Altimetrie, Hyp
sometrie. 2. Nivellement
Höhenschwindel Hypsiphobie
Höhenstrahlung Ultrastrahlung
Höhenstufe Niveau
Höhepunkt Clou, Highlight, Kli
max, Kulminationspunkt, Orgas
mus, Zenit
Höherentwicklung Anagenese
hohl inan, konkav
Höhle 1. Grotte. 2. Cavum, Kaverne
höhlenartig lakunär
Höhlenforscher Speläologe
Höhlenforschung Speläologie
Höhlenkunde Speläologie
Höhlentherapie Speläotherapie
Höhlentiere Troglobionten
Hohlform Matrize
Hohlgeschwür Kaverne
Hohlgesichtsform Maske
Hohlnadel Kanüle
Hohlraum Alveole, Cavum, Kaver
ne, Kavität, Lakune, Lumen
hohlraumartig lakunär
Hohlraumbildung Kavitation
Hohlspiegel Konkavspiegel, Re
flektor
Höhlung Kavität
Hohn Sarkasmus
höhnisch sarkastisch, zynisch
Hölle Inferno
höllisch avernalisch, erebisch, infer
nal, infernalisch
Holz Lignum
holz-, Holz- xylo..., Xylo...
Holzauslader 'Debardeur
Holzpantoffel Clog, Pantine
Holzquerflöte Traversflöte
Holzsandalen Zoccoli
Holzschneidekunst Xylografie
Holzschneider Xylograf
Holzschnitt Xylografie
Holzschuh Pantine
Holzschuhherz Cœur en Sabot
Holzstoff Lignin
Holztäfelung Paneel
Holzzucker Xylose
Honigdrüse Nektarium
Honigsauger Nektarinien
Hopfen Humulus
Hörapparat Audiphon, Otophon
Hörbuch Audiobook
Horcher Spion
Hörer Rezipient
Hörerschaft Auditorium
Hörgerät Audiphon
Horn Corno, Cornu
Hornblende Amphibol
Horngeschwulst Keratom
Hornhaut Cornea
Hornhaut- kerato..., Kerato...
Hornhautablösung Keratolyse
Hornhautentzündung Keratitis
Hornhautersatz Keratoplastik
Hornhauttrübung Nubekula
Hornsilber Kerargyrit
Hornstoff Keratin
Hörprüfung Audiometrie
Hörrohr Otophon, Stethoskop
Hörsaal Auditorium
Hörvermögen Auditus
Hosenanzug Catsuit
Hotelbesitzer Hotelier
Hotelgewerbe Hotellerie
Hotelhalle Lobby, Lounge, Vestibül
hübsch adrett, proper
Hubschrauber Aerobús, Autogiro,
Helikopter
Hubschrauberlandeplatz
Heli
port
Hüfte Coxa, Ischium
Hüftgelenkentzündung
Hüftgelenkerkrankung
Koxitis
Koxar-
throse
Hüftgelenkschmerz Koxalgie
Huftier Ungulat
Hüftnerv Ischiadikus
Hüftschmerzen Ischias
Hügelgrab Kurgan, Tumulus
Hühnerauge Clavus
Hühnerhund Pointer
Huldigung Adoration, Hommage,
Ovation
Hülle Cover, Futteral
hülsenartig arillarisch
Hülsenfrüchtler Leguminose
Humusbildung Humifikation
Hundeabrichtung Zynegetik
Hundebandwurm Echinokokkus
Hundertjahrfeier Säkularfeier,
Zentenarium
Hundertjähriger Zentenar
Hundertstel Prozent
1492
hundertteilig
innewohnen immanieren
innewohnend immanent, inhärent
innig intim
Innung Korporation
InschriftEpigraf, Graffito
Inschriftenforscher Epigrafiker
Inschriftenkunde Epigrafik
Insektenbekämpfungsmittel In
hundertteilig zentesimal
Hundezüchter Kynologe
Hundezwinger Kennel
Hundskamille Anthemis
Hüne Gigant
Hünengrab Megalithgrab
Hünenstein Menhir
HüstelnTussikulation
sektizid
HustenTussis
Hustenmittel Expektorans,
Sekre
tolytikum
Hutmacherin Modistin
Hüttenkunde Metallurgie
I
Ich Ego, Proprium, Subjekt
ichbezogen egozentrisch, solipsis
tisch, subjektivistisch
Ichbezogenheit 1. Egomanie, Ego
zentrik, Narzissmus, Solipsismus,
Subjektivismus. 2. Egotismus
Ichsucht Egoismus
ichsüchtig egoistisch
Ideenfindung Brainstorming
Ideenfülle Polyideismus
Ideenverbreitung Propaganda
Imbiss Snack
Imbissstube 'Bistro, Cafeteria,
Rosticceria, Snackbar
immertoujours
impfen inokulieren, vakzinieren
Impfstoff Autovakzine, Serum, Vak
zine
Impfung Inokulation, Vakzination
Inangriffnahme Initiative
inbegriffen implizite, inklusive
Inbesitznahme Usurpation
Indianerfrau Squaw
Indianerzelt Tipi, Wigwam
Informationsgespräch Briefing
Inhalationsgerät Inhalator
Inhalt Substanz, 2Tenor, Thematik
inhaltlich material
Inhaltsangabe 1. Denotation.
2. Abstract, Extrakt, Konspekt, Ru
brum. 3. Deklaration
inmitten medial
innen I. intus. II. endogen
innen-. Innen-endo..., Endo...
Innenhof Atrium
Innenohr Labyrinth
Innenohrentzündung Labyrinthi
tis, Otitis
Innenraum Interieur
Innenschau Introspektion
In nenstadtCity, Zentrum
Innenstürmer Inside
inner-. Inner-1. ento..., Ento... 2. in
tra...
Innereien Kaldaune
Inneres Interieur
innerhalb intern
innerlich intern, internal
innersprachlich intralingual
innerweltlich intramundan
insektenblütig entomogam
Insektenblütigkeit Entomogamie
Insektenforscher Entomologe
Insektenfresser Insektivore
Insektenhaus Insektarium
Insektenkunde Entomologie
inselartig insular
Inselbewohner Insulaner
Inselgruppe Archipel
Insellage Insularität
insgesamt in corpore, in globo, in
summa, in toto, pauschal, summa
summarum
Insichgekehrtheit Autismus
Instandsetzung Renovier .ng, Re
paratur
Internierungslager 'Camp
inwendig intern, intus
Inzucht Inzest
inzwischen en attendant
ird ischchthonisch, sublunarisch,
terrestrisch
irreführen bluffen, vexieren
irrereden delirieren, fantasieren
Irrfahrt Odyssee
Irrgang Labyrinth
Irrgarten Labyrinth
Irrkreis Circulus vitiosus
Irrlehre Häresie, Heterodoxie
irrtümlich frustran
Jachthafen Marina
Jagdbeute Trophäe
Jagdbezirk Revier
Jagdhorn Corno da Caccia
Jagdhund Hunter
Jagdpferd Hunter
Jagdrennen Steeplechase
Jagdruf Halali
Jagdtasche Holster
Jäger Nimrod
jäh abrupt, vehement
Jahrbuch Almanach
Jahrbücher Annalen
Jahresabzahlung Annuität
Jahresertrag Rendite
Jahresgeld Apanage
Jahresringforschung Dendro
chronologie
Jahrestag Jubiläum
Jahrfünft Lustrum
Jahrgang 1. Generation. 2. Semester
Jahrhundert Säkulum
Jahrhundertfeier Säkularfeier
jährlich pro anno
Jahrmarkt 'Messe
Jahrtausend Millennium
Jahrzehnt Dezennium
jähzornig cholerisch
jämmerlich lamentabel, trist
jammern lamentieren
Jammerrede Jeremiade
je à, per, pro
jeder tout le monde
jedermann Krethi und Plethi,
tout le
monde
jenseitig ultramundan
Jenseits Transzendenz
Jetztmenschen Neanthropinen
Jochbein Zygoma
Johannisbeere Ribisel
Johannisbrot Karube
jubeln triumphieren
Jubelschrei Cheer
juckend pruriginös
Juckflechte Neurodermitis
JuckreizPruritus
judenfeindlich antisemitisch
Judenfeindlichkeit Antisemitis
mus
Judenfreund Philosemit
judenfreundlich philosemitisch
Judengegner Antisemit
Judenkirsche Physalis
Judenvernichtung Holocaust,
Schoah
Judosportler Judoka
Jugendalter Adoleszenz
Jugendirresein Dementia
praecox,
Hebephrenie
jugendlich adoleszent, juvenil
Jugendliche Teenie
Jugendlicher Adoleszent, 2Kid,
Teenager, Teenie, Youngster
Jugendlichkeit Juvenilität
Jugendstil Art nouveau
Jünger 1. Apostel. 2. Adept
jung-. Jung-neo..., Neo...
Jungfernhäutchen 'Hymen
Jungfernzeugung Parthenogenese
Jungfrauen-partheno..., Partheno...
Jungfrauenadler Harpyie
Jungfrauengeburt Parthenogene
se
Jungfräulichkeit Virginität
Jüngling Adonis, "Hyazinth
Jungsteinzeit Neolithikum
Jüngstenrecht Minorat
Jungtertiär Neogen
Kabeischutzüberzug Bougierohr
Käfer Koleoptere
Käferkunde Koleopterologie
Kaff eehaus Café
Kahlheit Alopezie
Kahlköpfigkeit Calvities
Kaiserkrone Fritillaria
kaiserlich cäsarisch, imperatorisch
kindlich
1493
Kaiserreich Imperium
Kaiserschnitt Lapasohysterotomie,
Sectio caesarea
Kalb[s]leder Boxkalf, Calf, 'Kid
Kalbsschnitzel Saltimbocca
Kalk 2Calx
Kalkschwämme Calcispongiae
Kalkspat Kalzit
Kalkstaublunge Chalikose
Kalkstein Kalziumkarbonat
Kalksteinleiden Lithiasis
kaltblütig rigoros
kälte-, Kälte- kryo..., Kryo...;
psychro..., Psychro...
Hypothermie
Cold-PressureTest
Kälteempfindlichkeit Kryästhesie
kältefreundlich psychrophil
Kältegefühl Psychroästhesie
kältescheu psychrophob
Kälteschmerz Psychroalgie
Kältesteppe Tundra
Kamerad Kumpan, Kumpel
Kameradschaft Kameraderie
kämmen frisieren, peignieren
Kämmerer Camerarius, Camerlengo
kammermusikartig alla camera
Kammerton Normalton
Kampf Fight
Kampfbahn Stadion
Kampfbeil Tomahawk
kämpfen fighten
Kämpfer Fighter
kämpferisch kombattant, militant
Kämpfernatur Fighter
Kampfführung Taktik
Kampfgebiet Front. Linie
Kampfgeist Moral
Kampfplatz Arena, Stadion
Kampfrede Philippika
Kampfrichter Referee
Kampfspiel Turnier
kampfunfähig knockout
Kampfunfähigkeit Knockout
Kanne Pinte
Kannenpflanze Nepenthes
Kapellmeister Dirigent
Kapitalanlage Investition
Kapitalanleger Investor
Kapitalertrag Profit
Kapitalverlagerung Capital Flow
Kartei Kartothek
Karteikartenmarke Tab
karten-, Karten- karto..., Karto...
Kartenlegekunst Kartomantie
Kartenspiel Jeu
Kartenstock Talon
Kartoffelkäfer Koloradokäfer
Käsepappel Malve
Kassenschlager Blockbuster
Kassenzettel Bon
kasteien mortifizieren
kästeln karieren
Katerstimmung Hangover
katzbuckeln antichambrieren
Katzen Fehden
Katzenbär Panda
Käufer Konsument
Kältebehandlung
Kälte-Druck-Test
käuflich korrupt
Käuflichkeit Korruption
Kauflustiger Reflektant
Kaufmann Negoziant
kaufmännisch alla mercantile,
kommerziell, merkantil
Kauftrieb Oniomanie
Kaufzwang Konsumterror
Kaugummi Bubblegum, Chewing-
gum
Kaumuskel Masseter
Kaumuskelkrampf Trismus
Kegel Konus
Kegelähnlichkeit Konizität
kegelförmig konisch
Kegelförmigkeit Konizität
Kegelschnitt Hyperbel
Kehldeckel Epiglottis
Kehldeckelentzündung Epiglotti
tis
kehlig guttural
Kehlkopf Larynx
Kehlkopf- laryngo..., Laryngo...
Kehlkopfentzündung Laryngitis
Kehlkopflaut Glottal, Guttural, La-
ryngal
Kehlkopfschnitt Laryngotomie
Kehlkopfspiegel Laryngoskop
Kehlkopfspiegelung Laryngosko
pie
Kehlkopfverengung
Laryngoste-
nose
Kehre 1. Serpentine. 2. Turn
Kehrreim Refrain
Kehrschleife Serpentine
Kehrwert reziproker Wert
keilförmig kuneiform, sphenoidal
Keimblatt Kotyledone
keimblattlos akotyledon
Keimdrüse Germinaldrüse, Gonade
Keimdrüsenentfernung Kastrati
on
keimfrei
aseptisch, auxenisch, ste
ril
Keimfreiheit Asepsis, Sterilität
Keimfreimachung Desinfektion,
Sterilisation, Upérisation
Keimgewebe Blastem
Keimhaut Blastoderm
Keimschädigung Blastophthorie
keimtötend antiseptisch, bakterizid
Keimtötung Desinfektion
Keimungsperiode Germination
keimverseucht septisch
kelchartig calycinisch
Kelchtiere Kamptozoen
Kelchwürmer Kamptozoen
Kellergeschoss Soussol, Souter
rain
Kellerspeicher Stack
Kellerwohnung Soussol,
Souter
rain
Kenner Experte, 'Koryphäe
Kenntlichmachung Markierung
Kenntnisse Background
Kennwort Motto, 2Parole
Kennzahl Index, Nummer
Kennzeichen Attribut, Charakteris
tikum, Emblem, Kriterium, Markie
rung, Signatur, Signum, Symbol,
Symptom, Token
kennzeichnen charakterisieren,
markieren, qualifizieren, signieren
kennzeichnend charakteristisch,
spezifisch, symptomatisch, typisch
Kennzeichnung Charakteristik,
Markierung, Qualifikation
Kerbung Insektion
Kerl Typ
Kern Extrakt, Quintessenz, Substanz
kern-, Kern- karyo..., Karyo...; nukleo..., Nukleo...
kernlos akaryot
Kernplasma Karyoplasma
Kernpunkt Clou, Punctum saliens,
Quintessenz
Kernschleife Chromosom
Kernspaltung F'ission
Kernspaltungsanlage Reaktor
Kernstein Nukleolith
Kernstrahlung Radioaktivität
Kernstück Croupon, Essenz
Kerntruppe Garde
Kernzertrümmerung Spallation
Kerzenleuchter Kandelaber
Kesselpauke Timpano
Kettenrad Turas
Kettfaden Chaîne
Ketzer Häretiker
Ketzerei Häresie
Ketzergericht Autodafé
ketzerisch häretisch
Ketzerverbrennung Autodafé
Keuchhusten Pertussis
Keuschheit Virginität
kiefer-, Kiefer- gnatho..., Gnatho...
Kieferfühler Chelizere
Kiefergeschwulst Adamantinom
Kiefernerven Alveolärnerven
Kieferspalte Gnathoschisis
Kiefersperre Trismus
Kielraum Bilge
Kieme Branchie
Kiemenatmer Branchiat
Kiemenbogen Branchialbogen
Kieselalge Diatomee
Kieselgur Diatomeenerde
Kieselsäuresalz Silikat
Kieselsinter Geyserit
Kind 1. Baby. 2. Greenager, 2Kid,
Subteen
Kindbett Puerperium
Kindbettfieber Puerperalfieber
kinder-, Kinder- pädo..., Pädo...
Kinderarzt Pädiater
Kinderengel Putte
Kinderheilkunde Pädiatrie
Kinderlähmung Poliomyelitis
Kindermädchen Bonne, Nurse
Kinderroller Trottinett
Kinderzahnheilkunde Pädodontie
Kindesentführer Kidnapper
Kindesentführung Kidnapping
Kindesmord Infantizid
Kindfrau Lolita, Nymphchen
kindisch infantil, pueril
kindlich infantil, naiv, pueril
1494
Kindlichkeit
Kindlichkeit
Infantilität, Naivität,
Puerilität
Kindspech Mekonium
Kinn Mentum
Kinnmuskelkrampf Geniospasmus
Kippwagen Dumper
Kirchenaufsicht Ekklesiarchie
Kirchenbann Anathem
Kirchenbehörde Synod
Kirchenbuße Carena, Pönitenz
Kirchenchor Kantorei
Kirchenchorleiter Kantor
Kirchendiener Mesner, Sakristan
kirchenfeindlich antiklerikal
Kirchenfrevel Sakrileg
Kirchenherrschaft Ekklesiarchie
Kirchenlied Choral
Kirchenraub Sakrileg
Kirchenrecht ’Jus ecclesiasticum
Kirchenspaltung Schisma
Kirchenversammlung Synode
Kirchenvorstand Presbyterium
Kirchhof Zömeterium
kirchlich klerikal
Kirchspiel Parochie
Kirmes 'Messe
Kitzel Pruritus
Kitzler Klitoris
Kitzlerentzündung Klitoritis
Klage Lamento
Klagelied Elegie, Jeremiade, Thre-
nos
klagen lamentieren, querulieren
klagend 1. elegisch. 2. doloroso, fle
bile, lacrimoso, lugubre, piangendo
kläglich 1. trist. 2. flebile, lamentabel
Klammer 1. Klipp. 2. Parenthese
Klang Sound
-klang ...phonie
Klangbildveränderer Equalizer
Klangfarbe Kolorit, Sound, Timbre
Klangkörper 2Korpus, Orchester
klanglich akustisch
Klangreinheit High Fidelity
klangvoll musikalisch, sonor
Klangwirkung Akustik
klar evident, limpid, logisch, luzid,
präzis, transparent
Klarheit Evidenz, Limpidität, Luzidität, Transparenz
Klarluftturbulenz Clear-Air-Turbulenz
klarmachen klarieren
klarstellend deklaratorisch
Klasse Kategorie
Klassenbester Primus
Kl assenerster Primus
Klauennagel Onychogrypose
Klausner Anachoret, Eremit
Klavierspieler Pianist
Klebeband Tape
Klebebild Collage
Klebemarke Label
klebend adhäsiv
Kleber Gluten
klebrig viskos
Klee Trifolium
Kleesäure Oxalsäure
Kleiderablage Garderobe
Kleiderablageraum Garderobe
Kleiderbestand Garderobe
Kleidung Adjustierung, Garderobe,
Konfektion, Outfit
Kleidungsherstellung Konfektion
klein-. Klein-mikro..., ’Mikro...;
Mini...
Kleinbuchstabe Minuskel
kleinbürgerlich provinziell
Kleinbürgerlichkeit Provinzialis
mus
Kl einhirn Cerebellum
Kleinigkeit Bagatelle,
Lappalie, Nu
ance, Peanuts, Petitesse
Kleinigkeiten Quisquilien
Kleinigkeitskrämer Kritikaster,
Pedant
Kleinigkeitskrämerei Pedanterie
Kleinkind Baby, Bambino
kleinköpfig mikrozephal
Kleinköpfigkeit Mikrozephalie
Kleinkunstbühne Kabarett
Kleinkunstwerk Bibelot
Kleinlastwagen Transpo' :er
kleinlich bürokratisch, pedantisch
Kleinod Bijou, Juwel
kleinst-. Kleinst-mikro..., Mikro...
Kleinstlebewesen Bakterie, Bazil
lus, Mikroorganismus
Kleintaxi Minicar
Kleintierwelt Mikrofauna
Kleinwohnung Apartment, Appar
tement, Flat
Kleinwuchs Hyposomie, Mikrosomie
Klemme 1. Bredouille, Dilemma.
2. Klipp
Klimaanlage Airconditioner
Klimakunde Klimatologie
Klimaverträglichkeit Salubrität
klopfen palpitieren, pulsieren
Klöppelspitze Chantillyspitze,
Dentelles
Kloß Dumpling
Klößchen Gnocchi
Kloster Monasterium, Vihara, Wat
klösterlich monastisch
Klosterschlafsaal Dormitorium
Klosterschreibstube Skriptorium
Klosterspeisesaal Refektorium
Klosterverband Kongregation
Klosterzelle Klause
klug clever, intelligent
Klugheit Cleverness, Intelligenz
Klumpfuß Talipes
Klumphand Talipomanus
Klüngel Clique, Koterie
Knabenkraut Orchis
Knabenliebe Päderastie
Knackpunkt Casus knacksus
Knall 1. Eklat. 2. Detonation, Explo
sion
Knallbonbon Cracker
knallen detonieren, explodieren
knapp konzis, lakonisch, lapidar,
prägnant
Knappheit Brevität, Prägnanz
knauserig schofel
knechten tyrannisieren
knechtisch servil, sklavisch
Knechtschaft Sklaverei, Tyrannei
Kneifer Pincenez
Kneipe Budike, Pinte
knetbar plastisch
Knetmaschine Mastikator
Knickungsbruch Infraktion
Knie Genu
knie-, Knie- 'gon..., Gon...
Kniebundhose Breeches
Kniefall Proskynese
Kniegeige Gambe
Kniegelenkentzündung Gonar-
thritis
Kniegelenkknorpel Meniskus
Kniegicht Gonagra
Kniehose Breeches, Culotte, Kni
ckerbocker
Kniescheibe Patella
Knieschmerz Gonalgie
Kniesehnenreflex Patellarreflex
Kniff Finesse, Manipulation, Manö
ver, Praktik, Trick
knifflig diffizil
knöchellang maxi
Knochen’Os
knochen-, Knochen-
osteo..., Os-
teo...
knochenähnlich osteoid
Knochenbildung Ossifikation,
Os
teogenese
Knochenbruch Fraktur
Knochenbrüchigkeit Osteoporose
Knochenbruchstück Fragment
Knochendichtemessung Osteo-
densitometrie
Knochenentzündung
Osteoarthri
tis, Ostitis
Knochenersatz Osteoplastik
Knochenerweichung Halisterese,
Osteomalazie
Knochenfisch Teleostier
Knochenflöte Tibia
Knochenfortsatz Apophyse
Knochenfraß Osteonekrose
Knochenfuge Symphyse, Synar
throse
Knochengerüst Skelett
Knochengeschwulst Enostose
Knochengewebe Spongiosa
Knochengewebebrand Gangrän
Knochengewebsgeschwulst Os
teom
Knochenhaut Periost
Knochenhautentzündung
Perios
titis
Knochenlehre Osteologie
Knochenleiden Osteopathie
Knochenleiste Linea
knochenmarkähnlich myeloid
Knochenmarkentzündung Osteo
myelitis
Knochenmarksgeschwulst
Mye
lom
knochenmarksschädigend
mye
lotoxisch
Knochenmarkszelle
Knochennaht Sutur
Knochenriss Fissur
Myelozyt
1495
krampfartig
Knochenschmerz Ostéalgie
Knochenschwund Anostose,
Os
teolyse, Usur
Knochenspalt Hiatus
Knochenverhärtung
Osteosklero
se
Knochenversteifung Ankylose
knöchern ossal
Knödel Dumpling
Knolle Bulbus, Phyma
Knollennase Rhinophym
knollig bulboid
Knorpel Cartilago
knorpel-, Knorpel-chondro...,
Chondro...
Knorpelentzündung
Knorpelerweichung
Chondritis
Chondroma
lazie
Knorpelgeschwulst
Ekchondrom,
Myxochondrom
Knorpelgewebswucherung
Ek-
chondrose
Knorpelhaut Perichondrium
Knorpelhautentzündung Peri
chondritis
knorpelig kartilaginär
Knorpelleim Chondrin
Knorpelwucherung Ekchondrose
Knötchen Papel
Knötchenflechte Lichen
Knoten Glomus, Nodus, Tophus
Knöterich Polygonum
Knüller Scoop
Kobaltblüte 2Erythrin
Kobold Gnom, Puck
Kochanweisung Rezept
Köcherfliege Phryganide
Kochkunst Gastronomie
Kochkünstler Gastronom
Kochnische Kitchenette
Kochsalz Natriumchlorid
kochsalzhaltig muriatisch
Kohledruck Pigmentdruck
Kohleneisenstein Blackband
Kohlenstaublunge Anthrakose
kohlenstofffrei affiné
Koller Raptus
kollern rumoren
Kölnischwasser Eau de Cologne
Konfliktforschung Polemologie
König 'Rex
königlich regal, royal
Königsanbetung Basileolatrie
Königskerze Verbaskum
königstreu royal
Königstreue Royalismus
Können Bravour, Suffizienz
Kontrollbildschirm Monitor
Kontrollgang Patrouille
Kontrollpunkt Checkpoint
Kontrollstreifen Banderole
Kontrollturm Tower
Konzentrationsschwäche Apro-
sexie
Kopf Caput
köpf-, Kopf- zephalo..., Zephalo
Kopffüßer Zephalopode
Kopfgrind Favus
Kopfhaar Capillus
Kopfhautflechte Mikrosporie
Kopfpilz Trichophytie
Kopfreif Diadem
Kopfschlagader Karotis
Kopfschmerz Migräne, Zephalgie
Kopfschmuck Diadem
Kopfstimme Falsett, Fistelstimme,
Voce di Testa
kopfwärts kranial
Kopierschutz Dongle
Koralleninsel Atoll
Korallenschwamm Fungit
Koranauslegung Tefsir
Korankapitel Sure
Koranschule Medrese
Korbball Basketball
Korbballspiel Basketball, Streetball
Korbblütler Komposite
Korbflasche Ballon, Demijohn
kork-, Kork- phello..., Phello...
Korkbaum Phellodendron
Korkschnitzkunst Phelloplastik
Kornährenverband Spica
Kornblume Zyane
kornblumenblau ultramarin
Körnchen Granulum
Körnerkrankheit Trachom
körnig granulös
Körnung Granulation
Körper 'Korpus, 2Soma
Körperabwehrsystem Immunsys
tem
Körperausscheidung
Egesta, Ex
krement
Körperbau Konstitution
Körperbauform Konstitutionstyp
Körperbemalung Bodypainting
Körperbeschaffenheit Habitus,
Physis
Körperfarbstoff Pigment
Körperflüssigkeit 2Humor, Liquor
Körperfülle Embonpoint
Körpergestalt Statur
Körpergewebelehre Histologie
Körpergliedersatz Prothese
körperhaft plastisch
Körperhöhle Kaverne
Körperhöhlenvereiterung Empy
em
hylisch, materiell, phy
sisch, plastisch, somatisch
Körperlichkeit Materialität, Plasti
zität
körperlos asomatisch
Körpermessung Biometrie
Körperpflege Kosmetik
Körperpflegemittel Kosmetikum
Körpersaft 2Humor
Körperschaft Gremium, Kollegi
um, Korporation
körperschaftlich korporativ
Körperschulung Bodybuilding
Körperschwäche Adynamie, As
thenie, Hypodynamie, Kachexie
Körpersprache Pantomimik
Körperwärme Temperatur
Korpsgeist Esprit de Corps
Kosakenhauptmann Ataman
Kosakenpeitsche Nagaika
körperlich
Kosename Hypokoristikum
kostbar luxuriös, splendid
Kostbarkeiten Preziosen
kosten degustieren, probieren
Kosten Expensen, Spesen
Kostenermittlung Kalkulation
kostenlos gratis
Kostenvoranschlag Kalkulation
köstlich ambrosisch, delikat, delizi
ös
expensiv
KotDejekt, Exkrement, Fäkalien, Fä
zes
kot-, Kot- kopro..., Kopro...
kotartig fäkulent
Kotausscheidung Defäkation
Kotauswurf Dejektion
Koterbrechen Kopremesis, Misere
re
Kotesser Koprophage
Kotfresser Koprophage
Kotgeschwulst Koprom
kothaltig sterkoral
kotig fäkal, fäkulent, sterkoral
Kotstauung Koprostase
Kotstein Enterolith, Koprolith
Kotvergiftung Koprämie
Krach Rabatz, Randale, Rumor,
‘Spektakel
Kraft 'Agens, Dynamik, Dynamis,
Element, Energie, Intension, Inten
sität, Movens, Potenz, Power, Vir
tualität
Kraftbrühe Bouillon, Consommé
Kräfteverfall Asthenie, Hyposthé
nie, Kachexie, Marasmus
Kraftfahrzeug Automobil
Kraftfülle Sthenie
kräftig 1. athletisch, robust. 2. inten
siv. 3. fermamente, rigoroso
kräftigen tonisieren
kräftigend 'tonisch
Kräftigungsmittel Roborans, Toni
kum
kraftlos adynamisch, anergisch, as
thenisch
Kraftlosigkeit Adynamie, Anergie,
Asthenie
Kraftmensch Athlet, Herkules
Kraftmessung Dynamometrie
Kraftprotz Rambo
kraftvoll athletisch, energisch, lapi
dar, nervig, robust, sthenisch
Kraftwagen Automobil
Kraftwagenoberbau Karosserie
Kram Firlefanz, Tinnef, Zinnober
Krampf Spasmus
krampf-, Krampf- spasmo..., Spas
mo...
Krampfader Varix
Krampfaderbildung Varikosität
Krampfaderbruch Varikozele
Krampfadergeflecht Medusen
haupt
krampfaderig varikös
Krampfaderleiden Varikose
Krampfanfall Konvulsion
krampfartig konvulsivisch, spas
misch
kostspielig
1496
krampferzeugend
krampferzeugend spasmogen
krampfhaft spasmisch, spastisch
krampflösend antispastisch, spas
molytisch
Krampflösung Spasmolyse
krank malade, marod
Kranke Patientin
Krankenbehandlung Therapie
Krankenbericht Bulletin
Krankenhaus Hospital, Klinik, Spi
tal
Krankenhausabteilung Station
Krankenkost Diät
Krankenpfleger Sanitäter
Krankenwagen Ambulanz
Kranker Patient
krankhaft morbid, morbös, patholo
gisch
Krankheit Malum, Morbus
krankheits-, Krankheits-
noso...,
Dispositi
on
Krankheitsbeschreibung
Noso-
grafie
Krankheitsbild Syndrom
Krankheitsentstehung Pathoge
nese
Krankheitserkennung Diagnose
Krankheitserkennungslehre Di
agnostik
krankheitserregend
pathogen, vi
rulent
Krankheitserreger
Bakterie, Bazil
lus, Virus
Krankheitsgeschichte Anamnese
Krankheitshäufigkeit Morbidität
Krankheitsherd Fokus
Krankheitslehre Nosologie, Patho
kum, Zytostatikum
Krebsstein Kankrit
Krebstier Krustazee
Krebsversteinerung Kankrit
Kreis Cercle. Circulus, Orbis, Zirkel
kreis-, Kreis- zyklo..., Zyklo...
kreisähnlich zykloid
Kreisausschnitt Sektor
Kreisdurchmesser Diameter
Kreisellüfter Turboventilator
kreisen zirkulieren
kreisförmig orbikular, zirkular, zy
Kreishalbmesser Radius
Kreislauf Periode, Zirkulation,
Zy
klus
Kreislaufversagen Schock
Krempel Tinnef, Zinnober
Krempling Paxillus
Kreuz Crux
Kreuzbestäubung Xenogamie
Kreuzblütler Kruzifere
kreuzen hybridisieren
Kreuzgang Deambulatorium
Kreuzkuppelgewölbe Domikalge-
wölbe
Kreuzschmerz Lumbalgie
Kreuzsprung Entrechat
Kreuzung Bastardierung, Hybridi
sierung
Kreuzungsergebnis
Rekadenz, Re
zidiv
Krankheitsüberträger Konduktor
Krankheitsursache Noxe
Krankheitsverhütung Prophylaxe
Krankheitsverschlimmerung
Exazerbation
Krankheitsvorgeschichte
Anam
nese
Krankheitszeichen Symptom
kränklich morbid, morbös
Kränklichkeit Morbosität
Kränkung Affront, Tort
Krapfen Beignet, Donut
Krätze Skabies
krätzig skabiös
Kratzwunde Knesma
kraus abstrus
Kräuselgewebe Krepp
kräuseln kreppen
Kräuter Herba
Kräutersträußchen Bouquet garni
Krebs Karzinom
krebs-, Krebs- karzino..., Karzino...
Krebsableger Karzinose, Metasta
se
Krebsangst
Kanzerophobie, Karzi-
nophobie
kanzerös
Kropf Struma
kropfartig strumös
Kropfentzündung Strumitis
kropferzeugend strumigen
kropfig strumös
Krötenstein Bufonit
krümmen torquieren
Krummstab 2Pastorale, Pedum
Krümmung Kurvatur, Kurve
Krustenbildung Inkrustation
Küchenchef Chef de Cuisine
Küchengehilfe Aide
Küchenschabe Kakerlak
kugel-, Kugel- sphäro..., Sphäro...
kugelähnlich sphäroidisch
Kugelalge Volvox
Kugelbakterie Kokke
Kugeldurchmesser Diameter
Kugelgelenk Diarthrose
Kugelzelle Sphärozyt
Kuhäugigkeit Boopie
kühl cool, distanziert, reserviert
kühn l.phaetonisch. 2. ardito
Kühnheit Bravour
Kuhschelle Pulsatilla
kulturliebend hemerophil
kulturmeidend hemerophob
Kulturpflanze Ergasiophyt
kümmerlich schofel, trist
Kunde Klient
Kundenbetreuung 2Service
Kundendienst 2Service
Kundendiensteinrichtung Facili
ty
Kundenwerber Akquisiteur
Kundenwerbung Akquise, Akqui
sition
demonstrieren, mani
festieren, proklamieren
Kundgebung 1. Demonstration.
2. Manifestation
Kundgebungsteilnehmer De
monstrant, Manifestant
kündigen demissionieren
Kundin Klientin
Kundschaft Klientel
Kundschafter Agent, Emissär, Spi
on
Künstelei Manier, Manieriertheit
kunstempfänglich musisch
Kunsterzeugnis Artefakt
Kunstfasergewebe Synthetics,
Synthetik
Kunstfertigkeit Technik
Kunstflug Aerobatik
Kunstflugvorführung Aerobatik
Kunstförderer Mäzen
Kunstfreund Mäzen
Kunstglied Prothese
Kunstgriff Finesse, Manipulation,
Praktik, Strategem. Trick
Kunsthandlung Galerie
Künstlergehalt Gage
künstlerisch ästhetisch, musisch
Künstlerkreise Boheme
Künstlermilieu Boheme
Künstlertruppe Ensemble
Künstlertum Boheme
Künstlerwerkstatt Atelier, Studio
kundgeben
Bastard, Hy
bride
logie
Krankheitsrückfall
krebsartig
tastase, Sarkom, Szirrhus, Tumor
krebshemmend karzinostatisch
Krebshemmstoff Karzinostati-
klisch
Noso...; patho..., Patho...
Krankheitsanfälligkeit
Krebsentstehung Karzinogenese
Krebsforscher Karzinologe
Krebsforschung Karzinologie
Krebsfurcht Karzinophobie
Krebsgeschwulst Karzinom, Me
Kribbelkrankheit Ergotismus
Kribbeln Formikatio
kriechen scharwenzeln
Kriecher Lakai
Kriecherei Byzantinismus, Servilis-
mus
kriecherisch devot, servil
Kriechtier Reptil
Kriechtierkunde Herpetologie
kriegerisch aggressiv, martialisch,
militärisch
kriegsbereit mobil
Kriegsentschädigungen
Repara
tionen
Kriegsfall Casus Belli
Kriegsflotte Armada, Marine
Kriegsforschung Polemologie
Kriegsgebiet Front
Kriegsgefangener Prisoner of
War, Prisonnier de Guerre
Kriegsgrund Casus Belli
Kriegslist Strategen!
Kriegstreiber Bellizist
kriegstreiberisch bellizistisch
Kristallgemisch Eutektikum
Krittler Kritikaster
kritzeln scribbeln
Kronleuchter Lüster
Krönungsmantel Pallium, Pluviale
1497
1. artifiziell, imitiert.
2. synthetisch
Kunstspringer Voltigierer
Kunststoff ’Plastik
Kunststoff- Plastik...
Kunsttischlern ebenieren
kunstverständig musisch
Kunstwerk Opus
KupferCuprum
kupfer-, Kupfer-chalko..., Chalko...
Kupferfinnen Rosazea
Kupferglanz Chalkosin
Kupferkies Chalkopyrit
Kupferspat Malachit
Kupferstecher Chalkograf
Kupferstich Chalkografie
Kupfervergiftung Kuprismus
Kurheim Sanatorium
Kuriositätensammlung Panopti
kum
Kurpfuscher Medikaster, Scharla
tan
Kurpfuscherei Scharlatanerie
Kurvenmesser Kartometer
kurz 1. epigrammatisch, konzis, präg
nant, summarisch. 2. lakonisch, lapi
dar
kurz-. Kurz- l.brachy..., Brachy...
2. steno..., Steno...
kurzatmig asthmatisch
Kurzatmigkeit Asthma, Dyspnoe,
Tachypnoe
Kürze Brevität
Kürzel Sigel
kurzerhand a limine, brevi manu
kurzfingerig brachydaktyl
Kurzf ingerigkeit Brachydaktylie
Kurzflügler Staphylinide
kurzfüßig brachypodisch
Kurzgeschichte Short Story
kurzgriffeiig brachystyl
kurzköpf ig brachyzephal
Kurzköpfigkeit Brachyzephalie
kurzlebig brachybiotisch, ephemer
Kurzschrift Stenografie
Kurzschriftler Stenograf
kurzschriftlich stenografisch
kurzsichtig myop
Kurzsichtigkeit Myopie
kurzsilbig brachysyllabisch
Kurzstreckenlauf Sprint
Kurzstreckenläufer Sprinter
Kurzwarenhandlung Bonneterie,
Mercerie
Küstenland Litorale
küstennah litoral
Küster Sakristan, Sigrist
künstlich
Labsal Balsam
lächerlich grotesk, skurril
Lachgas Stickoxidul
Lachkrampf Gelasma
Lachse Salmoniden
lautgetreu
Lackschicht Lasur
Lademaß Normalprofil
Laden Magazin, Shop, ’Store
-laden ...shop
Ladenbuchhändler Sortimenter
Ladenhüter Noseller, Restant
Ladenstraße Basar, Passage
Ladentisch 'Korpus, Theke
Ladung Charge, Kargo
Lage 1. Konstellation, Position, Si
tuation. 2. Situierung
Lagebeschreibung Topografie
Lager 1. Depot, Magazin, ’Store.
2. 'Camp, Kolonie
Lagerarbeiter Magaziner
lagern deponieren, magazinieren
lagern, sich: kampieren
Lagerraum Magazin
Lagerschein Warrant
Lagerung Deponierung
Lagerverwalter Magazineur, Store
keeper
lähmen paralysieren
Lähmung Paralyse, Parese, Plegie
Laie Dilettant
Laienbruder Frater, ’Oblate
laienhaft dilettantisch, inkompe
tent
Laienhaftigkeit Dilettantismus
Lammwolle Lambswool
Lampenglas Zylinder
Lampenträger Kandelaber
Land Terra, Territorium
Landeanflug Approach
Landebahn Piste, Runway
Landenge Isthmus
Landeshauptstadt Residenz
Landeshoheit Territorialhoheit
Landesteil Provinz
Landhaus Chalet, Cottage, Datscha
Landkarte Mappa
Landkartenherstellung Kartogra
fie
Landkartensammlung Atlas
Landkartenzeichner Kartograf
landläufig usuell
ländlich idyllisch, pastoral, provinzlerisch, rustikal
Landpolizei Gendarmerie
Landpolizist Gendarm
landschaftlich provinziell
Landsenke Depression
Landstraße Chaussee
Landstreicher Berber, Lumpaziva
gabundus, Tramp, Vagabund
Landstreicherei Vagabondage
Landstrich Trakt
Landungsbrücke Pier
Landvermesser Geodät, Topo
graf
Landvermessung Geodäsie
Landwirt Agrarier, Agronom
Landwirtschaft Agrikultur
landwirtschafts-, Landwirt
schafts-agrar..., Agrar...; agro...,
Agro...
landwirtschaftlich agrarisch
Landwirtschaftserzeugnisse
Naturalien
Land wirtschafts Wissenschaft
Agronomie
lang-. Lang-dolicho..., Dolicho...
Längengleichheit Isometrie
Längenkreis Meridian
Längenmessung Longimetrie
Längentreue Isometrie
Langeweile Ennui
Langköpfigkeit Dolichozephalie
Langlaufbahn Loipe
Langlaufspur Loipe
Langlebigkeit Longävität, Makro-
biose
längsachsig axial
langsam 1. doucement,
’pomadig.
2. adagio, lentamente, lentement
Langsamkeit Inertie
längsgerichtet longitudinal
Längsschnitt Profil
langweilen ennuyieren
langweilig ennuyant, steril, trist
langwierig chronisch
Langzeitpräparat Depotpräparat
Lanzenreiter Lancier, Picador,
Ulan
Läppchenprobe Epikutanprobe
Lappenzelt ’Kote
Lärm Remmidemmi, 'Spektakel, Tu
mult
lärmen rumoren, spektakeln, tumultuieren
lärmend 1. tumultuarisch, turbulent.
2. strepitoso, tumultuoso
lässig easy, lax, leger, nonchalant
Lässigkeit Nonchalance
Lastenförderer Elevator
lästern blasphemieren
lästig genant, sekkant
Lastkraftwagen Camion, Truck
Lastzug Truck
Lastzugfahrer Trucker
Lattenzaun Staket
Latwerge Electuarium
Laube Pergola, Salettel
Laubengang Pergola
Laubsäge Dekupiersäge
Laufbahn Karriere
Laufbursche Boy, 'Page
Lauf gang Gangway
Laufleine Longe
Laufrad Draisine
Laufschuhe Spikes
Laufsteg 1. Catwalk. 2. Gräting
Lauftreppe Gangway
laugenhaft alkalisch
Laune Kaprice
launenhaft 1. kapriziös. 2. capriccioso
launig humorig
Läusebefall Pedikulose, Phthiriase
laut forte
Laut 1. Phonem. 2. Vox
laut-. Laut-phono..., Phono...
Lautbildungsstörung Dyslalie,
Lalopathie
Lautenspieler Lautenist
läutern purgieren, purifizieren
Läuterung Katharsis
lautgetreu phonografisch
1498
Lautlehre
Lautlehre Phonetik
lautlich phonetisch
Lautmalerei Onomatopöie
Lautsprecher Megafon
Lautstärkemesser Phonometer
Lautumstellung Metathese
Lebemann Bonvivant, Playboy
leben existieren
Leben Existenz, Vita
Lebendgeburt Viviparie
lebendig dynamisch, mobil, vif, vital
Lebendigkeit Agilität, Drive, Vitali
tät
lebens-, Lebens- bio..., Bio...
Lebensablauf 1. Biografie. 2. Bio
rhythmus
Lebensangst Existenzangst
Lebensart 'Fasson, Kultur, Savoir-
vivre, 2Takt
lebensbejahend optimistisch
Lebensbejahung Optimismus
Lebensbereich 1. Ambiente, Mi
lieu. 2. Biochore
lebensbeschreibend biografisch
Lebensbeschreibung Autobiogra
fie, Biografie, Vita
lebensecht realistisch
Lebensentwicklung Biogenese
Lebenserinnerungen Memoiren
Lebensfähigkeit Vitalität
lebensfeindlich bionegativ
Lebensfluss Biorheuse
Lebensfreude Optimismus
Lebensfülle Vitalität
Lebensgefährte Partner
Lebensgefährtin Partnerin
Lebensgemeinschaft Biom, Bio
zönose, Symbiose, Synözie, Zönobium
Lebensgeschichte Biografie
Lebensgrundlage Basics, Existenz
Lebensklugheit Savoir-vivre
Lebenskraft Vita, Vitalität
lebenskräftig vital
Lebenslauf Biografie, Curriculum
Vitae, Vita
Lebensmittel Furage, Komestibilien, Naturalien
Lebensmittelbeschaffung Cate
ring
Lebensmitteltrocknung Dehydra
tation
Lebensmittelvergiftung Botulis
mus
lebensnotwendig essenziell
Lebensraum Biosphäre, Biotop,
Element, Milieu, Revier
Lebensraumanpassung Naturali
sation
Lebensregel Maxime
lebensschädlich bionegativ
Lebensschutz Biophylaxe
Lebensspannkraft Biotonus
Lebensstil Fashion, Highlife, Life
style
Lebensunfähigkeit Abiose
lebensunfroh pessimistisch
Lebensunterhalt Alimentation,
Existenz
lebensvoll pantagruelisch, vital
Lebensweisheit Chrie
lebenswichtig vital
Leber Hepar
leber-, Leber- hepato..., Hepato...
Leberblümchen Hepatika
Leberegelkrankheit Fasziolose
Leberentzündung Hepatitis
Lebererkrankung Hepatose
Leberklößchen Hâtereau
Leberkunde Hepatologie
Leberleiden Hepatopathie
Leberschmerz Hepatalgie
Leberstein Hepatolith
Lebervergrößerung Hepatomega-
lie
Leberzelle Hepatozyt
Lebewesen Kreatur, Organismus
Lebewohl Ade, Adieu, Valet
lebhaft l.agil, mobil, sanguinisch,
vif, vital. 2. allegro, animato, animo
so, mosso, stretto, vivace
Lebhaftigkeit 1. Agilität, Tempera
ment, Vehemenz. 2. Brio
Lebkuchen Printe
leblos abiotisch, devital
Leck Leckage
lecker delikat, gustiös
Leckerbissen Delikatesse, Gour
mandise
Lederhaut Corium, Kutis, Sklera
leer 1. blanko, in blanko. 2. inan, ste
reotyp
Leerdarm Jejunum
Leerdarmentzündung Jejunitis
Leerdarmuntersuchung Jejunoskopie
Leere l.Inanität. 2. Vakuum
Leergrab Kenotaph
Leergutpreis Fustage
Leerseite Vakat
Leerstelle Blank
Leerzeichen Space
Legendenbuch Legendär
legendenhaft legendär
Lehmziegel Adobe
Lehnsessel Fauteuil
lehns-, Lehns- feudal..., Feudal...
Lehnsmann Vasall
Lehnsverhältnis Vasallität
Lehnswesen Feudalismus
Lehramt Professur
Lehramtsanwärter Studienasses
sor
Lehrauftrag Dozentur, Facultas
Docendi, Lektorat
Lehrausflug Exkursion
Lehrbeauftragter Dozent, Lektor,
Professor
Lehrbefähigung Fakultas
Lehrberechtigung Venia Legendi
Lehre 1. Didaxe, Theorie. 2. Exempel
-lehre ...logie
lehren dozieren, instruieren
Lehrer Magister, Pädagoge
Lehrerpult Katheder
Lehrfabel Apolog
Lehrfahrt Exkursion
Lehrgang Kurs
lehrhaft didaktisch
Lehrhaftigkeit Didaxe
Lehrherr Prinzipal
Lehrkörper Kollegium
Lehrmeinung Doktrin, Theorie
Lehrplan Curriculum
lehrreich informativ, instruktiv
Lehrsatz Dogma, Doktrin, Maxime,
Theorem, These
Lehrstück Parabel
Lehrstuhl Cathedra,
Katheder, Pro
fessur
Leibeigener Fiskaline, Sklave
Leibeigenschaft Sklaverei
Leibesfrucht Embryo, Fetus
Leibeshöhle Zölom
leibhaftig in natura
Leibschmerz Enterodynie
Leibwache Garde
Leibwächter Bodyguard
leichen-, Leichen- nekro..., Ne-
kro...
Leichenausgrabung Exhumierung
Leichenbegängnis Funeralien
Leichengift Kadaverin, Ptomain
Leichenöffnung Autopsie, Nekrop-
sie, Obduktion
Leichenschändung Nekrophilie
Leichenschau Autopsie, Nekropsie
Leichenverbrennung Kremation,
Nekrokaustie
Leichenwachs Adipocire
Leichenzug Kondukt
leicht l.easy, leger. 2. light.
3. facile,
leggiero
Leichtbenzin Petroläther
leichtfertig frivol, libertin
Leichtfertigkeit Frivolität
Leichtgläubigkeit Naivität
Leichtkalkbeton Ytong
Leid Tragik
Leideform Passiv
Leiden Martyrium
leidend 1. passiv. 2. appenato
Leidender Lazarus
Leidenschaft 1. Passion. 2. Brio
Leidenschaften Affekte
leidenschaftlich 1. passioniert.
2. affetuoso, appassionato, con abbandono, furioso, patético, pathé
tique
Leidenschaftlichkeit Furore
leidenschaftslos l.cool. 2. lethar
gisch
leidlich passabel, tolerabel
Leim Kolla
leimartig viskos
leimen broschieren
leise piano
Leistendrüsenentzündung Bubo
Leistung Power
ieistungsbedingt funktionell
Leistungsbestimmung Taxation
Leistungsbewertung Zensur
leistungsbezogen funktionell
leistungsfähig effizient, energisch,
fit, potent
Leistungsfähigkeit 1. Effektivität,
Efficiency, Energie, Fitness, Kapa-
1499
Lobgesang
zität, Kondition, Potenz, Potenzial,
Produktivität. 2. Euergie
Leistungslohn Akkordlohn
leistungsschwach impotent
Leistungssoll Norm, Pensum
Leistungsstand Level
leistungsstark produktiv
leistungssteigernd ergotrop
Leistungsvermögen Kapazität,
Potenz
Leitbild 1. Ideal, Idee. 2. Idol
leiten dirigieren, managen, präsidie
ren, regieren
Leiter Chef, Direktor, Manager, Prä
sident
Leitfaden Ariadnefaden, ‘Kanon,
Vademekum
Leitfähigkeit Konduktivität
Leitgedanke Ideal, Motiv, Thema,
Thematik
Leitsatz Kredo, Maxime, These
Leitspruch Devise, Motto, 'Panier,
2Parole
Leitton Note sensible
Leitung Direktion, Management,
Präsidium, Regie, Regiment, Super
vision
Lendenschmerz Lumbalgie
Lendenstück 2Filet
lenken manövrieren, regieren
lenkend manipulatorisch
Lenkrad Volant
Lenkschlitten Bob
Lerchensporn Korydalis
Lernabschnitt Lektion
Lerneinheit Unit
Lernmittel 'Medium
Lernpensum Lektion
Lernschritt Frame
Lernstoff Memorierstoff
Lesebuch 'Fibel
Leser Rezipient
Lese-Rechtschreib-Schwäche
Legasthenie
Leserschaft Publikum
Leseschwäche Alexie
Lesestoff Lektüre
Lesestörung Dyslexie
Leseunkundiger Analphabet
letztwillig testamentarisch
Leuchtbild 1. Transparent. 2. Szinti-
gramm
leuchten lummeszieren, szintillieren
leuchtend luminös, luzid
Leuchterscheinung Airglow, Au
reole, Lumineszenz
Leumund Renommee
leutselig jovial
Leutseligkeit Jovialität
licht spatiös
licht-, Licht-foto..., Foto...;
pho
to..., Photo...
lichtbeständig photostabil
Lichtbild Fotografie
Lichtbildner Fotograf
Lichtbildwerfer Diaprojektor,
diaskop, Projektor
Lichtblitz Flashlight
lichtbrechend dioptrisch
Epi
lichtdurchlässig pelluzid
Lichtdurchlässigkeit Pelluzidität,
Transluzenz, Transparenz
lichtecht indanthren, photostabil
lichtempfindlich photophob
Lichtempfindlichkeit Photopho
bie
Lichterscheinung 1. Meteor.
2. Phosphen
Lichtheilverfahren Phototherapie
Lichtkreis Glorie
lichtlos aphotisch
Lichtmessung Photometrie
Lichtpocken Hidroa
Lichtraumbemessung Normal
profil
Lichtregie Lightingdesign
lichtreich euphotisch
Lichtsatzmaschine Monophoto
lichtscheu photophob
Lichtspielhaus Kino
Lichtstärkeeinheit Candela
Lichtstärkemesser Photometer
Lichtstärkemessung Photometrie
Lichtstift Lightpen
lichtstrahlend empyreisch
Lichtstreuung Diffusion
lichtunbeständig photolabil
lichtundurchlässig opak
Lichtundurchlässigkeit Opazität
lichtverstärkend laseraktiv
lichtvoll luminös
Lichtwellenbündler Laser
Lichtwellenverstärker Laser
Lidhauterschlaffung Blepharochalasie
Lidkrampf Blepharoklonus, Blepha
rospasmus
Lidrandentzündung Blepharitis
Lidspalterweiterung Kanthoplastik
liebäugeln flirten, kokettieren
Liebe Eros
liebedienern antichambrieren
Liebelei Flirt, Techtelmechtel
liebenswürdig 1. charmant. 2. ama
bile
liebes-. Liebes- eroto..., Eroto...
Liebesabenteuer Affäre
Liebesbote Postillon d’Amour
Liebeserlebnis Romanze
Liebesgeschichte Lovestory
Liebeskunst Ars Amandi, Erotik
Liebesleben Erotik
Liebeslehre Erotologie
Liebespartner Lover
Liebesspiel Jeu d’Amour
Liebesstündchen Tête-à-tête
Liebesverhältnis Liaison, Techtel
mechtel
Liebesverhältnisse Amouren
Liebeswahn Erotomanie, Hypererosie
Liebhaber l.Cicisbeo, Galan, Lover,
Romeo. 2. Fan. 3. Amateur, Hobby
ist
Liebhaberei Hobby, Passion
-liebhaberei ...philie
Liebhaberstück Rarität
liebkosen karessieren
lieblich 1. amön. 2. amabile,
con dolcezza, dolce, doux, piacevole, suave,
vezzoso
Lieblichkeit Amönität
Liebling Everybody’s Darling, Dar
ling, Honey, Sweetheart
Lieblingsaufenthalt Tuskulum
Lieblosigkeit Impietät
Liebreiz Charme, Grazie
Liebschaft Affäre, Liaison, Poussa
ge, Techtelmechtel
Liebschaften Amouren
Lied Aria, 'Chant, Melos, Song
Liederschreiber Songwriter
liedhaft melisch
liedmäßig arioso
lieferbar prompt
Lieferschein Faktur
Liefertag Termin
Lieferungsfortsetzung Kontinuation
Lieferwagen Pick-up
liegend horizontal
Liegenschaft Immobilie
Liegenschaften Realitäten
Liegenschaftsverzeichnis Katas
ter
Lilienschweif Eremurus
lindern mitigieren
iindernd balsamisch, leniens, pallia
tiv
Linderung Balsam
Linderungsmittel Balsam, Demulzens, Mitigans, Palliativ
Linie Kontur
Linienflugzeug Liner
linienförmig linear
Linienschiff Liner
Linienstecher Guillocheur
Linienzeichnung Guilloche
links sinister
linksdrehend lävogyr
Linsenfernrohr Refraktor
linsenförmig lentiform, lentikulär
Linsenlosigkeit Aphakie
Linsenmal Lentigo
Linsentrübung :Katarakt
Lippe Labium
Lippenblütler Labiaten
Lippenentzündung Cheilitis
Lippengaumenlaut Labiovelar
Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte
Cheilognathopalatoschisis
Cheilognathoschisis
Lippenlaut Labial
lippen-, Lippen-labio..., Labio...
Lippenschmerz Cheilalgie
Lippenschwellung Cheilose
Lippenspalte Cheiloschisis, Diastematochilie
Lippenzahnlaut Labiodental
Liste Tabelle
lobenswert laudabel
Lobeserhebung Eloge
Lobgedicht Enkomion, Panegyrikos
Lobgesang 2Gloria, Hymne, 2Sanctus
Lippen-Kiefer-Spalte
1500
Lobhudelei
Lobhudelei Schmus
löblich laudabel
Loblied Dithyrambe
lobpreisen benedeien
Lobpreisung Doxologie,
Enkomias-
tik
Eloge, Elogium, Enkomion,
Laudatio, Laudation, Panegyrikos
Lobredner Enkomiast, Laudator,
Panegyriker
Lobschrift Enkomion
lochen perforieren
Löcherkoralle Madrepore
Lochkarte Hollerithkarte
Lochkartenmaschine Hollerith
maschine
löchrig porös
Löchrigkeit Porosität
Lochstreifen Tape
lockenhaarig bichonniert
locker easy
Lockspitzel Agent Provocateur
Löffelfuchs Otozyon
Lohn Salär
lohnen, sich: rentieren, sich
lohnend effektiv, rentabel
Lohnstaffel Tarif
Lohnvereinbarung Tarif
Lorbeerbaum Laurus
los allons, dawai, olé
Los Kismet
löslich dissolubel, solubel
Lossprechung Absolution
Losung 2Parole
Lösung Solution
-lösung ...lyse
Lösungsmittel Dispergens, Solvens
Lösungsverfahren Operation
lotrecht perpendikulär, vertikal
Lückenbüßer Figurant
lückenhaft defektiv
lüft-, Luft- aero..., Aero...; Air...
Luftansammlung Emphysem
Luftansauger Aspirator
Luftbildmessung Aerophotogrammmetrie
Luftbrücke Airlift
Luftdruck- baro..., Baro...
Luftdruckmesser Barograf, Baro
meter
Luftdruckmessung Barometrie
lüften ventilieren
Lüfter Ventilator
Lufterneuerung Ventilation
Luftfahrtausstellung Aerosalon
Luftfahrtkunde Aeronautik
Luftfahrtmeldewesen Aerotronik
Luftfahrzeug Ballon
Luftfeuchtigkeitsmesser Hygro
meter, Psychrometer
Luftfeuchtigkeitsmessung Hy
grométrie
luftgefüllt pneumatisch
Luftgeist ‘Sylphe, Sylphide
luftgestützt airborne
Lufthülle Atmosphäre
Luftkissenfahrzeug Hovercraft
Luftkissenzug Aerotrain
Luftkrankheit Kinetose
Lobrede
Luftleitblech Spoiler
Luftpost Airmail
Luftpostleichtbrief Aerogramm
Luftröhre Trachea
Luftröhren- tracheo..., Tracheo...
Luftröhrenast Bronchie
Luftröhrenbruch Tracheozele
Luftröhrenentzündung Tracheitis
Luftröhrenschnitt Tracheotomie
Luftröhrenspiegel Tracheoskop
Luftröhrenspiegelung Tracheo-
Tracheoste-
mächtig 1. potent. 2. conforza
Machtzeichen Insigne
Machwerk Elaborat, Schmonzette
Mädchen Girl, Girlie, Marjell
Madenfraß Myiase
Madenkrankheit Myiase
magen-, Magen- gastro..., Gastro...
Magenbluten Gastrorrhagie
Magen-Darm-Entzündung Gas
Magendurchleuchtung
Gastro
diaphanie
nose
Luftsack Airbag
Luftscheu Aerophobie
Luftschiffhalle Hangar
Luftschiffkabine Gondel
Luftschlucken Aerophagie
Luftspiegelung Fata Morgana,
Mi
rage
Luftsportverein Aeroklub
Luftspringer Voltigierer
Luftsprung Kapriole
Lüftung Ventilation
Luftverunreinigung Emission
Luftwaffe Air Force
Luftwechsel Ventilation
Lüge Finte
lügen fabulieren
Lügensucht Mythomanie
Lügensucht Pseudolismus, Pseudo-
Magenentfernung Gastrektomie
Magenerschlaffung Gastroparese
Magenerweichung Gastromalazie
Magenerweiterung Gastrektasie
Magengrube Epigastrium
Magenkatarrh Gastritis
Magenkrampf Gastralgie, Gastro
dynie, Gastrospasmus
Magenleiden Gastropathie
Magenmund Kardia
Magenpförtner Pylorus
Magenpförtnerkrampf Pyloro
spasmus
Magenriss Gastrorrhexis
Magenschleimhautentzündung
Gastritis
Magenschließmuskel Pylorus
Magenschmerzen Gastralgie,
Gastrodynie
logismus
Lügner Fabulant, Fabulierer
Lümmel Lorbass
Lump Halunke, Kanaille, Schubi
ack
Magensenkung Gastroptose
Magenspiegelung Gastroskopie
Magenstein Bezoar
Magenübersäuerung Superacidi
tät
pneumo..., Pneu
mo...
Magenvergrößerung
Gastrome-
galie
Lungenbeatmungsgerät
Biomo
tor
Lungenbläschen Alveole
Lungenentzündung Pneumonie
Lungenfacharzt Pneumologe, Pul-
mologe
Pneumologie,
Lungenheilkunde
Pulmologie
Lungenkrankheit Pneumopathie
Lungenstein Pneumolith
Lungenvorfall Pneumatozele
Lurch Amphibie
Lust 1. Libido. 2. Animo
lüstern faunisch, libidinös
Lüsternheit Kupidität
lustig 1. fazetiös, fidel. 2. gaiment,
giocoso, umoristico
Komödie
Lustspiel
Machenschaft Manipulation
Machenschaften Machination
Machtbereich 1. Imperium. 2. Sphä
re
Machtergreifung
Caudillo, Diktator, Po
tentat
troenteritis
skopie
Luftröhrenverengung
Lunge Pulmo
lungen-, Lungen-
Machthaber
Usurpation
Magenverstimmung Gastrizismus
Magenzerreißung Gastrorrhexis
Magerkeit Asarkie
Magersucht Anorexia nervosa
Magnetschwebebahn Transrapid
Mahlzahn Molar, Postmolar
Mahner Prophet
Mahnmal Monument
Mahnpredigt Paränese
Mahnruf Appell, Memento
Mahnung Memento, Monitum
Mais Kukuruz
Maisflocken Cornflakes
Maisvergiftung Maidismus
Makel Odium
makellos integer
Makellosigkeit Integrität
Maklergebühr Courtage
Mal 1. Stigma. 2.Naevus
Malaiendolch Kris
Malaria Helodes
Malariamücke Anopheles
malerisch pittoresk
malnehmen multiplizieren
Malnehmen Multiplikation
Malzzucker Maltose
Mammutbaum Sequoia
Mandelentzündung Angina, Ton
sillitis
1501
Menschenfeind
Mangel Defizit, Manko, Minus
Mangelanzeige Reklamation
mangelhaft defektiv
Mangelhaftigkeit Defektivität
Mannbarkeit Virilität
männer-, Männer- andró..., An
dro...
Männerbetörerin Circe
Männerfurcht Androphobie
Männerhass Androphobie, Misan-
drie
Männerheilkunde Andrologie
Männerkindbett Couvade
Männersingstimme Bariton, Bass,
Countertenor, Tenor
Manneskraft Virilität
männlich arrhenisch, maskulin, viril
Männlichkeitswahn Machismo
Mannschaft Crew, Equipe, Kollek
tiv, Team
Mannschaftsführer Kapitän
Mannschaftsgeist Teamgeist
Mannschaftsraum Logis
mannstoll nymphoman
M annstollheit Andromanie, Nym
nisch
Mastdarm Rektum
Mastdarm- prokto...,
Prokto...; rek-
to..., Rekto...
Mastdarmblutung Proktorrhagie
Mastdarmentzündung Proktitis
Mastdarmschmerz Rektalgie
Mastdarmschnitt Proktotomie
Mastdarmschrunde Analfissur
Mastdarmspiegel Rektoskop
Mastdarmspiegelung Rektosko
pie
Mastdarmuntersuchung
Rekto
skopie
phomanie
Mannweib Amazone, Virago
Manteltier Tunikate
Manuskripthalter Divisorium,
Te-
märchenhaft fabulös
Mä rchenschach Fairychess
Marienverehrung Mariolatrie
Markenbetreuer Brandmanager
Markenzeichen Logo, Signet
markig pulpös
Marktbefragung Fieidresearch,
Fieldwork
Fieldworker, Re
searcher
Marktforschung Research
marktschreierisch exkiamatorisch
Marschflugkörper Cruise-Missile
marschmäßig alla marcia
Marschverpflegung Proviant
maschinenmäßig mechanisch
Maschinenmensch Roboter
Maschinenschreiberin Daktylo
grafin, Stenotypistin
M asern Morbilli
Maskenball Bal masqué
Maskenfest Maskerade
Maskenmantel 'Domino
Maß Quantum
Maßanalyse Titrimetrie
Maßeinteilung Skala
Massenangst Panik
Massenarmut Pauperismus
Massenbeeinflussung Agitprop,
Manipulation
Massenerkrankung Epidemie
Massengutbehälter Bunker, Silo
Massengutfrachter Bulkcarrier
massenhaft en masse, kopiös
Massenkundgebung Demonstra
tion
Massenmord Massaker
maßgebend 1. kompetent,
Exanie, Prokto
zele, Rektozele
Masthahn Kapaun
Masthuhn Poulet, Poularde
matt 1. kaputt. 2. fioco
Mauervorsprung Lisene, Konsole
Maulesel Ginnus, Muli, Mulus
Maultier Muli
M aus Mouse
M eckerstimme Ägophonie
Medikamentensucht Toxikomanie
medikamentensüchtig toxikoman
Meerbusen 'Golf
meeres-, Meeres- ozeano..., Ozeano...; thalasso..., Thalasso...
Meeresarm Fjord
Meeresbucht Bai, ‘Golf, Liman
M eeresforschung Inner-SpaceForschung
M eereskunde Inner-Space-For
schung, Ozeanografie, Thalassografie
M eereskundler Ozeanograf
meereskundlich ozeanogra
fisch
Meeresneunauge Lamprete
Meerestiefenmesser Bathometer,
Echolot, Thalassometer
Meerwasseraquarium Ozeanarium
M eerzwiebel Szilla
mehr più
mehr-. Mehr- pluri..., Pluri...; po
ly..., Poly...
Mehrbetrag Plus
mehrdeutig ambigu, äquivok, poly
sem
Mehrdeutigkeit Ambiguität, Amphibolie, Äquivokation, Polysemie
Mehrehe Polygamie
mehrere divers
mehrfach-. Mehrfach- multi...,
Mastdarmvorfall
nakel
Marktforscher
maßgeschneidert tailormade
maßgetreu konform
massig voluminös
mäßigen moderieren, temperieren
Mäßigkeit Solidität, Temperenz
maßlos exzessiv
Maßlosigkeit Exzess
Maßnahme Aktion
maßregeln disziplinieren
Maßstab 'Kanon, Norm
Maßstabtreue Konformität
maßvoll 1. moderat, solid. 2. apolli
norma
tiv. 2. autoritativ. 3. prominent
Multi...; pluri..., Pluri...; poly..., Po
ly...
Mehrfachgebärende Pluripara
Mehrfachverletzung Polytrau
ma
Mehrfachvorkommen Multiplizi
tät
Mehrflügelaltar Polyptychon
Mehrgebot Adjektion
Mehrheit Majorität
mehrjährig perennierend
mehrkanalig stereophon
Mehrleistung Supererogation
mehrseitig multilateral
mehrsilbig polysyllabisch
mehrsprachig polyglott
mehrstimmig polyphon
Mehrstimmigkeit Polyphonie
mehrwertig multivalent
Mehrwertigkeit Multivalenz
Mehrzahl Plural
Mehrzweck- Kombi...
Mehrzweckmöbel Kombimöbel
Meinungsänderung Konversion
Meinungsaustausch Debatte,
Diskussion, Disput
Meinungsbefragung Fieldwork
Meinungsbildner Opinionleader
M einungsforscher Demoskop,
Fieldworker, Researcher
Meinungsforschung Demoskopie,
Research
Meinungsstreit Debatte, Diskussi
on, Disput, Kontroverse, Polemik
Meinungsumfrage Demoskopie,
Poll
Meinungsverschiedenheit Diffe
renz, Dissenz, Divergenz, Kontro
verse
Meistbietender Lizitant
Meister Champion, Maestro, Vir
tuose
meisterhaft bravourös, virtuos
M eisterleistung Bravourleistung
Meisterliga Champions League
Meistermannschaft Champion
Meisterschaft 1. Virtuosität.
2. Championat, Championship
Meisterstück Coup d’Eclat
Meisterwerk Chef d’CEuvre
Meiststufe Superlativ
Mekkapilger Hadschi
melden rapportieren
Meldung Notiz, Rapport
Meldungen News
Melodielehre Melodik, Melopöe
Menge Dosis, Portion, Quantität,
Quantum, Ration
mengen melieren
mengenmäßig quantitativ
Mensch Homo sapiens
menschen-, Menschen- anthro
po..., Anthropo...
Menschenaffe Anthropoide
menschenähnlich anthropoform,
anthropoid, anthropomorph
Menschenalter Generation
menschenartig anthropoform
Menschenfeind Misanthrop
1502
menschenfeindlich
menschenfeindlich
misanthro-
pisch
Menschenfresser Kannibale
M enschenfresserei Kannibalis
mus
Menschenfreund Philanthrop
menschenfreundlich humanitär,
philanthropisch, soziabel
Huma
nitarismus, Philanthropie, Soziabili
tät
M enschenhass Misanthropie
M enschenhasser Misanthrop
Menschenkult Anthropolatrie
M enschenliebe Humanitas, Phil
anthropie
Menschenraub Kidnapping
menschenscheu anthropophob.
exanthropisch, misanthropisch
M enschenscheu Anthropophobie,
Exanthropie, Misanthropie
menschenunwürdig inhuman
menschenwürdig human
menschlich 1, human, philanthro
pisch. 2. anthropomorph
Menschlichkeit Humanitas, Hu
manität
Menschwerdung 1. Hominisation.
2. Inkarnation
Merkbuch Agenda
Merkmal Attribut, Charakteristi
kum, Indikator, Kriterium, Mo
ment, Symptom
merkwürdig kurios
Merkwürdigkeit Kuriosität
Merkzeichen Notabene
Merkzettel Memo
messbar mensurabel
Messbuch 'Missal
Messdiener Mesner, Ministrant
Messeinteilung Skala
-messer 2...meter
Messfühler Sensor
-messgerät '...meter
Messglas Mensur
Messlatte Jalon
M essopfer Sakrifizium
Messtisch Mensel
Messumformer Transmitter
-messung ...metrie
Messzylinder Mensur
Metallbearbeitungskunst Toreutik
Metallberührungsangst Metallophobie
Metalleinfassung Oklad
Metallgravierung Chalkochemiegrafie
Metallkunde Metallogie
Metallmischung Alligation, Legie
rung
Metallschneider Graveur
Metallstecher Ziseleur
Meterwaren Manufakturwaren
meutern revoltieren
Mieder Korselett, Korsett
Miederhöschen Panty
Mienenspiel Mimik
M iesmuschel Mytilus
Menschenfreundlichkeit
mieten chartern, leasen
Mietflugzeug Aerotaxi,
Charterma
schine
Mietfuhrwerk Droschke, Fiaker
Miethaus Renditenhaus
Milbe Akarine
milch-, Milch- galakto..., Galakto...;
lakto..., Lakto...
Milchabsonderung
Galaktorrhö,
Laktation
Milchdrüse Mamma
Milcheiweiß Laktalbumin
Milcheiweißbestandteil Kasein
Milcheiweißstoff Laktoglobulin
Milchkaffee Melange
Milchlosigkeit Alaktie
Milchmixgetränk Milkshake
Milchnahrungsmittel Laktizinien
Milchstauung Galaktostase
Milchstraße Galaxis
Milchverlust Galaktozemie
Milchzucker Laktose
mild bland, leniens, mite
mildern mitigieren, tempeɪɪeren
Milderung Mitigation
mildtätig karitativ
Militärdienst Barras, Kommiss
Militärkrankenhaus Lazarett
Militärkrankenwagen Sanka
Militärlastwagen Fourgon
Militärstützpunkt 'Camp
Milz Lien, Spien
milz-, Milz- spleno..., Spleno...
Milzbrand Anthrax
Milzentfernung Splenektomie
Milzentzündung Lienitis, Splenitis
Milzvergrößerung Splenomegalie
Minderheit 1. Minorität. 2. Diaspo
ra
minderjährig minorenn
Minderjährigkeit Minorennität
minderwertig inferior
Minderwertigkeit Inferiorität
Minderzahl Minorität
Mindest- Minimal...
Mindesteinkommen Existenzmi
nimum
mindestens minimal
Mindestmaß Minimum
Mineralschlamm Fango
misch-. Misch- hybrid..., Hybrid...
Mischbecher Shaker
Mischbrett Palette
mischen melieren, mixen, shakern
mischerbig heterozygot
Mischerbigkeit Heterozygotie
Mischgerät Mixer
Mischgetränk Cocktail, Drink,
Shake
Mischling Bastard, Hybride
Mischmasch Mixtum compositum,
Pelemele
1. Alligation, Blend, Le
gierung, Melange, Mixtur. 2. Synkrise
miss-. Miss- dis..., Dis...; dys...,
Dys...; kako..., Kako...
Missbildung Deformation
missbilligend kritisch
Mischung
Missbrauch Abusus
missbräuchlich abusiv
Missempfindung Dysästhesie
Misserfolg Fiasko, Flop
Missfallensbekundung Protest,
Protestation
Missgeburt Monstrosität
Missgeschick Desaster, Fatalität,
Malheur, 'Panne
missgestalten difformieren
mißgestaltet monströs
Missgestaltung Amorphie, Amor-
phismus
misshandeln
lynchen, malträtieren,
traktieren
Missheirat Mesalliance
Missklang Disharmonie,
Diskor
danz, Dissonanz, Kakophonie, Pa
raphonie
misslich fatal, prekär
Misston Disharmonie
misstönen dissonieren
misstönend dissonant, kakophonisch
misstrauisch skeptisch
missvergnügt malkontent
Missverhältnis Ametrie, Diskre
panz, Disproportion, Disproportio
nalität
mit per
mit-. Mit- kon..., Kon...; syn..., Syn...
Mitarbeiter Assistent
mitberichten korreferieren
Mitbeteiligter Komplize
Mitbewerber Konkurrent, Rivale
mitenthalten implizit
Mitesser Komedo
mitgemeint implizit
mitgenommen reduziert
Mitgift Dos, Dotation
Mithilfe Assistenz
Mitinhaber Kompagnon, Sozietär
mitklingen konsonieren
mitklingend konsonant
Mitläufer 1. Fellowtraveller.
2. Tross
Mitlaut Konsonant
Mitlautverdoppelung Gemination
mitreißend furios
mitschwingen resonieren
Mitschwingen Resonanz
mitschwingend konsonant
Mitspieler Aide, Partner
Mittagsblume Mesembrianthemum
Mittagskreis Meridian
Mittagsruhe Siesta
Mittäter Komplize, Konsorte, Kum
pan
mitteilbar kommunikativ
mitteilsam kommunikativ
Mitteilung 1. Information. 2. Kommuniqué
Mittel Fundus, 'Medium
mittel-, Mittel- 1. Zentral...; zentri..., Zentri..., 2.meso..., Meso...;
mezzo..., Mezzo...
-mittel ...ikum, ...ivum, ...osum
mittelalterlich mediäval
mittelbar indirekt
1503
Mittelbauchgegend
Mutterkornvergiftung
Mesogastri-
um
Mittelfuß Metatarsus
Mittelglied 'Medium
mittelgroß medium
Mittelhirn Mesencephalon
mittelmäßig average
Mittelohrentzündung Otitis media
Mittelohrverknöcherung Oto-
sklerose
Mittelpunkt Center, 'Pol, Zentrum
Mittelpunktsgerade Zentrale
Mittelpunktslage Zentralität
Mittelpunktswinkel Zentriwinkel
mittels per, qua
mittelstark mezzoforte
Mittelsteinzeit Mesolithikum
mitteltrocken semiarid
Mittelwert Average
Mittelwort Partizip
mittelwörtlich partizipial
mittig zentrisch
Mittler 1. Intervenient. 2. 'Medium
Mittönen Resonanz
Mitunterschrift Kontrasignatur
Mitverfasser Koautor, Konautor
mitwirkend synergetisch
Mixgetränk Shake
Modeerscheinung Look
Modegeschäft Boutique
modellierfähig plastisch
Modeneuheit Nouveauté
ModeschöpferCouturier, Haute
Couturier
Modeschöpfung Kreation
möglich potenziell, virtuell
möglicherweise eventuell
Möglichkeit Dynamis, Eventualität,
Option, Potenzialität, Virtualität
Möglichkeiten Fazilitäten
Möglichkeits- Eventual...
Möglichkeitsform Konjunktiv,
Po-
M useumsstück Exponat
Musikaufführung Konzert
musikbegabt musikalisch
M usikbesessener Melomane
Mu sikbesessenheit Melomanie
Musikhochschule Konservatori
gown, Négligé
Morgenröte Aurora, Eos
Morgenveranstaltung Matinee
Morphinsucht Morphinismus
Morphinsüchtiger Morphinist
Morphinvergiftung Morphinismus
M örserkeule Pistill
Moscheeturm Minarett
Motorboothafen Marina
Motorradfahrer Biker
Mühe Strapaze
Mulde Synklinale
muldenförmig synklinal
Müll Abprodukte
Müllabladeplatz Deponie
Müllbehälter Container
Mummenschanz Maskerade
Musiklehrer "Maestro
musikliebend musikalisch
Musikschule Konservatorium
Musikstück Melodie
Musikwerk Komposition
Musikwerke Musikalien
Musikwissenschaftler Musikolo-
Mund4Os
mund-, Mund-stomato...,
Muskelkrampf
Stoma-
to...
Mundart Dialekt, Idiom
Mundartforscher Dialektologe
Mundartforschung Dialektgeogra
fie, Dialektologie
1. dialektal. 2. provin
ziell
Mundartwörterbuch Idiotikon
Mundfäule Stomakaze
Mundgeruch Halitose, Kakostomie
Mundhöhlenentzündung Herpangina
mündig majorenn
mündlich oral, verbal
mundlos astomisch
Mundöffnung Stoma
mundartlich
Mundschleimhautbläschen
tenzialis
Mohrrübe Karotte
Monatsblutung Menorrhö,
Mordanschlag Attentat
Mörder Killer
Mordsucht Phonomanie
Morgendarbietung Matinee
Morgenempfang Lever
Morgenland Orient
Morgenrock Deshabillé, Dressing
Aphthe
Men
ses, Menstruation, Periode
Monatsletzter Ultimo
Monatsmitte Medio
mönchisch monastisch
Mönchskutte Dalk
Mond Luna
mond-, Mond-seleno..., Seleno...
Mondfinsternis Eklipse
Mondforscher Selenologe
Mondforschung Selenologie
Mondgesteinskunde Selenologie
mondkundlich selenologisch
mondlos aselenisch
mondscheinlos aselenisch
mondsüchtig lunatisch
Mondsüchtiger Lunatiker
Mondsüchtigkeit Lunatismus
Mondumlauf Lunation
Mondumlaufbahn Lunarorbit
Moosfarn Selaginella
Mooskunde Bryologie
Moospflanze Bryophyt
Moostierchen Bryozoon
-mord ...zid
Mundschleimhautentzündung
Stomatitis
Mundtrockenheit Xerostomie
Mundtuch Serviette
Mundvorrat Furage, Proviant
mundwärts adoral
Münster Kathedrale
munter 1. alert, mobil, vital. 2. ani
moso
Munterkeit Temperament
Münzkunde Numismatik
Münzkundiger Numismatiker
münzkundlich numismatisch
Münzprüfer Wardein
Münzrückseite "Revers
Münzsammler Numismatiker
Münzvorderseite Avers
muschelförmig konchiform
Muschelkrebs Ostrakode
Muschellinie Konchoide
Muscheln Bivalven, Lamellibran-
chiata
Muschelschale Coquille
Muschelwerk Coquillage,
Musenberg Parnass
Rocaille
um
ge
muskel-, Muskel-myo..., Myo...
Muskeldurchtrennung Myotomie
Muskelentzündung Myositis
Muskelerkrankung Myopathie
Muskelerschlaffung Atonie
Muskelfaser Myofibrille
Muskelgefüge Muskulatur
Muskelgewebsgeschwulst My
om
'Krampus, Myo
spasmus, Myotonie
Muskellähmung Myoparalyse,
Myoplegie
M uskeilehre Myologie
Muskelschmerz Myalgie, Myody
nie
Muskelschwäche Myasthenie
Muskelschwund Myatrophie
Muskelspannung Hypertonie, Hy
potonie, Myotonie
Muskelstarre Rigidität
M uskelstarrkrampf Katalepsie
Muskeltraining Bodybuilding
Muskelverhärtung Myosklerose
Muskelzerreißung Myorrhexis
Muskelzittern Tremor
Muskelzucken Tic
Müßiggänger Flaneur
Müßiggängertum Dolce Vita,
Oblomowerei
Muster 1. Dekor, Dessin, Dessinie
rung, Modell, Schablone. 2. Paradig
ma, Pattern, 'Schema. 3. Prototyp,
Typ
Musterbeispiel Paradebeispiel
Musterfall Präzedenzfall
Musterformer Modellierer
mustergültig 1. ideal, klassisch.
2. comme il faut, par excellence
musterhaft exemplarisch
Mustersammlung Kollektion
Musterung Dessinierung
Musterzeichner Dessinateur
Mut Bravour, Courage
mutig couragiert
mutlos athymisch, decouragiert, de
fätistisch, resigniert
Mutlosigkeit Defätismus
mutmaßen kombinieren, präsumieren
Mutter Mama
Mutterherrschaft Matriarchat
Mutterkornvergiftung Ergotismus
1504
Mutterkuchen
Mutterkuchen Plazenta
Muttermal Lentigo, Naevus
Mutterrecht Matriarchat
mutterrechtlich matrilineal
Mutterring Pessar
Mutterschaft Maternität
Muttersprachler Nativespeaker
Mutterwitz Pli
Mützenverband Capitium
Nabel Umbilicus
Nabelentzündung Omphalitis
Nabelschau Omphaloskopie
Nabelschnur Funiculus
Nabelschwein Pekari
nach après
nach-. Nach- apo..., Apo...; meta...,
Meta...; post..., Post...
imitieren, kopieren, pa
rodieren, plagiieren, simulieren
nachahmend 1. imitativ, imitato
risch, mimetisch, parodistisch, plagiatorisch. 2. epigonal, epigonenhaft
Nachahmer Limitator. 2. Epigone
Nachahmung 1. Imitat, Schablone,
Simili. 2. Imitation, Kopie, Mimese,
Simulation. 3. Parodie
nachbilden 1. faksimilieren, imitie
ren, kopieren. 2. rekonstruieren, re
produzieren
nachbildend reproduktiv
Nachbildung 1. Ektypus, Faksimile,
Kopie, Replikat. 2. Attrappe, Imita
tion, Klischee, Modell. 3. Rekon
struktion, Reproduktion
-nachbildung ...imitat
nachdenken meditieren, reflektie
ren
Nachdenken Meditation, Reflexion
nachdenkend meditativ
Nachdruck 1. Aplomb, Emphase,
Massivität. 2. Reprint
nachdrücklich à fonds, apophantisch, emphatisch, energisch, ultima
tiv
Nacheiszeit Postglazial
nacheiszeitlich postglazial
Nachen Barke
nachfolgend konsekutiv
nachforschen baldowern, inquirie
ren, investigieren, recherchieren, re
quirieren
Nachforschung Exploration, Inves
tigation, Recherche, Requisition
nachgeahmt imitiert
nachgeben kapitulieren
nachgeboren postum
Nachgeborener Postumus
Nachgeburt Plazenta
nachgelassen postum
nachgemacht epigonal
Nachgestaltung Kopie
Nachgiebigkeit Kondeszendenz
nachher après
nachahmen
Nachkomme Deszendent
Nachkommenschaft Deszendenz,
Progenitur
Nachlass Refaktie
nachlassen remittieren
nachlassend lentando
nachlässig 1.inakkurat,
larifari, lax,
leger, negligeant, nonchalant, sa
lopp. 2. negligente
Nachlässigkeit Laxheit, Negligenz,
Nonchalance
Nachlassverfügung Testament
Nachlassverzeichnis Inventar
nachleuchten phosphoreszieren
Nachleuchten Phosphoreszenz
nachmittags post meridiem
nachprüfbar verifizierbar
Nachprüfbarkeit Verifizierbar
keit
nachprüfen checken, kontrollieren,
revidieren, verifizieren
Nachprüfung Kontrolle, Revision
Nachricht 1. Avis, Information.
2. Notiz
Nachrichten News
Nachrichtenaustausch Telekom
munikation
Nachrichtenbüro Agentur, Korres
pondenzbüro
Nachrichtenentschlüsselung
Decoding
Nachrichtenfernübertragung
Telegrafie, Teleprocessing
Nachrichtensprecher Anchorman
Nachrichtensprecherin Anchor
women
Nachruf Nekrolog
Nachsatz Apodosis
Nachschlagewerk
Enzyklopädie,
Lexikon, Repertorium
Nachschrift 1. Apograf, Diktat,
Postskript, Skript. 2. Apostille
Nachschubgebiet Etappe
Nachsicht Generalpardon, Indulgenz, Konnivenz, Pardon
nachsichtig human, indulgent, kon
nivent
Nachsilbe Suffix
nachsinnen meditieren
Nachsorge Postvention
Nachspeise Dessert
Nachspiel 1. Epilog. 2. Postludium
nachspüren investigieren
Nachstellung Postposition
Nächstenliebe Agape, Karitas
Nachtangst Nyktophobie, Pavor
nocturnus
nacht-, Nacht- nykto..., Nykto...
Nachtbar 2Bar, Nightclub
nachtblind hemeralopisch
Nachtblindheit Hemeralopie
Nachteil Handicap, Minus
Nachtgebet Matutin, Mette
Nachtisch Dessert
Nachtlager Biwak
nächtlich nocturnus
Nachtlokal 2Bar, Nightclub
Nachtmusik Nocturne, Notturno
Nachtpfauenauge Aglia
Addendum, Epiphrase,
Supplement
nachträglich additional, a posterio
ri, post festum, postnumerando
Nachtragsgesetz Novelle
Nachtschatten Solanum
Nachtschmerz Nÿktalgie
Nachtschnellzug Intercity Night
Nachtsichtigkeit Nyktalopie
Nachtwandeln Noktambulismus,
Somnambulismus
nachtwandelnd somnambul
Nachtwandlerin] Somnambule
nachvollziehbar rekonstruktabel
Nachwirkung Konsequenz
Nachwort Epilog
Nachtrag
Nachwuchsfilmschauspielerin
Starlet[t]
Nachzahlung Postnumeration
Nacken Cervix, Nucha
nackt adamitisch
nackt-. Nackt- gymno..., Gymno...
Nacktbadestrand Abessinien
nacktblütig achlamydeisch
nacktfrüchtig gymnokarp
Nacktheit Nudität
Nadelstichbehandlung Akupunk
tur
nagel-, Nagel- onycho..., Onycho...
Nagelablösung Onycholyse
Nageiausfall Onychomadese
Nagelbettentzündung Onychie,
Paronychie
Nagelbrüchigkeit Onychorrhexis
Nagelgeschwür Panaritium
Nagelkauen Onychophagie
Nagelkrankheit Onychose
Nagelpflege Maniküre
Nagelverkrümmung Onychatro-
phie
Nahaufnahme Close-up
nähern, sich: konvergieren
Näherung Approximation
Näherungswert Approximation
Nahkampf Infight
Nährboden Substrat
nährend nutritiv
nahrhaft nutritiv, substanziell
nährstoffarm oligotroph
Nährstoffmangel Oligotrophie
nährstoffreich eutroph
Nahrungsaufnahme Ingestion
Nahrungsmittel Nutriment
Nahrungsverweigerung Sitopho-
bie
Nahtbesatz Paspel
Name Nomen
Namenkunde Onomastik
namenlos anonym
Namenlosigkeit Anonymität
Namensschildchen Badge
Namensstempel Paraphe
Namenszeichen Monogramm,
Pa
raphe, Signatur
Namenszug Autogramm, Paraphe,
Signatur
Namenverzeichnis Onomastikon
namhaft renommiert
nämlich scilicet
Niedergeschlagenheit
1505
Narbenbildung Ulose
närrisch freakig
nasen-, Nasen- rhino..., Rhino...
Näseln Rhinolalie
näselnd nasal
Nasenarzt Rhinologe
Nasenbluten Epistaxis, Rhinorrha
gie
Nasenheilkunde Rhinologie
Nasenkatarrh Rhinitis, Rhinoblen-
norrhö
Nasenkrankheit Rhinopathie
Nasenlaut Nasal
Nasenloch Naris
Nasennebenhöhlenentzündung
Sinusitis
Nasenrachenraum Epipharynx
Nasenschleimhautentzündung
Koryza, Rhinitis
Nasenschmerz Rhinalgie
Nasenspiegel Rhinoskop
Nasenuntersuchung Rhinoskopie
Nasenverhärtung Rhinoskleron
Nasenwucherung Polyp
Nashorn Rhinozeros
nass humid
nässend madeszent, madidant
naturbedingt biologisch, ökolo
gisch
naturbelassen natur
naturfarben natur
naturgemäß genuin
naturgetreu naturalistisch
Naturgewalt Element
naturhaft elementar, elementarisch
Naturheilkunde Physiatrie
Naturheilkundiger Physiater
Naturkraft Physis
natürlich 1.biologisch, nativ, nature,
naturell, physisch. 2. naiv. 3. logisch
Natürlichkeit Naivität
Naturnachahmung Naturalismus
naturnah ökologisch
Naturrecht 'Jus naturale
Naturtrieb Instinkt
Nebelsehen Nephelopsie
neben-. Neben- Filial...; para..., Pa
ra...
Nebenantrag Eventualantrag
Nebenbericht Korreferat
Nebenbuhler Rivale
Nebenbuhlerschaft Rivalität
Nebeneinanderbestehen Koexis
tenz
Nebenfigur Statist
Nebengebäude Dependance
Nebenhandlung Episode
nebenher en passant
Nebenhoden Epididymis
Nebenhodenentzündung Epidi
dymitis
Nebenniere Epinephron
Nebennierenentfernung
Epi
nephrektomie
Nebennierenentzündung
Hyper
nephritis
nebenordnend parataktisch
Nebenordnung Parataxe
Nebenraum Alkoven
Nebenrolle 1. Charge. 2. Figurant
nebensächlich akzessorisch, episo
disch, peripher
Neubekehrter Proselyt
Neubildung Regeneration,
Restitu
tion
Nebensächliches Staffage
Nebenschilddrüse Parathyreoidea
necken trakassieren, vexieren
Neid Emulation
Neigung 1. Faible, Gusto, Interesse,
Neudruck Reprint
Neuerer Avantgardist, Innovator
Neuerscheinung Novität
Neuerung 1. Innovation. 2. Néolo
Marotte, Sympathie, Tendenz. 2. In
klination
-neigung ...pathie
Neigungslinie Gradiente
Neigungsmesser Klinometer
Nelke Dianthus
Nelkenpfeffer Piment
nennen titulieren
Nenner 1. Divisor. 2. Denominator
Nennform Infinitiv
Nennwert Nominalwert
nerven-, Nerven- neuro..., Neuro...
Nervenarzt Neurologe
Nervendehnung Neurotonie
Nervendurchtrennung Denervie
rung, Neurotomie
Nerveneinheit Neuron
Nervenentzündung Neuritis
Nervenerschütterung Schock
Nervenfaser Fibrille, Filum
Nervenfasergeschwulst Neuri
nom
Nervenfortsatz Neurit
Nervengeflecht Ganglienplexus,
Plexus
Nervengift Neurotoxin
Nervenheilkunde Neurologie
Nervenkern Nukleus
Nervenkitzel Thrill
Nervenknoten Ganglion
Nervenkranker Neuropath
Nervenkrankheit Neuropathie
Nervenleiden Neuropathie
Nervenquetschung Neurotripsie
Nervenreizhemmer Ganglienblo
cker
Nervenscheide Neurilemm
Nervenschmerz Neuralgie
nervenschwach neurasthenisch
Nervenschwäche Aneurie, Neura
sthenie
Nervenzelle Ganglienzelle, Neuron,
Neurozyt
Nesselsucht Urtikaria
Nesthocker Insessor
Nestwurz Neottia
netzartig retikulär, retikuliert
netzförmig retikulär
Netzhaut Retina
Netzhautentzündung Retinitis
Netzhauterkrankung Retinopa
thie
Netzhautgeschwulst Retinoblas
tom
Netzmagen Retikulum
Netzwerk Network
Netzwerkbetreuer Administrator
Netzwerkschutz Firewall
neu-. Neu- neo..., Neo...
neuartig modern
Neuauflage Reprint, Reprise
Neuerungssucht Neologismus
neuerungssüchtig neologisch
Neugestalter Reformator, Refor
gie
mer, Reorganisator
Reformierung, Re
organisation
Neuheit 1. Modernität, Nouveauté,
Novität, Novum. 2. Dernier Cri
Neuigkeit Nouveauté
Neuigkeiten News
Neulicht Novilunium
Neuling Greenhorn, Homo novus,
Newcomer
Neumond Interlunium
Neuneck Nonagon
neuneckig nonagonal
Neuordnung Reform, Reorganisati
on, Restrukturierung
Neuprägung Neologismus
Neureicher Parvenü
Neuverfilmung Remake
Neuwort Neologismus
neuzeitlich modern
Nichtbefugnis Inkompetenz
Nicht-bekannt-Sein Anonymität
Nichtbeteiligung Neutralität
Nichtchrist Paganus
Nichtdeckung Inkongruenz
Nichteinmischung Neutralismus,
Neutralität
Nichtfachmann Amateur, Dilet
tant, Laie
Nicht-genannt-Sein Anonymität
nichtig inan
Nichtigkeit 1. Inanität, Nullität.
2. Lappalie
Nichtigkeitserklärung Annullie
rung
Nichtkleriker Laie
Nichtleiter Isolator
nichts null
Nichts Zero
Nichtsesshafter Berber, Nomade
Nichtübereinstimmung Diskor
danz, Inkongruenz, Nonkonformi
tät
Nicht-vorhanden-Sein 'Inexistenz
Nichtwirklichkeit Irrealität, Non
existenz
Nichtwissen Agnosie
Nicht-zuständig-Sein Inkompe
tenz
nieder à bas, down
niederdrücken deprimieren
Niedergang Dekadenz
Niedergangsphase Depression
niedergedrückt pessimistisch
niedergeschlagen depressiv, de
primiert, down
Niedergeschlagenheit Depressi
on
Neugestaltung
1506
Niederlage
Niederlage
Debakel, Echec, Kannä,
Waterloo
niederlassen abaissieren
niederlassen, sich: etablieren, sich
Niederlassung 1. Dependance,
Etablissement, Kommandite, Kon
tor. 2. Settlement
niederlegen deponieren
niedermetzeln massakrieren
Niederschlag 1. Kondensat, Präzi
pitat. 2. Knock-down, Knock-out.
3. Fallout
Niederschlagsmesser Hyetograf,
Ombrograf, Pluviograf
niederschlagsreich humid
Niedertracht Infamie
niederträchtig infam, meschant,
miserabel
niedrigst minimal
niemals ad calendas graecas
Niemand Nobody
Niemandsland Terra nullius
Niere 2Ren
nieren-, Nieren- nephro..., Neph
ro...
Nierenbecken- pyelo..., Pyelo...
Ni erenbeckendarstellung Pyelografie
Nierenbeckenentzündung Neph
ropyelitis, Pyelitis
Nierenbluten Nephrorrhagie
Nierenentzündung Nephritis
Nierengeschwulst Nephrom
Nierenleiden Nephropathie
Nierenschmerz Nephralgie
N ierenschrumpfung Nephroskle
rose
Nierenschwäche Nephratonie
Nierensenkung Nephroptose
N ierenstein Nephrolith
Nierenvereiterung Pyonephrose
Nießbrauch Ususfruktus
Nilpferd Hippopotamus
Nippsache Bibelot
nördlich boreal, septentrional
Nordpolargebiet Arktis
Nordseekrabbe Shrimp
Nordstern Polarstern
nörgeln querulieren, räsonieren
Nörgler Kritikaster, Querulant
nörglerisch querulatorisch
normabweichend atypisch
Normalblutdruck Normotonie
Normalmaß Etalon, ‘Standard
normalsichtig emmetrop
Normalsichtigkeit Emmetropie
normen standardisieren
normsetzend präskriptiv
Notarztwagen Klinomobil
Notausgang Exit
Note 1. Prädikat, Zensur. 2. Flair
Notenschlüssel Clavis
Notenschrift Notation
notfalls faute de mieux
notgedrungen par ordre du mufti
Nötigung Pression
Notizbuch Agenda
Notlage Kalamität, Malaise, Misere
Notquartier Refuge
nüchtern prosaisch
Nurlesespeicher 1.
Read-onlySpeicher. 2. CD-ROM
Nutzen Interesse, Plus, Profit
Nutzleistung Effekt
Nützlichkeitsprinzip Utilitarismus
Nutznießer Profiteur
Nutzschwelle Break-even-Point
Nutzungsanspruch 'Jus ad Rem
Obdachlosenheim Asyl
Oberarm Brachium
Oberarmknochen Humerus
Oberarmschmerzen Brachialgie
Oberaufseher Supervisor
Oberaufsicht Supervision
Oberbauchgegend Epigastrium
Oberbefehlshaber Generalissi
mus
Oberentscheidung Superarbitrium
oberflächlich 1. larifari, leger. 2. su
perfiziell
Obergeschoss Etage
Obergewalt Supremat
Oberhaut Epidermis
Oberhoheit Souveränität
Oberkiefer Maxilla
Oberkieferknochen Maxilla
Oberkieferspalte Gnathoschisis
Oberleitungsomnibus Trolleybus
Oberlicht Skylight
Oberpfarrer Pastor primarius
Oberschenkel Femur
Oberschenkelknochen Femur
Oberschicht Aristokratie, Hautevo
lee, High Society, Upperclass, Upperten
Oberschule Gymnasium, Lyzeum
Oberschüler Gymnasiast
Oberschülerin Gymnasiastin
Oberstimme Cantus
Obstbaufachmann Pomologe
Obstkunde Pomologie
Obstsaft Juice
Ochsenauge Hydrophthalmus
Ochsenschwanzsuppe Oxtailsuppe
öde trist
oder respektive
Ofenschirm Paravent
offen vakant
offenbar evident, manifest
offenbaren manifestieren
Offenbarung Revelation
Offenbarwerden Manifestation
offenblütig chasmogam
Offenheit Naivität
offenkundig deklariert, eklatant,
evident, flagrant, manifest, noto
risch, publik
Offenkundigkeit Evidenz, Publizi
tät
Offenlegung Manifestation
offensichtlich ostensiv
coram publico, koram,
publice, publik
Öffentlichkeit 1. Forum, Publizität.
2. Publikum
Öffentlichkeitsarbeit Publicity,
Public Relations
Öffnung Foramen, Hiatus
-Öffnung ...tomie
ohne exklusive
Ohnmacht Exanimation
Ohnmachtsanfall Skotodinie, Ver
tigo
ohr-, Ohr- oto..., Oto...
Ohrblutgeschwulst Othämatom
Ohrblutung Otorrhagie
Ohrenarzt Otologe
Ohrenentzündung Otitis
Ohrenheilkunde Otologie
Ohrensausen Bombus
Ohrenschmalz Zerumen
Ohrenschmerz Otalgie
Ohrenspiegel Otoskop
Ohrenspiegelung Otoskopie
Ohrflü ssigkeit Perilymphe
Ohrschmuck Klips
Ohrspeicheldrüse Parotis
öffentlich
Ohrspeicheldrüsenentzündung
Parotitis
eustachische Röhre,
eustachische Tube, Salpinx, Tuba
Öl Oleum
öl-, Öl- eläo..., Eläo...; oleo...,
Oleo...
Ölbaumfrucht Olive
Ölleitung Oleodukt, Pipeline
Ölleitungsbrücke Oleodukt
Opfer Sakrifizium, Tribut
Opfergabe Votiv
Opferschale Patera, Phiale
Opferstätte Altar
Opfertod Martyrium
Orden Dekoration
Ordensband Kordon
Ordensgeistlicher Pater
Ordenskette Collane
Ordenskunde Phaleristik
Ordensstern Stapelia
Ordensverleihung Dekoration
Ordensversammlung Kapitel
ordentlich adrett, akkurat, proper,
reell, reputieriich, solid
ordnen assortieren, regulieren, ru
brizieren, situieren, sortieren
Ordnung 1. Akkuratesse, Disziplin,
Klassement, Regime, System.
2. Kollokation, Nomos
ordnungsgemäß rite
Ordnungsgewalt Disziplinargewalt
Ordnungsliebe Akkuratesse
Ordnungsiosigkeit Chaos, Tohu
wabohu
Ordnungswidrigkeit Bagatellde
likt
Ordnungszahl Ordinalzahl
Organabstoßung Rejektion
Organbeschreibung Organografie
Organbildung Organogenese
Organeinpflanzung Implantation
Ohrtrompete
1507
Organentfernung
Plakatträger
Ektomie, Exstir
pation, Resektion
Organentstehung Organogenese
Organlage Eutopie, Situs
Organlehre Organologie
Organspender Donor
Organübertragung Organtrans
plantation, Transplantation
Organverhärtung Induration
Organverpflanzung Organtrans
plantation, Transplantation
Orgelbaukunde Organologie
Orgelpfeifengruppe Register
Orgelspieler Organist
Orgeltaste Clavis
Originalübertragung Livesendung
örtlich entopisch, lokal, topisch
Örtlichkeit Lokalität
orts-, Orts- lokal..., Lokal...; topo...,
Topo...
Ortsbeschreibung Topografie
Ortsbestimmung Lokalisation
Ortsfall Lokativ
ortsfest stationär
Ortsname Toponymikon
Ortsnamenbestand Toponymie
Ortsnamenkunde Toponymik
Ortsteil Kiez
Osterbrot Pinza
östlich orientalisch
Ozonschicht Ozonosphäre
pachten leasen
Pachtzins Zensus
Pack Bagage, Kanaille, 2Plebs
Packeis Toross
Paddelboot Kajak, Kanu
Palästinensertuch Kefije, Kufija
Palmfarn Zykas
Pansen Rumen
Pantoffelblume Kalzeolarie
Pantoffeltierchen Paramaecium
Panzerschrank Safe, Tresor
Papageienkrankheit Psittakose
Papierfaltkunst Origami
Papierschnitzel Konfetti
Papierstaude Papyrus
Papierwarenhandlung Papeterie
Pappe Karton
Pappschachtel Karton
Pappverpackung Kartonage
päpstlich papal
Papsttum Papismus
Parkzeituhr Parkometer
Partnerschaft Pairing
Partnerwechsel Promiskuität,
Swinging
passen harmonieren, konvenieren
passend adaptabel, harmonisch,
kompatibel
Passgänger Elaquenée, Pacer
Patentanspruch Claim
Patronenauswerfer Ejektor
Patronenkammer Magazin
Pauschalreise Packagetour
Pech Malheur
Pechvogel Schlemihl
Peddigrohr Rotang
peinigen malträtieren, tribulieren,
tyrannisieren
Peiniger Tyrann
peinlich fatal, genant,
phyto..., Phy
to...
Pflanzenanatomie Phytotomie
Pflanzenart Spezies
Pflanzenbestimmungsbuch Flo
ra
penibel, pre
kär, shocking
Peinlichkeit Fatalität
Peitschenwurm Trichozephalus
Pelztierjäger Trapper
pendeln oszillieren
Pendeluhr Pendule, Regulator
Pergamenthaut Xerodermie
Pergamentpapier Papyrin
perlen moussieren
perlend frizzante, moussierend
Perlzwiebel Rokambole
Personalausweis Identitätsaus
weis, Identitätskarte
Personenbeschreibung
Signale
ment
Personengruppenname Ethnikon
Personenkraftwagen Automobil
Personenname Anthroponym
Personennamenkunde Anthropo-
nymik
1. individuell, personell.
2. privat, subjektiv. 3. in natura, in
persona, live, personaliter, privatim
Persönlichkeit Individualität
Persönlichkeitsbild Image
Persönlichkeitsentwicklung In
dividuation
Persönlichkeitsforschung Cha
rakterologie
persönlichkeitsgestört psychopa
thisch
Persönlichkeitsschutz Immunität
Pest Pestilenz
Pfadfinder Boyscout, Scout
Pfadfindertreffen Jamboree
Pfahlwerk Estakade
Pfarramt Pastorat
pfarramtlich pastoral
Pfarrhelfer Diakon
Pfarrkirche Parochialkirche
Pfarrwohnung Pastorat
Pfefferfresser Tukan
Pfeffergürkchen Cornichon
Pfeifenstrauch Jasmin
Pfeifhase Pika
Pfeilgift Kurare
Pfeilhecht Barrakuda
Pfeilwurz Arrowroot
pferde-, Pferde- hippo..., Hippo...
Pferdebürste Kardätsche
Pferdedecke Woilach
Pferdedroschke Fiaker
Pferdeheilkunde Hippiatrie, Hippiatrik
Pferdekunde Hippologie
Pferderennbahn Hippodrom, Turf
Pferdeschau Kavalkade
Pferdesport Turf
pfiffig fix, vigilant
Pfingsten Pentekoste
pfingstlich pentekostal
persönlich
Pfingstrose Päonie
pflanzen-, Pflanzen-
Pflanzenblatt Folium
Pflanzenforscher Botaniker
Pflanzenfresser Phytophage
Pflanzengesellschaft Formation
Pfl anzengewebelehre Phytotomie
Pflanzenheilkunde Phytotherapie
Pflanzenkosternährung Vegeta
rismus
Pflanzenkostesser Vegetarier
Pfl anzenkunde Botanik, Phytologie
pflanzenkundlich botanisch, phy
tologisch
Pflanzensamen Semen
Pflanzensammlung Herbarium
Pflanzenversteinerung Petrefakt
Pfl anzenwelt 1. Flora. 2. Vegetation
Pflanzenwuchs Vegetation
pflanzlich botanisch, vegetabilisch,
vegetarisch, vegetativ
Pflanzung Plantage
Pflaster Emplastrum
Pflaumenmus Powidel
Pflaumenschnaps Slibowitz
Pflege Kur
Pflegedienst Diakonat
pflegen konservieren, kultivieren
Pflichtabgabe Prästandum
Pflichtbeitrag Kontingent
Pflichtfach Obligatorium
Pflichtgebot Imperativ
Pflichtleistung Obligatorium
Pflichtverteidiger Offizialverteidi
ger
Pflock Pilar
Pflugscharmesser 'Kolter
Pfortaderentzündung Pylephlebi
tis
Pforte Portal
Pförtner 1. Portier. 2. Pylorus
Pförtnerraum Loge
pfropfenförmig emboliform
Pfropfung Transplantation
pigmentlos albinitisch, albinotisch
Pigmentmangel Achromie, Albi
nismus
Pillendreher Skarabäus
Pilz Fungus, Myzet
pilz-, Pilz- myko..., Myko...
-pilz ...phyt
Pilzerkrankung Mykose
Pilzfaden Hyphe
Pilzfresser Mikrophagen
Pilzfruchtkörper Karposoma
Pilzgeflecht Myzel
Pilzgift Aflatoxin, Mykotoxin
Pilzkunde Mykologie
pilztötend fungizid
Pilzvergiftung Myzetismus
pilzwachstumshemmend fungi-
statisch, mykostatisch
plagen traktieren
Plakatträger Sandwichman
1508
Plan
pi an 1. Exposé, Idee, Intention, Kon
zept, 'Schema. 2. Konstruktion,
Kroki, Projekt
planen disponieren, intendieren,
konzipieren, projektieren
Planetenmond Satellit
Planetenstand Konstellation
Planetenstellung Konfiguration
Plänkelei Scharmützel
plänkeln Scharmützeln
planlos amethodisch
planmäßig methodisch, systema
tisch
Planung Disposition
platt plan
Plättchen Lamelle
Plattenbetriebssystem DOS
plattenförmig plakoid
Plattenspieler Grammophon
Plattform Perron
Plattfüßigkeit Platypodie
Plattfußschmerz Tarsalgie
Plattheit Banalität, Plattitüde
Plattwurm Planarie
Platz 1. Piazza, Square. 2. Position
Platzangst 1. Agoraphobie, Topophobie. 2. Klaustrophobie
Platzanweiser Billeteur
Platzanweiserin Billeteurin, Billeteuse
Platzanweisung Kollokation
platzen explodieren, krepieren
Plauderei Chat, Konversation,
Smalltalk, 2Talk
plaudern chatten, parlieren, talken
plötzlich 1. abrupt, spontan. 2. su
bito
Plünderung Rapuse
Pöbel Mob, 2Plebs
Pocken Variola
Pockenschutzimpfung Vakzinati
on
Poliermittel Politur
Politikwissenschaft Politologie
Politikwissenschaf tier Politologe
Polizeidienststelle Kommissariat,
Revier
Polstermaterial Kapok
poltern rumoren
porig porös
Porigkeit Porosität
Porzellanerde Kaolin
Posse Buffa, Burleske, Farce
possenhaft burlesk
Possenspiel Harlekinade
Postenkette Kordon
Postgebühr Porto, Posttaxe
Postkunst Mail-Art
Postkutscher Postillion
Pottasche Kaliumkarbonat
Prachtexemplar Kaventsmann
prächtig 1. famos, fulminant, pom
pös, prima, superb. 2. pomposo
Prachtstraße Avenida, Avenue,
Boulevard, Magistrale
Prägestock Patrize
Prägewalze Molette
prahlen bramarbasieren, renommie
ren
prahlend epideiktisch
Prahlerei Renommage
Prahlhans Bramarbas,
Renommist,
Scharlatan
Pralltriller Mordent
Präriepferd Mustang
Präriewolf Kojote
predigend kerygmatisch
Prediger Homilet
Predigt Homilie
predigtartig prädikantisch
Predigtsammlung Postille
Preis 1. Prämie, Prix, Trophäe.
Pufferspeicher Cache
Puffmais Popcorn
Pulsschlag Pulsation
Pulsschreiber Sphygmograf
Pulsunregelmäßigkeit Arrhyth
mie
2.'Ta
xe
Pult Katheder
Pumpenkolben Piston
Punktauge Ozelle
pünktlich exakt, strikt
punktweise punktuell
pupillenerweiternd mydriatisch
Pupillenerweiterung Korektasie,
Mydriase
Preisabzug Refaktie
Preisbeeinflussung Valorisation
Preisfestsetzung Tarif
preisgeben 1. abandonnieren.
Pupillenlosigkeit 2Akorie
pupillenverengend miotisch
Pupillenverengung Korestenose,
2. prostituieren
Preisgedicht Hymne
Preisliste Prospekt
Preisnachlass Dekort, Fusti, Ra
batt, Skonto
Preisrichterkollegium Jury
Preissturz Baisse, Deroute
Preisträger Laureat
Preisunterbietung Dumping
Preisverzeichnis Tarif
Pressefeldzug Kampagne
Pressewesen Journalismus
prickelnd pikant
Priesterherrschaft Hierokratie,
Klerokratie
priesterlich hieratisch, sazerdotal
Priesterschaft Klerus
Priesterstand Klerus
Priesterweihe Ordination
Privatkläger Petitor
Privatmann Privatier
Privatrecht ‘Jus privatus
Probe Kontrolle, Test
Probeabzug Epreuve
probeweise tentativ
Probezeit 1. Stage. 2. Postulat
Prosaerzählung Novelle
Prostataentzündung Prostatitis,
Prostatopathie
prüfen examinieren, kontrollieren,
revidieren, testen, zensieren
prüfend exploratorisch
Prüfer Examinator, Kontrolleur, Re
visor, Tester, Zensor
Prüfling Examinand, Kandidat
Prüfstein Kriterium
Prüfung Examen, Inspektion, Kon
trolle, Revision, Test, Zensur
Prüfungsbehörde Inspektion
Prüfungsurkunde Diplom
Prügel Kalasche
prügeln kalaschen
Prügelstrafe Bastonade
Prunk Luxus, Pomp
prunken paradieren
prunkend epideiktisch, statiös
prunkhaft pompös
Prunksarg Sarkophag
prunkvoll luxuriös
Prunkwagen Karosse
Puderzucker Farin
Pustelkrankheit Pustulose
putzen 1. polieren. 2. staffieren
Putzmacherin Grisette, Modistin
Miosis
Quacksalber
Medikaster, Scharla
tan
Quacksalberei Scharlatanerie
Quaddel Urtika
Quaddelausschlag Urtikaria
Qual Tortur
quälen kujonieren, malträtieren,
massakrieren, sekkieren, torquie
ren, trakassieren, traktieren, tyran
nisieren, vexieren
Quälerei Sekkatur, Tortur, Trakasserie
qualvoll avernalisch
Quartalssäufer Dipsomane
Quaste Pompon, Zizit
Quecksilber Hydrargyrum
Quecksilbervergiftung Hydrargyrose, Merkurialismus
quellen imbibieren
Quellung Imbibition
Querbalken Traverse
Querbehang Lambrequin
Querfeldeinrennen Crosscountry
Querflöte Flauto traverso, Travers
flöte
Querpfeife Pifferaro
quetschen kontundieren
Quetschung Kontusion
Rache Revanche
Rachegöttin Erinnye,
Eumenide,
Furie
rächen, sich: revanchieren, sich
Rachen Pharynx
rachen-, Rachen- pharyngo..., Pha-
ryngo...
Rachenentzündung
Pharyngitis
1509
Rachenmandel Tonsille
Rachenmandelentfernung
rednerisch
Ade
notomie
Rachenmandelentzündung Angi
na
Rachenspiegel Pharyngoskop
Rachenspiegelung Pharyngosko
pie
Rachsucht Ranküne
Rädertierchen Rotatorien
Räderwerk Mechanik
Radfahrer Pedaleur, Velozipedist
Radrennbahn Velodrom
Radsportler Pedaleur
Rahmapfel Cherimoya
Rahmen Frame
Rainweide Liguster
Rallenkranich Kagu
Rammpfahl Pilote
Ramsch Trash
Rand 1. Bande, Peripherie. 2. Limen.
3. Respekt
Randbeet Rabatte
Randbemerkung Apostille,
Glosse,
Marginalie, Paralipomenon
Rändelrad Molette
Randgebiet Peripherie
randständig marginal
Randstreifen 2Bankett
Rang Charge, Grad, Level, Niveau,
Titel
Rangbezeichnung Prädikat, Titel,
Titulatur
Rangfolge 1. Hierarchie. 2. Priorität
Rangliste Klassement, Ranking
Rangmerkmal Statussymbol
Rangordnung Hierarchie, Klassifi
kation
Rangstufe Grad
Ränke Intrige, Machinationen
rankenförmig arabesk
Rankenwerk Arabeske
Ränkeschmied Intrigant
Ränkespiel Intrige, Kabale
ränkesüchtig intrigant
Ranzen Tornister
rasch dalli, fix, prompt
Rasen 2Lawn
rasend 1. frenetisch, furibund, fu
rios. 2. rasant
Rasenplatz 2Lawn
Rasensprenger Sprinkler
Rasentennis Lawntennis
Raserei 1. Furor, Rage. 2. Raptus
Rassenhetze Rassismus
Rassenmischung Bastardierung
Rassentrennungspolitik Apart
heid
Rast 'Pause, Station
Rasterätzung Autotypie
rastern pattieren
Rat 1. Conseil, Konsilium. 2. Tipp
Ratgeber 1. Mentor, Tutor. 2. Vade
mekum
ratlos perplex
Ratlosigkeit Perplexität
ratsam indiziert
Rätsel Änigma
rätselhaft änigmatisch, delphisch,
mysteriös, orakelhaft, pythisch, si
byllinisch
Rattenbisskrankheit Sodoku
Raub Rapuse, Spoliation
Räuber Bandit
Raubmöwe Skua
Raubtier Bestie
Räucherharz Myrrhe
Rauchkappe Deflektor
Raufbold Hooligan, Rowdy
Rauke 'Rucola
Raum 1. Lokal, Lokalität. 2. Kosmos.
3. Spatium
raum-, Raum- 1. Kubik...; 2. ste
reo..., Stereo...
Raumbild 1. Stereobild, Stereofoto
grafie. 2. Cyberspace, Hologramm
Raumbildbetrachter Stereoskop
raumbildlich 1. stereoskopisch.
2. holografisch
Raumbildtechnik 1. Stereoskopie.
2. Holografie
Raumbildverfahren 1. Stereofoto
grafie. 2. Stereophotogrammmetrie
räumen evakuieren
Raumfähre Spaceshuttle
Raumfahrer Astronaut, Kosmo
naut, Spationaut, Teikonaut
Raumfahrt Astronautik, Kosmonau
tik
Raumgestalter Dekorateur
Raumgewicht Volumgewicht
Rauminhalt Tonnage, Volumen
Rauminhaltsmessung Volumetrie
Rauminneres Interieur
Raumlabor Skylab, Spacelab
Raumlehre Geometrie, Stereome
trie
räumlich plastisch
Raumstation Orbitalstation
Raumtonverfahren Quadropho
nie, Stereophonie
Raupenschlepper Caterpillar, Pla
nierraupe
Rausch Ekstase
Rauschgift Dope, Droge, Harddrug, Softdrug
Rauschgifthandel Deal
Rauschgifthändler Dealer, Pusher
Rauschgiftsucht Narkomanie
Rauschgiftsüchtiger Fixer, Jun
kie, Mainliner, User
rauschhaft bacchantisch, diony
sisch, ekstatisch, euphorisch
Rauschmittel Narkotikum
Raute Karo, Rhombus
rautenähnlich rhomboid
Rechenaufgabe Exempel
Rechenbrett Abakus
Rechenergebnis Resultat
Rechenkunst Arithmetik
Rechenschaftspflicht Komptabilität
rechenschaftspflichtig komptabel
Rechenschwäche Akalkulie, Dyskalkulie
Rechner Computer
rechnerisch arithmetisch
Rechnung Account, 'Faktur, Nota
Rechnungsgenehmigung Justifi-
katur
rechnungsmäßig kalkulatorisch
Rechnungsprüfer Accountant
Recht 'Jus
recht-. Recht-ortho..., Ortho...
Rechteck Orthogon
rechtfertigen apologisieren, exkul
pieren, justifizieren
rechtfertigend apologetisch
Rechtfertigung 1. Apologetik,
Apo
logie, Exkulpation, Justifikation,
Raison d’Être. 2. Alibi
Rechtfertigungsgrund Argu
ment
rechtgläubig orthodox
Rechtgläubigkeit Orthodoxie
rechtlich de jure
rechtmäßig legitim
Rechtsanspruch Claim
Rechtsausweis Legitimation
rechtsbegründend konstitutiv
Rechtsbeistand Justiziar, Prozess
agent, Syndikus
Rechtsbestimmung Konstitution
Rechtsbindung Vinkulation
rechtschaffen honett
rechtschreiblich orthografisch
Rechtschreibübung Diktat
Rechtschreibung Orthografie
Rechtsgrund Causa
Rechtsgültigkeit Validität
Rechtsgutachten Relation
Rechtshilfeersuchen Requisition
Rechtskundiger Jurist, Notar
Rechtsnachfolge Sukzession
Rechtspflege Justiz
Rechtsprechung 1. Judikatur, Ju
risdiktion. 2. Justiz
Rechtsstreit Prozess
Rechtsverhandlung Prozess
Rechtsvorschrift Nomos
Rechtsweg Instanzenweg
Rechtswesen Justiz
Rechtswissenschaft 1. 'Jura, Ju
risprudenz, Juristerei. 2. 'Jus
rechts wissen schaftl ich juristisch
rechtwinklig orthogonal
Rede 1. Logos. 2. Speech
Redebegabung Rhetorik
Redefluss Suada
Redekunst Dialektik, Rhetorik
Redekünstler Rhetoriker
Redensart Floskel, Locus commu
nis, Lokution, ',2Phrase
Redeschrift Debattenschrift
Redeschwall Sermon, Suada
Redeschwulst Bombast
Redestil Lokution
Redewendung 1. Floskel, Idiom,
Lokution, 'Phrase, Phraseologismus, Phraseonym. 2. Plattitüde
redlich loyal, reell
Redlichkeit Loyalität, Reellität
Redner 1. Orator, Rhetor, Rhetori
ker. 2. Referent
Rednerbühne Tribüne
rednerisch oratorisch, rhetorisch
1510
Rednerpult
Rednerpult
Katheder, Podest, Podi
um
Reflexkunde Reflexologie
Regel 1.‘Kanon, Norm, Normativ,
Prinzip. 2. Menses, Menstruation,
Periode
Regelblutung Menolyse, Zyklus
Regellosigkeit Irregularität
regelmäßig regulär
Regelmäßigkeit Regularität
regeln reglementieren, regulieren
Regeln Normalien
regelnd regulativ
regelrecht regulär
Regelschmerzen Dysmenorrhö
Regelung Korrektion, Regulierung
Regelungstechnik Kybernetik
Regelverstoß Foul
regelwidrig 1. abnorm, anomal, aty
pisch, irregulär. 2. foul
Regelwidrigkeit Abnormität, Ano
malie, Irregularität
regen-, Regen- ombro..., Ombro...
Regenbogen Iris
Regenbogenhaut Iris
Regenbogenhautentzündung
Iritis
Regenbogenpresse Yellow Press
Regenmantel Mackintosh, Trench
coat
Ombrometer, Pluvio
meter, Udometer
regenscheu ombrophob
Regenschirm Parapluie
Regenschreiber Hyetograf, Ombrograf
Regenumhang Pelerine
Regenwasserbehälter Zisterne
Regierungsform Regime, System
Regierungsmitglieder Kabinett
regierungstreu loyal
Regierungstreue Loyalität
Regierungsvertreter Resident
regsam agil
Regsamkeit Agilität
regungslos torpid
Regungslosigkeit Torpidität
Rehleder Chevrotin
Reibelaut Frikativ, Spirans
Reibung Friktion
reichlich abundant, kopiös, opulent
Reichweite Aktionsradius
Reifeprüfung Abitur, Matura
Reifeteilung Meiose
Reifezeit Adoleszenz
Reifezeugnis Testimonium Maturi
tatis
Reifrock Cage, Krinoline
Reihe Kolonne, 2Queue, Sequenz,
Serie
Reihenfolge Klassement, Sequenz,
Turnus
Reihenschaltung Kaskadenschal
tung
rein 1. netto, pur, purum. 2. absolut,
genuin
Rein- Netto...
reinerbig homozygot
Reinfall Fiasko
Regenmesser
Reingewicht Nettogewicht
reinigen 1. abstergieren, affinieren,
purgieren, purifizieren. 2.1ustrieren
1. abstergent, abstersiv.
2. kathartisch
Reinigung 1. Katharsis, Lustration,
Purgation, Purifikation. 2. Defäkation
Reinigungsmittel Cleaner, Emun
dantium
Reinlichkeit Hygiene
Reinstraum Clean Room
Reisbranntwein Arrak
Reise Tour, Trip
Reisebegleiter Guide
Reisedecke Plaid
Reiseführer Guide
Reisehandbuch Guide
Reisekrankheit Kinetose
Reisender Passagier, Tourist, Tra
veller
Reisepass Passeport
Reisescheck Travellerscheck
Reisetrieb Poriomanie
Reiseverkehr Tourismus, Touristik
Reiseverpflegung Proviant
Reiseweg Route
Reisewohnwagen Caravan
Reisiggeflecht Faschine
Reismelde Quinoa
Reißfestigkeit Tenazität
Reißlinie Perforation
Reiswein Sake
Reitbahn Hippodrom, Tattersall
Reiterangriff 'Attacke
Reiteraufzug Kavalkade
Reiterei Kavallerie
Reitermannschaft Equipe
Reitertruppe Kavallerie
Reithalle Tattersall
Reitknecht Groom
Reitkunst Equestrik
Reiz 1. Irritation, Stimulus. 2. Pikan
terie
Reizaufnahmefähigkeit Sensualität
reizbar 1. apprehensiv, erethisch, exzitabel, irritabel, sensitiv. 2. erogen.
3. impressionabel
Reizbarkeit Exzitabilität, Irritabili
tät
reizempfindlich sensibel
Reizempfindlichkeit Sensibilität
reizen 1. affizieren. 2. irritieren
reizend Lapart. 2. irritativ
reizlos bland
reizmindernd abirritant
Reizmittel Stimulans
Reizung Affekt, Irritation
Religionswissenschaft Theologie
Reliquienbehälter Reliquiar
Reliquiengefäß Chrismarium
Reliquienschrein Abditorium,
Sanktuar
Rennfahrersitz Cockpit
Rennreifen Racingreifen, Slick
Rennreiter Jockey
Rennschlitten Bob, Skeleton
Rennstrecke Kurs, Piste
reinigend
Renntempo
Rennwagen
Pace
Bolid, Indycar, Spi
der
Rentabilitätsschwelle
Break-
even-Point
Rentierflechte Kladonie
Rentierschlitten Ackja
Rentner Pensionär, Privatier,
Rentier
Reservebestand Reservoir
Rest 1. Relikt, Rudiment. 2. Residu
um
Restbestand Relikt
Restbetrag Restanz
restlich residual
restlos total
Retter 'Salvator, Soter
Rettungsschlitten Ackja
Rettungswagen Ambulanz,
Klino
mobil
Reue Kontrition
Reuegeld Forfeit
Revolverheld Pistolero
Richtantenne Beamantenne
Richter Kadi
richterlich judiziell
richtig I. korrekt. II. all right, recte
Richtigkeit Korrektheit, Regularität
Richtschnur Instruktion, 'Kanon,
Norm, Prinzip, 'Standard
Richtstätte Schafott
Richtung 1. Tendenz, Trend.
2. Route
richtungweisend programmatisch
Riechfläschchen Flakon
Riechmittel Olfaktorium
Riechnerv Olfaktorius
Riemenpeitsche Flagellum, Kantschu, Karbatsche
Riese Gigant, Goliath, Koloss,
Monstrum
Rieselwerk Gradierwerk
Riesenechse Dinosaurier
riesen-, Riesen- giganto..., Giganto...; makro..., Makro...
Rieseneisvogel Kookaburra
riesenhaft gigantisch, pyramidal, ti
tanisch, zyklopisch
Riesenmenge Myriade
Riesenschlange Anakonda, Boa,
Python
Riesenstandbild Koloss, Kolossal
statue
riesenstark herkulisch
Riesentintenfisch Krake
Riesenwuchs Gigantismus, Hyper
somie, Makromelie, Makrosomie
riesenwüchsig gigantisch, hypersom
riesig gigantesk, kolossal
Rinderbandwurm Tänie
Rinderwahnsinn BSE
Rindfleischbrühe Beeftea
Ring Circulus, Zirkel
Ringelblume Calendula
Ringelwürmer Anneliden
Ringflügelflugzeug Coleopter
ringförmig armillar, orbikular, zy
klisch
Ruhestörer
1511
Ringrichter Referee
Ringstraße Boulevard
Rinne Rigole
Rippe 'Costa
Rippendurchtrennung
Rotblindheit
Anerythropsie, Prota
nopie
Kostoto-
mie
Rippenfell Pleura
Rippenfellentzündung
Pleuritis,
Pleuropneumonie
Rippenqualle Ktenophore
Rippenstück Entrecote, Karree,
Kotelett
ritterlich chevaleresk
Ritterlichkeit Chevalerie, Courtoi
sie
Ritterschaft Chevalerie
Rittertum Chevalerie
röchelnd stertorös
roh 1. barbarisch, brutal, kanniba
lisch, krud, rabiat. 2. crudus
Rohheit Barbarei, Brutalität, Kanni
balismus, Krudität
Rohling Barbar, Rabauke
Rohrbrücke Estakade
Röhrchen 1. Kanüle. 2. Kapillare
röhrenförmig tubulär
Rohrknie Fitting
Rohrleitung Pipeline
Rohrzucker Saccharose
Rohstoffe Naturalien
Rohstoffquelle Ressource
Rohzucker Kassonade
Rollbahn Piste, Runway
Rollbild Kakemono
Rolle Part
rollen volvieren
Rollenbesetzung Casting, Video
casting
Rollerbrett Skateboard
Rollladen Jalousie, Rouleau
Rollschuh Discoroller, Inliner,
Inlineskate, Rollerblade, Rollerskate
Rollschuhlauf Skating
Rollschuhlaufen Inlineskating
Rollschuhläufer Inlineskater
Romanschriftsteller Romancier
röntgen-. Röntgen- röntgeno...,
Röntgeno...
Röntgenbild Röntgenogramm
Röntgenfacharzt Radiologe
Röntgenschichtbild Computerto
mogramm, Tomogramm
Röntgenschichtverfahren Com
putertomografie, Tomografie
Radiolo
gie, Röntgenologie
Rose Erysipel
Rosengarten Rosarium
Rosengewächs Rosazee
Rosenkranzgebet Rosarium
Rosenlorbeer Oleander
Rosenpflanzung Rosarium
Rosinenbranntwein Raki
rosten oxidieren
rösten toasten
Röstmais Popcorn
Rostschutzfarbe Mennige
rot-, Rot- erythro..., Erythro...
Rotalgen Rhodophyzeen
Röntgenstrahlenkunde
Rotblütigkeit Polyzythämie
Roteisenstein Hämatit
Röteln Rubeola
Rotfärbung Erythrismus
Rotfinnen Rosazea
Rot-Grün-Blindheit Deuteranopie
Rotgültigerz Xanthokon
Rothaarigkeit Erythrismus, Rutilis-
mus
Rotholz Brasilettoholz
Rotlauf Erysipeloid
Rotsehen Erythropsie
Rotsichtigkeit Deuteranomalie
Rotwelsch Argot, Cant
Rotzkrankheit Malleus
rück-. Rück- re..., Re.,.; retro...,
renz
Rucksacktourist Backpacker
Rückschau Retrospektion, Retro
spektive
rückschauend retrospektiv
Rückschlag 1. Reaktion. 2. Return
Rückschritt Reaktion, Rollback
rückschrittlich reaktionär, regres
siv
Rücksendung
Rücksichtnahme
Re
Revo
katorium
Invo
lution, Regression. 2. retrograde Bil
dung
Rückblende Flash
Rückblick Flash, Retrospektion,
Retrospektive
rückblickend retrospektiv
rückbuchen stornieren
Rückbuchung Storno
rücken-, Rücken- dorso..., Dorso...
Rückenmark Medulla
Rückenmarks- myelo.... Myelo...
Rückenmarksblutung Hämatomyelie
Rückenmarksentzündung Myeli
tis, Poliomyelitis
Rückenmarkserkrankung Myelo
pathie
Rückenmarkserweichung Mye
lomalazie
Rückenmarksschwindsucht Ta
bes
Rückenmarksspaltung Diastematomyelie
Rückenschmerz Dorsodynie, No
talgie
Rückentwicklung Involution
rückenwärts dorsal
Rückfahrkarte Retour, Retourbil
lett
Rückfall 1. Relaps, Rezidiv. 2. Roll
back
Rückfallfieber Rekurrensfieber
Rückfluss Reflux
Rückgabe Renumeration, Restituti
on, Retribution
Rückgang 1. Rezession. 2. Regressi
on, Remission
Rückgrat Spina
Rückgriff Regress, Rekurs
Rückgriffsschuldner Régressât
Rückhandschlag Backhand
Rückkampf Revanche
Rückkehr Comeback
Rückkehrer Remigrant
Diskretion, Pie
tät
despotisch, inhuman,
rabiat, radikal, rigoros
Rücksichtslosigkeit Inhumanität,
Radikalität, Rigorosität
rücksichtsvoll diskret
Rücksitz Fond
Rückspiel Revanche
Rückstand 1. Remanenz. 2. Residu
um
rückständig provinzlerisch
Rückstrahler Reflektor
Rückstrahlung Reflex
Rücktritt Demission
Rückvergütung Refaktie
rückversichern reassekurieren, retrozedieren
Rückversicherung Reassekuranz,
Retrozession
Rückwanderer Remigrant
rückwandern remigrieren
rückwärts à reculons
rückwärts-. Rückwärts- retro...,
Retro...
Rückwärtsneigung Retroversion
rückwirkend retrograd
Rückwirkung Reaktion, Reaktivi
tät
Rückzahlung Renumeration
Rückzug Privatismus, Regression,
Retirade, Retraite
Ruderfußkrebs Kopepode
rudern pullen, skullen
Ruf Bonität, Goodwill, Nimbus, Re
nommee, Reputation
Rufgerät Beeper
Rüge Memento, Monitum
rügen monieren
Ruhe Tranquillität
Ruhegehalt Pension
Ruhegehaltsempfänger Pensio
när
ruhelos 1, versátil. 2. ahasverisch
Ruhelosigkeit Jaktation, Versatili
tät
Ruhepause 1. Latenzperiode.
2. Siesta
Ruhepunkt Fermate
Ruhestand Pension
Ruheständler Pensionär, Pensio
nist, 2Rentier
Ruhestörer Tumultuant
rücksichtslos
Rückbewegung Regression
rückbezüglich reflexiv
Rückbildung 1. Degeneration,
Remission, Renvoi,
Retoure
tro...
Rückantwort Reply
Rückberufungsschreiben
Rückkopplung Feedback
Rücklage Reserve
rückläufig regressiv, retrograd
rücklings à la renverse, à reculons
Rückmeldung Feedback, Reaffe-
1512
ruhig
1. immobil, sedat. 2. adagio, an
dante, quieto, serio, tranquillo
Ruhigstellung Immobilisation
Ruhm ’Gloria, Glorie
Ruhmesblume Clianthus
ruhmvoll glorios, triumphal
Ruhr Dysenterie
ruhrartig dysenterisch
rührend touchant
rührig agil, aktiv
rührselig larmoyant, sentimental
Rührseligkeit Larmoyanz, Senti
mentalität
Rührstück Comédie larmoyante,
Melodrama
rülpsen eruktieren
Rülpsen Eruktation
rumpeln rumoren
Rundaufnahme Panorama
Rundbau Rotunde
Rundbeet Rondeau, Rondell
Rundbild Medaillon, Tondo
Rundblick Panorama
Rundfunkberichterstatter Re
porter, Tuner
Rundfunkgerät Radio
Rundgemälde Panorama
Rundgesang ‘Kanon, Rondeau
rundherum à la ronde
Rundmaul Zyklostome
rundschädelig brachyzephal
Rundschau Tour d’Horizon
Rundschreiben Enzyklika, Zirkular
Runzel Ruga
ruhig
Sachwalter Defensor, Mandatar
Sachwörterbuch Reallexikon
Sackgasse Impasse
Sackniere Hydronephrose
Saft Juice, 2Jus
Säftelehre Humoralpathologie
saftig sukkulent
Sage Fabula, Legende, Mythos
sagenhaft legendär, mythisch
Saite Corda
Salatsoße Dressing
Salbe Unguentum
Salbei Salvia
Salbenumschlag Kataplasma
Salbung Chrisis
salbungsvoll pastoral, pathetisch
Salpeterbildung Nitrifikation
salz-, Salz- halo..., Halo...
salzartig salinisch
Salzbildner Halogen
Salzgestein Halit
Salzgewinnung Halotechnik
Salzgewinnungsanlage Saline
salzhaltig salinisch
Salzpflanze Halophyt
Salzsteppenstrauch Saxaul
samen-, Samen- spermato..., Sper-
mato...
Samenbruch Spermatozele
Samenerguss Ejakulation
Samenfaden Spermium
Samenfadenverminderung
Kryptospermie, Oligospermie
Samenflüssigkeit Sperma
Samenleiterdurchtrennung
Va
sotomie
Samenleiterentzündung
Defe-
rentitis
Angiosperme, Anthophytum, Phanérogame, Spermatophyt
Samenspender Sperminator
Samenstrangentzündung Funikulitis
Sammelband Konvolut
Sammelbecken Reservoir
Sammelbezeichnung Kollektivum
Sammelbuch Album
Sammelmappe Konvolut
sammeln akkumulieren
sammeln, sich', konzentrieren, sich
Sammelstelle Depot
Sammelwerk Almanach, Thesau
rus
Sammlerstück Rarität
Sammlung Arsenal, Kollektion,
Konzentration, Material
Samtblume Tagetes
Sanderbse Peluschke
sandfarben beige
Sandkuchen Cake
Sandpflanze Psammophyt
Sandstein Arkose, Grit, Molasse
sanft dolce
sangbar kantabel, melodisch
Sangbarkeit Kantabilität
Sängergruppe Chor
satt saturiert
Sattelunterlage Woilach
Samenpflanze
Sachbearbeiter
Dezernent, Refe
rent
Sachbestimmung Realdefinition
sachbezogen pragmatisch
Sachbezogenheit Pragmatik
Sachbuch Non-Fiction
Sache 1. Affäre, Chose. 2. Res, The
ma
Sachgebiet
Dezernat, Referat, Sek
tor
Sachgebietsleiter Dezernent
Sachkenntnis Know-how
Sachkenntnisse Realien
Sachlage Situation
sachlich detachiert, konkret, objek
tiv, pragmatisch, real, realistisch
Objektivität, Realis
mus
sachte doucement
sachverständig kompetent, qualifi
ziert, routiniert
Sachverständige Expertin
Sachverständigenausschuss Ju
rorenkomitee, Jury
Sachverständigengutachten Ex
pertise
Sachverständiger Experte
Sachverzeichnis Datei, Katalog,
Register
Sachlichkeit
sättigen saturieren
Sättigung Saturation
Satz 1. Enunziation. 2. Phrase, Set
Satzaussage Prädikat
Satzbau Syntax
Satzbruch Anakoluth
Satzgegenstand Subjekt
Satzlehre Syntax
Satzspalte Kolumne
Satzung Konstitution, Reglement,
Statut
satzungsgemäß statutarisch
Satzvorlage Manuskript, Typo
skript
adrett, appetitlich, hygie
nisch, proper
Sauberkeit Hygiene
sauer-. Sauer- oxy..., Oxy...
Sauerkirsche Amarelle
Sauerklee Oxalis
Sauerrahm Sourcream
Sauerstoff Oxygen
Sauerstoffentziehung Desoxida
tion
Sauerstoffmangel Anoxämie,
Anoxie
Sauerstoffüberträger Autoxidator
Säufer Potator
Säuferwahn Delirium tremens, Mé
thomanie
Säugetiere Mammalia
Säugling Baby
Säuglingssterblichkeit Neomor
talität
Saugröhrchen Pipette
Saugwurm Trematode
Säulenabschluss Kapitell
Säulenbogen Arkade
Säulendeckplatte Abakus
Säulengang Arkade, Deambulatori
um, Hypostylon, Kolonnade
Säulengrundfläche Stylobat
Säulenhals Hypotrachelion
Säulenheiliger Stylit
Säulenkaktus Cereus
Säulenvorbau Portikus
Säulenvorhalle Atrium, Propylä
en
Säure Acidum
Säurebestimmung Acidimétrie
Säureblocker Antazidum
Säuregehalt Acidität
Säuregrad Acidität
schäbig meschant, schofel
Schabkunst Mezzotinto
Schachtel Box, Karton
Schachtelhalm Equisetum
Schädel Cranium
schädel-, Schädel- kranio..., Kranio...; zephalo..., Zephalo...
Schädelanbohrung Kraniotomie,
Trepanation
Schädelbohrer Trepan
Schädeldach Calvaria, Kalotte
Schädeleröffnung Kraniotomie,
Trepanation
Schädelerweichung Kraniotabes
Schädelkunde Kraniologie
sauber
Schicksal
1513
Schädelmessung
Kraniometrie,
Zephalometrie
Dyskranie,
Dyszephalie
Schaden Defekt, Havarie, ‘Panne
Schadenersatzleistung Restituti
on
schadenfroh maliziös
schadhaft defekt, ruinös
Schädelmissbildung
Schädlingsbekämpfungsmittel
Pestizid
Schadstoffeinwirkung Immission
Schäfchenwolke Zirrokumulus
Schäferdichtung Bukolik, Eklo
gendichtung
Schäfergedichte Bukolika
Schäferspiel 'Pastorale
Schäferstück Bergerette
Schäferstündchen Tête-à-tête
schaffen kreieren, produzieren
Schaffenskraft Produktivität
Schaffner Billeteur, Kondukteur
Schaffnerin Billeteuse
Schafhaut Amnion
Schafleder ‘Kid
Schafspocken Ovine
Schafwolle Lambswool
schäkern flirten, poussieren
schall-, Schall- phono..., Phono...
Schalllehre Akustik
Schallplatten- 2Disko...
Schallplattenarchiv Diskothek,
Phonothek
Schallplattenaufkleber Label
Schallplattenautomat Musikbox
Schallplattenfirma Label
Schallplattenhülle Cover
Schallplattenliebhaber Diskophi-
le
Schallplattensammler Diskophile
Schallplattensammlung Disko
thek, Phonothek
Schallplattenverzeichnis
'Disko
grafie
Schallschutzgehäuse Blimp
Schallstärkemesser Phonometer,
Sonometer
Schalltrichter Megafon
Schallwellenaufzeichner
Undo-
graf
Schallwirkung Akustik
Schalteinrichtung Relais
Schambeinfuge Symphyse
schämen, sich: genieren, sich
Schamgegend Pubes
Schamhaare Pubes
schamlos frivol, obszön
Schamlosigkeit Frivolität, Obszö
nität
Schande Blamage
schändlich infam
Schändlichkeit Infamie
Schanktisch 2Bar, Büfett, Theke
Schanzentisch Bakken
Schanzpfahl Palisade
Schar 'Pulk, Tross
Scharbock Skorbut
Scharbockskraut Ficaria
scharf kaustisch
Schärfe Prägnanz
Scharfsinn Ingeniosität
scharfsinnig ingeniös
Schärpe Echarpe
Schattenboxen Tai-Chi
Schattenmalerei Skiagrafie
Schattenriss Silhouette
schattiert ombriert
Schattierung Nuance
schätzbar ästimabel
Schätzchen Baby, Honey
schätzen 1. ästimieren. 2.evalvieren,
taxieren
schätzenswert ästimabel
Schätzer Taxator
Schätzkurs Taxkurs
Schätzung Apotimesis, Evalvation,
Taxation, 'Taxe, Valvation
Schau l.Show. 2. Exposition
Schauder Horror
schauderhaft horribel
schauerlich makaber, stygisch
Schaufensterbummel Window
shopping
Schaufenstergestalter
Dekora
teur, Displayer
Schaugepränge Pomp
Schaugeschäft Showbusiness
Schaukasten Vitrine
Schaukelreck Trapez
schäumen moussieren
schäumend moussierend
Schaumgebäck Baiser
Schaumünze Medaille
Schaumwein Asti spumante,
Champagner, Sekt, Mousseux
Attrappe, Dum
my
Schauplatz Szenarium, Szene, Sze
nerie
schaurig erebisch
Schauschrank Vitrine
Schauspiel Drama, 2Spektakel,
Spektakulum
Schauspielaufführung Theater
Schauspieler Akteur, Komödiant,
Mime
Schauspielerei Komödie
Schauspielerin Aktrice, Komödi
antin, Mimin
schauspielerisch komödiantisch,
mimisch
schauspielern mimen
Schauspielhaus Theater
Schauspiellehre Dramaturgie
Schaustück 2Spektakel
Schausucht Skopophilie
Scheckhaut Vitiligo
scheckig meliert
Scheibenenteiser Defroster
scheibenförmig diskoidal
Scheibenpilz Diskomyzet
Scheide Vagina
scheiden affinieren
scheiden-. Scheiden- kolpo...,
Kolpo...
Scheidenbruch Kolpozele
Scheidendammnaht Kolpoperineorrhaphie
Schaupackung
Scheidendammschnitt
Episioto
mie
Scheidenentzündung
Elytritis,
Kolpitis, Vaginitis
Scheidenkrampf Vaginismus
Scheidenschleimhautuntersu
chung Kolposkopie
Scheidenschleimhautwuche
rung Kolpohyperplasie
Scheidenspiegelgerät Kolpo
skop
Scheidenspiegelung Kolposkopie
Scheidenvorfall Koleoptose
Scheidewand Diaphragma, Mem
bran, Septum
Dehors, Fiktion, Illusion,
Kulisse, Staffage
Scheinangriff Finte
Scheinarznei Placebo
scheinbar imaginär, quasi, speziös
Scheinbeweis Hysteron-Proteron,
Sophismus
Scheinblüte Pseudanthium
scheinheilig bigott, hypokritisch,
pharisäisch
Scheinheiligkeit Bigotterie, Cant,
Hypokrisie, Pharisäismus
Scheinmaßnahme Manöver
Scheinmedikament Placebo
Scheinsieg Pyrrhussieg
Scheinwiderstand Impedanz
Scheinzwittertum Gynanthromorphismus, Pseudohermaphroditismus
Scheiße merde
Scheitel Vertex
Scheitelpunkt Zenit
Schellentrommel Tamburin
schelmenhaft pikaresk
schelten abkapiteln, kapiteln
Schenkel Crus
schenken dedizieren
Schenksucht Doromanie
Schenkung Dedikation, Donation,
Donum, Dotation
Scherbengericht Ostrazismus
scherenförmig cheliform
Scherenschnittkunst Psaligrafie
Scherz Gaudium, Jokus, Jux
scherzend l.humoresk. 2.giocoso
scherzhaft 1. humoristisch. 2. capriccioso
Scherzrätsel Vexierrätsel
Scheu Respekt
scheußlich abominabel
Schichtaufnahme Tomogramm
Schichtaufnahmeverfahren To
mografie
schichten sedimentieren
Schichtenkunde Sedimentologie,
Stratigrafie
schichtförmig lamellar
Schichtgestein Sediment
Schichtung Stratifikation
Schichtwolke Stratus
schick smart
schicklich dezent
Schicklichkeit Dekorum, Dezenz,
2Takt
Schicksal Ananke, Fatum, Heimar-
Schein
1514
schicksalhaft
mene, Karma, Kismet, Moira, Tyche
schicksalhaft tragisch
Schicksalhaftigkeit Tragik
Schicksalsdeutung Astrologie
Schicksalsergebenheit Fatalis
mus, Resignation
schicksalsgläubig fatalistisch
Schicksalsgläubiger Fatalist
Schicksalsgläubigkeit Fatalis
mus
Schiedsgericht Jurorenkomitee,
Jury
Schiedsrichter Referee
Schiedsspruch Arbitrium
Schiefköpfigkeit Plagiozephalie
schiefwinklig loxogonal
Schielen Strabismus
Schielender Strabo
Schielmessgerät Strabometer
Schielmessung Strabometrie
Schieloperation Strabotomie
Schienbein Tibia
Schießbaumwolle Nitrozellulose
Schiffchenalge Navicula
Schiffchenarbeit Occhiarbeit
Schiffchenspitze Frivolitäten,
Occhispitze
Schifferklavier Akkordeon
Schifffahrtskunde Nautik
Schiffsauslader ‘Debardeur
Schiffsausrüster Armateur
Schiffsbeplankung Bordage
SchiffsbesatzungCrew
Schiffsbugverzierung Galionsfi
gur
Schiffseigner Partikulier
Schiffsfracht Fret
Schiffsherr ‘Patron
Schiffsjunge Moses
Schiffskantine 2Messe
Schiffskran Davit
Schiffskreisel Gyrostat
Schiffsladung Kargo
Schiffsreise Passage
Schiffsreisender Passagier
Schiffsrumpf 'Kasko
Schiffstagebuch Logbuch
Schiffsvorbau Galion
Schiffswohnraum Kajüte, Logis
Schildbürger Abderit
Schilddrüse Thyreoidea
Schilddrüsen-, Schilddrüsen-
thyreo..., Thyreo...
Schilddrüsenentfernung
Thyreo-
idektomie
Schilddrüsenentzündung
Thyre
oiditis
schilddrüsenlos thyreopriv
Schilddrüsenüberfunktion
Hy
perthyreose
Schilddrüsenunterfunktion
Hy
pothyreose
Schilddrüsenvergrößerung
Thy-
reoidismus
schildkrötenartig chelonitisch
Schildkrötenverband Testudo
schillern changieren, irisieren, opa
leszieren, opalisieren
schillernd changeant
Schimmer Nuance
schimpfen räsonieren
Schinderei Tortur
Schirmherr ‘Patron, Protektor
SchirmherrschaftÄgide, Patronat,
Protektorat
Schlachtreihe Phalanx
Schlafanzug Pyjama
Schlafbehandlung Hibernation
Schlafdrang Narkolepsie
Schläfe 2Tempus
schlaff l.lax. 2.atonisch, torpid
Schlaffheit Atonie, Torpidität
schlaf-, Schlaf- hypno..., Hypno...
Schlafkrankheit Hypnolepsie,
Hypnopathie, Hypnosie, Trypano
somiasis
Schlaflernmethode Hypnopädie
schlaflos vigil
Schlaflosigkeit Asomnie, Insom
nie, Vigilia
Schlafmittel Hypnagogum, Somni
ferum
Schlafstörung Asomnie
Schlafsucht Lethargie, Somnolenz
schlafsüchtig lethargisch, somno
lent
Schlafwagen Wagon-Lit
Schlafwandeln Noktambulismus,
Somnambulismus
Schlafwandlerin] Somnambule
schlafwandlerisch somnambul
Schlag 1. Kaliber, Typ. 2. Pulsion.
3. Coup
Schlagabtausch Fight
Schlagader Arterie
Schlagaderentzündung Arteriitis
Schlagadererweiterung Aneurys
ma
Schlaganfall Apoplexie, Insult
Schlagbaum Barriere
schlagen palpitieren, pulsieren
schlagend eklatant, frappant
Schlager Evergreen, Hit
Schlagerparade Hitparade
schlagfertig prompt
Schlagmann Batter
Schlagwort Slogan
Schlagwortbildung Kategorisie
rung
Schlagzeile Headline
Schlagzeug Drumcomputer,
‘Drums, Drumset
Schlagzeuger Drummer
Schlamm Fango, Morast
schlammig 1. morastig. 2. limos
Schlangenanbeter ‘Ophit
Schlangengift Ophiotoxin
Schlangenhautfrucht Salak
Schlangenlinie Serpentine
Schlangenmensch Kontorsionist
Schlangensterne Ophiuroiden
Schlangenverehrung Ophiolatrie
Schlangenwurz Calla
schlankwüchsig asthenisch, lepto
som
schlapp groggy, matsch
schlau clever, raffiniert
schlauchartig follikular
schlauchförmig tubulär
Schlauchhörrohr Phonendoskop
schlauchlos tubeless
Schlauchpilze Askomyzeten
Schlauheit Cleverness, Finesse,
Raffinement, Raffinesse
Schlaukopf Filou
schlecht kontraproduktiv,
misera
bel, negativ
schlechthin
katexochen, par excel
lence
schleichend
chronisch, insidiös,
lenteszierend
schleierhaft nebulös
Schleierwolke Zirrostratus
schleifen polieren
Schleifenblume Iberis
schleim-, Schleim- muko...,
Muko...; myxo..., Myxo...
schleimähnlich myxoid
schleimartig myxodisch
Schleimbakterien Myxobakterien
Schleimbeutelentfernung Bursektomie
Schleimbeutelentzündung Bursi
tis
Schleimdrüsenentzündung Myxadenitis
Schleimdrüsengeschwulst Myxadenom
Schleimhaut Mukosa
Schleimhautausschlag Enanthem
Schleimhautentzündung Katarrh
Schleimhautfalte Frenulum, Ruga,
Valva
schleimig mukös
Schleimlöser Mukolytikum, Sol
vens
Schleimpilz Myxomyzet
Schleimstauung Mukostase
Schlemm Slam
Schlemmer Gourmand, Lukullus,
Sybarit
Schlemmerei Sybaritismus
schlendern flanieren
Schleppdampfer Bugsierer, Re
morqueur
schleppen bugsieren, remorquieren
schleppend 1. dilatorisch. 2. pesan
te, stentando, trascinando, zoppo
Schlepper Traktor
Schleppnetz Dredsche
Schleppschaufelbagger Dragline
Schleuder Katapult
Schleudergerät Zentrifuge
schleudern katapultieren
Schleuderverband Funda
Schleudervorrichtung Katapult
schlicht 1. simpel. 2. semplice
Schlichtheit Simplizität
schließen okkludieren
Schließfrucht Achäne
Schließmundschnecke Klausilie
Schließmuskel Konstriktor,
Sphinkter
schlimm 1. katastrophal. 2. perniziös
Schlingbewegung Deglutition
Schiingenstich Langette
1515
Schlips Krawatte
Schloss Kastell, Palais
Schlossverwaltung Kastellanei
Schlossvogt Kastellan
Schlucht Cañon, Couloir
Schluckakt Deglutition
Schluckauf Singultus
Schluckstörung Dysphagie
Schlund Pharynx
Schlundkrampf Pharyngismus
Schlundverengung Lamostenose
schlüpfrig frivol, lasziv, obszön, pi
kant
Frivolität, Laszivi
tät, Obszönität, Pikanterie
Schlupfwespen Ichneumoniden
Schl uss I. Konklusion. II. basta,
Punktum, sela
Schlüsselbein Clavicula
Schlüpfrigkeit
Schlüsselbeindurchtrennung
Klavikulotomie, Kleidotomie
schlussfolgern kombinieren, konkludieren
Schlussfolgerung Fazit, 'Kombi
nation, Konklusion
schlüssig konkludent, logisch
Schlussnote Finalis
Schlussrede Epilog
Schlussstein Koronis
Schlussteil Finale
schmackhaft deliziös
schmähen dissen
Schmähschrift Invektive, Libell,
Pamphlet, Pasquill
Schmähung Affront, Invektive
schmälern derogieren
Schmalgesichtigkeit Leptoprosopie
schmalköpfig leptozephal
Schmalköpfigkeit Leptozephalie
schmalwüchsig asthenisch, lepto
som
schmarotzen parasitieren
Schmarotzer Parasit
schmarotzerartig parasitisch
schmarotzerhaft parasitär
Schmarotzertum Parasitismus
Schmeichelei Kompliment
schmeicheln hofieren, schmusen
Schmelzarbeit Emaillure
schmelzen dissolvieren, liqueszieren
Schmelzschupper Ganoiden
Schmelztuff Ignimbrit
Schmerz 1. Dolor. 2. Algesie
-schmerz ...algie
Schmerzanfall Attacke
Schmerzausschaltung Anästhesie
Schmerzbetäubung Anästhesie
schmerzempfindlich sensibel
Schmerzempfindlichkeit Algesie,
Sensibilität
Schmerzensmutter Mater doloro
sa
schmerzerfüllt doloros
schmerzfrei indolent
Schmerzfreiheit Indolenz
schmerzhaft 1. doloros. 2.algetisch
schmerzlich doloroso
Schraubenlinie
schmerzlindernd palliativ
Schmerzlosigkeit Analgesie,
Indo
lenz
Analgetikum, Antineuralgikum, Sedativum
schmerzstillend analgetisch, seda
tiv
schmerzüberempfindlich hyperalgetisch, hyperpathisch
Schmerzmittel
Schmerzüberempfindlichkeit
Hyperalgesie, Hyperpathie
schmerzunempfindlich indolent
schmerzvoll doloroso
Schmetterball Smash
Schmetterlinge Lepidopteren
Schmetterlingsblütler Papiliona-
zeen
Schmetterlingsflechte
Erythema
todes
Schmetterlingskunde
Lepidopte-
rologie
Schmetterschlag Smash
Schmöker Scharteke
Schmortopf Kasserolle
Schmuck 1. Dekor, Dekoration.
2. Preziosen
dekorieren, garnieren,
ornamentieren, staffieren
schmückend dekorativ, ornamen
tal
Schmuckgegenstand Bijouterie
Schmuckhändler Bijoutier, Juwe
lier
Schmuckkästchen Schatulle
Schmucknadel Brosche
Schmucksachen Valoren
Schmuckspange Agraffe
Schmuckstück Bijou, Bijouterie,
Juwel
Schmuckwarenhandel Bijouterie
schmuggeln 'paschen
Schmuggelware Konterbande
Schmuggler Pascher
Schnalle Agraffe
Schnapsbrenner Destillateur
Schnapsbrennerei Destille
Schnarchkrampf Rhenchospasmus
Schnecke Gastropode
schneckenförmig spiral, spiralig
Schneckenhaus Cochlea
Schneckenkunde Konchyliologie
Schneckenpost Snail-Mail
Schneeblindheit Niphablepsie
Schneebrett Snowboard
Schneehütte Iglu
Schneeleopard Irbis
Schneemensch Yeti
Schneemobil Snowmobil
Schneesturm Blizzard, Buran, Pur
ga
Schneid Bravour, Courage
schneiden cutten
Schneider 'Tailleur, Tailor
Schneiderkostüm Tailormade
Schneiderkunst Haute Couture
Schneidezahn Inzisiv
schneidig bravourös, couragiert,
fesch
schnell I. 1. fix, rapid, rasant. 2. alle
schmücken
gro, celer, celere, con fuoco, presto,
veloce, vite. II. dalli
schneller più allegro
Schnellgericht Fast Food
Schnellgetränk Instantgetränk
Schnelligkeit Karacho, Rapidität,
Rasanz, Tempo
Schnellimbiss Fast Food
Schnellkaffee Espresso, Express
kaffee
Schnellwaage Biquet
Schnellzug Express, Intercity, In
tercityexpress
schnittig rasant
Schnittigkeit Rasanz
Schnittmeister Cutter
Schnittmeisterin Cutterin
Schnittpunkt 'Pol
Schnittstelle Interface, 2Port, SCSI
Schnitzer Blunder, Lapsus
Schnupfen Katarrh, Koryza, Rhini
tis
Schnupfenmittel Errhinum
Schnupftabakdose Tabatière
Schnur Kordel, Soutache
Schokoladenüberzug Kuvertüre
Schöllkraut Chelidonium
Schöllkrautvergiftung Chelidonismus
schönfärben romantisieren
Schöngeist Ästhet, Beiesprit
schöngeistig ästhetisch, belletris
tisch
Schönheit Beauté
Schönheitsfarm Beautyfarm
Schönheitsmittel Kosmetikum
Schönheitspflästerchen
Mouche
Schönheitspflege Kosmetik
Schönheitspflegemittel Kosmeti
kum
Schönheitssalon
Beautycenter,
Kosmetiksalon
Schonkost Diät
Schönling Beau
Schönrednerei Schmus
schönrednerisch rhetorisch
Schönschreibkunst Kalligrafie
schöntun schmusen
Schonung Indulgenz
Schöpfer Kreator
schöpferisch genialisch, kreativ,
produktiv
Schöpferkraft Kreativität
Schöpfung Kreation
Schöpfungsgeschichte Genesis
Schorf Crusta
Schornstein Kamin
Schornsteinaufsatz Deflektor
Schottenrock Kilt
schräg kursiv, transversal
Schrägstrich Backslash, Slash
Schranke Barriere
Schraubenalge Spirogyra
Schraubenbakterie Leptospire,
Spirille
Schraubenbaum Pandane
schraubenförmig spiralig
Schraubenlinie Spirale
1516
Schraubenziege
Schraubenziege Markhor
Schreck Pavor
Schreckensfahrt Horrortrip
Schreckensherrschaft Terror,
Terrorismus
Schreckensnachricht Hiobsbot
schaft, Tatarennachricht
schreckensstarr kataplektisch
Schreckgestalt Popanz
Schrecklähmung Kataplexie
schrecklich infernalisch, medu-
Konversion,
Novation
Schuldverschreibung
Bond, Obli
Schuldverschreibungen Agiopa
Gra-
fo...
-Schreiber ...graf
Schreiberling Skribent, Skribifax
Schreibfehler Lapsus Calami
Schreibkrampf Cheirospasmus,
Grafospasmus, Mogigrafie
SchreibschrankSekretär
Schreibtafel Agenda
Schreibung Graphie
Schreibwarenhandlung Papeterie
Schreibweise 1. Graphie. 2. Stil
Schreibwut Graphomanie
Schriftenbündel Konvolut
Schriftführer Korrespondent, Pro
tokollant, Sekretär
Schriftgutablage Registratur
Schriftsatzgestaltung Typo
grafie
Schriftsatzinventar Font
Schriftsetzer Typograf
Schriftsprache Standardsprache
Schriftstelle Passus
SchriftstellerLiterat, Literator
schriftstellerisch literarisch
Schriftstück Dokument, Paper,
Skript
Schrifttum Literatur
Schriftverkehr Korrespondenz
Schriftwechsel Korrespondenz
Schriftzeichen Graph
Schriftzug Duktus
schritt-, Schritt-podo..., Podo...
Schrittmacher 1. Pacemaker.
2. Avantgardist
Passo
meter, Pedometer, Podometer
schrittweise graduell, methodisch,
sukzessive
SchrittzählerHodometer, Passome
ter, Pedometer, Podometer
schroff brüsk
Schröpfen Hämospasie
Schrulle Marotte, Spleen, Tick
schrullig spleenig
schrumpfend szirrhös, zirrhotisch
Schrumpf niere Nephrosklerose
Schrumpfung Kontraktion, Retrak
tion, Zirrhose
Schrunde Rhagade
schüchtern genant
Schuft Halunke, Kanaille, 'Patron
schuften malochen, roboten
Schuld 1. Culpa. 2. Debet
Schuldabschreibung Amortisati
on
Schrittmesser Hodometer,
Interzession
Schuldumwandlung
gation, Promesse
sisch, terribel
Schreckstarre Kataplexie
schreib-. Schreib-grafo...,
Schuldabtragung Amortisation
Schuldbefreiung Exkulpation
Schulden Passiva
Schuldendeckel Plafond
schuldlos extra culpam
Schuldner Debitor, Restant
Schuldübernahme Expromission,
piere, Fonds
Schülerheim Alumnat, Internat
Schulhausmeister Pedell
Schulleiter Rektor
Schulnote Zensur
Schulsaal Aula
Schultergelenkentzündung
Omarthritis
Schultergicht Omagra
Schulterschmerz Omalgie
Schulterstück Epaulett
Schultertuch Fichu
Schulverweisung Relegation
Schund Schofel, Tinnef, Trash
Schundliteratur Pulpfiction
schuppen-, Schuppen-lepido...,
Lepido...
Schuppenflechte Psoriasis
Schuppenkunde Lepidologie
Schuppenwurz Lathraea
Schürfkübelbagger Dragline
Schurke Bandit, Halunke, Kanail
le
Schüssel Terrine
Schussseide Tramette
Schüttelkrampf Klonus,
Konvulsi
on, Myoklonie
Schüttellähmung
Parkinsonkrank-
heit
1. Protektion. 2. Bodyguard,
Eskorte
Schutzanzug "Kombination, Over
all, Skaphander
Schutzbau Bunker
Schutzdach Baldachin, Markise
schützen präservieren, protegieren
Schutzfärbung Mimikry
Schutzgebiet 1. Protektorat. 2. Re
servat, Reservation
Schutzgeist Genius
Schutzgeleit Eskorte
Schutzheilige Patrona, Patronin
Schutzheiliger 'Patron
Schutzherr'Patron, Protektor
Schutzherrin Patronin
Schutzherrschaft Patronat, Pro
tektorat
Schutzhülle Etui, Futteral, Kassette
Schutzhütte Refuge
Schutzimpfung Vakzination
Schützling Protégé
Schutzmann Gendarm, Polizist
Schutzmarke Signet, Trademark
Schutzüberzug Coating
Schutzverband Bandage
Schutzzoll Prohibitivzoll
Schutz
1. adynamisch, asthenisch,
insuffizient. 2. fioco, piano
Schwäche 1. Asthenie, Insuffizienz,
Labilität, Parese. 2. Faible
Schwächeanfall Kollaps
schwächen paralysieren
schwächlich asthenisch
Schwächlichkeit Asthenie
Schwachsichtigkeit Amblyopie
Schwachsinniger Kretin
schwachstimmig mikrofonisch
Schwamm Spongia
schwammähnlich fungoid
schwammartig spongiös
Schwämme Parazoa
schwammförmig spongiform
Schwammgeschwulst Fungus
schwammig fungös, kavernös, la
kunär
Schwammkunde Spongiologie
schwanger gravid
Schwangere Gravida
Schwangerschaft Gravidität
Schwangerschaftsstörung Ges
tose
schwach
Schwangerschaftsunterbre
chung Interruption
Schwangerschaftsverhütung
Antikonzeption
Schwank Burleske, Farce
schwanken fluktuieren
schwankend fluktuös, labil,
oszillatorisch, variabel
Schwankung Fluktuation
Schwanz 1. Cauda. 2. Coda. 3. Pe
nis
Schwarm 'Pulk
Schwärmer Ekstatiker, Enthusiast,
Fantast, Orgiast
Schwärmerei Enthusiasmus, Fan
tasterei
schwärmerisch ekstatisch, enthusi
astisch, fantastisch, mystizistisch
Schwarzerde Tschernosem
Schwarzseher Defätist, Pessimist
Schwarzseherei Defätismus, Pessi
mismus
schwarzseherisch defätistisch,
pessimistisch
schwatzen fabulieren, räsonieren,
salbadern, schmusen, schwadronie
ren
Schwätzer Fabulant, Räsoneur, Sal
bader, Scharlatan, Schwadroneur
schwebend pendent
Schwefel Sulfur
schwefel-, Schwefel-thio...,
Thio...
Schwefelfarbstoff Thionalfarb-
stoff
Schwefelkies Pyrit
Schwefelkohlenstoff ver giftung Sulfokarbonismus
Schwefel Wasserstoff Vergif
tung Sulfohydrogenismus
schweflig mefitisch
Schweifsäge Dekupiersäge
Schweifstern Komet
Schweigen Silentium
1517
Schweinerei Cochonnerie
Schweinerotlauf Erysipeloid
Schweiß Sudor
schweiß-, Schweiß- hidro...,
seitlich
Schwindelanfall
go
Schwindelei
Hi-
dro...
Diaphorese, Hyperhidrose, Kakidrose, Suda
tion, Transpiration
Schweißausscheidung Hidrose
Schweißbildung Hidrose
Schweißbläschen Miliaria
Schweißdrüsenentzündung Hi
dradenitis
Schweißdrüsengeschwulst Hidradenom
schweißtreibend diaphoretisch,
hidrotisch, sudorifer
schweizerisch helvetisch
Schwelgas Hydrokarbongas
Schwelger Lukullus, Sybarit
Schwelgerei Sybaritismus
schwelgerisch lukullisch, sybaritisch
schwellfähig erektil
Schwellung Tumeszenz
schwer grave
schwer-. Schwer- bary..., Bary...
Schwerarbeit Maloche
Schwerarbeiter Kuli, Roboter
schwerbeschädigt invalid
Schwerbeschädigter Invalide
schwerfällig 1. phlegmatisch. 2.pe
sante
Schwerfälligkeit Phlegma
Schwerhörigkeit Dysakusis, Hypakusie
Schwerkraft Gravitation
Schwermut 1. Depression, Elegie,
Melancholie, Tristesse. 2. Athymie,
Dyskolie
schwermütig 1. depressiv, depri
miert, elegisch, hypochondrisch,
melancholisch. 2. athymisch
Schwerpunkt Akzent, Baryzentrum
Schwerpunktbildung Zentrierung
Schwerspat Baryt
Schwertlilie Iris
Schwerverbrecher Gangster, Ra
cketeer
schwerwiegend fundamental, gra
vierend
schwesterlich sororal
Schwesternheirat Sororat
Schwiele Kallus, Tylom
schwielig kallös, tylotisch
schwierig diffizil, kompliziert, kri
tisch, prekär, problematisch, spinös,
subtil
Schwierigkeit 1. Bredouille, Crux,
Diffizilität, Komplikation, Problem,
Problematik, Subtilität. 2. Aporem
Schwierigkeiten Sperenzchen
Schwimmaufbereitung Flotation
Schwimmbecken 'Pool, Swim
mingpool
Schwimmhaut Pterygium
Schwimmweste Livejacket, Livevest
Schweißabsonderung
Skotodinie, Verti
Alfanzerei, Scharlata
nerie
schwindeln alfanzen, fabulieren
schwinden atrophieren, rarefizieren
Schwindler Fabulant, Scharlatan
schwindlig 1. blümerant. 2.vertigi-
nös
Schwindsucht
Phthise, Tuberkulo
se
phthisisch, tabisch, tuberkulös
schwingen oszillieren, vibrieren
schwingend oszillatorisch
Schwinglaut Vibrant
Schwingung Oszillation, Undulati
on, Vibration
Schwingungsdauer Periode
Schwingungserzeuger Oszillator,
Vibrator
Schwingungsweite Amplitude
Schwingungszahl Frequenz
Schwitzbad 1. Sauna. 2. Sudatorium
Schwitzbläschen Hidroa
schwitzen transpirieren
Schwitzen Diaphorese, Sudation,
Transpiration
Schwulst Bombast
schwülstig barock, bombastisch
Schwulststil Euphuismus
Schwund 1. Fading. 2. Atrophie,
Usur
Schwung 1. Drive, Dynamik, Elan,
Impetus, Pep, Vehemenz, Verve.
2. Brio
Schwungkraft Impetus
schwungvoll 1. dynamisch, vehe
ment. 2. swinging
Schwurgericht Jury
sechs-. Sechs- hexa..., Hexa...
Sechseck Hexagon, Sexagon
sechseckig hexagonal
sechsflächig hexaedrisch
Sechsflächner Hexaeder
Sechsfüßer Hexapode
Sechspolröhre Hexode
Sechsstern Hexagramm
Sechstagerennen Six Days
sechsteilig hexamer
sechswinklig hexangulär
sechszählig hexamer, hexaploid
Seebärenfell Seal
Seebarsch Loup de Mer
Seegurke Holothurie
Seeigel Echinus
Seekrankheit Kinetose, Nausea
Seele Anima, Atman, Psyche
seelenähnlich psychoid
seelenartig psychoid
Seelenleben Psyche
Seelenmesse Requiem
Seelenruhe Ataraxie, Tranquillität
Seelenwanderung Metempsychose
Seelilie Krinoide
seelisch psychisch
Seelsorge Cura, Pastoration
seelsorgerisch pastoral
schwindsüchtig
Seemann 'Mariner, Matrose, Sailor
Seemannslied Shanty
Seenkunde Limnologie
Seepferdchen Hippocampus
Seeräuber Flibustier, "Kaper, Kor
sar, Pirat
Seeräuberei Piraterie
Seeräuberschiff Korsar
Seerose Lotos, Nymphäa
Seeschaden Average, Havarie
Seeschadensberechnung Dispa
che
Seeschlacht Naumachie
Seestern Asteroid
Seeungeheuer Hydra
Seewalze Holothurie
Seewesen Marine
Seewolf Katfisch
Segelausrüstung Takelage
Segelbootfahrt Törn
Segeljachtkapitän Skipper
Segeltuch Persenning
Segeltuchranzen Tornister
Segen Benediktion
Segensspruch Eulogie
segnen benedeien, benedizieren
Segnung Benediktion
Seher Prophet
Sehergabe Divination
Seherin Sibylle
seherisch divinatorisch, prophe
tisch
Seherkunst Mantik
Sehkraftbestimmung Optometrie
Sehloch Pupille
Sehnendurchtrennung Aponeu-
rotomie, Tenotomie
Sehnenentzündung
Desmitis,
Tendinitis
Sehnenscheidenentzündung
Tendovaginitis
Sehnenschmerz
Desmalgie, Tenal-
gie
Sehnerv Optikus
Sehnervschwund Optikusatrophie
sehnig nervig
Sehschärfe Visus
Sehschwäche Asthenopie, Kopio-
pie
Sehstörung Dysopsie, Parablepsie
Sehweise Optik
seicht trivial
Seichtheit Trivialität
Seifenoper Daily Soap, Soapopera
seihen kolieren
Seiltänzer Äquilibrist
Sein 1. Existenz. 2. Ens, Esse, Usie
Seinslehre Ontologie
Seite 1. Pagina. 2. "Page
Seitenansicht Profil
Seitenaustausch Paging
seitenfrüchtig pleurokarp
Seitengewehr Bajonett
Seitenlaut Lateral
Seitenschmerz Pleurodynie
Seitensprung Eskapade
Seitenstechen Pleurodynie
Seitenverlagerung Paging
seitlich kollateral, lateral
1518
seitwärts
seitwärts lateral
selbst in persona, personaliter
selbst-. Selbst- auto..., Auto...;
idio..., Idio...
Selbstanbetung Idiolatrie
Selbstansteckung Autoinfektion
Selbstauflösung Autolyse
Selbstbedienung Free Flow, Self
service
Selbstbeeinflussung
Autosugges
tion
Selbstbefriedigung
Ipsation, Mas
turbation, Onanie
Selbstbefruchtung Autogamie
Selbstbeobachtung Introspekti
on
selbstbestäubend kleistogam
Selbstbestäubung Kleistogamie
Selbstbestimmung Autotelie
Selbstbeurteilung Autokritik
selbstbeweglich automobil
selbstbezogen autistisch, egoman,
egozentrisch, narzisstisch, zentrovertiert
Selbstbezogenheit Autismus,
Egozentrik, Narzissmus
Selbstbildnis Autoporträt
Selbsteinredung Autosuggestion
selbstentzündlich pyrophor
Selbsterkenntnis Autognosie, Heautognomie
Selbsterniedrigung Canossa
selbstgefällig prätentiös, süffisant
Selbstgefälligkeit Süffisanz
selbstgerecht pharisäisch
Selbstgerechtigkeit Pharisäismus
Selbstgesetzgebung Heautonomie
Selbstgespräch Monolog
Selbstheilung Autotherapie
selbstherrlich autokratisch, cäsarisch
Selbstherrschaft Autarchie, Auto
kratie
Selbstherrscher Autarch, Auto
krat
Selbstladepistole Parabellum
Selbstlaut Vokal
selbstlautend vokalisch
Selbstliebe 1. Autoerotik, Autophilie. 2. Narzissmus
selbstlos altruistisch, idealistisch
Selbstlosigkeit Altruismus, Idea
lismus
Selbstmord Suizid
Selbstmörder Suizidant
Selbstmordgefahr Suizidrisiko
Selbstmordvorbeugung Suizid
prophylaxe
Selbstreizung Autostimulation
selbstständig 1. emanzipiert, origi
när. 2. autark, autonom, essenziell,
idiopathisch
Selbstständigkeit 1. Originalität.
2. Autarkie, Autonomie
Selbststeuerung 1. Automatik.
2. Automatismus
Selbstsucht Egoismus
selbstsüchtig egoistisch
autodynamisch, auto
gen, automatisch
Selbsttäuschung Illusion
Selbsttötung Suizid
Selbstüberhebung Hybris
Selbstüberschätzung Megaloma
nie
Selbstunsicherheit Psychasthénie
Selbsturteil Autostereotyp
Selbstvergiftung Autointoxikation
Selbstvergötterung Autotheis
mus, Idiolatrie
Selbstverliebtheit 1. Autoerotik.
2. Narzissmus
selbstverständlich eo ipso, logisch
Selbstverteidigung Ju-Jutsu
Selbstverwaltung Autonomie,
Selfgovernment
selbstwirkend autodynamisch, au
tonom
selbstzufrieden saturiert
Seligsprechung Beatifikation
selten rar, singulär, sporadisch
Seltenheit Rarissimum, Rarität,
Rarum, Singularität
seltsam grotesk, komisch, kurios
Sendbote Kurier
Sendefolge Programm
Sendestelle Station
Sendevorrichtung Antenne
Sendschreiben Epistel
Sendung Mission
Senke Synklinale
senken abaissieren
Senkgrube Kloake, Latrine
Senkkasten Caisson
Senkniere Nephroptose
senkrecht perpendikulär, vertikal
Senkrechte Vertikale
Senkrechtstarter 1. Coleopter.
2. Shootingstar
Senkwaage Volumeter
Sennhütte Chalet
Seuche Epidemie, Pandemie
Seuchenkunde Epidemiologie
Sichaussprechen Expektoration
Sichelstock Harpolith
sicher 1. firm, positiv. 2. fermamente
Sicherheit Aplomb, Garantie, Sekurität
Sicherheiten Securitys
Sicherheitsfach Safe
Sicherheitsleistung 1. Garantie.
2. Kaution
sichern konsolidieren
Sicherung Konsolidation
Sicherungskopie Pick-up
Sicht 1. Perspektive. 2. Vista
sichtbar apparent
sichtbar-. Sichtbar- phanero...,
Phanero...
Sichtbarwerden 1. Manifestation.
2. Phanerose
sichten sortieren
Sichtvermerk Visum
Sichtwechsel Avistawechsel, Vista
wechsel
Sichzurechtmachen Toilette
Sichzurückziehen Rollback
selbsttätig
Sickerquelle Helokrene
Sickerstrahlung Leakage
Sickerverlust Leckage
Siebdruck Serigrafie, Silkscreen
sieben-. Sieben-hepta..., Hepta...
Siebeneck Heptagon
siebeneckig heptagonal
siebenflächig heptaedrisch
Siebenflächner Heptaeder
Siebenpolröhre Heptode
Siebentagefieber Denguefieber
Siebentönigkeit Heptatonik
Siechtum Morbosität
Siedler Kolonist
Siedlung Kolonie
Sieg Triumph, 2Viktoria
Siegel Petschaft, Stampiglie
Siegelabdruck Aposphragisma
Siegelkunde Sphragistik
Siegelstempel Petschaft
siegen triumphieren
Sieger Triumphator
Siegerliste Palmarès
Siegesbeute Trophäe
Siegesfreude Triumph
Siegeszeichen Trophäe
sieh da voilà
Signalhorn Clairon
Silbenverschmelzung Haplologie,
Synalöphe
Silber Argentum
Silberbarren Ingot
Silberbaumgewächse Macadamia
Silberblatt Lunaria
Silberfarbe Argentine
silberfarben argentin
Silberglanz Akanthit, Argentit
Silberlöwe Puma
Silberwurz Dryas
singbar kantabel
Singbarkeit Kantabilität
singend cantando
Singstimme Voce
Singweise Melodie
sinken deszendieren
Sinn Logos, Tenor
Sinnbild Allegorie, Symbol
Sinnbildgehalt Allegorik, Symbolik
sinnbildlich allegorisch, emblema-
tisch, parabolisch, symbolisch
Sinnesart Mentalität
Sinneseindruck 1. Impression.
2. Engramm
l.Fata Morga
na, Halluzination, Phantasma. 2.Pareidolie
Sinneswahrnehmung Sensation
Sinngedicht Epigramm
Sinngehalt Symbolik
sinnlich 1. erotisch. 2. sensuell
Sinnlichkeit Erotik
sinnlos absurd
Sinnlosigkeit Absurdität
Sinnspruch Apophthegma, Gnome,
Sentenz
sinnverwandt synonym
sinnwidrig absurd, alogisch, para
dox
Sippe Familie
Sinnestäuschung
Spielplan
1519
Clique, Koterie, Misch
poche
Sitte Konvention, Manier, 'Mode,
Moral, Usus
Sittenlehre Ethik, Moral
Sittenlehrer Moralist
Sittenrichter Moralist
sittenstreng moralisch, puritanisch
sittlich ethisch, moralisch
Sittlichkeit Moral, Moralität
Sitzbecken Bidet
Sitzbuckel Kyphose
Sitzstreik Sit-in
Sitzung Konferenz, ‘Session
Sitzungsbericht Protokoll
Sitzungsperiode ‘Session
Skandalgeschichte Chronique
scandaleuse
so sic
Sockel Piédestal, Plinthe, Postament
Sodbrennen Pyrosis
sofort 1. a tempo, prompt, stante pe
de. 2. subito
Sohn Filius
Soldatenkrankenhaus Lazarett
Söldner Legionär
Söldnertruppe Legion
Soll Norm
Söller Altan
Sollseite Debet
Solotänzer Ballerino
Solotänzerin Ballerina
Sommerbühne Arena
Sommerflieder Buddleia
Sommerhaus Bungalow, Datscha
Sommersprossen Epheliden
Sommerwurz Orobanche
Sonder- Separat...
sonderbar komisch, kurios, skurril
Sonderbarkeit Kuriosität, Skurrili
tät
Sonderdruck Separatum
Sonderling Original, Unikum
sondern differenzieren, sortieren,
spezialisieren
Sonderrecht Privileg, Reservat
Sondersendung Special
Sondersprache Argot, Jargon
Sonderung Differenzierung
Sondervereinbarung Klausel
Sondervergütung Bonus, Gratifi
kation
Sonderzubehör ‘Extra
sonnen-, Sonnen- helio..., Helio...;
solar.... Solar...
Sonnendach 'Markise
Sonneneinstrahlung Insolation
Sonnenfinsternis Eklipse
Sonnenhut Rudbeckia
Sonnenkraft Solarenergie
Sonnenkraftanlage Solarfarm
Sonnenlichtbehandlung Helio
therapie
sonnenliebend heliophil
sonnenmeidend heliophob
Sonnenstich Astrabolismus, Inso
lation
Sonnenstrahlungsmesser Pyrhe
liometer, Solarimeter
Sippschaft
Sonnentau Drosera
Sonnenwende Solstitium
Sonntag Dominica
Sorge Cura
Sorgfalt Akkuratesse, Akribie,
Exaktheit, Penibilität
akkurat, akribisch, exakt,
penibel, proper
sorglos negligeant
Sorglosigkeit Negligenz, Sekurität
sorgsam minuziös
Sorte 1. Kaliber. 2. Spezies
Soßengießer Sauciere
Soßengrundlage Coulis
Soßenkoch Saucier
Soßenschüssel Sauciere
sozusagen quasi
Spähtrupp Patrouille
Spalierbaum Kordon
Spalt Fissur, Hiatus
spaltbar fissil
Spaltbarkeit Fissilität
Spalte Kolumne, Rubrik, Sparte
spaltend dissecans
Spaltpilz Bakterie
Spaltung 1. Desintegration, Dissek
tion. 2. Diszission
Spaltungsgestein Schizolith
Spaltungsirresein Schizophrenie
Spaltzunge Glossoschisis
Spange Agraffe, Brosche
spannbar elastisch
Spanne Marge
spannend dramatisch
Spannkraft Elastizität, Energie
Spannmuskel Tensor
Spannung 1. Dramatik. 2.Tension
Spannungsirresein Katatonie
Spannungsmessgerät Elektrody
namometer, Elektrometer, Voltme
ter
Spannungsstoß Impuls
Spannungsveränderung Trans
formation
Spannungswandler Transforma
tor
Spargel Asparagus
Spargelkohl Brokkoli
sparsam ökonomisch, rationell
Spaß 'Fez, Gaudium, Jokus, Jux,
Pläsier
spaßhaft 1. komisch. 2.giocoso
spaßig humoristisch, komisch, ku
rios
Spaßmacher Clown, Harlekin, Ha
selant, Humorist, Komiker
Spaßmacherei Clownerie, Harlekinade
später a posteriori
Spätgeborener Postumus
Spätveranstaltung Late-NightShow
spazieren flanieren, promenieren
Spaziergang Promenade
Spazierweg Paseo, Promenade
Speckstein Steatit, ‘Talk
Speichel-, Speichel- sialo..., Sia
lo...
sorgfältig
Speicheldrüsenentzündung
Sia
ladenitis
Akkumulator, Depot, Ent
repot, Magazin, Reservoir, Silo
Speicherbild Hologramm
speichern akkumulieren, deponie
ren, magazinieren
Speicherplatte CD-ROM, DVD,
WORM
Speicherscheibe Diskette
Speicherung Akkumulation, Depo
nierung
Speicherungskrankheit Thesau
rismose
Speicherungsvermögen Kapazi
tät
Speisedistel Artischocke
Speisegaststätte Lokal, Restau
rant, “Restauration
Speisekammer Pantry
speisen dinieren
Speisenfolge Menü
Speiseraum Kantine, Kasino
Speiseröhre Ösophagus
Speiseröhrenentzündung Öso
phagitis
Speiseröhrenschmerz Ösophagodynie
Speiseröhrenschnitt Ösophagoto
mie
Speisezutat Fourniture
Spelt Alaga
Spende Almosen, Obolus
Sperre Barriere, Barrikade, Blocka
de
sperren 1. arretieren, blockieren.
2. spationieren
Sperrfrist Karenzzeit
Sperrgürtel Cordon sanitaire
Sperrkette Kordon
Sperrvorrichtung Arretierung
Spiegelbild Eidolon
Spiegelfechterei Sophisterei
Spiegelfernrohr Reflektor
spiegeln reflektieren
spiegelungsgleich symmetrisch
Spiegelungsgleichheit Symme
trie
Spiel Game, Jeu
Spielart 1. Variante. 2. Varietät
Spielbank Kasino
Spielebene Level
Spieleinsatz Bête, Mise, Poule
Spielentscheidung Golden Goal,
Sudden Death
Spielergebnis Score
spielerisch leggiero, lusingando
Spielfeldbegrenzung Bande, Linie
Spielfilm Motionpicture, Movie
Spielfolge Programm
Spielführer Kapitän
Spielgeld Tessera
Spielgewinn Game
Spielleiter 1. Regisseur. 2. Anima
teur, Maître de Plaisir, Showmaster
Spielleitung Regie
Spielmarke Chip, 'Fiche, Jeton
Spielmünze Jeton
Spielplan Programm, Repertoire
Speicher
1520
Spielraum
Spielraum Marge, Toleranz
Spielrunde Partie
Spielsaal Kasino
Spielschau Gameshow
Spielstand Score
Spielstein Figur
Spielunterbrechung Time-out
Spießbürgerphilister
spießbürgerlich philiströs
spinnenähnlich arachnoid
Spinnenfingrigkeit Arachnodak
tylie
Spinnenkunde Arachnologie
Spinnentier Arachnoide
Spinnereiabfälle Dechet
spiralförmig helikoidisch
Spiralnebel Galaxie
spitz-, Spitz-akro..., Akro...
spitzbogig ogival
Spitzbube Filou, Ganove
Spitzbuckel Gibbus
Spitzel Agent, Konfident, Spion
spitzen-, Spitzen-2top..., Top...
Spitzenkönner Ass, Experte, Kory
phäe
Spitzenkrause Jabot
Spitzenleistung Rekord
Spitzenmodell Topmodell
Spitzenreiter Leader
Spitzensportlerchampion, Crack
Spitzenstar 1. Topstar. 2,Assoluta
spitzfi n d i g kasuistisch, rabulistisch,
scholastisch, sophistisch
Spitzfindigkeit Kasuistik, Rabulistik, Scholastizismus, Sophisterei,
Sophistik
Spitzharfe Arpanetta
Spitzkopf Akrozephale
spitzköpfig akrozephal
Spitzpf eiler Obelisk
Spitztürmchen Fiale
sporen-, Sporen-sporo..., Sporo...
Sporenbehälter Sporangium
Sporenpflanze Kryptogame
Sporentierchen Sporozoon
Sportkampfbahn Stadion
Sportkleidung Dress
Sportlehrer Coach, Trainer
sportlich sportiv
SportmannschaftCrew, Equipe,
Team
Sportpaddelboot Kajak, Kanadier
Sportrennschlitten Bob, Skeleton
Sportruderboot‘Gig, Skullboot
Sportruderer Skuller
Spott Ironie, Sarkasmus, Zynismus
Spottbild Karikatur
Spottgedicht Epigramm
spöttisch aristophanisch, ironisch,
juvenalisch, kaustisch, mokant, sar
kastisch, zynisch
Spottschrift Pasquill, Satire
sprach-. Sprach-glosso..., Glosso...
Sprache 1. Lingua. 2. Langue, ‘Pa
role
Spracheigenheit Idiotismus
Spracheigentümlichkeit Idiom
Sprachheilkunde Logopädie
sprachkundlich grammatikalisch
Sprachlehre Grammatik
Sprachlehrmittelsammlung Lin-
guathek
Sprachmittler Dolmetscher
sprachrichtig grammatisch
Sprachrohr Megafon
Sprachstörung Dysglossie, Lalopa-
thie, Logoneurose
Sprachverwirrtheit Schizophasie
Sprachwissenschaft Linguistik,
Philologie
Sprachwissenschaftler
Linguist,
Philologe
sprachwissenschaftlich
linguis
tisch, philologisch
sprech-, Sprech-phono..., Phono...
Sprechangst Phonophobie
Sprecheinheit Lalem
Sprecher Anchorman, Conféren
Staatenloser Apatride
Staatenzerfall Dismembration
staatlich ärarisch
staats-, Staats- national..., Natio
nal...
Staatsangehörigkeit Nationalität
Staatsarchiv Ärar
Staatsbürger Citoyen
Staatseinkünfte Finanzen
Staatsgebiet Territorium
Staatsgrundgesetzcharta, Kon
stitution
Staatsgut Domäne
Staatshaushaltsplan Budget, Etat
Staatskasse Fiskus
Staatskutsche Karosse
Staatsmann Politiker
Staatsschatz Ärar
StaatsstreichCoup de Force, Coup
Staatsvermögen
Ärar, Finanzen,
Juliusturm
Staatsvolk Nation
staatswirtschaftlich
kameralis
tisch
Staatswirtschaftslehre
Rap, Rezitativ
Kamera
lien
Para
phasie
Sprechstunde Ordination
Sprechunfähigkeit Alalie
Sprengel Parochie
sprengend brisant
Sprenggeschoss Granate,
Föderation
d’État
cier, Diseur, Moderator
Sprechfehler Lapsus Linguae
Sprechfunk Telefonie
Sprechfunkgerät Walkie-Talkie
Sprechfurcht Lalophobie
Sprechgesang Accentus, Parlando,
Sprechkunde Laletik
Sprechkunst Rhetorik
Sprechstörung Dysphasie,
Entente,
Staatenbündnis Allianz,
Kartät
sche, Schrapnell
Sprengkörper Bombe, Granate,
‘Mine
Sprengkraft Brisanz
sprenkeln jaspieren
Sprichwort Adagium, Parömie,
Proverb
Sprichwortkunde Parömiologie
sprichwörtlich proverbial
springen jumpen
Springkraut Impatiens
Springquelle Geysir
Springschwanz Kollembole
Spritzer Dash
spritzig humoresk
Spritzkuchen Echaudé
Sprosspilz Blastomyzet
Sprossscheide Koleoptile
Spruchband Transparent
Sprühbild Graffito
Sprühmittel Spray
Sprühnebel Aerosol
Sprungbein Talus
Sprunggerät Trampolin
Sprungschanze Bakken
Spülapparat Irrigator
Spulwurm Askaris
Spurenelement Bioelement
Spurenkunde Trassologie
Spürsinn Flair
Staatenbund Konföderation, Uni
on
Staatswissenschaft Kameralien
staatswissenschaftlich kamera
listisch
Staatszugehörigkeit Nationali
tät
Staatszuschuss Subvention
Stab Kommando
stabförmig rhabdoidisch
Stabreim Alliteration
Stabsichtigkeit Astigmatismus
stachel-, Stachel-echino..., Echi
no...
Stachelhäuter Echinoderme
Stadtadel Patriziat
Städtebauforschung Urbanistik
Städtepartnerschaft Jumelage
städtisch urban
Stadtmitte City, Zentrum
Stadtregion Conurbation
Stadtrundfahrt Sightseeingtour
Stadtstreicher Berber, Clochard
Stadtverwaltung Magistrat
Stadtviertel Quartier
Stadtzentrum City
Stahlblock Ingot
Stahleinlagen Armierung
Stahlkammer Tresor
Stahlschrank Tresor
Stahlseil Trosse
Stahlstich Gravüre
Stammbaum Pedigree
Stammeln Dysarthrie, Dyslalie,
Psellismus. Traulismus
Stammes-, Stammes- phylo...,
Phylo...
Stammesbewusstsein
Tribalis
mus
Stammesentwicklung
Phylogene
se
Stammesgeschichte
Phylogenese
stillstehen
1521
anzestral,
phylogenetisch
Stammgast Habitué
stämmig robust
Stammwort Etymon
Stammzelle Hämoblast
stampfen pilieren
Stampfer Pistill
Stand Level, Niveau, Situation, Sta
dium, Status
Standbild Statue
standbildhaft statuarisch
Ständchen Serenade
Ständer Stellage
Standesbewusstsein Esprit de
Corps, Korpsgeist
Standesbezeichnung Titel
Standeshochmut Korpsgeist
standfest stabil
Standfestigkeit Stabilität
ständig chronisch, habituell, in Per
manenz, konstant, permanent
Standort 1. Position. 2. Habitat.
3. Kaserne
Standortrasse Ökotyp
Standpunkt Position
Standseilbahn Cablecar
Stangenweißbrot Baguette
Stapelplatz Entrepot
Stapelspeicher Stack
stark 1. herkulisch, intensiv, massiv,
robust. 2. emphatisch. 3. crassus.
4. forte, vigoroso
-stark ...intensiv
Stärke 1. Intensität, Massivität, Po
wer. 2. Amylum, Glykogen
stärkeähnlich amyloid
stärken fortifizieren, tonisieren
stärkend analeptisch, tonisch
stärker più forte
Stärkungsmittel Roborans, Toni
kum
starr kataplektisch, rigid
Starre Kataplexie, Rigidität
Starrkrampf Katalepsie, Tetanie
starrkrampfartig tetanisch
starrsinnig obstinat
Start Take-off
Startansage Countdown
Startbahn Piste, Runway
Startschleuder Katapult
Statthalter Generalgouverneur,
Gouverneur, Prokonsul, Prokurator
stattlich junonisch, repräsentabel,
statiös
Staubbesen Mopp
Staubfaden Filament
Staubkrankheit Koniose
Staublunge Pneumokoniose
Staublungenerkrankung Silikatose, Silikose
stauen, sich: stagnieren
Stauung 1. Stagnation. 2. Stase
Stechapfel Datura
Stecher Graveur
Stechheber Pipette
Stechpalme Ilex
Steckenpferd Hobby
Stecknadel Pin
stammesgeschichtlich
Stegreifkünstler Improvisator
Stegreifrede Extempore
Stegreifschöpfung Improvisation
Stegreifspiel Extempore. Improvi
sation
stehen stagnieren
Stehltrieb Kleptomanie
Stehunfähigkeit Astasie
steif 1. zeremoniell, zeremoniös.
2. ri
gid
Steifleinen Bougram
steigern forcieren, intensivieren,
po
tenzieren
steigern, sich: eskalieren
Steigerung 1. Eskalation,
Progressi
on. 2. Gradation, Klimax
Steilfeuergeschütz Haubitze
Stein Lapis
stein-, Stein- litho..., Litho...; petro..., Petro...
-stein ...lith
Steinanbetung Litholatrie
steinbildend lithogen
Steinbrech Saxifraga
Steinbrechgewächse Saxifraga
zeen
Steindruck Lithografie
Steindruckpapier Chromopapier
Steinkohlenzeit Karbon
Steinsalz Halit
Steinsarg Sarkophag
Steinschleuder Katapult
Steinschneidekunst Glyptik, Lithoglyptik
Steinschneider Graveur
Steinwüste Hammada
Steinzeichner Lithograf
Steinzeichnung Lithografie
Steißbeinschmerzen Kokzygodynie
Stelldichein Date, Rendezvous
Stelle Job, Passus, Position
stellen situieren, stationieren
Stellenwechsel Jobhopping
Stellprobe Arrangierprobe
Stellung 1. Funktion, Konstellation,
Position, Status. 2. Job. 3. Pose, Po
situr. 4. Situation
Stellungnahme Kommentar, Vo
tum
stellungsmäßig positionell
stellvertretend 1. kommissarisch.
2. repräsentativ
Stellvertreter Vize
Stellvertretung Repräsentation
Stempel Patrize, Stampiglie
Stempelaufdruck Stampiglie
Stempelschneider Medailleur
Steppdecke 2Kolter
steppenhaft pontisch
Steppenkerze Eremurus
Steppenmurmeltier Bobak
Sterbeforschung Thanatologie
Sterbehilfe Euthanasie
sterbend moribund
Sterblichkeit Letalität, Mortalität
Sterblichkeitsziffer Letalität,
Mortalität
stern-, Stern- astro..., Astro...
sternähnlich asterisch
Sternbeschreibung Astrografie
Sternchen Asteriskus
Sterndeuter Astrologe
Sterndeutung Astrologie
Sternenbanner Stars and Stripes
Sternfahrt Rallye
Sternforscher Astronom
Sternfrucht 2Karambole
Sternfunkeln Szintillation
Sternkunde Astronomie
sternkundlich astronomisch
Sternschnuppe Meteorit
Sternumlauf Apokatasteris
Sternverehrung Astrolatrie
Sternwarte Observatorium, Plane
tarium
konstant, kontinuierlich, per
manent
Stetigkeit Konstanz, Kontinuität
Steuer 1. Akzise, Tribut. 2. Volant
Steuergemeinde Katastralgemein
de
Steuerhebel Joystick
steuern manipulieren
steuernd regulatorisch
steuerpflichtig zensual
Steuerschalter Kontroller
Steuerungseinheit Mikrocontrol
ler
Steuerungstechnik Kybernetik
Steuerzuschlag Surtaxe
stichhaltig plausibel
Stichprobe Kontrolle, Sample
Stichwahl Ballotage
Stichwort Lemma, Lexem
Stichwortverzeichnis Index, Re
gister
Stickrahmen Tambur, Tamburin
Stickstoff Azote, Nitrogen
Stickstoff-, Stickstoff- azo...,
Azo...
stickstoffhaltig azotisch
Stiefmütterchen Pensee, Viola tri
color
Stielbrille Lorgnette, Lorgnon
Stier Toro
Stierkampf Corrida [de Toros], Tau
romachie, Tourada
Stierkämpfer Banderillero, Capea
dor, Espada, Matador, Toreador,
Torero
Stierkämpferin Torera
Stierkampftechnik Tauromachie
Stift 1. Konvikt. 2. Abtei
stiften dotieren
Stiftsdame Kanonisse
Stiftskirche 'Dom
Stiftsvorsteherin Domina
Stiftung Donation, Dotation, Fundation
Stil Diktion, Manier
still passiv
Stille Silentium
stillen laktieren
Stillen Laktation
Stillleben Nature morte
Stillstand Stagflation, Stagnation
stillstehen stagnieren
stetig
1522
stillstehend
stillstehend statisch
Stillunfähigkeit Agalaktie
stimm-, Stimm-phono..., Phono...
Stimmbildung Phonation
Stimmbildungslehrephonetik
Stimmbruch Mutation
Stimme 1. Vox. 2. Votum
stimmen 1. votieren. 2. harmonieren
Stimmenfang Canvassing
Stimmenmehrheit Majorität
Stimmenminderheit Minorität
Stimmheilkunde Phoniatrie
stimmlich vocale
Stimmlosigkeit Aphonie
Stimmrecht Suffragium
Stimmritze Glottis
Stimmritzenkrampf Laryngospas-
mus
Stimmritzenlaut Glottal
StimmschwächePhonasthenie
Stimmstörung Dysphonie
Stimmton Normalton
Stimmung Atmosphäre, Feeling,
Klima, Moral
Stimmungsgehalt Poesie
stimmungsvolllyrisch, roman
tisch
Stimmwechsel Mutation
stinkend fötid, mefitisch, pestilen-
2. Engorgement, Stase
StockwerkEtage
Stoff 1. Materie,
Substanz. 2. Hyle,
Substantia, Sujet
StoffbärTeddy
Stoffdach 'Markise
stofflich 1. materiell,
substanziell.
2.hylisch, material
Stofflichkeit Materialität, Substanzialität
Stoff wechsel Metabolismus
Störanfälligkeit Labilität
Storchschnabel 1. Geranie. 2. Pantograf
stören derangieren, genieren, irritie
ren, sabotieren
Störung 1. Derangement, 'Panne.
2. Interruption, Läsion
Stoß 1. Pulsion. 2. Kick
Stoßarbeit Kampagne
Stößel Pistill
Stottern Dysarthrie
Straf androhung Sanctio
strafbarkriminell
Straferlass Amnestie, Indulgenz
straffällig delinquent, kriminell
Straffälliger Delinquent, Kriminel
ler
nalität
Straffreiheit Amnestie
Sermon
Straf rede Philippika
Straf satz Bête
Strafstoß Penalty
Straftat Delikt
Strafverfolgung Prosekution
strahlen-, Strahlen-aktino...,
Radiothera
pie
Strahlenbrechung Refraktion
Strahlenbündel Aigrette
strahlenförmig aktinomorph, radi
Krimi
drakonisch,
katonisch, rigid, rigoros, sparta
nisch, strikt, strikte. 2. stringent
Strenge Punktualität, Rigorosität
strenggläubig orthodox
Streuungsmaß Quantil
Strich Linie
stricheln schraffieren
Strichelung Schraffur
Strichpunkt Semikolon
striegeln kardätschen
strittig aporematisch, disputabel,
Strohblumelmmortelle, Xeranthe-
mum
Szin
tillometer
Strahlenmessung Dosimetrie
Strahlenpilz Aktinomyzet
Strahlenpilzkrankheit Aktinomy
kose
strahlig radiär
Strahlstein Aktinolith
Strandvolleyball Beachvolleyball
Strandzone Litoral
StraßenbahnTram, Tramway
Straßenbuchhändler Bouquinist
Straßenfernsehen Street-TV
Straßenfußball Calcetto
Straßenkorbball Streetball
Straßenkrümmung Kurve
Straßenräuber Bandit
Straßensperre Barrikade
Straßenüberführung Fly-over
Straßenunterführung Subway
Streben Ambition
strebsam ambitioniert
streckbarduktil
Strecke Distanz, Linie, Tour, Trakt
Streckenabschnitt Etappe
Streckmittel Extender
Streckmuskel Extensor
Streckung Extension
Streckverband Extensionsverband
StreichCoup, Eskapade
streichen 1. elidieren. 2. canceln
Streife Patrouille
streifenförmig zonal
streifig lamellar
Streit 1. Differenz, Konflikt, Kontro
verse. 2. Zoff
Streitaxt Tomahawk
streitbarmilitant, polemisch
Streiterei Querele
Streitfrage Aporem, Kontroverse,
Quästion
Streitgegenstand Erisapfel
Streitgespräch Altercatio, Debat
te, Disput, Disputation
streitig kontrovers
Streitkräfte Armee
Streitpunkte Dissidien
Streitschrift Diatribe, Libell,
phlet
stre n g 1. disziplinarisch,
kontrovers
al, radiär
Strahlenkalke Shattercones
Strahlenkunde Radiologie
Strahlenmesser Dosimeter,
querulato
risch
Streublumenmuster2Millefleurs
Akti-
no...; radio..., Radio...
Strahlenbehandlung
streitsüchtig aggressiv,
StrenggläubigkeitOrthodoxie
StrangTrakt
zialisch
Stinknase Ozäna
StinktierSkunk
Stirnbein Frontale
Stirnreif Diadem
StirnseiteFassade, Front
StöckelschuheHigh Heels
stocken stagnieren
Stockung 1. Stagnation, Stopp.
Straffälligkeit Delinquenz,
Strafgericht Tribunal
Straf nachlass Amnestie
Strafpredigt Epistel, Reformande,
strohfarbenpaille
strohgelbpaille
Strohpuppe Popanz
Strolch Strizzi
Stromausfall Blackout
strömen pulsieren
Stromer Berber, Clochard,
Lumpa
zivagabundus, Vagabund
Stromerzeuger Dynamo, Genera
tor
Stromschnelle 'Katarakt
Stromspannung Volt
Stromspeichergerät Akkumulator
Stromstärke Ampere
Stro m stärke mes sge rät Ampere
meter, Elektrodynamometer
Strömung Tendenz, Trend
Strömungsgrenze Divergenz
Strömungslehre Hydrodynamik
Stromwender Kommutator
Strudelwurm Planarie, Turbellarie
Strumpfhalter Straps
Strumpfhosen Leggings, Panty
Stück Partie, Piece
Stuckarbeit Stuckatur
Stuckarbeiter Stuckateur
Stücklohn Akkordlohn
Stuckmarmor Scagliola
Stück werkTorso
Studentenblume Tagetes
Studentenverbindung Korporati
on, Korps
StudentenwohnheimBurse,
Studienfahrt Exkursion
Studiengenosse Kommilitone
Studienhalbjahr Semester
Studienkollege Kommilitone,
Konsemester
Studierzimmer Klause
Stufe 1. Etappe, Level, Niveau,
Pha
se. 2. Terrasse
stufen etagieren
Stufenfolge Gradation, Progressi
on
Stufenleiter Skala
stufenlosanalog
stufenweise 1. graduell,
Pam
In
ternat
stadial.
2. alla diritta, alla pezza
Stuhlentleerung Defäkation
Teilkraft
1523
Stuhlgang Egestion
Stuhlverstopfung Obstipation
Stummheit Aphrasie, Mutismus,
Mutität
stümperhaft dilettantisch
Stümperhaftigkeit Dilettantismus
Stumpfheit Anoia
stumpfsinnig 1. stupid. 2. torpid
Stumpfsinnigkeit 1. Stupidität.
2. Torpidität
stunden prolongieren
Stundenbuch Horarium
Stundengebet Brevier
Stundenhotel Erotel
Stundung 'Kredit, Moratorium,
Prolongation
Sturmhut Akonit
stürmisch 1. frenetisch, rapid, ra
sant, tumultuarisch, tumultuos, tur
bulent, vehement. 2. appassionato,
feroce, furioso, impetuoso, tumul
tuoso
Sturzquelle Rheokrene
stutzen kupieren
stützen, sich: basieren
Stutzer Beau, Dandy
Stützpunkt Basis
Stützverband Bandage
Suchbild Vexierbild
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Sucht Manie
-sucht ...manie
-süchtig ...man
Sud Dekokt
südlich antiboreal, tropisch
Südpolargebiet Antarktis
Sumpfbiber ‘Nutria
Sumpffieber Helodes, Malaria
sumpfig 1. morastig. 2. limos
Sumpfland Morast
Sumpflilien Helobiae
Sumpfpflanze Helophyt
Sumpfquelle Helokrene
Sumpfschraube Vallisneria
Sündenbekenntnis Confessio,
Confiteor, Konfession
Sündenvergebung Absolution
Suppenschildkröte Chelonia
Suppenschüssel Terrine
Surikate Erdmännchen
Surinamkirsche Pitanga
süß con dolcezza, dolce, doux
Süßgräser Gramineen
Süßwarenhersteller Konfiseur
Süßwasser- limno..., Limno...
Süßwasserkunde Limnologie
Süßweichsel Morelle
Süßwein Dessertwein
Tadel Kritik
tadellos picobello
tadeln kritisieren, monieren
Tafelgeschirr 'Service
Tafelland Plateau
täfeln kassettieren, paneelieren
Täfelung Paneel
Tafelwasser Tablewater
Tagblindheit Nyktalopie
Tagebuch Diarium, Journal
Tagegelder Diäten, Spesen
Tagesbericht Bulletin
Tagesereignisse Aktualitäten
Tagesordnung Programm
täglich diurnus, pro die, quotidian
Tagundnachtgleiche Äquinokti
um
Tagung
Konferenz, Kongress, Sym
posion
Takelwerk Armament, Takelage
Taktart Metrum
Taktlehre Metrik
taktlos indiskret
Taktlosigkeit Fauxpas, Indiskretion
Taktmaß Metrum
Taktmesser Metronom
Taktschlag Battuta
taktvoll dezent, diskret
Talgdrüsenabsonderung Sebum
Talgdrüsenentzündung Akne
Talgdrüsengeschwulst Atherom,
Steatom
Talgfluss Seborrhö
Tang Phäophyzee
Tänzer Ballerino
Tänzerin Ballerina, Balletteuse
Tanzfest Ball
Tanzfläche Dancefloor
Tanzkapelle Band
Tanzkunst Orchestik
Tanzlokal Disco, Diskothek
Tanzschritt Pas
Tanzveranstaltung Ball, Dancing,
Disco, Diskothek, Rave
Tanzwut Choreomanie, Tarantismus
Tapferkeit Bravour, Virtus
Tarnung Maskierung
Taschenbuch Paperback, Pocket
book, Vademekum
Eskamoteur, Mani
pulator
tastbar palpabel
Tastblindheit Astereognosie, Ste
reoagnosie
Tastenbrett Klaviatur, Tastatur
Tastsinn Tactus
Tastsinnlehre Haptik
Tastsinnstörung Parapsis
Tastuntersuchung Palpation
Tatbestand Fait accompli
Tateinheit Idealkonkurrenz
tatenlos inaktiv, passiv
Täterwille Animus Auctoris
Tatform ‘Aktiv
tätig aktiv, aktual
Tätigkeit 1. Actio, Aktion, Aktivität,
Funktion, Praxis. 2. Job
Tätigkeitsbereich 1. Ressort.
2. Praxis, Revier
Tätigkeitsdrang Aktionismus, Aktivismus, Aktivität
Tätigkeitsform 'Aktiv
Tätigkeitswort Verb
Taschenspieler
Tätigwerden Aktivität
Tatkraft Energie
tatkräftig energisch, resolut
Tatmehrheit Realkonkurrenz
Tatsache Fact, Fait accompli,
Fak
tum
Tatsachen Daten, Realien
Tatsachen- Dokumentar...
tatsächlich 1. effektiv, faktisch,
po
sitiv, praktisch, real, reell. 2. de
facto, en effet, in concreto, in praxi
Tatsächlichkeit Faktizität
Tatwaffe Instrumenta Sceleris
Tatwerkzeug Instrumenta Sceleris
Taubheit Anakusis, Kophosis
Taubnessel Lamium
Taubstummensprache Daktylologie
Taubstummheit Surdomutitas
Taufbecken Baptisterium
Taufstein Baptisterium
Taugenichts Lorbass
tauglich fit, probat, qualifiziert
Taupunkt Kondensationspunkt
Tausch Change, Exchange
täuschen bluffen, düpieren, mystifi
zieren, trompieren
täuschend delusorisch
Tauschgeschäft Kompensations
geschäft
Täuschung Bluff, Delusion, Finte,
Illusion, Mystifikation
Täuschungsversuch Manöver
Tausend Mille
Tausend- Myrio...
Tausendblatt Myriophyllum
tausendfach millenar
Tausendfüßer Myriopode
Tausendstel Promille
Teegemisch Spezies
Teepilz Kombucha
Teestaub Dust
Teestrauch Thea
Teestube Tearoom
teigartig pastos
teigig pastös
Teil Element, Fragment, Partie, Por
tion, Ration
teil-, Teil- mero..., Mero...; Parti
al...
Teilaufhebung Derogation
teilbar divisibel
Teilbereich Disziplin
Teilbetrag Tranche
-teilchen ...tron
Teilchenbeschleuniger Akzelera
tor, Bevatron, Kosmotron, Linac,
Synchrotron, Zyklotron
teilen diduzieren, dividieren, partie
ren
teilend partitiv
Teilgebiet Sektor
Teilhabe Partizipation
teilhaben partizipieren
Teilhaber Kompagnon, Partner, So
zius
-teilig ...mer
-teiligkeit ...merie
Teilkraft Komponente
1524
teilnahmslos
teilnahmslos apathisch,
indifferent,
lethargisch, passiv
Indifferentismus, Lethargie, Passivität
Teilschuldverschreibung Partial
obligation
Teilstrecke Etappe
Teilstück Segment
Teilung l.Diduktion, 'Division.
2. 'Fission, Splitting
teilweise partiell
Teilzeitarbeit Part-Time-Job
Teilzeitbeschäftigung Part-TimeJob
temperaturgleich isotherm
Tennisarm Epikondylitis
Tennisschläger 'Racket
Tennisspielfeld Centre-Court,
Court
Teppichwebekunst Stromatik
Terminmarkt Futuremarkt
Teufel Antichrist, Beelzebub, Dä
mon, Diable, Diabolus, Luzifer, Sa
tan, Urian
Teufelsanbetung Dämonolatrie
Teufelsaustreiber Exorzist
Teufelsaustreibung Exorzismus
Teufelskreis Circulus vitiosus
Teufelsverehrung Dämonolatrie,
Satanismus
teuflisch bestialisch, dämonisch,
diabolisch, infernalisch, luziferisch,
mephistophelisch, satanisch
Textabschnitt Kapitel, Passus
Textbuch Libretto
Texteinschaltung Interpolation
Textlücke Lakune
Textstelle Passus
Theaterleiter Intendant, Prinzipal
Theaterspielzeit Saison
Theaterstück Piece
Thronerhebung Inthronisation
Thronfolge Sukzession
Thronhimmel Baldachin
tief profund
Tief Depression
Tiefdruckgebiet Depression, Zy
klone
Tiefe Profundität
tiefen-, Tiefen-batho..., Batho...;
bathy..., Bathy...
Tiefenfurcht Bathophobie
Tiefengestein Intrusivgestein, plutonisches Gestein, Plutonit
Tiefengesteinskörper Pluton
Tiefengesteinsmassiv Pluton
Tiefenmesser Bathometer, Echolot
Tiefenmessung Bathometrie
Tiefenvulkanismus Plutonismus
Tiefgeschoss Basement
tiefgründig profund
Tiefkühltruhe Deepfreezer
Tiefparterre Souterrain
Tiefsee Bathysphäre
Tiefseeforscher Aquanaut
Tiefseeforschung Bathygrafie
tiefseekundlich bathygrafisch
Tiefseelot Bathometer
Tiefseetauchgerät Bathyscaphe
Teilnahmslosigkeit Apathie,
Tiefstwert Extremwert, Minimum
Tieftonlautsprecher Subwoofer,
Woofer
tier-, Tier- zoo..., Zoo...
Tierabrichter Dompteur, Dresseur
Tierabrichtung Dressur
Tieranatomie Zootomie
Tierart Spezies
Tierarzt Veterinär
tierärztlich veterinär
Tierbändiger Dompteur
Tierbändigerin Dompteuse
Tierforscher Zoologe
Tiergehege Menagerie
tiergestaltig 1. zoomorph. 2.therio-
morph
tierhaft animalisch
Tierheilkunde Veterinärmedizin
tierisch animalisch
Tierkohle Carbo medicinalis
Tierkreis Zodiakus
Tierkult Zoolatrie
Tierkunde Zoologie
tierkundlich zoologisch
Tierpark Zoo
Tierpräparator Taxidermist
Tierschau Menagerie
Tierverehrung Animalismus
Tierverhaltensforschung Etholo
Petrefakt, Zoo-
lith
Tierwelt Fauna
tilgbar amortisabel
tilgen amortisieren,
per
töricht mall, naiv
Torlauf Slalom
Torschütze Goalgetter
Torwart Goalie, Goalkeeper, Keeper
töten killen, liquidieren, lynchen,
massakrieren
toten-. Toten- nekro..., Nekro...
Totenbeschwörer Nekromant
Totenbeschwörung Nekromantie,
Nekyia
gie
Tierversteinerung
Tonfolge Figur, Melodie
Tongefäße Fiktilien
Tonhalle Orpheum
Tonkunst Musica, Musik
Tonleiter Gamme, Skala
Tonschärfe Brillanz
Tonschöpfung Komposition
Tonschwund Fading
Tonsetzer Komponist
Tonstück Piece
Tönung Nuance
Topf 3Pot
Töpfererde Argilla
Töpferwaren Fiktilien, Keramik
Topfstein Lavezstein
Tor 1. Portal. 2. Goal
Torfmoos Sphagnum
Torheit Firlefanz
Torhüter Goalie, Goalkeeper, Kee
elidieren, oblite-
rieren
Tilgung Amortisation, Obliteration
Tilgungszeichen Deleatur
Tintenfisch Kalmar, Krake, Okto-
pode, Polyp, Zephalopode
Tischtennis Pingpong
Titelbild Cover
Titelträger Titular
toben haselieren
tobend frenetisch
tobsüchtig furibund
Tochter- Filial...
Tochtergeschwulst Metastase
Tochterkirche Filialkirche
Tod Exitus
Todesangst Thanatophobie
Todesanzeige 2Parte
Todeskampf Agonie
Todesstatistik Nekrologie
Todestrieb Thanatos
todgeweiht moribund
tödlich deletär, letal
toll funky
Tollkirsche Belladonna
Tollwut Lyssa, Rabies
Tomate Paradeiser
ton-. Ton- phono..., Phono...
-ton ...phon, ...phonie
Tonabnehmer Pick-up
Tonabschwächung Dekreszenz
Tonabstand Intervall
Tonband Tape
Tonbandsammlung Phonothek
Tonfall Akzent
-tötend ...zid
Totenklage Nänie
Totenmesse Exequien, Requiem
Totenopfer Nekyia
Totenreich Hades, Orkus
Totenschau Nekropsie
Totenstadt Nekropole
Totentanz Danse macabre
Totenverehrung Manismus
Totenverzeichnis Nekrologie, Ne-
krologium
Totpunkt Deadlock
Totschläger Killer
Totschweigen Tabuisierung
-tötung ...zid
Tourenschreiber Gyrometer
Traberkrankheit Scrapie
Trabrennwagen Buggy, Sulky
tragbar portabel, transportabel
träge indolent, inert, lethargisch,
phlegmatisch, 2pomadig
-tragend ...phor
-träger ...phor
Tragflächenboot Hydrofoil
Trägheit Indolenz, Inertie, Lethar
gie, Phlegma
Traghimmel Baldachin
Tragschiff Ponton
Tragschrauber Autogiro
Trampeltier Kamel
Tran Blubber
tränen-, Tränen-dakryo...,
Da-
kryo...
Tränenblutung
Dakryohämorrha
gie
Tränendrüsenentzündung
Da
kryoadenitis
Tränenfluss Dakryorrhö, Epiphora
tränenförmig dakryodisch
Überempfindlichkeit
1525
tränenreizend lakrimogen
Tränensackentzündung Dakryo
zystitis
Transportunternehmen
Camion
nage, Carrier, Spedition
Transportunternehmer
Camion
neur, Spediteur
traubenförmig l.razemos. 2. azinös
Traubenzucker Dextrose, Glucose
Trauergedicht Epikedeion, Tristien
Trauergefolge Kondukt
Trauerlied Nänie, Threnos
Trauermarsch Marcia funebre
Trauerspiel Tragödie
trauervoll doloroso
Traumbild Mandala, Vision
Träumer Fantast, Illusionist
Träumerei 1. Fantasterei. 2. Reverie
Traumgebilde Fantasie
traumhaft phantasmagorisch, sur
real, visionär
Dorado, Eldorado, Uto
pia
traurig 1. depressiv, desolat, trist.
2. funebre, funerale, lacrimoso, la
mentoso, lugubre, mesto
Traurigkeit Lugubrität, Tristesse
Treffen Date, Meeting
treffend epigrammatisch, frappant,
prägnant
Treffer Goal
Treibenlassen Laisser-aller
Treibriegelverschluss Basküle
Treibschlag Drive
Treibstoff Benzin, Sprit
treideln bomätschen
trennbar separabel
Trennbarkeit Separabilität
trennen diduzieren, differenzieren,
dissoziieren, distrahieren, separie
ren
trennend dissecans
trennscharf selektiv
Trennschärfe Selektivität
Trennschicht Membran
Trennschleuder Zentrifuge
Trennung l.Diduktion, Differenzie
rung, Disjunktion, Dissolution.
2. Sezession
Treppenabsatz Podest
Treppengeländer Treille
Treppenkunde Scalalogie
treu loyal
Treugeber Fiduziant
Treuhänder Custodian, Fiduziar,
Trustee
treuhänderisch fiduziarisch
Treuhandgebiet Mandat
Treuherzigkeit Naivität
Treulosigkeit Athesie
Trick Finesse, Hype, Strategem
Trickfilmzeichner Animator
Trickkünstler Illusionist
trickreich tricky
Trieb Appetenz, Konation, Libido,
Nisus
Triebfeder Nervus Rerum
triebhaft animalisch, libidinös
Triebkraft Dynamik
Traumland
triebkräftig dynamisch
triebmäßig instinktiv
Triebverhalten Appetenzverhalten
Triebwerk Mechanik, Mechanismus
Triefauge Lippitudo
Trinker Alkoholiker, Potator
Trinkgelage Bacchanal
Trinkgeld Bakschisch
Trinkspruch Toast
Tripper Gonorrhö
Trippererreger Gonokokkus
Tritt Kick
trocken I.prosaisch. 2.arid, xero-
tisch. 3. brut, dry, see
trocken-. Trocken- xero..., Xero...
Trockenhaut Xerodermie
Trockenheit Aridität
Trockenmittel Sikkativ
Trockenschmerz Xerosalgie
Trocknung Dehydratation
Trödel Bric-ä-brac, Firlefanz, Tinnef
Trommel Cassa, Drum, Tambour,
Tambourin
Trommelfellentfernung
Myrin-
gektomie
Trommelfellentzündung
Myringi
tis
Trommelfeuer Kanonade
Trommler Drummer, Tambour
Trompetenbaum Katalpa
Trompetensignal Fanfare
Tropenfieber Quotidiana
Tropenhaus Troparium
tropfenförmig dakryodisch
Tropfflasche Guttiole
Trostgedicht Consolatio, Epikedei
on
trostlos desolat, trist
Trostschrift Consolatio
Trubel Remmidemmi, Zirkus
Trübsinn 1. Melancholie, Tristesse.
2. Hypochondrie
hypochondrisch, melan
cholisch
Trugbild Eidolon, Fata Morgana,
Fantasie, Phantasma, Phantom,
Schimäre, Vision
Trugbilder potemkinsche Dörfer
Trugdolde Pleiochasium
trügerisch illusorisch, phantasma
gorisch, schimärisch
Truggebilde Phantasmagorie
Trugschluss Sophismus
Trugschlüsse Fallazien
Trugwahrnehmung Halluzination
Trümmer Ruine
Trümmergestein Agglomerat
trunken bacchantisch
Trunksucht Alkoholismus, Dipso
manie, Potatorium
Truppe Formation
Truppenabteilung Bataillon
Truppenbewegung Manöver
Truppenschau 'Parade
Truppenstandort Garnison
Truppenübung Manöver
Truppenunterkunft Kaserne
Truppenverband Korps
Truppenversorgung "Logistik
trübsinnig
Truppenverteilung Dislokation
Truthahn Indian
tüchtig kapabel, patent, vif
Tüchtigkeit Arete, Kapabilität
tückisch perfid
Tugend Arete
tugendhaft moralisch
Tugendlehre Aretologie
Tümpelquelle Limnokrene
tun agieren
Tüpfelfarn Polypodium
tüpfeln punktieren
Turnierreiterin Amazone
Turnschuh Sneaker
Türvorhang Portiere
übel blümerant
Übel Malum
Übelkeit Malaise, Nausea
Übellaunigkeit Dysphorie
Übeltäter Delinquent
üben exerzieren, trainieren
über via
über-. Über- 1.hyper..., Hyper...;
su
per..., Super...; supra..., Supra...
__ 2. trans..., Trans...
Überanstrengung Defatigation
Überbeanspruchung Stress
Überbehaarung Hypertrichose
Überbein Ganglion
Überbleibsel Relikt, Reminiszenz,
Rudiment
Überblick Tour d’Horizon
überbrühen blanchieren
überdeckend dominant
Überdruss Ennui
überdüngt eutroph
Übereifer Fanatismus
Übereinkommen akkordieren, ar__ rangieren, stipulieren
Übereinkommen Akkord, Arran
gement, Gentleman’s Agreement
Übereinkunft Agreement, Kompro
miss, Konvention, Modus Vivendi,
Stipulation
übereinstimmen harmonieren,
kongruieren, konvergieren, korres
pondieren
übereinstimmend 1. adäquat, har
monisch, homolog, identisch, kon
form, kongruent, konkordant, kon
sensuell, konvergent, korresponsiv,
solidarisch. 2. armónico
Übereinstimmung Analogie, Con
sensus, Consensus omnium, Harmo
nie, Homologie, Identität, Konfor
mität, Kongruenz, Konkordanz,
Konsens, Konvergenz, Synchronis
mus, Unität, Validität
überempfindlich allergisch, hyper
ästhetisch, idiosynkratisch, sensitiv
Überempfindlichkeit Allergie,
Anaphylaxie, Hyperästhesie, Idio
synkrasie, Sensitivität
1526
überempfindsam
überempfindsam hypersensibel
Überernährung Hyperalimentation
übererregt hektisch
überfeinert ästhetisch
Überfeinerung Hyperkultur, Raffi
nement
Überfluss Abondance,
Opulenz, Re
dundanz
überflüssig
akademisch, pleonas-
tisch
überfluten transgredieren
Überflutung Inundation
Überführung 1. Transfer. 2. Viadukt
Überfunktion Hyperfunktion
Übergabe Dedition
Übergang Transition
Übergangsregel Interim, Proviso
rium
Übergebühr Supererogation
Übergehung Transition
übergenau bürokratisch, diffizil,
pedantisch, penibel
Übergewicht Superiorität
Übergriff Inkursion
überhäufen bombardieren
überhäuft pleonastisch
Überhäufung Pleonasmus
überhaupt absolut
überheblich arrogant, blasiert,
'hy
brid, süffisant
Überheblichkeit Arroganz
überholt antiquiert
überkleben tektieren
Überklebung Tektur
Überkreuzung Chiasma
überladen barock, pleonastisch
überlagern,sich: interferieren
überlagernd dominant
Überlagerung Interferenz, Super
position
Super
heterodynempfänger
überlaufen desertieren
Überläufer Deserteur
Überlebenstraining Survivaltrai
ning
überlebt passé
überlegen I. deliberieren, kalkulie
ren, ventilieren, volvieren. II. präva
lent, souverän
überlegend philosophisch
Überlegenheit Hegemonie, Präva
lenz, Souveränität, Superiorität
überlegt methodisch
Überlegung Deliberation, Kalkül,
Reflexion
überliefern tradieren
überliefert historisch, tradiert, tra
ditionell
Überlieferung Tradition
Übermaß Enormität, Exorbitanz
übermäßig horrend, inflationär
Übermenschlichkeit Titanismus
Übermikroskop Elektronenmikro
skop
Übermut Hybris
übernatürlich dämonisch, hyper
physisch, supranatural, transzen
dent
Überlagerungsempfänger
Überordnung Supremat
überprüfen revidieren, superarbi
trieren
Audit, Superarbitri
um, Superrevision
überqueren passieren
überragend dominierend
überraschen frappieren
überraschend frappant
überrascht perplex
Überraschungsangriff Raid
überreden persuadieren
überredend persuasiv
Überredung Persuasion
überreichen präsentieren
überreichlich redundant
Überreichlichkeit Redundanz
Überrest Fragment, Relikt
überschäumend bacchantisch
Überschlag Flickflack, Looping,
Salto
überschneiden, sich: interferieren
Überschneidung Interferenz
überschreitbar passierbai
überschreitend transgredient
Überschrift Headline, Titel
Überschuh Galosche
Überschuss Plus, Slack, Surplus
überschütten bombardieren
Überseedampfer Liner, Oceanliner
überseeisch 1. transatlantisch.
2. exotisch
übersehen ignorieren
übersenden transmittieren
übersetzen 1. dolmetschen. 2.assemblieren
Übersetzer Dolmetscher
Übersetzung Traduktion, Translati
on
Übersetzungsprogramm Assemb
ler
Übersicht Konspekt, Synopse, Ta
bellarium, Tabelle
Übersichtigkeit Hypermétropie
Übersichtstafel Tableau
übersinnlich paranormal, parapsy
chisch, spiritual, transzendent
überspannt exaltiert, extravagant,
exzentrisch, hypertroph, hysterisch,
spleenig
Überspanntheit Extravaganz, Ex
zentrizität, Fantasterei, Hysterie,
Spleen
Überspielung Overstatement
Überspülungsmeer Epikontinen
talmeer
überstaatlich international, supra
national
Überstaatlichkeit Internationali
tät, Supranationalität
übersteigert 'hybrid
überstimmen majorisieren
überstreng hyperkritisch
übertragbar transferabel, zessibel
übertragen I. 1. transkribieren,
transmittieren, transponieren. 2. de
legieren. II. metaphorisch
Überträgerstoff Carrier, Transmit
ter
Überprüfung
Überträgersubstanz Transmitter
Übertragung 1. Transformation,
Transkription, Translation. 2. Meta
pher, Paraphrase. 3. Delegation,
Transfer. 4. Transfusion
Übertragungsvermerk Indosso
Übertragungsweg Kanal
übertreiben [.dramatisieren. 2. ag
gravieren, exaggerieren
Übertreibung 1. Exorbitanz, Ex
trem, Overstatement, Ultraismus.
2. Aggravation, Exaggeration.
3. Deinosis, Hyperbel, Superlativismus
übertrieben 1, exorbitant, extrava
gant, theatralisch. 2. exaggeratorisch
überwachen kontrollieren, obser
vieren
Überwachung Kontrolle, Observa
tion
überwältigend grandios, imposant
Überweisung 'Giro
überwiegen dominieren, prädomi
nieren, prävalieren
überwiegend prävalent
überzeugend evident
überzogen hypertroph
überzuckern kandieren
Überzug Coating
Überzugsmasse Kuvertüre
üblich normal, obligat, regulär, tradi
tionell, usuell
übrigens apropos, de cetero, nota
bene
Übung 1. Routine. 2. Studie
Übungseinheit Lektion
Übungsstück Etüde
Uferbefestigung Kaje
Uferzone Litoral
Uhr Chronometer
Uhrpende! Perpendikel
Ulk 'Fez, Jux
ulken juxen
Umbesetzung Revirement
umbördeln bombieren
umbrechen justieren
umbringen killen, liquidieren, lyn
chen, massakrieren
Umbruch Mettage
Umdrehung Reversion
Umfang Extensität, Volumen, Zirkumferenz
umfangreich voluminös
umfangsgleich extensional
Umfangslinie Peripherie
umfassend extensiv, global, kom
plex, perfektionistisch, universal,
universell
Umfeld Milieu
umformen transformieren
Umformer Transformator
Umformung Transformation
umgänglich konziliant, soziabel,
traktabel
Umgänglichkeit Konzilianz, Sozia
bilität
Umgangsformen Etikette, Manie
ren
1527
unduldsam
Umgangsregeln Konvention
Umgangssprache Slang
Umgebung Ambiente, Kontext,
Umstandsangabe
Mi
lieu
umgehend prompt,
Umgehungsgefäß
Umstandsbestimmung
Adverbi
albestimmung
stante pede
Bypass, Kolla
terale
Umgehungskreislauf
Bypass,
Kollateralkreislauf
invers, invertiert, konvers, revers, vice versa
umgestalten 1. metamorphosieren,
transformieren. 2. modeln, moderni
sieren, reformieren
umgestaltend 1. metamorphotisch.
2. reformatorisch
Umgestalter Reformator, Reformer
umgestaltet anamorphotisch
Umgestaltung Metamorphose, Re
form, Reformation, Restrukturie
rung, Transformation
Umhang Cape, Pelerine, Stola
umherschlendern flanieren
umherziehen vagabundieren, vagie
re n
umherziehend 1. ambulant. 2. vagil
Umhüllung Emballage
umkehrbar reversibel
Umkehrbarkeit Reversibilität
umkehren 1. invertieren. 2. kontern
Umkehrung Inversion, Reversion
umklammern Clinchen
Umklammerung Clinch
Umkleideraum Garderobe, Kabine
Umkreis Zirkumferenz
Umlauf Turnus, Zirkulation
Umlaufbahn Orbit, Orbital
umlaufen kursieren, rotieren, zirku
lieren
Umlaufzeit Periode
umrändert haloniert
umreißen konturieren, skizzieren
Umriss Kontur, Profil, Silhouette
Umrisslinie Kontur
Umschlag 1.‘Revers. 2. Fomentati
on, Kataplasma, Kompresse. 3. Ku
vert
umschreiben paraphrasieren, periphrasieren
umschreibend metaphrastisch, periphrastisch
Umschreibung 1. Euphemismus,
Metaphrase, Paraphrase, Periphra
se. 2. Transkription
umschrieben zirkumskript
Umschrift Transkription, Translite
ration
Umschweife Brimborium, Sperenz
chen
Umschwung Peripetie
umsetzen transkribieren
umsonst gratis
Umstand 1. Faktor, Indiz, “Moment.
2. Kaleika
Umstände 1. Sperenzchen. 2. Situati
on
umständlich kompliziert, zeremo
niell
umgekehrt
Adverbialbe
stimmung
Umstandsfürwort
Pronominalad
verb
Umstandskrämer Pedant
Umstandswort Adverb
umstellbar kommutativ
Umstellbarkeit Kommutation
umstellen invertieren, kommutie
ren, permutieren
Umstellung Inversion, Permutation
Umstülpung Inversion
Umsturz Revolution
umstürzlerisch revolutionär, sub
versiv
revolutionär
Revolution
dissipieren, metamor
phosieren, transformieren, transmutieren
Umwandlung Metabolismus, Meta
morphose, Transformation
Umwelt 1. Ambiente, Milieu. 2. Pe
ristase
umweltbedingt peristatisch
Umweltforschung Environtologie
umweltgerecht ökologisch
Umweltprüfung Ökoaudit
Umwerbung Avance
umwickeln bandagieren
umzingeln zernieren
Umzug Korso, Prozession
unabgestimmt inkoordiniert
unabhängig 1. autark, autonom.
2. emanzipiert. 3. neutral
Unabhängigkeit Autarkie, Autono
mie, Autotelie, Souveränität
Unabhängigkeitsangst Cinderellakomplex
unachtsam negligeant
Unachtsamkeit Negligenz
unangebracht deplaciert, inoppor
tun
Unangebrachtsein Inopportunität
unangemessen inadäquat, inkor
rekt
Unangemessenheit Inadäquat
heit, Inkorrektheit
unangenehm fatal, genant, penibel
unangepasst freakig
unannehmbar inakzeptabel
Unannehmbarkeit Inakzeptabilität
Unannehmlichkeit Malesche,
Trouble
unanständig indezent, obszön
unantastbar tabu
unanwendbar impraktikabel
Unanwendbarkeit Impraktikabilität
unaufdringlich dezent, diskret
Unaufdringlichkeit Dezenz
unauffällig diskret
unaufhörlich kontinuierlich
unaufrichtig hypokritisch
Unaufrichtigkeit Hypokrisie
unaufschiebbar urgent
Unaufschiebbarkeit Urgenz
umwälzend
Umwälzung
umwandeln
unausführbar impraktikabel
Unausführbarkeit Impraktikabili-
tät
unausgefüllt in blanko
unausstehlich intolerabel, odios
unbearbeitet naturell
unbedacht askeptisch, epimetheisch
unbedarft naiv
unbedeutend insignifikant
unbedingt absolut, partout
unbeeinflussbar torpid
Unbeeinflussbarkeit Torpidität
unbefangen naiv
Unbefangenheit Naivität
unbefugt inkompetent
unbegleitet solo
unbegreiflich inkomprehensibel
unbegrenzt ad infinitum, illimitiert
Unbegrenztheit Infinität
Unbehagen Malaise
unbeirrbar konsequent
unbekannt anonym, obskur
Unbekanntheit Obskurität
unbekümmert nonchalant
Unbekümmertheit Nonchalance
unbelebt anorganisch
unbelehrbar obstinat
unbenannt anonym
Unbequemlichkeit Inkommodi-
tät
unberechnet gratis
unberührt intakt
Unberührtheit Virginität
unbeschädigt intakt
unbescholten integer
Unbescholtenheit Integrität
unbeschränkt illimitiert
unbesehen tale quale, telquel
unbesetzt vakant
unbeständig inkonstant, instabil,
labil
Athesie, Inkon
sistenz, Inkonstanz, Instabilität, La
bilität
unbestechlich integer
Unbestechlichkeit Integrität
unbestimmbar indeterminabel
Unbestimmbarkeit Indefinibilität
unbestimmt 1. indefinit, indetermi
nabel, indeterminiert, indifferent,
infinit, vage. 2. indeciso
Unbestimmtheit Indetermination,
Infinität
unbestreitbar indisputabel
unbeteiligt desinteressiert
Unbeteiligtsein Desinteresse
unbetitelt anepigrafisch
unbeugbar indeklinabel, inflexibel
Unbeugbarkeit Indeklinabilität
Unbeugsamkeit Inflexibilität
unbeweglich akinetisch, immobil
Unbeweglichkeit Immobilismus,
Immobilität
unbeweisbar indemonstrabel
unbiegsam inflexibel
Unbiegsamkeit Inflexibilität
und plus
unduldsam doktrinär, illiberal, into
lerant
Unbeständigkeit
1528
Unduldsamkeit
Unduldsamkeit Illiberalität,
Intole
ranz
undurchbohrbarimperforabel
undurchdringlich
1. kompakt.
2. impermeabel
Undurchdringlichkeit Impermea-
bilität
undurchführbar impraktikabel
Undurchführbarkeitlmpraktikabi-
lität
undurchlässig impermeabel
Undurchlässigkeitlmpermeabilität
undurchschaubar orakelhaft
undurchsichtig 1, nebulös. 2. opak
Undurchsichtigkeit Opazität
unechtapokryph, imitiert, talmin
UnechtesTalmi
unehelich illegitim
uneigennützig altruistisch
Uneigennützigkeit Altruismus
uneingeschränkt 1. absolut, total.
2.assoluto
uneinheitlich heterogen
Un einheitlichkeit Heterogenität
uneinig disharmonisch, diskordant
Uneinigkeit Disharmonie, Diskor
danz
unempfänglich immun
unempfindlich 1. immun,
unfehlbar 1. infallibel. 2. ex cathedra
Unfehlbarkeit Infallibilität
unfein indelikat, ordinär, vulgär
Unflätigkeit Cochonnerie
UnfreierSklave
unfruchtbarinfertil, steril
Unfruchtbarkeit Infertilität, Steri
lität
Unfruchtbarmachung
Sterilisati
on
Unfug Allotria
ungebildet barbarisch, plebejisch
ungebleichtekrü
u n g e b o re n embryonal
ungebräuchlich obsolet
ungebunden lizenziös
Ungebundenheit Laisser-aller,
Laisser-faire
ungeeignet importun
ungefährapproximativ, global, prä
terpropter, zirka
ungefällig inkulant
Ungefälligkeit Inkulanz
ungefalzt plano
ungefärbt naturell
ungefestigt labil
ungegenständlichabstrakt
ungeheuerenorm, horrend, sa
krisch
indolent,
insensibel, robust. 2. anergisch, re
fraktär
Unempfindlichkeit 1. Apathie, In
dolenz, Insensibilität. 2. Anergie
unendlichkosmisch, transfinit
unentbehrlich obligat
unentgeltlich gratis
unentschieden remis
unentwickeltl. embryonal, infantil.
2. latent
unerbittlich rigoros
unerfahren apirisch
Unerfahrenheit Apirie
unerfüllbarutopisch
unerheblich irrelevant
u n e r h ö rt skandalös
unerkannt inkognito
unerkennbar kryptomer
unerklärbarindefinibel
Unerklärlichkeit Indefinibilität
unerlässlich integrierend, konstitu
tiv, obligat
unerlaubterweise illicite
unerledigt pendent
unermesslich 1. kosmisch. 2. im
mens
Unersättlichkeit Akorie, Pleonexie
unerschütterlich stoisch
Unerschütterlichkeit Ataraxie,
Stoizismus
unersetzbar irreparabel
unerträglich bestialisch, inferna
lisch, intolerabel
unfachmännisch dilettantisch
unfähig impotent
Unfähigkeit Impotenz
Unfall Crash, Havarie, 'Panne
Unfallmedizin Traumatologie
UngeheuerMonster, Monstrum
ungeheuerlich monströs
Ungeheuerlichkeit Monstrosität
ungehobelt plebejisch
ungehörig impertinent
Ungehörigkeit Impertinenz
Ungehorsam Insubordination
ungelegen importun
ungelehrt illiterat
ungenannt anonym
ungenau inakkurat, inexakt, inkor
unfassbarirrational
ungezogen meschant
rekt
ungenügend insuffizient
ungeordnet 1. chaotisch,
diffus.
2. turbulent
ungepaart azygisch
Ungepaartheit Azygie
ungeradeimpair
ungereimt absurd
ungereinigt crudus
ungeschlechtig asexual
ungeschlechtlich vegetativ
ungesetzlich illegal, illegitim,
irre
vehement. 2. feroce, impetuoso
Rapidität, Tur
bulenz, Vehemenz
Ungetüm Koloss, Monster, Mons
trum
Ungestüm Impetus,
anormal,
extrem, kolossal
sektion
legendär,
phänomenal. 2. skandalös
ungleich different, disproportio
niert, impar, inegal, inhomogen
ungleichartig disparat, heterogen,
inhomogen
Ungleichartigkeit Heterogenität,
Heteronomie, Inhomogenität
ungleicherbig heterozygot
Ungleicherbigkeit Heterozygotie
Ungleichgewicht Imbalance
Ungleichheit Disparität
ungleichmäßig l.ametrisch, asym
metrisch, heterogen. 2. ataktisch
Ungleichmäßigkeit Ametrie,
Asymmetrie
ungleichwertig heteronom
Ungleichwertigkeit Heteronomie
Unglück Katastrophe, Malaise, Mal
heur, Misere, Schlamassel, Tragödie
unglücklich sinister
Unglücksbotschaft Hiobsbot
schaft
Unglücksmensch Schlemihl
Unglückstag Dies ater
Ungültigkeit Nullität
Ungültigkeitserklärung Annihila
tion, Annullierung, ‘Kassation, Nul
lifikation
ungünstig 1. negativ. 2. infaust
ungut kontraproduktiv
Unheil Apokalypse, Desaster, Katas
trophe
unheilbarinkurabel, irreparabel,
perniziös
ominös,
sinister
Ungesetzlichkeit Illegalität
ungesetzmäßig irregulär
ungesittet kannibalisch
ungestüm 1. elementar, turbulent,
Ungezieferbekämpfung
UngläubigkeitSkepsis
unglaublichl.fantastisch,
unheiligprofan
unheilvoll katastrophisch,
gulär
ungeweihtprofan
ungewiss vage
ungewöhnlich abnorm,
1. burschikos, famili
är, leger, nonchalant, privat, salopp.
2. facile, leggiero
Ungezwungenheit Familiarität,
Laisser-aller, Laisser-faire, Noncha
lance
ungiftig atoxisch
ungläubig 1. skeptisch. 2.areligiös,
irreligiös
ungezwungen
unheimlich dämonisch, makaber
uninteressiert desinteressiert
unklar diffus, konfus, nebulös
Unklarheit Konfusion
unkörperlichasomatisch, immate
riell
Unkosten Faux frais, Spesen
unkritisch akritisch
unleidlich intolerabel
Unlogik Alogik
unlösbar insolubel
unlöslich insolubel
unmaßgeblich inkompetent
Unmenge Myriade
Unmensch Bestie
unmenschlich bestialisch, inhu
man
Unmenschlichkeit Bestialität,
Desin-
In
humanität
unmessbar immensurabel
Unmessbarkeit Immensurabilität
1529
akut, direkt, immédiat,
live, prompt, spontan
unmodern mega-out, out
Unmoral Amoral
unmoralisch amoralisch, immora
lisch
unmündig minorenn
Unmündigkeit Minorennität
unnachgiebig intransigent, rigid
Unnachgiebigkeit Intransigenz,
Rigidität
unnatürlich 1. affektiert, forciert,
manieriert, preziös, theatralisch.
2. artifiziell
unordentlich inkorrekt, malproper
Unordnung Desordre, Desorganisa
tion
unpaarig azygisch, impar
Unpaarigkeit Azygie
unparteiisch neutral, objektiv
Unparteiischer Referee, Umpire
unpassend deplaciert, importun,
inopportun
unpässlich indisponiert, malade
Unpässlichkeit Indisposition
Unrecht Injurie
unrechtmäßig illegitim
unregelmäßig 1. anormal, arrhyth
misch, atypisch, azyklisch. 2. atak
tisch
Unregelmäßigkeit Arrhythmie,
Obliquität
unreif embryonal, immatur
Unreife Infantilität
unrein treife
unrichtig inkorrekt
Unrichtigkeit Inkorrektheit
Unruhe Agitatio, Rumor, Theater,
Tumult, Turbulenz
Unruhestifter Tumultuant
unruhig agitiert, nervös, tumultuarisch
unsachlich polemisch, subjektiv
unsauber malproper
unschicklich indezent
unschön dissonant
unschöpferisch eklektisch, eklektizistisch, impotent, steril
unselbstständig subaltern
Unselbstständigkeit Subalternität
unsicher l.vage. 2.labil
Unsicherheit Instabilität
unsichtbar l.invisibel. 2. latent
Unsinn Allotria, 'Fez, Firlefanz,
Humbug, Larifari, Nonsens, Zinno
ber
unsinnig paradox
Unsinnigkeit Schizophrenie, Sottise
unsittlich amoralisch, immoralisch
unsorgfältig inakkurat
unsportlich foul
Unsterblichkeit Athanasie, Immor
talität
Unsterblichkeitslehre Athanatismus
unstet ahasverisch
unstimmig disharmonisch, disso
nant
unmittelbar
Unterrichtung
Differenz, Dishar
monie, Dissonanz
unstofflich immateriell
untätig inaktiv, passiv
Untätigkeit Inaktivität, Passivität
Untauglichkeit Disqualifikation
Untauglichkeitserklärung Dis
qualifikation
unteilbar indivisibel
Unteilbares Monade
unter-. Unter- hypo..., Hypo...;
sub..., Sub...
Unterarm Antebrachium
Unterart Subspezies
Unterbau Basis, Fundament, Fun
dus, Postament, Substruktion
Unterbauch Hypogastrium
Unterbauchbereich Hypogastri
um
unterbewusst subkonszient
Unterboden Illuvialhorizont
unterbrechen 1. pausieren. 2. sistie
ren
Unterbrechung 1.'Pause. 2. Inter
ruption, Sistierung
unterbringen einquartieren, plat
zieren
unterbrochen diskontinuierlich
unterdessen ad interim, en atten
dant
unterdrücken reprimieren, supprimieren, tyrannisieren
unterdrücken, jmdn.: terrorisieren
unterdrückend oppressiv, repres
siv, suppressiv
Unterdrückung Oppression, Re
pression, Suppression, Tyrannei
unterentwickelt hypoplastisch, hypotrophisch
Unterentwicklung Dysplasie, Hy
poplasie, Hypotrophie
unterernährt hypotrophisch
Unterernährung Dystrophie, Hy
potrophie
Unterfunktion Hypofunktion
Unterfutter Dublüre
Untergang Apokalypse, Ruin
untergeben devot, subaltern
Untergebener Subalterner
untergeordnet inferior, sekundär,
subaltern, subordinativ
Untergrundbahn Metro, Subway
unterhalten amüsieren
unterhalten, sich: diskurrieren, tal
ken
unterhaltend amüsant
Unterhalter Animateur, Entertai
ner, Maître de Plaisir, Showmaster
unterhaltsam amüsant
Unterhaltsbeiträge Alimente
Unterhaltsgewährung Alimentati
on
Unterhaltung 1. Amüsement, Enter
tainment, Pläsier. 2. Diskurs, 2Talk
Unterhaltungsbeilage Feuilleton
Unterhaltungsbranche Showbusi
ness
Unterhaltungskünstler Entertai
ner, Showmaster
Unstimmigkeit
Unterhaltungsorchester
Salonor
chester
Unterhaltungssendung Show
Unterhändler Parlamentär
Unterhaut Subkutis
Unterhautzellgewebe Subkutis
unterirdisch chthonisch, hypogä-
isch, subterran
Unterkiefer Mandibula
Unterkühlung Hypothermie
Unterkunft Asyl, Logis, Quartier
Unterlage 1. Basis, Hypostase,
Material, Substrat. 2. Akte, Doku
ment
unterlegen inferior
Unterlegenheit Inferiorität
Unterleib Abdomen
Unterleibsentzündung Adnexitis
untermauern fundieren
unternehmen managen, tenderen
Unternehmen Etablissement, Fir
ma
Unternehmensberater Braintrus
ter
Unternehmensberatung Consul
ting
Unternehmensforschung Opera
tionsresearch
Unternehmensführung Manage
ment
Unternehmensleitung Manage
ment
Unternehmenspartner Kooperateur
Unternehmensspitze Topmanage
ment
Unternehmensvereinigung Fusi
on
Unternehmenswert ShareholderValue
Unternehmenszusammen
schluss Kartell, Konsortium,
Konzern, Trust
1. Entrepreneur.
2. Manager
Unternehmung Aktion, Entreprise,
Operation, Projekt, Transaktion
Unternehmungsgeist Aktivität,
Initiative
unterordnen subalternieren, subor
dinieren, subsumieren
unterordnend subsumtiv
Unterordnung 1. Subalternation,
Subordination, Subsumtion. 2. Dis
ziplin
Unterredung Audienz, Interview
unterrichten 1. dozieren. 2,briefen,
orientieren
unterrichten, sich: informieren,
sich
unterrichten, über etwas: instruie
ren
unterrichtet au fait, orientiert
Unterrichtskunde Didaktik
Unterrichtslehre Didaktik
Unterrichtsmittel Medium
Unterrichtsstunde Lektion
Unterrichtung Information, Orien
tierung
Unternehmer
1530
unterscheiden
dis
kriminieren, distinguieren
unterscheiden, sich: kontrastieren
unterscheidend diakritisch, dis
tinktiv
Unterscheidung Differenzierung,
Distinktion
Unterscheidungsmerkmal Krite
rium
Unterschenkel Crus
Unterschied 1. Differenz. 2. Kon
trast
unterschiedlich divergent
unterschlagen defraudieren
Unterschrift Autogramm, Signatur,
Signum
unterschwellig subliminal
unterseeisch submarin
untersetzt pyknisch, ramassiert
unterstehen ressortieren
unterstellen fingieren, insinuieren,
supponieren
Unterstellung Hypothese, Insinua
tion
unterstreichen pointieren
unterstützen 1. alimentieren. 2. as
sistieren. sekundieren
unterstützend adjuvant, subsidiär
untersuchen analysieren, examinie
ren, explorieren, inquirieren, inves
tigieren, recherchieren, requirieren,
sondieren, studieren
Untersuchung Analyse, Enquete,
Exploration, Konsultation, Requisi
tion, Studie
Untersuchungsweise Methode
untertänig devot, subaltern
Untertänigkeit Subalternität
unterteilt fraktioniert, segmentiert
Unterteilung Subdivision
Untertreibung Understatement
Untervertreter 2Substitut
Unterwanderung Infiltration
Unterwäsche Underwear
Unterwasserforscher Aquanaut
Unterwassergeschoss Torpedo
Unterwasserstation Habitat
unterwegs en route, on the road
unterweisen instruieren
Unterweisung 'Instruktion
Unterwelt Erebos, Hades, Inferno,
Orkus, 'Tartarus
unterwürfig devot, servil, sklavisch,
subaltern
Unterwürfigkeit Devotion, Servilismus, Servilität, Subalternität
unterzeichnen paraphieren, signie
ren
unterzeichnet signatum
Untoter Vampir, Zombie
untreu illoyal
untüchtig impotent
unüberlegt askeptisch
Unübertreff bares Nonplusultra
unumkehrbar irreversibel
Unumkehrbarkeit Irreversibilität
unumschränkt autokratisch, diktatorial, diktatorisch, souverän
unumstößlich apodiktisch
unterscheiden differenzieren,
en suite, kurso
risch, nonstop, permanent
Unveränderbarkeit Indeklinabilität
unveränderlich 1. anallaktisch, in
kommutabel, invariabel, invariant,
konstant, stereotyp. 2. ametabol
Unveränderliche Konstante
Unveränderlichkeit Inkommutabilität, Invarianz, Konstanz
unverändert stationär
unveräußerlich inalienabel, indis
ponibel
unverbindlich inobligat, inkonzili
ant
Unverbindlichkeit Inkonzilianz
unverbunden irrelativ
unverdaulich krud
unvereinbar disparat, inkompatibel
Unvereinbarkeit Inkompatibilität
unverfälscht genuin, pur
unvergleichbar inkommensurabel,
inkomparabel
Unvergleichbarkeit Inko.amensurabilität
Unvergleichliches Nonplusultra
unverkennbar typisch
unverletzlich sakrosankt, tabu
unvermeidlich obligat
unvermischt pur
unvermittelt 1. abrupt. 2. subito
Unvermögen Impotenz, Inkompe
tenz, Insuffizienz
Unvernunft Alogismus
unvernünftig absurd
unverschämt impertinent, insolent
Unverschämtheit Chuzpe, Imper
tinenz, Infamie, Insolenz
unversehens ex abrupto
unversehrt intakt
unversöhnlich intransigent
Unversöhnlichkeit Intransigenz
Unverstand Anoia
unverständlich abstrus, delphisch
unvertauschbar inkommutabel
Unvertauschbarkeit Inkommutabilität
unverträglich inkompatibel
UnverträgIichkeit Inkompatibilität
unverzerrt anastigmatisch
unverzollt in bond
unverzüglich prompt, stante pede,
tout de suite
unvollendet 1. fragmentarisch, im
perfektiv. 2. fruste
unvollständig 1. defektiv, defizient,
inkomplett. 2. elliptisch, subtotal
unvoreingenommen objektiv, sine
ira et studio
unwägbar imponderabel
Unwägbarkeit Imponderabilität
Unwägbarkeiten Imponderabilien
unwahrscheinlich fabulös, legen
där
unwegsam impassabel
unwesentlich akzident[i]ell, ines
senziell, insignifikant
unwichtig insignifikant, peripher
Unwichtigkeit Irrelevanz
ununterbrochen
unwiderleglich apodiktisch
unwiderstehlich magnetisch
Unwille Indignation
unwillig indigniert
unwillkürlich automatisch, instink
tiv, mechanisch
fabulös, fantastisch,
imaginär, irreal, surreal, utopisch
Unwirklichkeit Irrealität
unwirksam l.ineffektiv. 2. inaktiv
Unwirksamkeit Inaktivität, Ineffi
zienz
unwirtschaftlich ineffizient
Unwirtschaftlichkeit Ineffizienz
Unwissender Ignorant
Unwissenheit Agnosie, Ignoranz
unwohl blümerant, malade
Unzahl Myriaden
unzart indelikat
unzeitgemäß anachronistisch
Unzivilisiertheit Barbarei
unzüchtig priapeisch
Unzufriedenheit Dyskolie
unzugänglich hermetisch, impassa
bel
unzulänglich dilettantisch, insuffi
zient
Unzulänglichkeit Dilettantismus,
Insuffizienz, Manko
unzurechnungsfähig mente captus
unzureichend insuffizient
unzusammenhängend inkohä
rent, inkonsistent, rhapsodisch
unzuverlässig proteisch
unzweckmäßig impraktikabel,
inopportun
Unzweckmäßigkeit Impraktikabilität, Inopportunität
üppig lukullisch, luxuriös, opulent
Üppigkeit Aselgie, Opulenz
ur-, Ur- archi..., Archi...; paläo..., Paläo...; proto..., Proto...
Urabdruck 2Autotyp
Uraufführung Premiere
Urbild Archetyp. Original, Präfigu
ration, Prototyp, Typ
urbildlich archetypisch, prototy
pisch
Ureinheit Monade
Ureinwohner Autochthone
Urfassung Original
Urform Archetyp
Urgrund Substanz
Urheber 1. Initiator. 2. Autor. 3. In
ventor
Urheberrecht Copyright
Urinflasche Urinal
Urknall Big Bang
Urkunde Charter, Diplom, Doku
ment, Police
Urkunden Archivalien
Urkundenforscher Diplomatiker
Urkundenkenner Diplomatiker
Urkundenlehre Diplomatik
Urkundensammlung Archiv, Diplomatarium
Urkundenverzeichnis Regest
urkundlich archivalisch, diploma
tisch, dokumentarisch
unwirklich
Verdampfung
1531
Urlaub Ferien, Holidays, Vakanz
Uri aubsreisender Tourist
Urmund Blastoporus
Urnenhalle Kolumbarium
Ursache Antezedens, Causa, Faktor,
Motiv
ursächlich ätiologisch, kausal
Ursächlichkeit Kausalität
Ursamenzelle Spermatogonie
Urschrift Manuskript, Original
urschriftlich original
Ursprung 1. Genesis. 2. Provenienz
ursprünglich 1. autogen, original,
originär, originell, primär. 2. inno
cente
Ursprünglichkeit Originalität
Urstoff Element, Hyle, Materie
Urteil 1. Votum. 2. Judikat, Sentenz
urteilen dijudizieren
Urteilsaufhebung 'Kassation
Urteilsenthaltung Aphasie
Urteiisüberprüfung Revision
Urtext Original
Urtierchen Protozoon
urtümlich primitiv
Urvieh Original
Urvogel Archäopteryx
urwüchsig originell
urzeitlich fossil
Urzeugung Abiogenese, Generatio
aequivoca
V
Vater Daddy, ‘Papa
Vaterherrschaft Patriarchat
vaterländisch patriotisch
Vaterlandsliebe Patriotismus
Vaterlandsloser Apatride
Vaterrecht Patriarchat
vaterrechtlich patriarchalisch,
pa
trilineal
Vaterschaft Paternität
Vaterunser 'Paternoster
Veilchen 'Viola
veilchenfarben violett
Veilchengewächse Violazeen
Veitstanz Chorea
venen-, Venen- phlebo..., Phle-
bo...
Venendruckmessung
Phlebody
namometrie
Venenentzündung Phlebitis
Venenerweiterung Phlebektasie,
Venektasie
Venenknoten Varix
Venenstein Phlebolith
Venenverödung Sklerotherapie
Ventilhorn 2Kornett
verabfolgen applizieren
Verabredung l.Date, Rendezvous.
2. Stipulation
verabreichen applizieren
verabscheuen abhorreszieren,
testieren, perhorreszieren
Verabscheuung Detestation
de-
verabscheuungswürdig
detes-
tabel
verachten abzizieren, despektieren
verächtlich abjekt, en canaille
Verachtung Despektion
verallgemeinern abstrahieren, ge
neralisieren, pauschalisieren, universalisieren
Verallgemeinerung Abstraktion,
Generalisierung, Universalisierung
veralten antiquieren
veraltet antiquiert, obsolet
veränderlich l.alterabel, instabil,
kommutabel, labil, mutabel, varia
bel. 2. metabolisch
Veränderliche Variable
Veränderlichkeit 1. Alterabilität,
Instabilität, Labilität, Mutabilität,
Variabilität. 2. Varianz
verändern alterieren, modifizieren,
revolutionieren, variieren
verändern, sich: mutieren
Veränderung 1. Diversifikation,
Metabolismus, Modifikation, Varia
tion. 2. Mutation. 3. Alteration
Veränderungsberatung Outplace
ment
Veranlagung 1. Naturell. 2. Diathe
se, Disposition
veranlassen motivieren
veranschaulichen demonstrieren,
illustrieren, konkretisieren
veranschaulichend illustrativ, il
lustrierend
Veranschaulichung Demonstrati
on, Illustration, Konkretisierung
veranschlagen kalkulieren, taxie
ren
Veranstaltung Event
verantwortlich komptabel
Verantwortlichkeit Komptabilität
verärgert indigniert, pikiert
Verärgerung Indignation
Verarmung Pauperismus
verästelt dendritisch
verätzen kauterisieren
veräußerlich alienabel
veräußern abalienieren, alienieren
Veräußerung Abalienation, Aliena
tion
Verband 1. Föderation, Formation,
Organisation. 2. Bandage
Verbandmull Gaze
verbannen 1. deportieren, exilieren,
expatriieren. 2. ablegieren
Verbannung 1. Deportation, Exil,
Expatriation. 2. Abannation, Able
gation
Verbannungsort Exil
verbergen 1. kaschieren, maskieren.
2. dissimulieren
Verbesserer Reformer
verbessern 1. emendieren, korrigie
ren. 2. reformieren. 3. ameliorieren,
meliorieren
Verbesserung 1. Emendation, Kor
rektion, Korrektur. 2. Reform, Re
formation, Reformierung. 3. Ame
lioration
Verbeugung Kotau, Reverenz
verbinden 1. assoziieren, koalieren,
kollokieren, nektieren. 2. bandagie
ren
verbindend assoziativ, kombinativ,
konjunktiv
verbindlich 1. obligatorisch. 2. kon
ziliant
Verbindlichkeit 1. Obligation, Obli
go. 2. Konzilianz
Verbindlichkeiten Passiva
Verbindung 1. Connection, Kom
munikation, Konnex, Nexus. 2. Alli
anz, Föderation, Koalition, Liaison,
Nektion, Synthese, Union
verblödet dement
Verblödung Demenz
verblüffen frappieren
verblüffend frappant, sensationell
verblüfft perplex
verborgen intim, latent, okkult
Verborgenheit Latenz
Verbot Interdikt, Tabu
verboten tabu
verbotenerweise illicite
Verbrauch 'Konsum, Konsumtion
verbrauchen konsumieren
verbrauchend konsumierend
Verbraucher Konsument
Verbrauchssteuer Akzise
Verbrechen 'Crime, Delikt
Verbrecher Bandit, Delinquent,
Gangster, Krimineller, Mafioso,
Outlaw
Verbrecherbande Gang, Racket
verbrecherisch delinquent, krimi
nell
verbreiten dispergieren, divulgieren, popularisieren, promulgieren,
propagieren
verbreitet disseminiert
Verbreitung Dispersion, Dissemi
nation, Promulgation, Propaganda
Verbreitungsgebiet Areal
verbrüdern fraternisieren
Verbrüderung Fraternisation, Fra
ternität
verbuchen kontieren
verbünden alliieren
verbünden, sich: föderieren, koalie
ren, konföderieren
Verbündeter Alliierter, Konföderierter
verbürgen garantieren
verbürgen, sich: interzedieren
verbürgt authentisch, offiziell
verdächtig dubios, obskur, ominös,
suspekt
Verdächtigung Insinuation
Verdachtsmoment Indiz
verdammen anathematisieren, de
nunzieren
verdammt I. sakrisch. II. sakra
Verdammung Anathem, Exsekrati
on, Kondemnation
verdampfen evaporieren, vaporisie
ren
Verdampfung Evaporation, Vapori
sierung
1532
verdauen
verdauen digerieren
Verdauung Digestion
verdauungsfördernd
Vereinfachung
digestiv,
peptisch
Verdauungsschwäche
Dyspep
sie
Verdauungsstörung
Dyspepsie,
Indigestion
kaschieren, maskieren
1. depravieren, korrum
pieren. 2. ruinieren
Verderben 1. Depravation. 2. Ruin
verderblich deletär, fatal
verderbt korrumpiert
verdeutlichen demonstrieren, kon
kretisieren
verdeutlichend demonstrativ
Verdeutlichung Konkretisierung
verdichten densieren, komprimie
ren
Verdichtung Kondensation
Verdienst 1. Fixum, Salär. 2. Meri
tum
Verdienstadel Meritokratie
verdinglichen hypostasieren, ob
jektivieren
Verdinglichung Hypostase, Objek
tivität
verdoppeln 1. dualisieren, duplieren, duplizieren. 2. ingeminieren
verdoppelnd reduplikativ
Verdoppelung 1. Duplikation, Duplikatur, Reduplikation. 2. Ingemi
nation
verdorben korrupt
verdrehen pervertieren, tordieren
Verdrehung Kontorsion, Pervertie
rung, Torsion
verdreifachen triplieren
verdrießlich ennuyant
Verdrießlichkeit Dyskolie
verdrillen tordieren
Verdrillung Torsion
Verdruss Ennui
Verdunkelung Kollusion
verdünnen diluieren, rarefizieren
verdünnt dilut
Verdünnung Dilution
verdunstbar evaporabel
verdunsten evaporieren
verdunstend volatil
Verdunstung Evaporation
Verdunstungsmesser Atmometer,
Evaporimeter
veredeln okulieren, zivilisieren
Veredlung Okulation, Raffinage
verehren adorieren
Verehrung Adoration, Kult
vereinbar assoziabel, kompatibel,
kompossibel
vereinbaren akkordieren, stipulieren
Vereinbarkeit Kompatibilität,
Kompossibilität
Vereinbarung Agreement, Arrange
ment, Kontrakt, Konvention, Stipu
lation
vereinfachen minimalisieren, primitivisieren, simplifizieren
verdecken
verderben
Minimalisierung,
Simplifizierung
normieren, ratio
nalisieren, standardisieren, typisie
ren, unifizieren, uniformieren
Vereinheitlichung Normierung,
Rationalisierung, Standardisierung,
Typisierung, Unifizierung
vereinigen summieren, unieren
vereinigen, sich: assoziieren, konfluieren, kongregieren
vereinigend assoziativ
vereinigend, sich: konfluent
Vereinigung 1. Adjunktion. 2. Alli
anz, Assoziation, Fusion, Klub, Ko
alition, Kongregation, Union
vereinsamt desolat, isoliert
Vereinsamung Isolation
Vereinswechsel Transfer
vereinzeln isolieren
vereinzelt 1. isoliert, singulär, spora
disch. 2. diskret
Vereinzelung Isolation
Verelendung Pauperismu:
verenden krepieren
Verengung Stenose
Vererbungslehre Genetik
verewigen eternisieren
verfahren handeln
Verfahren 1. Operation, Prozedur.
2. Manipulation, Methode
verfahrensbedingt operational
Verfahrensordnung Prozedere
Verfahrensweise Methodik, Mo
dus Procedendi, Praktik, Prozedere
Verfall 1. Degeneration, Dekadenz,
Dekrement, Korruption, Ruin.
2. Kachexie, Marasmus
verfallen degenerieren, kollabeszieren
Verfallserklärung Kaduzierung
verfälschen faken, manipulieren,
pervertieren
Verfälschung Manipulation
verfassen texten
Verfasser Autor, Texter
Verfassung 1. Kondition, Konstitu
tion. 2. Magna Charta
verfassungsmäßig konditionell,
konstitutionell
Verfassungsurkunde Charta
verfassungswidrig antikonstitu
tionell, inkonstitutionell
Verfassungswidrigkeit Inkonstitutionalität
verfeinern kultivieren, sublimieren
verfeinert kultiviert, sublim
Verfeinerung Sublimitât
Verfemter Outlaw
verfertigen fabrizieren
verfettet adipös
Verfettung Adipositas
Verfinsterung Eklipse
verflachen banalisieren, trivialisie
ren
Verflechtung Konnex, Nexus
verfluchen 1. anathematisieren, exsekrieren, kondemnieren. 2. vermaledeien
vereinheitlichen
Anathem, Exsekrati
on, Kondemnation
verflüssigen kondensieren
Verflüssigung Kondensation, Liquefaktion
Verfolgungswahn Paranoia, Persekutionsdelirium
verformbar duktil
Verformbarkeit Duktilität
verformen deformieren, konfigurie
ren
Verformung Deformation, Konfi
guration
verfrachten spedieren, transportie
ren
verfügbar disponibel, liquid
Verfügbarkeit Disponibilität, Li
quidität
verfügen administrieren, dekretie
ren, disponieren
verfügend dispositiv
Verfügung 1. Dekret, Disposition.
2. Testament
verführen becircen
Verführer Casanova, Don Juan
Verführerin Circe, Sirene
vergällen denaturieren
vergangen passé
Vergangenheit Imperfekt, Präteri
tum
vergangenheitsbezogen 1.nostal
gisch. 2. präterital
Vergänglichkeit Vanitas
vergären fermentieren
Vergaserluftklappe Choke
vergeblich frustran, illusorisch
Vergebung Absolution
vergegenständlichen hypostasie
ren, objektivieren
vergegenständlichend hyposta
tisch
Vergegenständlichung Hyposta
se, Konkretion, Objektivierung,
Reifikation
Vergegenwärtigung Repräsentati
on
Vergehen 1. Delikt. 2. Sakrileg
vergeilen etiolieren
vergeistigen spiritualisieren, subli
mieren
vergeistigt ätherisch
vergelten revanchieren, sich
Vergeltung Revanche
Vergeltungsmaßnahme Repres
salie, Retorsion, Sanktion
vergesellschaften sozialisieren
Vergesellschaftung Sozialisierung
Vergessenheit Lethe
Vergewaltigung Stuprum
Vergiftung Entoxismus, Intoxikati
on, Toxikose
Vergiftungserscheinung Entoxis
mus
Vergleich 1. Parallele. 2. Kollation.
3. Akkord, Rezess. 4. Synkrise
vergleichbar äquiparabel, kommen
surabel, komparabel
Vergleichbarkeit Kommensurabilität, Komparabilität
Verfluchung
Verlust
1533
vergleiche confer
vergleichen 1. analogisieren,
kom-
parieren. 2. kollationieren
vergleichend synkritisch
Vergleichspunkt Tertium
Compa
rationis
vergleichsweise relativ
vergnügen, sich: amüsieren, sich
Vergnügen Amüsement, 'Fez, Gau
dium, Pläsier
vergnüglich amüsant
vergnügt fidel
Vergnügungsstätte Etablissement
Vergnügungssucht Eskapismus
vergnügungssüchtig eskapistisch
Vergoldung Auratur. Dekor
vergotten deifizieren
vergöttlicht apotheotisch
Vergöttlichung Apotheose
Vergottung Deifikation
Vergrößerungsgerät Mikroskop
Vergünstigungindult, Präferenz
vergüten bonifizieren, honorieren,
remunerieren
Vergütung Bonifikation,
Bonus,
Honorar, Provision. Remuneration
verhaften arretieren, inhaftieren
verhaltenseigen habituell
Verhaltensforscher Ethologe
Verhaltensforschung Ethologie
Verhaltensmuster Pattern
Verhaltensregel Direktive, In
struktion, Maxime
Verhältnis Proportion, Proportiona
lität, Relation
verhältnisgleich proportional
Verhältnisgleichung Proportion
verhältnismäßig 1. relativ. 2. pro
rata [parte]
Verhältnismäßigkeit Proportiona
lität, Relativität
Verhältniswahl Proportionalwahl,
Proporz
Verhältniswort Präposition
verhandeln diskurrieren, konferie
ren, parlamentieren, transigieren
Verhandeln Bargaining
Verhandlungsgegenstand Trak
tandum
Verhängnis Ananke, Fatalität, Fa
tum, Heimarmene
verhängnisvoll fatal, katastrophal
verhärten, sich: indurieren
verhärtet sklerotisch
Verhärtung Induration, Obdurati
on, Sklerose
verhauchend espirando, morendo
verheeren ruinieren
verheere nd desaströs, katastrophal,
ruinös
verheimlichen dissimulieren
Verheimlichung Dissimulation
verherrlichen glorifizieren, heroi
sieren
Verherrlichung 1. Apotheose, Glo
rifikation, Glorifizierung. 2.Doxologie
verhindern prohibieren, sabotieren,
torpedieren
verhindernd prohibitiv
verhöhnen insultieren
verhöhnend blasphemisch
Verhöhnung Insult
verholzen lignifizieren
Verholzung Lignifizierung
verhören inquirieren
verhüllen kaschieren
verhüllend euphemistisch
verhütend präservativ, präventiv,
prophylaktisch
Verhütung Prävention, Prophylaxe
Verhütungsmittel 1. Kondom, Prä
servativ. 2. Diaphragma, Femidom,
Intrauterinpessar, Pessar, Spirale.
3. Antibabypille, Antikonzeptivum,
Kontrazeptivum
verinnerlichen interiorisieren, in
ternalisieren
verinnerlicht internal
Verinnerlichung Interiorisation
Verjährung Präskription
verkalken kalzifizieren
Verkalkung Kalzifikation
verkappt larviert
Verkauf Alienation
verkaufen alienieren
Verkäufer Distributor
verkäuflich alienabel
Verkaufseinheit Banded Pack,
Bundling
Verkaufsförderer Salespromotor
Verkaufsförderung Promotion,
Salespromotion
Verkaufshäuschen Kiosk
Verkaufsleiter Salesmanager
Verkaufsschlager Bestseller
Verkaufstisch Büfett
Verkaufswagen Caravan
Verkaufswerbung Salespromotion
Verkehr Kommunikation
Verkehrsdichte Frequenz
Verkehrssteuer Akzise
Verkehrszeichen Signal
verkehrt pervers
verkieseln silifizieren
Verkieselung Silifikation, Silifizie
rung
verkitten zementieren
verklären idealisieren, romantisie
ren
Verklärung Apotheose, Idealisie
rung, Romantisierung
verkleben agglutinieren, konglutinieren
Verklebung Adhäsion, Agglutinati
on, Konglutination, Konkretion
verkleiden kostümieren, maskie
ren
Verkleidung Kostüm, Maskerade
verkleinern diminuieren, miniaturi
sieren, minimieren
verkleinernd diminutiv
Verkleinerung Diminution, Minia
turisierung, Minimierung
Verkleinerungssilbe Diminutiv
suffix
Verklumpung Agglutination
verknöchern ossifizieren
Verknöcherung
Eburnifikation,
Ossifikation
assoziieren, kombinie
ren, nektieren
verknüpfend assoziativ, kombinativ
Verknüpfung Assoziation, 'Kombi
nation, Komplex, Konnex, Nektion,
Synthese
Verknüpfungseiement Konnek
tor
Verknüpfungszeichen Funktor
verkommen demoralisiert
Verkommenheit Demoralisation
verkörpern personifizieren
verkörpern,sich: inkarnieren, sich
verkörpert inkarniert
Verkörperung Inkarnation, Mate
rialisation, Personifikation
verkrampft spasmisch
Verkrampfung Spasmus
verkümmern degenerieren
verkümmert rudimentär
verkündigen proklamieren
Verkündigung 1. Proklamation.
2. Kerygma
verkürzen abbreviieren, apokopieren
Verkürzung Abbreviatur, Kontrak
tur, Retraktion
Verlag Edition
Verlagerung Dislokation
Verlangen Desiderium, Konkupiszenz, Nisus
verlängern elongieren, prolongie
ren, prorogieren, protrahieren
Verlängerung Elongation, Prolon
gation, Prorogation, Protraktion
verlangsamen retardieren
Verlangsamung Retardation
verlässlich reliabel
Verlauf Prozess
verlaufend durativ
Verlautbarung Bulletin, Kommuni
que, Statement
verlegen I. edieren. II. perplex
Verlegenheit Bredouille, Kalami
tät, Perplexität
verlegerisch editorisch
Verlegerzeichen Signet
Verletzbarkeit Vulnerabilität
verletzen blessieren, lädieren
verletzend zynisch
verletzlich 1. mimosenhaft. 2. vulne
rabel
verletzt pikiert
Verletzung Blessur, Läsion, Trauma
verleugnen desavouieren
verleumden diffamieren
verleumderisch diffamatorisch
Verleumdung Diffamierung
verliebt amourös
Verlierer Loser
verlockend attraktiv
verloren 1. futschikato, perdu. 2. ka
putt
verlöschend espirando, estinguendo, smorzando
Verlosung Lotterie, Tombola
Verlust Defizit, Minus, Rapuse
verknüpfen
1534
Vermächtnis
Vermächtnis 2Legat, Testament
vermännlichen virilisieren
vermännlicht android, viril
Vermännlichung Androgynie,
Maskulinisierung, Virilismus
Vermehrbarkeit Addibilität
vermehren augmentieren
Vermehrung Propagation
vermeintlich putativ
vermengt promiscue
vermenschlichen anthropomor-
phisieren, personifizieren
Anthropomor
phose, Personifikation
Vermerk Notabene, Notiz
vermessen 'hybrid
Vermessenheit Hybris
Vermessungsingenieur Topo
graf
Vermessungswesen Geodäsie
Vermietung Leasing
vermindern dezimieren, diminuieren, reduzieren, subtrahieren
Verminderung Degression, Dekre
ment, Diminution, Reduzierung,
Subtraktion
Vermischtes Diversa, Miszellen,
Varia
Vermischung Anamixis, Diffusion,
Synkrise
vermitteln intervenieren, interzedieren
Vermittler Intervenient
Vermittler Remisier
Vermittlung Intervention
Vermittlungsbüro Agentur
Vermittlungsgebühr Provision
vermodern humifizieren
Vermodern Humifikation
Vermögen 1. Finanzen, Kapital,
Substanz. 2. Kompetenz
vermögend potent
Vermögensreserve Fonds
Vermögensschätzung Zensus
Vermögensverhältnisse Finanzen
Vermögensverzeichnis Inventar
Vermögenswerte Aktiva
vermummen maskieren
vermuten 1. tippen, kombinieren.
2. präsumieren
vermutlich präsumtiv
Vermutung 1. 'Kombination. 2. Prä
sumtion
vernachlässigen negligieren
verneinen negieren
verneinend 1. negativ, nihilistisch.
2. remotiv
Verneinung Negation, Negierung
Verneinungswort Negation
vernichten annihilieren, killen
vernichtend kataklystisch
Vernichtung Annihilation, Kataklysmus
verniedlichen bagatellisieren
Vernunft Dianoia, Eubulie, Logos,
Räson, Ratio
vernünftig logisch, rational, ratio
nell
vernunftlos alogisch
Vermenschlichung
1. different, disparat,
divers, inegal. 2. heterogen
Verschiedenartigkeit Heterogeni
phistikation
tät
vernunftwidrig alogisch, irrational
Verschiedenes Diverses, Varia
Vernunftwidrigkeit Alogismus, Ir
verschiedengestaltig heterorationalität, Paralogie
morph, polymorph
veröffentlichen edieren, promul
Verschiedengestaltigkeit Hetegieren, publizieren
romorphie, Polymorphie
Veröffentlichung 1. Promulgation,
Verschiedenheit Disparität
Publizierung. 2. Publikation
Verschlankung Leanproduction
verordnen dekretieren, ordinieren
verschlechtern depravieren
Verordnung 1. Dekret, Edikt, Kon
Verschlechterung Depravation
stitution, Präskription, Regulativ.
Verschleierung Kollusion
2. Ordination
verschleppen deportieren
verpacken emballieren, paketieren
Verschleppung Deportation
Verpackung Emballage, Tara
verschließen okkludieren, sekretie
Verpackungsgewicht Tara
ren
Verpackungskunst Empaquetage
Verschließung Okklusion
verpestend mefitisch
Verschlimmerung Aggravation,
verpestet pestilenzialisch
Alteration, Exazerbation, Progre
verpflanzen deplantieren, trans
dienz
plantieren
verschlossen 1. reserviert. 2. intro
Verpflanzung Deplantation, Trans
vertiert
plantation
Verschlossenheit Reserve
Verpflegung Catering, Fressalien,
verschlucken devorieren
Furage, Menage, Proviant, Trakta
Verschluss Okklusion
ment
verschlüsseln chiffrieren, encodie
Verpflegungssatz Ration
Verpflegungswesen Catering
ren, codieren
Verschlüsselung Encodierung, Co
verpflichten engagieren
dierung
verpflichtend obligatorisch
Verschlüsselungslehre Kryptolo
Verpflichtung 1. Diktat, Obligatori
um. 2. Engagement, Obligation, Ob
gie
Verschlusslaut Explosivlaut
ligo
verschmelzen 1. fusionieren, unifi
Verpflichtungsschein 3Revers
zieren. 2. diffundieren, kopulieren.
Verrechnung 1. Clearing. 2. Kom
3. kontaminieren
pensation
Verrechnungsbetrag Diskont
Verschmelzung 1. Fusion, Unifizie
Verrechnungsverfahren Clearing
rung. 2. Agglutination, Kopulation.
3. Kontamination
Verreibung Trituration
verschmutzen kontaminieren
verrenken deartikulieren, luxieren
Verschmutzung Kontamination
Verrenkung Deartikulation, Kon
verschneiden kastrieren
torsion, Luxation
Verschneidung Kastration
verringern diminuieren, minimie
Verschnittener Kastrat
ren, redimensionieren, reduzieren
verringert reduziert
verschnörkelt arabesk, barock
Verringerung Diminution, Mini
verschönern idealisieren
verschorft krustös
mierung, Reduktion
verschreiben rezeptieren
verrückt 1. idiotisch, machulle, me
schugge, spleenig. 2. paranoisch
verschroben exzentrisch, skurril,
Verrücktheit 1. Raptus, Spleen.
spleenig
Verschrobenheit Exzentrizität,
2. Paranoia
versachlichen objektivieren
Skurrilität, Spleen
Versachlichung Objektivierung
Verschulden Culpa
Versagen Insuffizienz
verschwenderisch luxuriös
Versager Loser, Paliawatsch
Verschwendung Luxus
Versakzent Iktus
verschwiegen diskret
versammeln, sich: kongregieren,
Verschwiegenheit Diskretion
reunieren
verschwommen diffus, vage
Versammlung Assemblee, Konfe
verschwören, sich: konspirieren
renz, Meeting
Verschwörer Konspirant
Versandabteilung Expedit, Expe
verschwörerisch konspirativ
dition
Verschwörung Komplott, Konspi
verschärfen eskalieren, radikalisie
ration
ren
Versehen Lapsus
Verschärfung Eskalation, Radikali
verselbstständigen, sich: emanzi
sierung
pieren, sich
verschicken deportieren
Verselbstständigung Emanzipati
Verschickung Deportation
on
Vernunftsatz Apriori
Vernunftschluss Logismus,
verschieden
So-
verwalten
1535
expedieren, spedieren,
transportieren
Versendung Expedition, Spedition,
Transport
versenken, sich: kontemplieren,
meditieren
Versenkung Kontemplation, Medi
tation
Verseschmied Poetaster
versetzen kommandieren
Versetzungszeichen Akzidens
verseuchen kontaminieren
Verseuchung Kontamination
Versicherer Assekurant
versichern assekurieren, asserieren
Versicherter Assekurat
Versicherung Affidavit, Asseku
ranz, Assertion
Versicherungsbeitrag Prämie
Versicherungsnehmer Assekurat
Versicherungsträger Assekurant
Versicherungsvertrag Police
versiegeln bullieren, petschieren
versinnbildlichen allegorisieren,
symbolisieren
Versinnbildlichung Symbolisie
rung
Verslehre Metrik
Versmaß Metrum
versöhnlich konziliant
Versöhnlichkeit Konzilianz
Verspannung Myogelose
versperren blockieren, verbarrika
dieren
verspotten parodieren, persiflieren
verspottend delusorisch, parodis
tisch
Verspottung Delusion, Parodie,
Persiflage
versprühen sprayen
verstaatlichen nationalisieren, sä
kularisieren, sozialisieren
Verstaatlichung Nationalisierung,
Sozialisierung
verstädtern urbanisieren
Verstädterung Urbanisation
Verstand Intellekt, Nus, Ratio
verstanden I. roger. II. capito
verstandesmäßig intellektuell, ra
tional
Verstandesmäßigkeit Intellektualität, Rationalität
Verstandesmensch Rationalist
verständig intelligent, rational
verständigen, sich: kommunizieren
Verständigung 1. Kommunikation.
2. Modus Vivendi
Verständigungsmittel Interpretament
verständlich explikabel, luzid, plau
sibel
Verständlichkeit Luzidität, Plausi
bilität
Verständnis Resonanz
verständnisvoll tolerant
verstärken gradieren, intensivieren
verstärkt sforzato
Verstauchung Distorsion
versteckt latent
versenden
Verstecktheit Latenz
verstehbar transparent
Verstehbarkeit Transparenz
verstehen kapieren
versteifen, sich: erigieren
Versteifung Erektion, Konsolidati
on, Rigidität
Versteigerer Auktionator
versteigern auktionieren, lizitieren
Versteigerung Auktion, Lizitation
versteinern petrifizieren
Versteinerung Apolithose, Petre-
fakt
Versteinerungsvorgang
Petrifi
kation
verstellen, sich: simulieren
Verstellung Hypokrisie, Komödie,
Simulation
versteuern akzisieren
verstiegen extravagant, exzentrisch
Verstiegenheit Extravaganz, Ex
zentrizität
verstimmt 1. dysphorisch.
Verstimmung Dysphorie,
2. pikiert
Dysthy
mie
verstofflichen materialisieren
verstopfen obstipieren, obstruieren
verstopfend obstruktiv
Verstopfung Koprostase, Obstipa
tion, Obstruktion, Obturation
verstören schocken
Verstoß 1. Fauxpas. 2. Foul
Verstrahlung Kontamination
verstreut sporadisch
verstümmeln mutilieren
Verstümmelung Mutilation
Versuch Experiment, Tentamen,
Test
versuchen
experimentieren, probie
ren, testen
Versuchsbühne Studio
Versuchsperson Proband
versuchsweise tentativ
vertagen prorogieren
vertagend prorogativ
Vertagung Prorogation
vertauschbar kommutabel,
kom
mutativ
Vertauschbarkeit Kommutation
vertauschen kommutieren, permu
tieren
Vertauschung Permutation
verteidigen apologisieren
verteidigend defensiv
Verteidiger 1. Defensor. 2. Apologet
Verteidigung 1. Defensive. 2. Apolo
gie
Verteidigungsbündnis
Defensiv
allianz
Verteidigungskrieg Defensivkrieg
verteilen dekonzentrieren, disper
gieren, distribuieren
Verteiler Distribuent
Verteilung Dekonzentration,
Dis
persion, Distribution
Verteilungsgrad Dispersität
vertieft konkav
Vertonung Melodie
Vertrag Kontrakt, Konvention, Pakt
verträglich kompatibel, soziabel
Verträglichkeit Kompatibilität,
So
ziabilität
Vertragsabschluss Bargaining
Vertragsabschnitt Artikel, Para
graf, Passus
vertragsbrüchig illoyal
Vertragsgegenstand Objekt
Vertragspartner Kontrahent
vertragstreu loyal
Vertragstreue Loyalität
Vertragsurkunde Kontrakt
Vertrauen Kredit
Vertrauensbruch Indiskretion
vertrauenswürdig seriös
Vertrauenswürdigkeit ‘Kredit
vertraulich diskret, entre nous, fa
miliär, intern, privat
Diskretion, Fami
liarität, Intimität
vertraut intim, privat
Vertraute Intima
Vertrauter Intimus
Vertrautheit Intimität
vertretbar fungibel
vertreten repräsentieren
Vertreter Agent, Repräsentant
Vertretung Agentur, Repräsentanz,
Repräsentation
vertretungsweise kommissarisch
Vertriebsgestaltung Franchise,
Franchising, Marketing, Merchan
dising
Vertriebskaufmann Salespromo
tor
Vertrocknung Desikkation
vertuschen kaschieren
verunglimpfen diffamieren
verunsichern irritieren
Verunsicherung Irritation
verunstalten deformieren, difformieren
verunstaltet deform
Verunstaltung Deformation
vervielfachen potenzieren, multi
plizieren
Vervielfachung Multiplikation
vervielfältigen fotokopieren, hek
tografieren
Vervielfältigung 1. Multiplikation.
2. Hektografie, Reproduktion
Vervielfältigungszahl Faktor
Vervielfältigungszahlwort Multiplikativum
vervollkommnen perfektionieren
vervollkommnungsfähig perfektibel
vervollkommnungsunfähig imperfektibel
vervollständigen assortieren,
komplettieren
Vervollständigung Integration,
Komplettierung
verwachsen adhärent
Verwachsung Adhäsion, Konkreti
on, Symphyse
verwahren asservieren
Verwahrungsort Depositorium
verwalten administrieren
Vertraulichkeit
1536
Verwalter
Verwalter
Administrator, Kurator,
Sequester
Verwaltung
Administration, Gesti
on
Verwaltungsapparat Bürokratie
Verwaltungsbehörde Administra
tion
Departement,
Distrikt, Gouvernement, Kanton,
Rayon
Verwaltungsgebiet Provinz
Verwaltungskosten Regie
Verwaltungsstelle Instanz
verwandeln metamorphosieren
verwandelt anamorphotisch
Verwandlung Metamorphose
verwandt 1. apparentiert. 2. affin
Verwandtschaft l.Aszendenz,
Deszendenz, Mischpoche. 2. Affini
tät
Verwandtschaftszweig Linie
Verwechslung Quidproquo
verwegen 1. martialisch, phaetonisch. 2. ardito
verweiblichen feminieren, feminisieren
verweiblicht effeminiert
Verweiblichung Eviration, Femini
sierung
verweigern abnuieren
verweilend statarisch
Verweis Lektion
verweisen relegieren
verweltlichen säkularisieren
Verweltlichung Säkularisierung
Verwendbarkeit Fungibilität
verwerfen 1. abjizieren. 2. rejizieren
Verwerfung 'Kassation, Rejektion
verwesen putreszieren
Verwesung Putrefaktion, Putreszenz
verwickeln involvieren, komplizie
ren
verwickelt kompliziert
Verwicklung Komplikation
verwirklichen materialisieren,
praktifizieren, realisieren
verwirklicht aktual
Verwirklichung Konkretion, Reali
sation, Realisierung
verwirren derangieren, desorientie
ren, irritieren
verwirrt konfus, perplex
Verwirrtheit Amentia, Delirium
Verwirrung Chaos, Derangement,
Desordre, Irritation, Konfusion,
Perplexität
verworren abstrus, kompliziert,
konfus, nebulös
verwundbar vulnerabel
Verwundbarkeit Vulnerabilität
Verwundung Blessur
verwünschen detestieren, exsekrieren, vermaledeien
Verwünschung Detestation, Exse
kration
verwüsten ruinieren
Verwüstung Desertifikation
verzagt decouragiert
Verwaltungsbezirk
verzehren konsumieren
verzeichnen katalogisieren,
regis
trieren
Index, Katalog, Kon
spekt, Matrikel, Register
Verzeihung Pardon
verzerrt anamorphotisch
Verzicht 1. Resignation. 2. Karenz
verzichten resignieren
verziehen pikieren
verzieren 1. garnieren, ornamentie
ren. 2. inkrustieren
Verzierung 1. Arabeske, Dekor,
Garnitur, Koronis, Ornament. 2. In
krustation, Melisma
Verzierungskunst Ornamentik
verzögern 1. retardieren. 2.protrahieren
verzögernd dilatorisch, retardie
rend
verzögert protrahiert
Verzögerung 1. Retardation. 2. Pro
traktion, Retardierung
verzollen ausklarieren
Verzollung Ausklarierung
verzückt ekstatisch, seraphisch
Verzückung Ekstase
verzweifachen dualisieren, duplieren, duplizieren
verzweifelt desperat
Verzweiflung Desperation
verzweigen, sich: ramifizieren
verzweigt dendritisch
Verzweigung Bifurkation, Ramifikation
Vetter Cousin
Vetternwirtschaft Nepotismus
viehisch bestialisch
viel 1. en masse. 2. molto
viel-. Viel- multi..., Multi...; poly...,
Poly...
vieldeutig hermetisch
Vieldeutigkeit Hermetismus
Vieleck Polygon
vieleckig polygonal
Vielehe Polygamie
Vielfachsehen Polyopie
Vielfachzucker Polysaccharid
Vielfalt Babylonismus, Diversifikati
on, Diversität, Spektrum
vielfältig multipel
Vielfältigkeit Diversität
vielfarbig polychrom
Vielfarbigkeit Polychromie
Vielfingrigkeit Polydaktylie
vielflächig polyedrisch
Vielflächner Polyeder
vielgestaltig polymorph
Vielgestaltigkeit Polymorphie
vielgliedrig polynomisch
Vielgötterei Polytheismus
vielleicht eventualiter, eventuell
Vielmännerei Polyandrie
vielschichtig differenziert, kom
plex, multidimensional
Vielschichtigkeit Komplexität,
Multidimensionalität
Vielschreiber Skribent
vielseitig multilateral, universell
Verzeichnis
Vielseitigkeit Universalität
vielsprachig polyglott
vielteilig polymer
Vielvölkerstaat Nationalitäten
staat
Vielweiberei Polygamie, Polygynie
vielwertig multivalent
Vielzahl Pluralität
vielzählig polymer
Vielzeller Histozoa
Vielzweckmessgerät Polymeter
vier-. Vier- quadri..., Quadri...; te
tra..., Tetra...
Vierbund Quadrupelallianz
Viereck Karree, Quadrangei,
Qua
drat, Tetragon
viereckig quadrangulär, quadra
tisch, tetragonal
Vierflächner Tetraeder
Vierfüßer Tétrapode
Viergespann Quadriga
vierhändig à quatre mains
Vierheit Tetrade
Vierpolröhre Tetrode
vierstimmig à quatre parties
Viertagewechselfieber Quartana
Vierteljahr Quartal
vierteljährlich quartaliter
Viertelkreis Quadrant
Viertelnote Semiminima
Viertelröhre Quarterpipe
viertrangig quartär
Vierundzwanzigflächner Hexakistetraeder
vierzählig tetramer
Violettblindheit Tritanopie
Vitamin-D-Mangelkrankheit Ra
chitis
Vitaminmangelkrankheit Hypo
vitaminose
vogel-, Vogel- ornitho..., Ornitho...
Vogelgesicht Opisthognathie
Vogelhaus Aviarium
Vogelkäfig Voliere
Vogelkunde Ornithologie
Vogelkundler Ornithologe
Vogelmuschel Pinna
Vogelnesterkunde Kaliologie
Vogelscheuche Popanz
Vogelversteinerung Ornitholith
Vogelwelt Ornis
Völker-, Völker- ethno..., Ethno...
Völkerkunde Ethnografie, Ethnolo
gie
Völkerkundler Ethnologe
völkerkundlich ethnografisch,
ethnologisch
Völkermord Genozid
Völkername Ethnikon
Völkerrecht 'Jus Gentium
volles-, Volks- demo..., Demo...
Volksabstimmung Plebiszit, Refe
rendum
Volksaufwiegelung Demagogie
Volksbefragung Demoskopie, Ple
biszit
Volksbeschluss Plebiszit
Volksentscheid Referendum
Volkserhebung Insurrektion
vornehm
1537
Volksherrschaft Demokratie
Volkskunde Folklore
Volkskundler Folklorist
Volksliedersingen Hootenanny
Volksliedforschung Folkloristik
volksliedhaft folkloristisch
volkstümlich demotisch, populär
Volkstümlichkeit Popularität
Volksverführer Demagoge
Volksverführung Demagogie
Volksvertretung Parlament
Volkswirtschaftslehre Kamera
lien, Nationalökonomie, Sozialöko
nomie
Volkszählung Zensus
Volkszugehörigkeit Nationalität
voll 1 .massiv. 2.komplett. 3.pieno
voll-. Voll- l.holo..., Holo... 2. Plenar...
vollblütig plethorisch
vollenden perfektionieren
vollendet genial, perfekt
Vollendung Finish, Perfektion
vollflächig holoedrisch
Vollflächigkeit Holoedrie
völlig holotisch, total
Vollinsekt Imago
volljährig majorenn
vollkommen absolut, ideal, klas
sisch, perfekt
Vollkommenheit Ideal, Perfektion
Vollmacht Autorisation, Carte
blanche, Epitrope, Kreditiv, Man
dat, Prokuration
Vollmond Plenilunium
Vollschmarotzer Holoparasit
vollständig exhaustiv, holotisch, in
extenso, in toto, komplett, total
Vollständigkeit Exhaustivität, To
talität
Vollständigkeitsprüfung Kollati
on
vollstimmig pieno
Vollstrecker Exekutor
Vollstreckung Exekution
Vollstreckungsverfahren Kon
kurs
volltönend sonor
Vollversammlung Plenum
vollzählig in pleno, komplett
Vollzug Akt
vor-. Vor- ante..., Ante...; prä...,
Prä...
Vorabdruck Preprint
vorahnend divinatorisch
voran-. Voran-prä..., Prä...
vorankommen arrivieren, prospe
rieren
Voranschlag Budget, Kalkulation
voranstellen präponieren
vorantreiben akzelerieren, dynami
sieren, forcieren
Vorarbeiter Polier
voraus-. Voraus- prä..., Prä...
Vorausabteilung Avantkorps
vorausahnend visionär
vorausberechnen rendern
vorausbestellen subskribieren
Vorausdenken Prämeditation
Vorausdruck Preprint
Vorausgegangenes Antezedens
Voraussage 1. Divination, Prädikti
on, Prophetie. 2. Prognose
1. prophezeien.
2. prognostizieren
vorausschauend divinatorisch,
prophetisch
voraussetzen präsumieren, supponieren
Voraussetzung Hypothese, Prämis
se, Supposition
voraussichtlich präsumtiv
vorausweisen präfigurieren
vorausweisend kataphorisch
vorauswirkend proaktiv
Vorauszahlung Pränumeration
Vorbedeutung Auspizium, Omen
Vorbehalt Kautel, Klausel, Reser
vat
vorbei ex, futschikato, passé
Vorbeimarsch Defilee, 'Parade
vorbeimarschieren defilieren, pa
radieren
vorbeiziehen paradieren
Vorbemerkung Intro, Prolegome
non
vorbereiten inszenieren, präparie
ren
vorbereitend präliminär, propädeu
tisch
Vorbereitung Präliminare
Vorbereitungszeit Stage
vorbestellen reservieren
Vorbetrachtung Prolegomenon
vorbeugend präservativ, präventiv,
prohibitiv, prophylaktisch
Vorbeugung Prävention, Prophyla
xe
Vorbeugungsmittel Prophylakti
kum
Vorbild 1. Ideal. 2. Modell
vorbildlich exemplarisch, program
matisch
Vorbote Symptom
Vordenker Scout
vorderer anterior
Vordersatz Lemma, Prämisse
Vorderseite Avers, Fassade, Front
vordringlich akut, primär
Vordruck Formular
voreingenommen parteiisch, sub
jektiv
Voreingenommenheit Präokku
pation, Subjektivität
Voreiszeit Präglazial
voreiszeitlich präglazial
Vorentscheidung Präjudiz
Vorentwurf Hypothese, Konzept
Vorerziehung Propädeutik
Vorfahr Aszendent
Vorfall 1. Affäre. 2. Prolaps
vorfühlen sondieren
vorführen demonstrieren
Vorführer Demonstrator
Vorführung 1. Demonstration.
2. Show
Vorgang Action, Akt, Prozess, Sze
ne
voraussagen
fingieren, mimen, präten
dieren, simulieren
vorgeblich fiktiv, nominell
Vorgehen Aktion
Vorgehensweise Taktik, Methode
Vorgericht Entree, Horsd’œuvre
Vorgeschichte Prähistorie
vorgeschichtlich prähistorisch
vorgesehen designatus
Vorgesetzter Boss, Chef
Vorgriff Antizipation
vorhaben projektieren
Vorhaben Intention, Projekt
Vorhalle Lobby, Vestibül
vorhanden existent
Vorhandensein Existentia, Exis
tenz
Vorhandschlag Forehand
Vorhang Gardine, Portiere
Vorhaut Präputium
Vorhautbändchen Frenulum
Vorhautentzündung Posthitis
Vorhautverengung Phimose
Vorherbestellung Subskription
vorherbestimmen prädestinieren
Vorherbestimmung Prädestinati
on
vorhererkennen prognostizieren
Vorherrschaft Dominanz, Hege
monie, Prädomination, Prävalenz
vorherrschen dominieren, prädo
minieren, prävalieren
vorherrschend dominant, präva
lent
vorhersagbar prädiktabel, prädiktiv
Vorhersage 1. Prädiktion, Progno
se. 2. Prophezeiung
Vorhersagen 1. prognostizieren.
2. prophezeien
vorhersagend prognostisch
Vorhölle Limbus
Vorkämpfer Avantgarde, Avantgar
dist, Pionier, Protagonist
vorkämpferisch avantgardistisch
Vorkehrung Kautel
Vorkommnis Kasus
vorladbar evokabel
vorladen evozieren, vozieren, zitie
ren
Vorladung Evokation
Vorladungsschreiben Evokatorium
Vorlage ¡.Original, Motiv, Schablo
ne. 2. Präsentation
vorläufig ad interim, interimistisch,
präliminär, pro tempore, proviso
risch
vorlegen präsentieren
Vorlesung Kolleg
Vorliebe Faible, Interesse, Passion
Vormachtstellung Domination,
Hegemonie
vormerken notieren
Vormerkung Nota
vormittags ante meridiem
Vormittagsveranstaltung Mati
nee
vornehm aristokratisch, distin-
vorgeben
1538
Vornehmheit
guiert, elegant, fashionabel, feudal,
gentlemanlike, illuster, ladylike, no
bel, patrizisch
Vornehmheit Eleganz, Fashion,
Noblesse
Vorplaner Projekteur
Vorprüfung Physikum, Tentamen
Vorrang Präferenz, Primat, Priorität
vorrangig primär
Vorrangigkeit Priorität
Vorrat Reserve, 2Store, Substanz,
Supply
vorrätig loco
Vorratsbehälter Reservoir
Vorratshaltung Stockpiling
Vorratshaus Magazin
Vorratslager Arsenal
Vorrecht Monopol, Priorität, Privi
leg
Vorrede Prolegomenon, Prolog
vorsagen soufflieren
Vorsager Souffleur
Vorsagerin Souffleuse
Vorsänger Präzentor
Vorsatz Dolus
vorsätzlich dolos
Vorschlussrunde Semifinale
vorschreibend präskriptiv
Vorschrift Formalität, Instruktion,
Normativ, Präskription, Regulativ
Vorschriften Normalien, Regle
ment
vorschriftsmäßig lege artis, nor
mal, regulär
Vorschriftsmäßigkeit Normali
tät
vorsehen designieren
Vorsehung Fatum, Providenz
vorsetzen präponieren
Vorsichtsmaßregeln Kautelen
Vorsilbe Präfix
Vorsitz Präsidium
vorsitzen präsidieren
Vorsitzender 1. Chairman, Präsi
dent, Senior. 2. Präses, Präside
Vorsorgemedizin Präventivmedi
zin
Vorsorgeuntersuchung Check-up
Vorspann Trailer
Vorspeise Entree, Horsd’œuvre
vorspiegeln bluffen, mimen, mysti
fizieren
Vorspiegelung Bluff, Mystifikation
Vorspiegelungen potemkinsche
Dörfer
Vorspiel 1. Präliminare. 2. Intro,
Präludium
Vorspinnmaschine Flyer
Vorsprung Avance
Vorstand 1. Direktion, Direktorium.
2. Präses
Vorsteher 1. Direktor. 2. Regens
Vorsteherdrüse Prostata
vorstellbar imaginabel
vorstellen präsentieren
vorstellen, sich: imaginieren
Vorstellung 1. Präsentierung.
2. Theater. 3. Idee, Illusion, Fanta
sie, Theorie
Vorstellungskraft
Imagination,
Fantasie
Vorstellungswert Ideologem
Vortänzer Go-go-Boy
Vortänzerin Go-go-Girl, Primabal
vorzugsweise
Vulkanausbruch Eruption
Vulkantrichter 'Krater
w
lerina
fingieren, markieren,
mimen, simulieren
Vortäuschung Maskerade, Simula
tion
Vorteil 1. Avantage, Interesse, Plus,
Prä, Profit. 2. Advantage
vorteilhaft interessant, lukrativ, op
portun, positiv, profitabel, rentabel
Vortrag 1. Referat. 2. Deklamation,
Rezitation
vortragen 1. referieren. 2. deklamie
ren, rezitieren
Vortragender Referent
Vortragsfolge Programm
Vortragskunst Deklamatorik
Vortragskünstler Deklamator, Di
seur, Rezitator
Vortragskünstlerin Diseuse
Vortragsreihe Kurs
vortrefflich I. exzellent, luminös.
II. à la bonne heure, bravo
Vortrefflichkeit Arete
vorübergehen passieren
vorübergehend 1. ephemer, episo
disch, kommissarisch, momentan,
temporär. 2. transitorisch
Vorübergehender Passant
Vorüberlegung Prämeditation
vorüberziehen defilieren
Vorurteil Präokkupation, Stereo
typ
Vorurteilslosigkeit Liberalität
Vorvergangenheit Plusquamper
fekt
Vorverhandlung Präliminare
Vorwand Finte
Vorwärmer Rekuperator
vorwärts allez, allons, avanti, dalli,
en avant
Vorwegnahme Antizipation, Prä
okkupation
vorwegnehmen antizipieren, präokkupieren
vorwegnehmend antizipativ, antizipatorisch, proleptisch
Vorweihnachtszeit Advent
vorweisen präsentieren
vorwiegend prävalent
Vorwort Prolegomenon, Prolog
Vorwurf 1. Reformande, Zigarre.
2. Motiv, Sujet, Thema
Vorzeichen Auspizium, Omen,
Prognostikon
vorzeigbar präsentabel
vorzeigen präsentieren
vorziehen präferieren
Vorzimmer Entree
Vorzug Präferenz
vorzüglich exklusiv, exquisit, exzel
lent, famos, optime, picobello, pri
ma, primissima, statiös, superb
Vorzugsrecht Priorität
Vorzugsstellung Primat
katexochen, par pré
férence
vortäuschen
waagerecht horizontal
Waagerechte Abszisse,
Horizonta
le
wachend vigil
Wacholderbranntwein
Genever,
Gin
Wachs Cera
Wachsbild Zeroplastik
Wachsbildnerei Zeroplastik
Wachsfigurensammlung Panop
tikum
Wachsgravierung Zerografie
Wachsmalerei Kerografie
Wachsstein Kerolith
Wachstum Vegetation
Wachstumsbeschleunigung
Ak
zeleration
Wachstumsdrüse Thymus
Wachstumshormon Somatotropin
Wachstumszeitraum Vegetations
periode
Wade Sura
Wadenbein Fibula
wadenlang midi
Waffenausrüstung Armierung
Waffengewalt Armipotenz
Waffenlager Arsenal
Waffenschmiedekunst Armüre-
rie
Wagemut Courage
wagen hasardieren, riskieren
Wagen 1, Waggon. 2. Auto
Wagenaufbau Karosserie
Wagenoberbau Karosserie
Wagenschuppen Remise
Wagnis Experiment, Risiko, Va
banquespiel
Wahl Elektion, Poll
Wählender Elektor
Wähler Elektor
Wählerauftrag Mandat
Wahlfeldzug Kampagne
wahlfrei fakultativ, optional
Wahlmöglichkeit 1. Alternative.
2. Option
Wahlschuld Alternativobligation
Wahlspruch Devise, Motto, 'Pa
nier, 2Parole, Slogan
Wahlstimmenwerbung
Canvas
sing
wahlweise alternativ
Wahn Illusion
Wahngebilde Phantasmagorie
Wahnsinn Insania, Phrenesie
wahnsinnig insan, phrenetisch
Wahnvorstellung ¡.Monomanie,
Paranoia. 2. Phantom
wahrhaft veritabel
Wahrheitsnachweis
Verifikation
Wasserstraße
1539
wahrnehmbar
ɪ. perzeptibel, sensu
ell. 2. apparent
Kelim, Ta
pisserie
Wahrnehmbarkeit Perzeptibilität
wahrnehmen 1. apperzipieren, per-
zipieren. 2. registrieren
1. Apperzeption,
Impression, Perzeption. 2. Registrie
rung
Wahrnehmungsfähigkeit Perzep
tibilität
Wahrsagekunst Divination, Mantik
Wahrsager Nigromant
Wahrsagerin Sibylle
wahrscheinlich präsumtiv, proba
bel
Wahrscheinlichkeit Probabilität
Wahrscheinlichkeitsschluss Enthymem
Währungsabwertung Devalvation
Währungsaufwertung Revalvati
on
Währungserhöhung Revalorisie
rung
Währungsreserven Devisenreser
ven
Währungssystem Monetarsystem
Währungsverhältnis Parität
Wahrzeichen Symbol
Waldhorn Corno da Caccia
Waldrebe Klematis
Wahrnehmung
Wallberg2Os
Walrat Cetaceum
wälzen volvieren
walzenförmig zylindrisch
Wälzsprung Straddle
Wandbrett Konsole
wandelbar alterabel, mutabel,
pro-
teisch, variabel
Wandelbarkeit
Wandteppich Gobelin,
Labilität, Mutabili
tät, Versatilität
Wandelf lugzeug Convertiplane
Wandelgang Deambulatorium,
Foyer
Wandelhalle Foyer, Lobby
Wandeiröschen Lantana
Wandelschuld Verschreibungen
Convertible Bonds
Wandelstern Planet
Wanderbühne Thespiskarren
Wanderfeldbau Shifting Cultiva
tion
Wanderherz Kardioptose
Wanderleber Hepatoptose
wandern nomadisieren
wandernd 1. ambulant. 2.migrato-
risch, nomadisch, transhumant
Wanderniere Nephroptose
Wanderprediger Evangelist
Wanderschäferei Transhumanz
Wandertrieb Poriomanie
Wanderung 1. Exkursion, Tour,
Trekking. 2. Migration. 3. Ektopie
Wandmalerei Freskomalerei, Sec
comalerei, Sgraffito
Wandpf eiler Pilaster
Wandschirm Paravent
Wandspiegel Trumeau
wandständig parietal
WandverkleidungLambris, Tapete
Wange Bucca
Wangenmuskel Bukzinator
Wangenrot Rouge
Wangenspalte Meloschise
wankelmütig versátil
Wanzen Heteroptera
Wappenbrief Armales
Wappenbuch Armorial
Wappenforscher Heraldiker
Wappenkunde Blason, Heraldik
Wappenkundiger Armorist, Heral
diker
Wappenschild
Blason
Ware Artikel
Warenabsatz Placement
Warenangebot 1. Programm,
Wartezeit Karenzzeit
Warze Verruca
warzenähnlich verruziform
warzenartig papillar
warzenförmig papillar, verrukös
Warzengeschwulst Papillom
Warzenhof Halo
warzig papillös, verrukös
Waschbecken Lavabo, Lavor
Wäsche Linge
Wäscheaufseherin Lingère
Wäschegeschäft Lingerie
Wäschekammer Lingerie
Wäschetrockner Tumbler
Waschzwang Ablutomanie
wasser-, Wasser- hydato..., Hyda-
to...; hydro..., Hydro...
Sorti
ment. 2. Offerte
Warenausfuhr Export
Warenaustausch Baratt
Warenauszeichnung Labeling
Warenballen 'Ballot, Kollo
Wareneinfuhr Import
Warengestell 'Regal
Warenhausabteilung Rayon
Warenkennzeichnung Etikett
Warenlager Assortiment, Stock
Warenlotterie Tombola
Warenposten Partie
Warenprobe Sample
Warenrechnung Faktur
Warentausch Baratt
Warenverkauf Basar
Warenverpackung Emballage
Warenvorrat Stock
Warenzeichen Trademark
warmblütig homöotherm
Warmblütigkeit Homöothermie
Wärme Calor
wärme-, Wärme-thermo..., Ther
mo...
wärmebeständig thermostabil
Wärmebett Couveuse
wärmedurchlässig diatherm
Wärmegrad Temperatur
Wärmehaube Cloche
Wärmeheilverfahren Diathermie,
Thermotherapie
Wärmelehre Kalorik
Wärmemessgerät Kalorimeter
Wärmeplatte Rechaud
WärmespeicherThermophor
Wärmestrahlung Infrarot
wärmeunbeständig thermolabil
Warmluftballon Montgolfière
Warmluftbewegung Thermik
Warmwasserbereiter Boiler
warmzeitlich interglazial
warnen alarmieren, signalisieren
warnendexemplarisch, symptoma
tisch
Warnung Alarm
Warnungsruf Kassandraruf, Mene
tekel
Warnungszeichen 1. Symptom.
2. Menetekel
Warnzeichen Alarm, Signal
Wasserbautechnik Hydrotechnik
Wasserbecken Bassin
wasserblütig hydrogam
Wasserbrotwurzel Kolokasie
Wasserbruch Hydrozele
Wasserdampf Vapor
wasserdicht hermetisch, water
proof
Wasserdruckpresse
hydraulische
Presse
Wasserentnahmestelle Hydrant
Wasserentzug Dehydratation
Wasserfall Kaskade, 'Katarakt
Wasserfloh Daphnia, Kladozere
Wasserflugzeug Hydroplan
wasserfrei anhydricus
wassergeschützt waterproof
Wassergeschwulst Hygrom
Wasserglätte Aquaplaning
Wassergraben Aryk, Gracht, Ka
nal
wasserhaltig aquiferisch
Wasserharnruhr Diabetes
insipi
dus
Wasserheilkunde Hydrotherapie
Wasserheilkundiger Hydropath
Wasserheilverfahren Hydrothera
pie
Wasserhose Trombe
Wasserjungfer Libelle
Wasserkopf Hydrozephalus
Wasserlebewesen Plankton
Wassermelone Angurie
Wassermessung Hydrometrie
Wassermotorrad Waterbike
Wasserorgel Hydraulis
Wasserpest Elodea
Wasserpfeife Huka, Kalian, Nargi-
leh
Wasserpflanze Hydrophyt
Wasserprimel Hottonia
Wasserrose Lotos, Nymphäa
Wasserscheu Hydrophobie
Wasserspeicher Reservoir, Zister
ne
Wasserstoff Hydrogen
Wasserstoffbombe Hydrogen
bombe
Wasserstoffentzug Dehydration
Wasserstoff-Sauerstoff-Grup
pe Hydroxylgruppe
Wasserstraße Kanal
1540
Wassersucht
Wassersucht Hydrops
wassersüchtig hydropisch
Wassertierwelt Nekton
Wasserverbindungsweg Kanal
Wasserverdrängung Deplace
ment
Wasserweihe Hagiasmos
Wasserwissenschaft Hydrologie
Wasserzapfstelle Hydrant
wässrig aquatisch
Wattebausch Tampon
Watvögel Limikolen
Webmuster Dessin
Wechsel 1. Alternanz, Alternation,
Fluktuation, Revirement, Turnus.
2. Change. 3. Akzept, Appoint, Dis
konten, Kambio, Rimesse, Tratte
Wechselannahme Accoglienza,
Akzeptation
Wechselannehmer Akzeptant
Wechselaussteller Trassant
Wechselbeziehung Korrelation,
Korrelativität
Wechselbezogener Akzeptant.
Trassat
Wechselbürgschaft Aval
Wechselfieber Malaria
Wechselgesang Antiphon, Re
sponsorium
Wechselgeschäft Diskontgeschäft
Wechseigläubiger Indossat
Wechseljahre Klimakterium
Wechselkredit Akzeptkredit
Wechselkursschwankung Floa
ting
wechseln 1. alternieren, fluktuieren,
variieren. 2. transferieren. 3. chan
gieren
wechselnd intermittierend
Wechselnehmer Remittent
Wechselnote Cambiata
Wechselrede Dialog
Wechselschmerz Varialgie
wechselseitig korrelativ, mutual,
reziprok
Wechselseitigkeit Dualität, Mu
tualität, Reziprozität
Wechselübernehmer Indossat
Wechselüberschreiber Girant,
Indossant
Wechselübertragung Indossa
ment
Wec hselü be rtragungs vermerk
Indossament, Indosso
heterotherm, poiki
lotherm
wechselweise alternatim, invicem
weg I. perdu. II. à bas
Weg Route
wegbeordern abkommandieren
Wegbereiter Avantgardist, Pionier,
Protagonist, Scout
Wegbiegung Kurve
wegbringen transportieren
Weggang Diszession
wegjagen schassen
Wegmesser Hodometer, Pedograf
wegschleudern katapultieren
Wegstrecke Route
wechselwarm
Wegwarte Zichorie
wegwerfen ausrangieren
Wegzehrung Proviant
wehen-, Wehen- toko..., Toko...
Wehenaufzeichnung Tokogramm
Wehenhemmung Tokolyse
Wehenstärkemesser Tokodyna
mometer
Wehklage Lamentation
wehmütig elegisch
weiblich feminin
weich l.soft. 2. dolce
Weichkäfer Kantharide
Weichmacher Plastifikator
Weichteilschrumpfung Kontrak
tur
Weichteilverkürzung Kontraktur
Weichtier Molluske
Weichtierkunde Malakologie
Weihe Benediktion, Konsekration
Weihegebet Eulogie
Weihelied Dithyrambe, Hymne
weihen benedizieren, konsekrieren,
ordinieren
weihend konsekratorisch
Weihgeschenk Exvoto, Votiv
Weihnachtsstern Poinsettie
Weihrauch Olibanum
Weihrauchkästchen Acerra
Weihwasser Hagiasma
Weihwasserwedel Aspergill
Weinbaufachmann Önologe
Weinbaukunde Önologie
Weinbrand Eau de Vie, Kognak
Weinbrandverschnitt Coupage
weinerlich 1. larmoyant. 2. flebile
Weinerlichkeit Larmoyanz
Weingeist 2Spiritus
Weinkeller Sommelier
Weinkrug “Krater
Weinkunde Önologie
Weinschaumcreme Zabaglione
Weinschaumsoße Chaudeau
Weinschenke Bodega, Taverne
Weinstein Cremor Tartari, Tartarus
weise philosophisch, salomonisch
Weise 1. Melodie. 2. Modalität
weiß-. Weiß- leuko..., Leuko...
weissagen augurieren, orakeln,
prophezeien
weissagend prophetisch
Weissager Augur, Prophet
Weissagung Auguration, Orakel,
Prophetie, Prophezeiung
Weißfleckenkrankheit Vitiligo
weißfleckig albuginös
Weißfluss Leukorrhö
weißlich ekrü
Weißwal ‘Beluga
Weisung Direktive, Instruktion
weiterbilden, sich: qualifizieren,
sich
Weiterentwicklung Evolution
Weitergabe Tradition
weitergeben tradieren
weitermachen perpetuieren
weitherzig tolerant
weitsichtig hypermetropisch
Weitsichtigkeit Hypermétropie
Wellenbewegung Undulation
wellenförmig undulatorisch, undu
lierend
Wellenreiten Surfing
Welt Kosmos, Mundus
weit-, Welt- kosmo..., Kosmo...
weltabgewandt introvertiert
Weltall Kosmos, Makrokosmos,
Mundus, Universum
Weltalter Äon
Weltanschauung Ideologie
Weltbrand Ekpyrosis
Weltbürger Kosmopolit
Weltbürgertum Kosmopolitismus
Weltenbummler Globetrotter
Weltenschöpfer Demiurg
Weltentstehungslehre Kosmogo
nie
Weltesche Yggdrasil
Weltgeistlicher 1. Säkularkleriker.
2. Abate, Abbé, Papas
Historie, Univer
salgeschichte
Weltgewandtheit Pli
Weltkugel 1. Kosmosphäre. 2. Glo
bus
weltlich profan, säkular
Weltlichkeit Profanität
Weltmacht Global Player, Imperi
um
Weltmachtstreben Imperialismus
weltmännisch urban
Weltmeer Ozean
weltoffen extravertiert
Weltordnung Kosmos, Mundus
Weltraum Kosmos, Universum
weltraum-, Weltraum- astro...,
Astro...; kosmo..., Kosmo...
Weltraumfahrer Astronaut, Kos
monaut, Spationaut, Taikonaut
Weltraumfahrt Astronautik, Kos
monautik
Weltraumforschung Kosmologie,
Outer-Space-Forschung
Weltraumlaboratorium Skylab,
Spacelab
Weltreich Imperium
Weltseele Brahman
Weltstadt Metropole
Welttheater Theatrum Mundi
weltumfassend kosmisch, univer
sal
weltumspannend global, mondial
Weltverbesserer Utopist
Weltvernunft Logos
Weltweisheit Kosmosophie
weltweit international, mondial,
universal
weltzugewandt extravertiert
Wemfall Dativ
Wendejacke “Reversible
Wendemantel “Reversible
Wendepunkt Krise, Peripetie
wendig vital
Wenfall Akkusativ
weniger 1. minus. 2. meno
Werbeagentur Advertising Agency
Werbebeigabe Gadget
Werbebotschaft Basic Message
Weltg eschichte
wiedererkennen
1541
Werbefachmann Propagandist
Werbegestalter Visualizer
Werbekampagne Relaunch
Werbekurzfilm Commercial, Spot
Werbeleiter Build-Upper
werben agitieren, promoten, propa
gieren
Werberummel Ballyhoo
Werbeschlagwort Slogan
Werbeschrift Folder, Prospekt
Werbesendung 1. Commercial,
Spot. 2. Junkmail, Mailing
Werbetext Spot
Werbeträger 1. Display,
Medium.
2. Sandwichman
Werbevertreter Akquisiteur
Werbezeile Slogan
Werbung 1. Advertising, Hype,
Re
klame, Promotion. 2. Agitation,
Propaganda
Werden Genesis
Werfall Nominativ
Werk Œuvre, Opus
Werkmeister Faktor
Werkstatt Workshop
Werkstoff Material
Werkverkaufsstelle Factory-Outlet-Store
Werkzeug 1. Instrument. 2. Kreatur,
Marionette
Wermut Absinth
Wert 1. Bonität, Dignität, Qualität.
2. Valuta
Wertabschätzung Taxe
Wertangabe Deklaration
Wertbestimmung Evaluation,
Evalvation, Valvation
wertend evaluativ
Wertermittlung Taxation
-wertig '„.nom
Wertigkeit Valenz
-Wertigkeit '...nomie
Wertlehre Axiologie
Wertloses Bric-à-brac
Wertlosigkeit Nullität
Wertminderung Depravation
Wertpapier Bluechip, Nonvaleur,
Orderpapier, Rektapapier
Wertpapierausgabe Emission
Wertpapierbestand Portefeuille
Wertpapierbörse Effektenbörse
Wertpapiere Effekten, Securitys,
Valoren
Wertpapierhändler Stockbroker
Wertpapierpreis Kurs
Wertpapiervordruck Blankett
Wertsachen Valoren
Wertsachverständiger Taxator
Wertschätzung Ästimation, Presti
ge
Wertstufe Niveau
Wesen 1. Ens, Esse, Essenz, Usie.
2. Genre
wesenhaft substanziell
Wesensart Charakter, Natur, Natu
rell, Temperament
Wesensgehalt Usie
wesensgleich identisch
Wesensgleichheit Identität
Wesenskern Quintessenz, Substanz
wesensmäßig essenziell
wesensverwandt affin
Wesensverwandtschaft Affinität
Wesenszug Element
wesentlich elementar, essenziell, in
tegrierend, konstitutiv, primär, sub
stanziell
Wesentlichkeit Essenzialität, Sig
nifikanz, Substanzialität
Wesfall Genitiv
westlich hesperidisch, okzidental
Wettbewerb Konkurrenz
Wettbewerbsverbot Konkurrenz
klausel
Wetteifer Emulation
wetteifern konkurrieren, rivalisie
ren
Wetteinsatz Poule
wetten tippen
wetterbedingt meteorotrop
Wetterbeobachtung Synoptik
Wetterforscher Meteorologe
Wetterfühligkeit Biotropie, Zyklonopathie
Wetterkunde Meteorologie
Wetterwarte Observatorium
Wetthinweis Tipp
Wettkampf Agon, Fight, Konkur
renz, Match, Turnier
Wettkämpfer Agonist, Athlet
Wettkampfkunde Agonistik
wettkampfmäßig agonal
Wettkampfwesen Agonistik
wettmachen revanchieren, sich
Wettstelle Totalisator
Wettstreit Konkurrenz, Rivalität
Wettvorhersage Tipp
wichtig relevant, signifikant, sub
stanziell
Wichtigkeit Relevanz
Wichtigtuer Poseur
wickeln volvieren
Wickeltuch Pareo
Widder Aries
wider-. Wider- kontra..., Kontra...
widerfahren passieren
Widerhall l.Echo. 2. Resonanz
widerhallen echoen
widerlegen falsifizieren
Widerlegung Elenchus
widerlich abominabel, degoutant
widernatürlich pervers
Widerruf Dementi, Revokation
widerrufen dementieren, revozieren
Widersacher Antagonist, Antipo
de, Kontrahent
Widerschein Reflex
widersetzen, sich: opponieren, re
bellieren
widersetzlich oppositionell, rebel
lisch, renitent
Widersetzlichkeit Renitenz
widersinnig absurd, paradox
Widersinnigkeit Absurdität, Para
doxie
widerspenstig obstinat, renitent
widersprechen opponieren, protes
tieren
sich: disparat,
kontradiktorisch
Widerspruch Antinomie, Kontra
diktion, Opposition, Protest, Repugnanz
widersprüchlich antinomisch, in
konsequent, inkonsistent, paradox
Widersprüchlichkeit Diskrepanz,
Inkonsequenz, Inkonsistenz, Para
doxie
widerspruchsfrei konsistent
Widerspruchsfreiheit Consisten
cy
Widerspruchsklage Interventi
onsklage
Widerspruchslosigkeit Konsis
tenz
Widerstand l.Dissidenz, Obstruk
tion, Opposition, Rebellion. 2. Re
sistenz
widerstandsfähig 1. robust, stabil.
2. resistent
Widerstandsfähigkeit Resistenz,
Resistivität, Tenazität, Toleranz
Widerstandskämpfer Guerilla,
Guérillero, Partisan
Widerstandskraft l.Euergie, Kon
stitution. 2. Resistenz
widerstehen resistieren
widerstehend resistiv
Widerstreit Antagonismus, Kollisi
on, Konflikt
widerstreitend antagonistisch
widerwärtig odios
Widerwärtigkeit Odiosität
Widerwille 1. Antipathie, Aversion,
Degout, Horror. 2. Fastidium
widmen dedizieren
Widmung Dedikation
widrig konträr
Widrigkeit Malaise
wieder-. Wieder- palin..., Palin...;
re..., Re...
Wiederansteckung Reinfektion
Wiederaufbauen Rekonstruktion
Wiederauffrischung Regeneration
Wiederaufleben Renaissance
Wiederaufnahme Reprise
Wiederauftritt 1.Comeback. 2. Ata
vismus
Wiederausfuhr Reexport
Wiederausgrabung Exhumierung
Wiederbelebung 1. Reanimation.
2. Revival
Wiederbesetzung Reokkupation
Wiederbewaffnung Remilitarisie
rung
Wiedereinfuhr Reimport
Wiedereingliederung Rehabilita
tion, Reintegration, Resozialisie
rung
Wiedereinrenkung Redressement
Wiedereinrichtung 1.'Restaurati
on. 2. Reposition
Wiedereinsetzung Rehabilitie
rung, Reinstallation, Restitutio in
Integrum
Wiedererinnerung Palimnese
wiedererkennen identifizieren
widersprechend,
1542
Wiedererkennen
Wiedererkennen
Identifikation,
Identifizierung
Wiedererrichtung Restitution
Wiedererstattung Retribution
Wiedererwärmung Rekaleszenz
Wiedererwerbung Rekomparati
on
1.Interpretation. 2.Re
konstruktion. 3. Reproduktion
wiedergeben interpretieren
Wiedergeburt Palingenese, Renais
sance
wiedergewinnen regenerieren
wiedergewinnend regenerativ
wiedergewonnen regenerativ
Wiedergutmachung Restitution
Wiedergabe
Wiedergutmachungsleistun
gen Reparationen
Wiederherausgabe
Wiederherstellung
Reissue
1. Rekonstruk
tion, Reparation, Reparatur, Repa
rierung, Restauration. 2. Regenera
tion, Repristination. 3. Rehabilitie
rung, Restitution
wiederholen echoen, ingeminieren,
iterieren, perseverieren, rekapitulie
ren, repetieren
wiederholend iterativ
wiederholend, sich: repetitiv
Wiederholung 1. Ingemination, Re
kapitulation, Repetition. 2. Dakapo,
Retake, Sequens. 3. Anapher, Responsion
Wiederholungsaufnahme Retake
Wiederholungsbuch Repetitori
um
Wiederholungsimpfung Revakzination
Wiederholungsunterricht Repe
titorium
Wiederholungszeichen Tilde
Wiederkäuen ruminieren
Wiederkauf Rekomparation
Wiederkehr Periodizität, Turnus
wiederkehrend periodisch, pha
sisch, stereotyp, zyklisch
Wiedertäufer Anabaptist
Wiederverkörperung Reinkarna
tion
Wiederverpflichtung Reengage
ment
Wiederversöhnung Rapproche
ment
Wiegendruck Inkunabel
Wiegenlied Berceuse
wild 1. martialisch, rabiat, tumultuarisch. 2. feroce, fiero, furioso
Wildesel Kulan
Wildgeruch Hautgout
Wildheit Vehemenz
Wildpark Safaripark
Wildpferd Mustang
Wildragout Civet
Wildwestfilm Western
Wille Thelema
willenlos l.abulisch. 2. sklavisch
Willenloser Zombie
Willenlosigkeit Abulie
Willenserklärung Dispositiv
Willenslähmung
Abulie, Hypnose,
Suggestion
Willenslehre
Thelematologie, Vo
luntarismus
Willensschwäche Hypobulie
Willensschwächung Abulie
willensstark energisch
Willensstärke Energie
Willensübertragung Suggestion
Willkürherrschaft 1. Despotie,
Diktatur, Tyrannei. 2. Absolutismus
1. arbiträr. 2. despotisch,
tyrannisch
Wimpertierchen Ziliaten
wind-, Wind- anemo..., Anemo...
windbestäubt anemogam
Windbestäubung Anemogamie
Windbluse Anorak
Winderhitzer Cowper
windgeformt anemogen
willkürlich
Windgeschwindigkeitsanzei
ger Anemoskop
Windhafer Ägilops
Windharfe Äolsharfe,
Pneumato-
chord
Windhose Trombe
Windmesser Anemograf,
Anemo
meter
Windpocke Varizelle
Windrichtungsmesser
Anemotro-
pometer
Windstille Kalme
Windung Serpentine
Wink Tipp
Winkel Angulus
winkel-, Winkel- gonio..., Gonio...
Winkelabstand Deklination
winkelgetreu isogonal, konform
Winkelhalbierende Bisektrix
Winkelmesser Goniometer
Winkelmessgerät Oktant, Sextant,
Theodolit
Winkelmessung Goniometrie
Winkeltreue Isogonalität, Konfor
mität
Fisimatenten, Machi
nation, Manöver
winterlich hibernal
Winterschlaf Hibernation
winzig mikroskopisch, minimal
Wirbelbildung Turbulenz
Wirbelentzündung Spondylitis
Wirbellose Evertebraten
Wirbelsäulenschmerz Rhachialgie
Wirbelsäulenverkrümmung Ky
phose, Lordose, Skoliose
Wirbelsäulenverkürzung Brachyrrhachie
Wirbelschmerz Spinalgie
Wirbelsturm Hurrikan, Taifun, Tor
nado, 'Zyklon
Wirbeltier Vertebrat
Wir-Gruppe Ingroup, Peergroup
wirken agieren, fungieren
Wirkleitwert Konduktanz
wirklich 1. effektiv, existent, fak
tisch, konkret, praktisch, real, reell.
2. in effectu, in facto, in natura
Winkelzüge
1. Aktualität, Realität.
2. Faktizität, Materie
wirklichkeitsbezogen existenziell
Wirklichkeitsdarstellung Realis
tik
Wirklichkeitsform Indikativ
wirklichkeitsfremd idealistisch,
theoretisch, unrealistisch, utopisch
wirklichkeitsgetreu naturalis
tisch, realistisch, veristisch
wirklichkeitsnah naturalistisch,
realistisch
Wirklichkeitssinn Realismus
Wirklichkeitstreue Naturalismus,
Realismus, Verismus
Wirkmenge Effektivdosis
wirksam 1. aktiv, drastisch, effizient,
funktionell, probat. 2. aktual
Wirksamkeit Aktivität, Effektivität,
Effizienz, Intensität
Wirkung 1. Effekt, Faszination, Re
sonanz. 2. Fluidum
-Wirkung ...effekt
Wirkungsbereich Aktionsradius
Wirkungsgrad Efficiency
Wirkungshemmer Inhibitor
Wirkungskraft Aura
Wirkungskreis Sphäre
Wirkungslosigkeit Ineffizienz
Wirkungsverzögerung Protrakti
on
wirkungsvoll 1. effektiv, konkret,
repräsentabel, repräsentativ. 2. effettuoso
Wirkware Trikotage
wirr chaotisch, konfus
Wirrwarr Babylonismus, Chaos, La
byrinth, Rapuse, Tohuwabohu, Zores
Wirtschaft 1. Ökonomie. 2. Lokal
Wirtschafterin Mamsell
wirtschaftlich effizient, finanziell,
materiell, ökonomisch
Wirtschaftlichkeit Efficiency, Ef
fizienz, Ökonomie, Rentabilität
wirtschafts-, Wirtschafts- öko...,
‘Öko...
Wirtschaftsaufschwung Boom,
Hausse, Konjunktur, Prosperität
Wirtschaftsentwicklung Kon
junktur
Wirtschaftslage Konjunktur
Wirtschaftslenkung Dirigismus
Wirtschaftsprüfer Accointant, Re
visor
Wirtschaftsrückgang Depression
Wirtschaftstheorie Ökonomik
Wirtschaftswissenschaft 1. Öko
nomie. 2. Ökonomik
Wirklichkeit
Wirtschaftswissenschaftler
Ökonom
Wirtschaftszweig Branche
wissbegierig inquisitiv
-Wissenschaft ...gnosie, ...logie
-Wissenschaftler ...loge
wissenschaftlich akademisch,
szientifisch
Wissenschaftslehre
gie
Epistemolo
Wüstenwind
1543
Wissenschaftszweig Disziplin
Wissensgebiet Domäne
Wissenszweig Sparte
Witterungsablauf Klima
Witwenblume Knautie
Witz Joke
witzig aristophanisch, äsopisch, epi
grammatisch, fazetiös
Wochenbett Puerperium
Wochenbettfieber Puerperalfie
ber
Wochenende Weekend
Wochenendhaus Bungalow,
Dat
sche
gie
Onoma
siologie, Semantik
Wörterbuch Diktionär, Lexikon,
Thesaurus
Wörterbuchverfasser Lexiko
graf
Worterguss Tirade
Wörterverzeichnis 1. Glossar,
Vokabular. 2. Nomenklatur, The
saurus
Wortherkunft Etymologie
Wortkassette Audiobook
Wortklauberei Rabulistik, Sophis
terei
wortklauberisch rabulistisch, so
phistisch
Wortkreuzung Kontamination
Wortlaut l.2Tenor. 2.Text
wörtlich verbal, verbaliter
Wörtlichkeit Verbalität
Wortneubildung Neologismus
Wortschatz 1. Lexik, Vokabular.
2. Thesaurus
Wortschatzeinheit Lexem
Wortschwall Bombast, Snada, Ti
rade
Wortspiel Calembour
Wortstreit Debatte, Diskurs
Wortverdreher Kasuist, Rabulist,
Sophist
Wortverdreherei Kasuistik, Rabu
listik
Wortwechsel 1. Diskurs, Disput.
2. Dialektik
Wortwiederholung 1. Anapher,
Polyptoton, Responsion, Symploke,
Traduktion. 2. Palilalie
wortwörtlich verbaliter
Wortzusammenhang Kontext
Wortzusammensetzung Kompo
situm
Wucherblume Chrysantheme
wuchern proliferieren
Wucherung Fungosität, Proliferati
on, Vegetation
Wuchs Figur, Statur
Wucht Massivität
wuchtig 1. lapidar, massiv. 2. con
forza, pesante
Wulst Torus
Wulstnarbe Keloid
Wundbehandlung Aseptik
Wunde Trauma, Vulnus
Wunder Mirakel, Phänomen
wunderbar fantastisch, paradie
sisch, prima
Wortbezeichnungslehre
Wochenfluss Lochien
Wöchnerin Puerpera
wogen undulieren
wogend 1. fluktuös. 2. ondeggiamen-
to
wohlan eh bien
wohlauf mobil
Wohlbefinden
Eudämonie, Eupho
rie
Wohlbeleibtheit Embonpoint
wohlerzogen manierlich
wohlgebaut proportioniert
Wohlgefallen Gout, Sympathie
wohlgenährt korpulent
Wohlgenährtheit 1. Korpulenz.
2. Eutrophie
Wohlgeruch
Wolfsbarsch Loup de Mer
Wolfsmilchgewächs Euphorbia
Wolkenhöhenmesser Ceilometer
Wollfett Lanolin
Wollhaarflaum Lanugo
Wollkraut Verbaskum
Wollmispel Loquat
Wollust Libido
wollüstig libidinös, orgastisch
Wort 1. Logos. 2. Vokabel
wort-, Wort- logo..., Logo...
Wortbedeutungslehre Semasiolo
Aroma, Odeur, Par
füm
Wohlgeschmack Aroma
wohlhabend patrizisch
Wohlklang Euphonie, Harmonie
wohlklingend 1. euphonisch, har
monisch, melodiös, melodisch. 2. ar
mónico, armonioso
Wohllaut Euphonie
wohllautend euphonisch
wohlriechend aromatisch, balsa
misch
wohlschmeckend aromatisch, de
likat
Wohlstand ‘Flor, Prosperität
wohltätig humanitär, karitativ, sozi
al
Wohltätigkeit Karitas
Wohltätigkeitsveranstaltung
Basar, Benefiz
wohltönend musikalisch
Wohlwollen Goodwill, Jovialität
wohlwollend jovial
wohnen kampieren, logieren
Wohngemeinschaft Kommune
wohnlich komfortabel
Wohnplatz Habitat
Wohnsiedlung Kolonie, Lokation
Wohnsitz Domizil
Wohnstätte Habitat
Wohnung 1. Logis, Losament.
2. Apartment, Appartement, Flat
Wohnungsangabe Adresse
Wohnungseinrichtung Meuble
ment, Mobiliar
Wohnungsflur Korridor
Wohnwagen Caravan
wölben bombieren
Wolframocker Tungstit
Wunderdinge Mirabilien
Wunderglaube Mystizismus
wundergläubig mystizistisch
Wundermittel Arkanum, Panazee
wundersam romantisch
Wundertäter Thaumaturg
Wundheilung Intention
Wundliegen Dekubitus
Wundmal Stigma
Wundrose Erysipel
Wundsein Intertrigo
Wundstarrkrampf Tetanus
Wunsch Desiderium
wunschbedingt katathym
Wunschbild Ideal
Wünschelrute Detektor
wünschenswert desiderabel
Wunschform Optativ
Wunschland Dorado, Eldorado
Wunschvorstellung Illusion, Uto
pie, Utopismus
1. Aristokratie, Dignität,
Gravidität. 2. Charge, Grad
würdevoll 1. gravitätisch. 2. maesto
so
würdig pastoral, repräsentabel, seri
ös
würdigen ästimieren, honorieren
Würdigkeit Seriosität
Würfel Hexaeder, Kubus
würfelähnlich kuboid
würfelförmig hexaedrisch, kubisch,
kuboid
würfeln 2paschen
Wurfholz Bumerang
Wurfkugel Bola
Wurfmaschine Katapult
Wurfscheibe Diskus, Frisbee
Wurfschlinge Lasso
Wurfspeer Harpune
Würgschraube Garrotte
wurm-, Wurm- helmintho..., Helmintho...
wurmförmig vermiform, vermikular
Wurmfortsatzentzündung Ap
pendizitis
Wurmkrankheit Helminthiasis
Wurmmittel Anthelminthikum,
Helminthagogum
wurmtötend vermizid
Wurstvergiftung Botulismus
Wurzel Radix
wurzel-, Wurzel- rhizo..., Rhizo...
wurzelartig rhizoid
Wurzelfüßer Rhizopode
Wurzelhaut Desmodont, Periodon
tium
Wurzelhautentzündung Peri
odontitis
wurzellos arrhizisch
Wurzelstock Rhizom
Wurzelwort Etymon
Würzfleisch Ragoût fin
Würzmittel Aroma
Wüstenfuchs Fennek
wüstenhaft arid
Wüstenluchs Karakal
Wüstenwind Gibli, Kamsin, Leste,
Samum
Würde
1544
Wut
Wut Furor, Rage
Wutanfall Raptus
wüten grassieren
wütend 1. furios, rabiat.
2.adirato
Zahnfleischschwund Parodontose
Zahnfleischwucherung Makrulie
Zahnfüllung Inlay, Plombe
Zahnhalteapparat Parodontium
Zahnheilkunde Dentologie, Odon
tologie
Zackensehen Teichopsie
zähflüssig viskos
Zähflüssigkeit Viskosität
Zähflüssigkeitsmesser Viskosi
odontium
Zahnwurzelhautentzündung
Tabel
Assegno, As
signation, Scheck
Zahlungsaufschub
‘Kredit, Mora
torium, Prolongation
Zahlungseinstellung Konkurs
zahlungsfähig liquid, solvent
Zahlungsfähigkeit Liquidität, Sol
venz
zahlungskräftig potent
Zahlungsnachlass Dekort
Zahlungsraum Kasse
Zahlungstag Termin
zahlungsunfähig bankrott,
illiquid,
insolvent
Bankrott, Il
liquidität, Insolvenz, Konkurs
Zahlwort Numerale
Zählzwang Arithmomanie
zähmen domestizieren
Zahn Dens
zahn-, Zahn- odonto..., Odonto...
Zahnarzt Odontologe, Stomatologe
Zahnbein Dentin
Zahnbelag Plaque
Zahnbeschaffenheit Dentur
Zahnbestand Dentur
Zahnbett Parodontium
Zahnbettentzündung Parodontitis
Zahnbetterkrankung Parodontose
Zahnbettschwund Parodontose
Zahnbildung Dentifikation, Odontogenie
Zahndurchbruch Dentition
Zähneknirschen Bruxismus, Bru
xomanie
Zahnen Dentition
Zahnersatz Prothese
Zahnfäule Karies
Zahnfleisch Gingiva
Zahnfleischabszess Párulis
Zahnfleischentzündung Gingivi
tis, Ulitis
Zahnfleischgeschwulst Epulis
Zahlungsunfähigkeit
Pe
riodontitis
le
Zähler Dividend
Zahlungsanweisung
gie
Zähnungsschlüssel Odontometer
Zahnwechsel Diphyodontie
Zahnwurzelhaut Desmodont, Peri
meter
Zähigkeit Tenazität
Zahl Numerus, Nummer
Zahlenlehre Arithmetik
Zahlenlotterie Lotto
zahlenmäßig numerisch
Zahlenrätsel Arithmogriph
Zahlenrechnung Numerik
Zahlentafel Tabelle
Zahlenzusammenstellung
Zahnlaut Alveolar, Dental
Zahnlücke Diastema, Trema
Zahnmantelkrone Jacketkrone
Zahnmark Pulpa
Zahnmarkentzündung Pulpitis
Zahnschmelz Adamantin, Enamel
Zahnschmerz Dentalgie, Odontal-
Zahnziehen Extraktion
Zank Szene, Terror, Zoff
Zankapfel Erisapfel
Zapfenblindheit Achromi Je
Zapfstelle Hydrant
zart 1. ätherisch, delikat, fragil,
gra
zil, sylphidenhaft. 2. lusingando
zartfühlend delikat
Zartgefühl Delikatesse
zartgliedrig grazil
Zartgliedrigkeit Grazilität
Zartheit Fragilität, Grazilität
zärtlich amabile, amoroso
Zauber 1. Magie, Phantasmagorie.
2. Poesie
Zauberei Magie, Nigromantie
Zauberer Magier, 2Merlin, Nigro
mant
zauberhaft magisch, phantasmagorisch
Zauberkraft Magie
Zauberkunst Magie
Zauberkünstler Fakir, Illusionist,
Magier, Manipulator
Zaubernuss Hamamelis
Zauberpriester Schamane
Zaubertrank Elixier
Zauberwort Abrakadabra, Abra
xas, Simsalabim
zaudern häsitieren
Zaudern Häsitation
Zaun Fenz, Staket
Zeche Konsumation
Zeckenfieber Tickfever
Zehe Digitus
Zehengänger Digitigrada
Zehenglied Phalanx
Zehenverkrümmung Daktylogrypose
zehn-. Zehn- deka..., 'Deka...
Zehneck Dekagon
zehneckig dekagonal
Zehnflächner Dekaeder
Zehnfußkrebs Dekapode
Zehnt Dezem
zehnteilig dekadisch, dezimal
zehnwertig denär
Zehrrose Erythematodes
Zeichen 1. Chiffre, Markierung, Sig
nal, Signum, Stigma, Symbol. 2. Fa
nal
Zeichenerklärung Legende
Zeichenfolge Token
Zeichensatz Font
Zeichenschrift Piktografie, Semeiografie
Zeichensetzung Interpunktion
Zeichentheorie Semiologie
zeichnen dessinieren, skizzieren
Zeichnung Dessin, Skizze
Zeigefinger Index
zeigen dokumentieren
zeigen, sich: präsentieren, sich
Zeile Linie
Zeilendurchschuss Reglette
zeit-, Zeit- chrono..., Chrono...
Zeitabschnitt l.Ära, ‘Epoche, Peri
ode. 2. Saison
Zeitabstand Intervall
Zeitalter Ära
Zeitangabe Datum
Zeitenfolge Consecutio Temporum
Zeitgeist Moderne
zeitgemäß aktuell, modern, up to
date
zeitgenössisch kontemporär
Zeitgeschmack 'Mode
zeitgleich simultan, synchron
Zeitgutschrift Bonifikation
Zeitkunde Chronologie
zeitlich temporal
zeitlos klassisch
Zeitlupe Slowmotion
Zeitmaß Metrum, Takt, Tempo
Zeitmessung Chronometrie
zeitnah aktuell
Zeitpunkt 1. 'Moment. 2. Datum,
Termin
Zeitraum Äon, Periode
Zeitrechnung Chronologie
Zeitschaltuhr Timer
Zeitschrift Illustrierte, Journal, Ma
gazin
Zeitschriftenhandel Trafik
Zeitschriftenladen Trafik
Zeitspanne 1.Intervall. 2.‘Moment,
Sekunde
Zeitstichprobe Timesampling
Zeitung Gazette
Zeitungsanzeige Annonce, Inserat
Zeitungsstand Kiosk
Zeitungswesen Journalistik, Pres
se
zeitweilig temporär
zeitwidrig anachronistisch
Zeitwidrigkeit Anachronismus
Zeitwort Verb
zell-, Zell- zyto..., Zyto...
Zellabbau Zytolyse
Zellaufbau Zytoarchitektur
Zellauflösung Zytolyse
Zellbehandlung Zellulartherapie
zellbildend zytogen
-zelle ...zyt
zellen-, Zellen- zyto..., Zyto...
zellenähnlich zellulär
zellenartig zellulär
Zellfarbstoff Zytochrom
zugänglich
1545
Zellforschung Zytologie
Zellgestaltlehre Zytomorphologie
Zellgewebsentzündung Phlegmo
ne
Zellgift Zytotoxin
Zellkern Karyon, Nukleus,
Zyto-
blast
Zellkernauflösung Karyolyse
Zellkernteilung Amitose, Frag
mentation, Mitose
Zellkolonie Zönobium
Zellkörper Zytosom
zellschädigend zytotoxisch
Zellteilungshemmer Zytostatikum
zellvergiftend zytotoxisch
Zellwachstumshemmer Zytosta
tikum
Zellzerfall Heterolyse
Zelten Camping
Zeltlager 'Camp
Zeltmission Campmeeting
Zeltplatz Campingplatz
zerbrechlich fragil
Zerbrechlichkeit Fragilität
zerbrochen 1. kaputt. 2. diffrakt
Zerfall Desintegration
zerfallen I. dissoziieren. II. desinte
griert
zerfasern defibrieren
zerfließen diffluieren
zergliedern 1. analysieren,
spezifi
zieren. 2. anatomieren
zergliedernd analytisch
Zergliederung Analyse
zerknallen explodieren
zerlegbar dekomponibel, demontabel, dissolubel, reduzibel
zerlegen 1. analysieren, dekomponieren, dekonstruieren, demontie
ren. 2. anatomieren, sezieren, tran
chieren
zerlegend analytisch
Zerlegung Analyse, Dekonstruktion, Diduktion
zermalmend brisant
zerplatzen 1. explodieren. 2.dekrepitieren
Zerrbild Karikatur
zerreißend divulsiv
Zerreißung Divulsion, Lazeration,
Rhexis, Ruptur
zerrütten desorganisieren
Zerrüttung Desorganisation, Ruin
zerschlagen I. demolieren. II. down
Zerschneidung Dissektion
zersetzen demoralisieren
zersetzend dekompositorisch, de
struktiv
zersetzlich dekomponibel
zersplittern dekonzentrieren
Zersplitterung Dekonzentration
zerspringen explodieren, krepieren
zerstäuben aerosolieren, pulverisie
ren
Zerstäuber Atomiseur
zerstören demolieren, desorganisie
ren, destruieren, erodieren, korro
dieren, ruinieren
zerstörend 1. dekompositorisch, de
struktiv, dialytisch, kataklystisch,
nihilistisch, subversiv. 2. korrosiv
Zerstörung 1. Destruktion, Kataklysmus. 2. Korrosion
Zerstörungswut Vandalismus
zerstörungswütig vandalisch
zerstoßen pilieren
zerstreuen dekonzentrieren, diffun
dieren, dispergieren, dissipieren,
distrahieren
zerstreut 1. diffus, dispers. 2. passim
Zerstreutheit Konfusion
Zerstreuung Dekonzentration, Dif
fusion, Dispersion, Dissipation,
Distraktion
zerteilen diduzieren
Zerwürfnis Konflikt
zerzaust derangiert
Zettelkasten Kartothek
Zeughaus Armamentarium, Arsenal
Zeugnis 1.Diplom, Zertifikat. 2.Tes
timonium
zeugungsfähig potent
Zeugungsfähigkeit Potenz
Zeugungskraft Generativität, Po
tenz
zeugungsunfähig impotent
Zeugungsunfähigkeit Impotenz,
Nekrospermie, Sterilität
Ziegenleder 'Kid
Ziegenpeter Mumps, Parotitis
Ziehbarkeit Tenazität
Ziel Telos
zielen visieren
zielgerichtet 1. intentional, teleolo
gisch. 2. hormisch
Zielpunkt Apex, ‘Pol
zielsetzend programmatisch
Zielsetzung Programmatik
Zielvorrichtung Visier
Zielvorstellung Programmatik
Zierde Fleur
zierend ornamental
Ziererei Preziosität, Prüderie
Ziergefäß Vase
Ziergegenstände Nippes, Nippsa
chen
zierlich grazil
Zierlichkeit Grazilität
Zierschrift Akzidenzschrift
Ziffer Chiffre
Zigeunersprache Romani
Zigeunertanz Flamenco, Gitana
Zimmerdecke Plafond
Zimmereinrichtung Meublement
Zimmerflucht Appartement, Enfi
lade, Suite
Zimmerkellner Chef d’Etage
Zimmerlinde Sparmannie
Zimmertanne Araukarie
zimperlich etepetete
Zimtapfel Anona
Zimtbaum Zinnamon
Zinkätzung Zinkografie
Zinkblüte Hydrozinkit
Zinkspat Galmei
Zinnfolie Stanniol
Zinnstein Kassiterit
Zinsenverzinsung Anatozismus
Zinsertrag Rendite
Zinsschein Coupon
Zipperlein Podagra
Zirbeldrüse Epiphyse
Zirkelschluss Circulus vitiosus
Zirkuskuppel Chapiteau
Zirkuszelt Chapiteau
Zirpe Zikade
Zischlaut Sibilant
Zitterlaut Vibrant
zittern vibrieren
zitternd 1. oszillatorisch. 2. tremolan
do, vibrato
Zitze Mamma
zögern häsitieren
Zögern Häsitation
zögernd lentando, ritenente
Zögling Alumne
Zoll Douane
Zollamt Douane
Zollbeamter Finanzer
Zollbescheinigung Bollette
Zollerklärung Deklaration
Zollfreiheit Franchise
Zornesausbruch Raptus
Zote Cochonnerie
Zottenhaut Chorion
zottenreich frondos, villös
Zubehör Accessoire, Annex, Utensil
Zubehörteil ‘Extra, Requisit
Zuchtwahl Selektion
-zucker 2...ose
Zuckerapfel Anona
Zuckerguss Glasur
Zuckerharnruhr Diabetes, Diabe
tes mellitus
zuckerkrank diabetisch
Zuckerkranker Diabetiker
Zuckerkrankheit Diabetes,
Diabe
tes mellitus
Zuckermasse Fondant
Zuckerrohrbranntwein Rum
Zuckerzusatz Dosage
zudringlich indiskret, sekkant
zueignen dedizieren
Zueignung Appropriation, Dedika-
tion
zuerkennen
addizieren, adjudizie-
ren
zuerkennend adjudikativ
Zuerkennung Addiktion,
Adjudika
tion
Zufall Bonheur, Tyche
zufällig akzidentell, kasuell,
kontin
gent
Zufälliges Akzidens
Zufälligkeit Kontingenz
Zufälligkeiten Kasualien
zufallsabhängig aleatorisch,
sto
chastisch
Zufallsgewinne Windfallprofits
Zufluchtsort Asyl, Buen Retiro, Re
fugium
zuflüstern soufflieren
zufrieden happy
zuführend afferent
Zugabe Additament, Bonus,
Zugang Akzession
zugänglich akzessibel
'Extra
1546
Zugänglichkeit
Zugänglichkeit Akzessorietät
zugehören ressortieren
zugeknöpft reserviert
zugelassen approbiert
zügellos athesmisch, dissolut, liber
tin, lizenziös, orgiastisch
Athesmie, Dissoluti
on, Libertinage, Libertinismus
zugespitzt pointiert
Zugeständnis Konzession
zugestehen konzedieren
Zugfestigkeit Tenazität
zügig 1. speditiv. 2. brioso
Zugkraft Traktion
Zugmaschine Traktor
Zugmittel Exutorium
Zugpflaster Vesikatorium
Zugriff Access
Zugriffsmöglichkeit Access
Zugstück 'Attraktion
Zuhälter Louis, Strizzi
zuhören hospitieren
Zuhörerschaft Auditorium, Publi
kum
zukünftig in spe
Zukunftsaussicht Perspektive
Zukunftsform Futur
Zukunftsforschung Futurologie
Zukunftstraum Utopie
Zulänglichkeit Suffizienz
Zulassbarkeit Akzessorietät
zulassen 1. approbieren. 2. tolerie
ren
Zulassung Akzess, Approbation,
Konzession
zumessen dosieren, kontingentieren
Zündmittel Detonator
Zuneigung Sympathie
Zunge Glossa, Lingua
zungen-, Zungen- glosso..., Glosso...
Zungenbein Hyoid
Zungenentzündung Glossitis
Zungenkrampf Glossospasmus
Zungenlähmung Glossoplegie
Zungenlaut Lingual
Zungenreden Glossolalie
Zungenredner(in) Glossolale
Zungenrückenlaut Dorsal
Zungenschmerz Glossodynie
Zungenspitze Apex
Zungenvergrößerung Makroglossie
Zungenwürmer Pentastomiden
Zunichtemachung Annihilation
zuordnen adjungieren, determinie
ren
Zuordnung Adjunktion, Determina
tion
zupackend energisch, resolut
Zurechnungsfähigkeit Imputabilität
zurechtfinden, sich: orientieren,
sich
zurechtweisen abkapiteln, kapiteln
Zurechtweisung Lektion, Refor
mande, Zigarre
zurichten adjustieren
Zurschaustellung 'Exhibition
Zügellosigkeit
zurück à reculons,
zurück-. Zurück-
retour
re..., Re...; re
tro..., Retro...
zurückbilden, sich: degenerieren
zurückbildend regressiv
zurückbleibend remanent, residual
zurückbringen retournieren
zurückdrängen supprimieren
zurückdrehen revolvieren
zurückerstatten restituieren
zurückfordern kondizieren, rekla
mieren
zurückführen reduzieren
Zurückführung Reduktion
zurückgeben remunerieren,
retour
nieren
zurückgeblieben
1. retardiert. 2. ru
dimentär
zurückgehen
regredieren, remittie
ren
zurückgehend
regressiv, rekursiv,
remittierend
auf etwas: regredie
ren, rekurrieren
zurückhalten retiñieren
zurückhaltend 1. dezent, diszipli
niert, reserviert. 2. con discrezione
Zurückhaltung Dezenz, Diskretion,
Reserve, Skepsis, 2Takt
zurücklegen reservieren
zurücknehmen 1. stornieren. 2.revozieren
zurückneigen retrovertieren
zurücksenden remittieren, retour
nieren
zurücksetzen 1. diskriminieren.
2. Reversieren
zurückstoßen repulsieren
zurückstoßend repulsiv
Zurückstoßung Repulsion
Zurückstrahlbarkeit Reflexibilität
zurückstrahlen reflektieren
zurücktreten demissionieren
zurücktretend rezessiv
zurückwenden retrovertieren
zurückzahlen renumerieren
zurückziehen, sich: retirieren
Zuruf Akklamation
zu rufen akklamieren
zurzeit momentan
zusagen konvenieren
zusagend sympathisch
zusammen-. Zusammen- kon...,
Kon...; sym..., Sym...
Zusammenarbeit 1, Kooperation,
Teamwork. 2. Kollaboration
Zusammenarbeiten 1. kooperie
ren, liieren, sich. 2. kollaborieren
zusammenarbeitend kooperativ
zusammenballen agglomerieren,
konglutinieren, konzentrieren
Zusammenballung 1. Agglomerati
on, Konzentration. 2. Konglomerat
Zusammenbau Montage
zusammenbauen montieren
Zusammenbruch Bankrott, Crash,
Debakel, Desaster, Fiasko, Katas
trophe, Kollaps, Ruin
zusammendrückbar kompressibel
zurückgreifen,
Zusammendrückbarkeit
Kom
pressibilität
zusammendrücken komprimieren
Zusammenfall Koinzidenz
zusammenfallen koinzidieren
zusammenfallend koinzident, ko-
inzidierend
rekapitulieren,
resümieren, summieren, subsumie
ren
Zusammenfassung 1. Extrakt,
Komplex, Konzentrat, Rekapitulati
on, Resümee, Summary, Synopse.
2. Kolligation, Polysynthese, Zentra
lisation
zusammenfließen konfluieren
zusammenfließend konfluent
Zusammenfluss Konfluenz
Zusammenfügung Synthese
zusammengeballt konglobiert,
konzentriert
zusammengefasst summarisch
Zusammengehöriges Ensemble,
Garnitur, !Set
zusammenfassen
Zusammengehörigkeitsgefühl
Solidarität
zusammengestellt synoptisch
zusammengewachsen symphy-
tisch
zusammenhaltend kohäsiv
Zusammenhang Connection,
Ko
härenz, Konnex, Kontext, Kontinui
tät, Kontinuum, Nexus, Rapport
Zusammenhängen kohärieren,
kommunizieren
zusammenhängend kohärent,
komplex
zusammenhanglos abrupt, diskon
tinuierlich
Zusammenklang Akkord, Harmo
nie
zusammenklingen harmonieren,
konsonieren
zusammenklingend konsonant
Zusammenkunft 1. Meeting. 2. Kol
loquium
zusammenlaufen konvergieren
zusammenlaufend konvergent
Zusammenlegen arrondieren
Zusammenlegung Arrondierung
zusammenpassen harmonieren
zusammenpassend 1. kompatibel.
2. harmonisch
Zusammenprall Karambolage
zusammenpressbar komprimier
bar
zusammenpressen komprimieren
Zusammenpressung Kompressi
on
zusammenschließen, sich: assozi
ieren, sich; formieren, sich
Zusammenschluss 1. Assoziation,
Assoziierung, Fraktion. 2. Assemb
ling, Kartell, Konzern, Sozietät
zusammensetzbar kompossibel
Zusammensetzbarkeit Kompossibilität
zusammensetzen 1. konstruieren,
montieren, puzzeln. 2. komponieren
zwerg-, Zwerg-
1547
zusammensetzen,
sich: rekrutie
ren, sich
zusammensetzend synthetisch
Zusammensetzung 1. Kompositi
on. 2. Kompositum. 3. Synkrise
Zusammenspiel ‘Kombination
zusammenstellen kombinieren,
re
krutieren
Arrangement,
‘Kombination, Kombinierung,
Komposition
Zusammenstoß Crash, Encounter,
Karambolage, Kollision
Zusammenstößen karambolieren,
kollidieren
Zusammentreffen konkurrieren
Zusammentreffen Koinzidenz,
Konstellation
zusammentreten konstituieren,
sich
zusammenwirkend synergetisch
zusammenzählen addieren, aufad
dieren, summieren, totalisieren
Zusammenzählung Addition.
Summation
zusammenziehbar kontraktil
zusammenziehen konstringieren,
konzentrieren, restringieren
zusammenziehen, sich: kontrahie
ren
zusammenziehend systaltisch
Zusammenziehung Konstriktion,
Kontraktion, Retraktion, Striktion
zusatz-, Zusatz- extra..., Extra...
Zusatz Addendum, Additiv, Adju
vans, Alligation
Zusatzantrag Amendement
Zusatzentgelt Gratifikation
Zusatzgewinn Extraprofit, Prämie
Zusatzhaushaltplan Eventualbud
get
zusätzlich 1. extra. 2. additional
Zusatzsteuer Surtaxe
Zusatztriebwerk Booster
Zusatzvergütung Gratifikation,
Prämie
Zusatzverpackung Extratara
Zuschauer Publikum
Zuschauerbühne Tribüne
Zuschauerschaft Publikum
Zusicherung Garantie
zuspitzen pointieren
Zuspitzung Pointierung
zusprechen addizieren, adjudizieren
zusprechend adjudikativ
Zustand Situation, Stadium, Status
zuständig kompetent
Zuständigkeit Kompetenz
Zustandsform Phase
zustimmen affirmieren, agreieren,
akklamieren, akzedieren, assentie
ren
zustimmend 1. positiv. 2. affirmativ
Zustimmung Affirmation, Agré
ment, Akklamation, Akzedenz,
Consensus, Konsens, Okay, Plazet,
Resonanz
Zustrom Frequenz
Zusammenstellung
Zutat Fourniture, Ingredienz
zuteilen kontingentieren, rationieren
Zuteilung Kontingentierung, Ration
zutragen insinuieren
zutragen, sich: passieren
Zuträger Insinuant, Kalfaktor
Zuträgerei Insinuation
zuverlässig reliabel, solid
Zuverlässigkeit 1. Solidität. 2. Re
liabilität
Zuversicht Optimismus
zuversichtlich optimistisch
zuvorkommen prävenieren
Zuvorkommen Prävention
zuvorkommend chevaleresk
Zuwachs Inkrement
Zuwahl Kooptation
zuweisen rayonieren
zuwider contre cœur
zuzüglich plus
Zwang 1. Ananke, Pression, Terror.
2. Anankasmus
degagiert, leger, relaxed,
salopp
Zwanglosigkeit Degagement
Zwangslage Dilemma
zwangsläufig automatisch, logisch
Zwangsläufigkeit Logik
Zwangsmaßnahme Sanktion
Zwangsneurose Anankasmus
Zwangsräumung Delogierung, Ex
mission, Exmittierung
Zwangsverschickung Deportati
on
Zwangsverwalter Sequester
Zwangsverwaltung Sequestration
Zwangsvorstellung Anankasmus,
fixe Idee, Idée fixe, Obsession, Phrenolepsie
Zwangszustand Phrenolepsie
Zweck 1. Motiv. 2.Telos
zweckbestimmt intentional
Zweckbestimmtheit Finalität
zweckbezeichnend final
zweckgeleitet hormisch
zweckgerichtet teleologisch
Zweckgerichtetheit Teleologie
zweckmäßig akkommodabel, op
portun, praktikabel, rationell
Zweckmäßigkeit Opportunität,
Praktikabilität
Zwecksatz Finalsatz
Zweckverband Konsortium
zwei-. Zwei- bi..., Bi...; ‘di..., Di...
zweibauchig digastrisch
zweiblättrig bifolisch, diphyllisch
zweiblütig biflorisch
zweideutig ambiguos, amphibolisch
Zweideutigkeit Amphibolie
zweidrähtig bifilar
zweieiig dizygot
Zweieiigkeit Dizygotie
zweifach didymisch
zweifächerig bilokulär
zweifädig bifilar
zweifarbig bichrom, dichromatisch
Zweifarbigkeit Bichromie
Zweifel Skepsis, 'Skrupel
zweifelhaft aporematisch, dubios,
zwanglos
dubitativ, hypothetisch, problema
tisch, suspekt
Zweifelsfall Dubium
Zweifelsucht Skepsis
Zweifler Skeptiker
zweiflerisch skeptisch
zweiflügelig dipterygisch
Zweifüßer Bipede
zweifüßig bipedisch
Zweifüßigkeit Bipedie
zweigelenkig biartikuliert
zweigeschlechtig bigenerisch,
hermaphroditisch, monoklin
Zweigeschlechtigkeit Herm
aphroditismus
zweigestaltig bimorphisch, di
morph
Zweigestaltigkeit Dimorphie
Zweiggeschäft Filiale, Kommandite
zweigliedrig binär, binomisch, di
mer
Zweigliedrigkeit Binarität
zweigriffeiig digyn
Zweigstelle Dependance, Expositur
zweihändig bimanuell
zweihäusig heterözisch
Zweihäusigkeit Diözie, Heterözie
Zweiheit Dualismus, Dualität
zweijährig bienn
zweijährlich biennal
zweikammerig biventrikulär
Zweikampf Duell
zweikanalig binaural
zweikeimblättrig dikotyl
zweikeimig bigerm
zweiköpfig dikephalisch
zweimonatig bimestrisch
zweipolig bipolar
Zweipoligkeit Bipolarität
Zweipolröhre Diode
zweiseitig bilateral
zweisilbig bisyllabisch
zweispitzig bikuspidal
zweisprachig bilingual, bilinguisch
Zweisprachigkeit Bilingualismus,
Diglossie
Zweistärkenglas Bifokalglas
zweistellig binär
Zweitausfertigung Duplikat
zweiteilig binär, dimer
Zweiteilung Dichotomie
Zweitgebärende Sekundipara
Zweitimpfung Revakzination
Zweitinfektion Sekundärinfektion
zweitrangig sekundär
Zweitschrift Duplikat
zweiwertig binär, bivalent
Zweiwertigkeit Bivalenz
Zwerchfell Diaphragma
Zwerchfellbruch Diaphragmatozele, Hiatushernie
Zwerchfellentzündung Phrenitis
Zwerchfellnerv Phrenikus
Zwerchfellschmerz Diaphragmatalgie, Phrenalgie
Zwerg Gnom, Liliputaner
zwerg-, Zwerg- Enano..., Nano...
2. Liliput...
1548
Zwergbaum
Zwergbaum ‘Bonsai
zwergköpfig nanozephal
Zwergköpfigkeit Nanozephalie
Zwergorange Kumquat
Zwergstrauch Chamäphyt
Zwergwuchs Hyposomie, Mikroso-
mie, Nanismus
zwergwüchsig
hyposom, pygmä-
isch
Zwiebel Zipolle
zwiebelförmig bulboid
Zwiebelgericht Cipollata
Zwiebelmarmor Cipollin
Zwiegespräch Dialog
Zwielaut Diphthong
Zwiemilchernährung Allaitement
mixte
Zwiespalt Konflikt
zwiespältig ambivalent,
diskrepant,
dualistisch, konfliktär
Zwiespältigkeit Ambivalenz
Zwilling Gemellus
zwingend imperativ, stringent
zwischen-. Zwischen- dia...,
Dia...; entre..., Entre...; inter..., In
ter...
Zwischenabfluss Interflow
Zwischenaktmusik Entreakt
Zwischenaufenthalt Stop-over
Zwischeneiszeit Interglazialzeit
zwischeneiszeitlich interglazial
Zwischenfall Intermezzo
Zwischengericht Entremets
Zwischengeschoss Entresol,
Mezzanin
Zwischenhirn Dienzephalon
Zwischenkieferknochen Inter
maxillarknochen
zwischen kirchlich
interkonfessio
nell
Zwischenknorpelscheibe
Dis
kus
Zwischenkönig Interrex
Zwischenkonto Interimskonto
Zwischenlandung Stop-over
Zwischenmahlzeit Jause, Snack,
“Vesper
1. Interstitium, In
tervall. 2. Blank, Spatium
Zwischenregieru ,g Interreg
num
Zwischensolo Break
Zwischenraum
Zwischenspeicher Cache
Zwischenspiel Divertimento,
Episode, Interludium, Intermez
zo
zwischenstaatlich international,
interterritorial
Zwischenstück Episode
Zwischenzeit Interim, Interstitium,
Intervall
Zwischenzinsen Interusurium
Zwischenzustand Interim
Zwist Differenz, Konflikt
Zwitter Hermaphrodit
Zwitterbildung Androgynie
zwitterhaft bigenerisch
zwittrig androgyn, hermaphroditisch
Zwittrigkeit Hermaphroditismus
zwölfeckig dodekagonal
Zwölffingerdarm Duodenum
Zwölffingerdarmentzündung
Duodenitis
Zwölffingerdarmgeschwür
Duo
denalulkus
Zwölfflächner Dodekaeder
Zwölftonmusik Dodekaphonie
Systemvoraussetzungen
Windows
- Microsoft Windows 2000 (ab SP4) / XP (ab SP2) / Vista
- 70 MB freier Festplattenspeicher
Mac OS X
-Mac OS X 10.3/10.4/10.5/10.6
- 70 MB freier Festplattenspeicher
Linux
- Getestet unter SUSE 11.1 (weitere Distributionen enthalten)
- 70 MB freier Festplattenspeicher
Installation der Software
*
Windows
Legen Sie die CD-ROM ein und führen Sie die Datei setup.exe aus.
Die weitere Installation verläuft selbsterklärend.
Mac OS X
Legen Sie die CD-ROM ein und führen Sie die Datei Office-Bibliothek
Installer.pkg aus. Die weitere Installation verläuft selbsterklärend.
Linux
Unter SUSE führen Sie die Datei officebib-5.0. *-*-suse.rpm auf der
CD-ROM aus (d. h., Sie müssen auf die Datei in Ihrem Dateimanager,
z. B. Konqueror, doppelklicken und mithilfe eines verknüpften
Paketmanagers installieren oder in der Konsole in das Hauptverzeichnis
der CD-ROM wechseln und dort rpm -i officebib-5.0. *-*-suse.rpm
ausführen.
-.
`
Hinweis: Die Sternchen sind durch die jeweils aktuellste Version
(Bestandteil des Dateinamens, also z. B. officebib-5.0.3.1-suse.rpm)
zu ersetzen.
Ausführliche Informationen zur Programmbedienung finden
Sie in der Anwendungshilfe. Besuchen Sie uns auch im Internet
unter www.dudën.de.
DUDEN
Umfassend: mehr als 85 000 Fremdwörter
aus dem Allgemeinwortschatz und allen
wichtigen Fachsprachen, ausführlich und
leicht verständlich dokumentiert
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lage des mehrere hundert Millionen
Wortformen umfassenden elektronischen
Duden-Volltextkorpus und konventio
neller Textsammlungen
Ausführlich: umfangreiche Angaben zu
Rechtschreibung und Worttrennung,
Betonung, Aussprache und Grammatik
Informativ: genaue etymologische
Herleitung mit Angabe der ursprüng
lichen Wortbedeutung
Zweifarbig
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